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	<title>Neonliberal.atFeuilleton | Neonliberal.at</title>
	
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	<description>Das Grazer Onlinemagazin.</description>
	<lastBuildDate>Sat, 19 May 2012 23:21:22 +0000</lastBuildDate>
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		<title>5 kostenlose “must have” Apps für Android</title>
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		<comments>http://neonliberal.at/5-kostenlose-must-have-apps-fuer-android/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 May 2012 07:41:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitales]]></category>
		<category><![CDATA[Android]]></category>
		<category><![CDATA[Android Apps]]></category>

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		<description><![CDATA[Apps für Android gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Neben weit verbreiteten Standards (z.B. Facebook), Platzhirschen (z.B. Instagramm) und einer Flut an Spielen gibt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Apps für Android gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Neben weit verbreiteten Standards (z.B. Facebook), Platzhirschen (z.B. Instagramm) und einer Flut an Spielen gibt es auch reduntante oder einfach schlechte Apps, veraltete Programme etc. Das kann unübersichtlich werden. Ich bin immer froh wenn mich jemand auf eine gute App hinweist, und deshalb möchte ich das hier auch machen, und 5 kostenlose und sehr nützliche Apps vorstellen.</p>
<p><img src="http://neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/05/1weather.png" alt="1Weather" title="1Weather" width="124" height="124" class="alignleft size-full wp-image-10041" /><strong><a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.handmark.expressweather">1Weather</a></strong><br />
Übers Wetter reden wir alle. Und entsprechend viele Wetter-Apps gibt es im Google Play Store. Sie alle haben mehr oder weniger die gleichen Funktionen &#8211; sie zeigen den aktuellen Wetterbericht an. Die praktischeren Appshaben Widgets, fragen den aktuellen Standort des Smartphones über die Standortfunktion von Android ab und können mehrere Standorte speichern,damit man schnell den Wetterbericht für verschiedene Orte abfragen kann. 1Weather macht das alles. Das besondere daran ist aber, dass ich mir nie gedacht hätte, dass eine Wetter-App so gut aussehen kann. 1Weather hat alle Funktionen die ich brauche, ist kostenlos und sieht großartig aus. Für mich die beste Wetter-App.</p>
<p><img src="http://neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/05/airdroid.png" alt="AirDroid" title="AirDroid" width="124" height="124" class="alignleft size-full wp-image-10043" /><strong><a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.sand.airdroid">AirDroid</a></strong><br />
Eigentlich keine große Sache- man verbindet das Handy per Kabel mit dem PC, installiert die Software des Herstellers und kann das Smartphone dann am PC verwalten. Klingt einfach, doch viele Hersteller biete gar keine entsprechenden Programme an, andere haben nur sehr rudimentäre Lösungen im Angebot und oft wirkt das Ganze irgendwie &#8220;hingerotzt&#8221;. Und dann wäre da noch die Faulheit, die den Vorgang des &#8220;Kabelsuchens und -ansteckens&#8221; furchtbar mühsam erscheinen lässt. AirDroid schafft hier Abhilfe. Mit der App kann man sein Smartphone via PC (im selben WLAN) drahtlos verwalten und fernsteuern. Es braucht keine eigene Software am PC, nur ein Browserfenster. Der Funktionsumfang ist groß, die Oberfläche Schick und die App kostenlos. Was will man mehr?</p>
<p><img src="http://neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/05/boid.png" alt="Boid for Twitter" title="Boid for Twitter" width="124" height="124" class="alignleft size-full wp-image-10044" /><strong><a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.boidforandroid.appbeta">Boid for Twitter</a></strong><br />
