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    <title>suedkurier.de - Aach</title>
    <link>https://www.suedkurier.de/</link>
    <language>de-DE</language>
    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 07:45:07 +0100</pubDate>
    <lastBuildDate>Wed, 05 Nov 2025 07:45:07 +0100</lastBuildDate>

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      <title>suedkurier.de</title>
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      <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 05:06:12 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Sie sind wieder unter den Besten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/sie-sind-wieder-unter-den-besten;art372439,12512284 ]]></link>      <description><![CDATA[  <ul> <li>Großer Empfang für<br /> zwölf Sportler des RMSV</li> <li>Drei Meistertitel, zweimal Vize und zweimal Bronze</li> <li>Bürgermeister Ossola<br /> würdigt Team und Trainer</li> </ul>  ]]></description>
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          <ul> <li>Großer Empfang für<br /> zwölf Sportler des RMSV</li> <li>Drei Meistertitel, zweimal Vize und zweimal Bronze</li> <li>Bürgermeister Ossola<br /> würdigt Team und Trainer</li> </ul><br>
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        <ul> <li>Großer Empfang für<br /> zwölf Sportler des RMSV</li> <li>Drei Meistertitel, zweimal Vize und zweimal Bronze</li> <li>Bürgermeister Ossola<br /> würdigt Team und Trainer</li> </ul>



        <p><strong>Aach</strong> Mit drei Deutschen Meistertiteln, zwei Vizemeisterschaften und zweimal Bronze sind zwölf Sportlerinnen und Sportler des RMSV Aach von den Deutschen Hallenradsport-Meisterschaften in Lübbecke (NRW) zurückgekehrt. Die Stadt Aach würdigte die herausragenden Leistungen mit einem feierlichen Empfang im Vereinshaus.</p> <p>Bürgermeister Manfred Ossola begrüßte das Erfolgsteam gemeinsam mit einer Abordnung der Stadtmusik Aach unter Leitung von Markus Augenstein sowie zahlreichen Bürgern, Fans und Freunden der Sportler. „Der Tradition folgend sollen auch die erfahrenen Teilnehmer an nationalen Titelkämpfen, die nicht zum ersten Mal einen Deutschen Meistertitel gewonnen haben, mit Respekt für diese hervorragende Leistung durch die Stadt Aach geehrt und empfangen werden“, so der Bürgermeister in seiner Begrüßungsrede. Auch das Trainer- und Betreuerteam mit Paul Gaißer, Wilfried Schwarz und Cheftrainerin Katja Gaißer würdigte Ossola dabei.</p> <h2>Anspruchsvolle Sportart</h2> <p>Wie anspruchsvoll der Sport ist, zeigte der Bürgermeister mit einem Zitat von Cheftrainerin Katja Gaißer, die im Sportbericht sagte: „So einen Patzer kannst Du in unserer Sportart, im Gegensatz zu anderen Sportarten, nicht mehr aufholen. Um zu gewinnen, musst Du innerhalb der fünf Minuten alles perfekt zeigen.“ Das Zitat verdeutlicht die Anforderungen an die Sportlerinnen und Sportler während der Meisterschaften. „Aber dies ist nur die halbe Wahrheit, denn die Übung muss auch einen entsprechenden Schwierigkeitsgrad haben. Es müssen bestimmte Elemente eingebaut sein und alle vier beziehungsweise sechs Sportler und Sportlerinnen müssen ‚gut‘ drauf sein, sonst wird es nichts mit dem Erfolg“, so der Bürgermeister weiter. Schließlich handele es sich beim Hallenradsport um einen Hochleistungssport.</p> <p>Höchste Konzentration und körperliche Fitness seien entscheidend für den Erfolg. „Dies bedarf eines ständigen, gemeinsamen Trainings“, führte Ossola aus. Die besonderen Herausforderungen für die Sportler und Sportlerinnen sprach der Bürgermeister ebenfalls an. Viele Kinder und Jugendliche, die in die Grundschule und danach in weiterführende Schulen gehen, wohnen in Aach oder den Nachbargemeinden. Die Elitesportler studieren bereits oder machen eine Ausbildung und leben nicht mehr in Aach. Und trotzdem würden sie es immer wieder schaffen, gemeinsam zu trainieren und Erfolge zu erringen.</p> <p>Neben dem Training gehört auch die Nervenstärke zum Hallenradsport dazu, wie Bürgermeister Ossola ausführte: „Gute Nerven müssen nicht nur die Sportlerinnen und Sportler haben, nein, auch die Trainer sind hier außerordentlich gefordert und in einer großen Anspannung. Auch sie müssen es immer wieder möglich machen, zu den Trainingszeiten in der Halle zu stehen.“ Schließlich gratulierte er den zwölf Sportlern und Sportlerinnen zu ihrem großen Erfolg. „Jede Medaille ist ein Beweis für Eure Stärke, aber auch für Eure Bereitschaft, immer wieder an Eure Grenzen zu gehen“, so Ossola.</p> <p>In der bisherigen achtjährigen Amtszeit empfing Ossola bereits 55 Mannschaften mit einem Deutschen Meistertitel. „Und da waren bei meiner ersten Ehrung am 29. April 2018 die damaligen Juniorinnen Alina und Franziska Bötzer sowie Sabrina Bürßner mit dabei“, erzählte er, bevor er jedem einzeln persönlich gratulierte.</p> <p>Cheftrainerin Katja Gaißer schilderte den Verlauf der Meisterschaften und zitierte aus einem Bericht des „Westfalen-Blatts“ von Lübbecke unter dem Titel „Alles Kopfsache“: „Die meisten Kinder fangen in Aach schon mit sechs oder sieben Jahren an. Erstmal lernen sie auf dem Einrad vor- und rückwärtsfahren. Wir trainieren ausschließlich auf dem Rad, die Wiederholungen der Übungen machen den Ausschlag“, so der Artikel. Bei den Meisterschaften sei dann vor allem die mentale Einstellung entscheidend, erklärte die Cheftrainerin: „Jeder ist in der Lage, im Training fehlerfrei zu fahren. Aber bei einer Meisterschaft ist zu 80 Prozent das Mentale entscheidend. Daher sage ich zu den Sportlern immer: ‚Mach‘s einfach wie im Training‘.“</p> <p>So war es dann auch in Lübbecke, wie die Erfolge zeigten. Im Hallenradsport geht es familiär und freundschaftlich zu. So verzichteten die Aacher bei den Deutschen Hallenradsport-Meisterschaften bei einer parallel gefahrenen Kür auf die ihnen zustehende eigene Musik. Denn für Veronika Koch (Hausham) ging es auf der anderen Fläche um die WM-Qualifikation im Einer der Frauen. „Wenn wir nicht zusammenhalten, geht es nicht“, sagte die Erfolgstrainerin. Veronika Koch löste das Ticket und wird Deutschland bei der Hallenrad-Weltmeisterschaft in Göppingen vertreten, bei der das 4er-Frauenteam als Ersatzteam nominiert wurde. Bevor die Anwesenden den Sportlern und Sportlerinnen persönlich gratulierten und die Stadt Aach alle zu einem Sektempfang einlud, überbrachte die RMSV-Vorsitzende Petra Wiedenmaier die Glückwünsche des Vereins.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Ausbildung "Olympische Sommerspiele" Leichtathletik]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Sie sind wieder unter den Besten]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 11:51:53 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist“, sagt eine neue Staatsbürgerin über Deutschland  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/neue-staatsbuergerin-ueber-deutschland-heimat-ist-nicht-nur-wo-du-geboren-bist;art372432,12511740 ]]></link>      <description><![CDATA[  Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?  ]]></description>
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          Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?<br>
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        Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?



        <p>Wenn Adriana Hodaj über ihr Leben in Deutschland spricht, gerät sie ins Schwärmen. Sicher fühle sie sich hier, sagt sie, mit jedem Atemzug. Ihre Einbürgerung ist für sie eine Anerkennung für das, was sie dem Land zurückgibt.</p> <p>Vor fast acht Jahren kam die gebürtige Albanerin nach Deutschland, um als Krankenschwester zu arbeiten. Im Klinikum Konstanz ist sie mittlerweile voll angekommen. Am 21. Oktober erhielt die 52-Jährige <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mit-eid-urkunde-und-nationalhymne-so-feiern-eingebuergerte-ihre-deutsche-staatsbuergerschaft;art372432,12504283" title="Mit Eid, Urkunde und Nationalhymne: So feiern Eingebürgerte ihre deutsche Staatsbürgerschaft">offiziell die deutsche Staatsbürgerschaft.</a></p> <h2>„Wir dachten uns, warum nicht?“</h2> <p>Den medizinischen Bereich wählte Adriana Hodaj schon früh. In Albanien begann sie mit 14 Jahren eine Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme. Nach mehreren Jahren in Griechenland kehrte sie für ein Pharmazie-Studium noch einmal zurück in ihr Geburtsland. Dann aber entstand der Wunsch nach einem besseren und sichereren Leben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Krankenschwester, Hebamme, Apothekerin</span><span>Adriana Hodaj wurde 1973 in Fier in Albanien geboren. Mit 14 Jahren begann sie eine vierjährige Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme, damals ein Doppel-Diplom in ihrem Geburtsland. Fünf Jahre arbeitete sie in einer Frauenklinik, bevor sie mit ihrem Mann und ihrer einjährigen Tochter nach Athen zog. Nach zwölf Jahren in Griechenland ging die Familie wieder zurück nach Albanien, wo Adriana noch einmal fünf Jahre Pharmazie studierte.<br /> 2016 beschließen sie und ihr Mann nach Deutschland auszuwandern. Im Januar 2018 kommt Adriana zunächst allein nach Konstanz. Mittlerweile lebt sie hier seit fast acht Jahren und arbeitet als Krankenschwester auf der Station Gyn Ebenalp (Gynäkologie und Innere Medizin) im Klinikum Konstanz. Deutsch ist nach Albanisch, Griechisch und Englisch ihre vierte Sprache. Ihr Mann ist Busfahrer bei den Stadtwerken. Auch er hat vor, sich einbürgern zu lassen.</span></label></div> <p>Albanien, das als letztes Land in Europa den Kommunismus abschaffte, ist auch heute noch geprägt von politischer Instabilität. Als Adriana hörte, dass in Deutschland Fachkräftemangel herrscht, zögerten sie und ihr Mann nicht lange. „Wir dachten uns, warum nicht? Wir haben zwei gute Berufe, mit viel Erfahrung“, erzählt sie. 2018 kommt sie schließlich nach Konstanz.</p> <h2>Dem Gesundheitssystem viel zu verdanken</h2> <p>An Deutschland schätzt Adriana Hodaj die Sicherheit und Freiheit. Auch das viel kritisierte Gesundheitssystem funktioniere für sie gut. „Wenn du Fortschritte machen möchtest, hast du Unterstützung. Ich habe die Möglichkeit, Weiterbildungen zu machen.“</p> <p>Für die Unterstützung ihrer Kolleginnen und Kollegen im Klinikum, von denen viele aus anderen Kulturen kommen, ist sie besonders dankbar. „Die Beziehungen sind so herzlich. Ich lerne viel und gehe gerne zur Arbeit.“ Bis zur Rente möchte die 52-Jährige weiter auf ihrer Station arbeiten.</p> <h2>In zwei Ländern daheim – auch auf dem Papier</h2> <p>Die Verbindung zu Albanien bleibt aber. Mehrmals im Jahr besucht sie dort ihre Eltern. „Ich bin stolz auf meine Wurzeln“, sagt Adriana. Auch ihre albanische Staatsbürgerschaft hat sie behalten.</p> <p>Wenn sie sagt „Mein Leben ist zwischen zwei Ländern“, meint sie es im positiven Sinne. Zugehörigkeitskonflikte kennt sie nicht. „Wir haben eine Redewendung in Albanien, Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist, sondern wie du fühlst. Ich bestätige das.“</p> <p>In Konstanz fühlt sie sich wegen des Bodensees doppelt zu Hause. Das Binnengewässer erinnere sie an frühere Heimatorte, die alle am Meer lagen, erzählt Adriana. „Dieses Gefühl, nahe am Wasser zu sein, das gibt mir viel. Viele Emotionen“.</p> <h2>Wer eingebürgert werden will, braucht Geduld</h2> <p>Einbürgern lassen wollte sich die 52-Jährige, weil sie sich seit Jahren mit Deutschland verbunden fühlte. Jetzt offiziell Deutsche zu sein, ist für sie ein neuer Lebensabschnitt. „Ich bin jetzt ein Teil der Gesellschaft, zu 100 Prozent und mit allen Rechten. Das macht mich dankbar und stolz.“</p> <p>Über den Einbürgerungsprozess kann sie fast ausschließlich Positives berichten. „Ich wusste, ich muss warten“, sagt sie und lacht. Geduld brauche man auf jeden Fall. Knapp eineinhalb Jahre hat es bei ihr gedauert.</p> <p>Das Landratsamt habe ihr bei Fragen aber immer schnell geholfen, sagt Adriana Hodaj. Nur bei der Sprache hätte sie sich, außerhalb der Arbeit, mehr Unterstützung gewünscht. Kurse ließen sich kaum mit Schichtdiensten vereinen und Deutsch sei eben sehr schwer. Dialekt sowieso.</p> <h2>„Man muss auch etwas zurückgeben“</h2> <p>Trotzdem beweise die Einbürgerung ihre gute Integration, findet Adriana. Den deutschen Pass zu erhalten, sei gar nicht so leicht. „Wir arbeiten hier täglich und geben viel für diese Gesellschaft. Man muss auch was zurückgeben. Und man muss es wollen.“<br /> <br /> Rückblickend ist sie deshalb froh über die Entscheidung, nach Deutschland zu kommen. „Es war mutig von meinem Mann und mir. Wir haben Ängste überwunden, im Alter vor allem. Jetzt fühlen wir uns beide jung.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 15:40:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Endlich wieder freie Fahrt! Nach fast zwei Jahren ist die Hohenkrähenstraße fertig  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/endlich-wieder-freie-fahrt-nach-fast-zwei-jahren-ist-die-hohenkraehenstrasse-fertig;art372458,12511148 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sie ist eine der Hauptverkehrsadern der Stadt – und war für fast zwei Jahre dicht. Die Stadt hat in die Sanierung der Hohenkrähenstraße 4,8 Millionen Euro investiert. Seit 1. November rollt der Verkehr wieder  ]]></description>
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          Sie ist eine der Hauptverkehrsadern der Stadt – und war für fast zwei Jahre dicht. Die Stadt hat in die Sanierung der Hohenkrähenstraße 4,8 Millionen Euro investiert. Seit 1. November rollt der Verkehr wieder<br>
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        Sie ist eine der Hauptverkehrsadern der Stadt – und war für fast zwei Jahre dicht. Die Stadt hat in die Sanierung der Hohenkrähenstraße 4,8 Millionen Euro investiert. Seit 1. November rollt der Verkehr wieder



        <p>Auf die Freigabe dieser Straße haben die Singener lange warten müssen: Die Bauarbeiten in der Hohenkrähenstraße sind abgeschlossen. Der Verkehr rollt endlich wieder ungehindert. Die Straße ist zum 31. Oktober für den Verkehr wieder in beiden Richtungen befahrbar. Fast genau zwei Jahre – von Oktober 2023 bis Oktober 2025 – dauerte die Sanierung einer der wichtigsten Einfahrtstraßen in die Stadt.</p> <p>Auf die Stadt ist in dieser Zeit ein Millionenprojekt zugekommen, das zudem viel Geduld von Autofahrern und Anwohnern gefordert hat. „Es ging leider nicht kürzer“, sagte Oberbürgermeister Bernd Häusler bei der Baustellenfeier. Der schlechte Zustand der Straße der vergangenen Jahre ist damit endlich Geschichte.</p> <p>Planmäßig konnte der Vollausbau der 1,3 Kilometer langen Hauptverkehrsstrecke abgeschlossen werden. Oberbürgermeister Bernd Häusler und Bauleiter Markus Klotz bedankten sich bei den Anwohnern für ihre Geduld während der nicht ganz einfachen Bauzeit. Viel Applaus gab es von den zahlreichen Interessierten, die der Einladung zur Einweihung gefolgt waren.</p> <p>An der Sanierung der Hohenkrähenstraße – beziehungsweise an der jahrelangen nur stadteinwärts befahrbaren Straße – gab es während der Bauphase immer wieder Kritik. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/bald-geht-hier-nichts-mehr-vollsperrung-in-der-hohenkraehenstrasse-hat-folgen-fuer-autos-und-geschaefte;art372458,12492398" target="_blank" title="Bald geht hier nichts mehr: Vollsperrung in der Hohenkrähenstraße hat Folgen für Autos und Geschäfte">Vor allem einige Betriebe entlang der Hohenkrähenstraße hatten gegenüber dem SÜDKURIER ihren Frust geschildert</a>. Fehlender Umsatz und fehlende Parkplätze waren für die Unternehmen in der Bauphase eine Herausforderung.</p> <h2>Sperrung war ärgerlich, aber unumgänglich</h2> <p>Ein Umstand, der auch bei der Stadt bekannt ist. Aber wie OB Häusler bei der Freigabe der Hohenkrähenstraße betonte, habe die Stadt ein komplettes Abschneiden der ansässigen Betriebe vermeiden wollen. Stattdessen habe man sich bewusst – auch mit Blick auf die Geschäfte an der Straße – für einen Ausbau unter Verkehr entschieden, erklärte Häusler. Einige habe die Teilsperrung dennoch schmerzlich getroffen, so der OB weiter. Was Häusler damit sagen wollte: Bei der Teilsperrung war die Einfahrt nach Singen jederzeit möglich gewesen. Nur die Fahrbahn stadtauswärts in Richtung Engen und Autobahn wurde umgeleitet.</p> <p>Laut dem OB hätte eine Komplettsperrung die Bauzeit vielleicht um sechs Monate verkürzt – aber eben die ansässigen Betriebe komplett vom Kundenverkehr isoliert. „Viele Arbeiten konnten jeweils immer zur Hälfte ausgeführt werden“, so Häusler weiter. Er dankte dem Tiefbauunternehmen Behringer aus Hüfingen, den städtischen Mitarbeitern und bei denen, die die Baustelle die letzten zwei Jahre ertragen hätten.</p> <h2>Das hat sich in der Hohenkrähenstraße getan</h2> <p>Mit Blick auf die Baukosten sei die Hohenkrähenstraße eine Punktlandung gewesen. Die Stadt habe die Kostenberechnung laut OB Häusler einhalten können. Für den Vollausbau der Straße einschließlich der Wasserleitung, 50 Haus- und 40 Kanalanschlüsse, einer neuen Beleuchtung sowie vier barrierefreier Bushaltestellen seien 4,8 Millionen Euro Gesamtkosten entstanden, wovon 600.000 Euro das Regierungspräsidium für das Teilstück von der Aachbrücke bis zum Hummelweg übernommen habe, so Häusler weiter.</p> <p>Stadtauswärts stehe jetzt ein getrennter Fuß- und Radweg zur Verfügung, stadteinwärts ein Fußweg mit Radfahren frei (alternativ kann man hier auch den Weg an der Aach entlang nehmen). Natürlich wurde auch an die Verlegung von Glasfaser gedacht. So seien laut dem Singener Rathauschef etwa 12.000 Kubikmeter Erde bewegt und 1.300 Meter neue Hauptleitungen verlegt worden. Die älteste getauschte Leitung stammte aus dem Jahr 1906.</p> <p>Lob gab es für die Baufirma Behringer Tiefbau aus Hüfingen, die Bauleiter Klotz mit den Worten beschrieb, „die wollen schaffen“. Neben 11.000 Quadratmetern für Straße und Radweg sowie 3.000 Quadratmeter Asphaltarbeiten für den Gehweg mussten 80.000 Pflastersteine mit einem Gesamtgewicht von 600 Tonnen per Hand verlegt werden. Auch sei ihre freundliche und hilfsbereite Art bei den Anwohnern gut angekommen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Sache mit dem Kreisverkehr</span><span>Im Vorfeld der Planung hatte die SPD im Juni 2023 mit einem Antrag eine Untersuchung angeregt, ob ein Kreisverkehr am Knotenpunkt an der Friedenslinde gebaut werden könne. Hierzu sei Anfang des Jahres ganztags eine Verkehrszählung erhoben und später von einem Ingenieurbüro ausgewertet worden. Wie Bernd Häusler damals im Ausschuss erklärte, zeige die Analyse, dass gerade in den Abendstunden zu viel Verkehr stadteinwärts fließe, sodass ein Kreisverkehr der Belastung nicht standhalten würde. „Die Auswertung zeigt, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle nicht funktioniert.“</span></label></div> <p>Auch Bauleiter Markus Klotz bedankte sich bei den Anwohnern, die mit der Baustelle gelebt haben und Umwege und Behinderungen in Kauf nehmen mussten. „Während wir die Baustelle täglich wieder verlassen haben, haben die Anwohner zwei Jahre auf der Baustelle gelebt“, sagte er. Die Anwohner hätten zudem mit dem Baulärm leben müssen. Aber das Ziel sei nun erreicht. „Vielen Dank für Ihre Geduld und Ihre Mithilfe“, so Klotz weiter.</p> <p>Und auch den Arbeitern vor Ort dankte der Bauleiter. „Ich bin immer gern auf die Baustelle gekommen“, sagte er. Denn hier habe das gesprochene Wort gegolten, ohne großen Schriftverkehr. „Ihr wart hier bei Wind und Wetter.“</p> <p></p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 10:46:09 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehrere Verletzte! Bus kracht in der Jahnstraße gegen einen Baum  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/linienbus-kracht-gegen-baum-mehrere-verletzte;art372438,12511008 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Tag nach den Herbstferien beginnt mit einem Schreck: Am Montag, 3. November, rammt ein Schulbus in Engen einen Baum. Wenige Minuten später wäre er voll mit Schulkindern gewesen. Jetzt ermittelt die Polizei.  ]]></description>
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          Der Tag nach den Herbstferien beginnt mit einem Schreck: Am Montag, 3. November, rammt ein Schulbus in Engen einen Baum. Wenige Minuten später wäre er voll mit Schulkindern gewesen. Jetzt ermittelt die Polizei.<br>
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        Der Tag nach den Herbstferien beginnt mit einem Schreck: Am Montag, 3. November, rammt ein Schulbus in Engen einen Baum. Wenige Minuten später wäre er voll mit Schulkindern gewesen. Jetzt ermittelt die Polizei.



