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      <title>Neues vom Schäferblog</title>
      <description>Der offizielle Feed des Schäferblogs (Weblog zum Thema Schafe und Ziegen). Er enthält alle aktuellen Artikel des Weblogs, neue Linktipps und ausgewählte Fotos meines Flickr-Fotostreams.</description>
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      <pubDate>Sat, 19 May 2012 21:58:23 +0000</pubDate>
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         <title>Durchfall &amp; Blähungen – Typische Krankheiten unserer Flaschenlämmer → Teil 3 der Artikelserie</title>
         <link>http://xn--schferblog-s5a.de/2012/03/18/durchfall_blaehungen_flaschenlaemmer/</link>
         <description>Blähungen und Durchfälle zählen zu den häufigsten Krankheiten der Flaschenlämmer. Hier arbeite ich beide kurz ab und gebe ein paar Hilfestellungen zur Behandlung und Vermeidung.</description>
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         <pubDate>Sun, 18 Mar 2012 16:48:15 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Flaschenlämmer versorgen ist keine leichte Aufgabe. Aus diesem Grund habe ich einen Artikel zum versorgen von Flaschenlämmern geschrieben. Da der Artikel sehr lang ist, habe ich ihn in drei Teile aufgeteilt. Die Links zu den entsprechenden Teilen findet ihr hier:</p>
<p><strong>1. <a rel="nofollow" title="Teil 1 der Artikelserie zum Versorgen von Flaschenl&#xe4;mmern" target="_blank" href="http://xn--schferblog-s5a.de/2011/12/20/mutterlose_aufzucht-unterstossen-laemmer/">Gründe für eine mutterlose Aufzucht und das Unterstoßen</a>.</strong></p>
<p>Im ersten Teil des Artikels geht es um die Gründe für eine mutterlose Aufzucht, Techniken eine Mutter die ihr Lamm ablehnt zum annehmen der Lämmer zu überreden sowie dem &#8220;Unterstoßen&#8221; von Lämmern. Er bildet die Grundlage und sollte zunächst gelesen werden.</p>
<p><strong>2. <a rel="nofollow" title="Flaschenl&#xe4;mmer versorgen &#x002192; Teil 2 der Artikelserie" target="_blank" href="http://xn--schferblog-s5a.de/2011/12/24/flaschenlaemmer-versorgen/">Aufzucht von Flaschenlämmern</a>.</strong></p>
<p>In diesem, dem zweiten Teil der Serie widmen wir uns der Versorgung von Flaschenlämmern durch die eigene Hand.</p>
<p><strong>3. Krankheiten der Flaschenlämmer. <strong>(Dieser Artikel)</strong></strong></p>
<p>Im dritten Teil geht es dann um die typischen Krankheiten der Flaschenlämmer und wie ich diese Behandeln kann.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>4. <a rel="nofollow" target="_blank" href="https://delicious.com/stacks/view/Gh1KFc">Alle Links der Artikelserie auf delicious.com</a>.</strong></p>
<p>Der Einfachheit halber habe ich alle Links der Artikelserie auf delicious.com noch einmal übersichtlich zusammengestellt.</p>
<p>Außer von den typischen Lämmerkrankheiten sind unsere Flaschenlämmer im Besondereren auch von Durchfällen und Blähungen oder dem sogenannten Heubauch betroffen.</p>
<h2>Durchfall der Flaschenlämmer.</h2>
<p>Typisch für das Flaschenlamm ist vor allem der Durchfall. Wird er nicht sofort behandelt, kann er je nach Stärke tödlich enden. In den meißten Fällen handelt es sich beim Durchfall unserer Flaschenlämmer aber nicht um ein Krankheit im eigentlichen Sinne sondern um eine Nachlässigkeit unsererseits.</p>
<h3>Wie man den Durchfall der Flaschenlämmer vermeiden kann.</h3>
<ul>
<li>Die Fermentation im Labmagen arbeitet am besten bei Körpertemperatur. Der Milchaustauscher sollte zwischen 35 und 40℃ haben</li>
<li>Ist die aufgenommene Milchmenge pro Mahlzeit zu groß, läuft Milch vom Labmagen zurück in die Vormägen. Lieber also häufiger tränken und in kleineren Mengen.</li>
<li>Bei der Konzentration des Milchaustauscher sollte man sich an die vom Hersteller angegebenen Mengen halten.</li>
<li>Die Einrichtungen zur Tränke sollten gründlich gereinigt werden. Flaschen lassen sich am besten mit siedendem Wasser, Spüli und einer Flaschenbürste reinigen. Danach stets gründlich ausspülen.</li>
<li>Klümpchen sind zu vermeiden. Einige Milchaustauscher lösen sich schlechter als andere. Gegebenfalls muss die Temperatur für das Anrühren auf bis zu 50℃ erhöht werden. (Herstellerangaben beachten.) Zudem sorgen ein guter Schneebesen und aureichend große Behälter dafür, das man den Milchaustauscher richtig ordentlich durchquirlen kann.</li>
</ul>
<h3>Behandlung von Durchfällen.</h3>
<p>Da der Durchfall die Darmtätigkeit des Lamms nun aber schon durcheinander gebracht hat, reicht es oft nicht aus die Milchmenge wieder zu reduzieren oder etwas achtsamer vorzugehen. Sind die Lämmer ein paar tage alt, heißt es meiner Meinung nach sofort riegeros durchgreifen und die Lämmer mindestens einen Tag hungern lassen.</p>
<p>Darüber gibt es verschiedene Meinungen und viele Leute sagen man kann den Lämmern das nicht antun. Mir ist bis jetzt aber noch kein Lamm gestorben weil es zwei Tage keine Milch bekommen hat. An Durchfall aber schon mehrere und noch größer ist die Zahl derer dessen Verdauung, durch Schädigungen des Darms nach längeren Durchfallphasen, nie wieder richtig funktioniert hat. Leidet ein Lamm schon länger an Durchfall ist das kurzzeitige absetzen allerdings keine Option da für die geschwächten Lämmer eine solche Hungerstrecke viel schwieriger zu meistern ist. Gesunde Lämmer können das Hungern ohne weiteres wegstecken.</p>
<p>Käuen die Lämmer noch nicht wieder sollten wir für diese Zeit auch das Heu entfernen um einen Heubauch zu vermeiden. Wie beim Menschen ist das größte Problem am Durchfall der große Wasser und Elektrolytverlust. Es muss also ständig frisches Wasser in sauberen Behältern zur Verfügung stehen. Um für einen Ausgleich der Elektrolyte zu sorgen, sollten wir während der Zeit des Durchfalls das Wasser etwas anreichern.</p>
<blockquote><p><strong>Elektrolytlösung bei Durchfällen der Flaschenlämmer:</strong></p>
<p>Auf 4 Liter Wasser kommen:<br />
2 Teelöfel Kochsalz<br />
1 Teelöffel Natrium Bicarbonat<br />
8 Esslöffel Traubenzucker oder Honig</p></blockquote>
<p>Desweiteren gibt es einige Mittel vor allem auf Gerbstoffbasis die dem Durchfall entgegenwirken. Als Beispiel sei hier <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.schaette.de/shop/Rurex">Dr. Schaettes Rurex</a> genannt. Ein lang gezogener Schwarztee (mindestens 15 Minuten) kann aber ebenso gut wirken.</p>
<blockquote><p><strong>Tee bei Durchfällen der Flaschenlämmer</strong></p>
<p>Gilberte Favre empfiehlt in ihrem Buch Homöopathie für Schafe bei Durchfall einen Aufguß aus folgenden Kräutern:</p>
<p>1/2 Esslöffel Fenchelfrüchte<br />
1 Esslöffel Gänsefingekraut<br />
1 Esslöffel Frauenmantelkraut<br />
1 Esslöffel Kamillenblüten<br />
1 Esslöffel Ringelblumen</p>
<p><em>Mit einem Liter siedendem Wasser übergießen und abgedeckt 15 Minuten ziehen lassen. Danach abkühlen lassen und lauwarm einflößen. 100ml einmal die Stunde oder alle 2 Stunden je nach Zustand der Lämmer.</em> Zudem gibt sie eine Reihe von Empfehlungen für die homöopathische Behandlung die aber an dieser Stelle den Rahmen sprengen würden.</p></blockquote>
<h2>Blähungen und Heubauch</h2>
<p>Blähungen und Heubauch sehen ähnlich aus und deshalb beschreibe ich das mal zusammen. Sowohl bei Blähungen als auch beim Heubauch bilden sich Gase im Pansen die zu großen schmerzen führen können. Die Lämmer sehen aus wie kleine Ballons und der Bauch ist ständig dick und beim eindrücken eindeutig mit Gasen gefüllt.  Blähungen lassen sich vermeiden in dem man auch die Punkte achtet die ich auch bei den Durchfällen erwähnt habe. Achtet auf sorgsames anmischen des Milchaustauschers, Hygiene und haltet euch an Herstellerangaben. Die Menger der Portionen ist anzupassen da die zurückgelaufene Milch vergähren kann und sich so Gase bilden. Als Heubauch bezeichnen wir es wenn ein junges Lamm ohne ausgebildeten Pansen aufgrund von großem Hunger zuviel Heu zu sich nimmt. Das Heu vergährt dann falsch und kann nicht richtig verdaut werden. Die Milchmenge sollte in diesen Fällen etwas angehoben werden. Als Anzeichen für einen Heubauch sind Blähung des Bauches bei ausgeprägter Magerheit des Lammes.</p>
<h3>Behandlung von Blähungen</h3>
<ul>
<li>Etwas Linderung kann das ablassen der Gase mittels eines dünnen Schlauchs verschaffen.</li>
<li>Warme Umschläge sorgen für ein entkrampfen des des Bauchs.</li>
</ul>
<div>So diesmal etwas kürzer. Ich werde bei Gelegenheit alle Artikel der Serie zu Flaschenlämmern aktualisieren. Wie immer würde ich mich über eure Anregungen als Kommentar oder per <a rel="nofollow" title="Kontaktm&#xf6;glichkeiten" target="_blank" href="http://xn--schferblog-s5a.de/kontakt/">Kontaktformular</a> freuen. Sollten noch Fragen offen bleiben könnt Ihr euch auch gerne über das <a rel="nofollow" title="Kontaktm&#xf6;glichkeiten" target="_blank" href="http://xn--schferblog-s5a.de/kontakt/">Kontaktformular</a> bei mir melden. Bitte schreibt doch eure Telefon– oder Handynummer dazu wenn es sich um dringende Fälle handelt.</div>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Wiesen-Rispe (Poa pratensis)</title>
         <link>http://xn--schferblog-s5a.de/2012/02/09/wiesen-rispe-poa-pratensis/</link>
         <description>Die Wiesenrispeist eines der am weitesten verbreiteten und am häufigsten für Rasen und Weiden gesäten Süßgräser Europas. Vor Allem an trockenen Standorten empfiehlt es sich auf einen hohen Anteil in der Saatgutmischung zu achten.</description>
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         <pubDate>Wed, 08 Feb 2012 22:14:51 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Die Wiesenrispeist eines der am weitesten verbreiteten und am häufigsten für Rasen und Weiden gesäten Süßgräser Europas. Vor Allem an trockenen Standorten empfiehlt es sich auf einen hohen Anteil in der Saatgutmischung zu achten.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width:349px;"><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Poa_pratensis.jpg"><img class=" " title="Poa pratensis" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/62/Poa_pratensis.jpg/339px-Poa_pratensis.jpg" alt="Gezeichnete Wiesenrispe" width="339" height="599"/></a><p class="wp-caption-text">Wiesenrispe aus C. A. M. Lindmans &quot;Bilder ur Nordens Flora&quot;, tredje upplagan 1917-1926 via Wikimedia Commons</p></div>
<p><strong>Futterwertzahl:</strong> 8<br />
<strong>Feuchtezahl:</strong> 5<br />
<strong>Nährstoffzahl:</strong> 6</p>
<h3>In Kürze</h3>
<p>Sehr wertvolles Untergras, für Weide– und Mähnutzung geeignet, auch auf trockenen Wiesen vorkommend.</p>
<ul>
<li>Blattlage: gefaltet.</li>
<li>Blattspreite: Skispur (Doppelspur) auf der Blattmitte.</li>
<li>Blattspitze: kahnförmig.</li>
<li>Blatthäutchen: kurz.</li>
<li>Blattöhrchen: keine.</li>
<li>Blütenstand: Rispe.</li>
<li>Ährchen: unbegrannt.</li>
<li>Wuchsform: unterirdisch Ausläufer treibend.</li>
</ul>
<h3>Habitus</h3>
<p>Ausdauernd; kräftige Triebe mit festen, oft derben aufrechten, grünen bis blaugrünen Blättern; bildet kleinere oder grössere Rasenflecken. Je nach Wuchstyp können Blätter und Halme sehr kurz sein (10 cm) oder auch bis etwa 30 cm lange Blätter und bis über 50 cm hohe Halme gebildet werden.</p>
<h3>Jugendstadium</h3>
<p>Die untersten Blattscheiden sind zusammengedrückt (platt), kahl oder fein behaart; die Blätter sind etwa 10-30 cm lang, parallelrandig, 2-4 mm breit, in der Mitte mit einer Doppelrille (Skispur) und enden in einer kapuzenförmigen, stumpfen Spitze (Blattspitze gabelt sich beim Darüberstreifen); Blatthäutchen sehr kurz und gestutzt (0,5-1 mm).</p>
<h3>Reifestadium</h3>
<p>Halme sind aufrecht oder bogig aufsteigend und tragen eine wohlgeformte Rispe mit kurzen Rispenästen; der Halm ist rund und glatt; Blatthäutchen der Halmblätter etwa 1-2 (-3) mm.</p>
<h3>Ährchen</h3>
<p>2- bis 5-blütig; eiförmig, 4-5 mm lang; der kleine Same wird von der verhärteten Deck- und Vorspelze fest umschlossen.</p>
<h3>Bewurzelung</h3>
<p>Entwickelt dünne, lange unterirdische Kriechtriebe mit zahlreichen Laubsprossen, die für einen dichten rasigen Wuchs sorgen. Die Art ist ausdauernd und vermehrt sich vorwiegend vegetativ.</p>
<h3>Standort</h3>
<p>Auf trockenen bis nassen, eher nährstoffreichen, leicht sauren bis basischen, normal oder schwer durchlässigen Mineral- oder Moorböden in tiefen und hohen Lagen bis über 2500 m ü.M. Auch an nicht raigrasfähigen Standorten sehr konkurrenzkräftig.</p>
<h3>Futterbaulicher Wert</h3>
<p>Ertragreiches, ziemlich intensiv nutzbares, wertvolles Futtergras; eignet sich zur Mäh- und Weidenutzung; die dichte Pflanzendecke und Bewurzelung bilden einen festen Wasen, der Unkräuter kaum aufkommen lässt (echter «Lückenfüller»).</p>
<h3>Ansaaten</h3>
<p>Wegen der langsamen Jungendentwicklung dauert es 2 bis 3 Jahre bis sein Ertragsanteil im Bestand ein Viertel bis ein Drittel erreicht. Deshalb wird es vorwiegend in längerdauernden Gras-Weissklee-Mischungen und zum Anlegen (und Übersäen) von wenig bis sehr intensiv nutzbaren Dauerwiesen, Mähweiden sowie Dauer- und Alpweiden verwendet.</p>
<p><cite>Quelle: Dietl, W-; Lehmann, J.; Jorquera, M.: Wiesengräser.LMZ-Verlag Zollikofen (Schweiz, 1998)</cite></p>]]></content:encoded>
         <category>Herbarium</category>
      </item>
      <item>
         <title>Linktipp: Video der TiHo Hannover zum Schmallenberg-Virus</title>
         <link>http://www.youtube.com/watch?v=jtZ7kDTQWMM</link>
         <description>&lt;div style="border:1px solid #dddddd;margin:3px 0px 10px 10px;padding:7px;background:#ececec none repeat scroll 0% 0%;float:right;font-size:0.9em;width:140px;line-height:1.3em;color:#4382cf;"&gt;Weitere gut sortierte und beschriebene   Linktipps aus dem Schäferblog findet ihr unter: &lt;a rel="nofollow" style="color:#4382cf;" target="_blank" href="http://www.delicious.com/schafelinks"&gt;delicious.com/schafelinks&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;Sehr interessantes Video mit vielen Hintergrundinformationen vor allem zu den Symptomen bei den Lämmern.</description>
         <author>Linktipps auf delicious.com</author>
         <guid isPermaLink="false">http://www.delicious.com/url/2fb501a835cda3472d04db7ffcf4a6e1#schafelinks</guid>
         <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 21:56:47 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Basiswissen: Melde– und Anzeigepflichtige Tierseuchen.</title>
