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<?xml-stylesheet type="text/xsl" media="screen" href="/~d/styles/atom10full.xsl"?><?xml-stylesheet type="text/css" media="screen" href="http://feeds.feedburner.com/~d/styles/itemcontent.css"?><feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:openSearch="http://a9.com/-/spec/opensearch/1.1/" xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:gd="http://schemas.google.com/g/2005" xmlns:thr="http://purl.org/syndication/thread/1.0" gd:etag="W/&quot;CUANQ3k5fSp7ImA9WhVTEUU.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513</id><updated>2012-02-25T16:29:52.725+01:00</updated><category term="astrophysik" /><category term="kunst" /><category term="umwelt" /><category term="kernfusion" /><category term="denkmalspflege" /><category term="medizin" /><category term="kerntechnik" /><category term="schnellbrueter" /><category term="cern" /><category term="freunde" /><category term="gerichtsurteile" /><category term="kernphysik" /><category term="wirtschaftskrise" /><category term="geschichte" /><category term="politik" /><category term="architektur" /><category term="literatur" /><category term="rente" /><category term="fzk" /><category term="entsorgung" /><category term="religion" /><category term="stromwirtschaft" /><category term="urlaub" /><category term="sprache" /><category term="kit" /><category term="bloggen" /><category term="utz claassen" /><category term="volkswirtschaft" /><category term="stadtverwaltung" /><title>Rentnerblog</title><subtitle type="html">Blogge über Gott und die Welt</subtitle><link rel="http://schemas.google.com/g/2005#feed" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/posts/default" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/" /><link rel="next" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default?start-index=26&amp;max-results=25&amp;redirect=false&amp;v=2" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><generator version="7.00" uri="http://www.blogger.com">Blogger</generator><openSearch:totalResults>180</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" type="application/atom+xml" href="http://feeds.feedburner.com/rentnerblog" /><feedburner:info xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" uri="rentnerblog" /><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/" /><feedburner:emailServiceId xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0">rentnerblog</feedburner:emailServiceId><feedburner:feedburnerHostname xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0">http://feedburner.google.com</feedburner:feedburnerHostname><entry gd:etag="W/&quot;C0UBQnk7fSp7ImA9WhRaFkg.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-8807340856699731610</id><published>2012-02-19T12:00:00.002+01:00</published><updated>2012-02-19T12:34:13.705+01:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2012-02-19T12:34:13.705+01:00</app:edited><title>Auch Bundesrichter wollen befördert werden</title><content type="html">Am Bundesgerichtshof (BGH)&amp;nbsp;in Karlsruhe gibt es Zoff. Einige Richter streiten sich mit ihrem Ober-Chef und das schon seit fast einem Jahr. Jetzt ist es öffentlich geworden und in den&amp;nbsp;Zeitungen steht zu lesen, was Monate vorher nur unter Kundigen gemurmelt worden ist. Dabei haben - von aussen betrachtet - die Richter am BGH keinen üblen Job. Der Bundesgerichtshof ist nämlich im wesentlichen ein Revisionsgericht. Das bedeutet, dass er selbst keine Beweisaufnahmen machen muss. "Tatsache" ist, was von den unteren Gerichten, also den Amtsgerichten, Landgerichten und Oberlandesgerichten bereits an "Beweisen" eruiert worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der BGH beschränkt sich im wesentlichen darauf, die juristische Beurteilung eines Falles nachzuprüfen. Wenn er feststellt, dass die Vorinstanz einen rechtlichen Fehler gemacht haben sollte, dann verweist er den Fall zur erneuten Verhandlung zurück. Ein praktisches Beispiel aus meiner simplen Sicht als Physiker, als juristischem Laien: Nehmen wir an, das Amtsgericht Karlsruhe verurteilt einen Ladendieb zum Tode durch Erhängen, dann wird dieses Urteil vom BGH aus zumindest zwei Gründen kassiert. Erstens, weil es doch etwas zu harsch ist und zweitens, weil die Sanktionierung&amp;nbsp;Tod durch den Strang in Deutschland bereits seit einiger Zeit abgeschafft worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-PC8wMC7N0tM/Tz-xo_bIgoI/AAAAAAAAAWY/jI8xJmbvytU/s1600/Untitled123.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="214" src="http://4.bp.blogspot.com/-PC8wMC7N0tM/Tz-xo_bIgoI/AAAAAAAAAWY/jI8xJmbvytU/s320/Untitled123.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Der Bundesgerichtshof in winterlichen Ambiente&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Bei dem oben genannten Streit geht es aber nicht um juristische Finessen, sondern um die organisatorische Einordnung einzelner Richter, genauer gesagt um ihre Beförderung beziehungsweise Abstufung. Im wesentlichen ist der BGH wie folgt organisiert: er besteht aus 12 Zivilsenaten und 5 Senaten für strafrechtliche Dinge. Jeder Senat hat vier Richter und einen Vorsitzenden (Zwei weitere Richter stehen "in Reserve"). Über den Senaten schwebt der Präsident. Seit dem Jahr 2008 ist es Professor Dr. Klaus Tolksdorf, der 8. Präsident in der 62-jährigen ruhmreichen Geschichte des BGH. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsident Tolksdorf scheint ein scharfes Regiment zu führen. Wer ihm nicht passt, den befördert auch nicht. Das ist im Prinzip sein gutes Recht und und so hat er - als die Neubesetzung des Vorsitzes im 2. Strafsenat anstand - Thomas Fischer, den kommissarischen Vorsitzenden dieses Senats und Bewerber für den Vorsitz, erst einmal auf die Seite gerückt und abgelehnt. Tolksdorf scheint Fischer für eine Art Querulanten zu halten und will ihn nicht befördern. Fischer wiederum, der ein juristisches Ass zu sein scheint und einen wichtigen Kommentar zum Strafrecht verfasst hat, lässt sich das nicht gefallen. Er ging wegen des schlechten Zeugnisses zum Verwaltungsgericht und bekam dort recht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;Zwischenzeitlich geriet Tolksdorf in Nöte, weil der 2. Strafsenat keinen Vorsitzenden hatte, was nach Gesetz und Ordnung nicht sein darf. Schlitzohrig ernannte Tolksdorf daraufhin den Vorsitzenden des 4. Senats in Personalunion auch zum Chef des (verwaisten) 2. Senats. Jetzt brach das Theater aber erst&amp;nbsp;richtig los und der vorher interne Streit wurde öffentlich. Bundesjustizministerium und Verwaltungsgerichte prüfen derzeit, ob so eine Doppelbesetzung überhaupt rechtens ist. Wenn nicht, dann könnten die zwischenzeitlich ergangenen Urteile der Strafsenate auch noch vom Bundesverfassungsgericht gekippt werden. Die Verteidiger - als Elite der deutschen Rechtsanwälte - positionieren sich schon in diese Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer bleibt&amp;nbsp;bei diesem Streit auf der Strecke? Hoffentlich nicht die armen Angeklagten, die im Gefängnis auf ein baldiges Urteil warten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-8807340856699731610?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/8807340856699731610/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=8807340856699731610" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/8807340856699731610?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/8807340856699731610?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2012/02/auch-bundesrichter-wollen-befordert.html" title="Auch Bundesrichter wollen befördert werden" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://4.bp.blogspot.com/-PC8wMC7N0tM/Tz-xo_bIgoI/AAAAAAAAAWY/jI8xJmbvytU/s72-c/Untitled123.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;C04CRn4ycSp7ImA9WhRbGUQ.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-3277711015458546389</id><published>2012-02-11T21:26:00.000+01:00</published><updated>2012-02-11T21:26:07.099+01:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2012-02-11T21:26:07.099+01:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="literatur" /><title>Sinnsprüche    (1)</title><content type="html">Altern -&lt;br /&gt;
ist die einzige bekannte Methode&lt;br /&gt;
um länger zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Liv Ullmann)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für angenehme Erinnerungen &lt;br /&gt;
muss man im Voraus sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Paul Hörbiger)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entferne dich von den Dingen,&lt;br /&gt;
bevor die Dinge sich von dir entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich sorgfältig auf ein Gespräch vorbereitet,&lt;br /&gt;
verhindert es.&lt;br /&gt;
Für Verhandlungen gilt das Gegenteil.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Johannes Gross)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;*&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olympische Spiele&lt;br /&gt;
sind eine wundervolle Gelegenheit, &lt;br /&gt;
um Zwietracht unter jenen Nationen zu stiften, &lt;br /&gt;
die sonst keine Berührungsflächen haben. &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(G. B. Shaw)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;*&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts bewahrt uns so gründlich vor Illusionen,&lt;br /&gt;
wie der allmorgentliche Blick in den Spiegel.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Aldous Huxley)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;*&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine selbstbewusste Gesllschaft&lt;br /&gt;
kann viele Narren ertragen.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(John Steinbeck)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;*&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es morgens um 6 Uhr an der Tür klingelt&lt;br /&gt;
und ich kann sicher sein,&lt;br /&gt;
dass es der Milchmann ist - &lt;br /&gt;
dann weiss ich, dass ich in einer Demokratie lebe.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Winston Churchill)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;*&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mächtige verstehen einander immer -&lt;br /&gt;
mögen sie noch so verfeindet sein.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Clemenceau)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;*&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger die Tatsachen,&lt;br /&gt;
als die Meinungen der Menschen über die Tatsachen&lt;br /&gt;
sind von entscheidender Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Epiktet)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;*&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Ein alter Freund ist besser&lt;br /&gt;
als zwei neue.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Russisches Sprichwort)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird nie soviel gelogen&lt;br /&gt;
wie vor der Wahl,&lt;br /&gt;
während des Krieges&lt;br /&gt;
und nach der Jagd.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Bismarck)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;*&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg zum papierlosen Büro&lt;br /&gt;
ist fast genau so weit, &lt;br /&gt;
wie zum papierlosen Klo.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Heinrich von Pierer)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;*&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du einem Freund zehn Dollar borgst&lt;br /&gt;
und er lässt sich nicht mehr bei dir sehen,&lt;br /&gt;
dannn ist das Geld gut angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Paul Getty)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;*&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwarte nie etwas zurück!&lt;br /&gt;
Börsenhändler investieren das Geld anderer Leute solange -&lt;br /&gt;
bis es weg ist.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Der Spiegel)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;*&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab einem gewissen Alter merkt man,&lt;br /&gt;
dass das, was man für die Generalprobe gehalten hat,&lt;br /&gt;
schon die Vorstellung war.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Peter Ustinow)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht wünschen,&lt;br /&gt;
was unerreichbar oder wertlos ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld,&lt;br /&gt;
das du besitzt, macht dich frei.&lt;br /&gt;
Geld, &lt;br /&gt;
dem du nachjagst, macht dich zum Knecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erhoffe nichts,&lt;br /&gt;
ich fürchte nichts, &lt;br /&gt;
ich bin frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamte,&lt;br /&gt;
wenn sie umfallen,&lt;br /&gt;
fallen manchmal quer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kommt zur Welt.&lt;br /&gt;
Man stirbt.&lt;br /&gt;
Fertig!&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Roald Dahl)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Karrieren&lt;br /&gt;
schwindelnde Höhen erreichen,&lt;br /&gt;
ist der Schwindel&lt;br /&gt;
häufig nicht mehr nachzuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlechte Argumente bekämpft man,&lt;br /&gt;
indem man ihre Darlegung nicht stört.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Alec Guiness)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine gut improvisierte Rede zu halten,&lt;br /&gt;
braucht man mindestens drei Wochen.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Mark Twain)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;*&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Menschen sind unsterblich - &lt;br /&gt;
solange sie leben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-3277711015458546389?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/3277711015458546389/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=3277711015458546389" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/3277711015458546389?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/3277711015458546389?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2012/02/sinnspruche-1.html" title="Sinnsprüche    (1)" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;CkcEQH85eSp7ImA9WhRUEk4.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-2571271357017364490</id><published>2012-01-22T12:00:00.005+01:00</published><updated>2012-01-22T12:00:01.121+01:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2012-01-22T12:00:01.121+01:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="geschichte" /><title>Das Mirakel des Hauses Brandenburg      (2)</title><content type="html">Friedrich II. von Preussen war 1759 auf dem Schlachtfeld von Kunersdorf von der vereinigten Armee der Österreicher und Russen vernichtend geschlagen worden. Der&amp;nbsp;Brandenburger hatte die Topografie des Geländes falsch eingeschätzt und seine Truppen in eine Niederung geführt, wo sie von den Kanonen der gegnerischen Allianz erbarmungslos zusammengeschossen wurden. Den Rest besorgten die damals aufgekommenen Freikorps, die österreichischen Panduren und die russischen Kosaken. In Landknechtsmanier und zuweilen aus purer Mordlust töteten sie die Verwundeten und beraubten sie ihrer Kleidung und Waffen. Der Weitermarsch der feindlichen Truppen nach Berlin und die Einnahme der nahezu unbefestigten Hauptstadt war in Kürze zu erwarten. Aber nichts dergleichen geschah. Ja, nach einigen Wochen gespannter Ruhe konnten die Preussen - o Wunder - sogar beobachten, das sich die Russen nach Osten absetzten und die Österreicher sich in ihr Kernland nach Süden zurückzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was war geschehen? Nichts weniger als ein Wunder! Friedrich bezeichnete es in einem Brief an seinen Bruder Heinrich als &lt;i&gt;"das Mirakel des Hauses Brandenburg".&lt;/i&gt; Der Grund dafür war, dass sich in Russland immer mehr die preussenfreundliche Stimmung des Grossfürsten Peter durchsetzte. Als 1761 seine Mutter, die Zarin Elisabeth II. starb und er als Peter III. ihr Nachfolger wurde, kündigte Russland das Bündnis mit Österreich auf und stellte sich an die Seite Preussens. Und im Reich der Habsburger kam es ebenfalls zu einer Wende: der brillante 38-jährige Minister Wenzel Anton von Kaunitz regelte die Bündnisstruktur Österreichs neu und&amp;nbsp;stellte&amp;nbsp;den Krieg mit den Preussen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frieden von Hubertusburg (1763) beendeten die drei Kombattanten Friedrich, Maria und Katharina - die inzwischen als Nachfolgerin von Peter III. auf dem russischen Thron sass - ihren Waffengang und damit den Siebenjährigen Krieg. Friedrich II. offenbarte sich ein weiteres Mal als gerissener Verhandler, denn er durfte alle seine&amp;nbsp;früher eroberten Gebiete behalten, insbesondere Schlesien und grosse Teile von Sachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die erste Teilung Polens&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen bedeutsamen Gebietszuwachs erhielt Preussen durch die sogenannte Erste Teilung Polens im Jahr 1772. Der Doppelstaat Polen-Litauen, ein Land grösser als Frankreich, war durch ständige innere Unruhen geschüttelt. Die Hauptursache war seine Wahlmonarchie, wobei die rivalisierenden Adelsfraktionen ständig darum kämpften, ihre jeweiligen Kandidaten auf den Thron zu hieven. Darüberhinaus lähmten strukturelle Schwächen der polnischen Verfassung das politische System, weil jedes Mitglied des Reichstags (Sejm) mit seinem Einspruch die Mehrheit lahmlegen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese innere Zerrissenheit Polens - auch als "polnische Wirtschaft" bezeichnet - wurde von den Nachbarländern intensiv beäugt. Als dieses Land, wegen bürgerkriegsähnlicher Unruhen, wieder einmal unfähig zur Verteidigung seiner Grenzen war, schlugen Preussen, Russland und Österreich&amp;nbsp; zu. 1772 annektierten die drei Nachbarländer grosse Gebietsteile Polens. Die Russen nahmen sich 12,7 Prozent, die Österreicher 10,8 Prozent und Preussen 5 Prozent. Letztere ergatterten damit zwar nur den kleinsten Brocken, aber er war der wichtigste: Preussen konnte mit diesem Gebiet um Bromberg die Lücke zwischen Ostpreussen und den Kernprovinzen der Hohenzollernmonarchie schliessen, was strategisch von immensem Wert war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-ttzosYgwqP8/Txq8s9TjQqI/AAAAAAAAAWQ/ufp8KDnxNa4/s1600/Untitled+2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="290" src="http://1.bp.blogspot.com/-ttzosYgwqP8/Txq8s9TjQqI/AAAAAAAAAWQ/ufp8KDnxNa4/s320/Untitled+2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;i&gt;Die Erste Teilung Polens&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;i&gt;(Preussens Landgewinn senkrecht schraffiert und rot umrandet)&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Der Vorschlag zur Aufteilung von Polen-Litauen kam übrigens von Friedrich II. In seinem politischen Testament von 1752 verglich er Polen mit einer "Artischocke", die man "Blatt für Blatt" essen müsse. Bei der 2. Teilung Polens im Jahr 1793 (nach Friedrichs Tod) gingen weitere grosse Gebietsteile an die Nachbarn, wodurch Polen nur noch ein Rumpfstaat war. Und zwei Jahre danach (3. Teilung) wurde auch noch der Rest dieser einst mächtigen Adelsrepublik aufgeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Starke Frauen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich II. war umgeben von zwei charismatischen Herrscherinnen: Maria Theresia von Österreich und der Zarin Katharina II. von Russland, welche später den Ehrentitel "die Grosse" erhielt. Obschon charakterlich total verschieden, waren beide sehr kluge Politikerinnen - jedenfalls im Sinne der damaligen Zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria Theresia war die Tochter von Kaiser Karl VI., der ohne männliche Nachkommen starb. Eigentlich stand ihr die Kaiserwürde zu, aber sie verzichtete darauf zugunsten ihres Gatten Franz Stephan von Lothringen, der 1745 als Franz I. Stephan zum römisch-deutschen Kaiser gewählt wurde. In praxi war aber Maria Theresia nicht nur die regierende Erzherzogin von Österreich und Königin von Ungarn, sondern auch die (ungekrönte) Kaiserin, da ihr Ehemann sich wenig bis gar nicht um seine Regierungsgeschäfte kümmerte. Das Paar führte eine mustergültige Ehe aus der 16 Nachkommen hervor gingen, welche sie mit grosser Liebe umsorgten und die sie strategisch gut verheirateten ("tu felix Austria nube").&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes Kaliber war Katharina II. von Russland. Sie war eine geborene deutsche Prinzessin aus dem Hause Anhalt-Zerbst und wurde 1744 - auf Vermittlung ihres Cousins Friedrich II. - mit dem russischen Thronfolger und Grossfürsten&amp;nbsp;Peter verheiratet. Die Ehe war nicht glücklich, denn Peter haftete ein albernes Gehabe an und ausserdem war er ständig betrunken. Zudem hatte er eine grosse Vorliebe für die Preussen und deren Militärwesen. Als er 1762, nach dem Tod der Zarin Elisabeth, sogar die preussischen Militäruniformen beim russischen Heer einführte und&amp;nbsp;einen Sonderfrieden mit Friedrich schloss (ein weiteres "Mirakel") wurde er von den beiden adeligen Brüdern Orlow erdrosselt und seine Witwe als Katharina II. zur Zarin ausgerufen. Die junge Herrscherin machte zwar auch ihren Frieden mit dem Preussenkönig, aber gleichzeitig dehnte sie den russischen Machtbereich immens aus. In zwei Kriegen gegen die Türken eroberte sie&amp;nbsp;den Zugang zum Schwarzen Meer sowie weite Küstengebiete. Zusammen mit den Teilungen Polens gewann sie mehr als eine Million Quadratkilometer neues Land, sodass sie als Katharina die Grosse in die russische Geschichte einging. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina galt als sexbesessen; mehr als zwanzig Liebhaber sind namentlich bekannt. Einer der ersten war der Grossfürst Orlow (der mutmassliche Mörder ihres Ehemanns), ein anderer der Fürst Potjomkin, der die Schwarzmeerflotte befehligte. Ihre ehemaligen Liebhaber bedachte sie mit grosszügigen Geschenken, sodass ihr von ihnen keine Gefahr drohte. Katharina starb 1796 in St. Petersburg im Alter von 67 Jahren an einen Schlaganfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Alte Fritz&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch zurück zu Friedrich II. Durch die drei Schlesischen Kriege und den Landraub an Polen hatte er Preussen&amp;nbsp; als fünfte Grossmacht (nach Frankreich, Österreich, Russland und England) auf die politische Landkarte gebracht. Dafür mussten 400.000 Landeskinder ihr Leben lassen, immerhin zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. Zur Abschreckung der Nachbarn unterhielt Friedrich weiterhin eine grosse Armee von 195.000 Soldaten bei einer Einwohnerzahl von 5,8 Millionen. Spötter sagten deshalb: "Die preussische Monarchie ist nicht ein Land, das eine Armee hat, sondern eine Armee, das ein Land hat, in dem&amp;nbsp;diese einquartiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem, die letzten 23 Jahre vom Ende des Siebenjährigen Krieges bis zu seinem Tode war Friedrich II. pazifistisch gestimmt - von einem kleinen Scharmützel in Böhmen während des Bayerischen Erbfolgekrieges einmal abgesehen. Nach seiner trostlosen Jugend und seiner Phase als Kriegsherr war die Periode des "Alten Fritz" angebrochen. In seiner von Schnupftabak befleckten alten Hauptmannsuniform bereiste er unentwegt sein Land und die Menschen fürchteten ihn nicht mehr sondern begannen ihn zu achten, ja zu lieben. Er milderte die Leibeigenschaft (trotz heftigen Widerstands des Landadels) und entwickelte sein Rechtsempfinden zum "Allgemeinen Landrecht". Berühmt wurde die Affäre des Müllers Arnold, dem er zu seinem Recht verhalf, als ein benachbarter Junker den Mühlbach&amp;nbsp;in seine Karpfenteiche ableiten wollte. Die Trockenlegung des Oderbruchs und insbesondere die Einführung der Kartoffel als Grundnahrungsmittel fielen in seine Regentschaft. Zudem wurden Hunderte von Schulen gebaut. Da es jedoch an ausgebildeten Pädagogen mangelte, kommandierte Friedrich ehemalige (meist kriegsversehrte) Unteroffiziere als Lehrer ab, die häufig aber selbst nicht des Lesens und Schreibens kundig waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-Eszhk9BwHKc/TxmTbuH7_2I/AAAAAAAAAWA/16vf9A_4b8Y/s1600/Friedrich_Zweite_Alt.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/-Eszhk9BwHKc/TxmTbuH7_2I/AAAAAAAAAWA/16vf9A_4b8Y/s320/Friedrich_Zweite_Alt.jpg" width="261" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;i&gt;Der Alte Fritz (um 1781)&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Friedrich blieb ohne Nachkommen und bestimmte seinen Neffen Friedrich Wilhelm als seinen Nachfolger. Im Gegensatz zu seinem Onkel war dieser ein wahrer Luftikus. Seine erste Ehe wurde schon bald nach beiderseitigen Seitensprüngen geschieden; aus der zweiten Ehe gingen sieben Kinder hervor. Daneben hatte Friedrich Wilhelm sieben weitere Nachfahren aus einer lebenslangen Beziehung mit einer Mätresse und zwei Ehen "zur linken Hand". Friedrich&amp;nbsp;II. war es mit einer strengen Haushaltsdisziplin gelungen einen Staatsschatz von 58 Millionen Talern zu hinterlassen. Sein Nachfolger Friedrich Wilhelm II.verschleuderte diese gewaltige Summe innerhalb von elf Jahren!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der lange Reise nach Sanssouci&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich der Grosse starb am 17. August 1786 im Alter von 74 Jahren in seinem Stuhl auf Schloss Sanssouci. Eigentlich wollte er mit seinen Hunden auf der Terasse seines Sommerschlosses begraben werden, aber&amp;nbsp;der Thronfolger Friedrich Wilhelm II. ignorierte diesen Wunsch seines Onkels und liess ihn stattdessen in der Potsdamer Garnisonskirche beerdigen - neben dem ungeliebten Vater, dem Soldatenkönig! In der Endphase des 2. Weltkriegs wurde der Sarg 1944 in die Elisabethkirche nach Marburg verbracht und später in die Kapelle der Burg Hohenzollern.&amp;nbsp; Erst am 17. August 1991, also nach 205 Jahren, wurde Friedrich endlich auf den Terassen von Sanssouci feierlich beigesetzt. Bundeskanzler Kohl und die Spitzen der deutschen Politik waren bei diesen Akt vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrichs&amp;nbsp;schriftlicher Anweisung &lt;i&gt;"ich habe als Philosoph gelebt und will als solcher begraben werden,&lt;/i&gt; &lt;i&gt;ohne Gepränge, ohne feierlichen Pomp, ohne Prunk"&lt;/i&gt; wurde damit ein weiteres Mal nicht entsprochen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-2571271357017364490?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/2571271357017364490/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=2571271357017364490" title="1 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/2571271357017364490?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/2571271357017364490?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2012/01/das-mirakel-des-hauses-brandenburg-2.html" title="Das Mirakel des Hauses Brandenburg      (2)" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://1.bp.blogspot.com/-ttzosYgwqP8/Txq8s9TjQqI/AAAAAAAAAWQ/ufp8KDnxNa4/s72-c/Untitled+2.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>1</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;DUcCQ3g-fip7ImA9WhRVF0w.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-6810634227015590917</id><published>2012-01-15T12:00:00.004+01:00</published><updated>2012-01-16T13:31:02.656+01:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2012-01-16T13:31:02.656+01:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="geschichte" /><title>Vor dreihundert Jahren... (1)</title><content type="html">...genauer gesagt, am 24. Januar 1712, wurde Friedrich II. - später "der Grosse" genannt -&amp;nbsp;im Berliner Stadtschloss geboren, das demnächst wieder aufgebaut werden soll. Sein Vater war der brandenburg-preussische König Friedrich Wilhelm I. aus dem Stamm der Hohenzollern, seine Mutter die Prinzessin Sophie Dorothea von Hannover. Beide hatten&amp;nbsp;14 Kinder miteinander, von denen die meisten bereits im frühen Alter starben. So war Friedrich nur der drittälteste Sohn; seine beiden Brüder Friedrich Ludwig und Friedrich Wilhelm - die eigentlichen Kronprinzen - starben&amp;nbsp;noch im Säuglingsalter. Auf Friedrich lagen also die Hoffnungen seines Vaters zum Erhalt des Reiches und der Dynastie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-rpqXLj6oGC0/TxBbhDE1JfI/AAAAAAAAAVw/r12veCqJllg/s1600/220px-Die_So%25CC%2588hne_von_Friedrich_Wilhelm_I.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-rpqXLj6oGC0/TxBbhDE1JfI/AAAAAAAAAVw/r12veCqJllg/s1600/220px-Die_So%25CC%2588hne_von_Friedrich_Wilhelm_I.