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<?xml-stylesheet type="text/xsl" media="screen" href="/~d/styles/rss2full.xsl"?><?xml-stylesheet type="text/css" media="screen" href="http://feeds.feedburner.com/~d/styles/itemcontent.css"?><rss xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" version="2.0"><channel><title>Vermerke</title><link>http://reichels.org</link><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" type="application/rss+xml" href="http://feeds.feedburner.com/reichels/XShh" /><description>Privates Weblog eines Angestellten</description><language>en</language><lastBuildDate>Wed, 15 May 2013 11:19:47 PDT</lastBuildDate><generator>http://wordpress.org/?v=3.1.3</generator><sy:updatePeriod xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/">hourly</sy:updatePeriod><sy:updateFrequency xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/">1</sy:updateFrequency><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" type="application/rss+xml" href="http://feeds.feedburner.com/reichels/XShh" /><feedburner:info uri="reichels/xshh" /><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/" /><item><title>Improtexten II: Les 10 nouveaux mots sont arrivés.</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/reichels/XShh/~3/yAj2oUiZxkU/</link><category>Privates</category><dc:creator xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">ReichelS</dc:creator><pubDate>Wed, 15 May 2013 11:19:47 PDT</pubDate><guid isPermaLink="false">http://reichels.org/?p=681</guid><content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Ich hätte es ja nicht für mehr mögliche gehalten, aber es sind tatsächlich noch einmal 10 Worte zusammen gekommen.</p>
<p>Und die Gewinner sind:</p>
<ol>
<li>Kaugummi</li>
<li>Verleumdungsklage</li>
<li>gnatzig</li>
<li>Dosenravioli</li>
<li>Kaufland</li>
<li>Turbine Potsdam (lass ich ausnahmsweise als 1 Wort durchgehen)</li>
<li>Krummsäbel</li>
<li>BANANRAMA</li>
<li>Regenbögen</li>
<li>Nagellackentfernerflaschen</li>
</ol>
<p>Das nächste mal fische ich Wörter wie &#8216;Erfolg&#8217;, &#8216;Viagra&#8217;, &#8216;Penis&#8217; einfach aus den Spam Kommentaren.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/reichels/XShh/~4/yAj2oUiZxkU" height="1" width="1"/>]]></content:encoded><description>Ich hätte es ja nicht für mehr mögliche gehalten, aber es sind tatsächlich noch einmal 10 Worte zusammen gekommen. Und die Gewinner sind: Kaugummi Verleumdungsklage gnatzig Dosenravioli Kaufland Turbine Potsdam (lass ich ausnahmsweise als 1 Wort durchgehen) Krummsäbel BANANRAMA Regenbögen Nagellackentfernerflaschen Das nächste mal fische ich Wörter wie &amp;#8216;Erfolg&amp;#8217;, &amp;#8216;Viagra&amp;#8217;, &amp;#8216;Penis&amp;#8217; einfach aus den Spam [...]</description><wfw:commentRss xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/">http://reichels.org/2013/05/improtexten-ii-les-10-nouveaux-mots-sont-arrives/feed/</wfw:commentRss><slash:comments xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/">0</slash:comments><feedburner:origLink>http://reichels.org/2013/05/improtexten-ii-les-10-nouveaux-mots-sont-arrives/</feedburner:origLink></item><item><title>Die Bilder Deiner Mudda werden gedrosselt.</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/reichels/XShh/~3/u3fOXaRHp70/</link><category>Politisches</category><dc:creator xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">ReichelS</dc:creator><pubDate>Wed, 15 May 2013 05:39:48 PDT</pubDate><guid isPermaLink="false">http://reichels.org/?p=670</guid><content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p><a href="http://reichels.org/wp-content/uploads/2013/05/Telekom_Kampagne_Europa_final-1024x6401.png"><img class="alignnone size-full wp-image-672" title="Telekom_Kampagne_Europa_final-1024x640" src="http://reichels.org/wp-content/uploads/2013/05/Telekom_Kampagne_Europa_final-1024x6401.png" alt="" width="475" height="297" /></a></p>
<p><strong>Verteilt die Motive, bevor ihr sie ausdrucken müsst!</strong></p>
<p>Ich weiß, ihr habe es gelesen. Es stand sogar in den Printmedien: Die Telekom und Vodafon haben vor, Volumen basierte Tarife in eure DSL Anschlüsse zu stopfen.</p>
<p>In Zukunft dürft ihr eure Urlaubsbilder wieder daheim, über den Dia Projektor vorführen.<br />
Videos anschauen? Ja, aber nur an 2-3 Tagen im Monat.<br />
Eure Lieblingsmusik kommt bald wieder vom Magnetband.</p>
<p>Es sei denn, ihr entscheidet euch für das Entertainmentpaket der (Überraschung!!) Telekom oder von Vodafon.</p>
<p><a href="http://reichels.org/wp-content/uploads/2013/05/Telekom_Kampagne_Innovation_final-1024x640.png"><img class="alignnone size-full wp-image-677" title="Telekom_Kampagne_Innovation_final-1024x640" src="http://reichels.org/wp-content/uploads/2013/05/Telekom_Kampagne_Innovation_final-1024x640.png" alt="" width="475" height="297" /></a></p>
