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<!-- google_ad_section_start --><p>Sowohl Abbas als auch Netanjahu sind in Washington und gehen den ersten Gespr&auml;chen, direkten Gespr&auml;chen, seit langem entgegen. Doch in der Heimat g&auml;rt es weiter. Sowohl auf der israelischen als auch auf der pal&auml;stinensischen Seite und in vielen arabischen Gesellschaften gibt es gen&uuml;gend Gegner einer neuen Ann&auml;herung zwischen den Seiten.</p><p>Hauptstreitpunkt d&uuml;rfte die Siedlungspolitik Israels sein und das wohl auch zu Recht. Wie Resolutionen des UN-Sicherheitsrates best&auml;tigen, sind die Siedlungen illegal, da sie auf besetztem Gebiet errichtet wurden und wohl bald wieder errichtet werden, ohne dass sich Abbas dagegen wehren kann.</p><p><span id="more-4322"></span>Abbas ist mehr oder weniger in einer sehr misslichen Lage. F&uuml;r viele gilt er als viel zu schwach, seine Forderungen gegen Israel, geschweige denn gegen die USA durchzusetzen und genau hier d&uuml;rfte der Dreh- und Angelpunkt auch der ausstehenden Gespr&auml;che in Washington sein. Die Gespr&auml;che, die heute beginnen sollen, d&uuml;rften unter dem Einfluss dessen stehen, was sich erst vorgestern in der Westbank ereignete und was deutlich die Auflehnung der Gesellschaft zeigt.</p><p>Im Westjordanland wurden j&uuml;dische Siedler in ihrem Auto erschossen. Auch wenn die israelische Regierung zu Zur&uuml;ckhaltung aufruft: Es g&auml;rt und es d&uuml;rfte wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis erneut Gewaltakte ausbrechen und das Verh&auml;ltnis beeintr&auml;chtigen. Auch wenn in der Bev&ouml;lkerung immer mehr Menschen wirklich den Frieden herbeisehnen, d&uuml;rften radikale Kr&auml;fte und die Politik ihr &Uuml;briges dazu beitragen, die Verst&auml;ndigung zu verhindern.</p><p>Neben Netanjahu und Abbas sind als Vertreter der arabischen Staaten Jordaniens K&ouml;nig Abdullah und &Auml;gyptens Pr&auml;sident Mubarak vor Ort in Washington. Die Ansagen des &auml;gyptischen Staatsoberhauptes sind klar und sind vor allem gegen die allgemeine Ansicht der Pal&auml;stinenser. &Auml;gypten verliert in den Augen der Pal&auml;stinenser immer mehr Ansehen, da es vorrangig nur noch als Vasall Israels gilt und versucht nun die israelischen Interessen  zu unterst&uuml;tzen.</p><p>Ob sich der jordanische K&ouml;nig mehr auf die Seite der Pal&auml;stinenser stellt ist unklar. Klar ist nur, dass auch er wohl an einem Frieden gro&szlig;es Interesse hat. Man solle sich auf eine Zweistaatenl&ouml;sung einigen und das wohl so schnell wie m&ouml;glich. Wenn das mal so einfach w&auml;re und nicht immer die Rechte der Pal&auml;stinenser mit F&uuml;&szlig;en treten w&uuml;rde, w&auml;re dies sicher auch schon geschehen.</p><p>Fakt ist aber, bei aller Kritik, die auch der pal&auml;stinensischen Seite gemacht werden muss, dass Israel gegen internationales Recht verst&ouml;&szlig;t und immer wieder daf&uuml;r sorgt, dass Gewaltakte der Pal&auml;stinenser unschuldige israelische Zivilisten treffen. Selbst der Schutz Amerikas und die Verteidigung israelischen Rechts k&ouml;nnen die Wahrheit nicht verdecken. Pal&auml;stinenser leben unter den Repressalien der Siedler, die in illegalen Siedlungen leben und die Pal&auml;stinenser immer weiter von ihrem Boden verdr&auml;ngen.</p><p>Dass dann radikale Kr&auml;fte, die auf Widerstand setzt, Zulauf und Best&auml;tigung finden, d&uuml;rfte nicht verwunderlich sein. Genauso wenig d&uuml;rfte verwunderlich sein, wenn die heute anstehenden Gespr&auml;che erneut ergebnislos bleiben. Was alle verhandlungsf&uuml;hrenden Seiten immer wieder zu vergessen scheinen, ist die Hamas. Ohne die Hamas wird es wohl nie einen Frieden geben, der erf&uuml;llt und aufrechterhalten werden kann.</p><p>Obama hat sich ein Ziel gesetzt, wie seine Vorg&auml;nger auch schon. Wenn er nicht die Strategie &auml;ndert und endlich auch den Pal&auml;stinensern eine ehrliche Hand reicht, dann d&uuml;rfte er genauso scheitern wie seine Vorg&auml;nger auch. Immerhin sank das Vertrauen in Obama nach anf&auml;nglicher Hoffnung und Euphorie enorm. Man steht der amerikanischen Politik im Allgemeinen sehr argw&ouml;hnisch gegen&uuml;ber.</p><!-- google_ad_section_end --> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.sarsura-syrien.de/nahost-gespraeche-drohen-bereits-vor-aufnahme-erneut-zu-scheitern-4322.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Ramadan in der arabisch-islamischen Gesellschaft</title><link>http://www.sarsura-syrien.de/ramadan-in-der-arabisch-islamischen-gesellschaft-4321.html</link> <comments>http://www.sarsura-syrien.de/ramadan-in-der-arabisch-islamischen-gesellschaft-4321.html#comments</comments> <pubDate>Thu, 02 Sep 2010 03:05:25 +0000</pubDate> <dc:creator>Christian Kopp</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemeines]]></category> <category><![CDATA[Naher Osten]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[aktivisten]]></category> <category><![CDATA[Demonstrationen]]></category> <category><![CDATA[Fasten]]></category> <category><![CDATA[Gesellschaft]]></category> <category><![CDATA[isalm]]></category> <category><![CDATA[Maghreb]]></category> <category><![CDATA[Ramadan]]></category> <category><![CDATA[regieurngen]]></category> <category><![CDATA[zwang]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.sarsura-syrien.de/?p=4321</guid> <description><![CDATA[Es ist fast geschafft: Noch eine Woche und der Ramadan ist f&#252;r dieses Jahr beendet. Dann steht das gro&#223;e Fest, das Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) an und die Muslime genie&#223;en ihre Zeit in ihren Familien und mit ihren Verwandten. Der Ramadan ist f&#252;r viele die wohl wichtigste S&#228;ule des Islams, dessen Einhaltung von h&#246;chster [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start --><p>Es ist fast geschafft: Noch eine Woche und der Ramadan ist f&uuml;r dieses Jahr beendet. Dann steht das gro&szlig;e Fest, das Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) an und die Muslime genie&szlig;en ihre Zeit in ihren Familien und mit ihren Verwandten. Der Ramadan ist f&uuml;r viele die wohl wichtigste S&auml;ule des Islams, dessen Einhaltung von h&ouml;chster Bedeutung ist.</p><p>In islamischen Gesellschaften ist das Leben w&auml;hrend der Zeit eingeschr&auml;nkt, in B&uuml;ros, Institutionen und in anderen Arbeitsst&auml;tten l&auml;uft alles nur mit halber Kraft voraus, man nutzt den Monat lieber zu religi&ouml;ser Erf&uuml;llung und Besinnung auf das Innere, den religi&ouml;sen Ausgleich als auf irdische Forderungen. Gerade in den Sommermonaten, in denen die Hitze unertr&auml;glich scheint, l&auml;hmt der Ramadan die Wirtschaft der L&auml;nder beinahe.