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	<description>Das private Blog von Sache Kriwoj</description>
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		<title>Welt Kompakt 2.0</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 07:18:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sachar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit nunmehr einundhalb Wochen erscheint die zweite Generation der Welt Kompakt. Gut fünf Jahre nachdem die erste Ausgabe in den Handel kam, wurde nicht nur die Optik überarbeitet, auch das Konzept selbst hat ein Lifting erhalten. So twittern nun alle Redakteure, die vollkommen überflüssige und übersichtliche Seite mit den Börsenkursen verschwand und es gibt eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1247"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1247" height="61" width="51" /></a></div><p>Seit nunmehr einundhalb Wochen erscheint die zweite Generation der Welt Kompakt. Gut fünf Jahre nachdem die erste Ausgabe in den Handel kam, wurde nicht nur die Optik überarbeitet, auch das Konzept selbst hat ein Lifting erhalten. So twittern nun alle Redakteure, die vollkommen überflüssige und übersichtliche Seite mit den Börsenkursen verschwand und es gibt eine tägliche Doppelseite mit Artikeln über digitale Themen wie twitter, Social Networks oder Gadgets.</p>
<p>Vor fünf Jahren konnte ich mich vor der Welt Kompakt nicht retten. Scheinbar an jeder Straßenkreuzung standen Promotoren und verteilten Frei-Exemplare. Damals gab ich einer abgespeckten Tabloid-Zeitung keine Chance. Ausführliche Informationen gab es in „echten“ Tageszeitungen, die wichtigsten Infos im Netz. Wozu also ein Produkt, das weder Fisch noch Fleisch ist?</p>
<p>Die Welt Kompakt verschwand aus meinem Blickwinkel und tauchte erst vor ein paar Monaten dort wieder auf, als auf der Strecke Berlin – Hamburg, die ich täglich befahre, regelmäßig Frei-Exemplare verteilt wurden. Ich nahm das Geschenk an und stellte fest, dass das Format doch gar nicht so unangenehm ist. Innerhalb von etwa 20 Minuten, so lange brauche ich für die Lektüre, hat man den abgelaufenen Tag rekapituliert und sich die wichtigsten Themen, über die man schon durch das Netz in Echtzeit informiert wurde, noch einmal in Erinnerung gerufen.</p>
<p>Vor ein paar Monaten hatte ich das große Vergnügen, gemeinsam mit Frank Schmiechen, dem stellvertretenden Chefredakteur der Welt Kompakt, Bahn zu fahren. Wir unterhielten uns über twitter, wie das iPhone unser Leben verändert hat und die Zukunft der Medien. Was an Schmiechen mir besonders imponierte: dass er, anders als viele andere Medien-Menschen, nicht nur über diese Zukunft sprechen sondern sie aktiv verändern wollte. Und es nun mit der zweiten Generation der Welt Kompakt tut.</p>
<p>Alle Redakteure, die am Entstehungsprozess der Zeitung beteiligt sind, haben seit dem Re-Launch ein eigenes twitter-Profil und berichten, an welchen Themen sie arbeiten, lassen uns an ihren Gedanken teilhaben und scheuen auch nicht davor, ihrem Ärger Ausdruck zu verleihen, wenn der geplante Feierabend aufgrund einer plötzlichen und unerwarteten Wendung in die Ferne rückt. Mir persönlich gefällt das sehr gut, ich habe das Gefühl, inmitten der Redaktionsräume sitzen und Mäuschen spielen zu dürfen. Bisher unterhalten sich die Redakteure via twitter zwar eher untereinander als mit ihren Lesern, aber das ernste Bemühen ist deutlich zu erkennen.</p>
<p>Man kann mit der Redaktion jedoch nicht nur via twitter in Kontakt treten sondern auch über facebook und sogar Google Wave. Jürgen Stüber, der für das neue Internet-Ressort verantwortlich ist, diskutiert in öffentlichen Waves mit Lesern, was man anders und besser machen könne. Das Großartige ist, dass die Verbesserungsvorschläge in der Zeitung nicht nur abgedruckt werden, sie werden auch tatsächlich umgesetzt. Und zwar innerhalb weniger Tage. Das macht die Welt Kompakt in meinen Augen zu einer echten Zeitung 2.0.</p>
<p>Nach wie vor sehe ich Luft nach oben für die Welt Kompakt. Nach wie vor ist sie eine kleine, wenn auch in meinen Augen deutlich bessere, Version der großen Welt. Ernsthaft emanzipieren könnte sich das Format allerdings erst dann, wenn die Redakteure nicht nur zum twittern angehalten werden würden, sondern auch in deutlich mehr Kolumnen und Glossen zu Personenmarken, wie sie Thomas Knüwer beim Handelsblatt war oder Holger Schmidt bei der FAZ nach wie vor ist, aufgebaut würden. Ebenso würde ich mir deutlich weniger Nachrichten wünschen. Die erhalte ich bereits am Vortag aus dem Internet. Dafür aber mehr Analysen, Kommentare und Interviews. Die dürfen gerne kurz und prägnant sein, würden aber der Welt Kompakt mehr Exklusivität verleihen.</p>
<p>Ich sehe die Welt Kompakt als Vorreiter einer neuen Zeitungsgeneration. Sie war meines Wissens nach das erste Tabloid-Format in Deutschland und setzt auch jetzt neue Maßstäbe. Ich glaube daran, dass Print und auch Tageszeitungen Zukunft haben – vor allem dann, wenn sie so gut gemacht sind wie die Welt Kompakt. Und erst recht dann, wenn man als Zeitungsmacher nicht im Elfenbeinturm sitzt und mit seinen Lesern interagiert.</p>
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		<title>Was die Unternehmenskommunikation aus dem Fall Lahm lernen kann</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 10:04:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sachar</dc:creator>
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Seit Samstag schlagen zwei Herzen in meiner Brust: die des Fußball-Fans und die des Kommunikations-Verantwortlichen. Am Samstag ist in der Süddeutschen Zeitung ein bemerkenswertes Interview mit Philipp Lahm erschienen. Darin kritisiert der Nationalspieler seinen Verein, den FC Bayern: Es fehle eine Spielphilosophie, die große Vereine wie den FC Barcelona oder Manchester United ausmachen würde. Außerdem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1242"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1242" height="61" width="51" /></a></div><p><!--[if gte mso 10]><br />
