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	<title>NEUSEELAND eZine</title>
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	<description>Auswandern, Einwandern und in Neuseeland leben</description>
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		<title>Māori wehren sich gegen neue Gesetzespläne</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/maori-wehren-sich-gegen-neue-gesetzesplane/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2024 18:48:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aotearoa]]></category>
		<category><![CDATA[Culture]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 15. November 2024 erregte ein Haka-Protest im neuseeländischen Parlament internationale Aufmerksamkeit. Die Māori-Abgeordnete Hana-Rawhiti Maipi-Clarke initiierte den traditionellen Tanz aus Protest gegen den umstrittenen “Treaty Principles Bill”. Dieser Gesetzentwurf &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/maori-wehren-sich-gegen-neue-gesetzesplane/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am 15. November 2024 erregte ein Haka-Protest im neuseeländischen Parlament internationale Aufmerksamkeit. Die Māori-Abgeordnete Hana-Rawhiti Maipi-Clarke initiierte den traditionellen Tanz aus Protest gegen den umstrittenen “Treaty Principles Bill”. Dieser Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Prinzipien des Vertrags von Waitangi neu zu definieren, was bei vielen Māori auf starken Widerstand stößt.</p>



<p><strong>Der Vertrag von Waitangi: Ein umstrittenes Dokument</strong></p>



<p>Der Vertrag von Waitangi wurde 1840 zwischen der britischen Krone und zahlreichen Māori-Stammesführern unterzeichnet und gilt als Gründungsdokument Neuseelands. Doch schon von Beginn an war der Vertrag ein Streitpunkt. Ein zentraler Aspekt der Kritik ist, dass der Vertrag sowohl in englischer als auch in Māori-Sprache verfasst wurde, wobei es wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Versionen gibt.</p>



<p>In der englischen Version garantierte die britische Krone den Māori “full und undisturbed possession of their lands, forests, fisheries and other properties”, während sie gleichzeitig die Souveränität Großbritanniens über Neuseeland anerkannte. In der Māori-Version jedoch steht der Begriff “tino rangatiratanga”, der nicht als bloße Besitzrechte, sondern als volle Souveränität oder Selbstbestimmung interpretiert wird. Die meisten Māori-Stammesführer unterzeichneten die Māori-Version, wodurch aus ihrer Sicht nie ein vollständiger Souveränitätsverzicht stattfand.</p>



<p></p>



<p><strong>Beispiele für die Nichtumsetzung der Prinzipien</strong></p>



<p>Im Laufe der Zeit wurde der Vertrag von der britischen Kolonialregierung und später vom neuseeländischen Staat mehrfach gebrochen oder ignoriert:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Landenteignungen: Während den sogenannten “Māori-Landkriegen” im 19. Jahrhundert wurden große Teile des Māori-Landes von der Krone beschlagnahmt. Diese Enteignungen stehen im direkten Widerspruch zu den in beiden Versionen garantierten Rechten.</li>



<li>Ressourcen: Die Kontrolle über traditionelle Ressourcen wie Fischereirechte wurde den Māori vielfach entzogen, trotz vertraglicher Zusicherung.</li>



<li>Recht auf Mitbestimmung: Die politische und gesellschaftliche Mitbestimmung der Māori wurde lange Zeit vernachlässigt. Erst durch die Einrichtung des Waitangi Tribunals 1975 wurde eine Plattform geschaffen, um historische Ungerechtigkeiten aufzuarbeiten.</li>
</ul>



<p></p>



<p><strong>Protest und Symbolik</strong></p>



<p>Parallel zum parlamentarischen Protest fand ein Hīkoi mō te Tiriti statt – ein Protestmarsch, der von der Spitze der Nordinsel bis zum Parlament in Wellington führte. Das Wort “hīkoi” stammt aus der Māori-Sprache und bedeutet “Marsch” oder “Protestmarsch”. Historisch gesehen wurden hīkoi genutzt, um auf soziale und politische Missstände aufmerksam zu machen, wie der berühmte Māori-Landmarsch von 1975.</p>



<p>Viele Teilnehmer trugen die Tino-Rangatiratanga-Flagge, die ein Symbol der Māori-Souveränität ist. Die Farben und das Koru-Motiv repräsentieren tief verwurzelte kosmologische und kulturelle Werte der Māori.<br><br>Ein interessanter Bezug zur aktuellen Debatte lässt sich in der Flaggenreferendum von 2015/2016 herstellen. Damals wurde darüber abgestimmt, ob Neuseeland seine Nationalflagge – mit dem Union Jack als Symbol der kolonialen Vergangenheit – beibehalten oder durch ein neues Design ersetzen sollte. Obwohl eine neue Flagge als Symbol für Einheit und eine Abkehr von kolonialen Wurzeln hätte dienen können, entschieden sich die Wähler letztlich, die bestehende Flagge beizubehalten. Die Initiative wurde von der National Party gestartet, die heute den umstrittenen “Treaty Principles Bill” vorantreibt. Aus heutiger Perspektive argumentieren einige, dass eine neue Flagge Neuseelands Identität und Multikulturalismus besser hätte widerspiegeln können. Doch die damalige Entscheidung zeigt, wie unterschiedlich Symbole der Einheit und Kontinuität interpretiert werden können und wie tief verwurzelt die Verbindungen zur Vergangenheit noch immer sind.</p>



<p></p>



<p><strong>Ein Kampf um Rechte und Identität</strong></p>



<p>Die Kombination aus dem Haka im Parlament und dem landesweiten Hīkoi zeigt, dass die Prinzipien des Vertrags von Waitangi aus Sicht der Māori bis heute nur unvollständig umgesetzt wurden. Die geplanten Änderungen durch den “Treaty Principles Bill” verstärken die Befürchtung, dass ihre Rechte weiter eingeschränkt werden könnten. Diese Proteste verdeutlichen, das auch Jahrhunderte nach dem Vertrag von Waitangi, dass Verhältnis zwischen Einwanderern und Maori nicht wirklich konfliftfrei sind.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Datenschutz und Auskunftsrechte (Teil 3)</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/datenschutz-und-auskunftsrechte-teil-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 02:19:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Home]]></category>
		<category><![CDATA[Kiwi Life]]></category>
		<category><![CDATA[Kiwi Social]]></category>
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					<description><![CDATA[In diesem dritten Teil unserer Serie geht es um die praktische Anwendung des Official Information Act (OIA) von 1982 und wie dieser in der Realität funktioniert. Wie bereits erwähnt, erlaubt &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/datenschutz-und-auskunftsrechte-teil-3/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In diesem dritten Teil unserer <a href="https://www.neuseeland-ezine.de/datenschutz-und-auskunftsrechte-teil-1/" data-type="link" data-id="https://www.neuseeland-ezine.de/datenschutz-und-auskunftsrechte-teil-1/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Serie</a> geht es um die praktische Anwendung des <strong>Official Information Act (OIA)</strong> von 1982 und wie dieser in der Realität funktioniert.</p>



<p>Wie bereits erwähnt, erlaubt der <strong>Official Information Act</strong> den Zugang zu öffentlichen Informationen, und Anfragen können unkompliziert per E-Mail gestellt werden. Die gesetzlich festgelegte Antwortfrist beträgt 20 Arbeitstage, was jedoch nicht bedeutet, dass man nach 20 Tagen die vollständige Antwort erhält. Häufig wird nur mitgeteilt, dass sich Frist um weitere 10 oder 20 Tage verlängert.</p>



<p>Im Allgemeinen werden diese Anfragen jedoch zuverlässig und zügig beantwortet &#8211; besonders im Vergleich zu Deutschland oder den USA. Der zuständige OIA-Beauftragte wird ggf. sogar rückfragen, um eine unklare Anfrage präziser zu formulieren und hilft dabei die OIA Anfrage zu optimieren. Ablehnungen aufgrund von Sicherheits- oder Datenschutzbedenken sind selten, da personenbezogene Daten in der Regel geschwärzt werden. Alle OIA-Anfragen und deren Antworten sind übrigens öffentlich einsehbar und können von jedem durchsucht und gelesen werden.</p>



<p><strong>Beispiele für OIA-Anfragen in der Praxis:</strong></p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Justizministerium</strong></li>
</ol>



<p></p>



<p>Ein Beispiel hierfür sind Dienstleistungen, die an gemeinnützige Organisationen wie den <strong>Kapiti &#8211; Living without Violence Charitable Trust</strong> ausgelagert werden. Diese Organisation erstellt gerichtlich angeordnete Gutachten, die zu Therapieempfehlungen führen. In einem Fall war das Gutachten unvollständig, trotzdem wurde bereits vor Beginn der eigentlichen Begutachtungsphase eine Therapieempfehlung ausgesprochen. Dies weckte Bedenken.</p>



<p>Da die Organisation sowohl für die Gutachten als auch für die Durchführung der Therapie verantwortlich war, wurde ein <a href="https://www.justice.govt.nz/about/official-information-act-requests/directory-of-official-information/">OIA-Request</a> an das <strong>Ministry of Justice</strong> gestellt, um die Unabhängigkeit und Effizienz dieser Entscheidungen zu überprüfen. Die Antwort auf die Anfrage war umfassend und wurde genau nach 20 Arbeitstagen geliefert. Sie umfasste unter anderem eine Kopie des Vertrags und Vorgaben, wie Gutachten und Therapien durchgeführt werden sollten, insgesamt 531 Seiten.</p>



<p>Es stellte sich heraus, dass die Organisation einen finanziellen Anreiz hatte, Therapien zu empfehlen, da diese vom Justizministerium bezahlt wurden. Eine klare Trennung zwischen Gutachten und Therapie gab es nicht, was zu einem Interessenkonflikt führte. Zudem wurden Mindestanforderungen an Gutachten nicht eingehalten, was letztlich zu einem Beschwerdeverfahren und einer verstärkten Überprüfung durch das Ministerium führte.</p>



<ol start="2" class="wp-block-list">
<li><strong>Ministry of Social Development (MSD)</strong></li>
</ol>



<p></p>



<p>Ein weiteres Beispiel ist das <strong>Ministry of Social Development</strong>, bei dem <a href="https://www.msd.govt.nz/about-msd-and-our-work/publications-resources/official-information-responses/2024/response-to-oia-requests-february-2024.html" data-type="link" data-id="https://www.msd.govt.nz/about-msd-and-our-work/publications-resources/official-information-responses/2024/response-to-oia-requests-february-2024.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">OIA-Anfragen</a> zeigten, dass es nur begrenzte Daten zur Wirksamkeit sozialer Programme wie Obdachloseninitiativen gab. Während das Ministerium Berichte über Ausgaben und Programmbeschreibungen vorlegen konnte, fehlten umfassende Informationen darüber, ob die Programme ihre Ziele tatsächlich erreichten. Dies warf Fragen zur Rechenschaftspflicht und zur effizienten Nutzung von Steuergeldern auf.</p>



<ol start="3" class="wp-block-list">
<li><strong>Corrections New Zealand</strong></li>
</ol>



<p></p>



<p>Ähnlich verhält es sich bei <strong>Corrections New Zealand</strong>. OIA-Anfragen zur Effektivität von Rehabilitationsprogrammen in Gefängnissen zeigten, dass zwar Daten zur Teilnahme vorlagen, jedoch keine konsistenten Langzeitdaten zur Rückfallrate von Programmteilnehmern. Dies führte zu Bedenken, ob diese Programme wirklich zur Reduzierung der Rückfallquote beitragen und die öffentliche Sicherheit verbessern, was sich anhand entsprechender <a href="https://fyi.org.nz/request/27085/response/103130/attach/html/2/C182809www%20OIA%20Extension%20Letter.pdf.html" data-type="link" data-id="https://fyi.org.nz/request/27085/response/103130/attach/html/2/C182809www%20OIA%20Extension%20Letter.pdf.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">OIA Antworten</a> auch zeigte.</p>



<p><strong>Herausforderungen bei der Effizienzprüfung:</strong></p>



<p>Wenn es um die Bewertung der Effizienz von Maßnahmen geht, offenbaren OIA-Anfragen oft Defizite. Häufig erhält man die Antwort, dass solche Daten nicht erfasst werden. Es gibt nur wenige Umfragen oder wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit von Programmen evaluieren. Dies bedeutet, dass weder Ministerien noch die Öffentlichkeit Fehlentwicklungen adäquat überprüfen können.</p>



<p><strong>Fehlende wissenschaftliche Evaluierung:</strong></p>



<p>Ein großes Problem bei OIA-Anfragen ist der Mangel an wissenschaftlichen Evaluierungen. Diese sind jedoch entscheidend, um den Erfolg von Programmen zu messen. In Neuseeland werden solche Evaluierungen in vielen Bereichen jedoch selten durchgeführt. Gründe dafür können sein:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Fehlende Priorität</strong>: Kurzfristiger politischer Nutzen wird oft höher bewertet als langfristige Erfolgsmessungen.</li>



<li><strong>Ressourcenmangel</strong>: Fundierte wissenschaftliche Evaluierungen erfordern finanzielle und personelle Ressourcen, die nicht immer zur Verfügung stehen.</li>



<li><strong>Mangelnde Verbindlichkeit</strong>: Es gibt keine Vorschriften, die Behörden zur Durchführung systematischer Evaluierungen verpflichten. Diese finden oft nur freiwillig statt, wenn überhaupt.</li>
</ol>



<p></p>



<p><strong>Konsequenzen des Mangels an Evaluierungen:</strong></p>



<p>Das Fehlen regelmäßiger Evaluierungen hat erhebliche Auswirkungen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ineffiziente Maßnahmen</strong>: Ohne Überprüfung bleiben unwirksame Programme bestehen und verursachen hohe Kosten.</li>



<li><strong>Politische Entscheidungen</strong>: Entscheidungen werden oft aus politischen Gründen getroffen, anstatt auf Basis belastbarer Daten.</li>



<li><strong>Fehlende Verantwortlichkeit</strong>: Ohne klare Erfolgskriterien ist es schwierig, Verantwortlichkeit für Programme einzufordern.</li>
</ul>



<p></p>



<p><strong>Zusammenfassung:</strong></p>



<p>Das Auskunftsrecht in Neuseeland ist gut etabliert und wird von den Ministerien ernst genommen. Es gibt keine Gebühren für OIA-Anfragen, und die Antworten kommen im Vergleich zu anderen Ländern relativ zügig. Das Hauptproblem liegt jedoch nicht im OIA selbst, sondern in der fehlenden Überwachung und Evaluierung von Regierungsprozessen. Dies führt dazu, dass ineffiziente Strukturen oft unentdeckt bleiben und unnötige Kosten verursachen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Datenschutz und Auskunftsrechte (Teil 2)</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/datenschutz-und-auskunftsrechte-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Sep 2024 06:33:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Daily life]]></category>
		<category><![CDATA[Work]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie schon beim Artikel über das Gesundheitssystem, muss man in Neuseeland auch beim Datenschutz zwischen Theorie wie im ersten Artikel beschrieben und Praxis unterscheiden. Als ehemaliges Vorstandsmitglied des Chaos Computer &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/datenschutz-und-auskunftsrechte-teil-2/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wie schon beim Artikel über das <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/was-tun-wenn-es-zuviel-wird-teil-2/" data-type="post" data-id="6243" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gesundheitssystem</a>, muss man in Neuseeland auch beim Datenschutz zwischen Theorie wie im <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/datenschutz-und-auskunftsrechte-teil-1/" data-type="post" data-id="6302">ersten Artikel </a>beschrieben und Praxis unterscheiden. <br><br>Als ehemaliges Vorstandsmitglied des <a href="https://www.ccc.de/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Chaos Computer Clubs</a> und jemand, der mit <a href="https://www.datenschutzzentrum.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Datenschutzbeauftragten</a> und dem <a href="https://www.bsi.bund.de/EN/Home/home_node.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">BSI</a> zusammengearbeitet hat, hat der Autor ein besonderes Verhältnis zum Thema Datenschutz und dem Recht der Öffentlichkeit auf Zugang zu Informationen. In Neuseeland lernt man jedoch schnell, dass ein erheblicher Unterschied zwischen Gesetzen und deren praktischer Umsetzung besteht. Dabei kann man sich dem Eindruck nicht erwehren, dass die deutschen und europäischen Datenschutzgesetze – besonders in ihrer praktischen Anwendung – weitaus besser sind, als oft angenommen wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Datenschutz in Neuseeland: Schutz der Daten vor dem Bürger?</strong></h3>



<p></p>



<p>Besonders beim Thema Datenschutz entsteht häufig der Eindruck, dass der Zweck darin besteht, den Bürger vor seinen eigenen Daten zu schützen. Oft erhält man bei Anfragen an staatliche Einrichtungen, die nichts mit personenbezogenen Daten zu tun haben, die Antwort, dass aus Datenschutzgründen keine Details gegeben werden können. Dies erschwert auch Beschwerden, da man oft nicht einmal den Namen des verantwortlichen Beamten erfährt. Zudem wird mit Verweis auf den Datenschutz vorschnell das Fotografieren oder Aufzeichnen von Audioaufnahmen untersagt, selbst wenn es dafür keine klare rechtliche Grundlage gibt. Diese Praxis erinnert an die frühen Jahre des Datenschutzes in Deutschland, als das Gesetz genutzt wurde, um Transparenz zu verringern statt zu erhöhen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zugriff auf persönliche Daten: Ein zweischneidiges Schwert</strong></h3>



<p></p>



<p>Der Zugriff auf persönliche Daten und medizinische Unterlagen in Neuseeland ist relativ einfach. Meist genügt eine E-Mail – was sowohl Vor- als auch Nachteile hat. </p>



<p>Insbesondere die Bearbeitszeit is bedenklick. Bis man die Daten erhält kann es lange dauern &#8211; häufig Monate. Die Informationen werden gesichtet und personenbezogene Daten Dritter werden geschwärzt. Da dies manuell erfolgt, können Fehler passieren. Es kommt vor, dass entweder zu wenig oder zu viel geschwärzt wird – was beides problematisch ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Probleme bei der Datenerfassung und -korrektur</strong></h3>



<p></p>



<p>Im Umgang mit personenbezogenen Daten treten in Neuseeland folgende Schwierigkeiten auf:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Fehlende Identitätsprüfung</strong>: In vielen Fällen erfolgt keine gründliche Identitätsprüfung bei der Anforderung personenbezogener Daten z.B. via E-Mail. Dies stellt ein erhebliches Risiko dar, da allein mit Namen, Geburtsdatum und Adresse potenziell personenbezogene Daten Dritter abgefragt werden können. Ohne klare Überprüfung besteht die Gefahr, dass Unbefugte Zugriff auf sensible Informationen erhalten.</li>



<li><strong>Zugriffsbeschränkungen</strong>: Man erhält in der Regel nur Zugriff auf seine eigenen Daten, beispielsweise Patientenunterlagen. Doch persönliche Informationen über die eigene Person können auch in den Daten von Angehörigen wie Eltern, Kindern oder Ehepartnern enthalten sein. Diese werden häufig nicht bereitgestellt, selbst wenn man sie explizit anfordert. Oft muss erst der Datenschutzbeauftragte eingeschaltet werden, um zu erfahren was über einen gespeichert ist. </li>



