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	<title>Sailrivercafe - sailing around the World</title>
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	<description>Follow the adventures of the circumnavigators Karin and Holger Binz on their thrilling journey around the World. </description>
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		<title>Ende der Saison</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Holger Binz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Oct 2025 10:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journey]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rivercafe kommt an Land Wenn man an Zeichen glaubt, dann bekamen wir ein eindeutiges von Mutter Natur. Einen klaren Wink des Wetters unsere Saison nun zu beenden. Als sich unsere Freunde auf den Weg in ihr Winterlager machten, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Rivercafe kommt an Land</h1>
<p>Wenn man an Zeichen glaubt, dann bekamen wir ein eindeutiges von Mutter Natur. Einen klaren Wink des Wetters unsere Saison nun zu beenden. Als sich unsere Freunde auf den Weg in ihr Winterlager machten, segelten wir die letzten 30 nm nach Preveza, der netten kleinen Stadt am Eingang zum Ambrakischen Golf, am griechischen Festland.</p>
<p>Bei Preveza findet man immer einen Ankerplatz, aber diesmal war es proppenvoll. Und kaum lag unser Anker fest, wurde es spätherbstlich. Fast schon nordsee-ig. Die Temperaturen fielen um 10 Grad, es wurde stürmisch und regnete aus Eimern. Perfekt um uns den Abschied leichter zu machen. Ein rumtollender Seehund und ein einsamer Delfin konnten unsere Stimmung nur kurz verbessern.</p>
<h2>Preveza</h2>
<p>Preveza ist ganz nett, in den Bereichen am Wasser aber ziemlich touristisch. Mit 20.000 Menschen ist es einer der größeren Orte im Ionischen Meer. Die meisten leben vom Charter Tourismus und von Yachties. In der Saison ist es rumpelvoll, die Winter sind leer und einsam. Die Stadt wogt im Rhythmus der An- und Abreise der Charter Segler, auf die alles ausgerichtet ist. Sie liegt an der nördlichen Seite des Kanals, während auf der südlichen Seite, gleich neben dem Flughafen, das Größte an Marineindustrie liegt, was ich jemals sah.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7726" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Preveza-street.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Gasse in Preveza</strong></p>
<p>Drei Werften lagern Schiffe, überwiegend an Land. Mit allem an Yachtservice, was Schiffe brauchen. Allein unsere Werft hatte zum Zeitpunkt unserer Ankunft 1.200 Schiffe an Land stehen. Insgesamt sind es sicher über 3.000 und es werden täglich mehr. Ein unglaubliches Meer an Masten, die man weit von See und natürlich auch auf Google Earth sehen kann.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7723" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Preveza.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-7730" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Cleopatra-storage.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Preveza (links) und das enorme Schiffslager (rechts), verbunden mit einem Tunnel unter dem Kanal (Google Earth Fotos)</strong></p>
<h2>Storage on the hard</h2>
<p>Für diese Winterpause entschieden wir, Rivercafe für längere Zeit an Land zu stellen, zum ersten Mal in ihrem fünfjährigen Leben. Nach zwei Jahren ohne Pause im Wasser, muss das Unterwasserschiff erneuert werden und die übliche Wartung der Propeller, Saildrives und Ventile sind an Land einfacher. Wir hatten schon zu Beginn der Saison einen Landplatz gebucht und einen Krantermin vereinbart. Für Eigner von Katamaranen empfehlenswert, denn die Anzahl von Werften mit professionellem Kran und Platz ist deutlich geringer als für Monohulls. Es ist kaum zu glauben, mit welchen Krankonstruktionen manche Werften Katamarane aus dem Wasser quälen und quetschen. Nicht so in Preveza.</p>
<p>Zwei Tage dauert es normalerweise, bis ein Schiff winterfest ist. Bei uns diesmal etwas länger, weil wir viel Material von Bord mitnahmen. Wir begannen uns am Ankerplatz vorzubereiten und schafften es gerade noch, unser Vorsegel bei Sonnenschein zu verstauen. Am zweiten Tag wurde das Wetter dann noch ekliger und im kräftigen Wind slippten die ersten Schiffe am Ankerplatz. So auch unser „Vorlieger“. Ein älterer, aber sehr erfahrener und freundlicher deutscher Segler rückte uns in der ersten Nacht auf Dinghi Abstand auf die Pelle. Nachdem wir zusätzliche 20 m auf über 60 m Kette (bei 6 m Tiefe) ausgelegt hatten, kam er über Nacht nochmals fast auf Armlänge an uns heran. Werner, so hieß der nette Mensch, war aber wachsam und hob mitten in der Nacht im steifem Wetter seinen Anker um sein Schiff aus der Crashzone zu verlegen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7724" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/ka-headsail.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7722" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/headsail.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Vorsegel mit der Fläche eines Appartments</strong></p>
<p>Das schlechte Wetter sollte noch schlechter werden und so gingen wir einen Tag früher als geplant in die teure Cleopatra Marina. Die gute, aber stressige Nachricht: die Marina wollte uns einen Tag früher als geplant auskranen, weil das Wetter der Folgetage kein auskranen mehr zuließ. Somit hatten wir einen Tag weniger für die Vorbereitungen und mussten unsere Arbeitsdrehzahl deutlich erhöhen. Zum Ausgleich wurde uns ein Tag Liegegebühren erstattet, für die wir uns das beste Hotel am Ort plus Abendessen gönnten und darüber hinaus noch Geld sparten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7727" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/big-yacht.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7729" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Rivercafe-box.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7725" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/crane.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7720" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Rivercafe.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7732" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Rivercafe-hook.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Motoryacht vor uns am Lift, Rivercafe hau-out</strong></p>
<h2>Meister des Haul-out</h2>
<p>Das Auskranen in der Cleopatra Marina ist beeindruckend. Jetzt zum Ende der Saison, wird alle 15-20 Minuten ein Schiff, mit einem vom zwei Travel Liften aus dem Wasser gehoben. Die Jungs und das Equipment sind die besten, die ich jemals bei einer solchen Aktion sah. Alle Skipper bekommen eine Uhrzeit, zu der sie an der Kranstelle auftauchen und schließlich einlaufen sollen. Die Kran Crew legt unter Wasser die Schlingen um die richtigen Stellen der Rümpfe und hebt die Tonnenlast langsam aus dem Wasser, um sie dann auf einem bereitstehenden Tieflader abzusetzen. Der Rest ist Routine und Erfahrung, bis das Schiff fest und sicher an einem Platz an Land steht.</p>
<p>Als wir zum Kran gerufen wurden, erwischten wir ein sonniges und fast windstilles Fenster. Ein kleines Geschenk zum Ausklang. Nachdem unser Kranmeister die Rivercafe an Land gehoben hatte, wurde der Unterboden umgehend gedampfstrahlt (ein seltsames Wort). Unser Unterboden sah nach zwei Jahren und einer leichten Wäsche so sauber als, als ob wir gleich wieder zurück ins Wasser gekrant werden könnten. Die Unterschiede der vielen Antifouling Produkte sind bemerkenswert, die richtige Wahl erspart viel Zeit und Geld.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7728" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/rumpf-cleaning.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7719" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/transport.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7718" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/boats.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Am Ende eines sehr anstrengenden Tages (oder mehrerer anstrengender Tage), parkte die Rivercafe sicher an Land und wir watschelten ins Hotel und fielen wie erschlagen ins Bett. In der ersten Nacht ohne Schiff wachte ich auf, weil ich dachte einen Wetteralarm unseres digitalen Barografen zu hören. Ich stand schon vor dem Bett, bis ich verstand, wo ich war.</p>
<p>Während wir uns auf den Weg zum Flughafen in Preveza machten, sorgte die Cleopatra Crew für die notwendigen Pflegespülungen auf der Rivercafe: die Motoren, Generator und AirCons mussten mit Frischwasser gespült werden, damit kein Salzwasser in den Leitungen verbleibt. Dazu musste unser treuer Wassermacher eingewintert werden um die wertvollen Membranen nicht zu ruinieren.</p>
<h2>Landleben</h2>
<p>Der Zeitdruck zum Ende und das schlechte Wetter ließen uns nicht viel Zeit zum Nachdenken. Und kaum versahen wir uns, waren wir bei Freunden und Familien in Luxembourg und Deutschland. Es ist sehr ungewohnt, nicht mehr ständig das Schiff und die Reise im Kopf zu haben, mehrfach täglich das Wetter und die Bedingungen und Ankerplätze zu checken. Dafür ist das Landleben deutlich langweiliger. Und dann noch lange Hosen&#8230;</p>
<p>Nach einem Besuchsmarathon stiegen wir in der erste Auto, dass wir seit 5 Jahren besitzen (vollelektrisch und kein Tesla) und machten uns auf den Weg nach Spanien. Das war unser erster „road trip“ seit vielen Jahren. Wir ließen uns Zeit, ein bisschen von Frankreich und Spanien zu genießen. Vor allem die Küche.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7734" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Chateau.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7736" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/French-Food.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7737" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Ka-pool.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7735" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Roses.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Französisches Chateau bei Lyon ohne Zaziki, ohne Wasser geht es dann doch noch nicht: Roses (E) </strong></p>
<p>Es ist unglaublich einfach und bequem, mit einem Elektroauto durch Frankreich zu fahren. Großes Kompliment für eine fantastische Ladeinfrastruktur und auch für ein ausgezeichnetes E-Auto, nicht-chinesischer Bauart. (Dieser Blog ist werbefrei). :-).Es ist ein wunderbares Gefühl, dass wir auch an Land emissionsfrei reisen können.</p>
<p>Nun sind wir in Spanien und kümmern uns um den Bau unseres Hauses. Bald werden wir sehen, wie unsere Reise weiter geht. /Holger Binz</p>
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		<title>Es wird nicht leerer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Holger Binz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 09:50:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die letzten Ziele der Saison: Sivota Paxos Parga Ammudia In der letzten Zeit war viel los bei uns und deshalb hängen wir leider ein bisschen hinterher mit unseren Berichten. Mea culpa. Für das Ende der Saison hatten einen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Die letzten Ziele der Saison: Sivota Paxos Parga Ammudia</h1>
<p>In der letzten Zeit war viel los bei uns und deshalb hängen wir leider ein bisschen hinterher mit unseren Berichten. Mea culpa. Für das Ende der Saison hatten einen brillanten Plan ersonnen: ab Mitte September, wenn es leerer werden sollte, würden wir ein paar ausgewählte Orte besuchen, die in der Saison zu voll waren. Auf der Liste: Paxos, Antipaxos und andere Orten, die nur Platz für wenig Schiffe haben. <span style="color: #ffffff;">Die letzten Ziele der Saison: Sivota Paxos Parga Ammudia</span></p>
<p>Nach unserer Theorie, wären dann deutlich weniger Charterschiffe unterwegs und auch viele Segler wären schon auf dem Weg nach Italien oder ins Schengen-Asyl in die Türkei, nach Montenegro oder Tunesien. Ein schöner Plan, aber leider völlig daneben. Gefühlt wurde es Ende September noch voller. Vermutlich haben die Charter Companies in Osteuropa und Russland geworben, denn man hört fast nur slawische Sprachen auf den zahllosen Charter Schiffen, mit häufig völlig überforderten Crews.</p>
<h2>Sivota &#8211; Festland</h2>
<p>Von Korfu segelten wir Richtung Festland, bei wenig Wind und flacher See, mit 3 Stunden Kurs auf das charmante Sivota. Einer von vielen Orten mit diesem Namen.</p>
<p>Es bedeutet ungefähr: „wo die Schweine weiden“. Dieses Sivota ist ein kleines Dörfchen ohne Schweine. Es gibt ein bisschen, aber anspruchsvollem Tourismus. Die vorgelagerten Inseln bieten eine wunderbare Wasserlandschaft. In einer Bucht vor dem Stadthafen fanden wir einen angenehmen Ankerplatz, in 8 m tiefen, klaren Wasser auf Sand/Schlamm Boden mit sehr gutem Halt. In den vielen Buchten herum gibt es ein paar nette kleinere Hotels und für deren Gäste ein wunderbar geschütztes Meer und sehr schöne Sandstrände.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7686" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/sivota-beach.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7676" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Sivota-view.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7670" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Sivota-sea.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7692" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/girls-relaxing.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Wasserlandschaft von Sivota</strong></p>
<h2>Paxos/Gaios</h2>
<p>Auf die Insel Paxos hatten wir uns schon die ganze Saison gefreut.1.400 der 2.300 Paxioten leben in Gaios, unserem Ziel. Entlang des Dorfes zieht sich ein Steindock am Ufer eines gut geschützten Kanals. Um einen Liegeplatz zu bekommen, muss man zur richtigen Zeit und am richtigen Tag ankommen – und Glück haben, sogar im September. First-come-first-serve und viele, gelb markierte Liegeplätze dürfen nur von 16.00 h bis 11.00 h am folgenden Tag belegt werden. Gerade als wir einliefen, machten eine Hallberg Rassy 54 und ein kleiner Mono unseren zukünftigen Platz frei. Wenn man am Community Dock keinen Platz findet, sind die Alternativen spärlich. Nördlich, neben dem Fährdock, liegt eine kleine, aber teure Steganlage und südlich, außerhalb des Kanals ein schlechter, steiniger Ankerplatz, an dem an einem Montag 25 verzweifelte Yachties nach Halt suchten. <span style="color: #ffffff;">Die letzten Ziele der Saison: Sivota Paxos Parga Ammudia</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7688" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Gaios-crowded.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-7700" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Gaios-hero.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7691" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Gaios-south-anchorage.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Voller Community Dock, Hafeneinfahrt, Schiffe am südlichen, steinigen Ankerplatz weil alles voll ist</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7671" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/cast-fishshop.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>vor dem Fischladen</strong></p>