Die Zahl der Clients für Twitter stagniert, seit Twitter vor einem Jahr Entwickler angehalten hat, <a href="http://thenextweb.com/twitter/2011/03/11/twitter-tells-developers-to-stop-developing-new-twitter-clients/">keine neuen Apps</a> mehr zu entwickeln. Nachdem Tweetdeck von Twitter aufgekauft wurde, stellte man die Entwicklung der Androidapp ein. Zwar gibt es mit <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.modaco.thedeck.android.app">TweakDeck</a> eine App die einige Probleme der alten Tweetdeck App behebt, doch Tweakdeck wird anscheinend nicht aktiv weiterentwickelt. Doch nun ist mit Boid ein neuer Client am Horizont aufgetaucht, der allen die von der offiziellen App und dem Mangel an Alternativen frustriert sind, neue Hoffnung macht. Obwohl noch im Alpha-Stadium kommt Boid mit großem Funktionsumfang daher und produziert kaum Fehler. Das hübsche Design orientiert sich an Androids neuem Design in der Version 4.0. Definitiv beobachtenswert. Funktioniert aber leider erst ab Android 4.0.</p>
<p><img src="http://neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/05/chrome.png" alt="Chrome for Android" title="Chrome for Android" width="124" height="124" class="alignleft size-full wp-image-10048" /><a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.android.chrome"><strong>Chrome for Android</strong></a><br />
Unverständlich lange hat es gedauert, bis Googles eigener Browser auf Android angekommen ist. Der interne Browser von Android basiert auf WebKit, und tatsächlich entwickeln zwei getrennte Teams den Android Browser und Chrome for Android. Das könnte sich in absehbarer Zeit ändern. Seit die Betaversion von Chrome für Android verfügbar ist (leider nur Android 4.0) hat die App viel Lob erhalten. Zurecht. Chrome ist schnell, die Darstellung funktioniert gut und die Betaversion produziert auch nicht mehr Abstürze als andere Browser. Chrome ist meiner Einschätzung nach der schnellste Browser mit der besten Darstellung von Websites. Die Überlegenheit über den internen Browser schreit geradezu danach Chrome in Antroid zu integrieren. Bis das geschieht ist Chrome jedenfalls die beste Browserapp im Play Store.</p>
<p><img src="http://neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/05/Widgetsoid.png" alt="Widgetsoid2.x" title="Widgetsoid2.x" width="124" height="124" class="alignleft size-full wp-image-10049" /><strong><a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.jim2">Widgetsoid2.x</a></strong><br />
Von Haus aus bringt Android wenig Shortcuts zu den Einstellungen mit: ein Widget, mit dem man WLAN, Bluetooth, GPS, Hintergrundaktualisierung und Displaybeleuchtung steuern kann. Mehr nicht. Für den Rest muss man sich durchs Menü suchen. Gerade bei Einstellungen die man öfters ändert mühsam. Doch dafür gibt es Widgetsoid2.x. Damit kann man ein völlig anpassbares Widget erstellen  mit dem man dann schnell Zugriff auf über 40 Einstellungen hat. Außerdem kann man sich per Widget Infos wie Akkustand, Akkutemperatur, Telefonspeicher, u.a. anzeigen lassen. Einfach, praktisch, gut. </p>
<p>Was sind eure wichtigsten/liebsten Apps? Gibt es Alternativen zu meinen Tipps, die vielleicht sogar besser sind? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.</p>
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		<title>#OpPitdog – der Grubenhund schlägt zu</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 01:30:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klemens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitales]]></category>
		<category><![CDATA[#OpPitdog]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymous]]></category>
		<category><![CDATA[Hoax]]></category>

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		<description><![CDATA[Gespannt wartet die politische Twitteria Österreichs auf die <a href="http://kurier.at/nachrichten/4490720-internet-aktivisten-versetzten-polit-szene-in-aufregung.php" target="_blank">angekündigte Veröffentlichung</a> von über 10.000 Emails von Politiker_innen. Und vergisst das Datum.