<li><strong>Korrektur von Fehlern</strong>: Theoretisch hat man das Recht, fehlerhafte Informationen löschen oder korrigieren zu lassen. Allerdings lässt die Software, die beispielsweise beim Kapiti Health Team verwendet wird, eine Löschung oder Änderung von medizinischen Unterlagen laut Aussagen eines Mitarbeiters nicht zu. Korrekturen werden am Ende des Dokuments hinzugefügt, was bedeutet, dass falsche Informationen in den ursprünglichen Abschnitten weiterhin bestehen bleiben. Dies kann zu Verwirrung führen, insbesondere wenn die Korrekturen erst nach vielen Seiten erscheinen und dadurch leicht übersehen werden. </li>



<li><strong>Langsame Bearbeitung</strong>: Da die Bearbeitung manuell erfolgt und Daten explizit angefordert werden müssen, können Monate vergehen, bis man seine Informationen erhält und Korrekturen vornehmen kann. So kann es sein, dass eine Korrektur in den Records jahre nach der eigentlichen Fehlinformation eingefügt werden. In der Zwischenzeit können fehlerhafte Daten, beispielsweise in Patientenunterlagen, großen Schaden anrichten. Im Vergleich dazu sind in den USA Notizen und Patientenunterlagen häufig sofort online einsehbar, sodass Fehler schneller erkannt und behoben werden können.</li>
</ul>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Das Fehlen von Daten oder „Schatten-Systeme“?</strong></h3>



<p></p>



<p>Ein besonders problematischer Fall zeigte, dass personenbezogene Daten zwischen zwei Behörden ausgetauscht wurden, obwohl es in keiner der beiden Behörden einen offiziellen Datensatz dazu gab. Dies deutet entweder auf die Existenz eines „Schatten-Systems“ hin, das außerhalb der Datenschutzgesetze betrieben wird, oder darauf, dass Daten nachträglich manipuliert oder gelöscht werden.</p>



<p>Als dieser Fall von einem Ermittler des Datenschutzbeauftragten untersucht wurde, konnte kein Fehlverhalten festgestellt werden. Es war jedoch klar, dass die Behörden Informationen ausgetauscht hatten, was sie gegenüber dem Betroffenen auch mündlich zugaben. Als das Büro des Datenschutzbeauftragten darauf hingewiesen wurde, lautete die Antwort:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>&#8220;Wie bereits besprochen, verlässt sich unser Büro auf die Zusicherungen der Behörde, ob sie die angeforderten Informationen besitzt oder nicht.&#8221;</em></p>
</blockquote>



<p>Dies bedeutet, dass der Datenschutz in Neuseeland im Wesentlichen auf einem „Ehrenwort-System“ basiert, was offensichtlich nicht ausreicht, um die Rechte der Bürger zu schützen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Fehlende Durchsetzungsmaßnahmen und Sanktionen</strong></h3>



<p></p>



<p>Darüber hinaus verfügt der neuseeländische Datenschutzbeauftragte, im Gegensatz zu seinen Kollegen in anderen Ländern, über kaum Möglichkeiten zur Vor-Ort-Inspektion oder über umfassende Sanktionsmöglichkeiten ausser die Einhaltung zu verlangen und Verstösse öffentlich zu machen. Es ist fair zu behaupten, dass der Datenschutz in Neuseeland ein „zahnloser Tiger“ ist. Trotz wiederholter Gesetzesüberarbeitungen fehlen nach wie vor verbindliche Verordnungen und Vorgaben für den Einsatz und die Funktion von Anwendungen, die personenbezogene Daten speichern.</p>



<p>Ein wesentlicher Schwachpunkt des neuseeländischen Datenschutzsystems ist der Mangel an strafrechtlichen Konsequenzen und Sanktionen für Verstöße. Während in Ländern wie Deutschland und der Europäischen Union erhebliche Geldstrafen und Sanktionen bei Verstößen gegen die Datenschutzgesetze verhängt werden können, fehlt es in Neuseeland an ähnlich starken Durchsetzungsmechanismen. So kann der Datenschutzbeauftrage selbst keine Strafen aussprechen, er hat das Human Rights Court anzurufen, aber auch dieses kann nur Strafen bis zu $10,000 aussprechen. Kein Vergleich zu den <a href="https://www.enforcementtracker.com" data-type="link" data-id="https://www.enforcementtracker.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Millionenbeträgen in der EU</a>.</p>



<p>Es gibt kaum Anreize für Organisationen oder Einzelpersonen, ihre Datenschutzmaßnahmen zu verbessern, da Verstöße nur selten Konsequenzen haben. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, um den Schutz der Bürger zu gewährleisten und Organisationen zur Rechenschaft zu ziehen. Neuseeland könnte sich an Ländern orientieren, die bereits ein System implementiert haben, das sowohl abschreckend wirkt als auch effektive Maßnahmen zur Sanktionierung bietet.​ Auch das Recht, vor Gericht Schadenersatz zu verlangen, ist im Vergleich zu anderen Ländern stark eingeschränkt. So hat auch die USA nur schwache Rechte für Datenschutzbeauftrage, aber jedoch ein ausgeprägtes System um durch Class-Action Lawsuits <a href="https://www.enzuzo.com/blog/data-privacy-lawsuits" data-type="link" data-id="https://www.enzuzo.com/blog/data-privacy-lawsuits" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schadenersatz in Millionenhöhe</a> zu verlangen. Im Vergleich dazu hat das Human Rights Court bei Datenschutzverstössen nur Schadenersatz im Durchschnitt von $5,000 bis $25,000 ausgesprochen. Der höchste Schadenersatz waren $168,000 im Fall einer <a href="https://privacy.org.nz/blog/cake-privacy-breach/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Credit Union</a>, wobei $98,000 für den Schaden aus der Verletzung zugesprochen wurden.</p>



<p>Natürlich erfordert dies potenziell auch Investitionen in bestehende Anwendungen – aber Systeme, denen solche grundlegenden Funktionen fehlen, sind wahrscheinlich auch in anderen Bereichen wie Zugriffsschutz, Berechtigungsstrukturen für verschiedene Nutzergruppen und anderen essenziellen Sicherheitsfunktionen veraltet.</p>



<p>Im Prinzip besteht dringend Handlungsbedarf – sowohl seitens des Gesetzgebers als auch in der Arbeitsweise des Datenschutzbeauftragten &#8211; um den Datenschutz in Neuseeland auf das Niveau anderer Länder zu heben.</p>



<p>Im <a href="https://www.neuseeland-ezine.de/datenschutz-und-auskunftsrechte-teil-3/" data-type="post" data-id="6345">dritten Teil </a>gehen wir mehr auf die Erfahrungen mit Auskunftsersuchen nach dem OIA Act ein.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Datenschutz und Auskunftsrechte (Teil 1)</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/datenschutz-und-auskunftsrechte-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Sep 2024 19:36:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Daily life]]></category>
		<category><![CDATA[Health]]></category>
		<category><![CDATA[Home]]></category>
		<category><![CDATA[Health Records]]></category>
		<category><![CDATA[OIA]]></category>
		<category><![CDATA[Privacy Act]]></category>
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					<description><![CDATA[Neuseeland legt (theoretisch) großen Wert auf den Schutz der Privatsphäre seiner Bürger, was sich auch in den Gesetzen und Regelungen zum Datenschutz widerspiegelt. Die entsprechenden Gesetze wurden mehrfach seit 1993 &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/datenschutz-und-auskunftsrechte-teil-1/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Neuseeland legt (theoretisch) großen Wert auf den Schutz der Privatsphäre seiner Bürger, was sich auch in den Gesetzen und Regelungen zum Datenschutz widerspiegelt. Die entsprechenden Gesetze wurden mehrfach seit 1993 überarbeitet, dass letzte mal im Jahr 2020. Besonders relevant für Deutsche, die in Neuseeland leben oder Interesse an diesem Land haben, sind die Möglichkeiten, persönliche Informationen – insbesondere im Gesundheitsbereich – anzufordern. In diesem Artikel möchten wir Ihnen die wichtigsten Aspekte der neuseeländischen Datenschutzgesetze näherbringen und dabei insbesondere den Unterschied zwischen dem „Privacy Act“ und dem „Official Information Act“ (OIA) beleuchten.</p>



<p><strong>Das Privacy Act 2020: Schutz und Zugang zu persönlichen Daten</strong></p>



<p></p>



<p>Das wichtigste Gesetz zum Schutz der Privatsphäre in Neuseeland ist das <strong>Privacy Act 2020</strong>. Es gibt den Bürgern das Recht, auf ihre persönlichen Daten zuzugreifen und diese zu korrigieren, wenn sie fehlerhaft sind. Besonders im Gesundheitsbereich ist dieses Recht essenziell, da Patienten Zugang zu ihren Gesundheitsakten haben müssen, um sicherzustellen, dass ihre medizinischen Informationen korrekt und vollständig sind.</p>



<p>Wenn Sie also zum Beispiel in Neuseeland leben und Ihre Krankenakte einsehen oder Informationen zu Behandlungen, Diagnosen oder Medikamenten erhalten möchten, können Sie dies gemäß dem Privacy Act tun. Diese Art von Anfrage nennt sich <strong>Subject Access Request</strong>. Organisationen, einschließlich Gesundheitseinrichtungen, sind gesetzlich verpflichtet, Ihnen Zugang zu diesen Daten zu gewähren, es sei denn, es gibt einen legitimen Grund, dies zu verweigern – zum Beispiel, wenn die Freigabe der Informationen die Sicherheit anderer Personen gefährden könnte.</p>



<p>Die Anfrage ist relativ einfach zu stellen: Sie können dies formlos per E-Mail oder schriftlich tun und sollten innerhalb von 20 Arbeitstagen eine Antwort erhalten. Eine Rückfrage hält diesen Countdown an. In der Regel kann die Antwort nach 20 Arbeitstagen auch lauten, dass man aus bestimmten (zu benennenden) Gründen eine Verländerung um weitere 20 Tage benötigt. Falls die Organisation Ihre Anfrage ablehnt, muss sie dies gut begründen, und Sie haben die Möglichkeit, sich an den <strong>Privacy Commissioner</strong> (eine Art Datenschutzbeanftragten) zu wenden.</p>



<p><strong>Der Official Information Act 1982 (OIA): Einblicke in öffentliche Informationen</strong></p>



<p></p>



<p>Neben dem Privacy Act gibt es in Neuseeland auch den <strong>Official Information Act 1982 (OIA)</strong>, der den Zugang zu Informationen öffentlicher Stellen regelt. Der OIA ermöglicht es Bürgern, Informationen anzufordern, die von Regierungsbehörden, einschließlich öffentlicher Krankenhäuser und anderer öffentlicher Gesundheitseinrichtungen, gehalten werden. Der entscheidende Unterschied zum Privacy Act besteht darin, dass der OIA nicht auf personenbezogene Daten beschränkt ist. Sie können damit auch allgemeine Informationen anfordern, zum Beispiel zu politischen Entscheidungen, öffentlichen Projekten oder den Arbeitsweisen öffentlicher Einrichtungen.</p>



<p>Wenn Sie also an Informationen interessiert sind, die über Ihre persönlichen Daten hinausgehen – etwa über die Politik des neuseeländischen Gesundheitssystems oder wie eine bestimmte Gesundheitsbehörde funktioniert – dann ist der OIA der richtige Weg.</p>



<p><strong>Privacy Act vs OIA &#8211; Die Unterschiede</strong></p>



<p></p>



<p><strong>Art der Informationen</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Anfragen nach dem Privacy Act beziehen sich auf personenbezogene Daten, also Informationen, die sich direkt auf Sie beziehen, wie Ihre Gesundheitsakte.</li>



<li>OIA-Anfragen hingegen betreffen Informationen, die von öffentlichen Institutionen gehalten werden, einschließlich Berichten, politischen Entscheidungen und allgemeinen Abläufen.</li>
</ul>



<p></p>



<p><strong>Anfragesteller</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Unter dem Privacy Act haben nur Sie das Recht, Ihre eigenen Daten anzufordern.</li>



<li>Beim OIA kann jeder Informationen über öffentliche Stellen anfordern, auch wenn sie nicht direkt betroffen sind, diese sind und dürften dann aber nicht personenbezogen sein. </li>
</ul>



<p></p>



<p><strong>Formulierung &amp; Address</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Privay Act / Health Records: Auf der Webseite jeder Einrichtung sollte in der Regel ein Formular existieren, wo man seine eigenen Aufzeichnungen anfordern kann. Andernfalls sendet man eine E-Mail und nennt den Umfang der Unterlagen insbesondere Zeitraum und identifiziert sich selbst. Ggf. sendet man eine Kopie eines Ausweises mit um die Identität zu bestätigen. Ein entsprechender Rest sollte mit folgenden Satz beginnen: <em>&#8220;I request my personal Information in reference to the Privacy Act 2020 and the Health Information Privacy Code&#8221;</em>. Es sollte darüber hinaus auch den Zeitraum beinhalten.</li>



<li>OIA: In der Regel kann man auf jeder Webseite einer Organisation oder Regierungseinrichtung nach OIA suchen und wird einen Ansprechpartner oder E-Mail Adresse finden. Ein OIA Request sollte mit den folgenden Satz beginnen: <em>&#8220;Please supply the following information under the Official Information Act (OIA) and/or Local Government Official Information and Meetings Act (LGOIMA):&#8221;</em>  und man sollte danach gezielt auffuehren was man wissen möchte (z.B. E-Mails Belege, Verträge, Notizen, Auskunft über eine spezifische Fragestellung, Zeiträume, etc). </li>
</ul>



<p></p>



<p><strong>Prozess</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Beide Gesetze sehen eine Frist von 20 Arbeitstagen für die Antwort vor. Allerdings kann die Bearbeitungszeit bei OIA-Anfragen länger sein, wenn die Anfrage besonders komplex ist oder umfangreiche Informationen betrifft.</li>



<li>Während die Ablehnung einer Anfrage nach dem Privacy Act oft mit dem Schutz der Privatsphäre oder der Sicherheit anderer begründet wird, können OIA-Anfragen aufgrund anderer Faktoren wie Vertraulichkeit oder nationaler Sicherheit abgelehnt werden.</li>
</ul>



<p></p>



<p><strong>Einsprüche:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wenn Ihre Anfrage nach dem Privacy Act abgelehnt wird, können Sie eine Beschwerde beim Privacy Commissioner einreichen. Dieser kann Untersuchungen einleiten und gegebenenfalls eine Empfehlung aussprechen.</li>



<li>Im Fall von OIA-Anfragen können Sie sich an den <strong>Ombudsman</strong> wenden, der die Ablehnung überprüft und ebenfalls Empfehlungen abgeben kann.</li>
</ul>



<p></p>



<p><strong>Fazit</strong></p>



<p></p>



<p>Für Deutsche in Neuseeland oder solche, die mit dem neuseeländischen System in Kontakt kommen, ist es wichtig zu wissen, wie sie auf ihre Daten zugreifen und wie sie Informationen von Behörden anfordern können. Während der Privacy Act 2020 den Schutz und Zugang zu personenbezogenen Daten regelt, bietet der Official Information Act einen breiteren Zugang zu öffentlichen Informationen. Beide Instrumente sind wichtige Werkzeuge, um Transparenz zu schaffen und sicherzustellen, dass Sie in der Lage sind, Ihre Rechte und Interessen in Neuseeland zu wahren.</p>



<p>Im <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/datenschutz-und-auskunftsrechte-teil-2/" data-type="post" data-id="6302">zweiten Teil des Artikels</a> gehen wir auf den Unterschied zwischen Theorie und Praxis ein.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was tun, wenn es zuviel wird (Teil 3)</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/was-tun-wenn-es-zuviel-wird-teil-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Sep 2024 19:43:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Health]]></category>
		<category><![CDATA[Home]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.neuseeland-ezine.de/?p=6256</guid>

					<description><![CDATA[Der erste Teil unseres Artikels beschrieb, wie das System für mentale Gesundheit funktionieren sollte in Neuseeland. Der zweite Teil geht mehr auf die praktischen Aspekte ein. Wir moechten aber auch &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/was-tun-wenn-es-zuviel-wird-teil-3/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/was-tun-wenn-es-zuviel-wird-teil-1/" data-type="post" data-id="6230">erste Teil</a> unseres Artikels beschrieb, wie das System für mentale Gesundheit funktionieren sollte in Neuseeland. Der <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/was-tun-wenn-es-zuviel-wird-teil-2/" data-type="post" data-id="6243">zweite Teil</a> geht mehr auf die praktischen Aspekte ein. </p>



<p>Wir moechten aber auch Ansprechpartner nennen, die helfen können &#8211; insbesondere, da es keine zentrale Anlaufstelle gibt und die regionalen Health Centres selbst keine Listen entsprechender Ansprechpartner vorhalten. Wenn jemand Organisationen oder Hotlines kennt, die hier fehlen, bitte sended eine <a href="mailto:redaktion@neuseeland-ezine.de">E-Mail</a>. Für den Fall der Fälle kann man sich in Notlagen an folgende Hotlines und Organisationen wenden. </p>



<p><strong><em>Hier eine Liste der eher bekannte Dienste:</em></strong></p>



<p><strong>Te Whatu Ora Mental Health Crisis Team (ehemals Te Haika)</strong></p>



<p>Dies ist keine wirkliche therapeutische Hotline, sondern eher eine Anlaufstelle, um Rettungsdienste, Notaufnahmen oder einen Polizei-Welfare-Check zu veranlassen. An Werktagen während der Geschäftszeiten kann es jedoch eine Möglichkeit sein, einen Rückruf vom Krisenteam zu erhalten. Telefon: 0800 800 717</p>



<p><strong>Community Mental Health Team</strong></p>



<p>In jeder Region gibt es zumindest ein Community Mental Health Team, welches ein Case Manager zuweisen kann, sowie Therapien, Medikamente und andere Aspekte organisieren kann. Man kann direkt kontakten, aber üblicherweise wird vom GP an diese überwiesen. Die Qualität dieser Teams kann sehr unterschiedlich sein und das Training Niveau der Mitarbeiter scheint <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/was-tun-wenn-es-zuviel-wird-teil-2/" data-type="post" data-id="6243">nicht angemessen</a> für die Aufgabe.</p>



<p><strong>Atareira</strong></p>



<p>Atareira spricht Familienmitglieder an, die unter Problemen mit der geistigen Gesundheit oder Abhängigkeiten leiden, um mit den damit zusammenhängenden Problemen in der Familie anzusprechen. Die Organisation bietet wirklich guten Support bis hin zu Therapieunterstützung an. Website: <a href="https://www.atareira.org.nz/family-whanau-support/">Atareira Family &amp; Whanau Support</a></p>



<p><strong>1737, Need to Talk?</strong></p>



<p>Kostenlose Anrufe oder SMS rund um die Uhr, um mit einem geschulten Berater zu sprechen. Telefon: 1737 anrufen oder eine Text senden.</p>



<p><strong>Lifeline New Zealand</strong></p>



<p>Rund-um-die-Uhr-Hotline für alle, die sich niedergeschlagen fühlen oder jemanden zum Reden brauchen. Telefon: 0800 543 354</p>



<p><strong>Crisis Recovery Cafes</strong></p>



<p>Their are so far 6 (two more planned) Crisis Recovery Cafes in New Zealand, like this one in <a href="https://wellingtoncitymission.org.nz/what-we-do/crisis-cafe-at-whakamaru/" data-type="link" data-id="https://wellingtoncitymission.org.nz/what-we-do/crisis-cafe-at-whakamaru/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wellington</a>.</p>



