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	<description>Snooker Blog</description>
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		<title>China Open kehren zurück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hjördis]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 21:40:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Snooker]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom 8.–16. August 2026 kehren die China Open zurück in den Turnierkalender der WST. Das letzte Mal wurde dieses Turnier 2019 ausgetragen, mit Neil Robertson als glücklichem Sieger. Weitere Infos im Original findet ihr hier.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 8.–16. August 2026 kehren die China Open zurück in den Turnierkalender der WST. Das letzte Mal wurde dieses Turnier 2019 ausgetragen, mit Neil Robertson als glücklichem Sieger.</p>
<p>Weitere Infos im Original findet ihr <a href="https://www.wst.tv/china-open">hier</a>.</p>
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		<title>Sensation perfekt: Mind Panchaya holt WM-Titel!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lula Witzescher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 11:02:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Frauensnooker]]></category>
		<category><![CDATA[Snooker]]></category>
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					<description><![CDATA[Mind Panchaya besiegt im WM-Finale Reanne Evans souverän mit 6–2 und holt sich 18jährig ihren ersten großen WM-Titel. Sie erhält neben Pokal und Siegscheck über £13.000 auch eine Zwei-Jahreskarte für die Main Tour. Nach ihrem Sieg über Titelverteidigerin Bai Yulu setzte &#8222;Mind&#8220; Panchaya Channoi im Halbfinale noch einen drauf und kickte Mink Nutcharut aus dem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mind Panchaya besiegt im WM-Finale Reanne Evans souverän mit 6–2 und holt sich 18jährig ihren ersten großen WM-Titel. Sie erhält neben Pokal und Siegscheck über £13.000 auch eine Zwei-Jahreskarte für die Main Tour.<span id="more-6639"></span></p>
<p>Nach ihrem Sieg über Titelverteidigerin Bai Yulu setzte &#8222;Mind&#8220; Panchaya Channoi im Halbfinale noch einen drauf und kickte Mink Nutcharut aus dem Rennen.</p>
<p>Im Finale setzte sie gleich zu Beginn ein Zeichen: Mit einer glatten 100 gewann sie den ersten Frame, bis dato das höchste Break des Turniers. Danach wurde es etwas umkämpfter, zweimal mit Mind als Framegewinnerin zum 3–0. Der vierte Frame war kurios. Mind war in Führung gegangen und Reanne hatte sich langsam herangerobbt. Auf die Farben gab es dann ein lustiges Verschießen von beiden Seiten. Ich habe keine Ahnung, wie Mind den Frame noch verdödeln konnte. Aber Reanne holte ihn sich auf Schwarz.</p>
<p>Nach der Pause gewann Reanne den nächsten Frame mit einem Break von 66. Doch danach ließ Mind ihr keine Chance mehr. Mit einer 107 überbot sie ihr eigenes Highbreak, anschließend erkämpfte sie sich Frame sieben und eine schöne 59 trug sie über die Ziellinie zum Titel.</p>
<h2>Das Doppel der WM-Titel für Mind</h2>
<p>Am Halbfinaltag bestritt sie noch das Viertel-, Halb- und Finale des U21-Wettbewerbs. Auch hier holte sie sich den WM-Titel und zwar gegen die vielversprechende Wang Ruotong. Diese war im Best-of-5-Match schon 2–0 in Führung, bevor Mind drei Frames in Folge zum Sieg holte. Mit dem WM-Titel Doppelpack unterstrich sie ihre hervorragende Leistung in diesem Turnier. Vor ihr hatte das schon Bai Yulu geschafft. Wir hoffen, dass das ein Zeichen dafür ist, dass auch Panchaya Channoi auf der Main Tour Erfolge erzielen kann.</p>
<p>Wie Målin <a href="https://snookerpro.de/artikel/mind-panchaya-mit-sieg-ueber-titelverteidigerin-bai-yulu/" target="_blank" rel="noopener">in ihrem Artikel schon erwähnt hatte</a>, hat Panchaya schon an gemischten Turnieren teilgenommen. Ich denke, dass sie durch die längeren Distanzen und härteren Matches einen Vorteil hatte, was Kondition und Durchhaltevermögen anbelangt. Und das plus ihr absoluter Siegeswille wird ihr auch auf der Main Tour helfen.</p>
<p>Den Seniors-Titel holte sich Deng Xinshun, die der armen Han Fang die dritte Final-Niederlage in Folge bescherte.</p>
<h2>Der verflixte 13. WM-Titel</h2>
<p>Evans stand nach einem Halbfinalsieg über Ng On Yee im ersten WM-Finale seit 2019, ihrem 13. Noch nie hatte sie zuvor eins verloren. Das war heute eine ganz neue Erfahrung für sie. Sie hatte im Verlauf des Turniers recht solide gewirkt, aber gegen den Wirbelwind von Master-Mind konnte sie nichts ausrichten. Ob sie den verflixten 13. Titel jemals holen wird, steht in den Sternen.</p>
<div id="attachment_6640" style="width: 1034px" class="wp-caption alignleft"><img aria-describedby="caption-attachment-6640" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-6640 size-full" src="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/vor-dem-WM-Finale-e1779188545253.jpg" alt="Reanne Evans und Panchaya Channoi mit Riesenmaskottchen, zwei Kindern und dem Pokal für den WM-Titel." width="1024" height="634" srcset="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/vor-dem-WM-Finale-e1779188545253.jpg 1024w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/vor-dem-WM-Finale-e1779188545253-700x433.jpg 700w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/vor-dem-WM-Finale-e1779188545253-768x476.jpg 768w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/vor-dem-WM-Finale-e1779188545253-651x403.jpg 651w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-6640" class="wp-caption-text">Keine Ahnung, was hier los war, aber die Finalistinnen und zwei Kinder mit Plüschfigur und Referee fand ich ganz süß. © <a href="https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1573299777698541&amp;type=3" target="_blank" rel="noopener">WWS/Tai Chengzhe</a></p></div>
<p>Hier könnt ihr das Finale anschauen.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="2026 World Women&#039;s Snooker Championship丨Final丨Panchaya Channoi (THA) VS Reanne Evans (ENG)" width="625" height="352" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/_1xlpZXk20g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Tourkarten-Lotto Frauentour</h2>
<p>Im Vorfeld des Finales (angesichts des Ausscheidens von Bai Yulu und Mink Nutcharut) rätselten wir mit vereinten Kräften, welche der Frauen im nächsten Jahr eine Main-Tour-Karte haben wird. Evans und Ng On Yee sind noch im zweiten Jahr ihrer Karten. Dazu wird die neue Weltmeisterin eine bekommen und danach diejenige, die in der Rangliste am weitesten oben steht und noch nicht qualifiziert ist. Und das ist Bai Yulu. Mink Nutcharut, die knapp dahinter liegt, verliert also ihre Tourkarte und kann sich erst in der nächsten Saison erneut qualifizieren.</p>
<h2>Die Hölle der Q-School ist wieder offen</h2>
<p>Die nächsten Wettbewerbe sind verschiedene Q School Events. Die könnt ihr alle auf snooker.org verfolgen. <a href="https://www.snooker.org/res/index.asp?event=2751" target="_blank" rel="noopener">Q-School Asien/Ozeanien 2</a>, <a href="https://www.snooker.org/res/index.asp?event=2752" target="_blank" rel="noopener">Q-School Europa 1</a>, <a href="https://www.snooker.org/res/index.asp?event=2753" target="_blank" rel="noopener">Q-School Europa 2</a>.</p>
<p>Tatsächlich haben Mark Davis und Robert Milkins, die ja am Ende der Saison ihre Tourkarte verloren haben, für die Q-School gemeldet. Ich bin gespannt, wie sich sich dort schlagen werden.</p>
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		<title>Mind Panchaya mit Sieg über Titelverteidigerin Bai Yulu</title>
		<link>https://snookerpro.de/artikel/mind-panchaya-mit-sieg-ueber-titelverteidigerin-bai-yulu/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Målin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2026 08:01:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Frauensnooker]]></category>
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					<description><![CDATA[Die erste große Überraschung der Weltmeisterschaft der Frauen ist perfekt. Bai Yulu wird in diesem Jahr ihren Titel nicht verteidigen. Im Viertelfinale besiegte Panchaya Channoi, Spitzname Mind, die Titelverteidigerin im Decider. Mink Nutcharut gewann gegen Jel Narucha. In den beiden Viertelfinal-Partien der unteren Hälfte setzen sich ebenfalls die Favoritinnen Ng On Yee (gegen Liu Ziling) [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste große Überraschung der Weltmeisterschaft der Frauen ist perfekt. Bai Yulu wird in diesem Jahr ihren Titel nicht verteidigen. Im Viertelfinale besiegte Panchaya Channoi, Spitzname Mind, die Titelverteidigerin im Decider. Mink Nutcharut gewann gegen Jel Narucha. <span id="more-6632"></span></p>
<p>In den beiden Viertelfinal-Partien der unteren Hälfte setzen sich ebenfalls die Favoritinnen Ng On Yee (gegen Liu Ziling) und Reanne Evans (gegen Narantuya Bayarsaikhan) jeweils mit 4–2 durch.</p>
<h2>Bisher wenig Überraschungen in der K.O.-Runde</h2>
<p>Nachdem <a href="https://snookerpro.de/artikel/gruppenphase-der-frauen-wm-ohne-ueberraschungen/">die Gruppenphase ohne größere Überraschungen</a> vonstatten ging, blieb dieser Trend in der Knock-Out Runde bestehen. Ein Achtungszeichen konnte Tessa Davidson setzen, die erst Rebecca Kenna in der ersten Runde besiegte und danach Jel Narucha bis in einen Decider zwang. Aber da Tessa eine sehr starke und vor allem beständige Spielerin ist, kann man von einer großen Überraschung eher nicht sprechen.</p>
<p>Für einige Spielerinnen des erweiterten Favorinnenkreises war in der Runde der letzten 16 Schluss. Anupama Ramachandran verlor gegen Mink Nutcharut. Baipat Siripaporn, die Weltmeisterin von 2023, schied mit 1–4 gegen Ng On Yee aus. On Yee hatte zuvor gegen Li Bihan noch gerade so vermeiden können, das Opfer der diesjährigen großen Überraschung zu werden.</p>
<h2>Viertelfinale: Favoritinnen gegen Underdogs</h2>
<p>Die &#8222;Großen Vier&#8220;, die vier Frauen, die in der vergangenen Saison auf der Tour spielten und derzeit die Frauentour dominieren, Bai Yulu, Ng On Yee, Mink Nutcharut und Reanne Evans erreichten so alle weitestgehend mühelos das Viertelfinale. Logischerweise hatten sie dort alle den Favoritinnen-Status inne. Drei von ihnen sollten gegen drei junge Talente antreten: Mink gegen Jel Narucha, Bai Yulu gegen Mind Panchaya und Ng On Yee gegen Liu Ziling. Reanne Evans trifft auf die erfahrenere Narantuya Bayarsaikhan, die zuletzt häufiger beim Heyball als beim Snooker zu sehen war.</p>
