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	<title>Net-Pilots GmbH - Bielefeld</title>
	
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	<description>Gesellschaft für Kommunikation und Organisationsberatung</description>
	<lastBuildDate>Tue, 24 Jan 2012 10:38:35 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Skandal: Zweiklassen-Politik bei den Gehältern im Sozialen Bereich in Bielefeld</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 10:38:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Zollondz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzepte für die Sozialarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Qualität in der Sozialen Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsverträge]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Tariflohn]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen der Verlängerung der Leistungsverträge im Sozialen Bereich zwischen der Stadt Bielefeld und den Freien Wohlfahrtsverbänden hat die Ampelkoalition der Stadt Bielefeld die Kostenbeteiligung für die Gehälter der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter auf den Stand des Jahres 2009 eingefroren.
In der  Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses am 10. Januar 2012 kommentierte die SPD-Abgeordnete Barbara Schneider diese Entscheidung mit den Worten "Die Zeit der Geschenke ist vorbei."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton1080" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.net-pilots.de%2Fnet-pilots%2Fqualitat-in-der-sozialen-arbeit%2Fskandal-zweiklassen-politik-bei-den-gehaltern-im-sozialen-bereich-in-bielefeld%2F&amp;via=stefan_zo&amp;text=Skandal%3A%20Zweiklassen-Politik%20bei%20den%20Geh%C3%A4ltern%20im%20Sozialen%20Bereich%20in%20Bielefeld&amp;related=stefan_zo&amp;lang=de&amp;count=vertical&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.net-pilots.de%2Fnet-pilots%2Fqualitat-in-der-sozialen-arbeit%2Fskandal-zweiklassen-politik-bei-den-gehaltern-im-sozialen-bereich-in-bielefeld%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.net-pilots.de/net-pilots/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Das neue Jahr in Bielefeld startet mit einem politischen Skandal!<br />
Im Rahmen der <strong>Verlängerung der Leistungsverträge</strong> im Sozialen Bereich zwischen der <a href="http://www.bielefeld.de" target="_blank">Stadt Bielefeld</a> und den <a href="http://www.agw-bielefeld.de" target="_blank">Freien Wohlfahrtsverbänden</a> hat die Ampelkoalition der Stadt Bielefeld die Kostenbeteiligung für die Gehälter der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter auf den Stand des Jahres 2009 eingefroren.<br />
In der  Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses am 10. Januar 2012 kommentierte die <a href="http://www.spdfraktion-bielefeld.de/cms/default.aspx?CID=7" target="_blank">SPD-Abgeordnete Barbara Schneider</a> diese Entscheidung mit den Worten &#8220;<strong>Die Zeit der Geschenke ist vorbei</strong>.&#8221; (<a href="http://www.nw-news.de" target="_blank">Neue Westfälische Zeitung</a> vom 11.1.2012 s.u.)</p>
<p><em>Liebe Frau Schneider, seit wann handelt es sich bei Gehältern um Geschenke? Und warum &#8220;beschenken&#8221; Sie die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter, in dem Sie hier auf ein Einfrieren der Gehälter verzichten? Gibt es für Sie Sozialarbeiter erster und zweiter Klasse? Wie können Sie diese Einstellung mit Ihrem sozialdemokratischen Parteihintergrund in Einklang bringen? Sind Sie nicht auch stellvertretende Vorsitzende im Bezirksvorstand der Gewerkschaft ver.di Bezirk Bielefeld / Paderborn? Und in welcher Form vertreten Sie hier eigentlich den Auftrag Ihrer Wählerinnen und Wähler?</em></p>
<p>Passend zu dieser Entscheidung veröffentlichte der <a href="http://www.idw-online.de" target="_blank">Informationsdienst Wissenschaft</a> am 20. Januar 2012 eine Studie der <a href="http://www.boeckler.de" target="_blank"> Hans-Böckler-Stifung</a>, die zu dem Ergebnis kommt, dass die Tariflöhne und Gehälter 2011 trotz höherer Abschlüsse zu einem realen Minus führen. In der<a href="http://idw-online.de/de/news459991" target="_blank"> Pressemitteilung</a> heißt es:</p>