<p>Ich weiß, das spricht euch an, denn es wird die Art, wie ihr das Internet nutzt grundlegend ändern. Viele von euch kennen die Meldung &#8220;Ab jetzt surfen sie mit reduzierter Geschwindigkeit&#8221; bereits von ihrem Smartphone. Aber die dahinter stehende Dimension ist viel größer, als ihr euch vorstellen könnt.</p>
<p><strong>Recht auf Grundversorgung</strong></p>
<p>Für die meisten von Euch ist das Internet die Hauptbezugsquelle von Informationen. Es bietet euch Teilhabe und ermöglicht euch Vernetzung. Ich denke, die Breitbandgrundversorgung gehört ins Gesetz.</p>
<p><a href="http://reichels.org/wp-content/uploads/2013/05/Telekom_Kampagne_Bildung_final-1024x640.png"><img class="alignnone size-full wp-image-675" title="Telekom_Kampagne_Bildung_final-1024x640" src="http://reichels.org/wp-content/uploads/2013/05/Telekom_Kampagne_Bildung_final-1024x640.png" alt="" width="475" height="297" /></a></p>
<p><strong>Netzneutralität </strong></p>
<p>Das Eure Videos und Bilder langsamer durch das Netz kriechen, als die der Telekom mögt ihr als ungerecht empfinden. Das ist euer gutes Recht und dagegen solltet ihr euch wehren.</p>
<p>Kleine selbständige Unternehmer bauen auf dem Internet ihre gesamte Existenz auf, wenn ihr ihre Dienste nicht mehr nutzt, weil sie zu datenintensiv sind, gehen diese Geschäftsmodelle vor die Hunde. &#8220;Deutschland ein Innovationsmärchen&#8221; ist dann in eurem Land nicht mehr verfügbar, da die Telekom die Rechte dafür nicht freigegeben hat.</p>
<p><a href="http://d-64.org/gemeinsam-fur-die-netzneutralitaet/">D64</a> und <a href="https://digitalegesellschaft.de/portfolio-items/netzneutralitat/">DigiGes</a> haben eine Kampagne aufgelegt.</p>
<p>Darum:</p>
<p><strong>Verteilt die Motive, bevor ihr sie ausdrucken müsst!</strong></p>
<p>Alles was ihr braucht findet hier: <a href="http://d-64.org/gemeinsam-fur-die-netzneutralitaet/">http://d-64.org/gemeinsam-fur-die-netzneutralitaet/</a></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/reichels/XShh/~4/u3fOXaRHp70" height="1" width="1"/>]]></content:encoded><description>Verteilt die Motive, bevor ihr sie ausdrucken müsst! Ich weiß, ihr habe es gelesen. Es stand sogar in den Printmedien: Die Telekom und Vodafon haben vor, Volumen basierte Tarife in eure DSL Anschlüsse zu stopfen. In Zukunft dürft ihr eure Urlaubsbilder wieder daheim, über den Dia Projektor vorführen. Videos anschauen? Ja, aber nur an 2-3 [...]</description><wfw:commentRss xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/">http://reichels.org/2013/05/die-bilder-deiner-mudda-werden-gedrosselt/feed/</wfw:commentRss><slash:comments xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/">0</slash:comments><feedburner:origLink>http://reichels.org/2013/05/die-bilder-deiner-mudda-werden-gedrosselt/</feedburner:origLink></item><item><title>Fingerübungen: Improtexten II.</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/reichels/XShh/~3/xPvAC565cuI/</link><category>Privates</category><dc:creator xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">ReichelS</dc:creator><pubDate>Tue, 16 Oct 2012 07:18:42 PDT</pubDate><guid isPermaLink="false">http://reichels.org/?p=662</guid><content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p><a href="http://instagram.com/p/QfNzAtCkXt//"><img title="Wortmassaker" src="http://distilleryimage1.s3.amazonaws.com/ba946f16109b11e2949722000a1f90e1_7.jpg" alt="Wortmassaker" width="475" height="475" /></a><br />
Warum ich das Dashboard aber eigentlich aufgemacht habe &#8211; ich hätte Lust auf eine neue Runde Improtexten. Was getan werden muss, stünde hier <a title="Fingerübungen: Improtexten." href="http://reichels.org/2012/06/improtexten/">&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;</a>.</p>
<p>Das erste Wort kam auch schon in der letzten Runde. Es war</p>
<blockquote><p>&#8220;Grubber&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://reichels.org/2012/06/improtexten/comment-page-1/#comment-651">von einem Herrn Müller</a></p>
<p>Wenn Sie nun also so freundliche wären mir über die Kommentarfunktion einige Wörter zu zuwerfen.</p>