<h2>Mink mit starker Vorstellung</h2>
<p>Mink Nutcharut zeigte sich bisher in guter Verfassung. Die Gruppenphase sowie die ersten beiden K.O.-Spiele überstand sie ohne Frameverlust. Dabei spielte sie auch die meisten Breaks von 50 und mehr Punkten inklusive des bisher höchsten Breaks von 89 (gleichauf mit Bai Yulu). Besonders hervorzuheben ist der 4–0-Sieg über Anupama Ramanchandran, denn sie ist mitnichten eine schwache Gegnerin.</p>
<p>Im Viertelfinale heute Morgen traf Mink dann auf ihre Landsfrau Jel Narucha, die sich durch zwei Decider in ihren K.O.-Matches kämpfen musste. Zwar musste sie diesmal einen Frame abgeben, doch mit einer Vielzahl an soliden Breaks setzte sie sich erneut sehr souverän durch.</p>
<h2>Mind Panchaya sorgt für die größte Überraschung</h2>
<p>Im Vorfeld der Weltmeisterschaft hatte ich ein bisschen ein Auge auf Mind Panchaya geworfen. Die 18-jährige Thailänderin hatte letztes Jahr schon den U-21-WM-Titel gewonnen und seitdem <a href="https://snookerpro.de/artikel/bai-yulu-nummer-1-michael-larkov-holt-main-tour-ticket/">immer wieder gute Achtungserfolge</a> gezeigt. Positiv aufgefallen war mir auch, dass sie bei der WSF Championship nicht nur bei den Frauen, sondern auch bei den gemischten Wettbewerben der Junior*innen und dem Hauptwettbewerb teilgenommen und sich dort nicht schlecht geschlagen hatte. Auch unabhängig von den Resultaten zeugt das für mich von Selbstbewusstsein und Ambitionen.</p>
<p>Mind qualifizierte sich bei der WM ebenfalls ohne Frameverlust in ihrer Gruppe und behielt auch in den ersten beiden Runden der K.O.-Phase eine weiße Weste. Im Viertelfinale gegen Bai Yulu startete sie stark. Mit einem Break von 74 Punkten machte sie der Titelverteidigerin gleich im ersten Frame Druck. Dann wechselten die beiden sich mit Framegewinnen immer ab. Ich schaltete zu Beginn des 6. Frames ein, als Mind mit 3–2 in Führung lag. Mein Interesse war direkt geweckt und ich schaffte es ein bisschen schneller aus dem Bett als an einem gewöhnlichen Sonntag. Ein Break von 30 Punkten brachte Bai im Frame schnell in Führung und sie konnte diese dann auch bis zum Ende des Frames verteidigen. Decider!</p>
<h2>Spannung im Decider</h2>
<p>Der Decider war etwas zerfahrener als das Match bis dahin. Es sollte der einzige Frame ohne ein Break von mind. 30 Punkten werden. Dennoch war er nicht durch viele Lochfehler geprägt, es fehlte beiden Spielerinnen nur ein paar Zentimeter oder ein kleines Quäntchen Glück im Stellungsspiel. Im Decider ging Mind zunächst in Führung, musste dann aber im Break irgendwann mit einer Safety aussteigen. Dann zeigte sie, dass sie nicht nur im Lochspiel, sondern auch im taktischen Spiel gewillt war, ihrer Kontrahentin Paroli zu bieten. Vorentscheidend war ein besonders fieser Snooker von Mind Panchaya auf die letzte Rote. Bai Yulu brauchte mehrere Anläufe, um Rot zu treffen. Nur ein Anlauf mehr und sie hätte Snooker benötigt. So kam es dann kurze Zeit später, als Mind erneut einen Snooker legte und kurz darauf die letzte Rote auch lochen konnte. In einem hoffnungslosen Kampf bemühte sich Bai Yulu noch darum, Mind Panchaya Foulpunkte im Spiel auf Gelb abzuringen. Sie bekam sechs, aber das waren bei weitem nicht genug. Am Ende gelang Panchaya Channoi der Überraschungssieg mit dem niemand, pardon, fast niemand gerechnet hatte.</p>
<blockquote class="bluesky-embed" data-bluesky-uri="at://did:plc:6vxokyzljkayifk3kzoxhfny/app.bsky.feed.post/3mlymmuibos2c" data-bluesky-cid="bafyreiddesyxxbravv22lmxsgd7g65oacugr2mo6rucbfi5hbtrhdjzw6a" data-bluesky-embed-color-mode="system">
<p lang="de">Okay, I go for Mind Panchaya! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f601.png" alt="😁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br />
<a rel="tag" class="hashtag u-tag u-category" href="https://snookerpro.de/thema/snooker/">#Snooker</a> <a rel="tag" class="hashtag u-tag u-category" href="https://snookerpro.de/thema/womenssnooker/">#WomensSnooker</a></p>
<p><a href="https://bsky.app/profile/did:plc:6vxokyzljkayifk3kzoxhfny/post/3mlymmuibos2c?ref_src=embed">[image or embed]</a></p>
<p>— Lula Witzescher (<a href="https://bsky.app/profile/did:plc:6vxokyzljkayifk3kzoxhfny?ref_src=embed">@lulawitzescher.eurosky.social</a>) <a href="https://bsky.app/profile/did:plc:6vxokyzljkayifk3kzoxhfny/post/3mlymmuibos2c?ref_src=embed">16. Mai 2026 um 21:50</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://embed.bsky.app/static/embed.js" charset="utf-8"></script></p>
<h2>Folgen noch mehr Überraschungen?</h2>
<p>Die beiden verbleibenden Partien des Viertelfinals haben gerade erst begonnen. Können wir eine weitere Überraschung sehen? In beiden Matches ging der erste Frame an die Außenseiterin, aber beide Favoritinnen konnten dann direkt ausgleichen. Ng On Yee gegen Liu Ziling gibt es <a href="https://www.youtube.com/watch?v=l2JHzana3sk">hier live zu sehen</a>, Reanne Evans&#8216; Match gegen Narantuya Bayarsaikhan <a href="https://www.youtube.com/watch?v=yjGsckPd1mQ">wird hier gestreamt</a>.</p>
<p><em>Update:</em> Weder Liu Ziling noch Narantuya Bayarsaikhan gelingt eine Überraschung wie zuvor Panchaya Channoi. Bis zum 2–2 steht es in beiden Matches ausgeglichen, dann ziehen die Favoritinnen davon.</p>
<p>Im morgigen Halbfinale treffen damit Mink Nutcharut und Mind Panchaya (06:00 CEST) sowie Ng On Yee und Reanne Evans (11:00 CEST) aufeinander.</p>
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		<title>Gruppenphase der Frauen-WM ohne Überraschungen</title>
		<link>https://snookerpro.de/artikel/gruppenphase-der-frauen-wm-ohne-ueberraschungen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Lula Witzescher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2026 14:05:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Frauensnooker]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Gruppenphase der Frauen-WM ist ohne große Überraschungen zu Ende gegangen. Morgen startet die KO-Phase mit der Runde der letzten 32. Die Gruppensiegerinnen haben sich fast alle ohne Matchverlust durchgesetzt. Darunter sind die gut bekannten Favoritinnen Bai Yulu, Reanne Evans, Mink Nutcharut, Ng On Yee und Tessa Davidson. Auch die junge Fraktion mit Jel Narucha, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gruppenphase der Frauen-WM ist ohne große Überraschungen zu Ende gegangen. Morgen startet die KO-Phase mit der Runde der letzten 32.<span id="more-6627"></span></p>
<p>Die Gruppensiegerinnen haben sich fast alle ohne Matchverlust durchgesetzt. Darunter sind die gut bekannten Favoritinnen Bai Yulu, Reanne Evans, Mink Nutcharut, Ng On Yee und Tessa Davidson. Auch die junge Fraktion mit Jel Narucha, Panchaya Channoi (18 Jahre), Phakwalan Kongkaew (15 Jahre), Liu Ziling (17 Jahre) gab kein Match ab. Liu Ziling verwies mit ihrem Sieg über Bex Kenna diese auf den zweiten Tabellenplatz.</p>
<p>Schon länger dabei sind So Man Yan, Deng Xinshun, Cheung Yee Ting, Fong Mei Mei und Narantuya Bayarsaikhan. Sie haben schon öfter die KO-Runde einer WM erreicht, waren aber am Ende nicht so erfolgreich. Doch auch sie gehen mit weißer Weste in die Endrunde. Deng Xinshun und Narantuya Bayarsaikhan haben in den letzten beiden Jahren bei der WM jeweils die Runde der letzten 16 erreicht. In ihrer Gruppe gewann Deng gegen die starke Anupama Ramachandran, die damit nur Gruppenzweite wurde. Baipat Siripaporn und Yao Yaqi gaben jeweils ein Match ab. Letztere ist zum ersten Mal bei einem World Women&#8217;s Event dabei und ist damit ein Überraschungspaket.</p>
<h2>Die erste Hauptrunde</h2>
<p>Gerade wurde <a href="https://snookerscores.net/tournament-manager/2026-world-womens-snooker-championship/knockout" target="_blank" rel="noopener">der Spielplan</a> veröffentlicht und ich habe schon mal reingelinst. Es geht wie immer um 3:30 Uhr los, die zweite Hälfte der Spiele startet um 6:30 Uhr.</p>
<p>Yao Yaqi trifft in Runde 1 auf Deng Xinshun. Baipat trifft auf He Danni, die zum Stolperstein werden könnte. Immerhin hat sie die amtierende Weltmeisterin Bai Yulu im Gruppenmatch ordentlich unter Druck gesetzt. Etwas schade finde ich es, dass Rebecca Kenna auf Tessa Davidson trifft, aber spannend könnte es trotzdem werden. Und die Partie So Man Yan gegen Jessica Woods könnte ganz interessant werden. Ansonsten würde ich hier noch keine Favoritin straucheln sehen. <a href="https://event-prediction.com/registration.asp?comp=1010" target="_blank" rel="noopener">Hier könnt ihr übrigens auch Prognosen abgeben</a>!</p>
<p>Die Gewinnerinnen dieser Runde sind die ersten, die ein Preisgeld bekommen. Alle anderen 62 Spielerinnen müssen den Trip komplett aus eigener Tasche bezahlen.</p>
<h2>Ein PS vom Kollegen</h2>
<p>Kollege Sascha wollte gerne seine Abbitte in diesem Artikel haben.</p>
<blockquote class="bluesky-embed" data-bluesky-uri="at://did:plc:tx2nlwcm4t62t4v3i5lur4ye/app.bsky.feed.post/3mlsmejd5ms22" data-bluesky-cid="bafyreib5uxahq73phhy5o4glv43gyuvvd7q6lpqdwxe6fga44ww7faozc4" data-bluesky-embed-color-mode="system">
<p lang="de">ich muss Abbitte leisten: 1) Adiyadolgor Chimedvaam hat ihr erstes match nach diesem Artikel gewonnen und 2) die Bildqualiutät hat jetzt einen sehr guten Standard und es macht Spaß zu guggen! <a rel="tag" class="hashtag u-tag u-category" href="https://snookerpro.de/thema/147sf/">#147sf</a> <a rel="tag" class="hashtag u-tag u-category" href="https://snookerpro.de/thema/snooker/">#snooker</a> <a rel="tag" class="hashtag u-tag u-category" href="https://snookerpro.de/thema/womenssnooker/">#WomensSnooker</a></p>
<p><a href="https://bsky.app/profile/did:plc:tx2nlwcm4t62t4v3i5lur4ye/post/3mlsmejd5ms22?ref_src=embed">[image or embed]</a></p>
<p>— Bert van Burgh (<a href="https://bsky.app/profile/did:plc:tx2nlwcm4t62t4v3i5lur4ye?ref_src=embed">@bertvanburgh.bsky.social</a>) <a href="https://bsky.app/profile/did:plc:tx2nlwcm4t62t4v3i5lur4ye/post/3mlsmejd5ms22?ref_src=embed">14. Mai 2026 um 12:31</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://embed.bsky.app/static/embed.js" charset="utf-8"></script></p>
<h2>Die Ahnungslosen, die Lernenden und die Begeisterten</h2>
