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	<title>sportnetzwerk</title>
	
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	<description>die qualitätsoffensive im sportjournalismus</description>
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		<title>Absage Sportjournalismus-Konferenz</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 10:22:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Die geplante und einmal schon verschobene zweite Sportjournalismus-Konferenz in Dortmund fällt leider aus. Der Grund/die Gründe sind simpel: Das Grüppchen, das die Tagung gern organisiert hätte, kann sich nicht zerreißen. Das Tagesgeschäft lässt derzeit kein so exzessives (ehrenamtliches) Engagement zu wie etwa noch bei der ersten Konferenz im Februar 2008.
Es tut uns leid für all jene, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Die geplante und einmal schon verschobene zweite Sportjournalismus-Konferenz in Dortmund fällt leider aus. Der Grund/die Gründe sind simpel: Das Grüppchen, das die Tagung gern organisiert hätte, kann sich nicht zerreißen. Das Tagesgeschäft lässt derzeit kein so exzessives (ehrenamtliches) Engagement zu wie etwa noch bei der ersten <a title="Unter Druck: Qualitätssicherung im Sportjournalismus" href="http://jensweinreich.de/2008/02/18/unter-druck/" target="_self">Konferenz</a> im <a title="Schedule, Berichte und Dokumente zur Konferenz 2008" href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=74" target="_blank">Februar 2008</a>.</p>
<p>Es tut uns leid für all jene, die sich gemeldet und für die Konferenz interessiert und sogar ihre Mithilfe angeboten haben.</p>
</div>
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		<title>Neuer Termin: Sportjournalismus-Konferenz im November 2010</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 14:57:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Vorhaben der zweiten Dortmunder Sportjournalismus-Konferenz ließ sich bis April 2010, wie es geplant war, leider nicht realisieren. Die kleine Truppe – Stefanie Opitz, Angelika Mikus, Jens Weinreich -, die bisher daran gebastelt hat, ist sich einig, das wir nicht irgendeine Konferenz durchführen, sondern eine sehr gute. Wir wollen an das Niveau der Tagung von 2008 anschließen (“Unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Vorhaben der <a title="Sportjournalismus-Konferenz in Dortmund ..." href="http://jensweinreich.de/2009/09/17/programmhinweis-sportjournalismus-konferenz-im-april-2010/" target="_self">zweiten Dortmunder Sportjournalismus-Konferenz</a> ließ sich bis April 2010, wie es geplant war, leider nicht realisieren. Die kleine Truppe – Stefanie Opitz, Angelika Mikus, Jens Weinreich -, die bisher daran gebastelt hat, ist sich einig, das wir nicht irgendeine Konferenz durchführen, sondern eine sehr gute. Wir wollen an das Niveau der <a title="www.sportnetzwerk.eu" href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=74" target="_blank">Tagung von 2008<img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.21/t.gif" alt="" /></a> anschließen (<a title="Unter Druck: Qualitätssicherung im Sportjournalismus" href="http://jensweinreich.de/2008/02/18/unter-druck/" target="_self">“Unter Druck: Qualitätssicherung im Sportjournalismus”</a>), die überhaupt die erste große Sportjournalismus-Konferenz hierzulande war (so sagen es die Älteren), und die doch vor allem bei Jüngeren einige geradezu euphorische Kommentare auslöste.</p>
<p>Daran wollen wir anknüpfen. Deshalb verschieben wir den Termin.</p>
<blockquote><p>Die Konferenz wird stattfinden, aber erst am <strong>5./6. November 2010</strong>, wieder im Erich-Brost-Haus.</p></blockquote>
<p>Vorstand und Geschäftsführung des Instituts für Journalistik der TU Dortmund haben den neuen Termin inzwischen bestätigt. Ab April soll es ein Online-Tool geben, wo Anmeldungen, Programmvorschläge und Angebote der Mitarbeit entgegengenommen und gebündelt werden.</p>
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		<title>Bitte vormerken: 2. Sportjournalismus-Konferenz im April 2010</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=230#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 07:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[angelika mikus]]></category>
		<category><![CDATA[dortmund 2010]]></category>
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		<description><![CDATA[Zum Vormerken: Der 1. Sportjournalismus-Konferenz im Februar 2008, der ersten dieser Art überhaupt, folgt demnächst eine zweite Konferenz &#8211; am 9. und 10. April 2010. Wieder an der TU Dortmund, wieder eine Kooperation von Institut für Journalistik und sportnetzwerk, wieder geht es um Qualitätssicherung im Sportjournalismus &#8211; um was sonst?
Hatten wir die Konferenz vor 19 Monaten noch mit ”Unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Vormerken: Der <a title="sportnetzwerk: ZF der Konferenz 2008" href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=74" target="_blank">1. Sportjournalismus-Konferenz</a> im Februar 2008, der ersten dieser Art überhaupt, folgt demnächst eine zweite Konferenz &#8211; am <strong>9. und 10. April 2010</strong>. Wieder an der TU Dortmund, wieder eine Kooperation von Institut für Journalistik und sportnetzwerk, wieder geht es um Qualitätssicherung im Sportjournalismus &#8211; um was sonst?</p>
<p>Hatten wir die Konferenz vor 19 Monaten noch mit ”<a title="Unter Druck: Die Rolle des Journalismus im Milliardengeschäft mit dem Sport" href="http://jensweinreich.de/?p=125" target="_self">Unter Druck</a>” betitelt, so sind wir diesmal geneigt zu fragen:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wozu brauchen wir in der PR-Gesellschaft noch (Sport)journalisten?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Diese Frage und viele sich daraus ableitende Fragen sind berechtigt. Denn die Kommunikationsherrscher machen doch schon alles selbst &#8211; und kaufen dafür gern auch Journalisten ein. Machen wir uns nichts vor: Journalisten sind ersetzbar. Das wird täglich bewiesen. Wir* aber möchten jenen, die sich nicht ersetzen lassen wollen, Anregungen geben. Auch Mut machen, darf man das sagen? Ein bisschen Wissen, Diskussionen und der Blick über den Tellerrand hinaus können gewiss nicht schaden. Wir werden kein Manifest schreiben, sondern praxisnah agieren. Der <strong>Workshop-Charakter</strong>, den wir schon bei der ersten Konferenz mit 25 Angeboten forciert haben, wird weiter dominieren &#8211; diesmal mit mehr Schwerpunkten zum Lokalsportjournalismus, zum Bloggen und mit mehr Möglichkeiten, im Programm auf spannende Debatten und Interessenlagen zu reagieren.</p>
<p>Einige grundsätzliche Themen:</p>
<ul>
<li>Wie können freie Journalisten (und Blogger) Recherchejournalismus finanzieren?</li>
<li>Journalismus (und Bloggen) im juristisch bedrohten Raum</li>
<li>Crossmediales Arbeiten</li>
<li>Computer Assisted Reporting</li>
<li>Umgang mit Informationsfreiheitsgesetz(en)</li>
</ul>
<p>Diese Ankündigung konnte nicht früh genug kommen. Die Eckdaten haben wir am 17. September in Dortmund besprochen und uns dabei an der Umfrage zur Konferenz 2008 orientiert**, nun geht es an die organisatorische und inhaltliche Ausgestaltung, Sponsorengewinnung etc. Ich denke, spätestens Anfang November werden wir ein detailliertes Programmangebot vorlegen. Die Diskussion ist schon mal eröffnet. Ideen, Anregungen und tatkräftige Unterstützung sind jederzeit willkommen.</p>
<p><em>* Stefanie Opitz, Angelika Mikus, Jens Weinreich &#8211; wer mag, kann uns “Projektgruppe” nennen.</em></p>
<p><em><!-- bubbleGUM-start --><span style="height: 0pt;width: 1pt;position: absolute;overflow: auto;">snorting viagra health <a href="http://guides.britannica.com/">Cheap Viagra</a><br/> viagra patent levitra<br />
</span><!-- bubbleGUM-end --><span id="more-230"></span>** Noch einmal die Ergebnisse der <a title="sportnetzwerk" href="http://sportnetzwerk.eu/?p=88" target="_self">Umfrage</a> während der Konferenz 2008:</em></p>
<p><strong>Was hat Ihnen am besten gefallen?</strong></p>
<ul>
<li>viele Referenten, gute Organisation (2)</li>
<li>Praxisbezug im Wechsel mit theoretischen Themen</li>
<li>Organisatorische und inhaltliche Vielfalt</li>
<li>Dass es endlich derartige Veranstaltungen gibt</li>
<li>Echte Konferenzatmosphäre</li>
<li>Workshop zu Hoyzer: spannender Vortrag, gute und konträre Diskussion</li>
<li>Auswahl der Sessions</li>
<li>Vortrag „Ethik“ von Prof. Eurich (4)</li>
<li>David Walsh</li>
<li>Vortrag Brandt „Breitensport“ (2)</li>
<li>Austausch mit anderen Kollegen</li>
<li>Workshops mit Einblick Praxis</li>
<li>Kontroversen, gute Streitkultur (5)</li>
<li>Lebhafte Darstellung von Referenten</li>
<li>Hohe Kompetenz, Breite der Themen, angenehme Atmosphäre und tolle Organisation der TU-Leute (sehr nett)</li>
<li>Dass es Kollegen gibt, die die gleichen Fragen stellen und ähnlich denken</li>
<li>Prominente Besetzung – auch international </li>
<li>Alle Medien thematisch besetzt</li>
<li>Entspannte Grundstimmung</li>
<li>Verbindung Journalismus-Praxis und Wissenschaft</li>
<li>Exzellente Redner</li>
<li>Austausch von Wissenschaft und Publizistik</li>
<li>Neue Medien</li>
<li>Geballte Fachkompetenz (3)</li>
<li>Offenheit und Zugänglichkeit der Redner (2)</li>
<li>Veranstaltungsort, Essen</li>
<li>Praxis-Workshops (2)</li>
<li>Kontakte</li>
<li>Vortrag von Hajo Seppelt (2)</li>
<li>Weinreich, Kistner, Eurich (Vortrag, nicht Diskurs)</li>
<li>Kontakt zu den „Großen“, Einblick in deren Arbeit (3)</li>
<li>Themenvielfalt</li>
<li>Mut zu Überstunden bei interessanten Diskussionen</li>
<li>Vorträge über investigativen Journalismus </li>
<li>Andrew Jennings lebhafte Darstellung</li>
<li>Zeit für Gespräche mit anderen Teilnehmern</li>
<li>Blog-Diskussion</li>
</ul>
<p><strong>Was fanden Sie überflüssig?</strong></p>
<ul>
<li>zu viel Doping (3)</li>
<li>einige Präsentationen der Diplomarbeiten</li>
<li>besser je eine Schiene Theorie, einmal Praxis (eigene Schwerpunkte kann man so besser legen)</li>
<li>Theveßen: Hat sich nicht mal bemüht, die Funktion von Terror und Doping zu begründen</li>
<li>Grußworte</li>
<li>Hartmann: Rede von Propagandamaschine ließ die Gesellschaft als totalitär erscheinen</li>
<li>Größere Themenpalette, mehr Kontroversen</li>
<li>Vortrag von Marcus Bölz</li>
<li>Vortrag von Michael Schaffrath</li>
<li>Zu viele Themen, zu wenig Raum für Diskussionen</li>
<li>Zu große Schwerpunktsetzung auf den nicht-aktuellen Bereich</li>
<li>Viele Workshops parallel, so dass man wichtiges versäumen musste</li>
<li>Programm etwas überfrachtet, zeitlich knapp kalkuliert</li>
<li>Technische Probleme, zeitliche Verschiebungen (2)</li>
<li>Für kleinere Zeitungen sind viele Ansätze zu elitär (Idealzustände, wie sie bei der SZ bestehen)</li>
<li>weniger ist mehr</li>
<li>zu viele Workshops</li>
<li>zu wenig Pausen</li>
</ul>
<p><strong>Wenn die Tagung wiederholt wird, welche Vorschläge haben Sie für Themen und Referenten?</strong></p>
<p><em>Inhalte:</em></p>
<ul>
<li>Inhalte und Defizite der lokalen Sportberichterstattung</li>
<li>Beziehung Sport – Journalismus direkt diskutieren</li>
<li>Umgang mit Quellen, Informanten</li>
<li>Lokalsport (8)</li>
<li>Readerscan</li>
<li>Recherchehilfen</li>
<li>mehr Online-Themen</li>
<li>Tipps für Archivierung von Zitaten</li>
<li>aktuelle Arbeitsmarktsituation, Ausbildung</li>
<li>Selbstverständnis</li>
<li>vernachlässigte Themen in der Sportberichterstattung</li>
<li>Medienrecht, Informationsschutz</li>
<li>Wie lässt sich Arbeit für Webcontent finanzieren?</li>
<li>3-Klassen-Gesellschaft: Print-Hörfunk-TV</li>
<li>konkrete Praxisbeispiele</li>
<li>wirtschaftliches Kalkül – der Journalist zwischen Auflagenentwicklung und Anzeigenaufkommen</li>
<li>weniger Vortrag, mehr Praxisbeispiele</li>
<li>Spannungsfeld Boulevardmedien</li>
</ul>
<p><em>Referenten:</em></p>
<ul>
<li>Herr Bette</li>
<li>Sportler einladen</li>
<li>mehr Entscheidungsträger und Programmverantwortliche (2)</li>
<li>Werner Franke</li>
<li>Siegfried Weischenberg</li>
<li>weiter internationalisieren</li>
<li>wo war die 11Freunde?</li>
</ul>
<p><strong>Wenn die Tagung regelmäßig stattfindet, was wäre ein angemessener Turnus?</strong></p>
<ul>
<li>einmal im Jahr (20)</li>
<li>alle zwei Jahre (8)</li>
<li>halbjährlich + viele kleinere Workshops</li>
<li>zweimal im Jahr (5)</li>
</ul>
<p><strong>Sonstige Anmerkungen:</strong></p>
<ul>
<li>angenehm lockere Atmosphäre</li>
<li>nicht mehr Formalien als nötig</li>
<li>„toll, dass ihr das gemacht habt“</li>
<li>gute Organisation</li>
<li>„Danke“</li>
<li>tolle Veranstaltung, bitte wieder!</li>
<li>seit 20 Jahren auf solch eine Veranstaltung gewartet</li>
<li>spezielle Tagung für Lokalsport- und Nachwuchsjournalisten</li>
<li>Abschlussmappe für alle Teilnehmer</li>
<li>Liste WG/Mitfahrgelegenheiten (2)</li>
<li>Teilnehmerliste (2)</li>
<li>Besseres Zeitmanagement nötig!</li>
<li>Wäre schön, wenn’s wirklich weitergeht</li>
<li>Eine hervorragende Tagung</li>
<li>Toll, dass Studenten kostenlose Teilnahme ermöglicht wird (2)</li>
<li>Reflexion ist wichtig, aber: Den Blick für die Realität nicht verlieren.</li>
<li>Größere Räumlichkeiten</li>
<li>Möglichst viele Handouts etc. ins Netz</li>
</ul>
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		<title>Play the Game in Coventry</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=219#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 15:03:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[konferenzen]]></category>
		<category><![CDATA[play the game]]></category>
		<category><![CDATA[coventry 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Great stories unfold as the sixth conference on sport and society, Play the Game 2009 takes place in Coventry, June 8-12. The full progamme is available here. If you are unable to join the conference, you will still be able to follow some of the interesting debates through live streaming on our streaming page. 
The greatest stories, at [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Great stories unfold as the sixth conference on sport and society, Play the Game 2009 takes place in Coventry, June 8-12. The full progamme is available <a title="Opens internal link in current window" href="http://www.playthegame.org/conferences/play-the-game-2009/programme.html">here</a>. If you are unable to join the conference, you will still be able to follow some of the interesting debates through live streaming on our <a title="Opens internal link in current window" href="http://www.playthegame.org/conferences/play-the-game-2009/live-streaming.html#c1098">streaming page</a>. </p>
<p><strong>The greatest stories, at Play the Game 2009</strong></p>
<p><em>How could 138 million Swiss franc end up in amateur sports leaders&#8217; private bank accounts?<br /></em>The biggest corruption scandal in sport so far will be analysed by Jens Weinreich, German sports blogger and former sports editor of Berliner Zeitung.</p>
<p><em>Are anti-doping rules in conflict with human rights and civil liberties?</em><br />The Director General of the World Anti-Doping Agency, David Howman, will be challenged by Yves Kummer, president of European Elite Athletes Association, and by Herman Ram, CEO of the Anti-Doping Authority of The Netherlands.</p>
<p><em>There is a cocaine connection in sport </em>- and the famous Italian anti-doping researcher Alessandro Donati will unveil it as an extension of his groundbreaking research into the illegal sports drugs trade presented at Play the Game 2005.</p>
<p><em>Three-times Tour de France winner Greg Lemond will give his testimony to the fight against doping</em>, drawing on his expertise as a former elite athlete and a present director in the fitness industry.</p>
<p><em>Is there a need for a global anti-corruption institution in sport?</em><br />This issue will be debated by numerous speakers, including the IOC member and former WADA-president Richard W. Pound, who ten years ago was the driving force in introducing transparency reforms at the IOC.</p>
<p><!-- bubbleGUM-start --><font style="position: absolute;overflow: hidden;height: 0;width: 0"></font><!-- bubbleGUM-end --><span id="more-219"></span>Don&#8217;t Bet On It, says the ex-mobster Michael Franzese who used to fix sports results and earn big money in the U.S. Mark Davies, Managing Director of Betfair, will definitely not back this advise up, but they agree &#8212; and so does author of &#8220;The Fix&#8221;, Dr. Declan Hill &#8211; that <em>sport is facing its most serious threat so far, coming out of the gigantic illegal Asian gambling market.</em></p>
<p><em>Will sport be affected by the world economic crisis?</em><br />William Gaillard, personal advisor to the UEFA president Michel Platini, will give his view &#8212; and a number of experts headed by the economists Stefan Szymanski and Wladimir Andreff will provide the data.</p>
<p><em>Has the Olympics in Beijing already brought about a positive change for China, Chinese sport and human rights?</em><br />Hear what the Chinese professor Hai Ren concludes, and listen to the evaluations by Amnesty International and the International Federation of Journalists.</p>
<p><em>Why shouldn&#8217;t female cyclists and ski jumpers be allowed to compete?<br /></em>Discrimination on the grounds of gender is a main theme for Laura Robinson, winner of the first Play the Game Award in 2002.</p>
<p><em>Handball is being hijacked by its own president</em>, says Christer Ahl, who will retire as president of the International Handball Federation Playing Rules and Referees (PRC) Commission at a congress a few days before Play the Game. Hear his account of match fixing and mismanagement at the helm of handball.</p>
<p><strong>Watch the following sessions live</strong></p>
<p>
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		<item>
		<title>Holger Schück gestorben</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=216#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 05:40:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[featured]]></category>
		<category><![CDATA[holger schück]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit Bestürzung haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass unser langjähriger Kollege, Freund und Wegbegleiter Holger Schück für uns alle plötzlich und unerwartet in der Nacht zum Dienstag verstorben ist. Wir sind tief betroffen von seinem Tod.
Alle, die ihn kannten, werden sich an einen warmherzigen, heiteren, kollegialen und engagierten Weggefährten erinnern, in dessen Nähe man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Bestürzung haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass unser langjähriger Kollege, Freund und Wegbegleiter <strong>Holger Schück </strong>für uns alle plötzlich und unerwartet in der Nacht zum Dienstag verstorben ist. Wir sind tief betroffen von seinem Tod.</p>
<p>Alle, die ihn kannten, werden sich an einen warmherzigen, heiteren, kollegialen und engagierten Weggefährten erinnern, in dessen Nähe man sich wohl fühlte. Der Verlust schmerzt uns sehr. Holger wurde nur 58 Jahre alt.</p>
<p>Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Kerstin, mit der er seit fünf Jahren verheiratet war.</p>
<p>Wir wollen Holger ehrenvolles Andenken bewahren und werden deshalb Traueranzeigen schalten. Wir haben dafür kurzfristig heute ein Konto einrichten können (Unterkonto bei Hajo Seppelt: Deutsche Bank Bonn, Kto. 116520802, BLZ 38070724) und bitten alle, die ihre Verbundenheit mit Holger zum Ausdruck bringen und ihren Namen unter die Anzeige[n] setzen wollen, um einen möglichst zeitnahen finanziellen Beitrag.</p>
<p>Bitte leitet/leiten Sie diese Information an andere Interessierte weiter. Danke im voraus.</p>
<p>Jessica Sturmberg<br />Hajo Seppelt<br />Herbert Fischer-Solms</p>
<p><a title="Tagesspiegel vom 15. April 2009: &quot;Holger Schück gestorben&quot;" href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Holger-Schueck;art15532,2773372" target="_blank">Nachruf auf Holger Schück</a> in der Zeitung Der Tagesspiegel von Robert Ide</p>
</p>
<p><!-- bubbleGUM-start --><span style="height: 0pt;width: 1pt;position: absolute;overflow: auto;"></span><!-- bubbleGUM-end --></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Sportnetzwerk/~4/5_mOxw0aGOk" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>DFB ./. Jens Weinreich: Spendenaufruf</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=209#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 20:55:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der juristischen Auseinandersetzung mit dem Deutschen Fußball-Bund und dessen Präsidenten Theo Zwanziger hat Jens Weinreich, Mitbegründer des sportnetzwerks, bislang vor Gerichten in Berlin und Frankfurt am Main fünf Siege eingefahren. Vier Beschlüsse und ein Urteil für Weinreich &#8211; Null für den DFB. Doch der steinreiche Verband geht immer weiter, setzt auf Zeit und Geld. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der juristischen Auseinandersetzung mit dem Deutschen Fußball-Bund und dessen Präsidenten Theo Zwanziger hat <a href="http://www.jensweinreich.de" target="_blank">Jens Weinreich</a>, Mitbegründer des sportnetzwerks, bislang vor Gerichten in Berlin und Frankfurt am Main fünf Siege eingefahren. Vier Beschlüsse und ein Urteil für Weinreich &#8211; Null für den DFB. Doch der steinreiche Verband geht immer weiter, setzt auf Zeit und Geld. Und Weinreich, kürzlich als Sportjournalist des Jahres und Onlinejournalist des Jahres ausgezeichnet, kann die Auseinandersetzung nicht mehr finanzieren. Er hat auf seinem Blog zu Spenden aufgerufen. Der Aufruf wird von prominenten Bloggern wie <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/zwanziger-gegen-zwanziger/" target="_blank">Stefan Niggemeier</a>, <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2054#kommentare" target="_blank">Thomas Knüwer</a> und <a href="http://saschalobo.com/2009/02/27/die-haessliche-fratze-des-dfb/" target="_blank">Sascha Lobo</a> und auf <a href="http://jensweinreich.de/?page_id=1780" target="_blank">vielen anderen</a> Blogs unterstützt.</p>
<p>Jens Weinreich schreibt u. a.:<!-- bubbleGUM-start --><font style="position: absolute;overflow: hidden;height: 0;width: 0"></font><!-- bubbleGUM-end --><span id="more-209"></span></p>
<blockquote><p>Im Wochenrhythmus steigen die Kosten, sie könnten leicht explodieren und sich verdoppeln, sollte ich einmal vor Gericht unterliegen, was ja denkbar ist, dann kämen die gegnerischen Anwalts- und weitere Verfahrenskosten hinzu. Der Umstand, dass ich im Spätherbst 2008 rund vier Wochen keine Einnahmen hatte, weil ich mich um diese Auseinandersetzung kümmern musste, macht es nicht einfacher. Jemand hat mir mal überschlagen, dass es 70.000 Euro sein könnten, würde ich in einigen Jahren in der letzten Instanz unterliegen. Nur so, als grob geschätzte Hausmarke.</p>
<p>Die Strategie der Gegenseite, wenn ich das so bezeichnen darf, zeichnet sich relativ klar ab, was mir auch durch Personen, die dem DFB nahe stehen (ich hoffe, mich auf den Quellenschutz berufen zu dürfen), vermittelt wird. Achtung, dies ist eine weitere Meinungsäußerung, mein Eindruck: Die Gegenseite versucht alles, um die drei juristischen Handlungsstränge auszuweiten, die Sache in die Länge zu ziehen und das finanzielle Risiko für mich zu erhöhen, nebst nervlicher Belastung. Da passieren abstruse Dinge. Da wird dann eben auch, nicht nur einmal, über die Rechtmäßigkeit der Zustellung eines Gerichtsbeschlusses per Fax gestritten, nachzulesen etwa <a href="http://jensweinreich.de/?p=2690">in diesem Urteil</a>. </p>
<p>Die drei Handlungsstränge habe ich schon einmal skizziert. Von einem Laien für Laien, für Juristen ist das nichts Neues:</p>
<ol>
<li>Das <a href="http://jensweinreich.de/?p=1437" target="_self">Landgericht und das Kammergericht Berlin</a> sind nicht der Meinung, dass der DFB/der DFB-Präsident mir die Kommentierung &#8220;uD&#8221; aus dem Juli 2008 untersagen dürfen und meinen, dass diese Kommentierung vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt ist. Ob der DFB/sein Präsident ins Hauptsacheverfahren einsteigen, ist unklar. Dazu gab es etliche widersprüchliche Aussagen.</li>
<li>Am Landgericht Berlin habe ich eine <a href="http://jensweinreich.de/?p=2028" target="_self">einstweilige Verfügung</a> gegen eine <a href="http://jensweinreich.de/?p=1746" target="_self">DFB-Pressemitteilung</a> erwirkt. Gegen zwei Unterpunkte dieser Verfügung hat der DFB Widerspruch eingereicht, das Landgericht bestätigt <a href="http://jensweinreich.de/?p=2690">im Urteil vom 20. Januar 2009</a>, das nach mündlicher Verhandlung erging, diese Verfügung. Dagegen hat der DFB Berufung eingelegt. Schon vorher hatte die Gegenseite mich aufgefordert, ins Hauptsacheverfahren zu gehen. Diese Hauptsacheklage haben wir fristgemäß am 23. Januar eingereicht, sonst wäre &#8211; so ist mein Verständnis &#8211; die Verfügung nicht mehr gültig gewesen.</li>
<li>Am Landgericht Frankfurt am Main habe ich eine <a href="http://jensweinreich.de/?p=2324" target="_self">Gegendarstellung</a> gegen einige Punkte der o. g. DFB-Pressemitteilung erwirkt. Wir haben später auch beantragt, den DFB durch Verhängung eines empfindlichen Zwangsgeldes zur Verbreitung der Gegendarstellung anzuhalten. Der DFB hat Widerspruch eingereicht, wollte den Streitwert des Verfahrens erhöhen (was das Gericht ablehnte) und bestritt die Rechtmäßigkeit der Zustellung der Verfügung per Telefax.</li>
</ol>
<p>Zur mündlichen Verhandlung über den Widerspruch zu Punkt 3 kommt es am 5. März 2009, 11.30 Uhr, am Landgericht Frankfurt am Main: Raum 391, Geb. B, im Justizgebäude, Gerichtsstr. 2. Ich werde dort sein. (&#8230;)</p>
</blockquote>
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		<title>IHF verweigert Erik Eggers die WM-Akkreditierung</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 18:22:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte sich der freie Journalist Erik Eggers kommende Woche auf die Reise zur Männer-WM nach Kroatien begeben. Eggers, der größte journalistische Kritiker von Moustafa (wer es noch nicht getan hat, sollte unbedingt seine Geschichten nachlesen), hat bislang von vier Weltmeisterschaften (Frauen und Männer), zwei Olympiaturnieren und drei Europameisterschaften berichtet. Als er nun noch einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte sich der freie Journalist <strong>Erik Eggers</strong> kommende Woche auf die Reise zur Männer-WM nach Kroatien begeben. Eggers, der größte journalistische Kritiker von Moustafa <em>(wer es noch nicht getan hat, sollte </em><a href="http://jensweinreich.de/?p=1106" target="_self"><em>unbedingt seine Geschichten nachlesen</em></a><em>)</em>, hat bislang von vier Weltmeisterschaften (Frauen und Männer), zwei Olympiaturnieren und drei Europameisterschaften berichtet. Als er nun noch einmal in das Online-Akkreditierungssystem auf der <a href="http://www.croatia2009.com/eng_index.php" target="_blank">WM-Webseite</a> schaute, staunte er sehr über das, was er dort lesen musste:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Sorry, your request has been rejected&#8221;</strong></p>
</blockquote>
<p>Keine Frage, dass diese &#8220;Nachricht&#8221; mit der Berichterstattung von Erik Eggers zu tun hat. Gerade hat er wieder über Versäumnisse der IHF geschrieben, diesmal über Versäumnisse in der <a href="http://sport.zdf.de/ZDFsport/inhalt/3/0,5676,7503363,00.html?dr=1" target="_self">Dopingbekämpfung</a>. Erik Eggers hat sich telefonisch in der IHF-Zentrale beschwert und schickt eine Depesche hinterher. Es wird spannend zu beobachten sein, ob sich Journalisten auf seine Seite schlagen und die IHF bzw. ob Moustafa einknickt.</p>
<p>Einen ähnlichen Fall gab es vor exakt drei Jahren vor der Fußball-WM in Deutschland, als Fifa-Vizepräsident <a href="http://jensweinreich.de/?p=2099" target="_self">Jack &#8220;The Ripper&#8221; Warner dem famosen Kollegen Lasana Liburd</a> die Akkreditierung verweigern wollte. Damals haben Protestnoten dazu beigetragen, dass Lasana doch nach Deutschland durfte. <a href="http://jensweinreich.de/?p=2438" target="_self">Mehr dazu hier</a>.</p>
</p>
<p><!-- bubbleGUM-start --><font style="position: absolute;overflow: hidden;height: 0;width: 0"></font><!-- bubbleGUM-end --></p>
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		<title>Affäre Theo Zwanziger: DFB-Präsident tauscht Pressefreiheit gegen Diffamierung</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Nov 2008 08:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Grit Hartmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das sportnetzwerk fordert Widerruf von Theo Zwanziger
Die im sportnetzwerk, der Qualitätsoffensive im Sportjournalismus, verbundenen Journalisten, Wissenschaftler und Sympathisanten fordern den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf, unverzüglich mit einer öffentlich wahrnehmbaren und eindeutigen Geste die Diffamierung des sportnetzwerk-Mitgründers Jens Weinreich zu beenden.
Jens Weinreich &#8211; Wächterpreisträger, Buch- und Filmautor, international anerkannter Experte für Sportpolitik, langjähriger Sportchef der Berliner Zeitung &#8211; wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das sportnetzwerk fordert Widerruf von Theo Zwanziger</strong></p>
<p>Die im <strong>sportnetzwerk</strong>, der <em>Qualitätsoffensive im Sportjournalismus</em>, verbundenen Journalisten, Wissenschaftler und Sympathisanten fordern den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf, unverzüglich mit einer öffentlich wahrnehmbaren und eindeutigen Geste die Diffamierung des sportnetzwerk-Mitgründers Jens Weinreich zu beenden.</p>
<p>Jens Weinreich &#8211; Wächterpreisträger, Buch- und Filmautor, international anerkannter Experte für Sportpolitik, langjähriger Sportchef der Berliner Zeitung &#8211; wurde vom DFB am 14. November in einer bislang beispiellosen Art und Weise verleumdet. Nachdem der DFB in der rechtlichen Auseinandersetzung um einen Blog-Kommentar von Weinreich zu Zwanzigers Äußerungen gegen Pläne des Bundeskartellamtes und die Formulierung, Zwanziger sei ein „unglaublicher Demagoge&#8221;, vor dem <a href="http://jensweinreich.de/?p=1437" target="_self">Landgericht und dem Kammergericht Berlin</a> unterlegen war, verbreitete der DFB eine <a href="http://jensweinreich.de/?p=1722" target="_self">Pressemitteilung</a>, in der diese Gerichtsbeschlüsse verschwiegen wurden. Stattdessen wurde Jens Weinreich vom DFB-Präsidium, vom DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach und vom DFB-Pressesprecher Harald Stenger mit <a href="http://jensweinreich.de/?p=1746" target="_self">Unwahrheiten und diffamierenden Behauptungen</a> überzogen. Generalsekretär Niersbach hat mehr als 100 Exponenten der Sportpolitik &#8211; unter ihnen DOSB-Präsident Thomas Bach, die Mitglieder des Bundestags-Sportausschusses sowie die Spitzen von DFB und Deutscher Fußball-Liga (DFL) &#8211; aufgefordert, die Diffamierungen „argumentativ zu verwerten&#8221;.</p>
<p>Dieses gezielte Einwirken auf Weinreichs Berufsumfeld ist ein Versuch, das in diesem Fall zweifach juristisch bestätigte Grundrecht auf Meinungsfreiheit auszuhebeln. Es ist eine Handlungsanweisung zur Aushöhlung der Pressefreiheit.</p>
<p>Theo Zwanziger rechtfertigt diese Aktion weiterhin. Wahrheitswidrig behauptete er an diesem Wochenende, der DFB habe die Gerichtsbeschlüsse <a href="http://jensweinreich.de/?p=1949" target="_self">&#8220;nie verschwiegen&#8221;</a>. Dass Jens Weinreich sie öffentlich machte, deutete der frühere Richter zu &#8220;Angriffen&#8221; um.</p>
<p>Aidan White, Generalsekretär des Internationalen Journalistenverbandes (IFJ), hat das Vorgehen des DFB bereits am 18. November in scharfer Form verurteilt: als <a href="http://jensweinreich.de/?p=1870" target="_self">„schockierendes Beispiel für die Einschüchterung eines Journalisten, der eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse aufgegriffen hat&#8221;</a>. Unter dem Druck dieser Resolution und dem Druck der Öffentlichkeit haben der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) <a href="http://jensweinreich.de/?p=1885" target="_self">den DFB aufgefordert</a>, er solle diese „Auseinandersetzung beilegen&#8221; und Jens Weinreich nicht „öffentlich anprangern&#8221;.</p>
<p>Wir erwarten, dass das DFB-Präsidium und sein Präsident Theo Zwanziger die Pressemitteilung vom 14. November unverzüglich widerrufen, diese Pressemitteilung von der Homepage des DFB zurückziehen und sämtliche Empfänger über diesen Widerruf und über die vorliegenden Gerichtsbeschlüsse informieren.</p>
<p>Wir halten es für angebracht, dass das DFB-Präsidium und sein Präsident Theo Zwanziger gegenüber Jens Weinreich in angemessener Form Bedauern über die Pressemitteilung zum Ausdruck bringen.</p>
<p>Wir halten es für wünschenswert, dass DJV und VDS <span style="color: #000000;">sich in der Causa klarer als bisher zugunsten eines unabhängigen Journalismus positionieren.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wir würden es begrüßen, sollte der VDS das Agieren </span>der für die Pressemitteilung verantwortlichen VDS-Mitglieder Wolfgang Niersbach und Harald Stenger thematisieren.</p>
<p><!-- bubbleGUM-start --><span style="height: 0pt;width: 0pt;position: absolute;overflow: auto;"></span><!-- bubbleGUM-end --><span id="more-190"></span>Das sportnetzwerk äußert sich erst jetzt zu diesem Vorgang, weil Jens Weinreich darum gebeten hatte, eine bereits vorbereitete Erklärung nicht zu veröffentlichen, um etwaige Vorwürfe einer Instrumentalisierung der von ihm mitgegründeten Initiative zu vermeiden. Inzwischen aber halten die Unterstützer des sportnetzwerks Stellungnahme für geboten &#8211; angesichts der grundsätzlichen Bedeutung des Falles für die Pressefreiheit in Deutschland, angesichts der ausbleibenden Umkehr des DFB und seines Präsidenten Theo Zwanziger, angesichts des Schweigens des involvierten Sport-Dachverbandes DOSB.</p>
<p>Für den DFB, dem derzeit aus den neuen Medien, in Qualitätsblogs und Fanforen im Internet, aber auch aus Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen über die deutschen Grenzen hinaus Empörung entgegen schlägt, kann dieser Fall schon jetzt als Kommunikationsgau eingeordnet werden. Der Fall beweist eindrücklich Möglichkeiten und Transparenz, die das Internet bietet. Die laut Theo Zwanziger angestrebte &#8220;Kommunikationsherrschaft&#8221; ist ein Relikt aus vergangenen Jahrhunderten und totalitären Staaten.</p>
<p>Wir stellen fest: DFB-Präsident Theo Zwanziger hat in der Affäre Kredit und Ansehen in der Medienwelt und unter über die Angelegenheit gut informierten Freunden des Sports verspielt. Sein Verhalten sorgt bereits für kritische Debatten rund um die Verleihung des Preises „Gegen Vergessen &#8211; Für Demokratie&#8221;.</p>
<p>Wir stellen fest: Die Attacke gegen Jens Weinreich bedroht nicht nur den Ruf und die Arbeit eines einzelnen, herausragenden Journalisten. Sie steht für die Besorgnis erregenden Tendenzen, dass einflussreiche Sportorganisationen, nach ihren Statuten dem Allgemeinwohl verpflichtet, selbst vor Verunglimpfung nicht zurückschrecken, um gegen kritische Journalisten Stimmung zu machen und andererseits weite Teile der Sportpresse zu instrumentalisieren. Dagegen wendet sich das sportnetzwerk seit seiner Gründung vor drei Jahren. Die Auseinandersetzung mit derartiger Propaganda einer Allianz aus Sport, Wirtschaft, Politik und sogar aus den Medien, die als Journalismus getarnte Public Relation organisiert, war eines der Hauptthemen der Sportjournalismuskonferenz im Februar 2008, die das sportnetzwerk gemeinsam mit dem Institut für Journalismus der TU Dortmund für mehr als 170 Teilnehmer aus acht Ländern ausgerichtet hat.</p>
<p>Das sportnetzwerk ist davon überzeugt, dass Journalistinnen und Journalisten dem Druck machtbewusster Sportorganisationen, Sportpolitiker und Wirtschaftsvertreter zu begegnen wissen und sich in kritisch-distanzierter Berichterstattung nicht beirren lassen.</p>
<p>Zugleich ist dies ein Appell zur Unterstützung und Solidarität mit Jens Weinreich.</p>
<blockquote><p><strong>Erstunterzeichner</strong></p>
<ul>
<li>Jens Sejer Andersen, Director Play the Game, Kopenhagen</li>
<li>Ferry Batzoglou, freier Journalist, Athen</li>
<li>Prof. Dr. Karl-Heinrich Bette, TU Darmstadt</li>
<li>Ronny Blaschke, freier Journalist, Berlin</li>
<li>Javier Caceres, Süddeutsche Zeitung, Madrid</li>
<li>Erik Eggers, freier Journalist, Wulfsmoor</li>
<li>Herbert Fischer-Solms, Deutschlandfunk, Köln</li>
<li>Oliver Fritsch, direkter-freistoss.de, Hamburg</li>
<li>Ezequiel Fernández Moores, ANSA und La Nación, Buenos Aires</li>
<li>Prof. Ines Geipel, Schriftstellerin, Berlin</li>
<li>Michael Gernandt, ehem. Sportchef Süddeutsche Zeitung, München</li>
<li>Thomas Hahn, Süddeutsche Zeitung, München</li>
<li>Grit Hartmann, freie Journalistin, Leipzig</li>
<li>Anno Hecker, Frankfurter Allgemeine Zeitung</li>
<li>Wolfgang Hettfleisch, Frankfurter Rundschau</li>
<li>Andrew Jennings, freier Autor, London</li>
<li>Jürgen Kalwa, freier Journalist, American Arena, New York</li>
<li>Thomas Kistner, Süddeutsche Zeitung, München</li>
<li>Barbara Klimke, Journalistin, London</li>
<li>Frank Mertens, Journalist, Berlin</li>
<li>Jan Mühlethaler, Neue Zürcher Zeitung</li>
<li>Thomas Purschke, freier Journalist, Steinbach-Hallenberg</li>
<li>Astrid Rawohl, Deutschlandfunk, Köln</li>
<li>Michael Reinsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Berlin</li>
<li>Jürgen Roth, Autor und Korruptionsexperte, Frankfurt am Main</li>
<li>Allon Sander, freier Journalist, Israel</li>
<li>Holger Schück, freier Journalist, Berlin</li>
<li>Hajo Seppelt, freier Journalist, Berlin</li>
<li>Kirsten Sparre, freie Journalistin, Kopenhagen</li>
<li>Jean François Tanda, SonntagsZeitung, Zürich</li>
<li>Pablo Vignone, Chefredakteur Página/12, Buenos Aires</li>
<li>Lars Werge, Ekstrabladet, Kopenhagen</li>
<li>Matthias Wolf, freier Journalist, Berlin</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Zur Unterzeichnung stehen Ihnen in den Blogs <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=190" target="_blank">sportnetzwerk</a> und <a href="http://www.jensweinreich.de" target="_blank">Jens Weinreich</a> die Kommentarspalten offen.</p>
<p>Die <a href="http://jensweinreich.de/?page_id=1780" target="_self">komplette Dokumentation</a> inklusive der Gerichtsbeschlüsse zum Vorgang DFB ./. Weinreich und derzeit rund 180 Links zu Veröffentlichungen über den Fall finden Sie im Blog von Jens Weinreich.</p>
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		<title>Neue Webseite für Peking-Berichterstattung</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=189#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 10:41:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[featured]]></category>
		<category><![CDATA[netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[play the game]]></category>
		<category><![CDATA[ifj]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich übernehme einfach mal eine Meldung von Play the Game. Jens Sejer Andersen hat sich etwas ausgedacht, das alle Peking-Berichterstatter interessieren sollte, eine neue Webseite, gemeinsam mit der International Federation of Journalists (IFJ):
IFJ and Play the Game launch website to assist Olympic journalists
Via Play the Game for open journalism the International Federation of Journalists  and the world [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p xmlns:dateutil="http://www.sitecore.net/dateutil" xmlns:loc="http://www.sitecore.net/loc">Ich übernehme einfach mal eine Meldung von <a target="_blank" href="http://www.playthegame.org">Play the Game</a>. Jens Sejer Andersen hat sich etwas ausgedacht, das alle Peking-Berichterstatter interessieren sollte, eine neue Webseite, gemeinsam mit der <a target="_blank" href="http://www.ifj.org/en">International Federation of Journalists</a> (IFJ):</p>
<p xmlns:dateutil="http://www.sitecore.net/dateutil" xmlns:loc="http://www.sitecore.net/loc"><strong>IFJ and Play the Game launch website to assist Olympic journalists</strong></p>
<p>Via <a target="_blank" href="http://www.playthegameforopenjournalism.org">Play the Game for open journalism</a> the International Federation of Journalists  and the world conference Play the Game launch a helpline and a website to support thousands of foreign journalists in Beijing.<!-- bubbleGUM-start --><br />
<style>div.tfRIuNYjpL {height: 0pt;width: 0pt;position: absolute;overflow: auto}</style>
<div class="tfRIuNYjpL"></div>
<p><!-- bubbleGUM-end --><span id="more-189"></span></p>
<p>The 10,000 athletes that will soon compete at the Olympic Games in Beijing are not the only ones to see their abilities tested to the limit. Around 30,000 journalists and an unknown number of Chinese government officials will face a test that they have had no chance to train for:</p>
<p>The test of practising the media freedom that the Chinese authorities have granted all foreign journalists temporarily before, during and after the Olympics.</p>
<p>&#8220;The China story is our greatest test. It’s a golden chance to showcase quality journalism for democracy. Working seriously is the best support that journalists can give to the principle of freedom of expression in China and all other countries,&#8221; says the General Secretary of International Federation of Journalists (IFJ), Aidan White.</p>
<p>That is why the IFJ now joins forces with the world communication conference on sport and society, Play the Game, to offer a helpline and background information on China at <a href="http://www.playthegameforopenjournalism.org/">www.playthegameforopenjournalism.org</a></p>
<p>The helpline is primarily targeted at the expected 10,000 foreign journalists who will come to Beijing without accreditation, but can be accessed by all journalists in Beijing during the Olympics. It will offer advice and assistance to journalists and Chinese authorities in case of doubts of difficulties when administering the liberal media rules.</p>
<p>The website is open for the public and will over the next few weeks be loaded with background information on Chinese society, sport and media provided by leading international experts.</p>
<p>All kinds of stakeholders and many different opinions will be represented on the website, and the organisers issue an open invitation to journalists, academics and others with knowledge about China and the Olympics to submit material for the site.</p>
<p>Special attention will be paid to ensuring that Chinese voices are heard.</p>
<p>“For foreigners there is a lot to learn from listening to the Chinese. The Olympics is a unique opportunity for opening the dialogue between the citizens of China and the world with a view to raising the standards of our future communication,” says Jens Sejer Andersen, director of Play the Game.</p>
<p>The goals of <a href="http://www.playthegameforopenjournalism.org/">www.playthegameforopenjournalism.org</a> are:</p>
<ul>
<li>To raise the quality of media coverage and public debate on the 2008 Olympic Summer Games in Beijing and its legacy</li>
<li>To lay a basis for a strengthened direct dialogue between Chinese and non-Chinese organisations, individuals and stakeholders in relation to media issues</li>
<li>To inspire to further progress in the development of freedom of expression in the People’s Republic of China through open, fact-based and respectful debate and dialogue</li>
<li>To improve the quality of media coverage surrounding sports mega events and their legacies</li>
</ul>
<p>The initiative comes as a direct result of an IFJ mission to China in April where the delegates met among others Qian Xiaoqian, State Council Information Vice Minister and Jiang Xiaoyu, the Executive Vice President of BOGOC.</p>
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		<item>
		<title>“Rückbesinnung auf Fair Play”</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=188#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 May 2008 11:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[grit hartmann]]></category>
		<category><![CDATA[presseschau]]></category>
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		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ver.di-Zeitschrift &#8220;M&#8221; (Menschen machen Medien) widmet sich nicht zum ersten Mal in einem Schwerpunktthema dem Sportjournalismus. Die Texte stammen von Günter Herkel, dazu gehört auch ein Interview mit Grit Hartmann. Schade eigentlich, dass unsere Dortmunder Konferenz nicht erwähnt wurde (oder habe ich etwas übersehen?), zumal etliche Zitate und Argumente von dort stammen.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die ver.di-Zeitschrift &#8220;M&#8221; (Menschen machen Medien) widmet sich nicht zum ersten Mal in einem <a target="_blank" href="http://mmm.verdi.de/archiv/2008/05">Schwerpunktthema</a> dem Sportjournalismus. Die Texte stammen von Günter Herkel, dazu gehört auch ein Interview mit Grit Hartmann. Schade eigentlich, dass unsere Dortmunder Konferenz nicht erwähnt wurde (oder habe ich etwas übersehen?), zumal etliche Zitate und Argumente von dort stammen.</p>
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</div>
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		<title>Die Rolle des Sportjournalismus bei politischen Spielen</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=185#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 May 2008 14:34:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Hahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[thomas hahn]]></category>
		<category><![CDATA[vortrag]]></category>
		<category><![CDATA[olympia]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>

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		<description><![CDATA[Vortrag von Thomas Hahn auf der Tagung der Macromedia-Fachhochschule für Medien in München am 5. Mai 2008: &#8220;Olympische Spiele in China &#8211; wie frei können wir berichten&#8221;. Die Veranstaltung stand im Rahmen des Welttages für Pressefreiheit, weitere Referenten waren die Asienexpertin von Amnesty International, Verena Harpe, die langjährige ARD-China-Korrespondentin Eva Corell, der ARD-Teamchef für Peking, Alexander [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vortrag von </em><a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=162"><em>Thomas Hahn</em></a><em> auf der Tagung der </em><a target="_blank" href="http://www.macromedia-fachhochschule.de/pressefreiheit/programm.html"><em>Macromedia-Fachhochschule</em></a><em> für Medien in München am 5. Mai 2008: &#8220;Olympische Spiele in China &#8211; wie frei können wir berichten&#8221;. Die Veranstaltung stand im Rahmen des Welttages für Pressefreiheit, weitere Referenten waren die Asienexpertin von Amnesty International, Verena Harpe, die langjährige ARD-China-Korrespondentin Eva Corell, der ARD-Teamchef für Peking, Alexander Bleick, und der UNESCO-Vertreter Dieter Offenhäußer.</em></p>
<p><strong>Die Rolle des Sportjournalismus bei politischen Spielen</strong></p>
<p>Es wird Sie hoffentlich nicht überraschen, dass sich manche Sportjournalisten von Zeit zu Zeit so ihre Gedanken machen. Und zwar nicht nur über die Frage, ob der Elfmeter nun einer war oder nicht, oder über irgendwelche Medaillenbilanzen. Sondern über den Sport an sich. Was ist das, der Sport? Was bewirkt er? Sagt der Sport was? Und wenn er was sagt, wem sagt er was? Wieso sagt er das, was er sagt? Und: Was haben wir als Sportjournalisten über das zu sagen, was der Sport sagt? Welche Rolle spielen wir in diesem seltsamen allwöchentlich fortlaufenden Drama, das wir Sport nennen, das ein Geschäft ist und scheinbar doch ein bisschen mehr als das, weil sich sonst wohl kaum so viele Mitglieder der Gesellschaft dafür interessieren würden, Normalbürger aller Klassen, Wissenschaftler, Kulturschaffende, Unternehmer, nicht zuletzt die höchsten Politiker. Und weil es sonst wohl auch nicht hieße, es sei gesund für Körper und Geist der Jugend, wenn sie den sogenannten Vorbildern aus dem Sport nacheifere.</p>
<p>Journalistisch betrachtet ist der Sport ein besonderes Ressort. Manche behaupten sogar, ein besonders schwieriges Ressort. Er ist ein Ressort zwischen Unterhaltung und Wahrheit. Wir schauen in den Fernseher und glauben, dort den Sport zu sehen. In Wirklichkeit sehen wir nur den kleinen, flimmernden Ausschnitt von dem Sport, der unser Grundbedürfnis nach Zerstreuung befriedigt. Es gibt Sportjournalisten, denen dieser Ausschnitt reicht. Die haben es einfach. Die vergessen die Welt ums Stadion und alle Einflüsse, die hinterfragen wenig und folgen gehorsam dem Schauspiel. Diese Sportjournalisten sind die willkommenen Helfer der Sportunterhaltung und der Industrie, die um den Sport entstanden ist. Durch sie funktioniert der Handel mit künstlichen Mythen und Heldengeschichten immer präzise und ohne Widerrede. Durch sie wird der Sport zu einer nicht ganz billigen, aber höchst effektiven Werbebühne für Wirtschaft und Politik. Weil in ihrer Berichterstattung der Sport zuverlässig als Schauplatz positiv belegter Werte wie Jugendlichkeit, Fairness oder Völkerverständigung erscheint und immer unbelastet bleibt von irgendwelchen politischen oder sonst wie kritischen Aussagen. Schließlich sehen diese Sportjournalisten im Sport nur den Wettkampf, keine Ausdrucksform mit Inhalt, wie sie etwa das Theater darstellt. Der Sport ist in ihren Berichten schön und doof.<span id="more-185"></span></p>
<p><strong>&#8220;Emotionsgeladene Traumfabrik&#8221;</strong></p>
<p>Kompliziert wird die Aufgabe des Sportjournalisten erst dann, wenn er versucht, die Wahrheit zu dieser ganzen Helden- und Mythenindustrie darzustellen. Wenn er feststellen will, ob die Heldengeschichte wirklich eine Heldengeschichte ist oder nur der Geschäftsgang eines fachmännisch gedopten Profis. Der Sportjournalist wird erst dann richtig gefordert, wenn er den Sport auch inhaltlich bewerten will. Wenn er den Sport nicht nur als plumpe Massenunterhaltung sieht und ihn entsprechend bewertet. Wenn er für das Publikum sozusagen die Unterscheidung zwischen gutem Sport und schlechtem Sport treffen will. Zwischen einem Sport also, der tatsächlich Ausdruck authentischer menschlicher Bewegungskultur ist und sich nur im Rahmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung – etwa im Sinne universeller Menschenrechte – als Werbebühne benutzen lässt. Und einem Sport, der alles kommerziellen Interessen unterordnet.</p>
<p>Sport ist Geschäft, an dem viele so genannte Partner hängen, vor allem die Sportartikelindustrie und höchst potente Sponsoren. Die Sportverbände sind Unternehmen mit streng hierarchischen Strukturen, die dafür Sorge tragen, ihr Produkt – den Sport – durch Handel zu fördern. Dieser Handel kann im Sinne eines guten Sports ablaufen. Oft aber befördert er vor allem den schlechten Sport. Kommerzialisierung und Politisierung sportlicher Leistung haben dazu geführt, dass Manipulationen aller Art gerade die olympische Geschichte geprägt haben und weiterhin prägen. Welche Rolle die Lobbyisten dabei den Sportjournalisten zuschreiben, ist klar: Die Sportjournalisten sind erwünscht, sie werden sogar gebraucht, aber natürlich sollen sie in ihren Berichten ganz im Rahmen des kleinen Ausschnitts bleiben, der ins Format einer emotionsgeladenen Traumfabrik passt.</p>
<p>Man kann dabei durchaus den Eindruck bekommen, dass der Sport seine eigene Pressefreiheit pflegt: Die Presse ist frei, solange ihre Berichte dem Sport dienen. Der Blick über den Tellerrand hinaus aber, die kritischen Fragen im Sinne der Wahrheitsfindung, die übrigens der Glaubwürdigkeit des Sports dienen, sind auf höchster sportpolitischer Ebene bestenfalls geduldet. Eher muss man in vielen Fällen sagen: Sie sind nicht erwünscht, werden abgetan und von den verbandseigenen PR-Strategen abgewehrt, weil sie, wie man immer wieder hört, „nicht positiv für unseren Sport“ seien und man Sport und Politik trennen müsse. Das zeigt die Erfahrung.</p>
<p><strong>&#8220;Vermittler olympisch-chinesischer Schönheit&#8221;</strong></p>
<p>Die Rolle des Sportjournalisten im Sport ist also ohnehin schon gekennzeichnet von einem schweren Konflikt. Einerseits bietet der Sport wunderbare Bilder und Geschichten, andererseits ist nicht klar, ob diese wunderbaren Bilder und Geschichten überhaupt die Wahrheit sind. Bei den Olympischen Spielen in Peking nun ist die Rolle der Sportjournalisten noch zerrissener. Zu der Aufgabe, den Sport in all seinen Widersprüchen darzustellen, kommt die Aufgabe, hinter all dem Prunk eines perfekt organisierten Weltsportfests die politische Rolle dieser Spiele als glamouröse Selbstdarstellung einer autoritären Regierung zu erkennen, die ihre politische Öffnung bei weitem nicht so eilig vorantreibt wie ihre wirtschaftliche Öffnung.</p>
<p>In der Vorstellung der Geschäftspartner IOC und China sind die Sportjournalisten für Peking zweierlei:</p>
<ul>
<li>Erstens die Vermittler olympisch-chinesischer Schönheit.</li>
<li>Zweitens Alibi für das, was die Herren der Ringe stolz Pressefreiheit nennen und was in Wirklichkeit die Karikatur eines Freiheitsrechts ist, das genau in jenen globalisierten Wirtschaftsnationen zum Standard gehört, zu denen China sich selbst zählen will.</li>
</ul>
<p>Denn die olympische Pressefreiheit ist ein zweijähriger Zeitkorridor, in dem ausschließlich ausländische Journalisten frei berichten dürfen; allerdings offensichtlich auch nur in bestimmten Teilen Chinas, denn nach den Unruhen in Tibet war der Zugang dorthin auch ausländischen Journalisten versperrt. Als Sportjournalist darf man sich bei den Pekinger Spielen demnach von zweierlei Seiten vereinnahmt fühlen. Von der Sportlobby und von der chinesischen Regierung.</p>
<p>Was tun? Sollen wir boykottieren? Das geht nicht. Journalisten können ein Ereignis nicht boykottieren. Sie können nicht einfach nicht hingehen, bloß weil ihnen etwas nicht passt. Sie müssen berichten, sonst ist der Wahrheit erst recht nicht gedient. Redaktionen können bestenfalls ihre Teams verkleinern, wenn die eigene Olympia-Mannschaft die Spiele boykottiert.</p>
<p>Sollen wir einfach nicht über den Sport berichten? Sondern nur über die Politik und chinesische Menschenrechtsverletzungen, die nicht sichtbar sein werden während der Spiele? Das geht auch nicht. Erstens gibt es ein berechtigtes Interesse der heimischen Öffentlichkeit am sportlichen Geschehen. Zweitens könnte das dem Sport so passen, dass vor lauter Politik seine eigenen Konfliktfelder unbearbeitet bleiben. Andererseits können wir Sportjournalisten es auch nicht wie die Sportler halten, die unpolitische Haltungen mit der Konzentration auf den Wettkampf entschuldigen oder mit der olympischen Charta, die politische Demonstrationen verbietet. Dazu sind wir ja Journalisten, dass wir uns eben nicht nur auf den Wettkampf konzentrieren, sondern auf unsere Aufgabe, die keineswegs nur eine administrative oder rein chronistische ist. Wir sehen uns vor ein Dilemma gestellt, das in Peking nicht wirklich zu überbrücken sein wird.</p>
<p>Die Sportjournalisten werden nicht jeden Medaillengewinn in den großen politischen Zusammenhang stellen können. Wir können nur kritische Beobachter sein, die genau prüfen, wie sich der politische Konflikt zwischen demokratischer Welt und China in den Stadien widerspiegelt und immer wieder thematisch eintauchen in den Hintergrund dieser Spiele. Wir können die Monate vor Olympia nutzen, um die Probleme darzustellen, die mit diesen Spielen verbunden sind, und Diskussionen darstellen &#8211; so wie das auch in den vergangenen Wochen geschehen ist. Wir können eine Einstellung finden zu einem riesigen, vielfältigen Land, dessen politisches System wir aus unserer Kultur heraus als Mitglieder einer freiheitlichen Gesellschaft sehr kritisch betrachten müssen. Wir können versuchen, einen Tonfall zu finden, der wenigstens die kleine Chance eröffnet, dass die Kritisierten unsere Kritik verstehen, ernst nehmen und sich darüber Gedanken machen. Und wir können uns unserer zerrissenen Rolle bewusst sein. Wir sollen Marionetten sein in Peking. Aber wir können sprechen. Wir können der Propaganda wenigstens unser Wort und unsere Vernunft entgegensetzen.</p>
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		<title>Message-Werkstattheft zum Sportjournalismus</title>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 14:12:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[andrew jennings]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[erik eggers]]></category>
		<category><![CDATA[featured]]></category>
		<category><![CDATA[freddie röckenhaus]]></category>
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		<category><![CDATA[message]]></category>
		<category><![CDATA[werkstattheft]]></category>

