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		<title>Von Beust zieht sich zurück</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 16:25:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sollte das jetzt schon das zweite Mal sein, dass wir seit der Krönung von König Beust vorgezogene Neuwahlen haben? Erst ließ er sich mit Hilfe eines Rechtspopulisten auf den Thron hieven. Nach zwei Jahren dann der Break &#8212; von dem ich immer noch denke, er war abgesprochen. Jetzt also wieder? Und warum? Weil Hamburgs Spaß-EB [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sollte das jetzt schon das zweite Mal sein, dass wir seit der Krönung von König Beust vorgezogene Neuwahlen haben? Erst ließ er sich mit Hilfe eines Rechtspopulisten auf den Thron hieven. Nach zwei Jahren dann der Break &mdash; von dem ich immer noch denke, er war abgesprochen. Jetzt also wieder? Und warum? Weil Hamburgs Spaß-EB &#8220;<a href="http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/der-mann-den-sie-ole-nannten/">amtsmüde</a>&#8221; geworden ist. Wie wäre es denn mal mit ein wenig mehr Stehvermögen? Ja, die Stimmung ist nicht gut für schwarz-grün. Wen wundert&#8217;s?</p>
<p>In neun Jahren hat der EB &mdash; und seine wechselnde Entourage &mdash; ein ums andere Mal des Volkes Meinung einfach mit Füßen getreten. Es wurden Millionen zum Fenster hinausgeworfen, weil man sich selber Denkmäler setzen wollte. So eine Regentschaft währt nicht ewig &mdash; wie wir jetzt sehen &mdash; da muss man vorarbeiten, damit sich das Fußvolk auch in Zukunft an einen erinnert. Noch nie wurde städtischer Boden so schnell versiegelt, wie unter von Beust &mdash; ohne dabei den nötigen sozialen Bau zu berücksichtigen. Der benötigte Wohnraum wurde nicht geschaffen. Die Liste der Verfehlungen ist lang. Auch wenn die Medien nach der gestrigen Ankündigung, der EB würde zurücktreten wollen, nicht mit <a href="http://www.zeit.de/2010/29/Ole-von-Beust">Lobeshymnen</a> geizten &#8230; (Weitere Stichwörter zum Nachdenken: Krankenhausverkauf, Kniefall vor Vattenfall, Moorburg, Büchergeld, U4-Millionengrab, Baumrodungen im großen Stil, HSH-Nordbank-Desaster &#8230; )</p>
<p>Nun haben wir Volksentscheid in Sachen Schulreform. Ein Projekt, das er von seinem Koalitionspartner angenommen hat. Doch die <del>Schafe</del> Bürger sind irgendwie nicht 100%-ig hinter dem Bürgermeister und seinen Mannen, wie man der Presse in den letzten Tagen entnehmen konnte. Schon wird die Amtsmüdigkeit größer. Schwerer. &mdash; Nein, das hat alles nichts miteinander zu tun. Daher auch der Rücktritt <em>vor</em> einer möglichen Schlappe am Abend (wie der Volksentscheid ausgeht ist schließlich noch ungewiss).</p>
<p>Kultursenatorin <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article8518511/Von-Welck-tritt-aus-Loyalitaet-zu-von-Beust-zurueck.html">von Welck nimmt ebenfalls den Hut</a>. Aus Loyalität. Oder weil sie wegen der Kostenexplosion bei der Elbdisharmonie in die Kritik geriet. Wer kann schon wissen, was in einem Politikerkopf vor sich geht &#8230;</p>
<h3>Was kommt nach dem Rücktritt?</h3>
<p>Als die Nachricht am Sonnabend schon in Stein gemeißelt wurde, kam verständlicher Weise die Frage nach der Nachfolge auf. Innensenator <a href="http://www.magerfettstufe.de/index.php/2009/09/19/ich-bin-wichtig-ich-darf-das/">Ahlhaus</a> stand ganz oben, tut es immer noch. Wenn ich daran denke, dass dieser &#8220;harte Knochen&#8221; an oberster Spitze steht, kann ich jeden verstehen, der aus Hamburg wegziehen möchte.</p>
<p>Der Koalitionspartner GAL, der am Sonnabend noch <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,707081,00.html">nichts von einem Rücktritt wissen wollte</a>, fände eine Zusammenarbeit mit Ahlhaus nicht so prickelnd. Aber &#8220;Regieren ist geil&#8221; und man hat Blut geleckt. Mit Murren könnte man wohl für nicht einmal mehr zwei Jahre auch noch Ahlhaus aushalten. Auch wenn es schwer fiele.</p>
<p>Also alles in bester CDU-Manier aussitzen? Oder sollte, wie es die SPD fordert, ein Neuanfang gewagt werden, sprich <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/hamburg-scholz-fuer-neuwahl-bei-beust-ruecktritt_aid_531502.html">Neuwahlen</a>? Das Argument könnte ziehen, wonach die Bürger es nicht besonders toll fänden, würde man ihnen plötzlich einen neuen Ole vor die Nase setzen, der aber nicht mehr so flauschig ist wie der alte. Immerhin haben die Hamburger eh nicht auf ein Parteiprogramm geschaut, sondern lediglich eine Figur gewählt. Ich sage nur: <q>Elbe, Alster, Ole</q>. Inhalte suchte man in diesem &#8220;Wahlprogramm&#8221; vergeblich. Es wurde also &#8220;Ole&#8221; gewählt, da kann man nicht einen Christoph hinsetzen, der ebenfalls in der Kritik steht (&#8221;Sicherung&#8221; seiner Villa, Videoüberwachung).</p>
<p>Neuwahlen sind also keine schlechte Idee. Aber was mich daran stören würde: Die GAL würde wahrscheinlich wieder mit an die Regierung kommen. Nachdem sie sich so schön prostituiert haben, würden sie mit den Sozis rummachen wollen, als ob nichts gewesen wäre?</p>
<h3>Neuanfang für Hamburg</h3>
<p>Ich bin jedenfalls froh, dass wir Beust los sind. Vielleicht ist das ein guter Neustart (nach Neuwahlen) für Hamburg, das mir schon lange <a href="http://www.magerfettstufe.de/index.php/2010/02/09/hamburg-keine-perle/">nicht mehr so sehr gefällt</a> wie früher. Ich wünsche mir jedenfalls ein gerechteres Hamburg. Ein Hamburg, das nicht nur Weltstadt spielen möchte und seine Stadtteile einen nach dem anderen durch höhere Mieten oder leer stehende Bürogebäude &#8220;säubert&#8221;.</p>
<p>Um den zum 25. August ausscheidenden EB muss man sich keine Sorgen machen. Zum einen dürfte er eine sehr nette Rente bekommen, zum andere böte sich sonst bestimmt auch ein Job bei Vattenfall an. Oder bei Hochtief &#8230;</p>
<p>Was mich an dem Rücktritt stört: Ich verliere eine Wette, wonach der Spaß-EB nach dieser Legislaturperiode noch eine weitere inne haben würde.</p>
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		<title>Das war’s für das Max und Co.</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 03:56:00 +0000</pubDate>