<blockquote><p>Die Tarifabschlüsse lagen im vergangenen Jahr deutlich über denen des Vorjahres. In einer Reihe von Branchen wurden 2011 Tarifsteigerungen von 3 Prozent und mehr vereinbart. Die Bedeutung der Pauschal- und Einmalzahlungen ging zurück, es wurden vermehrt dauerhafte Tarifanhebungen vereinbart. Rechnet man die Abschlüsse mit ihren unterschiedlichen Laufzeiten auf das Jahr um und berücksichtigt auch die länger laufenden Abschlüsse aus dem Vorjahr, dann ergibt sich insgesamt ein kalenderjährlicher Anstieg der nominalen Tariflöhne und -gehälter 2011 von durchschnittlich 2,0 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Bilanz der Tarifpolitik des Jahres 2011, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung heute vorlegt. Die Spannweite reicht von 2,8 Prozent im Bereich Private Dienstleistungen, Organisationen ohne Erwerbszweck bis zu 1,1 Prozent bei den Finanzdienstleistungen. (&#8230;)</p>
<p><strong>Diese positive Entwicklung hat sich jedoch nur teilweise auf die Entwicklung der Realeinkommen niedergeschlagen. &#8220;Der unerwartet starke Anstieg der Verbraucherpreise hat die Tarifsteigerungen in vielen Branchen wieder aufgezehrt&#8221;</strong>, sagt Dr. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs. Da sich die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent erhöhten, ergibt sich im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt ein realer Rückgang der Tariflöhne und -gehälter um 0,3 Prozent.</p>
<p>Bei den effektiven Bruttoeinkommen fiel der Zuwachs höher aus: Sie sind im vergangenen Jahr nominal je Arbeitnehmer/in um 3,4 Prozent, auf Stundenbasis um 2,8 Prozent gestiegen, preisbereinigt bedeutet dies einen Anstieg um 1,1 Prozent bzw. 0,5 Prozent. Ursache für diese positive Lohndrift sind im Wesentlichen der weitere Rückgang der Kurzarbeit, das gestiegene Überstundenvolumen und nicht tariflich geregelte Bonuszahlungen in manchen Betrieben und Branchen.</p>
<p>Der neutrale Verteilungsspielraum, der sich aus dem Anstieg von Verbraucherpreisen (+2,3 Prozent) und Arbeitsproduktivität (+1,2 Prozent) ergibt, belief sich für 2011 auf 3,5 Prozent. (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Betrachtet man in diesem Zusammenhang &#8211; stellvertretend für die Freie Wohlfahrtspflege &#8211; das Ergebnis der AWO-Tarifverhandlungen, bleibt auch hier die Steigerung unter dem allgemeinen Preisanstieg. Vereinbart wurden für das Jahr 2011 eine Steigerung von 1,8 Prozent ab 1. Januar 2011. Ein Jahr später steigen die Löhne um weitere 0,5 Prozent und am 1. April 2012 um weitere 0,7 Prozent. (<a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/awo-tarifstreit-beendet-id4073852.html" target="_blank">Quelle: Ver.di-Meldung vom 18.12.2010</a>).</p>
<p>Da sowohl die AWO, wie auch die meisten anderen Träger der Freien Wohlfahrtspflege Tariflöhne zahlen, müssen sie die Differenz zwischen den Gehältern des Jahres 2009 und den Steigerungen aus Eigenmitteln aufbringen. Da der Anteil der Personalkosten aber zu den größten Ausgabenposten zählt, ist das schon heute praktisch nicht mehr möglich und durch neue Vertragsabschlüsse mit weiteren Steigerungen geht diese Schere immer weiter auseinander.</p>
<p>Es ist abzusehen, dass dieses System nicht einmal mittelfristig funktionieren kann und als Konsequenz daraus auch mit Einrichtungsschließungen und Entlassungen gerechnet werden muss.</p>
<p>Nach heftiger Kritik gegen ihre Aussage stellte Barbara Schneider in der Neuen Westfälischen Zeitung vom 21.01.12 klar:</p>
<blockquote><p>&#8220;(&#8230;) Sparen macht keinen Spaß. Darüber hinaus wollte ich ausdrücken, dass es leider nicht möglich ist, über das Bestehende und vertraglich Vereinbarte hinaus Geld zu geben. Das ist mir mit meiner unglücklichen Formulierung (Die Zeit der Geschenke ist vorbei) nicht gelungen.</p>
