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	<title>Magerfettstufe</title>
	
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		<title>Verkehrschaos am Marathon-Sonntag</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 17:19:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		
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Heute war aber mal richtig Chaos im Hamburgischen ÖPNV angesagt. Da stand ich einsam und verlassen an meiner Bushaltestelle und wartete auf einen Bus. Blöde ist, der 1er und der 250er fahren normalerweise durch die Lobuschstraße. Da wird jedoch gebaut. Deshalb wird der Verkehr über die Holländische Reihe umgeleitet. Die war aber wiederum wegen des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2013/04/im-15er.jpg" alt="Innenansicht des 15er Busses in Hamburg" title="im 15er" width="585" height="264" class="aligncenter" /></p>
<p>Heute war aber mal richtig Chaos im Hamburgischen ÖPNV angesagt. Da stand ich einsam und verlassen an meiner Bushaltestelle und wartete auf einen Bus. Blöde ist, der 1er und der 250er fahren normalerweise durch die Lobuschstraße. Da wird jedoch gebaut. Deshalb wird der Verkehr über die Holländische Reihe umgeleitet. Die war aber wiederum wegen des <a href="http://files.upsolut.de/marathon/maps/mape.php">Marathons</a> gesperrt. Was ich nicht bedacht hatte. So stand ich und stand ich. Dabei wollte ich <a href="http://www.moviejunkies.de/das-grab-des-dr-calligari/1958/">Das Grab des Dr. Calligari</a> gucken.</p>
<p>Da sah ich endlich einen Bus ankommen. Einen 15er. Einen 15er? Auf dieser Strecke fährt kein 15er! Der Bus hielt, ich rein. Hinter mir noch eine ältere Dame, die ebenso verwundert war wie ich. Beide fragten, ob er denn nach Altona führe? Ja. Immer rein.</p>
<p>Ein riesiger Gelenkbus und zwei verwunderte Fahrgäste. Der Busfahrer erklärte uns, er habe seine vorherigen Gäste rausgeworfen. Am Schlump habe es eine Bombendrohung gegeben, weshalb dort alles gesperrt gewesen war. Seine Leitstelle habe ihm gesagt, er würde schon einen Weg finden. Mit mehr haben sie ihn nicht in die verkorkste Straßenführung entlassen. Da wurde es ihm zu bunt und er habe alle Gäste vor die Tür gesetzt. Er hingegen habe sich dann seinen Weg durch Hamburg gebahnt. Er kam an Ecken vorbei und durch Straßen, die er nicht kannte. Teilweise, so wusste der gesprächige Fahrer zu berichten, waren die Straßen so eng, dass es ihm mulmig wurde. Weil: Wenn sich so ein Gelenkbus erst einmal festsetzt, ist Schicht im Schacht.</p>
<p>&#8220;Irgendwie&#8221; ist er dann auf diese Strecke gekommen und so landeten wir in einem 15er, der da gar nicht hingehörte. Aber trotzdem noch einmal Danke an den Busfahrer, dass er uns außerplanmäßig mitgenommen hat. <img src='http://www.magerfettstufe.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Das Stadtcafé Ottensen ist nicht mehr</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 20:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[
Viel zu selten fahre ich mit dem 150er. Letzte Woche kam er jedoch vor den anderen Buslinien. Sonst hätte ich es nicht gesehen. Das Stadtcafé Ottensen, das vor länger Zeit von einem auf den anderen Moment geschlossen und eingezäunt wurde, ist futsch. Vom Erdboden verschluckt. 