</p><p><span id="more-4321"></span></p><p>Obwohl der Ramadan f&uuml;r viele Gl&auml;ubige nicht nur eine religi&ouml;se Pflichterf&uuml;llung und Hingabe an den Glauben in Gott ist, ist er auch ein gesellschaftliches Ph&auml;nomen mit vielen Traditionen. Manch einer in den arabisch-islamischen Gesellschaften riskiert es vielleicht sogar, den Ramadan als gesellschaftlichen Zwang anzusehen, der mit freier Religionsaus&uuml;bung wenig zu tun hat.</p><p>Es haben sich eine Hand voll Aktivistinnen und B&uuml;rgerinitiativen gefunden und gegr&uuml;ndet, die vor allem im Maghreb, also in Marokko, Algerien und Tunesien, immer intensiver daf&uuml;r eintreten wollen, den Fastenzwang aufzuheben. Hierbei wollen sie keinesfalls die Grundfeste des Islams in Frage stellen, sondern lediglich darauf aufmerksam machen, dass die Regierungen trotz Verankerung der Freiheiten der Individuen immer wieder diesen Festlegungen entgegenwirken.</p><p>Bisher ist es eine &uuml;berschaubare Anzahl derjenigen, die sich daf&uuml;r einsetzen, dass wohl jeder einzelne Muslim f&uuml;r sich allein entscheiden soll, ob er fastet oder nicht. Ihrer Meinung nach ist das nicht Aufgabe der Regierung. Doch in den Gesellschaften und Staaten zeigt sich ein anderes Bild: Wer &ouml;ffentlich gegen das Fasten verst&ouml;&szlig;t, riskiert eine Haftstrafe. Ob das zu weit geht oder nicht und vor allem, ob das &uuml;ber die Befugnisse der Regierungen hinausgeht, ist eine hitzige Debatte, die von den Aktivisten und B&uuml;rgerinitiativen immer wieder versucht wird, anzuheizen.</p><p>Der Ramadan ist eine religi&ouml;se Pflicht eines jeden Muslims, der k&ouml;rperlich und psychisch dazu in der Lage ist. Ob dies dann vom Staat noch kontrolliert und durchgesetzt werden muss, ist fraglich. Die wenigen Aktivisten, die es derzeit gibt, zeigen zwar deutlich, dass es einen Wandel in den arabischen Gesellschaften gibt, dass man immer mehr bem&uuml;ht ist, die Religion als Privatangelegenheit zu betrachten, aber damit werden sie wohl nicht weit kommen.</p><p>Die Aktivisten sto&szlig;en mit ihren Forderungen bisher eher auf Ablehnung denn auf Unterst&uuml;tzung, gerade weil jeder die hohe Bedeutung des Ramadans kennt und diese auch sch&auml;tzt, demzufolge alles daf&uuml;r tut, die Regeln einzuhalten und umzusetzen. Mit der Forderung nach Aufhebung des Fastenzwangs werden sie wohl in den n&auml;chsten Jahren nicht sehr weit kommen, auch wenn sie zeigen, dass es &Auml;nderungen gibt.</p><p>Der gegenw&auml;rtige Trend, der in vielen arabischen Gesellschaften aber erkennbar ist, ist nicht unbedingt der Weg zu uneingeschr&auml;nkter Freiheit und Zur&uuml;ckdr&auml;ngung der Religion in die Privatsph&auml;re sondern die Steigerung der religi&ouml;sen Bedeutung in den Gesellschaften. Nicht nur in den maghrebinischen L&auml;ndern ist eine Re-Islamisierung erkennbar, sie zieht sich durch fast alle arabischen Gesellschaften.</p><p>Dass dieser Trend schlecht ist, dar&uuml;ber w&auml;re ich mir nicht so sicher, solang man die Besinnung auf Religion nicht verwechselt mit dem Unterst&uuml;tzen radikaler, islamistischer Bestrebungen, ist dies vielleicht sogar ein Zeichen des Protests gegen die rasante Entwicklung in der Staaten und der zu gro&szlig;e Einfluss der westlichen Gesellschaften.</p><p>Eins steht fest: Der Ramadan geh&ouml;rt zu den wichtigsten Pflichten eines Muslims, diesen nachzukommen obliegt wohl jedem einzelnen selbst. Auf das Einnehmen von Speisen und Getr&auml;nken in der &Ouml;ffentlichkeit zu verzichten d&uuml;rfte wohl durchaus machbar und akzeptabel sein. Die Aktivisten, deren Bestrebungen man zwar vielleicht nachvollziehen kann (bis zu einem bestimmten Punkt) werden aber sicher sobald nicht so viel positive Resonanz bekommen, dass sie ihren Kampf wirklich f&uuml;hren k&ouml;nnen, so f&uuml;hren k&ouml;nnen, dass die Regierungen dem Inhaftieren Fastenbrechender bald abschw&ouml;ren.</p><!-- google_ad_section_end --> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.sarsura-syrien.de/ramadan-in-der-arabisch-islamischen-gesellschaft-4321.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Nahost: Erste Gespräche in Washington unter schlechten Vorzeichen</title><link>http://www.sarsura-syrien.de/nahost-erste-gespraeche-in-washington-unter-schlechten-vorzeichen-4320.html</link> <comments>http://www.sarsura-syrien.de/nahost-erste-gespraeche-in-washington-unter-schlechten-vorzeichen-4320.html#comments</comments> <pubDate>Wed, 01 Sep 2010 04:21:14 +0000</pubDate> <dc:creator>Christian Kopp</dc:creator> <category><![CDATA[Amerika]]></category> <category><![CDATA[Naher Osten]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Angriffe]]></category> <category><![CDATA[Drohungen]]></category> <category><![CDATA[friedensgespräche]]></category> <category><![CDATA[Hamas]]></category> <category><![CDATA[Nahostkonflikt]]></category> <category><![CDATA[überfall]]></category> <category><![CDATA[unsicherheit]]></category> <category><![CDATA[Washington]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.sarsura-syrien.de/?p=4320</guid> <description><![CDATA[In seiner Fernsehansprache verk&#252;ndete Obama das Ende des Irak-Einsatzes. Nun gilt seine ganze Aufmerksamkeit Afghanistan und dem Nahostkonflikt. Hier sollen endlich H&#252;rden genommen werden und mit Gespr&#228;chen begonnen werden. Am Donnerstag sollen Abbas und Netanjahu erstmals nach 2008 wieder zu direkten Friedensgespr&#228;chen zusammenkommen. 2008 wurden die Verhandlungen endg&#252;ltig unterbrochen als Israel im Gazastreifen einmarschierte und [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start --><p>In seiner Fernsehansprache verk&uuml;ndete Obama das Ende des Irak-Einsatzes. Nun gilt seine ganze Aufmerksamkeit Afghanistan und dem Nahostkonflikt. Hier sollen endlich H&uuml;rden genommen werden und mit Gespr&auml;chen begonnen werden. Am Donnerstag sollen Abbas und Netanjahu erstmals nach 2008 wieder zu direkten Friedensgespr&auml;chen zusammenkommen.</p><p>2008 wurden die Verhandlungen endg&uuml;ltig unterbrochen als Israel im Gazastreifen einmarschierte und dort f&uuml;r eine humanit&auml;re Katastrophe sorgte. Seither konnte man sich nicht darauf einigen, wieder an einen Tisch zu kommen. Die Ans&auml;tze beider Regierungen sind wohl zu unterschiedlich, auch wenn immer wieder das Interesse an Friedensgespr&auml;chen bekundet (oder geheuchelt – wer wei&szlig; das schon) wird.</p><p><span id="more-4320"></span>Bereits heute werden neben Netanjahu und Abbas der jordanische K&ouml;nig Abdullah II und der &auml;gyptische Staatspr&auml;sident Husni Mubarak in Washington erwartet, wo ein festliches Dinner den Auftakt einer hoffentlich neuen, besseren Etappe in Sachen Nahost-Konflikt einleiten wird. Doch bei aller Hoffnung auf die Gespr&auml;che in Washington, ist die Stimmung doch sehr ged&auml;mpft und bereits sehr gespannt.