<p>Hiermit stelle ich richtig: Für mich ist die Bezahlung von Löhnen und Gehältern kein Geschenk, sondern der Ausgleich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer für erbrachte Arbeit. Tarifverträge machen es möglich, für gleiche Arbeit auch gleiche Bezahlung zu bekommen, ohne sie besteht hingegen die Gefahr, dass eine Bezahlung nach Gutsherren-Art erfolgt.</p>
<p>Mir sind die Arbeitsverhältnisse im sozialen Bereich bekannt. Ich weiß, wie engagiert und unter welchen Bedingungen dort gearbeitet wird und dass viele der dort Beschäftigten bis an ihre gesundheitlichen Grenzen gehen, und teilweise darüber hinaus. Und ich weiß, dass die dort geleistete Arbeit von der Gesellschaft in vielen Fällen nicht gewürdigt wird.&#8221;</p></blockquote>
<p><em>Danke für die Einsicht, Frau Schneider.</em><br />
<em> Doch wenn die Bezahlung von Löhnen und Gehältern kein Geschenk ist und die Tarifverträge eine gerechte und gleiche Bezahlung ermöglichen, warum unterstützen Sie dann das &#8220;Gutsherren-Modell&#8221;. Wenn Sie sich als Kennerin des sozialen Bereiches darstellen, sollte Ihnen bekannt sein, dass die Träger nicht in der Lage sind, die fehlenden Personalkosten aus Eigenmitteln zu erwirtschaften. Auch die Konsequenzen dürften Ihnen bewusst sein. Nehmen Sie bewusst die Schließung von Einrichtungen und die Entlassung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kauf, oder denken Sie sogar soweit, dass die Träger der Freien Wohlfahrtspflege auch aus den Tarifverträgen aussteigen können, um das Dilemma zu lösen?</em><br />
<em> Dann stelle ich mir jedoch die Frage, warum sich die SPD so stark für die Einführung von Mindestlöhnen macht?</em></p>
<p>Die Diskrepanz zwischen Reden und Taten führt für mich persönlich damit wieder einmal einen großen Schritt weiter in die Unglaubwürdigkeit.</p>
<p><strong>Zur Information</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.net-pilots.de/net-pilots/wp-content/uploads/2012/01/NW_20120111_Zeit_der_Geschenke.pdf" target="_blank">Neue Westfälische Zeitung &#8211; 11.01.2012 &#8211; Die Zeit der Geschenke ist vorbei (PDF)</a></li>
<li><a href="http://www.net-pilots.de/net-pilots/wp-content/uploads/2012/01/nw-120121-richtigstellung-barbara-schneider.pdf" target="_blank">Neue Westfälische Zeitung &#8211; 21.01.2012 &#8211; Unglückliche Formulierung (PDF)</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Wie steht es um das Engagement der freien Wohlfahrtsverbände im Bereich Social Media?</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/net-pilots/~3/T9gO9bIphDo/</link>
		<comments>http://www.net-pilots.de/net-pilots/freiwilliges-engagement/hannes-jahnert-fragt-wie-steht-es-um-das-engagement-der-freien-wohlfahrtsverbande-im-bereich-social-media/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 07:56:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Zollondz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiwilliges Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[Konzepte für die Sozialarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Wohlfahrtsverband]]></category>

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		<description><![CDATA[Hannes Jähnert stellt folgende interessante Frage: Ist es möglich, dass sich etablierte Sozialverbände -- gemeint sind vor allem die Spitzen der deutschen Wohlfahrtspflege, aber auch andere Sozialdienstleister -- eher notgedrungen auf ein Mehr an Social Media und Webkommunikation vorbereiten als sie wirklich eine Chance darin zu erkennen vermögen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton1073" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.net-pilots.de%2Fnet-pilots%2Ffreiwilliges-engagement%2Fhannes-jahnert-fragt-wie-steht-es-um-das-engagement-der-freien-wohlfahrtsverbande-im-bereich-social-media%2F&amp;via=stefan_zo&amp;text=Wie%20steht%20es%20um%20das%20Engagement%20der%20freien%20Wohlfahrtsverb%C3%A4nde%20im%20Bereich%20Social%20Media%3F&amp;related=stefan_zo&amp;lang=de&amp;count=vertical&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.net-pilots.de%2Fnet-pilots%2Ffreiwilliges-engagement%2Fhannes-jahnert-fragt-wie-steht-es-um-das-engagement-der-freien-wohlfahrtsverbande-im-bereich-social-media%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.net-pilots.de/net-pilots/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Gestern erreichte mich folgende Frage von <a title="Hannes Jähnert" href="http://hannes-jaehnert.de" target="_blank">Hannes Jähnert</a> über Google+</p>
