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	<title>Johannes Moskaliuk</title>
	
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	<description>Internet, Medien, Psychologie</description>
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		<title>Fernsehen will gelernt sein: Eine Studie mit Film-Neulingen</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 11:54:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[

Eine deutsch-t&#252;rkische Forschungsstudie zeigt, wel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="float: left; padding: 5px;"><a href="http://www.researchblogging.org"><img style="border: 0;" src="http://www.researchblogging.org/public/citation_icons/rb2_large_gray.png" alt="ResearchBlogging.org" /></a></span></p>
<p><em>Eine deutsch-t&#252;rkische Forschungsstudie zeigt, welche filmischen  Stilmittel und Szenenabfolgen von erwachsenen Film-Neulingen verstanden  werden – oder auch nicht. </em></p>
<p>Seit der ersten Projektion der Br&#252;der Lumière vor &#252;ber 100  Jahren hat sich das Genre ‚Film’ durch Kino, Fernsehen und Internet zu  einem allgegenw&#228;rtigen Medium entwickelt und die moderne Gesellschaft  nachhaltig gepr&#228;gt. W&#228;hrend die psychologischen Wirkungen von Filmen in  der &#214;ffentlichkeit breit diskutiert werden, sind die psychologischen und  kognitiven Voraussetzungen, um Handlungen und Geschichten der Filme  verstehen zu k&#246;nnen, hingegen bislang nur unzureichend gekl&#228;rt. Doch ist  das Medium Film durch seine Anschaulichkeit tats&#228;chlich  “selbst-verst&#228;ndlich”?</p>
<p>Die Beobachtung von erwachsenen Zuschauern aus abgelegenen Bergd&#246;rfern  im S&#252;den der T&#252;rkei – alle Personen hatten nie zuvor einen Film oder  eine Videosequenz gesehen –, lieferte Forschern nun eine Antwort. In  einer aktuellen Studie unter Beteiligung des T&#252;binger Leibniz-Instituts  f&#252;r Wissensmedien  bekamen die  Teilnehmenden eine Reihe kurzer Filmclips zu sehen. Die Clips enthielten  filmtypische Darstellungsmittel wie den Wechsel der Kameraperspektive  w&#228;hrend eines Gespr&#228;chs, eine Ereigniszusammenfassung mit einem  Zeitsprung oder auch die Betrachtung eines Geschehens aus dem  subjektiven Blickwinkel des Protagonisten.</p>
<p>Entgegen Berichten aus den Anf&#228;ngen der &#246;ffentlichen Filmvorf&#252;hrung –   die ersten Kinobesucher seien aus ihrem Sessel aufgesprungen, weil sie  f&#252;rchteten, aus der Leinwand w&#252;rde eine Eisenbahn auf sie zufahren –,  fanden die Forscher um den T&#252;binger Medien- und Kognitionspsychologen  Prof. Dr. Stephan Schwan keine Hinweise darauf, dass die Filme von den  Zuschauern f&#252;r „echt” gehalten und mit der Realit&#228;t verwechselt wurden.</p>
<p>„Die Ergebnisse der Studie belegen vielmehr, dass f&#252;r die  Verst&#228;ndlichkeit der Filme weniger die &#196;hnlichkeit mit Bedingungen der  nat&#252;rlichen Wahrnehmung, als vielmehr das Vorhandensein einer vertrauten  Handlung entscheidend ist“, so Schwan. Ohne einen Handlungsfaden (in  den Beispielfilmen war dies z.B. die Zubereitung von Tee und Mahlzeiten  oder der Bau eines Holzzauns) – hatten die Film-Neulinge gro&#223;e  Schwierigkeiten, filmtypische Darstellungsmittel angemessen zu  interpretieren. Eine Vergleichsgruppe Film-erfahrener Zuschauer zeigte  hingegen keine Verst&#228;ndnisprobleme.</p>
<p><img src="http://blog.moskaliuk.com/wp-content/uploads/2010/07/first_time_film_viewerii4.jpg" alt="" /></p>
<p>Nach Ansicht der Forscher entkr&#228;ftet die Studie somit die popul&#228;re  Annahme, dass Filmschauen der nat&#252;rlichen Wahrnehmung so &#228;hnlich sei,  dass es ohne Vorkenntnisse stattfinden k&#246;nne. F&#252;r Schwan, der die Studie  mit seiner t&#252;rkischen Kollegin, der Filmwissenschaftlerin Dr. Sermin  Ildirar, von der Universit&#228;t Istanbul im Rahmen einer zweij&#228;hrigen  Forschungskooperation gemeinsam durchgef&#252;hrt hat, sind die Ergebnisse  vielmehr ein Beleg daf&#252;r, dass bereits das Verstehen einfachster Filme  auf h&#246;heren kognitiven Prozessen beruht. Diese wiederum wurzeln in  vielf&#228;ltigen kulturellen Voraussetzungen. So m&#252;ssen dem Zuschauer  typische Geschichten, Situationen und Handlungsabl&#228;ufe einer Kultur  ebenso vertraut sein wie filmische Darstellungskonventionen. „Die  Situation in Ostanatolien war aus Forschungssicht ein seltener  Gl&#252;cksfall“, wertet Schwan. „Sie hat uns erstmalig empirischen  Aufschluss dar&#252;ber gegeben, dass man auch ‚Filme und Fernsehen’ lernen  muss.“</p>
<p><span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rft.jtitle=Psychological+science+%3A+a+journal+of+the+American+Psychological+Society+%2F+APS&amp;rft_id=info%3Apmid%2F20530390&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fresearchblogging.org&amp;rft.atitle=Watching+film+for+the+first+time%3A+how+adult+viewers+interpret+perceptual+discontinuities+in+film.&amp;rft.issn=0956-7976&amp;rft.date=2010&amp;rft.volume=21&amp;rft.issue=7&amp;rft.spage=970&amp;rft.epage=6&amp;rft.artnum=&amp;rft.au=Schwan+S&amp;rft.au=Ildirar+S&amp;rfe_dat=bpr3.included=1;bpr3.tags=Psychology%2CLearning%2C+Educational+Psychology%2C+Cognitive+Psychology%2C+Industrial%2FOrganizational+Psychology">Schwan S, &amp; Ildirar S (2010). Watching film for the first time: how adult viewers interpret perceptual discontinuities in film. <span style="font-style: italic;">Psychological science : a journal of the American Psychological Society / APS, 21</span> (7), 970-6 PMID: <a rev="review" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20530390">20530390</a></span></p>

