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		<title>Was ich in letzter Zeit so gemacht habe</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 18:32:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal gibt es tats&#228;chlich Dinge, in die ich wahnsinnig gerne Enthusiasmus und Motivation hineinstecke &#8211; und nicht mal &#252;ber den Aufwand oder sonstiges schimpfe (!). Dieses Zauberdings ist die Lautschrift, das Studierendenmagazin der Uni Regensburg. Meine Mitstreiter und ich haben in den vergangenen Monaten wesentlich mehr Zeit hineingesteckt als in die regul&#228;ren Univeranstaltungen, schlie&#223;lich waren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal gibt es tats&#228;chlich Dinge, in die ich wahnsinnig gerne Enthusiasmus und Motivation hineinstecke &#8211; und nicht mal &#252;ber den Aufwand oder sonstiges schimpfe (!). Dieses Zauberdings ist die <a href="http://www.lautschrift.org" class="liexternal">Lautschrift</a>, das Studierendenmagazin der Uni Regensburg. Meine Mitstreiter und ich haben in den vergangenen Monaten wesentlich mehr Zeit hineingesteckt als in die regul&#228;ren Univeranstaltungen, schlie&#223;lich waren da drei Perfektionisten auf einem Haufen. Und das ist dabei herausgekommen: Die Lautschrift, Ausgabe 12, zum Thema “Hysterie”. </p>
<p>Weil wir ja so wahnsinnig professionell sind, haben wir nat&#252;rlich auch einen Pressetext:</p>
<blockquote><p><em>Ob Weltuntergang oder Krise, EHEC oder Schweinegrippe, Anmeldefristen oder Flexnow – die Hysterie ist allgegenw&#228;rtig. Sie ist zum Treiber unserer Gesellschaft, Politik und Gef&#252;hlswelt geworden. F&#252;r die Studierenden-Zeitschrift der Uni Regensburg, Lautschrift, war das Grund genug, dieses Ph&#228;nomen genauer unter die Lupe zu nehmen und zum Titelthema der neuen </em><em>Lautschrift-Ausgabe zu machen.</em></p>
<p><em>Acht Autoren besch&#228;ftigen sich in ihren Beitr&#228;gen mit der »Dauerhysterisierung« der Gesellschaft, der Krankheitserreger-Hysterie, der Hysterie vor dem prophezeiten Weltuntergang 2012, der »Torschlusspanik« bei Studenten, der Job-Hysterie bei Lehramtsanw&#228;rtern, der Hysterie vor Abschlusspr&#252;fungen und, last but not least, mit der B&#252;rokratie-Hysterie an der Uni Regensburg.</em></p>
<p><em>Wie gewohnt finden sich auch Themen &#252;ber Uni, Gesellschaft, Kunst und Politik im Heft. Wie l&#228;sst sich ein Studium mit einem Kind bew&#228;ltigen? Wer steckt eigentlich hinter den gelben Tonnen in den Cafeten? Wie schafft man es von einer Schokowaffelwerbung-Persiflage zu ProSieben? Die Antworten auf all diese Fragen k&#246;nnt ihr ab dem 16. Januar in der neuen Ausgabe der Lautschrift nachlesen.</em></p>
<p><em>Die Antwort auf eine Frage sei schon einmal vorweg genommen: Wie schafft man es nun eigentlich, mit der Hysterie zu leben? Man muss sich daran gew&#246;hnen. Und wem das Warten auf die Apokalypse zu lang wird, der kann sich nun die Wintersemester-Ausgabe der Lautschrift holen: diese Woche Dienstag bis Donnerstag mittags vor der Mensa, &#252;berall auf dem Campus oder direkt vor dem AStA-Zimmer. Werdet hysterisch und holt sie euch!</em></p>
</blockquote>
<p>Ach ja, <a href="http://www.lautschrift.org" class="liexternal">eine nigelnagelneue Webseite hat die Lautschrift auch</a>. </p>
<p>Und hier ist das gute Ding. Richtig toll ist sie nat&#252;rlich nur in gedruckt, aber diese Flash-Version erzeugt zumindest Magazin-Feeling. </p>
<p>Viel Spa&#223; dabei! Kritik? Anmerkungen? – Nur her damit!</p>
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		<title>Perspektivenwechsel</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 09:40:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Zwei tolle Lieder, in deren Videos gezogen wird, einmal aktiv, das andere Mal passiv. Foals mit “Spanish Sahara”, was f&#252;r’s Herz. Astronautalis mit “The Wondersmith and His Sons”. Der kommt Ende Januar &#252;brigens nach Regensburg!!!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei tolle Lieder, in deren Videos gezogen wird, einmal aktiv, das andere Mal passiv. </p>
<p>Foals mit “Spanish Sahara”, was f&#252;r’s Herz. </p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/9882354?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="640" height="360" mozallowfullscreen="mozallowfullscreen" allowfullscreen="allowfullscreen" webkitallowfullscreen="webkitallowfullscreen"></iframe></p>
<p>Astronautalis mit “The Wondersmith and His Sons”. Der kommt Ende Januar &#252;brigens nach Regensburg!!!</p>
<p> <iframe src="http://www.youtube.com/embed/3FdUdvajOp0" frameborder="0" width="640" height="360" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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		<title>Nieder mit dem Standard!</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 13:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin es ja schon irgendwie Leid mich dar&#252;ber aufzuregen. Seit 2007 ist die Wirtschaft in der Krise. Von der Finanzen zu den Schulden bis zum Euro. In meinem Studium spielt das keine Rolle. G&#228;be es die Schlagzeilen nicht, im H&#246;rsaal bek&#228;me ich es nicht mit. Aber es tut sich ein bisschen was: In den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin es ja schon irgendwie Leid mich dar&#252;ber aufzuregen. Seit 2007 ist die Wirtschaft in der Krise. Von der Finanzen zu den Schulden bis zum Euro. In meinem Studium spielt das keine Rolle. G&#228;be es die Schlagzeilen nicht, im H&#246;rsaal bek&#228;me ich es nicht mit. Aber es tut sich ein bisschen was: In den vergangenen beiden Wochen h&#246;rte ich von Professoren mehr Verteidigungen der neoklassischen Wirtschaftstheorie als in den drei Jahren zuvor (also zwei), im Stile von “So schei&#223;e ist es ja gar nicht” Nach zwei Minuten weiter im Stoff (Aber immerhin!). Alternative Erkl&#228;rungen gibt es aber kaum. Robin Wells, ehemalige Professorin unter anderem am MIT, fordert jetzt neue Lehrpl&#228;ne f&#252;r die Einstiegskurse der Volkswirtschaftslehre. Der Text <a href="http://ineteconomics.org/blog/inet/robin-wells-we-are-greg-mankiw%E2%80%A6-or-not" class="liexternal">“We Are Greg Mankiw… or Not?”</a> ist auf dem Blog des INET, dem “Institute for New Economic Thinking”, erschienen.&#160; </p>