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<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Seit Samstag schlagen zwei Herzen in meiner Brust: die des Fußball-Fans und die des Kommunikations-Verantwortlichen. <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/367/493712/text/" target="_blank">Am Samstag ist in der Süddeutschen Zeitung ein bemerkenswertes Interview mit Philipp Lahm erschienen</a>. Darin kritisiert der Nationalspieler seinen Verein, den FC Bayern: Es fehle eine Spielphilosophie, die große Vereine wie den FC Barcelona oder Manchester United ausmachen würde. Außerdem würden Spieler nur deswegen verpflichtet, weil sie einen großen Namen haben, nicht aber damit sie eine ihnen zugedachte Rolle erfüllen sollen. Im Mittelfeld mangele es an kreativen Mitspielern, die das Zepter schwingen und Überraschendes initiieren könnten. Der FC Bayern hat auf die Äußerungen unverzüglich reagiert: Erst drohte Uli Hoeneß, Lahm werde seine Äußerungen bedauern, anschließend bat man den Verteidiger zur Kasse, der 26-Jährige muss wohl die höchste Strafe in der Vereinsgeschichte zahlen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Nun dürfte der aufmerksame Leser dieses Blogs wissen, dass ich ein sehr großer Fußball-Fan bin und mein Herz dem FC Bayern gehört. Dass sich der Rekordmeister das zweite Jahr hintereinander bestenfalls zu Siegen eiert und keinen inspirierenden Fußball spielt, dürfte Bayern-Kritiker freuen, mich und viele andere FCB-Fans deprimiert es ungemein. Wir sind nicht nur Erfolg gewöhnt, wir erwarten auch immer den attraktivsten Fußball – zumindest im nationalen Vergleich. Diesen boten in den letzten Jahren andere Klubs: Werder Bremen etwa oder auch Bayer Leverkusen. Wir hatten immerhin den Erfolg, doch auch dieser rückt zunehmend in immer größere Ferne. Woran es liegt? Genau an den Gründen, die Lahm im Interview genannt hat: Trainer erhalten zu wenig Zeit, um ein System zu installieren. Zudem werde bei Spielerverpflichtungen immer stärker auf Namen geschaut und weniger, ob diese Fußballer zur Kultur des FC Bayern passen würde. Überhaupt: Welche Kultur? Aktuell gibt es einen einzigen Faktor, der den Rekordmeister ausmacht: Arroganz. Diese bescheinigen Kritiker dem Münchner Verein ohnehin seit Ewigkeit, doch in diesen Tagen basiert eine solche Überheblichkeit nicht auf Taten sondern lediglich in der Annahme, man werde die nationale Spitze noch früh genug erklimmen. Als Fan des FC Bayern sage ich: Philipp Lahms Kritik war sachlich richtig, überfällig und dringend notwendig. Die Verantwortlichen, namentlich Hoeneß und Rummenigge, müssen unverzüglich reagieren, den Trainer stärken, für Kontinuität sorgen und ein System einführen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Als Pressesprecher hingegen kann ich über Philipp Lahms Verhalten nur den Kopf schütteln. Es ist ein absolutes Unding, das ein Mitarbeiter eines Unternehmens, als das sich der FC Bayern München mittlerweile versteht, ohne Absprache mit der Kommunikationsabteilung an die Presse wendet und eigenmächtig Aussagen trifft, die den Interessen seines Arbeitgebers zuwiderlaufen. Inwiefern die geäußerte Kritik sachlich richtig oder ob dabei der Ton angemessen oder verletzend ist, spielt überhaupt keine Rolle. Kommunikation ist Sache der Kommunikationsabteilung und muss einer übergeordneten Strategie und stets im Sinne des Unternehmens stattfinden. Dass das nicht immer optimal funktionieren kann, ist klar. Wir leben schließlich in Zeiten des Personal oder Employer Brandings, den EINEN Pressesprecher gibt es oft nicht mehr, oft äußern sich eine Vielzahl von Mitarbeiter via twitter, facebook, Blogs und anderen Kanälen. Sofern alle Beteiligten die jeweiligen Regeln kennen und sich daran halten, können sie zu einem massiven Image-Gewinn für ihren Arbeitgeber beitragen und ihm ein sympathisches, menschliches Gesicht verleihen. Wehe aber, jemand schert aus und stellt seine eigene Interessen über die der Allgemeinheit, dann können in Windeseile anarchische Zustände ausbrechen. Philipp Lahm erweckt mit seiner Kritik den Eindruck, es würde ihm um den Verein, seinen Verein, bei dem er ausgebildet wurde, gehen, die nun entstandene Unruhe wird mit Sicherheit aber nicht zu einer Verbesserung der Lage beitragen. Hoeneß und Rummenigge müssen den Spieler mit einer drastischen Strafe disziplinieren, in anderen Unternehmen wären in ähnlichen Fällen mindestens eine Abmahnung, eventuell gar eine Kündigung, erfolgt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Beide Positionen ringen seit nunmehr knapp 36 Stunden um die Oberhand. Und so sehr ich auch PR-Profi bin, habe ich als Fußball-Fan Verständnis für den Menschen Philipp Lahm, der etwas bewegen, verändern und verbessern will. Wir Kommunikationsverantwortliche können aus diesem Fall vor allem eins lernen: Wir müssen intern solche Strukturen schaffen, dass jedermann seine Kritik frei äußern darf, ohne Repressalien zu fürchten – allerdings in den eigenen vier Wänden. Wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, ihre Meinung werde nicht nur akzeptiert, sondern könne zu Veränderungen und so auch zu Verbesserungen beitragen, besteht keine Notwendigkeit, sich mit seinem Unmut nach außen zu wenden.</span></p>
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		<title>Deutsche Startups: Da muss noch mehr gehen</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 17:57:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sachar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jedes Jahr aufs Neue lässt Deutsche Startups eine fachkundige Jury darüber entscheiden, welches Unternehmen den Titel „Startup des Jahres“ erhält. Die Tatsache, dass mit mymuesli und Statista zwei Unternehmen den Titel davontrugen, die sich am Markt bewährt haben, belegt, dass ein Sieg ein guter Indikator für den weiteren Unternehmenserfolg ist.
