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		<title>Endlich wieder Bundestrainer!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Schmitt (Pixelaffe)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 17:43:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist wieder soweit. Die Grillkohle glüht, das Bier ist kalt, die Fahnen hängen schief am Balkon und in Deutschland erwacht eine Spezies, die man sonst nur alle zwei Jahre beobachten kann: der Bundestrainer. Nicht der Bundestrainer. Nein. Rund 84 Millionen. Plötzlich weiß jeder alles besser. Der Nachbar, der beim Rückwärtsausparken drei Blumenkübel mitnimmt, erklärt [&#8230;]<img src="https://stats.techkrams.de/piwik.php?idsite=3&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Fendlich-wieder-bundestrainer%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dendlich-wieder-bundestrainer&amp;action_name=Endlich%20wieder%20Bundestrainer%21&amp;urlref=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wieder soweit. Die Grillkohle glüht, das Bier ist kalt, die Fahnen hängen schief am Balkon und in Deutschland erwacht eine Spezies, die man sonst nur alle zwei Jahre beobachten kann: der Bundestrainer.</p>
<p>Nicht <strong>der</strong> Bundestrainer. Nein. Rund 84 Millionen.</p>
<p>Plötzlich weiß jeder alles besser. Der Nachbar, der beim Rückwärtsausparken drei Blumenkübel mitnimmt, erklärt dir im Brustton der Überzeugung, dass man heute zwingend mit einer asymmetrischen Doppel-Sechs spielen müsse.</p>
<p>Der Onkel, der beim Kegeln seit 1997 wegen Knieproblemen nicht mehr über den Anlauf kommt, fordert aggressiven Pressingfußball über 90 Minuten.</p>
<p>Und Günther. Günther hat seit 1984 kein Fußballspiel mehr gesehen, außer versehentlich beim Zappen. Aber Günther weiß sofort:</p>
<p>&#8222;Der muss raus!&#8220;</p>
<p>Wer?</p>
<p>&#8222;Der da!&#8220;</p>
<p>Welcher?</p>
<p>&#8222;Der mit den Schuhen!&#8220;</p>
<p>Mehr Analyse braucht es nicht.</p>
<p>Das Schöne an einer großen Fußballmeisterschaft ist ja, dass jeder plötzlich Experte wird. Gestern noch wusste niemand, was ein invertierter Außenverteidiger ist. Heute erklärt dir derselbe Mensch mit einer Bratwurst in der Hand und Senf auf dem T-Shirt, warum die Halbräume nicht sauber besetzt werden.</p>
<p>Halbräume. Vor drei Tagen dachte der noch, das wäre die Rückbank vom Opel Astra.</p>
<p>Die Aufstellung wird grundsätzlich fünf Minuten vor Anpfiff zerrissen.</p>
<p>&#8222;Wie? Der spielt? Was hat der Trainer denn gesoffen?&#8220;</p>
<p>Nach zehn Minuten:</p>
<p>&#8222;Hab ich doch gesagt.&#8220;</p>
<p>Nach zwanzig Minuten:</p>
<p>&#8222;Den hätte ich nie aufgestellt.&#8220;</p>
<p>Nach einem Tor:</p>
<p>&#8222;Ja gut&#8230; den hätte ich natürlich auch gebracht.&#8220;</p>
<p>Wobei das Tor an sich natürlich wissenschaftlich nicht zu unterschätzen ist. Skandinavische Wissenschaftler haben in einer breit angelegten Studie herausgefunden, dass ein Tor, sofern es regelkonform erzielt wurde, dazu führt, dass die betreffende Mannschaft einen Punkt erhält.</p>
<p>Das muss man erst einmal sacken lassen.</p>
<p>Jahrzehntelang haben wir über Systeme, Laufwege, Mentalität, Restverteidigung und vertikale Kompaktheit gesprochen. Dabei lag die Wahrheit offenbar die ganze Zeit nackt auf dem Rasen: Der Ball muss ins Tor. Dann steht da nicht mehr null.</p>
<p>Spätestens zur Halbzeit ist der komplette Trainerstab entlassen worden. Im Wohnzimmer. Vom Sofa aus.</p>
<p>Mit Bier.</p>
<p>Und Chips.</p>
<p>Man sitzt da wie König Artus persönlich und verteilt taktische Weisheiten.</p>
<blockquote><p>&#8222;Ich hätte jetzt gewechselt.&#8220;</p></blockquote>
<p>Natürlich hättest du das. Du wechselst ja sogar die Fernbedienung, wenn die Batterien leer sind.</p>
<p>Und dann fällt dieser eine Satz. Meistens in der 87. Minute eines zähen 0:0. Von einem Mann mit verschränkten Armen, der seit anderthalb Stunden schweigend vor dem Fernseher sitzt und gerade zum ersten Mal den Mund aufmacht:</p>
<blockquote><p>&#8222;Ein Tor hätte dem Spiel gut getan.&#8220;</p></blockquote>
<p>Bumm.</p>
<p>Da liegt er.</p>
<p>Der Satz.</p>
<p>Die ganze Fußballphilosophie in acht Wörtern. Kant hätte geheult. Nietzsche hätte den Couchtisch umgetreten. Heidegger hätte vermutlich irgendwas über das Sein im Strafraum geschrieben.</p>
<p>Denn natürlich hätte ein Tor dem Spiel gut getan. Es hätte den Spielstand verändert. Es hätte die Stimmung verändert. Es hätte den Gegner gezwungen, irgendwas zu machen. Es hätte den Kommentator geweckt. Es hätte vermutlich sogar den Hund interessiert.</p>
<p>Psychologisch steckt darin etwas zutiefst Menschliches. Der Mensch hasst Stillstand. Er braucht Ereignisse. Bewegung. Belohnung. Unser Gehirn ist auf Veränderung programmiert. Ein 0:0 ohne Torchancen fühlt sich an wie ein Montagmorgen im Bürgeramt.</p>
<p>Ein Tor wäre Erlösung.</p>
<p>Nicht wegen der drei Punkte.</p>
<p>Sondern weil endlich irgendwas passiert.</p>
<p>Ohne Tor ist Fußball reine Existenzphilosophie. Zweiundzwanzig Menschen laufen sinnlos über eine Wiese, verfolgen ein rundes Objekt und kehren nach 90 Minuten exakt dort an, wo sie begonnen haben.</p>
<p class="isSelectedEnd">Erwähnenswert ist an dieser Stelle auch eine breit angelegte skandinavische Studie, vermutlich durchgeführt von sehr ernsten Männern in Wollpullovern, die zu einem bahnbrechenden Ergebnis kam: Schießt eine Mannschaft ein Tor, erhält sie dafür — sofern dieses regelkonform erzielt wurde — einen Punkt.</p>
<p class="isSelectedEnd">Das muss man erst einmal sacken lassen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Jahrzehntelang haben wir über Systeme, Laufwege, Mentalität und Restverteidigung gesprochen. Dabei lag die Wahrheit offenbar die ganze Zeit vor uns: Der Ball muss ins Tor. Dann steht da nicht mehr null.</p>
<p class="isSelectedEnd">Psychologisch betrachtet ist das natürlich gewaltig. Denn ein erzieltes Tor verändert nicht nur den Spielstand, sondern auch das kollektive Nervenkostüm. Vorher: Grübeln. Danach: Bierdusche, Umarmung, Brüllen, völliger Kontrollverlust.</p>
<p>Philosophisch ist es fast noch größer. Das Tor ist der Beweis, dass Handlung Wirkung hat. Der Mensch tritt gegen einen Ball, der Ball überschreitet eine Linie, und plötzlich bekommt das Leben eine Zahl.</p>
<p>Besonders schön wird es, wenn jemand &#8222;früher&#8220; sagt.</p>
<p>&#8222;Früher ham se noch Fußball gespielt.&#8220;</p>
<p>Ja genau. Früher liefen die Spieler auch mit Schnurrbart, drei Kilo Leder am Fuß und rauchten in der Halbzeit filterlose.</p>
<p>Damals war alles besser.</p>
<p>Außer die Plätze.</p>
<p>Die Ernährung.</p>
<p>Die Medizin.</p>
<p>Die Taktik.</p>
<p>Die Trainingsmethoden.</p>
<p>Aber sonst alles.</p>
<p>Die Krönung kommt nach dem Spiel.</p>
<p>Gewinnt Deutschland 4:0, war das selbstverständlich.</p>
<p>&#8222;Hab ich erwartet.&#8220;</p>
<p>Verliert die Mannschaft knapp gegen einen starken Gegner, ist sofort alles vorbei.</p>
<p>&#8222;Generation verweichlicht.&#8220;</p>
<p>&#8222;Keine Mentalität.&#8220;</p>
<p>&#8222;Früher hätte der Matthäus den Ball ins Tor getragen.&#8220;</p>
<p>Ja klar. Mit dem Fahrrad wahrscheinlich.</p>
<p>Und während Millionen Experten den Trainer austauschen, drei Spieler in Rente schicken und zwei Schiedsrichter vor ein imaginäres Tribunal stellen, sitzt der echte Nationaltrainer vermutlich im Hotel und denkt sich nur:</p>
<p>&#8222;Zum Glück müssen die das Internet nicht moderieren.&#8220;</p>
<p>Dabei ist das ganze Theater doch herrlich. Es gehört dazu wie klebrige Bierbänke, überteuerte Stadionwurst und der eine Typ, der bei jeder Ecke aufspringt und brüllt: &#8222;JETZT ABER!&#8220;</p>
<p>Obwohl der Ball noch gar nicht geschossen wurde.</p>
<p>Deutschland verwandelt sich während einer EM oder WM in das größte Trainerseminar der Welt. Jeder hat den Master in Fußballwissenschaften, abgeschlossen an der Volkshochschule &#8222;Ich hab früher Kreisliga C gespielt&#8220;.</p>
<p>Und genau deshalb liebe ich diese Zeit.</p>
<p>Weil wir alle für ein paar Wochen glauben, dass wir den besseren Kader nominiert hätten, den besseren Matchplan geschrieben hätten und natürlich den Elfmeter selbst eiskalt verwandelt hätten.</p>
<p>Bis der Ball dann wirklich vor unseren Füßen liegt.</p>
<p>Dann holen wir lieber noch zwei Bier.</p>
<p>Ist auch anstrengend, so ein Trainerjob.</p>
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		<title>Business braucht mehr Punks !</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Schmitt (Pixelaffe)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 14:34:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Business liebt glatte Oberflächen. Glatte Folien. Glatte Sätze. Glatte Profile. Glatte Menschen mit glatten Antworten auf glatte Fragen. Alles klingt nach Strategie, Transformation, Alignment und irgendeinem anderen Wort, das vermutlich in einem Workshop geboren wurde, den niemand freiwillig besucht hätte. Nur entsteht daraus selten etwas Neues. Es entsteht Verwaltung. Zustimmung. Schulterklopfen. Eine Herde in Business-Schuhen, [&#8230;]<img src="https://stats.techkrams.de/piwik.php?idsite=3&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Fbusiness-braucht-mehr-punks%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dbusiness-braucht-mehr-punks&amp;action_name=Business%20braucht%20mehr%20Punks%20%21&amp;urlref=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p id="ember535" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Business liebt glatte Oberflächen. Glatte Folien. Glatte Sätze. Glatte Profile. Glatte Menschen mit glatten Antworten auf glatte Fragen. Alles klingt nach Strategie, Transformation, Alignment und irgendeinem anderen Wort, das vermutlich in einem Workshop geboren wurde, den niemand freiwillig besucht hätte.</p>
<p id="ember536" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Nur entsteht daraus selten etwas Neues. Es entsteht Verwaltung. Zustimmung. Schulterklopfen. Eine Herde in Business-Schuhen, die brav nickt, wenn vorne jemand „Wir müssen mutiger werden“ sagt, während gleichzeitig jeder im Raum weiß, dass Mut hier maximal bedeutet, die Headline auf Folie 12 etwas größer zu machen.</p>
<p id="ember537" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Business braucht mehr Punk. Nicht im Sinne von Lederjacke, Irokesenschnitt und drei Akkorden gegen das System. Obwohl, ganz ehrlich, ein bisschen davon würde manchen Konferenzraum auch nicht schlechter machen.</p>
<p id="ember538" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Gemeint sind Menschen, die nicht automatisch mitlaufen. Menschen, die fragen: Warum machen wir das eigentlich so? Wer hat entschieden, dass das sinnvoll ist? Ist das wirklich ein Problem oder nur ein hübsch verpackter Bullshit-Prozess mit Budgetnummer?</p>
<p id="ember539" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Menschen, die rumpeln. Die unbequem sind. Die nicht jede neue Sau durchs Dorf treiben, nur weil sie gerade ein hübsches Buzzword auf den Rücken tätowiert bekommen hat.</p>
<h3 id="ember540" class="ember-view reader-text-block__heading-3">Die glatten Business-Kasper nicken zu viel</h3>
<p id="ember541" class="ember-view reader-text-block__paragraph">In vielen Unternehmen wird Anpassung noch immer mit Professionalität verwechselt. Wer ruhig ist, gilt als teamfähig. Wer widerspricht, gilt als schwierig. Wer Dinge hinterfragt, wird schnell als Bremser einsortiert. Wer sagt, dass eine Idee Quatsch ist, bekommt danach gerne ein Gespräch über „Kommunikationsstil“.</p>