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Die Söhne des Soldatenkaisers um 1737;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;von links: Friedrich (25 Jahre alt); August Ferdinand (7); August Wilhelm (15); Heinrich (11)&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Mit grossem Unwillen&amp;nbsp;registrierte der Vater schon bald, dass sein Sohn Friedrich ein "Sensibelchen" war, der am liebsten französisch parlierte, Flöte spielte&amp;nbsp;und sich hinter&amp;nbsp; Büchern vergrub. Friedrich Wilhelm hingegen war&amp;nbsp;ein Raubein und stolz auf seinen Beinamen&amp;nbsp; "Soldatenkaiser". Er regierte sein kleines Land mit harter Hand und mit militärischer Prägung. Aus den nur 1,6 Millionen Bewohnern presste er ein Heer von 80.000 Mann heraus. Die "langen Kerls" hatten es ihm besonders angetan. Für die Jagd nach Männern, die über 1.88 Meter gross waren, sandte er Werber bis nach Kroatien und die Ukraine aus. Für einen "Sechsfüssler", der 1,92 Meter gross war, zahlte er bereitwillig 3000 Taler, währendessen sein Volk hungerte. Diese königliche Leidenschaft nach langen Soldaten hatten auch einen praktischen Grund: Das Vorderladergewehr, das Füsil, erzielte die beste Wirkung, wenn es möglichst lang war. Entsprechend war es nur für hochgewachsene Männer leicht zu handhaben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Konflikt mit dem Vater&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater betrachtete Friedrich als ein "Weichei" und versuchte ihm durch körperliche und seelische Züchtigungen "Manneshärte" beizubringen. Aber der junge Friedrich war renitent und heizte diese Konflikte auch noch durch betont aufsässiges Verhalten immer wieder an. Während des verhassten Exerzierens freundete er sich mit dem acht Jahre älteren Leutnant Hans Hermann von Katte an, dem er wohl auch homophil verbunden war. 1730 versuchte Friedrich mit seinem Pagen über Frankreich nach England zu fliehen, wurde dabei aber gefasst. Der Vater wollte ihn hinrichten lassen und liess sich erst durch durch Briefe von Kaiser Karl VI. und Prinz Eugen von diesem Vorhaben abbringen. Dennoch wurde Friedrich zu Festungshaft in Küstrin verurteilt. Leutnant Katte, bei dem man einen kompromittierenden Brief gefunden hatte, der ihn als Mitwisser entlarvte, &amp;nbsp;wurde "per Allerhöchster Kabinettsordre" zum Tode verurteilt. Die Strafe für den Kronprinzen bestand darin, dass er die Hinrichtung seines Freundes vom Fenster seiner Zelle in Küstrin mitansehen musste. Seine Bewacher hatten die Anweisung, sein Gesicht gegen die Gitterstäbe zu pressen, als der Henker Kattes Kopf mit dem Schwert abgeschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesem Zeitpunkt an ging Friedrich gewissermassen in die "innere Resignation". Er wehrte sich nicht mehr sonderlich gegen die Auflagen seines Vaters. 1733 stimmte er sogar seiner Verheiratung mit der ungeliebten Elisabeth Christine von Braunschweig zu. Die Ehe blieb kinderlos, nicht zuletzt aufgrund seiner andersartigen sexuellen Neigungen. 1736 "belohnte" ihn der Vater, indem er dem jungen Paar das Schloss Rheinsberg als Residenz übergab. Friedrich widmete sich während dieser Zeit dem Studium der Geschichte, Philosophie und Poesie, komponierte eine Sinfonie und schrieb den "Antimachiavell", einen Tugendkatalog für aufgeklärte Idealmonarchen. Er begann eine Korrespondenz mit dem französischen Philosophen Voltaire, die bis zum Lebensende anhielt. Seiner Frau begegnete er höflich aber distanziert. Später wies er ihr als Wohnsitz das Schloss Schönhausen zu, wo sie einsam und zunehmend verbittert über fünf Jahrzehnte verbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Friedrich als König&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Mai 1740 bestieg Friedrich nach dem Tod seines Vaters den preussischen Thron als Friedrich II.. Als erstes schaffte er, gegen den heftigen Widerstand seiner Beamten, die&lt;em&gt; Folter&lt;/em&gt; ab. Seiner Meinung nach "sollten lieber zwanzig Schuldige freigesprochen, als ein Unschuldiger geopfert werden". Bestehen liess er allerdings das sogenannte Spiessrutenlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offen zeigte er sich auch für die Einwanderung von Minderheiten wie Hugenotten und Katholiken.&amp;nbsp;In einem Brief schrieb er: &lt;em&gt;"Jeder soll nach seiner Facon selig werden - und wenn Türken und Heiden kämen, um unser Land zu bevölkern, dann werden wir ihnen Moscheen und Kirchen bauen&lt;/em&gt;".&amp;nbsp;Ganz uneigennützlich war dieses Angebot&amp;nbsp;wohl nicht, denn Preussen war ein armes Land mit wenig Bewohnern, für das er dringend Arbeitskräfte suchte. Übrigens: für die Juden galt dieses Angebot nicht; diese belegte er mit einer Sondersteuer!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die &lt;em&gt;Zensur&lt;/em&gt; für den - nichtpolitischen -&amp;nbsp;Teil der Zeitungen hob Friedrich II. auf. Er beauftragte sogar einen Professor mit der Herausgabe einer (französischen) Zeitung für Politik und Literatur. Er war damit der erste absolute Monarch Europas, der eine zumindest eingeschränkte &lt;em&gt;Pressefreiheit&lt;/em&gt; in seinem Lande einführte. Ausserdem liess er verkünden, dass sich jeder Bürger seines Landes mit seinen Anliegen persönlich an den König wenden könne. In dieser Anordnung kam das berechtigte Misstrauen gegenüber seiner eigenen Beamtenschaft zum Ausdruck. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die ersten beiden Schlesischen Kriege&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer aus dem bisher Gesagten schliessen würde, Friedrich II. wäre ein friedfertiger, intellektueller und aufgeklärter Monarch gewesen, der irrt gewaltig. Friedrich hatte eine zweite, ganz gegenteilige Charakterseite. Er war auch ein brutaler Militärpolitiker, der grundlos fremde Länder überfiel, hemmungslos hunderttausende seiner Landeskinder opferte und dabei Risiken für sich und sein Land in Kauf nahm, die nur ein ruhmsüchtiger Spieler, ja Zocker auf sich nehmen würde.&amp;nbsp;Der Beweis dafür sind seine schlesischen Kriege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon sechs Monate nach seiner Thronbesteigung fiel Friedrich - ohne Kriegserklärung - mit einer Armee von 27.000 Mann in das habsburgische Schlesien ein. Er nutzte den überraschend frühen Tod des habsburgischen römisch-deutschen Kaisers Karl VI. aus, der ohne männliche Erben geblieben war. Seine älteste Tochter Maria Theresia, damals 23-jährig, die aufgrund der sogenannten Pragmatischen Sanktion zur Kaiserin ernannt&amp;nbsp; worden war, konnte Friedrich nichts entgegen setzen. Sie hatte nicht&amp;nbsp; mit einem solchen Rechtsbruch des Hohenzollern gerechnet. So befand sich in nur sechs Wochen ganz Schlesien in preussischer Hand, einschliesslich der Hauptstadt Breslau. Im Separatfrieden von 1742 mussten die Habsburger der Abtretung von Schlesien zustimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre später versuchte Friedrich erneut sein Kriegsglück und fiel in Nordböhmen ein. Diesmal war Maria Theresia jedoch besser vorbereitet und ihr Feldherr Otto Ferdinand von Traun konnte die Preussen zurückdrängen. Zeitweise sah es sogar nach einer Wiedereroberung von Schlesien aus. In der Schlacht von Hohenfriedberg gewann Friedrich jedoch wieder Oberwasser und konnte den Besitz dieser Region wahren. Im Dresdner Frieden von 1745 musste die Kaiserin den Preussen das&amp;nbsp;"Recht" auf&amp;nbsp;Schlesien ein zweites Mal bestätigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Siebenjährige Krieg&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Krieg, manchmal auch als &lt;em&gt;3. Schlesischer Krieg&lt;/em&gt; bezeichnet, begann mit der völlig unprovozierten Besetzung Sachsens durch die Preussen. Friedrich liess das Schloss in Dresden plündern und ängstigte die dortige Bevölkerung durch Zwangsrekrutierungen. Taktisch klug nutzte er den Umstand, dass Österreich und Russland in einem globalen Konflikt&amp;nbsp;zwischen Frankreich und Grossbritannien um das Gebiet des Ohio-River in Amerika verwickelt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-kro7YSGsJh4/TxBboYW8AmI/AAAAAAAAAV4/2jnmFnuWS-E/s1600/raum14.01.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-kro7YSGsJh4/TxBboYW8AmI/AAAAAAAAAV4/2jnmFnuWS-E/s320/raum14.01.jpg" width="235" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Friedrich der Grosse vor dem Siebenjährigen Krieg&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
In rascher Folge gewann Friedrich in den Schlachten bei Lobositz (1756), Prag (1767), Rossbach (1757) und Leuthen (1758). Friedrichs Schlachtenstrategie bestand darin, dass er seine Truppen zumeist schief aufstellte - statt parallel - wie es bei seinen Gegnern regelmässig der Fall war. Dadurch konnte der eine Flügel, mit Unterstützung der Kavallerie, in die feindlichen Linien vorstossen, bevor der andere Feindkontakt bekam. Dies erforderte schnelle Umgruppierungen der Truppen, worin die Preussen meist im Vorteil waren. Geübt durch die militärischen Drills bewegten sich&amp;nbsp;ihre "Mauern" aus blauen Uniformröcken so gewandt, als hingen sie an unsichtbaren Fäden. Ergänzt wurde das Ganze durch Friedrichs Befähigung auch in Krisensituationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Schliesslich kam seine persönliche Tapferkeit hinzu, durch die er seinen Truppen im stärksten Kampfgetümmel ein Vorbild war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem unterlag er zwei Mal bei Kolin (1757) und Hochkirch (1758) - sowie geradezu vernichtend bei &lt;em&gt;Kunersdorf (1759&lt;/em&gt;) in der Nähe von Frankfurt/Oder.&amp;nbsp;Von seiner Armee von 48.000 Mann blieben gerade noch 3.000 übrig. Friedrichs Kleidung war von Kugeln durchlöchert, zwei Pferde waren ihm unter den Leib erschossen worden. Der Weg ins unbefestigte Berlin stand der russischen und österreichischen Armee sperrangelweit offen. Friedrich dachte ernsthaft an Selbstmord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da geschah das &lt;em&gt;Mirakel des Hauses Brandenburg&lt;/em&gt; und rettete Friedrich.&lt;br /&gt;
(Doch darüber mehr im nächsten Post)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-6810634227015590917?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/6810634227015590917/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=6810634227015590917" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/6810634227015590917?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/6810634227015590917?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2012/01/vor-dreihundert-jahren-1.html" title="Vor dreihundert Jahren... (1)" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://3.bp.blogspot.com/-rpqXLj6oGC0/TxBbhDE1JfI/AAAAAAAAAVw/r12veCqJllg/s72-c/220px-Die_So%25CC%2588hne_von_Friedrich_Wilhelm_I.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;CkECRX8-fyp7ImA9WhRXFkg.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-2434287174120162828</id><published>2011-12-20T12:32:00.009+01:00</published><updated>2011-12-23T15:31:04.157+01:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-12-23T15:31:04.157+01:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="urlaub" /><title>Mach mal Pause</title><content type="html">&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-9FrktktcWcA/TvCIB7cyTOI/AAAAAAAAAVo/_ymJw7Ih9V8/s1600/weihnachtsbaum-t8654.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-9FrktktcWcA/TvCIB7cyTOI/AAAAAAAAAVo/_ymJw7Ih9V8/s320/weihnachtsbaum-t8654.jpg" width="226" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;strong&gt;Frohe Festtage&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Output 2011 zum Anklicken:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/12/energiewende-magere-halbjahresbilanz.html"&gt;Energiewende - magere Halbjahresbilanz&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/12/vom-fusionsreaktor-zum-kostenreaktor.html"&gt;Vom Fusionsreaktor zum Kostenreaktor&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/11/itu-schlichtung-lauter-verlierer.html"&gt;ITU-Schlichtung: lauter Verlierer&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/11/nein-bedeutet-ja-fur-stuttgart-21.html"&gt;"Nein" bedeutet "Ja" für Stuttgart 21&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/11/golfen-sie-schon.html"&gt;Golfen Sie schon?&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/11/die-enbw-in-schieflage.html"&gt;Die EnBW in Schieflage&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/10/studiengebuhren-gestern-und-heute.html"&gt;Studiengebühren gestern und heute&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/10/ol-und-gas-fast-in-uberfluss.html"&gt;Öl und Gas - (fast) in Überfluss&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/10/ein-abstecher-nach-budapest.html"&gt;Ein Abstecher nach Budapest&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/10/wofur-braucht-das-itu-soviel-plutonium.html"&gt;Wofür braucht das ITU soviel Plutonium?&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/10/die-sehnsucht-der-physiker-nach-der.html"&gt;Die Sehnsucht der Physiker nach der Weltformel&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/09/das-magische-dreieck-der.html"&gt;Das "magische Dreieck" der Stromwirtschaft&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/09/ein-ubersturzter-ausstieg.html"&gt;Ein überstürzter Ausstieg&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/09/blick-zuruck-im-zorn.html"&gt;Blick zurück im Zorn&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/09/tannhauser-der-tod-im-biogasreaktor.html"&gt;Tannhäuser - Der Tod im Biogasreaktor&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/07/die-freiheit-der-lufte.html"&gt;Die Freiheit der Lüfte&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/07/panik-statt-politik.html"&gt;Panik statt Politik&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/07/rotter-stammtischplaudereien.html"&gt;Rotter Stammtischplaudereien&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/06/japanisches-durcheinander.html"&gt;Japanisches Durcheinander&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/06/topfers-jugendsunden.html"&gt;Töpfers Jugendsünden&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/06/merkels-salto-ruckwarts.html"&gt;Merkel´s Salto rückwärts&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/05/tabus-und-lucken-in-der.html"&gt;Tabus und Lücken in der Nuklearforschung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/05/vorsicht-sushi.html"&gt;Vorsicht Sushi!&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/05/wohin-mit-dem-schrott-aus-fukushima.html"&gt;Wohin mit dem Schrott aus Fukushima?&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/05/ethikkommission-vs-realitat.html"&gt;Ethikkommission vs. Realität&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/04/enbw-hauptversammlung-pro-contra.html"&gt;EnBW-Hauptversammlung: pro &amp;amp; contra&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/04/die-japaner-ticken-anders.html"&gt;Die Japaner ticken anders&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/04/die-kleine-strahlenkunde.html"&gt;Die kleine Strahlenkunde&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/04/aloha-hawaii.html"&gt;Aloha Hawaii&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/03/entsorgung-im-weltraum.html"&gt;Entsorgung im Weltraum?&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/03/reise-ins-weltall-ein-traum.html"&gt;Reise ins Weltall? Ein Traum.&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/03/der-strukturierte-kosmos.html"&gt;Der strukturierte Kosmos&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/03/rempeleien-im-weltraum.html"&gt;Rempeleien im Weltraum&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/02/der-tanz-um-den-castor.html"&gt;Von der Verglasung zum Castor&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/02/vom-mittelmeer-die-ostsee.html"&gt;Vom Mittelmeer an die Ostsee&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/01/bill-gates-sponsert-atomkraftwerke.html"&gt;Bill Gates sponsert Atomkraftwerke&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/01/neue-ideen-bei-asse-ii.html"&gt;Neue Ideen bei Asse II&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/01/1-million-jahre-wohl-kaum.html"&gt;1 Million Jahre? Wohl kaum!&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.rentnerblog.com/2011/01/schwarzgeld-transfer-aus-der-schweiz.html"&gt;"Schwarzgeld" - Transfer aus der Schweiz&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-2434287174120162828?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/2434287174120162828/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=2434287174120162828" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/2434287174120162828?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/2434287174120162828?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/12/kurze-pause.html" title="Mach mal Pause" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://2.bp.blogspot.com/-9FrktktcWcA/TvCIB7cyTOI/AAAAAAAAAVo/_ymJw7Ih9V8/s72-c/weihnachtsbaum-t8654.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;C0UERXo4fyp7ImA9WhRQFk0.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-8010110736874594182</id><published>2011-12-11T12:00:00.001+01:00</published><updated>2011-12-11T12:00:04.437+01:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-12-11T12:00:04.437+01:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="stromwirtschaft" /><title>Energiewende - magere Halbjahresbilanz</title><content type="html">Vor einem knappen halben Jahr, im Sommer 2011, haben Bundestag und Bundesrat, mit grossem politischem Getöse, die sogenannte&lt;em&gt; Energiewende&lt;/em&gt; vollzogen. Mit der Abkehr von der Kernenergie sollte alles besser werden. Bilanziert man jedoch die wirtschaftspolitischen Ergebnisse während der vergangenen 5 bis 6 Monate, so kommt man zu einer enttäuschenden Bilanz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundesrat, also die Länderkammer, stoppte zwei ganz wichtige &lt;em&gt;Gesetzesvorlagen&lt;/em&gt; der Regierung. Noch im Juli kippte er das Programm für die energetische Sanierung der Gebäude; im September blockierte er das Pilotvorhaben zur Einlagerung von Kohlendioxid in den Untergrund. Darüberhinaus streiten sich seit Monaten der Bundesumweltminister Norbert Röttgen und der Wirtschaftsminister Philipp Rösler über verbindliche Regeln zur Energieeinsparung; eine Einigung ist nicht in Sicht. Darüberhinaus haben Finanzgerichte in Hamburg und München die Brennelementesteuer gekippt, was dem Bund pro Jahr 2,3 Milliarden Euro kosten kann. Das Energieversorgungsunternehmen (EVU) Vattenfall klagt zudem auf Schadensersatz für seine zwangsweise stillgelegten Meiler, die anderen grossen EVU (Eon und REW) werden wohl folgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute folgte kein weiteres Land dem &lt;em&gt;deutschen Beispiel&lt;/em&gt; zum Atomausstieg - noch nicht einmal das hart betroffene Japan. Unmittelbar um Deutschland herum werden 29 Kernkraftwerke (KKW) betrieben, die zum Teil noch viel älter sind, als die abgeschalteten hierzulande. In den USA besitzen 66 der 104 KKW eine Betriebsgenehmigung für 60 Jahre. Weltweit sind derzeit 434&amp;nbsp;Atomkraftwerke im Betrieb, 62 weitere sind im Bau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Schleichende De-Industrialisierung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grosse deutsche &lt;em&gt;Firmen und Stromversorger&lt;/em&gt; ziehen sich aus der Kernkraftwerkstechnologie zurück oder werden dazu gedrängt. Siemens ist bereits ganz ausgestiegen, die Firma Areva in Erlangen kündigte massive Entlassungen an. Ähnliches gilt für die vier grossen deutschen Energieversorgungsunternehmen. RWE und Eon wollen je 8 - 10.000 &amp;nbsp;Mitarbeiter entlassen und ihre Geschäftstätigkeit zum Teil ins Ausland verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-rVFKtuogYTw/TuNvacCaEGI/AAAAAAAAAVY/U-sV6S4nDtw/s1600/1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="211" src="http://3.bp.blogspot.com/-rVFKtuogYTw/TuNvacCaEGI/AAAAAAAAAVY/U-sV6S4nDtw/s320/1.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Das Kernkraftwerk Philippsburg&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Besonders betroffen von der Energiewende ist der baden-württembergische &lt;em&gt;Konzern EnBW&lt;/em&gt;. Zwei seiner vier grossen Kernkraftwerke (Philippsburg 1 und Neckarwestheim I) musste der Stromproduzent nach den Ereignissen in Fukushima sofort stillegen, die beiden restlichen werden im Laufe dieses Jahrzehnts folgen. In der Konzernbilanz hat sich dies desaströs ausgewirkt. Während EnBW in den früheren Jahren konstant einen Gewinn von 2 Milliarden Euro ausweisen konnte, ist die Firma nun mit einem Verlust von 600 Millionen Euro geplagt. Hinzu kommt ständiger Streit im Aufsichtsrat über strategische Entscheidungen. Die Vertreter der grün-roten Landesregierung verlangen den raschen Umstieg auf erneuerbare Energien, blockieren aber seit Monaten die dafür erforderliche Kapitalerhöhung. Anfang dieser Woche hat der Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis das Handtuch geworfen und angekündigt, dass er den Konzern verlassen werde. Fähige Nachfolger werden für diesen Himmelfahrtsjob kaum schlangestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;"Wind und Sonne kosten nichts"&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau der &lt;em&gt;erneuerbaren Energien&lt;/em&gt; (Wind, Sonne, Geothermie, Biomasse) ist von seiten der deutschen Regierung erwünscht. Ihr Anteil an der Stromerzeugung soll bis zum Jahr 2050 auf 80 Prozent ansteigen. Dabei spielen Wind und Sonne im Investitionsportfolio die grösste Rolle. Doch insbesondere diese sind keineswegs kostenfrei, weil Angebot und Nachfrage nur in seltenen Fällen zusammen passen. Der Strom aus Wind und Sonne wird häufig zur falschen Zeit und am falschen Ort produziert und muss - mangels Speichermöglichkeit - nicht selten ins Ausland (wie Österreich) geradezu verschenkt werden. Dort wird er in Pumpspeicherkraftwerken verwendet, deren Strom bei Spitzenbedarf in Deutschland dann wieder teuer zurückgekauft werden muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erneuerbaren Energien lassen auch&amp;nbsp;die &lt;em&gt;Stromrechnung&lt;/em&gt; der deutschen Verbraucher drastisch ansteigen. In diesem Jahr beträgt die sogenannte EEG-Umlage schon 14 Milliarden Euro; in 2013 wird sie auf 17,1 Milliarden ansteigen. Diese beängstigende Entwicklung kommt vorallem deswegen zustande, weil die Bundesregierung die teuersten Ökostromvarianten (Solar!) am meisten fördert. Für die Privatkunden steigt damit ihre Umlage von jetzt schon 3,5 auf 4,79 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2013. Und das wird sich, nahezu ungebremst, weiter so fortsetzen. Zur Erinnerung: bei der Kernenergie betrug die kumulative staatliche Förderung in Deutschland zwischen den Jahren 1950 bis 2010 insgesamt 17,2 Milliarden Euro!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &lt;em&gt;Stromnetze&lt;/em&gt; haben die EVU - auf politischen Druck hin - bereits vor Jahren an private Finanzinvestoren verkauft. Da es der Regierung bis jetzt nicht gelungen ist, einen Bedarfsplan für die nationale Stromversorgung vorzulegen, kommt der Bau neuer Hochspannungstrassen nicht voran. Der Widerstand der betroffenen Bevölkerung ist bereits spürbar. Die Freileitungen für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) wird Masten erfordern, die beträchtlich höher sind als die derzeitigen 240/380-kV-Überlandleitungen. Ohne Enteignungen vieler Grundstückseigentümer wird das wohl nicht möglich sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der extremen Überkapazitäten im Norden Deutschlands wird bei Starkwind und Sonneneinstrahlung viel zu viel Leistung in das Überlandnetz gedrückt, die sich beim heutigen Ausbauzustand der Trassen oftmals nur unter Zuzahlung "verkaufen" lässt. Der Netzausbau - und zwar europaweit! - ist also für Deutschland extrem wichtig. Noch wichtiger als die Förderung der unwirtschaftlichen Stromerzeugung aus Wind und Sonne. Leider ist die Realität eine andere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-Jj5NJbhp6fE/TuNvb_rP4-I/AAAAAAAAAVg/UFIISbeald8/s1600/2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="208" src="http://2.bp.blogspot.com/-Jj5NJbhp6fE/TuNvb_rP4-I/AAAAAAAAAVg/UFIISbeald8/s320/2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Stromnetze: Energie zu den Verbrauchern&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Wegen der Fluktuation in der Stromerzeugung bei den erneuerbaren Energien müssen schnell regelbare &lt;em&gt;Reservekapazitäten&lt;/em&gt; vorgehalten werden. Bei Windkraft sind Reservekraftwerke für mindestens 90 Prozent, bei der Photovoltaik sogar für 97 Prozent erforderlich. Da diese Kraftwerke nur zeitlich begrenzt eingesetzt werden, sind sie zwangsläufig teuer und ineffizient. Deswegen stehen derzeit in Emden und Landsbergen auch zwei Gaskraftwerke vor dem Aus. Um den Weiterbetrieb dieser Kraftwerke zu rechtfertigen, müsste der Strompreis (im Handel) 85 bis 90 Euro pro Megawattstunde erreichen, was 50 Prozent&amp;nbsp;über dem&amp;nbsp;gegenwärtigen Marktpreis liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelfristig sind &lt;em&gt;Kurz- und Langzeitspeicher&lt;/em&gt; in den deutschen Mittelgebirgen einzurichten, nachdem Norwegen in dieser Hinsicht bereits abgewunken hat. Da hierbei die Eingriffe in die Natur sehr grossflächig sind, kann man gewaltigen Protest bei der anwohnenden Bevölkerung erwarten. Deswegen denkt man auch an die Nutzung der überschüssigen (Wind-)Energie zur Herstellung von Wasserstoff mittels Elektrolyse. Das ist zwar technisch machbar, aber die Verluste bei der Erzeugung von Wasserstoff und Methan, sowie bei der Rückverwandlung in Strom sind enorm und dürften deshalb den Prozess unwirtschaftlich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ausstieg vom Ausstieg?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte sich der Ausbau der Netze und der Speicheranlagen weiterhin verzögern, dann sind überregionale Blackouts nicht&amp;nbsp;mehr auszuschliessen. Für die deutsche Industrie aber wären ungeplante Abschaltungen wahre Milliardengräber. Die ZEIT berichtet in einer ihrer letzten Ausgaben, "dass hochrangige Leute aus den oberen Etagen des Umweltministeriums den &lt;em&gt;Ausstieg vom Ausstieg&lt;/em&gt; nicht mehr ausschliessen". Ja, selbst die atompolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion, die Karlsruherin Sylvia Kotting-Uhl, kann sich vorstellen, dass es dazu kommen könnte - insbesondere dann, wenn in knapp&amp;nbsp;zehn Jahren &amp;nbsp;sechs der neun heute noch aktiven Meiler in kurzem Zeitabstand vom Netz gehen sollten. Vor die Wahl gestellt, Atomstrom zu importieren oder ihn selbst zu machen,&amp;nbsp;könnte die Laufzeitverlängerung zu einer "moralischen Frage" werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juristen haben sogar schon Überlegungen darüber angestellt, wie das im &lt;em&gt;Atomgesetz&lt;/em&gt; legal geregelt werden könnte. Bislang&amp;nbsp;sind&amp;nbsp;im&amp;nbsp;Paragraf 7 dieses Gesetzes unter den Abschnitten (1a) bis (1e) die Abschaltdaten aller noch betriebenen Atommeiler verbindlich geregelt. Für den beschriebenen "Notfall" bräuchte man nur einen weiteren Abschnitt - &amp;nbsp;(1f) - &amp;nbsp;anzufügen, etwa mit folgenden Wortlaut:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