<p>Ich w&#252;rde allen Professoren f&#252;r die Hausaufgabe aufgeben, den Text zu lesen. Und den Studierenden auch. Ein Rundumschlag ist der Text, zum Schluss mit einem Aufruf an Dozenten und Dozentinnen ihre Lehrpl&#228;ne zu &#252;berarbeiten. Sie beginnt damit, dass die meisten Einf&#252;hrungskurse das Buch zur Makro&#246;konomie von Greg Mankiw benutzen. Auch in meinem Regal steht es normalerweise, gestern habe ich es aber jemanden ausgeliehen. Und an genau diesen Greg Mankiw, dem Standardautoren aller Standardwerke f&#252;r Standardmakro&#246;konomie, haben haben die Studenten ein Protestbrief geschrieben, in dem unter anderem stand: “There is no justification for presenting Adam Smith’s economic theories as more fundamental or basic than, for example, Keynesian theory.”</p>
<p>Vier Vorschl&#228;ge bringt Wells, um die Lehre in der Volkswirtschaftslehre zu reformieren: </p>
<blockquote><p><strong><em>Provide Context</em></strong>.&#160;&#160; Compared to past years, instructors need to acknowledge the limits of free markets earlier in their courses. Students should understand the difference between the conceptual importance of free markets and their real world limitations. Explain that much of the current economic distress arises from markets that don’t behave competitively &#8212; the labor and financial markets.</p>
<p><strong><em>Build Trust</em></strong>.&#160; Trust is built when the instructor compensates for the one-sided nature of the relationship by treating students’ viewpoints with respect.&#160; And this is where the art of the perceptive instructor is most likely to be needed.&#160; For example, to the microeconomics student who protests that Keynes and Adam Smith should be given equal time, respond that the issue boils down to why some economists believe that the labor market doesn’t always clear while others believe that its does.&#160; Then take a few minutes to discuss each side of the debate.&#160;&#160; Yet, also make clear that valuable class time won’t be wasted on debating viewpoints that are contradicted by the data.</p>
<p><strong><em>Address Distributional Issues.&#160; </em></strong>The dramatic rise in U.S. income inequality compels us as instructors to address it.&#160; While international trade and educational differences have clearly contributed to some of the rise, it’s clear that they are only partial explanations: they can’t explain the explosion of income gain at the top 1% of the income distribution, and particularly at the top 0.1%.&#160; We shouldn’t extol the benefits of markets while ignoring today’s highly skewed distribution of the benefits.&#160; While there is no single definitive explanation, there are many factors that are feasible topics in class: moral hazard and the setting of CEO compensation, the decline of countervailing forces such as unions and higher marginal tax rates at the top end, deregulation, asset bubbles and the financialization of the U.S. economy.&#160; And then discuss: to what extent is the level of income inequality a legitimate policy target?</p>
<p><strong><em>Finally, Adopt Some Humility</em></strong>.&#160; It’s true that those of us who weren’t in the business of teaching Gaussian pricing formulas for CDO’s or touting the benefits of homeownership via sub-prime mortgages aren’t directly responsible for the economic mess we’re in.&#160; But in the eyes of many students we are culpable to the extent that we dismiss the need for some re-think of the deference accorded to free markets in how we teach economics <em>as applied to the real world.&#160; </em>Again, I want to emphasize that we make the distinction between communicating the importance of free markets as an intellectual building block and the frequent mis-use of free market concepts when it comes to making real world policy choices.&#160; Lastly, in a world of liquidity-trap macroeconomics, soaring income inequality and an exploding Eurozone, we are going to have to admit that there are areas in which the profession just doesn’t know what the right answer is.&#160; </p>
</blockquote>
<p><font color="#343434">W&#228;re es wert, den Text auf Deutsch zu &#252;bersetzen? Ich &#252;berlege, aber es ist ein Haufen Arbeit. </font></p>
