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    <title>wenn das so ist</title>
    
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    <updated>2009-08-20T13:00:46+02:00</updated>
    <subtitle>:something's goin' on. and I'll probably never get it:</subtitle>
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        <title>Glückwunsch! Es ist eine Tante!</title>
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        <published>2009-08-20T13:00:46+02:00</published>
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        <summary>„Ich bleibe hier solange sitzen, bis der da ist.“ Ich sage das mit allem gebotenen Nachdruck, ernte aber nur mildes Lächeln von den Eiscaféchefs, die beide schon ungefähr 20 Kinder haben. Es ist über 24 Stunden her, dass ich die „es geht jetzt los“ Nachricht bekommen habe. Natürlich liess ich sofort sämtliche Arbeit liegen und stehen und verliess das Freibad,...</summary>
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<div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p><span style="FONT-SIZE: 13px; MARGIN: 0px; FONT-FAMILY: Verdana">„Ich bleibe hier solange sitzen, bis der da ist.“ Ich sage das mit allem gebotenen Nachdruck, ernte aber nur mildes Lächeln von den Eiscaféchefs, die beide schon ungefähr 20 Kinder haben. Es ist über 24 Stunden her, dass ich die „es geht jetzt los“ Nachricht bekommen habe. Natürlich liess ich sofort sämtliche Arbeit liegen und stehen und verliess das Freibad, immerhin machte sich meine kleine Schwester daran, ein Baby zu bekommen. Kaum zuhause stellte sich leider heraus, es ging gar nicht los. Im Gegenteil, es passierte gar nichts, keine einzige Zigarre weit und breit. Jede Wette, sie lag gemütlich im Krankenhausbett und liess das Kopfteil auf- und abfahren, während ich zuhause auf- und ab lief und einen Nerv nach dem anderen verlor. Die dachte gar nicht daran, mich auf dem Laufenden zu halten. Typisch. </span></p>
<p><span style="FONT-SIZE: 13px; MARGIN: 0px; FONT-FAMILY: Verdana">Am nächsten Tag ging es nochmal los, ohne loszugehen. Vielleicht ging es auch los, und ich wurde nur schon wieder nicht informiert. Bitte, ich kann so keine Kinder kriegen! Ich beschloss, Beistand und Unterstützung zu suchen. Und zwar ausgerechnet vor dem Eiscafe unseres Viertels, wo alle anderen auch schon auf Neuigkeiten warteten. Was soll ich sagen, ich war schon sehr erschöpft von den Wehen und konnte kaum noch klar denken. Da sass ich, zappelte und fand es sehr empörend, mich derart lange warten zu lassen, schliesslich weiss sie ganz genau, wie sehr ich Warten hasse. Pure Absicht, natürlich. Ich übertreibe? Mitnichten. Meine kleine Schwester würde alles tun, um im Mittelpunkt zu stehen. Als sie vier war, hat sie eine kaputte Limoflasche schamlos ausgenutzt, um sich das Bein aufzuschneiden und die ganze Küche mit Blut und Aufmerksamkeit zu fluten. Die schreckt vor nichts zurück. Jetzt bringt sie auch noch einen kleinen gesunden Menschen auf die Welt. Es reicht wohl nicht, dass sie mehr Locken hat als ich. </span></p>
<p><span style="FONT-SIZE: 13px; MARGIN: 0px; FONT-FAMILY: Verdana">Es dauerte und dauerte, und ich musste sehr an mich halten, um vor Aufregung nicht zuviel zu trinken, immerhin stand mir wahrscheinlich noch eine Vollnarkose, eine PDA oder mindestens Radfahren bevor. Ich hatte die gesamte Schwangerschaft mitgemacht, ein Finale ohne mich kam überhaupt nicht in Frage, schliesslich musste ich neun Monate zusehen, wie die futtern durfte, ohne dick zu werden. Obwohl sie dann natürlich doch dick wurde. Und zwar mein lieber Schwan, die hatte eine ganz schöne Wampe am Schluss. Schon gut, da wuchs ein Baby drin, aber erzählt mir doch nichts, der lag da schon sehr bequem auf Zwetschgendatschi, zugedeckt mit Bananensplit. Da würd ich auch nicht pünktlich rauskommen. </span></p>
<p><span style="FONT-SIZE: 13px; MARGIN: 0px; FONT-FAMILY: Verdana">Als ich den ersten Wein bestellte, klingelte der Vater, und nach kurzem Kammerflimmern schaffte ich es sogar, ranzugehen.</span></p>
