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	<description>Hier startet Ihre Mediziner-Karriere</description>
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		<title>PJ in Großbritannien – Neurologie</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 08:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Engelhardt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Großbritannien, London, National Hospital for Neurology and Neurosurgery (10.10.-30.12.2011) Als Wahlfach im Rahmen meines Praktischen Jahres hatte ich mich für die Neurologie entschieden. Und diese Entscheidung sollte mich nach London an das bekannte National Hospital for Neurology and Neurosurgery führen, das weltweit einen ausgezeichneten Ruf genießt. Wer während seines PJ-Abschnittes ein enorm großes Spektrum an <a href="http://medizinernachwuchs.de/chancen-im-ausland/2012/02/pj-in-grosbritannien-neurologie" class="more-link">[weiter...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://medizinernachwuchs.de/chancen-im-ausland/2012/02/pj-in-grosbritannien-neurologie" title="Permanent link to PJ in Großbritannien &#8211; Neurologie"><img class="post_image alignleft frame" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/PJ-Großbritannien_JH_Blick-von-der-St.Pauls-Cathedral-über-die-Themse-150x150.jpg" width="150" height="150" alt="Post image for PJ in Großbritannien &#8211; Neurologie" /></a>
</p><h3>Großbritannien, London, National Hospital for Neurology and Neurosurgery (10.10.-30.12.2011)</h3>
<p><strong>Als Wahlfach im Rahmen meines Praktischen Jahres hatte ich mich für die Neurologie entschieden. Und diese Entscheidung sollte mich nach London an das bekannte National Hospital for Neurology and Neurosurgery führen, das weltweit einen ausgezeichneten Ruf genießt. Wer während seines PJ-Abschnittes ein enorm großes Spektrum an neurologischen Erkrankungen hautnah miterleben und im Detail kennenlernen möchte, bei gleichzeitig sehr hoher Expertise und sehr guter, aber auch anspruchsvoller klinischer Ausbildung, für den ist dies genau die richtige Wahl.</strong></p>
<h2>Mein Ziel – die Neurologie in London</h2>
<p>Für insgesamt drei Monate habe ich einen Teil meines Praktischen Jahres in der Neurologie am National Hospital for Neurology and Neurosurgery (NHNN) in London absolviert.<br />
Aufmerksam geworden bin ich auf das NHNN durch einen ausgesprochen informativen Vortrag des Chefredakteurs von Medizinernachwuchs.de, Herrn Peter Karle, zum Thema “Famulatur und PJ im Ausland” an unserer Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität in München.</p>
<p>Das National Hospital for Neurology and Neurosurgery ist auch bekannt als Queen Square Hospital und ist als universitäre Einrichtung mit dem University College London (UCL) assoziiert. Es wurde bereits 1859 gegründet und widmet sich ausschließlich den Erkrankungen des Nervensystems. Es hat eine weitreichende Tradition und viele große Neurologen wie z.B. John Hughlings Jackson, David Ferrier, William Allen Sturge oder Charles-Édouard Brown-Séquard waren am Queen Square Hospital tätig. Heutzutage ist das NHNN das größte neurologische Krankenhaus im United Kingdom und genießt weltweit einen ausgezeichneten Ruf.</p>
<h2>Organisation und Bewerbung</h2>
<p>Im Folgenden möchte ich die wichtigsten Informationen zu Organisation, Bewerbung, Unterkunft und Ablauf dieses PJ-Abschnittes zusammenfassen.</p>
<p>Um einen Praktikumsplatz am National Hospital for Neurology and Neurosurgery sollte man sich unbedingt frühzeitig kümmern. Aufgrund der großen Nachfrage muss in der Regel mit einer Vorlaufzeit von eineinhalb bis zwei Jahren gerechnet werden.</p>
<p>Die Bewerbung am NHNN besteht zunächst aus einer formlosen Email an die zuständige Sekretärin der Education Unit. Ihre Emailadresse findet sich auch auf der Homepage des UCL Institute of Neurology.</p>
<p>Die zuständige Sekretärin verschickt nach Kontaktaufnahme zunächst einen Bewerbungsbogen, den man dann zusammen mit einem Lebenslauf und zwei Referenzenschreiben per Post zurücksendet. Die Bewerbung ist mit keinen weiteren Kosten verbunden und vergleichsweise mit relativ wenig Aufwand zu bewerkstelligen. Allerdings werden für ein Praktikum/Studium am NHNN erhebliche Gebühren erhoben. Aktuelle Informationen hierzu lässt man sich am besten direkt von der Education Unit mitteilen, da die Preise in Abhängigkeit von den Semesterzeiten unterschiedlich ausfallen. Rechnen muss man in einer Größenordnung von bis zu 175 Pfund pro Woche.</p>
<p>Interessiert man sich für bestimmte Subspezialisierungen (“Clinical Services”) der Neurologie besonders wie z.B. Epilepsie, Bewegungsstörungen oder Neuroimmunologie, so sollte man dieses der Sekretärin mitteilen, damit sie im Voraus eine entsprechende Einteilung vornehmen kann. Ansonsten wird man je nach Platzangebot zufällig einer Abteilung zugeordnet. Es gibt natürlich die Möglichkeit zu einer Rotation durch die verschiedenen “Clinical Services”. Eine Übersicht zu den Clinical Services gibt es auf der Internetseite des NHNN unter folgendem Link:<br />
<a href="http://www.uclh.org/OURSERVICES/OURHOSPITALS/NHNN/Pages/Home.aspx " target="_blank"> http://www.uclh.org/OURSERVICES/OURHOSPITALS/NHNN/Pages/Home.aspx</a></p>
<p>Nützliche Informationen zum Bewerbungsschreiben und Lebenslauf in englischer Sprache finden sich auf der “Medilingua”-Homepage der Ludwig-Maximilians-Universität München unter folgender Internetadresse:<br />
<a href="http://www.medilingua.uni-muenchen.de/online_bausteine/job_app/written_appl/index.html" target="_blank"> http://www.medilingua.uni-muenchen.de/online_bausteine/job_app/written_appl/index.html</a></p>
<h2>Unterkunft</h2>
<p>Es ist sehr zu empfehlen sich von der Education Unit eine Liste mit Unterkünften in London per Email zuschicken zu lassen. Hier finden sich zumeist Angebote für einzelne Zimmer bei einheimischen Familien, die es gewohnt sind, Praktikanten des National Hospital for Neurology and Neurosurgery aufzunehmen und in der Regel auch einen guten Mietpreis anbieten. Auch hier gilt, dass die Chancen auf eine schöne Unterkunft natürlich besser sind, wenn man sich früh genug darum kümmert.</p>
<h2>Mein PJ-Abschnitt in der Neurologie</h2>
<p>Zu Beginn des Praktikums wird man immer einem Facharzt der entsprechenden Abteilung zugeteilt, der als Ansprechpartner bzw. persönlicher Mentor dient und bei der Organisation und Umsetzung des Aufenthalts helfen soll. Zugleich nimmt dieser in den meisten Fällen auch die Rolle eines Lehrers ein und ist damit für die unmittelbare klinische Ausbildung verantwortlich.</p>
<p>Zu den Hauptaufgaben eines PJ-Studenten gehören ähnlich wie in Deutschland die Erhebung der Krankengeschichte der aufgenommenen Patienten, Durchführung einer vollständigen neurologischen Untersuchung und Präsentation der Befunde an den zuständigen Arzt.<br />
Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, findet jede Woche ein ca. zweistündiges “Bedside-Teaching” in Kleingruppen statt. Hierbei wird unter der Anleitung eines Assistenten ein neurologsicher Fall am Krankenbett im Detail erarbeitet. Meist wird in der Gruppe eine ausführliche körperliche Untersuchung durchgeführt und dabei kommentiert. Der Assistent berichtigt gegebenenfalls oder gibt zusätzliche Tipps. Im Anschluss werden die erhobenen Befunde in Form eines Seminars diskutiert und schließlich in einem stufenweisen Prozess die korrekte Diagnose unter Einbeziehung weiterer Untersuchungen (Bildgebung, Lumbalpunktion, Elektrophysiologie) erarbeitet.</p>
<p>Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind die regelmäßig stattfindenden Visiten (“Ward Rounds”), bei denen das gesamte Team gemeinsam mit einem Oberarzt alle der Abteilung zugeordneten Patienten sieht, untersucht und ausgiebig diskutiert. Bei den Visiten ist es ebenfalls möglich, die einem bekannten Patienten vorzustellen und ggf. Vorschläge zur weiteren Diagnostik und Therapie zu machen. Von großem Vorteil ist zudem, dass während der Visite auch aktiv Lehre stattfindet und man davon ausgehen kann, mit spezifischen Fragen zu den gesehenen Patienten konfrontiert zu werden oder auch bestimmte neurologisch-klinische Untersuchungen vorzuführen.</p>
<p>Neben dem klinischen Alltag gibt es die Möglichkeit, an zahlreichen Vorlesungen teilzunehmen, die zum Teil sehr praktisch orientiert sind, da auch hier Patienten oft persönlich anwesend sind und während der Vorlesung vom Dozenten befragt und untersucht werden. Uneingeschränkt zu empfehlen sind die wöchentlich stattfindenden “Gower’s Grand Round”, die Klinisch Pathologische Konferenz und die “General Neurology Teaching Round”.</p>
<p>Ein großes Plus und zugleich einmalig sind auch die vielen verschiedenen Sprechstunden (“Outpatient Clinics”), an denen man problemlos teilnehmen kann. Findet man zum Beispiel Bewegungsstörungen besonders spannend, so bucht man einfach einen Platz in der Sprechstunde “Movement Disorders”. Garantiert sieht man dort an einem einzigen Tag mehrere Fälle bzw. Schweregrade von Parkinson- oder Dystonie-Patienten, kann sich somit das Krankheitsbild sehr gut einprägen und eben praktisch mit allen Eigenschaften erfahren. Das gleiche gilt für die Multiple Sklerose, Epilepsie, Hirntumoren, Schlaganfall, Kopfschmerzen, periphere Nervenerkrankungen und vieles mehr.</p>
<h2>Leben in London</h2>
<div id="attachment_1829" class="wp-caption alignright" style="width: 150px">
	<a href="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/PJ-Großbritannien_JH_Christ-Church-College-in-Oxford-auf-jeden-Fall-einen-Ausflug-wert.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1829" title="PJ Großbritannien_JH_Christ Church College in Oxford - auf jeden Fall einen Ausflug wert" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/PJ-Großbritannien_JH_Christ-Church-College-in-Oxford-auf-jeden-Fall-einen-Ausflug-wert-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Christ Church College in Oxford - auf jeden Fall einen Ausflug wert</p>
</div>
<p>London ist eine vielfältige, internationale und dadurch sehr offene Stadt, in der es zu jeder Tages- und Nachtzeit immer etwas zu erleben gibt. Um in der Stadt mobil zu sein, kann man sich natürlich ein recht teures Monatsticket für die öffentlichen Verkehrsmittel besorgen (<a href="http://www.tfl.gov.uk/ " target="_blank">http://www.tfl.gov.uk/</a> ) und sollte an den Wochenenden genau auf die häufig stattfindenden Wartungsarbeiten an den U-Bahnen achten.</p>
<p>Eine weitaus günstigere und ebenfalls schnelle Variante ist das Ausleihen der überall in der Stadt verteilten “Barclays Bikes”. Man kann zum Beispiel für 40 Pfund diese für ein ganzes Jahr nutzen und bekommt dafür einen Schlüssel, mit dem man problemlos an den verschiedenen Stationen ein Fahrrad freischalten kann, ansonsten zahlt man eben mit Kreditkarte. Weitere Informationen zu den “Barclays Bikes” finden sich unter folgender Internetadresse: <a href="http://www.tfl.gov.uk/roadusers/cycling/14808.aspx " target="_blank">http://www.tfl.gov.uk/roadusers/cycling/14808.aspx</a></p>
<p>Von großem Vorteil in London ist zunächst, dass sämtliche Museen kostenfrei sind, lediglich für die temporären Ausstellungen wird Geld verlangt. Zu empfehlen sind besonders die “National Gallery”, die “Tate Modern” und das “British Museum”. Den Eintrittspreis für bekannte Kirchen wie die “Westminster Abbey” oder die “St. Pauls Cathedral” kann man sich genauso sparen, indem man einfach zu den täglich stattfindenden “Evensongs” am frühen Abend geht, bei denen man neben dem kostenfreien Eintritt auch noch schöne Musik geboten bekommt. Hierbei nicht von dem Einlasspersonal beirren lassen, die ganz gern vor Veranstaltungsbeginn die Touristengruppen einfach wegschicken und auf die normalen Öffnungszeiten verweisen.</p>
<p>Wer gern in klassische Konzerte geht, sollte sich auf keinen Fall die “Royal Albert Hall” und die “Royal Festival Hall” entgehen lassen und man kann auch versuchen, über das Krankenhaus an vergünstigte Karten heranzukommen. Es lohnt sich auch, im Verlauf des Aufenthalts London einmal zu verlassen und bequem mit Bus oder Bahn die renommierten Universitäten Oxford und Cambridge zu besuchen. Auch hierbei ist es lohnenswert, zum Ausklang des Tages z.B. den “Evensong” in der bekannten Kathedrale des “Christ Church College” zu besuchen.</p>
<p>Nach Feierabend sollte man sich hin und wieder einen guten Drink in einem der unzähligen und gemütlichen Pubs gönnen. Sehr bekannt ist z.B. das “Salisbury” in der Nähe des “Covent Garden”, aber das Schöne ist ja eigentlich, sich nicht auf einen bestimmten Pub festzulegen, sondern auf Entdeckungsreise zu gehen. Wer es am Abend gern lebhaft mag, der sollte einfach in das Stadtviertel “Soho” fahren und sich dort vom bunten Treiben sowie den vielen verschiedenen Eindrücken mitreißen lassen.</p>
<h2>Fazit</h2>
<div id="attachment_1828" class="wp-caption alignright" style="width: 150px">
	<a href="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/PJ-Großbritannien_JH_Blick-von-der-St.Pauls-Cathedral-über-die-Themse.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1828" title="PJ Großbritannien_JH_Blick von der St.Paul's Cathedral über die Themse" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/PJ-Großbritannien_JH_Blick-von-der-St.Pauls-Cathedral-über-die-Themse-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Blick von der St.Paul&#39;s Cathedral über die Themse</p>
</div>
<p>Einen PJ-Abschnitt am Queen Square Hospital kann ich sehr empfehlen, da es hier ohne Weiteres möglich ist, ein enorm großes Spektrum an neurologischen Erkrankungen hautnah mitzuerleben und im Detail kennenzulernen. Zugleich ist die Expertise an diesem Krankenhaus sehr hoch und die klinische Ausbildung ebenfalls sehr gut, aber auch anspruchsvoll.</p>
<p>Es ist daher auf jeden Fall ratsam, sich einige grundlegende Kenntnisse im Fach Neurologie bereits im Vorfeld anzueignen. Die Dozenten setzen ein gewisses Grundverständnis voraus und sind bei der Lehre natürlich motivierter, wenn man bereits etwas an Wissen anzubieten hat, mit dem man dann weiterarbeiten kann.</p>
<p>In Bezug auf die klinisch-neurologische Untersuchung kann ich ein Buch von Geraint Fuller sehr empfehlen. Der Titel lautet “Neurological Examination Made Easy”. Es fasst kurz und bündig in leicht verständlicher Weise alle wichtigen und notwendigen Untersuchungsschritte zusammen und ist auf den etwas anderen Untersuchungsablauf in England abgestimmt.</p>
<p>Im Unterschied zu einem PJ-Tertial in Deutschland, ist man in den Stationsablauf nicht streng eingebunden. Der Grund dafür ist, dass es in England kein Praktisches Jahr am Ende des Medizinstudiums gibt und die Medizinstudenten im letzten Ausbildungsjahr weiterhin durch Vorlesungen, Seminare und Unterricht am Krankenbett lernen. Das hat den Vorteil, dass die zeitliche Belastung sehr moderat ausfällt. Der Tag beginnt in der Regel zwischen 8:00 Uhr und 9:00 Uhr und endet gegen 17:00 Uhr, wobei dies relativ variabel und sehr stark von der eigenen Motivation abhängt. Zudem bleibt zwischendurch ausreichend Zeit übrig, um das sehr gute Vorlesungsangebot wahrzunehmen oder sich auch hin und wieder zur theoretischen Aufarbeitung der gesammelten Eindrücke in die Bibliothek zurückzuziehen.</p>
<p>Zusätzlich bietet das angegliederte UCL Institute of Neurology ausgezeichnete und umfangreiche Möglichkeiten zur Forschung auf höchstem Niveau. Wer also in wissenschaftlicher Hinsicht interessiert ist, hat hier gute Chancen, in der Forschung mitzuwirken, herausragende Persönlichkeiten der neurologischen Forschung anzutreffen und vielleicht sogar eine Kooperation zu etablieren. Gefragt ist hierbei Eigeninitiative und etwas Mut, auf die entsprechenden Personen zuzugehen.</p>
