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	<title>neueswort.de - Täglich ein Fremdwort</title>
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	<description>Auf neueswort.de stellen wir täglich ein Fremdwort samt seiner Herkunft, Bedeutung und Beispielsätzen vor.</description>
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	<title>Jeden Tag ein Fremdwort – neueswort</title>
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	<item>
		<title>Modus Vivendi</title>
		<link>https://neueswort.de/modus-vivendi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 16:41:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Ausdruck Modus Vivendi (der) bezeichnet eine &#8222;pragmatische Übereinkunft&#8220; oder eine &#8222;erträgliche Form des Zusammenlebens&#8220;, auf die sich zwei oder mehrere Parteien verständigen, auch wenn sie grundsätzlich verschiedener Meinung sind. &#8230;<p class="read-more"> <a class="ast-button" href="https://neueswort.de/modus-vivendi/"> <span class="screen-reader-text">Modus Vivendi</span> Weiterlesen »</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Ausdruck <strong>Modus Vivendi</strong> (der) bezeichnet eine &#8222;pragmatische Übereinkunft&#8220; oder eine &#8222;erträgliche Form des Zusammenlebens&#8220;, auf die sich zwei oder mehrere Parteien verständigen, auch wenn sie grundsätzlich verschiedener Meinung sind.</p>
<p>Ein <strong>Modus Vivendi</strong> ist kein endgültiger Frieden und kein vollwertiger Vertrag, sondern eine praktikable Lösung, mit der alle Beteiligten leben können. Der Begriff drückt aus, dass man sich arrangiert hat, ohne den zugrunde liegenden Konflikt wirklich gelöst zu haben. Es geht um das Machbare, nicht um das Ideale.</p>
<p>Besonders in der Diplomatie und der Politik wird der Ausdruck häufig verwendet. Wenn zwei Staaten oder Parteien nach langem Streit einen <strong>Modus Vivendi</strong> finden, bedeutet das: Sie haben einen Weg gefunden, miteinander auszukommen, auch wenn tiefgreifende Differenzen bestehen bleiben.</p>
<p>Aber auch im Alltag ist der Begriff gebräuchlich. Mitbewohner, die unterschiedliche Vorstellungen von Ordnung haben, können ebenso einen <strong>Modus Vivendi</strong> finden wie Geschäftspartner mit verschiedenen Arbeitsstilen.</p>
<p>Verwandt, aber nicht zu verwechseln, ist der <a href="https://neueswort.de/modus-operandi/"><strong>Modus Operandi</strong></a> (die Vorgehensweise).</p>
<p>Der Ausdruck stammt unverändert aus dem Lateinischen. <em>Modus</em> bedeutet &#8222;Art, Weise&#8220; und <em>vivendi</em> ist der Genitiv von <em>vivere</em> (leben). Wörtlich übersetzt heißt <strong>Modus Vivendi</strong> also &#8222;Art zu leben&#8220;. Der Plural lautet <strong>Modi Vivendi</strong>.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [ˌmoːdʊs viˈvɛndi]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Nach monatelangen Verhandlungen fanden die beiden Länder schließlich einen <strong>Modus Vivendi</strong>, der weiteren Eskalationen vorbeugen sollte.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Koalitionspartner einigten sich auf einen <strong>Modus Vivendi</strong>: Beide Seiten verzichteten auf ihre Maximalforderungen, um das Bündnis nicht zu gefährden.</p></blockquote>
<blockquote><p>Einen echten Frieden gab es zwischen den Nachbarn nie, wohl aber einen <strong>Modus Vivendi</strong>, der seit Jahren funktioniert.</p></blockquote>
<blockquote><p>Nach der Scheidung brauchten die Eltern Monate, um einen <strong>Modus Vivendi</strong> zu finden.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Wissenschaft und die Kirche haben im Laufe der Jahrhunderte einen <strong>Modus Vivendi</strong> entwickelt, auch wenn ihre Weltbilder in vielen Punkten unvereinbar bleiben.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Placebo</title>