<p><span style="FONT-SIZE: 13px; MARGIN: 0px; FONT-FAMILY: Verdana"> - Und?!<br />Immer noch nichts.<br />- Was?<br />Sie hängt jetzt am Tropf.<br />- Was?<br /> Sie ist sehr tapfer.<br />- Echt?</span></p>
<p><span style="FONT-SIZE: 13px; MARGIN: 0px; FONT-FAMILY: Verdana">Darauf ein Glas Schnaps. Was ich nicht bedacht hatte: das Eiscafé hat einen eingebauten Spielplatz, und so sass ich umzingelt von Müttern, die mir einiges voraus haben. Wehen, nämlich, und Geburten, und Kinder, die schon da sind. Ich war in kürzester Zeit völlig überfordert: „Nein, ich weiss nicht, wie weit der Muttermund auf ist.“ Bitte keine Details, wir reden hier von meiner kleinen Schwester. Fragt man mich geht es doch hauptsächlich darum, das Baby möglichst gesund und irgendwie, und ich meine irgendwie, in die Welt zu bekommen. Wenn man das bei Duftkerzengeflacker in der heimischen Badewanne machen möchte, nur zu. Ich für meinen Teil glaube, man sollte schlicht genug Kraft zurückbehalten, um noch laut genug nach Drogen zu schreien, also so, dass man halt auch welche bekommt. Ansonsten kann ich wenig zum Thema beitragen, sicher weiss ich nur, dass da aus zwei eins gemacht wurde. Hoffentlich will später niemand Kilogramm und Zentimeter von mir wissen, der wird schon irgendwas wiegen und ist wahrscheinlich ein bisschen länger als ein Lineal. Der nächste Anruf bewahrte mich vor weiteren Fragen: </span></p>
<p><span style="FONT-SIZE: 13px; MARGIN: 0px; FONT-FAMILY: Verdana">- Und?!<br />Immer noch nichts.<br />- Was?<br />Die sagen, das kann noch dauern.<br />- Was?<br />Das kann schon noch so acht Stunden dauern.<br />- Sag ihr, sie soll pressen!<br />Was? <br />- Sag ihr, sie muss pressen! PRESSEN!</span></p>
<p><span style="FONT-SIZE: 13px; MARGIN: 0px; FONT-FAMILY: Verdana"> Herrgott, was fragen die mich denn nicht gleich.</span></p>
<p><span style="FONT-SIZE: 13px; MARGIN: 0px; FONT-FAMILY: Verdana">Ich gab mich geschlagen, ging nach Hause, und obwohl er vor Mitternacht noch auf die Welt kam, bekam ich den Neuling erst am nächsten Morgen zu sehen. Der kann noch nicht viel, ehrlich gesagt, da passiert relativ wenig, wenn man den auf dem Arm hat und ihm zuschaut. Das wird schnell fad, länger als 12 Stunden kann man das fast nicht machen. Wenn er schreit, hat er Hunger, sagt die Mama, das sei bei Babys so. Bei mir ist das heute noch so.</span></p>
<p><span style="FONT-SIZE: 13px; MARGIN: 0px; FONT-FAMILY: Verdana">Ich habe noch kein einziges Foto gemacht, ich weiss, ihr staunt. Ich habe nicht unbedingt Angst, ihm die kleine Seele wegzuknipsen, aber ein bisschen schon. Er ist doch noch so klein, er ist ja kaum größer als meine Kamera. Davon abgesehen möchte ich auch nicht auf die Welt kommen und sofort in eine Linse lächeln müssen. Ich gehe davon aus, dass mein Neffe mir da zustimmt, genervt kucken kann er nämlich schon. Wenn der als erstes eine Kamera sieht statt eine Mama, dann denkt der doch sofort: „Scheisse, falscher Planet. Das sind die, die immer noch mit Digitalkameras fotografieren“. Wenn das so ist, dann möchte ich wenigstens die eine Coole sein, die ihn nicht gleich emailt oder flickrt. Es könnte allerdings sein, dass ich in der Beziehung jetzt schon versagt habe, und dabei habe ich mir doch sofort alle Rechte an Literatur-, Musik-, Film- und Interneterziehung gesichert. Ich knutsche ihn einfach zu oft, und ich höre jetzt schon, wie er sich bei seiner Mutter beschwert: „Nicht die Martina, die schmust mich immer ab!“ Ich sehe immens hohe Bestechungskosten auf mich zukommen. </span></p></div>
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        <title>Bücher. Ohne geht's ja auch nicht.</title>
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        <published>2009-07-30T17:46:24+02:00</published>
        <updated>2009-08-13T19:39:43+02:00</updated>
        <summary>Ich wünschte, ich könnte das so oder so, kann ich aber nicht. Deshalb hier die Liste, und ich lege Euch alle ans Herz, bis auf da, wo ich rummotze. 1. Candace Bushnell: One fifth Avenue. Schuldig im Sinne der strappy sandals. 2. Marion Meade: Dorothy Parker – What fresh hell is this 3. Anne Enright: The Gathering 4. Steve Toltz:...</summary>