<p>Besten Dank!</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/reichels/XShh/~4/xPvAC565cuI" height="1" width="1"/>]]></content:encoded><description>Warum ich das Dashboard aber eigentlich aufgemacht habe &amp;#8211; ich hätte Lust auf eine neue Runde Improtexten. Was getan werden muss, stünde hier &amp;#62;&amp;#62;&amp;#62;&amp;#62;&amp;#62;&amp;#62;. Das erste Wort kam auch schon in der letzten Runde. Es war &amp;#8220;Grubber&amp;#8221; von einem Herrn Müller Wenn Sie nun also so freundliche wären mir über die Kommentarfunktion einige Wörter zu zuwerfen. [...]</description><wfw:commentRss xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/">http://reichels.org/2012/10/improtexten_ii/feed/</wfw:commentRss><slash:comments xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/">11</slash:comments><feedburner:origLink>http://reichels.org/2012/10/improtexten_ii/</feedburner:origLink></item><item><title>Mehr Entfremdung wagen!</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/reichels/XShh/~3/w7yzxXqe3kw/</link><category>Politisches</category><dc:creator xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">ReichelS</dc:creator><pubDate>Tue, 16 Oct 2012 02:04:40 PDT</pubDate><guid isPermaLink="false">http://reichels.org/?p=614</guid><content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p><object width="475" height="267"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/3eDYVejaLgc?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="475" height="267" src="http://www.youtube.com/v/3eDYVejaLgc?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Kinder sind ein hervorragendes Forschungsobjekt. Oder besser die Art und Weise, in der wir mit Kindern umgehen.</p>
<p>Kaum kann ein 3 Jähriger aus eine paar Strichen und Kreisen eine halbwegs erkennbare Figur zaubern erklären wir ihn zu einem hochbegabten Künstler. Die Fünfjährige, die eine Melodie gerade halten kann und einen 3 Strophen-Text in kurzer Zeit verinnerlicht ist selbstverständlich eine begnadete Sängerin und wir gehen gleich den nächsten Schritt. Wir konstruieren aus den Talenten unserer Sprösslinge zukünftige Erwerbsmodelle. Wir sehen Ingenieure, Forscher, Bestsellerautoren, Manager. Wir impfen ihnen ein, dass ihre Talente ewig währende Beschäftigungen sind, mit denen sie am Ende ihres Lebens eine Menge Geld verdient haben werden. Und das Beste daran: sie werden damit Spaß, Spaß, Spaß haben.</p>
<p>Wir tun im Grunde nichts anderes, als das was unsere Eltern unter dem Satz &#8220;Unseren Kindern soll es mal besser gehen&#8221; mit uns angestellt haben und deren Eltern mit ihnen. Selbstverwirklichung und materieller Wohlstand sind die Zauberwörtchen. Materiell sind wir meist abgesichert, der eine auf hohem, der andere auf niedrigem Niveau. Der verbliebene Kampf gilt der Selbstverwirklichung und wir führen ihn am Computer. In Festanstellung oder Frei. Im Büro oder im Pendelzug zwischen Hamburg und Berlin. Mit viel Emphase und &#8211; ganz wichtig &#8211; Spaß.</p>
<h3>Illusion der Selbstverwirklichung</h3>
<p>Das Internet hat uns die Illusion geschenkt, selbst verwirklicht arbeiten zu können und wir sind bereit, für diese Illusion alles andere unterzuordnen oder aufzugeben &#8211; <a href="http://leistungsschutzrecht-stoppen.d-64.org/blacklisted/?url=aHR0cDovL2Zhei1jb21tdW5pdHkuZmF6Lm5ldC9ibG9ncy9kZXVzL2FyY2hpdmUvMjAxMi8wNy8xMC9zYWctamEtenVyLTI0LXN0dW5kZW4ta2l0YS5hc3B4">Beziehung, Sex, Familie, Freundschaften, Kultur, Sport, Haustiere</a>. Wir glauben, dass wir Fremdbestimmung und Entfremdung von der Arbeit mit Hilfe des Internets überwunden haben.</p>
<p>Unsere Prioritäten sind längst klar: Selbstverwirklichung und Anerkennung gibt es am ehesten im Job. Wir &#8220;familialisieren&#8221; Arbeit, als Gegenmodell zur Entfremdung. Firma oder Auftraggeber, Chef und Arbeit sind der Ursprung immer währender Freude und Glückseligkeit. Nur nennen wir es nicht mehr &#8216;Arbeit&#8217; sondern Selbstverwirklichung. Alles andere hat sich dem unterzuordnen, denn schließlich stehen wir im Wettbewerb und da gewinnt nur der ausdauerndste Chefzustimmer oder der beste Arbeitssimulator.</p>
<p>Das mag zugegeben etwas negativ klingen, denn jeder kennt Phasen, Projekte oder Teams in denen die Illusion greifbar ist. Aber ähnlich wie die Interessen von Kindern fürs Singen, Zeichnen, Judo, Klavier ist die Zeit, in der man freien, ernsthaften Spaß daran hat sind endlich. Irgendwann ist Arbeit was es ist: Arbeit und zwar im protestantischen Sinne. Sie dient der Herstellung eines Produktes, welches wir am Ende selbst konsumieren oder verkaufen müssen. Und das Schlimme daran &#8211; wir müssen dem Käufer gefallen, irgendeinem Käufer. Ohne Gefallen keine Anerkennung.</p>
<p>Andreas Boes beschreibt die Entwicklung der Arbeitswelt in den letzten Jahren wie folgt:</p>
<blockquote><p>In der Anfangsphase dieser Entwicklung seit Mitte der 1990er Jahre wurde immer wieder von einer zunehmenden Autonomie in der Arbeit berichtet, die neue Spielräume für kreatives Arbeiten und eine neue Form der Selbstverwirklichung in der Arbeit ermögliche. Kreativität und Innovativität sind auch weiterhin wichtige Aspekte. Aber Prozessorientierung, Standardisierung und ein neuer Typ der Industrialisierung erzeugen für die Mehrheit der Beschäftigten den Eindruck, Ideen wie vom Fließband liefern zu müssen.</p></blockquote>
