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		<title>Der Arbeitskraftunternehmer (Textarbeit)</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 06:45:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Karbacher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Textzusammenfassung: Voß, Gerd Günter/Pongratz, Hans J. (1998): Der Arbeitskraftunternehmer: eine neue Form der Ware Arbeitskraft? In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 50. 131-158. Ausgehend von der Annahme, dass Arbeitskraft und Waren strukturell gleich sind und der Unterschied zwischen beiden &#8230; <a href="http://www.socioeconomics.info/blog/2012/04/der-arbeitskraftunternehmer-textarbeit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Textzusammenfassung: Voß, Gerd Günter/Pongratz, Hans J. (1998): Der Arbeitskraftunternehmer: eine neue Form der Ware Arbeitskraft? In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 50. 131-158.</p>
<p>Ausgehend von der Annahme, dass Arbeitskraft und Waren strukturell gleich sind und der Unterschied zwischen beiden darin liegt, dass Arbeitskraft fest zu einer Person gehört, während Waren beliebigen Personen zugeordnet werden können, entwickeln die Autoren ein theoretisches Konstrukt. Zur Darstellung soziologischer Zusammenhänge wird ein „Arbeitskraftunternehmer“ als „gesellschaftliche Form der Ware Arbeitskraft“ (S.139) herausgearbeitet, welcher als neuartige Entwicklung dem Modell des verberuflichten Arbeitnehmers gegenüber gestellt wird.</p>
<p>Dieses Modell entspringt der Beobachtung von gesellschaftlichen Veränderungen, die im Gegensatz zur „hochregulierten Arbeitsordnung der Nachkriegszeit“ (S.132) mit einer Deregulierung von Arbeits- und Sozialgesetzen einhergeht.</p>
<p>Kennzeichen des Arbeitskraftunternehmers sind die Selbstkontrolle, Selbstorganisation und Flexibilisierung was auch die Ausrichtung der Ware Arbeitskraft auf mögliche Einsatzszenarien miteinschließt. Daraus lässt sich schlußfolgern, dass der Arbeitskraftunternehmer also sein ganzes Leben, welches untrennbar mit der Ware Arbeitskraft verknüpft ist, darauf ausrichten muss, möglichst attraktiv für den Arbeitsmarkt zu sein.</p>
<p>Meiner Einschätzung nach ist der Arbeitskraftunternehmer eine realistische Idealform einer gewissen Anzahl zeitgenössischer und wohl zunehmend zukünftiger Arbeitnehmer. Die zunehmende Ausrichtung der Ware Arbeit am Arbeitsmarkt lässt sich beispielsweise an vielen Hochschulen ablesen, deren festgelegte Qualifikationsziele für Studiengänge den Anforderungen der Wirtschaft entsprechen sollen. Nicht vergessen werden darf dabei allerdings, dass wir in einer heterogenen Gesellschaft leben an deren unteren Rand eine erhebliche Anzahl an Menschen lebt, die nicht in der Lage ist, und wohl auch zukünftig nicht in der Lage sein wird, den Anforderungen, die an den Arbeitskraftunternehmer gestellt werden, erfüllen zu können. Die Einbeziehung dieser unteren Gesellschaftsschichten in das Modell des Arbeitskraftunternehmers sehe ich mit der Nennung des „Arbeitskraft-Kleingewerbetreibenden“ (S. 154) als zu wenig beachtet.</p>
<p>Es ist zu befürchten, dass formal unselbstständige Arbeiter in zwei Gruppen aufgeteilt werden könnten – auf der einen Seite flexible, selbstprogrammierte Alleskönner und auf der anderen Seite eine Unterschicht in Tätigkeiten mit geringen Anforderungen an das Bildungsniveau, die der Willkür deregulierter Arbeitgeber ausgesetzt ist.</p>
<p>Letztlich ist der Arbeitskraftunternehmer auch für diejenigen Menschen als ambivalent anzusehen, die tatsächlich in der Lage sind, die genannten Anforderungen zu erfüllen. Der soziale Druck nimmt zu. Sei es etwa der Zwang zu lebenslangem lernen oder der geographischen Flexibilität – alle Eigenschaften des Arbeitskraftunternehmers lassen sich, je nach Betrachtungsweise, als positive Auswirkung zu mehr persönlicher Freiheit und systemgestützter Weiterentwicklung, sowie als unfreiwillige, sanktionierte Zwangsanordnungen betrachten.</p>
<p>Insgesamt wird sich die angefangene Entwicklung weg vom typischen Beschäftigungsverhältnis, welches der verberuftlichte Arbeitnehmer wohl einst darstellte, ohnehin nicht völlig umkehren lassen. Die Abminderung sozial negativer Folgen durch die Politik wäre zu wünschen.</p>
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		<title>Generation und Gesellschaft (Textarbeit)</title>
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		<comments>http://www.socioeconomics.info/blog/2012/04/generation-und-gesellschaft-textarbeit/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 19:49:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Karbacher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mal wieder eine Textbearbeitung für den Kurs Sozialpsychologie und Sozialisationstheorie II. Dieses mal im Angebot: Ehmer, Josef (2004): Generationen in der historischen Forschung. In: Szydlik, Marc und Harald Künemund. Generationen: Multidisziplinäre Perspektiven. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Josef Ehmer zufolge &#8230; <a href="http://www.socioeconomics.info/blog/2012/04/generation-und-gesellschaft-textarbeit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal wieder eine Textbearbeitung für den Kurs Sozialpsychologie und Sozialisationstheorie II. Dieses mal im Angebot:</p>
<p><strong>Ehmer, Josef</strong> (2004): Generationen in der historischen Forschung. In: Szydlik, Marc und Harald Künemund. Generationen: Multidisziplinäre Perspektiven. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV</p>
<p>Josef Ehmer zufolge war die auf Martin Kohli zurückgehende Zuschreibung eines Spannungsverhältnisses von Kontinutität und Wandel sowohl auf die Konzeptionalisierungen von familialen-, als auch gesellschaftlichen Generationen (G.) in der historischen Wissenschaft nicht immer konsens (S.1). Bis in die 1970er Jahre stand insbesondere die Gesellschaft als Basis für G. im Fokus der historischen Betrachtung. Gesellschaft wurde als Gegenbegriff zur Familie verstanden, die aufgrund ihrer Überzeitlichkeit, Individualität und Verschiedenheit nicht als relevant für G. erachtet wurde (S.2). Die strikte Abgrenzung von Familie und Gesellschaft wurde ab 1970 aufgelockert, jedoch aufgrund der konzeptionellen und analytischen Vorteile nicht gänzlich aufgegeben (S.2). Einen Versuch zur besseren Strukturierung vorherrschender Ansichten stellt die Unterteilung in jeweils politische, ökonomische und kulturelle Generationenbegriffe dar, wodurch die Erkenntniserlangung über die Dimensionen gesellschaftlicher G., sowie über ihre Verbindungen zu familialen G. ermöglicht werden soll (S.3).<br />
Für das 18. Jahrhundert lassen sich sowohl gesellschaftliche, als auch familiale Generationenkonzepte ausmachen. So wurde Geschichte bereits als Abfolge gleichzeitig lebender Gruppen ausgemacht, worin sich, verbunden mit der Gleichsetzung von G. und der mittleren Lebenserwartung, ein biologisch/familialer Generationenbegriff ausmachen lässt (S.4). Geprägt von der Aufklärung, und ihrer Fokussierung auf Wissensüberlieferung und Fortschritt, lässt sich bereits die Erarbeitung eines gesellschaftlichen Generationenbegriffs für die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts ausmachen (S.5).<br />
Eine folgenreiche Bestimmung der G. als „analytisches Instrument“ und Denkform einer „intelectual history“ gelang Wilhelm Dilthey im 19. Jahrhundert, die in seiner genaueren Betrachtung der Jugend und noch wesentlicher auf geistigen Einstellungen als Abgrenzung zu Menschen anderer Jahrgänge liegt (S.7). Für das Ende des 19. Jahrhunderts sind insbesondere die Anfänge genealogischer Generationsbegriffe signifikant, die naturwissenschaftliche Erblichkeitsformeln und Geschichtstheorie miteinander verbinden und in den 1920er Jahren in der Zeugungsfolge als Alternativbegriff zur G. mündet (S.8). Den beiden Weltkriegen und damit zusammenhängenden gesellschatlichen Irritationen ist eine Fokussierung auf Politik und Kultur im Generationenbegriff des 20. Jahrhunderts geschuldet, was sich in zeitgenössischen Bezeichnungen wie „Kriegsjugendgeneration“, „Jahrhundertgeneration“ oder „Hitlerjugendgeneration“ nierderschlägt (S.9). Dies hat dazu geführt, dass die Jugend als prägende Phase für eine Generation hinterfragt wurde und die Möglichkeit der Prägung im höheren Alter verstärkt in betracht gezogen wurde (S. 10).<br />