Nun habe ich gerade einen Blick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1240"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1240" height="61" width="51" /></a></div><p>Jedes Jahr aufs Neue lässt Deutsche Startups eine fachkundige Jury darüber entscheiden, welches Unternehmen den Titel „Startup des Jahres“ erhält. Die Tatsache, dass mit <a href="http://mymuesli.de/" target="_blank">mymuesli</a> und <a href="http://de.statista.com/" target="_blank">Statista</a> zwei Unternehmen den Titel davontrugen, die sich am Markt bewährt haben, belegt, dass ein Sieg ein guter Indikator für den weiteren Unternehmenserfolg ist.</p>
<p>Nun habe ich gerade einen Blick auf die <a href="http://www.deutsche-startups.de/2009/11/02/gesucht-start-up-des-jahres-2009/" target="_blank">diesjährige Vorschlagsliste</a> geworfen und bin doch erstaunt und positiv überrascht, wie viele &#8211; mir bekannte &#8211; Unternehmen in diesem Jahr gegründet wurden. Und gleichzeitig trotzdem skeptisch, inwiefern sich die Masse der Startups mittel- oder langfristig bewähren wird. Vielleicht ist es vermessen, mich selbst als Indikator zu nehmen, auf der anderen Seite bin ich in meinem unmittelbaren Freundeskreis derjenige, der sich am meisten mit neuen Technologien und Diensten beschäftigt. Wenn ich etwas empfehle, folgen mir einige Leute. Nur: Allzu viele der neuen Startups kann ich nicht empfehlen. Nicht weil sie schlecht sind. Im Gegenteil: Ich bin begeistert, wie professionell deutsche Gründer mittlerweile arbeiten. Mir fallen wenige grobe Schnitzer auf den Seiten der Startups auf. Vor zwei Jahren hat man noch entspannter gearbeitet. Wenn eine solche Professionalisierung und Fokussierung auf das Wesentliche Folgen der Krise sind, ist die Krise &#8211; so pervers das auch klingt &#8211; das Beste, was der Startup-Szene passieren konnte.</p>
<p>Wieso also die Skepsis? Ich habe nicht das Gefühl, dass die Internet-Gründungen vorhandene Bedürfnisse befriedigen. Da ist kaum etwas dabei, was ich als User wirklich brauche. Einige Dienste sind nett, praktisch, aber sie bringen mir keinen oder nur sehr geringen Nutzen. Das ist natürlich eine sehr subjektive Sicht, aber von den 20 vorgeschlagenen Startups habe ich bisher nur fünf ernsthaft ausprobiert. Einige der Startups wenden sich nicht an mich, weil sie eine B2B-Zielgruppe anvisieren oder aber ein Bedürfnis befriedigen, das ich nicht habe. Insofern kann und darf ich mir kein Urteil über sie erlauben. Andere aber, und an diese wendet sich meine Kritik, haben sehr gute Ansätze, aber mir reichen die Konzepte nicht aus. Damit diese Unternehmen „funktionieren“, muss man entweder noch digitaler leben, als ich es tu &#8211; und das sind nicht so viele Menschen, als dass man allein mit ihnen als Zielgruppe wirtschaftlich erfolgreich sein kann &#8211; oder aber am Finanzierungsmodell schrauben.</p>
<p>2010 wird ein für Gründer brutales Jahr werden. Es wird kaum leichter werden, solvente und willige Kapitalgeber zu finden. Die Zeit der Experimentierphase ist erst einmal vorbei. Insofern gehe ich davon aus, dass wir 2010 noch weniger Gründungen erleben könnten als 2009. Umso wichtiger ist es, wenn eben diese wenigen Startups sich auf das Wesentliche konzentrieren. Das Wesentliche darf nicht immer nur eine Idee sein. Das Wesentliche muss Menschen ansprechen, abholen und ihnen helfen. In Deutschland ist das im großen Stil bisher nur wenigen Startups gelungen: Xing, Qype und den VZs. Traurig, wenn man bedenkt, welche großen Unternehmen in Deutschland im 20. Jahrhundert gegründet wurden.</p>
<p>Übrigens: Wenn ich in der Jury für „Startup des Jahres“ säße, würde ich mich für die Übersetzungssuchmaschine <a href="http://www.linguee.de/" target="_blank">Linguee</a> entscheiden. Wieso? Bisher habe ich &#8211; wie fast jeder, den ich kenne &#8211; mir bei Vokabelfragen von <a href="http://www.leo.org/" target="_blank">Leo</a> helfen lassen. Dabei hat es mich aber schon immer gestört, dass Leo Wörter nur 1:1 übersetzt hat, diese aber nicht in einen Kontext gestellt hat. Genau diesen Missstand bewältigt Linguee. Und: Linguee passt sich dem Nutzungsverhalten seiner User ab, ist somit lernfähig und entwickelt sich fortwährend weiter. Gerade bei der Sprache ist das ein sehr wichtiger Faktor. Leo war jahrelang mein treuer Begleiter im Internet. Kaum jemand, den ich kenne, kam an Leo vorbei. Kaum jemand, dem ich Linguee zeigte, kehrte danach zu Leo zurück. Daher bin ich guter Dinge, dass sich Linguee in den nächsten Jähren zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickeln wird.</p>
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		<title>Über Leidenschaft und Vertrauen</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 11:03:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sachar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Gestern durfte ich im Rahmen des Global Giving Marketplace Events in Berlin einen Vortrag halten. Bei der Veranstaltung, organisiert von betterplace, kamen virtuelle Spendenplattformen aus der ganzen Welt zusammen, um über die Möglichkeiten des Internets, Synergien und Trends zu sprechen.
