<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>mokita</title>
	<atom:link href="https://mokita.de/blog/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://mokita.de/blog</link>
	<description>das sprechen &#38; das schreiben</description>
	<lastBuildDate>Thu, 04 Dec 2025 10:20:12 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://mokita.de/blog/wp-content/uploads/2018/12/cropped-mokita_favicon_1024-1-32x32.png</url>
	<title>mokita</title>
	<link>https://mokita.de/blog</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Gewinnspiel: Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße. Ab 11.12. im Kino</title>
		<link>https://mokita.de/blog/2025/12/04/gewinnspiel-der-held-vom-bahnhof-friedrichstrasse-ab-11-12-im-kino/</link>
					<comments>https://mokita.de/blog/2025/12/04/gewinnspiel-der-held-vom-bahnhof-friedrichstrasse-ab-11-12-im-kino/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 10:20:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewinnspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Charly Hübner]]></category>
		<category><![CDATA[Christiane Paul]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Brühl]]></category>
		<category><![CDATA[Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Gewinnspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Vogel]]></category>
		<category><![CDATA[Leonie Benesch]]></category>
		<category><![CDATA[Maxim Leo]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Becker]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mokita.de/blog/?p=8471</guid>

					<description><![CDATA[Micha kommt als Videotheksbesitzer in 2019 kaum über die Runden, aber plötzlich steht ein Journalist auf der Matte, der eine alte Geschichte ausgegraben hat: Vor dem Mauerfall hat Micha einem ganzen Zug voller Menschen zur Flucht verholfen, weil er im richtigen Moment eine Weiche umgestellt hat. Das war ein Versehen. Aber solange er das nicht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE | Trailer | ab 11. Dezember 2025 im Kino" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/NrLfshGBOCA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Micha kommt als Videotheksbesitzer in 2019 kaum über die Runden, aber plötzlich steht ein Journalist auf der Matte, der eine alte Geschichte ausgegraben hat: Vor dem Mauerfall hat Micha einem ganzen Zug voller Menschen zur Flucht verholfen, weil er im richtigen Moment eine Weiche umgestellt hat. Das war ein Versehen. Aber solange er das nicht erzählt, wird er zum Helden, zum Menschen, der wichtig ist. Aber spätestens, als die Liebe dazukommt, wird diese kleine Lüge zu komplex.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisschen schade, dass Maxim Leo, der die <a href="https://www.kiwi-verlag.de/buch/maxim-leo-der-held-vom-bahnhof-friedrichstrasse-9783462012552">Buchvorlage</a> geschrieben hat, bis auf das Vorschaubild nicht im Trailer vorkommt. Nichtmal in der ganz kleinen Schrift am Ende. Ich kenne das Buch noch nicht, das sieht aber nach einer feinen Hochstaplergeschichte aus, die <a href="https://www.x-verleih.de/filme/der-held-vom-bahnhof-friedrichstrasse/">im Kino</a> Spaß machen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich darf dank <a href="https://www.jetztundmorgen.de/">Jetzt &amp; Morgen</a> 1 x zwei Freikarten verlosen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schreibt mir eine <a href="mailto:fabian@mokita.de?subject=Held">Mail</a> (Kommentare lass ich nicht gelten) und sagt mir Hallo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einsendeschluss ist Donnerstag, der 11.12.2025, 12:42 Uhr. Der Zufall entscheidet, dann geht die Mail mit den Tickets direkt raus. Die Adressen werden für nichts anderes verwendet und direkt danach wieder gelöscht. Viel Erfolg!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mokita.de/blog/2025/12/04/gewinnspiel-der-held-vom-bahnhof-friedrichstrasse-ab-11-12-im-kino/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lesung: Jasmin Schreiber im Centralkommitee in Hamburg am 2.11.25</title>
		<link>https://mokita.de/blog/2025/11/06/lesung-jasmin-schreiber-im-centralkommitee-in-hamburg-am-2-11-25/</link>
					<comments>https://mokita.de/blog/2025/11/06/lesung-jasmin-schreiber-im-centralkommitee-in-hamburg-am-2-11-25/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Nov 2025 20:42:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bright Young Women]]></category>
		<category><![CDATA[Claudia Schumacher]]></category>
		<category><![CDATA[Da wo ich dich sehen kann]]></category>
		<category><![CDATA[Eichborn]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Jasmin Schreiber]]></category>
		<category><![CDATA[Jessica Knoll]]></category>
		<category><![CDATA[Lesung]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe ist gewaltig]]></category>
		<category><![CDATA[Mareike Fallwickl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mokita.de/blog/?p=8467</guid>

					<description><![CDATA[Sonntag, 11 Uhr im Centralkommitee. Hätte ich am Abend vorher nicht nochmal geguckt, wann genau die Veranstaltung ist, wäre ich Abends vor der Tür gestanden. Ein Glück. Jasmin hat gerade ihr neues Buch draußen, &#8222;Da, wo ich dich sehen kann&#8222;. Krasser Tobak für einen Sonntagmittag. Jasmin ist eine großartige Entertainerin, war sie schon vor fünf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Sonntag, 11 Uhr im <a href="https://www.centralkomitee.de/">Centralkommitee</a>. Hätte ich am Abend vorher nicht nochmal geguckt, wann genau die Veranstaltung ist, wäre ich Abends vor der Tür gestanden. Ein Glück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jasmin hat gerade ihr neues Buch draußen, &#8222;<a href="https://bastei-luebbe.de/Buecher/Romane-Erzaehlungen/Da-wo-ich-dich-sehen-kann/9783847902232">Da, wo ich dich sehen kann</a>&#8222;. Krasser Tobak für einen Sonntagmittag. Jasmin ist eine großartige Entertainerin, war sie schon vor fünf Jahren, <a href="https://mokita.de/blog/2020/03/11/lesung-jasmin-schreiber-am-4-maerz-2020-im-merlin-in-stuttgart/">als ich sie zum ersten Mal gesehen habe</a>, eine tolle Frau, die sehr offen und eindrücklich erzählt, aber in diesem Buch geht es um einen Femizid, beziehungsweise um das, was ein Femizid für die Hinterbliebenen auslöst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht ganz viel um die Tochter, die zurückbleibt, um die Eltern, die zurückbleiben, um die beste Freundin, die zurückbleibt. Es geht nicht um den Täter, er kommt gar nicht zu Wort, was ich ganz großartig finde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe den Roman erst angefangen, aber schon wie Jasmin darüber erzählt, ist großartig im besten Sinne. Es macht Spaß, ihr zuzuhören, es ist aber auch schmerzhaft. Ich musste immer wieder Mareike Fallwickl denken, an &#8222;<a href="https://www.rowohlt.de/buch/mareike-fallwickl-die-wut-die-bleibt-9783499009129">Die Wut, die bleibt</a>&#8220; und &#8222;<a href="https://www.rowohlt.de/buch/mareike-fallwickl-und-alle-so-still-9783498002985">Und alle so still</a>&#8220; und an die Lesungen von Mareike. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Jasmin von Femiziden, von Vergewaltigungen, von Gewalt gegen Frauen erzählt und wie viel <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/frau-in-gross-borstel-erstochen-angeklagter-gesteht-toetung,prozess-312.html">krasser die Realität</a> ist als das, was die sich erst ausgedacht hatte. Superwichtig, darüber zu reden, aber eben auch krass für einen Sonntagvormittag. Das hat mich auch erinnert an Jessica Knoll mit &#8222;<a href="https://bastei-luebbe.de/Buecher/Romane-Erzaehlungen/Bright-Young-Women/9783847901891">Bright Young Women&#8220;</a> und an Claudia Schumacher mit &#8222;<a href="https://www.dtv.de/buch/liebe-ist-gewaltig-14874">Liebe ist gewaltig</a>&#8220; Alle hier erwähnten sind wichtige Bücher, genauso auch das Neue von Jasmin. Ich kann gar nicht so viel zum Buch selbst sagen, aber der Inhalt und das, was sie auf der Lesung erzählt hat, ist wichtig und relevant. Leider waren viel zu wenig Männer auf der Lesung, sie müssten das viel öfter hören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin jetzt sehr gespannt auf das Buch und kann euch nur empfehlen, wenn Jasmin irgendwo bei euch in der Gegend liest, geht auf jeden Fall vorbei. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://www.culturbooks.de/portfolio/kathryn-scanlan-boxenstart-roman/">&#8222;<a href="https://bastei-luebbe.de/Buecher/Romane-Erzaehlungen/Da-wo-ich-dich-sehen-kann/9783847902232">Da, wo ich dich sehen kann</a>&#8222;</a> von Jasmin Schreiber erschien bei Eichborn. Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und mich auf die Gästeliste der Veranstaltung gesetzt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mokita.de/blog/2025/11/06/lesung-jasmin-schreiber-im-centralkommitee-in-hamburg-am-2-11-25/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gewinnspiel: Stiller. Ab 30.10. im Kino</title>
		<link>https://mokita.de/blog/2025/10/28/gewinnspiel-stiller-ab-30-10-im-kino/</link>
					<comments>https://mokita.de/blog/2025/10/28/gewinnspiel-stiller-ab-30-10-im-kino/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2025 15:43:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewinnspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Albrecht Schuch]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Gewinnspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Max Frisch]]></category>
		<category><![CDATA[Paule Beer]]></category>
		<category><![CDATA[Stiller]]></category>
		<category><![CDATA[Suhrkamp]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mokita.de/blog/?p=8463</guid>