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Letzte Woche leitete mir ein Kollege eine eMail weiter, angehängt war ein Flyer. Hier wurde verkündet, dass das Max und Consorten, am Anfang der Langen Reihe in St. Georg gelegen, zum Ende des Monats schließen würde. Die Mail kam von einer ehemaligen Arbeitskollegin. Offenbar ging man in der Firma öfter dort zum Mittagessen oder nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/nullprozent/4799590797/" title="Max und Consorten von NullProzent bei Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4117/4799590797_aac7a7fda1.jpg" width="500" height="375" alt="Max und Consorten" class="centered" /></a></p>
<p>Letzte Woche leitete mir ein Kollege eine eMail weiter, angehängt war ein Flyer. Hier wurde verkündet, dass das <em>Max und Consorten</em>, am Anfang der Langen Reihe in St. Georg gelegen, zum Ende des Monats schließen würde. Die Mail kam von einer ehemaligen Arbeitskollegin. Offenbar ging man in der Firma öfter dort zum Mittagessen oder nach Feierabend auf ein Bierchen hin. Aus der Mail sprach doch sehr viel Zorn.</p>
<p>Kurz musste ich überlegen, dann fiel mir ein, um welchen Laden es geht. Stimmt, da bin ich vor langer Zeit einmal eingekehrt. St. Georg ist nicht &#8220;meine Ecke&#8221;, aber irgendwann war ich auch mal im <em>Max und Co.</em>. Ich erinnere mich an einen dunklen Raum. Im ersten Moment etwas bedrohlich, aber nach einer Eingewöhnungsminute dann doch irgendwie gemütlich. Da waren &mdash; wenn ich mich recht erinnere &mdash; so kleine Spender für Erdnüsse und anderen Knabberkram. Gibt es sonst auch nicht mehr oft zu sehen.</p>
<p>Die ehemalige Kollegin schimpfte, das Gebäude sei schon verkauft und alles unter Dach und Fach. Dort, wo man seit 1979 einkehren konnte, werde ein <q>Appartement-Tempel mit PKW-Fahrstuhl in die Tiefgarage</q> gebaut. Das <em>Max und Co.</em> also ein weiteres Opfer der in Hamburg ständig voranschreitenden Gentrifizierung.</p>
<p>Der Laden soll gut gelaufen sein, aber &#8230; &mdash; Es muss was neues her.</p>
<p><a href="http://farm5.static.flickr.com/4073/4800224046_283ae134b9.jpg" rel="lightbox[maxundco]" title="Gegenüber vom Max und Co. ist schon alles sauber">Gegenüber</a>, an der Ecke St. Georgstraße und Kirchenallee, da steht schon so ein schmuckes, gelecktes Teil.</p>
<p>Ich bin kein St. Georgianer, aber auch aus der Ferne ist es schade anzusehen, wie ein Stadtteil immer mehr für eine wohlbetuchtere Klientel aufgehübscht wird. Mit dem Nachteil, dass hinten immer mehr Alteingesessene rausfallen. Das sieht man überall. Und man komme mir jetzt nicht mit &#8220;Fortschrittverweigerer&#8221; oder ähnlichen Sprüchen. Es ist nun einmal Tatsache, dass an jeder Ecke Hamburgs Menschen mit niedrigerem Einkommen aus ihren alten Quartieren vertrieben werden. Fortschritt darf nicht nur für eine gewisse Dicke des Geldbeutels da sein.</p>
<p>Ich habe unlängst mit dem Gedanken gespielt, umzuziehen. Natürlich möchte ich in &#8220;meinem Stadtteil&#8221; Ottensen bleiben. Aber schaut man sich um, sind die Preise überall so unverschämt hoch, dass ich leider weiter an einer lauten Straße wohnen bleiben muss. Ottensen ist schon lange kein &#8220;Arbeiterviertel&#8221; mehr &#8230; Und St. Georg wird es auch bald nicht mehr sein &mdash; wenn das nicht schon längst eingetroffen ist.</p>
<h3>Abschied nehmen</h3>
<p>Zurück zur eMail und dem Flyer, der der elektronischen Post angehängt war. Der Flyer besagt, dass man nicht leise untergehen wolle. Deshalb ist am <span class="dicker">31. Juli 2010</span> ab 17 Uhr Party im ganz großen Stil angesagt! Reichlich Essen, Live-Musik und alles, was die Bar hergibt. Das Motto lautet: <q>Von stiller Trauer halten wir nichts. Aber von einer guten Party.</q> Der letzten Party im <em>Max und Consorten</em>. Also hin und ein dickes &#8220;Tschüss&#8221; auf den Weg geben.</p>
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		<title>Heiße Bahn</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 16:11:07 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es muss 1993 gewesen sein. Da fuhr ich auch mal mit einem ICE. Schon bei der Abfahrt bemerkten wir, dass die Klimaanlage kaputt war. Die Fahrt nahm ihren Lauf, als wir kurz vor einem Tunnel irgendwo im Süden Deutschlands immer langsamer wurden. Schließlich brauchten wir gefühlte 2 Stunden, um den Tunnel zu passieren. Kleine Kinder fingen am zu weinen, angesichts des Umstands, das es draußen dunkel und drinnen brüllend heiß war.</p>
<p>Endlich raus, schlichen wir noch ein wenig auf offenem Feld, bis dann die Lok endgültig versagte. So standen wir bei Temperaturen von weit über 30 Grad noch mal eine gute Stunde oder so in der prallen Sonne. Keine Klimaanlage, keine Erfrischungen und mit der Ansage, dass die Lok defekt sei und wir auf eine Ersatzlok warten, ließ sich die Bahn auch lange Zeit. </p>
<p>Das nur so am Rande. Defekte Bahnen sind nichts Neues. Nur dass es bei uns keinen Medienrummel gab. Vermutlich wurde damals das Sommerloch bereits anders gestopft&#8230; Plus: Es gab einfach weniger Kanäle um darüber zu jammern&#8230; ähh&#8230; zu berichten.</p>
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		<title>Wir suchen das, was wir kaputt gemacht haben</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 18:42:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gestern hat der Schreberspacken sich über die Mopo als willfährige Propaganda-Marionette der BSU ausgelassen. In der Mopo stand in der Wochenendausgabe ein Loblied auf den A7-Deckel und dass &#8220;alles chiko&#8221; sei. Da werden mal 500 Kleingärten auf den tollen Deckel umgesiedelt. 1,20m Erdreich reichen auch voll aus. Ist zwar junge Erde, nicht so reichhaltige wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hat der <a href="http://www.schreberspacken.de/artikel/die-hambuger-morgenpost-als-willfaehrige-propaganda-marionette-der-bsu-bericht-zum-a7-autobahndeckel">Schreberspacken</a> sich über die Mopo als <q>willfährige Propaganda-Marionette der BSU</q> ausgelassen. In der Mopo stand in der Wochenendausgabe ein Loblied auf den A7-Deckel und dass &#8220;alles chiko&#8221; sei. Da werden mal 500 Kleingärten auf den tollen Deckel umgesiedelt. 1,20m Erdreich reichen auch voll aus. Ist zwar junge Erde, nicht so reichhaltige wie in den jetzigen Schrebergärten &mdash; aber das muss man nicht erwähnen. Bäume sollen auf dem Deckel stehen und den Flanierenden Schatten spenden. Alles chillig. 1,20m Erdreich reichen da aus. Naja, vielleicht doch nicht, das gibt man schon zu, deshalb werden sich Bäume auch eher am Rand finden. 1,20 Erdreich reichen für die <a href="http://www.magerfettstufe.de/index.php/2008/08/20/von-deckeln-und-kleingaerten/">Schrebergärtner</a> aus. Für Möhren, Rosen und Rabatten &mdash; vielleicht &#8230;</p>