"Drohen &lt;em&gt;Störungen in der Elektrizitätsversorgung&lt;/em&gt;, so wird die Berechtigung zum Leistungsbetrieb über die in Abschnitt (1a) bis (1e) hinaus genannten Zeitpunkte verlängert".&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Atomausstieg wäre gekippt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-8010110736874594182?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/8010110736874594182/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=8010110736874594182" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/8010110736874594182?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/8010110736874594182?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/12/energiewende-magere-halbjahresbilanz.html" title="Energiewende - magere Halbjahresbilanz" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://3.bp.blogspot.com/-rVFKtuogYTw/TuNvacCaEGI/AAAAAAAAAVY/U-sV6S4nDtw/s72-c/1.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;DEMERXY4cSp7ImA9WhRRGUQ.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-6849423440321334674</id><published>2011-12-04T12:00:00.002+01:00</published><updated>2011-12-04T12:00:04.839+01:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-12-04T12:00:04.839+01:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="kernfusion" /><title>Vom Fusionsreaktor zum Kostenreaktor</title><content type="html">Das Fusionsreaktorprojekt ITER (englisch: &lt;em&gt;&lt;strong&gt;I&lt;/strong&gt;nternational &lt;strong&gt;T&lt;/strong&gt;hermonuclear &lt;strong&gt;E&lt;/strong&gt;xperimental &lt;strong&gt;R&lt;/strong&gt;eactor)&lt;/em&gt; befindet sich in einer schwierigen Phase. Das Projekt wurde 2006 mit grossem Aplomb gestartet, aber schon drei Jahre später waren die Vertragskosten von 5 Milliarden Euro auf 16 Milliarden angestiegen und der Inbetriebnahmetermin hatte sich um satte 10 Jahre verzögert. Der japanische Projektleiter Ikeda wurde&amp;nbsp; - zusammen mit seinem deutschen Stellvertreter Holtkamp - &amp;nbsp;gefeuert; ein weiterer Japaner, Osamu Motojima, trat an die Stelle der beiden. Über die Finanzierung der Mehrkosten, insbesondere im Bereich der Europäischen Union (EU) und in Deutschland wird immer noch heftig gestritten. Doch darüber weiter unten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ITER ist ein Projekt der sechs Länder China, Indien, Japan, Korea, Russland, USA und der EU, die mit Geld und Sachmitteln zur Finanzierung beitragen. Darin liegt auch eine Schwäche des Unternehmens, denn die Abstimmung zwischen diesen vielen Ländern kostet viel Zeit und Geld. Als Standort für ITER wurde das südfranzösische Forschungszentrum Cadarache benannt - &amp;nbsp;übrigens nach heftigem Ringen mit Japan,&amp;nbsp;weswegen diesem Land&amp;nbsp;auch die Projektleiterposition zugestanden werden musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-x0Eb9dy8rfA/TtpAx1XCWHI/AAAAAAAAAVM/W4RM1dlNAZc/s1600/Official_ITER_Logo.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="152" src="http://4.bp.blogspot.com/-x0Eb9dy8rfA/TtpAx1XCWHI/AAAAAAAAAVM/W4RM1dlNAZc/s320/Official_ITER_Logo.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Das Logo des ITER&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Weitere Kostenerhöhungen und Terminverzögerungen sind zu erwarten durch ein kürzliches Ereignis in Japan. Das Erdbeben von Fukushima und der nachfolgende Tsunami haben nämlich die wichtige Fabrik für Fusionskomponenten in der benachbarten Stadt Naka stark beschädigt. Die dort zu fertigenden supraleitenden Magnetspulen können wegen dieser Naturkatastrophe wohl erst ein bis zwei Jahre später ausgeliefert werden. Da es sich um Schlüsselkomponenten für den ITER handelt, ist man derzeit hektisch bemüht, den Schaden soweit als möglich zu begrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Technischer Gigantismus&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der technische Aufwand, welcher für ITER betrieben werden muss, ist beeindruckend. In Cadarache musste eine Hügellandschaft eingeebnet werden, um&amp;nbsp;die plane Oberfläche für den&amp;nbsp;&lt;em&gt;Bauplatz&lt;/em&gt; der verschiedenen ITER-Gebäude zu schaffen. Dafür waren 2,5 Millionen Kubikmeter Erde zu bewegen, was ziemlich genau dem Volumen der ägyptischen Cheopspyramide entspricht. Die geschaffene&amp;nbsp;Plattform besitzt eine Fläche von 42 Hektar, entsprechend der Grösse von 60 Fussballfeldern. &lt;br /&gt;
Zur seismischen Isolierung gegen Erdbeben sind 360.000 Tonnen Beton etc. einzubringen, was dem Gewicht des Empire State Buildings in New York gleichkommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &lt;em&gt;Tokamak,&lt;/em&gt; das Herzstück des ITER, wird voll montiert 23.000 Tonnen wiegen, entsprechend dem Gewicht von drei Eiffeltürmen. Er wird aus mehr als einer Million Einzelteilen bestehen. Sein Plasmavolumen wird 840 Kubikmeter umfassen, verglichen mit gerade mal 100 cbm beim Vorläufer JET in England. &lt;br /&gt;
Jede der 18 D-förmigen Toroidalfeldspulen besitzt ein Gewicht von 360 Tonnen, entsprechend dem Gewicht einer vollbesetzten Boeing 747.&amp;nbsp;Die Spulen&amp;nbsp;sind 14 Meter hoch und 9 m breit. &lt;br /&gt;
Sie sind mit supraleitenden Niob-Zinn-Drähten ausgestattet, die in ihrer Länge zwei Mal um den Globus reichen würden. Die Produktion dieser Drähte haben den Preis dieser Legierung auf dem Weltmarkt merkbar beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-1PRbmcvd0ws/TtpAxYxIgDI/AAAAAAAAAVI/4j7tQakWtrw/s1600/1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="312" src="http://1.bp.blogspot.com/-1PRbmcvd0ws/TtpAxYxIgDI/AAAAAAAAAVI/4j7tQakWtrw/s320/1.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Der Bauplatz des ITER in Cadarache&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Die Grosskomponenten werden am nächstliegenden Mittelmeerhafen Marseille angelandet und auf der sogenannten &lt;em&gt;ITER-Strasse&lt;/em&gt; zum Standort in Cadarache gebracht. Diese 104 Kilometer lange Strasse wurde eigens für die 200 Schwerlasttransporte des ITER gebaut und besitzt Kurven, Brücken etc., die für solche Transporte geeignet sind. Die schwerste Komponente wird 900 Tonnen wiegen und 4 Stockwerke hoch sein. Andere sind 61 m lang bzw. 9 m breit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ungelöste Finanzierungsfragen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kostenüberschreitungen bei ITER und die damit verbundenen Mehrkostenforderungen schlugen bei den finanzierenden Regierungen wie eine Bombe ein. Insbesondere beim deutschen Forschungsministerium war man stocksauer. Die Ministerin, Frau Anette Schavan, sprach offen von "Missmanagement und Planungspannen". Sie verlangte Korrekturen bei der organisatorischen Struktur des Projekts, was letztlich zu dem bereits beschriebenen Stühlerücken beim oberen Management führte.&amp;nbsp;Die Bundestagsabgeordnete der Grünen (Kotting-Uhl)&amp;nbsp;forderte gar ein Moratorium für das Fusionsprojekt. Aber so weit wird es nicht kommen, denn noch steht&amp;nbsp;die Bundeskanzlerin Angela Merkel - die sich in den kritischen Situationen selbst einschaltete -&amp;nbsp;eindeutig hinter ITER.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europäer haben sich beim ITER per Vertrag zu 2,7 Milliarden Euro verpflichtet, entsprechend&amp;nbsp;ihrem Anteil von 45 Prozent. Für sie steigen die Kosten nun auf 7,2 Milliarden. Im nächsten Haushalt der Europäischen Union in Brüssel sind von den Mehrkosten aber lediglich 1,3 Milliarden unterzubringen. Aus welchem "Fördertopf" das geschehen soll, darüber wird noch heftig gestritten. Am einfachsten wäre die Finanzierung aus dem Agrartopf. Bei ihm gibt es derzeit noch einen Überschuss von 1,68 Milliarden unausgeschöpfter Mittel. Da&amp;nbsp;sie aber&amp;nbsp;an die&amp;nbsp;Mitgliedsstaaten zurückfliessen sollen, bestehen diese auf&amp;nbsp; Rückgabe. Insbesondere Deutschland will sein nicht benötigtes Geld zurück. Im Augenblick sieht es so aus, dass zur Finanzierung in erster Linie der Forschungshaushalt beaufschlagt werden soll. Die endgültige Entscheidung wird erst 2012 getroffen werden, aber bereits jetzt ist das "Geschrei" der vielen Förderempfänger aus Universitäten und Forschungsinstituten zu vernehmen, deren -&amp;nbsp;zum Teil winzige Projekte - &amp;nbsp;durch ITER beschnitten werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Trüber Ausblick&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommen wir zurück auf die (wahrscheinliche) &lt;em&gt;terminliche Abwicklung&lt;/em&gt; des Projekts. In etwa zehn Jahren soll der ITER so weit fertiggestellt sein, dass er mit Wasserstoff gefüllt werden kann. Das erste Deuteriumplasma kann man zwischen 2025 und 2030 erwarten. Danach werden weitere zehn&amp;nbsp;Jahre Betrieb gemacht, der hoffentlich erfolgreich ist. Wir sind nun im Jahr 2040, aber keineswegs am Ende der Fusionsentwicklung. Denn nach dem ITER werden - nach Meinung der Experten - mindestens zwei weitere Demonstrationsreaktoren (DEMO 1 und DEMO 2) benötigt, bis das Fusionsprinzip wirtschaftlich ist. Jeder dieser Demos&amp;nbsp;benötigt von der Planung, über den Bau bis zum Betrieb einen Zeitrahmen vom mindestens 30 Jahre. Damit sind wir im Jahr 2100 angelangt. Zu diesem Zeitpunkt sollte das weltweite Energieproblem aber längst gelöst sein; ob dann jemand noch auf die Fusionsreaktoren wartet, ist höchst unwahrscheinlich. Ganz abgesehen davon, dass die Finanzierung der teueren Demos durch die Energieversorgungsunternehmen mehr als fraglich ist und die Staaten sie wohl nicht schultern können oder wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der ITER ist - verglichen mit dem Demonstrationsreaktoren - nur ein "kleines Maschinchen". Trotz der oben aufgeführten beeindruckenden Grösse seiner Komponenten! Und, entgegen der allgemeinen Vermutung, produziert er noch nicht einmal Strom. Ja, was denn sonst denn - &amp;nbsp;wird sich der&amp;nbsp;finanzierende Steuerzahler fragen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, dem Tokomak entströmt gerade mal Wasserdampf &amp;nbsp;von 150&amp;nbsp;Grad Celsius - und das auch nur mit langen Unterbrechungen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-6849423440321334674?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/6849423440321334674/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=6849423440321334674" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/6849423440321334674?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/6849423440321334674?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/12/vom-fusionsreaktor-zum-kostenreaktor.html" title="Vom Fusionsreaktor zum Kostenreaktor" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://4.bp.blogspot.com/-x0Eb9dy8rfA/TtpAx1XCWHI/AAAAAAAAAVM/W4RM1dlNAZc/s72-c/Official_ITER_Logo.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;C0EEQHYyfCp7ImA9WhRRE0Q.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-8083106424984191379</id><published>2011-11-27T12:00:00.008+01:00</published><updated>2011-11-27T12:00:01.894+01:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-11-27T12:00:01.894+01:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="kerntechnik" /><title>ITU-Schlichtung:  lauter Verlierer</title><content type="html">Wir erinnern uns worum es ging: das Institut für Transurane (ITU) im ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe hatte den Bau eines Labor- und Lagerbunkers für ihre radioaktiven Materialien beim Stuttgarter Umweltministerium (UM) beantragt. Die Gemeinde Linkenheim-Hochstetten, auf deren Gemarkung dieser sogenannte "Flügel M" teilweise errichtet werden sollte, intervenierte durch entsprechende Änderung des Bebauungsplans. Über Monate hinweg tobte in den Medien ein heisser Streit, den der grüne baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller durch eine öffentliche "Mediation" schlichten , bzw. etwas abdämpfen wollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Mediator benannte Untersteller den derzeitigen Geschäftsführer des Ökoinstituts Darmstadt, Michael Sailer. Da Untersteller früher selbst einmal Mitarbeiter des Ökoinstituts war und sein für die Genehmigung des Flügels M zuständiger Ministerialdirektor Helmfried Meinel sogar Vorstandssprecher, war die Ökofamilie gewissermassen unter sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-vfk9ChXTKME/TtElVOfOYNI/AAAAAAAAAU4/BMNwGuMxqm0/s1600/1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="149" src="http://3.bp.blogspot.com/-vfk9ChXTKME/TtElVOfOYNI/AAAAAAAAAU4/BMNwGuMxqm0/s320/1.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Geplanter Labor- und Lagerbunker des ITU; genannt: Flügel M&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
An der baulichen Auslegung des Labor- und Lagerbunkers gab es wenig herumzumäkeln. Er ist ein massives dreigeschossiges Gebäude von der Grundfläche 40 mal 60 Meter und einer Höhe von 25 Metern. Die Aussenwände sind 1,80 Meter dick, wodurch der Bunker gegen Erdbeben und Flugzeugabsturz bestens gesichert ist. Im Verlaufe der 5-tägigen und 25-stündigen Mediation stellte sich heraus, dass es keine gewichtigen Einwände gegen den Bau dieses Flügels M gibt. Indes, jeder der Hauptbeteiligten des Forschungsinstituts ITU und der Gemeinde Linkenheim-Hochstetten musste tüchtig Federn lassen, wie im Folgenden dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Verlierer Professor Fanghänel&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leiter des ITU, Professor Dr. Thomas Fanghänel, wurde stundenlang (und zuweilen geradezu inquisitorisch) befragt zu den in seinem Institut gelagerten und zusätzlich beantragten Mengen an Kernbrennstoffen, zu den radioaktiven Emissionen und zu seinem Forschungsprogramm. Um den Bau des Bunkers nicht zu gefährden, musste er eine Reihe einschneidender Konzessionen machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den &lt;em&gt;Kernbrennstoffen&lt;/em&gt; wurde die Lager- und Umgangsgenehmigung von 180 Kilogramm Plutonium auf 80 kg reduziert. Statt 50 kg Uran-233 sollen zunächst nur 20 kg genehmigt werden. Des weiteren ist an eine signifikante Reduktion des sonstigen radioaktiven Inventars gedacht. Die beantragten Mengen an Thorium (450 kg) sollen vorzugsweise nicht für die Forschung, sondern für die Ausbildung der internationalen Inspektoren verwendet werden.&amp;nbsp; Erstaunlich war bei der länglichen Diskussion über diese Dinge, dass Fanghänel nicht schlüssig erklären konnte (oder wollte) wofür er die grossen Mengen an Spalt- und Kernmaterial wirklich benötigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &lt;em&gt;Emission&lt;/em&gt;, also die zulässigen jährlichen Ableitungen aus dem Institut werden für die langlebigen Alpha- und Betastrahler auf ein Zehntel des derzeit erlaubten Werts gesenkt. Zwar schöpft das ITU die jetzigen Obergrenzen bei weitem nicht aus, aber mit den neuen Grenzwerten könnte es künftig gelegentlich in Störfallnähe kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim&lt;em&gt;&amp;nbsp;Forschungsprogramm&lt;/em&gt; gab es vom Anfang bis zum Schluss heftige Diskussionen. Unstrittig waren die Gebiete Medizin, Sicherheitsüberwachung von Kernmaterialien sowie Aus- und Weiterbildung. Gerungen wurde um die Entwicklung von Kernbrennstoffen für die sogenannten Reaktoren der 4. Generation, also der Schnellen Brüter. Auch die Separation und Transmutation wurde zu "Teufelszeug" erklärt. Insbesondere die Vertreter des BUND (Harry Block, Armin Gabler) wollten dem Institut die Forschungsarbeiten auf diesem Sektor verbieten, was der UM-Beamte Meinel mit Blick auf die im Grundgesetz verankerte "Freiheit der Forschung" jedoch nicht zuliess. Schliesslich einigte man sich -&amp;nbsp;auf Vorschlag des Mediators -&amp;nbsp;darauf, dass das ITU nicht (wie in der Vergangenheit beim Projekt Masurca)&amp;nbsp;tausende von Brennstäben herstellen darf, sondern nur noch gelegentlich einige wenige "Brennstäble". Man sieht, wir sind in Baden-Württemberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Verlierer Bürgermeister Johs&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister Günther Johs von Linkenheim-Hochstetten musste zugestehen, dass die Kernmaterialien im neuen geplanten Bunker weitaus sicherer gelagert sind, als im jetzigen Gebäude, welches nur partiell gegen Erdbeben und Flugzeugabsturz ausgelegt ist. Er musste auch (zähneknirschend) andeuten, dass er den &lt;em&gt;Bebauungsplan&lt;/em&gt; so abändern werde, damit Flügel M (und später auch noch ein Flügel P) gebaut werden könne. Für dieses Zugeständnis verlangte er allerdings, dass die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verbindlich erklären, &lt;em&gt;keine weiteren Bauten&lt;/em&gt; für radioaktive Materialien auf der Linkenheimer Gemarkung zu errichten. Da beide Institutionen als Gesellschafter&amp;nbsp;wesentlich von der Berliner Bundesregierung gesteuert werden, ist an eine rasche&amp;nbsp; Zustimmung allerdings kaum zu denken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber man muss sich auch fragen, wie verbindlich eine solche Erklärung des Bundes überhaupt sein kann. Per Weisung - und in Konformität mit dem Atomgesetz - könnte&amp;nbsp;eine Bundesregierung&amp;nbsp; jederzeit vom Land die Änderung der atomrechtlichen Genehmigungen und der gemeindlichen Bebauungspläne verlangen. Immerhin gilt der Grundgesetzartikel: "&lt;em&gt;Bundesrecht bricht Landesrecht".&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Szenario wurde &lt;em&gt;unter den Zuhörern&lt;/em&gt; der Mediation bereits heftig diskutiert: Im benachbarten Philippsburg wurde aufgrund der sogenannten Energiewende der Reaktor 1 im Sommer dauerhaft abgeschaltet, der Reaktor 2 soll in fünf Jahren folgen. Beide Reaktoren&amp;nbsp;müssen zurückgebaut werden, aber wohin mit dem Atommüll? Das &lt;em&gt;Zwischenlager am Standort&lt;/em&gt; ist jetzt bereits randvoll. Der Bau eines weiteren Lagers würde, wegen zu erwartender Einsprüche und Gerichtsverfahren, mindestens zehn Jahre dauern und bis dahin alle Abrissarbeiten blockieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-DQ8SWckhuHE/TtElWI6Te7I/AAAAAAAAAVA/lFxaK3pzQx4/s1600/2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="192" src="http://2.bp.blogspot.com/-DQ8SWckhuHE/TtElWI6Te7I/AAAAAAAAAVA/lFxaK3pzQx4/s320/2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK);&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;links (rot angeleuchtet) die Verglasungseinrichtung VEK&lt;/em&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Ist es da verwunderlich, dass sich die Augen der Philippsburger auf das alte WAK-Gelände richten, wo der Bunker für die ehemalige Verglasungsanlage (VEK) nutzlos herumsteht? Er wurde vor wenigen Jahren erst gebaut und erfüllt - sogar mit Bahnanschluss -&amp;nbsp;alle&amp;nbsp;Anforderungen in Bezug auf Erdbeben und Flugzeugabsturz samt Aussenwänden von 1,8 Metern Dicke. Also - so die Philippsburger unter den Zuhörern bei der Mediation - &lt;em&gt;warum die VEK nicht als temporäres Zwischenlager verwenden?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis sich die deutschen Politiker auf ein nationales Endlager geeinigt haben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-8083106424984191379?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/8083106424984191379/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=8083106424984191379" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/8083106424984191379?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/8083106424984191379?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/11/itu-schlichtung-lauter-verlierer.html" title="ITU-Schlichtung:  lauter Verlierer" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://3.bp.blogspot.com/-vfk9ChXTKME/TtElVOfOYNI/AAAAAAAAAU4/BMNwGuMxqm0/s72-c/1.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;CkQBQX04fyp7ImA9WhRSGEU.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-2051524661178404004</id><published>2011-11-20T17:00:00.003+01:00</published><updated>2011-11-21T13:59:10.337+01:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-11-21T13:59:10.337+01:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="politik" /><title>"Nein"  bedeutet  "Ja"  für  Stuttgart  21</title><content type="html">Am kommenden Sonntag, den 27. November 2011, wird im Land Baden-Württemberg darüber abgestimmt, ob der neue Durchgangsbahnhof Stuttgart - abgekürzt S21 - weiter gebaut werden soll. Die Bauarbeiten sind sind zwar schon seit knapp zwei Jahren im vollem Gange, aber die vor wenigen Monaten ans Ruder gekommene Partei der Grünen schert das wenig. Sie wollen den Abbruch des Projekts und die Kündigung der Verträge. Mit ihrem Koalitionspartner, der (eigentlich bauwilligen) SPD, haben sie sich darauf geeinigt, dass in einer Volksabstimmung alle Baden-Württemberger dazu befragt werden sollen. In der 50-jährigen Landesgeschichte ist es das erste Mal, dass Politiker das Wahlvolk über ein Bauprojekt abstimmen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Komplizierter Stimmzettel&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlprozedur ist keineswegs so einfach wie bei den alle paar Jahre stattfindenden Parteiwahlen, wo die Bürger im allgemeinen nur ein Kreuz bei der CDU oder der SPD oder einer anderen Partei anzubringen haben. Bei dieser Volksabstimmung wird im Kern über ein vorher vom Landtag beschlossenes "Kündigungsgesetz" befunden, was die Sache kompliziert macht. Die Abstimmungsfrage lautet nämlich:&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Stimmen Sie der Gesetzesvorlage "Gesetz über die Ausübung von Kündigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen für das Bahnprojekt Stuttgart 21 (S21-Kündigungsgesetz)" zu?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verstanden? Möglicherweise nein! Nun das befürchten wohl auch die Stuttgarter Koalitionäre, weswegen sie auf dem Stimmzettel "Hinweise" für den ratlosen Wähler gegeben haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-wGLvYko3gZw/TskhP9pFn0I/AAAAAAAAAUo/z7AR9DRIC_g/s1600/1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="249" src="http://1.bp.blogspot.com/-wGLvYko3gZw/TskhP9pFn0I/AAAAAAAAAUo/z7AR9DRIC_g/s320/1.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Ausriss aus dem amtlichen Stimmzettel&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Aber auch diese Hinweise sind für Nichtjuristen - und das ist wohl die Mehrzahl - schwer verständlich. Jedenfalls ist es so, dass die Befürworter des Bauprojekts S21 mit "Nein" stimmen müssen, während die Ablehnenden bei "Ja" ankreuzen dürfen. Ein trickreiches Prozedere des Herrn Kretschmann. &lt;em&gt;Honny soit qui mal y pense!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fünf&amp;nbsp;gute Gründe für Stuttgart 21&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.&amp;nbsp; Der bisherige Kopfbahnhof wird in einen 11 Meter tiefer gelegten Durchgangsbahnhof umgewandelt. Die Kapazität des neuen Bahnhofs erhöht sich damit um ca. 50 Prozent, was durch einen Stresstest nachgewiesen wurde. Der markante Bahnhofsturm und das Hauptgebäude ("Bonatzbau") bleiben erhalten. Die berühmten Mineralquellen in 70 Metern Tiefe werden nicht beeinträchtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.&amp;nbsp; Der Verkehrsknoten Stuttgart wird neu geordnet. Er enthält den Hauptbahnhof, den Bahnhof Flughafen/Messe und eine zusätzliche S-Bahnstation. Darüberhinaus wird zwischen Wendlingen und Ulm eine neue leistungsfähigere Bahnstecke gebaut. Damit wird die "Europäische Magistrale" zwischen den Städten Paris-Karlsruhe-Stuttgart-Wien-Budapest verwirklicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.&amp;nbsp; Das Gleisvorfeld des bisherigen Kopfbahnhofs wird abgebaut. Dadurch werden etwa hundert Hektar Grundstücksfläche für die Stadt Stuttgart gewonnen auf denen Immobilien und Parklandschaften entstehen können.&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-ItZexzd-r1E/TskhRUMOnZI/AAAAAAAAAUw/hQ7rm3PLVpw/s1600/2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="231" src="http://4.bp.blogspot.com/-ItZexzd-r1E/TskhRUMOnZI/AAAAAAAAAUw/hQ7rm3PLVpw/s320/2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Bahnbewegungen im bisherigen Gleisvorfeld&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
4.&amp;nbsp; Das Bahnprojekt S21 hat seit 1995 alle demokratischen (und juristischen) Etappen erfolgreich durchlaufen; der Finanzierungsvertrag wurde am 2. April 2009 geschlossen. Die Kostenbeteiligung des Landes liegt bei 930 Millionen Euro. Bei Vertragskündigung muss Baden-Württemberg mit Schadensersatzkosten zwischen 500 und 2.000 Millionen Euro rechnen ( lt. Ministerpräsident Kretschmann in der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 3. Septemer 2011).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.&amp;nbsp; Bei Bruch des derzeitigen Projektvertrags verfallen alle Finanzmittel der übrigen Projektteilnehmer, insbesondere der Deutschen Bahn und des Bundes. Ein alternative Planung würde bei Null anfangen und 15 bis 20 Jahre bis zur Erstellung baufähiger Unterlagen dauern. Währenddessen bestünde die Gefahr, dass Stuttgart durch nördliche Gleisführungen umgangen wird und seine Position als grosser deutscher Bahnhof verlieren würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise gehen manche Befürworter des Bahnprojekts S21 gar nicht zur Wahl, weil sie auf das&amp;nbsp;sogenannte &lt;em&gt;Quorum &lt;/em&gt;spekulieren. In der Landesverfassung ist nämlich festgelegt, dass bei Volksabstimungen ein Drittel der Stimmberechtigten gegen S21 stimmen müssten, damit das Kündigungsgesetz seine Wirksamkeit entfaltet. Das sind 2,5 Millionen Bürger, was nach den Prognosen der Wahlforscher sehr unwahrscheinlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommt, dass der Wahlsonntag auf den 1. Advent fällt, den viele Menschen zur Glühweinprobe auf den Weihnachtsmärkten nutzen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-2051524661178404004?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/2051524661178404004/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=2051524661178404004" title="1 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/2051524661178404004?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/2051524661178404004?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/11/nein-bedeutet-ja-fur-stuttgart-21.html" title="&quot;Nein&quot;  bedeutet  &quot;Ja&quot;  für  Stuttgart  21" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://1.bp.blogspot.com/-wGLvYko3gZw/TskhP9pFn0I/AAAAAAAAAUo/z7AR9DRIC_g/s72-c/1.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>1</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;Ck4EQHk7fCp7ImA9WhRRGE4.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-4523926679868687754</id><published>2011-11-13T12:00:00.004+01:00</published><updated>2011-12-02T14:01:41.704+01:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-12-02T14:01:41.704+01:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="urlaub" /><title>Golfen Sie schon?</title><content type="html">Zum ersten Mal kam ich in den USA mit Golf in Berührung. Unmittelbar nach meinem Studium in München, wurde mir eine Arbeitsstelle in Washington D.C. angeboten und dort forschte ich ein gutes Jahr auf dem Gebiet der Festkörperphysik. Noch Junggeselle, mietete ich mir ein Apartment direkt am Golfplatz meiner Firma. An den Abenden und insbesondere den Wochenenden war Golfspiel mit den&amp;nbsp;Arbeitskollegen sozusagen Pflicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Wohnung lag ganz in der Nähe des vertrackten Loches 4 und durch das Küchenfenster konnte ich immer wieder (schwächere) Spieler beobachten, welche dieses Loch offensichtlich mit dem falschen Schläger anspielten, wodurch der Ball entweder im vorgelagerten Sandbunker landete oder über das Grün hinausflog. Bevor es zu solchen Unglücken kam, gab ich manchem Spieler gelegentlich per Zuruf den Tipp: "&lt;em&gt;iron seven". &lt;/em&gt;Landete der Ball dann auf dem &lt;em&gt;"green",&lt;/em&gt; weil richtigerweise das 7er Eisen benutzt wurde, so mehrte das meinen Ruf als Golfkundiger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder nach Deutschland zurückgekehrt, konnte ich&amp;nbsp;hier das Aufblühen des Golfsports miterleben. Anfangs gab es nur ganz wenige Golfplätze und die Clubbeiträge waren erheblich. Deswegen sah man auch wenige Spieler auf den Parcours, stattdessen zumeist reifere, ältere Herrschaften. Ein bezeichnender Witz machte die Runde: &lt;em&gt;"Haben Sie noch Sex - oder spielen Sie schon Golf"? &lt;/em&gt;&amp;nbsp;Mit der Zeit wurde der Golfsport erschwinglicher und auch populärer - insbesondere als Bernhard Langer seine spektakulären Erfolge hatte. Ich selbst kam vom Golf ab und wendete mich wieder dem Turnsport zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ausgedehnte Wiesen, schweres Gerät&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein normaler Golfplatz mit 18 Löchern, den Könner mit 72 Schlägen &lt;em&gt;("par 72")&lt;/em&gt; beherrschen, ist ungefähr sechs Kilometer lang. Und er ist beileibe keine Wiese, sondern ein von mehreren Platzwarten&amp;nbsp; ("&lt;em&gt;greenkeepers")&lt;/em&gt; gepflegtes botanisches Juwel. Die Grünflächen in der Nähe des Lochs werden - zumindest in den USA - mit Unmengen von Kunstdünger und Pestiziden bestreut. Im Verlaufe einer 18-Loch-Runde ist der durchschnittliche Spieler 4 bis 5 Stunden unterwegs und legt dabei 12 bis 15 Kilometer zurück. Mark Twain, der alte Spötter, pflegte deshalb zu sagen: "&lt;em&gt;Golf ist ein&lt;/em&gt; &lt;em&gt;verdorbener Spaziergang".&lt;/em&gt; Zeitknappe Manager laufen heutzutage kaum mehr zu Fuss, sondern benutzen ein Elektrocart und werden von mobilen Erfrischungsständen am Rande der &lt;em&gt;Fairways&lt;/em&gt; versorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-h6zU38qJpwc/TrvJ7qVdVwI/AAAAAAAAAUE/BPSQmIV8bgc/s1600/golf-club-castelfalfi_034049_full.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="171" src="http://2.bp.blogspot.com/-h6zU38qJpwc/TrvJ7qVdVwI/AAAAAAAAAUE/BPSQmIV8bgc/s320/golf-club-castelfalfi_034049_full.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Golfplatz Castelfalfi (Toskana)&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Eine normale Golftasche ("bag") sollte 12 bis 14 Schläger ("clubs") beinhalten. Die &lt;em&gt;driver&lt;/em&gt; sind für die&lt;em&gt; &lt;/em&gt;ganz langen Schläge um die 300 Meter. Früher waren sie aus Holz, nun sind es hochkomplexe Schlaggeräte aus verschiedenen Metalllegierungen und einem genau austarierten Schlagpunkt. Der runde Schwung ist hier besonders wichtig, wenn man ein gutes Ergebnis erzielen will. Leider führt er bei älteren Spielern nicht selten zu heftigen Rückenschmerzen, weil die Wirbelsäule beim Golfen der meistbelastete Körperteil ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Annäherung an das jeweilige Loch benutzt man die Eisen &lt;em&gt;("iron, wedge"),&lt;/em&gt; deren &amp;nbsp;Schlagkopf so geneigt ist, dass die Flugbahn des Balles höher und zugleich kürzer wird. Kunstwerke der besonderen Art sind die sogenannten &lt;em&gt;putter.&lt;/em&gt; Sie sollen auf dem Grün den Ball endlich ins Loch befördern, was wesentlich schwieriger ist, als es aussieht. Auch hier gibt es einen Witz vom Vater und seinem Kind: &lt;em&gt;"Papi, warum versuchen denn die Spieler den ersten Putt immer vorbeizuschieben und dann erst den&lt;/em&gt; &lt;em&gt;zweiten einzulochen"?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist, von den Profis abgesehen, kein Normalspieler in der Lage, eine Runde mit 72 Schlägen zu beenden. (Für&amp;nbsp;viele bedeutet eine Runde unter 100 bereits ein stolzes Ergebnis). Deswegen hat man auch das "&lt;em&gt;handicap",&lt;/em&gt; die Vorgabe, erfunden. Ein Spieler mit dem Handicap 40 darf sich nach 72+40=112 Schlägen so gut fühlen, wie der Platzkönig. Für die Mehrzahl der Amateurgolfer&amp;nbsp;sind das grösste Handicap jedoch der Ball und die Schläger! Trotzdem gelingt&amp;nbsp; dem einen oder anderen auf einem kurzen 3er-Loch immer wieder mal den Ball mit einem einzigen Schlag ins Loch zu befördern. Das ist traditionsgemäss&amp;nbsp; der Anlass für eine Cocktailrunde im Clubhaus, dem 19. Loch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Unsere Supergolfer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