					<description><![CDATA[Bei einer Zugreise wird der US-Amerikaner James Larkin White festgenommen. Der Vorwurf: Er sei der vor sieben Jahren verschwundene Bildhauer Anatol Stiller, der wegen seiner Verwicklung in eine dubiose politische Affäre gesucht wird. White bestreitet seine Schuld und beharrt darauf, nicht Stiller zu sein. Um ihn zu überführen, bittet die Staatsanwaltschaft Stillers Frau Julika um [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="STILLER | Trailer | Ab 30. Oktober im Kino!" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/nc7jiOOZXUA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Zugreise wird der US-Amerikaner James Larkin White festgenommen. Der Vorwurf: Er sei der vor sieben Jahren verschwundene Bildhauer Anatol Stiller, der wegen seiner Verwicklung in eine dubiose politische Affäre gesucht wird. White bestreitet seine Schuld und beharrt darauf, nicht Stiller zu sein. Um ihn zu überführen, bittet die Staatsanwaltschaft Stillers Frau Julika um Hilfe. Aber auch sie vermag ihn nicht eindeutig zu identifizieren, in Erinnerungen wird aber mehr und mehr die Beziehung des Ehepaars offengelegt. Auch der Staatsanwalt hat eine überraschende Verbindung zu dem Verschwundenen. Was ist damals genau passiert und wer ist Stiller wirklich?</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist viel zu lange her, dass ich versucht habe, <a href="https://www.suhrkamp.de/buch/max-frisch-stiller-t-9783518475614">Stiller</a> zu lesen, und damals war ich auch nicht in der richtigen Stimmung. Aber ich mochte Max Frisch immer, Albrecht Schuch sowieso, spätestens seit Systemsprenger. Ich bin gespannt auf den Film und freue mich, das Buch nochmal neu zu lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich darf dank <a href="https://www.jetztundmorgen.de/">Jetzt &amp; Morgen</a> 1 x zwei Freikarten verlosen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schreibt mir eine <a href="mailto:fabian@mokita.de?subject=Stiller">Mail</a> (Kommentare lass ich nicht gelten) und sagt mir, wann ihr das letzte Mal das Gefühl hattet, dass ihr eurer Erinnerung nicht trauen könnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einsendeschluss ist Donnerstag, der 30. Oktober, 12:42 Uhr. Der Zufall entscheidet, dann geht die Mail mit den Tickets direkt raus. Die Adressen werden für nichts anderes verwendet und direkt danach wieder gelöscht. Viel Erfolg!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mokita.de/blog/2025/10/28/gewinnspiel-stiller-ab-30-10-im-kino/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht: Mit dem Roller von Stuttgart nach Hamburg</title>
		<link>https://mokita.de/blog/2025/09/20/bericht-mit-dem-roller-von-stuttgart-nach-hamburg/</link>
					<comments>https://mokita.de/blog/2025/09/20/bericht-mit-dem-roller-von-stuttgart-nach-hamburg/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2025 10:28:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Honda Ruckus]]></category>
		<category><![CDATA[Honda Zoomer]]></category>
		<category><![CDATA[Roadtrip]]></category>
		<category><![CDATA[Rollertour]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mokita.de/blog/?p=8453</guid>

					<description><![CDATA[Ich habe 2004 in Rom zum ersten Mal eine Honda Zoomer gesehen und mich schockverliebt. Ich wusste, wenn ich irgendwann Mal einen Roller &#8222;brauche&#8220;, dann soll es so einer sein. Vier Jahre später, relativ frisch in Stuttgart und in meinem ersten Job beim Radio, da würde mir ein Roller beim pendeln ein bisschen Zet sparen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich habe 2004 in Rom zum ersten Mal eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Honda_Zoomer_50">Honda Zoomer</a> gesehen und mich schockverliebt. Ich wusste, wenn ich irgendwann Mal einen Roller &#8222;brauche&#8220;, dann soll es so einer sein. Vier Jahre später, relativ frisch in Stuttgart und in meinem ersten Job beim Radio, da würde mir ein Roller beim pendeln ein bisschen Zet sparen beim. Also suche ich online, bis ich irgendwann eine Honda Zoomer in Gelb finde, die mir sofort gefällt. Nur steht sie in der Nähe von Köln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil die Sprache der Liebe meines Vaters aber Hilfsbereitschaft ist, leihen wir uns von Bekannten einen Anhänger und fahren nach Köln. Nach einer Runde auf dem Parkplatz des Händlers fahre ich den Roller auf den Anhänger und kann die ganze Fahrt nach Hause nicht die Augen vom Roller lassen. Für knapp zwei Jahre ist Maja (wie die Biene) mein tägliches Gefährt, um zur Arbeit zu kommen. Nachdem ich 2010 mit dem <a href="https://mokita.de/blog/geschriebenes/sprechkunst-und-kommunikationspaedagogik-der-studiengang/" data-type="page" data-id="4299">Studium</a> anfange, steht der Roller fast nur rum. Aber ich bringe es nicht übers Herz, ihn zu verkaufen. Nach 2012 ist der Roller  in Europa nicht mehr neu verfügbar. Spätestens jetzt ist klar, dass ich meinen behalte, auch wenn er die meiste Zeit nur hinterm Haus steht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sprung zu Ende 2023. Es ist klar, dass wir nach Hamburg ziehen werden, sobald wir eine Wohnung finden. Und direkt ist mir klar, wenn das passiert, dann fahre ich mit dem Roller, der höchstens 45 km/h fährt, von Stuttgart nach Hamburg. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Ende 2024 haben wir unsere Wohnung in Ottensen, jetzt muss ich nur noch ein bisschen Zeit im Sommer finden, um den Trip zu machen. Letzte Woche war&#8217;s soweit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hab mir für die Navigation ein <a href="https://beeline.co/pages/beeline-moto">Beeline Moto 2</a> gekauft, ein kleines Navigationsgerät für Motorräder, damit ich nicht immer wieder auf&#8217;s Handy gucken muss. Das Navi funktioniert auch für&#8217;s Fahrrad, die letzten Wochen bin ich damit durch Hamburg gefahren, hab die Stadt besser kennengelernt. Ansonsten habe ich eine Powerbank, eine <a href="https://store.insta360.com/product/x3?c=2118&amp;from=nav_product">Insta 360 X3</a>, eine Regenhose und Spanngurte eingepackt, alles zusammen mit meinen Klamotten in einem großen Wanderrucksack. Ohne das vorher getestet zu haben, hatte ich vor, den Rucksack zwischen meine Beine zu packen und festzuspannen, damit ich ihn nicht die ganze Zeit tragen muss und der Schwerpunkt tiefer liegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Wochen vorher habe ich mir eine Route überlegt, die mich jeden Tag zwischen 115 und 180 Kilometer weiterbringt und jeweils in einer Stadt endet, in der ich jemanden kenne, bei dem ich übernachten kann: </p>