<p><strong>Samaritans</strong></p>



<p>Rund-um-die-Uhr-Hotline, die vertrauliche und nicht wertende Unterstützung für Menschen bietet, die sich deprimiert, einsam oder suizidgefährdet fühlen. Telefon: 0800 726 666</p>



<p><strong>Youthline</strong></p>



<p>Unterstützung für junge Menschen, die mit psychischen Problemen oder Herausforderungen zu kämpfen haben. Rund um die Uhr verfügbar. Telefon: 0800 376 633, Text: 234</p>



<p><strong>Depression Helpline</strong></p>



<p>Kostenlose Unterstützung für Menschen, die unter Depressionen oder Angstzuständen leiden. Telefon: 0800 111 757, Text: 4202</p>



<p><strong>Suicide Crisis Helpline</strong></p>



<p>Rund-um-die-Uhr-Dienst für Menschen in Not, diejenigen, die jemanden in Not unterstützen, oder für Menschen, die suizidgefährdet sind. Telefon: 0508 828 865 (0508 TAUTOKO)</p>



<p><strong><em>Spezialisierte Dienste:</em></strong></p>



<p><strong>The Lowdown</strong></p>



<p>Online-Unterstützung für junge Menschen, die mit Problemen wie Angst, Depressionen oder anderen Herausforderungen zu kämpfen haben. Website: <a href="https://thelowdown.co.nz">thelowdown.co.nz</a>, Text: 5626</p>



<p><strong>Alcohol Drug Helpline</strong></p>



<p>Unterstützung für alle, die von Alkohol- oder Drogenproblemen betroffen sind. Telefon: 0800 787 797, Text: 8681</p>



<p><strong>Shine Helpline</strong></p>



<p>Rund-um-die-Uhr-Unterstützung für alle, die häusliche Gewalt erfahren oder sich Sorgen um jemanden machen. Telefon: 0508 744 633</p>



<p><strong><em>Weniger bekannt, aber oft hilfreicher als die bekannten Dienste:</em></strong></p>



<p><strong>Mind and Body Peer Support</strong></p>



<p>Dies ist eine Peer-Organisation, in der Mitarbeiter persönliche Erfahrungen mit psychischer Gesundheit haben und geschult sind, um mit eigenen Programmen und vorhandenen Diensten besser zu helfen. Website: <a href="https://emergeaotearoa.org.nz/who-we-are/our-organisation/mind-and-body.html">Mind and Body</a></p>



<p><strong>The Road Forward</strong></p>



<p>Ebenfalls eine Organisation für Peer-Unterstützung, spezialisiert auf erwachsene Überlebende von sexueller Gewalt. Telefon: 0800 044 334, Text: 4334, Website: <a href="https://www.theroadforward.org.nz">The Road Forward</a></p>



<p><strong>Kapiti Youth Support</strong></p>



<p>Da die staatliche Hilfe für Kinder und Jugendliche endet wenn diese 18 werden, auch jene Therapeuten die i.d.r. in allen Schulen existieren. Kapiti Youth Support wird von einer NGO betrieben, bietet besseren Service an, hat gute Psychologen und Therapeuten die im allgemeinen in der Privatwirtschaft tätig sind und ein Teil ihrer Zeit hier zur verfügung stellen. Dieser Servce und kann üblicherweise genutzt werden für alle unter 25 und ist kostenlos (auch wenn Spenden willkommen sind. Website: <a href="https://kys.org.nz/" data-type="link" data-id="https://kys.org.nz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kapiti Youth Support.</a></p>



<p><strong>Tōhepa Wellington</strong></p>



<p>Tōhepa Wellington bietet individuell angepasste Unterstützung für Menschen mit geistiger Behinderung in der Region Wellington und bieten verschiedene Wohnmöglichkeiten und fördern die Teilnahme an therapeutischen Aktivitäten, die Körper, Seele und Geist stärken. Website: <a href="https://www.hohepawellington.com" data-type="link" data-id="https://www.hohepawellington.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tōhepa Wellington</a></p>



<p><strong>Just a Thought</strong></p>



<p>Houst a Thought bietet kostenlose Theray Course an, insbesondere im Bereich Alkohol und Drogensucht. Website: <a href="https://www.justathought.co.nz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Just a Thought</a></p>



<p><strong>Wellington Help</strong></p>



<p>Wellington HELP unterstützt jede Person, die von sexueller Gewalt betroffen ist. Telefon: 0800 FOR HELP (0800 367 4357). Website: <a href="https://www.wellingtonhelp.org.nz/">Wellington Help</a></p>



<p><strong><em>Für Unterstützung oder Beschwerden, helfen die folgenden Kontakte:</em></strong></p>



<p><strong>Mental Health Foundation</strong></p>



<p>Eine peer-geführte, in Christchurch ansässige gemeinnützige Stiftung, die im Bereich psychische Gesundheit und Sucht arbeitet. MHAPS bietet eine Vielzahl von leicht zugänglichen Diensten für Menschen mit psychischen Problemen oder Sucht, darunter Peer-Unterstützung und Interessenvertretung, Genesungs- und Wohlfühlprogramme, Workshops und Gruppenunterstützung. Website: <a href="https://mentalhealth.org.nz/groups/group/mhaps-mental-health-advocacy-and-peer-support">MHAPS</a></p>



<p><strong>Health and Disability Advocacy Service</strong></p>



<p>Der landesweite Health and Disability Advocacy Service bietet kostenlose, unabhängige und vertrauliche Beratung und Unterstützung, um Ihnen bei der Lösung von Problemen mit Gesundheits- und Behindertendiensten zu helfen. Telefon: 0800 555050, Website: <a href="https://advocacy.org.nz">https://advocacy.org.nz</a></p>



<p><strong>Health &amp; Disability Commissioner</strong></p>



<p>Informationen über Ihre Rechte bei der Nutzung von psychischen Gesundheits- und Suchtdiensten, wo Sie Hilfe und Unterstützung finden können, und wie Sie Beschwerden einreichen können. Website: <a href="https://www.hdc.org.nz/making-a-complaint/mental-health-addictions/">HDC</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was tun, wenn es zuviel wird (Teil 2)</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/was-tun-wenn-es-zuviel-wird-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 21:33:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Health]]></category>
		<category><![CDATA[Home]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.neuseeland-ezine.de/?p=6243</guid>

					<description><![CDATA[Nach dem ersten Teil der Serie, muss man leider in Neuseeland besonders auf den Unterschied zwischen Theorie und Praxis eingehen. Die zentrale Hotline als Beispiel hat nicht viele Möglichkeiten zu &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/was-tun-wenn-es-zuviel-wird-teil-2/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nach dem <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/was-tun-wenn-es-zuviel-wird-teil-1/" data-type="post" data-id="6230">ersten Teil der Serie</a>, muss man leider in Neuseeland besonders auf den Unterschied zwischen Theorie und Praxis eingehen. Die zentrale Hotline als Beispiel hat nicht viele Möglichkeiten zu helfen. Der Ausbildungsgrad der Mitarbeiter dieser Hotlines ist sehr unterschiedlich, aber sehr häufig haben diese keine oder nur geringe therapeutische Ausbildungen. Besonders Abends, Nachts und am Wochenende beschränkt sich deren Tätigkeit anzuregen die nächste Notaufnahme aufzusuchen (mit üblichen Wartezeiten von 4-12 Stunden).</p>



<p>Wenn die Mitarbeiter den Eindruck haben, dass der Anrufer nicht kooperiert, können diese ausserdem einen Welfare-Check initieren. Solche Welfare-Checks in Neuseeland werden durch die Polizei durchgeführt, die &#8211; wiederum &#8211; kaum in diesen Bereich geschult ist. Aussagen wie </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>I have better thing to do</p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-right"> &#8211; Polizist Costable der Levin Station nach 3 Minuten in einen Welfare Check</p>
</blockquote>



<p>Wenn die Polizei wiederum Bedenken hat, kann Sie den Betroffenen bitten in die Notfallaufnahme gebracht zu werden oder &#8211; wenn diese sich weigern &#8211; diese zwangsweise einweisen. Diese Einweisung wird &#8220;sectioning&#8221; genannt, da es auf Section 8 des Mental Health Act basiert. Solche EInweisungen führen zu einer Ersteinschätzung durch einen speziell geschulten und berechtigten Person. In vielen Fällen wird der Patient wieder entlassen und der Fall an die Community Health Team oder das Crisis Team übergeben.</p>



<p>Diese Vorgehensweise, die Einbindung der Polizei, die mangelnde Ausbildung und am Ende die vorschnelle Einweisung kann erheblich zur Verschlechterung der mentalen Gesundheit beitragen. Insbesondere, da dasselbe Procedure immer und immer wieder angewendet wird, selbst wenn vergangene Fakten zeigen, dass dies kein Weg zur Verbesserung der Situation darstellt. Das bedeutet, es ist ein <a href="https://www.facebook.com/reel/1492874791366394" data-type="link" data-id="https://www.facebook.com/reel/1492874791366394">Glücksspiel wenn man die Hotline</a> anruft, on man Hilfe und Unterstützung erhält oder alles schlimmer gemacht wird.. Wenn immer möglich sollte man private Hilfe suchen, wenn man die Mittel oder die entsprechende private Krankenversicherung hat.</p>



<p></p>



<p><strong>Mentale Gesundheit als Krankheit</strong></p>



<p></p>



<p>Neuseeland sieht offiziel die mentale Gesundheit als Teil der Gesundheit eines Individums an, jedoch ist dies nicht unbedingt eine weitverbreitete Ansicht in der Bevölkerung. Mentale Probleme wird immer noch häufig nicht erstgenommen oder verschwiegen. Das macht es noch schwerer um Hilfe zu bitten.</p>



<p>Dies macht leider nicht halt vor Mitarbeitern der entsprechenden Dienste, insbesondere in den Crisis Teams, Hotlines oder der Community Mental Health Services. Diese sollen an sich auf die Bedürfnisse insbesondere von Patienten in Stressituationen eingehen, folgen aber vielmehr einen festgelegten Drehbuch. </p>



<p>In einen Fall reagierte eine Psychatrische Pflegekraft die innerhalb von zwei Jahren dasselbe Verfahren vorschlug auf ein Zitat von Albert Einstein &#8220;<strong><em>Doing the same think over and over again and expecting a different result, is the definion of insanity</em></strong>&#8221; mit dem folgenden Kommentar:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>We did not accept abusive behaviour and I will end the call now. </em></p>



<p class="has-text-align-right"> &#8211; Mental Health Vet Nurse of the Kapiti Coast Mental Health Team before hang-up</p>
</blockquote>



<p>Dies ist nur ein kleines Beispiel von dokumentierten Kommentaren und Verhalten von Mitarbeitern des Crisis Teams oder der Community Mental Health Teams. Dies führt zur Invalidierung der Patienten und kann dramatische Konsequenzen für den Patienten haben. </p>



<p>Wie vieles in Neuseeland kann die Qualität der Dienste und Trainingslevel der Mitarbeiter von Region zu Region unterschiedlich sein. So hat Auckland, Christchurch und Wellington etwas bessere Systeme was sich auch durch einige Pilotprogramme zeigt, wie z.B. Welfare Check von einen Team von einen speziell geschulten Sozialarbeiter und einen Polizister durchführen zu können. In Regionen wie der Kapiti Coast oder Manawatū-Whanganui sind dagegen deutlich schlechter aufgestellt. In Prinzip kann man sagen, um so weiter von den Ballungszentren, um so schlechter die Versorgung.</p>



<p></p>



<p><strong>Quick &amp; Dirty</strong></p>



<p></p>



<p>Ein anderer Aspekt ist die eher häufig nur akute Betreuung. Es geht darum die aktuelle Krise zu managen und nicht die Ursachen zu erforschen und langfristige Lösungen zu finden. Selbst wenn ein Patient &#8211; üblicherweise erst nach Jahren und vielen Krisen &#8211; offiziel einen Case Manager der lokalen Community Mental Health Services zugewiesen bekommt, werden Diagnosen nicht mit der notwendigen Sorgfalt vorgenommen.</p>



<p>Nach nur 1-2 Besuchen mit einen Psychiater kann dieser eine Diagnose vornehmen ohne das die an sich Standardverfahren wie z.B. <a href="https://www.psychiatry.org/psychiatrists/practice/dsm" data-type="link" data-id="https://www.psychiatry.org/psychiatrists/practice/dsm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">DSM-5</a> oder AMPD genutzt werden. Diese Verfahren beinhalten an sich Fragebogen mit hunderten von Fragen, Interviews mit Partnern und Eltern, eine vollständige erstellung der Historie insbesondere aus der Kindheit und Tests und Interviews. Stattdessen wird häufig eine Erstdiagnose vorgenommen ohne je eine tiefergehendes Diagnoseverfahren anzuwenden.</p>



<p>Die Folge hiervon ist eine vorschnelle Diagnose, insbesondere eine &#8220;beliebte&#8221; Erstdiagnose in Neuseeland ist BPD (Borderline personality disorder &#8211; Borderline-Persönlichkeitsstörung). Dies kann langfristige Konsequenzen haben, da sich BPD nur schwer von anderen Problemen wie PTSD, Depressionen, ADHD oder Autismus abgrenzen lassen, da viele Symptome identisch sind. Jedoch die entsprechenden Therapien sehr unterschiedlich sind und die falsche Therapie erneut mehr Schaden als Nutzen haben kann.</p>



<p></p>



<p><strong>Ursachen der Probleme</strong></p>



<p></p>



<p>Als Ursachen der &#8211; praktisch &#8211; schlechten Versorgung wird häufig die fehlenden Mittel und fehlenden Personal angegeben. Dies ist nicht vollständig von der Hand zu weisen, da es nur wenig qualifiziertes Personal gibt und die Anreize dieser Berufszweige nach Neuseeland einzuwandern gering sind, da Australien z.B. bessere Konditionen für diese Persongruppen bietet.</p>



<p>Jedoch bei genaueren hinschauen wird man feststellen, dass es weniger fehlende Mittel oder Personal ist, sondern die fehlerhafte Zuweisung vorhandener Resourcen.</p>



<p>Häufig werden Probleme selbst von den Crisis Teams, Polizei oder Community Mental Health Teams als &#8220;Attention Seeking&#8221; abgetan. Meta Studies wie Owens, Horrocks, and House (2002) haben jedoch ermittelt, dass weniger als ein Viertel von Suicidversuchen sich auf Attention Seeking zurückführen lassen. Die Konsequenzen sind dramatisch: Ein Grossteil von Personen mit mentalen Gesundheitsproblem wird abgetan und damit abgewertet. Dies führt zu eine Verstärkung der gesundheitlichen Probleme und damit potential auch an Bedarf für kosten- und personalintensiveren Behandlung.</p>



<p>Dazu kommt die überbürokratisierung des Verfahrens. Psychiatrische Patientenunterlagen zeigen, dass nehrere Personen inklusive Sozialarbeiter, Psychater und psychiatische Pfleger in Entscheidungen eingebunden sind, ob jemand überhaupt Hilfe erhalten kann. Die Pflege dieser Patientenunterlagen ist rückständig und erlauben so gut wie keine Korrekturen von Fehleinschätzungen und blähen sich daher zu dutzenden oder hunderte Seiten auf, die gelesen werden müssen. All dies führt dazu, dass wenig Resourcen übrig bleiben um am Ende den Patienten zu helfen.</p>



<p>Dies führt nicht nur zu einen, sondern zu einer Anzahl von Teufelskreisen und diese stellen einer der wesentlichen Ursachen der Überlastung des Systems dar. Selbst die Klassifizierung wann jemand Hilfe der Community Teams hat, integriert diese Fehleinschätzung &#8211; solange jemand nicht wirklich schwerwiegende Probleme hat (also z.B. Selbstmordversuche durchgeführt hat), wird man häufig nicht erstgenommen und die Teams entwickeln eine Tendenz dazu Patienen gering einstufen, um die Überlastung des Personals nicht weiter zu erhöhen &#8211; und damit mittel- und langfristig genau das Gegenteil auslösen.</p>



<p></p>



<p><strong>Patientenvertretung und rechtliche Möglichkeiten</strong></p>



<p></p>



<p>In einem System, das oft durch Bürokratie und Fehlallokation von Ressourcen geprägt ist, wird die Rolle der Patientenvertretung immer wichtiger. Patienten und ihre Familien sollten nicht zögern, sich für eine bessere Versorgung einzusetzen. Dazu gehört das Einholen einer Zweitmeinung, insbesondere wenn eine Diagnose oder Behandlung fragwürdig erscheint. In Neuseeland gibt es zudem Ombudsmann-Dienste, die Beschwerden über unzureichende Versorgung bearbeiten und als Vermittler zwischen Patienten und Gesundheitseinrichtungen fungieren können. </p>



<p>Es gibt zahlreiche Peer-Support Organisationen, teilweise gefördert von der Regierung &#8211; auf die jedoch die Community Mental Health Teams oder Crisis Teams nicht verweisen, selbst wenn Ihnen diese bekannt sind. Es ist daher essential sich im selbst weiterzubilden was in der Region verfügbar ist, entsprechende Facebook Gruppen beizutreten und sich mit anderen auszutauschen.</p>



<p>Wenn die Mängel in der Versorgung besonders gravierend sind, können auch rechtliche Schritte in Erwägung gezogen werden, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und sicherzustellen, dass die betroffenen Personen die notwendige Unterstützung erhalten. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um das System zu verbessern und langfristig mehr Transparenz und Verantwortlichkeit in der psychischen Gesundheitsversorgung zu schaffen.</p>



<p>Im <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/was-tun-wenn-es-zuviel-wird-teil-3/" data-type="post" data-id="6256">dritten Teil der Serie</a> ist eine Liste der staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen und Hotlines, wenn man Hilfe sucht. </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was tun, wenn es zuviel wird (Teil 1)</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/was-tun-wenn-es-zuviel-wird-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2024 20:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Health]]></category>
		<category><![CDATA[Home]]></category>
		<category><![CDATA[Crisis Teams]]></category>
		<category><![CDATA[Mental Health]]></category>
		<category><![CDATA[Te Haka]]></category>
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					<description><![CDATA[Mentale Gesundheit ist in Neuseeland ein ernstes Problem, besonders für junge Menschen und die Māori-Bevölkerung. Hohe Selbstmordraten und zunehmende psychische Belastungen sind ein deutlicher Hinweis auf die Dringlichkeit des Problems. &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/was-tun-wenn-es-zuviel-wird-teil-1/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mentale Gesundheit ist in Neuseeland ein ernstes Problem, besonders für junge Menschen und die Māori-Bevölkerung. Hohe Selbstmordraten und zunehmende psychische Belastungen sind ein deutlicher Hinweis auf die Dringlichkeit des Problems. Die Ursachen sind vielfältig: Armut, Isolation, der Verlust von Kultur und Identität sowie der Druck, der durch die moderne Gesellschaft entsteht, spielen eine Rolle. Im Vergleich zu Ländern wie Deutschland und den USA bietet Neuseeland ein gutes Maß an psychischer Gesundheitsversorgung, steht jedoch vor Herausforderungen, insbesondere bei der Ressourcenzuteilung und dem Zugang zu spezialisierten Diensten. </p>