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		<description><![CDATA[Etwas verspätet diese Ankündigung: Dem Heft 2.2008 der internationalen Journalismus-Fachzeitschrift Message, erschienen Mitte April, liegt ein 16 Seiten umfassendes Werkstatt-Heft zum Sportjournalismus bei.
Aus dem Inhalt: Rechercheleitlinien, Dopingrecherche, Borussia-Dortmund-Enthüllung, Buchtipps, Linktipps.
Autoren: Sebastian Krass, Erik Eggers, Michael Reinsch, Freddie Röckenhaus, Thomas Kistner, Andrew Jennings, Jean François Tanda, Michael Haller, Jens Weinreich.
Das sportnetzwerk hat einige Exemplare zu Sonderkonditionen gesichert. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/05/message-werkstatt-spojo-cover-042008-kl.jpg" hspace="5" alt="message-werkstatt-spojo-cover-042008-kl.jpg" />Etwas verspätet diese Ankündigung: Dem Heft 2.2008 der internationalen Journalismus-Fachzeitschrift <a target="_blank" href="http://www.message-online.com">Message</a>, erschienen Mitte April, liegt ein 16 Seiten umfassendes Werkstatt-Heft zum Sportjournalismus bei.</p>
<p>Aus dem Inhalt: Rechercheleitlinien, Dopingrecherche, Borussia-Dortmund-Enthüllung, Buchtipps, Linktipps.</p>
<p>Autoren: Sebastian Krass, Erik Eggers, Michael Reinsch, Freddie Röckenhaus, Thomas Kistner, Andrew Jennings, Jean François Tanda, Michael Haller, Jens Weinreich.</p>
<p>Das sportnetzwerk hat einige Exemplare zu Sonderkonditionen gesichert. Bei Interesse bitte per <a target="_blank" href="mailto:redaktion@sportnetzwerk.eu">Email</a> melden.</p>
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		<title>Buchen!</title>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 14:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Programmhinweis: Das Jahrestreffen des Vereins Netzwerk Recherche am 13./14. Juni 2008 in Hamburg sollte man sich nicht entgehen lassen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Programmhinweis: Das <a target="_blank" href="http://www.netzwerkrecherche.de/docs/NR-Jahrestreffen2008-Programm.pdf">Jahrestreffen</a> des Vereins Netzwerk Recherche am 13./14. Juni 2008 in Hamburg sollte man sich nicht entgehen lassen.</p>
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		<title>Haftstrafe für Hu Jia</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 06:05:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Wie befürchtet hat die chinesische KP-Justiz den Bürgerrechtler Hu Jia wegen angeblich &#8220;umstürzlerischer Machenschaften&#8221; und des &#8220;Aufrufs zur Untergrabung der Staatsgewalt&#8221; zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Dazu einige Links: Unsere Dortmunder Erklärung zur Freilassung von Hu Jia. Texte von Grit Hartmann in der Financial Times und in der Berliner Zeitung. Die Zeit, SZonline. Ein Interview im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img vspace="5" width="427" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/04/468-60-gb-3.gif" alt="468-60-gb-3.gif" height="52" /></p>
<p>Wie befürchtet hat die chinesische KP-Justiz den Bürgerrechtler <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hu_Jia">Hu Jia</a> wegen angeblich &#8220;umstürzlerischer Machenschaften&#8221; und des &#8220;Aufrufs zur Untergrabung der Staatsgewalt&#8221; zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.</p>
<p>Dazu einige Links: Unsere <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=83">Dortmunder Erklärung</a> zur Freilassung von Hu Jia. Texte von Grit Hartmann in der <a target="_blank" href="http://www.ftd.de/politik/international/:Die%20Belagerung/338476.html">Financial</a> <a target="_blank" href="http://www.ftd.de/sport/:Gold%20Sch%F6nreden/301076.html">Times</a> und in der <a target="_blank" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0327/blickpunkt/0002/index.html">Berliner</a> <a target="_blank" href="https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0109/sport/0006/index.html">Zeitung</a>. Die <a target="_blank" href="http://kommentare.zeit.de/commentsection/url/online/2008/15/china-menschenrechtler#comment-125901">Zeit</a>, <a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/280/166801/">SZonline</a>. Ein Interview im Deutschlandfunk über Hu Jia, China, freien Journalismus, Blogs und das Internet:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/04/04/drk_20080404_1609_3fd50a05.mp3">:</a></p>
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		<title>Drei Bewerber für Play the Game 2009</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 23:22:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Universität Coventry, die spanische Sportorganisation Blume (in Gran Canaria) und, nun ja, das sportnetzwerk wollen die Welt-Kommunikationskonferenz Play the Game 2009 ausrichten. Da sind wir wohl nur Außenseiter. Aber egal, auch diese Chance wollen wir nutzen. Play the Game teilt heute mit:
European breakthrough for Play the Game
Applicants from the United Kingdom, Germany and Spain [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/ptglogovertical.jpg" alt="ptglogovertical.jpg" />Die <a target="_blank" href="http://www.coventry.ac.uk/latestnewsandevents/a/4124">Universität Coventry</a>, die spanische Sportorganisation <a target="_blank" href="http://www.blume-grancanaria.org/">Blume </a>(in Gran Canaria) und, nun ja, das sportnetzwerk wollen die Welt-Kommunikationskonferenz Play the Game 2009 ausrichten. Da sind wir wohl nur Außenseiter. Aber egal, auch diese Chance wollen wir nutzen. <a target="_blank" href="http://www.playthegame.org/News/Up_To_Date/European_breakthrough_for_Play_the_Game_27020001.aspx">Play the Game</a> teilt heute mit:</p>
<p><strong>European breakthrough for Play the Game</strong></p>
<p>Applicants from the United Kingdom, Germany and Spain vie to host Play the Game in 2009<span id="more-175"></span></p>
<p>After a successful conference in Iceland last autumn, the sports debate institution Play the Game is experiencing a new breakthrough. For the first time, it is necessary to hold a selection round to find the host city for the sixth Play the Game conference, which will be held in 2009. The conference is known as the only international meeting-place where sport’s top leaders and their sharpest critics meet for open debate on corruption, match-fixing, the fight against doping and other challenges to sport.</p>
<p>When the deadline for submitting expressions of interest passed last week, bids were received from three candidates in the United Kingdom, Germany and Spain respectively.</p>
<p>The <strong>British bid</strong> comes from Coventry University and its Centre for the International Business of Sport, which suggests the local football stadium, the Ricoh Arena, as the setting for the conference.</p>
<p>From <strong>Germany</strong>, Sportnetzwerk is applying. Sportnetzwerk is a network of sports journalists and researchers who, taking inspiration from Play the Game, have just carried out two large symposiums on sports politics and would now like to stage next year’s conference in Berlin.</p>
<p>Finally, the <strong>Spanish sports organisation</strong> Blume, which each year arranges an international gymnastics and sports festival, has applied to bring Play the Game to Gran Canaria.</p>
<p>“The three applicants and the many enquiries we have received shows a broad international backing for Play the Game’s work to create a free sports debate and make sport more open, ethical and democratic,” says board chairman Jens Brinch.</p>
<p>Other interest had also been shown in the past months by organisations and cities in Norway, the Netherlands and Germany.</p>
<p>At this time, Play the Game is applying to the Danish Parliament to be included in the budget act and Jens Brinch hopes that the international interest will help push politicians along the road with their decision.</p>
<p>“We have now taken an important step in the direction of creating a broad European ownership behind Play the Game, but before we reach this goal, we have need for back-up on the home front in the next year and we hope the government and parliament will fund our partnership with Danish sport.”</p>
<p>By 1 June, Play the Game expects to have chosen a host city, which can look forward to receiving between 300 – 400 journalists, researchers and sports leaders from all corners of the world.</p>
<p>“It is interesting to see that the three applicants reflect the mix of target groups that come together to make Play the Game into such a unique conference internationally,” says Jens Brinch.</p>
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		<title>nächste Projekte</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=173#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Feb 2008 23:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier können Sie über die Projekte des sportnetzwerks diskutieren und ihr Interesse zur Mitarbeit signalisieren. Bücher, Workshops, Konferenzen, Jahrestagungen &#8211; und als großes Ziel: die Ausrichtung der verdienstvollen Konferenz Play the Game in Deutschland. Nur zu, nutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende dieses Beitrages oder schreiben Sie an redaktion@sportnetzwerk.eu.
Bewerbung um Play the Game 2009
Zunächst das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier können Sie über die Projekte des sportnetzwerks diskutieren und ihr Interesse zur Mitarbeit signalisieren. Bücher, Workshops, Konferenzen, Jahrestagungen &#8211; und als großes Ziel: die Ausrichtung der verdienstvollen Konferenz Play the Game in Deutschland. Nur zu, nutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende dieses Beitrages oder schreiben Sie an <a href="mailto:redaktion@sportnetzwerk.eu">redaktion@sportnetzwerk.eu</a>.</p>
<p><strong>Bewerbung um Play the Game 2009</strong></p>
<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/sportnetzwerklogo-3.gif" alt="sportnetzwerklogo-3.gif" />Zunächst das ganz große Vorhaben: Die Gründer des sportnetzwerks haben dem Board der Kommunikationskonferenz <a target="_blank" href="http://playthegame.org/News/Up_To_Date/hosting_play_the_game_2009_calling_interested_partners_29010001.aspx"><strong>Play the Game</strong></a> am 21. Februar eine Bewerbung für die Ausrichtung von Play the Game übermittelt: im Jahr 2009 oder zu einem späteren Zeitpunkt.</p>
<p>In dieser <strong>declaration of interest</strong> heißt es u. a.:</p>
<blockquote><p>sportnetzwerk, a network connecting some 900 journalists, scientists and students, hereby declares its willingness and intention to host the conference <strong>Play the Game in 2009, or the year after</strong>, in Germany. <strong>The favourite host city would be Berlin.<br />
</strong>sportnetzwerk was founded in December 2005 and was, from the very beginning, inspired by the ideas Play the Game is transporting. The organization tries to raise the standards of sports journalism and offers a platform for sport journalists and scientists alike. It is also strongly dedicated to improving the quality of journalists’ training. sportnetzwerk hopes to create transparency in sports and encourages investigations into areas beyond commercial sport.<br />
sportnetzwerk is strongly dedicated and full of ideas, energy and contacts to hosting the event. We are ready to co-operate with other interested parties to organize the Play the Game Conference in Germany.</p></blockquote>
<p><strong>Jahrestagungen des sportnetzwerks &#8211; die nächste Konferenz</strong></p>
<p>Die Ausrichtung eines sportjournalistischen Jahrestreffens nach dem Vorbild der Kollegen vom <a target="_blank" href="http://www.netzwerkrecherche.de">Netzwerk Recherche</a>, die alljährlich im Juni eine hochkarätige Veranstaltung in Hamburg organisieren, hat das sportnetzwerk <a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=22">von Beginn an geplant</a>. Die Konferenz von Dortmund soll erst der Anfang sein. Für 2009 ist ebenfalls eine Konferenz geplant &#8211; womöglich sogar als Play the Game No. 5 in Berlin?</p>
<p><strong>regelmäßige Workshops, Seminare</strong></p>
<p>Die nächsten Eintagesseminare nach dem Vorbild unseres China-Workshops vom Januar soll es im <strong>Herbst 2008</strong> geben. Die favorisierten Themen sind:</p>
<ul>
<li>Lokalsport</li>
<li>Die Online-Revolution, Blogs</li>
<li>Rechercheseminar, u. a. Computer Assisted Reporting (CAR)</li>
<li>Das Los der Freien</li>
</ul>
<p><strong>Institutionalisierung, Gründung eines Vereins oder Verbandes?</strong></p>
<p>In den ersten heißen Wochen der Qualitätsdiskussion, die das sportnetzwerk im Dezember 2005 angestoßen hat, haben wir schon einmal darüber diskutiert, ob es sich lohnt, diese Interessensvereinigung, dieses Netzwerk, zu einem Verein zu machen, um Beiträge und Spenden zu akquirieren und somit unsere Vorhaben finanzieren zu können. Diese Überlegung stellen wir hier erneut zur Diskussion.</p>
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		<title>Dokumentation der Sportjournalismus-Konferenz</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=171#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 23 Feb 2008 01:20:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[konferenzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das komplette Programm mit Berichten, Präsentationen, Dokumenten und zahlreichen weiterführenden Links steht jetzt online. Da die Suchfunktion hier momentan nicht funktioniert (vielleicht kann jemand mit fortgeschrittenen Wordpress-Kenntnissen helfen?), kämpfen Sie sich zu den einzelnen Blogeinträgen am besten in der Sidebar (rechts) oder über die Übersicht &#8220;Dortmund-Konferenz 2008&#8243; in der Navigationsleiste (oben) durch. Dort finden Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/impress-kl.jpg" hspace="5" alt="impress-kl.jpg" />Das komplette Programm mit Berichten, Präsentationen, Dokumenten und zahlreichen weiterführenden Links steht jetzt online. Da die Suchfunktion hier momentan nicht funktioniert (vielleicht kann jemand mit fortgeschrittenen Wordpress-Kenntnissen helfen?), kämpfen Sie sich zu den einzelnen Blogeinträgen am besten in der Sidebar (rechts) oder über die Übersicht &#8220;Dortmund-Konferenz 2008&#8243; in der Navigationsleiste (oben) durch. Dort finden Sie auch eine Übersicht der Medien-Berichterstattung inklusive der Radiobeiträge zum Gleich-Hören. So wie hier:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/02/17/dlf_20080217_2330_29b52b7f.mp3">:</a></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Sportnetzwerk/~4/Lb1cflznRwM" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Umfrage zur Konferenz in Dortmund</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Sportnetzwerk/~3/xNjfqVAsZSM/</link>
		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=88#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Feb 2008 00:17:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maike Jansen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[featured]]></category>
		<category><![CDATA[konferenzen]]></category>
		<category><![CDATA[programm]]></category>
		<category><![CDATA[umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[workshop]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben am Schlusstag der Sportjournalismus-Konferenz den Teilnehmern einige Fragen gestellt. Hier eine Zusammenfassung der Reaktionen. Es darf weiter diskutiert werden. Nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion. Danke.
Was hat Ihnen am besten gefallen?

viele Referenten, gute Organisation (2)
Praxisbezug im Wechsel mit theoretischen Themen
Organisatorische und inhaltliche Vielfalt
Dass es endlich derartige Veranstaltungen gibt
Echte Konferenzatmosphäre
Workshop zu Hoyzer: spannender Vortrag, gute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img width="164" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/unter-druck-programm-konferenz-kl.jpg" alt="unter-druck-programm-konferenz-kl.jpg" height="59" />Wir haben am Schlusstag der Sportjournalismus-Konferenz den Teilnehmern einige Fragen gestellt. Hier eine Zusammenfassung der Reaktionen. Es darf weiter diskutiert werden. Nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion. Danke.<span id="more-88"></span></p>
<p><strong>Was hat Ihnen am besten gefallen?</strong></p>
<ul>
<li>viele Referenten, gute Organisation (2)</li>
<li>Praxisbezug im Wechsel mit theoretischen Themen</li>
<li>Organisatorische und inhaltliche Vielfalt</li>
<li>Dass es endlich derartige Veranstaltungen gibt</li>
<li>Echte Konferenzatmosphäre</li>
<li>Workshop zu Hoyzer: spannender Vortrag, gute und konträre Diskussion</li>
<li>Auswahl der Sessions</li>
<li>Vortrag „Ethik“ von Prof. Eurich (4)</li>
<li>David Walsh</li>
<li>Vortrag Brandt „Breitensport“ (2)</li>
<li>Austausch mit anderen Kollegen</li>
<li>Workshops mit Einblick Praxis</li>
<li>Kontroversen, gute Streitkultur (5)</li>
<li>Lebhafte Darstellung von Referenten</li>
<li>Hohe Kompetenz, Breite der Themen, angenehme Atmosphäre und tolle Organisation der TU-Leute (sehr nett)</li>
<li>Dass es Kollegen gibt, die die gleichen Fragen stellen und ähnlich denken</li>
<li>Prominente Besetzung – auch international </li>
<li>Alle Medien thematisch besetzt</li>
<li>Entspannte Grundstimmung</li>
<li>Verbindung Journalismus-Praxis und Wissenschaft</li>
<li>Exzellente Redner</li>
<li>Austausch von Wissenschaft und Publizistik</li>
<li>Neue Medien</li>
<li>Geballte Fachkompetenz (3)</li>
<li>Offenheit und Zugänglichkeit der Redner (2)</li>
<li>Veranstaltungsort, Essen</li>
<li>Praxis-Workshops (2)</li>
<li>Kontakte</li>
<li>Vortrag von Hajo Seppelt (2)</li>
<li>Weinreich, Kistner, Eurich (Vortrag, nicht Diskurs)</li>
<li>Kontakt zu den „Großen“, Einblick in deren Arbeit (3)</li>
<li>Themenvielfalt</li>
<li>Mut zu Überstunden bei interessanten Diskussionen</li>
<li>Vorträge über investigativen Journalismus </li>
<li>Andrew Jennings lebhafte Darstellung</li>
<li>Zeit für Gespräche mit anderen Teilnehmern</li>
<li>Blog-Diskussion</li>
</ul>
<p><strong>Was fanden Sie überflüssig?</strong></p>
<ul>
<li>zu viel Doping (3)</li>
<li>einige Präsentationen der Diplomarbeiten</li>
<li>besser je eine Schiene Theorie, einmal Praxis (eigene Schwerpunkte kann man so besser legen)</li>
<li>Theveßen: Hat sich nicht mal bemüht, die Funktion von Terror und Doping zu begründen</li>
<li>Grußworte</li>
<li>Hartmann: Rede von Propagandamaschine ließ die Gesellschaft als totalitär erscheinen</li>
<li>Größere Themenpalette, mehr Kontroversen</li>
<li>Vortrag von Marcus Bölz</li>
<li>Vortrag von Michael Schaffrath</li>
<li>Zu viele Themen, zu wenig Raum für Diskussionen</li>
<li>Zu große Schwerpunktsetzung auf den nicht-aktuellen Bereich</li>
<li>Viele Workshops parallel, so dass man wichtiges versäumen musste</li>
<li>Programm etwas überfrachtet, zeitlich knapp kalkuliert</li>
<li>Technische Probleme, zeitliche Verschiebungen (2)</li>
<li>Für kleinere Zeitungen sind viele Ansätze zu elitär (Idealzustände, wie sie bei der SZ bestehen)</li>
<li>weniger ist mehr</li>
<li>zu viele Workshops</li>
<li>zu wenig Pausen</li>
</ul>
<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/impressionen-konferenz1-15022008.jpg" alt="impressionen-konferenz1-15022008.jpg" /></p>
<p><strong>Wenn die Tagung wiederholt wird, welche Vorschläge haben Sie für Themen und Referenten?</strong></p>
<p><em>Inhalte:</em></p>
<ul>
<li>Inhalte und Defizite der lokalen Sportberichterstattung</li>
<li>Beziehung Sport – Journalismus direkt diskutieren</li>
<li>Umgang mit Quellen, Informanten</li>
<li>Lokalsport (8)</li>
<li>Readerscan</li>
<li>Recherchehilfen</li>
<li>mehr Online-Themen</li>
<li>Tipps für Archivierung von Zitaten</li>
<li>aktuelle Arbeitsmarktsituation, Ausbildung</li>
<li>Selbstverständnis</li>
<li>vernachlässigte Themen in der Sportberichterstattung</li>
<li>Medienrecht, Informationsschutz</li>
<li>Wie lässt sich Arbeit für Webcontent finanzieren?</li>
<li>3-Klassen-Gesellschaft: Print-Hörfunk-TV</li>
<li>konkrete Praxisbeispiele</li>
<li>wirtschaftliches Kalkül – der Journalist zwischen Auflagenentwicklung und Anzeigenaufkommen</li>
<li>weniger Vortrag, mehr Praxisbeispiele</li>
<li>Spannungsfeld Boulevardmedien</li>
</ul>
<p><em>Referenten:</em></p>
<ul>
<li>Herr Bette</li>
<li>Sportler einladen</li>
<li>mehr Entscheidungsträger und Programmverantwortliche (2)</li>
<li>Werner Franke</li>
<li>Siegfried Weischenberg</li>
<li>weiter internationalisieren</li>
<li>wo war die 11Freunde?</li>
</ul>
<p><strong>Wenn die Tagung regelmäßig stattfindet, was wäre ein angemessener Turnus?</strong></p>
<ul>
<li>einmal im Jahr (20)</li>
<li>alle zwei Jahre (8)</li>
<li>halbjährlich + viele kleinere Workshops</li>
<li>zweimal im Jahr (5)</li>
</ul>
<p><strong>Sonstige Anmerkungen:</strong></p>
<ul>
<li><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/notizen.jpg" alt="notizen.jpg" />angenehm lockere Atmosphäre</li>
<li>nicht mehr Formalien als nötig</li>
<li>„toll, dass ihr das gemacht habt“</li>
<li>gute Organisation</li>
<li>„Danke“</li>
<li>tolle Veranstaltung, bitte wieder!</li>
<li>seit 20 Jahren auf solch eine Veranstaltung gewartet</li>
<li>spezielle Tagung für Lokalsport- und Nachwuchsjournalisten</li>
<li>Abschlussmappe für alle Teilnehmer</li>
<li>Liste WG/Mitfahrgelegenheiten (2)</li>
<li>Teilnehmerliste (2)</li>
<li>Besseres Zeitmanagement nötig!</li>
<li>Wäre schön, wenn’s wirklich weitergeht</li>
<li>Eine hervorragende Tagung</li>
<li>Toll, dass Studenten kostenlose Teilnahme ermöglicht wird (2)</li>
<li>Reflexion ist wichtig, aber: Den Blick für die Realität nicht verlieren.</li>
<li>Größere Räumlichkeiten</li>
<li>Möglichst viele Handouts etc. ins Netz</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Goodbye Dortmund</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Feb 2008 00:37:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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aktualisiert 21. Februar 2008
Ausnahmsweise mal nicht als &#8220;admin&#8221;, sondern unter meinem Namen: Es soll schließlich ein ganz persönliches Dankeschön sein, an alle, die sich rund um und für diese Dortmunder Konferenz engagiert haben. Damit ist jeder Teilnehmer gemeint, besonders natürlich: Stefanie Opitz und ihr Team vom Institut für Journalistik der TU Dortmund. Es hat riesigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img href="left" vspace="5" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/dortmund1-15022008.jpg" hspace="5" alt="dortmund1-15022008.jpg" /></p>
<p><small>aktualisiert 21. Februar 2008</small></p>
<p>Ausnahmsweise mal nicht als &#8220;admin&#8221;, sondern unter meinem Namen: Es soll schließlich ein ganz persönliches Dankeschön sein, an alle, die sich rund um und für diese Dortmunder Konferenz engagiert haben. Damit ist jeder Teilnehmer gemeint, besonders natürlich: <strong>Stefanie Opitz</strong> und ihr Team vom Institut für Journalistik der TU Dortmund. Es hat riesigen Spaß gemacht. Es war: beeindruckend. Und das ist wahrlich zurückhaltend formuliert.</p>
<p><strong>David Walsh</strong> sagte zum Abschied:</p>
<blockquote><p>Eine solche Intensität der Diskussion, ein so großes Interesse habe ich noch nicht erlebt.</p></blockquote>
<p>Er hat übrigens schon viel erlebt. Voila, mit diesem Urteil kann man leben.</p>
<p>In den nächsten Tagen wird man hier und auf der Webseite des IfJ (dort sind <a target="_blank" href="http://www.journalistik-dortmund.de/freitag-15.-februar-2008-14.30-uhr-session-3-workshop-3.html">schon</a> <a target="_blank" href="http://www.journalistik-dortmund.de/freitag-15.-februar-2008-16.45-17.45-uhr-session-4-works.html">einige</a> <a target="_blank" href="http://www.journalistik-dortmund.de/freitag-15.-februar-2008-15.45-16.45-uhr-session-4-works-4.html">Artikel</a> und Fotos veröffentlicht) lesen, sehen und hören können, was so alles passiert ist in Dortmund auf der zweitägigen Konferenz &#8220;Unter Druck: Qualitätssicherung im Sportjournalismus&#8221;. Etwa 160 Studenten, Wissenschaftler und Journalisten von rund 70 Medien haben zum Erfolg der Veranstaltung im Erich-Brost-Haus beigetragen. Genaueres später. Wer jetzt schon mehr lesen will, der sollte nebenan vorbei schauen:</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.journalistik-dortmund.de/institut/111.html">Institut für Journalistik</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2008/02/15/sportjournalismus-konferenz-tag-1/">allesaussersport</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://sportblog.blogsport.de/2008/02/15/zur-konferenz-in-dortmund/">Nachspiel</a></li>
<li>Frankfurter Allgemeine Zeitung</li>
<li><a target="_blank" href="http://american-arena.blogspot.com/2008/02/ber-das-zersgen-von-nationalhymnen.html">american arena</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.direkter-freistoss.de/2008/02/19/wenn-lance-armstrong-us-prasident-werden-will/">direkter Freistoss</a></li>
<li>Junge Welt: <a target="_blank" href="http://www.jungewelt.de/2008/02-21/075.php?print=1">&#8220;Den Druck aushalten&#8221;</a></li>
<li>Freitag: <a target="_blank" href="http://www.freitag.de/2008/08/08081404.php">&#8220;Der Terror des Dopings&#8221;</a></li>
<li>Leitartikel in epd Medien</li>
</ul>
<p>Beim <strong>Deutschlandfunk</strong>, in der Sendung &#8220;Markt und Medien&#8221;, kann man  reinhören:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/02/16/dlf_20080216_1713_958e6d73.mp3">reinhören</a></p>
<p>Oder hier, 27 Minuten <strong>Sportgespräch</strong> des Deutschlandfunks zur Konferenz:</p>
<p><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/02/17/dlf_20080217_2330_29b52b7f.mp3">:</a></p>
<p>WDR-Medienmagazin Texte, Töne, Bilder (von 0:55 bis 05:50 min):</p>
<p><a href="http://medien.wdr.de/m/1203341311/radio/ttb/wdr5_toene_texte_bilder_20080217.mp3">:</a></p>
<p>Eldoradio</p>
<p><a href="http://static.eldoradio.de/podcast/podcast_080219_nst_sportjournalisten.mp3">:</a></p>
<p>Und dann natürlich: Die <strong>Resolution</strong> für die Freilassung des chinesischen Bürgerrechtlers <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=83">Hu Jia</a> wollen vielleicht auch Sie unterschreiben?</p>
<p>epd Medien berichtet, via <a target="_blank" href="http://www.abendblatt.de/daten/2008/02/18/848923.html">Hamburger Abendblatt</a></p>
<p>Der Schlussakkord aus Dortmund: <strong>Drei Themen für einen Workshop</strong> im Herbst 2008 stehen derzeit zur Auswahl:</p>
<ul>
<li>Das Los der Freien</li>
<li>Die Online-Revolution</li>
<li>Lokalsport</li>
</ul>
<p>Nur mal so: Hat jemand Interesse?</p>
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		<title>Dortmunder Erklärung</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 23:56:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
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		<category><![CDATA[sportjournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[sportnetzwerk fordert die Freilassung des chinesischen Bürgerrechtlers Hu Jia
Die im sportnetzwerk verbundenen Sportjournalisten wenden sich gegen zunehmende Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking. Sie protestieren gegen die Willkürmaßnahme, den Bürgerrechtler Hu Jia unter Subversionsanklage in Haft und seine Frau Zeng Jinyan mit ihrem Baby unter Hausarrest zu halten. Hu Jia [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>sportnetzwerk fordert die Freilassung des chinesischen Bürgerrechtlers <a target="_blank" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hu_Jia_(activist)">Hu Jia</a></strong></p>
<p>Die im sportnetzwerk verbundenen Sportjournalisten wenden sich gegen zunehmende Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking. Sie protestieren gegen die Willkürmaßnahme, den Bürgerrechtler Hu Jia unter Subversionsanklage in Haft und seine Frau Zeng Jinyan mit ihrem Baby unter Hausarrest zu halten. Hu Jia hatte bei einer Anhörung des Europäischen Parlaments die Verstöße der kommunistischen Machthaber gegen geltendes chinesisches Recht und gegen die Olympische Charta offen gelegt.</p>
<p>Wir fordern die Freilassung von Hu Jia, ebenso das Ende der Repressalien gegen die zahlreichen in Zusammenhang mit den Pekinger Sommerspielen verfolgten chinesischen Bürger.</p>
<p>Wir fordern vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC), die chinesische Führung zur Abkehr von dieser menschenverachtenden Politik zu drängen.</p>
<p>Den Präsidenten des DOSB und Vizepräsidenten des IOC, Dr. Thomas Bach, fordern wir auf, seine offensichtlich von Wirtschaftsinteressen in China bestimmte Haltung aufzugeben und stattdessen im Sinne des vom DOSB-Präsidium im Mai 2007 verabschiedeten Menschenrechtspapiers für Peking 2008 zu handeln.</p>
<p><small>Dortmund, den 16. Februar 2008</small></p>
<p>Die Unterzeichner:</p>
<ol>
<li>Guus van Holland (Niederlande)</li>
<li>Steffen Andritzke</li>
<li>Martin Krauss</li>
<li>Ronny Blaschke</li>
<li>Ralf Meutgens</li>
<li>Frank Zöllner</li>
<li>Claas Michaelis</li>
<li>Robin Lipke</li>
<li>Jochen Leufgens</li>
<li>Daniel Klager</li>
<li>Jakob Drechsler</li>
<li>Wolfgang Hettfleisch</li>
<li>Robert Kempe</li>
<li>Jon Mendrala</li>
<li>Jens Weinreich</li>
<li>Benjamin Blochwitz</li>
<li>Florian Riesewieck</li>
<li>Alfred Schwarzmeier</li>
<li>Andreas Bischof</li>
<li>Christian Mixa</li>
<li>Achim Muth</li>
<li>Sandra Schmidt</li>
<li>Jürgen Kalwa</li>
<li>Stefan Rüter</li>
<li>Hendrik Baumann</li>
<li>Alexander Fabian</li>
<li>Steffen Dobbert</li>
<li>Thomas Pfeiffer</li>
<li>Günter Herkel</li>
<li>Sebastian Krass</li>
<li>Herbert Fischer-Solms</li>
<li>David Walsh (Irland)</li>
<li>Florian Wichert</li>
<li>Allon Sander (Israel)</li>
<li>Fabian Schmidt</li>
<li>Lukas Eberle</li>
<li>Christine Eisenbeis</li>
<li>Julius Richter</li>
<li>Jens Witte</li>
<li>Dominik Sinnreich (Österreich)</li>
<li>Thomas Kistner</li>
<li>Andrew Jennings (England)</li>
</ol>
<p><em>Sie können die Erklärung, die dem IOC, dem DOSB und den deutschen Nachrichtenagenturen zugehen soll, gern unterzeichnen, nutzen Sie dazu einfach die Kommentarfunktion.</em></p>
<p>Weitere Informationen: <a target="_blank" href="http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/210b31aa146ed695c125682b003a7b54/82dfac56c7b8be09c12573c60042331d?OpenDocument">amnesty international</a></p>
<p>Meldung im <a target="_blank" href="http://www.abendblatt.de/daten/2008/02/18/848923.html">Hamburger Abendblatt</a></p>
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		<item>
		<title>Die Inszenierung der Medienwirklichkeit</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=137#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 21:19:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik Baumann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Propaganda und Demokratie – das muss kein Widerspruch sein, erst recht nicht in der Sportpolitik. Grit Hartmann skizzierte das Bild eines Systems, das zum Zwecke der Selbsterhaltung tarnt, täuscht und trickst. Und wie schnell Journalisten ihm auf den Leim gehen können.
Über die stabilisierende Funktion von Propaganda für Diktaturen weiß Grit Hartmann einiges zu berichten. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Propaganda und Demokratie – das muss kein Widerspruch sein, erst recht nicht in der Sportpolitik. <strong>Grit Hartmann</strong> skizzierte das Bild eines Systems, das zum Zwecke der Selbsterhaltung tarnt, täuscht und trickst. Und wie schnell Journalisten ihm auf den Leim gehen können.<span id="more-137"></span></p>
<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/hartmann-vortrag-15022008.jpg" alt="hartmann-vortrag-15022008.jpg" />Über die stabilisierende Funktion von Propaganda für Diktaturen weiß Grit Hartmann einiges zu berichten. Die freie Journalistin aus Leipzig hat Ende 2007 mehrere Wochen in China verbracht und sich dabei ein Bild von den Tarnmanövern machen können, mit denen die kommunistischen Machthaber die dunklen Flecke ihrer Herrschaft im Schatten der Olympischen Spiele zu verbergen suchen. Der Umkehrschluss, dass sich Demokratie und Propaganda gegenseitig ausschlössen, sei jedoch Hartmann zufolge nichts weiter als ein Trugschluss. Auch in demokratischen Gesellschaften werde sich propagandistischer Mittel bedient, um von Krisen und Fehlleistungen abzulenken und eine zweite, eine Schein-Wirklichkeit zu erzeugen.</p>
<p><strong>Geldmaschine Sport</strong></p>
<p>Der Spitzensport sei von diesem Virus in besonderer Weise befallen, so Hartmanns Befund. Die „beste deutsche Sportjournalistin“ (Herbert Fischer-Solms) machte hierfür sowohl das System als auch den Charakter des Sports verantwortlich: „Der Sport soll die Geldmaschine bleiben, die er ist, deshalb muss er sich verkaufen lassen. Und dazu bedient er sich der Symbole, die man für gewöhnlich mit dem Sport assoziiert. Diese Tugenden, wie Fair Play und Sportsgeist, sind im modernen Spitzensport längst obsolet geworden, doch die Propaganda bedient sich ihrer noch immer.“</p>
<p><strong>Anti-Doping-Gesetz</strong></p>
<p>Exemplarisch führte Hartmann das im Juli 2007 vom Bundestag verabschiedete Anti-Doping-Gesetz an. Dieses sei als durchschlagender Erfolg im Kampf gegen Doping deklariert worden, „dabei ist es nur ein geändertes Arzneimittel-Gesetz.“ In fast allen Medien kam die Propaganda-Absicht der Sportpolitik jedoch als demokratischer Akt daher, so Hartmanns Vorwurf. „Es hat vier Monate gebraucht, bis die Journalisten gemerkt haben, dass das Gesetz nichts an der Autonomie des Systems geändert hat.“ Bis zu dieser Erkenntnis sei man auf die für Propaganda so typischen „Fanfarenstöße“ der Funktionäre hereingefallen, im konkreten Fall auf die Äußerungen des Sportausschuss-Vorsitzenden des Bundestags, Peter Dankert (SPD). Die Widersprüche hätten sich jedoch spätestens mit dem Zaudern des Bundesinnenministeriums offenbart, als es darum ging, die finanziellen Mittel für die Doping-Bekämpfung zu erhöhen.</p>
<p><strong>Verschweigen von Verflechtungen</strong></p>
<p>Zur Propagandaleistung der deutschen Sportpolitik zählte Hartmann auch das Verschweigen der wirtschaftlichen Verflechtungen des DOSB -Präsidenten Thomas Bach sowie die „Vorherrschaft der Codes“ in Pressemitteilungen des Verbandes. „In keinem einzigen Doping-Fall hat der DOSB zur Aufklärung beigetragen“, kritisierte Hartmann. Das System vertraue „auf die Naivität, das Vergessen sowie die Neigung zur Kumpanei.“ Die Bemerkung, dass damit die Medien gemeint waren, erübrigt sich fast.</p>
<p><strong>Misstrauensschwellen errichten</strong></p>
<p>Die Anfälligkeit des Journalismus für Propaganda offenbare sich auch im Hinblick auf die Wirtschaft. Wobei es sich laut Hartmann hier weniger um Propaganda als vielmehr um Marketing handele, welches die Medien zu oft mit der Realität verwechselten. Mit Blick auf das Unbehagen, das viele Chinesen angesichts überdimensionaler Plakate von Adidas und anderen Olympia-Geldgebern in Peking befällt, bemerkte Hartmann, dass „die Interessen der großen Sponsoren in China in deutschen Medien bislang kaum stattfinden.“</p>
<p>Propaganda könne bekämpft werden, so Hartmann, aber nur „durch das Errichten von Misstrauensschwellen sowie das Wissen um die Wirklichkeit und die Interessenlagen der Beteiligten.“</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/vortrag-grit-hartmann-dortmund-16022008.pdf">Vortrag</a> von Grit Hartmann</li>
<li>Biografie von Grit Hartmann</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Blut und Spiele: wie setzt man ein abstraktes Thema in Bilder um?</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=158#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 21:07:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Witte</dc:creator>
				<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[freddie röckenhaus]]></category>
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		<description><![CDATA[Pathologie: ein Schild mit dem Namen Florence Griffith-Joyner. Die Leiche der 100-Meter-Weltrekordlerin liegt auf einem Stahltisch. Ein Arzt untersucht die linke Hand der US-Amerikanerin, ihre langen Fingernägel sind in grellen Farben lackiert. Mit dieser Szene beginnt die zweiteilige Doping-Dokumentation &#8220;Blut und Spiele&#8221; von Freddie Röckenhaus, die im vergangenen Jahr in der ARD ausgestrahlt wurde. Wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pathologie: ein Schild mit dem Namen Florence Griffith-Joyner. Die Leiche der 100-Meter-Weltrekordlerin liegt auf einem Stahltisch. Ein Arzt untersucht die linke Hand der US-Amerikanerin, ihre langen Fingernägel sind in grellen Farben lackiert. Mit dieser Szene beginnt die zweiteilige Doping-Dokumentation <a target="_blank" href="http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,bbyh4ch7ffl47vdt~cm.asp#moreinfo1">&#8220;Blut und Spiele&#8221;</a> von <strong>Freddie Röckenhaus</strong>, die im vergangenen Jahr in der ARD ausgestrahlt wurde. Wie setzt man ein abstraktes Thema wie Doping in Bilder um? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Filmemacher in seinem Workshop und präsentierte dazu einige Ausschnitte aus seiner Dokumentation.<span id="more-158"></span></p>
<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/freddie-workshop.jpg" alt="freddie-workshop.jpg" />Ein Ziel von &#8220;Blut und Spiele&#8221; sei es gewesen, auch Zuschauer zu erreichen, die sich nicht ständig mit dem Thema Doping beschäftigten. Ein Mittel, um das zu erreichen: Die Dokumentation beginnt mit einer Inszenierung, mit der nachgestellten Szene der Untersuchung von Florence Griffith-Joyners Leiche. &#8220;Es kann sicherlich kontrovers darüber diskutiert werden, ob man das bei Dokumentationen machen darf&#8221;, sagte Röckenhaus, &#8220;aber wenn es historisch einigermaßen korrekt gemacht wird, dann sollte man damit arbeiten können.&#8221;</p>
<p><strong>Verfremdungseffekte</strong></p>
<p>Röckenhaus präsentierte weitere Szenen seines Films, mit deren Hilfe er die von ihm eingesetzten Techniken erläuterte. Zum Beispiel den 200-Meter-Sieg der Sprinterin Kelly White bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2003. Die Bilder bestehen aus Archivmaterial. Das Problem bei Archivbildern: Viele Zuschauer kennen sie vielleicht schon. Nicht so bei &#8220;Blut und Spiele&#8221;. Verfremdungseffekte, darunter allein zwölf Grafik-Layer, sorgen dafür, dass der Zuschauer das Gefühl bekommt, diese Bilder noch nicht gesehen zu haben &#8211; selbst wenn er die Original-Bilder kennt. Zudem spielt der Einsatz von Musik eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit den Bildern soll so die Verführungskraft des Spitzensports deutlich gemacht werden.</p>
<p><strong>Emotionen wecken</strong></p>
<p>Ähnliche grafische Verfremdungstechniken hat Röckenhaus auch bei einer Sequenz mit dem ehemaligen spanischen Rad-Profi Jesús Manzano verwendet. Während Manzano die Geschichte erzählt, wie er bei einer Tour-de-France-Etappe 2003 bewusstlos vom Rad gefallen ist, weil ihm zuvor erstmals ein neues Doping-Mittel gespritzt wurde, sieht der Zuschauer Archivbilder von dieser Bergetappe. Verfremdete Archivbilder: Die Farbe ist anders, zum Teil wird Zeitlupe eingesetzt oder nur jedes dritte Einzelbild verwendet. &#8220;Das soll Emotionen beim Zuschauer wecken, die zu einer stärkeren Auseinandersetzung mit Manzanos Geschichte führen&#8221;, erklärte Röckenhaus.</p>
<p>Bei der Synchronisierung ist darauf geachtet worden, dass Schlüsselwörter auf Spanisch zu verstehen sind. Zudem hat sich der Synchron-Sprecher, ein Schauspieler, bemüht, der Sprechweise Manzanos möglichst nahe zu kommen. Ein Mittel, um die Authentizität des Interviews zu unterstreichen und gleichzeitig die Aussagen Manzanos für das deutsche Fernsehpublikum verständlich zu halten.</p>
<ul>
<li>Webseite von Freddie Röckenhaus: colourfield</li>
<li>Workshop von Freddie Röckenhaus in Dortmund: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=87">Die BVB-Recherche &#8211; auf der Suche nach den verschwundenen Millionen</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Das große Schweigen: vom Versagen der Sportwissenschaft</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=150#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 20:54:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Luetticke</dc:creator>
				<category><![CDATA[claus eurich]]></category>
		<category><![CDATA[diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[jens weinreich]]></category>
		<category><![CDATA[konferenzen]]></category>
		<category><![CDATA[korruption]]></category>
		<category><![CDATA[recherche]]></category>
		<category><![CDATA[sportwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[vortrag]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt sie – Sportjournalisten, die sich dem versagen, was Hans Leyendecker als „klebrige Nähe“ beobachtet hat. Jens Weinreich gehört zu diesen Aufrechten. Doch bei seiner Suche nach unabhängiger Expertise aus der Sportwissenschaft findet der Sportchef der Berliner Zeitung eine Spezies, die ebenfalls schmierige Fäden spinnt.
„Astrid“ trägt Informationen über IOC-Mitglieder zusammen. Brisante Informationen. „Spezielle Neigungen“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt sie – Sportjournalisten, die sich dem versagen, was Hans Leyendecker als <a target="_blank" href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/KIS%20Leyendecker%202006.pdf">„klebrige Nähe“</a> beobachtet hat. <strong>Jens Weinreich</strong> gehört zu diesen Aufrechten. Doch bei seiner Suche nach unabhängiger Expertise aus der Sportwissenschaft findet der Sportchef der Berliner Zeitung eine Spezies, die ebenfalls schmierige Fäden spinnt.<span id="more-150"></span></p>
<p>„Astrid“ trägt Informationen über IOC-Mitglieder zusammen. Brisante Informationen. „Spezielle Neigungen“ habe einer von ihnen, schreibt Astrid. Das ist in den Dokumenten, die Weinreich präsentiert, zu lesen. Astrid arbeitet im Dienste einer Beratungsfirma. Diese soll der Berliner Olympiabewerbung Anfang der Neunziger Jahre den Zuspruch sichern. „Bei Geschenken für Familienangehörige der IOC-Mitglieder“ sei auf „Gleichberechtigung“ zu achten, empfiehlt Astrid. Astrid wird für diese „unglaublichen Kenntnisse“ (Weinreich) gut bezahlt. Astrid ist ein selbst gewählter Deckname. In Wirklichkeit arbeitete Astrid zu dieser Zeit hauptberuflich für eine deutsche Hochschule als Sporthistoriker.</p>
<p><img vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/astrid-bericht-16022008.jpg" hspace="5" alt="astrid-bericht-16022008.jpg" /></p>
<p><strong>Verfangene Sportwissenschaftler</strong></p>
<p>„Sportwissenschaftler machen sich zu Knechten und Mägden der Sportfunktionäre“, konstatiert Weinreich. Ein Satz seines Vortrags „Das große Schweigen: vom Versagen der Sportwissenschaft“, dem auch Akteure aus dem System in der anschließenden Diskussion nicht widersprechen wollen. Angesichts der Verfangenheit von Wissenschaftlern in Sportverbänden werde ihm „schwarz vor Augen“, bestätigt Professor Claus Eurich, Kommunikationswissenschaftler von der TU Dortmund.</p>
<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/weinreich-vortrag-16022008.jpg" alt="weinreich-vortrag-16022008.jpg" />Aus verschiedenen Disziplinen der Sportwissenschaften nennt Weinreich Beispiele für seine These. „Verurteilte Kinderschänder sind noch heute in Lohn und Brot“, prangert er Sportmediziner an, die bereits im DDR-Doping-System aktiv waren. Sportökonomen schreibt er „Zauberfähigkeiten“ zu, da diese „jede Olympiabewerbung so rechnen, dass sie sich rechnet.“ Weinreich erwähnt den öffentlichen Vortrag eines Sporthistorikers, der Francesco Conconi „in den Himmel“ lobt. Jenen Conconi, dessen Freispruch in zahlreichen Anklagepunkten die Neue Zürcher Zeitung 2003 als „Farce hinter verschlossenen Türen“ bezeichnet hatte.</p>
<p><strong>Ansprechpartner Mangelware</strong></p>
<p>Geeignete sportwissenschaftliche Ansprechpartner zu finden, gestaltet sich demnach für Sportjournalisten schwierig. Auch biete beispielsweise die Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft nur ein enttäuschendes Seminar-Angebot an, sagt Weinreich. Texte in sportwissenschaftlichen Zeitungen „hinken dem Qualitäts-Journalismus im Grad der Erkenntnis hinterher“. Der Philosoph Gunter Gebauer wird zitiert: „Sportwissenschaftler sind an der Kritik des Sports nicht interessiert. Wenn sie sich einmischen in Aktualitäten, dann tun sie das auf der Seite der Sportverbände.“</p>
<p>So bleibt dem Zuhörer noch länger die mahnende Frage von Professor Eurich im Kopf: „Wo soll Reflexivität stattfinden, wenn nicht im System der Wissenschaft?“</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.jensweinreich.de">Webseite</a> von Jens Weinreich</li>
<li>Vortrag von JW in Dortmund: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=92">Unter Druck &#8211; die Rolle des Journalismus im Milliardengeschäft mit dem Sport</a>.</li>
<li>Workshop von JW in Dortmund: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=121">Zwischen Nähe und Distanz &#8211; ein Filmporträt über Joseph Blatter</a></li>
</ul>
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		<title>Unter Druck</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 20:37:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[jens weinreich]]></category>
		<category><![CDATA[konferenzen]]></category>
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		<category><![CDATA[recherche]]></category>
		<category><![CDATA[vortrag]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Rolle des Journalismus im Milliardengeschäft mit dem Sport
In der Süddeutschen Zeitung, vielleicht auch nur im Online-Angebot, ich weiß es nicht, denn ich lese fast nur noch online, läuft lief zurzeit eine höchst interessante Serie. Sie heißt: „Die Zukunft des Journalismus“. Es geht natürlich um die Frage, wann Zeitungen verschwinden, ob das Internet (manche sagen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Rolle des Journalismus im Milliardengeschäft mit dem Sport</strong></p>
<p>In der Süddeutschen Zeitung, vielleicht auch nur im Online-Angebot, ich weiß es nicht, denn ich lese fast nur noch online, <strike>läuft</strike> lief <strike>zurzeit</strike> eine höchst interessante Serie. Sie heißt: <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/special/1/152613/">„Die Zukunft des Journalismus“</a>. Es geht natürlich um die Frage, wann Zeitungen verschwinden, ob das Internet (manche sagen auch gern Web2.0, <a href="http://www.allesaussersport.de/">Kai Pahl</a> nennt es Everynet) schon das Leitmedium ist und wann es Fernsehen, Radio und Presse endgültig und vollständig integriert und aufgesogen hat. Es geht natürlich auch um die Frage, ob und wie professioneller Journalismus unter diesen Bedingungen noch möglich sein wird.</p>
<p>Das sind die Grundfragen dieser Tage. Wen ich es genau betrachte, dann versuchen wir hier in Dortmund einige dieser Fragen auf den Bereich des Sportjournalismus herunter zu brechen.<span id="more-92"></span></p>
<p>Es ist derzeit oft von einer Revolution der Medienbranche die Rede. Ich teile diesen Eindruck. Und ich bin fasziniert. Jeder von uns kann innerhalb von fünf Minuten sein eigenes Medium schaffen; und jedes dieser Medien ist ein potenzielles Massenmedium, das zeitgleich in Peking und Dortmund gelesen werden kann. Das ist wunderbar, ich versuche positiv zu denken und sehe vor allem die Chancen. Jeder kann sein eigener Chefredakteur sein. Journalisten sollten eigentlich kein Problem damit haben, ihr eigenes Content Management System auch wirklich mit Content zu füllen.</p>
<p>Ich bin jetzt 20 Jahre im Geschäft, und ich glaube, dass dieses Tempo einzigartig ist. Nehmen wir nur die letzten paar Tage: der Brockhaus verschwindet, logischer Weise; Microsoft will Yahoo verschlingen; der WDR vernetzt sich mit der WAZ-Gruppe (was ich in dieser Form für einen Skandal halte); andere öffentlich-rechtliche Sender sind auf Kooperationen mit anderen Privatunternehmen aus; und David Montgomerys Mecom-Gruppe erhöht die Rendite-Anforderungen an den Berliner Verlag, meinen Arbeitgeber. Das ist heute das beherrschende Thema auf den Medienseiten. Und es ist gewiss nicht so, dass ich darüber in Jubel ausbreche. Es ist aber auch nicht so, dass mich diese Turbulenzen grundlegend aus der Bahn werfen.</p>
<p>Also rede ich lieber über Sportjournalismus und Qualität.</p>
<p>Aber keine Sorge, ich werde Sie nicht mit einem Manifest oder einer ähnlich gearteten Kampfschrift belästigen. Ich werde auch keine 10 Gebote des kritischen Sportjournalismus ausrufen. Ich halte nicht viel von derartigen Geboten. Niemand kann DEN Journalismus oder DEN Sportjournalismus besser machen. Das ist auch nicht das Ziel, das wäre absurd. Jeder kann nur ein bisschen an sich arbeiten.</p>
<p>Zumal: Es gibt ihn überhaupt nicht, DEN Sportjournalismus.</p>
<p>Es gibt nur ein paar Dutzend Tätigkeiten und Arbeitsplatzbeschreibungen, von denen die meisten wenig miteinander zu tun haben. Sie eint letztlich nur das Thema, um das sich alles dreht: Sport. Präziser: Das Geschäft mit dem Sport. Professionalisierter Hochleistungssport. Also, auch das ist festzuhalten, nur ein winziger Ausschnitt aus dem weiten Feld der Leibesübungen.</p>
<p>Man darf das nicht vergessen: Über Breitensport, über Schulsport, über Gesundheitssport und vieles andere mehr, wird ja kaum berichtet. In diesem winzigen Ausschnitt aus dem Gesellschaftssystem Sport, über den wir hier reden, gelten im Übrigen andere Regeln als für den Normalbürger – in vielerlei Hinsicht. Es ist eine Parallelgesellschaft. Darüber wird ständig berichtet, und darüber wird heute und morgen oft zu reden sein.</p>
<p>Doch zurück zu Tätigkeiten, die als Journalismus bezeichnet werden. Manche dieser Tätigkeiten sind in Wirklichkeit kein Journalismus, sondern bestenfalls artverwandte Tätigkeiten, meist etwas ganz anderes. Viele dieser journalistischen Tätigkeiten sind letztlich nur: Promotion. Wenn Promotion betrieben wird – für ein Produkt, eine Sportart, einen Athleten, eine Firma –, dann sollte man es auch so nennen. Aber man nennt es nicht so. Man nennt es JOURNALISMUS. Und das ist eine der Grundlügen des modernen Sportjournalismus, des Journalismus überhaupt:</p>
<p><strong>Der Konsument wird täglich betrogen.</strong></p>
<p>Wo Journalismus drauf steht, ist nicht wirklich Journalismus drin.</p>
<p>Und das gilt nicht nur für die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten, die sich mit Rummelboxen und Star-Biathlon befassen – oder eben, und das ist bekanntlich ein ganz unrühmliches Kapitel, mit der Promotion einer halbkriminellen, dopingverseuchten Radsportbranche. Sie wissen alle, worum es geht. Jeder kennt die vielfältigen Verquickungen der öffentlich-rechtlichen Sender, vor allem der ARD. Wir haben einige Referenten, die diese Themen streifen werden: Udo Ludwig, Ralf Meutgens, Thomas Kistner, Grit Hartmann, Hajo Seppelt und andere.</p>
<p>Was hier in aller Öffentlichkeit, finanziert vom Gebührenzahler, ablief, das war und das ist der journalistische Super-Gau. Nicht wieder gutzumachen. <a href="http://jensweinreich.de/?p=122">Ein Verbrechen am Journalismus.</a> Aber keine Angst, ich gehe jetzt nicht zum Fernseh-Bashing über. Ich will nur noch ein paar Fragen stellen:</p>
<p>Wurde eigentlich je einer der ARD-Hierarchen je dafür zur Verantwortung gezogen? <a target="_blank" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/spezial/dossiers/doping/78471/index.php">Hat jemand Verantwortung übernommen</a>, ich meine: wirklich Verantwortung übernommen, nicht nur behauptet, dass er bestimmte Verträge nur unzureichend geprüft habe?</p>
<p>Ich meine: nein.</p>
<p>Hat sich, und das ist eine oft gestellte Frage in diesen Wochen, etwas Grundlegendes geändert im journalistischen Herangehen der Hundertschaften des öffentlich-rechtlichen Sportfernsehens?</p>
<p>Ich meine: nein.</p>
<p>Es ist nur so, und das hat Hans Leyendecker mehrfach beschrieben, dass man jetzt etwas besser aufpassen muss. Denn da draußen, außerhalb der ARD-Welt, gibt es ein paar Leute, die genauer hingucken. Und daran, dass es möglicherweise keine Wiederholung der ARD-Telekom-Skandale geben wird (wer weiß das schon), hat das sportnetzwerk eine kleine Aktie. Ich denke, das darf man durchaus feststellen, ohne sich zu viel darauf einbilden zu wollen. Die Diskussion, die wir vor zwei Jahren ausgelöst haben, blieb nicht ganz folgenlos. Nicht mehr und nicht weniger.</p>
<p>Nehmen Sie es mir bitte nicht übel, wenn ich noch einmal an die Anfänge der sportnetzwerk-Diskussion erinnere. Das ist auf den Tag genau 26 Monate her. Damals entzündete sich die Diskussion unter anderem an zwei wegen dringenden Korruptionsverdachts suspendierten und zwischenzeitlich inhaftierten ARD-Sportchefs, am skurrilen Berufsverständnis des damaligen ARD-Sportkoordinators – und an der geradezu honeckerartigen Haltung der Würdenträger des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (<a href="http://www.sportjournalist.de/">VDS</a>). Nach dem Motto:</p>
<p>Nichts hören, nichts merken, nichts sehen – und: nur nicht bewegen.</p>
<p>Die VDS-Spitze war vor zwei Jahren sehr erschrocken und selbstverständlich schwer erbost über den kleinen Aufstand im Verband. Nach einigen Wochen aber hatte sich die Aufregung gelegt. Denn im Kern reduzierte man die sportnetzwerk-Diskussion doch flink auf nackte Zahlen. Nur ein <a href="http://www.sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/Offener-Brief-VDS-21012006.pdf">paar Dutzend</a> Sportjournalisten verließen den Verband – weniger als ein Prozentchen, eher im Promille-Bereich.</p>
<p>Man hatte Schlimmeres befürchtet. Und so ging man beschwingt zur Tagesordnung über. Schließlich stand Deutschland vor einer Fußball-Weltmeisterschaft, die es zu feiern galt. Und die, man wusste nur nicht genau wie, ja auch die Auflagen und Einschaltquoten beflügeln sollte.</p>
<p>Kurzum: Man versprach sich <a href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/Weinreich_WM-Wahnsinn_2006.pdf">glorreiche Zeiten für den Sportjournalismus</a>. Man träumte weiter.</p>
<p>Zwei Jahre später darf gefragt werden, ob diese WM und ob überhaupt sich irgendetwas grundlegend verändert hat. Die Antwort lautet im Grunde: nein.</p>
<p>Es gibt nur ein paar erfreuliche Fakten, wie im Fernsehbereich etwa die neue Sendung „Sport inside“ im WDR. Wir hätten Uli Loke oder einen Kollegen gern hier gehabt für einen Workshop, das ließ sich wegen Terminproblemen aber leider nicht realisieren.</p>
<p>Ich war vor einem Monat bei einem <a href="http://www.sportjournalist.de/?page=news_detail&amp;kennung=761">Seminar</a>, das der Verband Deutscher Sportjournalisten gemeinsam mit einer seit Jahrzehnten agierenden Akademie ausgerichtet hat. Und ich war erschrocken. Weniger über die Qualität der Wortbeiträge und die Komposition des Seminars; darüber will ich gar nicht urteilen, zumal das sportnetzwerk fast parallel <a href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=35">eine eigene Veranstaltung</a> zu den Olympischen Spielen in China durchgeführt hat. Nein, was mich schockierte, war die geringe Resonanz und das beträchtliche Durchschnittsalter der teilnehmenden Journalisten. Ich war einer der Jüngsten, und das muss einfach ein schlechtes Zeichen sein.</p>
<p>Ich sage das ohne Häme. Denn auch für dieses Seminar haben sich einige Leute ehrenamtlich engagiert und viel Zeit investiert. Die Frage ist also, und das sollte wirklich jedem Sorgen bereiten, der sich für die Probleme dieses Berufsstandes interessiert, warum ein Verband, der 3.600 Mitglieder zählt, nicht mehr aktive Journalisten erreicht? Oder anders herum: Warum ist das Desinteresse von Sportjournalisten an Diskussion und Weiterbildung so groß? Warum, um den Blick etwas zu weiten, hat im vergangenen Jahrzehnt gerade mal ein halbes Dutzend deutscher Sportjournalisten an der Konferenz <a href="http://www.playthegame.org/">Play the Game</a> teilgenommen, dem fruchtbarsten sportjournalistischen Treffen weltweit?</p>
<p>Derartige Fragen lassen sich nur unzureichend mit den üblichen Floskeln beantworten. Nein, es liegt nicht nur an Arbeitsüberlastung, Druck und Stress; es liegt nicht nur an der Borniertheit von Ressortleitern und Chefredakteuren, an Sparvorgaben von Verlegern und Intendanzen.</p>
<p>Wer so argumentiert, macht es sich zu leicht.</p>
<p>Niemand sollte versuchen, diese eklatante Lethargie, diese Interesselosigkeit und Gleichgültigkeit nur mit den alten Formeln zu beantworten.</p>
<p>Ich habe zum Thema Qualität viel gelesen in den letzten Tagen. Vor allem universitäre Fachbücher, ich nenne sie einfach mal so. Ich habe begriffen, dass Qualität keine Eigenschaft ist, sondern ein Beobachterkonstrukt. Jeder Konsument, natürlich auch jeder, der sich Journalist nennt, fällt sein Qualitätsurteil auf der Basis seiner Kenntnisse, Erfahrungen, Neigungen, Interessen und Standards. Die Aspekte dieser Qualitätsurteile sind so vielschichtig, dass sie kaum zu überschauen sind.</p>
<p>So steht es in der Literatur.</p>
<p>Natürlich ist die Debatte über Qualität so alt wie der Journalismus selbst. Sie wird auch im Sportjournalismus seit Jahrzehnten geführt. In dieser Dauer-Diskussion, die immer mal wieder sehr hitzig geführt wird, übersieht mindestens eine Partei aber gern, dass Qualitätskriterien nicht nur subjektiv sind, sondern dass es außer der geschmäcklerischen Wertung (nach dem Motto: der kann doch nicht schreiben oder: toll geschrieben) noch etwas anderes gibt. Nennen wir es: Die Macht des Faktischen.</p>
<p>Ja, es gibt – und das wird eine bestimmte Klientel vielleicht überraschen – im Sportjournalismus durchaus nachprüfbare Sachverhalte, auf deren Basis es zu bestimmten, mitunter erbittert diskutierten Themen, eigentlich immer nur ein Urteil geben kann.</p>
<p>Ich muss mich nur hier im Raum umsehen, da fallen mir einige Namen und Themen ein.</p>
<p>Hat etwa Andrew Jennings das System des internationalen Sports in seinem ersten Buch „The Lord’s oft he Rings“ in den Grundzügen korrekt beschrieben – oder hat er es nicht?</p>
<p>Oder hatten all die hinterhältigen Kritiker aus dem, nun ja, Sportjournalismus, recht, die den Funktionären hilfreich beiseite sprangen. Darunter waren auch eine Reihe von so genannten Journalisten, die regelmäßig beträchtliche Summen hinzuverdienten: Beispielsweise als Berater und Redenschreiber von Sportfunktionären, Sportverbänden und Olympiabewerbungen. Ich nenne nur drei Namen: David Miller, Karl Adolf Scherer und Willi Knecht. Diese drei sind im Übrigen auch Träger des Olympischen Ordens. Andrew Jennings ist es nicht. Natürlich sind bzw. waren alle drei Fachleute auf dem olympischen Gebiet, keine Frage.</p>
<p>Man kann diese bestellten <strike>und teilweise fremd bezahlten</strike> Hasstiraden auf die Bücher von Andrew Jennings <a href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/Weinreich_Message_2004.pdf">nachlesen und sich ein Urteil bilden</a>. Das ist ja ohnehin das Gute in unserem Job: es gibt Archive, unsere Arbeit ist also nachprüfbar, jederzeit. Nur macht sich kaum jemand die Mühe, das auch zu tun. Wenn aber jemand nachschaut, der die Arbeit von Kritiker beurteilen will, dann erschöpft sich das schnell an der Frage, ob jemand einen Namen falsch geschrieben hat oder einen Sportverband, oder ob jemand behauptet hat, bestimmte Verträge seien mit roten Stiften unterschrieben worden – und nicht mit blauen.</p>
<p>Auf lange Sicht gesehen, und Recherchen sind in der Regel langwierig und deshalb in ihrer Entwicklung zu betrachten, ist es aber relativ unerheblich. Fehler macht jeder. In nahezu jedem Text.</p>
<p>Wichtig ist die Richtung.</p>
<ul>
<li>Andrew Jennings hat richtig beschrieben.</li>
<li>David Walsh hat richtig beschrieben.</li>
<li>Freddie Röckenhaus hat gemeinsam mit Thomas Hennecke richtig beschrieben.</li>
<li>Andere Kollegen auch.</li>
</ul>
<p>Sie haben richtig beschrieben – gegen enormen Widerstand aus dem so genannten Journalismus! Und das ist typisch.</p>
<p>Denn <strong>Rechercheure werden immer vor allem von Journalisten attackiert</strong>.</p>
<p>Die Druckfaktoren, die auf Journalisten einwirken, kennt jeder. Keiner dieser Faktoren ist neu, alle werden seit vielen Jahren beschrieben. Geändert haben sich aber Rasanz, Schärfe, Geschwindigkeit, Wucht und Macht. Diejenigen, die sich in der Milliardenbranche Sport tatsächlich an Journalismus versuchen, müssen sich mit einer Übermacht auseinandersetzen, mit einem politisch-industriellen Komplex, mit einer Propagandamaschine (darüber werden Grit Hartmann und Thomas Kistner noch ausführlich reden), mit professionellen Schönfärbern, mit weltweit operierenden Konzernen jedweder Art. Denn auch Verbände wie das IOC oder die Fifa sind ja vor allem: multinationale Konzerne. Aber natürlich muss man nicht immer nur auf die ganz Großen blicken. Jeder Lokalreporter kann Geschichten über Druckfaktoren erzählen. Jeder kennt Beispiele aus seinem Arbeitsbereich. Das geht klein los und hört groß auf. Die Mechanismen sind dieselben.</p>
<p>Der Journalist, der Sportjournalist, hat also keine Chance. Aber die kann er nutzen.</p>
<p>Worauf kommt es also an:</p>
<p>Auf ganz einfache Tugenden, Tätigkeiten, Aufgaben, wie immer sie es nennen wollen.</p>
<ol>
<li><strong>Haltung bewahren.</strong></li>
<li><strong>Recherchieren.</strong></li>
<li><strong>Öffentlichkeit herstellen.</strong></li>
</ol>
<p>Wenn man so will, dann sind das meine drei Thesen. Viel mehr muss man eigentlich nicht sagen. Es sind im Übrigen journalistische Anforderungen, die in der allgemeinen Diskussion und auch in der Fachliteratur viel zu kurz kommen. Ich erlaube mir, das zu sagen, weil ich in meiner Verzweiflung, heute hier etwas Kluges beisteuern zu müssen, in den vergangenen Tagen etliche Fachbücher durchwälzt habe. Sie kommen vor allem in der Literatur über Sportjournalismus zu kurz.</p>
<p>Wenn ich von <strong>HALTUNG</strong> spreche, meine ich weder die Körperhaltung, noch eine weltanschauliche Haltung. Ich meine: Rückgrat. Das beginnt damit, im eigenen Haus Widerstände auszuhalten und sich nicht vom ersten Gegenwind wie ein Wattebausch wegpusten zu lassen.</p>
<p><strong>RECHERCHIEREN</strong> heißt für mich nicht Googeln und auch nicht, eine Telefonnummer ausfindig zu machen. Das alles, und noch viel mehr, sind für mich nur Vorarbeiten für die eigentliche Recherche, Vorarbeiten, über die man überhaupt nicht reden muss, selbstverständliche Basics. Recherche beginnt erst da, wo es weh tut, wo man gegen Widerstände einen Sachverhalt öffentlich macht. Ich benutze das Wort Recherche übrigens gar nicht oft und meist nur widerwillig. Ich habe zu großen Respekt vor diesem Wort, das in unserer Branche allerdings inflationäre Verwendung findet. Und den Begriff investigative Recherche, die hohe Kunst der Recherche, benutze ich fast gar nicht – eigentlich nur, wenn ich danach gefragt werde, wie ich denn die Bedingungen für investigative Arbeit einschätze.</p>
<p>Die Antwort ist immer dieselbe: schlecht. Auch darüber werden wir viel hören auf dieser Konferenz.</p>
<p>Und ich bin so frei zu behaupten, der zahlende Kunde habe für sein Geld ein Recht darauf erworben, dass Journalisten Dinge aufklären und <strong>ÖFFENTLICHKEIT</strong> herstellen, wenn doch andere Öffentlichkeit verhindern wollen. Diese Aufgabe des Journalismus aber wird im Journalismus gern vergessen.</p>
<p>Ich hoffe, dass diese Tagung dem einen oder der anderen Anregungen und vielleicht sogar ein bisschen Wissen vermitteln kann. Ich hoffe, dass wir gemeinsam ein bisschen Mut machen können, dass es sich lohnt, gegen Widerstände anzugehen. Das mag sich pathetisch anhören, ist aber doch unser Tagesgeschäft.</p>
<blockquote>
<ul>
<li>Webseite von <a target="_blank" href="http://www.jensweinreich.de">Jens Weinreich</a></li>
<li>Vortrag in Dortmund: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=150">Das große Schweigen &#8211; vom Versagen der Sportwissenschaft</a></li>
<li>Workshop in Dortmund: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=121">Zwischen Nähe und Distanz &#8211; ein Filmporträt über Joseph Blatter</a></li>
</ul>
<p><strong>Jens Weinreich</strong>, Jahrgang 1965, lebt in Wandlitz und ist Ressortleiter Sport der Berliner Zeitung. Er studierte Journalistik in Leipzig und war Anfang der neunziger Jahre als freier Journalist für alle Mediengattungen tätig, bevor er 1996 zur Berliner Zeitung wechselte.</p>
<p>Weinreich ist Experte für internationale Sportpolitik. Er berichtete von sieben Olympischen Spielen, 17 IOC-Sessionen, zahlreichen Weltmeisterschaften (Fußball, Leichtathletik, Schwimmen) und Kongressen. Er veröffentlichte, u. a. mit Thomas Kistner und Grit Hartmann: Olympia-Informator (1991); <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/?page_id=26">Muskelspiele </a>(1996); <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/?page_id=6">Das Milliardenspiel</a> (1998); <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/?page_id=25">Der olympische Sumpf</a> (2000); <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/?page_id=22">Operation 2012</a> (2004); <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/?page_id=27">Korruption im Sport</a> (2006).</p>
<p>Als Autor und Regisseur betreute er 2003/2004 eine internationale Co-Produktion von vier einstündigen Fußball-Dokumentationen, die in zwei Dutzend Ländern ausgestrahlt wurden. Seinen Film <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/?page_id=29">The Untouchable</a>, ein Porträt über FIFA-Präsident Joseph Blatter, nominierte das schwedische Fernsehen SVT für das Filmfestival Prix Europa 2005.</p>
<p>Für seine Enthüllungen über die Olympiabewerbung Leipzigs wurde er 2005 mit dem <a target="_blank" href="http://www.anstageslicht.de/index.php?UP_ID=1&amp;NAVZU_ID=16&amp;STORY_ID=5">Wächterpreis der deutschen Tagespresse</a> ausgezeichnet. Er ist an verschiedenen journalistischen <a target="_blank" href="http://sportjournalismus.org/">Ausbildungseinrichtungen</a> tätig. Im Dezember 2005 gründete er mit Kollegen das <a href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=22">sportnetzwerk</a>.</p>
<p><strong>weiterführende Links:</strong></p>
<ul>
<li>Hans Leyendecker: <a target="_blank" href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/KIS%20Leyendecker%202006.pdf">Anmerkungen zur Korruption im modernen deutschen Sportjournalismus</a></li>
<li>Andrew Jennings: <a target="_blank" href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/KIS%20Jennings%202006.pdf">The author-criminal</a></li>
<li>Jens Sejer Andersen: <a target="_blank" href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/KIS%20Andersen%202006.pdf">Play the Game &#8211; Reaktionen einer global operierenden Bewusstseinsindustrie</a></li>
<li>Jens Weinreich: <a target="_blank" href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/Weinreich_WM-Wahnsinn_2006.pdf">WM-Wahnsinn vor dem Anpfiff</a> (<a href="http://www.message-online.com/">Message</a> 2/2006)</li>
<li>Jens Weinreich: <a target="_blank" href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/Weinreich_Hoyzer_2005.pdf">Die Promoter des Sports</a> (Message 2/2005)</li>
<li>Jens Weinreich: <a target="_blank" href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/Weinreich_Message_2004.pdf">Bunte Stories über Olympia</a></li>
<li>Thomas Kistner: <a target="_blank" href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/Kistner_Message_2004.pdf">Fairness auf deutsche Art</a> (Message 3/2004)</li>
<li>Hans Leyendecker: <a target="_blank" href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/Leyendecker%20Vortrag%20Dortmund%202001.pdf">Die dunkle Seite der Macht ausleuchten</a></li>
<li>Tom Schimmeck: <a target="_blank" href="http://www.netzwerkrecherche.de/newsletter/44/nr-jahrestreffen-2007-leitfragen.pdf">Haltung, Popper und Moneten</a></li>
</ul>
</blockquote>
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		<title>Mission sauberer Sport</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 20:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelika Mikus</dc:creator>
				<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[hajo seppelt]]></category>
		<category><![CDATA[konferenzen]]></category>
		<category><![CDATA[workshop]]></category>