International waren die deutschen Golfprofis lange Zeit nur zweite oder gar dritte Wahl - bis Bernhard Langer 1985 (als 28-jähriger) völlig überraschend das U.S. Masters-Turnier in Augusta, Georgia, gewann. Dies ist das prestigeträchtigste Golfturnier der Welt und in etwa vergleichbar mit Wimbledon im Tennis. Die übrigen drei Grand-Slam-Turniere (auch "Majors" genannt), sind das U.S. Open, das British Open und die PGA Championship. Acht Jahre später, 1993, gelang es Langer noch einmal das Masters-Turnier zu gewinnen, worauf er im Jahr 2002 in die "Hall of Fame" einziehen durfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit ist der beste deutsche Berufsgolfer der 27-jährige Martin Kaymer aus Düsseldorf. Er gewann 2010 die PGA Championship und stand im Februar 2011 sogar für einige Monate an der Spitze der Weltrangliste. Vor wenigen Wochen gewann&amp;nbsp;Kaymer das internationale Golfturnier in Shanghai, China, mit einer Superplatzrunde von 63 Schlägen. Dabei lag er neun Schläge unter par und erspielte neun "birdies". &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Sw9tkUkz24Q/TrvJ7bLD22I/AAAAAAAAAUA/9l5VjB4xQks/s1600/5bdf5d89f6b734200476f94028da9cdd141-nummer-vier-der-welt-golf-star-martin-kaymer_485x364.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://1.bp.blogspot.com/-Sw9tkUkz24Q/TrvJ7bLD22I/AAAAAAAAAUA/9l5VjB4xQks/s320/5bdf5d89f6b734200476f94028da9cdd141-nummer-vier-der-welt-golf-star-martin-kaymer_485x364.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Martin Kaymer präsentiert den Siegerpokal beim Shanghai-Turnier&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-dmdv_ZfpvlQ/TrvJ8O5qAtI/AAAAAAAAAUM/Kn0-mgpKPYk/s1600/Untitled.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-dmdv_ZfpvlQ/TrvJ8O5qAtI/AAAAAAAAAUM/Kn0-mgpKPYk/s320/Untitled.jpg" width="213" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Tiger Woods beim Abschlag&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
So gut auch Langer und Kaymer sein mögen, an den derzeitigen Weltchampion Tiger Woods reichen sie nicht heran. Der 36-jährige "Tiger" hat im Verlaufe seiner Golfkarriere mehr als eine Milliarde US-Dollar mit seinem Spiel verdient und 14 Grand-Slam-Titel gewonnen. Bei letzteren wird er allerdings noch übertroffen von Jack Nicklaus, der 18 Majors gewann. Seit einiger Zeit befindet sich der Tiger in einem emotionalen und spielerischen Tief, ausgelöst durch selbstverschuldete Sexkapriolen und es ist deshalb fraglich, ob er den Rekord von Nicklaus noch wird brechen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der scheinbar mechanische Ablauf des Golfspiels hat golfende Physiker immer wieder gereizt, sich mit der Biomechanik dieses Sports zu befassen. Einer von ihnen ist mein Freund Helmut Appel, weiland Professor und Dekan an der Universität Karlsruhe. Unter dem Titel "Physikalische Aspekte des Golfspiels" veröffentlichte er eine Darstellung der Strömungsphysik und des Designs von Bällen und Schlägern über sechs Seiten hinweg. (Siehe: Physikalische Blätter 56 (2000) Nr. 10). Der physikalische Laie wird seinem Darlegungen zum Magnuseffekt, den Bernoulli-Gleichungen und dem dynamischen und statischen Druck nicht immer folgen können, aber zum Schluss seiner Veröffentlichung kommt er zu ernüchternd-ehrlichen Erkenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
"Der praktizierende Golfer möge nicht erwarten, nach der Lektüre unmittelbar ein niedrigeres Handicap zu erspielen. Zur Warnung sei auf die Berichte der Konferenz "Golf and Science" verwiesen. Auf diesen, eine Woche währenden Konferenzen, wird jeweils der Mittwoch frei gehalten, um praktisches Golf zu üben. Von den Konferenzteilnehmern wird berichtet, dass sie dann das schlechteste Golf des ganzen Jahres spielen". &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
"Die Erklärung ist offenbar:&amp;nbsp; &lt;em&gt;Paralyse durch Analyse". &lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-4523926679868687754?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/4523926679868687754/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=4523926679868687754" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/4523926679868687754?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/4523926679868687754?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/11/golfen-sie-schon.html" title="Golfen Sie schon?" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://2.bp.blogspot.com/-h6zU38qJpwc/TrvJ7qVdVwI/AAAAAAAAAUE/BPSQmIV8bgc/s72-c/golf-club-castelfalfi_034049_full.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;CkQEQXk7fSp7ImA9WhRSGEU.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-7287916641746629105</id><published>2011-11-06T12:00:00.002+01:00</published><updated>2011-11-21T13:58:20.705+01:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-11-21T13:58:20.705+01:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="stromwirtschaft" /><title>Die EnBW in Schieflage</title><content type="html">Die Energiewerke Baden-Württemberg (EnBW) mit Sitz in Karlsruhe ist das drittgrösste deutsche Energieversorgungsunternehmen (EVU). Es war eine kerngesunde Aktiengesellschaft und machte in den zurückliegenden Jahren stets um die zwei Milliarden Euro Gewinn bei einem Umsatz von 17 Milliarden. Der Aktienkurs bewegte sich stetig in der Spanne zwischen 35 bis 40 und konnte Witwen und Waisen wegen seines geringen Risikos durchaus empfohlen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat sich seit einem halben Jahr dramatisch verändert. Der Vorstand der EnBW musste im Sommer einen Halbjahresverlust von 600 Millionen Euro verkünden und deutete dabei dunkel an, dass er die Belegschaft an diesem Minus "beteiligen" und eine Reihe von Firmen, die zum Konzern gehören, verkaufen wolle. Manche Wirtschaftsblätter&amp;nbsp;sahen die EnBW schon an der Grenze zur Insolvenz - aber so weit wird es (hoffentlich) nicht kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zwei Gewinnbringer fehlen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was war geschehen? Nun, nach dem Atomunfall von Fukushima wurde bekanntlich&lt;strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;durch&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;die&amp;nbsp;Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Moratorium für die deutschen Kernkraftwerke verfügt. Die EnBW, welche 51 Prozent ihres Stroms aus Kernkraftwerken erzeugt, traf dies besonders heftig. Aus rein politischen Gründen wurden die beiden Meiler Philippsburg 1 und Neckarwestheim I abgeschaltet. Das waren&amp;nbsp; insgesamt 1.766 Megawatt (MW) an Kapazität, wodurch sich die Kernenergieproduktion der EnBW spontan um 20 Prozent verringerte. Beide Kraftwerke waren während ihrer Laufzeit sehr zuverlässig, und hatten eine Arbeitsverfügbarkeit von über 90 Prozent - bei Erzeugungskosten von 2 bis 3 Cent pro Kilowattstunde (!). Um die laufenden Stromlieferverträge erfüllen zu können, musste die EnBW alte (und teure) fossile Kraftwerke hochfahren, sowie Strom aus dem benachbarten Ausland einkaufen. &lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both;"&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-mbiNVFfXIPM/TraMwJ3L8tI/AAAAAAAAAT4/khhla1JC4II/s1600/1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="231" src="http://3.bp.blogspot.com/-mbiNVFfXIPM/TraMwJ3L8tI/AAAAAAAAAT4/khhla1JC4II/s320/1.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Die Kernkraftwerke Philippsburg 1 (oben) und Neckarwestheim I (unten)&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Die Abschaltung dieser Kraftwerke hat auch Auswirkungen auf das Steueraufkommen der Standortgemeinden. Philippsburg kann dieses Jahr nicht mit Gewerbesteuereinnahmen rechnen; der Bürgermeister Stefan Martus will sich "revanchieren", indem er seine EnBW-Aktien verkauft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Umsteuern - doch wohin?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2011 kam es - im Gefolge von Fukushima - auch zu einem Wechsel der Landesregierung. Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wird diese nicht mehr von der CDU (und der FDP) gestellt, sondern von den Grünen und der SPD. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und sein roter Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid sitzen nun an den Hebeln der Energiewirtschaft in Baden-Württemberg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor dem Regierungswechsel, nämlich Ende 2010, hatte das Land ein EnBW-Aktienpaket von 45,01 Prozent für 4,7 Milliarden Euro vom französischen Stromkonzern EdF erworben. Die jährlichen Zinsen in Höhe von 110 Millionen Euro sollten aus den Dividendenzahlungen der EnBW bezahlt werden. Nach dem Atomausstieg und der damit verbundenen finanziellen Schieflage der EnBW, war dies jedoch nicht mehr möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Monaten tobt im "Ländle" ein heftiger Politikerstreit darüber, ob der Kaufpreis dieser Anteile gerechtfertigt war und ob der frühere Ministerpräsident Stefan Mappus berechtigt war, diesen Deal ohne vorherige Zustimmung des Landtags einzufädeln. Fakt ist, dass die EdF dieses Aktienpaket abgeben wollte und Mappus hat zugegriffen, damit es nicht die Hände zockender Hedgefonds gelangte. Die jetzige Aktionärsstruktur - Land 46,55 %, Kommunale Versorger OEW 46, 55 %,&amp;nbsp; Rest: Gemeinden und Kleinaktionäre - sollte dem Land die ideale Möglichkeit geben, den Konzern nach seinen Vorstellungen auszurichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen gibt es nur Streit im Aufsichtsrat. Der Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Villis und die OEW mahnen die Deckung des Konzerndefizit an, z. B. über eine Kapitalerhöhung, während die klammen Stuttgarter Regierungsvertreter dagegen halten. Gleichzeitig drängen&amp;nbsp;diese den Vorstand auf eine stärkere Ausrichtung des Konzerns in Richtung erneuerbarer Energien. Das würde jedoch erheblich Investitionsmittel erfordern, wie sich bereits an dem Ostsee-Windpark &lt;em&gt;Baltic 2&lt;/em&gt; gezeigt hat. Je nach Wassertiefe werden dort die Windräder entweder auf Monopiles oder (ab 33 Meter Tiefe) auf Jackets montiert. Das Windprojekt wird eine Gesamtkapazität von 288 MW haben und soll 2013 in Betrieb gehen. Sowohl hinsichtlich der Leistung als auch der Verfügbarkeit ist diese Anlage aber kein Ausgleich für die abgeschalteten Blöcke KPP 1 und GKN I.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-wllv6vmgk2Y/TrPHWdcqD6I/AAAAAAAAATw/uASs97pSLjc/s1600/2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="309" src="http://2.bp.blogspot.com/-wllv6vmgk2Y/TrPHWdcqD6I/AAAAAAAAATw/uASs97pSLjc/s320/2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Windräder beim Projekt Baltic 2; Gründung in Jackets (links) und Monopiles (rechts)&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Noch bescheidener ist der Stromertrag beim Sola&lt;em&gt;rpark Leibertingen&lt;/em&gt;, der bereits im Dezember 2009 im Landkreis Sigmaringen in Betrieb ging. Auf einem Feld von 7,3 Hektar ist eine Anlage&amp;nbsp; von der bescheidenen Leistung von 2,1 MW platziert, die etwa 10 Prozent des Jahres Strom produzieren dürfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Villis braucht Geld&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis jetzt wird in den alle zwei Monate stattfindenden Aufsichtsratssitzungen zwar viel diskutiert, aber wenig entschieden. Zu der von Villis angemahnten Kapitalerhöhung ist es jedenfalls noch nicht gekommen. Die OEW würde der Aufstockung zwar zustimmen, aber das Land legt sich quer. Frisches Geld benötigt der Vorstand auch zur Abdeckung möglicher Risiken bei der Beteiligungsfirma EWE. Mit dem Kauf dieses Oldenburgischen Energieversorgers wollte sich die EnBW einen besseren Zugang zum Gasmarkt sichern, aber irgend etwas ging wohl schief. Möglicherweise muss sich die EnBW auf Risiken in Millionenhöhe einstellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Wochen hat Villis angekündigt, dass er die 20.000 Mitarbeiter der EnBW in die Pflicht nehmen werde. Rund 250 Millionen Euro soll der "Verzicht" auf freiwillige Leistungen einbringen, weitere 500 Millionen will der Konzern durch Umstrukturierungen und den Verkauf von Beteiligungsfirmen einsparen. Die Gewerkschaften, insbesondere Verdi, befinden sich bereits auf den Barrikaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtig viel Geld soll eine Anleihe in die leeren EnBW-Kassen spülen, die der Konzern letzte Woche auf den Markt gebracht hat. Es handelt sich um eine sogenannte &lt;em&gt;Hybrid-Anleihe&lt;/em&gt; im Volumen von 750 Millionen Euro und einer Laufzeit von 60 Jahren. Die Rückzahlung ist für den 2. April 2072 vereinbart. Der Zinskoupon von 7,375 Prozent wird so manchen Investor anlocken.&lt;br /&gt;
Aber Vorsicht: bei Hybridanleihen darf die Zinszahlung unter bestimmten Umständen verschoben bzw. ganz ausgesetzt werden. Der relativ hohe Zins ist ein Ausgleich für das erhöhte Risiko - das bis zum Totalverlust des Kapitals im Falle einer Insolvenz reicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehmann lässt grüssen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-7287916641746629105?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/7287916641746629105/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=7287916641746629105" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/7287916641746629105?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/7287916641746629105?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/11/die-enbw-in-schieflage.html" title="Die EnBW in Schieflage" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://3.bp.blogspot.com/-mbiNVFfXIPM/TraMwJ3L8tI/AAAAAAAAAT4/khhla1JC4II/s72-c/1.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;CU8CRXo8eCp7ImA9WhRTEk4.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-3171363743862152810</id><published>2011-10-30T12:00:00.005+01:00</published><updated>2011-11-02T12:37:44.470+01:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-11-02T12:37:44.470+01:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="politik" /><title>Studiengebühren gestern und heute</title><content type="html">Oktoberzeit ist Erntezeit. Die Winzer sammeln ihren Wein ein, die Universitäten ihre Erstsemester. An der Universität Karlsruhe (Pardon: KIT Campus Süd) haben sich 4.900 dieser "Erstis" eingeschrieben; ihnen werden gute Ratschläge zur unfallfreien Überwindung der vielen Baustellen mitgegeben. An den Münchener Eliteuniversitäten ist man da schon generöser. Jeder der 9.000 Inscribenten an der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) erhält einen schickem Rucksack mit Aufschrift und die Alma Mater bietet sogar Einführungsseminare für das Münchener Nachtleben an. Bei der konkurrierenden Technischen Universität München (TUM) grummelten die 8.000 Erstsemester zwar über die zu wenigen Parkplätze beim Garchinger Campus, aber Präsident Herrmann konnte sie mit 5.000 Litern Freibier aus der TU-eigenen Brauerei&amp;nbsp;Weihenstephan beruhigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diskussionsstoff, wie in den vergangenen Jahren, boten wieder die Studiengebühren. 500 Euros müssen&amp;nbsp;Alt- und Neusemester&amp;nbsp;bei der Verwaltung löhnen, wenn ihre Einschreibung rechtswirksam sein soll. Vielen Studis ist diese Summe zu hoch, nicht wenige wollen sie ganz abschaffen und bedrängen&amp;nbsp;mit diesem Verlangen&amp;nbsp;die Politiker. Nicht ohne Erfolg, denn&amp;nbsp;in den ehemaligen CDU/FDP-regierten Ländern Hamburg, Saarland, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sind die Studiengebühren nach Wahlniederlagen der Konservativen bereits wieder abgeschafft; nur in Niedersachsen und in Bayern besteht man noch darauf. Aber auch im Freistaat, denkt Ministerpräsident Horst Seehofer, dieser ewige Wendehals, an deren Verzicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Münchener Reminiszenzen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor gut fünfzig Jahren, von 1952 bis 1961 studierte ich nacheinander an der Universität München und der (damaligen) Technischen Hochschule München Physik (Diplom und Dr.) sowie dann wiederum an der Universität Betriebswirtschaft (Diplomkaufmann). So kurz nach dem Krieg kam kaum ein Student mit dem eigenen Auto, stattdessen schätzte sich jeder glücklich, wenn er ein Fahrrad besass, das er während der Vorlesungen einfach an die Gebäudewand der Uni lehnte. Die Aufnahme der Erstsemester, hingegen, war nicht einfach ein bürokratischer Verwaltungsakt, sondern eine feierliche Angelegenheit. Die Zeremonie begann mit dem gemessenen Einzug des Professorenkollegiums in ihren - je nach Fakultät - verschiedenfarbigen Talaren in die prächtige Aula der Universität. Es folgte die Aufführung eines Musikstücks; nach meiner Erinnerung war es die Egmont-Ouvertüre, gespielt von den Münchener Philharmonikern unter der Leitung von Hans Knappertsbusch(!). Der Rektor, welcher auf den eindrucksvollen Namen Mariano San Nicolo hörte, wollte es sich nicht nehmen lassen, jeden der Neuinscribenden per Handschlag auf seine studentischen Aufgaben hin zu verpflichten. Es dauerte eine geschlagene Stunde bis ich, einer der Letzten, "dran war".&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Studiengebühren - man sprach damals vom "Unterrichtsgeld" - gab es auch schon. Und die Höhe dieses Unterrichtsgeldes war beachtlich, insbesondere, wenn man es mit dem damaligen Einkommen verglich. Zum Beweis lege ich drei Ausrisse aus meinen damaligen Studienbüchern vor, die jeder Student handschriftlich zu führen hatte. So zahlte ich im Sommersemester 1953 die stattliche Summe von 226 Deutsche Mark (DM), wobei ein chemisches Praktikum - das ich, wegen Platzmangels, in den Semesterferien ganztägig abzuleisten hatte - mit 65 DM zu Buche schlugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-kDuwR_0843s/TqwX7szoB8I/AAAAAAAAATc/7VHLjecWnJQ/s1600/1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="319" src="http://1.bp.blogspot.com/-kDuwR_0843s/TqwX7szoB8I/AAAAAAAAATc/7VHLjecWnJQ/s320/1.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Unterrichtsgeld im Sommersemester 1953 an der Uni München&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Nach sieben Semestern an der Uni wechselte ich zur nahen Technischen Hochschule (TH), weil dort ein Professor gekommen war (Maier-Leibnitz), dem man einen Forschungsreaktor in Garching versprochen hatte. Es war das später berühmt gewordene "Atom-Ei". Auch an der TH, jetzt nennt sie sich Techniche Universität, war das Studium nicht kostenlos. Der Studienbuchausriss aus dem Wintersemester 1956/57 mit 150 DM für Unterrichtsgeld beweist dies. An der TH München legte ich 1957 mein Diplom ab und promovierte 1959 zum Dr. rer.nat. Während der Promotion erhielt ich monatlich 200 DM, musste dafür aber jede Woche einen Praktikumsversuch in Kernphysik abhalten und die Übungen der Studenten korrigieren.&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-ZuCaTxKBIt8/TqwX7GCM4fI/AAAAAAAAATY/eNmIkW4whsQ/s1600/2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="289" src="http://1.bp.blogspot.com/-ZuCaTxKBIt8/TqwX7GCM4fI/AAAAAAAAATY/eNmIkW4whsQ/s320/2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Unterrichtsgeld im Wintersemester 1956/57 an der TH München&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Von 1957 bis 1960 schrieb ich mich wieder an der Uni ein, um (parallel zur Promotion) dort Betriebswirtschaft zu studieren. Das war damals noch möglich, aber auch dafür war ein Unterrichtsgeld fällig. Wie unten ersichtlich, zahlte ich (beziehungsweise mein Vater) im Sommersemester 1958 die Summe von 128 DM.&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-tcoYg_-i5WY/TqwX6C87u0I/AAAAAAAAATQ/IC6G2aSTiV8/s1600/3.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-tcoYg_-i5WY/TqwX6C87u0I/AAAAAAAAATQ/IC6G2aSTiV8/s320/3.jpg" width="282" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Unterrichtsgeld im Sommersemester 1958 an der Uni München&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zahlenspiele&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Durchsicht meiner drei Studienbücher komme ich auf ein durchschnittliches Unterrichtsgeld von 150 DM pro Semester. Heutzutage zahlt ein Student 500 Euro an die Universitätsverwaltung. Man kann die Frage stellen, wie diese beiden Zahlenwerte sich miteinander vergleichen. Ohne gleich eine Doktorarbeit daraus zu machen, habe ich mich an die Hauptverwaltung der IG-Metall in Stuttgart gewandt. Dort erfuhr ich die Tariflöhne von damals im Vergleich zu heute. So hatte ein Metallarbeiter 1955 einen Stundenlohn von 1,75 DM bei einer Wochenarbeitszeit von 48 Stunden. Heute bekommt der gleiche Arbeiter einen Monatslohn von 2.600&amp;nbsp;Euro und muss dafür 35 Stunden pro Woche schaffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt man, dass tarifrechtlich ein Monat 4,35 Wochen entsprechen, dann hatte der Arbeiter im Jahr 1955 einen fiktiven Monatslohn von 365 DM. Sein Kollege, der heute 2.600&amp;nbsp;Euro = 5.200 DM&amp;nbsp;erhält, verdient also 14 mal soviel.&amp;nbsp;Das Unterrichtsgeld von 150 DM entspricht heute also 2.100 DM bzw. 1.050 Euro. Mit ein bisschen Mut zur Extrapolation kann man also behaupten, dass die heutigen Studenten nur halb soviel an Studiengebühren berappen, wie wir damals an Unterrichtsgeld!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Plädoyer für die Studiengebühr&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Studiengebühr kommt insbesondere den Massenfächern zugute, also den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. (Die Naturwissenschaften, Medizin und Pharmazie können sich vom Überranntwerden durch den Numerus Clausus schützen). Die Ausbildung eines Germanisten, beispielsweise, kostet einer typischen Universität 5.000 Europro Semester. Die Mitfinanzierung über die Studiengebühr bedeutet zwar nur zehn Prozent, aber es ist Geld, das die Hochschulen&amp;nbsp;nach eigener Einschätzung verwenden können. Zum Beispiel für die Aufstockung der Bibliothek, die Einstellung von Tutoren oder den Kauf von Musikinstrumenten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder ist von Härtefällen die Rede. Dabei sollte man bedenken, dass pro Familie nur ein Kind zur Zahlung der Studiengebühren verpflichtet ist; das zweite&amp;nbsp; Kind ist freigestellt und sollten drei oder mehr Kinder in einer Familie studieren, so sind überhaupt keine Studiengebühren fällig. Auch Doktoranden studieren gratis. Und für fleissige und kluge Studenten gibt es ja Stipendien. Im Ausland sind die Studiengebühren entschieden höher. In Grossbritannien liegen sie bei&amp;nbsp;1.000 bis 3.000 Pfund; in den USA -&amp;nbsp;an den Eliteuniversitäten - gar bei 40.000 Dollar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass ein Universitätsstudium kostenlos sein soll, hat sich seit den siebziger Jahren eben so herausgebildet,&amp;nbsp;weil die Landesregierungen damals noch liquide waren. Auf andere Ausbildungsgänge ist diese Mode nicht übergesprungen. So zahlt der Handwerker, welcher ein Meisterdiplom anstrebt, sämtliche Kosten selbst. Und sogar für die Kindertagesstätten (Kitas) entstehen nicht selten Kosten von mehrere hundert Euros pro Monat(!). Einige Länder, welche die Studiengebühren abschafften, haben versprochen, diese Einnahmeverluste zu kompensieren. Doch das ist eine Mogelpackung. Zusätzliche Finanzierungen erfolgen nur, wenn die Hochschulen auch mehr Studenten aufnehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz manch berechtigter Kritik hat es der heutige Student viel leichter als jener in den fünfziger Jahren. Ich sass ein volles Jahr bei der Vorlesung für Experimentalphysik auf den Treppen des Hörsaals, weil die vorausgehende Vorlesung räumlich weit entfernt war. Skripten gab es nicht und die wenigen Lehrbücher in der Bibliothek waren meist über Monate hinweg vorbestellt sodass man die Ergüsse des Professors mitkritzeln musste. Auch heute sind die Hörsäle manchmal noch überfüllt, aber fast jeder Student besitzt einen Laptop und kann die Folien, welche der Professor an die Wand projiziert, schon während der Vorlesung herunterladen. Selbst Audioaufnahmen gibt es online. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gipfel ist das "Electronic-Voting" bei manchen Informatikvorlesungen: per Knopfdruck kann der Student seinem Professor mitteilen, ob er ihn verstanden hat!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-3171363743862152810?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/3171363743862152810/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=3171363743862152810" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/3171363743862152810?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/3171363743862152810?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/10/studiengebuhren-gestern-und-heute.html" title="Studiengebühren gestern und heute" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://1.bp.blogspot.com/-kDuwR_0843s/TqwX7szoB8I/AAAAAAAAATc/7VHLjecWnJQ/s72-c/1.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;CkMMRXk6eSp7ImA9WhdaFkk.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-6105717455867061354</id><published>2011-10-23T12:00:00.002+02:00</published><updated>2011-10-26T16:48:04.711+02:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-10-26T16:48:04.711+02:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="volkswirtschaft" /><title>Öl und Gas  -  (fast) in Überfluss</title><content type="html">Dass immer wieder weniger Öl und Gas in der Erdrinde gefunden wird, gehört zum Allgemeinwissen. Die "ADAC-Motorwelt" vom Oktober 2011 titelt beispielsweise "Das Ende ist in Sicht" und "Die Länder pumpen immer weniger Rohöl aus der Erde". Doch diese Feststellung ist grundfalsch. Sie mag noch vor fünf Jahren gegolten haben, aber heute haben sich die Ressourcen an Öl und Gas beträchtlich erhöht. Der Grund dafür sind neue Explorationstechniken - und die hohen Verbraucherpreise, welche teuere Investitionen ermöglichen. Unternehmen wir eine Grand Tour um den Globus zur Bestätigung meiner Behauptungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Israel&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf eine energetische Bonanza gestossen sind die Israelis. Vor der Küste von Haifa wurden im Mittelmeer die beiden riesigen Gasfelder "Tamar" und "Leviathan" entdeckt. Zusammen mit drei bereits seit längerem bekannten Feldern werden sie die israelische Stromproduktion, die bisher auf importierter Kohle basierte, von ausländischen Lieferanten unabhängig machen. Auch die (aus politischen Gründen) seit langem unterbrochenen Gaslieferungen aus Ägypten sind nun kein sonderliches Problem mehr. Im Gegenteil, man denkt sogar an den Gasexport nach Jordanien, womit die riesigen Kosten für die Exploration in der Tiefsee - man spricht von einer Million Dollar pro Tag - wieder hereingeholt werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-nVCL0haJazY/TpmjvmtZOLI/AAAAAAAAAS4/qHcYTfJLSvY/s1600/1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="238" src="http://3.bp.blogspot.com/-nVCL0haJazY/TpmjvmtZOLI/AAAAAAAAAS4/qHcYTfJLSvY/s320/1.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Gasfelder vor der Küste von Israel&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Europa&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Europa wurden neue Öl- und Gasfelder entdeckt. Die &lt;em&gt;Norweger&lt;/em&gt; berichten von einem grossen Fund in der Nordsee, wie er seit mehr als zwanzig Jahren nicht mehr vorgekommen sein soll. Die staatliche Ölgesellschaft Statoil schätzt die Kapazität des Feldes auf 1,2 Milliarden Fass (bzw. barrels zu 159 Litern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &lt;em&gt;Briten&lt;/em&gt; haben in der Nähe des Seebades Blackpool ein grosses Erdgasreservoir aufgespürt, das den Bedarf des Königreichs für sechs Jahrzehnte decken könnte. Der Fund entspricht damit 40 Prozent der Erdgasreserven von Norwegen, dem grössten europäischen Erdgasförderer. Es handelt sich dabei um sogenanntes "unkonventionelles Erdgas" bzw. "Schiefergas", zu dessen Förderung, wie unten beschrieben, ein Cocktail aus Wasser, Sand und Chemikalien in die Tiefe gepumpt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beträchtliche Schiefergasvorkommen gibt es auch in &lt;em&gt;Deutschland, Frankreich und Polen&lt;/em&gt;. In Niedersachsen nimmt Exxon-Mobil Probebohrungen vor, kritisch begleitet von den Umweltschutzverbänden. In Frankreich, das 59 Kernkraftwerke betreibt, will man sich diese Konkurrenz vom Leibe halten und hat Bohrungen sogar verboten. In Polen hingegen ist die Exploration im Gange.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-otZjR6eYjfI/TpmjwAXi8GI/AAAAAAAAATA/iO4oVBRTRdY/s1600/2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-otZjR6eYjfI/TpmjwAXi8GI/AAAAAAAAATA/iO4oVBRTRdY/s320/2.jpg" width="254" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Die weltweiten &lt;/em&gt;&lt;i&gt;Rohölreserven&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Schliesslich wird in Kürze Libyen seine Ölförderung wieder aufnehmen, nachdem der Bürgerkrieg beendet ist. Dieses Land sitzt auf 3,2 Prozent der globalen Ölreserven und hat in seinen besten Zeiten zwei Prozent zur weltweiten Versorgung beigetragen. Heftig diskutiert wird derzeit noch wem überhaupt das libysche Öl gehört: der Zentralregierung oder den regionalen Stämmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nord- und Südamerika&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den &lt;em&gt;USA&lt;/em&gt; gibt es grosse Vorräte an Schieferöl in den Staaten Texas und North Dakota. Sie werden derzeit auf 2,1 Milliarden Fass geschätzt - es könnte aber auch die fünffache Menge sein! Noch bis vor kurzem schien diese Ressource nicht nutzbar zu sein, aber&amp;nbsp;seit man die&amp;nbsp;Methode des "Fracking" entwickelt hat, kann man auch das Schieferöl an die Oberfläche bringen. (Die Gasreserven im Schiefergestein werden schon seit einigen Jahren im grossen Stil ausgebeutet; die USA sind dadurch von Gasimporten weitgehend unabhängig geworden). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-diyQ9s_OKJw/Tpmjx6H0SkI/AAAAAAAAATI/CYZTGBHcT5w/s1600/3.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-diyQ9s_OKJw/Tpmjx6H0SkI/AAAAAAAAATI/CYZTGBHcT5w/s320/3.jpg" width="209" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Schematische Darstellung der Fracking-Methode&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Beim Fracking wird ein Loch in den Fels gebohrt, das im höffigen Schiefergestein waagrecht verläuft (1). Kleine Sprengladungen werden zur Explosion gebracht, welche Risse im Schiefergestein erzeugen (2). Eine Mischung von Wasser, Sand und Chemikalien wird unter hohem Druck in die Risse gepresst, wodurch das darin befindliche Gas freigesetzt wird (3). Schliesslich wird das Gas nach oben gepresst bzw. gesaugt und kann an der Oberfläche gesammelt werden (4). &lt;br /&gt;
