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		<title>poisonfree.com reviews</title>
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			<title>poisonfree.com reviews</title>
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		<lastBuildDate>Mon, 23 Jan 2012 21:57:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Toundra - (II)</title>
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			<description>Nun kann man sich bei instrumentalen Post-Rock Platten gern gelangweilt abwenden. Als altersmüder...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Nun kann man sich bei instrumentalen Post-Rock Platten gern gelangweilt abwenden. Als altersmüder Mitt-Dreissiger, der meint alle Trends bereits einmal mitgemacht zu haben, mag das weise und erhaben wirken. Und in etwa so sinnvoll, wie keine neuen Batman-Filme von Nolan mehr zu wollen, weil es ja bereits 2 gute davon gab. Verpassen würde man eine Menge Mittelmaß, wie überall, einige Ausfälle, aber auch einige wenige Scheiben, die über alle Zweifel erhaben sind. Toundra aus Madrid in Spanien gehören in meinen Augen zu letzter Kategorie. Schon 2010/2011 erblickte diese Album mit 40 Minuten in 7 Tracks das Licht der Welt, erst jetzt aber wird es europaweit verfügbar gemacht und entsprechend beworben. Toundra beginnen sachte, steigern sich aber schon in den knapp 3 Minuten des Intro-artigen „Tchod“s angenehm und behäbig, bevor „Magreb“ den ersten echten Song darstellt. 11 Minuten tobt sich die Band aus, erneut langsam im Antritt, aber irgendwann trabend, dynamisch, und v.a. mit einer großartigen Rhythmus-Sektion ausgestattet. Wie üblich in solchen Songs nimmt man sich Zeit, auch mal komplett das Gas zurück zu nehmen, verspielte Akzente durch Melodien und Effekt zu setzen, die zudem Tiefe und Amtosphäre vermitteln. Am Ende krempelt man die Stimmung dann noch ein wenig um, es wird lauter und treibend-aggressiv, ohne irgendwie stumpf zu wirken. „Zanzibar“ ist dann im Anschluss ebenfalls wieder relativ fordernd, laut und heavy und am Ende mit einer toll flirrenden Gitarre ausgestattet. Nach einem Interlude begibt man sich 7 Minuten in die Arme von „Danubio/Danube“, der über die erste Hälfte beinahe zerbrechlich wirkt, viel gezupfte Gitarren präsentiert, bevor er dann ab der Mitte ausgesprochen wuchtig eskaliert und am Ende sogar ins Uptempo wechselt. „Koschei“ ist kurz gehalten, auf den Punkt, dynamisch und beinahe hektisch dargeboten, mit klarem Fokus auf moderne Rockmusik – hier ist man beinahe nah an Mastodon und Konsorten, um wenigstens einen einzigen Vergleich zu bringen. </p>
<p class="bodytext">Am Ende der Platte haut einen dann noch „Bizancio/Byzantinum“ um, wohl das spannendste, aufregendste, mitreißendste Stück Musik, was mir bisher 2012 begegnet ist. Man beginnt bereits schmissig, aber in gewisser Weise verhalten und gefühlvoll, bevor bei ca. Minute 2 der Song derartig aufblüht, dass einem das Hören vergeht. Nicht nur der Beat, mit der dezent verzögerten Snare und den vielschichtigen Gitarren verzaubert, auch die Wärme, die gleichzeitig vermittelt wird, ist einfach umwerfend. Wenn dann als nächste Steigerung bei Minute 3 die flirrenden Gitarren addiert werden, bevor der Song sich wieder merklich zurück nimmt, Akkustik-Gitarren und Streicher auffährt und auf eine unweigerliche, harte Eskalation am Ende hinsteuert, ist es endgültig um den Hörer geschehen.</p>
<p class="bodytext">Nicht nur der Abschluss, auch das Gesamtpaket stimmt. Die Platte ist fantastisch erdig produziert, das Artwork verzückt – nicht der heimliche, sondern der klare Gewinner dieses ersten Updates 2012.</p>]]></content:encoded>
			<category>reviews</category>
			<category>featured record</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 21:57:00 +0100</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Five Feet High and Rising - the alpha &amp; omega</title>
			<link>http://www.poisonfree.com/index.php?id=311&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=5003&#38;cHash=16f69f4d2ece59335857e415dc9700fa</link>
			<description>Unterm Strich läuft diese Band diversen aktuellen Trends hinterher. Im Metalcore zu Hause addiert...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Unterm Strich läuft diese Band diversen aktuellen Trends hinterher. Im Metalcore zu Hause addiert man Keyboards/Synthis, um Enter Shikari ein bisschen den Hof zu machen, pendelt unvermeidbar zwischen Geschrei und Gesang und trägt knallebuntes Merch diverser angesagter Bands. Oberflächlich betrachtet also eine Scheibe, die man schnell abhaken... könnte. Denn überm Strich schaffen es 5FHAR, aus diesen zweifelsohne angesagten Elementen eine recht mitreißende Mixtur zu basteln, die zwar immer noch hier und da ein wenig cheesy ist, allerdings ebenso überzeugt und eine Menge Talent durchschimmern lässt. Schon der Opener ist wirklich herrlich wuchtig vorgetragen, die Synthis sitzen an der richtigen Stelle, die Vocals sind angenehm rotzig, und mit dem Gesang übertreibt man es nicht. Gemosht wird dafür umso härter, was mehr als einmal an Winds