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	<title>motor.de-Motormeinung</title>
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	<description>Interviews, Stories und Rezensionen bei motor.de - Alternative Musikpropaganda Musik-Community und Band-Verzeichnis</description>
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		<title>Rezensionen, Interviews und Musik-Specials bei motor.de</title>
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	<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 15:05:33 +0100</pubDate>
	
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		<title><![CDATA[Soap&Skin: Narrow]]></title>
		<link>http://www.motor.de/motormeinung</link>
		<description>Wenn morbides Leid zur kreativen Quelle erw&amp;auml;chst: Anja Plaschg ist ihrer Generation weit voraus und vermummt auf &amp;quot;Narrow&amp;quot; die Motive Verzweiflung und Angst in ein entbl&amp;ouml;&amp;szlig;tes doch fragiles Korsett.   
  
 (Foto: Marco Prenninger)   
  
&amp;quot;Angeblich sterben alle Leute mit Musik im Kopf [...] Sie wissen was das bedeutet, klinisch tot? &amp;ndash; ist immer noch Musik in ihm. Vor allem kommen die Maden dann und spielen die Sache weiter&amp;quot; , gab 1981 der Schriftsteller Thomas Bernhard in einem  Interview  zu Protokoll. Der &amp;Ouml;sterreicher war ein brutal ehrlicher und verworrener Denker, den zeitlebens zwei Motive pr&amp;auml;gten: Angst und Tod. Er sprach damals vom Todesdruck, der sich wie ein Engel auf seiner rechten Schulter niederl&amp;auml;sst und dort die Angst gedeihen lie&amp;szlig;. Mehr als drei Jahrzehnte sp&amp;auml;ter macht sich Anja Plaschg diese Metaphern auf ihre Art wieder zu eigen. Ihr Deb&amp;uuml;t &amp;quot; Lovetune For Vacuum &amp;quot; nahm sie bereits im Alter zwischen 15 und 18 Jahren auf und pr&amp;auml;sentierte sich atypisch: in einem neo-klassischen Gewand h&amp;uuml;llte sie Kunstlieder und Klavierballaden, ohne ihre Passion f&amp;uuml;r Elektronik-Skizzen zu verleugnen.    
 
Es ist (schlechter) journalistischer Usus, voreilig Pauschalurteile zu f&amp;auml;llen. Im Falle der damals 18-j&amp;auml;hrigen Plaschg liefen die Uhren nicht anders. Vom &amp;quot;Wunderm&amp;auml;dl&amp;quot; war die Rede &amp;ndash; nicht nur in ihrer Heimat. Der Hype brach &amp;uuml;ber sie herein. Das Medienbrimborium spielte jedoch nur eine sekund&amp;auml;re Rolle, denn kurz nach der Ver&amp;ouml;ffentlichung stirbt ihr Vater. Die Folge: Schreibblockade, Therapie und ein Aufenthalt in Italien. Der Schicksalsschlag f&amp;uuml;hrt die junge Dame zu ihren Leitthemen zur&amp;uuml;ck. Mit dem Song &amp;quot;Vater&amp;quot; er&amp;ouml;ffnet sie ihr neues Album &amp;quot;Narrow&amp;quot;. Es ist ein Lamento, das sich sukzessive zum aufw&amp;uuml;hlenden Abschied aufbaut:  &amp;quot;Haltet alle Uhren an / hindert den Hund daran, den Sarg anzubellen / Wo immer ich aufschlage, find ich dich / Du f&amp;auml;llst im Schatten der Tage, als Stille und Stich / Ich trink auf dich dutzende Flaschen Wein, und will doch viel lieber eine Made sein.&amp;quot;  
 
  Soap&amp;amp;Skin - &amp;quot;Boat Turns Toward The Port&amp;quot;  
    
 
Die entwaffnende Aufrichtigkeit von Soap&amp;amp;Skin ist es, welche bereits ihren Erstling auszeichnete. Eine 21-J&amp;auml;hrige, die &amp;uuml;ber das Vergraben und Ersticken singt &amp;ndash; eigentlich ein Unding. Plaschg ist ihrer Generation weit voraus. Warum? Die 1990 in der Steiermark geborene Songschreiberin erkl&amp;auml;rt die Fragilit&amp;auml;t nicht zur Schw&amp;auml;che, sondern zur eigenen Heilmethode. Ihre Texte kokettieren nicht mit der Angst, sie verarbeiten die Furchtsamkeit und kreieren gleichsam d&amp;auml;mmrigen Schauder. So baut sich &amp;quot;Boat Turns Toward The Port&amp;quot; mit repetitiven Kassen- und M&amp;uuml;nzger&amp;auml;uschen auf &amp;ndash; ein morscher Kammerpop, der sich an Schwermut und Seelenschmerz erg&amp;ouml;tzt. Ein Song, dem man sich live zu h&amp;ouml;ren w&amp;uuml;nscht, indes unsicher ist, ihn mit Contenance zu &amp;uuml;berstehen. Dass mit &amp;quot;Voyage Voyage&amp;quot; obendrein eine der sicherlich besten Cover-Versionen des Jahres wartet, vorgetragen mit finsterer Inbrunst im kargen Skelett, macht das Gef&amp;uuml;hlschaos perfekt.  
 
  Soap&amp;amp;Skin &amp;ndash; &amp;quot;Wonder&amp;quot;  
    
 
Mehr noch als auf ihrem Deb&amp;uuml;t mutiert ihre ohnehin gespenstig reife Stimme zum Hauptanziehungspunkt. Neben minimalistischen Klaviermelodien, industriellen Klangkulissen und elegischer Tragik setzt Plaschg ihr Timbre wie ein komplement&amp;auml;res Instrument ein. So erbl&amp;uuml;ht &amp;quot;Narrow&amp;quot; zum Inbegriff der kathartischen Therapie &amp;ndash; ein Befreiungsschlag, dem es gelingt, Verzweiflung und Angst in ein holdseliges Antlitz zu h&amp;uuml;llen.  
 
 
  Sebastian Wei&amp;szlig;   
 
 V&amp;Ouml;:  10.02.2012 
 
 Label:  PIAS/Rough Trade 
 
 Tracklist:  
 
1. Vater	 
2. Voyage Voyage	 
3. Deathmental	 
4. Cradlesong	 
5. Wonder	 
6. Lost	 
7. Boat Turns Toward The Port	 
8. Big Hand Nails Down 
9. Jail (iTunes Bonus-Track)
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&lt;/div&gt;</description>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 15:29:35 +0100</pubDate>
	</item>
		<item>
		<title><![CDATA[Kettcar: Zwischen Den Runden]]></title>
		<link>http://www.motor.de/motormeinung</link>
		<description>Wo Melancholie aufh&amp;ouml;rt und Hoffnung anf&amp;auml;ngt, war Kettcar noch nie so wichtig. Ihr viertes Studioalbum &amp;quot;Zwischen den Runden&amp;quot; will Trost spenden und zieht mit Streichern und Bl&amp;auml;sern in den Kampf. 
    
 (Foto: Andreas Hornoff) 
  
Der Vorg&amp;auml;nger &amp;quot; Sylt &amp;quot; war eine Kampfansage gegen Champagner-Gesellschaft und Kapitalismus. &amp;quot;Zwischen Den Runden&amp;quot; ist nun eine Liebesbekundung an das Leben. Doch um das Leben lieben zu lernen, m&amp;uuml;ssen viele Probleme &amp;uuml;berstanden werden. Einige k&amp;ouml;nnen schnell gel&amp;ouml;st werden, andere aber Narben hinterlassen und sich zu einem Kampf mit sich selbst entwickeln. Dass diese genauso schmerzlich wie wichtig sein k&amp;ouml;nnen, ist auch den Hanseaten bewusst. So wird diese hoffnungsbringende Aussage musikalisch verpackt wie wir es von Kettcar erwarten w&amp;uuml;rden &amp;ndash; eben doch melancholisch und nachdenklich. Das k&amp;ouml;nnte daran liegen, dass sich Kettcar schon immer im Hin und Her zwischen absoluter Lebensbejahung und rationaler Befremdlichkeit befanden. Die Wut der letzten Platte ist verflogen oder sie hat ihr Ventil gefunden &amp;ndash; der Fokus liegt nun auf Menschlichkeit. Wenn im Vorg&amp;auml;nger noch der Finger in die Wunde gelegt wurde, wird diesmal Trost gespendet.  
 
&amp;quot; Kommt zusammen nach schlaflosen N&amp;auml;chten / zusammen nach letzten Gefechten / im allergr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Club der Welt &amp;quot; hei&amp;szlig;t es im befreiend soul-angehauchten Song &amp;quot;Im Club&amp;quot;. Tr&amp;auml;ume k&amp;ouml;nnen platzen, doch sind wir damit nicht allein, teilt uns Marcus Wiebusch mit, nach dem Motto: Gemeinsam sind wir stark. Im dazugeh&amp;ouml;rigen Video, im Stil einer Nachrichtensendung, sehen wir deshalb neben den Bandmitgliedern 200 Portraits von Fans, welche im Zuge eines Aufrufs von Kettcar f&amp;uuml;r die Produktion des Clips eingesandt wurden.  
 
