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	<title>Katharina Brunner</title>
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	<description>Bloggin&#039; since 2007</description>
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		<title>B&#252;cher, 1.  Quartal 2017. (Doch mal auf &#8222;Ver&#246;ffentlichen&#8220; geklickt)</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Nov 2017 09:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Brunner]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[LGBT]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Alan Turing &#8211; Rolf Hochhut Die Erz&#228;hlung des so erfolgreichen und so traurigen Lebens von Alan Turing h&#228;lt seine Sektret&#228;rin zusammen. Turing, das junge Genie, hat die mathematische Basis daf&#252;r geschaffen, dass die Briten im Zweiten Weltkrieg die Enigma-Verschl&#252;sselung der Deutschen knacken konnten. Turing, das junge Genie, war auch schwul. Und weil das in den [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alan Turing &#8211; Rolf Hochhut</strong><br />
Die Erz&#228;hlung des so erfolgreichen und so traurigen Lebens von Alan Turing h&#228;lt seine Sektret&#228;rin zusammen. Turing, das junge Genie, hat die mathematische Basis daf&#252;r geschaffen, dass die Briten im Zweiten Weltkrieg die Enigma-Verschl&#252;sselung der Deutschen knacken konnten. Turing, das junge Genie, war auch schwul. Und weil das in den 50er Jahren auch in Gro&#223;britannien eine Straftat war, musste er sich, nachdem er erwischt wurde, entscheiden: Knast oder Hormone? Turing w&#228;hlte die Hormone.</p>
<p>Kein Buch, das man zu lesen braucht. Viele, viele Seiten habe ich immer wieder &#252;bersprungen. Ich bin kein Fan dieser kruden Vermischung von Fiktion und Realit&#228;t.</p>
<p><strong>Lies We Tell Ourselves &#8211; Robin Talley</strong><br />
Es sind die 1950er Jahre in den USA. Schwarze d&#252;rfen in der Kleinstadt Davisburg in Virgina endlich in die wei&#223;e Jefferson High School gehen. Nicht, weil es Einsicht gibt, sondern weil es schwarze B&#252;rgerrechtler vor Gericht erstritten haben. Die zehn besten schwarzen Sch&#252;ler wurden ausgew&#228;hlt, jetzt ist ihr erster Tag. Der erste von vielen, an denen sie angeglotzt, angespuckt, angeschrien, angemacht werden. Eine von ihnen ist Sarah Dunbar: &#8222;Noch nie zuvor wurde ich Nigger genannt.&#8220;</p>
<p>Sarah muss sich f&#252;r eine Hausgabe im Franz&#246;sisch-Unterricht immer wieder mit Linda treffen. Linda ist die Tochter des Chefredakteurs der wei&#223;e Zeitung, in der er gegen die Integration hetzt. Seine Tochter steht ihm in nichts nach &#8211; zuerst. Sarah und Linda streiten st&#228;ndig &#252;ber Rasse und Macht. Und dann, oh no, ist da auch noch die Liebe.</p>
<p>Jedes Kapitel ist mit einer L&#252;ge &#252;berschrieben, deshalb der Titel. Das Buch ist in den USA ein Beststeller in der Kategorie &#8222;Young Adult&#8220;, also Jugendbuch. Wer es googlet, wird schnell mit Angeboten f&#252;r einen illegalen Download des Ebooks konfrontiert &#8211; ein Zeichen f&#252;r Erfolg.</p>
<p><strong>Americanah &#8211; Chimamanda Ngozi Adichie</strong><br />
Ifemelu und Obinze sind die Hauptpersonen dieses Romans. Sie sind in Lagos, Nigeria, aufgewachsen und als Teenager und junge Erwachsene ein Paar. Ifemelu bekommt die Chance, in den USA zu studieren, die Beziehung mit Obinze, der in Nigeria zur&#252;ckbleibt, zerbricht daran.</p>
<p>Americanah ist ein Buch &#252;ber den Blick von au&#223;en. Ifemelu beobachtet und seziert die Amerikaner. Ihre Verhaltensweisen, ihre Spleens (&#8222;I&#8217;m so excited!&#8220;) und vor allem ihre Obession mit Rassen. Ifemelu tut das zuerst privat als Afrikanerin in den Vereinigten Staaten, sp&#228;ter beruflich als Bloggerin. Ihre Webseite hei&#223;t: &#8222;Raceteenth – oder Ein paar Beobachtungen &#252;ber schwarze Amerikaner (fr&#252;her als Neger bekannt) von einer nicht-amerikanischen Schwarzen&#8220;. Darin schreibt sie zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>
  Lations sind h&#228;ufig die unmittelbaren Nachbarn von amerikanischen Schwarzen in Armutsstatistiken, Latinos stehen eine kleine Stufe h&#246;her als amerikanische Schwarze in der amerikanischen Rasseleiter, Latinas sind die schokoladenfarbigen Frauen aus Peru, Latinos sind das indigene Volk Mexikos. Latinos sind die Menschen aus der Dominikanischen Republik, die wie Mischlinge aussehen. Hispanos sind die blasseren Menschen aus Puerto Rico. Latino ist auch der blone blau&#228;ugige Typ aus Argentinien. Man muss nur Spanisch sprechen, ohne aus Spanien zu sein, und voilà, man ist eine Rasse namens Latino.
