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	<title>Blog von Julia Kern &amp; Peter Kern [nomagic.net]</title>
	
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	<description>Blog von Julia Kern &amp; Peter Kern [nomagic.net]</description>
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		<title>Unser sechster Hochzeitstag</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 12:25:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Kern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Samstag hatten Peter und ich unseren sechsten Hochzeitstag. Ich wusste, dass ich nicht so viel erwarten darf, denn was kann man schon groß machen mit zwei kleinen Kindern? Außerdem war Peter ja bis Nachmittag eh mit seinen Kollegen in der Oberpfalz unterwegs. Ich hatte so das Bedürfnis mal chic essen zu gehen, da ich ja seit Dezember nur gelegen war und eigentlich nicht mehr raus kam. Ständig zu Hause oder im Krankenhaus. Mal etwas anderes sehen, essen oder einkaufen gehen, danach ist es mir im Moment manchmal. Doch das ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag hatten Peter und ich unseren sechsten Hochzeitstag. Ich wusste, dass ich nicht so viel erwarten darf, denn was kann man schon groß machen mit zwei kleinen Kindern?<span id="more-1252"></span> Außerdem war Peter ja bis Nachmittag eh mit seinen Kollegen in der Oberpfalz unterwegs. Ich hatte so das Bedürfnis mal chic essen zu gehen, da ich ja seit Dezember nur gelegen war und eigentlich nicht mehr raus kam. Ständig zu Hause oder im Krankenhaus. Mal etwas anderes sehen, essen oder einkaufen gehen, danach ist es mir im Moment manchmal. Doch das Besondere an unserem Hochzeitstag sah am Ende so aus, dass wir den Pizzalieferservice beanspruchten und uns zu dritt (Peter, Klara und ich) hungrig über unsere Pizzen und den Salat hermachten, während Johanna wenigstens während dem Essen ruhig in ihrer Wiege schlief. Anschließend fielen wir wie immer schon um 20 Uhr totmüde ins Bett. Zeit zu zweit? So ein Luxus besitzen wir im Moment leider nicht. Aber vielleicht an unserem siebten Hochzeitstag! Doch das wichtigste ist ja, dass wir uns immer noch lieben und stolz darauf sind, wie wir den gemeinsamen Weg bisher bestritten und alle Höhen und Tiefen bewältigt haben. Wir sind gespannt, was wir auf unserem weiteren Weg noch alles erleben werden.</p>
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		<title>Drei Mädels allein zu Hause</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 12:24:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Kern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Freitag und Samstag war Peter von der Arbeit aus in der Oberpfalz auf einem Teammeeting, weil es innerhalb seiner Abteilung eine Umstrukturierung gibt. Das hat er aber erst am Donnerstag erfahren, so dass ich kurzfristig damit konfrontiert wurde, alleine mit den Kindern zu sein. Doch als ob die beiden gemerkt hätten, dass es darauf ankommt, brav zu sein, haben sie sich vorbildlich verhalten. Johanna hat gut getrunken, Klara einen langen Mittagsschlaf gemacht, dann waren wir zum Kaffee trinken eingeladen und so war der Freitag schnell vorbei. Nur am Abend hat ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freitag und Samstag war Peter von der Arbeit aus in der Oberpfalz auf einem Teammeeting, weil es innerhalb seiner Abteilung eine Umstrukturierung gibt. Das hat er aber erst am Donnerstag erfahren, so dass ich kurzfristig damit konfrontiert wurde, alleine mit den Kindern zu sein.<span id="more-1250"></span> Doch als ob die beiden gemerkt hätten, dass es darauf ankommt, brav zu sein, haben sie sich vorbildlich verhalten. Johanna hat gut getrunken, Klara einen langen Mittagsschlaf gemacht, dann waren wir zum Kaffee trinken eingeladen und so war der Freitag schnell vorbei. Nur am Abend hat Klara plötzlich angefangen, sich zu übergeben, viel zu Husten und ständig &#8220;Aua&#8221; zu sagen, so dass ich mir Unterstützung aus der Nachbarschaft holte, denn Johanna hatte auch starke Bauchschmerzen und wollte ständig an meine Brust. So kam eine liebe Nachbarin gegen 19 Uhr und unterstützte mich. Sie übernahm mal Johanna, mal Klara, so wie ich es gerade brauchte, damit ich beide zum Schlafen brachte. Außerdem bot sie sich an, auch bei uns zu übernachten, um sich um Klara zu kümmern, während ich in der Nacht mit Johanna beschäftigt war. Das war für mich eine große Hilfe, denn Klara war wirklich sehr unruhig in der Nacht und musste mehrmals beruhigt werden. Nach dem Frühstück waren wir dann wieder alleine und warteten sehnsüchtig auf Papa. Doch wir haben es fast alleine geschafft, auch wenn im Haushalt das meiste liegengeblieben ist!</p>
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		<title>Der tägliche Wahnsinn</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 12:21:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich beschreibe mal kurz, wie ein Tag bei uns abläuft. Damit ihr euch wenigstens ein bisschen vorstellen könnt, wie es bei uns so zugeht.Um 5.20 Uhr klingelt der Wecker und die Nacht geht zu Ende. Peter und ich quälen uns aus dem Bett, obwohl wir nur ca. 4 Stunden geschlafen haben, denn ich musste Johanna dreimal stillen und wickeln, Peter Klara beruhigen und stundenweise händchenhaltend an ihrem Bett schlafen. Während Peter frühstückt, springe ich schnell unter die Dusche, in der Hoffnung, dass die Kinder weiter schlafen, aber mit einem Ohr ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich beschreibe mal kurz, wie ein Tag bei uns abläuft. Damit ihr euch wenigstens ein bisschen vorstellen könnt, wie es bei uns so zugeht.<span id="more-1247"></span>Um 5.20 Uhr klingelt der Wecker und die Nacht geht zu Ende. Peter und ich quälen uns aus dem Bett, obwohl wir nur ca. 4 Stunden geschlafen haben, denn ich musste Johanna dreimal stillen und wickeln, Peter Klara beruhigen und stundenweise händchenhaltend an ihrem Bett schlafen. Während Peter frühstückt, springe ich schnell unter die Dusche, in der Hoffnung, dass die Kinder weiter schlafen, aber mit einem Ohr warte ich schon auf das Schreien. Wenn ich Glück habe, reicht die Zeit noch, um mir einen Tee zu machen. Aber meistens wird Johanna dann schon wieder wach und möchte gestillt werden. Nach dem Stillen und Wickeln ist Peter bereits außer Haus (6.05 Uhr, er beginnt extra schon um 7 Uhr zu arbeiten, dass er abends um 18 Uhr zu Hause sein kann!). Klara wacht um ca. 6.30 Uhr auf. Bis dahin hoffe ich, dass Johanna ihr Bäuerchen gemacht hat und ich sie in ihre Wiege legen kann. Manchmal ist es noch zu früh, dann spuckt sie die Milch leider wieder raus. Umziehen ist angesagt. Aber Kompromisse muss man einfach eingehen. Ein Kind muss meistens zurückstecken und ich versuche jedes Mal abzuwägen, wer jetzt das dringendere Bedürfnis hat Noch kann ich es nicht wirklich akzeptieren, dass ich mich nicht zerreißen kann. Nachdem ich Klara angezogen habe, oft mit Geschrei, weil sie lieber auf dem Wickeltisch turnen als stillhalten möchte, gibt es Frühstück. Oft muss ich das einhändig zubereiten, weil Johanna Bauchweh hat und getragen werden will oder schon wieder Hunger hat. So sitze ich bei Klara am Tisch, während sie isst, beruhige ich Johanna und versuche selbst etwas zu essen. Um 7.30 Uhr geht es dann spätestens hoch ins Bad. Zähne putzen, Gesicht und Hände waschen, kämmen und eincremen. Das macht Klara besonders viel Spaß, weil ich mir da Zeit nur für sie nehme. Manchmal schreit Johanna unten im Wohnzimmer, dann gibt es nur Katzenwäsche. Anschließend muss ich Klara schnell Jacke und Schuhe anziehen, da um 7.45 Uhr unsere Nachbarin kommt, um auf Johanna aufzupassen, damit ich Klara in die Krippe fahren kann. Denn beide zu tragen, schaffe ich körperlich nur sehr schwer, denn manchmal muss ich ein ganzes Stück laufen, kommt drauf an, wo ich einen Parkplatz finde. Da könnte es sich um Stunden handeln, bis wir in der Krippe ankommen. An manchen Tagen will sich Klara leider ihre Schuhe nicht anziehen lassen. Und wenn ich sie ihr angezogen habe, zieht sie diese wieder aus. Ein Kampf! Oder sie krallt sich an ihrer Spielekiste fest, weil sie lieber zu Hause bleiben will. Doch manchmal geht es auch problemlos. In der Krippe versuche ich, mir Zeit zu nehmen, sie