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	<title>neueswort.de - Täglich ein Fremdwort</title>
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	<description>Auf neueswort.de stellen wir täglich ein Fremdwort samt seiner Herkunft, Bedeutung und Beispielsätzen vor.</description>
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	<title>Jeden Tag ein Fremdwort – neueswort</title>
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	<item>
		<title>Augiasstall</title>
		<link>https://neueswort.de/augiasstall/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 13:56:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Substantiv Augiasstall (der) bezeichnet einen &#8222;verschmutzten, verwahrlosten Raum&#8220; oder (übertragen) &#8222;verrottete, korrupte Verhältnisse&#8220;. Oft erscheint das Wort in der festen Wendung &#8222;den Augiasstall ausmisten&#8220;. Gemeint ist, eine über lange [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Substantiv <strong>Augiasstall</strong> (der) bezeichnet einen &#8222;verschmutzten, verwahrlosten Raum&#8220; oder (übertragen) &#8222;verrottete, korrupte Verhältnisse&#8220;.</p>
<p>Oft erscheint das Wort in der festen Wendung &#8222;den <strong>Augiasstall</strong> ausmisten&#8220;. Gemeint ist, eine über lange Zeit durch Nachlässigkeit entstandene große Unordnung mit Mühe zu beseitigen.</p>
<p>Heute wird das Bild meist übertragen gebraucht. Es zielt auf Behörden, Unternehmen, Vereine oder politische Verhältnisse, in denen sich Missstände, Schlamperei oder Korruption angesammelt haben. Mitschwingen kann die Vorstellung, dass das Aufräumen einen enormen, fast heldenhaften Einsatz verlangt.</p>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Der Ausdruck stammt aus der griechischen Mythologie: König <em>Augias</em> von Elis besaß einen riesigen Rinderstall. Dort standen Tausende Tiere, und der Mist war seit dreißig Jahren nicht entfernt worden.</p>
<p>Die Reinigung dieses Stalls war eine der zwölf Arbeiten des Helden <em>Herakles</em> (lateinisch <em>Herkules</em>). Er bewältigte sie an einem einzigen Tag. Dazu leitete er die Flüsse <em>Alpheios</em> und <em>Peneios</em> um und ließ sie durch die Ställe strömen, sodass das Wasser den gesamten Unrat fortspülte.</p>
<p>Im Deutschen ist das Wort seit dem 18. Jahrhundert geläufig. An dieselbe Sage erinnert auch der Ausdruck <strong>Herkulesaufgabe</strong>, der eine besonders große, kaum zu bewältigende Aufgabe bezeichnet.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [ˈaʊ̯ɡi̯asˌʃtal] oder [aʊ̯ˈɡi̯asˌʃtal], also Betonung auf der ersten oder zweiten Silbe.</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Die neue Leitung versprach, in der Behörde endlich den <strong>Augiasstall</strong> auszumisten.</p></blockquote>
<blockquote><p>Als Vorständin übernahm sie ein Unternehmen, das in seinen Finanzen einem wahren <strong>Augiasstall</strong> glich.</p></blockquote>
<blockquote><p>Der Verein steckte so tief in Skandalen, dass nur eine unabhängige Person den <strong>Augiasstall</strong> ausräumen konnte.</p></blockquote>
<blockquote><p>Nach Wochen ohne Aufräumen empfand er seine eigene Wohnung als <strong>Augiasstall</strong>.</p></blockquote>
<blockquote><p>Reformerinnen und Reformer sahen sich der Aufgabe gegenüber, einen ganzen <strong>Augiasstall</strong> an Missständen zu beseitigen.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Quisling</title>
		<link>https://neueswort.de/quisling/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 10:51:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Substantiv Quisling (der) bezeichnet einen &#8222;Verräter&#8220; oder &#8222;Kollaborateur&#8220;, also eine Person, die mit einer feindlichen Besatzungsmacht zusammenarbeitet. Das Wort ist gehoben und wird vor allem in geschriebener Sprache und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Substantiv <strong>Quisling</strong> (der) bezeichnet einen &#8222;Verräter&#8220; oder &#8222;Kollaborateur&#8220;, also eine Person, die mit einer feindlichen Besatzungsmacht zusammenarbeitet.</p>