<h6>(<a href="http://www.spdfraktion.de/sites/default/files/vortrag_boes_netzkongress.pdf">&#8220;Informatisierung der Gesellschaft und Zukunft der Arbeit&#8221;</a>, Vortrag von PD Dr. Andreas Boes zum netzpolitischen Kongress der SPD Bundestagsfraktion)</h6>
<p>Die Grundfesten der Leistungsgesellschaft stehen nach wie vor und das ist per se nichts Schlechtes. Es ist Leistung, die Gesellschaften voranbringt. Es ist Wettbewerb, der zur Leistung anspornt. Beides kann Fortschritt bringen. Es kann aber auch zerstören.</p>
<p>Was unterscheidet uns also von dem, was Charlie Chaplin in &#8220;Modern Times&#8221; so trefflich karikiert hat? Was von der allein erziehenden, arbeitenden Mutter der 80er Jahre?</p>
<p>Die Antwort ist ebenso einfach, wie ernüchternd: abgesehen vom materiellen Wohlstand haben wir mehr gemein mit den Fabrikarbeitern des frühen letzten Jahrhunderts, als mit unserer eigenen Elterngeneration. Die Industrielle Revolution kannte keine Arbeitszeitregelungen, sie kannte keine Feiertage und keine Wochenenden. Wir kennen sie, aber wir halten sie für 80er Jahre Quatsch. Schließlich können wir selbst am Besten auf uns aufpassen. Wir wissen, wann wir überziehen und unsere Chefs und Auftraggeber vertrauen darauf, dass wir es wissen. Wissen wir es?</p>
<h3>Corporate Digital Responsability</h3>
<p>Unternehmer sind kein Altruisten. Niemand ist das. Arbeitszeitmodelle, die zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern vereinbart werden schaden den Unternehmen nicht. Ruhepausen, Wochenenden, Urlaub, Feiertage dienen der Regeneration der Arbeitskraft. Wenn Unternehmer wie <a href="http://d-64.org/kann-e-mail-ausbeutung-sein/">Stephan Noller darüber nachdenken, ob E-Mail Ausbeutung sein kann</a>, dann tun sie dies im eigenen Interesse und das ist gut so.</p>
<p>Aber sind überhaupt die Unternehmer das Hauptproblem? Oder sind wir es vielleicht selbst? <a href="http://www.pop64.de/unentschieden/e-mail-am-wochenende-zwischen-kind-und-kegel/">Das, was Sven Dietrich in seinem Blog propagiert</a> ist im Grunde ein alter Gewerkschaftsspruch &#8211; <a href="http://www.dgb.de/uber-uns/bewegte-zeiten/60-jahre-dgb/1949-1958/soziale-marktwirtschaft-und-mitbestimmung">&#8220;Samstag gehört Papi mir&#8221;</a> &#8211; mit dem der DGB in den 60ern die Einführung der 5 Tage Woche (sic!) forderte.</p>
<p>Es klingt banal, aber die Verantwortung für unser Leben liegt zuerst bei uns. Das finden von Grenzen ist in einer digital entgrenzten Welt schwierig geworden und wir finden sie oft erst, wenn sie bereits überschritten sind. Aber von dieser Verantwortung erlöst uns niemand. Dazu gehört in erster Linie wieder mehr Entfremdung von Arbeit zu wagen. Die Dinge dahin zu sortieren, wo sie hingehören.</p>
<p>Wenn aus unternehmerischen Kalkül heraus diese Grenzen überschritten werden, dann gilt es den Unternehmern ihre Grenzen aufzuzeigen. Und ich hoffe, dass Gewerkschaften, Politik und Betriebsräte dies mit Augenmaß tun. Warum schreiben wir nicht einen &#8220;Corporate Digital Responsability Preis&#8221; aus, der Unternehmer belohnt, die das Wohl ihrer Mitarbeiter im Blick haben. Ich weiß, es gibt sie. Ich weiß, es gibt viele davon.</p>
<p>&nbsp;</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/reichels/XShh/~4/w7yzxXqe3kw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded><description>Kinder sind ein hervorragendes Forschungsobjekt. Oder besser die Art und Weise, in der wir mit Kindern umgehen. Kaum kann ein 3 Jähriger aus eine paar Strichen und Kreisen eine halbwegs erkennbare Figur zaubern erklären wir ihn zu einem hochbegabten Künstler. Die Fünfjährige, die eine Melodie gerade halten kann und einen 3 Strophen-Text in kurzer Zeit [...]</description><wfw:commentRss xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/">http://reichels.org/2012/10/mehr-entfremdung-wagen/feed/</wfw:commentRss><slash:comments xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/">1</slash:comments><feedburner:origLink>http://reichels.org/2012/10/mehr-entfremdung-wagen/</feedburner:origLink></item><item><title>Schwule und Lesben sind unser Verderben.</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/reichels/XShh/~3/rm5yr7P3CDk/</link><category>Politisches</category><dc:creator xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">ReichelS</dc:creator><pubDate>Tue, 21 Aug 2012 00:24:29 PDT</pubDate><guid isPermaLink="false">http://reichels.org/?p=646</guid><content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Unsere Zukunft liegt in der Hand der Familien, nicht in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Neben der Euro-Krise ist die demografische Entwicklung die größte Bedrohung unseres Wohlstands.&#8221;</p>
<p>(Katharina Reiche, CDU)</p>
<p><a href="http://leistungsschutzrecht-stoppen.d-64.org/blacklisted/?url=aHR0cDovL3d3dy53ZWx0LmRlL25ld3N0aWNrZXIvbmV3czMvYXJ0aWNsZTEwODcwNzIwMC9FaGUtdm9yLUhvbW8tRWhlLUNEVS1Qb2xpdGlrZXJpbi1SZWljaGUtd2lsbC1rbGFyZW4tS3Vycy1kZXItVW5pb24uaHRtbA==">Quelle</a></p></blockquote>
