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	<title>Mental Savage</title>
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	<description>Willkommen im Mediendschungel</description>
	<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 09:43:58 +0000</pubDate>
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		<title>Filmkritik: Yes Man (Der Ja-Sager)</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 09:41:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enk</dc:creator>
		
	<category>Film</category>
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		<description><![CDATA[	

	
	&#8220;The era of &#8220;yes&#8221; has begun.&#8221; 
	
	Sehr formelhafte high concept Komödie mit Jim Carrey, der einen entscheidungsunfreudigen geschiedenen Sachbearbeiter spielt, dessen Leben sich durch ein Motivationsseminar dramatisch ändert. Der Motivationsguru fordert, das Leben zu bejahen und zu allen Fragen, Aufforderungen und Bitten daher einfach Ja zu sagen, und Protagonist Carl gibt dem ganzen - zunächst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.amazon.de/gp/product/B001UQ6CO6?ie=UTF8&#038;tag=mentsava-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B001UQ6CO6"><img border="0" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51XpyBVvtkL._SL160_.jpg"/></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mentsava-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B001UQ6CO6" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;The era of &#8220;yes&#8221; has begun.&#8221; </div>
	<p></p>
	<p>Sehr formelhafte <em>high concept</em> Komödie mit Jim Carrey, der einen entscheidungsunfreudigen geschiedenen Sachbearbeiter spielt, dessen Leben sich durch ein Motivationsseminar dramatisch ändert. Der Motivationsguru fordert, das Leben zu bejahen und zu allen Fragen, Aufforderungen und Bitten daher einfach Ja zu sagen, und Protagonist Carl gibt dem ganzen - zunächst zögerlich - eine Chance. Das klappt nach einigen Anlaufschwierigkeiten erstaunlich gut: Auf einmal geht es im Job aufwärts, Carl lernt eine bezaubernde Frau (Zooey Deschanel) kennen und amüsiert sich mit seinen Kumpels. Wie im Standard-Komödienbaukasten üblich, geht die Geschichte natürlich nicht ganz so reibungslos weiter: Es kommt es gegen Ende noch zur unvermeidlichen Krise und Läuterung, bevor wir dann dem überraschungsfreien Ende entgegensehen. Ganz nett, ist dass hier auf ein magisches <em>story device</em> etwa wie in <em>Bruce Almighty</em> oder <em>Der Dummschwätzer</em> verzichtet wird: Carl kann im Rahmen der Story durchaus selbst entscheiden, ob und wie weit er die Ja-Sagerei durchzieht.</p>
	<p>Ein klein wenig aus dem braven Komödien-Korsett bricht die Story aus, als die Carl durch seine Ja-Sagerei in die Fänge der US Homeland-Security gerät, die aus seinen - Ja-Sager-bedingt - extravaganten Freizeitbeschäftigungen einen abstrusen Terror-Vorwurf macht. Die Szenen persiflieren sehr effektiv, wie man durch die Terrorismus-Panik in Amerika sich mittlerweile auch als unbescholtener Bürger sehr schnell verdächtig machen kann, und auf einmal Schwierigkeiten hat, seine Unschuld zu beweisen.</p>
	<p>Jim Carrey hat man schon mal besser gesehen, seine Leistung hier ist aber zumindest routiniert. Carrey kann sich das Grimassenschneiden, mit dem er berühmt geworden ist, auch hier nicht verkneifen, was storymäßig nur bedingt passt. Man kann sich den Regisseur geradezu vorstellen wie er in einigen Szenen gerufen hat: &#8220;Komm, Jim, mach jetzt noch ein paar <em>funny faces</em> für deine Fans&#8221;. Eine sehenswerte Nebenrolle hat hingegen Terence Stamp als diabolischer Motivationsguru Terrence Bundley. </p>
	<p>Ganz charmant ist, dass <em>Yes-Man</em> gar nicht erst versucht, etwas anderes zu sein als eine konventionelle Komödie. In diesem Rahmen ist die Geschichte durchaus amüsant und kurzweilig, auch wenn die Story zwischendurch etwas holprig wird und viele Szenen wie lustige Einfälle der Drehbuchautoren wirken, die man auch noch irgendwie reinbekommen musste. </p>
	<blockquote><p>Yes Man (Der Ja-Sager), USA, Australien 2008 - deutscher Kinostart: 19.02.2009<br />
<img src="/images/05.png" alt="5 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
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		<title>Filmkritik: Video Kings</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 08:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enk</dc:creator>
		
	<category>Film</category>
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		<description><![CDATA[	
(C) Madhouse Pictures
	
	&#8220;Durch diese Tür kommen nur Gestörte&#8221;
	