<p><a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/0AHXmJRRa2TNA5825NE-Dmh-k2E/0/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/0AHXmJRRa2TNA5825NE-Dmh-k2E/0/di" border="0" ismap="true"></img></a><br/>
<a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/0AHXmJRRa2TNA5825NE-Dmh-k2E/1/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/0AHXmJRRa2TNA5825NE-Dmh-k2E/1/di" border="0" ismap="true"></img></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Web 2.0 vs. Bildungssystem: Ein Widerspruch?</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 16:40:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der heutige Gastbeitrag von Anne-Katrin Gau&#223;er und Lis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="float: left; padding: 5px;"><a href="http://www.researchblogging.org"><img style="border: 0;" src="http://www.researchblogging.org/public/citation_icons/rb2_large_gray.png" alt="ResearchBlogging.org" /></a></span><em>Der heutige Gastbeitrag von Anne-Katrin Gau&#223;er und Lisa Peters fasst den &#220;bersichtsartikel von <a href="http://ijcscl.org/?go=contents&amp;article=88#article88">Nina Dohn im International Journal of Computer-Supported Collaborative Learning</a> zusammen. Der Artikel kontrastiert das &#8220;Prinzip Web 2.0&#8243; und die g&#228;nge Praxis eines Bildungssystems, das externale Anreize, feste Curricula und Wissensaneignung in den Vordergrund stellt.</em></p>
<p>Das Ziel des Artikels von Dohn ist es, auf die wesentlichen Herausforderungen und Schwierigkeiten hinzuweisen, die entstehen, wenn man Web 2.0 in der g&#228;ngigen Bildungspraxis (educational practice) etablieren m&#246;chte. Entscheidend ist dabei, dass Web 2.0 und die educational practice unterschiedliche Ziele verfolgen und eine unterschiedliche Konzeption von Lernen und Wissen beinhalten.</p>
<p>Die Ziele des Web 2.0 sind internal, d.h. die Partizipation und die Kommunikation im Rahmen des Web 2.0 geschieht um ihrer selbst willen, es werden keine dar&#252;ber hinausgehenden Ziele verfolgt. Im Rahmen der educational practice werden demgegen&#252;ber externale Ziele verfolgt, d.h. &#252;ber das Lernen sollen bestimmte F&#228;higkeiten und Kompetenzen angeeignet werden, die die Teilnahme an der sog. „working life practice“ erm&#246;glichen und erleichtern. Es werden also &#252;ber das eigentliche Lernen hinaus weitere Ziele angestrebt.</p>
<p>Auch hinsichtlich der Konzeption von Wissen und Lernen unterscheiden sich Web 2.0 und educational practice. Die educational practice wird dabei der sog. acquisition metaphor des Lernens zugeordnet, d.h. der Erwerb und die Aneignung von Wissen stehen im Vordergrund. Die educational practice vertritt eine stark individualistische Sicht von Lernen und versteht darunter den Erwerb von individuellen Kompetenzen und F&#228;higkeiten. Web 2.0 fokussiert hingegen stark den Austausch und die Kommunikation mit Anderen und wird daher der sog. participation metaphor des Lernens zugeordnet. Wissen wird hierbei als dynamisch und vor&#252;bergehend betrachtet und kann durch den Austausch mit Anderen stets erweitert und modifiziert werden. Demzufolge stellt Wissen innerhalb des Web 2.0 auch keinen individuellen Besitz dar, sondern umfasst eher einen kollektiven, dynamischen Wissenspool.</p>
<p>Es ist entscheidend sich die unterschiedlichen Ziele und Konzeptionen von Lernen und Wissen bewusst zu machen, wenn man Lernen, was in der educational practice verhaftet ist, auf den Kontext des Web 2.0 &#252;bertragen m&#246;chte.</p>
<p>Generell werden zu der Frage, wie man mit der Dichotomie zwischen educational practice und Web 2.0 im Lernkontext umgehen soll, zwei Positionen vertreten: Laut der ersten sollen Web 2.0-Tools f&#252;r den Unterricht so entwickelt und angepasst werden, dass sie zur educational practice passen. Das bedeutet dann nat&#252;rlich vor dem Hintergrund der verschiedenen urspr&#252;nglichen Konzeptionen, dass Web 2.0-Anwendungen ihrer eigentlichen Bestimmung nicht mehr entsprechen, ist aber vielleicht die einfachere Variante.</p>
<p>Die zweite Position sagt, dass eine Anreicherung von Unterricht durch Web 2.0 in seinem eigentlichen Format die educational practice von innen heraus reformieren k&#246;nnte. Das ist auch die Position, die der Autorin unseres Artikels n&#228;her liegt. Sie bef&#252;rchtet, dass eine reine Anpassung der Web 2.0-Tools an die educational practice potentielle Verbesserungen in der Unterrichtsroutine verhindern w&#252;rden. Das Verbesserungspotential sieht sie vor allem in der Schaffung eines flie&#223;enderen &#220;bergangs zwischen der schulischen Lernwelt und der Au&#223;en- und Arbeitswelt: Angestrebt werden solle die Bearbeitung authentischer Aufgaben, die dann auch tats&#228;chlich erfahrbare Konsequenzen mit sich bringen, abgesehen von schulischen Bewertungssystemen.</p>
<p>Die oben genannten wesentlichen Differenzen hinsichtlich der Konzeption und Ziele von Web 2.0 und educational practice, die Dohn in ihrem Artikel aufgezeigt hat, halten wir f&#252;r nachvollziehbar und zutreffend. Ein weiterer Unterschied zwischen Web 2.0 und educational practice, den wir f&#252;r sehr entscheidend erachten und der im genannten Artikel kaum betrachtet wurde, ist, dass Lernen im Web 2.0 und nach educational practice unterschiedliche F&#228;higkeiten und Kompetenzen erfordern und f&#246;rdern.</p>
<p>Die educational practice erfordert entsprechend der stark individualistischen Konzeption von Lernen und Wissen vor allem die F&#228;higkeiten, sich m&#246;glichst viel Wissen selbstst&#228;ndig anzueignen und dieses in einer Form abzuspeichern, die es erm&#246;glicht das Gelernte individuell abzurufen und zu reproduzieren.</p>
<p>Im Rahmen des Web 2.0 hat die Verf&#252;gbarkeit von individuellem Wissen keine wesentliche Bedeutung. Ein Zugriff auf Wissen ist &#252;ber viele Wege und stets m&#246;glich. Die Informationen, die so erhalten werden k&#246;nnen, sind keine individuellen, sondern kollektive Produkte, die sich stets weiter ver&#228;ndern.  Eine solche Art der Informationsbeschaffung erfordert eher Kompetenzen und F&#228;higkeiten im Ausw&#228;hlen, Filtern und Integrieren als das selbst&#228;ndige Produzieren vollst&#228;ndiger Materialien.</p>
<p>Im Artikel wird dahingehend argumentiert, dass die educational practice durch die Anwendung von Web 2.0 von innen heraus reformiert werden m&#252;sste, mit dem Ziel, dass das Lernen, statt ein isolierter Bereich des t&#228;glichen Lebens zu sein, viel mehr in dieses eingebunden und intrinsisch motiviert betrieben wird. Hintergrund f&#252;r diese &#220;berlegungen ist sicherlich unter anderem die zunehmende Bedeutung, die das Internet im menschlichen Leben gewinnt, und die Faszination, die damit zusammen h&#228;ngt  Die Frage, der f&#252;r uns im Text nicht ausreichend nachgegangen wird, ist, ob der einzige und richtige Weg hin zu einem integrierten statt isolierten Lernen &#252;ber eine Reformation der educational practice zugunsten des Web 2.0 und einer Verschiebung der erforderlichen F&#228;higkeiten f&#252;hrt. Man kann nat&#252;rlich fragen, ob es in Zukunft &#252;berhaupt einen Weg am Web 2.0 vorbei geben wird, dennoch: Was macht die F&#228;higkeiten, die durch Web 2.0 gef&#246;rdert werden, wichtiger als die, die im Rahmen der educational practice notwendig sind? Sind sie das &#252;berhaupt oder wie kann man sonst rechtfertigen, dass zugunsten einer Integration von Lernen und Alltag gleich auch andere Kompetenzen gef&#246;rdert werden sollen?</p>
<p>W&#228;hrend der Diskussion einer &#228;hnlichen Frage in unserem Seminar zum Thema „Kooperatives Lernen“ kamen wir zu dem Schluss, dass zumindest Medienkompetenz im Sinne eines selbstsch&#252;tzenden Umgangs mit der t&#228;glichen Reiz&#252;berflutung und st&#228;ndigen Erreichbarkeit eine F&#228;higkeit ist, die in Zukunft immer wichtiger werden wird. Auch solche F&#228;higkeiten in der Schule zu erwerben ist sicherlich sinnvoll. Dennoch halten wir es f&#252;r wichtig, eine Kombination von F&#228;higkeiten aus Web 2.0 und educational practice zu finden.</p>
<p><span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rft.jtitle=InInternational+Journal+of+Computer-Supported+Collaborative+Learning&amp;rft_id=info%3A%2F&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fresearchblogging.org&amp;rft.atitle=Web+2.0%3A+Inherent+tensions+and+evident+challenges+for+education.&amp;rft.issn=&amp;rft.date=2009&amp;rft.volume=4&amp;rft.issue=3&amp;rft.spage=343&amp;rft.epage=363&amp;rft.artnum=&amp;rft.au=Dohn%2C+N.&amp;rfe_dat=bpr3.included=1;bpr3.tags=Psychology%2CLearning%2C+Educational+Psychology%2C+Cognitive+Psychology%2C+Industrial%2FOrganizational+Psychology"> </span></p>

<p><a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/1ECHjOn44ChHs8vMn_q0TtjsWFc/0/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/1ECHjOn44ChHs8vMn_q0TtjsWFc/0/di" border="0" ismap="true"></img></a><br/>
<a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/1ECHjOn44ChHs8vMn_q0TtjsWFc/1/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/1ECHjOn44ChHs8vMn_q0TtjsWFc/1/di" border="0" ismap="true"></img></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Hauptsache Interaktion: So funktioniert Gruppenlernen</title>
		<link>http://blog.moskaliuk.com/hauptsache-interaktion-so-funktioniert-gruppenlernen/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 16:32:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[web-2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[

Der heutige Gastbeitrag von Sibylla Wolter besch&#228;f [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="float: left; padding: 5px;"><a href="http://www.researchblogging.org"><img style="border: 0;" src="http://www.researchblogging.org/public/citation_icons/rb2_large_gray.png" alt="ResearchBlogging.org" /></a></span></p>
<p><em>Der heutige Gastbeitrag von Sibylla Wolter besch&#228;ftigt sich mit der Frage, wie der Aufgabentyp, die aufgabenbezogene Interaktion und die gleichberechtigte Partizipation individuelle Leistungen und Gruppenproduktivit&#228;t in kooperativen Lernszenarien beeinflusst. Auch wenn der Artikel sich dabei auf kooperatives Lernen im Klassenzimmer bezieht, kann das einfache Modell gut erkl&#228;ren, unter welchen Bedingungen webbasiertes kooperatives Lernen erfolgreich ist. </em></p>
<p>Ganz allgemein und intuitiv w&#252;rde man bereits der Menge und Art an Interaktion und Kommunikation innerhalb einer Gruppe eine bedeutende Rolle zuschreiben. Sei es die Gruppe bearbeitet ein Problem bzw. eine Aufgabe oder sie &#252;bt sich „einfach“ sich im Umgang sozialer Kontakte. Im Rahmen von Gruppenaufgaben im Kontext der Schule, stellt sich seit langem die Frage, mit welcher Lernmethode ein bestm&#246;gliches Lernergebnis erreicht werden kann und wie diese Methode gegebenenfalls modifiziert werden muss, um ein noch besseres Ergebnis zu erzielen. Neben traditionellem Frontalunterricht wurde immer wieder &#252;ber die Effektivit&#228;t kollaborativen Lernens, d.h. interaktives Arbeiten in Kleingruppen,  diskutiert. Befunde, die diese beiden Lehrmethoden vergleichen, konnten keinen konstanten Vorteil f&#252;r die eine oder andere Methode feststellen. Auch die Faktoren, die kollaboratives Lernen erm&#246;glichen bzw. f&#246;rdern, beispielsweise die soziale Interdependenz, sind in ihrer St&#228;rke als Moderatorvariable umstritten.</p>
<p>Bei einer genaueren Analyse der Interaktionsdynamik innerhalb kleiner Gruppen im Kontext des kollaborativen Lernens im Schulunterricht, fand Elizabeth G. Cohen (1994) &#252;ber eine Analyse mehrer Studien heraus, dass nicht nur &#252;ber die Menge an Interaktion, sondern auch &#252;ber die Art an Interaktion Aussagen &#252;ber den Lernerfolg von Kleingruppen gemacht werden k&#246;nnen. In diesem Zuge analysierte sie auch den Aufgabentypus, der ja die Interaktionsgrundlage darstellt. Hierbei konnte sie eine wichtige Differenzierung hinsichtlich des Aufgabentypus’ vornehmen, sie unterschied „echte“ vs. „unechte“ Aufgabenarten. Der Aufgabentyp, der die beste Passung f&#252;r kollaboratives Lernen aufwies, war eine „echte Gruppenaufgabe“ und hatte folgende Merkmale:</p>
<ul>
<li> F&#252;r das L&#246;sen der Aufgabe wird die Mitarbeit jedes Einzelnen ben&#246;tigt, d.h. ein Individuum, sei es auch noch so klug, kann sie nicht l&#246;sen (reziproke Abh&#228;ngigkeit).</li>
<li>Es muss Ressourcen- Interdependenz gegeben sein</li>
<li>Als wichtigstes Merkmal muss die Aufgabe ein sog.  „ill- structured problem“ vorweisen, d.h. es gibt keine klare Anweisung zur L&#246;sung der Aufgabe bzw. zur L&#246;sung, nach dem Motte: Macht eine Ausarbeitung zum Thema X, wie ihr das macht, sei euch &#252;berlassen!</li>
</ul>
<p>Cohen (1994) lies mit dieser Arbeit die allgemeine Frage, welche Lernmethode die bessere sei, bei Seite und konzentrierte sich vielmehr auf die Faktoren bzw. Bedingungen unter welchen kollaboratives Lernen am erfolgreichsten ist. Sie konnte zeigen, dass die Art der Gruppenaufgaben in Zusammenhang mit unterschiedlichen Interaktionsformen die Produktivit&#228;t der Gruppe am besten erkl&#228;rt. Ein ganz einfaches Modell w&#252;rde ein erfolgreiches Zusammenspiel von Aufgabentyp, Interaktion und Leistung folgenderma&#223;en visualisieren:</p>
<p>﻿<img src="http://blog.moskaliuk.com/wp-content/uploads/2010/07/cohen.png" alt="Modell von Cohen" width="369" height="150" /></p>
<p>Die Aufgabenstellung beeinflusst, ob Interaktion m&#246;glich und sinnvoll ist. Aufgabenbezogene Interaktion f&#252;hrt zu Produktivit&#228;t und Leistung. Voraussetzung f&#252;r aufgabenbezogene Interaktion ist gleichberechtigte Partizipation.</p>
<p>F&#252;r die Praxis in der Schule kann man nun hieraus eine wichtige Erkenntnis mitnehmen: Es kommt weniger darauf an, die <em>Eine Beste Lernmethode</em> zu finden, sondern je nach zu bearbeitender Fragestellung, d.h. Aufgabentypus, die bestpassendste Lernmethode zu w&#228;hlen. Eine gute Passung zwischen Aufgabentyp und Interaktionsdynamik k&#246;nnte der Schl&#252;ssel zu produktivem Lernen mit sehr guten Ergebnissen darstellen.</p>
<p><span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rft.jtitle=Review+of+Educational+Research&amp;rft_id=info%3Adoi%2F10.2307%2F1170744&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fresearchblogging.org&amp;rft.atitle=Restructuring+the+Classroom%3A+Conditions+for+Productive+Small+Groups&amp;rft.issn=00346543&amp;rft.date=1994&amp;rft.volume=64&amp;rft.issue=1&amp;rft.spage=1&amp;rft.epage=35&amp;rft.artnum=http%3A%2F%2Flinks.jstor.org%2Fsici%3Fsici%3D0034-6543%2528199421%252964%253A1%253C1%253ARTCCFP%253E2.0.CO%253B2-G%26origin%3Dcrossref&amp;rft.au=Cohen%2C+E.&amp;rfe_dat=bpr3.included=1;bpr3.tags=Psychology%2CLearning%2C+Educational+Psychology%2C+Cognitive+Psychology%2C+Industrial%2FOrganizational+Psychology">Cohen, E. (1994). Restructuring the Classroom: Conditions for Productive Small Groups <span style="font-style: italic;">Review of Educational Research, 64</span> (1), 1-35 DOI: <a rev="review" href="http://dx.doi.org/10.2307/1170744">10.2307/1170744</a></span></p>