<p>Gaios ist sehr charmant. Zurzeit ist Paxos in Griechenland sehr en vogue, wie leider auch das gesamte Ionische Meer. Einer der Gründe der Popularität findet sich bei Netflix. Es gibt eine griechischen Produktion mit dem Name „Maesto in Blue“, die in und um Paxos, vor allem in Gaios spielt. Rivercafe lag zehn Meter entfernt vor einem der Hauptdrehorte.</p>
<p>In der Serie sieht man viel von Paxos und es ist tatsächlich so schön. Diese Popularität lässt sich Paxos vergolden. Normalerweise sind die Community Docks sehr günstig, in Gaios zahlten wir 60 € pro Nacht. Ein Monohull unserer Größe zahlte 40 €, ohne Wasser, Strom und Mooringleinen. Unsere Rivercafe verdiente mal wieder eine ordentliche Entsalzungswäsche, aber es gab kein Frischwasser. Die Insel leidet unter dramatischer Wasserknappheit und auch die Haushalte haben oft kein Wasser, wie wir später lernten. Das hinderte die Verkäuferin aber nicht, uns eine Datenkarte für nicht vorhandenes Frischwasser zu verkaufen. <span style="color: #ffffff;">Die letzten Ziele der Saison: Sivota Paxos Parga Ammudia</span></p>
<p>In Gaios schwante uns schon, dass unsere formidable Theorie &#8211; leerer ab September &#8211; ein unglaublicher Schuss in den Ofen war. Es war megavoll und täglich entbrannte der Kampf um einen Liegeplatz. Noch nicht so wild wie in Hydra, aber es fehlt nicht mehr viel.</p>
<p>Ein Schiff am Dock von Gaios anzulegen, ist nicht ganz trivial. Weil es sehr eng ist, muss man seinen Buganker sehr präzise zwischen den schon liegenden Ketten am Meeresgrund auslegen, damit man keine anderen Ketten oder Anker behindert oder ausreißt. Die drei Tage unseres Aufenthalts waren eine maritime Freakshow.</p>
<p>Erschreckend viele Skipper waren keine Zierde ihrer Art. Unser Nachbar in der ersten Nacht, gemäß seines Shirts der „Sailing Instructor“ einer polnischen Crew, brauchte eine Stunde und mindestens 6 Versuche um sein Charterboot bei Windstille am Dock neben uns festzumachen. Dabei zog er mehrere Anker und Ketten anderer Schiffe vom Meeresgrund. In den Tagen sahen wir reichlich verhakte Anker und aufgenommene Ketten, viele Flüche von anderen Schiffen und mehr als eine Eskalation.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7685" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Gaio-anchor-mess-1.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7674" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Gaios-Anchor-mess-2.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7690" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Gaios-anchor-mess-3.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Ankerchaos, nachmittags wird es nicht langweilig</strong></p>
<p>Nach drei Tagen hatten wir genug vom Stress unser Schiff vor Anlegern zu beschützen und machten uns auf den Weg. Ein Besuch von Antipaxos war chancenlos. Es war viel zu voll, um in einer der zwei Ankerbuchten einen sicheren Platz zu finden. Wenn man Schiffe mit Fendern ankern sieht, dreht man besser gleich ab.</p>
<h2>Parga (Pargas)</h2>
<p>Wieder gestärkt mit einer Dosis Paxos, steuerten wir statt Antipaxos, auf Empfehlung unseres Freundes Lorenz Parga am Festland an. (Lieber Lorenz: jetzt haben wir zwei Themen, bei denen wir sehr unterschiedlicher Meinung sind). Bei der Ansteuerung kamen uns locker 30 Schiffe aus der Bucht entgegen und so fanden wir einen guten Ankerplatz bei 7 m in sandigen Grund. Am eigentlichen Dörfchen darf man unter Strafe (500 €) nicht ankern, der Ankerplatz ist etwas nördlicher. Parga ist ein hardcore Touristenort, mit Strandliegen im Hunderterpack, reichlich Nippes Geschäften und unerbaulich viel Wassergedöns für Touristen: Parasail, Wasserski, Schleppkissen und was noch alles laut und aufwändig ist.</p>
<p>Die Hardware, also die Landschaft und die Küste ist sehr schön. Grün bewachsene Berge, eine Festung und sauberes Wasser. Das war leider alles Gute, was ich über Pargas zu berichten habe. Wind und Wellenschutz sind nicht gut und wir fühlten uns zum ersten Mal in Griechenland als Yachties nicht willkommen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7701" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Parga-from-Castle.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-7698" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Parga-cay.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7684" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Parga-tourist.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7678" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/parga-village-beach.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7689" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/parga-island.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7679" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Parga-anchorage-beach.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Parga, eigentlich schön, aber gruselig</strong></p>
<p>Zwischen den ankernden Schiffen pesen Jetskis und Speedboote mit zweifelhaften Wasserbeschäftigungen herum. Je enger an den ankernden Schiffen vorbei, umso besser. Unser Segelfreund Michael erzählte uns, dass ein Parasegler von einem Motorboot in seine Saling gezogen wurde und in 15 m fest hing. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Parga in den Nachrichten auftaucht.</p>
<p>Es ist offensichtlich, dass sie in Parga keine Segler haben wollen. Als Landmensch würde es mich auch nerven, denn es ist auch wirklich viel zu voll Das AIS zeigte die Signale von 9 Schiffen, tatsächlich waren es 70, fast 90 % hatten kein AIS-Signal. Und erschreckend viele dieser 70 Skipper waren des Ankerns nicht fähig.</p>
<p>Mittwoch waren max. 20 kn Wind aus NW vorhergesagt, für 3-4 Stunden. Tatsächlich wurden es 28 kn über viele Stunden, stark drehend bis spät in die Nacht. Diese 8 Kn mehr waren vom Winddruck die doppelte Stärke als vorhergesagt. Wir hatten guten Halt, mussten aber Nachtwache schieben um zu sehen, ob eines der oft überaus optimistisch ankernden Nachbar Schiffe auf uns zutrieb. <span style="color: #ffffff;">Die letzten Ziele der Saison: Sivota Paxos Parga Ammudia</span></p>
<p>Die Sache wurde verstärkt unangenehm, weil die meisten Schiffe verlassen waren. In Parga ist es nicht möglich, per Dinghi in das Dorf zu fahren, es gibt dort keinen Dinghi Dock. Dafür haben vermutlich die Wassertaxis gesorgt. Diese holen Gäste für eine unbescheidene Gebühr von 7 € pro Nase und einfacher Fahrt von den Schiffen ab und schippern sie ins 5 Minuten entfernte Dorf. Offensichtlich fanden das viele Crews cool, ignorierten den stetig steigenden und drehenden Wind und machten sich von Bord.</p>
<p>Parga bleibt uns unangenehm als der unerfreulichste Ort in Erinnerung, den wir in Griechenland besucht haben. Immerhin haben wir damit den Superlativ besetzt.</p>
<h2>Zurück ins Paradis</h2>
<p>Die unterschiedlichsten Orte können so nah liegen. Nur eine Stunde entfernt, lag das genaue Gegenteil von Parga. Ammoudia ist eine malerische Bucht, die zu ¾ von Land umschlossen ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7693" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Ammounia-Google.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7682" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/River-Acheron.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7677" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Ammoudia-hike.jpg" alt="" width="500" height="375" />  <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7694" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/sailing-friends.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7687" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/hicking-ka-and-m.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7675" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Rivercafe-Ammoudia.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Google Bild von Ammoudia, Acheron bevor es wellig wird, hikes mit Freunden, Rivercafe alleine in der Bucht</strong></p>
<p>Mit einem verschlafenen Dorf und einem der schönsten Sandstrände, die wir in Griechenland sahen. Still und unaufgeregt, ohne Jetskis und Co.  Alles sehr basic, aber wunderschön und ….leer. Wir waren zeitweise allein, bis unsere Freunde der Fram einliefen. Der Ankerplatz ist bei Navily schlecht bewertet und das liegt am nachmittäglichen NW Schwell, der es für einige Stunden ungemütlich macht und ab 15.00 h unmöglich, trocken mit dem Dinghi in den neben der Bucht fließenden Fluss Acheron einzufahren. Ein ungemütlicher Nachmittagswind tut sein Übriges, aber alles flaut bis 20.00 h abend wieder ab. Der Ankergrund mit Sand und Schlamm ist allerdings ausgezeichnet und trotzdem ist das Wasser klar uns sauber, gut geeignet zum Wassermachen und Schwimmen.</p>
<h2>Geburtstagsstopp</h2>
<p>Es ist schwer zu glauben, aber sogar beim Segeln wird man älter, mein Geburtstag stand an. Unsere Freunde der Fram, Margaret und Dan verschoben zu meiner Freunde ihre Abreise nach Sizilien, um meinen Geburtstag zu feiern. Wir verlegten in die Two Rocks Bay, die leider immer beliebter wird. Es ist Platz für ca. 15 Schiffe, es wurden 30, die rücksichtslos eng ankerten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7673" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/close-achnoring.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7697" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/close-anchoring.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Segler mit Distanzproblemen</strong></p>
<p>Ansonsten ein entspannter Geburtstag, in einer schönen, aber sehr einfachen Strandbar. Wir genossen das letzte Mal für die Saison das glasklare Wasser für unsere letzten Schwimm- und Paddelausflüge der Saison. <span style="color: #ffffff;">Die letzten Ziele der Saison: Sivota Paxos Parga Ammudia</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7696" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/2-rocks-anchorage.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7695" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/2-Rocks-3.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7680" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/2Rocks-rocks.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7681" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/10/Holger-Dinghi.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Jetzt liegen die letzten 30 nm der Saison vor uns, nach Preveza, dem Ort unseres Winterlagers. /Holger Binz</p>
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		<title>Der Sommer geht dahin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Holger Binz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Sep 2025 14:25:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journey]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Gewitter]]></category>
		<category><![CDATA[Korfu]]></category>
		<category><![CDATA[Segeln um Korfu]]></category>
		<category><![CDATA[Thunderstorm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Segel um Korfu Als ich heute morgen aufstand und fröstelte, beschloss ich über das Ende des Sommers und den anbrechenden Herbst zu schreiben. Erst gegen Nachmittag hatte ich Zeit in die Tasten zu hauen – da hatte es [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Segel um Korfu</h1>
<p>Als ich heute morgen aufstand und fröstelte, beschloss ich über das Ende des Sommers und den anbrechenden Herbst zu schreiben. Erst gegen Nachmittag hatte ich Zeit in die Tasten zu hauen – da hatte es allerdings wieder sommerliche 31 Grad. Ich schreib´s dennoch.</p>
<p>Bereits seit ein paar Wochen spüren wir das nahende Ende des Sommers. Nachts brauchen wir Decken und die Rivercafe ist morgens pitschnass vom Nachttau. Die Tage werden täglich 3-4 Minuten kürzer und wenn wir abends nach einem Landbesuch mit dem Dinghi zurück auf die Rivercafe fahren, ist es dunkel und wir knattern durch schwarzes Wasser mit Lampen Richtung Schiff. Vor allem nachts gibt es immer häufiger Gewitter und das volatile Wetter verlangt noch mehr Aufmerksamkeit als üblich. Der Herbst übernimmt und das Winterwetter ist nicht mehr fern.</p>
<p>Zur Chronistenpflicht: vom Ambrakischen Golf steuerten wir eine wunderbare Bucht am Festland an. Klarstes Wasser, super Ankergrund, zirpende Grillen und einiges an Fischen oder in anderen Worten: kitschigstes Griechenland. Dort waren wir mit unserem Buddy Boat, mit unseren schwedischen Freunde Margaret und Dan mit ihrer Najad „Fram“ verabredet. Die letzten Wochen der Saison segeln wir gemeinsam und wir genießen die Gesellschaft netter und kluger Menschen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7650" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Margaret-and-Ka.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7654" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Margaret-and-Dan-onboard.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Margaret und Ka, Margaret, Veia (der kleine weiße Hund) &#038; Dan auf der Fram</strong></p>
<h2>Thunderstorm in Petritis</h2>
<p>Unser nächster Ankerplatz lag bei Petritis, im Südwesten der Insel Corfu. Zum Glück fanden wir dort nur wenige Schiffe vor Anker, denn uns erwischte ein Thunderstorm, der uns kräftig herumrollte. Vom Abend bis in die Nacht hatten wir unzählige Blitze und kräftigem Seegang. Uns blieb nichts als die Motoren zu starten, den Ankeralarm ständig zu überwachen und zu hoffen, dass kein Blitz einschlägt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7636" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Lightning-map.jpg" alt="" width="281" height="375" /></p>
<p><strong>Rote und gelbe Punkte sind Blitze in unserer Ankerbucht</strong></p>
<p>Schön ist anders. Diese Sturmwarnungen kommen nun häufiger.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7651" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Storm-coming.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7648" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Bad-weather-sailor.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7645" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Ka-at-bad-weather.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Anziehendes Gewitter und wenn´s naß wird beim Segeln, Ka ist vorbereitet</strong></p>