<p>Die Lobeshymne auf den Deckel stimmte natürlich am Wochenende auch das Senatsblatt an. Als ich den Beitrag unter der Überschrift <q>Es grünt so grün auf der Autobahn</q> las, packte mich einmal mehr die blanke Wut.</p>
<p>Stadtverschandelungssenatorin Hajduk stellte sich bei der Präsentation der Landschaftsarchitekten hin und lobte die Gewinnerentwürfe. Der Deckel werde ein Jahrhundertbauwerk &mdash; auch für kommende Generationen. Dann wurde wieder die alte Leier vom <del>Es wächst zusammen, was zusammengehört</del> &#8220;Stadtteile wachsen wieder zusammen&#8221; runtergerattert. Doch der richtige Aufreger kam bei diesem Satz:</p>
<blockquote><p>Neben optimalem Lärmschutz bekämen die Anwohner jetzt auch die dringend benötigten Grünflächen.</p></blockquote>
<p>So eine dumme Bemerkung lässt die innere Temperatur gerade bei diesen Außentemperaturen auf ein gefährliches Maß ansteigen. Lieber Senat, die Bürger bräuchten Grünflächen nicht so dringend, wenn Ihr sie nicht seit 2001 kontinuierlich zubetonieren würdet! Seit von Beust der König von Hamburg ist, war die Stadtversiegelung noch nie so hoch. Und jetzt holt Ihr Eure eigenen Fehler als Argument für den Deckel aus dem Hut? Wie fern kann man der Realität eigentlich noch sein?</p>
<p>Der jetzige Senat ist es doch, der das Schlagwort &#8220;<a href="http://www.magerfettstufe.de/index.php/2010/03/28/stadtcafe-ottensen-hinter-gittern/">Nachverdichtung</a>&#8221; das erste Mal bei den Bürgern ins Bewusstsein gebracht hat. Dieser Senat will doch jedes Fleckchen Grün verkaufen, um die selbst verschuldeten Millionengräber zu stopfen. Und dann haben sie die Dreistigkeit eben diesen Grünflächenmangel als Pro-Argument für ein eigenes Denkmal anzubringen? Geht gar nicht!</p>
<p>Wie heißt es doch so trefflich bei den Kleingärtnern: A7-Deckel ja, aber nicht durch den Verkauf von Kleingartenflächen. Das Angebot zum Umsiedeln ist aus meiner Sicht ein Schlag ins Gesicht. &mdash; Aber was interessiert diesen Senat auch schon der Bürger &#8230;?</p>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 11:46:09 +0000</pubDate>
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Nur noch wenige Tage, dann ist in Hamburg Volksentscheid zum Thema Schulreform. Praktisch in den Schulferien gelegen, wenn niemand zur Wahlurne geht. Ungünstig in den Schulferien gelegen, weil die Umsetzung innerhalb kurzer Zeit bestimmt problematisch enden wird.
Dies ist übrigens der erste Volksentscheid, bei dem ich nicht weiß, was ich ankreuzen soll. Bisher war es so, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/nullprozent/4779165477/" title="Stimmzettel von NullProzent bei Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4094/4779165477_3c481d0ac5.jpg" width="500" height="375" alt="Stimmzettel"/></a></p>
<p>Nur noch wenige Tage, dann ist in Hamburg Volksentscheid zum Thema Schulreform. Praktisch in den Schulferien gelegen, wenn niemand zur Wahlurne geht. Ungünstig in den Schulferien gelegen, weil die Umsetzung innerhalb kurzer Zeit bestimmt problematisch enden wird.</p>
<p>Dies ist übrigens der erste Volksentscheid, bei dem ich nicht weiß, was ich ankreuzen soll. Bisher war es so, dass eine Volksinitiative einen Vorschlag machte, der gegen eine Idee vom Senat stand. Wollen wir mal ehrlich sein: Das, was der Senat, dieser Senat, an Vorschlägen vorbringt, ist in der Regel Müll. Es wird nur auf wirtschaftliche Aspekte abgezielt, der Hamburger, der Bürger &mdash; der bleibt bei dieser Politik außen vor. Als Bürger ist es da durchaus leicht, eine Position zu finden. Nicht bei der Schulreform &#8230;</p>
<p>Dass das Schulsystem (das Bildungssystem allgemein, das schließt auch die Universität ein), einer Veränderung bedarf, dürfte angekommen sein. Also müsste man eigentlich <em>für</em> den Senatsvorschlag sein. Was ein Novum wäre.</p>
<p>An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich von dieser Thematik nicht unbedingt betroffen bin. Wenn jemand meinen Stadtteil umkrempeln will, wenn jemand Grünflächen abholzen will, wenn jemand einen bestimmten Energiekonzern begünstigt &mdash; dann betrifft mich das direkt und ich habe eine Meinung dazu. Bei der Schulreform bin ich nicht betroffen. Und somit auch eher faul, mich in das Thema hineinzulesen.</p>
<p>Was macht man in solchen Fällen? Man hört sich im Bekanntenkreis um und kombiniert das mit dem Wenigen, was man bisher gelesen hat.</p>
<p>Eine befreundete Mutter, deren Sprössling unmittelbar von der Reform betroffen ist, da er in die 5. Klasse kommen soll &mdash; Nur auf welche Schule? &mdash;, die war nicht gerade gut auf den Senatsvorschlag zu sprechen. Zu viel Ungereimtheiten, zu viel Chaos. Und da soll sie ihren Sohn reinschmeißen? Zumal sie meinte, dass die angesprochenen Lehrer an der Grundschule auch alle keinen blassen Schimmer haben, wie der Senatsvorschlag umgesetzt werden soll. Na klasse. &mdash; Hier darf ich noch einmal <a href="http://www.magerfettstufe.de/index.php/2008/06/19/maeuschen/">an die Geschichte erinnern</a>, in der Schulsenatorin Goetsch selber gesagt haben soll, dass sie es nicht wisse, wie die Reform umgesetzt wird, Hauptsache ist, dass sie umgesetzt wird. Und das müssten dann Lehrer machen. Denn wenn der &#8220;Spaß&#8221; den Bach runtergeht, wäre sie damit fein raus &#8230;</p>
<p>Gut, fragen wir also einen Lehrer. Ist er näher am Puls dran? Weiß er mehr als die Mutter? Sein Wissen lässt sich so zusammenfassen, dass auch er der Meinung ist, die Schulreform könne nur im Chaos enden. Verwaltungstechnisch scheint die Schulreform ein vorprogrammiertes Desaster zu sein. Grundschulen brauchen auf einmal mehr Platz als vorhanden ist. Weiterführende Schulen müssen Lehrer abgeben und haben plötzlich Raumleerstand. Wie war das mit dem &#8220;<a href="http://www.zeit.de/2010/28/Schule-Hamburg">Verbrüdern</a>&#8221; von <del>Grund</del>Primarschulen mit Gymnasien? Um z.B. eine Ausbildung mit musischem Schwerpunkt zu garantieren, müssen sich Primarschulen und Gymnasien abstimmen. Die grundlegenden musischen Kenntnisse müssen in der Primarschule gelehrt werden, damit auf dem Gymnasium &mdash; Stadtteilschule ist Resteschule und interessiert anscheinend nicht &mdash; der Filius weiterhin eine gute musische Ausbildung erfährt. Das Kind <em>muss</em> auf Primarschule A um dann später auf Gymnasium B gehen zu können.</p>