		<link>https://neueswort.de/placebo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 17:34:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Substantiv Placebo (das) bezeichnet ein &#8222;Scheinmedikament&#8220;, also ein Präparat, das keinen medizinischen Wirkstoff enthält, aber dennoch eine Wirkung entfalten kann. Ein Placebo sieht aus wie ein echtes Medikament, ist &#8230;<p class="read-more"> <a class="ast-button" href="https://neueswort.de/placebo/"> <span class="screen-reader-text">Placebo</span> Weiterlesen »</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Substantiv <strong>Placebo</strong> (das) bezeichnet ein &#8222;Scheinmedikament&#8220;, also ein Präparat, das keinen medizinischen Wirkstoff enthält, aber dennoch eine Wirkung entfalten kann.</p>
<p>Ein <strong>Placebo</strong> sieht aus wie ein echtes Medikament, ist aber in der Regel eine harmlose Zuckertablette oder Kochsalzlösung. Entscheidend ist, dass die behandelte Person glaubt, ein wirksames Mittel zu erhalten. Allein diese Erwartungshaltung kann messbare Verbesserungen hervorrufen, etwa bei Schmerzen, Übelkeit oder Schlafstörungen. Dieses Phänomen wird als <strong>Placeboeffekt</strong> bezeichnet.</p>
<p>In der medizinischen Forschung spielen <strong>Placebos</strong> eine zentrale Rolle. Um die tatsächliche Wirksamkeit eines neuen Medikaments zu belegen, wird es in klinischen Studien gegen ein <strong>Placebo</strong> getestet: Eine Gruppe erhält das echte Präparat, eine andere das Scheinmedikament. Nur wenn das Medikament deutlich besser wirkt als das <strong>Placebo</strong>, gilt es als wirksam.</p>
<p>Auch im übertragenen Sinne wird der Begriff verwendet. Ein politisches Vorhaben, das lediglich beruhigen soll, ohne etwas zu bewirken, kann als <strong>Placebo</strong> bezeichnet werden.</p>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Die Herkunft des Wortes ist bemerkenswert. <strong>Placebo</strong> ist die 1. Person Singular Futur von lateinisch <em>placere</em> (gefallen) und bedeutet wörtlich &#8222;ich werde gefallen&#8220;.</p>
<p>Der Begriff stammt ursprünglich aus der christlichen Liturgie: In der lateinischen Fassung von Psalm 116 im <em>Psalterium Gallicanum</em> des <em>Hieronymus</em> beginnt ein Vers mit den Worten <em>Placebo Domino in regione vivorum</em> (&#8222;Ich werde dem Herrn gefallen im Lande der Lebenden&#8220;). Dieser Vers war Bestandteil der Totenandacht.</p>
<p>Im Mittelalter wurde <em>Placebo</em> zum Spottbegriff für bezahlte Trauergäste, die den Verstorbenen gegen Geld besangen, ohne echte Trauer zu empfinden. Die Bedeutung verschob sich so von &#8222;gefallen&#8220; über &#8222;schmeicheln&#8220; und &#8222;etwas Unechtes&#8220; hin zum medizinischen Fachbegriff, der im 18. Jahrhundert aufkam.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [plaˈt͡seːbo]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>In der Studie erhielt die Kontrollgruppe lediglich ein <strong>Placebo</strong>, doch auch dort berichteten viele Teilnehmende von einer Besserung ihrer Beschwerden.</p></blockquote>
<blockquote><p>Kritiker bezeichneten das Konjunkturpaket der Regierung als politisches <strong>Placebo</strong>, das vor allem beruhigen, aber kaum etwas bewirken solle.</p></blockquote>
<blockquote><p>Der <strong>Placeboeffekt</strong> zeigt, wie stark der Glaube an eine Behandlung den Heilungsprozess beeinflussen kann.</p></blockquote>
<blockquote><p>Das neue Medikament schnitt in Tests kaum besser ab als ein <strong>Placebo</strong>, weshalb die Zulassung vorerst abgelehnt wurde.</p></blockquote>
<blockquote><p>Ob Akupunktur tatsächlich wirkt oder ob es sich um einen reinen <strong>Placeboeffekt</strong> handelt, ist in der Wissenschaft nach wie vor umstritten.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Renommee</title>
		<link>https://neueswort.de/renommee/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 13:13:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Substantiv Renommee (das) bedeutet &#8222;Ansehen&#8220;, &#8222;guter Ruf&#8220; oder &#8222;Prestige&#8220;. Ein Renommee ist der Ruf, den eine Person, eine Institution oder ein Unternehmen in der Öffentlichkeit genießt. Meist wird das &#8230;<p class="read-more"> <a class="ast-button" href="https://neueswort.de/renommee/"> <span class="screen-reader-text">Renommee</span> Weiterlesen »</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Substantiv <strong>Renommee</strong> (das) bedeutet &#8222;Ansehen&#8220;, &#8222;guter Ruf&#8220; oder &#8222;Prestige&#8220;.</p>