</p></blockquote>
<p>W&#228;hrend Ifemelu sich in den USA einrichtet, Beziehungen eingeht und irgendwann beschlie&#223;t, sich keinen amerikanischen Akzent anzutrainieren, geht Obinze nach Gro&#223;britannien. Nicht als Student, sondern als illegaler Einwanderer, weil nicht ausreist, als sein Besuchervisum abgelaufen ist. Er macht das was, was Illegale eben so machen: Er jobbt als Hilfsarbeiter.</p>
<p>Americanah ist eine gro&#223;e Liebesgeschichte zwischen Ifemelu und Obinze, eingebettet in eine globalisierte Welt, deren Hierarchien noch immer auch auf Hautfarbe beruhen.</p>
<p>Americanah ist einer der Romane, das ist seit Jahren immer wieder in Buchhandlungen wahrnahm: Wollte ich doch lesen. Sicherlich steht er auf mindestens einer der Noch-zu-lesende-B&#252;cher-Listen, die ich an verschiedensten Orten f&#252;hre. Ich k&#246;nnte vermutlich mehrmals sehr zufrieden einen Haken setzen. Und das Buch auf eine neue Liste setzen, die ich nennen k&#246;nnte: B&#252;cher, die ich unbedingt empfehlen kann.</p>
<p>Chimamanda Ngozi Adichie trifft man zur Zeit h&#228;ufig in der internationalen Presse. Sie ver&#246;ffentlicht gerade ein neues Buch, es hei&#223;t &#8222;Dear Ijeawele, or a Feminist Manifesto in Fifteen Suggestions&#8220;. Es geht wohl um Kindererziehung.</p>
<p>Adichie ist nicht nur Autorin, sondern auch Aktivistin. Ihr bekanntester Rede ist der Ted-Talk &#8222;Why we all should be feminists&#8220;.</p>
<p><iframe width="620" height="349" src="https://www.youtube.com/embed/hg3umXU_qWc?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allowfullscreen></iframe></p>
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		<item>
		<title>Eine kurze Leseliste zu Algorithmen</title>
		<link>http://katharinabrunner.de/2017/11/eine-kurze-leseliste-zu-algorithmen/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Nov 2017 09:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Brunner]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Daten + Code]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Algorithmus]]></category>
		<category><![CDATA[Code]]></category>
		<category><![CDATA[Daten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die sieben Tods&#252;nden der Prognosen &#252;ber die Zukunft der KI Ein langer, schlauer Text des MIT-Professors Rodney Brooks, der g&#228;ngige Annahmen zur K&#252;nstlichen Intelligenz auseinanander nimmt. In K&#252;rze auf diesem Bild: A.I. Is Our Future. What Happens When the Data It’s Trained on Is Biased and Old? Algorithmen k&#246;nnen unfair sein und gesellschaftliche Vorurteile weitertragen. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://algorithmenethik.de/2017/11/14/die-sieben-todsuenden-der-prognosen-ueber-die-zukunft-der-ki">Die sieben Tods&#252;nden der Prognosen &#252;ber die Zukunft der KI</a><br />
Ein langer, schlauer Text des MIT-Professors Rodney Brooks, der g&#228;ngige Annahmen zur K&#252;nstlichen Intelligenz auseinanander nimmt.</p>
<p>In K&#252;rze auf diesem Bild:<br />
<img src="http://katharinabrunner.de/wp-content/uploads/DOmyEJbWkAAxsMw-600x319.jpg" alt="" width="600" height="319" class="alignnone size-medium wp-image-4368" srcset="http://katharinabrunner.de/wp-content/uploads/DOmyEJbWkAAxsMw-600x319.jpg 600w, http://katharinabrunner.de/wp-content/uploads/DOmyEJbWkAAxsMw-300x159.jpg 300w, http://katharinabrunner.de/wp-content/uploads/DOmyEJbWkAAxsMw-768x408.jpg 768w, http://katharinabrunner.de/wp-content/uploads/DOmyEJbWkAAxsMw.jpg 857w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p><a href="http://www.slate.com/articles/technology/technology/2017/10/what_happens_when_the_data_used_to_train_a_i_is_biased_and_old.html">A.I. Is Our Future. What Happens When the Data It’s Trained on Is Biased and Old?</a><br />
Algorithmen k&#246;nnen unfair sein und gesellschaftliche Vorurteile weitertragen. Das sagt sich leicht, aber wie funktioniert das konkret? Zum Beispiel &#252;ber die Trainingsdaten. Ein h&#228;ufig benutzter Datensatz, um E-Mails zu analysieren, sind Mails der Firma Enron. Also derjenigen Firma, die noch immer als der Inbegriff des Bilanzbetrugs gilt. Die Mails hat 2003 die amerikanische Federal Energy Regulatory Commission ver&#246;ffentlicht: 1,6 Millionen E-Mails zwischen Enron-Mitarbeitern.</p>
<blockquote><p>
  &#8222;If you think there might be significant biases embedded in emails sent among employees of a Texas oil-and-gas company that collapsed under federal investigation for fraud stemming from systemic, institutionalized unethical culture, you’d be right. (&#8230;) Researchers have used the Enron emails specifically to analyze gender bias and power dynamics.&#8220; In other words, <em>the most popular email data set for training A.I. has also been recognized by researchers as something that’s useful for studying misogyny, and our machines may be learning to display the same toxic masculinity as the Enron execs</em>.