<h3>Zur Urne!</h3>
<p>Seit ich wahlberechtigt bin, habe ich keine Bundestags- oder Landtagswahl ausgelassen. Diese wenigen Sekunden Demokratie will ich mir nicht entgehen lassen. Aber was mache ich mit einem Volksentscheid, zu dem ich keine Meinung habe?</p>
<p>Der Senatsvorschlag kommt vom Senat und muss von sich aus abgelehnt werden. &mdash; Okay, das ist nun wirklich kein Argument. Vielleicht haben sie ja doch mal die Rolle des blinden Huhns eingenommen? Aber anscheinend haben sie es nicht. Das Konzept  kann nicht überzeugen. Dann also doch für den Gegenvorschlag von &#8220;Wir wollen lernen&#8221;? Ich weiß nicht &#8230; &mdash; Soll man jemanden unterstützen, der das Schulsystem bewusst auf einem alten Stand halten will? Mit alten, verkrusteten Strukturen? Auch nicht gut&#8230;</p>
<p>Der befragte Lehrer hat dann im Endeffekt die einzig mögliche Kreuzkombination gemacht: Ein Kreuz beim <em>Nein zur Volksinitiative</em> und ein <em>Nein zum Senatsvorschlag</em>. Wer sagt, dass der eine oder der andere Vorschlag die Ultima ratio ist? Wenn beide schlecht sind, kann man doch seine Meinung diesbezüglich kundtun, oder?</p>
<p>Im Grunde eine gute Idee. Allerdings denke ich, dass im Endeffekt nur die Ja-Stimmen zählen. Niemand wird sich dafür interessieren, dass man mit keinem Vorschlag zufrieden ist und u.U. nur schlechte Modelle zur Wahl standen, man also mit seiner Ja-Stimme lediglich dem kleineren Übel seine Stimme gegeben hat &mdash; anstatt einem vernünftigem Konzept.</p>
<p>Bevor jemand fragt: Ich weiß nicht, wie das ideale Modell aussehen soll. Der Gedanke einer Gesamtschule ist gut. Interessant übrigens, dass die CDU, die immer Hexenjagd auf Gesamtschulen gemacht hat, nun mit der Stadtteilschule (oder auch Reste-Schule genannt) eine Gesamtschule vorschlagen, nur unter einem anderen Namen. Die Abgrenzung nach 12-Jahre-Elite und 13-Jahre-Rest finde ich jedenfalls nicht gesund. Riecht nach Zweiklassen-Gesellschaft. Was allerdings wieder dem Ziel des CDU-Senats absolut zu entsprechen scheint.</p>
<p>Chaos oder Stillstand? Was für eine blöde Wahl man da hat &#8230;</p>
<h3>Und dann noch das &#8230;</h3>
<p>Zum Schluss kann ich mir nicht verkneifen, dass unser <del>Schwiegersohn</del> Spaß-EB von Beust sein Modell mit aller Gewalt durchprügeln will. Da kann man auch schon mal &mdash; zumal bei dieser ekligen Hitze &mdash; eine Schlammschlacht anfangen und behaupten, dass alle die gegen ihn sind &mdash; Nein, diesmal nicht gegen Fortschritt oder gegen das Vaterland o.ä. &mdash;, auch <a href="http://mobil.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1562108/Sind-Schulreform-Gegner-auslaenderfeindlich.html">gegen Ausländer</a> sind. Ganz peinliche Nummer &#8230;</p>
<p>Zumal Migranten wiederum an dem Volksentscheid <a href="http://www.taz.de/1/nord/hamburg/artikel/1/wo-ein-wille-da-ein-weg/">nicht teilnehmen dürfen</a>.</p>
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		<title>Alles arme Würstchen diese Harley-Fahrer</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 21:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Dieses Wochenende war wieder einmal Kriegszustand in Hamburg. Damit meine ich nicht den &#8220;Kampf Deutschland gegen England&#8221;. Der Krieg von dem ich spreche, der fing schon früher an. Man hatte zum wiederholten Male das Gefühl, alte, schwere Kampfflugzeuge würden auf Hamburg zufliegen, bereit ihre schwere, todbringende Bombenlast abzuwerfen. Dabei waren es &#8220;nur&#8221; erneut die lästigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Wochenende war wieder einmal Kriegszustand in Hamburg. Damit meine ich nicht den &#8220;Kampf Deutschland gegen England&#8221;. Der Krieg von dem ich spreche, der fing schon früher an. Man hatte zum wiederholten Male das Gefühl, alte, schwere Kampfflugzeuge würden auf Hamburg zufliegen, bereit ihre schwere, todbringende Bombenlast abzuwerfen. Dabei waren es &#8220;nur&#8221; erneut die lästigen Harley Davidsons. Es waren Harley Days.</p>
<p>Ja, das sind die, die der Senat eigentlich aufgrund der Proteste der Bürger nicht mehr machen wollte. Genau, das sie die, die der Senat nicht veranstalten wollte &mdash; immerhin ist man doch nächstes Jahr Klimahauptstadt. Doch beides &mdash; Bürger und Umwelt &mdash; sind in Hamburg keinen Pfifferling wert. Also wurden nach einem eindeutigen Nein die Harley Days <a href="http://www.magerfettstufe.de/index.php/2010/02/09/hamburg-keine-perle/">doch wieder zugelassen</a>. Man braucht ja das Geld &#8230;</p>
<p>Dass ich diese Veranstaltung als großen Schwachsinn, Umweltverschmutzung und vor allem Lärmbelästigung ansehe, dürfte bekannt sein. Ist nicht das erste Mal, dass ich mich darüber auslasse. Sind ja auch nicht die ersten Harley Days.</p>
<p>Heute will ich mal als absoluter Nicht-Psychologe einen Blick werfen auf &mdash; Nein, nicht auf diesen Senat, das wäre zu einfach &mdash; die Harley-Fahrer. Ach, schmeißen wir auch gleich noch z.B. Porsche-Fahrer mit rein. Und die SUV-Idioten oben drauf.</p>
<p>Was diese Fortbewegungsmittel alle gemein haben, ist ihre unerwünschte Lautstärke. Die Harleys hören sich wie Kriegsflugzeuge an. Porsche-Fahrer sitzen in Wagen, dessen Motor ebenfalls unanständig laut ist. Und wie oft hat mich schon ein SUV getäuscht, wenn ich zur Bushaltestelle ging und von hinten einen Bus sich nähern glaubte? Doch dann war es gar kein Bus, der so laut daherkam, sondern ein SUV &#8230; Ein Personenwagen, der sich anhört wie ein etwa acht Tonnen schwerer Bus vom HVV? Muss das sein?</p>
