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		<title>Carsharing ist ja nett, aber &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Sep 2018 10:16:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Nils]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
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		<description><![CDATA[Carsharing ist an sich eine gute Idee. Warum soll ich ein Auto besitzen, wenn ich nur hin und wieder eines benötige? Viel zu teuer. Ich benötige einen fahrbaren Untersatz, also miete ich mir schnell einen, fahre an meinen Zielort, stelle das Auto ab. Ein anderer Nutzer kann es nun mieten. So bleibt das Vehikel auch [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Carsharing ist an sich eine gute Idee. Warum soll ich ein Auto besitzen, wenn ich nur hin und wieder eines benötige? Viel zu teuer. Ich benötige einen fahrbaren Untersatz, also miete ich mir schnell einen, fahre an meinen Zielort, stelle das Auto ab. Ein anderer Nutzer kann es nun mieten. So bleibt das Vehikel auch immer gut in Bewegung. Man bezahlt nur für die Nutzung, nicht den ganzen Zirkus drumherum (Steuern, Versicherung, Reparaturen). Super Idee.</p>
<p>Carsharing macht vor allem in größeren Städten Sinn. Hier sind Parkplätze rar. Wenn also jeder unbedingt ein Automobil benötigt, benötigt man für die auch alle einen Parkplatz. Wohnraum ist schon knapp, da muss man nicht für leblose Dinge einen &#8222;Wohnraum&#8220; schaffen. Man hält mit Carsharing also auch den Bedarf an Parkplätzen gering.</p>
<p>In Hamburg ist Car2Go sehr präsent. Aber auch DriveNow findet sich immer wieder zwischen den gemieteten Autos. Man erkennt sie in der Regel an den Aufklebern. Als die erstgenannte Firma hier startete, waren hauptsächlich Smarts im Einsatz. Bei der Konkurrenz ist es der Mini gewesen. Leider haben beide Vermieter sich dem äußerst dämlichen Denken der Nutzer angepasst.</p>
<p>Eigentlich soll mich ein Wagen trocken und sicher von A nach B bringen. Eigentlich sind die meisten Leute, die einen Wagen mieten alleine. Wieso zum Teufel gehen dann die Carsharing-Agenturen dazu über immer größere Wagen in ihre Flotte aufzunehmen? Carsharing sollte auch dazu da sein, den Benzin-Verbrauch zu reduzieren. Ein kleiner Wagen ist super: Er ist leicht, er nimmt wenig Parkplatz weg, er reicht in den allermeisten Fällen aus, den benötigten Platz für die zu bewegenden Menschenmasse (eine Person) zur Verfügung zu stellen.</p>
<p>Wir müssen weg von den großen Autos! Ich stelle mir das ja immer so vor: Kommt ein Mann in einen Autosalon. Der Verkäufer begrüßt ihn und fragt, wie er helfen kann. Der Kunde darauf: &#8222;Ich habe einen kleinen Penis. Ich brauche etwas, das das kaschiert.&#8220; Der Verkäufer bietet ihm daraufhin einen groooßen Wagen an. Großer Wagen kompensiert kleinen Penis. Der Kunde ist schon recht zufrieden, fügt aber hinzu, dass sein Penis wirklich klein sei. Der Verkäufer versteht und bietet noch einen richtig lauten, röhrenden Wagen an. Nun ist der Kunde glücklich.</p>
<p>Ehrlich Leute, wir müssen von den großen Autos weg und endlich kapieren, dass das nur Transportmittel sind. Die müssen einen Zweck erfüllen: den des Transportes. Dabei müssen wir auf Wirtschaftlichkeit achten, nicht auf Potenz. Also benötigen wir auch nicht große Wagen in der Carsharing-Flotte. Wacht endlich mal auf &#8230;</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Sache mit dem Pfand</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Sep 2018 08:15:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Nils]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Büro kommen einem immer Dinge unter, über die man sich aufregen kann. Doch kürzlich ist mir die Hutschnur geplatzt. Ein junger Kollege hat eine ganze Bataillon Fritz-Brause-Flaschen unter seinem Tisch stehen. Weil ich in seiner Abwesenehit mich an seinen Tisch gesetzt habe, bin ich dagegen gekommen und die Flaschen fielen mit lautem Klirren um. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Büro kommen einem immer Dinge unter, über die man sich aufregen kann. Doch kürzlich ist mir die Hutschnur geplatzt. Ein junger Kollege hat eine ganze Bataillon Fritz-Brause-Flaschen unter seinem Tisch stehen. Weil ich in seiner Abwesenehit mich an seinen Tisch gesetzt habe, bin ich dagegen gekommen und die Flaschen fielen mit lautem Klirren um. Also bat ich ihn, diese Flaschen doch endlich einmal wegzubringen.</p>
<p>Die Anwtort war selten dämlich. Der Kollege meinte, das würde sich nicht lohnen. Da sind ja nur 8 Cent auf der Flasche. Also hortet er sie unter seinem Tisch, bis die Welt untergeht. Es ist zu anstrengend eine Flasche mitzunehmen, wenn man eh zum benachbarten Einkaufsladen geht? Das nenne ich faul galore!</p>
<p>Doch es geht noch dämlicher und noch ärgerlicher. Von der Aussage des einen Kollegen angesprochen, kam nun Kollege 2 dazu. Er stimmte mit der Aussage von Kollege 1 überein. Allerdings legte er einen oben drauf. Weil das so wenig Pfand sei, so der Kollege, lohne es sich nicht, die Flaschen zurückzubringen. Zu Hause würde er diese deswegen auch einfach in den Hausmüll schmeißen.</p>
<p>Alter! Ich war kurz davor handgreiflich zu werden. Wie kann man so dumm, so faul, so kurzsichtig, so arrogant sein? Das ist zu wenig Pfand? 8 Cent sind es nicht wert, als dass man sich die &#8222;Mühe&#8220; macht und die Flasche in einen Laden bringt? Fuck. Es gibt Menschen, die sammeln diese Flaschen, weil sie sich davon ein Zubrot erhoffen. Wir sehen auf der Straße Menschen, die im Müll anderer wühlen, um an dieses kostbare Gut zu kommen &ndash; und dieser Vollspacken von Kollege schmeißt sein Leergut in den Hausmüll? Diese Kollegen leben im Überfluss und in ihrer kleinen Welt. Sie wissen nicht, dass es anderen Menschen schlecht geht und spucken ihnen mit so einer Geste geradezu ins Gesicht.</p>