Hat der olle Investor also doch mit seinem langen Atem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2013/04/stadtcafe-ottensen.jpg" alt="ruine des stadtcafe ottensen" title="ehemaliges Stadtcafe Ottensen" width="500" height="188" class="centered" /><br />
Viel zu selten fahre ich mit dem 150er. Letzte Woche kam er jedoch vor den anderen Buslinien. Sonst hätte ich es nicht gesehen. Das Stadtcafé Ottensen, das vor länger Zeit von einem auf den anderen Moment geschlossen und <a href="http://www.magerfettstufe.de/index.php/2010/03/28/stadtcafe-ottensen-hinter-gittern/">eingezäunt</a> wurde, ist futsch. Vom Erdboden verschluckt. </p>
<p>Hat der olle Investor also doch mit seinem langen Atem am Ende gewonnen. Mein erster Gedanke war, dass es eine Schande ist, dass das Café nun endgültig verschwunden ist und das Geld wieder einmal gewonnen hat. Mein zweiter Gedanke war, warum die Bauarbeiter an der Behringstraße einen schwarzen Container-Turm aufgebaut haben?</p>
<p>Nach dem ersten Frust-Ablassen auf Twitter, kam einige Stunden später eine Reaktion auf eben diesen Tweet. Ich wurde darauf hingewiesen, dass a.) das Stadtcafé nicht endgültig verschwunden sei, es würde wieder aufgebaut werden. Und b.) das alte Gebäude schlicht nicht mehr zu renovieren war. Okay, wer das Haus auch so lange brachliegen lässt, dass es fröhlich vor sich hinmodern kann, der muss sich nicht wundern &#8230; Das war Kalkül.</p>
<p>Aber was soll das heißen, das Café ist nicht wirklich fort? Es soll wieder aufgebaut werden. Ist das dann noch das Stadtcafé, wie wir es kennen, mit der an Hundertwasser angelehnten Fassade? Jein.</p>
<p>Nein, weil es eben neu gebaut wird. Moderner. Ja, weil die Fassade erhalten geblieben ist. Diese versteckt sich nämlich in den schwarzen Containern - die also gar nicht wirklich übereinander gestapelte Container sind, sondern eine Art Schutzgerüst.</p>
<p>Auf meine Frage, was hinter dem neuen Café entstehen würde, wusste mein Twitter-Kontakt keine Antwort. Der Investor wollte dort Wohnungen bauen. Und ob der Betreiber des neuen Cafés der alte Betreiber sei - kann ich auch nicht sagen. Eine Anfrage beim alten Betreiber blieb unbeantwortet. Die Vermutung ist jedoch, dass im hinteren Teil des Geländes hochpreisige Wohnungen entstehen und vorne ein neues, nicht mehr so alternatives Café aufmachen wird. Mit höheren Preisen natürlich, aber der alten Fassade.</p>
<p>Unterm Strich bleibt: Irgendwann wird Ottensen wieder ein Café an der Behringstraße haben, das aussieht - von vorne - wie das alte Café.</p>
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		<title>Die drei Regeln fürs Filmen von Konzerten</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Mar 2013 19:36:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Es gab mal eine Zeit, da bin ich auf ein Konzert gegangen und das Einzige, was ich vor mir sah, war entweder der Zwei-Meter-Mann (der natürlich vor mir Stellung beziehen musste) oder aber Hände. Früher haben wir im Takt geklatscht, die Arme hoch in der Luft, in der Hoffnung so auch noch etwas Kühlung an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gab mal eine Zeit, da bin ich auf ein Konzert gegangen und das Einzige, was ich vor mir sah, war entweder der Zwei-Meter-Mann (der natürlich vor mir Stellung beziehen musste) oder aber Hände. Früher haben wir im Takt geklatscht, die Arme hoch in der Luft, in der Hoffnung so auch noch etwas Kühlung an die verschwitzten Arme zu bekommen. Ich denke mal übrigens, das ist auch ein nettes Bild für die Künstler auf der Bühne, wenn sie sehen, dass ihr Publikum mitgeht.</p>
<p>Doch heutzutage sind sie auch auf einem Konzert zu sehen. Überall. Sogar auf Rockkonzerten: die Mobiltelefone. Erbärmliche Fotos machend, werden die kleinen Telefone (wobei derzeit der Trend ja in Richtung große Mobiltelefone geht) in die Luft gehalten. Oder aber, es werden verwackelte Videos gemacht. Fotos wünsche ich mir persönlich lieber von einer guten Kamera gemacht, und zu den Videos habe ich auch noch etwas zu sagen: Haltet Eure scheiß Mobiltelefone nicht hochkant! Warum? Deshalb:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/62558249" width="585" height="329" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Dank Gema-Generve gibt es bekanntlich (im deutschsprachigen Raum) kaum Musikvideos auf den Videoplattformen. Also ist so ein selbstaufgenommenes Video ganz nett. Aber damit uns nicht allen schlecht wird und wir nur noch Kotz-Videos für die Nachwelt aufnehmen … haltet Euch bitte an die drei Regeln:</p>