<p>Doch zurück zur Laien-Psychologie. Meine Theorie lautet ja, dass die Herrschaften, die solche Lärm-Vehikel unterm Hintern haben, alle arme Würstchen sind, weil sie nur um Aufmerksamkeit betteln (und dann meistens noch diese verkappten Wehrmachtshelme tragen). Bei denen muss was schief gelaufen sein und nun schreien sie, man möge sie anschauen. Theoretisch könnten sie sich auch auf die Straße stellen und laut rufen &#8220;Schaut mich an, schaut mich an!&#8221; Einen anderen Grund kann es doch nicht dafür geben, dass die so laut sind. Überspitzt könnte man sagen: Je kleiner der Penis, desto lauter das Geröhre. Und an der Ampel noch mal schön Gas geben, um den Motor aufheulen zu lassen, auf dass sich auch der Letzte noch einmal umschaut. Alles Aufmerksamkeitsgehasche. Im Grunde traurig. Aber tatsächlich nerven sie nur.</p>
<p>Herr S. forderte gestern, als wir mehrfach beim Essen gestört wurden und unser eigenes Wort nicht mehr verstanden, dass der Gesetzgeber endlich mal ein Lärmlimit für Motorräder und Autos einführen möge. Und wer darüber ist, kommt nicht mit einer Geldbuße davon, sondern muss den Kram ändern! Was zur Folge hätte, dass die Hersteller sich darum kümmern müssten.</p>
<p>Von all dem bekommen natürlich unsere Senatoren in Hamburg nichts mit. Die wohnen weit ab vom Harley-Lärm.</p>
<p>Ein Kollege meinte, wer in Hamburg wohnt, der müsse solche Veranstaltungen in Kauf nehmen. &mdash;  Nein! Als ich hierher zog, gab es diesen Müll noch nicht. Das ist erst eine Erfindung dieses bürgerunfreundlichen Senats. Mit der Aktion soll Geld in die maroden Kassen gespült werden. Und warum sind die Kassen leer? Weil die Herrschaften sich ein Denkmal nach dem anderen setzen. Bürger sind da völlig egal.</p>
<p>Die Forderung die Harley Days endlich abzuschaffen bleibt bestehen, ebenso die Hoffnung, dass endlich diese Viecher leiser werden. Und kommt mir nicht wieder mit &#8220;Spaßbremse&#8221; oder dem dummen Argument, das Geknattere sei &#8220;Freiheit&#8221; &#8230; <img src='http://www.magerfettstufe.de/wp-includes/images/smilies/icon_nono.gif' alt=':nene:' class='wp-smiley' /> Freiheit geht auch leise!</p>
<p class="achtzig">Jaja, das klingt alles wieder arg polemisch. Ich bin aber auch extrem angenervt von diesem grauenhaften Lärm!</p>
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		<title>DMZ 8 - Hearts and Minds</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 10:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		
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  DMZ - Hearts and Minds
 
Bewertung: 4.5 von 5
Die DMZ schwingt sich zur Atommacht auf und Matty verspielt jegliche Sympathien.

Im ersten Teil von Hearts and Minds findet sich die Storyline No Future. Tony war einer von New York&#8217;s Finest, ein Feuerwehrmann. Wie so viele, hat auch er während des Evakuierungstags der DMZ seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="hreview">
<img src='http://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2010/06/dmz8-hearts-and-minds.jpg' alt='Cover DMZ 8 - Hearts and Minds' class="photo alignleft" width="157" height="240" /></p>
<div class="item">
  <a lang="en" class="url fn" href="http://www.amazon.de/DMZ-Vol-8-Hearts-Minds/dp/1401227260/">DMZ - Hearts and Minds</a>
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<div class="bewertung">Bewertung: <span class="rating">4.5</span> von 5</div>
<p class="summary hidden">Die <acronym title="Demilitarized Zone" lang="en">DMZ</acronym> schwingt sich zur Atommacht auf und Matty verspielt jegliche Sympathien.</p>
<div class="description">
<p>Im ersten Teil von Hearts and Minds findet sich die Storyline <em>No Future</em>. Tony war einer von New York&#8217;s Finest, ein Feuerwehrmann. Wie so viele, hat auch er während des Evakuierungstags der <acronym title="Demilitarized Zone" lang="en">DMZ</acronym> seine Familie verloren. Die <acronym title="Demilitarized Zone" lang="en">DMZ</acronym> sollte abgeriegelt werden und weder zu den <acronym title="United States of America" lang="en">USA</acronym> noch den Free States gehören. Da wollten die Menschen noch schnell von der Insel &mdash; und es bracht Panik aus.</p>
<p>In einem Hochhaus haben sich die ehemaligen Feuerwehrmänner verschanzt. Tagsüber trainieren sie, haben Gruppentherapie oder schlafen. Nachts gehen sie als Miliz durch die Straßen der <acronym title="Demilitarized Zone" lang="en">DMZ</acronym> und töten alles, was ihnen über den Weg läuft. Weil sie schon innerlich tot sind, sollen alle Anderen den selben Schmerz spüren.</p>
<p>Tony wird eines Tages aus dem Trott herausgenommen und bekommt eine neue Aufgabe.</p>
<p>Die zweite Storyline beschäftigt sich erneut mit dem Reporter Matty Roth. Nachdem er im vorherigen Band auf dem Boden der Tatsachen angekommen ist und begreifen musste, dass er nun in einen Strudel von Politik geraten ist, nimmt er seine neue Rolle als Parco Delgados Pressesprecher auf. Seine erste Tat: der Welt verkünden, dass die <acronym title="Demilitarized Zone" lang="en">DMZ</acronym> nun eine Atombombe hat und somit &#8220;ganz oben&#8221; mitspielt. Die Welt ist schockiert.</p>
<p>Danach hält sich Matty ziemlich zurück. Er bekommt von Parco, der sich ebenfalls recht bedeckt hält, Bestechungsgeld und soll so die verschiedenen, rivalisierenden Banden unter einen Hut bringen. Wer nicht mitspielen will, wird von Matty und seinen neuen Leibwächtern ausgeschaltet.</p>
<p>Während die Welt den Atem anhält und nach der Bombe sucht, schicken die <acronym title="United States of America" lang="en">USA</acronym> &mdash; ganz wie in alten Tagen &mdash; eine &#8220;Such- und Erkundungsgruppe&#8221; im großen Stil in die <acronym title="Demilitarized Zone" lang="en">DMZ</acronym>. Bei einem Zwischenfall mit US-Soldaten rastet Matty aus &mdash; und verliert mit einem Schlag jedes Ansehen und jeden Freund.</p>
<h3>Meinung</h3>
<p>Nachdem der siebte Teil von <acronym title="Demilitarized Zone" lang="en">DMZ</acronym> nicht so spannend war, liegt mit <span class="item">Hearts and Minds</span> hochexplosiver, knallharter Stoff vor. Die erste Geschichte mit dem ehemaligen Feuerwehrmann Tony ist einfach nur atemraubend. Gewalttätig, schockierend, grausam. Wieder einmal schafft es Autor <span class="vcard"><a href="http://www.brianwood.com/" class="fn url" lang="en">Brian Wood</a></span>, die Geschehnisse in der <acronym title="Demilitarized Zone" lang="en">DMZ</acronym>, also mitten in Amerika, so darzustellen, dass man irgendwann die Parallelen zu irgendwelchen fanatischen Selbstmordbombern im fernen Osten (der ja bekanntlich nicht so fern ist) zieht. Es ist nicht eine Religion, die Menschen zu grausamen Taten treibt. Es sind die Menschen, die Schicksalschläge erlitten haben, die traumatisiert sind und Halt brauchen. Den finden sie dann irgendwann in Scharlatanen, die sie zu schlimmen Taten verleiten &mdash; im Namen einer Ideologie oder eben einer Religion.</p>