</p></blockquote>
<p><a href="https://theoutline.com/post/2362/the-algorithm-is-innocent">The algorithm is innocent</a></p>
<p>Googles &#8222;Top Stories&#8220;-Box, ganz oben unten dem Suchfenster, ist f&#252;r Nachrichten gedacht. Wenn dort ein Link zu 4chan erscheint, einer Seite, die &#8211; nun ja &#8211; nicht gerade f&#252;r validierte Informationen steht, dann ist etwas schief gelaufen. Googles Reaktion? Der Algorithmus war schuld. &#8222;Blaming the algorithm has gotten pretty common&#8220;, hei&#223;t es bei The Outline. Doch das ist falsch: Der Algorithmus, die Anweisung an den Computer hat funktioniert, er kann ausgef&#252;hrt werden. Das Problem sind die Annahmen dahinter:</p>
<blockquote><p>
  A truly faulty algorithm would be like a computer program that does not compile or catches itself in an infinite loop. These algorithms are executing; they are doing what they were designed to do. The problem is that they are not designed to exclude misinformation or account for bias.
</p></blockquote>
<p><a href="https://algorithmenethik.de/2017/06/30/die-wirkung-algorithmischer-entscheidungen-bestimmen/">So l&#228;sst sich die potenzielle Wirkung algorithmischer Entscheidungen bestimmen</a></p>
<p>Wie gro&#223; ist der Einfluss von Algorithmen auf die Gesellschaft? Und wie gro&#223; soll deshalb im Umkehrschluss die gesellschaftliche Teilhabe sein? Bei &#8222;Algorithmenethik&#8220;, einer Webseite der Bertelsmann Stiftung, haben sich zwei Wissenschaftler an einem Index versucht. Das Prinzip: je h&#246;her der Einfluss der Akteure, je st&#228;rker die soziale Einbettung und je gewichtiger die Konsequenzen, desto h&#246;her ist das Teilhabewirkungspotenzial.</p>
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		<item>
		<title>Wie Google Maps und die Open Street Map mit Regionen umgehen, um die sich zwei L&#228;nder streiten</title>
		<link>http://katharinabrunner.de/2017/11/wie-google-maps-und-die-open-street-map-mit-regionen-umgehen-um-die-sich-zwei-laender-streiten/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Nov 2017 10:32:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Brunner]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik + Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geocoding]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Beispiel die Krim: Wie zeichnen Kartenanbieter wie Google Maps, Microsoft, Apple und nat&#252;rlich auch die Open Street Map die Halbinsel ein? Geh&#246;rt sie zur Ukraine oder Russland? Wie ist es mit Teilen Kaschmirs? Indien oder Pakistan? Streiten sich zwei oder mehr L&#228;nder &#252;ber bestimmte Gebiete, bekommen Ortsbezeichnungen auf Karten eine politische Dimension. Die Geografen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Beispiel die Krim: Wie zeichnen Kartenanbieter wie Google Maps, Microsoft, Apple und nat&#252;rlich auch die Open Street Map die Halbinsel ein? Geh&#246;rt sie zur Ukraine oder Russland?</p>
<p>Wie ist es mit Teilen Kaschmirs? Indien oder Pakistan?</p>
<p>Streiten sich zwei oder mehr L&#228;nder &#252;ber bestimmte Gebiete, bekommen Ortsbezeichnungen auf Karten eine politische Dimension. Die Geografen Sterling D. Quinn und Doran A. Tucker haben im Aufsatz <a href="http://firstmonday.org/ojs/index.php/fm/article/view/7922/6558">&#8222;How geopolitical conflict shapes the mass-produced online map&#8220;</a> analysiert, wie mit solchen Konflikten umgegangen wird.</p>
<p>Grunds&#228;tzlich verfolgen Google und die Open Street Map den Ansatz der &#8222;Ground Truth&#8220;: Ihre Karten und deren Beschriftungen sollen die Wirklichkeit so widergeben, wie ich vor Ort wahrnehmen w&#252;rde.</p>
<p>Immer klappt das aber nicht. Das kann grunds&#228;tzlich zu zwei Linien f&#252;hren:</p>
<ol>
<li>Die Anbieter passen sich den jeweiligen Gegenbenheiten an. Beispiel: Wer aus China Google Maps aufruft, bei dem geh&#246;rt Taiwan selbstverst&#228;ndlich zur Volksrepublik. </li>
<li>Es gibt Unsch&#228;rfe: Streiten sich zwei Parteien &#252;ber eine Bezeichnung. Beispiel: Im Zweifel wird ein Name einfach ganz weggelassen. </li>
</ol>
<p>Die Autoren schreiben:</p>
<blockquote><p>
&#8222;We argue that all maps are political and that the mass-produced online geopolitical map should rather be viewed critically as a patchwork or mosaic reflecting the political values and priorities of its makers. In the case of commercial maps, those values and priorities stem from business goals tailored to the local Web domain in which the map is running. In the case of crowdsourced maps, they are the sum total of the values and priorities of the most recent contributors to the map.&#8220;</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Wirtschaft und das Mitgef&#252;hl</title>
