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	<title>Neonliberal.at</title>
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	<description>Das Grazer Onlinemagazin.</description>
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		<title>VdB&#8217;s öffentliche Webfinanzierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Aug 2012 09:51:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitales]]></category>
		<category><![CDATA[VdB]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="https://neonliberal.at/vdbs-oeffentliche-webfinanzierung/"><img align="left" src="http://neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/08/Bild-41.png" alt="" width="200px" height="150px" /></a>Die Krone sieht einen weiteren Meilenstein auf ihrer Grünen-Hetzjagd in der offiziellen Website des Wiener Hochschul-Beauftragten Alexander van der Bellen. 13.824 Euro soll die Website der Stadt Wien gekostet haben. Das wäre an sich alles kein Problem, sie beschreibt seine Funktion, berichtet über Tätigkeiten. Aber sie trägt auch groß seinen Namen und sein Konterfei. Zu [&#8230;]]]></description>
			<a href="https://neonliberal.at/vdbs-oeffentliche-webfinanzierung/"><img align="left" src="http://neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/08/Bild-41.png" alt="" width="200px" height="150px" /></a>							<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://neonliberal.at/vdbs-oeffentliche-webfinanzierung/"><img align="left" src="https://i0.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/08/Bild-41.png?resize=200%2C150" alt="" width="200 px" height="150 px" data-recalc-dims="1" /></a></p>
<h4>Die <a href="http://www.krone.at/Nachrichten/Zoff_in_Wien_wegen_Steuergeld_fuer_Van-der-Bellen-Website-14.000_Euro_fuer_Gruenen-Story-330465" target="_blank">Krone sieht einen weiteren Meilenstein</a> auf ihrer Grünen-Hetzjagd in der offiziellen Website des Wiener Hochschul-Beauftragten Alexander van der Bellen.</h4>
<p>13.824 Euro soll <a href="http://www.vanderbellen.at" target="_blank">die Website</a> der Stadt Wien gekostet haben. Das wäre an sich alles kein Problem, sie beschreibt seine Funktion, berichtet über Tätigkeiten. Aber sie trägt auch groß seinen Namen und sein Konterfei. Zu groß, um nur eine Website für seine Funktion zu sein.</p>
<p>Der von mir sonst sehr geschätzte burgenländische Grünen-Landestagsabgeordnete Michel Reimon rechtfertigt das wie folgt&#8230;</p>
<blockquote><p>Finde VdBs Website großartig und die öffentliche Finanzierung richtig. Diskutieren kann man, dass sie seinen Namen trägt. Allerdings wird er wohl kein Kandidat bei einer Wahl mehr sein, also ist es keine versteckte Wahlkampffinanzierung wie Faymanns Inserate. der Imagetransfer verläuft in diesem Fall sicher umgekehrt: Funktion und Website profitieren von VdBs Bekanntheit.</p>
<p>@michelreimon Tweets <a href="https://twitter.com/michelreimon/status/233487096147488768" target="_blank">1</a>, <a href="https://twitter.com/michelreimon/status/233487395012616192" target="_blank">2</a> und <a href="https://twitter.com/michelreimon/status/233487585106882561" target="_blank">3</a></p></blockquote>
<p>Da wird mit Werbewert argumentiert, der auf die Funktion übertragen werden soll. VdB schaut als präsenter Beobachter hinter einem Taferl hervor (wechselt sich dabei übrigens mit anderen ab), sein Name ziert nicht nur die Website, sondern auch die Domain, über die man diese abruft. Und da liegt der Hund auch schon begraben. Denn was passiert mit dieser Domain, wenn VdB sich doch noch entscheidet, zu einer Wahl anzutreten?</p>
<ol>
<li>Sie wird eingestampft.<br />
Halte ich für unwahrscheinlich. Der Werbewert ist schließlich da, van der Bellen ist der bekannteste Grüne Österreichs. Seinen Namen wird er, vor allem in der Wahlkampfzeit, nicht fallen lassen.</li>
<li>Sie wird von der Stadt an die Grünen verkauft&#8230;<br />
&#8230;und für eine andere Partei-Website über Van der Bellen. Die Domain würde dann einerseits von einer Bekanntheit unter jenen, die sie schon aufgerufen haben (was sich durch den Rummel jetzt häufen wird), andererseits durch eine gute Position bei Suchmaschinen profitieren, da bereits Verlinkungen bestehen, die Domain seit längerem aktiv ist etc.<br />
Update: die Domain ist <a href="https://www.nic.at/ui/index.php/whois/?fe_typo_user=nflsj24i8qtl9mpuopi4evuv75&amp;/1/" target="_blank">auf Van der Bellen gemeldet</a>, nicht auf Stadt o.ä.</li>