<p>Wir erleben die Innenwelt von Tony, der einen tiefen Schmerz in sich trägt. Wie er fühlt und wie er sich wandelt.</p>
<p>Die Geschichte mit unserer Hauptperson Matty Roth ist ebenfalls wieder besser, hat sie durch die Atombombe doch einiges an &mdash; man möge mir diesen Kalauer verzeihen &mdash; Explosivität gewonnen. Parco Delgado ist auch nur ein Politiker, wie alle anderen. Kaum hat er Macht, nutzt er diese voll aus und geht über Leichen. Der &#8220;Retter&#8221; Delgado ist verschwunden. Und Matty muss sich dieser Realität wie alle anderen auch stellen.</p>
<p>Im siebten Teil fragte Delgado noch, was Matty wolle. Er antwortete, er wolle Respekt und Autonomie. Die hat er in <span class="item">Hearts and Minds</span> &mdash; und wie es scheint, kann er damit nicht gut umgehen, wie das Ende dieser Geschichte zeigt, wenn sich alle von ihm abwenden. Ein klasse Cliffhanger, der einen ganz wild warten lässt, was als nächstes passieren mag. Brian Wood schreibt einfach tolle, packende Geschichten.</p>
</div>
<p class="hidden reviewer vcard"><span class="fn">Nils</span>, <abbr class="dtreviewed" title="20100627">27.06.2010</abbr></p>
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		<title>Finde Worte in Altona</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 21:41:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Letztes Wochenende ist die zwölfte Altonale zu Ende gegangen. Die Altonale ist nicht nur die Fressmeile (altonale straßenfest), die man in der Ottensener Hauptstraße und der Bahrenfelder Straße wahrnimmt. Bei dem Stadtteilfest findet Kunst statt. Allerdings eher &#8220;im Verborgenen&#8221;. Man kann Ateliers betreten und sich umschauen, mit den Künstlern ins Gespräch kommen oder an Lesungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letztes Wochenende ist die zwölfte <a href="http://www.altonale.de/" title="externer Link">Altonale</a> zu Ende gegangen. Die Altonale ist nicht nur die Fressmeile (altonale straßenfest), die man in der Ottensener Hauptstraße und der Bahrenfelder Straße wahrnimmt. Bei dem Stadtteilfest findet Kunst statt. Allerdings eher &#8220;im Verborgenen&#8221;. Man kann Ateliers betreten und sich umschauen, mit den Künstlern ins Gespräch kommen oder an Lesungen teilnehmen. Aber wenn man sich nicht aktiv um die Informationen kümmert, wie kommt man dann mit der Kunst in Kontakt?</p>
<p>Umso praktischer, wenn die Kunst in den öffentlichen Raum drängt. Wenn man auf Schritt und Tritt der Kunst begegnet, ob man will oder nicht.</p>
<p>Während die Altonale lief, fielen mir bereits zwei Schilder mit seltsamen Worten auf, die am Rande der Busstrecke 1er/ 250er zu sehen waren. Außerdem stand irgendwann in der Arnoldstraße,  Ecke Bahrenfelder Straße ein sehr auffälliger (weil quietschrosa angestrichener) Bauwagen mit der Aufschrift &#8220;Wortfindungsamt&#8221;. Schnell war die Verknüpfung zwischen den seltsamen Schildern und dem Amt hergestellt.</p>
<p>Am Sonntag bin ich dann losgezogen, um die Schilder zu fotografieren. Dabei stieß ich plötzlich auf viel mehr Schilder. So einfach konnte man die vom Bus aus gar nicht sehen. Erst beim Ergehen von Ottensen fielen Schilder mit der Aufschrift &#8220;Stille&#8221;, &#8220;Rrökan&#8221; oder &#8220;Öpfel&#8221; auf.</p>
<p>Später erfuhr ich, wer hinter dem &#8220;Wortfindungsamt&#8221; steckt. Die Künstlerin <a href="http://www.sigrid-sandmann.de/" title="externer Link">Sigrid Sandmann</a> hat insgesamt 738 Worte auf Schilder gedruckt und innerhalb von zehn Tagen in ihrem &#8220;Amt&#8221; verteilt. Die Aufgabe an die Bürger: Sucht euch ein Schild aus, das zu euch oder eurer Umgebung passt und hängt es auf.</p>
<p>Bei einigen Worten haben sich die Bürger, die &#8220;Mitkünstler&#8221;, durchaus Gedanken gemacht. So findet man z.B. in der Kleinen Brunnenstraße den &#8220;Seelenbaumler&#8221; &mdash; baumelnd aus einem Fenster. Das Wort &#8220;Sport&#8221; findet sich am Ausgang des Altonaer Bahnhofs (beim Mc Donald&#8217;s) auf einem Kondom-Automaten. Das &#8220;Alphatier&#8221; hängt an dem Zaun zur Hundeauslauffläche am Kemal-Altun-Platz. Und das Wort &#8220;Gentrifizierung&#8221; findet sich passenderweise am Frappant, das einem blauen Ikea-Klotz weichen muss.</p>
<p><object width="550" height="413"><param name="flashvars" value="offsite=true&#038;lang=de-de&#038;page_show_url=%2Fphotos%2Fnullprozent%2Fsets%2F72157624192114727%2Fshow%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fnullprozent%2Fsets%2F72157624192114727%2F&#038;set_id=72157624192114727&#038;jump_to="></param><param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" allowFullScreen="true" flashvars="offsite=true&#038;lang=de-de&#038;page_show_url=%2Fphotos%2Fnullprozent%2Fsets%2F72157624192114727%2Fshow%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fnullprozent%2Fsets%2F72157624192114727%2F&#038;set_id=72157624192114727&#038;jump_to=" width="550" height="413"></embed></object></p>
<h3>Wort-Schwund</h3>
<p>Leider sind nicht mehr alle 738 Worte auffindbar. Warum? Weil einige Mitbürger entweder keinen Sinn für Kunst und die Schilder abgerissen haben. Manche haben hingegen, so vermutet die Künstlerin, sehr viel Sinn darin gesehen und das eine oder andere Schild für sich selbst abmontiert. Gut, wenn &#8220;Mitkünstler&#8221; ihre Worte ins eigene Fenster gehängt haben. Da können sie nicht abhanden kommen.</p>