<p>Ein <strong>Renommee</strong> ist der Ruf, den eine Person, eine Institution oder ein Unternehmen in der Öffentlichkeit genießt. Meist wird das Wort im positiven Sinne verwendet: Wer ein gutes <strong>Renommee</strong> hat, ist angesehen und genießt Wertschätzung. Man spricht etwa vom <strong>Renommee</strong> einer Universität, eines Restaurants oder einer Anwaltskanzlei.</p>
<p>Das <strong>Renommee</strong> ist dabei etwas, das sich über lange Zeit aufbaut, aber schnell beschädigt werden kann. Ein Skandal, ein Fehlurteil oder ein öffentlicher Vertrauensbruch können das <strong>Renommee</strong> empfindlich beschädigen.</p>
<p>Häufige Wendungen sind:</p>
<ul>
<li>&#8222;ihr/sein Renommee aufs Spiel setzen&#8220;,</li>
<li>&#8222;das Renommee wahren&#8220; oder</li>
<li>&#8222;das Renommee hat gelitten&#8220;.</li>
</ul>
<p>Eng verwandt ist das Adjektiv <a href="https://neueswort.de/renommiert/">renommiert</a> (angesehen, namhaft). Vorsicht hingegen beim Verb <em>renommieren</em>: Im Deutschen hat es eine abweichende, negative Bedeutung entwickelt und meint &#8222;prahlen&#8220; oder &#8222;angeben&#8220;.</p>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Das Wort wurde Anfang des 17. Jahrhunderts aus dem französischen <em>renommée</em> (guter Ruf) entlehnt. Dieses geht auf das Verb <em>renommer</em> (loben, rühmen) zurück, eine Bildung aus <em>re-</em> (wieder) und <em>nommer</em> (nennen, benennen), das wiederum auf das lateinische <em>nominare</em> (benennen) zurückgeht. Wörtlich steckt im <strong>Renommee</strong> also die Vorstellung, &#8222;immer wieder genannt zu werden&#8220;. Wer in aller Munde ist, hat sich einen Namen gemacht.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [ʁenɔˈmeː]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Das <strong>Renommee</strong> der Universität zieht Jahr für Jahr Studierende aus der ganzen Welt an.</p></blockquote>
<blockquote><p>Durch den Skandal hat das <strong>Renommee</strong> des Unternehmens erheblich gelitten.</p></blockquote>
<blockquote><p>Das kleine Restaurant hat sich über die Jahre ein beachtliches <strong>Renommee</strong> erarbeitet, ganz ohne aufwendige Werbung.</p></blockquote>
<blockquote><p>Sie setzte ihr gesamtes berufliches <strong>Renommee</strong> aufs Spiel, als sie den Missstand öffentlich anprangerte.</p></blockquote>
<blockquote><p>Ein gutes <strong>Renommee</strong> aufzubauen dauert Jahre. Es zu verlieren kann eine Sache von Tagen sein.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Junktim</title>
		<link>https://neueswort.de/junktim/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 17:23:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Substantiv Junktim (das) bezeichnet die „Koppelung von zwei unabhängigen Vereinbarungen oder Forderungen zu einem untrennbaren Paket&#8220;. Wer ein Junktim herstellt, verknüpft zwei Dinge so miteinander, dass sie nur gemeinsam &#8230;<p class="read-more"> <a class="ast-button" href="https://neueswort.de/junktim/"> <span class="screen-reader-text">Junktim</span> Weiterlesen »</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Substantiv <strong>Junktim</strong> (das) bezeichnet die „Koppelung von zwei unabhängigen Vereinbarungen oder Forderungen zu einem untrennbaren Paket&#8220;.</p>
<p>Wer ein <strong>Junktim</strong> herstellt, verknüpft zwei Dinge so miteinander, dass sie nur gemeinsam angenommen oder abgelehnt werden können. Das Prinzip lässt sich auf eine einfache Formel bringen: &#8222;Ohne das eine gibt es das andere nicht.&#8220;</p>
<p><strong>Junktim</strong> ist vor allem ein Begriff der Politik und der Rechtswissenschaft. In Koalitionsverhandlungen etwa werden regelmäßig Forderungen verschiedener Parteien in einem <strong>Junktim</strong> gebündelt: Partei A stimmt einem Vorhaben von Partei B nur zu, wenn im Gegenzug auch ihr eigenes Anliegen umgesetzt wird.</p>
<p>Ebenso können Gesetzesvorlagen oder Verträge so miteinander verknüpft werden, dass sie nur als Gesamtpaket verabschiedet werden.</p>
<p>Auch im Alltag wird der Begriff gelegentlich verwendet, meist mit einem strategischen Unterton. Wer ein <strong>Junktim</strong> aufstellt, übt Druck aus, indem eine eigentlich erwünschte Sache an eine zusätzliche Bedingung geknüpft wird.</p>