<p>Das sind die Tage, an denen wir sehr gerne an den Komfort des Landlebens denken. Einfach mal die Tür hinter sich schließen und einen guten Wein entkorken, wenn es draußen eklig wird. Ein Buch lesen, wenn es stürmt und nicht ständig den Anker prüfen und den Abstand zu Land oder anderen Schiffen. There is no paradise and no free lunch.</p>
<h2>Herbst- und Wintermodus</h2>
<p>Im Oktober beginnt der große Ladenschluss und die Ionischen Inseln schalten auf Winter. Das der Herbst für Normaleuropäer immer noch eine wunderbare Zeit in Griechenland wäre und ein Besuch lohnen würde, interessiert dann niemand. Das Herbstwetter ist immer noch reizvoller als sonst wo. Aber ab Oktober beginnt halt der Winter im Ionischen Meer. Das bedeutet weniger Flüge, geschlossene Geschäfte, Restaurants und Hotels. Jährlich grüßt das Murmeltier. Man kann den Griechen sicher nicht vorwerfen, gierig zu sein und jedes Geschäft mitzunehmen. Die meisten beginnen dann auch mit der Olivenernte &#8211; auch sehr wichtig, denn ohne Olivenöl übersteht kein Grieche den Alltag.</p>
<h2>So war der Sommer</h2>
<p>Es war ein moderater Sommer und &#8211; wie ich meine &#8211; ein kurzer in Griechenland. Die Zahl der Tage über 35 Grad war deutlich geringer als im letzten Jahr und das Meer kam erst Wochen später auf Betriebstemperatur. Ich laß von Meerestemperaturen von 30 Grad in Frankreich und einem viel zu warmen Mittelmeer. Das Ionischen Meer trägt wenig dazu bei, mit 25-26 Grad ist das Wasser kühler als in der letzten Saison. Weniger warmes Wasser nährt die Hoffnung auf weniger Stürme oder gar Medicanes.</p>
<p>Der Kanal von Korfu zwischen dem Griechisch/Albanischen Festland und der Insel sorgt für relativ geschützte Konditionen. Die Segelbedingungen ändern sich schnell und der Wetterbericht ist nicht verlässlich. Als wir im Osten entlang der Insel Korfu vorbeizogen, hatten wir wechselnde Konditionen zwischen 5 und 25 Knoten in wenigen Minuten, mit nicht angesagtem Gewitter. Es gibt Tage mit Cape Werten von 700, in denen es stundenlang gewittert. Dann gibt es Tage mit 3000 er Cape Wert, mit sonnigen und ruhigen Wetter.</p>
<h2>Hauptpreis im Ionischen: Korfu Stadt</h2>
<p>Nach Petritis hatten wir uns eine der Perlen für das Saisonende aufgespart: Korfu Stadt.</p>
<p>Wir ankern gerade in der Bucht der Hauptstadt, einer Bucht mit schlechtem Ankergrund, aber einer außergewöhnlichen Aussicht auf die ehrwürdige Festung und Albanien in Sichtweite.</p>
<p>Im Juli und August ist es unerträglich voll, erst zum Saisonende findet man hier einen ungestörten Ankerplatz und deshalb tauchen wir jetzt hier auf. Begleitet werden wir von einer Armada von Superyachten, allein heute liegen hier 16 dieser motorisierten Kleinstädte. Sogar die legendäre Maltese Falcon (die wir zuletzt in Antigua sahen) und andere segelnde Traumschiffe geben sich die Ehre.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7642" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Corfu-Marina-and-anchorage.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7640" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Corfu-Castle-at-night.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-7635" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Kitsch-title-510x383.jpg" alt="" width="510" height="383" srcset="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Kitsch-title-510x383.jpg 510w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Kitsch-title-900x675.jpg 900w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Kitsch-title-768x576.jpg 768w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Kitsch-title.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px" /></p>
<h2>Luxusschiffe zu mieten</h2>
<p>So gut wie alle dieser Schiffe kann man chartern, ein erfreulich volles Konto vorausgesetzt. Zum Beispiel die „Aily“, eine 52 m Motoryacht, kostet zwischen 280.000 und 330.000 € pro Woche und Saison &#8211; nur für die Charter. Betriebskosten und Verpflegung kommen noch hinzu. Üblicherweise hat man dann Platz für 12 Personen – und schon wird der Preis zum Schnäppchen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7655" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Aily.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7646" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/This-is-it.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7641" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Corfu-Docking.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7637" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Maltese-Falcon.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>“Aily,” (52m, 280.000-330.000 € week) “This is it” (43,5 m, 390.000-440.000 € week),“Maltese Falcon&#8221; (88 m, 490.000 € week)</strong></p>
<p>Die „Aily“ ist weder der größte noch der luxuriöseste Fisch im Teich, es ist immer noch Luft nach oben. Wie die &#8220;Maltese Falcon&#8221; mit 490.000 € pro Woche bestätigt. Freitag scheint der Tag des Proviantierens zu sein. Dann rasen die Beiboote der draußen ankernden Yachten zum Dock, um neues Futter von edlen Lieferanten aufzunehmen. Viele dieser Beiboote sind größer und sicher auch teurer als unser Schiff und bringen uns oft heftig zum Schwanken, während wir unsere doch vergleichsweise bescheidenen Einkäufe an Bord bringen. Nur wenige dieser Tenderboot-Fahrer nehmen Rücksicht auf ankernde Schiffe. Stellt euch vor ihr steht in eurer Küche und kocht und plötzlich schwankt alles um fast einen Meter. Man gewöhnt sich an alles.</p>
<h2>Zurück nach Korfu Stadt</h2>
<p>Korfu Stadt ist zweifellos die schönste Stadt im Ionischen Meer und das Highlight der Insel Korfu. 40.000 der knapp 100.000 Korfioten (nicht meine Wortschöpfung) leben in dieser Stadt und in der Offseason ist ein Besuch einfach nur schön. Während der Saison ist es so unerträglich voll wie Palma de Mallorca oder Dubrovnik. Mai und September sind für Korfu die perfekten Monate, wobei im September auch das Meer angenehm warm ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7649" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Corfu-Place.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7647" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Corfu-Windmil.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7638" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Corfu-town.jpg" alt="" width="281" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7642" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Corfu-Marina-and-anchorage.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Korfu Stadt mit Dock und Ankerplatz</strong></p>
<p>Corfu Town ist nach Kalamata erst die zweite richtige Stadt, die wir in dieser Saison besuchen. Die Altstadt ist eine Fußgängerzone, mit altem Pflaster und netten Häusern, sehr lebendig und sympathisch. Dank unseres Fitness Gurus, der „Wandermaschine“ Dan, entdecken wir auch feinste Wanderwege. Rund um die Bucht erwandert man sehr Sehenswertes. Von einer kleinen Windmühle, über den Park „Mon Repos“ bis zur Altstadt kommt man durch begrünte Straßen und Parkstreifen, mit vielen Villen, die von guten alten Tagen berichten. Es bleibt eine schöne Atmosphäre.</p>
<h2>Unser Ankerball als Mooring</h2>
<p>Wir haben ein paar Tage eingeplant, immer mit einem Auge auf den Wetterbericht. Wie erwähnt ist der Ankergrund vor der Stadt nicht gut, vor allem bei rauem Wetter. Und dazu sorgen manche ankernden Besucher für unerwartete Ereignisse. Eines Abends waren wir mit Margaret und Dan in der Stadt und bekamen eine Nachricht von einem britischen Schiff im Ankerfeld. Ein norwegischer Segler wollte an unserem kleinen roten Ankerball festmachen, der die Lage unseres Ankers an der Wasseroberfläche anzeigt. Das Ding ist 15 cm im Durchmesser und ist mit einem 6 mm Gummiseil mit dem Anker am Meeresgrund verbunden. Diese Ankermarkierung ist deutlich mit „don´t touch“ beschriftet ist und ca. 35 m von unserem Schiff entfernt. Die zwei Experten hatten unseren Ball schon an Bord, als die netten Britten von nebenan sie vertreiben konnten. Man kann wohl endlos lange segeln und wird immer wieder überrascht.</p>
<p>Die Tage mit stabilem Wetter nutzten wir für Landausflüge und Erledigungen. Die Insel Korfu hat viele schöne Buchten und Aussichten auf das Meer. Es gibt ein paar Sehenswürdigkeiten wie Sissis Palast Achillion oder eines der vielen Klöster. Die Landschaften sind sehr schön, aber offensichtlich durften sich selten Architekten ans Werk machen. Ein Segelkumpel meinte mal, Korfu (die Insel) sei „so richtig verbaut“. Das Highlight ist eindeutig Korfu Stadt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7643" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Bay.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7653" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Achilles.jpg" alt="" width="281" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7639" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/09/Sea-view.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Wir werden noch ein paar die Annehmlichkeiten genießen, mit etwas mehr Vielfalt als üblich und den leckersten Zimtrollen überhaupt. 3-4 Ziele haben noch bis Ende September auf der Liste. Drückt uns die Daumen, dass das Wetter mitspielt. /<a href="/de/e-contact/">Holger Binz</a></p>
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		<title>Weiter nach Norden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Holger Binz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 08:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journey]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Ambrakischer Golf]]></category>
		<category><![CDATA[Feuer]]></category>
		<category><![CDATA[Lefkada Brücke]]></category>
		<category><![CDATA[Nydri]]></category>
		<category><![CDATA[Prevezza]]></category>
		<category><![CDATA[Vliho]]></category>
		<category><![CDATA[Rivercafe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nydri Vliho eine Brücke und der Ambrakische Golf Die Bucht von Vliho, eine Bucht hinter Nydri, hielt uns länger als geplant. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir während unserer gesamten Reise so viele ruhige Nächte am Stück [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Nydri Vliho eine Brücke und der Ambrakische Golf</h1>
<p>Die Bucht von Vliho, eine Bucht hinter Nydri, hielt uns länger als geplant. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir während unserer gesamten Reise so viele ruhige Nächte am Stück hatten, ohne Wind und Wellen. Erholsamer, ungestörter Schlaf. Wir konnten nachts komplett abschalten und sogar mein üblicher mitschlafender Alarm Modus, kam mal zur Ruhe.</p>
<p>Ab und zu versuchte mal eine Flottille diese friedliche Bucht zu einem Ballermann zu machen, aber das wurde immer schnell unterbunden.</p>
<p>Wir ließen es sehr langsam angehen, vor allem weil Ka unter einem eingeklemmten Nerv litt, der ihr buchstäblich den letzten Nerv raubte. Glücklicherweise gab es im 15 km entfernten Lefkas den <a href="osteo@nellisphysio.com">Physo Efstathios Nellis</a>, der sich der Sache lindernd annahm. Einen Tag mussten wir raus aufs Meer, um unsere Frischwassertanks wieder aufzufüllen. In der Nydri Bay man leider kein Frischwasser machen. <span style="color: #ffffff;">Nydri Vliho eine Brücke und der Ambrakische Golf</span></p>
<p>Wie so viele griechische Orte &#8211; auch die mit etwas Tourismus &#8211; schaffen es die Ionischen Orte völlig unmondän zu bleiben. Kein Vergleich zu den Luxusorten der Cote d`Azur oder mancher schickimicki Insel in der Ägais. In Nydri kosten Cocktails einstellig und alles bleibt entspannt. Man kann zu zweit für 50 € zu Abend essen. In Nydri auch mal für 150+ €, denn hier gibt es Restaurants mit anspruchsvoller Küche, eine Rarität bei den überwiegend traditionellen griechischen Tavernen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7608" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Nydri-Exit.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Ich frage mich, ob es noch länger so wunderbar relaxt bleibt. Immer mehr Superyachten laufen diese Region an. Sicher es noch „so natürlich“ ist. Aber wenn Zuckerberg und seine Bros Zakynthos anlaufen, dann dauert es auch nicht lange bis seine social Media Claqueure den Rest der Welt anlocken und wird’s eng mit der „Natürlichkeit“. Bleibt doch mit euren Superyachten an der Costa Smeralda oder in St. Tropez und lasst hier alles seinen langsamen Weg gehen. Es gibt hier weder Gucchi noch Prada.</p>
<p>Apropos Luxus: Für die Bucht von Vliho gibt es ein sehr ambitioniertes Marina Projekt, das diese wunderbare Bucht zerstören würde. Die Planungen dauern schon ein paar Jahre und wenn ich es richtig einschätze, hoffen 99,9 % aller Menschen, dass es nie zustande kommt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7616" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Vliho-marina-model.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<h2>Die Brücke ist wieder da</h2>
<p>Bestens ausgeschlafen und bereit den Weg um Lefkadas Westen einzuschlagen, erhielten wir die Nachricht, dass es eine Lösung für die Lefkas Brücke gibt. Und tatsächlich, genau einen Monat nach der Schließung wurde aus Athen eine Fähre angeliefert. <span style="color: #ffffff;">Nydri Vliho eine Brücke und der Ambrakische Golf</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7618" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Lefkada-Channel.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7623" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/channel-traffic.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7619" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Castle.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Lefkada Kanal</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7612" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Ferry-quer.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7607" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Ferry-floating.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Leihgabe Foto der aktuellen Fähre als Brücke, &#8220;Brücke&#8221; geöffnet. Im Hintergrund liegt noch die alte Brücke, die abtransportiert wurde</strong></p>
<p>Eine bizarre Lösung, denn diese Fähre passte mit heruntergelassenen Rampen quer genau in den Kanal. Der Autoverkehr, inkl. Reisebussen und LKW, fuhr längs mitten durch die Fähre um vom Festland auf die Insel zu kommen. 6-mal am Tag wirft der Kapitän seinen Motor an und steuerte die Fähre zur Seite, damit Schiffe den Kanal passieren konnten. Man kann die griechischen Bürokratie reichlich mit Häme wegen der Zulassungspanne übergießen, aber diese Lösung war wirklich creativ und cool. Es dauerte genau einen Monat, um das Problem zu lösen, Respekt.</p>
<h2>Verd••••• Social Media</h2>