<ol>
<li>Niemals hochkant, sondern immer im Breitformat filmen! (Gilt auch für das Filmen von Hunden, Katzen und allem anderen …)</li>
<li>Still halten und nicht mitschunkeln!</li>
<li>Bitte nicht mitsingen! Und wenn jemand neben Euch steht, der/die singt: gleich eine runterhauen! Oder woanders hinstellen.</li>
</ol>
<p>[<a href="http://vimeo.com/62558249">Video-Link</a>]</p>
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		<title>Radio-Romantik: Wie man früher die Liebste fand</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Mar 2013 13:31:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Es war einmal … - Ne, das klingt wie ein Märchen. Aber tatsächlich gab es mal eine Zeit, da waren wir nicht mit Medien überhäuft. Damals gab es kein Internet, viel weniger Schrott verbreitende Fernsehsender und im Radio plärrte uns nicht auf jedem MHz-Strich &#8220;der Sender mit der besten und abwechslungsreichsten Musik&#8221; entgegen. Mal ehrlich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal … - Ne, das klingt wie ein Märchen. Aber tatsächlich gab es mal eine Zeit, da waren wir nicht mit Medien überhäuft. Damals gab es kein Internet, viel weniger Schrott verbreitende Fernsehsender und im Radio plärrte uns nicht auf jedem MHz-Strich &#8220;der Sender mit der besten und abwechslungsreichsten Musik&#8221; entgegen. Mal ehrlich, können alle Radiosender Unikate sein, wenn sie eh zu 90% die selben Lieder spielen und scheinbar aus einem Klonlabor entsprungene Radiomoderatoren haben, die allesamt nervig hysterisch lachen und sich selber überaus lustig finden?</p>
<p>Also, &#8220;damals&#8221;, es muss in den 1980ern gewesen sein, da <a href="http://www.magerfettstufe.de/index.php/2008/12/24/radiogeschichte/">gab es für mich nur den Sender NDR2</a>. Norddeutscher Rundfunk - das sagt doch schon alles. Und der Ableger mit der 2 war auf ein eher jüngeres Publikum zugeschnitten. Nicht so jung wie das, was man heute unter jung versteht - versteht sich.</p>
<p>Wir, die wir mit so einer mageren Auswahl an Medien großgeworden sind, die kennen noch das Gefühl, das wir am Sonnabendabend hatten, wenn &#8220;Der Club&#8221; lief. Keine von Anrufern generierte Chartshow, sondern noch durch ehrliche Verkäufe ermittelte Hitparaden. Der Kassettenrekorder stand auf Pause, die Aufnahmetaste ebenfalls gedrückt. <q>Hoffentlich redet der Moderator diesmal nicht rein, ich will das Lied doch aufnehmen …</q> waren unsere quälendsten Sorgen.</p>
<p>Nach den Charts kam dann der &#8220;romantische Teil&#8221;. Gut, ich war zu jung dafür, aber zugehört habe ich dennoch. Dieses Radio-Verhalten von damals, kommt mir öfter mal in den Sinn.</p>
<p>Früher, als die Welt noch kleiner war, konnte man davon ausgehen, dass alle jüngeren Leute in Hamburg diesen einen Sender hören. Also machte es auch durchaus Sinn, darüber Leute zu finden. Ich erinnere mich an Moderatoren, die Briefe (!) vorlasen, in denen es ungefähr so zuging: <q>Habe dich am letzten Freitag gegen 23h in der Kneipe XY getroffen. Wir schauten uns über den Tresen an und Du hast gelächelt. Als ich um den Tresen herumkam, warst du leider weg. Habe dich dann später noch mal vor dem Club YZ gesehen, wo du mit deinen Freundinnen in ein Taxi gestiegen bist. Ich glaube, du hast mich auch noch einmal gesehen … - Bitte melde dich.</q></p>
<p>Ja, lieber Kinder, so war das damals. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hockte die junge Dame ebenfalls vor dem Radio und lauschte, ob der süße Junge vom letzten Wochenende sich gemeldet hat. Man hatte eine Anlaufstelle. Die Welt war eben kleiner. Man hat sich nicht in den Weiten des Internets verlaufen. Welche Seite sollte man denn bitte ansteuern, um &#8220;das Mädchen mit dem tollen Lächeln&#8221; in der eigenen Stadt zu finden? Welchen der vielen Radiosender sollte man einschalten? Die Gesuchte hat heute bestimmt einen anderen Sender an. Zumal ich glaube, dass es - aus besagten Gründen - solche Sendungen eh nicht mehr gibt. Schade.</p>