 Kettcar - &amp;quot;Im Club&amp;quot;  
   
&amp;quot; Das st&amp;auml;ndige Umfallen / das st&amp;auml;ndige Aufstehen &amp;quot; zieht sich wie ein roter Faden durch die Platte &amp;ndash; nicht als Parole, eher im Subtext. Die Hamburger gehen dementsprechend ruhig und besonnen an die Platte, es klingt stellenweise jazzig bis soulig und die Streicher- und Bl&amp;auml;serarrangements verleihen den ehrlich-emotionalen Texten eine Portion Hoffnung. Ansonsten haben es Kettcar nicht darauf angelegt, mit neuem Stil zu &amp;uuml;berraschen: die Melodien sind so, wie wir sie von ihnen erwarten &amp;ndash; grundmelancholischer Poprock, der den Blick nach vorn wagt. Nur wenige Songs riskieren es vom Altbew&amp;auml;hrten abzukommen, eine Ausnahme ist der Song &amp;quot;Schwebend&amp;quot;, der &amp;ndash; von einem Klavier getragen &amp;ndash; federleicht durch eine sph&amp;auml;rische Klangwelt von Streichern fliegt und s&amp;auml;uselt.  
 
Nicht minder ausgeschm&amp;uuml;ckt sind ihre Texte, so darf es nicht verwundern, wenn sich eine Reihe von Kriegsmetaphern durch die einzelnen Tracks zieht. Sie bieten der Kampfansage die n&amp;ouml;tige Unterst&amp;uuml;tzung. Nicht das Offensichtliche ist ma&amp;szlig;gebend, viele Interpretationen werden zugelassen, jede einzelne Geschichte k&amp;ouml;nnte die eigene sein: Tod, Liebe, Hoffnung, Menschlichkeit &amp;ndash; es sind die Dinge, die uns alle bewegen. Wenn wir der Freundin das Erbrochene aus den Haaren pulen und sie trotzdem lieben (&amp;quot;Rettung&amp;quot;), oder der Wunsch nach Ferne &amp;ndash; verbildlicht durch die kuriose Reise einer Gans, die mit dem alten Leben abschlie&amp;szlig;en m&amp;ouml;chte, es dennoch nicht schafft und am Ende wieder zur&amp;uuml;ckkehrt (&amp;quot;Erkenschwick&amp;quot;). Auch Kunst und Kultur finden Erw&amp;auml;hnung im Lobgesang auf &amp;quot;Schrilles, Buntes Hamburg&amp;quot;, in dem der Zusammenhang zwischen Kunst und Vermarktung mit den kritischen Worten &amp;quot; Es muss immer alles komplett verwertet werden / wenn es komplett verwertet werden kann &amp;quot; beschrieben wird.&amp;nbsp; 
 
 Kettcar - &amp;quot;Schrilles, Buntes Hamburg&amp;quot;  
   
M&amp;uuml;sste ein Ort bestimmt werden, an dem die Platte ihre beste Wirkung entfaltet, w&amp;auml;re es die Kneipe. Zum Tanzen ist die Platte zu ruhig, zum Kuscheln zu tiefsinnig. Die Texte wollen wachr&amp;uuml;tteln, und erkl&amp;auml;ren Ereignisse das Lebens in erschreckend einfacher, wie &amp;uuml;berraschender Form. Das F&amp;uuml;r und Wider schl&amp;auml;gt sich auch in einem selbst wieder. Stimmt ein letzter pathetischer Song den finalen Ton an, m&amp;ouml;chte man entweder sofort sein eigenes Leben mit all den geplanten Projekten in die Hand nehmen oder dar&amp;uuml;ber sinnieren. &amp;quot;Zwischen den Runden&amp;quot; hei&amp;szlig;t in sich gehen und entspannen. Jeder Schritt zur&amp;uuml;ck ist ein Schritt nach vorn. Wenn es scheint als sei niemand mehr da, gibt es immer noch jemanden, der dir vertraut: Kettcar. 
 
  
Ren&amp;eacute; Tauschke  
   
 V&amp;Ouml;:  10.02.2012  
 
 Label:  Grand Hotel Van Cleef/Indigo 
 
 Tracklist: 
  
01. Rettung 
02. Im Club 
03. Schwebend 
04. R.I.P. 
05. Kommt Ein Mann In Die Bar 
06. Weil Ich Es Niemals So Oft Sagen Werde 
07. Schrilles, Buntes Hamburg 
08. Nach S&amp;uuml;den 
09. In Deinen Armen 
10. Der Apokalyptische Reiter Und Das Besorgte Pferd 
11. Erkenschwick 
12. Zur&amp;uuml;ck Aus Ohlsdorf
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 14:03:47 +0100</pubDate>
	</item>
		<item>
		<title><![CDATA[Bondage Fairies: &quot;Zwei Stunden Leonard Cohen ins Gesicht zu schauen, ist zu langweilig&quot; – Bondage Fairies im motor.de-Interview]]></title>
		<link>http://www.motor.de/motormeinung</link>
		<description>&amp;quot;Crash Bandicoot meets Jason Vorhees&amp;quot; oder die &amp;quot;Pet Shop Boys goes The Ramones&amp;quot;. Wie man es auch dreht und wendet, bei Bondage Faries wird auf jeden Fall ein Schuh draus. Im Interview kl&amp;auml;rt uns Mastermind Elvis Creep &amp;uuml;ber die Vor- und Nachteile der Band-Maskerade auf.  
  
 (Foto:&amp;nbsp;Kai Butterweck)&amp;nbsp;  
 
Sich neben der Musik auf ein visuelles Konzept einzulassen hat schon so mancher Band dabei geholfen, sich vom Einheitsbrei der jeweiligen Branche abzusetzen. Vor allem in Osteuropa und Asien stehen die Kids auf optische &amp;Uuml;berreizungen &amp;aacute; la  Kiss , Slipknot oder  Daft Punk . Demnach erscheint es auf den ersten Blick auch nicht verwunderlich, dass sich die Schweden von Bondage Fairies besonders im Gro&amp;szlig;raum Ural-Gebirge immenser Beliebtheit erfreuen.  Mit  Nintendo-Punk und reichlich Maskerade im Gep&amp;auml;ck versuchen die vier Skandinavier nun schon seit 2005 die klaffende L&amp;uuml;cke zwischen KiKa-Vorabendprogramm und FSK-18-Archiv zu f&amp;uuml;llen.  
 
Das gelingt ihnen von Jahr zu Jahr  immer besser, wie das aktuelle &amp;ndash; mittlerweile dritte &amp;ndash;  Album  der Band eindrucksvoll unter Beweis stellt. Auch hierzulande werden die Augen der Anwesenden immer gr&amp;ouml;&amp;szlig;er, wenn das Quartett live zum Psycho-Karneval bittet. Wir wollten den Schweden auf den Zahn f&amp;uuml;hlen und trafen uns mit dem Ober-Ampelm&amp;auml;nnchen der Hardcore-Sesamstra&amp;szlig;e, Elvis Creep, kurz vor ihrer Show im Berliner White Trash. Frei nach dem Motto: Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm.  
 
 motor.de: Hi Elvis, ich h&amp;auml;tte dich fast gar nicht erkannt, so ganz ohne Maske.  
 
 Elvis:  Und? Entt&amp;auml;uscht? 
 
 motor.de: Nein, nicht wirklich. Ich muss dir sogar ein Kompliment machen.  
 
 Elvis:  Oh, echt? Schie&amp;szlig; los und erw&amp;auml;rme mein Herz! Das kann ich bei den eisigen Temperaturen hier gerade gut gebrauchen. 
 
 motor.de: Ich habe geh&amp;ouml;rt, der Hauptgrund f&amp;uuml;r das Tragen eurer Masken sei die Tatsache, dass ihr euch darunter ziemlich h&amp;auml;sslich vorkommt. Dem muss ich jetzt widersprechen.  
 
 Elvis:  Hab vielen Dank. Das katapultiert mein Selbstbewusstsein gleich in ungeahnte H&amp;ouml;hen  (lacht) . 
 
 motor.de: Ist diese doch etwas schiefe Selbstwahrnehmung wirklich der Grund f&amp;uuml;r euer buntes Versteckspiel?  
 
 Elvis:  Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich fr&amp;uuml;her gesch&amp;auml;mt habe, auf die B&amp;uuml;hne zu gehen und den Leuten Auge in Auge gegen&amp;uuml;berzutreten. Ich habe immer nur auf mein Gitarren-Griffbrett gestarrt, weil es mir unangenehm war, geradeaus zu gucken. Was f&amp;uuml;r ein Weichei, oder?  (lacht)  Mit den Masken ist einfach alles leichter. Du kannst dumme Grimassen schneiden, wenn dir danach ist, und dich in Sicherheit wiegen, dass es dir keiner &amp;uuml;bel nimmt. Es kriegt ja keiner mit.  
 
 Bondage Fairies &amp;ndash; &amp;quot;1-0&amp;quot;  
   
 motor.de: Die Dinger sehen schon ganz sch&amp;ouml;n abgefahren aus. Habt ihr euch die selbst zusammen gebastelt oder steckt da ein au&amp;szlig;enstehender Kreativer dahinter?  
 
 Elvis:  Das meiste haben wir schon selbst in die H&amp;auml;nde genommen. Es gibt aber auch einige technische Finessen, wie eingebaute Mikros. Den Einbau haben wir anderen &amp;uuml;berlassen. Aber das Grundger&amp;uuml;st basiert auf unseren Ideen und Fingerfertigkeiten. Da steckt wirklich viel Arbeit drin, auch wenn das eine oder andere Exemplar auf den ersten Blick vielleicht nicht so aussieht  (lacht) . Mittlerweile habe ich ungef&amp;auml;hr f&amp;uuml;nf Masken zum Wechseln, da wir noch nicht ganz herausgefunden haben, wie wir die Haltbarkeit verbessern k&amp;ouml;nnen.  
 
 motor.de: Demnach geben die Masken w&amp;auml;hrend einer Show gerne mal den Geist auf?  
 