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		<title>Ableiten und Null setzen: Wie Mathematik Ideologie sein kann</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 12:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Mathematiker Claus Peter Ortlieb spricht mit dem Wirtschaftsmagazin “Brandeins” dar&#252;ber, wie die Mathematik von der Volkswirtschaftslehre eingenommen wird – und er das gar nicht gut findet. Ortlieb forscht zu mathematischen Modellen. Wie in allen Gesellschaftswissenschaften gibt dort aber das Problem, dass keine Experimente durchgef&#252;hrt werden k&#246;nnen. Einmal Griechenland nur zu Probe aus dem Euro [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mathematiker Claus Peter Ortlieb spricht mit dem Wirtschaftsmagazin “Brandeins” dar&#252;ber, wie die Mathematik von der Volkswirtschaftslehre eingenommen wird – und er das gar nicht gut findet. Ortlieb forscht zu mathematischen Modellen. Wie in allen Gesellschaftswissenschaften gibt dort aber das Problem, dass keine Experimente durchgef&#252;hrt werden k&#246;nnen. Einmal Griechenland nur zu Probe aus dem Euro schmei&#223;en, um zu schauen, wie sich das auswirkt, ist nicht drin. “Die Zahlen beruhen nicht auf Erfahrung, sie sind eine reine Prognose und das Ergebnis von mathematischen Modellen”, so der Mathematiker. </p>
<p><a href="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/DSC_0079.jpg" class="liimagelink"><img style="background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px" title="DSC_0079" border="0" alt="DSC_0079" src="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/DSC_0079_thumb.jpg" width="650" height="432" /></a></p>
<p>Sonstige Themen, des relativ langen, wahnsinnig interessanten Interviews: Wie die Mathematik in den letzten Jahrhunderten immer wichtiger wurde, warum Noten keine gro&#223;e Aussagekraft haben und dass konkrete Zahlen bei der Klimaerw&#228;rmung wissenschaftliche Hypothesen nicht umfassend ausdr&#252;cken. </p>
<p>Aber zur&#252;ck zur VWL und Ortliebs Aussagen dazu.</p>
<p><strong>&#220;ber die Volkswirtschaftslehre und ihr Verh&#228;ltnis zur Mathematik und Naturwissenschaften: </strong></p>
<blockquote><p>Die herrschende Volkswirtschaftslehre ist eigentlich eine blo&#223; noch mathematische Disziplin, sie erstellt mathematische Modelle, die man real nie nachbauen k&#246;nnte und die trotzdem verwendet werden, um auf deren Grundlage Berechnungen anzustellen und komplexe &#246;konomische Vorg&#228;nge auf wenige Zahlen zu reduzieren. Auch dort wird versucht, das Reale mit dem Unm&#246;glichen zu beschreiben. Im Prinzip ist das derselbe Vorgang, nur kann man die Ableitungen aus Annahmen des mathematischen Modells, das ja nichts anderes ist als ein fiktiver Idealzustand, nicht im Experiment mit der Wirklichkeit verbinden, so, wie es die Naturwissenschaften k&#246;nnen. Schon aus diesem Grund ist es legitim zu bezweifeln, dass man in der Volkswirtschaft &#252;berhaupt Mathematik einsetzen darf. Dazu kommt, dass &#246;konomische Prozesse letztlich von Menschen gemacht werden und nie naturgesetzlich ablaufen. Menschen haben immer Entscheidungsfreiheit.<strong> In den Naturwissenschaften ist es m&#246;glich, von Gesetzm&#228;&#223;igkeiten auszugehen und Prozesse eindeutig determinierbar zu beschreiben, wenn ich ihre Bedingungen kenne. Sobald der Mensch ins Spiel kommt, ist das anders, erst recht, wenn sein Verhalten im komplexen gesellschaftlichen Raum betrachtet wird.</strong> Geschichte wird gemacht. Sie ist kein Naturprozess, der einfach so abl&#228;uft. Die neoklassische Lehre blendet das aus und kommt zu absurden Ergebnissen.</p>
</blockquote>
<p><strong>&#220;ber M&#228;rkte: </strong></p>
<blockquote><p>Das geschieht etwa dadurch, dass die per se anzweifelbare mathematische Methode innerhalb der Volkswirtschaftslehre auch noch falsch angewandt wird<strong>. Die neoklassische Lehre vom Markt etwa wird f&#228;lschlicherweise vom G&#252;termarkt auf andere M&#228;rkte &#252;bertragen. Der G&#252;termarkt wird &#252;ber Angebot und Nachfrage beschrieben. Angebot ist eine monoton wachsende Funktion des Preises und Nachfrage eine monoton fallende Funktion des Preises. Diese beiden Linien kreuzen sich irgendwo, und da entsteht das Gleichgewicht, auf das sich der Markt einstellt.</strong> Der Anschaulichkeit halber wird das mit dem ber&#252;hmten Bild eines Marktplatzes beschrieben, auf dem sich Anbieter und Nachfrager treffen und die Preise aushandeln. So fangen alle VWL-Lehrb&#252;cher an, die sich kreuzenden Linien der Funktionen aus Angebot und Nachfrage bilden das sogenannte Marshall-Kreuz, das jeder VWL-Student kennt. Und dann der Fehler: <strong>Dieses Modell wird auf Teufel komm raus auf alle m&#246;glichen Situationen angewandt, etwa den Arbeitsmarkt. </strong></p>
</blockquote>
<p><strong>Warum die Annahmen des G&#252;termarktes nicht unbedingt auch f&#252;r den Arbeitsmarkt gelten: </strong></p>
<blockquote><p>Im Niedriglohnbereich ist die Annahme einer monoton wachsenden Angebotsfunktion nicht korrekt. <strong>Wenn ich die L&#246;hne senke, muss jemand, der davon leben will, mehr arbeiten, um auf dieselbe Summe zu kommen. Die Modellannahme geht aber davon aus, dieser Jemand w&#252;rde dann weniger arbeiten, weil der Einsatz seiner Arbeitskraft f&#252;r ihn nicht attraktiv ist.</strong> <strong>Das geht an der Wirklichkeit vollkommen vorbei, wird aber einfach so behauptet und als Argument gegen Tarif-oder Mindestl&#246;hne herangezogen.</strong> Wenn diese zu hoch angesetzt w&#252;rden, k&#246;nne sich das Gleichgewicht nicht einstellen, und es entstehe Arbeitslosigkeit. Das ist die herrschende Auffassung der neoklassischen Volkswirtschaftslehre. Man kann B&#252;cher von Harvard-Professoren lesen, die, bezogen auf den Arbeitsmarkt, so argumentieren, obwohl sie hundert Seiten vorher in einem anderen Modell nachgewiesen haben, dass die Annahmen keineswegs erf&#252;llt sind.</p>
</blockquote>