in Ruhe dort hinzubringen und mich zu verabschieden, damit sie sich nicht abgeschoben fühlt. Zu Hause angekommen, schicke ich die Nachbarin wieder nach Hause und versuche im Haushalt Dinge zu erledigen. Wie jeden Tag muss ich Wäsche drauf stellen (denn Johanna spuckt sehr viel und Klara braucht durch die Krippe und das Essen jeden Tag mindestens eine Kombination), zusammenlegen, aufhängen, den Spülberg vom Vortag wegspülen, da ich am Abend meistens die Kraft nicht mehr dazu habe, das Chaos im Esszimmer beseitigen und was sonst noch ansteht (z.B. Hebamme, Arztbesuch, Lebensmittel einkaufen, Post erledigen). Doch meine Haupttätigkeit bis Mittag ist, Johanna zu stillen und sie herumzutragen, weil sie schreit. Mich selbst nochmal hinzulegen, versuche ich schon gar nicht mehr, weil Johanna nicht lange ruhig bleibt. Die Vormittage gehen sehr schnell vorbei und schon ist wieder 11.45 Uhr, die Nachbarin kommt und ich hole Klara von der Krippe ab. Bevor Klara ihren Mittagsschlaf macht, möchte sie immer noch etwas essen. Das habe ich zum Glück schon am Vormittag vorbereitet. Klaras Mittagsschlaf dauert 1-2 Stunden und dann ist Action angesagt. Die Schränke werden ausgeräumt, sie will mit mir Bilderbücher anschauen und mit Johanna spielen, am liebsten macht sie Krach oder fährt mit ihrem BobyCar gegen Türe und Schränke, ihren Ball liebt sie auch. Und besonders Spaß macht es ihr, ihre Spielzeugkisten auszuleeren, damit anschließend das ganze Wohnzimmer verwüstet wird. Oder auch die nasse Wäsche vom Wäscheständer zu reißen. Johanna muss einen ganz schönen Lärmpegel ertragen und beim Stillen werden wir oft durch Klara gestört. In brenzligen Situationen (und die kommen sehr oft vor) muss ich das Stillen unterbrechen, z. B. wenn Klara meint, auf Stühlen klettern zu müssen oder die Blumenerde zu essen. Johanna spürt diese starke Unruhe und trinkt deshalb am Nachmittag viel schlechter als am Vormittag, was ich in den Abendstunden ausbaden muss, da sie da jede Stunde von mir trinken möchte. Ab 16/17 Uhr wird Klara oft quengelig und fragt nur noch nach ihrem Papa. Da heißt es, sie irgendwie hinhalten. Aber nebenher muss das Abendessen auch noch gekocht werden. Doch das ist im Moment nicht so anspruchsvoll, denn was will man mit zwei schreienden Kindern schon groß kochen? Um 18 Uhr kommt dann Peter nach Hause. Wie bin ich froh, wenn ich den Schlüssel an der Haustür höre? Oft haben Klara und ich schon gegessen, weil Klara es vor Hunger nicht mehr aushalten konnte. Nachdem Peter zu Abend gegessen hat, wir versucht haben währenddessen unsere Neuigkeiten vom Tag auszutauschen, was manchmal im Kindergeschrei untergeht, übernimmt Peter Klara. Er spielt mit ihr und bringt sie ins Bett. Ich versorge weiterhin Johanna, die fast nur an meiner Brust hängt, so dass ich auch nicht wirklich durchschnaufen kann. Außerdem müssen Peters Brote für die Arbeit noch gemacht werden und alles für den nächsten Tag vorbereitet werden (z.B. Klaras Rucksack packen), was man vorbereiten kann, damit es am nächsten Morgen schneller geht. Wenn Klara um 20 Uhr im Bett liegt, gehen Peter und ich auch so langsam ins Bett (wenn Peter nicht schon bei Klara eingeschlafen ist), weil wir ständig müde sind und wissen, die nächste Nacht wird wieder ähnlich. Ich habe nicht gezählt, wie viele Male ich die beiden jeden Tag wickeln muss, aber die Mülltonne läuft jede Woche über und wir versorgen auch die Nachbarn noch mit Windelsäcken. Ich habe das Gefühl, dass ich den ganzen Tag nur wickel, putze, Essen zubereite, stille, beruhige, spiele und auch schimpfe. Für mich bleibt da keine Zeit mehr und Zeit für Peter erst Recht nicht. Trotzdem ist es total schön, zwei Kinder zu haben und ich möchte mit niemandem tauschen. Aber es ist verdammt anstrengend. Eine große Herausforderung ist es z.B., mit beiden Kindern irgendwo hinzufahren. Bis wir alle drei im Auto sitzen habe ich meistens schon gar keine Lust mehr. Schwierig war es am Mittwoch beim Kinderturnen. Da ich sowohl Johanna als auch Klara bestmöglichst fördern möchte, habe ich Klara beim Kinderturnen angemeldet und in die Krabbelgruppe geht sie immer noch. Mit Johanna werde ich bald Pekip und Nordic Walking machen. Auf jeden Fall muss die Mutter beim Kinderturnen mitmachen und ständig Hilfestellung leisten. Ich hatte mir vorgestellt, dass Johanna die Stunde am Turnhallenrand schläft und ich mich auf Klara konzentrieren kann. Doch es war nicht so. Wir sind schon mal zu spät gekommen, weil Klara kurz vorher Aa in die Windel gemacht hatte und Johanna nochmals trinken wollte. Bis wir dann sportfähig in der Halle standen, war ich schon durchgeschwitzt. Während der Turnstunde musste ich stillen und Klara war etwas sauer auf mich, weil ich nicht weiter mit ihr turnen konnte. Es war einfach nur unbefriedigend für mich. Mal schauen, was sich da ändern lässt. In Zukunft will Peter vielleicht mittwochs eher von der Arbeit weg, um mit Klara zu turnen, denn es hat ihr schon viel Spaß gemacht. Irgendwie finden wir schon einen Weg, trotz Anfangsschwierigkeiten. Es ist eine Umstellung plötzlich Hausfrau und Mutter zu sein und manchmal denke ich schon an die Arbeit zurück, aber ich versuche das Beste aus meiner Situation zu machen, auch wenn es mir nicht immer gelingt.</p>
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		<title>Der Alltag kehrt ein</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 14:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Daheim]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem wir den Magendarmvirus erfolgreich besiegt haben, kehrt bei uns jetzt langsam der Alltag ein. Ab morgen muss Peter wieder arbeiten. Viel hatten wir nicht von seinem 14tägigen Urlaub, da ich die erste Woche ja im Krankenhaus verbracht habe, aber wir haben uns an die neue Situation einigermaßen gewöhnen können. Dennoch hatten wir zu zweit mit unseren beiden Töchtern alle Hände voll zu tun und es war sehr gut, dass sich jeder immer um ein Kind kümmern konnte. Wie es ab morgen funktionieren soll, alleine mit beiden, wissen wir noch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir den Magendarmvirus erfolgreich besiegt haben, kehrt bei uns jetzt langsam der Alltag ein. Ab morgen muss Peter wieder arbeiten. <span id="more-1245"></span>Viel hatten wir nicht von seinem 14tägigen Urlaub, da ich die erste Woche ja im Krankenhaus verbracht habe, aber wir haben uns an die neue Situation einigermaßen gewöhnen können. Dennoch hatten wir zu zweit mit unseren beiden Töchtern alle Hände voll zu tun und es war sehr gut, dass sich jeder immer um ein Kind kümmern konnte. Wie es ab morgen funktionieren soll, alleine mit beiden, wissen wir noch nicht so genau. Ich lass es mal auf mich zukommen und notfalls kann ich mir Hilfe in der Nachbarschaft holen. Ab und zu war ich in den letzten Tagen schon mit Klara und Johanna allein zu Haus. Es war anstrengend, es gab schwierige Situationen und Bedürfniskonflikte (was macht man wenn das eine Kind gestillt werden will, das andere aus unerklärlichen Gründen schreit und man selbst aufs Klo muss?), aber irgendwie ist es machbar. Ich bin mal gespannt, was ich nach der ersten Woche berichte. Wenn ich ausgeschlafen wäre und mehr Kraft hätte, wäre alles einfacher. Aber unseren beiden Töchtern geht es gut und das ist die Hauptsache. Am Freitag hatten wir einen Termin beim Kinderarzt. Klara wurde mal wieder geimpft und Johanna hatte die U3. Sie hat sich gut entwickelt und wiegt bereits 2800g. Das mit meiner Milch funktioniert auch wieder bestens und bis auf Blähungen und Spuckattacken geht es Johanna prima. Nur schläft sie immer noch nicht in ihrem Bettchen, sondern meistens auf Papas Bauch, was nicht wirklich zum entspannten Schlaf für ihn beiträgt. Klara ist mittlerweile stolz auf ihre kleine Schwester und nur noch manchmal eifersüchtig. Sie findet es schade, dass sie noch nicht so wirklich mit ihr spielen kann, aber das kommt ja auch irgendwann. Gestern haben wir das Frühlingswetter genutzt und einen Spaziergang gemacht. Klara in der Trage auf Peters Rücken und Johanna im Tragetuch vor meinem Bauch. Es tat wirklich gut, die ersten Sonnenstrahlen zu genießen und etwas zu viert zu unternehmen.</p>