<p>Das Pfandsystem ist grob so aufgebaut, dass die guten Glasflaschen, die man wiederverwenden kann, &#8222;nicht so teuer&#8220; sind, deshalb die 8 Cent oben drauf. Dass eine Plastikflasche mit 25 Cent &#8222;besteuert&#8220; wird, ist quasi eine Strafe dafür, dass man eine umweltunverträgliche Variante der Getränkeaufbewahrung wählt. Doch das scheint nicht bei allen angekommen zu sein. Ganz bestimmt nicht bei meinen Kollegen. Die denken, man müsse sich erst für 25 Cent bewegen &ndash; was im Rückschluss vermuten lässt, dass sie entweder nur Plastikflaschen kaufen (Weil, da bekomme ich ja mehr Geld zurück &#8230;) oder aber dass sie wirklich jede Glasflasche nicht dorthin zurückbringen, wo sie hingehört, sondern sie aus dem Recycling-Zyklus entfernen.</p>
<p>Kann bitte jemand diesen Menschen Hirn schenken? Und kann bitte jemand den Kindern in der Schule beibringen, was es mit dem Recycling auf sich hat?</p>
<p>Wenn Ihr schon zu dumm und zu faul seid, Eure Flaschen wegzubringen, dann spendet das Pfadn jemandem, der es nötig hat und sich darüber freut. Diese Person kommt sogar zu Euch und holt die Flaschen ab &ndash; so könnt Ihr Eure faulen, dummen Ärsche dort lassen, wo sie sind. Geht auf <a href="https://pfandgeben.de/">Pfandgeben.de</a> und helft! Dort gibt es für die meisten großen Stadtgebiete Ansprechpartner. Dabei handelt es sich meistens um Hartz-4-Empfänger oder Renter, also Menschen mit wenig Geld.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Der letzte Vorhang für Der Fall Böse</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Sep 2017 22:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Nils]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<category><![CDATA[der fall böse]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Fall Böse – &#8222;Das letzte Fest&#8220; Bewertung: 5 von 5 Der Fall Böse spielte zum letzten Mal. Der Abschluss ihrer Laufbahn im Grünspan. Wo sonst? Es war eine große Ehre für alle Anwesenden beim Abschiedskonzert der Hamburger Band Der Fall Böse dabei gewesen zu sein. Die sieben Jungs aus St. Pauli haben nach 21 [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="hreview">
<div class="item">
  <a class="url fn" href="http://www.derfallboese.de/" lang="de">Der Fall Böse</a> – &#8222;Das letzte Fest&#8220;
 </div>
<div class="bewertung">Bewertung: <span class="rating">5</span> von 5</div>
<p class="summary hidden">Der Fall Böse spielte zum letzten Mal. Der Abschluss ihrer Laufbahn im Grünspan. Wo sonst?</p>
<div class="description">
<p><img src="https://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2017/09/der-fall-boese-das-letzte-fest.jpg" alt="Der Fall Böse im Grünspan in Hamburg" class="alignleft photo" width="580" height="170"/><br />
Es war eine große Ehre für alle Anwesenden beim Abschiedskonzert der Hamburger Band <span class="vcard"><a href="http://www.derfallboese.de/" class="fn url">Der Fall Böse</a></span> dabei gewesen zu sein. Die sieben Jungs aus St. Pauli haben nach 21 Jahren das Handtuch geworfen und zogen einen für die Band logischen Schlussstrich. Was blieb für die hungrigen und mitgewachsenen Fans? Ein Monster-Fest im Grünspan. Proppenvoll bis unter die Decke war es, heiß, stickig und ein riesiger Spaß.</p>
<p>Mit einer guten Schippe Verspätung kam die Band auf die kleine Bühne in der Großen Freiheit. Mit <em class="haudio"><span class="fn">In der Halle des Bergkönigs</span></em> aus <span class="vcard">Edvard Griegs</span> Peer Gynt stieg das Septett auf ihren letzten Olymp, auf dem sie für satte zwei Stunden die uneingeschränkten Könige waren. Erst noch gemächlich, steigerte sich die Band so richtig rein. Wer hier still stehen blieb, war wahrscheinlich schon tot. Das kann tatsächlich gewesen sein: die Menschen standen so eng beieinander, da wäre niemand umgefallen und die Deos haben alle extrem schnell versagt gehabt &ndash; da hätte man auch einen Toten nicht mehr gerochen.</p>
<p>21 Jahre Musik wurden präsentiert. Angeblich standen 31 Stücke zur Auswahl, man entschied sich für 28. Gezählt habe ich sie nicht, aber angefühlt hat es sich wie so viele. Ich kann mich ehrlich nicht erinnern, in meiner langen Konzert-<abbr	title="gehoben">geh</abbr>-Kariere so sehr geschwitzt zu haben. Ich habe Nacken vom Nicken, mein Hals ist rau vom Mitgröhlen und ich kam extrem glücklich aus dem Konzert. Und irgendwie eklig, so nass geschwitzt. Da war ich aber nicht alleine.</p>
<p>Hamburg wollte <em>Der Fall Böse</em> nicht gehen lassen. Es gab zwei Zugaben. Ruft man in anderen Konzerten <q>Zugabe</q>, ruft man hier <q>Ihr seid die Band!</q>. Nachdem wir die Jungs so wieder auf die Bühne gelockt hatten, meinte Lesley Farfisa hinter seinem Keyboard stehend: <q>Das muss mal gesagt werden: Das &ndash; war sexy!</q>, mit Bezug auf unsere Rufe. Ja, das war es. Nicht so sehr, als Lesley, der sich bei dem Stück <em class="haudio"><span class="fn">Sex mit Cäthe</span></em> Frontsänger Burns &ndash; der die Cäthe sang &ndash; seinen nackten Bauch präsentierte. Aber so sind sie nun mal &ndash; gewesen.</p>
<p>Im Konzert flogen diverse Handtücher, Menschen ließen sich vollgeschwitzte Handtücher des Sängers zuwerfen, so groß war die Liebe zu den Jungs. Es wurde gesprungen, gewippt, getanzt, gecrowdsurfed &ndash; alles war da beim letzten Konzert von <em>Der Fall Böse</em>. Es gab &ndash; obwohl seit zehn Jahren nicht gespielt und immer wieder gefordert &ndash; das Stück <em class="haudio"><span class="fn">Treibstoff</span></em>, das so schon den Schuppen fast zum Zusammenbrechen brachte, dann aber noch durch diverse Geschwindigkeitssteigerungen jeden im Saal fertig gewacht hat.</p>