</ol>
<p>Gehen wir, gegen Reimons Argument, dass VdB kein Kandidat mehr sein wird, vom Fall 2 aus, sehe ich darin einen klaren Vorteil für den Wahlkampf um Van der Bellen. Und als bekanntester Grüner Österreichs wirbt er nicht nur für sein Amt (das so auch mit ihm direkt in Verbindung gebracht wird), sondern auch ganz klar für die Arbeit der Grünen in der Stadt Wien. Damit habe ich kein Problem &#8211; solange das auch von den Grünen finanziert wird.</p>
<p>Das Argument &#8222;Nicht so schlimm wie Faymann&#8220; möchte ich ehrlich gesagt unbeachtet lassen. Politik sollte Probleme auch daran erkennen, dass sie mit &#8222;Aber x ist nicht so schlimm wie y&#8220; zu verkleiner versucht werden.</p>
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		<title>Neonliberal-Platte des Monats Juli: Frank Ocean &#8211; channel ORANGE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jul 2012 10:56:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Gospel]]></category>
		<category><![CDATA[Hip-Hop]]></category>
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		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Soul]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="https://neonliberal.at/neonliberal-platte-des-monats-juli-frank-ocean-channel-orange/"><img align="left" src="http://neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/Frank-Ocean-–-channel-ORANGE.jpg" alt="" width="200px" height="150px" /></a>Wer wartet 2012 immer noch ernsthaft auf die Rückkehr von D’Angelo, wenn der heiß gehandelte und hoch gehypte Frank Ocean zeitgleich mit seinem offiziellen Debütalbum dem R&#38;B und Soul mit modernem Anstrich Herzen zum schmelzen bringt? ‘channel ORANGE‘ ist abseits seiner 55 Minuten Spielzeit ein mutiges Album geworden, keine Frage. Weil mittlerweile zwar Superhelden schwul [&#8230;]]]></description>
			<a href="https://neonliberal.at/neonliberal-platte-des-monats-juli-frank-ocean-channel-orange/"><img align="left" src="http://neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/Frank-Ocean-–-channel-ORANGE.jpg" alt="" width="200px" height="150px" /></a>							<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://neonliberal.at/neonliberal-platte-des-monats-juli-frank-ocean-channel-orange/"><img align="left" src="https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/Frank-Ocean-–-channel-ORANGE.jpg?resize=200%2C150" alt="" width="200 px" height="150 px" data-recalc-dims="1" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wer <a href="https://neonliberal.at/neonliberal-platte-des-monats-juni-frank-ocean-channel-orange/frank-ocean-channel-orange/" rel="attachment wp-att-10247"><img class="size-medium wp-image-10247 alignleft" title="Frank Ocean – channel ORANGE" src="https://i0.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/Frank-Ocean-–-channel-ORANGE-200x200.jpg?resize=200%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="200" height="200" srcset="https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/Frank-Ocean-–-channel-ORANGE.jpg?resize=200%2C200&amp;ssl=1 200w, https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/Frank-Ocean-–-channel-ORANGE.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/Frank-Ocean-–-channel-ORANGE.jpg?w=240&amp;ssl=1 240w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" data-recalc-dims="1" /></a>wartet 2012 immer noch ernsthaft auf die Rückkehr von <em>D’Angelo</em>, wenn der heiß gehandelte und hoch gehypte Frank Ocean zeitgleich mit seinem offiziellen Debütalbum dem R&amp;B und Soul mit modernem Anstrich Herzen zum schmelzen bringt?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-10246"></span>‘<em>channel ORANGE</em>‘ ist abseits seiner 55 Minuten Spielzeit ein mutiges Album geworden, keine Frage. Weil mittlerweile zwar <a href="http://www.nytimes.com/2002/08/13/arts/comic-book-gets-serious-gay-issues-major-character-becomes-victim-hate-crime.html?pagewanted=all&amp;src=pm">Superhelden schwul</a> sein dürfen, Homosexualität im Hip-Hop aber immer noch argwöhnisch beäugt wird, ungeachtet dessen, ob da nun <a href="http://www.huffingtonpost.com/2012/05/14/jay-z-gay-marriage-obama_n_1516614.html">manch einer seinen Segen gibt</a> oder andere <a href="http://www.pinknews.co.uk/2012/05/19/50-cent-is-100-percent-for-gay-marriage-but-not-for-gay-men-that-touch-your-little-buns-in-elevators/">theoretisch nichts dagegen, praktisch aber ihre Bedenken haben</a>. Dass