<p>Das Wort geht auf das lateinische Adverb <em>iunctim</em> (vereinigt, beisammen) zurück, das vom Verb <em>iungere</em> (verbinden, zusammenfügen) abstammt. Verwandt ist auch das lateinische <em>iugum</em> (Joch), das ebenfalls für eine Verbindung steht.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [ˈjʊŋktɪm]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Die Partei stellte ein <strong>Junktim</strong> auf: Ohne eine Reform der Pflegeversicherung werde sie dem Haushaltsentwurf nicht zustimmen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Gegenseite hatte beide Forderungen in einem <strong>Junktim</strong> verknüpft.</p></blockquote>
<blockquote><p>Kritiker warfen der Regierung vor, durch das <strong>Junktim</strong> von Wirtschaftshilfe und politischen Zugeständnissen unnötig Druck auszuüben.</p></blockquote>
<blockquote><p>Das <strong>Junktim</strong> zwischen den beiden Gesetzesvorlagen erwies sich als kluger Schachzug.</p></blockquote>
<blockquote><p>Sie machte ihm ein <strong>Junktim</strong>: Den gemeinsamen Urlaub gebe es nur, wenn vorher die Küche renoviert werde.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Konfekt</title>
		<link>https://neueswort.de/konfekt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 18:27:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Substantiv Konfekt (das) bezeichnet &#8222;feine Süßwaren&#8220;, &#8222;Pralinen&#8220; oder &#8222;süßes Kleingebäck&#8220;. Unter Konfekt versteht man im Deutschen vor allem kleine, fein zubereitete Süßigkeiten: Pralinen, kandierte Früchte, Marzipanstücke, Fondants und ähnliche &#8230;<p class="read-more"> <a class="ast-button" href="https://neueswort.de/konfekt/"> <span class="screen-reader-text">Konfekt</span> Weiterlesen »</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Substantiv <strong>Konfekt</strong> (das) bezeichnet &#8222;feine Süßwaren&#8220;, &#8222;Pralinen&#8220; oder &#8222;süßes Kleingebäck&#8220;.</p>
<p>Unter <strong>Konfekt</strong> versteht man im Deutschen vor allem kleine, fein zubereitete Süßigkeiten: Pralinen, kandierte Früchte, Marzipanstücke, Fondants und ähnliche Köstlichkeiten.</p>
<p>Der Begriff hat dabei einen gehobenen Klang und ruft Bilder von kunstvoll gefüllten Schachteln und festlichen Anlässen hervor.</p>
<p>In Österreich und der Schweiz wird <strong>Konfekt</strong> auch als Sammelbegriff für Kleingebäck verwendet, etwa für Plätzchen oder Petit Fours.</p>
<h2>Hintergrund</h2>
<p><strong>Konfekt</strong> stammt aus der Apothekersprache. Im Mittelhochdeutschen (14./15. Jahrhundert) bezeichnete <em>confect</em> zubereitete Arzneien, die oft mit Honig, Zucker oder Sirup haltbar gemacht wurden. Da diese Zubereitungen süß schmeckten, verschwamm mit der Zeit die Grenze zwischen Medizin und Naschwerk. Seit dem 16. Jahrhundert wird <strong>Konfekt</strong> in seiner heutigen Bedeutung als Süßware verwendet.</p>
<p>Das Wort geht auf das mittellateinische <em>confectum</em> (das Zubereitete) zurück, das substantivierte Partizip von <em>conficere</em> (zubereiten, fertigmachen). Dieses setzt sich zusammen aus <em>con-</em> (zusammen) und <em>facere</em> (machen, tun).</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [kɔnˈfɛkt]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Zu Ostern stellte die Konditorei ihr beliebtestes <strong>Konfekt</strong> ins Schaufenster: Marzipaneier mit Pistazien und kandierte Orangenscheiben in dunkler Schokolade.</p></blockquote>
<blockquote><p>Auf dem Salontisch stand eine silberne Schale mit erlesenem <strong>Konfekt</strong>, an der sich die Gäste nach dem Kaffee bedienten.</p></blockquote>
<blockquote><p>In der Schweiz versteht man unter <strong>Konfekt</strong> vor allem feines Kleingebäck, wie es traditionell zur Weihnachtszeit gebacken wird.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die kleine Confiserie am Marktplatz war für ihr handgemachtes <strong>Konfekt</strong> weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.</p></blockquote>
