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	<title>Medienrauschen, das Medienweblog</title>
	<link>http://www.medienrauschen.de</link>
	<description>Seit Mitte 2004 kommentiert medienrauschen die Medienszene und liefert Momentaufnahmen dessen, was die Szene und deren Konsumenten derzeit bewegt und interessiert.</description>
	<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 13:08:27 +0000</pubDate>
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		<title>Zeitung aus Blogs gegossen</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 13:08:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gigold</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Rauschen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Eine neue Internet-Community in Gro&szlig;britannien versucht, aus Blogbeitr&auml;gen eine Zeitung zu machen. Nach einer Sneak Preview mit 4000 Exemplaren im September 2009 und zwei Nullnummern im November und Dezember mit 10.000 Exemplaren wird nun an der vierten Ausgabe von <a href="http://www.theblogpaper.co.uk/">theblogpaper</a> gearbeitet.<br />
<a href="http://stueber.welt.de/2010/02/03/blogpaper-crowdsourcing-statt-redaktionskonferenz/">Blogpaper: Crowdsourcing statt Redaktionskonferenz</a></p>
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		<title>Ein Leben nur mit twitter und Facebook?</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 20:59:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gigold</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Netz]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>F&uuml;nf Journalisten aus Frankreich, Belgien, Kanada und der Schweiz sperren sich ab dem 1. Februar in ein Haus ein. Dort kommen sie ohne Telefon, Fernsehen, Zeitung und das &#8220;traditionelles&#8221; Internet aus und pr&uuml;fen, ob sie sich f&uuml;nf Tage lang nachrichtlich auf dem Laufenden halten k&ouml;nnen. Wo sie Nachrichten her bekommen wollen? Von Facebook und twitter. Damit wollen die Journalisten das Informationspotentiale des Social Web auf Herz und Nieren &uuml;berpr&uuml;fen.<br />
Ausf&uuml;hrlich &uuml;ber das Projekt: <a href="http://gefahrgut.wordpress.com/2010/01/23/eingesperrt/">Gefahrgut</a>-Blog.<br />
<a href="http://twitter.com/HuisClosNet/lesjournalistes">Die Journalisten auf twitter</a>.</p>
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		<item>
		<title>Google will Freiheit für China (Update)</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 08:01:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gigold</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Netz]]></category>

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		<description><![CDATA[<blockquote><p>We have decided we are no longer willing to continue censoring our results on Google.cn, and so over the next few weeks we will be discussing with the Chinese government the basis on which we could operate an unfiltered search engine within the law, if at all.</p></blockquote>
<p>In einem <a href="http://googleblog.blogspot.com/2010/01/new-approach-to-china.html">Posting auf dem hauseigenen Blog</a> verk&uuml;ndet Suchgigant Google, dass man nicht l&auml;nger willens sei, die Suchresultate in der chinesischen Ausgabe von Google zu zensieren. Im gleichen Blogpost begr&uuml;ndet Google - das seine Suchergebnisse seit dem Start in China 2006 dem Diktat der sozialistischen Regierung unterwirft - diesen Schritt auch. So seien dem Konzern nicht nur Menschenrechte wichtig, man habe auch mit Hackerangriffen aus China zu k&auml;mpfen, die gezielt nach verwertbaren Informationen in der Struktur von Google suchten und Postf&auml;cher chinesischer Menschenrechtsaktivisten ausspionieren wollten.</p>
<p>Nach der Ank&uuml;ndigung haben Menschen <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2010/01/13/google-vs-china-blumen-an-googles-firmenschild/">vor der Zentrale von Google China Blumen niedergelegt</a> und das Netzvolk jubelt ob des tapferen, W&auml;lle brechenden Schrittes von Google.<br />