Zurückgehend auf die Betrachtung familialer Generationen durch die historische Familienforschung, welche ihren Anfang in den 1960er Jahren im angelsächsischen Raum nahm, hat sich der Begriff Kohorte, auch als Gegenbegriff zur G. entwickelt (S.12). Kohorte meint dabei eher eine spezifische Altersgruppe, die durch gleiche historische Ereignisse geprägt ist, während G. für enge, insbesondere familiare Beziehungen stehe (S.12). Geburtenkontrollen und Generationenvertrag sind die aktuellsten Begriffe aus dem Feld der Generationsforschung.</p>
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		<title>Einführung in den Poststrukturalismus</title>
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		<comments>http://www.socioeconomics.info/blog/2012/04/einfuehrung-in-den-poststrukturalismus/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 10:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Karbacher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem mir die Auseinandersetzung mit dem Poststrukturalismus bereits empfohlen wurde, als ich mich dazu entschlossen habe, Soziologie als Schwerpunkt zu wählen, habe ich besonders aufmerksam die kürzlich veröffentlichte Folge des CRE (Podcast von Tim Pritlove) mit dem Thema Poststrukturalismus 2 &#8230; <a href="http://www.socioeconomics.info/blog/2012/04/einfuehrung-in-den-poststrukturalismus/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem mir die Auseinandersetzung mit dem Poststrukturalismus <a href="http://www.socioeconomics.info/blog/2011/12/schwerpunkt-im-studiengang-sozialoekonomie/" target="_blank">bereits empfohlen wurde</a>, als ich mich dazu entschlossen habe, Soziologie als Schwerpunkt zu wählen, habe ich besonders aufmerksam die kürzlich veröffentlichte Folge des CRE (Podcast von Tim Pritlove) mit dem Thema <a href="http://cre.fm/cre192" target="_blank">Poststrukturalismus 2</a> verfolgt, die eine Fortsetzung der Folge <a href="http://cre.fm/cre091" target="_blank">Poststrukturalismus 1</a> war.</p>
<p>Diese erste Folge (Poststrukturalismus1) möchte ich nachfolgend zusammenfassen. Natürlich erhebe ich keinen Anspruch darauf hier eine völlig richtige und umfassende Zusammenfassung zu geben, bzw. groß Ahnung von diesem Thema zu haben! Daher würde ich mich freuen, dass wenn einige Punkte der Zusammenfassung streitbar erscheinen, ihr mich auf diese Punkte hinzuweist.</p>
<p>Zur Einführung aber zunächst mal, was mein Lexikon zur Soziologie zu dem Thema zu sagen hat:</p>
<blockquote><p>Poststrukturalismus, auch: Neostrukturalismus, aus Frankreich stammende Denkrichtung (J. Lacan, J. Derrida, G. Deleuze, J.-F. Lyotard, J. Baudrillard), die kritisch an den linguistisch-ethnologischen Strukturalismus (F. de Saussure, C. Lévi-Strauss) anschließt, diesen jedoch weniger in methodischer Hinsicht weiterführt, als ihn aus einer philosophischen Richtung heraus radikalisiert. Insoweit der P. die Auffassung vertritt, dass die Bedeutung eines Zeichens ein Effekt der Ausdrucksseite desselben ist, knüpft er an gängige Arbeitshypothesen des Strukturalismus an, der sich gegen die metaphysische Tradition wendet, die lautlichen Zeichen seien eine Widerspiegelung psychischer und kognitiver Prozesse. Hingegen bestreitet der P. die Möglichkeit, die überindividuelle Struktur eines Kommunikationszusammenhanges als theoretisch überschaubares und abgeschlossenes System zu begreifen und damit beherrschen zu können. Darin drückt sich selbst im Strukturalismus noch das Streben abendländischer Theorie aus, Natur wissenschaftlich-theoretisch verfügbar zu machen. Der P. lehnt dieses Denken als ein Denken in Begriffen der Macht ab. Philosophische Bedeutung für soziologische Fragestellungen gewinnt der P. hinsichtlich der Frage nach der Repräsentation des Sozialen als Sinnzusammenhang insoweit, als er die klassische Idee eines sinnerzeugenden Zentrums (einer organisierenden Subjektivität) bestreitet. V.K.</p></blockquote>
<p>Quelle: <strong>Fuchs-Heinritz</strong>, T. / <strong>Klinke</strong>, D. / <strong>Lautmann</strong>, R. / <strong>Rammstedt</strong>, O. / <strong>Stäheli</strong>, U. / <strong>Weischer</strong>, C. / <strong>Wienold</strong>, H. (2011): <em>Lexikon zur Soziologie</em>, 5.A., Wiesbaden 2011.</p>
<p>Die Thematik Poststrukturalismus würde ich als starken Tobak und nicht ganz leicht zugänglich bezeichnen, die Definition aus dem Wörterbuch erschließt sich ohne Erklärung nicht. Der <a href="http://cre.fm/cre091" target="_blank">CRE9</a>1 hat dies in meinen Augen allerdings ganz gut aufgeschlüsselt:</p>
<p>Der Poststrukturalismus sei die Philosophie zur Postmoderne, was ja zunächst mal ein Epochenbegriff ist. Da stellt sich jedoch die Frage, wie sich diese Epoche definiert, wo sie änfängt und was sie ausmacht. Im Podcast werden einige schlüssige Beispiele aus Musik, Architektur und Mode genannt (z.B. New Wave, kantige moderne Architektur wird abgelöst durch &#8220;Zuckerbäckerarchitektur&#8221;, lockere Mode (z.B. Jeans) werden abgelöst durch formalisierte (leicht ironische) Anzüge), die  letztlich den Beginn der Postmoderne in Deutschland Mitte der 80er Jahre verorten.</p>
<p>Charakteristisch für die vorangegangene Epoche der Moderne seien das Momentum des Wandels, welches sich auch in neuen Kommunikationsformen und Technologie allgemein ausdrückt, welches allerdings nur ein Aspekt sei. Wichtiger ist das zugrundeliegende geistige Programm, nämlich die Aufklärung, die als Emanzipation des Menschen durch die von ihm geschaffenen Widrigkeiten erklärt wird.</p>
<p>Im Bereich der Philosophie lässt sich bis in die Moderne (nicht Postmoderne) hinein feststellen, dass über einen Zeitraum von 2500 Jahren grundlegende Fragen gleich geblieben sind und auch zeitgenössische Antworten nicht zwangläufig denen der antiken Philosophen überlegen sind. Es lässt sich also ein hohes Maß an Überzeitlichkeit der Philosophie ausmachen.</p>
<p>Immanuel Kant stellt in gewisser Hinsicht den Abschluss dieser Epoche dar. Seine entscheidenden Fragestellungen waren: &#8220;Was kann ich wissen?&#8221;, &#8220;Was darf ich tun?&#8221;, &#8220;Was kann ich hoffen?&#8221;, &#8220;Was bin ich?&#8221;. Elementar war dabei für ihn und die Epoche der Moderne, dass Gott als eine Möglichkeit und nicht mehr als Tatsache angesehen wurde. Kant begründet damit die Vernunftemanzipation &#8211; was vorher Gott war ist ab diesem Zeitpunkt die Vernunft.</p>
<p>In seiner Beschäftigung mit diesen Fragen und seiner Grundarbeit zur Vernunft hat er die Grundlagen gelegt um die Menschen zu einem Problem zu führen, die sich in Kritik an Kants Werk äußerte. In einem Satz formuliert lautet diese: &#8220;Die Vernunft ist sich selbst gegenüber nicht transparent&#8221;.</p>
<p>Wesentliches Element ist dabei, dass die Beschreibung der Vernunft von Kant in einer Sprache (der deutschen) geschrieben ist. Wie kann man mit Sprache eine Struktur erklären, die ihr übergeordnet ist? Handelt es sich dabei nicht um einen möglichen Methodenfehler?</p>
<p>Diese Kritik hat dazu geführt, dass seit dem alle philosophischen Probleme erstmal als Sprachprobleme betrachtet wurden.</p>
<p>Es werden drei Richtungen genannt, wie mit diesem Problem umgegangen wird.</p>
<p>1. Der pragmatisch philosophische / anglo-amerikanische Ansatz: &#8220;Where is the beef&#8221;. Kurz gesagt: Das Problem wird beiseite geschoben.</p>
<p>2. Die Hermeneutik: Wahrheit ist trotdem möglich. Nur weil es grundsätzliche Schwierigkeiten mit der übergeordneten Struktur gibt, bedeutet dies nicht, dass in Einzelfällen nicht doch Wahrheiten liegen können.</p>
<p>3. Poststrukturalismus: Es gibt keine absolute Wahrheit. Die Vernunft ist anzuzweifeln. Sinnzusammenhänge ergeben sich innerhalb von konstruierten Systemen, Wahrheiten gibt es nur im spezifischen Kontext.</p>