</p><p>Die Hamas, die Israel nicht als Staat anerkennt und demzufolge auch jegliche Verhandlungen ablehnt, hat damit begonnen, die Verhandlungen zwischen beiden Seiten zu unterlaufen, indem bei einem &Uuml;berfall im Westjordanland vier Menschen umgebracht wurden. Aus einem Versteck heraus feuerten Anh&auml;nger des militanten Armes der Hamas auf ein Auto, in dem eine israelische Familie unterwegs war.</p><p>Mit diesem neuen Vorfall wird nat&uuml;rlich sofort, noch vor Beginn der Friedensgespr&auml;che, ein Schleier &uuml;ber die Hoffnungen geworfen. Die israelische Regierung k&uuml;ndigte bereits an, die M&ouml;rder, die auf so eine Art und Weise nicht nur das Leben der Israelis eiskalt ausl&ouml;schten, sondern auch die Gespr&auml;che gef&auml;hrden, zur Rechenschaft zu ziehen und hart zu bestrafen.</p><p>Obwohl der Anschlag der Militanten auf den Stra&szlig;en im Westjordanland von vielen B&uuml;rgern durch eine Demonstration unterst&uuml;tz wurde, verurteilte der pal&auml;stinensische Regierungschef Salam Fajad den Vorfall aufs Sch&auml;rfste. Welcher Schritt nun folgen wird und ob Israel gewaltsam vorgeht bei der Rache f&uuml;r die unschuldigen Opfer ist noch unklar. Die Worte waren schon sehr deutlich.</p><p>Barack Obama h&auml;lt w&auml;hrend dessen eisern an seinem Vorhaben fest, die Friedensgespr&auml;che innerhalb eines Jahres zu beenden und Frieden zwischen beiden Seiten herzustellen und vielleicht einen unabh&auml;ngigen pal&auml;stinensischen Staat zu haben. Wenn er da mal nicht die Rechnung ohne die Betroffenen macht. Zwar bekundet Netanjahu Interesse daran, einen wirklichen Frieden zu schaffen, der nicht nur floskelhaft auf Papier notiert wird, dennoch k&uuml;ndigt er auch gleich an, er werde es nicht zulassen, dass ein erneuter Raketenhagel auf Israel trifft.</p><p>Der Schutz der israelischen Bev&ouml;lkerung ist oberste Priorit&auml;t. Wenn der Frieden hergestellt und die Sicherheit der israelischen Bev&ouml;lkerung gew&auml;hrleistet werden kann, dann ist Netanjahu scheinbar auch zu Kompromissen bereit. Ob dem wirklich so ist, wird man sp&auml;testens in drei Wochen sehen. Dann endet n&auml;mlich das zehnmonatige Moratorium zum Siedlungsstopp. Wie es weiter geht steht noch nicht fest.</p><p>Fest steht aber, dass die pal&auml;stinensische Seite sicher die Verhandlungen wieder abbrechen wird, wird das Moratorium nicht verl&auml;ngert, denn der Siedlungsstopp ist eine der wichtigsten Forderungen Pal&auml;stinas in Sachen Friedensvertrag. Wie die Chancen sonst stehen, l&auml;sst sich schlecht sagen. Die ersten Gespr&auml;che in Washington d&uuml;rften aber ein vorsichtiges Schnuppern ohne gro&szlig;e Erfolgschancen sein, auch wenn sich Obama sicher anderes erhofft. Man neigt dazu, die gleichen Fehler, die schon immer begangen wurden, wieder zu begehen.</p><p>Dazu geh&ouml;rt der Ausschluss der Hamas bzw. die noch immer fehlende Verst&auml;ndigung und Ann&auml;herung zwischen der pal&auml;stinensischen Regierungspartei Fatah und der Hamas. Es fehlen weiterhin Rahmenbedingungen f&uuml;r die Friedensgespr&auml;che und es gibt bisher keine Zusicherungen, dass der Siedlungsbau auch weiterhin verboten bleibt. Selbst im Westjordanland hat man ja erneut mit Siedlungsbauten begonnen. Dies alles deutet also weniger auf ernsthafte Friedensgespr&auml;che denn auf neue Konflikte hin.</p><!-- google_ad_section_end --> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.sarsura-syrien.de/nahost-erste-gespraeche-in-washington-unter-schlechten-vorzeichen-4320.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Hungerstreik für Familienzusammenführung</title><link>http://www.sarsura-syrien.de/hungerstreik-fuer-familienzusammenfuehrung-4319.html</link> <comments>http://www.sarsura-syrien.de/hungerstreik-fuer-familienzusammenfuehrung-4319.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 31 Aug 2010 04:57:11 +0000</pubDate> <dc:creator>Sara Hoffmeier</dc:creator> <category><![CDATA[Deutschland]]></category> <category><![CDATA[Naher Osten]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[aufenthaltsrecht]]></category> <category><![CDATA[Berlin]]></category> <category><![CDATA[firas maraghy]]></category> <category><![CDATA[hungerstreik]]></category> <category><![CDATA[Israel]]></category> <category><![CDATA[Palästinenser]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.sarsura-syrien.de/?p=4319</guid> <description><![CDATA[Der Kampf um die Heilige Stadt, um Jerusalem und Israel zieht seinen Schatten bis nach Deutschland. Auch anderenorts au&#223;erhalb der israelischen Staatsgrenzen d&#252;rften &#228;hnliche Beispiele bekannt sein. Derzeit hungert ein Pal&#228;stinenser, Firas Maraghy, vor der israelischen Botschaft in Berlin, um sich f&#252;r seine Rechte und die Rechte seiner knapp einj&#228;hrigen Tochter einzusetzen. Was er erreichen [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start --><p>Der Kampf um die Heilige Stadt, um Jerusalem und Israel zieht seinen Schatten bis nach Deutschland. Auch anderenorts au&szlig;erhalb der israelischen Staatsgrenzen d&uuml;rften &auml;hnliche Beispiele bekannt sein. Derzeit hungert ein Pal&auml;stinenser, Firas Maraghy, vor der israelischen Botschaft in Berlin, um sich f&uuml;r seine Rechte und die Rechte seiner knapp einj&auml;hrigen Tochter einzusetzen.</p><p>Was er erreichen will: Er will, dass seine Tochter in seinen Papieren, in seinem Passierschein eingetragen wird, damit auch sie das Recht hat, in Jerusalem zu leben. Doch die ganze Sache scheint alles andere als einfach zu sein. Zwar haben sich Mitarbeiter und selbst der Botschafter schon an Firas Miraghy gewandt, um &uuml;ber L&ouml;sungen zu verhandeln, die waren aber alle nicht aussagekr&auml;ftig und &uuml;berzeugend genug.</p><p><span id="more-4319"></span>Im Wirrwarr der B&uuml;rokratie, die Israel sich in seinem politischen Kampf auferlegt hat, gibt es immer wieder neue Gesetzte, Stolpersteine und &Auml;nderungen, die den Bewohnern, vor allem den pal&auml;stinensischen Bewohnern, das Leben unn&ouml;tig erschweren. Alles nur, weil man vor allem die Stadt Jerusalem nicht teilen will. Der Staat Israel beansprucht Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt seines Landes, doch auch die Pal&auml;stinenser erheben Anspr&uuml;che auf die Stadt, zu Recht.</p><p>Zwei V&ouml;lker k&auml;mpfen um eine Heimat. Dabei bleiben meist die einfachen Menschen auf der Strecke, Menschen wie Firas, die keinen anderen Ausweg mehr wissen, um sich gegen die Repressalien der Oberen zu wehren. Vor einem Monat ist er in Hungerstreik getreten und verharrt bei Wind und Wetter vor der israelischen Botschaft in Berlin, um so f&uuml;r seine kleine Tochter die Garantie zu erlangen, dass auch sie in ihrer (zweiten) Heimat Jerusalem aufwachsen darf.</p><p>Sowohl Menschenrechtler als auch Friedensaktivisten und Neugierige tummeln sich ebenfalls Tag f&uuml;r Tag vor der israelischen Botschaft, doch noch scheint die Sympathie aller nicht so weit zu reichen, sich mit Firas Maraghy gemeinsam aufzubauen und den Forderungen Nachdruck zu verleihen. Ob sich die Mitarbeiter und das Botschafterb&uuml;ro von der Aktion beeinflussen lassen, ist unklar.