<blockquote><p><strong>Eine Frage an die Kolleg!nnen vom Fach:</strong></p>
<p>Ist es möglich, dass sich etablierte Sozialverbände &#8212; gemeint sind vor allem die Spitzen der deutschen Wohlfahrtspflege, aber auch andere Sozialdienstleister &#8212; eher <em>notgedrungen</em> auf ein Mehr an Social Media und Webkommunikation vorbereiten als sie wirklich eine Chance darin zu erkennen vermögen?</p>
<p>Ich kann zwar vielerlei Bemühungen entsprechender Organisationsentwicklung sehen (Stichwort Social Media Policys) doch scheint mir das alles eher reaktiv, denn aktiv. Wo bleibt der strategische Einbezug bei jenen Organisationen, die, ob ihrer vielfältigen Arbeitsgebite, doch eigentlich die meisten Anknüpfungspunkte bieten?</p></blockquote>
<p>Eine interessante Frage, auf die ich folgende Antwort habe:</p>
<p>Aus meiner subjektiven Sicht kann ich bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) weder auf Kreisverbandsebene, wo ich tätig bin, noch auf Bezirks- oder gar Landes- oder Bundesebene irgendeine Art von Social-Media-Engagement erkennen, nicht auf Twitter, nicht auf Facebook und auch nicht auf anderen Kanälen.<br />
Im Bereich der offenen Altenhilfe sind wir schon froh, wenn wir die meisten freiwillig Engagierten per Mail erreichen; auch das ist nicht selbstverständlich. Bei Twitter oder Facebook ist von dieser Zielgruppe praktisch niemand vertreten.</p>
<p>Eine grundsätzliche Frage stellt sich für mich: Wen spreche ich an und wie erreiche ich meine Zielgruppe?</p>
<p>Wenn ich freiwillig engagierte Menschen im Alter ab 50 suche, erreiche ich diese nicht primär über das Internet, sondern über Zeitungsartikel. Werbe ich über diese Schiene an, wird sich auch diese Zielgruppe melden.<br />
Die Zielgruppe von der du oft schreibst, jüngere Menschen, die sich über das Internet engagieren, haben wir praktisch nicht im Blick. Das liegt u.a. daran, dass wir diese flexible Möglichkeit für ein kurzfristiges Engagement aufgrund unserer Struktur gar nicht anbieten können. Würde sich jemand melden und fragen, was er ganz spontan mal mit zwei Tagen freier Zeit machen könnte, wären wir praktisch überfordert.</p>
<p>Würden wir gezielt nach jüngeren engagierten Menschen suchen, müssten wir zuerst unsere Struktur verändern und anpassen.</p>
<p>In diesem Zusammenhang wundert es mich, dass das Thema Social Media für die Freiwilligenagentur (zumindest in Bielefeld) auch überhaupt kein Thema ist. Hier starten immer wieder Projekte für Schülerinnen und Schüler, die Ansprache bleibt aber klassisch über eine statische Internetseite und die gezielte Ansprache von Lehrerinnen und Lehrern.</p>
<p>Ein wesentlicher Punkt, woran das Social-Media-Engagement sowohl bei der AWO, als auch bei der Freiwilligenagentur scheitert, ist das fehlende Personal. Es müsste jemand, der sich mit dem Thema auskennt, stundenweise dafür freigestellt werden.<br />
Dieser einfache Satz beinhaltet gleich mehrere Hürden: Es gibt in meinem Kollegenkreis praktisch niemanden, der Social Media ernsthaft nutzt, eine zeitliche Freistellung ist bei den immer höher werdenden Anforderungen der Projektfinanzierung nicht denkbar und um jemanden extra für diesen Bereich einzustellen (auch stundenweise) fehlt schlicht das Geld.</p>
<p><a href="https://plus.google.com/104663960775753129588/posts/j2fJbxcMc55" target="_blank">Die komplette Diskussion findet sich hier auf Google+</a></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/net-pilots/~4/T9gO9bIphDo" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Nochmal: Zukunft der Begegnungszentren in Bielefeld</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/net-pilots/~3/eU40U5w2pXU/</link>