Es hat mich massiv beeindruckt, wie sehr Menschen – zum Teil unentgeltlich – ihr Leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1237"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1237" height="61" width="51" /></a></div><p><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:TrackMoves /> <w:TrackFormatting /> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning /> <w:ValidateAgainstSchemas /> <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:DoNotPromoteQF /> <w:LidThemeOther>DE</w:LidThemeOther> <w:LidThemeAsian>X-NONE</w:LidThemeAsian> <w:LidThemeComplexScript>X-NONE</w:LidThemeComplexScript> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables /> <w:SnapToGridInCell /> <w:WrapTextWithPunct /> 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Bei der Veranstaltung, organisiert von <a href="http://de.betterplace.org/" target="_blank">betterplace</a>, kamen virtuelle Spendenplattformen aus der ganzen Welt zusammen, um über die Möglichkeiten des Internets, Synergien und Trends zu sprechen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Es hat mich massiv beeindruckt, wie sehr Menschen – zum Teil unentgeltlich – ihr Leben in den Dienst anderer Menschen stellen. Insofern hat mein Vortrag auch in gewisser Weise den Nerv getroffen. Worum es mir ging: Ohne Leidenschaft kann kein Vertrauen entstehen, ohne Vertrauen kein Erfolg. Keinem der Teilnehmer musste ich erklären, was Leidenschaft ist. Jedoch sehe ich noch ein Potenzial, wie es Spendenorganisationen anhand von Social Media hinbekommen können, Dritten gegenüber ihre Leidenschaft deutlich zu dokumentieren.</span></p>
<div id="__ss_2436925" style="width: 425px; text-align: left;"><a style="font:14px Helvetica,Arial,Sans-serif;display:block;margin:12px 0 3px 0;text-decoration:underline;" title="Face To Face – The Globalization Of Philanthropy Pusteblume" href="http://www.slideshare.net/sachar/face-to-face-the-globalization-of-philanthropy-pusteblume">Face To Face – The Globalization Of Philanthropy Pusteblume</a><object width="425" height="355" data="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=facetofacetheglobalizationofphilanthropypusteblume-091106044946-phpapp02&amp;stripped_title=face-to-face-the-globalization-of-philanthropy-pusteblume" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=facetofacetheglobalizationofphilanthropypusteblume-091106044946-phpapp02&amp;stripped_title=face-to-face-the-globalization-of-philanthropy-pusteblume" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<div style="font-size: 11px; font-family: tahoma,arial; height: 26px; padding-top: 2px;">View more <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/sachar">sachar</a>.</div>
</div>
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		<title>Linkschleudern haben bei mir keine Zukunft</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 14:34:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sachar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die folgenden Zeilen sind meine persönliche Meinung und beziehen sich weder auf empirische Studien noch auf irgendwelche Listen.
Ich liebe twitter, das habe ich nun wirklich oft genug gesagt. Ich finde es toll, dass ich mich in Echtzeit mit Menschen unterhalten kann, die ich ohne twitter vielleicht niemals kennen gelernt hätte. Ich genieße es, so auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1234"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1234" height="61" width="51" /></a></div><p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Die folgenden Zeilen sind meine persönliche Meinung und beziehen sich weder auf empirische Studien noch auf irgendwelche Listen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ich liebe twitter, das habe ich nun wirklich oft genug gesagt. Ich finde es toll, dass ich mich in Echtzeit mit Menschen unterhalten kann, die ich ohne twitter vielleicht niemals kennen gelernt hätte. Ich genieße es, so auch Unternehmen direkt ansprechen zu können. twitter bietet mir ungemein viel, und ich möchte darauf in Zukunft auch nicht mehr verzichten.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ich folge sehr vielen Leuten – knapp 340 sind es derzeit. Ich versuche wirklich, keinen tweet zu verpassen, was mir allerdings nur selten gelingt. Demnächst werde ich einigen, vielleicht sogar vielen, Leuten nicht mehr folgen. Die Gründe dafür sind jedoch nicht die Masse an tweets sondern deren Qualität.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Wie gesagt: Ich liebe twitter vor allem deswegen, weil ich dadurch interessante Menschen kennen lerne. <a href="http://twitter.com/amendedestages" target="_blank">Christian Bölling</a>, <a href="http://twitter.com/markusmayr" target="_blank">Markus Mayr</a>, <a href="http://twitter.com/frischkopp" target="_blank">Stefan Keuchel</a>, <a href="http://twitter.com/talkabout" target="_blank">Mirko Lange</a>, <a href="http://twitter.com/stefanosswald" target="_blank">Stefan Oßwald</a>, <a href="http://www.twitter.com/GunnarBender" target="_blank">Gunnar Bender</a>, <a href="http://www.twitter.com/nico" target="_blank">Nico Lumma</a> und viele weitere haben sich auch und vor allem durch twitter zu guten Bekannten entwickelt. Sie alle erfüllen in meinen Augen ein sehr wichtiges Kriterium: Sie sind authentisch. Sie lassen mich an ihrem Leben teilhaben, ohne dass sie dafür ihr intimstes Privatleben offenbaren. Hin und wieder twittern sie Links, die zu interessanten Artikeln, Blogpostings und Videos führen. Die schaue ich mir dann gerne an.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Und dann gibt es auch noch Menschen, die twitter ganz anders nutzen: Auf einen persönlichen tweet kommen fünf Links. Die führen dann in der Regel auf die bekannten US-Blogs und Postings zu Social Media, die Zukunft der Medien und Hypothesen, wann denn nun endlich die letzte gedruckte Zeitung erscheinen wird. Lange genug habe ich diesen Menschen gefolgt. Künftig werde ich das jedoch nicht mehr tun.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Denn: Wie auch der Follower Friday komplett sinnlos ist, wenn man ihn hauptsächlich aus Gründen der „Tradition“ verwendet, führen solche Linkschleudern ins Leere. Ich kann – neben meiner Arbeit – gar nicht so viel lesen. Und: Ich sehe darin auch überhaupt keine Veranlassung. Einige meinen, sie würden automatisch in einen Expertenstatus gehoben werden, wenn sie die amerikanische Blogosphäre via twitter abbilden. Dem würde ich widersprechen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Social Media ist nicht nur „Share“ sondern auch „Create“. Hin und wieder muss man etwas Eigenes leisten, Gedanken entwickeln, Diskussionen führen und Mensch sein. Zumindest dann, wenn man mich als Follower haben möchte.</span></p>
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		<title>Social Media vs. Digital Relations: Inwiefern habe ich mich geirrt?</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 11:32:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sachar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschrieben]]></category>
		<category><![CDATA[digital relations]]></category>
		<category><![CDATA[igor schwarzmann]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>

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		<description><![CDATA[
Letzte Woche habe ich ein Posting veröffentlicht, das zu einer sehr fruchtbaren Diskussion geführt hat. Und genau darin sehe ich den Sinn und Zweck von Blogs, facebook, twitter und dem Web 2.0: Nachdenken, Thesen formulieren, Zuhören, Diskutieren, Nachdenken, neue Standpunkte entwickeln, Lernen.