of Plague erinnern, die ja ebenfalls angenehm bratzige Keyboards verarbeiten. Ähnlich beginnt dann „of blessed memory“, wobei hier ein paar weitere Facetten von den Vocals beigesteuert werden. Auch der Chor ist hier nochmal vertreten und gesondert zu erwähnen. Auch dieser Song ist spannend aufgebaut, kokettiert geschickt mit Trends und Melodien und Gesang, besticht aber v.a. durch stumpfe Aggressivität, die hier an Emmure erinnert. Der Titeltrack outet sich später als Ambient-artige Collage, mit der er die ganze Zeit bereits strukturell flirtet, bevor es mit „megatron“ knallig und tanzbar wird, mit beinahe technoiden Keyboards und einer Menge klassischem Metalcore-Mosh im Midtempo. Der Gesang ist auch hier vorhanden, und am Ende gibts nochmal Elektro satt. Das finale bringt nichts neues, was man der Platte allgemein vielleicht als Schwäche ankreiden kann. Für ein erstes „Hallo!“ ist diese EP aber durchweg überzeugend, sofern man sich auf die beschriebenen Element einlässt.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>reviews</category>
			<category>featured record</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 21:56:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>WolfxDown - MMXI</title>
			<link>http://www.poisonfree.com/index.php?id=311&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=5002&#38;cHash=7aac11713da48a955f6a36b29ebec485</link>
			<description>Ein richtig schön aggressives Stück klassischen Hardcores bringen Wolf Down aus dem Ruhrpott auf...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ein richtig schön aggressives Stück klassischen Hardcores bringen Wolf Down aus dem Ruhrpott auf einer schick designten 7“ via Start a Fire Records in Kooperation mit Catalyst Records, von dem ich nicht einmal wusste, dass es noch aktiv ist. Jedenfalls brettern WxD gleich ordentlich los, mit einem rotzigen mid tempo Track, der unterhält und fordert – und mit Erstaunen stelle ich erst beim 2. Track „rot“ fest, dass dieses keifende Organ von einer Frau kommt. Irgendwo zwischen modernen Einflüssen, Metal-Elementen und klassischem Hardcore hängt sich auch dieser Song in die Ecke des Raumes wie eine fiese Stimme und mosht zum Ende hin stumpf, aber ehrlich und ohne Schnörkel vor sich hin. „Faithless“ ist erst alte Schule schnell, verändert sich dann aber in einen bratzigen Rocksong, der gefällt. Gleiches gilt für das finale „Rat Race“, bevor der Spuk schon nach 4 Tracks vorbei ist. Dass die Band vegan und Straight Edge ist, unterstreicht die äußere Qualität der Platte. Neues wird hier nicht unbedingt geboten. Geschickt transportiert man aber den Old School Spirit in ein modernes und trotzdem klassisches Song-Umfeld. Gelungen, gerne mehr!</p>]]></content:encoded>
			<category>reviews</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 21:55:00 +0100</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Sweet Empire - this season needs torches</title>
			<link>http://www.poisonfree.com/index.php?id=311&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=5001&#38;cHash=b7cf2667e320cf419c7bdbd38ce032dd</link>
			<description>Eine richtig nette, sommerliche Scheibe bringen uns Shield Rec. mit dem Full Length von SWEET...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Eine richtig nette, sommerliche Scheibe bringen uns Shield Rec. mit dem Full Length von SWEET EMPIRE ins Haus. Pop-punkig, aber immer mit der richtigen Attitüde, nie weinerlich und stets mitreißend melodieren (ha! Ein neues Verb ist geboren!) sich die 4 Herren in der Manier von Klassikern wie Dag Nasty, von denen v.a. Dave Smalleys Vocals entliehen sind. Dazu ein moderner Drive, eine intensive Produktion und die Miete ist bereits halb gezahlt. Die andere Hälfte wird erstattet, denn auch Songwriting-technisch ist die Band oben dabei. Stets interessant, sehr homogen, trotz der Verbeugung vor den 80ern mit klar eigenem Sound unterhält die Band über 12 Tracks vortrefflich. Tolle Melodien gibts zu Hauf, aber nie wird das ganze weinerlich. Der Midtempo Beat als Rückgrat der Platte wird ebenfalls genug verändert, um nie langweilig zu sein. Lyrisch gibts viel Politik, Persönliches, immer gut verpackt, und die Band spricht sich zudem für Tierrechte aus. Auch das Artwork stimmt, die CD kommt in einem schicken Digipack daher. Macht man so gar nix falsch mit.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>reviews</category>
			<category>featured record</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 21:54:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Striking Justice - building</title>