<p>Viele Leuten gucken jetzt zum ersten Mal Frauen-Snooker. Und dabei tauchen wie immer (alle Jahre wieder) <a href="https://snookerpro.de/artikel/warum-gibt-es-keine-frauen-im-snooker/" target="_blank" rel="noopener">dieselben Fragen und Bemerkungen</a> auf. Auch wenn das Niveau langsam steigt, ist es immer noch kein Vergleich zur Main Tour und wird es nie werden. Auch wenn die Menschen vor Ort sich wirklich alle Mühe geben mit einer tollen Eröffnungsveranstaltung, mit dem Austragungsort und Publikum vor Ort dürfen wir nicht vergessen, dass die Frauen-WM immer noch ein Amateur-Event ist. Es gibt keine Fernsehbilder. Das gesamte Preisgeld (inklusive höchstem Break und den Seniors- und U21-Events) beträgt £42.000, weniger als EIN Verlierer des Viertelfinales bei der Main-Tour-WM bekommt.</p>
<p>Der Amateurstatus schlägt sich natürlich auch im Niveau nieder. Die Frauentour soll allen Spielerinnen weltweit die Möglichkeit zur Entwicklung geben. Und das bedeutet, dass manche Teilnehmerinnen wirklich (noch) nicht richtig gut spielen können. Manche Best-of-5-Spiele dauern Stunden, selbst wenn sie 3–0 ausgehen. Heute morgen habe ich mir unter anderem <a href="https://www.youtube.com/live/r9q0iQqOD2g?si=xM7BykdBttqWF_WY&amp;t=15285" target="_blank" rel="noopener">Chen Wan Hei gegen Xing Kaijie</a> angesehen. War es ein gutes Match? Nein. Es waren im Großen und Ganzen anderthalb Stunden ziemliches Rumgegurke mit Phasen, wo die Breaks ausschließlich aus einem Punkt bestanden. Und doch habe ich es gerne geguckt! Denn ich weiß, wie schwer es ist, zwei Bälle hintereinander zu lochen. Mein höchstes Break waren bisher eine Rote und eine Schwarze und da waren die beiden heute am Tisch immer noch um Welten besser.</p>
<p>Immer wieder wird gefragt und bemäkelt, dass nicht mehr von den Frauenturnieren zu sehen ist. Dass die Frauen-WM nicht im Fernsehen übertragen wird. Aber jetzt seid mal ehrlich: Wie würden diese Spiele von der Öffentlichkeit aufgenommen werden? Lest einfach mal die Kommentare unter den Streams, dann bekommt ihr eine Ahnung. Ich finde, so wie World Women&#8217;s Snooker es macht, ist es goldrichtig: Zeigt die Spiele der Top-Spielerinnen. Da ist der Unterschied nicht mehr so riesengroß. Das konnte ich heute live überprüfen – mit den parallel laufenden Spielen der Q School. Die läuft übrigens auch nicht im Fernsehen.</p>
<p>World Snooker Tours hat heute einen kleinen Zusammenschnitt aus Chen Wan Heis Match gegen Panchaya Channoi gepostet. Ausnahmsweise <a href="https://twitter.com/WeAreWST/status/2055206604841062659?s=20" target="_blank" rel="noopener">verlinken wir dahin</a>, nur damit ihr auch ein paar schöne Bälle von ihr gesehen habt.</p>
<h2>Wie geht es weiter bei der Frauen-WM?</h2>
<p>Morgen werden die Last 32 (Best of 5) und das Achtelfinale gespielt, am Sonntag die Viertelfinale (beide Best of 7). Die Halbfinale am Montag sind Best of 9 und das Finale am Dienstag Best of 11. Alle Ansetzungen und Ergebnisse findet ihr <a href="https://snookerpro.de/turniere/world-womens-championship-2026/" target="_blank" rel="noopener">auf unserer Turnierseite</a>. Zwei Tische werden auf <a href="https://www.youtube.com/wpbsa">WPBSA YouTube</a> gestreamt.</p>
<p>Mein Artikel <a href="https://snookerpro.de/artikel/warum-gibt-es-keine-frauen-im-snooker/" target="_blank" rel="noopener">Warum gibt es keine Frauen im Snooker?</a> beantwortet alle Fragen, die üblicherweise um diese Zeit auftauchen. Guckt einfach mal rein.</p>
<div id="attachment_6629" style="width: 1034px" class="wp-caption alignleft"><img aria-describedby="caption-attachment-6629" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-6629 size-full" src="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Phakwalan-Kongkaew-2026.jpg" alt="Phakwalan Kongkaew guckt bei der Frauen-WM 2026 auf den Tisch und kreidet dabei ihr Queue." width="1024" height="571" srcset="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Phakwalan-Kongkaew-2026.jpg 1024w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Phakwalan-Kongkaew-2026-700x390.jpg 700w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Phakwalan-Kongkaew-2026-768x428.jpg 768w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Phakwalan-Kongkaew-2026-651x363.jpg 651w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-6629" class="wp-caption-text">Phakwalan Kongkaew kreidet ihr Queue. © WWS/Matt Huart</p></div>
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		<title>Matchqualität hoch, Internetqualität niedrig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 21:17:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Frauensnooker]]></category>
		<category><![CDATA[Snooker]]></category>
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					<description><![CDATA[Da sitze ich nun, schalte gegen 8 Uhr deutscher Zeit das Endgerät ein und denke ich kann neben der Arbeit ein klein wenig auf die Weltmeisterschaft der TOP-Frauen im Snooker schauen. Immerhin spielt heute auch meine persönliche Favoritin Mink Nutcharut auf dem TV-Table. Tja und dann … Ich weiß nicht, welche Qualität das chinesische Publikum [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Da sitze ich nun, schalte gegen 8 Uhr deutscher Zeit das Endgerät ein und denke ich kann neben der Arbeit ein klein wenig auf die Weltmeisterschaft der TOP-Frauen im Snooker schauen.<span id="more-6622"></span></p>
<p>Immerhin spielt heute auch meine persönliche Favoritin Mink Nutcharut auf dem TV-Table. Tja und dann …</p>
<p>Ich weiß nicht, welche Qualität das chinesische Publikum sehen kann. Aber der Youtube-Stream ist durchweg problematisch. Tisch 1 ist generell etwas besser herausgeputzt als Tisch 2, beide Streams leiden aber darunter, dass sie nicht flüssig sind und immer wieder ruckeln. Das Signal aus China wird wohl zu Fuß nach Europa getragen.</p>
<p>Vor 15 Jahren, zugegeben, wäre ich froh gewesen, wenigstens so schauen zu können als gar nicht. Anno 2026 und verwöhnt von der Main Tour, die selbst in den Qualifikationsrunden besseres Bild zeigt als heute beim ersten Tag der Frauen-WM, ist das sehr schade.</p>
<p>Das Bild wackelt wie in einem alten Stummfilm, der Stream setzt teilweise längere Zeit aus.</p>
<div id="attachment_6621" style="width: 366px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-6621" decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-6621" src="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Screenshot_20260512_100116.png" alt="Screenshot aus dem öffentlichen youtube Chat. User &quot;Tufa_Neko&quot; schreibt &quot;The quality is extremely bad in both tables. Shaking camera, lagging video&quot;" width="356" height="66" /><p id="caption-attachment-6621" class="wp-caption-text">Unmut allüberall ob der schlechten Qualität.</p></div>
<h2>Thailand gegen Mongolei</h2>
<p>Wie dem auch sei, bei der Partie Mink Nutcharut (Thailand) gegen Adiyadolgor Chimedvaam (Mongolei) kann ich ein wenig genauer hinschauen. Müßig zu erwähnen, dass Mink klare Favoritin ist. Dazu kommt, dass die 46-jährige Mongolin ihr Auftaktmatch bereits mit 0–3 gegen Yingfeng Qin verloren hatte.</p>
<p>Warum? Das ist in der Partie deutlich zu sehen. Es ist keineswegs so, dass Mink fehlerfrei spielt. Aber die Kontrahentin, die nach diesem Turnier noch in der Seniorinnen-WM ab 17. Mai antreten wird, nutzt faktisch keine ihrer Gelegenheiten für brauchbare Breaks.</p>
<p>Kampfgeist hat sie allerdings. Im dritten Frame liegt Mink bereits Frameball vorne, hatte auch eine gute 61 gespielt, aber Adiyadolgor gibt – zu meiner Freude und zum Unmut des kommentierenden Publikums im Livestream – nicht auf. Am Ende trägt die Thailänderin trotz Foul auf Grün den verdienten Sieg davon.</p>
<p>(Randbemerkung: Ähnliches passiert im Match der Thailänderin Jel Narucha gegen die Mongolin Otgontuya Batnasan. Beim Stand von 65–2 bzw. 70–6. Auch hier am Ende erfolglos, auch hier wollte das streamschauende Publikum nicht einsehen, warum die hinten liegende Spielerin nochmal an den Tisch kommt.)</p>
<p>Morgen wird Adiyadolgor ihre zwei weiteren Gruppenspiele absolvieren. Mit dem weiteren Turnierverlauf dürfte sie wohl eher nichts zu tun haben. Das Mink-Fan-Herz freut sich unterdessen auf drei weitere Partien in den nächsten drei Tagen</p>
<p>Zwischenzeitlich sind die Bildaussetzer weniger geworden. Und der Ton ist besser als auf Tisch 1. Ich sehe jetzt etwas beiläufig wie bereits erwähnt die zweite Partie einer Thailänderin gegen eine Mongolin. Und auch hier ist die Spielerin aus dem tradionsreichen Land nördlich von China deutlich unterlegen, gibt aber nicht kampflos auf.</p>
<p>Generell, wenn ich mir die Scores so anschaue, die Mongolinnen haben keinen guten Stand an diesem Spieltag. Aber mein Interesse für dieses Land ist geweckt.</p>
<p>Bei der Partie Rebecca Kenna gegen Lin Zhenmiao ist in der Pause wohl eine Person gegen die Kamera gelaufen. Es ist nur ein Viertel des Tisches zu sehen. Aber eine kurze Nachricht an Mr. Multitasking Matt Huart von WWS und die kleine Panne ist wieder behoben.</p>
<div id="attachment_6620" style="width: 710px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-6620" decoding="async" loading="lazy" class="size-medium wp-image-6620" src="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Livescore-700x311.png" alt="Livescore der Frauen-Snooker-WM 2026, erster Spieltag. es sind 8 Partien angezeigt die zeitgleich laufen." width="700" height="311" srcset="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Livescore-700x311.png 700w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Livescore-1024x456.png 1024w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Livescore-768x342.png 768w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Livescore-651x290.png 651w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Livescore.png 1517w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /><p id="caption-attachment-6620" class="wp-caption-text">Unentbehrlich: Der Livescore bei snookerscores.net</p></div>
<h2>Ein netter Chat an Tisch 1</h2>
<p>Also schalte ich rüber auf Tisch 1, wo Tessa Davidson gegen Jia Xiaoxiao antritt. Und hier treffe ich im Chat auf Zuschauer*innen aus Oslo, Nordengland, und hui, sogar aus dem schönen Schwabenlande, aus dem ein aktiver Amateurspieler zuschaut. Wie schön. Wir wechseln ein paar Worte auf Deutsch. Der Zuschauer aus Oslo ist zufällig reingestoplert, er hatte zuletzt die Senioren-WM gesehen und sieht das erste Mal Frauensnooker. Seine Fragen kann ich dank der Infos, die ich bei SnookerPro finde, beantworten. Werbung für Frauensnooker, geht doch.</p>