<p>Seit langer, langer Zeit habe ich mal wieder mitgesungen, wie <abbr	title="zum Beispiel">z.B. </abbr>bei <em class="haudio"><span class="fn">Mathilda</span></em>. Es war ein schönes Konzert, ein großartiger Abschluss für eine tolle Band, die uns ans Herz gewachsen ist und von der wir noch Jahre lang gerne mehr <abbr	title="gehoben">geh</abbr>ört hätten. Burns erwähnte den Abschied nur kurz, als er alle einlud mit der Band im Foyer nach dem Konzert noch einen zu trinken und zu feiern &ndash; <q>… aber bitte nicht nach den Gründen fragen, warum wir aufhören</q>.</p>
<p>Das Publikum wollte die Band nicht gehen lassen, auch wenn wohl jeder völlig am Ende seiner Kräfte war &ndash; die Band und die Fans. Am Ende ging wieder das Skandieren <q>Ihr seid die Band!</q> los, was die Jungs auf der Bühne mit einem Gegenangriff <q>Ihr seid das Publikum!</q> goutierte. Ein Kampf der Befeuerungssprüche begann.</p>
<p>Hamburg und der Rest der Welt sagt Danke!</p>
<p>Als Rausschmeißer gab es dann auch <span class="vcard">Heidi Kabels</span> <em class="haudio"><span class="fn">In Hamburg sagt man Tschüss!</span></em>. Das sagen wir! Tschüss.</p>
</div>
<p>Was ich übrigens echt nicht verstehe &ndash; Null! &ndash; sind Menschen, die bei so einem wahnsinnigen Konzert auf dem Handy Nachrichten schreiben. Geht gar nicht. Was ist bei Euch falsch gelaufen&#8230;?</p>
</div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Beim Herrenausstatter</title>
		<link>https://www.magerfettstufe.de/index.php/2017/09/28/beim-herrenausstatter/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Sep 2017 06:12:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Nils]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Schau mal]]></category>
		<category><![CDATA[mode]]></category>
		<category><![CDATA[männer]]></category>
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		<description><![CDATA[Kürzlich war ich in einem Herrenausstattungshaus. Gott, ich hasse es Bekleidung zu kaufen. In einer Ecke, wo die Sachen für die jüngeren Männer ausgestellt sind, war eine Mutter mit ihrem vielleicht Anfang 20 Jahre alten Sohn. Die Mutter hielt ein Kleidungsstück in den Händen, das extrem rosa war und fragte ihren Sohn geradezu entsetzt: Sowas [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich war ich in einem Herrenausstattungshaus. Gott, ich hasse es Bekleidung zu kaufen. In einer Ecke, wo die Sachen für die jüngeren Männer ausgestellt sind, war eine Mutter mit ihrem vielleicht Anfang 20 Jahre alten Sohn. Die Mutter hielt ein Kleidungsstück in den Händen, das extrem rosa war und fragte ihren Sohn geradezu entsetzt: <q>Sowas trägt Mann?</q> Der Sohn rief voller Empörung aus: <q>Nein. NEIN! Niemals!</q> Im nächsten Moment hatte der junge Mann ein weißes Kleidungsstück in den Händen. Sein Gesichtsausdruck war verzweifelt, als er ausrief <q>Das ist Plüsch. DAS IST PLÜSCH!</q></p>
<p>Okay. Ich gebe zu: Wenn man solche Szenen erleben darf, ist der Gang zum Herrenausstatter nicht mehr so schlimm.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Der modernisierte Altonaer Bahnhof</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Sep 2017 16:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Nils]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Waterkant]]></category>
		<category><![CDATA[a11y]]></category>
		<category><![CDATA[altona]]></category>
		<category><![CDATA[altonaer bahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[renovierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zuerst haben sie vor Jahren die Zwischenetage am Altonaer Bahnhof modernisiert. Alles heller, neue Geschäfte, netter, wenn auch einige Dinge verloren gingen &#8211; so gibt es z.B. den Modelleisenbahnhof nicht mehr. Dann kam die Ansage, dass der Altonaer Bahnhof nicht mehr für die Bahn ist, sondern nach Dienstlich verlegt wird und man dachte noch WTF? [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zuerst haben sie vor Jahren die Zwischenetage am Altonaer Bahnhof modernisiert. Alles heller, neue Geschäfte, netter, wenn auch einige Dinge verloren gingen &ndash; so gibt es <abbr	title="zum Beispiel">z.B. </abbr>den <a href="https://www.magerfettstufe.de/index.php/2011/06/23/modelleisenbahnhof-altona/">Modelleisenbahnhof</a> nicht mehr. Dann kam die Ansage, dass der Altonaer Bahnhof nicht mehr für die Bahn ist, sondern nach Dienstlich verlegt wird und man dachte noch <q>WTF? Eben noch renoviert für viel Geld und nun wird er degradiert zum reinen S-Bahnhof?</q> &mdash; Aber das ist eine andere Geschichte.</p>
<p><div id="attachment_6415" style="width: 590px" class="wp-caption aligncenter"><img src="http://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2017/09/altona-2010.jpg" alt="altes Bild des Altonaer Bahnhofs mit orangenen Fliesen" width="580" height="435" class="size-full wp-image-6415" srcset="https://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2017/09/altona-2010.jpg 580w, https://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2017/09/altona-2010-533x400.jpg 533w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /><p class="wp-caption-text">So sah der Altonaer Bahnhof vor der Renovierung aus. 70er-Jahre-Schick mit gelben und orangenen Fliesen. Altona stand prominent zu sehen auf weißem Grund.</p></div><span id="more-6414"></span></p>