		<link>http://katharinabrunner.de/2017/10/die-wirtschaft-und-das-mitgefuehl/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Oct 2017 09:51:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Brunner]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Politik + Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Mitgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[VWL]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[WIR statt Gier Die Zeit schreibt dar&#252;ber, dass langsam auch in der &#214;konomie die Einsicht einkehrt, dass &#8211; ja, echt jetzt &#8211; nicht der Egoismus alleine die Welt, und damit auch die Wirtschaft, antreibt. Na gut, dass wei&#223; man seitdem Experimente in der Spieltheorie nicht so ausgehen, wie sie mathematisch zu erwarten sind. Es sind [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zeit.de/2017/44/altruismus-empathie-mitgefuehl-kapitalismus">WIR statt Gier</a></p>
<p>Die Zeit schreibt dar&#252;ber, dass langsam auch in der &#214;konomie die Einsicht einkehrt, dass &#8211; ja, echt jetzt &#8211; nicht der Egoismus alleine die Welt, und damit auch die Wirtschaft, antreibt. Na gut, dass wei&#223; man seitdem Experimente in der Spieltheorie nicht so ausgehen, wie sie mathematisch zu erwarten sind.</p>
<p>Es sind also auch die Beziehungen zu anderen Menschen, die unser Verhalten und unsere Motivation beeinflussen. Im positivsten Sinne durch Mitgef&#252;hl. Was das f&#252;r die Wirtschaft bedeuten kann, darum geht&#8217;s in dem Zeit-Text. Eine Studie, auf die sich darin bezogen wird, erkl&#228;rt die Neurowissenschaftlerin Tania Singer hier:</p>
<p><iframe width="620" height="349" src="https://www.youtube.com/embed/n-hKS4rucTY?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Mit Mitgef&#252;hl hat sich vor wenigen Wochen auch die Sendung Radiowissen auf Bayern 2 befasst: <a href="https://www.br.de/radio/bayern2/service/manuskripte/radiowissen/manuskriptradiowissen-1064.html">Mitgef&#252;hl &#8211; Was Hirnforscher dar&#252;ber wissen </a> hie&#223; die Sendung. Darin wird deutlich: Empathie und Mitgef&#252;hl ist nicht das gleiche:</p>
<ul>
<li><strong>Empathie</strong> ist es, wenn wir ein Gef&#252;hl des anderen nachvollziehen k&#246;nnen. &#8222;Eine Kopie des Gefu&#252;hlszustands der anderen Person&#8220;, wie der Wiener Neurowissenschaftler Claus Lamm sagt.</li>
<li><strong>Mitgef&#252;hl</strong> ist mehr: Empathie plus der Wunsch, die Freude der anderen Person zu vergr&#246;&#223;eren oder Leid zu verringern. </li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Lesenswertes: Strategie, Software, M&#228;nner</title>
		<link>http://katharinabrunner.de/2017/10/lesenswertes-strategie-software-maenner/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Oct 2017 06:56:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Brunner]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Coding]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist Strategie? &#8211; Essay von Wolf Lotter in der Brandeins “F&#252;r die Entwicklung einer Strategie z&#228;hlt das Wahrscheinliche, das, was aller Voraussicht nach eintreten kann. Und das muss man vorsichtig denken. Denn die Gegenwart verl&#228;uft nicht in gerader Linie weiter in die Zukunft, wie Planer das gern h&#228;tten. Doch bestimmte Systeme, Kulturen, Ordnungen legen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.brandeins.de/archiv/2017/strategie/wolf-lotter-strategie-selbstlaeufer/">Was ist Strategie? &#8211; Essay von Wolf Lotter in der Brandeins</a></p>
<blockquote><p>“F&#252;r die Entwicklung einer Strategie z&#228;hlt das Wahrscheinliche, das, was aller Voraussicht nach eintreten kann. Und das muss man vorsichtig denken. Denn die Gegenwart verl&#228;uft nicht in gerader Linie weiter in die Zukunft, wie Planer das gern h&#228;tten. Doch bestimmte Systeme, Kulturen, Ordnungen legen – zumal f&#252;r Kenner und Profis – bestimmte Verhaltensweisen nahe. Und man kann nach menschlichem und fachlichem Ermessen vorhersehen, wie sich ein Teil des Systems verh&#228;lt, wenn man auf eine bestimmte Weise darauf einwirkt. Strategien haben ein Ziel mit einem Weg und mehreren Ausweichrouten.”</p></blockquote>
<p><a href="https://www.theatlantic.com/technology/archive/2017/09/saving-the-world-from-code/540393/">The Coming Software Apocalypse</a></p>