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			<description>Eine recht erfreuliche Melange aus Hardcore alter Schuld und modernen Einflüssen aus Rock und Metal...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Eine recht erfreuliche Melange aus Hardcore alter Schuld und modernen Einflüssen aus Rock und Metal bringen Striking Justice aus den Niederlanden in Form eines selbstveröffentlichten Full Lengths. Rotzige Vocals, viel stampfiger Mid Tempo, aber eben auch schnelle Passagen, metallische Gitarren und Songstrukturen im Stil des modernen Old School Hardcores. Die Stimme ist ebenfalls in genau diesen stilistischen Regionen unterwegs – ehrliches Geschrei würde ichs nennen, hier und da angenehm angepisst, aber auch mal emotional angehaucht. V.a. durchs Songwriting kann die Band punkten. Gute Spannungsbögen werden geschaffen, die Songs machen Laune, und das obwohl man eigentlich nichts anders macht als man es erwarten würde. Das Genre ist ja eh ganz gut bevölkert, da wird die Spreu vom Weizen getrennt, und SJ landen erfreulicherweise im richtigen Sack. Auch die Produktion sowie das schicke Digipack wissen zu überzeugen.</p>
<p class="bodytext">Die Platte könnte von Sound und Qualität auch gut auf Bridge 9 erscheinen. Durchaus einen näheren Blick wert.</p>]]></content:encoded>
			<category>featured record</category>
			<category>reviews</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 21:53:00 +0100</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Dale Cooper Quartett & the Dictaphones - metamanoir</title>
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			<description>Wieder einmal nebelt mich das Dale Cooper Quartett in blauen Dunst ein. Sphärische Klänge, dem Jazz...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Wieder einmal nebelt mich das Dale Cooper Quartett in blauen Dunst ein. Sphärische Klänge, dem Jazz nahe aber selbst dafür fast zu ungreifbar, mit häufigem Bläser Einsatz akzentuiert und hier erstmal mit Vocals versehen, gefallen nach dem Debut und eben durch den Einsatz von Gesang quasi noch besser. Immer noch steht David Lynch irgendwo im Nebel Pate, und „Darkjazz“ wird plötzlich nicht Kunstwort oder Modegenre, sondern immanent spürbar als Begriff und Stimmung. Wogende Tracks, immer leisetretend und langsam, aber hier und da durchaus einnehmend wechseln sich ab mit Momenten und Tracks, die v.a. Soundscapes darstellen und teilweise die Atmosphäre vertiefen. Keyboards, Bläser, viel Synthis, aber auch klassische Instrumentierung wie Drums &amp; Perkussion, Gitarre und Bass machen den Sound aus, der in den meisten Songs wirkliche Songs entstehen lässt, mich aber zugegebenermaßen auch mehr als einmal mit Fragezeichen überm Kopf zurücklässt ob der fragmentierten Strukturen, die ich gerade hören und verstehen sollte. </p>
<p class="bodytext">Die Vocals sind definitiv eine Bereicherung, denn ohne Vocals hat man wahrscheinlich schon mit dem Debut sein eigenes Meisterwerk abgeliefert. Männlich wie weiblich sind die Vocals mehr als einmal wie Instrumente anzusehen, also eher als Begleiterscheinung und Teppich denn als Mittelpunkt. Anspieltipps: „Eux Exquis Acrostole“ und „Le Implacable Gentilhommière“.</p>
<p class="bodytext">Wonach klingts? Immer noch ziemlich eigenständig, sicher wie Bohren und der Club of Gore, mehr als einmal wie Portishead oder auch Radiohead in ganz verschrobenen Momenten. Immer noch schwierig, aber genauso spannend.</p>]]></content:encoded>
			<category>reviews</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 21:52:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>The Dangerous Summer - war paint</title>
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			<description>Auf den ersten Blick spielen The Dangerous Summer recht gefälligen Poppunk wie wir ihn kennen und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Auf den ersten Blick spielen The Dangerous Summer recht gefälligen Poppunk wie wir ihn kennen und ein paar tausend mal gehört haben. Auf den zweiten Blick offenbart sich dann aber angenehmens Talent, welches über den Genreschnitt hinaus geht. Eigentlich in der Rockmusik als Basis verankert gibt es sicher auch diese freundlichen kleinen flotten Herzschmerz-Tracks wie „No ones gonna need you more“, mit Melancholie und Emotion, freundlich gesungen und flott vertont, aber eben „nur“ Emopunk oder wie auch immer man das nennen will. Die Platte erstarkt aber an anderer Stelle. „Work in Progress“ z.B. ist ein Track, der angenehm dramatisch ist, richtig gut und wuchtig rockt, und eben über das, was Poppunk Bands normalerweise wagen, hinaus geht. Auch „good things“ ist kein Poppunker, sondern ein angenehm flirrender Track mit gewisser Melancholie, aber v.a. guten Melodien und Gesang. „Everyone left“ ist wieder so ein bisschen dramatisch, und wagt sich eine angenehm zurückhaltende, perkussive Struktur. Auch das finale Song-Duo rockt nochmal gut.</p>
<p class="bodytext">Nicht ohne Grund und beinahe angemessen wird die Band mit Jimmy Eat World und Taking Back Sunday verglichen. Kann man durchaus mal reinhören, auch wenn einem das Genre an sich inzwischen ein bisschen zum Halse raus hängt.</p>]]></content:encoded>
			<category>reviews</category>
			<category>featured record</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 21:51:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Seed of Pain - red suns</title>
			<link>http://www.poisonfree.com/index.php?id=311&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4997&#38;cHash=f795239b63983f55f0de9776177da776</link>