<p><strong>Das System im Überblick</strong></p>



<p></p>



<p>Das neuseeländische Mental Health System umfasst eine breite Palette von Diensten, die vom Health NZ verwaltet werden. Diese bieten Unterstützung für Menschen jeden Alters, wobei es spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gibt.</p>



<p></p>



<p><strong>Dienstleistungen für Jugendliche und Erwachsene</strong></p>



<p></p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Primary Care</strong>: Der Hausarzt (GP) ist oft der erste Ansprechpartner für psychische Probleme. Er kann eine erste Diagnose stellen und bei Bedarf an Spezialisten überweisen. GPs arbeiten häufig mit Psychologen und anderen Fachkräften zusammen.</li>



<li><strong>Community Mental Health Services</strong>: Diese richten sich an Menschen mit schwereren psychischen Problemen. Sie bieten umfassende Unterstützung, von Beratung über Therapie bis hin zur Medikation. Speziell für unter 18-Jährige gibt es Jugendpsychiatrie-Teams, die eng mit Schulen und Familien zusammenarbeiten. </li>



<li><strong>Youthline und Schulberatung</strong>: Junge Menschen haben Zugang zu speziellen Diensten wie der <strong>Youthline</strong>, einer rund um die Uhr verfügbaren Hotline, die Unterstützung und Beratung bietet. Darüber hinaus haben Schüler in Neuseeland Zugang zu schulischen Beratungsdiensten, die ihnen bei psychischen Problemen helfen können. Diese Angebote machen es Schülern oft leichter, frühzeitig Unterstützung zu erhalten. Allerdings endet dieser bevorzugte Zugang meist mit dem 18. Lebensjahr, was den Übergang zur Erwachsenenversorgung erschwert oder teilweise vollständig unterbrechen kann. Es ist daher kein Zufall, dass besonders junge Erwachsene mehr Probleme haben, die durch Faktoren wie Einstieg in die Arbeitswelt oder Universität noch verstärkt werden.</li>



<li><strong>Crisis Services</strong>: In akuten Fällen gibt es rund um die Uhr verfügbare Krisendienste, die sofortige Hilfe bieten. Für Jugendliche gibt es spezielle Hotlines und mobile Krisenteams. Diese zentrale Hotline wie Lifeline, die von der Regierung betrieben wird. Allerdings gibt es anders als in den USA nur wenige gemeinnützige Organisationen die Hotlines anbieten.</li>



<li><strong>ACC (Accident Compensation Corporation)</strong> ist eine staatliche Versicherung in Neuseeland, die alle Einwohner und Besucher des Landes bei Unfällen absichert, unabhängig davon, wer für den Unfall verantwortlich ist. ACC übernimmt die Kosten für medizinische Behandlungen, Rehabilitation und in manchen Fällen auch den Verdienstausfall. Ein besonderer Aspekt von ACC ist, dass sie auch in bestimmten Fällen Unterstützung bei psychischen Gesundheitsproblemen bietet. Wenn psychische Gesundheitsprobleme direkt durch einen Unfall oder eine Verletzung verursacht werden, wie beispielsweise eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) nach einem schweren Unfall, kann ACC für die erforderliche Therapie und Behandlung aufkommen. Dieses System ersetzt das Recht auf zivilrechtliche Klagen im Zusammenhang mit Personenschäden, sodass die Betroffenen keine Schadensersatzklagen einreichen müssen, sondern stattdessen die Leistungen der ACC in Anspruch nehmen können.</li>



<li><strong>Stationäre Versorgung</strong>: In schweren Fällen bieten psychiatrische Krankenhäuser und stationäre Einrichtungen intensive Betreuung. Es gibt spezielle Stationen für junge Menschen, die auf deren spezifische Bedürfnisse eingehen.</li>
</ol>



<p></p>



<p><strong>Private Dienstleistungen</strong></p>



<p></p>



<p>Private Anbieter, darunter Psychologen und Kliniken, ergänzen das öffentliche System und bieten oft spezialisierte Behandlungen. Diese sind jedoch kostenintensiv, und vieleVersicherungen decken diese nicht ab. Solche Anbieter sind relativ selten und Psychater, Therapeuten und Kliniken haben teilweise Wartezeiten von 6-12 Monaten. </p>



<p></p>



<p><strong>Herausforderungen und Vergleich</strong></p>



<p></p>



<p>Trotz der umfassenden Versorgung gibt es in Neuseeland Herausforderungen, wie lange Wartezeiten und regionale Unterschiede in der Verfügbarkeit von Diensten. Im Vergleich zu Deutschland und den USA ist die Versorgung in Neuseeland breit gefächert, jedoch nicht immer gleich zugänglich. Während Deutschland oft auf präventive Maßnahmen setzt, ist das neuseeländische System stark auf akute Interventionen fokussiert. In den USA wiederum variiert die Qualität der Versorgung stark je nach Region und Versicherungsstatus.</p>



<p>Allerdings gibt es ein grossen Unterschied zwischen Theorie und Praxis, den wir im <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/was-tun-wenn-es-zuviel-wird-teil-2/" data-type="link" data-id="http://www.neuseeland-ezine.de/was-tun-wenn-es-zuviel-wird-teil-2/">zweiten Teil dieser Serie</a> näher beleuchten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Inflation in Neuseeland</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/inflation-in-neuseeland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2024 20:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Daily life]]></category>
		<category><![CDATA[Home]]></category>
		<category><![CDATA[Immigration]]></category>
		<category><![CDATA[Investments]]></category>
		<category><![CDATA[Work]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation in Neuseeland]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die COVID-19-Pandemie hat auch in Neuseeland deutliche Spuren hinterlassen, insbesondere in Form steigender Lebenshaltungskosten. Während der Pandemie ergriff die neuseeländische Regierung wirtschaftliche Maßnahmen, um die Auswirkungen abzufedern, was jedoch zu einer erheblichen Inflation führte. Dieser Preisanstieg betrifft sowohl Einheimische als auch die deutsche Gemeinschaft in Neuseeland.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Warum sind die Preise gestiegen?</strong></h3>



<p></p>



<p>Durch die Kombination von Konjunkturpaketen, Zinssenkungen und globalen Lieferkettenproblemen stiegen die Preise für viele alltägliche Güter. Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen stieg nach den Lockdowns schneller, als das Angebot mithalten konnte, was zu Preiserhöhungen führte. Viele Produkte sind auch vom Import abhängig, so das insbesondere steigende Transportkosten zu den Preissteigerungen beitragen. <br><br>Neben den Preissteigerungen verschwanden insbesondere in den ersten 2 Jahren nach COVID viele Produkte aus den Regalen, was sich aber langsam in 2023 und 2024 normalisiert hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Beispiele für Preissteigerungen</strong></h3>



<p></p>



<p>Einige der am stärksten betroffenen Bereiche sind Grundnahrungsmittel und Energie:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Benzin</strong>: Vor der Pandemie lag der Benzinpreis bei etwa 2,00 NZD pro Liter. Heute liegt der Preis bei rund 3,10 NZD pro Liter – ein Anstieg von mehr als 50 %.</li>



<li><strong>Milch</strong>: Der Preis für einen Liter Milch stieg von etwa 1,80 NZD auf 2,80 NZD.</li>



<li><strong>Fleisch</strong>: Ein Kilogramm Rindfleisch kostete vor der Pandemie etwa 15 NZD, heute sind es durchschnittlich 22 NZD.</li>



<li><strong>Kinderschokolade</strong>: Als Beispiel ein Paket Kinderriegel kostete vor der Pandemie etwa 3 NZD, heute sind es durchschnittlich 5 NZD. </li>
</ul>



<p>Die Preise für Mieten haben sich ebenfalls stark erhöht, während die Kosten für Elektronik und Luxusgüter weniger stark betroffen sind. Waren die Hauspreise während COVID extrem gestiegen, sind diese nach COVID stark gefallen, teilweise auf ein Niveau unter jenen vor COVID. Dieser Trend kehrt sich aber gerade in 2024 um.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Welche Kosten wurden am stärksten beeinflusst?</strong></h3>



<p></p>



<p>Die stärksten Preissteigerungen betreffen den Energiesektor, Lebensmittel und Mieten. Diese grundlegenden Lebenshaltungskosten machen einen großen Teil des Budgets aus, was besonders Familien und Menschen mit niedrigem Einkommen hart trifft. Im Vergleich dazu blieben die Preise für Elektronik und importierte Luxusgüter relativ stabil, was zeigt, dass die Inflation nicht alle Bereiche gleichermaßen erfasst hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Aktuelle Entwicklung</strong></h3>



<p></p>



<p>Die Inflation nach COVID hat in Neuseeland deutliche Spuren hinterlassen. Besonders betroffen sind Grundnahrungsmittel, Energie und Mieten. Deutsche, die in Neuseeland leben oder investieren möchten, sollten diese Entwicklungen genau beobachten und ihre finanziellen Planungen entsprechend anpassen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass Inflation ein weltweites Problem ist. <br><br>Die neuseeländische Zentralbank hat gerade vor kurzen ihren Leitzins das erste mal gesenkt, bevor z.B. den USA. Die Inflation normalisiert sich langsam, allerdings ist unklar wie sich das weiterentwickelt. Insbesondere die Personalkürzungen im öffentlichen Bereich und die Budgetkürzungen dürften ein Effekt auf die weitere Entwicklung der Inflation, aber auch der Hauspreise bedeuten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Englisch lernen in Neuseeland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jul 2024 22:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Home]]></category>
		<category><![CDATA[School & Beyond]]></category>
		<category><![CDATA[Travel]]></category>
		<category><![CDATA[Work & Travel]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachkurs]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachreisen]]></category>
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					<description><![CDATA[Etwa 24 Flugstunden von Europa entfernt liegt circa 2000 Kilometer östlich von Australien der englischsprachige Inselstaat Neuseeland, der sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Destination für Sprachreisen entwickelt &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/englisch-lernen-in-neuseeland/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Etwa 24 Flugstunden von Europa entfernt liegt circa 2000 Kilometer östlich von Australien der englischsprachige Inselstaat Neuseeland, der sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Destination für Sprachreisen entwickelt hat. Das Land, das größtenteils aus der Nord- und der Südinsel besteht, besitzt noch heute sichtbare europäische Einflüsse, die auf die britische Kolonisation zurückzuführen sind. Als Folge dessen ist Queen Elisabeth II. gegenwertig immer noch das neuseeländische Staatsoberhaupt und Generalgouverneur Jerry Mateparae ist lediglich dazu befugt, sie vor Ort zu vertreten. Seinen Sitz hat er in der Hauptstadt Wellington.</p>
<p><strong>Details zu einer möglichen Sprachreise nach Auckland</strong></p>
<p>Die mit Abstand größte Stadt des Landes ist allerdings die 1,4 Millionen Einwohner zählende Metropole Auckland, welche ungefähr ein Drittel der Einwohner des gesamten Landes beherbergt und auf der Nordinsel liegt. In der Stadt befinden sich auch viele Sprachschulen, an welchen Sie einen Sprachkurs buchen können. Eine Übersicht über nützliche Informationen zu Ihrer Sprachreise gibt es auf derURL: <a href="http://www.sprachdirekt.de/sprachreisen-neuseeland/" target="_blank" rel="noopener">Website von Sprachdirekt</a>. Im Vorfeld Ihrer Sprachreise sollten Sie sich über Folgendes Gedanken machen:</p>
<ul>
<li>Welcher Sprachkurs passt zu mir?</li>
<li>Welche Unterkunft bevorzuge ich?</li>
<li>Muss ich mich an Termine oder Feiertage halten?</li>
<li>Kann ich Bildungsurlaub beantragen?</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Lerneinrichtung besticht zudem durch ihre gute Qualität, w<img decoding="async" class="alignright wp-image-6003 size-thumbnail" src="http://www.neuseeland-ezine.de/wp-content/uploads/2015/11/Klassenzimmer-150x150.jpg" alt="Klassenzimmer" width="150" height="150" srcset="http://www.neuseeland-ezine.de/wp-content/uploads/2015/11/Klassenzimmer-150x150.jpg 150w, http://www.neuseeland-ezine.de/wp-content/uploads/2015/11/Klassenzimmer-32x32.jpg 32w, http://www.neuseeland-ezine.de/wp-content/uploads/2015/11/Klassenzimmer-64x64.jpg 64w, http://www.neuseeland-ezine.de/wp-content/uploads/2015/11/Klassenzimmer-96x96.jpg 96w, http://www.neuseeland-ezine.de/wp-content/uploads/2015/11/Klassenzimmer-128x128.jpg 128w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />elche sich in verschiedenen Zertifizierungen diverser Organisationen widerspiegelt. Ein Englischkurs an der Sprachschule wird zum Beispiel in einigen deutsch<br />
en Bundesländern als Bildungsurlaub anerkannt und außerdem ist sie von der New Zealand Qualifications Authority akkreditiert, sodass sich Sprachschüler sicher sein können, in den Genuss hochwertigen Unterrichts zu kommen. Erwähnenswert ist auch ihre attraktive Lage, denn im Zentrum der Millionenstadt befindet sie sich in der Nähe des Meeres, zahlreicher Restaurants und Geschäften sowie einiger Bus- und Bahnhaltestellen.</p>
<p><strong>Sonstige Attraktionen des Archipels</strong></p>
<p>Aber natürlich ist Neuseeland auch außerhalb Aucklands äußerst sehenswert und die unberührte Natur des dünn besiedelten Landes ist gerade für auf engem Raum lebende Europäer ein Argument für eine Reise „ans Ende der Welt“, um Vulkane, Nationalparks oder die Gletscher der neuseeländischen Alpen zu erkunden.</p>
<p>Berühmt ist der Staat auch für seinen „Filmtourismus“, denn als Drehort für die drei Teile von „Der Herr der Ringe“ erlangte das Commonwealth-Mitglied internationale Bekanntheit und zieht alleine deshalb Jahr für Jahr zahlreiche Besucher an, die sich auf die Spuren von Frodo, Gollum und Co. begeben.</p>
<p>Sie sehen also, eine Sprachreise nach Neuseeland lässt sich perfekt mit anderen Unternehmungen kombinieren und wäre sicherlich eine in jeder Hinsicht lohnende Investition.</p>
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		<title>Auswandern nach Neuseeland – die Vorbereitung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Muckelbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Apr 2024 02:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Immigration]]></category>
		<category><![CDATA[Auswandern]]></category>
		<category><![CDATA[Auswandern nach Neuseeland]]></category>
		<category><![CDATA[Neuseeland auswandern]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbereitung Auswandern]]></category>
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					<description><![CDATA[Bereits seit sechs Jahren nimmt Neuseeland den ersten Platz im Prosperity Index des Legatum Institutes ein, ein Institut, dass jährlich eine Rangliste über die Lebensqualität in verschiedenen Ländern der Welt &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/auswandern-nach-neuseeland-die-vorbereitung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits seit sechs Jahren nimmt Neuseeland den ersten Platz im Prosperity Index des Legatum Institutes ein, ein Institut, dass jährlich eine Rangliste über die Lebensqualität in verschiedenen Ländern der Welt aufstellt. Damit zählt Neuseeland zu den Ländern, in denen es sich am besten leben lässt. Kein Wunder, dass viele Menschen aus anderen Nationen dort wohnen möchten.</p>
<p>Doch wer nach Neuseeland auswandern will, sollte sich gut vorbereiten. Zunächst ist es wichtig, die neue Heimat in spe für einen längeren Zeitraum, am besten auch zu verschiedenen Jahreszeiten, zu besuchen. So lernen Auswanderer das Klima, die Kultur des Landes und die Sprache besser kennen. Ist die Entscheidung für das Auswandern nach Neuseeland gefallen, kann die Vorbereitung für den Auslandsumzug beginnen.</p>
<h2>Neuseelands Einwanderungskriterien überprüfen</h2>
<p>Ob ein Auswandern nach Neuseeland möglich ist oder nicht, hängt von den Einwanderungskriterien ab. Dazu zählen unter anderem:</p>
<ul>
<li>gute, englische Sprachkenntnisse</li>
<li>leeres Vorstrafenregister</li>
<li>Alter von unter 55 Jahren</li>
<li>eine in der Neuseeländischen Wirtschaft gefragte berufliche Qualifikation</li>
</ul>
<p><P></p>
<p>Doch das ist nicht alles: Die Einwanderungskriterien in Neuseeland basieren auf einem komplizierten Punktesystem. Je mehr Punkte der Einwanderer erreicht, desto größer ist die Chance, einwandern zu dürfen. Wer es schafft, ein Resident Visa in der Skilled Migrant Category zu bekommen, das mindestens zwei Jahre lang gilt, kann – wenn er weitere Kriterien erfüllt – ein Permanent Resident Visa beantragen. Ausführlichere Informationen zu diesem Thema gibt es beim neuseeländischen <a href="https://www.immigration.govt.nz/new-zealand-visas/options/live-permanently">Ministry of Business, Innovation and Employment</a>.</p>
<p><P></p>
<h2>Die Auswanderung vorbereiten</h2>
<p>Neben der Auseinandersetzung mit den neuseeländischen Einwanderungskriterien müssen sich Auswanderer auch durch den deutschen Bürokratie-Dschungel schlagen. Hierbei bietet Immowelts Ratgeber <a href="https://ratgeber.immowelt.de/umzug-ins-ausland.html">rund ums Auswandern</a> einen guten Überblick über die anfallenden Aufgaben. Dazu gehören unter anderem Folgende:</p>
<ul>
<li>das Sammeln und aktualisieren der fürs Auswandern notwendigen Dokumente wie Reisepass, Bewerbungsunterlagen, Zeugnisse, Impfpass etc.</li>
<li>Einrichten eines Nachsendeauftrags bei der Post</li>
<li>Bestandsaufnahme über bestehende Versicherungen und unnötige Verträge kündigen</li>
<li>Regelung der Sozialversicherung und Abschließen weiterer wichtiger Versicherungsverträge</li>
<li>Unnötige Konten kündigen und ein neues Konto im Zielland eröffnen, ggf. ein deutsches Konto beibehalten</li>
<li>Verträge kündigen, z.B. Mietvertrag, Telefon und Internet, Vereinsmitgliedschaften</li>
</ul>
<p><P></p>
<h2>Auswandern – nicht ohne finanzielle Rücklagen</h2>
<p>Wer nach Neuseeland auswandern möchte, nimmt ein gewisses Risiko in Kauf. Schließlich läuft nicht immer alles nach Plan: Die Jobsuche könnte sich schwieriger gestalten als gedacht, vielleicht braucht man monatlich doch mehr Geld als angenommen oder ähnliches. Deshalb ist ein großes finanzielles Polster unverzichtbar. Auswanderer sollten genug Geld beiseitelegen, um drei bis sechs Monate davon in Neuseeland leben zu können. Und falls es hart auf hart kommt, sollte der Umzug zurück nach Deutschland ebenfalls drin sein.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Blamagefrei durch Neuseeland</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/abenteuer-eines-anasthesisten-in-neuseeland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jan 2024 18:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kiwi Life]]></category>
		<category><![CDATA[Kiwi Social]]></category>
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					<description><![CDATA[Neuseeland – das Land am anderen Ende der Welt gilt für viele Mitteleuropäer als Paradies. Ein zauberhaftes Land mit traum- hafter Natur, herzensguten Menschen und einer einzigartigen Fauna. Aber genauso &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/abenteuer-eines-anasthesisten-in-neuseeland/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Neuseeland – das Land am anderen Ende der Welt gilt für viele Mitteleuropäer als Paradies. Ein zauberhaftes Land mit traum- hafter Natur, herzensguten Menschen und einer einzigartigen Fauna. Aber genauso wie das Wappentier des Landes, der Kiwi, erscheinen uns die Einwohner Neuseelands manchmal als komische Vögel und auch in dem vermeintlichen Paradies herrscht nicht immer eitel Sonnenschein, wenn wir mit unseren gewohnten Verhaltensmustern auftreten.</p>