<p id="ember542" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Klar, man kann alles weichspülen. Man kann sagen: „Ich sehe da noch ein paar Herausforderungen.“ Oder: „Vielleicht sollten wir das noch einmal challengen.“ Oder den Klassiker aus der gepflegten Meeting-Hölle: „Spannender Impuls, aber…“</p>
<p id="ember543" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Man kann auch einfach sagen: Das ist Mist.</p>
<p id="ember544" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Nicht aus Bosheit. Nicht, um jemanden vorzuführen. Sondern weil Zeit zu wertvoll ist, um schlechte Ideen erst durch fünf Gremien, drei Lenkungskreise und eine PowerPoint-Massage zu tragen, bevor alle merken, dass der Hund tot ist.</p>
<p id="ember545" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Punk im Business heißt nicht, respektlos zu sein. Punk heißt, ehrlich zu sein, bevor es teuer wird.</p>
<h3 id="ember546" class="ember-view reader-text-block__heading-3">Punk ist kein Störfaktor</h3>
<p id="ember547" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Die unbequemen Leute sind oft die ersten, die merken, wenn etwas kippt. Sie sehen, wenn ein Projekt nur noch durch politischen Nebel geschoben wird. Sie merken, wenn ein Prozess niemandem hilft, aber alle so tun, als wäre er alternativlos. Sie spüren, wenn eine Kultur nach außen „offen“ sagt, intern aber jede abweichende Meinung wie ein kleiner Arbeitsunfall behandelt wird.</p>
<p id="ember548" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Diese Menschen sind kein Problem für die Kultur. Sie sind ein Test, ob überhaupt eine Kultur existiert.</p>
<p id="ember549" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Denn eine starke Kultur hält Widerspruch aus. Eine schwache Kultur braucht Harmonie. Und Harmonie ist im Business oft nur ein anderes Wort für kollektives Wegducken. Man sitzt zusammen, nickt freundlich, macht sich Notizen und denkt innerlich: Das wird so niemals funktionieren.</p>
<p id="ember550" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Sagt aber keiner.</p>
<p id="ember551" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Bis später alle überrascht sind, dass es nicht funktioniert hat. Natürlich. Völlig überraschend. Wie Regen im November.</p>
<h3 id="ember552" class="ember-view reader-text-block__heading-3">Fortschritt kam selten von den Angepassten</h3>
<p id="ember553" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Geschichte wird gerne glatt erzählt. Als hätte sich alles logisch entwickelt. Einer denkt kurz nach, hat eine gute Idee, alle klatschen, Fortschritt passiert. Schön wär’s. In Wahrheit waren viele Menschen, die wirklich etwas verändert haben, erst einmal Störgeräusche im System.</p>
<p id="ember554" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><strong>Galileo Galilei</strong> war ein Punk! Er stellte sich gegen das damals bequem eingerichtete Weltbild. Die Erde als Mittelpunkt, alles hübsch sortiert, alles gottgegeben, bitte nicht anfassen. Galileo schaute genauer hin und sagte sinngemäß: Leute, das passt so nicht. Die Erde dreht sich um die Sonne. Das war damals nicht nur unbequem, das war gefährlich. Aber genau diese Störung hat geholfen, unser Verständnis vom Universum zu verändern.</p>
<p id="ember555" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><strong>Albert Einstein</strong> war ein Punk! Er blieb nicht brav innerhalb der vorhandenen Denkzäune. Während andere an etablierten physikalischen Vorstellungen festhielten, dachte er Raum, Zeit, Licht und Gravitation neu. Nicht ein bisschen anders. Radikal anders. Seine Relativitätstheorie hat gezeigt, dass selbst Dinge, die als selbstverständlich galten, plötzlich wackeln können, wenn jemand bereit ist, die Frage anders zu stellen.</p>
<p id="ember556" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><strong>Marie Curie</strong> war ein Punk! Sie arbeitete in einer Welt, in der Wissenschaft lange von Männern dominiert wurde. Sie forschte trotzdem weiter, hartnäckig, gegen Widerstände, gegen Erwartungen, gegen die Rolle, die man ihr vermutlich lieber zugeschoben hätte. Ihre Arbeiten zur Radioaktivität haben Physik und Medizin geprägt. Nicht, weil sie sich angepasst hat, sondern weil sie tiefer gebohrt hat als andere.</p>
<p id="ember557" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><strong>Nikola Tesla</strong> war ein Punk! Er dachte Strom nicht nur weiter, sondern anders. Während viele am Bekannten festhielten, verfolgte er Ideen zu Wechselstrom, Energieübertragung und elektrischen Systemen, die damals für manche fast wie Zauberei wirkten. Nicht jede seiner Visionen wurde Realität. Manche waren wild. Manche vielleicht zu wild. Aber genau dieses wilde Denken hat Türen aufgerissen.</p>
<p id="ember558" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><strong>Ada Lovelace</strong> war ein Punk! Sie sah in frühen Rechenmaschinen nicht nur mechanische Zahlenknechte. Sie erkannte, dass Maschinen grundsätzlich mehr tun könnten als rechnen. Muster verarbeiten. Anweisungen folgen. Vielleicht sogar Musik oder Texte erzeugen. Damit dachte sie weit über ihre Zeit hinaus. Im Grunde sah sie den Computer, bevor die meisten überhaupt verstanden hatten, dass da einer kommen könnte.</p>
<p id="ember559" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><strong>Charles Darwin</strong> war ein Punk! Er stellte mit seiner Evolutionstheorie eine bequeme Ordnung infrage. Arten waren nicht einfach fertig vom Himmel gefallen, sondern Ergebnis von Veränderung, Anpassung und natürlicher Selektion. Das war unbequem, religiös aufgeladen und gesellschaftlich heikel. Aber es veränderte die Biologie grundlegend.</p>
<p id="ember560" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><strong>Alan Turing</strong> war ein Punk! Er dachte über Maschinen nach, die denken, rechnen und Probleme lösen können, lange bevor Computer für normale Menschen irgendeine Rolle spielten. Seine Arbeit war entscheidend für Informatik, Kryptografie und moderne Computerwissenschaft. Auch er passte nicht glatt in seine Zeit. Weder fachlich noch menschlich. Und trotzdem, oder gerade deshalb, war sein Denken so wichtig.</p>
<p id="ember561" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><strong>Katherine Johnso</strong>n war ein Punk! Sie rechnete bei der NASA Flugbahnen, als Frauen und besonders Schwarze Frauen in solchen Rollen massiv unterschätzt wurden. Ihre Arbeit war entscheidend für die Raumfahrtmissionen der USA. Sie war kein lauter Punk auf der Bühne, aber einer im System: ruhig, präzise, unbequem für alle Vorurteile, die behaupteten, sie gehöre dort nicht hin.</p>
<p id="ember562" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><strong>Steve Jobs</strong> war ein Punk! Natürlich mit all seinen Widersprüchen. Er war sicher kein heiliger Garagen-Guru, auch wenn das Silicon Valley ihn gerne so erzählt. Aber er verstand, dass Technik nicht nur funktionieren muss. Sie muss sich auch gut anfühlen. Sie muss verständlich sein. Sie muss Menschen erreichen. Während andere in Spezifikationen dachten, dachte er stärker aus Sicht der Nutzer. Das hat ganze Märkte verschoben.</p>
<p id="ember563" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><strong>Rosa Parks</strong> war ein Punk! Sie akzeptierte nicht, dass „so machen wir das eben“ eine ausreichende Begründung ist. Ihr Widerstand war kein lauter Showeffekt, sondern Haltung. Eine klare Grenze. Ein Nein gegen ein System, das genau darauf gebaut war, dass Menschen weiter schweigen.</p>
<p id="ember564" class="ember-view reader-text-block__paragraph"><strong>Martin Luther King Jr</strong>. war ein Punk! Nicht, weil er Krawall suchte, sondern weil er eine Gesellschaft zwang, sich selbst anzusehen. Er widersprach einer Ordnung, die für viele bequem war, solange sie nicht selbst unter ihr leiden mussten. Das ist Punk in seiner wichtigsten Form: Haltung gegen den bequemen Konsens.</p>
<p id="ember565" class="ember-view reader-text-block__paragraph">All diese Beispiele haben eines gemeinsam: Sie waren nicht wichtig, weil sie besonders gut mitgelaufen sind. Sie waren wichtig, weil sie eine andere Perspektive hatten. Weil sie gefragt haben, was passiert, wenn die Grundannahme falsch ist. Weil sie Dinge ausgesprochen haben, die andere nicht sehen wollten oder nicht sagen durften.</p>
<p id="ember566" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Genau diesen Geist braucht Business auch. Natürlich braucht nicht jeder Konferenzraum einen Einstein mit zerzausten Haaren oder einen Galileo mit Teleskop unter dem Arm. Aber Unternehmen brauchen Menschen, die sich trauen, das Offensichtliche infrage zu stellen. Menschen, die nicht automatisch die Herde suchen, nur weil dort gerade die PowerPoint warm ist.</p>
<p id="ember567" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Denn wer immer nur macht, was alle machen, bekommt am Ende auch nur das, was alle bekommen: Durchschnitt mit Firmenlogo.</p>
<h3 id="ember568" class="ember-view reader-text-block__heading-3">Anders sein ist kein Defekt</h3>
<p id="ember569" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Unternehmen reden ständig von Diversity. Meistens meinen sie damit schöne Bilder, bunte Kampagnen und möglichst angenehm formulierbare Unterschiede. Was sie seltener meinen: echte Reibung im Denken.</p>
<p id="ember570" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Andere Perspektiven sind aber nicht nur Herkunft, Alter, Geschlecht oder Lebenslauf. Andere Perspektiven sind auch Menschen, die Dinge anders wahrnehmen. Die anders arbeiten. Die anders sprechen. Die nicht sofort in die Schablone passen. Die nicht bei jedem Business-Theaterstück brav ihre Rolle spielen.</p>
<p id="ember571" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Diese Menschen bringen Spannung rein. Und Spannung ist wichtig. Ohne Spannung gibt es keine Bewegung. Ohne Bewegung gibt es Stillstand. Und Stillstand sieht im ersten Moment oft verdammt ordentlich aus.</p>
<p id="ember572" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Bis einem auffällt, dass man eigentlich nur sehr professionell im Kreis gelaufen ist.</p>
<p id="ember573" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Punk im Business ist die Kraft, diesen Kreis zu stören. Nicht, um Chaos zu machen. Sondern um zu verhindern, dass Bequemlichkeit als Strategie verkauft wird.</p>
<h3 id="ember574" class="ember-view reader-text-block__heading-3">Meinung sagen ist kein Karrierefehler</h3>
<p id="ember575" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Viele Menschen haben gelernt, lieber nichts zu sagen. Zu riskant. Zu unbequem. Zu politisch. Man will ja nicht negativ auffallen. Also wird geschwiegen, angepasst, weich formuliert und innerlich gekündigt.</p>
<p id="ember576" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Das Ergebnis sind Meetings voller Menschen, die schlauer sind als das, was am Ende entschieden wird.</p>
<p id="ember577" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Das ist die eigentliche Tragödie. Nicht, dass Menschen keine Meinung haben. Sondern dass sie gelernt haben, diese Meinung zu verstecken.</p>
<p id="ember578" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Dabei braucht Business genau diese Stimmen. Die krummen. Die lauten. Die kantigen. Die, die sagen: „Moment mal.“ Die, die eine Idee zerlegen, bevor der Markt es tut. Die, die nicht automatisch applaudieren, nur weil jemand Senior im Titel trägt.</p>
<p id="ember579" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Gerade diese Leute retten Projekte, Produkte und manchmal ganze Unternehmen vor der eigenen Selbstverliebtheit.</p>