<p>In der Karl-Theodor-Straße fand ich das Wort &#8220;Kuhlomatischesringfeuer&#8221; an einem Fahrrad-Verschlag befestigt. Kaum drehte ich mich um, sah ich auf der anderen Straßenseite einen Mann wild winken. Er zeigte hoch an eine Hauswand. Vermutlich war es der Wirt des Weinlokals &#8220;<a href="http://www.qype.com/place/311-Zur-Traube-Inh-Karin-Wege-Hamburg" title="externer Link">Zur Traube</a>&#8220;. Er schien stolz auf seine &#8220;Gaumenerotik&#8221; zu sein. Ist auch ein schönes Wort! <img src='http://www.magerfettstufe.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wir kamen ins Gespräch. Er meinte, in der Gegend habe es viel mehr Schilder gegeben, aber vermutlich hätten Jugendliche diese abgerissen. Aus Spaß. Der Mann erzählte, dass viele Schilder auf Dächern gelandet wären. Also einfach abgerissen und weggeworfen. Schade.</p>
<p>In der Lobuschstraße hing am Sonntag noch das ebenfalls tolle Wort &#8220;Mädchengeburtstag&#8221;. Leider versagte der Kamera-Akku. Am Montag war das Schild fort.</p>
<p>Das &#8220;<a href="http://www.wortfindungsamt.de/" title="externer Link">Wortfindungsamt</a>&#8221; ist eine schöne Idee. Die Woche über bin ich jeden Abend nach der Arbeit mit der Kamera durch Altona gezogen, immer auf der Suche nach weiteren Schildern. &mdash; Ich suche weiter.</p>
<p>[<a href="http://www.flickr.com/photos/nullprozent/sets/72157624192114727/">Direkt-Wörter</a>]</p>
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		<title>Werbefläche Hamburg</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 09:22:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Unsere Stadtverwalter haben &#8212; das ist kein Geheimnis &#8212; kein gutes Händchen was das Finanzielle angeht. Zu offen wurde das Geld in den letzten Jahren zum Fenster hinausgeworfen. Prestige-Objekte und Leuchtturmprojekte verschlingen enorme Summen. Anstatt für die Bürger und ihre Bedürfnisse da zu sein, wurde fürs eigene Ego und das eigene Vermächtnis Geld locker gemacht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Stadtverwalter haben &mdash; das ist kein Geheimnis &mdash; kein gutes Händchen was das Finanzielle angeht. Zu offen wurde das Geld in den letzten Jahren zum Fenster hinausgeworfen. Prestige-Objekte und Leuchtturmprojekte verschlingen enorme Summen. Anstatt für die Bürger und ihre Bedürfnisse da zu sein, wurde fürs eigene Ego und das eigene Vermächtnis Geld locker gemacht. Wer da noch alles tatsächlich dran verdient hat, werden wir wohl nie erfahren.</p>
<p>Wenn kein Geld mehr vorhanden ist, die Bauunternehmen und andere aber ihren versprochenen Lohn haben wollen, muss man bestehende Geldquellen ausweiten und &#8220;kitzeln&#8221;. Eine Stadt wie Hamburg, die eine Fläche von rund 755.264 km<sup>2</sup> aufweist, hat genau damit eine Haupteinnahmequelle, die derzeit auch fröhlich ausgebeutet wird. Neben dem schrecklichen Wort <a href="http://www.magerfettstufe.de/index.php/2010/03/28/stadtcafe-ottensen-hinter-gittern/">Nachverdichtung</a>, bei dem selbst auf dem kleinsten Fleckchen Grün oder im schönsten Innenhof noch Häuser gebaut werden sollen, gibt es auch die Stadtmöblierung, die Geld in die Kassen spülen kann.</p>
<p>Dabei handelt es sich <a href="http://www.hh-heute.de/stadtwerbung-auf-den-nutzen-kommt-es-an/">nicht unbedingt um Stühle oder Bänke</a> (werbeunabhängig), die in der Stadt aufgestellt werden, um sich darauf auszuruhen. Mittlerweile versteht man unter diesem Begriff eher das Aufstellen von Werbeflächen: City-Light-Säulen (<a href="http://www.magerfettstufe.de/index.php/2008/11/21/litfasssaeulen-in-hamburg-ade/">lösen die Litfaßsäule ab</a>), Werbetafeln an Straßenrändern und in Fußgängerzonen, Buswartehäuschen, Toiletten oder riesige Werbeplakate. Das sind wahre Geldquellen. Und wenn man kein Geld, aber Grund und Boden hat, dann &#8220;verkauft&#8221; man den eben.</p>
<h3>Stadtmöbel in Hamburg</h3>
<p>Bereits 2007 wurde der Stadtmöblierer JCDecaux mit dem Auftrag betraut, Hamburg mit Werbung im öffentlichen Raum auszustatten. Seit Anfang 2009 sind sie dabei. Über <a href="http://www.jcdecaux.de/pressemitteilung+M5b91fc5d6b3.0.html?&#038;tx_ttnews%5Bpointer%5D=1">2.600 neue Stadtmöbel</a> sollen aufgestellt werden, der Vertrag läuft bis zum Jahr 2015. In den kommenden Jahren sollen damit <a href="http://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/22850/2007-10-23-fb-bsu-werberechte.html">508 Mio Euro</a> eingefahren werden. Das sind, nehmen wir 2009 als Startzeitpunkt, ca. 85 Mio Euro pro Jahr. &mdash; Die Elbdisharmonie kostet bis dato 323 Mio Euro auf der nach oben offenen Skala &mdash; laufende Betriebskosten noch nicht mitgerechnet.</p>
<p>Der Vorgang schien zunächst schleichend voranzugehen. Doch mittlerweile fällt es  deutlich auf. An immer mehr &mdash; und teilweise ungewöhnlichen Stellen &mdash; <a href="http://farm5.static.flickr.com/4003/4666830211_27578daf8f.jpg" rel=lightbox[werbung] title="Immer mehr Werbung sprießt aus Hamburgs Boden">sprießt die Aussenwerbung</a> aus dem Hamburger Boden. Diese moderne Stadtmöblierung/Aussenwerbung kann von innen beleuchtet werden und sie dreht sich (Lichtsäulen), bzw. rotiert die Plakate durch (Werbetafeln). Dabei kamen mir zwei Fragen in den Sinn: Wer bezahlt den Strom? JCDecaux oder die Stadt (und damit der Bürger)? Und woher kommt der Strom? Ist das Öko- oder Atomstrom? Meine Vermutung: Der Bürger bezahlt und da der Strom dann von der Stadt kommt, dürfte Hamburgs Haus- und Hof-Stromlieferant Vattenfall den Saft fürs Licht liefert, was wiederum die Vermutung aufkommen lässt, dass die Werbung dank Atomkraft auch im Dunklen leuchtet.</p>
<p>Eine Anfrage an JCDecaux ergab &mdash; nichts. Man möge Verständnis dafür haben, dass man keine Auskunft geben könne, hieß es im Antwortschreiben. Hmm.</p>
<h3>Werbebombardement</h3>
<p><a href="http://is.gd/cDoaX">Diese kleine GoogleMap</a> zeigt die Vorkommen der einzelnen Lichtsäulen und Werbetafeln in weiten Teilen der Bezirke Altona und Mitte. Die Karte ist nicht vollständig für die Bezirke, da diese nicht komplett abgefahren wurden. Sie gibt aber schon einmal einen interessanten Überblick über die schiere Masse an &#8220;verkauftem Grund&#8221;. In dieser unvollständigen Karte sind schon so viele Stadtmöbel verzeichnet, dass GoogleMaps die kleinen Pins auf zwei Seiten verteilt hat.</p>
<p><img src="http://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2010/06/hamburg-werbung.png" alt="GoogleMap mit Standpunkten von Werbeflächen in Hamburg" title="Überall Werbung" width="540" height="218" class="centered" /></p>