<p>Meine tiefe Abneigung zu (a)sozialen Medien wurde bei dieser Aktion wieder heftig befeuert. Als sachlich über die Ankunft der Fähre berichtet wurde, kamen umgehend Posts von „Experten“, die völligen Mist berichteten. Die Fähre sei zu kurz, es müssten erst noch Betonarbeiten (genau 20 m3 Beton) am Dock vorgenommen werden, die Öffnung wäre auf unbestimmte Zeit verschoben. Was geht nur in den Hirnen dieser Gestalten vor? Nichts davon war richtig. Dennoch gingen umgehend zig kommentierende Posts ein, die unkritisch und kenntnisfrei im gleichen Tenor Bösartigkeiten und Beleidigungen veröffentlichten.</p>
<p>Mir wird ganz schummerig, wenn ich bedenke, für wie viele Menschen „soziale Medien“ die Hauptinformationsquelle ist. Medien in denen sich jeder Tölpel und Wichtigmacher äußern kann. Ich wüsste gerne, wie viele Segler sich aufgrund dieser Falschaussagen auf den Westweg nach Norden gemacht haben.</p>
<p>Wie angekündigt, ging die Fähre am 14.8. in Betrieb und unsere Segelkumpels von der „Long Tom“ waren die ersten Kunden. Wir machten uns am folgenden Morgen auf den Weg. Nach 10 nm erreichten wir um 9.50h den Kanal und warteten mit 10 anderen Schiffen im engen Fahrwasser auf die Öffnung, mit der gleichen Anzahl auf der Nordseite. Easy und durch. Welch eine Erleichterung für Lekada und die ganze Gemeinde. <span style="color: #ffffff;">Nydri Vliho eine Brücke und der Ambrakische Golf</span></p>
<p>Auf der Nordseite des Kanals setzten wir die Fock im leichten Wind. Schon auf den ersten Meilen erinnerten wir uns wieder daran, dass wir das Wasser im nördlichen Teil des Ionischen Meers klarer fanden als im Süden und vor allem im Osten. Es war superklar und sauber, ohne Müll und sichtbares Plastik.</p>
<h2>Prevaza Ankerplatz</h2>
<p>Unser Ziel war das nur 10 nm entfernte Preveza. Das 20.000 Einwohnerstädtchen liegt im Ambrakischen Golf, durch einen Kanal vom Ionischen Meer erreichbar. Es ist ein weiterer Charter Hotspot, mit Flughafen, einer großen Marina und unglaublichen Kapazitäten für Land-Lagerplätze für Yachten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7609" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Mermaid.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Kaixis Restaurant macht froh</strong></p>
<p>Ein paar Tage ankerten wir neben der Stadt in einer gut geschützten Bucht. Guter Halt im schlammigen Grund, aber das Wasser war trüb und häufig schmutzig. Das Städtchen ist nett, pulsiert im Rhythmus der Übergabetermine der Charteryachten und den damit an- und abreisenden Segeltouristen. Boutiquen, Tavernen und Bars gibt es einige, aber sehr wenig Geschäfte zum proviantieren. Wir machten uns ein paar nette Tage und erfreuten uns abends an den köstlichen Speisen im Mermaid Kaixis Restaurant, mitten in den Gassen der Stadt</p>
<h2>Ambrakischer Golf</h2>
<p>Der Ambrakische Golf ist ein 400 km2 quasi Binnengewässer, nur mit dem Kanal von Preveza mit dem Ionischen Meer verbunden. Knapp 20 nm ist die Länge, ca. 14 nm breit und berühmt für seine Bewohner: Delphine und Schildröten. Es gibt auch reichlich Fischfarmen. Das Wasser ist mit 29 Grad viel wärmer als „draußen“, aber trüb wegen reichlich Nährstoffen und einem meist schlammigen Meeresgrund. Yachties müssen sich mit dem Wasser einteilen, denn Frischwasser können wir hier nicht machen.</p>
<p>Die südliche Seite des Golfs ist grüner als die nördliche. Vonitsa war unser Ziel, ein Dörfchen mit 4.000 Einwohnern. Trotz einer bemerkenswerten Festung und schöner Natur, ist Vonitsa völlig untouristisch. Als Fremder wird man freundlich begrüßt und wer eine Fremdsprache beherrscht fragt meist, ob es einem auch hier gefällt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7615" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Ka-island.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7610" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Island-bank.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7614" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Vonitsa-bridge.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7613" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Vonitsa-castle.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Unser Pinienwald Windschutz, mit Brücke und Festung von Vonitsa</strong></p>
<p>Wir ankerten in einer Bucht östlich der Stadt, geschützt von einer kleinen romantischen Insel mit Pinien. Östlich unseres Ankerplatzes lag ein beeindruckender Berg mit einer seltsamen Struktur. Ein Feuerwehrmann erzählte uns, dass hier eine Woche vor unserer Ankunft ein Feuer wütete, das den Berg fast komplett abfackelte. Es wird Brandstiftung vermutet. Wie durch ein Wunder überstand das einzige Haus am Berg den Brand fast unbeschadet. Sobald der Wind von Ost wehte, rochen wir die Brandreste – wie Klamotten nach einem Abend am Lagerfeuer. <span style="color: #ffffff;">Nydri Vliho eine Brücke und der Ambrakische Golf</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7620" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Fire-montain.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7617" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/House-close-up.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Der gesamte Berg brannte ab und dieses eine Haus (im Foto links ganz links) überlebte das Inferno</strong></p>
<p>Dieser Ambrakische Golf ist eine richtig gute Lösung für die High Season. Es sind überraschend wenig Schiffe unterwegs und gute Ankerplätze findet man reichlich. Nachmittags zwischen 14.30 und 18.30 h weht meist ein frischer Wind für gutes Segeln. Dieser Golf wird wohl bei keinem der Charterflotten als Tipp angepriesen, denn man sieht kaum Charterer und vor allem keine Flottillen. Ein Refugium für Segler.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7611" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/sunset.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7622" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Holger.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7606" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Rivercafe.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Unsere Wasserbestände werden entschieden, wie lange wir in diesem Golf bleiben. Die Wassertanks der Rivercafe, können wir erst wieder im Ionischen Meer befüllen. /<a href="/de/e-contact/">Holger Binz</a></p>
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		<title>Von Sommerferien, Wasser und Mördern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Holger Binz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Aug 2025 12:35:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journey]]></category>
		<category><![CDATA[Karibik]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Nydri]]></category>
		<category><![CDATA[Palairos]]></category>
		<category><![CDATA[Sivota]]></category>
		<category><![CDATA[Rivercafe]]></category>
		<category><![CDATA[Segeln mit Kindern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kinder an Bord und Mord in der Karibik Schulferien, die beste Zeit für einen Besuch auf der Rivercafe. Kinder an Bord bedeutet uns ganz schön aufzumischen. Hannah (9), Henri (13), Jil und Manfred erfreuten uns mit ihrem Besuch, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Kinder an Bord und Mord in der Karibik</h1>
<p>Schulferien, die beste Zeit für einen Besuch auf der Rivercafe. Kinder an Bord bedeutet uns ganz schön aufzumischen. Hannah (9), Henri (13), Jil und Manfred erfreuten uns mit ihrem Besuch, für die Kids nun das vierte Mal.</p>
<p>Ich hatte tagelang überlegt, welche Ziele wir ansteuern sollten, passend zum Wetter und dem Timing. Vorgabe: klares Wasser, wenig Seegang, etwas zu sehen an Land kurze Distanzen und natürlich Tavernen, weil wir nicht in der Pantry wohnen wollten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7590" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/dinner.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Schließlich hatte ich einen guten Plan – meiner Meinung nach. Dann wurde die Brücke von Lefkada geschlossen und ich fing wieder an umzuplanen. Irgendwann hatte Ka genug davon: „die Kids brauchen nur Wasser – sonst nichts. Lass uns einen netten Ankerplatz suchen und du wirst sehen, das ist genau richtig“. Und so kam es dann natürlich auch.</p>
<p>Die Kids landeten in Preveza und nach einer kurzen Fahrt nach Palairos am Festland, nahmen wir unsere Gäste am Ankerplatz an Bord. Gleich am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Lefkada. Normalerweise geben wir Gästen einen Tag zum Eingewöhnen, aber hier im Ionischen ist das Meer meist so glatt, dass man sich nicht an den Seegang gewöhnen muss. Außerdem hatten wir angeregt, 2 Wochen vorher schon mit einer höher dosierten Vitamin C Kur zu starten – wie bei all unseren Gästen an Bord. Das hilft sehr gut gegen Seekrankheit.</p>
<p>Wir hatten in Sivota zwei Tage am Steg einer ehemaligen Olivenmühle gebucht. Liotrivi ist heute das schönste Restaurant am Ort und einer der wenigen Stege in dieser Bucht, die bezahlt werden müssen – und das ordentlich. Zweifellos ist es aber auch der schönste Platz in der Bucht, denn man kann dort ins Wasser.  Wir durften den privaten Wasserzugang des Liotrivi Besitzers Spiros nutzen.</p>
<p>Die Kids trollten im Wasser und auf den Stand-ups – die Zeit verflog. Für die zweite Nacht machten noch eine 80 Fuß Segelyacht und eine 120 Fuß Motoryacht an unserem Steg fest. Ein Wunder das der Steg hielt. Für uns war es das Zeichen aufzubrechen. Solche Nachbarn sind nicht angenehm, denn sie lassen die ganze Nacht Generatoren mit Lärm und Abgasen laufen, haben die Unterwasserlichter an und derer Chartergäste waren bei weitem zu „nose-up“ für einen Sommer in Griechenland und Steg Nachbarn in Flipflops.</p>
<h2>Karambolage</h2>
<p>Vor dem Auslaufen wurden wir noch Zeuge eines heftigen Crashs in der Bucht. Eine 55 Fuß Yacht ankerte in der engen Ausfahrt der Bucht. Keine gute Ideen und mir fällt spontan kein schlechterer Ankerplatz im ganzen Ionischen Meer ein. Täglich passieren hunderte Schiffe das sich ständig drehende ankernde Schiff.</p>
<p>Das fast Unvermeidliche geschah dann morgens. Ein Katamaran rammte mit dem Bug fast mittig den Rumpf der schicken Yacht. Ein enormer Riss im Rumpf und buchtfüllendes Geschreie war das Ergebnis. Vermutlich das Saisonende des Monohulls. Ich hoffe, er hatte keine größeren Pläne wie ein Atlantik Crossing im Sinn.</p>
<h2>Auf dem Weg zum Wasserspaß</h2>
<p>Unbehelligt verließen wir Lefkada und steuerten das Festland an. Auf dem Weg konnten wir den Kids demonstrieren, welches Ergebnis Klimawandel und Überfischung haben: keinen Fisch an unseren zwei Schleppangeln. Henri blieben nur seine geliebten frittieren Anchovis in den Tavernen.</p>
<p>Wir ankerten noch zweimal um und die Tage dazwischen bestanden hauptsächlich aus Wasser. Reinspringen, schwimmen, reinspringen, Stand-up, reinspringen, Luftmatratzen, reinspringen …..Ich bin mir nicht sicher ob ich letztlich Schwimmhäute bei den Kids gesehen habe, aber auszuschließen ist es nicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-7588" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8854-510x383.jpg" alt="" width="510" height="383" srcset="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8854-510x383.jpg 510w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8854-900x675.jpg 900w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8854-768x576.jpg 768w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8854-1536x1152.jpg 1536w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_8854-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7586" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Hannah.jpg" alt="" width="505" height="379" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-7578" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/DJI_0643-510x287.jpg" alt="" width="510" height="287" srcset="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/DJI_0643-510x287.jpg 510w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/DJI_0643-900x506.jpg 900w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/DJI_0643-768x432.jpg 768w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/DJI_0643-1536x864.jpg 1536w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/DJI_0643-2048x1152.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7582" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/kids.jpg" alt="" width="281" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7587" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_5703-383x510.jpg" alt="" width="283" height="377" srcset="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_5703-383x510.jpg 383w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_5703-675x900.jpg 675w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_5703-768x1024.jpg 768w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_5703-1152x1536.jpg 1152w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_5703-1536x2048.jpg 1536w, https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_5703-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7585" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Jil.jpg" alt="" width="281" height="375" /></p>
<p>Die große Bucht von Palairos war perfekt, denn auch wenn mal 50 Schiffe ankerten, war immer noch viel Platz. Zum klaren Wasser gab es noch Strandtavernen und Eiscreme. Genauso, wie man sich Sommerferien in Griechenland auf unserem Schiff vorstellt.</p>
<p>Wir genossen eine sehr unterhaltsame Zeit und freuten uns, dass wir den Kids ein bisschen von unserem Leben zeigen konnten.</p>
<p>Unsere Familie hatten das perfekte Timing erwischt. In der Zeit war es immer über 30 Grad und das Wasser war angenehm. Gleich nach deren Abreise kühlte es ab, es wurde windig und wellig, für fast eine Woche. Sogar die Wassertemperaturn fielen auf 22 Grad. Wir nutzten die Zeit für Waschen, Wassermachen und Aufräumen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7580" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Living.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7583" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/h.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Invitated by Carine and Frank to their lovely house</strong></p>
<h2>Bucht von Nydri</h2>