         <link>http://xn--schferblog-s5a.de/2012/01/31/meldepflichtige-anzeigepflichtige-krankheiten/</link>
         <description>Das Schmallenberg-Virus wird vermutlich ab April 2012 meldepflichtig sein. Ich hab noch mal in meinen Schulbüchern nachgeschlagen und alles zusammengefasst was man wissen sollte.</description>
         <guid isPermaLink="false">http://xn--schferblog-s5a.de/?p=2237</guid>
         <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 19:35:37 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Ende März wird der Bundesrat über die Erhebung des <a rel="nofollow" title="Das Schmallenberg-Virus" target="_blank" href="http://xn--schferblog-s5a.de/2012/01/20/das-schmallenberg-virus/">Schmallenberg-Virus</a> zur Meldepflichtigen Krankheit abstimmen. Aber was bedeutet das eigentlich?</p>
<p>Seit der Mensch begonnen hat sich Tiere ans Haus zu holen sind auch immer wieder Krankheiten aufgetreten die diese Bestände dahingerafft haben. Einzelne Dörfer, Landstriche oder Kontinente sind von diesen Tierseuchen betroffen. Da einige Tierseuchen auch auf den Menschen übertragbar sind, kann eine Tierseuche für den Menschen nicht nur wirtschaftlich sondern auch körperlich Lebensbedrohlich sein.</p>
<div id="attachment_2241" class="wp-caption alignleft" style="width:385px;"><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rinderpest_1896-CN.jpg?uselang=de"><img class="size-full wp-image-2241   " title="Rinderpest in Afrika, 1896" src="http://xn--schferblog-s5a.de/wp-content/uploads/Rinderpest_1896-CN-e1327956421415.jpg" alt="Mehrere tote Rinder auf einer schwarz-wei&#xdf; Fotografie" width="375" height="250"/></a><p class="wp-caption-text">Rinderpest-Epizootie in Südafrika, 1896 via Wikimedia Commons.</p></div>
<p>Anfang des 18. Jahrhunderts verstarben in Europa circa 200 Millionen Rinder an der Rinderpest. Viele Herrscher reagierten und erließen Gesetze zur Eindämmung der Tierseuchen. König Friedrich I. erließ in Preußen Bestimmungen zur Anzeigepflicht, Bestandssperrungen und Desinfektion. Etwa zu dieser Zeit beauftragte Papst Clemens XI. seinen <span class="lang" lang="it">Medicus Giovanni Maria Lancisi</span> Bekämpfungsmaßnahmen zu entwickeln und dieser veröffentlichte in der &#8220;<span class="lang" lang="la">De bovilla peste&#8221;</span> von 1715 die Empfehlung betroffenen Rinder zu Keulen und in ungelöschtem Kalk zu vergraben. Als sich die Rinderpest 1716 in Preußen ausbreitete hatte Friedrich Wilhelm I. der Sohn Friedrichs I. die Empfehlungen <span class="lang" lang="it">Lancisi</span>s bereits in dem Erlass von 1711 verankert und und die Rinderpest konnte verhältnismäßig schnell zurückgedrängt werden. König Friedrich II gründete die ersten tiermedizinischen Lehranstalten in Göttingen (1771) und Hannover (1778) und diese bildeten durch die wissenschaftliche Erforschung der Tierkrankheiten die Grundlage für die staatliche Bekämpfung von Tierseuchen und unserem heutigen Tierseuchenrecht.</p>
<p>Schaut euch mal die <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0f/Viehseuchenverordnung_Ravensburg_1753.jpg">Tierseuchenverordnung der Stadt Ravensburg aus dem 18. Jahrhundert</a> an.</p>
<p>Neben Bestimmungen zur Ein–, Durch– und Ausfuhr von Tieren enthält unser heutiges Tierseuchenrecht zwei besonders wichtige Vorschriften: Die Anzeigepflicht und die Meldepflicht.</p>
<h2>Meldepflicht von Tierkrankheiten.</h2>
<p>Die Meldepflicht ist quasi die Vorstufe zur Anzeigepflicht. Meldepflichtige Krankheiten werden nicht staatlich Bekämpft, die Meldepflicht dient vielmehr dazu Daten zu erfassen um die Risiken einer Tierseuche besser einschätzen zu können. Wie jetzt beim Schmallenberg-Virus der Fall. Fälle von Meldepflichtigen Krankheiten werden in einem zentralen Register erfasst und ausgewertet. Die Entscheidung ob eine Krankheit Meldepflichtig wird obliegt dem Bundesrat. Einen Antrag stellt normalerweise das Landwirtschaftsamt.</p>
<h3>Wer ist zum Melden verpflichtet?</h3>
<p>Der Schafhalter ist nicht zur Meldung meldepflichtiger Krankheiten verpflichtet, sondern lediglich</p>
<ul>
<li>die Leiter von Veterinäruntersuchungsämtern,</li>
<li>die Leiter von Tiergesundheitsämtern oder sonstigen öffentlichen oder privaten Untersuchungseinrichtungen sowie</li>
<li>Tierärzte die eine meldepflichtige Krankheit diagnostizieren.</li>
</ul>
<p>Kommen Sie ihrer Meldepflicht nicht nach, besteht eine Ordnungswidrigkeit.</p>
<h3>In welchen Fällen wird gemeldet und was passiert nach der Meldung?</h3>
<p>Ist eine Tierseuche ausgebrochen und eindeutig Festgestellt, muss eine Meldung erfolgen. Ein Verdacht muss nicht gemeldet werden. Normalerweise wird dem zuständigen Veterinäramt eine Meldung erstattet.</p>
<p>Das Veterinäramt speist die Daten der Meldung dann in die zentrale Datenbank des Landwirtschaftsministeriums ein und dieses verfasst einen Jahresbericht mit aufgetretenen Tierseuchen. Tritt eine Krankheit sehr häufig auf, wird das Landwirtschaftsministerium eine Risikobewertung durchführen und möglicherweise einen Antrag an den Bundesrat stellen, die Krankheit der Liste der anzeigepflichtigen Krankheiten hinzuzufügen und somit die rechtliche Grundlage für die staatliche Bekämpfung zu schaffen.</p>
<h3>Welche Schafkrankheiten sind Meldepflichtig?</h3>
<p>Stand: Januar 2012. Ich habe die Meldepflichtigen Krankheiten für Deutschland und Österreich hier aufgelistet. Die Schweiz hat ein anderes System das nach verschiedenen Gruppen sortiert ist und in der <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/916_401/index.html">schweizer Tierseuchenverordnung</a> eingesehen werden kann.</p>
<ul>
<li>Borna-Krankheit. (Deutschland; Anzeigepflicht in Österreich.)</li>
<li>Campylobacteriose. (Deutschland; Anzeigepflicht in Österreich.)</li>
<li>Chlamydienabort. (Deutschland)</li>
<li>Chlamydiose. (Deutschland; Anzeigepflicht in Österreich.)</li>
<li>Leptospirose. (Deutschland)</li>
<li>Listeriose. (Deutschland)</li>
<li>Maedi. (Deutschland)</li>
<li>Orf. (<span class="lang" lang="la">Ecthyma contagiosum</span>) (Deutschland)</li>
<li>Paratuberkulose. (Deutschland; Anzeigepflicht in Österreich.)</li>
<li>Q-Fieber. (Deutschland)</li>
<li>Salmonellose. (Deutschland &amp; Österreich)</li>
<li>Schmallenberg-Virus. (Voraussichtlich ab März 2012)</li>
<li>Toxoplasmose. (Deutschland)</li>
<li>Tuberkulose. (Deutschland)</li>
<li>Verotoxin-bildende <span class="lang" lang="la">Escherichia coli. (Deutschland)</span></li>
<li><span class="lang" lang="la">Visna. (Deutschland)</span></li>
</ul>
<p>Eine tatsächlich vollständige und aktuelle Liste für Deutschland findet man beim <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Landwirtschaft/Tier/Tiergesundheit/MeldepflichtigeTierseuchen.html">Deutschen Landwirtschaftsministerium</a>.</p>
<h3>Werden Schafhalter die von einer meldepflichtigen Krankheit betroffen sind entschädigt?</h3>
<p>Nicht unbedingt. Eine Entschädigung setzt eine Meldepflicht voraus jedoch muss der wirtschaftliche Schaden auch groß genug sein. Hier wird im Einzelfall entschieden. Normalerweise werden Entschädigungen erst bei anzeigepflichtigen Krankheiten gezahlt.</p>
<h2>Anzeigepflichtige Tierkrankheiten.</h2>
<p>Die Anzeigepflicht ist der nächste Schritt der Tierseuchenbekämpfung. Anzeigepflichtige Tierseuechen sind solche Krankheiten die einen sehr großen wirtschaftlichen (volkswirtschaftlichen) Schaden verursachen oder als Zoonose auf den Menschen übertragbar und gefährlich sind. Anzeigepflichtige Tierseuchen werden staatlich bekämpft um eine &#8220;Tilgung&#8221; möglichst rasch erfolgen zu lassen. Der Staat, meist als Veterinäramt kann eine ganze Reihe von Maßnahmen bestimmen die zur Tilgung der Krankheit und dem Unterbinden der Weiterverbreitung notwendig sind. Er kann zum Beispiel den Zutritt zu betroffenen Betrieben untersagen, Desinfektionsmaßnahmen anordnen oder ganze Sperrgebiete errichten in denen keine Tiere mehr transportiert oder ins Freiland dürfen. Ein Liste mit möglichen Maßnahmen findet sich im Tierseuchengesetz. Zu finden in den <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.gesetze-im-internet.de/viehseuchg/BJNR005190909.html#BJNR005190909BJNG002706377">§§ 16-17 Schutzmaßnahmen gegen die allgemeine Gefahr von Tierseuchen</a> und den <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.gesetze-im-internet.de/viehseuchg/BJNR005190909.html#BJNR005190909BJNG002806377">§§ 18-30 Schutzmaßnahmen gegen die besondere Gefahr einer Tierseuche</a>.</p>
<h3>Wer ist zum Melden anzeigepflichtiger Tierseuchen verpflichtet?</h3>
<p>Eigentlich alle die mit den Tieren zu tun haben und auch nur über eine Spur von Sachkenntnis verfügen. <strong>Wichtig ist das bereits der Verdacht auf eine anzeigepflichtige Tierseuche gemeldet werden muss.</strong> Wer dies nicht tut macht sich strafbar. Meldepflichtig für anzeigepflichtige Tiersechen sind nach § 9 des Tierseuchengesetzes:</p>
<blockquote><p>&#8220;(1) Bricht eine anzeigepflichtige Seuche aus oder zeigen sich Erscheinungen, die den Ausbruch einer solchen Seuche befürchten lassen, so hat der Besitzer der betroffenen Tiere unverzüglich der zuständigen Behörde oder dem beamteten Tierarzt Anzeige zu machen und die kranken und verdächtigen Tiere von Orten, an denen die Gefahr der Ansteckung fremder Tiere besteht, fernzuhalten.</p>
<p>(2) Die gleichen Pflichten hat, wer in Vertretung des Besitzers den Betrieb leitet, wer mit der Aufsicht über Tiere anstelle des Besitzers beauftragt ist, wer als Hirt, Schäfer, Schweizer, Senne oder in vergleichbarer Tätigkeit Tiere in Obhut hat oder wer Fischereiberechtigter, Fischereiausübungsberechtigter, Betreiber von Anlagen oder Einrichtungen zur Zucht, Haltung oder Hälterung von Süßwasserfischen ist. Die gleichen Pflichten hat für Tiere auf dem Transport ihr Begleiter, für Haustiere in fremdem Gewahrsam der Besitzer des betreffenden Gehöftes, der Stallungen, Koppeln oder Weideflächen.</p>
<p>(3) Zur unverzüglichen Anzeige sind auch die Tierärzte und Leiter tierärztlicher und sonstiger öffentlicher oder privater Untersuchungsstellen sowie alle Personen verpflichtet, die sich mit der Ausübung der Tierheilkunde, der künstlichen Besamung, der Leistungsprüfung in der tierischen Erzeugung oder gewerbsmäßig mit der Kastration von Tieren beschäftigen, desgleichen die Fleischkontrolleure, die Geflügelfleischkontrolleure, die Fischereisachverständigen, die Fischereiberater und die Fischereiaufseher, ferner die Personen, die das Schlächtergewerbe betreiben, sowie solche, die sich gewerbsmäßig mit der Bearbeitung, Verwertung oder Beseitigung geschlachteter, getöteter oder verendeter Tiere oder tierischer Bestandteile beschäftigen, wenn sie, bevor ein behördliches Einschreiten stattgefunden hat, von dem Ausbruch einer anzeigepflichtigen Tierseuche oder von Erscheinungen, die den Ausbruch einer solchen Seuche befürchten lassen, Kenntnis erhalten.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kurz gesagt der Besitzer oder sein Vertreter, derjenige der mit der Aufsicht der Tiere zu einem bestimmten Zeitpunkt beauftragt ist sowie alle die Berufsmäßig mit den Tieren zu tun haben (Transporteure, Schlachter, Hirten, etc. ) Besucher, Spaziergänger, etc. sind auch wenn sie über eine Sachkenntnis verfügen nicht zur Meldung verpflichtet.</p>
<h3>In welchen Fällen wird eine anzeigepflichtige Tierseuche gemeldet und was passiert nach der Meldung?</h3>
<p>Man selbst sollte den Haustierarzt oder direkt das Veterinäramt benachrichtigen. <strong>Nochmal, bereits eine Verdacht muss gemeldet werden!</strong> Es ist keine Zeit den Erreger erst nachzuweisen. Trifft eine Meldung ein macht sich der oder die VeterinärIn direkt auf den Weg und leitet dann mit dem Tierhalter gemeinsam alle weiteren notwendigen Maßnahmen ein.</p>
<h3>Welche Schafkrankheiten sind Anzeigepflichtig?</h3>
<ul>
<li>Aujeszkysche Krankheit. (Deutschland und Österreich.)</li>
<li>Blauzungenkrankheit. (Deutschland und Österreich.)</li>
<li>Borna-Krankheit. (Österreich; in Deutschland Meldepflichtig.)</li>
<li>Brucellose der Schafe und Ziegen. (Deutschland und Österreich.)</li>
<li>Brucella-ovis-Infektion. (Österreich.)</li>
<li>Lumpy-skin-Krankheit. (Deutschland und Österreich.)</li>
<li>Maul- und Klauenseuche. (Deutschland und Österreich.)</li>
<li>Milzbrand. (Deutschland und Österreich.)</li>
<li>Paratuberkulose. (Österreich; in Deutschland Meldepflichtig.)</li>
<li>Pest der kleinen Wiederkäuer. (Deutschland und Österreich.)</li>
<li>Pockenseuche der Schafe und Ziegen. (Deutschland und Österreich.)</li>
<li>Räude. (Österreich.)</li>
<li>Rauschbrand. (Deutschland und Österreich.)</li>
<li>Rifttalfieber. (Deutschland und Österreich.)</li>
<li>Tollwut. (Deutschland und Österreich.)</li>
<li>Toxoplasmose. (Deutschland und Österreich.)</li>
<li>Scrapie. (Deutschland und Österreich.)</li>
</ul>
<p>Ich behaupte gar nicht erst das diese Liste vollständig oder aktuell ist. Schaut einfach <a rel="nofollow" title="Anzeigepflichtige Tierseuchen in Deutschland" target="_blank" href="http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Landwirtschaft/Tier/Tiergesundheit/AnzeigepflichtigeTierseuchen.html">für Deutschland beim Landwirtschaftsministerium</a> und <a rel="nofollow" title="Anzeigepflichtige Krankheiten in &#xd6;sterreich." target="_blank" href="http://www.salzburg.gv.at/themen/lf/veterinaermedizin/tierseuchen/vetmed_tierseuchenbekaempfung.htm">für Österreich zum Beispiel beim Land Salzburg</a>. Alle Anzeige– und Meldepflichtigen Krankheiten für die Schweiz können in der <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/916_401/index.html">Schweizer Tierseuchenverordnung</a> eingesehen werden.</p>
<h3>Werden Schafhalter die von einer anzeigepflichtigen Krankheit betroffen sind entschädigt?</h3>
<p>In der Regel, Ja! Die Höhe ist nicht festgelegt, da aber alle anzeigepflichtigen Tierseuchen auch einen hohen finanziellen Schaden verursachen wird in der Regel entschädigt. Die Summe ist aber selten wirklich zufriedenstellend.</p>
<p>Damit wären wir durch. Der Artikel ist ein bisschen langweilig geworden, aber glaubt mir das Schreiben ist kein Stück interessanter. Natürlich ist dieses Thema recht schwierig. <strong>Schreibfehler und falsche Informationen sind vorbehalten</strong> nur um mich da rechtlich ein bisschen abzusichern.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Linktipp: Interessante Links zum Schmallenberg-Virus</title>