</p><p>Wie erw&auml;hnt, gab es zwar schon einige Angebote, die klingen aber eher nach Ma&szlig;nahmen, den Mann vor der Botschaft wegzubekommen, als wirklich eine L&ouml;sung zu finden, bzw. dem Mann einfach nur zu helfen. Man schlug ihm eine Reise nach Jerusalem vor, um dort bei den Beh&ouml;rden vorzusprechen und seine Tochter eintragen zu lassen, doch die M&uuml;hlen der B&uuml;rokratie in Israel mahlen nicht nur langsam, sondern auch immer wieder in eine andere Richtung.</p><p>Firas Maraghy will sich nicht einfach abspeisen lassen und aus diesem Grund f&uuml;hrt er seinen Hungerstreik fort. Wie lange sein K&ouml;rper den Entzug von N&auml;hrstoffen noch durchhalten wird ist fraglich, genauso fraglich ist auch, ob sich die israelische Botschaft erweichen l&auml;sst und seine Tochter in seinen Passierschein eintr&auml;gt, der nicht einmal sicher f&uuml;r Firas ist.</p><!-- google_ad_section_end --> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.sarsura-syrien.de/hungerstreik-fuer-familienzusammenfuehrung-4319.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Irak: Amerikanischer Truppenabzug zu früh</title><link>http://www.sarsura-syrien.de/irak-amerikanischer-truppenabzug-zu-frueh-4318.html</link> <comments>http://www.sarsura-syrien.de/irak-amerikanischer-truppenabzug-zu-frueh-4318.html#comments</comments> <pubDate>Tue, 31 Aug 2010 04:30:16 +0000</pubDate> <dc:creator>Sara Hoffmeier</dc:creator> <category><![CDATA[Amerika]]></category> <category><![CDATA[Naher Osten]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Irak]]></category> <category><![CDATA[Iran]]></category> <category><![CDATA[konfessionen]]></category> <category><![CDATA[kriegsgefahr]]></category> <category><![CDATA[Regierungsbildung]]></category> <category><![CDATA[schadenfreude]]></category> <category><![CDATA[Truppenabzug]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.sarsura-syrien.de/?p=4318</guid> <description><![CDATA[Barack Obama hat seine Mission im Irak beendet. Er erkl&#228;rt das Land f&#252;r souver&#228;n und hielt am Truppenabzug fest. Die Truppen, die nun noch vor Ort sind, sollen helfen, die irakischen Sicherheitskr&#228;fte auszubilden. Dass die Sicherheitskr&#228;fte v&#246;llig &#252;berfordert sind, zeigen die Anschl&#228;ge, die sich in der vergangenen Zeit wieder vermehren und das ganz Land &#252;berschwemmen. [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start --><p>Barack Obama hat seine Mission im Irak beendet. Er erkl&auml;rt das Land f&uuml;r souver&auml;n und hielt am Truppenabzug fest. Die Truppen, die nun noch vor Ort sind, sollen helfen, die irakischen Sicherheitskr&auml;fte auszubilden. Dass die Sicherheitskr&auml;fte v&ouml;llig &uuml;berfordert sind, zeigen die <a title="Irak: Nach Truppenabzug neue Gewalt landesweit" href="http://www.sarsura-syrien.de/irak-nach-truppenabzug-neue-gewalt-landesweit-4309.html" target="_blank">Anschl&auml;ge,</a> die sich in der vergangenen Zeit wieder vermehren und das ganz Land &uuml;berschwemmen.</p><p>Doch davon scheint der amerikanische Pr&auml;sident nichts wissen zu wollen. Es ist wohl jedem selbst &uuml;berlassen zu &uuml;berlegen, ob der den f&uuml;r beendet erkl&auml;rten Krieg im Irak als Erfolg Obamas oder eher als desastr&ouml;se Niederlage ansieht. Was die derzeitige Sicherheit im Land betrifft, so ist wohl jeder im Recht, der Obama ob seiner Politik anklagt und sich beschwert, in Notzeiten allein gelassen worden zu sein.</p><p><span id="more-4318"></span>Selbst f&uuml;r Barack Obama kann das alles kein wirklicher Erfolg sein: Noch immer leben nicht nur Millionen irakischer Fl&uuml;chtlinge im Ausland ohne Hoffnung auf eine (baldige) R&uuml;ckkehr. Von den Binnenfl&uuml;chtlingen ganz zu schweigen, sie haben ihre H&auml;user und ihr Hab und Gut verloren und werden wohl nie wieder zur&uuml;ckkehren k&ouml;nnen, weil ihre Heimatd&ouml;rfer nun von anderen Religionsgruppen bev&ouml;lkert sind, die genauso um ihr Leben bangen und f&uuml;rchten.</p><p>Die Regierung in Baghdad unter Nuri al-Maliki war nicht in der Lage f&uuml;r Ruhe und Ordnung zu sorgen und das Land zu einer stabilen Region auszubauen. Nun streiten Regierungsmitglieder und Parteien seit f&uuml;nf Monaten &uuml;ber die neue Zusammensetzung der Regierung, w&auml;hrend das Land erneut im Chaos zu versinken droht. Die USA wollen die Verantwortung in die H&auml;nde der irakischen Regierung geben und das so schnell wie m&ouml;glich, die Frage ist nur, an welche Regierung sie sich dabei wenden wollen.</p><p>Seit der US-Invasion im Irak gingen die Sicherheit und die Stabilit&auml;t den Bach hinunter. Derjenige, der sich &uuml;ber genau diese Entwicklung freuen d&uuml;rfte ist Ahmadinedschad, der seit 2003 seinen Einfluss beeindruckend ausbauen konnte und sogar Chancen bekommt, seine Politik in den Irak zu transportieren. <a title="Alawi: Kriegsgefahr gegen Iran w&auml;chst" href="http://www.sarsura-syrien.de/alawi-kriegsgefahr-gegen-iran-waechst-4315.html" target="_blank">Ahmadinedschad</a> ist der Gewinner und freut sich &uuml;ber die misslungene Mission der Amerikaner, die zun&auml;chst so vielversprechend begann.</p><p>H&auml;tten sich die Amerikaner wirklich durchsetzen k&ouml;nnen und so einiges besser begonnen, k&ouml;nnte der Irak nun eine starke Nation sein, die die Interessen der USA st&uuml;tz und sich vor allem auch gegen den Iran h&auml;tte durchsetzen k&ouml;nnen. Doch wer ohne wirkliche Aufbaupl&auml;ne zu aller erst daran interessiert ist, Bestehendes zu zerst&ouml;ren, muss mit den Konsequenzen leben und sich mit diesen auseinandersetzen.</p><p>Nun droht der Irak erneut in eine Gewaltwelle zu rutschen, in der sich die Religionsgruppen bekriegen, um sich gegen die jeweils andere durchzusetzen. Von Recht und Ordnung kann im Irak beim besten Willen nicht die Rede sein. Der Diktator ist weg, die Freiheit da, jedoch ist die Freiheit nach amerikanischem Vorbild mindestens genauso gescheitert wie die Diktatur. Nun droht Anarchie und ein neuer B&uuml;rgerkrieg. Die Frage ist, weil lange es dauern wird, bis die USA erneut Truppen ins Land schicken muss, um die Situation zu stabilisieren und den B&uuml;rgerkrieg zu beenden.</p><p>Der Abzug aus dem Irak k&ouml;nnte verfr&uuml;ht und &uuml;bereilt durchgef&uuml;hrt worden sein. Ob Obama geschickte Strategien hat, die f&uuml;r Au&szlig;enstehende kaum oder gar nicht nachvollziehbar sind, ist fraglich. Sicher ist nur, dass Obama durch die Beendigung des Krieges im Irak und dem Truppenabzug eindeutig Stimmen im eigenen Land sichern will.</p><!-- google_ad_section_end --> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.sarsura-syrien.de/irak-amerikanischer-truppenabzug-zu-frueh-4318.