<p>Europäische Länder in denen die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wurde und Geburtenrate (2010):</p>
<ul>
<li>Niederlande (seit 2001) &#8211;  1,79</li>
<li>Belgien (seit 2003) &#8211; 1,84</li>
<li>Spanien (seit 2005) &#8211; 1,39</li>
<li>Norwegen (seit 2009) &#8211; 1,95</li>
<li>Schweden (seit 2009) &#8211; 1,98</li>
<li>Portugal (seit 2010) &#8211; 1,32</li>
<li>Island (seit 2010) &#8211; 2,2</li>
<li>Dänemark (seit 2012) &#8211; 1,87</li>
</ul>
<p>Geburtenrate in Deutschland: 1,39</p>
<p><a href="http://www.google.de/publicdata/explore?ds=d5bncppjof8f9_&amp;met_y=sp_dyn_tfrt_in&amp;idim=country:NLD&amp;dl=de&amp;hl=de&amp;q=geburtenrate+niederlande#!ctype=l&amp;strail=false&amp;bcs=d&amp;nselm=h&amp;met_y=sp_dyn_tfrt_in&amp;scale_y=lin&amp;ind_y=false&amp;rdim=country&amp;idim=country:NLD:ISL:BEL:ESP:PRT:NOR:SWE:DNK&amp;ifdim=country&amp;hl=de&amp;dl=de&amp;ind=false">Wer möchte kann hier gerne schauen, ob mit der Einführung der sündigen Ehe die Geburtenraten eingebrochen sind. </a></p>
<p>Vermutlich hat der demografische Wandel aber doch andere Gründe. Und Katharina Reiche ist einfach nur etwas homophobe.</p>
<p><strong>Update: Amüsemeng mit GoogleAds in meinem<a href="http://reichels.org/feed/"> Feed</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://reichels.org/wp-content/uploads/2012/08/Vermerke-powered-by-FeedBurner-111442.png"><img class="alignnone wp-image-651" title="Vermerke - powered by FeedBurner-111442" src="http://reichels.org/wp-content/uploads/2012/08/Vermerke-powered-by-FeedBurner-111442-300x260.png" alt="" width="475" height="412" /></a></strong></p>
<p><strong>Update II: </strong><a href="http://Queer.de">Queer.de</a> hat das Thema natürlich auch:  <a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=17212">Katherina Reiche &#8211; Keine Zukunft mit Homos</a></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/reichels/XShh/~4/rm5yr7P3CDk" height="1" width="1"/>]]></content:encoded><description>&amp;#8220;Unsere Zukunft liegt in der Hand der Familien, nicht in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Neben der Euro-Krise ist die demografische Entwicklung die größte Bedrohung unseres Wohlstands.&amp;#8221; (Katharina Reiche, CDU) Quelle Europäische Länder in denen die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wurde und Geburtenrate (2010): Niederlande (seit 2001) &amp;#8211;  1,79 Belgien (seit 2003) &amp;#8211; 1,84 Spanien (seit 2005) [...]</description><wfw:commentRss xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/">http://reichels.org/2012/08/demografischer-wandel/feed/</wfw:commentRss><slash:comments xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/">0</slash:comments><feedburner:origLink>http://reichels.org/2012/08/demografischer-wandel/</feedburner:origLink></item><item><title>Stelle dir vor: Das neue Leistungsschutzrecht.</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/reichels/XShh/~3/-_6Y6gz2_bk/</link><category>Politisches</category><dc:creator xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">ReichelS</dc:creator><pubDate>Tue, 19 Jun 2012 00:49:39 PDT</pubDate><guid isPermaLink="false">http://reichels.org/?p=604</guid><content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p><a href="http://reichels.org/wp-content/uploads/2012/06/D64logo_rendering01.gif"><img class="alignnone size-full wp-image-607" title="D64 Logo" src="http://reichels.org/wp-content/uploads/2012/06/D64logo_rendering01.gif" alt="D64 Logo" width="475" height="267" /></a></p>
<p>Stell dir vor, es gäbe die Möglichkeit zu verlinken, in diesem Internet und keiner würde davon Gebrauch machen. Stell dir vor, ich dürfte so grandiose Schlagzeilen wie</p>
<blockquote><p>ARME GRIECHEN, DIE NÄCHSTE PLEITE GIBT&#8217;S GESCHENKT &#8211; Gegen Jogi hilft KEIN Rettungsschirm</p></blockquote>
<p>nicht mehr zitieren, ohne vorher eine Lizenz dafür erworben zu haben. Geschweige denn, auf solche glanzvollen Artikel wie diesen hier verlinken <a href="http://is.gd/GdFDQH">http://is.gd/GdFDQH</a>.</p>
<p>Stell dir vor, deine <a href="http://leistungsschutzrecht-stoppen.d-64.org/blacklisted/?url=aHR0cDovL3d3dy53ZWx0LmRl">Lieblingsonlinemagazin aus dem Hause Springer</a> wird nicht mehr im Google Index gelistet.</p>
<p>Stell dir vor, es würde <a href="http://http://sixtus.cc/wie-man-das-leistungsschutzrecht-trollt-oder">völlig neue absurde Geschäftsmodelle</a> entstehen. <a href="http://oetting.posterous.com/es-geht-beim-leistungsschutzrecht-nicht-um-go">Oder sowas hier</a>.</p>
<p>Wie das Internet nach dem Willen des <a href="http://www.irights.info/userfiles/RefE%20LSR.pdf">Referenten aus dem Bundesjustizministerium</a> aussehen könnte demonstriert <a href="http://leistungsschutzrecht-stoppen.d-64.org/">http://leistungsschutzrecht-stoppen.d-64.org/</a>.</p>