<p>Durch die Anwesenheit anderer Medizinstudenten und Praktikanten aus vielen verschiedenen Ländern ist es zudem sehr leicht, neue Kontakte zu knüpfen, über den Klinikalltag hinaus gemeinsam seine Freizeit zu gestalten und London mit seinem breiten kulturellen Angebot in vollen Zügen zu genießen.</p>
<p>Johann Hofereiter<br />
München, Januar 2012</p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://medizinernachwuchs.de/chancen-im-ausland/2012/02/pj-in-grosbritannien-neurologie' layout='button_count' show_faces='true' width='400' action='like' colorscheme='light' send='false' /></div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/medizinernachwuchs/~4/qiTmIneDAFw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Auslandsstipendien 2012 – Förderung von Medizinstudenten</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/medizinernachwuchs/~3/9KWdfhnuMCk/auslandsstipendien-2012-forderung-von-medizinstudenten</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 13:33:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Engelhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auslandsstipendien]]></category>
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		<description><![CDATA[Die gute Nachricht zuerst: Die Auslandsstipendien zur Förderung von Medizinstudentinnen und Medizinstudenten werden auch in 2012 fortgesetzt. Für Medizinstudierende ist es interessant, einzelne Abschnitte des Medizinstudiums im Ausland zu absolvieren. Sei es eine Famulatur, ein Auslandssemester oder ein Tertial im Rahmen des Praktischen Jahres. Manch ein Medizinstudent absolviert aber auch schon ein Krankenpflegepraktikum in fernen <a href="http://medizinernachwuchs.de/foerdermoeglichkeiten/2012/02/auslandsstipendien-2012-forderung-von-medizinstudenten" class="more-link">[weiter...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://medizinernachwuchs.de/foerdermoeglichkeiten/2012/02/auslandsstipendien-2012-forderung-von-medizinstudenten" title="Permanent link to Auslandsstipendien 2012 – Förderung von Medizinstudenten"><img class="post_image alignleft frame" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2010/08/Wegweiser-Famulatur-und-PJ-im-Ausland-150x150.jpg" width="150" height="150" alt="Post image for Auslandsstipendien 2012 – Förderung von Medizinstudenten" /></a>
</p><p><strong>Die gute Nachricht zuerst: Die Auslandsstipendien zur Förderung von Medizinstudentinnen und Medizinstudenten werden auch in 2012 fortgesetzt. Für Medizinstudierende ist es interessant, einzelne Abschnitte des Medizinstudiums im Ausland zu absolvieren. Sei es eine Famulatur, ein Auslandssemester oder ein Tertial im Rahmen des Praktischen Jahres. Manch ein Medizinstudent absolviert aber auch schon ein Krankenpflegepraktikum in fernen Ländern. Und wieder andere gehen zu Forschungsarbeiten im Rahmen ihrer Doktorarbeit ins Ausland. Auslandsstipendien bieten hierbei die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung.</strong></p>
<h2>Neue Ausschreibung: Auslandsstipendien 2012</h2>
<p>Wenig Geld – und trotzdem erfolgreich die Chancen eines Auslandsaufenthaltes nutzen! Eine Initiative von Ärztefinanz-, Ärztewirtschafts- und Ärzteservicezentren hatte 2011 erstmals und Anfang 2012 erneut bundesweit Auslandsstipendien in Form einmaliger Förderbeträge an Medizinstudierende vergeben, die in 2011/2012 ein Krankenpflegepraktikum, eine Famulatur, einen Teil des Praktischen Jahres (PJ) oder einen Forschungsaufenthalt im Rahmen der Doktorarbeit im Ausland absolvierten. Mitarbeiter dieser Zentren beraten Medizinstudierende, Ärztinnen und Ärzte in allen Phasen ihrer beruflichen Entwicklung.</p>
<p>Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen von Medizinstudentinnen und Medizinstudenten, die im Rahmen ihres Medizinstudiums Auslandsaufenthalte planen, wird diese Initiative nunmehr auch in 2012 fortgesetzt – und dabei ausgeweitet.</p>
<p>Mit dieser finanziellen Unterstützung soll ein wichtiger Beitrag geleistet werden, damit angehende Ärztinnen und Ärzte die Chancen eines Auslandsaufenthaltes für ihre fachliche und persönliche Entwicklung nutzen können.</p>
<p>Begleitet wird das Projekt von einem Beirat, dessen Mitglieder über die Vergabe der Fördermittel entscheiden.</p>
<p>Dem Beirat gehören an: Dr. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin, Prof. Dr. med. Dr. h.c. Axel Ekkernkamp, Leiter Unfall- und Wiederherstellungschirurgie Universitätsklinikum der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Prof. a. D. Dr. Friedrich Körber, Birgit Heller, Charité International Cooperation (CHIC), Waltraud Georg, HELIOS Kliniken GmbH, Koordinatorin Ärztliche Bildung, Peter Karle, Chefredakteur Medizinernachwuchs.de, und Andrej Sobe, Ärztefinanzzentrum Berlin-Brandenburg.</p>
<p>Folgende einmaligen Förderbeträge für Auslandsaufenthalte werden in den einzelnen Kategorien an die durch den Beirat Ausgewählten vergeben:</p>
<ul>
<li>Krankenpflegepraktikum: EUR 250.-</li>
<li>Famulatur: EUR 250.-</li>
<li>Praktisches Jahr (PJ): EUR 500.-</li>
<li>Forschungsaufenthalt/Doktorarbeit: EUR 500.-</li>
</ul>
<p>Damit sich auch zukünftige Medizinstudierende optimal auf ihren Auslandsaufenthalt vorbereiten können, bitten wir unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten, uns nach ihrer Rückkehr einen schriftlichen Erfahrungsbericht zur Verfügung zu stellen. Diese Erfahrungsberichte werden dann auf Medizinernachwuchs.de veröffentlicht.</p>
<h2>Bewerbungsmodalitäten</h2>
<p>Bewerben können sich Medizinstudenten, die an einer deutschen Universität studieren.<br />
Der die Auslandsstipendien betreuende Beirat erwünscht sich für das Auswahlverfahren folgende Unterlagen:</p>
<ul>
<li>Bewerbungsschreiben – mit Angabe der Heimatuniversität, Semester, Beginn des PJ und Beginn des betreffenden Auslandsaufenthaltes (incl. kurzer Hinweis zur Finanzierung des Studiums)</li>
<li>Lebenslauf</li>
<li>Motivationsschreiben, den Auslandsaufenthalt betreffend</li>
<li>Note erster Abschnitt der Ärztlichen Prüfung – bei Famulatur, PJ, Forschungsaufenthalt/Doktorarbeit im Ausland (Die Note kann im Lebenslauf genannt werden.)</li>
<li>Besonderheit ‘Reformstudiengang Medizin’: Nachweis eines höheren Semesters</li>
<li>Nachweis (Kopie) der Auslandszusage*</li>
</ul>
<p>Auslandszusagen:</p>
<ul>
<li>Krankenpflegepraktikum im Ausland: Zusage eines ausländischen Krankenhauses über einen Krankenpflegepraktikums-Platz</li>
<li>Famulatur im Ausland: Zusage eines ausländischen Krankenhauses über einen Famulatur-Platz</li>
<li>PJ im Ausland: Zusage einer ausländischen Fakultät (Universitätsklinikum/akademisches Lehrkrankenhaus) über einen PJ- Platz für 8, 12 oder 16 Wochen</li>
<li>Forschungsaufenthalt/Doktorarbeit im Ausland: Zusage der ausländischen Fakultät bzw. des ausländischen Instituts</li>
</ul>
<p>* Die Auslandszusage kann bis zum Bewerbungsschluss nachgereicht werden.</p>
<p>Hinweis: Bitte benutzen Sie bei der Einsendung Ihrer Bewerbungsunterlagen keine Hefter/Ordner. Aus Kostengründen werden keine eingegangenen Bewerbungsunterlagen an die Bewerberinnen und Bewerber zurück gesandt. Dadurch eingesparte Kosten kommen der Finanzierung weiterer Auslandsstipendien zugute.</p>
<h2>Termine – Fristen in 2012</h2>
<p>Bitte dringend beachten: Eine Bestätigung über den Eingang Ihrer Bewerbungsunterlagen als auch die Benachrichtigung der letztlich ausgewählten Stipendiaten nach dem Auswahlverfahren erfolgt aus organisatorischen Gründen ausschließlich per Email!</p>
<ul>
<li>Bewerbungsschluss: 04. Juli 2012</li>
<li>Dieser Bewerbungsschluss gilt für alle Bewerberinnen und Bewerber, deren Auslandsaufenthalt in der Zeit von Juni 2012 bis Dezember 2012 beginnt – oder schon früher begonnen hat, aber in diesen Zeitraum noch hineinragt.</li>
<li>Bekanntgabe der Stipendiatinnen und Stipendiaten: 16. Juli 2012</li>
</ul>
<h2>Bewerbungsadressen</h2>
<p>Bitte senden Sie Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen an die Ausrichter der Auslandsstipendien. Sie können Ihre Bewerbung dabei an die zentrale Stelle in Berlin oder an eine der im Folgenden genannten Bewerbungsadressen direkt an Ihrem Universitätsstandort richten.</p>
<p>Zentrale Bewerbungsadresse:</p>
<p><strong>Universitätsstandort Berlin und bundesweit (sofern keine andere Adresse, s.u., genannt):</strong></p>
<p>Ärztefinanzzentrum Berlin-Brandenburg<br />
Stipendien-Team<br />
z. Hd. v. Herrn Peter Karle<br />
Kurfürstendamm 219<br />
10719 Berlin<br />
Weitere Bewerbungsadressen an einzelnen Universitätsstandorten:</p>
<p><strong>Universitätsstandort Freiburg:</strong></p>
<p>Ärzte Service Center Freiburg<br />
Stipendien-Team<br />
z. Hd. v. Frau Birgitt Mauler<br />
Yorckstraße 23<br />
79110 Freiburg</p>
<p><strong>Universitätsstandort Göttingen:</strong></p>
<p>Ärztewirtschaftszentrum Schneemann GmbH<br />
Stipendien-Team<br />
z. Hd. v. Herrn Ralf Schneemann<br />
Hospitalstraße 31<br />
37073 Göttingen</p>
<p><strong>Universitätsstandort Hannover:</strong></p>
<p>Ärzte Beratungscenter Hannover<br />
Stipendien-Team<br />
z. Hd. v. Herrn Herbert Glander<br />
Karl-Wiechert-Allee 18-20<br />
30625 Hannover</p>
<p><strong>Universitätsstandorte Leipzig und Dresden:</strong></p>
<p>Ärztewirtschaftszentrum Sachsen<br />
Stipendien-Team<br />
z. Hd. v. Herrn Tino Kramer<br />
Münzgasse 28<br />
04107 Leipzig</p>
<p><strong>Universitätsstandorte Magdeburg und Halle:</strong></p>
<p>Ärztefinanzzentrum Sachsen-Anhalt<br />
Stipendien-Team<br />
z. Hd. v. Frau Carola Schneider<br />
Liebigstraße 7<br />
39104 Magdeburg</p>
<p><strong>Universitätsstandorte Nordrhein-Westfalen:</strong></p>
<p>Ärzte-Wirtschafts-Zentrum – Cicholas Krzemien<br />
Stipendien-Team<br />
z. Hd. v. Herrn Bernd Cicholas<br />
Venloer Straße 25-27<br />
50672 Köln</p>
<h2>Datenschutzhinweise</h2>
<p>Der Bewerber ist damit einverstanden, dass seine Daten vom jeweiligen Stipendien-Team gespeichert werden. Die Daten dienen ausschließlich der Information rund um seinen Auslandsaufenthalt und seine berufliche Entwicklung. Diese Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Sollte der Bewerber damit nicht einverstanden sein, macht er einen deutlichen Vermerk.</p>
<p>Die Datenschutzhinweise hat der Bewerber online gelesen und durch das Absenden des Bewerbungsformulars akzeptiert.</p>
<p><strong>Bitte unbedingt beachten!</strong></p>
<ol>
<li>Bitte drucken Sie das Bewerbungsformular aus bzw. speichern Sie es ab.</li>
<li>Füllen Sie es bitte aus und unterschreiben Sie es bitte.</li>
<li>Senden Sie das Bewerbungsformular inkl. der darin enthaltenen Hinweise auf den Datenschutz unterschrieben zusammen mit Ihren Bewerbungsunterlagen an eine der in der Ausschreibung „Auslandsstipendien“ genannten Adressen.</li>
<li>Nach dem Eingang Ihrer Bewerbungsunterlagen erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit weiteren Informationen zu Ihrer Bewerbung.</li>
</ol>
<p>Das nachfolgende Bewerbungsformular bitte ausdrucken:</p>
<p><a href="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2011/05/auslandsstipendium_foerderung.pdf" target="_blank">Auslandsstipendien 2012-Bewerbungsformular – Datenschutzerklärung</a></p>
<p>Im Namen des Stipendien-Beirates wünschen wir Ihnen viel Erfolg bei der Bewerbung um eines der ausgeschriebenen Auslandsstipendien.</p>
<p>Bei Fragen zur Ausschreibung der Auslandsstipendien senden Sie bitte eine Email an:</p>
<p>peter.karle@medizinernachwuchs.de</p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://medizinernachwuchs.de/foerdermoeglichkeiten/2012/02/auslandsstipendien-2012-forderung-von-medizinstudenten' layout='button_count' show_faces='true' width='400' action='like' colorscheme='light' send='false' /></div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/medizinernachwuchs/~4/9KWdfhnuMCk" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>PJ in der Schweiz – Chirurgie</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 16:07:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Engelhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chancen im Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Chirurgie]]></category>
		<category><![CDATA[Praktisches Jahr im Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Hôpital neuchâtelois Pourtalès]]></category>
		<category><![CDATA[Medizinstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Neuchâtel]]></category>
		<category><![CDATA[PJ Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[PJler]]></category>
		<category><![CDATA[Praktisches Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Genf]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Lausanne]]></category>
		<category><![CDATA[Unterassistent Schweiz]]></category>

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		<description><![CDATA[Schweiz, Neuchâtel, Hôpital neuchâtelois Pourtalès (01.12.2011-31.01.2012) Zum Ende meines Praktischen Jahres im Rahmen meines Medizinstudiums zog es mich ein weiteres Mal ins Ausland. Mein Ziel – der französische Teil der Schweiz. Obwohl es für diesen Auslandsaufenthalt relativ früh und relativ viel vorab zu organisieren gab, hat sich der Aufwand gelohnt und es hat mir sehr <a href="http://medizinernachwuchs.de/chancen-im-ausland/2012/02/pj-in-der-schweiz-chirurgie" class="more-link">[weiter...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://medizinernachwuchs.de/chancen-im-ausland/2012/02/pj-in-der-schweiz-chirurgie" title="Permanent link to PJ in der Schweiz &#8211; Chirurgie"><img class="post_image alignleft frame" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/PJ-Schweiz_NA_Traumhafter-Ausblick-auf-den-Lac-de-Neuchâtel-und-die-Berge-150x150.jpg" width="150" height="150" alt="Post image for PJ in der Schweiz &#8211; Chirurgie" /></a>
</p><h3>Schweiz, Neuchâtel, Hôpital neuchâtelois Pourtalès (01.12.2011-31.01.2012)</h3>
<p><strong>Zum Ende meines Praktischen Jahres im Rahmen meines Medizinstudiums zog es mich ein weiteres Mal ins Ausland. Mein Ziel – der französische Teil der Schweiz. Obwohl es für diesen Auslandsaufenthalt relativ früh und relativ viel vorab zu organisieren gab, hat sich der Aufwand gelohnt und es hat mir sehr gut in Neuchâtel gefallen. Als Unterassistent hatte ich hier, im Gegensatz zu Deutschland, den Assistenzärzten gegenüber eher den Status eines Kollegen.</strong></p>
<h2>Mein abschließendes Ziel – die Schweiz</h2>
<p>Nachdem ich bereits die ersten beiden Tertiale meines PJ gesplittet und jeweils die zweite Hälfte im Ausland verbracht hatte, wollte ich auch im letzten Abschnitt meines Praktischen Jahres noch einmal über den Tellerrand deutscher Krankenhäuser hinausschauen und zwei Monate in der Schweiz verbringen. Ich hoffte, dass es nicht ohne Grund viele deutsche Mediziner dorthin verschlägt. Die Schweiz hat nach wie vor einen guten Ruf hinsichtlich Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen. Zudem lockte mich die Möglichkeit der Fremdsprachenanwendung, sodass ich den französischsprachigen Kanton Neuenburg als Ziel wählte.</p>
<h2>Tipps rund um die Bewerbung</h2>
<p>In der französischsprachigen Schweiz werden die Praktikumsplätze alle zentral über die Universitäten Genf und Lausanne vergeben bzw. verteilt und die Bewerbungsfristen liegen ca. eineinhalb bis zwei Jahre vor dem gewünschten Tätigkeitszeitraum.</p>
<p>Bei einer Bewerbung sind folgende Unterlagen einzureichen:</p>
<ul>
<li>Bewerbungsformular (Download von der Homepage der Universität Genf)</li>
<li>Abiturzeugnis</li>
<li>Letter of Recommendation der heimischen Medizinischen Fakultät</li>
<li>Curriculum Vitae</li>
<li>Nachweis über Französisch-Kenntnisse</li>
<li>Notenübersicht des bisherigen Studienverlaufs</li>