ihm sein Outing kurz vor der Veröffentlichung seines ersten Studioalbums hinsichtlich gesteigerter Publicity sicher nicht geschadet hat (siehe auch: <a href="http://www.guardian.co.uk/music/2006/jan/22/popandrock.davidbowie">David Bowie</a>), stimmt sicherlich, dennoch dürfte es Frank Ocean im Umfeld seiner homophob auftretenden <em>Odd Future</em>-Crew um <em>Tylor, the Creator</em> einiges an Überwindung gekostet haben, mit seinem Outing ins Licht der Öffentlichkeit zu treten. Sei es letztendlich wie es sei: im Rückblick wird man ‘<em>channel ORANGE</em>‘  doch eventuell von den Begleitumständen seiner Veröffentlichung losgelöster betrachten, als es zum jetzigen Zeitpunkt der Fall ist, den Fokus also rein auf die Songs gelenkt, ohne in den Texten der als Geschichtensammlungen zu betrachtenden 17 Nummern auf eine Sinnsuche in Metaebene gehen zu müssen, wenn Ocean da beispielsweise sing: “<em>I want to see your pom-poms from the stand.</em>“</p>
<p style="text-align: justify;">‘<em>channel ORANGE</em>‘ ist nebenbei auch ein ziemlich wertkonservatives, aber nach vielen Seiten offenes Neo-Soul Album geworden, dass sich von prominenten Bekannten wie <em>Drake</em> qualitativ distanziert, mehr noch, ohnedies alles was es macht, soviel geschmackvoller inszeniert, als es sich das die theoretisch nahen Chartgäule <em>Usher</em> oder Chris Brown zusammenbasteln lassen. Man kann natürlich sogar soweit gehen, von einem ‘<em>Voodoo</em> 2.0′ für das neue Jahrzehnt zu sprechen und muss sich das nicht einmal durch Oceans Kredibilität im Mainstream (<em>Jay-Z</em> und Kanye West) und im (ehemaligen) Underground (<em>Odd Future</em>) hanebüchen herbeiführen. Denn ‘<em>channel ORANGE</em>‘ gelingt, was nur wenigen Alben im Genre zeitgenössisch und restlos gelingt, es inszeniert seinen butterweichen Schmusesoul unpeinlich, nicht billig aber anschmiegsam und doch eigenwillig, ohne sich zu affektiert oder selbstgefällig zu präsentieren.<br />
Sammelt Ocean auf seinem Debütalbum doch genau jene großen, gefühlvollen R&amp;B Songs zwischen Soul, Hip-Hop und Gospel, die das Download-Album und Def-Jam-Streitresultat ‘<em>Nostalgia, Ultra</em>‘ als Talentprobe versprochen hat. Mittlerweile benötigt Ocean jedoch kaum mehr Samples (Ausnahmen wie das nostalgische Playstation-Intro in ‘<em>Start</em>‘ oder Mary J. Blidges ‘<em>Real Love</em>‘ außen vor), um Songs hervorzuheben, stattdessen verlässt er sich nun beinahe vollkommen auf seine Stimme, die weitaus seltener – sprich: nahezu nie – unter den auf Oceans Gastbeiträgen so beliebten Vocaleffekten zu leiden hat. Diese samtweiche Stimme überstrahlt in ihrer kraftvollen Verletzlichkeit die meist spärlich ausgestatteten Kompositionen; mehr als behutsame Beats und sanfte E-Piano Einwürfe, zarte Elektronik oder organischen Bandminimalismus braucht es selten, um aus verhältnismäßig  wenig wirklich Großes zu schaffe. Weil die Produktion von ‘<em>channel ORANGE</em>‘ auch ihr heimlicher Held ist , wie sie Ocean samt Instrumentarium in eine Luftblase aus unhörnbarem Hall und schmerzlosem Druck einbettet. Kein Wunder vermutlich, wenn die Liste der Produktionsmitarbeiter länger als jene der beteiligten Musiker ist – umso erstaunlicher aber, dass man dies ‘<em>channel ORANGE</em>‘ niemals anhört.</p>
<p style="text-align: justify;">In diesem Umfeld wachsen Songs, die berühren, ihresgleichen suchen und meistens sprachlos zurücklassen. Das bekannte und die Stimmung im Vorfeld erst richtig aufgekocht habende ‘<em>Pyramids</em>‘ etwa pilgert in seinen knapp zehn Minuten episodenhaft von unter Wasser zurückgespulten Drums, Funk und <em>Prince</em> über Ambientflächen bis hin zur leicht prolligen Tanzfläche. ‘<em>Crack Rock</em>‘ packt ala <em>Mos Def</em> mit seinen satten Drums und andächtigen Orgeln die Stimmung von Rotwein, Kaminfeuer und verruchter Stimmung am Kragen, ‘<em>Super Rich Kids</em>‘ baut <em>Odd Future</em>-Kollegen <em>Earl Sweatshirt</em> stampfend ein, während <em>Andrè 3000</em> von <em>Outkast</em> seine ‘<em>Love Below</em>‘ in ‘<em>Pink Matter</em>‘ einbringen kann. ‘<em>Thinkin Bout You</em>‘ fistelt sich zum emotionalen Lovesongmanifest, ‘<em>Lost</em>‘ will eigentlich Pop sein und ‘<em>Forrest Gump</em>‘ pfeift sich beinahe allein zur Rechtfertigung des Hypes, beendet ein ausfallfreies, durch die Bank stimmiges Album. Immer wieder zieht Ocean darin die Melodien in die Höhe, nur um sie kurz vor der ultimativen Hymnenhaftigkeit wieder zusammenzuziehen, gerade aber dadurch eben auch nie übers Ziel hinauszuschießen, sondern den Seiltanz über die Stile und Geschmacksgräben nahezu perfekt zu vollziehen.  