		<comments>http://www.net-pilots.de/net-pilots/konzepte-sozialarbeit/nochmal-zukunft-der-begegnungszentren-in-bielefeld/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 12:42:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Zollondz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzepte für die Sozialarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Leistungsverträge zwischen der Stadt Bielefeld und den Trägern der Freien Wohlfahrtspflege sind zu den befürchteten Konditionen verlängert worden. Die Mittel werden auf dem Stand des Jahres 2009 eingefroren. Die damit wahrscheinlich verbundene mittelfristige Schließung durch ein langfristiges Ausbluten durch eingefrorene Leistungsverträge ist kontraproduktiv. Begegnungszentren müssen sich aus heutiger Sicht weiterentwickeln, stellen aber einen wichtigen generationenübergreifenden Anlaufpunkt im Quartier dar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton1028" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.net-pilots.de%2Fnet-pilots%2Fkonzepte-sozialarbeit%2Fnochmal-zukunft-der-begegnungszentren-in-bielefeld%2F&amp;via=stefan_zo&amp;text=Nochmal%3A%20Zukunft%20der%20Begegnungszentren%20in%20Bielefeld&amp;related=stefan_zo&amp;lang=de&amp;count=vertical&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.net-pilots.de%2Fnet-pilots%2Fkonzepte-sozialarbeit%2Fnochmal-zukunft-der-begegnungszentren-in-bielefeld%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.net-pilots.de/net-pilots/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Ende Mai habe ich bereits über die <a href="http://www.net-pilots.de/net-pilots/konzepte-sozialarbeit/zukunft-der-begegnungszentren-in-bielefeld/">Veranstaltung des Bielefelder Seniorenrats zur Zukunft der Begegnungszentren in Bielefeld</a> berichtet.<br />
In der Zwischenzeit sind die Leistungsverträge zwischen der Stadt Bielefeld und den Trägern der Freien Wohlfahrtspflege zu den befürchteten Konditionen verlängert worden. Die Mittel werden auf dem Stand des Jahres 2009 eingefroren. Insbesondere für die Personalkosten bedeutet das, dass tarifliche Steigerungen nicht bezahlt werden. Bereits seit Jahren fangen die moderaten Tariferhöhungen die Inflation nicht mehr auf und es kommt zu realen Lohnkürzungen.</p>
<p>Jetzt wird dieser Zustand aber noch getoppt: Mit jeder kommenden Tariferhöhung gehen Mitarbeitergespräche einher, um die Wochenarbeitszeit um das Maß der tariflichen Erhöhung zu senken und so keine weiter steigenden Verluste einzugehen. Natürlich handelt es sich dabei nur um eine symbolische Geste, da die Sachkosten ebenfalls steigen.</p>
<p>Christel Wiemers schreibt in der aktuellen Ausgabe der <a href="http://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Studium/Studiengaenge/Weiterbildende%20Studien/Studieren50/AGs/monokel.html" target="_blank">Monokel</a> (August/September 2011) unter dem Titel &#8220;Seniorenrat in der Offensive: Schließen bedeutet ausschließen&#8221;:</p>
<blockquote><p>(&#8230;) Die Tatsache, dass die erforderlichen Mittel zum Ausbau und zur Weiterentwicklung der offenen Seniorenarbeit fehlen, wurde trotz aller Übereinstimmung in der Forderung nach solchen Begegnungsmöglichkeiten überdeutlich klar. Prof. Hilmar Peter, Vorsitzender des Seniorenrates, regte dennoch an, Überlegungen anzustellen, wie jenseits der Frage nach mehr Geld noch mehr Entwicklung möglich sei.(&#8230;)</p></blockquote>
<p>Die Argumentationsweise des Seniorenrats-Vorsitzenden Hilmar Peter, das Ehrenamt und das freiwillige Engagement der Bürger zu stärken, wenn kein Geld vorhanden sei, steht im direkten Gegensatz zum Untertitel der Veranstaltung &#8220;Schließen bedeutet ausschließen&#8221;. Nur in einem Dialog auf Augenhöhe zwischen freiwillig Engagierten und sozialpädagogischen Fachkräften kann es zu einem tragfähigen Aufbau von Netzwerkstrukturen kommen. Und diese Netzwerke brauchen Anlaufstellen in den Wohnquartieren.</p>