<p>Im&nbsp;<em>Fettnäpfchenführer Neuseeland&nbsp;</em>macht sich Peter Obland<br>auf den Weg in das Land am anderen Ende der Welt und wird herzlich und gastfreundlich empfangen. Und doch muss er rasch einige zwischenmenschliche Lektionen lernen. Zum Beispiel, dass den menschlichen Kiwis Rugby heilig ist und diese höchst genervt reagieren, wenn man sie während eines Spiels anruft. Oder dass Neuseeländer nur schwer nachvollziehen können, wenn man die schwarze, salzige Masse, die sie sich mit Wonne aufs Brot schmieren, nicht als wohlschmeckend empfindet.</p>



<p>Autor Rudi Hofer lebte zusammen mit seiner Frau Heike in der Region Auckland, Neuseeland, wo er als freier Texter arbeitete. Für den Conbook Verlag verfasste er in dieser Zeit den&nbsp;<em>Fettnäpfchenführer Neuseeland</em>. Im April 2016 verstarb Rudi Hofer nach langem Kampf gegen seine Krankheit.</p>



<p>Der&nbsp;<em>Fettnäpfchenführer Neuseeland&nbsp;</em>ist Teil des Relaunchs der beliebten Kulturknigge-Reihe. 2019 legt der CONBOOK Verlag alle bisherigen Ausgaben mit neuen Covern und erweiterten Inhalten neu auf. Die Neuausgabe des&nbsp;<em><a href="https://www.conbook-verlag.de/buecher/fettnaepfchenfuehrer-neuseeland/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Fettnäpfchenführers Neuseeland&nbsp; (opens in a new tab)">Fettnäpfchenführers Neuseeland&nbsp;</a></em>erscheint als gebundenes Flexcover und ist für€ 12,95 [D] im Buchhandel erhältlich.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eltern nach Neuseeland holen</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/eltern-nach-neuseeland-holen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jan 2022 04:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Home]]></category>
		<category><![CDATA[Immigration]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Neuigkeit der neuseeländischen Einwanderungsbehörde dürfte viele Deutsche, die bereits in Neuseeland leben, freuen. Die&#160;Parent Resident Visa&#160;Kategorie wird im Februar 2020 wieder geöffnet. Die Einwanderungskategorie für Angehörige von bereits immigrierten &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/eltern-nach-neuseeland-holen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Diese Neuigkeit der neuseeländischen Einwanderungsbehörde dürfte viele Deutsche, die bereits in Neuseeland leben, freuen. Die&nbsp;<em>Parent Resident Visa</em>&nbsp;Kategorie wird im Februar 2020 wieder geöffnet. Die Einwanderungskategorie für Angehörige von bereits immigrierten Zuwanderern war seit Jahren temporär eingestellt worden. Ab Februar 2020 könnte es schließlich wieder möglich werden, seine Eltern dauerhaft nach Neuseeland zu holen. Allerdings wird es dann noch strengere Anforderungen geben, die sowohl Eltern als auch deren in Neuseeland lebende Kinder betreffen.</p>



<p>„Wir haben immer wieder Kunden, die schon seit einigen Jahren hier im Land leben, doch zu ihrem gänzlichen Glück, fehlt dann doch die Familie, insbesondere die eigenen Eltern, die ja immer älter werden und dann so weit weg sind“, weiß der Immigrationsberater Peter Hahn nur zu gut aus seinen 25 Jahren Berufserfahrung. 2016 wurde die dauerhafte Einwanderungsmöglichkeit für Eltern von&nbsp;<em>New Zealand Residents</em>, Bewohnern mit einer uneingeschränkten Aufenthaltserlaubnis oder neuseeländischer Staatsbürgerschaft, auf unbestimmte Zeit eingestellt. Diese kurzfristige Verkündung stieß bei vielen Betroffenen auf Missmut und wurde seither immer wieder in Form von rührenden Familiendramen in den Medien kommuniziert. „Wenn die&nbsp;<em>Parent Resident Visa</em>&nbsp;Kategorie im Februar wieder geöffnet wird, gibt es allerdings viele neue Bestimmungen und Anforderungen, so dass man nicht grundsätzlich sagen kann, die Tür geht dann für betroffene Familien wieder auf!“, warnt Peter Hahn vor verfrühter Euphorie.</p>



<p><strong>Bisheriges Verfahren</strong></p>



<p>Bevor die Kategorie vor Jahren vorübergehend eingestellt worden war, gab es für Eltern von Kindern, die in Neuseeland leben, unterschiedliche Wege innerhalb der&nbsp;<em>Parent Visa Category</em>, selbst eine uneingeschränkte Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen und nach Neuseeland einzuwandern. Es wurde, neben anderen Bedingungen, unter anderem das Kapitalvermögen der Eltern bewertet. Bislang wichtige, sogenannte&nbsp;<em>Settlement Funds</em>, um das Leben in Neuseeland bestreiten zu können, wird es dann nicht mehr geben. Die alten Anforderungen werden jetzt durch nur&nbsp;<strong>einen</strong>&nbsp;neuen Weg ersetzt. „Die Labour-Regierung hatte sich ja schon im Wahlkampf auf die Fahne geschrieben, die Einwanderungszahlen zu reduzieren und den Fokus auf hochwertige („<em>highly skilled</em>“) Einwanderer zu verlagern. Dementsprechend kommen jetzt eben nur die gut Verdienenden in den Genuss, ihre Eltern nach Neuseeland holen zu dürfen“, erklärt der Immigrationsberater. „Es gingen ja auch immer wieder Geschichten durch die Presse, dass asiatische Migranten ihre Eltern ins Land holten, dann selbst aber ihren Wohn- und Arbeitsplatz wieder nach Asien verlegten. Die Rentner sollen dann den Berichten zufolge, dem neuseeländischen Staat ‚auf der Tasche gelegen haben‘, während die qualifizierten Arbeitskräfte das Land wieder verlassen hatten. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich hierbei um Einzelfälle gehandelt hatte.“</p>



<p>Durch den stetigen Mediendruck über Monate hinweg, hat die Regierung das Einwanderungsrecht auch in diesem Punkt nun noch einmal unter die Lupe genommen.</p>



<p><strong>Änderungen</strong></p>



<p>Ganz entscheidend wird ab Februar 2020 sein, welche finanziellen Voraussetzungen die Kinder der Antragsteller erfüllen. Die bereits in Neuseeland lebenden erwachsenen Kinder müssen ihre Eltern bei der Einwanderung sponsern. Doch die geforderten Einkommensgrenzen der Sponsoren sind stark angestiegen. So muss ein Sponsor laut neuseeländischem Steuerbescheid 106.080 NZD brutto pro Jahr verdienen, um einen Elternteil sponsern zu können. Das ist bemessen an dem derzeitigen mittleren Jahreseinkommen von 53.040 NZD. „Die Kinder, müssen somit das zweifache jährliche Durchschnittseinkommen nachweisen können, um überhaupt Mutter oder Vater ins Land holen zu können“, erklärt Peter Hahn. „Beim Sponsoring beider Elternteile wird sogar das dreifache Jahresgehalt als Nachweis gefordert. Das sind 159.120 NZD.“ </p>



<p>Theoretisch können auch Ehepartner in Neuseeland ihr gemeinsames Gehalt zugrunde legen. Dann erhöht sich das erforderliche Jahreseinkommen allerdings für einen Elternteil auf die dreifache Summe und für beide Elternteile auf die vierfache Summe (siehe Tabelle). Wichtig ist auch, dass dieses hohe Einkommen bereits seit mindestens drei Jahren vorhanden ist.&nbsp;</p>



<p>Hinzu kommt, dass die <a href="http:// https://www.immigration.govt.nz/new-zealand-visas/apply-for-a-visa/tools-and-information/support-family/changes-parent-resident-visa-applications-reopen-2020" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Eltern Visa Kategorie (opens in a new tab)">Eltern Visa Kategorie</a> jährlich auf nur 1000 Visa limitiert ist. Und hier wird tatsächlich in Personen gerechnet und nicht in Anträgen. So zählt ein Rentnerehepaar der gleichen Familie bereits als zwei Personen.</p>



<p><strong>Prozedere&nbsp;</strong></p>



<p>Zunächst werden die sogenannten&nbsp;<em>Expressions of Interest</em>&nbsp;(EOIs) eingegeben. „Das ist eine Art Absichtserklärung für einen Visa-Antrag. Diese EOIs werden dann, wie auch in anderen Visaverfahren, geprüft und wer die Anforderungen erfüllt, bekommt dann erst einmal eine Einladung, das Visa offiziell zu beantragen“, erklärt der Neuseeland-Experte. Momentan ist die&nbsp;<em>Parent Visa&nbsp;</em>Kategorie allerdings erst einmal ganz geschlossen, was bedeutet, dass bis zur Wiedereröffnung auch keine neuen EOIs mehr eingereicht werden können. Erst im Februar 2020 (genauer Termin wird im November 2019 bekannt gegeben) wird die neue&nbsp;<em>Parent Visa</em>&nbsp;Kategorie wieder geöffnet. Selektiert werden die Bewerber jedoch auch erst ab Mai 2020. „Man muss bedenken, dass momentan noch rund 2000 bis 3000 EOIs im Pool ‚schlummern‘, die erst einmal abgearbeitet werden müssen“, weiß Peter Hahn. „Die alten Antragsteller werden nun angeschrieben, ob sie die neuen Bedingungen erfüllen können oder den Antrag zurückziehen wollen. Wer beispielsweise aus finanziellen Gründen herausfällt, bekommt seine bereits bezahlten Gebühren erstattet. Dann werden die ‚<a href="https://www.immigration.govt.nz/about-us/media-centre/news-notifications/parent-resident-visa-will-reopen-new-requirements" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Altlasten (opens in a new tab)">Altlasten</a>‘ nach dem damaligen Eingangsdatum sortiert und bearbeitet. Man kann also davon ausgehen, dass es eine lange Wartezeit geben wird. Ich schätze mal, es wird bei einer Quote von 1000 Visa pro Jahr mindestens ein bis zwei Jahre dauern, bis überhaupt alle alten EOIs abgearbeitet sind und neue Anträge angesehen werden.“</p>



<p>Antragsteller, die schon den eigentlichen&nbsp;<em>Residence</em>&nbsp;Antrag in der&nbsp;<em>Parent Visa Category</em>&nbsp;gestellt hatten, bevor diese Änderungsverkündigung veröffentlich wurde, deren Verfahren wird noch nach den bisherigen Kriterien begutachtet und gehandhabt.</p>



<p><strong>Alternativen</strong></p>



<p>„Für alle Eltern, die im Alter dennoch nach Neuseeland zu ihren Kindern kommen möchten, jedoch die neuen Anforderungen nicht erfüllen können, gibt es noch die Möglichkeit eines sogenannten&nbsp;<em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Parent Retirement Resident Visa (opens in a new tab)" href="http:// https://www.immigration.govt.nz/new-zealand-visas/apply-for-a-visa/visa-factsheet/parent-retirement-resident-visa" target="_blank">Parent Retirement Resident Visa</a>.</em>&nbsp;Hier besteht die Möglichkeit, mit entsprechendem Eigenkapital einzuwandern. Das sogenannte&nbsp;<em>Parent and Grandparent Visitor Visa</em>, welches für drei Jahre gilt, kann als Überbrückung genutzt werden“, schließt der Immigrationsberater.&nbsp;</p>



<p>Wer Interesse daran hat, seine eigenen Eltern dauerhaft nach Neuseeland zu sich zu holen, sollte sich bereits den November vormerken. Geplant ist, dass die neuseeländische Einwanderungsbehörde dann bereits mitteilt, an welchem Tag im Februar 2020, die&nbsp;<em>Parent Visa Catagory</em>&nbsp;wieder geöffnet wird und man seine EOI einreichen kann. Da das Eingangsdatum auch weiterhin für die Bearbeitungsreihenfolge entscheidend ist, bedeutet es tatsächlich: Wer zuerst einreicht, kommt zuerst dran.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Arzt, dem die Kiwis vertrauen</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/der-arzt-dem-die-kiwis-vertrauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Nov 2019 21:29:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Culture]]></category>
		<category><![CDATA[Daily life]]></category>
		<category><![CDATA[Kiwi Life]]></category>
		<category><![CDATA[Kiwi Social]]></category>
		<category><![CDATA[Work]]></category>
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					<description><![CDATA[Anästhesist Mark Weinert zieht mit seiner Familie nach Neuseeland, um am anderen Ende der Welt seine Erfahrungen als Narkosearzt zu erweitern. Schnell wird ihm klar, dass sich trotz mancher Ähnlichkeiten &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/der-arzt-dem-die-kiwis-vertrauen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Anästhesist Mark Weinert zieht mit seiner Familie nach Neuseeland, um am anderen Ende der Welt seine Erfahrungen als Narkosearzt zu erweitern. Schnell wird ihm klar, dass sich trotz mancher Ähnlichkeiten nicht nur die Kultur und das Miteinander, sondern auch die Medizin zwischen den Halbkugeln gehörig unterscheidet. Seine humorvolle Auswanderer-Erzählung erscheint im November 2019.</p>



<p>Ohne Blatt vorm Mund schildert der Anästhesist Mark Weinert, von seinen Kollegen <em>Doc Why Not </em>genannt, seinen täglichen Culture-Clash im Land der Kiwis. Er nimmt die Leserinnen und Leser mit ans andere Ende der Welt und zeigt: In Neuseeland ist nicht alles auf Effizienz getrimmt, auch bei gröbstem Versagen herrscht ein freundlicher Umgangston, und ein Erdbeben ist noch lange kein Grund, in Panik zu verfallen.</p>



<p><em>D<a href="https://www.conbook-verlag.de/buecher/doc-why-not/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="oc Why Not (opens in a new tab)">oc Why Not</a> </em>erscheint als Taschenbuch im Conbook Verlag und ist ab sofort für € 9,95 [D] im Buchhandel erhältlich.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue IVL Touristengebühr</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/neue-ivl-touristengebuhr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2019 21:03:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Travel]]></category>
		<category><![CDATA[Work & Travel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.neuseeland-ezine.de/?p=6192</guid>

					<description><![CDATA[Ab dem 1. Juli wurde für viele Reisende bereits die neue Touristengebühr IVL erhoben. Bislang kamen rund drei Millionen NZD (gut 1,7 Mio. Euro) in die Kassen. Die Regierung diskutiert &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/neue-ivl-touristengebuhr/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ab dem 1. Juli wurde für viele Reisende bereits die neue Touristengebühr IVL erhoben. Bislang kamen rund drei Millionen NZD (gut 1,7 Mio. Euro) in die Kassen. Die Regierung diskutiert derzeit, wofür das Geld überhaupt verwendet werden soll. Ab Oktober wird die neue Gebührenerhebung von 35 NZD (ca. 20 Euro) dann auch deutsche Touristen treffen.</p>



<p>Bis dato mussten nur Touristen bei der Einreise bezahlen, die vor ihrer Neuseelandreise ein Touristenvisum beantragen mussten, wie beispielsweise Inder oder Chinesen. Touristen aus sogenannten <em>Visa Waiver Countries</em>, wie nahezu allen europäischen Ländern, auch Deutschland, blieben noch von der Einführung der neuen internationalen Tourismusgebühr IVL (<a href="https://www.immigration.govt.nz/new-zealand-visas/apply-for-a-visa/tools-and-information/your-journey-to-new-zealand/before-you-travel-to-new-zealand/paying-ivl" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="International Visitor Levy (opens in a new tab)">International Visitor Levy</a>) verschont. </p>



<p>Nicht bezahlen müssen Neuseeländer, Australier, viele Besucher von den Pazifikinseln, Besitzer eines Resident Visa, viele Geschäftsreisende und Transitpassagiere am Flughafen in Auckland. „Die Gebühr fällt allerdings nicht nur für Touristen an, sondern auch für temporäre Besucher, die mit einem Working Holiday Visum, mit einigen Studentenvisa oder manchen Work Visa nach Neuseeland reisen“, erklärt der langjährige Einwanderungsberater Peter Hahn aus Wellington. „Oft liest man ja in deutschen Medien, dass Neuseeland jetzt ‚Eintritt für Touristen‘ verlangt. Das kann man so natürlich nicht sagen. Die Gebühr ist eher mit einer Art deutschen Kurtaxe vergleichbar, nur dass sie vor der Anreise pauschal erhoben und nicht vor Ort im Hotel pro Tag abkassiert wird.“</p>



<p>Bislang spülte die IVL rund drei Millionen NZD in die Regierungskasse. Erwartet werden nach bisherigen Hochrechnungen rund 80 Millionen NZD pro Jahr, welche dann in den Ausbau von Tourismusprojekten, gezielter Infrastruktur und in Naturschutzprojekte gesteckt werden sollen. Dabei wird derzeit noch bei Behörden, Organisationen und diversen Verbänden diskutiert, wie genau das Budget letztendlich eingesetzt werden könnte. Zunächst möchte die Regierung eine Repräsentanten-Gruppe aus Naturschutz, Lokalbehörden, Tourismus und Maori-Gruppierungen ins Leben rufen, welche dann die Minister über das Investment des Geldes beraten sollen. „Wir wollen diese Gebühren jetzt auch nicht gleich wieder sofort aus dem Fenster werfen“, macht der&nbsp;<em>Ministry of Business and Innovation Manager</em>&nbsp;für Tourismus, Iain Cossar deutlich. „Wir sammeln das Geld an über die Jahre und geben es dann zu gegebener Zeit für Projekte aus, bei denen wir denken es lohnt sich, zu investieren.“&nbsp;</p>



<p>Der enorme Druck auf lokale Tourismushochburgen, wie beispielsweise Queenstown, könnte durch eine solche Finanzspritze wieder gesenkt und ins Gleichgewicht gebracht werden. „Diese Region ist einfach Sommer wie Winter extrem beliebt und durch die Tausenden von Touristen, steigen zum Beispiel die Gemeindeabgaben für die Bewohner extrem an. Auch im Mackenzie Distrikt um den Lake Tekapo kommen tatsächlich 300 Besucher auf einen Einwohner. Die benötigte Infrastruktur, vor allem die Erweiterung der Abwassersysteme, wird bislang auf die Bevölkerung umgelegt, die ohnehin häufig schon mit den vielen Besuchern zu kämpfen hat. Hier könnte dann eine finanzielle Stütze des Staates für Entlastung sorgen“, erklärt Neuseeland-Experte Peter Hahn die Lage im Land. Auch im beliebten Milford Sound sollen die Infrastrukturen künftig verbessert werden. Um die Millionen von Besucher jährlich besser auffangen zu können, wäre ein Ausbau der Bootsanlegestege und der öffentlichen Areale im Ort dringend nötig. „Auch eine Investition in neue Technologien wäre denkbar“, erklärt Iain Cossar: „Mittels einer mobilen App können dann Touristen via Hotspot beispielsweise komplikationslos für ihren Transport, den Campingplatz oder Sanitäreinrichtungen bezahlen und so gleichzeitig mehr Umsatz für die Lokalbehörden generieren.“</p>