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		<title>Mit Kind kein Job?</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Feb 2013 20:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Eine Bekannte von mir erzählte, dass sie nun arbeitslos ist. Eigentlich kommt sie aus der &#8220;schreibenden Zunft&#8221;, war lange Zeit für eine Onlineredaktion einer großen Tageszeitung tätig, dann wechselte sie in eine Agentur, wo sie PR-Texte schrieb. Eigentlich nicht das, was sie gelernt hatte, aber da spielte sie auch immer mit offenen Karten. Dennoch machte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Bekannte von mir erzählte, dass sie nun arbeitslos ist. Eigentlich kommt sie aus der &#8220;schreibenden Zunft&#8221;, war lange Zeit für eine Onlineredaktion einer großen Tageszeitung tätig, dann wechselte sie in eine Agentur, wo sie PR-Texte schrieb. Eigentlich nicht das, was sie gelernt hatte, aber da spielte sie auch immer mit offenen Karten. Dennoch machte sie ihren Job sehr gut. Während Texte, die Kollegen geschrieben haben, von den Kunden mit Änderungswünschen zurückgeschickt wurden, hatte meine Bekannte einen kaum existenten Rücklauf. Dann wurde sie zu ihrer Chefin zitiert, die sie kalt vor die Tür gesetzt hat. Ansage war: meine Bekannte habe nicht die gewünschte Leitung erbracht.</p>
<p>Noch einmal: Ihre Texte waren so gut, dass kaum ein Kunde sich beschwert hat. Ihre Kollegen konnten das alles bestätigen. Zudem hat sie ihre Arbeit so gut durchorganisiert und abgearbeitet, dass sie pünktlich nach Hause zu ihrer kleinen Tochter konnte. Zwar hat sie natürlich - wie es wohl in Agenturen üblich ist - auch mal länger gearbeitet, aber unterm Strich war sie eher pünktlich raus.</p>
<p>Wie es scheint, war der Chefin das ein Dorn im Auge. Nur wer lange arbeitet, arbeitet gut. Und dann die Sache mit dem Kind. Die Tochter war wohl kürzlich mit eitriger Mittelohrentzündung pflegebedürftig, weshalb meine Bekannte zuhause bleiben musste. Zwar hat sie von zehn &#8220;Kind-Notfall-Tagen&#8221; vier benutzt, dennoch wurde ihr vorgeworfen, ihre Tochter sei ja <q>ständig krank</q> und deswegen würde sie die Arbeit nicht schaffen. In dem halben Jahr, in dem meine Bekannte bei der Agentur gearbeitet hat, war ihre Tochter wohl zweimal krank. Was, das müsste jeder Mensch mit ein wenig Verstand wissen, gerade bei Kindern, die in eine Kita gehen, kaum zu vermeiden ist.</p>
<p>Meine Bekannte meinte, es sei wohl tatsächlich ihre Tochter und die Tatsache, dass sie sich um ihr krankes Kind gekümmert hat, das dafür gesorgt hat, dass sie im Endeffekt gekündigt und im Arbeitszeugnis mit einer 4 abgespeist wurde. Einen Anwalt kann sie sich nicht leisten und so muss sie diese Ungerechtigkeit hinnehmen.</p>
<p>Nun ist die junge Frau kein Kind von Traurigkeit und sie hat gleich nach der Freistellung einen neuen Job gesucht. Dabei möchte sie liebend gerne wieder eine schreibende Tätigkeit haben. Überall, wo sie sich vorgestellt hat, hat sie im Bewerbungsgespräch auch ihre Tochter erwähnt. Alles andere käme einer Lüge gleich. Angeblich gehen bei Personalern dann aber immer die Alarmglocken los. Diese sagen schließlich artig &#8220;Danke, aber Nein …&#8221;</p>
<p>Ist das so? Haben Frauen - sie ist ja noch nicht einmal alleinerziehend - keine Berufschancen mehr, wenn sie ein Kind haben? Ist der Arbeitsmarkt wirklich so kinderfeindlich? Wird angenommen, dass Eltern mit Kind potenzielle &#8220;Fernbleiber&#8221; sind? Wenn dem so ist, kann ich nur sagen: Traurig! Dürfen nur noch Singles einen Job bekommen oder eine Wohnung mieten? Von <a href="http://www.magerfettstufe.de/index.php/2009/03/13/laut-und-leise/">kinderfeindlichen Nachbarn</a> wissen wir ja schon …</p>
<p>Bei uns in der Firma wird gerade überlegt, einen Betriebskindergarten einzurichten. Es geht also auch anders.</p>
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		<title>Wohin mit den alten Büchern?</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jan 2013 14:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Wer nicht gerade seit Urzeiten seine Bücher digital liest, sondern noch auf Papier mit Druckerschwärze, der kommt irgendwann an den Punkt, wo er mit dem Problem des Platzmangels konfrontiert wird. So manches alte Buch liest man mit Gewissheit nicht mehr. Da kommt die Frage auf: Wohin mit den alten Büchern?