Einige Kritikpunkte möchte ich aufnehmen.
Zum Einen steht da die Frage von Igor Schwarzmann im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1228"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1228" height="61" width="51" /></a></div><p><!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Letzte Woche habe ich ein <a href="http://www.massenpublikum.de/blog/?p=1224" target="_self">Posting</a> veröffentlicht, das zu einer sehr fruchtbaren Diskussion geführt hat. Und genau darin sehe ich den Sinn und Zweck von Blogs, facebook, twitter und dem Web 2.0: Nachdenken, Thesen formulieren, Zuhören, Diskutieren, Nachdenken, neue Standpunkte entwickeln, Lernen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Einige Kritikpunkte möchte ich aufnehmen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Zum Einen steht da die <a href="http://www.massenpublikum.de/blog/?p=1224#comment-53083 " target="_blank">Frage von Igor Schwarzmann</a> im Raum: <strong>Was ist Social Media?</strong> In meinen Augen ist Social Media das bloße Tool, also eben Blogs, twitter etc. Alles Digitale, bei dem die Kommunikation nicht zwangsläufig einseitig verläuft und jedermann einen Zugang zur Meinungsäußerung erhält. Ich bleibe aber bei meinem Standpunkt, Social Media selbst ist noch keine Kommunikationsdisziplin. Wir sprechen ja auch nicht von Print und meinen damit Print-PR oder ausschließlich Anzeigen sondern von der Form des Gedruckten. Vielleicht gibt es Social Media Marketing, vielleicht die auch von mir erwähnten Digital Relations, vielleicht aber sollte man das auch gar nicht trennen, um eine möglichst stringente und einheitliche Form der Kommunikation hinzubekommen. Und: Natürlich ist CRM ein wichtiger Bestandteil von Digital Relations.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Und in einem weiteren Punkt möchte ich auf <a href="http://www.massenpublikum.de/blog/?p=1224#comment-53083 eingehen" target="_blank">Igors Kommentar</a> eingehen: </span></p>
<p><!--[if gte mso 10]><br />
<mce:style><!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin;} --><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">&#8220;Es wird zu oft wegen des Kommunizierens kommuniziert&#8230;“ Dem stimme ich komplett zu. Der Einsatz von Social Media muss ein Ziel (eventuell auch mehrere Ziele) verfolgen, wenn er für das jeweilige Unternehmen sinnstiftend wirken soll. Dass twittern Spaß macht, ist ein netter Nebeneffekt, bringt meinem Arbeitgeber erst einmal wenig. Darum sollten von den Zielen eine Strategie und entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Und damit komme ich auch zu einem Fehler, den ich gemacht habe: Man kann im Einsatz von Social Media durchaus Kampagnen konzipieren. Diese dürfen allerdings nicht für sich alleine stehen, sondern müssen in einen übergeordneten Kontext eingebettet werden. Es ist durchaus sinnvoll, einzelne Maßnahmen zu fahren. Es ist allerdings nicht sinnvoll, eine facebook-Fan-Seite zu bauen, seine Freunde und deren Freunde mit facebook-Mails zu nerven, einen twitter-Account zu starten, es durch ein Gewinnspiel zu promoten, das Ganze dem Kunden in Rechnung zu stellen und nach zwei Monaten die Aktivitäten einzustellen. Das ist kein gelungener Einsatz von Social Media, das sind keine Digital Relations, das ist auch kein Social Media Marketing, das ist schlicht und ergreifend Mumpitz. Berater, die so agieren, denken kurzfristig, zerstören ihre eigene Reputation und beschädigen die von vielen anderen Kollegen.</span></p>
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		<title>Social Media ist keine Kampagne und heißt Digital Relations</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 15:08:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sachar</dc:creator>
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		<category><![CDATA[adelholzener O2]]></category>
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Seit Samstag denke ich darüber nach, zum folgenden Thema ein Posting zu schreiben. Ich habe einige Mal das Für und Wider erwogen, mich nun aber doch durchgerungen, meine Gedanken zusammenzufassen. Cem hat in seinem Blog eine sehr interessante Umfrage gestartet: Was waren 2009 die besten und schlechtesten Social Media Kampagnen in Deutschland? Seitdem wächst die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1224"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1224" height="61" width="51" /></a></div><p><!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Seit Samstag denke ich darüber nach, zum folgenden Thema ein Posting zu schreiben. Ich habe einige Mal das Für und Wider erwogen, mich nun aber doch durchgerungen, meine Gedanken zusammenzufassen. <a href="http://sprechblase.wordpress.com/2009/10/24/was-waren-2009-die-besten-und-schlechtesten-social-media-kampangen-in-deutschland/" target="_blank">Cem hat in seinem Blog eine sehr interessante Umfrage gestartet: Was waren 2009 die besten und schlechtesten Social Media Kampagnen in Deutschland?