 Elvis:  Ja, das passiert schon mal. Wenn sich zu viel Fl&amp;uuml;ssigkeit n&amp;auml;hert, gehen die Dinger lieber auf Abstand, wenn du wei&amp;szlig;t, was ich meine. Man schwitzt halt auch total unter den Dingern. Da kommt es schon mal vor, dass die Technik oder die Befestigung nicht mehr mitspielt. Das schwierigste ist aber an sich die eigene Orientierung. 
 
 motor.de: Inwiefern?  
 
 Elvis:  Nun, die Sichtverh&amp;auml;ltnisse sind nicht gerade optimal. Es ist in etwa so, als w&amp;uuml;rde man durch ein Schl&amp;uuml;sselloch gucken. Deswegen rennen wir uns auf der B&amp;uuml;hne auch mal gerne &amp;uuml;ber den Haufen. Ich kann mich auch erinnern, dass ich einmal fast von der B&amp;uuml;hne gefallen w&amp;auml;re, weil ich die Abgrenzungsmarkierung unter mir nicht sehen konnte. 
 
 motor.de: Wie schafft ihr es dann, bei all den Einschr&amp;auml;nkungen, euch live auf das Wesentliche, die Musik, zu konzentrieren?  
 
 Elvis:  Das war in der Tat fr&amp;uuml;her nicht ganz so einfach. Aber deswegen haben wir ja auch unser Line-Up erweitert. Wir sind ja jetzt zu viert. Ich muss also nicht mehr gucken, dass ich die richtigen Akkorde greife, w&amp;auml;hrend meine Maske auf Halbmast h&amp;auml;ngt und ich zudem noch singen muss. Jetzt kann ich mich voll und ganz auf den Gesang konzentrieren. Das hilft schon ungemein. 
 
 motor.de: Mal ehrlich, wie oft habt ihr die Maskerade schon verflucht?  
 
 Elvis:   (lacht)  Oh, fast t&amp;auml;glich. Aber das geh&amp;ouml;rt dazu. So sind wir nun mal. Die Masken sind ein Teil von Bondage Fairies. Die Kids finden es klasse, also, warum sollten wir das &amp;auml;ndern? Es funktioniert - nur das z&amp;auml;hlt. Wenn ich zum Beispiel auf ein Konzert gehe, langweile ich mich oft, weil auf der B&amp;uuml;hne zu wenig mit Kunst gearbeitet wird. Wenn ich dann &amp;uuml;berrascht werde, weil sich eine Band M&amp;uuml;he gibt, auch ihr Erscheinungsbild der Kunst zu widmen, bin ich schnell wie in Hypnose, verstehst du? Das ist ein sch&amp;ouml;nes Gef&amp;uuml;hl. Wir wollen, dass unsere Fans hypnotisiert werden. Nat&amp;uuml;rlich macht  Leonard Cohen  tolle Musik. Aber sich zwei Stunden lang nur sein Gesicht anzuschauen, w&amp;auml;hrend er vielleicht auf einem Stuhl sitzt und singt, empfinde ich als zu wenig. 
 
 motor.de: So &amp;auml;hnlich &amp;auml;u&amp;szlig;ert sich auch immer Paul Stanley, wenn er gefragt wird, warum es bei Kiss mehr um die Show, als um die Musik geht.   
 
 Elvis:  Der Gute hat absolut recht, wobei ich aber sagen muss, dass unsere Inspirationsquellen noch etwas weiter zur&amp;uuml;ckliegen. Wir stehen da mehr auf das Avantgarde-Element der Residents. 
 
 motor.de: Vor allem in Osteuropa genie&amp;szlig;t ihr einen gro&amp;szlig;en Zuspruch. Wie erkl&amp;auml;rt ihr euch das?  
 
 Elvis:  Ich wei&amp;szlig; nicht, ob das zwingend was mit den Masken zu tun hat. Das liegt, glaube ich, eher am Google-Translator-System. Wenn du Bondage Fairies auf russisch &amp;uuml;bersetzen l&amp;auml;sst und das Ergebnis dann wiederum umkehrst, erscheinen die beiden W&amp;ouml;rter  The Beatles . Da ist Erfolg dann vorprogrammiert. 
 
  Bondage Fairies &amp;ndash; &amp;quot;Fantasy Outfit&amp;quot;  
 
 
     
 motor.de: Sind die Leute dann nicht &amp;uuml;berrascht, wenn sie feststellen, dass die wiedergeborenen Fab-Four pl&amp;ouml;tzlich mit einer Mischung aus  Pet Shop Boys  und den  Ramones  daherkommen?  
 
 Elvis:  Wow, das ist aber mal ein netter Vergleich. 
 
 motor.de: Ich finde, euer neues Album klingt exakt wie eben diese Mixtur. Seht ihr das anders?  
 
 Elvis:  Ich habe eigentlich nicht viel mit den Pet Shop Boys am Hut. Aber ich stimme dir zu, manche Gesangspassagen und Melodien gehen durchaus in diese Richtung. Wenn auch unbeabsichtigt. Ich danke dir auf jeden Fall, denn ich empfinde es als gro&amp;szlig;es Kompliment mit diesen beiden Bands in einen Topf geworfen zu werden. 
 
 motor.de: Auch hier in Deutschland l&amp;auml;uft es f&amp;uuml;r euch von Jahr zu Jahr besser. Ist der Song &amp;quot;Aachen Von Essen&amp;quot; demnach ein kleines Dankesch&amp;ouml;n an eure Fans hierzulande?  
 
 Elvis:  Wir lieben Deutschland. Vor allem lieben wir aber die deutsche Sprache. Der Song ist weniger ein Dankesch&amp;ouml;n, als vielmehr ein Beleg f&amp;uuml;r unseren etwas kranken Humor. Wenn man n&amp;auml;mlich die W&amp;ouml;rter Aachen und Essen als Schwede ausspricht, entwickeln sich schnell &amp;Auml;hnlichkeiten zu schwedischen W&amp;ouml;rtern, die man im Allgemeinen als Schimpfw&amp;ouml;rter bezeichnen w&amp;uuml;rde. Das Ganze ist also eher eine ziemlich kranke Wortspielerei. Auch hier kann ich nur sagen: Wir sind halt so. Das sollte man alles nicht zu ernst nehmen. Wir haben eben manchmal etwas ausgefallenere Ideen. 
 
 motor.de: Eine davon ist sicherlich auch, rares Download-Material von euch auf USB-Sticks zu speichern und diese dann weltweit zu verstecken. Wie ist denn dahingehend der Stand der Dinge? Wurden mittlerweile alle Sticks gefunden?  
 
 Elvis:  Die Idee stammt ja nicht von uns. Der deutsche Medienk&amp;uuml;nstler Aram Bartholl ist eigentlich der Initiator dieser &amp;quot;Dead-Drops-Geschichte&amp;quot;. Wir hatten zwar einige Probleme mit den Sticks in Oslo und in Kiew, wo die &amp;quot;Finder&amp;quot; nicht genau wussten, was sie mit den Sticks anfangen sollten, aber letztlich hat es ganz gut funktioniert.  
 
 
 Interview: Kai Butterweck
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 11:57:12 +0100</pubDate>
	</item>
		<item>
		<title><![CDATA[Who Made Who: motor.de präsentiert: WhoMadeWho-Tour 2012]]></title>
		<link>http://www.motor.de/motormeinung</link>
		<description>Live-Ekstase zwischen technoiden Beats, schiebenden Gitarren und hypnotischen Melodieschleifen. motor.de pr&amp;auml;sentiert euch die Tour der d&amp;auml;nischen Everybody's Darlings WhoMadeWho.   
  
Irgendwo zwischen kaltbl&amp;uuml;tiger Chuzpe und einfallslosem Gr&amp;ouml;&amp;szlig;enwahn l&amp;auml;sst sich die Idee einordnen, sich nach einem  AC/DC -Album zu benennen. Aber irgendeinen Namen muss das Kind nunmal bekommen, und dass man als halbwegs aufgekl&amp;auml;rter Musikfan mit der Begrifflichkeit WhoMadeWho eher D&amp;auml;nemark als Australien verbindet, ist schon das Zeichen daf&amp;uuml;r, dass die Kopenhagener ziemlich viel richtig gemacht haben, seit sie sich vor knapp zehn Jahren zusammenfanden.  
 
 WhoMadeWho - &amp;quot;Inside World&amp;quot;  
   
Seitdem haben sie nicht nur die Herzen im Sturm erobert, sondern vor allem auch die B&amp;uuml;hnen. Was wiederum keine Selbstverst&amp;auml;ndlichkeit ist, denn was WhoMadeWho schon immer machen, ist Tanzmusik. Nicht &amp;quot;Dancefloor&amp;quot; im engeren Sinne allerdings &amp;ndash; auch wenn man das inzwischen fast behaupten kann, allein, dass sie mittlerweile beim K&amp;ouml;lner Kompakt-Label gelandet sind, spricht da B&amp;auml;nde &amp;ndash;, sondern eine von Gitarre und Bass furios angetriebene Rhythmusmaschine mit gerade mal genug Melodie und Text, dass es f&amp;uuml;r einen Refrain reicht.  
 
Einen Refrain, der dann aber wie &amp;Ouml;l im Feuer der meist ausufernden &amp;ndash; jetzt sagen wir es einfach mal &amp;ndash; Discopunk-St&amp;uuml;cke wirkt. Deutlich technoider ist der WhoMadeWho-Sound &amp;uuml;ber die Jahre hinweg tats&amp;auml;chlich geworden, weniger theatralisch, daf&amp;uuml;r mit pr&amp;auml;zisem Gef&amp;uuml;hl f&amp;uuml;r den absolut richtigen Moment, wenn ein hypnotisch-immergleicher Takt durchbrochen werden muss. Das ist der Augenblick, auf den man im Club wartet. Und vor der B&amp;uuml;hne, wenn Skandinavier auf ihr stehen.  
 