	Und noch eine Slacker-Komödie, die in einer Videothek spielt. Nachdem der Überraschungshit Clerks dieses Sub-Genre 1994 begründet hat und auch den Grundstein gelegt hat für die Karriere von Kevin Smith, war zuletzt ein lahmer Hollywood-Aufguss in Form von Be Kind Rewind (Abgedreht) zu sehen. Kurz vorher hat sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.amazon.de/gp/product/B0013FSX1E?ie=UTF8&#038;tag=mentsava-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=B0013FSX1E"><img border="0" src="/images/videokings.jpg"/></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mentsava-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B0013FSX1E" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /><br />(C) Madhouse Pictures</div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;Durch diese Tür kommen nur Gestörte&#8221;</div>
	<p></p>
	<p>Und noch eine Slacker-Komödie, die in einer Videothek spielt. Nachdem der Überraschungshit Clerks dieses Sub-Genre 1994 begründet hat und auch den Grundstein gelegt hat für <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2007/04/30/catch-and-release-lieben-und-lassen/">die</a> <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2007/07/25/filmkritik-clerks-ii/">Karriere</a> <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2007/07/04/live-free-or-die-hard-stirb-langsam-40/">von</a> Kevin Smith, war zuletzt ein lahmer Hollywood-Aufguss in Form von <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2008/10/08/filmkritik-be-kind-rewindabgedreht/">Be Kind Rewind (Abgedreht)</a> zu sehen. Kurz vorher hat sich schon das deutsche Nachwuchsduo Daniel Acht und Ali Eckert an der Thematik versucht, und hat mit Video Kings eine Komödie abgeliefert, deren Inspiration durch Kevin Smiths Erstlingswerk kaum verheimtlicht wird. Die Hauptdarsteller Flo und Horst vertrödeln als Mitarbeiter einer drittklassiken Videothek ähnlich wie Dante und Randal im großen Vorbild ihre Zeit mit sinnfreien Diskussionen rund um Frauen, Filme und Sex. Auch die Entstehung von Video Kings als unabhängige Low Budget Produktion ohne Fördermittel ist mit Clerks vergleichbar. </p>
	<p>Fabian Busch ist brillant als intelligenter Loser Flo, der ständig pleite ist, eine schwangere Freundin hat und ein großer Filmfreak ist. Im Gegensatz dazu wirkt Wotan Wilke Möhring als prolliger Horst wie eine der üblichen Knallchargen, die deutsche Komödien als &#8220;lustige&#8221; Figuren bevölkern: Mit Jogging-Anzug, Deppen-Vokuhila-Frisur und  breitem Dialekt ist die Figur des Horst zu sehr auf lustig gemacht, als dass sie tatsächlich lustig oder gar authentisch wäre. </p>
	<p>Die Story steht hier eher im Hintergrund: Flo will seine schwangere Freundin heiraten, verliebt sich gleichzeitig in die neue Nachbarin, die nebenan der Prostitution nachzugehen scheint, die Videothek soll von einem bösen Konkurrenten übernommen werden, und Flos Chef engagiert ihn, um seine Frau zu beschatten, die eine Affäre zu haben scheint. Das alles ist aber nicht so wichtig, Kern des Films ist es schlicht, Flo durch die Untiefen seiner Existenz von einer Katastrophe zur nächsten zu begleiten. </p>
	<p>Leider kann sich auch Video Kings nicht ganz dem Dilemma deutscher Komödien entziehen: Der eine oder andere infantile Joke, sehr klischeemäßig pseudowitzig gestaltete Figuren und Running Gags, die schon beim ersten mal unlustig sind, aber trotzdem im Minutentakt wiederholt werden (z.B. Bela B. als immer wieder auftauchender Punk), verderben ein wenig den Spaß. Deutlich mehr Spaß schienen hingegen die Gaststars Badesalz und Till Schweiger bei ihrem Auftritt gehabt zu haben, auch wenn die Pointendichte hier für den Zuschauer eher überschaubar bleibt. Die zahlreichen Filmzitate zielen ein wenig zu schlaumeierisch auf das filmnerdige Publikum ab, wenn etwa als <em>running gag</em> immer wieder über die Qualitäten von <em>Memento</em> gestritten wird. </p>
	<p>Dennoch, das Ergebnis ist insgesamt durchaus amüsant und sympathisch, und wesentlich besser als der nervige <em>Abgedreht</em>. Und der ungewöhnliche Soundtrack mit deutschen Indie-Bands wie Beatsteaks oder El:ke passt gut zum Independent-Charme der Produktion.</p>
	<blockquote><p>Video Kings, Deutschland 2007 - deutscher Kinostart: 06.09.2007<br />
<img src="/images/06.png" alt="6 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
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		<title>Filmkritik: He’s Just Not That Into You (Er steht einfach nicht auf dich)</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 16:13:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enk</dc:creator>
		
	<category>Film</category>
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		<description><![CDATA[	
(C) New Line Cinema
	
	&#8220;Man ist der Arsch wenn man zu lange mit einer zusammen ist und sie nicht heiratet. Dann heiratet man sie und ist der Arsch weil man noch nicht bereit war.&#8221;
	