Der Schritt bringt Google Aufmerksamkeit und k&ouml;nnte taktisch und PR-technisch kaum besser sein.<br />
Das Engagement und die damit einhergehende schweigende Zensur der sonst so heiligen Suchresultate haben Google in den letzten drei Jahren immer wieder Kritik eingebracht. Daneben ist der chinesische Markt ein schwieriger - die vorherrschende Suchmaschine ist Baidu.com, Google rangiert mit 29% Marktanteil abgeschlagen auf Rang zwei. In Mountain View hat man nun einige Jahre gebraucht um zu der Einsicht gekommen, dass es f&uuml;r PR, Menschenrechte und Erfolg wohl schlecht ist, sich dem Diktat zu unterwerfen - einem Diktat, dem sich freilich nicht nur Google unterwirft.</p>
<p>Das erste Lob f&uuml;r den Schritt von Google kommt von den Menschenrechtsorganisationen Human Rights Watch  und dem Center for Democracy and Technology (CDT). Beide bezeichneten das Vorgehen Googles als &#8220;mutigen und schwierigen Schritt&#8221; und lobten das Unternehmen.</p>
<p>Google will in den kommenden Wochen mit der chinesischen Regierung &uuml;ber das weitere Vorgehen beraten und droht offen mit einem R&uuml;ckzug aus dem Land.</p>
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		<title>Pauschal abgerechnet</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 09:40:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gigold</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Rauschen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Eine &#8220;Medienpauschale&#8221; soll sie werden, die <a href="http://www.golem.de/0912/71701.html">neue, &uuml;berarbeitete GEZ-Geb&uuml;hr</a>, &uuml;ber die derzeit diskutiert wird. Eine Pauschale, die jeder Bundesb&uuml;rger zu zahlen hat, wenn er nicht beweisen kann, dass er weder &uuml;ber Fernseher, Radio, Smartphone (also Handy) oder Computer verf&uuml;gt.<br />
Die Begr&uuml;ndung der Ministerpr&auml;sidenten der L&auml;nder, f&uuml;r diesen Vorschlag: Das Internet und Rundfunk, und damit (auch) die Angebote der &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk-Anstalten, sei von all diesen Ger&auml;ten zu empfangen.<br />
Das klingt logisch, und irgendwie auch fair. Aber auf der anderen Seite kann man die Angebote der privaten Anstalten, Verlage und Menschen auch &uuml;ber dieses Internet empfangen. Und die bekommen von der GEZ irgendwie auch nichts &uuml;berwiesen.</p>
<p>Dass wir eine GEZ-Geb&uuml;hr brauchen, dar&uuml;ber wollen wir nicht streiten. Eine im Grundgesetz festgeschriebene, freie Vierte Gewalt als Grundsicherung unserer lebendigen Demokratie muss sich finanzieren k&ouml;nne. ABER .. Aber:<br />
&Uuml;ber die Programmvielfalt der ARD- und ZDF-Anstalten kann man sich streiten, &Uuml;ber Sendungen wie Tele-Novelas oder Gewinnspiel-Shows, die Gelder f&uuml;r gute oder weniger gute Zwecke verjubeln, ebenso. &Uuml;ber Thomas Gottschalk. &Uuml;ber Frank Elstner. &Uuml;ber Kerner, Lanz, und all die anderen sicherlich auch. Telemediale &#8220;Grundsicherung&#8221; ist das Wort, an dem wir uns immer dann reiben, wenn es um die GEZ-Geb&uuml;hren als Finanzierung der &ouml;ffentlich-rechtlichen Funk-Anstalten geht. Und die Frage ist sicherlich nicht leicht zu beantworten.<br />
Sollte allerdings eine Mediennutzungsgeb&uuml;hr in der Form wirklich kommen, m&uuml;ssen wir uns &uuml;ber etwas unterhalten, liebe Minister: Und zwar &uuml;ber einige Dinge, wie zum Beispiel</p>
<ul>
<li>die <a href="http://www.netzwerkrecherche.de/presse/index.php?pageid=81">Einsparung am Journalismus</a></li>
<li>die <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/392/das-interview">Verknappung der Sendezeit f&uuml;r Politisches</a>, w&auml;hrend Thomas Gottschalk immer ein wenig &uuml;berziehen darf</li>
<li>die Begrenzung von Inhalten in den Mediatheken auf sieben Tage</li>