<p>Was ist einer der gr&#246;&#223;ten Unterschiede zwischen einer mechanischen Maschine und einem Computer? Die Komplexit&#228;t von Code ist unsichtbar.</p>
<blockquote><p>
„The software did exactly what it was told to do. In fact it did it perfectly. The reason it failed is that it was told to do the wrong thing. Software failures are failures of understanding, and of imagination.“</p></blockquote>
<ul>
<li>Software-Entwickler arbeiten nicht direkt daran, ein Problem zu l&#246;sen, sondern schreiben Anweisungen f&#252;r eine Maschine. </li>
<li>„The programmer, staring at a page of text, was abstracted from whatever it was they were actually making.“</li>
<li>Die gr&#246;&#223;ere Herausforderung als ein fehlerfreier Code sei es, die Anforderungen korrekt festzulegen.</li>
<li>Der Fall, bei dem Toyota-Autos einfach immer weiter beschleunigten: Es stellte sich heraus, dass es zehn Millionen F&#228;lle geben kann, in denen das Fahrzeug nicht aufh&#246;rt schneller zu werden.</li>
<li>Was es deshalb braucht: Neue Ans&#228;tze des Programmierens. Einige davon werden im Text erkl&#228;rt. </li>
</ul>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/maennliches-selbstbild-in-der-krise-wir-brauchen-einen-feminismus-fuer-maenner/20483596.html">M&#228;nnliches Selbstbild in der Krise: Wir brauchen einen Feminismus f&#252;r M&#228;nner</a></p>
<blockquote><p>Nicht der Mann ist das Problem, sondern das Verst&#228;ndnis davon, was ein Mann zu sein hat. </p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>&#220;bersetzungshilfe</title>
		<link>http://katharinabrunner.de/2017/09/uebersetzungshilfe/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Sep 2017 09:42:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Brunner]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagtägliches]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[VWL]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn sich die &#214;konomen nicht mit den Geisteswissenschaftlern verstehen, kann das auch am unterschiedlichen Vokabular liegen. Die L&#246;sung: ein Vokabelheft, das Economics to Sociology Phrase Book. Es ist entlarvend f&#252;r beide Seiten, die simplifizierenden &#214;konomen vs. die hochgestochenen Begrifflichkeiten der Soziologen. Beispiele: Mehr dazu: Economics to Sociology Phrasebook im Economic Sociology and Political Economy-Blog.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sich die &#214;konomen nicht mit den Geisteswissenschaftlern verstehen, kann das auch am unterschiedlichen Vokabular liegen.</p>
<p>Die L&#246;sung: ein Vokabelheft, das <a href="https://economicsociologydotorg.files.wordpress.com/2017/08/economics-to-sociology-phrase-book.pdf">Economics to Sociology Phrase Book</a>. Es ist entlarvend f&#252;r beide Seiten, die simplifizierenden &#214;konomen vs. die hochgestochenen Begrifflichkeiten der Soziologen.</p>
<p>Beispiele:<br />
<img src="IMG_5604.PNG" alt="phrasebook economics to sociology" /></p>
<p>Mehr dazu: <a href="https://economicsociology.org/2017/08/29/economics-to-sociology-phrasebook/amp/">Economics to Sociology Phrasebook</a> im <a href="https://economicsociology.org/">Economic Sociology and Political Economy</a>-Blog.</p>
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		<title>Lesenswertes</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Aug 2017 18:01:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Brunner]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[LGBT]]></category>
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		<description><![CDATA[The End of Typing: The Next Billion Mobile Users Will Rely on Video and Voice &#8211; Wall Street Journal Instead of typing searches and emails, a wave of newcomers—“the next billion,” the tech industry calls them—is avoiding text, using voice activation and communicating with images. They are a swath of the world’s less-educated, online for [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.wsj.com/articles/the-end-of-typing-the-internets-next-billion-users-will-use-video-and-voice-1502116070">The End of Typing: The Next Billion Mobile Users Will Rely on Video and Voice</a> &#8211; Wall Street Journal</p>
<blockquote><p>
Instead of typing searches and emails, a wave of newcomers—“the next billion,” the tech industry calls them—is avoiding text, using voice activation and communicating with images. They are a swath of the world’s less-educated, online for the first time thanks to low-end smartphones, cheap data plans and intuitive apps that let them navigate despite poor literacy.