<li>Bescheinigung über ausreichenden Impfschutz gegen Hepatitis B</li>
<li>Kopie des Personalausweises</li>
</ul>
<p>Auf dem Bewerbungsformular lassen sich die Wünsche für das Fach, das Krankenhaus und den Zeitraum angeben, wobei die Praktika jeweils nur für ganze Monate vergeben werden, d.h. vom 1.-30./31. eines Monats, und mindestens zwei Monate umfassen müssen. Ich habe aber im Nachhinein von Kommilitonen gehört, dass diese offiziellen Zeiträume evtl. in Absprache mit dem jeweiligen Krankenhaus noch modifiziert werden können. Da die Äquivalenzbescheinigung aber letztlich durch den Dekan der Universität Genf unterschrieben werden muss, sollten die Abweichungen wahrscheinlich nicht zu groß sein.</p>
<p>Damit der PJ-Abschnitt später anerkannt wird, ist zudem eine Immatrikulation an der Universität Genf nötig, die für ausländische Medizinstudenten im Praktischen Jahr 65,-CHF kostet. Die nötigen Infos zur Vorgehensweise bekommt man zugeschickt. Die schriftliche Zusage für den Platz erhielt ich ca. vier Monate nach Einreichen der Unterlagen; der tatsächliche Arbeitsvertrag kam aber erst einige Monate vor Antritt des Praktikums.</p>
<p>Gleichzeitig erhielt ich auch Informationen bezüglich einer möglichen Unterkunft von Seiten des Krankenhauses, sodass ich mich darum gar nicht eigenständig zu kümmern brauchte. Die Beantragung einer Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis wurde ebenfalls vom Krankenhaus für mich in die Wege geleitet.</p>
<p>Zur fachlichen Vorbereitung und zum Nachschlagen vor Ort kann ich “Chirurgie für Studium und Praxis” von M. Müller empfehlen, ein sehr kompaktes und übersichtliches Buch, das alle wichtigen Themengebiete enthält, denen man als PJler in der Chirurgie begegnet.</p>
<h2>Krankenhaus und Umgebung</h2>
<div id="attachment_1804" class="wp-caption alignright" style="width: 150px">
	<a href="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/PJ-Schweiz_NA_Traumhafter-Ausblick-auf-den-Lac-de-Neuchâtel-und-die-Berge.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1804" title="PJ Schweiz_NA_Traumhafter Ausblick auf den Lac de Neuchâtel und die Berge" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/PJ-Schweiz_NA_Traumhafter-Ausblick-auf-den-Lac-de-Neuchâtel-und-die-Berge-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Traumhafter Ausblick auf den Lac de Neuchâtel und die Berge</p>
</div>
<p>Das Hôpital neuchâtelois Pourtalès liegt mit seinen 185 Betten am nord-östlichen Rand der Stadt und ist nur einige Gehminuten vom Lac de Neuchâtel entfernt. Der moderne, halbrundförmige Neubau wurde erst im Jahre 2005 eingeweiht und von den oberen Stockwerken genießt man einen schönen Blick auf den See und die dahinter liegenden Berge. Leider ist das Wetter im Dezember und Januar aber häufig regnerisch und das Panorama somit eingeschränkt.</p>
<p>Im Sommer hat das kleine Städtchen sicherlich einen größeren Reiz, denn es gibt nicht nur zahlreiche Bademöglichkeiten entlang der langen Seepromenade, sondern auch schöne Wanderwege in die umliegende Berglandschaft des Neuenburger Jura. Für Wintersportler existieren sicherlich andere Orte in der Schweiz, die näher an einem Skigebiet liegen. Dennoch gibt es auch bei Regenwetter mehrere Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten, denn Neuchâtel hat z.B. viele Cafés, eine nette Fußgängerzone, einige Kinos und Museen, sowie eine Eissporthalle und ein Schwimmbad. Und ganz in der Nähe des Krankenhauses liegt ein großes Einkaufszentrum.</p>
<h2>Mein Arbeitsalltag</h2>
<div id="attachment_1801" class="wp-caption alignright" style="width: 150px">
	<a href="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/PJ-Schweiz_NA_Das-Hôpital-neuchâtelois-Pourtalès.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1801" title="PJ Schweiz_NA_Das Hôpital neuchâtelois - Pourtalès" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/PJ-Schweiz_NA_Das-Hôpital-neuchâtelois-Pourtalès-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Das Hôpital neuchâtelois - Pourtalès</p>
</div>
<p>An meinem ersten Arbeitstag am Hôpital neuchâtelois Pourtalès zeigte sich bereits, dass den Schweizern anscheinend zu Recht gewisse Eigenschaften nachgesagt werden, denn noch bei keiner meiner bisherigen Arbeitsstellen war ich derartig “durchorganisiert” empfangen worden. Gemeinsam mit den anderen neuen Unterassistenten (frz. “Stagiaires”) hörte ich mir zunächst eine kurze Einführung an, musste die nötigen Formulare ausfüllen, wurde fotografiert, mit Kleidung, Telefon und Klinikausweis ausgestattet und anschließend persönlich an meinen Arbeitsplatz begleitet. Dieser sollte sich während meines ersten Monats in der Notfallambulanz befinden.</p>
<p>Für den 2. Monat war ich dann auf Station eingeteilt. Insgesamt gab es vier chirurgische Unterassistenten, wobei jeweils zwei in der Ambulanz eingesetzt wurden. Hier begann der Arbeitstag gegen 7:30 Uhr mit einer kurzen Übergabe durch den Nachtdienst hinsichtlich der noch zu betreuenden Patienten. Auf Station ging es hingegen schon um 7:15 Uhr auf Visite. Um 7:45 Uhr traf man sich dann mit allen Chirurgen und einem Radiologen zur Morgenbesprechung, in der hauptsächlich die Neuaufnahmen vorgestellt und die zu diskutierenden Röntgen- oder CT-Bilder angeschaut wurden.</p>
<h2>Die Arbeit auf Station…</h2>
<p>Ab 8:00 Uhr startete das OP-Programm, in das auch die “stagiaires” der Stationen eingebunden waren. Je nach Operateur und dessen Laune bekam man dabei mehr oder weniger erklärt. Die Aufgaben unterschieden sich meines Erachtens nicht wesentlich zu denen der PJler in Deutschland, d.h. bei laparoskopischen OPs bestanden sie meist in der Kameraführung und bei offenen Eingriffen in Haken-Halten und am Ende Zunähen oder -tackern.</p>
<p>Auf Station hingegen durfte ich meine “eigenen” Patienten sehr selbstständig betreuen, d.h. Visite führen, Medikamente und Untersuchungen anordnen und zu guter Letzt natürlich auch den Entlassungsbrief diktieren. Weitere Elemente der Stationsarbeit waren zahlreiche Telefonate mit den zuständigen Haus- und Fachärzten sowie hin und wieder kleine Eingriffe, wie z.B. das Ziehen von Drainagen, das Legen von Magensonden oder Punktionen für arterielle Blutgasanalysen. Für Verbandswechsel, venöse Zugänge und Blutabnahmen sind in der Schweiz die Pflegekräfte zuständig.</p>
<p>Neben der Arbeit im OP und auf Station gab es außerdem noch die “pré-hosp”-Sprechstunde, in der sich alle Patienten vorstellten, bei denen ein elektiver Eingriff geplant war. Hier galt es , eine gründliche Anamnese und klinische Untersuchung durchzuführen, um den aktuellen Gesundheitszustand zu beurteilen und eventuelle Veränderungen seit der, zum Teil bereits einige Zeit zurückliegenden, Indikationsstellung zu entdecken. Je nachdem gab es in diesem Zusammenhang auch Laborbefunde, EKG und (Thorax-)Röntgenbilder, die zu berücksichtigen waren. Die Ergebnisse dieser Aufnahme-Untersuchung mussten im Anschluss in Berichtform gebracht, entweder diktiert oder direkt getippt, und von einem Assistenzarzt gegengezeichnet werden.</p>
<p>Nur selten kam es dazu, dass ich auch in der Polyklinik aushelfen sollte, in der sich meist bereits operierte Patienten zur Verlaufskontrolle vorstellten, sodass es hier hauptsächlich um die Befundung von Klinik, Röntgenbildern und Wundverhältnissen ging.</p>
<h2>… und in der Ambulanz</h2>
<p>In der Notaufnahme ging man als Unterassistent in der Regel zunächst alleine zum Patienten, um die Anamnese zu erheben, die klinische Untersuchung durchzuführen und eventuell bereits Röntgen-oder Laboruntersuchungen auf den Weg zu bringen. Im Anschluss daran stellte man den Fall einem zuständigen Assistenzarzt vor, um das weitere Procedere zu besprechen. Dabei hatte ich stets das Gefühl, genau das richtige Maß an Verantwortung zu tragen, das heißt, wenn ich mir hinsichtlich Diagnose und Therapie sicher war, wurde der Patient nicht zwangsläufig nochmal vom Arzt untersucht.</p>
<p>Sobald jedoch Unsicherheit herrschte, gingen wir gemeinsam zum Patienten und ich konnte meine Fragen, z.B. zu den jeweiligen Untersuchungstechniken und –befunden, loswerden. So durfte ich auch kleinere Eingriffe, wie beispielsweise das Nähen von Platzwunden oder das Spalten von Abszessen, wahlweise eigenständig oder unter Anleitung durchführen, je nachdem, inwiefern ich es mir selbst zutraute. Wurde ein Patient stationär aufgenommen, musste am PC ein Aufnahmebericht geschrieben werden, ansonsten reichte die handschriftliche Dokumentation von Anamnese, klinischer Untersuchung, Diagnostik und Therapievorschlag auf einem entsprechenden Vordruck.</p>
<p>Um 16:30 Uhr fand die chirurgische Nachmittagsbesprechung statt, in der die Neuaufnahmen vorgestellt und etwaige Problemfälle auf Station diskutiert wurden. Zudem wurden auch die neuen Röntgenbilder angeschaut, die allerdings in unklaren Fällen am nächsten Morgen nochmals dem Radiologen gezeigt wurden. Wenn nach der Besprechung nichts mehr zu erledigen war, konnten wir “stagiaires” uns verabschieden. Häufig wurde es jedoch 18:00 Uhr oder später, bis man sich auf den Heimweg machte.</p>
<p>Nacht- und Wochenenddienste waren zwar nicht obligatorisch, aber da es auf dem Notfall mit zwei Praktikanten manchmal etwas eng wurde, teilten wir uns dort bezüglich der Arbeitszeiten auf. Die Nachtschicht ging dabei von 20:00 Uhr bis ca. 8:00 Uhr und häufig durfte man hier besonders viel machen, da es nur einen Assistenzarzt gab, der meistens dankbar war für jede Hilfe, da er nicht nur für die Notaufnahme, sondern auch für das Beratungstelefon und die Stationen zuständig war.</p>
<h2>Unterkunft und Finanzierung</h2>
<div id="attachment_1803" class="wp-caption alignright" style="width: 150px">
	<a href="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/PJ-Schweiz_NA_Marktplatz-in-Neuchâtel.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1803" title="PJ Schweiz_NA_Marktplatz in Neuchâtel" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/PJ-Schweiz_NA_Marktplatz-in-Neuchâtel-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Marktplatz in Neuchâtel</p>
</div>
<p>Mein Zimmer im nahegelegenen Wohnheim wurde mir durch das Krankenhaus vermittelt und ich teilte mir das Bad sowie die Küche mit drei anderen Mitbewohnern. Die Miete kostete inklusive Bettwäsche und Handtüchern 370,- CHF pro Monat, sodass von den 660,- CHF Gehalt, die ich als Unterassistent monatlich erhielt, nicht mehr allzu viel übrig blieb.</p>
<p>Die Schweiz ist eben doch ziemlich teuer. Dies zeigte sich z.B. auch in der Krankenhauskantine, in der das günstigste Mittagsmenu 9,80 CHF kostete. Dafür war es aber auch immer ausgesprochen lecker.</p>
<p>Obligatorisch ist übrigens die Eröffnung eines Schweizer Kontos, damit das Unterassistenten-Gehalt überwiesen werden kann. Hier kann ich die Postbank empfehlen: Die Kontoeröffnung ging schnell und unkompliziert und als Student zahlt man auch keine Gebühren.</p>
<h2>Mein Resümee</h2>
<div id="attachment_1802" class="wp-caption alignright" style="width: 150px">
	<a href="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/PJ-Schweiz_NA_Für-Wassersportfreunde-der-Hafen-von-Neuchâtel.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1802" title="PJ Schweiz_NA_Für Wassersportfreunde - der Hafen von Neuchâtel" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/PJ-Schweiz_NA_Für-Wassersportfreunde-der-Hafen-von-Neuchâtel-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Für Wassersportfreunde - der Hafen von Neuchâtel</p>
</div>
<p>Obwohl es für diesen Auslandsaufenthalt relativ früh und relativ viel vorab zu organisieren gab, hat sich der Aufwand gelohnt und es hat mir sehr gut in Neuchâtel gefallen. Als Unterassistent hatte ich hier, im Gegensatz zu Deutschland, den Assistenzärzten gegenüber eher den Status eines Kollegen. So gab es auch weniger die Situation von “bedside-teaching” als vielmehr das Nachfragen bei Unklarheiten und ansonsten ziemlich eigenständiges Arbeiten. Mit den Ober- und Chefärzten hatte ich außer im OP und auf Visite nicht wirklich viel Kontakt, aber dies war in der Chirurgie in Deutschland nicht anders.</p>
<p>Insgesamt glaube ich, dass es von Vorteil war, dass es sich um die letzten beiden Monate meines PJs gehandelt hat, denn so hatte ich das Gefühl, den Aufgaben, die zu erledigen waren, gewachsen zu sein und es hat mir Spaß gemacht, die mir zum Teil großzügig überlassene Verantwortung zu übernehmen. Zu Beginn des Praktischen Jahres hätte ich mich da vielleicht überfordert gefühlt.</p>
<p>Obwohl viele Schweizer Deutsch können, ist es im Krankenhausalltag übrigens wichtig, keine größeren Probleme mit der französischen Sprache zu haben, denn es wird schon davon ausgegangen, dass man in der Lage ist, Berichte zu schreiben oder zu diktieren bzw. längere Telefongespräche zu führen.</p>
<p>Positiv hervorzuheben ist zudem noch der reibungslose Ablauf des Praktikums dank der guten Organisation von Seiten der Universität und des Krankenhauses. Die Bescheinigung des Dekans der Universität Genf hatte ich drei Tage nach Praktikumsende in meinem (deutschen) Briefkasten.</p>
<p>A., N.<br />
Köln, Februar 2012</p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://medizinernachwuchs.de/chancen-im-ausland/2012/02/pj-in-der-schweiz-chirurgie' layout='button_count' show_faces='true' width='400' action='like' colorscheme='light' send='false' /></div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/medizinernachwuchs/~4/fR93QI7C86g" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Krankenpflegepraktikum in Neurologie</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/medizinernachwuchs/~3/oR9JfqhmMRg/krankenpflegepraktikum-in-neurologie</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 15:44:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Engelhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chancen im Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenpflegepraktikum im Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenpflegepraktikum Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenpflegepraktikum Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Medizinstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Stoke-on-Trent]]></category>
		<category><![CDATA[Stroke-Unit]]></category>
		<category><![CDATA[University Hospital of North Staffordshire]]></category>

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		<description><![CDATA[Großbritannien, Stoke-on-Trent, University Hospital of North Staffordshire (20.10.-03.12.2010) Einfach mal über den Tellerrand schauen – und dies bereits zu einem Krankenpflegepraktikum. Nach dem Abitur, aber noch bevor ich mit meinem Medizinstudium begann, zog es mich zu einem Teil meines Krankenpflegepraktikums nach Großbritannien. Die Integration auf der Station des Krankenhauses, der Umgang mit den Patienten, die <a href="http://medizinernachwuchs.de/chancen-im-ausland/2012/02/krankenpflegepraktikum-in-neurologie" class="more-link">[weiter...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://medizinernachwuchs.de/chancen-im-ausland/2012/02/krankenpflegepraktikum-in-neurologie" title="Permanent link to Krankenpflegepraktikum in Neurologie"><img class="post_image alignleft frame" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/Krankenpflegepraktikum-Großbritannien_Foto-aus-Famulatur-Großbritannien_SS_Wer-kennt-sie-nicht-diese-typischen-Telefonzellen-150x150.jpg" width="150" height="150" alt="Post image for Krankenpflegepraktikum in Neurologie" /></a>
</p><h3>Großbritannien, Stoke-on-Trent, University Hospital of North Staffordshire (20.10.-03.12.2010)</h3>