<h3 id="ember580" class="ember-view reader-text-block__heading-3">Punk braucht Haltung, nicht Lautstärke</h3>
<p id="ember581" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Natürlich ist nicht jeder, der laut ist, automatisch wertvoll. Es gibt auch Menschen, die verwechseln Krawall mit Charakter. Die einfach nur dagegen sind, weil sie gerne dagegen sind. Das ist kein Punk. Das ist Kindergarten mit Firmenlaptop.</p>
<p id="ember582" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Business-Punk braucht Substanz. Er hinterfragt, aber er denkt mit. Er kritisiert, aber er übernimmt Verantwortung. Er ist unbequem, aber nicht beliebig. Er will nicht nur zerstören, sondern bessere Antworten finden.</p>
<p id="ember583" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Der Unterschied ist wichtig. Punk ist nicht der Typ, der in jedes Meeting eine Handgranate wirft und danach zufrieden Kaffee trinken geht. Punk ist der Mensch, der sagt: „Das funktioniert so nicht. Und hier ist der Grund. Und hier wäre ein besserer Weg.“</p>
<p id="ember584" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Das ist keine Störung. Das ist Führung ohne Titel.</p>
<h3 id="ember585" class="ember-view reader-text-block__heading-3">Firmen brauchen weniger Hochglanz und mehr Kratzer</h3>
<p id="ember586" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Die besten Kulturen entstehen nicht durch Leitbilder an Wänden. Sie entstehen dort, wo Menschen offen sprechen dürfen. Wo Widerspruch nicht als Angriff verstanden wird. Wo jemand auch mal sagen darf, dass eine Entscheidung komplett am Leben vorbeigeht.</p>
<p id="ember587" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Business braucht weniger Angst vor Ecken und Kanten. Nicht jeder muss poliert sein. Nicht jeder muss in dieses seltsame LinkedIn-Dauergrinsen passen. Nicht jeder muss klingen wie ein frisch lackierter Beratungsprospekt.</p>
<p id="ember588" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Manchmal braucht es den Menschen, der in der Runde sitzt, kurz die Augenbraue hebt und sagt: „Leute. Ernsthaft jetzt?“</p>
<p id="ember589" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Genau da wird es interessant. Denn diese Menschen verhindern, dass Unternehmen zu Schafherden mit Organigramm werden. Sie bringen Reibung rein. Zweifel. Klarheit. Echte Diskussion. Manchmal auch schlechte Laune, ja. Geschenkt.</p>
<p id="ember590" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Lieber eine ehrliche schlechte Laune als eine gepflegte Lüge mit Meeting-Protokoll.</p>
<h3 id="ember591" class="ember-view reader-text-block__heading-3">Mehr Punk, weniger Mitlaufen</h3>
<p id="ember592" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Business braucht Menschen, die nicht nur funktionieren. Menschen, die denken. Fragen. Zweifeln. Stören. Schubsen. Widersprechen. Dinge aussprechen, die andere nur in der Kaffeeküche murmeln.</p>
<p id="ember593" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Nicht als Pose. Nicht als Rebellenkostüm. Sondern weil Unternehmen ohne solche Menschen weich werden. Träge. Selbstzufrieden. Austauschbar.</p>
<p id="ember594" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Die glatten Business-Kasper sehen auf Fotos vielleicht besser aus. Sie passen besser in Imagefilme, auf Karriereseiten und in diese Fotos, auf denen alle mit verschränkten Armen vor einer Glaswand stehen, als hätten sie gerade persönlich die Zukunft erfunden.</p>
<p id="ember595" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Aber die Punks im System sorgen dafür, dass überhaupt noch etwas lebt.</p>
<p id="ember596" class="ember-view reader-text-block__paragraph">BizzPunks sind nicht der Sand im Getriebe, sie sind der Treibstoff</p>
<img decoding="async" src="https://stats.techkrams.de/piwik.php?idsite=3&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Fbusiness-braucht-mehr-punks%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dbusiness-braucht-mehr-punks&amp;action_name=Business%20braucht%20mehr%20Punks%20%21&amp;urlref=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p><a href="https://pixelaffe.de">Pixelaffe.de - Ich bin ein Ge.rd - ½ Geek, ½ Nerd</a> <a href="https://pixelaffe.de">Pixelaffe.de</a></p>
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		<title>Kind, mach nur nichts mit Computern!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Schmitt (Pixelaffe)]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 19:24:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt Sätze, die sagt man als Vater irgendwann halb im Spaß, halb im Ernst und halb aus der eigenen beruflichen Müdigkeit heraus. Ja, das sind drei Hälften. Willkommen im Erwachsenenleben. „Kind, mach nur nichts mit Computern.“ Ich weiß nicht mehr, ob ich diesen Satz zu oft gesagt habe. Vermutlich oft genug, dass er hängen [&#8230;]<img src="https://stats.techkrams.de/piwik.php?idsite=3&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Fkind-mach-nur-nichts-mit-computern%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dkind-mach-nur-nichts-mit-computern&amp;action_name=Kind%2C%20mach%20nur%20nichts%20mit%20Computern%21&amp;urlref=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p id="ember188" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Es gibt Sätze, die sagt man als Vater irgendwann halb im Spaß, halb im Ernst und halb aus der eigenen beruflichen Müdigkeit heraus. Ja, das sind drei Hälften. Willkommen im Erwachsenenleben.</p>
<p id="ember189" class="ember-view reader-text-block__paragraph">„Kind, mach nur nichts mit Computern.“</p>
<p id="ember190" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Ich weiß nicht mehr, ob ich diesen Satz zu oft gesagt habe. Vermutlich oft genug, dass er hängen geblieben ist. Vielleicht auch nur einmal, aber mit genug väterlicher Schwere im Unterton, dass er direkt irgendwo zwischen Hausaufgaben, Abendessen und „zieh dir eine Jacke an“ im Langzeitgedächtnis gelandet ist.</p>
<p id="ember191" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Und was soll ich sagen: Es hat gewirkt.</p>
<p id="ember192" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Meine Tochter ist zwar das, was man heute liebevoll und leicht genervt einen Klischee-Smombie nennen könnte. Smartphone in der Hand, Blick nach unten, Welt über WLAN erreichbar, Akku unter 20 Prozent ist akute Lebensgefahr. Aber Ambitionen, beruflich irgendwas mit Rechnern zu machen? Null. Gar nichts. Keine Begeisterung für Ticketsysteme, keine romantischen Gefühle für Excel, keine Sehnsucht nach Projektplänen, Schnittstellen, Servern, Updates, Rollouts oder Menschen, die in Meetings sagen: „Wir müssten das mal ganzheitlich denken.“</p>
<p id="ember193" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Ein Teil von mir ist erleichtert. Der andere Teil ist verdammt stolz.</p>
<h3 id="ember194" class="ember-view reader-text-block__heading-3">Erst Bogen, dann Wein, dann Bier</h3>
<p id="ember195" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Andere Jugendliche suchen sich Praktika, bei denen man möglichst wenig dreckig wird und nach drei Tagen sagen kann: „War okay.“ Meine Tochter ist da offenbar anders abgebogen.</p>
<p id="ember196" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Ihr erstes Praktikum war bei einem <strong>Bogenbauer</strong>.</p>
<p id="ember197" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Nicht irgendwo im klimatisierten Büro, nicht zwischen Whiteboards und Obstkorb, sondern in einem Handwerk, bei dem Material, Spannung, Geduld und Präzision zusammenkommen müssen. Sie hat gelernt, wie man einen Sportbogen baut. Also nicht nur irgendein Ding aus Holz und Sehne, sondern ein Werkzeug, das funktionieren muss. Das gerade sein muss, belastbar, sauber gearbeitet. Ein Stück Handwerk, das am Ende in der Hand liegt und nur dann gut ist, wenn vorher jemand verdammt genau wusste, was er tut.</p>
<p id="ember198" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Das ist schon ziemlich großartig.</p>
<p id="ember199" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Das zweite Praktikum war bei einem <strong>Winzer.</strong></p>
<p id="ember200" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Auch wieder nichts mit Rechnern. Eher Erde, Reben, Wetter, Handwerk, Geduld und dieses merkwürdige Zusammenspiel aus Natur, Erfahrung und Können. Etwas, das man nicht einfach mit einem Softwareupdate geradebiegt. Wenn der Jahrgang Mist baut, klickt man nicht auf „Wiederherstellen“. Dann lernt man. Oder flucht. Vermutlich beides.</p>
<p id="ember201" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Das dritte Praktikum? <strong>Brauerei.</strong></p>
<p id="ember202" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Bogen. Wein. Bier.</p>
<p id="ember203" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Man könnte sagen: Das Kind arbeitet sich konsequent durch die zivilisatorisch wichtigen Dinge. Erst lernt sie, wie man zielt. Dann, wie Geduld schmeckt. Und dann, wie man Bier macht. Schlechter kann man sich als junger Mensch nun wirklich nicht orientieren.</p>
<p id="ember204" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Ich finde das großartig.</p>
<h3 id="ember205" class="ember-view reader-text-block__heading-3">Handwerk ist kein Plan B</h3>
<p id="ember206" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Es gibt diesen unangenehmen Reflex, den viele Erwachsene haben. Alles, was nicht Studium, Büro, Laptop und LinkedIn-Bullshit-Bingo ist, wird heimlich als zweite Wahl betrachtet. Als hätte jemand verloren, nur weil er oder sie mit den Händen arbeitet. Als wäre Handwerk etwas, das man macht, wenn „mehr“ nicht drin war.</p>
<p id="ember207" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Was für ein Quatsch.</p>
<p id="ember208" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Wir brauchen junge Menschen, die Lust auf echtes Arbeiten haben. Die wissen wollen, wie Dinge entstehen. Die nicht nur konsumieren, wischen, scrollen und bewerten, sondern anpacken. Die verstehen, dass Können nicht aus einem Zertifikat kommt, sondern aus Wiederholung, Fehlern, Erfahrung, Dreck unter den Fingernägeln und Menschen, die einem zeigen, wie man es richtig macht.</p>
<p id="ember209" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Ein Bogen entsteht nicht durch gutes Zureden. Wein wächst nicht, weil jemand einen Projektplan malt. Bier braut sich nicht durch ein inspirierendes LinkedIn-Posting.</p>
<p id="ember210" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Da muss jemand ran.</p>
<p id="ember211" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Handwerk ist kein Plan B.</p>
<p id="ember212" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Handwerk ist Rückgrat.</p>
<p id="ember213" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Und wenn meine Tochter daran Interesse hat, dann soll sie diesen Weg gehen. Ihren Weg. Nicht meinen. Nicht den Weg, den irgendein Berufsberater mit Standardfolie empfiehlt. (Empfehlung war: MTA) Nicht den Weg, den ältere Leute für vernünftig halten, weil sie selbst irgendwann mal aufgehört haben, mutig zu sein.</p>
<p id="ember214" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Sie soll ausprobieren. Scheitern dürfen. Wieder aufstehen. Entscheiden. Sich umentscheiden. Weitergehen.</p>
<p id="ember215" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Genau so findet man raus, wer man ist.</p>