<p>Eine mittelfristige Schließung durch ein langfristiges Ausbluten durch eingefrorene Leistungsverträge ist kontraproduktiv.</p>
<p>Unbenommen müssen sich die heutigen Begegnungszentren weiterentwickeln, die Richtung ist im Rahmenkonzept &#8220;Offene Altenhilfe&#8221; klar zu erkennen. Die Umsetzung wird aber seitens der Kommune aus Kostengründen abgelehnt.</p>
<p>Über das Rahmenkonzept hinaus müssen aus meiner Sicht folgende Punkt verändert werden:</p>
<ul>
<li>Die Zentren müssen sich mehr in Richtung generationenübergreifende Dienstleistungsdrehscheiben entwickeln.<br />
Große Gemeinschaftsräume entsprechen nicht mehr dem Bedarf einer Gesellschaft, die immer mehr in Richtung Individualisierung tendiert.</li>
<li>Begegnungszentren stellen vielmehr eine zentrale Anlaufstelle im Quartier dar, die im Rahmen einer Caféteria Begegnung ermöglichen, aber auch qualifizierte Beratung für alle Altersgruppen anbieten.</li>
<li>Als generationenübergreifende Anlaufstelle muss das alte Säulendenken (Jugend/Familie/Senioren) aufgebrochen werden. Begegnungszentren bieten Angebote für alle Generationen, dementsprechend muss auch die Finanzierung einer Mischfinanzierung aus allen Bereichen entsprechen.<br />
Die Erfahrungen aus dem Bundesmodellprojekt &#8220;Mehrgenerationenhäuser&#8221; der vergangenen fünf Jahre haben gezeigt, dass es möglich ist, dieses Säulendenken aufzulösen.</li>
</ul>
<p>Sowohl der Bund, als auch das Land NRW entwickeln bereits Konzepte und Förderprogramme, um dem demografischen Wandel präventiv entgegenzuwirken.<br />
Ohne Fachkräfte, ausschließlich mit bürgerschaftlichem Engagement, kann das nicht gelingen. Ein starkes Netzwerk ist nur mit einer Mischung aus professionellen und freiwilligen Akteuren tragfähig.</p>
<p>Ein bemerkenswertes Beispiel dafür liefert die Stadt München mit ihrem &#8220;Modellprojekt Präventive Hausbesuche&#8221;</p>
<blockquote><p>In Zusammenarbeit mit zwei Trägern der freien Wohlfahrtspflege, einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft und einem städtischen Sozialbürgerhaus, werden von insgesamt vier sozialpädagogischen Fachkräften  Hausbesuche angeboten. Zielgruppe sind Menschen über 75 Jahre sowie Migrantinnen und Migranten über 65 Jahre, die von Altersarmut, Isolation oder Einsamkeit betroffen sind. In vier Modellregionen werden die kostenlosen Hausbesuche angeboten, um ältere Menschen rechtzeitig über Haushaltshilfen, Treffpunkte und Veranstaltungen in der Nachbarschaft, finanzielle Unterstützungsmöglichkeitensowie weitergehende Hilfsangebote zu informieren. (&#8230;) Die Landeshauptstadt Münschen investiert (inklusive wissenschaftliche Begleitung) insgesamt rund 570.000 €* in dieses Projekt.<br />
Quelle: <a href="http://www.bagso.de/" target="_blank">BAGSO-Nachrichten 03/2011</a></p></blockquote>
<p>*Anmerkung: Mit dieser Summe könnte ein Mehrgenerationenhaus mit der jetzigen Förderung 14 Jahre lang gefördert werden!</p>
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		<title>Wasserstandsmeldung August 2011</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 07:17:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Zollondz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Net-Pilots aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab jetzt gibt es hier wieder regelmäßige Blogbeiträge rund um die Zukunft der Sozialarbeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton1021" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.net-pilots.de%2Fnet-pilots%2Faktuell%2Fwasserstandsmeldung-august-2011%2F&amp;via=stefan_zo&amp;text=Wasserstandsmeldung%20August%202011&amp;related=stefan_zo&amp;lang=de&amp;count=vertical&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.net-pilots.de%2Fnet-pilots%2Faktuell%2Fwasserstandsmeldung-august-2011%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.net-pilots.de/net-pilots/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p>Gut zweieinhalb Monate liegt mein letzter Blogbeitrag zurück. Ich hatte ja bereits im April angekündigt, dass ich aufgrund meiner Abschlussarbeit für meine Sozialmanagement-Fortbildung im Mai und Juni keine Beiträge schreiben würde. Mittlerweile habe ich die Fortbildung erfolgreich abgeschlossen und das darin entwickelte Konzept auch für den Startsocial-Wettbewerb 2011 eingereicht. Ich bin gespannt, wie es dort bewertet wird und ob es zu den Gewinnern gehört, die ein ausführliches Coaching erhalten.</p>