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Jemen in den Fängen von al-Qaida</title><link>http://www.sarsura-syrien.de/jemen-in-den-faengen-von-al-qaida-4317.html</link> <comments>http://www.sarsura-syrien.de/jemen-in-den-faengen-von-al-qaida-4317.html#comments</comments> <pubDate>Mon, 30 Aug 2010 04:19:20 +0000</pubDate> <dc:creator>Sara Hoffmeier</dc:creator> <category><![CDATA[Naher Osten]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[al-Qaida]]></category> <category><![CDATA[angst]]></category> <category><![CDATA[Anschläge]]></category> <category><![CDATA[bekämpfung]]></category> <category><![CDATA[Jemen]]></category> <category><![CDATA[Regierung]]></category> <category><![CDATA[überfälle]]></category> <category><![CDATA[USA]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.sarsura-syrien.de/?p=4317</guid> <description><![CDATA[Im Jemen spitzt sich die Situation zu und l&#228;sst das Leben immer gef&#228;hrlicher werden, zumindest wird die Regierung vor harte Proben gestellt. Der Pr&#228;sident Ali Abdullah Saleh, der bisher eher die Feinde der Regierung in den Separatisten im S&#252;den und in den Huthi-Rebellen im Norden sah, muss sich nun wohl korrigieren. Die al-Qaida nutzt den [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start --><p>Im Jemen spitzt sich die Situation zu und l&auml;sst das Leben immer gef&auml;hrlicher werden, zumindest wird die Regierung vor harte Proben gestellt. Der Pr&auml;sident Ali Abdullah Saleh, der bisher eher die Feinde der Regierung in den Separatisten im S&uuml;den und in den Huthi-Rebellen im Norden sah, muss sich nun wohl korrigieren.</p><p>Die al-Qaida nutzt den Jemen schon seit einer geraumen Zeit als R&uuml;ckzugsgebiet, um neue Kr&auml;fte zu tanken, aber auch um neue Mitstreiter zu werben und diese auszubilden. Dies alles kann im Jemen, zumindest derzeit noch, relativ ungehindert und unentdeckt geschehen, obwohl sp&auml;testens seit dem vereitelten Anschlag in Detroit im Dezember vergangenen Jahres, der Jemen auch offiziell in das Interessengebiet Amerikas r&uuml;ckte.</p><p><span id="more-4317"></span>Zwar war der amerikanische Geheimdienst schon wesentlich l&auml;nger im Land und beobachtete gef&auml;hrliche Vorg&auml;nge sowie alles, was mit terroristischen Bewegungen zu tun hatte. Erst mit den K&auml;mpfen gegen die Huthi Rebellen und dem Abfeuern amerikanischer Munition tritt Amerika immer deutlicher und offener im Kampf gegen den Terror im Jemen auf und ein.</p><p>Nun wurde im S&uuml;djemen erneut eine Patrouille &uuml;berfallen, wobei Soldaten ums Leben kamen. Es wurde bereits verk&uuml;ndet, dass die T&auml;ter dieses Anschlags ebenfalls, wie bei anderen Anschl&auml;gen zuvor, in den Reihen der al-Qaida zu suchen sind. Immer wieder und vor allem immer h&auml;ufiger greifen al-Qaida-K&auml;mpfer regierungstreue Truppen und St&auml;mme an, die sich der Regierung verpflichten.</p><p>Die Regierung um Ali Abdullah Saleh hat im Jemen au&szlig;erhalb der Hauptstadt kaum Anerkennung geschweige denn Anh&auml;nger, die die Interessen der Regierung vertreten und unterst&uuml;tzen w&uuml;rde. Jeder Stamm versucht f&uuml;r sich, das Beste aus der ganzen Situation herauszuholen. Die Entt&auml;uschung &uuml;ber die korrupte und schwache Regierung treibt viele Stammesf&uuml;hrer in die F&auml;nge von al-Qaida.</p><p>W&auml;hrend al-Qaida den Jemen zun&auml;chst als R&uuml;ckzugsgebiet nutzte, wird nun immer deutlicher, dass es jetzt darum geht, Chaos zu schaffen und die Regierung herauszufordern, sie noch weiter zu schw&auml;chen, um dann die entstehenden L&uuml;cken zu nutzen und sich einen Vorteil zu verschaffen. Die al-Qaida will die Kontrolle im Jemen gewinnen und das k&ouml;nnte ihr bei der Lage in diesem Land gut gelingen.</p><p>Zwar erh&auml;lt die Regierung Unterst&uuml;tzung, die d&uuml;rfte aber bei weitem noch nicht ausgebaut genug sein, um wirklich den Regierenden unter die Arme zu greifen und sie in ihrer Position zu sichern. Allzu viel Unterst&uuml;tzung will die Regierung dann auch nicht, die Gefahr, sich von den USA und dem Westen abh&auml;ngig zu machen, ist viel zu gro&szlig;.</p><p>Die Realit&auml;t im Jemen zeigt aber, dass sich hier bald etwas tun muss. Die Bef&uuml;rchtungen seitens der Amerikaner, dass amerikanische oder andere ausl&auml;ndische Einrichtungen angegriffen werden k&ouml;nnten, wachsen st&auml;ndig. Man will versuchen, sich so gut es geht, gegen die Terroristen zu verteidigen und der Regierung im Kampf den R&uuml;cken zu st&auml;rken.</p><p>Wie sich die Situation weiter entwickeln wird, ist unklar. Klar ist nur, dass die al-Qaida gute Chancen haben, gr&ouml;&szlig;eren Einfluss in der Bev&ouml;lkerung zu erreichen, da die weit verbreitete Armut und Hoffnungslosigkeit, gute Wegbereiter sind, sich falschen Versprechungen hinzugeben und sich demzufolge dann der falschen Seite anzuschlie&szlig;en.</p><p>Die Regierung im Jemen wird ihre Vers&auml;umnisse wohl kaum wieder gut machen k&ouml;nnen, selbst bei allen Bem&uuml;hungen. Die Wirtschaft des Landes bricht immer mehr zusammen und der Pr&auml;sident hat weder Mittel noch das K&ouml;nnen, sich der Bek&auml;mpfung der Armut zu stellen und f&uuml;r neue Hoffnungen im Land zu sorgen.</p><!-- google_ad_section_end --> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.sarsura-syrien.de/jemen-in-den-faengen-von-al-qaida-4317.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Nahost: Angespannte Lage zwischen Syrien, Libanon und Israel</title><link>http://www.sarsura-syrien.de/nahost-angespannte-lage-zwischen-syrien-libanon-und-israel-4316.html</link> <comments>http://www.sarsura-syrien.de/nahost-angespannte-lage-zwischen-syrien-libanon-und-israel-4316.html#comments</comments> <pubDate>Sun, 29 Aug 2010 06:22:23 +0000</pubDate> <dc:creator>Sara Hoffmeier</dc:creator> <category><![CDATA[Naher Osten]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Angriffe]]></category> <category><![CDATA[armeeaufstockung]]></category> <category><![CDATA[Drohungen]]></category> <category><![CDATA[Grenzstreitigkeiten]]></category> <category><![CDATA[Hisbollah]]></category> <category><![CDATA[Israel]]></category> <category><![CDATA[Libanon]]></category> <category><![CDATA[luftabwehr]]></category> <category><![CDATA[Syrien]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.sarsura-syrien.de/?p=4316</guid> <description><![CDATA[Die Region Israel-Libanon-Syrien ist derzeit wieder eine der Regionen, in denen es brodelt und der Ausbruch von K&#228;mpfen bef&#252;rchtet werden muss, wobei sich sehr viele der Angaben noch auf Ger&#252;chte st&#252;tzen. Leider steckt aber in vielen Ger&#252;chten doch ein Teil Wahrheit drin, der die Bedrohung schon real werden l&#228;sst und zumindest &#252;ber die Option bewaffnete [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start --><p>Die Region Israel-Libanon-Syrien ist derzeit wieder eine der Regionen, in denen es brodelt und der Ausbruch von K&auml;mpfen bef&uuml;rchtet werden muss, wobei sich sehr viele der Angaben noch auf Ger&uuml;chte st&uuml;tzen. Leider steckt aber in vielen Ger&uuml;chten doch ein Teil Wahrheit drin, der die Bedrohung schon real werden l&auml;sst und zumindest &uuml;ber die Option bewaffnete Auseinandersetzung nachdenken l&auml;sst.