<h3 id="ember216" class="ember-view reader-text-block__heading-3">Nicht auf die alten Säcke hören</h3>
<p id="ember217" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Natürlich gibt man als Vater Ratschläge. Das gehört zum Paket nunmal dazu. Man bekommt mit dem Kind nicht nur Verantwortung, Sorgen und graue Haare, sondern offenbar auch das Bedürfnis, ungefragt Lebensweisheiten abzusondern.</p>
<p id="ember218" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Manchmal sind diese Ratschläge sogar gut. Manchmal sind sie einfach nur der Versuch, die eigenen Erfahrungen wie eine Warnweste über das Leben des Kindes zu werfen.</p>
<p id="ember219" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Aber Kinder müssen nicht unser Leben wiederholen. Sie müssen nicht unsere Fehler vermeiden, nur weil wir sie ihnen sauber beschriften. Sie müssen ihre eigenen Umwege nehmen. Ihre eigenen dummen Entscheidungen treffen. Ihre eigenen Aha-Momente erleben. Sonst gehört der Weg am Ende nicht ihnen.</p>
<p id="ember220" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Und ja, vielleicht habe ich diesen Satz gesagt: „Mach nur nichts mit Computern.“</p>
<p id="ember221" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Vielleicht war das ein Rat. Vielleicht eine Drohung. Vielleicht ein Hilferuf eines Vaters, der zu viele Projekte, zu viele Meetings und zu viele Menschen erlebt hat, die „kurz abstimmen“ wollen und dann 90 Minuten lang nichts sagen.</p>
<p id="ember222" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Aber wenn sie daraus mitgenommen hat, dass sie sich lieber echte Berufe anschaut, echte Betriebe, echtes Handwerk, dann war der Satz vielleicht gar nicht so schlecht.</p>
<p id="ember223" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Aus Versehen gut erzogen. Passiert den Besten.</p>
<h3 id="ember224" class="ember-view reader-text-block__heading-3">Stolz, aber nicht im Weg</h3>
<p id="ember225" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Ich bin stolz auf sie. Nicht, weil sie macht, was ich will. Sondern weil sie offenbar beginnt, etwas Eigenes zu wollen. Das ist viel mehr wert.</p>
<p id="ember226" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Sie muss nicht perfekt sein. Muss nicht immer vernünftig sein. Muss nicht jeden Tag aussehen, als hätte sie einen Fünfjahresplan in der Tasche. Sie darf Teenager sein. Mit Smartphone. Mit Laune. Mit geräuschvollem Augenrollen (DAS HAT SIE DEFINITIV VON MIR). Mit diesem Gesichtsausdruck, der einem als Vater sehr deutlich sagt: „Du bist peinlich, aber ich brauche später trotzdem Geld.“</p>
<p id="ember227" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Alles okay.</p>
<p id="ember228" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Ich muss nicht alles verstehen, was sie macht. Ich muss nicht jeden Schritt kommentieren. Ich muss nicht jeden Weg vorher freiräumen.</p>
<p id="ember229" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Aber ich bin da.</p>
<p id="ember230" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Und ja, selbstverständlich würde ich sie auch mitten in der Nacht irgendwo einsammeln. Egal wo. Egal wann. Egal wie genervt ich vielleicht am Telefon klinge. Das ist der Deal. Sie kann ihren Weg gehen, aber sie muss ihn nie komplett allein gehen.</p>
<p id="ember231" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Manchmal reicht es, wenn jemand im Hintergrund steht und sagt: „Mach. Ich bin da, falls es brennt.“</p>
<p id="ember232" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Oder falls der Akku leer ist.</p>
<h3 id="ember233" class="ember-view reader-text-block__heading-3">Der Musikgeschmack ist immerhin gerettet</h3>
<p id="ember234" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Bei aller Freiheit muss man als Vater aber auch klare Erfolge benennen dürfen.</p>
<p id="ember235" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Ihr Musikgeschmack ist hervorragend. Das kommt natürlich nicht von ungefähr. Da wurde frühkindlich sauber gearbeitet. Iron Maiden, Metallica, Die Toten Hosen und der ganze notwendige Krach, damit ein Kind nicht irgendwann freiwillig nur weichgespülten Algorithmus-Pop hört und denkt, das sei Kultur.</p>
<p id="ember236" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Man muss die Kinder nicht zu etwas zwingen. Aber man darf ihnen zeigen, wo die Gitarren hängen.</p>
<p id="ember237" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Und wenn dann später irgendwo ein Song läuft und sie nicht komplett ahnungslos schaut, sondern wenigstens erkennt, dass da gerade mehr passiert als drei Akkorde aus der Influencer-Hölle, dann weiß man: Ein bisschen Erziehung hat funktioniert.</p>
<p id="ember238" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Vielleicht macht sie nichts mit Computern.</p>
<p id="ember239" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Vielleicht wird sie Bogenbauerin. Vielleicht Winzerin. Vielleicht landet sie in einer Brauerei. Vielleicht macht sie am Ende doch etwas völlig anderes. Vielleicht überrascht sie uns alle.</p>
<p id="ember240" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Soll sie. Hauptsache, sie geht los.</p>
<p id="ember241" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Ich liebe dieses Kind. Ich respektiere ihren Weg. Und ich hoffe, sie behält sich genau diese Mischung aus Neugier, Sturheit und eigenem Kopf.</p>
<p id="ember242" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Die Welt braucht nicht noch mehr Menschen, die brav das machen, was andere ihnen als vernünftig verkauft haben. Braucht mehr &#8222;Punks&#8220;</p>
<p id="ember243" class="ember-view reader-text-block__paragraph">Sie braucht junge Leute, die selbst rausfinden wollen, was Spannung hat, was reift und was am Ende vielleicht sogar richtig gut schmeckt.</p>
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		<title>Die Toten Hosen und ich: Soundtrack meines Lebens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Schmitt (Pixelaffe)]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 07:51:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manche Bands hört man eine Zeit lang. Andere tauchen immer mal wieder auf. Und dann gibt es diese eine Band, die nicht einfach im Regal steht, sondern irgendwo im eigenen Leben festgeschraubt ist. Nicht immer vorne. Nicht immer laut. Aber immer da. Bei mir sind das Die Toten Hosen. Ich bin Jahrgang 1976. Das heißt: [&#8230;]<img src="https://stats.techkrams.de/piwik.php?idsite=3&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Fdie-toten-hosen-und-ich-soundtrack-meines-lebens%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Ddie-toten-hosen-und-ich-soundtrack-meines-lebens&amp;action_name=Die%20Toten%20Hosen%20und%20ich%3A%20Soundtrack%20meines%20Lebens&amp;urlref=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Bands hört man eine Zeit lang. Andere tauchen immer mal wieder auf. Und dann gibt es diese eine Band, die nicht einfach im Regal steht, sondern irgendwo im eigenen Leben festgeschraubt ist. Nicht immer vorne. Nicht immer laut. Aber immer da.</p>
<p>Bei mir sind das Die Toten Hosen.</p>
<p>Ich bin Jahrgang 1976. Das heißt: Ich habe Musik noch als Gegenstand kennengelernt. Als Kassette mit Bandsalat. Als Schallplatte mit großem Cover. Als CD, die man aus der Hülle nahm, als würde man gerade ein Stück Zukunft berühren. Später als MP3, illegal wackelig aus Napster gezogen, mit Dateinamen aus der Hölle. Heute als Stream, sauber sortiert, überall verfügbar und manchmal genau deshalb ein bisschen seelenlos.</p>
<p>Und irgendwo zwischen all diesen Formaten liefen immer wieder die Hosen. Mal als Krach. Mal als Haltung. Mal als Erinnerung. Mal als genau das Lied, das man in einem bestimmten Moment brauchte, auch wenn man vorher gar nicht wusste, dass man es braucht.</p>
<h2>1976: Kindheit, kalter Krieg und der erste Lärm aus Düsseldorf</h2>
<p>Als ich 1976 geboren wurde, war Deutschland noch geteilt, der Kalte Krieg Alltag und die Welt irgendwie enger. Zwei deutsche Staaten, zwei Systeme, viel Beton im Kopf und eine Mauer mittendrin. Man wuchs in einer Bundesrepublik auf, in der Erwachsene über Nachrüstung, Atomkraft, RAF, Friedensbewegung und diese merkwürdige Angst sprachen, dass die Welt jederzeit in Rauch aufgehen könnte.</p>
<p>Ich verstand davon als Kind natürlich nicht viel. Kinder verstehen die großen Begriffe selten. Sie merken nur, dass da etwas in der Luft liegt. Dass Nachrichten anders klingen als Kinderprogramme. Dass Erwachsene manchmal ernster gucken, wenn bestimmte Themen laufen.</p>
<p>1982 gründeten sich in Düsseldorf Die Toten Hosen. Ein Jahr später erschien „Opel-Gang“. Ich war sieben. Kein Alter, in dem man eine Punkplatte analytisch in ihre gesellschaftliche Bedeutung zerlegt. Eher ein Alter, in dem man noch draußen spielte, Kassettenrekorder faszinierend fand und Erwachsene grundsätzlich für zu laut hielt. Ironisch eigentlich, weil da gerade eine Band loslegte, die mein Leben später sehr zuverlässig beschallen sollte.</p>
<p>„Opel-Gang“ war roh. Nicht schöngebügelt. Nicht brav. Es klang nach Proberaum, Straße, Bierflasche, Freundeskreis und nach dem festen Willen, sich nicht anständig in die Ecke zu stellen. Das Album kam nicht als große Geste daher, sondern wie ein paar Typen, die einfach losrasten. Genau das machte es später so wichtig für mich. Weil diese Platte nicht versuchte, bedeutend zu sein. Sie war einfach da. Und sie machte Krach.</p>
<h2>Kassetten waren keine Nostalgie, sie waren Arbeit</h2>
<p>Wenn man heute auf Kassetten zurückblickt, klingt das gerne romantisch. War es auch. Aber es war auch Gefummel. Man saß vor dem Rekorder, drückte Play und Record gleichzeitig, hoffte, dass niemand ins Zimmer platzte, und wenn das Radio dazwischenquatschte, war die Aufnahme versaut. Dann spulte man zurück. Mit Glück per Taste, mit Stil per Bleistift.</p>
<p>So wurde Musik damals weitergegeben. Nicht als Link. Nicht als Playlist. Sondern als Band, das jemand überspielt hatte. Oft mit falscher Reihenfolge, abgeschnittenem Anfang und irgendeinem Song am Ende, der eigentlich nicht dazugehört. Aber genau dadurch wurde Musik persönlicher. Eine Kassette hatte eine Geschichte. Sie kam von jemandem. Sie hatte Macken. Sie war nicht perfekt, aber sie gehörte einem.</p>
<p>Die Hosen passten perfekt in diese Welt. Diese Musik musste gar nicht kristallklar klingen. Ein bisschen Rauschen schadete nicht. Eher im Gegenteil. Es machte alles noch echter. „Opel-Gang“ war für mich nicht nur ein Album. Es war irgendwann ein Einstieg. Ein Türöffner in eine Welt, die anders klang als Eltern, Schule, Ordnung und all das gut gemeinte Erwachsenengerede.</p>
<h2>1984 bis 1988: Tschernobyl, Angst und „Hier kommt Alex“</h2>
<p>Mitte der Achtziger wurde die Welt nicht unbedingt gemütlicher. 1986 explodierte der Reaktor von Tschernobyl. Plötzlich war Radioaktivität kein abstraktes Schulbuchwort mehr, sondern etwas, das mit Regen, Milch, Pilzen und Spielplätzen zu tun hatte. Erwachsene diskutierten, ob Kinder rausdürfen. Man verstand als Kind nicht alles, aber man spürte: Da draußen ist etwas passiert, das keiner einfach reparieren kann.</p>
<p>Im selben Jahr veröffentlichten die Hosen „Damenwahl“. Zwei Jahre später kam „Ein kleines bisschen Horrorschau“. Und damit „Hier kommt Alex“. Das war kein nettes Lied. Das war ein Brett. Ein Song, der sich festsetzte. Dunkel, aggressiv, groß. Inspiriert von „A Clockwork Orange“, aber für viele von uns wurde es viel mehr als nur ein Song mit literarischem Hintergrund. Es wurde ein Gefühl. Jugend als Druck im Kessel. Gewalt, Langeweile, Rebellion, Überforderung. Alles drin. Nichts davon hübsch verpackt.</p>