In &lt;em&gt;Australien&lt;/em&gt; ist diese Methode technisch verfeinert worden und der Verkauf von "Naturgas" ist dort bereits ein Milliardengeschäft. Bedeutende Rohölexporteure - zumeist in die USA - sind die Nachbarstaaten &lt;em&gt;Kanada und Mexiko&lt;/em&gt;. In &lt;em&gt;Kolumbien&lt;/em&gt; steigt die Produktion steil an und wird demnächst die von Libyen (Vorkriegszustand) übertreffen. &lt;em&gt;Venezuelas&lt;/em&gt; Ölreserven übertreffen sogar jene von Saudi-Arabien, auch wenn die Förderkosten dort noch höher sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brasilien vermutet riesige Mengen an Öl und Gas vor seiner Küste. Die nationale Ölfirma Petrobras investiert sage und schreibe 200 Milliarden Dollar um gegen Ende dieses Jahrzehnts 5,5 Million Fass pro Tag zu fördern. Sogar U-Boote sind in der Entwicklung, um den fossilen Reichtum des Landes strategisch abzusichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mein Fazit&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht überhaupt keine Veranlassung, sich aus Furcht vor dem baldigen Versiegen der Öl- und Gasquellen in eine unfertige Technologie wie die der Elektroautos zu begeben. In der Erdrinde befinden sich noch ungeheure Mengen an Öl und Gas, die man in der Zukunft mit neuen Techniken an die Oberfläche holen kann. Ein weiteres Reservoir sind die alten Quellen, welche bei weitem nicht ausgeschöpft sind und die man ebenfalls mit fortschrittlichen Explorationsmethoden wieder zum Sprudeln bringen kann. &lt;br /&gt;
Meine Prognose:&lt;br /&gt;
Rohöl und Gas wird unserer Generation nicht ausgehen, vermutlich auch nicht der unserer Kinder.&lt;br /&gt;
Und wahrscheinlich werden sogar unsere Enkel noch mit dem Benzinauto durch die Gegend fahren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-6105717455867061354?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/6105717455867061354/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=6105717455867061354" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/6105717455867061354?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/6105717455867061354?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/10/ol-und-gas-fast-in-uberfluss.html" title="Öl und Gas  -  (fast) in Überfluss" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://3.bp.blogspot.com/-nVCL0haJazY/TpmjvmtZOLI/AAAAAAAAAS4/qHcYTfJLSvY/s72-c/1.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;CUMBRHs5fCp7ImA9WhRTEk4.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-8030806416064035273</id><published>2011-10-16T12:00:00.003+02:00</published><updated>2011-11-02T12:30:55.524+01:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-11-02T12:30:55.524+01:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="urlaub" /><title>Ein Abstecher nach Budapest</title><content type="html">Wenn man schon mal in Wien ist - um zwischen Grinzing und dem Burgtheater Kultur zu tanken - dann sollte man einen Abstecher nach Budapest nicht scheuen. Gesagt, getan und so fuhren Brigitte und ich in knapp drei Stunden mit der Bahn in die ungarische Hauptstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Hinreissender Anblick, verblichene Pracht&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
"Man muss Budapest von oben und zur Nacht gesehen haben", sagte Klaus Mann einmal und recht hat er. Der&amp;nbsp;Hauptbahnhof, auf dem die Züge von Wien ankommen, sieht samt seiner Umgebung etwas&amp;nbsp;ramponiert aus&amp;nbsp;und so waren wir froh, als uns Freund Hess in seinem Auto sogleich auf die hochgelegene Zitadelle kutschierte. (Übrigens: ich spreche nicht von Rudolf Hess, weiland Stellvertreter des "Führers", sondern von Dr. Bernhard Hess, früher Wissenschaftler bei der Firma Interatom/Siemens, der in seiner Berufszeit die Welt mit Schnellen Brütern beglücken wollte.) Bernhard und seine charmante Frau Dagmar führten uns an die geografisch richtigen Stellen und Budapest lag buchstäblich zu unseren Füssen: im Westen der bergige Stadtteil &lt;em&gt;Buda,&lt;/em&gt; im Osten weit hingestreckt der flache Stadtteil &lt;em&gt;Pest. &lt;/em&gt;Beide zusammen bilden die Stadt&lt;em&gt; Budapest&lt;/em&gt;. Und dazwischen der Donaustrom, den die Ungarn &lt;em&gt;Duna&lt;/em&gt; nennen. Ein Fluss, der gleichermassen trennt und verbindet:&amp;nbsp;vierhundert Meter breit und sechs Meter tief. Damit verglichen ist die vielbesungene Donau in Wien ein armseliges Gerinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-JSVyc588EmY/Tpmiosom4XI/AAAAAAAAASw/rSgLwMyIpg0/s1600/Untitled.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="223" src="http://3.bp.blogspot.com/-JSVyc588EmY/Tpmiosom4XI/AAAAAAAAASw/rSgLwMyIpg0/s320/Untitled.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Blick vom Stadtteil Buda auf Pest; &lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;im Vordergrund die Donau und die Kettenbrücke&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Neun Brücken überqueren die Donau im Bereich der Stadt Budapest. Die Kettenbrücke ist die imposanteste. Sie wurde vor hundertfünfzig Jahren, während der Habsburger Zeit, von dem Engländer Adam Clark gebaut. Er war auf sein Bauwerk so stolz, dass er öffentlich verkündete, sich in die Donau stürzen zu wollen, falls es jemand fertigbrächte, ihm einen Baufehler nachzuweisen. Das&amp;nbsp;gelang schliesslich einem &amp;nbsp;Bäckerjungen, der darauf hinwies, dass die vier steinernen Löwen an Auf- und Abfahrt der Brücke&amp;nbsp;in ihren aufgerissenen Mäulern keine Zungen hätten. (Es ist nicht bekannt, dass Mister Clark daraufhin den Freitod gesucht hätte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Budapest besitzt eine Vielzahl repräsentativer Gebäude, die zumeist aus der k u. k - Zeit stammen. Kaiser Franz-Joseph und vorallem seine ungarophile Gemahlin Elisabeth (genannt "Sisi") versorgten Budapest mit den erforderlichen finanziellen Ressourcen. So entstanden eine grosse Zahl von Bauten im Stil der Neo-Klassik, des Neo-Barocks und sogar des Jugendstils, welche Wien durchaus Konkurrenz machen konnten. Mit dem&amp;nbsp;Ende des Habsburgerreiches nach dem verlorenen 1. Weltkrieg verfielen diese Bauten und der 2. Weltkrieg sowie die nachfolgende&amp;nbsp;sowjetische Besatzung taten ihr Übriges. Heute ist teilweise eine verblichene Pracht sichtbar, der man gerne finanzkräftige Investoren wünschen möchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man als Tourist nach Budapest kommt, sollte man die Badehose im Gepäck haben. Die Stadt besitzt nämlich 120 heisse Quellen und nennt sich zu Recht "Spa Capital of Europe". Es gibt eine Unzahl prächtiger Thermalbäder, zumeist in türkischem Stil, wovon das &lt;em&gt;Gellertbad&lt;/em&gt; mit seinen hohen Marmorsäulen und seine bunten Mosaiken wohl das bekannteste ist. Der grösste badetaugliche Thermalsee mit sage und schreibe 4,4 Hektar befindet sich am Plattensee (&lt;em&gt;Balaton&lt;/em&gt;) und erneuert sein Wasser alle 48 Stunden. Selbst im Winter sinkt die Temperatur nie unter 23 Grad Celsius. Der Seegrund ist von radioaktivem Schlamm überzogen und dies wird offensichtlich hingenommen. (Wie die vier uralten Kernkraftwerke russischer Bauart, welche Ungarn 43 Prozent seines Strombedarfs liefern.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;"Ich denke oft an Piroschka"&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nachkriegsdeutschland wurde ein Film mit Liselotte Puver zum Renner. Als &lt;em&gt;Piroschka&lt;/em&gt; und Tochter eines Stationsvorstehers lernt sie in der ungarischen Provinz den deutschen Austauchstudenten &lt;em&gt;Andreas&lt;/em&gt; (Gunnar Möller) kennen und lieben. Die beiden kommen sich trotz der Sprachprobleme näher, aber der Name des winzigen Orts in der Puszta - den es wirklich auch heute noch gibt - war lange Zeit ein Lacherfolg für das Kinopublikum. Er hiess:&amp;nbsp; &lt;em&gt;Hódmezövásárhelykutasipuszta.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ungarische kennt keinen vorgeschriebenen Satzbau, stattdessen "klebt" man die Silben aneinander, was zu irritierender Länge der Ausdrücke führt. Hinzu kommt, dass die Akzente die Silben zuweilen ganz anders klingen lassen; Beispiel: &lt;em&gt;Úngaarland. &lt;/em&gt;Mancher gebürtige Ungar, wie Franz Liszt hat darauf verzichtet ungarisch zu lernen und zeitlebens deutsch und französisch gesprochen. Andererseits&amp;nbsp;konnte die schon genannte Kaiserin Sisi fliessend ungarisch sprechen, was wohl ein Grund ihrer Beliebtheit bei den Magyaren war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ungarische hat keine Verwandschaft mit den den germanischen, romanischen oder slawischen Sprachen, sondern ist in Mitteleuropa vollkommen isoliert. Angeblich ging es aus der finno-ugrischen Sprachfamilie hervor. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die Finnen Ungarisch verstehen oder die Ungarn Finnisch. Für einen Ausländer ist es schlechterdings unmöglich die ungarische Sprache ratend zu verstehen oder sie korrekt auszusprechen. Schon ein einfacher Akzent kann zu einer totalen Bedeutungsveränderung führen. Bekannt ist&amp;nbsp;folgendes Beispiel: ein ungarisches Wort, lang ausgesprochen, hat die Bedeutung von "Zeug"; bei kurzer Aussprache aber - Pardon - von "Arsch".&lt;br /&gt;
Zum Glück verstehen noch viele Ungarn deutsch (oder englisch), sodass man als Tourist selten in Verlegenheit kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Vom Gulasch zum Tokayer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;Wer sich auf Diät befindet, beziehungsweise Vegetarier (oder gar Veganer) ist, sollte Ungarn tunlichst meiden. Die Küche der Magyaren ist ländlich und fleischlastig. Man kocht schwer, mit viel Schweineschmalz und saurer Sahne. Bei meiner Ankunft in Budapest und mit kräftigen Hunger ausgestattet, bestellte ich nach Durchsicht der Speisekarte&lt;em&gt; Gulyás -&lt;/em&gt; worauf ich enttäuschenderweise nur eine dünne Gulaschsuppe erhielt. Noch wusste ich nicht, dass unser deutsches Gulasch im Ungarischen &lt;em&gt;Pörkölt &lt;/em&gt;und so als Schmorgericht überall erhältlich ist. Das kleine grüne Gemüseschnitzchen (aufgestellt am Rand der Suppenschale) ass ich so nebenbei - und fiel fast vom Stuhl. Es war eine Paprikaschote und zwar von der ganz scharfen Sorte, welche man so in Deutschland nie bekommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Repertoire der Magyarenküche gehörte in unserem Hotel auch die Gänsestopfleber (&lt;em&gt;Libamáy&lt;/em&gt;).&amp;nbsp;Sie wurde in grossen Stücken serviert und ein&amp;nbsp;kundiger Hotelgast erzählte mir, dass Ungarn der grösste Gänsestopfleberproduzent der Welt sei. Der bedeutendste Abnehmer sei Frankreich und insbesondere das Departement Elsass. Ein Hoch der Grande Nation für ihre ausgezeichnete &lt;em&gt;Foie Gras&lt;/em&gt;! Ein Beitrag der Ungarn zum weltweiten "Fast Food" ist der &lt;em&gt;Lángos, &lt;/em&gt;ein Hefegebäck in Schmalz&lt;em&gt; &lt;/em&gt;herausgebacken&lt;em&gt;.&lt;/em&gt;&amp;nbsp;Beim Karlsruher Weihnachtsmarkt schmeckt er mir immer ausgezeichnet, sodass ich ihn einmal im Ursprungsland geniessen wollte. Dazu begab ich mich zu den Markthallen, einem 150 Meter langen luftigen Bau aus Glas und Stahl an der Donau.&amp;nbsp;Der&lt;em&gt; Lángos &lt;/em&gt;war nicht länglich sondern kreisrund und hatte die Grösse einer mittleren Pizza. Er triefte vor Fett und war bedeckt mit einem Zentimeter intensiv gezuckertem Pfirsichmus. Nach der Hälfte musste ich aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommen wir zu den Weinen. Ganz Ungarn könnte ein einziger Weinberg sein, zumindest was die klimatischen Voraussetzungen anlangt. Am bekanntesten ist die Region um Tokay im Nordosten des Landes. Der Tokayer war früher jener edelsüsse Dessertwein, den sich nur Fürsten und Könige leisten konnten. Inzwischen haben die Winzer dort ihr Sortiment verbreitert, sie bieten ihn auch sehr trocken an&amp;nbsp;&amp;nbsp;- ohne an Qualität zu verlieren.&lt;br /&gt;
Das "Erlauer Stierblut" war früher ein ordinärer Rotwein, bei dem der anschliessende Kater gesichert war. Die ungarischen Soldaten tranken ihn vor ihren üblichen Scharmützeln mit den Türken, worauf diese regelmässig die Flucht ergriffen. Heute ist auch er in der Klasse so gestiegen, dass ihn sogar der britische Weinpapst Hugh Johnson als "Bulls Blood" der Domaine &lt;em&gt;Szekszárdi Bikavér &lt;/em&gt;in seinem Handbuch lobend erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Erlebnis der besonderen Art war&amp;nbsp;eine&amp;nbsp;Weinprobe tief im "Faust-Keller" des Hilton-Hotels auf dem Burgberg.&amp;nbsp;Dort konnten wir, bei anregenden Gesprächen, acht verschiedene Weiss-und Rotweine der ungarischen Provenienz geniessen. Der Keller liegt so tief, dass elektromagnetische Geräte, wie Mobiltelefon oder Kasse, nicht funktionieren. Wir mussten also bar bezahlen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard und Dagmar wollen sich diesen Umstand nicht immer antun und haben deshalb ihren eigenen Weinberg am&lt;em&gt; Balaton&lt;/em&gt;. Besucher sind willkommen. Stossen wir schon mal mit den beiden an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Egészségedre!&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-8030806416064035273?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/8030806416064035273/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=8030806416064035273" title="1 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/8030806416064035273?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/8030806416064035273?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/10/ein-abstecher-nach-budapest.html" title="Ein Abstecher nach Budapest" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://3.bp.blogspot.com/-JSVyc588EmY/Tpmiosom4XI/AAAAAAAAASw/rSgLwMyIpg0/s72-c/Untitled.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>1</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;DkMEQno-fip7ImA9WhdbEUg.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-6199473720295220123</id><published>2011-10-09T12:00:00.026+02:00</published><updated>2011-10-09T12:00:03.456+02:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-10-09T12:00:03.456+02:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="politik" /><title>Wofür braucht das ITU soviel Plutonium?</title><content type="html">&amp;nbsp; Franz Untersteller, 54, &amp;nbsp;derzeit Umwelt- und Energieminister in Baden-Württemberg sowie&amp;nbsp;&amp;nbsp; Abgeordneter der Grünen, hat ein Problem. Er soll&amp;nbsp;den Bau eines&amp;nbsp;Atomlabors&amp;nbsp;und eines Atombunkers für 180 Kilogramm Plutonium genehmigen. Passt wie die Faust&amp;nbsp;aufs Auge&amp;nbsp;ins grüne Parteiprogramm und den von allen deutschen Parteien erst kürzlich beschlossenen Atomausstieg. Antragsteller für dieses Unternehmen ist das renommierte Institut für Transurane (ITU), ein Ableger von EURATOM in Brüssel. Und hier fängt es an schwierig zu werden. Die Europäische Union (EU) betreibt nach wie vor Atomforschung, aber die (deutschen) Nachbarn des ITU sind streng dagegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-0h3OqkekejY/ToQlZtfn1tI/AAAAAAAAASg/r6WvisNYfiY/s1600/220px-Franz_Untersteller_2011.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/-0h3OqkekejY/ToQlZtfn1tI/AAAAAAAAASg/r6WvisNYfiY/s1600/220px-Franz_Untersteller_2011.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-lxOCWewL-JE/ToQla8hka6I/AAAAAAAAASk/rKYBmNEpr1U/s1600/M_sailer_3.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/-lxOCWewL-JE/ToQla8hka6I/AAAAAAAAASk/rKYBmNEpr1U/s1600/M_sailer_3.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Minister Franz Untersteller und Mediator Michael Sailer&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Der Politiker Untersteller will Zeit gewinnen und hat deshalb eine "Mediation" anberaumt. Befürworter und Gegner dieses Projekts sollen in mehreren Sitzungen unter der Leitung eines Vermittlers einander ihre Argumente vortragen. Dieser heisst Michael Sailer und ist am Öko-Institut Darmstadt tätig. (Untersteller kennt ihn gut, da er selbst nach seinem Studium als Landschaftsarchitekt an der Fachhochschule Nürtingen einige Jahre am Öko-Institut Freiburg verbracht hat.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Streit um den Bauantrag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Mediationsrunde war am 12. September in der Rheinhalle von Leopoldshafen. Es ging hoch her. &amp;nbsp;Man erfuhr, dass das ITU den Bauantrag für Labor und Lagerbunker im Dezember letzten Jahres ordnungsgemäss vorlegte und dass die Anliegergemeinde Eggenstein-Leopldshafen ihn ohne grössere Diskussion "durchgewunken" hat. Massiv Einspruch erhoben hat jedoch der Gemeinderat von Linkenheim-Hochstetten unter der Führung seines Bürgermeisters Günther Johs. Mit welchem Argument? Nun, die neuen Gebäude (Flügel M) liegen partiell auf der Gemarkung dieser Gemeinde. (Vielleicht ein taktischer Planungsfehler des ITU, wie man im nachhinein vermuten möchte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-BbINPVWhsYI/ToQlq-dAhJI/AAAAAAAAASo/7bhp81n1zOc/s1600/2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="229" src="http://1.bp.blogspot.com/-BbINPVWhsYI/ToQlq-dAhJI/AAAAAAAAASo/7bhp81n1zOc/s320/2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Die Baumassnahmen am ITU und Gemarkungsgrenze&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Johs - seit 1991 im Amt und wahrscheinlich noch bis 2015 - hatte einen weiteren cleveren Schachzug getan. Gleich nach der Antragsstellung des ITU liess er von seinen Räten den Flächennutzungsplan der Gemeinde ändern und, siehe da, plötzlich war (auf dem Gelände der WAK) und in direkter Nähe zum ITU ein "Tagungs- und Kongresshotel" ausgewiesen. In bewegenden Worten machte&amp;nbsp;Johs dem Mediator Sailer klar, dass er keinen Investor für diesen Standort gewinnen könne, wenn nebenan ein Plutoniumbunker steht. Ein Schelm, wer da an "Verhinderungsplanung" denkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch der Antragsteller, Professor Thomas Fanghänel, seines Zeichens Chef des ITU, zeigte Kante. Er betonte immer wieder, dass er auf er auf seinen Antrag bestehen&amp;nbsp;und notfalls sogar Klage einreichen werde. Zur anwaltlichen Unterstützung hat er schon mal die Kanzlei Bodensohn und Partner beauftragt. Diese hatte&amp;nbsp;im April diesen Jahres&amp;nbsp;Schadensersatzansprüche gegen das Land Baden-Württemberg und die Gemeinde Linkenheim&amp;nbsp;in Aussicht gestellt mit folgender Begründung:&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mit Artikel 2 Abs. (1) S. 1 des Standortüberlassungsvertrags vom 21.12.1060 hat das Land Baden-Württemberg als Eigentümer der streitgegenständlichen Grundstücke die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) ermächtigt, sämtliche bauliche Massnahmen auf diesem Grundstück durchzuführen, welche notwendig sind zur Erreichung der Zwecke des ITU.&lt;/em&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;
Peng!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Streit um die Kernbrennstoffe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich wäre der Streit um die Baumassnahmen des ITU nicht so ausgeufert, wenn Fanghänel bei der Beantragung seiner Kernbrennstoffmengen etwas bescheidener gewesen wäre. Aber so kam heraus, dass das ITU bereits seit den 1960er Jahren eine unbefristete Umgangs- und Lagergenehmigung&amp;nbsp; für 180 Kilogramm Plutonium besitzt. Im Jahr 1997 wurde nochmals eine atomrechtliche Genehmigung für 50&amp;nbsp;kg Uran 233 mit einer Anreicherung von 93 Prozent erteilt. Und im geplanten Neubau beantragte das ITU weitere Genehmigungen für 80 kg Uran 233 und 300&amp;nbsp;kg schwach angereichertes Uran sowie 450&amp;nbsp;kg Thorium. Das sind riesige Mengen für ein Forschungslabor und es stellt sich sofort die Frage: was machen die damit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritiker wiesen darauf hin, dass mit dem Bau des beantragten Laborflügels die Reaktorforschung an diesem Standort für mindestens weitere 20 Jahre festgeschrieben wird. Die Frage nach dem derzeitigen radioaktiven Inventar im ITU wollte Fanghänel nicht beantworten; er berief sich auf seine&amp;nbsp;Geheimhaltungsvorschriften. Das vermehrte noch den Unmut der etwa hundert Zuhörer und Medatior Sailer musste um Ruhe bitten. Schliesslich stand die exorbitante Zahl zehn hoch sechzehn Bequerel im Raum. Eine Eins mit sechzehn Nullen. Jemand im Auditorium stellte flugs einen Vergleich an: &lt;em&gt;nach Tschernobyl haben wir gelernt, dass ein Salatkopf nicht mehr als 500 Bequerel haben darf; damit kann man viele Salatköpfe kontaminieren!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schliesslich meldete sich ein ranghoher Beamter aus Unterstellers Umweltministerium mit einem Kompromiss zu Wort. Er bot den anwesenden Bürgermeistern Johs und Stober an, sie im Ministerium im Rahmen einer "Lesestunde" über das tatsächlich gelagerte Plutonium zu informieren. Allerdings mit der Auflage, in der Öffentlichkeit darüber nicht zu berichten. Doch die Bürgermeister&amp;nbsp;lehnten das Angebot ab. Sie betrachten sich als Bedenkenträger ihrer Bürger und haben an "Geheimwissen" kein Interesse. Johs gab bei dieser Gelegenheit nochmals kund, wie oft er schon vom früheren Kernforschungszentrum und der Wiederaufarbeitungsanlage "betrogen" worden sei: erstere habe Klärabfälle mit Plutonium in seinen Altrheinarm geleitet und letztere habe die Flüssigabfälle der WAK nicht vollständig verglast, weshalb noch zwei Kubikmeter Konzentrat mit viel radioaktivem Cäsium und Technetium in der VEK herum stünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Streit ums Forschungsprogramm&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeregt durch die hohen Kernbrennstoffmengen wurde immer wieder nach dem Forschungsprogramm des ITU gefragt. Am 26. September, bei der 2. Mediationssitzung, hatte der Moderator Sailer deshalb dieses Thema auf die Tagesordnung gesetzt. Professor Fanghänel gab einen länglichen Überblick seiner Institutsarbeiten, wobei er besonders auf die Grundlagenforschung abhob.&amp;nbsp;So beschrieb er ausführlich die Herstellung von Alphapräparaten für die Krebsforschung, die Beiträge des ITU zur Bekämpfung des Nuklearschmuggels und die Unterstützung der Behörden zur Nichtweiterverbreitung von Bombentechnologie. Weitere Programme seien die Sicherheit in Reaktoren und im Brennstoffkreislauf sowie die Endlagerfrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-r2gSZZ6YXv8/ToQ19glUT0I/AAAAAAAAASs/ADRzbc_7hOQ/s1600/3.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="225" src="http://1.bp.blogspot.com/-r2gSZZ6YXv8/ToQ19glUT0I/AAAAAAAAASs/ADRzbc_7hOQ/s320/3.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;D&lt;/em&gt;&lt;i&gt;ie Einbettung des ITU (Kreis) im ehemaligen Kernforschungszentrum&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Hier hakte insbesondere Harry Block vom BUND ein, der einwendete, dass man für solche Kleinversuche keinesfalls diese riesigen Brennstoffmengen benötige, für welche das ITU&amp;nbsp;eine Genehmigung habe. Er vermute stattdessen, dass das Institut Brennstäbe herstelle, wofür auch die Kooperationsverträge mit der französischen Firma AREVA sprächen. Ganz offensichtlich beteilige man sich an der Entwicklung fortgeschrittener Reaktoren der 4. Generation - wenn auch nur auf dem Gebiet der Brennstoffentwicklung. Dies seien u. a. Schnelle Brüter mit einem hohen Plutoniuminventar, wie sie gegenwärtig in Frankreich mit dem Prototyp "Astrid" geplant würden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Aktinidenforschung&amp;nbsp;betrachteten die Hauptkritiker - Johs, Block und der Linkenheimer Gemeinderat Professor Jaki - sehr skeptisch. Das sogenannte "partitioning" sei nichts anders als die&amp;nbsp;Renaissance der Wiederaufarbeitungstechnologie, die in Deutschland mit WAK und Wackersdorf endlich zu Grabe getragen worden sei. Die Abtrennung der hochgefährlichen Transurane, wie Neptunium, Curium etc. solle man den Franzosen überlassen. Der Vertreter des Umweltministerium musste allerdings zugeben, dass das Institut in Sachen Forschung eine weitgehende Autonomie geniesse, welche die Behörde in der Genehmigung&amp;nbsp;keine Einschränkung&amp;nbsp;könne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fanghänel wies des öfteren darauf hin, dass es im Interesse Deutschlands sei, zu wissen was im benachbarten Ausland in der Kerntechnik geplant sei. Dies verfing bei den Kritikern allerdings kaum; sie brachten Beipiele aus der Vergangenheit, wonach insbesondere Frankreich jede "Inspektion" ihre Anlagen immer strikt abgelehnt habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fazit:&amp;nbsp; In zwei weiteren Sitzungen wird über Emissionen und andere Themen diskutiert werden. Man kann aber schon jetzt sagen, dass die Eingriffsmöglichkeiten des Landes - ganz zu schweigen von der Gemeinde Linkenheim - nur sehr begrenzt sind. Da gibt es alte Verträge, die einzuhalten sind und Brüssel ist eine Behörde, die turmhoch über Stuttgart steht. Durch die Mediation gewinnt man etwas Zeit, aber an der vertraglichen Situation ändert sich - wie bei Stuttgart 21 - rein gar nichts. Ausserdem: der neue Lagerbunker ist - &amp;nbsp;im Gegensatz zum Bestehenden - gesichert gegen Erdbeben und Flugzeugabsturz. Wer wollte da schon gegen dieses Bauwerk sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht&amp;nbsp;denkt Minister Untersteller auch an die 400 Arbeitsplätze und die 45 Millionen Euro Fördergelder aus Brüssel, als er am 29. Juli&amp;nbsp;2011 in der Zeitung BNN verkündete:&lt;br /&gt;