</p></blockquote>
<p><a href="https://amp.theguardian.com/commentisfree/2017/aug/04/fake-news-fake-history-turkey-china-rewrite-past">Fake news is bad. But fake history is even worse</a> &#8211; The Guardian</p>
<p><a href="http://mashable.com/2017/08/09/serbia-pinkwashing-politics/">Being afraid to come out in a country that just elected a lesbian prime minister</a> &#8211; Mashable</p>
<p>Was Greenwashing bei Firmen ist, kann Pinkwashinh bei Regierungen sein:</p>
<blockquote><p>
While in public office, Brnabi&#196;� has never been vocal about LGBTQ rights or issues and has disassociated with that aspect of her identity, saying it actually stands in the way of her doing &#8220;her job.&#8221; So while Brnabi&#196;� is out, there&#8217;s no sign she is actively representing people from the LGBTQ community.</p>
<p>It is the view among many Serbia-watchers, as well as LGBTQ groups, that she was appointed because she&#8217;s a lesbian at a time when Serbia is aggressively pursuing its EU membership talks. Electing a lesbian prime minister in 2017 is good PR for a government that wants to look more liberal and European. And LGBTQ rights are like a barometer for many Eastern European and Balkan countries.
</p></blockquote>
<p>Andererseits:</p>
<blockquote><p>
Now that the box of having a female and openly lesbian prime minister has been ticked, the expectations for delivering actual results in terms of securing rights and freedoms of members of the LGBTQ community will be higher.
</p></blockquote>
<p><a href="https://www.1843magazine.com/features/not-drowning-but-suffocating">Venice: Not drowning but suffocating</a> &#8211; The Economist</p>
<p>Das, was Venedig so sch&#246;n macht, ist &#246;ffentlich &#8211; und damit kostenlos &#8211; zug&#228;nglich. Keine Steuereinnahmen, weniger Ressourcen, die Br&#252;cken, Gassen, H&#228;user zu erhalten.</p>
<p>Wie also dem &#246;ffentlichen Raum einen Preis zuweisen?</p>
<blockquote><p>
The proper pricing of public space could cut overcrowding and raise revenues to pay for essential activities such as dredging the canals and to subsidise the cultural activities that high-end tourists want. Buses already pay up to €650 to deposit tourists at the end of the causeway to the main island, but this is nowhere near enough to limit numbers to a reasonable level and raise the revenues Venice needs.</p>
<p>Citizens’ groups campaign for the “Venice Pass”, which would be a ticket for the entire city, paid on entry. This would both increase the city’s income and deter the least enthusiastic. There is precedent for this system. The Cinque Terre, a popular Italian coastal region consisting of scenic villages linked by narrow footpaths, has introduced a tourist ticket. A less radical option – turning the area around the Rialto, the Accademia and St Mark’s into a museum with paid entry – would encourage visitors to venture farther afield, to less crowded bits of the old city, or even to the tranquil islands of the lagoon, such as San Lazzaro degli Armeni, an exquisite if barely accessible Armenian monastery. But souvenir sellers, gondolas, water-taxis and some hotels and restaurants want no limits to the crowds. Running the city at over-capacity is too lucrative.
</p></blockquote>
<p>Morgen bin ich in Dubrovnik. Ich stelle mich auf ein zweites Venedig ein. Sehr sch&#246;n, aber zu viele Touristen wie ich.</p>
<p><a href="http://www.theguardian.com/books/2013/oct/15/neil-gaiman-future-libraries-reading-daydreaming">Why our future depends on libraries, reading and daydreaming</a></p>
<blockquote><p>
&quot;When you watch TV or see a film, you are looking at things happening to other people. Prose fiction is something you build up from 26 letters and a handful of punctuation marks, and you, and you alone, using your imagination, create a world and people it and look out through other eyes. You get to feel things, visit places and worlds you would never otherwise know. You learn that everyone else out there is a me, as well. You’re being someone else, and when you return to your own world, you’re going to be slightly changed.”