<p>Ich war damals noch jung, aber alt genug, um langsam zu begreifen, dass Musik nicht nur angenehm sein muss. Sie darf auch unangenehm sein. Sie darf stören. Sie darf Fragen stellen, die man nicht direkt beantworten kann. Genau da wurden die Hosen wichtiger. Nicht als Band, die einem die Welt erklärte, sondern als Band, die zeigte, dass man gegen diese Welt auch mal anbrüllen darf.</p>
<h2>1989: Mauerfall und eine Welt, die plötzlich offen wirkte</h2>
<p>1989 fiel die Mauer. Diese Bilder haben sich eingebrannt. Menschen auf Beton, Tränen, Jubel, Trabis, Begrüßungsgeld, offene Grenzen. Als Jugendlicher erlebt man so etwas anders als Erwachsene. Man begreift vielleicht nicht jedes politische Detail, aber man merkt, dass gerade Geschichte passiert. Nicht im Buch. Nicht im Unterricht. Sondern live im Fernsehen.</p>
<p>Die Hosen waren zu dieser Zeit längst keine kleine lokale Krawallnummer mehr. Sie hatten sich durch die Achtziger gespielt, getrunken, gestritten, entwickelt. Und ich stand langsam an der Schwelle zu einem Alter, in dem Musik nicht mehr nur Geräusch war, sondern Identität. Man entschied sich für Bands. Und damit auch ein bisschen für eine Haltung.</p>
<p>Die Welt wurde größer. Deutschland wurde anders. Und ich wurde langsam alt genug, um zu merken, dass man sich seinen eigenen Soundtrack suchen muss. Bei mir standen die Hosen weit vorne.</p>
<h2>Die frühen Neunziger: Schallplatten, Wiedervereinigung und Jugend mit Haltung</h2>
<p>Die frühen Neunziger waren seltsam. Einerseits Aufbruch. Wiedervereinigung, neue Möglichkeiten, offene Grenzen. Andererseits auch Rostock-Lichtenhagen, Solingen, Hoyerswerda, rechte Gewalt, Wut, Scham und das Gefühl, dass dieses neue Deutschland nicht automatisch ein besseres Deutschland war.</p>
<p>1990 kam „Auf dem Kreuzzug ins Glück“, 1991 „Learning English, Lesson One“, 1993 „Kauf MICH!“. Die Hosen wurden größer, aber nicht harmloser. Gerade „Kauf MICH!“ passte in diese Zeit, in der Kommerz, Medien, Popkultur und politischer Druck irgendwie alles gleichzeitig wurden. Man wurde älter, sah mehr, verstand mehr und merkte, dass die Welt eben nicht nur aus guten Nachrichten nach dem Mauerfall bestand.</p>
<p>Musik hatte damals noch Gewicht. Im wörtlichen Sinn. Schallplatten waren Gegenstände. Große Cover, Innenhüllen, Texte, Geruch nach Papier und Vinyl. Man konnte ein Album auf den Tisch legen und es war da. Sichtbar. Greifbar. Eine Platte war kein Eintrag in einer App. Sie war ein kleines Bekenntnis.</p>
<p>Und natürlich gab es diese Mischung aus Platte, Kassette und später CD. Man hatte nicht einfach alles. Man musste sich entscheiden. Kaufen, leihen, überspielen. Musik war Aufwand. Vielleicht nahm man sie deshalb ernster. Wenn man eine Hosen-Platte hatte, dann hatte man sie nicht nebenbei. Dann gehörte sie zum Zimmer. Und ein Stück weit zu einem selbst.</p>
<h2>1996: „Opium fürs Volk“, Techno im Fernsehen und ein Land zwischen Spaß und Schmerz</h2>
<p>1996 erschien „Opium fürs Volk“. Ich war 20. Ein gutes Alter für laute Musik und schlechte Entscheidungen. Deutschland war inzwischen ein anderes Land als in meiner Kindheit. Die Loveparade wurde größer, Techno war überall, Viva und MTV prägten Nachmittage, Handys wurden langsam sichtbarer, das Internet war für viele noch ein Geräusch aus dem Modem.</p>
<p>„Opium fürs Volk“ traf in diese Zeit wie ein Album, das nicht nur mitfeiern wollte. „Zehn kleine Jägermeister“ wurde riesig, fast schon zu groß. Ein Lied, das plötzlich jeder kannte, auch Leute, die sonst mit Punkrock ungefähr so viel zu tun hatten wie ein Steuerberater mit Bühnensturz. Aber das Album war mehr als dieser Hit. Es hatte Wucht, Dunkelheit, politische Kanten und diese typische Hosen-Mischung aus Trotz und Melancholie.</p>
<p>Für mich war das eine Phase, in der man noch dachte, das Leben müsse sich irgendwann logisch sortieren. Tat es natürlich nicht. Aber mit 20 glaubt man viel Unsinn. Man glaubt, man sei erwachsen. Man glaubt, man habe Zeit ohne Ende. Man glaubt, die eigenen Lieblingsbands würden auch irgendwie immer da sein.</p>
<p>Bei den Hosen stimmte Letzteres erstaunlich lange.</p>
<h2>1998: Abi, neue Freiheit und Musik als Rückenwind</h2>
<p>1998 machte ich Abi.</p>
<p>Das ist einer dieser persönlichen Schnittpunkte. Vorher Schule, danach dieses große offene Feld, das alle „Zukunft“ nennen, obwohl keiner genau weiß, was das eigentlich sein soll. Man feiert, man verabschiedet sich, man tut cool, man ist unsicher. Man hat plötzlich Freiheit, aber noch keine Ahnung, wie schwer Freiheit manchmal sein kann.</p>
<p>Deutschland bekam 1998 eine neue Bundesregierung, Helmut Kohl war nach 16 Jahren nicht mehr Kanzler, Gerhard Schröder kam. Für viele fühlte sich das nach Wechsel an. Nach Ende einer langen Ära. Nach „Jetzt passiert was“. Ob wirklich alles besser wurde, ist eine andere Geschichte. Aber das Gefühl war da.</p>
<p>Bei mir war ebenfalls Wechsel. Abi. Raus aus der alten Struktur. Rein ins Unklare. Die Hosen liefen dabei nicht zwingend als tägliches Pflichtprogramm, aber sie waren da. Auf CDs, auf Kassetten, bei Freunden, auf Partys, im Auto. Musik war damals sozial. Man hörte sie zusammen, lieh sie aus, stritt über sie. CDs verschwanden in fremden Zimmern und tauchten nie wieder auf. Ein Verbrechen, das bis heute nicht hart genug bestraft wird.</p>
<h2>1999 und 2000: Napster, „Unsterblich“ und Ausbildung</h2>
<p>1999 kam „Unsterblich“. Ein Titel, der in diesem Alter natürlich gefährlich gut passte. Man war jung genug, um sich zumindest gelegentlich unzerstörbar zu fühlen, und alt genug, um langsam zu ahnen, dass das gelogen ist.</p>
<p>Gleichzeitig begann mit Napster ein Bruch, den man damals noch gar nicht komplett verstand. Plötzlich war Musik nicht mehr nur im Laden, im Regal oder im Rucksack. Sie war im Rechner. In Ordnern. In MP3s. In Dateinamen, die aussahen, als hätte jemand mit der Stirn auf die Tastatur gehauen. Man lud Songs, Liveversionen, falsche Songs, kaputte Songs. Man hörte mit Winamp und fühlte sich wie ein digitaler Pirat mit ISDN-Narbe.</p>
<p>2000 begann meine Ausbildung.</p>
<p>Das war wieder so ein Moment, in dem das Leben eine neue Gangart bekam. Früh aufstehen. Lernen. Arbeiten. Sich einfügen, ohne sich selbst komplett in der Garderobe abzugeben. Ausbildung klingt im Rückblick ordentlich. In Wahrheit ist es oft ein kleiner Kulturschock. Nicht mehr Schüler, noch nicht richtig angekommen. Irgendwo dazwischen.</p>
<p>Die Hosen passten genau in dieses Dazwischen. Sie waren laut genug, um nicht klein beizugeben, aber inzwischen auch erwachsen genug, um nicht nur Krawall zu liefern. Ich wurde erwachsener. Die Band auch. Keiner von uns beiden völlig freiwillig, vermutlich.</p>
<h2>2001 bis 2004: 9/11, Euro, „Auswärtsspiel“ und „Zurück zum Glück“</h2>
<p>2001 veränderte der 11. September die Welt. Das klingt wie ein Satz aus einer Doku, stimmt aber trotzdem. Man weiß oft noch, wo man war, als die Bilder aus New York liefen. Danach war vieles anders. Sicherheitsgefühl, Nachrichten, Politik, Sprache. Plötzlich waren Begriffe wie Terror, Krieg gegen den Terror, Afghanistan und später Irak dauernd präsent.</p>
<p>2002 kam der Euro als Bargeld in unsere Portemonnaies. Wieder so ein Alltagseinschnitt. Erst rechnete man ständig um. Dann tat man so, als hätte man sich längst gewöhnt. Hatte man nicht. Alles fühlte sich kurz falsch an, sogar der Kaffee.</p>
<p>Im selben Jahr erschien „Auswärtsspiel“. Schon der Titel saß. Denn genau so fühlte sich Leben oft an. Auswärts. Nicht mehr nur vertraute Räume, nicht mehr Jugendzimmer, nicht mehr Schule. Man musste funktionieren, Entscheidungen treffen, sich behaupten. Man merkte langsam, dass Erwachsene auch nur improvisieren, nur mit besseren Schuhen.</p>
<p>2004 folgte „Zurück zum Glück“. Die Welt war nach 9/11 nicht entspannter geworden, Deutschland diskutierte Reformen, Arbeitsmarkt, Agenda 2010, Zukunftsangst. Privat suchte man trotzdem seinen Weg. Beziehungen, Arbeit, Wohnung, Alltag, Pläne. Glück war kein Zustand, sondern etwas, dem man hinterherrannte, während einem ständig jemand neue Aufgaben vor die Füße warf.</p>
<p>Die Hosen liefen mit. Nicht als Bedienungsanleitung. Eher als Begleitung. Als Band, die wusste, dass Euphorie und Ernüchterung oft im selben Raum sitzen.</p>
<h2>2007 bis 2008: iPhone, Finanzkrise und „In aller Stille“</h2>
<p>2007 stellte Apple das erste iPhone vor. Damals konnte man noch nicht ahnen, wie sehr Smartphones unser Leben verändern würden. Heute ist klar: Danach war nichts mehr unschuldig. Kommunikation, Fotos, Musik, Nachrichten, Navigation, Arbeit, alles wanderte in dieses kleine leuchtende Ding. Praktisch, ja. Aber auch der Anfang vom ewigen Draufstarren.</p>
<p>2008 kam die Finanzkrise. Banken wackelten, Lehman Brothers fiel, plötzlich redeten alle über Märkte, Rettungspakete und Risiken, die vorher angeblich niemand gesehen hatte. Die Welt wirkte wieder brüchiger. Schon wieder.</p>
<p>Im selben Jahr erschien „In aller Stille“. Ein schöner Titel für eine laute Band. Und ein guter Titel für ein Alter, in dem vieles nicht mehr so krawallig nach außen passiert. Die großen Umbrüche im Leben sind dann oft leiser. Man arbeitet, plant, trägt Verantwortung, verliert Illusionen, gewinnt andere Dinge dazu.</p>
<p>Musik war inzwischen längst digitalisiert. Gebrannte CDs lagen im Auto. MP3-Player waren normal. Festplatten wurden zu Plattenschränken. Man besaß plötzlich mehr Musik als je zuvor, aber weniger davon hatte einen festen Ort. Früher wusste man, welche Platte wo stand. Jetzt musste man wissen, auf welcher externen Festplatte der Ordner lag. Fortschritt ist manchmal auch nur Chaos mit USB-Kabel.</p>
<h2>2010: Hochzeit und alte Songs mit neuer Bedeutung</h2>
<p>2010 habe ich geheiratet.</p>
<p>Das ist kein kleines Datum. Hochzeit ist einer dieser Tage, die man plant, auflädt, durchlebt und danach in Erinnerungsfetzen sortiert. Man denkt vorher an Ablauf, Gäste, Essen, Musik, Wetter, Chaos. Danach bleiben Bilder. Stimmen. Einzelne Momente. Und Lieder.</p>
<p>Die Hosen waren da längst nicht mehr nur Jugendmusik. Sie waren Teil meiner Geschichte. Songs, die früher nach Aufbruch oder Trotz klangen, hatten plötzlich eine andere Farbe. Man hört Musik anders, wenn man nicht mehr nur für sich selbst losrennt, sondern ein gemeinsames Leben beginnt. Verantwortung klingt erst einmal furchtbar erwachsen. Ist es auch. Aber nicht nur. Es ist auch schön. Nur sagt das Punkrock selten so direkt, weil es sonst peinlich wird.</p>
<p>In diesen Jahren wurden aus alten Liedern Erinnerungsräume. Man musste die Songs nicht einmal ständig hören. Es reichte, dass sie da waren. Wie alte Freunde, die man eine Weile nicht sieht und bei denen trotzdem nach drei Minuten alles wieder stimmt.</p>
<h2>2011 und 2012: Erstes Kind, Fukushima, Streaming und „Tage wie diese“</h2>
<p>2011 kam mein erstes Kind.</p>
<p>Und damit änderte sich alles. Nicht als Spruch auf einer Glückwunschkarte, sondern wirklich. Schlaf wurde Verhandlungssache. Zeit wurde kleiner. Lautstärke bekam neue Regeln. Plötzlich war man nicht mehr nur Mann, Ehemann, Arbeitnehmer, Musiknerd, was auch immer. Man war Vater. Und das haut einem das Leben einmal ordentlich neu zusammen.</p>
<p>2011 passierte auch Fukushima. Wieder diese Bilder von Katastrophe, Technik, Kontrollverlust. Wieder Atomkraft. Wieder die Erkenntnis, dass die moderne Welt nicht so sicher ist, wie sie gerne behauptet. Deutschland beschloss den Atomausstieg. Große Politik, große Debatten, große Unsicherheit.</p>