<p>Das Wort ist gehoben und wird vor allem in geschriebener Sprache und in politischen Auseinandersetzungen gebraucht. Es benennt nicht jede Form von Untreue, sondern den Verrat am eigenen Land zugunsten eines äußeren Feindes. Wer als <strong>Quisling</strong> bezeichnet wird, gilt als jemand, der sich freiwillig in den Dienst der Gegenseite stellt.</p>
<p>Der Vorwurf ist hart und moralisch eindeutig. Im engeren Sinn meint <strong>Quisling</strong> die Kollaboration mit einer Besatzungsmacht. Im weiteren Sinn wird das Wort, oft in der politischen Polemik, auf jede Person angewandt, die fremde Interessen über die eigenen stellt.</p>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Der Ausdruck geht auf <em>Vidkun Quisling</em> (1887 bis 1945), einen norwegischen Offizier und Politiker. 1933 gründete er die faschistische Partei <em>Nasjonal Samling</em> (&#8222;Nationale Sammlung&#8220;).</p>
<p>Nach dem deutschen Überfall auf Norwegen im April 1940 stellte sich <em>Quisling</em> auf die Seite der Besatzer. Von 1942 bis 1945 stand er als Ministerpräsident an der Spitze einer von Deutschland abhängigen Regierung. Nach dem Krieg wurde er wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und hingerichtet.</p>
<p>Schon 1940 wurde sein Name verallgemeinert. Über die britische Presse, etwa die <em>Times</em>, verbreitete sich <strong>Quisling</strong> rasch als Schlagwort für Kollaborateure und gelangte in mehrere Sprachen, darunter das Deutsche. Der Familienname selbst geht auf die latinisierte Form <em>Quislinus</em> zurück, gebildet zum dänischen Ortsnamen <em>Kvislemark</em>.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [ˈkvɪslɪŋ]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Nach der Befreiung wurde sie öffentlich als <strong>Quisling</strong> angeprangert, weil sie mit den Besatzern <a href="https://neueswort.de/kollaborieren/">kollaboriert</a> hatte.</p></blockquote>
<blockquote><p>Im Parlament beschimpften sich die Fraktionen gegenseitig als <strong>Quislinge</strong>, die das Wohl des Landes verraten hätten.</p></blockquote>
<blockquote><p>Er fühlte sich zu Unrecht als <strong>Quisling</strong> abgestempelt, nur weil er mit der anderen Seite verhandelt hatte.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Schriftstellerin schildert in ihrem Roman einen <strong>Quisling</strong>, der seine Nachbarn an die Machthaber auslieferte.</p></blockquote>
<blockquote><p>Im Geschichtsunterricht lernten die Jugendlichen, wie ein einzelner <strong>Quisling</strong> ganze Gemeinschaften gefährden konnte.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bravour</title>
		<link>https://neueswort.de/bravour/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 13:27:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Substantiv Bravour (die) bezeichnet &#8222;meisterhaftes Können und eine glanzvolle Leistung&#8220; oder &#8222;Tapferkeit und Unerschrockenheit&#8220;. Am häufigsten begegnet uns das Wort heute in der Wendung &#8222;mit Bravour&#8220;: Wer eine Prüfung mit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Substantiv <strong>Bravour</strong> (die) bezeichnet &#8222;meisterhaftes Können und eine glanzvolle Leistung&#8220; oder &#8222;Tapferkeit und Unerschrockenheit&#8220;.</p>
<p>Am häufigsten begegnet uns das Wort heute in der Wendung &#8222;mit Bravour&#8220;: Wer eine Prüfung mit <strong>Bravour</strong> besteht oder eine schwierige Aufgabe mit <strong>Bravour</strong> löst, schafft sie nicht nur, sondern meistert sie mit sichtbarer Leichtigkeit und Klasse. Im Vordergrund steht weniger der Erfolg an sich als die überlegene Art, mit der er gelingt.</p>