<p>Danach war ich zwei Wochen auf dem Ijsselmeer segeln, von den 15 Tagen waren 11 Tage Dauerregen und 4 Tage Sturm! So eine Sch*** habe ich in über zwanzig Jahren Segeln noch nicht erlebt!</p>
<p>Und dann stand noch das Interessenbekundungsverfahren für das Projekt &#8220;Mehrgenerationenhaus II&#8221; an. Hier geht es um die Verlängerung unserer Einrichtung für weitere drei Jahre. Mehr dazu wird es in meinem nächsten Blogbeitrag geben, der Morgen erscheinen soll.</p>
<p>Ab dann gibt es hier wieder regelmäßige Beiträge von mir.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Zukunft der Begegnungszentren in Bielefeld</title>
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		<pubDate>Fri, 27 May 2011 07:37:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Zollondz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzepte für die Sozialarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aktive Beteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaftliches Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[Fachdiskussion Sozialarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierung Sozialer Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftlicher Nutzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kürzungen im Sozialbereich]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft der Sozialarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 25. Mai 2011 hat in Bielefeld eine Veranstaltung des Bielefelder Seniorenrats zum Thema "Zukunft der Begegnungszentren in Bielefeld" stattgefunden.
In den vergangenen Wochen wurde in den Medien immer wieder über die drohende Schließung dreier Begegnungszentren des evangelischen Gemeindedienstes berichtet. Die Seniorenrat der Stadt Bielefeld nahm diese Berichterstattung zum Anlass, um sich auf einem Fachtag breit angelegt mit dem Thema Zukunft der Begegnungszentren in Bielefeld zu beschäftigen.
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton995" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.net-pilots.de%2Fnet-pilots%2Fkonzepte-sozialarbeit%2Fzukunft-der-begegnungszentren-in-bielefeld%2F&amp;via=stefan_zo&amp;text=Zukunft%20der%20Begegnungszentren%20in%20Bielefeld&amp;related=stefan_zo&amp;lang=de&amp;count=vertical&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.net-pilots.de%2Fnet-pilots%2Fkonzepte-sozialarbeit%2Fzukunft-der-begegnungszentren-in-bielefeld%2F" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.net-pilots.de/net-pilots/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><p><a href="http://www.net-pilots.de/net-pilots/wp-content/uploads/2011/05/BZ-Fachtagung_01.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-1003" style="border: 1px solid black;" title="BZ-Fachtagung_01" src="http://www.net-pilots.de/net-pilots/wp-content/uploads/2011/05/BZ-Fachtagung_01-146x300.png" alt="" width="146" height="300" /></a>Am 25. Mai 2011 hat in Bielefeld eine Veranstaltung des Bielefelder Seniorenrats zum Thema &#8220;Zukunft der Begegnungszentren in Bielefeld&#8221; stattgefunden.</p>
<p>In den vergangenen Wochen wurde in den Medien immer wieder über die drohende Schließung dreier Begegnungszentren des evangelischen Gemeindedienstes berichtet. Die Seniorenrat der Stadt Bielefeld nahm diese Berichterstattung zum Anlass, um sich auf einem Fachtag breit angelegt mit dem Thema Zukunft der Begegnungszentren in Bielefeld zu beschäftigen.</p>
<p>Etwa 140 Besucher, Hauptamtliche, Ehrenamtliche und Besucherinnen und Besucher der Zentren kann der Einladung in die Ravensberger Spinnerei nach und verfolgten die Fachdiskussion.</p>