<p>„Nebenher“ muss ich auch Lohnerwerb betreiben, sodass ich bei weitem nicht alles aus dieser Partie sehe. Aber eine schöne lange Rote, die „anderswo“ viel Applaus gegeben hätte.</p>
<p>Schön aber der Chat. Wir fachsimpeln darüber, wer wann was schon mal gesehen hat und wer welche Spieler*innen kennt. Natürlich kommt die Frage auf, wie es um den Frauensnooker im Allgemeinen steht. Das nicht repräsentative Ergebnis unseres Chats: Allgemein bekannt sind Reanne Evans, Mink Nutcharut und Ng On Yee.</p>
<h2>Und völlig unerwartet: Diana Schuler</h2>
<p>Als Tessa ihr Match schließlich 3–0 gewonnen hat, wird zu Diana Schuler auf Tisch 3 rübergeschaltet. Sie liegt 1–0 gegen die Chinesin Li Bihan vorn und es wird bei 53–48 um Pink gekämpft. Die Chinesin schafft es schließlich, die sechs Punkte zu holen. Weil Diana kurz danach den Spielball locht (und sich verständlicherweise an die Stirn fasst), steht es 1–1.</p>
<p>Dritter Frame: ein schönes flüssiges Break von 80 zum 1–2 für die Chinesin, die damit das bislang höchste Break des noch jungen Turniers spielt.</p>
<p>Im Match ist der Wendepunkt aus meiner Sicht so aus der Ferne eine verschossene lange Rote, die Diana ins Schleudern bringt. Bis dahin hatte sie minimale Vorteile im Frame, lag auch knapp vorne. Nach einigem Hin und Her spielt Li einen sehr guten Snooker, aus dem die Saarländerin trotz verschiedener Varianten, die sie anwendet, nicht mehr rauskommt. Nach acht Foul und Miss und schlussendlich Free Ball gibt der Referee kein Miss mehr. Zuvor hatte Diana darauf hingewiesen, dass hier nicht die Maßstäbe der Main Tour angewandt werden sollten (sie hatte sich anders ausgedrückt, wie laut und deutlich zu hören war). Frame und Match sind schließlich verloren. Leider.</p>
<p>Li Bihan wird übrigens nach dem Turnier noch in der U21-Ausgabe der Weltmeisterschaft antreten.</p>
<h2>Schlussgedanken</h2>
<p>Mich haben die Spiele zum Auftakt der WM begeistert und ich freue mich auf den Rest des Turniers. Allerdings hoffe ich, dass die Internetprobleme vor Ort vom World Women&#8217;s Snooker Team gelöst werden können, damit die Streamqualität dem Event angemessen wird. Wir Fans des Frauensnooker sind ja vieles gewohnt. WMs in dusteren Snookerclubs, gar keine Live-Bilder &#8230;</p>
<p>Und wir wissen, dass das Team im Hintergrund unermüdlich arbeitet und mit einem sehr viel kleineren Budget als die Profis auskommen muss. Aber es wäre auch wünschenswert, wenn neue Fans sehen könnten, dass die Frauen eine genauso professionelle Präsentation bekommen wie die Aktiven auf der Main Tour.</p>
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		<title>Weltmeisterschaft der Frauen 2026 in Dongguan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lula Witzescher]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 16:43:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Frauensnooker]]></category>
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					<description><![CDATA[Morgen geht&#8217;s los: Die Weltmeisterschaft der Frauen, die World Women&#8217;s Championship in China. 78 Spielerinnen treten in 16 Gruppen an, bevor jeweils die zwei besten in die KO-Runde einziehen. Nach den zwei anderen Weltmeisterschaften, die Schlag auf Schlag im Crucible Theatre in Sheffield ausgetragen wurden, spielen ab morgen auch die Frauen der World Women&#8217;s Snooker [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen geht&#8217;s los: Die Weltmeisterschaft der Frauen, die World Women&#8217;s Championship in China. 78 Spielerinnen treten in 16 Gruppen an, bevor jeweils die zwei besten in die KO-Runde einziehen.<span id="more-6610"></span></p>
<p>Nach den zwei anderen Weltmeisterschaften, die Schlag auf Schlag im Crucible Theatre in Sheffield ausgetragen wurden, spielen ab morgen auch die Frauen der World Women&#8217;s Snooker Tour ihren Titel aus. Wie immer gibt es neben dem Hauptwettbewerb auch das Seniors-Turnier und das Turnier der U-21.</p>
<p>Bai Yulu hatte 2025 ihren Titel verteidigt und tritt nun wieder mit demselben Ziel an. Neben ihr sind sind (bis auf Ploychompoo Laokiatphong und Amee Kamani) die Top 16 der <a href="https://www.womenssnooker.com/rankings/world-rankings/" target="_blank" rel="noopener">Weltrangliste</a> gemeldet.</p>
<h2>Weltmeisterschaft der Frauen oder asiatische Meisterschaften?</h2>
<p>Die Rekordzahl an Teilnehmerinnen von 2025 wurde in diesem Jahr erneut überboten. China stellt mit 38 Spielerinnen die größte Gruppe im Feld gefolgt von Hong Kong (16), Thailand (5), Mongolei (8), Australien, Indien und Singapur (je 2). Diana Schuler, Ella O&#8217;Connor, Reanne Evans, Rebecca Kenna, Tessa Davidson sind die einzigen Spielerinnen aus Europa.<img decoding="async" loading="lazy" class="alignleft wp-image-6611 size-full" src="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Nationen-Frauen-bis-2026.jpg" alt="Weltmeisterschaft Frauen Teilnehmerinnen von 2021-2026: Seit 2023 ist der Anteil der Europäerinnen rapide gefallen, während Asien/Ozeanien jetzt fast das gesamte Feld ausmacht." width="1325" height="617" srcset="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Nationen-Frauen-bis-2026.jpg 1325w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Nationen-Frauen-bis-2026-700x326.jpg 700w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Nationen-Frauen-bis-2026-1024x477.jpg 1024w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Nationen-Frauen-bis-2026-768x358.jpg 768w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/Nationen-Frauen-bis-2026-651x303.jpg 651w" sizes="(max-width: 1325px) 100vw, 1325px" /></p>
<p>2022 fand die WM das letzte Mal in England statt. Seitdem gab es eine Ausgabe in Bangkok und zwei in China. Dieses Jahr findet die Weltmeisterschaft zum dritten Mal in Folge in Dongguan statt. Während 2023 noch 14 Spielerinnen aus Europa nach Thailand aufgemacht haben, waren es in den letzten drei Jahren nur noch 4-6. Und der Anteil der Spielerinnen aus Asien &amp; Ozeanien ist von 16% auf knapp 94% gestiegen.</p>
<p>Warum das so ist und was das bedeutet <a href="https://snookerpro.de/artikel/world-womens-snooker-die-weltmeisterschaft-steht-an/" target="_blank" rel="noopener">habe ich letztes Jahr schon ausführlich beleuchtet</a>. Dort bin ich auch auf die Erwartungen eingegangen, was das Wachstum und die Perspektive der Frauen im Snooker betrifft. An meinen Erkenntnissen hat sich im Grunde genommen nicht viel geändert. Trotz gestiegener Preisgelder können es sich die meisten Frauen nicht leisten, auf die andere Seite des Erdballs zu reisen. Manche sind aus diesen Gründen komplett aus der World Women&#8217;s Tour ausgestiegen, andere versuchen, beim Heyball das nötige Geld zu machen, um auch beim Snooker dabei sein zu können. Wir finden hier also die umgekehrte Situation wie auf der Main Tour, wo die Aktiven aus Asien dauernd ins UK reisen müssen, um auf der Tour eine Chance zu haben.</p>
<p>Solange es in China eine so viel bessere Infrastruktur, Unterstützung und Wertschätzung für Frauensnooker gibt, wird sich diese Entwicklung fortsetzen. Auch WWS sollte sich überlegen, wie dort ein Bogen zu schlagen ist, bevor sie weitere Spielerinnen an andere Billarddisziplinen verloren haben.</p>
<h2>Jung und jünger</h2>
<p>Wie die Entwicklung in Asien voranschreitet, sehen wir besonders am Alter der Starterinnen. Mit Chen Wan Hei (9 Jahre), Wang Zihan und Lau Sum Yi (12 Jahre), Starry Chan (13 Jahre), Choi Yan Tung und Wang Ruotong (14 Jahre) sowie Phakwalan Kongkaew und Xing Kaijie (15 Jahre) sind in diesem Jahr noch einmal mehr sehr junge Spielerinnen dabei. Wir sind sehr gespannt, wer sich von ihnen etablieren kann und wen wir vielleicht auch auf anderen Turnieren der World Women&#8217;s Tour wiedersehen.</p>
<p>Die Einzige, die schon Erfahrung bei der Weltmeisterschaft mitbringt, ist Phakwalan Kongkaew. Sie nimmt seit 2023 an Turnieren teil und hat bei den diesjährigen Belgian Open im Hauptturnier das Viertelfinale erreicht.</p>
<h2>Wer spielt? Wo kann ich es sehen?</h2>
<p>Die Ansetzungen und Ergebnisse des Hauptturniers findet ihr <a href="https://snookerpro.de/turniere/world-womens-championship-2026/" target="_blank" rel="noopener">auf unserer Turnierseite</a>. Auf der <a href="https://www.snookerscores.net/events/2026-world-womens-snooker-championship" target="_blank" rel="noopener">offiziellen Ergebnisseite</a> könnt ihr auch die Ergebnisse der U-21 und der Seniors finden. Ebenso wie die höchsten Breaks. Außerdem seht ihr auf der Seite mit den Livescores, für welche Matches es einen Stream gibt. Zwei Tische werden während des gesamten Turniers auf <a href="https://www.youtube.com/wpbsa">WPBSA YouTube</a> zu sehen sein.</p>
<p>Mein Artikel <a href="https://snookerpro.de/artikel/warum-gibt-es-keine-frauen-im-snooker/" target="_blank" rel="noopener">Warum gibt es keine Frauen im Snooker?</a> beantwortet alle Fragen, die üblicherweise um diese Zeit auftauchen. Guckt einfach mal rein.</p>
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		<title>«Good to see you again!»</title>
		<link>https://snookerpro.de/artikel/good-to-see-you-again/</link>
					<comments>https://snookerpro.de/artikel/good-to-see-you-again/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ariane Tanner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 09:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Crucible]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Montag, den 4. Mai 2026 fiel im Crucible Theater der letzte Vorhang für die diesjährige Snooker-WM. Ariane Tanner blickt zurück auf die Stimmung in Sheffield und unterstreicht, dass der Entscheid, die WM im Crucible zu belassen, richtig ist. Zwei Mal schon hatte ich Tickets fürs German Masters gehabt; zwei Mal hatte ich sie verschenken/verfallen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montag, den 4. Mai 2026 fiel im Crucible Theater der letzte Vorhang für die diesjährige Snooker-WM. Ariane Tanner blickt zurück auf die Stimmung in Sheffield und unterstreicht, dass der Entscheid, die WM im Crucible zu belassen, richtig ist.<span id="more-6586"></span></p>
<p>Zwei Mal schon hatte ich Tickets fürs German Masters gehabt; zwei Mal hatte ich sie verschenken/verfallen lassen müssen. Im dritten Anlauf aber sollte es mit meinem allerersten Besuch eines Live-Snooker-Events der Profitour klappen, und das direkt an der World Championship in Sheffield! Wie gross ist die Aufregung, wenn man nach Sheffield an die Snooker-WM fährt? Nie gross genug!, wäre meine Antwort vor der Reise gewesen. Vor Ort wurde ich eines Besseren belehrt.</p>