<p class="wp-block-paragraph">Stuttgart &#8211; Tauberbischofsheim &#8211; Fulda &#8211; Göttingen &#8211; Hannover &#8211; Hamburg</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf Tage. Ich komme Freitagabend in meiner alten WG an, verbringe noch einen schönen Abend mit Freund:innen, dann geht es am Samstag los. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tag 1:</strong> Stuttgart &#8211; Tauberbischofsheim</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem klar ist, dass mein Rucksack tatsächlich zwischen Sitz und Lenker passt, verabschiede ich mich von Hannah und Robert und fahre los, aus dem Stuttgarter Westen in den Osten und durch den Tunnel nach Bad Cannstatt. Der Teil durch Stuttgart ist der zähste und anstrengendste. Aber da ist der Typ auf einem orangenem Roller, der eine Weile neben mir fährt, für ein paar Kilometer verschwindet und plötzlich wieder neben mir ist, das ist witzig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann bin ich aus der Stadt raus, jetzt kommen Landstraßen und die Sonne scheint. Das sind die schönsten Momente, sie kommen immer wieder auf der Reise. Diese erste Etappe dauert relativ lang, knapp fünfeinhalb Stunden bin ich unterwegs für 150 Kilometer. Dann komme ich bei Sascha und Ina, meiner Schwägerin und ihrer Familie an und werde vollkommen umsorgt. Kuchen und Essen und Gespräche und Spielen mit den Neffen. Und letztendlich ein Bett.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tag 2:</strong> Tauberbischofsheim &#8211; Fulda</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch gemeinsam frühstücken, dann geht&#8217;s los. Am Abend vorher habe ich den Roller wieder vollgetankt. Das wird das tägliche Ritual: Sobald ich angekommen bin, lade ich den Rucksack ab und fahre nochmal tanken. Der Tank ist unter dem Fußbrett und deshalb nicht erreichbar mit dem Rucksack drauf. Jetzt kann ich ihn wieder draufpacken. In der Nacht und über den Morgen regnet es, deshalb warte ich den Schauer ab und packe mich in meine Regenmontur ein. Mein ehemaliger Vermieter in Stuttgart fährt selbst Motorrad und als ich ihm erzähle, was ich vorhabe, hat er mir noch bessere Handschuhe, eine Regenjacke und Stulpen für die Schuhe zugesteckt. An diesem Morgen habe ich zum ersten Mal alles an. Ab jetzt werde ich jeden Morgen alles anziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fahrt ist 35 Kilometer und zwei Stunden kürzer, fast durchweg über schöne Landstraßen und durch Dörfer, mit ein paar Serpentinen und durch ein paar Wälder. Ein bisschen nass ist es, sonst aber geht alles gut. In der Nähe von Fulda komme ich bei Jana an, gehe tanken und danach geht&#8217;s mit dem Hund in den Wald.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der Tour saß ich höchstens mal für 50 Kilometer auf dem Roller. Ich hatte gedacht, falls irgendwas schief geht oder ich das nicht so lange auf dem Roller aushalte, dann stelle ich ihn eben irgendwo ab und hole ihn mit dem Camper. Tatsächlich geht&#8217;s mir aber bis zum Ende ganz gut, nur der Rücken schmerzt irgendwann. Trotzdem ist es sehr sinnvoll, neben den Fahrten noch ein bisschen Bewegung zu haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wieder viele Gespräche, wieder gutes Essen, wieder ein Bett. Obwohl ich ja fast nur sitze in den Tagen, bin ich jede Nacht extrem erschöpft und früh im Bett. Eigentlich dachte ich, Abends noch ein bisschen schreiben zu können, komme aber zu gar nichts. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tag 3:</strong> Fulda &#8211; Göttingen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sieht wieder nach Regen aus. Also verabschiede ich mich komplett eingepackt  von Jana und Julian und Artus und fahre los, knapp 160 Kilometer in fast 5 Stunden. Ich werde schneller und gewöhne mich an das Fahren, komme gut und schnell durch, auch wenn es manchmal heftig regnet. Ein Glück hält die Montur mich trocken. Nur kommen jetzt immer längere Strecken auf Bundesstraßen und die sind anstrengend. Wenn so ein LKW dich überholt, das ist ganz schön beängstigend. Schlimmer noch eigentlich die entgegenkommenden LKW und der Sog, den sei erzeugen. Ähnlich schlimm auch manche Autos, die mich manchmal sehr knapp überholen. Am frühen Nachmittag komme ich in Göttingen an, bei Sandra und Marius. Wir haben uns schon viel zu lange nicht gesehen, spazieren gemeinsam durch Göttingen und reden, danach noch Essen und noch mehr Gespräche, bis ich irgendwann auf der Couch einschlafe. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tag 4:</strong> Göttingen &#8211; Hannover</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sturmwarnung und Windböen. Also nach dem Frühstück wieder in die Montur und ab auf den Roller. Diesmal komme ich wieder in Regen. Glücklicherweise mit 110 Kilometer und dreieinhalb Stunden die kürzeste Tour. Dann bin ich bei Ric und Niko und Lena und ihren Jungs. Wieder Gespräche und Essen, diesmal aber auch einfach viel auf der Couch sitzen und erschöpft sein. Ich freue mich auf ein frühes Bett.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tag 5:</strong> Hannover &#8211; Hamburg</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin ehrlich gesagt ziemlich erstaunt, wie gut die ganze Tour geklappt hat, wie gut der Roller mitmacht und wie okay ich mit den langen Strecken bin. Der letzte Tag ist auch der ärgste, mit knapp 6 Stunden und 170 Kilometern. Die letzten 30 davon innerhalb Hamburgs. Und dann fast vor dem Ende führt mich das Navi über die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6hlbrandbr%C3%BCcke">Köhlbrandbrücke</a>. Kann ich leider gar nicht so richtig genießen, weil ich mit komplett gezogenem Gashebel versuche, schneller zu sein als der LKW hinter mir. Und dann biege ich in meine Straße ein und bin da. Nach 703,2 Kilometern und etwa 23 Stunden Fahrtzeit. Krass.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt bin ich seit ein paar Tagen wieder zuhause. Jedes Mal, wenn ich am Roller vorbeilaufe, freue ich mich genauso, ihn zu sehen, wie damals vor 20 Jahren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">War eine sehr schöne Tour und ich bin all den Menschen dankbar, bei denen ich schlafen konnte und die sich immer wieder erkundigen, ob alles okay ist. Ich liebe diesen Roller wie damals. Aber ich bin auch sehr okay damit, eine ganze Weile nicht so lange drauf sitzen zu müssen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">PS: Ich hab das ganze mitgefilmt. Wenn ich mich durchringe und mit der Software auseinandersetze, gibt&#8217;s vielleicht ein Video.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mokita.de/blog/2025/09/20/bericht-mit-dem-roller-von-stuttgart-nach-hamburg/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Buch vs Film: 22 Bahnen</title>
		<link>https://mokita.de/blog/2025/09/04/buch-vs-film-22-bahnen/</link>
					<comments>https://mokita.de/blog/2025/09/04/buch-vs-film-22-bahnen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2025 11:07:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[22 Bahnen]]></category>
		<category><![CDATA[Caroline Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Laura Tonke]]></category>
		<category><![CDATA[Luna Wedler]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mokita.de/blog/?p=8447</guid>

					<description><![CDATA[Tilda lebt mit ihrer kleinen Schwester und ihrer alkoholkranken Mutter, Mathematik und Schwimmen geben ihr den Halt, durch das Chaos zu kommen, das das Leben ihr entgegenwirft. Dann bekommt sie das Angebot, nach Berlin zu gehen, für die Mathematik. Aber kann sie Isa bei alleine bei der Mama lassen? Ich hab erst den Film gesehen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="22 Bahnen I Offizieller Trailer" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/vkj0AFB9WXM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Tilda lebt mit ihrer kleinen Schwester und ihrer alkoholkranken Mutter, Mathematik und Schwimmen geben ihr den Halt, durch das Chaos zu kommen, das das Leben ihr entgegenwirft. Dann bekommt sie das Angebot, nach Berlin zu gehen, für die Mathematik. Aber kann sie Isa bei alleine bei der Mama lassen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hab erst den Film gesehen und dann das Buch gelesen. Luna Wedler ist nach <a href="https://mokita.de/blog/2022/12/29/film-was-man-von-hier-aus-sehen-kann/" data-type="post" data-id="8066">Was man von hier aus sehen kann</a> und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=S_TqFM1yqJY">Marianengraben</a> wieder die Protagonistin einer Buchverfilmung, wieder eine traumatisierte junge Frau. Sie kann das und ich schaue ihr dabei gerne zu, aber es fühlt sich auch ein bisschen an, als hätte man die offensichtliche Wahl getroffen. Von Laura Tonke dagegen war ich ziemlich beeindruckt, liebende Mutter und alkoholisierter Mensch, das fand ich krass.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Caroline Wahl hat mit ihrem Debütroman eine solide Geschichte erzählt, die ich zwar gern gelesen habe, mir aber manchmal in der Schreibe nicht konsequent genug war. Beispielsweise lässt Wahl bei der wörtlichen Rede jedes &#8222;sagte&#8220; und die Anführungszeichen weg, schreibt nur den Namen der Person die spricht und einen Doppelpunkt, ähnlich wie ein Filmskript. Aber eben nicht immer. Schade.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Film bleibt nah am Buch, manchmal wortwörtlich, zieht manche Erzählstränge ein bisschen zusammen und legt für mein Gefühl den Fokus auf die richtigen Stellen, die im Buch manchmal fast nebenher erzählt werden. Ich fand den Film stringenter, glücklicherweise hat er ein ähnlich offenes Ende wie das Buch und im Gegensatz zum Trailer werden die 22 Bahnen nicht so oft betont.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich empfinde Voice-Over bei einer Literaturverfilmung oft als den missglückten Versuch, eine geschriebene Geschichte in Bilder zu übersetzen. Fühlt sich dann oft nach bebildertem Hörbuch an statt nach eigener Version der Geschichte. In diesem Fall finde ich das Voice-Over bei den Supermarkt-Szenen, wie die im Trailer, sehr passend. Darüber hinaus leider nicht mehr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles in allem habe ich den Film gern geguckt, aber ehrlicherweise hätte es nicht im Kino sein müssen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>22 Bahnen, nach dem Roman von Caroline Wahl, ab jetzt im Kino. Das Buch erschien bei <a href="https://www.dumont-buchverlag.de/buch/caroline-wahl-22-bahnen-9783832168032-t-5700">Dumont</a>.</em> <em>Ich habe den Film bei der Pressevorführung in Hamburg gesehen</em>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mokita.de/blog/2025/09/04/buch-vs-film-22-bahnen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht: Oasis in Manchester am 20. Juli 2025</title>
		<link>https://mokita.de/blog/2025/08/07/bericht-oasis-in-manchester-am-20-juli-2025/</link>
					<comments>https://mokita.de/blog/2025/08/07/bericht-oasis-in-manchester-am-20-juli-2025/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2025 16:57:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Konzertbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Manchester]]></category>
		<category><![CDATA[Oasis]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mokita.de/blog/?p=8442</guid>