	Für He&#8217;s just not that into you hat Regisseur Ken Kwapis so ziemlich alle Stars des rom com Genres versammelt, von Jennifer Anniston [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/2/2e/Notintoyouposter.jpg" alt="notintoyou" /><br />(C) New Line Cinema</div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;Man ist der Arsch wenn man zu lange mit einer zusammen ist und sie nicht heiratet. Dann heiratet man sie und ist der Arsch weil man noch nicht bereit war.&#8221;</div>
	<p></p>
	<p>Für <em>He&#8217;s just not that into you</em> hat Regisseur Ken Kwapis so ziemlich alle Stars des <em>rom com</em> Genres versammelt, von Jennifer Anniston über Ben Affleck, Jennifer Connelly und Drew Barrymore bis zu Scarlett Johannson, da fehlt eigentlich nur noch Hugh Grant. Der Filmtitel ist ein Zitat aus einer <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.hbo.com/city/episode/season6/episode78.shtml">Sex &#038; the City Episode</a>, das mittlerweile zu einem geflügelten Wort geworden ist um zu beschreiben, dass Frauen es oft nicht wahrhaben wollen, wenn ein Mann sie nicht will, sondern lieber nach vermeintlichen Zeichen und Andeutungen suchen, um ihre Traumwelt nicht zu zerstören.</p>
	<p>Der Storyaufbau ist stark inspiriert vom britischen <em>rom com</em> Klassiker <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2007/12/16/filmkritik-love-actually-tatsachlich-liebe/">Love Actually</a> und verbindet eine Reihe lose miteinander verwobener Geschichten zu einem fluffigen Paket: Da ist zum einen die Single-Frau Mary (Drew Barrymore), die verzweifelt die neuen Dating-Regeln in Zeiten von Myspace &#038; Co. herauszufinden versucht. Oder das Ehepaar Janine (Jennifer Connelly) und Ben (Bradley Cooper), die viel zu früh geheiratet haben, weil Janine ihn nach dem Studium dazu gedrängt hat. Ben lernt die attraktive Anna (Scarlett Johansson) kennen, die sich in ihn verliebt, aber gleichzeitig eine lockere Beziehung zu Conor (Kevin Connolly) hat, der wiederum in sie verliebt ist. Oder das Pärchen Beth (Jennifer Aniston) und Neil (Ben Affleck), die seit sieben Jahren zusammen sind und in eine Krise stürzen, weil er partout nicht ans heiraten denkt. Und nicht zuletzt die verträumte Gigi (Ginnifer Goodwin), die nach jedem Date sehnsüchtig auf den Anruf wartet und nicht wahrhaben will, dass der Mann &#8220;just not that into you&#8221; ist. Und sich vom Date-Doktor Alex (Justin Long) daher Nachhilfe in Sachen Männer und Dating geben läßt. </p>
	<p>Justin &#8220;<a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.apple.com/getamac/ads/">Apple Guy</a>&#8221; Long hat damit auch eine der besten Episoden in diesem Beziehungskosmos, die aber leider durch ein allzu kitschiges Ende verhunzt wird. Glücklicherweise wird nicht an alle Geschichten ein zuckersüßes Hollywood Ende drangeklatscht - wie schon beim Vorbild <em>Love, Actually</em> dürfen auch hier einige der Beziehungen sehr real in die Brüche gehen und werden nicht einfach wieder am Schluß gekittet. Alles natürlich im Rahmen einer <em>romantic comedy</em>, die ihre Zuschauer am Ende mit einem wohligen Gefühl zurücklassen will und nicht mit schweren Depressionen.</p>
	<p>Vom anderen Genre-Vorbild <em>Harry &#038; Sally</em> hat man recht schamlos die Interview-Statements geklaut, die die verschiedenen Teile des Films einläuten: Was es heißt, wenn er nicht anruft, wenn sie nicht mit ihm schlafen will, wenn er nicht heiraten will. Leider erreicht <em>He&#8217;s not that into you</em> nie ganz die Klasse seiner Vorbilder, sondern bewegt sich in deutlich seichterem Terrain. Die Geschichten sind eine Spur zu harmlos, die Dialoge nicht bissig genug, die Pointen immer ein wenig zu platt und die Charaktere haben eine sehr überschaubare Tiefe. So dürfen natürlich auch die Klischee-Schwulen hier nicht fehlen, die in jeder <em>rom com</em> zu finden sind. </p>
	<p>Beim Soundtrack hat man sich eher für die risikolose Variante entschieden und ein paar gut abgehangene Hits von R.E.M, Keane oder The Cure eingebaut, was aber nicht das schlechteste ist. Das Star-Ensemble spielt routiniert, auch wenn der eine oder andere hier sicher nicht gerade 100 Prozent seiner schauspielerischen Leistung abrufen musste. Insgesamt durchaus kurzweilige Unterhaltung, die besser ist als ein Großteil der Hollywood-Massenware in diesem Genre, aber auch viel verschenktes Potential.</p>
	<blockquote><p>He&#8217;s Just Not That Into You (Er steht einfach nicht auf dich), USA 2009 - deutscher Kinostart: 12.02.2009<br />
<img src="/images/06.png" alt="6 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
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		<item>
		<title>Filmkritik: Night at the Museum: Battle of the Smithsonian (Nachts im Museum 2)</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 16:56:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enk</dc:creator>
		
	<category>Film</category>
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		<description><![CDATA[	
(C) 20th Century Fox
	
	&#8220;Was ist dieser Würfel des Rubik - was kann der?&#8221;
	