<p>Hier geht es um die Neugestaltung der untersten Etage, der Etage, wo die S-Bahnzüge fahren. Vier Gleise, die bei Ortsunkundigen immer zu Verwirrung führen, wurden bereits vor einiger Zeit abgesperrt, weil die beiden äußeren Gleise renoviert wurden. Natürlich sorgte das wieder für Chaos. Bevor diese Aktion startete, wurden übrigens die orangenen Fliesen an den Wänden abgenommen. Der 70er-Jahre-Charme ging flöten. Da ich bis dahin noch nichts von den weiteren Arbeiten wusste, war ich schon etwas sauer darüber, dass statt orange nun eine schwarze Wand den Bahnhof zieren sollte. Später dann, konnte man an einer Ecke hin zum Stadttunnel sehen, dass eine orangene Verkleidung kommen wird.</p>
<div id="attachment_6417" style="width: 590px" class="wp-caption aligncenter"><img src="http://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2017/09/altona-schwarz.jpg" alt="Altonaer Bahnhof mit schwarzen Wänden" width="580" height="435" class="size-full wp-image-6417" srcset="https://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2017/09/altona-schwarz.jpg 580w, https://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2017/09/altona-schwarz-533x400.jpg 533w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /><p class="wp-caption-text">Erster Schritt der Bauarbeiten: alle Fliesen kamen runter, die Wand wurde schwarz gestrichen. Da man nicht wusste, dass da noch etwas kommt, war der Schock groß.</p></div>
<p>Eines vorweg: Wenn der Bahnhof fertig renoviert ist (ab heute werden die beiden inneren Gleise umgestaltet), wird er schön aussehen, hell und modern. Aber leider auch nur schön im Sinne von &#8222;da hat sich ein Designer ausgetobt, ohne an die Menschen zu denken&#8220;.</p>
<p>Wo befinde ich mich da gerade? Habe ich nicht auf die Durchsage <abbr	title="gehoben">geh</abbr>ört und fahre nun in den Bahnhof ein, schaue ich zum Fenster raus und will erhaschen, wo ich mich gerade befinde. Das steht da zwar überall &ndash; aber das kann man nicht lesen. In dünner Schrift steht &#8222;ALTONA&#8220; auf dem orangefarbenen Wischmuster, wo der Schriftzug untergeht. Schaue ich zum anderen Fenster hinaus, dann sehe ich die hellen Säulen mit den neuen Werbetafeln drin. Hat sich der Designer gedacht, schreiben wir doch auch hier überall auf jede Säule &#8222;ALTONA&#8220;. Blöde nur, dass das Designerauge selbstredend etwas schönes, etwas elegantes schaffen wollte, nicht etwas praktisches oder hilfreiches. Von daher steht der Stationsname in hellgrau auf weiß. Das kann man echt nicht lesen. Nicht beim Vorbeifahren, nicht wenn man etwas mit den Augen hat.</p>
<div id="attachment_6418" style="width: 590px" class="wp-caption aligncenter"><img src="http://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2017/09/altona-2017.jpg" alt="die neue Wandgestaltung im Altonaer Bahnhof zeigt orangene Platten mit Wischmuster und einem kaum leserlichen Altona drauf" width="580" height="435" class="size-full wp-image-6418" srcset="https://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2017/09/altona-2017.jpg 580w, https://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2017/09/altona-2017-533x400.jpg 533w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /><p class="wp-caption-text">Große Platten mit einem orangenem Grundton und einem roten Wischmuster: So sind nun die neuen Wände im Altonaer Bahnhof. Der Stationsname geht da leider etwas unter.</p></div>
<p>Das ist ein leider typisches Beispiel dafür, dass Designer sich in Schönheit ergeben, nicht aber in Pragmatismus für andere Menschen. Sie denken stets an sich. Ja, das wird dann einem Entscheidungsträger verkauft, aber der denkt schon mal gar nicht daran, sondern lässt sich auch nur vom Augenbonbon einlullen.</p>
<div id="attachment_6419" style="width: 590px" class="wp-caption aligncenter"><img src="http://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2017/09/altona-2017-saeule.jpg" alt="eine Säule im neuen Altonaer Bahnhof - weiß mit hellgrauer Schrift" width="580" height="435" class="size-full wp-image-6419" srcset="https://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2017/09/altona-2017-saeule.jpg 580w, https://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2017/09/altona-2017-saeule-533x400.jpg 533w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /><p class="wp-caption-text">Die neuen Säulen im Altonaer Bahnhof sind weiß, haben elektronische Werbetafeln und einen nicht lesbaren, hellgrauen Schriftzug drauf.</p></div>
<p>Schade. Vertane Chance. Es ginge bestimmt auch schön, elegant <strong>und</strong> hilfreich, lesbar.</p>]]></content:encoded>
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		<title>On being a team lead</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Sep 2017 06:40:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Nils]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[team lead]]></category>

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		<description><![CDATA[You have a bunch of developers? You need a team lead. Where do you get one? It&#8217;s not like you ask a young person what he or she wants to become and the person says I want to become a team lead!. Never heard about that scenario. So where do you get your new team [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2017/09/apes.jpg" alt="Bronzeskulpturen von zwei Affenköpfen" width="580" height="281" class="size-full wp-image-6404" /></p>