Ausgerechnet das überlebensgroße, symphonisch-kitschige ‘<em>Bad Religion</em>‘ zeigt dann haarscharf vorm Schmalz dank seiner <a href="http://www.youtube.com/watch?v=OyWRUzQoi6g">Live-Version</a> trotzdem noch auf, dass sie eventuell gar noch besser hätte werden können, diese ungeachtet des rundherum stattfindenden Geschreies eigentlich doch ziemlich leise Platte, die ihre großen Emotionen in sich kehrt um sie nur bedeutend nachhaltiger in die Welt zu flüstern. ‘<em>channel ORANGE</em>‘ ist mit ziemlicher Sicherheit der lange abgezeichnete, erwartete Startpunkt einer großen Karriere, auch weil Ocean – auf einen Schlag in der öffentlichen Wahrnehmung zum vielleicht besten, wahrscheinlich aktuell wichtigsten Soulsänger mutiert – eben alle Erwartungshaltungen, die auf ihm lasteten, spielend schultern, sogar übertreffen konnte. Und insgeheim eben auch das Album abgeliefert hat, das <em>D’Angelo</em> vermutlich nicht mehr zustande bringen wird. Wahrscheinlich auch nie hätte machen können.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://neonliberal.at/fleet-foxes-helplessness-blues/attachment/09/" rel="attachment wp-att-3878"><img class="aligncenter size-full wp-image-3878" title="09" src="https://i1.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2011/05/09.png?resize=420%2C65&#038;ssl=1" alt="" width="420" height="65" srcset="https://i1.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2011/05/09.png?w=420&amp;ssl=1 420w, https://i1.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2011/05/09.png?resize=200%2C30&amp;ssl=1 200w" sizes="(max-width: 420px) 100vw, 420px" data-recalc-dims="1" /></a></p>
<p><a title="" href="http://www.amazon.de/Channel-Orange-Vinyl-Frank-Ocean/dp/B008CJ0KH4?SubscriptionId=AKIAJXB7DOBGDLB32JUQ&amp;tag=heavypop-21" rel="nofollow" target="_blank">Vinyl LP auf Amazon</a> |<a title="" href="http://www.amazon.de/channel-ORANGE-Frank-Ocean/dp/B008CNG52O?SubscriptionId=AKIAJXB7DOBGDLB32JUQ&amp;tag=heavypop-21" rel="nofollow" target="_blank">CD auf Amazon</a> | <a title="" href="http://www.amazon.de/Channel-Orange-Explicit-digital-booklet/dp/B008JF4OHS?SubscriptionId=AKIAJXB7DOBGDLB32JUQ&amp;tag=heavypop-21" rel="nofollow" target="_blank">MP3 Download auf Amazon</a></p>
<p><iframe width="100%" height="166" scrolling="no" frameborder="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F49080453&#038;width=false&#038;height=false&#038;auto_play=false&#038;hide_related=false&#038;visual=false&#038;show_comments=false&#038;color=false&#038;show_user=false&#038;show_reposts=false"></iframe></p>
<p><strong>Mehr Musik-Rezensionen gibt es auf <a href="http://www.heavypop.at/">HeavyPop.at</a><br />
</strong></p>
<p><strong>Die Platten des Monats 2012:<br />
<a href="https://neonliberal.at/neonliberal-platte-des-monats-jaenner-cloud-nothings-attack-on-memory/">Jänner </a>| <a href="https://neonliberal.at/neonliberal-platte-des-monats-februar-pallbearer-sorrow-and-extinction/">Februar </a>| <a href="https://neonliberal.at/neonliberal-platte-des-monats-februar-the-men-open-your-heart/">März </a>| <a href="https://neonliberal.at/neonliberal-platte-des-monats-april-dr-john-locked-down/">April </a>| <a href="https://neonliberal.at/neonliberal-platte-des-monats-mai-the-walkmen-heaven/">Mai </a>| <a href="https://neonliberal.at/neonliberal-platte-des-monats-juni-fiona-apple-the-idler-wheel/">Juni </a>| Juli | August | September | Oktober | November | Dezember</strong></p>
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		<title>Offensive 2012 &#8211; zur Stadtwerbekampagne</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Klemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jul 2012 17:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der &#8222;Offensive 2012&#8220; ging die Stadt Graz und ihre Holding in die PR-Offensive. Für Plakate, Anzeigen und Fernsehspots wurde insgesamt 1 Million Euro aus den maroden Budgets der Stadt und der Holding Graz freigemacht. Die Absicht hinter der Kampagne, so kurz vor der Gemeinderatswahl Anfang 2013, dürfte klar sein: mit einer Imageoffensive will Bürgermeister [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 style="text-align: justify;">Mit der &#8222;Offensive 2012&#8220; ging die Stadt Graz und ihre Holding in die PR-Offensive. Für Plakate, Anzeigen und Fernsehspots wurde insgesamt 1 Million Euro aus den maroden Budgets der Stadt und der Holding Graz freigemacht.</h4>