        <p>Der erste Schultag nach den Herbstferien ist mit einem Schreckmoment in Engen gestartet: Ein Linienbus, in dem wenige Minuten später etliche Kinder auf dem Weg zur Schule gewesen wären, ist am frühen Montagmorgen, 3. November, in einen Baum gekracht. Fünf Fahrgäste sind bei dem Unfall in der Jahnstraße verletzt worden, wie die Polizei auf SÜDKURIER-Nachfrage bestätigt. Der Busfahrer sei bei der Kollision unverletzt geblieben.</p> <p>Entgegen den ersten Meldungen in den sozialen Medien befanden sich keine Schülerinnen oder Schüler im Bus. Dies bestätigt auch die Polizei. Immer wieder bleiben am Montagmorgen Kinder und Eltern auf dem Weg zur Schule vor dem Wrack des Linienbusses stehen. Viele von ihnen schlagen die Hände vor den Mund.</p> <p>Ein Kind fragt einen Feuerwehrmann, ob Kinder in dem Bus gewesen wären. Ihnen zeigt sich ein Bild, das Schlimmes vermuten lässt. Der fordere Teil des großen Gelenkbusses ist aufgerissen, von der Tür direkt neben dem Fahrerbereich ist nicht mehr viel übrig. Die Frontscheibe ist komplett demoliert.</p> <p>Kurz vor Schulbeginn am Montag nach den Herbstferien ist der Bereich rund um das Engener Schulzentrum weiträumig gesperrt. Der Grund ist ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Linienbus, zu dem es gegen 6 Uhr in der Jahnstraße kam. Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei sind mit einem Großaufgebot im Einsatz.</p> <p>Die Bergungsarbeiten sorgen für ein Verkehrschaos rund um das Schulzentrum. „Etwas später am Tag wäre der Bus komplett mit Kindern voll gewesen. Wer weiß, was dann passiert wäre“, schildert Einsatzleiter Benjamin Bach von der Engener Feuerwehr dem SÜDKURIER vor Ort.</p> <p>Auch Schulleiter Thomas Umbscheiden teilt diese Meinung: „Wenn das Ganze wenig später passiert wäre mit vielen Kindern an Bord, dann wäre es anders ausgegangen“, sagt er wenige Stunden nach dem Unfall am Telefon. Der Rektor des Engener Gymnasiums lobt den Umgang von Rettungskräften, Schülern und Eltern mit der Situation. „Alle haben sich vorbildlich verhalten“, so Umbscheiden. Gegen 7 Uhr – kurz nach Bekanntwerden des verunglückten Linienbusses – habe die Schule die Eltern darüber informiert, den Unfallbereich zu umfahren. Weitere Schulbusse seien auf Höhe des Viehmarktes umgeleitet worden. „Wir hatten nur vereinzelte Kinder, die zu spät zum Unterricht erschienen sind“, so Umbscheiden weiter.</p> <h2>Was ist am Montagmorgen in der Jahnstraße passiert?</h2> <p>Wie die Polizei informiert, sei der Linienbus gegen 6 Uhr auf Höhe der Sporthalle nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Mehrere Besatzungen des Rettungsdienstes hätten daraufhin die Erstversorgung und anschließenden Transport ins Krankenhaus übernommen.</p> <p>Aufgrund der andauernden Unfallaufnahme sei die Jahnstraße voll gesperrt. Wie es zu dem Unfall gekommen ist, sei derzeit vollkommen unklar. Laut Polizeisprecherin Katrin Rosenthal habe die Verkehrspolizei die Ermittlungen zum Unfallhergang und zur Ursache übernommen.</p> <p>Ein Polizist vor Ort schildert dem SÜDKURIER aber, dass der Busfahrer wohl nicht zu schnell unterwegs gewesen sei. „Gott sei Dank waren keine Schulkinder im Fahrzeug“, sagt er.</p> <p>Auch Feuerwehr-Einsatzleiter Benjamin Bach verweist auf die Ermittlungen der Polizei. Er bestätigt, dass der Linienbus auf gerader Straße von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen den Baum geprallt. Im Anschluss sei es zu einem riesigen Verkehrschaos durch den Berufs- und Schulverkehr zu Beginn der Unfallaufnahme gekommen.</p> <p>Die Feuerwehr habe den Verkehr sicher umleiten können. „Wir haben alles kontrolliert und den Rettungsdienst mit den Verletzten unterstützt. Sechs Verletzte wurden mit fünf Rettungswägen ins Krankenhaus gebracht“, so Einsatzleiter Bach. Kurz danach revidiert die Polizei die Anzahl an verletzten Personen. Die Polizei spricht offiziell von fünf Verletzten.</p> <p>Im Nachgang hätten die Einsatzkräfte der Feuerwehr dann das Heizöl der Standheizung aus dem verunfallten Linienbus abgepumpt. „Weil der Tank durch den Aufprall beschädigt worden war“, so Bach weiter. Die Feuerwehr war mit 25 Einsatzkräften der Engener Feuerwehr und mit fünf Fahrzeugen vor Ort.</p> <p>Das Abschleppunternehmen Moll aus Stockach hat sich um den Abtransport des verunglückten Busses gekümmert. Laut Benjamin Kunz von der Abschleppfirma werde die Bergung des Busses mehrere Stunden in Anspruch nehmen.</p> <p>Dass es sich bei dem Unfallfahrzeug um einen Gelenkbus handle, erschwere die Arbeit. „Außerdem sind die Gegebenheiten vor Ort schwierig und verengt, aufgrund der Bäume“, so Kunz. Ein Problem mit dem Gewicht des Busses habe es nicht gegeben. „Bergungen von Lastwagen sind aufgrund des Gewichtes komplizierter“, so Kunz weiter.</p> <p>Um den Unfallhergang zu ermitteln, bittet die Polizei Zeugen, sich unter der Telefonnummer 07733 99600 bei der Verkehrspolizei in Mühlhausen-Ehingen zu melden.</p>]]>
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      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 12:40:30 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Sie werden es immer wieder tun: Jetzt reden die Besitzer des Halloween-Hauses in Aach  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/sie-werden-es-immer-wieder-tun-jetzt-reden-die-besitzer-des-halloween-hauses-in-aach;art372439,12508698 ]]></link>      <description><![CDATA[  2024 hat eine verdächtig echte Leiche in einem Sack vor einem Haus für mächtig Aufsehen gesorgt. Sogar die Polizei war involviert. Die Besitzer haben ein einfaches Ziel: Freude und Grusel verbreiten – aber keine Angst.  ]]></description>
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          2024 hat eine verdächtig echte Leiche in einem Sack vor einem Haus für mächtig Aufsehen gesorgt. Sogar die Polizei war involviert. Die Besitzer haben ein einfaches Ziel: Freude und Grusel verbreiten – aber keine Angst.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/sie-werden-es-immer-wieder-tun-jetzt-reden-die-besitzer-des-halloween-hauses-in-aach;art372439,12508698]]></guid>
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        2024 hat eine verdächtig echte Leiche in einem Sack vor einem Haus für mächtig Aufsehen gesorgt. Sogar die Polizei war involviert. Die Besitzer haben ein einfaches Ziel: Freude und Grusel verbreiten – aber keine Angst.



        <p>An Halloween im vergangenen Jahr hat ihre Dekoration für ganz schön Aufsehen gesorgt: Gruselige Skelette, Riesenspinnen, Fledermäuse, Grabsteine und natürlich der ein oder andere Leichensack, der verdächtig realistisch gefüllt aussieht – die Bewohner eines Hauses in Aach haben sich Mühe gemacht. Das Problem: Nicht jedem hat diese Halloween-Dekoration gefallen. Eine Leserzuschrift an den SÜDKURIER spricht gar von „grauenhaften Installationen“. Vor allem die Kinder, die müssen doch geschützt werden, oder?</p> <p>Nein sagen Anja und Heiko Bergmann. Sie sind die Bewohner des Halloween-Hauses in Aach und konnten schon vor einem Jahr den ganzen Trubel um ihr Schreckens-Haus gar nicht nachvollziehen. Auch in diesem Jahr haben sie ihr Heim wieder in eine Halloween-Hochburg verwandelt. Und laut ihrer Aussage gefällt dies den Aachern: Die Bergmanns hätten ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen. „Und auch in unserer direkten Nachbarschaft ist alles sehr positiv aufgenommen worden“, schreibt Anja Bergmann.</p> <p>Die Bergmanns dekorieren ihr Haus übrigens seit Halloween 2024. „Einfach, weil es Spaß macht, die gruselige Stimmung zu erleben und mit den Kindern zu teilen. Es ist eine tolle Gelegenheit, kreativ zu sein und das Halloween-Fieber zu verbreiten“, schreiben sie. Außerdem sei es eine schöne Tradition für die Kinder und auch für die Erwachsenen. „Mit unseren Dekorationen wollen wir einladend und gleichzeitig schaurig schön wirken. Von der Dekoration bis zur Technik ist alles in Handarbeit selbst geplant und gebaut worden“, so Anja Bergmann. O-Ton eines Mädchens aus Aach: „Das ist das schönste Halloween-Haus, das ich je gesehen habe.“</p> <h2>Den einen gefällts, den anderen nicht – wie so oft im Leben</h2> <p>Am Ende ist es wie so oft im Leben: Den einen gefällts, den anderen nicht. Oder wie es mein Opa sagen würde: Jedem das seine, leben und leben lassen – solange es keinem Weh tut. Und da in den Leichensäcken wirklich keine echten Leichen stecken – hat es wahrscheinlich auch keinem wehgetan. Am aller wenigsten den Kindern: Um die muss sich wahrlich keiner Sorgen machen. Denn die werden nach ihrer Tour mit einem Halloween-Kürbis quer durchs Dorf und einem ganzen Sack voll gesammelter Süßigkeiten wohl in eine Art Zuckerschock verfallen – im besten Fall mit leichtem Gedächtnisverlust! Das war schon an Halloween 2024 ein versuchtes Fazit und bleibt es auch in diesem Jahr.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Lebensgefühl Brauchtum Lebensqualität thema-heimat-heimatliebe thema-leben-lebensfuehrung]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Sie werden es immer wieder tun: Jetzt reden die Besitzer des Halloween-Hauses in Aach]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 14:32:03 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Aufgestellt für die Landtagswahl: BSW nominiert Kandidaten für Wahlkreise Konstanz und Singen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/landtagswahl-2026-bsw-nominiert-kandidaten-fuer-wahlkreise-konstanz-und-singen-29-10-25;art372432,12507252 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.  ]]></description>
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          Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.



        <p>Das Bündnis Sahra Wagenknecht hat es in kurzer Zeit weit gebracht. Den Einzug in den Bundestag verpasste die Partei zwar knapp, in mehreren Landesparlamenten ist sie dagegen vertreten. Im März soll der Einzug in den Baden-Württembergischen Landtag gelingen. Dazu hat die Partei jetzt auch für die Wahlkreise Konstanz und Singen Kandidaten nominiert. Darüber informiert der Kreisverband, dessen Mitglieder teilweise zuvor schon <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/buendnis-sahra-wagenknecht-stellt-sich-im-sueden-neu-auf-mitglieder-gruenden-kreisverband;art372432,12456006" target="_blank" title="Bündnis Sahra Wagenknecht stellt sich im Süden neu auf: Mitglieder gründen Kreisverband">für andere Parteien in Erscheinung getreten</a> sind, in einer Pressemitteilung.</p> <p>Im Wahlkreis Konstanz tritt im März Daniel Niedzwetzki an. Der 45-Jährige ist Kaufmann und Heilpraktiker, lebt mit seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen Tochter in Konstanz, heißt es in der Pressemitteilung. „Ich stehe für wirtschaftliche Vernunft: verlässliche Energiepreise, Entlastung von KMU und Handwerk, Bürokratieabbau, Investitionen in kommunalen Wohnungsbau, Schulen und Infrastruktur statt teurer Symbolpolitik“, wird Niedzwetzki zitiert.</p> <p>Zudem äußert er sich auch zu Außen- und Innenpolitik. Als ehemaliger Zeitsoldat und Afghanistan-Veteran setze er auf Frieden durch Diplomatie. Im Inneren wolle er Freiheitsrechte und eine „Kultur der offenen Debatte“ verteidigen. Zuletzt heißt es: „Der Datenschutz darf Menschen nicht behindern, sondern muss uns vor einem übergriffigen Staat und den globalen Datenkraken schützen.“</p> <p>Für den Wahlkreis Singen stellt das BSW René Frey als Direktkandidaten auf. Der 44-Jährige ist zweifacher Familienvater, Zugbegleiter und Praxisvermittler bei der Deutschen Bahn. Für den Wahlkreis Singen gibt es mit Serdar Sak noch einen Ersatzkandidaten. Der 36-jährige Familienvater ist laut Kreisverband in der Medizintechnik tätig.</p> <p>„Ich erlebe täglich, wie die marode Infrastruktur und personelle Unterbesetzung die Bahn ausbremsen“, wird Frey zitiert. Stuttgart 21 würde sich als „dysfunktionales Milliardengrab“ erweisen. „Unsere Region droht zusätzlich durch die geplante Gäubahn-Kappung abgehängt zu werden. Das muss verhindert werden.“ Gute Infrastruktur sei auch ein Wirtschaftsfaktor.</p> <p>Ersatzkandidat Serdar Sak will sich „für eine starke Integrationspolitik und gesellschaftlichen Zusammenhalt“ einsetzen. Die Probleme der ungesteuerten Migration seien von den Kommunen kaum noch zu bewältigen. „Vielfalt ist eine Stärke, wenn wir Integration aktiv fördern – durch Bildung, Sprache, Arbeit und Teilhabe“, wird Sak zitiert.</p> <p>Die junge Partei BSW hat erst vor rund einem Jahr den baden-württembergischen Landesverband gegründet, der Kreisverband Hochrhein-Bodensee gab Anfang August seine Gründung bekannt. Er umfasst die Landkreise Konstanz, Waldshut und Lörrach. Bei der Versammlung zur Wahl der Kandidaten waren laut Mitteilung auch der Co-Landesvorsitzende des BSW, Manfred Hentz, und der designierte Spitzenkandidat des BSW zur Landtagswahl, Joachim Tabler, anwesend.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Aach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Aufgestellt für die Landtagswahl: BSW nominiert Kandidaten für Wahlkreise Konstanz und Singen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 16:32:24 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Plötzlicher Schicksalsschlag: Sie sind den Betroffenen eine Stütze, wenn die Welt stillsteht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/ploetzlicher-schicksalsschlag-notfallseelsorger-sind-fuer-menschen-da-wenn-deren-welt-stillsteht;art372432,12505870 ]]></link>      <description><![CDATA[  Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.  ]]></description>
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          Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/ploetzlicher-schicksalsschlag-notfallseelsorger-sind-fuer-menschen-da-wenn-deren-welt-stillsteht;art372432,12505870]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.



        <p>Das Auto sieht aus wie ein Wrack. Der Fahrer befindet sich noch in dem Fahrzeug. Feuerwehrleute versuchen, ihn aus dem Auto zu schneiden, Rettungssanitäter kümmern sich um den Mann, aber vergeblich. Er ist noch am Unfallort verstorben.</p> <p>Abseits steht die Frau des Toten, reglos, mit starrem Blick die Trümmer des Autos und das Geschehen fixierend. Ja, es ist das Auto ihres Mannes. Aber er kann, er darf nicht dort drin sein, er kann nicht gestorben sein. Sie steht fassungslos da. Sie kann und will nicht begreifen, was da gerade geschehen ist.</p> <p>So schildert Michael Oßwald seinen ersten Einsatz als Notfallseelsorger. Die Blaulichtorganisationen haben in derartigen Momenten keine Zeit, sich um Angehörige, Betroffene, Zeugen und Ersthelfern zu kümmern. Sie haben andere Aufgaben.</p> <p>Notfallseelsorger wie Oßwald aber nehmen sich der Menschen an, deren Welt gerade stillsteht, die das Unbegreifliche erst einmal verarbeiten müssen. Sie wurden für die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ausgebildet und leisten Erste Hilfe für die Seele. „Ich bin zu der betroffenen Frau hingegangen und habe gesagt: Ich bin jetzt für sie da“, erinnert sich Oßwald.</p> <p>Später habe er ihr erklärt, was passiert ist, dass der Notarzt den Tod ihres Mannes festgestellt habe. Oßwald war an ihrer Seite, bis der Bestatter den Verstorbenen abgeholt hat. Für die Frau sei es wichtig gewesen, dies mitzuerleben. „Das hat mit Begreifen zu tun“, sagt Michael Oßwald.</p> <h2>Sie werden nicht allein gelassen</h2> <p>„Die Menschen sind dankbar, wenn in einer solchen Situation jemand für sie da ist. So ein Schicksalsschlag holt einen von den Füßen“, so Michael Oßwald. Im ersten Moment könne man das Geschehene nicht begreifen, man wolle es einfach nicht wahrhaben. „Der Geist wehrt sich“, schildert er. Und dann komme der Moment, wo man sich der Hilflosigkeit bewusst werde.</p> <p>Die Notfallseelsorger in der PSNV stehen in diesen schweren Momenten als Stütze zur Seite, „bis die betroffene Person stabil ist und ein kleines soziales Netz für die Menschen vorhanden ist“, erklärt Marion Aicheler, ebenfalls Notfallseelsorgerin.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Info-Abend zur psychosozialen Notfallversorgung in Radolfzell</span><span>Die Ökumenische Notfallseelsorge und die Johanniter-Unfall-Hilfe im Landkreis Konstanz veranstalten einen Infoabend zur psychosozialen Notfallversorgung. Er findet am Mittwoch, 29. Oktober, um 19 Uhr beim DRK-Kreisverband, Raum Hohentwiel, Konstanzer Straße 74 in Radolfzell statt. Die Ehrenamtlichen erklären genau, was ihre Tätigkeit beinhaltet und wie die Ausbildung aussieht. Informationen auch auf <a href="https://nfs-kn.de/" target="" title="" rel="noopener">www.nfs-kn.de</a> oder bei Interesse E-Mail an: <a href="mailto:m_aicheler@yahoo.de" target="" title="">m_aicheler@yahoo.de</a></span></label></div> <h2>Plötzlicher Kindstod an Heiligabend</h2> <p>„Es war Heiligabend 2009. Plötzlicher Kindstod.“ Das war Marion Aichelers erster Einsatz, zu dem sie und Michael Oßwald gerufen wurden. Sie kamen bei der Wohnung eines jungen Ehepaars an. „Die Kripo war schon da“, so Aicheler.</p> <p>Die jungen Eltern waren hilflos und verzweifelt. „Das Baby reagiert nicht. Das Kind, das sie zur Welt gebracht haben, lebt nicht mehr. Sie hatten sich auf ihr erstes Weihnachten zu dritt gefreut“, schildert Marion Aicheler, was in den beiden vorgegangen ist. Plötzlicher Kindstod ist kaum zu begreifen. „Das ist furchtbar für junge Eltern“, so Aicheler.</p> <p>Aicheler und Oßwald haben sich um die Eltern gekümmert, während Kriminalpolizei und Notarzt ihre Arbeit gemacht haben. „Wir haben gefragt, ob sie sich von ihrem Kind verabschieden möchten. Wir standen dann alle zusammen am Babybett und haben ein Gebet gesprochen. Später kam der Bestatter mit dem kleinen Kindersarg.“ Marion Aicheler spricht für einen Moment nicht weiter. Es ist ein Moment der Stille, in welchem nochmals an das verstorbene Kind und die verzweifelten Eltern gedacht wird.</p> <p>„Man ist einfach nur da für die Menschen. Man schweigt miteinander, achtet darauf, dass sie etwas trinken nach dem Stress, begleitet Telefonate, denn es kann sein, dass einem wortlos der Telefonhörer gegeben wird, weil derjenige nicht mehr weitersprechen kann“, schildert Marion Aicheler. „Wir gehen zu zweit zum Einsatz. Auf dem Rückweg besprechen wir uns dann, wie es einem mit dem Erlebten geht“, ergänzt sie.</p> <p>Diese Nachbesprechungen sind für die Psyche der Einsatzkräfte wichtig. Supervisionen gebe es ebenso.„Und wir haben Partner, die unser Ehrenamt mittragen und uns auffangen“, sagt Marion Aicheler und Michael Oßwald fügt an: „Jeder hat so seine Strategie.“ „Die Einsatzjacke ausziehen ist dabei ein wichtiges Element“, stellt Marion Aicheler fest und Oßwald erklärt: „Ich hänge damit das Ehrenamt und den Einsatz an den Bügel und bin Privatmensch.“</p> <h2>Flugzeugunglück hat den Ausschlag gegeben</h2> <p>Warum hat sich Marion Aicheler für den ehrenamtlichen Dienst als Notfallseelsorgerin in der PSNV entschieden? „Ausschlaggebend war das Flugzeugunglück in Überlingen. Ich habe in Brachenreuthe gearbeitet, als viele Kinder vom Himmel gefallen sind“, sagt sie. „Ich habe lange Kerosin gerochen. Da war klar, was ich habe: Eine PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) – wie viele von uns.“ Die Betroffenen hätten auch Unterstützung bekommen; dabei zeichnet sie mit ihren Händen Anführungszeichen in die Luft.</p> <p>Nachdem sie ihr eigenes Trauma verarbeitet hatte, entschied sie sich für die Ausbildung für psychosoziale Notfallversorgung. Sie weiß schließlich aus eigener Erfahrung, wie wichtig fachkompetente Begleitung in solchen Extremsituationen ist. „Psychosoziale Notfallversorgung ist ein wichtiger Dienst am Nächsten“, stellt Michael Oßwald fest.</p> <h2>Nur zehn Leute bei 230 Einsätzen</h2> <p>Wie wichtig dieser ehrenamtliche Dienst ist, zeigt sich auch an der Statistik 2024 für den Landkreis Konstanz. Die Notfallseelsorger wurden im vergangenen Jahr zu 230 Einsätzen alarmiert und begleiteten 1066 Menschen. Aber die Helfer in der Not haben ein Problem: Sie sind zu wenige. „Wir haben aktuell nur sechs Notfallseelsorger, zwei vom Kriseninterventionsteam sowie derzeit vier Hospitanten“, so Aicheler.</p> <p>Sie brauchen dringend Verstärkung, denn „manchmal hat man schon ein schlechtes Gewissen, wenn man in den Urlaub geht; das kann es nicht sein“, sagt Aicheler. „Um den Landkreis Konstanz richtig abdecken zu können, bräuchten wir insgesamt 20 bis 25 Notfallseelsorger. Das ist das absolute Minimum“, so Oßwald. Beide hoffen, dass viele Interessierte zur Informationsveranstaltung kommen.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 16:15:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[AfD rüttelt im Kreistag an der Brandmauer, doch die CDU bleibt standhaft  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/afd-ruettelt-im-kreis-konstanz-an-der-brandmauer-doch-die-cdu-bleibt-standhaft;art372432,12504211 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.