<li>die Einschr&auml;nkung der T&auml;tigkeiten der &Ouml;R im Netz</li>
<li>.. und nicht zuletzt die absolut <a href="http://www.telemedicus.info/article/1590-ZDF-Verwaltungsrat-Brender-Vertrag-nicht-verlaengert.html">nicht hinnehmbare politische Einmischung in redaktionelle Belange</a></li>
</ul>
<p>Sicherlich auch noch &uuml;ber einige andere Dinge, aber das verschieben wir einmal auf sp&auml;ter.</p>
<p>Eine &#8220;Mediennutzungspauschale&#8221; f&uuml;r jeden deutschen Netz-Nutzer ist ein durchaus denkbarer Finanzierungsplan f&uuml;r eine Vierte, wirklich unabh&auml;ngige Macht im Netz, im Fernsehen und im Staat. Nicht aber, wenn sie mehr kostet als mein DSL-Zugang. Vor allem aber nicht, wenn die journalistische und politische Unabh&auml;ngigkeit nicht gew&auml;hrleistet ist.</p>
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		<item>
		<title>Das Ende der Netzeitung ist hausgemacht.</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 11:42:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gigold</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Netz]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es ist vorbei. Die jahrelange Odyssee der Netzeitung íst <a href="http://www.dumont.de/dumont/de/101863/presse">beendet</a>. In einer knappen Mitteilung l&auml;&szlig;t der derzeitige Eigent&uuml;mer M. DuMont Schauberg wissen, dass das Konzept einer reinen Internet-Zeitung gescheitert ist. Am 31.12.2009 sagt die Redaktion und das Konzept &#8220;Adieu&#8221;. Und so leid einem die Kollegen tun, so sehr man die Netzeitung nun beweinen mag, so sehr muss man auch sehen, dass das Ende der Netzeitung auch hausgemacht ist, und nicht (nur) mit dem h&ouml;heren Etat der konkurrierenden, etablierten Medienh&auml;user zu tun hat.</p>
<p>Denn wenn man einmal ehrlich ist, so war die Idee einer reinen Net(z)-Zeitung zwar irgendwie wunderbar, charmant und neu. Aber so richtig toll umgesetzt war sie nie. Bis auf eine Blog-Kolumne gab es kaum exklusive Geschichten, erst recht keine die medial dem Internet gerecht aufgearbeitet waren. Weit weg war die Netzeitung schon immer von den eigenen journalistischen Anspr&uuml;chen, ebenso wie von einem technischen und medialen Format, das im Internet daheim ist. Insbesondere seit die Web 2.0-/Social Media-Welle durch das Internet rollt offenbar die Netzeitung ihr grundlegendes Fehlverst&auml;ndnis gegen&uuml;ber ihrer digitalen Heimat. Denn wo Welt kompakt, Zeit Online oder das von der WAZ-Gruppe geleitete derWesten durch Einbeziehungen von Facebook, twitter und Co. versuchen an den Leser zu r&uuml;cken wirkte die Netzeitung immer eher wie ein Geist der eigenen Idee. Das mag zum einen an der Unterfinanzierung gelegen haben, die David Montgomery - der letzte in einer illustren Reihe von Besitzern - der Netzeitung darbot. Zum anderen vielleicht auch an der &Uuml;berlastung der Redakteure. Aber ehrlich: Eine Zeitung die rein im Netz entsteht und daheim ist, sollte sich ein wenig mehr M&uuml;he geben die <em>Digital Natives</em> zu verstehen und zu empfangen.</p>
<p>Das Aus der Netzeitung sollte Medienh&auml;usern in Deutschland etwas zeigen. Dass, nur weil man eine Website mit reproduzierbaren Nachrichten vollstopft sie nicht erfolgreich wird. Zum Newsportal geh&ouml;rt ein wenig mehr, zum erfolgreichen erst recht. In Zeiten des <em>sozialen Netz</em> bedeutet dies nicht, die Seite mit Videos vollzustopfen, sondern die Leser dort abzuholen, wo sie sich sowieso tummeln. Diesen Schritt hat die Netzeitung auf grandiose Art und Weise verpasst.</p>
<p>Ironie: Genau diese Entwicklung sah Netzeitung-Gr&uuml;nder Knut Ivar Skeid anno 2000 &uuml;brigens kommen. Traditionelle Zeitungen, so Skeid zum Start der digitalen Zeitung, w&uuml;rden von digitalen Datenstr&ouml;men abgel&ouml;st, die den Kunden &uuml;berall, wo er sich gerade aufh&auml;lt, auf den verschiedensten Wegen erreichen. Damit hatte Skeid nicht Unrecht: Facebook, twitter und Co. sind die Tummelpl&auml;tze der heutigen Internet-Nutzer. Nur leider ist diese Vision an der Netzeitung vollkommen vorbei gegangen ..</p>