<p>Daneben hält sich die ältere Bedeutung &#8222;Tapferkeit&#8220; oder &#8222;Schneid&#8220;, die heute gehoben und etwas altmodisch klingt.</p>
<p>Im Plural bezeichnen <strong>Bravouren</strong> einzelne meisterhafte Glanznummern, etwa einer Tänzerin oder einer Eiskunstläuferin.</p>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Das Wort wurde Anfang des 18. Jahrhunderts aus dem französische <em>bravoure</em> (Tapferkeit) entlehnt. Dahinter steht italienisch <em>bravura</em> (Mut, meisterhafte Ausführung), eine Ableitung vom Adjektiv <em>bravo</em> (tapfer, tüchtig, ausgezeichnet).</p>
<p>Dass <strong>Bravour</strong> heute vor allem für Können steht, verdankt sich der Opernsprache: Die italienische <em>aria di bravura</em>, die deutsche Bravourarie, verlangte höchste Kunstfertigkeit und verband das Wort eng mit der Vorstellung <a href="https://neueswort.de/virtuos/">virtuoser</a> Meisterschaft.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [bʁaˈvuːɐ̯]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Sie bestand die mündliche Prüfung mit <strong>Bravour</strong> und hatte am Ende sogar Freude an den kniffligen Nachfragen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Am Flügel zeigte der Pianist eine <strong>Bravour</strong>, die selbst Kennerinnen und Kenner staunen ließ.</p></blockquote>
<blockquote><p>Mit großer <strong>Bravour</strong> steuerte die Kapitänin das kleine Boot durch den aufkommenden Sturm zurück in den Hafen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Moderatorin führte durch den chaotischen Abend mit einer Gelassenheit und <strong>Bravour</strong>, die alle überraschte.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Vorstellung lebte von lauter kleinen <strong>Bravouren</strong>: einem Sprung hier, einer riskanten Drehung dort.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Epigone</title>
		<link>https://neueswort.de/epigone/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 13:21:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Substantiv Epigone (der) bezeichnet einen &#8222;unschöpferischen Nachahmer großer Vorbilder&#8220;. Gemeint ist eine Person, die einem großen Vorbild folgt, ohne etwas Eigenes hinzuzufügen. Sie ahmt nach, statt selbst zu schaffen. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Substantiv <strong>Epigone</strong> (der) bezeichnet einen &#8222;unschöpferischen Nachahmer großer Vorbilder&#8220;.</p>
<p>Gemeint ist eine Person, die einem großen Vorbild folgt, ohne etwas Eigenes hinzuzufügen. Sie ahmt nach, statt selbst zu schaffen. Der Begriff bewertet das kritisch und spricht der nachahmenden Person eigene Originalität ab.</p>
<p>Das Wort ist bildungssprachlich und fast immer abwertend. Man begegnet ihm vor allem in Kunst, Literatur und Musik, daneben auch in Politik und Wissenschaft. Verwandt ist das Substantiv <strong>Epigonentum</strong>, das diese Haltung als Ganzes benennt.</p>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Das Wort geht auf das griechische <i>epigonos </i>(nachgeboren, danach geboren) zurück. Es setzt sich zusammen aus <em>epi</em> (danach, dazu) und der Wurzel von <em>gonos</em> (Abkömmling, Nachkomme).</p>
<p>In der <strong>griechischen Mythologie</strong> sind die <strong>Epigonen</strong> die Söhne der &#8222;Sieben gegen Theben&#8220;. Der erste Feldzug dieser sieben Heerführer gegen die Stadt war gescheitert. Zehn Jahre später zogen ihre Söhne erneut gegen Theben, rächten die Väter und nahmen die Stadt ein. Schon hier klingt der Grundgedanke an: Die Nachgeborenen stehen im Schatten einer großen Tat der Vorfahren.</p>