	Die eher schlichte Familienkomödie Nachts im Museum war 2006 ein Überraschungserfolg, der bei eher durchschnittlichem Budget von 110 Millionen Dollar über eine halbe Milliarde Dollar eingespielt hat und damit auf Platz 50 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten gelandet ist. Nicht verwunderlich, dass da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/e/eb/Night_at_the_Museum_2_poster.jpg/200px-Night_at_the_Museum_2_poster.jpg" alt="museum2" /><br />(C) 20th Century Fox</div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;Was ist dieser Würfel des Rubik - was kann der?&#8221;</div>
	<p></p>
	<p>Die eher schlichte Familienkomödie <em>Nachts im Museum</em> war 2006 ein Überraschungserfolg, der bei eher durchschnittlichem Budget von 110 Millionen Dollar über eine halbe Milliarde Dollar eingespielt hat und damit auf Platz 50 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten gelandet ist. Nicht verwunderlich, dass da schnell ein Sequel her musste, um die Kuh weiterzumelken. Regisseur Shawn Levy, der schon Teil 1 verantwortete, hat mit &#8220;Battle of the Smithonians&#8221; eine klassische Fortsetzung gedreht, die das Erfolgsprinzip nicht neu erfindet sondern die Geschichte einfach noch etwas größer und bunter weiterdreht. </p>
	<p>Larry ist mittlerweile vom Nachtwächter zu einem erfolgreichen Unternehmer geworden. Sein altes Museum wird modernisiert, so dass die alten Exponate, die nachts heimlich zum Leben erwachen, ausgemustert und ins Archiv nach Washington verschickt werden sollen. Im <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://de.wikipedia.org/wiki/Smithsonian_Institution">Smithonian</a>, dem &#8220;größten Museum der Welt&#8221;, geht das Abenteuer allerdings weiter, da auch die ägyptische Tafel, die die Exponate zum Leben erweckt, mit nach Washington gelangt. Dort erwartet die Protagonisten aus Teil 1 eine unfreundliche Begrüßung: Der große Gegenspieler ist diesmal Kah Mun Rah (sehr amüsant: Hank Azaria), der Bruder des Pharaos aus dem ersten Teil. Er verbündet sich mit den anderen Oberfieslingen im Museum, namentlich Iwan dem Schrecklichen, Napoleon Bonaparte und  Al Capone. Die bedrängten Museumsfiguren wenden sich an Larry, der sich im Kampf gegen die Bösen wiederum ein paar historische Figuren wie einen steinernen Abraham Lincoln, General Custer (Bill Hader) und als weiblichen Sidekick Amelia Earhart (Amy Adams) sucht.</p>
	<p>Man merkt deutlich, dass die Macher unbedingt noch einen draufsetzen wollten: Diesmal werden nicht nur historische Figuren, Dinosaurier oder Zinnsoldaten zum Leben erweckt, sondern auch Kunstgegenstände wie der <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.artinfo.com/news/enlarged_image/29273/125788/">Balloon Dog</a> von Jeff Koons oder Bilder von Edward Hopper und Roy Lichtenstein. Larry kann direkt in die Bilder springen und sich dann etwa zum <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.gallerym.com/work.cfm?ID=69">VJ Day</a> auf die Siegesparade von 1945 begeben (natürlich in passend in schwarz-weiß). Schon Teil 1 hat ganz erheblich von den beeindruckenden Trickeffekten gelebt, die die Museumsfiguren zum Leben erweckt haben. Auch Teil 2 setzt voll auf die CGI-Karte. Die Tricktechniker haben wieder eine Reihe wirklich netter Ideen gehabt: So erwachen etwa auch drei Putten auf einem Marmorbrunnen zum Leben und rocken mit ihrer Harfe los (verkörpert von den US-Kinderstars Jonas Brothers). Al Capone und seine Ganoven wandern hingegen stilecht in schwarzweiß durch die farbige Szenerie. Und zum Dechiffrieren eines Codes wendet sich Larry an eine Reihe Spielzeug-Wackelkopf-Einsteins, sehr niedlich animiert und synchronisiert. Und als Cameos dürfen schließlich auch noch Oscar aus der Sesamstraße und Darth Vader (&#8221;why the cape? Are we going to the opera?&#8221;) auftreten. Alles ein bisschen viel und sehr überdreht. </p>
	<p>Die ganzen Gimmicks sorgen dafür, dass das ganze noch ein wenig abstruser und <em>over the top</em> ist als Teil 1. Dazu ist das Timing ein wenig holprig und die Story dient eher dem losen Überleiten von einer Pointe zur nächsten. Der orchestral-bombastischer Soundtrack von Alan Silvestri passt allerdings sehr gut zum bunten Treiben auf der Leinwand.</p>
	<p>Ich mag Ben Stiller ja eigentlich nicht, aber in diesen überdrehte Film ist er perfekt als ruhender Pol zwischen all den überzeichnet-karikierten Figuren. <em>Night at the Museum 2</em> ist wieder <em>big budget family entertainment</em>, kurzweilig und jugendfrei. Und doch haben die Macher es geschafft, ab und zu ein paar subversive Späßchen einzubauen, wie etwa eine wirklich sehenswerte Reminiszenz an das blutdrünstige Schlachtepos <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://mentalsavage.blogsome.com/2007/06/14/300/">300</a>.</p>
	<blockquote><p>Night at the Museum: Battle of the Smithsonian (Nachts im Museum 2), USA, Kanada 2009 - deutscher Kinostart: 21.05.2009<br />
<img src="/images/06.png" alt="6 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/mentalsavage_rss/~4/geHotzN4nDA" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Filmkritik: Che: Part One (Che - Revolucion)</title>
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		<comments>http://mentalsavage.blogsome.com/2009/06/30/filmkritik-che-part-one-che-revolucion/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 17:09:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enk</dc:creator>
		
	<category>Film</category>
		<guid isPermaLink="false">http://mentalsavage.blogsome.com/2009/06/30/filmkritik-che-part-one-che-revolucion/</guid>
		<description><![CDATA[	

(C) IFC Films
	
	&#8220;Was ist das für ein Gefühl, ein Symbol zu sein?&#8221;
	