</p></blockquote>
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		<title>❤️ .md</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Aug 2017 08:44:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Brunner]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagtägliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Test Test]]></description>
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<p>Test</p>
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		<title>Leseliste: Konservativ, feministisch, im Widerstand</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2017 20:24:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Brunner]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Konservativ]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[K&#246;nnen jetzt nicht mal die Konservativen rebellieren? Die Zeit fragt nach, wer denn eigentlich noch konservativ ist. Gerade in Zeiten, in denen sich auch die Rechten als (Neo-)Konservative bezeichnen, braucht es eine klare Grenzziehung. &#8222;Die Wirklichkeit des Konservativen ist (&#8230;) komplex. Das ist eigentlich das Gegenteil zum rechten Populismus.&#8220; Emma Watson: the feminist and the [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zeit.de/campus/2017-02/politische-haltung-konservatismus-position-werte-generationen/komplettansicht">K&#246;nnen jetzt nicht mal die Konservativen rebellieren?</a><br />
Die Zeit fragt nach, wer denn eigentlich noch konservativ ist. Gerade in Zeiten, in denen sich auch die Rechten als (Neo-)Konservative bezeichnen, braucht es eine klare Grenzziehung. &#8222;Die Wirklichkeit des Konservativen ist (&#8230;) komplex. Das ist eigentlich das Gegenteil zum rechten Populismus.&#8220;</p>
<p><a href="https://www.theguardian.com/film/2017/feb/09/emma-watson-feminist-fairytale-beauty-and-the-beast-disney">Emma Watson: the feminist and the fairytale</a></p>
<blockquote><p>One way to understand Watson’s very 21st-century celebrity activism is to see her as a multi-hyphenate entrepreneur in the vein of Beyoncé and Gwyneth Paltrow. It’s just that instead of using her brand to promote her own range of perfumes and cookbooks, she is using it to promote gender equality. </p></blockquote>
<p><a href="https://www.theatlantic.com/politics/archive/2017/02/resistance-tea-party/516105/">Is the &#8222;Resistance&#8220; the new Tea Party?</a><br />
Ist der Widerstand gegen Trump die neue Tea Party? Diese Tea Party, die nicht nur gegen Barack Obama hetzte, sondern auch die republikanischer Partei terrorisierte.</p>
<p>Die Parallelen: Spontaner Massenprotest von Leuten, die vorher &#252;berwiegend nicht f&#252;r die Demokraten aktiv waren &#8211; au&#223;er, um sie zu w&#228;hlen vielleicht. Und eine Regierung an der Macht, damals Obama, jetzt Trump, die es f&#252;r m&#246;glich h&#228;lt bei bestimmten Themen mit der Gegenseite zusammen zu arbeiten. Bei Obama hatte es damals jedenfalls nicht funktioniert.</p>
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		<title>Eine unvollst&#228;ndige Liste von B&#252;chern, die ich im Jahr 2016 gelesen habe</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2017 07:14:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Brunner]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mann mit dem Schafskopf Das Buch startet wie ein Murakami, den man sich w&#252;nscht: Eigenbr&#246;tler findet eine Frau toll, ein Hotel, in dem sich komische Dinge tun. Und dann wird&#8217;s aber die n&#228;chsten paar hundert Seiten ein eher konventioneller Roman. Ein sch&#246;ner zugegeben, dessen Fokus die Freundschaft eines erwachsenen Mannes und einer Jugendlichen ist. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2>Der Mann mit dem Schafskopf</h2>
<p>Das Buch startet wie ein Murakami, den man sich w&#252;nscht: Eigenbr&#246;tler findet eine Frau toll, ein Hotel, in dem sich komische Dinge tun. Und dann wird&#8217;s aber die n&#228;chsten paar hundert Seiten ein eher konventioneller Roman. Ein sch&#246;ner zugegeben, dessen Fokus die Freundschaft eines erwachsenen Mannes und einer Jugendlichen ist. Murakami ist &lt;3, aber mit hoher Volatili&#228;t.</p>
<h2>F &#8211; Daniel Kehlmann</h2>
<p>Drei Br&#252;der. Drei Geschichten. Eine davon handelt von einem katholischen Priester, der nicht gl&#228;ubig ist, die zweite Mann in der Finanzindustrie, dem alles unter den H&#228;nden zerrinnt. &#220;ber die dritte soll nichts verraten werden. Um wieder mehr Romane zu lesen, legte ich mir zuerst die Schranke von h&#246;chstens 250 Seiten auf. F war daf&#252;r der perfekte Einstieg.</p>
<h2>A Little Life &#8211; Hanya Yanagihara</h2>
<p>Aus <a href="https://www.getrevue.co/profile/kathabrunner/issues/ein-grossartiges-buch-pop-im-weissen-haus-und-eiskunstlauf-32083">meinem Newsletter vor ein paar Monaten</a>:</p>