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		<title>Wie befürchtet – es kam noch schlimmer</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 14:04:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Daheim]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Peter schon berichtet hat, war ich seit Dienstag mit Johanna in der Fürther Kinderklinik, um ihren Magen-Darm-Virus zu bekämpfen. Freitagmittag durfte uns Peter abholen und Johanna geht es jetzt wieder gut (sie wiegt bereits 2650g), doch ich litt seit Freitag früh plötzlich auch an Durchfall und Übelkeit. Die Autofahrt nach Hause habe ich gerade so überstanden, nach einem kurzen Zwischenstopp, bei dem ich mich am liebsten quer über die Straße gelegt und mich übergeben hätte, weil ich solche Magenkrämpfe hatte. Den ganzen Nachmittag verbrachte ich zwischen Toilette und Sofa, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie Peter schon berichtet hat, war ich seit Dienstag mit Johanna in der Fürther Kinderklinik, um ihren Magen-Darm-Virus zu bekämpfen. Freitagmittag durfte uns Peter abholen und Johanna geht es jetzt wieder gut (sie wiegt bereits 2650g), doch ich litt seit Freitag früh plötzlich auch an Durchfall und Übelkeit.<span id="more-1243"></span> Die Autofahrt nach Hause habe ich gerade so überstanden, nach einem kurzen Zwischenstopp, bei dem ich mich am liebsten quer über die Straße gelegt und mich übergeben hätte, weil ich solche Magenkrämpfe hatte. Den ganzen Nachmittag verbrachte ich zwischen Toilette und Sofa, bis ich mich dann doch mal nach oben ins Bett gequält habe. Peter hatte alle Hände voll zu tun mit unseren beiden Kindern. Ich habe alles nur halb im Delirium mitbekommen, weil ich immer mehr Wasser verloren habe und nichts zu mir nehmen konnte. Plötzlich blieb meine Milch weg und mein Zustand wurde immer kritischer. Am Abend bin ich dann auf der Toilette kollabiert und so kam es dazu, dass ich per Notarzt und Krankenwagen ins Schwabacher Krankenhaus eingeliefert wurde. So schlecht wie an diesem Abend ging es mir schon lange nicht mehr, ich konnte mich einfach nicht mehr auf den Beinen halten und es hätte mic nicht gewundert, wenn mein Körper nicht mehr funktioniert hätte. In Schwabach habe ich Unmengen an Infusionen und Aufputschmittel bekommen. Die Ärzte und Schwestern kamen wieder nur vermummt zu mir ins Zimmer. Ich hätte nur noch heulen können, getrennt von beiden Kindern und Mann und keiner darf mich besuchen. Warum musste das auch noch passieren? &#8211; fragte ich mich immer wieder. Auch am Samstag ging es mir richtig schlecht, der Durchfall wollte einfach nicht aufhören, gegen Übelkeit konnte mir etwas gegeben werden, aber das schlimmste für mich war, dass die Milch wegblieb, aber kein Wunder, wenn der Körper ausgetrocknet ist, wie soll da noch Milch gebildet werden? Ich habe versucht, so viel wie möglich zu trinken, aber es kam alles wieder hinten raus. Nur die Infusionen blieben drin. Außer Zwieback durfte ich nichts essen und selbst diese brachten schreckliche Magenkrämpfe mit sich. Der Kreislauf kam auch nicht mehr in Schwung, so dass ich den ganzen Samstag nur so halb wach die Stunden hinter mich brachte. Am Sonntag ging es mir dann schon wieder etwas besser und Peter durfte mich am Nachmittag abholen, weil ich nicht mehr ansteckend bin. Die Ergebnisse der Stuhlproben sind noch nicht da, so dass ich noch nicht weiß, welchen Virus ich diesmal hatte, ich kann euch nur sagen, dass ich ihn nie mehr bekommen möchte. Ich bin immer noch sehr schwach und habe an Gewicht verloren, aber schon alleine dass ich wieder bei Peter, Klara und Johanna sein kann, tut mir gut und lässt mich bestimmt wieder schneller zu Kräften kommen, als im Krankenhaus zu liegen. Hier kann ich auch essen, was mir schmeckt, auch wenn es mir nicht immer gut tut und ich noch nach jedem Essen an Magenkrämpfen leide. Doch Durchfall und Erbrechen habe ich nicht mehr. Ich versuche so viele Kalorien zu mir zu nehmen wie möglich, damit ich Johanna wieder vollstillen kann, denn zwei Tage musste sie jetzt angerührte Milch trinken, was für mich als Mutter irgendwie total schwer zu akzeptieren ist, obwohl ich im Kopf weiß, dass das nicht schlimm ist und andere Kinder auch so groß werden, aber irgendwie bin ich es von Klara gewohnt, dass sie die ersten 6 Monate wirklich nur meine Milch bekommt und jetzt hatte ich doch bisher alle Schwierigkeiten gemeistert! Ich möchte nicht wissen, was als nächstes kommt.</p>
<p>Als ich vor einer Woche am Freitag mit Johanna von der Intensivstation nach Hause kam, habe ich Klara versprochen, jetzt für immer bei ihr zu Hause zu sein, doch plötzlich musste ich sie am Dienstag verlassen, als ich mit Johanna in die Klinik musste. Ich hatte mein Versprechen nicht einhalten können. Dann war ich Freitag nur kurz zu Hause (körperlich und geistig mehr abwesend als anwesend) und musste sie dann wieder verlassen, weil ich ins Krankenhaus musste. Ich hatte solche Angst, wie sie reagieren wird, wenn ich erneut aus dem Krankenhaus zurückkomme. Vertrauen kann man einer solchen Rabenmutter ja wohl nicht mehr. Doch ich hatte mir umsonst Sorgen gemacht. Klara hat mich mit offenen Armen empfangen und war viel besser drauf als die letzten Male. Sie ist im Moment einfach richtig gesund und ausgeglichen, so dass sie die Trennungszeit besser verkraftet hat. Das tat mir unheimlich gut und hat mir die Heimkehr gestern nochmals erleichtert. Was mir noch ziemliche Sorgen macht ist Peters Zustand. Er leidet die letzten Tage auch an Magenkrämpfen und schluckt viele Tabletten. Er sieht ganz blass aus, hält sich mit Koffein wach und sagt immer nur, dass er nicht mehr kann. Ich habe einfach Angst, dass er mir zusammenklappt, denn ohne ihn würde ich im Moment die beiden Kindern keineswegs versorgen können. Mit Johanna kann man nur ca. 2 Stunden pro Nacht schlafen, das zehrt einfach. Wir wissen nicht, wann wir uns mal erholen können und nächste Woche muss Peter wieder auf die Arbeit, bis dahin müssen wir beide gestärkt sein. Kennt jemand von euch euch Zaubermittel? Von Peters Urlaub hatten wir noch gar nichts. Als Familie konnten wir auch noch nicht zusammenwachsen, weil wir ständig auseinander gerissen und krank waren. Wir hoffen, dass es diese Woche besser wird und ruhigere Zeiten auf uns zu kommen. Heute habe ich Klara zum ersten Mal wieder in die Krippe gebracht. Als Peter sie mittags geholt hat, hatte sie ganz verquollene Augen, sie hat den ganzen Vormittag geweint. Am liebsten würde ich sie jetzt zu Hause lassen, aber sie muss sich jetzt einfach daran gewöhnen, dass sie vormittags wieder in die Krippe geht, während ich zu Hause bei Johanna bin. Ich liebe sie deshalb ja genauso wie die Kleine. Ein bunte Gefühlebad!</p>
<p>Doch immer wieder bekommen wir tatkräftige Unterstützung von unseren Eltern und Nachbarn. Ohne euch würden wir es nicht schaffen! Vielen, vielen Dank, dass ihr rund um die Uhr einspringt!</p>
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		<title>Die Viren schlagen zurück</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 09:26:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Daheim]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna]]></category>
		<category><![CDATA[Klara]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem Julia, Klara und ich in dieser Saison schon mal einen Magen-Darm-Virus hatten, dachten wir die Viren wären erstmal besiegt. Doch weit gefehlt, die fiesen Viecher haben zurückgeschlagen. Hinterhältig und gemein in der Nacht von Montag auf Dienstag. Zuerst hat die Oma die ganze Nacht gebrochen und war am Dienstag krank im Bett. Dann hat Klara am Dienstag Durchfall bekommen und Johanna hat den ganzen Tag nicht richtig trinken wollen und wegen der Bauchschmerzen schrecklich geweint. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat Klara sich dann mehrmals übergeben und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem Julia, Klara und ich in dieser Saison schon mal einen Magen-Darm-Virus hatten, dachten wir die Viren wären erstmal besiegt. Doch weit gefehlt, die fiesen Viecher haben zurückgeschlagen. Hinterhältig und gemein in der Nacht von Montag auf Dienstag. <span id="more-1238"></span>Zuerst hat die Oma die ganze Nacht gebrochen und war am Dienstag krank im Bett. Dann hat Klara am Dienstag Durchfall bekommen und Johanna hat den ganzen Tag nicht richtig trinken wollen und wegen der Bauchschmerzen schrecklich geweint. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat Klara sich dann mehrmals übergeben und Johanna hat Durchfall bekommen. Wieso passiert sowas eigentlich nie am Tag?</p>