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		<item>
		<title>Kai Diekmann startet das einzig wahre BILD-Blog. Über sich.</title>
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		<comments>http://www.medienrauschen.de/archiv/kai-diekmann-startet-das-einzig-wahre-bild-blog-ueber-sich/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 09:28:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gigold</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Rauschen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img src="http://www.medienrauschen.de/wp-content/uploads/bildblogger.jpg" alt="bildblogger.jpg" border="0" width="450" height="216" /><br />
Das Positive gleich vorweg: &#8220;100 Tage im Leben des BILD-Chefredakteurs&#8221; steht ganz oben auf der <a href="http://www.kaidiekmann.de/">Seite</a>, was darauf hoffen l&auml;&szlig;t, es handelt sich bei dem, was Kai Diekmann da jetzt macht um ein zeitlich begrenztes Ghost-Authoring.<br />
Denn der Kai, oder jemand, der das f&uuml;r den Kai macht, der Kai jedenfalls bloggt jetzt. &Uuml;ber <a href="http://www.kaidiekmann.de/bause-sucht-streit/2009/10/26/">Inka</a>, <a href="http://www.kaidiekmann.de/mein-herz-mein-leben-meine-welt-meine-wenigkeit/2009/10/26/">seine kleine Welt</a> und .. nat&uuml;rlich <a href="http://www.kaidiekmann.de/fragen-und-antworten-zum-anfang/2009/10/26/">sich selbst</a>.<br />
Schauen wir mal, ob nach 100 Tagen wirklich Schluss ist. Bei Kai Diekmann w&uuml;rde ich ja jetzt nicht darauf wetten &#8230;</p>
]]></description>
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		<item>
		<title>Endgültig Ausge-Lesen!</title>
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		<comments>http://www.medienrauschen.de/archiv/endgueltig-ausge-lesen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 17:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gigold</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Rauschen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es war eigentlich schon beim Start von Elke Heidenreichs &#8220;Lesen!&#8221; als Web-Fernsehen zu erwarten. Eine Sendung &uuml;ber B&uuml;cher hat es schon im Fernsehen schwer, es dann allerdings mit dem gleichen Konzept nach dem ZDF-Rausschmiss auf einer vollst&auml;ndig neuen Plattform zu versuchen ist nahezu aussichtslos. Das musste man auch bei &#8220;<a href="http://litcolony.de/">Lesen!</a>&#8221; bald erkennen und passte das Format nach wenigen Wochen an. Seit einiger Zeit gibt es &#8220;Lesen!&#8221; w&ouml;chentlich. Kein Gast, ein Buch, f&uuml;nf Minuten Zeit. Das strengt an.</p>
<p>&#8220;Ich muss mal eine Pause machen, mit diesem Marathon-Lesen&#8221;, sagt Heidenreich nun am Rande der Buchmesse in Frankfurt <a href="http://www.br-online.de/bayern2/eins-zu-eins-der-talk/norbert-joa-elke-heidenreich-talk-ID1255708767327.xml">bei Bayern 2</a> und <a href="http://www.dwdl.de/story/23067/heidenreichs_lesen_endet_auch_im_internet/">k&uuml;ndigt</a> so das Ende ihrer Sendung an.</p>
<p>Es war zu erwarten.<br />
H&auml;tte es etwas werden k&ouml;nnen? Eine lange Sendung wie &#8220;Lesen!&#8221; ins Netz zu bringen? Sind Internet-Streams und Bewegtbilder nicht das &#8220;n&auml;chste Gro&szlig;e Ding&#8221;, das jetzt gerade stattfindet? Vielleicht k&ouml;nnte es &#8220;Lesen!&#8221; als langsames Magazin noch immer geben. Unter dem Hut von amazon. Oder dem <a href="http://www.literaturcafe.de/">Literatur-Café</a>. Vielleicht unter dem Hut von Spiegel, Zeit oder .. Bild?  So aber .. Auf <a href="http://www.medienrauschen.de/archiv/heidenreich-liest-im-netz/">einer neuen Plattform</a>, die mir kaum mehr bietet als Heidenreichs Buchbesprechungen - egal ob mit, oder ohne Gast? Das vergisst der Interessierte nach einer Weile einfach aus Versehen deren Existenz.</p>