	Che Guevara ist neben Nike und Mickey Mouse wohl weltweit das am meisten verkaufte T-Shirt-Logo. Und ganz ähnlich wie bei Nike und Disney wissen die meisten T-Shirt-Träger auch bei Che gar nicht so genau, was eigentlich dahinter steckt, sondern verbinden die Marke eher diffus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/8/84/Che-movie-poster2.jpg/200px-Che-movie-poster2.jpg" alt="che" /><br />
<br />(C) IFC Films</div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;Was ist das für ein Gefühl, ein Symbol zu sein?&#8221;</div>
	<p></p>
	<p>Che Guevara ist neben Nike und Mickey Mouse wohl weltweit das am meisten verkaufte T-Shirt-Logo. Und ganz ähnlich wie bei Nike und Disney wissen die meisten T-Shirt-Träger auch bei Che gar nicht so genau, was eigentlich dahinter steckt, sondern verbinden die Marke eher diffus mit <s>Sportlichkeit und Athletik</s> Revolution, Gerechtigkeit und dicken kubanischen Zigarren. </p>
	<p>Dabei hat Hollywood immer mal wieder versucht, Licht ins Dunkel der Geschichte zu bringen, schon 1969 durfte Omar Sharif die Lebensgeschichte von Ernesto Guevara de la Serna - oder für Freund kurz &#8220;Che&#8221; - auf die Leinwand bringen (was in meiner jugendlichen Erinnerung gar nicht so schlecht gelungen war, aber für die Mitgliedschaft in der Liste der <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://listing-index.ebay.com/movies/The_Fifty_Worst_Films_of_All_Time.html">50 schlechtesten Filme aller Zeiten</a> gereicht hat). Zuletzt hat gar ein kleiner Motorrad-Trip Ches durch Südamerika gereicht, um daraus 2004 einen <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.imdb.com/title/tt0318462/">abendfüllenden Film</a> zu machen.</p>
	<p>Benicio del Toro war das alles nicht genug, mit dem Zweiteiler &#8220;Che- Revolucion&#8221; und &#8220;Che - Guerilla&#8221; wollte er die Mutter aller Che-Filme erschaffen. Zugleich als Hauptdarsteller und Produzent hat del Toro angeblich die letzten Jahre zusammen mit Regisseur Steven Soderbergh damit zugebracht, alle Überlebenden von damals zu treffen, alle Originalschauplätze anzuschauen und alle historischen Quellen zu sichten, um eine historisch korrekte Biographie abzuliefern.</p>
	<p>Nun also zunächst Teil 1 der Saga - die Beteiligung Ches an der kubanischen Revolution (Teil Zwei über Ches Guerilla-Kampf in Bolivien kommt im Juli 2009 in die Kinos).</p>
	<p>Der Film fängt angestrengt dokumentarisch an und springt wild zwischen den Jahrzehnten hin- und her: Eine große Karte von Kuba, Batistas Machtergreifung, ein Interview mit Guevara Jahre später nach der erfolgreichen Revolution, dann wieder zurück zu den Anfängen von Castro und Guevara in Mexiko. Und weiter vorwärts in den Guerilla-Kampf auf Kuba. Im weiteren Verlauf wird die Darstellung des Guerilla-Kampfes immer wieder unterbrochen von halbdokumentarischen schwarz-weiß-Szenen aus Ches New York Reise acht Jahre später. Das ganze hin- und her wirkt extrem bemüht, ohne dass die Geschichte dadurch verständlicher würde. </p>
	<p>Die zugrundeliegende Geschichte hätte genügend Material gegeben für eine spannende mitreissende Handlung, aber der Film verzettelt sich in Details und wirkt streckenweise wie eine lose Aneinanderreihung von Szenen ohne roten Faden. Es ist leider nicht der - wie einige Kritiken bemängelte - sozialistische Rambo geworden, sondern ein ziemlich langatmiges Biopic. Erst mit dem großen Showdown in <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Santa_Clara">Santa Clara</a> im letzten Viertel des Films kommt ein wenig Spannung auf, wenn auch äußerst hölzern inszeniert, um dann sehr abrupt, fast mit einem Cliffhanger, zu enden: Die Ankunft der siegreichen Rebellen in Havanna wird dem Kinobesucher vorenthalten, weiter geht es dann in Teil Zwei.</p>
	<p>Auch die schauspielerische Leistung ist eher halbgar, so wirkt Demián Bichir als Fidel Castro wie die Karikatur eines leicht größenwahnsinnigen Anführers, wild gestikulierend und mit wirrem Blick. Auch zahlreiche Nebendarsteller wirken teilweise wie aus einer Laienspielgruppe verpflichtet. Etwas überzeugender ist Benicio Del Toro als Che, dessen Figur aber bedingt durch das konfuse Skript auch arg blutleer bleibt.</p>
	<p>Ebenso ärgerlich ist die apologetische Verklärung Ches als großen Revolutionär, der in Wirklichkeit nicht davor zurückschreckte, junge Weggefährten wegen kleinster Vergehen hinrichten zu lassen. Che der Held, der sich aufopfernd um Verwundete kümmert oder die Dorfbewohner medizinisch versorgt und dafür seine eigenen Ambitionen zurückstellt. Che der strenge aber gerechte Anführer, der für seine Soldaten da ist. Che, der auch mal selbst zur Panzerfaust greift, wenn sein Kamerad zweimal das Ziel verfehlt (und selbst natürlich sofort einen Volltreffer landet). Che, der den ungebildeten Guerilleros Lesen und Schreiben beibringt. Die Hinrichtungen in den eigenen Reihen sind zwar auch ein Thema, aber der Film läßt keinen Zweifel daran, dass hier die richtigen zu Tode gekommen sind. Und die Rechtfertigung dazu darf Che dann auch noch passenderweise selbst geben, in einer nachgestellten Rede vor der UN.</p>
	<p>Interessanterweise hat diese Revolutionsverklärung selbst im Mutterland der Revolution keinen rechten Anklang gefunden. Das offizielle kubanische Blatt &#8220;Granma&#8221; (ja, heißt wirklich so) befand die Person des Fidel Castro als nicht mit der nötigen Tiefe dargestellt (die englische Version der Rezension ist nicht mehr online, wer spanisch kann, <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.granma.cubaweb.cu/2008/12/05/cultura/artic03.html">hier</a> weiter). Und Fidel Castro selbst trägt auch keine Che-T-Shirts, sondern lieber <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.stern.de/lifestyle/mode/:Mode-Fidels-Faible-Adidas/591420.html">Adidas</a>.</p>
	<p>Wer die Ereignisse der kubanischen Revolution ein wenig mitreissender und atmosphärisch dichter erleben will, dem sei statt Soderberghs Werk eher &#8220;Havanna&#8221; mit Robert Redford ans Herz gelegt - hier allerdings nicht aus der Perspektive der Guerillakämpfer, sondern aus der eines dekadenten amerikanischen Glücksspielers erzählt.</p>
	<blockquote><p>Che: Part One (Che - Revolucion), USA, Frankreich, Spanien 2008 - deutscher Kinostart: 11.06.2009<br />
<img src="/images/02.png" alt="2 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
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		<title>Aus gegebenem Anlass…</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 07:04:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enk</dc:creator>
		