        <p>Es ist ein Nebenschauplatz, wenn man die Zahlen in Relation setzt. 10.000 Euro stehen 585 Millionen Euro gegenüber. Im Konstanzer Kreistag geht es am Montag, 20. Oktober, vor allem um die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mehr-als-eine-halbe-milliarde-euro-betraegt-der-rekordhaushalt-fuer-2026-22-10-25;art372432,12503520" target="_blank" title="Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026">Einbringung des Haushalts für das kommende Jahr</a>. Die AfD-Fraktion nutzt die Sitzung auch, um ein eigentlich schon abgeschlossenes Thema wieder anzusprechen. Damit will sie gleichzeitig erreichen, dass die CDU-Fraktion mit ihr gemeinsam abstimmt. Der Plan ist in doppelter Hinsicht gescheitert.</p> <p>Der AfD geht es um die Seenotrettung. Genauer gesagt: Die Unterstützung in Form von 10.000 Euro, die der Kreis Konstanz jährlich an die private Seenotrettungsorganisation Sea-Eye zahlt, soll eingestellt werden. Das Thema scheint für die Fraktion zu drängend zu sein: Schon zu Beginn der Kreistagssitzung beantragt sie, dass dieser Punkt – eigentlich Nummer 12 auf der Tagesordnung – früher behandelt wird.</p> <p>Auf Nachfrage von Landrat Zeno Danner will der Fraktionsvorsitzende Michael Stauch keine Begründung liefern. Sie sei offensichtlich, sagt er lediglich. Das Vorhaben bleibt ohne Erfolg, niemand außerhalb der AfD-Fraktion stimmt zu, den Punkt früher zu behandeln. Die AfD beantragt, die Unterstützung ab dem Haushaltsjahr 2026 ersatzlos zu streichen. In kommenden Haushaltsplänen soll sie zudem nicht mehr berücksichtigt werden.</p> <h2>Das Thema hat eine Vorgeschichte</h2> <p>Kritik daran kam auch schon von der CDU-Fraktion. Im Dezember 2024 löste der Vorstoß, die Unterstützung dran zu knüpfen, dass in Seenot aufgegriffene Menschen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/retten-ja-aber-bitte-wieder-zurueckbringen-cdu-stellt-unterstuetzung-der-seenotrettung-in-frage;art372432,12257917" target="_blank" title="Retten ja, aber bitte wieder zurückbringen: CDU stellt Unterstützung der Seenotrettung in Frage">wieder an ihren Abfahrtsort gebracht werden</a>, Diskussionen aus. Unterschrieben war der Antrag von allen 23 Fraktionsmitgliedern. Die Haushaltsmittel wurden dennoch bereitgestellt, das Thema sollte später wieder im Sozialausschuss des Kreistags diskutiert werden.</p> <p>Auch eine <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/nichts-ist-gut-in-der-seenotrettung-erklaerung-des-konstanzer-ob-loest-heftige-reaktionen-aus;art372432,12259851" target="_blank" title="„Nichts ist gut in der Seenotrettung“: Erklärung des Konstanzer OB löst heftige Reaktionen aus">Erklärung des Konstanzer Oberbürgermeisters Uli Burchardt</a>, Mitglied der CDU-Fraktion im Kreistag, löste heftige Reaktionen aus. „Ich betrachte diese Form der privaten Seenotrettung, so gut sie auch gemeint ist, als mitverantwortlich für das Entstehen krimineller Schlepperbanden“, schrieb Burchardt darin. Landkreise, Städte und Gemeinden seien beim Thema Migration überlastet und frustriert.</p> <p>Wieder auf den Tisch kam die Unterstützungszahlung für die private Seenotrettung dann im vergangenen April. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/landkreis-konstanz-gibt-10000-euro-fuer-seenotrettung-im-mittelmeer-zumindest-noch-in-diesem-jahr;art372432,12357379" target="_blank" title="Nach Debatte um Seenotrettung: CDU rudert bei umstrittenem Antrag zurück">Dabei ruderte die CDU zurück</a>: Von Bedingungen war keine Rede mehr, stattdessen solle die Zahlung ab 2026 eingestellt werden. Eine Abstimmung über den ursprünglichen Antrag sei nicht mehr nötig, hieß es damals, die CDU werde die Mittel im kommenden Haushalt aber nicht mehr mittragen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Unterstützung auf 0 Euro gesetzt</span><span>Über eine Formulierung der AfD wundert sich Landrat Zeno Danner in der Kreistagssitzung sichtlich. Der Fraktionsvorsitzende Stauch stellt in den Raum, dass die Zahlung für die Seenotrettung still und heimlich wegfalle. Danner erinnert daran, dass über dieses Thema im Sozialausschuss behandelt wurde. Dabei wurde eine Prioritätenliste des Referats Integration für den Haushalt 2026 diskutiert. Der Punkt „Patenschaft Seenotrettung“ ist darin für den kommenden Haushalt mit 0 Euro aufgeführt.</span></label></div> <h2>AfD fordert Zustimmung der CDU ein</h2> <p>Auf diese Aussage bezieht sich die AfD-Fraktion in der jüngsten Sitzung des Kreistags nun mit ihrem Antrag. Die Einschätzung, dass der Landkreis sich auf kommunale Themen konzentrieren solle, teile die Fraktion. In der Begründung lässt sich allerdings noch ein anderes Ziel erkennen: Sollte die CDU-Fraktion nicht zustimmen, würden die Mittel im kommenden Haushalt erhalten bleiben. Stauch fordert die Fraktion direkt auf, das „Brandmauer-Denken“ abzuschaffen.</p> <p>Andreas Hoffmann (CDU) macht deutlich, wie seine Fraktion zu diesem Vorstoß steht. Man werde den Antrag geschlossen ablehnen, es brauche ihn nicht. Im Sozialausschuss sei bereits beschlossen worden, das Geld für Projekte im Landkreis zu nutzen. „Sie wissen genau, warum Sie den Antrag gestellt haben“, sagt er in Richtung der AfD. Bei der Abstimmung scheitert der AfD-Antrag, nur die eigenen Fraktionsmitglieder heben dafür ihre Hand. Alle anderen Mitglieder des Kreistags stimmen dagegen.</p> <p>Am Tag nach der Kreistagssitzung versendet die AfD-Fraktion eine Pressemitteilung, in der sie der CDU Wortbruch vorwirft. Sie lasse sich „erneut vor den Karren der links-grünen Asylpolitik spannen“. Weiter heißt es, das „Parteikartell“ habe sich dazu entschieden, die Mittel im Haushalt anders zu verwenden. In der Mitteilung kündigt die Fraktion auch an, das Thema in den anstehenden Haushaltsberatungen erneut zu diskutieren.</p> <p>Auch das Bündnis „Konstanz für Demokratie“ versendet im Nachgang eine Pressemitteilung. Man begrüße die fraktionsübergreifende Ablehnung des Antrags. „Die CDU bekennt sich auf Bundesebene mit klaren Worten und die CDU-Fraktion im Kreistag mit ebensolchen Taten zur Brandmauer gegen die rechtsradikale AfD“, wird <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/diese-konstanzerin-macht-werbung-fuer-die-demokratie-und-bewegt-damit-einiges;art372448,11926382" target="_blank" title="Diese Konstanzerin macht &amp;bdquo;Werbung für die Demokratie&amp;ldquo; &amp;ndash; und bewegt damit einiges">Katrin Brüggemann, eine Sprecherin des Bündnisses</a>, zitiert.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 15:47:58 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mehr-als-eine-halbe-milliarde-euro-betraegt-der-rekordhaushalt-fuer-2026-22-10-25;art372432,12503520 ]]></link>      <description><![CDATA[  Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.<br>
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        Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.



        <p>Über Zahlen spricht Zeno Danner kaum, er nennt nur wenige. Der Landrat bringt den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr ein. Einerseits geht es um Stellen, die abgebaut werden, wenngleich die Personalkosten weiter steigen. Andererseits um die geplanten Investitionen für das aktuell wohl größte Projekt des Landkreises, den Klinikneubau in Singen. Und um eine Zahl, die für Vertreter von Städten und Gemeinden besonders wichtig ist: die Kreisumlage.</p> <p>Diese wird für 2026 höher ausfallen als bisher. Und laut aktueller Planung wird sie in den kommenden Jahren weiter steigen. Schon Anfang Oktober merkte der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt im Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistags an, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025" target="_blank" title="Angst vor leeren Kassen und Empörung unter Bürgermeistern: „Uns brennt der Kittel!“">dass die Stadt der Abgabe hinterher spare</a>.</p> <p>Bevor es in seiner Rede überhaupt um Zahlen geht, nennt Danner Beispiele dafür, was der Landkreis leistet. Das <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/in-konstanz-entsteht-eine-neue-heimat-fuer-berufsschueler-jetzt-wurde-richtfest-gefeiert-24-07-25;art372448,12447357" target="_blank" title="In Konstanz entsteht eine neue Heimat für Berufsschüler – jetzt wurde Richtfest gefeiert">Berufsschulzentrum in Konstanz</a> befindet sich im Bau, die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/spatenstich-fuer-atemschutzuebungsanlage-im-kreis-konstanz-hier-trainieren-bald-die-retter;art372432,11973716" target="_blank" title="Spatenstich für Atemschutzübungsanlage im Kreis Konstanz: Hier trainieren bald die Retter">Atemschutzübungsanlage für Feuerwehren</a> sei fast fertig, ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/erst-siedelten-die-kelten-hier-jetzt-soll-das-neue-krankenhaus-dort-gebaut-werden;art372458,12250667" target="_blank" title="Erst siedelten die Kelten hier, jetzt soll das neue Krankenhaus dort gebaut werden">neues Krankenhaus wird am Standort Singen geplant</a>. Beim Ausbau von Photovoltaik sei man der drittschnellste Landkreis in Baden-Württemberg.</p> <p>Klar ist auch: Das alles kostet Geld. Dabei stehen sowohl Städte und Gemeinden als auch der Landkreis vor finanziellen Herausforderungen. Im aktuellen Entwurf liegt das Gesamthaushaltsvolumen des Landkreises Konstanz bei 585 Millionen Euro. Die Summe setzt sich zusammen aus dem Ergebnishaushalt und Investitionsauszahlungen.</p> <h2>Die Kreisumlage könnte noch deutlich steigen</h2> <p>Bei einem Hebesatz von 36,35 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent) kommen von Städten und Gemeinden durch die Kreisumlage rund 198 Millionen Euro in die Haushaltskasse. Danner betont, dass er wieder eine Kreisumlage von 34 Prozent erreichen will. Mittelfristig wolle er sie unter 40 Prozentpunkten halten – auch wenn es schwierig werde. Wie schwierig das wird, zeigt die aktuelle Planung. Darin vorgesehen ist ein Anstieg auf deutlich über 40 Prozent ab dem Jahr 2027.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Kreisumlage</span><span>Um die Aufgaben des Landkreises zu finanzieren, wird eine Abgabe von Kommunen erhoben, die Kreisumlage. Sie ist die wichtigste Einnahmequelle für den Kreis, der sonst kaum eigene Steuereinnahmen hat. Die Steuerkraft der Städte und Gemeinden im Kreis Konstanz liegt für 2026 laut Haushaltsentwurf des Landkreises bei rund 543,4 Millionen Euro. Bei einem Hebesatz von 36,35 Prozent wird der Kreis so laut Haushaltsentwurf rund 198 Millionen Euro von den Kommunen bekommen.</span></label></div> <p>Eine große Position im Kreishaushalt ist der Gesundheitsverbund (GLKN). Wobei es sich eigentlich um mehrere Positionen handelt. Zum einen der Liquiditätszuschuss: Wie hoch er letztlich für dieses Jahr ausfällt, steht noch nicht fest.</p> <p>Momentan sehe es nach einer deutlichen Steigerung auf 16 Millionen Euro aus. Dazu kommen noch Zuschüsse für Investitionen in IT und für den geplanten Neubau. Zusammengerechnet betragen die vorgesehenen Mittel für den GLKN im Haushaltsentwurf rund 29,5 Millionen Euro.</p> <h2>Höhere Personalkosten trotz Stellenabbau</h2> <p>Die Kreisverwaltung baut Arbeitsplätze ab. Im Amt für Migration und Integration sollen 21 Stellen wegfallen. Trotz deutlichen Mehrbedarfs werde darauf verzichtet, Arbeitsplätze in anderen Bereichen zu schaffen. Davon gibt es nur zwei Ausnahmen. Für die Betreuung von behinderten Kindern sind sechs Stellen an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren nötig.</p> <p>Im Amt für Kinder, Jugend und Familie wird mit einem zusätzlichen Bedarf von fünf Stellen gerechnet, hier gehe es um das Thema Kindeswohlgefährdung. Die Verwaltung ist gesetzlich verpflichtet, den Personalbedarf zu untersuchen, erklärt Danner dazu. Zusammengenommen könne die Verwaltung so 10,32 Stellen abbauen. Dennoch werden die Personalkosten – vor allem aufgrund von Tarif- und Besoldungserhöhungen – um 4,5 Millionen Euro steigen.</p> <p>Um Investitionen zu stemmen und gleichzeitig die Kommunen nicht zu stark zu belasten, wird der Landkreis in den kommenden Jahren mehr Kredite aufnehmen, Landrat Danner rechnet mit einer Nettoneuverschuldung von 42 Millionen Euro. Nach aktueller Kalkulation wird die Höhe der Verschuldung bis Ende des Jahres 2026 bei rund 182 Millionen Euro liegen.</p> <p>Dem gegenüber werden künftig allerdings auch eine leistungsfähige Infrastruktur und wichtige Vermögenswerte für die Zukunft gegenüberstehen: Schulen, Straßen und ein neues Krankenhaus. Das alles sei für das öffentliche Leben dringen nötig, erklärt Danner.</p> <h2>Gesundheit ist der größte Kostenblock</h2> <p>Eine große Herausforderung sei der Sozialhaushalt – nicht die Ziele, sondern deren Umsetzung seien die Schwierigkeit, betont Danner. Beeinflussen könne man aufgrund von Bundes- und Landesgesetzgebung nur wenig. Für Soziales und Gesundheit ist der größte Block bei den Ausgaben des Landkreises vorgesehen, hier sind rund 24,3 Millionen Euro mehr nötig als im Vorjahr.</p> <p>Mehr Geld braucht es im kommenden Jahr laut Entwurf auch im Bereich Schulträgeraufgaben, Kultur und Geschichte. Der Mehrbedarf beträgt rund 4,7 Millionen Euro, davon 1,9 Millionen alleine bei Schülerbeförderungskosten. Im Teilhaushalt Umwelt, Infrastruktur und Wirtschaft werden 1,5 Millionen Euro mehr benötigt.</p> <p>Die Diskussionen um den Haushaltsentwurf ist mit der Einbringung des Entwurfs in den Kreistag eröffnet. Sie findet allerdings zunächst in den Fachausschüssen statt. Bis Ende des Jahres soll der fertige Kreishaushalt für 2026 beschlossen werden. Bis dahin will Landrat Danner auch einen Entwurf einbringen, bei dem die Kreisumlage unter 40 Prozent bleibt.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 19 Oct 2025 19:40:41 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Erdrutsch-Sieg in Volkertshausen: Judith Joy Klotz gewinnt die Bürgermeisterwahl  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/erdrutsch-sieg-in-volkertshausen-judith-joy-klotz-gewinnt-die-buergermeisterwahl;art372463,12502443 ]]></link>      <description><![CDATA[  Volkertshausen hat seine erste Bürgermeisterin gewählt. Die 31-jährige Judith Joy Klotz gewinnt vor ihren Mitbewerber Thorsten Scigliano, Frank Schumacher und Kurt Künz. Ein taktvoller Abend für die Wahlsiegerin.  ]]></description>
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          Volkertshausen hat seine erste Bürgermeisterin gewählt. Die 31-jährige Judith Joy Klotz gewinnt vor ihren Mitbewerber Thorsten Scigliano, Frank Schumacher und Kurt Künz. Ein taktvoller Abend für die Wahlsiegerin.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Volkertshausen hat seine erste Bürgermeisterin gewählt. Die 31-jährige Judith Joy Klotz gewinnt vor ihren Mitbewerber Thorsten Scigliano, Frank Schumacher und Kurt Künz. Ein taktvoller Abend für die Wahlsiegerin.