<p>Zugriffszahlen, die leider <a href="http://www.medienrauschen.de/archiv/internet-ist-kein-fernsehen-die-vermeintliche-erfolglosigkeit-der-elke-heidenreich-im-internet/">nur am Anfang hoch</a> waren, hoher Aufwand, zuviel Lesestoff.<br />
Aus. Aus. Aus. Das ist nur konsequent.<br />
Und seien wir doch einmal ehrlich: H&auml;tte die Heidenreich beim ZDF nicht zwangsgehen m&uuml;ssen und w&auml;re deshalb bockig gewesen, h&auml;tte es &#8220;Lesen!&#8221; im Netz nie gegeben.<br />
<em>.. warum musste die Heidenreich damals eigentlich nochmal gehen?  Ach ja .. <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-zdf-hats-nicht-begriffen/">deshalb</a></em></p>
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		<item>
		<title>Spredder: Qualitätsjournalismus für alle</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/medienrauschen/~3/LwfL3BX6icU/</link>
		<comments>http://www.medienrauschen.de/archiv/spredder-qualitaetsjournalismus-fuer-alle/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 10:33:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gigold</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Rauschen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.medienrauschen.de/archiv/spredder-qualitaetsjournalismus-fuer-alle/</guid>
		<description><![CDATA[<p>&#8220;Selbst der Karasek&#8221;, denkt man. Selbst der Karasek, der knappert am Hungertuch. Deswegen muss er seine Sonntags-Kolumne nun bald nicht mehr nur an die Berliner Morgenpost und das Hamburger Abendblatt verkaufen, sondern an jedes kleine Regionalblatt. Helfen will ihm dabei <a href="http://www.spredder.de/">Spredder</a>. Der &#8220;neue Markt f&uuml;r journalistische Texte&#8221;, auf dem &#8220;keine Krawallblogger&#8221;, sondern nur &#8220;erstklassige journalistische Ware&#8221; ihre Inhalte zum Verkauf stellen darf.<br />
Verzeihung, mit &#8220;Ware&#8221; war diesmal ausnahmsweise nicht der Journalist gemeint, sondern dessen Text. Da muss man aufpassen in den Zeiten, wo Journalisten schon mal sackkarrenweise f&uuml;r f&uuml;nf Euro gehandelt werden. Neulich erst habe ich auf eBay wieder zugeschlagen, als eine namentlich nicht genannt werden wollende Tageszeitung die halbe Redaktion f&uuml;r ein Appel und ein Ei weggegeben hat.</p>
<p>Weil also immer mehr Journalisten wenig zu tun haben, und f&uuml;r Hungerl&ouml;hne arbeiten sollen, will Macher Hajo Schumacher - den kennen sie vielleicht noch vom <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/an-hajo-schumacher-waffelkoenig/">offenen Brief an Horst Schl&auml;mmer</a>, oder aus ganz fr&uuml;hen Tagen als Chefredakteur von Max, vielleicht aber auch als flei&szlig;igen Biografen, der uns die zw&ouml;lf Gesetze der Macht als Erfolgsgeheimnis von Angela Merkel verr&auml;t. Moment, wo war ich. Hajo Schumacher. Der will nun also den derzeitig von den Verlagen zum Dumping-Markt verkommenden Journalisten-Pool mit einem Portal begl&uuml;cken, auf dem Verlage f&uuml;r teuer Geld nicht-exklusive Arbeiten von (bekannten, sp&auml;ter auch unbekannten) Journalisten kaufen k&ouml;nnen. Und die Journalisten wiederum bekommen dann 50% des Geldes, das der Verlag an Spredder zahlt. Verstanden? Gut, dann haben Sie mir jetzt etwas voraus. Nein, so rein vom Inhalt her verstehe ich das. Nur nicht vom Marktmodell. Insbesondere wenn man mit durchaus bekannten Namen wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Waldherr">Gerhard Waldherr</a>, <a href="http://www.morgenpost.de/kolumne/leinemann/">Susanne Leinemann</a> oder <a href="http://www.spiegel.de/sport/achilles/">Achim Achilles</a> starten.</p>
<p>Pro Zeichen will Spredder zwei Cent. Das klingt gut, allerdings bekommt der  Autor davon nur einen Cent ausgezahlt. Den Rest verleibt sich Spredder ein. F&uuml;r den Aufwand.<br />