<p>Das Problem am Poststrukturalismus ist dabei insbesondere, dass es keine Ideale/Werte/Moral gibt. Er gibt keinen Hinweis darauf wo das Gute in der Welt ist.</p>
<p>Alle vorangegangenen Satzungen waren ein Kompromiss aus widerstreitenden Meinungen und ihnen lag als Kompromissgedanke das gesellschaftliches Ideal zugrunde, dass wir in der Vernunft alle gleich seien. Der Poststrukturalismus erkennt darin nur eine Fiktion.</p>
<p>Soweit meine Impressionen von der <a href="http://cre.fm/cre091" target="_blank">CRE Podcast Sendung &#8220;Poststrukturalismus 1&#8243;</a>.</p>
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		<title>Martin Kohli – Die Institutionalisierung des Lebenslaufs</title>
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		<comments>http://www.socioeconomics.info/blog/2012/04/martin-kohli-die-institutionalisierung-des-lebenslaufs/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 05:08:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Karbacher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialpsychologie und Sozialisationstheorie]]></category>
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		<description><![CDATA[Für den Kurs Sozialpsychologie und Sozialisationstheorie II hatten wir eine Textzusammenfassung über &#8220;Die Institutionalisierung des Lebenslaufs: Hitorische Befunde und theoretische Argumente.&#8221; aus Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 37, pp. 1-15 [1-29] anzufertigen. Dies ist meine: In seinem Artikel &#8220;Die &#8230; <a href="http://www.socioeconomics.info/blog/2012/04/martin-kohli-die-institutionalisierung-des-lebenslaufs/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für den Kurs Sozialpsychologie und Sozialisationstheorie II hatten wir eine Textzusammenfassung über &#8220;Die Institutionalisierung des Lebenslaufs: Hitorische Befunde und theoretische Argumente.&#8221; aus Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 37, pp. 1-15 [1-29] anzufertigen.</p>
<p>Dies ist meine:</p>
<p>In seinem Artikel &#8220;Die Institutionalisierung des Lebenslaufs&#8221; weist Martin Kohli nach, dass Lebenslauf und Lebensalter zu eigenständigen gesellschaftlichen Strukturdimensionen geworden sind, die ein Regelsystem darstellen, das einen zentralen Bereich des Lebens ordnet und damit ähnlich dem Geschlecht als soziale Institution konzeptionalisiert werden können.</p>
<p>Kohli stellt die Notwendigkeit seiner Arbeit dadurch heraus, indem er zeigt, dass Werke anderer Soziologen mit ähnlichen Themen, wie beispielsweise die &#8220;Soziologie der Altersschichtung&#8221; von Matilda W. Riley (u.a.) von 1972 aufgrund des begrenzten Potentials für die Analyse materieller Probleme spezifischer Gesellschaften, dem Verbleib auf einer formalen Ebene sowie durch die Verwendung eines funktionalistisch-rollentheoretischen Begriffssystems dem Anliegen Kohlis, der Sichtbarmachung, wodurch die Institutionalissierung von Lebensläufen notwendig wurde, nicht Rechnung trägt, sowie durch den Umstand, dass historische Ausprägungen und historische Veränderungn beliebige Beispiele für allgemeine formale Prozesse verbleiben.</p>
<p>Die Institutionalisierung von Lebensläufen skizziert Kohli anhand der Kategorien Verzeitlichung, Chronologisierung, Individualisierung, Dreiteilung und Sequenzierung, wobei Kohli klarstellt, dass eine umfassende und endgültige Untersuchung nicht möglich ist.</p>
<p>Die Verzeitlichung der Lebensläufe ergiebt sich nach Kohli aus längeren Lebensspannen und einer niedrigeren Kindersterblichkeit. Die Lebenserwartung steigt und das Risiko im frühen oder mittleren Erwachsenenalter zu sterben ist im zeitlichen Verlauf des zwanzigsten Jahrhunderts immer mehr zu vernachlässigen. Ein weiteres Phänomen, welches sich beim Blick auf Daten aus der historischen Demographie ausmachen lässt, ist, dass sich im zeitlichen Verlauf Altersabstände zwischen Ehepartnern extrem angenähert haben.</p>
<p>Im Bereich der Chronologisierung macht Kohli insbesondere rechtliche Regelungen für eine Institutionalisierung des Lebenslaufs verantwortlich. Historisch sei der Code Napoleon das erste normative System gewesen, welches eine Ordnung von Rechten und Pflichten, bemessen am Alter seiner Bürger, beinhaltet habe. Rechtliche Regelungen sind dabei nicht nur staatliche Gesetze, sondern auch Berechtigungssysteme, wie Eintrittskarten und Fahrpreise. Auch einheitliche Altersbestimmungen für den Beginn der Schulpflicht, der Erwerbstätigkeit und des Rentenalters scheinen ein wesentliches Element für die Institutionalisierung des Lebenslaufs zu sein. Die Einführung der Rente in Kombination mit höheren Lebenserwartungen hat dabei das Alter als zeitlichen Abschnitt nach dem Erwerbsleben erst möglich gemacht.</p>
<p>Die Individualisierung lässt sich insbesondere durch einen zeitlichen Vergleich von Autobiographien ausmachen. Während in vormordernen Lebensformen eine Fokussierung beispielsweise auf Bauernhöfe und Jahreszeiten entscheidend war, sind die Identitäten moderner Autobiographien mit der persönlichen Lebensplanung verknüpft. Das Leben wird als entworfenes Projekt begriffen.</p>
<p>Für Kohli ist die entscheidende Frage, wodurch die Verzeitlichung und Chronologisierung notwendig geworden ist, deren Beantwortung er anhand von vier gesellschaftlichen Problemlagen unterscheidet. Die ersten beiden sind Rationalisierung sowie Soziale Kontrolle. (bis S. 15).</p>
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		<title>NEU und GEIL: Politische Soziologie als Podcast</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 17:38:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Karbacher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Podcast: Politische Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Folge]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<description><![CDATA[Ab sofort gibt es einen neuen Expertenpodcast. Simon Nüsseler, Student der Politikwissenschaften an der Hochschule für Politik in München und Michael Karbacher, Student der Sozialökonomie mit Schwerpunkt Soziologie an der Universität Hamburg diskutieren Themen aus dem Bereich der politischen Soziologie. &#8230; <a href="http://www.socioeconomics.info/blog/2012/04/neu-und-geil-politische-soziologie-als-podcast/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab sofort gibt es einen neuen Expertenpodcast.</p>
<p><strong>Simon Nüsseler</strong>, Student der Politikwissenschaften an der Hochschule für Politik in München und<br />
<strong>Michael Karbacher</strong>, Student der Sozialökonomie mit Schwerpunkt Soziologie an der Universität Hamburg</p>
<p>diskutieren Themen aus dem Bereich der politischen Soziologie.</p>
<p>Unser erster Podcast behandelt die <strong>Piratenpartei</strong>.</p>
<p>Dieser Podcast ist auch ein Experiment. Ob es zukünftig weitere Folgen geben wird hängt auch davon ab, wie das Feedback auf die erste Folge ausfällt.<br />
Schreibt uns gerne Eure Meinung (egal ob als Kommentar hier im Blog, oder auf Twitter, Facebook, per E-Mail, telefonisch, etc.)!</p>
<p>Entschuldigt bitte die technischen Probleme. Sollte es weitere Folgen geben, dann werden wir diese beheben.</p>
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		<itunes:subtitle>Ab sofort gibt es einen neuen Expertenpodcast. - Simon Nüsseler, Student der Politikwissenschaften an der Hochschule für Politik in München und Michael Karbacher, Student der Sozialökonomie mit Schwerpunkt Soziologie an der Universität Hamburg - </itunes:subtitle>
		<itunes:summary>Ab sofort gibt es einen neuen Expertenpodcast.

Simon Nüsseler, Student der Politikwissenschaften an der Hochschule für Politik in München und
Michael Karbacher, Student der Sozialökonomie mit Schwerpunkt Soziologie an der Universität Hamburg

diskutieren Themen aus dem Bereich der politischen Soziologie.

Unser erster Podcast behandelt die Piratenpartei.

Dieser Podcast ist auch ein Experiment. Ob es zukünftig weitere Folgen geben wird hängt auch davon ab, wie das Feedback auf die erste Folge ausfällt.