<p>Tim Kähler, erster Beigeordneter der Stadt Bielefeld und Sozialdezernent  verwies in seinem Beitrag auf die angespannte Haushaltslage der Stadt Bielefeld im Rahmen des Haushaltssicherungskonzepts.  Zusätzliche Ausgaben im Bereich der offenen Altenhilfe  wären nicht zielführend, vielmehr wäre das ehrenamtliche, bürgerschaftliche Engagement gefragt und die Menschen müssten die Auswirkungen der demographischen Entwicklung in ihren Stadtteilen in eigener Regie lösen.<br />
Außerdem bestätigte Kähler seinen Standpunkt, dass es sich bei den Mitteln im Bereich der offenen Altenhilfe um freiwillige Leistungen handeln würde.</p>
<p>Dieser Standpunkt wurde von den anwesenden Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände in Bielefeld heftig kritisiert. Sie verwiesen darauf, dass die Sachleistung, die in den Leistungsverträgen festgehalten sind, auf dem Stand des Jahres 1979 basieren.  Die kurze Laufzeitverlängerung der Leistungsverträge um nur ein Jahr, sowie das einfrieren der Gehälter auf dem Stand von 2009 seien ebenfalls nicht akzeptabel,  da es sich dabei de facto um eine weitere Leistungskürzung handelt.</p>
<p>Das vom Rat geforderte Rahmenkonzept &#8220;Offene Altenhilfe&#8221;, dass in den vergangenen Jahren von den sozialen Trägern in Zusammenarbeit mit der Stadt entwickelt worden ist, benötigt für seine Umsetzung weitere 600.000 €.  dieses – meiner Meinung nach – mit maßvollen Blick auf die Finanzen entwickelte Konzept stellt ein Mindeststandard für die Arbeit der kommenden Jahre dar. Bereits heute beträgt der Anteil der Menschen über 60 Jahre in Bielefeld 25 %, in zehn Jahren wird bereits ein Drittel der Bielefelder Bevölkerung über 60 Jahre alt sein.</p>
<p>Verschiedene Redner hoben hervor, dass Begegnungszentren nur ein Teil der gemeinwesenorientierten Sozialarbeit sind und bleiben werden.  Diese Aussage ist meiner Meinung nach richtig.  Begegnungszentren stellen aber einen wichtigen Anlauf- und Koordinierungspunkt im Stadtteil dar. Außerdem sind sie offen für alle Altersgruppen, nicht nur für ältere Menschen. Ein aufbrechen dieses Säulendenkens ist meiner Ansicht nach dringend notwendig. Die Arbeit des Mehrgenerationenhauses in den vergangenen fünf Jahren hat gezeigt, dass ein Aufbrechen dieser Säulen hilfreich für die Arbeit ist, zu neuen Angeboten führt, neue Benutzergruppen anspricht und somit zu Synergieeffekten führt.</p>
<p>Auch das von Herrn Kähler geforderte bürgerschaftliche Engagement braucht als Grundlage ein funktionierendes Begegnungszentrum im Stadtteil, in dem sozialarbeiterische Fachkräfte und freiwillig Engagierte auf Augenhöhe miteinander arbeiten. Eine Ausstattung mit zwei halben Sozialarbeiterstellen stellt dabei für mich einen Mindeststandard dar.</p>
<p>In meinem Podiumsbeitrag zum Thema Vernetzung der Seniorenarbeit im Stadtteil habe ich außerdem dafür plädiert, dass ich mir seitens der Politik eine Wertschätzung unserer Arbeit wünschen würde. Seit der letzten großen Kürzungswelle Anfang der Neunzigerjahre geht es im Bereich der offenen Altenhilfe ausschließlich um  gekürzte  Leistungsverträge und zu hohe Kosten. Das aktuelle Einfrieren der Mitarbeitergehälter auf den Stand von 2009 ist ein weiterer Schritt in dieser Abwärtsspirale.</p>
<p>Leider wurden am Ende der Veranstaltung keine weiteren konkreten Schritte vereinbart.  Da die Entscheidungsträger die Veranstaltung zu Beginn der Arbeitsgruppenphase bereits verlassen  hatten, blieb dem Vorsitzenden des Seniorenrates im Schlusswort lediglich die Beteuerung, sich weiterhin für den Erhalt der Begegnungszentren in Bielefeld einzusetzen.</p>
<p><em>Presseartikel in der Neuen Westfälischen Zeitung am 26.05.2011</em></p>
<p><a href="http://www.net-pilots.de/net-pilots/wp-content/uploads/2011/05/BZ-Fachtag.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1002" title="BZ-Fachtag" src="http://www.net-pilots.de/net-pilots/wp-content/uploads/2011/05/BZ-Fachtag.png" alt="" width="600" height="442" /></a></p>
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