</p><p>Zum einen wurde der Konflikt zwischen Israel und der pal&auml;stinensischen Seite hinsichtlich der Verschleppung des Soldaten Gildad Schalit noch immer nicht gekl&auml;rt. Vor mehr als vier Jahren wurde der junge israelische Soldat von radikalen pal&auml;stinensischen Kr&auml;ften entf&uuml;hrt, einer der Ausl&ouml;ser f&uuml;r den Einmarsch der israelischen Armee auf libanesisches Gebiet.</p><p><span id="more-4316"></span>Seither gibt es immer mal wieder Verhandlungen, die aber noch nie zum beidseitigen Einvernehmen zu einem Ende gebracht werden konnten. Die Pal&auml;stinenser wollen im Austausch mit dem israelischen Soldaten hunderte ihrer Anh&auml;nger frei kaufen, die an verschiedenen Anschl&auml;gen und Attacken gegen die israelische Seite beteiligt gewesen sein sollen.</p><p>Anl&auml;sslich des Geburtstages von Soldat Schalit kam es in den Stra&szlig;en von Jerusalem zu Demonstrationen, die erneut auf die missliche Lage aufmerksam machte. Bis heute steht nicht einmal hundertprozentig fest, ob der Soldat &uuml;berhaupt noch lebt.</p><p>Des Weiteren teilte ein US-Gesandter an der libanesisch-israelischen Grenze mit, dass die israelische Armee bereit sei, ihre Truppen in den S&uuml;dlibanon zu schicken und dort alle vermuteten Waffenarsenale der Hisbollah innerhalb k&uuml;rzester Zeit zerst&ouml;ren k&ouml;nnte. Die Nervosit&auml;t und die Vorbereitungen auf einen eventuellen Einmarsch in den Libanon kamen auf, nachdem vor kurzem vier israelische Soldaten bei einem bewaffneten Konflikt ihr Leben verloren.</p><p>Eigentlich sollte der S&uuml;dlibanon entmilitarisierte Zone sein, die von internationalen Beobachtungstrupps im Auge behalten werden soll, doch die Hisbollah schafft es, die Soldaten zu t&auml;uschen und ihre Waffenlager heimlich zu f&uuml;llen. Dabei gelten ihnen meist Wohnh&auml;user und andere unauff&auml;llige Verstecke, um die Waffen zu verstauen. Die Bev&ouml;lkerung, die mehrheitlich die Hisbollah unterst&uuml;tzt, steht nat&uuml;rlich auf deren Seite und deckt die Vorg&auml;nge im S&uuml;dlibanon.</p><p>Die israelischen Truppen ihrerseits sind bereit bei weiteren Vorf&auml;llen im Grenzbereich erneut in den Libanon einzudringen. Drohungen diesbez&uuml;glich gibt es bereits. Der Einmarsch in libanesisches Territorium und die Zerst&ouml;rung der Waffenlager der Hisbollah w&uuml;rde aber auf jeden Fall einen neuen Krieg zwischen beiden L&auml;ndern heraufbeschw&ouml;ren, zumal die Situation derzeit schon mehr als angespannt ist.</p><p>Um dem Ganzen noch eins aufzusetzen kursieren Ger&uuml;chte dar&uuml;ber, dass Israel plane St&uuml;tzpunkte der Hisbollah in Syrien anzugreifen. Die Zeitung „ar-Ray“ aus Kuwait berichtete unter Berufung auf derartige Hinweise aus europ&auml;ischen Quellen davon, dass die syrische Armee diesbez&uuml;glich schon in Alarmbereitschaft sei.</p><p>Angeblich wurde die syrische Luftabwehr verst&auml;rkt und besonders im Grenzgebiet zu Israel stationiert. Einen israelischen Luftangriff wie vor drei Jahren, als ein Atomreaktor in Syrien von einem israelischen Kampfjet zerst&ouml;rt wurde, soll dieses Mal verhindert werden.</p><p>Was an diesen Ger&uuml;chten jedoch dran ist, ist nicht ganz klar. Klar ist aber, dass wohl alle drei L&auml;nder in h&ouml;chster Alarmbereitschaft sind und mit dem schlimmsten rechnen. Ob das, was gerade bef&uuml;rchtet wird auch eintritt, ist noch nicht ganz sicher absehbar. Allerdings k&ouml;nnte aber auch der Iran gro&szlig;es Interesse an einem Krieg zwischen Israel und der Hisbollah haben. Ein Stellvertreterkrieg au&szlig;erhalb der Landesgrenzen des Irans w&auml;ren der Regierung in Teheran sicher wesentlich lieber als die M&ouml;glichkeit der Zerst&ouml;rung von Atomreaktoren in einer bewaffneten Auseinandersetzung mit Israel aufs Spiel zu setzen.</p><!-- google_ad_section_end --> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.sarsura-syrien.de/nahost-angespannte-lage-zwischen-syrien-libanon-und-israel-4316.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Alawi: Kriegsgefahr gegen Iran wächst</title><link>http://www.sarsura-syrien.de/alawi-kriegsgefahr-gegen-iran-waechst-4315.html</link> <comments>http://www.sarsura-syrien.de/alawi-kriegsgefahr-gegen-iran-waechst-4315.html#comments</comments> <pubDate>Sun, 29 Aug 2010 05:54:29 +0000</pubDate> <dc:creator>Christian Kopp</dc:creator> <category><![CDATA[Naher Osten]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Abrüstung]]></category> <category><![CDATA[alawi]]></category> <category><![CDATA[Atomprogramm]]></category> <category><![CDATA[Irak]]></category> <category><![CDATA[Iran]]></category> <category><![CDATA[kriegsgefahr]]></category> <category><![CDATA[Terrorismus]]></category> <category><![CDATA[warnungen]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.sarsura-syrien.de/?p=4315</guid> <description><![CDATA[Nach Jahren des Krieges wird der Irak nun als souver&#228;ner Staat anerkannt, der lediglich noch einer kleinen Hilfe bedarf, sonst aber ohne Einmischung von au&#223;en klar kommt. Obama steht zu seiner Entscheidung des Truppenabzugs und ermahnt, dass die derzeitigen Konflikte zu erwarten waren, sie aber nur als ein Aufflammen anzusehen sind, die bald wieder abklingen. [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start --><p>Nach Jahren des Krieges wird der Irak nun als souver&auml;ner Staat anerkannt, der lediglich noch einer kleinen Hilfe bedarf, sonst aber ohne Einmischung von au&szlig;en klar kommt. Obama steht zu seiner Entscheidung des Truppenabzugs und ermahnt, dass die derzeitigen Konflikte zu erwarten waren, sie aber nur als ein Aufflammen anzusehen sind, die bald wieder abklingen.</p><p>Obwohl der Irak derzeit sehr unsicher ist und die Regierung noch immer &uuml;ber die Zusammensetzung streitet, gibt es in der Region eine weitaus gr&ouml;&szlig;ere Gefahr als die terroristischen &Uuml;bergriffe im Irak. Selbst der fr&uuml;here irakische Ministerpr&auml;sident und derzeitige Anw&auml;rter auf das Amt des Staatsoberhauptes mahnt die bestehende und nicht zu untersch&auml;tzende Gefahr an.</p><p><span id="more-4315"></span>Iraks Nachbarstaat Iran versetzt so ziemlich jedes Land derzeit in Angst und Schrecken. W&auml;hrend die Regierung in Teheran weiter an ihren Vorhaben arbeiten und von Zeit zu Zeit stolz ihre Ergebnisse pr&auml;sentieren, um zu brillieren oder zu warnen, sind alle anderen Regierungen sehr skeptisch.