 WhoMadeWho - &amp;quot;Every Minute Alone&amp;quot; (live 2011)  
   
Schon seit Jahren mag kaum ein halbwegs anst&amp;auml;ndiges Festival auf die Tanzgaranten verzichten, da wird es fast schon schwierig, mal eben noch ein neues Album einzuspielen und auf klassische Clubtour zu gehen. Jetzt ist es wieder mal soweit, am 24. Februar erscheint &amp;quot;Brighter&amp;quot;, Mitte M&amp;auml;rz geht es acht dicht gepackte Tage durch die Renommierstationen der deutschen Konzertclub-Szene. Und es ist sicher kein v&amp;ouml;llig verfehlter Ratschlag, sich die Tickets daf&amp;uuml;r lieber mal im Vorverkauf zu sichern.  
 
  motor.de pr&amp;auml;sentiert: WhoMadeWho &amp;ndash; Live 2012   
 
14.03. Berlin &amp;ndash; Lido 
15.03. Erlangen &amp;ndash; E-Werk 
16.03. Stuttgart &amp;ndash; Speak Easy 
17.03. M&amp;uuml;nchen &amp;ndash; Atomic Cafe 
18.03. Hamburg &amp;ndash; Uebel &amp;amp; Gef&amp;auml;hrlich 
19.03. Leipzig &amp;ndash; Conne Island 
20.03. Frankfurt &amp;ndash; Zoom (ehemals Sinkkasten Arts Club) 
21.03. K&amp;ouml;ln &amp;ndash; Club Bahnhof Ehrenfeld
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 10:36:43 +0100</pubDate>
	</item>
		<item>
		<title><![CDATA[Sinn und Sinnlichkeit]]></title>
		<link>http://www.motor.de/motormeinung</link>
		<description>Gebraucht, ohne Abnutzungsspuren: Die Second-hand-MP3-B&amp;ouml;rse ReDigi agiert in den Bruchspalten von Musikbesitzer-Bewusstsein und Urheberrechtsdiskussion.&amp;nbsp;  
  
Es klingt erstmal wie eine Schnapsidee. Wenn man sein MP3 &amp;uuml;bergeh&amp;ouml;rt hat, wird es einfach weiterverkauft. Als Gebraucht-MP3, etwas billiger nat&amp;uuml;rlich als ein neues. Seit einem guten Vierteljahr gibt es sie tats&amp;auml;chlich: eine Second-hand-B&amp;ouml;rse f&amp;uuml;r MP3s, die man nicht mehr braucht.  ReDigi  ist eine US-Firma und auch nur f&amp;uuml;r US-Kunden zugelassen; aber nat&amp;uuml;rlich wird die Gesch&amp;auml;ftsidee weltweit mit Argusaugen beobachtet. Denn was auf den ersten Moment absurd klingt, n&amp;auml;mlich gebrauchte Dateien weiterzuver&amp;auml;u&amp;szlig;ern, r&amp;uuml;hrt direkt an die hei&amp;szlig; diskutierten und juristisch hart umfochtenen Bruchspalten zwischen herk&amp;ouml;mmlichem Urheberrecht und den aktuellen technologischen Gegebenheiten. Nat&amp;uuml;rlich wurde auch ReDigi prompt von der Musikindustrie verklagt. Aber soeben musste das Majorlabel Capitol, das zur EMI geh&amp;ouml;rt, eine Schlappe einstecken. ReDigi darf weitermachen.  
 
Eine Menge M&amp;uuml;he haben sie sich gegeben, das Prinzip des Gebrauchthandels auf MP3s zu &amp;uuml;bertragen. Nur legal erworbene Songs sind erlaubt, eine patentierte Software soll pr&amp;uuml;fen, ob es sich nicht um illegal heruntergeladen Songs handelt. Die angebotenen Files werden von der Ursprungs-Festplatte und den angeschlossenen Ger&amp;auml;ten gel&amp;ouml;scht. &amp;quot;Kopiert&amp;quot; wird so keine Datei, sondern &amp;ndash; zumindest im weniger technischem Sinn sondern eher nach gesundem Menschenverstand &amp;ndash; auf den ReDigi-Server und dann zum K&amp;auml;ufer &amp;uuml;bertragen. Das ist einer der Knackpunkte, mit denen die Musikindustrie seit jeher generell alle &amp;quot;Tauschb&amp;ouml;rsen&amp;quot; juristisch auszuhebeln versucht, denn technisch wird selbstverst&amp;auml;ndlich immer in irgendeiner Weise kopiert. Allerdings ist die juristische Sachlage noch weitaus komplizierter. Derzeit v&amp;ouml;llig unklar ist, wie nach geltendem Recht mit digitalen Produkten generell umzugehen ist. Werden mit dem &amp;quot;Kauf&amp;quot; eines solchen auch klassische Eigentumsrechte erworben? Oder eben nur Nutzungsrechte, f&amp;uuml;r die der &amp;quot;Verk&amp;auml;ufer&amp;quot; sehr enge Regeln aufstellen kann, was auch Usus ist, wie man als Kunde in praktisch jeden zwangsweise zu akzeptierenden Lizenzvereinbarungen best&amp;auml;tigen muss. Dass man derlei heutzutage normalerweise gar nicht mehr liest und sich obendrein auch nicht drum k&amp;uuml;mmert, ist ein Problem, das Hersteller von Software seit jeher umtreibt. Ein deutsches Verfahren, das sich mit der Rechtm&amp;auml;&amp;szlig;igkeit des Weiterverkaufs genutzter Software besch&amp;auml;ftigt, liegt gerade beim Europ&amp;auml;ischen Gerichtshof.  
 
Wie immer ist dieses rein juristische Gepl&amp;auml;nkel aber nur der offizi&amp;ouml;se Nebenschauplatz, ein Versuch, die offensichtlichen Gegebenheiten im Einzelfall eventuell doch noch unter Kontrolle bringen zu k&amp;ouml;nnen. Die Realit&amp;auml;t ist dar&amp;uuml;ber l&amp;auml;ngst hinweg, sogar ReDigi selbst und sein Bem&amp;uuml;hen, analoge Gewohnheiten und Handlungsoptionen auf digitale Verh&amp;auml;ltnisse zu &amp;uuml;bertragen, wirkt geradezu r&amp;uuml;hrend anachronistisch. Welchen Sinn hat denn dieses Angebot wirklich? Wer nutzt das? Wer sucht wirklich eine Ersparnis von maximal 20 Cent pro Song, wenn doch die kostenlose Variante nur ein paar Klicks weiter liegt? Und das bei einem sehr willk&amp;uuml;rlichen und keinesfalls in seiner Vielfalt &amp;uuml;berzeugende Angebot? Das &amp;quot;Schn&amp;auml;ppchen&amp;quot;-Argument ist in Internet-Zeiten doch obsolet. Rarit&amp;auml;ten zu erwerben &amp;ndash; ein tats&amp;auml;chlich handfester Grund f&amp;uuml;r den Besuch auf Plattenb&amp;ouml;rsen jedweder Art &amp;ndash; ist ein durch und durch physisch-gegenst&amp;auml;ndliches Ph&amp;auml;nomen, das im Prinzip auf der Unkopierbarkeit eines &amp;quot;echten Kunstwerks&amp;quot; beruht und mit der eigentlich enthaltenen Musik nichts zu tun hat.  
  
Das eigentliche Unbehagen an der Idee ist aber woanders begr&amp;uuml;ndet: Ein MP3 hat eben nicht nur &amp;quot;gef&amp;uuml;hlt&amp;quot; keinen Wert. Bezahlt wird f&amp;uuml;r MP3s aus Gr&amp;uuml;nden der Loyalit&amp;auml;t gegen&amp;uuml;ber dem K&amp;uuml;nstler, vielleicht aus einem allgemeinen moralischen Ehrenkodex heraus, unter Umst&amp;auml;nden auch wegen der tats&amp;auml;chlichen Furcht vor eventueller Verfolgung als &amp;quot;Raubkopierer&amp;quot;. Oder, weil es inzwischen tats&amp;auml;chlich effektiver und den Preis wert ist, f&amp;uuml;r Bedienfreundlichkeit und garantierte Sicherheit eines legalen Downloadshops zu bezahlen, statt sich durch die m&amp;uuml;hsam zu durchdringende und nervige Schmuddelwelt der illegalen Angebote zu wursteln. (Ein nicht zu untersch&amp;auml;tzendes Bed&amp;uuml;rfnis, dem sogar die Raubkopie-Hoster mit kostenpflichtigen Premiumzug&amp;auml;ngen Rechnung tragen.) Was bedeutet, dass letztendlich nicht f&amp;uuml;r den Inhalt, den man sich auch sonstwo besorgen k&amp;ouml;nnte, sondern f&amp;uuml;r das Serviceangebot bezahlt wird.  
 