<p>Wer etwas tiefer in die Problematik einsteigen will kann das unter <a href="http://www.irights.info/index.php?q=node/2225">http://www.irights.info/index.php?q=node/2225</a>.</p>
<p><strong>Stell dir vor, du könntest etwas dagegen tun, in dem du laut wirst.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/reichels/XShh/~4/-_6Y6gz2_bk" height="1" width="1"/>]]></content:encoded><description>Stell dir vor, es gäbe die Möglichkeit zu verlinken, in diesem Internet und keiner würde davon Gebrauch machen. Stell dir vor, ich dürfte so grandiose Schlagzeilen wie ARME GRIECHEN, DIE NÄCHSTE PLEITE GIBT&amp;#8217;S GESCHENKT &amp;#8211; Gegen Jogi hilft KEIN Rettungsschirm nicht mehr zitieren, ohne vorher eine Lizenz dafür erworben zu haben. Geschweige denn, auf solche [...]</description><wfw:commentRss xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/">http://reichels.org/2012/06/leistungsschutzrecht/feed/</wfw:commentRss><slash:comments xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/">1</slash:comments><feedburner:origLink>http://reichels.org/2012/06/leistungsschutzrecht/</feedburner:origLink></item><item><title>Improtexten: Kapitel I – Arbeitsweg.</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/reichels/XShh/~3/EjSh0NUZO-Y/</link><category>Gemischtes</category><dc:creator xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">ReichelS</dc:creator><pubDate>Mon, 18 Jun 2012 07:49:37 PDT</pubDate><guid isPermaLink="false">http://reichels.org/?p=561</guid><content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p><a href="http://instagr.am/p/Lu8TmNikdN/"><img title="Mir geht es gut." src="http://distilleryimage5.instagram.com/60c758aab3c011e1aebc1231381b647a_7.jpg" alt="Mir geht es gut." width="475" height="475" /></a><br />
Die elektrische Zahnbürste gerät ins stocken. Das tut sie immer, wenn sie der Auffassung ist, die Zähne seien jetzt sauber. Für mich ist es in der Regel das Startstocken in den Tag. Es folgt der flüchtige Blick in den Spiegelschrank, beim zurückstellen des Gerätes in die Ladestation. Der Griff nach Schlüssel und Jacke. Der Weg ins Büro. 5 Tage die Woche. Ausgenommen Wochenenden, Feiertage und Urlaub.<span id="more-561"></span></p>
<p>Wenn es sich vermeiden ließe, würde ich mir den Blick in den Spiegel ersparen. Es läßt sich nicht vermeiden. Die Zahnbürste muss zurück ins Ladegerät und das steht nunmal im Spiegelschrank. Und so verfolgt mich mein Gesicht durch den Tag. 54 Jahre ist es alt, leicht faltig, beherrscht. Es ist das Gesicht eines Oberamtsrates.</p>
<p>Ersparen sie sich und mir die Google Bildersuche. Sie werden mein Gesicht dort nicht finden. Interessanterweise erzählt man mir oft Witze und Anekdoten über <strong>Sachbearbeiter</strong> und Ostdeutsche. Frauen, mit denen ich flirte tun dies gern. Ich versuche dann so <strong>blasiert</strong> wie wie möglich zu lächeln, um der eigentlich ganz netten neuen Bekannschaft die Chance zu geben, den Akt doch noch erfolgreich abschliessen zu können. Es funktioniert selten. Mein Gesicht ist zu beherrscht. Und so enden solche Abende meist mit <strong>Currywurst</strong> ohne Darm, Pommes Mayo, Astra.</p>
<p>Eines meiner wichtigsten Tagesziele ist es, die Stechuhr in der Scharnhorststrasse so früh wie möglich zu betätigen. Ja, es entspricht gewissen Klischees, aber das ist mir egal. Ich mag es zu sehen, wie die Geschäfte in meiner Strasse den Tag vorbereiten. Ich mag es zu sehen, wie die <strong>Rockbar</strong> gegenüber die Nacht beendet. Ich habe nie einen Fuß durch die für gewöhnlich geschlossene Kneipentür gesetzt. Die großen Fenster sind mit schwarzer Folie abgeklebt und mit einem silberweißen Schriftzug versehen, der sich über einen flammenden Totenkopf beugt.</p>
<p>An warmen Tagen gibt der Besitzer eine 2,50m+1,00m großen Einblick in den abgenutzten Barraum frei. Für gewöhnlich zählt er die Einnahmen der Nacht, während seine <strong>rothaarige</strong> Frau Gläser spült, <strong>Entkalker</strong> in die Kaffeemaschine füllt oder einen Besen über den Fussboden zieht. Beide erledigen ihre Arbeit mit der Routine und Sicherheit eines Oberamstrates. Die flüchtigen Blicke mögen täuschen, aber oft kommt es mir so vor, als ob der Taschenrechner, den der Kneipier für seine Verwaltungstätigkeit benutzt dem aufs Haar gleicht, der auf meinem Schreibtisch steht. Zählen, notieren, rechnen, notieren. Erneut zählen, erneut notieren, erneut, rechnen, erneut notieren. Eintragung in ein Formblatt. <strong>Locher</strong> ansetzen und zudrücken. Abheften.</p>
<p>Wir haben nie viele Worte miteinander gewechselt, der Oberamtsrat und ich. Dabei kennen wir uns bereits seit 20 Jahren. Von Zeit zu Zeit treffen sich unsere Blicke und wie ich es gewohnt bin, grüße ich mit Nicken und &#8220;Guten Morgen!&#8221;. Sein antwortendes Lächeln ist beherrscht.</p>