<p><a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/gfJoELQ-CFLfvQzNZnqMylJn8_8/0/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/gfJoELQ-CFLfvQzNZnqMylJn8_8/0/di" border="0" ismap="true"></img></a><br/>
<a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/gfJoELQ-CFLfvQzNZnqMylJn8_8/1/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/gfJoELQ-CFLfvQzNZnqMylJn8_8/1/di" border="0" ismap="true"></img></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mehr Wissen durch kooperatives Lernen? Eine empirische Studie</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 10:58:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

Der Gastbeitrag von Sina M&#252;ller fasst eine empiris [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="float: left; padding: 5px;"><a href="http://www.researchblogging.org"><img style="border: 0;" src="http://www.researchblogging.org/public/citation_icons/rb2_large_gray.png" alt="ResearchBlogging.org" /></a></span></p>
<p><em>Der Gastbeitrag von Sina M&#252;ller fasst eine empirische Studie zusammen, die den Erfolg eines kooperative Lernszenarios (Gruppenpuzzle) mit klassischem Frontaluntericht vergleicht. </em></p>
<p>Durch den Besuch des Seminars „Kooperatives Lernen: Lernen in Gruppen“ erhielt ich die M&#246;glichkeit, mich eingehend mit einer Studie von H&#228;nze und Berger zu besch&#228;ftigen, die sich nicht nur mit dem Lernerfolg per se („wie viel Informationen hat der Sch&#252;ler tats&#228;chlich dazugewonnen/behalten“) befasst, sondern auch untersucht, ob es Pers&#246;nlichkeitsvariablen gibt, die beeinflussen, ob Gruppenarbeit (speziell die Gruppenpuzzlemethode) f&#252;r eine Person effektiv ist.</p>
<p>Den Schwerpunkt der Studie von H&#228;nze und Berger bildeten folgende 3 Punkte:</p>
<ol>
<li>Wie effektiv ist die Gruppenpuzzlemethode im      Klassenzimmer-setting im Vergleich zur traditionellen Instruktionsmethode?</li>
<li>Welche Lernprozesse finden statt und wie h&#228;ngen      diese mit mediierenden Variablen zusammen?</li>
<li>Wie effektiv ist die Gruppenpuzzlemethode/die      traditionelle Instruktion unter Ber&#252;cksichtigung der individuellen      Lerncharakteristik des einzelnen Sch&#252;lers?</li>
</ol>
<p>Unter der Gruppenpuzzlemethode versteht man eine Form des kooperativen Lernen, bei der das zu lernende Material in mehrere Segmente unterteilt ist. Zwischen 3 bis 5 Sch&#252;ler finden sich in einer Gruppe zusammen, wobei jeder der Sch&#252;ler daf&#252;r verantwortlich ist, ein anderes Segment zu bearbeiten. Die Sch&#252;ler der unterschiedlichen Gruppe, die das <em>gleiche</em> Segment bearbeiten, kommen in einer „Expertengruppe“ zusammen, kl&#228;ren offene Fragen und besprechen wie sie den Klassenkameraden in der Ursprungsgruppe das Material n&#228;her bringen wollen. Danach treffen sich alle Sch&#252;ler wieder in ihren urspr&#252;nglichen Gruppen und bringen den anderen Sch&#252;lern bei, was sie sich in der Expertengruppe erarbeitet haben.</p>
<p>Die Autoren – einer davon Physiker – entwickelten zwei Gruppenpuzzle, deren Erfolg auf die Lernleistung, das Kompetenz- und Autonomiegef&#252;hl, das „Sich-Eingebunden-F&#252;hlen“, das „Deep-Level“-Lernen und die intrinsische Motivation der Sch&#252;ler im Vergleich zu einer traditionellen Instruktionsmethode erfasst werden sollte. Unter der traditionellen Instruktionsmethode wird in diesem Fall die Unterrichtsform verstanden, bei der der Lehrer der Klasse den Stoff direkt vermittelt, ohne dass dabei kooperative Lernformen eine Rolle spielen.</p>
<p>H&#228;nze und Berger verwendeten einen Pers&#246;nlichkeitsfragebogen, ein Lernerfahrungsinstrument und einen Test, der die akademische Leistung &#252;berpr&#252;fte.</p>
<p>Bezugnehmend auf die oben genannten Forschungsziele zeigten sich folgende Ergebnisse:</p>
<ol>
<li>Die Gruppenpuzzlemethode ist im Vergleich zur      traditionellen Instruktion durchaus erfolgreich, was das Kompetenzgef&#252;hl,      das Autonomiegef&#252;hl und das Gef&#252;hl des „Eingebunden-seins“ der Sch&#252;ler      betrifft. Durch den Zusammenschluss in Expertengruppen und die      Spezialisierung auf ein bestimmtes Thema, haben selbst schw&#228;chere Sch&#252;ler,      mit gering ausgepr&#228;gtem akademischem Selbstkonzept die M&#246;glichkeit sich      kompetent zu f&#252;hlen, da sie ihren Kameraden in einem bestimmten Bereich      mehr Informationen voraus haben. Die Sch&#252;ler f&#252;hlen sich in der      kooperativen Lernmethode autonomer, da sie den Lernprozess so      strukturieren k&#246;nnen, wie es ihnen angemessen scheint. Nicht zu      vernachl&#228;ssigen ist auch, dass die Sch&#252;ler in der Gruppenpuzzlemethode die      M&#246;glichkeit haben sich in einer Gruppe Gleichaltriger zu engagieren,      Empathie zu erlernen und zu zeigen und sich als wichtiger Teil eines      Ganzen wahrzunehmen. Wie die Ergebnisse zeigen konnten, f&#246;rdern all diese      Punkte die intrinsische Motivation – also das Streben nach Wissen aus      Eigenmotivation und nicht ausgel&#246;st durch externe Anreize. Durch diese      Form der Motivation wird das Gelernte st&#228;rker elaboriert, besser gemerkt      und insgesamt „tiefer“ verarbeitet. Trotz all dieser positiven Aspekte,      konnte die Studie keinen Vorteil f&#252;r akademische Leistung im      Gruppenpuzzleverfahren finden – im Gegenteil. Die Sch&#252;ler zeigten bessere      Leistungen im akademischen Leistungstest, wenn sie das Material &#252;ber die      traditionelle Instruktion direkt vom Lehrer vermittelt bekommen hatten,      als wenn ihnen Gleichaltrige ihr jeweiliges „Expertensegment“ nahe      brachten.</li>
<li>Kompetenz, Autonomie und „Eingebunden-f&#252;hlen“      wirken als mediierende Variablen zwischen der Art der Instruktion und den      3 Variablen intrinsische Motivation, „Deep-Level“-Lernen und akademischer      Leistung. Sich kompetent und autonom zu f&#252;hlen, tr&#228;gt genau wie das Gef&#252;hl      des „eingebunden-seins“ in eine Gruppe in wesentlichem Ma&#223;e dazu bei, wie      intrinsisch motiviert die Sch&#252;ler sind, wie tief sie das gelernte      verarbeiten und welche Leistungen sie erbringen.</li>
<li>Die Autoren besch&#228;ftigten sich mit dem Zusammenhang      zwischen Unsicherheitsorientierung und der Art der Instruktion. Hierbei      unterscheiden sie unsicherheitsorientierte und sicherheitsorientierte      Menschen. Unsicherheitsorientierte empfinden Lernsituationen, die komplex      sind, bei denen die Aufgabe nicht ganz klar ist, oder wenn Informationen      fehlen eher als spannend und motivierend als Sicherheitsorientierte.      Sicherheitsorientierte Menschen besch&#228;ftigen sich eher mit Themen, die sie      bereits bearbeitet haben und vertiefen diese. Sie f&#252;hlen sich durch      unklare Aufgaben und fehlende Informationen eher verunsichert. In der      vorliegenden Studie konnte jedoch kein Zusammenhang zwischen      Unsicherheitsorientierung und Instruktionsmethode gefunden werden. Die      Autoren schlossen daraus, dass es von gro&#223;er Wichtigkeit ist, dass das      Lehrmaterial und die Methode an sich beim Gruppenpuzzle nicht zu sehr      strukturiert wird, da sonst die Motivation und das Interesse bei      Unsicherheitsorientierten sinkt.</li>
</ol>
<p>Obwohl besonders im deutschen Schulsystem in erster Linie der Leistungszuwachs im Vordergrund steht und in der vorliegenden Studie ein solcher in Zusammenhang mit kooperativen Lernmethoden nicht gefunden werden konnte, liefert die Untersuchung meines Erachtens nach wichtige Befunde. Insbesondere der Befund, dass das Kompetenzgef&#252;hl &#8211; welches in der Gruppenpuzzlemethode deutlich st&#228;rker gef&#246;rdert wird als in der traditionellen Instruktion &#8211; von gro&#223;er Wichtigkeit f&#252;r das akademische Selbstkonzept der Sch&#252;ler ist, sollte nicht untersch&#228;tzt werden. Auch wenn Kompetenzgef&#252;hl in dieser Studie nicht dazu beigetragen hat, die akademische Leistung zu verbessern, denke ich, dass langfristig durchaus Leistungsverbesserungen durch den Einsatz kooperativer Lernmethoden zu erwarten sind. Eine l&#228;ngsschnittliche Untersuchung der Wirkung der Gruppenpuzzlemethode w&#228;re zwar methodisch sehr aufw&#228;ndig, k&#246;nnte aber Erkenntnisse liefern, die das Querschnitt-Design dieser Studie nicht zul&#228;sst. Selbst wenn die Gruppenpuzzlemethode in Hinblick auf die Leistung der Sch&#252;ler keinen Vorteil gegen&#252;ber der traditionellen Instruktion hervorbringen kann, bin ich doch der Meinung, dass die Methode eine Chance bietet, die Sch&#252;ler in Bereichen zu schulen, die sonst im Schulkontext oft zu kurz kommen. Was n&#252;tzt auch dem leistungsst&#228;rksten Abiturient all sein Wissen, wenn er nie gelernt hat sich auf die Arbeit mit anderen einzulassen, auch mal f&#252;r den gemeinsamen Ziel zur&#252;ck zu stecken und empathisch auf andere einzugehen. Im Zuge der Umstrukturierung der gymnasialen Oberstufe und der Umstellung auf das achtj&#228;hrige Gymnasium und dem damit verbundenen erh&#246;hten Leistungsdruck unter den Sch&#252;lern, k&#246;nnten kooperative Lernformen dazu beitragen, dass einen gut „geschulten“ Menschen mehr ausmacht als akademische Leistung.</p>
<p><span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rft.jtitle=Learning+and+Instruction&amp;rft_id=info%3Adoi%2F10.1016%2Fj.learninstruc.2006.11.004&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fresearchblogging.org&amp;rft.atitle=Cooperative+learning%2C+motivational+effects%2C+and+student+characteristics%3A+An+experimental+study+comparing+cooperative+learning+and+direct+instruction+in+12th+grade+physics+classes&amp;rft.issn=09594752&amp;rft.date=2007&amp;rft.volume=17&amp;rft.issue=1&amp;rft.spage=29&amp;rft.epage=41&amp;rft.artnum=http%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS0959475206001174&amp;rft.au=HANZE%2C+M.&amp;rft.au=BERGER%2C+R.&amp;rfe_dat=bpr3.included=1;bpr3.tags=Psychology%2CLearning%2C+Educational+Psychology%2C+Cognitive+Psychology%2C+Industrial%2FOrganizational+Psychology">HANZE, M., &amp; BERGER, R. (2007). Cooperative learning, motivational effects, and student characteristics: An experimental study comparing cooperative learning and direct instruction in 12th grade physics classes <span style="font-style: italic;">Learning and Instruction, 17</span> (1), 29-41 DOI: <a rev="review" href="http://dx.doi.org/10.1016/j.learninstruc.2006.11.004">10.1016/j.learninstruc.2006.11.004</a></span></p>