<p><strong>&#220;ber Mathematik als Ideologie: </strong></p>
<blockquote><p>Man kann sich jedenfalls schwer vorstellen, dass jemand das aus Versehen macht, schon gar nicht, wenn es sich um ein Buch handelt, das inzwischen in der dritten Auflage erschienen ist. <strong>Die neoklassische Lehre der Volkswirtschaft geht von einer Art Harmonielehre der M&#228;rkte aus. Wenn man die M&#228;rkte sich selbst &#252;berlasse, stelle sich alles zum Besten ein. Zum Beleg dieser Meinung werden Scheinargumente benutzt, die sich der Mathematik bedienen und sie missbrauchen, um Ideologie zu transportieren. Die Mathematik eignet sich hierf&#252;r sehr gut, weil sie die Erfolgsgeschichte der exakten Naturwissenschaften auf ihrer Seite hat und in Bezug auf Exaktheit das Ma&#223; aller Dinge ist. Was mathematisch exakt berechnet wurde, kann doch nicht falsch sein.</strong> Deswegen vertrauen viele Menschen auch den Informationen, die in Gestalt von Zahlen daherkommen. Zahlen scheinen vordergr&#252;ndig leicht nachvollziehbar, gerade auch in wirtschaftlichen Zusammenh&#228;ngen.</p>
</blockquote>
<p><font color="#343434"><strong>Warum das BIP als Ma&#223; f&#252;r Wirtschaftsleistung kaum etwas aussagt: </strong></font></p>
<blockquote><p>Es ist zum Beispiel im Grunde irrsinnig, die Wirtschaftsleistung Deutschlands auf eine einzige Zahl zu bringen, das Bruttoinlandsprodukt, das dann jedes Jahr wachsen muss, damit die Welt in Ordnung ist. <strong>Die Zahl als solche ist vergleichsweise nichtssagend im Vergleich dazu, was hinter dieser Zahl an menschlichem Handeln steht.</strong></p>
</blockquote>
<p>Nochmal der Link: <a href="http://www.brandeins.de/archiv/magazin/rechnen/artikel/die-welt-laesst-sich-nicht-berechnen.html" class="liexternal">Die Welt l&#228;sst sich nicht berechnen</a>. Schlauer Mann. </p>
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		<item>
		<title>Zur Vollversammlung der Uni Regensburg</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 18:58:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor wenigen Minuten ist die Vollversammlung der Studierenden an der Uni Regensburg zu Ende gegangen. Das wichtigste Resultat nach drei-st&#252;ndiger Diskussion: Die Verwaltung der Uni Regensburg wird sofort besetzt. Nach einer halben Stunde kam die Revision. Die Versammlung war nicht beschlussf&#228;hig. Und das ist auch gut so. Falsche Nachricht: Die Verwaltung ist doch besetzt. Denn: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;">Vor wenigen Minuten ist die Vollversammlung der Studierenden an der Uni Regensburg zu Ende gegangen. Das wichtigste Resultat nach drei-st&#252;ndiger Diskussion: Die Verwaltung der Uni Regensburg wird sofort besetzt. <del>Nach einer halben Stunde kam die Revision. Die Versammlung war nicht beschlussf&#228;hig. Und das ist auch gut so. </del> Falsche Nachricht: Die Verwaltung ist doch besetzt. </span></p>
<p>Denn: Eine Besetzung soll das allerletzte Mittel des Protests sein. Hier ist es aber gerade umgekehrt: Bevor irgendwelche anderen Mittel zu Rande gezogen werden, wird besetzt. Genau das war auch schon der Fehler bei der Besetzung des H2 vor ziemlich genau zwei Jahren: Es gab keine KONKRETEN Forderungen und Ziele. Das hat die Studierendenschaft eher gegen die Besatzer aufgebracht.</p>
<p>Klar, kann man da sagen: Die Occupy-Bewegung hat auch keine klaren Forderungen, aber trotzdem Gewicht. Ja, das haben sie, aber deshalb, weil sich viele Menschen mobilisieren lassen. Das kann von der Uni Regensburg nicht behauptet werden (Was ich von der Besetzung mitnehmen konnte: Ein gratis Auftritt des Kabarattisten Josef Hader).</p>
<p>Der Beschluss zur erneuten Besetzung war in meinen Augen undemokratisch. Abgesehen davon, dass erschreckend wenige zu der Vollversammlung erschienen sind (ich sch&#228;tze, dass zu Beginn die Pl&#228;tze des Audimax’ zu etwa 2/3 besetzt waren), sind zus&#228;tzlich in den folgenden zwei Stunden immer mehr Leute abgehauen, sodass zum Schluss vielleicht 100, vielleicht auch 200 Studierende dar&#252;ber abgestimmt haben, ob die Uni besetzt werden soll. (Ich habe dagegen gestimmt).</p>
<p>Egal, ob man die erneute Besetzung f&#252;r sinnvoll h&#228;lt: Das Desinteresse der Studenten und Studentinnen an der Uni an Mitbestimmung ist erschreckend! Wie erw&#228;hnt, war der Audimax nicht ann&#228;hernd voll besetzt und das bei &#252;ber 20.000 eingeschriebenen Leuten. Und ich wage zu behaupten, dass der Gro&#223;teil Dinge am Unisystem auszusetzen hat: Seien es die Studienbeitr&#228;ge, das Bachelor-Master-System, die fehlende Grundfinanzierung durch die Landesregierung in M&#252;nchen, die &#252;berf&#252;llten H&#246;rs&#228;le oder auch nur die fehlenden Parkpl&#228;tze und vollgestopften Busse des RVV.</p>
<p>Und dann kommt der Vorwurf auf: “Die labern doch nur und bringen eh nichts zu Rande”. Das liegt aber daran, dass die Studierenden keine Macht haben. Bayern ist das einzige der 16 Bundesl&#228;nder, in denen die Studenten und Studentinnen kein Mitbestimmungsrecht haben – und zwar schon fast 40 Jahren. 1973 hat die Landesregierung die Parlamente, Asta usw. abgeschafft und zwar mit “um den terroristischen Sumpf trocken zu legen.” Das ist nat&#252;rlich ein Witz!</p>
<p>Meiner Einsch&#228;tzung nach, kann das aber nur durch einen Weg verbessert werden. Ihr m&#252;sst zu den Hochschulwahlen gehen! W&#252;rde ich in der Staatskanzlei oder dem Kultusministerium sitzen und dann sehen, dass die Wahlbeteiligungen Jahr f&#252;r Jahr unter 20 Prozent liegen, dann w&#252;rd ich mir auch denken: Die haben doch keinen Bock darauf. Dass das nat&#252;rlich auch daran liegt, dass sich jeder der Machtlosigkeit der Gremien bewusst ist, ist ein Teufelskreis.</p>