<h2>The place to be</h2>
<p>Beworben wird die Krönung der Snooker-Saison mit den 16 Besten der Weltrangliste und 16 weiteren absoluten Top-Spielern. Letztere werden vorgängig in einer tagelangen, sich über mehrere Matches hinziehenden Vorausscheidung inklusive des berühmten «Judgement Day» ermittelt. Unermüdlich sind Eurosport und BBC im Vorfeld daran, die Spannung auf die zwei Wochen in Sheffield aufzubauen. Minutenlange Clips und Einspieler über diese Stadt und die voll mitgehende Zuschauermenge im Crucible, die genau weiss, wann sie mucksmäuschenstill sein muss oder in frenetische Standing Ovation ausbrechen darf, erwecken den Eindruck, dass es schlicht ‘the place to be’ ist, wenn man Snooker liebt. Und wer die Stimme des deutschen Moderators Rolf Kalb noch im Ohr hat, weiss, wie auch er jedes Jahr daran arbeitete, die Zuschauenden auf das Turnier der Turniere einzuschwören: Die Länge des Wettbewerbs, die heissbegehrte Trophy, die energieaufzehrenden Matches, die sich über mehrere Sessions hinziehen, bis es im Finale sogar um maximal 35 Frames geht. Jahr für Jahr wurden wir bildunterstützt an vergangene epische Frames zwischen ewigen Rivalen am grünen Tisch mit nervenzerfetzenden Dramen um verpasste Bälle oder doch noch auf die letzte Schwarze beendete Matches erinnert.</p>

<a href='https://snookerpro.de/artikel/good-to-see-you-again/attachment/20260425_174241_the-brassband/'><img width="180" height="120" src="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/20260425_174241_the.brassband-180x120.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" decoding="async" loading="lazy" /></a>
<a href='https://snookerpro.de/artikel/good-to-see-you-again/attachment/20260428_150151_stephen-hendry-fuesse/'><img width="180" height="120" src="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/20260428_150151_Stephen.Hendry.Fuesse-180x120.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" decoding="async" loading="lazy" /></a>
<a href='https://snookerpro.de/artikel/good-to-see-you-again/attachment/20260428_093259_kein-langes-anstehen/'><img width="180" height="120" src="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/20260428_093259_kein.langes.Anstehen-180x120.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" decoding="async" loading="lazy" /></a>

<h2>Which table?</h2>
<p>So kommt es, dass man diese ganze aufgekratzte Erwartungshaltung für eine ‘once-in-a-lifetime experience’ nach Sheffield mitnimmt. Vorausgesetzt natürlich, dass man es überhaupt geschafft hat, Tickets zu ergattern. Diese kauft man ja blind. Man weiss nicht genau, wer die 16 gesetzten Spieler sein werden, man weiss nicht, wer im ‘draw’ unten oder oben ist, man hat keine Ahnung, für welches Match man Karten hat. Irgendwann sah ich dann aber – auf <a href="https://snookerpro.de/turniere/weltmeisterschaft-2026/">snookerpro.de</a>, einer wirklich flott ubgedateten Seite –, wann welche Matches angesetzt sind. Dadurch entdeckte ich auch, dass es von der Auslosung her sogar möglich sein könnte, dass ich meinen absoluten Favoriten live zu sehen bekäme! Dieser enorme Schub an Vorfreude wurde im nächsten Moment durch eine weitere Einsicht getrübt. Was, wenn derjenige Spieler, den ich am liebsten sehen möchte, die erste Runde nicht übersteht, ich aber erst in Runde zwei vor Ort bin? Was, wenn er zwar die erste Runde überstanden hat, er aber auf ‘table 1’ spielt, ich aber bei ‘table 2’ mein Ticket gebucht habe? Muss ich riskieren, dass ich zwar stundenlang ‘in the same room’ wie mein Idol bin, aber auf der falschen Seite der Wand, er also ständig von einer gigantischen, schnöden Pressspanplatte mit Werbeaufschrift verdeckt ist?</p>
<h2>Chill, you are in Sheffield!</h2>
<p>Ich treffe also mit einem unvergleichlichen Mix aus haltloser Vorfreude, persönlichen Hoffnungen und vorgelagerten Sorgen an einem sonnigen Samstagnachmittag in Sheffield ein. Der Weg vom Bahnhof zum Hotel ist kurz und von Wimpeln mit ehemaligen Weltmeistern gesäumt. Plötzlich erblicke ich einen Bühnenaufbau und höre es, DAS Geräusch. Das unverkennbare Klack-Klack des angespielten Cueballs und zweier aufeinandertreffender Kugeln. Ich bin beim Public Viewing auf dem Square vor dem Crucible Theater angekommen. Es gibt eine locker gefüllte ‘pic-nic zone’ mit rot-weiss gestreiften Liegestühlen sowie Tischen und Bänken. Niemand hat einen Platz vorreserviert oder einen familiengrossen Proviantkorb dabei, um einen Tag dort zu verbringen. Die Menschen holen Getränke aus den umliegenden Pubs und wechseln sich auf den Stühlen ab, sitzen auch mal auf dem Kunstrasen. Nach der Session wird die Brassband von Sheffield in einem kleinen Pavillon an der Ecke die Anwesenden unterhalten. Es gibt keinen Kiosk hier, es gibt nur ein paar Personen in orangen Westen, die zwischendurch liegen gebliebene Becher zusammensammeln. Keiner will dir hier etwas verkaufen, alle sind willkommen.</p>
<p>Im gegenüberliegenden Winter Garden hat die BBC ihr Studio aufgebaut. Die Zuschauenden trennt von den journalistischen Profis sozusagen ein kleiner Zaun und eine Topfpflanze. Wenn die Frames lang sind, essen Stephen Hendry und seine Kolleg*innen am Tischchen etwas oder legen die Füsse (Stephen Hendry im Bild) ebendort ab. Alles ist so entspannt und unaufgeregt. Ich bin völlig verblüfft.</p>
<h2>&#8218;It is gonna be a surprise.&#8216;</h2>
<p>Mein erstes Ticket habe ich für die Sonntagmorgensession gebucht. Es gibt zwei parallele Matches, Mark Selby gegen Wu Yize und John Higgins gegen Ronnie O’Sullivan. Alles könnte perfekt sein, wenn ich jetzt noch wüsste, wen ich am nächsten Morgen auf &#8222;meinem Tisch&#8220; erwarten darf. Aber ich kann es fast nicht fassen, dass weder die WST-App noch die einschlägigen Websites eine Auskunft über die Zuteilung der Tische geben! Ich komme mit einer Irin ins Gespräch, die jedes Jahr die WM in Sheffield besucht. Jetzt sehe ich meine Chance gekommen, ich sitze an der Quelle, und die Frage aller Fragen würde sich in den nächsten Sekunden beantworten. Ich lege meine ganze Aufregung sowie Dringlichkeit in den Satz: Wie kann ich wissen, wer auf welchem Tisch spielt? Die Antwort der Crucible-Erfahrenen ist simpel: &#8218;It’s gonna be a surprise.&#8216; Von da weg wusste ich es definitiv: ‘Tune in’, alles entspannt, du bist in Sheffield. Und ich würde mich lächerlich machen, da nicht mitzuschwingen.</p>
<p>Rechtzeitig trifft am nächsten Morgen eine Erinnerung ans Ticket ein. Darin wird man sogar gebeten, nicht zu früh am Crucible einzutreffen. Es gibt auch keine Warteschlange und Null Gedränge. Die Sicherheitsleute, die einen Blick in die Tasche werfen, begrüssen dich mit «Hello, darling!» und erkennen dich am nächsten Tag wieder. Trinkflaschen müssen abgeben werden, aber drinnen gibt es gratis Wasser. Niemand ist hier in Eile. An meinem Platz in der ersten Reihe angekommen, lasse ich mir erklären, dass ich jetzt oben rechts auf dem Bildschirm sehen kann, wer gleich vor mir spielen wird. Ich bin ein absoluter Glückspilz. Meine kühnsten Snookerzuschauer*innenträume gehen in Erfüllung.</p>
<h2>&#8218;Sheffield is a chilled city.&#8216;</h2>
<p>Aber es hätte auch anders sein können und es wäre kein Anlass zu Betrübnis gewesen. Diese Haltung lernt man von dieser Stadt und den Besuchenden im Crucible. Es ist generell eine Freude, hier sein zu dürfen. Und es gab auch in diesem Jahr nebst Euphorie und Jubel reichlich Nervenverlust und Drama sowie <a href="https://snookerpro.de/artikel/mark-allen-und-wu-yize-stellen-einen-rekord-auf-und-schreiben-etwas-anders-geschichte/">den längsten und vertracktesten Frame</a>. Als ich am Abend meines ersten Crucible-Tages in einer Bar auf einen Drink gehe, bestätigt mich der Barkeeper: &#8218;Sheffield is a chilled city.&#8216; Im Januar 2026 wurde entschieden, dass dieser Ort noch mindestens bis zum Jahr 2045 die Snooker-WM austragen wird. Es soll im Crucible ein paar Änderungen backstage für die Spieler und eventuell mehr Sitzplätze geben, obschon noch nicht klar ist, wie das alles umgesetzt werden soll. Zu hoffen ist einfach, dass Sheffield und die Crucible-Verantwortlichen es schaffen, den aktuellen Spirit weiterzutragen: gechillt, nahbar, unaufgeregt. &#8218;Hello, darling, good to see you again!&#8216;</p>
<p>PS: Weil ich nun neu in Kontakt bin mit echten Snooker-Kenner*innen hinter snookerpro.de, habe ich auch sofort gelernt, wie ich die table 1 / table 2 &#8211; Frage locker im Vorfeld für mich selbst hätte beantworten können&#8230; :-)</p>
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		<title>Wu Yize ist der neue Weltmeister</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hjördis]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 08:49:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Snooker]]></category>
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					<description><![CDATA[Er hat es tatsächlich geschafft! Wu Yize behält die Nerven und gewinnt das Finale der Weltmeisterschaft 2026 gegen Shaun Murphy in einem hochspannenden Match am Finalabend. Er ist der neue Weltmeister, und der Zweitjüngste überhaupt. Die ersten Sessions Aber der Reihe nach. Während die erste Session am Sonntag ausgeglichen mit 4–4 beendet wurde, lag in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Er hat es tatsächlich geschafft! Wu Yize behält die Nerven und gewinnt das Finale der Weltmeisterschaft 2026 gegen Shaun Murphy in einem hochspannenden Match am Finalabend. Er ist der neue Weltmeister, und der Zweitjüngste überhaupt.<span id="more-6604"></span></p>
<h2>Die ersten Sessions</h2>
<p>Aber der Reihe nach.</p>
<p>Während die erste Session am Sonntag ausgeglichen mit 4–4 beendet wurde, lag in der zweiten Session schon deutlich mehr Spannung. Denn diese dominierte Wu Yize, der am Ende mit einer 10–7-Führung ins Bett gehen durfte.</p>