	<category>Musik</category>
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</p>
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		<title>Filmkritik: Let’s make Money</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 12:33:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enk</dc:creator>
		
	<category>Film</category>
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	&#8220;Lassen Sie ihr Geld arbeiten!&#8221;
	
	Wie fängt man wohl einen Film an, der Let&#8217;s make Money heißt? Genau: mit Bildern aus der Gelddruckerei, wo Bogen um Bogen frische Geldscheine aus der Presse laufen. So schlicht und vorhersehbar geht es dann leider auch weiter im Essay-Film des Österreichers Erwin Wagenhofer. Wagenhöfer versucht mit plakativen Mitteln, die komplexen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.amazon.de/gp/product/B00274S6KS?ie=UTF8&#038;tag=mentsava-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B00274S6KS"><img border="0" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/61tBlgzp%2BmL._SL160_.jpg"/></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mentsava-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B00274S6KS" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />
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	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;Lassen Sie ihr Geld arbeiten!&#8221;</div>
	<p></p>
	<p>Wie fängt man wohl einen Film an, der <em>Let&#8217;s make Money</em> heißt? Genau: mit Bildern aus der Gelddruckerei, wo Bogen um Bogen frische Geldscheine aus der Presse laufen. So schlicht und vorhersehbar geht es dann leider auch weiter im Essay-Film des Österreichers Erwin Wagenhofer. Wagenhöfer versucht mit plakativen Mitteln, die komplexen Zusammenhänge der globalisierten Wirtschaft auf einen einfachen Nenner zu bringen, und die katastrophalen Auswirkungen der Globalisierung auf die Menschen zu demonstrieren. </p>
	<p>Wie schon bei seinem letzten Werk <em>We feed the world</em> kommt Wagenhöfer ohne Off-Sprecher aus - wenn die Dokumentarszenen nicht für sich selbst sprechen, wird per Einblendung die Message verkündet: Wir sehen z.B. eine Goldmine in Ghana, begleiten das Gold bis in die Schweiz, wo es in Barren gegossen wird. Die Szene endet mit der Einblendung &#8220;Verteilung: 3% für Afrika, 97% für den Westen&#8221;. Was genau diese 3% sind, wer &#8220;Der Westen&#8221; ist, etc., darf sich der Zuschauer selbst zusammenreimen, allzuviel Differenzierung und Sachlichkeit darf man hier nicht erwarten. Die Argumentation ist schlicht und stark vereinfachend. Dafür wartet <em>Let&#8217;s make Money</em> mit einer Reihe bemerkenswerter Szenen rund um den Globus auf, von riesigen leerstehenden Wohnanlagen in Spanien, indischen Fabriken inmitten von Slums oder ausgetrockneten Baumwollfeldern in Burkina Faso, und zeigt entlarvende Interviews von Protagonisten wie dem Finanzminister der Steueroase Jersey oder einem Fondsmanager in Singapur, die in überraschender Offenheit ohne einen Hauch von Selbstkritik über ihr Treiben reflektieren.</p>
	<p>Gedreht wurde <em>Let&#8217;s make Money</em>, bevor die Finanz- und Wirtschaftskrise in voller Wucht ausgebrochen ist. Viele der hier gezeigten Aussagen sind rückblickend nicht ohne Ironie. Dennoch hat auch Wagenhofer die Entwicklung nicht kommen sehen: Er prangert hier weniger an, dass die globale Wirtschaft auf einer gigantischen Blase gebaut worden ist, die zu platzen droht. Es geht ihm um die moralisch fragwürdigen Methoden der globalisierten Wirtschaft, nicht um die rückblickend auch ökonomische Fragwürdigkeit des ganze Systems. Insofern ist seine zu kurz greifende Kritik mittlerweile von der Realität überholt worden. Die Globalisierung ist nicht (primär) aufgrund ihrer moralischen Fragwürdigkeit aus der Bahn geraten, sondern weil die zugrundeliegenden ökonomischen Prinzipien dauerhaft nicht funktioniert haben.</p>
	<p>Wenn man die Prämisse akzeptiert, dass <em>Let&#8217;s make Money</em> kein abwägender Dokumentarfilm sein will sondern eine klar Stellung beziehende Polemik, ist der Film durchaus sehenswert. Allerdings ist die Argumentation hier bei weitem nicht so überzeugend wie im Vorgänger <em>We feed the World</em>. Nicht zuletzt, weil die hier geschilderten Auswüchse des globalen Kapitalismus durch die Wirtschaftskrise mittlerweile schon zu oft durch die Medien gegangen sind, als dass Wagenhöfer hier noch wirklich überraschen kann.</p>
	<blockquote><p>Let&#8217;s make Money, Österreich 2008, deutscher Kinostart:  30.10.2008<br />
<img src="/images/05.png" alt="5 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
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		<title>Piraten!</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 17:08:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enk</dc:creator>
		