			<description>Schon das Debut von Seed of Pain war eine durchaus spannende, angenehm überraschende Angelegenheit....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Schon das Debut von Seed of Pain war eine durchaus spannende, angenehm überraschende Angelegenheit. Und potzblitz, die Schweizer überraschen mit dem neuen, auf dem eigenen Label veröffentlichten Full Length gleich nochmal. Weiterentwickelt hat man sich, ist immer noch recht eigenständig und spannend unterwegs. Aber der Reihe nach...</p>
<p class="bodytext">Der Opener ist mit geloopten Drums, ungreifbaren Gitarren, sphärischen Sounds und merkwürdigen Vocals irgendwie ganz schön weit weg vom Hardcore und Punk, der im Infosheet noch prominent benannt wird. Dunkel und düster wabern auch die Vocals durchs Zimmer – der Song ist näher am 80er Jahre Wave als an irgendwas anderem. „She“ ist dann aber auch gleich wieder handgemachter: verzweifelter Gesang, echte Gitarren, wuchtige Drums, in einem Song der lange wie ein Intro klingt und erst gegen Ende wirklich Fahrt aufnimmt. Man traut sich also weiterhin Richtung Avantgarde und Experiment. „Nur Euer Gott lässt Euch leben“ ist dann postrockig, laut und aggressiv, spielt mit dem Mittel der Repetition und addiert wabernde Synthis, bevor es am Ende nochmal richtig kracht und schreit. „Stimulus“ ist erneut post-rockig, aber auf jeden Fall rockig, mit dem typischen verzweifelten Geschrei, irgendwie eklektisch und roh. „Silence is golden, silence is death“ macht Spass durch erneut geloopte Drums und ein recht feindseliges Bild zu Beginn, und warmen, angenehmen Rock am Ende. Die folgenden 5 Tracks verbringen ihre Zeit in den gleichen Ecken wie die beschriebenen Songs, was auch bedeutet: Das Ding braucht Zeit und Motivation, um Zugang zu finden. Hier und dort war mir das ganze zu abstrakt, zu feindlich und zu ungreifbar. Dennoch wächst die Platte mit jedem Durchgang, aus den Ecken und Kanten werden liebgewonnene Elemente, und sowieso: die Band verdient Respekt für die Offenheit, mit der sie ans Musik machen geht. Nicht einfach, aber durchaus erneut einen näheren Blick wert. Das Debut gefällt mir jedoch besser.</p>]]></content:encoded>
			<category>reviews</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 21:50:00 +0100</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Uneven Structure - februus</title>
			<link>http://www.poisonfree.com/index.php?id=311&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4996&#38;cHash=8b2855e7608059bc03f07f6f30fe9b29</link>
			<description>„Uneven“ ist hier Programm. Anspruchsmetal aus UK sucht via dem mir neuen Label „basick Records“...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">„Uneven“ ist hier Programm. Anspruchsmetal aus UK sucht via dem mir neuen Label „basick Records“ den Weg in unsere Ohren, und legt mit Uneven Structure gleich einen ziemlichen Brocken technischen Metalls vor. Komplexe, mathematische Rhythmen zwischen Techmetal á la Meshuggah und modernem, progressivem Metal mit Geschrei und Gesang werden dargeboten. Die Mischung ist recht gefällig, aber eben auch nicht einfach – ein schöner Kontrast, der immer wieder deutlich wird: da treffen ausgedehnte instrumentale Passagen auf krachige, kondensierte Momente. Getragener Gesang kollidiert mit Geschrei. Technische Off-Beats werden mit getragenen, progressiven Atmosphäre-Parts kombiniert. Schon das erste Song-Trio bietet all das dar, und überzeugt weitestgehend – oder lässt zumindest das Potential der Band erkennen. V.a. die tief gestimmten Passagen wie zu Beginn von „Hail“ sind ebenfalls als Stilmittel zu nennen. Der Gesang ist oft genau das, nämlich Gesang, mit klassischen Mitteln dargeboten, aber ebenso überzeugend wenn es denn mal Geschrei verlangt. Oft fährt die Band auch merklich zurück, die Atmosphäre wird dünn, was nicht negativ gemeint ist, sondern nur Raum für die Entwicklung der jeweiligen Ideen zulässt&nbsp; - „Buds“ zeigt das ganz gut. „Awe“ knallt dann richtig gut, mit viel Geschrei, wenig Verkopftheit und umso mehr Spass. Der Rest der Songs fügt sich in dieses Bild, das „Finale“ betitelte Finale sei noch als angenehmer Ausklang zu nennen.</p>
<p class="bodytext">Leider ist die Produktion für diesen Sound ein bisschen zu schwach, und ein bisschen geht der Band in manchen Song über die 55 Minuten Laufzeit die Luft aus. Ein bisschen weniger wäre ein bisschen mehr gewesen.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>reviews</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 21:49:00 +0100</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Thoughts Paint the Sky - nicht mal mehr wir selbst</title>
			<link>http://www.poisonfree.com/index.php?id=311&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4995&#38;cHash=3a0d39268efb0e810f97b1e3989bd456</link>