</a> Seitdem wächst die Zahl der Kommentare, neben positiven Fallbeispielen werden auch negative Cases genannt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ich bin grundsätzlich gegen eine solche Umfrage. Aus mehreren Gründen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"><a href="http://przweinull.de/eintrag.php?id=163" target="_blank">Social Media ist keine Kampagne</a>. Das habe ich so Cem schon <a href="http://twitter.com/sachark/status/5119743288" target="_blank">via twitter gesagt</a> und tu es hiermit wieder. Social Media ist eine solche Art der Kommunikation, die vertrauensbildend wirken muss und durativ stattfindet. Wer gerade im Bereich Social Media in Kampagnenmustern denkt, sieht ein Anfang und ein Ende und verkennt so die Möglichkeiten von Social Media. Zumal es in meinen Augen nicht vertrauensbildend ist, User zu begeistern, sie zu motivieren, um dann nach wenigen Wochen oder Monaten den Stecker zu ziehen. Ebenso wie PR permanent praktiziert wird, sollte das auch bei Social Media der Fall sein. Darum bin ich mittlerweile für eine Umbenennung in Digital Relations. Denn letztendlich geht es bei Social Media-Kommunikation um den Aufbau von Beziehungen – nur eben digitalen. Diese funktionieren nicht immer nach dem klassischen Muster der PR, insofern sehe ich in DR eine neue Disziplin – eventuell auch nur eine Teildisziplin von PR -, mit der wir uns befassen müssen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ein weiterer Punkt, wieso ich denke, dass eine solche Umfrage nicht zu brauchbaren Ergebnissen führen kann, ist die Pauschalisierung der Fragestellung: Wir wissen viel zu selten, welche Ziele Unternehmen mit ihren Social Media-Aktivitäten verknüpfen und inwiefern diese Ziele auch erreicht werden. So wird bei Cem in den Kommentaren als Worst Case immer wieder Vodafone genannt. Mag sein, dass Vodafone einen sehr unglücklichen Start hinlegte, Fakt ist, und <a href="http://sprechblase.wordpress.com/2009/10/24/was-waren-2009-die-besten-und-schlechtesten-social-media-kampangen-in-deutschland/#comment-11732" target="_blank">das merkt Nico zurecht an</a>, verfügt Vodafone über sehr viele Fans bei facebook, Follower bei twitter und Mitglieder in der meinVZ-Gruppe. Ist somit das Ziel erreicht worden und Vodafone am Ende ein Best Case? Ich weiß es nicht. Ich kenne die Erwartungshaltung des Konzerns und auch die Strategie der Agentur nicht. Einige Maßnahmen kann ich beurteilen, aber eine umfassendes Urteil mag ich mir nicht anmaßen, weil mir die Parameter fehlen und es auch meiner Meinung nach nicht richtig ist, die unterschiedlichsten Bemühungen und Aktivitäten in einen Topf zu werfen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ein anderer Punkt macht mich gänzlich unglücklich: Die permanente Kritik, wer was wie falsch macht, nimmt überhand und wird zum Teil von Leuten geäußert, die sich meiner Meinung nach kein Urteil anmaßen dürfen. Es sagt sich immer sehr leicht „Der kann was nicht“, aber kaum jemand kommt mit „So könntest Du es besser machen“. Wir sprechen permanent davon, dass die Zeit gekommen ist, in der man Wissen teilt, aber gerade die selbst ernannten Social Media Experten fallen dadurch auf, dass sie alles und jeden niedermachen, ohne durch eigene positive Beispiele auffallen. Insgesamt, heißt es in den Kommentaren, gibt es in Deutschland kaum Unternehmen, die Social Media beherrschen oder positiv einsetzen. Meiner Meinung nach stimmt das so überhaupt nicht. Es tut sich wahnsinnig viel – man denke an <a href="http://newbalanceblog.de/" target="_blank">New Balance</a>, <a href="www.facebook.com/activeo2" target="_blank">Adelholzener O2</a>, auch <a href="http://twitter.com/vodafone_de" target="_blank">Vodafone</a>, <a href="http://ponsblog.pons.eu/" target="_blank">Pons</a>, die Markteinführung des G1 bei T-Mobile und und und. Viele kann ich gar nicht nennen, weil ich sie nicht kenne und auch nicht zur Zielgruppe gehöre. Gerade bei den digitalen Beziehungen kann man als Kommunikator einzelne Gruppierungen sehr gezielt ansprechen, vielleicht ist das ja einem Damen-Schuhhersteller gelungen, nur hätte ich davon nichts gemerkt. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Wenn Cem schon jetzt einen Schlussstrich unter das Jahr 2009 ziehen will, dann würde ich mir wünschen, dass wir im Jahr 2010 fairer mit den Unternehmen umgehen, die sich bemühen. Es kann nicht immer alles von heute auf morgen funktionieren, manchen Unternehmen muss man Zeit geben, anderen helfen. Auf alle Fälle sollte man aber mit seiner Kritik umsichtiger umgehen und diese auch mit fundierten Argumenten belegen können. Daran krankt es derzeit am allermeisten im Netz. Viel zu sehr lassen wir uns von Emotionen (auch bei Jako und Jack Wolfskin war das der Fall) leiten, so dass die Ratio und auch eine solide Wissensbasis zu sehr auf der Strecke bleiben.</span></p>
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		<title>Von Generationen und Bewegungen</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 17:12:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sachar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer sind wir und wie viele? Diese Frage stelle ich mir seit einigen Tagen, da ich das Gefühl habe, vermehrt von den unterschiedlichsten Generationen zu lesen, die mich und Gleichaltrige beschreiben wollen: Generation facebook, Generation You, Generation Doof und nicht zuletzt Generation Praktikum. Ja, ich habe diverse Praktika absolviert, ja, ich schaue Formate im Fernsehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1218"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1218" height="61" width="51" /></a></div><p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Wer sind wir und wie viele? Diese Frage stelle ich mir seit einigen Tagen, da ich das Gefühl habe, vermehrt von den unterschiedlichsten Generationen zu lesen, die mich und Gleichaltrige beschreiben wollen: Generation facebook, Generation You, Generation Doof und nicht zuletzt Generation Praktikum. Ja, ich habe diverse Praktika absolviert, ja, ich schaue Formate im Fernsehen, die manche Kritiker für blöd halten, ja, ich habe ein Profil bei facebook, ja, ich stelle mich den unterschiedlichsten Profilen im Internet selbst dar. Und trotzdem fällt es schwer, mich auch nur einer dieser Richtung zugehörig zu fühlen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ich weiß nicht, wie das früher war, in den 70ern oder 80ern. Ich bin kein Kind der so genannten Generation Golf und weiß daher nicht, ob sie sich ordentlich getroffen fühlt. Als ich aber damals das Buch von Florian Illies las, wusste ich, wen er damit meinte und verstand auch, dass die Generation Golf nicht durch ein Auto definiert wurde sondern über ein Gefühl, das man damals empfand – oder auch nicht.