<p>You have a bunch of developers? You need a team lead. Where do you get one? It&#8217;s not like you ask a young person what he or she wants to become and the person says <q>I want to become a team lead!</q>. Never heard about that scenario. So where do you get your new team lead from? Normally a lead gets hired from within the team itself. I&#8217;ve seen this: A developer, mainly a good one, maybe a senior, gets bored with his/her work. So the dev anounces his/her leave of the company. Someone cries out loud <q>No. You can&#8217;t! We need you. You&#8217;re a valuably asset to our company. We&#8217;ll find someting else for you. &#8230; What about becoming a team lead? We could split this or that team and you&#8217;ll become the lead. Is that something for you?</q></p>
<p>Of course it is! Developers are people. People like to be petted, like to have fame &ndash; and money. So the dev agrees on becoming a team lead. It&#8217;s new, so it&#8217;s exactly what a dev wants: fresh input, a new toy. The first time gets a little bit bumpy. The dev has to learn a new task, has to find the meaning of this new job. But the company will help out. Here a little workshop about leadership, there a mentoring with an experienced lead. Voilá, the new leader is born.</p>
<p>Except for &mdash; we&#8217;ve just promoted a good developer to become a team lead. Emphasis on the <em>good developer</em>. That&#8217;s why the company got nervous and wanted to keep the dev in the first place. But every good developer is still a developer. So our freshly promoted team lead realizes after a few month, that &#8222;leading&#8220; isn&#8217;t what he/she wants. Dealing with people, their needs, mentoring them, helping them, doing 1on1s, doing annual performance reviews, getting your hands on information and filtering them, and all the organizing &#8230; oh, the organizing. All of a sudden the dev realizes that he/she doesn&#8217;t want to be a leader anymore. He or she really just wants to develop, dive deep into code, find solutions for pesky tasks and complicated issues. But admitting that the leader job isn&#8217;t the right thing? That would be a loss of face. So he/she stays in this position and makes a bad job.</p>
<p>This is a recurring pattern. I&#8217;ve seens this many times. So the company will end up with unmotivated, bad team leads that really just want to develop code instead of leading people. And at some point they start to code again. Which is bad in two ways: 1.) He/she is not doing his/her job! 2.) The company sees a leader who is also coding. So the whole leadership job doesn&#8217;t seem to be too difficult, isn&#8217;t it? In the end we see that the lead does have a lot of time for leading <em>and</em> coding as well. Hurray!</p>
<p>Wrong. Leading a team is a fulltime job. It&#8217;s not something you&#8217;re doing &#8222;on the side&#8220; &ndash; even if it seems like that&#8217;s what the (bad) leaders are doing. This view on the role of a team lead results in job ads where it says &#8222;We&#8217;re looking for a team lead &ndash; followed by a list of dutys &ndash; that also is doing about 80% of his/her time coding stuff.&#8220; That degrades the job as a team lead to something you&#8217;re doing &#8222;by the way&#8220;. And that&#8217;s wrong. These companies are looking for just another developer who can do &#8222;leading stuff&#8220; as well. But not too much please. &mdash; In my opinion they don&#8217;t get what a team lead&#8217;s job really means. Or they really don&#8217;t want too much leadership.</p>
<p>When I became a team lead, my boss &ndash; who has been a good developer, but a shitty people&#8217;s person &ndash; was of that kind of &#8222;leader&#8220; who actually wanted to code. And he wanted me to do the same. But only because he did a bad job didn&#8217;t mean I had to do the same. Well &#8230; in his little world I should have. But I refused.</p>
<p>I only once heard about a boss, where he told a developer who wanted to leave, but then she got offered a job as a team leader, that she now has a new job &mdash; and it&#8217;s not coding anymore. Her boss addeded: <q>When you feel the urge to code, you will realize that you&#8217;re &#8218;behind&#8216; your team. So you will start to ask questions &ndash; and that&#8217;s the moment when you become an impediment.</q> If only more bosses and more companies would realize this &#8230;</p>
<p>So hiring from within the company is a tricky business on the one hand. On the other hand it&#8217;s often not clear what a team lead is doing, so companies are looking for a &#8222;wonder boy/girl&#8220; that can do everything at once: leading and coding. It is advantageous to know the matter of coding, but it&#8217;s not like the lead has do be 100% in the loop and has to know the latest hot shit. That&#8217;s the job of the developer.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Schule heute</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jun 2017 18:27:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Nils]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben letztens ein großes Abi-Jubiläum gefeiert. Die Schule lud ein und etwas über ein Drittel der damaligen Mitstreiter erschien. Drei Lehrer, davon zwei Tutoren, kamen ebenfalls. Nicht gerade viel. Die Feierlichkeiten begannen mit einem Umtrunk im damaligen Heiligtum &#8211; dem Lehrerzimmer. Danach gab es eine Führung über unsere alte Wirkstätte, wo wir noch dachten, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben letztens ein großes Abi-Jubiläum gefeiert. Die Schule lud ein und etwas über ein Drittel der damaligen Mitstreiter erschien. Drei Lehrer, davon zwei Tutoren, kamen ebenfalls. Nicht gerade viel. Die Feierlichkeiten begannen mit einem Umtrunk im damaligen Heiligtum &ndash; dem Lehrerzimmer. Danach gab es eine Führung über unsere alte Wirkstätte, wo wir noch dachten, wir wären die Könige der Welt und die könne uns eh nichts.</p>