</p><p>Die Aufr&uuml;stung im Iran geht trotz Sanktionen (oder vielleicht gerade deswegen) weiter und Aufforderungen scheinen einfach zu verpuffen. Die Aussichten, den Atomkonflikt friedlich zu l&ouml;sen, werden immer unwahrscheinlicher. Selbst Allawi, der irakische Ex-Ministerpr&auml;sident, sieht die Anzeichen f&uuml;r einen Krieg immer deutlicher. Die Region steuert auf eine heikle Situation zu, die alle zu verhindern hoffen, scheinbar egal mit welchen Mitteln.</p><p>&Auml;hnlich wie Allawi d&uuml;rften auch die Ansichten der anderen L&auml;nder in unmittelbarer Nachbarschaft zum Iran sein: Man kann nicht mit einem atomar bewaffneten Iran als Nachbar leben, in Ruhe leben. Angst macht sich &uuml;berall breit und man hofft darauf, dass die internationale Staatengemeinschaft dem Iran klar machen kann, dass Abr&uuml;stung das einzig akzeptable und anstrebenswerte ist.</p><p>Da Ahmadinedschad aber bisher nicht einlenkte und Gespr&auml;chsangebote eher dazu nutzte, Zeit zu schinden, d&uuml;rften die Karten f&uuml;r weitere Verhandlungsrunden eher schlecht aussehen. Ein Krieg deutet sich immer intensiver an, ein Krieg, indem es nicht nur darum geht, den Iran zur Abr&uuml;stung zu bringen, sondern indem es auch um ein Kr&auml;ftemessen zwischen den USA und dem Iran geht.</p><p>Wie man diesen anstehenden Krieg verhindern kann ist fraglich, genauso fraglich ist auch, wie man den Iran zum Abr&uuml;sten bringen kann. Wie Allawi sicher richtig bemerkt ist die Politik und die Vorgehensweise der westlichen Staaten bei allen guten Absichten doch falsch. Die Politik in Asien und dem Nahen Osten m&uuml;sste &uuml;berdacht und ge&auml;ndert werden, will man terroristische Kr&auml;fte besiegen und nicht noch weiter erstarken lassen.</p><p>Bestes Beispiel f&uuml;r das Scheitern der westlichen Politik im Kampf gegen den Terrorismus d&uuml;rfte wohl Afghanistan und die dort Angst und Schrecken verbreitenden Taliban sein. Selbst im Jemen und in Pakistan ist eine zu den Absichten des Westens kontr&auml;r laufende Entwicklung erkennbar. Die terroristischen Kr&auml;fte, die Hass gegen den Westen s&auml;en gewinnen an Zulauf und das ist nicht nur schlecht f&uuml;r die Region und Staaten wie den Irak, sondern f&uuml;r die ganze Weltgemeinschaft.</p><h4>Eingehende Suchanfragen:</h4><ul><li>Iran</li></ul><!-- SEO SearchTerms Tagging 2 plugin took -0.187 ms --> <!-- google_ad_section_end --> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.sarsura-syrien.de/alawi-kriegsgefahr-gegen-iran-waechst-4315.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Libanon: Sleimane warnt vor konfessionellen Ausschreitungen</title><link>http://www.sarsura-syrien.de/libanon-sleimane-warnt-vor-konfessionellen-ausschreitungen-4314.html</link> <comments>http://www.sarsura-syrien.de/libanon-sleimane-warnt-vor-konfessionellen-ausschreitungen-4314.html#comments</comments> <pubDate>Sat, 28 Aug 2010 08:33:30 +0000</pubDate> <dc:creator>Sara Hoffmeier</dc:creator> <category><![CDATA[Naher Osten]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Drohungen]]></category> <category><![CDATA[hariri-mord]]></category> <category><![CDATA[Libanon]]></category> <category><![CDATA[religionsgruppen]]></category> <category><![CDATA[sleimane]]></category> <category><![CDATA[un-tribunal]]></category> <category><![CDATA[Unruhen]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.sarsura-syrien.de/?p=4314</guid> <description><![CDATA[Das UN Hariri-Tribunal arbeitet weiter an der Aufkl&#228;rung des Mordes an dem damaligen Premier Rafik Hariri vor f&#252;nf Jahren. Damals l&#246;ste der Bombenanschlag eine Welle von Unruhe und Destabilisierung aus, die das Land lange im Zaum hielt. Nun w&#228;chst erneut die Angst vor Gewalttaten und Konflikten zwischen den einzelnen Religionsgruppen im Land. Um einer Destabilisierung [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start --><p>Das UN Hariri-Tribunal arbeitet weiter an der Aufkl&auml;rung des Mordes an dem damaligen Premier Rafik Hariri vor f&uuml;nf Jahren. Damals l&ouml;ste der Bombenanschlag eine Welle von Unruhe und Destabilisierung aus, die das Land lange im Zaum hielt. Nun w&auml;chst erneut die Angst vor Gewalttaten und Konflikten zwischen den einzelnen Religionsgruppen im Land.</p><p>Um einer Destabilisierung vorzubeugen, ist der Staatspr&auml;sident Michel Sleimane bem&uuml;ht, schon jetzt mit aller Deutlichkeit seine Stellung und Einstellung zu pr&auml;sentieren und warnt all die Gruppen, die beabsichtigen den Libanon erneut in eine Situation des Chaos‘ zu st&uuml;rzen. Am Donnerstagabend wurde erst eine Rede von ihm im libanesischen Fernsehen ausgestrahlt, die eine Warnung an all die Kr&auml;fte enthielt, die Chaos s&auml;en wollen.</p><p><span id="more-4314"></span>Um einer Spaltung der einzelnen Religionsgruppen vorzubeugen, lud er Muslime zum gemeinsamen Fastenbrechen ein. Sleimane selbst ist maronitischer Christ. Die Aufteilung, dass der Staatspr&auml;sident maronitischer Christ, der Premier sunnitischer und der Parlamentspr&auml;sident schiitischer Muslim sein soll, ist eine ungeschriebene Regel, die sich seit den Zeiten des libanesischen B&uuml;rgerkrieges (1975-1990) durchgesetzt hat und bis heute Anwendung findet, auch wenn sich die Verh&auml;ltnisse der Religionen im Libanon ge&auml;ndert haben.</p><p>Sleimane will auf jeden Fall nun einem neuen Konflikt im Libanon vorbeugen und warnt, gegen alle, die die bestehende Ordnung zerst&ouml;ren wollen mit aller H&auml;rte und ohne Pardon vorzugehen. Ob das wirklich hilft, ist noch fraglich. Die Hisbollah jedenfalls wettert gegen Israel und wirft dem Staat vor, Unruhe im Libanon stiften zu wollen.</p><p>Nasrallah k&uuml;ndigte schon Ma&szlig;nahmen an, sollten Hisbollah-Mitglieder im Hariri-Mord angeklagt und vor Gericht gebracht werden. F&uuml;r den F&uuml;hrer der schiitischen Miliz steht eindeutig fest, dass Israel der Drahtzieher f&uuml;r den Mord am damaligen Premier war und nun mit allen Mitteln versucht, den Libanon zu destabilisieren.</p><p>Besonders nach der neuen Regierungsbildung im Libanon, die nun auch die Hisbollah mit an der Regierung beteiligt, sieht Israel eine gro&szlig;e Gefahr aus dem Libanon, die rechtzeitig zu bannen wohl nun Hauptaufgabe der israelischen Politik ist. Die Lage ist sehr angespannt. Jeder f&uuml;rchtet den Ausbruch neuer Auseinandersetzungen.</p><p>Selbst der syrische Pr&auml;sident Bashar al-Assad und der saudische K&ouml;nig statten dem Libanon einen Besuch ab, um ihre Hilfe zu demonstrieren und gemeinsam f&uuml;r Schlichtung zwischen den Konfessionen zu sorgen, was sich als gar nicht so einfach herausstellen d&uuml;rfte.</p><p>Abzuwarten bleibt, wie sich der Libanon nach Verk&uuml;ndung der Namen machen wird. Es ist unklar, ob die bef&uuml;rchteten Unruhen erneut eine Welle der Gewalt &uuml;ber das Land rennen lassen werden oder ob die Drohungen des Staatspr&auml;sidenten und die zugesicherte Hilfe aus Syrien und Saudi-Arabien ausreichen werden, um die Lage stabil zu halten.