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		</item>
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		<title>kooperatives Lernen und Grounded Cognition</title>
		<link>http://blog.moskaliuk.com/kooperatives-lernen-und-grounded-cognition/</link>
		<comments>http://blog.moskaliuk.com/kooperatives-lernen-und-grounded-cognition/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 10:34:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Second Life]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Gastbeitrag von Katharina Fath und Josephin Thimm z [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Gastbeitrag von Katharina Fath und Josephin Thimm zur Frage, wie man kooperatives Lernen mit Computern theoretisch und konzeptuell beschreiben kann. </em></p>
<p>Lange Zeit waren Theorien des kollaborativen Lernens fokussiert auf das Individuum innerhalb der Gruppe. Der jeweilige Lernkontext, bzw. die sozialen Interaktionen zwischen mehreren Individuen wurden als Zusatzfaktoren weniger betrachtet. Im Laufe der Jahre vollzog sich jedoch ein Paradigmenwechsel, sodass sich der Fokus auf die Gruppe, bestehend aus mehreren Individuen, verlagerte. Im Zuge der Analyse der sozialen Interaktionen, besonders im Hinblick auf deren Bedeutung f&#252;r die Informationsverarbeitung, ver&#228;nderten sich auch die den Untersuchungen zu Grunde liegenden empirischen Paradigmen. Zun&#228;chst wurde der Frage nachgegangen, ob, sp&#228;ter, unter welchen Bedingungen kollaboratives Lernen effizienter ist, als das Lernen allein (Effektparadigma vs. Bedingungsparadigma). Variiert wurden dabei zahlreiche unabh&#228;ngige Variablen wie Gruppengr&#246;&#223;e, Zusammensetzung der Gruppe, Aufgabenart, verwendetes Kommunikationsmedium u. v. m.. Recht bald schon mussten sich die Forscher jedoch eingestehen, dass die Mechanismen des kollaborativen Lernens weitaus komplexer waren. Aufgrund der Interaktion zahlreicher Variablen konnten keine stabilen kausalen Effekte zwischen den einzelnen Variablen und der Kollaboration gefunden werden. Daher geht der aktuelle Trend der Forschung dahin, sowohl diese Interaktionen, als auch einzelne Parameter, die diese Interaktionen mediieren k&#246;nnten, zu untersuchen (Interaktionsparadigma).</p>
<p>Zu Grunde gelegt wird dabei h&#228;ufig ein theoretischer Ansatz aus dem Bereich der so genannten grounded cognition. Hauptaussagen dieser Theorie sind:</p>
<ol>
<li>dass bei der kognitiven Verarbeitung immer s&#228;mtliche Umweltvariablen von Bedeutung sind</li>
<li> dass die Kognitionen eines Individuums nicht von &#228;u&#223;eren Umst&#228;nden (wie bspw. sozialen  Interaktionen, kulturellen oder situationsbedingten Gegebenheiten) getrennt werden kann.</li>
</ol>
<p>Wann kollaboratives Lernen sinnvoll und effektiv ist, h&#228;ngt demnach von vielen verschiedenen Umwelt-Aspekten ab. Dillenbourg et al. (1996) stellen weiterhin drei verschiedene Arten des computermediierten kollaborativen Lernens vor:</p>
<ol>
<li>Menschen interagieren miteinander, w&#228;hrend sie eine Aufgabe am Computer gemeinsam l&#246;sen</li>
<li>Menschen interagieren &#252;ber Computersysteme miteinander</li>
<li>Mensch und Computer interagieren miteinander Grundlegender Vorteil der computermediierten Vorgehensweise ist laut Autoren die bessere M&#246;glichkeit zur Kontrolle von Interaktionen, bspw., indem das System die Kommunikation unter den Individuen strukturiert. Bei folgender n&#228;herer Betrachtung dieser drei Einsatzm&#246;glichkeiten von Computersystemen im Sinne des grounded cognition &#8211; Ansatzes werden neben Chancen f&#252;r kollaboratives Lernen jedoch auch kritische Aspekte deutlich.</li>
</ol>
<p><strong>Interaktion von Menschen bei einer Computeraufgabe</strong></p>
<p>Im Sinne der grounded cognition m&#252;ssen hier verschiedenste Umweltvariablen einbezogen werden. Parameter wie Gruppengr&#246;&#223;e, -zusammensetzung, spezifisches Wissen, allgemeine kognitive F&#228;higkeiten und &#196;hnliches konnten bereits als bedeutsame Moderatoren von effektiver Kollaboration identifiziert werden. Jedoch sollten auch weiterf&#252;hrende Faktoren wie bspw. individuelle Erfahrungen mit Gruppenarbeit, Setting (ob im Rahmen einer Schulstunde, Zuhause, im Internetcafé,…) sowie die Arbeitsumgebung (m&#246;gliches Ablenkungspotential) n&#228;her in Betracht gezogen werden. Ein Computer kann zwar gezielt Kollaborationen strukturieren, was passiert jedoch, wenn es zu  Zwischenf&#228;llen kommt und ein Teilnehmer bspw. die von ihm geforderte Aufgabe aus unvorhersehbaren Gr&#252;nden nicht ausf&#252;hren kann? Vorstrukturierte Aufgaben k&#246;nnten sich zudem nachteilig auf die Entfaltung eigener kreativer L&#246;sungsprozesse auswirken.</p>
<p><strong>Interaktionen von Menschen &#252;ber das Medium Computer</strong></p>
<p>Im Zuge der heutigen Globalisierung und erstarkten Notwendigkeit, Informationen m&#246;glichst schnell und unkompliziert weiterzugeben und anderen zug&#228;nglich zu machen, hat sich der Gebrauch des „Kommunikationsmediums Computer“ bereits bew&#228;hrt. F&#252;r alle Mitarbeiter zug&#228;ngliche Netzwerke und gemeinsame Server sind in gro&#223;en Organisationen heute die Norm, Programme wie StudiVZ, Facebook, Skype oder auch Informationsquellen wie Wikipedia aus der heutigen Internet-Welt nicht mehr wegzudenken. Dass durch verschiedene Kommunikationsformen unterschiedliche Inhalte transportiert (oder eben nicht transportiert) werden, ist ein bekanntes und nachvollziehbares Ph&#228;nomen. Eine genaue Spezifikation, welches Medium f&#252;r welche Informationsweitergabe g&#252;nstig ist, wurde in verschiedenen Arbeiten bereits angestrebt (f&#252;r Beispiele siehe Dillenbourg, 1996). Nicht au&#223;er Acht gelassen werden darf dabei die Frage, inwiefern vermehrte Kommunikation &#252;ber ein bestimmtes Medium die Beziehungen zwischen den betreffenden Individuen ver&#228;ndert. Um es noch einmal zu verdeutlichen: Alle Erfahrungen sind an die Umwelt gekoppelt. Vermehrter Kontakt &#252;ber Videokonferenzen kann einerseits z.B. eine sehr fruchtbare Kooperation mit einem r&#228;umlich entfernten Kollegen bewirken, die Weitergabe von Informationen ausschlie&#223;lich via E-Mail an einen Kollegen aus dem Nebenzimmer andererseits jedoch auf Dauer zu pers&#246;nlicher Distanz f&#252;hren.</p>
<p><strong>Interaktionen zwischen Mensch und Computer</strong></p>
<p>Es steht au&#223;er Frage, dass die Modellierung eines f&#252;r das Individuum „optimalen“ Lernpartners in Form eines Computersystems gro&#223;e Chancen f&#252;r effizientes individuelles Lernen bietet. Im Bereich von Lernsoftware scheinen hier besonders Lern-Algorithmen, welche sich parallel und synchron an das Niveau des Lernenden anpassen, enormes Potential aufzuweisen. Dennoch stellt sich die Frage, inwieweit sich das Fehlen sozialer und emotionaler Aspekte, die nach grounded cognition &#8211; Ansatz auch einen Beitrag zum effektiven Lernen in Gruppen leisten m&#252;ssten, hier auswirkt, da Lerninhalte als leichter abrufbar gelten, wenn sie durch gemeinsame und vor allem „menschliche“ Interaktionen mit emotionalen Inhalten (wie Stimmungen, Motivation, Begeisterung oder auch Frustration) verkn&#252;pft werden. Es m&#252;sste demnach untersucht werden, ob das Fehlen dieser emotionalen Inhalte w&#228;hrend der Kollaboration mit einem Computersystem den Lernerfolg nachhaltig negativ beeinflusst oder nicht.</p>
<p>P. Dillenbourg, M. Baker, A. Blaye, C. O‘Malley (1996). The Evolution of Research on Collaborative Learning. In P. Reimann &amp; H. Spada (Eds.) <em>Learning in humans and machines. Towards an interdisciplinary learning science</em> (pp. 189-211). Oxford: Elsevier.</p>