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Entschuldigt bitte die technischen Probleme. Sollte es weitere Folgen geben, dann werden wir diese beheben.</itunes:summary>
		<itunes:author>SocioEconomics Studentenblog</itunes:author>
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		<title>Makroökonomie bei Prof. Dr. Ulrich Fritsche – Einführungsveranstaltung S01E01</title>
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		<comments>http://www.socioeconomics.info/blog/2012/04/makrooekonomie-bei-prof-dr-ulrich-fritsche-einfuehrungsveranstaltung-s01e01/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 18:11:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Karbacher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Makroökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Einführung]]></category>
		<category><![CDATA[Fritsche]]></category>
		<category><![CDATA[Gapminder]]></category>

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		<description><![CDATA[Makroökonomie, als Gegenbegriff zur Mikroökonomie, sagt den meisten wohl grundsätzlich etwas. Für Inhalte der gleichnamigen Vorlesung, welche ich in diesem Semester besuche, wurden in der Einführungsveranstaltung exemplarisch das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Arbeitslosenquote, Inflation und Wachstumstheorie genannt. Zur Einstimmung in den &#8230; <a href="http://www.socioeconomics.info/blog/2012/04/makrooekonomie-bei-prof-dr-ulrich-fritsche-einfuehrungsveranstaltung-s01e01/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Makroökonomie, als Gegenbegriff zur Mikroökonomie, sagt den meisten wohl grundsätzlich etwas. Für Inhalte der gleichnamigen Vorlesung, welche ich in diesem Semester besuche, wurden in der Einführungsveranstaltung exemplarisch das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Arbeitslosenquote, Inflation und Wachstumstheorie genannt.</p>
<p>Zur Einstimmung in den Kurs gab es einige quizartige Fragen: z.b. Wie hoch war die Arbeitslosenquote im September 2011 in Deutschland? Wie hoch in Europa? Wie hoch in den USA?</p>
<p>Interessant war vor allem nachfolgende Frage, welche mithilfe der Website <a href="http://www.gapminder.org" target="_blank">gapminder.org</a> beantwortet wurde:</p>
<blockquote><p>Wie haben sich Pro-Kopf-Einkommen und gesamtwirtschaftlicher Entwicklungsstand (z.B. gemessen an der Lebenserwartung) in Deutschland und Haiti seit 1800 entwickelt?</p></blockquote>
<p>Ich wäre davon ausgegangen, dass diese Kennziffern in beiden Ländern signifikant gestiegen sind (Auch entsprechend dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Solow-Modell" target="_blank">Solow-Modell</a>, das eine Konvergenz im Wachstum prognostiziert), bei nach wie vor deutlichem Vorsprung Deutschlands, auch wenn Haiti den Abstand verringert haben dürfte.</p>
<p>Allerdings habe ich mich getäuscht. Die Visualisierung der Kennziffern beider Staaten fand ich so interessant, dass ich mich hier nicht auf eine schriftliche Beschreibung derselben beschränken möchte, sondern in einem Video die Entwicklung, wie sie von gapminder.org dargestellt wird, verdeutlichen möchte:</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/ZWN3olIaNL4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Gründe für das rückläufige Pro-Kopf-Einkommen von Haiti findet man <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Haiti#Innenpolitik" target="_blank">bei Wikipedia</a>:</p>
<blockquote><p>Die innenpolitische Situation in Haiti war in den letzten Jahrzehnten durch wiederholte Krisen wie Staatsstreiche, ausländische Interventionen und/oder Diktaturen mit Ausbrüchen von gewalttätigen Konflikten, Verletzungen der <a title="Menschenrechte" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenrechte">Menschenrechte</a> und chronische Instabilität gekennzeichnet</p></blockquote>
<p>Man sieht im Vergleich sehr deutlich, dass es zwischen Haiti und Deutschland keine Konvergenz der Einkommen gibt (d.h. die pro/Kopf Einkommen nähern sich nicht an, das Gegenteil ist der Fall). Danny Quah, wohl ein berühmter Makroökonom hat dazu wohl die Hypothese der zwei Gipfel aufgestellt, deren Kernaussage mir ehrlich gesagt noch nicht klar genug ist, um sie hier wiederzugeben, was auch daran liegt, dass die in der Vorlesung gezeigte Grafik für sich genommen nicht aussagekräftig ist (weil nicht alle Parameter beschriftet waren) und mir die Erklärung nicht mehr im Detail in Erinnerung geblieben ist.</p>
<p>Da es sich allerdings um die Einführungsveranstaltung gehandelt hat und ich nach einem Blick in das Skript zur Vorlesung bzw. nach Sichtung der Literaturempfehlungen sicher mehr mit der Materie werde anfangen können, lass ich das erstmal so stehen.</p>
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		<title>Das Ende der Lehre?</title>
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		<comments>http://www.socioeconomics.info/blog/2012/03/das-ende-der-lehre/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 17:45:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Karbacher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue Arbeitswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Grundkurs]]></category>
		<category><![CDATA[Hausarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[IGK]]></category>
		<category><![CDATA[Interdisziplinärer]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Ende der Lehre? Über die Bedeutung der klassischen dualen Berufsausbildung in einer globalisierten Gesellschaft von Michael Karbacher ist unter einer Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported License lizenziert. Das Ende der Lehre? Über die Bedeutung der klassischen dualen Berufsausbildung in &#8230; <a href="http://www.socioeconomics.info/blog/2012/03/das-ende-der-lehre/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" rel="license"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by-sa/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons License" /></a><br />
<span>Das Ende der Lehre? Über die Bedeutung der klassischen dualen Berufsausbildung in einer globalisierten Gesellschaft v</span>on <a href="http://www.socioeconomics.info/blog/" rel="cc:attributionURL">Michael Karbacher</a> ist unter einer <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" rel="license">Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported License</a> lizenziert.</p>
<p><strong>Das Ende der Lehre? </strong><br />
Über die Bedeutung der klassischen dualen Berufsausbildung in einer globalisierten Gesellschaft</p>
<p><strong>1. Einführung</strong></p>
<p>Wenn es einmal eine Zeit gegeben hat, in der man nach dem Absolvieren der Schule eine Lehre angefangen hat, um nach Abschluss der Lehre, bis zum Eintritt ins Rentenalter, im selben Betrieb weiterzuarbeiten, dann ist diese Zeit sicher vorbei. Berufsbiographien sind heute durchwachsen und zwischen Lebensabschnitten mit Vollzeittätigkeiten finden sich in ihnen Phasen der Arbeitslosigkeit, persönlichen Verwirklichung, Bindungen und Aushilfstätigkeiten. Die strukturellen Veränderungen in der globalisierten Welt, die für diese Entwicklungen ursächlich sind, gilt es, seitens der Politik, für die Menschen erträglich zu gestalten. Dabei kann es nicht Voraussetzung sein einen Hochschulabschluss vorweisen zu müssen, um mit Arbeit für sich selbst, auch in Hinblick auf das Rentenalter, sorgen zu können. Andererseits dürfen die bildungspolitischen Rahmenbedingungen auch nicht den Bedürfnissen des wirtschaftlichen Systems entgegenstehen.</p>
<p>Die vorliegende Arbeit möchte Die Frage untersuchen ob die klassische duale Berufsausbildung<sup class='footnote'><a href='#fn-202-1' id='fnref-202-1' onclick='return fdfootnote_show(202)'>1</a></sup> geeignet ist um junge Menschen, insbesondere für eine Tätigkeit im modernen Berufsleben, zu qualifizieren und ob sie ihnen eine Perspektive bieten kann um sich langfristig durch die eigene Arbeit versorgen zu können.</p>
<p>Ein weiterer Untersuchungsgegenstand ist die Frage ob die duale Berufsausbildung mit ihrer traditionellen Verbundenheit zum Handwerk in einer Dienstleistungsgesellschaft mit industriellem Nährboden überhaupt eine Daseinsberechtigung vorweisen kann. Ebenfalls beachtet werden soll dabei, dass nicht alle Jugendliche nach dem Verlassen der Schule in eine Ausbildung einmünden, so ist auch die Frage zu klären, ob die bestehenden beruflichen Qualifikationsmaßnahmen ein ausreichendes Repertoir bieten um allen Bevölkerungsgruppen den Zugang zur Arbeitswelt zu ermöglichen und ob zukünftige, bereits absehbare Anforderungen an Arbeitnehmer, von aktuellen Maßnahmen zur Verbesserungs der Berufsausbildung berücksichtigt werden.</p>
<p><strong>2. Entstehungsgsgeschichte der Berufsausbildung in Deutschland bis zum Beginn der Industriealisierung</strong></p>
<p>Um beurteilen zu können, ob die Berufsausbildung in Deutschland, in ihrer speziellen Ausgestaltung als dualer Berufsausbildung, mit Theorieteil in der Berufsschule und Praxis im Betrieb, den Rahmenbedingungen des globalisierten Arbeitsmarktes zu Beginn des 21. Jahrhunderts gerecht werden kann, muss man zunächst den Ursprung und die Entwicklung der deutschen Berufsausbildung untersuchen.</p>