        <p>Am Ende war es ein Erdrutschsieg mit dem im ersten Wahlgang wohl kaum einer gerechnet hat: Judith Joy Klotz ist die erste Bürgermeisterin von Volkertshausen. Sie setzte sich bei der Wahl am vergangenen Sonntag mit einer deutlichen Mehrheit gegen ihre ernstzunehmenden Konkurrenten Thorsten Scigliano, Mühlingens amtierender Bürgermeister, und Frank Schumacher durch.</p> <p>Und zwar deutlich: 69,20 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf die 31-Jährige. Das entspricht 1029 Stimmen. Thorsten Scigliano, den viele Bürger als Favoriten gesehen hatten, kam lediglich auf 19,03 Prozent (283 Stimmen). Für Frank Schumacher stimmten 11,43 Prozent der abgegebenen Stimmen (170 Stimmen).</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/buergermeisterwahl-in-aach-vom-haeftling-zum-buergermeister-das-ist-kurt-kuenz;art372439,12485102" target="_blank" title="Er saß im Gefängnis und will nun Bürgermeister werden: Das ist Kurt Künz">Auf Kurt Künz, der sich bereits in Aach als Bürgermeister beworben hatte und dort für einen Eklat bei der offiziellen Kandidatenvorstellung der Gemeinde sorgte</a>, entfiel genau eine einzige Stimme (0,07 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 58,05 Prozent.</p> <p>Als Judith Joy Klotz an Mikrofon der brechend vollen Alten Kirche trat, tat sie dies mit einer Entschuldigung. Dass auch sie nicht mit einem Ergebnis im ersten Wahlgang gerechnet habe, wurde dadurch deutlich, dass sie das Badnerlied als Aushilfsdirigentin noch nicht geprobt hatte. Der SÜDKURIER hatte die Kandidaten im Rahmen seiner Wahlarena darauf angesprochen, ob sie dies beabsichtigen. Ihrem Wahlerfolg tat die fehlende Probe keinen Abbruch.</p> <h2>Judith Joy Klotz wird Bürgermeisterin in Volkertshausen: „Ein besonderer Moment!“</h2> <p>Der Wahlsiegerin war ihr Freude an diesem Abend anzusehen und anzuhören. „Wow, ich bin einfach überwältigt“, gab sie offen zu. „Es ist ein ganz besonderer Moment. Sie haben heute Geschichte geschrieben. Zum ersten Mal ist eine Frau in Volkertshausen zur Bürgermeisterin gewählt worden“, so Klotz sichtlich ergriffen. Künftig wolle sie zuhören, anpacken und gemeinsam mit den Bürgern Volkertshausen weiterentwickeln.</p> <p>Ihren Dank richtete Klotz nicht nur an ihre Wähler, sondern auch an ihre tatkräftigen Unterstützer, allen voran an ihren Partner Nikolai Grundler. „Ohne deine Unterstützung wäre das nicht möglich gewesen“, so Klotz. Danach richtete sie sich wieder an die versammelte Menge in der Alten Kirche: „Wir stoßen gemeinsam auf die Zukunft an!“</p> <p>Zu den ersten Gratulanten an diesem Abend gehörte ihr Konkurrent Thorsten Scigliano, der Volkertshausens neuer Bürgermeisterin „viel Erfolg und Sachverstand für die kommenden Aufgaben“ wünschte. „Die Volkertshausener wollten nichts Erfahrenes, sondern etwas Neues“, sagte er. Frank Schumacher zeigte sich nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses als fairer Mitstreiter. „Judith Joy Klotz hat sehr viel genetzwerkt und viele Personen erreicht. Ich gönne ihr den Sieg von Herzen. Sie hat verdient gewonnen“, so Schumacher.</p> <h2>Erst die dritte Bürgermeisterin im Landkreis</h2> <p>Judith Joy Klotz ist neben Susen Katter (Stockach) und Vera Schraner (Büsingen) erst die dritte Bürgermeisterin im Landkreis Konstanz im Amt. „Alle wollen mehr Jugend und Weiblichkeit in der Politik. Volkertshausen macht es vor, wie das funktionieren kann“, sagte Landtagsabgeordnetem Hans-Peter Storz (SPD).</p> <p>Landrat Zeno Danner sprach von einem höchstspannenden aber fairen Wahlkampf. „Man kann heute nicht nur sagen, sie haben mit Volkertshausen eine neue Gemeinde gewonnen. Sie haben eine neue Fan-Gemeinde.“ Er lobte die drei ernstzunehmenden Kandidaten Klotz, Scigliano und Schumacher für deren Mut, sich zur Wahl aufzustellen. „Sie haben die Wahl zu einer echten gemacht, davon lebt unsere Demokratie.“</p> <p>Benjamin Mors, Vorsitzender des Gemeindetages Kreis Konstanz, freue sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen Kollegin Judith Joy Klotz. „69 Prozent in einem ersten Wahlgang mit zwei ganz starken Mitbewerbern ist richtiger Rückenwind für die kommenden Aufgaben“, sagte er.</p> <p>Zweimal brandete an diesem Wahlabend tosender Applaus in der Alten Kirche auf. Zum einen nach der Bekanntgabe des Wahlsieges von Klotz. Zum anderen als es um Amtsverwalter Martin Gschlecht ging. Sowohl Landrat Zeno Danner und Benjamin Mors würdigten ihn für seinen Einsatz für die Gemeinde Volkertshausen. Gschlecht hatte nach dem Weggang von Bürgermeister Marcus Röwer über Monate hinweg die Amtsgeschicke im Rathaus geleistet. „Solch ein Engagement ist nicht selbstverständlich“, so Danner.</p> <p>Und am Ende wurde der Abend dann doch noch richtig taktvoll: Denn Judith Joy Klotz hat es dann doch getan und das Badnerlied dirigiert – und damit schon gleich am Anfang ihrer Amtszeit als neue Rathauschefin gezeigt: Improvisieren, das kann sie.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Erdrutsch-Sieg in Volkertshausen: Judith Joy Klotz gewinnt die Bürgermeisterwahl]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 19 Oct 2025 16:41:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Den ganzen Hegau zieht es nach Hilzingen: So schön war die Kirchweih am Wochenende  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/den-ganzen-hegau-zieht-es-nach-hilzingen-so-schoen-war-die-kirchweih-am-wochenende-20-10-25;art372443,12502192 ]]></link>      <description><![CDATA[  Enormer Besucherandrang beim Traditionsfest: Festzeltbetrieb, Partynacht, Flohmärkte und Oldtimer lockten zahlreiche Menschen an. Und das Beste ist: Am Montag geht die Kirchweih weiter.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Enormer Besucherandrang beim Traditionsfest: Festzeltbetrieb, Partynacht, Flohmärkte und Oldtimer lockten zahlreiche Menschen an. Und das Beste ist: Am Montag geht die Kirchweih weiter.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/den-ganzen-hegau-zieht-es-nach-hilzingen-so-schoen-war-die-kirchweih-am-wochenende-20-10-25;art372443,12502192]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Enormer Besucherandrang beim Traditionsfest: Festzeltbetrieb, Partynacht, Flohmärkte und Oldtimer lockten zahlreiche Menschen an. Und das Beste ist: Am Montag geht die Kirchweih weiter.



        <p>Herrliches Wetter und weit mehr als hundert zwei- und vierrädrige Oldies rund um Rathaus und Kirche: Besser gehe es gar nicht, so die Eröffnungsworte von Hilzingens Bürgermeister Holger Mayer anlässlich des 40. Treffens historischer Motorfahrzeuge, das erneut mit ganz besonderen Autos und Motorrädern aufwarten konnte.</p> <p>Für viele Blicke sorgte ein Rolls Royce, Baujahr 1930, dessen 27 Liter-Hubraum er dem eingebauten Flugzeugmotor verdankt. Ganz bescheiden, obwohl eine absolute Rarität, nahm sich daneben das Motorrad der Marke Minerva Baujahr 1908, ohne Kupplung und mit Riemenantrieb ausgestattet, aus.</p> <p>Bei der anschließenden Parade entlang der Hauptstraße wurden die Fahrzeuge den Zuschauern kurzweilig und informativ von den Oldie-Experten Michael Bietenholz und Mike Wilhelmi vorgestellt. Nicht nur dem Publikum gefiel´s. Übereinstimmend lobten die Oldie-Besitzer die angenehme und stimmige Atmosphäre auf dem Treffen. „Alle sind glücklich und haben Freude an den Autos“, brachte es Sylvia Lutz, die mit einem Vorkriegs-Citroen gekommen war, auf den Punkt.</p> <h2>Kirchweih in Hilzingen: Ein Bürgermeister, zwei Schläge</h2> <p>Gut gestartet war das Hilzinger Traditionsfest schon am Freitag Abend. Bereits zum Bieranstich war das dreitausend Gäste fassende Festzelt fast voll. Festwirt ist hier der Musikverein Hilzingen. An der Abendkasse gab es da bereits für die anschließende Party mit der Band VIPs lange Warteschlangen.</p> <p>Zwei Schläge brauchte Bürgermeister Holger Mayer, dann floss das Bier. Der Gemeindechef wünschte sich ein fröhliches und friedliches Fest – und das wurde es auch. Nennenswerte negative Vorfälle gab es nicht, teilten die Veranstalter mit.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So geht die Kirchweih weiter</span><span>Am Montag wird noch mal gefeiert: Ab 10 Uhr kann über den Kirchweihmarkt, den Flohmarkt, den Bücherflohmarkt gebummelt werden. Die katholische Pfarrkirche mit dem Erntedankschmuck und die Kunstausstellung öffnen ebenfalls um 10 Uhr ihre Türen, das Festzelt um 11 Uhr. Für den musikalischen Abschluss sorgt ab 19 Uhr die Oktoberfest-Band „Die Lausbuba“.</span></label></div> <p>Auch der Kirchweihsamstag endete mit einer Party-Nacht. Für diesen Abend hatten die Hilzinger Musiker die Partyband Blaska gewinnen können, die die Stimmung im Zelt regelrecht zum Kochen brachte. „Es ist bisher ein Super-Kirchweihfest. Wir sind voll zufrieden“, zog der Vorsitzende des Musikvereins Michael Jäckle am Samstag die Zwischenbilanz.</p> <h2>Am Sonntag kommen die Besucher in Massen zum Hilzinger Traditionsfest</h2> <p>Man sollte nicht glauben, wie viele lesebegeisterte Bürger Hilzingen hat. Kaum hatte der Bücherflohmarkt am Samstagmorgen in der Museumsremise seine Türen geöffnet, wurde emsig in den rund 8000 Buch-Exemplaren geschmökert, die das Macher -Team des Museumsvereins unter der Federführung von Ilse Heller und Sabine Korn-Luick zusammengetragen hatte. Der große Flohmarkt an den Hegau-Hallen füllte sich dagegen erst am frühen Nachmittag.</p> <p>Am Sonntag wurde Hilzingen wieder zum großen Treffpunkt im Hegau. Noch vor der Mittagszeit genossen massig Kirchweih-Gäste den Bummel durch die Marktzeile. Viel bestaunt und bewundert wurde der Kirchweih- und Erntedankschmuck. Als Gotteshaubesucher musste man jedoch etwas Zeit mitbringen, es gab bald Warteschlangen.</p> <p>Das Thema der diesjährigen Mosaike aus Samen, Früchten und getrockneten Blüten lautet „Pilger der Hoffnung“. Als traumhaft bezeichneten Lilo und Erich Dietrich aus Tengen den Schmuck. „Wunderschön“, lautete der Kommentar von Daniela und Edith Oßwald aus Riedheim.</p> <p>Den Förderkreis Kunst und Kultur gibt es seit vierzig Jahren. Mit den Hilzinger Kunstausstellungen zur Kirchweih ist es dem Kunstverein gelungen, Kunst in das Dorf zu bringen. Zum runden Geburtstag werden Bilder und Skulpturen aus früheren Ausstellungen gezeigt.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/die-schoensten-bilder-vom-hilzinger-kirchweih-sonntag;art372443,12502191" target="_blank" title="Die schönsten Bilder vom Hilzinger Kirchweih-Sonntag">Die besten Fotos vom Kirchweih-Sonntag finden Sie hier</a>.</li> </ul> </div>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 09:56:05 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ein Brauch wie Halloween, nur mit uralter lokaler Tradition  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/ein-brauch-fast-wie-halloween-nur-mit-uralter-lokaler-tradition-19-10-25;art417930,12501200 ]]></link>      <description><![CDATA[  Am dritten Oktoberwochenende gehen Kinder von Tür zu Tür, um für eine kleine Gabe das "Kilbe-" oder "Kirbilied" auf Südbadisch anzustimmen. Die Tradition lebt trotz Halloween wieder auf.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Am dritten Oktoberwochenende gehen Kinder von Tür zu Tür, um für eine kleine Gabe das "Kilbe-" oder "Kirbilied" auf Südbadisch anzustimmen. Die Tradition lebt trotz Halloween wieder auf.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/ein-brauch-fast-wie-halloween-nur-mit-uralter-lokaler-tradition-19-10-25;art417930,12501200]]></guid>
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        Am dritten Oktoberwochenende gehen Kinder von Tür zu Tür, um für eine kleine Gabe das "Kilbe-" oder "Kirbilied" auf Südbadisch anzustimmen. Die Tradition lebt trotz Halloween wieder auf.



        <p>An diesem dritten Oktober-Wochenende bis zum darauffolgenden Mittwoch ist es wieder soweit: Hunderte Kinder ziehen in einigen Gemeinden im Schwarzwald und Hegau in kleinen Gruppen mit Laternen, ausgehölten Rüben und Kürbissen von Haus zu Haus, singen das Kilbe- oder auch Kirbilied im südbadischen Dialekt und verschiedenen Variationen, und bitten um Süßes.</p> <p>Was auf den ersten Blick an das irisch-amerikanische Halloween erinnert, ist in Wahrheit ein uralter, lokaler Heischebrauch: Schon in vorchristlichen Zeiten gab es zahlreiche regionale Licht-, Wärme- und Erntedanktraditionen. Darin reiht sich auch das Kilbe- oder Kirbisingen ein.</p> <p>Das frühe Christentum versuchte althergebrachte, heidnische Bräuche in die eigene Lehre zu integrieren, um die Menschen für den neuen Glauben zu gewinnen. Beispielsweise gehen unser heutiges Ostern und Weihnachten auch auf das germanische Frühlings- und Julfest zurück. Andere heidnische Traditionen wurden unter anderem mit dem Kirchweihfest christianisiert – alemannisch „Kilbe“, in der Schweiz „Chilbi“.</p> <p>In früheren Zeiten boten unter anderem Erntedank- und Kirchenfeste vor allem Kindern den Anlass, um von Haus zu Haus zu ziehen, Lieder zu singen oder Sprüche aufzusagen und dafür kleine Gaben zu erheischen.</p> <p>Aufgrund der weit verbreiteten Armut waren solche Heischebräuche für Kinder oft eine der seltenen Gelegenheiten im Jahr, um Leckereien zu ergattern – damals traditionell Äpfel, Birnen, Walnüsse und „Guzle“, also süße Teigwaren und Bonbons.</p> <p>Doch spätestens seit das kommerzialisierte Halloween in den 1990er-Jahren aus den USA nach Deutschland schwappte, sind das traditionelle „Kilbesingen“ und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Was-wurde-eigentlich-aus-den-Ruebengeistern-Weil-es-in-Konstanz-keine-Rueben-mehr-gibt-stirbt-eine-Tradition-aus;art372448,9944560" target="_blank" title="Was wurde eigentlich aus den Rübengeistern? Weil es in Konstanz keine Rüben mehr gibt, stirbt eine Tradition aus">‚Rübengeistern‘</a> stark rückläufig bis ausgestorben.</p> <h2>350 Kinder zum Kilbeumzug in Schramberg erwartet</h2> <p>Dagegen stemmen sich unter anderen die Stadt Schramberg im Mittelschwarzwald und einige umliegende Gemeinden. Dort, auf dem Gebiet der ehemals vorderösterreichischen Herrschaft Schramberg, die bis 1806 existierte, wird das traditionelle Kirchweihfest und dazugehörige „Kilbesingen“ stets am dritten Wochenende im Oktober bis zum darauffolgenden Mittwoch gefeiert. Das älteste Gotteshaus im Raum Schramberg wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt und wohl deutlich früher geweiht.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>„Kilbelied“ in Schramberg und Umgebung</span><span><em>Hit isch Kilbe, moarn isch Kilbe,</em><br /> <em>bis am Middwoch Obend.</em><br /> <em>Wenn i zu meim Schäzele komm,</em><br /> <em>no sag ich guada‘n Obend.</em><br /> <em>Guada‘n Obend Schäzele,</em><br /> <em>kauf mr au a Bräzele</em><br /> <em>un an Schobba roda Woi.</em><br /> <em>Morga soll mei Hochzeid sei.</em></span></label></div> <p>Weil das alte Brauchtum aufgrund des starken Zuzugs von Auswärtigen sowie wegen der Halloween-Konkurrenz allmählich in Vergessenheit zu geraten schien, hat die Narrenzunft Schramberg bereits im Jahr 2011 einen alljährlichen „Kilbeumzug“ ins Leben gerufen: „Wir haben das gemeinsame Kilbisingen vor über zehn Jahren angefangen, damit es nicht ausstirbt und um den schönen Brauch wiederzubeleben“, sagt Zunftmeister Tobias Dold dem SÜDKURIER.</p> <p>Er erwartet beim diesjährigen <a href="http://www.narrenzunft-schramberg.de/veranstaltungen/2546651/2025/10/21/kilbeumzug.html" target="_blank" title="" rel="noopener">‚Kilbeumzug‘ am Dienstag, den 21. Oktober 2025,</a> rund 350 Kinder mit ihren Laternen sowie zahlreiche Erwachsene. Sie alle werden singend durch die Fußgängerzone zum Rathausplatz von Schramberg laufen und von Jungmusikern begleitet. Dazu erhält jedes Kind einen Apfel, ein Spitzweckle und eine kleine Schokolade. „Seit wir den Kilbeumzug organisieren, gehen die Kinder auch wieder verstärkt in ihrer Nachbarschaft zum Kilbesingen“, sagt Dold.</p> <p>Der „Kilbeumzug“ richtet sich an Kinder im Alter bis zwölf Jahren aus der Stadt Schramberg und ihren Ortsteilen. „Wir bewerben Umzug nicht überregional, sondern gezielt im Kindergarten und der Grundschule“, erklärt der Zunftmeister.</p> <p>Vereinzelt läuten bei ihm auch zu Halloween Kinder an der Haustür: „Ich sage ihnen dann, dass sie nächstes Jahr lieber beim Kilbeumzug mitmachen sollen“, sagt der Zunftmeister mit einem Schmunzeln.</p> <p>Darüber hinaus wird das „Kilbesingen“ in einigen umliegenden Gemeinden von Schramberg noch hochgehalten, teils mit eigenen Text- und Dialektvariationen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Kilbelied in Lauterbach und Tennenbronn</span><span><em>Hit isch Kilbe, moarn isch Kilbe,</em><br /> <em>bis am Middwoch Obend.</em><br /> <em>Un wenn i zu meim Schäzele komm,</em><br /> <em>no sag ich guada‘n Obend.</em><br /> <em>Guada‘n Obend Schäzele,</em><br /> <em>hosch mr au a Bräzele,</em><br /> <em>mir oas, dir oas</em><br /> <em>bloß de beese Kindr koas.</em><br /> <br /> Traditionell singen die Mädchen:<br /> <em>bloß de beese Buaba koas<br /></em><br /> Die Jungs singen:<br /> <em>bloß de beese Maidle koas.</em></span></label><label><input type="checkbox" /><span>Kilwilied in Furtwangen</span><span><em>Hit isch Kilwi, morge isch Kilwi</em><br /> <em>bis am Tsischdig Obe</em><br /> <em>un wenn i zu de ‚Lisabeth gang</em><br /> <em>dann sag i guete N‘obe.</em><br /> <em>Guete N‘obe Lisabeth,</em><br /> <em>sag mir wo di Bettstadt steht.</em><br /> <em>Hinterm Ofä an de Wand,</em><br /> <em>Kierchle bache isch kei Schand.</em></span></label><label><input type="checkbox" /><span>Kirbelied in Schiltach</span><span><em>Hit isch Kirbe morg‘h isch Kirbe</em><br /> <em>bis am Mittwoch Ohbed.</em><br /> <em>Und wenn i zu meim Schätzle komm</em><br /> <em>dann sag i gude Nobed.</em><br /> <em>Gud‘h Nobed Schätzele</em><br /> <em>gib m‘r doch a Brätzele</em><br /> <em>un a Schob‘h Wei,</em><br /> <em>das i wieder luschdig bei.</em></span></label></div> <h2>Bürgermeister: „Wir schätzen diese Tradition“</h2> <p>Auch in den wie Schramberg einst vorderösterreichischen Hegaustädtchen Engen und Aach sowie in umliegenden Dörfern gehen Kinder am dritten Oktoberwochenende von Haus zu Haus und singen eine Variation des „Kilbelieds“.</p> <p>Die Stadt Aach hat ihre Bürgerinnen und Bürger kürzlich auf der Titelseite des Stadtblatt auf den „alten Brauch“ aufmerksam gemacht und den Liedtext abgedruckt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>„Kirbilied“ in Aach und Engen</span><span><em>Hit isch Kirbi, moan isch Kirbi</em><br /> <em>bis zum Zieschtig z‘Obed</em><br /> <em>und wenn i zu mim Schätzele kumm,</em><br /> <em>denn sag i: Guete N‘Obed</em><br /> <em>guete n‘Obed Schätzele,</em><br /> <em>häsch mer au ä Bretzele</em><br /> <em>und en guete Wii,</em><br /> <em>dass mer kennet luschtig si.</em></span></label></div> <p>„Wir schätzen diese Tradition, wissen aber nicht, wie viele Menschen sie noch leben“, sagt der <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/buergermeisterwahl-in-aach-manfred-ossola-bleibt-rathauschef-in-aach;art372439,12490423" target="_blank" title="Die Sektkorken knallen für den alten Rathauschef: Manfred Ossola bleibt Bürgermeister von Aach">vor kurzem wiedergewählte Bürgermeister Manfred Ossola</a>.</p> <p>Denn das Kirbisingen in Aach werde nicht wie in Schramberg von einem Verein, sondern innerhalb von Familien, Freunden und Straßenzügen organisiert. Anders als in Schramberg verkleiden sich dabei im Hegau einige Kinder ähnlich wie zu Halloween.</p> <p>„Ich bin kein Halloween-Fan, was die Kommerzialisierung anbelangt“, sagt Ossola. Doch er findet es schön, wenn Jung und Alt lokale Bräuche gemeinsam aufleben lassen, einen Kürbis schnitzen, singend von Haus zu Haus gehen und später vielleicht noch eine Suppe aus dem saisonalen Gemüse machen. „Solche Bräuche wie Kirbisingen sind wertvoll“, sagt der Aacher Stadtchef.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Aach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Ein Brauch wie Halloween, nur mit uralter lokaler Tradition]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 22:39:12 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hubschrauber kreist über Welschingen: Bewaffneter Mann auf der Flucht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/hubschrauber-kreist-ueber-welschingen-bewaffneter-mann-auf-der-flucht;art372438,12501089 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein großes Polizeiaufgebot schreckt Welschingen am Donnerstag, 16. Oktober, auf. Gesucht wurde ein bewaffneter Mann aus der Flüchtlingsunterkunft am Bahnhof. Die Polizei umstellt sogar ein Maisfeld. Was ist da passiert?  ]]></description>
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          Ein großes Polizeiaufgebot schreckt Welschingen am Donnerstag, 16. Oktober, auf. Gesucht wurde ein bewaffneter Mann aus der Flüchtlingsunterkunft am Bahnhof. Die Polizei umstellt sogar ein Maisfeld. Was ist da passiert?<br>
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        Ein großes Polizeiaufgebot schreckt Welschingen am Donnerstag, 16. Oktober, auf. Gesucht wurde ein bewaffneter Mann aus der Flüchtlingsunterkunft am Bahnhof. Die Polizei umstellt sogar ein Maisfeld. Was ist da passiert?