<p>Die Strassenbahn zum Nordbahnhof schlängelt sich einige Stationen am ehemaligen Mauerstreifen entlang. Ich habe mich nie wirklich für Politik interessiert. Früher hat mich einiges geärgert oder gestört, das tut es heute noch, aber in Frage gestellt habe ich nichts. Das Mauermuseum und das Bild mit dem Soldaten, der über einen Stacheldraht springt, erinnert mich an das Schicksal anderer. Nicht an meins. Natürlich hab ich mit den Menschen gejubelt, als wir das erst Mal an den Grenzposten vorbeiliefen. Die Mauerreste erinnern mich an diesen Moment. An das Gefühl frei zu sein. Ausbrechen zu können. Ich hab nichts dafür getan, dass es so gekommen ist. Ich hatte keine Rechnung mit der SED zu <strong>begleichen, </strong>gleichwohl sie mir das Abitur verwehrt hatte und das Studium, trotz Einserschnitt. Ich habe es als gerecht empfunden, denn mein gesellschaftliches Engagement ließ zu wünschen übrig. Es war mir egal. Ich war zufrieden mit der Setzerlehre und heiratete mit 20.</p>
<p>Meine Ehe scheiterte an der Wende. Gewollt, kinderlos. Der Drang Freiheit zu leben, mit Anfang 30, war zu groß. Für uns beide. Und so zog ich in die kleine Hinterhofwohnung, die damals noch unsaniert vor sich hinschimmelte. Badeofen und der Abstieg zur Toilette störten mich nicht. Mit den Jahren entwickelte sich ein Szenebezirk um mich und die Rockbar herum, ein Kiez den ich nur selten verlasse. Mich stören die Touristen nicht, nicht die jungen Familien, nicht die eigenartige Mode. Ich lebe gerne dort. Ich habe dort alles was ich brauche.</p>
<p>Endstation. Der Rest ist Fußweg. Vor einigen Wochen nahm ich die S-Bahn von dort, um Ulrike zu besuchen. Sie hat wieder geheiratet und Kinder bekommen. Es hätten meine sein können. Ein Gedanke, der meinen gesamten Körper in einem <strong>blümeranten </strong>Schauer hüllt. Ihre <strong>merkelesken</strong> Gesichtzüge verfolgen mich seitdem durch den Alltag.</p>
<p>Die Stechuhr piept. Noch 11 Jahre bis zur Pensionierung. Inklusive Wochenenden, Feiertage und Urlaub. Voraussichtlich.</p>
<p>Warum dieser Text? Die Antwort gibt´s <a title="Fingerübungen: Improtexten." href="http://reichels.org/2012/06/improtexten/">hier</a> und <a title="Improtexten: Les nouveaux 10 mots sont arrivés." href="http://reichels.org/2012/06/improtexten-les-nouveaux-10-mots-sont-arrives/">hier</a>.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/reichels/XShh/~4/EjSh0NUZO-Y" height="1" width="1"/>]]></content:encoded><description>Die elektrische Zahnbürste gerät ins stocken. Das tut sie immer, wenn sie der Auffassung ist, die Zähne seien jetzt sauber. Für mich ist es in der Regel das Startstocken in den Tag. Es folgt der flüchtige Blick in den Spiegelschrank, beim zurückstellen des Gerätes in die Ladestation. Der Griff nach Schlüssel und Jacke. Der Weg [...]</description><wfw:commentRss xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/">http://reichels.org/2012/06/arbeitsweg/feed/</wfw:commentRss><slash:comments xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/">0</slash:comments><feedburner:origLink>http://reichels.org/2012/06/arbeitsweg/</feedburner:origLink></item><item><title>Improtexten: Les nouveaux 10 mots sont arrivés.</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/reichels/XShh/~3/s87oaohabBQ/</link><category>Selbstreferenzielles</category><dc:creator xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">ReichelS</dc:creator><pubDate>Tue, 12 Jun 2012 03:13:01 PDT</pubDate><guid isPermaLink="false">http://reichels.org/?p=558</guid><content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Unglaublich! <a title="Fingerübungen: Improtexten." href="http://reichels.org/2012/06/improtexten/">Es sind tatsächlich 10 Wörter zusammengekommen.</a> Wahnsinn!</p>
<ol>
<li>Sachbearbeiter</li>
<li>Entkalker</li>
<li>Currywurst</li>
<li>blasiert</li>
<li>blümerant</li>
<li>merkelesk</li>
<li>rothaarig (Kai hat geschummelt und ich nehme jetzt dieses)</li>
<li>begleichen</li>
<li>Locher</li>
<li>Rockbar</li>
</ol>
<p>Ich danke meiner Familie, meinen Freunden und Gott ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre.</p>