<p>Zunächst lässt sich feststellen, dass die Lehrlingsausbildung bereits vor den ersten staatlichen Regeln, welche mit der Herausbildung absolutistischer Territorialstaaten im 17. und 18. Jahrhundert einhergingen, in vielen Bereichen einen genormten Rahmen hatte. Durch den Glauben an ein gottgewolltes Schicksal und ein gottgegebenes Orndnungssystem, sowie der Strukturierung des alltäglichen Lebens durch Arbeit, Brauchtum und Frömmigkeit<sup class='footnote'><a href='#fn-202-2' id='fnref-202-2' onclick='return fdfootnote_show(202)'>2</a></sup>, konnten Zünfte und Gilden, welche religiöse und polizeiliche Ordnungsmaßnahmen erfüllten, Richtlinien vorgeben, nach denen in den Reichsstädten des 14. bis 17. Jahrhunderts Handwerksausbildung erfolgte. Entsprechend der Ständegesellschaft als dominanter Herrschaftsform Europas war auch die zünftige Erziehungsgemeinschaft diesem Leitbild unterworfen, was sich im Denken und Handeln angehender Handwerker wiederspiegelte<sup class='footnote'><a href='#fn-202-3' id='fnref-202-3' onclick='return fdfootnote_show(202)'>3</a></sup> . So stand nicht die produktive Weiterentwicklung der auf Technik gerichteten Qualifikation im Vordergrund, sondern ein &#8220;Lernen im Mitvollzug&#8221;, gebunden und begrenzt durch das eigene Millieu<sup class='footnote'><a href='#fn-202-4' id='fnref-202-4' onclick='return fdfootnote_show(202)'>4</a></sup>, ohne Raum für individuelle Selbstbestimmung. Einhergehend mit einer oktroyierten merkantilistischen Wirtschaftspolitik durch absolutistisch regierende Landesherren, zerrütete das Zunftwesen und mit ihm die bis dahin vorherrschenden quasi Vaterrechte, die ein Meister über seinen Lehrling ausübte. Als Folge dieser Zerrütung und der durch Nationalökonomen und Juristen formulierten Kritik an der Lehrlingsausbildung<sup class='footnote'><a href='#fn-202-5' id='fnref-202-5' onclick='return fdfootnote_show(202)'>5</a></sup> kam es vielerorts zu weitreichenden Veränderungen in der Lehrlingsausbildung, die als Ursprung der dualen Berufsausbildung bezeichnet werden können, so standen etwa in der badischen Handwerksordnung von 1769 „berufsqualifizierende Belange eindeutig im Vordergrund“<sup class='footnote'><a href='#fn-202-6' id='fnref-202-6' onclick='return fdfootnote_show(202)'>6</a></sup> wodurch die ganzheitliche Zugehörigkeit des Lehrlings zum Meister relativiert wurde. Die dargestellte historische Verknüpfung der Lehrlingsausbildung zum Handwerk blieb auch mit Beginn der Industriealisierung im 19. Jahrhundert und trotz verminderter wirtschaftlicher Bedeutung desselben bestehen, so etwa in der Gewerbeordnung von 1897, in der das Handwerk als Norm der betrieblichen Berufsausbildung und der Industriebetrieb lediglich als gleichwertiger Lernort klassifiziert wurden<sup class='footnote'><a href='#fn-202-7' id='fnref-202-7' onclick='return fdfootnote_show(202)'>7</a></sup> . Eine produktionsunabhängige, industrielle, Facharbeiterausbildung entstand allmählich Anfang der 1890er-Jahre. Umgesetzt wurde diese in Lehrwerkstätten, welche von Zeitgenossen als „gewerbliche Bildungsanstalt der Zukunft“ gefeiert wurden, weil sie die „Vorteile der traditionellen Lehrlingsausbildung mit den gesteigerten Anforderungen des modernen Wirtschaftslebens vereinige“<sup class='footnote'><a href='#fn-202-8' id='fnref-202-8' onclick='return fdfootnote_show(202)'>8</a></sup>. Mit Entstehung der Lehrwerkstätten und den zunehmenden Qualifikationsanforderungen in der Industrie, die eine Ausbildung erst nötig machten, konnte sich das System der Lehre erfolgreich über den Bereich des Handwerks hinaus ausdehnen und damit zur verbreitetsten Zugangsvorraussetzung zum Arbeitsmarkt im 20. Jahrhundert in Deutschland etablieren.</p>
<p><strong>3. Strukturwandel des Arbeitsmarktes</strong><br />
<strong>3.1 Globalisierung und Individualisierung</strong></p>
<p>Der  als „Globalisierung“ bezeichnete Trend, protektionistische Tendenzen zugunsten möglichst weitreichender wirtschaftlicher und politischer Zusammenarbeit, sowie weitreichendem Austausch von Informationen, zu reduzieren, ist sowohl Grund für wirtschaftlichen Aufschwung und zunehmende Beschäftigung durch Schaffung zahlreicher Exportmöglichkeiten und komparativer Kostenvorteile als auch wirtschaftlichem Abschwung und Arbeitslosigkeit durch Abwanderung von mechanisierten Tätigkeiten in kostengünstiger operierende Staaten. Tatsächlich erahnen Wissenschaftler bereits, dass „alle mechanisierten Arbeitsabläufe (…) von Maschinen und Robotern erledigt (werden)“ <sup class='footnote'><a href='#fn-202-9' id='fnref-202-9' onclick='return fdfootnote_show(202)'>9</a></sup>und in Ländern wie Deutschland lediglich kreative Arbeit wie Forschung und Produktentwicklung, Design und die Entwicklung von Verkaufsstrategien und die Arbeit der obersten Etage des Managements angesiedelt sein wird. Akkuter scheint die Warnung vor einer gespaltenen Gesellschaft, „auf der einen Seite die mobilen, flexiblen und selbstreflexiven Selbstprogrammierer, auf der anderen Seite die menschlichen Terminals“<sup class='footnote'><a href='#fn-202-10' id='fnref-202-10' onclick='return fdfootnote_show(202)'>10</a></sup>.</p>
<p>Mit dem Begriff Individualisierung<sup class='footnote'><a href='#fn-202-11' id='fnref-202-11' onclick='return fdfootnote_show(202)'>11</a></sup> werden soziologische Entwicklungen beschrieben, die darauf hinweisen, dass auch soziale Banden einem Wandel unterworfen sind, die in Wechselwirkung zu den ökonomischen und politischen Veränderungen treten. So sind selbst im persönlichen Leben feste, dauerhafte soziale Strukturen wie beispielsweise generationsübergreifend zusammenlebende Familien, tendenziell seltener geworden. In ökonomischer Perspektive zeichnet sich seit Mitte der 1980er Jahre in Deutschland ein Trend zu kleineren Betrieben ab<sup class='footnote'><a href='#fn-202-12' id='fnref-202-12' onclick='return fdfootnote_show(202)'>12</a></sup>, für die eine höhere Beschäftigungsfluktuation<sup class='footnote'><a href='#fn-202-13' id='fnref-202-13' onclick='return fdfootnote_show(202)'>13</a></sup> und vergleichsweise geringe Investition<sup class='footnote'><a href='#fn-202-14' id='fnref-202-14' onclick='return fdfootnote_show(202)'>14</a></sup> in die Qualifikation ihrer Mitarbeiter angenommen wird. Zusammen mit einem Trend zur Tertiarisierung, der den Produktionsort häufig zu den Kunden verlagert und eine Lagerfähigkeit der produzierten Güter, bzw. Dienstleistungen, verhindert, ergibt sich die Notwendigkeit zur Flexibilisierung von Arbeitsverhältnissen und Ausbildungsformen. Selbst für Industrieunternehmen ergiebt sich ein Bedarf, in der modernen Informationsgesellschaft, flexibel und kurzfristig Bedürfnisse und Wünsche der Kunden zu erfüllen was „eine zunehmend verwissenschaftlichte, projektförmig organisierte und durch immer kürzere Produktzyklen gekennzeichnete Produktion“<sup class='footnote'><a href='#fn-202-15' id='fnref-202-15' onclick='return fdfootnote_show(202)'>15</a></sup> zur Folge hat. Die Qualifikationsanforderungen die durch derartige Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes an die Beschäftigten erwachsen, dürften dabei grundsätzlich weit über dem Niveau in Industriegesellschaften liegen, wobei ein Bedarf an unqualifizierten Arbeitskräften für einfache Dienstleistungstätigkeiten zunächst nicht ausgeschlossen werden kann. Feststellbar ist, dass das Angebot an Ausbildungsplätzen rückläufig ist, während gleichzeitig die Zahl der Schulabsolventinnen zwischen 1992 und 2005 demographisch bedingt um etwa 170.000 Personen angewachsen ist<sup class='footnote'><a href='#fn-202-16' id='fnref-202-16' onclick='return fdfootnote_show(202)'>16</a></sup>.</p>
<p><strong>3.2 Beschäftigungschancen  geringqualifizierter Personen</strong></p>
<p>Es wird allgemein angenommen, dass die Entwicklungen in unserer Gesellschaft eine Flexibilisierung und bessere Qualifizierung ihrer Mitglieder erfordert um als Volkswirtschaft international wettbewerbsfähig bleiben zu können. Gleichzeitig ist ein andauerndes Problemfeld in der Berufsbildung eine mangelnde Versorgung mit Ausbildungsplätzen<sup class='footnote'><a href='#fn-202-17' id='fnref-202-17' onclick='return fdfootnote_show(202)'>17</a></sup>. Eine Untersuchung des Verbleibs von Jugendlichen ohne abgeschlossene Berufsausbildung soll aufzeigen, ob der Arbeitsmarkt in einer post-industriellen Dienstleistungsgesellschaft Ressourcen bietet um gering-qualifizierten Personen die Selbstversorgung durch Arbeit zu ermöglichen. Im Jahr 2004 waren in Deutschland 1,37 Millionen Menschen zwischen 20 und 29 Jahren ohne Berufsausbildung.