<p><strong>Einfach mal über den Tellerrand schauen – und dies bereits zu einem Krankenpflegepraktikum. Nach dem Abitur, aber noch bevor ich mit meinem Medizinstudium begann, zog es mich zu einem Teil meines Krankenpflegepraktikums nach Großbritannien. Die Integration auf der Station des Krankenhauses, der Umgang mit den Patienten, die Herausforderung im Englischen und die medizinischen Aspekte haben diesen Aufenthalt zu einem eindrucksvollen Erlebnis gemacht.</strong></p>
<h2>Zum Krankenpflegepraktikum ins Ausland?!</h2>
<p>Nachdem ich bereits sechs Wochen meines Krankenpflegepraktikums für das Medizinstudium in einem Krankenhaus meiner Heimatstadt Recklinghausen absolviert hatte, zog es mich ins Ausland. Bereits mehrere Monate zuvor kam mir der Gedanke, die ohnehin pflichtmäßigen drei Monate Krankenpflegepraktika vollständig vor dem geplanten Medizinstudium zu absolvieren und, wenn ich schon arbeiten musste, dabei so viel zu profitieren wie möglich. Da ich das Jahr nach dem Abitur nutzen wollte, um Auslandserfahrungen zu sammeln, zu reisen und meine Sprachkenntnisse im Englischen aufzubessern, bemühte ich mich um einen Krankenpflegepraktikumsplatz in England.</p>
<h2>Eine nicht ganz einfache Bewerbung</h2>
<p>Erfreulicherweise gelangte ich über einen befreundeten Arzt an die Chefärztin der Stroke-Unit im University Hospital of North Staffordshire. Sie, als Deutsche, die bereits seit Jahren in Großbritannien lebt und praktiziert, war in der Lage, der dortigen Pflegestelle mein Anliegen näher zu bringen, denn in England ist es eine gänzlich unbekannte Vorgehensweise, Medizinstudenten in die Pflege aufzunehmen.</p>
<p>Ein unbezahltes Krankenpflegepraktikum erscheint in der Regel vielen suspekt, weil sie nicht wissen, worauf sie sich einlassen und was von ihnen erwartet wird. Daher werden gewöhnliche Bewerbungen zumeist nicht beantwortet oder eben abgelehnt. So hatte ich allerdings Glück, schrieb einige Male an verschiedene Kontaktpersonen des Krankenhauses und bekam allerhand Unterlagen zugeschickt, die für gewöhnlich für jüngere Praktikanten heraus gegeben werden.</p>
<p>Erst eine Woche vor meinem tatsächlichen Start auf Station war endgültig klar, dass ich wirklich würde fahren können. Es war lange unsicher, wie genau die Regularien im dortigen Krankenhaus aussahen, ab wann ich genau erwartet würde und wie der Ablauf geplant sei. Zudem stellte sich die Kleidungsfrage, da in den mir zugesandten Unterlagen von Straßenkleidung die Rede war, während ich in Deutschland ausschließlich in weißer Krankenhauskleidung arbeiten durfte.</p>
<h2>Das „Abenteuer“ Krankenpflegepraktikum in Großbritannien begann</h2>
<p>Obwohl zum Zeitpunkt meiner Abreise noch zahlreiche Fragen offen standen, setzte ich mich drei Tage nach dem Ende meines Krankenpflegepraktikums in Recklinghausen ins Auto und fuhr mit vollem Kofferraum über Calais nach Stoke-on-Trent, einer alten Industriestadt, exakt zwischen Manchester und Birmingham gelegen. Hier hatte ich – ebenfalls recht kurzfristig – über das Internet in einem kleinen idyllischen Vorort eine sympathisch wirkende Familie aufgetan, die mir ein Zimmer ihrer bereits ausgezogenen Kinder vermietete. Nach 16 Stunden alleiniger Fahrt angekommen, bereiteten sie mir einen herzlichen Empfang und ich war überglücklich, das wunderbar klare Englisch zu verstehen.</p>
<p>Die Ernüchterung in der Sprachfähigkeit ließ nicht lange auf sich warten. Während meine Gastfamilie ursprünglich aus Südengland stammte, spricht man in Stoke-on-Trent einen äußerst ungewöhnlichen, schwierigen Akzent. Mein erster Tag sollte nicht auf Station stattfinden, sondern ich war zum „Stroke-Congress“ geladen. Die „Stroke-Unit“, auf der ich arbeiten sollte, veranstaltet einen eben solchen einmal jährlich und man hielt es für sinnvoll, dass ich daran teilnahm, um einen Einblick zu bekommen. Die Vorträge wurden allerdings hauptsächlich mit Stoke-on-Trent-Akzent vorgetragen, sodass mir das Verständnis größtenteils abhanden ging. Es dauerte eine geraume Weile, bis ich mich an die seltsame Aussprache gewöhnte.</p>
<h2>Erster Arbeitstag und erste Eindrücke</h2>
<p>Der erste Arbeitstag war ein besonderes Erlebnis. Ich wusste bereits aus vielen Erzählungen, dass mich in Großbritannien allein wegen des unterschiedlichen Gesundheitssystems ein anderer medizinischer Standard erwarten würde. Doch das Gebäude, das mich erwartete – oder vielmehr die Vielzahl an kleinen getrennten Gebäuden – übertraf meine Vorstellungen noch bei Weitem. Der Aufbau des Krankenhauses in Stoke-on-Trent ist recht komplex. Viele alte Gebäude erstrecken sich über ein weitläufiges Gelände.</p>
<p>Um Patienten von einem zum Anderen zu bringen, beispielsweise um Röntgenaufnahmen zu machen oder einen Tubus zu legen, wird der krankenhauseigene Transportservice bemüht. Die Damen und Herren holen die Patienten mit Rollstuhl oder Bahre auf der Station ab und fahren sie mit dem Transporter zur entsprechenden Einrichtung, wo sie im Wartezimmer warten. Anschließend werden sie wieder auf gleichem Wege zurück gebracht. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt eine nicht ganz unkomplizierte Angelegenheit. Zudem kostete dieses lange Prozedere für Standardvorgänge der Diagnostik und Behandlung ausgesprochen viel Zeit. Viele Patienten wurden von einer Schwester der Station begleitet, da sie in der Anlaufstation nicht alleine zurechtgekommen wären. So saß auch ich teilweise bis zu zwei Stunden mit den Patienten in Transportern und Warteraum.</p>
<p>Die Station war allerdings so hervorragend an Pflegepersonal ausgestattet, dass man sich dieses Vorgehen erlauben konnte. Nicht nur die zahlreichen Schwestern, sondern auch stationseigene Physiotherapeuten und Sprachtrainer arbeiteten in der Pflege, sodass im Vergleich zu deutschen Krankenhäusern eine unvorstellbar entspannte gemeinschaftliche Atmosphäre herrschte. Die Tatsache, dass alle im gleichen Zimmer waren und somit zu jeder Zeit an allem Teil hatten, mag zunächst als Nachteil aufgefasst werden, hatte aber bezüglich der Betreuung und der Atmosphäre unschätzbare Vorteile.</p>
<p>Auch der Umgang mit den Patienten gestaltete sich in diesem Rahmen für deutsche Verhältnisse ganz untypisch. Zu jedem Bett gehörten ein kleiner Nachttisch, ein riesiger Sessel sowie das Konstrukt für die Vorhänge, die aber außerhalb der Pflege immer geöffnet waren. Es gab keine Telefone und auch keine Fernseher. Kontakt mit Angehörigen erfolgte nahezu ausschließlich über die Schwestern. Über jedem Bett hing eine Folie mit dem Namen des Patienten, seinen Essenseinstellungen und seinem Spitznamen. So wurde jeder beim Vornamen oder gar bei einem ausgewählten Spitznamen gerufen. Der fiktive Patient „Reginald T.“ wurde so nur mit „Reg“ angesprochen. Die Schwestern nannten die Patienten häufig „Honey“, „Sugar“, „Sweety“, was aber in gleichem Maße auch von den Patienten zurück kam. Die Privatsphäre war quasi nicht vorhanden. Allerdings war dies der Normalzustand und wurde weder von Schwestern noch von Patienten in irgendeiner Weise als Zumutung oder Nachteil aufgefasst.</p>
<p>Die „Stroke-Unit“ war nach vielen verschlungenen Gängen mit unglaublich schlechter Isolierung nur über eine mit einem Zahlenschloss versehene Glastür zu erreichen. Der Code musste von außen eingegeben werden, um die Türen zu öffnen. Da auf unserer Station die Patienten ohnehin nicht in der Lage waren, die Station selbstständig zu verlassen, hatte dies nur Auswirkung auf den Besuch. Zu halbwegs festen Besuchszeiten klingelten die Angehörigen, meldeten sich dadurch an und wurden zu den Patienten gebracht. Zu Stoßzeiten saßen neben den Patienten maximal zwei Angehörige an jedem Bett. Zu diesen Zeiten war die Privatsphäre noch weiter eingeschränkt und die Station recht belebt. Das System war zunächst besonders wegen der verschlossenen Tür befremdlich, führte aber zu einer guten Übersichtlichkeit und Regulation im Sinne der Station.</p>
<h2>Mein Arbeitstag</h2>
<div id="attachment_1791" class="wp-caption alignright" style="width: 150px">
	<a href="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/Krankenpflegepraktikum-Großbritannien_LW_Hoist-ein-Gerät-zum-Transportieren-der-Patienten-zwischen-Bett-und-Sessel.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1791" title="Krankenpflegepraktikum Großbritannien_LW_Hoist - ein Gerät zum Transportieren der Patienten zwischen Bett und Sessel" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/Krankenpflegepraktikum-Großbritannien_LW_Hoist-ein-Gerät-zum-Transportieren-der-Patienten-zwischen-Bett-und-Sessel-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Hoist - ein Gerät zum Transportieren der Patienten zwischen Bett und Sessel</p>
</div>
<p>Ein regulärer Arbeitstag begann für mich um 7:00 Uhr auf der Station, zu Beginn Montag bis Freitag. Ich trug eine normale Hose und meinen weißen Kasack, was etwas auffiel, da es keiner der vielfältigen Uniformen der verschiedenen Bereiche innerhalb des Krankenhauses entsprach. Pfleger, Physiotherapeuten, Sprachtrainer und Pflegeschüler trugen alle ihre spezifischen Kasacks. Nach einem kurzen Briefing mit allen Schwestern und Pflegern der Station durch die Leitung, die zugleich meine Ansprechpartnerin war, teilten sich alle auf und begannen mit der Pflege. Die Vorhänge wurden an den entsprechenden Betten zugezogen, die Pflege selbst war weitaus weniger intensiv und gründlich, wie ich es aus Deutschland gewohnt war und es für sinnvoll hielt.</p>
<p>Direkt am ersten Patienten sah ich den schwersten Dekubitus bisher und war erleichtert, dass sich dieses Bild nicht bei weiteren Patienten bestätigte. Die Pflege war in der Regel sehr entspannt und endete damit, dass jeder Patient nach dem Waschen und Umziehen in seinen Stuhl versetzt wurde. Bei den eigentlich bettgebundenen Patienten wurde der so genannte „Hoist“ aktiviert, ein Gerät, bei dem der Patient in einer großen Schlinge aus dem Bett gehoben, aufgerichtet und im Sessel platziert wird. So saßen bis auf wenige Ausnahmen bis zum Frühstück alle Patienten in ihren großen Ohrensesseln. Das Frühstück lag auf einem Wagen bereit: Ein Tablett mit zahlreichen Toast-Scheiben mit Butter, ein paar Gläser Marmelade, verschiedene Kellog-Sorten und Porridge. Jeder Patient konnte sich daraufhin sein Frühstück aussuchen. Tee gab es, wie in England nicht anders zu erwarten, jederzeit für Jeden.</p>
<p>Nach der Pflege wurden Patienten vom Transportdienst zu Untersuchungen und Behandlungen gebracht, Fieber, Zucker und Blutdruck gemessen und die üblichen Papierarbeiten erledigt. Blutdruck wurde ausschließlich automatisch via Gerät gemessen. Manuelle Blutdruckgeräte waren insbesondere den Pflegeschülern vollkommen unbekannt und wurden nur im Notfall benutzt. Dank meiner sehr kernigen, aber fantastischen Stationsschwester bekam ich häufig die Möglichkeit, Patienten zu Untersuchungen und Behandlungen zu begleiten. So war ich mehrfach als Begleitung beim Röntgen, CT, Sonographie, Legen eines Tubus zur Ernährung und weiteren Behandlungen unserer Patienten dabei. Außerdem erklärte mir besagte Schwester immer von sich aus Behandlungen, Vorgehensweisen und Therapien, was mir einen guten Einblick und vor allem ein Verständnis dessen ermöglichte, was wir dort eigentlich taten.</p>
<p>Nach dem Austeilen des Mittagessens, was von jedem Patienten in Deutschland verschmäht worden wäre, wurden einige Patienten wieder zurück in den Betten gebracht und eine Art Mittagsruhe kehrte ein. Nachmittags waren häufig Besucher vor Ort, Entlassungen wurden gemacht und die Betten gereinigt. Jedes Bett musste, sobald die Patienten im Sessel saßen oder entlassen wurden, auf eine ganz bestimmte Art und Weise bezogen und gefaltet werden. Hierauf wurde auf der Station unheimlich viel Wert gelegt. Ungewohnt war, dass es keine wirklichen Decken gab – also Bezüge mit Steppbett oder Ähnlichem – sondern ausschließlich Laken. Hauchdünn, trotz Kälte auf der Station, wurden sie bestenfalls mehrfach gefaltet.</p>
<p>Während meiner Schicht bis 15:00 Uhr standen mir zwei Pausen zu, eine für Frühstück und eine für Mittagessen, wobei wir uns Tee in der Küche machen konnten und ich mittags Essen aufwärmte, das ich zu Hause abends vorgekocht hatte. Die Pausen verbrachten wir in einem kleinen, recht engen Raum, was es sehr gemütlich machte.</p>
<h2>Schichteinteilung bei der Arbeit</h2>
<p>Nach den ersten drei Tagen auf Station klärten die Schwestern mit mir weitere Schichten ab. Ich war sehr frei in der Gestaltung, konnte meist zwischen kurzen und langen, frühen und späten Schichten wählen und war in der Regel nur für drei bis vier Tage pro Woche eingeteilt. Um an anderer Stelle frei zu bekommen, legte ich einige Male auch einen langen Tag ein. Die lange Schicht ging von morgens 7:00 Uhr bis abends 22:30 Uhr und war eine echte Herausforderung. Dies insbesondere auch deshalb, weil man so gründlich planen musste, wann man gegebenenfalls für den nächsten Tag vorkochen musste. Parallel zum Krankenhausalltag musste schließlich eingekauft, gekocht und gewaschen werden.</p>
<p>Da die Schwestern aber nicht auf mich angewiesen waren, war die Gestaltung meines Arbeitsplanes sehr entspannt. Nach und nach verstand ich das Englisch besser und konnte auch ausgiebig mit den Patienten plaudern. Letztere fanden es ausgesprochen spannend, dass ich aus Deutschland kam und in der Pflege arbeitete, obwohl ich doch Medizin studieren wollte. Einige Patienten, die während des Krieges in Deutschland stationiert waren, sprachen mich sogar unerwartet auf Deutsch an, und weil das Pensum auf der Station eher gering war, gab es viele interessante Gespräche, an denen sich immer gleich mehrere beteiligten, da schließlich jeder mithören konnte!</p>
<h2>Herzlich aufgenommen in Großbritannien</h2>
<p>Neben der Arbeit im Krankenhaus, die ich jedem nur empfehlen kann, waren es aber vor allem die begleitenden Umstände, die mich in dieser Zeit prägten. Der erste Schritt, also mit dem Auto recht spontan ganz alleine los zu fahren, hatte eine enorme Wirkung auf mich. Ohne zu wissen, was für eine Familie mich erwarten würde, machte ich mich auf den Weg und war durchweg begeistert. Meine Gastfamilie und ihre jüngste Tochter waren offen, menschlich und hilfsbereit, wie ich es noch nie erlebt habe. Ich bekam, als ich das Angebot ablehnte, regelmäßig an ihren Mahlzeiten teilzunehmen, einen großzügigen Raum in Kühlschrank und Gefrierfach zugesprochen, kochte in der Küche, trank häufig mit den Eltern Tee und unterhielt mich sehr viel mit ihnen. Das Haus befand sich nicht in Stoke-on-Trent selber, sondern etwas außerhalb in einem winzigen idyllischen Dörfchen. Man lebte unmittelbar in der Natur und Englands schönen weiten Feldern und als es im November unerwartet und heftig schneite, war das Land überfordert &#8211; aber Fulford, mein Dorf, traumhaft schön.</p>
<p>Da Stoke-on-Trent als ehemalige Großindustrie-Stadt nicht vieles an schönen Ecken, Kultur oder zentralen Punkten zu bieten hatte und ich über die Arbeit niemanden so recht kennen gelernt hatte, verbrachte ich sehr viel Zeit in Birmingham. Mein Auto ist mir im Laufe dieser sechs Wochen sehr lieb geworden, denn ohne Auto hätte ich diesen gesamten Auslandsaufenthalt nicht bewerkstelligen können. So stand es mir frei, zu fahren, wohin ich wollte und wann ich wollte.</p>
<p>In Birmingham war über Wochen der „German Christmas Market“, der für Deutsche sehr amüsant, aber auch sehr heimisch ist. In Stoke-on-Trent selber ist das „Poterry Museum“ sehr empfehlenswert. Die meisten Engländer, mit denen ich im Laufe des letzten Jahres sprach, schauten mich ausnahmslos mit großen Augen an, wenn ich berichtete, ausgerechnet nach Stoke-on-Trent gegangen zu sein. Diese Stadt hat einen schlechten Ruf, ist mit Sicherheit noch an allen Ecken als Industriestadt zu erkennen, hat aber meine Zeit in England kein Stück weit geschmälert. Ganz im Gegenteil, die herzlich derbe Art der Bewohner als auch ihren Akzent habe ich sehr lieb gewonnen.</p>