<p>Erst einmal: Ich habe zwar weniger Haare &ndash; wie so einige Herren meines Abijahrgangs &ndash; aber ich bin nicht mehr gewachsen. Dennoch wirkten Aula, Lehrerzimmer, Klassenräume, Sporthalle und der Pausenhof kleiner. Das ging uns allen so und wundert uns.</p>
<p>Die Klassenräume sind tatsächlich kleiner geworden, da meine alte Schule mehr Schüler hat und man hier an einigen Stellen enger zusammenrücken musste. Der Pausenhof ist ebenfalls kleiner geworden, weil hier eine ausladende Terrasse mit abführenden Stufen gebaut wurde. Dass der Pausenhof kleiner geworden ist, ist jedoch nicht schlimm, nimmt man den einen Lehrer beim Wort. Die Kinder hängen offensichtlich hauptsächlich nur noch wie Zombies auf ihre Mobiltelefone starrend auf dem Pausenhof. Nur noch wenige spielen in den Pausen wirklich, bewegen sich. &#8222;Jaja, die Jugend&#8220;, mag man sagen. Aber die junge Generation von Lehrern ist genauso schlimm. Mein ehemaliger Lehrer meinte, auch die starren nur auf ihre Telefone. Aufsichtspflicht? Wieso? Wer steht, kann sich nicht verletzten oder Mist bauen.</p>
<p>Diese Generation von Lehrern ist wirklich eine andere als unsere Lehrer &#8222;damals&#8220;. Wie es sich offensichtlich für Mittzwanziger bis Mittdreißiger <abbr	title="gehoben">geh</abbr>ört, haben sie keinen Antrieb mehr, keinen Ehrgeiz und &ndash; wie ich immer zu sagen pflege &ndash;, sie sind nicht bereit &#8222;die Extrameile&#8220; zu gehen &mdash; ein Problem, was diese Generation generell zu haben scheint. Bloß nicht mehr machen als notwendig. Als ich zur Schule ging, gab es AGs, Lehrer blieben freiwillig nach der Schule und betreuten interessierte Kinder und Jugendliche. Das scheint ziemlich eingeschlafen zu sein bei den heutigen Lehrern.</p>
<p>Ich sprach einen Lehrer auf unsere alte Schulzeitung an. Die erschein damals vierteljährlich, jetzt <q>eher wenn sie voll ist, das passiert <abbr	title="etwas">etw. </abbr>zweimal im Jahr</q>. Sind es die Schüler, die nicht mehr schreiben? Wohl auch. Aber der einstige Lehrer, die die Schülerzeitung unter sich hatte, hatte Feuer, hat die Schreiberlinge angestachelt und Ideen beflügelt. Mein ehemalige Bio-Lehrer erzählte, dass der heutige Leiter der Zeitung eher phlegmatisch sei. Da ist wohl ein ehemaliger Schüler in ein recht hohes lokales politisches Amt gewählt worden. Darauf machte er dem jungen Lehrer den Vorschlag, jetzt zu dem Ex-Schüler zu gehen und ihn zu interviewen. Der junge Lehrer daraufhin: <q>Ja, wenn ich mal Zeit habe. Wir schauen mal.</q> Aber dann ist die Neuigkeit keine Neuigkeit mehr! Ahhh…</p>
<p>Als ich zur Schule ging, gab es die so genannten Kaninenmütter: Mütter, die sich freiwillig und unentgeltlich hingestellt haben, um Brötchen zu schmieren, Gemüse zu schnippeln und die Logistik von Getränken für über 1000 Schüler zu wuppen. &ndash; Gibt es nicht mehr. Heute bekommt man keine Eltern mehr dazu, sich ehrenamtlich zu engagieren. Es gibt auch keinen Schulteich mehr. Den habe ich damals gepflegt, wir haben Gewässergüteklassenuntersuchungen vorgenommen. Alles Geschichte. Weil sich niemand von den Lehrern und niemand von den Schülern darum kümmern will. Wie beschrieb es der eine Lehrer so schön: <q>Die sind alle nur noch mit sich selbst beschäftigt. Für Andere machen die nichts mehr.</q> &ndash; Ein allgemeines Problem, das unsere Gesellschaft derzeit hat.</p>
<p>Nach meinem Abgang, gab es noch lange Zeit einmal im Jahr eine Veranstaltung, zu der ehemalige Schüler eingeladen wurden. Diese saßen dann einen Tag lang in der Schule und erzählten interessierten Zwölfklässlern, wie es so ist in der Arbeitswelt, ob der ausgeübte Beruf wirklich so toll ist, wie man vermutet, oder vielleciht auch nicht. Was man leisten muss. Diese berufsorientierende Maßnahme gibt es auch nicht mehr. Warum? Weil sich kein Lehrer mehr bereit erklärt, das zu organisieren. Der Lehrer, der das früher gemacht hat, ist nun auch schon länger in Pension.</p>
<p>Meine ehemalige Schule war damals schon ganz groß was Musik anbelangte &ndash; blöd für mich, weil ich herzlich unmusikalisch, dafür aber bildend begabt war. Das Thema wird wenigstens noch gepflegt. Wobei &#8230; Als wir durch den Musiktrakt geführt wurden, hingen an den Wänden Poster von großen Musikern: Hendrix, Beatles, Bach, Mozart, Gillespie, Miller  &ndash; und Eminem &#8230; Äh. Wir müssen wohl noch einmal reden &#8230;</p>
<p>Noch ein Wort zum Lehrerzimmer. Damals wirkte es größer, das sagte ich bereits. Es war aber auch größer. Wir erinnerten uns alle an kleine Tischgruppen, Einzeltische und riesige Wände mit Fächern für die Lehrer. Heute stehen im Lehrerzimmer mehrere Reihen Tische. Kleine Tische, eine weitere Reihe gegenüber. Die wirklich kleinen Tische waren teils voll mit Unterlagen und Utensilien. Wie soll man da als Lehrer arbeiten? Das sind doch keine Arbeitsbedingungen. Das sah aus wie &#8222;Arbeiten auf der Hühnerstange&#8220;.</p>
<h2>Integration</h2>