        <p>Große Aufregung in Welschingen. Ein Polizeihubschrauber kreist über den Ort, mehrere Polizisten umstellen ein Maisfeld. Passanten berichten, dass sie von der Polizei aufgefordert worden seien, den Ort zu meiden. Zu groß sei die Gefahrenlage. Was ist da am Donnerstagnachmittag, 16. Oktober, zwischen Neuhausen und Welschingen passiert? Was bekannt ist: Die Flüchtlingsunterkunft ist in den Vorfall involviert.</p> <p>Eine Nachfrage beim Führungs- und Lagezentrum der Polizei ergibt: Am Nachmittag soll es zu einem massiven Polizeieinsatz im Bereich zwischen Neuhausen und Welschingen gekommen sein. Ein Polizeisprecher schildert gegenüber dem SÜDKURIER, dass ein Bewohner der Unterkunft einen weiteren Mann mit einem Messer bedroht habe. „Der Mann hat sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden“, teilt die Polizei weiter mit. Der Angreifer habe danach die Flucht ergriffen und sich in einem nahegelegenen Maisfeld verschanzt.</p> <h2>Polizeihubschrauber findet flüchtigen Mann</h2> <p>Nutzer in den sozialen Medien berichten davon, die Polizei habe im Anschluss das Maisfeld umstellt. Dies bestätigt das Präsidium auch gegenüber dem SÜDKURIER. Ein Polizeihubschrauber sei angefordert worden, um die Einsatzkräfte am Boden bei der Suche nach dem Mann zu unterstützen. Dieser habe den Gesuchten im Maisfeld schließlich ausfindig machen können.</p> <p>Bodenkräfte der Polizei hätten den flüchtigen Mann dann festnehmen können. „Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt“, so ein Polizeisprecher weiter. Im Anschluss sei der Mann in eine Fachklinik gebracht worden. Die Alarmierung sei gegen 14 Uhr eingegangen. Nur 30 Minuten später sei der Mann laut Polizeiangaben festgenommen worden.</p> <h2>War das LKA am Einsatz beteiligt?</h2> <p>Entgegen einzelnen Meldungen in den sozialen Medien, dass auch das Landeskriminalamt (LKA) in Welschingen im Einsatz gewesen sei, gibt es indes Entwarnung. Zwar könne die Polizei aus ermittlungstechnischen Gründen keine Angaben zur Einsatzstärke machen. Allerdings teilt ein Polizeisprecher mit, dass keine Fremdkräfte – also auch kein LKA – am Einsatz beteiligt gewesen seien. „Wir hatten mehrere Streifenpolizisten und Einsatzkräfte aus Engen vor „Ort“, so die offizielle Auskunft.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Hubschrauber kreist über Welschingen: Bewaffneter Mann auf der Flucht]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 12:01:59 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Aach hat die Energiewende geschafft: Im Städtchen wird mehr Strom erzeugt, als verbraucht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/aach-hat-die-energiewende-geschafft-im-staedtchen-wird-mehr-strom-erzeugt-als-verbraucht;art372439,12500528 ]]></link>      <description><![CDATA[  Dank Wasserkraft und Sonnenenergie können mehr als alle Aacher mit Elektrizität versorgt werden – allein aus dem neuen Solarpark über 5000 Menschen. Ein innovatives Batteriespeicher komplettiert die Anlage im Gewann Hau.  ]]></description>
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          Dank Wasserkraft und Sonnenenergie können mehr als alle Aacher mit Elektrizität versorgt werden – allein aus dem neuen Solarpark über 5000 Menschen. Ein innovatives Batteriespeicher komplettiert die Anlage im Gewann Hau.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/aach-hat-die-energiewende-geschafft-im-staedtchen-wird-mehr-strom-erzeugt-als-verbraucht;art372439,12500528]]></guid>
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        Dank Wasserkraft und Sonnenenergie können mehr als alle Aacher mit Elektrizität versorgt werden – allein aus dem neuen Solarpark über 5000 Menschen. Ein innovatives Batteriespeicher komplettiert die Anlage im Gewann Hau.



        <p>Die weiteste Anreise zur Eröffnung des neuen Solarparks bei Aach hatte Markus Egerer. Der Geschäftsführer der DB-Tochter Bahnbau Gruppe aus Berlin zeichnet für den Bau des innovativen Batteriespeichers im Gewann Hau verantwortlich. Die Anlage neben dem Sonnenkraftwerk nutzt gebrauchte E-Auto-Akkus, um Energie zu speichern. Sein Team nimmt Herstellern und Vertragshändlern von E-Fahrzeugen gebrauchte oder ungenutzte Batterien ab und fertigt leistungsstarke Batteriespeicher. „Durch die Verwendung von Rohstoffen, die sich bereits im Kreislauf befinden, leisten die Speicher einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft“, erklärt er. Eine innovative Multilevel-Wechselrichterarchitektur ermögliche den effizienten Einsatz der heterogenen Batteriemodule.</p> <p>Da man ein solches Produkt zunächst nicht im Portfolio der Deutschen Bahn vermuten würde, wies Egerer daraufhin, dass die Bahn als klimafreundlichstes Verkehrsmittel sehr wohl ein großes Interesse an solchen technologischen Innovationen habe, die etwa auch bei der Stromversorgung von Bahnhöfen zunehmend an Bedeutung gewinnen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So funktioniert das Konzept des Recycling-Batteriespeichers</span><span>Lithium-Ionen-Batterien gelten als Schlüsseltechnologie in der Elektromobilität, jedoch verlieren sie im Laufe ihres Lebens an Speicherleistung und werden oftmals ausgetauscht. Sie können in einem zweiten Schritt als Speicher in Aach genutz werden. Andere Batteriemodule finden ihren Weg aufgrund von Lagerüberschüssen, Produktionsüberhängen oder Modellwechseln gar nicht erst in ein E-Auto und landen so in stationären Speicheranlagen. Das Team von Encore/DB nimmt Herstellern und Vertragshändlern von E-Fahrzeugen diese gebrauchten und neuwertigen Batterien europaweit ab und fertigt aus ihnen leistungsstarke Batteriespeicher. Durch die Verwendung von Rohstoffen, die sich bereits im Kreislauf befinden, leisten die Speicher einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. (hbi)</span></label></div> <p>Zur Eröffnung mit dabei sein wollte auch die Sonne: An einem sehr sonnigen und milden Herbsttag wurde der Solarpark auf einer Fläche von fast 13 Hektar im Gewann Hau eröffnet. Mit seiner installierten Leistung von rund 14,2 Megawatt kann er rechnerisch genug Strom für rund 5500 Haushalte erzeugen – etwa 16 Millionen Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Für Tim Morath, Leiter Projektentwicklung Photovoltaik beim Versorgungsunternehmen Energie Baden-Württemberg (EnBW) ist das Projekt ein hervorragendes Beispiel, wie die Energiewende in guter und konstruktiver Zusammenarbeit umgesetzt werden kann. Die Bürger Aachs können sich durch den Erwerb eines nachrangigen Darlehens mit einer attraktiven Verzinsung am Solarpark beteiligen. „Der Impuls für das Vorhaben kam aus der Region selbst – vom E-Werk Aach, dem Kommunalberater Stephan Einsiedler und vom Aacher Bürgermeister Manfred Ossola“ erinnert er an die Anfänge.</p> <p>Mit Mut, Weitsicht und großem Einsatz sei das Projekt angestoßen und vorangetrieben worden. Herausforderungen – wie der Umgang mit der schützenswerten Feldlerche oder die Berücksichtigung der Anliegen der Modelfluggruppe Aach – konnten im offenen Dialog mit allen betroffenen Akteuren gelöst werden.</p> <p>Die EnBW hat mittlerweile 51 Solarparks in Betrieb, davon allein 35 in Baden-Württemberg. Morath verwies auch auf die ökologischen Vorteile des Projekts. Es werden neue Lebensräume für Fauna und Flora geschaffen; eine Doppelnutzung der Flächen wird durch die geplante Schafsbeweidung erreicht. Mit der Anlage werden jährlich 11.000 Tonnen CO<sub>2</sub> eingespart, zu deren Speicherung man ansonsten 1000 Hektar Wald benötigen würde.</p> <p>Auch Landrat Zeno Danner hatte sich zur Eröffnung des größten Solarparks im Landkreis Konstanz eingefunden. „Beim Zubau von Photovoltaik liegt unser Landkreis mittlerweile an dritter Stelle unter den Kreisen in Baden-Württemberg. Und dabei ist die heute eröffnete Anlage noch gar nicht berücksichtigt“ freute er sich.</p> <p>Bürgermeister Manfred Ossola verwies auf die Zielvorgabe der Regionalplanung, wonach 0,2 Prozent der Gemeindefläche für <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gailingen/photovoltaik-freiflaechenpark-in-gailingen-ist-am-netz-solarstrom-aus-der-region-fuer-die-region;art372441,12469117" title="Photovoltaik-Freiflächenpark in Gailingen ist am Netz: Solarstrom aus der Region für die Region">die Nutzung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen</a> vorzusehen sei. Bei einer Gemarkungsfläche der Stadt Aach von 1068 Hektar sind etwa 20 Hektar mit solchen Anlagen zu bestücken. Die Fläche im Gewann Hau wurde dafür zügig ins Auge gefasst, da die Gemeinde selbst Eigentümer ist.</p> <p>Nach ersten Gesprächen mit den Verantwortlichen der E-Werk-Gesellschaft in Aach wurde schnell der EnBW-Konzern für das Projekt ins Boot geholt. Der Beschluss im Gemeinderat wurde im April 2022 gefasst, der Bebauungsplan erlangte im Oktober 2023 Rechtskraft, und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/energie-fuer-aach-eigeltingen-und-volkertshausen-spatenstich-im-solarpark-gewann-hau;art372439,11959476" title="Energie für Aach, Eigeltingen und Volkertshausen: Spatenstich im Solarpark &amp;bdquo;Gewann Hau&amp;ldquo;">Ende Februar 2024 wurde schließlich die Baufreigabe erteilt</a>. Von den Pachteinnahmen und der finanziellen Beteiligung nach dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) mit 0,2 Cent pro produzierter Kilowattstunde profitiert die Stadt als Grundstückseigentümer auch langfristig. Im Zuge der Gespräche konnte zudem mit dem E-Werk ein Flächentausch vereinbart und eine für künftige Wohnbebauung geeignete Fläche mitten im Ortskern erworben werden.</p> <p>Seit Mitte Oktober können sich auch die Einwohner der Gemeinden Aach, Eigeltingen und Volkertshausen am Solarpark beteiligen. Über ein Nachrangdarlehen der EnBW Solar GmbH können zwischen 500 und 10.000 Euro über eine Laufzeit von sieben Jahren zu einem festen Zinssatz von 4,5 Prozent pro Jahr angelegt werden.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Energieträger "Alternative Energie" Solarenergie thema-wirtschaft-energie-alternativ thema-wirtschaft-energie]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Aach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Aach hat die Energiewende geschafft: Im Städtchen wird mehr Strom erzeugt, als verbraucht]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 11:57:03 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mietpreisbremse ade? So reagiert die Politik am Bodensee und im Hegau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mietpreisbremse-ade-so-reagiert-die-politik-am-bodensee-und-im-hegau-17-10-25;art372432,12500500 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mietpreisbremse-ade-so-reagiert-die-politik-am-bodensee-und-im-hegau-17-10-25;art372432,12500500]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.



        <p>Könnte die Mietpreisbremse im Kreis Konstanz bald wegfallen? Wenn es nach dem Vorschlag des baden-württembergischen Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen geht, ist das eine Option. Das Ministerium in Stuttgart hat einen Vorschlag für eine neue Mietpreisbremse auf den Tisch gelegt. Der stößt jedoch bei einigen auf Widerspruch.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/umstrittener-cdu-vorstoss-fallen-konstanz-und-weitere-staedte-in-der-region-aus-der-mietpreisbremse;art416,12498700" target="_blank" title="Umstrittener CDU-Vorstoß: Fallen Konstanz und weitere Städte in der Region aus der Mietpreisbremse?">Denn in einem Gutachten hat das Ministerium von Bauministerin Nicole Razavi (CDU) die Mietmärkte in allen Gemeinden in Baden-Württemberg neu bewerten lassen.</a> In Konstanz und fast allen Gemeinden hier im Kreis hat sich die Situation leicht verbessert, weil mehr gebaut wurde und es jetzt pro Einwohner mehr Wohnungen gibt als bei der vergangenen Bewertung. Nur auf der Reichenau würde die Regel dann noch greifen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Debatte</span><span>Die derzeitige Mietpreisbremse läuft Ende 2025 aus. Nun muss sich die Landesregierung aus Grünen und CDU auf eine neue Regelung einigen. Doch es gibt Streit. Der Vorschlag von Landeswohnministerin Nicole Razavi (CDU) wird von den Grünen blockiert. Denn damit würden weniger Menschen unter die Regelung fallen. Für Mannheim und alle größeren Gemeinden im Kreis Konstanz würde die Mietpreisbremse dann ganz entfallen. Sollte es keine Einigung geben, dann gibt es ab Januar 2026 keine Mietpreisbremse mehr im Land.</span></label></div> <h2>Kritik von der SPD</h2> <p>Doch mit dieser Bewertung sind einige Parteien im Kreis nicht einverstanden. Sie fordern, dass die Mietpreisbremse auch weiterhin in Konstanz gelten muss. Die SPD-Fraktion im Konstanzer Gemeinderat warnt vor den Folgen eines Wegfalls.</p> <p>Mit einer solchen Regelung könnten die Mieten in Konstanz deutlich ansteigen und es werde schwieriger für Mieterinnen und Mieter, sich dagegen zu wehren. „Wenn die Mietpreisbremse fällt, wird Wohnen in Konstanz für viele endgültig zum Luxusgut“, erklärt Jürgen Ruff, Fraktionschef der SPD. Laut der SPD-Fraktion seien die Pläne der Landesregierung unsozial.</p> <p>Auch Frank Ortolf, Landtagskandidat der SPD, kritisiert die Pläne. Die Mietpreisbremse habe in der Vergangenheit Mietsteigerungen abgemildert und Mieterinnen und Mieter geschützt. „Für junge Menschen, Familien und Menschen mit geringem Einkommen ist bezahlbarer Wohnraum essenziell“, so Ortolf.</p> <h2>Wegfall fördert soziale Ungleichheit</h2> <p>Der Kreisverband der Grünen Jugend kritisiert das Vorhaben ebenfalls. Dieses ignoriere die Probleme der Menschen vor Ort, heißt es in einer Mitteilung. „Das Problem der hohen Mieten in Konstanz ist eines, das alle, besonders die Einkommensschwächsten, betrifft“, sagt Lilly Rehm, Kreissprecherin der Grünen Jugend. „Wer in Konstanz wohnt, weiß, wie schwer es ist, eine bezahlbare WG oder gar eine Wohnung zu finden“, meint sie weiter.</p> <p>Der Wohnungsmarkt in Konstanz sei weiterhin angespannt. Daher fordert die Grüne Jugend, dass die Mietpreisbremse weiterhin aufrechterhalten wird. Das Instrument wirke aus ihrer Sicht. Gerade zu Semesterbeginn suchen viele junge Menschen verzweifelt nach einer Wohnung. Der Wegfall der Mietpreisbremse sei daher ein falsches Signal.</p> <p>„In Konstanz herrscht nach wie vor Wohnungsnot“, beklagt die Landtagsabgeordnete Nese Erikli (Grüne). Für viele Konstanzerinnen und Konstanzer wäre der Wegfall eine soziale Katastrophe. „Ich stehe mit alleinerziehenden Eltern, Familien, älteren Menschen, Auszubildenden und vielen anderen in Kontakt, die jetzt schon unter der Situation leiden. Menschen mit kleinem Geldbeutel haben es hier ohnehin schon schwer bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Situation wird sich durch die geplanten Maßnahmen der Bauministerin deutlich verschlechtern.“</p> <p>Und auch der Mieterbund Bodensee zeigt sich wenig erfreut über den Vorschlag der Ministerin. Winfried Kropp, Vorsitzender des Mieterbunds, greift die Pläne, die den ganzen Landkreis betreffen, sogar scharf an: „Wer in Singen Mieterschutz aushöhlt, attackiert vorsätzlich den sozialen Frieden.“ Mit einem Wegfall der Regelung würden wichtige Schutzrechte für Mieterinnen und Mieter ausgehebelt. Dass Reichenau weiterhin unter die Bremse falle, zeige laut Kropp „methodische Unzulänglichkeiten“. Für Kropp sind die Pläne ein Versuch, mit der „Abrissbirne den Mieterschutz im Kreis Konstanz zu zerschlagen.“</p> <h2>CDU fordert mehr Transparenz</h2> <p>Aus Sicht der CDU im Kreis ist mehr Transparenz notwendig. „Es würde zur Versachlichung der Debatte beitragen, wenn das Gutachten veröffentlicht würde“, so Levin Eisenmann von der Konstanzer CDU-Gemeinderatsfraktion gegenüber dem SÜDKURIER. „Bisher scheint das Ergebnis für Konstanz wenig nachvollziehbar zu sein“, erklärt er weiter.</p> <p>Die Diskussion um die Mietpreisbremse dürfe den Blick auf das eigentliche Problem nicht verstellen, so der Stadtrat. Es brauche weniger Debatte und mehr „Bagger und Schaufel“, um den Mietmarkt in Konstanz zu entlasten. Dieser sei auch mit der bisherigen Regelung angespannt gewesen.</p> <h2>Nur ein kurzfristiges Instrument</h2> <p>Die Landtagskandidaten der CDU in der Region, Andrea Gnann und Christoph Stetter, erklären in einer gemeinsamen Mitteilung, dass Wohnraum kein Luxusgut sein darf. Kurzfristig sei die Mietpreisbremse ein wichtiges Instrument, das Entlastung schaffe. Langfristig sei das jedoch keine Lösung. Den Vorschlag von Ministerin Razavi, der unter anderem Konstanz aus der Mietpreisbremse herausnehmen würde, gelte es zu prüfen.</p> <p>Auch sie fordern, dass das Gutachten veröffentlicht wird: „In Konstanz hat sich die Wohnsituation nicht entspannt. Die Mietpreise sind weiterhin hoch, und viele Menschen finden nur schwer bezahlbaren Wohnraum“, erklärt Andrea Gnann, die im Wahlkreis Konstanz für die CDU antritt. „Dass Konstanz aus der Mietpreisbremse herausfallen soll, ist für uns auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar“, heißt es weiter.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 10 Oct 2025 14:45:59 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Beim Biomüll ist der Landkreis an der Spitze, doch der Abfallbericht zeigt auch Nachholbedarf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/beim-biomuell-ist-der-landkreis-an-der-spitze-doch-der-abfallbericht-zeigt-auch-nachholbedarf;art372432,12497175 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im landesweiten Vergleich landet der Kreis Konstanz bei organischen Abfällen auf dem zweiten Platz im baden-württembergischen Vergleich. Aus den Daten geht aber auch hervor, dass nur sehr wenig Altmetall zusammenkommt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Im landesweiten Vergleich landet der Kreis Konstanz bei organischen Abfällen auf dem zweiten Platz im baden-württembergischen Vergleich. Aus den Daten geht aber auch hervor, dass nur sehr wenig Altmetall zusammenkommt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Im landesweiten Vergleich landet der Kreis Konstanz bei organischen Abfällen auf dem zweiten Platz im baden-württembergischen Vergleich. Aus den Daten geht aber auch hervor, dass nur sehr wenig Altmetall zusammenkommt.