<h2>Mein Blick zurück</h2>
<p>Das Krankenhaus in Stoke-on-Trent ist mir sehr im Gedächtnis geblieben. Der Kontrast zu deutschen Krankenhäusern war enorm, hat mir aber geholfen, eine andere Sichtweise zu bekommen. Zur Verteidigung des Krankenhauses bleibt zu sagen, dass sechs Monate nach meinem Krankenpflegepraktikum ein wahnsinnig moderner Neubau vollständig eröffnet und die alten Gebäude abgerissen wurden. Der neue Komplex übertrifft alle Krankenhäuser, die ich in den letzten Jahren in Deutschland gesehen habe.</p>
<p>Die Integration auf der Station, der Umgang mit den Patienten, die Herausforderung im Englischen und die medizinischen Aspekte haben das pflichtmäßige Krankenpflegepraktikum zu einem eindrucksvollen Erlebnis gemacht. Ich empfehle jedem, einmal über den Tellerrand zu schauen und zumindest für einen Teil des Krankenpflegepraktikums ins Ausland zu gehen, sollte es finanziell möglich sein. Falls es einen wider Erwarten medizinisch-pflegerisch nicht weiter bringt, so doch in jedem Fall persönlich und an Erfahrung.</p>
<p>Das Einzige, was meiner Meinung nach gegen ein Krankenpflegepraktikum im Ausland sprechen könnte, ist die Finanzierung. Mit Unterkunft, Lebensmitteln, An- und Abreise und Sprit für die täglichen Fahrten kamen eine Menge Kosten hinzu, die ich alleine trug. Wer nicht entsprechend viel Gespartes oder den Willen hat, dieses auszugeben, und auch nicht mit großzügigen oder wohlhabenden Eltern gesegnet ist, wird an den Kosten für derartige Erfahrungswerte scheitern.</p>
<p>Doch wann immer sich die Möglichkeit bietet, rate ich, diese wahrzunehmen.</p>
<p>W., L.<br />
Berlin, November 2011</p>
<p>Lesen Sie auch den Erfahrungsbericht der Autorin zu ihrem <a href="http://medizinernachwuchs.de/chancen-in-deutschland/2012/02/krankenpflegepraktikum-in-gastroenterologie-und-onkologie">„Krankenpflegepraktikum am Prosper Hospital Recklinghausen“</a></p>
<p>Eine weitere Autorin gibt Tipps zum Thema:<a href="http://medizinernachwuchs.de/ratgeber/2012/02/medizinstudium-tipps-fur-abiturienten-und-am-studienfach-medizin-interessierte"> „Medizinstudium – Tipps für Abiturienten und am Studienfach Medizin Interessierte“</a></p>
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<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://medizinernachwuchs.de/chancen-im-ausland/2012/02/krankenpflegepraktikum-in-neurologie' layout='button_count' show_faces='true' width='400' action='like' colorscheme='light' send='false' /></div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/medizinernachwuchs/~4/oR9JfqhmMRg" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Krankenpflegepraktikum in Gastroenterologie und Onkologie</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 18:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Engelhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chancen in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenpflegepraktikum in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gastroenterologie]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenpflegepraktikum]]></category>
		<category><![CDATA[Medizinstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegedienstleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Primary-Nurse-System]]></category>
		<category><![CDATA[Prosper Hospital Recklinghausen]]></category>
		<category><![CDATA[Recklinghausen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nordrhein-Westfalen, Recklinghausen, Prosper Hospital Recklinghausen (01.09.-30.09.2010) Ich werde Medizin studieren! Diese Entscheidung stand schon seit einiger Zeit fest. Und im Nachhinein würde ich die drei Monate des Krankenpflegepraktikums, wenn möglich, jederzeit wieder vor dem Beginn des Studiums absolvieren. Sie helfen bei der sicheren Entscheidungsfindung bezüglich des Medizinstudiums und vermitteln einen ungeheuer großen Einblick, der einem <a href="http://medizinernachwuchs.de/chancen-in-deutschland/2012/02/krankenpflegepraktikum-in-gastroenterologie-und-onkologie" class="more-link">[weiter...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://medizinernachwuchs.de/chancen-in-deutschland/2012/02/krankenpflegepraktikum-in-gastroenterologie-und-onkologie" title="Permanent link to Krankenpflegepraktikum in Gastroenterologie und Onkologie"><img class="post_image alignleft frame" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/Krankenpflegepraktikum-Recklinghausen_LW_Das-Prosper-Hospital-Recklinghausen-150x150.jpg" width="150" height="150" alt="Post image for Krankenpflegepraktikum in Gastroenterologie und Onkologie" /></a>
</p><h3>Nordrhein-Westfalen, Recklinghausen, Prosper Hospital Recklinghausen (01.09.-30.09.2010)</h3>
<p><strong>Ich werde Medizin studieren! Diese Entscheidung stand schon seit einiger Zeit fest. Und im Nachhinein würde ich die drei Monate des Krankenpflegepraktikums, wenn möglich, jederzeit wieder vor dem Beginn des Studiums absolvieren. Sie helfen bei der sicheren Entscheidungsfindung bezüglich des Medizinstudiums und vermitteln einen ungeheuer großen Einblick, der einem im Studium schnell zugute kommt. Zudem kann ich nur empfehlen, das Krankenpflegepraktikum auf einer pflegeintensiven Station aufzunehmen.</strong></p>
<h2>Entscheidung für ein Medizinstudium</h2>
<p>Medizin war das Studium meiner Wahl – eine Wahl, die zum Abitur bereits seit einiger Zeit getroffen war und mich nach der Überreichung des Zeugnisses unmittelbar ins Krankenhaus führte. Das Jahr nach dem Abitur wollte ich nutzen, um das pflichtmäßige dreimonatige Krankenpflegepraktikum bereits vor dem Beginn meines Medizinstudiums zu absolvieren und zusätzlich noch einige Erfahrungen im Ausland zu sammeln.</p>
<h2>Auf der Suche nach einem Krankenpflegepraktikum</h2>
<p>Gesagt, getan. Ich schrieb also eine kurze, formelle Bewerbung an eines der beiden Krankenhäuser meiner Heimatstadt Recklinghausen und wurde nach wenigen Tagen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.</p>
<p>Im Prosper Hospital Recklinghausen erwartete mich die Pflegedienstleitung hinter dem großen, gefüllten Foyer, stellte einige Fragen und erläuterte die Rahmenbedingungen für Pflegepraktika in ihrem Hause. Der erste Eindruck entsprach einem durchorganisierten System, war aber nicht unangenehm. Neben den allgemeinen Angaben zu meiner Person wurde mir eine Unterschrift bezüglich der Schweigepflicht abgenommen. Das erste Mal offiziell ein Teil des Gesundheitswesens mit entsprechender Verantwortung und Auflagen. Schweigepflicht – das klang für mich ungeheuer bedeutend. Die Pflegedirektorin des Hospitals klärte mit mir die Möglichkeiten der verschiedenen Stationen ab und fragte, wohin ich wolle. Ich hatte mir bereits vorher überlegt, dass ich in jedem Fall eine arbeitsintensive Station einer langweiligen vorziehen würde, und sie teilte mich prompt auf der 8B ein – die Gastroenterologie und Onkologie.</p>
<h2>Mein erster Tag</h2>
<p>Pünktlich zum 01. September 2010 begann für mich der Arbeitsalltag auf Station. Bereits eine Woche im Voraus konnte ich meinen Schichtplan erfragen. Während meine Freunde im zweiten Krankenhaus der Stadt ausschließlich Frühdienst von Montag bis Freitag leisteten, war ich, abgesehen von Nachtschichten, im ganz gewöhnlichen Schichtplan eingeteilt und arbeitete in einem anstrengenden Wochen-Rhythmus: Jedes zweite Wochenende war frei. In der Woche, in der durchgearbeitet wurde, war ein weiterer Tag unter der Woche frei. Demnach verbrachte ich, abgesehen von sechs Tagen pro Monat, jeden Tag auf der Station. Im Nachhinein gab mir das aber einen wunderbaren Einblick in den Alltag der Schwestern und Pfleger.</p>
<p>Der erste Arbeitstag begann um 7:00 Uhr. Eingekleidet in den neu gekauften Kasack, eine weiße Hose und mit zurück gebundenen Haaren wurde ich nach der Übernahme allen knapp vorgestellt und einer Schwester zugeteilt, die mir in den folgenden Wochen sehr ans Herz wuchs. Das Personal der Station war sehr jung und entsprechend dynamisch und hat mich umgehend an die Hand genommen. Auf der Station befanden sich 46 Betten mit vielen Patienten höheren Alters. Der Pflegeaufwand war, wie mir schnell klar wurde, entsprechend hoch, doch die Fälle auch entsprechend interessant.</p>
<p>Nachdem ich mich zwischen den Reinigungsräumen, dem Magazin, den Lagern und den Zimmern zurecht gefunden hatte, wurden mir die Vorbereitungen der alltäglichen Pflegerunde nahe gelegt und ich richtete die Pflegewagen ein, bekam gleichzeitig die Funktion der verschiedenen Gerätschaften erklärt und begann dann mit der Schwester, der ich zugeteilt war, die Pflege meines ersten Patienten. Das Waschen und Desinfizieren der Hände zu Beginn der Schicht musste – zumindest am ersten Tag – einem bestimmten Ablauf folgen und ging schnell in Fleisch und Blut über.</p>
<p>Der ersten pflegebedürftigen Patientin, der ich begegnete, war eine leicht demente, aber liebevolle alte Dame. Gemeinsam mit der Schwester wusch ich die Dame, wechselte das Bett, kleidete sie neu ein und lagerte sie. Dabei wurden mir alle Handgriffe nicht nur gezeigt, sondern auch erklärt, sodass sich die verschiedenen Abläufe und Vorgänge schnell und sinnvoll einprägten.</p>
<p>Nach der Pflege lernte ich während der Visite die meisten der Stationsärzte kennen und der Chefarzt nahm mich mit auf Visite. Auch er gab sich Mühe, bei den Vorgesprächen zwischen Pflegern und Ärzten die Vielzahl an Fremdwörtern knapp für mich verständlich zu machen, sodass ich neben der Pflege auch oftmals den medizinischen Hintergrund kennen lernen konnte. Dies wiederholte sich leider aufgrund des hohen Personalbedarfs an Pflegekräften auf der Station nur unregelmäßig, aber es war immer wieder interessant.</p>
<p>Die Frühstückspause am ersten Tag kam mir sehr gelegen. Bereits nach wenigen Stunden auf der Station, in denen es partout keine Sitzmöglichkeiten gab, merkte ich die ungewohnte Belastung und war froh über ein Frühstück und einen Stuhl in der Cafeteria. Ich durfte am selben Tag noch Blutzucker, Blutdruck und Temperatur messen, lernte, alle Werte entsprechend in die – chronisch verschwundenen – Kurven einzutragen und war gegen 15:00 Uhr vollkommen erschöpft. Der erste Tag meines Krankenpflegepraktikums war gleich unheimlich interessant und spannend gewesen, aber auch um ein Vielfaches anstrengender als erwartet.</p>
<h2>Meine Aufgabengebiete</h2>
<p>Nach wenigen Tagen gewöhnte ich mich an den Tagesablauf auf Station, konnte viele Aufgaben selbstständig übernehmen und wurde auch dementsprechend von den Pflegern eingesetzt. Der Umgang mit den Patienten bereitete mir unheimlich Freude – sei es, weil sie unglaublich aufmerksam und freundlich waren oder weil ich den Umgang mit gelegentlich komplizierten Patienten für mich zufriedenstellend meisterte. Ein kleines Erfolgserlebnis stellte sich nahezu jeden Tag ein und mit jedem Tag wuchs ich mehr in den Krankenhausalltag hinein.</p>
<p>Neben der Pflege erledigte ich auch Tätigkeiten wie die Essensausteilung, Essen reichen, Zimmer nach der Entlassung putzen, Botengänge ins Labor, Medikamentenausteilung und weitere anfallende Praktikantenaufgaben, war aber im Großen sehr zufrieden mit den Dingen, die man mir in kürzester Zeit anvertraute und zutraute. Die Rückmeldung von Patienten und Pflegern bezüglich meiner Arbeitsweise korrigierte und bestätigte mich.</p>
<p>Das junge Ärzteteam der Station ermöglichte mir Einblicke in medizinische Bereiche, wann immer die Auslastung auf der Station es zuließ. So bekam ich häufig die Möglichkeit, unsere Patienten zu Gastro- und Koloskopie, Sonographie und in die Radiologie zu begleiten. Die meisten Ärzte schienen erfreut, mir ihr Wissen ganz praktisch während der Untersuchung näher bringen zu können und gingen auf alle Nachfragen ein.</p>
<p>Neben den vielen gastroenterologischen Patienten lagen auf unserer Station viele onkologische Patienten. Neben Isolationszimmern der von Darminfektionen befallenen Patienten lagen also häufig unmittelbar Umkehrisolationszimmer der Chemopatienten, deren Immunsystem stark angegriffen war und daher geschützt werden musste. Dadurch erlernte ich erfreulicherweise den korrekten Umgang mit der entsprechenden Schutzkleidung, die Desinfektionsvorschriften und erneut viel über die vorhandenen Krankheitsbilder.</p>
<p>Aufgrund der Schwere vieler Fälle hatte ich im Laufe der sechs Wochen auf dieser Station häufig mit dem Tod und trauernden Angehörigen zu tun. Das Abbauen eines Menschen bis hin zu seinem Tod mitzuerleben, stellte mich zunächst vor eine Herausforderung, die ich aber unbedingt vor dem Beginn meines Medizinstudiums meistern wollte. Ich setzte mich konkret damit auseinander, begleitete die Leichen in die Obduktion und setzte mich mit den Angehörigen auseinander. Dies war mir immer frei gestellt, doch ich hielt es für eine entscheidende Erfahrung während meines Krankenpflegepraktikums.</p>
<h2>Das Primary-Nurse-System</h2>
<p>Große Hektik auf der Station kam auf, als ein neues Pflegesystem, das so genannte „Primary-Nurse-System“ eingeführt wurde. Dabei werden einigen wenigen „Primary-Nurses“ konkrete Zimmer und damit die Patienten zugeordnet, die einen festen Ansprechpartner haben und dieser wiederum einen klaren Verantwortungsbereich. Die Visiten wurden immer von den Ärzten und den verantwortlichen Pflegern gemeinsam durchgeführt, sodass eine sehr gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten ermöglicht wurde.</p>
<p>Dieses System führte dazu, dass ich in der ersten Stunde jeden Morgen die ersten Patienten alleine pflegte, bis meine „Primary Nurse“ hinzu kam und wir gemeinsam weiter arbeiteten. Die eventuell vorhandenen Hemmschwellen zum Beginn der Pflegetätigkeiten werden sehr schnell überwunden und man entwickelt schnell eine effektive, aber nicht vernachlässigende Routine in seiner Arbeit. Auch die Kondition nimmt schnell zu und eine normale Schicht ist nicht mehr überdurchschnittlich erschöpfend. Mein Schichtplan beinhaltete sowohl Früh- als auch Spätdienste, wobei sich beide in ihren Abläufen stark unterschieden. Frühschichten begannen vor 7:00Uhr und endeten um 15:15 Uhr, Spätdienste hingegen gingen von 12:00 Uhr bis 20:15 Uhr.</p>
<h2>Rückblick und Ausblick</h2>
<div id="attachment_1779" class="wp-caption alignright" style="width: 150px">
	<a href="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/Krankenpflegepraktikum-Recklinghausen_LW_Das-Rathaus-der-Stadt-Recklinghausen.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1779" title="Krankenpflegepraktikum Recklinghausen_LW_Das Rathaus der Stadt Recklinghausen" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/Krankenpflegepraktikum-Recklinghausen_LW_Das-Rathaus-der-Stadt-Recklinghausen-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Das Rathaus der Stadt Recklinghausen</p>
</div>
<p>Insbesondere der Frühdienst ermöglichte es mir, den Rest des Tages noch sinnvoll zu nutzen. Recklinghausen als überschaubare Stadt, in der es aber alles gibt, was man braucht, hat durchaus einiges zu bieten. Ob in der nahegelegenen Natur, in der Innenstadt, dem Ruhrfestspielhaus, insbesondere während der international bekannten Ruhrfestspiele ein absolutes Muss, oder mit der Familie Zeit zu verbringen – die Tage gingen schnell vorbei. Die Abende wurden zudem merklich kürzer, denn der Frühdienst verlangte frühes Aufstehen und war durchaus anstrengend.</p>