Pit ist englisch für ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 style="text-align: justify;">Gespannt wartet die politische Twitteria Österreichs auf die <a href="http://kurier.at/nachrichten/4490720-internet-aktivisten-versetzten-polit-szene-in-aufregung.php" target="_blank">angekündigte Veröffentlichung</a> von über 10.000 Emails von Politiker_innen. Und vergisst das Datum.</h4>
<p style="text-align: justify;"><em>Pit</em> ist englisch für <em>Grube</em>, <em>Dog</em> für <em>Hund</em>. Ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grubenhund_%28Zeitung%29">Grubenhund</a> ist laut Wikipedia&#8230;</p>
<blockquote><p>[...] eine spezielle Form einer <a title="Zeitungsente" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitungsente">Zeitungsente</a> und war vor allem in <a title="Österreich" href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreich">Österreich</a> vom Anfang bis zur Mitte des <a title="20. Jahrhundert" href="http://de.wikipedia.org/wiki/20._Jahrhundert">20. Jahrhundert</a> verbreitet. Er besteht aus einem überzeugend formulierten, aber faktisch unsinnigen <a title="Leserbrief" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leserbrief">Leserbrief</a>, mit dem eine Redaktion hereingelegt werden soll, indem sie ihn abdruckt, ohne den inhaltlichen Unsinn zu bemerken.<br />
<em>(discovered by <a href="http://twitter.com/Bachleitner" target="_blank">Bachleitner</a>)</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ein Scherz, also. Keine Mails von der FPÖ, die Strache, Vilimsky und Co. ins Schwitzen bringen werden. Keine Beweise für Korruption, keine durch veröffentlichte Mails aufgedeckten Affären, nichts. Nur der fahle Beigeschmack, dem Datum nicht genügend Aufmerksamkeit zukommen gelassen zu haben. Kurz vor 3 Uhr früh folgt dann diese &#8220;Veröffentlichung&#8221;:</p>
<p style="text-align: justify;"><iframe style="width: 100%;" src="http://pastebin.com/embed_iframe.php?i=wsgMu5Te" width="320" height="240"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Die <em>#OpPitdog</em> soll also nichts anderes gewesen sein als ein Hoax, um mehr Aufmerksamkeit auf das Inkrafttreten der Vorratsdatenspeicherung zu lenken. Das Problem an der Sache wird aber wohl sein, dass Anonymous Austria damit als Kollektiv seine Glaubwürdigkeit verloren hat. Freund_innen hat man sich in den politischen Sphären Twitters jedenfalls keine gemacht und unzählige Journalist_innen zum sinnlosen Nachtarbeiten gezwungen. Alles umsonst?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em>Update 1.4., 16:30: Die Diskussion über den (Un-)Nutzen der Aktion dauert an.</em></strong></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-in-reply-to="186457088250228736" lang="de"><p>@<a href="https://twitter.com/corinnamilborn">corinnamilborn</a> Wer sich zu diesem Thema April- oder andere Scherzchen leistet, nimmt sich aus der ernsthaften Debatte <a href="https://twitter.com/search/%2523opPitdog">#opPitdog</a></p>
<p>&mdash; Peter Rabl (@RablPeter) <a href="https://twitter.com/RablPeter/status/186459237176717312" data-datetime="2012-04-01T14:25:21+00:00">April 1, 2012</a></p></blockquote>
<p><script src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Hier eine &#8220;Informationen zu #OpFAP und #OpPitdog aus der Sicht von <a href="http://twitter.com/AnonNewsAUT">@AnonNewsAUT</a> und anderen engagierten Anons:&#8221;<br />
<iframe src="http://pastebin.com/embed_iframe.php?i=cT7XixMD" style="border:none;width:100%"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Foto: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=k0B4YaUy3tc" target="_blank">Screenshot</a></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/neonfeuilleton/~4/1BoVhNr4MGw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Die Welt vor ACTA retten</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 17:48:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klemens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitales]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzten Monate waren bestimmt vom &#8220;Kampf&#8221; gegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement" target="_blank">ACTA &#8211; das Anti-Counterfeiting Trade Agreement</a> (dt. Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen).