         <link>http://www.delicious.com/stacks/view/CQGdqV</link>
         <description>&lt;div style="border:1px solid #dddddd;margin:3px 0px 10px 10px;padding:7px;background:#ececec none repeat scroll 0% 0%;float:right;font-size:0.9em;width:140px;line-height:1.3em;color:#4382cf;"&gt;Weitere gut sortierte und beschriebene   Linktipps aus dem Schäferblog findet ihr unter: &lt;a rel="nofollow" style="color:#4382cf;" target="_blank" href="http://www.delicious.com/schafelinks"&gt;delicious.com/schafelinks&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;Eine ständig aktualisierte Linkliste zum Thema Schmallenberg-Virus.</description>
         <author>Linktipps auf delicious.com</author>
         <guid isPermaLink="false">http://www.delicious.com/url/82abeeae5b37d040af2f09064aa461b5#schafelinks</guid>
         <pubDate>Thu, 26 Jan 2012 22:41:07 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Linktipp: Bilder typischer Missbildungen infolge des Schellenberg-Virus (PDF)</title>
         <link>http://www.tierseucheninfo.niedersachsen.de/download/63537</link>
         <description>&lt;div style="border:1px solid #dddddd;margin:3px 0px 10px 10px;padding:7px;background:#ececec none repeat scroll 0% 0%;float:right;font-size:0.9em;width:140px;line-height:1.3em;color:#4382cf;"&gt;Weitere gut sortierte und beschriebene   Linktipps aus dem Schäferblog findet ihr unter: &lt;a rel="nofollow" style="color:#4382cf;" target="_blank" href="http://www.delicious.com/schafelinks"&gt;delicious.com/schafelinks&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;</description>
         <author>Linktipps auf delicious.com</author>
         <guid isPermaLink="false">http://www.delicious.com/url/7b605d996d8314916b6fa524303119e5#schafelinks</guid>
         <pubDate>Thu, 26 Jan 2012 22:11:43 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Das Schmallenberg-Virus</title>
         <link>http://xn--schferblog-s5a.de/2012/01/20/das-schmallenberg-virus/</link>
         <description>Momentan gibt es viel Aufhebens um einen neuen Schaf-Virus. Ich habe innerhalb von ein paar Tagen gleich aus mehreren Ecken davon gehört und beschlossen mir die Sache mal genauer anzuschauen.</description>
         <guid isPermaLink="false">http://xn--schferblog-s5a.de/?p=2172</guid>
         <pubDate>Fri, 20 Jan 2012 19:41:55 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Mittlerweile haben wohl schon die meisten vom neuen sagenumwobenen Schaf-Virus gehört. Nachdem Thomas Stolz Hobbyschafhalter aus Niedersachsen in <a rel="nofollow" target="_blank" href="https://plus.google.com/100273670582552446359">seinem Google+ Profil</a> einige aktuelle Zeitungsartikel zum Thema geteilt hat, ein Bekannter von einem österreichischen Bauern auf das Thema angesprochen wurde und ich gerade Heute gehört habe das auch der Betrieb einer ehemaligen Kollegin betroffen ist, habe ich mich entschlossen mich ein bisschen ins Thema einzulesen.</p>
<p>Das Schmallenberg-Virus ist ein Virus der Spezies Orthobunyavirus die in Afrika, Australien und Asien vorkommen. Neben Schafen sind auch Rinder und Ziegen betroffen. In Deutschland konnte das Schmallenberg-Virus erstmals im November 2011 nachgewiesen werden. Neben Deutschland sind auch die Niederlande, England, Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg betroffen.</p>
<p>Das Schmallenberg-Virus wird vermutlich vor allem von Mücken (<span class="lang" lang="la">Aedes, Anopheles</span>) und Gnitzen (<span class="lang" lang="la">Culicoides</span>) übetragen. Eine Ansteckung durch missgebildete Lämmer kann zur Zeit jedoch nicht ausgeschlossen werden. Während Rinder Symptome wie Fieber, starker Milchrückgang und Durchfälle kurze Zeit nach Ausbruch zeigen, sind beim Schaf bisher keine eindeutigen Symptome bekannt.</p>
<p><img class="size-large wp-image-2173 alignright" title="schmallenberg-virus2" src="http://xn--schferblog-s5a.de/wp-content/uploads/schmallenberg-virus2-297x190.jpg" alt="missgebildetes Lamm" width="297" height="190"/></p>
<p>Infiziert sich ein tragendes Schaf bis zum 50 Tag der Trächtigkeit, wird jedoch das oder die ungeborenen Lämmer in Mitleidenschaft gezogen und es kommt zu Aborten und schweren Missbildungen sowie der Geburt lebensschwacher Lämmer. Häufig auftretende Missbildungen und damit ein Anzeichen für einen Befall des Bestandes sind Gelenkssteife, Sehenverkürzung, Schiefhälse oder ein Wasserkopf. Durch die Missbildungen ist es sehr wahrscheinlich, dass es zu einer erhöhten Anzahl von Schwergeburten kommt. Die teilweise stark verkrümmten Glieder der Lämmer sind nach dem Bericht eines Bekannten sehr hart so das den abgestorbenen Lämmern noch im Mutterleib die Beine gebrochen werden müssen um das Mutterschaf zu retten.</p>
<p><strong>Neben den finanziellen Schäden durch die abgestorbenen Lämmer und dem erhöhten Zeitbedarf ist somit auch mit einer höheren Anzahl von Mutterschafen mit schwerwiegenden Gebärmutterverletzungen zu rechen.</strong></p>
<p><strong></strong>Eine ständige Beobachtung der lammenden Schafe ist also dringend anzuraten.<br />
Ein Nachweiß beim Schaf ist eigentlich nur über Gehirnproben der totgeborenen oder verstorbenen Lämmer möglich da Blutproben beim Mutterschaf direkt nach der „symptomfreien“ Infektion entnommen werden müssten.</p>
<p>Je früher die Infektion der ungeborenen Lämmer stattfindet um so schlimmer sind die Folgen. Nach dem 50 Tag der Trächtigkeit wird eine Infektion der Lämmer durch die Immunsperre verhindert. Immunkörper werden nach der Geburt über die Biestmilch an das Lamm weitergegeben.</p>
<p>Der Grund warum der Schmallenberg-Virus gerade so Wellen schlägt, ist das momentan die Lammzeiten der Schafe beginnen die sich im letzten Sommer angesteckt haben. Unsere Lammzeit beginnt Mitte Februar und ich hoffe das wir verschont bleiben; bisher sind jedoch nur Fälle in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Thüringen bekannt geworden.</p>
<h2>Was unternehmen bei missgebildeten Lämmern?</h2>
<p>Unbedingt dem Tierarzt melden und besser noch bei der zuständigen Landesuntersuchunganstalt anrufen und den Verdacht melden. Diese werden einen dann möglicherweise das Lamm vorbeizubringen. Zur Zeit drohen keine schließungen der eigenen Schafhaltung.</p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://delicious.com/stacks/view/CQGdqV"><img class="alignright size-full wp-image-2297" title="schmallenbergvirus_delicious" src="http://xn--schferblog-s5a.de/wp-content/uploads/schmallenbergvirus_delicious.jpg" alt="Vorschaubild der Schmallenberg-Virus Linkliste." width="252" height="201"/></a>Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat in einem Eilantrag eine Meldepflicht beantragt. Nachdem der Bundesrat dies durchgewunken hat, ist mit einer Meldepflicht ab April 2012 zu rechnen. Dies ist Voraussetzung für eine Entschädigung betroffener Tierhalter. Zur Zeit setzen sich Deutschland und die Niederlande für eine Meldepflicht auf europäischer Ebene ein.</p>
<h2>Wie kann ich meine Schafe schützen?</h2>
<p>Momentan gibt es keinen Impfstoff. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat alle ihm zur Verfügung stehenden Informationen freigegeben und das Rennen um einen Impfstoff hat begonnen. Jedoch kann es 18 Monate dauern bis dieser zur Verfügung steht. Da wir gerade Winter haben ist die Ansteckung durch Mücken und Gnitzen ziemlich unwahrscheinlich. Im Frühjahr könnt man seine Tiere dann aber mit einem Ektoparasitenmittel behandeln das wenigstens einen kleinen Schutz vor Mücken bietet. Geeignete Mittel z.B. Butox können über den Tierarzt bezogen werden.</p>
<p>Eine Andere Möglichkeit ist die Rittzeit zu verschieben um so das Risiko eine Ansteckung zu minimieren. Wir sollten jetzt aber nicht alle in Panik geraten. Wie gesagt wir haben Winter und eine Ansteckung ist unwahrscheinlich. Da unbekannt ist ob beim Schmallenberg-Virus auch die missgebildeten Lämmer ansteckend sind sollt man dies sofort isolieren und bei Häufungen den Tierarzt benachrichtigen.</p>
<p>Ständig aktuelle Informationen zum Schmallenberg-Virus findet ihr auf der <a rel="nofollow" title="Sonderseite zum Schmallenberg-Virus vom FLI" target="_blank" href="http://www.fli.bund.de/de/startseite/aktuelles/tierseuchengeschehen/schmallenberg-virus.html">Seite des Friedrich-Loeffler-Instituts</a>. Seit kurzem ist dort auch eine Tabelle mit den bisher in Deutschland betroffenen Betrieben zu finden.</p>
<p>Weitere interessante Links zum Schmallenberg-Virus findet ihr in einer <a rel="nofollow" title="Interessante Links zum Schmallenberg-Virus" target="_blank" href="http://delicious.com/stacks/view/CQGdqV">von mir gepflegten Linkliste auf delicious</a>. Dort könnt ihr mir auch gerne weitere Links vorschlagen über die ihr gestolpert seit.</p>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Linktipp: Tapsi komm! Broschüre für Kinder zum Umgang mit Hunden.</title>
         <link>http://www.tieraerzteverband.de/wKleintiere/smile_aktuell/Umgang_mit_Hunden/pdf/tapsi_komm.pdf</link>
         <description>&lt;div style="border:1px solid #dddddd;margin:3px 0px 10px 10px;padding:7px;background:#ececec none repeat scroll 0% 0%;float:right;font-size:0.9em;width:140px;line-height:1.3em;color:#4382cf;"&gt;Weitere gut sortierte und beschriebene   Linktipps aus dem Schäferblog findet ihr unter: &lt;a rel="nofollow" style="color:#4382cf;" target="_blank" href="http://www.delicious.com/schafelinks"&gt;delicious.com/schafelinks&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;Bei vielen Schäfern nehmen gleich mehrere Hunde am täglichen Familienleben Teil. Ob für die eigenen Kinder, Besuch oder Feriengäste; Diese Broschüre erleichtert es, Kindern den richtigen Umgang mit Hunden zu erklären.</description>
         <author>Linktipps auf delicious.com</author>
         <guid isPermaLink="false">http://www.delicious.com/url/bd7c508f37c0779a3b149c61eb2f4a2a#schafelinks</guid>
         <pubDate>Tue, 10 Jan 2012 07:25:09 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Linktipp: Verein zur Förderung einer neuen Art der Tierhaltung Uria e.V.</title>
         <link>http://www.uria.de/</link>
         <description>&lt;div style="border:1px solid #dddddd;margin:3px 0px 10px 10px;padding:7px;background:#ececec none repeat scroll 0% 0%;float:right;font-size:0.9em;width:140px;line-height:1.3em;color:#4382cf;"&gt;Weitere gut sortierte und beschriebene   Linktipps aus dem Schäferblog findet ihr unter: &lt;a rel="nofollow" style="color:#4382cf;" target="_blank" href="http://www.delicious.com/schafelinks"&gt;delicious.com/schafelinks&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;Der Verein mit dem Ziel eine schonendere Art der Schlachtung durchchzusetzen berät Schlachter und Tierhalter. Vertrieb der Schlachtbox.</description>
         <author>Linktipps auf delicious.com</author>
         <guid isPermaLink="false">http://www.delicious.com/url/9433bccf81c91b9de51688b5bd24da6d#schafelinks</guid>
         <pubDate>Fri, 06 Jan 2012 08:12:46 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Flaschenlämmer versorgen → Teil 2 der Artikelserie</title>
         <link>http://xn--schferblog-s5a.de/2011/12/24/flaschenlaemmer-versorgen/</link>
         <description>Um auch Flaschlämmern, die denkbar schlecht ins Leben starten, eine Entwicklung zu starken und gesunden Schafen zu ermöglichen, gilt es bei der Aufzucht ein paar Dinge zu beachten. Im zweiten Teil der Artikelserie behandele ich die Fütterung und Unterbringung der Flaschenlämmer.</description>
         <guid isPermaLink="false">http://xn--schferblog-s5a.de/?p=2087</guid>
         <pubDate>Sat, 24 Dec 2011 20:58:42 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Flaschenlämmer versorgen ist keine leichte Aufgabe. Aus diesem Grund habe ich einen Artikel zum versorgen von Flaschenlämmern geschrieben. Da der Artikel sehr lang ist, habe ich ihn in drei Teile aufgeteilt. Die Links zu den entsprechenden Teilen findet ihr hier:</p>
<p><strong>1. <a rel="nofollow" title="Teil 1 der Artikelserie zum Versorgen von Flaschenl&#xe4;mmern" target="_blank" href="http://xn--schferblog-s5a.de/2011/12/20/mutterlose_aufzucht-unterstossen-laemmer/">Gründe für eine mutterlose Aufzucht und das Unterstoßen</a>.</strong></p>
<p>Im ersten Teil des Artikels geht es um die Gründe für eine mutterlose Aufzucht, Techniken eine Mutter die ihr Lamm ablehnt zum annehmen der Lämmer zu überreden sowie dem &#8220;Unterstoßen&#8221; von Lämmern. Er bildet die Grundlage und sollte zunächst gelesen werden.</p>
<p><strong>2. Aufzucht von Flaschenlämmern. (Dieser Artikel)</strong></p>
<p>In diesem, dem zweiten Teil der Serie widmen wir uns der Versorgung von Flaschenlämmern durch die eigene Hand.</p>
<p><strong>3. <a rel="nofollow" title="Durchfall &amp; Bl&#xe4;hungen &#x002013; Typische Krankheiten unserer Flaschenl&#xe4;mmer &#x002192; Teil 3 der Artikelserie" target="_blank" href="http://xn--schferblog-s5a.de/2012/03/18/durchfall_blaehungen_flaschenlaemmer/">Krankheiten der Flaschenlämmer</a>.</strong></p>
<p>Im dritten Teil geht es dann um die typischen Krankheiten der Flaschenlämmer und wie ich diese Behandeln kann.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>4. <a rel="nofollow" target="_blank" href="https://delicious.com/stacks/view/Gh1KFc">Alle Links der Artikelserie auf delicious.com</a>.</strong></p>
<p>Der Einfachheit halber habe ich alle Links der Artikelserie auf delicious.com noch einmal übersichtlich zusammengestellt.</p>
<h2>Einleitung.</h2>
<p>Bevor es losgeht sollten wir uns aber die Verdauung der jungen Lämmer und die Entwicklung zum Wiederkäuer anschauen da dies auch die Grundlage für unsere Fütterung seien sollte.</p>
<h2>Die Verdauung junger Lämmer und die Entwicklung zum Wiederkäuer.</h2>
<p>Vielen ist gar nicht klar, dass junge Lämmer keine Wiederkäuer sind. Ebenso wie der Mensch können junge Lämmer kein Gras oder Heu verdauen. Vielmehr werden sie in ihren ersten Lebenswochen allein durch die Milch der Mutter oder wie in unserem Fall durch eine ensprechende Alternative ernährt.</p>
<div id="attachment_2094" class="wp-caption alignleft" style="width:210px;"><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.flickr.com/photos/schaeferfotos/6570800371/"><img class="size-full wp-image-2094 " title="laemmer-fressen-erde" src="http://xn--schferblog-s5a.de/wp-content/uploads/laemmer-fressen-erde.jpg" alt="L&#xe4;mmer fressen Erde" width="200" height="268"/></a><p class="wp-caption-text">Äcker nutzen junge Lämmer zum fressen von Erde.</p></div>