<p>Montagnachmittag dann kollektives Stirnrunzeln, zumindest der Wu Yize Fans. Was war da los? Offensichtlich hat sich Shaun Murphy vom Vorabend erholt und holt fünf Frames in Folge. Plötzlich stand es 12–10 für Murphy. Gerade noch rechtzeitig gelang es Wu Yize dann aber, den folgenden Frame zu gewinnen und so den Durchmarsch seines Gegners vorerst zu hemmen. Hat sich Murphy dadurch tatsächlich verunsichern lassen? Denn im 24. Frame verschoss er Rot, was aber beinahe noch einen Fluke verursacht hätte. Wu lochte dann eine starke Rote, was nach Ansicht der Box (Stephen Hendry) im Falle des Scheiterns sehr gefährlich war. Dennoch verstellte er sich irgendwann auf die Farben und brauchte mehrere Anläufe, um den Sack zuzumachen und den Ausgleich herbeizuführen. Im letzten Frame der Session wirkte Murphy irgendwie fahrig und Wu nutzte seine Chancen, um am Ende der Session mit 13–12 in Führung zu gehen.</p>
<h2>Hochspannung am Abend</h2>
<p>Die letzte Session begann schon einmal sehr sehenswert. Wu Yize machte recht kurzen Prozess, um den nächsten Frame einzutüten. Shaun Murphy ließ das aber nicht auf sich sitzen und holte die nächsten beiden Frames. Erneuter Ausgleich. Der letzte Frame vor dem letzten MSI war dann etwas zerfahrener, mit Fehlern auf beiden Seiten. Wu blieb ruhig und gewann. Mit 15–14 ging er in die Pause.</p>
<p>Was danach kam, war an Spannung kaum zu überbieten.</p>
<p>Im 30. Frame legte Wu Yize mit 70 Punkten vor, versemmelte dann aber irgendwas. Murphy kam an den Tisch und holte erstmal nur acht Punkte. Wu Yize lag mit 62 Punkten vorn, 67 waren noch möglich. Und das Schreckmoment geschah tatsächlich. Murphy stahl den Frame. 15–15. Beim nächsten Frame drohte etwas Ähnliches, aber den ließ sich Wu zum Glück nicht klauen. Dann Auftritt Murphy, der endlich mal wieder ein Century erspielte. Das (nur) dritte insgesamt in diesem Finale. Hatten wir auch schon mal anders&#8230;</p>
<p>Beim 33. Frame hatte ich persönlich den Wunsch, Wu möge doch endlich mal irgendwas tun. Klar war es überflüssig, weil er ja gar nicht an den Tisch durfte. Oh, doch. Bei 45 von Murphy erzielten Punkten. Es folgte ein gefühlt ewiges Hin und Her. Und hier spielte dann meiner Meinung das Publikum eine entscheidende Rolle. Denn das supportete Wu Yize und man konnte an seinem Gesicht ablesen, dass er sich über diese Anerkennung richtig freute und sie ihn motivierte. Was dann auch wirkt, es steht für ihn 17–16. Einer noch!</p>
<p>Der 34. Frame begann interessant. Während wir im SnookerPro-Chat über ein potenzielles Maximum scherzten, verschoss Wu Schwarz vom Spot. Wir haben es verkackt. Sorry! Murphy holt sich den Frame.</p>
<h3>Decider!</h3>
<p>Das vierte Mal in der WM-Geschichte und der erste seit 2002. Die Stimmung war entsprechend.<br />
Wu locht bis 33 und dann ist Pink im Weg. Glaube ich. Meine Notizen kann ich nicht mehr lesen. Aber egal, Wu rockt das Ding und holt sich Frame, Match und Titel!</p>
<p>Was danach kam, waren dann pure Emotionen. Zumindest bei den Eltern von Wu Yize. Die weinten vor Freude, was nach den ganzen <a href="https://www.bbc.com/sport/snooker/articles/cgrpwvlv149o">Strapazen</a>, die die Familie auf sich genommen hat, auch absolut nachvollziehbar war. Entsprechend kam von Wu Yize auch eine <a href="https://metro.co.uk/2026/05/04/wu-yize-sends-tear-jerking-message-parents-epic-world-championship-win-28235008/?fbclid=PAdGRleARmmbBleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZA8xMjQwMjQ1NzQyODc0MTQAAafps7hw6OzP40evOxYcwm2VwB2rkWDWd7e-p8Pi0bFMmWr0FPi6MBgHfw-Arg_aem_XJJvZGbRXTuarj9Z53GoGw">Liebeserklärung</a> an seine Eltern. Er selbst freute sich natürlich auch, wurde aber unnötigerweise erstmal in eine China-Flagge gehüllt.</p>
<p>Shaun Murphy auf der anderen Seite war natürlich nicht so begeistert. Zwar herzte er seinen Kontrahenten nach dem Sieg und fand auch lobende Worte. Aber sein Blick, als ihm der zweite Platz verliehen wurde, sprach Bände. Es ist ja auch ärgerlich, wieder ein WM-Finale zu verlieren. Shaun Murphy muss jetzt also weiterhin auf seinen zweiten WM-Titel warten. Und der Jungspund hat ihn zusätzlich auch noch vom zweiten Platz der jüngsten erstmaligen Weltmeister verdrängt. Unverschämt&#8230;</p>
<h3>Nachklapp</h3>
<p>Über das Finale schreiben natürlich jede Menge Leute. Ihr findet einen Teil bei uns verlinkt auf <a href="https://bsky.app/profile/snookerpro.bsky.social">BlueSky</a>. Sehr ans Herz legen möchte ich auch dieses Mal wieder DEN deutschen Snooker-Podcast <a href="https://meinsportpodcast.de/total-clearance/262681-wu-yize-neuer-snooker-weltmeister-nach-decider-krimi">Total Clearance</a>. Die Kolleg*innen leisten einfach großartige Arbeit und haben sogar noch mitten in der Nacht die letzte Folge aufgenommen. Hört rein und speichert euch die Seite ab!</p>
<p>Ich persönlich hatte dieses Jahr anfangs wenig Lust auf die Weltmeisterschaft. Insofern war ich froh, dass unser Team auf unterschiedlichste Weise alle Bereiche abgedeckt hat. Klickt euch gerne durch unsere Seite. Und mittlerweile dürfen wir Ariane als neuestes Mitglied bei uns begrüßen. Herzlich willkommen!</p>
<h2>Nach der WM ist vor der WM</h2>
<p>Wie jedes Jahr heißt es auch diesmal wieder: Nach der WM ist vor der WM.</p>
<p>Am Mittwoch (06.-10.05.) startet nämlich die Weltmeisterschaft der Senioren. Dort wird es einige Änderungen zu den bisherigen Jahren geben, die ich euch <a href="https://snookerpro.de/meldungen/aenderungen-bei-der-senioren-wm/">hier </a>zusammengefasst habe. Hinzu kommt, dass Mark Williams nicht dabei sein wird und durch Nigel Bond ersetzt wird. Auch werden keine Decider mehr gespielt. Stattdessen gibt es ein black ball shoot out. Infos zur Senioren-WM findet ihr <a href="https://snookerpro.de/turniere/world-seniors-championship-2026/">hier</a>. Wo es zu sehen sein wird, weiß ich noch nicht. Vermutlich auf Facebook.</p>
<p>Im Anschluss an die Senioren (12.-19.05.) werden auch die Frauen ihre <a href="https://snookerpro.de/turniere/world-womens-championship-2026/">Weltmeisterschaft</a> austragen. Auch hier habt ihr wahrscheinlich auf Facebook die besten Chancen, die Aktion live zu verfolgen. Als Teaser kann ich euch <a href="https://www.instagram.com/reel/DX6vvmkNpfp/?igsh=bTk5OHVlcGJmdDQx">das hier</a> noch anbieten.</p>
<p>Ab dem 13.05. beginnt dann auch die Q School. Es gibt also kaum Zeit zum Durchatmen. Wir halten euch auf dem Laufenden.</p>
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		<title>Saschas WM-Tagebuch, Teil 147 oder so</title>
		<link>https://snookerpro.de/artikel/saschas-wm-tagebuch-teil-147-oder-so/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 10:22:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Saschas WM-Tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Snooker]]></category>
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					<description><![CDATA[Halbfinale in Sheffield. Zeit, das Tagebuch langsam zum Abschluss zu bringen. &#8222;Mei Nerwwe&#8220; Donnerstag, 30. April Am Vormittag dank Snookerpause erneut etwas nachgeholt, was gestern aufgrund technischer Probleme liegen blieb. Unter anderem den letzten Tagebucheintrag fertig gestellt. Und entschieden, Halbfinale und Ganzfinale als eine, finale Tagebuchfolge zusammenzunehmen. Wenn Du, geneigter lesender Mensch, dieses, mein Schriftwerk [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Halbfinale in Sheffield. Zeit, das Tagebuch langsam zum Abschluss zu bringen. &#8222;Mei Nerwwe&#8220;</p>
<p><span id="more-6594"></span></p>
<h2>Donnerstag, 30. April</h2>
<p>Am Vormittag dank Snookerpause erneut etwas nachgeholt, was gestern aufgrund technischer Probleme liegen blieb. Unter anderem den letzten Tagebucheintrag fertig gestellt.</p>
<p>Und entschieden, Halbfinale und Ganzfinale als eine, finale Tagebuchfolge zusammenzunehmen. Wenn Du, geneigter lesender Mensch, dieses, mein Schriftwerk also nunmehr in digitalen Händen hältst, so ist die finale Finalsession noch nicht am Laufen, sofern Du dieses zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liest.</p>
<p>Die Nachmittagspartie John gegen Shaun ist für mich insofern interessant, als ich Shaun ja bald live sehen werde. Und schön wäre es natürlich, einen gut gelaunten, weil gut gespielt habenden Murph zu sehen. Wir werden sehen. Es wird mein erstes Mal sein und ich habe keine Ahnung, was mich erwartet.</p>
<p>Andererseits freut es mich auch für John, wenn er weiterkäme. Also bin ich Team Decider und dann egal, wer gewinnt. Wenn aber der Magier gegen den Zauberer spielt, warum klappern dann besonders in Frame fünf so viele Bälle? Sehr unmagisch.</p>
<p>Da lausche ich wenig später tatsächlich mal dem deutschen Kommentar, der uns von Familie Higgins erzählt. Die Tochter hat kürzlich den Führerschein gemacht, was das Familienleben erleichtert. Oh John I feel you very much. Mehr als ich hier im Blog schreiben kann (Töchterlein, falls Du das jemals liest: Ich hab Dich lieb :) )</p>
<p>Jedenfalls, dass der Schotte aus einem 1–3 Rückstand am Ende ein 4–4 macht, ist ebenso erfreulich wie typisch. Team Decider, wie erwähnt.</p>
<p>In der Pause zwischen den Sessions schaue ich mir den inzwischen historischen Spielplan an. Wie aus einer anderen Zeit. Ist es wirklich erst eine gute Woche her, dass ich Antoni Kowalski die Daumen gedrückt habe? War Matthew Stevens wirklich bei der WM dabei oder hab&#8216; ich das nur geträumt?</p>
<p>Der Abend mit Mark Allen und Wu Yize vergeht recht angenehm, was die Qualität von Wu&#8217;s Spiel betrifft. Allen allerdings macht mir weniger Freude. Und mir waren auch die Schafe nicht vergönnt, da ich nicht BBC schaue und die technischen Probleme „Nur“ auf D+ begutachten konnte. Aber wenigstens auf Englisch, so dass ich ohne die deutschen Synchron-Overdubs verstehe, was das Problem war.</p>
<h2>Freitag 1. Mai</h2>
<p>Alles neu macht der Mai. In diesem Falle funktioniert das Streaming im Wohnzimmer nicht mehr und am Laptop wird der externe Bildschirm nicht mehr erkannt. Ich kann also nur mit einem wackeligen Provisorium ab dem 5–5 einigermaßen schauen, nebenher immer noch nach Lösungen suchend. Ich hätte genauso gut zu den Schafen gehen können, die auf der anderen Seite der hiesigen Autobahn wohnen. Kurz war ich versucht es zu tun, um euch ein Foto davon zu zeigen. Aber ich werde mir den Gag für später aufheben, um euch hinterrücks damit zu tratzen :)</p>
<p>Ich nehme immerhin erfreut zur Kenntnis, dass es zum MSI 6–6 steht.</p>
<p>Aber was beklage ich mich. Die WM 2022 habe ich nur schauen können, weil ich kurzfristig in Reha war: Da gab es zwar kein Wlan, aber standardmäßig Eurosport. Zu Hause hatte damals die Technik überhaupt nicht funktioniert.</p>