<p>Über das französische <em>épigone</em> (Nachfolger, Nachahmer) gelangte das Wort im 18. Jahrhundert ins Deutsche. Seine heutige, abwertende Bedeutung verdankt es vor allem <em>Karl Leberecht Immermanns</em> Roman &#8222;Die Epigonen&#8220; von 1836.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [epiˈɡoːnə]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Die Malerin wehrte sich gegen den Vorwurf, nur eine <strong>Epigonin</strong> der alten Meister zu sein.</p></blockquote>
<blockquote><p>Wer große Vorbilder bloß nachahmt, bleibt ein <strong>Epigone</strong> und findet selten eine eigene Handschrift.</p></blockquote>
<blockquote><p>Der Komponist galt lange als <strong>Epigone</strong> der Romantik, bis ihn ein eigenwilliges Spätwerk bekannt machte.</p></blockquote>
<blockquote><p>Nach dem Tod der Gründerin verwalteten nur noch <strong>Epigonen</strong> ihr Erbe, ohne es weiterzudenken.</p></blockquote>
<blockquote><p>In der Philosophie wirft man ihm vor, ein <strong>Epigone</strong> seines Lehrers zu sein, doch seine Schriften zeigen eigene Gedanken.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pattsituation</title>
		<link>https://neueswort.de/pattsituation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 12:45:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Substantiv Pattsituation (die) bezeichnet eine &#8222;festgefahrene Lage, in der keine der beteiligten Seiten einen Vorteil erringen oder einen Fortschritt erzwingen kann&#8220;. Eine Pattsituation ist ein Gleichgewicht der Kräfte, das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Substantiv <strong>Pattsituation</strong> (die) bezeichnet eine &#8222;festgefahrene Lage, in der keine der beteiligten Seiten einen Vorteil erringen oder einen Fortschritt erzwingen kann&#8220;.</p>
<p>Eine <strong>Pattsituation</strong> ist ein Gleichgewicht der Kräfte, das in den Stillstand führt. Keine Seite kann die andere überwinden, und keine Seite will nachgeben.</p>
<p>Verwendet wird das Wort vor allem in Politik, Diplomatie und Wirtschaft, etwa bei festgefahrenen Verhandlungen oder einem Konflikt ohne klaren Sieger.</p>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Das Wort ist eine Zusammensetzung aus <em>Patt</em> und <em>Situation</em>. <em>Patt</em> stammt aus der Sprache des Schachspiels. Dort bezeichnet es eine Stellung, in der eine Partei keinen regelgerechten Zug mehr machen kann, ohne ihren eigenen König ins Schach zu bringen. Die Partie endet dann unentschieden.</p>
<p>Ins Deutsche kam der Ausdruck Mitte des 19. Jahrhunderts über französisch <em>pat</em>, das wiederum auf italienisch <em>patta</em> (Unentschieden) zurückgeht. Dieses <em>patta</em> gehört wahrscheinlich zu italienisch <em>patto</em> (Vertrag, Vergleich) und geht damit auf lateinisch <em>pactum</em> (Vertrag) zurück. Diese letzte Herkunft gilt allerdings als nicht restlos gesichert.</p>
<p>Die übertragene Bedeutung, eine Lage ohne Vorteil für eine Seite, entstand erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [ˈpatzituaˌtsi̯oːn]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Nach der Wahl entstand im Parlament eine <strong>Pattsituation</strong>, weil keine Fraktion eine Mehrheit erreichte.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Geschäftsführerin nutzte die <strong>Pattsituation</strong>, um neue Verhandlungen anzustoßen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Mein Großvater verglich den festgefahrenen Streit mit einer <strong>Pattsituation</strong> beim Schach.</p></blockquote>
<blockquote><p>In der Diplomatie kann eine <strong>Pattsituation</strong> über Jahre andauern, ohne dass eine Seite nachgibt.</p></blockquote>