<p>Das ganze System der Vormägen ist zwar vorhanden muss sich jedoch erst bis zur Funktionstüchtigkeit entwickeln. Einzig der Labmagen funktioniert bereits bestens und ist voll auf die Verdauung von Milch ausgelegt. Wer junge Lämmer beobachtet wird feststellen, dass sie bereits nach ein paar Tagen an allem lutschen, kauen und knabbern was nicht Niet- und Nagelfest ist. Dies dient der Entwicklung der Vormägen und sie beginnen vereinzelt Futterreste oder Gras aufzunehmen.</p>
<p>Erde und kleine Steinchen haben hierbei eine besondere Funktion. Steinchen können die mechanische Verdauung erleichtern und in Erde sowie Dreck sind eben die Bakterien enthalten, die auch im Pansen später ihre Arbeit tun. Wer seinen Flaschenlämmern also etwas gutes tun möchte sollte auch immer ein paar Grassoden in den Futtertrog werfen um die Entwicklung zum Wiederkäuer zu unterstützen. Gibt es die Möglichkeit die Flaschenlämmer tagsüber auf einer Wiese und/oder einem Stück Acker (zum Beispiel im Garten) springen zu lassen solte man diese Gelegenheit unbedingt wahrnehmen. Die frische Luft, Sonne, die Geräusche und der viele Platz regen Bewegung und Appetit an, führen also ebenso zu einer schnelleren und besseren Entwicklung unserer Schützlinge.</p>
<p>Mit etwa 2-3 Wochen beginnen die jungen Lämmer Wiedezukäuen, für mich ein ganz besonderer Augenblick wenn ich in den Lammzeiten meißt aus dem Augenwinkel das erste Lamm dabei beobachten darf.</p>
<p>Für unsere Flaschenlämmer ist es besonders wichtig das sich die Vormägen so schnell als möglich entwickeln. Wie bereits gesagt, können wir sie dabei mit etwas Mutterboden unterstützen. Außerdem sollten wir ihnen stets frisches Heu zur verfügung stellen. Desweiteren sollten wir sie durch Leckerbissen zum fressen animieren. Getrocknete melassierte Zuckerrübenschnitzel sind hervorragend geeignet, bergen jedoch die Gefahr von Blähungen. Eine andere Möglichkeit ist gequetschtes Getreide, wobei Hafer nicht so gerne angenommen wird. Probiert ruhig ein bisschen aus! Man sollte nur nicht ständig komplett wechseln und neues Futter nur langsam beimengen. Der Pansen verdaut mikrobiell und die Zusammensetzung der Bakterien passt sich an das Futter an. Wechselt man zu schnell kann es zu durchfällen kommen.</p>
<div id="attachment_2096" class="wp-caption alignright" style="width:210px;"><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.flickr.com/photos/schaeferfotos/6570796139/"><img class="size-full wp-image-2096" title="l&#xe4;mmer-fressen-steinchen" src="http://xn--schferblog-s5a.de/wp-content/uploads/l&#xe4;mmer-fressen-steinchen1.jpg" alt="L&#xe4;mmer fressen Steinchen" width="200" height="296"/></a><p class="wp-caption-text">Auf Feldwegen nehmen junge Lämmer die verdauungsfördernden Sternchen auf.</p></div>
<p>Bevor ich nun endgültig mit der Versorgung unserer Flaschenlämmer beginne, möchte ich noch einen sehr wichtigen Punkt erwähnen. Zum beginn ihres Lebens sind die Lämmer allein auf die Milch angewiesen. Jedoch ist Milch nur bedingt Wiederkäuergerecht. Milch enthält viele hochwertige Eiweiße, Fette und Zucker. Im Pansen jedoch werden diese Bestandteile genau wie Gras einfach auseinandergebaut und ebenso Verdaut. Man kann die Lämmer unter Zugabe von Rohfaser sehr lange mit Milch ernähren. Es sollte jedoch stets das Ziel sein, eine gesundes Pansenmillieu aufzubauen. Ernährt man Lämmer über Monate hinweg mit Milch tut man ihnen also eigentlich nicht gutes. Vielmehr sollte man sich darüber freuen das unsere Lämmer lernen wie die großen vom Gras allein zu leben. Das entspricht der Natur der Schafe und hält sie Gesund. Milch, Äpfel, Möhren, Brot, Getreide, etc. sind ein Nachtisch und keiner möchte nur von Nachtisch leben. Lämmerkorn dient dem schnellen Wachstum und ist eigentlich nur in der intensiven Lämmerproduktion von Bedeutung.</p>
<p>Auch wenn sie etwas langsamer wachsen, sind kräuterreiches Gras und Heu die besten Futtermittel die wir unserem Schaf bieten können (ehrlich!). Ein paar Äste zum Rinde knabbern und die Nachtischchen sollten lediglich dazu dienen etwas Abwechslung zu bieten oder sie Anfangs etwas zum fressen zu animieren.</p>
<h2>Das Versorgen der Flaschenlämmer.</h2>
<p>Nun widmen wir uns der Versorgung unserer Flaschenlämmer. Möglichkeiten wie das Fixieren oder Unterstoßen fallen aus und uns bleibt zum Erhalt des Lebens unseres Schützlings nichts anderes übrig als es mit der Flasche großzuziehen. Versuchen wir also das beste daraus zu machen.</p>
<h3>Die Kolostralphase</h3>
<p>Wir haben ein frisch geborenes Lamm und müssen es mit den eigenen Händen auf das Leben vorbereiten. Gleich zu beginn wird es eigentlich am schwierigsten.</p>
<p>Doch bevor wir das Lamm füttern sollten wir den Nabel desinfizieren. Üblicherweise nimmt man hierfür Jod aber auch andere Desinfektionsmittel wie zum Beispiel <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.schaette.de/shop/schaf-ziege/wunden/wundstein-essenz-1.html">Dr. Schaettes Wundsteinessenz</a> (Kupfersulfat) eignen sich zur Nabeldesinfektion. Das Desinfektionsmittel sollte am besten in ein kleines Glässchen oder bei vielen Geburten in eine Dipflasche für Kuhzitzen gefüllt werden um den Nabel hineinzutunken. Sprühflaschen eignen sich meiner Meinung nach nicht so besonders. Das Desinfektionsmittel sollte regelmäßig ausgetauscht und das Glas ausgekocht oder gewechselt werden da sich in ihm resistente Bakterien vermehren können. Man sollte sofern eine Mutter da ist die das Lamm abschleckt mit der Desinfektion warten, bis sich der erste Sturm gelegt hat. Um so länger der Nabel ist um so besser. Gekürzt werden sollt nur wenn die Gefahr besteht das das Lamm oder die Mutter auf den Nabel treten. Im nicht desinfizierten Nabel sowie unsauber desinfizierten Nabel kann eine Entzündung den Nabel hoch bis zum Rückenmark wandern und es kommt zur sogenannten Lämmerlähme. Dicke Gelenke und das Buckel machen können ein Anzeichen für eine Lämmerlehme sein. Kommt es zur Lämmerlähme kann nur noch Antibiotika helfen.</p>
<h4>Die Biestmilch</h4>
<p>Kurz nach der Geburt stellt die Mutter ihren Lämmern die sogenannte Kolostral- oder Biestmilch zur Verfügung. Biestmilch ist viel nahrhafter als die spätere Milch. Aus diesem Grund ist sie viel dickflüssiger und hat durch den hohen Vitamin A gehalt eine gelbliche Färbung.</p>
<p>Die eigentliche Besonderheit der Biestmilch ist aber, dass sie neben den vielen Nährstoffen auch reich an Enzymen und Antikörpern ist.</p>
<p>Die jungen Lämmer haben noch kein eigenes Immunsystem. Bis dieses zur Verfügung steht sind die durch die Biestmilch aufgenommenen Antikörper der einzige Immunschutz. Mit etwa 6 Wochen fallen die Lämmer dann in ein sogenanntes Immunloch. Während dieser Zeit sind die Antikörper der Mutter fast vollständig aufgebraucht und das eigene Immunsystem ist noch immer nicht stark genug um mit allen wiedrigkeiten klar zu kommen. Da der Keimdruck draußen kleiner ist als im Stall sollte man darüber nachdenken, die Lämmer spätestens zu dieser Zeit Nachts draußen übernachten zu lassen.</p>
<p>Nur während der ersten Lebensstunden ist die Darmwand der Lämmer in der Lage die Antikörper ins Blut passieren zu lassen. Ist es unmöglich von der Mutter Biestmilch zu bekommen gilt es schnell zu handeln.</p>
<ol>
<li>Am besten ist es auf Biestmilch anderer Schafe aus dem eigenen Bestand zurückzugreifen. Entweder man melkt einem Schaf mit genügend Kolostrum etwas ab oder greift auf eingefrohrene Biestmilch zurück die man einem Schaf im Vorfeld abgemolken hat. Schafen die noch nicht gelammt haben darf man unter keinen Umständen Kolostrum abmelken da die Gefahr einer Euterentzündung sehr groß ist wenn der Propfen aus dem Milchkanal entfernt wird und das Schaf danach nicht regelmäßig gemolken oder abgesoffen wird. Außerdem kann es ja noch Tage dauern bis sie lammt und dann steht kein Kolostrum mehr für die eigenen Lämmer zur Verfügung. Das eingefrohrene Kolostrum kann man gut in kleinen Gefrierbeuteln zu 50ml oder in Eiswürfelformen zum genauen Portionieren einfrieren.</li>
<li>Man kann sich etwas Kolostrum von einem Schäfer aus der Nähe holen. Normalerweise haben die welches in der Tiefkühltruhe. Man sollte aber nicht vergessen das Kolostrum ein sehr wertvolles Gut ist und den Bogen nicht überspannen.</li>
<li>Relativ günstig ist Kuhbiestmilch zu bekommen jedoch ist diese Artfremd und bietet einen schlechteren Schutz. Besser als Nichts aber alle mal.</li>
<li>Es gibt Biestmilchersatz im Handel. Ich habe keine eigenen Erfahrungen damit gemacht, weiß aber von einem Bekannten, dass das ganz gut funktioniert. Ein Beispiel wäre <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://bergoshop.de/Schafe/Bergin-Globulac-L.html">Bergin Globulac L</a>.</li>
</ol>
<p>Die in der Biestmilch enthaltenden Enzyme werden gedanklich oft vernachlässigt. Sie dienen unter Anderem der Verdauung und veringern so die Wahrscheinlichkeit von Durchfällen.</p>
<h5>Wie viel Biestmilch braucht es?</h5>
<blockquote><p>Von der Biestmilch sollte den Lämmern bestenfalls in den ersten 24 Stunden alle 2 Stunden bis zu 50 ml. verabreicht werden je nachdem wieviel das Lamm trinken mag.</p></blockquote>
<p>Das Kolostrum sollte zwischen 38 und 40℃ verabreicht werden. Ist das Kolostrum zu kalt können die Bakterien ihre Arbeit nicht tun und die Milch gelang unverdaut in den Darm (Durchfall). Ist sie zu heiß kommt es zu Verbrühungen. Außerdem sollt man darauf achten das nicht zu viel verabreicht wird, da der Labmagen nur eine bestimmte Menge fassen kann. Säuft das Lamm zu viel läuft die Milch zurück in den Pansen und vergährt was zu starken Bauchschmerzen und Blähungen führen kann.</p>
<h3>Die Fütterung der Flaschenlämmer nach dem ersten Tag.</h3>
<ul>
<li>Am 2 und 3 Lebenstag etwa alle 3 Stunden etwa 70 ml Milchaustauscher (MAT). mit einer nächtlichen Pause von 6 Stunden.</li>
<li>Am 4. und 5. Tag sollte man dem Lamm circa 100 ml. alle 4 Stunden geben und kann Nachts 8 Stunden Pause machen.</li>
<li>Vom 6 bis zum 10 Lebenstag steigert man die Milchmenge gemächlich von 150 auf 250 ml. und füttert das Lamm 4 mal am Tag. 9 Stunden Nachtruhe kann man sich nun schon gönnen.</li>
<li>Bis zum alter von 3 Wochen genügt es dann das Lamm 3 mal am Tag mit etwa 400 bis 500 ml. zu füttern. Achtet dann einfach darauf die Nacht nicht zu lang werden zu lassen und das ihr euch feste Zeiten einplant die ihr einhalten könnt. 12 Stunden ohne Milch sind aber eigentlich das Maximum.</li>
<li>Von der 4. bis zur 8. Woche kann die Milchmenge auf bis zu 700-800 ml pro Mahlzeit erhöht werden.</li>
<li>Ab der 8 Woche sollte der Pansen des Lamms ausgebildet sein und wir können auf 2 Mahlzeiten mit 500-800 ml gehen. Oder wir bleiben bei 3 Mahlzeiten und senken die Konzentration der Milch durch die Verwendung von weniger Milchpulver.</li>
<li>Spätestens ab der 10 Woche sollte man die Milchmenge auf ein Nachtischchen reduzieren und ab der 12 Woche ganz absetzen. Nun benötigen die Lämmer wie die großen auch Mineralfutter und wir sollte ihnen für ein paar Sunden am Tag einen Melassefreien Mineralleckstein zur Verfügung stellen. (Melasse fördert die Aufnahme der Mineralien durch einen süßlichen Beigeschmack und damit auch den Absatz der Minerlfutterhersteller. Normalerweise wissen Schafe ihren Bedarf aber auch ohne dieses Hilfsmittel zu decken.)</li>
</ul>
<p>Die Temperatur der Milch spielt ab der 3-4 Woche keine sooo große Rolle mehr, sollte jedoch immer ausreichend hoch sein. (Unsere Erfahrungswerte im Milchtemperaturfühlen per Hand sollten nun eigentlich ausreichen und wir müssen nicht jedes mal messen.) Zu kalte Milch muss durch die Körpertemperatur der Lämmer erst aufgewärmt werden. Dabei gelangt ein Teil der Milch unfermentiert in den Darm (Gefahr von Durchfällen). Außerdem verbraucht das Aufwärmen der Milch durch die Lämmer Energie und diese sollen sie ja eigentlich zum wachsen nehmen.</p>
<p>Es kann Rassenbedingt oder je nach größe der Lämmer zu abweichungen kommen. Die angegeben Mengen sind so wie sie da stehen gut für Merinolandschaflämmer mittlerer Statur. Für kleine Lämmer oder Landrassen sollte möglicherweise reduziert werden.</p>
<p><strong>Hilfestellung:</strong> Nach einer tränke sollte das Lämmchen einen kleines Bäuchlein haben. Ist es prall gefüllt, ist die Milchmenge zu groß. Als Richtschnur sollte die tägliche Milchmenge etwa 10% des Körpergewichts entsprechen. Entwickeln die Lämmer sich schlecht muss die Tagesration erhöht werden. Kommt es dann zu Durchfällen muss die Tagesration auf mehr Mahlzeiten verteilt werden.</p>
<h4>Welche Milch eignet sich?</h4>
<p>Ich empfehle einen Milchaustauscher für Lämmer. Hier ein Liste mit einigen auf dem Markt erhältlichen Milchaustauschern für Lämmer:</p>
<ul>
<li><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.combimilk.de/Produkte/Laemmermilch.php">CombiMilk Lämmermilch</a>.</li>
<li><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://bergoshop.de/Schafe/Bergin-Milch-L.html">Bergin Milch L</a>.</li>
<li><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.bewital-agrar.de/Lamm/index-a-1527.html">Bewital Lämmermilch</a>.</li>
<li><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.josera-agrar.de/index.php?p=content&amp;id=569&amp;name=spezial-neu-schaf&amp;area=4">Josera Spezial Neu</a> &amp; <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.josera-agrar.de/index.php?p=content&amp;id=857&amp;name=brillant-schaf&amp;area=4">Josera Brilliant</a></li>
<li><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.provimi.nl/de-de/Products/Sheep.html">Provilam Super</a>.</li>
<li><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.volac.com/agriculture/product-by-species/sheep/product65/zelmo-green">Zelmo green (engl.)</a>. Biolämmermilch zu beziehen über <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.reudink-bio.eu/de/home">Reudink</a>.</li>
</ul>
<p>Bei Milchaustauschern für Kälber muss man aufpassen! Die meißten Milchaustauscher für Kälber enthalten zuviel Kupfer. Schafe reagieren sehr empfindlich auf Kupfer und es kann zu schweren Vergiftungen kommen. Die Kälbermilch von Josera (Spezial Neu) enthält weniger Kupfer (4mg). Dieser Wert ist in Ordnung sollt jedoch nicht allzu weit überschritten werden.</p>