<p>Nach dem MSI also weitere vier Frames, in denen erstmals der Schotte mit geduldigem, vorausschauend denkendem Spiel zwei Frames in Führung geht.</p>
<p>Andererseits habe ich Shaun Murphy nach einer brutalen langen Roten lächeln sehen? Mir gefällt angesichts etwas verknubbelter Farbbälle der Begriff „Farbbeton“, den Thomas Hein den Engländer anrühren lässt.</p>
<p>Was hängen bleibt? Am Ende steht es wieder unentschieden, und meine Hoffnung auf einen Decider besteht weiterhin.</p>
<p>Zwischen den Sessions hole ich mir einen Peter-Ebdon-Snack mit Brecelbeilage (Vegane Wurst, Salat und Pommes) auf dem Dorffest. Hätte ich geahnt, was kommen würde, ich wäre entspannter gewesen. So bin ich pissed, da ich als erster bestellt hatte, aber mein Essen erst als fünfter bekomme, mir ergo die Zeit davon läuft.</p>
<h2>Acht Rote und der Zauberer Wu (frei nach dem ähnlich lautenden Kinderbuch)</h2>
<p>Zeit war ein Thema, das zwischen Mark Allen und Wu Yize in ganz anderem <a href="https://snookerpro.de/artikel/mark-allen-und-wu-yize-stellen-einen-rekord-auf-und-schreiben-etwas-anders-geschichte/">Kontext</a> bereits vorkam.</p>
<p>Als das Publikum laut wird, fängt das Ganze auch mich an zu nerven. Marcel Eckardt wird deutlich, das Publikum nervig. Ich bin da auch ganz bei ihm, die Geräuschkulisse wird nicht benötigt. Auch als er recht eindeutig darauf hinweist, dass es jetzt mal weitergehen muss. In meiner Wahrnehmung hatte Mark wiederholt die sichtbare Chance, eine etwas abstehende Rote zu lösen und so zumindest eine kleine Entwicklung voranzutreiben. Statt dessen sorgt er immer wieder dafür, dass die jeweilige Rote wieder zurück in die Kuschelecke wandert.</p>
<p>Das nervt mich. Genauso wie mich seine Ablehnung eines Re-Racks nervt. Die Reaktion des Publikums ist irgendwie drollig. Aber auch nervig. Zunächst will Mark am Bild nichts ändern, und zumindest bei mir verspielt er etwas Sympathiepunkte. Ob er nach der erneuten Ermahnung Schwarz absichtlich locht oder nicht, ist eigentlich egal. Mark und Publikum gehen mir zu diesem Zeitpunkt auf den Senkel. Ich finde oft, dass Marcel Eckardt einen etwas kühlen, schroffen Eindruck macht, aber in dieser Situation war es genau der richtige Ton.</p>
<p>Dass Wu, der am heutigen Tag wenig von dem zeigt, was er gestern noch auspacken konnte, auf dem Weg ist, den Frame zu gewinnen, gönne ich ihm. Minimal versöhnt bin ich erst, als nach einer verschossenen Schwarzen, die Richtung Ecke wandert, auch Marcel Eckardt lacht. Dass Mark Allen schon zwei-und dreifach-Snooker braucht, den Frame dennoch nicht aufgibt und die Snooker sogar bekommt. Sein Nicht-Aufgeben wird durch entsprechende Bälle als korrekte Entscheidung untermauert. (Allein der Snooker hinter Schwarz, den Malin in ihrem Beitrag verlinkt hat, um nur ein Beispiel zu nennen.) Und Wu den Frame dennoch und zu Recht holt.</p>
<p>Es hat etwas mit mir gemacht, was da passiert ist. Vom Spielstand her kann ich zufrieden sein, es ist eng. Aber meine uneingeschränkt für Mark gedrückten Daumen sind nicht mehr ganz so uneingeschränkt. Mein Bild bezüglich Marcel Eckardt wandelt sich etwas.</p>
<p>Ich bin genervt vom Publikum. Ich glaube aber, selbiges war seinerseits genervt und brauchte ein Ventil. Hätte Mark darauf regieren sollen? Nicht weil er fürs Publikum spielt, sondern weil ihm und Yize hätte auffallen können, dass hier etwas Schräges passiert? Ich glaube nicht, dass sie mit dem aufgestellten Rekord glücklich sind.</p>
<p>Ich bin neugierig, wie es morgen mit der besonderen Situation zwei Frames hintendran zu sein, weitergeht.</p>
<p>Wie wundervoll „normal“ ist dann die Abendsession, die ich wegen vorausgegangenem Spaziergang und erneuten technischen Problemen verspätet sehe.</p>
<h2>Samstag, 2. Mai</h2>
<p>Ich war kritisch, was die heutige erste Session betrifft. Ein bisschen bin ich böse. Nicht auf die Spieler oder das Publikum, auch wenn das gestern so durchschimmerte. Das Match an sich, besonders die gestrige Session, macht mich fertig. Ich geb dem mal die Schuld, dass ich heute die Schwarze gefoult habe (aka frisch gewaschenen, nassen schwarzen Pulli fallen lasse und er wieder dreckig ist. Oder die weiße über die Bande gedonnert habe (mein schönes weißes Auto blieb am Pfostenvorsprung am Hoftor hängen).</p>
<p>Nein, ich bin natürlich selbst verantwortlich dafür. Emotional komme ich zum Midsession runter. Was Wu und Allen heute zeigen, ist so komplett anders als der gestrige Tag. Flüssig, schön, schnell.</p>
<p>Und ja, ich liebe Snooker wegen BEIDEM: Das eine tun, das andere nicht lassen, DESWEGEN schaue ich diesen Sport. Man weiß nie, was man bekommt, und beides kann ansehnlich und spannend sein. Und beide Spieler haben beides drauf.</p>
<p>Gleiches gilt für die finale Session von Higgins und Murphy. In meiner Wahrnehmung ein perfektes Halbfinale mit allem, was es braucht. Wundervoll anzuschauen. ABER (ich wäre nicht ich, wenn da nicht ein ABER wäre ;)) emotional ist das beinahe ein vorweggenommenes Finale für mich. Ich spüre, wie ich innerlich beginne mit dieser WM abzuschließen.</p>
<p>Ein typisches Phänomen. Fast jedes Jahr läuft es darauf hinaus. Morgen werden zwei Sessions gespielt, die entweder die Erkenntnis bringen, dass ein Spieler schon weit vorne liegt oder eben, dass es einigermaßen knapp bleibt. In letzterem Falle ist der Montag wieder ein interessanter Tag.</p>
<p>Ich werde dennoch alles schauen. Aber für dieses Tagebuch, das eine erstaunlich typische WM, wie ich sie seit einigen Jahren erlebe, beschreibt, heißt es Abschied nehmen. (Ok, die Katzen waren neu). Ich schreibe die letzten Zeilen, während es bei Wu Yize gegen „MacAllen“ auf die Entscheidung hinausläuft.</p>
<p>(gerade der zweite Re-Rack des Abends, ich muss doch mehr lachen als ich sollte. :))</p>
<h2>Und dann passiert doch noch etwas</h2>
<p>Ich habe erlebt, wie Umweltaktivisten auf den Tisch gestürmt sind und den Tisch orange eingefärbt haben, so dass das Match nicht fortgesetzt werden konnte.</p>
<p>Mir ist dummes Genöle von Ronnie-Fans, die ihrem Star damit eher geschadet als geholfen haben, nicht fremd.</p>
<p>Ich war dabei, als in Berlin ein Trump-Fan seinen Favoriten deutlich zu laut aufforderte und ihn sichtlich störte (der Typ saß direkt hinter mir und ich wäre am liebsten irgendwo im Keller des Tempodrom versunken).</p>
<p>Aber dass in so einer Situation jemand „Never forget the Epstein files“ reinruft… Was soll das ? Soll das irgendwas mit den Akteuren am Tisch zu tun haben?</p>
<p><strong>Ich bin SAUER.</strong></p>
<p>Niemand weiß, was passiert wäre, wenn der Störenfried nicht gewesen wäre. Hätte Wu auch verschossen oder nicht? Wäre der Frame anders verlaufen? Es ist eigentlich egal. Es wird immer ein Gschmäckle bleiben. Aber tatsächlich, so leid es mir für Mark Allen tut, bin ich froh, dass Wu Yize den Frame gewonnen hat. Für ihn, er hat es verdient. Für Mark, auf dessen Finaleinzug ein Schatten gelegen hätte, ohne dass er etwas dafür gekonnt hätte.</p>
<p>So hängt ihm vermutlich die verschossene Schwarze und der verfrühte Jubel eine Weile nach. Auch nicht besser, zugegeben.</p>
<p><strong>Sonntag, 3, Mai</strong></p>
<p>Ein Ehrenamt, das ich mit neu gewonnenem Elan wieder aufnehme, sorgt dafür, dass ich die erste Session nicht sehen werde. Komme ich klar damit.</p>
<p>Wir hatten zwei Halbfinals, die in Summe alles zeigten, was an Snooker toll und sehenswert ist (inklusive nervigem Publikum).</p>
<p>Die Entscheidung, das Tagebuch hier zu beenden, war ja schon früher gefallen.</p>
<p>Nach dem Reisebericht von <a href="https://snookerpro.de/artikel/der-sheffield-snooker-traum-ein-reisebericht/">Peter</a> und der schönen aktuellen Beschreibung von<a href="https://snookerpro.de/artikel/was-sie-ueber-robertson-co-vielleicht-noch-nicht-wussten/"> Ariane</a> hat sich mein Traumziel Sheffield (für mich wäre das ein enormer Kraftakt) tatsächlich ein wenig ausgeträumt. Nicht, dass ich es nicht irgendwann mal möchte, aber mein Fokus hat sich verschoben auf 1) noch einmal Berlin, und 2) eine Frauen–WM live zu sehen. Da ist immer noch viel zu wenig Fokus drauf, und das muss sich ändern. Und ich Eurosport-Konsument kratze viel zu sehr an der Oberfläche. Das muss sich auch ändern.</p>
<p>Zusammenfassend ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass ich in Montenegro Urlaub mache, bevor ich nach Sheffield fahre. Ich muss mal meine TimeLife-CD-Sammlung aus dem Keller holen…</p>
<h2>Epilog</h2>
<div id="attachment_6603" style="width: 710px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-6603" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-6603 size-medium" src="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/WM-Finale26-Murphy-Yize-e1777889778777-700x467.jpeg" alt="Shaun Murphy unscharf im Vordergrund am Tischrand. im Hintergrund Wu Yize, die Kamera fokussiert ihn." width="700" height="467" srcset="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/WM-Finale26-Murphy-Yize-e1777889778777-700x467.jpeg 700w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/WM-Finale26-Murphy-Yize-e1777889778777-180x120.jpeg 180w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/WM-Finale26-Murphy-Yize-e1777889778777-768x512.jpeg 768w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/WM-Finale26-Murphy-Yize-e1777889778777-651x434.jpeg 651w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/WM-Finale26-Murphy-Yize-e1777889778777.jpeg 1000w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /><p id="caption-attachment-6603" class="wp-caption-text">hat das Ziel klarer vor Augen: Wu Yize liegt nach dem ersten Finaltag 10-7 vorne. Quelle: Zheng Zhai</p></div>
<p>Natürlich bin ich mit Schreiben nicht so schnell, wie die WM-Finalisten beim Spielen. Und so bekomme ich zumindest die letzten beiden Frames der ersten Session des Finales mit. Und wieder: Es ist alles da, was Snooker so zu bieten hat: Beim Stand von 3–3 gelingt dem aus einem Rückstand kommenden Engländer eine 109 bis Pink, der damit das 1999. Crucible-Century schafft. Und im finalen aller Erstsessionframes des Turniers kommt es zum ausgedehnten Duell: Wu hatte mit der Bockhand eine lange Rote gespielt, die wegen Schwarz auf dem Spot schwer zu spielen war. Die anschließende Farbe verschießt er aber. Murphy ewas später ebenfalls mit einer starken Roten, auf die eine verschossene Grüne folgt, was zur Folge hat, dass er Snooker benötigt. Am Ende gewinnt der chinesische Jungstar, der, wie es im Kommentar heißt, „ans Ladegerät muss“. Ich übrigens auch…</p>