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		<title>Was mit Wissenschaft (V): Fertig!</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 13:24:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So, abgegeben. Zwar nicht um 11:11 Uhr, sondern um 13:48 Uhr. Hatte verschlafen. Passt im Gro&#223;en und Ganzen schon, was ich da in das Kuvert mit Luftpolstern gesteckt habe (Das zweite, das ich im Set mitkaufen musste, werde ich wohl nie verwenden). Mit Schw&#228;chen hie und da, aber solide. Timing lief ganz gut. Die letzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/Fotoy.jpg" class="liimagelink"><img style="background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px" title="Fotoy" border="0" alt="Fotoy" src="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/Fotoy_thumb.jpg" width="650" height="488" /></a></p>
<p>So, abgegeben. Zwar nicht um 11:11 Uhr, sondern um 13:48 Uhr. Hatte verschlafen. Passt im Gro&#223;en und Ganzen schon, was ich da in das Kuvert mit Luftpolstern gesteckt habe (Das zweite, das ich im Set mitkaufen musste, werde ich wohl nie verwenden). Mit Schw&#228;chen hie und da, aber solide. Timing lief ganz gut. Die letzten drei Wochen hatte ich viel Luft, in der ich nichts getan habe, bis zum Schluss doch noch Zeitdruck aufkam und ich einfach froh war, sie abzugeben.</p>
<p>Jo, das noch: </p>
<p><a href="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/ScreenClip1.png" class="liimagelink"><img style="background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px" title="ScreenClip" border="0" alt="ScreenClip" src="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/ScreenClip_thumb.png" width="650" height="380" /></a></p>
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		<title>Lesenswertes: So schauts aus! (In den USA und in Gesichtern)</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 13:49:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[“Mein armes Amerika” &#8211; Die USA strahlen den Charme des Heruntergekommen aus. New York ist verrostet, die Stra&#223;enz&#252;ge rund um die U-Bahn-Station Tenleytown in Washington, zwischen einer katholischen Kirche, einer Handvoll Fast-Food-Restaurants und dem Campus lebt eine Gruppe von Obdachlose. Das Ticket schon beim Betreten einer U-Bahn-Station vorzeigen m&#252;ssen, und vielleicht sogar auch nochmal beim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zeit.de/2011/44/USA-Los-Angeles/seite-1" class="liexternal">“Mein armes Amerika”</a> &#8211; Die USA strahlen den Charme des Heruntergekommen aus. New York ist verrostet, die Stra&#223;enz&#252;ge rund um die U-Bahn-Station Tenleytown in Washington, zwischen einer katholischen Kirche, einer Handvoll Fast-Food-Restaurants und dem Campus lebt eine Gruppe von Obdachlose. Das Ticket schon beim Betreten einer U-Bahn-Station vorzeigen m&#252;ssen, und vielleicht sogar auch nochmal beim Hinausgehen, ist eine wirksame Methode, sich das Gesindel vom Hals zu halten. Das aber trotzdem so nah wie m&#246;glich an den Sch&#228;chten und den Rolltreppen und Aufg&#228;ngen steht, denn es kommt warme Luft raus. In L.A. ist es wenigstens durchgehend einigerma&#223;en warm. Nur Dreck und Geruch entlarvte einen jungen Kerl dort, sonst h&#228;tt’s auch ein besonders nachl&#228;ssig gekleideter Jung-Schauspieler im Layer-Look sein k&#246;nnen. </p>
<p><a href="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/Foto.jpg" class="liimagelink"><img style="background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px" title="Foto" border="0" alt="Foto" src="http://www.schafott.net/wp-content/uploads/Foto_thumb.jpg" width="650" height="488" /></a>*</p>
<p>Nach Los Angeles zieht auch die deutsche Autorin Jana Simon mit Familie und berichtet im Zeit-Magazin was sie sieht. Und das ist oft heruntergekommen und verwahrlost, irgendwie nah am Kollaps. </p>
<blockquote><p>Je l&#228;nger ich in den Vereinigten Staaten, in Los Angeles, bin, desto mehr bekomme ich das Gef&#252;hl, dass eine Gemeinschaft, wie ich sie kenne, hier nicht mehr existiert. Die amerikanische Idee basierte immer auf der Freiheit des Einzelnen, nicht auf Gleichheit, nicht auf Solidarit&#228;t. Das funktioniert, solange es dem Land gut geht. Wenn es in eine Krise ger&#228;t, wie jetzt, pervertiert dieses Freiheitsprinzip. Das soziale Gewissen wird ausgelagert, privaten Stiftungen und Wohlt&#228;tigkeitsvereinen &#252;berlassen. </p>
<p>Los Angeles ist eine Ansammlung von Individuen, die nebeneinanderher leben. Das Zentrum des Narzissmus.</p>
</blockquote>
<p>Sie schreibt &#252;ber absurden Beh&#246;rdenkram und diese Schecks, mit denen dort noch wirklich allt&#228;gliche Zahlungen durchgef&#252;hrt werden. Und Kredite: </p>
<blockquote><p>Wir haben Kontoausz&#252;ge, Arbeitsvertr&#228;ge und Gehaltszahlungen vorgelegt, aber wir haben keine Schulden und sind deshalb aus amerikanischer Sicht nicht vertrauensw&#252;rdig. </p>
</blockquote>
<p>Vielleicht ist es aber auch nicht so dramatisch: </p>
<blockquote><p>Vielleicht &#252;berreagiere ich, vielleicht f&#246;rdert dieses Land auch einfach Extreme.</p>
</blockquote>