        <p>Der Landkreis Konstanz glänzt, wenn es um Bioabfälle geht. Im aktuellen Abfallbericht 2024 katapultiert sich der Landkreis mit stolzen 100 Kilogramm pro Kopf und Jahr fast an die Spitze des Bundeslandes. Nur der Stadtkreis Baden-Baden liegt darüber.</p> <p>Im direkten Vergleich mit den Nachbarn ist der Vorsprung beeindruckend: Bodenseekreis 74 Kilogramm, Tuttlingen 89, Schwarzwald-Baar-Kreis 46, Waldshut 56 – und Sigmaringen, wo die Biotonne erst seit Jahresbeginn Pflicht ist, dümpelt mit zwölf Kilogramm geradezu am Startblock vor sich hin.</p> <p>Diese gute Bilanz freut auch die Verantwortlichen beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises. Die Pressestelle erklärt die gute Sammelquote damit, dass der Landkreis einer der Pioniere bei der getrennten Einsammlung von Bioabfall war. Bereits seit 1993 werden Bioabfälle getrennt gesammelt, lange bevor dies gesetzlich vorgegeben war.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Unterm Strich</span><span>Konstanz ist Vorreiter bei der Biotonne, stark beim Glas und ordentlich beim Restmüll. Doch gibt es Schwächen bei Metallen und Leichtverpackungen. Es hängt von den Bürgern ab, wie ihr Landkreis beim nächsten Abfallranking abschneidet. Denn wenn künftig mehr Wertstoffe gesammelt werden, statt im Restmüll zu landen, und mehr Altmedikamente oder Batterien zum Schadstoffmobil gebracht werden, bringt das den Kreis weiter nach vorn.</span></label></div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Haus- und Sperrmüll:</strong> Ganz so glänzend fällt das Bild beim Restmüll nicht aus. 129 Kilogramm Haus- und Sperrmüll pro Einwohner bedeuten zwar, dass Konstanz besser dasteht als Waldshut (139) oder Schwarzwald-Baar (137). Doch der Bodenseekreis (118) und Sigmaringen (113) liegen deutlich vorne. Immerhin: Der Landkreis Konstanz bleibt unter dem Landesschnitt von 138 Kilogramm und zeigt damit, dass Müllvermeidung in der Region keine bloße Theorie ist.</li> <li><strong>Wertstoffe:</strong> Ein gemischtes Bild ergibt sich bei den Wertstoffen. Beim Altpapier liegt Konstanz mit 59 Kilogramm pro Kopf knapp über dem Landesdurchschnitt, doch fast alle Nachbarn erzielen höhere Werte – Waldshut etwa bringt es auf stolze 70 Kilogramm, der Bodenseekreis auf 68. Ganz anders sieht es beim Glas aus: Hier spielt Konstanz mit 28 Kilogramm vorne mit und übertrifft fast alle Vergleichsregionen. Lediglich Waldshut ist mit 32 Kilogramm noch etwas besser.</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Altmetalle:</strong> Gerade einmal 6,1 Kilogramm pro Kopf wurden im Landkreis Konstanz gesammelt. Das ist nicht nur weniger als der Landesdurchschnitt, sondern auch deutlich hinter allen Nachbarn, von Tuttlingen mit knapp zehn Kilogramm bis hin zu Waldshut, das mit fast 25 Kilogramm geradezu herausragt. Auch bei den Leichtverpackungen hinkt Konstanz hinterher.<br /> Während der Landesdurchschnitt bei 31 Kilogramm liegt und Tuttlingen sogar 35 Kilogramm erreicht, bleiben die Landkreisbewohner mit 25 Kilogramm spürbar darunter. Vielleicht hat auch dieser Wert mit den örtlichen Sammeleigenheiten zu tun. Denn bis 2024 wurden die Leichtverpackungen im ganzen Kreis mit dem Gelben Sack eingesammelt. Seit diesem Jahr haben 14 Städte und Gemeinden die Gelbe Tonne eingeführt, während die elf restlichen Kommunen weiterhin den Gelben Sack abholen lassen.</li> <li><strong>Problemstoffe und Elektrogeräte:</strong> Die Entsorgung gefährlicher Abfälle klappt ordentlich, aber nicht überragend. Mit 0,79 Kilogramm pro Kopf liegt der Landkreis zwar besser als Sigmaringen, aber schwächer als alle anderen Nachbarn. Bei Elektroaltgeräten erreicht Konstanz mit 6,6 Kilogramm den Landesdurchschnitt, liegt damit aber ebenfalls hinter Bodenseekreis, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar und Waldshut.<br /> Der Kreis-Abfallwirtschaftsbetrieb verweist darauf, dass Elektroaltgeräte flächendeckend gesammelt werden und die Kommunen für die Infrastruktur verantwortlich seien: „Jedoch kann nur angenommen werden, was von den Bürgerinnen und Bürgern auch gebracht beziehungsweise entsorgt wird.“</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Grünabfälle:</strong> 58 Kilogramm pro Kopf sind nicht einmal zwei Drittel des Landesdurchschnitts von 93 Kilogramm. Alle Nachbarn sind besser, Waldshut sogar fast dreimal so gut mit 166 Kilogramm. Die Städte und Gemeinden haben unterschiedliche Sammelstrukturen für Grünabfall, weil es eine Aufgabenteilung gibt: Die Kommunen sind für Sammeln und Transport zuständig, der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises für die Verwertung. Am landkreiseigenen Wertstoffhof in Singen-Rickelshausen kann Grünabfall von allen Einwohnern das ganze Jahr über an fünf Tagen die Woche und zusätzlich jeden letzten Samstag im Monat abgegeben werden.</li> </ul> </div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Beim Biomüll ist der Landkreis an der Spitze, doch der Abfallbericht zeigt auch Nachholbedarf]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 07 Oct 2025 15:59:28 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Angst vor leeren Kassen und Empörung unter Bürgermeistern: „Uns brennt der Kittel!“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die finanziellen Spielräume der Kommunen im Landkreis Konstanz werden enger – und die Nerven dünner. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine heiße Debatte um die Kreisumlage bevorsteht.  ]]></description>
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          Die finanziellen Spielräume der Kommunen im Landkreis Konstanz werden enger – und die Nerven dünner. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine heiße Debatte um die Kreisumlage bevorsteht.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025]]></guid>
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        Die finanziellen Spielräume der Kommunen im Landkreis Konstanz werden enger – und die Nerven dünner. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine heiße Debatte um die Kreisumlage bevorsteht.



        <p>Die Debatte um den Kreishaushalt hat noch gar nicht begonnen, da hat der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt schon die „Eckpunkte zur Finanzpolitik“ für die Jahre 2026 bis 2029 entdeckt, obwohl diese gut versteckt in der allerletzten Anlage anhängen. „Die Stadt Konstanz schließt immer noch die vierte Haushaltslücke dieses Jahr. Dabei sparen wir der Kreisumlage hinterher, ohne sie müssten wir gar nicht sparen“, empört er sich.</p> <p>Die Kreisumlage ist die Abgabe, die Kommunen an den Kreis entrichten, um dessen Finanzbedarf zu decken. Der Kreis selbst erhebt keine eigenen Steuern. Der Hebesatz für die Umlage liegt im Kreis Konstanz aktuell bei 34 Prozent, angesichts großer anstehender Investitionen wird er aber steigen, so die Prognose.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Kreisumlage</span><span>Es handelt sich um eine Umlage, die die Gemeinden an den Kreis zu zahlen haben zur Finanzierung der vom Landkreis zu erbringenden Leistungen. Die Kreisumlage ist eine der wichtigsten Einnahmequellen des Kreises. Sie wird erhoben, weil der Kreis keine nennenswerten Einnahmequellen hat.</span></label></div> <p>In den Eckpunkten wird der Plan für die Kreishaushalte bis 2029 dargestellt und enthält – Stand September 2025 – die Zahlen, die Burchardt das Grausen lehren: ein Kreisumlage-Hebesatz von 40 Prozent für 2027, 42 Prozent für 2028 und 49,8 Prozent für 2029. Einmal in Fahrt macht Burchardt weiter: „Die 34 Prozent müssen der Anschlag sein. Wenn da irgendwo 39 Prozent steht, hätte das gar nicht durch den Drucker laufen dürfen. Aber wenn wir bei 49 sind, können wir dicht machen.“</p> <h2>Das entgegnet Landrat Zeno Danner</h2> <p>Diese helle Aufregung hat Landrat Zeno Danner offenbar nicht kommen sehen – sonst hätte er vermutlich den Drucker gestoppt. Oder gehofft, dass die Zahlen gut genug versteckt sein würden. Immerhin kommt der Tagesordnungspunkt harmlos daher: Es sind lediglich „Informationen zum aktuellen Planungsstand“.</p> <p>Ein bisschen Verteidigung schiebt er Burchardts Empörung hinterher, ganz sanft: „Wir können ja nicht so tun, als könnten wir alles locker erreichen, was wir uns vornehmen“, sagt er und betont, dass die Kreisumlage seit drei Jahren bei 34 Prozent stehe, obwohl sie schon mehrfach deutlich höher geplant war. Sein Ziel sei es, dass der Hebesatz auch 2026 nicht ansteige. „Das Festhalten am Kreisumlage-Hebesatz hat die Kreisverwaltung dieses Jahr übrigens fünf Millionen Euro gekostet.“</p> <h2>Verdoppelte Schulden bis 2029?</h2> <p>An diesem Nachmittag ergibt sich nur ein kurzer Einblick in die Misere der kommunalen Finanzen. Aber es liegt alles auf dem Tisch, als Kreisrätin Dorothee Jacobs-Krahnen (Grüne) auch noch auf die vorausgesagte Verschuldung hinweist: Diese würde, Stand jetzt, im Jahr 2029 dann 375 Millionen Euro betragen und hätte sich damit innerhalb von drei Jahren schlicht verdoppelt. Alarmierend sei dies für die Gestaltungsmöglichkeiten kommender Generationen, sagt sie.</p> <p>Landrat Danner kann vor dem eigentlichen Schlagabtausch nicht viel mehr tun, als die Kommunalpolitiker um Geduld zu bitten und auf die kommende Haushaltsdebatte zu verweisen. Das Ziel, die Zahl 34 beim Hebesatz zu erhalten, ist hiermit gesetzt.</p> <p>Uli Burchardt sorgt mit seltener Eindringlichkeit erneut dafür, dass er gehört wird: „Uns brennt der Kittel. Das gilt für Konstanz, aber auch für die meisten Städte und Gemeinden. Lasst uns gemeinsam einen Weg finden, dass wir die Entwicklung unter Kontrolle bekommen.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Angst vor leeren Kassen und Empörung unter Bürgermeistern: „Uns brennt der Kittel!“]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 07 Oct 2025 09:12:58 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Eine Gemeinde, sechs Dörfer und 23 Orte: In Hilzingen gibt es viel zu verwalten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/verwaltung-mit-herz-so-meistert-hilzingen-seine-sechs-ortsteile-07-10-25;art372443,12494840 ]]></link>      <description><![CDATA[  Hilzingen gilt als Flächengemeinde. Das Konstrukt entstand in dieser Form zur Gemeindereform der 1970er-Jahre. Dies bietet für das Rathaus bis heute besondere Anforderungen, aber auch die eine oder andere Chance.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Hilzingen gilt als Flächengemeinde. Das Konstrukt entstand in dieser Form zur Gemeindereform der 1970er-Jahre. Dies bietet für das Rathaus bis heute besondere Anforderungen, aber auch die eine oder andere Chance.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/verwaltung-mit-herz-so-meistert-hilzingen-seine-sechs-ortsteile-07-10-25;art372443,12494840]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Hilzingen gilt als Flächengemeinde. Das Konstrukt entstand in dieser Form zur Gemeindereform der 1970er-Jahre. Dies bietet für das Rathaus bis heute besondere Anforderungen, aber auch die eine oder andere Chance.



        <p>Im Jahr 1968 wurde in Baden-Württemberg die Gemeindereform auf den Weg gebracht, um die Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden zu stärken. An ihrem Ende stand die neue Gemeinde Hilzingen, eine Flächengemeinde. Zu ihr hatten sich der gleichnamige Kernort und fünf weitere, bis dahin selbständige Dörfer zusammengeschlossen.</p> <h2>Was ist eine Flächengemeinde?</h2> <p>Als Flächengemeinde werden Kommunen mit mehreren Ortsteilen beschrieben, die nicht zusammengebaut sind, sondern sich weitläufig über eine größere Fläche erstrecken und – gesehen auf die Gemarkungsfläche – eine geringe Bevölkerungsdichte haben. Auf Hilzingen trifft das zu. Neben dem Kernort umfasst die Gemeinde die Teilorte Binningen, Duchtlingen, Riedheim, Schlatt am Randen und Weiterdingen. Darüber hinaus gibt es weitere Weiler und anderweitige, völlig verschieden große Ansiedlungen: Das dicht bebaute Twielfeld zum Beispiel, das noch ländlich wirkende Dietlishof und die im Vergleich dazu kleineren Weiler Hofwiesen, Pfaffwiesen und Storzeln. Dass eine derart strukturierte Kommune stärkeren Aufwand in Verwaltung und Unterhaltung der Infrastruktur erfordert, liegt auf der Hand.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So ist die Gemeindereform in Hilzingen abgelaufen</span><span>Als erster Ortsteil ließ sich das bis dahin selbständige Duchtlingen 1969 nach Hilzingen eingemeinden. 1971 vollzogen Schlatt am Randen und Weiterdingen den Zusammenschluss, Binningen und Riedheim folgten 1974. Laut Gemeindeverwaltung gehören neben den zwischen 1970 und 1974 eingegliederten Orten Binningen, Duchtlingen, Riedheim, Schlatt am Randen und Weiterdingen noch viele weitere Weiler zur Gesamtgemeinde Hilzingen. Neben Hofwiesen sind das die Orte Dietlishof, Twielfeld, Seeweiler und Storzeln sowie die Höfe Katzental, Paradieshof und Riederhof, Sennhof und Stoffelhof, das Hohenstoffeln-Basaltwerk, die Höfe Altkrähenhof und Hofgut Hohenkrähen, die Höfe Homboll, Lochmühle und Pfaffwiesen sowie die Häuser Heiliggrab. (drm)</span></label></div> <p>Im Eingemeindungsvertrag wurde jedem der damals selbständigen Dörfer diverse Einrichtungen wie zum Beispiel eine eigene Sporthalle, eine eigene Aussegnungshalle oder Feuerwehrgerätehäuser dauerhaft zugesichert. Gerade aus diesen Zusagen aber ergeben sich nicht unbeträchtliche Herausforderungen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/es-braucht-weniger-standards-oder-mehr-geld-finanziell-wird-es-in-hilzingen-zunehmend-knapp;art372443,12258833" target="_blank" title="Es braucht weniger Standards oder mehr Geld: Finanziell wird es in Hilzingen zunehmend knapp">Der Hilzinger Kämmerer Stefan Mattes</a> betrachtet diese in jedem Teilort vorhandene Infrastruktur mit dem Blick des Haushaltshüters. Er sieht hier prinzipiell die eine oder andere Einsparmöglichkeit, zumal nicht jede dieser Einrichtungen voll ausgelastet ist. Er führt an, dass größere Einrichtungen im Allgemeinen kostengünstiger arbeiten. An den herrschenden Verhältnissen rütteln will er aber nicht. „Weil es in den Ortsteilen eine Erwartungshaltung gibt“, sagt er. Und außerdem würden dorfeigenen Vereine, Kindergärten und andere Institutionen wie zum Beispiel eigene Feuerwehr-Abteilungen das dortige Wir-Gefühl stärken. Und dass es diesen Zusammenhalt, dieses Gemeinschaftsgefühl gebe, sei durchaus positiv.</p> <p>Gleicher Meinung ist auch sein Vorgesetzter, Hilzingens Bürgermeister Holger Mayer. Jedes Dorf habe so noch seine eigene Identität, seine Festivitäten mit langer Tradition. Die Bürger seien vielfach sehr mit dem Dorf verwurzelt und brächten sich für ihr Dorf ein. „Diese Vielfalt finde ich spannend und schön.“ Mit gewährleistet werde das durch die vor der Eingemeindung ausgehandelten Ortschaftsverfassungen, die jedem Ortsteil jeweils einen Ortschaftsrat und einen aus dessen Mitte gewählten Ortsvorsteher gewähren – Duchtlingen ausgenommen. Und natürlich auch durch die unechte Teilortswahl, die jedem Teilort eine feste Anzahl von Vertretern im Gemeinderat zusichere, die ihr Dorf gut kennen und sich so zielgerichtet für die Interessen ihres Dorfes einsetzen können. „Die unechte Teilortswahl gibt es noch in vielen, aber nicht in allen Flächengemeinden. Tengen hat sie jüngst abgeschafft,“ so der Rathaus-Chef.</p> <h2>Herausforderung bei Wahlen</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/25-sitze-aber-einer-bleibt-leer-gemeinderat-hilzingen-hat-viele-neue-gesichter;art372443,12067932" target="_blank" title="Wegen unechter Teilortswahl: Gemeinderat hat mehr Sitze, doch einer bleibt leer">Dieses Wahlverfahren führt allerdings auch zu Situationen, die man in anderen Kommunen nicht kennt.</a> Markus Wannenmacher, seit 24 Jahren der Hauptamtsleiter auf dem Rathaus, kann ein Lied davon singen. Nicht nur sind die Wahlhelfer sehr lange mit der Auszählung der Stimmen beschäftigt, sondern das komplizierte, nicht leicht zu durchblickende Wahlverfahren, führe auch zu einer großen Anzahl falsch ausgefüllter Wahlzettel und damit zu überdurchschnittlich vielen ungültigen Stimmen.</p> <p>Wie der Kämmerer geht Mayer neben den positiven Aspekten ebenfalls auf die andere Seite einer Flächengemeinde ein. Dies sei unbestritten natürlich der erhöhte Finanzbedarf und der große Personal-, Unterhaltungs- und Arbeitsaufwand.</p> <h2>160 Kilometer Gemeindestraßen sind zu unterhalten</h2> <p>Zu den letzteren beiden Bereichen weiß der Leiter des Bauhofs der Gemeinde vieles beizutragen. Das 16-köpfige Bauhof-Team ist ständig damit beschäftigt, den Laden am Laufen zu halten. Es gelte fünf Kindergarten-Anwesen, sechs Sport- und Mehrzweckhallen, elf Sportplätze und zwei Bolzplätze zu betreuen, nennt Günter Furtwängler die maßgeblichen Zahlen: Die Länge der Gemeindestraßen beziffert er mit 160 Kilometern, die der Feldwege, die zu unterhalten seien, mit 300 Kilometern. Dazu sechzig Kilometer Bach- und Grabenläufe.</p> <p>Dort gebe es Durchlässe, Übergänge, kleine Brücken, bei denen Reparaturen anfielen. Und dann die Straßenbeleuchtung mit ihren 1500 Lampen, für die der Bauhof zuständig ist. Neunzig Kilometer Kanal sind auf der 5500 Hektar großen Gemarkung verlegt, fünf Regenrückhaltebecken, sechs Pumpwerke und zwei Rückstaukanäle gilt es im Blick zu behalten. Die Wasserversorgung wird über 130 Kilometer Haupt- und Versorgungsleitungen, drei Tiefbrunnen, elf Hochbehälter, vier Pumpwerke und eine große Aufbereitungsanlage gesichert. „Und alles will gehegt und gepflegt und instand gehalten werden,“ so Furtwängler.</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Eine Gemeinde, sechs Dörfer und 23 Orte: In Hilzingen gibt es viel zu verwalten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 16:32:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neuer Blick auf alte Wunden: Die Schattenseiten des True-Crime-Trends  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/interview-die-schattenseiten-des-true-crime-trends;art372458,12492899 ]]></link>      <description><![CDATA[  In den zurzeit beliebten True-Crime-Formaten arbeiten Medien teils abgeschlossene Kriminalfälle auf. Mit Folgen für Betroffene, warnt Marcel Da Rin, Leiter der Singener Kriminalprävention, im SÜDKURIER-Interview.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          In den zurzeit beliebten True-Crime-Formaten arbeiten Medien teils abgeschlossene Kriminalfälle auf. Mit Folgen für Betroffene, warnt Marcel Da Rin, Leiter der Singener Kriminalprävention, im SÜDKURIER-Interview.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/interview-die-schattenseiten-des-true-crime-trends;art372458,12492899]]></guid>
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        In den zurzeit beliebten True-Crime-Formaten arbeiten Medien teils abgeschlossene Kriminalfälle auf. Mit Folgen für Betroffene, warnt Marcel Da Rin, Leiter der Singener Kriminalprävention, im SÜDKURIER-Interview.