<p>Eine weitere Möglichkeit ist Kuhmilch. Ziegenlämmer lassen sich mit Kuhmilch sehr gut aufziehen, bei Schaflämmern kommt es immer wieder zu durchfällen und das Wachstum sowie Konstitution ist sichtbar schlechter (Siehe <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://orgprints.org/9099/1/9099_Barth_Poster.pdf">&#8220;Untersuchungen zur Aufzucht von Schaf- und Ziegenlämmern mit arteigener und artfremder Milch&#8221; von Kerstin Barth</a>). Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht zunächst reines Kuhkolostrum zu verwenden und dieses bei steigenden Milchmengen dann mit normaler Kuhmilch zu mischen. Jedoch sollte bestenfalls immer etwa ein drittel Kolostrum bleiben.</p>
<h4>Womit kann ich Tränken?</h4>
<p>Na, da kommt es eigentlich auf die zur verfügung stehende Zeit an. Ideal ist meiner Meinung nach eine flexible Flasche aus Polyurethan (PU). Diese zieht sich beim Trinken zusammen so das kein allzugroßer Unterdruck ensteht und die lämmer mit einem gleichmäßigen zug trinken können. Als Nuckel funktionieren meiner Meinung nach am besten die weichen der länglichen Art. Der Landhandel bietet eine Reihe von Materialien an. Probiert ein bisschen rum.</p>
<p>Habt ihr mehrere Lämmer bietet sich ein Eimer mit mehreren Saugern an. Dieser ist ebenfalls im Landhandel erhältlich. Jedoch lässt sich so nur schlecht die Milchmenge kontrollieren die von den einzelnen Lämmern getrunken wird und es kommt häufiger zu durchfällen. Die kleinen roten Nuckel die mit den Eimern geliefert werden sind stabiler und für Dauereinrichtungen gedacht. Wer eine rationierte Warmtränke macht, sollte sich die länglichen weichen Nuckel besorgen, da die Gewöhnung einfacher ist.</p>
<p>Ist nichts anderes im Haus kann man vorübergehend eine Plastikflasche mit einem Luftballon oder Gefrierbeutel beziehen.</p>
<h3>Was wenn ein Lamm nicht trinken möchte?</h3>
<p>Möglicherweise möchte das Lamm nicht aus der Flasche trinken. In diesem Fall sollte man das Lamm zunächst mal etwas hungern lassen. Möchte es noch immer nicht trinken könnt ihr es zum trinken animieren in dem ihr ihm von vorn auf die Nase stuppst und ein bischen am Finger gnabbeln lasst. Außerdem könnt ihr ein bisschen mit dem Schwänzchen des Lamms spielen und es oberhalb des Schwanzanzatzes streicheln. Die Mütter lecken den Lämmern beim trinken am Po. Das wackelnde Schwänzchen erleichtert den Milchfluss bei der Mutter und ihr ablecken betärkt das Lamm in seinem Saugreflex. Zudem sollte man die Hände vorher gründlich mit klarem Wasser waschen und kann sie dann durch reiben der Hand an der Drüse zwischen Hinterbein und Euter eines Mutterschafs mit einem Duftstoff versehen der dem Lamm normalerweise dabei hilft das Euter zu finden aber auch zum trinken animiert.</p>
<p>Möchte das Lamm unter keinen Umständen saufen, kann man sich mit einem sogenannten Lämmerretter behelfen. Um zu verhindern, dass man in die Luftröhre gelangt, wird er so in den Hals des Lamms eingeführt das man ihn mit der anderen Hand im Hals erfühlen kann. Die Speiseröhre ist flexibel und man kann den Schlauch fühlen. Die Luftröhre hingegen ist relativ fest und der Schlauch kann nicht erfühlt werden. Um sicher zu gehen sollte man wenn der Schlauch eingeführt ist am Lämmerretter horchen. Nimmt man deutlich Atemgeräusche war ist man vermutlich in der Lunge gelandet und muss den Schlauch vorsichtig wieder herausziehen. Für den nötigen Energieschub kann man der so eingeflößten Milch/Kolostrum je 100ml einen Esslöffel Traubenzucker hinzufügen.</p>
<p>Man sollte ein Lamm nicht zum trinken zwingen. Zum einen kann Milch in die Lunge gelangen und zu schweren Lungenentzündungen führen. Zum anderen kann die Milch den Labmagen nur dann optimal in den Labmagen gelangen wenn das Lamm einen Saugreflex zeigt.</p>
<p>Will ein Lamm unter keinen Umständen saufen obwohl wir uns bereits 2-3 mal mit dem Lämmerretter beholfen haben und das Lamm säuft auch am Euter eines Schafs nicht, sollten wir darüber nachdenken das Lamm zu töten. Es verhungern zu lassen ist eine unnötige Quälerei und die Ernährung mit dem Lämmerretter keine dauerhafte Option. Das töten Lebensschwacher Tiere denen ein qualvolles Ende bevorsteht gehört in die Führsorgepflicht eines jeden verantwortungsvollen Schafhalters und ein Zögern aufgrund von Abscheu oder einem nicht übers Herz bringen im Angesicht des Tieres ist aus meiner Sicht verantwortungslos und selbstsüchtig, da wir persönliche Gefühle über die Bedürfnisse des Tieres stellen. Eine Nottötung darf nur mit dem dafür vorgesehenden Sachkundenachweiß durchgeführt werden. Termine für Kurse zum Erwerb des Sachkundenachweises können beim Vetrinäramt erfragt werden. Alle ohne Sachkundenachweiß sind dazu verpflichtet den Tierarzt zu rufen.</p>
<h3>Gibt es anderere (zeitsparendere) Tränkeverfahren?</h3>
<p>Das Verfahren das ich bis jetzt beschrieben wird im allgemeinen als rationierte Warmtränke bezeichnet. Wer Arbeit sparen möchte kann auch eine saure Kalttränke versuchen. Für die Aufzucht vieler Lämmer kann sich ein Automat bezahlt machen jedoch habe ich schon viel schlechtes darüber gehört. Eine gute Übersicht über die verschiedenen Tränkeverfahren bietet die <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.llh-hessen.de/landwirtschaft/tierproduktion/schafe_ziegen_damwild/haltung/mat-aufzucht_lamm_ziege_internet.pdf">Präsentation von Dr. Gerhard Quanz vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (PDF)</a>.</p>
<p>Besser als die saure Kalttränke gefällt mir die Joghurttränke, da die Milch bei ihr schon etwas vorverdaut ist. Ich habe mir mal erlaubt einen sehr interessanten Artikel aus dem aktuellen Biolandmagazin über die Joghurttränke bei Kälbern für euch einzuscannen.</p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://xn--schferblog-s5a.de/docs/joghurt-fuer-kaelber_bioland-magazin.pdf">Artikel &#8220;Joghurt für Kälber&#8221; von Siegfried Steinberger und Thomas Folger aus dem Bioland Magazin 12/2011</a>.</p>
<p>Ich kann aber jedem Hobbyhalter nur empfehlen die rationierte Warmtränke den anderen Tränkeverfahren vorzuziehen, da auch eine ganz besondere Bindung zu eurem Schützling entsteht und sie besser verträglich ist. Wer die Zeit nicht aufbringen kann sollte sich überlegen ob sich die Anschaffung von Schafen dann insgesamt sinnvoll ist.</p>
<h3>Wie bringe ich die Flaschenlämmer unter?</h3>
<p>Bevor ich zum Ende komme möchte ich noch kurz zur Unterbringung kommen. Flaschenlämmer sind in der Regel bereits Vorgeschwächte Tiere. Es sollte ständig frisch eingestreut sein. Ein Zugfreier warmer Liegeplatz sollte vohanden sein. Ein Auslauf oder ein kleine Koppel steigert den Appetit und schont bei ausreichenden warmen Rückzugsmöglichkeiten das Immunsystem (vor allem während des eingangs erwähnten, nach etwa 6 Wochen auftretenden Imunlochs). Auch Flaschenlämmer sind Herdentiere und sollten nie allein gehalten werden. Optimal sind 2 bis 3 ältere Schafe und andere Lämmer als Gesellschaft.</p>
<p>So, soviel zum zweiten Teil der Serie. Im dritten Teil beschäftigen wir uns dann mit den typischen Krankheiten der Flaschenlämmer und wie wir diese behandeln können.</p>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Deutsches Weidelgras</title>
         <link>http://xn--schferblog-s5a.de/2011/12/22/pflanzenkunde-deutsches_weidelgras/</link>
         <description>Das Deutsche Weidegras ist das am weitesten verbreitete Gras auf deutschen Wiesen und Weiden. Es ist durchsetzungsstark, relativ Widerstandsfähig und hat einen hervorragenden Futterwert. Von unseren Schafen wird es in jedem Stadium sehr gerne gefressen.</description>
         <guid isPermaLink="false">http://xn--schferblog-s5a.de/?p=2077</guid>
         <pubDate>Thu, 22 Dec 2011 20:40:29 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Deutsche Weidegras ist das am weitesten verbreitete Gras auf intensiv genutzten Wiesen und Weiden. Es ist durchsetzungsstark, relativ widerstandsfähig und hat einen hervorragenden Futterwert. Von unseren Schafen wird es in jedem Stadium sehr gerne gefressen.</strong></p>
<p>Andere Bezeichnungen: Ausdauerndes Weidelgras, Deutsches Weidelgras, Englisches Weidelgras, Englisches Raygras, Ausdauernder Lolch, Dauer-Lolch oder Dinkelspelze.</p>
<p><div class="wp-caption aligncenter" style="width:469px;"><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Illustration_Lolium_perenne0.jpg?uselang=de"><img title="Deutsches Weidelgras" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/40/Illustration_Lolium_perenne0.jpg/459px-Illustration_Lolium_perenne0.jpg" alt="Zwei Gr&#xe4;ser als farbige Zeichnung." width="459" height="768"/></a><p class="wp-caption-text">Deutsches Weidelgras (Lolium perenne) (links) Italienisches Raygras (Lolium multiflorum) (rechts) aus Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany. via Wikimedia Commons</p></div><br />
<strong>Futterwertzahl:</strong> 8<br />
<strong>Feuchtezahl:</strong> 5<br />
<strong>Nährstoffzahl:</strong> 7
<h3>In Kürze</h3>
<p>Sehr wertvolles Untergras, für Mähwiesen- und Weiden, auf frischen Standorten.</p>
<ul>
<li>Blattlage: gefaltet</li>
<li>Blattspreite: gerieft, stark glänzend</li>
<li>Blatthäutchen: kurz, grünlich</li>
<li>Blattöhrchen: deutlich erkennbar</li>
<li>Blütenstand: Ähre</li>
<li>Ährchen: unbegrannt, liegen mit der Schmalseite an der Spindel an</li>
<li>Wuchsform: horstbildend, Halmgrund rot bzw. violett</li>
</ul>
<h3>Habitus</h3>
<p>Mehrjährig bis ausdauernd; bildet je nach Wuchstyp und Nutzung feine Horste oder dichte Rasen. Die ganze Pflanze ist kahl und besitzt hell-bis dunkelgrüne, schmale Blätter; der dünne Halm kann über 50 cm hoch werden und trägt eine Ähre.</p>
<h3>Jugendstadium</h3>
<p>Das jüngste Blatt ist gefaltet (etwa 10-20, cm lang); ent­wickelte Blätter sind schmal (3—4 mm) und weitgehend parallelrandig; oberseits sind sie stark gerillt, unterseits glänzen sie fettig; im Querschnitt weisen die Blattränder nach unten, die Mittelrille ist vertieft, einen Kiel bildend. Blatfhäutchen bis zu 2 mm lang; Blattöhrchen meist deutlich, schmal, abstehend.</p>
<h3>Reifestadium</h3>
<p>Die grannenlosen Ährchen sitzen wechselständig mit der Schmalseite an der Spindel; Halmblätter sind bis zu 6 mm breit.</p>
<p>Ährchen: Vielblütig; etwa 8-17 mm lang; Deckspelze stumpf oder leicht zugespitzt: täuscht dann eine Grannenspitze vor.</p>
<h3>Bewurzelung</h3>
<p>Besitzt kurze Rhizome und entwickelt vor allem bei Weide­nutzung kurze Kriechtriebe.</p>
<h3>Standort</h3>
<p>An frischen, milden Standorten mit über 900 mm Jahresniederschlag und 6,5-9℃ mittlerer Jahrestemperatur, besonders auf mittelschweren (lehmigen, nicht zu lockeren), nährstoffreichen Böden in <em>Mäh- </em>und <em>Dauer­weiden </em>und auch in Trittrasen. Verträgt regelmässige massvolle Güllegaben;; bevorzugt massig dichten Oberboden (Mähweide), leidet jedoch bei starker Bodenverdichtung (Dauerweide, schwere Maschinen) sowie auf über­schwemmten Böden.</p>
<h3>Futterbaulicher Wert</h3>
<p>Ertragreiches Futtergras mit höchsten Gehalten an Energie und Eiweiss; gut geeignet für ziemlich intensive Weide- und Mäh­weidenutzung oder zur Bereitung von Heu oder Silage. Bildet dank den Kriechtrieben einen dichten, konkurrenzstarken Wasen, der Unkräuter kaum; aufkommen lässt.</p>
<h3>Ansaaten</h3>
<p>Wird verwendet in vielseitig nutzbaren Gras-Weissklee-Mischungen sowie in längerdauernden Ansaaten von. Mäh- und Dauerweiden. In ziemlich intensiv genutzten Mähwiesen kann es an geeigneten Standorten nur durch gelegentlichen Pflegeweidegang im Frühling oder im Sommer in grösseren Anteilen im Bestand erhalten werden.<br />
<cite>Quelle: Dietl, W-; Lehmann, J.; Jorquera, M.: Wiesengräser.LMZ-Verlag Zollikofen (Schweiz, 1998)</cite></p>]]></content:encoded>
         <category>Herbarium</category>
      </item>
      <item>
         <title>Gründe für eine mutterlose Aufzucht und das Unterstoßen → Teil 1 der Artikelserie zum Versorgen von Flaschenlämmern</title>
         <link>http://xn--schferblog-s5a.de/2011/12/20/mutterlose_aufzucht-unterstossen-laemmer/</link>
         <description>Als Grundlage für die Artikelserie "Aufzucht von Flaschenlämmern" beginne ich ich im ersten Teil mit den Gründen für eine mutterlose Aufzucht und erkläre wie man Lämmer unterstoßen kann.</description>
         <guid isPermaLink="false">http://xn--schferblog-s5a.de/?p=2013</guid>
         <pubDate>Mon, 19 Dec 2011 22:21:12 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder bekomme ich ich Emails mit Fragen Rund um das Thema Flaschenlämmer. Schon lange überlege ich deshalb, einen Artikel zu diesem Thema zu veröffentlichen. Da der Artikel aber recht lang geworden ist habe ich mich entschlossen, zum ersten mal im Schäferblog, eine Artikelserie anstatt eines einzelnen Artikels zu veröffentlichen. Die Artikelserie umfasst 3 Teile und mit dem ersten Teil will ich gleich Heute beginnen. Er bildet sozusagen die Grundlage und ich Erkläre warum wir Lämmer mit der Flasche großziehen und wie sich die mutterlose Aufzucht durch etwas nachhelfen oder dem Unterstoßen vermeiden lässt.</p>
<p><strong>1. Gründe für eine mutterlose Aufzucht und das Unterstoßen. </strong>(Dieser Artikel)</p>
<p>Im ersten Teil des Artikels geht es um die Gründe für eine mutterlose Aufzucht, Techniken eine Mutter die ihr Lamm ablehnt zum annehmen der Lämmer zu überreden sowie dem &#8220;Unterstoßen&#8221; von Lämmern.</p>
<p><strong>2. <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://xn--schferblog-s5a.de/2011/12/24/flaschenlaemmer-versorgen/">Aufzucht von Flaschenlämmern</a>.</strong></p>
<p>Im zweiten Teil geht es dann um die tatsächliche Aufzucht, Pflege und Unterbringung von Flaschenlämmern.</p>
<p><strong>3. <a rel="nofollow" title="Durchfall &amp; Bl&#xe4;hungen &#x002013; Typische Krankheiten unserer Flaschenl&#xe4;mmer &#x002192; Teil 3 der Artikelserie" target="_blank" href="http://xn--schferblog-s5a.de/2012/03/18/durchfall_blaehungen_flaschenlaemmer/">Krankheiten der Flaschenlämmer</a>.</strong></p>
<p>Im dritten Teil geht es dann um die typischen Krankheiten der Flaschenlämmer und wie ich diese Behandeln kann.</p>
<p><strong>4. <a rel="nofollow" target="_blank" href="https://delicious.com/stacks/view/Gh1KFc">Alle Links der Artikelserie auf delicious.com</a>.</strong></p>