<p>“<a href="http://www.brainpickings.org/index.php/2011/11/11/darwins-camera/" class="liexternal">How Darwin’s Photos of Human Emotions Changed Visual Culture</a>” – Der Darwin hat ja auch so allerhand gemacht. So auch, wie ich vor etwa einer halben Stunde erfuhr, menschliche Emotionen erforscht, mit dem damals letzten Schrei der Technik. Ein Fotograf machte Bilder f&#252;r ihn von Gesichtern, die er dann auswertete. Denn nat&#252;rlich konnte jedes Foto, das in einem Sekundenbruchteil die Emotion viel besser darstellen, als jede Malerei, die deutlich l&#228;nger braucht. </p>
<p>* Das Bild ist seit Januar das Hintergrundbild meines Mp3-Players. </p>
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		<title>Was mit Wissenschaft (IV)</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 11:48:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagtäglich]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>
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		<description><![CDATA[&#220;ber die H&#228;lfte der 60 Tage, die ich f&#252;r meine Bachelorarbeit Zeit habe, sind um. Knapp drei Wochen habe ich noch, um den Text zu produzieren. Anfang dieser Woche hatte ich einen Termin f&#252;r eine Zwischenpr&#228;sentation beim Professor. Lief ganz gut. Ich habe erz&#228;hlt, was ich so gelesen habe und die kurz zusammengeschusterte Gliederung passt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;ber die H&#228;lfte der 60 Tage, die ich f&#252;r meine Bachelorarbeit Zeit habe, sind um. Knapp drei Wochen habe ich noch, um den Text zu produzieren. Anfang dieser Woche hatte ich einen Termin f&#252;r eine Zwischenpr&#228;sentation beim Professor. Lief ganz gut. Ich habe erz&#228;hlt, was ich so gelesen habe und die kurz zusammengeschusterte Gliederung passt grunds&#228;tzlich. Nat&#252;rlich hatte er Sachen auszusetzen und zwei, drei Mal hab ich echt M&#252;ll gelabert, aber das finde ich nicht schlimm, solange es richtig in der Arbeit steht. Immerhin hat mir mal jemand gesagt, dass ich schon ungef&#228;hr die richtige Richtung eingeschlagen habe. Seitdem bin ich so best&#228;rkt, dass ich erstmal nichts mache. Schlie&#223;lich bin ich erk&#228;ltet und das ist eine wunderbare Ausrede, um im Bett zu liegen und “The Big Bang Theory” zu gucken, anstatt zu schreiben. </p>
<p>Am kommenden Wochenende will ich aber Seiten runterhauen, denn ich gehe davon aus, dass das ganze Gefriemel am Schluss (Zitate, Literaturverzeichnis und was man da nicht so alles braucht) noch ziemlich viel Zeit schlucken wird.</p>
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		<title>GES 2011: Concluding Remarks</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 09:53:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[GES]]></category>
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		<description><![CDATA[Folgender Beitrag entstand w&#228;hrend des Global Economic Symposiums, das am 4. und 5. Oktober 2011 in Kiel stattfand. Alle Artikel sind auf economicinsights.eu zu finden. Between the coast, the main train station and a run-down parking garage, the GES 2011 was a great event. Here are some concluding remarks: A recurring claim: New mechanisms One [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Folgender Beitrag entstand w&#228;hrend des <a href="http://www.global-economic-symposium.org/" class="liexternal">Global Economic Symposiums</a>, das am 4. und 5. Oktober 2011 in Kiel stattfand. Alle Artikel sind auf <a href="http://www.economicinsights.eu/" class="liexternal">economicinsights.eu</a> zu finden.</em></p>
<p>Between the coast, the main train station and a run-down parking garage, the GES 2011 was a great event. Here are some concluding remarks:</p>
<h4>A recurring claim: New mechanisms</h4>
<p>One statement that appeared in all panels was that old mechanisms for governments interacting with each other on a global level don’t work anymore. They were designed in an other time after the Second World War: The Bretton-Woods-System and its executive institutions, the International Monetary Fund (IMF) and the World Bank took care about the financial systems and the economic development of what used to be called Third World Countries.</p>
<p><span id="more-1478"></span>The United Nations were the mechanism for foreign policy and diplomacy. The security council can influence war and peace as well as sending troupes. Probably the European Union was the most successful form of international coordination and collaboration, leading its countries to a common market and in parts even to a common currency. All three examples suffered from high level misuse: Nearly 70 times Eurozone governments ignored the limits of a 3 percent deficit cap compared to the GDP and went over the allowed 60 percent sovereign debt relative to the GDP. The United States ignoried the security council, when it decided to go to war in Iraq. The IMF and the Worldbank were highly critized for supposedly wrong recommendations towards Asian and Southamerican countries in their currency crisis in the late 1990s. All these things accounted for a loss of credibility.</p>