<blockquote><p>Wer hätte gedacht, dass <strong>Konfekt</strong> einmal als Medizin galt, bevor es zur süßen Versuchung wurde?</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>komplementär</title>
		<link>https://neueswort.de/komplementaer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 22:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[K]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Adjektiv komplementär bedeutet &#8222;sich wechselseitig ergänzend&#8220; oder &#8222;einander vervollständigend&#8220;. Komplementär beschreibt Dinge, die zusammen ein Ganzes bilden, obwohl sie für sich genommen unterschiedlich oder sogar gegensätzlich sein können. Entscheidend &#8230;<p class="read-more"> <a class="ast-button" href="https://neueswort.de/komplementaer/"> <span class="screen-reader-text">komplementär</span> Weiterlesen »</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Adjektiv <strong>komplementär</strong> bedeutet &#8222;sich wechselseitig ergänzend&#8220; oder &#8222;einander vervollständigend&#8220;.</p>
<p><strong>Komplementär</strong> beschreibt Dinge, die zusammen ein Ganzes bilden, obwohl sie für sich genommen unterschiedlich oder sogar gegensätzlich sein können. Entscheidend ist, dass das eine das andere sinnvoll ergänzt.</p>
<p>So können etwa zwei Personen mit ganz unterschiedlichen Stärken ein <strong>komplementäres</strong> Team bilden: Was der einen fehlt, bringt die andere mit.</p>
<p>Der Begriff begegnet uns in vielen Fachbereichen:</p>
<ul>
<li>In der <strong>Farbenlehre</strong> sind <strong>Komplementärfarben</strong> Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen und zusammen einen neutralen Ton ergeben, etwa Blau und Orange oder Rot und Grün.</li>
<li>In der <strong>Medizin</strong> spricht man von <strong>Komplementärmedizin</strong>, wenn alternative Heilverfahren die klassische Schulmedizin ergänzen.</li>
<li>Und im <strong>Gesellschaftsrecht</strong> bezeichnet man als <strong>Komplementär</strong> das persönlich haftende Mitglied einer Kommanditgesellschaft (KG), das die Haftung der übrigen Beteiligten &#8222;vervollständigt&#8220;.</li>
</ul>
<p>Nicht zu verwechseln ist <strong>komplementär</strong> mit &#8222;komplimentär&#8220; (von <em>Kompliment</em>). Die beiden Wörter klingen ähnlich, haben aber völlig unterschiedliche Bedeutungen.</p>
<p>Das Wort wurde im 18. Jahrhundert aus dem französischen <em>complémentaire</em> (ergänzend) entlehnt. Dieses geht auf das lateinische <em>complementum</em> (Ergänzung, Erfüllung) zurück, das sich aus <em>com-</em> (zusammen) und <em>plere</em> (füllen, erfüllen) zusammensetzt. Wörtlich bedeutet <strong>komplementär</strong> also &#8222;zusammen auffüllend&#8220;.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [kɔmplemɛnˈtɛːɐ̯]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Ihre Fähigkeiten waren nahezu <strong>komplementär</strong>: Er hatte die Ideen, sie die Geduld, sie umzusetzen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Blau und Orange sind <strong>Komplementärfarben</strong> und erzeugen nebeneinander einen besonders lebhaften Kontrast.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die beiden Studien kommen aus unterschiedlichen Fachrichtungen, liefern aber <strong>komplementäre</strong> Ergebnisse, die sich gegenseitig stützen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Viele Patienten setzen auf <strong>Komplementärmedizin</strong>, um ihre schulmedizinische Behandlung durch alternative Verfahren zu ergänzen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Das Unternehmen suchte gezielt nach einem Partner mit <strong>komplementärem</strong> Produktportfolio, um neue Märkte zu erschließen.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>a priori</title>
		<link>https://neueswort.de/a-priori/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2026 22:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[A]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Ausdruck a priori bedeutet &#8222;von vornherein&#8222;, &#8222;grundsätzlich&#8220; oder &#8222;ohne weiteren Beweis&#8222;. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird a priori verwendet, wenn jemand etwas von vornherein annimmt oder ausschließt, ohne es geprüft &#8230;<p class="read-more"> <a class="ast-button" href="https://neueswort.de/a-priori/"> <span class="screen-reader-text">a priori</span> Weiterlesen »</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Ausdruck <strong>a priori</strong> bedeutet &#8222;<strong>von vornherein</strong>&#8222;, &#8222;<strong>grundsätzlich</strong>&#8220; oder &#8222;<strong>ohne weiteren Beweis</strong>&#8222;.</p>