<p>Naja, es war halt nunmal so. Julia und mir gings noch gut, bis auf den natürlichen Schlafmangel. Aber Johanna machte uns Sorgen. Sie wollte immer noch nicht richtig trinken und wie wir in diversen Kursen gelernt haben, kann ein hoher Flüssigkeitsverlust für so einen Wurm schonmal gefährlich werden. Nu denn, fahren wir halt ins Krankenhaus. Wenigstens waren die Straßen frei <img src='http://www.nomagic.net/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Wir haben also um Mitternacht eine unserer sehr hilfsbereiten Nachbarinnen angerufen und sie gebeten auf Klara aufzupassen. Der Oma gings ja immer noch nicht gut und wir mussten ins Krankenhaus.</p>
<p>Das Ende vom Lied ist nun, dass Johanna und Julia wieder in der Kinderklinik sind und fleissig gegen den Magen-Darm-Virus kämpfen. Klara hat die Schlacht wohl heute gewonnen. Sie ist noch recht schlappt, aber sonst gehts ihr gut.</p>
<p>Wie wird das erst wenn sich die Eltern auchmal anstecken&#8230;da denken wir jetzt mal nicht dran.</p>
<p>Und wenn jemand von euch noch Zwieback, MCP-Tropfen, Cola oder Salzstangen braucht&#8230;wir hätten da noch was übrig <img src='http://www.nomagic.net/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Johanna und Mama sind endlich zu Hause</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 09:49:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Daheim]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna]]></category>
		<category><![CDATA[Klara]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitagnachmittag sind Johanna und ich nach 25 Tagen Klinikaufenthalt endlich von der Säuglings-Intensivstation im Klinikum Fürth entlassen worden. Voller Freude – aber auch mit etwas flauem Gefühl im Bauch – sind wir nach Hause gefahren, Johanna dick eingepackt im Maxi Cosi am Überwachungsmonitor angeschlossen auf der Rückbank. Zu Hause angekommen, wurde es turbulent. Klara reagierte schrecklich eifersüchtig auf Johanna. Wir hatten uns darauf eingestellt, dass Klara sich erstmal an die neue Situation gewöhnen muss, aber mit solchen extremen Reaktionen ihrerseits hatten wir nicht gerechnet. Aber ich kann sie sehr ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitagnachmittag sind Johanna und ich nach 25 Tagen Klinikaufenthalt endlich von der Säuglings-Intensivstation im Klinikum Fürth entlassen worden. Voller Freude – aber auch mit etwas flauem Gefühl im Bauch – sind wir nach Hause gefahren, Johanna dick eingepackt im Maxi Cosi am Überwachungsmonitor angeschlossen auf der Rückbank.<span id="more-1236"></span> Zu Hause angekommen, wurde es turbulent. Klara reagierte schrecklich eifersüchtig auf Johanna. Wir hatten uns darauf eingestellt, dass Klara sich erstmal an die neue Situation gewöhnen muss, aber mit solchen extremen Reaktionen ihrerseits hatten wir nicht gerechnet. Aber ich kann sie sehr gut verstehen. Klara hatte jetzt über 4 Wochen ihre Mama nicht und dann kommt sie mit einem Baby nach Hause, das viel Zeit und Zuneigung benötigt und mit dem sie sich jetzt Mama und Papa teilen muss. So versuchte Klara ständig die ganze Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Klara stellte sich in die Ecke, schrie und schmollte, sie warf sich auf den Boden und wollte nicht mehr zu mir. Es gab keinen Gute-Nacht-Kuss mehr für die Mama, sie hat mir nicht mehr gewunken, sie wollte nur noch von Papa herumgetragen werden, wenn ich etwas mit ihr machen wollte. Wenn ich aber keine Zeit für sie hatte, weil ich mich um Johanna kümmern musste, dann wollte sie plötzlich auf meinen Schoß oder an meine Brust. Diese Erfahrung hat mir sehr weh getan. Klara darf mir doch nicht böse sein, ich habe sie doch nicht mit Absicht in den letzten Wochen im Stich gelassen, aber ich musste doch für Johanna da sein. Peter meint, ich müsste Klara noch Zeit geben, die Situation zu verarbeiten, aber ich bin so ungeduldig, weil ich ihr einfach zeigen möchte, dass ich sie genauso liebe wie Johanna, aber mich eben nicht zerteilen kann. Doch auch am Samstag war Klara abweisend zu mir, sie hat auch andere Verhaltensauffälligkeiten an den Tag gelegt, die sie sonst nie hatte. Sie warf ihren Teller mit Essen vom Tisch, sie klaute Johanna den Schnuller, haute sie auf den Kopf, brauchte ewig zum Einschlafen, weinte viel und war anhänglich. Doch es gab auch Momente, wo sie immer wieder zu Johanna in den Stubenwagen schauen wollte und ihre Schwester anlächelte. Wir hoffen einfach, dass sich Klara bald an die neue Situation gewöhnt. Ab Montag soll sie vormittags wie gewohnt in die Kinderkrippe gehen, mal schauen, wie das wird, wenn wir sie dort abgeben. Sie fremdelt im Moment sehr mit anderen Personen. Sie hat einfach Angst, dass ich sie wieder „abschiebe“, wenn sie zu anderen auf den Arm soll. Sie hat Angst, dass Mama wieder aus der Tür geht und eine ganze Weile nicht mehr wiederkommt. Ich versuche viel mit ihr zu reden, aber weiß nicht genau, was bei ihr ankommt. Johanna ist auch ein bisschen mitgenommen, von der Umstellung zu Hause. Plötzlich ist es nicht mehr so leise wie in der Klinik. Es geschieht so viel um sie herum. So ist sie auch viel anhänglicher geworden und trinkt alle 1,5 – 2,5 Stunden. Das macht mich ziemlich fertig, denn ich habe enormen Schlafentzug. Aber es scheint langsam besser zu werden. Am meisten machen ihr noch die Blähungen und Bauchschmerzen zu schaffen. Ich muss wahrscheinlich doch mehr darauf achten, was ich esse, doch nach 4 Wochen Krankenhauskost kann ich manchen leckeren Sachen einfach nicht widerstehen, die ich zu hier in den Schränken finde. Und wie geht es Papa? Ich habe Angst, dass er bald zusammen klappt. Er kümmert sich hauptsächlich um Klara, um mir den Rücken frei zu halten, die nächsten beiden Wochen ist das noch möglich, weil er Urlaub hat, doch in zwei Wochen muss ich das Leben mit zwei kleinen Töchtern alleine bewältigen. Nachts kann Peter nicht schlafen, weil er ständig darauf wartet, dass der Monitor Alarm schlägt oder Johanna zu atmen aufhört. Am Tag kann er nicht schlafen, weil ihm so viel durch den Kopf geht. Aber mir geht es ähnlich. Wir freuen uns, über unsere beiden Prinzessinnen, aber es wäre auch einfach mal an der Zeit, einen Abend zu zweit zu verbringen und eine Nacht durchzuschlafen. Wir leben nur noch nebeneinander her und hatten uns in den letzten Wochen ja auch gar nicht. Doch wir müssen jetzt einfach zurückstecken und schauen, wie wir den Alltag irgendwie bewältigen. Am Abend sind wir so fertig, dass wir schon um acht Uhr auf dem Sofa einschlafen. In zwei Wochen sieht die Welt hoffentlich schon wieder ein bisschen anders aus und wir können entspannt sagen, dass wir das neue Familienleben zu viert im Griff haben. Dieses Wochenende unterstützt uns Oma Marliese zum Glück noch tatkräftig im Haushalt. Wenn ihr Johanna mal kennen lernt wollt, ist das am besten ab Mitte nächster Woche so lange Peter noch Urlaub hat. Wir freuen uns auf euch!</p>
<p>Herzlichen Dank</p>
<p>Bedanken möchten wir uns bei allen, die uns während meiner Schwangerschaft und besonders auch in den letzten Wochen während meines Klinkaufenthalts unterstützt und in Gedanken mitgetragen haben. Es hat so gut getan, zu wissen und immer wieder zu erfahren, dass wir nicht alleine sind. Wir haben so viel Hilfe von unseren Eltern, Nachbarn und Freunden erfahren. Ohne euch hätten wir es nicht geschafft! Wir hoffen, dass wir auch immer für euch da sein können. Tausend Dank sagen Peter, Julia, Klara und Johanna.</p>
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		<title>Fotos von Johanna</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 10:17:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenslänglich]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun gibt es endlich ein paar Fotos von Johanna&#8217;s ersten Tagen und Wochen. Seid uns bitte nicht böse, aber wir haben nun Fotos genommen auf denen Johanna einigermaßen fotogen ist. Und an manchen Tagen war sie das wirklich nicht.