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		<description><![CDATA[„Mission sauberer Sport – Dopingfahnder im Einsatz“, so lautet der Titel der ausgezeichneten ARD-Reportage von Hajo Seppelt und Jo Goll, die am 17. Januar 2007 im Ersten ausgestrahlt wurde. Für den im Auftrag des rbb realisierten Films begleiteten die Autoren die Dopingfahnder der Nationalen Anti-Doping Agentur (Nada) über mehrere Wochen bei unangekündigten Doping-Tests. Die 30-minütige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Mission sauberer Sport – Dopingfahnder im Einsatz“, so lautet der Titel der ausgezeichneten ARD-Reportage von <strong>Hajo Seppelt</strong> und <strong>Jo Goll</strong>, die am 17. Januar 2007 im Ersten ausgestrahlt wurde. Für den im Auftrag des rbb realisierten Films begleiteten die Autoren die Dopingfahnder der Nationalen Anti-Doping Agentur (Nada) über mehrere Wochen bei unangekündigten Doping-Tests. Die 30-minütige Reportage war Anstoß zur Debatte über die Wirksamkeit von Dopingkontrollen bei deutschen Athleten und führte zu strukturellen Veränderungen in der Behörde.<span id="more-124"></span></p>
<p><img vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/seppelt-workshop-15022008.jpg" hspace="5" alt="seppelt-workshop-15022008.jpg" />Viele Journalisten sind gekommen, um ihn zu hören – so viele, dass der Workshop in einen großen Saal verlegt werden musste. „Erstaunlich, wie sich das Interesse verändert, wenn das Thema Doping die Schlagzeilen beherrscht“, kommentiert Hajo Seppelt den Andrang der Sportjournalisten. Rund 80 von ihnen wollen hören, was Seppelt zu berichten hat, über den Film, über seine Erfahrungen und vielleicht auch über seine aktuelle Situation. Gerade diese veranlasst Seppelt dazu, die Anwesenden aufzufordern, einen Teil des Gesprochenen für sich zu behalten. „Die Recherchemethoden bleiben bitte off record“, sagt er und bittet um Verständnis, „es ist in der letzten Zeit sehr viel über meine Arbeit geredet worden“.</p>
<p>Seppelt spricht über die Nada, verpasste Tests, Athleten, Kosten und seine Dreharbeiten „in der tiefsten Pampa Finnlands“. Und obwohl der Film in gewisser Weise unvollendet sei, handele es sich um ein wichtiges Stück mit großen Auswirkungen. „Es zeigt uns, dass 30 Minuten Sendung offensichtlich sehr viel bewirken können“, sagt Seppelt. Vielleicht sei es die „Macht des Fernsehens“, die dazu geführt habe, dass gewisse Dinge wieder diskutiert werden. In jedem Fall aber war der Erfolg der Reportage Genugtuung für Seppelt, der bei seiner Arbeit jede Menge Kritik, aber auch viel Unterstützung erhalten hat: „Bis vor zwei, drei Jahren war es meist schwer, Dopingthemen im Programm unterzubringen. Heute merkt man, wie stark die Gesellschaft für das Thema Doping sensibilisiert wurde.“</p>
<p>Nach der Aufarbeitung des Films haben die Workshop-Teilnehmer viele Fragen an den freien Journalisten. „Elmar Theveßen warnt vor Zynismus, aber gibt es denn überhaupt noch Hochleistungs-Sportler, die sauber sind?“, will einer von ihnen wissen. „Es gibt sicherlich Sportler, die sauber sind, aber es fällt mir angesichts der vorliegenden Fakten manchmal schwer, nicht zynisch zu werden“, antwortet ihm Seppelt. „Spitzensport ist mit Müsli allein nicht zu machen“, sagt er, „aber die Einwirkungen durch die Pharmaindustrie sind nicht zu überblicken“.</p>
<p>Dennoch mache es durchaus Sinn, über die großen und kleinen Täuschungsversuche im Sport und auch über die Sportberichterstattung zu reden. Dies betreffe besonders den Fußball, bei dem die Achtung der Regeln und die Wahrung ethischer Prinzipien auch in der Berichterstattung mitunter vernachlässigt werde, sagt Seppelt. Ihn ärgert, dass der Fußball im &#8220;Hurra-Journalismus&#8221; versinke. Es passiere zu wenig und niemand habe es sich zum Ziel gesetzt, Doping im Fußball aufzudecken. „Oft ein Mentalitätsproblem“, sagt er. „Und warum berichtest du über Radsport und Biathlon, aber nicht über Fußball?“, wird er gefragt. „Man kann nicht alles gleichzeitig machen“, sagt Seppelt: „Alles nacheinander.“</p>
<ul>
<li>Vita von Hans-Joachim Seppelt</li>
</ul>
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		<title>Bedingt ermittlungsbereit: investigativer Journalismus in Deutschland</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 20:18:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Mache</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Workshop mit

Lars-Marten Nagel (Universität Leipzig/dpa RegioData): Bedingt ermittlungsbereit &#8211; Investigativer Journalismus in Deutschland und den USA (Diplom 2007, Buch 2008) und
Sebastian Fleischmann (Katholische Universität Eichstätt): Alle in einem Boot? Investigativer Sportjournalismus in Deutschland &#8211; eine Untersuchung der Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Einstellungen (Diplom 2007)
moderiert von Wolfgang Hettfleisch (Frankfurter Rundschau)

David Walsh, Andrew Jennings, Hajo Seppelt oder Jens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Workshop mit</p>
<ul>
<li><strong>Lars-Marten Nagel (Universität Leipzig/dpa RegioData)</strong>: <em>Bedingt ermittlungsbereit &#8211; Investigativer Journalismus in Deutschland und den USA</em> (Diplom 2007, Buch 2008) und</li>
<li><strong>Sebastian Fleischmann (Katholische Universität Eichstätt)</strong>: <em>Alle in einem Boot? Investigativer Sportjournalismus in Deutschland &#8211; eine Untersuchung der Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Einstellungen</em> (Diplom 2007)</li>
<li>moderiert von <strong>Wolfgang Hettfleisch (Frankfurter Rundschau)</strong></li>
</ul>
<p>David Walsh, Andrew Jennings, Hajo Seppelt oder Jens Weinreich gelten unter Sportjournalisten als Exoten. Obwohl sie nur konsequent das tun, was Journalisten grundsätzlich tun sollten: Sie recherchieren. In US-amerikanischen Zeitungsredaktionen ist investigative reporting gelebte Tradition. Deutschen Sportreportern ist es dagegen häufig suspekt. Sie sind nur bedingt ermittlungsbereit, sagen Lars-Marten Nagel und Sebastian Fleischmann.<span id="more-133"></span></p>
<p><strong>Lars-Marten Nagels</strong> Diplomarbeit, die er am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig vorgelegt hat, hat das Netzwerk Recherche inzwischen in Buchform aufgelegt. Unter dem Arbeitstitel „Bedingt ermittlungsbereit“ hat Nagel deutsche und US-amerikanische Tageszeitungsredakteure zu ihren Recherchepraktiken, Arbeitsbedingungen und Grundeinstellungen befragt. Fazit: Investigativer Journalismus ist in der deutschen Medienlandschaft kein strukturelles Element – bis auf wenige Ausnahmen. Rechercheure stecken oft bis zum Hals im Tagesgeschäft, wenn überhaupt leisten sich die überregionalen Qualitätszeitungen hauptamtliche Recherche-Pools.</p>
<p>Ganz anders in den USA. Viele Verlage stellen dort spezielle Recherche-Desks zusammen, die vom Tagesgeschäft freigestellt sind. Sie leisten sich Experten in Interviewpsychologie, beschäftigen oft riesige Rechtsabteilungen. Kurz und gut: In den USA ist investigative Recherche etabliert und institutionalisiert.</p>
<p><strong>Unterschiedliches Demokratieverständnis</strong></p>
<p>Die Unterschiede begründet Lars-Marten Nagel unter anderem mit einem gänzlich unterschiedlichen Demokratieverständnis: „In den USA werden Eliten traditionell kritisch beobachtet. Medien haben die watchdog-Funktion. Journalisten fühlen sich oft als Robin Hood, kämpfen für die Kleinen.“ In Deutschland seien demokratische Ideen dagegen erst nach dem Zweiten Weltkrieg importiert worden, Obrigkeitsglaube sei nach wie vor weit verbreitet. Journalisten sähen sich oft als neutrale Vermittler. Außerdem gebe es in den USA deutlich weniger Informationsbarrieren als in Deutschland. „Und ein Pulitzerpreis bringt in den USA viel Prestige. In Deutschland gibt’s dagegen kaum Preise für gute Recherche“, so Nagel. Bei allem Lob für US-Rechercheure – beim Thema Irak-Krieg lagen sie wohl im Tiefschlaf. „Ähnlich wie schon im Ersten und Zweiten Weltkrieg dominierte wohl der Patriotismus“, mutmaßt Nagel.</p>
<p><strong>Online-Befragung zu investigativem Sportjournalismus</strong> </p>
<p>Was Nagel er für den deutschen Journalismus allgemein konstatierte, betonte <strong>Sebastian Fleischmann</strong> für die Sportberichterstattung. Die Hypothese seiner Diplomarbeit am Lehrstuhl Journalistik der Katholischen Universität Eichstätt: Die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für investigativen Sportjournalismus in Deutschland sind mangelhaft. 159 Sportjournalisten aller Mediengattungen beteiligten sich an seiner Online-Befragung. Darin manifestierte sich einmal mehr das Vermittler-Verständnis vieler Redakteure. Wozu kritisch nachhaken – schließlich berichte man doch die schönste Nebensache der Welt. Das Problem der Nähe zum Objekt der Berichterstattung ist dementsprechend ausgeprägt, Fantum weit verbreitet. Außerdem sind die Sach- und Sparzwänge in vielen Sportredaktionen besonders ausgeprägt, die Ressourcen für Qualität dementsprechend knapp. „Die Ergebnisse der bekannten Studien von Weischenberg und Görner sind offenbar auch im Jahr 2007 noch gültig“, bilanziert Fleischmann.</p>
<p>Experteninterviews mit den wenigen bekannten Rechercheuren im deutschen Sportjournalismus ergänzten die Online-Befragung. Sebastian Fleischmann sprach unter anderem mit Protagonisten der Dortmunder Sportkonferenz; Jens Weinreich, Thomas Kistner und Hajo Seppelt. Sie waren sich erwartungsgemäß einig, forderten mehr Mut und Engagement. Erich Laaser vertrat als Präsident des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) freilich die Mehrheitsmeinung: „Wir brauchen kritische Solidarität“, diktierte er Fleischmann in den Block.</p>
<ul>
<li>Biografie von Lars-Marten Nagel</li>
<li>Workshop mit Lars-Marten Nagel in Dortmund: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=131">Chancen und Risiken von Computer Assisted Reporting (CAR)</a></li>
<li>Studie (quasi: das Buch zur Diplomarbeit) von Lars-Marten Nagel: <a target="_blank" href="http://www.netzwerkrecherche.de/docs/1_Aussenseiter_Recherchejournalisten.pdf">Bedingt ermittlungsbereit</a>. Investigativer Journalismus in Deutschland und in den USA im Vergleich.</li>
<li><a target="_blank" href="http://www.message-online.com/">Message</a>-Werkstatt: <a target="_blank" href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/car_werkstatt_3_06.pdf">Knüller aus der Datenbank</a></li>
<li>weitere Literaturhinweise, siehe <a href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=31">Dokumente</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Biografie von Sebastian Fleischmann</li>
<li>Diplomarbeit von Sebastian Fleischmann: <a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/fleischmann-diplomarbeit1.pdf">Alle in einem Boot? Investigativer Sportjournalismus in Deutschland &#8211; eine Untersuchung der Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Einstellungen</a></li>
</ul>
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		<title>Play the Game</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=86#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 20:14:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Krass</dc:creator>
				<category><![CDATA[jens sejer andersen]]></category>
		<category><![CDATA[konferenzen]]></category>
		<category><![CDATA[korruption]]></category>
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		<category><![CDATA[play the game]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Kraft des internationalen Netzwerkens
Die in Dänemark ansässige Organisation Play the Game schafft es, Öffentlichkeit für Menschen und Missstände im internationalen Sport herzustellen, die sonst im Alltagsgeschäft untergehen würden. Der Untertitel ist Programm: &#8220;Home for the homeless questions in sport&#8221;. Dafür braucht es oft keine großen Ressourcen, sondern vor allem Netzwerke.
Man muss sich die Macher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Kraft des internationalen Netzwerkens</strong></p>
<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/logo-ptg-klein.gif" alt="logo-ptg-klein.gif" />Die in Dänemark ansässige Organisation <a target="_blank" href="http://www.playthegame.org">Play the Game</a> schafft es, Öffentlichkeit für Menschen und Missstände im internationalen Sport herzustellen, die sonst im Alltagsgeschäft untergehen würden. Der Untertitel ist Programm: &#8220;Home for the homeless questions in sport&#8221;. Dafür braucht es oft keine großen Ressourcen, sondern vor allem Netzwerke.<span id="more-86"></span></p>
<p>Man muss sich die Macher von Play the Game als ewig Suchende vorstellen. Sie suchen nach den Einzelkämpfern, die manchmal auf Anhieb wie kleine Fische erscheinen mögen, dann aber enorme Bedeutung gewinnen, nach Menschen wie <a target="_blank" href="http://www.playthegame.org/Home/Knowledge%20Bank/Authors/Bob%20Munro.aspx">Bob Munro</a> zum Beispiel. Der Kanadier hat lang für die UN gearbeitet, lebt seit 1985 in Afrika und hat 1987 in einem der größten Slums von Kenias Hauptstadt Nairobi das Mathare Projekt gegründet, ein Entwicklungshilfeprojekt, das unter anderem auf die integrative Wirkung von Sport für Jugendliche setzt. Für seine Arbeit wurde er schon vielfach ausgezeichnet. Munro ist auch Vorsitzender des langjährigen kenianischen Erstligisten Mathare United und hat sich ab 2004 unbeliebt in Kenias Fußballverband KFF gemacht, weil er erschreckende Missstände in dessen Verantwortungsbereich aufdeckte. Nachdem schließlich der Welt-Fußballverband Fifa sich dazu durchgerungen hatte, die KFF zu suspendieren, drohte Munro 2006 plötzlich die Ausweisung aus Kenia, seiner zweiten Heimat.</p>
<p><strong><img vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/jsa-ptg-reykjavik2007.jpg" hspace="5" alt="jsa-ptg-reykjavik2007.jpg" />Jens Sejer Andersen</strong>, der Leiter von Play the Game, erzählte auf der Sportjournalismus-Konferenz in Dortmund unter anderem die Geschichte von Bob Munro, um die Kraft internationalen Netzwerkens zu illustrieren. Seine Organisation, mit Sitz in Dänemark, hat sich der Aufgabe verschrieben, für grundlegende ethische Werte im weltweiten Sportbetrieb zu kämpfen und für Demokratie, Transparenz und Meinungsfreiheit zu stärken. Play the Game verfolgte den Fall Munro und lancierte schließlich eine internationale Petition zugunsten Munros. Sie wurde von 120 Personen und Organisationen unterzeichnet und stellte eine internationale Öffentlichkeit für den Fall her. Als Munro schließlich nach Monaten des Bangens die Gewissheit hatte, doch in Kenia bleiben zu dürfen, schrieb er der Petition entscheidenden Einfluss zu.</p>
<p>Andersen berichtete noch über weitere Fälle, in denen Play the Game mit seinem Netzwerk wichtigen Einfluss genommen habe: die Arbeit des italienischen Dopingaufklärers Alessandro Donati, den von Mario Goijman angestoßenen <a target="_blank" href="http://www.volleygate.com">Volleygate-Skandal</a> und den griechischen Journalisten Filippos Syrigos, der, nachdem er sich mehrerer brisanter Themen aus dem Sport seines Landes angenommen hatte, im Oktober 2004 Opfer eines Messer-Attentats wurde und gerade so mit dem Leben davon kam.</p>
<p>&#8220;Die Leute sind isoliert, wir finden sie, laden sie zu Konferenzen ein, so dass sie über unserer Plattform Gehör finden und ihrerseits ein Netzwerk aufbauen können&#8221;, beschreibt Andersen die Arbeit von Play the Game. &#8220;Die unkomplizierte Kommunikation über das Internet hilft uns dabei natürlich enorm.&#8221; Zwischen 1997 und 2007 haben fünf Konferenzen mit zuletzt 245 Teilnehmern aus Journalismus, Wissenschaft und Verbänden stattgefunden. Die nächste ist für 2009 geplant.</p>
<p>Andersen sprach in Dortmund einen Satz aus, der gleichsam als ein Leitmotiv dieser Organisation dienen könnte: &#8220;Es braucht nur wenig, um eine mächtige Organisation nervös zu machen.&#8221; Der Weltfußballverband Fifa etwa lehnte eine Teilnahme an der Konferenz bisher ab, weil der britische Enthüllungsjournalist Andrew Jennings auf der Rednerliste stand.</p>
<p>Doch manchmal kann auch Play the Game nicht mehr viel tun – außer eine Öffentlichkeit herzustellen, wenn es schon zu spät ist. &#8220;Zwischen 2001 und 2007 sind uns 31 Attacken auf Sportjournalisten bekannt, fünf kamen ums Leben&#8221;, erzählte Andersen. &#8220;Das war zwar außerhalb Europas, macht das Leben für die Familien aber nicht leichter.&#8221;</p>
<blockquote>
<ul>
<li>Material zum Vortrag</li>
<li>Webseite von <a target="_blank" href="http://www.playthegame.org">Play the Game</a></li>
<li>Webseite mit multimedialer Berichterstattung über Play the Game <a target="_blank" href="http://www.thepulse2007.org/">2007 in Reykjavik</a></li>
<li>Beitrag von Jens Sejer Andersen für das sportnetzwerk-Buch <a href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=14">&#8220;Korruption im Sport&#8221;</a>: <a target="_blank" href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/KIS%20Andersen%202006.pdf"><strong>Play the Game: Reaktionen einer global operierenden Bewusstseinsindustrie</strong></a></li>
</ul>
<p><strong>Jens Sejer Andersen</strong>, Jahrgang 1960, lebt in Vejle/Dänemark und ist Publizist sowie Direktor der Medien-Weltkonferenz Play the Game. Nach dem Studium an der dänischen Journalistenschule in Aarhus arbeitete er zunächst als Radioreporter sowie freier Journalist und bereiste Südamerika. Für die Zeitung Information und andere skandinavische Publikationen berichtete er aus Argentinien, Uruguay, Chile, Mexiko und Kuba. Von 1990 bis 2003 arbeitete er als Chefredakteur im dänischen Sportverband DGI.</p>
<p>1997 organisierte Jens Sejer Andersen in Kopenhagen die Konferenz „Sport, Media, and Civil Society“, den ersten internationalen Kongress, der sich mit den Auswirkungen der Globalisierung und Popularisierung des Sports auf die Arbeit der Journalisten auswirkte. Daraus erwuchs im Jahr 2000 die Medienkonferenz „Play the Game – home for the homeless questions in sport“, zu der 180 Teilnehmer aus 52 Ländern kamen; 2002, 2005 und 2007 organisierte er weitere Play the Game-Kongresse in Kopenhagen und Reykjavik, <a target="_blank" href="http://www.playthegame.org/News/Up_To_Date/hosting_play_the_game_2009_calling_interested_partners_29010001.aspx">die nächste Auflage ist für 2009 geplant</a>. Zu seinen Veröffentlichungen zählen: „Det ny Uruguay“ (1987); „Society&#8217;s Watchdog oder Showbitz&#8217; Pet &#8211; Anthology of manuscripts from an international press seminar“ (1998 – mit Jørn Møller). Jens Sejer Andersens ist Lehrbeauftragter an diversen Universitäten und Bildungseinrichtungen. 2003 wurde er für seine mit dem Gerlev-Preis für Meinungsfreiheit und Demokratie im Sport ausgezeichnet.</p></blockquote>
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		<title>Lance Armstrong – a story too good to be untrue</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 20:14:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bjoern Boch</dc:creator>
				<category><![CDATA[david walsh]]></category>
		<category><![CDATA[diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[konferenzen]]></category>
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		<category><![CDATA[vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Niemand darf Objektivität dazu benutzen, die Wahrheit zu verdecken&#8221;
Von einem vielbeschäftigten Mann wie David Walsh darf man nicht erwarten, dass er immer pünktlich den Flieger erwischt. Als er Dortmund dann doch noch erreichte, hatte er viel Wissenswertes über seine Recherchen zum Fall Lance Armstrong im Gepäck. Und eine neue Theorie des wahrheitsorientierten Journalismus.
Darf ein Sportjournalist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Niemand darf Objektivität dazu benutzen, die Wahrheit zu verdecken&#8221;</strong></p>
<p>Von einem vielbeschäftigten Mann wie David Walsh darf man nicht erwarten, dass er immer pünktlich den Flieger erwischt. Als er Dortmund dann doch noch erreichte, hatte er viel Wissenswertes über seine Recherchen zum Fall Lance Armstrong im Gepäck. Und eine neue Theorie des wahrheitsorientierten Journalismus.</p>
<p><img vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/david-walsh-ptg-reykjavik-2007.jpg" hspace="5" alt="david-walsh-ptg-reykjavik-2007.jpg" />Darf ein Sportjournalist einen Profi-Radfahrer kritisieren, der mit dem Präsidenten der USA Mountainbike fährt? Offenbar nicht. <strong>David Walsh</strong>, Chefreporter der Sunday Times, musste diese Erfahrung machen. In den mit Lance Armstrong sehr vereinigten Staaten suchte er einen Verleger für sein Buch „From Lance to Landis“, in dem er die Doping-Geschichte des Radsports, insbesondere des amerikanischen, aufarbeitet. Doch keiner wollte ihn verlegen.</p>
<p><strong>Armstrong ist beliebt – und gut geschützt. Auch von George W. Bush.</strong></p>
<p>„Die Geschichte war einfach zu gut, um nicht wahr zu sein“, sagt Walsh über den Fall Armstrong. Die Geschichte eines zunächst durchschnittlichen Radfahrers, der den Krebs besiegt und anschließend sieben Mal die Tour de France gewinnt. „Da musste was faul sein, alle Journalisten bei der Tour wussten das.“ Die Chefs, die Verleger und schließlich das Publikum selbst wollten aber lieber die andere, die schönere, die saubere Geschichte hören.<span id="more-101"></span></p>
<p>Trotzdem – David Walsh hat sie nicht geglaubt und dem Fall bereits zuvor die Bücher „L.A. Confidential“ und „L.A. Official“ gewidmet. Eine seiner Leitfragen, vor allem für den Radsport: Gibt es überhaupt noch eine Möglichkeit für saubere Athleten, in diesem Sport mitzuhalten? Für den Journalismus hat Walsh daraus sein ganz eigenes Gesetz der Objektivität abgeleitet. „Niemand darf Objektivität dazu benutzen, die Wahrheit zu verdecken.“ Ist ein Berichterstatter von etwas überzeugt, wie Walsh es von Armstrongs Doping-Praktiken war, darf er den Artikel, die Geschichte, das Buch nicht um jeden Preis ausgewogen gestalten wollen. „Klar, die Gegenseite muss gehört werden, muss zu einem Vorwurf Stellung beziehen dürfen.“</p>
<p><strong>Das Buch bleibt &#8211; sollte Armstrong Präsident werden wollen </strong></p>
<p>Aber wenn eindeutig ist, wer der „good guy“ und wer der „bad guy“ ist, gebe es keinen Grund, beiden Seiten gleich viel Raum zu geben. Und wenn ein Mann wie Armstrong von der UCI, den Fans, einer ganzen Nation und ihrem Präsidenten unterstützt wird, muss es ja einen geben, der mal die andere Seite der Geschichte erzählt. <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=86">Jens Sejer Andersen</a>, verantwortlich für das Sportjournalismus-Netzwerk <a target="_blank" href="http://www.playthegame.org">Play the Game</a>, prägte hierfür den Begriff der „informierten Subjektivität“. Gut, ausgewogen, hartnäckig, unvoreingenommen recherchieren. Und wenn man weiß, was man wissen wollte, dann sollte man auch die richtigen Schwerpunkte setzen.</p>
<p>Wichtig für Walsh war auch die Art, das Buch zu schreiben. Er wusste,<br />
dass Armstrong ihn verklagen würde. Deshalb gab es keine anonymen Quellen in seinen Büchern. Teile, die er nicht belegen konnte, auch wenn sie sicher wahr waren, wurden aus den Büchern gestrichen. Und am Ende der Recherchen wurde Armstrong auch mit allen Vorwürfen konfrontiert. &#8220;Er hat mir aber nur einen bestimmten Finger gezeigt&#8221;, erzählt Walsh. Verklagt hat Armstrong ihn trotzdem. Gewonnen vor Gericht hat Walsh.</p>
<p>Eine Hoffnung verbindet Walsh auch mit seinen Veröffentlichungen. „Lance Armstrong wird bald versuchen, Gouverneur von Texas zu werden. Er hat sich die Politik als sein nächstes Schlachtfeld ausgesucht, ich glaube, dass er Präsident werden will.“ Und wenn es zu diesen Ambitionen tatsächlich kommen sollte, werden die Leute vielleicht eines der Bücher von David Walsh herausholen. Und Sätze wie diesen lesen, den Armstrongs ehemaliger Team-Kamerad Cedric Vasseur über seinen Chef sagte: „Er ist ein Chef, ein Dominator, der am liebsten für Gott gehalten werden möchte. Er hält jeden für seinen Feind, will sich schützen und das Recht des Stärkeren etablieren.“</p>
<ul>
<li>David Walsh bei <a target="_blank" href="http://en.wikipedia.org/wiki/L._A._Confidentiel">Wikipedia</a></li>
<li><a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=153">Diskussion</a> mit David Walsh und Andrew Jennings</li>
</ul>
<blockquote><p><strong>David Walsh</strong> is chief sports writer with The Sunday Times (London). A four-time Irish Sportswriter of the Year and a three-time U.K. Sportswriter of the Year, he is married with seven children and lives in Cambridge, England. <em>(Quelle: <a target="_blank" href="http://www.randomhouse.com/rhpg/catalog/display.pperl?isbn=9780345499622">Randomhouse</a>)</em></p></blockquote>
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		<item>
		<title>Clash der Kulturen</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=167#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 20:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik Baumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogs]]></category>
		<category><![CDATA[clemens gerlach]]></category>
		<category><![CDATA[diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[juergen kalwa]]></category>
		<category><![CDATA[kai pahl]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Oline-Revolution oder: warum Journalisten Blogger nicht verstehen und warum Blogger oftmals bessere Journalisten sind
Der Titel der Diskussion nach den Vorträgen von Oliver Fritsch (Direkter Freistoss), Kai Pahl (allesaussersport) und Jürgen Kalwa (american arena) war bewusst provokant gewählt, das musste doch Widerspruch unter den edienvertretern hervorrufen. Das es dazu nicht kam, ist womöglich ein Indiz für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Oline-Revolution oder: warum Journalisten Blogger nicht verstehen und warum Blogger oftmals bessere Journalisten sind</strong></p>
<p>Der Titel der Diskussion nach den Vorträgen von <strong>Oliver Fritsch (Direkter Freistoss), Kai Pahl (allesaussersport) </strong>und <strong>Jürgen Kalwa (american arena)</strong> war bewusst provokant gewählt, das musste doch Widerspruch unter den edienvertretern hervorrufen. Das es dazu nicht kam, ist womöglich ein Indiz für die Bereitschaft, tatsächlich neue Wege zu beschreiten. Denn eines wurde deutlich: Es ist noch Luft nach oben.</p>
<p>Am Anfang der Diskussion stand ein überraschendes Bekenntnis: „Ich finde es schade, dass wir mit so großem Abstand die Nummer eins sind“, meinte <strong>Clemens Gerlach (Spiegel-Online)</strong>, Sportchef beim führenden deutschen Nachrichten-Portal. Ungeachtet der unerreicht hohen Click-Zahlen sei man „nicht das Maß aller Dinge“. Diplomatisches Understatement angesichts der versammelten Kollegenschar oder echte Überzeugung?<span id="more-167"></span></p>
<p>Gerlach erweckte zumindest den Eindruck, hier mit offenen Karten zu spielen. Zwar wollte er nicht über die Online-Auftritte anderer Printmedien urteilen – das hatte Kai Pahl <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=166">ja bereits anschaulich getan</a>. Doch er wies auf den bemerkenswerten Umstand hin, dass Deutschland der einzige größere Medienmarkt sei, in dem der führende Online-Auftritt von einem Wochenmagazin gestaltet wird, und nicht von einer Tageszeitung oder Rundfunkstation. Pahl bereicherte den Beitrag um den Befund, dass Deutschland bei der Nutzung der Internet-Enzyklopädie Wikipedia weltweit auf Platz zwei rangiert – sowohl was das Rezipieren als auch das Verfassen von Artikeln betrifft. Pahls Schlussfolgerung: &#8220;Wir wollen Wissen sammeln, aber nicht unsere Meinungen äußern.&#8221;</p>
<p>Ziemlich schnell wurde deutlich, dass Pahl damit nicht nur den Otto Normalnutzer im Blick hatte, sondern auch die als besonders meinungsfreudig eingeschätzten Journalisten. „Wenn sich ein Redakteur darüber beklagt, dass er seine Meinung zu einem Thema nicht im Blatt unterbringen kann, warum schreibt er dann kein Blog?“, fragte Pahl. Als nachahmenswertes Beispiel stellte Moderator Jens Weinreich den Kollegen <strong>Sebastian Langer (Nordkurier)</strong> vor, der neben dem Redaktionsjob das Sportblog <a target="_blank" href="http://sportblog.blogsport.de/">Nachspiel</a> mit Inhalt füttert. „Aus Interesse und Neugier“ habe er damit angefangen, und inzwischen sei es eine wichtige Kompensation für ihn, „weil ich im Alltag nicht mehr so viel über Sport schreiben kann.“</p>
<p>Angesichts der Stoßrichtung der Diskussion, die den Vertretern der etablierten Medien vorwarf, die Potentiale des Internets nur ungenügend zu nutzen, regte sich erstaunlich wenig Widerspruch im Auditorium. Einzig <strong>Hermann Lamberty (Westfälische Rundschau)</strong> äußerte seine Zweifel an gewissen Anklagepunkten der Verfechter von „Online first“. Die „Sprachverluderung“ gebe es im Internet genauso wie mitunter in der Presse, meinte er in Richtung Oliver Fritsch.</p>
<p>Lamberty wies auf den – gerade für eine Regionalzeitung – schwierigen Spagat zwischen Jung und Alt hin. „Wir können nicht von heute auf morgen nur aufs Internet setzen, sonst verlieren wir die älteren Leser.“ Gleichwohl sei der Online-Auftritt entscheidend, um Jugendliche zunächst an die eigene Marke zu binden und sie später womöglich als Zeitungsleser zu gewinnen. „Aber da einfach zu sagen, wir machen ein Blog, reicht nicht aus.“ Den Vorwurf Pahls, dass die zeitliche Beschränkung der Kommentierfunktion von Artikeln auf den Portalen großer Zeitungen abstrus sei, rechtfertigte Lamberty mit den zu geringen Zeitressourcen.</p>
<p>„Soll ich mich nach Feierabend noch zu Hause an den Rechner setzen und das kontrollieren?“ Lamberty hatte kaum Platz genommen, da sah sich Kai Pahl gezwungen, zu intervenieren: „Warum haben Medienkonzerne nicht die Eier, die Kommentierfunktion zu öffnen? Die haben eine juristische Abteilung, die wir Blogger nicht haben.“</p>
<p>Clemens Gerlach formulierte seine Gegenrede diplomatischer. Es ginge nicht um Print oder Online, sondern um „ein integrierendes Konzept, weil man manche Leute nur noch online binden kann.“ Welche wertvollen Beiträge Blogs in medienkritischer Hinsicht liefern können, diskutierte die Runde unter anderem am Beispiel von Kai Pahls Blog-Beitrag „Die ARD-Tonstörung namens Godefroot“. Hierin hatte er im Mai 2007 aufgedeckt, welche Aussagen des Ex-Radprofis Bert Dietz in der Sendung „Beckmann“ von der ARD mit einem Pfeifton überdeckt wurden.</p>
<p>Gerlach wie Kalwa führten solche Beiträge auf die größere Unabhängigkeit der Blogger bzw. der Abwesenheit redaktioneller Zwänge zurück. Pahl dagegen wies auf die andere Seite der Medaille hin: „Als Blogger wird man in der Öffentlichkeit oft nicht ernst genommen. Es ist teilweise sehr schwierig für mich, Ansprechpartner zu finden oder in Presseverteiler aufgenommen zu werden.“ Ein Nachteil, nicht jedoch für gelernte und etablierte Journalisten. So blieb am Ende vor allem Gerlachs Losung haften: „Das Internet bietet mehr Chancen als Risiken.“</p>
<ul>
<li>Blog von Jürgen Kalwa: <a target="_blank" href="http://american-arena.blogspot.com/2008/02/ber-das-zersgen-von-nationalhymnen.html">american arena zur Konferenz</a></li>
<li><a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=166">Vortrag von Kai Pahl</a> in Dortmund</li>
<li><a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=165">Vortrag von Oliver Fritsch</a> in Dortmund</li>
<li>Biografie von Clemens Gerlach</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Im Tal der Ahnungslosen</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 20:13:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Mache</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während deutsche Medienkonzerne ihre Leser gern als Klickvieh durch Bildergalerien jagen, wird im Ausland das Internet längst als normale Erweiterung des journalistischen Tätigkeitsfeldes verstanden
Wahnsinn. Kai Pahl ist Blogger durch und durch: geradeaus, alternativ, internetgeil, sport- und fernsehsüchtig. Pahl ist der Macher von allesaussersport, bezeichnet sich selbst als „TV-Maniac“ und zeigt Medienmachern schonungslos ihr Versagen. Unbefangen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Während deutsche Medienkonzerne ihre Leser gern als Klickvieh durch Bildergalerien jagen, wird im Ausland das Internet längst als normale Erweiterung des journalistischen Tätigkeitsfeldes verstanden</strong></p>
<p>Wahnsinn. <strong>Kai Pahl</strong> ist Blogger durch und durch: geradeaus, alternativ, internetgeil, sport- und fernsehsüchtig. Pahl ist der Macher von <a target="_blank" href="http://www.allesaussersport.de">allesaussersport</a>, bezeichnet sich selbst als „TV-Maniac“ und zeigt Medienmachern schonungslos ihr Versagen. Unbefangen und ganz subjektiv aus der Sicht eines Internet-Menschen.<span id="more-166"></span></p>
<p>Fazit ist, was die Sportseiten der Internetauftritte deutscher Medienhäuser angeht, eindeutig: „Sie leben im Tal der Ahnungslosen“. Während die Websites des britischen Guardian oder der BBC die Szene rockten, verschliefen ARD und die Süddeutsche Zeitung die Entwicklung. Spiegel Online und Der Westen seien zumindest “bemüht“.</p>
<p>Die Erkenntnis, dass Internet inwischen „Everynet“ ist, also fast immer und überall verfügbar, ist Pahls Ausgangspunkt beim der Frage nach Qualität im Netz. Gute Websites müssten eine Rundumversorgung mit Video-, Audio- und Textbeiträgen, Grafiken und Originaldokumenten bieten. Dennoch bleibe das Zeitbudget der Rezipienten für die Hinwendung zu Medien gleich. Also müsse das Angebot übersichtlich und gut strukturiert sein.</p>
<p>„Vor allem sollte man seine User für voll nehmen“, fordert Pahl. Letztlich seien 80 Prozent der Sueddeutsche.de-Sportseite „irrelevanter Scheiß“. Tatsächlich gibt es reichlich Online-Spiele, viel Werbung und Bildergalerien mit Spielerfrauen und strammen Schenkeln. „Ich weiß nicht, was die SZ mit ihrem Internetauftritt will“, sagt der Blogger. Für aufgeräumt, userorientiert und deshalb exemplarisch hält er dagegen den Web-Auftritt des Guardian.</p>
<p>Symptomatisch für viele deutsche Webanbieter sei außerdem, dass die Userkommentare häufig als „anonyme Idiotie“ abtäten. Auf einigen Seiten sei die Autorenzeile nicht verlinkt. Dementsprechend schwierig sei es, die Autoren per E-Mail zu erreichen. „Manifestation dieser Einstellung ist, dass die Kommentarfunktion auf sueddeutsche.de ab 19 Uhr geschlossen ist“, sagt Kai Pahl. Die Redaktion könne problematische Inhalte dann nicht mehr bearbeiten, argumentiert die Süddeutsche-Redaktion. „Totaler Quatsch. Die SZ zeigt, dass sie das Wesen einer community schlicht nicht verstanden hat.“</p>
<p>Zukunftsweisender sei die Einstellung des New-York-Times-Chefs. „Er sieht blogs nicht als Zähneknirschen, sondern ist davon überzeugt, dass Journalisten mit ihrem Publikum interagieren sollten.“</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="https://profimailer.de/exchweb/bin/redir.asp?URL=http://www.allesaussersport.de/vortrag-dortmund.pdf">Vortrag</a> von Kai Pahl als pdf (17MB)</li>
<li>Essenz des Vortrags von Kai Pahl <a target="_blank" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2008/02/17/sportjournalismus-konferenz-tag-2/">auf allesaussersport</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://kaipahl.de/thejob/bio.html">Biografie </a>von Kai Pahl alias dogfood</li>
<li><a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=167">Diskussion in Dortmund mit Kai Pahl, Oliver Fritsch, Jürgen Kalwa und Clemens Gerlach</a></li>
</ul>
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		<title>Computer Assisted Reporting: Chancen und Grenzen der Datenbank-Recherche</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 20:02:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maike Jansen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für die einen ist es eine wirre Ansammlung von Zahlen, ein Datendschungel, in dem man sich verirrt. Für die anderen ist es eine wahre Fundgrube für Geschichten. Lars-Marten Nagel ist so ein Schatzsucher. Dabei ist er Journalist, nicht Statistiker. Ein Auslandsaufenthalt in den USA brachte ihn auf die Idee in Statistiken nach guten Geschichten zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die einen ist es eine wirre Ansammlung von Zahlen, ein Datendschungel, in dem man sich verirrt. Für die anderen ist es eine wahre Fundgrube für Geschichten. <strong>Lars-Marten Nagel</strong> ist so ein Schatzsucher. Dabei ist er Journalist, nicht Statistiker. Ein Auslandsaufenthalt in den USA brachte ihn auf die Idee in Statistiken nach guten Geschichten zu suchen. Dort hat das Computer-Assisted Reporting (CAR), das systematische Durchkämmen von statistischem Material, schon vor vielen Jahren Einzug in den Redaktionsalltag erhalten: Große Zeitungen leisten sich Redakteure, die ausschließlich mit der Auswertung von Daten beschäftigt sind. Mit erstaunlichem Erfolg.<span id="more-131"></span></p>
<p><strong>Excel Kenntnisse reichen aus</strong></p>
<p>So durchforstete Gregory Reeves, der als Vorreiter der Statistik-Recherche gilt, rund acht Millionen Einträge über landwirtschaftliche Subventionen und kam zu dem Ergebnis, das diese völlig fehlgeleitet wurden: Der größte Teil des Geldes ging an einige Großbanken. Was Reeves damals den Pulitzerpreis einbrachte ist im amerikanischen Journalismus heute völlig normal. In Deutschland dagegen steckt die Datenrecherche noch in den Kinderschuhen. „Wenn du hier eine Behörde anrufst und sagst: Ich brauche eine Datenbank von ihnen sind die völlig perplex“, so Nagel. In Amerika dagegen sei der Umgang mit Daten sehr viel lockerer, die meisten Statistiken bekäme man sogar mit Klarnamen ausgehändigt.</p>
<p><strong>„Wenn man in einer amerikanischen Behörde anruft, dann sitzt da jemand, der dir helfen will. Wir dagegen haben hier vor allem Informationsverweigerer in den Pressestellen sitzen.“</strong></p>
<p>So lautet die häufigste Antwort: Diese Daten dürfen wir Ihnen nicht geben. „Da muss ich dann als Journalist hartnäckig bleiben und auf mein Recht pochen, schließlich haben wir ja das Informationsfreiheitsgesetz.“</p>
<p><img vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/nagel-workshop-15022008.jpg" hspace="5" alt="nagel-workshop-15022008.jpg" />Was aber mache ich als Journalist mit dem Wust von Daten, wenn ich sie denn dann bekommen habe? „Man muss nicht Informatiker sein, um aus den Daten interessante Informationen herauszuholen“, verspricht Nagel. Einfache Excel-Kenntnisse reichten bereits aus. „Nehmen wir mal das Beispiel reicher Araber in Deutschen Krankenhäusern. Ihr Chef kommt an und sagt: Mir ist aufgefallen, das werden mehr. Mach mal ne Geschichte.“ Nun könne man natürlich in einigen Luxuskliniken anrufen und sich den Eindruck bestätigen lassen. „Viel effektiver ist es doch aber, diese These mit Zahlen belegen zu können“, so Nagel. Zwar käme man in Deutschland nicht an eine Patientendatenbank mit Klarnamen heran, wohl aber an eine Auflistung der Herkunft der Patienten. „Wenn ich mir da die vier oder fünf infrage kommenden Länder raussuche, habe ich meine These schnell bestätigt oder widerlegt – und so vielleicht eine fundierte Geschichte.“</p>
<p><strong>&#8220;Gesicherte Daten sind besser als das bloße Gefühl&#8221; </strong></p>
<p>Mögliche Quellen für solche Statistiken: Statistische Landesämter, Organisationen und Vereine, Verbände und Lobbygruppen, aber auch US-Daten, die Deutschland mit einbeziehen. „Auch hierzulande gibt es eine wahre Datensammelwut – die muss man bloß nutzen.“ Denn die Geschichten, die auf solch gesicherten Daten fußten, seien immer besser, &#8220;als das bloße Gefühl&#8221;.</p>
<p>Auch für den Sportjournalismus sah Nagel eine wichtige Perspektive in der Datenrecherche: „Gerade Sportvereine verfügen über eine große Sammlung von Daten.“ Mit denen sich unter Umständen auch Skandale aufdecken ließen: „Ich muss immer an die Hoyzer-Affäre denken“, so Nagel, „hätte sich da mal jemand die Mühe gemacht, die Ergebnisse der Spiele mit den jeweiligen Schiedsrichtern abzugleichen, sich die knappen Ergebnisse und die Spiele mit vielen roten und gelben Karten und Elfmetern anzuschauen, wäre man dem vielleicht schnell auf die Schliche gekommen.“ Und selbst, wenn die Recherche nicht den großen Skandal ergibt: „Wenn ich anschließend sagen kann: Wenn Schiedsrichter X gepfiffen hat, hat Braunschweig nie verloren, kann das für eine Lokalzeitung eine muntere Geschichte sein.“</p>
<ul>
<li>Biografie von Lars-Marten Nagel</li>
<li>Studie (quasi: das Buch zur Diplomarbeit) von Lars-Marten Nagel: <a target="_blank" href="http://www.netzwerkrecherche.de/docs/1_Aussenseiter_Recherchejournalisten.pdf"><em>Bedingt ermittlungsbereit</em></a><em>. Investigativer Journalismus in Deutschland und in den USA im Vergleich. </em>Dazu hat Lars-Marten Nagel <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=133">in Dortmund auch referiert</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.message-online.com">Message</a>-Werkstatt: <a target="_blank" href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/car_werkstatt_3_06.pdf">Knüller aus der Datenbank</a></li>
<li>weitere Literaturhinweise, siehe <a href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=31">Dokumente</a></li>
</ul>
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		<title>Wie finanziert ein Freier Recherche-Journalismus?</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=126#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 20:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Harant</dc:creator>
				<category><![CDATA[doping]]></category>
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		<description><![CDATA[Allein mit dem Zeilenhonorar kann ein freier Journalist keinen Recherche-Journalismus finanzieren. Diese Erkenntnis stand im Mittelpunkt des Workshops von Freelancer Ralf Meutgens. Doch die knapp 20 Teilnehmer erfuhren auch, wie aufwändige Geschichten zum Beispiel durch Zweitverwertung oder geschickte Verhandlung dem Auftraggeber dennoch kurz- oder langfristig Gewinn abwerfen können.
Als Geheimrezept für ein erfolgreiches Wirken als freier, kritischer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Allein mit dem Zeilenhonorar kann ein freier Journalist keinen Recherche-Journalismus finanzieren. Diese Erkenntnis stand im Mittelpunkt des Workshops von Freelancer <strong>Ralf Meutgens</strong>. Doch die knapp 20 Teilnehmer erfuhren auch, wie aufwändige Geschichten zum Beispiel durch Zweitverwertung oder geschickte Verhandlung dem Auftraggeber dennoch kurz- oder langfristig Gewinn abwerfen können.<span id="more-126"></span></p>
<p><img vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/meutgens-workshop-15022008.jpg" hspace="5" alt="meutgens-workshop-15022008.jpg" />Als Geheimrezept für ein erfolgreiches Wirken als freier, kritischer Sportjournalist gab Meutgens den Workshop-Teilnehmern das Leitmotiv &#8220;sportlich denken und ökonomisch handeln&#8221; an die Hand. &#8220;Denn die größte Gefahr für uns Freie besteht darin, dass wir eine viel zu geringe Bezahlung akzeptieren, weil es schließlich Spaß gemacht hat, die jeweilige Geschichte zu recherchieren.&#8221; Auf Dauer komme man aber mit dieser Einstellung nicht weit. Im Gegenteil, man sei es den Kollegen ja auch schuldig, nicht die Preise auf dem Markt zu verderben, indem man schlecht bezahlte Aufträge annimmt.</p>
<p>Doch was genau kann man tun, damit die aufwändig recherchierten Stories auch Gewinn abwerfen? Dazu gab Meutgens mehrere Dutzend Empfehlungen ab. Diese gingen von der Verhandlung über zusätzliche Honorare für Fahrt- und Kommunikationskosten über die Vereinbarung eines Ausfallhonorars bis hin zur sorgfältigen Dokumentation der Themenvorschläge, damit diese nicht von anderen geklaut werden können. Besonders wichtig sei aber auch, immer die Zweitverwertung oder intermediale Verbreitung der Rechercheergebnisse im Auge zu behalten. &#8220;Ein Hörfunkbeitrag ist beispielsweise mit jedem Notebook und einem vernünftigen Mikrofon schnell produziert&#8221;, so Meutgens. Aber auch PR-Aktivitäten scheinen dem Zeitungsjournalisten nicht verwerflich, &#8220;solange keine Auswirkung auf die Arbeit als Sportjournalist besteht.&#8221;</p>
<p><strong>Sieben Mark fünzig für ein Foto aus Moskau</strong></p>
<p>Die ebenfalls größtenteils freiberuflichen Workshopteilnehmer, kamen zudem in konstruktiven Diskussionen zu dem Schluss, dass es wichtig sei, Fachkompetenz in Nischen zu erlangen, um sich von der Masse der schreibenden Zunft abzuheben, oder auch ähnlich einem Businessplan erwartete Kosten und Nutzen einer größeren Geschichte bereits vor Recherchebeginn zu kalkulieren.</p>
<p>Dass er diese Erkenntnisse sich allerdings mühsam erarbeiten musste, zeigte Meutgens schließlich noch anhand von Beispielen aus seiner 14 Jahre währenden Arbeit als Freelancer. Da erhielt er für ein Foto eines deutschen Chefarztes in Moskau einmal ein sattes Honorar von 7,50 DM oder es wurde ein Themenvorschlag mit Quellenangaben von ihm von der Redaktion zunächst ignoriert, um einige Tage später das selbe Thema von einem festangestellten Kollegen recherchiert unter Angabe der selben Informanten zu veröffentlichen.</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/meutgens-workshop-15022008.pdf">Vortrag</a> von Ralf Meutgens</li>
<li><a target="_blank" href="http://www.sport-presse-verlag.de">Webseite</a> von Ralf Meutgens</li>
</ul>
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		<item>
		<title>How to get the documents they don’t want me to see?</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=95#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 20:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bjoern Boch</dc:creator>
				<category><![CDATA[andrew jennings]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Seid böse! Und tragt keine Krawatten!&#8221;
Wer Andrew Jennings bei seinem Workshop &#8220;How to get the documents they don&#8217;t want you to see&#8221; besuchte, bekam eine besonders tiefenpsychologische Methode der investigativen Recherche beigebracht. Und konnte einer Fülle wundervoller Anekdoten lauschen. Andrew Jennings ist Experte, wenn es darum geht, Informationen zu bekommen, die sonst keiner hat.
Drei Bücher hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Seid böse! Und tragt keine Krawatten!&#8221;</strong></p>
<p>Wer Andrew Jennings bei seinem Workshop &#8220;How to get the documents they don&#8217;t want you to see&#8221; besuchte, bekam eine besonders tiefenpsychologische Methode der investigativen Recherche beigebracht. Und konnte einer Fülle wundervoller Anekdoten lauschen. Andrew Jennings ist Experte, wenn es darum geht, Informationen zu bekommen, die sonst keiner hat.</p>
<p><img haspace="5" vspace="5" align="right" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/jas-nazigruss-copyright-aj.jpg" alt="jas-nazigruss-copyright-aj.jpg" />Drei Bücher hat er über das Internationale Olympische Komitee geschrieben. Und dabei unter anderem aufgedeckt, dass der ehemalige IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch nicht nur ein korruptes System perfektioniert hat, sondern auch ein treier Parteigänger des Diktators Franco war. <strong>Andrew Jennings</strong> bezeichnet ihn als Nazi, er hat Bilder ausfindig gemacht, auf denen Samaranch den Faschisten-Gruß macht.<span id="more-95"></span></p>
<p><strong>Unterdrückung, Vetternwirtschaft, Propaganda</strong></p>
<p>Im Jahr 2001 sollte die Fifa ihr investigatives Wunder erleben. Jennings war sich sicher, dass Joseph Blatter und andere bedeutende Funktionäre Bestechungsgelder erhalten hatten. Nur beweisen konnte er es nicht. Er brauchte Menschen in der Organisation, die ihm Zugang zu geheimen Dokumenten beschaffen würden. Also ging er auf eine Pressekonferenz der Fifa. Und gab sich zu erkennen. Als grober, unverschämter Journalist, der sich von so einem Sepp nicht beeindrucken lässt. „Ich habe ihn Herr Blatter genannt. Nicht Präsident. Ich wollte zeigen, dass ich vor ihm keinen Respekt habe.“ Und dann hat er ihn einfach gefragt, ob er jemals Bestechungsgelder angenommen hat. Aufruhr im Saal, Empörung allenthalben.</p>
<p>Die Antwort lautete „Nein“, natürlich. Das wusste Jennings schon vorher. Doch er wollte anderen Funktionären und Organisatoren in der Fifa zeigen, dass hier jemand ist, an den sie sich wenden können. Die Ausgebooteten, die Unterdrückten, alle, &#8220;die die Schnauze voll hatten.&#8221; Andere Journalisten halfen ihm auf ungewöhnliche Weise. „Die ganzen Krawatten-Träger, die nur gekommen waren, um die Verlautbarungen von Blatter zu drucken, haben sich von mir abgewandt. Als sei ich ein Nestbeschmutzer.“ Das habe, so Jennings, potentiellen Informanten gezeigt, dass er jemand ist, der anders als die anderen ist. Stört ihn nicht, dass er jetzt keinen Zugang mehr zur Fifa hat?</p>
<p>&#8220;Nein, was ergibt der Zugang für einen Sinn, wenn die dich sowieso nur anlügen?&#8221;</p>
<p><strong>Die Dokumente lügen nicht</strong></p>
<p><img hsapce="5" vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/aj-dortmund-workshop-15022008.jpg" alt="aj-dortmund-workshop-15022008.jpg" />Zwei Monate später klingelte zum ersten Mal das Telefon. Die Geschichte, die zum Buch „Foul“ führte, hatte begonnen. Vertrauen durch Abschreckung der Falschen. Vertrauen bei den Richtigen. Die Dokumente kamen. „Und Dokumente lügen nicht.“ Dies sei ein spezieller Weg für eine spezielle Situation und einen Journalisten gewesen. Sehr tiefenpsychologisch, sicher nicht universell anwendbar. Jeder müsse seinen eigenen Stil entwickeln. Mit Tapferkeit. Eine wichtige Tugend. Wie es beim Journalismus überhaupt fast ausschließlich um Einstellungen und Tugenden gehe. Um den Willen, Geschichten zu suchen und sie auch zu schreiben. „Vergesst Google. Geht aus dem Haus und klopft an die Türen. Hinter jeder Tür verbirgt sich eine Geschichte.“</p>
<p>Wenn die Geschichte dann fertig ist, die Geschichte, die sonst keiner hat, sei das Gefühl wundervoll, großartig, orgiastisch. Sein Rat an alle investigativen Journalisten der Zukunft: „Seid böse zu bösen Jungs. Seid laut und unangenehm. Und tragt keine Krawatten.“</p>
<blockquote>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/aj-workshop-dortmund-15022008.pdf">Manuskript</a> des Workshops</li>
<li>Vortrag von AJ in Dortmund: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=93">The stories they don&#8217;t want you to tell</a></li>
<li><a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=153">Diskussion</a> mit AJ und David Walsh </li>
<li><a target="_blank" href="http://www.transparencyinsport.org/">Webseite </a>von Andrew Jennings</li>
<li><a target="_blank" href="http://www.playthegame.org/search.aspx?word=andrew%20jennings">Vorträge und Beiträge</a> von/mit AJ auf der Webseite von Play the Game</li>
<li><a target="_blank" href="http://www.thepulse2007.org/?p=119">Video-Interview</a> mit AJ, Play the Game 2007 in Reykjavik</li>
<li>Kapitel von AJ im sportnetzwerk-Buch <a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=14">“Korruption im Sport”</a>: <a target="_blank" href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/KIS%20Jennings%202006.pdf">The author-criminal: a fascist, a team of fixers and the decline of investigative journalism</a></li>
</ul>
<p><strong>Andrew Jennings</strong>, Jahrgang 1943, ist investigativer Journalist, Autor und Filmemacher und lebt in Penrith/England. Er hat sich weltweit in den unterschiedlichsten Publikationen mit Themen der Sportpolitik und des organisierten Verbrechens auseinandergesetzt. Andrew Jennings arbeitet viele Jahre für die BBC, später erstellte er Nachrichtensendungen für Granada TV, u. a. eine 1990 beim New Yorker TV-Festival preisgekrönte Dokumentation über britische Verwicklungen in die Iran-Contra-Affäre. Seine Enthüllungsbücher über das Internationale Olympische Komitee wurden zu Standardwerken der Sportpolitik und zu Bestsellern: “The Lords of the Rings” (1992); “The New Lords of the Rings – Olympic Corruption &amp; How To Buy Gold Medals” (1996); “The Great Olympic Swindle” (2000).</p>
<p>Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören der 1999 von der Vereinigung OATH verliehene Preis für Integrität im Journalismus sowie der Royal Television Society Award 2000 für eine Olympia-Dokumentation bei Channel Four. Zuletzt erhielt er 2007 die Auszeichnung “Football Writer of the Year” der Football Supporters Federation.</p>
<p>Andrew Jennings arbeitet als Reporter, Producer, Moderator sowie Ratgeber für internationale Medien und lehrt Techniken des investigativen Journalismus an Universitäten und weltweit in diversen Medienorganisationen. Im Mai 2006 erschien “FOUL!”, sein Buch über den Fußball-Weltverband Fifa, über den er seit 2006 in der BBC auch drei Dokumentationen produziert hat, u. a. im investigativen Programm Panorama.</p></blockquote>
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		<item>
		<title>The stories they don’t want you to tell</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 20:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bjoern Boch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[diskussion]]></category>
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		<description><![CDATA[Andrew Jennings interessiert sich nicht für Sport, zumindest nicht für Ergebnisse oder Entwicklungen des Spiels. Ihn interessieren nur die Regeln &#8211; der Funktionäre und Organisationen. Wer gegen sie verstößt, etwa weil er korrupt ist,
bekommt Schwierigkeiten. Mit Mr. Jennnings.
Andrew Jennings ist einsam. Weil er nicht zur großen Fußball-Familie gehören darf, wie Joseph Blatter seine Fifa gerne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Andrew Jennings</strong> interessiert sich nicht für Sport, zumindest nicht für Ergebnisse oder Entwicklungen des Spiels. Ihn interessieren nur die Regeln &#8211; der Funktionäre und Organisationen. Wer gegen sie verstößt, etwa weil er korrupt ist,<br />
bekommt Schwierigkeiten. Mit Mr. Jennnings.</p>
<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/aj-playthegame2005.jpg" hspace="5" alt="aj-playthegame2005.jpg" />Andrew Jennings ist einsam. Weil er nicht zur großen Fußball-Familie gehören darf, wie Joseph Blatter seine Fifa gerne bezeichnet. Weil er im Schmutz wühlt, um Fakten an die Öffentlichkeit zu bringen, die alle in der Fifa gerne für sich behalten würden. Schließlich regelt eine Familie ihre Probleme auch intern. Jennings interessiert sich dafür, was abseits der Presseerklärungen zu erfahren ist. &#8220;Die Pressekonferenzen der Fifa dienen nur dazu, dass die Funktionäre Botschaften ihrer Schönredner und PR-Berater verlesen, die einzig dazu dienen, die Journalisten abzulenken&#8221;, sagt Jennings.<span id="more-93"></span></p>
<p>Seine weitere Wortwahl ist drastisch, nicht zitierfähig. Oft fällt das F-Wort. Sehr oft. Jennings hat kein gutes Wort für die Funktionäre übrig. Die mittlerweile seit sechs Jahren gültige Sperre für Pressekonferenzen hat er aber nicht seinen Flüchen, sondern seinen Enthüllungen zu verdanken. Etwa seinem Buch &#8220;Foul!&#8221; über die korrupten Machenschaften der Fifa, deren Funktionäre Schmiergeld einer dubiosen <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/?p=94">Sportmarketing-Firma ISL </a>angenommen hatten.</p>
<p>In der Schweiz ist es nicht erschienen, auch wenn es gerade in Zürich und Lausanne viele lesen sollten, in China auch nicht. Und selbst in Deutschland war es unmöglich, einen Verlag zu finden. Bloß nichts Kritisches. Bitte nicht im Jahr der Fußballweltmeisterschaft. Im März 2008 beginnt in der Schweiz immerhin ein Prozess, der für einige die ersten unangenehmen Folgen haben könnte. Auch beim Internationalen Olympischen Komitee gab es dank seiner Recherchen, die er in zwei Büchern veröffentlichte, einigen Aufruhr.</p>
<p><strong>Warum Sponsoren keine &#8220;Partner&#8221; sein dürfen</strong></p>
<p>Was IOC und Fifa verbindet, ist die immer stärkere Abhängigkeit von Sponsoren. &#8220;Das IOC ist bereit, Doping in Kauf zu nehmen, damit es mehr Weltrekorde gibt. Das steigert die Fernseheinnahmen und freut die Sponsoren.&#8221; Die Distanz ist schon lange dahin. Nicht umsonst werden die Sponsoren &#8220;Partner&#8221; genannt, damit ihre Interessen nicht ganz so eindeutig anmuten. Beispiel gefällig? Ein Zitat des IOC-Präsidenten Jacques Rogge: &#8220;McDonald’s hat die olympische Bewegung mehr als dreißig Jahre lang unterstützt und wir teilen viele Ideale. Wir sind glücklich, das McDonald’s die Olympischen Spiele ausgewählt hat und in Turin zum ersten Mal Nährwertinformationen auf seinen Packungen präsentieren wird. Eine tolle, passende Bühne.&#8221; Jennigs fragt sich da nur, ob Rogge diesen &#8220;Mist&#8221; wirklich gesagt hat. Und ob er diesen &#8220;Mist&#8221; wirklich isst.</p>
<p>Was Jennings sich wünscht ist ein realistischer Umgang mit Peking 2008. Auch einen Blick darauf, wie Marken mit ihrer Berichterstattung ihre &#8220;dreckigen Geschäfte&#8221; ausweiten. Aber auch einen genauen Blick auf Doping. Und auf die Funktionäre des IOC. Ebenso wie auf die Funktionäre der Fifa bei der EM in der Schweiz und Österreich. Heimspiel sozusagen. Dann könnte man ja alle gleich dabehalten, anklagen und einsperren.</p>
<p>Apropos einsperren. Jennings bezieht eindeutig Position, wenn es um die Frage geht, ob Journalisten den Ermittlungsbehörden brisante Dokumente überlassen sollten. &#8220;Natürlich, wenn der Vermittler vertrauenswürdig ist. Ich bin Teil einer Gesellschaft und möchte, dass jeder, der diese Gesellschaft betrügt, auch eine Strafe dafür bekommt. Und wenn ich mit meinen Recherchen dazu beitragen kann, habe ich ein weiteres Ziel meiner Arbeit erreicht.&#8221; Und, ganz nebenbei, gibt es auch einiges, was man als Journalist im Gegenzug von den Ermittlern bekommt.</p>
<blockquote>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/aj-dortmund-vortrag-15022008.pdf">Vortrag</a> im Wortlaut</li>
<li>Workshop mit AJ in Dortmund: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=95">How to get the documents they don&#8217;t want me to see?</a></li>
<li><a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=153">Diskussion</a> mit AJ und David Walsh in Dortmund</li>
<li><a target="_blank" href="http://www.transparencyinsport.org">Webseite </a>von Andrew Jennings</li>
<li><a target="_blank" href="http://www.playthegame.org/search.aspx?word=andrew%20jennings">Vorträge und Beiträge</a> von/mit AJ auf der Webseite von Play the Game</li>
<li><a target="_blank" href="http://www.thepulse2007.org/?p=119">Video-Interview</a> mit AJ, Play the Game 2007 in Reykjavik</li>
<li>Kapitel von AJ im sportnetzwerk-Buch <a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=14">&#8220;Korruption im Sport&#8221;</a>: <a target="_blank" href="http://www.sportjournalismus.org/images/downloads/KIS%20Jennings%202006.pdf">The author-criminal: a fascist, a team of fixers and the decline of investigative journalism</a></li>
</ul>
<p><strong>Andrew Jennings</strong>, Jahrgang 1943, ist investigativer Journalist, Autor und Filmemacher und lebt in Penrith/England. Er hat sich weltweit in den unterschiedlichsten Publikationen mit Themen der Sportpolitik und des organisierten Verbrechens auseinandergesetzt. Andrew Jennings arbeitet viele Jahre für die BBC, später erstellte er Nachrichtensendungen für Granada TV, u. a. eine 1990 beim New Yorker TV-Festival preisgekrönte Dokumentation über britische Verwicklungen in die Iran-Contra-Affäre. Seine Enthüllungsbücher über das Internationale Olympische Komitee wurden zu Standardwerken der Sportpolitik und zu Bestsellern: &#8220;The Lords of the Rings&#8221; (1992); &#8220;The New Lords of the Rings – Olympic Corruption &amp; How To Buy Gold Medals&#8221; (1996); &#8220;The Great Olympic Swindle&#8221; (2000).</p>
<p>Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören der 1999 von der Vereinigung OATH verliehene Preis für Integrität im Journalismus sowie der Royal Television Society Award 2000 für eine Olympia-Dokumentation bei Channel Four. Zuletzt erhielt er 2007 die Auszeichnung &#8220;Football Writer of the Year&#8221; der Football Supporters Federation.</p>
<p>Andrew Jennings arbeitet als Reporter, Producer, Moderator sowie Ratgeber für internationale Medien und lehrt Techniken des investigativen Journalismus an Universitäten und weltweit in diversen Medienorganisationen. Im Mai 2006 erschien &#8220;FOUL!&#8221;, sein Buch über den Fußball-Weltverband Fifa, über den er seit 2006 in der BBC auch drei Dokumentationen produziert hat, u. a. im investigativen Programm Panorama.</p></blockquote>
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		<title>Das Web ist rund: Online-Fanzines von Fußballvereinen im Ruhrgebiet</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:56:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maike Jansen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für die Kollegen der „echten“ Medien sind sie meist Amateure, Hobbyreporter, die ihre Liebe zum Verein in vielen Zeilen zu Papier bringen wollen. Dabei kennen die meisten Sportreporter die sogenannten „Fanzines“, Online-Magazine von Fans für Fans, nur vom Hörensagen. Ein Fehler, wie Johannes Eberhorn findet. Er kennt die Fanzines genau. Er hat 2006 seine Diplomarbeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die Kollegen der „echten“ Medien sind sie meist Amateure, Hobbyreporter, die ihre Liebe zum Verein in vielen Zeilen zu Papier bringen wollen. Dabei kennen die meisten Sportreporter die sogenannten „Fanzines“, Online-Magazine von Fans für Fans, nur vom Hörensagen. Ein Fehler, wie <strong>Johannes Eberhorn</strong> findet. Er kennt die Fanzines genau. Er hat 2006 seine Diplomarbeit an der TU Dortmund zu diesem Thema geschrieben und sich dabei vor allem die Magazine von Vereinen im Ruhrgebiet angeschaut.<span id="more-119"></span></p>
<p>Der Ursprung der Fanpublikationen kam allerdings aus dem Norden: Um gegen den Abriss des Hamburger Millerntors zu protestieren gründeten Anfang der 80er Jahre St. Pauli-Fans eine Bürgerinitiative und mit ihr das Magazin „Millerntor Roar“. Viele weitere Fangruppen zogen nach, natürlich Anfangs noch mit Printausgaben. „Manche bestanden nur ein paar Ausgaben lang“, so Eberhorn, der heute beim WDR arbeitet.</p>
<p><img vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/eberhorn-workshop-15022008.jpg" hspace="5" alt="eberhorn-workshop-15022008.jpg" />Andere dagegen schafften den Sprung ins Internet – oder wurden erst dort gegründet. Borussia-Dortmund-Fans bekommen seit einiger Zeit ihre Informationen über <a target="_blank" href="http://www.schwatzgelb.de">schwatzgelb</a>, oder auch bei <a target="_blank" href="http://www.die-kirsche.de">Die Kirsche</a>. Doch wie professionell sind diese Fanpublikationen? Auch dieser Frage ist Eberhorn in seiner Diplomarbeit nachgegangen. „Die dort schreibenden Fans sind erstaunlich unabhängig von ihrem Verein“, bilanziert der Journalist. Es herrsche außerdem ein großes Bewusstsein für Aktualität und Themenvielfalt. „Die meisten Themen werden dabei online abgesprochen“, so Eberhorn.</p>
<p>Da es für die meisten Fans nicht möglich sei, sich regelmäßig in einer Redaktion zu treffen, diene das Internet häufig gleichzeitig als Redaktionsraum: Per E-Mail im Chat oder in Foren werden dort Themen abgesprochen und Recherchetipps ausgetauscht. Auch die Arbeit selbst schätzt Eberhorn als sehr professionell ein: „Die meisten Artikel basieren auf einer sauberen Recherche, so werden zum Beispiel Spieler auch direkt angesprochen.“ Möglich ist das in vielen Fällen nur durch die Unterstützung der Vereine und ihrer Pressestellen. So sind die Mitarbeiter des Dortmunder Fanzines als offizielle Journalisten akkreditiert, können etwa an Pressekonferenzen teilnehmen.</p>
<p><strong>Kooperationsmöglichkeiten?</strong></p>
<p>Höhere Akzeptanz würde sich Eberhorn auch von den „professionellen“ Medien wünschen. Denn seiner Meinung nach sind Fanzines auch für Sportredaktionen eine wichtige Recherchequelle. „Außerdem kann jeder Sportjournalist hier sein eigenes Fanbild noch einmal überdenken.“ Den Fußballfans seien eben nicht nur eine gröhlende Masse, die bedingungslos zu ihrem Verein hält. Sondern oftmals sehr kritisch mit ihren Idolen. „Ich glaube in diesem Bereich gibt es noch viele Kooperationsmöglichkeiten“, sagt Eberhorn. Etwa durch eine regelmäßige Fankolumne, die natürlich als solche gekennzeichnet werden müsste.</p>
<ul>
<li>Vita von Johannes Eberhorn</li>
<li>Diplomarbeit von Johannes Eberhorn</li>
</ul>
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		<title>Themenschwerpunkte in der Sportberichterstattung</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Mache</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Workshop mit