<p>2012 erschien „Ballast der Republik“. 30 Jahre Toten Hosen. Und mit „Tage wie diese“ kam ein Song, dem man kaum entkommen konnte. Radio, Feiern, Fußball, Hochzeiten, Rückblicke, Jahresrückblicke. Überall. Natürlich konnte man davon genervt sein. War man manchmal auch. Aber der Song funktionierte, ob man wollte oder nicht.</p>
<p>Mit einem kleinen Kind traf er anders. Dieses Festhaltenwollen an einem Moment, obwohl er schon wieder wegrutscht. Genau so fühlt sich Elternsein oft an. Erste Worte, erste Schritte, erste Nächte, erste Krankheiten, erste kleine Wunder. Man will sich alles merken und ist gleichzeitig so müde, dass man vergisst, wo man gerade den Kaffee abgestellt hat.</p>
<p>2012 startete Spotify in Deutschland. Musik wurde endgültig immer verfügbar. Die ganze Hosen-Geschichte passte plötzlich in die Hosentasche. „Opel-Gang“, „Kauf MICH!“, „Opium fürs Volk“, „Auswärtsspiel“, alles da. Sofort. Das war Luxus. Und ein bisschen traurig. Weil nichts mehr gesucht, gekauft, verliehen, zurückgespult oder entkratzt werden musste.</p>
<p>Die Musik blieb. Aber das Ritual wurde dünner.</p>
<h2>2015 bis 2017: Krisen, Smartphones überall und „Laune der Natur“</h2>
<p>Mitte der 2010er wirkte die Welt wieder dauerhaft nervös. 2015 prägten Fluchtbewegungen, Willkommenskultur, Überforderung und politische Verhärtung das Land. Diskussionen wurden lauter, sozialer Medien machten vieles schneller und hässlicher. Smartphones waren endgültig keine Geräte mehr, sondern Körperteile mit Akku.</p>
<p>2017 erschien „Laune der Natur“. Ich war 41. Ein Alter, in dem man endgültig nicht mehr glaubhaft so tun kann, als beginne das Leben gerade erst. Man steckt mittendrin. Familie, Arbeit, Termine, Verpflichtungen, Reparaturen, Rechnungen, Elternabende, Alltag. Rock’n’Roll ist dann manchmal, wenn man im Auto ein Lied zu Ende hört, obwohl man schon vor der Haustür steht.</p>
<p>Die Hosen klangen auf „Laune der Natur“ älter, aber nicht erledigt. Das war wichtig. Denn genau so will man sich selbst ja auch sehen. Nicht mehr jung im albernen Sinn. Aber auch nicht fertig. Man hat mehr Kilometer drauf, klar. Ein paar Kratzer auch. Aber der Motor läuft noch.</p>
<p>Die Band konnte immer schon beides: grölen und trauern. Saufen und Haltung zeigen. Pathos und Pöbelei. Genau diese Mischung passt zum Älterwerden besser, als man früher gedacht hätte. Weil das Leben selbst irgendwann nicht mehr sauber nach Stimmungen sortiert ist. Es ist alles gleichzeitig.</p>
<h2>2020: Pandemie, Stillstand und alte Lieder im leeren Raum</h2>
<p>2020 kam Corona. Plötzlich stand die Welt still, oder tat zumindest so. Lockdowns, Masken, Homeoffice, geschlossene Schulen, abgesagte Konzerte, Abstand, Unsicherheit. Für eine Band wie die Hosen, die vom Livekontakt lebt, war das natürlich ein brutaler Einschnitt. Für uns alle war es einer.</p>
<p>Musik bekam in dieser Zeit wieder eine andere Funktion. Sie war weniger Party, mehr Halt. Man hörte alte Songs nicht, weil man nostalgisch sein wollte, sondern weil Gegenwart gerade schwer auszuhalten war. Die Hosen hatten genug Lieder im Gepäck, die durch solche Phasen tragen konnten. Nicht immer tröstend im weichen Sinn. Eher so: Ja, ist scheiße. Weiter.</p>
<p>Vielleicht war das sogar ehrlicher.</p>
<h2>2022 bis 2026: Krieg in Europa, 40 Jahre Hosen und der letzte große Kreis</h2>
<p>2022 begann Russland den Angriffskrieg gegen die Ukraine. Krieg in Europa war plötzlich keine historische Folie mehr, sondern Gegenwart. Energiekrise, Inflation, Unsicherheit, Zeitenwende. Wieder so ein Wort, das schnell groß klingt und im Alltag dann als Stromrechnung, Sorge und Nachrichtenmüdigkeit ankommt.</p>
<p>Im selben Jahr feierten Die Toten Hosen 40 Jahre Bandgeschichte mit „Alles aus Liebe“. 40 Jahre. Das ist eine Zahl, bei der man kurz schluckt. Nicht nur wegen der Band. Auch wegen sich selbst. Wenn eine Band, die einen seit der Jugend begleitet, 40 wird, sagt das leider auch etwas über den eigenen Kilometerstand. Gemein, aber wahr.</p>
<p>Und jetzt 2026: „Trink aus, wir müssen gehen!“ Das letzte reguläre Studioalbum. Schon der Titel klingt wie ein Satz am Ende eines langen Abends. Nicht dramatisch. Nicht kitschig. Eher ehrlich. Es war laut. Es war chaotisch. Es war schön. Aber irgendwann ist eben auch die letzte Runde angebrochen.</p>
<p>Für mich schließt sich damit etwas. Von „Opel-Gang“ zu „Trink aus, wir müssen gehen!“. Von Kindheit im geteilten Deutschland über Tschernobyl, Mauerfall, Wiedervereinigung, Abi 1998, Ausbildung 2000, 9/11, Euro, Hochzeit 2010, erstes Kind 2011, Streaming, Pandemie und eine Welt, die ständig so tut, als wäre sie stabil, obwohl sie dauernd wackelt.</p>
<p>Die Hosen waren nie jeden Tag gleich wichtig. Das wäre Quatsch. Es gab andere Bands, andere Phasen, andere Themen. Aber sie waren immer da. Abrufbar. Wie ein alter Freund, den man länger nicht gesehen hat, und nach dem ersten Bier ist alles wieder da. Nur dass das Bier heute vielleicht alkoholfrei ist, weil morgen Elternabend, Arbeit oder Rücken ist. Man wird ja realistisch. Leider.</p>
<h2>Was bleibt, wenn die Formate verschwinden</h2>
<p>Kassetten leierten. Platten knackten. CDs zerkratzten. MP3s lagen in chaotischen Ordnern. Streams verschwinden manchmal einfach, weil irgendein Lizenzvertrag hustet. Jedes Format hatte seine Macken. Aber die Songs blieben.</p>
<p>Die Toten Hosen haben mein Leben nicht bestimmt. Das wäre zu groß. Aber sie haben es begleitet. Als Geräuschkulisse und als Kommentar. Als Erinnerung an Jugend, Freiheit, Trotz, Freundschaft, Verlust, Liebe, Familie und dieses seltsame Gefühl, dass man älter wird, ohne innerlich komplett brav zu werden.</p>
<p>Vielleicht ist genau das der Punkt.</p>
<p>Man wächst mit so einer Band nicht einfach mit. Man wächst an ihr entlang. Die Band verändert sich. Man selbst verändert sich. Die Welt reißt Mauern ein, baut neue, explodiert, digitalisiert sich, sperrt sich ein, streamt sich wund und nennt das Fortschritt. Und irgendwo dazwischen kommt ein alter Song aus den Boxen und für drei Minuten ist alles wieder verbunden.</p>
<p>Kinderzimmer. Kassette. Abi. Ausbildung. Hochzeit. Erstes Kind. Gegenwart.</p>
<p>Nicht mehr ganz so laut wie früher vielleicht.</p>
<p>Aber immer noch laut genug.</p>
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		<title>Schon &#8222;immer&#8220; in diesem Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Schmitt (Pixelaffe)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 13:06:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor etwas mehr als 18 Jahren habe ich etwas gestartet (ursprünglich noch unter dieser Domain, aber auch nicht mein erster &#8222;Intenetseite&#8222;), das ursprünglich überhaupt nicht als „Projekt“ gedacht war: techkrams.de. Damals – irgendwann 2008 – war ein Blog im Grunde nichts anderes als ein digitales Notizbuch. Ich habe über Gadgets geschrieben, über Technik, Spiele, Filme [&#8230;]<img src="https://stats.techkrams.de/piwik.php?idsite=3&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Fschon-immer-in-diesem-internet%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dschon-immer-in-diesem-internet&amp;action_name=Schon%20%26%238222%3Bimmer%26%238220%3B%20in%20diesem%20Internet&amp;urlref=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="isSelectedEnd">Vor etwas mehr als <strong>18 Jahren</strong> habe ich etwas gestartet (ursprünglich noch unter dieser Domain, aber auch nicht mein erster &#8222;<a href="https://web.archive.org/web/20040109232711/http://www.volldigital.de/">Intenetseite</a>&#8222;), das ursprünglich überhaupt nicht als „Projekt“ gedacht war: <strong>techkrams.de</strong>.</p>
<p class="isSelectedEnd">Damals – irgendwann 2008 – war ein Blog im Grunde nichts anderes als ein digitales Notizbuch. Ich habe über Gadgets geschrieben, über Technik, Spiele, Filme oder einfach über Dinge, die ich spannend fand. Keine Keyword-Analyse, kein SEO-Plugin. Einfach veröffentlichen und schauen, wer es liest.</p>
<p class="isSelectedEnd">Und erstaunlicherweise: Die Leute kamen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Heute nennt man das „Digital Lifestyle Magazin“. Damals war es einfach nur ein Blog über Technik-Kram. Daher auch der Name.</p>
<p class="isSelectedEnd">Was viele heute gar nicht mehr wissen: Die Blogosphäre war damals eine völlig andere Welt.</p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Weniger Konkurrenz, mehr Persönlichkeit</strong></p>
<p class="isSelectedEnd">Als techkrams.de startete, gab es zwar große Tech-Seiten, aber die Landschaft war deutlich überschaubarer. Viele Blogs waren Einzelprojekte oder kleine Teams. Man kannte sich untereinander, verlinkte sich gegenseitig und diskutierte in den Kommentaren.</p>
<p class="isSelectedEnd">Traffic kam aus drei Quellen:<br />
RSS-Feeds, Blogrolls und Google.</p>
<p class="isSelectedEnd">Social Media spielte praktisch keine Rolle.</p>
<p class="isSelectedEnd">Heute konkurriert man nicht nur mit anderen Blogs. Man konkurriert mit YouTube, TikTok, großen Medienhäusern, Reddit-Threads und inzwischen auch mit KI-generierten Content-Farmen. Die Zahl der Inhalte ist explodiert.</p>
<p class="isSelectedEnd">Früher reichte ein guter Artikel. Heute muss er <strong>sichtbar</strong> sein.</p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Monetarisierung: Früher simpel, heute kompliziert</strong></p>
<p class="isSelectedEnd">Auch das Thema Geld hat sich massiv verändert.</p>
<p class="isSelectedEnd">Die klassische Monetarisierung eines Blogs bestand damals aus zwei Dingen:<br />
Google AdSense und ein paar Affiliate-Links.</p>
<p class="isSelectedEnd">Das funktionierte erstaunlich gut. Die Einnahmen waren zwar nie riesig, aber sie konnten Hosting, Hardware und manchmal sogar neue Gadgets finanzieren.</p>
<p class="isSelectedEnd">Heute ist das deutlich komplexer.</p>
<p class="isSelectedEnd">Werbung wird blockiert, Affiliate-Programme werden restriktiver, Algorithmen verändern ständig die Spielregeln. Gleichzeitig sind die Erwartungen der Leser gestiegen: schnellere Inhalte, bessere Bilder, Videos, Social Media, Newsletter, Podcasts.</p>
<p class="isSelectedEnd">Der Aufwand ist heute ein Vielfaches dessen, was früher nötig war.</p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Content finden war früher einfacher</strong></p>
<p class="isSelectedEnd">Eine der größten Veränderungen betrifft die Themen selbst.</p>
<p class="isSelectedEnd">Vor zehn bis fünfzehn Jahren gab es ständig echte technologische Sprünge. Neue Smartphones, neue Plattformen, neue Geräteklassen. Jede Woche passierte irgendetwas Spannendes.</p>
<p class="isSelectedEnd">Heute wirkt vieles wie Modellpflege.</p>
<p class="isSelectedEnd">Geräte werden minimal schneller, Kameras minimal besser, Software minimal schlauer. Wirklich disruptive Innovationen sind selten geworden. Das macht es schwieriger, Themen zu finden, die wirklich noch überraschen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Ich habe irgendwann beschlossen, deshalb nicht jede News hinterherzulaufen, sondern nur noch über Dinge zu schreiben, die ich selbst interessant finde. ()</p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Und trotzdem existiert techkrams.de immer noch</strong></p>
<p class="isSelectedEnd">Nach so vielen Jahren.</p>
<p class="isSelectedEnd">Nicht weil es ein Business-Case ist.<br />
Sondern weil es Spaß macht.</p>
<p class="isSelectedEnd">Weil Technik immer noch fasziniert.<br />