<p><a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/Z3SMAzhD-sD-mf6LE0k234dHLt8/0/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/Z3SMAzhD-sD-mf6LE0k234dHLt8/0/di" border="0" ismap="true"></img></a><br/>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie entwickeln sich virtuelle Welten: Zwei Szenarien</title>
		<link>http://blog.moskaliuk.com/wie-entwickeln-sich-virtuelle-welten-zwei-szenarien/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 18:27:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Second Life]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Andreas Mertens l&#228;dt im Juni bei wissenwert zum Blog-C [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.avameo.de/index.php/2010/05/21/14-wissenswert-blog-carnival-wie-entwicklen-sich-virtuelle-welten/">Andreas Mertens </a>l&#228;dt im Juni bei <a href="http://wissenswert.iwi.unisg.ch/?p=1128">wissenwert</a> zum Blog-Carnival ein. Thema ist: <strong>Wie werden sich Virtuelle Welten bzgl. ihrer Akzeptanz und  Durchdringung entwickeln? </strong>Zum Potential von virtuellen Welten f&#252;r Lernen und Lehren habe ich mich schon <a href="http://blog.moskaliuk.com/vortragsfolien-lernen-in-nutzergenerierten-virtuellen-welten/">ge&#228;u&#223;ert</a>, auch die Einsatzm&#246;glichkeiten f&#252;r Forschung habe ich <a href="http://blog.moskaliuk.com/forschen-in-second-life-5-argumente-und-ein-problem/">schon diskutiert.</a></p>
<p>Heute soll es aber um die globalere Frage gehen: &#8220;Wie sieht die Zukunft des 3D-Webs aus&#8221;. Weil es bei solchen Fragen nicht m&#246;glich ist, eine fundierte Prognose <a href="http://www.realtime-collaboration.de/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=865&amp;blogId=1">ohne Kristallkugel</a> abzugeben (auch wenn ich die <a href="http://diegoerelebt.wordpress.com/2010/01/17/online-seminare-virtuelle3d-welten/">grunds&#228;tzlich positive Einstellung</a> teile) versuche ich es mit zwei Szenarien, die ich als m&#246;gliche Entwicklung virtueller Welten sehe:</p>
<p><strong>Szenario 1: Das Web wird dreidimensional</strong></p>
<p>Der Plattformgedanke des Web 2.0 wird konsequent weiterentwickelt. Nach dem Desktop und dem Web, werden virtuelle Welten zum zentralen Informations- und Kommunikationsknotenpunkt. Statt der Startseite des Browser rufen wir unser virtuelles Office in einer virtuellen Welt auf, in dem alles zusammenl&#228;uft: Der Mailclient, Kontakte aus sozialen Netzen, Wikipedia und Spiegel Online. Dazu werden neue Bedienmetaphern entwickelt, welche die Dreidimensionalit&#228;t ausn&#252;tzen. Eine virtuelle Welt ersetzt damit das Betriebssystem eines Rechners: Digitalkameras, Handys, Drucker und mobile Ger&#228;te werden ebenfalls in der Virtuellen Welt verwalten, s&#228;mtliche Daten (Fotos, Mails, Worddokumente) sind aus der virtuellen Welt aus zugreifbar. 3-Bildschirme und 3D-Eingabeger&#228;te mit Gestensteuerung werden zur Standardausstattung, es gibt keine digitalen 2D-Inhalte mehr.</p>
<p>Vorausetzung f&#252;r dieses Szenario sind technische Standards die eine Interoperabilit&#228;t unterschiedlicher Virtueller Welten sicherstellen. Statt eines Profiles bei Facebook, habe ich einen Avatar der mein digitales Ich repr&#228;sentiert, und den ich in unterschiedliche Welten mitnehmen kann. Gleichzeitig werden Sicherheitsstandards entwickelt als Vorraussetzung f&#252;r Zahlungsverkehr und den Umgang mit pers&#246;nlichen Informationen in virtuellen Welten. Eine &#8220;Mikro-Internet-W&#228;hrung&#8221; f&#252;r das Bezahlung von Content wird von der Weltbank als offizielle W&#228;hrung eingef&#252;hrt, mit festen Wechselkursen in alle anderen nationalen W&#228;hrungen. Au&#223;erdem muss die technische M&#246;glichkeit geschaffen werden, Daten so stark zu komprimieren, dass die vorhandenen Internetleitungen ausreichen, um die um ein vielfaches steigende Datenmengen zu transportieren, die ausgetauscht werden m&#252;ssen.</p>
<p><strong>Szenario 2: Das 3D-Web wird zur Spezialanwendung</strong></p>
<p>Virtuellen Welten als Plattformen f&#252;r unterschiedliche Anwendungsm&#246;glichkeiten wird es nicht mehr geben. Das 2D-Web bleibt f&#252;r die meisten Nutzer das &#8220;Standard-Internet&#8221;, die Nutzerzahlen des 3D-Web gehen kontinuierlich zur&#252;ck. Es entwickeln sich zwei Spezialanwendungen von Virtuellen Welten weiter: Computerspiele und organisationsinterne Kommunikationssysteme.</p>
<p>Die Computerspiele werden als Milliardenmarkt die technische Weiterentwicklung voran treiben, sowohl im Bereich Software also auch in der Weiterentwicklung von Hardware. Die Filmindustrie und die Computerindustrie werden zu einem gemeinsamen Technologiezweig und profitieren von Synergien. Hier wird die innovative Technologie entwickelt.</p>
<p>Organisationinterne Kommunikation werden innerhalb einer Organisation zur Kommunikation zwischen den Mitarbeitenden, und mit Partner und Kunden genutzt. Hier werden zahlreiche unterschiedliche Virtuelle Welten nebeneinander her entwickelt, ein fehlender Standard erschwert den Austauch von Daten zwischen einzelnen Welten. Hier liegt der Schwerpunkt nicht auf der technologischen Weiterentwicklung, sondern der Integration der Virtuellen Welt in bisherige Office- und Kommunikationsanwendungen. Hier liegt der Schwerpunkt auf Sicherheit und Usability.</p>
<p>Neben diesen beiden zentralen Anwendungen gibt es noch einen kleinen Markt f&#252;r Serious-Games und Trainingsanwendung. Hier werden viele unterschiedliche, z.T. nur lokal vernetzte Anwendungen programmiert f&#252;r Spezialanwendungen wie Training von Sicherheitskr&#228;ften, Soziales Kompetenztraining, Angsttherapie, Flugsimulation. Dieser Markt profitiert von den Entwicklungen im Spielemarkt, ist aber eher auf konzeptioneller Seite als auf Seite der Technologie innovativ.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Die beiden vorgestellten Szenarien sind die beiden Extrem-Varianten einer Entwicklung, wie ich sie mir vorstellen k&#246;nnte. Es liegt nahe, den Mittelweg als wahrscheinlichstes Szenario anzunehmen. Viel h&#228;ngt an der Etablierung von Standards als Voraussetzung f&#252;r das erste Szenario und der L&#246;sung des Problems der begrenzten Kapazit&#228;t der Kapazit&#228;t vorhandener Leitungen. Mehr wissen wir in f&#252;nf Jahren, vielleicht auch erst in 10.</p>