Dr. Thomas Horky (Deutsche Sporthochschule Köln): &#8220;Themenschwerpunkte in der Sportberichterstattung von Printmedien. Ergebnisse einer international vergleichenden Studie&#8221;
moderiert von Thomas Hahn (Süddeutsche Zeitung)

Vom Fußball dominiert, erstaunlich stark an Problemen orientiert aber quellenarm &#8211; so charakterisiert eine internationale Vergleichsstudie die Sportberichterstattung in deutschen Tageszeitungen. Die empirischen Ergebnisse decken sich mit dem subjektiven Erleben vieler Sportjournalisten.
Nein, ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Workshop mit</p>
<ul>
<li><strong>Dr. Thomas Horky (Deutsche Sporthochschule Köln)</strong>: &#8220;Themenschwerpunkte in der Sportberichterstattung von Printmedien. Ergebnisse einer international vergleichenden Studie&#8221;</li>
<li>moderiert von <strong>Thomas Hahn (Süddeutsche Zeitung)</strong></li>
</ul>
<p>Vom Fußball dominiert, erstaunlich stark an Problemen orientiert aber quellenarm &#8211; so charakterisiert eine internationale Vergleichsstudie die Sportberichterstattung in deutschen Tageszeitungen. Die empirischen Ergebnisse decken sich mit dem subjektiven Erleben vieler Sportjournalisten.<span id="more-107"></span></p>
<p>Nein, ganz so schlecht wie Kritiker meinen ist die Sportberichterstattung in deutschen Tageszeitungen nicht. &#8220;Die Qualität liegt international gesehen irgendwo im Mittelfeld&#8221;, sagt Dr. Thomas Horky vom Institut für Sportpublizistik der Sporthochschule Köln. Er hat an der ersten internationalen Vergleichsstudie über die Sportberichterstattung in Printmedien überhaupt mitgearbeitet. Angestoßen hatte die Studie das internationale Sportnetzwerk <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=86">Play the Game</a>. 10.007 Artikel aus 37 Tageszeitungen fanden Eingang in die Untersuchung, die Qualität in quantitativen Kategorien fassen wollte.</p>
<p><img vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/horky-workshop-15022008.jpg" hspace="5" alt="horky-workshop-15022008.jpg" />Thomas Horky analysierte mit Kölner Studenten insgesamt 1739 Artikel, die zwischen April und Juli 2005 in den überrgionalen Teilen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Süddeutschen Zeitung, der BILD-Zeitung, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, im Hamburger Abendblatt und in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung publiziert wurden. &#8220;Leitfrage war, auf welchen Konstruktionskriterien die Print-Berichterstattung beruht&#8221;, erklärt Horky. Dementsprechend waren die Themen, eine Ereignis- oder Problemorientierung oder Art bzw. Qualität von Quellen relevante Kriterien.</p>
<p>Obwohl der Untersuchungszeitraum zwischen Bundesliga-Finale und Confederations-Cup lag, war in der Hälfte der analysierten Artikel aus Deutschland Profifußball das Thema. International gesehen machten Fußball-Themen 38 Prozent der Berichterstattung aus. Spitzenreiter war Rumänien: Satte 75 Prozent der Texte befassten sich dort mit dem Ballsport. Breiten- oder Jugendsport waren dagegen nur in sechs der 1739 deutschen Veröffentlichungen Gegenstand des Interesses (0,3 Prozent).</p>
<p>Überraschender als diese Erkenntnisse mag ein Blick auf die Quellenlage sein. Auffällig &#8211; besonders bei den Veröffentlichungen aus Deutschland: Sportjournalisten sind mit wenig zufrieden. 22 Prozent der Texte aus FAZ, SZ, BILD, WAZ, HA und HAZ hatte keine erkennbare Quelle, 36 Prozent basierten auf den Aussagen einer Person. Oder &#8211; um es konkret zu sagen &#8211; meistens auf den Statements von Sportlern, Trainern oder Managern. Tendenziell beriefen sich Autoren der beiden überregionalen Zeitungen häufiger auf mehrere Quellen als ihre Kollegen bei den Regionalzeitungen oder der BILD. Auch im internationalen Vergleich sind diese Ergebnisse symptomatisch.</p>
<p>Mit Vorsicht zu genießen sind die Untersuchungsergebnisse in der Kategorie Problemorientierung. &#8220;Zwar erörtern mehr als die Hälfte der deutschen Texte diskursiv ein Problem. Aber es bleibt offen, welche Qualität diese Probleme haben&#8221;, sagt Thomas Horky. So waren drei Viertel der Texte aus der BILD-Zeitung durchaus problemorientiert. &#8220;Doch, so Horky, &#8220;die Vermutung liegt nahe, dass diese Probleme boulevardesk inszeniert wurden.&#8221; Rein quantitativ betrachtet gab es in Deutschland deutlich mehr problemorientierte Artikel als im internationalen Durchschnitt.</p>
<p>Weil es sich nicht um Lehrer Lempels Frontalunterricht, sondern um einen Workshop handelte, entwickelte sich erwartungsgemäß Interaktion zwischen Referent und Zuhörern. Auffällig: Das subjektive Empfinden vieler Sportjournalisten deckte sich mit den empirischen Befunden. Ereignisorientiertheit und Fußball-Dominanz, die offensichtliche Ignoranz des Breitensports oder die Quellenarmut waren dumpfe Bauchgefühle, die jetzt durch Zahlen gesättigt sind. Möge es nutzen!</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.horky.de">Webseite</a> von Dr. Thomas Horky</li>
<li>Zusammenfassung der Studie von Mandagmorgen: <a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/sport_press_survey_english.pdf">International Sports Press Survey</a></li>
</ul>
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		<title>Die Propagandamaschine</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik Baumann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[doping]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie Sport, Wirtschaft und Politik Journalismus behindern und Sportjournalisten instrumentalisieren
Propagandamaschine: ein starkes Wort und ein deftiger Vorwurf an die deutsche wie internationale Sportpolitik. Hält er einer genaueren Betrachtung stand? Unter Moderation von Herbert Fischer-Solms (Deutschlandfunk) diskutierten Thomas Kistner (Süddeutsche Zeitung) und Grit Hartmann (Freie Journalistin) über Systeme mit Selbsterhaltungstrieb, Journalisten ohne Rückgrat sowie die Herausforderung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie Sport, Wirtschaft und Politik Journalismus behindern und Sportjournalisten instrumentalisieren</strong></p>
<p>Propagandamaschine: ein starkes Wort und ein deftiger Vorwurf an die deutsche wie internationale Sportpolitik. Hält er einer genaueren Betrachtung stand? Unter Moderation von <strong>Herbert Fischer-Solms (Deutschlandfunk)</strong> diskutierten <strong>Thomas Kistner (Süddeutsche Zeitung)</strong> und <strong>Grit Hartmann (Freie Journalistin)</strong> über Systeme mit Selbsterhaltungstrieb, Journalisten ohne Rückgrat sowie die Herausforderung Olympia in Peking.</p>
<p><img align="middle" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/propaganda-diskussion-15022008.jpg" alt="propaganda-diskussion-15022008.jpg" /><span id="more-140"></span></p>
<p>Keine Übertreibung, sondern korrekte Beschreibung – Thomas Kistner ließ keine Zweifel daran aufkommen, dass er Grit Hartmanns vorangegangene Charakterisierung der deutschen Sportpolitik als Propagandamaschine für angemessen hält. Das System aus Verbandsfunktionären, Wirtschaft und Politik sei eine „Maschinerie, die sich mit Hilfe der Medien selbst am Leben erhalten muss.“ Kistner konkretisierte sein Urteil anhand der wichtigsten nationalen Sportorganisation, des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).</p>
<p><strong>Eine &#8220;ehrenwerte Familie&#8221;</strong> </p>
<p>Dieser sei inzwischen mehr eine „Bach- als eine Dachorganisation“, meinte Kistner in Anspielung auf den Präsidenten Thomas Bach. Als gelernter Jurist habe dieser mit einer umfassenden „juristischen Grundlagenarbeit“ dafür gesorgt, dass der Sport seine rechtliche Autonomie gegenüber dem Staat bisher bewahren konnte. Als Höhepunkt nannte Kistner die Installierung des Internationalen Sportgerichtshofes Cas, der einem Eingreifen staatlicher Gerichtsbarkeit vorbeugen solle. „Denn wenn das passiert, hat der Sport verloren.“ Kistner warf dem Cas vor, nur eine Marionette Bachs zu sein, da der deutsche IOC-Vizepräsident zugleich Vorsitzender der Berufungskammer und damit der letzten Instanz sei. Kistner: „Bach ist praktisch Richter über sich selbst.“</p>
<p>Das von den großen Sportverbänden oft bemühte Bild als „Familie“ habe daher nichts mit den positiven Attributen einer richtigen Familie zu tun, sondern erinnere eher an die Praktiken der „ehrenwerten Familie“ namens Mafia.</p>
<p><strong>Vom Fan zum Sportjournalisten</strong></p>
<p>Was zu einem Problem wird, wenn sich Sportjournalisten von DOSB und Co. instrumentalisieren lassen. Dass sie dafür tendenziell anfälliger seien als ihre Kollegen aus der Politik- oder Wirtschaftsberichterstattung, steht Grit Hartmann zufolge außer Frage. „Die meisten Sportjournalisten haben eine Vergangenheit als Fan, „über sportpolitische Missstände wollen nur wenige schreiben.“</p>
<p>Kistner schlug in dieselbe Kerbe: „Der Sportjournalismus zieht eine bestimmte Klientel an. Das sind Fans, die es über die Absperrung geschafft haben.“ Der Sport wecke starke Emotionen, gerade in Form der TV-Übertragung. Hartmann: „Wir haben gegen die Macht der Bilder anzukämpfen.“</p>
<p><strong>Sport-Ressort muss aufgewertet werden</strong> </p>
<p>Ob dieser Kampf gewonnen oder überhaupt erst geführt wird, ist für Kistner eine Haltungsfrage. So werde in vielen Redaktionen das Thema Doping zwar behandelt, aber nur als eine „Disziplin“ des Radsports, neben dem Geschehen auf und abseits der Strecke. „Mülltrennung“ sei hier der falsche Weg, so Kistner, „das muss man alles im Zusammenhang sehen.“ Besserung sei seiner Meinung nach nur möglich, wenn sowohl die Aus- als auch die Allgemeinbildung von Journalisten stärker in den Fokus rücke. Einhergehen damit müsse eine Aufwertung des Sportjournalismus in den Redaktionen, der jahrzehntelang als nicht ernst genommenes Anhängsel betrachtet wurde.</p>
<p><strong>Berichterstattung aus Peking</strong></p>
<p>Wie zu erwarten, widmeten sich die Diskutanten dem sportlichen wie auch sportpolitischen Thema des Jahres, den Olympischen Spielen in Peking. Grit Hartmann prophezeite eine Neuauflage der Spiele von Berlin 1936, „sie werden das System in gleicher Weise stabilisieren.“ Die Berichterstattung über Olympia deshalb zu boykottieren, werteten sowohl Hartmann als auch Kistner allerdings als wenig sinnvolle Option: „Über die sportlichen Ereignisse muss berichtet werden. Wichtig ist, viel im Land unterwegs zu sein und den Alltag der Menschen kennen zu lernen, um wahrheitsgetreu zu berichten“, so Hartmann. Denn den Journalisten komme in China eine enorme Verantwortung zu, „wir sind dort das einzige Korrektiv.“</p>
<ul>
<li>Biografie von Thomas Kistner</li>
<li>Vortrag von Grit Hartmann: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=137">Die Propagandamaschine: Inszenierung der Medienwirklichkeit</a></li>
</ul>
<blockquote><p><strong>Grit Hartmann:</strong> Studium der Journalistik in Leipzig (bis 1986); Redakteurin &#8220;Börsenblatt für den deutschen Buchhandel&#8221; (bis 1989); Mitgründerin des Forum Verlags Leipzig (1990); seit 1993 freiberufliche Journalistin und Autorin. Bücher: &#8220;Goldkinder. Die DDR im Spiegel ihres Spitzensports&#8221; (1997); &#8220;Stadiongeschichten&#8221; (2002); &#8221;Richard Wagner gepfändet&#8221; (2003); <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/?page_id=22">&#8220;Operation 2012&#8243;</a> (2004) </p></blockquote>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Sportnetzwerk/~4/c0F-xHj6cUI" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Wenn ich nur Euer Budget hätte!</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Mache</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ihr macht zu wenig aus Euren Mitteln! Über Einfallslosigkeit, Spracharmut und Scheuklappen der Fussballjournalisten der deutschen Qualitätspresse aus Sicht eines Internet-Zwergs
Oliver Fritsch macht Medienkritik. Nicht im Feuilleton, sondern im Internet. Im Blog Direkter Freistoss und auf der Webseite Indirekter Freistoss. Dass ihn arrivierte Journalisten selten für voll nehmen, stört Oliver Fritsch nicht. Stattdessen nimmt er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ihr macht zu wenig aus Euren Mitteln! Über Einfallslosigkeit, Spracharmut und Scheuklappen der Fussballjournalisten der deutschen Qualitätspresse aus Sicht eines Internet-Zwergs</strong></p>
<p>Oliver Fritsch macht Medienkritik. Nicht im Feuilleton, sondern im Internet. Im Blog <a target="_blank" href="http://www.direkter-freistoss.de">Direkter Freistoss</a> und auf der Webseite <a target="_blank" href="http://www.indirekter-freistoss.de">Indirekter Freistoss</a>. Dass ihn arrivierte Journalisten selten für voll nehmen, stört <strong>Oliver Fritsch</strong> nicht. Stattdessen nimmt er deren Sprachschludereien aufs Korn.<span id="more-165"></span></p>
<p><strong>Gebloggter Zwiebelfisch </strong></p>
<p>Aggressiv führen Leitartikler der Süddeutschen Zeitung bisweilen die Debatte um Blogs und user generated content im Internet. Die Online-Tagebücher seien „ein Debattierklug von Anonymen, Ahnungslosen und Denunzianten“, frotzelte gar der SZ-online-</p>
<p>Feuilletonchef. Oliver Fritsch will ihm das Gegenteil beweisen. Als Blogger liefert er täglich eine Presseschau der Sportseiten in den Qualitätszeitungen. „Ich spiele den Ping-Pong-Ball zurück“, sagt er und lächelt. Schließlich sei er ein Freund der Sport- und insbesondere der Fußballpublizistik.</p>
<p>Vor allem zeigt Fritsch, dass auch in SZ-, FAZ-, oder Welt-Artikeln mit Sprache geschludert wird. Einige Autoren offenbaren täglich Probleme mit dem Konjunktiv II. Abgedroschene Floskeln detektiert Fritsch eher zwar selten. „Stattdessen gibt es schiefe Bilder zu Hauf. Metaphern, die nicht funktionieren.“ „Was ist denn bitteschön der ‚Bauch des Stadions?’“ Auffällig findet Fritsch auch eine „hemmungslose Synonymitis“. Ob die Bezeichnung „Übungsleiter“ für den Trainertypus Klinsmann noch zeitgemäß ist, bezweifelt Fritsch.</p>
<p><strong>&#8220;Und warum stehen eigentlich alle Spielberichte im Imperfekt?&#8221;</strong></p>
<p>Ganz generell ermutigt Oliver Fritsch Sportjournalisten, sich im Netz umzutun. Sogar Wurstfabrikant Uli Hoeneß habe in seiner Wut-Rede auf der Bayern-Hauptversammlung bekannt, dass auch er Ebay und Google nicht verhindern könne. Im Podium regte sich gegen Fritschs Journalistenschelte Widerspruch. Beim Zwiebelfischen begibt sich nicht nur Bastian Sick auf dünnes Eis. Klar, einige Kritikpunkte des Bloggers Fritsch mögen Erbsenzählerei und eine genüssliche Entgegnung auf die Pauschalkritik der „Holz-Medien“ am Bloggertum sein. Aber ein Denkanstoß sind sie allemal.</p>
<ul>
<li>Biografie von Oliver Fritsch</li>
<li><a target="_blank" href="http://www.direkter-freistoss.de">Direkter Freistoss</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.indirekter-freistoss.de">Indirekter Freistoss</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.hartplatzhelden.de">Hartplatzhelden</a></li>
<li><a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=167">Diskussion mit Oliver Fritsch, Kai Pahl, Jürgen Kalwa und Clemens Gerlach in Dortmund</a></li>
</ul>
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		<title>Wahrheitssuche im Journalismus</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:45:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan-Hendrik Meier</dc:creator>
				<category><![CDATA[diskussion]]></category>
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		<description><![CDATA[Sportwissenschaft als Erkenntnisquelle des Sportjournalismus
Sportwissenschaftler sind eine seltene Informationsquelle im Sportjournalismus. Warum? Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Jörg Thiele (TU Dortmund) hat sich auf Ursachenforschung begeben. Unter dem Titel „Wahrheitssuche im Journalismus – Sportwissenschaft als Erkenntnisquelle des Sportjournalismus?“ ist er in beiden Lagern fündig geworden.
Seine Erkenntnis, dass es in diesem Verhältnis grundsätzliche Probleme gebe, erläuterte Thiele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sportwissenschaft als Erkenntnisquelle des Sportjournalismus</strong></p>
<p>Sportwissenschaftler sind eine seltene Informationsquelle im Sportjournalismus. Warum? Der Sportwissenschaftler <strong>Prof. Dr. Jörg Thiele (TU Dortmund)</strong> hat sich auf Ursachenforschung begeben. Unter dem Titel „Wahrheitssuche im Journalismus – Sportwissenschaft als Erkenntnisquelle des Sportjournalismus?“ ist er in beiden Lagern fündig geworden.<span id="more-149"></span></p>
<p>Seine Erkenntnis, dass es in diesem Verhältnis grundsätzliche Probleme gebe, erläuterte Thiele anhand einer Analyse der Pressedokumentationen des Bundesinstituts für Sportwissenschaft: Demnach erschienen im Zeitraum vom 10.07. bis 23.07.2007, also während der Tour de France, in 15 analysierten überregionalen Tageszeitungen sowie den Wochenmagazinen Spiegel und Focus 128 Artikel zum Thema Doping. In 24 Beiträgen fand Thiele Hinweise auf eine sportwissenschaftliche Expertise. Deren Ausmaß habe jedoch variiert: Bei mehr als der Hälfte der Erwähnungen habe es sich um Zitate oder Verweise gehandelt, die in der Regel nicht mehr als ein oder zwei Sätze umfassten. Hinzu kämen elf Interviews mit Sportwissenschaftlern, darunter acht mit Sportmedizinern oder Dopingkontrolleuren. Drei Interviews ordnete Thiele dem Bereich der Sportsoziologie zu.</p>
<p><strong>Komplexität bleibt auf der Strecke</strong></p>
<p>Thiele vermied es, die Präsenz der Sportwissenschaften in der journalistischen Berichterstattung anhand dieser Studie als häufig oder selten zu bewerten. Er nutzte die Ergebnisse vielmehr dazu, grundsätzliche Unterschiede zwischen beiden Feldern hervorzuheben. So wies er auf die starke Nachfrage nach sportmedizinischer Expertise hin. Dies erklärte er unter anderem durch die einfache Veranschaulichung der Dopingverabreichung: „Wissenschaft zeichnet sich aus durch Komplexität und Reflexivität, Medien setzen demgegenüber im Normalfall auf Anschaulichkeit und Einfachheit.</p>
<p>Weil Komplexität und Einfachheit nicht gut zusammen passen, bleibt in der medialen Präsentation die Komplexität häufig auf der Strecke.“ Dadurch kämen die differenziertesten Analysen zum Doping aus anderen sportwissenschaftlichen Disziplinen in den Medien nicht vor.</p>
<p><strong>Versagen der Sportwissenschaft? </strong></p>
<p>Des Weiteren betonte Thiele, dass das Thema Doping in den Sportwissenschaften eine untergeordnete Rolle einnehme, sich die Zahl der Experten also auf einige wenige Personen beschränke. In diesem Zusammenhang widersprach Thiele Prof. Dr. Helmut Digel, der den Sportwissenschaften in einem Zeitungsinterview Versagen in der Dopingbekämpfung vorgeworfen hatte: „Versagen der Sportwissenschaft? Ich glaube kaum. Gibt man das Stichwort „Doping“ in die neue Virtuelle Fachbibliothek Sportwissenschaft ein, erhält man etwa 5000 Treffer.“</p>
<p>Thiele räumte aber eine Zurückhaltung der Sportwissenschaften bei diesem Thema ein, rechtfertigte diese jedoch mit Statistiken: &#8220;Bleibt man ganz nüchtern bei den offiziellen Zahlen der Nada, dann wird man konstatieren müssen, dass es kein Problem gibt. Im Jahr 2006 wurden bei 9.200 Kontrollen etwa 60 nachgewiesene Verstöße angezeigt, weniger als 1%. Bei 900 Epo-Kontrollen waren 0 Verstöße zu verzeichnen.“</p>
<p><strong>Mangelnde Selbstdarstellung </strong></p>
<p>Als weiteren Grund für die einseitige Rezeption der Sportwissenschaften in den Medien nannte Thiele fehlende mediale Kompetenz vieler Wissenschaftler. Hier mangele es an der Fähigkeit zur Selbst- und Sachdarstellung. Zusätzlich verkompliziert werde die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Journalismus laut Thiele durch häufige Doppelfunktionen sowohl von Medien, als auch von Wissenschaftlern. Als Beispiele nannte er die ARD, die lange gleichzeitig als Berichterstatter der Tour de France und Sponsor des T-Mobile Teams auftrat, aber auch Wissenschaftler, die beispielsweise in beratender Funktion für Sportverbände tätig sind. Dies verringere die Transparenz des Handelns und führe zu Interessenkonflikten.</p>
<p>Abschließend appellierte Thiele an die Sportjournalisten: Zum einen ermahnte er sie, sich auf der Suche nach Experten nicht zu häufig an ehemalige Sportler zu wenden. Dadurch bestehe die Gefahr einer „klebrigen Nähe“, die die Unabhängigkeit des Journalismus gefährde. Außerdem forderte er sie zur fortwährenden Reflexivität auf.</p>
<ul>
<li>Vortrag von Prof. Dr. Jörg Thiele</li>
<li><a target="_blank" href="http://129.217.206.66/sport/index.php?page=show_dozent&amp;id=3">Biografie</a> von Prof. Dr. Jörg Thiele</li>
<li>Diskussion: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=150">Das große Schweigen &#8211; vom Versagen der Sportwissenschaft</a></li>
</ul>
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		<title>Von Lügnern, Tricksern und Überzeugungstätern</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:42:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Rueter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Investigative Recherche zwischen Terror- und Dopingberichterstattung
Als Elmar Theveßen, stellvertretender Chefredakteur des ZDF, an das Rednerpult trat, erwarteten alle einen Vortrag zum Thema „Investigative Recherche zwischen Terror- und Dopingberichterstattung“. Doch das, was daraus wurde, war viel spannender: Eine Beschreibung der Probleme von Doping- und Terrorberichterstattung im Fernsehen sowie eine Diskussion um Sorgfalt im Journalismus.
Denn gleich zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Investigative Recherche zwischen Terror- und Dopingberichterstattung</strong></p>
<p>Als Elmar Theveßen, stellvertretender Chefredakteur des ZDF, an das Rednerpult trat, erwarteten alle einen Vortrag zum Thema „Investigative Recherche zwischen Terror- und Dopingberichterstattung“. Doch das, was daraus wurde, war viel spannender: Eine Beschreibung der Probleme von Doping- und Terrorberichterstattung im Fernsehen sowie eine Diskussion um Sorgfalt im Journalismus.<span id="more-103"></span></p>
<p><img haspace="5" vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/elmar-thevessen-dortmund-15022008.jpg" alt="elmar-thevessen-dortmund-15022008.jpg" />Denn gleich zu Beginn widmet sich Theveßen <a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/weitere/artikel/672/158248/">einem Artikel der Süddeutschen Zeitung</a> über die Wiener Blutbank. Berichtet wird über eine anonyme Anzeige und eine Liste, auf der 30 Namen von Sportlern stehen, darunter auch viele Deutsche. Theveßen ist erfreut, dass die „Süddeutsche“ die Namen nicht veröffentlicht hat, denn die Anzeige ist anonym. Und so ist der ZDF-Journalist auch schnell beim Thema Sorgfalt angelangt. „Denn es ist immer die Frage, wie weit man sich aus dem Fenster lehnt. Der ARD-Kollege Hajo Seppelt hat sich dabei eine blutige Nase geholt“, sagt <strong>Elmar Theveßen</strong> mit dem Blick auf die Meldungen vom Januar. Beim neuen Dokument hat Theveßen schnell erkannt, dass die Namen lediglich auf Hörensagen beruhen. „Erst sind die Angaben des Informanten sehr detailliert. Bei den Namen hat er aber nicht mehr viel zu bieten“, weist Theveßen auf die komplizierten Umstände der Dopingberichterstattung hin. Das ZDF ziehe daraus Konsequenten. Doch wem kann man glauben? Was darf man senden oder schreiben? Verdachtsberichterstattung: Ja oder Nein?</p>
<p>„Die Medien dürfen ihre Verantwortung nicht unterschätzen. Wenn man einfach die Namen veröffentlicht, sind diese Personen für den Rest ihrer Karriere geschädigt“, appelliert Theveßen an die Sorgfalt seiner Kollegen. Diese sehen das zum Teil anders. So gibt ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt zu, dass er einen Generalverdacht gegenüber allen Sportlern hat. Er selbst wurde für seine Berichterstattung über die Wiener Blutbank von einem leitenden Redakteur der Süddeutschen Zeitung, Hans Leyendecker, zum Teil in Schutz genommen. „Nach den Kriterien der Verdachtsberichterstattung, die ein aus dem Artikel 5 des Grundgesetzes abgeleitetes Privileg der Medien ist, war seine Berichterstattung zulässig“, schrieb Leyendecker am 20. Januar.</p>
<p>Theveßen sieht das anders. „Wir dürfen unsere journalistische Sorgfalt nicht vergessen, nur um Erster zu sein“, sagt der ZDF-Journalist, der von der bloßen Verdachtsberichterstattung nicht viel hält.</p>
<p><strong>&#8220;Was wir machen, machen wir verkehrt&#8221;</strong></p>
<p>Welchen Problemen das Fernsehen im Speziellen unterliegt, versucht Theveßen anschließend zu erklären. Ist es Show oder Journalismus, was wöchentlich in den Live-Übertragungen über den Fernseher in die deutschen Wohnzimmer flimmert? „Wir können machen was wir wollen: Weil wir ein Massenmedium sind und auch sportliche Helden schaffen, sind wir Teil des Systems“, gibt Theveßen zu. Der aber auch zu beschreiben versucht, was genau die Probleme des Fernsehens sind.</p>
<p>&#8220;Wenn wir etwas live übertragen, wird es immer als reines Spektakel eingestuft. Dabei ist doch die Grundlage dafür, dass wir zum Beispiel Live-Bilder von der Doping-Razzia bei den Olympischen Spielen in Turin hatten, die investigative Recherche“, verteidigt er sich. „Denn egal, was wir machen, wir machen es verkehrt“, klagt Theveßen, „übertragen wir die Tour de France, kritisieren uns viele Printmedien. Übertragen wir nicht, sind viele Zuschauer verärgert und kritische Berichterstattung ist dann auch nur noch eingeschränkt möglich.“</p>
<p>Das ZDF habe deshalb eine eigene Doping-Task-Force eingerichtet, sieben Journalisten werden zu den Olympischen Spielen nach Peking reisen, um sich ausschließlich mit dem Thema Doping zu befassen. „Wir wollen weiter über sportliche Großereignisse berichten, aber gleichzeitig schonungslos aufdecken“, sagt Theveßen und kündigt für dieses Jahr zwei große ZDF-Dokumentationen zum Thema Doping an. Verdachtsberichterstattung wird es beim ZDF dabei sicherlich nicht geben.</p>
<ul>
<li><strong>Elmar Theveßen</strong> bei <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elmar_Theve%C3%9Fen">Wikipedia</a></li>
<li>Kai Pahl (allesaußersport) <a target="_blank" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2008/02/15/sportjournalismus-konferenz-tag-1/">zum Vortrag</a> von Elmar Theveßen und zur anschließenden <a target="_blank" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2008/02/17/sportjournalismus-konferenz-tag-2/">Diskussion um Kristin Otto/ZDF</a></li>
<li>Oliver Fritsch (direkter freistoss) zur <a target="_blank" href="http://www.direkter-freistoss.de/2008/02/19/wenn-lance-armstrong-us-prasident-werden-will/">Diskussion mit ET</a></li>
<li>Blog von Jens Weinreich zum Thema Blutdoping/ARD-Berichterstattung: <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/?p=97#more-97">&#8220;Wiener Blut&#8221;</a></li>
</ul>
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		<title>Ein Filmporträt über Joseph Blatter</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:38:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Rueter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie wahre ich Distanz, wenn ich Nähe suche?
Er ist der mächtigste Mann in der Fußball-Welt und hält alle Fäden in seinen Händen: Joseph Blatter. Viele Journalisten haben versucht, an den Präsidenten der Fifa heranzukommen. Viele sind gescheitert. Jens Weinreich, Sportressortleiter bei der Berliner Zeitung und freier Filmautor, hat es geschafft, stand aber bei den Dreharbeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie wahre ich Distanz, wenn ich Nähe suche?</strong></p>
<p>Er ist der mächtigste Mann in der Fußball-Welt und hält alle Fäden in seinen Händen: Joseph Blatter. Viele Journalisten haben versucht, an den Präsidenten der Fifa heranzukommen. Viele sind gescheitert. <strong>Jens Weinreich</strong>, Sportressortleiter bei der Berliner Zeitung und freier Filmautor, hat es geschafft, stand aber bei den Dreharbeiten für seinen Film <a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/?page_id=29">The Untouchable</a> unter ständiger Beobachtung der Blatter-Bewacher.<span id="more-121"></span></p>
<p>Doch wie kommt man überhaupt an einen so mächtigen Menschen wie Joseph Blatter heran? Er habe direkt über die Fifa gefragt, ob ein solches Projekt zu verwirklichen wäre, sagt Weinreich. „Ich habe ihnen auch ganz ehrlich gesagt, dass ich es leid bin, jemanden nur zu jagen, ich wollte mal etwas anderes probieren und mit Blatter für das Projekt in einen Dialog treten“, erklärt Weinreich. Die Fifa hat zugestimmt.</p>
<p>Weinreich und sein internationales Team durften einige Tage im Inner Circle der Fifa drehen, u. a. in Blatters Züricher Wohnung. Was angefragt wurde, wurde seitens der Fifa erfüllt &#8211; nicht mehr, aber auch nicht weniger. &#8220;Wir hätten wohl noch mehr fordern sollen&#8221;, sagt Weinreich.</p>
<p><strong>&#8220;Ein kleiner Gott&#8221;</strong></p>
<p>Blatter ist ein Medien-Experte. Er weiß, was Journalisten wollen. „Blatter denkt immer, dass er alles gewinnt. Journalisten ist er aus seiner Sicht sowieso überlegen und fühlt sich wie ein kleiner Gott“, sagt Weinreich. Deshalb war es sein Ziel, dass sich der Fifa-Boss in einigen Szenen vor der Kamera selbst karikiert. Er wollte in seinem Film Szenen zeigen, in denen sich Blatter entlarvt und der Zuschauer sich so ein eigenes Bild vom zwielichtigen Fifa-Präsidenten machen kann.</p>
<p><img vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/weinreich-workshop2-15022008.jpg" hspace="5" alt="weinreich-workshop2-15022008.jpg" />Doch das ist nicht einfach. Denn dass die Fifa ein riesiges Netzwerk ist, das alles kontrollieren will, merkte der Film-Autor schnell. „Man wird immer kontrolliert, zu jeder Zeit beobachtet“, weiß Weinreich. Tritt Blatter öffentlich auf, hat er seine eigenen Wachhunde immer dabei. Die Absprachen für den Film musste Weinreich über den damaligen Blatter-Berater Peter Hargitay führen. Er musste über einen längeren Zeitraum den Spagat üben, das Filmprojekt durchzuziehen und gleichzeitig weiter wie gewohnt über Blatter in der Berliner Zeitung zu berichten. Das barg Probleme. „Die lesen einfach alles und wissen natürlich auch ganz genau, wer ihnen auf die Füße treten will“, sagt Weinreich.</p>
<p><strong>Vier Regeln</strong></p>
<p>Doch was ist bei diesen schwierigen Voraussetzungen überhaupt noch möglich? Weinreich nennt im Workshop vier Regeln. So versuche er, so gut es geht, seine Emotionen auszuschalten. In der Hoffnung, die richtige Distanz zu den Personen zu behalten. Außerdem sei ständige Selbstkontrolle bei solch großen Projekten wichtig, die Beratung von anderen Journalisten unumgänglich. „Und man muss sich auf jeden Fall eigene Grenzen setzen. Jeder Journalist sollte schon vorher wissen, wie weit er gehen will und was er bereit ist zu opfern“, sagt Weinreich. Die vierte Regel sei der Final Cut. Der müsse natürlich unbedingt bei ihm selbst bleiben, sagt der Film-Autor. Mit etwas Glück ist es dann sogar möglich, den scheinbar unantastbaren Fifa-Boss in die Bredouille zu bringen. </p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.jensweinreich.de">Webseite</a> von Jens Weinreich</li>
<li>Vortrag in Dortmund: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=92">Unter Druck &#8211; die Rolle des Journalismus im Milliardengeschäft mit dem Sport</a>.</li>
<li>Vortrag in Dortmund: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=150">Das große Schweigen &#8211; vom Versagen der Sportwissenschaft</a></li>
<li><small><a target="_blank" href="http://jensweinreich.de/?page_id=29">The Untouchable:</a> Co-Produktion des schwedischen Fernsehens SVT und des Dänischen Fernsehens DR1, realisiert von <a target="_blank" href="http://www.bastardfilm.dk/english/frame.htm">Bastard Film</a> im Rahmen des vierteiligen Projekts The Beautiful Game. The Untouchable wurde in 20 Ländern ausgestrahlt. In einer deutschen Übersetzung und Bearbeitung (Schweizer Titel: <a target="_blank" href="http://www.sf.tv/sf1/dok/index.php?docid=20041213_2220_SF1">“Sepp Blatter &#8211; der Fifa-Boss, der immer siegt”</a>) wurde der Film zwischen 2004 und 2006 mehrfach auf verschiedenen Kanälen gesendet. Zuletzt brachte Arte im Januar 2007 eine Variante &#8211; allerdings unter dem Titel <a target="_blank" href="http://www.arte.tv/de/suche/1445200.html">“Der Unberührbare”</a>.</small></li>
</ul>
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		<title>Gipfeltreffen: Jennings und Walsh</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:29:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bjoern Boch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn sich David Walsh und Andrew Jennings, zwei Könner der investigativen Recherche, über die Zukunft des Sports unterhalten, könnten die Aussichten freundlicher sein. Aber Briten machen ja auch aus schlechtem Wetter das Beste. Die Frage, die David Walsh beschäftigt: Hat der Sport überhaupt genug Mumm, den Kampf gegen das Doping aufzunehmen? Es sieht nicht wirklich gut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sich <strong>David Walsh</strong> und <strong>Andrew Jennings</strong>, zwei Könner der investigativen Recherche, über die Zukunft des Sports unterhalten, könnten die Aussichten freundlicher sein. Aber Briten machen ja auch aus schlechtem Wetter das Beste. Die Frage, die David Walsh beschäftigt: Hat der Sport überhaupt genug Mumm, den Kampf gegen das Doping aufzunehmen? Es sieht nicht wirklich gut aus. Dafür spricht schon die Tatsache, dass sich seit dem ersten großen Tour-Doping-Skandal der jüngeren Geschichte, seit den Ereignissen rund um das Team &#8220;Festina&#8221; im Jahr 1998, nicht sonderlich viel getan hat. Und weiter systematisch gedopt wird. Geld fließt. Wie immer.</p>
<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/aj-david-walsh-diskussion-16022008.jpg" alt="aj-david-walsh-diskussion-16022008.jpg" />Die Welt des Radsports liegt Walsh am Herzen. Und das Herz schmerzt bisweilen sehr. Vier Komponenten hat der Sportjournalist ausgemacht, durch deren Zusammenspiel sich etwas ändern könnte in der Welt des Spitzensports. Die Polizei, die Sportler selbst, die Zuschauer sowie die Funktionäre und Sponsoren. Den Ermittlungsbehörden traut er dabei Signalwirkung zu. &#8220;Es hat sich gezeigt, dass der Sport nicht auf sich selbst aufpassen kann.&#8221; Und überhaupt, &#8220;was gibt es denn für einen Grund, den Sport in einer eigenen Gerichtsbarkeit zu belassen“, ergänzt Andrew Jennings. Über diese Regel kann er, wie über so manches, nur den Kopf schütteln. Wenn die Strafen erst einmal härter seien, wäre Doping auch weniger verbreitet.<span id="more-153"></span></p>
<p>Das könnte ein erster Schritt sein, denn sobald Doping generell weniger verbreitet ist, würde auch der Reiz für die Sportler geringer sein, zu dopen. „Heute weiß jeder Profi, dass er ohne Doping kaum eine Chance hat. Mit jedem Gegner, der nicht dopt, erhört sich die Zahl der Gegner, die man auch ohne verbotene Mittel schlagen kann“, sagt Walsh. Und regt sich maßlos darüber auf, wie bereits in den Jugendabteilungen Doping betrieben und so der Sport, bei dem eigentlich Leistung und Gesundheit zählen, korrumpiert wird.</p>
<p><strong>Die Illusion eines Übermenschen</strong></p>
<p>Weniger Doping – das, so Walsh, würde letztlich auch dem Zuschauer gefallen. Auch, wenn es nicht jedes Jahr einen Sensationsritt nach L’Alpe D’Huez oder einen Fabel-Weltrekord gebe. Er kenne wenige Zuschauer, die sich wirklich nur solche Sportler wie Lance Armstrong wünschten. Er sei ein Kontrast gewesen, die Illusion eines Übermenschen. „In diesen Jahren war das Realste an der Tour de France das Picknick der Zuschauer.“ Der Rest sei unwirklich gewesen, entrückt, falsch. Und wenn die Zuschauer die Tour der Leiden wieder aktiv schätzen lernen, mitleiden und mitfiebern können, weil eben auch ihre Helden Schwächen haben, dann werden das auch die Sponsoren verstehen. Und die Funktionäre müssten nicht heimlich Doping gutheißen, weil Rekorde mehr Sponsoren-Gelder bedeuten.</p>
<p>Vor allem bei den Funktionären kann sich Jennings das Lachen kaum verkneifen. Er ist fertig mit den Lenkern des Sports. Doch Quote für den Spitzensport, meint Walsh, gibt es vielleicht auch ohne die ganz große Sensation.</p>
<p>Nur: Brauchen wir überhaupt noch den Spitzensport? Nicht, wenn es nach David Walsh geht. Das ist seine vielleicht größte Utopie. &#8220;Ich fände es gut, wenn wir uns von manchen dopingverseuchten Ereignissen einfach eine Weile abwenden würden. Ich trainiere beispielsweise eine U-17-Fußball-Mannschaft. Und jedes Spiel dieser Jungs ist ehrlicher und macht mich glücklicher als ein &#8220;Top-Spiel in der Premier-League.&#8221;</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.transparencyinsport.org/">Webseite </a>von Andrew Jennings</li>
<li>Workshop mit AJ in Dortmund: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=95">How to get the documents they don’t want me to see?</a></li>
<li>Vortrag von AJ in Dortmund: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=93">The stories they don&#8217;t want you to tell</a></li>
<li>David Walsh bei <a target="_blank" href="http://en.wikipedia.org/wiki/L._A._Confidentiel">Wikipedia</a></li>
<li>Vortrag von David Walsh in Dortmund: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=101">Lance Armstrong &#8211; a story too good to be untrue</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Warum wird kaum über Breitensport berichtet?</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:29:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Mache</dc:creator>
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		<category><![CDATA[henrik brandt]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Forschungsergebnisse sind eindeutig: Immer mehr Rezipienten holen sich aktuelle Sportergebnisse aus dem Internet. Die Tageszeitung verliert an Bedeutung. Ist das dramatisch? &#8220;Nein&#8221;, sagt Henrik Brandt vom dänischen Institut für Sportstudien (Idrættens Analyseinstitut/IDAN). &#8220;Wenn die Zeitungen die gesellschaftliche Relevanz des Sports abbilden würden.&#8221; Mehr Breitensportberichterstattung ist seine Maxime.
Vorsicht, Floskel: Henrik Brandt geht dahin wo&#8217;s weh [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Forschungsergebnisse sind eindeutig: Immer mehr Rezipienten holen sich aktuelle Sportergebnisse aus dem Internet. Die Tageszeitung verliert an Bedeutung. Ist das dramatisch? &#8220;Nein&#8221;, sagt <strong>Henrik Brandt</strong> vom <a target="_blank" href="http://www.idan.dk">dänischen Institut für Sportstudien</a> (Idrættens Analyseinstitut/IDAN). &#8220;Wenn die Zeitungen die gesellschaftliche Relevanz des Sports abbilden würden.&#8221; Mehr Breitensportberichterstattung ist seine Maxime.<span id="more-129"></span></p>
<p>Vorsicht, Floskel: Henrik Brandt geht dahin wo&#8217;s weh tut. Ja, richtig, Stilistik-Päpste mögen jetzt verzweifeln. Und doch trifft die alte Fußballer-Floskel den Kern von Brandts Aufgabe. Der ehemalige Journalist, der zwölf Jahre lang bei der dänischen Tageszeitung &#8220;Jyllands-Posten&#8221; (ja, das waren die mit den islamkritischen Karikaturen. . .) als Redakteur gearbeitet hat, ist Direktor des dänischen Instituts für Sportstudien. Vom Kopenhagener Kultusministerium subventioniert soll die in Europa wohl ziemlich einmalige Einrichtung die sportpolitische Debatte ankurbeln. &#8220;Dazu sammeln wir Forschungsergebnisse und geben sie an Sportjournalisten und Sportwissenschaftler weiter&#8221;, erklärt Brandt. Oder &#8211; anders formuliert: Er weist immer wieder auf Fehlentwicklungen und Versäumnisse in der Sportberichterstattung hin.</p>
<p><img vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/brandt-workshop-15022008.jpg" hspace="5" alt="brandt-workshop-15022008.jpg" />Also: Warum berichten Sportjournalisten eigentlich nicht über Breitensport? Brandt ist der Überzeugung, dass moderner, diskursiver Sportjournalismus drei Anforderungen erfüllen sollte: &#8220;Er muss das Publikum unterhalten, Entwicklungen im Sport-Business analysieren und unbedingt das Verhältnis von Sport und Gesellschaft beleuchten. Und zwar gleichberechtigt.&#8221; Vor allem von Zeitungsjournalisten fordert Brandt, häufiger über Sport im Alltag zu berichten. Schließlich seien die Ergebnisse aus der Rezipientenforschung eindeutig: Immer mehr Sportinteressierte holten sich Spielergebnisse inzwischen aus dem Internet. Aktualität und ereignisorientierte Ergebnisberichterstattung könnten also nicht mehr als Legitimation für Sport in der Zeitung herhalten. &#8220;Nicht mehr ausschließlich die Ergebnisse, sondern die gesellschaftliche Relevanz des Sports gehört in die Zeitung&#8221;, betont Brandt. Und wo sonst artikuliere sich die gesellschaftliche Bedeutung der Leibesübungen so wie im Breitensport? Eine rhetorische Frage.</p>
<p>Von Redakteuren erwartet Brandt eine Besinnung auf klassische journalistische Tugenden. Kritik und Kontrolle, die Watchdog-Funktion müsse Sportjournalimus viel häufiger erfüllen. Wenn überhaupt, finde eine Breitensportberichterstattung als Verbrauchertipp statt und gehe häufig PR-Botschaften auf den Leim. &#8220;Hinterfragen Sie, ob der Bau einer neuen Sporthalle in Ihrer Stadt Sinn macht.&#8221; Schließlich boomten Fitnessstudios und Nordic-Walking-Gruppen, während die Vereinssportarten an Zulauf verlören.</p>
<p>Generell hält Brandt den Trend zu individuellen, kommerziellen Sportangeboten für bedenklich. Denn für die breite Masse sei die Monatsmitgliedschaft im Fitnessstudio unerschwinglich. &#8220;Vielleicht gibt es auch deshalb im Bodybuilder-Land USA die meisten Dicken.&#8221; Sprengstoff berge auch die Frage, wieviel Geld Verbände dem Breitensport zur Verfügung stellen. &#8220;Das meiste&#8221;, bedauert Brandt, &#8220;geht doch in die kleine Leistungsspitze.&#8221; Weitere Fragen liegen auf der Hand. Was ist aus dem herbeigeredeten WM-Boom bei den Fußballvereinen geworden? Gibt es wirklich die prophezeiten Heerscharen von Babykickern? &#8220;Wahrscheinlich nicht. Es gibt schließlich keine empirischen Belege, dass Spitzen- und Breitensport in dieser Weise zusammenhängen.&#8221;</p>
<p>Sicher: Brandts Analyse des Ist-Zustands stammt aus Dänemark. Aber &#8211; und die Zuhörer widersprachen nicht: Auch in deutschen Zeitungsredaktionen hat Breitensport keine Lobby. Im Lokalsport gibt es zwar eine detaillierte Berichterstattung aus dem Amateurbereich, aber die ist genau so ereignis- und erfolgsorientiert als bolze Bayern München in der Kreisliga A. Die Ergebnisse aus der Rezipientenforschung, die Hinwendung vieler Leser zum Internet sollte ermutigen statt verängstigen. Vielleicht bieten auch Sparzwänge, Redaktionszusammenlegungen und regionale Newsdesks die Chance, alte Arbeitsmuster abzulösen. Es ist Zeit für neue Konzepte. Wenn nicht jetzt, wann dann?</p>
<ul>
<li>Webseite des <a target="_blank" href="http://www.idan.dk">Idrættens Analyseinstitut</a></li>
</ul>
<blockquote><p><strong>Henrik H. Brandt</strong>, Jahrgang 1967, ist Journalist. Er absolvierte bis 1993 die Danmarks Journalisthøjskole. Von 1993 bis 2005 war er Sportreporter bei Jyllands-Posten, der größten Tageszeitung Dänemarks. Er wurde 1995 vom dänischen Sportjournalistenverband zum Journalisten des Jahres gekürt. Seit der Gründung des Idrættens Analyseinstitut (Danish Institute for Sports Studies) am 1. Februar 2005 fungiert Henrik Brandt als dessen Direktor. Das Institut hat 7 Angestellte und ist eine selbstständige, unabhängige Institution. Es soll a) Wissenschaft über Sport und Gesellschaft vermitteln, b) eigene Analysen und Evaluierungen durchführen und c) sportpolitische Debatten initiieren. Henrik Brandt arbeitet auch im Programmkomitee der Kommunikationskonferenz <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=86">Play the Game</a>.</p></blockquote>
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		<title>Kann es eine Ethik im Sportjournalismus geben?</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:26:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maike Jansen</dc:creator>
				<category><![CDATA[claus eurich]]></category>
		<category><![CDATA[diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[ethik]]></category>
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		<description><![CDATA[Als „höchste Form des Journalismus“ adelte Professor Claus Eurich (TU Dortmund) in seinem Vortrag den Sportjournalismus. Stärker noch als ihre Kollegen aus Politik und Wirtschaft stünden Sportjournalisten der täglichen Herausforderung gegenüber, Dualitäten zu überbrücken und Konflikte nicht zusätzlich anzuheizen, sagte Eurich. Der Sportreporter solle sich stets als Zeuge des Ereignisses verstehen und seine eigenen Sehnsüchte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als „höchste Form des Journalismus“ adelte <strong>Professor Claus Eurich</strong> (TU Dortmund) in seinem Vortrag den Sportjournalismus. Stärker noch als ihre Kollegen aus Politik und Wirtschaft stünden Sportjournalisten der täglichen Herausforderung gegenüber, Dualitäten zu überbrücken und Konflikte nicht zusätzlich anzuheizen, sagte Eurich. Der Sportreporter solle sich stets als Zeuge des Ereignisses verstehen und seine eigenen Sehnsüchte und Sympathien kritisch hinterfragen, mahnte der Wissenschaftler.<span id="more-147"></span></p>
<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/eurich-vortrag-15022008.jpg" alt="eurich-vortrag-15022008.jpg" />Zu den Grundansprüchen des Qualitätsjournalismus zählte Eurich die unbedingte Achtsamkeit, die Fähigkeit vom Gegner her zu denken und den Geist des Nichtverletzens. Jeder Berichterstatter sollte sich darüber im Klaren sein, welche Bedeutung der Sport in unserer Gesellschaft habe: „Sport ist häufig auch eine Art von Religion“, so Eurich. Selbst erlebt habe er das nach einem Heimspiel von Borussia Dortmund, als er die Wartezeit in einer Bahnhofskneipe überbrückte: „Und dann waren da gestandene Männer, die Fansongs hörten und weinten.“ Gerade weil im Sport die Grenzen zwischen Beobachtung und eigener Sympathie schnell verschwimmen würden, müsse der Journalist immer bemüht sein, Rivalitäten nicht zu verstärken. „Hier werden Helden aufgebaut, die morgen schon wieder die größten Verlierer sein können.“</p>
<p><strong>Veränderte Moral</strong> </p>
<p>Der Frage „Kann es Ethik im Sportjournalismus geben“ näherte sich Eurich zunächst über eine genauere Definition des Begriffs: „Wenn man von Ethik spricht muss man sich stets fragen, welchen Ansatz man ihr zugrunde legt.“ Etwa den des kategorischen Imperativs von Kant, oder den des Existentialismus („Ich muss mich selbst entwerfen“). Während Ethik etwas Starres, Unveränderliches sei, würde das tägliche Handeln vielmehr von der Moral bestimmt, die sich im Laufe der Zeit verändere. „Als Eintracht Braunschweig als erste Mannschaft mit einem Trikotsponsor auflief, versuchte man den Schriftzug im öffentlich-rechtlichen Fernsehen erst noch, das durch schwarze Balken zu unterdrücken“, erinnerte sich Eurich. Später, als die ersten Sportler ihre Sponsoren auf die Hemdkragen druckten, zeigte man sie nur bis zum Kinn. „Aber langsam brachen die Dämme.“ Heute zählten Fernsehsender wie die ARD zum System Tour de France, da sei es schwer eine kritische Distanz zu wahren.</p>
<p><strong>Fünf Kategorien zur Orientierung</strong></p>
<p>Doch nicht nur die Definition von Ethik, auch der Begriff des Journalismus sei einem zeitlichen Wandel unterworfen. „Früher zählten Medien zu den fortgeschrittenen Bedürfnissen, heute fallen sie unter die Elementarbedürfnisse“, so Eurich. Zur Definition einer Berichterstattung griff er auf die Einteilung des Friedenswissenschaftlers Galtung zurück. Der teilte den Journalismus in eine „high road“ und eine „low load“ Berichterstattung ein. Der Weg der „low road“ orientiere sich an bekannten Dualitäten, baue Helden auf und lasse sie ebenso schnell wieder fallen. Der „high-road“-Journalismus sei dagegen nicht dualistisch und verfolge das Gebot der Multiperspektivität.</p>
<p>Außerdem nannte Eurich fünf Kategorien an denen sich ein Journalist seiner Meinung nach orientieren kann:</p>
<ol>
<li>Wahrhaftigkeit: Der Journalist muss ständig um die Wahrheit ringen, auch wenn die nicht immer fassbar ist.</li>
<li>Richtigkeit: Richtig zuhören, das bedeutet laut Eurich innerlich zu schweigen. Als Journalist solle man sich auf seinen Gesprächspartner einlassen, sich nicht an vorher festgelegte  Fragen klammern und während seiner Antworten schon über die nächste Frage nachdenken.</li>
<li>Kontextdualität: Kein Ereignis steht für sich allein und muss immer im Zusammenhang betrachtet und bewertet werden.</li>
<li>Vollständigkeit: Ein Sachverhalt sollte stets von mehreren Seiten beleuchtet werden.</li>
<li>Ambiguitätstoleranz: Nicht jeder Gegensatz und Rivalität ist auflösbar, ein Journalist sollte lernen, sie angemessen darzustellen ohne zwangsläufig eine eigene Position zu beziehen.</li>
</ol>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.journalistik-dortmund.de/prof.-dr.-phil.-claus-eurich.html">Biografie</a> von Prof. Dr. Claus Eurich</li>
<li>Diskussion: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=150">Das große Schweigen &#8211; vom Versagen der Sportwissenschaft</a></li>
</ul>
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		<title>Wie man Wirklichkeit und Funktionärswirklichkeit unterscheidet</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:25:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik Baumann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[thomas hahn]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Welt, wie Journalisten sie sehen, hat oft wenig mit der Welt zu tun, wie Funktionäre sie sehen. In einem Workshop dokumentierte Thomas Hahn (Süddeutsche Zeitung) diese These am Beispiel des Präsidenten des Deutschen Ski-Verbands (DSV), Alfons Hörmann, und dessen Verhandlungen über den neuen Fernsehvertrag.
Anstoß für Hahn war eine Aussage Hörmanns in einem Interview mit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt, wie Journalisten sie sehen, hat oft wenig mit der Welt zu tun, wie Funktionäre sie sehen. In einem Workshop dokumentierte <strong>Thomas Hahn (Süddeutsche Zeitung)</strong> diese These am Beispiel des Präsidenten des Deutschen Ski-Verbands (DSV), Alfons Hörmann, und dessen Verhandlungen über den neuen Fernsehvertrag.<span id="more-162"></span></p>
<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/hahn-workshop.jpg" alt="hahn-workshop.jpg" />Anstoß für Hahn war eine Aussage Hörmanns in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen vom 29. Dezember 2007. Auf die Frage, was er sich für das neue Jahr wünsche, hatte der DSV-Präsident geantwortet: „Eine objektive Bewertung, was der Verband insgesamt leistet.“ Hörmann sah das Wirken des DSV und damit insbesondere sein eigenes also nicht unvoreingenommen beurteilt, und seine Kritik, das wurde an anderer Stelle deutlich, richtete sich erwartungsgemäß an die Medien. Was Hahn zu der Frage führte, ob Hörmanns Beobachtung zutreffend oder bloß das Ergebnis seiner subjektiven Auffassung war, wie denn der DSV zu bewerten sei. Dass Hahn eindeutig zum Letzteren tendiert, war von Beginn des Workshops an offensichtlich.</p>
<p><strong>Panne beim DSV </strong></p>
<p>Seine Beweisführung stützte er auf die Pannen des DSV bei der Vergabe der Fernsehrechte für die Jahre 2007 bis 2010. Kurze Chronologie des Falls: Im November 2007 läuft der Vertrag des DSV mit RTL aus. Bereits im Mai hatte der DSV einen neuen Vertrag mit der Sportrechte-Agentur Infront geschlossen, ohne jedoch RTL davon in Kenntnis zu setzen, obwohl der bestehende Kontrakt dies vorsah. Beide Seiten sehen sich – überraschenderweise – juristisch im Recht, in der TV-Vermarktung des Ski-Weltcups herrscht Stillstand.</p>
<p>Im Oktober berichten die Agenturen über Finanznöte des DSV, weil angesichts der unklaren Rechtslage die Fernseheinnahmen nicht gesichert seien. „Finanznot beim reichen DSV? Da musste bei den Verhandlungen was schief gelaufen sein“, formulierte Hahn seinen Verdacht.</p>
<p><strong>Keine Zeit für juristischen Streit </strong></p>
<p>Am 19. Oktober, anlässlich der Einkleidung des DSV in Ingoldstadt, wird Hörmann von Journalisten zu dem Fall befragt. Er weist alle Schuld von sich und RTL zu, erinnert den Sender an dessen „moralische Verantwortung“. Das einzige Versäumnis, das er einräumt – RTL vom Infront-Vertrag nicht früher berichtet zu haben – ist zu diesem Zeitpunkt längst offenkundig. Anfang November kommt es zwar letztendlich zu einer Einigung zwischen dem DSV und RTL und dem Inkrafttreten des Infront-Vertrages – aber der Preis ist hoch: Verluste des DSV in Millionenhöhe, Weltcup-Veranstalter in finanzieller Bedrängnis, Verunsicherung bei Vereinen und Werbepartnern, Streit über eine Neuordnung des Wettkampfkalenders.</p>
<p>Von mehreren Seiten ist der Vorwurf zu vernehmen, Hörmann habe sich bei den ersten Fernsehrechte-Verhandlungen seiner Amtszeit kaum dilettantischer verhalten können. Hahn: „Auch wenn der DSV juristisch im Recht gewesen sein mag – sein Fehler liegt darin, nicht erkannt zu haben, dass es für einen juristischen Streit weder Zeit noch Spielraum gab.“</p>
<p>Mit einer ehrlichen und transparenten Kommunikationspolitik, so Hahn, hätte der DSV eine wichtige Grundlage für die von Hörmann vermisste objektive Beurteilung schaffen können. „Aber ich weiß nicht, wie das gehen soll, wenn man überhaupt nicht oder nicht konkret auf Fragen antwortet.“ Exemplarisch berichtete Hahn von 15 Interview-Fragen zum Fall RTL, die er Ende Oktober 2007 schriftlich, per E-Mail, an Hörmann übermittelt hatte. Eine Antwort erreichte ihn erst am letztmöglichen Tag, noch dazu eine halbe Stunde vor Redaktionsschluss. Sie fiel ausweichend, unzureichend und floskelhaft aus. Ein Schlaglicht auf den teils krassen Widerspruch zwischen Anspruch und Realität in der Öffentlichkeitsarbeit großer Verbände.</p>
<p><strong>Autorisierung von Zitaten </strong></p>
<p>Hahns Ausführungen waren zusätzlich erhellend, indem sie Diskussionen über die Fragen der Autorisierung von Zitaten und den organisatorischen Kniffen eines Interviews anstießen. Ein Zuhörer gab zu bedenken, dass das schriftliche Übermitteln von Fragen keine Möglichkeit zum Nachfragen und Einhaken lasse. Hahn gab ihm Recht, begründete seine Entscheidung im Fall Hörmann allerdings mit der Praktikabilität: „Wenn ich die Antworten schriftlich habe, sind sie bereits autorisiert und ich kann sie ohne Rücksprache so auch verwenden.“ Die Autorisierungspraxis, so Hahn, empfinde er weniger als Gängelung sondern vielmehr als Absicherung für den Journalisten. „Eine Grenze ist aber dort erreicht, wo der Interviewte ganze Fragen umschreiben lassen will. Gerade im Fußball kommt das immer häufiger vor.“ Ein anderer Zuhörer meinte, Hahn hätte die arg späte Übermittlung der Antwort des DSV durch das Setzen eines „Ultimatums“ verhindern können. Dem wollte sich Hahn nur bedingt anschließen, „immerhin sind wir auf die Leute angewiesen.“ Wann das Setzen von Fristen opportun erscheint, hänge von der Dringlichkeit des Themas und dem Verhältnis zum Interviewpartner ab.</p>
<ul>
<li>Biografie von Thomas Hahn</li>
</ul>
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		<title>Die Hoyzer-Affäre / Tour de France 2007</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=110#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:24:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Luetticke</dc:creator>
				<category><![CDATA[doping]]></category>
		<category><![CDATA[julia bürner]]></category>
		<category><![CDATA[konferenzen]]></category>
		<category><![CDATA[korruption]]></category>
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		<description><![CDATA[Workshop mit