<p>This is very likely a reason why in nearly all panels there were requests for reforms or even for totally new forms of collaboration. The most radical version was <a href="http://www.economicinsights.eu/2011/10/centralized-governments-vs-decentralized-internet-the-power-struggle-of-the-21st-century/" class="liexternal">Wolfgang Kleinw&#228;chter’s call for a decentralized multistakeholder-model</a> for governing the internet. In the <a href="http://www.economicinsights.eu/2011/10/balancing-the-imbalances/" class="liexternal">macro session about global imbalances</a> there was a proposition to create a Bretton-Woods-System 2.0 (without an explanation how this should look like). More realistically, a reform of the IMF would be a feasible goal, even though this is probably the least radical step). In the <a href="http://www.economicinsights.eu/2011/10/how-to-govern-the-world/" class="liexternal">panel about global governance</a> there were similar remarks, for instance: “The institutions today were designed for yesterday.”</p>
<h4>Openness</h4>
<p>It is kind of a schizophrenic situation: Inside, the GES tries to be a transparent and free place for thinking using surveys, wikis and collaborating with young bloggers. To the outside world the GES is an event, to which leaders from all over the world are debating in a high-class hotel behind security. Their solutions are only distributed to governments, NGOs and so on, but not accessible for the general public. Basically, it is like Yannik Horas, my blogging colleague, put it: “<a href="http://www.economicinsights.eu/2011/10/the-impacts-of-ges-on-the-public/" class="liexternal">When you’re not in, you’re out</a>”.</p>
<h4>The Chatham House Rule</h4>
<p>Most panels were held off record following the Chatham House Rule: It is not allowed to cite or even indicate who exactly made a certain statement. This code of conduct grants panelists the possibility to speak frankly and without self-censorship. But in my opinion, there was not one of the statements extraordinarily surprising or provocative – at least not in the four panels I was attending. I don’t think the Chatham House Rule is neccessary. On the other hand, I have never been to a comparable conference and maybe it is quite common to report imprecisely.</p>
<p>Probably the most honest and surprising statement came from a relatively small countries former politician saying that not every single country in the world might be in need of its very own foreign policy. Consequently this would mean to voluntarily give up executive power.</p>
<h4>Missing: Women</h4>
<p>The quota of women was ridiculously low: In my four panels (each held by five persons) there were only two women in total (one of them was the moderator) which means 10 percent in total numbers.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>India in the 21st century: An interview with Arun Maira</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 09:51:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Folgender Beitrag entstand w&#228;hrend des Global Economic Symposiums, das am 4. und 5. Oktober 2011 in Kiel stattfand. Alle Artikel sind auf economicinsights.eu zu finden. Arun Maira is an elegant man with grey hair, strong tractions and a smile that makes him look like a boy. He seems pretty vital for a 67 old man. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Folgender Beitrag entstand w&#228;hrend des <a href="http://www.global-economic-symposium.org/" class="liexternal">Global Economic Symposiums</a>, das am 4. und 5. Oktober 2011 in Kiel stattfand. Alle Artikel sind auf <a href="http://www.economicinsights.eu/" class="liexternal">economicinsights.eu</a> zu finden.</em></p>
<ul>
<li><strong>Arun Maira</strong> is an elegant man with grey hair, strong tractions and a smile that makes him look like a boy. He seems pretty vital for a 67 old man. Living in <strong>Dehli</strong>, India,  he serves there as a member of the <strong>economic planning commission</strong>. He had studied physics before working for<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tata_Administrative_Services" rel="nofollow" class="liwikipedia"> Tata Group</a> for 25-years. Later he was with the Boston Consulting Group. He publishes articles and books.</li>
<li>The Planning Commission of India is a governmental institution, that gives<strong>directions for economic development</strong> in five-year plans. Until 1990s the policies were rather restrictive, following socialist ideas. Since then, economic policy has changed and the economy opened up. The latest,<a href="http://planningcommission.nic.in/plans/planrel/fiveyr/welcome.html" class="liexternal">eleventh five-year plan is for 2007 to 2012</a>.</li>
<li>In an <strong>interview in the wine cellar</strong> of the hotel Atlantic Arun Maira talks about India’s economic situation, the need of participation in a democracy and an a better system in the “new normal”.</li>
</ul>
<h5>India’s economy was liberalized in the early 1990s. Why is there still a planning commission?</h5>
<p>Arun Maira: Because there was one. When things change it takes a while. Two years ago, when the new government came, they asked the question you are asking. And the answer was: No, we should not have a Plannig Commission. The challenges in India are a lot of change for the country. For doing the right thing you need to have a kind of radar. The planning commission need cannot say the people what to do or not to do like 50 years ago, but you can give them very good insight and information. This required to be fulfilled by somebody and the best organization available is the Planning Commission.<span id="more-1477"></span></p>
<h5>So it is rather a think-tank?</h5>