<p><a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/CMUfGhqr87lr7uhUmbKBgFDHxkY/0/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/CMUfGhqr87lr7uhUmbKBgFDHxkY/0/di" border="0" ismap="true"></img></a><br/>
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		</item>
		<item>
		<title>Wann gelingt Gruppenarbeit? | Positive Interdependenz als Grundlage</title>
		<link>http://blog.moskaliuk.com/wann-gelingt-gruppenarbeit-positive-interdependenz-als-grundlage/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 12:46:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[cooperative]]></category>
		<category><![CDATA[cscl]]></category>
		<category><![CDATA[kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[research blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Tübingen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der n&#228;chste Research-Blogging Beitrag ist online. Dies [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der n&#228;chste Research-Blogging Beitrag ist online. Diesmal ein Gastbeitrag von Sophie Dolde und Christiane Zimmer zum Thema: Wann funktioniert Gruppenarbeit. Basis ist das Buchkapitel von <a href="http://www.co-operation.org/pages/rj.html">Roger T. Johnson</a> and <a href="http://www.co-operation.org/pages/dwj.html">David W.  Johnson</a> (Foto der beiden <a href="http://www.co-operation.org/images/rogeranddavid.jpeg">gibt&#8217;s hier</a>)</em></p>
<p>Gruppenarbeit wird im Schulalltag immer h&#228;ufiger eingesetzt und hat viele Vorteile. Trotzdem gelingt es h&#228;ufig nicht, die Sch&#252;ler zu motivieren und von der Sinnhaftigkeit kooperativen Lernens zu &#252;berzeugen. Dadurch werden teilweise nicht die Resultate erreicht, die m&#246;glich w&#228;ren.</p>
<p>Der Schl&#252;ssel f&#252;r effektive Kooperation und somit auch f&#252;r das Gelingen von kooperativem Lernen ist nach Johnson und Johnson (1992) die positive Interdependenz. Interdependenz liegt vor, wenn die Handlungen einer Person das individuelle Ergebnis einer anderen Person bedingen und umgekehrt. Bei der positiven Interdependenz kommt hinzu, dass die Sch&#252;ler erkennen m&#252;ssen, dass sie mit anderen verbunden sind und keinen Erfolg haben k&#246;nnen, ohne dass auch der andere Erfolg hat. Sie m&#252;ssen ihre Bem&#252;hungen mit den Bem&#252;hungen der anderen koordinieren.</p>
<p>Wichtig f&#252;r das Entstehen einer positiven Interdependenz ist, dass die einzelnen Mitglieder bei der Gruppenarbeit voneinander abh&#228;ngig sind. Zum einen wird dies durch das Setzen gemeinsamer Ziele mit einer anschlie&#223;enden gemeinsamen Belohnung erreicht. Zum anderen muss eine Arbeitssituation geschaffen werden, in der das gemeinsame Ziel nur durch eine Kombination der individuellen Ressourcen, Rollen und Aufgaben der einzelnen Mitglieder erreicht werden kann.</p>
<p>Dabei steigt die positive Interdependenz mit zunehmender pers&#246;nlicher Verantwortlichkeit der einzelnen Gruppenmitglieder. Das Bewusstsein f&#252;r die eigene Verantwortung kann durch eine individuelle Zurechenbarkeit der einzelnen Leistungen verst&#228;rkt werden. Dadurch entsteht eine gemeinsame Identit&#228;t, in der Emotionen, wie Freude, Stolz und Respekt geteilt werden. Dies wiederrum st&#228;rkt die positive Interdependenz zwischen den Gruppemitgliedern.</p>
<p>Dass die positive Interdependenz ein so wichtiger Faktor ist, zeigen die Ergebnisse der umfangreichen Metaanalyse von Johnson und Johnson (1992). Sie machen deutlich welche Voraussetzungen f&#252;r ein effizientes kooperatives Lernen gegeben sein m&#252;ssen:<br />
•    Die positive Interdependenz zwischen pers&#246;nlicher Leistung und dem Erreichen des Gruppenziels muss klar zu sehen sein.<br />
•    Die Sch&#252;ler m&#252;ssen sich in einer face-to-face Interaktion befinden.<br />
•    Personen mit geringeren sozialen F&#228;higkeiten in den Gruppenprozessen m&#252;ssen immer wieder motiviert und angeleitet werden.<br />
•    Die wichtigste Komponente ist jedoch das Vorhandensein von positiven Interdependenzen.</p>
<p>Sch&#252;ler profitieren nach Johnson und Johnson (1992) in mehrerer Hinsicht von den positiven Interdependenzen bei der Gruppenarbeit. So f&#246;rdert die positive Interdependenz unterst&#252;tzendes Verhalten, das hei&#223;t die Sch&#252;ler werden motiviert, sich gegenseitig zu verbessern und zu erg&#228;nzen. Dies erm&#246;glicht den Sch&#252;lern wiederum die Entwicklung von neuem Verst&#228;ndnis und f&#252;hrt zu besseren Leistungsergebnissen, als es in Einzelarbeit m&#246;glich w&#228;re.</p>
<p>Auch resultiert das kooperative Arbeiten in h&#246;herer zwischenmenschlicher Anziehungskraft und vermehrter sozialer Hilfestellung der Gruppenmitglieder untereinander. Dies wiederum steigert das Selbstwertgef&#252;hl und das psychologische Wohlbefinden der Teilnehmer.<br />
Zu betonen ist, dass die Ergebnisse der Metastudie zeigen, dass es nur bei Vorliegen von positiver Interdependenz und nicht bei einer alleinigen Gruppenmitgliedschaft zu einer Leistungsverbesserung kommt.</p>
<p>Somit weisen die Autoren aus unserer Sicht auf einen wichtigen Aspekt f&#252;r die Effizienz von Gruppenarbeiten hin. Um kooperatives Lernen im Schulalltag effizient zu gestalten, kann die Ber&#252;cksichtigung der positiven Interdependenz einen wichtigen Beitrag leisten. Sie setzt direkt an der Motivation der Sch&#252;ler zu kooperativem Lernen an, die eine wichtige und nicht zu untersch&#228;tzende Voraussetzung f&#252;r gute Ergebnisse darstellt.</p>
<p><span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rft.jtitle=Interaction+in+cooperative+groups%3A+The+anatomy+of+group+learning+&amp;rft_id=info%3A%2F&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fresearchblogging.org&amp;rft.atitle=Positive+interdependence%3A%0D%0AKey+to+effective+cooperation.&amp;rft.issn=&amp;rft.date=1992&amp;rft.volume=&amp;rft.issue=&amp;rft.spage=174&amp;rft.epage=199&amp;rft.artnum=&amp;rft.au=Johnson%2C+D.+W.&amp;rft.au=Johnson%2C+R.+T.&amp;rfe_dat=bpr3.included=1;bpr3.tags=Psychology%2CLearning%2C+Educational+Psychology%2C+Cognitive+Psychology%2C+Industrial%2FOrganizational+Psychology">Johnson, D. W., &amp; Johnson, R. T. (1992). Positive interdependence:<br />
Key to effective cooperation. <span style="font-style: italic;">Interaction in cooperative groups: The anatomy of group learning </span>, 174-199</span></p>

<p><a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/AMbjd89j5ptnd7y8ELT9DsDo2aw/0/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/AMbjd89j5ptnd7y8ELT9DsDo2aw/0/di" border="0" ismap="true"></img></a><br/>
<a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/AMbjd89j5ptnd7y8ELT9DsDo2aw/1/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/AMbjd89j5ptnd7y8ELT9DsDo2aw/1/di" border="0" ismap="true"></img></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Freiwilliges Engagement für Wikipedia ohne externe Anreize</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 13:28:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onlineforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[cscl]]></category>
		<category><![CDATA[research]]></category>
		<category><![CDATA[Tübingen]]></category>