Bei Büchern habe ich immer ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer nicht gerade seit Urzeiten seine Bücher digital liest, sondern noch auf Papier mit Druckerschwärze, der kommt irgendwann an den Punkt, wo er mit dem Problem des Platzmangels konfrontiert wird. So manches alte Buch liest man mit Gewissheit nicht mehr. Da kommt die Frage auf: Wohin mit den alten Büchern?</p>
<p>Bei Büchern habe ich immer ein ungutes Gefühl, wenn man daran denkt, sie wegzuschmeißen. So was macht man einfach nicht. Punkt. Also wohin damit? Bücherhallen nehmen eher keine alten Bücher an. Was bleibt? Die Hamburger Diakonie hat ein Faltblatt (<a href="http://www.diakonie-hamburg.de/export/sites/default/.content/downloads/spenden/Sachspenden_Faltblatt.pdf">Download als PDF hier</a>) herausgegeben, in dem aufgeführt wird, wo man mit den jeweiligen Sachspenden (Kleidung, CDs, Bücher, Spielzeug) hingehen kann.</p>
<p>So ist z.B. die Evangelische Stiftung Alsterdorf eine Anlaufstelle, um CDs und Bücher loszuwerden (Informationen: Tel. 040/50 77 32 14). Außerdem Hosen, Mäntel, Wäsche und Schuhe. In der Rathauspassage kann man auch Bücherspenden abgeben (Informationen: Tel. 040/36 90 09-95). Und im Michel geht das wohl ebenfalls (Informationen: Tel. 040/600 89 286).</p>
<h2>Altkleider in den Altkleider-Container?</h2>
<p>Es gibt sie an vielen Straßenecken in Hamburg - die Altkleider-Container. Von Zeit zu Zeit hört man jedoch, dass man seine alte Kleidung dort nicht unbedingt abgeben sollte. Wie es heißt, wird dort so viel Kleidung abgegeben, dass diese gar nicht vernünftig an den Mann/ die Frau gebracht werden kann. Die überschüssige Kleidung landet dann irgendwie auf afrikanischen Märkten. Was im ersten Moment nett klingt, tatsächlich jedoch den afrikanischen Kleidermarkt zerstört. Sprich: In Afrika hergestellte Kleidung kann gegen die Preise der Second-Hand-Kleidung aus Europa nicht mithalten und so gehen die hiesigen Textilhersteller leer aus.</p>
<p>Der Flyer der Diakonie zeigt auch hier Anlaufstellen auf. So benötigt z.B. <a href="http://www.diakonie-hamburg.de/web/visitenkarte/diakonie-zentrum-fuer-wohnungslose/mitternachtsbus/index.html">der Mitternachtsbus</a> immer warme, praktische Herrenkleidung, Schuhe, Schlafsäcke, Isomatten, Wolldecken. Vor dem Diakonie-Zentrum für Wohnungslose in der Bundesstraße 101 steht dafür extra ein Kleidercontainer (Informationen: Tel. 040/40 17 82-15). Was ich übrigens erst kürzlich irgendwo hörte: Die Menschen spenden zwar Kleidungen, was aber immer absolute Mangelware zu sein scheint, das sind vernünftige Socken. Die werden eher nicht gespendet.</p>
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		<title>Meine U4-Fahrt</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jan 2013 18:43:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[
Liebes Tagebuch,
heute hatte ich sehr viel Spaß. Es ist ein verregneter Tag, unangenehm, düster und doch habe ich mich bestens amüsiert. Es war nach dem Mittagessen, wir waren gerade am Jungfernstieg, als mein Kollege auf die verrückte Idee kam, wir könnten doch mal mit der U4 fahren. Nach einem anfänglichen Kopfschütteln zuckte ich dann doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2013/01/ueberseequartier.jpg" alt="Eingang U4-Station Überseequartier" title="Überseequartier" width="585" height="437" /></p>
<p>Liebes Tagebuch,</p>
<p>heute hatte ich sehr viel Spaß. Es ist ein verregneter Tag, unangenehm, düster und doch habe ich mich bestens amüsiert. Es war nach dem Mittagessen, wir waren gerade am Jungfernstieg, als mein Kollege auf die verrückte Idee kam, wir könnten doch mal mit der U4 fahren. Nach einem anfänglichen Kopfschütteln zuckte ich dann doch mit den Schultern. Was soll&#8217;s? Bin ich eben mal wild und verwegen. Ist ja ein neues Jahr.</p>
<p>Ein Kurzzug war&#8217;s. Das Einssteigen war ganz easy. Die angekündigten Fantastillionen von Touristen und Weltenbummlern, Hamburgern und Hamburg-Freunden … sie blieben aus. In unserem Abteil saßen vielleicht sieben, acht Leute. Der Wagon hinter uns war komplett leer. Es sei denn, irgendjemand hätte sich auf dem Fußboden versteckt gehabt.</p>
<p>So fuhren wir und meine Stimmung stieg von Sekunde zu Sekunde. Da zogen sie an uns vorbei, die Millionen Euro. In einen runden Beton-Steckelement-Tunnel verpflanzt. Und wir fuhren. Lange. Mein Kollege machte schon einen langen Hals, weil er nach vorne zum Führerhäuschen schauen konnte. Da sah man eine einzige, scheinbar ewige Kurve vor dem Zug. Und wir fuhren. Wie ein VW Käfer. Die fahren bekanntlich auch ohne Ende.</p>