					<description><![CDATA[Als meine beste Freundin mir erzählt, dass sie und eine weitere gute Freundin drei Tickets bekommen haben und mich gerne dabei hätten, beim letzten Konzert in Manchester, denke ich mir, okay, ich kenne vielleicht drei Songs der Band. Und ich bin seit knapp zehn Jahren nicht geflogen. Und das wird kein günstiger Trip. Aber wir [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Als meine beste Freundin mir erzählt, dass sie und eine weitere gute Freundin drei Tickets bekommen haben und mich gerne dabei hätten, beim letzten Konzert in Manchester, denke ich mir, okay, ich kenne vielleicht drei Songs der Band. Und ich bin seit knapp zehn Jahren nicht geflogen. Und das wird kein günstiger Trip. Aber wir sind nun alle fast 40, wir leben knapp 800 voneinander entfernt, sie haben Kinder, ich hab einen Hund und sowieso sehen wir uns viel zu wenig. Wenn also nicht der Band wegen, dann für diese beiden Frauen, die mich seit fast 30 Jahren in diesem Leben begleiten.<br>Also ja gesagt und Flug gebucht und auf AirBnB und Booking.com bisschen rumgesucht. Unsere Bleibe haben wir storniert, als extrem viele schlechte Bewertungen reingekommen sind, haben uns dann doch für ein Hotel entschieden, 3 Sterne in Trafford inklusive Frühstück, ähnlich teuer.<br>Es vergehen Monate und eine schlaflose Nacht vor dem Flug, aber dann landen wir in Manchester, die Leute sind von Anfang an extrem nett und alle fahren und laufen auf der falschen Seite, woran ich mich in diesen fünf Tagen nicht gewöhnen werde. So oft müssen Leute mir ausweichen, weil ich Treppen auf der falschen Seite benutze. Sorry.<br>Wir lernen mit einem Guided Music Walk Manchester kennen, so viel krasse Musik kommt aus dieser Stadt, wusste ich alles nicht, alles ganz toll. Sowieso schreit die ganze Stadt nach Oasis. Überall Plakate und Merch und jeder Laden denkt sich irgendeine Referenz zur band und den Songs aus und schreibt sie auf ihre Tafeln.<br>Am Sonntagmorgen sehen wir anhand der Shirts und der dreckigen Schuhe im Frühstücksraum, wer letzte Nacht auf dem Konzert war und alle sind übermüdet, aber happy. Wir reden mit den Jungs aus den Niederlanden und aus Italien und denen aus Brighton, die heute mit uns gehen werden und dann spricht uns dieser alte Mann vom Tisch neben uns an. Fragt ganz höflich, ob wir aus Deutschland kämen und woher denn genau. Ich sage Hamburg und seine Augen leuchten auf und er sagt &#8222;Landungsbrücken, Jungfernstieg, Berliner Tor, Altona&#8220; und ich sage, &#8222;Richtig, woher wissen Sie das?&#8220;<br>Und er erzählt von seinem Jahr in Hamburg als Mitarbeiter der Jugendherberge an der Horner Rennbahn. 1961 und 1962. Danach war er noch ein paar Monate Hafenarbeiter, bevor er zurück nach England ist. Knapp zwei Stunden erzählt er von damals und fragt, ob es die Reeperbahn noch gibt und die Herbertstraße. Bei letzterem beugt er sich zu mir und wird leiser, und seine Augen werden groß, als ich alles bejahe.<br>John ist 82 und lebt seit fünf Jahren in diesem Hotel. Günstiger als ein Heim. Seine Frau ist 10 Jahre älter als er, sie sei oben im Zimmer. Seit 35 Jahren sind sie zusammen, sie sei blind von Geburt an und hat ihn also noch nie gesehen. &#8222;Ich Glücklicher&#8220;, sagt er. Er ist aufmerksam und witzig, merkt sich alles, was wir ihm erzählen und kann nicht richtig loslassen, als wir uns auf den Weg machen wollen.<br>Wir sind schon Mittags bei den Bussen, die uns zu Heaton Park bringen und sind schon da lange nicht die ersten. Alle sind voller Vorfreude und gut drauf, gemeinsam strömen wir auf die Wiese, die vom Konzert der letzten Nacht immer noch ziemlich aufgeweicht ist. Wir hatten bei der Lotterie für den vorderen Bereich kein Glück und suchen uns auf der Anhöhe im goldenen Dreieck der Boxen einen Platz, von dem aus wir die Bühne gut sehen können. Und dann müssen wir knapp vier Stunden warten. Andere sind besser ausgerüstet und setzen sich auf mitgebrachte Mülltüten und Regenponchos.<br>Wir sitzen irgendwann auf Pizzakartons und es wird immer voller. Da ist der geschätzt Siebzigjährige, von dem ich glaube, dass er nur zuliebe seines Sohnes dabei ist, aber dann auch ganz aufgeregt mitsingt. Und da ist der vielleicht Zehnjährige, der schon bei Richard Ashcroft alles mitsingen kann. Er bleibt eine ganze Weile auf den Schultern seines Papas, bis der nicht mehr kann, dann bietet ein Typ daneben an, ihn auf die Schultern zu nehmen. So wechseln sich fremde Leute den ganzen Abend über ab und der Junge strahlt durchgehend und gröhlt alles mit.<br>Sind alles immer noch Menschen und natürlich sind da auch Arschlöcher bei, wie der Typ, der vielleicht 20 Zentimeter neben ein auf dem Boden sitzendes Pärchen kotzt und ungerührt weitergeht. Oder die Jungs neben uns, die einige Liter an Bier trinken, danach in die Becher pinkeln und sie auf dem Boden ausleeren, wo das Urin den leichten Hang hinab den anderen Leuten um die Schuhe läuft. Aber dafür, dass da 80.000 Leute sind, ist es extrem nett und zugewandt und freundlich. Nicht ganz so krass wie bei Taylor Swift in München, aber auffällig nett. Und dann geht es los. Wie krass bitte die Stimmung und das mitsingen. Und natürlich kenne ich mehr Songs. Manchmal denke ich, ah, stimmt, das kenne ich auch. Und manchmal denke ich, ach krass, das ist von denen!<br>Knapp zwei Stunden macht die Band Programm. Noel und Liam kommen Hand in Hand auf die Bühne und gar nicht so zynisch gemeint, wie es klingt: Sie leisten was für ihr Geld.<br>Am Ende kommt die Zugabe mit &#8222;The Masterplan&#8220; und &#8222;Don’t Look Back in Anger&#8220; und &#8222;Wonderwall&#8220; und &#8222;Champagne Supernova&#8220; und wenigstens für zwei Songs kann ich auch alles mitgröhlen, nicht nur die Refrains. Dann ist es vorbei und wie Ameisen reihen sich diese ganzen Menschen, um wieder zurück nach Manchester zu kommen. Und selbst das funktioniert und die Stimmung ist gut.<br>Am nächsten Tag fahren wir nochmal ins Northern Quarter, tingeln durch die Stadt und schauen uns noch ein paar Sachen an. Als wir am Abend ins Hotel kommen, steht John an der Rezeption, wollte eine Nachricht für uns hinterlassen. Aber besser so, weil wir am nächsten Tag wirklich früh zum Flughafen müssen. Wir reden nochmal kurz, machen ein Abschiedsfoto, wir bedanken uns und er schüttelt den Kopf. All diese Erinnerungen nochmal aufgefrischt zu bekommen und dieses Gespräch führen zu dürfen. &#8222;Das ist das Highlight, vielleicht sogar des Jahres&#8220;, sagt er, auf eine Art, die uns klar macht, dass er es ernst meint. Damit verabschieden wir uns und gehen aufs Zimmer, packen und reden und schlafen zu spät ein.<br>Natürlich sind wir alle übermüdet und wir verabschieden uns, bevor wir in unterschiedliche Flugzeuge steigen, um ein paar Stunden später zuhause ankommen. So kaputt, dass ich gleich ins Bett falle. Aber sehr sehr happy.<br>Ja, so wars. Gerne wieder.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mokita.de/blog/2025/08/07/bericht-oasis-in-manchester-am-20-juli-2025/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bericht: ›Die schönsten Strände gibt es rund um Águilas‹ …</title>
		<link>https://mokita.de/blog/2025/07/29/bericht-die-schoensten-straende-gibt-es-rund-um-aguilas/</link>
					<comments>https://mokita.de/blog/2025/07/29/bericht-die-schoensten-straende-gibt-es-rund-um-aguilas/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jul 2025 14:20:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[bericht]]></category>
		<category><![CDATA[DIebstahl]]></category>
		<category><![CDATA[Raub]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mokita.de/blog/?p=8436</guid>