<p>The Planning Commisson is situated at the right level, chaired by the prime minister. It invites experts in different fields to its members, like myself in industry. It is a think tank embedded in government, so it is like an official think tank.<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/kielinstitute/6214262822/" class="liimagelink"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6161/6214262822_368c0106a7.jpg" alt="GES 2011" width="500" height="332" /></a></p>
<h5>India is one of the fastest growing economies. What is the basis for this?</h5>
<p>One is that we have very large unfulfilled potential. We have a lot to improve in terms of productivity and efficiency. Second is that we are a young country, so there are a lot of people with energy and new minds. This also gives a boost.</p>
<h5>The prices have been rising for a while. Do you think, inflation could become a problem for the growth and slow it down?</h5>
<p>The prices rise especially in food items, which raises the pain for the poorest people in the country, and there are lots of them. This results in political pressure to do something about the inflation. What can be done by the central bank is to increase interest rates to dampen the demand, but this also dampens supply. And so it can have a countereffect, of actually reducing availablilty and therefore increasing the prices.</p>
<h5>What are the biggest challenges for India in the next decades?</h5>
<p>We have a very large number of people coming into workforce. In the next ten years we need to create 300 million more jobs. If you don’t do something the economy won’t grow. The other more serious problem is the social and political problem that will arise if lots of young people don’t have jobs. The second challenge is that choices have to be made for the future. And these choices need to be understood by everyone in a democratic country, because they can vote. You don’t even have to wait for an election. You can stall the process of governmental decision making by your protest. So the people at large need to understand, where the country could be if certain things are done and where if certain things are not done. The people in the country need to see, where the country is going. The plans cannot be expressed anymore in numbers, like GDP or saving rates numbers, because they mean next to nothing to most common people. So you need to talk to people in images and languages that they understand. The challenge is to have a method of participating in the political planning.</p>
<h5>How do you want to achieve this?</h5>
<p>By asking the people. We are having to use simpler tools. The internet ist not used by too many people, in percentage only one fifth of the country. The rest has to be reached by more conventional media processes, like newspapers and television. To create a national conversation we need tools and processes, in which people are included in the planning of the future of their country.</p>
<h5>There is often the comparison between India and China. As far as I see China has the one-child-policy, which will lead in demografic trouble, whereas on the other hand there is India with a pretty good demografic situation. Could this lead to the situation that India will be the number one?</h5>
<p>Right now, with China having so much payment reserves, it is able to buy itsself out. Your demografic profile helps to get growth. But even if you don’t have a good demografic profile, but a lot of money, you can still be a very rich country, because you can invest in various other ways. So China does have that advantage. The consequences of one child policy are not only economical ones, but also bad for society.</p>
<h5>The Indian state of Gujarat that has had double-digit growth rates for years. How come? Why is that specific state so successful?</h5>
<p>Gujarat is a state in the west of traders and people who have been in business for centuries. When you open up the economy in a liberalization those people will be the first to take advantage of that opportunity. This is what enabled Gujarat to start getting growth in GDP-terms. Another question is in terms of social indicators and environmental sustainability. If you have a triple line view of progess, then Gujarat is doing extremly well in terms of economic growth, but not so good in respect to sustainability and social improvement.</p>
<h5>Do you think the debt crisis in Europe and the United States can anyhow affect India’s development?</h5>
<p>I am sure it will. Anything that is so big in another part of the world will affect India in a connected world. You cannot say, I am completetly isolated from it. One view, and which I think is right, is that since India is not that connected dependent on the western world, that will be less affected. How and when is always uncertain, but it will affect the trade and financial inflows to India.</p>
<h5>Do you think the financial crisis changes economics or do you think it will go back to before the crash?</h5>
<p>I hope everything will not go on like it was before. Economists say, and I am not an economist, that we are going into a “new normal”. So even economists are recognizing that the way the economy was growing in the previous 20, 30 years is not the way it can be. The new way will include new ideas of what is good and what should be done. The idea of what is good, which was in the past more GDP, more wealth, more consumption, maybe will not be the idea that will rule in the “new normal”. We need to have a system with more equity and more fairness.</p>
<p><strong>Foto:</strong></p>
<p>© Fotograf Renard Kiel</p>
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