<p>Ja, das kommt daher, weil man nicht direkt hat bauen können. Man musste einen weiiiten Bogen fahren und genau den beschrieben wir. Zum Glück hatten wir gerade gegessen gehabt.</p>
<p>Als wir dann endlich an der Endhaltestelle ankamen, wunderten wir uns. Wieso nur eine Station? Wurden uns für die Millionen Euro nicht zwei Stationen versprochen? Nein, wir wurden rausgeworfen. Endhaltestelle ist nun einmal Endhaltestelle. Der Kollege fragte den aussteigenden Zugführer, ob denn das schon alles gewesen sei? Wo sei denn bitte die zweite Station? Darauf meinte der nur etwas flapsig und geradezu empört:</p>
<blockquote><p>Was wollen sie denn da? Da ist doch nichts! Nur Sand.</p></blockquote>
<p><img src="http://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2013/01/u4-plan.jpg" alt="Fahrplan für die U4 mit zwei Stationen" title="U4-Plan" width="200" height="268" class="alignright" />Am Wochenende fahre man &#8220;die volle Strecke&#8221;. Warum? Weil die Fantastillionen von Touristen dann an den Strand wollen?</p>
<p>Wir schauten uns um. Netter Farbverlauf von dunkelblau nach hellblau an den Wänden. Weil wir sieben Minuten warten mussten, bis die Bahn wieder zurückfuhr, wollte ich mich mal oben umsehen. Eine lange Rolltreppe hoch. Dann eine Zwischenetage, auf der man Tennis spielen kann. (Für die Fantastillionen von blablabla …) Noch eine Rolltreppe hoch. Eine weitere Etage. Mein Kollege war ganz baff. Frei nach dem Motto <q>Noch nicht oben?</q>. Dann die letzte Rolltreppe und da war sie: die Ödnis. Vor uns nichts. Zu unserer rechten nichts. Links eine Art Swimmingpool mit kleinen Betoninseln. Nur in unserem Rücken dann die HafenCity.</p>
<p>Ich bekam mich vor Lachen nicht mehr ein. Dieses ganze Projekt ist so wahnsinnig schwachsinnig, dass man nur lachen kann.</p>
<h2>Keine Werbung</h2>
<p>Weil es eh nichts zu sehen gab, sind wir also wieder runter in die tiefen Tiefen gerollt. Unten auf dem leeren Bahnsteig fiel mir auf, dass die U4-Station Überseebrücke gar keine Werbung hat. Weder an den blauen Wänden, noch als kleine Rollplakatflächen auf dem Steig. Durfte wohl nicht gemacht werden. Oder es ist für Werber zu langweilig, beinahe so langweilig wie es für Graffiti-Künstler ist, in der HafenCity zu sprühen. Macht auch keiner …</p>
<p>Als der Zug dann einfuhr, saß wieder unserer Zugführer von der Hinfahrt am Steuer. Für zwei Stationen wäre es auch zu langweilig geworden, deshalb wurde die U4 also bis Billstedt verlängert.</p>
<p>Unsere wieder ewig dauernde Rückfahrt habe ich mich jedenfalls nicht mehr einbekommen, so sehr habe ich gelacht. Die ältere Dame auf dem Sitz neben uns schaute mich jedenfalls seltsam an.</p>
<p>Drei Dinge, die ich gelernt habe:</p>
<ol>
<li>Mit dem Bus wären wir schneller gewesen und hätten mehr von Hamburg gesehen.</li>
<li>Busse hätten auch das wahnsinnige Verkehrsaufkommen, aka die Passagierzahl, bewältigen können.</li>
<li>Das Ganze ist so traurig, dass es schon wieder lustig ist. Ich denke, wenn die Elbdisharmonie in zehn Jahren fertig ist und ich mich ins Foyer stelle, werde ich vermutlich vor Lachen tot umfallen. Seid gewarnt!</li>
</ol>
<p class="achtzig">(Jetzt weiß ich auch, wieso wieder - wie jedes Jahr - die HVV-Preise angehoben wurden &#8230;)</p>
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		<title>Top 8</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Dec 2012 11:33:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Das Ende des Jahres ist da  und damit ist es auch wieder Zeit, die Top-9 dieses Jahres zu nennen. Nur, dass es diesmal eine Top-8 wird. Bücher lasse ich diesmal aus. Klar habe ich Bücher gelesen, aber nichts, was erwähnenswert gewesen wäre. Daher gibt es in den Rubriken Film und Musik je vier anstatt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Ende des Jahres ist da  und damit ist es auch wieder Zeit, die <a href="http://www.magerfettstufe.de/index.php/2011/12/30/top-9-4/">Top-9</a> dieses Jahres zu nennen. Nur, dass es diesmal eine Top-8 wird. Bücher lasse ich diesmal aus. Klar habe ich Bücher gelesen, aber nichts, was erwähnenswert gewesen wäre. Daher gibt es in den Rubriken Film und Musik je vier anstatt drei Tops. Wie immer gilt: Die Reihenfolge ist lose und sagt nichts über die Bewertung aus.</p>
<dl>
<dt>Filme</dt>