<blockquote><p>Das Team geriet in eine <strong>Pattsituation</strong>, da beide Vorschläge gleich viele Befürworter fanden.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Invektive</title>
		<link>https://neueswort.de/invektive/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 11:05:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Substantiv Invektive (die) bezeichnet eine &#8222;Schmähung&#8220;, &#8222;Beschimpfung&#8220; oder &#8222;beleidigende Äußerung&#8220;. Eine Invektive ist ein scharfer verbaler Angriff auf eine Person oder Gruppe. Sie zielt nicht auf Argumente, sondern auf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Substantiv <strong>Invektive</strong> (die) bezeichnet eine &#8222;Schmähung&#8220;, &#8222;Beschimpfung&#8220; oder &#8222;beleidigende Äußerung&#8220;.</p>
<p>Eine <strong>Invektive</strong> ist ein scharfer verbaler Angriff auf eine Person oder Gruppe. Sie zielt nicht auf Argumente, sondern auf Herabsetzung. Das Wort ist bildungssprachlich und begegnet uns vor allem in Texten über Politik, Literatur und öffentliche Debatten.</p>
<p>Häufig steht das Wort im Plural: Wer &#8222;sich in <strong>Invektiven</strong> ergeht&#8220; oder &#8222;<strong>Invektiven</strong> schleudert&#8220;, greift andere mit Schmähungen an.</p>
<p>Anders als ein bloßes Schimpfwort richtet sich eine <strong>Invektive</strong> immer gegen eine bestimmte Person oder Gruppe. Sie kann Teil einer gezielten <a href="https://neueswort.de/diffamierung/">Diffamierung</a> sein und wird vom Gegenüber als <a href="https://neueswort.de/affront/">Affront</a> empfunden.</p>
<p>In der Literaturwissenschaft bezeichnet <strong>Invektive</strong> auch eine ganze Gattung: die Schmährede oder Schmähschrift, wie sie schon in der Antike gepflegt wurde.</p>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Das Wort geht auf das mittellateinische <em>invectiva</em> zurück, eine Verkürzung von <em>oratio invectiva</em>, der &#8222;Schmährede&#8220;. Zugrunde liegt das spätlateinische Adjektiv <em>invectivus</em> (&#8222;schmähend&#8220;). Dieses gehört zum lateinischen Verb <em>invehi</em> (jemanden anfahren, gegen jemanden losziehen), wörtlich eigentlich &#8222;hineinfahren&#8220;. Das Bild vom verbalen &#8222;Losfahren&#8220; auf eine Person ist im Wort also bis heute enthalten.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [ɪnvɛkˈtiːvə]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Die Debatte begann sachlich, endete aber in gegenseitigen <strong>Invektiven</strong>.</p></blockquote>
<blockquote><p>Statt auf die Kritik einzugehen, antwortete der Autor mit einer <strong>Invektive</strong> gegen seine Rezensentin.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Moderatorin griff ein, als die Diskussion in <strong>Invektiven</strong> abzugleiten drohte.</p></blockquote>
<blockquote><p>Ihre Rede war weniger eine Analyse als eine einzige <strong>Invektive</strong> gegen die Gegenseite.</p></blockquote>
<blockquote><p>In den Kommentarspalten ersetzen <strong>Invektiven</strong> immer öfter das Argument.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>gravierend</title>
		<link>https://neueswort.de/gravierend/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 17:50:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neueswort.de/?p=16888</guid>

					<description><![CDATA[Das Adjektiv gravierend bedeutet &#8222;schwerwiegend&#8220; oder &#8222;schwer ins Gewicht fallend&#8220;. Gravierend beschreibt etwas, das ernste Folgen hat oder stark ins Gewicht fällt. Das Wort bezieht sich fast immer auf etwas [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Adjektiv <strong>gravierend</strong> bedeutet &#8222;schwerwiegend&#8220; oder &#8222;schwer ins Gewicht fallend&#8220;.</p>