<p>Der Einfachheit halber habe ich alle Links der Artikelserie auf delicious.com noch einmal übersichtlich zusammengestellt.</p>
<h2>Einleitung</h2>
<p>Für Schäfereien, vor allem in Milchbetrieben, ist die Aufzucht der mutterlosen Lämmer eine nicht selten ungeliebte Aufgabe. Hohe kosten, der Zeitaufwand und die Anfälligkeit für Krankheiten unserer kleinen Schützlinge macht die Aufzucht zu einer kniffligen Angelegenheit.</p>
<p>Viele Hobbyhalter die Kosten und Mühe nicht scheuen nutzen dies und beginnen den Aufbau ihrer kleinen Herde mit dem Kauf einiger Flaschenlämmer.</p>
<p>Ich halte eigentlich nicht allzu viel davon, da die Aufzucht schwierig ist und unter Umständen ein großes Wissen erfordert. Zudem sind unsere heranwachsenden Lämmer in vielen Fällen auch in ihrem späteren Leben anfälliger für Krankheiten. Für erfahrene Hobbyhalter stellt das kein Problem dar und sie schätzen die Zutraulichkeit ihrer Schützlinge da neben persönlichem Wert auch Umtriebe unproblematischer sind.</p>
<p>Schafhaltungs-Anfänger sind meiner Meinung nach eigentlich überfordert und die verzweifelten Emails die ich immer wieder von diesen Menschen bekomme, zeigen mir das es oft an ganz Grundsätzlichen Dingen fehlt. Aus diesem Grund denke ich eigentlich schon seit bald 5 Jahren darüber nach einen Artikel zur Aufzucht von Flaschenlämmern zu schreiben. Endlich habe ich mich dazu entschlossen und freue mich auf Anregungen, Korrekturen und Ergänzungen eurerseits.</p>
<h2>Einige Grundlagen</h2>
<p>Die Aufzucht durch eine Mutter ist immer der mutterlosen Aufzucht vorzuziehen. Neben gesundheitlichen Aspekten muss auch die psychische Belastung der Lämmer bedacht werden. Nur eine liebevolle Mutter ist in der Lage den Lämmern einen perfekten Start ins Leben als Schaf zu ermöglichen. Nachdrückliche Unterweisungen der Mutter, das abschauen von Verhaltensweisen und die teils groben Zurechtweisungen anderer Mütter fördern die natürlichen Verhaltensweisen der jungen Lämmer und sichern eine vollständige Integration in die Herde. Schafe die mutterlos aufgewachsen sind, fallen beim Hüten durch atypisches Verhalten auf und das deutet meiner Meinung nach auch auf eine ungenügende Integration in der Herde hin.</p>
<h2>Wie kommt es zu Flaschenlämmern &#8211; Mögliche Gründe für eine mutterlose Aufzucht.</h2>
<p>Die Entscheidung ein Lamm als Flaschenlamm großzuziehen kann verschiedene Ursachen haben:</p>
<ol>
<li>Als der häufigste Grund ist hierbei die Geburt von Drillingen bzw. ungenügende Milchleistung der Mutter zur Aufzucht von Zwillingen zu nennen. Ich habe zwar Schafe schon prächtige Drillinge großziehen sehen jedoch ist das Risiko recht groß, dass eines Tages die Milchleistung der Mutter nicht mehr ausreicht und somit gleich drei Lämmer in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind. In den meisten Schäfereien die Intensivere Rassen halten wird ein drittes Lamm der Mutter von vornherein weggenommen. In einigen Wanderschäfereien mit extensiveren Rassen und Futter ist die Aufzucht eines zweiten Lammes bereits zu risikoreich und es wird nur ein Lamm bei der Mutter belassen.<br />
Wird ein Lamm von der Mutter weggenommen bietet sich die Technik des unterstoßens an. Ein paar Tipps werde ich später im Artikel geben.</li>
<li>Der zweite relativ häufig vorkommende Grund für eine mutterlose Aufzucht ist das Ablehnen eines der Lämmer durch die frisch gebackene Mutter. Vor allem Erstgebärende wissen manchmal nichts mit dem plärrenden Häufchen Elend anzufangen. Unruhe im Stall oder fehlende Rückzugsmöglichkeiten wirken sich hier zusätzlich negativ aus. Gerade die jungen Mütter muss man aber verstehen. Eine Vielzahl von starken Gefühlen prasseln auf sie ein. Neben den Muttergefühlen kommen auch große Angst vor dem Ungewohntem , die großen Schmerzen und der damit verbundene Drang zur Flucht zusammen. Kommt es dann in der Herde zu einer unruhigen Situation oder gar Flucht reagiert das Schaf seiner Natur gemäß ebenfalls mit Flucht, da dieser Instinkt dem Mutterinstinkt für den Augenblick überwiegt.<strong>Tipp:</strong> Wie ich mich bei der Geburt richtig Verhalten kann und ein paar Hinweise zum wecken von Muttergefühlen.<br />
Beobachte ich die Geburt bei einem Schaf versuche ich mich möglichst im Hintergrund zu halten und den Anschein zu erwecken als interessiere mich das Geschehen nur am Rande. Das macht es der werdenden Mutter einfacher die nötige Ruhe zu finden. Ist die Geburt vollbracht, sollte man der Mutter auch wenn die Fruchthülle Nase und Mund des Neugeborenen verstopfen, etwas Zeit lassen mit dem Abschlecken des Lammes zu beginnen. Eiligst hinzugesprungene Helfer können das Schaf unnötig erschrecken.<br />
Die Prozedur einer Geburt hat sich über Jahrmillionen entwickelt und bewährt, sie ist auch ohne Hilfe meist von Erfolg gekrönt.<br />
Der Schleim der von den Müttern abgeleckt wird regt die Mutterinstinkte an und Bewegungen des Lammes sowie das Schreien verstärken diese zusätzlich. Diesen Effekt kann man sich zunutze machen. Wedelt man in Bodennähe mit der Hand und imitiert das Schreien von Lämmern kann man selbst scheue Schafe zum Beispiel für eine notwendige Geburtshilfe in der Regel recht leicht anlocken.<br />
Zeigt das Schaf zum Beispiel nach einer sehr anstrengenden Geburt keine Muttergefühle kann man sie in dem man ein Beinchen des Neugeborenen durch den Mund der Mutter zieht sie ein wenig auf den Geschmack bringen. Desweiteren sollte man nicht allzu dicht bei der Mutter und den Neugeborenen stehen bleiben und sich vorsichtig entfernen um den Fluchtreflex der Mutter nicht unnötig zu bestärken.<br />
Wer züchterisch tätig werden möchte kann sich eine Notiz machen wenn Schafe starke Muttergefühle zeigen und dies bei seiner Zuchtauswahl berücksichtigen.</li>
<li>Als dritte Möglichkeit für ein Ablehnen der Lämmer durch die Mutter ist ein Verlorengehen in den ersten Stunden zu nennen. Schlecht eingerichtete oder verwinkelte Ställe können dies befördern.</li>
<li>Zeitweise sind die Mutterinstinkte von Schafen die noch nicht gelammt haben so groß, dass sie Neugeborene verschleppen während die eigentliche Mutter mit der Geburt eines zweiten Lammes beschäftigt ist. (Wir nennen diese Schafe Geier) Ständige Beobachtung, das Separieren besonders hartnäckiger Geier und die Einteilung der lammenden Schafe in kleinere Gruppen (zum Beispiel für die Nacht) kann dem Vorbeuge leisten.</li>
<li>Als fünfte Möglichkeit ist das spätere Verlorengehen eines Lammes zu nennen. Ist die Bindung zwischen Mutter und Lamm nicht groß genug kann sich diese von der mütterlichen Seite später wieder lösen und die Mutter lässt das Lamm nicht mehr saufen. Dies lässt sich vermeiden in dem die Schafe mit Lämmern zunächst in Einzelbuchten, später in Kleingruppen von 6-7 Schafen mit Lämmern und dann in sogenannten Vorflutern von 20-25 Schafen gehalten werden bis die Prägephase möglichst weit fortgeschritten ist. Als Faustzahl sage ich mal so ca. 2 Wochen. Es gilt jedoch eigene Erfahrungen zu sammeln da die Zeit stark von der Mütterlichkeit der Schafe abhängt.<br />
Zudem empfiehlt es sich in Fällen des späten Ablehnens von Lämmern durch ihre Mütter eine Notiz zu machen. Fällt eine Mutter mehr als einmal negativ auf, sollte man darüber nachdenken ihre Lämmer von der Zucht auszuschließen.</li>
</ol>
<h3>Maßnahmen die ich ergreifen kann wenn ein Schaf ein eigenes Lamm ablehnt.</h3>
<p>Bevor wir darüber Nachdenken, ein Lamm das von der eigenen Mutter nicht angenommen wird unterzustoßen oder gar als Flaschenlamm großzuziehen gibt es Mittel und Wege die Mutti doch noch zum annehmen ihres Lamms zu überreden.</p>
<ul>
<li>Bei uns hat sich das fixieren der Mutter mit einem Halfter und die gemeinsame Unterbringung in einer kleinen Einzelbucht bewährt. Es ist wichtig, das die Mutter das Lamm nicht mittels riechen am Po &#8220;überprüfen&#8221; kann. Es ist darauf zu Achten, dass das Schaf auch fixiert ständig Zugang zu Futter und frischem Wasser hat. Der Halfter ist fachgerecht zu binden und darf nicht einschneiden. Außerdem muss das Schaf sich hinlegen können. Wer keinen Halfter binden kann sollte einen käuflich erwerben oder es sich zeigen lassen.<br />
Eine einfache Schlinge um den Hals halte ich für zu gefährlich, da sich das Schaf erdrosseln kann; zudem ist die Wirkung einer solchen Fixierung eher Mangelhaft. Eine Fixierung ist nur als letzte Möglichkeit in Betracht zu ziehen.</li>
<li>Eine Weitere Möglichkeiten ist das regelmäßige Ansetzen des Lammes jedoch birgt das die Gefahr das die Mutter das Lamm beim wegstoßen nach oder bei dessen eigenen Trinkversuchen verletzt und ich persönlich halte nicht allzuviel davon.</li>
<li>Was auch beizeiten funktioniert, ist es einen Hund vor der Einzelbucht zu platzieren. Der Hund löst im besten Fall einen Schutzinstinkt beim Schaf aus der Stark genug ist das sie ihr Lamm wieder annimmt. Meiner Ansicht nach die eleganteste Methode.</li>
</ul>
<p>Alle Methoden bieten sich bei Älteren und Neueren Fällen an in denen eine Mutter ihr Lamm nicht mehr trinken lassen möchte. Jedoch ist vorher zu überprüfen, ob die Mutter aus fehlendem Mutterinstinkt oder gesundheitlichen Gründen zum Beispiel einer Euterentzündung oder aufgebissenen Zitzen das Lamm nicht mehr trinken lassen möchte. Ebenso kommt es vor, dass das Lamm grob auf den Zitzen herumkaut oder beim saufen hineinbeißt. Manchmal sind dann eine Fehlstellung des Kiefers, krumme oder zu spitze Zähne der Grund. Auch fehlende Milchleistung und der daraus resultierende Hunger des Lamms kann ein Grund fürs herumkauen sein. Im ersten Fall bleibt einem nichts anderes Übrig als die Lämmer mit der Flasche großzuziehen oder, sollte die Milchleistung das Problem sein, das Lamm einem anderen Schaf unterzustoßen.</p>
<p>Weitere Gründe für das großziehen von Lämmern mit der Flasche betreffen vor allem größere Schäfereien. So setzen viele Milchbetriebe die Lämmer zu einem bestimmten Zeitpunkt ab um vollen Zugriff auf die Milch zu haben. Desweiteren kann ein Absetzen der Lämmer für eine Maedisanierung vonnöten sein.</p>
<div id="attachment_2032" class="wp-caption aligncenter" style="width:590px;"><img class="size-full wp-image-2032" title="Mutterschaflamm1" src="http://xn--schferblog-s5a.de/wp-content/uploads/mutterschaflamm2.jpg" alt="Eine Mutter liebkost ihr Lamm." width="580" height="580"/><p class="wp-caption-text">Nichts kann die Fürsorge eines Mutterschafs ersetzen.</p></div>
<h2>Das sogenannte Unterstoßen</h2>
<p>Eingangs hatte ich bereits erwähnt, das die Aufzucht durch eine Mutter der Aufzucht mit der Flasche in jedem Fall vorzuziehen ist. Habe ich aus einem der oben genannten Gründe ein Lamm übrig, heißt das nicht unbedingt das ein Lamm als Flaschenlamm groß werden muss. Eventuell ist es notwendig das Lamm ein paar Tage als Zwischenlösung mit der Flasche zu füttern oder man entscheidet sich bei fehlender Milchleistung dafür ein paar Tage einen ganzen Mehrlingswurf mit der Flasche zuzufüttern und nimmt dann eines der Lämmer bei Gelegenheit weg.<br />
Ziel solcher Maßnahmen ist es den geeigneten Zeitpunkt für ein Unterstoßen abzuwarten. Als Unterstoßen bezeichnen wir es wenn wir einer Mutter ein Lamm das sie nicht selbst geboren hat, quasi unterzumogeln. Mir fallen drei Gelegenheiten ein in denen sich ein Unterstoßen von &#8220;übrigen&#8221; Lämmern anbietet:</p>
<ul>
<li>Eine Mutter gebiert einen Einling, hat aber genügend Milch für Zwillinge.</li>
<li>Eines oder mehrere Lämmer werden tot geboren.</li>
<li>Ein älteres Lamm das bereits seit einigen Tagen oder wenigen Wochen bei der Mutter ist stirbt aufgrund von Krankheit oder Unfall.</li>
</ul>
<p>Bevor ich damit anfange eine Art Anleitung zum Unterstoßen zu schreiben, möchte ich darauf hinweisen das diese kaum ausreichen wird um tatsächlich Lämmer unterzustoßen. Sie kann einem dabei helfen im Notfall auch zu wissen was zu tun ist, aber eigentlich muss man bei einem Schäfer oder erfahrenem Hobbyhalter zusehen und das unterstoßen richtig erlernen. Das Einschätzen der Situation bedarf einer großen Erfahrung und kann eigentlich nicht angelesen werden.</p>
<h3>1. Eine Mutter gebiert einen Einling, hat aber genügend Milch für Zwillinge.</h3>
<p>Fangen wir mit der einfachsten Situation eines Unterstoßens an. Auf der einen Seite haben wir ein frisch abgelammtes Schaf mit drei Lämmer und nur einige Meter entfernt hat ein erfahrenes Schaf gelammt mit nur einem Lamm, aber genügend Milch für zwei.</p>
<p>In den ersten Stunde gelingt es häufig einfach das klitschnasse frischgeborene Lamm zur neuen Mutter zu bringen und ihr vor die Nase zu halten. Um sicher zu gehen kann man das echte Lamm für ein paar Minuten von der Mutter und dem &#8220;falschen&#8221; Geschwisterchen trennen. Am besten ist es wenn die neue Mutter ihr eigenes Lamm erst nach dem &#8220;falschen&#8221; abschlecken kann.</p>
<h3>2. Eines oder mehrere Lämmer werden tot geboren.</h3>
<p>Die zweite Situation ist schon etwas kniffeliger. Von einer bereits einige Tage zurückliegenden Geburt haben wir ein Lamm über und nun lammt ein Schaf. Eines ihrer beiden Lämmer ist eine Totgeburt.</p>
<p>Hier braucht es etwas Vorbereitung. Wir müssen versuchen dem Schaf vorzugaukeln, dass das ältere Lamm soeben erst geboren wurde um sie nicht misstrauisch wird. Dafür machen wir das Lamm erstmal ordentlich nass. Der Po sollte gründlich gereinigt werden. Dann binden wir zwei Hinterbeine mit einem Vorderbein so zusammen, dass das Lamm nicht aufstehen kann. Nun schmieren wir das Lamm gründlich mit Geburtsschleim ein. Vor allem der Po einschließlich Hinterbeine und der Bauch sowie Kopf sind wichtig. Habe ich eine Totgeburt lässt sich der Schleim sehr gut von den Beinen streifen auch vom lebenden Geschwisterchen kann ich etwas nehmen. Wieder ist es von Vorteil wenn sie erst am &#8220;falschen&#8221; Lamm schlecken kann und man das echte für ein paar Minuten wegsperrt. Außerdem sollte man die Mutter mit dem falschen Lamm in einer Einzelbucht unterbringen und nach ein paar Minuten den Strick von den Beinen lösen. Lässt die Mutter das falsche Lamm saufen ist eigentlich alles erledigt. Ansonsten kann man es auch mal mit dem Hund versuchen.</p>
<p><strong>Tipp:</strong> Einige Schäfer sammeln etwas Flüssigkeit aus Fruchtblasen anderer Schafe um immer genügend &#8220;Material&#8221; zum einschmieren zur Verfügung zu haben.</p>