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		<description><![CDATA[ 

Der heutige Gastbeitrag von Magdalena Rauch-Schmid [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
<p><em>Der heutige Gastbeitrag von Magdalena Rauch-Schmidt fasst den empirischen Artikel von Joachim Schroer und  Guido Hertel aus der Zeitschrift Media  Psychology zusammen. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum sich Menschen als Autoren an der Wikipedia beteiligen. </em></p>
<p>Wer kennt das nicht, man gibt ein Begriff in eine Internet-Suchmaschine ein und h&#228;ufig leitet der erste Hit einen weiter zur Internet-Enzyklop&#228;die Wikipedia. Wikipedia wurde 2001 gegr&#252;ndet und bereits 2008 gab es &#252;ber zehn Millionen Artikel. Mittlerweile geh&#246;rt Wikipedia zu einer der zehn beliebtesten Webseiten weltweit. Im Zusammenhang mit Wikipedia spricht man auch von einem open-content-project, d.h. Wikipedia wird vollst&#228;ndig programmiert, geleitet und geschrieben von freiwilligen „Laien“, die &#252;ber das Internet zusammenarbeiten. Die au&#223;erordentliche Absicht von Wikipedia ist es also, dass alle Inhalte, die ver&#246;ffentlicht werden, von vielen Menschen weiterbearbeitet und &#252;berarbeitet werden. Das ist meiner Meinung nach in Zeiten von strengsten Lizenz- und Copyrightrechten die Ausnahme. Zentrales Ziel von Wikipedia ist es somit eine Wissensbank aus dem Wissen von m&#246;glichst vielen Menschen zu schaffen, deren Inhalte f&#252;r jeden Menschen zug&#228;nglich sind. Der gr&#246;&#223;te Kritikpunkt an Wikipedia ist die teilweise mangelnde Qualit&#228;t der Artikel durch Konflikte oder Uneinigkeiten zwischen den Wikipedianern. Dem wirkt Wikipedia aber durch ein feines System zur L&#246;sung von Konflikten entgegen: von spezifischen Diskussionsblogs bis hin zur zeitweisen Sperrung von Artikeln oder Usern gibt es eine Vielfalt von Mechanismen.</p>
<p>Man wei&#223; eigentlich nur wenig &#252;ber die Motive der Wikipedianer. Viele User investieren viel Zeit in die Recherche und das Schreiben der Artikel oder in die Wartung der technischen Infrastruktur Wikipedias. Die Wikipedianer erhalten daf&#252;r jedoch keine externen Belohnungen, wie beispielsweise finanzielle Entsch&#228;digungen. Die empirische Studie von Schroer und Hertel (2009) versucht nun die Frage zu kl&#228;ren, warum das Engagement f&#252;r Wikipedia trotzdem so gro&#223; ist.</p>
<p>Schroer und Hertel (2009) nutzen als erste Grundlage Theorien zu sozialen Bewegungen, wie z.B. zu B&#252;rgerrechtbewegungen. Es gibt Gemeinsamkeiten zwischen Wikipedia und diesen Bewegungen obwohl Wikipedia nat&#252;rlich keine politischen Absichten verfolgt:</p>
<ol>
<li>die Teilnahme an beiden ist freiwillig und</li>
<li>beruhen beide auf der Basis von freiem Wissen, das gemeinsam erarbeitet wird und f&#252;r jeden zug&#228;nglich ist.</li>
</ol>
<p>Schroer und Hertel (2009) nutzen zun&#228;chst eine Theorie von Klandermans (1997, 2003), nach der es vier zentrale Motive bei den Teilnehmern von sozialen Bewegungen gibt: a) soziale bzw. normorientierte Motive, b) wahrgenommene Kosten-Nutzen-Bilanz, c) kollektive Motive und d) Prozesse der sozialen Identifikation.</p>
<p>Neben den Theorien zu sozialen Bewegungen nutzen die Autoren auch Theorien zur intrinsischen Motivation um das Engagement von Wikipedianern zu erkl&#228;ren. Danach liegen die Ursachen f&#252;r das Verhalten in der Person selbst. Dies finde ich sehr nachvollziehbar, denn die Autoren gehen ja davon aus, dass es keine externen Anreize im Zusammenhang mit Wikipedia gibt. Was ich aber etwas bezweifle, denn ich glaube schon, dass es teilweise zumindest kleine externe Anreize gibt. F&#252;r jeden Artikel gibt es einen Diskussionsteil, wo auch Lob ausgesprochen wird. Ist das nicht vielleicht ein externer Anreiz um das Bed&#252;rfnis nach Anerkennung zu befriedigen? Laut Schroer und Hertel (2009) sind die wichtigsten Faktoren bei der intrinsischen Motivation: die Freude an der Aktivit&#228;t an sich, die Kompetenzerfahrung (Autonomie und Feedback) und die Flow-Erfahrung. Hackman und Oldham (1980) entwickelten aus dieser Annahme eine Theorie dar&#252;ber, warum und wie Merkmale des Jobs oder der Aufgabe die intrinsische Motivation und die Zufriedenheit mit der Arbeit beeinflussen k&#246;nnen. Zu diesen Charakteristika z&#228;hlen Hackman und Oldham: Abwechslung in der Arbeit, Identifikation mit der Aufgabe, Signifikanz der Aufgabe, Autonomie bei der Arbeit und das Feedback beispielsweise von Kollegen. Ich pers&#246;nlich denke, dass wenn ich in meiner Aufgabe aufgehe, mich mit dieser identifiziere, die Aufgabe abwechslungsreich ist und ich dann noch positives Feedback bekomme, dann kann es mir doch relativ egal sein, wie wichtig meine Aufgabe ist, oder?</p>
<p>Aus diesen theoretischen Grundlagen entwickelten Schroer und Hertel (2009) Hypothesen, die sie durch einen web-basierten Fragebogen an deutschen Wikipedianern untersuchten. Der Fragebogen enthielt gr&#246;&#223;tenteils Items, die auf einer 7-Punkte-Skala zwischen „stimme ich v&#246;llig zu“ und „stimme ich gar nicht zu“ bewertet werden mussten, aber auch offene Fragen. Als Hauptkriterien wurden immer das Ausma&#223; des Engagements f&#252;r Wikipedia und die Zufriedenheit mit diesem eigenen Engagement erhoben.</p>
<p>Die Daten des Fragebogens von Schroer und Hertel (2009) ergaben zum einen, dass die Zufriedenheit mit dem eigenen Engagement f&#252;r Wikipedia abh&#228;ngt von einer ausgeglichenen Nettobilanz zwischen den Kosten und Nutzen, von der Identifikation mit der Wikipedia-Community und von den wahrgenommenen Aufgabenmerkmalen nach Hackman und Oldham (1980). Daran finde ich erstaunlich, dass schon eine ausgeglichene Kosten-Nutzen-Bilanz ausreicht, damit man zufrieden ist mit dem eigenem Engagement. Ich h&#228;tte erwartet, dass der Nutzen unbedingt die Kosten &#252;bersteigen muss, damit man zufrieden ist, aber anscheinend reicht es zumindest bei freiwilligen Aktivit&#228;ten aus, dass beide gleich hoch sind. Hingegen k&#246;nnte ich mir auch vorstellen, dass bei unfreiwilligen Aktivit&#228;ten diese ausgeglichene Bilanz nicht ausreicht.  Ein weiterer, aber nicht unerwarteter Befund aus der Studie ist, dass das Ausma&#223; des Engagements f&#252;r Wikipedia positiv abh&#228;ngt von der intrinsischen Motivation. Diese intrinsische Motivation mediiert wiederum den Effekt der wahrgenommenen Aufgabencharakteristika auf das Ausma&#223; des Engagements. Dabei hatten die Aufgabencharakteristika Autonomie und Aufgabensignifikanz den st&#228;rksten Einfluss. Ganz unerwartet war auch die negative  Beziehung zwischen Nutzen und Engagement. Das ist doch etwas kontraintuitiv. Schroer und Hertel (2009) spekulieren dar&#252;ber, dass durch das Fehlen von externalen Reizen, es zu einer ung&#252;nstigen Bewertung der Kosten und Nutzen kommt. Insgesamt wurden in diesem Fragebogen die kollektiven Motive (siehe Klandermans, 1997, 2003) am st&#228;rksten bzw. am bedeutendsten geratet. Das fand ich auch nicht besonders &#252;berraschend. Wikipedia ist eine Community und ist, so k&#246;nnte ich mir vorstellen, relativ bedeutsam f&#252;r die Wikipedianer.</p>
<p>Die Studie von Schroer und Hertel (2009) ist eine erste quantitative Untersuchung zu den Motiven der freiwilligen Mitglieder der Wikipedia-Community. Zuk&#252;nftige Untersuchungen k&#246;nnten z.B. durch L&#228;ngsschnittstudien die motivationale Dynamik des Wikipedia-Engagements n&#228;her erforschen oder die Frage kl&#228;ren, wie sich die verschiedenen Aufgabencharakteristika nach Hackman und Oldham (1980) auf verschiedene Wikipedia-Rollen (Autor, Software-Entwickler, Administrator etc.) auswirken.</p>
<p><span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rft.jtitle=Media+Psychology&amp;rft_id=info%3Adoi%2F10.1080%2F15213260802669466&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fresearchblogging.org&amp;rft.atitle=Voluntary+Engagement+in+an+Open+Web-Based+Encyclopedia%3A+Wikipedians+and+Why+They+Do+It&amp;rft.issn=1521-3269&amp;rft.date=2009&amp;rft.volume=12&amp;rft.issue=1&amp;rft.spage=96&amp;rft.epage=120&amp;rft.artnum=http%3A%2F%2Fwww.informaworld.com%2Fopenurl%3Fgenre%3Darticle%26doi%3D10.1080%2F15213260802669466%26magic%3Dcrossref%7C%7CD404A21C5BB053405B1A640AFFD44AE3&amp;rft.au=Schroer%2C+J.&amp;rft.au=Hertel%2C+G.&amp;rfe_dat=bpr3.included=1;bpr3.tags=Psychology%2CLearning%2C+Educational+Psychology%2C+Cognitive+Psychology%2C+Industrial%2FOrganizational+Psychology">Schroer, J., &amp; Hertel, G. (2009). Voluntary Engagement in an Open Web-Based Encyclopedia: Wikipedians and Why They Do It <span style="font-style: italic;">Media Psychology, 12</span> (1), 96-120 DOI: <a rev="review" href="http://dx.doi.org/10.1080/15213260802669466">10.1080/15213260802669466</a></span></p>