					<description><![CDATA[Gastbeitrag von Maria Nowotnick.  Wir wollten vier Wochen durch Südspanien reisen, Andalusien erkunden, mit dem eigenen Auto, ich wollte meinem Freund zeigen, wie schön es dort ist … Doch irgendwie kam alles anders. Wir sind mit Sicherheit beobachtet worden, jemand hat aufgepasst, dass wir so schnell nicht wiederkommen, das macht es nur noch widerlicher. Am [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"></blockquote>



<pre class="wp-block-preformatted">Gastbeitrag von Maria Nowotnick. </pre>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wollten vier Wochen durch Südspanien reisen, Andalusien erkunden, mit dem eigenen Auto, ich wollte meinem Freund zeigen, wie schön es dort ist …</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch irgendwie kam alles anders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind mit Sicherheit beobachtet worden, jemand hat aufgepasst, dass wir so schnell nicht wiederkommen, das macht es nur noch widerlicher. Am 28. April liegen wir gegen Mittag am Strand und fühlen uns aus irgendwelchen Gründen sicher, fühlen uns vor allem das erste Mal wohl auf dieser bis dahin eher abenteuerlichen Reise. Neben uns liegen junge Frauen oben ohne,  ein Paar sogar komplett nackt. Spanien zeigt sich von seiner aufgeschlossensten Seite, denken wir. Da ahnen wir noch nicht, dass uns gerade alles genommen wird. Dass unser extra für diesen großen Urlaub neu gekauftes Auto vermutlich genau in diesem Moment aufgebrochen und leergeräumt wird. Bis aufs Letzte. Jede Tasche, jedes Kleidungsstück, alles wird blind mitgenommen. Ohne Rücksicht auf irgendetwas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenig später habe ich keine Brille mehr, keine Papiere, keine Unterwäsche, und dass mein Laptop in meinem Rucksack neben meinem Tagebuch und meinem handgeschriebenen Kalender lag, ergänzt das Grauen nur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorher verbringen wir zwei wirklich schöne Tage im etwas vereinsamt erscheinenden San Juan de los Terreros, ist ja noch keine Saison, denken wir, allerdings sollten die Einwohner schon ab und an zu sehen sein … ›Die Küste von Águilas ist nicht so touristisch‹, lesen wir nach, ›es gibt keinen großen Flughafen in der Nähe, deshalb bleiben die Besucherstürme aus.‹ Das klingt doch gerade für uns planlose Individualtouristen nett. Was fürchterlich aussieht an dieser hochgelobten Küste hingegen, sind die unzähligen Vans und Wohnmobile, teilweise sogar direkt am Strand geparkt. Schon von der Straße erspähen wir das dystopisch wirkende Bild, lassen uns davon aber nicht verdrießen, finden es sogar ein bisschen spannend, das mal aus der Nähe zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frohen Mutes checken wir an dem Tag, an dem wenige Stunden später in ganz Spanien der Strom ausfallen wird, aus unserem alles andere als luxuriösen 2-Sterne-Hotel aus, beladen unser Auto, das direkt davor parkt. Nehmen noch ein unbestelltes Frühstück ein, wollen es gar nicht glauben, dass wir ›so ein Glück haben‹. Lassen uns das Rührei kredenzen von der netten Hotelangestellten und freuen uns auf den nächsten Stopp – Granada. Streben, bevor es ins Landesinnere gehen soll, einen Halt an einem dieser schönen Strände hier an, unser Auto stellen wir Punkt 12:00 Uhr am Parkplatz direkt an der Straße und neben einem Wohnmobil mit Berliner Kennzeichen ab, halten das für ein gutes Zeichen. Halten diesen Parkplatz für sicher. Ich überlege noch, mein Portemonnaie <em>nicht</em> im Auto zu lassen (davon abgesehen, dass unser sämtliches Hab und Gut darin liegt), tue es dummerweise doch. Weibliche Intuition? Auf die ich leider nicht höre …</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen 12:30 Uhr fällt im ganzen Land der Strom aus, wir merken davon am Strand nichts. Lassen die Handys ausnahmsweise mal in unseren Taschen, genießen die Sonne und das Meer. Wundern uns, dass plötzlich ein Großteil der Badelustigen aufzubrechen scheint, denken: Es ist Mittagszeit, klar! Wir haben noch ein bisschen Zeit, wollen erst gegen frühen Abend in Granada sein (dass ausgerechnet dort auch noch der Grund für den Stromausfalls zu liegen scheint, ergänzt die Skurrilität unserer Geschichte nur). Wir schmieden Pläne und sind das erste Mal auf dieser Reise sicher, alles richtig gemacht zu haben. Packen es irgendwann und machen noch schöne Erinnerungsfotos von dieser Traumbucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Weg zum Auto, kein Verdacht, ach, es steht nicht mehr im Schatten, ok. Passiert. Ich öffne die hintere Tür, lege unsere Badesachen ins Auto, merke nichts, immer noch. Mein Freund macht Fotos, als Erinnerung an diese schöne Reise mit unserem schicken neuen Auto … und plötzlich merke ich, dass die Rücksitze leicht nach vorn geklappt sind, frage ihn, ob er das war. Ja, vielleicht beim Einladen, überlegt, er noch laut … aber ich öffne instinktiv das Handschuhfach: leer. Mein Portemonnaie: weg. Er öffnet den Kofferraum, sieht nichts mehr von unserem Gepäck und sagt: ›Wir sind ausgeraubt worden – ruf die Polizei!‹ Diese Worte werde ich nie vergessen. ›Wir sind ausgeraubt worden‹, was heißt das nur auf Spanisch? Überlege ich, will es schnell googlen und parallel die Nummer der spanischen Polizei wählen – beides geht nicht, ich habe kein Netz. Er auch nicht. Wir rennen panisch mit den Handys in der Hand umher und versuchen vergeblich, Empfang zu bekommen. Keine Chance. Ich möchte weinen, schreien und einfach nur zusammenbrechen, weil mir langsam klar wird, dass wir all unserer Sachen beraubt wurden. Dass unser Auto aufgebrochen und alles aus ihm entfernt wurde, was wir nicht bei uns hatten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich versuche, mich zusammenzureißen und stürze mich auf das erste Auto, das auf eben diesen Parkplatz gefahren kommt, auf dem wir offensichtlich ausgeraubt worden sind. Zwei englischsprachige Touristen sitzen darin, ich frage sie, ob sie auch keinen Empfang hätten, und erkläre ihnen, was uns passiert ist. Sie scheinen auch eben erst festzustellen, dass sie netzlos sind, wissen nicht so recht, was sie nun (für uns) tun können, und ich halte noch ein Auto an, eine Fügung! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Familie sitzt darin, der Sohn fährt, seine Schwester sitzt neben ihm, hinten der Vater mit den beiden Enkeln. Sie sprechen Englisch, halten sofort an und erklären wiederum uns, was passiert ist. Blackout, in ganz Spanien, kein Strom, kein Netz, deshalb können wir auch keine Polizei anrufen oder sonst jemanden. Die Familie ist aus Island. Der Vater, Totti, unser rettender Engel, ist Reiseführer und spricht zufällig fließend Englisch, Spanisch und Deutsch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir zeigen ihm die Stelle, an der die Fahrertür unseres Autos mit der Brechstange und jeder Menge Gewalt aufgehebelt wurde. Seine Tochter schaut mir tief in die Augen und versucht, mich zu beruhigen. Ich weiß nicht, was wir ohne diese Familie getan hätten … Totti sagt, er wohne in Águilas in der Nähe der Guardia Civil, wir sollen ihm folgen, hierher käme jetzt sowieso niemand, alle hätten gerade andere Sorgen. Wir glauben ihm, folgen blind. Inzwischen haben wir kapiert, dass jemand unser Auto aufgebrochen haben muss, während wir am Strand lagen, nichtsahnend, dass dieser jemand (oder noch viel mehr diese Jemande) all unsere Sachen, drei Koffer, zwei Taschen, zwei Rucksäcke, zwei Portemonnaies aus unserem Auto geholt, teils gezerrt haben müssen. Eine Sonnenbrille liegt neben unserem Auto, die war da vorher nicht, sie muss von einem der Diebe stammen. Ich nehme sie an mich. Auch einer unserer Corny-Riegel lag da, Notproviant, der beim Raub herausgefallen sein muss. Es fällt uns schwer, den Tatort zu verlassen, wir verstehen allerdings auch nicht viel in dem Moment. Eben noch war mir heiß in der Sonne am Strand, nun wird mir immer kälter &#8230; ich klammere mich an meine Wasserflasche und meine leere Gürteltasche, ich umklammere mein Telefon, auch wenn es mir gerade nichts bringt. Wir fahren Totti und seiner Familie hinterher, ohne zu wissen, wohin. Alles passiert wie im Wahn …</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Männer der Guardia Civil sind bedingt freundlich, sie behaupten, sie würden uns helfen, sobald der Strom wieder da sei, wir sollen Ruhe bewahren. Ich möchte wieder nur weinen und schreien, habe mir inzwischen die durch Zufall übriggebliebenen Jacken alle übereinander gezogen. Mein winziges Glück in dem Moment: ein Dreckwäsche-Beutel, den die Diebe haben liegen lassen, eine lange Stoffhose bringt mich über den restlichen Tag (sowie über die weitere Reise). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Proviant für die Fahrt nach Granada stopfe ich mir aus Verzweiflung und unter Schock in den Mund, als wir einsehen müssen, dass niemand etwas für uns tun kann, solange der Strom weiter nicht zurückkommt. Dass wir niemanden über unseren Zustand informieren können, weil auch der Empfang nicht zurückkommen wird, ehe die Ursache für diesen landesweiten Blackout gefunden wurde, wiegt mit am schwersten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich übergebe der Guardia Civil die Sonnenbrille, ich hätte sie nicht anfassen sollen, sagt der Polizist. Ich verstehe das meiste und kann auch knapp antworten, aber ohne Totti wären wir aufgeschmissen. Er erklärt geduldig, was uns geschehen ist. Es hilft nichts. Die Spurensicherung nimmt sich immerhin unser Auto vor, nimmt jede Menge Fingerabdrücke, die, wie wir betonen, unter keinen Umständen von uns stammen können. Wir entdecken auch jetzt erst all die Schleifspuren und verstehen erneut, <em>was</em> alles weg ist. Es wird Abend, wir haben keine Unterkunft mehr, keine Papiere, kein Geld … </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir stehen am Strand und versuchen krampfhaft, mit jedem Hauch von Handyempfang unsere Karten sperren zu lassen. Eine joggende Amerikanerin fragt mich, ob wir Neues zum Stromausfall wüssten, und ich erkläre ihr unter Tränen, was uns geschehen ist. Sie nimmt mich in den Arm und spricht mir Mut zu, empfiehlt uns ein Hotel, in dem es angeblich Strom und Internet gäbe, ich schöpfe Hoffnung. Sie empfiehlt uns außerdem, ein Crowdfunding zu machen wegen all unserer verloren gegangenen Sachen, und überlegt dabei laut, was sie eigentlich für Versicherungen (nicht) abgeschlossen hat … sie joggt weiter in den Sonnenuntergang, wir erreichen tatsächlich mit viel Glück die Bank und haben Stunden nach dem Raub wenigstens alle Karten gesperrt. Im von der Amerikanerin empfohlenen Hotel gibt es keine freien Zimmer mehr. Wir werden abgewiesen, während sich die wohlhabenden Hotelgäste Sorgen um ihr warmes Abendessen machen. Die Amerikanerin kommt wieder auf uns zu, diesmal ganz in Weiß, fein gemacht fürs Abendessen. Keine freien Zimmer mehr? Nun kann auch sie uns nicht mehr helfen … </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben von Totti 100 Euro in die Hand gedrückt bekommen, suchen weiter verzweifelt nach einem Hotel, das uns ohne Identität aufnimmt. ›San Carlos‹ tut es, der Besitzer ist vollkommen high, macht aber einen hilfsbereiten Eindruck. Ich erkläre ihm, was passiert ist, so gut wie ich eben kann. Mein Freund wartet im aufgebrochenen Auto. Carlos nimmt uns auf, sein Hotel ist (wie alles im Land) stockdunkel und dadurch noch unheimlicher. Mit einer Taschenlampe weist er uns dem Weg zum Zimmer, es riecht enorm nach Rauch. Wir müssen irgendwo schlafen, das wissen wir. Dann eben hier. Die 100 Euro an uns geklammert suchen wir einen Supermarkt auf. Wählen den Spar, den wir schon kennen, und treffen durch Zufall dort die Hotelangestellte, die uns heute Morgen unaufgefordert das Frühstück kredenzt hatte. Ich versuche, auch ihr zu erklären, was uns passiert ist. Sie antwortet mir, dass alle keinen Strom mehr hätten, wundert sich, dass wir überhaupt noch in der Stadt sind … </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich versuche ohne Hilfe von einem Wörterbuch klarzumachen, dass wir nicht nur ohne Strom, sondern ohne <em>alles</em> sind. Dass wir zwar, obwohl wir bis aufs Hemd ausgeraubt wurden, ein Hotel gefunden hätten, uns dort aber auch nicht wirklich sicher fühlten. Frage, ob sie uns wieder aufnehmen könnte – ›<em>euch</em> schon‹, sagt sie. Wir verabreden uns für ›gleich‹ vor dem ansonsten vollkommen verlassenen und wie alles andere auch dunklen Hotel. Bringen den Schlüssel zurück zu ›San Carlos‹, überlegen uns Ausreden, warum wir das Zimmer nicht mehr brauchen. Carlos ist es egal und wir haben Angst, wir könnten diese Entscheidung bereuen … Fiorella, wie wir später erfahren werden, wie die Hoteldame heißt, steht allerdings tatsächlich mit Taschenlampe vor dem Hotel und wartet auf uns, erlaubt uns sogar, das aufgebrochene Auto in die Garage zu fahren, heute, an diesem ›Pechtag‹ … Sie habe nun neben dem fehlenden Strom aber auch kein Wasser im ganzen Hotel, warnt sie uns. Die Strafe vielleicht doch, denn bei Carlos hätten wir eine heiße Dusche nehmen können. Egal. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum auch immer, wir fühlen uns hier sicher. Obwohl wir höchstwahrscheinlich genau hier schon beobachtet wurden, wie wir das Auto vollluden, vielleicht sogar deshalb das unbestellte Frühstück? Um Zeit zu gewinnen? Vielleicht hat genau diese Frau, die uns gerade Obdach gewährt, heute Morgen den Dieben Bescheid gegeben, dass wir nun unterwegs und angreifbar sind … </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sitzen abends im selben Zimmer, aus dem wir morgens glückselig und mit leichter Wehmut ausgecheckt waren. Nur haben wir nichts mehr, wir haben nur noch uns. Die Toilettenspülung reicht genau für einen Gang, die Hände desinfizieren wir, statt sie zu waschen und die Zähne putzen wir spärlich mit Trinkwasser. Es ist ein Horrortag, ich weiß nicht, wie wir es schaffen, engumschlungen in den Schlaf zu finden. Unsere einzige Hoffnung ist, dass am nächsten Tag der Strom wieder geht und wir jemanden anrufen können. Unsere Handys laden … Wir sind mit Totti an seiner Wohnung verabredet, falls dem nicht so sein sollte, und so kommt es. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am nächsten Morgen: eine unveränderte Gesamtsituation. Kein Strom, kein Wasser, kein Handyempfang – und es ist wirklich wahr: Alle unsere Sachen sind gestohlen. Es war kein böser Traum, es ist alles genauso passiert … Wir müssen zur Polizei! Sie müssen! uns jetzt endlich helfen … </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Weg nach Águilas kehrt der Handyempfang zurück, der Strom scheint hier wieder da zu sein – wo gestern Abend noch absolutes Chaos herrschte, die Polizei Patrouille fuhr und die Restaurants alle geschlossen, die Geschäfte dunkel waren, die Ampeln ausgefallen und die Menschen panisch, scheint langsam Normalität einzukehren. Wir müssen zur Guardia Civil! Aber erst zu Totti, wo wir eine Liste mit den geklauten Dingen anlegen, sogar die Seriennummern unserer Computer herausfinden und im Onlinebanking sehen, dass unsere Kreditkarten doch schon genutzt wurden – in den wenigen Supermärkten, die überhaupt Kartenzahlung über Notstrom möglich gemacht hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Jetzt</em> müssen sie die Diebe doch kriegen! Denke ich noch, ahne, wie sehr ich mich täusche. Wir haben inzwischen unsere Familien informiert, sie kommen um vor Sorge und fragen, wie sie helfen können. Der Besuch bei der Guardia Civil wird wie erwartet anstrengend. Totti dolmetscht zum Glück, er findet das alles ganz spannend, kommt sich vor wie ›Derrick‹. Wir werden getrennt verhört, als wären wir die Verbrecher. Bekommen Ärger, weil wir kein Foto von unserem Ausweis haben, keine Ausweisnummer im Kopf. Wir, die ausgeraubt wurden, müssen Rechenschaft ablegen … </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich punkte mit meinem Spanisch und meinem Vornamen (›Maria, wie die Jungfrau‹) – ich will das hier gut meistern, als würde es irgendetwas ändern … Wir geben die Namen unsere Eltern an, unseren Wohnort und wann wir geboren wurden, wiederholen wieder und wieder, was passiert ist und bekommen am Ende eine ausgedruckte Anzeige auf Spanisch, die uns durch die nächsten Tage tragen muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Freund will sofort weg, ich kann das verstehen. Wir bleiben trotzdem ein paar Tage, um etwas zur Ruhe zu kommen. Ich hoffe insgeheim, dass die Guardia Civil sich vielleicht doch noch meldet oder dass wir irgendwo irgendetwas finden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir fahren die Supermärkte ab, in denen die Diebe mit unseren Karten bezahlt haben, obwohl wir eigentlich kein Geld für den Sprit samt Maut haben. Ich will mir einreden, dass wir am Straßenrand oder in den Mülleimern irgendetwas von unseren Sachen finden … jeder Fetzen würde mich glücklich machen. Uns fällt mit jeder Minute etwas Neues ein, das im Koffer oder im Handgepäck war … es ist ein unschönes Gefühl, die Route der Diebe zu nehmen, die Supermärkte zu betreten – hier waren <em>die</em> gestern … wir finden: Nichts. Die Enttäuschung ist riesig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich telefoniere auf dem Rückweg mit dem ADAC, er kann uns nicht helfen, weil wir ja keine Panne haben. Rät uns, Geld über Western Union schicken zu lassen – wie, ohne Ausweise?! Im Restaurant ›Mi Cortijo‹, das wir die ersten Tage aufgesucht und mit dessen Besitzer wir uns glücklicherweise sehr gut verstanden hatten, ist leider an diesem zweiten Abend nach dem Raub Ruhetag. Wir hatten die Hoffnung, dort vielleicht umsonst essen zu können. Christian ist trotzdem da und kämpft wie alle mit den Folgen des Stromausfalls. Er ist zutiefst betroffen von dem, was uns passiert ist, hatte sich so für uns und unsere Reise durch Andalusien gefreut. Er gibt uns Bier, Zigaretten und Oliven, mehr hat er an dem Abend nicht, aber auch das hilft uns ungemein. Wenig später sind wir volltrunken, aber auch etwas getröstet. Christian will versuchen, unsere Autotür gerade zu biegen – mit einem Spanngurt. Und er schafft es. Wir sind beruhigt, weil es nun immerhin nicht mehr reinregnen kann (was laut ADAC ›unangenehm, aber nicht weiter schlimm‹ gewesen wäre), unser Auto ist nicht mehr aufgebrochen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir müssen Christian versprechen, noch zu bleiben, damit wir am nächsten Abend zu ihm zum Essen kommen können. Wir bleiben. Und haben noch ein, zwei schöne Strandtage, immer mit der Angst, wieder beobachtet zu werden. Totti leiht uns noch viel mehr Geld, immerhin müssen wir 3000 km zurückfahren. Meine Schwester überweist es ihm, so schnell es geht, versichert sich, dass ich nicht KI-generiert bin, als ich sie am Telefon darum bitte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Niemand kann verstehen, wie groß der Verlust ist, wir sind nicht einfach nur bestohlen worden, uns wurde alles genommen – inklusive unseres Urlaubs. Wir liegen plötzlich ohne alles im Bett, ohne Dinge wie eine Knirschschiene, an die man sich gewöhnt hat und ohne die man wieder auszukommen lernen muss. Auch das Asthmaspray meines Freundes haben die Widerlinge mitgenommen, mit unserer Anzeige erkläre ich in der Apotheke, dass es ein Notfall sei und wir ohne Rezept ein neues bräuchten. Es funktioniert. Sowieso sind alle – außer der Guardia Civil und selbstverständlich den Dieben – sehr lieb zu uns. Auch Fiorella gibt sich weiter große Mühe, obwohl ich immer noch unsicher bin, ob sie nicht mit Schuld trägt an all dem. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil wir zwischen Águilas und San Juan de los Terreros hin und herfahren müssen in den Tagen nach dem Raub, passieren wir auch den Parkplatz, den Tatort, wieder und wieder. Das Wohnmobil mit dem Berliner Kennzeichen steht immer noch da und wir beschließen, anzuklopfen – vielleicht haben die Besitzer uns auch beobachtet und tragen nun vergnügt unsere Kleidung … </p>