Weil Schreiben Gedanken sortiert.<br />
Und weil das Internet immer noch Platz für persönliche Perspektiven hat.</p>
<p class="isSelectedEnd">Vielleicht ist genau das heute sogar wichtiger als früher.</p>
<p class="isSelectedEnd">Denn zwischen Algorithmen, AI-Content und SEO-Optimierung ist eines selten geworden: <strong>echte Stimmen.</strong></p>
<p class="isSelectedEnd">Und genau dafür gibt es techkrams.de immer noch.</p>
<p>Manchmal reicht eben ein bisschen Tech-Kram.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Mir gehts beschissen“ sagt man auch viel zu selten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Schmitt (Pixelaffe)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 2025 15:39:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit ein paar Jahren benutze ich die letzten Tage des Jahres immer wieder dazu, um eine Art Inventur bei mir selbst zu machen, über das vergangene nachdenken und ev. Dinge, die man in der Zukunft tun möchte nachdenken. So auch dieses Jahr und ich muss sagen, dieses Jahr war einfach nur Kacke in vielerlei Hinsicht. [&#8230;]<img src="https://stats.techkrams.de/piwik.php?idsite=3&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Fmir-gehts-beschissen-sagt-man-auch-viel-zu-selten%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dmir-gehts-beschissen-sagt-man-auch-viel-zu-selten&amp;action_name=%E2%80%9EMir%20gehts%20beschissen%E2%80%9C%20sagt%20man%20auch%20viel%20zu%20selten&amp;urlref=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ein paar Jahren benutze ich die letzten Tage des Jahres immer wieder dazu, um eine Art Inventur bei mir selbst zu machen, über das vergangene nachdenken und ev. Dinge, die man in der Zukunft tun möchte nachdenken. So auch dieses Jahr und ich muss sagen, dieses Jahr war einfach nur Kacke in vielerlei Hinsicht. Zum einen ist es beruflich nicht so gelaufen wie ich wollte, in der Familie sind neue Herausforderungen auf mich zugekommen und auch der Rest der so „nebenbei“ passiert ist hat eigentlich so gar nicht in meinen Kram gepasst. Ich hatte vermutlich wieder hunderte Ideen aber nichts davon umgesetzt oder gar angefangen. Das alles hat seine Spuren hinterlassen und je weiter das Jahr vorangeschritten ist, wurde es schlimmer.</p>
<h2>„Das Leben ist kein Ponyhof“</h2>
<p>Es ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen und und auf einem Ponyhof lebe ich auch nicht, so erwachsen bin ich mit meinen fast 50 Jahren nun schon (glaube ich) aber wenn man Tag ein tag aus nur mit Problemen konfrontiert wird und diese lösen soll ohne sich selbst um seine eigenen Probleme kümmern kann kommt irgendwann der Punkt an dem man nur noch funktioniert. Diesen Punkt habe ich im letzten Drittel dieses Jahres wahrscheinlich überschritten und trotzdem weitergemacht. Ich bin ein Mensch, der dann immer ganz still wird, sich abschottet um nicht noch mehr Mist an sich heranzulassen und gleichzeitig arbeite ich weiter an den Problemen anderer. Das kenne ich bereits und normalerweise finde ich dann auch immer einen Ausweg aus dieser Situation, manchmal nach Tagen manchmal nach ein oder zwei Wochen, doch diesen Ausweg habe ich diesmal nicht gefunden. Ich wurde stiller und habe mich immer mehr eingeigelt und habe immer weniger an mich herangelassen, mich geflüchtet in die Weiten von Netflix oder einfach nur doomscrolling betrieben bis es wieder Zeit war ins Bett zu gehen und den Tag als einen weiteren Verlust zu verbuchen, bis ich mich am darauffolgenden Tag erneut aus dem Bett gequält habe, um das alles von Neuem über mich ergehen zu lassen und immer weiter zu funktionieren.</p>
<p>Was ich hier beschreibe, kenne ich bereits vor etwas mehr als 15 Jahren ging es mir schon einmal so, allerdings waren hier die Vorzeichen anders. Damals wurde ich mit einem klassischen Burn-out in die Reha geschickt, in der ich mich erst einmal wieder selbst finden musste und mir Mechanismen aneignen musste um so etwas zu verhindern. Als ich damals wieder einigermaßen hergestellt war, wurde mir in einem meiner letzten Gespräche mitgeteilt, dass man ebenfalls vermutet, dass ich unter depressiven Episoden litt&#8230;.</p>
<p>15 Jahre später habe ich zwar immer noch meine Werkzeuge um nicht wieder in ein Burn-out zu laufen, aber immer noch keine Werkzeuge um mit den Depressionen umzugehen und genau das ist der Punkt an dem ich mich gerade befinde &#8211; Ich stecke wohl gerade in einer Depression. Keinen Bock, ich funktioniere nur noch, keinen Spaß an nichts und sehe nur noch schwarz. It is what it is &#8211; mir geht’s beschissen. Das ist mir in den letzten Tagen des Jahres klar geworden.</p>
<h2>The Show must go on!</h2>
<p>Jetzt heißt es da wieder herauskommen und da ich es nicht alleine schaffe wie es scheint, suche ich mir Hilfe. Ich habe mir bereits einen Termin bei meinem Hausarzt gemacht und werde dort erst einmal vorsprechen um zu sehen wie es weitergeht, vermutlich werde ich dann erst einmal wochenlang einen Termin bei einem Facharzt suchen müssen aber ich will das erledigen. Ich will nicht mehr nur funktionieren, ich will wieder agieren und nicht nur reagieren &#8211; der Jäger sein, nicht der Gejagte. Endlich mal wieder „leben“ und mal wieder geilen Scheiß machen oder einfach nur mal wieder herzhaft und ehrlich lachen.</p>
<p>Wenn andere sich Sport oder ähnliches als Vorsätze für das neue Jahr vornehmen bin ich da eigentlich eher simple gestrickt, mal wieder herzhaft und ehrlich Lachen wäre schon einmal ein Anfang. Zudem habe ich bereits ein paar Dinge in die Wege geleitet um das kaputt zu machen was mich kaputt macht, mal schauen ob sich 2026 die ganzen einzelnen Puzzleteile zusammenfügen und alles funktioniert. Ich erwarte ja nicht, dass habe dem 01. Januar wieder alles in Butter ist, dafür ist der Prozess zu lange und zu komplex aber ich würde mir wünschen zumindest ein paar schnelle Erfolge erzielen zu können um wieder ein klein wenig Licht am Ende des Tunnels sehen zu können. Es kann auch nur ein Lächeln sein, irgend etwas das mir zeigt, dass ich innerlich noch nicht ganz Tod bin, sondern dass noch etwas in mir steckt, für das es sich lohnt zu kämpfen.</p>
<p>Wir sehen / lesen / hören uns in 2026 und passt auf euch auf.</p>
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		<title>Neues Jahr, neue Themen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Schmitt (Pixelaffe)]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Feb 2025 13:02:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lange hab ich hier nimmer in die Tasten gehauen. Sei es, weil ich keinen Bock hatte oder andere Dinge einfach Prio hatten, aber für 2025 habe ich mir ein Ziel gesetzt. Jeden Tag in 2025 will ich einen Artikel schreiben &#8211; sei es hier auf techkrams.de oder 0auf42.de. Den ersten Monat habe ich also schon [&#8230;]<img src="https://stats.techkrams.de/piwik.php?idsite=3&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Fneues-jahr-neue-themen%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dneues-jahr-neue-themen&amp;action_name=Neues%20Jahr%2C%20neue%20Themen&amp;urlref=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Lange hab ich hier nimmer in die Tasten gehauen. Sei es, weil ich keinen Bock hatte oder andere Dinge einfach Prio hatten, aber für 2025 habe ich mir ein Ziel gesetzt. Jeden Tag in 2025 will ich einen Artikel schreiben &#8211; sei es hier auf techkrams.de oder 0auf42.de. Den ersten Monat habe ich also schon einmal versagt und muss den jetzt aufholen. Wird schon klappen und mit der Zeit kommt die Übung wieder und auch die Lust was zu schreiben.</p>
<p>Für den Anfang werde ich nicht auf meine eigenen Qualitätsstandards (mind. 1000 Zeichen etc. etc.) bestehen, aber soll auch nicht sinnfreies Geschwafel ohne Inhalt werden, wie es immer mehr wird hier im Netz. &#8222;Informieren um jeden Preis&#8220; werde ich nicht und will ich auch nicht. Ich werde über Themen schreiben, auf die ich Bock habe, nicht über Themen, über die ich glaube, schreiben zu müssen, weil ich dadurch Besucher bekomme.</p>
<p>Das Internet hat sich verändert seitdem ich mit all dem hier angefangen habe, und so habe ich es auch. Ich habe geheiratet, habe ein Kind bekommen, dann noch eins und noch eins. Ich war selbstständig zu 100%, dann kam eine Pandemie und dann war ich nur noch teilweise selbstständig. Was solls alles ändert sich und so muss ich das auch machen, den Aufgeben werde ich nicht.</p>
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		<title>Es ist nicht leicht ein Nerd zu sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Schmitt (Pixelaffe)]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Aug 2024 17:49:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal frage ich mich echt, ob wirklich so ein großer Vorteil ist, wenn man sich recht leicht für Dinge faszinieren kann. In meinem Beispiel ist es einfach die schiere Fülle an Interessen die mich ausbremsen. Neben dem ganzen Interesse für aktuelle Technik (was ja schon ein recht breites Feld ist) kommt auch noch die Liebe [&#8230;]<img src="https://stats.techkrams.de/piwik.php?idsite=3&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Fes-ist-nicht-leicht-ein-nerd-zu-sein%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Des-ist-nicht-leicht-ein-nerd-zu-sein&amp;action_name=Es%20ist%20nicht%20leicht%20ein%20Nerd%20zu%20sein&amp;urlref=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal frage ich mich echt, ob wirklich so ein großer Vorteil ist, wenn man sich recht leicht für Dinge faszinieren kann. In meinem Beispiel ist es einfach die schiere Fülle an Interessen die mich ausbremsen.</p>
<p>Neben dem ganzen Interesse für aktuelle Technik (was ja schon ein recht breites Feld ist) kommt auch noch die Liebe zu Filmen und Serien dazu. Das reicht aber noch nicht, so lese ich sehr gerne oder höre mir Hörbücher an. Aber immer dann wenn ich mir denke das Buch könnte ich als nächstes lesen, fällt mir dann der Stapel ein der hier noch liegt. Auch die Themen sind vielfältig, so liegt hier neben den Klassikern von Pratchett oder der Drachenlanze-Serie auch noch ein paar Bände aus der Warhammer 40K Reihe in die ich schon seit Jahren reinlesen will. Dazu kommen die Bücher der Dresden Files-Serie, die Flüsse von London-Reihe oder die Bücher rund um Alex Verus und noch viele mehr, egal ob auf dem eBook-Reader oder als klassisches Buch. Bei mir sind immer mindestens zwei Bücher “angelesen”. Daneben liegen hier dank eines Audible-Abos sicherlich schon weit über 100 Bücher auf der digitalen Halde, die mag ich besonders, wenn ich mit dem Hund unterwegs bin.</p>
<p>Abends wir dann auch mal die eine oder andere Serie geschaut, wobei ich hier nicht zwinend wählerisch bin, so lange der Inhalt nicht zu sehr nervt, dann kann ich auch schonmal abschalten und dank des unaufhörlichen Nachschubs dank Amazon Prime, Netflix und Co. gibt es auch immer was Neues.</p>
<p>Aktuell versuche ich dann noch ein wenig in die echte Welt zu entfliehen ohne mich nur “berieseln” zu lassen. Momentan bin ich gerade wieder auf dem Konzerte Trip und geniese jedes einzelne davon. Auch will ich endlich mal wieder in Magic the Gathering einsteigen. Ich hab das während meiner Schulzeit ein paar mal gespielt und in den letzten 10 Jahren immer mal wieder ein paar Bundles und Pakete gekauft, das sind mit der Zeit so um die 2000 Karten zusammengekommen, aber ich habe es noch nicht geschafft mir ein aktuelles Deck zusammenzubauen und einmal spielen zu gehen. Aber nicht nur Magic-Karten sind hier in meiner Nerd Höhle zu finden, zusammen mit den Jungs hat sich in letzter Zeit ein wenig das Pokemon und One Piece Sammelkartenspiel hier eingeschlichen und wir haben es schon das ein oder andere mal gezockt. Ebenfalls habe ich mir in den Kopf gesetzt mit meinen Kids einmal D&amp;D zu spielen. Ich fand das damals eigentlich recht lustig, zusammen an einem Tisch zu sitzen und mir immer neue Sachen ausdenken zu müssen, sei es als Spieler oder auch das eine oder andere mal als Dungeon-Master.</p>