Johanna unter der UV-Lampe
Johanna unter der UV-Lampe und Mama passt auf
Totale Überwachung
Endlich darf Johanna mal aus dem Brutkasten raus
Wem sieht Johanna nun ähnlich  
Johanna auf Mamas Arm
Die Damenhände im Vergleich
Johannas Händer werden auch noch größer
Johanna&#39;s Hand
Johanna
Johanna&#39;s Hand
Johanna&#39;s Hand
Meine Mädels
Klara begutachtet ihre Schwester
Klara im MaxCosi
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun gibt es endlich ein paar Fotos von Johanna&#8217;s ersten Tagen und Wochen. Seid uns bitte nicht böse, aber wir haben nun Fotos genommen auf denen Johanna einigermaßen fotogen ist. Und an manchen Tagen war sie das wirklich nicht.</p>
<p><span id="more-1232"></span></p>
<div id="attachment_1226" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1226" title="Johanna unter der UV-Lampe" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1109.JPG" alt="Johanna unter der UV-Lampe" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johanna unter der UV-Lampe</p></div>
<div id="attachment_1225" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1225" title="Johanna unter der UV-Lampe und Mama passt auf" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1111.JPG" alt="Johanna unter der UV-Lampe und Mama passt auf" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johanna unter der UV-Lampe und Mama passt auf</p></div>
<div id="attachment_1224" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1224" title="Totale Überwachung" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1127.JPG" alt="Totale Überwachung" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Totale Überwachung</p></div>
<div id="attachment_1223" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1223" title="Johanna auf Mamas Arm" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1174.JPG" alt="Endlich darf Johanna mal aus dem Brutkasten raus" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Endlich darf Johanna mal aus dem Brutkasten raus</p></div>
<div id="attachment_1222" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1222" title="Wem sieht Johanna nun ähnlich ;-)" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1179.JPG" alt="Wem sieht Johanna nun ähnlich ;-)" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Wem sieht Johanna nun ähnlich <img src='http://www.nomagic.net/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p></div>
<div id="attachment_1221" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1221" title="Johanna auf Mamas Arm" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1189.JPG" alt="Johanna auf Mamas Arm" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johanna auf Mamas Arm</p></div>
<div id="attachment_1220" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1220" title="Die Damenhände im Vergleich" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1190.JPG" alt="Die Damenhände im Vergleich" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Die Damenhände im Vergleich</p></div>
<div id="attachment_1219" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1219" title="Johannas Händer werden auch noch größer" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1193.JPG" alt="Johannas Händer werden auch noch größer" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johannas Händer werden auch noch größer</p></div>
<div id="attachment_1218" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1218" title="Johanna's Hand" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1198.JPG" alt="Johanna's Hand" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johanna&#39;s Hand</p></div>
<div id="attachment_1217" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1217" title="Johanna" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1206.JPG" alt="Johanna" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johanna</p></div>
<div id="attachment_1216" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1216" title="Johanna's Hand" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1209.JPG" alt="Johanna's Hand" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johanna&#39;s Hand</p></div>
<div id="attachment_1215" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1215" title="Johanna's Hand" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1213.JPG" alt="Johanna's Hand" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Johanna&#39;s Hand</p></div>
<div id="attachment_1214" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1214" title="Meine Mädels" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1259.JPG" alt="Meine Mädels" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Meine Mädels</p></div>
<div id="attachment_1213" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1213" title="Klara begutachtet ihre Schwester" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1260.JPG" alt="Klara begutachtet ihre Schwester" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Klara begutachtet ihre Schwester</p></div>
<div id="attachment_1212" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-1212" title="Klara im MaxCosi" src="http://www.nomagic.net/blog/wp-content/upload/IMG_1262.JPG" alt="Klara im MaxCosi" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Klara im MaxCosi</p></div>
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		<item>
		<title>Teil III: Meine ersten Tage als Erdenbürgerin – Auszug aus Johannas Tagebuch</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 09:38:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Daheim]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonntag, den 07.02.2010:
Auch heute hatte ich den ganzen Tag viel Hunger und habe es genossen, dass Mama zu jeder Mahlzeit mit ihrer Brust da war. Sie wurde heute sogar zweimal von den Schwestern angerufen, da ich schon eher als geplant Hunger hatte. Ich habe einfach so viel zum Nachholen! Zum Glück wohnt Mama hier immer noch auf dem Klinikgelände, so dass sie in 5 Minuten bei mir sein kann. Doch sie würde viel lieber zu Hause wohnen, gerade jetzt, wo Peter und Klara krank zu Hause liegen und sie ihnen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sonntag, den 07.02.2010:</strong></p>
<p>Auch heute hatte ich den ganzen Tag viel Hunger und habe es genossen, dass Mama zu jeder Mahlzeit mit ihrer Brust da war. Sie wurde heute sogar zweimal von den Schwestern angerufen, da ich schon eher als geplant Hunger hatte. Ich habe einfach so viel zum Nachholen! Zum Glück wohnt Mama hier immer noch auf dem Klinikgelände, so dass sie in 5 Minuten bei mir sein kann. Doch sie würde viel lieber zu Hause wohnen, gerade jetzt, wo Peter und Klara krank zu Hause liegen und sie ihnen nicht helfen kann. Aber jetzt ist es ja nicht mehr lange, bald können wir endlich die Intensivstation P1 verlassen. Wahrscheinlich nächstes Wochenende, wenn nichts mehr dazwischen kommt. Mama freut sich auch schon!<span id="more-1209"></span></p>
<p>Heute früh habe ich, nachdem mich Mama frisch angezogen hatte, alles wieder voll gepieselt. Mama ist einfach nicht mehr so geübt J. Mittags kam ich dann in den Schlafsack, um auszuprobieren, ob ich meine Wärme halten kann. Noch ist mein Bettchen beheizt, aber man versucht jeden Tag die Temperatur zu reduzieren, denn zu Hause schlafe ich ja auch im Schlafsack in einem unbeheizten Bett. Ansonsten gibt es nicht viel Neues. Ich trinke viel und schlafe eigentlich den ganzen Tag. Wenn ich morgen gewogen werde, habe ich bestimmt wieder zugenommen.</p>
<p><strong> Montag, den 08.02.2010:</strong></p>