<p style="text-align: justify;">Die Absicht hinter der Kampagne, so kurz vor der Gemeinderatswahl Anfang 2013, dürfte klar sein: mit einer Imageoffensive will Bürgermeister Nagl die Leistungen der Stadt positiv bekannt machen. Kommt es so auch an, fällt das wiederum auf ihn als Bürgermeister zurück, woraus sich ein Stimmenzuwachs für ihn erwarten ließe. Schließlich ist Nagl bald seit zehn Jahren Bürgermeister &#8211; und sonst außer auf medienwirksamen Großveranstaltungen eher weniger umtriebig.<br />
Auf meine telefonische Anfrage, woher das Geld im sonst so defizitären Stadtbudget genau komme habe ich nie den versprochenen Rückruf bekommen, eine andere Absicht als die &#8222;Bekanntmachung der Leistungen des Haus Graz <em>[Anm.: der Stadt und ihrer Beteiligungen]</em>&#8220; wurde natürlich verneint.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt ist die Stadt voll mit den Hochglanz-Anzeigen. <a href="http://www.graz.at/cms/ziel/4689070/DE/" target="_blank">Artikel</a> erklären und bewerben die Werbekampagne (interessant die Sprache von &#8222;Produkten&#8220; der Stadt und welche Stadtämter besonders hervorgehoben werden). Auf dem Privatsender Steiermark 1, der &#8211; wie u.a. die Kleine Zeitung &#8211; zur <a href="http://www.styria.com/de/styria/" target="_blank">Styria Media Group AG</a>, der eine Nähe zur ÖVP nachgesagt wird, gehört, laufen Infospots mit dem Titel <a href="http://www.graz.at/cms/ziel/4689052/DE/" target="_blank">&#8222;Graz &#8211; Mein Magazin&#8220;</a>. Der Sender gibt eine potenzielle Reichweite von 500.000 Haushalten an, die Zahl wirklicher Seher_innen lässt sich zumindest online nicht herausfinden. Ich bezweifle die Breitenwirkung solcher Regionalsender und den Sinn, in Fernsehspots auf ihnen zu investieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Um jedoch auf die Plakate einzugehen: die &#8222;Offensive 2012&#8220; ist &#8211; wie oben bereits beschrieben &#8211; perfides Eigenlob. Die Plakate erwecken mit Feel-Good Stil den Anschein, in einer wunderbaren Stadt zu leben, in der alles für das Wohlbefinden seiner Einwohner_innen getan wird. Natürlich: Verbote, schlechte Öffi-Taktung zu hohen Preisen, die Univiertel-Problematik fernab jeder Lösung oder Ähnliches lässt sich nicht so gut vermarkten.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber wie wird das vermarktet? Vier der sechs Sujets halte ich für sexistisch, ein Punkt, den ich bereits auf Twitter gemacht habe.</p>
<blockquote class="twitter-tweet tw-align-center" lang="de">
<p>Diese Kampagne kostet der Stadt Graz 1 Million €. Sexismus inklusive. <a href="http://t.co/9XPZtJWk" title="http://www.graz.at/cms/beitrag/10196364/4688953">graz.at/cms/beitrag/10…</a></p>
<p>&mdash; Klemens Wieringer (@herrklemann) <a href="https://twitter.com/herrklemann/status/228536983851528192" data-datetime="2012-07-26T17:07:17+00:00">Juli 26, 2012</a></p></blockquote>
<p><script src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Warum ist die Kampagne sexistisch?</em>, war die Frage, die darauf kam. Ich möchte kurz die vier Sujets herausgreifen und erklären, warum ich sie für sexistisch und heteronormativ halte.</p>
<p><a href='https://neonliberal.at/offensive-2012-zur-stadtwerbekampagne/off12_oma/'><img width="150" height="150" src="https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_oma.png?resize=150%2C150&amp;ssl=1" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_oma.png?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_oma.png?zoom=2&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 300w, https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_oma.png?zoom=3&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 450w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a><br />
<a href='https://neonliberal.at/offensive-2012-zur-stadtwerbekampagne/off12_tennis/'><img width="150" height="150" src="https://i1.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_tennis.png?resize=150%2C150&amp;ssl=1" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://i1.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_tennis.png?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i1.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_tennis.png?zoom=2&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 300w, https://i1.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_tennis.png?zoom=3&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 450w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a><br />