<p>Jetzt muss ich nur noch eine halbe Stunde finden. In irgendeiner EM-Halbzeitpause.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/reichels/XShh/~4/s87oaohabBQ" height="1" width="1"/>]]></content:encoded><description>Unglaublich! Es sind tatsächlich 10 Wörter zusammengekommen. Wahnsinn! Sachbearbeiter Entkalker Currywurst blasiert blümerant merkelesk rothaarig (Kai hat geschummelt und ich nehme jetzt dieses) begleichen Locher Rockbar Ich danke meiner Familie, meinen Freunden und Gott ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. Jetzt muss ich nur noch eine halbe Stunde finden. In irgendeiner EM-Halbzeitpause.</description><wfw:commentRss xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/">http://reichels.org/2012/06/improtexten-les-nouveaux-10-mots-sont-arrives/feed/</wfw:commentRss><slash:comments xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/">0</slash:comments><feedburner:origLink>http://reichels.org/2012/06/improtexten-les-nouveaux-10-mots-sont-arrives/</feedburner:origLink></item><item><title>Die EM 2012 gehört uns</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/reichels/XShh/~3/YDDi02cIbfc/</link><category>Uncategorized</category><dc:creator xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">ReichelS</dc:creator><pubDate>Fri, 08 Jun 2012 04:52:46 PDT</pubDate><guid isPermaLink="false">http://reichels.org/?p=554</guid><content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p><img src="http://marcel-ist-reif.de/src/images/logo.png" alt="marcel ist reif" align="left" /> Da beschäftigt man sich seit über einem Jahrzehnt mit diesem Internet. Überlegt Tag ein, Tag aus welcher tiefere gesellschaftliche Nutzen in dem losen Zusammenschluss von Computern liegt. Entwirft Demokratiemodelle und Kampagnenstrategien und dann das:</p>
<p>Ein paar Jungs (vielleicht auch Mädels) setzen sich hin und kreieren die einzig sinnvolle Anwendung im Cyberspace:</p>
<p><a href="http://marcel-ist-reif.de/">http://marcel-ist-reif.de</a></p>
<p>Couchtrainer der Welt. Streift die Fesseln ab. Die EM 2012 gehört uns.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/reichels/XShh/~4/YDDi02cIbfc" height="1" width="1"/>]]></content:encoded><description>Da beschäftigt man sich seit über einem Jahrzehnt mit diesem Internet. Überlegt Tag ein, Tag aus welcher tiefere gesellschaftliche Nutzen in dem losen Zusammenschluss von Computern liegt. Entwirft Demokratiemodelle und Kampagnenstrategien und dann das: Ein paar Jungs (vielleicht auch Mädels) setzen sich hin und kreieren die einzig sinnvolle Anwendung im Cyberspace: http://marcel-ist-reif.de Couchtrainer der Welt. [...]</description><wfw:commentRss xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/">http://reichels.org/2012/06/die-em-gehoert-uns/feed/</wfw:commentRss><slash:comments xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/">0</slash:comments><feedburner:origLink>http://reichels.org/2012/06/die-em-gehoert-uns/</feedburner:origLink></item><item><title>Fingerübungen: Improtexten.</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/reichels/XShh/~3/D8Pm1H99m4A/</link><category>Selbstreferenzielles</category><dc:creator xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">ReichelS</dc:creator><pubDate>Wed, 06 Jun 2012 13:04:33 PDT</pubDate><guid isPermaLink="false">http://reichels.org/?p=546</guid><content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Ich gestehe: ich schau ab und an in die Statistiken. Es gibt noch den einen oder anderen standhaften Besucher.</p>
<p>Ich Grüße ausdrücklich alle Verwaltungsangestellten, die direkt über Google zugreifen. Suchbegriff: &#8220;Wie schreibe ich einen Vermerk&#8221;.</p>
<p>Was mich zutiefst rührt: In den letzten 1-2 Jahren ist hier nicht viel passiert und doch kommt der eine oder andere wieder, zumal auch die letzten Einträge eher Übungen sind. Irgendwann wird es wohl auch wieder vor Sinn strotzende Texte geben. Bis dahin üb ich noch und versuch´s mal mit Improtexten. Das Prinzip ist bekannt:</p>
<ul>
<li>jeder der hier liest, hinterlässt in den Kommentaren ein Nomen, ein Verb, oder Adjektiv (bitte!)</li>
<li>wenn da <del>unten</del> rechts 10 Wörter stehen, versuch ich daraus eine Kurzgeschichte, Prosa, Lyrik oder einen Sachtext zu schreiben.</li>
<li>wenn keine 10 Wörter zusammenkommen, stelle ich mich schmollend in die Ecke und versuche es in 1-2 Jahren noch einmal.</li>
</ul>
<p>(Und ja: ich bin darauf gefasst, dass es Begriffe wie Vorratsdatenspeicherung, bedingungslos, Grundeinkommen, verraten, Sozialdemokraten, blabla sein können.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/reichels/XShh/~4/D8Pm1H99m4A" height="1" width="1"/>]]></content:encoded><description>Ich gestehe: ich schau ab und an in die Statistiken. Es gibt noch den einen oder anderen standhaften Besucher. Ich Grüße ausdrücklich alle Verwaltungsangestellten, die direkt über Google zugreifen. Suchbegriff: &amp;#8220;Wie schreibe ich einen Vermerk&amp;#8221;. Was mich zutiefst rührt: In den letzten 1-2 Jahren ist hier nicht viel passiert und doch kommt der eine oder [...]</description><wfw:commentRss xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/">http://reichels.org/2012/06/improtexten/feed/</wfw:commentRss><slash:comments xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/">16</slash:comments><feedburner:origLink>http://reichels.org/2012/06/improtexten/</feedburner:origLink></item></channel></rss>