Im Prinzip ist diese Sichtweise allen Recht, die einer Musikdatei die eigenst&amp;auml;ndige Existenz als Ware absprechen. Das sind interessanterweise Plattenfirmen offensichtlich ebenso wie Datenbefreiungs-Apologeten. Nur deren Schlussfolgerungen daraus sind h&amp;ouml;chst disparat. Leiten die einen ein unver&amp;auml;nderbares Recht von Kontrolle durch den Urheber &amp;ndash; beziehungsweise seine Vertreter, also hier die Plattenfirmen &amp;ndash; ab, negieren die anderen mehr oder weniger strikt &amp;uuml;berhaupt das Fortbestehen eines Kontrollrechts nach der Erstabgabe. Pikanterweise greifen gerade die Digitalj&amp;uuml;nger dabei gern auf das g&amp;auml;nzlich altmodisch anmutende Beispiel des Malers zur&amp;uuml;ck, der ja auch von einem Weiterverkauf seines Gem&amp;auml;ldes nicht profitieren w&amp;uuml;rde. (Was wiederum auch nicht g&amp;auml;nzlich korrekt und Gegenstand diverser Rechtsgebungs-&amp;Uuml;berlegungen ist.)  
 
ReDigi jedenfalls &amp;ndash; und da sind wir bei den ganz aktuellen Diskussionen um Internet-Einz&amp;auml;unung &amp;ndash; h&amp;auml;tte nur Sinn, wenn es keine ernstzunehmenden Alternativen g&amp;auml;be. &amp;quot;Legale&amp;quot; wie Streaming-Dienste, die generell dem Prinzip &amp;quot;Verkauf und Besitz&amp;quot; Paroli bieten. Oder ausreichend einfach zu erreichende &amp;quot;illegale&amp;quot;. Die stehen allerdings ganz oben auf der Abschussliste der aktuell hei&amp;szlig; umk&amp;auml;mpften Rechtslage.  
 
 
 Augsburg
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 16:18:42 +0100</pubDate>
	</item>
		<item>
		<title><![CDATA[CTM &amp; transmediale Festival: Wehret den Anfängen ]]></title>
		<link>http://www.motor.de/motormeinung</link>
		<description>Ist Vinyl kaufen und h&amp;ouml;ren heute etwa Underground? Kann ein Festival, das &amp;uuml;ppig mit finanziellen Mitteln gesponsert wird, Avantgarde sein? Liegt die Zukunft der innovativen Popkultur in der Vergangenheit?  
  
Die 25. transmediale in Berlin hat sicherlich mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Und das ist auch gut so. Denn mit einer nicht zu untersch&amp;auml;tzenden Chuzpe haben die Veranstalter in diesem Jahr das Spannungsfeld zwischen kompatibel und inkompatibel zum Thema erkoren (in/compatible). Was sich im Alltag bei der Verbindung zwischen Apple und Windows offenbart, ist immer wieder auch ein Streitthema in der Kultur. Nach dem Motto: Ist das Kunst oder kann das weg? Dabei geht es Kristoffer Gansing, dem k&amp;uuml;nstlerischen Leiter des Kunstfestivals, nicht nur um die (Un)vereinbarkeit von Altem und Neuem, die transmediale legte auch den Finger in die Wunde, wo andere &amp;ndash; J&amp;uuml;nger der digitalen Revolution &amp;ndash; Heilsbringer erkennen: ob dies soziale Netzwerke, der technologische Fortschritt im Allgemeinen oder das Arbeiten und Leben &amp;uuml;ber  Clouds  sind.  
 
Beinahe eine Woche lang haben sich die Veranstalter den St&amp;ouml;rger&amp;auml;uschen und Zwischenr&amp;auml;umen der digitalen Welt und des digitalen Alltags zum Thema gemacht. Dabei spielte es weniger eine Rolle, dass eine Ein-Terrabyte-Festplatte mit Daten im Wert von f&amp;uuml;nf Millionen Dollar ausgestellt, oder aber, das Video &amp;quot; Come To Daddy &amp;quot; von  Aphex Twin , der mit seinem surrealen Vorstadt-Grusel bereits 1997 das D&amp;auml;monenpotential neuer Medien auf die Schippe nahm, gezeigt wurde. Mit ihrem 25-j&amp;auml;hrigen Bestehen feierte die transmediale Silberhochzeit und macht sich damit zum latenten Politikum. Auf der einen Seite tummelten sich Veranstalter, K&amp;uuml;nstler und Publikum, die dem kapitalorientierten U-Bereich von Kulturevents den R&amp;uuml;cken zuwenden, auf der anderen Seite ist das Festival mit seiner Finanzunterst&amp;uuml;tzung der Kulturstiftung des Bundes (uvm.) selbst zur &amp;quot;Hochglanzplattform&amp;quot; (Carsten Probst) avanciert.  
 
  The Joshua Light Show &amp;ndash; Transmediale 2012  
 
 
 
 
 
 
 
 
     W&amp;auml;hrend sich die transmediale, durch ihre Schnittstelle zwischen Kunst, Technologie und Kultur, der Transdisziplinarit&amp;auml;t verschreibt, findet parallel und in Kooperation das CTM statt &amp;ndash; das &amp;quot;Festival for Adventurous Music and Related Arts&amp;quot;.  Seit 1999 geh&amp;ouml;rt das CTM zu einer der wichtigsten Veranstaltungen, wenn es um innovative (Pop-)Musik im elektronischen und experimentellen Sektor geht. Unter dem Thema &amp;quot;Spectral&amp;quot; stand 2012 das Geisterhafte und Gespenstige im Vordergrund. Die These: Durch einen dauerhaften Krisenzustand und das t&amp;auml;gliche Anwachsen von Archiven liegt die Zukunft der Popkultur in der Vergangenheit &amp;ndash; alles hat bereits existiert, nichts ist neu. W&amp;auml;hrend die einen Nostalgien assoziieren, so erfolgt von der Gegenseite der Hinweis zu einem regelrechten Turning Point in der deutschen Kultur.  
 
So gedachte das CTM mit einer einzigartigen Reihe dem so genannten Zodiak. Das Free Arts Lab am Hallschen Ufer in West-Berlin war eine kurzweilige, doch legend&amp;auml;re Plattform f&amp;uuml;r deutsche K&amp;uuml;nstler Ende der 60er Jahre. Mitbegr&amp;uuml;nder und Koryph&amp;auml;e Hans-Joachim Roedelius sprach dabei &amp;uuml;ber den N&amp;auml;hrboden, der von der Bildenden Kunst gestreut wurde und auf dem Bands wie Kluster, Agitation Free, Tangerine Dream, Human Being oder Klaus Schulze gedeihen konnten. Ohne die &amp;quot;hinderlichen&amp;quot; Filter Bildung, Talent oder gar Virtuosit&amp;auml;t experimentierte die &amp;quot;Berliner Schule&amp;quot; mit Elektronik und entwarf die Prototypen von kosmischer Musik und dem sp&amp;auml;teren Krautrock.  
  
 Zodiak Revisited. Qluster: Hans-Joachim Roedelius &amp;amp; Onnen Bock. (Foto: Eelco Borremans)  
 
Was sich bei dem fehlenden Medienecho zum Ableben des Pioniers  Conrad Schnitzler  im vergangenen Jahr bereits andeutete, f&amp;uuml;hrte das CTM traurigerweise fort. Das hiesige Desinteresse f&amp;uuml;r die avantgardistische Zeit deutscher Musikgeschichte machte sich vor allen Dingen durch die &amp;uuml;berwiegend internationalen G&amp;auml;ste bemerkbar. Noch immer ist die Scheu (oder besser: das Unwissen) zu gro&amp;szlig;, sich den eigenen Wurzeln zu widmen. In den siebziger Jahren entstand aus dem Erbe von Karlheinz Stockhausen eine Gruppe an K&amp;uuml;nstlern, die nicht nacheiferten, sondern erschufen. Eine Nachkriegsgeneration mit Entdecker- und Experimentiergeist. Einer von ihnen: Manuel G&amp;ouml;ttsching. Anfang der 70er Jahre als Gr&amp;uuml;nder von Ash Ra Tempel in Erscheinung getreten, geh&amp;ouml;rt der 60-J&amp;auml;hrige zur Speerspitze hypnotischer Atmosph&amp;auml;rik zwischen Gitarre und Synthesizer. Sein 1984er Werk &amp;quot; E2-E4 &amp;quot; z&amp;auml;hlt zu einem Meilenstein im Bereich der elektronischen Musik. &amp;quot;Der K&amp;ouml;nigsbauer des Krautrock&amp;quot; spielte beim CTM im Haus der Kulturen der Welt mit visueller Unterst&amp;uuml;tzung der Joshua Light Show. Die erstmals in Europa pr&amp;auml;sentierte Vorstellung der New Yorker, die bereits Visuals f&amp;uuml;r  Jimi Hendrix ,  The Doors  oder  Janis Joplin  entwarfen, ergab mit der metronomischen und psychedelischen Musik eine erg&amp;ouml;tzende Symbiose. In den besonderen Genuss aus Dia- und Overhead-Projektionen sowie berauschenden Farb- und Lichtspielen kamen zudem noch das norwegische Improvisations-Kollektiv  Supersilent  und der Drone-K&amp;uuml;nstler  Oneohtrix Point Never .  
  
 Manuel G&amp;ouml;ttsching &amp;amp;&amp;nbsp;The Joshua Light Show. (Foto: Genz, Lindner / transmediale)  
 
Gro&amp;szlig;es Interesse wurde auch dem rheinischen Duo  Mouse On Mars  gezollt. Im Berghain, wo gleich eine Vielzahl an illustren G&amp;auml;sten zu sehen war, feierte das deutsche Doppel die Premiere ihres neuen Albums &amp;quot;Parastrophics&amp;quot;. Mit einem ungeheuer groovenden Live-Schlagzeuger und der Mischung aus analogem Geist und digitalem Must-Have ist ihnen nicht nur ein eklektisches Highlight gegl&amp;uuml;ckt, Jan Werner und Andi Thoma f&amp;uuml;hren das deutsch-elektronische Erbe mit eigenen Mitteln weiter.  
  