<p>Für uns begann damit der letzte Teil der Segelsaison. Wir segelten vom Festland wieder nach Lefkada, diesmal in die Doppelbucht von Nydri. Wir waren im letzten Jahr kurz dort um abzuwettern. Diesmal war das Wetter sehr ruhig und wir ankerten in der hinteren Bucht. Das ist die vermutlich geschützteste Bucht im Ionischen Meer. Die einzigen Wellen stammen von kleinen Motorbooten und der Wind wird von Bergen auf allen Seiten abgehalten – sogar die Fallwinde blieben aus. Es ist eher ein Schweizer Bergsee – nur etwas wärmer. Mit uns ankerten zwischen 50 – 100 Schiffe und sogar die High Season ist hier gut zu ertragen. Allerdings lädt das Wasser nicht zum Schwimmen ein und Frischwasser machten wir hier auch nicht. Um unseren Wasser-Mindeststandard zu halten, nutzten wir öfter mal den Pool eines Hotels in der Bucht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7591" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Nydri.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7584" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Jellyfish.jpg" alt="" width="281" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7576" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Landscape.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7577" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/08/Pool.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Alles in Nydri</strong></p>
<p>Der schlammige Boden der Bucht bietet auf 6-7 m Tiefe perfekten Halt für den Anker. Nachts ist die Stille der Bucht und der klare Sternenhimmel unglaublich erholsam. Trotz der zahlreichen Anker Nachbarn ist die Atmosphäre sehr entspannt.</p>
<p>5 Dinghi Minuten entfernt liegt das Dörfchen von Nydri mit unzähligen Tavernen und Bars. Und mit der kultigsten Chanderly (Yachtausstatter) Westgriechenlands. Der Typ muss Zugang zu einem Paralleluniversum haben, denn auf gefühlt 20 m2 gibt es alles, was ein Segler braucht. Allerdings sollte man schlank sein, wenn man den Laden betritt.</p>
<p>Während der entspannten Tage in Nydri erfuhren wir vom Schlusspunkt eines tragischen Ereignisses vom Februar letzten Jahres.</p>
<h2>Nachtrag zu Mord der Simplicity Crew</h2>
<p>Im Februar 2024 hatte ich davon berichtet, dass drei Männer aus St. Vincent die supernetten Segel Buddies und Cat-Segler Kathleen und Ralph überfallen, entführt und ermordet haben. Die drei Täter brachen aus dem Gefängnis in Grenada aus, wo sie Haftstrafen wegen anderer Delikte verbüßten. Sie wurden kurz nach der Tat in St. Vincent gestellt und nun ist das Gerichtsverfahren beendet. Der Anführer Ron Mitchel wurde zu 86 Jahren Gefängnis verurteilt. In frühestens 50 Jahren darf er um Begnadigung bitten, dann ist er 80 Jahre alt. Seine Mittäter Atiba Stanisclaus und Trevor Robertson wurden zu ähnlich langen Haftstrafen verurteilt.</p>
<p>Kathleen und Ralph macht das nicht mehr lebendig. Aber ich hoffe, es setzt ein Zeichen für die Kriminellen unter den 100.000 Einwohnern von St. Vincent &#038; The Grenadines. Und deren Verantwortung dafür, dass das wunderschöne St. Vincent den traurigen Ruf als krimineller und gefährlicher Hotspot der Karibik hat. Bei 100.000 Einwohnern werden um die 55 Menschen pro Jahr ermordet. Das ist eine 10mal höhere Mordquote als in den USA und 67mal höher als in der EU. Es ist ein schwacher Trost, dass die „sonstige“ Kriminalität in den letzten Jahren etwas nachlässt.</p>
<p>Solche Verbrecher tragen wesentlich dazu bei, die Entwicklung eines der schönsten Länder der Karibik zu verhindern. Die Einkommen in St. Vincent sind die niedrigsten in der Karibik. 750 USD ist der Monatsdurchschnitt, aber da sind die höher Bezahlten Staatsdiener enthalten. 300-500 USD pro Monat ist realistisch, wenn man legal etwas verdient. Da macht jeder Segler oder Tourist, der ausbleibt einen Unterschied. Und nach Kathleen und Ralph, bleiben sehr viele Segler aus.</p>
<p>Ich hoffe, dass die Regierung und die Menschen dort das Problem in den Griff bekommen und man in ein paar Jahren wieder dieses Paradies besuchen kann.</p>
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		<title>Sonderbares in Griechenland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Holger Binz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2025 11:06:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journey]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Dessimi]]></category>
		<category><![CDATA[Lefkada Brücke]]></category>
		<category><![CDATA[Palairos]]></category>
		<category><![CDATA[Paleiros]]></category>
		<category><![CDATA[Holger Binz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Lefkada Brücken Comedy Griechenland ist ein sehr schönes Land und die Menschen sind überwiegend besonders freundlich. Insbesondere, wenn man ein paar Brocken griechisch spricht. Ein paar Dinge sind verwirrend oder gewöhnungsbedürftig. Z. B. das Tepai. Als Segler [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Die Lefkada Brücken Comedy</h1>
<p>Griechenland ist ein sehr schönes Land und die Menschen sind überwiegend besonders freundlich. Insbesondere, wenn man ein paar Brocken griechisch spricht.</p>
<p>Ein paar Dinge sind verwirrend oder gewöhnungsbedürftig. Z. B. das Tepai. Als Segler muss man eine Steuer zahlen, wenn man hier segeln will. Für uns sind das 110 € pro Monat, die wir online zahlen dürfen. Wenn man sie bezahlt hat, gibt es keinen Zahlungsbeleg, nur in dem Online-Steuerkonto ein Vermerk „paid“ – dankenswert auch auf Englisch, in römischen Alphabet. Wenn wir gefragt wurden, ob wir Tepai bezahlt haben, hat immer ein „nai“ („ne“ ausgesprochen) genügt – denn das heißt „ja“ auf Griechisch und klingt wie ein saloppes „nein“. Verwirrend, aber es funktioniert. Wie auch immer, dass ist das exakte Gegenteil von allem anderen, was sonst mit Geldtransfer im Alltag zu tun hat. <span style="color: #ffffff;">Die Lefkada Brücken Comedy</span></p>
<p>Ansonsten braucht man für alles Belege oder Quittungen. Wenn man einkauft oder in einem Restaurant isst, bestehen die Betreiber nachdrücklich darauf, dass man die Quittung mitnimmt. Eine Rechnung gibt es nirgendwo für Privatpersonen. Schon bei der Bitte danach, bekam eine Verkäuferin Schnappatmung und rief panisch ihren Steuerberater an. Scheinbar alles noch Troika Nachwehen oder das Schäuble Trauma.</p>
<p>Es gibt auch Regeln für Segler, die offenbar vertraulich behandelt werden. Beispielsweise ist ankern bei genutzten Stränden bis 200 m vom Strand entfernt verboten. Andere sprechen von 300 m. 100 oder 200 m bei unbenutzten Stränden. Das ist gar nicht so einfach, denn bei den drehenden Winden sind wir schnell mal 100 m näher oder ferner. Also müssen wir bei ablandigen Winden 300 m (oder 400 m) entfernt ankern, damit wir bei auflandigem Wind (und der kommt sicher), noch weit genug entfernt sind. Wie die Distanzen mit Landleinen funktionieren, konnte mir noch niemand erklären. Entspannt wie die Griechen sind, wird das aber nur kontrolliert, wenn sich jemand beschwert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7568" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/village.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7567" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Taverna.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<h2>Ungastliches Dessimi</h2>
<p>Bei uns hat sich jemand beschwert. Nach der Jagd von Mesolongi (letzter Artikel) besuchten wir die Bucht von Dessimi auf der Ostseite der Insel Lefkada. Eine schöne und tiefe Bucht. Sehr belebt mit Tavernen und Strandgästen, umrahmt von malerischen Felsen und Höhlen mit klarem Wasser. Richtig schön. Wir näherten uns dem Strand und legten unseren Anker in knapp 20 m Tiefe ab. Der auflandige Wind drehte uns in Strandnähe, aber noch mit Abstand auf (sehr) knappe 200 m. Dann kam ein 62 Fuß Charterkat mit Crew und der souveräne Profiskipper legte seinen Kat tatsächlich sehr nahe an den Strand, um seine Gäste aufzunehmen. <span style="color: #ffffff;">Die Lefkada Brücken Comedy</span></p>
<p>Das mochte offenbar jemand am Strand nicht und rief die Coast Guard. Als die ankam, war das Dickschiff schon wieder weg. Aber wenn man schon anreist, muss man auch aktiv werden. Und so vertrieb uns die Coast Guard und noch vier weitere Schiffe, die mutmaßlich zu nah am Strand lagen. Wäre doch nur ablandiger Wind gewesen, dann hätten wir weitere 100 m entfernt vom Strand gelegen. Alle anderen Ankerplätze waren mittlerweile belegt und weiter raus hätten wir in 30 m Tiefe ankern müssen. Also zogen wir die Kette ein machten uns 10 nm weiter nach Palairos. So gab es keinen Umsatz für die Tavernen in Dessimi – aber vielleicht waren das auch die Beschwerer. Schade.</p>
<h2>Palairos</h2>
<p>Auf der Festlandseite liegt die große Bucht von Palairos (Paleiros), eine der größten Ankerbuchten überhaupt. Ein 2.000 Einwohner Dörfchen an der Ostseite und eine Bucht von 1.5 nm Breite. Egal wie voll es wird, jeder hat reichlich Platz in klarem Wasser. Auf der Ostseite beim Dorf, ist der Grund steinig. Im Westen gibt’s reichlich Sand. Der Wind dreht nachmittags und frischt kräftig auf &#8211; wie überall. An diesem Ankerplatz erreichte uns die Nachricht eines griechischen Schildbürgerstreichs der allerfeinsten Art.</p>
<h2>Die Lefkada Brücken Comedy</h2>
<p>Die schöne Insel Lefkada wird von 22.000 Menschen bewohnt und empfängt in 160 Hotels Feriengäste. Die Segelindustrie ist ein enorm wichtiger Wirtschaftsfaktor. Ca.  1.000 Charterschiffe warten allein in Lefkada auf Chartergäste und die ganze Insel profitiert davon. <span style="color: #ffffff;">Die Lefkada Brücken Comedy</span></p>
<p>Diese charmante Insel ist nur über eine Brücke mit dem Festland verbunden. Die Brücke mit dem Name Agia Mavra ist eine schwimmende Brücke. Sie öffnet sich mehrfach täglich, damit auch Schiffe den Weg von und nach Korfu nehmen können. Geschätzt 9.000 Schiffe passieren die Brücke von Lefkada pro Jahr. Wenn sie denn öffnet. Das macht sie nämlich nicht mehr. Alle Schiffe, die aus südlicher Richtung nach Norden wollen, müssen westlich um Lefkada herumsegeln. Das ist kein Drama, aber 50 extra Meilen (je nach Ziel) machen manchem Charterer die Pläne zunichte. Uns betrifft es auch, weil wir unsere Family durch die Brücke nach Preveza auf die andere Kanalseite bringen wollten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7569" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Lefkada-floating-bridge.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7566" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Lefkada-Canal.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Floating bridge, Foto: Guillermo R., Lefkada Canal. Foto: Lukas Aron</strong></p>
<p>Bleibt nun das Rätsel, warum schließt die einzige Brücke von Lefkada, zum maximal schlechtesten Zeitpunkt, inmitten der Hauptsaison?</p>
<p>Its the bureaucracy, stupid. Das Sicherheitszertifikat der Brücke ist nach einer fest definierten Laufzeit von 12 Monaten einfach so und ganz spontan ausgelaufen. Damit ist auch die Betriebserlaubnis erloschen. Die Port Authority von Lefkada hatte keine Wahl, als den Betrieb zu verbieten. <span style="color: #ffffff;">Die Lefkada Brücken Comedy</span></p>
<p>In 12 Monaten kam niemand in der Verwaltung der Ionischen Inseln auf die fabelhafte Idee, ein neues (unverzichtbares) Zertifikat zu organisieren. So kam der Ablauf der Betriebserlaubnis so überraschend und unerwartet wie das jährliche Weihnachtsfest. Bereits im letzten Sommer gab es das gleiche Problem. Auch da war die Brücke kurzfristig geschlossen, aber die Festland Verwaltung half noch mit einer Ausnahmegenehmigung aus.</p>
<p>Wer nun vermutet, dass die Verwaltung der Ionischen Inseln die letzten 12 Monate für die Lösung des Problems genutzt hätte, liegt völlig falsch. Nicht mal Wartungsarbeiten wurden auf den Weg gebracht. Und eine bewegliche Brücke braucht vermutlich mehr Pflege als ein bisschen WD40 und Hydraulikfett.</p>
<p>Weil nun ein paar Sesselpupser in der Verwaltung ihren Allerwertesten nicht hochbekommen – ich gehe davon aus bei vollen Bezügen und ohne Konsequenzen – bleibt die Brücke nun für längere Zeit außer Betrieb.</p>
<p>Aber vielleicht ist es ein verschlagener Masterplan, z. B. um Lefkada touristenfrei zu machen oder die Charterbasen zu vertreiben. Oder um den Lefakada Kanal aufzufüllen und mit dem Festland zu verbinden. Irgendetwas in der Art muss es sein, denn so effizienzvermeidend planlos kann doch niemand sein. Oder doch? /<a href="/de/e-contact/">Holger Binz</a></p>
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		<title>Spannender Sommer im Ionischen Meer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Holger Binz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2025 14:39:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journey]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmeer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ankerbuchten und Verfolgungsjagd in Meganisi Wir sind wieder zurück im Ionischen Meer. Im sommerlich warmen Ionischen Meer mit täglich 30 bis 35 Grad und auch die Nächte bleiben über 20 Grad. Nicht zu heiß, es ist einfach perfekt. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Ankerbuchten und Verfolgungsjagd in Meganisi</h1>
<p>Wir sind wieder zurück im Ionischen Meer. Im sommerlich warmen Ionischen Meer mit täglich 30 bis 35 Grad und auch die Nächte bleiben über 20 Grad. Nicht zu heiß, es ist einfach perfekt. Die Wettercharts zeigen täglich 13-14 Stunden Sonne und seit dem 1. Juni haben wir keinen Tropfen Regen mehr gesehen. Auch das Meer ist wie auf Knopfdruck warm geworden, wir messen zwischen 24 und 27 Grad. Zu warm, wie die Klimatologen sagen. Aber ein weiteres Upgrade auf meiner persönlichen Skala von „erfrischend“ auf „angenehm“. <span style="color: #ffffff;">Ankerbuchten und Verfolgungsjagd in Meganisi</span></p>
<p>Die Wettersysteme haben sich etabliert: es gibt das moderate Ionische Meer mit überwiegend wenig Wind und die gut belüftete Ägais, mit meist starken bis sehr starken Winden des Meltemi – während des ganzen Sommers. Die Zweiteilung kann man gut auf dem Wetterchart erkennen. <span style="color: #ffffff;">Ankerbuchten und Verfolgungsjagd in Meganisi</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7538" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Windbild.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Rot in der Ägais, Blau/Grün im Ionischen Meer &#8211; an einem beliebigen Tag</strong></p>
<p>Wir bereiten uns auf Familienbesuch vor. Unsere Tochter und unsere Enkel kommen uns in den Schulferien besuchen, also in der High-High Season. Den Kids kann man keine größere Freude machen als mit klarem Wasser und viel Zeit zum Schwimmen. Starkwindsegeln à la Ägais begeistert weniger. Deshalb entschieden uns für Kids-Sommerferien im Ionischen Meer. Es gibt keinen besseren Ort für stressfreies Sommersegeln – und das hat sich rumgesprochen.</p>
<h2>Ormos Oxia</h2>
<p>Nach den Hafentagen in Messolonghi suchten wir wieder etwas Natur in einer Ankerbucht. Ormos Oxia ist dazu perfekt geeignet. Das ist eine Bucht, die noch zum Naturschutzgebiet von Messolonghi gehört. In der Umgebung gibt es viele Fischfarmen und scheue Seehunde. Sonst gibt nur noch die Strandbar von Giannis und viel Stille.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7512" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/iconic-anchorage.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7513" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Ormos-Oxia.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Ormos Oxia &#8211; pure Magie</strong></p>