<p>Das ganze funktioniert um so besser um so jünger das unterzustoßende Lamm ist. Erfahrungsgemäß sind die Lämmer mit circa anderthalb bis zwei Wochen zu alt zum Unterstoßen auf diese Art.</p>
<h3>3. Ein älteres Lamm das bereits seit einigen Tagen oder wenigen Wochen bei der Mutter ist stirbt aufgrund von Krankheit oder Unfall.</h3>
<p>Der dritte Fall ist etwas schwieriger durchzuführen, funktioniert aber sehr gut. Habe ich ein älteres Lamm und eine durch Unfall oder Krankheit verstorbenes Lamm, kann ich dem toten Lamm das Fell abziehen und eine Art Mantel für das neue Lamm machen. Der Mantel übertönt den Geruch des neuen Lamms und man lässt ihn ein paar Tage übergezogen bis die Mutter sich an den Geruch des &#8220;falschen&#8221; Lamms gewöhnt hat. Dann beginnt man den Mantel Stück für Stück zurückzuschneiden. Leider kann ich hier kaum beschreiben wie man einen solchen Mantel macht, man kann sich das aber sicher von einem bekannten Schäfer oder erfahrenem Hobbyhalter zeigen lassen.</p>
<p>Auch im Falle des Unterstoßens könnte ich ein Schaf fixieren um sie zum annehmen eines Lamms zu &#8220;zwingen&#8221;. Jedoch sind hier Erfolge vermutlich eher von kurzer Dauer. Ich persönlich mache das überhaupt nicht, da das Schaf ja eigentlich die Situation gut erkannt hat und die eigene Milch für ihre &#8220;echten&#8221; Lämmer bewahren möchte. Ein fixieren bricht ein Stück weit den Willen des Schafs und dies erscheint mir nach einem Unterstoßen irgendwie unethisch.</p>
<p>So das war&#8217;s fürs erste. Im nächsten Teil geht es dann um die Versorgung der Flaschenlämmer. <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://xn--schferblog-s5a.de/2011/12/24/flaschenlaemmer-versorgen/">Flaschenlämmer versorgen → Teil 2 der Artikelserie</a>.</p>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Schäfereikalender 2012</title>
         <link>http://xn--schferblog-s5a.de/2011/12/05/schaefereikalender-2012_guenther-dierichs/</link>
         <description>Sind Kalender in Zeiten von Smartphones eigentlich noch praktikabel? Trotzdessen ich meine kompletten Termine über das Telefon verwalte, nutze ich noch immer den Schäferkalender. Auch wenn die Themenbeiträge nicht immer überzeugen, der Adressenteil ist unersetzbar.</description>
         <guid isPermaLink="false">http://xn--schferblog-s5a.de/?p=1954</guid>
         <pubDate>Mon, 05 Dec 2011 20:48:36 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Der Ulmer-Verlag hat mich gebeten mir zwei Bücher aus ihrem Angebot anzuschauen und dem komme ich gerne nach da es sich zum einen um den Schäfereikalender handelt den ich selbst seit vielen Jahren nutze und zum Anderen um das Fotobuch Schafe, dass mir bis heute unbekannt war, aber auf den ersten Blick für Hobbyhalter sehr interessant sein könnte.</p>
<p>Da ich für das Fotobuch Schafe noch ein bisschen Zeit zum anschauen brauche möchte ich euch heute den Schäfereikalender 2012 vorstellen.</p>
<div id="attachment_1955" class="wp-caption aligncenter" style="width:402px;"><img class="size-full wp-image-1955" title="Titelbild des Sch&#xe4;fereikalenders 2012" src="http://xn--schferblog-s5a.de/wp-content/uploads/schaefereikalender2012.jpg" alt="" width="392" height="648"/><p class="wp-caption-text">Schäfereikalender 2012. Günther Dierichs (Hrsg.). 2011. 304 S., kart. ISBN 978-3-8001-7584-0. € 11,90 - (c) Ulmer Verlag</p></div>
<p>Kalender haben es in Zeiten von Smartphones nicht einfach. Auch ich habe keinen klassischen Kalender mehr in der Tasche und verlasse mich auf die Terminverwaltung meines Telefons. Trotzdem nutze ich den Schäfereikalender aber zunächst zum Inhalt:</p>
<ol>
<li>Der Kalenderteil des Schäfereikalenders bietet eine einseitige Wochenansicht. Jeder Tag bietet Platz für eine kurze Notiz in Handschrift und einen Bereich der zum Eintrag von Kontrollvermerken für Tiere, Zaun und Futter dient. So hat man bei Schwierigkeiten oder Beschwerden eine Möglichkeit dem Veterinäramt oder der Versicherung eine Dokumentation der Kontrollen vorzulegen. Leider ist der Kalenderteil einfarbig und hat keine Einschnitte oder Karteifähnchen. Wer einen Monat sucht muss das also per Daumenkino tun. Auch ein Bändchen fehlt und man muss sich selbst ein Lesezeichen in den Kalender legen.</li>
</ol>
<div>
<div id="attachment_1956" class="wp-caption aligncenter" style="width:590px;"><img class="size-full wp-image-1956" title="Kalenderansicht des Sch&#xe4;fereikalenders 2012" src="http://xn--schferblog-s5a.de/wp-content/uploads/kalenderansichtschaefereikalender2012.jpg" alt="" width="580" height="284"/><p class="wp-caption-text">Die Kalenderansicht</p></div>
</div>
<ol>
<li>Im zweiten Teil folgt der in der Regel recht gelungene aber kurze Themenschwerpunkt. In Kalender 2012 geht es um die Fütterung. Monat für Monat werden die für den jeweiligen Monat wichtigen Punkte (z.B. Pferchen im Freien, Sillagebereitung, etc.) auf einer halben bis dreiviertel Seite in kurzen Merksätzen dargestellt. Garniert wird das ganze mit einigen Tabellen. (z.B. Fütterungsbedingte Krankheiten, Nährstoffgehalte ausgewählter Futtermittel, etc.)</li>
<li>Im dritten Teil kommen die Adressen. Auf beinahe 200 Seiten folgen die Anschriften von Schaftzuchtverbänden und Herdbuchzüchtern nach Bundesländern und Rasse, die Anschriften der Ziegenzuchtverbände und Herdbuchzüchter nach Bundesländern und Rasse, Österreichs Schaf- und Ziegenzuchtverbände sowie weitere europäische Schafzuchtorganisationen.</li>
</ol>
<h2>Fazit</h2>
<p>Den Kalenderteil des Schäfereikalenders habe ich eigentlich nie benutzt, da ich für die Dokumentation aller Dinge die die Herden betreffen (Rittzeit, Entwurmungen, etc.) einen Wandkalender verwende und die Kontrollvermerke in einer Vollzeitschäferei kaum notwendig sind. Der Adressteil hingegen ist äußerst praktisch und obwohl ich das Internet sehr schätze kommt es an den Schäfereikalender nicht heran wenn ich mal schnell eine Adresse brauche. Für Hobbyhalter ist vor allem die Auflistung der Herdbuchzüchter nach Rasse sehr interessant. Da Schäfer nicht ständig umziehen brauche ich jedoch nicht jedes Jahr einen neue Adressliste und so hab ich mir den Schäfereikalender immer dann bestellt wenn mich der Themenschwerpunkt interessiert hat.</p>]]></content:encoded>
         <category>Buchempfehlungen</category>
      </item>
      <item>
         <title>In aller K&amp;uuml;rze: Ansetzen von Lämmern</title>
         <link>http://minischaeferblog.tumblr.com/post/13414601949</link>
         <description>&lt;div style="border:1px solid #dddddd;margin:3px 0px 10px 10px;padding:7px;background:#ececec none repeat scroll 0% 0%;float:right;font-size:0.9em;width:140px;line-height:1.3em;color:#4382cf;"&gt;Weitere kurze Tipps aus Praxis und Alltag findet Ihr bei &lt;a rel="nofollow" style="color:#4382cf;" target="_blank" href="http://minischaeferblog.tumblr.com"&gt;Tumblr&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Ich schreibe gerade an einem Artikel zum Thema Flaschenlämmer. Dabei bin ich von einem ins andere gekommen und musste ein paar Dinge wieder streichen.  Unter Anderem habe ein paar Zeilen zum Ansetzen geschrieben und dachte es wäre schade wenn ich geschriebenes so einfach wegfallen lasse.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Entscheidend für den Milchfluss bei einem Mutterschaf ist die Ausschüttung des Hormons Oxytocin. Die Produktion dieses Hormons wird durch eine Reihe von Reizen angeregt. Das saugen des Lammes, das wackelnde Schwänzchen und das Stoßen der Lämmer ans Euter sind solche Reize.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Reize lassen sich auch prägen. Die Kraftfuttergabe vor dem Melken oder das Geräusch der Melkmaschine sind Beispiele für eine solche Prägung. Hören Milchziegen die regelmäßig gemolken werden die Melkmaschine, produzieren sie Oxytocin und die Milch schießt ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch beim Ansetzen eines Lammes produzieren Schafe Oxytocin. Nun kommt aber der eigentlich interessante Punkt. Adrenalin hemmt die Produktion von Oxytocin. Mache ich also beim Ansetzen einen ordentlichen Aufstand weil das Lamm nicht trinken möchte oder die Mutter ständig davonspringt, kann die Mutter aufgrund ihrer Aufregung keine oder nur schlecht Milch bereitstellen. Beim Ansetzen ist also absolute Ruhe zu bewahren! Selbst wenn es schwer fällt…&lt;/p&gt;</description>
         <author>Schäferblog in aller Kürze auf Tumblr.com</author>
         <guid isPermaLink="false">http://minischaeferblog.tumblr.com/post/13414601949</guid>
         <pubDate>Mon, 28 Nov 2011 09:06:40 +0000</pubDate>
      </item>
      <item>
         <title>Foto: Schafe im Nebel</title>
         <link>http://www.flickr.com/photos/schaeferfotos/6317443389/</link>
         <description>&lt;div style="border:1px solid #dddddd;margin:3px 0px 10px 10px;padding:7px;background:#ececec none repeat scroll 0% 0%;float:right;font-size:0.9em;width:140px;line-height:1.3em;color:#4382cf;"&gt;Weitere Schnappschüsse findet ihr in meinem &lt;a rel="nofollow" style="color:#4382cf;" target="_blank" href="http://www.flickr.com/photos/schaeferfotos/"&gt;Flickr-Fotostream&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;			&lt;p&gt;&lt;a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.flickr.com/people/schaeferfotos/"&gt;Schafbildchen&lt;/a&gt; hat ein Foto gepostet:&lt;/p&gt;
	
&lt;p&gt;&lt;a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.flickr.com/photos/schaeferfotos/6317443389/" title="Schafe im Nebel"&gt;&lt;img src="http://farm7.staticflickr.com/6041/6317443389_9817113fe9_m.jpg" width="240" height="179" alt="Schafe im Nebel"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unsere Herde auf der Herbstweide&lt;/p&gt;</description>
         <author>Flickr-Fotostream</author>
         <guid isPermaLink="false">tag:flickr.com,2004:/photo/6317443389</guid>
         <pubDate>Sun, 06 Nov 2011 10:07:16 +0000</pubDate>
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         <media:title>Schafe im Nebel</media:title>
         <media:description type="html">&amp;lt;p&amp;gt;Unsere Herde auf der Herbstweide&amp;lt;/p&amp;gt;</media:description>
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         <media:category scheme="urn:flickr:tags">herbst feed schafe schaf</media:category>
         <media:credit role="photographer">Schafbildchen</media:credit>
      </item>
      <item>
         <title>Warentest: Patura Digitalvoltmeter mit Belastungswiderstand</title>
         <link>http://xn--schferblog-s5a.de/2011/10/17/patura_digitalvoltmeter_mit_belastungswiederstand/</link>
         <description>Ich baue fast täglich Koppeln und Pferche. Um die Leitfähigkeit der Netze und die Qualität meiner Arbeit zu überprüfen, verwende ich den Digitalvoltmeter von Patura. In diesem Artikel erkläre ich wie Weidezäune funktionieren und wie der zuschaltbare Belastungswiderstand die Überprüfung erleichtert.</description>
         <guid isPermaLink="false">http://xn--schferblog-s5a.de/?p=1905</guid>
         <pubDate>Sun, 16 Oct 2011 23:40:45 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://xn--schferblog-s5a.de/wp-content/uploads/patura_digital_voltmeter-titelbild.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1916" title="Patura Digitalvoltmeter mit Belastungswiderstand" src="http://xn--schferblog-s5a.de/wp-content/uploads/patura_digital_voltmeter-titelbild.jpg" alt="" width="570" height="315"/></a></p>
<p>Nachdem mir im letzten Jahr die Schafe häufiger ausgebrochen sind, habe ich mich intensiver mit Netzen, Weidezaungeräten und der Erdung auseinandergesetzt. Es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen die man ergreifen kann um die Sicherheit von Weidezäunen zu erhöhen und ich werde diese in einem anderen Artikel ausführlich vorstellen. In diesem Artikel möchte ich aber ein Gerät zur Überprüfung dieser Maßnahmen vorstellen.</p>
<p>Um die Funktion und den Nutzen eines Zaunprüfers oder Voltmeters zu verstehen, muss man sich zunächst mal mit der Funktion eines Weidezaungeräts und der Zäune oder Litzen an sich beschäftigen. Hierzu ein paar erklärende Worte.</p>
<h2>Wie funktioniert ein Weidezaun?</h2>
<p>Da mir die übliche Erklärung mit den Wasserrohren aus der Schule noch in schlechter Erinnerung geblieben ist, versuche ich mich mal an einem anderen Beispiel das zugegebenermaßen auch nicht ganz perfekt ist.</p>
<p>Nehmen wir an wir hätten eine kleine Stadt mit winzigen Einwohnern. Der Name dieser Stadt ist Patura P4600 (Weidezaungerät). Die Stadt befindet sich in einer relativ großen Gemeinde und so müssen wir eine Strecke von 500 Metern zurücklegen um die Fabrik (unser Schaf) am anderen Ende der Gemeinde zu erreichen. Besonders effektiv arbeiten kann unsere Fabrik wenn viele Arbeiter (Strom/Ampere) in unserer Fabrik kommen.</p>
<h3>Das Weidezaungerät</h3>
<p>Um zu wissen wie viele Arbeiter uns theoretisch zur Verfügung stehen, müssen wir uns unsere Stadt (Weidezuangerät) etwas genauer anschauen.</p>
<table id="wp-table-reloaded-id-9-no-1" class="wp-table-reloaded wp-table-reloaded-id-9">
<thead>
	<tr class="row-1 odd">
		<th colspan="2" class="column-1 colspan-2">Leistungsdaten Patura P4600</th>
	</tr>
</thead>
<tbody>
	<tr class="row-2 even">
		<td class="column-1">Ladeenergie:</td><td class="column-2"> 9,0 Joule</td>
	</tr>
	<tr class="row-3 odd">
		<td class="column-1">Maximale Impulsenergie:</td><td class="column-2">6,2 Joule</td>
	</tr>
	<tr class="row-4 even">
		<td class="column-1">Maximale Spannung:</td><td class="column-2">9.500 V</td>
	</tr>
</tbody>
</table>
<p>Zunächst mal ist die Ausgangsleistung oder Entlade– bzw. Impulsenergie mit 6,2 Joule angegeben uns stehen also theoretisch 6,2 Arbeiter zur Verfügung.</p>
<p>Als Spannung ist ein maximaler Wert von 9.500 Volt angegeben. Dies entspricht der Höchstgeschwindigkeit die unsere Arbeiter mit ihrem Auto zurücklegen können.</p>
<p>Als Weiterer Wert ist eine Ladeenergie von 9,0 Joule angegeben. Dieser Wert gibt an wie viel Strom das Gerät der Batterie oder dem Netzanschluss entnimmt. Einige Hersteller und Händler geben lediglich die Ladeenergie an. <em>Da dieser Wert keine Hinweise darauf gibt wie stark der Stromstoß ist den das Schaf abbekommt, sollte man in solchen Fällen nachfragen oder wo anders bestellen da solche Methoden unseriös sind. </em></p>