 Mouse On Mars im Berliner Berghain. (Foto: Eelco Borremans)  
 
Der einladenden und umfangreichen Spannbreite sowohl der transmediale als auch des CTM Festivals kann man r&amp;uuml;ckblickend kaum gerecht werden. Die Veranstalter haben den transdisziplin&amp;auml;ren Ansatz unserer vernetzten Gesellschaft als Anlass genommen, die gegenw&amp;auml;rtigen Tendenzen kritisch zu hinterfragen. Die Entwicklungseffekte des Entertainments wurden auf die Spitze getrieben, das Unbehagen des Mysteri&amp;ouml;sen verbildlicht, das Frequenzspektrum heutiger kultureller Reflektion exemplifiziert. Solche bewundernswerte Arbeit interessiert Fans von  Kalkbrenner ,  Boys Noize  oder Dr. Motte nat&amp;uuml;rlich wenig. Wie, die haben die elektronische Musik gar nicht erfunden? Nun ja, manchmal ist eine Frage mitunter die bessere Antwort.  
 
 
 Sebastian Wei&amp;szlig;
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 14:10:11 +0100</pubDate>
	</item>
		<item>
		<title><![CDATA[Field Music: &quot;Sich verweigern, kann heilende Wirkung haben&quot; – Field Music im motor.de-Interview]]></title>
		<link>http://www.motor.de/motormeinung</link>
		<description>Warum ihre gemeinsame Karriere einen zweiten Fr&amp;uuml;hlung erf&amp;auml;hrt, das neue Album &amp;quot;Plumb&amp;quot; ein Gegenentwurf zum Vorg&amp;auml;nger geworden ist und wie ehrlich Geschwister zueinander sind, erkl&amp;auml;ren Field Music im motor.de-Interview.   
  
 (Foto: Ian West)  
 
Wie aus einem Ei gepellt, m&amp;ouml;chte man meinen: Wenn die beiden K&amp;ouml;pfe der Band so vor einem stehen, bekommt man sofort das Gef&amp;uuml;hl, die junge Reinkarnation der  Everly Brothers  bei der Auferstehung zu beobachten &amp;ndash;  &amp;quot;Sehen wir denen wirklich so &amp;auml;hnlich?&amp;quot; , schie&amp;szlig;t es als Frage irritiert zur&amp;uuml;ck und doch scheinen sich Field Music durchaus bewusst, dass man ihnen die Verwandtschaft ansehen kann:  &amp;quot;Muss an den Nasen liegen&amp;quot; , lacht Peter Brewis und knufft seinen Burder David in die Seite. Ein sch&amp;ouml;ner Moment, zeigt er doch, dass dem Duo im zweiten Anlauf ihrer Karriere der gemeinsame Humor nicht abhanden gekommen ist. Die selbstverordnete Pause liegt immerhin erst drei Jahre zur&amp;uuml;ck und nicht wenige dachten zum damaligen Zeitpunkt, dass Field Music vielleicht nie mehr zur&amp;uuml;ckfinden und die neuen Projekte den ehemaligen Kollegen mehr Spa&amp;szlig; machen, als das eigentliche Tagesgesch&amp;auml;ft. 
 
Gegr&amp;uuml;ndet hatten sie sich bereits vor &amp;uuml;ber zehn Jahren im beschaulichen Sunderland, galten von Anfang an als experimentell angelegte Popband, die nicht nur konventionelle Instrumente nutzt, sondern oft auf elektronische Kniffe zur&amp;uuml;ckgreift und die Kritiker stets auf angenehme Weise verwirrt. Nach drei hochgelobten Alben erschien 2007 mit &amp;quot; Tones Of Town &amp;quot; ihr bis dahin letztes Album und w&amp;auml;hrend David Brewis die Gruppe School Of Language ins Leben rief, formierte sich Peter als  The Week That Was . Anfang 2009 gab es dann wieder erste Ann&amp;auml;herungsversuche und als im Juli selben Jahres das Onlineportal Stereogum die Reunion ausrief, best&amp;auml;tigten beide, dass es sich nicht um Ger&amp;uuml;chte handle, sondern ihre R&amp;uuml;ckkehr ins Studio beschlossene Sache sei &amp;ndash; wenig sp&amp;auml;ter folgte das Doppelalbum &amp;quot;Field Music (Measure)&amp;quot;. 
 
Die Presse wundert sich nun allerdings trotz guter Reviews, dass die zweite Platte nach der erneuten Zusammenkunft das exakte Gegenteil vom Vorg&amp;auml;nger geworden ist: &amp;quot;Plumb&amp;quot; betitelt, kommt es gerade einmal auf eine Spielzeit von 35 Minuten und ist auch weniger ein musikalisch anspruchsvoller Flickenteppich, sondern gleicht in seiner Machart einer kleinen Symphonie: Indiepop, Electronica, Akustik, vertrackter Rock und ambiente Fl&amp;auml;chen inklusive. Im motor.de-Interview erkl&amp;auml;ren Field Music die Hintergr&amp;uuml;nde. 
 
 motor.de: Erst einmal danke, dass ihr &amp;quot;Measure&amp;quot; recht schnell ein weiteres Werk habt folgen lassen &amp;ndash; 100-prozentig sicher war das ja nicht, oder?  
 
 Peter Brewis:  Das Vergn&amp;uuml;gen liegt ganz auf unserer Seite und klar, sicher waren wir uns 2010 nach der Ver&amp;ouml;ffentlichung nicht, ob es m&amp;ouml;glich w&amp;auml;re sofort ein weiteres Album nachzuschieben &amp;ndash; das Touren brachte jedoch so viel Spa&amp;szlig; mit sich, dass David und ich zu Hause ankamen und sofort weitermachten. 
 
 David Brewis:  Du musst wissen: Auf Tour bin ich unf&amp;auml;hig, auch nur eine Zeile zu schreiben. Also mussten wir quasi warten bis die vorbei ist, um Genaueres sagen zu k&amp;ouml;nnen. 
 
 motor.de: Gingen die ersten Anl&amp;auml;ufe leicht von der Hand? Immerhin gab es 2010 ein Doppelalbum.  
 
 David Brewis:  Solche Fragen geistern einem st&amp;auml;ndig durch den Kopf: Was willst du den Leuten erz&amp;auml;hlen, was sie noch nicht von dir geh&amp;ouml;rt haben?!  
 
 Peter Brewis:  Am wichtigsten ist, dass du runterkommst und dich ein st&amp;uuml;ckweit dir selbst verweigerst. Nach einer Tour, bei der du jeden Abend &amp;quot;ablieferst&amp;quot;, erreicht dein Kopf irgendwann einen Modus, der dir suggeriert, dass das normal ist. 
 
  Field Music &amp;ndash; &amp;quot;(I Keep Thinking About)&amp;nbsp;A&amp;nbsp;New Thing&amp;quot;  
    
 
 motor.de: Und das wirkt sich im Anschluss wie auf euch aus?  
 
 Peter Brewis:  Dass du sofort das Gef&amp;uuml;hl bekommt, du seist faul, wenn nach einer Tour nicht jeden Tag ein neuer Song entsteht. Irgendwann frustriert dich das nur noch. So verweigere ich mich regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig und empfinde es als unheimlich heilende Kraft. 
 
 motor.de: Irgendwie passt die Herangehensweise zu Field Music &amp;ndash; ihr wirkt trotz zug&amp;auml;nglicher Alben immer etwas verkopft.  
  
David Brewis:  Das nehme ich jetzt mal als Kompliment.  (beide lachen)  Du liegst mit deiner Einsch&amp;auml;tzung aber falsch, denn wir sind nicht verkopft, sondern vielmehr verspielt. 
 
 Peter Brewis:  Man darf nicht vergessen: Wenn zwei Br&amp;uuml;der zusammen eine Band haben, bedeutet das zugleich, dass sie seit Kindertagen Zeit miteinander verbringen und was wir damals beim Spielen im Sandkasten mit F&amp;ouml;rmchen ausprobierten, versuchen wir heute mit Sounds.  
 
 motor.de: Das ist etwas, worum euch viele Geschwister sicher beneiden: Ihr zofft euch nicht, sondern habt eine gemeinsame Band.  
 
 David Brewis:   (schaut seinen Bruder an)  Manchmal k&amp;ouml;nnte ich den Typen hier schon auf den Mond schie&amp;szlig;en, aber das ist ja das Tolle daran: Zu einem Familienmitglied bist du in aller Regel ehrlich und deswegen gibt es manchmal mehr Streits miteinander. Bei einem Freund schluckst du deinen Frust runter, aber wenn Peter etwas nervt, versucht er erst gar nicht diplomatisch zu sein, sondern sagt mir, wie d&amp;auml;mlich er diesen oder jenen Text findet. 
 
 motor.de: Gutes Stichwort &amp;ndash; wie schaut es eigentlich mit der Rollenverteilung in Sachen Songwriting bei Field Music aktuell aus?   
 
 David Brewis:  Durch unsere Nebenprojekte haben wir sehr viel &amp;uuml;ber uns selbst gelernt. Als ich Peters Projekt The Week That Was zum ersten Mal h&amp;ouml;rte, dachte ich sofort: Verdammt, der hat doch tats&amp;auml;chlich in meiner Abwesenheit seine besten Songs aufgenommen &amp;ndash; und als es dann an &amp;quot;Measure&amp;quot; ging, habe ich ihn mehr denn je herausgefordert. 
 