<p><strong>Gravierend</strong> beschreibt etwas, das ernste Folgen hat oder stark ins Gewicht fällt. Das Wort bezieht sich fast immer auf etwas Negatives, etwa auf Fehler, Mängel, Unterschiede oder Folgen. Einen gravierenden Vorteil gibt es daher kaum.</p>
<p>Im Vergleich zu &#8222;wichtig&#8220; oder &#8222;groß&#8220; betont <strong>gravierend</strong> die Tragweite einer Sache und ihre möglichen <a href="https://neueswort.de/konsequenz/">Konsequenzen</a>. Wer von einem <strong>gravierenden</strong> Fehler spricht, meint also keinen beliebigen, sondern einen mit erheblichen Auswirkungen.</p>
<h2>Hintergrund</h2>
<p><strong>Gravierend</strong> hat sich aus dem veralteten deutschen Verb <em>gravieren </em>(belasten, beschweren) gebildet. Beide Ausdrücke gehen zurück auf das lateinische <em>gravis</em> (schwer, gewichtig, ernst).</p>
<p>Mit dem gleich geschriebenen <em>gravieren</em> im Sinne von &#8222;eingravieren&#8220; hat es nichts zu tun, denn dieses stammt aus dem Französischen.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [ɡʁaˈviːʁənt]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Die Prüferin deckte <strong>gravierende</strong> Missstände in der Verwaltung auf.</p></blockquote>
<blockquote><p>Ein <strong>gravierender</strong> Eisenmangel kann die Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Erst beim genauen Vergleich bemerkte der Kunde einen <strong>gravierenden</strong> Unterschied zwischen den beiden Angeboten.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Mängel am Neubau waren so <strong>gravierend</strong>, dass die Architektin einen sofortigen Baustopp empfahl.</p></blockquote>
<blockquote><p>Ein <strong>gravierender</strong> Verstoß gegen den Vertrag kann hohe Strafen nach sich ziehen.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>konfabulieren</title>
		<link>https://neueswort.de/konfabulieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 17:18:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neueswort.de/?p=16886</guid>

					<description><![CDATA[Das Verb konfabulieren bedeutet &#8222;Gedächtnislücken unbewusst mit erfundenen, aber für wahr gehaltenen Erinnerungen füllen&#8220;. Konfabulieren ist ein Fachbegriff aus Psychologie und Neurologie. Wer konfabuliert, erfindet Erinnerungen, ohne es zu merken, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Verb <strong>konfabulieren</strong> bedeutet &#8222;Gedächtnislücken unbewusst mit erfundenen, aber für wahr gehaltenen Erinnerungen füllen&#8220;.</p>
<p><strong>Konfabulieren</strong> ist ein Fachbegriff aus Psychologie und Neurologie. Wer <strong>konfabuliert</strong>, erfindet Erinnerungen, ohne es zu merken, und hält sie selbst für echt. Mit Lügen hat das nichts zu tun, denn es fehlt jede Täuschungsabsicht.</p>
<p>Typischerweise tritt das <strong>Konfabulieren</strong> bei Schädigungen des Gehirns auf, etwa nach einem Schlaganfall, bei einer Demenz oder bei bestimmten Suchterkrankungen. Das Gehirn füllt die entstandenen Lücken eigenständig mit plausibel klingenden Geschichten.</p>
<p>Im weiteren Sinn wird das Wort manchmal auch für Menschen gebraucht, die ihre Erzählungen ausschmücken und Erlebtes mit Erfundenem vermischen.</p>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Das Wort geht auf das lateinische <em>confabulari</em> (reden, plaudern) zurück, gebildet aus <em>con-</em> (mit, zusammen) und <em>fabulari</em> (reden, erzählen), das wiederum von <em>fabula</em> (Erzählung, Geschichte) stammt. Verwandt sind die Fabel und das seltene <a href="https://neueswort.de/fabulieren/">fabulieren</a>.</p>