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&lt;div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span lang="EN-GB" style="FONT-SIZE: 11pt; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana; mso-ansi-language: EN-GB"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;Ich wünschte, ich könnte das &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ankegroener.de/?p=4559"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;so&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&amp;#0160;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;oder&amp;#0160;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://xrays.antville.org/stories/1918823/#comments"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;so&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;, kann ich aber nicht. Deshalb hier die Liste, und ich lege Euch alle ans Herz, bis auf da,&amp;#0160;wo ich rummotze.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;&lt;/span&gt;&amp;#0160;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;1. Candace Bushnell: One fifth Avenue. Schuldig im Sinne der strappy sandals. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;2. Marion Meade: Dorothy Parker – What fresh hell is this&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;3. Anne Enright: The Gathering&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;4. Steve Toltz: A fraction of the whole &lt;span style="mso-spacerun: yes"&gt;&amp;#0160;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;5. Daniel Kehlmann: Ruhm. Ja. Nee. Bisschen gequält zusammengestrickt, nein? &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;6. Otfried Preußler: Krabat. Für Kinder, Herr Preußler? Echt?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;7. Simon Beckett: Chemistry of death &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;8. Siri Hustvedt: The enchantment of Lily Dahl &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;9. Kluun: Mitten ins Gesicht. Erzähler gehasst. Schreibstil gehasst. Geschichte gehasst. Trotzdem ausgelesen. Ich könnte noch viel mehr.&amp;#0160;Mich aufregen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;10. Richard Yates: &lt;st1:street w:st="on"&gt;&lt;st1:address w:st="on"&gt;Revolutionary Road &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/st1:address&gt;&lt;/st1:street&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;11. Arundathi Roy: The God of Small Things&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;12. Joseph O&amp;#39;Neill: Netherland. Auf welcher Seite war der Hype?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;13. Wally Lamb: The hour I first believed. She&amp;#39;s come undone: check. I know this much is true: check. The hour I first believed: trying too hard, Mr. Lamb. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;14. Richard Price: Lush Life &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;15. Jay McInerney: The last bachelor. Die frühen 90er Jahre haben angerufen, aber Janowitz, Ellis und Konsorten sind nicht zuhause. In einer der Kurzgeschichten kommt Alison Poole vor, allein dafür: ***&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;16. Harry Mulisch: Die Entdeckung des Himmels&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;17. David Foster Wallace: Infinite Jest. Das ist kein Buch. Das ist ein Projekt. Und ich verschiebe es auf November. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;18. Jonathan Tropper: How to talk to a widower&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt; LINE-HEIGHT: 150%"&gt;&lt;span style="FONT-SIZE: 13px; LINE-HEIGHT: 150%; FONT-FAMILY: Verdana"&gt;19. David Guterson: The other&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
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        <title>Fast wia im richtign Lebn.</title>