<p>Auf der Station stellte sich schnell eine angenehme Mischung aus eigenständigen, interessanten Tätigkeiten und reinen „Praktikantentätigkeiten“ ein. Da wir eine Stationshelferin hatten, die für gewöhnlich die Essensausgabe organisierte, war jeden Tag mein Einsatz in der Pflege gefragt. Je nach Krankheitsbild und Patient konnte dies eine spannende Herausforderung sein. Abends und sonntags lag es in der Regel an mir als auch den Schülerinnen und Praktikanten, Essen auszuteilen und zu reichen. Dennoch durfte ich regelmäßig Zucker und Blutdruck messen, Patienten zu invasiven Untersuchungen begleiten, Wundern säubern, Verbände wechseln und vor allem viele Fragen stellen, die mir meistens ausführlich und praxisnah beantwortet wurden.</p>
<p>Sowohl die Schwestern als auch die Ärzte der Station haben mich sehr gut aufgenommen. Neben den medizinischen Tätigkeiten bekam ich auch erfreulicherweise einen authentischen Einblick in den organisatorischen Ablauf in einem Krankenhaus und vor welche Probleme sich Krankenhäuser zum Beispiel aufgrund des Gesundheitssystems gestellt sehen. All diese Erfahrungen im Umgang mit den Patienten, dem Krankenhausablauf, den pflegerischen und medizinischen Verfahrensweisen bestärkten mich in meinem Studien- und Berufswunsch.</p>
<h2>Mein Resümee</h2>
<div id="attachment_1778" class="wp-caption alignright" style="width: 150px">
	<a href="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/Krankenpflegepraktikum-Recklinghausen_LW_Das-Prosper-Hospital-Recklinghausen.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1778" title="Krankenpflegepraktikum Recklinghausen_LW_Das Prosper Hospital Recklinghausen" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2012/02/Krankenpflegepraktikum-Recklinghausen_LW_Das-Prosper-Hospital-Recklinghausen-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Das Prosper Hospital Recklinghausen</p>
</div>
<p>Jetzt im Medizinstudium bin ich zudem froh, bereits über gewisse Basisfähigkeiten zu verfügen, die mir Sicherheit geben im Umgang mit Patienten auf Station. Auch im Nachhinein würde ich die drei Monate des Krankenpflegepraktikums, wenn möglich, jederzeit wieder vor dem Beginn des Studiums absolvieren. Sie helfen bei der sicheren Entscheidungsfindung bezüglich des Medizinstudiums und vermitteln einen ungeheuer großen Einblick, der einem im Studium schnell zugute kommt.</p>
<p>Nach den sechs Wochen Krankenpflegepraktikum im Prosper Hospital in Recklinghausen bekam ich einen Praktikumsplatz in England, wo ich die folgenden sechs Wochen arbeitete. Zu beiden Häusern und den betreffenden Stationen habe ich noch immer Kontakt und möchte mich in diesem Rahmen für die lehrreichen Monate bedanken.</p>
<p>Ich kann nur empfehlen, das Krankenpflegepraktikum auf einer pflegeintensiven Station aufzunehmen. Natürlich ist die Belastung höher, aber man lernt neben seinen Grenzen auch deutlich mehr Krankheitsbilder, Verfahren, Pflegetechniken, Menschen, Untersuchungen und Eingriffe kennen. Und die Zeit vergeht schneller, wenn man nicht gelangweilt in der Ecke stehen muss. Gastroenterologie und Onkologie waren daher genau das Richtige.</p>
<p>Zudem hatte ich ausgesprochenes Glück mit dem Team auf meiner Station. Die Arbeit in lockerer Atmosphäre war nicht weniger anstrengend und durchgeplant, aber unterhaltsamer. Und dass sowohl die Ärzte als auch die Schwestern mir jederzeit viel erklärt haben, empfand ich als ungemein hilfreich. Die Arbeitszeiten für Praktikanten im Prosper Hospital Recklinghausen sind für ein deutsches Krankenhaus eher streng und anstrengend, aber sie entsprechen dem Klinik-Alltag. Je nachdem, was man möchte, sollte man sich durchaus für sechs Wochen damit auseinander setzen. Rückblickend betrachtet, habe ich aus diesen sechs Wochen sowohl inhaltlich als auch persönlich einiges an Erfahrungen mitnehmen können und bin froh, mein Krankenpflegepraktikum in diesem Rahmen absolviert zu haben.</p>
<p>W., L.<br />
Berlin, November 2011</p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://medizinernachwuchs.de/chancen-in-deutschland/2012/02/krankenpflegepraktikum-in-gastroenterologie-und-onkologie' layout='button_count' show_faces='true' width='400' action='like' colorscheme='light' send='false' /></div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/medizinernachwuchs/~4/A7VrXpOWveQ" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Medizinstudium – Tipps für Abiturienten und am Studienfach Medizin Interessierte</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 22:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Engelhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizinstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Abitur]]></category>
		<category><![CDATA[Abitur-Besten-Quote]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenpflegepraktikum]]></category>
		<category><![CDATA[Physikum]]></category>
		<category><![CDATA[Studienplatz Medizin]]></category>
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		<description><![CDATA[Abitur geschafft! Nun möchte ich Medizin studieren! Ich kann aber kein Blut sehen. Geht dies trotzdem? Auch ohne naturwissenschaftliche LKs? Latinum? Ich habe kein 1,0 Abi, was jetzt? Welche Uni ist die beste für mich? Was soll ich in der Zeit zwischen Abitur und Studium machen? Fragen über Fragen. Ein Erfahrungsbericht einer Medizinstudentin gibt Antworten. <a href="http://medizinernachwuchs.de/ratgeber/2012/02/medizinstudium-tipps-fur-abiturienten-und-am-studienfach-medizin-interessierte" class="more-link">[weiter...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://medizinernachwuchs.de/ratgeber/2012/02/medizinstudium-tipps-fur-abiturienten-und-am-studienfach-medizin-interessierte" title="Permanent link to Medizinstudium &#8211; Tipps für Abiturienten und am Studienfach Medizin Interessierte"><img class="post_image alignleft frame" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2010/08/Wegweiser_Arzt-Phasen-150x150.jpg" width="150" height="150" alt="Post image for Medizinstudium &#8211; Tipps für Abiturienten und am Studienfach Medizin Interessierte" /></a>
</p><p><strong>Abitur geschafft! Nun möchte ich Medizin studieren! Ich kann aber kein Blut sehen. Geht dies trotzdem? Auch ohne naturwissenschaftliche LKs? Latinum? Ich habe kein 1,0 Abi, was jetzt? Welche Uni ist die beste für mich? Was soll ich in der Zeit zwischen Abitur und Studium machen? Fragen über Fragen. Ein Erfahrungsbericht einer Medizinstudentin gibt Antworten.</strong></p>
<h3>Vor dem Studium</h3>
<p>Im letzten Schuljahr, kurz vor oder nach dem Abitur, stellt sich jeder über kurz oder lang die Frage: „Wie geht mein Leben jetzt weiter?“. Selbst wer sich die Frage nicht selbst stellt oder hartnäckig versucht, sie zu verdrängen, kann ihr kaum aus dem Weg gehen. Denn da gibt es schließlich noch die lieben Verwandten. Die scheinen plötzlich alle nur noch eines wissen zu wollen: „Und was planst Du nach dem Abitur? Willst Du studieren oder eine Ausbildung machen?“.</p>
<p>Antworten wie „Das weiß ich noch nicht.“ scheinen sie regelrecht zu motivieren, weiter über das Thema zu reden. Auch vor gut gemeinten aber in diesem Moment wohl eher weniger hilfreichen Tipps wie „Der Hans-Peter, der hat ja vor 20 Jahren bei der örtlichen Bank eine Ausbildung gemacht und sitzt jetzt in einer klasse Position“ ist man in solch einer Situation kaum sicher.</p>
<p>Damit es Euch in dieser Zeit, in der sich plötzlich Euer gesamtes Leben zu verändern scheint, besser geht, hier ein kleiner Ratgeber. Vorausgesetzt, Ihr spielt mit dem Gedanken, Medizin zu studieren.</p>
<p>Ihr seid immer noch am Lesen? Na dann gehe ich einmal davon aus, dass Ihr tatsächlich daran interessiert seid, Eure Seele für mindestens sechseinhalb Jahre zu verkaufen und Medizinstudent zu werden?!</p>
<p>Keine Angst, ganz so schlimm ist die ganze Sache nicht. Aber mehr dazu später.</p>
<p>Seid Ihr Euch noch unsicher, ob Medizin überhaupt das Richtige für Euch ist? Oder habt Ihr Euch schon entschieden und wisst nicht, was Euch erwartet? Hier die Antworten auf die typischen Fragen.</p>
<h3>Ich kann kein Blut sehen. Kann ich trotzdem Medizin studieren?</h3>
<p>Keine Angst, Ihr könnt Euch während des Studiums ziemlich gut davor drücken, Blut zu sehen. Und mit abgeschlossenem Medizinstudium gibt es mindestens genauso viele Berufe, bei denen man nicht mit Blut zu tun hat, wie typische Arztberufe, die mit Blut zu tun haben.</p>
<p>Ihr könnt Medizinjournalist oder Psychiater werden, bei Pharmaunternehmen arbeiten, in die Forschung oder in die Entwicklungshilfe gehen, im Bereich der Krankenkassen, Kur, Reha und Altenpflege arbeiten,&#8230; Außerdem, Ihr seid mit Eurer Angst vor Blut nicht allein. Den meisten Medizinstudenten ist Blut zumindest in den ersten Jahren unangenehm, auch wenn sie es nicht zugeben wollen. Wie sonst lässt es sich erklären, dass bei uns im zweiten Semester sowohl Jungen als auch Mädchen dabei umgekippt sind, als sie sich selbst Blut am Zeigefinger abnehmen mussten? Mit der Zeit gewöhnen sich viele an den Anblick und den routinierten Umgang mit Blut. Und selbst wenn nicht, dann bleiben nach absolviertem Studium noch all die oben erwähnten Berufsgruppen zur Auswahl.</p>
<h3>Kann ich auch ohne naturwissenschaftliche LKs Medizin studieren?</h3>
<p>Kein Problem. Selbst Leute, die weder Biologie noch Chemie noch Physik in der Oberstufe hatten, schaffen das Studium. Sicher hat man einen Vorteil, wenn man schon einige Fakten aus der Schulzeit her kennt, allerdings ist Wissen in diesem Bereich keine Voraussetzung. Der Lehrplan im Studium ist nicht an einem Vorwissen ausgerichtet, sondern beginnt noch mal von der Pike auf. Außerdem liegt die Stoffmenge und der Anspruch in den Fächern Biologie, Chemie und Physik im Studium weit unter dem LK-Niveau und teils sogar unter dem GK-Niveau. Also keine Panik!</p>
<p>Dennoch lohnt es sich auf jeden Fall, vor dem Studium nochmals seine alten Schulunterlagen durchzugehen. Insbesondere die Fächer, die Ihr nicht mehr in der Oberstufe hattet, solltet Ihr nochmals durchgehen. Wenn Ihr vor Studienbeginn schon etwas tun wollt, dann wäre es sinnvoll, Euch GK-Bücher von Eurer Schule auszuleihen und diese durchzuarbeiten. Die Schulen sind meist sehr hilfsbereit, was das Bücherausleihen angeht.</p>
<p>Aber nicht vergessen, es geht auch ganz ohne Vorlernen. Wenn Ihr Deutsch auf Lehramt studiert, dann müsst Ihr vor dem Studium schließlich auch noch kein Althochdeutsch können.</p>
<h3>Ist das Latinum im Medizinstudium vorgeschrieben?</h3>
<p>Nein, Ihr müsst weder vor dem Studium noch während des Studiums ein Latinum ablegen. Latein ist vor allem im Fach Anatomie von Vorteil, da Ihr dann einige Begriffe besser versteht, ansonsten aber nicht notwendig. Im Studium gibt es zusätzlich das Fach „Terminologie“, in dem man die wichtigsten und gängigen medizinischen Wörter und Redewendungen, die aus dem Lateinischen stammen, erlernt.</p>
<p>Wenn Ihr Interesse an den medizinischen Fachbegriffen habt und z.B. beim Lernen der Knochen- und Muskelnamen nicht nur den lateinischen Namen wissen wollt, dann lohnt es sich, ein Wörterbuch anzuschaffen. Entweder ganz einfach Deutsch-Latein oder ein spezifisches Fachwörterbuch. Das ist vor allem deshalb hilfreich, weil Ihr Euch dann Fachbegriffe leichter merken könnt. Ein Beispiel wäre der Musculus Sartorius, das ist auf Deutsch der Schneidermuskel. Er geht quer über die Vorderseite des Oberschenkels, durchschneidet diesen also. Außerdem ist er notwendig für das Einnehmen der Position des „Schneidersitzes“, daher kommt der Name des Muskels. Je nach Lern Typ, kann man sich jetzt sowohl Muskel als auch Muskelname besser einprägen.</p>
<h3>Ich habe kein 1,0-Abi, was jetzt?</h3>
<p>Zuallererst, hört nicht auf all die Schauermärchen von Euren Bekannten. Die meisten sind nicht wahr oder weit übertrieben. Schaut Euch auf der ZVS-Homepage (Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen) <a href="http://www.zvs.de/">www.zvs.de</a> an, an welcher Universität man in den letzten Jahren mit Eurem Schnitt noch genommen wurde. In München wurde man in den letzten Jahren z.B. im ersten Nachrückverfahren noch bis zu einem Schnitt von 1,8 angenommen. Nachdem Ihr herausgefunden habt, an welchen Unis Ihr mit Eurem Abiturdurchschnitt Chancen habt, müsst Ihr sechs davon auswählen. Die Reihenfolge müsst Ihr strategisch angehen. Wenn Ihr meint, sowieso kaum Chancen zu haben, dann wählt statt Eurer Wunschuniversität lieber die Uni an erster Stelle, bei der Ihr Euch am meisten Chancen ausrechnet.</p>
<p>Auch die Abiturienten mit einem Abiturschnitt von 1,0 oder 1,1, die also per Abitur-Besten-Quote ihren Studienplatz zugeteilt bekommen werden, müssen disponieren. Beim ZVS-Formular könnt Ihr bereits im Formular „Abitur-Besten-Quote“ sechs verschiedene Universitäten angeben. Besser ist es allerdings, hier nur die Unis anzugeben, an die man wirklich möchte, am besten nur die Wunschuniversität. Sonst kann es passieren, dass Ihr über die Abitur-Besten-Quote zwar keinen Platz an Eurer Wunschuni bekommt, aber an der Universität auf Ranglistenplatz vier. Über das Hochschulverfahren hättet Ihr aber mit Eurem guten Schnitt einen Platz an der Wunschuni bekommen. Also auch hier disponieren, sonst landet Ihr am Ende nicht dort, wo Ihr hin wolltet.</p>
<p>Vergesst keinesfalls die Fristen! Markiert Euch den Termin, bis zu dem Ihr Eure Bewerbung bei der ZVS ausgefüllt haben müsst. Achtung, für Altbewerber gelten andere Fristen. Als Altbewerber zählt Ihr dann, wenn Ihr Euer Abitur nicht im Bewerbungsjahr absolviert habt.</p>
<p>Aufgepasst! Bevor Ihr eine Kopie Eures Abi-Zeugnisses an die ZVS sendet<strong>, </strong>überprüft nochmals, ob es wirklich beglaubigt ist. Sollte es nicht beglaubigt sein und die ZVS bemerkt dies zu spät, fallt Ihr aus dem Auswahlverfahren heraus!</p>
<h3>Welche Universität ist die beste für mich?</h3>
<p>Dies lässt sich am einfachsten herausfinden, wenn Ihr die Universität vor Ort besichtigt. Gefällt Euch das Gebäude und die Lage der Uni? Ihr müsst bedenken, dass die Medizinische Fakultät oft nicht dort liegt, wo die restliche Uni angesiedelt ist. Es kann also sein, dass Ihr nicht direkt im Stadtzentrum studiert.</p>
<p>Außerdem ist es hilfreich, mit Studenten der jeweiligen Universität zu sprechen. Am einfachsten geht das über Internetforen. Jede Medizinische Fakultät hat ein Internetforum, in dem Ihr gerne Fragen stellen könnt. Um die Adressen zu den Foren zu erhalten, ruft am besten bei der jeweiligen Medizinischen Fakultät oder dem Medizinischen Konsulat der Uni an.</p>
<p>Bei der Wahl der Universität ist das Stadtumfeld fast wichtiger als die Reputationen der Uni. Überlegt, ob Ihr eher in einer Großstadt oder einer Studentenstadt studieren wollt. Welche Freizeitaktivitäten wollt Ihr in Zukunft gerne ausüben? Ist Eure gewählte Stadt dafür geeignet?</p>
<h3>Was soll ich vor dem Studium kaufen?</h3>
<p>Eigentlich muss man noch gar nichts kaufen. Was man sich vorher schon anschaffen kann, weil man es im Studium sowieso braucht, ist folgendes: Weißer Arztkittel, 100er-Pack Gummihandschuhe und Präparier-Besteck (vor allem Skalpell und Pinzetten) für den Präparier-Kurs im Fachbereich Anatomie, ein Stethoskop und ein Plastikskelett &#8211; erleichtert das Knochen- und Muskellernen und sieht einfach sehr schick aus und ist auch ideal als Kleiderständer verwendbar.</p>
<h3>Was soll ich in der Zeit zwischen Abitur und Beginn des Medizinstudiums machen?</h3>
<p>Die freien Monate vor dem Medizinstudium bieten sich vor allem dazu an, bereits ein bis drei Monate des Pflegepraktikums zu absolvieren. Es ist absolut empfehlenswert, da Ihr sonst alle drei Monate in den Semesterferien bis zum Physikum, dem 1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, ableisten müsst. Die Ferien sind sowieso schon knapp bemessen, da an den meisten Unis noch Chemie- und Biologiepraktika in den eigentlichen Ferien dazukommen.</p>