<p>Im Fr&#252;hjahr las ich an einem Strand auf einer philippinischen Insel eine lange, lange Rezension. Den Titel “A Little Life” wollte ich mir damals auf eine “Diese B&#252;cher will ich noch lesen”-Liste schreiben. Aber wer hat denn am Strand schon das Notizbuch dabei? Nach dem Plantschen im seichten Wasser war das Buch aus dem Sinn.</p>
<p>Im Laufe des Sommers wurde “A Litte Life” von den Kollegen Simon Hurtz und Hakan Tanriverdi eindringlich gelobt. Es ist das erste Mal, dass mich ein Buch &#252;ber Facebook erreichte. Nennt man das schon viral?</p>
<p>Jedenfalls sage auch ich jetzt: Lest dieses Buch! &#8222;A Litte Life&#8220; geh&#246;rt zu den besten Romanen, die ich jemals gelesen habe. Es ist ein gro&#223;es Buch &#252;ber Freundschaft und Liebe.</p>
<p>Darum geht’s:</p>
<p>Jude ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte einer Gruppe von Freunden in den USA. Sie sind kreative, erfolgreiche M&#228;nner, die sich kennen, seitdem sie 16 Jahre alt sind. Das Buch erz&#228;hlt &#252;ber mehrere Jahrzehnte von ihrer gemeinsamen Zeit.</p>
<p>Es macht nicht immer Spa&#223;, sich durch diesen Morast aus Pein und das Netz aus Zuneigung zu k&#228;mpfen, in dem die Hauptperson Jude lebt. Die Autorin Hanya Yanagihara versteht es sehr gut, mit der b&#246;sen Vorahnung zu spielen.</p>
<p>“A Little Life” ist herzergreifend, traurig und sch&#246;n. Ich war schockiert und habe geweint und mich gefreut. Knapp &#252;ber 700 Seiten hat das Buch. Es stimmt, was auf dem Buchdeckel steht: “Daf&#252;r, dass es so ein dickes Buch ist, will man nicht, dass es aufh&#246;rt”</p>
<p>Doch irgendwann muss es vorbei sein. F&#252;nf Wochen lang habe ich das Buch st&#228;ndig mit mir herumgetragen. 69 Seiten habe ich noch vor mir. Es wird Zeit, dass es endet.<br />
Auf dass endlich mal Ruhe ist.</p>
<h2>Sputnik Sweetheart &#8211; Haruki Murakami</h2>
<p>Murakamis B&#252;cher kann man nach zwei Dimensionen aufspannen: Anzahl der Seiten und Alter. &#8222;Sputnik Sweetheart&#8220; ist d&#252;nn und eher neu. Eine junge Frau verliebt sich etwas obessiv in eine &#228;ltere Frau. Braucht man nicht zu lesen.</p>
<h2>Gr&#252;ne Tomaten &#8211; ?</h2>
<p>Vor vielen Jahren musste ich in einer B&#252;cherei Strafe zahlen, weil ich die DVD der Verfilmung zu sp&#228;t zur&#252;ckbrachte. Dabei hatte ich den Film nie gesehen. Daf&#252;r jetzt das Buch gelesen. Es spielt in den 20er Jahren, das Whistle Stop Café der Dreh- und Angelpunkt, und die androgynene Idgie die Heldin. Sch&#246;nes Buch.</p>
<h2>Fifty Shades of Merkel &#8211; Julia Schramm</h2>
<p>Wer ist Merkel? In 50 kurzen Kapiteln zeichnet Schramm ein Bild der Kanzlerin. Kurzweilig und informativ.</p>
<h2>Das hohe Haus &#8211; Roger Willemsen</h2>
<p>Ein Jahr sa&#223; Willemsen auf der Besuchertrib&#252;ne des Bundestags und beschreibt gute und schlechte Reden, volle und leere Pl&#228;tze, wichtige und eher unwichtigere Themen. Spannend, aber trotzdem habe ich nicht alle 400 Seiten durchgehalten.</p>
<h2>The Rightous Mind &#8211; Jonathan Haidt</h2>
<p>Der Moralpsychologe untersucht, warum wir uns bei Politik und Religion so sehr streiten k&#246;nnen. Als ich am Tag, an dem Donald Trump, zum President-elect wurde, nach der Nachtschicht nach Hause fuhr, las ich das:</p>
<blockquote><p>Many political scientists used to assume that people vote selfishly choosing the candidate or policy that will be benefit them the most. But decades of research on public opinion have led to the conclusion that self-interest is a weak predictor of policy preferences.</p></blockquote>
<h2>In Afrika &#8211; Heinz Strunk</h2>
<p>So sehr strunk gefeiert wird, muss &#8222;In Afrika&#8220; wohl eines seiner schw&#228;cheren B&#252;cher sein. Immerhin wei&#223; ich jetzt, dass er gerne in Hotels und Casinos rumgammelt.</p>
<h2>Carol &#8211; Patricia Highsmith</h2>
<p>&#8222;Carol&#8220; gilt als der erste Roman, bei dem einem Frauenpaar am Ende nicht eine Katastrophe droht. Unter dem Pseudonym Claire Morgan ver&#246;ffentlichte Highsmith das Buch 1952 unter dem Titel &#8222;The Price of Salt&#8220;.</p>
<h2>Beebo Brinker &#8211; Ann Bannon</h2>
<p>In den 60er und 70er Jahren war das <a href="https://vimeo.com/ondemand/forbiddenlove">Genre des Lesbian Pulp Fiction</a> gro&#223;, also Groschenromane mit Lesben, die &#8211; und das war wichtig &#8211; nie gut ausgingen.</p>
<p>Beebo Brinker gilt als der Klassiker schlechthin. Ich war &#252;berrascht, wie direkt das Buch ist. Aber hey, es bleibt ein Groschenroman: Eine 16-J&#228;hrige kommt nach New York, verliebt sich in eine ber&#252;hmte Schauspielerin, deren Mann das nicht lustig findet.</p>
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