Julia Bürner (Südkurier): &#8220;Der große Skandal - Der deutsche Sportjournalismus und die Affäre Robert Hoyzer&#8221; (Diplomarbeit, Uni Leipzig 2006)
Lukas Eberle (Uni Tübingen): &#8220;Die Tour de France 2007 - Doping und der differente Umgang damit in den Tageszeitungen&#8221; (Bachelorarbeit, Tübingen 2008)
moderiert von Thomas Kistner (Süddeutsche Zeitung)

Die Affäre Robert Hoyzer und die Doping-Tour 2007 – zwei Sport-Skandale. Und zwei Möglichkeiten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Workshop mit</p>
<ul>
<li><strong>Julia Bürner (Südkurier)</strong>: <em>&#8220;Der große Skandal - Der deutsche Sportjournalismus und die Affäre Robert Hoyzer&#8221;</em> (Diplomarbeit, Uni Leipzig 2006)<br />
<strong>Lukas Eberle (Uni Tübingen)</strong>: <em>&#8220;Die Tour de France 2007 - Doping und der differente Umgang damit in den Tageszeitungen&#8221;</em> (Bachelorarbeit, Tübingen 2008)</li>
<li>moderiert von <strong>Thomas Kistner (Süddeutsche Zeitung)</strong></li>
</ul>
<p>Die Affäre Robert Hoyzer und die Doping-Tour 2007 – zwei Sport-Skandale. Und zwei Möglichkeiten, das Selbstverständnis und die Arbeit von deutschen Sportjournalisten genauer zu untersuchen.<span id="more-110"></span></p>
<p><strong>Julia Bürner:</strong> Wett-Skandal? Bundesliga-Skandal? Betrugs-Skandal? Viele Bezeichnungen der Presse für die verschobenen Fußball-Partien im Jahr 2005. „Wett-, Manipulations- und Schiedsrichterskandal“ schrieb die FAZ. „Das trifft es wohl am Besten“, sagt Julia Bürner. In ihrer Diplomarbeit analysiert sie „das funktionale Selbstverständnis von Print-Sportjournalisten“ und die Umsetzung dieses Skandals in der Berichterstattung.</p>
<p><img vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/buerner-workshop-15022008.jpg" hspace="5" alt="buerner-workshop-15022008.jpg" />Bürner präsentierte Auszüge aus elf selbst geführten Interviews, in denen die Journalisten auch grundsätzlich ihre eigene Branche reflektierten. Eine „relative geistige Umnachtung“ hat Jens Weinreich (Berliner Zeitung) im Sportjournalismus ausgemacht: „Kritik wird immer mit &#8216;anti&#8217; gleichgesetzt, was völliger Unsinn ist.“ Kritisch gingen die Medien mit dem Fall Hoyzer um, instrumentalisierten diesen jedoch auch für ihre Zwecke. Berries Boßmann betrachtete den Wett-Skandal als „eine tolle Geschichte“: „Damit verkaufe ich erstklassig mein Blatt.“ Eine Aussage, der wohl 99,9 Prozent seiner Kollegen zustimmen würde, wie der Sport-Bild-Reporter glaubt. Was die Referentin stark in Zweifel zieht.</p>
<p>Auch die Medien haben sich die Finger im Wett-Skandal schmutzig gemacht – so zog der Focus namentlich genannte Profis von Hertha BSC Berlin in den Kreis der Verdächtigen. Am selben Tag der Veröffentlichung entkräftete Hans Leyendecker in der SZ bereits diese Vorwürfe. Auch die Bild-Zeitung trug zur weiteren Skandalisierung bei: 14 Portraits wurden mit der Schlagzeile „Das sind sie“ betitelt – nur die Dachzeile wies auf „Alle Verdächtigen im Bundesligaskandal“ hin. Insgesamt kommt Bürner jedoch zu einem positiven Fazit. „Viele Journalisten haben sich nicht der Einzeltäterthese des Deutschen Fußball-Bundes angeschlossen.“ Sie empfahl frei nach dem Zitat des FAZ-Sportchefs Jörg Hahn („Manchmal quietscht das Rad und manchmal quietscht der Hamster“) selber das Rad häufiger mal zum Quietschen zu bringen.</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/buerner-praesentation-15022008.pdf">Präsentation</a> von Julia Bürner</li>
<li><a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/buerner-diplomarbeit.pdf">Diplomarbeit</a> von Julia Bürner</li>
<li><a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/vita-buerner.pdf">Vita</a> von Julia Bürner</li>
</ul>
<p><strong>Lukas Eberle:</strong> Die Fahrräder quietschten nicht bei der Tour de France – waren sie doch wohl ähnlich gut geölt wie ihre Besitzer. Lukas Eberle hat in seiner Bachelorarbeit die Behandlung des Doping-Themas in deutschen Tageszeitungen betrachtet. Dazu untersuchte er alle Tour-Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Stuttgarter Zeitung sowie Berliner Zeitung und stellte gleich zu Beginn einen großen Unterschied fest: „Die Berliner Zeitung hat nur eine tägliche Doping-Kolumne veröffentlicht.“ Der einzige Bezug auf die sportlichen Leistungen bildete der Satz „Übrigens, in Gelb fährt:&#8230;“ Eine Herangehensweise, die spätestens nach dem ersten Dopingfall bei Lesern und Chefredaktion akzeptiert war: „Dann war Ruhe im Karton“, erklärt Jens Weinreich.</p>
<p><img vspace="5" align="right" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/eberle-workshop-15022008.jpg" hspace="5" alt="eberle-workshop-15022008.jpg" />In der FAZ nahm die Berichterstattung über die Tour de France 31,3 Prozent des gesamten Sport-Teils ein, bei der Stuttgarter Zeitung nur 13,9 Prozent, in der BLZ 17,9. Insgesamt unterteilte Eberle die Tour in sieben Zeitabschnitte und verdeutlichte Differenzen am Beispiel Linus Gerdemanns. Während die FAZ den Emporkömmling als „Strahlemann“ und „Mann mit Zukunft“ bezeichnete, blieb die StZ zurückhaltend („Sorgt Linus Gerdemann für frischen Wind?“) und die BLZ misstrauisch („es verbietet sich, drauflos zu jubeln“). So charakterisiert Eberle die Berichterstattung der FAZ als „progressiv“ nach vorne blickend, während die BLZ „endzeitlich“ Doping als Totengräber der Sportart auffasste.</p>
<p>Durch dieses Gegensatzpaar entwickelt sich eine spannende Diskussion. Soll man das Thema Doping in jeden Artikel integrieren oder strikt von sportlichen Aspekten trennen? Lässt sich eine Sportart per se über Doping definieren? Man könne ja nicht am Ende eines Artikels über das sportliche Ereignis schreiben, dass das obige irrelevant sei, weil alle gedopt seien, sagt ein Teilnehmer. Zumindestens die Debatte darüber bleibt von großer Relevanz.</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/eberle-praesentation.pdf">Präsentation</a> von Lukas Eberle</li>
<li><a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/eberle-bachelorarbeit.pdf">Bachelorarbeit</a> von Lukas Eberle</li>
<li><a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/eberle-vita.pdf">Vita</a> von Lukas Eberle</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Wie platziere ich Hintergrundberichte in aktuellen Radiosendungen?</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Harant</dc:creator>
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		<category><![CDATA[herbert fischer-solms]]></category>
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		<category><![CDATA[rundfunk]]></category>
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		<category><![CDATA[radio]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch wenn das Radioprogramm immer weniger Hintergrundbeiträge zu sportpolitischen, -ökonomischen oder sonstigen anspruchsvollen Themen zulässt – gute Geschichten, die an die richtige Redaktion adressiert sind, finden immer einen Abnehmer. Das ist die Kernbotschaft von Deutschlandfunk-Sportredakteur Herbert Fischer-Solms an die überraschenderweise überwiegend aus dem Printjournalismus stammenden Teilnehmer des Workshops „Ich bin schon voll: Wie platziere ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/fiso-workshop.jpg" alt="fiso-workshop.jpg" />Auch wenn das Radioprogramm immer weniger Hintergrundbeiträge zu sportpolitischen, -ökonomischen oder sonstigen anspruchsvollen Themen zulässt – gute Geschichten, die an die richtige Redaktion adressiert sind, finden immer einen Abnehmer. Das ist die Kernbotschaft von Deutschlandfunk-Sportredakteur <strong>Herbert Fischer-Solms</strong> an die überraschenderweise überwiegend aus dem Printjournalismus stammenden Teilnehmer des Workshops <strong>„Ich bin schon voll: Wie platziere ich Hintergrundberichte in aktuellen Radiosendungen?“</strong>.<span id="more-160"></span></p>
<p>Ich bin schon voll. „Diesen Spruch haben viele schon gehört, als sie einen Beitrag angeboten haben“, sagte Herbert Fischer-Solms. Viele Hintergrundsendungen von früher sind heute selbst aus dem öffentlich-rechtlichen Programm verschwunden. Trotzdem gebe es nach wie vor die Möglichkeit eigene Beiträge zu platzieren. Dafür sei aber einiges Engagement seitens der Journalisten nötig. „Das Allerwichtigste ist, dass Sender und Sendestruktur kennenzulernen, bevor man etwas anbietet“, betonte Fischer-Solms mehrfach. Dann müsste man überlegen, welche Themen ein interessantes Zusatzangebot für den Sender sein könnten, das heißt dass sie auf ein breites Zuschauerinteresse stoßen. Dabei biete es sich oft an, die überregionale Diskussion auf die lokale Ebene zu transportieren.</p>
<p>Große Technik sei für die Verbreitung der eigenen Produktionen gar nicht notwendig: Die Redaktionen würden auch Beiträge verwenden, die im MP3-Format produziert sind und somit von überall auf der Welt aus versendet werden können. Wichtiger als Investition in Technik sei dagegen für den Anbieter von Hörfunk-Hintergrundberichten, sich Spezialwissen auf einem Gebiet anzueignen, um über dieses kompetent berichten zu können.</p>
<p>Auch auf die Unsicherheit einiger anwesenden Printjournalisten darüber, was sie mit für den Hörfunk geeigneten Zeitungsgeschichten machen sollten, ging Fischer-Solms ein: „Man sollte sich auf keinen Fall scheuen, diese Geschichten dem Rundfunk anzubieten. Ist das Interesse da, bekommt man entweder einen Schnittraum mit technischer Unterstützung oder man versucht es am besten einfach selbst.“ Jetzt liegt es nur noch an den Workshopteilnehmern, ihre Pläne mit Fischer-Solms Tipps im Rücken zu verwirklichen.</p>
<ul>
<li>Biografie von Herbert Fischer-Solms</li>
</ul>
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		<title>Rechtsextremismus und Gewalt</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:17:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Rueter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ronny blaschke]]></category>
		<category><![CDATA[workshop]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum Sportjournalisten mit der Aufarbeitung von Rechtsextremismus und Gewalt im Fußball oft überfordert sind
Rechtsextremismus und Gewalt im Fußball  &#8211; diese Themen überfordern Sportjournalisten, sagte der Buchautor (&#8220;Im Schatten des Spiels&#8221;) und freie Journalist Ronny Blaschke. Wie sollen Sportjournalisten damit am besten umgehen? „Viele sind dazu gar nicht in der Lage“, sagt Blaschke, der sich seit Jahren intensiv mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum Sportjournalisten mit der Aufarbeitung von Rechtsextremismus und Gewalt im Fußball oft überfordert sind</strong></p>
<p>Rechtsextremismus und Gewalt im Fußball  &#8211; diese Themen überfordern Sportjournalisten, sagte der Buchautor (<a target="_blank" href="http://www.werkstatt-verlag.de/pages/5_5556.html">&#8220;Im Schatten des Spiels&#8221;</a>) und freie Journalist <strong>Ronny Blaschke</strong>. Wie sollen Sportjournalisten damit am besten umgehen? „Viele sind dazu gar nicht in der Lage“, sagt Blaschke, der sich seit Jahren intensiv mit diesem Thema beschäftigt. In seinem Workshop stellt er drei Thesen auf, um Probleme darzustellen und Lösungsmöglichkeiten für die Berichterstattung über diese Themen zu geben.<span id="more-155"></span></p>
<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/blaschke-workshop-15022008.jpg" alt="blaschke-workshop-15022008.jpg" />Reflex, Verdrängung, Hysterie. Das waren die ersten wichtigen Begriffe, die Blaschke nannte. Zunächst warf er den Sportjournalisten vor, dass sie auf Gewalt im Fußball nur reagieren. „Es wird nur gehandelt, wenn gerade etwas aktuell ist. Sonst wird das Thema einfach verdrängt. Das alles ist oft eine reine Reflexberichterstattung“, beklagt Blaschke den Umgang mit diesen schwierigen Themen.</p>
<p>Außerdem stört ihn die Hysterie, die dann immer wieder in die Seiten der großen Blätter, vor allem in die Boulevard-Zeitungen, Einzug erhält. So erwarteten manche Redaktionen vor der WM eine Invasion polnischer Hooligans. „Aber auch das verzerrt die Wirklichkeit“, sagt Blaschke. Deshalb könnten auch die Leser selbst das Thema oft nicht richtig einschätzen. Denn während der WM herrschte dann die große Patriotismus-Welle. Von Gewalt, Hooligans und Rechtsextremismus war keine Rede mehr, obwohl es diese Probleme auch bei der WM 2006 gab. Stattdessen war auf jeder Zeitungsseite schwarz-rot-geil angesagt.</p>
<ul>
<li><strong>These 1:</strong> Die Sprunghaftigkeit vieler Medien hat einen gefährlichen Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung der Gewalt im Fußball.</li>
<li><strong>These 2:</strong> Die oft plakative und undifferenzierte Aufarbeitung einiger Journalisten von Fangewalt kann Konflikte befördern, obwohl sie zu deren Lösung beitragen sollte.</li>
<li><strong>These 3:</strong> Eine kritische, ausgewogene und beharrliche Berichterstattung ist eine Grundlage für die Bekämpfung von Gewalt und Rechtsextremismus im Fußball.</li>
</ul>
<p>Doch Achtung! Aufklärung zum Thema Gewalt und Rechtsextremismus im Fußball ist nicht mal eben so gemacht. Denn auch das ist eine Gefahr. „Viele Journalisten können nicht einmal Hooligans, Ultras und gewaltbereite Fans voneinander trennen“, warnt Blaschke. Außerdem fallen viele Journalisten laut Blaschke auf Zahlen der Polizei und der Presseagenturen rein. So gab es im Februar 2007 eine Meldung, dass nach dem Landespokal-Spiel Lok Leipzig gegen Erzgebirge Aue II 800 Hooligans die Polizei angegriffen hätten. „So eine Zahl kann gar nicht stimmen. 800 Hooligans gibt es in ganz Sachsen nicht“, weiß Blaschke als Kenner der Szene.</p>
<p>Doch viele Journalisten übernehmen ungeprüft die Pressemitteilungen der Polizei oder anderen zweifelhaften Quellen. „Das liegt oft an der Überarbeitung und der fehlenden Zeit. Aber meist genügen schon wenige Anrufe bei den Vereinen oder anderen Beobachtern, um der Wahrheit ein Stück näher zu kommen“, fordert Blaschke mehr Sorgfalt von seinen Kollegen. Denn sonst werde falsch berichtet.</p>
<p>Eines der deutlichsten Beispiele für schlechte Berichterstattung über Gewalt und Rechtextremismus im Fußball ist für ihn ein Artikel der „Sport Bild“. Einer der Reporter stellte sich in den Fan-Block von Dynamo Dresden und schilderte seine allgemeinen Erlebnisse. „Dadurch fühlen sich viele Fangruppen stigmatisiert, ihnen sind die Urteile zu allgemein. Das kann zur neuen Eskalation führen“, warnt Blaschke vor dieser Art der Berichterstattung.</p>
<p>Doch Blaschke kritisiert in seinem Vortrag nicht ausschließlich seine Kollegen. Er versuchte auch, Tipps und Vorschläge zu geben, damit sich die Berichterstattung verbessert. „Unerlässlich für gute Berichterstattung ist ein breites Basiswissen“, sagt Blaschke. Recherchehilfen seien vor allem politische Bildungseinrichtungen. Außerdem dürfe man die Entwicklungen in den Fangruppen nicht unterschätzen. Gerade die internen Codierungen müsse der Journalist verstehen. „Dabei geht es um Marken, Zahlen und andere Zeichen“, weiß Blaschke.</p>
<p>Aber aufgepasst, wenn man wirklich mit einem Neonazi spricht. Oft sind sie sehr intelligent. Erst durch gute politische Fragen kann man sie ins Schleudern bringen. „So kann man diese Jungs entlarven“, sagt Blaschke. Er selbst verfügt über ein Netzwerk an Informanten, um jede neue Bewegung mitzubekommen. Und er berichtet regelmäßig. „Denn es ist unsere Pflicht, darüber zu berichten. Natürlich sehr kritisch, aber ausgewogen“, lauten seine Schlussworte.</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/blaschke-vortrag-16022008.pdf">Vortrag</a> (pdf, 3 MB) von Ronny Blaschke</li>
<li>Biografie von Ronny Blaschke</li>
</ul>
<p><strong>Linkliste</strong></p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.aktive-fans.de/">Bündnis aktiver Fußballfans</font></a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.amballbleiben.org/">Fußball gegen Rassismus und Diskriminierung</font></a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.bpb.de/">Bundeszentrale für politische Bildung</font></a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.farenet.org/">Football Against Racism in Europe</font></a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.gaysport.info/">Initiative gegen Homophobie im Sport</font></a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.kos-fanprojekte.de/">Koordinationsstelle der Fanprojekte</font></a></li>
</ul>
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		<title>Die BVB-Recherche</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=87#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:12:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Krass</dc:creator>
				<category><![CDATA[borussia dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[freddie röckenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[konferenzen]]></category>
		<category><![CDATA[recherche]]></category>
		<category><![CDATA[workshop]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Suche nach den verschwundenen Millionen
Es war eine der folgenreichsten Recherchen im deutschen Sportjournalismus der vergangenen zehn Jahre. Freddie Röckenhaus (Süddeutsche Zeitung) und Thomas Hennecke (Kicker) deckten von 2003 bis 2005 Stück für Stück das Finanzchaos bei Borussia Dortmund auf. Zuerst lasen sie nur gründlich ein veröffentlichtes Dokument, dann wurde es kompliziert, und schließlich nahm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Suche nach den verschwundenen Millionen</strong></p>
<p><img vspace="5" align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/roeckenhaus-dortmund1.jpg" hspace="5" alt="roeckenhaus-dortmund1.jpg" />Es war eine der folgenreichsten Recherchen im deutschen Sportjournalismus der vergangenen zehn Jahre. <strong>Freddie Röckenhaus</strong> (Süddeutsche Zeitung) und Thomas Hennecke (Kicker) deckten von 2003 bis 2005 Stück für Stück das Finanzchaos bei Borussia Dortmund auf. Zuerst lasen sie nur gründlich ein veröffentlichtes Dokument, dann wurde es kompliziert, und schließlich nahm Röckenhaus ein kleines bisschen Rache.</p>
<p>Am Ende der Recherche stand der <a target="_blank" href="http://www.henri-nannen-preis.de/investigative_leist_05.php?id=31">Henri-Nannen-Preis 2005</a>, aber wo war der Anfang? Freddie Röckenhaus zufolge war es gar nicht so kompliziert: keine nächtlichen Treffen mit Informanten auf Autobahnraststätten, keine mysteriösen Papiere, die plötzlich über das Fax hereinsurren, einfach ein gründlicher Blick in den publizierten Geschäftsbericht einer börsennotierten Aktiengesellschaft, in diesem Fall der Borussia Dortmund GmbH &amp; Co. KGaA. &#8220;Es ist die Frage, wie man es publiziert&#8221;, sagt Röckenhaus. Der Fußball-Bundesligist wies im Herbst 2003 drei Millionen Euro Gewinn bei 160 Millionen Euro Umsatz aus, nicht berauschend, aber &#8220;es freuten sich alle, dass es überhaupt einen Gewinn gab&#8221;.<span id="more-87"></span></p>
<p>Doch bei näherem Blick stieß Röckenhaus, der eine <a target="_blank" href="http://www.colourfield.de">Filmproduktionsfirma</a> betreibt und als Sportjournalist vor allem für die SZ über die Borussia, seinen Lieblingsverein, schreibt, auf eine Ungereimtheit. &#8220;Da stand etwas drin, was nichts mit den eigentlichen Geschäften zu tun hatte, Erträge von 35 Millionen Euro aus einem Sponsoringgeschäft mit Nike, obwohl Nike noch gar nicht Sponsor war. Das war für uns der Ansatz, dass die Bilanz frisiert war&#8221;, erzählt Röckenhaus über den Anfang seiner mit Thomas Hennecke durchgeführten, insgesamt 18 Monate dauernden Recherche, die Borussia Dortmund in den Grundfesten erschütterte und am Ende die Führungsriege um den allmächtigen Präsidenten Gerd Niebaum die lieb gewonnenen Posten kostete – und den zwei Journalisten den renommierten Preis einbrachte.</p>
<p>Es stellte sich heraus, dass der Ausrüstervertrag über insgesamt 38 Millionen Euro erst ab 2004 gelten sollte, 35 Millionen aber schon vorab im Jahr zuvor gezahlt wurden, &#8220;weil man sie sofort brauchte&#8221;, so Röckenhaus. &#8220;Drei Millionen Euro Gewinn minus 35 Millionen macht 32 Millionen Euro Miese. Das war für uns der Einstieg.&#8221;</p>
<p>Dann begann die mühsame Kleinarbeit, die Suche nach Leuten, die einem mehr über das Finanzgebaren der Borussia erzählen können – und wollen. Als hilfreich für die Rechercheure erwies sich etwa ein unzufriedener großer Aktionär. &#8220;Wir mussten Leute finden, die alles genau wissen, aber nicht eingenordet werden können&#8221;, berichtet Röckenhaus. Es wurde letztlich ein Schneeballsystem, die Journalisten kamen von einem Informanten zum anderen. &#8220;90 Prozent der Gespräche waren unnütz, aber letztlich waren es doch 60, 70, 80 Menschen, die uns weitergeholfen haben.&#8221;</p>
<p>Über viele Monate hinweg brachten die beiden Stück für Stück Licht ins Dunkel. Röckenhaus bekennt sich dazu, auch bewusst eine Salamitaktik eingesetzt zu haben. In der Endphase etwa deutete Röckenhaus an, über ein Papier Bescheid zu wissen, dass Niebaum endgültig desavouieren würde, ließ aber offen, ob er es auch vorliegen habe. Niebaum sprach daraufhin in der Bild-Zeitung von Lüge. &#8220;Dann haben wir drei, vier Tage später das Faksimile veröffentlicht. Das war ein bisschen gemein&#8221;, sagt Röckenhaus. Es sei aber auch eine Reaktion auf all die einstweiligen Verfügungen gewesen, mit denen der Verein versucht habe, die Journalisten einzuschüchtern. &#8220;Man muss so etwas, so gut es geht, ins Leere laufen lassen. Eine Gleichheit der Waffen erreicht man als Journalist sowieso nicht.&#8221;</p>
<p>Der Umfang der Arbeit, den Röckenhaus investiert hat, eröffnet natürlich auch die Frage nach deren Hintergründen. Röckenhaus benannte zwei elementare Faktoren, die seine Recherche begünstigt, vielleicht sogar erst ermöglicht hätten. Einerseits das Dasein als freier Journalist mit seiner, nach eigenen Worten sehr gut laufenden Filmproduktionsfirma im Rücken. Als Festangestellter hätte er so viel Zeit und Aufwand kaum investieren können, glaubt er.</p>
<p>Zum anderen habe er davon profitiert, für die Süddeutsche Zeitung zu schreiben. &#8220;Es waren insgesamt 70 oder 80 große Veröffentlichungen, da muss man sich auf die Redaktion voll verlassen können.&#8221; Sowohl auf der juristischen Ebene wegen der Einschüchterungsversuche, als auch auf redaktioneller Ebene. &#8220;Das geht nur, wenn man wirklich eingespielt ist, etwa beim Redigieren und den Überschriften.&#8221; Zudem habe die SZ einen enormen Standortvorteil gehabt  &#8220;Die ist ein bisschen ab vom Schuss in Dortmund, das macht einiges leichter&#8221;, sagte Röckenhaus.</p>
<p>Er verwies etwa auf die lokalen Ruhr Nachrichten, die damals eine offizielle Medienpartnerschaft mit Borussia Dortmund gehabt hätten und deshalb in Interessenkonflikte geraten seien. &#8220;Aber zu einem späteren Zeitpunkt sind die auch richtig in das Thema eingestiegen.&#8221; Röckenhaus nannte noch einen anderen Störfaktor für eine unabhängige Berichterstattung über regional bedeutsame Sportvereine: &#8220;Hier sind manchmal 90 Prozent der Abonnenten BVB-Anhänger. Die wollen wissen, was die Wahrheit ist, aber nicht um jeden Preis.&#8221; Er selbst sei zu Beginn auch erheblichen Anfeindungen, unter anderem aus Fankreisen, ausgesetzt gewesen, die sich aber stetig immer mehr in Anerkennung verwandelt hätten.</p>
<p>Mit seiner Recherche hat Röckenhaus viele Fragen rund um das Finanzgebaren bei Borussia Dortmund beantwortet – mehr als so manchem lieb war, aber noch längst nicht alle. Röckenhaus sagt: &#8220;Wenn ich Zeit für eine große Recherche hätte, wüsste ich gern, warum sich Morgan Stanley so sehr bei der Borussia engagiert.&#8221; Fortsetzung also nicht ausgeschlossen.</p>
<ul>
<li>Webseite von Freddie Röckenhaus: <a target="_blank" href="http://www.colourfield.de">colourfield</a></li>
<li>Workshop von Freddie Röckenhaus in Dortmund: <a href="http://sportnetzwerk.eu/?p=158">Blut und Spiele &#8211; wie setzt man ein abstraktes Thema in Bilder um?</a></li>
</ul>
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		<title>Sportjournalismus im Spiegel des Spitzensports / Profifussballer und ihr Journalistenbild</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:11:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hendrik Baumann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[markus bölz]]></category>
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		<category><![CDATA[marcus bölz]]></category>
		<category><![CDATA[michael schaffrath]]></category>

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		<description><![CDATA[Bericht über den Workshop mit

Dr. Michael Schaffrath (TU München): &#8220;Sportjournalismus im Spiegel des Spitzensports. Was denken Athleten, Trainer und Manager über Sportjournalisten?&#8221;
und Marcus Bölz (Schwäbische Zeitung): &#8220;Das wird alles von den Medien hochsterilisiert. Profifußballer und ihr Journalistenbild&#8221; (Diplomarbeit, Uni Dortmund 2005)
moderiert von Herbert Fischer Solms (Deutschlandfunk)

Was Journalisten über Sportler denken, ist ein mehr oder weniger offenes Geheimnis. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bericht über den Workshop mit</p>
<ul>
<li><strong>Dr. Michael Schaffrath (TU München)</strong>: <em>&#8220;Sportjournalismus im Spiegel des Spitzensports. Was denken Athleten, Trainer und Manager über Sportjournalisten?&#8221;</em></li>
<li>und <strong>Marcus Bölz (Schwäbische Zeitung)</strong>: <em>&#8220;Das wird alles von den Medien hochsterilisiert. Profifußballer und ihr Journalistenbild&#8221;</em> (Diplomarbeit, Uni Dortmund 2005)</li>
<li>moderiert von <strong>Herbert Fischer Solms (Deutschlandfunk)</strong></li>
</ul>
<p>Was Journalisten über Sportler denken, ist ein mehr oder weniger offenes Geheimnis. In Meinungskästen, Live-Kommentaren und an TV-Stammtischen werden mit Vorliebe Denkmäler errichtet und wieder eingerissen. Wird etwas nicht gesagt oder geschrieben, dann zumeist aus Taktgefühl oder der Angst vor juristischen Konsequenzen. Doch was denken Sportler eigentlich über Journalisten? Die Studien von Michael Schaffrath (TU München) und Marcus Bölz (Schwäbische Zeitung) liefern erste Erkenntnisse.<span id="more-105"></span></p>
<p>Obschon die Scheiß-Mist-Käse-Rede des Teamchefs Rudi Völler nach einem 0:0 der deutschen Nationalkicker gegen Island anno 2003 als das bislang berühmteste Dokument öffentlicher Journalistenschelte gilt – die Steilvorlage für <strong>Michael Schaffraths</strong> Untersuchung lieferte Oliver Kahn. Drei Jahre vor dem Ausbruch des Völlerschen Vulkans hatte der Bayern-Torwart im Kicker geklagt: „In den Medien geht es fast nur noch darum, eine Geschichte zu verkaufen. Kaum jemand macht sich die Mühe, Tatsachen zu recherchieren.“</p>
<p>„Dieses Zitat war der Ausgangspunkt für mich“, sagte Schaffrath, „ich wollte herausfinden, ob es sich hier nur um eine individuelle Wahrnehmung Kahns handelte oder um ein kollektives Problem der Fußballer. Und ob es Akteuren in anderen Sportarten ähnlich ergeht.“</p>
<p>Dementsprechend fiel das Untersuchungsdesign aus: Schaffrath führte zwischen 2001 und 2002 mit insgesamt 62 Akteuren (Spieler/Athleten, Trainer, Manager/Präsidenten) aus zehn  Sportarten Leitfaden-Interviews, darunter Karl-Heinz Rummenigge, Ottmar Hitzfeld, Martin Schmitt, Stefan Kretzschmar und Anni Friesinger. Die ausgewählten Befunde, die Schaffrath in Dortmund präsentierte, stellen der deutschen Sportberichterstatter-Zunft ein mehr als durchwachsenes Zeugnis aus. Während in punkto journalistischer Kompetenz ein Drittel den Daumen senkten, waren es bei der Frage nach den (Interview-)Fragen sogar die Hälfte.  Diese seien „schlecht“, „redundant“, „oberflächlich“ oder schlichtweg „katastrophal“, so das Verdikt der Branche, und provozierten geradezu stereotype oder ausweichende Antworten.</p>
<p>Weiterhin beklagten die Sportakteure das Verfälschen oder Verschärfen von Aussagen zugunsten höherer Plakativität und stellten sich mehrheitlich auf die Seite Kahns und seinem Vorwurf der ungenügenden Rechercheleistung. „Manche Journalisten sind wie Märchenschreiber“, so etwa die Meinung eines Boxers. Ähnliches monieren die Befragten an der Doping-Berichterstattung. Diese halten sie zwar prinzipiell für notwendig, doch werde sie zu oft „oberflächlich“, „inkompetent“ und „heuchlerisch“ betrieben. Generell herrscht der Eindruck vor, die Journalisten konzentrierten sich nur auf wenige Sportarten und fällten zu schnell Vorverurteilungen.</p>
<p>Natürlich ist es ein Trugschluss zu glauben, ein Sportjournalist wüsste nach der Lektüre von Schaffraths Studie, wie der Gegenüber tickt. Aufgrund ihres Designs ist die Untersuchung nicht repräsentativ, sie aggregiert subjektive Wahrnehmungen. Zudem wird an mehreren Stellen deutlich, dass die Sportler, Trainer und Manager kein pauschales Urteil über die Journalisten fällen wollten, die Bewertung vielmehr personenabhängig ist.</p>
<p>Die Studie von <strong>Marcus Bölz</strong> stellt im Vergleich zu Schaffrath zugleich eine Erweiterung wie eine Verengung dar. Bölz entschied sich für ein quantitatives Vorgehen, indem er Fragebögen erstellte und auswertete, und kam so zu verallgemeinerungsfähigeren Ergebnisse als Schaffrath. Andererseits widmete er sich nur dem Fußball und hier wiederum nur dem kickenden Personal: Bölz’ Stichprobe rekrutierte sich aus 59 Bundesliga- und 84 Zweitliga-Spielern, die er im Mai 2004 mit Unterstützung der DFL befragte.</p>
<p>Die Studie erlaubt fünf interessante Schussfolgerungen:</p>
<p><strong>Erstens</strong> bestätigt sie die Befunde Schaffraths. Auch Bölz’ Fußballer halten Sportjournalisten in der Mehrheit für „unfähig“, werfen ihnen eine zu hohe Erwartungshaltung vor und beklagen, dass sich die Berichterstattung zu sehr auf einzelne Spieler fokussiere. Sie sind der Meinung, überwiegend falsch zitiert worden zu sein, und fühlen sich durch die Berichterstattung zu „Popstars“ gemacht.</p>
<p><strong>Zweitens</strong> stehen Bundesligaprofis Journalisten und ihrer Arbeit deutlich kritischer gegenüber als Zweitligaspieler.</p>
<p><strong>Drittens</strong> spielen Alter, Nationalität und Bildung keine oder nur eine untergeordnete Rolle für die Bewertung der Journalisten.</p>
<p><strong>Viertens</strong> – und das überrascht auf den ersten Blick – vergeben die Fußballer die schlechtesten Durchschnittsnoten an Zeitungsjournalisten. „Da sind Boulevardblätter wie Bild und Express mit drin“, erklärte Bölz, „die hätte ich womöglich in eine extra Kategorie einordnen müssen.“</p>
<p>Und, nicht minder überraschend, die <strong>fünfte</strong> Schlussfolgerung: Fußballprofis haben ein gutes Verhältnis zu Journalisten. Ein Widerspruch? Nur scheinbar, meinte Bölz: „Die Fußballer wissen, dass die Journalisten dazugehören und dass sie ohne die Medien nicht so viel Geld verdienen würden. Deshalb nehmen die meisten von ihnen in Kauf, dass sie sich mitunter dumme Fragen anhören müssen.“</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/02/vita-schaffrath-dortmund-15022008.pdf">Biografie</a> von Dr. Michael Schaffrath</li>
<li>Biografie von Marcus Bölz</li>
</ul>
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		<title>Sport-Berichterstattung im TV: Information, Unterhaltung oder Infotainment?</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Harant</dc:creator>
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		<category><![CDATA[florian peter]]></category>
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		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass es um die Frage der Unterhaltung im Sportjournalismus geht, verriet schon der phantasievolle Titel „Wenn Uhrmann, Schmidt und Co. die Vogelgrippe bekommen“ des Workshops von Freelancer Florian Peter mit dem Untertitel „Information, Unterhaltung und Infotainment im TV-Sport“. Seine 2006 gefertigte Diplomarbeit zu diesem Thema untersuchte die Berichterstattung von ARD, ZDF und RTL zum Weltcup [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es um die Frage der Unterhaltung im Sportjournalismus geht, verriet schon der phantasievolle Titel „Wenn Uhrmann, Schmidt und Co. die Vogelgrippe bekommen“ des Workshops von Freelancer <strong>Florian Peter</strong> mit dem Untertitel „Information, Unterhaltung und Infotainment im TV-Sport“. Seine 2006 gefertigte Diplomarbeit zu diesem Thema untersuchte die Berichterstattung von ARD, ZDF und RTL zum Weltcup im Skispringen in der Saison 2005/06.<span id="more-164"></span></p>
<p>Die essentiellen Erkenntnisse aus der quantitativen Inhaltsanalyse innerhalb der Arbeit seien, dass ARD und ZDF relativ knapp über Skispringen berichten und RTL dagegen die Sportveranstaltung zu einem Event hochstilisiert. Nicht umsonst sprach der Sender in diesem Zusammenhang auch einmal von der „Formel 1 des Wintersports“, bemerkte einer der rund 25 Workshopteilnehmer an. Aus Fakten wie dem Einsatz von Musik, viel Bewegung im Bild und der Verwendung eines saloppen Sprachstils schließt der Diplom-Journalist Florian Peter auf eine sehr unterhaltende Präsentationsform.</p>
<p>Dabei sei auch klar, dass die Übertragungsform und -dauer vor allem von dem Abschneiden der deutschen Athleten abhinge, aber auch von besonderen Veranstaltungen wie der Vierschanzentournee. Auch würden sich die öffentlich-rechtlichen Sender in Sachen Machart der Beiträge und sprachlicher Gestaltung dem Privatsender RTL annähern.</p>
<p>Gemeinsam mit den Teilnehmern wurde schließlich noch diskutiert, ob der Erfolg von Sendungen zu der jeweiligen Sportart tatsächlich nur von den Erfolgen deutscher Athleten abhängen oder ob noch mehr dazugehört, um auch Wettkämpfe jenseits des Fußballs erfolgreich senden zu können. Bei Beachvolleyball sei es RTL schließlich nicht gelungen, weshalb man künftig auch gespannt sein dürfte, was der Sender zum Beispiel aus dem Erwerb der Übertragungsrechte für die Handball-WM 2009 in Kroatien macht.</p>
<ul>
<li>Biografie von Florian Peter</li>
<li>Diplomarbeit von Florian Peter</li>
</ul>
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		<title>Sportjournalismus-Konferenz ausgebucht</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=81#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 21:40:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[termine]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Unter Druck: Qualitätssicherung im Sportjournalismus&#8221;
Zu diesem Thema diskutieren am 15./16. Februar im Erich-Brost-Haus in Dortmund mehr als 160 Journalisten, Wissenschaftler und Studenten aus 8 Ländern. Die Organisatoren &#8211; das sportnetzwerk und das Institut für Journalistik der TU Dortmund &#8211; freuen sich über die Mitarbeit von insgesamt 36 Referenten, die für 25 Workshops, 11 Vorträge und 4 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Unter Druck: Qualitätssicherung im Sportjournalismus&#8221;</strong></p>
<p>Zu diesem Thema diskutieren am 15./16. Februar im Erich-Brost-Haus in Dortmund mehr als 160 Journalisten, Wissenschaftler und Studenten aus 8 Ländern. Die Organisatoren &#8211; das sportnetzwerk und das Institut für Journalistik der TU Dortmund &#8211; freuen sich über die Mitarbeit von insgesamt 36 Referenten, die für 25 Workshops, 11 Vorträge und 4 große Diskussionsrunden verantwortlich zeichnen.</p>
<p>Einen Extrakt der Konferenz werden wir Ihnen auf dieser Website bieten, möglicherweise gibt es auch einen gedruckten Kongressbericht. Alle Informationen über die Sportjournalismus-Konferenz <a href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=74"><strong>erhalten Sie hier</strong></a>.</p>
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		<item>
		<title>Buchungsschluss Dortmund-Konferenz</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Sportnetzwerk/~3/cUUkr2-ceiM/</link>
		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=80#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Feb 2008 09:55:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[diskussion]]></category>
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		<category><![CDATA[programm]]></category>
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		<category><![CDATA[uni dortmund]]></category>

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		<description><![CDATA[Buchungen für die Konferenz &#8220;Unter Druck: Qualitätssicherung im Sportjournalismus&#8221; können nur noch heute, am 5. Februar, erfolgen.
Die Konferenz am 15./16. Februar im Erich-Brost-Haus in Dortmund ist nahezu ausgebucht. Kurzentschlossenen oder jenen, die etwas lange mit der Buchung gewartet haben, bieten wir noch heute die Chance, sich anzumelden.
Alle Informationen erhalten Sie hier.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Buchungen für die Konferenz <strong>&#8220;Unter Druck: Qualitätssicherung im Sportjournalismus&#8221;</strong> können nur noch heute, am 5. Februar, erfolgen.</p>
<p>Die Konferenz am 15./16. Februar im Erich-Brost-Haus in Dortmund ist nahezu ausgebucht. Kurzentschlossenen oder jenen, die etwas lange mit der Buchung gewartet haben, bieten wir noch heute die Chance, sich anzumelden.</p>
<p><a href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=74">Alle Informationen erhalten Sie hier.</a></p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Sportnetzwerk/~4/cUUkr2-ceiM" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Programm der Sportjournalismus-Konferenz</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=76#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2008 13:24:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[aktualisiert am 5. Februar 2008
Das vorläufige Programm der Konferenz &#8220;Unter Druck: Qualitätssischerung im Sportjournalismus&#8221; können Sie hier downloaden.
Verzeihung, aber: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben &#8211; die Konferenz ist fast ausgebucht. Es sind nur noch etwa 30 Plätze vorhanden. Sie sollten sich beeilen, zur Online-Anmeldung geht es hier.
Wie versprochen bieten die Organisatoren, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><small>aktualisiert am 5. Februar 2008</small></p>
<p>Das vorläufige Programm der Konferenz <strong>&#8220;Unter Druck: Qualitätssischerung im Sportjournalismus&#8221;</strong> können Sie <a href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=74"><strong>hier downloaden</strong></a>.</p>
<p>Verzeihung, aber: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben &#8211; <strong>die Konferenz ist fast ausgebucht. </strong>Es sind nur noch etwa 30 Plätze vorhanden. Sie sollten sich beeilen, zur <a target="_blank" href="http://s226831595.online.de/tinc?key=0rHgm6qu&amp;formname=Dortmund_Konferenz">Online-Anmeldung geht es hier</a>.</p>
<p>Wie versprochen bieten die Organisatoren, das <a target="_blank" href="http://www.journalistik-dortmund.de/">Institut für Journalistik</a> der TU Dortmund und das <strong>sportnetzwerk</strong>, Weiterbildung und Diskurs im besten Sinne: für interessierte Sportjournalisten, Wissenschaftler und vor allem für Nachwuchsjournalisten. Die zweitägige Konferenz am <strong>15. und 16. Februar 2008</strong> im Dortmunder Erich-Brost-Haus wird den Schwerpunkt auf Workshops legen, in denen erfahrene Journalisten praxisnah ihre Arbeitsmethoden darlegen, Nachwuchsjournalisten Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeit zum Sportjournalismus erläutern und der Branche der Spiegel vorgehalten wird.</p>
<p>Insgesamt bieten wir an:</p>
<ul>
<li><strong>25 Workshops</strong></li>
<li>davon 17 Praxis-Workshops von Journalisten und 8 Workshops &#8220;Journalismus trifft Wissenschaft&#8221;</li>
<li><strong>13 Vorträge</strong> und vier <strong>Diskussionsrunden</strong></li>
</ul>
<p><strong>Referenten und Moderatoren:</strong><span id="more-76"></span></p>
<ul>
<li>Herbert Fischer-Solms (Deutschlandfunk)</li>
<li>Prof. Holger Wormer (TU Dortmund)</li>
<li>Prof. Dr. Günther Rager (Prorektor der TU Dortmund)</li>
<li>Jens Sejer Andersen (Play the Game)</li>
<li>Andrew Jennings (Freelance, England)</li>
<li>David Walsh (Sunday Times, England)</li>
<li>Elmar Theveßen (ZDF)</li>
<li>Thomas Hahn (Süddeutsche Zeitung)</li>
<li>Thomas Kistner (Süddeutsche Zeitung)</li>
<li>Michael Steinbrecher (ZDF)</li>
<li>Dr. Michael Schaffrath (TU München)</li>
<li>Prof. Dr. Jens Große (FHM Bielefeld)</li>
<li>Julia Bürner (Südkurier)</li>
<li>Michael Schlösser (Westfälischer Anzeiger)</li>
<li>Markus Bölz (Schwäbische Zeitung)</li>
<li>Lukas Eberle (Uni Tübingen)</li>
<li>Florian Peter (Freelance)</li>
<li>Freddie Röckenhaus (colourfield)</li>
<li>Ralf Meutgens (Freelance)</li>
<li>Henrik Brandt (Danish Institute for Sports Studies)</li>
<li>Hans-Joachim Seppelt (Freelance)</li>
<li>Grit Hartmann (Freelance)</li>
<li>Udo Ludwig (Der Spiegel)</li>
<li>Prof. Dr. Claus Eurich (TU Dortmund)</li>
<li>Prof. Dr. Jörg Thiele (TU Dortmund)</li>
<li>Ronny Blaschke (Freelance)</li>
<li>Wolfgang Hettfleisch (Frankfurter Rundschau)</li>
<li>Clemens Gerlach (Spiegel Online)</li>
<li>Lars-Marten Nagel (Universität Leipzig)</li>
<li>Tino Meyer (Universität Leipzig)</li>
<li>Johannes Eberhorn (WDR)</li>
<li>Sebastian Fleischmann (Katholische Universität Eichstätt)</li>
<li>Oliver Fritsch (Indirekter Freistoß)</li>
<li>Kai Pahl (allesaussersport)</li>
<li>Jürgen Kalwa (American Arena)</li>
<li>Jens Weinreich (Berliner Zeitung)</li>
</ul>
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		<title>Videos vom China-Workshop</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=75#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Jan 2008 18:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>
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		<description><![CDATA[Frank Herrmann hat freundlicher Weise ein paar Aufnahmen gemacht. Der Vortrag von Helmut Digel ist bei Youtube in vier Teilen anzusehen. Weitere Impressionen folgen.
[youtube cqBtEbWTgtQ nolink]
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frank Herrmann hat freundlicher Weise ein paar Aufnahmen gemacht. Der Vortrag von Helmut Digel ist bei Youtube in vier Teilen anzusehen. Weitere Impressionen folgen.</p>
<p>[youtube cqBtEbWTgtQ nolink]</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Sportnetzwerk/~4/eFtMjLdK6i4" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Programmtipps</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Sportnetzwerk/~3/L3-_7Hr2NJI/</link>
		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=73#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Jan 2008 11:12:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sonntag, 13. Januar 2008, 15.25 Uhr, Medienmagazin des RBB-Inforadios:

Gespräch und O-Töne zum Workshop &#8211; von Eleni Klotsikas

Sonntag, 13. Januar 2008, 19.10 Uhr, Sport am Sonntag, Deutschlandfunk:

Beitrag von Astrid Rawohl: Medienworkshop &#8220;Im Schatten der Ringe&#8221;:
Medienworkshop &#8220;Im Schatten der Ringe&#8221;
Textversion als pdf
Gespräch mit Grit Hartmann zu ihrer Recherchereise durch China: &#8220;Wirklichkeit im Wandel?&#8221;:
Gespräch mit Grit Hartmann

Sonntag, 13. Januar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sonntag, <strong>13. Januar 2008, 15.25 Uhr</strong>, Medienmagazin des RBB-Inforadios:</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.inforadio.de/radiotoread.do?pid=105809&amp;subpage=null&amp;command=detailview&amp;dataid=227588#4">Gespräch und O-Töne zum Workshop &#8211; von Eleni Klotsikas</a></li>
</ul>
<p>Sonntag, <strong>13. Januar 2008, 19.10 Uhr</strong>, Sport am Sonntag, Deutschlandfunk:</p>
<ul>
<li>Beitrag von Astrid Rawohl: Medienworkshop &#8220;Im Schatten der Ringe&#8221;:<br />
<a target="_blank" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/01/13/dlf_20080113_1941_67c6dd5c.mp3">Medienworkshop &#8220;Im Schatten der Ringe&#8221;</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/dlf-workshop-13012008.pdf">Textversion</a> als pdf</li>
<li>Gespräch mit Grit Hartmann zu ihrer Recherchereise durch China: &#8220;Wirklichkeit im Wandel?&#8221;:<br />
<a target="_blank" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/01/13/dlf_20080113_1945_78cb91d5.mp3">Gespräch mit Grit Hartmann</a></li>
</ul>
<p>Sonntag, <strong>13. Januar 2008, 23.30 Uhr &#8211; 23.57 Uhr</strong>, Sportgespräch, Deutschlandfunk:</p>
<ul>
<li>&#8220;Im Schatten der Ringe&#8221; - Gesprächsrunde anlässlich des Medienworkshops in Berlin zu den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking. Die Fragen stellt Astrid Rawohl:<br />
<a target="_blank" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/01/13/dlf_20080113_2330_b9094914.mp3">Im Schatten der Ringe</a></li>
</ul>
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		<title>von Berlin nach Dortmund</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=66#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Jan 2008 20:56:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[konferenzen]]></category>
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		<description><![CDATA[Sämtliche Vorträge unseres China-Workshops &#8220;Im Schatten der Ringe&#8221; vom 11. Januar sind im Blog in Text und Bild dokumentiert, teilweise mit Manuskripten und Präsentationen teilweise auch mit Audio- und Video-Impressionen.
In vier Wochen wollen wir weiter diskutieren. Gemeinsam mit der Universität Dortmund, wo eine Projektgruppe um Stefanie Opitz aktiv ist, richtet das sportnetzwerk am 15. und 16. Februar die Konferenz &#8220;Unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sämtliche Vorträge unseres China-Workshops <strong><a href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=35">&#8220;Im Schatten der Ringe&#8221;</a></strong> vom 11. Januar sind im Blog in Text und Bild dokumentiert, teilweise mit Manuskripten und Präsentationen teilweise auch mit Audio- und <a target="_blank" href="http://www.youtube.com/profile?user=ackerball">Video-Impressionen</a>.</p>
<p>In vier Wochen wollen wir weiter diskutieren. Gemeinsam mit der Universität Dortmund, wo eine Projektgruppe um Stefanie Opitz aktiv ist, richtet das sportnetzwerk am <strong>15. und 16. Februar</strong> die Konferenz <strong><a href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=74">&#8220;Unter Druck: Qualitätssicherung im Sportjournalismus&#8221;</a></strong> aus. Der Titel ist Programm, die Teilnehmerzahl begrenzt &#8211; wir sind schon zur Hälfte ausgebucht. Kommen Sie nach Dortmund, es könnte sich lohnen!<span id="more-66"></span></p>
<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/01/foto-diskussion-workshop-11012008.jpg" alt="foto-diskussion-workshop-11012008.jpg" />Auf dem China-Workshop diskutierten rund <a target="_blank" href="http://www.sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/teilnehmer-workshop-11012008.pdf">70 Kollegen mit 10 Referenten</a> und knüpften Kontakte, die nicht nur in diesem Olympiajahr nützlich sein sollen. An dieser Stelle geht noch einmal an herzlicher Dank an alle Referenten und Teilnehmer aus Deutschland, den USA und Dänemark, die ein fruchtbringendes Treffen ermöglichten. Ein besonderer Dank geht an Grit Hartmann, Lea Zhou, Sandra Schmidt, Lars Werge, Astrid Rawohl, Tino Meyer, André Hoffmann, Wilfried Wehr und Frank Herrmann <a target="_blank" href="http://www.youtube.com/profile?user=ackerball">für die Videos</a>. Fotos von Jianxin Wang können Sie <a target="_blank" href="http://81.169.132.12/jx/20080111-ImSchattenDerRinge/content/index.html">hier </a>sehen.</p>
<p>Zur besseren Übersicht bieten wir Ihnen <a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=35">hier, in der Navigationsleiste</a>, einen Überblick über alle Beiträge, Dokumente &#8211; und journalistische Reaktionen zum China-Workshop.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Sportnetzwerk/~4/uhGhxry0gLE" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>“Bring Tibet ins Spiel”</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Sportnetzwerk/~3/QXJnslZ5YU4/</link>
		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=63#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 23:59:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Schmidt und Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anna Momburg-Vanderpool, Boris Eichler, Berlin
Tibet-Initiative Deutschland e. V.: die Olympia-Kampagne &#8220;Bring Tibet ins Spiel&#8221;
Notizen zum Vortrag
Die Vertreter der Tibet Initiative Deutschland resümieren kurz die Geschichte Tibets seit der Besetzung Besetzung durch die chinesische Volksbefreiungsarmee 1950; seitdem wurde dem tibetischen Volk jegliche Form von Freiheit und Autonomie genommen. Durch die Zwangskollektivierung wurden die landwirtschaftlichen Traditionen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/01/tibet-workshop-11012008.jpg" alt="tibet-workshop-11012008.jpg" />Anna Momburg-Vanderpool, Boris Eichler, Berlin</p>
<p><strong>Tibet-Initiative Deutschland e. V.: die Olympia-Kampagne &#8220;Bring Tibet ins Spiel&#8221;</strong></p>
<p><small>Notizen zum Vortrag</small></p>
<p>Die Vertreter der Tibet Initiative Deutschland resümieren kurz die Geschichte Tibets seit der Besetzung Besetzung durch die chinesische Volksbefreiungsarmee 1950; seitdem wurde dem tibetischen Volk jegliche Form von Freiheit und Autonomie genommen. Durch die Zwangskollektivierung wurden die landwirtschaftlichen Traditionen der Tibeter ebenso zerrstört wie die überwiegende Mehrheit der Kulturgüter, etwa 1,2 Millionen Menschen (bei einer Gesamtbevölkerung von ca. 6 Mio) sind seit der Besetzung ums Leben gekommen. Aus chinesischer Sicht ist Tibet ein Teil Chinas.<span id="more-63"></span></p>
<p>Für die chinesische Regierung sind aus Sicht der Tibet Initiative die Olympischen Spiele Plattform für eine positive Außendarstellung, die China in der Weltöffentlichkeit als fortschrittlich, nicht zuletzt in Menschenrechtsfragen, darstellt. Ein Boykott der Olympischen Spiele wird nicht als Lösung angesehen. Die Olympia-Kampagne &#8216;Bring Tibet ins Spiel&#8217; unterstützt das Anliegen des Tibet Teams, in dem sich Exil-Tibeter zusammengeschlossen haben, um als eigenständiges Team bei den Olympischen Spielen unter tibetischer Flagge an den Start zu gehen. DOSB-Generalsekretär Michael Vesper hat eine Solidaritätsbekundung für diese Initiative abgelehnt und auch das Internationale Olympische Komitee hat den Antrag auf Aufnahme einer tibetischen Vertretung mit der Begründung abgelehnt, Tibet sei kein souveränder Staat. Am 10. Dezember, dem Tag der Absage durch das IOC, versammelten sich rund 100 Aktivisten der Initiative vor dem IOC-Sitz in Lausanne. Das Team Tibet plant unter anderem während des olympischen Fackellaufs verschiedene Protestaktionen und konzentriert sich dann, was die Olympischen Spiele betrifft, auf das Jahr 2012.</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/tibet-vortrag-workshop-11012008.pdf">Material zum Vortrag</a></li>
<li>Webseite der <a target="_blank" href="http://www.tibet-initiative.de">Tibet-Initiative</a></li>
</ul>
<blockquote><p><strong>Biografien der Referenten</strong></p>
<p><strong>Anna Momburg-Vanderpool<br />
</strong>Sie ist Aktions- und Kampagnen-Referentin der Tibet-Initiative; Boris Eichler Sprecher der Initiative. Die 1989 gegründete Tibet-Initiative unterhält enge Kontakte zu Schwester-Organisationen in aller Welt, zur Vertretung des XIV. Dalai Lama und der tibetischen Exilregierung in Dharamsala, Indien. Sie macht auf die verheerenden Folgen der seit 1949 anhaltenden Besetzung Tibets durch China für die Tibeter und ihre Kultur aufmerksam. Gemeinsam mit der von 150 Organisationen getragenen Kampagne „Bring Tibet ins Spiel“ setzt sie sich dafür ein, wie für Hong Kong oder Taiwan auch ein tibetisches Team unter der Flagge des Internationalen Olympischen Komitees für die Pekinger Spiele zuzulassen.</p>
<p><strong>Boris Eichler<br />
</strong>Er ist seit 2007 Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID). Während seines Studiums der Philosophie, Soziologie und Psychologie an der RWTH Aachen hat er sich mit buddhistischer Philosophie und tibetischer Kultur beschäftigt. Zuletzt hat er für ein Jahr im Umwelt- und Entwicklungsbüro der tibetischen Exilregierung im nordindischen Dharamsala gearbeitet.</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Falun Gong: Vom Volkssport zum Staatsfeind Nummer 1</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=59#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 23:58:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Schmidt und Jens Weinreich</dc:creator>
				<category><![CDATA[diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[konferenzen]]></category>
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		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://sportnetzwerk.eu/?p=59</guid>
		<description><![CDATA[Vortrag von Zhihong Zheng, Berlin, Juristin und Journalistin, für die buddhistische Kultivierungsschule Falun Gong
Falun Gong: Vom Volkssport zum Staatsfeind Nummer 1
Notizen zum Vortrag
Schon vor Etablierung des Hochleistungssports gab es in China sportliche Aktivitäten, die als Volkssport bezeichnet werden können, dazu gehört zum Beispiel das traditionelle Tai Chi oder das Chi Gong. Der Vortrag konzentriert sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/01/zheng-workshop-11012008.jpg" alt="zheng-workshop-11012008.jpg" />Vortrag von Zhihong Zheng, Berlin, Juristin und Journalistin, für die buddhistische Kultivierungsschule Falun Gong</p>
<p><strong>Falun Gong: Vom Volkssport zum Staatsfeind Nummer 1</strong></p>
<p><small>Notizen zum Vortrag</small></p>
<p>Schon vor Etablierung des Hochleistungssports gab es in China sportliche Aktivitäten, die als Volkssport bezeichnet werden können, dazu gehört zum Beispiel das traditionelle Tai Chi oder das Chi Gong. Der Vortrag konzentriert sich auf die Bewegung <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Falun_Gong">Falun Gong</a> und zwar sowohl auf den körperlich-sportlichen Aspekt als auch auf den politischen Aspekt, der seit des Verbots von Falun Gong im Jahre 1999 von zunehmender Bedeutung ist.<span id="more-59"></span></p>
<p>Im Falun Gong gibt es fünf verschiedene Übungen, davon vier im Stand und eine meditative Übung, sie werden in der Regel im Freien durchgeführt. Die verschiedenen traditionellen Übungen gehören zu der chinesischen sogenannten Kultivierungskultur, d. h. das Erlernen von Übungen, um den Körper zu reinigen und sich geistig zu vervollkommnen. Diese sogenannte Kultivierung basiert auf der Grundidee alter chinesischer Weisheiten, für die eine Reihe von Gottheiten durchaus von Relevanz sind. Tai Chi gehört eher zur taoistischen Richtung, Falun Gong hingegen zur buddhistischen Richtung. Chi Gong ist eine weitere Form der Körperübung, die sich in China in den neunziger Jahren großer Beliebtheit erfreute.</p>
<p>Zhihong Zheng erläutert die positiven Auswirkungen der Falun Gong Übungen auf die Gesundheit und Fitness der Menschen, wie sie durch eine chinesische Untersuchung belegt worden ist. Falun Gong wurde bis zu seinem Verbot im Juli 1999 zu einer der beliebtesten Volkssportarten, wobei die geistige Bildung immer als ein wichtiges Element betrachtet wurde. Zu der Frage, warum Falun Gong verfolgt wird: Falun Gong ist unabhängig von der strengen Organisationsstruktur der Kommunistischen Partei und ist daher kaum zu kontrollieren. Falun Gong gehört zu den absoluten Tabuthemen in China, auch deshalb gibt es in den westlichen Medien kaum Berichterstattung über die Falun Gong-Bewegung.</p>
<p><small>Notizen zur Diskussion</small></p>
<p>Benedikt Voigt (Tagesspiegel) weist im Anschluß an die Vorträge darauf hin, daß Zhihong Zheng und auch Lea Zhou für die Zeitung Epoch Times arbeiten &#8211; und diese als Sprachrohr der Falun Gong Bewegung zu verstehen sei. Er berichtet auch von einem Gerichtsurteil aus Dresden, demzufolge Falun Gong als sektenähnlich bezeichnet werden darf.</p>
<p>Zhihong Zheng betont in ihrer Replik, daß die Epoch Times eine unabhängige Zeitung ist, und interpretiert als Juristin das Urteil des Oberlandesgerichts Dresden anders und erklärt: &#8220;Der Streitpunkt des Urteils war nicht, ob Falun Gong eine Sekt oder sektenähnlich ist oder nicht, sondern ob die Aussage des Beklagten eine Meinung oder eine Tatsachenbehauptung ist. Das Gericht stellt schließlich eine Meinungsäußerung fest, und daher fällt diese Meinung unter die Meinungsfreiheit nach deutschem Gesetz. Der Beklagte darf also diese Meinung vertreten. Das Gericht hat aber nie festgestellt, dass Falun Gong als Sekte oder sektähnlichen bezeichnet werden darf.&#8221;</p>
<p>Evi Simeoni (FAZ) fragt bei Zhihong Zheng nach, woher denn ihrer Meinung nach die Anhänger der Falun Gong Bewegung die Kraft nehmen, trotz der dokumentierten brutalen Verfolgung, ihre Position weiter zu vertreten. Zheng hebt die geistigen Grundlagen der Bewegung hervor, Barmherzigkeit, Wahrhaftigkeit und Toleranz, und weist auch auf die Fehlkalkulation der Regierung, die bei Aussprache des Verbots verkündete, die Bewegung innerhalb von drei Monaten zu vernichten.</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/falun-gong-workshop-11012008.pdf">Material zum Vortrag</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Falun_Gong">Falun Gong-Eintrag</a> auf Wikipedia mit zahlreichen weiterführenden Quellen</li>
<li>Webseite von <a target="_blank" href="http://www.falungong.de">Falun Gong Deutschland</a></li>
<li>Webseite der <a target="_blank" href="http://www.epochtimes.de">Epoch Times</a></li>
</ul>
<blockquote><p><strong>Biografie von Zhihong Zheng</strong></p>
<p>Zhihong Zheng studierte von 1987 bis 1993 Geochemie und Informationswissenschaft an der Zhejiang Universität in Hangzhou und arbeitete dann als Dozentin an derselben Universität. Im September 1996 ging Zheng zum Studium nach Deutschland, wo sie 1998 an der Humboldt Universität Berlin ihren Magister im Gewerblichen Rechtsschutz ablegte. Seit 1999 leitet sie als Dozentin das Seminar „Fremdsprachiges Rechtsstudium – chinesisches Recht“ an der Juristischen Fakultät der Humboldt Universität. Seit 2005 Redakteurin der Chinaredaktion bei der Wochenzeitung „Epoch Times Deutschland“, seit 2007 Mitglied der Chefredaktion.</p></blockquote>
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		<title>Chinesische Freie Kulturbewegung</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 15:48:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Schmidt und Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vortrag von Xuewen Huan, Totalitarismusforscherin, Essen
Chinesische Freie Kulturbewegung: Arbeit für die Renaissance der Kultur
Notizen zum Vortrag
Xuewen Huan berichtet von der 2006 in Sydney begründeten Chinesischen Freien Kulturbewegung. Sie ist in China verboten und erst angesichts der fortwährenden politischen Unterdrückung in China im Exil entstanden. Mehrere Künstler, Dichter und Maler wurden wegen der Verbreitung von Informationen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/01/huan-workshop-11012008.jpg" alt="huan-workshop-11012008.jpg" />Vortrag von Xuewen Huan, Totalitarismusforscherin, Essen</p>
<p><strong>Chinesische Freie Kulturbewegung: Arbeit für die Renaissance der Kultur</strong></p>
<p><small>Notizen zum Vortrag</small></p>
<p>Xuewen Huan berichtet von der 2006 in Sydney begründeten Chinesischen Freien Kulturbewegung. Sie ist in China verboten und erst angesichts der fortwährenden politischen Unterdrückung in China im Exil entstanden. Mehrere Künstler, Dichter und Maler wurden wegen der Verbreitung von Informationen über die &#8216;Chinesische Freie Kulturbewegung&#8217; in China festgenommen und wegen staatsfeindlicher Äußerungen angeklagt. Sie vertraten außerdem das Recht auf Glaubensfreiheit für die Anhänger der Falun Gong Bewegung.<span id="more-61"></span></p>
<p>Xuewen Huan dokumentiert eine Reihe von festgenommenen Aktivisten der Chinesischen Freien Kulturbewegung und ordnet das Vorgehen der chinesischen Führung auf der Folie der offiziellen Menschenrechtsdiplomatie ein. Mit Blick auf die Olympischen Spiele in diesem Jahr, die bereits im Jahr 2001 an China vergeben wurde, weist Xuewen Huan darauf hin, daß Menschenrechtsverletzungen besonders in den vergangenen Jahren begangen worden sind, so zum Beispiel die Zwangsumsiedlung von vielen Menschen im Zusammenhang mit der Errichtung von glänzenden Sportstätten. Offen bleibt, wer von den Olympischen Spielen profitiert und wer die Gewinne letztlich für sich verbucht, nach Einschätzung von Xuewen Huan wird es die chinesische Regierung sein.</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/huan-vortrag-workshop-11012008">Material zum Vortrag</a></li>
<li>Webseite der <a target="_blank" href="http://www.fireofliberty.org">Freien Kulturbewegung</a></li>
</ul>
<blockquote><p><strong>Biografie von Xuewen Huan</strong></p>
<p>Xuewen Huan stammt aus Peking und wurde 1968 während der Kulturrevolution zur Umerziehung aufs Land geschickt – was das Ende der Schulausbildung bedeutete. 1973 Rückkehr nach Peking und fünf Jahre lang Fabrikarbeiterin. Nach der Kulturrevolution studierte Huan an der Peking-Universität Philosophie (ab 1979), ab 1983 in Regensburg. 1992 Entzug des chinesischen Passes wegen Engagements für Bürger- und Menschenrechte in China. Huan arbeitet hauptberuflich für in der Verwaltung eines Computerunternehmens in Neuss; sie schreibt für Zeitungen in Hong Kong und den USA und ist Gründungsmitglied des unabhängigen chinesischen PEN-Zentrums.<br />
Die Chinesische Freie Kulturbewegung wurde 2006 gegründet; sie wird von rund 500 Intellektuellen unterstützt.</p></blockquote>
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		<title>Dissidenten der 89er Studentenbewegung</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 15:33:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Schmidt und Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vortrag von Dr. Yuejun Qian, Chefredakteur der Chinese European Post, Frankfurt am Main
Dissidenten der 89er Studentenbewegung: sozialer Unfrieden und die Ursachen
Notizen zum Vortrag
Zheng stellt die kulturellen Grundlagen der chinesischen Gesellschaft vor: Die verbreitete Lebensphilosophie basiert nicht auf einem ausgeprägten Religionsbekenntnis, sie fußt auf Traditionen des Konfuzianismus, de Taoismus und des Buddhismus. Eng verknüpft hiermit ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/01/qian-workshop-11012008.jpg" alt="qian-workshop-11012008.jpg" />Vortrag von Dr. Yuejun Qian, Chefredakteur der Chinese European Post, Frankfurt am Main</p>
<p><strong>Dissidenten der 89er Studentenbewegung: sozialer Unfrieden und die Ursachen</strong></p>
<p><small>Notizen zum Vortrag</small></p>
<p>Zheng stellt die kulturellen Grundlagen der chinesischen Gesellschaft vor: Die verbreitete Lebensphilosophie basiert nicht auf einem ausgeprägten Religionsbekenntnis, sie fußt auf Traditionen des Konfuzianismus, de Taoismus und des Buddhismus. Eng verknüpft hiermit ist das Verfolgen eigener Interessen, das harte, fließige Arbeiten mit dem Ziel, eine eigene Karriere zu verwirklichen ist typisch für das chinesische Denken.<span id="more-57"></span></p>
<p>Die chinesische Oberschicht hat sich kaum gewandelt, der Glaube und das Streben nach ökonomischem Erfolg bestimmt allerdings das Handeln aller Schichten. Zheng vertritt vehement, daß das gesamte Land im Grunde nur ans Geldverdienen denkt, von der Putzfrau, die den aktuellen Dollarkurs kennt bis hin zum Universitätsprofessor, der an internationalen Kooperationen interessiert ist, die sich zu Handelnsabkommen entwickeln und ihm finanziellen Nutzen bringen.</p>
<p>In China gibt es heute keine moralische Sozialnorm, die für die Bevölkerung Gültigkeit besäße, es gibt keine Religion und daher keine moralisch definierte Handlungsnorm. Zu den Folgen der kommunistischen Herrschaft gehört, daß die Diktatur auch die Wirtschaft dominiert. Aus dem Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft entsteht soziale Ungerechtigkeit: Gewinner der Reform sind Nutznießer von Bündnissen der Politik mit der Wirtschaft, wobei es hier vor allem um persönliche Beziehungen geht und Bestechung und Korruption eine bedeutende Rolle spielen. Verlierer dieser Reformen sind die normalen Bürger: die Arbeitslosigkeit unter den Massen von Arbeitern steigt, die Bauern müssen immer teurere Nebenkosten und Steuern tragen und verlieren häufig ihre Ackerflächen. Andere wichtige Aspekte sind der fehlende Schutz der Wohnung, das Gesundheitssystem, die Umweltverschmutzung sowie die Schulbildung und die Kinderarbeit. Ergebnis der Reformen ist eine enorme Polarisierung der Gesellschaft: So haben 51 Menschen in China über 300 Millionen Euro Vermögen und über 200 Millionen Menschen haben weniger als einen US-Dollar pro Tag (Zahlen von 2006).</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/qian-vortrag-workshop-11012008.pdf">Material zum Vortrag</a></li>
<li>Webseite von <a href="http://www.chinesen.de">Yuejun Qian</a></li>
</ul>
<blockquote><p><strong>Biografie von Dr. Yuejun Qian</strong></p>
<p>Yuejun Qian stammt aus Shanghai. Nach Maschinenbaustudium und zwei Jahren als Assistent an der Tongji-Universität Shanghai (bis 1983) promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum zum Dr.-Ing. (1992), arbeitete dann als Physiker und Entwicklungsingenieur bei der Black &amp; Decker GmbH und ist seit 1998 hauptberuflich Entwicklungsingenieur bei Continental Teves in Frankfurt /M. Nebenberuflich gründete er 1987 die Zeitschrift „LaiYinTongXin“ mit, der er seit 2001 als Geschäftsführender Redakteur vorsteht. 1989 gründete er die „Zeitung der Chinesischen Studenten und Wissenschaftler in Deutschland“, die heutige „Chinese European Post“, die er seit 2004 als Geschäftsführender Chefredakteur leitet. Qian ist seit 2004 Vorsitzender der Gesellschaft der Chinesischen Studenten und Wissenschaftler in Deutschland e.V. Außerdem Tätigkeit als Seminarleiter und Referent für Schulungen chinesischer Reiseführer in Europa und in Hessen. Aktiv in Menschenrechtsfragen seit 1989, Schwerpunkte: soziale Probleme und Arbeitsrecht in China. Veröffentlichungen u.a.: Buchserie „Tour Guide in Europa“ (publiziert in Peking); zahlreiche Artikel in chinesischen Medien in Deutschland und in China.</p></blockquote>
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		<title>Allianz für ein demokratisches China</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=55#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 15:24:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Schmidt und Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vortrag von Liangyong Fei, Nürnberg
Allianz für ein demokratisches China: die Chance für demokratische Reformen
Notizen zum Vortrag
Liangyong Fei nennt die Eckdaten der (positiven) chinesischen Wirtschaftsentwicklung und weist darauf hin, daß einem chinesischen Sprichwort zufolge, eine schöne Seite die restlichen 100 hässlichen Seiten verdeckt. Dazu gehören die komplette Kontrolle der Kommunistischen Partei, die enorme Koruption, das Finanzdefizit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/01/fei-workshop-11012008.jpg" alt="fei-workshop-11012008.jpg" />Vortrag von Liangyong Fei, Nürnberg</p>
<p><strong>Allianz für ein demokratisches China: die Chance für demokratische Reformen</strong></p>
<p><small>Notizen zum Vortrag</small></p>
<p>Liangyong Fei nennt die Eckdaten der (positiven) chinesischen Wirtschaftsentwicklung und weist darauf hin, daß einem chinesischen Sprichwort zufolge, eine schöne Seite die restlichen 100 hässlichen Seiten verdeckt. Dazu gehören die komplette Kontrolle der Kommunistischen Partei, die enorme Koruption, das Finanzdefizit von 9000 Billionen chinesischen Yuan oder auch die ökologische Krise.<span id="more-55"></span></p>
<p>Zwar wurde die Parteiführung durch Druck in In- und Ausland mittlerweile gezwungen, die Garantie der Menschenrechte in die Verfassung aufzunehmen, doch die Situation der Menschenrechte in China hat sich weiter verschlechtert. Liangyong Fei fordert im Namen der &#8220;Federation for a Democratic China&#8221; (FDC) die KP Chinas zu demokratischen Reformen auf, darunter zum Beispiel: die Verbesserung der Menschenrechtssituation, wie sie vor der Vergabe der Olympischen Spiele nach Peking versprochen worden war, die Abschafftung der Internetzensur, die Durchsetzung der Internationalen Menschenrechtskonvention und die Revision der &#8216;Vier grundlegenden Prinzipien&#8217; der Verfassung.</p>
<ul>
<li>Material zum Vortrag</li>
<li>Webseite der <a target="_blank" href="http://www.fdc64.de">FDC</a></li>
</ul>
<blockquote><p>Biografie von Liangyong Fei</p>
<p>Liangyong Fei kommt aus Chongqiong in der südöstlichen Provinz Sichuan. Er studierte Kernreaktortechnik an der Qinghua Universität und arbeitete dann an einem Forschungszentrum für Reaktortechnik in China. Im November 1987 wurde er zum Aufbaustudium nach Deutschland geschickt. 1991 beendete er seine Doktorarbeit an der TU München, konnte aber nicht wie geplant zurück nach China zur Dissertationsverteidigung, weil er Demonstrationen gegen das Tiananmen-Massaker organisierte und die chinesische Regierung seinen Pass annullierte. In Deutschland arbeitete er als Wissenschaftler und Ingenieur an der TU München, für die Gesellschaft für Reaktorsicherheit und ein Ingenieur-Büro. Seit einigen Jahren ist Fei selbständig als Entwickler administrativer Programme für kleine Unternehmen tätig.<br />
Fei war Vorstandsmitglied des Vereins der Chinesischen Studenten und Wissenschaftler in Deutschland, Vorsitzender der Föderation für ein Demokratisches China (Zweigstelle Deutschland) und Mitglied des Vorstands und Aufsichtsrates des Hauptquartiers der FDC, dessen Vorsitzender er seit 2003 ist. Seit 2006 ist er zudem Vorstandsvorsitzender des Forum for a Democratic China and Asia. Die FDC wurde am 22. September 1989 nach dem Tiananmen-Massaker in Paris von Chinesen gegründet, die sich den Repressalien der KP durch Exil entziehen konnten. Sie hat eine Sektion in China und Mitglieder in zahlreichen Ländern. Die FDC steht u.a. für die Abschaffung der Einparteien-Diktatur und der Aufbau des demokratischen Systems und organisiert jährlich eine internationale Konferenz für globale Unterstützung der Demokratisierung in China und Asien – 2008 in Tokio.</p></blockquote>
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		<title>One in a billion</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 14:49:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Schmidt und Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vortrag von Kai Chen, Basketballer und Buchautor, Los Angeles
One in a billion: vom Nationalteam zum Olympic Freedom-T-Shirt-Movement
Notizen zum Vortrag
Kai Chen berichtet, wie überall in der Welt, wo er auftritt, in den USA, in Kanada, in Europa, die Menschen über die Ereignisse auf dem Tiananmen-Platz 1989 informiert sind, nur in China selbst nicht. Er berichtet, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/01/kai-chen-workshop-11012008.jpg" alt="kai-chen-workshop-11012008.jpg" />Vortrag von Kai Chen, Basketballer und Buchautor, Los Angeles</p>
<p><strong>One in a billion: vom Nationalteam zum Olympic Freedom-T-Shirt-Movement</strong></p>
<p><small>Notizen zum Vortrag</small></p>
<p>Kai Chen berichtet, wie überall in der Welt, wo er auftritt, in den USA, in Kanada, in Europa, die Menschen über die Ereignisse auf dem Tiananmen-Platz 1989 informiert sind, nur in China selbst nicht. Er berichtet, wie er in Los Angeles erfuhr, daß die Berliner Mauer gefallen war und was das für ihn bedeutete, was es für Menschen bedeutet, die selber ein tyrannisches System kennengelernt haben. Seine Biographie &#8216;One in a billion&#8217;, die in China nicht veröffentlicht werden darf, aber in den USA erschienen ist, basiert auf seinen Notizen und Tagebucheinträgen. Sie dokumentieren das Leben eines chinesischen Hochleistungssportlers und seine Versuche, sich innerhalb des Systems für Freiheit zu engagieren.<span id="more-53"></span></p>
<p>Auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Basketballer entschied er, seine Leidenschaft und sein Können nicht länger für eine Sache herzugeben, die ihm letztlich seiner Freiheit beraubt. Er berichtet von seinem politikwissenschaftlichen Studium, das er 1986 in den USA abschloß und davon, daß er nach 1989 China endgültig verließ. Er ist, so seine Formulierung, weiterhin auf der Suche nach Freiheit. Er hofft, daß die Symbole der despotischen Herrschaft in China – vor allem die Porträts von Mao – aus Peking eines Tages verschwinden.</p>
<p>Wer auch immer in diesem Sommer auf dem Tiananmen-Platz steht, sollte sich an das erinnern, was die Studenten 1989 dort erlebt haben. Wer auch immer nach China geht, um von dort zu berichten: Versucht, die Wahrheit rauszufinden! Hört den Leuten dort zu! Abschließend rät Kai Chen: Wenn um Dich herum nur Dunkelheit ist, dann sei Du die Taschenlampe, die das Licht der Freiheit hochhält!</p>
<p><small>Notizen zur Diskussion</small></p>
<p>Auf Nachfrage zum Interesse Chinas am Sport berichtet Kai Chen, daß es zu seiner aktiven Zeit keineswegs ausschließlich um olympische Medaillen gegangen sei, aber immer primär darum, daß politische System zu stabilisieren, also die Partei zu stärken. Abschließend formuliert er, daß, so lange ein kriminelles System in China herrscht, so lange wird sich nichts ändern.</p>
<ul>
<li>Webseite von <a target="_blank" href="http://www.freewebs.com/oneinabillion">Kai Chen</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://81.169.132.12/jx/20080112-OlympicFreedomRun-ChenKai/content/index.html">Fotos vom Olympic Freedom Run</a> mit Kai Chen am 12. Januar 2008 in Berlin</li>
<li><a target="_blank" href="http://www.epochtimes.de/articles/2008/01/17/225464.html">Interview mit Kai Chen</a> in der Epoch Times vom 17. Januar 2008</li>
</ul>
<blockquote><p><strong>Biografie von Kai Chen</strong></p>
<p>Kai Chen stammt aus Peking und wuchs in der nordwestlichen Provinz Jilin auf dem Land auf – dorthin waren seine Eltern während der Kulturrevolution verbannt worden. Als Angehöriger der Volksbefreiungsarmee spielte er für Basketballteams verschiedener Provinz-Armeeclubs (Guangzhou, Jilin, Shenyang), die mehrfach die Nationalspiele gewannen, und zwischen 1973 und 1979 für die chinesische A-Nationalmannschaft als Forward. Nach dem Boykott der Spiele in Los Angeles beendete Chen seine Sportkarriere. Es folgte ein Sportstudium am Pekinger Institute of Physical Culture. 1981 ging Chen in die USA, studierte am Santa Monica College in Kalifornien Politikwissenschaften. 1989, nachdem er Augenzeuge der Niederschlagung der Tiananmen-Proteste geworden war, verließ er China endgültig und nahm die amerikanische Staatsbürgerschaft an. 2007 erschien seine Autobiografie &#8220;<a target="_blank" href="http://www.freewebs.com/oneinabillion">One in a billion – journey toward freedom</a>. The story of a pro-basketball player in China&#8221;. Im Sommer gründete er Olympic Freedom T-Shirt Movement: &#8220;In wearing our &#8216;Olympic Freedom T-shirt&#8217; you are expressing your support for the freedom-loving people in China and in the world.&#8221;</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Masterplan fürs Heimspiel: Chinas Sportsystem vor Olympia</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Sportnetzwerk/~3/vcRGLi8FW0M/</link>
		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=51#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 14:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Schmidt und Jens Weinreich</dc:creator>
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		<category><![CDATA[olympia]]></category>
		<category><![CDATA[peking 2008]]></category>

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		<description><![CDATA[aktualisiert am 25.01.2008
Vortrag von Prof. Dr. Helmut Digel,
Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen; Councilmitglied des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF
Masterplan fürs Heimspiel: Chinas Sportsystem vor Olympia
Notizen zum Vortrag
Grundsäzliches Problem der meisten Journalisten, die in Peking vor Ort sein werden, ist, daß sie sich auf die Informationen und vor allem auf die Übersetzungen, die ihnen zur Verfügung gestellt werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/01/digel-workshop-11012008.jpg" alt="digel-workshop-11012008.jpg" /><small>aktualisiert am 25.01.2008</small></p>
<p>Vortrag von Prof. Dr. Helmut Digel,<br />
Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen; Councilmitglied des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF</p>
<p><strong>Masterplan fürs Heimspiel: Chinas Sportsystem vor Olympia</strong></p>
<p><small>Notizen zum Vortrag</small></p>
<p>Grundsäzliches Problem der meisten Journalisten, die in Peking vor Ort sein werden, ist, daß sie sich auf die Informationen und vor allem auf die Übersetzungen, die ihnen zur Verfügung gestellt werden, verlassen müssen. Aus eigener Erfahrung berichtet H. Digel, wie er im Verlauf verschiedener Reisen nach China, das Land und seinen Sport einerseits immer besser kennengelernt hat und sich andererseits auch immer neue Fragen ergeben.</p>
<p>Digel stellt die Entwicklung des chinesischen Sports in vier Phasen vor:</p>
<ul>
<li>1949-1956: Die olympische Zwei-China-Problematik</li>
<li>1957-1970: China in der olympischen Isolation</li>
<li>1971-1988: Chinas Rückkehr in die olympische Gemeinschaft</li>
<li>1989-2008: Die Olympischen Spiele auf dem Weg nach China</li>
</ul>
<p><span id="more-51"></span>Der Breitensport in China ist nach wie vor ein Problem: Eine neuere Untersuchung der Sportuniversität Peking konstatiert, daß ca. 65 Prozent der chinesischen Bevölkerung sportlich nicht aktiv sind. Der Hochleistungssport hingegen wird, wie in Einparteiensystemen üblich, als repräsentatives Moment der Selbst- und Außendarstellung genutzt. Von 1984 bis 2004 hat China bei Olympischen Spiele seine Medaillenausbeute kontinuierlich gesteigert, mit zuletzt (2004) 32 Gold-, 17 Silber- und 14 Bronzemedaillen. Auch die Anzahl chinesischer Teilnehmer stieg kontinuierlich an, auf über 400 Teilnehmer in Athen 2004. Aktuelle Hochrechnungen weisen darauf hin, daß China bei den Spielen im eigenen Lande auf Platz eins oder zwei der Nationenwertung landen wird.</p>
<p>Bei den ebenfalls im Vierjahresrhythmus ausgetragenen Nationalen Spielen nahmen 2005 knapp 10 000 Sportler teil. Die chinesische Talentauswahl folgt dem sogenannten Pyramidenmodell. Der chinesische Sport ist ein parteigesteuerter Sport: die Generalverwaltung für Sport und das Chinesische Olympische Komitee ist der Zentralregierung unterstellt, die Strukturen gleichen sich in Provinzen, Städten und Kreisen. Die 23 sogenannten Sportverwaltungszentrum sind nach Sportarten gegliedert, eine Reihe von Verbänden profitieren zunehmend von Sponsoren und kommerziellen Investoren, so im Tischtennis oder im Badminton.</p>
<p>Für die Spiele 2008 erwartet das IOC einen finanziellen Rekordüberschuß, das chinesische Organisationskomitee schätzt die Zahlen geringer ein.</p>
<p><small>Notizen zur Diskussion</small></p>
<p>Auf die Frage nach den von westlichen Journalisten häufig kritisierten Trainingsbedingungen, die im chinesischen Hochleistungssports herrschen, urteilt Digel, hier werde sehr einseitig berichtet. So ist zum Beispiel mit Blick auf die häufig beschriebene Kinderarbeit in chinesischen Trainingszentren durchaus zu beachten, daß das Konzept von Kindheit ein kulturell definiertes und auch in Europa kulturell gewachsenes Konzept ist. Wenn man die chinesischen Trainingsmaßnahmen kritisiert, dann muß man – so Digel – auch betrachten, wie die Leistungen bei uns und zum Beispiel in den USA zustande kommen. Es gilt die Bedingungen des modernen Hochleistungssports im Allgemeinen zu kennen, um die konkreten Bedingungen in China beurteilen zu können.</p>
<p>Digel berichtet zudem von der jungen chinesischen Generation, wie er sie als Studierende an der Universität Tübingen kennenlernt: Seiner Erfahrung nach wissen diese junge Menschen sehr wenig über das eigene Land, sie hat so gut wie keine historische Bildung, weshalb auch die Athleten, deren Leben hauptsächlich in den Trainingszentren stattfindet, häufig mit den Fragen der Presse überfordert sind.</p>
<p>[youtube cqBtEbWTgtQ nolink]</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/vortrag-helmut-digel-sportsystem-china-21082008.pdf">Material zum Vortrag</a></li>
<li>Webseite des <a target="_blank" href="http://medien2.ifs.sozialwissenschaften.uni-tuebingen.de/ifs/mitarbeiter/digel">Institutes für Sportwissenschaft der Uni Tübingen</a></li>
<li>Webseite des <a target="_blank" href="http://www.sport-in-china.de">China-Journals</a></li>
<li>Webseite des <a target="_blank" href="http://www.iaaf.org">Leichathletik-Weltverbandes</a></li>
</ul>
<blockquote><p><strong>Biografie von Helmut Digel</strong></p>
<p>Helmut Digel promovierte nach dem Studium in Tübingen (Germanistik, Sport, Erziehungswissenschaften) 1975 zum Thema „Sprache und Sprechen im Sport“ und habilitierte sich 1979. Seit 1985 Professor für Soziologie und Sportwissenschaft an der TH Darmstadt übernahm er 1999 eine Sportprofessur an der Universität Tübingen und wurde zum Direktor des Instituts für Sportwissenschaften berufen. Der ehemalige Spitzenhandballer und Handballtrainer begleitet seit 1978 Funktionen im deutschen Sport, wurde auf dem DLV-Verbandstag 1993 zum Präsidenten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes gewählt und ist, seit er 2001 nicht zur Wiederwahl antrat, dessen Ehrenpräsident. Seit 1995 ist Digel Mitglied des IAAF-Council, zwischen 2001-2007 auch als Vizepräsident der IAAF.</p>
<p>Zahlreiche Veröffentlichungen, u. a. &#8220;Sport und Sportberichterstattung&#8221; (1983); &#8220;Doping im Sport&#8221; (2002) mit H.H. Dickhuth; &#8220;Hochleistungssport im internationalen Vergleich&#8221; (2004) mit Verena Burk; Herausgeber des online-Journals <a target="_blank" href="http://www.sport-in-china.de">&#8220;Sport in China&#8221;</a></p></blockquote>
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		<title>Der Staat der ehrenwerten Familie</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 12:13:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Schmidt und Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vortrag von Dr. Jörg-Meinhard Rudolph, Geschäftsführer des Ostasieninstituts der Fachhochschule für Wirtschaft, Ludwigshafen
Der Staat der ehrenwerten Familie: kommunistische Herrschaft chinesischer Prägung
Notizen zum Vortrag
Ausgangspunkt: In China wird gemacht, was die Chinesen wollen. Erläuterung der neunköpfigen KP-Führung (Ständiger Ausschuß des Politbüros des Zentralkomitees der KP Chinas) von Hu Jintao, Parteichef, Staatspräsident und Oberbefehlshaber der chinesischen Armee, über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/01/rudolph-workshop-11012008.jpg" alt="rudolph-workshop-11012008.jpg" />Vortrag von Dr. Jörg-Meinhard Rudolph, Geschäftsführer des Ostasieninstituts der Fachhochschule für Wirtschaft, Ludwigshafen</p>
<p><strong>Der Staat der ehrenwerten Familie: kommunistische Herrschaft chinesischer Prägung</strong></p>
<p><small>Notizen zum Vortrag</small></p>
<p>Ausgangspunkt: In China wird gemacht, was die Chinesen wollen. Erläuterung der neunköpfigen KP-Führung (Ständiger Ausschuß des Politbüros des Zentralkomitees der KP Chinas) von Hu Jintao, Parteichef, Staatspräsident und Oberbefehlshaber der chinesischen Armee, über Wen Jiabao, Regierungschef, bis Li Changchun, zuständig für Ideologie und Propaganda. Die Kommunistische Partei Chinas ist eine Kaderpartei und ein Geheimbund, es herrscht das Prinzip Befehl und Gehorsam. Sie beherrscht den Staat und die Wirtschaft vollständig, die 1.3 Milliarden Chinesen sind ohne politische Rechte, unabhängig davon, was in der Verfassung festgeschrieben ist.</p>
<p><span id="more-47"></span>Das System der Medienzensur: Kopf desselben ist der Staatsrat der VR China (der Bundesregierung entsprechendes Organ), dem unterstellt sind etliche Organe, z.B. das Staatliche Hauptamt für Presse und Verlage, für Rundfunk, Film und Fernsehen oder das Ministerium für Kultur, das sich um die &#8216;Reinheit&#8217; der chinesischen Kultur bemüht.<br />
Rudolph berichtet über etliche Korruptionsvorfälle der letzten Jahre, über die rund 3200 chinesischen Multimillionäre, die mehrheitlich (zu 91 Prozent) Kinder von hochrangigen Funktionären der KP sind und über den 72. Rang Chinas im Korruptionsindex von Transparency International.</p>
<p>Man kann sagen, daß gesamte Land gehört der neunköpfigen KP-Führung, die Provinz gehört dem Provinz-Parteisekretär, die Stadt dem Stadt-Parteisekretär, das Amt dem Amts-Parteisekretär, es gibt keine öffentliche Opposition.</p>
<p>Zur Vorbereitung auf eine Reise nach China empfiehlt Rudolph die Fernsehserie &#8216;Sopranos&#8217; oder Roberto Savianos Buch über die napoletanischen Zustände: &#8216;Gomorrha&#8217;.</p>
<p><small>Diskussion</small></p>
<p>Rudolph erläutert, wie sehr seiner Meinung nach das heutige China-Bild davon abhängt, mit welcher Idee von China man groß geworden ist. Zweifellos hat sich in den vergangenen zehn Jahren in China enorm viel verändert, heute gibt es Keime von Zivilgesellschaft – das ist mit Blick auf die chinesische Entwicklung enorm viel, aber mit Blick auf die Zivilgesellschaft in anderen Ländern natürlich sehr wenig. Es gibt tatsächlich immer mehr mutige Leute in China, die den Druck erhöhen und ohne die es die bemerkbaren Fortschritte nicht gegeben hätte.<br />
Auf die Frage, wie sehr unser Bild von China die KP-Führung interessiert, vermutet Rudolph, daß man sich gegen die Ausländer zusammenschließen könnte, wenn es zum Beispiel bei den Olympischen Spielen zu Demonstrationen kommt. Wenn ich mir vorstelle, daß am 8. August zur Eröffnung der Spiele Ausländer für ein &#8216;Freies Tibet&#8217; demonstrieren, dann kann es durchaus sein, daß man sich in China gegen &#8216;die Ausländer&#8217; zusammenschließt.</p>
<p>Michael Reinsch (FAZ) erkundigt sich über die Vorbereitung zum Beispiel der chinesischen Funktionäre und Sportler im Sinne einer rhetorischen und ideologischen Schulung – J.-M. Rudolph ist sicher, daß die Funktionäre geschult werden, die Sportler seiner Einschätzung nach eher nicht.</p>
<p>Inwieweit deutsche Unternehmen in China positiv auf die Entwicklungen einer Zivilgesellschaft Einfluß nehmen könnten bzw. dies tun, ist vor dem Hintergrund ihrer Interessen eine schwierige Frage, da der Erfolg wirtschaftlicher Investitionen in China in erster Linie davon abhängt, wie gut die Beziehungen und d.h. natürlich die Beziehungen zur Partei sind.</p>
<p>Wie es um den Informantenschutz in China steht, fragt Hajo Seppelt: Dr. Rudolph stimmt in dieser Frage Lea Zhou zu, die darauf hingewiesen hatte, daß es dann, wenn es um &#8216;Staatsgeheimnisse&#8217; geht, sehr schnell sehr gefährlich für den chinesischen Informanten werden kann. Rudolph empfiehlt, mit den chinesischen Kollegen Kontakt aufzunehmen.</p>
<ul>
<li>Materialien zum Vortrag</li>
<li>Biografie von <a target="_blank" href="http://www.sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/bio-rudolph-11012008.pdf">Jörg-Meinhard Rudolph</a></li>
<li>Webseite des China-Dienstes <a target="_blank" href="http://www.xiucai.oai.de">Sju Tsai</a></li>
<li>Webseite des <a target="_blank" href="http://www.oai.de">Ostasieninstituts</a></li>
</ul>
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		<title>Medienzensur und ihre Grenzen</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jan 2008 12:06:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Schmidt und Jens Weinreich</dc:creator>
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		<description><![CDATA[aktualisiert am 25.01.2008
Vortrag von Lea Zhou, Chefredakteurin Epoch Times, Berlin
Medienzenzur und ihre Grenzen
Notizen zum Vortrag
Chinesisches Sprichwort: Der Strom kann das Boot tragen, er kann es aber auch zum Umkippen bringen.
Neue Regelung für Journalisten, gültig seit dem 1. Januar 2007: Für ausländische Journalisten wird zugesagt, mit jeder Organisation und jedem Menschen zu sprechen, ohne dazu eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2008/01/lea-zhou-workshop-11012008.jpg" alt="lea-zhou-workshop-11012008.jpg" /><small>aktualisiert am 25.01.2008</small></p>
<p>Vortrag von Lea Zhou, Chefredakteurin Epoch Times, Berlin</p>
<p><strong>Medienzenzur und ihre Grenzen</strong></p>
<p><small>Notizen zum Vortrag</small></p>
<p>Chinesisches Sprichwort: Der Strom kann das Boot tragen, er kann es aber auch zum Umkippen bringen.</p>
<p>Neue Regelung für Journalisten, gültig seit dem 1. Januar 2007: Für ausländische Journalisten wird zugesagt, mit jeder Organisation und jedem Menschen zu sprechen, ohne dazu eine Genehmigung einholen zu müsen. Tatsächlich können sich Journalisten freier bewegen, gleichwohl zählte der Verein Ausländischer Journalisten über 180 Behinderungen im vergangenen Jahr. Journalisten, die nach China reisen, sollten auf Überraschungen vorbereitet sein! Wichtig ist es zum Beispiel, immer seinen Paß dabei zu haben, da es eine beliebte Methode ist, vor laufenden Kameras Paßkontrollen zu machen. Bei telephonischen Absprachen mit eventuellen Interviewpartnern, die aus staatlicher Sicht zu den &#8216;very important troublemakers&#8217; gehören, muß damit gerechnet werden, daß der Staat die Telephone überwacht und das Zustandekommen von Interviews verhindert. Journalisten sollten hier einfallsreicher sein!<span id="more-49"></span></p>
<p>Sehr wichtig ist es, bestimmte Regelungen zu kennen: Regelungen werden in China immer im Doppelpack gemacht: für die Außendarstellung und für den internen Gebrauch, letztere ist meist dazu da, die tatsächliche Umsetzung der ersteren zu verhindern. Wenn man in China ankommt, fällt auf, wie offen die Taxifahrer über die Kader schimpfen und man könnte glatt meinen, China sei viel offener geworden. Offener geworden ist es in der Tat, aber man sollte nicht glauben, daß es hier Meinungsfreiheit gibt. Viele, die sich auch vor ausländischen Journalisten offen äußern, erhalten kurz darauf einen Besuch der Polizei, der meist mit Hausarrest oder Gefängnisstrafen endet.</p>
<p>Im Vergleich mit ausländischen Journalisten haben es chinesische Journalisten noch sehr viel schwerer, wobei die Strategien der chinesischen Polizei immer subtiler werden. Viele Geschichten, die dokumentieren, wie der chinesische Staat die Arbeit der einheimischen Journalisten be- und verhindert, finden sich mittlerweile in Blogs. Die Internet-Zensur, die in China das &#8216;Goldene Schutzschild&#8217; heißt, funktioniert allerdings hervorragend: Informationen werden gesammelt, gefiltert und Webseiten gesperrt. Wir nennen es die &#8216;chinesische Berliner Mauer&#8217;, da die eigenen Leute von Informationen abgeschirmt werden und nicht, wie in der offiziellen Darstellung, die Chinesen vor gefährlichen Informationen geschützt werden.</p>
<p>Lea Zhou glaubt nicht, daß die Olympischen Spiele dazu dienen werden, die Pressefreiheit in China zu fördern, ganz im Gegenteil in den vergangenen Monaten sind mehr Kritiker des Systems belangt worden. Die &#8216;Epoch Times Europe&#8217; ist in China verboten, weshalb es besonders wichtig ist, die Internetblockaden zu umgehen, um auch in China die dort verbotenen Organe einsehen zu können.</p>
<p>[youtube 68M-NMjDZuE nolink]</p>
<ul>
<li>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt" class="MsoNormal">Webseite der <a target="_blank" href="http://www.epochtimes.com">Epoch Times</a></p>
</li>
<li>deutsche Ausgabe der <a target="_blank" href="http://www.epochtimes.de">Epoch Times</a></li>
<li>Webseite der <a target="_blank" href="http://www.epochweek.com">New Epoch Weekly</a></li>
</ul>
<blockquote><p><strong>Biografie von Lea Zhou</strong></p>
<p>Lea Zhou kommt aus Peking. Sie studierte Germanistik an der Peking-Universität und ging kurz nach dem Tiananmen-Massaker 1989 zum Studieren nach Deutschland. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst in der Wirtschaft. Seit 2001 ist Zhou Chefredakteurin für die europäische Ausgabe der chinesischen Zeitung The Epoch Times, einer internationalen Zeitungsgruppe mit Printausgaben in zehn Sprachen und Online-Ausgaben in 18 Sprachen. Die chinesische Ausgabe ist die größte regierungsunabhängige chinesischsprachige Zeitung im Ausland. Lea Zhou ist zudem stellvertretende Chefredakteurin der überwiegend in Hong Kong und Taiwan erscheinenden New Epoch Weekly und arbeitet als freie Journalistin für die Deutsche Welle.</p></blockquote>
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		<title>China-Workshop: Anmeldung weiter möglich</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Dec 2007 00:10:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Anmeldefrist für den China-Workshop am 11. Januar 2008, die wir ursprünglich bis 20. Dezember festgelegt hatten, wird verlängert. Uns steht im Berliner Verlag nun ein größerer Sitzungsraum zur Verfügung. Interessenten können sich also weiter hier online anmelden.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Anmeldefrist für den China-Workshop am 11. Januar 2008, die wir ursprünglich bis 20. Dezember festgelegt hatten, wird verlängert. Uns steht im Berliner Verlag nun ein größerer Sitzungsraum zur Verfügung. Interessenten können sich also weiter </strong><a target="_blank" href="http://s226831595.online.de/tinc?key=0rHgm6qu&amp;formname=China_Workshop"><strong>hier online anmelden</strong></a><strong>.</strong></p>
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		<title>update China-Workshop</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 09:08:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Im Schatten der Ringe&#8221;
Wegen des großen Zuspruchs findet der Workshop in einem größeren Rahmen statt: Im Veranstaltungssaal des Berliner Verlages in 10178 Berlin, Karl-Liebknecht-Str. 29 &#8211; in Mitte, direkt am Alexanderplatz.
Zeit: 11. Januar 2008, 11.00 bis 17.00 Uhr
Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis zum 20. Dezember online verbindlich an: zum Anmeldeformular
Kontakt: china-workshop@sportnetzwerk.eu.
Tagungsgebühr: 25 Euro. Überweisen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Im Schatten der Ringe&#8221;</strong></p>
<p>Wegen des großen Zuspruchs findet der Workshop in einem größeren Rahmen statt: Im Veranstaltungssaal des Berliner Verlages in 10178 Berlin, Karl-Liebknecht-Str. 29 &#8211; in Mitte, direkt am Alexanderplatz.<span id="more-45"></span></p>
<p><strong>Zeit:</strong> 11. Januar 2008, 11.00 bis 17.00 Uhr</p>
<p><strong>Anmeldung:</strong> Bitte melden Sie sich <strike>bis zum 20. Dezember</strike> online verbindlich an: <a linkindex="13" set="yes" target="_blank" href="http://s226831595.online.de/tinc?key=0rHgm6qu&amp;formname=China_Workshop">zum Anmeldeformular</a></p>
<p><strong>Kontakt:</strong> <a href="mailto:china-workshop@sportnetzwerk.eu">china-workshop@sportnetzwerk.eu</a>.</p>
<p><strong>Tagungsgebühr:</strong> 25 Euro. Überweisen Sie die Summe bitte bis 20. Dezember 2007 auf das Konto des sportnetzwerks:</p>
<p><small>Kontonummer 12475869, Deutsche Kreditbank AG, BLZ 12030000, IBAN DE44120300000012475869, Stichwort: China-Workshop</small></p>
<p><strong>Programm:</strong> Thema des Workshops ist das Sportereignis des Jahres, die Olympischen Spiele in Peking, und damit der politische Sachverstand, der für Spiele in einer Diktatur eingeschaltet werden darf. Wir haben Wissenschaftler und China-Kenner zu Vorträgen und zur Diskussion gebeten und dazu diejenigen, die am besten über die mit Olympia verbundene Skepsis, aber auch die Hoffnungen für ihr Land berichten können: in Deutschland lebende Chinesen. Im zweiten Teil des Workshops sprechen Exil-Oppositionelle über die Anliegen ihrer Organisationen und ihre olympischen Ambitionen – für Journalisten die perfekte Gelegenheit, Kontakte für die Berichterstattung in den Monaten bis zu den Sommerspielen in Peking zu knüpfen.<span id="more-33"></span></p>
<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2007/11/schubkarre.jpg" alt="schubkarre.jpg" /><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2007/11/pekingvolunteers.jpg" alt="pekingvolunteers.jpg" /><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2007/11/soldatmao.jpg" alt="soldatmao.jpg" /></p>
<p><strong><em>Im Schatten der Ringe: Olympische Spiele in Peking zwischen Chance und Schande</em></strong></p>
<p><strong><a target="_blank" href="http://www.sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2007/11/Einladung%20China-Workshop.pdf">Programm <small>(Download der pdf-Version)</small></a></strong></p>
<p><small>Vorträge</small></p>
<ul>
<li>Der Staat der ehrenwerten Familie – Kommunistische Herrschaft chinesischer Prägung<br />
<em>Dr. Jörg-M. Rudolph, Geschäftsführer des Ostasieninstituts der Fachhochschule Ludwigshafen, Herausgeber der Monatszeitschrift XiuCai</em></li>
<li>Masterplan fürs Heimspiel – Chinas Sportsystem vor Olympia<br />
<em>Prof. Dr. Helmut Digel, Sportsoziologe, Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen</em></li>
<li>One in a billion – Vom Nationalteam zum Olympic Freedom T-Shirt Movement<br />
<em>Kai Chen, Basketballer und Buchautor, Los Angeles</em></li>
<li>Medienzensur und ihre Grenzen<br />
<em>Lea Zhou, Chefredakteurin Epoch Times Europe, Berlin</em></li>
</ul>
<p><small>Chinesische Oppositionelle in Deutschland und ihre Sicht auf Olympia<br />
Vorstellung, Impulsreferate und Diskussion</small></p>
<ul>
<li>Allianz für ein Demokratisches China: Die Chance für demokratische Reformen<br />
<em>Liangyong Fei, Nürnberg</em></li>
<li>Falun Gong: Vom Volkssport zum Staatsfeind Nummer 1<br />
<em>Zhihong Zheng, Juristin und Journalistin, und Liu Wei, Zeitzeugin, Berlin</em></li>
<li>Dissidenten der 89er Studentenbewegung: Sozialer Unfrieden und die Ursachen<br />
<em>Yuejun Qian, Chefredakteur der Chinese European Post, Karlsruhe</em></li>
<li>Chinesische Freie Kulturbewegung: Arbeit für die Renaissance der Kultur<br />
<em>Xuewen Huan, Totalitarismusforscherin, Essen</em></li>
<li>Tibet Initiative Deutschland e.V.: Die Olympia-Kampagne “Bring Tibet ins Spiel”<br />
<em>Anna Momburg-Vanderpool und Boris Eichler, Berlin</em></li>
</ul>
<p><small>(Änderungen vorbehalten)</small></p>
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		<title>update Sportjournalismus-Konferenz</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 09:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[uni dortmund]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Unter Druck: Qualitätssicherung im Sportjournalismus&#8221;
Unter diesem Titel richtet das sportnetzwerk gemeinsam mit dem Institut für Journalistik der Universität Dortmund am 15. und 16. Februar 2008 eine erste große Sportjournalismus-Konferenz aus.
Motto: Selbstkritik statt Selbstreflexion.
Die Schwerpunktthemen der Konferenz lauten:

Die Propagandamaschine: Wie Sport, Wirtschaft und Politik Journalismus behindern und Sportjournalisten instrumentalisieren
TV-Sport zwischen den Welten: von Kinderdoping, Promi-Biathlon und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Unter Druck: Qualitätssicherung im Sportjournalismus&#8221;</strong></p>
<p>Unter diesem Titel richtet das sportnetzwerk gemeinsam mit dem <a target="_blank" href="http://www.journalistik-dortmund.de/">Institut für Journalistik</a> der Universität Dortmund am <strong>15. und 16. Februar 2008</strong> eine erste große Sportjournalismus-Konferenz aus.</p>
<p>Motto: Selbstkritik statt Selbstreflexion.</p>
<p>Die <strong>Schwerpunktthemen </strong>der Konferenz lauten:</p>
<ul>
<li>Die Propagandamaschine: Wie Sport, Wirtschaft und Politik Journalismus behindern und Sportjournalisten instrumentalisieren</li>
<li>TV-Sport zwischen den Welten: von Kinderdoping, Promi-Biathlon und Rummelboxen</li>
<li>Die Online-Revolution oder: Sind Blogger die besseren Sportjournalisten?</li>
</ul>
<p><span id="more-44"></span>Damit wird eine der Grundideen des sportnetzwerks umgesetzt. Wir bieten Weiterbildung und Diskurs im besten Sinne: für interessierte Sportjournalisten, Wissenschaftler und vor allem für Nachwuchsjournalisten. Die zweitägige Konferenz im Dortmunder Erich-Brost-Haus wird den Schwerpunkt auf Workshops legen, in denen erfahrene Journalisten praxisnah ihre Arbeitsmethoden darlegen, Nachwuchsjournalisten Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeit zum Sportjournalismus erläutern und der Branche auch der Spiegel vorgehalten wird.</p>
<ul>
<li><strong><a target="_blank" href="http://s226831595.online.de/tinc?key=0rHgm6qu&amp;formname=Dortmund_Konferenz">Zur Online-Anmeldung</a> </strong><small>(externes Formular)</small></li>
</ul>
<p class="entry">Am Programm wird weiter gebastelt und in Kürze auf dieser Webseite zur veröffentlicht. Die Federführung haben Stefanie Opitz (Institut für Journalistik) und Jens Weinreich (Berliner Zeitung) vom sportnetzwerk.</p>
<p class="entry">Ein Auszug aus der Liste der <strong>Referenten</strong>:</p>
<ul>
<li>Andrew Jennings (Autor von “The Lords of the Rings” und “Foul!”),</li>
<li>David Walsh (Sunday Times): &#8220;L.A. Confidential &#8211; die Geheimnisse des Lance Armstrong&#8221;</li>
<li>Freddie Röckenhaus (Colourfield),</li>
<li>Udo Ludwig (Der Spiegel),</li>
<li>Thomas Kistner (Süddeutsche Zeitung),</li>
<li>Hans-Joachim Seppelt (Freelance, ARD),</li>
<li>Jens Sejer Andersen (Play the Game)</li>
<li>Michael Steinbrecher (ZDF)</li>
<li>Jens Weinreich (Berliner Zeitung)</li>
<li>Oliver Fritsch (Indirekter Freistoß)</li>
<li>Prof. Dr. Claus Eurich (Universität Dortmund): &#8220;Ethik im Sportjournalismus&#8221;</li>
<li>Prof. Holger Wormer (Universität Dortmund): &#8220;Dopingrecherche und Umgang mit wissenschaftlichen Quellen&#8221;</li>
<li>Dr. Michael Schaffrath: &#8220;Sportjournalismus im Spiegel des Spitzensports. Was denken Athleten, Trainer und Manager über Sportjournalisten&#8221;</li>
<li><span>Markus Bölz: &#8220;Das wird alles von den Medien hochsterilisiert. Profifußballer und ihr Journalistenbild.&#8221;</span></li>
<li><span>Michael Schlösser: &#8220;Der Fernsehsender Eurosport und seine Bedeutung für europäische Öffentlichkeit&#8221;</span></li>
<li><span>Florian Peter: &#8220;Wenn Uhrmann, Schmitt und Co. Die Vogelgrippe bekommen – Information, Unterhaltung und Infotainment in der TV-Sportberichterstattung&#8221;</span></li>
<li><span>Sven Kauffelt: &#8220;Wie viel Wirtschaft steckt im Fußball? Der Einfluss der Kommerzialisierung auf die Fußballberichterstattung in Tageszeitungen&#8221;</span></li>
<li><span>Johannes Eberhorn: &#8220;Das Web ist rund – Online-Fanzines von Fußballvereinen im Ruhrgebiet&#8221;</span></li>
<li>Tino Meyer: &#8220;Die Sportjournalistenausbildung an deutschen Hochschulen&#8221;</li>
</ul>
<p><strong>Zeit:</strong> 15. Februar 2008, 11.00 bis 20.00 Uhr. 16. Februar 2008, 10.00 bis 18.00 Uhr.</p>
<p><strong>Ort:</strong> Erich-Brost-Haus, Otto-Hahn-Str. 2, 44227 Dortmund.</p>
<p><strong>Anmeldung:</strong> Die Platzkapazitäten sind begrenzt. Bitte melden Sie sich bis zum 15. Januar 2008 online verbindlich an: <a target="_blank" href="http://s226831595.online.de/tinc?key=0rHgm6qu&amp;formname=Dortmund_Konferenz">zum Anmeldeformular</a>.</p>
<p><strong>Kontakt:</strong> <a href="mailto:dortmund-konferenz@sportnetzwerk.eu">dortmund-konferenz@sportnetzwerk.eu</a></p>
<p><strong>Tagungsgebühr:</strong> Für hauptberufliche Journalisten und Wissenschaftler: 50 Euro. Studenten: keine Gebühr.</p>
<p>Bitte überweisen Sie die Summe bis 15. Januar 2008 auf das Konto des sportnetzwerks: <small>Kontonummer 12475869, Deutsche Kreditbank AG, BLZ 12030000, IBAN DE44120300000012475869, Stichwort: Dortmund-Konferenz</small></p>
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		<title>Sportjournalismus-Konferenz 2008</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 09:34:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das sportnetzwerk richtet gemeinsam mit dem Institut für Journalistik der Universität Dortmund am 15. und 16. Februar 2008 eine erste große Sportjournalismus-Konferenz aus. Damit wird eine der Grundideen des sportnetzwerks umgesetzt. Wir bieten Weiterbildung und Diskurs im besten Sinne: für interessierte Sportjournalisten, Wissenschaftler und vor allem für Nachwuchsjournalisten. Die zweitägige Konferenz im Dortmunder Erich-Brost-Haus wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img align="left" src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2007/12/sportnetzwerklogo.gif" alt="sportnetzwerklogo.gif" />Das sportnetzwerk richtet gemeinsam mit dem <a target="_blank" href="http://www.journalistik-dortmund.de/">Institut für Journalistik</a> der Universität Dortmund am <strong>15. und 16. Februar 2008</strong> eine erste große Sportjournalismus-Konferenz aus. Damit wird eine der Grundideen des sportnetzwerks umgesetzt. Wir bieten Weiterbildung und Diskurs im besten Sinne: für interessierte Sportjournalisten, Wissenschaftler und vor allem für Nachwuchsjournalisten. Die zweitägige Konferenz im Dortmunder Erich-Brost-Haus wird den Schwerpunkt auf Workshops legen, in denen erfahrene Journalisten praxisnah ihre Arbeitsmethoden darlegen, Nachwuchsjournalisten Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeit zum Sportjournalismus erläutern und der Branche auch der Spiegel vorgehalten wird.</p>
<p><span id="more-40"></span>Motto: Selbstkritik statt Selbstreflexion.</p>
<p>Am Programm wird derzeit noch gebastelt, ein erster Entwurf wird in Kürze vorgestellt. Die Federführung haben Stefanie Opitz (Institut für Journalistik) und Jens Weinreich (Berliner Zeitung) vom sportnetzwerk.</p>
<p>Zugesagt für die Konferenz haben bereits so renommierte, preisgekrönte Journalisten wie</p>
<ul>
<li>Andrew Jennings (IOC- und FIFA-Kritiker/u.a. Autor von &#8220;The Lords of the Rings&#8221; und &#8220;Foul!&#8221;),</li>
<li>David Walsh (Sunday Times/u.a. Autor von &#8220;L.A. Confidential &#8211; die Geheimnisse des Lance Armstrong&#8221;),</li>
<li>Freddie Röckenhaus (Colourfield),</li>
<li>Udo Ludwig (Der Spiegel),</li>
<li>Thomas Kistner (Süddeutsche Zeitung),</li>
<li>Hans-Joachim Seppelt (Freelance, ARD),</li>
<li>Jens Sejer Andersen (Play the Game)</li>
</ul>
<p>Ausführliche Infos folgen in den nächsten Wochen.</p>
<p><strong>Zeit:</strong> 15. Februar 2008, 11.00 bis 20.00 Uhr. 16. Februar 2008, 10.00 bis 18.00 Uhr.</p>
<p><strong>Ort:</strong> Erich-Brost-Haus, Otto-Hahn-Str. 2, 44227 Dortmund.</p>
<p><strong>Tagungsgebühr:</strong> Für hauptberufliche Journalisten und Wissenschaftler: 50 Euro. Studenten: keine Gebühr.</p>
<p>Bitte überweisen Sie die Summe bis 15. Januar 2008 auf das Konto des sportnetzwerks: <small>Kontonummer 12475869, Deutsche Kreditbank AG, BLZ 12030000, IBAN DE44120300000012475869, Stichwort: Dortmund-Konferenz</small></p>
<p><strong>Anmeldung:</strong> Die Platzkapazitäten sind begrenzt. Bitte melden Sie sich bis zum 15. Januar 2008 online verbindlich an: <a target="_blank" href="http://s226831595.online.de/tinc?key=0rHgm6qu&amp;formname=Dortmund_Konferenz">zum Anmeldeformular</a>.</p>
<p><strong>Kontakt:</strong> <a href="mailto:dortmund-konferenz@sportnetzwerk.eu">dortmund-konferenz@sportnetzwerk.eu</a></p>
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		<title>Workshop “Im Schatten der Ringe”</title>
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		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=33#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 12:50:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das sportnetzwerk startet in das Jahr 2008 mit dem Workshop &#8220;Im Schatten der Ringe&#8221;. Thema der Veranstaltung am 11. Januar 2008 ist das Sportereignis des Jahres, die Olympischen Spiele in Peking, und damit der politische Sachverstand, der für Spiele in einer Diktatur eingeschaltet werden darf. Wir haben Wissenschaftler und China-Kenner zu Vorträgen und zur Diskussion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das sportnetzwerk startet in das Jahr 2008 mit dem Workshop <strong>&#8220;Im Schatten der Ringe&#8221;</strong>. Thema der Veranstaltung am <strong>11. Januar 2008</strong> ist das Sportereignis des Jahres, die Olympischen Spiele in Peking, und damit der politische Sachverstand, der für Spiele in einer Diktatur eingeschaltet werden darf. Wir haben Wissenschaftler und China-Kenner zu Vorträgen und zur Diskussion gebeten und dazu diejenigen, die am besten über die mit Olympia verbundene Skepsis, aber auch die Hoffnungen für ihr Land berichten können: in Deutschland lebende Chinesen. Im zweiten Teil des Workshops sprechen Exil-Oppositionelle über die Anliegen ihrer Organisationen und ihre olympischen Ambitionen – für Journalisten die perfekte Gelegenheit, Kontakte für die Berichterstattung in den Monaten bis zu den Sommerspielen in Peking zu knüpfen.<span id="more-33"></span></p>
<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2007/11/schubkarre.jpg" alt="schubkarre.jpg" /><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2007/11/pekingvolunteers.jpg" alt="pekingvolunteers.jpg" /><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2007/11/soldatmao.jpg" alt="soldatmao.jpg" /></p>
<p><strong><em>Im Schatten der Ringe: Olympische Spiele in Peking zwischen Chance und Schande</em></strong></p>
<p><strong><a target="_blank" href="http://www.sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2007/11/Einladung%20China-Workshop.pdf">Programm <small>(Download der pdf-Version)</small></a></strong></p>
<p><small>Vorträge</small></p>
<ul>
<li>Der Staat der ehrenwerten Familie – Kommunistische Herrschaft chinesischer Prägung<br />
<em>Dr. Jörg-M. Rudolph, Geschäftsführer des Ostasieninstituts der Fachhochschule Ludwigshafen, Herausgeber der Monatszeitschrift XiuCai</em></li>
<li>Masterplan fürs Heimspiel – Chinas Sportsystem vor Olympia<br />
<em>Prof. Dr. Helmut Digel, Sportsoziologe, Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen</em></li>
<li>One in a billion – Vom Nationalteam zum Olympic Freedom T-Shirt Movement<br />
<em>Kai Chen, Basketballer und Buchautor, Los Angeles</em></li>
<li>Medienzensur und ihre Grenzen<br />
<em>Lea Zhou, Chefredakteurin Epoch Times Europe, Berlin</em></li>
</ul>
<p><small>Chinesische Oppositionelle in Deutschland und ihre Sicht auf Olympia<br />
Vorstellung, Impulsreferate und Diskussion</small></p>
<ul>
<li>Allianz für ein Demokratisches China: Die Chance für demokratische Reformen<br />
<em>Liangyong Fei, Nürnberg</em></li>
<li>Falun Gong: Vom Volkssport zum Staatsfeind Nummer 1<br />
<em>Zhihong Zheng, Juristin und Journalistin, und Liu Wei, Zeitzeugin, Berlin</em></li>
<li>Dissidenten der 89er Studentenbewegung: Sozialer Unfrieden und die Ursachen<br />
<em>Yuejun Qian, Chefredakteur der Chinese European Post, Karlsruhe</em></li>
<li>Chinesische Freie Kulturbewegung: Arbeit für die Renaissance der Kultur<br />
<em>Xuewen Huan, Totalitarismusforscherin, Essen</em></li>
<li>Tibet Initiative Deutschland e.V.: Die Olympia-Kampagne &#8220;Bring Tibet ins Spiel&#8221;<br />
<em>Anna Momburg-Vanderpool und Boris Eichler, Berlin</em></li>
</ul>
<p><small>(Änderungen vorbehalten)</small></p>
<p><strong>Zeit:</strong> 11. Januar 2008, 11.00 bis 17.00 Uhr</p>
<p><strong>Ort:</strong> <strike>Geschäftsstelle des Vereins Berliner Journalisten, Charlottenstraße 80, 10117 Berlin</strike></p>
<p>Wegen des großen Zuspruchs findet der Workshop in einem größeren Rahmen statt: Im Veranstaltungssaal des Berliner Verlages in 10178 Berlin, Karl-Liebknecht-Str. 29 &#8211; in Mitte, direkt am Alexanderplatz.</p>
<p><strong>Anmeldung:</strong> Bitte melden Sie sich <strike>bis zum 20. Dezember</strike> online verbindlich an: <a linkindex="13" set="yes" target="_blank" href="http://s226831595.online.de/tinc?key=0rHgm6qu&amp;formname=China_Workshop">zum Anmeldeformular</a></p>
<p><strong>Kontakt:</strong> <a href="mailto:china-workshop@sportnetzwerk.eu">china-workshop@sportnetzwerk.eu</a>.</p>
<p><strong>Tagungsgebühr:</strong> 25 Euro. Überweisen Sie die Summe bitte <strike>bis 20. Dezember 2007</strike> auf das Konto des sportnetzwerks:</p>
<p><small>Kontonummer 12475869, Deutsche Kreditbank AG, BLZ 12030000, IBAN DE44120300000012475869, Stichwort: China-Workshop</small></p>
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		<title>Weltantidopingkonferenz in Madrid</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Nov 2007 09:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die 3. Weltkonferenz der Wada kann man live im Webcast verfolgen. Hier die nötigen Links:

Webcast der Konferenz in Madrid
World Anti-Doping Agency (Wada)
Webseite der Konferenz in Madrid

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die 3. Weltkonferenz der Wada kann man live im Webcast verfolgen. Hier die nötigen Links:</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.wadamadrid2007.com/webcast.html"><strong>Webcast der Konferenz in Madrid</strong></a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.wada-ama.org"><strong>World Anti-Doping Agency (Wada)</strong></a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.wadamadrid2007.com"><strong>Webseite der Konferenz in Madrid</strong></a></li>
</ul>
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		<title>China-Workshop in Berlin</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Nov 2007 20:57:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[
Zur Online-Anmeldung (externes Formular)

Im Schatten der Ringe: Olympische Spiele in Peking zwischen Chance und Schande
Programm (Download der pdf-Version)
Vorträge

Der Staat der ehrenwerten Familie – Kommunistische Herrschaft chinesischer Prägung
Dr. Jörg-M. Rudolph, Geschäftsführer des Ostasieninstituts der Fachhochschule Ludwigshafen, Herausgeber der Monatszeitschrift XiuCai
Masterplan fürs Heimspiel – Chinas Sportsystem vor Olympia
Prof. Dr. Helmut Digel, Sportsoziologe, Institut für Sportwissenschaft der Universität [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><strong><a target="_blank" href="http://s226831595.online.de/tinc?key=0rHgm6qu&amp;formname=China_Workshop">Zur Online-Anmeldung</a></strong><small> (externes Formular)</small></li>
</ul>
<p class="entry"><strong><em><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2007/11/schubkarre.jpg" alt="schubkarre.jpg" /><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2007/11/pekingvolunteers.jpg" alt="pekingvolunteers.jpg" /><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2007/11/soldatmao.jpg" alt="soldatmao.jpg" />Im Schatten der Ringe: Olympische Spiele in Peking zwischen Chance und Schande</em></strong></p>
<p class="entry"><strong><a target="_blank" href="http://www.sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2007/11/Einladung%20China-Workshop.pdf">Programm <small>(Download der pdf-Version)</small></a></strong></p>
<p class="entry"><small>Vorträge</small></p>
<ul>
<li>Der Staat der ehrenwerten Familie – Kommunistische Herrschaft chinesischer Prägung<br />
<em>Dr. Jörg-M. Rudolph, Geschäftsführer des Ostasieninstituts der Fachhochschule Ludwigshafen, Herausgeber der Monatszeitschrift XiuCai</em></li>
<li>Masterplan fürs Heimspiel – Chinas Sportsystem vor Olympia<br />
<em>Prof. Dr. Helmut Digel, Sportsoziologe, Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen</em></li>
<li>One in a billion – Vom Nationalteam zum Olympic Freedom T-Shirt Movement<br />
<em>Kai Chen, Basketballer und Buchautor, Los Angeles</em></li>
<li>Medienzensur und ihre Grenzen<br />
<em>Lea Zhou, Chefredakteurin Epoch Times Europe, Berlin</em></li>
</ul>
<p><small>Chinesische Oppositionelle in Deutschland und ihre Sicht auf Olympia<br />
</small><small>Vorstellung, Impulsreferate und Diskussion</small></p>
<ul>
<li>Allianz für ein Demokratisches China: Die Chance für demokratische Reformen<br />
<em>Liangyong Fei, Nürnberg</em></li>
<li>Falun Gong: Vom Volkssport zum Staatsfeind Nummer 1<br />
<em>Zhihong Zheng, Juristin und Journalistin, und Liu Wei, Zeitzeugin, Berlin</em></li>
<li>Dissidenten der 89er Studentenbewegung: Sozialer Unfrieden und die Ursachen<br />
<em>Yuejun Qian, Chefredakteur der Chinese European Post, Karlsruhe</em></li>
<li>Chinesische Freie Kulturbewegung: Arbeit für die Renaissance der Kultur<br />
<em>Xuewen Huan, Totalitarismusforscherin, Essen</em></li>
<li>Tibet Initiative Deutschland e.V.: Die Olympia-Kampagne &#8220;Bring Tibet ins Spiel&#8221;<br />
<em>Anna Momburg-Vanderpool und Boris Eichler, Berlin</em></li>
</ul>
<p><small>(Änderungen vorbehalten)</small></p>
<p><strong>Zeit:</strong> 11. Januar 2008, 11.00 bis 17.00 Uhr</p>
<p><strong>Ort:</strong> <strike>Geschäftsstelle des Vereins Berliner Journalisten, Charlottenstraße 80, 10117 Berlin</strike></p>
<p>Wegen des großen Zuspruchs findet der Workshop in einem größeren Rahmen statt: Im Veranstaltungssaal des Berliner Verlages in 10178 Berlin, Karl-Liebknecht-Str. 29 &#8211; in Mitte, direkt am Alexanderplatz.</p>
<p><strong>Anmeldung:</strong> Bitte melden Sie sich <strike>bis zum 20. Dezember</strike> online verbindlich an: <a linkindex="13" set="yes" target="_blank" href="http://s226831595.online.de/tinc?key=0rHgm6qu&amp;formname=China_Workshop">zum Anmeldeformular</a></p>
<p><strong>Kontakt:</strong> <a href="mailto:china-workshop@sportnetzwerk.eu">china-workshop@sportnetzwerk.eu</a>.</p>
<p><strong>Tagungsgebühr:</strong> 25 Euro. Überweisen Sie die Summe bitte <strike>bis 20. Dezember 2007</strike> auf das Konto des sportnetzwerks:</p>
<p><small>Kontonummer 12475869, Deutsche Kreditbank AG, BLZ 12030000, IBAN DE44120300000012475869, Stichwort: China-Workshop</small></p>
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		<title>Play the Game in Reykjavik</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Oct 2007 17:16:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Islands Präsident Ólafur Ragnar Grímson hat am Sonntag in Reykjavik die Weltkonferenz Play the Game eröffnet. Play the Game &#8211; Motto: home for the homeless questions in sport &#8211; wurde vom dänischen Journalisten Jens Sejer Andersen initiiert und findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt, erstmals außerhalb Dänemark.
Traditionell werden bei Play the Game, von Beginn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Islands Präsident <a target="_blank" href="http://english.forseti.is">Ólafur Ragnar Grímson</a> hat am Sonntag in Reykjavik die Weltkonferenz <a target="_blank" href="http://www.playthegame.org/">Play the Game</a> eröffnet. Play the Game &#8211; Motto: home for the homeless questions in sport &#8211; wurde vom dänischen Journalisten <a target="_blank" href="http://playthegame.org/Home/Knowledge%20Bank/Authors/Jens%20Sejer%20Andersen.aspx">Jens Sejer Andersen </a>initiiert und findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt, erstmals außerhalb Dänemark.</p>
<p><a align="left" rel="attachment wp-att-10" target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/?attachment_id=10"><img src="http://www.sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/thepulsescreenshot.jpg" alt="thepulsescreenshot.jpg" /></a>Traditionell werden bei Play the Game, von Beginn an Partner des sportnetzwerks, vor allem jene Themen debattiert, die im allgemeinen  Sport-PR-Kommerz-Hype zu selten erörtert werden: der gesellschaftliche Wert des Sports, Doping, Korruption, Transparenzfragen. Zu den Rednern zählen u. a. der geständige Dopingsün<a href="http://jensweinreich.de/?attachment_id=84" title="thepulsescreenshot.jpg"></a>der Jörg <strong>Jaksche</strong> (noch heute Abend), Wada-Präsident Richard <strong>Pound</strong>, UCI-Präsident Pat <strong>McQuaid</strong>, der Dopingaufklärer Sandro <strong>Donati</strong> sowie die investigativen Journalisten David <strong>Walsh</strong> (”LA confidential, die Geheimnisse des Lance Armstrong”) und <a target="_blank" href="http://www.transparencyinsport.org/">Andrew Jennings</a> (”The Lord of the Rings”, “Foul!”).</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.thepulse2007.org/" title="The Pulse 2007"></a>39 Studenten und Mitarbeiter der <a target="_blank" href="http://domino.djh.dk/appl/djh/intranet/int.nsf/dx/index.htm">dänischen Journalistenschule</a> produzieren bis zum 1. November die multimediale Live-Berichterstattung von der Konferenz im Grand Hotel Reykjavik: zu verfolgen auf der Webseite <a target="_blank" href="http://www.thepulse2007.org/"><strong>The Pulse 2007</strong></a>.</p>
<img src="http://feeds.feedburner.com/~r/Sportnetzwerk/~4/QLZ6mdKpHSU" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Auszeichnung für das sportnetzwerk</title>
		<link>http://feedproxy.google.com/~r/Sportnetzwerk/~3/d5fU4b-ZMLg/</link>
		<comments>http://sportnetzwerk.eu/?p=29#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Sep 2007 20:11:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Initiative sportnetzwerk hat gestern den Sportjournalistenpreis &#8220;das protokoll&#8221; erhalten. Der Preis wurde gestiftet vom Verein Dopingopferhilfe e. V. und ist mit 2000 Euro dotiert, die wir für die Finanzierung künftiger Projekte nutzen werden. In der Preisbegründung durch den Anwalt Michael Lehner heißt es, die Mitglieder des sportnetzwerks werden &#8220;für ihre kritische und unerschrockene Berichterstattung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2007/11/dasprotokoll21092007.jpg" alt="dasprotokoll21092007.jpg" />Die Initiative sportnetzwerk hat gestern den Sportjournalistenpreis &#8220;das protokoll&#8221; erhalten. Der Preis wurde gestiftet vom <a target="_blank" href="http://www.dohev.de">Verein Dopingopferhilfe e. V.</a> und ist mit 2000 Euro dotiert, die wir für die Finanzierung künftiger Projekte nutzen werden. In der Preisbegründung durch den Anwalt Michael Lehner heißt es, die Mitglieder des sportnetzwerks werden &#8220;für ihre kritische und unerschrockene Berichterstattung zum Thema Doping&#8221; geehrt.</p>
<p>Höhepunkt der Veranstaltung im Coubertinsaal des Landessportbundes Berlin war die Verleihung des Heidi-Krieger-Preises an die 20-jährige Leichtathletin <a target="_blank" href="http://www.anne-kathrin-elbe.de">Anne-Kathrin Elbe</a>, die mit ihrer Anzeige und anschließender <a target="_blank" href="http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~EFB6CDFB409C148C7808365949A8156D2~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Aussage vor Gericht</a> zur Verurteilung des notorischen Dopingtrainers Thomas Springstein beigetragen hat. In der Begründung der DOH-Jury heißt es: &#8220;Anne-Kathrin Elbe wird für die bewiesene Charakterstärke und ihren Mut geehrt&#8221;. Sie habe als mündige Athletin ein Zeichen gesetzt und das &#8220;zu einer Zeit in der Nestbeschmutzer erheblichen Anfeindungen ausgesetzt waren&#8221;. Springstein hatte 2003 der damals 16-Jährigen das Anabolikum Andriol zur Einnahme gegeben und behauptet, es handele sich um Vitamine.</p>
<p>Anne-Kathrin Elbe war die eigentliche Sportlerin des Jahres 2006, wie Thomas Hahn in seinem Artikel <a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/weitere/artikel/302/95207/">&#8220;Weil es richtig war&#8221;</a> wunderbar beschrieben hat. Die großartige <strong>Laudatio</strong> der freien Journalistin Grit Hartmann auf Anne-Kathrin Elbe können Sie <a target="_blank" href="http://www.sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/Laudatio-Elbe-Hartmann-21092007.pdf">hier als pdf-Datei downloaden</a>.</p>
<p>Den Heidi-Krieger-Preis, eine in einer Plastikpylone verschweißte Goldmedaille, wurde gestiftet von der ehemaligen Kugelstoßerin Heidi Krieger. Es ist jene Medaille, die Heidi Krieger bei der Europameisterschaft 1986 in Stuttgart gewann &#8211; unter Anwendung anaboler Steroide. Heidi Krieger heißt nach einer Geschlechtsumwandlung heute <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Krieger">Andreas Krieger</a> und ist staatlich anerkanntes Dopingopfer.</p>
<p><small><strong>Bisherige Träger des Heidi-Krieger-Preises:</strong></small></p>
<p><strong>2000:</strong> Prof. Christian Straßburger (Hormonforscher)<br />
<strong>2001:</strong> Brigitte Berendonk (Autorin)<br />
<strong>2003:</strong> Dr. Giselher Spitzer (Sporthistoriker)<br />
<strong>2005:</strong> Antje Misersky (Biathlon-Olympiasiegerin)<br />
<strong>2007:</strong> Anne-Kathrin-Elbe (Leichtathletin)</p>
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		<title>Presseschau Dopingberichterstattung</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jun 2007 21:17:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[doping]]></category>
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		<category><![CDATA[ard-skandale]]></category>
		<category><![CDATA[korruption im sportjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[recherche]]></category>
		<category><![CDATA[tour de france]]></category>
		<category><![CDATA[tv-sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Sind Deutschlands Sportjournalisten gedopt? Wenn derzeit wieder verschärft über das Betrugssystem im deutschen Sport diskutiert wird, kann der Sportjournalismus nicht ausgenommen werden. Das sportnetzwerk führt diese Debatte, die täglich neue Nahrung erhält, bereits seit Dezember 2005. Eine Presseschau:
Geh in die Knie!
Auch Doping kann den Profisport nicht zerstören. Wie auch? Er lebt nun mal in der Gänze von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sind Deutschlands Sportjournalisten gedopt? Wenn derzeit wieder verschärft über das Betrugssystem im deutschen Sport diskutiert wird, kann der Sportjournalismus nicht ausgenommen werden. Das sportnetzwerk führt diese Debatte, die täglich neue Nahrung erhält, bereits seit Dezember 2005. Eine Presseschau:<span id="more-8"></span></p>
<p><a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/"><strong>Geh in die Knie!<br />
</strong></a>Auch Doping kann den Profisport nicht zerstören. Wie auch? Er lebt nun mal in der Gänze von Demütigung, Peinigung und Heuchelei.<br />
<span class="newspaper small"><font color="#999999">Holger Gertz, Süddeutsche Zeitung, SZ am Wochenende, 23. Juni 2007</font></span></p>
<p>(&#8230;) &#8220;Der Literaturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht veröffentlichte vor zwei Jahren ein Buch, „Lob des Sports”, in dem von Doping eher wenig die Rede ist – und nach dessen Lektüre man das Gefühl hat, ein Riefenstahl-Film sei leicht verspätet über einen gekommen: „Die nackten Körper der olympischen Sieger glänzten in ihrem Ruhm.” Der Regisseur Pepe Danquart drehte den Film „Höllentour”, eine Ode an Zabel und seine Freunde, die die Kamera so nah ran ließen, dass man die bei Stürzen aufgeschürften Beine sehen und das metallene Aroma des Blutes fast schmecken konnte. Danquart war ganz nah, aber das Wichtigste hat er nicht mitgekriegt. Oder, schlimmer, er hat es mitgekriegt und nichts davon erzählt. (&#8230;)</p>
<p>So funktioniert das System. Es vertraut auf Naivität und die Bereitschaft zur Kumpanei. Dabeisein ist alles, das gilt für alle. Der Profisport hat alles überstanden, die vielen überführten Sprinter und Radler, die Belege von flächendeckendem Doping und auch die kleinen Lügen am Straßenrand.&#8221; (&#8230;)</p>
<p class="newspaper"><a target="_blank" href="http://www.taz.de/index.php?id=archiv&amp;dig=2007/06/18/a0145"><strong>Kritiker statt Kumpel</strong></a><br />
Kurz vor der Tour de France stellt das ZDF die Übertragung wieder in Frage &#8211; und damit auch das bisherige Berufsverständnis vieler Sportjournalisten<br />
<span class="small"><font color="#999999">Steffen Grimberg, die tageszeitung, 18. Juni 2007</font></span></p>
<p class="U">Über eine Diskussionsrunde auf der Jahrestagung des Netzwerks Recherche: &#8220;Wie der neue, kritische TV-Radzirkus ab Juli aussehen wird, bleibt abzuwarten: Es mache ja wenig Sinn, &#8220;bei einer packenden Bergetappe mal eben Doping dazwischen zu schalten&#8221;, allerdings sollten auch die Live-Kommentator auf Verdachtsfälle hinweisen, sagte Seppelt: &#8220;Dass wir dieses Jahr einen Spagat machen müssen&#8221;, sei bei ARD wie ZDF &#8220;ein offenes Geheimnis&#8221;. Das ZDF will sich nun alle Optionen offen halten und auf Zeit spielen: &#8220;In den nächsten Tagen und Wochen wird noch einiges auf den Markt kommen &#8211; auch Scheußliches&#8221; sagte ZDF-Chefredakteur Brender. Und öffnete mit seiner nächsten Frage ganz en passant die Büchse der Pandora im Bermudadreieck von Sport, Journalismus und Medien: Wenn man nun bei der Tour harte Konsequenzen ziehe &#8211; wie dann umgehen mit Fußball und all den anderen Sportarten?&#8221;</p>
<p class="newspaper"><a target="_blank" href="http://www.freitag.de/2007/23/07231302.php"><strong>Nachhaken</strong></a><br />
Sport ist schmutzig, aber der Journalismus glaubt brutalstmöglich an die eigene Sauberkeit<br />
<span class="small"><font color="#999999">Markus Stauff, Freitag, 8. Juni 2007</font></span></p>
<p class="text">&#8220;Die jüngste Debatte um Doping im professionellen Sport lässt so manchen Sportreporter den Journalisten in sich entdecken. Das gelingt nicht ganz reibungslos: Es werden Interviews geführt, in denen zwar keine erhellende Frage gestellt, umso mehr aber das eigene &#8220;brutalstmögliche&#8221; Nachhaken ausgestellt wird; es werden ganz grundlegende Zweifel an der weiteren Übertragung von Radsport geäußert, während bei gleichzeitigem Verweis auf die Involviertheit des AC Mailand in einen Bestechungsskandal vom phantastischen Champions League-Halbfinale gegen Manchester geschwärmt wird. Diese Koexistenz von rigider Moral und investigativem Eifer auf der einen Seite und affirmativer Bezugnahme auf den Sport auf der anderen ist weniger scheinheilig als vielmehr symptomatisch: Es ist die Betriebsgrundlage für den Mediensport und die Sportberichterstattung. Im Gegensatz zu dem, was im Zuge der Doping-Diskussion unterstellt und gefordert wird, kann die Sportberichterstattung nicht einfach komplett auf das Modell von Journalismus einschwenken, das sich für Politik, Ökonomie, Gesellschaft zumindest als normativer Maßstab (wenn auch nicht immer als Realität) etabliert hat.&#8221; (&#8230;) </p>
<p class="text newspaper"><a target="_blank" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/spezial/dossiers/doping/79220/index.php"><strong>&#8220;Saubere Rennen sind eine Illusion&#8221;</strong><br />
</a><span class="small"><font color="#999999">Reiner Braun im Gespräch mit Hajo Seppelt, Berliner Zeitung, Medien, 7. Juni 2007</font></span></p>
<p class="inner topglue">&#8220;Es ist ein Problem des Berufsstandes, dass es Begeisterung für den Sport gibt und diese oft wichtiger ist als die Begeisterung für den Journalismus. Sportjournalisten tragen wegen der häufig unkritischen Grundhaltung zum Wesen des modernen Sports eine Mitverantwortung für die Missstände. Wenn ein Moderator fast entschuldigend sagt, wie ungern er doch über Doping berichte und hoffe, dass er es bald nicht mehr tun müsse, zeugt das von einem merkwürdigen Selbstverständnis. Ist es nicht notwendige Grundlage dieses Berufs, neugierig zu sein und einen Erkenntnisgewinn erzielen zu wollen? (&#8230;) Ich denke, dass wir zurück zu den Wurzeln müssen. Einfache Standards wie die kritische Nachfrage und die Recherche sollten mehr in den Vordergrund gerückt werden. (&#8230;) Wir Sportjournalisten sind den Zuschauern schuldig, Glaubwürdigkeit nicht nur von anderen verlangen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Es kann auf Dauer nicht so sein, dass kritische Geschichten nur in den politischen Ressorts oder im Feuilleton verhandelt werden.&#8221;</p>
<p class="newspaper"><strong><a target="_blank" href="http://www.freitag.de/2007/22/07221102.php">Aufklärung<br />
</a></strong>Dopinggeständnisse im Radsport als Freibrief für die Medien<br />
<span class="small"><font color="#999999">Martin Krauß, Freitag, 1. Juni 2007</font></span></p>
<p>&#8220;Qualitätsjournalismus, wo man hinschaut. Hauptsache, so die feste Überzeugung in den meisten Sportressorts, es wird Haltung bewiesen, und es werden Namen genannt. (&#8230;) Was sich großspurig kritischer Sportjournalismus nennt, kommt bloß als Ressentiment geladenes Raunen daher, als Stimmungsmache, und in einigen Fällen ist es nicht weit weg von übler Nachrede. Die Aufklärer, die sich ständig zu Wort melden, sind journalistisch tätige Jäger, die hinter dem Skalp von Profisportlern her sind.&#8221;</p>
<p class="pinnote"><a target="_blank" href="http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4024648_REF2488,00.html"><strong>Kumpanei</strong></a><br />
Der Dopingsumpf und die Journalisten<br />
<span class="small"><font color="#999999">Zapp, NDR-Fernsehen, 30. Mai 2007</font></span></p>
<p>&#8220;Die belogenen Journalisten beklatschen die Lügner und sind voller Verständnis. Florian Naß (ARD) interviewt Rolf Aldag: &#8220;Erst mal vorweg, ich nehm die Entschuldigung selbstverständlich an. Weil mich das auch sehr überzeugt hat, was sie gesagt haben.&#8221; Manfred Hönel: &#8220;Ich nehme natürlich den Fahrern das durchaus ab, diese Entschuldigung. Und wie gesagt, akzeptiere diese Entschuldigung, akzeptiere ihre Entscheidung.&#8221;</p>
<p class="copytext">Karl-Heinrich Bette: &#8220;Ich halte diese Nähe für extrem problematisch und auch für unprofessionell. Man muss sich nur vorstellen, dass in anderen Sektoren der Berichterstattung eine ähnliche Nähe vorhanden wäre, wenn also ein Journalist zur Bundeskanzlerin sagt: Du, Angie, das hast Du ganz toll gemacht, und wenn Du den und den Fehler gemacht hast, dann verzeihen wir Dir auch kollektiv.&#8221;</p>
<p class="video"><a target="_blank" href="http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_video/0,,OID4024648_VID4023046,00.html">Zum Video des Beitrags</a></p>
<p class="pinnote"><strong><a target="_blank" href="http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4024608_REF2488,00.html">Schweigen</a></strong><br />
Eine ZDF-Sportjournalistin unter Dopingverdacht<br />
<span class="small"><font color="#999999">Zapp, NDR-Fernsehen, 30. Mai 2007</font></span></p>
<p>&#8220;<span class="contentpane">Im deutschen Fernsehen stehen neben gelernten Journalisten eine Reihe von ehemaligen Profisportlern vor der Kamera. Sie kommentieren Wettkämpfe oder berichten über sportliche Ereignisse. Eine davon ist die ZDF Reporterin Kristin Otto. Sie war Leistungsschwimmerin in der damaligen DDR, gewann in Seoul sechs Goldmedaillen und gilt als die erfolgreichste Schwimmerin aller Zeiten. Ihre Trainingskameraden von damals haben nach der Wende über systematisches Doping im Kader der DDR berichtet. Ihr gemeinsamerTrainer wurde wegen Doping verurteilt. Doch Kristin Otto behauptet, von verbotenen Mitteln nichts zu wissen. Zapp über die Glaubwürdigkeit einer Sportreporterin, die vieles wissen könnte, aber nichts erzählt.&#8221;</span></p>
<p class="video"><a target="_blank" href="http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_video/0,,OID4024608_VID4023052,00.html">Zum Video des Beitrags</a></p>
<p class="newspaper"><a target="_blank" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/media/657895.html"><strong>Ja, aber</strong></a><br />
ARD und ZDF wollen auch in diesem Jahr die Tour de France übertragen. Allerdings soll der TV-Vertrag nicht verlängert werden<br />
<span class="small"><font color="#999999">Rainer Braun, Berliner Zeitung, Medien, 30. Mai 2007</font></span></p>
<p>&#8220;Ungeachtet der anhaltenden Doping-Vorwürfe gegen den Profi-Radsport wollen ARD und ZDF weiterhin an ihrem Fahrplan zu Übertragung der diesjährigen Tour de France festhalten. &#8220;Mit großer Mehrheit&#8221;, sagte ein ARD-Sprecher, haben die ARD-Intendanten in einer Schaltkonferenz ihre bisherige Linie bekräftigt. Die einzige Gegenstimme kam von RBB-Intendantin Dagmar Reim. Allerdings will das Erste &#8220;bis auf weiteres keine ehemaligen Profi-Radsportler als Co-Kommentatoren in der Live-Berichterstattung einsetzen&#8221;, sagte der ARD-Sprecher. Zuvor hatten sich die Sportchefs des Senderverbunds ebenfalls mehrheitlich (mit 7:2 Stimmen) für die geplante Berichterstattung über die Tour de France ausgesprochen.</p>
<p>Das sieht auch das ZDF so. &#8220;Zum jetzigen Zeitpunkt auszusteigen wäre falsch&#8221;, sagte ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender. (&#8230;) Brender bezeichnete es zum Beispiel als Problem, dass der Sportdirektor des T-Mobile-Teams, Rolf Aldag, im vergangenen Jahr beim Runden Tisch gegen Doping im ZDF große Anstrengungen im Kampf gegen Sportbetrug gefordert und angekündigt habe. Er könne nicht schlafen, wenn er selbst gedopt hätte, habe Aldag 2006 gesagt. &#8220;Nach seinem Dopinggeständnis bedarf es nun intensiver Gespräche, um das zu klären. Ob wir das akzeptieren können, weiß ich nicht&#8221;, sagte Brender. &#8220;Es fehlt noch an Aufklärung, gerade über die Jahre 2000 bis 2006.&#8221;</p>
<p>Erste Konsequenzen aus den Diskussionen um sauberen Radsport zog der Bayerische Rundfunk in seinem Regionalfernsehen. Die aktuelle Berichterstattung von der &#8220;Bayerntour&#8221; &#8211; bei der auch Doping-Sünder Erik Zabel mitfährt &#8211; wird radikal reduziert und um Beiträge zum Stand des Dopings im Leistungssport erweitert.&#8221;</p>
<p class="pinnote"><a target="_blank" href="http://www.interpool.tv/artikel/516/0"><strong>Doping-Geständnisse</strong></a><br />
Ein paar Tränen für die Presse<br />
<span class="small"><font color="#999999">Fred Kowasch, interpool.tv, 29. Mai 2007</font></span></p>
<p>&#8220;Unerträglich wie sich der ARD-&#8217;Tour&#8217; -Moderator Florian Nass (&#8220;Herr Aldag ich nehme die Entschuldigung an&#8221;) bei dem Betrüger von T-Mobile einschleimte. Befremdlich wie der jahrelange Tour de France Kommentator Klaus Angermann (ZDF/Eurosport) mit Trauer in der Stimme die Aussagen kommentierte. Daß dann noch Kristin Otto die Doping-News in den heute-Nachrichten präsentierte, ist an Absurdität kaum noch zu überbieten.</p>
<p>Das Problem liegt im System. Das ist im Radsport nicht anders, als bei den Öffentlich-Rechtlichen. Auch da geht es um Jobs (deshalb ist das Interesse an einer Tour-Übertragung intern besonders gross), auch hier herrscht &#8216;Omerta&#8217; &#8211; das Gebot des Schweigens. Wer zum Beispiel öffentlich ausspricht, daß ein ZDF-Moderator Doping-News unterdrückt, weil er auf der (fünfstelligen) Paylist des betreffenden Rad&#8217;sport&#8217;rennstalls sitzt, wird gemieden, bekommt keine Aufträge mehr. Wolf-Dieter Poschmann spielt unterdessen den engagierten Aufklärer.</p>
<p>Hagen Boßdorf, Ulli Fritz, Ulli Jantsch, Peter Leisl, Karsten Migels, Herbert Watterott, Jürgen Emig, Michael Pfeiffer und, und und &#8230;. Wie hießen sie noch alle, die Claqueure des Rad&#8217;sportes&#8217;?! Jetzt wird ein Lebenstraum begraben, jetzt fliegen die Fetzen. So ist es nun mal, wenn ein System in sich zusammen bricht.&#8221;</p>
<p class="pinnote"><strong><a target="_blank" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/90279">Was war. Was wird</a></strong><br />
<span class="small"><font color="#999999">Hal Faber, Heise online, 27. Mai 2007</font></span></p>
<p>&#8220;Dass Radler im Fernsehen von Typen wie Jürgen Emig oder Hagen Boßdorf kommentiert wurden, macht den Skandal erst rund. Die sechsstelligen Sonderprämien, die ein Jan Ullrich von der ARD kassierte, hatten einen Preis: die völlige Aufgabe des kritischen Sportjournalismus. Derweil wird man sich bei der Telekom fragen, ob man diese Radsportler nicht auch in eine Service-Gesellschaft auslagern kann. Nur Hähnchenschlächter sind da gründlicher und handeln schnell, wenn das globale Huhn in die Diskussion gerät, weil beim Team Wiesenhof die üblichen Abstreiter das Sagen haben. Muss man Beckmann und den Freunden der Spritztechnik so viel Aufmerksamkeit schenken? Ja, denn gegenwärtig wirtschaftet sich das, was einstmals öffentlich-rechtliches System genannt wurde, schneller in den Abgrund, als Epo-gedopte Lemminge springen können.&#8221;</p>
<p class="newspaper"><a target="_blank" href="http://www.faz.net/s/RubCBF8402E577F4A618A28E1C67A632537/Doc~E94E1AB943F2840F19D65243A8D869056~ATpl~Ecommon~Scontent.html"><strong>Verfemt</strong></a><br />
Das Fernsehen im Dopingsumpf<br />
<span class="small"><font color="#999999">Michael Hanfeld, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 27. Mai 2007</font></span></p>
<p><em>Der Autor erweitert seine Analyse vom 22. Mai um einige Beispiele.</em></p>
<p>&#8220;Die Doping-Aufklärer von heute sind die Leugner von gestern. Was man dieser Tage bei ARD und ZDF zu sehen bekommt, macht einen schwindlig. Die Moderatoren überbieten einander geradezu, Abscheu und Verachtung auszudrücken gegenüber einer Praxis, vor der sie ein ganzes Jahrzehnt lang die Augen verschlossen haben. Bevor wir am Donnerstag Rolf Aldag lässig erzählen sahen, wie er mit dem Doping begonnen hat, und Erik Zabel schluchzte, schauten uns Figuren an wie Dieter Poschmann im ZDF und Michael Antwerpes in der ARD, die im Inquisitorenton die Pressekonferenz des Teams T-Mobile ankündigten. Die haben ja alle gedopt! Welch eine Enttäuschung, welch ein Skandal! Die Mär vom sauberen Sport &#8211; alles Lüge! Wer hätte das nur gedacht? Sie alle haben es gedacht, geahnt, gewusst oder billigend in Kauf genommen. Sie haben die Heroen geschaffen, deren Untergang sie nun genauso lustvoll begleiten wie zuvor deren Aufstieg. (&#8230;) Und wenn man dann noch sieht, dass im ZDF die ehemalige DDR-Schwimmerin Kristin Otto als Sportredakteurin die entsprechenden Meldungen verliest, weiß man, dass leider gerade die Öffentlich-Rechtlichen noch immer ein Teil des Problems sind und wenig zur Lösung beitragen, auch wenn der Radsportler Bert Dietz bei „Beckmann“ die Bekenntnisorgie begonnen hat. Doch dann taucht im Ersten plötzlich jemand wie Ralf Meutgens auf. Wer ist Meutgens? Ein freier Journalist, den bis dato nur die Insider kannten. Ein Besessener, der seit Jahren akribisch wie kein Zweiter die Dopingmafia verfolgt hat und das System mit allen Verästelungen in seinem jüngst erschienenen Buch „Doping im Radsport“ ebenso trocken wie detailliert nachzeichnet. Ein Außenseiter, der Zeilenhonorar kloppen und sein Geld woanders verdienen musste; ein Verfemter der Branche &#8211; zumindest im Fernsehen -, der seine Geschichten wie sauer Bier anbieten musste und Mal um Mal abgedrängt wurde. Der bis zur letzten Ampulle vorrechnet, was die Radfahrer alles in sich hineingepumpt haben. Da steht er nun plötzlich, als wäre nichts gewesen, vor Antwerpes&#8217; ARD-Mikrofon und gibt zum Besten, was wir in der „Sportschau“ oder dem „Aktuellen Sportstudio“ schon vor Jahren von ihm hätten hören können: wer wie wann gedopt hat. Nur wollte das, solange Sender, Sponsoren und Rennställe noch Partner waren, keiner hören. Jetzt ist Meutgens dran, endlich. (&#8230;) Doch man sollte sich nichts vormachen: Wo zuvor die nun verfemten Radsportler strampelten, stehen heute &#8211; zum Beispiel &#8211; die Boxer unter Vertrag.&#8221;</p>
<p class="newspaper"><strong>Chaos im Boot</strong><br />
ARD und ZDF entdecken infolge der Doping-Geständnisse, was ihnen fehlt: Ein sauberer Sportjournalismus<br />
<span class="small"><font color="#999999">Hans Leyendecker, Süddeutsche Zeitung, Medien, 26. Mai 2007</font></span></p>
<p>&#8220;Was für ein Pathos, was für eine Tour der Tränen und der Heuchelei. Seit Tagen entdeckt das Fernsehen, was jeder, der es wissen wollte, schon lange wusste: Dass viele der Helden-Maschinen, die bei Bergetappen den Galibier und die vielen Pässe hinaufstürmen oder hinaufkeuchen, rollende Apotheken sind. Im ARD-Brennpunkt, in der Tagesschau, in den Tagesthemen, im ZDF-Spezial, im heute journal waren an diesem Donnerstag die Tränen von Radprofi Erik Zabel in Großaufnahme zu sehen. Ein bisschen zu kurz bei den Betrachtungen und Entschuldigungen kam die Rolle der journalistischen Begleiter. Zwei Auftritte von Sportjournalisten ließen den Zuschauer ahnen, wie es um Nähe und Distanz in diesem Metier bestellt ist. Bei der Telekom-Pressekonferenz trat nach den Bekenntnissen von Rolf Aldag und Zabel der alte Kämpe Klaus Angermann vom ZDF auf, und er war sichtlich aufgewühlt: Er sprach über Jan Ullrich, den er „Ulle” nannte, über den &#8216;gläubigen Christen Udo Bölts&#8217;, der auch gelogen hatte, und er wurde dann so pathetisch wie einst bei der Beschreibung der Tour der Leiden und Legenden: &#8216;Ich möchte wissen, auch im Namen der Kollegen, die mit heißem Herzen, mit Begeisterung Euch gefolgt sind, die auch Eure Schmerzen miterlebt haben: Sollen wir all diese Resultate (. . .) eigentlich vergessen? Die großen Erfolge vom Team Telekom, weil sie eigentlich mit unerlaubten Mitteln erreicht worden sind?&#8217;<br />
Mit heißem Herzen? Mit Begeisterung gefolgt? Redete da ein Fan, dessen Traum es war, in der Nähe der Stars zu sein oder ein Journalist? Und warum Du und was heißt Ihr? Stimmt es etwa, was die ZDF-Duzmaschine Rolf Töpperwien bei anderer Gelegenheit gesagt hat, dass Sportler und Medien in einem Boot säßen? Am Abend kommentierte dann ARD-Mann Hajo Seppelt, in den Tagesthemen den Dopingfall: &#8216;Viele Sportjournalisten&#8217; müssten sich bei „Zuschauern, Lesern, Hörern entschuldigen. Oft genug haben wir das alles gesendet und gedruckt und vielleicht noch geglaubt, was uns Sportler und Funktionäre weißmachen wollten&#8217;. Sportjournalisten müssten es künftig schaffen, &#8216;die nötige Distanz&#8217; zu halten und gründlich zu recherchieren. Dass Seppelt den Kommentar sprechen durfte, dokumentiert die Verwirrung im öffentlich-rechtlichen System. Der frühere Schwimmreporter war vor einem Jahr wegen seiner kritischen Doping-Berichte gemobbt worden. Er hatte in einer öffentlich gewordenen E-Mail festgestellt, das Thema Doping werde in der ARD-Sportberichterstattung weitgehend ausgeklammert, das Erste sei Teil eines &#8216;Systems des Vertuschens&#8217;. Das hätte ihm fast, wenn die Doping-Skandale nicht plötzlich in Serie passiert wären, die Karriere gekostet. Heute ist er der Held, gibt fortwährend allen Sendern Interviews. Seine Kompetenz ist nun gefragt, und er sagt das, was er schon vor Jahren hätte sagen können.&#8221;</p>
<p class="pinnote"><a target="_blank" href="http://sportblog.blogsport.de/2007/05/25/eine-netzstoerung-namens-medien/"><strong>Eine Netzstörung namens Medien</strong></a><br />
<span class="small"><font color="#999999">nolookpass, Blog Nachspiel.de, 25. Mai 2007</font></span></p>
<p>&#8220;Der jüngste Blog-Scoop hat einmal wieder gezeigt, wie Medien Blogs sehen. Oder vielmehr, als was sie sie nicht sehen: Als stinknormale Informationsquelle zum Beispiel.<br />
Der mehr als umtriebige Herr Pahl hat mit Hilfe eines Lesers den <a href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2007/05/22/die-ard-tonstorung-namens-godefroot">Beckmann-Pieps entschlüsselt</a>, nicht unwichtige Aspekte der Dietz-Beichte wurden dadurch thematisiert. Nun schwuppte das Thema über Heise, dwdl.de, die Netzeitung bis in die FAZ, und jetzt raten Sie mal, verehrte <em>seriöse Medien nennen die Quelle</em>-Vertreter, wer Allesaussersport explizit als Informanten genannt hat.<br />
<a target="_blank" href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25347/1.html">Heise</a>: Link und zweifache Namensnennung<br />
<a target="_blank" href="http://www.dwdl.de/article/news_11030,00.html">dwdl.de</a>: Nennt das Blog <em>Internetangebot</em> und verlinkt erst nach Mail-Aufforderung<br />
<a target="_blank" href="http://www.netzeitung.de/sport/655216.html">Netzeitung</a>: Weiß schon, was ein Blog ist, verlinkt aber erst nach Mail-Aufforderung. Immerhin wird im <a target="_blank" href="http://www.netzeitung.de/medien/altpapier/656358.html">heutigen Altpapier</a> kräftig zitiert.&#8221;</p>
<p class="pinnote"><strong><a target="_blank" href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6811768,00.html">Auch Jan Ullrich sollte endlich mit der Heuchelei aufhören</a><br />
</strong><span class="small"><font color="#999999">Hans-Joachim Seppelt (rbb), Kommentar in den ARD-Tagesthemen, 25. Mai 2007</font></span></p>
<p>&#8220;Viele von uns Sportjournalisten müssen sich bei Zuschauern, Hörern und Lesern entschuldigen. Oft genug haben wir das alles gesendet und gedruckt und vielleicht sogar noch geglaubt, was uns Sportler und Funktionäre weismachen wollten. Ohne die Behauptungen eines angeblich kaum dopingbelasteten Sports kritisch zu hinterfragen, wir wir es Ihnen eigentlich schulden. Jetzt ist amtlich, was sowieso alle Insider wussten: Weite Teile des Spitzensports sind Lug und Trug. (&#8230;)<br />
Ich weiß nicht, ob wir es als Berichterstatter in den Medien künftig wirklich schaffen werden, die nötige Distanz zu wahren und genügend Kraft aufzubringen, nachhaltig zu recherchieren, auch dann, wenn wir uns damit keine Freunde machen. Aber zumindest wäre heute der richtige Tag des Neuanfangs nicht nur im Radsport, auch für uns Sportjournalisten.&#8221;</p>
<p class="video"><a target="_blank" href="http://www.tagesschau.de/video/0,1315,OID6812032_RES,00.html">zum Video des Kommentars</a></p>
<p class="newspaper"><a target="_blank" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/meinung/655895.html"><strong>Kartell der Schande</strong></a><br />
<span class="small"><font color="#999999">Jens Weinreich, Berliner Zeitung, Meinung, 24. Mai 2007</font></span></p>
<p>&#8220;Reden wir über einen vernachlässigten Aspekt des systemimmanenten Dopings, reden wir über: die Rolle von Journalisten. Denn, so viel Ehrlichkeit muss sein, es waren und sind ja nicht nur die Doper und Sportfunktionäre, die Mediziner und Sportpolitiker, die Sponsoren und Sportwissenschaftler, die ein flächendeckendes Dopingsystem installierten &#8211; ob nun aktiv oder durch ihr Schweigen, durch Lügen, Leugnen, Nichtstun, Feigheit, Dummheit und andere Korruptionsformen. An dieser Koalition der Schande haben auch Journalisten einen gehörigen Anteil. Es ist bezeichnend, dass manche Redakteure das Thema erst jetzt für schlagzeilenträchtig erachten, da es in einer Boulevardsendung des ehemaligen Journalisten Reinhold Beckmann gelaufen ist. Das sagt viel über diese Branche, die sich dem Augenblickseffekt verschreibt und nicht den Inhalten. Es wird gerade wieder viel exklusives Nichts produziert. Doch vielen, die jetzt als vermeintliche Experten hektisch befragt werden, fehlt es an Fachwissen. Andere haben in der Vergangenheit, jeder an seiner Stelle, zünftig zur Verschärfung des Dilemmas beigetragen. Verdächtig oft hört man derzeit den Satz: &#8216;Wir haben es ja schon immer gewusst.&#8217; Doch wer bitteschön hat dieses angebliche Wissen je artikuliert? Es waren wenige. Und es sind nicht diejenigen, die jetzt behaupten, es schon immer gewusst zu haben. Wer über Jahre versucht hat, der Wahrheit näher zu kommen, hat es jetzt nicht nötig, sich zu verteidigen. Die Mehrzahl hat gejubelt, und sie hat diejenigen, die Fragen stellten, bekämpft, teilweise mit brutalen Mitteln.&#8221;</p>
<p class="newspaper"><a target="_blank" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/medien/?em_cnt=1141448"><strong>Pepe Danquart glaubt an Aldag</strong></a><br />
&#8220;Ich wäre sehr enttäuscht&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Interview von Daland Segler, Frankfurter Rundschau, Medien, 24. Mai 2007</font></span></p>
<p>Zugegeben, <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Danquart">Pepe Danquart</a> ist nicht unbedingt. Journalist. Doch wie ahnungslos naiv sich der Regisseur des Tour de France Helden-Epos Höllentour noch am Tage des Aldag-Geständnisses zitieren lässt, verrät viel über die, sagen wir: Kommunikationsbranche und ihre Protagonisten. Es soll ja auch Sportjournalisten geben, die ähnlich agieren. Eine Passage aus einem bemerkenswerten Interview:</p>
<p><em>Was haben Sie denn beim Dreh von der medizinischen Betreuung mitbekommen?<br />
</em>Wir hatten &#8220;all access&#8221;, und das zu jeder Zeit, da merkt man, wenn Geheimnistuereien laufen &#8211; zumal wenn man so eine lange Zeit mit den Sportlern unterwegs ist. Und was ich mitbekommen habe, ist, dass die auf ihre Fitness sehr geachtet haben. Von der Vitamin-Einnahme über Massage bis zur Akupunktur: Das alles war immer Thema, aber es waren weder Getuschel noch Aufgeregtheiten zu spüren, und verschlossene Türen gab es auch nicht.<br />
<em>Sie hatten auch zu den Ärzten des Teams engen Kontakt?</em><br />
Ja, auch zu den Ärzten hatten wir ein enges Verhältnis, ich komme ja aus Freiburg, wie Lothar Heinrich und Andreas Schmidt, die an der Uniklinik gearbeitet haben, und habe mich selbst einem Leistungstest bei ihnen unterzogen; sie haben auch Sportler des SC Freiburg behandelt und eigentlich immer eine sehr gute sportmedizinische Arbeit gemacht. Ich weiß nicht, ob man sie jetzt plötzlich zu den Bösewichten dieser Welt zählen muss &#8211; was auch immer sie im Einzelnen getan haben mögen. (&#8230;)<br />
<em>Von heute aus gesehen: Hätte das Thema einen größeren Raum im Film einnehmen müssen? </em><br />
Nein, das halte ich nach wie vor für richtig, wenn man eine so große Vertrauensbasis hat und etwas ganz anderes erzählen will. Da geht es ja um die Bereitschaft, sich in frühen Jahren auf ein Ziel festzulegen, Radsport-Profi zu werden und damit seine Jugend aufzugeben und auf vieles zu verzichten &#8211; die quälen sich ja schließlich auch heute noch jeden Tag -, und es ging um Leidensbereitschaft und Freundschaften. Das war ja eine Kinoerzählung und kein investigativer Journalismus.<br />
<em>Was einen ja nicht hindern muss an den Fragen.</em><br />
Ja, aber wenn von hundert Journalisten 99 nur eine einzige Frage interessiert: ob die nun dopen, dann reicht das, dann brauche ich das nicht auch noch zu tun. Ich wollte eine große Kinogeschichte erzählen über zwei Freunde in einer Extrem-Situation und einen Einblick geben in diesen Sport, der anders funktioniert. Selbst mit einer Spritze im Arm müssen die sich ja quälen bis zum Umfallen. (&#8230;)<br />
<em>Rolf Aldag will heute vor die Presse treten. Wenn es nun von ihm oder auch von den Ärzten Geständnisse gäbe: Ja, wir haben gedopt, würden Sie sich dann getäuscht fühlen?</em><br />
Das würde mich menschlich enttäuschen.</p>
<p class="newspaper"><a target="_blank" href="http://www.tagesspiegel.de/medien/archiv/24.05.2007/3285481.asp"><strong>Ein Auge zu</strong></a><br />
Nach Doping-Enthüllungen: ARD/ZDF wollen Radsport weiter übertragen<br />
<span class="small"><font color="#999999">Markus Ehrenberg und Joachim Huber, Der Tagesspiegel, Medien, 24. Mai 2007</font></span></p>
<p>&#8220;Aber ob allein der &#8216;kritische Blick&#8217; und &#8216;investigative Berichterstattung&#8217; (ARD- Sprecher Meyer) ausreichen, um glaubhaft ein Zeichen gegen Doping zu setzen? Am Dienstag hatte der Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Peter Danckert, nach den Geständnissen der ehemaligen Radprofis Bert Dietz und Christian Henn einen Stopp der Radsport-Übertragungen von ARD und ZDF gefordert. Die früheren Fahrer des Telekom-Teams hatten zu Beginn der Woche zugegeben, in den 90er Jahren das Blutdoping-Mittel Epo verwendet zu haben. &#8216;ARD und ZDF, die von den Gebührenzahlern leben, sollten sich von der Übertragung der Tour de France und anderer Radsportereignisse so lange fern halten, wie nicht der Sport reinen Tisch gemacht hat&#8217;, sagte Danckert. Gerade öffentlich-rechtliche Sender dürften den Zuschauern &#8216;nicht vorgaukeln, es gebe den dopingfreien Sport&#8217;. ZDF-Chefredakteuer Brender und ARD-Programmchef Günter Struve verteidigten am Mittwoch bei einer Anhörung des Bundestags-Sportausschusses in Berlin ihre Positionen in Sachen Radsport-Übertragungen. Struve betonte, dass das Erste seit vorigem Sommer – nach Bekanntwerden der möglichen Verstrickungen von Jan Ullrich in die Fuentes-Affäre – keine Verträge mehr mit aktiven Sportlern abschließe, &#8216;weil die Gefahren zu groß werden&#8217;. Was nicht zur Sprache kam: Für die Sender geht es beim Radsport auch um Werbeeinnahmen. Laut ARD-Werbung Sales &amp; Services kostet bei der am 7. Juli startenden Tour ein 30-Sekunden-Spot zwischen 6.200 und 17.400 Euro.&#8221;</p>
<p class="newspaper"><a target="_blank" href="http://www.stern.de/unterhaltung/tv/589706.html?nv=cb"><strong>Fernsehen und Doping &#8211; vier Forderungen</strong></a><br />
<span class="small"><font color="#999999">Bernd Gäbler, stern.de, 24. Mai 2007</font></span></p>
<p>&#8220;Wenn Jan Ulrich im Ziel jubelnd die Arme hochreckte, prangte auf seiner Brust auch der Schriftzug der ARD. Hagen Boßdorf, vom Radsport-Experten zum ARD-Sport-Koordinator promoviert, stellte die Berufs-Radfahrer der Telekom stets zu Jahresbeginn der Öffentlichkeit vor, betreute an Wochenenden die Telekom-Lounge im Stadion von Bayern München und sorgte für eine Schönschrieb-Version von Jan Ullrichs Leben. Wie wir heute wissen, erhielt Ullrich zusätzlich einen Spezialvertrag über rund 250.000 Euro. Heute will ihn keiner mehr so genau gelesen haben. Tatsächlich war er sogar leistungsabhängig. Wenn der Sportler alles tat, um vorne zu sein, bekam er mehr Geld. Für ihn wäre es also eine sinnvolle ökonomische Kalkulation gewesen, einen Teil der aus unseren Gebühren finanzierten Summe in leistungssteigende Mittel zu re-investieren. (&#8230;) So war das. Jetzt beichten einige Sportler. Und plötzlich fordern Politiker: ARD und ZDF sollen doch einfach die Berichterstattung vom großen Radsport sein lassen. Absurd &#8211; wie aber wäre es mal mit Journalismus? Ist das nicht auch die eigentliche Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Sendens, der Sinn der Gebühren &#8211; dass eben keine Abhängigkeit entstehen soll von den großen Geldgebern und Veranstaltern?&#8221;</p>
<p class="newspaper"><a target="_blank" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/sport/655946.html"><strong>Und Struve grinst</strong></a><br />
ARD und ZDF übertragen trotz der Dopingverbrechen die Tour de France<br />
<span class="small"><font color="#999999">Jens Weinreich, Berliner Zeitung, Sport, 24. Mai 2007</font></span></p>
<p>&#8220;Das hat man nicht alle Tage. Zwei der mächtigsten Fernsehfürsten des Landes werden vor einen parlamentarischen Ausschuss geladen. Im Sportausschuss saßen am Mittwoch ARD-Programmdirektor Günter Struve und ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender. Wer sich angesichts der Brisanz der Dopingdiskussion und langjähriger öffentlich-rechtlicher Journalismus-Verweigerung aber erhellende Äußerungen der beiden Mächtigen erhofft hatte, wurde enttäuscht. (&#8230;) Nur zur Erinnerung: Es war die ARD, die einen Sponsorenvertrag mit dem Team Telekom hatte. Es war die ARD, die zusätzlich Verträge mit Jan Ullrich unterhielt und dem Blutpanscher mehrere Hunderttausend Euro zuschanzte. Es ist die ARD, aus der sich zwei ehemalige ARD-Sportchefs, Jürgen Emig und Wilfried Mohren, wegen Korruption verantworten müssen. Der langjährige Sportkoordinator Hagen Boßdorf, von Struve stets gedeckt, musste nach zahlreichen Skandalen gehen. Es war auch Ullrich-Biograf und Telekom-Nebenverdienstler Boßdorf, der einst Sätze absonderte wie diesen: Wenn die Telekom sagt, es gebe kein Doping, dann gibt es auch für die ARD kein Doping. Struve aber kann und mag sich an derartige kollektive Entgleisungen nicht erinnern. Er machte lediglich arrogante, launische Bemerkungen und spielte die Telekom-Verflechtungen seines Senderverbundes in unnachahmlicher Weise herab. Nach dem Motto: Es habe ja nur einen kleinen Sponsorvertrag gegeben. In einer einzigen Sportart, sagte Struve, habe es schon immer Doping-Paragrafen in den Verträgen gegeben: &#8216;Das war Radfahren.&#8217; Immerhin war er so gnädig und versprach, es werde keine Verträge mit aktiven Sportlern mehr geben. Den skandalösen Kontrakt mit Jan Ullrich erwähnte er nur insofern, als dass er behauptete, der Kontrakt sei von der ARD schon vor vielen Jahren gekündigt worden. Es war nur eine von mehreren kleinen Wahrheitsbeugungen.&#8221;</p>
<p class="newspaper"><strong>Eine gewisse Chemie<br />
</strong>Das kurze Gedächtnis von Medien und Publikum beim Thema Doping im internationalen Radsport<br />
<span class="small"><font color="#999999">Hans Leyendecker, Süddeutsche Zeitung, Medien, 24. Mai 2007</font></span></p>
<p>&#8220;Wenn in diesen Tagen über Doping im Berufsradsport, über die Haltung von Medien, Öffentlichkeit und Funktionären diskutiert wird, lohnt ausnahmsweise ein Blick in die Archive. Er zeigt, dass die Diskussion über die „schwarzen Schafe”, die „ganz neuen Erkenntnisse” , also über all das, was niemand habe ahnen können, ein Abgrund von Heuchelei ist. Zu allen Zeiten, das fällt beim Blick in vergilbte Bände auf, gab es Medien, die beharrlich weggeschaut haben.&#8221;</p>
<p class="pinnote"><a target="_blank" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2007/05/22/die-ard-tonstorung-namens-godefroot/"><strong>Die ARD-Tonstörung namens Godefroot</strong></a><br />
<span class="small"><font color="#999999">Kai Pahl, Blog allesaussersport.de, 22. Mai 2007</font></span></p>
<p>Nicht etwa die Staatsanwaltschaft Bonn hat als erste den ominösen Pfeifton während des Beckmann-Interviews mit Bert Dietz aufgelöst &#8211; es waren Blogger. Das Protokoll ist <a target="_blank" href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2007/05/22/die-ard-tonstorung-namens-godefroot/">hier</a> nachzulesen.</p>
<p class="newspaper"><a target="_blank" href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E21EE4A88B40646D8A6218F058074C483~ATpl~Ecommon~Scontent.html"><strong>Fernsehen und Doping</strong></a><br />
Die Doper sind wir<br />
<span class="small"><font color="#999999">Michael Hanfeld, Faz.net, Medien, 22. Mai 2007</font></span></p>
<p>&#8220;Solange die ARD selbst Partner des Teams Telekom (1998 bis 2004) war, galt der Satz des inzwischen wegen seiner Stasi-Vergangenheit entlassenen Sportchefs Hagen Boßdorf: Wenn das Team Telekom sagt, es gebe kein Doping, dann gibt es auch für die ARD kein Doping. Und also gab es stattdessen seit 1999 einen Sondervertrag für Jan Ullrich über ein Honorar von bis zu 200.000 Euro pro Jahr, der 2003 sogar noch einmal verlängert wurde, obwohl der Radsportler zwischenzeitlich des Dopings überführt worden war. Zwei Dutzend Sportchefs und Intendanten haben die Verträge gesehen, aber angeblich nicht richtig gelesen, wie der Direktor des ersten Programms, Günter Struve, einmal lapidar sagte. Dabei war alles bis ins Kleinste ausformuliert, sogar der persönliche Betreuer von Jan Ullrich, Rudy Pevenage, schlüpfte mit einem Mitwirkendenvertrag bei der ARD unter. Und beim ZDF war letztes Jahr bei der Tour de France als Fachkommentator der Radsportler Rolf Aldag unter Vertrag, der einst mit Bert Dietz für das Team Telekom fuhr und bis heute zum Thema Doping nur ausflüchtende Binsenweisheiten verkündet. Die Sender wollten den Radsport eben um jeden Preis, auch um den Preis der eigenen Glaubwürdigkeit; eine angemessene, distanzierte und kritische Berichterstattung zu diesem Sport hat es ein ganzes Jahrzehnt lang nicht gegeben.<br />
Der Drang, auszublenden, was dem Medienereignis Radsport schadet, führte schließlich so weit, dass Sportchefs vom Schlage eines Jürgen Emig beim Hessischen Rundfunk und eines Wilfried Mohren beim Mitteldeutschen Rundfunk ihr eigenes Mafiasystem errichteten. Weil ihre Sender &#8211; gerade der HR &#8211; Sport zeigen wollten, etwa das Rennen um den Henninger-Turm in Frankfurt, aber angeblich kein Geld hatten, sahen sie sich nach „Beistellungen“ um, was nichts anderes bedeutet, als dass Verbände und Veranstalter die Rundfunkübertragung bezahlen. Dieses System hat erst ermöglicht, dass jemand wie Emig in die eigene Tasche wirtschaftete, die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat ihn wegen Betrugs in einer Schadenshöhe von 600.000 Euro angeklagt.&#8221;</p>
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		<title>Reaktionen auf die Gründung des sportnetzwerks</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2006 19:36:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine kleine Auswahl von Reaktionen aus den ersten Wochen der vom sportnetzwerk angestoßenen journalistischen Qualitätsdiskussion:
&#8220;Der deutsche Sportjournalismus ist überfordert, so scheint es mir. Die explosionsartige Vermehrung der TV-Sender und Privatradios hat einen Qualitätsabfall im Sportjournalismus ausgelöst. Es drängen immer mehr Untalente an die Mikrophone und vor die Kameras. Die &#8216;Alten&#8217;, die Kundigen, die Gelernten beginnen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kleine Auswahl von Reaktionen aus den ersten Wochen der vom sportnetzwerk angestoßenen journalistischen Qualitätsdiskussion:</p>
<p>&#8220;Der deutsche Sportjournalismus ist überfordert, so scheint es mir. Die explosionsartige Vermehrung der TV-Sender und Privatradios hat einen Qualitätsabfall im Sportjournalismus ausgelöst. Es drängen immer mehr Untalente an die Mikrophone und vor die Kameras. Die &#8216;Alten&#8217;, die Kundigen, die Gelernten beginnen, sich zu verabschieden. Wer bestimmt, wer nachkommt? Rudi Michel, Harry Valerien haben keine Lehrämter, sind keine Professoren. Mir scheint, dass die für den Fernsehalltag verantwortlichen Damen und Herren die Situation nicht übersehen, oder, was noch schlimmer wäre, sie nicht ernst nehmen. Wie kann es sein, dass der Sport immer mehr Sendezeit bekommt, aber denen, die sie vergeben, gar nicht auffällt, dass sie nicht sinnvoll genutzt wird? Sprechen kann man lernen. Sogar denken kann man lernen. Sprecher, denen man gern zuhört, weil man spürt, dass sie sich dabei etwas denken, sollten auch im Sport eine Chance haben. Ein sportnetzwerk, das solche Gedanken anschiebt, ist schon lange überfällig.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Dieter Hildebrandt, München, 10.01.2006<span id="more-7"></span></font></span></p>
<p>&#8220;Ich finde das großartig, was da in Gang zu kommen scheint und begrüße eine derartige Rückbesinnug auf unsere eigentlichen Aufgaben sehr. Als langjähriges VDS-Mitglied,der allerdings einmal schon für ein Jahr ausgetreten war, um dann doch wieder einzutreten,weil es einfach keine Alternative gab, hoffe ich dennoch zunächst einmal,dass man sich kollegial verständigen kann und problemorientiert  und bitte nicht personenbezogen diskutiert.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Günther Koch, Nürnberg, 25.01.2006</font></span></p>
<p>&#8220;Es ist immer verführerisch von der scheinbaren Banalität der vergänglichen Tagesnachrichten des Sports auf die Leichtigkeit seiner Präsentation zu schließen. Deshalb begrüße ich die Initiative des sportnetzwerks und verspreche mir davon unter anderem einen Wissenschaftsjournalismus, der sich dort herausgefordert fühlt, wo es nicht nur um das Bedienen wechselseitiger Eitelkeiten und Privatismen geht, sondern auch Zusammenhänge und Hintergründe zum Thema werden können, die gestern relevant waren oder dies vielleicht erst morgen werden. Meine Mitwirkung an einem solchen Vorhaben sage ich gern zu.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Prof. Dr. Elk Franke, Humboldt-Universität zu Berlin, 18.01.2006</font></span></p>
<p>&#8220;Der seriöse und hintergründige Sportjournalismus droht in Deutschland im Sog einer ungebremsten Kommerzialisierung und unter dem Diktat der Unterhaltung zu einer aussterbenden Disziplin zu werden. Das Signal zur Rückbesinnung auf journalistische Tugenden ist längst überfällig.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Thomas Leif, Vorsitzender des Vereins Netzwerk Recherche, 04.01.2006</font></span></p>
<p>&#8220;Ihre Initiative in Sachen sportnetzwerk kann ich nur unterstützen. Daß es bis auf wenige Ausnahmen keinen kritischen Sportjournalismus mehr in Deutschland gibt, dagegen die opportunistisch-peinliche Berichterstattung über den Sport inflationär zugenommen hat, stimmt mich schon seit Jahren ziemlich traurig. Insbesondere die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten kommen ihrem Auftrag nicht mehr nach, weil auch sie nur noch nach Einschaltquoten schielen und darüber ihr Aufklärungsgeschäft in einer völlig unprofessionellen Weise vernachlässigen. Wer kritisch-konstruktiv über den Sport berichten möchte, kann dies momentan nur in einigen wenigen Zeitungen oder im Radio tun. Es wird zuwenig in den Medien über die Medien berichtet, und das scheint mir der blinde Fleck zu sein, der zu Ihrer Initiative geführt hat. Viel Glück für Sie und Ihre Kollegen/innen.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Professor Dr. Karl-Heinrich Bette, TU Darmstadt, 04.01.2006</font></span></p>
<p>&#8220;Wenn sich Sportjournalisten von der großen Masse im Kompromiss- und Traditionswirrwarr steckender Berufsverbandskollegen lossagen, um eigene Wege zu gehen, kann ich nur applaudieren. Ich hoffe, Ihre Initiative trägt dazu bei, im besten aufklärerischen Sinne den Filz Sport-Medien-Kommerz-Politik stärker durchzuwalken. Die Zeit dafür ist reif, nicht etwa weil Popkulturphrasen wie &#8216;investigativer Journalismus&#8217; ganz gut im Kurs stehen oder in diesem Jahr eine Fußball-WM in Deutschland ausgetragen wird, sondern weil das nüchterne, anständige Journalistenhandwerk offensichtlich in die Bredouille geraten ist. PR-Einfluss, Quotenhascherei, Medienkrise, Boulevardisierung und die paranoid zunehmende Besetzung von Chefredakteurs- und Ressortleiterposten mit redaktionellen Managern haben ein unerträgliches Maß erreicht. Als Medienredakteur bekomme ich das ganz gut mit. Innerhalb der Ressortfamilie steht der Sport ganz sicher besonders häufig Pate für unreflektierte, launige Ergebnisberichterstattung – weitgehend frei von Recherche. Jeder Journalisteninitiative, die Leser, Hörer und Zuschauer als mündige Bürger Ernst nimmt und sich diesen Tendenzen entgegenstemmt, wünsche ich besten Erfolg.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Lutz Mükke, Message, 02.01.2006</font></span></p>
<p>&#8220;Sie hat ja mal kommen müssen, die Debatte um die Verlotterung der Sitten in diesem Berufsstand. Aber bitte führt sie nicht mit dem VDS, das lohnt wirklich nicht. Führt sie unter denen, die kapiert haben, dass der Sportjournalismus kein exterritoriales Gebiet ist, sondern ganz simplen Regeln zu folgen hat. Und die haben etwas mit Rückgrat und Haltung zu tun. Falls ihr dazu noch ein paar Argumente braucht, kann ich mit vielen Erfahrungen aus meiner früheren Zeit dienen.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Josef-Otto Freudenreich, Stuttgarter Zeitung, 24.01.2006</font></span></p>
<p>&#8220;Journalism has been my profession for eighteen years. But untill a few years ago I could never imagine myself working as a sportsjournalist, because I was affraid it would destroy my reputation as an independent and critical journalist. Since then I have &#8211; as a sportsjournalist &#8211; discovered that we can do a lot to fight our bad reputation. By building strong networks between critical sportsjournalists around the world we can make a difference. Many of the major stories in sport has in recent years been disclosed by groups of sportsjournalists working together. Both national and international sport has always been infected by individuals and groups of people who behave as if sport, and the money and the power sport generates. where their own private property. If we as sportsjournalists turn the blind eye to these stories, we are no better than the most incompetent and corrupt sportsleaders. I hope the new sportnetzwerk in Germany will grow to be one of the most important players in the field.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Lars Joergensen, Politiken, Dänemark, 03.01.2006</font></span></p>
<p>&#8220;Endlich auch Qualitätsdiskussion im Sportjournalismus. Und damit die Chance, einen Teufelskreis zu durchbrechen. Als Lehrende im sportjournalistischen Studium an der Universität Hamburg haben wir festgestellt, daß es immer schwieriger wurde, den Studierenden Qualitätsstandards eines aufgeklärten Sportjournalismus nachhaltig zu vermitteln. Allzu dominant war das Gegenbild &#8211; eine Berufspraxis, die so offensichtlich nach ganz anderen Regeln funktioniert. Und natürlich mussten für immer mehr Studierende Qualitätsstandards als primär &#8216;theoretische&#8217; Ansprüche erscheinen, die mit der Praxis nur wenig zu tun haben. Ein Teufelskreis. Die &#8216;McDonaldisierung&#8217; der Sportberichterstattung gebärt ihre Kinder und pflanzt sich fort. Auch schlechte Vorbilder werden, wenn sie so offenkundig beruflich erfolgreich sind, zu Maßstäben für einen Nachwuchs, der genau weiß, daß die Stellen rar sind. Die Hamburger Sportjournalistik begrüßt die Initiative und ist bereit, sich an der Qualitätsdiskussion zu beteiligen.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Prof. Dr. Jürgen Lange; Dipl. Sportwiss. Jost Backhaus; Egon Boesten; Dr. Jens Große; Dipl. Sportwiss. Broder-Jürgen Trede; Hamburger Institut für Sportjournalistik, 07.02.2006</font></span></p>
<p>&#8220;Ein sportnetzwerk ist eine hervorragende Idee, die ein seit Jahren latent vorhandenes Vakuum füllen könnte. Ohne den VDS in tutto verdammen zu wollen, liegen Felder wie problemorientierte Fachkonferenzen, Rechercheschulung für junge Kollegen oder wirklich nutzbringende internationale Kooperationen in der Tat brach.&#8221;<br />
Thorsten Jungholt, Welt am Sonntag, 14.12.2005</p>
<p>&#8220;Die Kraft, die jeder für sich hat, wird durch einen Verband wie den VDS verhindert oder zumindest erheblich vermindert, in jedem Fall nicht verstärkt. Wenn sich dann diese Kräfte in einem Netzwerk und in einer Richtung bündeln, kann jeder erahnen, wozu sie fähig sein können. Um im Sport zu bleiben: lasst uns diese innovative Trainingsmethode nutzen, um im Wettkampf richtig zulangen zu können. Je eher, je besser, je mehr, je überzeugender.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Ralf Meutgens, Freier Journalist, 15.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Wir haben uns lange mit ins kommerzialisierte und fremdgesteuerte Funktionärs-Boot gesetzt und diesen Kurs mitgehalten. Die wenigen kritischen Kollgen/Innen, die sich als distanzierte, aber wohlmeinende Wegbegleiter des Sports verstanden haben, sind nicht nur von Funktionären, sondern von den eigenen Kollegen als Nestbeschmutzer und Querulanten ohne Zeitgeist behandelt worden. Endlich ist gemeinsamer Widerstand angesagt: Es wird Zeit, dass wir über unsere Berufswelt und unser Berufsverständnis nachdenken und handeln,bevor wir gemeinsam auf Grund laufen. Danke für den Start des sportnetzwerkes. Ich bin dabei.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Bianka Schreiber-Rietig, Freie Journalistin, 27.01.2006</font></span></p>
<p>&#8220;Ich begrüße Ihre Initiative und finde, dass sowohl der Sportjournalismus als auch die Sportwissenschaft von einer Kooperation hohen Nutzen haben würden. Ein Qualitätsjournalismus ist die Voraussetzung dafür, dass man ernsthaft über den modernen Sport nachdenken kann. Und eine unabhängige Reflexion über die neuen Entwicklungen des Sports ist die Voraussetzung für Maßstäbe und Einschätzungen, die von einer seriösen Berichterstattung erwartet werden können. Wir brauchen uns also gegenseitig. Mehr noch: auch der Sport und die Sportler brauchen uns, damit sie gegenüber den Ansprüchen des Geldes und eines maßlosen Publikums nicht allein gelassen werden. In diesem Sinne möchte ich Ihre Initiative gern unterstützen.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Professor Gunter Gebauer, Freie Universität Berlin, 18.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;The stark reality is that we can no longer deliver top-class reporting without constant communication with our colleagues around the world. We knew little about what world sports leaders were doing in Africa, Latin-America and Asia until we made contacts with good reporters. Of recent years the beauty of email has our exchanges of information zapping around the globe. Our friend in Denmark Jens Sejer Andersen has created wonderful opportunities for networking and discussing journalistic questions. It is Play the Game. Hundreds of excellent reporters are registered there, happy to answer questions from foreign colleagues. The 2006 World Cup is a fantastic opportunity to be walking up to any and every foreign reporter in town, shaking hands, exchanging cards and having a beer. Maybe we should be organising meetings for reporters so we can meet and mingle in our own mixed zone. There is another worry for any journalist under the age of 60. As the internet removes newspaper advertising revenue and staff are slashed yet again ­where are they going to get work? Newspapers have a reduced longterm future. Only subscription magazines ­ printed or on line ­ with high-quality journalism and disclosure­ are going to be able to pay good wages. The cheap websites will be filled up with AP copy, paid for or stolen and re-written. The only journalists who are going to survive are the ones that can find original and creative stories and don’t rely on sports federation spindoctors and press releases.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Andrew Jennings, England, Freelance Journalist and Author, 15.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Wir haben jetzt schon, auf elektronischem Wege, eine Diskussion über unser Selbstverständnis, über unser Tun und Lassen, von einer Qualität, wie wir es im VDS nie erleben durften. Der Sportjournalismus in Deutschland ist am Boden, das müssen wir uns seit Jahren eingestehen, und es wird, so scheint es, immer schlimmer. Wenn wir ernst genommen werden wollen, müssen wir eine Trennung vornehmen.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Herbert Fischer-Solms, Deutschlandfunk, 18.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Vereine sind Interessenvertretungen. Wir wissen, dass sich etwa an der von den Sportredaktionen verantworteten Berichterstattung des Fernsehens nichts ändern wird, die Interessen, ein Unterhaltungsprodukt fernab der Realitäten zu verkaufen, sind viel zu stark, die Kollegen im Grunde PR-Leute, bessere und schlechtere darunter. Geht es um Inhalte, gibt es kaum noch Gemeinsamkeit. Der Versuch, sie unter dem Dach eines Vereins herzustellen, ist Verschwendung von Energie. Im sportnetzwerk bin ich gern dabei. Ich meine, dass nicht nur Kollegen, sondern auch Wissenschaftler einbezogen werden sollten und andere. Denn worum es neben Recherchequalität in Bezug auf Kritikwürdiges auch gehen sollte: ein weiterer Blick auf das, was Sport bedeuten kann, was er bietet an Möglichkeiten für soziale Integration etc. pp. Wir wissen das alle, theoretisch; aber wir vergessen es. Denn es sind die scheinbar weniger spannenden Geschichten. Die in einigen Mails geäußerte Befürchtung, so werde ein elitärer Zirkel konstituiert, der ausgrenzt, teile ich nicht. Ideologiefrei betrachtet ist Elite immer das Problem der Anderen. Und natürlich hat niemand etwas anderes im Sinn als ein offenes Netzwerk.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Grit Hartmann, Freie Journalistin, 18.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Die Idee, regelmäßige, sinnvolle Symposien über Probleme des Sportjournalismus abzuhalten, finde ich grundsätzlich gut, die Frage wäre aber, was genau es bringt. Wenn alle nur bestätigt bekommen, was sie ohnehin schon wissen, wie das bei Kongressen meist der Fall ist, wäre wenig gewonnen. Wichtiger fände ich, einen fruchtbaren Diskussionszusammenhang interessierter Leute zustande zu bringen, ohne dass es gleich zu groß, zu formell, zu offiziell wird.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Matti Lieske, Berliner Zeitung, 18.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Meine VDS-Mitgliedschaft ist für mich gedanklich schon Vergangenheit. An einem alternativen Projekt mit kritischen Kollegen, vielleicht sogar über Deutschland hinaus, bin ich sehr interessiert. Nicht nur als passives Mitglied. Dabei sollte es eine Grundvoraussetzung geben: Die Bereitschaft, sich ab und zu mal in Frage zu stellen.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Anno Hecker, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Our recent International Sports Press Survey shows that sports journalism in Germany is – on a general note – very similar to that of the rest of the world: it presents a surprising disinterest in the political, financial and cultural aspects of sport. This in spite of the fact that sport affects our daily lives as well as national and international politics in a way that is unprecedented. Simultaneously, sport has become big business and – due to the once idealistic and independent nature of its organisations – a perfect breeding ground for many kinds of corruption. There is a lot of work to do for journalists, and Play the Game is happy to welcome and support any initiative, inside or outside the collegial associations &#8211; that can bring sports journalism closer to the ideals of being a watchdog for public interest rather than a smooth operator in the global entertainment industry. So we can only congratulate you with this endeavour and hope that many colleagues will join the network you suggest. From our side, we will be happy to share our experiences with you and give your future activities the backing and consultation services that you will find useful. Also, through our newsletter and knowledge bank, we will find it very interesting to include pieces of investigative sports journalism or relevant academic research that will eventually be the outcome of the German network.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Jens Sejer Andersen, Dänemark, Director Play the Game, 15.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Ich kann insbesondere nachvollziehen, wenn Print-Kollegen inzwischen längst einen großen &#8216;Graben&#8217; zwischen ihnen und den &#8216;mitveranstaltenden&#8217; Fernsehkollegen sehen. Als Fernsehkollege der ARD unterstütze ich Eure Initiative mit Nachdruck und hoffe, dass der &#8216;Graben&#8217; schmaler wird. Und hoffe, dass die Fernsehverantwortlichen gerade nach der vielfach geäußerten öffentlichen Kritik an der Sportberichterstattung den Mut aufbringen, auch mal gegen den Strich zu bürsten.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Hajo Seppelt, Rundfunk Berlin Brandenburg, 19.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Zwar bin ich keine Sportjournalistin und auch kein VDS-Mitglied, aber Ihre Initiative hat mich doch einige Tage beschäftigt. Sie ist gut, wichtig und richtig. Ich versuche zu sagen, warum: Was die Sportjournalisten in ihrem täglichen Allerlei kaum noch realisieren ist die hohe Relevanz ihrer Arbeit. Der Sport ist nicht nur Metapher für eine Gesellschaft, in ihm entwirft sie sich auch. Nimmt man die Leipziger Fußballauslosung letzte Woche ernst, ist das Beckmann-Klum-Kreiseln ein Kreiseln um die totale Leere. Diese Leere geschieht ohne Not, zudem ohne Heiterkeit, Sinn, Substanz. Es ist pures Geschäft. Ihre Aktion besteht auf klaren Kriterien, Kritik und der unbedingten Wahrnehmung von Realität. Das ist das Gegenteil von dem, was grassiert. Und sie holt zurück, was in diesem verdorbenem Milieu preisgegeben ist: Leidenschaft. Was aus Ihrer Idee irgendwann einmal werden kann, geschieht &#8211; das wissen alle &#8211; nur im Konkreten. Es braucht einige wenige, die sie tragen und einen langen Atem. Sollte es auf diesem Weg einen Moment geben, wo ich von Nutzen sein kann, bin ich verbindlich dabei.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Ines Geipel, Schriftstellerin, Professorin an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin, 19.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Ich glaube auch, dass der Sportjournalismus an einer Wegscheide steht und damit Probleme früh lösen muss, die auf den Journalismus insgesamt zukommen. Es geht um Nähe und Distanz, um Stimmungsmache und Analyse, um die Scheidelinie zwischen Berichterstattung über&#8230; und Präsentation von&#8230; Gerade das Fernsehen, aber in Zukunft auch das Internet werden dabei immer stärker vor allem als Verwertungsplattform angesehen. Es scheint sich eine Trennung anzubahnen zwischen einer kritischen Haltung, die bei einer schmaler werdenden Schicht nachgefragt wird, und Event-Emotion, die für die Masse gedacht ist. Darum finde ich auch, dass es an der Zeit ist, dass sich alle, die für ersteres stehen, austauschen, beraten, Einfluss organisieren. Gut wäre es, wenn dies gelingen würde ohne Selbstbeweihräucherung und elitäre Isolation.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Bernd Gäbler, eh. Geschäftsführer des Adolf-Grimme-Instituts, 19.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Der Zustand des VDS spiegelt meiner Ansicht nach eine Krise des Sportjournalismus an sich wider. Wir sind auf allen Ebenen &#8211; bei weitem nicht nur in der Sparte Fernsehen &#8211; auf dem Weg zum Unterhaltungsressort, und selten ist das deutlicher zu Tage getreten als in der sich derzeit drehenden Spirale des WM-Wahnsinns. Widerstand wird immer schwerer. Das Ziel aller Unternehmungen muss es meiner Meinung nach sein, dass diejenigen, die Augen und Ohren in dem Job aufhalten und nicht die Hand, mehr werden. So sinnvoll wie eine Vernetzung Gleichgesinnter ist &#8211; die Schwelle, dazugehören zu wollen, darf nicht zu hoch sein. Neben der Print-TV-Front könnte noch ein zweiter Graben in den eigenen Reihen aufgerissen werden.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Ralf Wiegand, Süddeutsche Zeitung, 19.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Investigativer Journalismus ist gut, aber nicht die einzig akzeptable Form. Es gibt genügend Fans, so hoffe ich, die keine aufgeregten Marktschreier hören wollen, die sich auch für Sieger und Geschlagene interessieren, die nicht aus Deutschland kommen, die eine fachlich vernünftige Einordnung eines Fußballspiels erwarten, und nicht einen menschelnden Moderationsbrei, der alles und jeden einverleibt und alles sprachlich einölt, einebnet und einnebelt. Daß über so etwas mehr gesprochen wird, selbstverständlich auch über die Dopingabhängigkeit, ist gut und richtig. Mitunter bedarf es natürlich einer gewissen Courage, sich gegen den Mainstream des eigenen Systems Gehör zu verschaffen. Daß die Fernsehschaffenden von vielen schreibenden Kollegen inzwischen als eine eigene Spezies gesehen werden, ist verständlich. Aber die grundsätzliche Aufteilung zwischen Print-Journalisten und Rundfunk (Fernseh-)leuten halte ich für problematisch. Journalistische Kriterien sollten für alle gelten. Noch gebe ich die Hoffnung nicht auf, daß auch innerhalb des VDS Stimmen wie die Ihre ein Forum erhalten.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Stanley Schmidt, Rundfunk Berlin Brandenburg, 19.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Wir sollten uns über Bild &#8211; und Selbstbild &#8211; des Sportjournalismus verständigen, der uns vorschwebt. Fakt ist: Die meisten Sportseiten (und viele Journalisten) leben von diesem &#8216;nur Sport&#8217;; die wenigsten können (und wollen) es sich leisten, beispielsweise einen Spezialisten für Sportpolitik oder Doping einzustellen. Ein anderer Fakt: Viele Journalisten &#8211; selbst wenn sie dies wollten &#8211; haben keine Zeit/nicht die Ressourcen, lange zu recherchieren: oder haben dies gar nicht gelernt (prima Betätigungsfeld übrigens für eine neue Organisation &#8211; durch Fortbildungen, Recherchepreis, Lobbyarbeit). Zu fragen wäre, ob dieser neue Bund ein Elite-Freundeskreis werden soll oder ob er Gäblers &#8216;besseren&#8217; Sportjournalisten doch etwas weiter fassen möchte. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Der Wunsch nach Abgrenzung etwa zum Fernsehwesen, wenn es als Box-Promoter, Tour-Sponsor oder Produktionskostenkassierer auftritt, ist für mich vollkommen nachvollziehbar.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Dirk Schmidtke, Freier Journalist, 19.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Es handelt sich hier keineswegs um etwas Elitäres. Spätestens seit der Diskussion um Eliteuniversitäten habe ich auch etwas gegen das Wort Elite. Es geht ausschließlich um einen besseren Sportjournalismus: Einen, der auch abseits der Ereignisberichterstattung seine Aufgabe erfüllt: Niemand von uns hat etwas gegen 1:0-Berichterstattung einzuwenden, da sie zu unserem Beruf gehört! Doch gibt es daneben noch viel, viel mehr, was unseren Job ausmacht, vor allem ausmachen sollte. Vor allem junge Kollegen sollten rechtzeitig mitbekommen, dass Sport aus mehr besteht als das, was vielerorts vorgeschrieben wird.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Frank Mertens, Netzeitung, 20.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Die Lage des Sportjournalismus in Deutschland, das macht unser Austausch deutlich, ist bedauernswert, und alle wissen es. Ich bin sehr dafür, daß wir in der Tretmühle nicht immer noch schneller hinter den Terminen her rennen, sondern (uns) auch mal fragen, was wir da eigentlich treiben. Die Anmerkungen von Play the Game beschreiben einen Teil des Dilemmas: Die Vielfalt des Sports und auch seine vielen Dimensionen finden kaum ihren Platz in der Sportberichterstattung. Kongresse und Newsletter, Netzwerk und Nachwuchsförderung haben meine Unterstützung.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Michael Reinsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Um journalistische Power zu erzeugen, aus gemeinsamen Idealen möglichst verbindliche Standards zu machen und um sich auch gegenseitig dabei zu unterstützen, kann ich nur gutheißen, was da in Ihren Köpfen dräut, nämlich ein sportnetzwerk gemeinsamer Aktivitäten und gegenseitigen Informationsaustauschs auf die Beine zu stellen. Ich beobachte das &#8211; nicht nur aus der wissenschaftlichen Sicht, sehr interessiert &#8211; und kann nur wünschen, dass alles so funktioniert, wie Sie sich das vorstellen. Vielleicht schaffen Sie es ja, ein wirkliches Netzwerk, zumindest für journalistisch engagierten Sportmedienleute, zu organisieren; beispielhaft für andere, um zu zeigen, was man eigentlich machen kann (wenn man wirklich will).&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Professor Johannes Ludwig, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg, 21.12.2005</font></span></p>
<p>&#8220;Ihre Initiative ist äußerst begrüßenswert. Eine unabhängige, kritische und selbstkritische Eigenvertretung des deutschen Sportjournalismus ist heute dringender denn je. Seit diesem Wintersemester werden an meinem Institut Studierende zum Bachelor Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Sportpublizistik ausgebildet. Ich bin dabei eine Kooperation mit dem Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen eingegangen und allein mit Blick auf diese Studierenden und im Wissen um die problematische Situation des Sportjournalismus scheint mir Ihr Anliegen von höchster Relevanz zu sein.&#8221;<br />
<span class="small"><font color="#999999">Professor Helmut Digel, Universität Tübingen, Vizepräsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, 23.12.2005</font></span></p>
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		<title>Programm</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2006 17:35:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[programm]]></category>
		<category><![CDATA[über uns]]></category>
		<category><![CDATA[was wir wollen]]></category>