<p><a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/fqMSsbLuhwS3Eu1bGyqaM6uKgnw/0/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/fqMSsbLuhwS3Eu1bGyqaM6uKgnw/0/di" border="0" ismap="true"></img></a><br/>
<a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/fqMSsbLuhwS3Eu1bGyqaM6uKgnw/1/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/fqMSsbLuhwS3Eu1bGyqaM6uKgnw/1/di" border="0" ismap="true"></img></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Design-Forschung: Gestaltung von Kontext, Tool und Theorie</title>
		<link>http://blog.moskaliuk.com/design-forschung-gestaltung-von-kontext-tool-und-theorie/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 07:49:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[cscl]]></category>
		<category><![CDATA[designforschung]]></category>
		<category><![CDATA[seminar]]></category>
		<category><![CDATA[Tübingen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute der n&#228;chste Gastbeitrag von Sarah Lenz und Ursul [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Heute der n&#228;chste Gastbeitrag von Sarah Lenz und Ursula K&#246;pp. Auf Basis eines &#220;bersichtsartikels von Barab und Squire (2004) gibt der Blogbeitrag einen kurzen &#220;berblick &#252;ber Designforschung (design-based research) und diskutiert Vorteile und Schwierigkeiten vor dem Hintergrund experimentalpsychologischer Methoden. </em></p>
<p>Die Lernforschung bezieht sich zunehmend auf mehrere Disziplinen, das hei&#223;t auf mehrere theoretische Perspektiven und Forschungsparadigmen, um die Bedingungen von Lernen und Kognition zu begreifen. Dabei wird Kognition im Kontext untersucht und man kann sagen, dass Lernen, Kognition, Wissen und Kontext miteinander verkn&#252;pft sind und nicht als isolierte Einheiten betrachtet werden sollten. Somit entwickeln Forscher immer &#246;fter Kontexte, technologische Tools und p&#228;dagogische Modelle, die konsistent sind mit p&#228;dagogischen Theorien. Die Folge ist, dass sich die Forschung wegbewegt von der reinen Beobachtung hin zur Gestaltung von Kontexten, um Annahmen &#252;ber das Lernen zu verbessern. Diese For-schungsrichtung (Untersuchung von Lernen in nat&#252;rlicher Umgebung, w&#228;hrend viel gestaltet und ver&#228;ndert wird durch den Forscher) nennt sich „Design-based research“. Besondere Merkmale des Design-based research sind, dass es zu Theorien &#252;ber Lernen und Lehren f&#252;hrt, auf irgendeine Weise eingreift (Entwicklung eines Designs), in nat&#252;rlichen Settings stattfindet und iterativ vorgeht. Es ist wichtig, dass Ergebnisse, die in einem Kontext gefun-den werden, auch auf andere Kontexte generalisiert werden k&#246;nnen. Dies ist jedoch ein kritischer Punkt, da Untersuchungen in nat&#252;rlichen Settings im Gegensatz zu Laboruntersu-chungen schwieriger zu replizieren sind und nicht ohne Weiteres auf andere Kontexte &#252;bertragbar sind.</p>
<p>Was macht nun den Unterschied von Design-based research zum psychologischen Experiment aus? Forschungsort ist, statt dem Labor, die nat&#252;rliche Umgebung („real-life-setting“), es werden mehrere abh&#228;ngige Variablen betrachtet, es wird die Situation in ihrer ganzen Komplexit&#228;t untersucht, statt eines fixen Ablaufs wird das Design flexibel revidiert, soziale Interaktion wird mit einbezogen und die Teilnehmer sind nicht nur Versuchsper-sonen, sondern werden als „kleine Forscher“ integriert, die an der Erstellung und Analyse des Designs beteiligt sind.</p>
<p>Ziel ist es, dass sich neben Ergebnissen auf der „lokalen Ebene“ auch Auswirkungen auf der h&#246;heren Ebene,  also auf die Theorie, ergeben. Es wird daher vorgeschlagen, auftretende Schwierigkeiten und Begebenheiten w&#228;hrend des Experiments zu ber&#252;cksichtigen, bzw. in die bestehende Theorie zu integrieren und Intervention wird als erw&#252;nschte M&#246;glichkeit betrachtet, um zentrale theoretische Aspekte zu untersuchen und Lernen zu erforschen. Kritiker werden anbringen, dass Interventionen solcher Art ein wissenschaftliches Arbeiten unm&#246;glich machen und dass Modifizierung der Variablen im Gegensatz zum Konstanthalten im klassischen psychologischen Experiment steht, was st&#246;rende Einfl&#252;sse m&#246;glichst gering halten will. Diese Intervention wird jedoch als Erweiterung und Spezifizierung einer Theorie betrachtet, um effektive und anwendbare Modelle zu entwickeln. Ziel ist demnach keine sterile Bereinigung des Kontextes von allen St&#246;rvariablen, sondern die Entwicklung flexibel anwendbarer Theorien, die auch anderen Kontexten standhalten und robust gegen St&#246;rvariablen sind. Jedoch ist es, um Glaubw&#252;rdigkeit und G&#252;ltigkeit der Methode zu beweisen n&#246;tig, zus&#228;tzliche qualitative Methoden zu verwenden, bzw. den Kontext klarer zu strukturieren, da andernfalls weder Replizierbarkeit noch Objektivit&#228;t noch N&#252;tzlichkeit gew&#228;hrleistet sind. Wie jedoch kann dies realisiert werden?</p>
<p>Um dies zu erreichen, erscheint es uns angemessen, eine Kombination von Design-basiertem Arbeiten und klassischem psychologischen Experiment anzuwenden, worin die Vorz&#252;ge beider Methoden zum Tragen kommen und eine gegenseitige Integration der Ans&#228;tze stattfindet. Dies k&#246;nnte beispielsweise mittels iterativer Abwandlung der Variablen in einem klassischen Setting umgesetzt werden. Eine Kombination beider Methoden w&#252;rde eine M&#246;glichkeit darstellen, das von Lernforschern h&#228;ufig berichtete Problem der k&#252;nst-lichen, anwendungsfernen Vorgehensweise des psychologischen Experiments zu beheben. Zugleich k&#246;nnte design-basiertes Arbeiten durch Integration klassischer Methoden an Glaubw&#252;rdigkeit und Validit&#228;t gewinnen.</p>
<p>Barab und Squire stellen in Ihrer Arbeit die Vorz&#252;ge von „Design-based research“ ausf&#252;hrlich und gut dar, vers&#228;umen es aber konkrete Beispiele zu nennen, wie eine konkrete Studie aussieht. Des Weiteren fallen Vorz&#252;ge der experimentellen Forschung wie geringerer Zeitaufwand, leichtere Auswertung, h&#246;here Objektivit&#228;t unter den Tisch. Um nun eine Methode zu entwickeln, die sowohl den design-based als auch den klassisch-psychologischen Ansatz ber&#252;cksichtigt, w&#228;re eine konkrete Ausarbeitung anhand eines beispielhaften Experimentalsettings sehr hilfreich und k&#246;nnte sehr zum Verst&#228;ndnis und zur Bereicherung des derzeitigen Wissensstandes bez&#252;glich unterschiedlicher For-schungsmethoden im Bereich Lernen und Kognition, beitragen.</p>
<p><span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rft.jtitle=Journal+of+the+Learning+Sciences&amp;rft_id=info%3Adoi%2F10.1207%2Fs15327809jls1301_1&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fresearchblogging.org&amp;rft.atitle=Design-Based+Research%3A+Putting+a+Stake+in+the+Ground&amp;rft.issn=1050-8406&amp;rft.date=2004&amp;rft.volume=13&amp;rft.issue=1&amp;rft.spage=1&amp;rft.epage=14&amp;rft.artnum=http%3A%2F%2Fwww.informaworld.com%2Fopenurl%3Fgenre%3Darticle%26doi%3D10.1207%2Fs15327809jls1301_1%26magic%3Dcrossref%7C%7CD404A21C5BB053405B1A640AFFD44AE3&amp;rft.au=Barab%2C+S.&amp;rft.au=Squire%2C+K.&amp;rfe_dat=bpr3.included=1;bpr3.tags=Psychology%2CLearning%2C+Educational+Psychology%2C+Cognitive+Psychology%2C+Industrial%2FOrganizational+Psychology">Barab, S., &amp; Squire, K. (2004). Design-Based Research: Putting a Stake in the Ground <span style="font-style: italic;">Journal of the Learning Sciences, 13</span> (1), 1-14 DOI: <a rev="review" href="http://dx.doi.org/10.1207/s15327809jls1301_1">10.1207/s15327809jls1301_1</a></span></p>

<p><a href="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/FL62HajYSelROf6SQPpdGemiYMw/0/da"><img src="http://feedads.g.doubleclick.net/~a/FL62HajYSelROf6SQPpdGemiYMw/0/di" border="0" ismap="true"></img></a><br/>
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		<title>Grounding in communication</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 10:36:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Moskaliuk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[common ground]]></category>
		<category><![CDATA[grounding]]></category>
		<category><![CDATA[researchblogging]]></category>

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		<description><![CDATA[

Heute Research-Blogging zum Thema Common-Ground und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="float: left; padding: 5px;"><a href="http://www.researchblogging.org"><img style="border: 0;" src="http://www.researchblogging.org/public/citation_icons/rb2_large_gray.png" alt="ResearchBlogging.org" /></a></span></p>
<p>Heute Research-Blogging zum Thema Common-Ground und Grounding. Ein Gastbeitrag von Katharina Schmid und Sandra Warchol: Eine gemeinsame Wissensgrundlage (common ground) zweier oder mehrerer Gespr&#228;chspartner erleichtert die Kommunikation. Das gilt f&#252;r computermediierte Settings genauso wie f&#252;r Face-to-Face-Communication. Das Ziel von Kommunikation ist es also einen common ground (gemeinsame Wissensgrundlage) zu erreichen. Unter dem Begriff „Grounding“ versteht man den kollektiven Prozess, bei dem die Gespr&#228;chspartner versuchen eine gemeinsame Wissensgrundlage zu erreichen.</p>
<p>Der common Ground bezeichnet hierbei das Ziel des Grounding-Prozesses, n&#228;mlich die Menge der geteilten Informationen von Personen. Doch wie kann sich ein Kommunikationspartner sicher sein, dass eine Information von beiden geteilt wird? Zu ber&#252;cksichtigen ist, dass ein Redebeitrag aus der Pr&#228;sentationsphase und der Akzeptanzphase besteht. In der Pr&#228;sentationsphase pr&#228;sentiert der Gespr&#228;chspartner eine Aussage, wie z.B.“ Ich gehe morgen fr&#252;h in die Statistikvorlesung.“ In der Akzeptanzphase signalisiert der Gespr&#228;chspartner das verstehen der Aussage, z.B. k&#246;nnte er antworten „Dann sehen wir uns morgen um 10 Uhr in der Vorlesung.“ Aber eine verfolgte Groundingstrategie, wie zum Beispiel die R&#252;ckmeldung „ja“ in der Akzeptanzphase,  beweist nicht, dass die Aussage in der Pr&#228;sentationsphase verstanden wurde. Um wirklich sicher zu sein, dass der Kommunikationspartner die Aussage verstanden hatte, m&#252;sste er den ganzen Satz wiedergeben, was einen enormen Aufwand bedeuten w&#252;rde. Und selbst, wenn die Aussage wiederholt wird, ist es kein Garant f&#252;r das vollst&#228;ndige Verstehen der Information. Die Frage, die sich dabei stellt ist, wie schlie&#223;en Kommunikationspartner auf ihren common ground? Schlie&#223;lich reicht es nicht, dass Person A wei&#223;, was Person B wei&#223;. Person B muss wiederum wissen, dass A wei&#223;, was B wei&#223;. Diese Gedanken-Kette l&#228;sst sich ins Unendliche treiben. Und hier liegt das Problem: Die Einsch&#228;tzung des geteilten Wissens ist theoretisch ein unendlicher Prozess und dennoch kommunizieren wir auf der Basis eines common grounds ohne unendlich gro&#223;en zeitlichen Verarbeitungsaufwand. Clark &amp; Brennan, die sich in ihrer Arbeit „Grounding in communication“ (1991) mit coomon ground befassen, liefern lediglich viele Alltagsbeispiele, jedoch wurden keine Versuche durchgef&#252;hrt, die den Grounding-Prozess belegen. Das w&#228;re eine Anregung f&#252;r weitere Forschungen in diesem Bereich.</p>
<p>Mehr zum Thema Common Ground und Grouding bei <a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Kurs:CSCL/Common_Ground">wikiversity.org</a> oder im Artikel von <a href="http://www-psych.stanford.edu/~herb/1990s/Clark.Brennan.91.pdfhttp://www-psych.stanford.edu/~herb/1990s/Clark.Brennan.91.pdf">Clark und Brennan (.pdf)</a></p>
<p><span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rft.jtitle=Perspectives+on+socially+shared+&amp;rft_id=info%3A%2F&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fresearchblogging.org&amp;rft.atitle=Grounding+in+communication&amp;rft.issn=&amp;rft.date=1991&amp;rft.volume=&amp;rft.issue=&amp;rft.spage=127&amp;rft.epage=149&amp;rft.artnum=&amp;rft.au=Clark%2C+H.&amp;rft.au=Brennan%2C+S.&amp;rfe_dat=bpr3.included=1;bpr3.tags=Psychology%2CLearning%2C+Educational+Psychology%2C+Cognitive+Psychology%2C+Industrial%2FOrganizational+Psychology">Clark, H., &amp; Brennan, S. (1991). Grounding in communication. In</span> L. B. Resnick, R. M. Levine &amp; S. D. Teasley (Hrsg.), <span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rft.jtitle=Perspectives+on+socially+shared+&amp;rft_id=info%3A%2F&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fresearchblogging.org&amp;rft.atitle=Grounding+in+communication&amp;rft.issn=&amp;rft.date=1991&amp;rft.volume=&amp;rft.issue=&amp;rft.spage=127&amp;rft.epage=149&amp;rft.artnum=&amp;rft.au=Clark%2C+H.&amp;rft.au=Brennan%2C+S.&amp;rfe_dat=bpr3.included=1;bpr3.tags=Psychology%2CLearning%2C+Educational+Psychology%2C+Cognitive+Psychology%2C+Industrial%2FOrganizational+Psychology"><span style="font-style: italic;">Perspectives on socially shared </span>, S. 127-149, APA<br />
</span></p>

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