	<category>Internet</category>
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		<description><![CDATA[	Sie haben es geschafft. Nach knapp 15 Jahren trage ich mich ernsthaft wieder mit dem Gedanken, einer Partei beizutreten. Mit Vorratsdatenspeicherung (&#8221;Stasi 2.0&#8220;) usw. hab ich mich ja noch resignierend abgefunden, aber mit dem jetzt beschlossenen Internet-Zensurgesetz ist eindeutig eine Grenze überschritten worden. Rene, Thomas, Anke oder Frank haben schon sehr gut auf den Punkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Sie haben es geschafft. Nach knapp 15 Jahren trage ich mich ernsthaft wieder mit dem Gedanken, einer <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.piratenpartei.de">Partei</a> beizutreten. Mit Vorratsdatenspeicherung (&#8221;<a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://de.wikipedia.org/wiki/Stasi_2.0">Stasi 2.0</a>&#8220;) usw. hab ich mich ja noch resignierend abgefunden, aber mit dem jetzt beschlossenen Internet-Zensurgesetz ist eindeutig eine Grenze überschritten worden. <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.nerdcore.de/wp/2009/06/18/das-gesetz-fur-netzsperren-ist-beschlossen-meine-unabhangigkeitserklung-des-internets-von-der-deutschen-politik/">Rene</a>, <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2151">Thomas</a>, <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.ankegroener.de/?p=4678">Anke</a> oder <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://helmschrott.de/blog/zieht-euch-schon-mal-warm-an/">Frank</a> haben schon sehr gut auf den Punkt gebracht, welche Ignoranz und Missachtung demokratischer Grundsätze CDU und SPD mit diesem Gesetz bewiesen haben, deshalb will ich hier auf die Unsinnigkeit und Gefährlichkeit des Gesetzes gar nicht näher eingehen.</p>
	<p>Es bleibt abzuwarten, ob die Aufregung in der Internet-Community, die derzeit ein wenig überkocht, bis zur Bundestagswahl anhält, und <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://blogs.23.nu/bubbleboy/2009/06/die-grose-der-blase/">500.000 Multiplikatoren</a>, die man nun gegen sich aufgebracht hat, ausreichen, um einen Achtungserfolg bei der Wahl zu erzielen. Im Moment kann ich mir das sehr gut vorstellen.<br />
<a href="http://ich.waehlepiraten.de/" target="blank"><br />
<img src="http://www.piratenpartei-hessen.de/common/Usus_eubt_1.png" alt="Unterstuetzer" border="0" /> </a>
</p>
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		<title>Wozu Twitter wirklich gut ist</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 05:53:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enk</dc:creator>
		
	<category>Internet</category>
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		<description><![CDATA[	Wenn man den Auftritt der Simple Minds bei Wetten dass sehen will, ohne dafür drei Stunden Gelaber von Thomas Gottschalk in Kauf zu nehmen, ist das gar nicht so einfach. Den genauen Programmablauf findet man leider weder in der TV-Zeitschrift noch auf der ZDF-Internetseite. Da heißt es also entweder den ganzen Abend hin- und herzappen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Wenn man den Auftritt der Simple Minds bei Wetten dass sehen will, ohne dafür drei Stunden Gelaber von Thomas Gottschalk in Kauf zu nehmen, ist das gar nicht so einfach. Den genauen Programmablauf findet man leider weder in der TV-Zeitschrift noch auf der ZDF-Internetseite. Da heißt es also entweder den ganzen Abend hin- und herzappen. Oder einfach auf <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://search.twitter.com/search?q=simple+minds">search.twitter.com</a> nach &#8220;Simple Minds&#8221; suchen, und pünklich zum Beginn des Auftritts von den entsprechenden Tweets erinnert werden. </p>
	<div class="enkimage"><img src="/images/twitter_minds.jpg" alt="twitterminds" /></div>
	<p>Man braucht noch nicht mal alle 10 Sekunden auf Refresh zu klicken, Twitter teilt automatisch auf der Seite mit, wenn es neue Tweets zur aktuellen Suche gibt. </p>
	<p>In diesem Fall zwar nur eine Spielerei, es zeigt aber, was das qualitativ wirklich neue an Twitter ist - Informationen über Gott &#038; die Welt kommen jetzt nicht mehr täglich oder mit stündlicher Aktualisierung, sondern nahezu in Echtzeit (ganz im Gegensatz übrigens zu <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.simpleminds.com/">Jim Kerr</a>, der beim Vollplayback zu &#8220;Don&#8217;t you forget about me&#8221; mit seinen Lippen ein wenig dem Sound hinterherhinkte).
</p>
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		<item>
		<title>Filmkritik: Angels and Demons (Illuminati)</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 06:29:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enk</dc:creator>
		