Manche Kommentator_innen sprachen von einer alles andere als ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 style="text-align: justify;">Die letzten Monate waren bestimmt vom &#8220;Kampf&#8221; gegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement" target="_blank">ACTA &#8211; das <strong>Anti-Counterfeiting Trade Agreement</strong></a> (dt. Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen).</h4>
<p style="text-align: justify;">Manche Kommentator_innen sprachen von einer alles andere als politikverdrossenen Jugend, als Tausende in ganz Europa auf die Straße gingen, um für die Freiheit des Internets zu protestieren. Plötzlich interessierten sich vor allem junge Menschen für Internationale Gesetzgebung, Netzpolitik war in aller Munde. Dabei ist der das Internet behandelnde Teil nicht jener, der Ausschlag für ACTA gab. Es waren angeblich vor allem die Lobbies für Saatgut und Pharmaprodukte, die auf ein Abkommen gegen Produktpiraterie drängten, welches lästige Nachahmer_innen wie Generika-Firmen ausschalten sollte.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber es geht bei ACTA nicht um &#8220;das Internet&#8221;. Nicht nur. Trotzdem will ich mich auf diesen Part konzentrieren. Hier geht es vor allem eine Diskussion, die wir schon vor Jahrzehnten hätten führen müssen: die leidige Frage des Urheberrechts und der Finanzierung und Förderung von Kunst. Das Anti-Piraterie-Abkommen soll geistiges Eigentum schützen. Künstler_innen wie <a href="http://www.welt.de/kultur/musik/article13948676/Duemmliche-Argumente-der-Plattenindustrie.html" target="_blank">Sven Regener</a> sehen das ein. Die von ihnen heraufbeschworene Kluft zwischen der &#8220;Kostenloskultur&#8221; im Internet und Künstler_innen besteht so jedoch nicht. Ich möchte eine These in den Raum stellen: das Problem ist die Vertriebsindustrie.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich sehe nicht ein, warum ich € 20 für eine Doppel-CD zahlen soll, wenn davon fast nichts bei der Band ankommt. Dieser Vertriebsweg ist der berühmte Holzweg. Das Internet ist nicht der Feind, die Fans, die sich Platten einfach via Torrent runterziehen, auch nicht. Gunnar Sohn hat recht, <a href="http://www.theeuropean.de/gunnar-sohn/10500-sven-regener-und-das-copyright" target="_blank">wenn er folgendes schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>Sich hinter den Mauern der Verwertungsseilschaften zu verschanzen und Giftpfeile gegen die „parasitären“ User des Netzes sowie gegen den bösen Google-Konzern mit seinem Goldesel YouTube abzufeuern, ist ein durchsichtiges Manöver. Die alte und bequeme Renditemaschine funktioniert eben nicht mehr wie früher.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wir müssen den Fakten in die Augen sehen: in Zeiten des direkten digitalen Vertriebs ist es nicht mehr zeitgemäß, ein veraltetes Urheberrecht einzuzementieren, mit Hilfe dessen vor allem Konzerne am Vertrieb von Kunst profitieren. Die im Internet gratis verfügbare Doku <a href="http://www.everythingisaremix.info/" target="_blank">&#8220;Everything is a remix&#8221;</a> und Bücher wie <a href="http://www.amazon.de/Mashup-suhrkamp-Dirk-von-Gehlen/dp/3518126210?SubscriptionId=AKIAJXB7DOBGDLB32JUQ&#038;tag=neonliberal-21" target="_blank" rel="nofollow" title="" >&#8220;Mashup&#8221; von Dirk von Gehlen</a> (Amazon Partnerlink) zeigen völlig zu recht auf, dass Kunst vor allem auf Wiederverwartung und Weiterentwicklung besteht.</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem, und dafür wird immer wieder gerne Paulo Coelho als Beispiel zitiert: wer die eigenen Werke zur Voransicht im Internet bereitstellt, kann nicht besser für sich werben. Wenn ich ein Album auf Spotify höre und es gefällt mir, bin ich viel bereiter es zu kaufen, als wenn ich eine Single davon gehört habe oder mich auf wage 30-Sekunden-Clips von Amazon verlassen muss. &#8220;Reinschnuppern in die Kunst&#8221;, quasi.