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        <summary>Ich stelle mir also vor: Nach der Arbeit treffe ich eine gute alte Freundin im Café, eine, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe, weil wir beide viel zu tun haben, und die Zeit, das weiss man ja, die rennt. Da sitzen wir also, und freuen uns, aber leider fühle ich mich nicht so gut, ein bisschen gestresst und...</summary>
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<div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p>Ich stelle mir also vor: </p>
<p>Nach der Arbeit treffe ich eine gute alte Freundin im Café, eine, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe, weil wir beide viel zu tun haben, und die Zeit, das weiss man ja, die rennt. Da sitzen wir also, und freuen uns, aber leider fühle ich mich nicht so gut, ein bisschen gestresst und müde, und, nunja, aufgebläht. Weil die gute alte Freundin nunmal eine gute alte Freundin ist, und wir Frauen uns natürlich immer sofort alles erzählen, spreche ich das selbstverständlich in den ersten fünf Minuten des Treffens an: "Ach, ach, ich fühle mich so aufgebläht.." Dabei mache ich mit einem entschuldigenden und aber doch belustigten Lächeln den obersten Knopf meiner beigefarbenen Leinenhose auf. Mitten im Café. Meine gute Freundin nickt mitfühlend, sie kennt das, und deshalb weiss sie auch sofort einen Rat, so sind wir Freundinnen. Sie springt auf und kehrt Sekunden später mit einem Sechserpack Joghurt zurück. Mit Erdbeergeschmack. "Das wird Dir ganz schnell helfen", sagt sie, während ich Kalorienangabe und Werbeversprechen auf der Packung lese. "Gut aufgelegt statt aufgebläht?" frage ich hoffnungsvoll und erleichtert, und dann lachen wir beide gutgelaunt und geniessen den schönen Abend. Hoffentlich denke ich dran, den Hosenknopf wieder zuzumachen, bevor ich aufstehe. </p>
<p>Doch. Kommt hin. Hautnah dran, sozusagen. </p></div>
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        <title>Spieglein, Spieglein an der, ach, egal.</title>
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        <published>2009-06-22T13:34:52+02:00</published>
        <updated>2009-06-22T13:39:44+02:00</updated>
        <summary>Ich war beim Schönheits-Chirurgen, eine Frau muss tun, was eine Frau tun muss. Oder was der Hautarzt sagt. Eben dieser fand kürzlich etwas in meinem Gesicht, was ihm nicht so gut gefiel. Ich konnte das durchaus nachvollziehen, war aber überrascht, als es dann doch nicht um meine Nase ging. Man schickte mich zum Schönheitschirurgen, immerhin sollte diesmal in meinem zauberhaften...</summary>
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<div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><p>Ich war beim Schönheits-Chirurgen, eine Frau muss tun, was eine Frau tun muss. Oder was der Hautarzt sagt. Eben dieser fand kürzlich etwas in meinem Gesicht, was ihm nicht so gut gefiel. Ich konnte das durchaus nachvollziehen, war aber überrascht, als es dann doch nicht um meine Nase ging. Man schickte mich zum Schönheitschirurgen, immerhin sollte diesmal in meinem zauberhaften Antlitz rumgeschnitten werden. Die zahlreichen Muttermale am Rest meines Körpers schneidet mir mein Hautarzt immer selbst raus, und wenn ich schneiden sage, meine ich säbeln, und wenn ich säbeln sage sieht es dann auch so aus. Mein Rücken zum Beispiel tut sich mittlerweile ganz schön schwer mit Entzücken. Schönheitschirurg fand ich deshalb erstmal sensationell, ich lese aber auch sehr viel Gala. Erst später fiel mir auf, dass ich höchstwahrscheinlich die einzige war, die zum Herrn Professor stöckelte, um sich Narben abzuholen, nicht etwa, um sich Falten wegmachen zu lassen. Hat sich im Wartezimmer dann auch sofort bestätigt, diese Vermutung. </p>
<p>"Sofort bestätigt" heisst in diesem Fall nach ca. 20 Minuten, mein Hirn braucht manchmal etwas länger, um mir Dinge zu erklären. Ganz anders mein Gesichtsausdruck, der war wesentlich schneller: erstmal fiel mir nämlich das Kinn runter. Im Wartezimmer sass ein und dieselbe Frau, und zwar in zehnfacher Ausführung. Blond, gross, schlank, nein, dünn, nein, runtergehungert, in weisser Jeans und dem restlichen Chic, der an sowas ausser zu viel Schmuck noch drangehört. Dass die Klonfrau weitaus jünger war als ich, war noch nicht einmal das Bemerkenswerteste. Das Bemerkenswerteste war, dass sich das gesamte Weiber-Spiegelkabinett Tampons an die Stirn oder die Mundfalten drückte. </p>