<p>Aber Achtung, diese Praktika dürfen nicht vor Abschluss des Abiturs und nicht länger als zwei Jahre vor Studienbeginn durchgeführt werden. Auch den für das Physikum vorgeschriebenen Erste-Hilfe-Kurs könnt Ihr schon im vor hinein ablegen. Der Kurs muss acht Doppelstunden umfassen und ist damit umfangreicher als der Führerscheinkurs &#8220;Sofortmaßnahmen am Unfallort&#8221;.</p>
<p>Wenn Euch dann immer noch Zeit bleibt, könnt Ihr Euer Wissen auffrischen oder etwas Vorlernen. Hierzu kommt vor allem das Fach Anatomie in Frage. Leiht Euch in der Bibliothek den Anatomieatlas „Prometheus“ oder „Sobotta“ aus und macht Euch mit der menschlichen Anatomie vertraut. Den Atlas, den Ihr vorzieht, könnt Ihr Euch auch gleich kaufen, da Ihr ihn für das Studium sowieso noch brauchen werdet.</p>
<p>Ein weiterer Tipp ist, Euch einmal in der Anatomie umzuschauen. Vielleicht kennt Ihr selbst Medizinstudenten und könnt sie mit in den Präparier-Saal begleiten oder Ihr fragt bei der anatomischen Abteilung der Universität nach.</p>
<h3>Pflegepraktika?</h3>
<p>Insgesamt müsst Ihr drei Monate, das heißt 90 Kalendertage Krankenpflegepraktikum ablegen. In diesen 90 Tagen sind arbeitsfreie Wochenenden eingeschlossen, das heißt, tatsächliche Arbeitstage sind je nach Klinik in etwa 69 Tage. Beim Pflegepraktikum seid Ihr nicht den Ärzten, sondern den Schwestern zugeordnet. Eure Tätigkeit ist die Pflege. Allerdings könnt Ihr trotzdem versuchen, einen Teil Eurer Zeit mit ärztlichem Personal zu verbringen.</p>
<p>Wenn Ihr sowohl Schwestern als auch Ärzte freundlich fragt, ist es meist möglich, mal der einen oder anderen OP beizuwohnen oder dem Arzt beim Blutabnehmen zu assistieren. Solltet Ihr Euch mit den Schwestern schlecht verstehen oder seid die Lästerei/Zickerei auf Eurer Station leid, dann müsst Ihr da einfach durch. Versucht Euch mit den Schwestern und Pflegern gut zu stellen und wenn es gar nicht mehr geht, lasst Euch einfach in die Schichten einteilen, in denen Ihr mit netten Leuten zusammen seid. Ihr arbeitet dort schließlich nur einen Monat, der geht auch vorbei. Durchhalten ist angesagt!</p>
<p>Nun zum bürokratischen Teil des Pflegepraktikums. In jedem Bundesland und sogar fast an jeder Universität gibt es kleine Unterschiede in der Regelung zum Krankenpflegepraktikum. Ruft einfach beim Landesprüfungsamt (LPA) Eurer Universität an und informiert Euch über die Regeln, die dort gelten. Die Telefonnummern findet Ihr im Internet, gebt in einer Suchmaschine „Landesprüfungsamt Medizin“ und den Hochschulort an.</p>
<p>Glücklicherweise gibt es Grundregeln, die an allen Hochschulen gelten. Ihr könnt das Praktikum in drei Abschnitte von je 30 Tagen aufteilen (an manchen Hochschulen sind auch Aufteilungen in z.B. 45-45 möglich). Das Krankenhaus, in dem Ihr arbeitet, muss mindestens 20 Betten haben. Und das Wichtigste: Die Pflegedienstleitung des Krankenhauses muss Euch bestätigen, dass Ihr dort gearbeitet habt. Dazu gibt es ein spezielles Formular „Bescheinigung über den Krankenpflegedienst“. Dieses könnt Ihr Euch im Internet herunterladen und am Ende Eures Praktikums ausfüllen lassen. Achtet darauf, dass das Datum der Unterschrift des Pflegedienstleiters nicht vor dem Ende Eurer Praktikumszeit liegt, sonst wird die Bescheinigung nicht anerkannt.</p>
<h3>Stimmt es, dass neben dem Medizinstudium kaum Zeit bleibt?</h3>
<p>Die Gerüchte, dass man neben dem Medizinstudium nicht ganz so viel Zeit hat wie die meisten Geisteswissenschaftler, ohne diese schlecht machen zu wollen, sind wahr. Allerdings hat ein hoher Prozentsatz der Medizinstudenten neben dem Studium ein ebenfalls zeitintensives Hobby wie Mannschaftssport, Singen im Chor, Parteiarbeit, Sozialprojekte oder sogar ein Zweitstudium. Und selbst diese Leute schaffen es, neben dem Studium und ihrem Hobby noch ein Privatleben zu führen. Also lasst die Leute ruhig reden und macht Euch vorerst keine weiteren Sorgen.</p>
<p>Sollte die Freizeit im Studium dann doch knapp werden, dann kann man zuallererst das zeitaufwändige Hobby streichen. Wenn die Zeit selbst ohne Hobby zu knapp wird, ist es am besten, mit Kommilitonen aus dem eigenen Semester Lerngruppen zu gründen. Da lässt es sich produktiv lernen und in diesem Fall trifft der alte Spruch „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ tatsächlich zu. Ihr habt alle das gleiche Problem, in dem Fall „Keine Zeit“. Ihr könnt Euch also genüsslich bei den anderen ausheulen und Euch gegenseitig in der Meinung bekräftigen, wie anstrengend das Medizinstudium ist, wie arm Ihr doch dran seid und dass Ihr lieber hättet Lehramt studieren sollen.</p>
<p>Doch auch diese Zeiten gehen vorbei. Gebt nicht gleich bei der ersten Hürde und dem ersten Lernmarathon auf! Es ist alles zu schaffen. Speziell an die Leute in München: Das erste Semester geht vorbei. Auch das nervenaufreibende Auswendiglernen von Knochenstrukturen und Muskelansätzen hat ein Ende. In den kommenden Semestern wird der Stoff immer anschaulicher und die Semesterwochenstunden immer weniger.</p>
<p>Nun wieder an alle: Spätestens nach dem Physikum, nach den ersten zwei Jahren Medizinstudium, habt Ihr es geschafft. Dann wechselt das bisher theoretische Studium ins Praktische und Ihr habt plötzlich wieder Freizeit.</p>
<h3>Ausblick</h3>
<p>Und wer wissen möchte, wie es dann nach bestandenem Physikum in der Klinik weitergeht, dem schildere ich dies dann in meinem nächsten Erfahrungsbericht &#8220;Wie ist es wirklich? Erste Erfahrungen in der Klinik&#8221;.</p>
<p>V., J.<br />
München, Juli 2010</p>
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		<title>Vortrag „So schnell können Mediziner in die Mühlen der Medien geraten“</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 14:35:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Engelhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt]]></category>
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		<description><![CDATA[am 28.03.2012, 16:00 Uhr, Ärztefinanzzentrum Berlin, Kurfürstendamm 219, 10719 Berlin Angenommen, eine Ärztin oder ein Arzt gerät ins Schussfeld der Medien. Eine kritische Situation. Wie sieht in einem solchen Fall der Fälle eine professionelle Kommunikation aus, um sich vor Medienattacken zu schützen? Wie das Krisenmanagement einer Klinik bei plötzlich auftretenden Zwischenfällen? Was sind die sieben <a href="http://medizinernachwuchs.de/allgemein/2012/02/vortrag-%e2%80%9eso-schnell-konnen-mediziner-in-die-muhlen-der-medien-geraten-2" class="more-link">[weiter...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://medizinernachwuchs.de/allgemein/2012/02/vortrag-%e2%80%9eso-schnell-konnen-mediziner-in-die-muhlen-der-medien-geraten-2" title="Permanent link to Vortrag „So schnell können Mediziner in die Mühlen der Medien geraten“"><img class="post_image alignleft frame" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2010/11/MN_8schilder_Text_backdrop-150x150.jpg" width="150" height="150" alt="Post image for Vortrag „So schnell können Mediziner in die Mühlen der Medien geraten“" /></a>
</p><h3>am 28.03.2012, 16:00 Uhr, Ärztefinanzzentrum Berlin, Kurfürstendamm 219, 10719 Berlin</h3>
<p>Angenommen, eine Ärztin oder ein Arzt gerät ins Schussfeld der Medien. Eine kritische Situation. Wie sieht in einem solchen Fall der Fälle eine professionelle Kommunikation aus, um sich vor Medienattacken zu schützen? Wie das Krisenmanagement einer Klinik bei plötzlich auftretenden Zwischenfällen? Was sind die sieben gefährlichsten Medienfallen und wie kann man diese möglichst umgehen? Was kann man vorbereitend tun, was muss man auf jeden Fall vermeiden?</p>
<p>Antworten auf diese und weitere Fragen gibt Referent Holger Münsinger, Jurist und Journalist, in seiner Vortrags- und Seminarreihe, bei der er den richtigen Umgang mit Medien anhand von aktuellen Beispielen erläutert.</p>
<p>Diese Veranstaltung ist mit <span style="color: #ff0000;"><strong>4 Fortbildungspunkten</strong></span> von der Ärztekammer Berlin anerkannt.</p>
<p><a href="http://medizinernachwuchs.de/vortraege-seminare/38/famulatur-und-pj-im-ausland">Weiter zum Vortrag</a></p>
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		<title>Das Physikum 2011 – Persönliche Tipps zum Physikum 2012</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 13:26:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Engelhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Physikum]]></category>
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		<description><![CDATA[Liebe Physikumsanwärter/-innen, allem voran sei erwähnt, dass das Physikum in vielen Dingen an die Pubertät erinnert. Wir erinnern uns alle noch an das Achterbahnfahren der Gefühle, die unreine Haut und die generelle Unzufriedenheit. Genau dies erwartet Euch nun erneut, jedoch mit dem feinen Unterschied, dass es sich um eine sehr kurze „Pubertät“ handelt und Ihr <a href="http://medizinernachwuchs.de/ratgeber/2012/01/das-physikum-2011-personliche-tipps-zum-physikum-2012" class="more-link">[weiter...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://medizinernachwuchs.de/ratgeber/2012/01/das-physikum-2011-personliche-tipps-zum-physikum-2012" title="Permanent link to Das Physikum 2011 – Persönliche Tipps zum Physikum 2012"><img class="post_image alignleft frame" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2010/11/MN_8schilder_Text_backdrop-150x150.jpg" width="150" height="150" alt="Post image for Das Physikum 2011 – Persönliche Tipps zum Physikum 2012" /></a>
</p><p><strong>Liebe Physikumsanwärter/-innen, allem voran sei erwähnt, dass das Physikum in vielen Dingen an die Pubertät erinnert. Wir erinnern uns alle noch an das Achterbahnfahren der Gefühle, die unreine Haut und die generelle Unzufriedenheit. Genau dies erwartet Euch nun erneut, jedoch mit dem feinen Unterschied, dass es sich um eine sehr kurze „Pubertät“ handelt und Ihr nachher in den glorreichen Klinikhallen Euer Unwesen treiben dürft.</strong></p>
<h2>Das Physikum rückt näher</h2>
<p>Das 4. Semester beginnt, wie jedes andere auch, mit Vorlesungen, Praktika und Seminaren und die böse, große Prüfung liegt in weiter Ferne – möchte man meinen. Doch Ihr werdet schnell merken, dass sich bei den meisten von Euch doch eine unterschwellige Panik einstellt, die natürlich keiner von Euch zugeben möchte, denn so, wie alle vor Euch auch, seid Ihr dafür natürlich so cool, zu lässig und einfach zu klug.</p>
<p>Zwei Monate vor dem schriftlichen Teil werdet Ihr Euch der Tatsache bewusst, dass es „irgendwie“ nur noch acht Wochen sind, bis Ihr Eure 320 Kreuze, optimaler Weise in das richtige Feld, setzen müsst. An dieser Stelle möchte ich Euch schonungslos mit der Wahrheit konfrontieren: Es handelt sich hierbei um KEINE Kreuze, sondern um eine „Malen nach Zahlen“- Übung, bei der das richtige Feld fein säuberlich ausgemalt werden soll.</p>
<p>Es verbleiben nun also noch zwei Monate und ich würde Euch raten: Verabschiedet Euch für diese Zeit von Eurem Leben und lernt bis Ihr nicht mehr könnt &#8211; und dann noch ein bisschen weiter. Die ersten zwei Wochen sind kein Problem, denn jeder, der Biochemie hinter sich hat, weiß, dass es auch schlimmer kommen kann, doch dann folgt meistens ein Tief. Man tut alles, um nicht lernen zu müssen. Die Wohnung glänzt, der Kasten ist aufgeräumt, die Bücher alphabetisch geordnet und sogar die Socken nach Farben sortiert. Macht Euch da bitte nicht wahnsinnig, weil Ihr nichts lernt, denn wir haben das alle so gemacht und haben das Physikum trotzdem positiv, sogar besser als gedacht, bestanden.</p>
<p>Nach dem eben erwähnten gefürchteten Tief werdet Ihr allerdings feststellen, dass das Ganze eigentlich gar nicht so schlimm ist und ich persönlich war begeistert, wie sich die vielen, vorher unabhängig voneinander gelernten Fachgebiete nun zu einem Großen und Ganzen zusammenfügen. Plötzlich gibt das ganze Lymphsystem, der Frank Starling Mechanismus und sogar der Citratzyklus Sinn. Ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, aber man möchte manchmal fast meinen, man hätte Spaß am Lernen.</p>
<h2>Meine Tipps zur Vorbereitung</h2>
<p>Ich habe mich in dieser Zeit hauptsächlich mit „MediLearn“-Heften vorbereitet. Manchmal kommt es vor, dass man schockiert von den spärlichen Ausführungen des Stoffes vor so einem Heft sitzt und in der jeweiligen „Dualen Reihe“ zu lesen beginnt, um nach kurzer Zeit festzustellen, dass man sich das alles sowieso nie merken wird. Dies ist korrekt. Ich kann Euch also nur empfehlen, einfach bei den „MediLearn“-Heften zu bleiben und wenn Euch die Knappheit des Stoffes an manchen Ecken zu viel wird, dann könnt Ihr das eine oder andere zur Beruhigung auch in einem der dicken Schinken nachlesen, allerdings ist es wirklich, wirklich, wirklich in keiner Weise nötig.</p>
<p>Zur Lernkontrolle empfehle ich ab und an, ein wenig zu kreuzen. Das motiviert und zeigt Schwachstellen auf. Ich hatte mir zwei Wochen vor dem schriftlichen Physikum frei gehalten, um in dieser Zeit nur mehr zu kreuzen und eben diese Schwachstellen auszubessern.</p>
<p>Des Weiteren kann ich Euch nur raten: Bleibt bei bewährten Lernstrategien! Ändert nicht ganz plötzlich Eure Art und Weise zu lernen ab, nur weil es sich hier um das ach so schlimme Physikum handelt. Es ist eine Prüfung, wie jede andere auch, nur ein bisschen mühsamer. Ich war nie ein Lerngruppentyp und habe daher für die Prüfung alles im Alleingang gelernt. Andere haben Gruppen gebildet, entscheidend ist jedoch nur, dass Ihr Euch wohlfühlt, denn es heißt zwei bis drei Monate durchzuhalten.</p>
<p>Ihr werdet in der Vorphysikumszeit feststellen, dass Ihr mit mehr angehenden Nobelpreisträgern studiert, als gedacht. Jedenfalls scheinen die genannten Kommilitonen dieser Meinung zu sein, während sie Euch die Welt erklären und mit Details aufwarten, die sie letztens in Galileo aufgeschnappt haben. Meidet solche Menschen bitte! Ich habe in der Zeit vor dem Physikum meine sozialen Kontakte ziemlich reduziert, weil ich mich immer schon von solchen Panikwellen anstecken ließ und das in dieser Zeit nichts anderes als „Nervenverschwendung“ ist.</p>
<h2>Die Einladung kommt per Post</h2>
<p>Nachdem Ihr den Stoff schließlich, optimaler Weise, einmal durchgelernt habt, kommt der große Tag wesentlich schneller, als man glaubt. Ihr werdet aufwachen und Euer erster Gedanke wird „Oh mein Gott, ich habe doch gestern erst zu studieren begonnen, ich bin zu jung, um schon das Physikum schreiben zu müssen!“ sein. Aber seid versichert: Alles kein Problem! Ungefähr zwei Wochen vor dem Schriftlichen bekommt Ihr spätestens Eure Einladung per Post. Hier findet Ihr Informationen über Ort, Zeit und Dauer, doch auch darüber, wie Ihr korrekt kreuzt – eine Wahnsinns-Herausforderung!</p>
<h2>Auf in die schriftliche Prüfung!</h2>
<p>Faszinierender Weise habe ich in der Nacht vor dem Physikum geschlafen wie ein Stein. Der Morgen war recht ruhig und ich war nicht nervös, denn durch das viele Kreuzen und Lernen wusste ich, was auf mich zukommt. Packt für das Schriftliche etwas zu Essen und genügend Flüssigkeit ein, Schokolade schadet selbstverständlich auch nicht.</p>
<p>Angekommen am Ort des Schreckens bekommt Ihr die Platzzuteilung, die Ausweise werden kontrolliert, das richtige Kreuzen (!) wird NOCH EINMAL erklärt und dann bekommt Ihr auch schon die hübschen, liebevoll gefärbten Prüfungshefte. Hier folgen nur noch ein paar Extrasystolen seitens Eures Herzens, doch wenn Ihr das Heft dann aufmacht, folgt die große Erleichterung, denn „Wow, das ist ja genauso wie beim Kreuzen! Das ist ja gar nicht so schwer!“ … Ach, wirklich? Nun folgen zwei Tage zu je vier Stunden fröhlichem „Kreuzen“.</p>