<p>Das Finale beginnt vielversprechend. Ich freue mich auf den Rest.</p>
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		<title>Wu Yize und Shaun Murphy stehen im Finale der Weltmeisterschaft</title>
		<link>https://snookerpro.de/artikel/wu-yize-und-shaun-murphy-stehen-im-finale-der-weltmeisterschaft/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Målin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 09:16:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Snooker]]></category>
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					<description><![CDATA[In zwei knappen Halbfinal-Spielen setzen sich Shaun Murphy und Wu Yize durch und erreichen das Finale der Weltmeisterschaft. Murphy bezwang Higgins mit 17–15, Wu setzte sich gegen Allen erst im Decider durch. Halbfinale 1: Shaun Murphy gegen John Higgins Im ersten Halbfinale trafen zwei absolute Halbfinalspezialisten aufeinander. Murphy spielte sein sechstes Halbfinale, vier der fünf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In zwei knappen Halbfinal-Spielen setzen sich Shaun Murphy und Wu Yize durch und erreichen das Finale der Weltmeisterschaft. Murphy bezwang Higgins mit 17–15, Wu setzte sich gegen Allen erst im Decider durch.<span id="more-6588"></span></p>
<h2>Halbfinale 1: Shaun Murphy gegen John Higgins</h2>
<p>Im ersten Halbfinale trafen zwei absolute Halbfinalspezialisten aufeinander. Murphy spielte sein sechstes Halbfinale, vier der fünf vorherigen hatte er erfolgreich bestritten. Für John Higgins war es sogar schon sein zwölftes Halbfinale, achtmal hatte er zuvor das Finale erreicht. Für beide jedoch gilt: Die jüngere Finalbilanz sieht nicht gut aus. Bei ihren letzten drei Finalteilnahmen verpassten die beiden Ex-Weltmeister den Titel. Dieses Jahr wollen sie es erneut versuchen.</p>
<p>Das Halbfinale war von Anfang bis Ende ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In den ersten beiden Sessions konnten beide noch nicht ganz ihr Niveau der Matches zuvor erreichen, sie teilten sich jeweils die acht Frames. In der ersten Session dominierte Murphy und Higgins konnte froh sein, nicht in Rückstand zu geraten. Doch in der zweiten war es dann genau andersrum. Vor der entscheidenden Session am Samstagnachmittag konnte sich Higgins einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Er ging mit 13–11 in die vierte Session.</p>
<p>Zwar dominierte Shaun Murphy mit hohen Breaks, aber John Higgins stand ihm um nicht viel nach und er verteidigte seine Führung bis zum 15–13. Dann drehte Murphy erneut den Turbo an und glich mit zwei schnell gewonnen Frames erneut aus. Der Druck auf John Higgins erhöhte sich, insbesondere nachdem Murphy erstmals wieder in Führung ging.</p>
<p>Im letzten Frame hatte Higgins die erste Chance, doch nach 50 Punkten verschoss er eine leichte Schwarze vom Spot. Murphy konnte diesen Fehler nicht prompt bestrafen, nach 35 Punkten verschoss er die letzte Rote mit dem Hilfsqueue, hatte jedoch Glück, dass sie sicher liegen blieb. Danach behielt Murphy die Oberhand im folgenden Safety-Duell und machte letztlich den Finaleinzug mit 17–15 perfekt.</p>
<div id="attachment_6591" style="width: 710px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-6591" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-6591 size-medium" src="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/WMHalbfinaleHigginsGraturliertMurphy-scaled-e1777795603698-700x467.jpg" alt="John Higgins und Shaun Murphy stehen hinter der Fußbande des Tisches im Crucible Theatre nach ihrem Halbfinale. Higgins schüttelt gratulierend die Hand und sagt etwas zu ihm. Im Hintergrund steht die Schiedsrichterin des Halbfinals Tatiana Woollaston." width="700" height="467" srcset="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/WMHalbfinaleHigginsGraturliertMurphy-scaled-e1777795603698-700x467.jpg 700w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/WMHalbfinaleHigginsGraturliertMurphy-scaled-e1777795603698-1024x683.jpg 1024w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/WMHalbfinaleHigginsGraturliertMurphy-scaled-e1777795603698-180x120.jpg 180w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/WMHalbfinaleHigginsGraturliertMurphy-scaled-e1777795603698-768x512.jpg 768w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/WMHalbfinaleHigginsGraturliertMurphy-scaled-e1777795603698-651x434.jpg 651w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/WMHalbfinaleHigginsGraturliertMurphy-scaled-e1777795603698.jpg 1280w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /><p id="caption-attachment-6591" class="wp-caption-text">Higgins gratuliert Murphy. © Zheng Zhai</p></div>
<h2>Halbfinale 2: Wu Yize gegen Mark Allen</h2>
<p>Das zweite Halbfinale hatte mehr Wendungen parat. Hier kämpften Mark Allen und Wu Yize um den Einzug in ihr erstes Weltmeisterschaftsfinale. Für Mark Allen war es das dritte WM-Halbfinale, für Wu Yize sein erstes. Der 23-Jährige konnte dieses Jahr erstmals ein Match im Crucible gewinnen und versucht es nun Luca Brecel von 2023 gleichzutun und dem ersten Sieg auch direkt den ersten Titel folgen zu lassen.</p>
<p>Die erste Session hatte Wu Yize dominiert und mit 6–2 gewonnen, in der zweiten Session schlug Mark Allen zurück. Ihr Schlusspunkt und <a href="https://snookerpro.de/artikel/mark-allen-und-wu-yize-stellen-einen-rekord-auf-und-schreiben-etwas-anders-geschichte/">Highlight (oder Schandfleck?) war der 100-Minuten Rekord-Frame</a>, den Wu Yize gewann und sich damit den Session-Whitewash ersparte. 7–7 stand es nach zwei Sessions und so ging es dann weiter. Mit 11–11 starteten sie in die entscheidende vierte Session.</p>
<p>In der Entscheidung am Samstagabend wechselten sich Allen und Wu mit Framegewinnen zunächst ab: Allen legte vor, Wu zog direkt nach. Der erste Frame war stark umkämpft und Allen konnte ihn am Ende stehlen, wozu er feiernd die Faust zur Hand ballte. Der Großteil der weiteren Frames wurde dann aus einer Chance gewonnen. Das Match war umkämpft, die Frames selbst weniger.</p>
<h2>Entscheidung erst im Decider</h2>
<p>Das änderte sich in Frame 31. Wu Yize verschoss im Break bei 58 Punkten und Mark Allen konnte den Frame drehen und sich eine Führung von zwei Frames erspielen. Nur noch einer fehlte ihm zum Finaleinzug. Trotz einer guten Chance verpasste er es im folgenden Frame. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=96l-e3Nvef0">In Frame 32</a> legte Wu Yize erneut vor und Allen bekam die Chance zum Steal, seine erste Chance konnte er nicht direkt nutzen. Mit einer starken Safety provozierte er jedoch einen Fehler von Wu Yize. Bei drei Roten und keinen verbleibenden Schwierigkeiten auf dem Tisch bekam Mark Allen eine goldene Chance. Er verschoss jedoch die letzte Rote. Aber auch Wu Yize patzte, indem er Pink verschoss, als er die Farben eigentlich nur noch abräumen brauchte. Wu verpasste eine lange Pinke erneut, Allen lochte danach eine ähnliche und erreichte sogar eine absolut perfekte Stellung auf Schwarz. Marcel Eckardt hob die Hand, damit das Publikum nicht zu früh zu Allens Sieg applaudierte. Doch Allen verschoss und ließ Schwarz in der Tasche liegen. Decider.</p>
<p>Im Decider bekam Mark Allen die erste Chance. Im Break bei 47 Punkten hatte er jedoch kein Glück beim Split der Roten und er musste eine Safety spielen. Die nächsten beiden Chancen bekam Wu Yize nach Safetyfehlern von Allen. Am Ende ging alles ganz schnell. Wu Yize behielt die Nerven und spielte aus seiner zweiten Chance eine 71 und gewann damit den Decider.</p>
<p>Eine bittere Niederlage für Mark Allen, der mehrere gute Chancen auf den Sieg im Halbfinale vergab. Darunter eine, die kaum zu verpassen schien. Trotz dessen zeigte er sich <a href="https://metro.co.uk/2026/05/03/mark-allen-makes-crucible-final-prediction-reacts-longest-frame-controversy-28214719/">als guter Verlierer, der für seinen Gegner ein paar nette Worte fand</a>.</p>
<div id="attachment_6590" style="width: 710px" class="wp-caption alignnone"><img aria-describedby="caption-attachment-6590" decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-6590 size-medium" src="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/AllenGratuliertWu-scaled-e1777795591994-700x467.jpg" alt="Ein Blick hinter die Kulissen des Crucible Theatres. Zwischen anderen Leuten, vermutlich WST-Mitarbeitende und Medienleute, gibt Mark Allen Wu Yize eine lockere Umarmung und richtet ein paar Worte an ihn." width="700" height="467" srcset="https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/AllenGratuliertWu-scaled-e1777795591994-700x467.jpg 700w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/AllenGratuliertWu-scaled-e1777795591994-1024x683.jpg 1024w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/AllenGratuliertWu-scaled-e1777795591994-180x120.jpg 180w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/AllenGratuliertWu-scaled-e1777795591994-768x512.jpg 768w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/AllenGratuliertWu-scaled-e1777795591994-651x434.jpg 651w, https://snookerpro.de/wp-content/uploads/2026/05/AllenGratuliertWu-scaled-e1777795591994.jpg 1280w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /><p id="caption-attachment-6590" class="wp-caption-text">Allen gratuliert Wu. © Zheng Zhai</p></div>
<h2>Finale: Shaun Murphy gegen Wu Yize</h2>
<p>Das Finale der Weltmeisterschaft wird damit zwischen Shaun Murphy und Wu Yize bestritten. Die erste Session startet heute um 14 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Murphy spielt um seinen zweiten Weltmeisterschaftstitel. Sein erster liegt bereits 21 Jahre zurück. Sein Finalgegner Wu Yize war damals erst anderthalb Jahre alt. Er spielt ab heute um seinen ersten Titel bei der Weltmeisterschaft, nachdem er in dieser Saison schon seinen ersten Ranglistentitel erreichte.</p>
<p>Wir hoffen darauf, dass das Finale ähnlich eng umkämpft und spannend wird wie schon die beiden Halbfinals. Und dass dabei noch genug Snooker für den Montagabend übrig bleibt, für diejenigen, die die dritte Session morgen verpassen müssen. Die Briten lassen <em>ihr</em> Finale ja traditionell an einem Montag enden, weil dieser dort ein Feiertag ist. Nicht ganz optimal für eine WELT-Meisterschaft. Also müssen Shaun Murphy und Wu Yize für uns mithelfen.</p>
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