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Gibt es heute ein Gefühl, das uns heute eint? Was empfinden wir heute? Und kann man überhaupt noch von einem „Wir“ sprechen? Wir, das sind erst einmal wir alle, meine Freunde, ihre Eltern, Geschwister, Bekannte und Kollegen, sind vollkommen unterschiedlich und schwer zu klassifizieren. Früher wurden Menschen durch drei Fernsehprogramme sowie einer übersichtliche Anzahl an Radiosendern und Printerzeugnissen geprägt. Heute ist die Medienlandschaft – nicht nur durch das Internet sondern auch die Privatisierung des Rundfunks – so vielfältig und –schichtig, dass jeder seine Interessen vertreten sehen kann. Wir lernen unsere Freunde nicht mehr nur in der Schule, Uni oder am Arbeitsplatz kennen; Social Networks erweitern unseren Horizont dahingehend, dass wir auch Leute in Australien, Chile oder Namibia kennen, ohne dass wir diese Menschen jemals persönlich getroffen haben.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Trends erreichen uns heute schneller als noch vor 15 Jahren. Musste man in den 90ern noch bis zu acht Monate warten, bis Kino-Blockbuster synchronisiert waren, laufen einige Filme heute zeitgleich auf dem gesamten Globus an. Das Gleiche erleben wir bei Musik-Veröffentlichungen. Die Popkultur – und nicht nur diese –wird global. Nur: Je schneller Trends kommen, desto plötzlicher verlassen sie uns auch wieder. Und hinterlassen eine angebliche Generation, für die man eine neue Bezeichnung finden muss.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ich zweifle daran, ob es „uns“ überhaupt gibt. Wir, das ist bestenfalls eine Summe von Individuen, die auch als Solche wahrgenommen werden möchten. Das ist für die werbetreibende Wirtschaft eine kaum zu meisternde Aufgabe, an der sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch viele kluge Köpfe die Zähne ausbeißen werden. Ich persönlich glaube daran, dass es Bewegungen gibt, die sich für ein spezielles Ziel oder eine bestimmte Zeit zusammenschließen, um anschließend auseinanderzugehen. Das führt natürlich dazu, dass Verbindungen loser und Freundschaften weniger verbindlich werden. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Letztendlich aber eint uns ein Ziel: Das Streben nach Glück. Jeder definiert es für sich anders. Und doch finden wir einen gemeinsamen Nenner, der uns weder von unseren Großeltern noch Eltern unterscheidet, wir spüren dieses Glück inmitten unserer echten Freunde.</span></p>
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		<title>Wenn schnell auf einmal nicht mehr schnell genug ist</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 16:58:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sachar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschrieben]]></category>
		<category><![CDATA[kommunikation]]></category>
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		<description><![CDATA[


Ein Tag besteht aus 24 ganzen Stunden. Hatte er früher auch. Diese „Weisheit“ ist also keine Neuigkeit. Ich muss mir das aber gerade mal dringend bewusst werden lassen. Denn „Echtzeitkommunikation“ ist so en vogue, dass ich vor kurzem darüber sogar auf einer Konferenz reden durfte. Nur: Bleibt da nicht etwas auf der Strecke, wenn alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1214"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1214" height="61" width="51" /></a></div><p><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:TrackMoves /> <w:TrackFormatting /> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning /> <w:ValidateAgainstSchemas /> <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:DoNotPromoteQF /> <w:LidThemeOther>DE</w:LidThemeOther> <w:LidThemeAsian>X-NONE</w:LidThemeAsian> <w:LidThemeComplexScript>X-NONE</w:LidThemeComplexScript> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables /> <w:SnapToGridInCell /> <w:WrapTextWithPunct /> 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<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ein Tag besteht aus 24 ganzen Stunden. Hatte er früher auch. Diese „Weisheit“ ist also keine Neuigkeit. Ich muss mir das aber gerade mal dringend bewusst werden lassen. Denn „Echtzeitkommunikation“ ist so en vogue, dass ich vor kurzem darüber sogar auf einer Konferenz reden durfte. Nur: Bleibt da nicht etwas auf der Strecke, wenn alles schneller, leichter und direkter wird?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ich saß gestern im Zug von Berlin nach Frankfurt. Im Gepäck hatte ich meinen Blackberry (beruflich), mein iPhone (privat) und meinen Laptop samt UMTS-Karte (beruflich). Während ich aus dem Fenster schaute und mich – kein Witz – am Anblick von Stauseen in Niedersachsen erfreute, vibrierte mein Blackberry. Eine neue Mail im Postfach. Eine Anfrage. Ich möge doch bitte einen Entwurf freigeben. Kein Vermerk, inwiefern das dringend ist. Nach meinem Empfinden keine Sache von Leben und Tod. Vielmehr meinte ich, das könnte mindestens einen Tag warten, bis ich wieder im Büro bin und den Entwurf auf einem großen Monitor betrachten kann. Also antwortete ich nicht direkt und widmete mich wieder der Landschaft. Keine zwei Stunden später – diverse Mails waren dazwischen eingetroffen, manche wichtig, andere nicht – eine neue Mail vom gleichen Absender. Ob ich ihn vergessen hätte?