<p>Heute war Mama wieder um 6.15 Uhr bei mir und Schwester Elke sagte ihr gleich, dass sie mich heute zum ersten Mal alleine baden darf. Ich liebe es zu baden, da kann ich mich immer richtig entspannen. Mama hat es wirklich gut gemacht, auch wenn sie ziemlich aufgeregt war. Vor dem Baden wurde ich nackt gewogen und stellt euch vor, heute habe ich endlich mein Geburtsgewicht überschritten und wiege genau 2200g. Mama war richtig stolz auf mich und glücklich, weil jedes Gramm mehr auf der Waage ein Schritt auf die Entlassung zu ist. Nach dem Baden war ich leider so müde, dass ich nur noch wenig Kraft zum Trinken hatte, aber da Mama ja immer in der Nähe ist, ist das kein Problem, wenn ich nach 2 Stunden schon wieder Hunger habe. Während des Vormittags bekam ich wieder Krankengymnastik und außerdem bekam Mama eine Einweisung in den Überwachungsmonitor, den wir mit nach Hause bekommen. Die nächsten 24 Stunden bin ich jetzt an zwei Monitoren parallel angeschlossen, damit alle sicher gehen können, dass das Gerät für zu Hause gut funktioniert. Das Gerät ähnelt dem, das Klara hatte. Bei der Visite erfuhr ich, dass meine Entlassung für Freitag geplant ist. Aber bevor ich entlassen werden kann, müssen Mama und Papa ein Reanimationstraining mitmachen, damit sie Bescheid wissen, was sie tun sollen, wenn ich das Atmen vergesse. Dieses Training können Mama und Papa am Freitag machen. Nur noch vier Mal schlafen und dann darf ich nach Hause. Ich kann es noch gar nicht glauben. Soweit geht es mir gut, ich traue mir zu, nach Hause zu gehen, nur kann ich meine Körpertemperatur noch nicht halten, aber das wird bis Freitag bestimmt besser. Mama hat mich heute alle drei Stunden wickeln und stillen müssen.  Zwischendrin hat sie versucht, sich ein bisschen hinzulegen und Abschiedsgeschenke für die Schwestern zu kaufen. Am Abend habe ich Mamas Pullover in hohem Bogen voll gekackt, so dass sie sich umziehen musste. Klara und Peter waren uns schon so lange nicht mehr besuchen, aber sie liegen zu Hause immer noch mit Magen-Darm-Grippe flach. Doch bald sehen wir uns alle vier, Mama und ich können es gar nicht mehr erwarten.</p>
<p><strong> Dienstag, den 09.02.2010:</strong></p>
<p>Heute gibt es nicht so viel von mir zu berichten. Ich habe eigentlich den ganzen Tag nur gegessen und geschlafen. Mama war alle 3-4 Stunden bei mir, um mich zu stillen, von 6.15 Uhr bis 23.30 Uhr. Zwischendurch haben wir auch gekuschelt und ich genieße es, Mama noch ganz für mich zu haben. Sie erzählt mir viel von Papa und Klara und dass sie schon ein bisschen Angst hat, wie es zu Hause wird. Dort werden wir nicht so viel Ruhe beim Stillen haben und Klara muss mich erst mal kennenlernen und verstehen, dass ich noch viel Fürsorge und Zeit benötige. Aber Papa hat sich die nächsten beiden Wochen Urlaub genommen, damit wir als Familie zusammenwachsen können und sich hoffentlich alles ein bisschen einspielt. Eine Neuigkeit gibt es doch noch. Heute früh war die Krankengymnastin da und hat schon mit der Abschlussuntersuchung begonnen, denn nur noch dreimal schlafen und es geht nach Hause. Soweit bin ich eigentlich recht fit, aber sie würde trotzdem empfehlen, zu Hause regelmäßig Krankengymnastik zu machen. Morgen früh werde ich wieder gewogen und Mama hofft so, dass ich wieder zugenommen habe. Aber bei Mamas Milch bestimmt! Klara ist ja auch in wenigen Wochen von Mamas Milch rund geworden J. Trotz Wärmebettchen habe ich etwas Probleme meine Temperatur zu halten. Die Schwestern und Mama haben mir jetzt dicke Socken und einen zweiten Pullover angezogen, damit ich wirklich am Freitag nach Hause darf. Hoffentlich können sie bald das Wärmebettchen ausschalten, denn sonst müssen wir noch länger bleiben.</p>
<p><strong> Mittwoch, den 10.02.2010:</strong></p>
<p>Als Mama heute um 6.15 Uhr zu mir kam, habe ich noch richtig fest geschlafen. So haben wir gemeinsam bis 7.30 Uhr gekuschelt. Als ich endlich wach wurde, durfte mich Mama wieder ganz alleine baden. Sie fühlt sich jetzt schon ziemlich sicher im Umgang mit mir und möchte so schnell wie möglich nach Hause. Nur noch zweimal schlafen und dann holt uns Papa ab. Ich kann es kaum erwarten und Mama auch nicht. Wir haben jetzt schon 11 Tage lang Klara und Papa nicht mehr gesehen. Papa hat viel um die Ohren und Mama fühlt sich etwas überflüssig und einsam. Es wird wirklich Zeit, dass Mama und Papa wieder mal ein bisschen Zeit für sich haben.</p>
<p>Mir geht es wirklich schon richtig gut. Außer das mit der Temperatur klappt noch nicht so. Als mich Mama heute früh ausgezogen hat, hatte ich zwei Hosen, zwei Pullis und Socken im Schlafsack an, weil meine Körpertemperatur heute Nacht so gesunken ist, obwohl ich noch im Wärmebettchen liege. Das muss unbedingt noch besser werden, sonst dürfen wir nicht nach Hause. Aber kein Wunder, ich bin sehr lang, habe viel Oberfläche, aber kaum Gewicht. Der Speck, der wärmt, fehlt einfach. Aber ich habe heute mein Bestes gegeben und ganz viel von Mama getrunken. Immer zwischen 60 und 80ml. Und vor dem Baden wurde ich nackt gewogen. In den letzten beiden Tagen habe ich 70g zugenommen. Die Ärzte und Schwestern sind begeistert. Sie meinen ich bin ein Vorzeigebaby. Ich bin auch ziemlich brav, da ich viel schlafe und kaum schreie, nur wenn ich Hunger habe, muss ich mich melden. Mama ist so froh, dass das mit dem Stillen so gut klappt und mein Zustand immer stabiler wird. Sie leidet nur schon an chronischem Schlafmangel, weil sie stets abrufbar sein muss und doch einen relativ langen Fußweg zu mir hat. Aber bald ist das auch vorbei, dann schlafe ich im Beistellbett ganz nah bei ihr. Heute hatte ich viel Besuch. Am Vormittag war die Krankengymnastin da, aber sie hat aufgegeben, da ich so müde war. Es war einfach nicht meine Zeit, als sie da war. Ich habe im Moment einen ganz komischen Rhythmus, ganz anders als die anderen Kinder. Weil ich so viel auf einmal trinken kann, halte ich länger durch. Am Nachmittag kam dann der Augenarzt. Davor wurden meine Pupillen dreimal weitgetropft. Das war nicht so angenehm, aber Mama hielt mich auf dem Arm und hat mich getröstet. Soweit ist alles in Ordnung, nur auf dem einen Augen noch Blutgerinnsel, die beobachtet werden müssen. Krankengymnastik soll ich zu Hause weiterhin in Anspruch nehmen, dass meine Muskeln gestärkt werden.</p>
<p><strong> Donnerstag, den 11.02.2010:</strong></p>
<p>Heute wurde ich genau 3 Wochen alt und es wird wirklich Zeit, dass Mama und ich nach Hause kommen, denn es geht mir gut und Mama und ich sind ein gutes Team. Ich habe heute zu jeder Mahlzeit 70-85ml von Mamas Brust getrunken, obwohl ich nur 60ml trinken müsste. Aber ich will morgen bei der Abschlussuntersuchung allen Schwestern und Ärzten zeigen, dass ich schon 2300g wiege und gut mitgearbeitet habe. In der Früh wurde Mama schon um 5.45 Uhr von Schwester Ramona angerufen, weil ich Hunger hatte. Sie stand gerade unter der Dusche und geriet ein bisschen in Stress, aber sie kam so schnell sie konnte. Am Vormittag wollte die Physiotherapeutin mit mir arbeiten, aber ich war wieder zu erschöpft vom Trinken, mein Magen war einfach zu voll. Doch alle Schwestern loben mich, dass ich ein Vorzeigebaby bin. Sie nennen mich „Püppchen“ und sind begeistert, wie brav ich bin. Mama hofft nur, dass das zu Hause auch so bleibt und ich nicht so oft schreie. Mal schauen, wie es mir zu Hause gefällt! Leider habe ich oft Schluckauf und Bauchweh, vielleicht schlage ich meinen Bauch manchmal doch ein bisschen zu voll! Am Nachmittag wurde ich gegen den RS-Virus geimpft, der auf der Intensivstation aufgetreten ist. Alle Kinder dort wurden geimpft. Das hat mich gar nicht wirklich interessiert, ich habe einfach weitergeschlafen. Hoffentlich vertrage ich die Impfung gut und es treten keine Nebenwirkungen auf, damit ich morgen nach Hause kann. Am Abend wurde dann mein Wärmebettchen ausgeschaltet. Jetzt muss ich, wie zu Hause auch, meine Körpertemperatur selbst regulieren. Ich schaff das schon, schließlich habe ich zwei Pullis und Hosen und Socken an. Mama hat sich heute nochmals ganz viel Zeit für mich genommen und mit mir gekuschelt. Schließlich hat sie zu Hause nicht mehr so viel Ruhe und will auch viel Zeit mit Klara verbringen, die jetzt so lange auf Mama verzichten musste. Am Abend war ich aber schon so aufgeregt, dass mich Mama alle 1,5 Stunden stillen musste. Kaum war sie in ihrem Zimmer haben die Schwestern sie wieder angerufen. Ich bin einfach so durcheinander, weil es morgen nach Hause geht.Nur noch einmal schlafen und dann holt uns Papa ab. Mama und ich können es nicht mehr erwarten. Aber jetzt schaffen wir es auch noch.</p>
<p><strong> Freitag, den 12.02.2010:</strong></p>