<p>Wörtlich übersetzt bedeutet <strong>konfabulieren</strong> also &#8222;miteinander plaudern&#8220;. Aus dem harmlosen Geplauder wurde in der Fachsprache das unfreiwillige Erfinden von Erinnerungen.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [kɔnfabuˈliːʁən]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Nach dem Schlaganfall begann der Patient zu <strong>konfabulieren</strong> und schilderte ausführlich einen Ausflug, den er nie unternommen hatte.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Großmutter <strong>konfabulierte</strong> zunehmend und erzählte von Besuchen, die nie stattgefunden hatten.</p></blockquote>
<blockquote><p>Wer <strong>konfabuliert</strong>, lügt nicht bewusst, sondern hält die erfundenen Erinnerungen selbst für die reine Wahrheit.</p></blockquote>
<blockquote><p>Auf der Feier <strong>konfabulierte</strong> er munter und schmückte seine Reisegeschichten mit Begebenheiten aus, die so nie geschehen waren.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die behandelnde Ärztin erklärte den Angehörigen, dass das <strong>Konfabulieren</strong> ein Symptom der Erkrankung sei und keine Absicht dahinterstecke.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Amnesie</title>
		<link>https://neueswort.de/amnesie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 17:35:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://neueswort.de/?p=16880</guid>

					<description><![CDATA[Das Substantiv Amnesie (die) bezeichnet den &#8222;Verlust des Erinnerungsvermögens&#8220;. Wer an einer Amnesie leidet, kann sich an bestimmte Erlebnisse oder Zeiträume nicht mehr erinnern. Die Erinnerungslücke kann vorübergehend sein oder [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Substantiv <strong>Amnesie</strong> (die) bezeichnet den &#8222;Verlust des Erinnerungsvermögens&#8220;.</p>
<p>Wer an einer <strong>Amnesie</strong> leidet, kann sich an bestimmte Erlebnisse oder Zeiträume nicht mehr erinnern. Die Erinnerungslücke kann vorübergehend sein oder dauerhaft bestehen bleiben.</p>
<p>Die <strong>Amnesie</strong> ist dabei keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, etwa nach einem Schädel-Hirn-Trauma, einem Schlaganfall, einem seelischen Schock oder dem Einfluss bestimmter Medikamente.</p>
<p>In der Medizin unterscheidet man mehrere Formen, unter anderem:</p>
<ul>
<li>Bei der retrograden Amnesie fehlen die Erinnerungen an die Zeit vor einem auslösenden Ereignis.</li>
<li>Bei der anterograden Amnesie gelingt es nicht mehr, danach neue Erinnerungen zu speichern.</li>
<li>Bei der psychogenen oder dissoziativen Amnesie werden belastende Erlebnisse verdrängt.</li>
</ul>
<p>Im übertragenen Sinn wird das Wort oft spöttisch gebraucht: Wer eine &#8222;selektive Amnesie&#8220; zeigt, vergisst unbequeme Tatsachen aus Eigeninteresse.</p>
<p>Das Wort geht auf das griechische <em>amnesía</em> (Vergesslichkeit, Gedächtnisverlust) zurück, gebildet aus der verneinenden Vorsilbe <em>a-</em> (nicht) und dem Stamm von <em>mneme</em> (Gedächtnis, Erinnerung).</p>
<p>Eng verwandt ist die <a href="https://neueswort.de/amnestie/">Amnestie</a>, die ebenfalls auf den Gedanken des Vergessens zurückgeht und ein bewusst angeordnetes &#8222;Vergessen&#8220; von Straftaten meint.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [amneˈziː]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Nach dem Sturz mit dem Fahrrad litt die Patientin an einer vorübergehenden <strong>Amnesie</strong> und konnte sich an den Unfall selbst nicht erinnern.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die retrograde <strong>Amnesie</strong> löschte bei dem Verunglückten die Erinnerung an die letzten Stunden vor dem Aufprall.</p></blockquote>
<blockquote><p>In der hitzigen Debatte warf die Abgeordnete der Gegenseite eine erstaunliche <strong>Amnesie</strong> vor, sobald von früheren Versprechen die Rede war.</p></blockquote>
<blockquote><p>Der Roman erzählt von einer Frau, die nach einem Schiffbruch in völliger <strong>Amnesie</strong> an einer fremden Küste erwacht.</p></blockquote>