        <p><strong>Herr Da Rin, True-Crime-Formate sind momentan sehr beliebt, ob als Podcasts, Artikel oder im Fernsehen. Nehmen Sie auch ein hohes Interesse an Kriminalfällen wahr?</strong></p> <p>Ich nehme wahr, dass es ein hohes Interesse und viele Angebote in den unterschiedlichsten Formaten gibt und „wahre Verbrechen“, also zurückliegende Kriminalfälle, als Unterhaltung konsumiert werden.</p> <p><strong>Wie erklären Sie sich das?</strong></p> <p>Ich bin kein Psychologe, aber offensichtlich üben diese realitätsnahen Geschichten aus dem echten Leben eine große Faszination auf die Menschen aus. Da geht es sicherlich auch um Sensationslust und Voyeurismus.</p> <p><strong>Was halten Sie davon, wenn Menschen sich zur Unterhaltung mit wahren Verbrechen beschäftigen?</strong></p> <p>Ich sehe das eher kritisch. Oft spielen Opfer und deren Interessen bei True Crime keine Rolle. Mir sind Fälle bekannt, wo Betroffene beim Aufschlagen der Zeitung plötzlich und unerwartet wieder auf „ihren“ Fall stoßen. Das kann natürlich ein vermeintlich verarbeitetes Trauma wiederbeleben. Betroffene leiden meist lebenslang unter den Taten.</p> <p><strong>Wann wird es problematisch?</strong></p> <p>Das muss jeder Konsument für sich entscheiden. Das ist ja individuell, die eine Person erträgt vielleicht mehr als die andere. Wenn die Geschichten ganz nüchtern konsumiert werden, sehe ich da kein Problem. Wenn übermäßiger Konsum Angst auslöst und die Wahrnehmung der Realität verzerrt, dann wird es vielleicht problematisch. Vor allem in der heutigen Zeit, wo man weiß, dass Angststörungen zunehmen, vor allem bei jungen Menschen. Ich glaube, dass die Darstellung von Gewalt nicht friedlicher macht, vor allem nicht Menschen, die schon eine Neigung zu aggressivem Verhalten haben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person und der Singener Kriminalprävention</span><span><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wie-sicher-ist-singen-so-schaetzt-marcel-da-rin-von-der-kriminalpraevention-die-lage-ein;art372458,12455087" target="_blank" title="Mehr Furcht als Opfer: So steht es um die Sicherheit in Singen">Marcel Da Rin</a> leitet seit 2011 die Singener Kriminalprävention (SKP). Davor war er als Jugendreferent und Sozialarbeiter tätig. Die SKP möchte Probleme und Brennpunkte in der Stadt angehen. Laut deren Internetseite sollen Problemlösungsvorschläge erarbeitet werden. Die Stadt schreibt dazu: „Die Kernaufgabe der SKP ist die Vernetzung aller Akteure.“</span></label></div> <p><strong>Was bedeutet es für Opfer und Angehörige, wenn Kriminalfälle medial aufbereitet werden?</strong></p> <p>Da liegt schon eine hohe Verantwortung bei den Medien, die solche Formate veröffentlichen. Auch hier ist es wiederum so, die einen verarbeiten die erlebten Taten anders als andere. Hier ist es sicherlich gut, wenn Medienschaffende die Bedürfnisse der Betroffenen miteinbeziehen und ganz sensibel und respektvoll mit den Themen umgehen. Aufgrund der Gefahr der Retraumatisierung von Betroffenen, könnte ich persönlich gut auf True Crime Stories verzichten! Da reicht mir ein guter Krimiroman.</p> <p><strong>Was halten Sie davon, wenn Opfer und Angehörige im Mittelpunkt solcher Geschichten stehen, sich sogar selbst äußern?</strong></p> <p>Das liegt ganz alleine in der Entscheidung der Betroffenen.</p> <p><strong>True-Crime-Formate lenken auch Aufmerksamkeit auf die Täter. Welche Folgen kann das haben?</strong></p> <p>Da wäre natürlich eine Heroisierung und Glorifizierung sehr schlecht. Vor allem, wenn der Täter zu sehr im Vordergrund steht und somit eine Faszination für Verbrechen fördert. Da sehe ich eine potentielle Gefahr bei jungen Konsumenten und die Gefahr des Nachahmungseffektes.</p> <p><strong>Können True-Crime-Formate sensibilisieren und damit für mehr Sicherheit sorgen?</strong></p> <p>Ich kann das aus meiner Arbeit weder bestätigen noch widerlegen. Ich weiß, dass es eine Studie aus Österreich gibt. Dort heißt es, dass True Crime Konsumenten – vor allem Frauen – eine höhere Fähigkeit besitzen, mit Angst und Stress umzugehen. Andererseits nehme ich eben wahr, dass die Menschen immer ängstlicher werden. Vielleicht kann ich sogar bei dem ein oder anderen Fall auch lernen, mit Gefahren besser umzugehen. Ich bin mit Eduard Zimmermann und Aktenzeichen XY groß geworden, da ging es ja um ungelöste Fälle und um Aufklärung und Prävention. Heute geht es doch mehr um effekthascheriche Unterhaltung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Unsere Sommerserie</span><span><a href="https://www.suedkurier.de/true-crime/" target="_blank" title="True Crime">Auch der SÜDKURIER hat unlängst mit seiner Sommerserie ‚True-Crime‘ über längst vergangene Kriminalfälle berichtet und diese neu aufgerollt.</a> Mit unserem Format blicken wir auf Fälle zurück, die unsere Region seinerzeit erschüttert und in Atem gehalten haben. Viele Jahre später bewegen diese Taten noch immer – nicht nur, weil sie damals schockierten, sondern auch, weil sie Fragen nach Aufklärung, Gerechtigkeit und Schuld aufwerfen. Uns ist bewusst, dass die erneute Berichterstattung bei Angehörigen und Betroffenen Schmerz auslösen kann. Wir erzählen diese Geschichten dennoch, weil sie Teil unserer kollektiven und regionalen Erinnerung sind – und weil sie nicht vergessen werden sollten. Denn bis heute sagen sie viel über den Umgang unserer Gesellschaft mit entsprechenden Verbrechen und deren Folgen aus. Wir bemühen uns dabei um eine möglichst sachliche und respektvolle Darstellung des Geschehenen, ohne es zu skandalisieren oder die Geschädigten erneut zum Opfer zu machen. Übrigens: Das überaus große Leserinteresse an unserer Serie – sowohl online als auch in der Zeitung – bestärkt uns in dieser Entscheidung.</span></label></div> <p><strong>Beschäftigen Sie sich eigentlich selbst mit True Crime, auch privat?</strong></p> <p>Nein, eigentlich gar nicht. Ich lese gerne skandinavische Krimis, die ziehen mich schon richtig in ihren Bann!</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 12:37:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gepickelte Radiesle und keine dummen Nüssle: So lecker war die Kochshow in der Stadthalle  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/gepickelte-radiesle-und-keine-dummen-nuessle-so-lecker-war-die-kochshow-in-der-stadthalle;art372458,12492757 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zwölf glückliche SÜDKURIER-Abonnenten blicken exklusiv hinter die Kulissen der AOK-Kochshow mit Küchenchef Peter Bogdanovic. Dabei geht es auch um Gesundheit, doch der Geschmack darf nicht zu kurz kommen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Zwölf glückliche SÜDKURIER-Abonnenten blicken exklusiv hinter die Kulissen der AOK-Kochshow mit Küchenchef Peter Bogdanovic. Dabei geht es auch um Gesundheit, doch der Geschmack darf nicht zu kurz kommen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/gepickelte-radiesle-und-keine-dummen-nuessle-so-lecker-war-die-kochshow-in-der-stadthalle;art372458,12492757]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Zwölf glückliche SÜDKURIER-Abonnenten blicken exklusiv hinter die Kulissen der AOK-Kochshow mit Küchenchef Peter Bogdanovic. Dabei geht es auch um Gesundheit, doch der Geschmack darf nicht zu kurz kommen.



        <p>„Das Radiesle schmeckt wirklich himmlisch“, lautet das Fazit gleich mehrerer Besucher in der Singener Stadthalle. Peter Bogdanovic, Küchenchef des Gasthauses Sternen in Bohlingen, hört diese Worte an diesem Abend nicht. Er arbeitet auf der Bühne konzentriert am nächsten Gang. Dabei arbeiten Bogdanovic und sein Team schon seit Stunden in der Küche der Stadthalle auf Hochtouren.</p> <p>Mehr als 250 Gäste haben sich zur AOK-Kochshow angemeldet. Zwölf Probe-Testesser kommen schon vor dem offiziellen Beginn in den Genuss der später live vorgeführten Speisen. Denn SÜDKURIER-Abonnenten können im Rahmen der Serie „SÜDKURIER öffnet Türen“ exklusiv einen Blick hinter die Kulissen der Kochshow werfen.</p> <h2>4,5 Tonnen an Ausrüstung</h2> <p>14 Mal macht die AOK-Kochshow in ganz Baden-Württemberg Halt. „Wir spielen das wie eine Tournee, wir machen die Show mehrere Male hintereinander“, berichtet Michael Riehm von der Firma Rzwo GmbH, die für den Aufbau zuständig ist. Alles, was auf der Bühne zu sehen ist, bringe man selbst mit. Auch die gesamte Show-Küche. Laut Riehm habe man 4,5 Tonnen an Ausrüstung dabei. Einen ganzen Tag nehme der Aufbau in Anspruch. „Alleine die Küche besteht aus drei größeren Blöcken“, sagt er.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Kochshow</span><span>Unter dem Motto „Nachhaltig genießen“ lädt die Gesundheitskasse AOK Baden-Württemberg an verschiedenen Standorten zur Kochshow ein. Die Idee, die dahinter steckt: Gemeinsam mit der Meistervereinigung Gastronom Baden-Württemberg bietet die Gesundheitskasse die Gelegenheit, den Profis über die Schulter zu schauen. Das Duo, ein Meisterkoch der Meistervereinigung Gastronom und eine Ernährungsexpertin, stehen auf der Bühne und erklären und zeigen, wie man sich klimaschonend, nachhaltig und trotzdem lecker und gesund ernähren können. Ein köstliches 3-Gänge-Menü aus regionalen und saisonalen Zutaten wird vor Ort gezaubert. Und natürlich darf auch probiert werden. Teilnehmer müssen kein AOK-Mitglied sein, die Teilnahme ist kostenlos.</span></label></div> <p>Martin Hummel ist der Geschäftsführer der AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee. Er gibt Einblick, was die Gesundheitskasse mit der Kochshow bezwecken will: „Wir wollen einen Ansporn geben, dass jeder daheim schnell, gesund kochen kann und wie man die richtigen Produkte verwendet.“ Dass man schon das zweite Jahr mit der Kochshow nach Singen gekommen sei, sei auch ein Bekenntnis zur Region. Das Interesse an der Veranstaltung sei riesig, die 250 Plätze in wenigen Minuten vergriffen gewesen.</p> <p>Am Abend kommen die SÜDKURIER-Abonnenten zusammen mit rund 250 Gästen auf den Geschmack, was Peter Bogdanovic und sein Küchenteam alles gezaubert haben. Für die Gesundheitsfakten ist die Ernährungswissenschaftler Monika Fassl an Bord, die während der Show immer wieder Hintergründe der Lebensmittel erläutert. Und für die gute Stimmung sorgt SÜDKURIER-Redakteur Andreas Schuler. Er behält die Gastroszene und Kulinarik in der Region im Auge und ist auch privat ein leidenschaftlicher Koch.</p> <h2>„Welche Nuss ist denn die dümmste?“</h2> <p>Dabei entstehen auch muntere Unterhaltungen etwa über Nüsse und deren Inhaltsstoffe. Moderator Andreas Schuler will etwa wissen, ob es gute oder schlechte Nüsse gibt. Oder wie er es formuliert: „Welche Nuss ist denn die dümmste?“ Laut Monika Fassl gebe es keine richtig schlechten Nüsse. Aber sie macht deutlich, welche Kraft in ihnen stecken: „Wir brauchen eigentlich kein Proteinpulver. Eine Handvoll Nüsse am Tag hat den gleichen Effekt“, sagt sie.</p> <p>Auch Peter Bogdanovic ist in der Showküche in seinem Element. Er verrät Tipps, wie man Radieschen kulinarisch eine Frischzellenkur verpasst. „Radieschen können mehr als nur Salat“, sagt er. Dann kümmert er sich um den Sud. Essig, Salz und Zucker werden dafür aufgekocht. Dazu gleich eine ganze Reihe an Gewürzen wie etwa Lorbeerblätter, Pfefferkörner und Kreuzkümmel angeröstet. Das Ganze dann heiß über die geviertelten Radieschen kippen und luftdicht in einem Glas ziehen lassen. „Daraus entstehen gepickelte Radiesle, die bringen die Säure“, so Bogdanovic. Und die passe perfekt zum Wels, den es in der Vorspeise gibt. „Wels ist ein besonders malziger Fisch“, sagt Bogdanovic dazu.</p> <p>Am Ende des Abends sind alle SÜDKURIER-Abonnenten, die bei der Aktion „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ gewonnen haben, sichtlich begeistert von der Show – und vor allem auch satt geworden. Heinz Gaubatz hatte sich neue Rezeptideen für daheim erhofft und diese auch bekommen. „Wir haben uns wirklich gefreut, bei der Aktion gewonnen zu haben“, sagt er. Auch Thomas Gaisser sieht dies so: „Viele Bekannte von uns wollten auch hier her, haben aber keine Karten mehr bekommen. Wir schon, dank dem SÜDKURIER.“</p> <p>Und für alle, die wissen wollen, was gekocht wurde: Es gab gebeizten Bodensee-Wels, gepickelte Radiesle, dazu einen Gurkensud zur Vorspeise. Der Hauptgang blieb vegetarisch: gegarter Sellerie mit marokkanischen Gewürzen, Kohlrabi-Apfelsalat und gepufften Buchweizen. Den Abschluss bildete eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte im Glas.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Gepickelte Radiesle und keine dummen Nüssle: So lecker war die Kochshow in der Stadthalle]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 14:53:36 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Premiere bei der SÜDKURIER-Wahlarena: Erstmals treffen sich alle Kandidaten auf einer Bühne  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/suedkurier-wahlarena-in-aach-kandidaten-treffen-zum-ersten-mal-aufeinander;art372463,12492162 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Rennen um die Nachfolge von Bürgermeister Marcus Röwer hat begonnen. Am Mittwoch, 8. Oktober, stellen sich die drei ernst zu nehmenden Kandidaten beim SÜDKURIER-Podium den Fragen der Moderatoren.  ]]></description>
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          Das Rennen um die Nachfolge von Bürgermeister Marcus Röwer hat begonnen. Am Mittwoch, 8. Oktober, stellen sich die drei ernst zu nehmenden Kandidaten beim SÜDKURIER-Podium den Fragen der Moderatoren.<br>
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        Das Rennen um die Nachfolge von Bürgermeister Marcus Röwer hat begonnen. Am Mittwoch, 8. Oktober, stellen sich die drei ernst zu nehmenden Kandidaten beim SÜDKURIER-Podium den Fragen der Moderatoren.



        <p>Am Sonntag, 19. Oktober, entscheiden die Bürgerinnen und Bürger von Volkertshausen mit ihrer Wahl, wer in den kommenden acht Jahren die Geschicke der Kommune lenken wird. Insgesamt werden vier Kandidaten auf dem Stimmzettel stehen: Kurt Künz, Thorsten Scigliano, Judith Joy Klotz und Frank Schumacher. Der SÜDKURIER lädt am Mittwoch, 8. Oktober, um 19 Uhr zur großen Wahlarena in die Alte Kirche. Hier stellen sich die Kandidaten den Fragen der beiden Moderatoren Matthias Güntert und Helene Kerle.</p> <p>Auf dem SÜDKURIER-Podium werden sich drei Bürgermeister-Kandidaten vorstellen. Kandidat <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/buergermeisterwahl-in-aach-vom-haeftling-zum-buergermeister-das-ist-kurt-kuenz;art372439,12485102" target="_blank" title="Er saß im Gefängnis und will nun Bürgermeister werden: Das ist Kurt Künz">Kurt Künz</a> wurde für die aktuelle Veranstaltung explizit ausgeladen, nachdem er seinem Mitkandidaten in Aach, wo Künz ebenfalls kandidierte, auf der Bühne gedroht hatte.</p> <h2>Sie wollen Bürgermeister werden</h2> <p>Mit <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/buergermeisterwahl-volkertshausen-thorsten-scigliano-will-von-muehlingen-wechseln;art372463,12487155" target="_blank" title="Von Mühlingen nach Volkertshausen? Bürgermeister Thorsten Scigliano will das Rathaus wechseln">Thorsten Scigliano</a> bewirbt sich ein amtierender Bürgermeister um den Chefposten in Volkertshausen. Der 53-Jährige leitet seit 2020 das Rathaus von Mühlingen und lebt mit seiner Familie in Aach. Mitkandidatin <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/wird-sie-die-erste-buergermeisterin-im-hegau-die-31-jaehrige-judith-joy-klotz-will-ins-volkertshauser-rathaus-23-09-25;art372463,12486328" target="_blank" title="Wird sie die erste Bürgermeisterin im Hegau? Judith Joy Klotz will ins Volkertshausener Rathaus">Judith Joy Klotz</a> ist 31 Jahre alt, wohnt in Ludwigshafen und ist aktuell Ordnungsamtsleiterin in der Gemeinde Ostrach. Dritter im Bunde ist Kandidat <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/buergermeisterwahl-volkertshausen-frank-schumacher-ist-der-vierte-kandidat;art372463,12487314" target="_blank" title="Ein Volkertshausener für Volkertshausen: Frank Schumacher kandidiert als Bürgermeister">Frank Schumacher</a> aus Volkertshausen. Der 48-jährige Diplominformatiker lebt mit seiner Familie seit 13 Jahren im Ort und engagiert sich hier als Jugendleiter beim SV Volkertshausen.</p> <p>Die SÜDKURIER-Wahlarena bietet die Möglichkeit, sich ein genaueres Bild von den drei Kandidaten zu machen. Sie stellen sich an diesem Abend nicht nur einfach vor, sondern müssen sich auch von den beiden Moderatoren auf den Zahn fühlen lassen.</p> <p>Die SÜDKURIER-Wahlarena ist öffentlich und alle Interessierten sind eingeladen zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung soll den SÜDKURIER-Lesern direkt die Möglichkeit geben, ihre individuellen Fragen an die Kandidaten zu richten. Wer lieber nicht ans Saalmikrofon treten möchte oder terminlich verhindert ist, aber dennoch Fragen an die Kandidaten hat, kann diese per Mail an die Lokalredaktion unter der Adresse singen.redaktion@suedkurier.de schicken.</p> <p></p>]]>
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      <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 12:00:55 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Es steht viel auf dem Spiel": Darum wenden sich Städte und Gemeinden mit Brandbrief an die Bürger  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/es-steht-viel-auf-dem-spiel-staedte-und-gemeinden-in-baden-wuerttemberg-schreiben-brandbrief-an-buerger;art372448,12492055 ]]></link>      <description><![CDATA[  In einem ungewöhnlichen Schritt schreibt die Vertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land zum 3. Oktober direkt an die Bürger. Zwei Rathauschefs aus dem Hegau erklären, warum auch sie zu drastischen Worten greifen.  ]]></description>
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          In einem ungewöhnlichen Schritt schreibt die Vertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land zum 3. Oktober direkt an die Bürger. Zwei Rathauschefs aus dem Hegau erklären, warum auch sie zu drastischen Worten greifen.<br>
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        In einem ungewöhnlichen Schritt schreibt die Vertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land zum 3. Oktober direkt an die Bürger. Zwei Rathauschefs aus dem Hegau erklären, warum auch sie zu drastischen Worten greifen.