<p>Leider konnten wir nur eine Nacht bleiben, denn wir müssen nun wieder antizyklisch Segeln um den Horden von Charterseglern und Flottillen aus dem Weg zu gehen. Es ist wie mit kleinen Kätzchen: eines oder zwei sind niedlich, aber ein Dutzend ist ätzend. <span style="color: #ffffff;">Ankerbuchten und Verfolgungsjagd in Meganisi</span></p>
<p>Wir wollten ein paar Tage nach Vathy in Ithaka – auch um endlich mal wieder lecker zu essen und einen Friseur aufzusuchen. In der Saison ist dort Freitag und Samstag leicht Platz zu finden. Montag bis Mittwoch wird das charmante Dörfchen in der Bucht von Charterern überschwemmt. Aus 15 ankernden Schiffen werden dann 49, plus nochmals mehr Schiffe an den Docks.</p>
<p>Wir ankerten im schlammigen Grund vor dem Städtchen und genossen die Mischung aus Dorfleben mit Tavernen, mit Schwimmen in der Bucht vor Vathy und ein paar Wanderungen, die natürlich immer im Wasser endeten. In Vathy trafen wir Raymonde und Guy aus Luxembourg und so verdoppelte sich kurz die Anzahl der Luxembourger Schiffe um 100 %.</p>
<p>Einige unserer Segelfreunde legen im Juli und August eine Segelpause ein und stellen ihre Schiffe irgendwo ab. Manchen ist es zu heiß – aber allen ist es zu voll und dann auch zu nervig.</p>
<h2>Kastos</h2>
<p>Nach Ithaka besuchten wir Kastos, die kleinere und flachere der Doppelinseln vor dem Festland. Kastos ist ein winziges Dörfchen, aber sehr beliebt bei Charteren, die ab montags einfallen. Die zweite Insel Kalamata steht auf den Empfehlungen der Charter Companies. Kastos ist eher der „Geheimtipp“, aber es kommen immer noch viele Schiffe bis hierhin. Wir fanden Platz in einem unserer Lieblinge, der Wasp Bay. Eine Bucht mit ein bisschen mehr Meeresleben als üblich und klarem Wasser. Schön zum Schwimmen in einer einsamen Bucht, in die sich selten Charterer verirren. Es ist nur wenig Platz zum freien ankern und ein sehr „selbstbewusster“ Charterer setze seinen 45Fuß Kat prompt auf die Felsen, was die zuvor ausgelassene Stimmung der unzähligen Mitsegler auf eisige Tonstudio Stille verringerte. <span style="color: #ffffff;">Ankerbuchten und Verfolgungsjagd in Meganisi</span></p>
<p>Zum Kontrast legte der italienische Skipper der Lothian Sky mit Landleinen festgemacht, noch ca. 100 m Kette bei 5 m Tiefe quer durch die Bucht, markiert mit Ankerboje. Nicht sehr charmant für andere Suchende. Es sind also nicht immer nur Charterer.</p>
<p>Entlang der Kastos Insel gibt es reichlich schöne und einsame Ankerplätze, da sollte auch in der High Season immer ein nettes Plätzchen zu finden sein.</p>
<h2>Mytikas</h2>
<p>Dann war es so weit, dass zur Abwechslung nochmals unnötiges Wetter angesagt war. 1 m Welle und 6 bis 7er Wind je nach Wetterfrosch. Wir hatten genug Wasp Bay und suchten und fanden einen sicheren Platz für „das Wetter“. Mytikas, ein kleiner Ort am Festland. Ein enorm großer Ankerplatz, den sich weitere 31 Schiffe ausgesucht hatten und sich im Schlamm des Meeresbodens verankerten. Es war noch Platz für 50 weitere. <span style="color: #ffffff;">Ankerbuchten und Verfolgungsjagd in Meganisi</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7536" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Mytikos.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7533" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Mytikas-Taverna.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7530" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Mytikas-taverne.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Mytikas von See, die beiden Bilder zeigen die gleiche Taverne &#8211; von See und von der Terrasse</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7537" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/normal-Greece.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7536" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Mytikos.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7535" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Flodding.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Ansichten von Mytikas &#8211; der Dock ist schon überschwemmt und nicht mehr zu retten</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7531" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Mytikas-village.jpg" alt="" width="281" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7528" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Mytikas-normal.jpg" alt="" width="281" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7532" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Moonlight.jpg" alt="" width="281" height="375" /></p>
<p>Es kam, wie es kommen sollte, außer beim griechischen Wetterdienst „Poseidon“ und drei weiteren Modellen, die gar keinen Wind angesagt hatten. Ich schätze, ich habe die Poseidon Wetterseite falsch verstanden. Das ist vermutlich gar keine Wettervorhersage, sondern meteorologische Comedy. Poseidon sprach von 5 kn Wind, letztlich hatten wir 30 kn, und keinen halben Meter Welle. Es war genug um unsere nächste Luxembourger Flagge zu zerfranseln. Die sind überaus windscheu, nicht für Wind gemacht. Ka meinte, sie hätten eine schlechte „Flatterdynamik“. Es geht doch nichts über Expertenwissen. Wir haben jetzt für den Rest der Saison nur noch eine an Bord – das muss reichen. Sonst fahren wir Franseln.</p>
<h2>Köche der Welt, kommt nach Griechenland</h2>
<p>In Mytikas lernten wir Mila und Hansi vom deutschen Schiff Rune kennen und wir genossen gemeinsam ein gutes griechisches Abendessen. Und das ist die gute Gelegenheit für einen globalen Appell: Köche der Welt, bitte kommt nach Griechenland. Dieses Land braucht Köche, die etwas anderes kochen können als traditionell Griechisch. Was gäben wir für etwas Asiatisches, Italienisches (keine Pizza und Pasta), Spanisches oder Französisches. Egal was, Hauptsache nicht traditionell Griechisch. Wir müssen keine Speisekarten mehr lesen, alle kochen eh das Gleiche. Bitte, Köche der Welt, kommt nach Griechenland und macht dieses Land zu einem noch schöneren Flecken Erde. <span style="color: #ffffff;">Ankerbuchten und Verfolgungsjagd in Meganisi</span></p>
<h2>Meganisi</h2>
<p>Als Wind und Welle wieder abflauten, machten wir uns auf den Weg nach Meganisi, einer kleiner und buchtigen Insel „mittendrin“. Sehr beliebt und deshalb sehr voll im Sommer. Diesmal waren wir taktisch geschickt und wandten unsere antizyklische Strategie an. Ausgerechnet in der schönsten und beliebtesten Bucht, fanden wir einen perfekten Ankerplatz ohne Landleinen, am Ende in der Bucht. Die Atherions Bay ist ziemlich tief und wenn man auf 8-10 m ankert, hat man einen flachen Ankerplatz gefunden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7527" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Acro-Bar-Meganisi.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7525" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Meganisi.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Meganisi ist ein kleines, nettes Inselchen. Die Buchten sind von viel Grün umgeben, es gibt zwei kleine Dörfchen und unglaublich viele und emsige Grillen. In der Atherions Bay liegen zwei Tavernen gleich am Wasser und die Acro Bar mit fantastischer Aussicht hoch im Berg. An unserem Ankerplatz im hintersten Ende der Bucht mussten wir immer wieder abenteuerliche Segler vertreiben. Alles in allem würde ich einen Meganisi Besuch nicht empfehlen. Der Stress verursacht von anderen Schiffen ist die Sache nicht wert. Die folgende Begebenheit erklärt genauer warum.</p>
<h2>Verfolgungsjagd in Meganisi</h2>
<p>Dann kam eine Charter Bali mit italienischer Crew. Sie wollten ihren Anker genau auf unseren werfen. „Wir wollen doch nur ein paar Stunden schwimmen“, meinte Marco, der Skipper verständnislos, als wir sie verscheuchten. Dann versenkten sie Ihren Anker vor einem Franzosen und waren schneller im Wasser als der Anker den tiefen Ankergrund berührten konnte.</p>
<p>Minuten später trieb der große Kat ohne Besatzung an Bord, auf den Franzosen zu und rammte seinen Bug. Jean-Paul war nicht an Bord, aber unsere norwegischen Nachbarn und wir machten Fotos. Marco, der bemerkenswert ungeschickte Skipper, legte das Schiff erneut ein paar Meter entfernt an die Ankerkette. Wir dachten natürlich, dass sie – wie es der Anstand gebieten würde – warten bis zur Rückkehr der Franzosen. Die kamen auch kurze Zeit später, aber Marco &#038; Co machten keine Anstalten, sich zu melden. Schlimmer noch. Während die nette Norwegerin Ingrid dem geschädigten Skipper die Fotos brachte, machte sich der Schurke auf um die Bucht zu verlassen. Ohne Kommentar. <span style="color: #ffffff;">Ankerbuchten und Verfolgungsjagd in Meganisi</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7529" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Crash.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Was für eine Wurst – oder passt Mortadella besser? Ich hatte keine Zeit mehr mein Zorro Outfit anzulegen, aber ich sprang in unser Dinghi und peeste ihm hinterher. Am Ende der Bucht stellte ich das Schiff, legte meinen bösesten Blick auf und forderte ihm zum Zurückkehren auf. Nicht so einfach, vor allem die „Damen“ an Bord sträubten sich und taten so, als ob ich sie überfallen wolle. „Isse nixe passiert“. Das sah der Franzose anders und jeder andere auch. Während ich neben dem Kat lag und wartete dass der „Schurke“ einstiegt, rammte sein Steuermann fast noch ein deutsches Motorboot.</p>
<p>Ich brachte den „Skipper“, der nicht mal wusste wie sein Vercharterer hieß, zu Jean-Paul und lieferte ihn aus. Das solche Honks Schiffe mieten dürfen ist schon übel. Aber sich dann auch noch so schäbig zu benehmen – da hilft auch kein Skipper Training. Aber wieder ein erfreuliches Kapitel in der endlosen Geschichte der Hilfsbereitschaft unter Seglern. /<a href="/de/e-contact/">Holger Binz</a></p>
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		<title>Peloponnes umrundet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Holger Binz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jul 2025 13:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journey]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken zum Peloponnes]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst auf dem Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Poros Brücke]]></category>
		<category><![CDATA[Rion-Antirion Brücke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rion-Antirion Brücke &#8211; Messolonghi &#8211; Ionisches Meer Nafpaktos war unser letzter Stopp vor dem Ionischen Meeer und der Umrundung des Peloponnes. Ein nettes Plätzchen. Aber als dann unsere Milch sauer wurde vom ständigen Schwell, war es Zeit zu [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Rion-Antirion Brücke &#8211; Messolonghi &#8211; Ionisches Meer</h1>
<p>Nafpaktos war unser letzter Stopp vor dem Ionischen Meeer und der Umrundung des Peloponnes. Ein nettes Plätzchen. Aber als dann unsere Milch sauer wurde vom ständigen Schwell, war es Zeit zu gehen.</p>
<p>Wir wollten am folgenden Morgen im Sonnenaufgang gegen 6.00 h losgehen. Aber dann kam ein deutscher Kat, der so raffiniert ankerte, dass deren Schiff ständig über unserem Anker lag. Das Kuscheln war völlig unnötig bei einem Ankerplatz für zig Schiffe, an dem nur vier Schiffe lagen und jeder reichlich Platz gehabt hätte . Zu unserem Hinweis, dass wir in aller Frühe los wollten, kam der freundliche Zuruf: „Kein Problem, wir sind früh wach“. „Früh“ ist bekanntlich relativ und deshalb entschieden wir auf einen weiteren Abend zu verzichten und gleich aufzuankern, solange die beiden an Bord waren und ihr Schiff wegdrehen konnten.</p>
<h2>Meisterwerk Rion-Antirion Brücke</h2>
<p>Ein frischer 20+ kn Nachmittagswind schob uns dann flott zur Brücke von Patras, die den sperrigen Namen Rion-Antirion Brücke oder noch sperriger „Charilaos Trikoupis”‑Brücke trägt. Bereits aus 10 nm Entfernung konnten wir diese architektonische Schönheit bewundern. Diese ist, neben den Brücken über den Korinth Kanal, die andere Verbindung zwischen Festland und dem Peloponnes. Für die Rivercafe war es die erste Brückenfahrt in ihrem jungem Leben.</p>
<p>Die Passage ist perfekt organisiert. 5 nm vor der Brücke, muss man Rio Traffic anfunken (VHF14) und sich mit den Schiffsdaten anmelden. Ein freundlicher Trafficer bestimmt dann den Teil der Brücke, den das Schiff nehmen muss. 1 nm vor der Ankunft funkt man wieder und bittet um die Freigabe für die Passage. Mit der Freigabe kommt der Hinweis, dass man doch bitte mit laufendem Motor durch die Brücke fahren soll – und nicht durchsegelt. Eine weise Ansage, denn um die Brücke war reichlich Strömung und die vom Wind aufgestauten White Caps, waren beeindruckend.</p>
<p>Bis zu 160 m hoch und 2.880 m lang ist die Brücke, die 2004 in Betrieb ging. Sie wurde für die Anforderungen eines Erdbebengebiets gebaut und kann sich bis zu 2 m bewegen. In der Region hab es schon 7er Beben. Dafür sind die 6 Jahre Bauzeit wahrlich rasant, sie musste für die Olympischen Spiele in Athen fertig sein. Klugerweise hat sie mit 52 m maximaler Durchfahrtshöhe exakt das Maß der Corinth Canal Brücken. Das ist auch der Grund, warum keine normalen Kreuzfahrtschiffe in den Corinth Canal einlaufen, sie sind zu hoch.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7487" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Rivercafe-Poros-Bridge.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7489" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Poros-Bridge.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7488" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Bridge-approching.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7494" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Bridge-passing.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7496" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/crossing-accomplished.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Wir bekamen mit der Rivercafe den 43 m Brückenbogen zugewiesen, immer noch mit 20 m Luft nach oben. Aber als wir uns der Brücke näherten, sah es von unten aus, als ob wir uns die Antennen am Mast abreißen würden, wenn nicht gar den ganzen Mast. Ein kleiner Schuss Adrenalin und alles war gut.</p>
<p>Die von anderen Seglern berichteten Horrorgeschichten von Sturmböen bis zu 10 Bft blieben bei uns zum Glück aus und wir passierten bei 25 kn und Strom gegenan. Gleich hinter der Brücken fahren Fähren hin und her und ich konnte kaum glauben, das Rio Control uns Vorfahrt vor den Fähren gab. Segler vor gewerblichen Schiffen – das hatten wir auch noch nie zuvor.</p>