<dd><a href="http://www.moviejunkies.de/the-cabin-in-the-woods/2012/">Cabin in the Woods</a> (Lionsgate, Mutant Enemy)</dd>
<dd><a href="http://www.moviejunkies.de/the-avengers/2012/">The Avengers</a> (Marvel Studios, Paramount Pictures)</dd>
<dd><a href="http://www.moviejunkies.de/violet-and-daisy/2012/">Violet &amp; Daisy</a> (GreeneStreet Films, Magic Violet)</dd>
<dd><a href="http://www.moviejunkies.de/ziemlich-beste-freunde/2012/">Ziemlich beste Freunde</a> (Quad Productions, Gaumont)</dd>
</dl>
<dl>
<dt>Musik</dt>
<dd>&#8220;I&#8221; von <a href="http://kidkopphausen.de">Kid Kopphausen</a></dd>
<dd>&#8220;The Sound of The Life of The Mind&#8221; von <a href="http://www.benfolds.com">Ben Folds Five</a></dd>
<dd>&#8220;Be Good&#8221; von <a href="http://www.gregoryporter.com">Gregory Porter</a></dd>
<dd>&#8220;Die ganze Nacht&#8221; von <a href="http://www.derfallboese.de/">Der Fall Böse</a></dd>
</dl>
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		<title>Weihnachts-Bitte an die Frauen</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Dec 2012 14:55:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Weihnachtszeit ist bekanntlich immer die Wir-verlieren-unseren-Kopf-und-machen-Panik-Zeit. Wenn wie dieses Jahr noch ein Kauftag (23.) wegen des Sonntags wegfällt: Panik galore. So war es auch am heutigen 22. Dezember knüppeldicke voll in Ottensen. Eine Sache, die ich loswerden möchte: Liebe Frauen. Bitte schickt Eure küchenfremden Männer doch nicht in dieser Kampfzeit zum Schlachter, um Eure Heiligabend-Einkäufe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weihnachtszeit ist bekanntlich immer die Wir-verlieren-unseren-Kopf-und-machen-Panik-Zeit. Wenn wie dieses Jahr noch ein Kauftag (23.) wegen des Sonntags wegfällt: Panik galore. So war es auch am heutigen 22. Dezember knüppeldicke voll in Ottensen. Eine Sache, die ich loswerden möchte: Liebe Frauen. Bitte schickt Eure küchenfremden Männer doch nicht in dieser Kampfzeit zum Schlachter, um Eure Heiligabend-Einkäufe zu tätigen! Das ist so, als ob Ihr einen Zweijährigen in die Oper zum Kaufen von neuen Dauerkarten schickt.</p>
<p>Der Fleischer war voll. Die Schlange wand sich schon im Laden und die elektronische Tür ging ständig ruckelnd auf. Draußen schneite es. Da stellt sich der junge Mann an die Theke und bestellt: <q>Zwei Kilo Schwein.</q> Der Metzger fragt nach einer kurzen Pause mit große Augen, was denn vom Schwein? Schon zählt er ihm einiges auf, was der junge Mann kaufen könnte. Der darauf <q>Ich weiß nicht. Meine Frau hat gesagt, ich soll zwei Kilo Schwein holen. Dann habe ich nicht weiter nachgefragt. Aber Braten klinkt gut. Ich nehme den Braten.</q></p>
<p>Anfänger. Der hat im Sommer wohl auch einen elektronischen Mädchengrill und legt da nur abgepackte Thüringer drauf.</p>
<p>Doch dieser junge Mann war nicht allein. Neben ihm wurde ein älterer Herr bedient, der Wildschwein wollte. Dieser bekam von seinem Metzger erst einmal einen Vortrag, wie man das zubereitet und wie man eine vernünftige Soße macht.</p>
<p>Frauen, schickt Eure Männer nicht zum Einkaufen, wenn sie nicht vernünftig geschult sind. &#8220;Hol mal zwei Kilo Schwein&#8221; und dann das Wort Braten vergessen … *tss*</p>
<h2>Einfach mal stehen bleiben</h2>
<p>In all dieser Hektik vor den Feiertagen ist es natürlich ganz richtig und vernünftig, wenn man einfach mal innehält und etwas Ruhe tankt. Aber das macht man zuhause, nicht mitten in der Einkaufspassage, auf dem Weihnachtsmarkt, vor dem Eingang zum Einkaufscenter. Da standen - auch blöd - drei Herren und trällerten mit Bass und Gitarren &#8220;Ring of Fire&#8221;. Vor mir ein Pärchen. Es war schon eng und man drängelte sich hier und dort durch, ständig am Haken schlagen. Plötzlich blieben die Beiden stehen, weil sie den Musikern zuhören wollten. Mitten im Getümmel, direkt vor dem Eingang zum Einkaufszentrum.</p>
<p>&#8220;Zeit für sich&#8221; ist ja schön &#8230;</p>
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		<title>Wie mit Waffen umgehen?</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Dec 2012 10:59:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Europäer können Amerikaner und ihre Liebe zu Schusswaffen nicht verstehen. Nach dem Amoklauf an der Schule von Sandy Hook gab es wohl niemanden, der nicht den Kopf geschüttelt hat über diese Waffennarren und ihre Uneinsichtigkeit.