<blockquote><p>Mehrere Forschende warnen vor einer kollektiven <strong>Amnesie</strong>, wenn eine Gesellschaft die dunklen Kapitel ihrer Geschichte verdrängt.</p></blockquote>
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		<title>Silhouette</title>
		<link>https://neueswort.de/silhouette/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Sievers]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 11:54:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Substantiv Silhouette (die) bezeichnet den &#8222;Umriss&#8220;, &#8222;Schattenriss&#8220; oder die &#8222;Kontur&#8220; einer Figur oder eines Gegenstands. Im alltäglichen Sprachgebrauch beschreibt eine Silhouette die dunkle Umrissform, die entsteht, wenn etwas vor [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Substantiv <strong>Silhouette</strong> (die) bezeichnet den &#8222;Umriss&#8220;, &#8222;Schattenriss&#8220; oder die &#8222;Kontur&#8220; einer Figur oder eines Gegenstands.</p>
<p>Im alltäglichen Sprachgebrauch beschreibt eine <strong>Silhouette</strong> die dunkle Umrissform, die entsteht, wenn etwas vor einer hellen Fläche zu sehen ist: die <strong>Silhouette</strong> einer Stadt vor dem Abendhimmel, die <strong>Silhouette</strong> eines Menschen im Gegenlicht.</p>
<p>Auch in der Mode wird der Begriff verwendet, dort steht <strong>Silhouette</strong> für die Gesamtlinie eines Kleidungsstücks: eine schmale <strong>Silhouette</strong>, eine fließende <strong>Silhouette</strong>.</p>
<h2>Hintergrund</h2>
<p>Hinter dem Wort steht eine der amüsantesten Herkunftsgeschichten der deutschen Sprache, denn <strong>Silhouette</strong> geht auf den Namen eines Finanzministers zurück.</p>
<p><em>Étienne de Silhouette</em> war 1759 Finanzminister von Frankreich unter <em>Ludwig XV</em>. Frankreich befand sich mitten im Siebenjährigen Krieg und die Staatskasse war leer. <em>Silhouette</em> versuchte, durch drastische Sparmaßnahmen Geld aufzutreiben, was ihn beim Adel so unbeliebt machte, dass er nach nur acht Monaten im Amt in Ungnade fiel.</p>
<p>Sein Name wurde daraufhin zum Spottbegriff: Alles, was billig, notdürftig oder unvollständig wirkte, hieß in Frankreich fortan <em>à la Silhouette</em>.</p>
<p>In dieser Zeit kamen Schattenriss-Porträts in Mode: schwarze Profilbilder, die durch Nachzeichnen eines Schattens entstanden. Sie waren die billigste Form des Porträts, verglichen mit Ölgemälden oder Miniaturen. Ein solches Porträt war eben ein <em>portrait à la Silhouette</em>, ein &#8222;nicht richtig ausgeführtes Bildnis&#8220;. Der Spottname blieb hängen, und aus dem Nachnamen eines gescheiterten Ministers wurde ein Wort in dutzenden Sprachen.</p>
<p>Die Ironie der Geschichte: Von <em>Étienne de Silhouette</em> selbst existiert kein einziges Porträt. Nicht einmal eine Silhouette.</p>
<h2>Aussprache</h2>
<p><strong>Lautschrift (IPA):</strong> [zɪluˈɛtə]</p>
<h2>Verwendungsbeispiele</h2>
<blockquote><p>Vom Ufer aus war nur die dunkle <strong>Silhouette</strong> der Burg vor dem rötlichen Abendhimmel zu erkennen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Designerin setzte auf eine schmal geschnittene <strong>Silhouette</strong>, die den Körper umspielte, ohne einzuengen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Im Gegenlicht zeichnete sich die <strong>Silhouette</strong> eines Reiters ab, der sich langsam dem Dorf näherte.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die <strong>Silhouette</strong> der Dresdner Altstadt mit Frauenkirche und Semperoper gehört zu den bekanntesten Stadtansichten Deutschlands.</p></blockquote>
<blockquote><p>Im 18. Jahrhundert waren <strong>Silhouetten</strong> die günstigste Form des Porträts.</p></blockquote>
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