<a href='https://neonliberal.at/offensive-2012-zur-stadtwerbekampagne/off12_kusnthaus/'><img width="150" height="150" src="https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_kusnthaus.png?resize=150%2C150&amp;ssl=1" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_kusnthaus.png?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_kusnthaus.png?zoom=2&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 300w, https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_kusnthaus.png?zoom=3&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 450w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a><br />
<a href='https://neonliberal.at/offensive-2012-zur-stadtwerbekampagne/off12_einkauf/'><img width="150" height="150" src="https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_einkauf.png?resize=150%2C150&amp;ssl=1" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_einkauf.png?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_einkauf.png?zoom=2&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 300w, https://i2.wp.com/neonliberal.at/wp-content/uploads/2012/07/off12_einkauf.png?zoom=3&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 450w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Fangen wir an mit Oma. Der Mann der Holding räumt <strong>noch öfter</strong> auf als sie. Ein Klischee, das mit Opa sicher nicht gebracht werden würde. Das Rollenbild der femininen, für die Enkelkinder kochenden und aufräumenden Oma wird bedient.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiter geht&#8217;s mit dem Tennis-spielenden Jungen. Der ist stolz auf seinen Aufschlag, während seine Schwester ihn passiv im Hintergrund beklatscht. Das interessiert natürlich Papa, Sport ist ein Männerthema.</p>
<p style="text-align: justify;">Mama hat damit sicher nichts am Hut. Als Frau ist sie für &#8222;weichere&#8220; Themen als Sport zuständig, in diesem Fall Kunst. Sie ist eine zierliche, attraktive, &#8222;feengleich&#8220; auftretende Frau, die durch das moderne Grazer Kunsthaus schwebt &#8211; und sich dabei noch mit ihrem Kind befasst.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber die Höhe ist wohl des einkaufende Pärchen. Während sie darüber lacht, packt er den Fahrradanhänger (eine Initiative von Vizebürgermeisterin Rücker) in Tetrismanier mit Einkäufen an, die sie getätigt zu haben scheint. Werben tut das Pärchen für die Verkehrsplanung der Stadt Graz. Offensichtlich, oder?</p>
<p>&nbsp;<br />
Fotos: <a href="http://www.graz.at/cms/beitrag/10196364/4688953/">Screenshots</a> / Originalfotos der Kamapagne: Jasmin Schuller</p>
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		<title>Grazer BürgerInnenbefragung: Nach der Befragung ist vor der Befragung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christopher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jul 2012 05:48:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[BürgerInnenbefragung]]></category>
		<category><![CDATA[Graz]]></category>
		<category><![CDATA[Nagl]]></category>
		<category><![CDATA[Reininghaus]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltzone]]></category>
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					<description><![CDATA[Am vergangenen Dienstag präsentierte ein sichtlich enttäuschter Bürgermeister Siegfried Nagl die Ergebnisse der BürgerInnenbefragung. Über 70.000 Grazerinnen und Grazer schrieben laut Nagl Geschichte, gleichzeitig erteilten sie den Ideen des Bürgermeisters mit deutlicher 2/3-Mehrheit eine klare Absage. Nein zur Umweltzone und Nein zum Ankauf der Reininghausgründe. Bürgermeister Nagl hätte auch den einfacheren Weg gehen und gemeinsam [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Am vergangenen Dienstag präsentierte ein sichtlich enttäuschter Bürgermeister Siegfried Nagl die Ergebnisse der BürgerInnenbefragung. Über 70.000 Grazerinnen und Grazer schrieben laut Nagl Geschichte, gleichzeitig erteilten sie den Ideen des Bürgermeisters mit deutlicher 2/3-Mehrheit eine klare Absage. Nein zur Umweltzone und Nein zum Ankauf der Reininghausgründe.