<p>Für die Touristen sollen die Erfahrungen in Neuseeland mit Hilfe der neuen Gebühren noch besser werden, wie beispielsweise der Straßen- oder Wanderwegeausbau gefördert oder die Unterkunftssituation in abgelegenen Gegenden verbessert werden. Auch die Einrichtung und Instandhaltung sauberer öffentlicher Toiletten ebenso wie die Müllproblematik sind bei dieser Gebührenerhebung ein Thema. Zudem will die Regierung noch mehr Gelder in <a href="https://www.mbie.govt.nz/immigration-and-tourism/tourism/tourism-funding/international-visitor-conservation-and-tourism-levy/projects-funded-by-the-ivl/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (opens in a new tab)">Naturschutzprojekte für Flora und Fauna</a> investieren. Dazu gehören die Bekämpfung von Pest-Tieren wie Possums, Marder und Wiesel, um die heimische Vogelwelt zu schützen, wie im <em>Kakapo Recovery</em> Projekt genauso wie beispielsweise die Erhaltung und Kontrolle von Naturschutzreservaten, zum Beispiel der Auckland Islands und historisch bedeutender Örtlichkeiten.</p>



<p>„Wir denken auch darüber nach, diesmal nicht das bisherige System anzuwenden, bei dem sich einzelne Bewerber um die Förderung bewerben können. Wir sammeln derzeit Ideen und versuchen auszuloten, wie die Einnahmen am sinnvollsten für Bürger, Land und Touristen Verwendung finden können. Wir sprechen hier ganz deutlich von nachhaltigem Tourismus“, macht Tourismusmanager Cossar deutlich. Ein exakter Langzeit-Investmentplan soll im Oktober 2019 veröffentlich werden. Die Tourismusindustrie ist Neuseelands größter Exportmarkt und kreiert rund neun Prozent aller Arbeitsplätze.</p>



<p>Peter Hahn findet das Prinzip der Erhebung einer Tourismusgebühr im Gegensatz zu vielen seiner Immigrationsberaterkollegen grundsätzlich sinnvoll. „Es besteht definitiv Handlungsbedarf und ein verträgliches Tourismuswachstum erfordert eben auch Investitionen. Reisende können sich da kaum wehren, außer sie bleiben eben weg. Aber bei so einer überschaubaren Summe von nur 35 NZD wäre das ja schon lächerlich. Viele Attraktionen hier im Land sind kostenlos, insofern kann sich die IVL wohl jeder irgendwie leisten, der oft von weither anreist.“ Die Vereinigung aller Immigrationsberater NZAMI bemängelt jedoch die Erhebung einer Gebühr bereits vor der Einreise. Wer sein Besuchervisum beantragen muss, seine Gebühr online bezahlt und dann keine Genehmigung bekäme, müsse das Geld ja wieder zurücküberwiesen bekommen. Das würde zu neuem, enormen Arbeitsaufwand für die ohnehin schon völlig überlasteten Bearbeiter von&nbsp;<em>Immigration New Zealand</em>&nbsp;führen, so der Vorwurf des NZAMI Vorstandes June Ranson.&nbsp;</p>



<p>Ab 1. Oktober muss jeder Besucher vor seiner Anreise das sogenannte NZeTA beantragen. „Für beispielsweise Deutsche ist das kein wirkliches Visum, sondern nur eine ‚elektronische Travel Authority‘, also eine Erlaubnis, einreisen zu dürfen“, erklärt Immigrationsberater Peter Hahn. „Die IVL Tourismusgebühr wird in diesem Zug dann gleich mit erhoben. Früher wurden ähnliche Daten und Fragen erst bei der Einreise abgeklärt, jetzt möchte Neuseeland bereits vor der Einreise wissen, wer kommt, den Grund der Reise erfahren und so weiter. Die Befragung wird sozusagen vorverlagert, um zu verhindern, dass Leute anreisen und dann am Flughafen abgewiesen werden und unverrichteter Dinge wieder abfliegen müssen.“</p>



<p>Welchen Fragenkatalog genau das NZeTA umfasst, wurde noch nicht veröffentlicht. „Ich kann mir gut vorstellen, dass es neben den allgemeinen Personendaten um Dinge wie Vorstrafen geht, oder ob jemand tatsächlich als Tourist einreist und nicht doch im Land arbeiten will“, spekuliert Peter Hahn. „Diese Maßnahme dient auch als neues Sicherheitskonzept!“&nbsp;</p>



<p>Das NZeTA kostet dann zusätzlich zu den 35 NZD Tourismusgebühr dann 9 NZD, wenn man es über die App beantragt und 12 NZD für alle, die es online über die Webseite ausfüllen.</p>



<p>Wer allerdings ein NZeTA in den Händen hält, kann dieses dann bis zu zwei Jahre und für mehrere Neuseelandreisen immer wieder nutzen. Weitere Informationen gibt es auf der <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Webseite (opens in a new tab)" href="https://www.immigration.govt.nz/new-zealand-visas/apply-for-a-visa/about-visa/nzeta" target="_blank">Webseite</a> von <em>Immigration New Zealand</em>.</p>
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		<title>Visa-Anträge dauern immer länger</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/visa-antrage-dauern-immer-langer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2019 21:06:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Immigration]]></category>
		<category><![CDATA[Work]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicht nur für die Antragsteller jeglicher Visa herrscht derzeit eine lange Ungewissheit und ein zehrendes Warten, auch für die neuseeländischen Arbeitgeber bedeuten die langen Bearbeitungszeiten von beispielsweise Work Visa, immense &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/visa-antrage-dauern-immer-langer/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p>Nicht nur für die Antragsteller jeglicher Visa herrscht derzeit eine lange Ungewissheit und ein zehrendes Warten, auch für die neuseeländischen Arbeitgeber bedeuten die langen Bearbeitungszeiten von beispielsweise Work Visa, immense finanzielle Einbußen. Die Einwanderungsbehörde hat jetzt ihr Vorgehen und die Verzögerungszeiten offiziell erklärt – immer mehr Anträge und ein Anstieg der Betrugsfälle auf 88 % seien schuld an der Misere.</p>



<p>Die leidige Geschichte des Forstunternehmers <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Jason Koia (opens in a new tab)" href="https://www.rnz.co.nz/national/programmes/checkpoint/audio/2018702329/forestry-contractor-calls-for-minister-s-resignation-over-visa-delays" target="_blank">Jason Koia</a> ist nur eine von vielen Beispielen, wie auch neuseeländische Unternehmer unter den drastischen Visa-Verzögerungen leiden. Er beschäftigt derzeit 24 Vollzeitarbeitskräfte, darunter zehn aus Übersee. Um diese Saison alle Pflanzungen durchführen zu können, benötigt er weitere 40 Arbeitskräfte. Schon jetzt musste er einen Großauftrag absagen, da ihm das Personal fehlt – das bedeutet einen Brutto-Umsatzverlust von mehr als 500.000 NZD. Auf der anderen Seite hat die neuseeländische Regierung sich selbst das Ziel gesetzt, bis 2028 ein Milliarde Bäume zu pflanzen, um eine Niedrig-Emissions-Wirtschaft betreiben zu können, den Naturschutz zu fördern und dauerhaft Arbeitsplätze zu schaffen. Allerdings werden auf dem heimischen Markt keine Arbeiter gefunden.</p>



<p>Auch Neuseeland-Experte und langjähriger Einwanderungsberater Peter Hahn kennt die Problematik: „In Neuseeland herrscht derzeit eine extrem niedrige Arbeitslosenquote. Nur 4,2 Prozent Arbeitslosigkeit zählt in westlichen Ländern ja schon nahezu als Vollbeschäftigung.“ Auch seine Kunden müssen lange auf die Bearbeitung ihrer Visa warten, berichtet er. „Einer meiner Kunden aus Sri Lanka hatte eine Jobzusage. Bis sein Arbeitsvisum letztendlich durch war, hatte in dem Betrieb nach Monaten der zuständige Mitarbeiter gewechselt und die neue Person wusste gar nichts mehr von der geplanten Anstellung. Das gab natürlich eine große Aufregung. Am Ende bekam er den Job trotzdem. Aber so etwas ist natürlich für alle Beteiligten extrem unschön. Jetzt stehen wir vor der Herausforderung, dass natürlich die verheiratete Frau und das Kind meines Kunden nach Neuseeland kommen wollen. Derzeit wird allerdings <a href="https://www.rnz.co.nz/news/national/352064/crackdown-on-partnership-visitor-visas-it-s-just-so-frustrating" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="einer von drei Partnerschafts-Visa-Anträgen (opens in a new tab)">einer von drei Partnerschafts-Visa-Anträgen</a> abgelehnt. Da muss man heute bis ins Detail arbeiten, um zum Erfolg zu kommen. </p>



<p><em>Immigration New Zealand</em> hat unterdessen erklärt, weshalb es derzeit zu so <a href="https://www.rnz.co.nz/news/national/393373/number-of-fraudulent-visa-applications-to-new-zealand-nearly-doubles" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="langen Bearbeitungszeiten (opens in a new tab)">langen Bearbeitungszeiten</a> kommt. Die Anzahl der Anträge sei unerwartet hoch, so dass es zu massiven Verzögerungen bei der Abarbeitung käme. Hinzu kämen die Schließung diverser Büros in und außerhalb Neuseelands, sowie die Umstellung auf das Einreichen per Online-Verfahren. Einer der wichtigsten Gründe sei jedoch die nahezu Verdopplung der Visa-Anträge, bei denen versucht werde, mit Unwahrheiten zum Ziel zu kommen. Die Betrugsrate sei um 88 % gestiegen. Besonders aus Ländern wie Indien, Südostasien und Osteuropa käme es gehäuft zu solchen Fällen. <em>Immigration New Zealand</em>Managerin Jeannie Melville erklärte, manchmal seien es betrügerische Bankkonten, unterstützendes Kapital, bei dem es keine gesicherte Herkunft gäbe, gefälschte Zeugnisse und viele andere Faktoren, die den Rückschluss auf Betrug bei der Antragstellung zuließen.</p>



<p>Diese Problematik resultierte letztendlich darin, dass die neuseeländische Einwanderungsbehörde nun alle Fälle nach <a href="https://blog.laurentlaw.co.nz/2019/06/19/why-is-there-a-visa-glacier/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="hohem und niedrigem Risiko (opens in a new tab)">hohem und niedrigem Risiko</a> einstuft. Dabei wird allerdings nicht nur zugrunde gelegt, aus welchem Land der Antragsteller kommt. Nur die Fälle, die als ‚<em>Low Risk</em>‘ eingestuft werden, können tatsächlich zügig bearbeitet werden. „Das genau ist das Problem“, erklärt der Einwanderungsberater Peter Hahn. „Diese angebliche hohe Zahl von Betrugsfällen führt zur absoluten Überreaktion der ohnehin schon oft unerfahrenen Mitarbeiter. Sie können da nicht unterscheiden, wodurch auch meine deutschen Kunden nun extrem betroffen sind. Alle Verfahren dauern. Neulich wurde doch tatsächlich die Berufserfahrung eines Kunden angezweifelt, weil es die Schreinerei, bei der er in den 1980ger-Jahren gearbeitet hatte, nun heute nicht mehr gab – trotz korrektem Arbeitszeugnis.“</p>



<p>Dies treibt die Anzahl der sonst oft völlig unnötigen zusätzlichen Anträge in die Höhe, weiß Peter Hahn. „Aufgrund der unendlich langen Wartezeiten, muss jemand, der beispielsweise die&nbsp;<em>Residency</em>&nbsp;beantragt hat, meist auch ein Arbeitsvisum beantragen, um dann nach mehreren Monaten endlich beim Arbeitgeber anfangen zu können. Sofern das neuseeländische Unternehmen überhaupt so lange warten kann. Ähnlich ist es bei Studentenvisa. Viele Antragsteller müssen dann zusätzlich noch ein Besuchervisum stellen, um überhaupt einreisen zu können. Einer meiner Kunden fand einen Arbeitgeber, der recht flexibel war mit dem Startzeitpunkt der Beschäftigung. Aus Kostengründen haben wir dann nur den&nbsp;<em>Residence</em>-Antrag gestellt und kein extra Arbeitsvisum beantragt. Prompt kam die Frage der Behörde, warum wir kein Work Visa beantragt hätten. Der Sohn der Familie wurde in dieser Zeit fünf und sollte hier in die Schule gehen. Obwohl das Verfahren nahezu abgeschlossen war, kann dann auch noch der Antrag auf ein Student Visa nötig werden, damit er überhaupt in Neuseeland zur Schule gehen darf, bis die&nbsp;<em>Residency</em>&nbsp;endlich durch ist. Meiner Meinung nach sind die vielen Anträge ein Übel der langen Wartezeiten bei der Bearbeitung. Antragsteller müssen so häufig den Zeitraum der langen Bearbeitung ihres eigentlichen Antrags überbrücken.“</p>



<p>Seit den 1990ger-Jahren hat sich nichts wirklich Grundlegendes in der Einwanderungspolitik Neuseelands geändert. „Fine-Tuning gab es schon immer aber das Grundsystem basierend auf Punkten und Quoten ist stets geblieben – seit nahezu 30 Jahren!“, erinnert der Einwanderungsberater aus seinen 25 Jahren Berufserfahrung. Für ihn liegt die Grundproblematik der Behörde auf der Hand: „Jedes Jahr hören wir in unseren Tagungen von neuen Managern die gleichen Worte ‚Wir müssen besser werden.‘ &#8211;&nbsp;&nbsp;ich kann es nicht mehr hören. Die Angestellten der Einwanderungsbehörde haben derart schlechte Arbeitsbedingungen und eine miserable Bezahlung, so dass 40 Prozent aller Mitarbeiter nach einem Jahr gehen. Keine richtige Ausbildung, keine Erfahrung, keiner will den Job machen. Das ist meiner Meinung nach, die Ursache des Problems. Von den Firmen verlangt&nbsp;<em>Immigration New Zealand</em>&nbsp;eine ordentliche Bezahlung aber selbst schaffen sie es nicht, ihre Leute unter anständigen Voraussetzungen zu beschäftigen. Es bräuchte keine neuen Regularien, wenn die vorhandenen einfach gut und nach Ermessen und Erfahrung umgesetzt werden könnten.“</p>



<p>248 gute Mitarbeiter wurden bei den Schließungen der verschiedenen <em>Contact Centre</em> der Behörde vor über einem Jahr <a href="https://amp.rnz.co.nz/article/1ca73637-a184-4af0-ba37-ebe4b684c2ba" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="entlassen (opens in a new tab)">entlassen</a>.  Auf der anderen Seite werden nun händeringend Leute gesucht. „Kein Wunder, dass man Außenstellen in Mumbai und China einrichtet. Dort ist Personal noch billiger“, regt sich Peter Hahn auf. „Die Einwanderungsgeschichte ist wirklich ein simples Business. Durch die Quotenregelungen bestimmt man im Vorfeld genau, wie viele Kunden man maximal haben möchte. Welches andere Unternehmen auf dem freien Markt kann diese Prognosen schon machen? Dennoch gelingt es der Behörde nicht, ihr Geschäft erfolgreich zu führen. Das ist wirklich ein Armutszeugnis.“</p>



<p>Lange Wartezeiten, komplizierte Verfahren, genauste Prüfungen und verworrene Online-Antragstellung – der Bedarf an Immigrationsberatung steigt. „Die Kosten für eine Einwanderung steigen stetig, denn auch für uns, werden die Verfahren immer zeitaufwendiger und komplizierter“, resümiert Peter Hahn. „Viele Kunden trauen sich schon gar nicht mehr irgendetwas im Verfahren selbst zu machen. Das ist momentan leider die traurige Realität.“</p>
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		<title>Neuseeland hat im Weltvergleich die Nase vorne</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/neuseeland-hat-im-weltvergleich-die-nase-vorne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Aug 2019 23:51:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Daily News]]></category>
		<category><![CDATA[Home]]></category>
		<category><![CDATA[Immigration]]></category>
		<category><![CDATA[Kiwi Business]]></category>
		<category><![CDATA[Neuseeland im Vergleich]]></category>
		<category><![CDATA[OECD]]></category>
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					<description><![CDATA[Was macht Neuseeland so attraktiv für Einwanderer, Geschäftsleute und Studenten aus aller Welt? Die neuste OECD Studie nimmt die unterschiedlichsten Gesichtspunkte unter die Lupe. Doch häufig unterscheiden sich die rein &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/neuseeland-hat-im-weltvergleich-die-nase-vorne/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p>Was macht Neuseeland so attraktiv für Einwanderer, Geschäftsleute und Studenten aus aller Welt? Die neuste OECD Studie nimmt die unterschiedlichsten Gesichtspunkte unter die Lupe. Doch häufig unterscheiden sich die rein statistischen Faktoren für viele Deutsche von den wahren Einwanderungsgründen.</p>



<p>OECD ist die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, in der 36 Mitgliedstaaten zusammengeschlossen sind.&nbsp;</p>



<p>In Kooperation mit der Bertelsmann-Stiftung erstellte die OECD nun erneut eine Studie, in welchen Ländern <a href="http://www.oecd.org/els/mig/migration-policy-debates-19.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="hochqualifizierte Zuwanderer (opens in a new tab)">hochqualifizierte Zuwanderer</a> die besten Chancen vorfinden, wo sie besonders willkommen sind und wo man mit seinen Qualifikationen am ehesten Fuß fassen kann. Das kleine Neuseeland liegt in vielen Punkten weit vor Deutschland. </p>



<p>Zu Migranten werden in der Studie sowohl Arbeitskräfte wie auch Unternehmer und Studenten gezählt. Im Verfahren werden bestimmte Bedingungen für talentierte Einwanderer in den Mitgliedstaaten verglichen, sowie deren Attraktivität für verschiedene Migrantengruppen. Bewertet wurden unter anderem die Aufstiegschancen, das Einkommen und die Steuern, die Zukunftsperspektiven für Migranten, das soziale und Familienumfeld, Bildungs- und Qualifikationsmöglichkeiten im Land, sowie die gesellschaftlichen Integrationschancen und ganz generell, die Lebensqualität. Jeder der sieben Indikatoren wurde wiederum in bestimmte Bewertungsfaktoren unterteilt, wie beispielsweise die Arbeitslosenquote, die Steuerrate für Großverdiener, die Ergebnisse der Pisa-Studie im Bereich Mathematik oder die Gleichberechtigung der Geschlechter.</p>



<p>In der Gesamtauswertung liegt so Australien im Ländervergleich auf Rang 1 vor Schweden, der Schweiz und Neuseeland auf Platz 4. Deutschland hat es nur auf den 12. Platz geschafft.&nbsp;</p>