<p>Heute ist der große Tag der Entlassung. Mama konnte vor lauter Aufregung kaum schlafen, gepackt hatte sie ja schon vor zwei Tagen. Aber mir ging es ähnlich. Ich hatte schon um 5 Uhr Hunger, so dass Mama von den Schwestern aus ihrem Bett geklingelt wurde. Doch bevor es etwas zu essen gab, durfte mich Mama alleine baden und wiegen, denn schließlich muss ich wohlriechend nach Hause kommen. Ja, und wie sich Mama es erhofft hat, habe ich heute mehr als 2300g gewogen, nämlich genau 2320g. Lang war ich weiterhin 47 cm und mein Kopfumfang beträgt 33cm. Beim Baden war ich ziemlich entspannt, denn Mama hat das wirklich gut gemacht. Anschließend war ich so hungrig, dass ich gleich mal 85ml getrunken. Als die Physiotherapeutin gegen 10 Uhr mit mir arbeiten wollte, war ich immer noch platt. Aber Mama konnte ihre vielen Fragen loswerden und fühlt sich jetzt richtig sicher, nach Hause zu gehen. Papa kam dann gegen 12 Uhr, obwohl er schon eher kommen wollte, aber Klara war zu Hause so anhänglich, dass er sie erstmal beruhigen musste. Sie spürt bestimmt, dass wir heute nach Hause kommen und ist schon ganz aufgeregt. Vielleicht hat sie bereits jetzt Angst, dass Mama und Papa nicht mehr so viel Zeit für sie haben, obwohl sie mich noch nicht einmal kennen gelernt hat. Hoffentlich kann ich ihr diese Angst nehmen. Nach dem Mittagessen, haben Mama und Papa schnell Mamas Zimmer im Wohnheim geräumt und dann hatten die beiden eine Reanimationseinweisung, damit sie wissen, wie sie reagieren müssen, wenn mein Überwachungsmonitor Alarm schlägt und ich z.B. nicht mehr atme. Daran schloss sich noch das Abschlussgespräch an und dann durften wir – eingepackt im Maxi Cosi – das Fürther Klinikum verlassen. Wie lange hatte sich Mama auf diesen Moment gefreut? Gegen 16 Uhr kamen wir dann in Roßtal an. Endlich sollte der Augenblick kommen, wo wir vereint als Familie aufeinander treffen. Papa, Mama, Klara und ich. Oma Marliese war auch da, um auf Klara aufzupassen, während Papa mich und Mama aus dem Krankenhaus abholte. Ich hatte mich schon so auf Klara gefreut, doch die Eifersucht auf mich ist leider groß. Hoffentlich wird es sich bald geben. Ich freu mich auf jeden Fall, zu Hause zu sein, auch wenn es hier viel lauter ist als auf der P1 und ich weniger zur Ruhe komme. Aber endlich konnte ich Klara kennenlernen und habe Papa wieder an meiner Seite. Die nächsten Tage werden bestimmt spannend werden, vor allem, weil Mama und Papa jetzt schon am Ende ihrer Kräfte und total übernächtigt sind. Zum Glück haben sie Unterstützung von Oma noch.</p>
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		<title>Teil II: Meine ersten Tage als Erdenbürgerin – Auszug aus Johannas Tagebuch</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 20:45:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Kern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Johanna]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenslänglich]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonntag, den 31.01.2010:
Heute Vormittag konnten Mama und Papa mich wieder gemeinsam besuchen, während Klaras Pate Alex auf meine große Schwester Klara aufgepasst hat. Papa hat mich wieder gewickelt und anschließend wollte mich Mama stillen, aber heute war ich den ganzen Tag ziemlich schlapp und schläfrig. So hatte ich keine Kraft aus Mamas Brust die gute Milch zu saugen und bekam sie so eben durch die Flasche. Papa hat versucht, mir die Flasche zu geben, aber auch das Schlucken fiel mir schwer, viel Milch ist daneben gelaufen, auch die Schwester hatte ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sonntag, den 31.01.2010:</strong></p>
<p>Heute Vormittag konnten Mama und Papa mich wieder gemeinsam besuchen, während Klaras Pate Alex auf meine große Schwester Klara aufgepasst hat. Papa hat mich wieder gewickelt und anschließend wollte mich Mama stillen, aber heute war ich den ganzen Tag ziemlich schlapp und schläfrig. So hatte ich keine Kraft aus Mamas Brust die gute Milch zu saugen und bekam sie so eben durch die Flasche.<span id="more-1205"></span> Papa hat versucht, mir die Flasche zu geben, aber auch das Schlucken fiel mir schwer, viel Milch ist daneben gelaufen, auch die Schwester hatte nicht viel mehr Erfolg. Dafür durfte mich Mama dann am Nachmittag stillen und da habe ich 35ml aus ihrer Brust getrunken. Am späten Abend ebenfalls. Doch jede Mahlzeit würde ich niemals schaffen, aus ihrer Brust zu saugen, denn ich habe einfach noch keine Muskeln in den Backen und verbrauche dadurch auch viel zu viele Kalorien. Heute wurde ich wieder gewogen. Ich wiege schon wieder weniger als vor 2 Tagen. So wird es irgendwie nichts mit dem zunehmen und dem nach Hause kommen, obwohl ich mich so anstrenge. Ich schaue heute auch wieder recht gelb aus. Hoffentlich ist mein Bily-Wert nicht schon wieder gestiegen.</p>
<p><strong> Montag, den 01.02.2010:</strong></p>
<p>Als Mama heute Morgen auf die Intensivstation kam, war sie ziemlich geknickt, denn ich lag wieder mit einer coolen Augenklappe (die diesmal nicht durch Fürther Kleeblätter, sondern durch Herzen aufgeklebt war) unter der UV-Lampe. Die Gelbsucht hat mich nämlich zum zweiten Mal erwischt. Doch Mama hatte das ja gestern schon befürchtet. Außerdem habe ich schon wieder eine Magensonde in der Nase, weil ich nachts keine Kraft zum Trinken hatte. Nicht mal zum Schlucken war ich fähig. Aber die gute Nachricht ist, dass mich Mama trotz Magensonde stillen darf, aber wieder nur jede 2.-3. Mahlzeit, da ich sonst zu schlapp werde. Mama wollte heute auch bei der Visite dabei sein. Die Ärzte waren trotz dem Rückschritt heute recht zuversichtlich, was meinen Gesundheitszustand anbelangt. Schon um Mitternacht wollen sie die UV-Lampe wieder entfernen und morgen erneut den Gelbsuchtwert per Blutuntersuchung abnehmen. Die Magensonde bleibt erst mal liegen, da ich doch hin und wieder keine Kraft zum Trinken habe und eigentlich schleunigst zunehmen müsste. Mama konnte es nicht lassen, heute zu fragen, wann sie mich mit nach Hause nehmen darf. Die Ärztin Frau Dr. Neustädter meinte, wenn ich 2300g wiege und selbstständig essen und meine Temperatur halten kann. Das spornte mich an, am Vormittag an Mamas Brust 50ml zu trinken. Die Schwestern konnten es gar nicht glauben. Oder hatte mich die Physiotherapeutin so müde gemacht? Ihre Atem- und Entspannungsübungen haben mir richtig gut getan. Am Nachmittag hatte ich dann die U2 und am Mittwoch kommt der Augenarzt zu mir.</p>
<p>Am Nachmittag wollte mich Mama eigentlich besuchen, um mich zu wickeln und mir die Flasche zu geben. Doch sie kam nicht. Am Abend wusste ich dann, warum. Mama quälte sich zum Abendessen auf die P1, obwohl sie Schüttelfrost und Magenkrämpfe hatte. Nach dem Abendessen ging es ihr so schlecht, dass sie sich auf der P1 im Elternzimmer aufs Sofa gelegt hat. Sie schaffte es nicht, zu mir zu kommen, um mich zu stillen, obwohl sie sich schon so darauf gefreut hatte. Ihr ging es immer schlechter. Sie hatte Schüttelfrost, ihr war speiübel und schwindelig und sie hatte schon drei Mal Durchfall, bevor sie sich an die Schwestern und Ärzte der P1 wendete. Sie rief auch Papa gleich an, der auch kam und sie mit dem Rollstuhl in die Notaufnahme brachte. Mama hätte es nicht zum Auto geschafft. Sie hat auch Fieber bekommen und konnte sich kaum im Rollstuhl halten. In der Notaufnahme hat sie dann das Mittag- und Abendessen erbrochen und bekam gleich Infusionen. Die Ärzte haben gemeint, dass sie hier bleiben muss, weil ein Verdacht auf Noro- oder Rotaviren besteht. Sie muss gegen das Erbrechen und den Durchfall behandelt werden und muss vor allem den Kontakt zu anderen meiden. Nach 4 Stunden in der Notaufnahme (Mama hat gedacht, sie kommt dort um, weil die Schwestern so unfreundlich und alles so schmuddelig und veraltet war) kam Mama auf Station in Einzelzimmer, da sie ja ansteckend war. Das war ihr Glück, denn dort lagen wegen Überfüllung mindestens 8 Patienten auf dem Gang, wie vor 50 Jahren im schlechten Film. Doch Mama konnte nicht lange darüber nachdenken, es ging ihr einfach zu schlecht, sie hatte keine Kraft mehr. Doch mit Hilfe von Schmerzmitteln, Tropfen gegen die Übelkeit und Infusionen hat sie die Nacht irgendwie überstanden. Hier auf der Station wurde Mamas ganze Muttermilch von heute weggeschüttet und auch in den nächsten Tagen darf ich erst mal nichts von ihrer Milch trinken. Die Ansteckungsgefahr wäre zu gefährlich. Ich vermisse Mama schon jetzt und mache mir Sorgen um sie.</p>
<p><strong> Dienstag, den 02.02.2010:</strong></p>