			<description>Ein Mix aus Screamo und Akkustik soll das hier sein. Steht im Infosheet. Und jo, stimmt sogar....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ein Mix aus Screamo und Akkustik soll das hier sein. Steht im Infosheet. Und jo, stimmt sogar. Deutscher Gesang, wie gewohnt im Screamo pathetisch akzentuiert, immer melodisch trifft auf Gitarren, die genauso melodisch sind. Das Songwriting spielt da ebenfalls mit und trägt dick auf. Flirrende Gitarren, oft kaum greifbar und in der Tat zu erwähnenswerten Teilen akkustisch, hier und dort dann aber auch mit angenehmer Wucht ausgestattet, begleiten den irgendwie stets zerbrechlichen Sound der Band und sorgen an den richtigen Stellen für die notwendige Dosis Rock. Speaking of... Rock: immer wenn die Band wirklich laut wird, rockt, und hier und da auch mal richtig schreit, dann wirds richtig gut. Der Gesang an sich nämlich ist mir zu gewollt und dick aufgetragen und bleibt auch nach mehrmaligem Hören mein Problem: Das klingt nicht ehrlich, nicht von Herzen, sondern gekünstelt und bemüht. Schade, denn die Musik ist nicht nur schmissig dargeboten, sondern auch vielschichtig und zeugt von handwerklichem Geschick. Zuviel Emo, zu viel verkopft irgendwie. Mir ist das alle ein bisschen zu schmockig-pathetisch. Turbostaat werden genannt als Vergleich, und da liegt vielleicht für mich das Problem. Sicher dennoch eine handwerkliche saubere und musikalisch vielschichtige Platte. Meinen Nerv trifft sie aber gerade nicht.</p>]]></content:encoded>
			<category>reviews</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 21:47:00 +0100</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Do Or Die - the downfall of the human race</title>
			<link>http://www.poisonfree.com/index.php?id=311&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4994&#38;cHash=9f94f3796a31a222b7893c1a16d46fe8</link>
			<description>In Belgien nix neues: Metallischer Tough Guy Hardcore mit Gangster-Look und –Attitüde bringen uns...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In Belgien nix neues: Metallischer Tough Guy Hardcore mit Gangster-Look und –Attitüde bringen uns Do Or Die ins Haus. Gebrüllte Vocals mit einem gewissen Hip Hop Vibe verfeinern die ansonsten generische Mischung aus Moshcore, klar dem Metal zugewandten Gitarren und der üblichen Mischung aus langsamen und schnellen Parts. Sworn Enemy und Hatebreed sind nicht nur Brüder im Geiste, sondern auch Schwager im Songwriting, nur können die das ganze irgendwie überzeugender rüberbringen. Schlecht ist das hier nicht, einige Songs lassen die Füße wippen. Ein Highlight aber kann ich nicht ausmachen, so sehr ich auch suche.</p>
<p class="bodytext">Als Tough Guy Band der ersten Stunden kann man Do Or Die v.a. eins nicht vorwerfen: Sie würden nur irgendeinem Trend hinterher hecheln. Die Belgier haben nämlich schon Watschen im Pit verteilt, da war der Großteil der Kickbox-Kids von heute noch in der Sekundarstufe 1. Aber: rechtfertig das den stagnierenden, in meinen Augen inzwischen weitestgehend unaufregenden Sound der Band? Neee. Inzwischen totaler Durchschnitt in allen Disziplinen.</p>]]></content:encoded>
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			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 21:46:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bitter Verses - make or break</title>
			<link>http://www.poisonfree.com/index.php?id=311&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4993&#38;cHash=2a6eb51dfcd36692b1c46d066f854100</link>
			<description> Die Frontfrau als Alleinstellungsmerkmal -  so fühlt man sich beim Lesen des Infosheets...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"> Die Frontfrau als Alleinstellungsmerkmal -&nbsp; so fühlt man sich beim Lesen des Infosheets irgendwie. Und irgendwie benötigt die Band auch so etwas, denn der Sound ist wahrlich nix besonderes. Hardcore alter Schule, relativ tough vorgetragen und roh produziert, wird in 11 Tracks vorgetragen. Gern wird man auch mal metallischer, mosht hier, ist dort flott unterwegs – aber alles wird eher abgespult, es gibt eigentlich kein Highlight oder dergleichen. Total schlecht ist die Band oder die Scheibe dadurch nicht, es ist lediglich nix besonderes. Handwerklich immerhin solide spult man das Programm „alte Schule, moderne Einflüsse, bisschen Metal“ ab, während die weiblichen Vocals zwar im Infosheet mehrere Erwähnungen wert sind, auf der Platte aber kaum einen Unterschied machen. Gabs alles tausendmal, und hunderte Male besser. </p>]]></content:encoded>
			<category>reviews</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 21:46:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Blackened Sky - secrets of your diary</title>
			<link>http://www.poisonfree.com/index.php?id=311&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4992&#38;cHash=d2592199a688dd430f2e43a3b93e595e</link>