<p>Mein Lehrer meinte, Integration sei mittlerweile ein großes Ding. Das ist von außen aufgezwungen. Aber es läuft schlecht. Zu wenige Lehrer für zu viele Kinder, die &#8222;besondere Bedürfnisse&#8220; haben. Vier in einer Klasse sollen, glaube ich, vorhanden sein, aber das sind nur die offiziell bekannten. Da sind in jeder Klasse noch viel mehr Kinder, die besonderer Betreuung benötigen. (Kein Wunder, wenn die sich alle nicht mehr bewegen und nur noch aufs Mobiltelefon starren &#8230;) Das bestätigte beim späten Essen auch eine ehemalige Mitschülerin. Die ist Lehrerin an einer Grundschule und hat das Thema ebenfalls täglich auf dem Tisch. Zu wenige Lehrer, zu viele Kinder. Sie hat 27 Schüler und kann sich beim besten Willen nicht um alle innerhalb einer Stunde kümmern. Die Ruhigen? Haben die etwas gesagt in dieser Stunde? Habe ich bei jedem die Hausaufgaben kontrolliert? Alles nicht mehr machbar &#8230;</p>]]></content:encoded>
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		<title>Hosen runter</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2017 06:50:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Nils]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[apokalypse]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[mobiltelefon]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir werden alle sterben. Also nicht nur als Individuen, sondern auch so als Gesellschaft. Es gibt genügen. apokalyptische Szenarien. Die Menschheit löscht sich aus wegen ihres exzessiven Gebrauchs von Öl, der ungeheuren Verschwendungssucht und Umweltverschmutzung. Klimaerwärmung, Landknappheit, Essensmangel, Überbevölkerung, Öko-Flüchtlinge. Das sind die tatsächlich wahrscheinlichen Gründe für die Auslöschung der Menschheit. Weniger wahrscheinlich sind dann [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.magerfettstufe.de/wp-content/uploads/2017/01/hose-runter.jpg" alt="Drei Männer von hinten mit runterhängenden Hosen" width="580" height="244" class="aligncenter size-full wp-image-6395" /></p>
<p>Wir werden alle sterben. Also nicht nur als Individuen, sondern auch so als Gesellschaft. Es gibt genü<abbr	title="genannt">gen. </abbr>apokalyptische Szenarien. Die Menschheit löscht sich aus wegen ihres exzessiven Gebrauchs von Öl, der ungeheuren Verschwendungssucht und Umweltverschmutzung. Klimaerwärmung, Landknappheit, Essensmangel, Überbevölkerung, Öko-Flüchtlinge. Das sind die tatsächlich wahrscheinlichen Gründe für die Auslöschung der Menschheit.</p>
<p>Weniger wahrscheinlich sind dann Angriffe von Außerirdischen (jeder, der von außen kommt und sieht, wie dumm die Menschen sind, macht einen weiten Bogen um die Erde!), Meteoriten, Zombie-Apokalypsen, <abbr	title="beziehungsweise">bzw. </abbr>jegliche Virus-Ausbruch-Szenarien, hin bis zu den Vampiren.</p>
<p>Aber eine Untergangsart wurde bisher noch nicht angesprochen: die Mode. Die Art und Weise wie sich die Menschen kleiden, hat sich über die vielen Jahre ständig gewechselt. Es gibt so klassische Modelle, wonach der Mann betonte Schultern und durch Knöpfe betonte Körperformen hat. Die Mode soll Männlichkeit signalisieren, Potenz, potentielle Kindermacher. Bei den Frauen das umgekehrte Spiel. Da werden die weiblichen Formen betont, um fürs andere Geschlecht attraktiver zu sein. Und heute?</p>
<p>Schaut Euch mal die jungen &#8222;Männer&#8220; heute an: runterhängende Hosen, kein Arsch in der Hose. Das mit dem Arsch meine ich nicht im übertragenden Sinn, sondern ganz wörtlich. Da ist nichts. Als würden die nie Sport treiben, niemals Gesäßmuskelatur aufbauen. Das gepaart mit den Hosen, die in der Kniekehle anfangen &#8230; äußerst unattraktiv. Und es sieht einfach nur dämlich aus. Sollte Mode nicht auch Werbung sein? &#8222;Hey, schau mich an. Ich bin gut für Dich, gut für die Weitergabe von DNA, gut für den Erhalt der menschlichen Rasse.&#8220; Wenn ich diese Flachärsche, die nur aufs Mobiltelefon starren sehe, kann ich kein gutes, genetisches Material darin sehen.</p>
<p>Ist das mit den runterhängenden Hosen, der Zurschaustellung der karierten Unterhose wirklich anziehend für heutige Frauen-Generationen? Stehen die hinter einem Jüngelchen an der Ampel, sehen sich die halb gezeigte Unterhose an und denken sich &#8222;Wow, der ist heiß. Muss er auch bei <em>dem</em> Karomuster.&#8220;? Wenn, dann ticken die Frauen von heute ebenso wenig richtig. Eigentlich müsste jeder, der eine so schlampige Darstellung von Bekleidung vor sich sieht, wegschauen. Ich mache das. Verdammt, ich gehe sogar schneller, um an den Typen vorbeizukommen und sie nicht in meinem Blickfeld zu haben. Ich will niemandes Unterhose sehen müssen! (Und Frauen? Laufen tatsächlich in Jogginghosen herum &#8230; Auch nicht gerade anziehend und weit, weit entfernt von sexy.)</p>
<p>Gehen wir also davon aus, dass ich nicht alleine bin mit dieser Ansicht, dann ist das, was uns heute überall auf den Straßen begegnet &ndash; ob junge oder auch ältere Männer &ndash;, nicht ansprechend. Man, oder Frau, schaut lieber weg. Aber wenn man nicht mehr hinschaut, dann kann man auch nicht mehr Kontakt aufnehmen. Kein Kontakt, keine Beziehung, keine Fortpflanzung. Und da haben wir es: kein Virus wird uns auslöschen, sondern einmal die Tatsache, dass die Menschen sich immer mehr gehen lassen, was ihr Äußeres anbelangt und &ndash; es wurde kurz oben angeschnitten &ndash; weil sie, wenn sie schon nicht den Typen mit der runtergelassenen Hose sehen, auf ihr Mobiltelefon starren. Das könnte der andere Grund fürs Aussterben der Menschen (in unserer Breitengraden) sein. Alle glotzen immerzu aufs Telefon. Keiner, der mehr in Bus oder Bahn seinen Blick schweifen lässt und plötzlich seinen Traumpartner sieht &#8230;</p>
<p>Also wir schaffen es hier schon, uns auszurotten. Da bin ich mir ganz sicher.</p>
<p>Zum Abschluss: Wenn ich diese Dussel mit ihren Hosen sehe, die in der Kniekehle hängen, wünsche ich mir manchmal, dass schnell laufende Zombie daherkämen. Die Jungs würden nämlich gnadenlos verlieren. Mit den Hosen kann man nicht laufen! Das wären die ersten Opfer. &mdash; Wobei sie auch jetzt schon Opfer sind &#8230;</p>]]></content:encoded>