 Peter Brewis:  &amp;Auml;hnlich lief es auch mit &amp;quot;Plumb&amp;quot;: Ich w&amp;uuml;rde sagen, das ist inzwischen eine 50/50-Geschichte im Studio, allerdings zeichnen die Songs der neuen Platte ein koh&amp;auml;renteres Bild, als viele vom Vorg&amp;auml;nger. 
 
  Field Music &amp;ndash; &amp;quot;A&amp;nbsp;New Town&amp;quot;  
 
 
     
 motor.de: W&amp;uuml;rdet ihr &amp;quot;Plumb&amp;quot; als &amp;quot;einen Song&amp;quot; beschreiben, als kleine Symphonie? &amp;Auml;hnlich wie die B-Seite von &amp;quot;Abbey Road&amp;quot;?  
 
 Peter Brewis:  Du vergleichst uns mit den  Beatles , nett von dir  (l&amp;auml;chelt) . Es war nie so konzipiert, aber durch die eh schon sehr abwechslungsreichen Tracks und deren kurze Spiell&amp;auml;nge, haben wir irgendwann die &amp;Uuml;berg&amp;auml;nge harmonisch gestaltet &amp;ndash; so, dass der H&amp;ouml;rer nach zehn Minuten auf seinen iPod schaut und sich fragt, wann kommt eigentlich der n&amp;auml;chste Song? 
 
 motor.de: Ihr seid also regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig ins Studio, habt komplett andere Songs aufgenommen und am Ende alles zusammengef&amp;uuml;gt?  
 
 Peter Brewis:  Nein, es sind zwar sehr konkrete Ideen gewesen und jeder wusste auch, wie die Sachen am Ende klingen sollen, aber experimentiert haben wir schon. 
 
 David Brewis:  Ich muss hier kurz unterbrechen: Field Music werden gerne als Duo beschrieben, es handelt sich aber um mehr als zwei Leute, die tatkr&amp;auml;ftig mitwirken. 
 
 motor.de: Ist es f&amp;uuml;r die anderen nicht schwer gegen die Brewis-Br&amp;uuml;der anzukommen?  
 
 David Brewis:  M&amp;uuml;sstest du eigentlich sie fragen, aber ich w&amp;uuml;rde mal behauten, es macht ihnen viel Spa&amp;szlig; mit uns im Studio und auf Tour &amp;ndash; Peter und ich sind keine Diktatoren oder &amp;auml;hnliches, sondern diskutieren viel untereinander. 
 
 motor.de: Eure Nebenprojekte haben weiterhin Bestand und wurden nie ad atca gelegt &amp;ndash; was kommt als N&amp;auml;chstes: Eine neue Field Music oder doch ein weiterer Alleingang?  
 
 David Brewis:  Das entscheiden wir nach der Tour. Momentan f&amp;uuml;hlt es sich gut an, aber genauso Lust habe ich, meine Kollegen von School Of Language zu besuchen. Die sitzen in der Zwischenzeit ja nicht tatenlos rum. 
  
Peter Brewis:   (l&amp;auml;chelnd)  Mit ein bisschen M&amp;uuml;he werden wir beides hinbekommen. Br&amp;uuml;der raufen sich zusammen und teilen stets ihr Spielzeug. 
 
 
 Marcus Willfroth
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 10:59:49 +0100</pubDate>
	</item>
		<item>
		<title><![CDATA[Luise Pop: motor.de präsentiert: Luise Pop-Tour 2012]]></title>
		<link>http://www.motor.de/motormeinung</link>
		<description>Spielerischer Indie-Pop trifft auf elektronische Beats, rasanter Postrock auf verhaltene Singer/Songwriter-&amp;Auml;sthetik: motor.de pr&amp;auml;sentiert euch die Tour von Luise Pop.  
  
 (Fotos: Ulrich Dertschei)  
 
In Zeiten von &amp;Uuml;berschreitung und Reduktion in der Musik erf&amp;auml;hrt die R&amp;uuml;ckbesinnung&amp;nbsp;gleicherma&amp;szlig;en wie die Progression eine neue Bl&amp;uuml;te: Das &amp;ouml;sterreichische Quartett Luise Pop verkn&amp;uuml;pft gekonnt Altes mit Aktuellem und macht es somit auch dem H&amp;ouml;rer besonders leicht. Zwischen aufstrebenden Indie-Kl&amp;auml;ngen und augenzwinkerter Nostalgie pr&amp;auml;sentiert sich die Formation um Frontfrau Vera Kropf stets erfrischend und einfallsreich, kombiniert Spielfreude mit unverf&amp;auml;lschter Rhetorik und sorgt f&amp;uuml;r ausgelassene Stimmung auf der Tanzfl&amp;auml;che. 
 
 Luise Pop &amp;ndash; &amp;quot;Black Cat&amp;quot;  
   
2007 ver&amp;ouml;ffentlichten Luise Pop ihre erste Single in Eigenregie, woraufhin ihnen ein weitl&amp;auml;ufiger Bekanntheitsgrad in der &amp;ouml;sterreichischen Indie-Szene zuteil wurde. Mit &amp;quot;The Car, The Ship, The Train&amp;quot; erschien zwei Jahre darauf das Langspieldeb&amp;uuml;t des vormaligen Trios auf dem Independent-Label Asinella Records. Die zwischenzeitliche Neubesetzung brachte weitere Kreativ-Einfl&amp;uuml;sse mit sich, sodass ihr Sound mittlerweile die verschiedensten Essenzen der vergangenen Jahre in sich tr&amp;auml;gt. So verschmelzen imposante Synthiekl&amp;auml;nge mit markanten Postpunk-Riffs im Stile von  New Order  oder  Le Tigre  und schwungvolle Rock'n'Roll-Rhythmen werden mit elektronischen Spielereien zu vollwertigen Hymnen verarbeitet.  
 
J&amp;uuml;ngst erschien ihr Zweitwerk &amp;quot; Time Is A Habit &amp;quot; &amp;uuml;ber Siluh Records und pr&amp;auml;sentierte sich ganz im Zeichen von Retro-Optik. Mit nach vorn gewandtem Blick besuchen sie nun Deutschland f&amp;uuml;r vier Konzerte im M&amp;auml;rz und wir schenken ihnen zu diesem Anlass die ungeteilte Aufmerksamkeit: motor.de pr&amp;auml;sentiert euch Luise Pop mit ihrer packenden Live-Show an den folgenden Terminen: 
 
  motor.de pr&amp;auml;sentiert Luise Pop &amp;ndash; Live 2012:   
 
13.03. Hamburg - Astra Stube  
14.03. Leipzig - naTo  
15.03. Berlin - Monarch  
17.03. Offenbach - Hafen 2
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
	</item>
		<item>
		<title><![CDATA[Deichkind: Befehl Von Ganz Unten]]></title>
		<link>http://www.motor.de/motormeinung</link>
		<description>Zwischen Kunstprojekt und Klapsm&amp;uuml;hle: Die Hamburger Deichkind erteilen den &amp;quot;Befehl Von Ganz Unten&amp;quot; und liefern ein souver&amp;auml;nes Feuerwerk zwischen Sozialkritik, bissiger Satire und blankem Unfug.  
  
 (Foto: Universal Music ) 
 
Schluss mit lustig, sp&amp;auml;testens beim Tod sollte der Spa&amp;szlig; aufh&amp;ouml;ren &amp;ndash; k&amp;ouml;nnte man zumindest annehmen. Doch wie geht man mit dem Verlust eines geliebten Menschen um, wenn die eigene Daseinsberechtigung aus Krawall und Remmidemmi besteht? Als Anfang 2009 Sebastian Heckert, der langj&amp;auml;hrige Produzent der Hamburger Tech-Rapper Deichkind verstarb, stoppte der Irrsinn kurzzeitig. Heckert war der Architekt f&amp;uuml;r die Emanzipation vom reinen Deutschrap.&amp;nbsp; &amp;quot;Deichkind ist wichtiger als seine Protagonisten&amp;quot;  meinte MC Philipp, seines Zeichens letztes verbliebenes Gr&amp;uuml;ndungsmitglied. Wer unter den Pyramiden-Helmen und der M&amp;uuml;llsack-Haute Couture steckt, ist f&amp;uuml;r das Ph&amp;auml;nomen Deichkind nicht mehr entscheidend. Die Show geht weiter, &amp;quot;Sebi&amp;quot; h&amp;auml;tte es nicht anders gewollt. 
 
  Deichkind - &amp;quot;B&amp;uuml;ck&amp;nbsp;Dich&amp;nbsp;Hoch&amp;quot;  
    
 Mehr Videos von&amp;nbsp;Deichkind auf    tape.tv   !  
 
Formal und inhaltich bleiben Deichkind ihrer Linie treu &amp;ndash; dabei l&amp;auml;sst das neue Album den H&amp;ouml;rer zu keinem Zeitpunkt daran zweifeln, das es der legitime Nachfolger des umjubelten Vorg&amp;auml;ngers &amp;quot; Arbeit Nervt! &amp;quot; sein m&amp;ouml;chte. Treibende Beats, knarzende Analog-Bassl&amp;auml;ufe und Synthesizer, die auch gern einmal die Grenze des guten Geschmacks hinter sich lassen. Mit den Eurodisco-Fl&amp;auml;chen der aktuellen Single &amp;quot;B&amp;uuml;ck Dich Hoch&amp;quot; kommt heutzutage nicht nur  Lady Gaga  herself durch. In Sachen Extravaganz k&amp;ouml;nnten die Radaubr&amp;uuml;der sowieso mit ihrer US-amerikanischen Kollegin mithalten, punkten aber zus&amp;auml;tzlich noch mit ihren Texten. Einmal mehr sind Deichkind das unfreiwillige Sprachrohr der deutschen Gesellschaft. Sie analysieren, kritisieren und trivialisieren unseren sch&amp;ouml;nen Staat dabei auf unnachahmliche Weise, &amp;quot;99 Bierkanister&amp;quot;, der erste Song nach dem&amp;nbsp;Intro, wird zur Republik-Rekapitulation auf Single-L&amp;auml;nge. Der durch David Hasselhoff ausgel&amp;ouml;ste Mauerfall findet dabei ebenso Erw&amp;auml;hnung, wie Steffi Grafs markante Nase &amp;ndash; ein Vierteljahrhundert BRD zum Mitgr&amp;ouml;hlen. Und das ist thematisch erst der Anfang. 
 