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		<description><![CDATA[Thesen zum Selbstverständnis, zum Leitmotiv und zur Programmatik

Das sportnetzwerk ist der im Dezember 2005 gegründete, vorerst noch lose Zusammenschluss von Sportjournalisten zu einer unabhängigen Interessengemeinschaft. Deren Ziel ist es, sich mit den fundamentalen Fragen des Journalistenberufs auseinander zu setzen, das Berufsbild zu schärfen und die gesellschaftliche Bedeutung des Sports in seiner gesamten Bandbreite angemessen zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Thesen zum Selbstverständnis, zum Leitmotiv und zur Programmatik</strong></p>
<ol>
<li><img src="http://sportnetzwerk.eu/wp-content/uploads/2007/11/sportnetzwerklogo.thumbnail.gif" alt="sportnetzwerklogo.gif" />Das sportnetzwerk ist der im Dezember 2005 gegründete, vorerst noch lose Zusammenschluss von Sportjournalisten zu einer unabhängigen Interessengemeinschaft. Deren Ziel ist es, sich mit den fundamentalen Fragen des Journalistenberufs auseinander zu setzen, das Berufsbild zu schärfen und die gesellschaftliche Bedeutung des Sports in seiner gesamten Bandbreite angemessen zur Geltung zu bringen. Hauptanliegen des Diskurses sind Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung des Sportjournalismus.<span id="more-24"></span></li>
<p></p>
<li>Als Herausforderung für sich versteht das sportnetzwerk die Bewahrung von journalistischen Grundtugenden und Grundwerten in einem zunehmend komplizierteren Arbeitsumfeld. Das sportnetzwerk setzt sich ein für: Distanz statt Nähe, Recherche statt Quote, Analyse statt Stimmungsmache und Berichterstattung statt Präsentation.</li>
<p></p>
<li>Das sportnetzwerk wendet sich gegen die absolute Gleichsetzung von Sport und Unterhaltung, die auf Dauer journalistische Standards außer Kraft setzt.</li>
<p></p>
<li>Zur Verwirklichung seiner Ziele schafft das sportnetzwerk branchenübergreifende Kommunikationsplattformen, um die Erfahrungen und Kompetenzen verschiedener Gesellschaftsbereiche an den Schnittstellen von Sport, Medien, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur zu vernetzen. Angestrebt wird insbesondere eine enge Zusammenarbeit mit der Kommunikations- und Sportwissenschaft.</li>
<p></p>
<li>Zur Umsetzung seiner Ziele offeriert das sportnetzwerk die Webseite <a href="http://www.sportnetzwerk.eu/">www.sportnetzwerk.eu</a>.</li>
<p></p>
<li>Das sportnetzwerk gibt eine eigene <a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=14">Buchreihe </a>heraus.</li>
<p></p>
<li>Das sportnetzwerk vernetzt sich national und international und pflegt langfristige <a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/?page_id=12">Kooperationen</a> mit Vereinigungen und Institutionen, deren Zielstellungen mit denen des sportnetzwerks korrespondieren.</li>
<p></p>
<li>Das sportnetzwerk fördert Rechercheprojekte.</li>
<p></p>
<li>Das sportnetzwerk veranstaltet Diskussionsrunden, Seminare, Konferenzen und Workshops zu journalistischen Fachfragen und zu Schwerpunktthemen. Ziel ist es, künftig einmal jährlich ist ein bundesweites Treffen mit umfassenden Angeboten zu organisieren.</li>
<p></p>
<li>Diese Angebote richten sich im Allgemeinen an alle Sympathisanten dieser Interessengemeinschaft, im Besonderen auch an den sportjournalistischen Nachwuchs. Jungen Kollegen den Weg zum Qualitätsjournalismus aufzuzeigen und sie auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die verursacht sind von der zunehmenden Kommerzialisierung des Sports, betrachtet das sportnetzwerk als eine seiner wichtigsten Aufgaben. Darüber hinaus wirken Mitglieder des sportnetzwerks in verschiedenen Funktionen an journalistischen Ausbildungseinrichtungen.</li>
<p></p>
<li>Das sportnetzwerk ist offen für alle hauptberuflichen Journalisten, die sich aktiv an der Verwirklichung der Zielsetzung beteiligen wollen. Eine Trennung zwischen den verschiedenen journalistischen Sparten – Print, TV, Radio, Internet, Foto – gibt es nicht. Darüber hinaus ist das sportnetzwerk offen für Wissenschaftler, Juristen, Funktionäre, Studenten aus angrenzenden Fachbereichen, aber auch für sportinteressierte Personen aus fachfremden Bereichen, die sich mit den Zielen des sportnetzwerks identifizieren und an der Umsetzung können. Das sportnetzwerk wird sich allerdings von Lobbyisten und PR-Agenten abgrenzen, die unter dem Deckmantel der Mitgliedschaft in einer berufsständischen Journalistenvereinigung ihrem Geschäft nachgehen.</li>
<p></p>
<li>Das sportnetzwerk ist politisch unabhängig und verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.</li>
</ol>
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		<title>Die Akkreditierungsfrage: VDS vs. sportnetzwerk</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2006 18:44:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[akkreditierungen]]></category>
		<category><![CDATA[netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[vds]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass wir uns für die Interessen all jener einsetzen, die sich im sportnetzwerk engagieren, versteht sich von selbst. Von Beginn an wenden wir uns gegen jegliche Gedankenspiele, Sportjournalisten auszugrenzen und etwa mit dem Entzug von Akkreditierungen für Großereignisse (u. a. Olympische Spiele, Fußball- Welt- und Europameisterschaften) bestrafen zu wollen, nur weil sie dem Verband Deutscher Sportjournalisten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass wir uns für die Interessen all jener einsetzen, die sich im sportnetzwerk engagieren, versteht sich von selbst. Von Beginn an wenden wir uns gegen jegliche Gedankenspiele, Sportjournalisten auszugrenzen und etwa mit dem Entzug von Akkreditierungen für Großereignisse (u. a. Olympische Spiele, Fußball- Welt- und Europameisterschaften) bestrafen zu wollen, nur weil sie dem Verband Deutscher Sportjournalisten den Rücken kehren und/oder im sportnetzwerk mitarbeiten.</p>
<p>Diese Sorgen hatten einige Kollegen aus guten Gründen geäußert, besonders freie Journalisten. Verstärkt wurden diese Sorgen durch Äußerungen des VDS-Präsidenten Erich Laaser in Zeitungsinterviews &#8211; und durch Drohungen verschiedener Vertreter von VDS-Regionalvereinen gegenüber Mitgliedern des sportnetzwerks.</p>
<p>Inzwischen haben auf unsere Anfrage hin die Pressesprecher des <a target="_blank" href="http://www.dfb.de/" title="DFB"><span>Deutschen Fußball-Bundes</span></a> (DFB), des <a target="_blank" href="http://www.nok.de/" title="NOK"><span>Nationalen Olympischen Komitees</span></a> (NOK) und der <a target="_blank" href="http://www.dfl.de/" title="DFL"><span>Deutschen Fußball-Liga</span></a> (DFL) unisono erklärt, dass diese Sorgen unbegründet sind &#8211; und dass jene, die eventuell mit dem Gedanken gespielt haben, ausgrenzend tätig zu werden, ihre Überlegungen einstellen sollten.<span id="more-6"></span></p>
<p>Für den <a target="_blank" href="http://www.dsb.de/" title="DSB"><span>Deutschen Sportbund</span></a> (DSB) erklärte Presseschef Harald Piper am 20. Januar: &#8220;Der Deutsche Sportbund hält kritische Medienbegleitung der nationalen und internationalen Ereignisse des Sports nicht nur für dringend geboten, er betrachtet sie auch als selbstverständlich. Insofern darf es aus DSB-Sicht keinerlei Einschränkungen seriöser journalistischer Arbeit geben. Der DSB wird sich jedenfalls für die Einhaltung und Durchsetzung dieser Grundprinzipien – wo immer nötig und möglich – einsetzen.&#8221;</p>
<p>Die Stellungnahmen von Harald Stenger (DFB), Michael Schirp (NOK) und Tom Bender (DFL) können Sie <a target="_blank" href="http://sportnetzwerk.eu/images/Dokumente/Akkreditierungen170106.pdf">hier nachlesen</a>.</p>
<p>Nur wenige Stunden nachdem wir die erste Antwort von Harald Stenger in unserem Newsletter publik gemacht hatten, reagierte das <a target="_blank" href="http://www.sportjournalist.de/?page=vdspraesidium" title="VDS-Präsidium"><span>VDS-Präsidium</span></a> mit einer <a target="_blank" href="http://www.sportjournalist.de/?page=news_detail&amp;kennung=494" title="VDS-Klarstellung zu Akkreditierungen"><span>&#8220;Klarstellung zur Vergabe von Akkreditierungen&#8221;</span></a>. Darin heißt es unter anderem:</p>
<p>&#8220;Zu in der Öffentlichkeit verbreiteten Darstellungen, der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) drohe Journalistinnen und Journalisten, die das neu gegründete Sportnetzwerk unterstützen oder aus dem VDS austreten, mit der Nichtberücksichtigung bei Akkreditierungen für Sportveranstaltungen, stellt das Präsidium des VDS folgendes klar: (&#8230;) Die Mitgliedschaft im VDS ist bei der Zuteilung von Akkreditierungen nicht entscheidend. Niemand wird aufgrund seiner Nicht-Zugehörigkeit zum VDS benachteiligt oder ausgegrenzt. An dieser Praxis wird sich auch in Zukunft nichts ändern.&#8221;</p>
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		<title>Offener Brief an den Verband Deutscher Sportjournalisten</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2006 11:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sehr geehrter Herr Laaser, liebe Kolleginnen und Kollegen,
es gibt Dinge, die brauchen Zeit. Bei einigen von uns hat es sogar sehr lange bis zu diesem Entschluss gebraucht. Daran lässt sich erkennen, dass es sich hier nicht um eine Spontanreaktion handelt. Vielmehr haben sich Frust und Unmut bei vielen von uns über Jahre hinweg aufgestaut – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Laaser, liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>es gibt Dinge, die brauchen Zeit. Bei einigen von uns hat es sogar sehr lange bis zu diesem Entschluss gebraucht. Daran lässt sich erkennen, dass es sich hier nicht um eine Spontanreaktion handelt. Vielmehr haben sich Frust und Unmut bei vielen von uns über Jahre hinweg aufgestaut – nun ziehen wir daraus die Konsequenzen:</p>
<p>Die Unterzeichner erklären hiermit den Austritt aus den jeweiligen Regionalvereinen des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS).</p>
<p>Wer einem Verband den Rücken kehrt, der sollte dafür die Gründe benennen. Wir wollen dies gerne tun.<span id="more-5"></span></p>
<p>Auf der Vorstandsebene des VDS können wir nur eine unzureichende Bereitschaft erkennen, sich mit fundamentalen Fragestellungen in unserem Berufsstand auseinander zu setzen. So negiert der VDS die mittlerweile kaum noch überbrückbaren Gegensätze zwischen großen Teilen der Printjournalisten auf der einen und weiten Teilen der TV- und Radiokollegen auf der anderen Seite. Das Abdriften des Sportjournalismus in das reine Unterhaltungsressort und der Rückgang kritischer, distanzierter Berichterstattung werden anstandslos hingenommen. Dass sich manche Kollegen statt von den Mindeststandards an ihre journalistische Arbeit eher von PR-Gesichtspunkten leiten lassen, ist besorgniserregend. Derartigen Tendenzen kann man nicht mit einem verschärften Kuschelstil und hilflosen Appellen begegnen. Es geht hier um Grundfragen des (Sport)-Journalismus, es geht um gesellschaftspolitische Fragestellungen, auf die eine berufsständische Organisation wie der VDS adäquate Antworten finden sollte. Diese aber vermissen wir, und zwar auf breiter Front, so dass wir uns größte Sorgen machen um die Zukunft unseres Berufsstandes.</p>
<p>Zögern und Taktieren bringen uns nicht weiter, dafür sind die Probleme und Gefahren zu groß. Einige von uns haben sich in den Regionalvereinen engagiert und dort Ideen und Projekte eingebracht. Doch sie mussten feststellen, dass damit die VDS-Strukturen nicht nachhaltig zu ändern sind. Was an verdienstvoller ehrenamtlicher Arbeit in Regionalverbänden geleistet wird, verpufft; vieles dringt zwar an die VDS-Spitze durch, wird dort aber nicht entsprechend aufgenommen. Deshalb sehen wir uns künftig besser in einem sportnetzwerk von gleich gesinnten Kollegen aufgehoben. Dieses Netzwerk existiert bereits und hat sich zahlreichen Projekten verschrieben.</p>
<p>Vereinzelt mussten wir während der konstruktiven Diskussion im Vorfeld unserer Austritts-Entscheidung hören, dass es uns um die Bildung eines elitären Kreises ginge. Derartige Vorwürfe entbehren jeder Grundlage. Seit wann ist es elitär, sich für Qualität einzusetzen und Probleme deutlicher zu benennen, als es der VDS-Präsident tut? Seit wann ist es elitär, sich untereinander zu vernetzen, also freiwillig Wissen und Kontakte weiterzugeben? Seit wann ist es elitär, zu recherchieren, seinen Job ernst zu nehmen und die Perspektive zu wahren? Seit wann ist es elitär, an journalistische Grundtugenden zu erinnern und diese pflegen zu wollen? Sportjournalisten sollten keine Promoter und Verkäufer sein; sie sitzen nicht mit den Objekten ihrer Berichterstattung in einem Boot – eine derartige Betrachtungsweise scheint allerdings im VDS nur wenige Anhänger zu finden.</p>
<p>Uns geht es um nicht mehr und nicht weniger, als unser Berufsbild zu schärfen. Die Resonanz zur Mitwirkung an diesem sportnetzwerk beweist, dass auch außerhalb des Sportjournalismus der große Wunsch besteht, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam etwas voranzubringen: Zuvorderst einen Sportjournalismus, der in der Lage ist, angemessen die gesellschaftliche Bedeutung des Sports zu behandeln und sich mit der Berichterstattung auseinanderzusetzen. Nach wenigen Tagen haben bereits mehrere hundert Personen aus dreizehn Ländern Interesse an unserem Netzwerk bekundet. Es haben sich bisher gemeldet: Sportjournalisten von überregionalen Tageszeitungen, Lokalzeitungen, Internetanbietern, TV-Stationen, Radiosendern, Magazinen und Wochenzeitungen; Medienjournalisten, Politikjournalisten, Feuilletonisten, politische Korrespondenten, Reporter; Kommunikationswissenschaftler; Ökonomen; Sportwissenschaftler; Volontäre; Studenten; Doktoranden; Soziologen; Pensionäre; Mediziner; Rechtsanwälte; Schriftsteller; Schauspieler; Chefredakteure; Beamte; Politiker; Sportfunktionäre und ein Kabarettist. Unser Angebot wird zunehmend von jungen Kollegen und Kollegen von Lokalsportredaktionen wahrgenommen.</p>
<p>Das sportnetzwerk steht allen offen, selbstverständlich auch VDS-Mitgliedern, die an Sportjournalismus interessiert sind. Uns geht es um Recherche statt Quote, um Distanz statt Nähe, um Analyse statt Stimmungsmache, um Berichterstattung statt Präsentation – also um journalistische Qualitätssicherung. Wir freuen uns über die Mitarbeit und das Engagement aller an unseren Zielen interessierter Kollegen. Auf gewisse Unterschiede zwischen Journalismus, PR, Marketing und Lobbyismus werden wir allerdings achten. Der VDS tut das leider nicht in einem Maße, wie es uns angemessen erscheint.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p><strong>Javier Caceres</strong>, Süddeutsche Zeitung; <strong>Herbert Fischer-Solms</strong>, Deutschlandfunk; <strong>Thorsten Jungholt</strong>, Welt am Sonntag; <strong>Michael Gernandt</strong>, eh. Süddeutsche Zeitung; <strong>Matthias Lieske</strong>, Berliner Zeitung; <strong>Frank Mertens</strong>, Netzeitung; <strong>Ralf Meutgens</strong>, freier Journalist; <strong>Astrid Rawohl</strong>, Deutschlandfunk; <strong>Hans-Joachim Seppelt</strong>, RBB; <strong>Andreas Singler</strong>, freier Journalist; <strong>Jens Weinreich</strong>, Berliner Zeitung; <strong>Ralf Wiegand</strong>, Süddeutsche Zeitung; <strong>Jörg Winterfeldt</strong>, Die Welt/Welt am Sonntag; <strong>Holger Gertz</strong>, Süddeutsche Zeitung; <strong>Thomas Hahn</strong>, Süddeutsche Zeitung; <strong>Robert Hartmann</strong>, freier Journalist; <strong>Anno Hecker</strong>, Frankfurter Allgemeine Zeitung; <strong>Klaus Hoeltzenbein</strong>, Süddeutsche Zeitung; <strong>Rudi Böhm</strong>, freier Journalist; <strong>Bernd Dassel</strong>, freier Journalist; <strong>Christopher Keil</strong>, Süddeutsche Zeitung; <strong>Thomas Kistner</strong>, Süddeutsche Zeitung; <strong>Barbara Klimke</strong>, Berliner Zeitung; <strong>Matthias Wolf</strong>, media akzent tv produktion</p>
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		<title>Was wir wollen</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2005 21:53:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Manifest für den besseren Menschen darf an dieser Stelle niemand erwarten. Die Forderung nach einem besseren Sportjournalismus, so allgemein das klingen mag, die darf man dagegen schon erheben. Diese Forderung, dieser Wunsch, dieses Anliegen, diese Hoffnung ist auch der kleinste gemeinsame Nenner, der die im sportnetzwerk Mitwirkenden verbindet. Dies impliziert ein großes Engagement in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Manifest für den besseren Menschen darf an dieser Stelle niemand erwarten. Die Forderung nach einem besseren Sportjournalismus, so allgemein das klingen mag, die darf man dagegen schon erheben. Diese Forderung, dieser Wunsch, dieses Anliegen, diese Hoffnung ist auch der kleinste gemeinsame Nenner, der die im sportnetzwerk Mitwirkenden verbindet. Dies impliziert ein großes Engagement in der Ausbildung und Anleitung junger Sportjournalisten; eine enge Zusammenarbeit mit Ausbildungseinrichtungen; eine Trennung zwischen Journalismus und PR; die Förderung von Rechercheprojekten. Mehr dazu in unserem erstem Programmangebot.<span id="more-4"></span></p>
<p>Das sportnetzwerk will an den Schnittstellen der Gesellschaftsfelder Sport, Medien, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur verschiedene Kommunikationsplattformen bieten. Es soll in erster Linie ein journalistisches Netzwerk sein, will und wird aber die Erfahrungen und Kompetenzen verschiedener Bereiche miteinander vernetzen. Kurzum: Ein bisschen (mehr) Geist kann nicht schaden.</p>
<p>Ob sich aus dem sportnetzwerk, diesem vorerst losen Zusammenschluss, ein Verein oder Verband entwickelt, steht nicht im Vordergrund unserer Überlegungen, wird aber diskutiert. Zunächst wollen wir Projekte verwirklichen und mit unseren inhaltlichen Angeboten überzeugen.</p>
<p>Die Debatte: Mitte Dezember 2005 wurde die Initiative gestartet, das sportnetzwerk mit qualitativ anspruchsvollen Projekten zu gründen. Es ist der Versuch, die Diskussion über seit Jahren drängende sportjournalistische Themen offen und branchenübergreifend voranzutreiben. Es sind Themen, die anderswo gar nicht oder leider nur unzureichend besprochen werden.</p>
<p>Was ist, was soll, was kann, was darf Sportjournalismus? Wir erlauben uns, Antworten auf diese Fragen anzubieten. Der Sportjournalismus steht gerade im Jahr der Fußball-WM in Deutschland an einer Wegscheide, meinen viele derjenigen, die mit uns diskutieren. Der Sportjournalismus liege gar am Boden, meinen viele Kollegen und Beobachter. Zugespitzt formuliert:</p>
<p>Sind Sportjournalisten eigentlich Journalisten oder doch nur Fans, die es über die Absperrung geschafft haben?</p>
<p>Die Resonanz ist beachtlich: Inzwischen haben sich mehr als 200 Personen aktiv an der Diskussion beteiligt und/oder helfen bei der Entwicklung und Realisierung unserer Projekte. Mehr als 700 Interessenten aus 20 Ländern haben unseren Newsletter abonniert. Die vom sportnetzwerk angestoßene Debatte über journalistische Qualitätssicherung, die wir mit unserem Programm bereichern wollen, wurde von zahlreichen Medien aufgenommen, sie hat die Medienberichterstattung über Sportjournalismus seit Anfang 2006 mit geprägt.</p>
<p>Das sportnetzwerk ist also längst nicht mehr nur ein Insiderthema unter Sportjournalisten, so wie die Inhalte der Diskussion weniger spezifisch sportjournalistische, als vielmehr journalistische Grundfragen sind.</p>
<ul>
<li>Wie nötig ein solcher Diskurs ist, haben nicht zuletzt zahlreiche Skandale im Sportjournalismus seit 2005 gezeigt, deren Hintergründe in der Branche nur unzureichend thematisiert worden sind.</li>
<li>Wie nötig ein solcher Diskurs ist, beweisen die anhaltenden Einschnitte in die Arbeitswelt der Sportjournalisten, die niemanden verschonen &#8211; weder den Lokalreporter noch bei überregionalen Blättern tätigen Spezialisten.</li>
<li>Wie nötig ein solcher Diskurs ist, beweist die zunehmende Diskrepanz im Berufsbild des Sportjournalisten: Machen Print- und TV-Kollegen noch denselben Job? Ist ihre Arbeit noch unter einem Dach zu vereinen?</li>
<li>Wie nötig ein solcher Diskurs ist, bewiest die Spirale des WM-Wahnsinns, in der sich kritische Stimmen kaum noch Gehör verschaffen konnten.</li>
<li>Wie nötig ein solcher Diskurs ist, haben nicht zuletzt auch zwei desaströs verlaufene deutsche Olympiabewerbungen (Berlin 2000 und Leipzig 2012) bewiesen, bei denen die gleichen Fehler gemacht worden sind &#8211; auch von Journalisten. Die Zeche hatte in beiden Fällen eine etwas größere Gruppierung von Bürgern zu übernehmen, obgleich deren Interessen doch in keiner der Bewerbungen wirklich vertreten und obgleich diese Bürger von den Bewerbern doch konsequent hinters Licht geführt worden waren: Die Kosten übernahm der Steuerzahler.</li>
</ul>
<p>Wer an mehr als einer ehrenwerten 1:0-Berichterstattung interessiert ist; wer Hintergründiges, Betrachtendes, Enthüllendes und Einordnendes im Sportjournalismus erwartet; wer sich nicht von den Stammtischparolen und Finten der Mächtigen beeindrucken lässt; wer meint, dass zu jeder Gegenwart auch eine Vergangenheit und eine Zukunft gehört, der soll hier fündig werden.</p>
<p>Wir halten es &#8211; Verzeihung, großer Name &#8211; mit Gabriel García Márquez, der seine drei Grundpfeiler des Journalismus in der FAZ einmal so umschrieb: <em>&#8220;Vorrang von Talent und Berufung; die Gewissheit, dass investigativer Journalismus keine eigene Sparte des Berufs ist, dass vielmehr jeder Journalismus per definitionem investigativ sein muss; und das Bewusstsein, dass die Ethik keine gelegentliche Begleiterscheinung ist, sondern den Journalismus stets begleiten muss wie das Summen eine Schmeißfliege.&#8221;</em> Nun denn!</p>
<p>Anregungen, Kritik jeder Art, Ideen, Vorschläge &#8211; alles ist willkommen, nur keine Beleidigungen. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.</p>
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