Eine Woche nach der grausamen Tat stellte sich die NRA hin und behauptete allen Ernstes, man müsse mehr Waffen unters Volk [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Europäer können Amerikaner und ihre Liebe zu Schusswaffen nicht verstehen. Nach dem Amoklauf an der Schule von Sandy Hook gab es wohl niemanden, der nicht den Kopf geschüttelt hat über diese Waffennarren und ihre Uneinsichtigkeit.</p>
<p>Eine Woche nach der grausamen Tat stellte sich die NRA hin und behauptete allen Ernstes, man müsse mehr Waffen unters Volk bringen. Bewaffnet Hausmeister und Lehrer! Dann würde so ein Amoklauf an einer Schule nicht mehr passieren. Man weiß nicht, ob diese Leute nur ihre Verkaufszahlen im Kopf haben, oder schlicht und ergreifen nichts. Dieser Vorschlag würde in einer ungeheuren Massenaufrüstung münden. Alle kaufen wie wild Waffen. Verdammt, das ist sogar schon passiert. Man hört von gestiegenen Waffenkäufen nach dem Anschlag. Und wieder steht man als Nicht-Amerikaner daneben und versteht sie nicht, diese Waffenverrückten.</p>
<p>Mein erster Gedanke war eh: Gewalt mit Gewalt lösen? Keine gute Idee, liebe NRA.</p>
<p>Der Lobbymann kam dann bei seiner Pressekonferenz entsprechend auch wieder mit den üblichen, langweiligen Argumenten. Es sind nicht die Waffen, die böse sind, es sind Rockmusik, das Fernsehen, die Computerspiele. Sie werden  nicht müde, diese Leier zu zupfen. Man fragt sich nur, warum dann in anderen Ländern, zum Beispiel in Deutschland, nicht auch ständig solche Taten verübt werden. Vielleicht liegt es daran, weil wir nicht in jedem Haus eine Waffe haben?</p>
<p>Ein Film, der mich einst sehr beeindruckt hat, war <a href="http://www.moviejunkies.de/bowling-for-columbine/2002/" title="Link zur Seite der Moviejunkies">Bowling for Columbine</a>. Auch hier war ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schulmassaker_von_Littleton">Amoklauf an einer Schule</a> das Thema. Gestern lief der Streifen wohl in den Staaten im Fernsehen und Regisseur Michael Moore rief zum Chat über Twitter auf. Hier zwei passende Antworten aus einem Haufen ähnlicher Tweets.</p>
<p><img src="http://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2012/12/michael-moore-twitter-violence.png" alt="Michael Moore auf Twitter zum Thema Waffen in Amerika" width="521" height="225" class="aligncenter size-full wp-image-6123" /></p>
<p>Erster Reflex nach der Tat in der Schule war: Ihr blöden Amis müsst endlich Euer Waffengesetz ändern! Nicht jeder Vollhonk darf sich unendlich Waffen zulegen. Wenn man ein Bankkonto eröffnet, darf es keine Waffe dazu geben. In Supermärkten darf man keine Munition mehr kaufen. Der Tweet von Michael Moore geht recht gut auf diese Forderung ein. Ja, das Gesetz muss geändert werden. Aber so lange die amerikanische Mentalität sich nicht ändert &mdash; Gewalt mit Gewalt begegnen &mdash;, so lange wird auch weiter schnell geschossen.</p>
<p>Auf das Thema der Gewalt in den Medien geht Moore ebenfalls ein.</p>
<p><img src="http://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2012/12/michael-moore-twitter-canada.png" alt="Michael Moore auf Twitter. Vergleich Zwischen Amerika und Kanada" width="521" height="245" class="aligncenter size-full wp-image-6124" /></p>
<p>Dass kanadische Kinder, die die selben Filme sehen wie ihre amerikanischen Altersgenossen, sich nicht die Waffen ihrer Eltern schnappen und an Schulen Amok laufen, hat also etwas mit der Mentalität der Nachbarn aus dem Norden zu tun. Ein passender Kommentar aus dem oben erwähnten Film war, darauf angesprochen, dass Kanadier doch auch so viele Waffen hätten, aber viel weniger Schussopfer: &#8220;Wir benutzen die eben nur zur Jagd.&#8221;</p>
<p>Also: Amerika muss sein Waffengesetz ändern. Ganz klar. Aber sie müssen auch eine Änderung im Kopf vornehmen. Ihr seid nicht mehr im Wilden Westen, ihr könnt nicht einfach unliebsame Genossen ungestraft über den Haufen knallen. Und nicht jeder &#8220;da draußen&#8221; ist ein potenzieller Feind, der mit der Knarre in Schacht gehalten werden muss. Außerdem muss aus den Köpfen raus, dass die Medien ausschließlich für die Gewalt verantwortlich sind. Ja, sie werden wohl einen Anteil haben, aber noch einmal nach Deutschland geschaut: hier finden nicht so viele Übergriffe mit Waffen statt &mdash; trotz der selben Playlisten und Kinofilme.</p>
<p>Musik, das soll der letzte Gedanke sein, ist meiner Meinung nach übrigens nicht für Gewalt verantwortlich. Diese &#8220;böse Rockmusik&#8221;? Heavy Metal? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das ganz nette Leute sind, die über die Musik Dampf ablassen. Danach sind sie jedoch nicht aufgepumpt und laufen Amok &#8230; Ist Alkohol im Spiel, dann mag eine Grundaggressivität da sein, die aber nicht unbedingt auf die Musik zurückzuführen ist.</p>
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