<p>Nun schicken wir unsere 6,2 Joule Arbeiter am Morgen aus dem Städtchen los. Damit wir die Arbeiter zur Fabrik (unserem Schaf) bringen können brauchen wir gut ausgebaute und ordentlich in Stand gehaltene Straßen (Netze oder Litzen).</p>
<h3>Der Weidezaun</h3>
<p>Auch hier, ähnlich wie beim Städtchen, haben wir die Wahl. Die erhältlichen Netze und Litzen haben unterschiedliche Qualitäten. Neben der Stabilität ist die Leitfähigkeit der Netze oder Litzen entscheidend. Der Widerstand (Ohm) der Netze ist entweder im Katalog angegeben oder kann beim Hersteller erfragt werden.</p>
<table id="wp-table-reloaded-id-10-no-1" class="wp-table-reloaded wp-table-reloaded-id-10">
<thead>
	<tr class="row-1 odd">
		<th colspan="2" class="column-1 colspan-2">Hilfestellung zur Bewertung der Zaunqualität anhand der Leitfähigkeit</th>
	</tr>
</thead>
<tbody>
	<tr class="row-2 even">
		<td class="column-1">0,05 Ohm pro Meter</td><td class="column-2">Sehr gute Leitfähigkeit</td>
	</tr>
	<tr class="row-3 odd">
		<td class="column-1">bis 0,5 Ohm pro Meter</td><td class="column-2">Gute Leitfähigkeit</td>
	</tr>
	<tr class="row-4 even">
		<td class="column-1">bis 5,0 Ohm pro Meter</td><td class="column-2">Mittlere Leitfähigkeit</td>
	</tr>
	<tr class="row-5 odd">
		<td class="column-1">bis 15,0 Ohm pro Meter</td><td class="column-2">Schlechte Leitfähigkeit</td>
	</tr>
</tbody>
</table>
<p>Je geringer der Widerstand um so höher die Leitfähigkeit. In unserem Beispiel könnte man die Leitfähigkeit mit dem Zustand der Straßen vergleichen. Gut ausgebaute Straßen sind wichtig damit wir unser Ziel erreichen können.</p>
<p>In unserem Beispiel brauchen wir also breite Straßen in gutem Zustand. Zudem ist ein gut ausgebautes Netz von Straßen mit vielen Querverbindungen von Vorteil für unsere Leitfähigkeit. Für unser Beispiel wählen wir ein System namens Patura Tornadonetz. Neben den normalen Straßen aus Edelstahl mit vielen Querverbindungen verfügt unser System über eine zusätzlich sehr gut ausgebaute Straße aus Kupfer (geringerer Widerstand als Edelstahl). Da wir eine relativ große Entfernung zurücklegen (10 Netze) bieten sich die Tornadonetze an.</p>
<p>Nun haben wir also unsere Straßen mit den vielen Querverbindungen. Leider gehen die häufigen Spurwechsel auf kosten unserer Höchstgeschwindigkeit und auch die große Strecke die wir zurücklegen müssen kostet uns etwas Tempo und so stehen uns nach dem Bau der Straße nur noch 6000 Volt zur Verfügung.</p>
<p>Unsere Netze haben wir in mäßig hohem Bewuchs gesteckt. (dieser wäre mit Geschwindigkeitsbegrenzungen für Baustellen zu vergleichen) Jeder Kontakt von Pflanzen mit unserem Netz kostet uns etwas mehr von unserer Durchschnittsgeschwindigkeit. Am Ende bleiben uns noch etwa 4500 Volt Geschwindigkeit erhalten. Hier kann wieder eine Litze von Vorteil sein. Sie hat zwar einen höheren Widerstand aber auch weniger Pflanzenkontakt. Außerdem ist die Strecke die wir zurücklegen müssen wesentlich geringer da bei Schafen in der Regel nur 3 Litzen gespannt werden gegenüber 6-7 bei den Netzen was ebenfalls Vorteile beim Widerstand bringen kann.</p>
<p>Die Arbeiter haben ihr Ziel erreicht! Oder doch nicht? Produktiv können wir nur sein wenn unsere Arbeiter auch wieder daheim ankommen.</p>
<h3>Die Erdung.</h3>
<p>Da unser Baumeister nur in der Lage ist Einbahnstraßen zu bauen müssen wir uns einen anderen Weg suchen und beim Weidezaun ist dies das Erdreich. Anders als bei unseren Straßen müssen wir das nehmen was uns zur Verfügung steht. Sandige und trockene Böden kosten uns viel Geschwindigkeit und sind schlecht befahrbar (hoher Widerstand). Das Nadelöhr bildet unsere Erdung. Durch eine tief in den Boden gehende Erdung können wir feuchtere Gefilde erreichen und nasser Boden ist wesentlich besser befahrbar (Leitfähiger).</p>
<p>Unter Umständen sind mehrere Erdungen notwendig um den einfachen Rückweg zu gewährleisten. Das beste Straßensystem (Netze) und ein Haufen Arbeiter (Joule) nützen nichts wenn sie auf dem Rückweg verloren gehen.</p>
<p>Also sorgen wir für ein gute Erdung die selbst auch eine gute Leitfähigkeit besitzt. (zum Beispiel Kupferverzinkt) und schlagen diese ordentlich tief in den Boden. Das System steht und unsere Arbeiter können produzieren sobald die Fabrik ihr Tore öffnet. (Das Schaf den Zaun berührt) Nach dem Durchqueren des Erdreichs, trotz guter Erdung stehen uns noch etwa 4500 Volt zur Verfügung. Dieser Wert reicht in der Regel aus um die zur Verfügung stehende Entladeenergie auch abrufen zu können.</p>
<p>Aber Moment… Wenn das Schaf den Zaun berührt kommt doch auch noch Widerstand hinzu. Ein Schaf besitzt genau wie der Mensch etwa 500 Ohm Widerstand. Bei 4.500 Volt ist das eigentlich kein Problem. Wenn ich aber lediglich 1.000 &#8211; 2.000 Volt auf dem Zaun habe, kann das ganze System je nach Wetter zusammenbrechen. Der Widerstand wird dann so groß, dass kein oder nur sehr wenig Strom für die Entladung zur Verfügung steht.</p>
<h3>Einige weitere interessante Fakten.</h3>
<ul>
<li>Ist der Widerstand einer Leitung groß und die Stromstärke (Volt) hoch, können elektrische Leitungen platzen. Dies kann man sich zu nutze machen um ein überwuchern von Litzen und Netzen zu vermeiden. Die relativ dünnen Blattspitzen haben einen hohen Wiedererstand. Wenn ich darauf achte, dass die Stromstärke bei 3000 Volt oder darüber liegt, platzen die Blattspitzen und mein Weidezaun ist vor zusätzlichem Bewuchs geschützt. Dabei reicht es aus, die dauerhafte Koppel je nach länge alle paar Tage kurz einzuschalten um neuen Bewuchs zu zerstören. Bei Festzäunen mit Netzanschluss empfiehlt sich da  möglicherweise eine Zeitschaltuhr für die Steckdose.</li>
</ul>
<h2>Überprüfung des Weidezaunes.</h2>
<p>Wie aber kontrollieren wir die Funktion unseres Systems? Die beste Möglichkeit ist den Zaun anzufassen. Wir besitzen in etwa soviel Widerstand wie ein Schaf und wenn uns das richtig weh tut geht es dem Schaf genauso. Zu beachten ist das wir den Zaun direkt berühren und ein Schaf noch die Wolle hat. Eine hohe Geschwindigkeit (Volt) sorgt dafür das der Funke auch auf etwas weiter entfernte Objekte überspringen kann und der Zaun nicht direkt berührt werden muss.</p>
<p>Das kann man sich zu nutze machen und den Zaun mit der Schippe (Schäferstab) oder einem andern leitendem Gegenstand wenigstens in etwa zu überprüfen. Stecken wir den Gegenstand ein Stückchen in den Boden und fahren sehr langsam in Richtung Zaun, wird irgendwann ein Funke überspringen. Springt der Funke schon früh über, ist unser Zaun ausreichend. Müssen wir ihn fast oder ganz berühren, langt die Voltzahl beim Schaf vermutlich auch nicht.</p>
<p>Eine dritte Möglichkeit ist der sogenannte Voltmeter. Der Voltmeter misst die Geschwindigkeit mit der unsere Arbeiter das System durchqueren. Das lässt auch Rückschlüsse über den Strom zu der unser Schaf erreicht wenn es den Zaun berührt, wenn wir die Ausgangsleistung unseres Geräts kennen. Da wir den Widerstand nicht kennen ist es unmöglich genaue Aussagen zu treffen.</p>
<p>Grundsätzlich gilt aber, das die Erdung und Bewuchs einen ähnlichen Einfluss auf die Geschwindigkeit (Volt) wir auf den Widerstand (Ohm) haben. Die Stärke des Stroms den das Schaf erreicht errechne ich mit der Ohmschen Formel: Stromstärke = Volt / Widerstand. Sinkt also meine Voltzahl oder steigt mein Widerstand, nimmt auch die Menge des Stroms ab.</p>
<p>Im laufe des letzten Jahres habe ich eine ganze Reihe von Zaunprüfern ausprobiert und verwende zur Zeit den Patura Digitalvoltmeter mit Belastungswiederstand.</p>
<h2>Patura Digitalvoltmeter mit Belastungswiderstand.</h2>
<p>Anders als andere Voltmeter verfügt dieser Voltmeter über einen zuschaltbaren Widerstand von 500 Ohm, was wie bereits oben erwähnt dem Widerstand eines Schafs entspricht. Somit kann ich schnell überprüfen ob die Voltzahl noch ausreicht wenn ein Schaf den Zaun berührt.</p>
<p><a rel="nofollow" target="_blank" href="http://xn--schferblog-s5a.de/2011/10/17/patura_digitalvoltmeter_mit_belastungswiederstand/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Der Patura Digitalvoltmeter mit Belastungswiderstand ist ein solide gebautes und ausgesprochen widerstandsfähiges Gerät. Den recht hohen Preis, rechtfertigt die praktische Funktion des zuschaltbaren Belastungswiederstands. Jedoch stecke ich im Jahr geschätzt zwischen 300 und 400 Pferche und so weiß ich die mir gebotene Arbeitserleichterung auch zu schätzen. Wir haben an die 50 mehr oder weniger gut Funktionierende Netze und stecken eiligst Pferche auch auf sehr trockenen oder sehr nassen Untergründen mit hohem Bewuchs. Kleinere Betriebe die bedeutend weniger Koppeln oder Pferche stecken können durch regelmäßige Überprüfung des Zaunmaterials und möglicherweise fest verbauten oder gut installierten Erdungen den zuschaltbaren Belastungswiederstand überflüssig machen und kommen so auch mit einem herkömmlichen Zaunprüfer für 9 bis 12 Euro gut über die Runden.</p>
<p>Wer sich traut sollte den Zaun einfach anfassen ;-)</p>
<p>Wer einen Blick drauf werfen möchte oder seine verloren hat. → <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://xn--schferblog-s5a.de/docs/bedienungsanleitung-patura_digital_voltmeter.pdf">Bedienungsanleitung für den Patura Digitalvoltmeter mit Belastungswiderstand in Druckqualität (PDF)</a>.</p>]]></content:encoded>
      </item>
      <item>
         <title>Seite kann nicht gefunden werden – Wenn ein Schäfer seinem Hobby nachgeht.</title>
         <link>http://xn--schferblog-s5a.de/2011/10/10/seite-kann-nicht-gefunden-werden-wenn-ein-schaefer-seinem-hobby-nachgeht/</link>
         <description>Beim Schäferblog kommt es immer wieder zu Serverausfällen oder größeren Fehlern bei der Seitendarstellung. Da ich das Schäferblog auch als technische Spielerei betreibe und Serververwaltung beim Schafe hüten fehl am Platze ist müsst ihr euch schon damit abfinden ;-)</description>
         <guid isPermaLink="false">http://xn--schferblog-s5a.de/?p=1882</guid>
         <pubDate>Sun, 09 Oct 2011 22:46:08 +0000</pubDate>
         <content:encoded><![CDATA[<p>Wer das Schäferblog häufiger besucht und mir bei Twitter oder Google+ folgt wird schon mitbekommen haben, dass das Schäferblog vor Allem ein Hobby ist. Um diesem Hobby ganz neue (zeitliche) Dimensionen zu geben und etwas vielfältiger zu gestalten bin ich mit dem Schäferblog nun auf einen eigenen Server umgezogen. Für euch wird sich aber hoffentlich nicht all zu viel ändern.</p>
<p>Da ich aber (noch) kein Experte in Sachen Serververwaltung bin wird dieser in nächster Zeit vermutlich ab und zu nicht erreichbar sein. Zwar bekomme ich eine Nachricht über den Ausfall des Servers über mein Telefon, wenn ich aber gerad mit der Schafherde draußen stehe, werde ich auf die Schnelle nichts unternehmen können.</p>
<p>Ich hoffe ihr entschuldigt das, denn schließlich braucht auch der Schäfer ein Hobby das nichts mit Schafen zu tun hat und dem er dann in einer Schafwolldecke eingemummelt bei heißem Kakao nachgehen kann wenn er sich von langen harten Tagen an der frischen Luft erholen muss :-)</p>]]></content:encoded>
         <category>Aus dem Alltag</category>
      </item>
      <item>
         <title>Foto: "'His First Visit to The Flock" von S. J. Carter</title>
         <link>http://www.flickr.com/photos/schaeferfotos/6132738064/</link>
         <description>&lt;div style="border:1px solid #dddddd;margin:3px 0px 10px 10px;padding:7px;background:#ececec none repeat scroll 0% 0%;float:right;font-size:0.9em;width:140px;line-height:1.3em;color:#4382cf;"&gt;Weitere Schnappschüsse findet ihr in meinem &lt;a rel="nofollow" style="color:#4382cf;" target="_blank" href="http://www.flickr.com/photos/schaeferfotos/"&gt;Flickr-Fotostream&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;			&lt;p&gt;&lt;a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.flickr.com/people/schaeferfotos/"&gt;Schafbildchen&lt;/a&gt; hat ein Foto gepostet:&lt;/p&gt;
	
&lt;p&gt;&lt;a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.flickr.com/photos/schaeferfotos/6132738064/" title="&amp;quot;'His First Visit to The Flock&amp;quot; von S. J. Carter"&gt;&lt;img src="http://farm7.staticflickr.com/6073/6132738064_9b69122055_m.jpg" width="240" height="170" alt="&amp;quot;'His First Visit to The Flock&amp;quot; von S. J. Carter"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Irgendwie hat mich dieses Bild berührt. Ein Original oder Druck kann ich leider nicht bekommen.&lt;/p&gt;</description>
         <author>Flickr-Fotostream</author>
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         <pubDate>Sat, 10 Sep 2011 10:52:10 +0000</pubDate>
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         <title>Foto: Mittagspferch</title>
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         <description>&lt;div style="border:1px solid #dddddd;margin:3px 0px 10px 10px;padding:7px;background:#ececec none repeat scroll 0% 0%;float:right;font-size:0.9em;width:140px;line-height:1.3em;color:#4382cf;"&gt;Weitere Schnappschüsse findet ihr in meinem &lt;a rel="nofollow" style="color:#4382cf;" target="_blank" href="http://www.flickr.com/photos/schaeferfotos/"&gt;Flickr-Fotostream&lt;/a&gt;.&lt;/div&gt;			&lt;p&gt;&lt;a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.flickr.com/people/schaeferfotos/"&gt;Schafbildchen&lt;/a&gt; hat ein Foto gepostet:&lt;/p&gt;
	
&lt;p&gt;&lt;a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.flickr.com/photos/schaeferfotos/5844138375/" title="Mittagspferch"&gt;&lt;img src="http://farm4.staticflickr.com/3378/5844138375_b87678c0ec_m.jpg" width="240" height="179" alt="Mittagspferch"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Posted from &lt;a rel="nofollow" target="_blank" href="http://twitter.com/schafzwitschern/status/"&gt;Twitter&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
         <author>Flickr-Fotostream</author>
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         <pubDate>Sat, 18 Jun 2011 06:57:59 +0000</pubDate>
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         <media:description type="html">&amp;lt;p&amp;gt;Posted from &amp;lt;a rel="nofollow" target="_blank" href="http://twitter.com/schafzwitschern/status/"&amp;gt;Twitter&amp;lt;/a&amp;gt;&amp;lt;/p&amp;gt;</media:description>
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