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bürgermeister Nagl hätte auch den einfacheren Weg gehen und gemeinsam mit den Grünen die Reininghausgründe kaufen können. Ein Konzept zur Einführung einer Umweltzone lag, nach langen Verhandlung mit den Grünen, auch auf dem Tisch. Stattdessen beendete er die schwarz-grüne Koalition und wollte die BürgerInnen befragen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Grazer SPÖ, die sich von Anfang an gegen Reininghaus und gegen die Umweltzone ausprach, unterstützte Nagl und gemeinsam beschlossen sie, eine Befragung durchzuführen. Zumindest die überraschend hohe Beteiligung von 30.58% gab dem Bürgermeister recht: die Menschen wollen bei so großen Entscheidungen gefragt werden. Am Ablauf der Befragung gibt es dennoch einige Kritikpunkte.</p>
<p style="text-align: justify;">Einige Menschen hatten gar keine Stimmzettel per Post zugesandt bekommen und damit verbunden auch nicht den Code, der zur Onlinebefragung notwendig war. Es war außerdem nicht vorher bekannt, dass die per Post zugesandten Stimmzettel bereits während der laufenden Befragung geöffnet und gezählt wurden, ganz zu Schweigen davon, dass es nicht ganz klar ist, wie genau die Zuordnung einer Stimme zu der Person möglich ist. In den offiziellen <a href="http://www.graz.at/cms/dokumente/10194391_4636890/4b2aa562/B%C3%BCrgerInnenumfrage2012_Ergebnisse.pdf">Statistikdaten zur Befragung</a>, die auch auf der Homepage veröffentlicht wurden, finden sich detaillierte Informationen über Geschlecht, akademischen Titel, Alter und Bezirk der TeilnehmerInnen. Wie schon beim gescheiterten Versuch des eVoting bei den ÖH-Wahlen, bleiben Zweifel über die Gewährleistung der geheimen Wahl. Während der Befragungszeit wurden sogar Zwischenbilanzen über die Bezirksbeteiligungen bekanntgegeben, was natürlich die Möglichkeiten gezielter Mobilisierung und Kampagnisierung für oder gegen eines der Themen eröffnen kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Laufzeit der Befragung und die mangelnde Vorabinformation durch die Stadt Graz riefen KritikerInnen auf den Plan. Nur von 29.6. bis 15.7. konnte die Stimme abgegeben werden. Und Informationen zur genauen Sachlage der abgefragten Themen gab es kaum. So dominierten eher Hochglanzbroschüren und die Werbetrommel von &#8222;asset one&#8220; über die Vorzüge und Chancen durch den Ankauf der Reininghausgründe und Kampagnen gegen die Umweltzonen (v.a. durch die Wirtschaftskammer). Wer nicht schon von vorneherein Bescheid wusste was Sache ist, tat sich schwer die Hintergründe der Fragen auszumachen und sich aus eigener Sicht &#8222;richtig&#8220; zu entscheiden.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die nächsten BürgerInnenbefragungen muss also noch ordentlich am Ablauf gefeilt werden. Unterm Strich bleibt die Befragung an sich aber ein großer Erfolg, der zeigt, dass die BürgerInnen mitentscheiden wollen, was in der Stadt passiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Entscheidend für die nächsten Befragungen wird sicher auch sein, welche Schlüsse die Politik aus dem Ergebnis zieht. Bürgermeister Nagl sah im Nein zu Reininghaus einen klaren Auftrag an ihn: die Stadt soll keine neuen Schulden machen. Es wird sich zeigen, wie sehr die Stadt etwa über Flächenwidmungspläne mitbestimmen kann, was mit auf den Reininghausgründen passiert. Jetzt hat sie hier die Chance zu tun, was sie in der Vergangenheit oft verabsäumt hat. Die Stadt muss aktiv und wohlüberlegt in der Stadtentwicklung mitreden, damit es kein besseres und kein schlechteres Murufer gibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch das Nein zur Umweltzone heißt nicht, dass hier nichts mehr passieren soll. Graz hat ein Feinstaubproblem und der Autoverkehr belastet die Stadt. Aber einfach gewisse Autos zu verbieten, die oft von sozial schwächer gestellten Menschen dringend benötigt werden, um mobil zu sein und zur Arbeit zu kommen, ist sicherlich keine gute Lösung. Schnell braucht es ein neues sozial ausgewogenes Konzept, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Es dürfen auch ein paar mehr Konzepte sein, die von verschiedenen Parteien vertreten werden. Dafür braucht man dann gar keine eigene BürgerInnenbefragung, denn die gibt es ohnehin im kommenden Jänner, wenn die Gemeinderatswahlen stattfinden.</p>
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		<title>Shitstorm &#8222;Graz Linien&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christiane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jul 2012 17:10:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Holding Graz]]></category>