	<category>Film</category>
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		<description><![CDATA[	

	
	&#8220;Faith is a gift that I have yet to receive.&#8221; - ein wenig naiver Glaube kann allerdings bei diesem Drehbuch nicht schaden
	
	Es ist ein Vorteil, die Romanvorlage für Angels und Demons zu kennen, bevor man den Film anschaut. Nicht etwa, weil die Story so komplex ist, dass man sie sonst nicht verstehen würde. Sondern weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<div class="enkimage">
<a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.amazon.de/gp/product/B0029BDI7A?ie=UTF8&#038;tag=mentsava-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B0029BDI7A"><img border="0" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/511k5aJS%2B3L._SL500_AA240_.jpg"/></a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mentsava-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B0029BDI7A" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></div>
	<p></p>
	<div class="enkquote">&#8220;Faith is a gift that I have yet to receive.&#8221; - ein wenig naiver Glaube kann allerdings bei diesem Drehbuch nicht schaden</div>
	<p></p>
	<p>Es ist ein Vorteil, die <a href="http://mentalsavage.blogsome.com/go.php?http://www.amazon.de/gp/product/0552150738?ie=UTF8&#038;tag=mentsava-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0552150738">Romanvorlage</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=mentsava-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0552150738" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> für <em>Angels und Demons</em> zu kennen, bevor man den Film anschaut. Nicht etwa, weil die Story so komplex ist, dass man sie sonst nicht verstehen würde. Sondern weil man dann weiss, auf was für eine konstruierte und hanebüchene Geschichte man sich einläßt. Für den unbedarften Kinobesucher mag die bunte Collage aus Science-Fiction, (Kirchen-)Historie und Verschwörungstheorien zu grotesk und unglaubwürdig wirken, um sich auf die rasante Schnitzeljagd durch Rom einzulassen, die der Film bildgewaltig inszeniert. Wenn man aber weiss, was da auf einen zukommt, kann man die opulenten Schauwerte des Films durchaus genießen. Dabei hat Regisseur Ron Howard die abstrusesten Szenen des Buches sogar herausgelassen, etwa wenn Protagonist Robert Langdon in MacGywer-Manier aus einem Hubschrauber springt und statt Fallschirm nur ein Stück Stoff braucht, um sicher im Tiber zu landen.  Aber auch ohne diese Comic-Einlagen hat der Film um Anti-Materie, Freimaurer, geheimnisvolle Zeichen und historische Verwicklungen noch genug an fantastischen Storyzutaten beisammen: </p>
	<p>Der Havard Professer Robert Langdon (Tom Hanks) wird vom Vatikan um Hilfe gebeten, weil eine Gruppe von Kardinälen entführt worden ist. Kurz vor der Wahl des neuen Papstes drohen die Entführer, jede Stunde einen Kardinal zu töten, und schließlich den ganzen Vatikan auszulöschen. Die Entführer nutzen Symbole und Pläne der mittelalterlichen Verschwörertruppe der Illuminaten, und Experte Langdon soll ihre Pläne rechtzeitig entschlüsseln, um sie zu vereiteln. An seiner Seite ist die unvermeidlich attraktive weibliche Hauptrolle Vittoria Vetra (Ayelet Zurer), eine Wissenschaftlerin des CERN, die auf der Suche nach einem gestohlenen Behälter mit Antimaterie ist.</p>
	<p>Die Figuren haben - bedingt durch die triviale Romanvorlage - eine sehr überschaubare Tiefe, aber der solide Cast (u.a. Ewan McGregor und Armin Müller-Stahl) macht das beste daraus. Vor allem Tom Hanks spielt den Robert Landgon mit dem nötigen Augenzwinkern, das die streckenweise eher comichafte Dramaturgie erfordert.</p>
	<p>Anders als im ersten Teil &#8220;Da Vinci Code&#8221;, der durch ständig wechselnde Schauplätze und hektische Szenenwechsel sehr unausgegoren wirkte, hat Howard hier das Timing deutlich besser im Griff. Die rasante Jagd durch die historischen Stätten Roms wirkt deutlich fokussierter und langweilt trotz 138 Minuten Spielzeit nicht. Trotz fehlender Drehgenehmigung im Vatikan hat man die Originalschauplätze beeindruckend real auf die Leinwand programmiert, nur der eine oder andere Schwenk über den Petersplatz wirkt ein wenig künstlich. Hans Zimmer hat dem ganzen einen gewohnt bombastischen Soundtrack auf den Leib geschneidert, was zu der auf Effekte und Schauwerte angelegten Dramaturgie gut passt.</p>
	<p>Routinierte Blockbuster-Unterhaltung, die deutlich besser gelungen ist als der erste Teil.</p>
	<blockquote><p>Angels and Demons (Illuminati), USA 2009 - deutscher Kinostart: 13.05.2009<br />
<img src="/images/07.png" alt="7 Punkte" style=margin-top:5px"/></p></blockquote>
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