Der Egoismus unter den Menschen (&amp;quot;Egolution&amp;quot;) steht nat&amp;uuml;rlich auf der Themenagenda, ebenfalls unn&amp;ouml;tige, aber irgendwie schon sch&amp;ouml;n anzuschauende Vergn&amp;uuml;gungsformen (&amp;quot;Leider Geil&amp;quot;), Starall&amp;uuml;ren (&amp;quot;Pferd Aus Glas&amp;quot;) oder der Aufruf zur Internetpriaterie (&amp;quot;Illegale Fans&amp;quot;). Zu jedem Zeitpunkt machen sich Deichkind dabei die Kunst der &amp;Uuml;berspitzung zu nutze, treiben ihre Metaphern und Aussagen in rhetorische H&amp;ouml;hen. Wie schon bei den Vorg&amp;auml;nger-Werken kann sich der Konsument dabei zu keinem Zeitpunkt sicher dar&amp;uuml;ber sein, wie ernst es die Protagonisten tats&amp;auml;chlich meinen. Wollen sie &amp;ndash; als ja immer noch finanziell auf Einnahmen angewiesene Kunstschaffende auf einem Major Label &amp;ndash; wirklich den Plattenfirmen den Krieg erkl&amp;auml;ren oder persiflieren sie hier lediglich all jene, welche das Urheberrecht f&amp;uuml;r &amp;uuml;berholt halten und dadurch versuchen, das Verbotene politisch zu legitimieren? Egal, wie man den getroffenen Aussagen gegen&amp;uuml;bersteht, zu einem gewissen Ma&amp;szlig;e kann sich vermutlich jeder mit dem ein oder anderen Statement identifizieren &amp;ndash; Musik f&amp;uuml;r die Massen eben. Das wirkt dann vielleicht alles etwas weniger bildsprachlich als ein Song von  Tocotronic  oder  PeterLicht , punktet aber mit koketter Eindeutigkeit. 
 
 Deichkind -&amp;nbsp;&amp;quot;Illegale Fans&amp;quot;  
   
Ernste T&amp;ouml;ne gibt es logischerweise kaum, &amp;quot;Der Mond&amp;quot; pr&amp;auml;sentiert sich als dezent melancholische Fortsetzung des Elektro-Schlagers &amp;quot;Luftbahn&amp;quot; und kann gern als Nachruf auf Hackert interpretiert werden. Ansonsten herrscht fr&amp;ouml;hliches Aufbegehren &amp;mdash; nie wirklich ernst aber auch nie komplett schwachsinnig. Deichkind laufen den schmalen Grat zwischen Kunstprojekt und Klapsm&amp;uuml;hle weiter, lassen den H&amp;ouml;rer am Ende allerdings fragend zur&amp;uuml;ck: Was soll da zuk&amp;uuml;nftig noch kommen? Derbster Punk-Rock wie beim abschlie&amp;szlig;enden Song &amp;quot;Die rote Kiste&amp;quot; mit den deutschen Legenden Slime? So richtig kann man sich das alles nicht vorstellen. F&amp;uuml;r's Erste wird die gewaltige Maschinerie weiterlaufen und die Menschen auf den B&amp;uuml;hnen der Republik in Staunen und Ekstase versetzen &amp;ndash; Ziel erreicht, Messlatte auf stabiler H&amp;ouml;he gehalten. 
 
  
Norman Fleischer  
 
 V&amp;Ouml;:  10.02.12 
 
 Label:  Vertigo / Universal 
  
Tracklist:  
 
01. Tetrahedon  
02. 99 Bierkanister 
03. Befehl Von Ganz Unten  
04. Leider Geil (Leider Geil) 
05. Der Mond  
06. Illegale Fans 
07. Partnerlook  
08. B&amp;uuml;ck Dich Hoch  
09. Egolution  
10. Pferd aus Glas  
11. Der Strahl  
12. Die Rote Kiste
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
	</item>
		<item>
		<title><![CDATA[Here Is Why: motor.de präsentiert: Here Is Why-Tour 2012]]></title>
		<link>http://www.motor.de/motormeinung</link>
		<description>Der Spagat zwischen der Vergangenheit und dem Hier und Jetzt &amp;ndash; das Leipziger Quartett Here Is Why liefert Synthie-Pop, wie ihn die Helden der 80er-Jahre nicht h&amp;auml;tten besser komponieren k&amp;ouml;nnen. motor.de pr&amp;auml;sentiert euch die Newcomer auf Tour.  
  
 (Foto: Stanley P&amp;auml;tzold)  
 
Den Geist fr&amp;uuml;herer musikalischer Helden einzuatmen, ist leicht. Da gen&amp;uuml;gt meist schon eine brauchbare Sozialisation im eigenen Elternhaus. Ihn dann aber auch zu verstehen, in ihm aufzugehen und in die Gegenwart zu transportieren &amp;ndash; das ist noch ein ganz anderes Kunstwerk. H&amp;ouml;rt man das Leipziger Quartett Here Is Why, dann f&amp;auml;llt es nicht schwer, diesen Geist einzuordnen. Es ist die sinistre Magie des 80er New-Wave-Pops, an dem sich die Musiker orientieren und welcher dabei so unverkennbar an die Fr&amp;uuml;hwerke von Bands wie  The Human League ,  Depeche Mode  oder  Heaven 17  erinnern mag. Es ist diese &amp;Auml;sthetik aus Dunkelheit, Coolness und Tristesse, welche diese Bands einst aus dem Post-Punk &amp;uuml;bernahmen &amp;ndash; gepaart mit dem Wunsch nach Eskapismus und den sch&amp;ouml;nen Dingen des Lebens. Mechanische Disco-Beats treffen auf glasklare Synthesizer-Melodien, treffsichere Bassl&amp;auml;ufe und die markante Stimme von S&amp;auml;nger Mikesh, der bei aller Melancholie auch mit einer ordentlichen Portion Sehnsucht aufwartet.&amp;nbsp; 
 
 Here Is Why -&amp;nbsp;&amp;quot;Waiting For The Sun&amp;quot;  
   
Doch es ist nicht nur die Vergangenheit, welche Here Is Why beeinflusst. Ganz klar: Sie&amp;nbsp;haben ihren Kopf im Hier und Jetzt. Minimalistische Anleihen bei Bands wie  Junior Boys  finden ebenso Platz wie der Hang zum radiotauglichen Ohrwurm. Kurzum: die Balance der einzelnen Elemente stimmt. Mit dieser Rezeptur strebt das Quartett daran, die deutsche Popmusik um eine spannende Facette zu erweitern. Ein Ziel, das keinesfalls zu gering gesteckt ist, denn ihr am 24. Februar erscheinendes Deb&amp;uuml;t &amp;quot;HRSY&amp;quot; bietet genau die ben&amp;ouml;tigte popmusikalische Spannbreite zwischen atmosph&amp;auml;rischer Magie und einf&amp;uuml;hlsamen Melodien. Songs wie &amp;quot;Standing On A Mountain High&amp;quot; oder die aktuelle Single &amp;quot; Waiting For The Sun &amp;quot; sind pr&amp;auml;destiniert dazu, in den Geh&amp;ouml;rg&amp;auml;ngen jedes popaffinen H&amp;ouml;rers zu verweilen.  
 
Das Album wird dabei in Eigenregie auf dem hauseigenen Label Riotvan erscheinen, welches die Band au&amp;szlig;erdem als Plattform f&amp;uuml;r befreundete K&amp;uuml;nstler nutzen m&amp;ouml;chte. Die Zeichen stehen also gut. 2012 &amp;ndash; das Jahr von Here Is Why? Das l&amp;auml;sst sich f&amp;uuml;r gew&amp;ouml;hnlich ohne den Live-Lackmustest nicht sagen.&amp;nbsp;Kurz nach der Ver&amp;ouml;ffentlichung ihres Deb&amp;uuml;ts gehen die vier Musiker auf eine Deutschlandtournee, die mit Sicherheit dazu beitragen wird, den Bekanntheitsgrad auch &amp;uuml;ber die heimischen Stadtgrenzen hinaus zu vergr&amp;ouml;&amp;szlig;ern. Wer dem einmaligen Charme ebenfalls verfallen m&amp;ouml;chte, ist herzlich dazu eingeladen, sie bei einem der folgenden Konzerte zu unterst&amp;uuml;tzen: 
 
  motor.de pr&amp;auml;sentiert Here Is Why &amp;ndash; Live 2012:   
 
08.03. Hamburg - Baalsaal 
10.03. Dresden - Wettb&amp;uuml;ro 
15.03. M&amp;uuml;nchen - Bob Beaman 
16.03. Augsburg - Schwarzes Schaf 
29.03. Leipzig - Conne Island 
30.03. Essen - Hotel Shanghai 
07.04. Halle - Charles Bronson 
08.04. Berlin - Festsaal Kreuzberg
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&lt;/div&gt;</description>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 16:54:33 +0100</pubDate>
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