		<category><![CDATA[Shitstorm]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn ein öffentliches Unternehmen auf seiner Facebook-Seite von einem User kritisiert wird und der Eintrag innerhalb von zwei Tagen über 1900 Likes bekommt, steht es vor der schwierigen Frage, wie man richtig damit umgehen könnte. Einen Blog mit dem Namen „Shitstorm &#8218;Graz Linien&#8217;“ einzurichten, in dem die Kritiker_innen „Shitstorm-Community“ genannt werden, ist eine denkbar ungeschickte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Wenn ein öffentliches Unternehmen auf seiner Facebook-Seite von einem User kritisiert wird und der Eintrag innerhalb von zwei Tagen über 1900 Likes bekommt, steht es vor der schwierigen Frage, wie man richtig damit umgehen könnte. Einen Blog mit dem Namen „Shitstorm &#8218;Graz Linien&#8217;“ einzurichten, in dem die Kritiker_innen „Shitstorm-Community“ genannt werden, ist eine denkbar ungeschickte Antwort.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Kurz vor Ferienbeginn wurden die Fahrpreise der Holding Graz Linien wieder mal erhöht. Die Stundenkarte kostet nun zwei Euro, für die 24 Stunden-Karte darf man bereits 4,50 Euro bezahlen – vor vier Jahren kostete sie noch 3,80. Im gleichen Zeitraum hat sich der Preis der Jahreskarte um stolze 49 Euro erhöht. Die Wochenkarte wurde nun innerhalb eines Jahres um 70 Cent teurer, was eine Erhöhung des Preises um 6 Prozent bedeutet. Wieso die Tarife im Juli erhöht wurden, obwohl die zahlreichen <a href="http://www.graz.at/baustellen/">Baustellen</a> in der Stadt, wie etwa in der Annenstraße, einen reibungslosen Öffi-Verkehr erschweren? Das fragte sich auch ein Facebook-User, der auf die <a href="https://www.facebook.com/pages/Holding-Graz/128415380557634">Pinnwand der Holding Graz</a> folgendes postete:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#8222;Eure Preise sind mittlerweile eine unzumutbare Frechheit. Wo soll das den hin führen wenn die jedes Jahr erhöht werden? Mittlerweile ist es einfach sinnlos eure Dienste in Anspruch zu nehmen, wenn ich in die Stadt fahre hab ich entweder die Wahl mir 2 Stundenkarten zu kaufen oder 1 Tageskarte. Unter 4 Euro geht nichts, da bin ich mit dem Auto oder Moped um einiges billiger und vor allem viel schneller unterwegs. Und das ganze in Anbetracht dessen das ihr schon wieder überall baut und dadurch riesige Umwege entstehen und alles ewig dauert. Für den Fall das ich eure Dienste nochmals aus welchen Gründen auch immer in Anspruch nehmen muss, hier noch ein Hinweis. Vielleicht macht den Busfahrern ihre Arbeit mehr Spaß wenn sie regelmäßig auf penetranteste Weiße die Endhaltestelle St. Leonhard verlassen, wenn die Straßenbahn schon in diese einfahrt. Gleiches gilt für die Straßenbahn, die UNGLAUBLICH oft startet, alle Türen schließt, obwohl die Ampel noch nicht mal grün zeigt, trotzdem noch in der Haltestelle 1-2 Minuten steht, aber keinen mehr reinlasst. Unglaublich amüsant.&#8220;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Das mittlerweile nicht mehr auf der Holding Graz-Seite angezeigte Posting hat nun bereits über 1900 Likes, es entstand eine rege Diskussion über die Holding Graz Linien. Die Holding Graz meldete sich dazu erst heute Vormittag zu Wort, indem sie erklärten, den „Shitstorm“ natürlich bemerkt zu haben. Kurze Zeit später verkündeten sie, einen „Shitstorm-Blog“ eingerichtet zu haben. Dort können Beiträge erstellt und Fragen gestellt werden. Grundsätzlich eine gute Idee, nur: wer kam auf die Idee, das ganze „Shitstrom &#8218;Graz Linien&#8217;“ und die Kritiker_innen „Shitstorm-Community“ zu nennen? Auch wenn „Shitstorm“ eine gängige Bezeichnung für eine Empörungswelle im Internet ist, sollte ein öffentliches Unternehmen doch respektvoller mit berechtigter Kritik umgehen. Und man darf sich nicht wundern, wenn auf dem Blog nicht nur konstruktive, sachliche Kritik geäußert wird, denn wer einen Shitstorm sät, wird einen Shitstorm ernten. Oder wie es Facebook-User ausdrückt:<br />
„Ironie, dein Name ist Holding Graz!“.</p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=383758821689954&amp;id=128415380557634">Hier</a> geht&#8217;s zum Posting auf Facebook. </strong></p>
<p><strong>Foto:</strong> Screenshot</p>
<p>&nbsp;</p>
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