"Die Arbeit des ITU wird noch wichtiger".&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-6199473720295220123?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/6199473720295220123/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=6199473720295220123" title="1 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/6199473720295220123?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/6199473720295220123?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/10/wofur-braucht-das-itu-soviel-plutonium.html" title="Wofür braucht das ITU soviel Plutonium?" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://4.bp.blogspot.com/-0h3OqkekejY/ToQlZtfn1tI/AAAAAAAAASg/r6WvisNYfiY/s72-c/220px-Franz_Untersteller_2011.JPG" height="72" width="72" /><thr:total>1</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;C0YEQ3g8fyp7ImA9WhdaFkk.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-6145732165808697310</id><published>2011-10-02T12:00:00.011+02:00</published><updated>2011-10-26T16:58:22.677+02:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-10-26T16:58:22.677+02:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="kernphysik" /><title>Die Sehnsucht der Physiker nach der Weltformel</title><content type="html">In der Physik wird seit jeher in zwei Abteilungen geforscht - und das mit grossem Erfolg. Die Experimentalphysiker stellen mit ihren Versuchen grosse Datenmengen bereit, die Theoretiker verdichten diese zu abstrakten Gedankengebäuden oder gar zu Axiomen. Einige Beispiele aus den verschiedenen Fachgebieten der Physik soll dies veranschaulichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassische Mechanik befasst sich mit den Bewegungen der Körper und lässt sich bis zur Antike zurückverfolgen. Das Hebelgesetz oder die Wurfparabel kennt jeder Gymnasiast. Dem Engländer Isaac Newton gelang es bereits 1687 all diese Bewegungsphänomene in nur drei allgemeingültige Gesetze zu packen. Das zweite newtonsche Axiom heisst beispielsweise: &lt;em&gt;Die Bewegungsänderung einer Masse ist proportional zur einwirkenden Kraft.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gebiet der Elektrik entwickelte der Schotte James Clerk Maxwell 1864 seine berühmten Maxwell-Gleichungen. In nur vier mathematischen Beziehungen beschrieb er den Zusammenhang von elektrischen und magnetischen Feldern mit elektrischen Ladungen und dem elektrischen Strom. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-2b3JVbxuhUs/ToQkfC8Z9pI/AAAAAAAAASU/bb8JhkNV5cQ/s1600/1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="69" src="http://4.bp.blogspot.com/-2b3JVbxuhUs/ToQkfC8Z9pI/AAAAAAAAASU/bb8JhkNV5cQ/s320/1.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Eine der vier Maxwell-Gleichungen&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Wärmelehre bzw. der Thermodynamik haben die Theoretiker durch drei sogenannte Hauptsätze strukturiert. Einer heisst z. B. ganz lapidar: &lt;em&gt;Der absolute Nullpunkt ist unerreichbar. &lt;/em&gt;Ein anderer bestimmt, dass ein "&lt;em&gt;perpetuum mobile"&lt;/em&gt; - also eine Maschine, die dauernd Arbeit leistet ohne, dass man ihr Energie zuführt - unmöglich sei. ( Viele "Erfinder" hat das allerdings bis heute nicht davon abgehalten, solche Maschinen dem Publikum&amp;nbsp;vorzustellen).&amp;nbsp; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Kernphysik im Visier&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem 2. Weltkrieg beschäftigten sich viele Physiker mit der Physik der Elementarteilchen. Die immer mehr ausufernde Kernphysik war ihnen jedoch ein Gräuel und sie versuchten dieses Fachgebiet in ein theoretisches Korsett zu pressen. Der deutsche Nobelpreisträger Werner Heisenberg war der erste, welcher&amp;nbsp;1958 mit seiner sog.&lt;em&gt; Weltformel &lt;/em&gt;an die Öffentlichkeit ging. Das riesige Gebiet der Kernphysik hatte er auf eine einzige Gleichung&amp;nbsp;reduziert. Leider war sie falsch und er musste sie bald darauf zurückziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Albert Einstein beschäftigte sich damals mit ähnlichen&amp;nbsp;Ideen zur formalen Reduktion der Kernteilchenphysik. Er war jedoch klug genug, seine Gedanken darüber nicht zu veröffentlichen. Sie wären - wie die Durchsicht seines Nachlasses ergab - ebenfalls nicht richtig gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den siebziger Jahren hatte man über Beschleunigerexperimente in Europa und den USA mittlerweile mehr als 200 Elementarteilchen entdeckt, die sich durch Merkmale, wie Masse, Ladung, Spin, Strangeness etc. voneinander unterschieden. Es war Zeit, eine gewisse Ordnung in diesen "Teilchenzoo" zu bringen. Das gelang mit dem sogenannten&lt;em&gt; Standardmodell.&lt;/em&gt; Seine fundamentalen Objekte sind Raumfelder, innerhalb derer die schwachen und die starken Kernkräfte, sowie die elektromagnetischen Kräfte wirken. Viele Voraussagen des Standardmodells wurden später durch Experimente bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Zeit deuteten sich aber auch die Defizite dieser Theorie an. Sie konnte beispielsweise das vermutete Higgs-Boson nicht erklären, ebensowenig wie die Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie. Darüberhinaus enthielt sie nicht weniger als 18 freie Parameter, also Naturkonstanten, die man erst durch Messungen bestimmen musste und die nicht vom Standardmodell&amp;nbsp;vorhergesagt wurden. Eine neue Theorie war also fällig geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Stringtheorie - eine harte Nuss&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts tauchte eine neue Idee zur Vereinheitlichung des physikalischen Wissens auf, die bis heute die klügsten Köpfe der Physik in ihrem Bann hält. Ausgangspunkt war das scheinbar unlösbare Problem, dass die Gleichungen für die Kernteilchen immer wieder kollabierten, weil man sie als unendlich kleine Punkte betrachtet hatte. Der neue Ansatz war, dass man nun von Fäden bzw. Saiten endlicher Länge ("strings") ausging. Die Stringtheorie war geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-bDO9-085-98/ToQkfRybN7I/AAAAAAAAASY/eaPEw_eYvAU/s1600/2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="252" src="http://3.bp.blogspot.com/-bDO9-085-98/ToQkfRybN7I/AAAAAAAAASY/eaPEw_eYvAU/s320/2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Verschiedenartige Strings und deren Umwandlung&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Die Schwingungen dieser Saiten&amp;nbsp;waren&amp;nbsp;typisch für die bekannten Elementarteilchen. Alle Vibrationen zusammen liessen eine "Symphonie" erklingen, welches den Namen "Universum" trug. Die Physiker waren euphorisch. Aber nicht nur deswegen, sondern auch weil die Stringhypothese erlaubte, die vierte Kraft - die Gravitation - in das Gedankengebäude einzubeziehen. Jetzt hatte man endlich eine Theorie, welche in der Lage war, den Mikrokosmos und den Makrokosmos zu vereinen. Die Quantenphysik und Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie waren unter einem Dach. Die angelsächsischen Physiker prägten den Begriff&amp;nbsp; "Theory Of Everything" (TOE), der fortan den europäischen Terminus "Weltformel" ersetzen sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch bald kehrte die Ernüchterung ein. Die strings "weigerten" sich, in einem dreidimensionalen Raum, wie es unserer Vorstellung entspricht, ihre Vibrationen auszuführen. Stattdessen benötigte man eine zehndimensionale Raumzeit. Da nun aber die für uns sichtbare Welt eindeutig dreidimensional ist&amp;nbsp;(bzw. vierdimensional, wenn man die Zeit hinzurechnet), waren die sechs Zusatzdimensionen zu erklären. Die Theoretiker John Schwarz und Michael Green fanden den Ausweg, indem sie diese sechs Dimensionen als "zusammengeknäult" betrachteten. Sie waren also für das menschliche Auge nicht sichtbar, da sie zu einem winzigen Gebilde "kompaktiert" waren. Bald waren auch die "Superstrings" geboren, die ein ausserordentlich reichhaltiges Schwingungsspektrum zeigten, was auf einen neuen Satz von Elementarteilchen hindeutete. Sie werden in der Nomenklatur durch den Zusatz "-ino" gekennzeichnet. Dementsprechend hat jedes Photon ein Photino als Pendant und so fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Probleme mit der neuen Theorie setzten sich fort. Es stellte sich nach einiger Zeit heraus, dass es mindestens fünf Stringtheorien gab. Nur eine konnte unser Universum beschreiben. Welche Bedeutung hatten die vier anderen; wer lebte in jenen Universen? Die Hilfe kam bei diesem Dilemma von Edward Witten, einem US-Physiker, der schon im Alter von 28 Jahren den Lehrstuhl für theoretische Physik an der renommierten Universität von Princeton inne hatte. Wir befinden uns mittlerweile bereits im Jahr 1995, als er die sogenannte &lt;em&gt;M-Theorie&lt;/em&gt; aufstellte und damit die "zweite Stringrevolution" einläutete. (Die erste war von Schwarz und Green begründet worden.). Witten verkündete, dass die früheren fünf Stringtheorien nichts weiter seien als spezielle Erscheinungsformen eines einzigen Urgesetzes, nämlich seiner M-Theorie. Dabei liess er offen, ob der Buchstabe M für Membran, Magie oder Mysterium steht. Das US-Nachrichtenmagazin "Time" bezeichnete ihn daraufhin "als den vielleicht brillantesten Physiker, der je gelebt hat". (Journalisten wissen darüber Bescheid.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-SFA9CoyQFqU/ToQkfl8gUMI/AAAAAAAAASc/6pHNpEN6HVY/s1600/3.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="251" src="http://1.bp.blogspot.com/-SFA9CoyQFqU/ToQkfl8gUMI/AAAAAAAAASc/6pHNpEN6HVY/s320/3.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Offener String endet auf Membrane&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Aber auch Witten musste Kompromisse machen. Seine M-Theorie benötigt nicht nur zehn sondern sogar elf Dimensionen. Und von der Verifikation durch Experimente ist sie weit entfernt. Die ca. 3.000 Stringforscher in aller Welt sind frustriert, weil sie anerkennen müssen: &lt;em&gt;die Theorie ist intelligenter als wir. &lt;/em&gt;Die Kritik, insbesondere von Seiten der Experimentalphysiker wächst.&amp;nbsp;Die meisten können diese mathematischen Exkursionen nicht nachvollziehen; nicht wenige halten sie für naturwissenschaftliche Esoterik. Neunzig Prozent der personellen und finanziellen Ressourcen für die theoretische Physik&amp;nbsp;sind während der vergangenen 35 Jahre in die Stringtheorie gegangen, ohne, dass sich ein sichtbarer (oder verwertbarer) Erfolg gezeigt hätte. Die Community wird allmählich ungeduldig; sie ist unsicher, ob sie die Zukunft der Physik erlebt - oder deren Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der&amp;nbsp;Fels in der Brandung sind die Auguren in Stockholm. Sie beobachten -&lt;br /&gt;
und haben bisher noch keinen einzigen Nobelpreis an die Stringtheoretiker vergeben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-6145732165808697310?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/6145732165808697310/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=6145732165808697310" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/6145732165808697310?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/6145732165808697310?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/10/die-sehnsucht-der-physiker-nach-der.html" title="Die Sehnsucht der Physiker nach der Weltformel" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://4.bp.blogspot.com/-2b3JVbxuhUs/ToQkfC8Z9pI/AAAAAAAAASU/bb8JhkNV5cQ/s72-c/1.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;AkABSH05eip7ImA9WhdVGUk.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-4363701414372603541</id><published>2011-09-25T12:00:00.009+02:00</published><updated>2011-09-25T13:05:59.322+02:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-09-25T13:05:59.322+02:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="stromwirtschaft" /><title>Das "magische Dreieck" der Stromwirtschaft</title><content type="html">Es ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, dass die vielen Millionen deutscher Stromnutzer stets mit elektrischer Energie versorgt werden, egal wann sie ihre Geräte mit der Steckdose verbinden. Da die Elektrizität nicht lagerfähig ist, muss zu jedem Zeitpunkt genau soviel Strom erzeugt werden, wie zum Verbrauch ansteht. Deshalb ist die Versorgungssicherheit auch&amp;nbsp; ein so hohes Gut in einer modernen Volkswirtschaft. Wichtig ist zudem die Produktion des Stroms zu wirtschaftlichen Preisen und schliesslich der Umweltschutz, d. h. die Minimierung der Emissionen, wie Kohlendioxid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-60maMzK_pUY/TnXUcmX9G-I/AAAAAAAAASE/d_sS_4NSe1U/s1600/3.png" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="116" src="http://3.bp.blogspot.com/-60maMzK_pUY/TnXUcmX9G-I/AAAAAAAAASE/d_sS_4NSe1U/s320/3.png" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Das magische Dreieck der Stromwirtschaft&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz bedingen einander und stehen in einem Spannungsverhältnis. Diese Triade spannt ein Dreieck auf, das als "magisches Dreieck der Stromwirtschaft" bezeichnet wird. Durch den politisch aufgezwungenen Atomausstieg ist dieser Verbund, welcher Deutschland im globalen Vergleich bisher die geringsten Stromabschaltungen bescherte, nachhaltig gestört. Im Kern deswegen, weil der kontinuierlich dargebotene Strom aus Kernkraftwerken (Grundlaststrom) durch die unstete Windkraft ersetzt werden soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zuverlässige Kernkraftwerke&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das typische Lastdiagramm eines deutschen Atomkraftwerks über ein Kalenderjahr hinweg zeigt eine nahezu 100-prozentige Verfügbarkeit beim erzeugten Strom. Eine Pause von vier Wochen ist üblicherweise nur für den jährlichen Brennelementwechsel und die Generalrevision vorgesehen. Sie findet im Sommer statt, wenn die Anforderungen der Industrie wegen der Urlaubszeit etc. relativ niedrig sind. Die schmalen oberen Einkerbungen auf der Verfügbarkeitslinie stellen gewollte, kurzzeitige Leistungsabsenkungen dar, bei denen Windstrom angeboten wird, der (von Gesetzes wegen) bevorzugt ins Netz aufzunehmen ist. Kernkraftwerke sind, was nicht allgemein bekannt ist, in einem Lastbereich von 60 bis 100 Prozent sehr gut und schnell regelbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-CHFbziLzBs0/TnXUhMSROWI/AAAAAAAAASM/hf7qyMrQPU4/s1600/12.png" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="96" src="http://2.bp.blogspot.com/-CHFbziLzBs0/TnXUhMSROWI/AAAAAAAAASM/hf7qyMrQPU4/s320/12.png" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;em&gt;Das Lastdiagramm des KKW Isar 2 im Jahr 2010&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Die deutschen Kernkraftwerke haben haben während der vergangenen 35 Jahre im Schnitt 30 Prozent des Grundlaststroms geliefert. (Der Rest wurde durch Kohle und Wasserkraft beigestellt). Nach Abschaltung der Kernkraftwerke soll diese Stromlücke durch verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien kompensiert werden. Dass dies nicht unmittelbar möglich ist zeigt die sogenannte Ganglinie der Windeinspeisung im Monat März des vergangenen Jahres. Sie demonstriert das Grundproblem bei der Windenergie: &lt;em&gt;Der Wind bläst wo und wie stark er will. &lt;/em&gt;Eine verlässliche Stromerzeugung ist mit Windrädern nicht darstellbar. Zum einen, weil derzeit noch 4.000 Kilometer Hochspannungstrassen von Nord nach Süd fehlen, zum anderen wegen des Defizits von mindestens 25 Pumpspeicherkraftwerken, von denen jedes die Speicherkapazität des Walchenseekraftwerks haben müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-2LW_fGudZe0/TnXUfS7u0uI/AAAAAAAAASI/hMeknC7zbe0/s1600/2.png" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="183" src="http://3.bp.blogspot.com/-2LW_fGudZe0/TnXUfS7u0uI/AAAAAAAAASI/hMeknC7zbe0/s320/2.png" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Die Ganglinie der Windeinspeisung im März des Jahres 2010&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Rückkehr der Kohlekraftwerke&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Versorgungssicherheit kann in den nächsten zehn Jahren nur durch verstärkten Ausbau der fossilen Kraftwerke erreicht werden.&amp;nbsp; Derzeit sind elf grosse Stein- und Braunkohlekraftwerke im Bau. Ab dem Jahr 2013 sind sechs weitere Einheiten geplant, die der Staat sogar mit Geld aus dem Klimafonds subventionieren möchte! Der Klimaschutz wird in Zukunft also sehr klein geschrieben werden. Man schätzt, dass die CO2-Emissionen im Jahr 2020 wieder auf das Niveau von 1990 ansteigen werden. Eine weitere "Reserve" stellen verstärkte Stromimporte aus Frankreich und Tschechien dar, wobei der Atomstrom dieser Länder genutzt wird - eine ziemlich schlitzohrige Strategie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen sind einige grosse Energieversorgungsunternehmen (EVU) bereits in finanzielle Schieflage geraten. Die EnBW, das drittgrösste EVU Deutschlands, machte im vergangenen Halbjahr einen satten Verlust von 600 Millionen Euro. Zuvor hatte sie ihren Aktionären noch jährlich 2 Milliarden Gewinn präsentieren können. Ursächlich ist die Abschaltung der beiden KKW Philippsburg 1 und Neckarwestheim 1. Inzwischen überlegen Vorstand und Aufsichtsrat, ob sie den Konzern mit Staatsmittel stützen oder ob sie ihn zu einem Stadtwerk schrumpfen lassen sollen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Stromversorgung in den kommenden Jahren wohl unsicherer werden wird, da "blackouts" und "brownouts" nicht mehr auszuschliessen sind. Die Stromkosten werden in die Höhe schiessen, weil der Atomstrom von 2 bis 3 Cent pro Kilowattstunde durch Windstrom von 16 cent/kwh ersetzt werden soll. Und die Luft wird deutlich schmutziger werden, weil kurz- und mittelfristig der emissionsfreie Atomstrom durch schmutzige Kohle ersetzt werden wird. Ein ganz neues magisches Dreieck der Stromwirtschaft wird sich herausbilden, das deutlich weniger optimiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich der Stromkosten kam kürzlich ein wegweisender Vorschlag vom Bundesumweltminister Norbert Röttgen (FAZ v. 6. Mai 2011):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
"Strom aus Windkraft soll dann produziert werden, wenn der Preis hoch ist".&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-4363701414372603541?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/4363701414372603541/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=4363701414372603541" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/4363701414372603541?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/4363701414372603541?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/09/das-magische-dreieck-der.html" title="Das &quot;magische Dreieck&quot; der Stromwirtschaft" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://3.bp.blogspot.com/-60maMzK_pUY/TnXUcmX9G-I/AAAAAAAAASE/d_sS_4NSe1U/s72-c/3.png" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;D0UBRXYzeCp7ImA9WhdVFU8.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-7924991406573683784</id><published>2011-09-18T13:18:00.001+02:00</published><updated>2011-09-20T15:27:34.880+02:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-09-20T15:27:34.880+02:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="stromwirtschaft" /><title>Ein überstürzter Ausstieg</title><content type="html">Am Freitag, dem 11. März 2011, passierte das Unglück von Fukushima und schon vier Tage später, am Montag, dem 15. März, verkündete die Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre neue Atompolitik. "Das war´s, das kerntechnische &lt;em&gt;Restrisiko&lt;/em&gt; ist nicht mehr tolerierbar, der schnellstmögliche Ausstieg ist notwendig", soll sie in der kleinen Runde ihrer Kanzleramtszuarbeiter ("Küchenkabinett") gesagt haben. Und sogleich verkündete sie über alle Medien die sofortige Abschaltung von acht der insgesamt 17 deutschen Kernkraftwerke (KKW) sowie die gestufte Abschaltung der verbleibenden neun KKW während der kommenden zehn Jahre. Dieses sogenannte Moratorium haben Bundestag und Bundesrat im Juni/Juli 2011 (fast) einstimmig beschlossen. Es ist somit Gesetz und wohl nicht mehr rückgängig zu machen. Mir fällt kein so abruptes politisches Umsteuern im Nachkriegsdeutschland ein, das so schnell durch die Parlamente gepaukt wurde und hinter dem gleichzeitig eine solide Mehrheit der Bundesbürger (man spricht von 60 bis 70 Prozent) gestanden hat. Bundespräsident Christian Wulff hat öffentlich gerügt, dass diese fundamentale Richtungsänderung der deutschen Politik nicht vorher auf Parteitagen ausführlich diskutiert worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf&amp;nbsp;eine &amp;nbsp;Kommunikation - oder gar Beratung - mit den Kernforschern, den Energieversorgungsunternehmen und den Nachbarländern, wie Frankreich, hat Frau Merkel glatt verzichtet.Trotzden folgte bis heute kein weiteres Land dem rigiden deutschen Beispiel für eine Abkehr von der Kernenergie - noch nicht einmal das hart betroffene Japan selbst. Die Schweiz, welche anfänglich den deutschen Weg einschlagen wollte, hat bereits wieder zurück gerudert. Die USA, mit über hundert Atomkraftwerken (AKW), erzeugen mehr Atomstrom denn je und halten sogar Uraltkraftwerke, wie Indian Point (70 Kilometer südlich von New York) weiterhin am Netz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kommissionen pro und contra&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April und Mai hat die Bundesregierung zwei Kommissionen beauftragt, die 17 deutschen Atomkraftwerke unter technischen und "ethischen" Gesichtspunkte zu bewerten. Die &lt;em&gt;Reaktorsicherheitskommission (RSK&lt;/em&gt;) legte einen Bericht von 120 Seiten vor, den der Bundesumweltminister Norbert Röttgen in einer Pressekonferenz so zusammen fasste:&lt;em&gt; "Unsere Anlagen in Deutschland weisen alle miteinander ein deutlich höheres Sicherheitsniveau und grössere Reserven gegenüber solchen Ereignissen auf, als die betroffenen Ereignisse in Japan. Es ergibt sich aus sicherheitstechnischer Sicht keine Notwendigkeit, Hals über Kopf aus der Kernenergie auszusteigen". &lt;/em&gt;Die Fachleute waren von diesem Statement nicht überrascht, denn erst im vergangenen Herbst hatten die deutschen KKW von der RSK das grüne Licht zur Laufzeitverlängerung erhalten. Warum also der überstürzte Ausstieg?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kernforscher, z.B. im ehemaligen &lt;em&gt;Kernforschungszentrum Karlsruhe (KfK), &amp;nbsp;&lt;/em&gt;hätten - wären sie denn&amp;nbsp;gefragt worden - &amp;nbsp;noch weitere wichtige Hintergrundinformationen geben können: durch ihre Forschungen, etwa am SNR 300, waren bereits in den achziger Jahren die zwei reaktortypischen Kernprobleme &lt;em&gt;Nachwärmeabfuhr&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Kernschmelze&lt;/em&gt; identifiziert und weitgehend entschärft worden. Die Nachwärmeabfuhr, welche in Fukushima solche Probleme verursacht hat, wurde an dem genannten Kernkraftwerk so gestaltet, dass sie automatisch, d, h, ohne menschlichen Eingriff vonstatten ging. "Passive Wärmeabfuhr" nannte man dieses System. Und zur Beherrschung der Kernschmelze wurde, zusammen mit der Siemens-Tochtergesellschaft INTERATOM eine Kernauffangvorrichtung konzipiert und gebaut ("core-catcher"), welche eventuell geschmolzenes Kernmaterial zurück hält und die befürchteten Rekritikalitäten verhindert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz im Sinne der Bundesregierung entschied sie sogenannte&lt;em&gt; Ethikkommission&lt;/em&gt;. Sie setzte sich . a. aus Bischöfen, Erzbischöfen, Soziologen, Philosophen und Plitikwissenschaftlern zusammen, geleitet von dem früheren Bundesumweltminister Klaus Töpfer - den man getrost als politischen Wendehals bezeichnen kann. Nach wenigen Treffen kam dieses Konglomerat kerntechnischer Laien zu dem Beschluss, dass die Kernenergie "unethisch" sei und dass man sie - wie regierungsseitig bereits vorgedacht - bis zum Jahr 2022 aufgeben solle. Den Tenor gab dabei der Münchener Erzbischof und Kardinal Reinhard Marx vor, der bereits vor Beginn der Beratungen ("ex-cathedra?) öffentlich erklärte, dass die Kernenergie "Teufelszeug" sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Vielfache Weltmeister&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss aber kein Kenner des Alten und Neuen Testaments sein, es genügt schon eine gute Zeitung zu lesen, um die Zuverlässigkeit der deutschen Kernkraftwerke einschätzen zu können. Hilfreich sind die darin immer wieder veröffentlichten Zahlen der jährlichen Stromproduktion und der Vergleich mit den übrigen Kernkraftwerken weltweit. Die "atw" ist eine solche informative Zeitschrift und ihrer kürzlichen Ausgabe&amp;nbsp;gibt es&amp;nbsp;eine Auflistung der "Top Ten" der gegenwärtig 441 betriebenen Atomkraftwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Zx3TVA2NM3g/TnXTcFHLFWI/AAAAAAAAASA/GAZhx2LfP04/s1600/top+ten+001.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-Zx3TVA2NM3g/TnXTcFHLFWI/AAAAAAAAASA/GAZhx2LfP04/s320/top+ten+001.jpg" width="137" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;        &lt;/div&gt;&lt;div class="p1"&gt;&lt;i&gt;Top Ten der Kernkraftwerke weltweit (deutsche KKW mit "D" gekennzeichnet)&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;Wer weiss schon - wer? - dass in dieser "Bundesligatabelle" die deutschen AKW zwischen 1981 und 2010 nicht weniger als volle 25 mal den ersten Rang&amp;nbsp;in der&amp;nbsp;Stromproduktion eingenommen haben - sozusagen "Weltmeister" waren! Unter den Top&amp;nbsp;Ten der&amp;nbsp;übrigen konkurrierenden AKW waren sie jeweils mindestens drei Mal, häufig aber auch sieben oder acht Mal vertreten. Zuverlässigkeit, also möglichst permanente Verfügbarkeit, ist aber auch gute Technik und wenige Ausfälle durch Störungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kernkraftwerk "Unterweser" nimmt in dieser Auflistung im Jahr 2010 noch einen respektablen 10. Platz ein, hat also 431 global operierende KKW hinter sich gelassen. Trotzdem hat sie das scharfe Schwert von Frau Merkel getroffen: es gehört zu den acht Atomkraftwerken, welche die Bundeskanzlerin sofort stilllegen liess. Pardon wurde nicht gewährt. Als Bill Gates, der Begründer von Microsoft davon hörte, sagte er nur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
"die Deutschen müssen sehr reich sein"!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-7924991406573683784?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/7924991406573683784/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=7924991406573683784" title="1 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/7924991406573683784?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/7924991406573683784?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/09/ein-ubersturzter-ausstieg.html" title="Ein überstürzter Ausstieg" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://1.bp.blogspot.com/-Zx3TVA2NM3g/TnXTcFHLFWI/AAAAAAAAASA/GAZhx2LfP04/s72-c/top+ten+001.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>1</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;DEQNQ38zeCp7ImA9WhdWF0w.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-8242191525640954757</id><published>2011-09-11T06:46:00.002+02:00</published><updated>2011-09-11T06:46:32.180+02:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-09-11T06:46:32.180+02:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="kerntechnik" /><title>Blick zurück im Zorn</title><content type="html">Fukushima?&lt;br /&gt;