<p>Heute war Papa in der Früh und am Abend kurz bei mir, weil er Mama im Krankenhaus besucht und ihr einige Sachen gebracht hat. Er musste sich mumifizieren, mit Kittel, Maske und Handschuhe und nicht zu nah an Mama herangehen. Mit küssen und umarmen war da gar nichts. Als er dann zu mir kam, hat er mich lieber nicht aus dem Bettchen genommen, um mich ja nicht anzustecken. Doch ich konnte ihm eine große Freude bereiten, denn seit heute wiege ich 2000g und ich hoffe, dass ich die auch halten kann. Da Mamas Milch von gestern ja weggeschüttet wurde und sie ihre Milch auch noch in den nächsten Tagen wegschütten muss, bekomme ich Mamas eingefrorene Muttermilch. Zum Glück hatte sie die ganze Zeit so viel Milch, dass die Gefriertruhe hier voll ist. Damit komme ich schon noch eine ganze Weile über die Runden und Mama kommt hoffentlich bald wieder auf die Beine. Heute geht es ihr schon ein Stück weit besser. Die Medikamente und Infusionen haben angeschlagen, doch Fieber hat sie noch und sie fühlt sich sehr schwach. Ihr Körper ist ausgelaugt. Bei mir haben sie aus Vorsorge gleich mal ein großes Blutbild gemacht. Alle hatten Angst, dass ich mich über Mama auch schon angesteckt habe, doch zum Glück war alles in Ordnung. Ich vermisse Mama, aber ich strenge mich trotzdem an, weiterhin gut zu trinken, damit sie sich über meine Fortschritte freuen kann. Seit heute habe ich auch keine UV-Lampe mehr. Doch die Magensonde brauche ich noch, denn alleine schaffe ich es noch nicht, meine Mahlzeiten aufzuessen.</p>
<p><strong> Mittwoch, den 03.02.2010:</strong></p>
<p>Heute gibt es nicht viel Neues. Ich habe viel geschlafen und Mama vermisst. Meine Mahlzeiten habe ich teilweise getrunken und teilweise mit der Sonde zugeführt bekommen. Ich muss ständig an Mama denken und hätte sie so gerne wieder an meiner Seite. Doch sie ist immer noch ansteckungsgefährdend und liegt im Krankenhaus. Sie verbringt den Tag mit Stricken, Schlafen und Fernseher schauen, in der Hoffnung, dass die Zeit schnell vergeht. Es tut ihr weh, alle 4 Stunden eine Stunde Milch abzupumpen und diese dann in den Ausguss zu schütten. Durch den Virus wird ihre Milch auch immer weniger. Doch sie gibt nicht auf und pumpt fleißig weiter. Wäre doch gelacht, wenn sie mich nicht mehr stillen könnte. Sie zerbricht sich darüber den Kopf, will aber gar nicht daran denken. Hoffentlich wird sie morgen entlassen und kommt mich dann gleich besuchen.</p>
<p><strong>Donnerstag, den 04.02.2010:</strong></p>
<p>Heute war mal wieder nicht so mein Tag, obwohl ich jetzt schon 2 Wochen alt bin. Ich war den ganzen Tag müde und schlapp und wollte nicht mehr als 20ml trinken. So habe ich mittags eine Infusion bekommen, denn mein Bauch war aufgebläht und es wäre nicht gut gewesen, wenn die Schwestern gegen meinen Willen mir Mamas Muttermilch über die Magensonde zugeführt hätten. Deshalb haben die Ärzte beschlossen, mir erneut eine Infusion zu legen. Antibiotika bekomme ich aber nicht, mein Blutbild ist zum Glück in Ordnung. Am Abend habe ich dann auch schon wieder besser getrunken (40ml). Außerdem wiege ich jetzt schon 2040g. Aber dafür ist Mama heute endlich wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Ihr geht es so weit gut, sie hat nur noch ein bisschen Magenkrämpfe und Kopfschmerzen. Sie war auch am Nachmittag auf der P1, um sich nach mir zu erkundigen, doch sie durfte nicht zu mir ins Zimmer. Sie muss weiterhin ihre abgepumpte Muttermilch abpumpen und sich von mir fernhalten, noch bis Samstag. Das ist nicht nur schwer für mich, dass ich hier so einsam liege und alle um mich herum Besuch bekommen, nur ich nicht, doch für Mama ist es auch eine entsetzlich schwere Situation. Sie darf mich nicht besuchen, muss ihre Muttermilch insgesamt 5 Tage wegschütten und darf auch nicht nach Hause fahren, weil sie da Klara anstecken könnte, die sie auch seit Sonntag nicht mehr gesehen hat. Aber Mama hat einen starken Willen. Sie schafft das schon und kann es wahrscheinlich kaum erwarten, mich am Samstag zu besuchen. Vielleicht bin ich ja gut drauf und sie darf mich auch gleich stillen. Mal abwarten.</p>
<p><strong>Freitag, den 05.02.2010:</strong></p>
<p>Mama darf heute immer noch nicht zu mir ins Zimmer, aber ich kann ihre Stimme auf dem Gang hören, wenn sie zum Essen kommt und um sich einen Stilltee zu kochen. Frau Dr. Neustätter hat sie heute Morgen aber trotzdem mit zu mir an den Inkubator genommen, doch ich habe geschlafen. Aber Mama war glücklich, mich mal wieder zu sehen und war froh, dass ich so entspannt in meinem Inkubator lag. Mir geht es heute ganz gut, ich habe meine Mahlzeiten immer per Flasche und Sonde getrunken. Wenn das so bleibt, bekomme ich morgen die Infusion auch wieder weg. Die Augenarztuntersuchung am Mittwoch war eigentlich unauffällig, nur durch den Druck auf die Augen durch die Beatmungsschläuche ist der Augendruck noch etwas verändert, so dass meine Augen nächsten Mittwoch nochmals kontrolliert werden müssen.</p>
<p>Als Mama am Abend kam, um sich nach mir zu erkundigen, hatte die Schwester positive Nachrichten parat. Ich habe nämlich seit Nachmittag keine Infusion und keine Magensonde mehr. Morgen soll ich vielleicht auch vom Inkubator in ein Wärmebettchen kommen. Mache ich nicht große Fortschritte? Ich kann es nämlich langsam auch nicht mehr erwarten, entlassen zu werden. Die Schwestern und Ärzte sind hier zwar alle sehr nett, aber ich will endlich bei Mama, Papa und Klara sein. Doch Klara und Papa sind seit heute krank. Papa hat auch die Magen-Darm-Grippe mit Fieber und Übelkeit. Er war sogar nicht in der Arbeit und dann muss es wirklich schlimm sein. So kommen die beiden Mama und mich gar nicht besuchen. Mama ist darüber sehr traurig, aber wir müssen positiv denken, wenigstens dürfen Mama und ich uns ab morgen wieder sehen und miteinander kuscheln. Ich kann immer nur wieder sagen, dass ich Mama schrecklich vermisse, aber nur noch einmal schlafen, dann streichelt sie mich wieder und kuschelt mit mir. Vielleicht darf ich auch an ihrer Brust trinken, wenn ich in der Nacht gut aus der Flasche getrunken habe.</p>
<p><strong>Samstag, den 06.02.2010:</strong></p>
<p>Heute ist ein großer Tag für mich, denn Mama darf mich endlich wieder besuchen und muss ihre Muttermilch nicht mehr wegschütten. Die frische Milch von Mama schmeckt halt doch besser als ihre eingefrorene Milch. Außerdem konnte ich sie heute wieder riechen, spüren und sehen. Mama konnte die ganze Nacht nicht schlafen, weil sie schon so aufgeregt war. Um 6 Uhr war sie bereits bei mir. Sie durfte der Schwester beim Waschen helfen und Mama hat nur so gestaunt, welche Überraschungen ich heute für sie parat hatte. Das Baden hat mir sehr gut gefallen, ich konnte mich so richtig entspannen. Außerdem ist nach dem Baden der Rest Nabelschnur abgefallen. Ich sehe jetzt schon wie ein „richtiges“ Baby aus, denn ich habe keine Schläuche mehr, nur noch die Elektroden zur Überwachung. Nach dem Baden wurde ich nackt gewogen und heute wiege ich schon 2135g (fast mein Geburtsgewicht). Mama kann es gar nicht glauben. Dann durfte ich endlich wieder an Mamas Brust trinken. Ich hatte mich so darauf gefreut, dass ich 60ml getrunken habe. So viel habe ich noch nie per Sonde oder Flasche getrunken. Hoffentlich verträgt das mein Bauch! Aber es war einfach so lecker und schön bei Mama. Anschließend bin ich gleich auf Mamas Bauch eingeschlafen und habe von zu Hause geträumt. Danach durfte mich Mama ins Wärmebettchen legen und nicht mehr in den Inkubator. Ich bin jetzt schon eine „Große“. Mal schauen, wann ich wieder aufwache und Hunger bekomme, aber jetzt bin ich erst mal so richtig zufrieden. Mama ist überglücklich, weil sie das Gefühl hat, bald mit mir entlassen zu werden. Doch sie darf nicht zu viel erwarten, denn schließlich hat sie schon öfters die Erfahrung machen müssen, dass es auch ab und zu wieder einen Schritt rückwärts geht. Aber heute genießt sie das Hochgefühl, denn schließlich ist es für sie schlimm genug, dass Papa und Klara zu Hause krank im Bett liegen und sie uns nicht besuchen können.</p>
<p>Auch mittags hat das Stillen wie geschmiert geklappt. Mama hat neben mir gestrickt bis ich aufgewacht bin und dann durfte sie mich wickeln. Da ich nach dem Fiebermessen in hohem Bogen nochmals Stuhlgang „geschossen“ habe, durfte sie mich anschließend nochmals komplett umziehen. Ich muss Mama doch gleich mal ein bisschen herausfordern. Mama hatte dann noch die Möglichkeit mit den Ärzten zu sprechen. Sie waren ganz begeistert von mir und haben gesagt, dass sie für Ende nächster Woche meine Entlassung planen, falls es weiterhin so bergauf geht. Das wäre echt spitze! Ich strenge mich auch wirklich an. Bei Mama habe ich dann wieder 60ml an der Brust getrunken. Mama hat zwei Neuigkeiten bezüglich der Babypflege gelernt. Wenn man die Haare gegen die Wuchsrichtung kämmt, dann fördert das das Haarwachstum (ist vielleicht auch ein Tipp für Männer mit schütterem Haar J). Außerdem kann man Babys, die Bauchweh haben, auch einfach eine heiße Kompresse in die Windel auf den Unterbauch legen, das hilft oft mehr als ein Kirschkernkissen. Nach dem Stillen war ich wieder völlig platt und bin gleich eingeschlafen.</p>
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