<p>Hä?</p>
<p>Wie gesagt, mein Hirn. Es kam schliesslich doch noch drauf, dass da wohl Druck auf Einstichstellen ausgeübt wurde, damit kein hässlicher Bluterguss das Ergebnis verschandelt. Kennt man ja vom Blutabnehmen. Hat bei mir noch nie funktioniert, mich muss man aber auch nur einmal scharf anschauen, dann formt sich schon ein beleidigter blauer Fleck. Alle InStyle Ausgaben mit den bunten Modebildchen waren von den Dünnen in Beschlag genommen. Klar, wenn man eine Hand an der Stirn hat und mit der anderen die Zeitschrift hält, dann bleibt kein Zeigefinger mehr zum Lesen. Ich kann deshalb leider nicht mitteilen, was man diesen Sommer so trägt, empfehle aber Lederjacken, Schals und bunte Mützen. Für mich blieb immerhin die aktuelle Gala, bis nach gefühlten drei Stunden passierte, was in Arztpraxen immer drei Stunden nach vereinbartem Termin passiert: mein Name wurde aufgerufen, und bis zum nächsten Arztbesuch heisse ich also Klinke. Danach passierte, was danach dann auch immer passiert. Man kommt ins Sprechzimmer, um dort eine weitere halbe Stunde – machen Sie sich schonmal frei! – halbnackt und frierend auf der Behandlungsliege zu sitzen. Das ist ein bisschen entwürdigend bei offener Tür, aber richtig schlimm daran ist, dass man jetzt nicht einmal mehr die Gala oder sonstwas zum Lesen da hat. So spannend ist die Beschreibung von den herumliegenden Verbandsmaterialien nun auch wieder nicht. </p>
<p>Immerhin hatte ich so Gelegenheit, mir ein paar Gedanken zu Botox und dergleichen zu machen. Ich bin da nämlich gar nicht so, ich kann mir durchaus vorstellen, in naher Zukunft mal einiges glattbügeln zu lassen. Also dann, wenn es ohne Spritzen geht. Mit Handauflegen oder Zaubersprüchen. Ich finde Älterwerden im Gegensatz zu all denen, die dabei was von Stolz und Würde und innerer Einstellung plappern, überhaupt nicht super. Von aussen schon gar nicht. Komme mir jetzt keiner mit "Lachfältchen", soviel lache ich gar nicht, wie es da knittert. Dann eher Krähenfüsse, rumkrähen klingt schon eher nach mir, leider finde ich die Vorstellung von Vogelkrallen im Gesicht auch nicht lustig. Ich beschloss, mein Gesicht so zu lassen, wie es ist, immerhin kostet mich schon ein Zahnarztbesuch meine ganze Kraft. Ich mag es nicht, wenn man mir im Kopf rumwühlt und schon gar nicht, wenn ein Skalpell sich meiner Wange nähert. Do not mess with my head. </p>
<p>Man darf seine Meinung auch mal alle fünf Minuten ändern, fand ich, und so erklärte ich die Frauen im Wartezimmer zu dummen Hühnern, die sich nur mit ihrem Äusseren beschäftigen und ansonsten nichts im Kopf haben. Schlimm. Ich meine, mein Gott, ich hätte auch gern längere Beine! Aber dafür lasse ich mir doch nicht die Oberschenkelknochen brechen und lege mich drei Jahre auf die Streckbank. Ich bin schliesslich nicht Jack Bauer, vermutlich würde ich eine solche Prozedur gar nicht aushalten. Davon abgesehen: Wer weiss schon, wie lange so ein superglattes Gesichtchen noch angesagt ist. Am Ende ist es wie bei Kaffee oder Rotwein: Heute bringt er dich an den Rand des ersten Herzinfarktes, in fünf Jahren lässt er einen dann wieder 110 Jahre alt werden. Entscheidet Euch mal! Ich trinke bis dahin beides, lasse die Finger vom Botox und warte auf hieb- und stichfeste wissenschaftliche Erkenntnisse. In 20 oder zehn Jahren wird der Schönheitschirurg dann sprechen: "Es gibt da eine ganz neue Methode, wir ritzen Ihnen ganz leichte Fältchen in die Stirn und um die Augen. Es wird ganz natürlich aussehen – fast so, als hätten Sie auch mal gelacht." Und das Wartezimmer wird voll sein. </p>
<p>In der Zwischenzeit zeige ich mit meiner brandneuen Narbe im Gesicht schonmal, wie so etwas dann aussehen könnte. Ich war meiner Zeit aber auch schon immer meilenweit voraus. </p></div>
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