<p>Bei meinen Kids könnte ich mir sogar vorstellen, dass sie da so richtig drauf abfahren, wobei ich es mir noch nicht wirklich vorstellen kann, dass sie sich selbst einen Charakter erstellen, daher habe ich mir letzt das Dungeons &amp; Dragons Starterset geholt. Für den Fall, dass das immer noch zu kompliziert ist gäbe es auch noch die Option auf “Die schwarze Katze” zu wechseln, was eine “Light”-Version von das schwarze Auge sein soll und extra für Kinder Zugeschnitten. Mal schauen was dann am Ende wirklich dabei rauskommt und wie ich das alles unter einen Hut bringen soll.</p>
<h2>So much ToDo, so less time</h2>
<p>Das ist wohl das was mich momentan wirklich umhertreibt, wie immer 1000 Dinge die ich anpacken möchte aber nicht den Arsch hochbekommen. Ich hoffe ich finde da irgendwie einmal einen Weg ohne Wahnsinnig zu werden, ich würde es mir wirklich wünschen, wobei es wohl eher Disziplin ist die mir am Ende fehlt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Muss schreiben&#8230;..</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Schmitt (Pixelaffe)]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Oct 2023 10:13:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aktuell habe ich einen echten Durchhänger. Ich bekomme keine Texte auf die Reihe, obwohl ich so viel zu tippen hätte. Irgendwie weigert sich mein Kopf. Deswegen habe ich mir vorgenommen, im Oktober täglich einen Artikel zu schreiben. Entweder hier, auf 0auf42.de (ja die Seite gibt es wieder und wird gerade wieder mit Inhalten gefüllt) oder [&#8230;]<img src="https://stats.techkrams.de/piwik.php?idsite=3&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Fmuss-schreiben%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dmuss-schreiben&amp;action_name=Muss%20schreiben%26%238230%3B..&amp;urlref=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aktuell habe ich einen echten Durchhänger. Ich bekomme keine Texte auf die Reihe, obwohl ich so viel zu tippen hätte. Irgendwie weigert sich mein Kopf.</p>
<p>Deswegen habe ich mir vorgenommen, im Oktober täglich einen Artikel zu schreiben. Entweder hier, auf 0auf42.de (ja die Seite gibt es wieder und wird gerade wieder mit Inhalten gefüllt) oder auch techkrams.de.</p>
<p>Okay, mal schauen ob ich das auf die Kette bekomme, irgendwie ist aktuel gerade sehr viel Mist in meinem Leben los und ich bin foh mal &#8222;nichts&#8220; zu machen, wobei diese &#8222;nichts&#8220; mich dann meist auf das Sofa oder den Sessel nagelt und ich mir irgendwas zum entspannen reinziehe.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.techkrams.de/piwik.php?idsite=3&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Fmuss-schreiben%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dmuss-schreiben&amp;action_name=Muss%20schreiben%26%238230%3B..&amp;urlref=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p><a href="https://pixelaffe.de">Pixelaffe.de - Ich bin ein Ge.rd - ½ Geek, ½ Nerd</a> <a href="https://pixelaffe.de">Pixelaffe.de</a></p>
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		<title>High Five, mit einem Stuhl &#8211; ins Gesicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Torsten Schmitt (Pixelaffe)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Aug 2023 17:04:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neues Lebensjahr, Zeit mal wieder zu überlegen was ich in den letzten 47 (ja ihr Kluhgsch*** es sind erst 46 rum) erreicht habe, so eine Art „Selbstkritik“. Die Einen machen es zum Jahreswechsel, ich habe mir angewöhnt das immer so rund um meinen Geburtstag zu machen. Vergangenes ist passiert und ich kann es nicht ändern, [&#8230;]<img src="https://stats.techkrams.de/piwik.php?idsite=3&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Fhigh-five-mit-einem-stuhl-ins-gesicht%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dhigh-five-mit-einem-stuhl-ins-gesicht&amp;action_name=High%20Five%2C%20mit%20einem%20Stuhl%20%26%238211%3B%20ins%20Gesicht&amp;urlref=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p><a href="https://pixelaffe.de">Pixelaffe.de - Ich bin ein Ge.rd - ½ Geek, ½ Nerd</a> <a href="https://pixelaffe.de">Pixelaffe.de</a></p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neues Lebensjahr, Zeit mal wieder zu überlegen was ich in den letzten 47 (ja ihr Kluhgsch*** es sind erst 46 rum) erreicht habe, so eine Art „Selbstkritik“. Die Einen machen es zum Jahreswechsel, ich habe mir angewöhnt das immer so rund um meinen Geburtstag zu machen.</p>
<p>Vergangenes ist passiert und ich kann es nicht ändern, ich kann versuchen gemachte Fehler nicht noch einmal zu machen und mich trotzdem noch Neues zu lernen zu machen.<br />
„Stay young, stay foolish“ &#8211; Das hat Steve Jobs einmal gesagt und ist für mich ein sehr starkes Zitat, denn es beschreibt mich irgendwie ganz gut. Neugier, immer auf der Suche nach neuen interessanten Dingen, die ich mir aneignen kann, um mit der aktuellen Zeit mitzuhalten.</p>
<p>Und genau hier liegt auch eines meiner Probleme begraben, es ist stellenweise einfach „zu viel“ und das Internet verstärkt das ganze. Von allen Seiten prasseln Informationen auf mich ein, diese ordnet mein Hirn in unterschiedliche Prioritäen ein z.b. „Ultrahigh“ = hat was mit der Familie zu tun oder „High“ = Job. Je mehr Infos da auf mich einprasseln umso mehr hat mein Hirn zu arbeiten, selbst im Standby grübelt es (ich glaube darüber hatte ich irgendwann schon einmal was geschrieben). Meine Frau sagt ich sei immer am Grübeln, was irgendwie auch stimmt. Erkläre ich in dem einem Moment einem Kind was in Mathe kann ich Millisekunden später eine Mail zu einem Fehler im DNS bearbeiten, während ich in einem Call bin. Ein wenig fühlt sich das an wie bei Hammy dem Eichhörnchen aus „Ab durch die Hecke“, ich bewege mich in absurder Geschwindigkeit durch eine Umgebung, in der alles in Zeitlupe abläuft. Das kann gut sein aber auch schlecht, es ist schwer zu erklären. Es gibt Tage da hab ich mein geplantes Arbeitspensum schon vor 12 erledigt und übernehm auch noch Aufgaben von Kollegen. Dann gibt es wieder Tage da bekomm ich absolut nix geschissen &#8211; eigentlich nix tragisches.<br />
Seit dem Start der Pandemie hat sich bei mir aber etwas verändert, neben diesen ganzen ToDos kommt immer noch die Wachsamkeit dazu. Immer mit einem Ohr „da draußen“ um mitzubekommen ob die nächste Corona-Variante auf dem Vormarsch ist, oder irgendein Irrer in einem Kriegsgebiet eine Atombombe gezündet hat.</p>
<p>Natürlich ist das nicht so geil, wenn du eh den ganzen Tag in einem Browser arbeitest, der dich schnell dazu verleitet mal schnell Nachrichten abzuchecken &#8211; aber das hab ich dank einer antrainierten Disziplin recht gut im Griff nicht im Sekundentakt News-Seiten mit F5 zu refreshen. Allerdings habe ich wohl ein Problem damit meinen Input zu filtern, sprich die Masse an Informationen noch vor meiner internen Priorisierung ausfiltern. Die hat zur Folge, das es Tage gibt an denen ich komplett überreizt bin und nichts sinnvolles mehr auf die Kette bekomme, den Tag über habe ich in meinem Brot &amp; Butter Job funktioniert, aber die Prozesse die in den dunklen Ecken meines Hirns gelaufen sind, haben mich mehr oder minder zu einem leeren Haufen Fleisch gemacht und diese „überreizten Tage“ werden immer mehr. Aktuell liegt im B&amp;B-Job die Finalisierung eines Projektes an und NATÜRLICH kommen Menschen die seit 1,5 Jahren involviert sind erst mit „Ach das ist aber doof“ oder „so kann das aber nicht funktionieren weil BliBlaBlub“. Anstatt ihnen eine freundliches „Fick dich“ oder einen Stuhl entgegezuschleudern, nehm ich den Punkt / das Argument / die Information mit und arbeite diese ebenfalls ab (nachdem sie intern priorisiert wurde). Ab und An denke ich dann doch, dass der Stuhl eine bessere Alternative gewesen wäre, aber man will ja kollegial sein. Also noch ein Thema mehr auf der ToDo-List und meist bleibt es dann nicht bei dem einen sondern zieht noch einmal zig weitere mit sich (weil einfach wäre ja zu einfach).</p>
<p>Ihr erinnert euch an die „Ultrahigh“-Themen? Sagen wir mal so, Kindern Stühle entgegenzuschleudern ist absolut keine Option, auch nicht sie zu beschimpfen&#8230; ABER die kommen manchmal auf Ideen….puhhhhh.</p>
<p>Ich muss mir diese „Wachsamkeit“ irgendwie wieder abtrainieren, Schwerpunkte verschieben. Nicht noch ein neues Profil im x-ten Klon von Twitter anlegen. Mir kann es eigentlich auch kackegal sein, ob der Wochenmarkt hier im Dorf abgeschafft wird oder nicht, ich war da 1-2 mal und das dagebotene war echt traurig…kack drauf. Mein Hirn sagt aber hey, mach doch mal den Vorschlag um das ganze für Händler und Besucher attraktiver zu machen… ES IST NICHT MEIN FUCKING JOB EY! Input filter, dass muss ich lernen. Die Abläufe in meinem Hirn können dann weiter funktionieren, Bandbreite freiräumen um Energie zu sparen. In den letzten 6-8 Monaten hab in ruhigen Minuten bewusst darüber nachgedacht (wahrscheinlich auch im Hirn-Standby).<br />
Das Problem ist aus meiner Sicht also erkannt, nun gilt es eine Lösung zu finden für all die unbeantworteten Mails, Anfragen ausstehenden Dinge und was auch immer hier noch so ansteht oder liegen geblieben ist. Es darf aber kein Komplettausstieg sein, denn sonst kann ich meiner angeborene Neugier nicht mehr befriedigen und das sorgt für andere Probleme (Werd ich dann „alt“?).<br />
Ziemlich wirres Zeug, was ich hier so von mir geben, aber so funktioniere ich wohl und werde mich als Konsequenz aus all dem Wirr-Warr erst einmal etwas rar machen in diesem Internet, die Menschen regen sich auch ohne mich über jeden Dreck auf. Mit Menschen zu denen ich eine guten Draht habe, werd ich auch weiter Kontakt halten, denn über die Jahre wurden es irgendwie immer weniger &#8211; Müll aussortieren, das Gute behalten. Das sollte schon ein recht guter Filter sein. Ich werde meine über die Jahre gewachsene Bubble mal auf ein paar Flecken checken und dann ggf. ausbessern, so ist das halt wenn man „älter und weiser“ wird. Reflektion, Nachdenken kann so wichtig sein. Sich mit Feel-Good Dingen umgeben, Dinge tun weil man sie will und nicht weil man sie musss &#8211; das ist das Ziel dass ich mir für den Rest des Jahres 2023 vorgenommen habe. „Get your shit done“ auf meine Weise, nicht wie sie mir ein Ratgeber oder Experte vorschreibt. Einfach machen, imaginäre Stühle werfen, Anti-Bullshit-Magnet sein.</p>
<p>Irgendwie.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://stats.techkrams.de/piwik.php?idsite=3&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Fhigh-five-mit-einem-stuhl-ins-gesicht%2F%3Fpk_campaign%3Dfeed%26pk_kwd%3Dhigh-five-mit-einem-stuhl-ins-gesicht&amp;action_name=High%20Five%2C%20mit%20einem%20Stuhl%20%26%238211%3B%20ins%20Gesicht&amp;urlref=https%3A%2F%2Fpixelaffe.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p><a href="https://pixelaffe.de">Pixelaffe.de - Ich bin ein Ge.rd - ½ Geek, ½ Nerd</a> <a href="https://pixelaffe.de">Pixelaffe.de</a></p>
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