Es ist gerade mal ein halbes Jahr her, dass die Medien in aller Welt zum Bersten voll waren mit den Geschehnissen in dieser japanischen Küstenregion - blosse 250 Kilometer nördlich von Tokio gelegen. Im Stundentakt waren mehrere Schicksalsschläge über diese stille ländliche Gegend hereingebrochen und hatten sich&amp;nbsp;unglücklich miteinander verknüpft. Inzwischen sind die Ursachen und Auswirkungen all dieser Vorfälle recht gut erforscht und können auch technischen Laien vermittelt werden. Dies möchte ich in diesem Blog versuchen, insbesondere weil die Konsequenzen von Fukushima (in Japan und Deutschland) noch über Jahrzehnte (!) spürbar sein werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-TX421qpG2CU/TmtcLvAyuFI/AAAAAAAAARw/vehbniZtQ6U/s1600/1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="204" src="http://2.bp.blogspot.com/-TX421qpG2CU/TmtcLvAyuFI/AAAAAAAAARw/vehbniZtQ6U/s320/1.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Luftaufnahme des Reaktorkomplexes Fukushima-Daiichi vor dem Unglück&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Drei Katastrophen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es begann mit einem gewaltigen &lt;em&gt;Seebeben&lt;/em&gt; der Stärke 9, welches die Küstenregion von Fukushima erschütterte. Viele der leichtgebauten japanischen Häuser fielen in sich zusammen; die gesamte Stromversorgung fiel aus.&amp;nbsp;Weitgehend unbeschädigt blieben&amp;nbsp;die Gebäude der vier Reaktorblöcke am Standort Daiichi direkt am Meer. &amp;nbsp;Block 1-3 schalteten sogar ordnungsgemäss ab, obwohl sie nur für Erdbeben der Maximalstärke 7,5 ausgelegt waren. Block 4 war ausser Betrieb. Unbeeinträchtigt blieben die Reaktorblöcke 5 und 6 am weiter nördlich gelegenen Standort Daini.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine knappe Stunde später erreichte eine &lt;em&gt;Tsunamiwelle&lt;/em&gt; von 14 Metern Höhe die Standortküste und überspülte grosse Teile der Kernkraftwerke. Der zum Anlagenschutz errichtete Betonwall war nur 5,7 Meter hoch, also entschieden zu niedrig. Die Welle überflutete insbesondere die im Keller des Maschinenhauses platzierten Notstromdiesel und setzte sie ausser Betrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausfall der Notdiesel war sehr folgenreich, denn von nun an konnte die immer noch produzierte &lt;em&gt;Nachwärme&lt;/em&gt; der Reaktoren (vergleichbar mit der Nachwärme eines Elektroherds) nicht mehr durch die Kraftwerkskomponenten abgeführt werden. Diese Nachwärme betrug zwar nur noch 1 bis 2 Prozent der ursprünglichen Reaktorleistung - &amp;nbsp;aber, wenn man bedenkt, dass die drei Reaktoren zusammen etwa 6000 Megawatt erzeugen, dann ergaben sich daraus immerhin noch rund 60.000 Kilowatt Nachwärmeleistung, die nicht weggeleitet werden konnte. Das entspricht etwa der Leistung von 60.000 handelsüblichen Tauchsiedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-AhOVH8lpaCY/TmtcNc5B1FI/AAAAAAAAAR0/MGHS52yklp8/s1600/2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="123" src="http://2.bp.blogspot.com/-AhOVH8lpaCY/TmtcNc5B1FI/AAAAAAAAAR0/MGHS52yklp8/s320/2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Die Höhe der Tsunamiwelle relativ zu Gebäuden und Komponenten&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Aufheizung des Reaktorkerns&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die ständig produzierte&amp;nbsp;Nachwärme - und ihre mangelnde Abfuhr - &amp;nbsp;heizten sich die Reaktorkerne und die Brennelemente&amp;nbsp;der drei Blöcke auf. Bei etwa 900 Grad Celsius begannen die Hüllrohre der Brennstäbe aufzuplatzen und entliessen radioaktive Spaltgase, wie Jod, Strontium, Cäsium, Xenon und Krypton. Oberhalb 1.300 Grad Celsius reagierte das Zirkalloy der Hüllrohre mit dem Wasserdampf und setzte dabei Wasserstoffgas frei. Ab 2.850 Grad Celsius begann&amp;nbsp;das Urandioxid des&amp;nbsp;Reaktorkerns zu schmelzen, tropfte auf den Boden des Reaktortanks und gelangte vermutlich bis&amp;nbsp;in die&amp;nbsp;Reaktorgrube. Die Kernschmelze war eingetreten, ein Unfall, den man in der Kerntechnik unter allen Umständen zu vermeiden sucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen dieser Vorgänge in den Reaktorkernen waren horrend. &lt;br /&gt;
Der freigesetzte Wasserstoff verband sich mit dem Sauerstoff der Luft zu Knallgas und durch einen Funken&amp;nbsp;&amp;nbsp;kam es zu jenen spektakulären Explosionen, die im Fernsehen gezeigt wurden und&amp;nbsp;welche die Betonstrukturen der Reaktorgebäude zerstörten. Über viele undichte Stellen&amp;nbsp;konnte nun das radioaktive Spaltgas austreten und die Umgebung kontaminieren. Dies erforderte die zeitweise Umsiedlung der Bevölkerung in einem Umkreis von 20 bis 30 Kilometern. Die Zahl der Evakuierten ist nicht genau bekannt, sie dürfte aber bei rund 80.000 Personen liegen. Schliesslich musste der Reaktorbetreiber TEPCO den gefährlichen Überdruck der Reaktortanks gezielt absenken und die Komponenten mit (salzhaltigem) Meerwasser kühlen. Dies war beim Abfluss natürlich radioaktiv und musste deshalb aufgefangen und aufwendig dekontaminiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erdbeben und der Tsunami haben 23.000 Menschenleben gefordert, darüberhinaus ist eine grosse Anzahl von Verletzten zu beklagen. Weniger bekannt ist, dass es am Kraftwerksstandort Fukushima bisher keine nuklear bedingten Todesfälle gab. Zwei Reaktormitarbeiter ertranken im Wasser des Tsunamis, einer starb an Erschöpfung und ca. dreissig wurden durch sonstige Ereignisse verletzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit, nach einem halben Jahr,&amp;nbsp;ist die Nachwärme weitgehend abgeklungen, sodass von ihr keine Gefahr mehr ausgeht. In den Reaktortanks ist die Temperatur auf unter hundert Grad abgesunken. Auch die freigesetzte Radioaktivität nimmt ab, wobei das gefährliche Jod mit seiner kurzen Halbwertszeit von 10 Tagen bereits gänzlich verschwunden ist. Die Firma Tepco beabsichtigt die zerstörten Reaktorgebäude mit einer Kunststoffhaut zu überziehen, sodass die Anlage Ende diesen Jahres wohl in einem einigermassen stabilen Zustand überführt sein wird. Der gezielte Rückbau der Reaktoren, insbesondere die Bergung des geschmolzenen Brennstoffs wird wohl noch zehn Jahre oder länger andauern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-2gv95SCWUeg/TmtcOgaNaNI/AAAAAAAAAR4/8SUjfdiMvuE/s1600/3.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="103" src="http://3.bp.blogspot.com/-2gv95SCWUeg/TmtcOgaNaNI/AAAAAAAAAR4/8SUjfdiMvuE/s320/3.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Liste historisch belegter, durch Erdbeben ausgelöster Tsunamis an Japans Küsten&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Trauriges Fazit&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückblickend muss man leider sagen, dass die Tragödie von Fukushima die Folge einiger weniger - aber haarsträubender - Planungs-und Betriebsfehler war. Sie sind schnell aufgezählt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.&amp;nbsp; Die Reaktorgebäude waren nicht hinreichend gegen Tsunamis von&amp;nbsp;14 Metern Wasserhöhe ausgelegt. Es stand lediglich ein Betonwall von 5,7 m zur Wasserabwehr bereit. Aus der obigen Tabelle ist aber&amp;nbsp;ersichtlich, dass in Japan Tsunamis mit weit grösseren Wasserhöhen relativ häufig vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.&amp;nbsp; Die Notstromdiesel waren im Keller des Maschinengebäudes falsch platziert. Sie hätten auf höheren Standorten aufgestellt werden müssen. Ausserdem waren sie nicht hinreichend gegen Wassereinbruch verbunkert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.&amp;nbsp; Nach Ausfall der gesamten Stromversorgung hätten umgehend mobile Notstromgeneratoren (per Hubschrauber) herangeschafft werden müssen. Dies hätte&amp;nbsp;die Abführung der Nachwärme ermöglicht und die Übertemperaturen und Schmelzvorgänge in den Reaktortanks verhindert. Leider wurde hier zuviel kostbare Zeit vergeudet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.&amp;nbsp; Die Reaktorblöcke in Fukushima besassen keine Vorrichtungen zur Vermeidung von Knallgasexplosionen. International üblich sind dafür sogenannte Rekombinatoren. Dies sind passive autokatalytische Geräte, welche den entstehenden Wasserstoff gefahrlos mit Sauerstoff rekombinieren. Sie benötigen keine Stromversorgung und arbeiten völlig autark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Hochtechnologieland wie Japan hätten diese Fehler nicht passieren dürfen. Sie waren wohl nur deshalb möglich, weil der Einfluss der Aufsichts-und Genehmigungsbehörden auf die Betreiberfirmen in diesem Land unterentwickelt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;three-eleven...nine-eleven&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unglück von Fukushima ereignete sich am Freitag, dem 11. März 2011 um 14:46 h Ortszeit, bzw. um 6:46 h Mitteleuropäischer Zeit (MEZ). &lt;br /&gt;
Während ich diesen Blog am Sonntag, dem 11. September 2011 schreibe und&amp;nbsp; (als Frühausteher) &amp;nbsp;um 6:46 h auf die Veröffentlichungstaste drücke, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist also - exakt - &amp;nbsp;ein halbes Jahr vergangen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-8242191525640954757?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/8242191525640954757/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=8242191525640954757" title="1 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/8242191525640954757?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/8242191525640954757?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/09/blick-zuruck-im-zorn.html" title="Blick zurück im Zorn" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://2.bp.blogspot.com/-TX421qpG2CU/TmtcLvAyuFI/AAAAAAAAARw/vehbniZtQ6U/s72-c/1.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>1</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;CUAMSHk4eip7ImA9WhdWEU4.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-5496046367628199982</id><published>2011-09-04T12:49:00.002+02:00</published><updated>2011-09-04T12:56:29.732+02:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-09-04T12:56:29.732+02:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="kunst" /><title>Tannhäuser - Der Tod im Biogasreaktor</title><content type="html">Als geborenen Fichtelgebirgler zieht es mich (und meine Frau Brigitte) alljährlich zu den Wagnerfestspielen ins nahe Bayreuth. Richards Musik ist einfach berauschend, seine selbstverfertigten Libretti sind hohe Poesie. Tickets zu ergattern ist nicht leicht; diesmal mussten wir uns mit zwei separaten Plätzen in der 10. und 25 Parkettreihe zufrieden geben - immerhin noch für 260 bzw. 185 Euro. Auf dem Programm stand die Neuinszenierung von "Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg". &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Dirigent für die Tannhäuseraufführungen ausgeguckt wird, dann fragt er zuallererst die Intendanz, welche Opernfassung er wählen soll. Von Tannhäuser gibt es nämlich zwei unterschiedliche Versionen: die Dresdner und die (bei der Premiere durchgefallene) Pariser Fassung, sowie einige weitere kleinere Varianten. Katharina Wagner und ihr Halbschwester Eva Wagner-Pasquier haben vom Spielleiter Thomas Hengelbrock diesmal die Dresdner Fassung erbeten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Entscheidung treffen der Dirigent und der Sänger der Titelrolle. Es geht darum, was gestrichen(!) werden soll. Von dem Tenor Tannhäuser wird über drei Akte hinweg ein nahezu übermenschliches sängerisches Pensum verlangt, sodass es üblich ist, einige schwierige Stellen in der Partitur einfach wegzulassen. Angeblich hat Richard Wagner in seinen jüngeren Jahren, als er den Tannhäuser komponierte, noch keine rechte Vorstellung von den Grenzen der menschlichen Stimme gehabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Richards szenische Anweisungen kümmern sich moderne Opernregisseure und Bühnenbildner nur noch&amp;nbsp;wenig; bei der diesjährigen Neuinszenierung negierten Sebastian Baumgartner und sein Architekt Joep van Lieshout die Vorschriften des Komponisten sogar gänzlich. Wagner lässt seine dreiaktige Oper bekanntlich an drei Orten spielen: auf dem Venusberg, in einem Tal vor der Wartburg und - beim Sängerkrieg - in der Wartburg selbst. Die beiden genannten Inszenierungskünstler kommen mit einem einzigen Bühnenbild aus. Es ist eine massive dreistöckige Holzarchitektur, in deren&amp;nbsp;Etagen maschinenbauliche Komponenten platziert sind: ein feuerroter Alkoholator und eine blaue Biogasanlage. In dieser Fabrikatmosphäre bewegen sich - schon während des Vorspiels und in allen Pausen - sektenartig bekleidete Arbeiter, welche die Apparate bedienen. Sie fungieren (laut Programmheft) als Produzenten von Exkrementen, aus denen Biogas gewonnen wird. Dieses verwenden sie im weiteren Verlauf zur Herstellung von Nahrung und trinkbarem Alkohol!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-915W2OrS7iI/TmEEO5VJhxI/AAAAAAAAARs/Jtp3uOLUiEA/s1600/20679776.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="214" src="http://2.bp.blogspot.com/-915W2OrS7iI/TmEEO5VJhxI/AAAAAAAAARs/Jtp3uOLUiEA/s320/20679776.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Das Bühnenbild für "Tannhäuser"&amp;nbsp; 2011&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Der Venusberg ist in einer solchen Installation natürlich nicht unterzubringen. Deswegen wird er als Käfig aus dem Keller der Biogasanlage empor gezogen. Venus und Tannhäuser vergnügen sich dort inmitten bizarr wuchernder Pflanzen und fröhlich kopulierender Affen. Dass Venus zum Schluss des dritten Aktes ihr Neugeborenes zeigen darf, steht zwar nirgends im Textbuch, ist aber vermutlich eine Konsequenz dieses kreativen Ambientes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich passt die Musik - und insbesondere der Operntext - auf ein solches Bühnenbild wie die Faust aufs Auge. Wenn die (sängerisch hervorragende) Elisabeth stirbt, dann geschieht dies bei Wagner im Verlaufe eines langen Spaziergangs vom Tal zur Wartburg. Im Bayreuth von heute nützt man die beschriebene Bühneninstallation indem Elisabeth resolut zum Biogasreaktor schreitet, durchs Mannloch klettert und dabei&amp;nbsp;offensichtlich Suizid begeht. Angesichts des Gestanks der gärenden Gülle vermutlich kein Problem. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinnigerweise&amp;nbsp;war ihr dabei&amp;nbsp;der treue Freund Wolfram von Eschenbach noch behilflich, sodass man kaum zwischen Mord und Selbstmord zu trennen vermag. Das hielt den nervenstarken Wolfram aber nicht davon ab, wenige Momente später die berühmte Bravourarie "Oh du holder Abendstern" zu schmettern.Vermutlich war dieser Regieeinfall auch der Grund dafür, dass viele Zuschauer in meiner Umgebung (auf dem "Heuboden) anfingen zu buhen. Mir machte es indes Spass, die Emotionen noch etwas anzuheizen, indem ich lauthals "bravo" rief. Den grössten Jubel erntete unisono, wie immer, der fulminante Chor unter seinem Leiter Eberhard Friedrich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-dP2uhcIhYLw/TmEEKNm7Y-I/AAAAAAAAARk/3JNsUhnO6Zg/s1600/1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-dP2uhcIhYLw/TmEEKNm7Y-I/AAAAAAAAARk/3JNsUhnO6Zg/s320/1.jpg" width="244" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Die historische Wartburg&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Berechtigterweise bekam auch Tannhäuser einige Buhs ab. Der schwedische Tenor Lars Clevermann wurde im zweiten und dritten Akt immer schwächer und hatte offensichtlich Probleme mit seiner Stimme. Wie man in den Zeitungen lesen konnte, agiert er in seiner Freizeit gerne als Frontmann einer Popgruppe seines Landes. Da werden Erinnerungen wach an den unvergleichlichen Siegfriedtenor Peter Hoffmann, dem ähnliche Ausflüge in die Popwelt später die Stimme kostete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katharina Wagner, deutlich schlanker geworden, scheint eine Schwäche für moderne Regisseure zu haben. Für den "Ring" im Jubiläumsjahr 2013 hat sie bereits den Berliner Altrebellen Frank Castorf unter Vertrag genommen. Hoffen wir, dass ihm der Jahrhundertring gelingt und er die echten Wagnerianer&amp;nbsp; überzeugen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andernfalls könnte es in den Folgejahren wieder leichter sein, an Karten für Bayreuth zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-P2Z2n7iUZVg/TmEEK8xmIKI/AAAAAAAAARo/OK18gD_C2WI/s1600/2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="46" src="http://1.bp.blogspot.com/-P2Z2n7iUZVg/TmEEK8xmIKI/AAAAAAAAARo/OK18gD_C2WI/s320/2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Lied an den Abendstern&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-5496046367628199982?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/5496046367628199982/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=5496046367628199982" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/5496046367628199982?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/5496046367628199982?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/09/tannhauser-der-tod-im-biogasreaktor.html" title="Tannhäuser - Der Tod im Biogasreaktor" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://2.bp.blogspot.com/-915W2OrS7iI/TmEEO5VJhxI/AAAAAAAAARs/Jtp3uOLUiEA/s72-c/20679776.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;DUEARXs-fCp7ImA9WhdaGE0.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-433945524379960594</id><published>2011-07-17T12:00:00.011+02:00</published><updated>2011-10-28T15:14:04.554+02:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-10-28T15:14:04.554+02:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="urlaub" /><title>Die Freiheit der Lüfte</title><content type="html">&lt;em&gt;Mensch, Willy, was waren das noch für Zeiten, als uns die Firma nach USA und Japan auf Dienstreise schickte...mit Lufthansa, zumindest aber mit Air France oder Suisse Air...als Projektleiter immer&amp;nbsp; Business-Class...manchmal auch&amp;nbsp;Erste &amp;nbsp;Klasse, wenn sich ein Upgrade ergab...und vorher ein, zwei angenehme Stunden in der Airport-Lounge für Vielflieger...häufig unter irgendwelchen Promis aus Politik oder Fernsehen...ja, und die Flieger waren meist zur Hälfte leer...bei Langstreckenflügen konnte man sich quer auf drei Sitze legen...gut versorgt mit Kissen und Decken...und die Stewardessen...knapp berockt...waren noch attraktiv anzusehen...versorgten uns mit Cocktails und guten Weinen bis zum Abwinken...und diese kostenlosen Stoppover in Bangkok und Honolulu...meist drei Tage übers Wochenende...ging eben nicht anders, wenn die Sitzung in Kioto am Freitag vormittag zu Ende war...und die internationale Konferenz in San Francisco erst am Montag abend begann...mit einem kleinen Umtrunk...nun,ja,&amp;nbsp;durfte man aus Respekt gegenüber dem Gastgeber nicht versäumen...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...welch ein Unterschied zu heute...nun sind wir Rentner...alte Deppen... und unsere Gattinnen...auch schon leicht angejahrt...wollen mit uns zum Urlaub nach Mallorca oder Antalya fliegen...und das auch noch auf eigenes Geld...vorbei die Zeiten der Lufthansa...jetzt heisst´s &amp;nbsp;Billigflieger buchen per Internet...und Anfahrt mit dem Baden-Württemberg-Ticket der Regionalbahn...und die Flugzeuge sind proppenvoll...ausbucht bis auf den letzten Platz...in Russland soll Airflot&amp;nbsp;sogar schon Stehplätze anbieten...soweit sind wir noch nicht...aber auch hier sind die Sitze verdammt eng...und die Dreierreihen knapp hintereinander aufgestellt...wundere mich immer wie so ein Burgerfresser mit einem Gewicht von hundert Kilo plus sich da reinzwängen kann...ist aber auch für uns schwierig...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-629FLmEuenA/ThhbhyOSJLI/AAAAAAAAARU/GvJuGwXo0Jg/s1600/1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-629FLmEuenA/ThhbhyOSJLI/AAAAAAAAARU/GvJuGwXo0Jg/s320/1.jpg" width="316" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...fängt schon damit an, dass man sich als Passagier auf dem mittleren Sitz meist endlos und subtil um die Armlehnen streiten muss...wieso, der Fluggast rechts von dir soll sich gegen das Fenster lehnen und der Linke gegen den Gang...du meinst, beiden genügt eine einzige Armlehne?...klar, und du darfst beide benutzen, weil du in der Mitte ohnehin benachteiligt bist...gewissermassen der Trostpreis...funktioniert aber nicht immer...manchmal sitzt man neben einen Rüpel, der sich einfach maximal ausbreitet und seine Pratzen auf&amp;nbsp; beide Lehnen legt...fürwahr, dann hilft nur ein kleiner Guerillakrieg...was?...du legst deine Hand auf den hinteren Teil der Armlehne...und ?...wenn der Rüpel unaufmerksam wird...schiebst du sie langsam vor... und lässt sie dort eisern liegen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-BPZrzJXnGlA/ThhbjXr6GSI/AAAAAAAAARY/reoVXEsDXVk/s1600/2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="282" src="http://4.bp.blogspot.com/-BPZrzJXnGlA/ThhbjXr6GSI/AAAAAAAAARY/reoVXEsDXVk/s320/2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...ein Problem ist auch die Rückenlehne...manche klappen sie sofort zurück, sobald der Flieger in der Luft ist...deren gutes Recht...ja, und ich bin dann eingequetscht wie ein Sandwich...mach das Gleiche!...hab aber Hemmungen, wenn ich aus den Augenwinkeln bemerke, dass mein Hintermann seinen Laptop auf dem Tablett aufgestellt hat...sicher, dafür ist in heutigen Flugzeugen kein Platz.mehr...manchmal halte ich auch mit meinen Knien dagegen, wenn mich der Vordermann mit seiner Lehne zerdrücken will...aber wohl nicht lange...ja, ermüdet sehr und man erntet böse Blicke...Schlimmes kann passieren, wenn der Vordermann nicht langsam, sondern ruckartig die Lehne zurückstellt... und man einen Pappbecher heissen Kaffees auf dem Tablett hat...passiert heute nur noch selten...ja, weil die Fluggesellschaften rücksichtsvollerweise kein Essen mehr anbieten...und wenn, dann nur gegen happige Bezahlung...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-zGzGVRQ4eUc/ThhblD3CBZI/AAAAAAAAARc/QYpup8KU7cs/s1600/3.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="264" src="http://3.bp.blogspot.com/-zGzGVRQ4eUc/ThhblD3CBZI/AAAAAAAAARc/QYpup8KU7cs/s320/3.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
...aber manchmal muss man eben doch, trotz mieser Bewirtung, die Bordtoilette aufsuchen...häufig, wenn der Passagier auf dem Gangsitz eingeschlafen ist...ich warte dann immer bis es nicht mehr geht...und dann kriechst du über seine Beine hinweg?..nein dafür bin ich zu klein, würde ihn vielleicht auch erschrecken, wenn er dabei aufwacht...ich tippe ihn leicht an und sage: &lt;em&gt;Entschuldigung, Toilette...&lt;/em&gt;manche Fluggäste sind sehr berührungsempfindlich...ja, man sollte weder Hand noch Bein noch Kopf berühren...Amerikaner rufen in solchen Fällen schon mal ihren Anwalt...mir noch nicht passiert, ich tippe nur leicht seine Schulter an...aber am liebsten sind mir Mitreisende, die alle 2 Stunden von sich aus aufstehen und laut verkünden,&amp;nbsp;dass sie sich etwas die Beine vertreten wollen...ja, das sind die echten Profis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;u&gt;Postscriptum:&lt;/u&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;Meinen treuen Bloglesern sage ich an, dass ich ab jetzt eine Sommerpause&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; einlege.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;strong&gt;Ich wünsche allen schöne Ferien.&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-iRA0NUOaKIE/Thhc1LMT4sI/AAAAAAAAARg/zygskd7zRq8/s1600/4.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="210" src="http://3.bp.blogspot.com/-iRA0NUOaKIE/Thhc1LMT4sI/AAAAAAAAARg/zygskd7zRq8/s320/4.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-433945524379960594?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/433945524379960594/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=433945524379960594" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/433945524379960594?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/433945524379960594?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/07/die-freiheit-der-lufte.html" title="Die Freiheit der Lüfte" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://1.bp.blogspot.com/-629FLmEuenA/ThhbhyOSJLI/AAAAAAAAARU/GvJuGwXo0Jg/s72-c/1.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;DEADQn08fCp7ImA9WhdTEk8.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-720469762355982140</id><published>2011-07-09T17:52:00.000+02:00</published><updated>2011-07-09T17:52:53.374+02:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-07-09T17:52:53.374+02:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="politik" /><title>Panik statt Politik</title><content type="html">Der 30. Juni 2011 wird in die Geschichte Deutschlands eingehen. An diesem Donnerstag beschloss der deutsche Bundestag mit einem Donnerschlag&amp;nbsp;den &lt;strong&gt;Ausstieg aus der Kernenergie&lt;/strong&gt;. Sieben weitere Gesetze sollen im wesentlichen den Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Zubau der Höchstspannungsnetze sicherstellen. Fünf Abgeordnete der Union und zwei der FDP votierten gegen dieses Gesetzeswerk, acht enthielten sich der Stimme; die Übrigen konnte Merkel - quasi am Nasenring - zur Zustimmung bewegen. Acht Kernkraftwerke sollen sofort abgeschaltet werden, die restlichen neun in mehreren Schritten bis zum Jahr 2022. In den nächsten zehn Jahren soll der Ökostromanteil von derzeit 18 Prozent auf 35 Prozent ansteigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-04ugrqeXmKI/ThatM85WMwI/AAAAAAAAARI/xw5VaQO88jk/s1600/1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="309" src="http://3.bp.blogspot.com/-04ugrqeXmKI/ThatM85WMwI/AAAAAAAAARI/xw5VaQO88jk/s320/1.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Schrittweiser Ausstieg aus der Kernenergie (BMU,FAZ)&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Die Bundeskanzlerin war offensichtlich von &lt;strong&gt;Panik &lt;/strong&gt;getrieben, als sie am 15. März, also vier Tage nach Eintritt der Störfälle im japanischen Fukushima, das sogenannte Moratorium für acht deutsche Kernkraftwerke verfügte. Rat hat sie&amp;nbsp;wohl nur in ihrem engeren Umkreis, dem berüchtigten Küchenkabinett gesucht. Die Fachleute hätten ihr sagen können, dass Reaktoren des japanischen Typs in Deutschland - ohne Wasserstoffrekombinatoren und mit begrenzter Notkühlkapazität - überhaupt nicht existieren, ganz abgesehen davon, dass es Tsunamis hierzulande nicht gibt. Die Reaktorsicherheitskommission lieferte später auch keine Argumente zur Stilllegung deutscher Kernkraftwerke nach, sieht man davon ab, dass terroristische Angriffe mit schweren Verkehrsflugzeugen möglich sind. Aber das gilt in gleichem Masse für die Phosgen- und Chlorbehälter der chemischen Industrie. Die Argumentation für die Energiewende servierte allein die Ethikkommision, wobei sich der Kardinal Marx besonders hervortat, indem er in einem Interview erklärte: "Kernenergie ist Teufelszeug". Basta!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Risiken der Energiewende&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem abrupten Ausstieg aus der Kernenergie hat Merkel einen der grössten Richtungswechsel in der deutschen Volkswirtschaft veranlasst. Es ist gewissermassen eine "Operation am offenem Herzen", denn Energiepolitik ist hochkomplex. Und sie hat keine&amp;nbsp;breite &lt;strong&gt;Diskussion &lt;/strong&gt;zugelassen; sondern das o. g. Gesetzespaket wurde in wenigen Tagen durch den Bundestag gepeitscht. Kein Parteitag hat sich vorher damit befasst, obwohl dies sonst bei weit weniger wichtigen Themen&amp;nbsp;üblich ist. Kein Wunder, dass sich sogar der Bundespräsident Christian Wulff zu diesem Verfahren sehr kritisch geäussert hat. Die zentralen Fragen der Grundlastfähigkeit, der Netzstabilität, der Kosten und der grenzüberschreitenden Folgen der Energiewende konnten, schon aus Zeitgründen, öffentlich kaum diskutiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-vvC__JZY_I4/ThatOqQGx-I/AAAAAAAAARM/h6P3eDorHXo/s1600/2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="191" src="http://4.bp.blogspot.com/-vvC__JZY_I4/ThatOqQGx-I/AAAAAAAAARM/h6P3eDorHXo/s320/2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Die Bruttostromerzeugung 2010 in Prozent (links),&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;die Brutto-Grundlaststromerzeugung 2010 in Prozent (rechts)&amp;nbsp;&amp;nbsp; /atw/&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Die bisherige Energiepolitik, charakterisiert durch Versorgungssicherheit, geringem Landschaftverbrauch, akzeptable Verbraucherpreise und Unabhängigkeit vom Ausland wurde holterdiepolter aufgegeben.. Stattdessen wurde der&amp;nbsp;beschleunigte&amp;nbsp;Einstieg in die erneuerbaren Energien, vorallem die Windenergie, verfügt -aber ohne ihr inhärentes Problem der mangelnden&lt;strong&gt; Grundlastfähigkeit&lt;/strong&gt; zu lösen. Wind und Sonne stehen eben nicht 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Zur Speicherung wäre der Neubau vom ca. zwei Dutzend Pumpspeicherkraftwerken erforderlich, jedes vom Kaliber des Walchenseekraftwerks. Und der Zubau von 4.000 Kilometern Höchstspannungstrassen. Wie das im Zeitalter der verstärkten Bürgerrechte - &amp;nbsp;siehe Stuttgart 21 - realisiert werden soll, steht in den Sternen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Moratorium fallen ca. 8.800 Megawatt Atomstrom weg, die der Kategorie Grundlast angehören. Es war geplant, sie in den nächsten Jahren durch 10.600 Megawatt Stromleistung aus Stein- und Braunkohlekraftwerken zu ersetzen. Diese Einheiten sind bereits im Bau bzw. fertiggestellt. Leider können sie aber nicht in Betrieb genommen werden, da der für die Dampfkessel verwendete &lt;strong&gt;Stahl &lt;/strong&gt;des Typs T 24&amp;nbsp; fehlerhaft ist und zu Rissen neigt. Es wird hier also auf alle Fälle zu erheblichen Verzögerungen kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die&lt;strong&gt; Netzstabilität&lt;/strong&gt; ist ein weiteres ungelöstes Problem. Stromerzeugung und Stromverbrauch müssen zu allen Zeiten ausgeglichen sein. Das Netz stabil zu halten wird aber nicht gelingen, wenn man zur dezentralen Stomversorgung mit Hunderten von Stadtwerken zurück geht.