<p>Mit der Brückenquerung hatten wir nach zwei Monaten unsere Peloponnes Umrundung abgeschlossen. Wir waren wieder im Ionischen Meer.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7493" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/anchorage-behind-bridge.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7497" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/sunset.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Ankerplatz für eine Nacht</strong></p>
<h2>Messolonghi</h2>
<p>Kurz hinter der Brücke warfen wir auf der Festlandseite für die Nacht unseren Anker an einem einsamen Ankerplatz. Wir hatten zwar keinen Windschutz gegen die 20+ kn Wind, aber guten Wellenschutz und eine schöne Landschaft um uns herum. Am folgenden Morgen steuerten wir unser nächstes Ziel an: Messolonghi. Ein Naturschutzgebiet in einer Lagune mit Salinen, Fischerhäuschen, einer Marina und einer Stadt.</p>
<p>Nach Wochen ohne richtige Schiffswäsche, schrie die Rivercafe nach reichlich Frischwasser und Schrubber. Jeder Quadratzentimeter war salzig. Drei Tage verbrachten wir in der Marina und erfreuten uns an der Gesellschaft unserer schwedischen Freunde Margarete und Dan, die ihr Schiff auf Land stellten, um eine Segelpause einzulegen. Die Marina ist ok, die Leute nett und es gibt sogar eine Ship Chanderly, die auch überteuerte Autos vermietet. Rund herum liegen es ein paar Restaurants und das 12.000 Einwohnerstädtchen Messolonghi ist in 25 min zu Fuß erreichbar. Die Stadt ist allerdings aber bemerkenswert. Man kann proviantieren und das Schiff pflegen. Die Marina ist bei Überwinterern recht beliebt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7499" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/jetty.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7498" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Messolonghi-exit.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7495" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/messolonghi-canal.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7492" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/messolonghi-houses.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7491" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Messolonghi-fishing-houses.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7490" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/messolinghi-fishing-boat.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Fischerhäuser entlang der Einfahrt zur Lagune</strong></p>
<p>Als wir die Marina wieder verließen, wurden wir von tausenden Stechmücken überfallen, die scheinbar Urlaub vom Lagunen Leben machen wollten um uns zu begleiten. Nach einem dreistündigen Massaker hatten wir die Rivercafe wieder für uns alleine.</p>
<h2>Gedanken zum Peloponnes</h2>
<p>Es war eine schöne Zeit und sehr gute Entscheidung um das Peloponnes zu segeln, vor allem gegen den Uhrzeigersinn. Die nach Westen offenen tiefen Buchten (oder Finger) und die durchziehende Winde bestimmten unser Tempo und die Ziele. Wir mussten flexibel planen und der Wetterbericht war keine zuverlässige Hilfe. 2 Monate waren ausreichend um öfter mal abzuwettern und dennoch genügend Zeit für die vielen Perlen bei Landausflügen zu haben.</p>
<p>Bis auf die Seite am Saronischen Meer, das Stück bis Hydra (Ermioni) und der Insel Poros, fanden wir im Mai und Juni nur leere Reviere mit viel Platz. Für Charterer ist das Peloponnes wenig geeignet, die gehen nicht über das Saronische Meer hinaus.</p>
<p>Auf dem Peloponnes fanden wir ein anderes Griechenland und andere Menschen. Wir fanden es klasse, schön und verschlafen. Es gibt wenig Tourismus, die meisten scheinen Camper zu sein, denn man sieht reichlich Wohnmobile. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sehr wenige Griechen hier Englisch oder andere Sprachen sprechen, sogar bei den Jungen ist da erschreckende Flaute. Ohne Übersetzungs-Apps geht wenig.</p>
<p>Es ist ein Land, dass aus der Zeit gefallen ist. Einst das Zentrum Europas (und der Welt) scheint man sich heute bevorzugt an die goldene Vergangenheit zu erinnern und ambitionslos im Tiefschlaf zu verharren. Wir empfanden die Menschen nicht so freundlich und offen, wie sonst in Griechenland. Wer aus kulinarischen Gründen reist, der kann sich das Peloponnes getrost sparen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals zwei Monate monotoner und unambitionierter gegessen zu haben. Man verköstigt sich besser selbst, denn dafür kann man überall Nachschub für die Pantry finden und muss keine großen Vorräte anlegen.</p>
<p>Das Peloponnes besucht man wegen der atemberaubenden Landschaften und der Historie. Es ist ein wunderschönes Stück Europa. Die historischen Stätten Olympia, Messene und Delphi (ok, das war Festland) sind beeindruckend. Orte wie Kalamata, Nafplio, Monemvasia oder Hydra sind echte Hingucker. Ankerplätze wie die Bucht von Pylos, Kagio oder Elafonisis sind besonders. Es gibt wenige Segelreviere, die auf nur 600 nm und mit kurzen Tages-Distanzen mit so viel Vielfalt locken. Ein Seglerkleinod – dieses Peloponnes. Wir sind sehr froh, dass wir diese Umrundung gemacht haben.</p>
<h2>Kunst auf dem Meer</h2>
<p>Ka hat auf unseren Reisen schon immer sehr viel gezeichnet und gemalt. Unsere Rundreise um das Peloponnes hat sie mit einem gemalten Tagebuch festgehalten. Hier ist ein kleiner Auszug aus ihren Werken. Mehr findet ihr hier: <a href="https://www.instagram.com/karinbernardybinz/">https://www.instagram.com/karinbernardybinz/</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7483" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Ka-artwork-5.jpg" alt="" width="281" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-7482" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Ka-artwork-4.jpg" alt="" width="281" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-7481" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Ka-artwork-3.jpg" alt="" width="281" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-7480" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Ka-artwork-2.jpg" alt="" width="281" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7479" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/07/Ka-artwork-1.jpg" alt="" width="281" height="375" /></p>
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		<title>3 Perlen im Golf und ein Ex-Orakel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Holger Binz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2025 13:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journey]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Rivercafe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Galaxidi Delphi Trizioni und Nafpaktos Bei unserer weiteren Reise durch den Golf von Korinth hielten wir uns nur noch an der griechischen Festlandseite auf. Auf der Peloponnes Seite sind die Ziele weniger interessant und es gibt keine gute [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Galaxidi Delphi Trizioni und Nafpaktos</h1>
<p>Bei unserer weiteren Reise durch den Golf von Korinth hielten wir uns nur noch an der griechischen Festlandseite auf. Auf der Peloponnes Seite sind die Ziele weniger interessant und es gibt keine gute Ankerplätze oder Marinas. <span style="color: #ffffff;">Galaxidi Delphi Trizioni und Nafpaktos</span></p>
<h2>Galaxidi</h2>
<p>Nach der Passage durch den Korinth Kanal steuerten wir das 40 nm entfernte Galaxidi an. Der galaktische Name, könnte kaum weniger zu dem 1.500 Einwohner Städtchen passen. Was wie ein mondäner Küstenort klingt, ist ein kleines, verschlafenes Dörfchen auf einer Landzunge zwischen zwei Buchten, gegenüber viel Pinienwald und verschlafener Natur. Tavernen am Wasser, eine Kirche auf einem Hügel und ein paar kleine Läden sorgen für das Nötigste. Ein richtig schönes, unaufgeregtes Örtchen. Allerdings auch der kulinarische Tiefpunkt unserer bisherigen Reise. Am Dock, gleich gegenüber des Pavillions gibt es das Abovo Restaurant, mit leckeren Speisen. Den Rest kann könnte man selbst nicht schlechter kochen, oder wie unser Freund Marc sagt: Ich aß schon schlechter, aber erst einmal. <span style="color: #ffffff;">Galaxidi Delphi Trizioni und Nafpaktos</span></p>
<p>Auf dem Weg nach Galaxidi steuert man die Bucht von Itea an, an deren Ende das Städtchen Itea liegt. Das ist eine sachliche 4.500 Einwohner Stadt, mit einer etwas schäbigen Hafen und deutlich weniger Schutz vor Schwell, als Galaxidi. Auch dort gibt es eine brauchbare Corniche, aber es ist ein nicht bemerkenswertes Städtchen nur für die Einwohner, nicht für Touristen. Tourismus hat Galaxidi übrigens auch nicht. Zurück zur Ansteuerung. In der Itea Bucht hält man sich nach Backbord, passiert zwei kleine Inseln und hält dann auf die Landzunge mit dem Dörfchen zu. Dort hat man die Wahl zwischen Community Dock linker Hand oder Ankerplatz auf der rechten Seite. <span style="color: #ffffff;">Galaxidi Delphi Trizioni und Nafpaktos</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7448" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Galaxidi-church.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7446" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Galaxidi-place.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7440" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Galaxidi-town.jpg" alt="" width="500" height="375" />  <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7451" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Monument.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7453" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Galaxidi.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7437" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Galaxidi-moon.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Das Dorf von Galaxidi und ein Denkmal für die Frauen und Kinder, der an Land gebliebenen Seeleute</strong></p>
<p>Wir ankerten mit maximal 15 anderen Schiffen vor der Stadt bei 7 m Tiefe. Auf den Dock der Stadt hatten wir keine Lust. Eine kühlende Brise vor Anker war uns lieber als Kettensalat am Community Dock. Tatsächlich ist eine Brise sehr angenehm, denn alle Tage liegen jetzt deutlich über 30 Grad und auch nachts bleibt es bei 20 Grad. Sommer in Griechenland.</p>
<p>Für mich war es der erste Schwimmtrip. Die Wassertemperaturen haben sich in meiner persönlichen Skala von „charakterbildend“ auf „belebend“ erhöht und damit ist auch meine Wassersaison eröffnet, ein paar Wochen nach Ka. Der Meeresboden in Galaxidi ist schlammig, damit ist das Wasser nicht so klar, wie in Griechenland üblich, aber gut für eine Schwimmrunde und zum Frischwasser machen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7439" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Itea-Olive.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Atemberaubend: Blick auf Itea und Galaxidi (ganz hinten links oben) mit dem größten Olivenhain (alles grüne sind Olivenbäume) </strong></p>
<h2>Delphi – ohne Orakel</h2>
<p>Die Rivercafe lag gut und sicher und deshalb mieteten wir ein Auto und fuhren 35 Minuten in die Berge nach Delphi. Allein die Strecke ist die Fahrt wert. Sie führt zunächst entlang der Bucht, dann durch den größten Olivenhain Griechenlands mit fast 1 Mio. Bäumen und schließlich in die Berge – mit spektakulären Ausblicken bis hinauf in die beeindruckende Bergwelt von Delphi. Wer wegen des Orakels kommt, ist 1.600 Jahre zu spät. Seit dem 4. Jahrhundert wird nicht mehr orakelt. <span style="color: #ffffff;">Galaxidi Delphi Trizioni und Nafpaktos</span></p>
<p>Statt Weissagungen, findet man eine sehr schöne historische Stätte, gut erhalten und einen Besuch und 20 € Eintrittsgeld wert. Gutes Schuhwerk und Wasser sind empfehlenswert, denn über 100 Höhenmeter sind es, von unten bis zum im Berg gelegenen antiken Stadion. Das Stadion sieht so aus, als ob man sofort Wettkämpfe veranstalten könnte. Wir folgten dem Rat von Seglern und waren gleich um 8.00 h morgens dort – bevor Horden von Touristen mit Bussen einfallen, 800.000 pro Jahr – ebenso viele wie in Olympia. Zwischen 8 und 9 h waren wir fast alleine.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7438" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Delphi-stadium.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7433" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Delphi.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7431" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Delphi-Theater.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Delphi: Stadion, Tempelreste und Theater in imposanter Bergwelt</strong></p>
<p>In Delphi fanden auch – wie in Olympia – alle vier Jahre Festspiele und Wettkämpfe statt: die Pytischen Spiele, benannt nach der von Apollon getöteten Schlange. Anders als in Olympia, gab es zu den sportlichen Wettkämpfe noch kulturelle Wettbewerbe mit Schauspiel, Gesang und Tanz – und noch ein paar weiteren Disziplinen. Das war wohl Apollon zu verdanken, dem Sohn des Zeuss und als Gott zuständig für Künste – und noch so einiges.</p>
<h2>Trizioni <span style="color: #ffffff;">Galaxidi Delphi Trizioni und Nafpaktos</span></h2>
<p>Ein paar Tage verbrachten wir in Galaxidi bevor wir uns zu unserem nächsten Ziel aufmachten: der kleinen Insel Trizioni, 20 nm weiter zum Ende des Golfs von Korinth und 500 m vom Festland entfernt. Es gibt nur relativ wenig Ankerplatz vor der Insel, weil es entweder zu flach, zu tief oder zu eng ist. Ein kleiner Hafen hat Platz für ca. 15 Gastschiffe, der Rest sind überwiegend verwesende Dauerlieger. In der Hafeneinfahrt ist ist auch noch Platz für ca. 5 Schiffe. Wir machten mal wieder an einem Dock fest, ohne Wasser &#8211; also ein Trockendock <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Auf Trizioni gibt es vermutlich die größte Tavernen Dichte pro Einwohner überhaupt: 7,8. Die 55 Einwohner haben 7 Tavernen zur Auswahl. Ein kleines Wassertaxi bringt Gäste vom Festland und ein paar Segler helfen sicher auch, die Stühle in der traumhaften Bucht gleich am Wasser mit Blick auf das Festland zu besetzen. Trizioni ist unvergleichbar – einfach nur schön.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7454" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Trizioni-bay.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7444" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Trizioni-tavernas.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7435" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Trizioni-cliff.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7434" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Trizioni-Beach.jpg" alt="" width="281" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7432" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Trizioni-Fisher.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Trizioni, der Ort an dem die Ruhe erfunden wurde</strong></p>