<p>Auf der Karte sind die großen Werbetafeln, die über den Köpfen der Leute hängen und auch die Werbetafeln an den Bushaltestellen nicht berücksichtigt. Letztere sind übrigens die Form von Werbung/Beleuchtug, die noch am meisten Sinn macht.</p>
<p>Die Werbemittel stehen, rotieren und leuchten hauptsächlich an viel befahrenen Straßen. Eine Tafel habe ich allerdings <a href="http://farm5.static.flickr.com/4042/4667451222_e3e7196e19.jpg" rel=lightbox[werbung] title="Am Hintereingang des zum Abriss stehenden Frappant wartet eine Werbetafel auf ihren Einsatz">in Altona gefunden</a>, die völlig einsam und verlassen auf ihren Einsatz wartet. Ansonsten fiel auf, dass einige Straßen (noch) gar nicht mit Werbung beglückt wurden. Allen voran die Elbchaussee. Bitte nicht falsch verstehen, ich finde, es wird eh schon zu viel geworben, aber hier kommt der Gedanke auf, dass es, obwohl eine viel befahrene Straße, einen Grund geben muss, weshalb keine Werbung am Straßenrand steht &#8230; </p>
<p>Das stimmt dann allerdings auch nicht. Drei Lichtsäulen habe ich an der noblen Elbchaussee gesichtet. Allerdings hing hier keine Werbung, sondern ein <a href="http://farm5.static.flickr.com/4016/4667452544_8a50d1fbd0.jpg" rel=lightbox[werbung] title="In noblen Gegenden bitte keine Werbung, nur Deko">Bild mit blauem Himmel</a> über der Skyline Hamburgs (hellblau markiert). Reine Deko also an diesen Stellen. Ebenso in der feinen Palmaille.</p>
<p>Auch in der HafenCity wird kaum geworben, dabei laufen dort doch täglich Fantastillionen Touristen entlang (hier nur eine Lichtsäule und zwei Werbetafeln gesichtet).</p>
<h3>Unterm Strich zusammengefasst</h3>
<ul>
<li>Es wird derzeit extrem viel städtischer Grund mit Werbeflächen zugepflastert!</li>
<li>Die Verteilung der Flächen ist nicht gleichmäßig und lässt die Frage aufkommen, warum es diese &#8220;Zwei-Klassen-Gesellschaft&#8221; gibt.</li>
<li>Und schließlich noch die Tatsache, dass diese neuen Stadtmöbel viel (?) Strom verbrauchen &mdash; was einer &#8220;Klimastadt&#8221; sicher gut zu Gesicht steht. Zumal man nicht weiß, woher der Strom kommt, um was für eine Art Strom es sich handelt und wer dafür bezahlt.</li>
</ul>
<p><span class="dicker">Direkt-Bilder-Links</span>: <a href="http://www.flickr.com/photos/nullprozent/4667452544/" title="Himmel-Lichtsäule von NullProzent bei Flickr">Himmel-Lichtsäule</a>, <a href="http://www.flickr.com/photos/nullprozent/4667451222/" title="Verlorene Werbung von NullProzent bei Flickr">Verlorene Werbung</a>, <a href="http://www.flickr.com/photos/nullprozent/4666830211/" title="Neue Werbetafel von NullProzent bei Flickr">Neue Werbetafel</a></p>
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		<title>Hamburg eine Hochburg des Linksextremismus</title>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 20:06:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Lenkung]]></category>

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		<category><![CDATA[gentrifizierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Er ist schon ein harter Brocken, unser Innensenator. Wir haben in Hamburg seit gut zehn Jahren irgendwie nur noch scharfe Hunde. Doch dieser hier beißt liebend gerne  um sich. Für den amtierenden Innensenator ist das Leben so einfach. Es gibt Schwarz und es gibt Weiß. Es gibt die, die für ihn sind und der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er ist schon ein harter Brocken, unser Innensenator. Wir haben in Hamburg seit gut zehn Jahren irgendwie nur noch scharfe Hunde. Doch dieser hier beißt liebend gerne  um sich. Für den amtierenden Innensenator ist das Leben so einfach. Es gibt Schwarz und es gibt Weiß. Es gibt die, die für ihn sind und der Rest ist dann einfach mal gegen ihn.</p>
<p>Gegen ihn und seine Partei ist schon mal jeder, der nicht mitläuft. Sein Chef, der Spaß-EB, würde es anders ausdrücken. Der sieht jeden Hamburger, der nicht für ihn ist und freudestrahlend in die Hände klatscht, als eine Art Heimatverräter an. Wie, ihr Bürger mögt es nicht, dass wir Eure Steuergelder in Denkmäler für uns versenken? Wie, ihr mögt es nicht, dass wir die Stadt zupflastern, wo wir nur können? Ja, wie kommt ihr nur darauf, uns zu kritisieren, wenn wir Hamburg immer unsozialer machen? &mdash; Geht ja gar nicht &#8230;</p>
<p>Und der Innensenator, der springt auf den Zug auf, den der Spaß-EB anführt. Jeder, der nicht senatskonform ist, wird als Krimineller abgestempelt. Ist doch ganz einfach. Diese Plagegeister von der Initiative &#8220;Recht auf Stadt&#8221; &#8230; &mdash; <a href="http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/kuenstler-angeblich-linksextrem/">alles Linksradikale</a>. Die Angst hatte er schon Ende letzten Jahres, als bei der Parade von &#8220;Recht auf Stadt&#8221; ein <a href="http://twitpic.com/u1c7g">ungeheures Polizeiaufgebot</a> aufgebracht wurde. Der Gänsemarkt war schwarz von Uniformierten. Dass in dem Zug alte Menschen, Gartenliebhaber, Künstler und Eltern mit ihren Kindern waren &mdash; egal. Alles linksradikale Verbrecher!</p>
<p>Apropos Künstler. Die sind auch mal alles Linksradikale. Wie die schon rumlaufen! Wer sich fremdes Eigentum aneignet um dort Kunst zu betreiben und etwas gegen die heilige Kuh Gentrifizierung sagt &#8230; &mdash; der muss doch ein Verbrecher sein.</p>
<p>Ja, die Welt vom Hamburger Innensenator ist klein und schnell erklärt. Auf der einen Seite er und seine Partei &mdash; auf der anderen Seite nur Verbrecher. So einfach ist das.</p>
<p>Die mitregierende Partei der Grünen ist zwar nicht ganz zufrieden mit der Sichtweise von Ahlhaus, seine Interpretation sei fragwürdig, das schreibt sogar das Senatsblatt. Wirklich mal den Mund aufmachen und sagen, dass das so nicht geht &mdash; darauf warten wir bei einer Partei, die ihren Mantel in den Kohlekraft-Wind hängt vergeblich. Man will die <a href="http://www.magerfettstufe.de/index.php/2010/02/07/alle-macht-dem-senat/">Macht haben.</a> Da sagt man dann lieber nichts &#8230;</p>
<p>Ja, Hamburg ist anscheinend wirklich eine Hochburg des Linksextremismus, wenn man sich mal anschaut, wie der <a href="http://www.magerfettstufe.de/index.php/2010/03/01/schulnoten-fuer-den-senat/">Senat bewertet</a> wird. Das müssen ja fast 96% Linksextreme sein &#8230;</p>
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