&amp;nbsp;Sie sollen&amp;nbsp;letztendlich die Verantwortung dafür übernehmen, dass es keine Blackouts und Brownouts gibt.&amp;nbsp; Die technischen Mitarbeiter der Stadtwerke mögen guten Willens sein, aber verfügen sie auch über die intimem Kenntnisse der Hochspannungstechnik?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strom muss aber nicht nur mengenmässig zur Verfügung stehen, sondern auch zu wirtschaftlichen Preisen um vorallem die deutsche Industrie konkurrenzfähig zu halten. Und da hapert es. Seit März 2011 ist der &lt;strong&gt;Strompreis&lt;/strong&gt; an der Leipziger Börse um satte zehn Prozent gestiegen; die Zusatzkosten bei der Einführung der erneuerbaren Energien veranschlagen Experten mit drei bis fünf Cent pro Kilowattstunde. Das ist eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass der Strom aus (abgeschriebenen) Atomkraftwerken der Industrie für zwei Cent pro kwh zur Verfügung stand. Der Energiekommissar Günter Öttinger in Brüssel hat deshalb bereits vor einer "schleichenden &lt;strong&gt;De-Industrialisierung"&lt;/strong&gt; in Deutschland gewarnt, wobei er insbesondere auf die Branchen Chemie, Zement, Stahl/Alu und Auto verwies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der deutsche Atomstrom vorzugsweise durch Kohlestrom ersetzt wird, dann wird es Frau Merkel schwer haben, sich bei künftigen internationalen Konferenzen weiterhin als "&lt;strong&gt;Klimakanzlerin"&lt;/strong&gt; zu gerieren. Ein erhöhter Ausstoss an CO2 ist unweigerlich - sofern man nicht die Importe aus den Atomstandorten Cattenom und Temelin verstärken will. Aber vielleicht sind diese Ziele auch nicht mehr so wichtig. Seit dreizehn Jahren fallen weltweit die Temperaturen und es scheint fast so, als gingen wir einer neuen (hoffentlich nur kleinen) Eiszeit entgegen. Auch an das Ansteigen des Meeresspiegels glaubt nur noch das auf Katastrophen geeichte Potsdam-Institut. Trocken gefallenene Korallenriffs in der Karibik sind da beweiskräftiger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Top Ten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt emotional zu reagieren - und zu regieren! - ist es zuweilen empfehlenswert sich an Fakten und Zahlen zu halten. Eine aufschlussreiche Liste ist die alljährlich veröffentlichte Zusammenstellung der &lt;strong&gt;Betriebsergebnisse der Kernkraftwerke&lt;/strong&gt; weltweit. Die 440 Kernkraftwerke werden darin sortiert nach ihrer Stromerzeugung im jeweils vergangenen Jahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-V3GqAanerz0/ThatRHTvrrI/AAAAAAAAARQ/r94xLoLdDwQ/s1600/3.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="161" src="http://1.bp.blogspot.com/-V3GqAanerz0/ThatRHTvrrI/AAAAAAAAARQ/r94xLoLdDwQ/s320/3.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Top Ten der Stromerzeugung 2010 weltweit&amp;nbsp;&amp;nbsp; /atw/&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Diese Liste für das Jahr 2010 lag bereits vor, als die Frau Bundeskanzlerin ihre Entscheidung zum Ausstieg aus der Kernenergie traf. Sie hätte daraus ersehen können, dass die deutschen Kernkraftwerke im globalen Massstab hervorragend platziert sind. Von den zehn Atomkraftwerken,&amp;nbsp;die weltweit im vorigen Jahr 2010 die höchste Strommenge produziert haben, stammen nicht weniger als fünf aus Deutschland, allesamt gebaut von Siemens&lt;strong&gt;.&lt;/strong&gt; Fünf deutsche KKW in den&lt;strong&gt; Top Ten!&lt;/strong&gt; Eines davon, das KKW Unterweser, nimmt in dieser Liste noch einen beachtlichen neunten Platz ein, mit einer Stromerzeugung vom elf Milliarden Megawattstunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles&amp;nbsp;hat Frau Merkel nicht davon abgehalten, auch das &lt;strong&gt;Kernkraftwerk Unterweser&lt;/strong&gt; den "Schrottreaktoren" zuzurechnen und seine sofortige Abschaltung zu verfügen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-720469762355982140?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/720469762355982140/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=720469762355982140" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/720469762355982140?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/720469762355982140?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/07/panik-statt-politik.html" title="Panik statt Politik" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://3.bp.blogspot.com/-04ugrqeXmKI/ThatM85WMwI/AAAAAAAAARI/xw5VaQO88jk/s72-c/1.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;DUIBRXY9cCp7ImA9WhZaFkQ.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-6946625080798402252</id><published>2011-07-03T12:00:00.006+02:00</published><updated>2011-07-03T14:52:34.868+02:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-07-03T14:52:34.868+02:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="stromwirtschaft" /><title>Rotter Stammtischplaudereien</title><content type="html">&lt;em&gt;...Hallo, Melanie, für mich eine geräucherte Forelle und ein Viertel Weingartner Riesling...ich nehme diesmal einen Zander Müllerin Art, aber die Seniorenportion...hat dir deine Frau das Budget gekürzt?... nein, nein, aber ich kann einfach nicht mehr so viel essen...für mich den Aal, aber ohne Knoblauch, bitte...triffst du heute deine Freundin?...schön wär´s, sind vergangene Zeiten...ich nehm die Backfische frittiert und ein Weizenbier Kristall...und ich die Maischolle gedünstet,mit Beilagen, aber ohne Grünsalat...Angst vor EHEC?...ein bisschen, man soll in meinem Alter nicht zu mutig sein...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Mm0tSZTlyqg/Tg7a5lJJU6I/AAAAAAAAARE/w3eUbZUzJbI/s1600/Untitled.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="202" src="http://3.bp.blogspot.com/-Mm0tSZTlyqg/Tg7a5lJJU6I/AAAAAAAAARE/w3eUbZUzJbI/s320/Untitled.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Unser&amp;nbsp;Fischrestaurant auf der Rheininsel Rott&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Mann, bin ich sauer auf die Merkel...in Fukushima explodieren die Reaktoren...und bei uns werden die Kernkraftwerke stillgelegt...innerhalb von Stunden hat die Madame ein Moratorium verkündet...bei der ersten Griechenlandkrise brauchte sie noch viele Monate für ihre Entscheidung...ja, bis zur Wahl in Nordrhein-Westfalen...die dann doch schief lief...dabei ist die Situation in Japan überhaupt nicht mit der unsrigen zu vergleichen...wir haben keine Erdbeben der Stärke 9...und einen Tsunami hat in Deutschland auch noch niemand erlebt...ansonsten hätten wir Vorkehrungen getroffen...knappe 6 Meter war in Japan der Deichwall nur hoch...aber die ankommende Welle satte 15 Meter...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...Wusste gar nicht, dass in dem Hochtechnologieland Japan noch so viele uralte Siedewasserreaktoren im Betrieb sind...deren Design aus den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts stammen...waren praktisch die ersten Kernkraftwerke, welche die amerikanische Firma General Electric exportiert hat...dabei haben die Reaktoren nach dem Erdbeben noch sicher abgeschaltet...aber der Tsunami hat die Notdiesel überspült...bei deutschen Reaktoren gibt es nicht nur eines sondern zwei Notstromnetze...eines für die normale Notstromversorgung...und eins das bei Flugzeugabsturz und Explosionswolken aktiv wird...und auch die Gebäude, in denen die Notstromdiesel stehen, sind gegen extreme Hochwasserstände ausgelegt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...ja, und die Wasserstoffexplosionen hätten auch nicht passieren dürfen...durch die Zirkon-Wasser-Reaktionen... wo sich im überhitzten Reaktorkern überall Wasserstoff&amp;nbsp; bilden kann...der zu Knallgas führt, wenn er nicht sicher abgeführt wird...in Fukushima gab es offensichtlich Schwächen im Lüftungssystem...der Wasserstoff sammelte sich im Reaktorgebäude, bildete mit dem Sauerstoff Knallgas und explodierte durch irgendwelche Funken....ein schauerliches Bild im Fernsehen...und Wasser auf die Mühlen der Atomgegener...in Deutschland sind bei bei allen Kraftwerken sogenannte Rekombinatoren eingebaut...der entstandene Wasserstoff wird katalytisch zu gefahrlosem Wasser umgewandelt...diese Rekombinatoren arbeiten ausserdem vollständig autark...benötigen also keine Stromversorgung...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...man fragt sich, warum diese Auslegungsdefizite den japanischen Überwachungsbehörden nicht aufgefallen sind...oder der internationalen Betreiberorganisation WANO...oder der IAEO in Wien...ach was, alles Sesselfurzer...es ist grundsätzlich besser, Schäden zu vermeiden, als eingetretene Schäden&amp;nbsp; beherrschen zu wollen...ein Auto ist nicht deshalb sicher, weil es einen grossen Feuerlöscher an Bord hat...bei deutschen Kernkraftwerken gibt es gegen Kernschmelzen viele zusätzliche Wassereservoire, wie Flusswasser, Brunnen, Feuerlöschsysteme, Trinkwasserleitungen usw,wsf...in Japan hat man nicht mal rechtzeitig mobile Pumpen ranschaffen können und musste mit Meerwasser bespritzen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...egal, Männer, es bleibt dabei, die anderen bauen die Störfälle und wir schalten ab...das Moratorium zeigt bereits Auswirkungen...in den vergangenen drei Monaten wurden zusätzlich 8 Millionen Tonen Kohlendioxid in die Atmosphäre gepustet...die CO2-Emissionszertifikate sind um 10 Prozent teuerer geworden...und der Börsenstrompreis hat sich um 12 Prozent erhöht...naja, deshalb ist Deutschland nach der Abschaltung auch vom Exporteur zum Stromimporteur geworden...insbesondere durch die Abnahme von Atomstrom aus Frankreich und Tschechien...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...inzwischen zählt man 20.000 Tote in Fukushima...alle hervorgerufen durch das Erdbeben und den Tsunami...aber kein einziger Toter an den Kernkraftwerken...kein einziger Strahlentoter...trotzdem, Männer, die Evakuierung von rund 100.000 Menschen ist schon ein Desaster...und wer weiss schon, wann sie wieder zurückkommen können...in einigen Monaten?...vielleicht auch erst nach 5 oder 10 Jahren...ganz abgesehen von der Kontamination der Lebensmittel bis hin zu den Fischen...und der Betreiber TEPCO ist auch pleite und muss mit 40 Milliarden staatlicher Steuergelder gestützt werden...recht geschieht dieser Firma, hat sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert...in früheren Zeiten hätten die Manager alle Harakiri begangen...heute bekommen sie dicke Abfindungen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...die Mitglieder der sogenannten Ethikkommission grinsen im Fernsehen stolz wie Honigkuchenpferde...sie haben Merkels Entscheidung vorbereitet... ein Kardinal, zwei Bischöfe, Philosophen und ein Pack Politikrentner...allesamt besonders kompetent in Reaktortechnik und Stromwirtschaft...die Kerntechniker hätten in diesem Haufen wohl nur gestört...demnächst soll wieder eine Ethikkommission zusammen gestellt werden... ja, für das Endlosthema PID...du meinst die künstliche Befruchtung bei Frauen...ja, derzeit sucht man noch Experten dafür...kein Problem...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie wärs mit einem Dutzend pensionierter Maschinenbauer?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-6946625080798402252?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/6946625080798402252/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=6946625080798402252" title="1 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/6946625080798402252?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/6946625080798402252?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/07/rotter-stammtischplaudereien.html" title="Rotter Stammtischplaudereien" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://3.bp.blogspot.com/-Mm0tSZTlyqg/Tg7a5lJJU6I/AAAAAAAAARE/w3eUbZUzJbI/s72-c/Untitled.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>1</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;DUANSHY_cCp7ImA9WhdaGE0.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-4838350566942461104</id><published>2011-06-26T12:46:00.004+02:00</published><updated>2011-10-28T15:16:39.848+02:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-10-28T15:16:39.848+02:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="politik" /><title>Japanisches Durcheinander</title><content type="html">Preisfrage: &amp;nbsp;Gesetzt den Fall, ein Kernkraftwerk gerät in eine bedrohliche Lage - sei es,dass die Abschaltstäbe nicht funktionieren oder, dass die Kühlung versagt - wem traut man dann am ehesten zu, diese Situation zu beherrschen? Dem Betriebsleiter der Anlage, dem Generaldirektor des Konzerns oder gar dem Ministerpräsidenten des Landes? Bei allem Respekt für die beiden Letztgenannten: die allermeisten würden wohl hilfesuchend auf den Betriebsleiter blicken und ihm das grösste Vertrauen entgegen bringen. Wenn ein Schiff beim Kap der Guten Hoffnung in Seenot gerät, wird man auch nicht den Reeder in Hamburg um Hilfe ersuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war anders bei den wohlbekannten Reaktorstörfällen in Fukushima. Und das hängt zusammen mit der andersartigen Mentalität der Japaner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als am 11. März 2011, einem Freitag Nachmittag um 14 Uhr 46 (japanischer Zeit), ein Seebeben der Magnitude 9,0 die vier Kernkraftwerke im Ortsteil Daiichi durchrüttelte, war die Welt, vergleichsweise, noch in Ordnung. Drei Reaktoren schalteten sich selbsttätig ab, der vierte war wegen Wartungsarbeiten gar nicht in Betrieb. Die elektrische Stromversorgung des umliegenden Netzes war zwar ausgefallen, aber die für solche Fälle bereitstehenden Diesel sprangen automatisch an und sicherten die Kühlung der Reaktorkerne mit Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Stunde später traf&amp;nbsp;ein Tsunami von 14 Metern Höhe ein und überschwemmte den nur 5,7 Meter hohen Schutzwall sowie alle Dieselaggregate. Die Notstromversorgung kam zum Erliegen, die Urankerne der Reaktoren heizten sich wegen der verbliebenen Nachwärme stetig auf. Der generierte heisse Wasserdampf reagierte chemisch mit dem Zirkonmetall der Brennstabhüllen unter Freisetzung von Wasserstoff. Einen Tag danach kam es beim Reaktor Fukushima 1 (später bei 2 und 3) zu einer heftigen Knallgasexplosion,&amp;nbsp;welche die Reaktorgebäude massiv beschädigte und undicht machte. Die Urankerne waren inzwischen ganz oder teilweise geschmolzen und setzten die radioaktiven Gase Jod, Cäsium und Strontium in die Umgebung frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier setzt die Kritik ein, die man unseren japanischen Freunden nicht ersparen kann. In den überaus wichtigen Stunden unmittelbar nach dem Ausfall der Notkühlung wurde zuviel Zeit verschwendet. Statt mobile Notstromgeneratoren und Pumpen schnellstens per Hubschrauber&amp;nbsp;aus dem&amp;nbsp;300 Kilometer entfernten Tokio heranzuschaffen, liess man die vergleichsweise schwachen betrieblichen Akkus leerlaufen. Die Konzernmutter TEPCO in Tokio war nicht in der Lage die Betriebsleute vor Ort wirkungsvoll zu unterstützen. Zur gleichen Zeit offerierte die US-Regierung - welche die Gefährlichkeit der Lage von Anfang an richtig einschätzte - der japanischen Regierung ihre Hilfe. Aus militärischen Beständen auf den japanischen Stützpunkten bot man Pumpenwägen, unbemannte Drohnen und Messroboter an. Doch der Ministerpräsident Naoto Kan lehnte höflich ab; ein Asiate will eben nicht sein Gesicht verlieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-tgZDvDJz6pQ/TgX8EvTcFUI/AAAAAAAAAQ8/LvCzo6e3ePQ/s1600/1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="193" src="http://4.bp.blogspot.com/-tgZDvDJz6pQ/TgX8EvTcFUI/AAAAAAAAAQ8/LvCzo6e3ePQ/s320/1.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Ministerpräsident Naoto Kan;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Fukushima brachte ihn ins Schwitzen&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Auch zwischen Tepco und dem Regierungschef funktionierte die Kommunikation nicht. Als Kan die Konzernmanager am Samstag abend (12. März) zur Berichterstattung empfing, erzählten ihm diese alles Mögliche - nur nicht, dass es wenige Stunden vorher bei Block 1 zu einer Wasserstoffexplosion gekommen war. Der Ministerpräsident erfuhr das nach der Sitzung von den Presseleuten und war entsprechend&amp;nbsp;wütend. Nach weiteren Explosionen bei den Reaktoren 2 und 3 tags darauf, marschierte der&amp;nbsp;Naoto Kan - einmalig für japanische Verhältnisse - um 5 Uhr 30 früh(!) &amp;nbsp;samt Gefolge zur Tepcozentrale und verlangte sofortige Aufklärung über alle Vorkommnisse. Gleichzeitig liess er seinen Vertrauensmann Goshi Hosono dort, der zukünftig an allen wichtigen Vorstandssitzungen &amp;nbsp;teilnehmen sollte, um Kan Bericht zu esrtatten. (Geheimnisse konnten ab dann also nur noch in der Herrentoilette besprochen werden.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Drama für sich war die Entscheidung zum Bespritzen der Reaktorkomponenten mit Meerwasser aus Feuerwehrschläuchen. Der Betriebs- und Anlagenleiter Masao Yoshida forderte die Genehmigung für diese&amp;nbsp;&amp;nbsp;Massnahme von seinen Chefs in Tokio an, insbesondere um die hochgefährdeten Reaktortanks sowie die innenliegenden Brennelemente abzukühlen. Tepco sträubte sich längere Zeit dagegen, gab aber schliesslich doch die Zustimmung - um sie 21 Minuten später wieder zurück zu ziehen. Angeblich hatte man "aus der Umgebung des Ministerpräsidenten gehört", dass dieser ebenfalls dagegen sei. Das war jedoch nur vorgeschoben; in Wirklichkeit wusste Tepco, dass nach dem Einpumpen des korrosiven Seewassers die Kernkraftwerke nicht mehr zu gebrauchen waren. Den Betriebsleiter Yoshida im fernen Fukushima focht dies jedoch nicht an. Geradezu einmalig für japanische Verhältnisse ignorierte er den Stopp-Befehl aus Tokio und besprühte weiterhin seine Reaktoren mit Meerwasser. Auch der Anordnung zum Verlassen der Anlage kam er nicht nach, wobei er die Unterstützung des Ministerpräsidenten hatte, der darin ein unheilvolles Fanal gesehen hätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-zwY7khg31zE/TgX8LZdnisI/AAAAAAAAARA/d3wrPJglf54/s1600/photo_1307587541183-1-1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/-zwY7khg31zE/TgX8LZdnisI/AAAAAAAAARA/d3wrPJglf54/s1600/photo_1307587541183-1-1.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Masao Yoshida, Betriebschef der Fukushima-Kernkraftwerke&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Die früher hoch angesehene Firma Tepco hat sich bei der bisherigen "Bewältigung" des Fukushima-Desasters nicht mit Ruhm bekleckert. Besonders zu kritisieren ist ihre verspätete und lückenhafte Informationspolitik. Beispielhaft&amp;nbsp;dafür ist, dass Tepco erst Mitte Mai - also zwei volle Monate nach Beginn des Unglücks - der Öffentlichkeit mitteilte, dass in allen drei Reaktoren die Urankerne zumindest angeschmolzen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird noch viele Monate dauern, bis die Anlagen in Fukushima in einen stabilen Zustand überführt sind - und noch viele Jahre, bis die Reaktorkerne gesichert entladen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Postscriptum:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Fukushima ist offensichtlich überall. Nun&amp;nbsp; haben die Folgen des Bebens und des Tsunamis auch den Ort &lt;em&gt;Naka&lt;/em&gt; erreicht. Dort, nördlich von Tokio, werden die Supraleitungsmagnete des Fusionsprojekts ITER erforscht. Wegen der Zerstörung der Gebäude und der Labors rechnet der japanische Vizeminister für Forschung mit einer Unterbrechung der Arbeiten um ein Jahr oder sogar länger. Die Errichtung des ITER, (derzeit auf 2018 geplant) und die Volllastinbetriebnahme (auf 2026 geschätzt), wird sich also weiter hinauszögern und die Kosten (bisher 16 Milliarden Euro) werden sich entsprechend erhöhen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-4838350566942461104?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/4838350566942461104/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=4838350566942461104" title="2 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/4838350566942461104?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/4838350566942461104?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/06/japanisches-durcheinander.html" title="Japanisches Durcheinander" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://4.bp.blogspot.com/-tgZDvDJz6pQ/TgX8EvTcFUI/AAAAAAAAAQ8/LvCzo6e3ePQ/s72-c/1.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>2</thr:total></entry><entry gd:etag="W/&quot;Dk8MSXo8eSp7ImA9WhZUGEQ.&quot;"><id>tag:blogger.com,1999:blog-8515119814302055513.post-526484242440213185</id><published>2011-06-12T18:08:00.000+02:00</published><updated>2011-06-12T18:08:08.471+02:00</updated><app:edited xmlns:app="http://www.w3.org/2007/app">2011-06-12T18:08:08.471+02:00</app:edited><category scheme="http://www.blogger.com/atom/ns#" term="politik" /><title>Töpfers Jugendsünden</title><content type="html">&amp;nbsp;Professor Klaus Töpfer ist ein 63-jähriger älterer Herr, der Freundlichkeit und Bonhommie ausstrahlt. Inmitten der&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;Kardinäle, Bischöfe und Philosophen seiner Ethik-Kommission war er wohlgelittener Vorsitzender und mit ihr kam er zu dem Ergebnis, dass die deutschen Kernkraftwerke aus ethischen Gründen abgeschaltet werden sollten. Angela Merkel und ihren Wadlbeisser Norbert Röttgen hat´s&amp;nbsp;gefreut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-jt6oab36qQE/TfThUKQ-JLI/AAAAAAAAAQ4/Tcf70oxpFwM/s1600/prof.-t__pfer-uebersicht.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-jt6oab36qQE/TfThUKQ-JLI/AAAAAAAAAQ4/Tcf70oxpFwM/s1600/prof.-t__pfer-uebersicht.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Der freundliche Professor Klaus Töpfer&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Wer würde vermuten, dass der studierte Volkswirtschaftler und Leutnant der Reserve früher einmal ein knochenharter Verfechter der Kernenergie war. Doch, doch es stimmt! Während seiner Zeit als Bundesminister für Umwelt und Reaktorsicherheit (1987 - 94) im Kabinett Helmut Kohl ging Töpfer keinem Streit gegen die Roten und die Grünen in Sachen Kernenergie aus dem Weg - zum Beispiel beim Schnellen Brüter SNR 300 in Kalkar am Niederrhein. Dieses Kraftwerk war für viele Atomgegner ein Symbol des Widerstands, insbesondere weil es Plutonium als Brennstoff nutzte und mit flüssigem Natrium gekühlt wurde, das vielen als besonders gefährlich galt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Töpfer im Mai 1987 in Bonn sein Amt als Reaktorminister antrat, war der Schnelle Brüter gerade fertig geworden und harrte der atomrechtlichen Genehmigung zum Beladen mit&amp;nbsp; Plutoniumbrennelementen und zur Inbetriebnahme. Unglücklicherweise war kurz vorher der schwere Reaktorunfall in Tschernobyl passiert. Der für die Genehmigung zuständige Landesminister Reimut Jochimsen - Töpfers Pendant - weigerte sich deshalb die Genehmigung zu unterschreiben und wollte ganz offensichtlich auf Zeit spielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Töpfer liess sich von Jochimsen aber nicht lange hinhalten, sondern erteilte ihm am 24. April 1988 eine sogenannte ministerielle Weisung. Das war&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;nichts anderes als&amp;nbsp;der&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;knallharte Befehl auf die Position des Bundes einzuschwenken und zwar innerhalb&amp;nbsp;der Frist von&amp;nbsp;einem&amp;nbsp;halben Jahr. Der technische Teil dieses Schriftstücks stammte weitgehend aus dem Kernforschungszentrum Karlsruhe (KfK), wo ganze Heerscharen von Forschern an dem sogenannten Bethe-Tait-Störfall arbeiteten, einer besonders widerlichen Art des Kernschmelzenunfalls. (Der damals verantwortliche Projektleiter im KfK - den ich persönlich gut kenne - berichtete mir, dass aus dem Ministerium Töpfer&amp;nbsp;zu jener Zeit&amp;nbsp;praktisch täglich technische Anfragen zur Lösung&amp;nbsp;von Brüterproblemen kamen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minister Jochimsen schien sich der Weisung des ranghöheren Bundesminister zu beugen, aber buchstäblich einen Tag vor Ablauf der Halbjahresfrist reichte das Land Nordrhein-Westfalen Klage beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein. Begründung: der Bund habe mit seiner Weisung die Eigenstaatlichkeit des Landes verletzt und stütze sich zu sehr auf die Expertise der am Projekt beteiligten Techniker. Besonders zum Bethe-Tait-Störfall wolle man ein eigenes Gutachten in Auftrag geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. Mai 1988 erging das Urteil des Bundesverfassungsgericht (2. Senat unter Mahrenholz) . Die Klage des Landes wurde in allen Punkten zurückgewiesen, der Bund hatte seine Weisungskompetenz rechtmässig in Anspruch genommen. Töpfer hatte gesiegt und die Arbeiten am SNR 300 konnten weitergehen. Allerdings nicht mehr lange, denn schon ein halbes Jahr später kam die Wiedervereinigung mit der DDR und der Brüter wurde aus finanziellen Gründen auf Eis gelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Karriere von Klaus Töpfer hatte eine kleine Delle erlitten, denn die grossen Projekte mit denen er jeden Tag in der Zeitung stand (Kalkar, Wackersdorf) waren vorzeitig beendet worden und mit der Angliederung der Ostgebiete standen ganz andere Themen auf der politischen Tagesordnung. Aber Töpfer liess nicht locker. Als Landesvorsitzender der CDU im Saarland versuchte er nun Ministerpräsident dieses Bundeslands zu werden. Gleich zwei Mal trat er gegen Oskar Lafontaine an und beide Male verlor er krachend. Seine stramme Ausrichtung pro Kernenergie verfing beim Wahlvolk&amp;nbsp;nicht. Nach der zweiten Niederlage befreite ihn Helmut Kohl von der Last des Ministeriums für Reaktorsicherheit und ernannte ihn zum Bundesbauminister. Nach Beendigung der Ära Kohl fand Töpfer Unterschlupf bei der UN in Nairobi als Umweltdirektor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbstredend,&amp;nbsp; dass eine Persönlichkeit wie Professor Töpfer in seinem Leben viele Orden und Auszeichnungen erhielt. Zu erwähnen ist der Eselorden der Stadt Wesel, das Goldene Lot, eine Ehrung der deutschen Vermessungsingenieure und der Fahrradpreis "best of bike" als fahradfreundlichster Promi&lt;strong&gt;.&lt;/strong&gt; Ach ja, und 1990 verlieh ihm Bundeskanzler Kohl auch noch das Grosse Bundesverdienstkreuz - nicht zuletzt für seine Bemühungen um den Schnellen Brüter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-MXfHlNStiK4/TfThR0t9AJI/AAAAAAAAAQ0/BJDk3M3maJQ/s1600/2.png" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="202" src="http://3.bp.blogspot.com/-MXfHlNStiK4/TfThR0t9AJI/AAAAAAAAAQ0/BJDk3M3maJQ/s320/2.png" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;em&gt;Helmut vergisst keinen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8515119814302055513-526484242440213185?l=www.rentnerblog.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel="replies" type="application/atom+xml" href="http://www.rentnerblog.com/feeds/526484242440213185/comments/default" title="Kommentare zum Post" /><link rel="replies" type="text/html" href="http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8515119814302055513&amp;postID=526484242440213185" title="0 Kommentare" /><link rel="edit" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/526484242440213185?v=2" /><link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://www.blogger.com/feeds/8515119814302055513/posts/default/526484242440213185?v=2" /><link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.rentnerblog.com/2011/06/topfers-jugendsunden.html" title="Töpfers Jugendsünden" /><author><name>Willy Marth</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13635803712670422690</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel="http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail" width="32" height="24" src="http://bp0.blogger.com/_9H40K8bTYZo/SEv8DLuj-II/AAAAAAAAAA0/e72Yol_DG-w/S220/IMG_0056.jpg" /></author><media:thumbnail xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" url="http://1.bp.blogspot.com/-jt6oab36qQE/TfThUKQ-JLI/AAAAAAAAAQ4/Tcf70oxpFwM/s72-c/prof.-t__pfer-uebersicht.jpg" height="72" width="72" /><thr:total>0</thr:total></entry></feed>