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-207" title="zahlen-berufsausbildung" src="http://www.socioeconomics.info/blog/wp-content/uploads/2011/12/zahlen-berufsausbildung.jpg" alt="Anzahl Jugendlicher ohne Ausbildung" width="840" height="365" /> Eine besondere Problemgruppe sind dabei Jugendliche „ausländischer Staatsangehörigkeit, die weit überproportionale Anteilswerte aufweisen<sup class='footnote'><a href='#fn-202-18' id='fnref-202-18' onclick='return fdfootnote_show(202)'>18</a></sup>. Eine signifikante Gruppe an Personen, die bewusst ohne formal-berufliche Qualifikation in das Berufsleben eintreten, lässt sich nicht feststellen. Tatsächlich ist unter Jugendlichen in aller Regel ein grundsätzlicher Ausbildungswunsch vorhanden<sup class='footnote'><a href='#fn-202-19' id='fnref-202-19' onclick='return fdfootnote_show(202)'>19</a></sup>, der sich teilweise nicht realisieren lässt, weil die schulische Qualifikation nicht den Ansprüchen der Ausbildungsbetriebe genügt, z.B. kein Schulabschluss vorhanden ist oder die Sprachkenntnisse in der Landessprache mangelhaft sind. Gegen einen Bedarf an geringqualifizierten Arbeitskräften spricht auch die Erkenntniss, dass die Betroffenen von Ausbildungsverzicht und Ausbildungsabbruch häufig „Überlebensstrategien jenseits normaler Erwerbsarbeit“<sup class='footnote'><a href='#fn-202-20' id='fnref-202-20' onclick='return fdfootnote_show(202)'>20</a></sup> entwickeln, teilweise am Rande der Legalität. Grundsätzlich lassen sich somit nur schlechte Beschäftigungschancen geringqualifizierter Personen feststellen. Bezeichnenderweise sind dafür nicht nur ökonomische Rahmenbedingungen, sondern teilweise auch soziologische und psychologische Gründe bei den Betroffenen ursächlich. Ausbildungslosigkeit ist in unserer Bildungsgesellschaft zu einem sozialen Stigma geworden, was zur Folge hat, dass geringqualifizierte Personen teilweise schon durch Selbstselektrionsprozesse zum eigenen Ausschluss vom Erwerbsleben beitragen, indem die voreilige, nicht immer zutreffende Annahme, für bestimmte Tätigkeiten nicht gewollt zu werden, schon die eigene Bewerbung sinnlos erscheinen lässt<sup class='footnote'><a href='#fn-202-21' id='fnref-202-21' onclick='return fdfootnote_show(202)'>21</a></sup> und verhindert. Abschließend sei erwähnt, dass eine Analyse der Gruppe erwerbsloser Personen einen indirekt-proportionalen Zusammenhang zwischen Qualifikation und Risiko auf Arbeitslosigkeit bestätigt – „Je niedriger die Qualifikation, umso höher das Niveau der Arbeitslosigkeit“<sup class='footnote'><a href='#fn-202-22' id='fnref-202-22' onclick='return fdfootnote_show(202)'>22</a></sup>. Was im Umkehrschluss hochqualifizierten Fachkräften niedriges Risiko auf Arbeitslosigkeit bescheinigt.</p>
<p><strong>3.3 Qualifikationsanforderungen unbesetzter Ausbildungsplätze an Schulabgänger</strong></p>
<p>Der Nachfrageüberhang an Ausbildungsplätzen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Bedarf an Fachkräften in vielen Branchen nicht durch die zur Verfügung stehenden Arbeitssuchenden gedeckt werden kann, wobei dafür eine vielzahl von Gründen ausschlaggebend ist. Zunächst ist der demografische Wandel als wesentliche Ursache zu benennen, nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist beispielsweise die Zahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter im Jahr 2009 um etwa 213.000 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen (Bundesagentur für Arbeit, 2010). Von Unternehmen wird häufig, insbesondere bei Nichtbesetzung vorhandener Ausbildungsplätze, eine mangelnde Qualifikation der Schulabgänger genannt. Neben diesem Qualifikationsmismatch können auch beruflicher Mismatch, Informationsmismatch und regionaler Mismatch<sup class='footnote'><a href='#fn-202-23' id='fnref-202-23' onclick='return fdfootnote_show(202)'>23</a></sup> zur Erklärung für unbesetzte Ausbildungsplätze herangezogen werden. Vereinfacht dargestellt gibt es also Differenzen zwischen gewünschtem Beruf und den zur Verfügung stehenden Lehrstellen, nicht zur Verfügung stehende Informationen über vorhandene Ausbildungsstellen sowie die Notwendigkeit für einen Ausbildungsplatz den Wohnort zu ändern. Bezeichnend ist auch, dass der Fachkräftemangel im Zeitverlauf unterschiedliche Branchen betrifft, so ist ein zunehmender, ungedeckter Bedarf etwa im Gesundheits- und Sozialwesen zu verzeichnen, wohingegen die Situation in anderen Branchen, etwa der IT-Branche, verglichen mit dem Anfang der 2000er Jahre besser wurde<sup class='footnote'><a href='#fn-202-24' id='fnref-202-24' onclick='return fdfootnote_show(202)'>24</a></sup>.<strong></strong></p>
<p><strong>4. Resümee<br />
4.1 Zukünftige Anforderungen an Arbeitnehmer</strong></p>
<p>Die bereits erkennbaren Anforderungen an Arbeitnehmer bezüglich Flexibilität, Mobilität und Qualifikation werden sich zukünftig noch verstärken und in bislang noch nicht durchdrungene Arbeitsmarktsegmente vorstoßen. Es ist unwahrscheinlich, dass Deutschland in der globalisierten Welt, was die Produktion von Gütern angeht, bei Beibehaltung des derzeitigen Lohnniveaus, mit Ländern wie China oder Indien wird konkurrieren können. Gleichzeitig wird der eigene Wissens- und Qualifikationsvorsprung nach und nach verringert, sofern es nicht gelingt die Bildungssysteme, insbesondere Berufsbildungssysteme, den gesteigerten Anforderungen gerecht zu werden. Insgesamt lässt sich damit feststellen, dass insbesondere hochqualifizierte Personen von den gesellschaftlichen Entwicklungen profitieren dürften, wohingegen geringqualifizierten Personen und insbesondere nicht-formal Berufsqualifizierten der Einstieg in ein geregeltes Erwerbsleben nicht garantiert werden kann.<strong></strong></p>
<p><strong>4.2 Anforderungen an ein modernes Berufsbildungssystem</strong></p>
<p>Die weitreichenden Globalisierungs- und Individualisierungstendenzen, sowie gestiegenen Qualifikationsanforderungen innerhalb unserer Gesellschaft müssen zwangsläufig zu einer Flexibilisierung des Berufsbildungssystems führen. Das Berufsbildungssystem muss dabei im selben Maße Mobilität, Durchlässigkeit und Anpassungsfähigkeit (Flexibilität) aufweisen, wie dies von den Arbeitskräften erwartet wird. Erste Maßnahmen in diese Richtung sind erkennbar, so wird etwa der Übergang von beruflicher Bildung, in Hochschulen gefördert, sodass „Studienanfänger und Studienanfängerinnen ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung bis 2012 deutlich erhöht werden [soll]“<sup class='footnote'><a href='#fn-202-25' id='fnref-202-25' onclick='return fdfootnote_show(202)'>25</a></sup>. Auch die mit dem Bolognaprozess begonnene internationale Vergleichbarkeit von Lernleistungen muss ausgebaut werden um Lernergebnisse für fremde Bildungseinrichtungen und Arbeitgeber bewertbar zu machen um somit die Mobilität der Teilnehmer im Bildungssystem zu erhöhen. Bestehende Programme zur Finanzierung von Weiterbildung sind dabei auszubauen und als Investition zu begreifen. Das duale Ausbildungssystem kann dabei auch in Zukunft eine tragende Rolle spielen, wobei es nicht als Qualifikationserwerb missverstanden werden darf, von dem man ein gesamtes Arbeitsleben lang zehren kann. Vielmehr sind Arbeitskräfte gefragt Maßnhamen zu ergreifen um über das gesamte Erwerbsleben hinweg flexibel auf sich verändernde Anforderungen reagieren zu können. Eine besondere Herausforderung dürfte darin liegen, Qualifikationsdefizite von Schulabgängern entgegenzutreten und diesen, beispielsweise in bereits vorhandenen Übergangssystemen, den Anschluss an das Erwerbsleben zu ermöglichen.</p>
<p><strong>Literaturverzeichnis</strong></p>
<p><strong>Bosch</strong>, G.<strong> / Langer</strong>, D.<strong> / Krone</strong>, S. (2010): <em>Das Berufsbildungssystem in Deutschland: Aktuelle Entwicklungen und Standpunkte</em>, 1.A. Wiesbaden 2010.</p>
<p><strong>Brunner</strong>, I. (2008): <em>&#8220;Going global&#8221;: Was brauchen Kinder für die Zukunft?</em>, s. unter: http://themenwochen-online-lernen.blogs.rpi-virtuell.net/2008/09/15/going-global-was-brauchen-kinder-f-r-die-zukunft/ (zuletzt aufgerufen am 5. März 2012)</p>
<p><strong>Bücher</strong>, K. (1877): <em>Die gewerbliche Bildungsfrage und der industrielle Rückgang</em>, 1.A., Eisenach 1877.<strong></strong></p>
<p><strong>Bundesministerium für Bildung und Forschung</strong> (2011): <em>Berufsbildungsbericht</em>, 1.A., 2011.<strong></strong></p>
<p><strong>Castells</strong>, M. (2011):  <em>Das Informationszeitalter Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur.,</em> Bd. 1: <em>Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft</em>, 1.A., 2011.<strong></strong></p>
<p><strong>Erlinghagen</strong>, M. (2004): <em>Die Restrukturierung des Arbeitsmarktes im Übergang zur Dienstleistungsgesellschaft. Arbeitsmarktmobilität und Beschäftigungsstabilität im Zeitverlauf</em>, 1.A., 2004.<strong></strong></p>
<p><strong>Goltz</strong>, M. / <strong>Christie</strong>, G. / <strong>Bohlen</strong>, E. (2008): <em>Chancen für Jugendliche ohne Berufsausbildung. Problemanalysen &#8211; Beschäftigungsfelder &#8211; Förderstrategien</em>, 1.A., Freiburg im Breisgau 2008.</p>
<p><strong>Meyer</strong>, T. / <strong>Mayrberger</strong>, K. / <strong>Münte-Goussar</strong>, S. / Schwalbe, C. (2011): <em>Kontrolle und Selbstkontrolle. Zur Ambivalenz von E-Portfolios in Bildungsprozessen</em>, 1.A., Wiesbaden 2011.</p>
<p><strong>Naomi</strong>, G. / <strong>Krupp</strong>, T. / <strong>Troltsch</strong>, K. (2009): <em>Unbesetzte Ausbildungsplätze &#8211; warum Betriebe erfolglos bleiben</em>, 1.A., 2009.<strong></strong></p>
<p><strong>Oi</strong>, W. Y. / <strong>Idson</strong>, T. L. (1999): <em>Firm Size and Wages</em>; in: Ashenfelter, O. / Card, D.: Handbook of Labor Economics; Vol. 3, 2165-2215.<strong></strong></p>