<p>Wir schwammen um eine vorgelagerte Insel, wanderten die maximal möglichen 7 km einmal um die Insel und genossen die größtmögliche Unaufgeregtheit, die ein Ort bieten kann. Witzig, dass wir ausgerechnet hier unser schwedischen Segelfreunde Margarete und Dan wieder trafen und die Deutschen Doris und Peter kennen lernten. <span style="color: #ffffff;">Galaxidi Delphi Trizioni und Nafpaktos</span></p>
<p>Wenn man Zeit hat, sind ein paar Tage in Trizioni sehr zu empfehlen. Für Nichtsegler wird gerade ein kleines Hotel am Wasser gebaut, einfach aber nett und sehr relaxt.</p>
<h2>Nafpaktos</h2>
<p>Unser letztes Ziel im Golf von Korinth war im Vergleich zu Trizioni eine Großstadt. Nach 15 nm waren wir fast am Ende des Golfes angelangt, in der 12.000 Einwohner Stadt Nafpaktos. Dort gibt es einen sehr ungewöhnlichen „Hafen“, ein antikes Rund innerhalb der Stadtmauern. Sehr cool, aber ich bin mir sicher, das bereits zwei ankernde Schiffe ihre Ankerketten übereinander werfen müssen, weil es so eng ist. <span style="color: #ffffff;">Galaxidi Delphi Trizioni und Nafpaktos</span></p>
<p>Wir bevorzugten einen Ankerplatz und warfen den Anker in den schlammigen Grund vor der Stadt, gleich an der Stadtmauer. Auf unserem Weg durch den Korinth Kanal, genossen wir nur spiegelglattes Wasser. Nicht so in Nafpaktos. Der Ankerplatz ist nicht gut geschützt und bei 20 kn Wind und passendem Schwell, machte die Rivercafe ein paar Dehnübungen. Nach der Stille der letzten Zeit, war für uns der Lärm einer Stadt und Autoverkehr sehr ungewohnt. Wie schnell man sich an Stille gewöhnt.<span style="color: #ffffff;">Galaxidi Delphi Trizioni und Nafpaktos</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7452" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Anchorage-Nafpaktos-1.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7450" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Nafpaktos-Rivercafe.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7449" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Nafpaktos-harbos.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7447" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Nafpaktos-sunset.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7443" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Nafpaktos-castle-Patras.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7441" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Nafpaktos-Ka-at-castle.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Nafpaktos. Die Bucht, Rivercafe vor dem Hafen, Festung bei Sonnenuntergang, die Festung mit Blick auf die Brücke von Patras, Ka´s Pause nach dem Aufstieg</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7436" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Lightnings.jpg" alt="" width="281" height="375" /></p>
<p><strong>Pures Glück: der blaue Punkt sind wir, um uns herum reichlich Blitzeinschläge</strong></p>
<p>Byzantiner, Franken, Venetianer und Osmanen zofften sich um diese Stadt in strategisch guter Lage, daher auch die enorme Festung. Unsere Freunde Margarete und Dan lagen auch hier und mit der Wandermaschine Dan, erklommen wir die 150 Höhenmeter auf die x-te Festung unserer Reise. Der Ausblick über die Stadt, zur Brücke von Patras und zurück in den Golf war das Workout wert.</p>
<p>Die Abende in Nafpaktos sind sehr charmant. Die Tavernen in der Stadt, an der Festungsmauer und am Wasser füllen sich mit Griechen. Es ertönt griechische Musik, die so wohltuend harmonischer klingt als die so oft gespielte monotonere Musik der (wenigen) Beachclubs. Die Festungsmauern sind festlich angestrahlt und das alles ergibt eine wunderbare Sommernachts-Atmosphäre. Bis Wind und Welle immer unerfreulicher werden. Als der Wind konstant über 20 kn stand, wurde auch die Welle immer nerviger. Fünf Schiffe hielten etwas länger durch, aber dann machten sich alle &#8211; so wie  wir &#8211; wie auf ein Startzeichen los und flüchteten zu ihren jeweiligen neuen Zielen. /<a href="/de/e-contact/">Holger Binz</a></p>
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		<title>Korinth: Spannende 3 Meilen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Holger Binz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2025 13:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Journey]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmeer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kanal von Korinth Darauf habe ich mich schon die gesamte Reise gefreut: die Passage durch den Korinth Kanal. Ka ist schon mal im zarten Alter von 18 Jahren als Backpacker per Touristenkahn durch den Kanal geschippert, mit besten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Kanal von Korinth</h1>
<p>Darauf habe ich mich schon die gesamte Reise gefreut: die Passage durch den Korinth Kanal. Ka ist schon mal im zarten Alter von 18 Jahren als Backpacker per Touristenkahn durch den Kanal geschippert, mit besten Erinnerungen. Ich sah bisher nur Fotos uns lass Geschichten. Es war Zeit für einen Besuch und Transfer mit unserem eigenen Schiff. <span style="color: #ffffff;">Korinth: Spannende 3 Meilen</span></p>
<p>Dieser ikonische Kanal verbindet den Golf von Korinth mit Saronischen Golf und der Ägais. Eine 3 nm lange Abkürzung, erspart bis zu 150 nm rund um das Peloponnes. Zur Römerzeit gab es hier schon einen Landtransport von Schiffen, die über die Enge gezogen wurden. Ohne Dynamit war da nicht viel mit Wasserweg. Der echte, der richtige Kanal mit Wasser, wurde 1881 innerhalb von 12 von Griechen und Franzosen in die Felsen gesprengt. Damit waren Franzosen an den bemerkenswertesten Wasserstraßen der Welt beteiligt: Panama Kanal, Suezkanal und Korinth Kanal. Chapeau.</p>
<p>Ab 1893 konnte dann der richtige Kanal &#8211; mit Wasser &#8211; genutzt werden: 24 m breit, 8 m tief, bis zu 80 m hoch und gut bis zu einer Masthöhe von 52 m. Alles ohne Schleusen und alles im grünen Bereich für die Rivercafe. Anfänglich wollte ich noch Fender ausbringen, um nicht an die Felsen zu schlagen. Aber als ich ein französisches Kriegsschiff auf dem Kanal kommen sah, verwarf ich das. Über den Kanal führen mehrere Straße, die das Peloponnes mit dem Festland verbinden. Ganz Verwegene nutzen eine Brücke auch zum Bungee-Jumping. <span style="color: #ffffff;">Korinth: </span></p>
<p><span style="color: #ffffff;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7356" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Corinth-bungee.jpg" alt="" width="500" height="375" />Spann</span></p>
<p><strong><span style="color: #333333;">Bungee Brücke</span></strong></p>
<h2>Vorbereitungen für den Korinth Kanal</h2>
<p>Aber bevor wir uns das mit eigenen Augen anschauen konnten, mussten wir ein bisschen was organisieren. Unser Ankerplatz in Korfos war 15 nm entfernt vom Kanal. Wir wollten bei schönem Wetter durchfahren und dass mussten wir abpassen. Vor Anker in Korfos schauten wir locker 10-mal am Tag nach den Wetterberichten. Letzte Woche erzählte ich von angesagtem windigen Wetter und wir stellten uns auf einen längeren Stopp in Korfos ein. Dann plötzlich machte der Meltemi das, was ein braver Meltemi machen sollte: sich in die Ägais verziehen. Das Wetter verlagerte sich östlicher und war uns aus den Füßen.</p>
<p>Als das Wetter moderater angesagt wurde, meldete ich uns zwei Tage voraus für eine Passage für den Korinth Kanal an. Man kann alles online machen (<a href="https://corinthcanal.com/">corinthcanal.com)</a>, mit Wunsch für die Passagezeit, Schiffsdaten, Schiffspapiere und Bezahlung. Oder man fährt einfach auf gut Glück hin und fragt über Funk, ob eine Passage möglich ist. Nur wenn man keine Online Anmeldung hat, muss man auf der Süd/Ostseite festmachen und den Papierkram und Bezahlung im Büro erledigen, egal in welche Richtung man fährt.</p>
<h2>Gutes Geschäft</h2>
<p>Wenn ich nochmals jemanden davon reden höre, dass Griechen nicht geschäftstüchtig sein können, dann empfehle ich den Erwerb eines 10er Tickets für die Passage im Korinth Kanal. Es sind die vermutlich teuersten 3 nm der Welt: für die Rivercafe zahlten wir 270 € für eine Passage.</p>
<p>Der Bau kostete damals 30 Mio. Französische Francs gekostet, das würde heute ca. 500 Mio. Euro entsprechen. Es gibt Berechnungen, die gehen von mehrere Milliarden Baukosten aus, sollte der Kanal heute gebaut werden. Das liegt an höheren Standards der Technik, Sicherheit und Umwelt. Also gut, dass der Job bereits erledigt ist. Der Kanal wird allerdings regelmässig für Wartungsarbeiten gesperrt, zwischen 2021 und 2022 sogar für mehr als ein Jahr. Auch heute wird er regelmässig gesperrt, wie vom November 24 bis März 2025. Die nächste Sperrung wird wohl im November 2025 kommen. Wenn der Kanal mal länger offen bleibt, gehen fast 12.000 Schiffe pro Jahr durch, das bringt dann Einnahmen über 5 Mio. €.</p>
<p>Für den nicht so ganz bescheidenen Preis einer Passage, bekommt man aber einen Service vom Feinsten: Bei der Ansteuerung meldet man sich über Funk auf Kanal 11. Eigentlich soll man sich schon reichlich im Voraus melden, aber das manchen nur die ganz Akkuraten.</p>
<p>Bei angesagtem ruhigen Wetter, von 10 bis max. 20 kn, legten wir in Korfos ab. Alle der 8 (!!!) Wettersysteme lagen kolossal falsch. 30 kn und kräftige White Caps gegen uns, das war unser Tag. Was soll das mit den Meteorologen? Machen jetzt nutzlose KI den Job die sie sitzen die den ganzen Tag im Jacuzzi und trinken Cocktails?</p>
<p>Gestresster als gedacht passierten wir die größte Ölraffinerie Griechenlands mit einer beeindruckenden Tankerflotte vor Anker, bis zum PanMax. Unsere Meteorologen Woodoo-Puppen waren gerade fertig, da erreichten wir den Ankerplatz landseitig am Kanal mit einem sandigen Plätzchen, dass uns guten Schutz für eine ruhige Nacht schenkten sollte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7412" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Corinth-Thumbnail.jpg" alt="" width="281" height="375" /></p>
<p><a href="https://youtube.com/shorts/JQ9W1VnCjf0"><strong>Video Impressionen</strong></a></p>
<h2>Die Passage <span style="color: #ffffff;">Korinth: Spannende 3 Meilen</span></h2>
<p>Den Rest des Tages lauschten wir dem Funkaustausch zwischen Schiffen und Corinth Canal Control und waren beeindruckt wie souverän die Jungs (sind tatsächlich nur Jungs) alles im Griff hatten. Vom französischen Kriegsschiff bis zum radebrecht englisch sprechenden Segler, alle werden stressfrei durch den Kanal geführt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7400" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Corinth-moon.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Der Mond geht über dem Kanal unter</strong></p>
<p>Der Kanal ist ein Einbahnkanal, d. h. es wird abwechselnd ein Konvoi von Nord/West nach Süd/Ost zusammengestellt. Während die einen zu der ca. 30-minütigen Passage aufbrechen, stellt Control den Konvoi der anderen Seite zusammen und hält alle auf standby. Segler wie wir, fahren mit eigenem Antrieb zur angesagten Geschwindigkeit. Frachter oder Großschiffe, bekommen einen Lotsen und Schlepper bereitgestellt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7368" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/corinth-clearance-dock.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7369" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/corinth-bar.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Meldedock und eine Bar am Süd/Östlichen Ende</strong></p>
<p>Wie üblich, waren wir früh wach und um es vorwegzusagen: nach dem gebrauchten Tag von gestern, lag ein fantastischer Tag vor uns. Um 7.00 h funkte ich Corinth Canal Control an. Wir nannten den Buchungscode, der auch die Zahlung belegt und der freundliche Lotse meinte, wir sollten doch mal den Anker heben, uns vor den Kanal legen und einer dort wartenden Motoryacht folgen. Wir waren nur zwei Schiffe. Um 7.15 h bogen wir in den Kanal ein. Efcharistó – Parakaló. Merci – gern geschehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7374" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/corinth-flatt-1.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7376" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Corinth-bridges-1.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7372" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Cortinth-bridges-blue-1.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7364" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/corinth-entrance.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7362" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Corinth-bird.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7360" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/corinth-walls-plain.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7358" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/Corinth-Walls.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Jede einzelne Minute war ein Erlebnis. Die Strömung gegen uns war kräftig und wir brauchten etwas Drehzahl, um der Yacht vor uns zu folgen. Was für ein Ereignis. Die abgeschürften Felsen bis zu 80 m über uns, unter uns superklares Wasser. Die Sonne fiel langsam über die Felsenkante in den oberen Bereich und wir sahen den Schatten unseres Mastes entlang der Felswand wandern. Am liebsten hätten wir gestoppt, um schwimmen zu gehen. (Imaginäre Schlagzeile: bescheuerte Yachties aus Luxembourg blockieren den Korinth Kanal). <span style="color: #ffffff;">Korinth: Spannende 3 Meilen</span></p>
<p>Als wir völlig beseelt den Kanal am Nord/Westlichen Ende verließen, machten wir gleich einen Knoten mehr Fahrt. In einem Meer aus Quallen warfen wir eine Angelleine aus, setzten Segel und hielten Kurs auf Galaxidi. Was für ein Tag. 10 kn Wind aus 80 Grad und das Meer glatt wie ein See, brachten uns langsam und entspannt entlang des Golfs von Korinth. Sie Sonne schien, der Himmel blau und als Kirsche auf dem Eis, biss dann auch noch ein Bonito und wir hatten köstlichen Frischfisch.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-7407" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/corinth-house.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7408" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/corinth-exit-gate-1.jpg" alt="" width="500" height="375" /> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7366" src="https://sailrivercafe.com/wp-content/uploads/2025/06/corinth-exit.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><strong>Nord/West Ausgang</strong></p>
<p>Nach 40 nm steuerten wir die Bucht von Galaxidi an und warfen den Anker in einem weiteren Kleinod unserer Reise. /<a href="/de/e-contact/">Holger Binz</a></p>
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