<p>„Wenn wir Deutsche fragen, wohin sie am liebsten auswandern, dann spielen ganz andere Faktoren eine Rolle“, erklärt der deutsche Einwanderungsberater Peter Hahn. „Zunächst einmal spielt die Sprache eine Rolle. Insofern kommen meist überhaupt nur englischsprachige Länder in Frage. Dann sollte eine stabile Wirtschaftslage gegeben sein, und die Kultur sich nicht gänzlich von unserer westlichen Lebensweise unterscheiden. So sind die Favoriten neben den USA und Kanada, eben Australien und Neuseeland.“</p>



<p>Im Ländervergleich werden auch die verschiedenen Migrantengruppen unter die Lupe genommen. Für Studierende ist beispielsweise die Schweiz am attraktivsten, gefolgt von Norwegen und Deutschland.&nbsp;</p>



<p>Aufgrund der <a href="https://www.spiegel.de/karriere/oecd-studie-welche-laender-die-besten-bedingungen-fuer-zuwanderer-bieten-a-1269800.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="hohen Studiengebühren für Ausländer (opens in a new tab)">hohen Studiengebühren für Ausländer</a> landen hingegen Kanada, Australien, Neuseeland und Großbritannien weiter hinten. Dies ist jedoch die einzige Sparte, in der Deutschland besser abschneidet als Neuseeland.</p>



<p>Es wird beispielsweise auch in potenzielle Migranten mit Master oder Doktortitel unterschieden. Für Unternehmer und Existenzgründer sieht das Ranking ganz anders aus als bei Studierenden. Hier finden Bewerber in Kanada die besten Voraussetzungen, dicht gefolgt von Neuseeland, der Schweiz, Schweden und Norwegen. „Neuseeland macht man es Geschäftsgründern wirklich sehr einfach, ein Business zu eröffnen. Auch die Steuergesetzgebung ist wesentlich unkomplizierter als in Deutschland“, weiß Peter Hahn.</p>



<p>Mit dem Vergleich der OECD-Länder nach den unterschiedlichsten Indikatoren können Interessierte nun die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Landes aus der Sicht der Zuwanderer kennenlernen. Die Webseite der <a rel="noreferrer noopener" aria-label="OECD-Studie (opens in a new tab)" href="http://www.oecd.org/migration/talent-attractiveness/" target="_blank">OECD-Studie</a> erlaubt sogar eine eigene Gegenüberstellung zweier ausgewählter Länder im <a href="http://www.oecd.org/migration/talent-attractiveness/compare-two-countries-of-your-choice.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="direkten Vergleich (opens in a new tab)">direkten Vergleich</a>. </p>



<p>„So eine Studie ist aber natürlich eine sehr nüchterne Betrachtung bestimmter Faktoren. Für viele Deutsche zählen da wesentlich subjektivere Beweggründe, wie beispielsweise die atemberaubenden Landschaften, die eindrucksvolle Natur und die freundlichen, offenen Menschen hier. Die wenigsten deutschen Einwanderer kommen wohl nach Neuseeland, um Karriere oder das große Geld zu machen“, erklärt Peter Hahn aus seiner Erfahrung. „Wer allerdings genügend Geld, so rund 3 Millionen NZD, etwa 1,8 Millionen Euro mitbringt und hier anlegt, der kann so sogar über die Investor Kategorie einwandern und durch die hohen Zinserträge im Land bequem davon leben.“</p>



<p>Mittlerweile gibt es einen internationalen Wettkampf um die Talente auf dem Weltmarkt. „Dieser Trend wird sich bei besonders cleveren Migranten aus gefragten Zukunftsbranchen in den nächsten Jahren auch noch verstärken“, erklärt auch der langjährige Einwanderungsberater aus Wellington. Die Forscher fordern deshalb eine genaue Beobachtung der weltweiten Migration von hochqualifizierten Arbeitskräften. Denn wenn viele schlauen Köpfe ihr Herkunftsland verlassen, kann das schwerwiegende Folgen für die ursprüngliche Heimat haben, besonders wenn es sich um weniger entwickelte Länder handelt. Bei Bedarf müssten dann die OECD-Staaten besondere Instrumente entwickeln, um die internationale Mobilität und die gerechte Verteilung der Talente auf dem Weltmarkt besser steuern zu können.</p>



<p>Das wichtigste Ergebnis der OECD Studie zeigt im Fazit, dass hochqualifizierte Arbeitskräfte die besten Arbeits- und Lebensbedingungen in Australien, Schweden, der Schweiz, Neuseeland und Kanada finden. Am unattraktivsten hingegen sind Israel, Japan und die Türkei.&nbsp;&nbsp;</p>
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		<title>Neue Einreisebestimmungen für Neuseelands Touristen</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/neue-einreisebestimmungen-fur-neuseelands-touristen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jul 2019 21:09:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Home]]></category>
		<category><![CDATA[Immigration]]></category>
		<category><![CDATA[Travel]]></category>
		<category><![CDATA[Work & Travel]]></category>
		<category><![CDATA[IVL]]></category>
		<category><![CDATA[NZeTa]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismusvisa]]></category>
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					<description><![CDATA[Ähnlich wie es in den USA bereits gehandhabt wird, führt die neuseeländische Regierung ab dem 1. Oktober 2019 neue Einreisebestimmungen für Touristen und Transitreisende ein. Dann müssen solche Personen bereits &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/neue-einreisebestimmungen-fur-neuseelands-touristen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ähnlich wie es in den USA bereits gehandhabt wird, führt die neuseeländische Regierung ab dem 1. Oktober 2019 neue <a href="https://www.immigration.govt.nz/about-us/what-we-do/our-strategies-and-projects/eta-new-requirements">Einreisebestimmungen</a> für Touristen und Transitreisende ein. Dann müssen solche Personen bereits vor dem Abflug eine sogenannte ‚Electronic Travel Authority‘ beantragt und genehmigt bekommen haben, sowie eine ‚International Visitor Conservation and Tourism‘ Gebühr bezahlen.</p>



<p>Die NZeTA, die New Zealand electronic Travel Authority müssen künftig alle vor ihrer Abreise beantragen, die kein neuseeländisches Visum im Pass haben und aus einem <a href="https://www.immigration.govt.nz/new-zealand-visas/apply-for-a-visa/tools-and-information/general-information/visa-waiver-countries">waiver-freien Land </a> kommen, wie beispielsweise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bislang benötigten Deutsche keinerlei Papiere außer ihren gültigen Reisepass, wenn sie nach Neuseeland fliegen wollten. Das Visum gab es dann automatisch mit der Einreise für eine Dauer von drei Monaten. Das wird auch nach wie vor so bleiben, jedoch muss zusätzlich das NZeTA beantragt und genehmigt worden sein. Gleiches gilt auch für die jährlich rund 1,5 Millionen <a href="https://www.immigration.govt.nz/assist-migrants-and-students/other-industry-partners/tourism-partnership/nzeta-toolkit">Kreuzfahrtpassagiere</a> jeglicher Nationalität, Transitflugreisende und Permanent Residents aus Australien. Nur Neuseeländer selbst, Bürger mit uneingeschränktem neuseeländischen Aufenthaltsrecht (Permanent Residents) und alle Visahalter, wie Personen, die beispielsweise ein gültiges Arbeits- oder Studentenvisum besitzen, sind von der neuen Regelung ausgenommen.</p>



<p>Im elektronischen Einreiseverfahren NZeTA wird bereits im Vorfeld abgefragt, was bislang erst an der Grenze selbst kontrolliert wurde, wie beispielsweise etwaige Vorstrafen eines Antragstellers, ein biometrisches Portraitfoto, Kontakt- und Passdaten oder die Reiseabsicht. Mit der Neueinführung des Registrierungsverfahrens soll die Grenzsicherheit erhöht und die eigentliche Zeit bei der Einreise dann verkürzt werden, indem die reisende Person bereits im Vorfeld begutachtet worden sind. „Ich bin normalerweise nicht für noch mehr bürokratische Riegel, die vorgeschoben werden, aber hiermit kann tatsächlich verhindert werden, dass Leute beim Check-In auf einmal abgelehnt werden und nicht ins Flugzeug steigen dürfen oder noch schlimmer, nach über 20 Stunden Anreise an einem neuseeländischen Airport abgewiesen werden und wieder nach Hause reisen müssen“, erklärt der langjährige Neuseeland-Experte Peter Hahn. „Solche Fälle sind leider immer wieder passiert und für die Betroffenen natürlich extrem unschön. Durch die zusätzliche Hürde jetzt, können solche Fälle bereits im Vorfeld geklärt werden und das Risiko dann bei der Einreise abgewiesen zu werden, sinkt deutlich. Die Fragen, die gestellt werden, sind dabei genau dieselben wie bisher, eben künftig nur vor Antritt der Reise“, kommentiert der langjährige Einwanderungsberater. </p>



<p>Mit der neuen Technologie haben die neuseeländischen Behörden zwar noch keinen Datenzugriff auf ein deutsches Vorstrafenregister, aber auch dies könnte sich durch Länderabkommen beispielsweise zur internationalen Terrorismusbekämpfung in der Zukunft ändern. Von INZ gecheckt werden unter anderem Übereinstimmungen mit der internationalen Liste gestohlener und verlorener Pässe. „Für alle Neuseelandreisenden ganz wichtig zu wissen ist, dass ein Touristenvisum nur diese zulässigen Einreisegründe abdeckt: Urlaub und Sightseeing, Familien- und Sozialbesuche, Amateursportveranstaltungen, diverse Geschäftstermine, eine ärztliche Behandlung in Neuseeland und als Gast der neuseeländischen Regierung“, erklärt Peter Hahn. Auf Jobsuche gehen oder gar hier arbeiten ist mit einem Touristenvisum nicht zulässig. Aber auch das ist im Grunde nichts Neues. Der Grund der Einreise muss ganz klar definiert sein, ist man dann erst einmal im Land unterwegs und bekommt ein Vorstellungsgespräch angeboten, haben sich die Gründe eben geändert. Somit sollte es jeder tunlichst vermeiden, mit Geburtsurkunden oder speziellen Arbeitsgerätschaften mit einem Touristenvisum einzureisen!“, warnt der Einwanderungsberater aus seinen über zwanzig Jahren Praxiserfahrung.</p>



<p>Zusätzlich wird zum 1. Oktober 2019 noch die sogenannte ‚IVL‘, die ‚International Visitor Conservation and Tourism Levy‘, eine Art ‚Tourismusgebühr‘ eingeführt, die dafür sorgen soll, dass Besucher das uneingeschränkte Tourismuspotenzial Neuseelands genießen können und Sightseeing-Ziele weiterhin für Besucher ausgebaut und erhalten werden können. „Ich denke nicht, dass Neuseelandurlauber sich von so einer Gebühr vergraulen lassen, außer jemand hat etwas zu verbergen“, resümiert Peter Hahn.</p>



<p>Um die NZeTA zu beantragen und die IVL zu bezahlen, sollte jeder Passagier weit im Vorfeld der Reise das online-Verfahren nutzen, denn die Bearbeitungszeit wird laut der Behörde dann mindestens 72 Stunden dauern. Dieses funktioniert entweder per mobiler App der INZ oder mittels eines Antrags auf der <a href="http://immigration.govt.nz/nzeta">Webseite</a> und wird wohl rund fünf bis zehn Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Die Kosten betragen 9 NZD per App, 12 NZD für Anträge, die über die Webseite eingereicht werden. Im gleichen Schritt muss dann auch die IVL von 35 NZD pro Person bezahlt werden. Wer bei Abreise nach Neuseeland keine gültige NZeTA vorlegen kann, kann diese zwar noch am Hafen oder Airport beantragen, sollte der Antrag jedoch nicht schnell genug bearbeitet sein oder abgelehnt werden, darf der Passagier nicht an Bord gehen. Interessant ist allerdings, sowohl die NZeTA, wie auch die IVL sind dann für mehrfache Reisen nach Neuseeland bis zu zwei Jahre lang gültig!<br></p>