<p><strong>Pätzold</strong>, G. / <strong>Wahle</strong>, M. (2009): <em>Ideen- und Sozialgeschichte der beruflichen Bildung</em>, 1.A., Hohengehren 2009.<strong></strong></p>
<p><strong>Schmidt</strong>, E. M. (1995): <em>Betriebsgröße, Beschäftigtenentwicklung und Entlohnung. Eine ökonometrische Analyse für die Bundesrepublik Deutschland</em>, 1.A., Frankfurt am Main / New York 1995.<strong></strong></p>
<p><strong>Solga</strong>, H. (2002): <em>Ausbildungslosigkeit als soziales Stigma in Bildungsgesellschaften</em>, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 53(3): 476-505.<strong></strong></p>
<p><strong>Stratmann</strong>, K. (1993): <em>Die gewerbliche Lehrlingserziehung in Deutschland. Modernisierungsgeschichte der betrieblichen Berufsbildung: Berufserziehung in der ständischen Gesellschaft</em>, Band 1, 1993.</p>
<p><strong>Fußnoten</strong></p>
<div class='footnotes' id='footnotes-202'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-202-1'>Der Zusatz &#8220;klassisch&#8221; soll verdeutlichen, dass die duale Berufsausbildung mit Theorieteil in einer Hochschule und Praxisteil im Betrieb explizit nicht gemeint ist. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-2'>vgl. Pätzold, G. / Wahle, M. (2009), S.7 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-3'>ebd., S.7 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-3'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-4'>vgl. Stratmann, K. (1993), S.237 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-4'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-5'>vgl. Pätzold, G. / Wahle, M. (2009), S.10 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-5'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-6'>vgl. Stratmann, K. (1993), S. 340 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-6'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-7'>vgl. Pätzold, G. / Wahle, M. (2009), S. 14 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-7'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-8'>vgl. Bücher, K. (1877), S. 37 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-8'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-9'>Meyer, T. / Mayrberger, K. / Münte-Goussar, S. / Schwalbe, C. (2011), S. 232 nach Brunner, I. (2008) <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-9'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-10'>Castells, M. (2001), S. 392 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-10'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-11'>vgl. Erlinghagen, M. (2004), S. 141 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-11'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-12'>vgl. ebd., S. 153 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-12'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-13'>vgl. Schmidt, E. M. (1995), S. 181 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-13'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-14'>Oi, W. / Idson, T. (1999), S. 2204 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-14'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-15'>Erlinghagen, M. (2004), S. 154 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-15'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-16'>vgl. BMBF (2006), S. 15 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-16'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-17'>Bosch, G./ Langer, D. / Krone, S. (2010), S. 19 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-17'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-18'>vgl. Goltz, M. / Christie, G. / Bohlen, E. (2008), S. 13 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-18'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-19'>vgl. ebd., S. 23 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-19'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-20'>ebd., S. 24 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-20'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-21'>vgl. Solga, H. (2002), S. 476 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-21'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-22'>Goltz, M. / Christie, G. / Bohlen, E. (2008), S. 147 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-22'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-23'>vgl. Gericke, N. / Krupp T. / Troltsch K. (2009) <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-23'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-24'>vgl. Bosch, G. / Langer, D. / Krone, S. (2010), S. 28 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-24'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-202-25'>BMBF (2011), S. 10 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-202-25'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<item>
		<title>Ankündigung: OpenAccess und Web-Publishing für Studierende</title>
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		<comments>http://www.socioeconomics.info/blog/2011/12/ankuendigung-openaccess-und-web-publishing-fuer-studierende/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 16:29:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Karbacher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen des KunterBuntenSeminars, einer Veranstaltungreihe von Studierenden für Studierende, wird es am 12. Januar 2012 um 18.30 Uhr ein Seminar zum Thema &#8220;OpenAccess und Web-Publishing für Studierende&#8221; geben. Julian Fietkau, der einen Großteil seiner Inhalte unter einer freien Lizenz &#8230; <a href="http://www.socioeconomics.info/blog/2011/12/ankuendigung-openaccess-und-web-publishing-fuer-studierende/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen des <a href="http://www.informatik.uni-hamburg.de/Fachschaft/wiki/index.php/KunterBuntesSeminar" target="_blank">KunterBuntenSeminars</a>, einer Veranstaltungreihe von Studierenden für Studierende, wird es am 12. Januar 2012 um 18.30 Uhr ein Seminar zum Thema &#8220;OpenAccess und Web-Publishing für Studierende&#8221; geben. <a href="http://de.julian-fietkau.de/" target="_blank">Julian Fietkau</a>, der einen Großteil seiner Inhalte unter einer freien Lizenz veröffentlicht und dementsprechend sicherlich eine Menge zu dem Thema berichten kann ist der Vortragende und Organisator dieser Veranstaltung.</p>
<p>Weitere Informationen kann man diesem Video entnehmen:</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/JW-HSt7srzQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die vorläufige Gliederung (in der man selbst inhaltliche Veränderungen/Vorschläge/etc. einbauen kann) <a href="http://ep.mafiasi.de/p/kbs-open-access" target="_blank">findet sich hier</a>.</p>
<p>Julian hat mich freundlicherweise persönlich auf die Veranstaltung hingewiesen, vielen Dank nochmals dafür!<br />
Wir sehen uns dann am 12. Januar.</p>
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		<item>
		<title>Schwerpunkt im Studiengang Sozialökonomie</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/socioeconomicshh/~3/L1HrpWM_2HQ/</link>
		<comments>http://www.socioeconomics.info/blog/2011/12/schwerpunkt-im-studiengang-sozialoekonomie/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 15:18:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Karbacher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Studienstruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerpunktwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Während man im ersten Studienjahr (Grundstudium) sehr interdisziplinär VWL, BWL, Recht und Soziologie studiert, wird es ab dem dritten Semester konkreter und man muss einen Schwerpunkt wählen, in dem man später auch seinen Bachelor absolviert. Ich selbst habe mir für &#8230; <a href="http://www.socioeconomics.info/blog/2011/12/schwerpunkt-im-studiengang-sozialoekonomie/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während man im ersten Studienjahr (Grundstudium) sehr interdisziplinär VWL, BWL, Recht und Soziologie studiert, wird es ab dem dritten Semester konkreter und man muss einen Schwerpunkt wählen, in dem man später auch <a href="http://www.wiso.uni-hamburg.de/fachbereiche/sozialoekonomie/studium/studiengaenge/" target="_blank">seinen Bachelor absolviert</a>.</p>
<p>Ich selbst habe mir für die Entscheidung, welchen Schwerpunkt ich für mich wählen soll, sehr viel Zeit gelassen, bzw. wusste bis vor kurzem nicht final was ich wählen würde. Tendenziell hätte ich vermutet, dass ich mich auf die Betriebswirtschaft einlasse, da sich in meinem Kopf die Idee eingebrannt hat, dass in diesem Bereich die Berufsaussichten verhältnismäßig gut seien, bzw. dass ich als selbstbewusster Typ gute Chancen hätte als Betriebswirt (sei es in selbstständigem oder abhängigen Arbeitsverhältnis) Karriere zu machen.<br />