			<description>Recht generische Metal mit ein bisschen Core vermitteln uns Blackened Sky. Alle Elemente, die man...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Recht generische Metal mit ein bisschen Core vermitteln uns Blackened Sky. Alle Elemente, die man sich darunter so zusammen reimt, sind am Start: Mosh hier, Trash und Highspeed dort, Geschrei und Gegrunze überall, und hier und dort Melodien und Gesang. Stagnation ist das Gebot der Stunde, denn auch wenn die Platte handwerklich in Ordnung ist und hier und da schmissige Tracks entworfen werden, die teilweise gut knallen und moshen, bleibt man total im Durchschnitt, macht genau das, was man nach dem ersten Beat der Platte und eines jeden Songs erwarten würde – und macht auch noch genau das in einem Genre, das überbevölkert ist von durchschnittlichen Acts, und sogar eine Überzahl an talentierten Bands überm Durchschnitt bietet. Manche können nicht genug kriegen, ich kann lediglich sagen: nichts falsch zu machen ist hier lange nicht mehr genug.</p>]]></content:encoded>
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			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 21:45:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Alcatraz - smile now cry later</title>
			<link>http://www.poisonfree.com/index.php?id=311&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4990&#38;cHash=d38657a8ecac75d630c08bd145c961e0</link>
			<description>Als ich Alcatraz Mitte des Jahres live gesehen habe hat mich der 5er aus der schönen Bay Area...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Als ich Alcatraz Mitte des Jahres live gesehen habe hat mich der 5er aus der schönen Bay Area bereits gut überzeugt. Ziemlich angepisst, ziemlich negativ, aber eben auch ziemlich authentisch und mit einem bemerkenswerten Aggressions-Level ballerte sich die Band da durch ihr Set. Dieser Eindruck wird auf dem nun vorliegenden Full Length untermauert. In your face Hardcore nennt man sowas wohl heute, und das triffts ganz gut. Metallisch, aber oft genug auch in klassischer Manier schnell geprügelt, raunzt sich der Shouter durch die Tracks, es gibt Beatdowns, Unmengen an Gangshouts und immer wieder einfach stumpfe Aggression, die sich auch durch die Lyrics ausdrückt. Aber: bei allem Fokus auf Aggression und sicherlich keinen Sinn für komplexe Musik bestechen Alcatraz durch ein gelungenes und im Rahmen des Genres abwechslungsreiches Songwriting. Immer wieder reisst die Band Songs herum, vom stampfenden Mid Tempo gehts plötzlich in eine unerwartet schnelle Passage, dazu unterhält die Rhythmus-Sektion mit angenehmer Dynamik. Der Sänger wird an genau der richtigen Stelle zwar oft genug inflationär, aber immer unterhaltsam durch Gangshouts unterstützt, und setzt der angepissten Atmosphäre der Platte so das kleine Krönchen auf. Gut produziert ist das ganze zusätzlich.</p>
<p class="bodytext">Also Bonus zum Full Length ist das Demo der Band enthalten, welches im Vergleich gut den Reifeprozess darlegt, durch einen sehr eigenen, rohen Sound aber dennoch bereits sehr hörenswert ist. 20 Titel umfasst die CD so, und das macht sie gleich noch sympathischer.</p>
<p class="bodytext">Buried Alive, Terror und Death Threat werden im Infoblättchen als Vergleiche genannt, und das passt schon irgendwie. Wichtig finde ich, dass man hier mal wieder das Gefühl hat, dass keine wohlerzogenen Kids aus dem gehobenen Mittelstand einen auf Gangster machen, sondern die gewisse street-wise Attitüde authentisch und in keinem Moment aufgesetzt rüberkommt. Das hebt die Qualität der Musik an, und lässt das überaus positive Fazit zu.</p>]]></content:encoded>
			<category>featured record</category>
			<category>reviews</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 14:52:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>H2O - don't forget your roots</title>
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			<description>Covern gehört in der Hardcore-Szene seit jeher zum guten Ton. Die Verbeugung vor den relevanten...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Covern gehört in der Hardcore-Szene seit jeher zum guten Ton. Die Verbeugung vor den relevanten Einflüssen oder einfach nur vor Klassikern des Genres findet auf Shows statt, als Hidden Track, als Tribut Compilation oder als komplettes Cover Album. Genau das legen H2O hier vor, und ja, Spass machts. Die Auswahl der 15 Tracks hätte unterhaltsamer und facettenreicher kaum sein könne. Natürlich bewegt man sich in den Grenzen des Genres, so auch die Ansage am Anfang der Platte, aber statt sich einmal durch den NYHC der letzten 20 Jahre zu fräsen, erlaubt man sich den Blick nach links und rechts, und brilliert v.a. hierbei durch zwar vorlagentreue, aber dennoch unheimlich schmissige Interpretationen einiger Klassiker. Dabei funkt natürlich immer wieder der ureigene H2O Spirit durch, alles wirkt wie immer positiv und motiviert. Von den Bad Brains („Attitude“) über Madballs „pride“ und „Cats and dogs“ von Gorilla Biscuits bis hin zum unvermeidlichen „don’t forget the struggle...“ von Warzone ist natürlich auch eine gute Riege der Kollegen aus NYC vorhanden. Daneben gibts aber auch Namen wie Rancid, Embrace, Verbal Assault, Social Distortion, den Ramones u.a., welche das Programm angenehm auflockern. Dazu kommt ein Layout, welches die Verbeugung fortsetzt.</p>