<p>Die entsprechende Webseite und die mobile App werden im Juli 2019 live geschaltet. Weitere Informationen für Reisende gibt es hier: <a href="https://www.immigration.govt.nz/nzeta">https://www.immigration.govt.nz/nzeta</a></p>
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		<item>
		<title>Lange Bearbeitungszeiten bei Visa-Anträgen</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/lange-bearbeitungszeiten-bei-visa-antraegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 May 2019 07:05:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Immigration]]></category>
		<category><![CDATA[Einwanderungsbehörde]]></category>
		<category><![CDATA[Visa Dauer]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Unmut über Immigration New Zealand wird im In- und Ausland immer größer. Unendlich lange Bearbeitungszeiten für jede Art von Visaantrag, keine telefonische Erreichbarkeit und geschlossene Büros der Einwanderungsbehörde sorgen &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/lange-bearbeitungszeiten-bei-visa-antraegen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Unmut über <em>Immigration New Zealand </em>wird im In- und Ausland immer größer. Unendlich lange Bearbeitungszeiten für jede Art von Visaantrag, keine telefonische Erreichbarkeit und geschlossene Büros der Einwanderungsbehörde sorgen für Aufregung und tägliche Negativschlagzeilen in den Medien. Hinzu kommen eine hohe Ablehnungsquote und unzählige Fehlentscheidungen der Sachbearbeiter.</p>
<p>‚Was ist los bei der neuseeländischen Einwanderungsbehörde?‘, fragen sich unzählige Betroffene, die seit Monaten verzweifelt auf die Entscheidung ihrer Visaanträge warten. Ein Arbeitsvisum dauert so lange, dass sich der Arbeitgeber anderweitig umsieht. Am Ende wird das Visum genehmigt aber das <em>Joboffer </em>besteht nicht mehr. Ein indischer Student <a href="https://www.radionz.co.nz/news/national/386388/businesses-and-immigrants-hit-out-at-visa-delays">wartet auf sein Studentenvisum</a> und verpasst nun den Semesterbeginn.</p>
<p>Auch Urlauber, die nach Neuseeland reisen wollen und nicht automatisch mit der Ankunft aus einem <em>Visa Waiver Country</em>ein Touristenvisum bekommen, müssen ihre Reisepläne absagen, verpassen Familienhochzeiten und Rundreisebuchungen. Die Beantragung eines Touristenvisums dauert einfach zu lange. Täglich berichten die Medien über neue Pannen, verärgerte Antragsteller und verunsicherte Arbeitgeber, die untragbar lange auf ihr ausländisches Fachpersonal warten müssen. „In Australien dauert ein Work Visa Antrag nur zwei Tage. Hier bei uns ist der Aufwand riesig und die Wartezeiten nicht mehr kalkulierbar“, erklärt June Ranson von der <em>Association of Migration and Investment</em>. „Firmen, die drei Monate auf Personal warten müssen, können so nicht operieren und den Erfolg ihres Betriebs garantieren. Rufen sie bei der Einwanderungsbehörde an, um sich zu erkundigen, erfahren sie noch nicht einmal, wer ihr Sachbearbeiter ist und wo sie in etwa im Entscheidungsprozess stehen.“ Eine Journalistin machte selbst den Versuch und <a href="https://www.radionz.co.nz/national/programmes/morningreport/audio/2018688386/new-staff-and-high-demand-blamed-for-visa-delays">testete</a>, wie leicht man bei der Hotline der Behörde einen kompetenten Mitarbeiter an den Hörer bekäme.</p>
<p>Anstelle der offiziellen Angaben von rund elf Warteminuten, hing sie nahezu drei Stunden in der Warteschleife. Unverschämt fanden viele Antragsteller, dass die Terroranschläge auf die Moscheen in Christchurch als vermeintliche Ausrede für die verspäteten Visaentscheidungen vorgeschoben wurden. Peter Elms, stellvertretender Manager von <em>Immigration New Zealand</em>in Christchurch widerlegt den Vorwurf jedoch. Seine Behörde habe seit 15. März 2019 über 300 dringende Visaanträge von Betroffenen und Opfern der Attacke vorgezogen und erfolgreich bearbeitet und hier sogar einen persönlichen <a href="https://www.radionz.co.nz/news/national/385901/immigration-nz-criticised-for-blaming-visa-delays-on-mosque-shootings">Beraterservice</a> eingerichtet.</p>
<p>Seit den Terroranschlägen auf Christchurchs Moscheen sind die Zahl der Touristenvisa um über <a href="https://www.radionz.co.nz/news/national/386152/fall-in-tourist-visas-since-terror-attacks">1000 Anträge</a> deutlich zurückgegangen, interessanterweise jedoch die <em>Residence</em>-Anträge der Menschen, die nach Neuseeland auswandern wollen, um 33 Prozent in den Wochen nach den Schießereien gestiegen. „Der Welt hat gefallen, wie man in Neuseeland auf so eine Katastrophe reagiert hat &#8211; sowohl die Premierministerin, wie auch die Bevölkerung“, erklärt der Neuseeland-Experte und langjährige Einwanderungsberater <a href="http://www.peterhahn.co.nz">Peter Hahn</a>. Der größte Ansturm kam aus Amerika und Großbritannien.</p>
<p>Bereits 2017 wurden alle öffentlichen Büros der Einwanderungsbehörde in Neuseeland für den täglichen Publikumsverkehr geschlossen. Eine Umstrukturierung der Mitarbeiter brachte so die ersten Schwierigkeiten. 2018 folgten die Schließungen von zwölf weiteren Filialen im Ausland. Alle <em>Resident </em>Visa Anträge werden mittlerweile in Neuseeland selbst bearbeitet. „Mittlerweile liegt der Mitarbeiterwechsel vermutlich aufgrund von Unzufriedenheit bei rund 31 Prozent“, berichtet Alastair McClymont, ein neuseeländischer Immigration Lawyer. „Das ist natürlich keine ideale Voraussetzung, wenn während eines <em>Residence </em>Verfahrens die Bearbeiter kommen und gehen!“</p>
<p>„Die Verspätungen sind jedoch nur eine Hürde“, bemerkt der deutsche Einwanderungsberater Peter Hahn aus Wellington. „Laut Statistik gehen derzeit vier von zehn abgelehnten <em>Residence</em>Verfahren erfolgreich durch eine ‚<em>appeal</em>‘. Das bedeutet, die Antragsteller legen Beschwerde gegen die Ablehnung eines Resident Visa Antrages ein und bekommen recht. Dies wiederum lässt den Rückschluss zu, dass bei Immigration derzeit einfach viele Fehler passieren also wohl <a href="https://www.radionz.co.nz/news/national/382988/immigration-appeals-surge-in-decisions-overturned-last-year">weniger Sorgfalt und Qualität</a> im Verfahren gegeben sind. Wenn man bedenkt, dass zudem noch viele Bewerber nach der Ablehnung aufgeben, deren Verfahren vielleicht auch mangelhaft bearbeitet wurden, und diese theoretisch dazu gerechnet werden müssten, haben wir vermutlich eine Fehlerquote von 50 Prozent oder mehr aller abgelehnten Resident Visa Anträge.“, resümiert Peter Hahn.</p>
<p>Die Wartezeit für die Beantragung von 90 Prozent aller Touristenvisa liegt derzeit bei rund 34 Tagen, Studenten müssen im Schnitt 54 Tage auf ihr Visum warten und <em>Essential Skill Work Visa </em>dauern momentan über vier Monate. Vor rund fünf Jahren lag die Bearbeitungszeit von <a href="https://www.radionz.co.nz/national/programmes/morningreport/audio/2018688386/new-staff-and-high-demand-blamed-for-visa-delays">Work Visa</a> noch bei etwa einem Monat.</p>
<p>„Man muss aber auch klar sagen, dass Neuseeland es noch nie geschafft hat, in nur zwei Tagen ein Work Visa zu bearbeiten und auszustellen“, kommentiert Peter Hahn. „In Australien arbeiten die Fachkräfte auf sehr hohem Niveau, bekommen vermutlich eine gute Ausbildung und eine ausreichende Bezahlung. Und da liegt das Grundproblem hier in Neuseeland. Während wir Berater auf einen vorhandenen Bachelor-Abschluss noch ein einjähriges Aufbaustudium zur Berufsausübung absolvieren müssen, bekommen die Sachbearbeiter keine wirkliche Ausbildung.“ Wenn dann noch eine hohe Personalfluktuation hinzukommt, ist das Chaos perfekt.</p>
<p>Deutsche Kunden haben allerdings oft ein bisschen bessere Aussichten beruhigt der Einwanderungsberater: „Oft gibt es Dinge im Verfahren, die wir nicht beeinflussen können, wie beispielsweise die Herkunft der Antragsteller von den Philippinen oder aus der Türkei oder ein Job auf niedrigem Level als Restaurantfachkraft oder im Tourismusbereich. Viele unserer deutschen Kunden arbeiten jedoch auf recht hohem Niveau. Nach unseren Informationen gibt es bei <em>Immigration New Zealand</em>eine Art Schaltstelle, an der vorgefiltert wird, wie viel oder wenig Arbeit ein Verfahren mit sich bringt. Da werden vermutlich Kritikpunkte angesehen wie der Arbeitgeber, der Berufsbereich, das Level der Arbeit, die Nationalität, sowie die Vollständigkeit und Übersichtlichkeit des Antrags. Wir haben bereits bei einigen deutschen Kunden die Erfahrung gemacht, dass bei korrekter Herangehensweise und guter Vorbereitung der Anträge, beispielsweise <em>Work Visa</em>in wenigen Wochen durchgingen.“</p>
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		<title>Fragwürdige Statistiken und ihre Auswirkungen</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/fragwuerdige-statistiken-und-ihre-auswirkungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Apr 2019 12:32:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aotearoa]]></category>
		<category><![CDATA[Home]]></category>
		<category><![CDATA[Immigration]]></category>
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					<description><![CDATA[Neue Zahlen, neue Richtlinien, neue Probleme Die Einwanderungszahlen in Neuseeland gehen zurück, soviel ist sicher. Sämtliche veröffentlichte Migrations-Statistiken, werden derzeit immer wieder korrigiert und durch neue Schätzungen ersetzt. Auf der &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/fragwuerdige-statistiken-und-ihre-auswirkungen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neue Zahlen, neue Richtlinien, neue Probleme</strong></p>
<p>Die Einwanderungszahlen in Neuseeland gehen zurück, soviel ist sicher. Sämtliche veröffentlichte Migrations-Statistiken, werden derzeit immer wieder korrigiert und durch neue Schätzungen ersetzt. Auf der einen Seite arbeitet die Politik an strengeren Einwanderungsbestimmungen, um die statistisch große Zuwanderung zu minimieren, auf der anderen Seite fehlen jedoch unzählige Arbeitskräfte und die Arbeitslosigkeit liegt bei einem Rekordtief.</p>
<p>Die jährliche Nettomigration (Zuwanderer abzüglich Abwanderer) in 2018 soll bei 48.300 Migranten liegen, anstelle der prognostizierten 52.700. Doch auch diese Zahl ist bislang nur eine Schätzung.</p>
<p>Die sogenannten <em><a href="https://www.immigration.govt.nz/new-zealand-visas/apply-for-a-visa/tools-and-information/general-information/travelling-to-and-arriving-in-new-zealand">Departure Cards</a>, </em>welche Reisende für die letzten 91 Jahre vor ihrem Abflug ausfüllen mussten,sind seit November 2018 in Neuseeland <a href="https://www.stuff.co.nz/travel/news/106572987/airport-departure-cards-will-be-off-the-table-come-november">abgeschafft.</a> Was eine große Zeitersparnis für die Besucher bei der Abreise bedeutet, scheint bei der Statistikbehörde momentan zusätzlich für Ungenauigkeiten bei der statistischen Auswertung der digitalen Daten und der Ermittlung der monatlichen Zahlen zu sorgen.</p>
<p>„Die Revision unserer geschätzten Migrationszahlen unabhängig von den Passenger Cards, bereitet für uns eine neue Herausforderung“, erklärt Population Insights Manager Brooke Theyers von <em>Statistics New Zealand</em>. „In 2018 gab es nahezu 14 Millionen Grenzübertritte. Schon kleine Unterschiede in der Klassifizierung der Reisenden als Kurzbesucher oder ‚Langzeit-Bleibende‘ macht bei diesen Zahlen viel aus. Von 50 Einreisenden sind typischerweise 49 Touristen und nur einer ein einreisender Migrant. Zudem konnten wir bislang nur 81 % überhaupt klassifizieren“, berichtet der Statistiker von der Problematik. Man müsse zunächst mindestens fünf Erfahrungsmonate abwarten und erfassen, um so genügend Daten für <a href="https://www.nzherald.co.nz/business/news/article.cfm?c_id=3&amp;objectid=12204255">präzisere Hochrechnungen</a> sammeln zu können.</p>
<p>Der langjährige Einwanderungsberater <a href="http://www.peterhahn.co.nz">Peter Hahn</a> aus Wellington, findet die Deutung der Statistiken für Laien ohnehin schwierig: „Zu Netto-Migranten gehören alle Personen, die zwölf Monate im Land bleiben“, erklärt er, „doch dazu gehören ganz typischerweise auch Studenten und junge Leute, die ein einjähriges Working Holiday Visa besitzen. Das erweckt allerdings einen falschen Eindruck, denn eigentlich sind das ja keine Migranten, die wirklich, für immer bleiben. Nur, wer ein <em>Resident Visa</em>hat, wandert komplett ein und erwirbt damit das lebenslange Aufenthaltsrecht. Viele neuseeländische Bürger und auch Medien, welche die Nettomigrationszahlen dann lesen, schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, wie groß die Einwanderungsströme sind. Und da beginnt die Problematik.“</p>
<p>Unzählige politische Parteien machten die Migrationsproblematik so zum Wahlkampfthema. Derzeit versucht die neuseeländische Einwanderungsbehörde deshalb sämtliche Visa-Kategorien neu zu strukturieren oder gänzlich neu aufzusetzen. So könnte eventuell jede Kategorie eine eigene Quote bekommen, das weitere Bestehen der Parent Visa Kategorie wird gänzlich überdacht und 90 Prozent der Anträge in der <em>Entrepreneur </em>Kategorie werden ohnehin abgelehnt.</p>
<p>„Wir hatten neulich einen solchen Kundenantrag und der zuständige Sachbearbeiter traute sich scheinbar einfach nicht vor seinem Vorgesetzen zu rechtfertigen, dass er den Antrag genehmigen muss“, erklärt der Einwanderungsberater aus seinem Alltag. „Bei Partnerschafts-Visa werden Ehemänner abgelehnt und Familien zerrissen, weil der Partner eine chronische Krankheit hat. <em>Immigration New Zealand</em>scheint hier sein eigenes Regelwerk nicht zu kennen.“ Die geplante Deportation einer Zweijährigen von Philippino-Eltern oder die Verweigerung der Einreise einer brasilianischen Touristin und Freundin eines Geschäftsmanns am Flughafen in Auckland sind nur Beispiele von undurchsichtigen Geschichten, die fast täglich durch die Medien gehen.</p>
<p>Alle Faktoren kombiniert verlangsamen derzeit sämtliche Visa-Prozesse und verunsichern nicht nur die Antragsteller, sondern auch die ausführende Behörde. Eine striktere Handhabung neuer und alter Richtlinien, Fehlentscheidungen und Falschinterpretation des Regelwerks sind die Folge. Hinzu kommen extrem lange Bearbeitungszeiten. „Die Folgen bekommen derzeit alle zu spüren, die versuchen, ein Visum zu beantragen“, berichtet Peter Hahn. Das Chaos ist perfekt. „Von der Behörde gibt es immer wieder neue Vorschläge, Beratungspapiere, kryptische Ansagen und Absichten. Was vermutlich dabei herauskommt, wird ein Kompromiss zwischen der im Wahlkampf versprochenen Reduzierung der Einwanderung, dem Druck der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes sein“, prognostiziert Peter Hahn.</p>
<p>Das Resultat der Misere ist, dass alle Verfahren derzeit wesentlich aufwendiger werden und somit mehr Zeit und Geld kosten.</p>
<p>„Wo wir früher rund zehn Stunden Bearbeitungszeit hatten, brauchen wir heute 40. Allerdings kann ich ganz allgemein für meine deutschen Kunden zusammenfassen: Viele Änderungen betreffen unsere Klientel gar nicht. Ein gut gemanagtes Visa-Verfahren hat meist genauso gute Chancen wie vorher, dauert eben nur länger. Wir sehen uns deshalb jede persönlichen Kundensituation ganz genau an, damit wir individuell und gezielt vorgehen können. Denn kommen Kunden erst einmal mit Ablehnungen und Fehlern im Prozedere, kann es schwierig werden.“</p>
<p>Fakt ist, Neuseeland braucht nach wie vor ausländische Fachkräfte. Die Arbeitslosenquote liegt bei nur 4,3 Prozent – nahezu Vollbeschäftigung. Viele Firmen und Betriebe wie die Bau-oder IT-Branche suchen händeringend Personal.</p>
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		<title>Neuseelands Immigrations-Chaos</title>
		<link>http://www.neuseeland-ezine.de/neuseelands-immigrations-chaos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank Simon]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Feb 2019 20:10:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Daily News]]></category>
		<category><![CDATA[Immigration]]></category>
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					<description><![CDATA[Fehlende Arbeitskräfte in vielen Berufssparten im ganzen Land, überlastete Hotlines bei der Einwanderungsbehörde, Umstrukturierungen, unqualifizierte Mitarbeiter und striktere Auslegung der Richtlinien – bei der Immigration nach Neuseeland scheinen sich derzeit &#8230; <a href="http://www.neuseeland-ezine.de/neuseelands-immigrations-chaos/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fehlende Arbeitskräfte in vielen Berufssparten im ganzen Land, überlastete Hotlines bei der Einwanderungsbehörde, Umstrukturierungen, unqualifizierte Mitarbeiter und striktere Auslegung der Richtlinien – bei der Immigration nach Neuseeland scheinen sich derzeit die Probleme zu häufen, die teils chaotische Situation sorgt für großen Unmut.</p>
<p>Kaum ein Tag vergeht in den neuseeländischen Medien an dem nicht eine neue Schlagzeile für Aufregung sorgt: „<a href="https://www.radionz.co.nz/news/national/377316/crane-operator-shortage-slows-building-boom">Kranführer-Mangel verzögert Bauboom</a>“, „<a href="https://www.radionz.co.nz/national/programmes/insight/audio/2018672554/difficult-and-dangerous-why-truck-drivers-are-quitting">LKW-Fahrer sind Mangelware“</a>, „<a href="https://www.radionz.co.nz/news/national/376401/hawke-s-bay-apple-growers-fear-looming-labour-shortage">Apfel-Bauern fürchten um großen Arbeitskräftemangel bei der Ernte</a>“, „<a href="https://www.radionz.co.nz/national/programmes/checkpoint/audio/2018671602/immigration-nz-services-described-as-being-in-chaos">Neuseeländischer Immigrationsservice wird als chaotisch beschrieben</a>“. Die Negativpresse in der Lokal- und Regionalpresse in Neuseeland nimmt kein Ende.</p>
<p>In Auckland fehlen rund 200 qualifizierte Kranführer, welche die über 90 Langzeit-Riesenkräne mit ihren jeweils zehn Hilfskränen bedienen können. „Der Bau-Boom hier verzögert sich immer wieder, weil es nicht genügend Arbeitskräfte gibt, welche die Geräte bedienen – Tendenz steigend“, erklärt Rod Auton, Vorstand der Kranführervereinigung. „Wir können auch nicht einfach Migranten einstellen, da der Beruf des Kranführers nicht als qualifizierter Job auf der ANZSCO (<em>Australian and New Zealand Standard Classification of Occupations</em>)-Liste geführt wird. Diese basiert jedoch vorrangig auf dem australischen System. Das hilft uns also hier gar nicht, solange wir kein eigenes Einstufungsverfahren entwickeln“, bringt er seine Wut und Verzweiflung deutlich zum Ausdruck. „Ausländisches Personal einzustellen ist langwierig und schwierig.“</p>
<p>Auch in Queenstown quälen sich die Arbeitgeber mit dem Immigrationsbehörden. „Betriebe hier in der<a href="https://www.radionz.co.nz/news/national/377116/queenstown-employers-struggling-with-immigration-issues-mp">Clutha-Southland-Region finden einfach nicht genügend Arbeitskräfte, Visaverfahren verzögern sich</a>. Das geht mittlerweile einigen Unternehmen an die Substanz“, bestätigt auch Hamish Walker, <em>Member of Parliament</em>(MP) der Region. „70 % aller Fälle, die hier bei mir auf dem Tisch landen, haben mit Einwanderungsproblematiken zu tun.</p>
<p>Nicht anders sieht es in der Hawkes Bay, dem Obstkorb Neuseelands, aus. Die Saison für die Apfelbauern hat gerade erst begonnen. Über eine Million neue Bäume sollen gepflanzt werden und an die Ernte ist noch gar nicht zu denken. Es gibt rund 1750 Saisonarbeiter, die unter dem <em>Recognised Seasonal Employer</em>(RSE) Schema ins Land kommen sollen, ein Tropfen auf den heißen Stein. Schon jetzt fürchten die Landwirte um Ernteausfälle durch fehlende Helfer. „Wir planen Unterkünfte und organisieren lange im voraus, wissen aber wirklich erst kurz vorher, wie viele Leute wir bekommen“, jammert John Bostock, einer von vielen Plantagenbesitzern. „Geschäftsplanung ohne Sicherheit ist wirklich schwierig. Auch die helfenden Hände der <em>Work and Traveller</em>retten uns dann nicht. Die Arbeitslosigkeit im Land ist ohnehin so niedrig wie noch nie. Die Lage ist wirklich dramatisch. Letztes Jahr fehlten uns alleine hier in der Region rund 2000 Leute nur bei der Apfelernte.“</p>
<p>Mangelnde Zahlen an LKW-Fahrern und fehlende qualifizierte Arbeitskräfte in anderen Berufssparten auf Nord- und Südinsel komplettieren das Bild.</p>
<p>„<a href="https://www.radionz.co.nz/news/national/376910/visa-change-needed-to-end-inhumane-practices-union">Inhumane Praxis bei der Entscheidung von Visa-Anträgen</a>“, lange Bearbeitungszeiten und inkompetente Mitarbeiter sind nur einige der Vorwürfe, mit denen sich derzeit die neuseeländische Einwanderungsbehörde immer wieder konfrontiert sieht. Der langjährige Einwanderungsberater Peter Hahn aus Wellington kann die derzeitige Situation nur bestätigen. „Es wird momentan viel in der Einwanderungsbehörde umstrukturiert, gute Leute gehen und nicht so qualifizierte Mitarbeiter müssen dann neues Personal anlernen. Das ist natürlich keine ideale Voraussetzung für einen guten Service. Auch werden viele Fälle einfach strenger gehandhabt als früher, man ist mit Genehmigungen sehr zögerlich geworden. Auf dieses Vorgehen müssen sich sowohl die neuseeländischen Arbeitgeber wie auch die Antragsteller erst einstellen“, berichtet der Neuseeland-Experte aus der Praxis. „Auch die Umstellung auf reine Online-Verfahren ist natürlich schwierig. Manchmal bearbeiten dann chinesische Mitarbeiter im Ausland die Fälle, welche mit den Gegebenheiten vor Ort gar nicht vertraut sind.“ Zudem wurden vor einiger Zeit unzählige öffentliche Schalter der Behörden im ganzen Land geschlossen und durch Telefonberatung ersetzt. Jetzt<a href="https://www.radionz.co.nz/news/national/375969/immigration-contact-centre-i-m-sorry-i-can-t-hear-you">scheint der Service bei der <em>Immigration-Call-Hotline</em>katastrophal</a>. Auf der ‚normalen‘ Leitung für die Verbraucher landen Anrufer in einer Warteliste auf Platz 300, beschreiben die Medien mehrere Fälle. „Die durchschnittliche Wartezeit liegt momentan leider bei rund 44 Minuten. Wir haben 60 Prozent mehr Anrufe als wir abarbeiten können“, bestätigt die neuseeländische Immigrationsbehörde selbst. Auch der deutsche Einwanderungsberater in Wellington, Peter Hahn kennt die langen Warte- und Bearbeitungszeiten gut. „Wir haben eigentlich unsere eigene Hotline für Berater, die wir hin und wieder nutzen, um schnell mit den Behörden Kontakt aufnehmen zu können. Aber mein Kollege hat neulich mal den Test gemacht und bei der öffentlichen Hotline von <em>Immigration New Zealand</em>angerufen. Er landete tatsächlich auf Warteplatz 250.“</p>
<p>Vor allem für einige ausländische Antragsteller, die ein Work Visa benötigen, kann es derzeit problematisch werden. Die Arbeitgeber brauchen ihr Personal dringend und kurzfristig, die Bearbeitung der Anträge kann jedoch Monate dauern. „Offiziell wird so ein Verfahren derzeit laut der Behörde in 73 Tagen bearbeitet“, weiß Peter Hahn. „Ein weiterer Faktor ist jedoch auch, dass man keine formellen Rechtsmittel hat, um beispielsweise gegen Fehlentscheidungen vorzugehen. Hier ist kaum Handhabe gegeben. Ganz im Gegenteil zu <em>Residence Visa</em>Anträgen. Bei denen gibt es ein formelles Verfahren das Hand und Fuß hat. Letztendlich kann man vor Gericht gegen eine Entscheidung vorgehen und es kommt zum Appeal. Die Bearbeitungszeit solcher Anträge liegt derzeit bei rund sechs bis neun Monaten“, erklärt der langjährige Immigrationsberater aus seiner Erfahrung.</p>
<p>„Ich muss ganz klar sagen, so aufwendig, zeitintensiv, kompliziert und teilweise wirklich ungewiss für die Kunden wie heute war unsere Arbeit in meiner 25jährigen Laufbahn als Einwanderungsberater noch nie. Das heißt auf der anderen Seite jedoch keinesfalls, dass Einwanderung oder Arbeiten in Neuseeland unmöglich geworden ist. Man muss heute nur höllisch aufpassen und wissen, was man tut. Sowohl die neuseeländischen Arbeitgeber wie auch die Kunden müssen diese Schwierigkeiten berücksichtigen und ihre Verfahren entsprechend vorsichtig angehen und gezielt steuern. Dann hat man nach wie vor gute Chancen, nach Neuseeland auszuwandern. Denn einige Negativgeschichten in den Medien sind wohl von Anfang an definitiv falsch gemanagt worden.“</p>
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