Es ist jedoch absehbar, dass diese Wahl für mich zur Qual geworden wäre. Auch wenn ich keine Probleme habe Kostenfunktionen, Bilanzen und Investitionsrechnungen intellektuell nachzuvollziehen und anzuwenden &#8211; die Vorstellung mich mit derartigen Dingen langfristig und immer wieder aufs neue zu beschäftigen widert mich an. Interessant wäre an diesem Schwerpunkt allenfalls die weitere Vertiefung in Richtung Wirtschaftsinformatik, da ich hier meine Kompetenzen aus dem Bereich Computer und Internet einbringen könnte. Da es sich allerdings um sehr spezifische, betriebswirtschaftliche, Anforderungen an die Informatik handelt, habe ich darauf ebenfalls wenig Lust. Dieser leichten Abneigung gegenüber spezifischen (vorallem mathematischen) Inhalten ist es geschuldet, wenn die Vertiefungsrichtung Betriebswirtschaftslehre für mich nicht in Frage kommt.</p>
<p>Die Volkswirtschaftslehre ist unter diesem Gesichtspunkt weniger einschüchternd. Die Pflichtveranstaltungen Markttheorie und Makroökonomie würde ich jedenfalls nicht ausschließlich mit mathematischen Modellen, sondern noch stärker mit der Interpretation von Beobachtungen und dem Aufstellen von darauf aufbauenden Argumentationsketten verbinden. Innerhalb des <a href="http://www.wiso.uni-hamburg.de/fileadmin/sozialoekonomie/fachbereich/studium/InfoStudierende2/Studienstruktur_fuer_den__neuen_Bachelor_VWL_ab_WiSe_2008.pdf" target="_blank">Wahlpflichtmoduls der VWL</a> gibt es weitere inhaltlich interessante Vertiefungsmöglichkeiten, insbesondere Entwicklungstheorie- und politik sowie die Veranstaltungen über Finanzwissenschaft oder Geld und Kredit, die möglicherweise einen tieferen Einblick in den Verschuldungswahn moderner Staaten geben würden. Tatsächlich möchte ich auch gerne im Rahmen des interdisziplinären Grundlagenmoduls mein Studium insbesondere aus diesen Bereichen anreichern. Es gibt jedoch ein anderes Fach, welches mein Interesse zu stark geweckt hat, als dass ich die VWL als Hauptschwerpunkt wählen würde.</p>
<p>Die Rechtswissenschaft meine ich damit allerdings nicht. Es mag zwar naheliegend sein, für mich als ehemaligen Studenten der Rechtswissenschaften in diesem Bereich meinen Schwerpunkt zu setzen und darin viele Kenntnisse einzubringen, die ich mir in fünf Semestern Jura an der LMU München angeeignet habe, dies entspräche jedoch nicht meinen Gründen für den damaligen Studienabbruch.<br />
Meine Interessen, viele meiner Ansichten (und einige Dinge mehr) haben sich im Laufe der Zeit und seit ich im Jahr 2008 mein Studium an der LMU München aufgenommen habe stark verändert.</p>
<p>Inhaltlich stelle ich fest, dass die Beschäftigung mit dem deutschen Zivilrecht und seiner Entstehung zumindest auf allgemeiner Ebene noch eine positive Strahlkraft auf mich auswirken. Überhaupt nicht mehr interessiert bin ich dagegen an einer detaillierten Auseinandersetzung mit einzelnen modernen zivilrechtlichen Rechtsvorschriften, dem komplette Strafrecht und wesentlichen Elementen des öffentlichen Rechts, unter anderem der durch scheinbare qualitative Degenerierung der Bundespolitik verursachten Zunahme undurchdachter, ausufernder Artikel im Grundgesetz.</p>
<p>Soziologie ist also der Schwerpunkt meiner Wahl! Auch im Bereich der Wahlpflichtmodule des zweiten Studienjahres habe ich bereits zwei (von drei zu wählenden) Grundlagenmodulen für mich auserkoren, nämlich Sozialpsychologie und Sozialisationstheorie (I und II).</p>
<p>Ein Arbeitskollege, der bereits ein Studium in diesem Bereich (Sozialpsychologie) erfolgreich absolviert hat, hat mich dankenswerterweise direkt mit Informationen und Namen versorgt, mit denen ich mich näher beschäftigen sollte. Zunächst liste ich hier mal einiges auf, um dann im weiteren Verlauf einzelne Punkte, Bücher, Namen wieder aufzugreifen: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dekonstruktion" target="_blank">Dekonstruktivismus</a> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Derrida" target="_blank">Jacques Derrida</a>), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Poststrukturalismus" target="_blank">Poststrukturalismus</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=-jMhldDdU2E" target="_blank">Ernst Bloch</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Horkheimer" target="_blank">Max Horkheimer</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=aB83laEaOnk&amp;feature=related" target="_blank">Theodor Adorno</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FpB7ypFn7zw" target="_blank">Niklas Luhmann</a>.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/socioeconomicshh/~4/L1HrpWM_2HQ" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Workshop: Präsentable Präsentationen produzieren</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/socioeconomicshh/~3/D_pZEKDA5pg/</link>
		<comments>http://www.socioeconomics.info/blog/2011/12/workshop-praesentable-praesentationen-produzieren/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 19:56:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Karbacher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Präsentationskompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[EPB]]></category>
		<category><![CDATA[life]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[PowerPoint]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Workshop]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.socioeconomics.info/blog/?p=176</guid>
		<description><![CDATA[Im Medienzentrum der Fakultät für Erziehungswissenschaften, Psychologie und Bewegungswissenschaften (EPB) der Uni Hamburg finden regelmäßig Workshops statt, an denen sowohl Studierende der Fakultät EPB, als auch Studierende der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo), wie ich es einer bin, teilnehmen können. &#8230; <a href="http://www.socioeconomics.info/blog/2011/12/workshop-praesentable-praesentationen-produzieren/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="http://epb.uni-hamburg.de/medienzentrum" target="_blank">Medienzentrum der Fakultät für Erziehungswissenschaften, Psychologie und Bewegungswissenschaften (EPB)</a> der Uni Hamburg finden regelmäßig Workshops statt, an denen sowohl Studierende der <a href="http://epb.uni-hamburg.de/" target="_blank">Fakultät EPB</a>, als auch Studierende der <a href="http://www.wiso.uni-hamburg.de/" target="_blank">Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo)</a>, wie ich es einer bin, teilnehmen können.</p>
<p>Anmelden kann man sich über das life-Portal: <a href="https://life.epb.uni-hamburg.de/" target="_blank">life.epb.uni-hamburg.de</a>, aktuelle Infos und Termine werden auch <a href="http://twitter.com/epbmz" target="_blank">über Twitter bekanntgegeben</a>.</p>
<p>Workshops gibt es unter anderem zu den Themen Digitalfotografie, Videoschnitt, LaTeX und Bildbearbeitung.</p>
<p>Vor kurzem habe ich dort an einem Workshop zum Thema &#8220;Präsentable Präsentationen produzieren&#8221;, der von <a href="http://mms.uni-hamburg.de/author/janluchterhand/" target="_blank">Jan Luchterhand</a> durchgeführt wurde, teilgenommen. Der Workshop ging von 10.00 bis 17.00 Uhr (inklusive Mittagspause) und beinhaltete allgemeine Grundlagen guter Präsentationen und anschließend eine konkrete Einführung in Microsoft PowerPoint. Auch wenn ich natürlich schon Präsentationen mit PowerPoint erstellt habe: Die Software ist so komplex und umfangreich, dass für mich viele der vorgestellten Funktionen unbekannt waren, auch ist es immer wieder hilfreich, wesentliche Elemente einer Präsentation vor Augen geführt zu bekommen, daher empfand ich den Workshop insgesamt als sehr hilfreich.</p>
<p>Im Theorieteil ging es um die Fragen: &#8220;Wozu (sollten) Computerpräsentationen dienen?&#8221;, &#8220;Wie setze ich Präsentationen richtig ein?&#8221; und zuletzt, &#8220;Was ist bei der Gestaltung zu beachten?&#8221;. In Stichpunkten lassen sich u.a. folgende Antworten geben:</p>
<ul>
<li>Präsentationen sollten einen Vortrag unterstützen, indem sie Zuhörer als Leitfaden und Gedankenstütze dienen und durch Visualisierung zur Nachhaltigen Aufnahme des Vortrages beitragen.</li>
<li>Bei Vorträgen ist das freie halten, Blickkontakt, Körperhaltung und unterstützende Gestik wichtig.</li>
<li>Das Verarbeiten von Informationen benötigt Zeit, dementsprechend sollte man nicht zu schnell vorgehen (als Tipp wurden 90 Sekunden pro Folie genannt).</li>
<li>Folien sind kein Manuskript(!)</li>
<li>Bei der Gestaltung von Folien gilt: Weniger ist mehr, der Inhalt einer Folie muss gut lesbar sein und schnell aufgenommen werden können (schließlich soll sie ja nicht vom Vortrag ablenken).</li>
<li>Optimale Schriftgröße: 32 (Unterste Grenze: 20).</li>
<li>Finger weg von PowerPoint Designvorlagen <img src='http://www.socioeconomics.info/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </li>
<li>Folienobjekte (Pfeile, etc.) sollten einheitlich, regelmäßig und symmetrisch sein.</li>
</ul>
<p>Im praktischen Teil haben uns wir dann im Detail mit den Möglichkeiten von Microsoft PowerPoint befasst (u.a. wie erstelle ich eine persönliche Designvorlage mit dem Folienmaster, was kann man mit Pfeilen, Diagrammen, Rahmen machen). Folgende Präsentation habe ich während des Workshops angelegt, welche noch weitere Informationen und Tipps enthält:</p>
<p><iframe src="http://www.slideshare.net/slideshow/embed_code/10238194" width="425" height="355" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/socioeconomicshh/~4/D_pZEKDA5pg" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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