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein zementiertes Urheberrecht würde nicht nur den digitalen Zugang zu Kunst erschweren, sondern es blockiert auch die weitere Produktion von neuen Werken. Wir müssen allerdings auch darüber nachdenken, wie wir in Zukunft Kunst fördern wollen. Denn eines darf, bei aller Autonomisierung des Vertriebs, nicht vergessen werden: Kunst ist etwas wert. Manchmal wird dieser Wert erst später erkannt. Aber Künstler_innen dürfen nicht dem radikalen Spiel des freien Marktes überlassen werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Mehr zum Thema:  <a href="http://digitalegesellschaft.de/portfolio-items/acta-stoppen/" target="_blank">Digitale Gesellschaft &#8220;ACTA stoppen&#8221;</a></p>
<p style="text-align: justify;">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/63209717@N05/6785518992/" target="_blank">lambda&#8217;s</a></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/neonfeuilleton/~4/e5u3Z1yW9L4" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Moneyboy und die Bildungsverlierer</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 21:59:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raphael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>

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		<description><![CDATA[„Bildungsverlierer – Wir wollen keine werden“, so lautet der Titel einer Kampagne der ÖVP-nahen Schülerunion. Um auch für nationales Aufsehen zu sorgen, wurden einige österreichische ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>„Bildungsverlierer – Wir wollen keine werden“, so lautet der Titel einer Kampagne der ÖVP-nahen Schülerunion. Um auch für nationales Aufsehen zu sorgen, wurden einige österreichische C-Promis mit ins Boot geholt.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Und genau hier beginnt die Misere: Zu den Prominenten gehören unter anderem Moneyboy und Richard Lugner, die mit ihren akademischen Titeln Werbung für Bildung machen. Dass Bildung aber mehr als nur ein Titel vor dem Namen ist, bleibt für die Beteiligten wohl ein Geheimnis, denn sowohl Lugner als auch Moneyboy haben in der jüngeren Vergangenheit eher unkluge Aussagen getätigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Moneyboy, mit bürgerlichem Namen Sebastian Meisinger, studierte Publizistik an der Uni Wien und wird im Video auch als Rapper und Magister promotet. Für einen akademischen Titel eher unwürdig sind allerdings die eigenen Aussagen auf seiner Facebook-Pinnwand. Hier versucht er sich mittels Sexismus aus der untersten Schublade über ein Karrieretief hinweg zu posten. So schreibt er zum Beispiel „<em>Morgenstund hat Gold im Mund. Also genau die richtige Zeit, einer Hoe in den Mund zu pi</em>&#8230;.“, oder „<em>Mal schauen, ob heute wieder eine bitch weggecockt wird.</em>“</p>
<p style="text-align: justify;">Auch beim Thema Drogen zeigt sich Meisinger, wenn auch vermutlich nur als Promogag, nicht gerade als Vorbild. So kann man immer wieder Postings wie „<em>Das MDMA, das ich vor ner Stunde eingenommen habe, fängt an, zu wirken. </em><em>Niiiice. :D</em>“ oder  “<em>You know what I like? Young girls that smoke weed! </em><em>SWAG</em>“ lesen.  Allerdings wurde dann wohl doch eher auf den Magistertitel als auf den Inhalt von Meisingers Texten geschaut.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Baumeister Lugner, der in einem Interview für das ORF-Magazin Chili einfach mal alle Homosexuellen als aidskrank bezeichnete. So sagte er: „<em>Ich habe jetzt unlängst ein Buch gelesen, also ein Kapitel über Homosexualität, und da habe ich gelesen, wie gefährlich das ist und was da alles für Gefahren schlummern. Deswegen wird man eben aidskrank</em>.“ Für diese Aussage wurde er zwar vom Life Ball ausgeladen, genießt aber in den Augen der Schülerunion, vor allem dank seines Ingenieurtitels, den Status eines Bildungsgewinners.</p>