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ich liebe die Zeit, in der wir leben. Ich liebe twitter, ich liebe Mail, irgendwann werde ich bestimmt auch Wave lieben – wenn ich es bis dahin verstanden habe. Ich finde es toll, dass ich, während ich gerade im Zug sitze, einen Text schreiben kann und ihn wenige Minuten später die ganze Welt lesen kann. Ich finde es großartig, dass meine Schwester am anderen Ende der Welt via facebook mein Leben verfolgen kann – quasi in dem Moment, in dem ich darüber berichte. Lange war mir schnell nicht schnell genug. Ich wollte sofort und unmittelbar auf Fragen antworten – und erwartete, dass man mir ebenso schnell auf meine Anliegen erwidern würde. Plötzlich aber komme ich nicht mehr mit, weil ich merke, dass mir hin und wieder das fehlt, was man dringend braucht, um aus guten Ideen sehr gute zu machen: Zeit.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Freunde, Bekannte und Kollegen fragen mich häufig, ob mir das ständige Bahnfahren nicht auf die Nerven geht. <a href="http://twitter.com/sachark" target="_blank">Wer mir per twitter folgt</a>, weiß, wie sehr mir Verspätungen, technische Fehler und vor allem einige Mitarbeiter der Bahn auf die Nerven gehen, und trotzdem fällt die Antwort eindeutig anders aus, als Manche das vermuten: Nein, ich liebe das Bahnfahren. Weil es mir die Möglichkeit gibt, meine Gedanken zu ordnen. Zu reflektieren. Nachzudenken. Und nach Lösungen für Probleme zu suchen, die ich sonst nicht sehe. Diese – in der Regel gut drei Stunden – am Tag sind die Produktivsten überhaupt. Auch wenn ich bisweilen keinen fühlbaren Output generiere. Dafür aber finde ich wieder zu mir und erkenne, was wesentlich ist, und was nicht. Ich schaffe Grundlagen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ich möchte den Lauf der Dinge nicht aufhalten. Und selbst wenn: Es gibt kein Zurück mehr. Unsere Enkel werden über unser lächerliches Tempo lachen. Wahrscheinlich werden sie bis dahin nicht mehr in Echtzeit kommunizieren sondern in die Zukunft reisen und somit die Gegenwart zur Vergangenheit machen. Sie werden anders arbeiten, anders denken, anders fühlen. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Ein ehemaliger Chef von mir gab mir einst den Rat, auf keine Mail sofort zu antworten, sondern mindestens 20 Minuten zu warten. Eventuell könnte mein zweiter Gedanke, der weniger impulsiv und emotional ausfällt und von wesentlich mehr Ratio geprägt ist, besser sein als der Erste. Ich habe sehr lange nicht mehr daran gedacht. Schnell war mir nicht schnell genug. Ich wollte immer sofort auf alles eine Antwort haben. Und habe mich oft hinterher geärgert, dass meine Antwort nicht die Bestmögliche war. Darum nehme ich mir vor, in Zukunft „Echtzeit“ weiter zu definieren, als ich es bisher getan habe. Und mehr Verständnis zu haben, wenn „sehr schnell“ ein wenig länger braucht. </span></p>
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		<title>Posterous – muss das denn sein? Nein, ja, aber, ja.</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 09:40:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sachar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Monaten schon höre ich von allen Seiten, wie toll Posterous ist. Bisher konnte ich dem Dienst nichts abgewinnen. Ich habe ein Blog, das zu betreiben, kostet mich derzeit mehr Mühe, als mir lieb ist, wozu brauche ich da noch eine Präsenz? Das war meine Denke. Bis letzte Woche, dann habe ich mich dazu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;"><a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1211"><img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fwww.massenpublikum.de%2Fblog%2F%3Fp%3D1211" height="61" width="51" /></a></div><p>Seit einigen Monaten schon höre ich von allen Seiten, wie toll <a href="http://posterous.com/" target="_blank">Posterous</a> ist. Bisher konnte ich dem Dienst nichts abgewinnen. Ich habe ein Blog, das zu betreiben, kostet mich derzeit mehr Mühe, als mir lieb ist, wozu brauche ich da noch eine Präsenz? Das war meine Denke. Bis letzte Woche, dann habe ich mich dazu mit <a href="http://ibo.posterous.com/" target="_blank">Ibo</a> bei facebook ausgetauscht. Ibos Argument lautete sinngemäß: Jeden Tag sehen wir diverse Seiten, Postings und Bilder im Netz, die uns interessieren, für die wir aber just in der Sekunde einfach keine Zeit haben. Mit Posterous ist es ganz einfach, diese zu archivieren &#8211; auf eine optisch sehr gelungene Art und Weise.</p>
<p>Bisher habe ich <a href="http://www.mister-wong.de/" target="_blank">Mister Wong</a> als Bookmarking-Dienst genutzt, seit einer Woche wage ich das Posterous-Experiment &#8211; und kann Ibo nur zustimmen. Es ist &#8211; dank <a href="http://www.shareaholic.com/" target="_blank">Share-A-Holic</a> &#8211; unglaublich einfach, es sieht gut aus, und ich finde meine Favoriten wesentlich schneller wieder, als das mit Mister Wong bisher der Fall war.</p>
<p>Ist Posterous aber auch die bessere Blog-Software, wie derzeit mehrere Stimmen behaupten? Ich vermute, dass es zumindest nicht deutlich schlechter ist als Wordpress, was eine sehr große Leistung ist. Mit Sicherheit ist es leichter einzurichten. Jedoch bietet Posterous weniger Möglichkeiten der Anpassung, obwohl seit einiger Zeit Themes verfügbar sind.</p>
<p>Wer wissen will, worauf ich tagsüber stoße und was mich bewegt, kann das künftig <a href="http://massenpublikum.posterous.com/" target="_blank">hier</a> verfolgen. Was das für mein Blog massenpublikum bedeutet? Vorerst wird es hier differenzierter zugehen. Meine Gedanken findet man bei twitter, Fundstücke bei Posterous &#8211; mein Blog aber bleibt der Ort, an dem ich mich ausführlich mit den Dingen auseinandersetze, die mehr Platz verdienen.</p>
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