<p>Im alltäglichen Sprachgebrauch wird <strong>a priori</strong> verwendet, wenn jemand etwas von vornherein annimmt oder ausschließt, ohne es geprüft zu haben.</p>
<p>Ein Satz wie &#8222;Das ist <strong>a priori</strong> keine gute Idee&#8220; bedeutet: Schon ohne nähere Betrachtung spricht alles dagegen.</p>
<p><strong>In der Philosophie</strong> hat der Begriff eine spezifischere Bedeutung. Eine Erkenntnis <strong>a priori</strong> ist eine Erkenntnis, die allein durch Nachdenken gewonnen wird, also unabhängig von Erfahrung und Beobachtung.</p>
<p>Ein klassisches Beispiel sind mathematische Wahrheiten: Dass zwei plus zwei vier ergibt, wissen wir <strong>a priori</strong>, ohne es in der Welt überprüfen zu müssen. Besonders <em>Immanuel Kant</em> hat den Begriff in seiner &#8222;Kritik der reinen Vernunft&#8220; geprägt und systematisch vom Gegenbegriff <a href="https://neueswort.de/a-posteriori/">a posteriori</a> abgegrenzt, der Erkenntnisse bezeichnet, die erst durch Erfahrung gewonnen werden.</p>
<p>Der Ausdruck stammt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich &#8222;vom Früheren her&#8220;. Er setzt sich zusammen aus der Präposition <em>a</em> (von, von … her) und <em>priori</em>, dem Ablativ von <em>prior</em> (der Frühere, der Erste).</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [a pʁiˈoːʁi]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Man sollte neue Vorschläge nicht <strong>a priori</strong> ablehnen, sondern sich die Argumente zumindest anhören.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Studie wurde <strong>a priori</strong> als fehlerhaft eingestuft, noch bevor die Ergebnisse überhaupt vorlagen.</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>A priori</strong> ist das kein Widerspruch, doch in der Praxis dürfte es schwierig werden, beides miteinander zu vereinbaren.</p></blockquote>
<blockquote><p>In der Mathematik gelten viele Erkenntnisse als <strong>a priori</strong>, da sie sich allein durch logisches Denken herleiten lassen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Ob das Projekt gelingen wird, lässt sich <strong>a priori</strong> kaum beurteilen.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Indikator</title>
		<link>https://neueswort.de/indikator/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 22:11:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungssprache]]></category>
		<category><![CDATA[I]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Substantiv Indikator (der) bedeutet &#8222;Anzeiger&#8220; oder &#8222;Hinweisgeber&#8220; und bezeichnet ein Merkmal, ein Ereignis oder eine Messgröße, aus denen sich Rückschlüsse auf einen bestimmten Zustand oder eine Entwicklung ziehen lassen. &#8230;<p class="read-more"> <a class="ast-button" href="https://neueswort.de/indikator/"> <span class="screen-reader-text">Indikator</span> Weiterlesen »</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Substantiv <strong>Indikator</strong> (der) bedeutet &#8222;<strong>Anzeiger</strong>&#8220; oder &#8222;<strong>Hinweisgeber</strong>&#8220; und bezeichnet ein Merkmal, ein Ereignis oder eine Messgröße, aus denen sich Rückschlüsse auf einen bestimmten Zustand oder eine Entwicklung ziehen lassen.</p>
<p>Im alltäglichen Sprachgebrauch ist ein <strong>Indikator</strong> ein beobachtbares Zeichen, das auf etwas Verborgenes oder schwer Messbares hindeutet.</p>
<p><strong>Beispiele:</strong></p>
<ul>
<li>Die Körpersprache einer Person kann ein <strong>Indikator</strong> für ihre Stimmung sein</li>
<li>Der Zustand öffentlicher Gebäude kann ein <strong>Indikator</strong> für die Finanzlage einer Gemeinde sein.</li>
</ul>