<p class="wp-block-paragraph">Andreas ist der Besitzer und nicht aus Berlin. Auch er ist sichtlich betroffen von unserer Geschichte, macht sich Vorwürfe, dass er nichts bemerkt hat, steckt uns 20 Euro zu. Er will die Augen offenhalten, falls sich doch noch Kleidung von uns anfindet … </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während wir dort wieder an derselben Stelle stehen, an der wir vor drei Tagen ausgeraubt wurden, und die Sonne schon wieder knallt, kommt ein sehr alter spanischer Vespafahrer angerollt. Er hat Andreas eine Brezel mitgebracht, hier kennt man sich, wenn man länger mit dem Wohnmobil am selben Ort verweilt. Er spricht Deutsch mit starkem Frankfurter Dialekt, denn da hat er 20 Jahre gelebt. Und meint tatsächlich, er habe unser Auto an dem Tag des Überfalls stehen sehen, sich noch gefragt, ob das gut gehen würde, ein Auto mit ausländischem Kennzeichen hier so ganz allein … </p>



<p class="wp-block-paragraph">Er klärt uns auf: Solche Überfälle, wie uns geschehen, seien hier an der Tagesordnung. Als wir fragen, warum, antwortet er der schlechten wirtschaftlichen Situation wegen, der Flüchtlinge …, Gründe gäbe es genug. Und die Polizei, ja, die traue sich in manche Stadtviertel gar nicht mehr rein. In dem Moment, als er uns die Horrorgeschichten erzählt, möchte eine spanische Familie sich auf den Parkplatz stellen, von dem aus wir bestohlen wurden – ich warne sie, empfehle ihnen, umzuparken. Sie stellen keine Fragen, reagieren prompt. Der Vater ist selbst bei der Polizei und als ich ihn frage, ob so etwas hier öfter passiere, antwortet er nur, es sei kompliziert … </p>



<p class="wp-block-paragraph">Je mehr wir über die gefährliche Gegend und über die klassische Art des Diebstahls an vollbeladenen Fahrzeugen ausländischer Touristen hier erfahren, desto wütender werden wir. Aber irgendwie hilft es uns auch. Wir sind bei Weitem nicht die Einzigen, denen so etwas passiert ist. Aber wir hätten es wissen müssen. Wir hätten niemals so naiv handeln dürfen, wir hätten nach Granada fahren und dort während des landesweiten Stromausfalls ankommen sollen. Es ist nicht zu ändern, unsere Sachen sind weg. Und sie werden nie wieder auftauchen. Es wartet eine Menge an Dingen auf uns, die erledigt werden wollen … Die Versicherung, die neuen Dokumente, die Reparatur des Autos, der Ersatz zumindest der wichtigsten Dinge (ohne Brille lebt es sich schlecht) und irgendwann das Nachholen des versauten Urlaubs. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rückweg ist deprimierend, wir zahlen Sprit und Maut am laufenden Band, ohne Urlaub gehabt zu haben. Wir sind knapp 3000 km gefahren, um ausgeraubt zu werden. Und nun fahren wir all diese Kilometer wieder zurück, ohne Gepäck, ohne Papiere, nur mit dem geliehenen Geld, das wir zum Tanken, Übernachten und Essen brauchen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wir zuhause ankommen, ist der Schock erneut riesig. Unser Kleiderschrank ist wirklich leer. Vielmehr noch fehlen mehr Dinge, als wir ursprünglich dachten. Regenjacken, falls es doch mal schlechtes Wetter gegeben hätte, Strandkleidung, wenn es schön gewesen wäre. All die schicken Sommersachen, die den ganzen Winter darauf gewartet haben, wieder getragen zu werden, und die noch unangerührt im Koffer waren. Es sind aber auch Erinnerungstücke verloren gegangen, die unter keinen Umständen zu ersetzen sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wir anfangen, unsere Geschichte zu erzählen, weiß keiner, wie er auf unseren Verlust reagieren soll. Alle sind betroffen und sprachlos, die meisten haben ähnliche Geschichten in petto oder zumindest schonmal von so einer gehört. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll … </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es muss. Irgendwie.</p>