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		<title>Elbphilharmonie fertig</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2016 05:48:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Nils]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Na, da hat sich die PR-Abteilung ja wieder weit aus dem Fenster gehängt. Anfang der Woche wurden einzelne Fenster des Kaispeicher-A-Aufbaus so beleuchtet, dass sie für alle Hinschauenden das Wort &#8222;FERTIG&#8220; zeigten. Seht her, Hamburger, ach &#8211; Welt! &#8211; wir sind fertig. Boom. Preiset uns, wir sind die Coolen. Dabei ist das nicht cool. Die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Na, da hat sich die PR-Abteilung ja wieder weit aus dem Fenster <abbr	title="gehoben">geh</abbr>ängt. Anfang der Woche wurden einzelne Fenster des Kaispeicher-A-Aufbaus so beleuchtet, dass sie für alle Hinschauenden das Wort &#8222;FERTIG&#8220; zeigten. Seht her, Hamburger, ach &ndash; Welt! &ndash; wir sind fertig. Boom. Preiset uns, wir sind die Coolen.</p>
<p>Dabei ist das nicht cool. Die Elbdisharmonie wird gerne mit dem Berliner Flughafen oder dem Stuttgarter Bahnhof in einen Topf geworfen. Was haben die Bauprojekte gemein? Sie dauern viel zu lange und scheinen Endlosbaustellen zu sein. Interessanterweise sind die Verantwortlichen der Elbdisharmonie genau auf diesen Zug aufgesprungen. Das &#8222;Fertig&#8220; steht für &#8222;Endlich. Wir sind fertig. Es hat ja lange genug gedauert&#8220;. &ndash; Als ob das das Problem gewesen wäre.</p>
<p>Über die schlechte Planung und die Nachbesserungen bei der Elbdisharmonie, über die daraus resultierende Verzögerung der Fertigstellung hat sich doch eigentlich keiner aufgeregt. Das hat der Hamburger einfach so hingenommen. Aber: Der Kritikpunkt an diesem Beust-Denkmal sind die enormen <a href="http://www.magerfettstufe.de/index.php/2016/02/01/die-wahrheit-hinter-der-elbdisharmonie/">Kostenexplosionen</a>, die Lügen über Anfangskosten und die späteren Kosten, die &#8222;nicht vorhersehbar&#8220; waren &#8230; Erst 77 Mio und plötzlich knapp 800 Mio? <strong>Das</strong> ist es, was sie hätten zeigen müssen.</p>
<p>Entweder: &#8222;TEUER&#8220; &ndash; was ehrlich gewesen wäre, oder aber &#8222;GÜNSTIGER ALS ERRECHNET&#8220;. (Okay, das wäre glatt gelogen.) Das lächerliche &#8222;Fertig&#8220; war nur wieder eine magere PR-Maßnahme, die nun von der hiesigen, gelenkten Presse abgefeiert wird ohne Ende.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Davon geht die Welt nicht unter</title>
		<link>https://www.magerfettstufe.de/index.php/2016/08/27/davon-geht-die-welt-nicht-unter/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2016 12:51:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Nils]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Schau mal]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>
		<category><![CDATA[abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[handys]]></category>
		<category><![CDATA[mobiltelefon]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war Mittagszeit, also stand Nahrungsaufnahme an. Einige Kollegen und ich gingen in ein nicht weit entferntes kleines Restaurant, das Tische an der Straße aufgestellt hatte. Die Sonne schien, der Verkehr in der ohnehin nicht viel befahrenen Seitenstraße war ruhig. Ich schaute in Richtung Straße. Einem Fahrradfahrer fiel auf unserer Höhe sein Mobiltelefon auf die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es war Mittagszeit, also stand Nahrungsaufnahme an. Einige Kollegen und ich gingen in ein nicht weit entferntes kleines Restaurant, das Tische an der Straße aufgestellt hatte. Die Sonne schien, der Verkehr in der ohnehin nicht viel befahrenen Seitenstraße war ruhig. Ich schaute in Richtung Straße.</p>
<p>Einem Fahrradfahrer fiel auf unserer Höhe sein Mobiltelefon auf die Straße. Es sprang in mehrere Teile, der Mann reagierte nicht sofort, ein nachfolgendes Auto fuhr über das Telefon. Ärgerlich. Ja. Aber davon geht die Welt nicht unter. Ich weiß nicht, ob der Mann gerade telefoniert hatte &ndash; was er nicht darf! &ndash; oder ob das Telefon aus seiner schlecht sitzenden, viel zu weiten Hose rausgefallen war. In beiden Fällen hätte ich nicht viel Mitleid mit dem Mann, im ersten noch weniger.</p>
<p>Das sahen die drei jungen Frauen hinter uns anders. Die waren so stereotypisch, stereotypischer geht es nicht mehr: Alle blond, gut gekleidet, das Mobiltelefon immer in Griffnähe, unentwegt schwatzend. Die Damen sahen das &#8222;Unglück&#8220; auch und für sie brach eine Welt zusammen. <q>Oh der arme Mann!</q>, hörte ich hinter mir. Die bekamen sich nicht mehr ein, so schrecklich war das, was sie da auf der Straße sahen. Scheiß auf hungernde Menschen. Scheiß auf Krieg und Terror. Hier hatte sich &ndash; laut der Meinung dieser jungen Frauen &ndash; eine echte Tragödie ereignet! Ein Mobiltelefon ging kaputt. Wie kann der Mann jetzt nur leben? Kein Zugriff mehr aufs Internet! Kein Adressbuch mehr! Oh. Mein. Gott! Helft doch diesem Mann. Irgendjemand! Helft ihm! &mdash; Die Mädels konnten sich echt nicht mehr einkriegen.</p>
<p>Was sehr traurig ist. Es zeigt, wo die Prioritäten heutzutage liegen und wie abhängig die Menschen von ihren kleinen Taschencomputern sind. Ein Leben ohne Mobiltelefon ist für diese Menschen nicht erdenklich.</p>
<p>Eine sehr traurige Welt ist das, in der wir da leben &#8230;</p>]]></content:encoded>
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