Schumacher f&uuml;hrt in seinem Beispiel, f&uuml;r wenn Spredder interessant sein k&ouml;nnte, immer Tageszeitungen an: &#8220;Warum nicht ein Karasek f&uuml;r die Leipziger Volkszeitung&#8221;, fragt er.<br />
Antworten wir einmal: Der Tagesspiegel zahlt freien Journalisten zwischen 77 und 100 Cent pro Zeile. Eine Zeile hat 60 Zeichen, macht pro Zeichen also ab 1,28 Cent. Schreibt ein freier Journalist also f&uuml;r den Tagesspiegel bekommt bei Spredder weniger raus, w&auml;hrend der Tagesspiegel mehr bezahlt.<br />
Gegenbeispiel, die von Schumacher angef&uuml;hrte Leipziger Volkszeitung. Die zahlt derzeit im Schnitt 0,50 Euro pro Zeile. Macht 0,8 Cent pro Zeichen.<br />
Hier bek&auml;me der freier Journalist bei Spredder also mehr raus. Nur &uuml;berlegt man in der Redaktion der Leipziger Volkszeitung wohl vorher nochmal ganz genau, bevor man bei Spredder mehr als das doppelte f&uuml;r einen Text bezahlt.<br />
Nat&uuml;rlich steigen die Zeichen-/Zeilenpreise bei einer Zeitung, wenn man den richtigen Namen hat. Insofern k&ouml;nnte ein &uuml;ber Spredder erworbener Karasek f&uuml;r die Leipziger Volkszeitung noch immer ein Schn&auml;ppchen sein. Dann allerdings bleibt noch immer die Frage der Exklusivit&auml;t. Wenn Karasek pl&ouml;tzlich von jeder Tageszeitung herab blickt, lohnt die Investition nicht.<br />
F&uuml;r die Zeitung also stellt sich die Frage: Mehr ausgeben, f&uuml;r einen bekannten Namen - und diese Rechnung funktioniert nur bei bekannten Namen -, oder den Platz f&uuml;r weniger Geld f&uuml;llen?</p>
<p>Autoren k&ouml;nnen von Spredder unter Umst&auml;nden profitieren, wenn sie ihre Texte tats&auml;chlich mehr als einmal verkaufen. Verlage allerdings werden die Mehrausgaben nur f&uuml;r bekannte Namen tragen, denn exklusive Geschichten gibt es nicht. Und mancher Verlag hat bereits, wenn auch unter Protest, damit begonnen eigene Content-Pools aufzubauen, auf die er wesentlich g&uuml;nstiger zugreifen kann.</p>
<p>Spredder k&ouml;nnte ein Pool f&uuml;r Magazine werden. Denn die zahlen in der Regel heute noch etwas mehr die Redaktionen von Tageszeitungen. Problem nur: Die Autoren, die diesen Magazinen ihre Texte k&uuml;nftig nicht mehr liefern k&ouml;nnen, weil deren Platz mit Spredder-Inhalten gef&uuml;llt werden, werden sich wenig erfreut zeigen. Wenn man einmal au&szlig;er Acht l&auml;&szlig;t, dass Magazine wesentlich mehr darauf achten m&uuml;ssen exklusive Inhalte abzudrucken, als die &#8220;wir drucken alle die gleiche dpa-meldung im mantel&#8221;-Tageszeitungensbranche.</p>
<p>Und so stelle ich mir am Ende dieses Textes noch immer die Frage: Funktionieren teuere Content-Pools, bei denen Tageszeitungs-Verlage (und die nennt Schumacher als Kunden) mehr zahlen m&uuml;ssen, als sie es auf dem freien Markt tun? Denn als Ersatz f&uuml;r dpa und Co. eignet sich Spredder sicherlich nicht. Es geht um Artikel und Kolumnen.</p>
<p>Spredder. Vielleicht ist mein Gehirn mit dem freud&#8217;schen Effekt ja nicht so weit entfernt, dass ich immer wieder &#8220;Schredder&#8221; sagen will &#8230;</p>
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		<title>&#x201c;Wir waren Franz Müntefering&#x201d;</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 06:09:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gigold</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>.. wie Lou Canova als falscher Franz M&uuml;ntefering auf twitter Politik, Medien und Menschen narrte. <a href="http://www.metronaut.de/?p=1018">Ein Lehrst&uuml;ck</a>.</p>
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		<title>140 Zeichen reichen nicht. Meistens.</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 20:02:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Gigold</dc:creator>
		
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<p>Das Ph&auml;nomen twitter. Und wie wir uns im realen Leben mit 140 Zeichen Begrenzung schlagen w&uuml;rden &#8230;</p>
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