<p class="bodytext">So sehr ich mich auch über neues H2O Material gefreut hätte, so unterhaltsam und gelungen ist diese Hommage an das, was sowieso jeder von uns als Original im Plattenschrank stehen haben sollte. Beinahe eine Sommer-Platte zur kalten Jahreszeit. Kaufen!</p>]]></content:encoded>
			<category>reviews</category>
			<category>featured record</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 14:52:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Red City Radio - the dangers of standing still</title>
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			<description>Eine tolle Platte mit Punkrock liefern Red City Radio ab. Nah dran an Leatherface oder Hot Water...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Eine tolle Platte mit Punkrock liefern Red City Radio ab. Nah dran an Leatherface oder Hot Water Music und flirtend mit Gaslight Anthem rockt und prügelt man sich durch 13 unterhaltsame Tracks. Aus Oklahoma stammend schaffen es RCR immer wieder, mit tollen Hooks kleine Ohrwürmer zu präsentieren. Schon der Opener hat dieses Potential, und genau so gehts auch weiter. Der kehlige, aber stets angenehm meliodiöse Gesang, der mit vielen „oohhs“ und „aaaahs“ von einem Chor unterstützt wird, ist schnell liebgewonnen und kann wohl als Trademark der Band bezeichnet werden. Hier werden die Hooks der Gitarren quasi harmonisch weitergeführt. Auch dynamisch bringt die Band einen schnell ins Schwitzen. Viele Tracks sind mit einem rockigen Rückgrat angelegt, pendeln aber drüber hinaus häufig zwischen gleichsam schnellen wie auch mehr als einmal angenehm ruhigen Passagen. Entsprechend verhindert die Platte, dass mit der Catchyness auch das Potential für wiederholte Runden im Player erschöpft ist. Auch lyrisch bietet die Platte viel zu entdecken. Vom Punkrock-Aufbegehr Marke „together we can burn this fucking city to the ground“ über ein augenzwinkerndes „too much whiskey, not enough blankets“ bis hin zu ernster Sozialkritik macht die Platte auch hier eine Menge richtig. Minimal geht der Band über die 13 Tracks am Ende ein bisschen die Puste aus, aber das ist jammern auf hohem Niveau. </p>
<p class="bodytext">Unterm Strich bleibt ein weitere kleiner Punkrock-Hit auf Gunner Records, die mit zahlreichen Signings kleiner Bands &amp; Acts aus den USA in diesem Jahr einen recht beeindruckenden Job gemacht haben.</p>]]></content:encoded>
			<category>reviews</category>
			<category>featured record</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 14:51:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Walking With Strangers - hardships</title>
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			<description>Ein wirklich überzeugendes Debut liefern Walking with Strangers aus Schweden auf Panic &amp; Action...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ein wirklich überzeugendes Debut liefern Walking with Strangers aus Schweden auf Panic &amp; Action Records ab, dem Label von Burning Heart Mastermind Peter Ahlqvist. Es gibt Metal, oder Deathcore, oder Techmetal oder wie auch immer man das hier labeln will. Ist ja auch egal. </p>
<p class="bodytext">Nicht egal ist, dass diese 5 recht jung anmutenden Herren ein erstklassiges Songwriting und Handwerk beherrschen. Technisch und mehr als einmal vertrackt und damit nah an skandinavischen Kollegen wie Meshuggah, Benea Reach und anderen geht man ans Werk und knüppelt sich durch 10 Songs von technisch anspruchsvollem modernem Metal. Immer wieder überraschen die meist im Midtempo stampfenden Songs durch kleine rhythmische Spielereien, ohne dass der Dampfwalze zu viel Energie durch diese Spielereien entzogen wird. Daneben weisen die meisten Songs angenehme Hooks auf, tolle Melodien, aber durch das permanente Geschrei eben auch ein durchgehend „hartes“ Umfeld ohne Kompromisse. Die Platte wirkt zudem durch den moshigen Metal, der alles dominiert, sehr homogen und wie aus einem Guß. Zwar gibt es hier und da tolle und oft auch warmherzige Melodien, man vermeidet aber dennoch konsequent auf Stilelemente wie melodischen Gesang zurück zu greifen. Das macht die Platte zum einen erfreulich hart und homogen, zum anderen aber auch irgendwie erfreulich unangepasst. Die Jungs wollen Metal machen, nix weiter, und das gelingt.</p>
<p class="bodytext">Die Platte kommt im dicken Digipack und liefert die Debut EP auf einer 2. Disc als Bonus mit, welche ebenfalls hörenswert ist. Produziert wurde natürlich auch blitzsauber, was unterm Strich nur eine Empfehlung zulässt: antesten und kaufen!</p>]]></content:encoded>
			<category>reviews</category>
			<category>featured record</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 14:50:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>The Spirit that guides Us - innocent blood</title>