</p><p>Wie angespannt die Lage derzeit ist, zeigten sicher &Uuml;bergriffe zwischen Anh&auml;ngern der schiitischen Hisbollah und einer ebenfalls von Syrien unterst&uuml;tzen sunnitischen Gruppierung in der vergangenen Woche, bei denen mehrere Menschen get&ouml;tet wurden. Ob dies schon Vorboten dessen sind, was auf den Libanon zurollen k&ouml;nnte, wenn das UN-Tribunal erst einmal die Namen verk&uuml;ndet, oder ob es sich bei den blutigen Auseinandersetzungen nur um private Streitigkeiten und Differenzen ohne politischen und religi&ouml;sen Hintergrund handelte, bleibt abzuwarten.</p><!-- google_ad_section_end --> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.sarsura-syrien.de/libanon-sleimane-warnt-vor-konfessionellen-ausschreitungen-4314.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Afghanistan: Vergewaltigung kleiner Jungen weit verbreitet</title><link>http://www.sarsura-syrien.de/afghanistan-vergewaltigung-kleiner-jungen-weit-verbreitet-4313.html</link> <comments>http://www.sarsura-syrien.de/afghanistan-vergewaltigung-kleiner-jungen-weit-verbreitet-4313.html#comments</comments> <pubDate>Sat, 28 Aug 2010 07:16:52 +0000</pubDate> <dc:creator>Sara Hoffmeier</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemeines]]></category> <category><![CDATA[Naher Osten]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Afghanistan]]></category> <category><![CDATA[Armut]]></category> <category><![CDATA[baccha baazi]]></category> <category><![CDATA[Entführung]]></category> <category><![CDATA[jungen]]></category> <category><![CDATA[Krieg]]></category> <category><![CDATA[Misshandlung]]></category> <category><![CDATA[Prostitution]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.sarsura-syrien.de/?p=4313</guid> <description><![CDATA[Der Krieg in Afghanistan und der Versuch, das Land von den Taliban zu befreien, fordert Opfer, viele Opfer. W&#228;hrend viele ihr Leben verlieren oder pl&#246;tzlich ohne Familie dastehen, gibt es f&#252;r andere ganz andere Qualen, die sie erleiden m&#252;ssen und die nur ganz indirekt etwas mit dem Krieg zu tun haben. In der Afghanischen Gesellschaft [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[
<!-- google_ad_section_start --><p>Der Krieg in Afghanistan und der Versuch, das Land von den Taliban zu befreien, fordert Opfer, viele Opfer. W&auml;hrend viele ihr Leben verlieren oder pl&ouml;tzlich ohne Familie dastehen, gibt es f&uuml;r andere ganz andere Qualen, die sie erleiden m&uuml;ssen und die nur ganz indirekt etwas mit dem Krieg zu tun haben.</p><p>In der Afghanischen Gesellschaft hat sich eine bisher totgeschwiegene Form der Kinderprostitution etabliert, die schon fr&uuml;her praktiziert und nur unter den Taliban offiziell verboten war. Es handelt sich um die weit verbreitete Tradition der Baccha Baazi, der tanzenden Jungs. Kleine Jungen werden von Warlords, Kommandeuren, reichen Gesch&auml;ftsm&auml;nnern erstanden und dann f&uuml;r Sexspiele und eine Art Tanzwettbewerbe missbraucht.</p><p><span id="more-4313"></span>Die Jungs werden entweder auf den D&ouml;rfern der &auml;rmlichen Gegenden entf&uuml;hrt und verschleppt oder aber die Familie verkaufen aus Not und Armut ihre Jungen, um sich so entweder einen Vorteil oder ein wenig Geld in der Dorfgemeinschaft zu verschaffen. Die Prostitution der kleinen Jungen ist zwar in der Gesellschaft verp&ouml;nt und wird verschwiegen, dennoch wird sie im Stillen als Teil der Traditionen akzeptiert.</p><p>Familien, die ihre Jungen auf welche Weise auch immer an die Zuh&auml;lter abgeben m&uuml;ssen oder verlieren, verlieren nicht nur ein Familienmitglied sondern auch ihr Ansehen und ihre Stellung in der Gemeinschaft. Sie werden verspottet und ausgegrenzt, so dass vielen Jungs nach Entlassung aus der Tyrannei nichts anderes &uuml;brig bleibt als Dorf und Familie zu verlassen.</p><p>Die Jungen werden misshandelt und missbraucht, auf die &uuml;belste Weise. Meist beginnt ein Partyabend mit einem regelrechten Tanzwettstreit der Jungen verschiedener Herren. Meist in Frauenkleidung bewegen sich die Jungen in der Mitte ihrer Freier und heizen die Stimmung auf. Danach werden sie von ihren Besitzern sexuell missbraucht.</p><p>Ein Entkommen aus dieser Tyrannei ist fast unm&ouml;glich. Wer flieht oder den Versuch unternimmt zu fliehen, stirbt in den meisten F&auml;llen oder setzt das Leben seiner Leidensgenossen aufs Spiel. Viele Morde werden als Unf&auml;lle getarnt, die T&auml;ter kommen meist ungestraft davon. Sollte doch einmal einer verhaftet werden, dann wird er nur zu einer lachhaft geringen Haftstrafe verurteilt.</p><p>Die missbrauchten und ausgenutzten Jungen werden sobald der erste Bartwuchs einsetzt vertrieben. Dann holen sich die Herren einfach neue Jungen. Durch den Krieg und die allgemein eher desolate Situation in Afghanistan ist das ein Leichtes: Es gibt nicht nur unendlich viele Waisen, sondern auch mindestens genauso viele Familien, die vor Armut nicht mehr ein und aus wissen.</p><p>So kann sich die kranke Praxis sicher auch noch weiter fortsetzen. Leider steht auch fest, dass die Baccha Baazi selbst von afghanischen Sicherheitsleuten ausgenutzt und benutzt werden, damit sie ihren Spa&szlig; haben k&ouml;nnen. Obwohl viele M&auml;nner Homosexualit&auml;t ablehnen und verabscheuen, steht die Prostitution der kleinen Jungen weit oben, weil man diese nicht als homosexuelle Kontakte ansieht.</p><p>Gegen die krankhaften Vorlieben der afghanischen Warlords oder M&auml;nner, die ausreichend Geld haben, sich hier zu bet&auml;tigen, geht man aber seit Beginn des Jahres vor. Auf der Afghanistan-Konferenz im Februar 2010 war genau das Thema, die Baccha Baazi, ebenfalls ein Thema, dass vor allem Kindersch&uuml;tzern und Menschenrechtlern auf dem Herzen lag.</p><p>Die Regierung, die auch von dieser Praxis wei&szlig;, sie aber genauso totschweigt wie alle anderen Schichten in Afghanistan auch, hat daraufhin versprochen, sich f&uuml;r den Schutz der Jungen einzusetzen und die weit verbreitete Praxis zu bek&auml;mpfen. Im Juli nahm eine Kommission ihre Arbeit auf. Ein guter Schritt in die richtige Richtung. Allerdings wird es sicher noch eine lange Zeit dauern, bis die krankhafte Praxis wirklich einged&auml;mmt und verdr&auml;ngt werden kann.</p><p>F&uuml;r weitere und ausf&uuml;hrlichere Informationen zum Thema, <strong><a title="Tanzende Jungen - Afghanistan Kinderprostituierte" href="http://www.welt.de/politik/ausland/article9189064/Baccha-Baazi-Afghanistans-Kinderprostituierte.html" target="_blank">hier</a></strong> weiterlesen.</p><!-- google_ad_section_end --> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.sarsura-syrien.de/afghanistan-vergewaltigung-kleiner-jungen-weit-verbreitet-4313.html/feed</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> </channel> </rss>