<p>In den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sind <strong>Indikatoren</strong> konkrete Kennzahlen, die komplexe Sachverhalte messbar machen sollen. Die Arbeitslosenquote etwa gilt als <strong>Indikator</strong> für den Zustand des Arbeitsmarktes, die Säuglingssterblichkeit als <strong>Indikator</strong> für das Entwicklungsniveau eines Landes.</p>
<p>Auch in der Chemie ist der Begriff geläufig: Dort bezeichnet ein <strong>Indikator</strong> einen Stoff, der durch Farbveränderung den Zustand einer Lösung anzeigt. Bekannte Beispiele sind Lackmuspapier, das sich bei Kontakt mit Säuren rot und bei Basen blau färbt, oder Phenolphthalein, das in alkalischen Lösungen pink wird.</p>
<p>Das Wort geht auf das lateinische <em>indicare</em> (anzeigen, bekannt machen) zurück, das sich aus <em>in-</em> (hin, hinein) und <em>dicare</em> (verkünden, zeigen, sprechen) zusammensetzt. Eng verwandt ist der <em>Index</em>, der ebenfalls ein &#8222;Anzeiger&#8220; ist. Der Plural lautet <strong>Indikatoren</strong>.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Hörbeispiel:</strong> <a href="https://neueswort.de/indikator/">Siehe Website</a><br />
<strong>Lautschrift (IPA):</strong> [ɪndiˈkaːtoːɐ̯]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Der Geschäftsklimaindex des ifo Instituts gilt als wichtiger <strong>Indikator</strong> für die kurzfristige Entwicklung der deutschen Wirtschaft.</p></blockquote>
<blockquote><p>Steigende Energiepreise können ein <strong>Indikator</strong> für geopolitische Spannungen sein.</p></blockquote>
<blockquote><p>Seine starre Körperhaltung war für sie ein deutlicher <strong>Indikator</strong> dafür, dass er etwas zu verbergen versuchte.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Wahlbeteiligung wird häufig als <strong>Indikator</strong> für das Vertrauen der Bevölkerung in die Demokratie herangezogen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Im Chemieunterricht lernten wir, wie ein <strong>Indikator</strong> durch Farbveränderung den pH-Wert einer Lösung anzeigt.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>per se</title>
		<link>https://neueswort.de/per-se/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 22:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[P]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Ausdruck per se bedeutet &#8222;an sich&#8220;, &#8222;von selbst&#8220; oder &#8222;aus sich heraus&#8220;. Per se drückt aus, dass etwas aus seiner eigenen Natur heraus und ohne weitere Bedingungen so ist. &#8230;<p class="read-more"> <a class="ast-button" href="https://neueswort.de/per-se/"> <span class="screen-reader-text">per se</span> Weiterlesen »</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Ausdruck <strong>per se</strong> bedeutet &#8222;an sich&#8220;, &#8222;von selbst&#8220; oder &#8222;aus sich heraus&#8220;.</p>
<p><strong>Per se</strong> drückt aus, dass etwas aus seiner eigenen Natur heraus und ohne weitere Bedingungen so ist. Wer sagt, etwas sei &#8222;<strong>per se</strong> richtig&#8220;, meint damit, dass es grundsätzlich und von sich aus richtig ist.</p>
<p>Besonders häufig wird <strong>per se</strong> in Verbindung mit einer Verneinung verwendet.</p>
<p><strong>Beispiel:</strong> &#8222;Das ist nicht <strong>per se</strong> schlecht&#8220; bedeutet, dass etwas nicht grundsätzlich oder von Natur aus schlecht ist, sondern dass es auf die Umstände ankommt.</p>
<p>Der Ausdruck wurde unverändert aus dem Lateinischen übernommen. Er setzt sich zusammen aus <em>per</em> (durch, mittels) und <em>se</em> (sich). Wörtlich übersetzt bedeutet <strong>per se</strong> also „durch sich (selbst)&#8220;. In der Philosophie hat der Ausdruck eine lange Tradition: Schon in der mittelalterlichen Scholastik und später bei Kant diente er dazu, das Wesen einer Sache von ihren zufälligen Eigenschaften zu unterscheiden.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Hörbeispiel:</strong> <audio id="hoerbeispiel">
  <source src="https://neueswort.de/audio/ogg/per se.ogg" type="audio/ogg">
  <source src="https://neueswort.de/audio/mp3/per se.mp3" type="audio/mpeg">
</audio>