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			<description>Schon seit Stunde Null bin ich ein kleiner Fan von TSTGU. Die Band hat schon immer auf...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Schon seit Stunde Null bin ich ein kleiner Fan von TSTGU. Die Band hat schon immer auf bemerkenswerte, eigenständige Art und Weise Zuckerbrot und Peitsche vereint. Genau dieser Kontrast wird auch auf dem neuen Album gelebt. Erneut kollidiert also ein ziemlich fies klingender Schreihals (der hier auch mehr als einmal grunzt) mit einem angenehmen Sänger, es gibt wunderschöne Melodien und Hooks die durch hereinbrechenden, oft noisigen Wahnsinn zerstört werden. Eine Platte der Gegenpole. Aber dieses Modell funktioniert eben immer noch. Klar, einige Songs sind sehr sperrig, nicht immer harmonisch, aber unterm Strich ist es mehr als lohnenswert, sich dieser Herausforderung einer kurzen Gewöhnungsphase zu stellen. </p>
<p class="bodytext">Highlights prasseln alle Nase lang ein. Da gibt es das fantastische „echoes from the grave“ mit dem großartigen Chor am Ende, das bratzige, stampfende „third world war“, das getragen-rockige und sehr verspielte „meltdown“, oder das balladesque „rip out your heart“. Andere Tracks benötigen eben die erwähnte Gewöhnungsphase, darunter „truth or dare“ oder auch „stranger“, wobei erneut betont werden sollte, dass diese Songs nach der Gewöhnung mit all den verqueren Ideen und Kontrasten vorzüglich funktionieren. Die Balance zwischen noisigen, sperrigen Schrei-Passagen und oft harmonisch rockenden Momenten funktioniert einfach, und ist trotz der häufigen Verwendung dieses Stilmittels in diversen Genres bei TSTGU immer noch recht einzigartig. Ich finds immer noch toll, und eine Band die sich so einen eigenen Sound geschaffen hat und diesen so konsequent fortführt und weiterlebt sollte sowieso besondere Erwähnung finden.</p>]]></content:encoded>
			<category>featured record</category>
			<category>reviews</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 14:49:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Start a Fire - maybe this world is another planets hell</title>
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			<description>SaF aus Stuttgart spielen klassischem Hardcore mit einer angenehmen Punkrock-Kante. Flott gehts...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">SaF aus Stuttgart spielen klassischem Hardcore mit einer angenehmen Punkrock-Kante. Flott gehts los, mit recht aggressiven Vocals, aber auch hier schon einem gut rockigem Chorus mit angenehmen Melodien. „Bury your cold case“ gibt dann richtig Gas und bremst erst am Ende, was auch für „end of a year“ gilt. Begleitend sind aber immer angenehme Hooks und Melodien dabei, die für die Punkrock-Seite der Band stehen. Die Mischung, die dadurch entsteht, ist zwar irgendwie nicht neu, wirkt aber dennoch angenehm frisch, auch weil man hier und dort ein bisschen experimentiert mit Effekten, Samples u.a. Hier und da, va. im hinteren Teil des Platte, wirkt die Band hier und dort auch angenehm melancholisch, was u.U. zu den Vergleichen mit Killing the Dream, Modern Life is War usw. geführt haben könnte, die sich die Band bzw. das Label selbst gönnt. Nunja, zwar ists noch ein Weg dorthin, aber die Richtung ist durchaus erkennbar. Überraschend: Der Wechsel von englischen zu deutschen Texten nach 2/3 der Platte, was gut gelungen ist. </p>
<p class="bodytext">Was stört: Die Drums sind recht schwach produziert, und hier und da fehlt dem ein oder anderen Song das letzte bisschen Würze. Dennoch ein angenehmes Debut.</p>]]></content:encoded>
			<category>reviews</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 14:48:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Ruiz Radio Revolution - s/t</title>
			<link>http://www.poisonfree.com/index.php?id=311&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4985&#38;cHash=bc2872c2776b83fe559b957b60ad4685</link>
			<description>Eine tanzbare Indie-Punk-Stoner-Platte erreicht uns aus Kroatien und könnte durchaus durchstarten,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Eine tanzbare Indie-Punk-Stoner-Platte erreicht uns aus Kroatien und könnte durchaus durchstarten, denn dieser Sound ist gerade recht angesagt. Schon der Opener ist schmissig, die Platte startet aber mit dem ohrwurmigen „you decide“ das erste Mal richtig durch. Tanzbar, mit tollem Chorus ausgestattet und sympathisch. Beim folgenden „Hey! I can’t!“ wird dann auch klar, warum das Infosheet Nirvana mit in die Vergleiche einbezieht: verschroben, rotzig, und auch stimmlich vergleichbar geht es hier zur Sache. „come on baby“ erinnert dann an Queens of the Stoneage, und auch dieser Vergleich ist nicht vermessen, sondern angemessen. „let’s make a sound“ klingt dann gleich wie eine Mischung aus allem genannten. Trotz der Facetten in diesen wenigen Tracks schafft es die Band, erfreulich homogen zu klingen. Nunja, und genau so gehts weiter: Zwischen Punkrock Attitüde, Nirvana Nihilismus, Queens of the Stoneage Entspanntheit und mehr zimmert man handgemachte Tracks in genau diesem Spannungsumfeld die meist überzeugen. Über den Verlauf von 12 Songs hier und da ein bisschen dünn und in meinen Augen auch gut eingedampft auf 8 Tracks, aber dennoch gelungen und mal einen Blick wert.</p>]]></content:encoded>
			<category>reviews</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 14:42:00 +0100</pubDate>
			
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