<p>Nachher wird Euch der Schädel brummen und Ihr solltet einen Tag einfach nur entspannen, auch wenn Ihr nur mehr ein paar Tage bis zu Eurem mündlichen Termin habt, aber dieser eine Tag ist wirklich wichtig, um Kraft und Motivation zu schöpfen. Wir haben an diesem Tag in einer großen Gruppe an der Isar gegrillt und dabei die Gegenwart der einen oder anderen Bierkiste genossen.</p>
<p>„MediLearn“ bietet, wie Ihr sicher wisst, einen Lösungsvorschlag für beide Tage noch am jeweils selben Abend an. Ich habe mein Physikum erst am Abend des zweiten Tages kontrolliert, denn wenn sich herausstellt, dass Ihr schlechter wart, als gedacht, dann macht Ihr Euch noch mehr Druck, und wenn Ihr besser wart, dann ruht Ihr Euch womöglich schon zu sehr auf den Lorbeeren aus.</p>
<p>Fächerspezifisch würde ich Euch empfehlen, nur die „großen Drei“, also Anatomie, Biochemie und Physiologie, wirklich zu lernen. Die „kleinen“ Fächer, auch Psychologie, könnt Ihr auch dann wirklich gut kreuzen, wenn Ihr Euch die „MediLearn“-Hefte zum jeweiligen Fach einmal mit Hirn durchlest und dann nur mehr kreuzt. Da Psychologie am zweiten Tag gefragt wird, würde ich Euch auch raten, am Nachmittag/Abend des ersten Tages noch einmal die Psychologie-Hefte durchzulesen oder zumindest zu überfliegen, auch wenn es sehr mühsam ist, aber es bringt einiges.</p>
<h2>Es folgt: der mündliche Teil</h2>
<p>Nun ist also der schriftliche Teil vorbei, ein Ruhetag zum Ausnüchtern eingelegt und das mündliche Physikum naht in Riesenschritten. Seid beruhigt, auch da wird heißer gekocht als gegessen. Denn tatsächlich lügen die Professoren nicht, wenn sie behaupten: „Wir wollen wirklich niemanden durchfallen lassen!“. Allein schon deswegen nicht, weil sie die ganze Arbeit dann doppelt erledigen müssen und da auch unsere Professoren mal Studenten waren und wir Studenten ja grundsätzlich eher faul sind&#8230; Ich bin sicher, Ihr könnt den Gedanken alleine zu Ende führen.</p>
<p>Die Vorbereitung für den mündlichen Teil ist an sich recht einfach. Nahezu jede medizinische Fachschaft verfügt über eine Protokollsammlung. Wenn dem nicht so ist, dann gibt es zu fast allen Professoren Protokolle bei „MediLearn“ zum Downloaden. Es ist unmöglich, innerhalb weniger Tage den gesamten Stoff noch einmal zu wiederholen und es ist mehr als übertrieben, denn (fast) keiner unserer Professoren hat die gesamte „Duale Reihe“ auswendig im Kopf. Im Grunde hat jeder Professor sein eigenes Prüfungsschema, man könnte auch sagen: „Die Meisten prüfen immer das Gleiche.“</p>
<p>Daher ist folgendes ganz wichtig: Lernt nach den Protokollen, sucht Euch heraus, welche Anatomie-Seminare Euer Anatomie-Prüfer, welche Biochemie-Seminare der Biochemie-Prüfer und welche Physiologie-Seminare der Physio-Prüfer abgehalten hat, denn sie fragen zu 95 Prozent nach Protokollen und nach den Kurstagen, die von ihnen geleitet wurden. Etwas, was nicht verwunderlich sein sollte, denn immerhin haben sie in den Bereichen, die sie selbst unterrichtet haben, hoffentlich die meiste Ahnung. Außerdem hat ein Professor auch nur partiell Lust, sich die Blöße zu geben, keine Ahnung zu haben, worüber sein 1er-Prüfling gerade philosophiert. Also keine Angst vor dem mündlichen Physikum.</p>
<h2>Organisation und Strategie ist Gold wert im Physikum – auch im Mündlichen</h2>
<p>Ich hatte fünf Tage Zeit, um mich vorzubereiten und empfand letztendlich das Mündliche wesentlich angenehmer als das Schriftliche. Nun, wie kann man sich diese mündliche Prüfungssituation vorstellen? Ihr befindet Euch mit den drei Prüfern und Euren drei Mitprüflingen in einem Raum mit einem großen Tisch. Auf der einen Seite des Tisches sitzen die Prüfer und ihnen gegenüber die Prüflinge. Die Studenten werden nacheinander geprüft, während bei jeder Prüfung jeder Prüfer fleißig am Schreiben und Dokumentieren ist. Nach ungefähr vier Stunden war der ganze Spaß auch schon wieder um, die Noten wurden verkündet und wir waren frei. Allgemeines zum mündlichen Teil zu sagen, ist sehr schwierig, weil die Prüfung sehr vom jeweiligen Prüfer abhängt, aber auch persönliche Erfahrungen, Prüfereinschätzungen und Beurteilungen findet Ihr in den Protokollen.</p>
<p>Wichtig ist auch, dass Ihr bei der mündlichen Prüfung bitte auf „MediLearn“ verzichtet, weil es hier meistens nicht ausreicht. Ich empfehle Euch hier die „Dualen Reihen“, „Sobotta“ oder auch „Prometheus“ zur Vorbereitung – kurz gesagt: die dicken Schinken. Das ist zeitlich kein Problem, da Ihr nur die in den Protokollen zu findenden Fragen nachschlagt und Euch in diese speziellen Bereiche ein wenig genauer einlest. Von Vorteil ist hierzu auch lautes Lernen. Ob Ihr dabei in einer Gruppe mit Freunden lernt, Eure Eltern in den medizinischen Wahnsinn treibt oder Euren Stofftieren Vorträge über das Erregungsleitungssystem haltet, bleibt Euch überlassen.</p>
<p>Essentiell dabei ist nur, dass Ihr übt, Antworten geschickt auszuformulieren. Mit „geschickt“ meine ich, dass Ihr versuchen solltet, ein seriöses Auftreten zustande zu bringen und gleichzeitig allein durch die Art des Antwortens von Eurem umfangreichen Wissen zu überzeugen. Auch dies verhilft Euch zu einer guten Note. Ich rate auch davon ab, mit Informationen um Euch zu werfen, zu denen Ihr keine Details auf Lager habt, denn solche Situationen sind ein gefundenes Fressen für die Prüfer, die hier mit viel Liebe und Zuneigung nachhaken, um zu sehen, wie viel Ihr könnt. Auf der anderen Seite ist es natürlich wahnsinnig klug, so eine Information einzuwerfen, wenn Ihr darüber so viele Details wisst, dass Ihr Euren Prüfer, wenn er dann anbeißt und nachhakt, damit in Grund und Boden reden könnt.</p>
<p>Ihr seht, Organisation und Strategie ist Gold wert im Physikum.</p>
<h2>Freut Euch auf die Klinik!</h2>
<p>Schließlich und endlich bleibt mir nur noch einmal mehr zu sagen, dass Ihr Euch vor dem Physikum nicht fürchten müsst. Es ist eine mühsame Zeit ohne Privatleben, aber es ist machbar und sogar gar nicht so sinnlos, wenn sich, wie oben genannt, alles zu einem Großen und Ganzen zusammenfügt.</p>
<p>Genießt den Sommer danach und freut Euch auf die Klinik, so wie ich es getan habe. Allein schon die paar freien Wochen nach der Prüfung sind es wert, sie zu machen, denn ich weiß momentan gar nicht wohin mit meinen Zukunftsplänen für Famulaturen, Doktorarbeit und zukünftige Assistenzarztstelle. Ich plane gerade meine Auslandsfamulatur in Kenia, möchte einen Teil meines PJ in Harvard machen und strebe dann eine Facharztausbildung zur Kardiologin in Wien an. Ich bin allerdings noch ganz hin- und hergerissen von all den neuen Eindrücken und kann mich gar nicht so recht entscheiden über welches tolle Thema ich meine Doktorarbeit schreiben soll, denn die Medizin ist nicht nur eine wunderschöne Wissenschaft, sondern auch ein vielseitiges Fach.</p>
<p>Kurz gesagt: Alles ist neu und toll und viel größer als die Vorklinik. Also beißt rein, lernt, zieht es durch, sodass wir Euch bald auch in der Klinik begrüßen dürfen.</p>
<p>Viel Erfolg!</p>
<p>Kristina Euller</p>
<p>München, Oktober 2011</p>
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		<title>Chance PJ – rechtzeitige Planung, effektiver Nutzen</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 16:29:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Engelhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Chancen im Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Chancen in Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[am 31.05.2012, 18:00 Uhr, Ärztefinanzzentrum Berlin Vorklinik und Physikum liegen schon einige Zeit zurück und auch die klinischen Semester sind bald vorbei und plötzlich beginnt er dann, der letzte Abschnitt des Medizinstudiums – das Praktische Jahr. Wer sein PJ, diese so wichtige Phase der Ausbildung rechtzeitig und effektiv planen möchte, kann sich auf diesem Seminar <a href="http://medizinernachwuchs.de/allgemein/2012/01/chance-pj-rechtzeitige-planung-effektiver-nutzen" class="more-link">[weiter...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://medizinernachwuchs.de/allgemein/2012/01/chance-pj-rechtzeitige-planung-effektiver-nutzen" title="Permanent link to Chance PJ &#8211; rechtzeitige Planung, effektiver Nutzen"><img class="post_image alignleft frame" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2010/11/MN_8schilder_Text_backdrop-150x150.jpg" width="150" height="150" alt="Post image for Chance PJ &#8211; rechtzeitige Planung, effektiver Nutzen" /></a>
</p><h3>am 31.05.2012, 18:00 Uhr, Ärztefinanzzentrum Berlin</h3>
<p>Vorklinik und Physikum liegen schon einige Zeit zurück und auch die klinischen Semester sind bald vorbei und plötzlich beginnt er dann, der letzte Abschnitt des Medizinstudiums – das Praktische Jahr. Wer sein PJ, diese so wichtige Phase der Ausbildung rechtzeitig und effektiv planen möchte, kann sich auf diesem Seminar bestens informieren. Mit einer Fülle an wertvollen Hinweisen und Tipps zeigt der Referent auf, wie eine sinnvolle Gestaltung der PJ-Tertiale aussehen kann und wie man diesen letzten und wichtigen Abschnitt des Medizinstudiums gezielt als Sprungbrett mit Blick auf die spätere Zukunft als Ärztin/Arzt nutzen kann. Denn was kommt nach dem PJ und dem abschließenden Examen – dem sogenannten “Hammerexamen”?</p>
<p>Referent ist Dr. Peter Bobbert, Arzt,<br />
Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin,<br />
Abteilung für Kardiologie/Pulmologie,<br />
Vorstandsmitglied im Marburger Bund, Landesverband Berlin/Brandenburg,<br />
Mitglied der Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin</p>
<p><a href="http://medizinernachwuchs.de/vortraege-seminare/40/chance-pj-%E2%80%93-rechtzeitige-planung-effektiver-nutzen">Weiter</a></p>
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		<title>Auslandsstipendien 2011-2012 – Die  für eine Förderung ausgewählten Medizinstudenten stehen fest</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/medizinernachwuchs/~3/oytK2JbPl5M/auslandsstipendien-2011-2012-die-fur-eine-forderung-ausgewahlten-medizinstudenten-stehen-fest</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 17:24:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Uwe Engelhardt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fördermöglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Auslandsstipendien 2011-2012]]></category>
		<category><![CDATA[Famulatur Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung Medizinstudenten]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungsaufenthalt-Doktorarbeit Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenpflegepraktikum Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[PJ Ausland]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Initiative von Ärztefinanz-, Ärztewirtschafts- und Ärzteservicezentren vergibt nun zum zweiten Mal bundesweit Auslandsstipendien in Form einmaliger Förderbeträge an Medizinstudierende, die in 2011-2012 ein Krankenpflegepraktikum, eine Famulatur, einen Teil des Praktischen Jahres oder einen Forschungsaufenthalt im Rahmen der Doktorarbeit im Ausland absolvieren. Die Entscheidung Ein herzlicher Dank gilt zunächst wieder allen Bewerberinnen und Bewerbern, deren <a href="http://medizinernachwuchs.de/foerdermoeglichkeiten/2012/01/auslandsstipendien-2011-2012-die-fur-eine-forderung-ausgewahlten-medizinstudenten-stehen-fest" class="more-link">[weiter...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="post_image_link" href="http://medizinernachwuchs.de/foerdermoeglichkeiten/2012/01/auslandsstipendien-2011-2012-die-fur-eine-forderung-ausgewahlten-medizinstudenten-stehen-fest" title="Permanent link to Auslandsstipendien 2011-2012 – Die  für eine Förderung ausgewählten Medizinstudenten stehen fest"><img class="post_image alignleft frame" src="http://medizinernachwuchs.de/wp-content/uploads/2010/08/Wegweiser-Famulatur-und-PJ-im-Ausland-150x150.jpg" width="150" height="150" alt="Post image for Auslandsstipendien 2011-2012 – Die  für eine Förderung ausgewählten Medizinstudenten stehen fest" /></a>
</p><p><strong>Eine Initiative von Ärztefinanz-, Ärztewirtschafts- und Ärzteservicezentren vergibt nun zum zweiten Mal bundesweit Auslandsstipendien in Form einmaliger Förderbeträge an Medizinstudierende, die in 2011-2012 ein Krankenpflegepraktikum, eine Famulatur, einen Teil des Praktischen Jahres oder einen Forschungsaufenthalt im Rahmen der Doktorarbeit im Ausland absolvieren.</strong></p>
<h2>Die Entscheidung</h2>
<p>Ein herzlicher Dank gilt zunächst wieder allen Bewerberinnen und Bewerbern, deren Bewerbungen eingegangen sind. Wie man sich leicht vorstellen kann, bedeutete die Durchsicht und Beurteilung der eingereichten Unterlagen auch dieses Mal jede Menge Arbeit für einzelne Mitglieder des die Auslandsstipendien begleitenden Beirates. Aufgrund der hervorragenden Qualität der Bewerbungen ist den einzelnen Beiratsmitgliedern erneut die Entscheidung in vielen Fällen nicht leicht gefallen.</p>
<p>Die für eine Förderung ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber stehen nunmehr aber fest.</p>
<p>Aus mehreren Gründen wird auf eine volle Namensnennung verzichtet, auch im Sinne der jeweiligen Ausgewählten, die sich aber sicherlich aufgrund der angegebenen Namenskürzel und der weiteren Angaben in der Aufzählung wieder finden.</p>
<p>Von Mitgliedern des Beirates ausgewählt wurden:</p>
<h2>Famulatur:</h2>
<p style="padding-left: 30px;">Malte B. &#8211; Uni: Berlin, Ziel: Ecuador</p>
<p style="padding-left: 30px;">Lea S. &#8211; Uni: Freiburg, Ziel: Indien</p>
<p style="padding-left: 30px;">Stephan R. &#8211; Uni: Leipzig, Ziel: Peru</p>
<p style="padding-left: 30px;">Hanna M. &#8211; Uni: Berlin, Ziel: USA</p>
<h2>PJ:</h2>
<p style="padding-left: 30px;">Miriam M. &#8211; Uni: Freiburg, Ziel: Ägypten</p>
<p style="padding-left: 30px;">Johanna F. &#8211; Uni: Erlangen, Ziel: Kenia</p>
<p style="padding-left: 30px;">Marcel F. G. &#8211; Uni: Düsseldorf, Ziel: Schweiz</p>
<p style="padding-left: 30px;">Jan Sören J. &#8211; Uni: Berlin, Ziel: Südafrika</p>
<p style="padding-left: 30px;">Mehran D. &#8211; Uni: Berlin, Ziel: USA</p>
<p style="padding-left: 30px;">Simon S. &#8211; Uni: Berlin, Ziel: USA</p>
<h2>Forschungsaufenthalt/<br />
Doktorarbeit:</h2>
<p style="padding-left: 30px;">Miriam K. &#8211; Uni: Berlin, Ziel: USA</p>
<p>Die StipendiatInnen werden nun am <strong>30. oder 31. Januar 2012</strong> eine gesonderte Benachrichtigung mit entsprechenden Infos per Email erhalten.</p>
<h2>Ausblick</h2>
<p>Und die Auslandsstipendien laufen weiter! Aufgrund der positiven Resonanz, welche diese Initiative von Ärztefinanz-, Ärztewirtschafts- und Ärzteservicezentren zur Förderung von Medizinstudierenden gefunden hat, freut sich das Team von Medizinernachwuchs.de bereits heute ankündigen zu können, dass es in Kürze eine neue Ausschreibung der Auslandsstipendien geben wird.</p>
<p>Ihre Fragen bezüglich der Auslandsstipendien und natürlich auch zu anderen Themen können Sie uns jederzeit über Medizinernachwuchs.de stellen.</p>
<p>Ein herzliches Dankeschön nochmals allen Medizinstudentinnen und Medizinstudenten, die sich beworben haben und ein herzlicher Glückwunsch allen, die für eine Förderung ausgewählt wurden.</p>
<p>Ihr Team von Medizinernachwuchs.de</p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://medizinernachwuchs.de/foerdermoeglichkeiten/2012/01/auslandsstipendien-2011-2012-die-fur-eine-forderung-ausgewahlten-medizinstudenten-stehen-fest' layout='button_count' show_faces='true' width='400' action='like' colorscheme='light' send='false' /></div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/medizinernachwuchs/~4/oytK2JbPl5M" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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