<pre class="wp-block-preformatted"><a href="https://www.instagram.com/marianowotnick/">Maria</a> liebt es zu schreiben: Rezensionen, Interviews, redaktionelle Beiträge, an ihrem ersten Roman … und eben manchmal auch über das, was ihr selbst passiert. Auch wenn sie sich diesen Text lieber erspart hätte, möchte sie, dass er gelesen wird. Um zu warnen? Zu verarbeiten? Oder einfach, um zu erzählen … Schreiben hilft, immer!</pre>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mokita.de/blog/2025/07/29/bericht-die-schoensten-straende-gibt-es-rund-um-aguilas/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gewinnspiel: Hot Milk. Ab 3.7. im Kino</title>
		<link>https://mokita.de/blog/2025/06/26/gewinnspiel-hot-milk-ab-3-7-im-kino/</link>
					<comments>https://mokita.de/blog/2025/06/26/gewinnspiel-hot-milk-ab-3-7-im-kino/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jun 2025 09:05:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewinnspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Emma Mackey]]></category>
		<category><![CDATA[Fiona Shaw]]></category>
		<category><![CDATA[Gewinnspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Heiße Milche]]></category>
		<category><![CDATA[Hot Milk]]></category>
		<category><![CDATA[Jetzt und Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Kampa]]></category>
		<category><![CDATA[Mubi]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Vicky Krieps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mokita.de/blog/?p=8429</guid>

					<description><![CDATA[Nachdem Rose auf mysteriöse Weise nicht mehr laufen kann, fährt sie mit ihrer Tochter Sofia in eine spanische Kleinstadt, damit ihr ein Heiler helfen kann. Aber Sofia hat den immer stärkeren Verdacht, dass ihre Mutter nur deshalb nicht mehr läuft, damit sie bei ihr bleibt. Was sie Hot Milk basiert auf dem gleichnamigen Romandebüt Heiße [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="HOT MILK | Offizieller Trailer DEUTSCH | Ab 3. Juli im Kino" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/mV8T8eJ_F0M?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Rose auf mysteriöse Weise nicht mehr laufen kann, fährt sie mit ihrer Tochter Sofia in eine spanische Kleinstadt, damit ihr ein Heiler helfen kann. Aber Sofia hat den immer stärkeren Verdacht, dass ihre Mutter nur deshalb nicht mehr läuft, damit sie bei ihr bleibt. Was sie</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://mubi.com/de/de/films/hot-milk-2023">Hot Milk</a> basiert auf dem gleichnamigen Romandebüt <a href="https://kampaverlag.ch/produkt/heisse-milch/">Heiße Milch</a> von Deborah Levy, eine Geschichte über allzu enge Mutter-Tochter-Beziehungen, über Abhängigkeit und Emanzipation und über die Suche nach Identität. Ich bin gespannt, wie Emma Mackey, Vicky Krieps und vor allem Fiona Shaw hier spielen, alles drei großartige Schauspielerinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich darf dank <a href="https://mubi.com/de/de/films/hot-milk-2023">Mubi</a> und <a href="https://www.jetztundmorgen.de/">Jetzt &amp; Morgen</a> 1 x zwei Freikarten und den <a href="https://kampaverlag.ch/produkt/heisse-milch/">Roman</a> verlosen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schreibt mir eine <a href="mailto:fabian@mokita.de?subject=Milch">Mail</a> (Kommentare lass ich nicht gelten) mit eurer Adresse und sagt mir, welcher Film, welches Buch, welche Geschichte euch das Gefühl gegeben hat, mit euren Sorgen, Gedanken oder Wünschen nicht allein zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einsendeschluss ist Donnerstag, der 3. Juli, 12:42 Uhr. Der Zufall entscheidet, dann geht das Paket direkt raus. Die Adressen werden für nichts anderes verwendet und direkt danach wieder gelöscht. Viel Erfolg!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mokita.de/blog/2025/06/26/gewinnspiel-hot-milk-ab-3-7-im-kino/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Roman: Boxenstart von Kathryn Scanlan</title>
		<link>https://mokita.de/blog/2025/05/29/roman-boxenstart-von-kathryn-scanlan/</link>
					<comments>https://mokita.de/blog/2025/05/29/roman-boxenstart-von-kathryn-scanlan/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 May 2025 11:56:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Boxenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Culturbooks]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Karsten]]></category>
		<category><![CDATA[Kathryn Scanlan]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mokita.de/blog/?p=8421</guid>

					<description><![CDATA[Ich wurde am 1. Oktober 1962 geboren. Der erste Satz aus Boxenstart. Sonia kommt in den 60ern zur Welt und ist sehr schnell ziemlich fasziniert von Pferderennen, beginnt bald, dort zu arbeiten. Boxenstart erzählt ihr Leben als Trainerin, als würde Sonia mit dir in einer Bar sitzen und eine Anekdote nach der anderen erzählen, während [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote class="wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ich wurde am 1. Oktober 1962 geboren.</p>
<cite>Der erste Satz aus <a href="https://www.culturbooks.de/portfolio/kathryn-scanlan-boxenstart-roman/">Boxenstart</a>.</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Sonia kommt in den 60ern zur Welt und ist sehr schnell ziemlich fasziniert von Pferderennen, beginnt bald, dort zu arbeiten. Boxenstart erzählt ihr Leben als Trainerin, als würde Sonia mit dir in einer Bar sitzen und eine Anekdote nach der anderen erzählen, während sie dazwischen immer wieder einen Schluck trinkt. Die Kapitel sind kurz, die Sprache roh und direkt, sehr klar und ungeschliffen. Ich musste immer wieder an Charles Bukowski denken, ein lapidares Erzählen, das mich sofort eingefangen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Scanlan schreibt im Nachwort, dass die Grundlage für das Buch Telefonate mit der echten Sonia waren, die sie über drei Jahre geführt haben. So fühlt sich das Buch auch an. Ich hab&#8217;s in einem Rutsch gelesen und bin ganz beseelt von der Welt, Sonia und Scanlan beschreiben. So viele Bilder und Emotionen, ganz nah, ich hätte Sonia noch eine ganze Weile länger zuhören können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz große Empfehlung, ich kann nichts mit Pferderennen anfangen, aber für diese paar Stunden wollte ich nirgendwo anders sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://www.culturbooks.de/portfolio/kathryn-scanlan-boxenstart-roman/">Boxenstart</a> von Kathryn Scanlan wurde übersetzt von Jan Karsten und erschien bei Culturbooks. Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mokita.de/blog/2025/05/29/roman-boxenstart-von-kathryn-scanlan/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gewinnspiel: Kein Tier. So wild. Ab 8.5. im Kino</title>
		<link>https://mokita.de/blog/2025/05/01/gewinnspiel-kein-tier-so-wild-ab-8-5-im-kino/</link>
					<comments>https://mokita.de/blog/2025/05/01/gewinnspiel-kein-tier-so-wild-ab-8-5-im-kino/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 May 2025 10:41:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gewinnspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Burhan Qurbani]]></category>
		<category><![CDATA[Gewinnspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Jetzt und Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Kein Tier so wild]]></category>
		<category><![CDATA[Port au Prince]]></category>
		<category><![CDATA[Richard III]]></category>
		<category><![CDATA[Shakespeare]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mokita.de/blog/?p=8413</guid>

					<description><![CDATA[Burhan Qurbani (von ihm war 2020 Berlin Alexanderplatz, auch eine neonfarbene Neuinterpretation) hat Shakespeares Richard III. ins Berlin von heute geholt, aus den Königshäusern verfeindete arabische Familien und aus Richard Rashida. Und das Streben nach Macht, voller Kampf und Schmerz und Intrigen funktioniert natürlich auch heute noch. Ich darf dank Port au Prince und Jetzt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="KEIN TIER. SO WILD. (Offizieller Trailer) | Ab 8. Mai im Kino" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/QPRn46tOMpE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Burhan_Qurbani">Burhan Qurbani</a> (von ihm war 2020 <a href="https://mokita.de/blog/2020/07/02/film-verlosung-berlin-alexanderplatz-ab-16-juli-im-kino/" data-type="post" data-id="7144">Berlin Alexanderplatz</a>, auch eine neonfarbene Neuinterpretation) hat Shakespeares <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_III._(Drama)">Richard III.</a> ins Berlin von heute geholt, aus den Königshäusern verfeindete arabische Familien und aus Richard Rashida. Und das Streben nach Macht, voller Kampf und Schmerz und Intrigen funktioniert natürlich auch heute noch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich darf dank <a href="https://port-prince.de/projekt/kein-tier-so-wild/">Port au Prince</a> und <a href="https://www.jetztundmorgen.de/">Jetzt &amp; Morgen</a> 1 x zwei Freikarten verlosen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schreibt mir eine&nbsp;<a href="mailto:fabian@mokita.de?subject=Tier">Mail</a>&nbsp;(Kommentare lass ich nicht gelten) mit eurer Adresse und sagt mir, welcher Film für euch so nah an der Realität war, dass es weh getan hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einsendeschluss ist Donnerstag, der 8. Mai, 12:42 Uhr. Der Zufall entscheidet, dann geht das Paket direkt raus. Die Adressen werden für nichts anderes verwendet und direkt danach wieder gelöscht. Viel Erfolg!</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mokita.de/blog/2025/05/01/gewinnspiel-kein-tier-so-wild-ab-8-5-im-kino/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