<p style="text-align: justify;">Anhand der YouTube-Videos kommt stark der Eindruck auf, Bildung geht nur einher mit einem – in Österreich ach so wichtigen – Titel, und dem Fakt, dass jemand auf einem Haufen Geld sitzt. Und auch bei Moneyboy drängt sich mir die Frage auf, wie jemand ein Publizistikstudium abschließen und dann in seinen Texten keine zwei unterschiedlichen Reimwörter finden kann?</p>
<p style="text-align: justify;">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/cityshake/5847683407/" target="_blank">cityshake</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=4-l0BUJWXoI">http://www.youtube.com/watch?v=4-l0BUJWXoI</a></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/neonfeuilleton/~4/t99LF-mRd9E" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Viel Aufregung um die Eurovision</title>
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		<comments>http://neonliberal.at/viel-aufregung-um-die-eurovision/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 25 Feb 2012 00:34:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klemens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Eurovision]]></category>
		<category><![CDATA[Songcontest]]></category>

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		<description><![CDATA[Dafür, dass allen der Eurovision-Songcontest seit Jahren ja eh so egal ist, ist die aktuelle Aufregung um den Gewinn der Trackshittaz ziemlich groß.
Und was da ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dafür, dass allen der Eurovision-Songcontest seit Jahren <em>ja eh so egal</em> ist, ist die aktuelle Aufregung um den Gewinn der Trackshittaz ziemlich groß.</strong></p>
<p>Und was da alles für Vergleiche gezogen werden. Die Hörer_innen der Trackshittaz sind demzufolge <em>Bauern./dumm./Blau (Politisch wie in Promille)./Trottel./deppert.</em> Das macht den Sieg der Trackshittaz <em>unpackbar./zum Beweis, was schief läuft./zur besten Voraussage für die nächste Nationalratswahl./zum besten Sittenbild Österreichs.</em></p>
<p>Die Behauptungen gibt&#8217;s aber auch von der anderen Seite. Wer <em>Conchita Wurst</em> mag, ist demnach <em>schwul/schwul/schwul/dumm und schwul</em> und steht sowieso auf <em>Transen</em>.</p>
<p>Aber Hauptsache, es ist allen <em>egal</em>. Jetzt aber mal ehrlich: die bemühten Vergleiche der <em>Trackshittaz</em> zu einem bestimmten politischen Lager sind unhaltbar. Ich kenne genug Linke, die <em>David Guetta</em> zum Tanzen super finden. Trotzdem keine Nazis, sollten aber eventuell genauer auf den Text hören.</p>
<p>Ebenso unhaltbar ist es, vom Ergebnis einer Abstimmung bei einer TV-Sendung namens <em>&#8220;ÖSTERREICH ROCKT DEN SONG CONTEST&#8221;</em> auf die Mentalität der Einwohner_innen eines ganzen Staates zu schließen. Wir glauben schließlich auch nicht alle, dass <em>Lordi</em> Finnland als Gesamtpaket repräsentieren &#8211; oder hab ich was versäumt und das geht da oben echt so zu?</p>
<p>Die Untergriffigkeiten in der &#8220;Diskussion&#8221; zeugt von allem anderem als von Geschmack, Feingefühl oder Intellekt. <em>&#8220;Bauerntrottel&#8221;, &#8220;Schwuchtel&#8221;</em> &#8211; wer solche Begriffe ernsthaft verwendet, sollte zu aller erst vor der eigenen Türe kehren.</p>
<p><em>Foto: Screenshot ZiB 24</em></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/neonfeuilleton/~4/bOAxapTTLV0" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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