<a style="cursor: pointer;" onclick="document.getElementById('hoerbeispiel').play(); ga('send','event','Hörbeispiel','Hörbeispiel anhören','Aussprachebutton');"><img decoding="async" style="width:22px;vertical-align: -4px;" width="22" height="20" src="https://neueswort.de/wp-content/plugins/neueswort-hoerbeispiel/lautsprecher.svg" alt="Lautsprechersymbol"/> Aussprache anhören</a><br />
<strong>Lautschrift (IPA):</strong> [pɛʁ ˈzeː]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Ein Smartphone lenkt nicht <strong>per se</strong> von wichtigen Dingen ab, doch für viele ist es längst zum größten Zeitfresser des Alltags geworden.</p></blockquote>
<blockquote><p>Kritik ist nicht <strong>per se</strong> destruktiv. Entscheidend ist, wie sie vorgebracht wird.</p></blockquote>
<blockquote><p>Sie war nicht <strong>per se</strong> gegen den Vorschlag, wollte aber einige Details noch genauer prüfen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Manche Lebensmittel gelten <strong>per se</strong> als gesund, obwohl es in Wahrheit stark auf die Menge ankommt.</p></blockquote>
<blockquote><p>Das Projekt war <strong>per se</strong> eine gute Idee, scheiterte aber an der Umsetzung.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bonhomie</title>
		<link>https://neueswort.de/bonhomie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Mar 2026 14:54:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Substantiv Bonhomie (die) bedeutet &#8222;behagliche Gutmütigkeit&#8220;, &#8222;treuherzige Freundlichkeit&#8220; oder &#8222;gutmütige Biederkeit&#8220;. Bonhomie beschreibt eine betont joviale, warmherzige Art im Auftreten. Wer Bonhomie ausstrahlt, wirkt gemütlich, wohlwollend und nahbar. Typisch &#8230;<p class="read-more"> <a class="ast-button" href="https://neueswort.de/bonhomie/"> <span class="screen-reader-text">Bonhomie</span> Weiterlesen »</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Substantiv <strong>Bonhomie</strong> (die) bedeutet &#8222;behagliche Gutmütigkeit&#8220;, &#8222;treuherzige Freundlichkeit&#8220; oder &#8222;gutmütige Biederkeit&#8220;.</p>
<p><strong>Bonhomie</strong> beschreibt eine betont <a href="https://neueswort.de/jovial/">joviale</a>, warmherzige Art im Auftreten. Wer <strong>Bonhomie</strong> ausstrahlt, wirkt gemütlich, wohlwollend und nahbar. Typisch ist dabei eine gewisse Behäbigkeit oder Gutgläubigkeit, die den Begriff von schlichter Freundlichkeit unterscheidet.</p>
<p>Häufig schwingt in dem Wort eine leise <a href="https://neueswort.de/ambivalenz/">Ambivalenz</a> mit. <strong>Bonhomie</strong> kann aufrichtig gemeint sein, wird manchmal aber auch als Fassade wahrgenommen: als eine zur Schau gestellte Herzlichkeit, hinter der sich Berechnung oder schlicht Oberflächlichkeit verbergen kann.</p>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Das Wort stammt aus dem Französischen und setzt sich zusammen aus <em>bon</em> (gut) und <em>homme</em> (Mensch, Mann). Wörtlich übersetzt bedeutet es also etwa &#8222;Gutmenschlichkeit&#8220;. Trotz des männlichen Ursprungs wird <strong>Bonhomie</strong> geschlechtsunabhängig verwendet. Im Französischen existiert auch das verwandte Wort <em>bonhomme</em>, das einen gutmütigen, gemütlichen Menschen bezeichnet. Im Deutschen ist <strong>Bonhomie</strong> seit dem 19. Jahrhundert belegt, vor allem in der gehobenen Schriftsprache. Heute gilt der Begriff als veraltend.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [bɔnoˈmiː]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Sein breites Lächeln und die ruhige Stimme strahlten eine <strong>Bonhomie</strong> aus, der man sich nur schwer entziehen konnte.</p></blockquote>
<blockquote><p>Trotz aller Bemühungen wirkte ihre <strong>Bonhomie</strong> an diesem Abend etwas aufgesetzt.</p></blockquote>
<blockquote><p>Hinter seiner väterlichen <strong>Bonhomie</strong> vermuteten viele bloße Berechnung, doch wer ihn näher kannte, wusste es besser.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die <strong>Bonhomie</strong> der Gastgeberin war entwaffnend.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Oppositionsführerin tat sich schwer gegen so viel <strong>Bonhomie</strong> auf der Regierungsbank.</p></blockquote>
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