        <p>An klaren Worten fehlt es nicht. Wenn wir so weitermachen, heißt es in einem überraschend veröffentlichten Brief, dann fahren Staat und Gesellschaft an die Wand. Der Absender: der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Interessenvertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land. Die Adressaten: 11,2 Millionen Menschen, alle Einwohner Baden-Württembergs. Der Anlass: Ein Hilferuf und ein Appell, Reformen mitzutragen. Der Tonfall: Alarmiert.</p> <p>Es ist nicht weniger als ein Brandbrief, der zum Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, veröffentlicht wurde (<a href="https://www.gemeindetag-bw.de/content/brief-die-b%C3%BCrgerinnen-und-b%C3%BCrger-zum-tag-der-deutschen-einheit" target="_blank" title="" rel="noopener">hier ist der vollständige Wortlaut zu lesen</a>). Aber warum dieser ungewöhnliche Schritt? Die Bürgermeister Benjamin Mors aus Steißlingen und Holger Mayer aus Hilzingen, beide engagiert im Kreisvorstand des Gemeindetags, sagen auf SÜDKURIER-Nachfrage: Weil es tatsächlich brennt.</p> <p>„Es steht viel auf dem Spiel“, sagt Benjamin Mors. Er sorgt sich um den Zusammenhalt in Zeiten schneller Veränderungen und einer immer weiter ausufernden Bürokratie. „Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern wir schaffen es nicht, als Gesellschaft und Gesellschaft darauf eine schnelle Antwort zu finden.“</p> <p>Sein Kollege Holger Mayer fordert, dass Bund und Land den Kommunen wieder mehr Vertrauen entgegenbringen, Zuschüsse nicht an ein unüberschaubares Regelwerk knüpfen und sich darauf verlassen, dass Verwaltungen und Gemeinderäte in einem demokratischen Prozent „mit dem Geld schon etwas Richtiges machen“.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Botschaft zum 3. Oktober</span><span>Der 3. Oktober, Deutschlands Nationalfeiertag, erinnert nicht nur an die 1990 an diesem Tag vollzogene Wiedervereinigung Deutschland. Sondern auch daran, dass ab 1989 Menschen in der damaligen DDR für die Demokratie bereit waren, ihr Leben auf Spiel zu setzen. Doch diese Demokratie ist gefährdet, wenn der Staat handlungsunfähig wird, warnen nun auch die Kommunen im Land Baden-Württemberg. Bundesweit fehlten den Landkreisen, Städten und Gemeinden 30 Milliarden Euro, so der baden-württembergische Landkreistag. Auch die Kommunen im Kreis Konstanz sehen ihre Finanzen teils im freien Fall. Singen und Konstanz haben deshalb schon eine Haushaltssperre verfügt, was bei ernsthafter Umsetzung einem weitgehenden Verlust von Gestaltungsmöglichkeiten gleichkommt.</span></label></div> <p>Benjamin Mors nennt ein konkretes Beispiel: In Steißlingen hat die Gemeinde ein Grundstück verkauft, damit ein Bauträger darauf Wohnungen auch für Menschen mit schmalerem Geldbeutel errichten kann. Drei Jahre dauerte es, bis der Bebauungsplan stand – weil einige Streuobstbäume weichen müssen und überdies noch Fledermäuse entdeckt wurden. Holger Mayer muss seine Bürgerinnen und Bürger seit Jahren in Sachen Freibad-Sanierung vertrösten, weil Hilzingen das Geld für Pflichtaufgaben braucht, zum Beispiel die vom Bund eingeführte Betreuung von Grundschulkindern.</p> <p>Steffen Jäger, Hauptgeschäftsführer des Gemeindetags und Autor des offenen Briefs, weiß, wovon er spricht. Er war Bürgermeister der 4500-Einwohner-Gemeinde Oppenweiler bei Stuttgart. Seine Diagnose im Jahr 2025 liest sich bitter: „Die Kommunen sind damit das Rückgrat eines gelingenden Staates. Doch ihre Handlungsfähigkeit ist gefährdet. Die Kommunalfinanzen sind in einer solch dramatischen Schieflage, dass bereits die Erfüllung der Pflichtaufgaben kaum mehr möglich ist.“ Und das, weil der Staat über seine Verhältnisse lebt: „Die Summe an staatlichen Leistungszusagen, Standards, Versprechen hat ein Maß erreicht, das mit den verfügbaren Ressourcen nicht mehr erfüllbar ist.“</p> <h2>Die Bürger werden wieder mehr selbst leisten müssen</h2> <p>Dem stimmen die Bürgermeister von Hilzingen (knapp 10.000 Einwohner) und Steißlingen (gut 5000 Einwohner) ausdrücklich zu – obwohl oder gerade weil gerade diese beiden Kommunen lange Zeit als finanziell gut aufgestellt galten. Das ist vorbei, sagen die beiden, weil die Ansprüche der Menschen viel schneller gestiegen sind als die Möglichkeiten einer Gemeinde. Für sie gibt es nur den Weg, der auch in dem ungewöhnlichen Brief an die Bürgerinnen und Bürger skizziert ist: Abschied zu nehmen von lieb gewonnenen Dingen, wieder mehr Eigenverantwortung bei den Menschen selbst und Akzeptanz dafür, dass der Staat manche Dinge jetzt eben nicht mehr leisten kann.</p> <h2>Gemeinden fordern auch „mehr Ehrlichkeit in der Migrationspolitik“</h2> <p>Der Brief des Gemeindetags macht dabei auch um schwierige Themen keinen Bogen. Er fordert „mehr Ehrlichkeit in der Migrationspolitik“, verlangt von Zugewanderten nicht nur ein klares Bekenntnis zum Grundgesetz, sondern auch entsprechendes Handeln. Und „er oder sie muss auch zum Gelingen von Gesellschaft und Volkswirtschaft beitragen“, heißt es dort mitten in die hitzige Debatte hinein: „Menschenverächter haben keine Lösungen, sie haben nur Propaganda. Wir Demokraten müssen beweisen, dass wir es besser können.“</p> <p>Dass das gelingen kann, da sind Benjamin Mors und Holger Mayer übrigens ganz zuversichtlich. Zwar stellen sie fest, dass der Ton gerade in den sogenannten sozialen Medien rau geworden ist und einzelne Akteure eine zunehmende Lust an Polarisierung und Spaltung zeigten. In ihren Orten erleben sie aber täglich großen Zusammenhalt, wie beide betonen. Und eine wichtige Sache sei weithin akzeptiert, so Mors: „Wir brauchen keine Willensbekundungen, sondern echte Reformen.“</p> <p>Dabei komme es auf jeden an, so die beiden Hegauer Bürgermeister, die nach eigenen Worten jeden Satz im Brandbrief mittragen. Dort findet sich eine Formulierung, wie sie so ähnlich auch der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt immer wieder benutzt: „Demokratie ist kein Bestellshop – sie ist die Einladung an alle, sich mit ganzer Kraft für eine freiheitliche und wohlständige Gesellschaft einzubringen. Und deshalb kann Demokratie auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir alle unseren Beitrag dazu leisten.“</p> <p>Also Ärmel hochkrempeln und anpacken, das wünschen sich Burchardt, Mayer und Mors, aber auch der Landkreistag. Dessen Präsident Achim Brötel aus dem Neckar-Odenwald-Kreis klagt nicht nur darüber, dass inzwischen fast alle Kreise im Land nicht einmal mehr ihre laufenden Aufgaben leisten können, ohne neue Schulden zu machen. Seine Botschaft zum 3. Oktober „in diesen schwierigen Zeiten“ ist so unmissverständlich wie die der Verantwortlichen im Kreis Konstanz: „Deutschland ist ein starkes Land, und es kann stark bleiben, wenn wir uns alle gemeinsam darum bemühen und uns dafür einsetzen. Denn genau das ist Demokratie – die Kraft der Vielen.“</p>]]>
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      <pubDate>Tue, 30 Sep 2025 05:10:50 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Feuerwehr bezieht Einwohner bei Übung ein  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/feuerwehr-bezieht-einwohner-bei-uebung-ein;art372439,12491238 ]]></link>      <description><![CDATA[  Vorbildliche Jahreshauptprobe der Retter in Aach. Für das Konzept gibt es positive Rückmeldungen aller Beteiligten  ]]></description>
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          Vorbildliche Jahreshauptprobe der Retter in Aach. Für das Konzept gibt es positive Rückmeldungen aller Beteiligten<br>
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        Vorbildliche Jahreshauptprobe der Retter in Aach. Für das Konzept gibt es positive Rückmeldungen aller Beteiligten



        <p><strong>Aach</strong> Die diesjährige Jahreshauptprobe der Freiwilligen Feuerwehr Aach fand in Zusammenarbeit mit dem katholischen Kindergarten statt. Ziel dieser Übung war es, ein neu entwickelte Übungskonzept der Feuerwehr zu präsentieren und die Einsatzkräfte auf ein praxisnahes Szenario vorzubereiten. Für das Übungsobjekt wurde ein Brand in der Küche des Kindergartens simuliert. Dabei galt es, eine vermisste Person zu retten und die verrauchten Gebäudeteile abzusuchen. Dieses Szenario stellte die Einsatzkräfte sowohl in Bezug auf die technische Handhabung der Ausrüstung als auch auf die Entscheidungsfindung unter Stress auf die Probe.</p> <h2>Vermisste Person gerettet</h2> <p>Die Übung wurde in mehreren Phasen durchgeführt. Alarmierung: Die Feuerwehr wurde über den simulierten Brand informiert. Die Kinder und ihre Erzieher hatten beim Eintreffen der Feuerwehr bereits geordnet das Gebäude verlassen. Einsatzvorbereitung: Orientierung vor Ort, und die Einsatzkräfte stellten ihre Ausrüstung zusammen und besprachen die Vorgehensweise. Löschangriff und Personensuche: Mit Unterstützung von Atemschutzgeräteträgern wurde der Brand bekämpft und die vermisste Person gesucht, gerettet und dem DRK übergeben. Nachbesprechung durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister Uwe Hartmann: Einzelne kleine Auffälligkeiten und Entscheidungen wurden analysiert und eine vorbildliche Übung attestiert.</p> <p>Ein zentrales Element der Jahreshauptprobe war die Einbindung interessierter Zuschauer. Diese wurden in Gruppen durch das Übungsobjekt geführt. Dabei hatten sie die Möglichkeit, den Einsatz sowie die Gefahrenstellen und Besonderheiten des Szenarios kennenzulernen. Das neue Konzept stellte sich als besonders erfolgreich heraus, da die Besucher aktiv in den Ablauf einbezogen wurden und so ein besseres Verständnis für die Herausforderungen und Vorgehensweisen der Feuerwehr gewonnen haben. Die Übung erhielt großes Lob von allen Seiten. Der neue Ansatz der Feuerwehr, die Öffentlichkeit in die Übungen einzubeziehen, wurde positiv aufgenommen und förderte das Vertrauen zwischen der Feuerwehr und der Gemeinde.</p> <p>Emotionale Dankesworte für Einsatz und Konzept kamen von Bürgermeister Manfred Ossola. Die Feuerwehr Aach plant, dieses Konzept auch zukünftig bei Übungen anzuwenden, um die Sensibilisierung für Brandschutz und die Arbeit der Einsatzkräfte weiter zu erhöhen.</p> <p>Die Jahreshauptprobe der Freiwilligen Feuerwehr Aach war ein großer Erfolg für alle Beteiligten. Das von Tobias Rimmele (stellvertretender Kommandant) durchdachte Übungsszenario sowie die Umsetzung durch Führungsleiter Dominik Baur und das innovative Konzept.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 29 Sep 2025 13:15:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Rückenwind für die nächsten acht Jahre: Was Manfred Ossola nach der Wiederwahl plant  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/buergermeisterwahl-aach-alter-und-neuer-buergermeister-ossola-wertet-ergebnis-als-rueckenwind;art372439,12490670 ]]></link>      <description><![CDATA[  Aachs alter wie neuer Rathauschef blickt nach einem turbulenten Wahlkampf motiviert nach vorne. Denn seine Ziele habe er erreicht – und Kritikern reiche er die Hand. So ist die Stimmung am Tag danach.  ]]></description>
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          Aachs alter wie neuer Rathauschef blickt nach einem turbulenten Wahlkampf motiviert nach vorne. Denn seine Ziele habe er erreicht – und Kritikern reiche er die Hand. So ist die Stimmung am Tag danach.<br>
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        Aachs alter wie neuer Rathauschef blickt nach einem turbulenten Wahlkampf motiviert nach vorne. Denn seine Ziele habe er erreicht – und Kritikern reiche er die Hand. So ist die Stimmung am Tag danach.



        <p>Arbeitsbeginn im Chefbüro des Aacher Rathauses ist um 8 Uhr. Das hatte Manfred Ossola schon während der SÜDKURIER-Wahlarena angekündigt. Tatsächlich ist er auch am Tag nach seiner Wiederwahl pünktlich an seinem Arbeitsplatz. Das gehöre sich so, sagt er wenige Stunden nach seiner erneuten Wahl zum Aacher Bürgermeister. Schließlich sei der neue gleichzeitig der alte Bürgermeister. „Ich werde mich jetzt nicht verbiegen, mein Stil bleibt der gleiche“, sagt Manfred Ossola. Vielmehr werde er sich mit ganzer Kraft für die Stadt Aach und vor allem für die Menschen, die darin leben, einsetzen.</p> <p>Den Wahlabend beschreibt Ossola rückblickend als emotional. Mit dem Ergebnis sei er zufrieden. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/buergermeisterwahl-in-aach-manfred-ossola-bleibt-rathauschef-in-aach;art372439,12490423" target="_blank" title="Die Sektkorken knallen für den alten Rathauschef: Manfred Ossola bleibt Bürgermeister von Aach">Fast 95 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen am Sonntag auf den Amtsinhaber.</a> Für seinen Konkurrenten Kurt Künz, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/kandidatenvorstellung-in-aach-eskaliert-herausforderer-droht-dass-er-eine-waffe-dabei-hat;art372439,12484408" target="_blank" title="Kandidatenvorstellung eskaliert: Herausforderer droht, dass er eine Waffe dabei hat">der Ossola während der Kandidatenvorstellung der Stadt öffentlich gedroht hatte</a>, gab es indes eine Abreibung. Auf ihn entfielen gerade einmal 14 Stimmen (1,87 Prozent).</p> <p>Für Manfred Ossola bedeutet das Ergebnis Rückenwind für die kommenden acht Jahre, aber die fast 95 Prozent seien auch eine Bestätigung für die geleistete Arbeit der vergangenen acht Jahre. „Man sagt immer, ein Bürgermeister ist erst dann ein richtiger Bürgermeister, wenn er eine Wiederwahl gewonnen hat. Ich habe dies wirklich so gewertet, dass die Aacher mit meiner Arbeit zufrieden sind und mir zutrauen, diese Arbeit fortzuführen“, so Ossola weiter. Sein Ziel sei es gewesen, mindestens 90 Prozent der Stimmen einzuheimsen, und eine Wahlbeteiligung von mindesten 30 Prozent. „Beides habe ich geschafft und dafür bin ich zutiefst dankbar“, betont er.</p> <h2>Wer nicht zufrieden ist, könne Probleme ansprechen</h2> <p>Natürlich werde es Stimmen geben, die angesichts einer Wahlbeteiligung von 41,94 Prozent sagen würden, dass er 58 Prozent der Aacher nicht erreicht habe. Aber darauf hat Ossola eine einfache Erwiderung: „Es wird auch immer Leute geben, die nicht zufrieden sind. Aber an die möchte ich die Nachricht senden: Ich bin auch für diese Leute als Bürgermeister da und wir können Probleme, sollte es sie denn geben, gemeinsam aus dem Weg räumen.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Wahlergebnis</span><span>Manfred Ossola bleibt Bürgermeister von Aach. Er setzte sich am vergangenen Sonntag gegen seinen Konkurrenten Kurt Künz haushoch durch und gewann die Wahl mit 95,47 Prozent der abgegebenen Stimmen. Auf den 61-jährigen Frührentner Künz aus Hilzingen entfielen 1,87 Prozent der Stimmen. Kurios an der Wahl in Aach: Künz unterlag nicht nur Ossola bei der Abstimmung, sondern auch der leeren Zeile. Denn auf diese hatten 2,67 Prozent der Wahlberechtigten einen beliebigen Namen geschrieben. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,94 Prozent.</span></label></div> <p>Aber die Wahl hat auch bei Manfred Ossola Spuren hinterlassen. „Die Wahl war durchaus nicht einfach – auch durch meinen Mitbewerber“, schildert Ossola. Er habe zwar zu keiner Zeit Angst gehabt oder ein tatsächliches Gefühl einer Bedrohung wahrgenommen. „Aber wenn ich in den Hegau sehe, wo die nächsten Wahlen anstehen, hat Aach aufgezeigt, dass man sich auf ernsthafte Kandidaten konzentrieren soll. Vielleicht darf man den anderen Kandidaten gar nicht so viel Raum bieten“, Ossola.</p> <p>Zur Erinnerung: Kurt Künz tritt auch bei der Bürgermeisterwahl in Volkertshausen neben den anderen Bewerbern Thorsten Scigliano, Judith Joy Klotz und Frank Schumacher an.</p> <h2>Eines seiner Projekte ist mehr Platz für die Schule</h2> <p>Langweilig wird es dem neuen und alten Bürgermeister in Aach nicht werden. Ganz oben auf der Aufgabenliste steht indes der Ausbau der Betreuung der Kinder an der Aacher Grundschule. Zuletzt habe man den Kindergarten angepackt, nun müsse die Schule dringend ausgebaut werden. „Die Betreuung platzt dort aus allen Nähten. Wir haben jetzt die Möglichkeit, neue Räume dazuzubringen“, so Ossola.</p> <p>Dafür sollen die Räume der jetzigen Praxis von Doktor Burghardt genutzt werden, der Ende September in Ruhestand geht. Laut Ossola sei man derzeit dabei, eine Konzeption für diese Räume zu erstellen – um die Räume fachgerecht für die Grundschüler und Lehrer auf einen guten Stand zu bringen.</p> <h2>Der einfache Wunsch: Gesund bleiben</h2> <p>Der Haushalt für 2026 sei nicht geprägt von hohen Investitionen. Das liege auch daran, dass die Stadt Aach ein neues Feuerwehrauto für 700.000 Euro anschaffen werde. Eine wichtige Pflichtaufgabe für die Sicherheit der Stadt – aber auch ein finanzieller Brocken, den man laut Ossola erst einmal stemmen müsse. „Das Fahrzeug ist bestellt, die Rechnung kommt nächstes Jahr“, sagt er. Und dann wäre da noch ein Großprojekt, das im Wahlkampf kaum Thema gewesen ist: Der SV Aach-Eigeltingen soll eine neue Sportanlage erhalten. Hier befinde man sich laut Ossola in der Abklärungsphase.</p> <p>Für die kommenden acht Jahre hat Manfred Ossola vor allem einen Wunsch: „Ich hoffe, dass ich lange gesund bleibe und dieses Amt so lange wie möglich ausüben kann.“ Denn der Job des Bürgermeisters sei für ihn weit mehr als nur ein Beruf. „Er ist Leidenschaft“, so Ossola.</p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Bürgermeisterwahl Landtagswahl Kommunalpolitik thema-politik-lokal-buergermeisterwahl thema-politik-lokal thema-politik-land-landtagswahl]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Aach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Rückenwind für die nächsten acht Jahre: Was Manfred Ossola nach der Wiederwahl plant]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 28 Sep 2025 19:30:53 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Die Sektkorken knallen für den alten Rathauschef: Manfred Ossola bleibt Bürgermeister von Aach  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/buergermeisterwahl-in-aach-manfred-ossola-bleibt-rathauschef-in-aach;art372439,12490423 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Amtsinhaber gewinnt das Duell gegen seinen Herausforderer Kurt Künz mit 95,47 Prozent haushoch. Es ist auch ein Sieg gegen die leere Zeile, denn die Wahlbeteiligung ist gut.  ]]></description>
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          Der Amtsinhaber gewinnt das Duell gegen seinen Herausforderer Kurt Künz mit 95,47 Prozent haushoch. Es ist auch ein Sieg gegen die leere Zeile, denn die Wahlbeteiligung ist gut.<br>
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        Der Amtsinhaber gewinnt das Duell gegen seinen Herausforderer Kurt Künz mit 95,47 Prozent haushoch. Es ist auch ein Sieg gegen die leere Zeile, denn die Wahlbeteiligung ist gut.



        <p>Es war ein kurioser Wahlkampf, der im Hegau in den Tagen vor der Wahl für Aufsehen gesorgt hat – mit einem erwartbaren und wenig überraschenden Ende: Manfred Ossola bleibt Bürgermeister von Aach. Er setzte sich am vergangenen Sonntag gegen seinen Konkurrenten Kurt Künz haushoch durch und gewann die Wahl mit 95,47 Prozent der abgegebenen Stimmen. Auf den 61-jährigen Frührentner Künz aus Hilzingen entfielen 1,87 Prozent der Stimmen. Kurios an der Wahl in Aach: Künz unterlag nicht nur Ossola bei der Abstimmung, sondern auch der leeren Zeile. Denn auf diese hatten 2,67 Prozent der Wahlberechtigten einen beliebigen Namen geschrieben. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,94 Prozent.</p> <p>Die Sektkorken bei der Bekanntgabe des Ergebnisses knallten zu früh. Da war Simone Hornstein, Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses noch nicht einmal an das Mikrofon getreten. Als sie die Zahlen dann verkündet, geht ein erleichtertes Raunen durch den gut besuchten Platz vor dem Vereinszentrum. Dort hatten sich zahlreiche Bürger versammelt.</p> <h2>„Manfred, so sehen Sieger aus!“</h2> <p>Manfred Ossola selbst gibt sich nach der Bekanntgabe des Ergebnisses indes bescheiden. Er habe sich das Ergebnis vielleicht ein gewünscht, sei dennoch zutiefst dankbar. „Das Ergebnis zeigt, dass wir alle im Rathaus die letzten acht Jahre nicht alles falsch gemacht haben“, so Ossola. Er verspricht, dass er das Vertrauen der Aacher in ihn die kommende Amtszeit rechtfertigen werde. „Ich werde mich mit ganzem Herzen für Aach einsetzen“, sagt Ossola. Wie zur Bestätigung ruft ein Aacher aus der Menge: „Manfred, so sehen Sieger aus!“</p> <p>Manfred Ossola ist an diesem Abend allerdings nicht der einzige Sieger. Landrat Zeno Danner wertet den „herausragenden Erfolg“ für den Amtsinhaber auch als einen Sieg der Demokratie – auch mit Blick auf die Wahlbeteiligung. „Demokratie funktioniert bei uns nur deshalb, weil Menschen wie Manfred Ossola jeden Tag aufstehen, um etwas für ihre Gemeinde zu tun und um etwas dafür zu tun, dass es den Menschen, die darin leben, gut geht“, so Danner. Das Ergebnis bezeichnet Danner als klar und eindeutig.</p> <p>Und dann gibt es einen Seitenhieb auf Kurt Künz, der im Wahlkampf mit seinen öffentlichen Drohungen gegen Manfred Ossola für Aufsehen gesorgt hat. „Wenn man mal sauer ist, dann sollte man sich überlegen, was ein Amtsträger bei uns im Landkreis jeden Tag macht. Er sucht nach der besten Lösung für uns alle“, sagt er. Es war nicht der einzige Seitenhieb an diesem Abend.</p> <h2>Ein kurioser Wahlkampf in Aach</h2> <p>Der Wahlkampf in Aach sorgte deshalb für Aufsehen im Hegau, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/buergermeisterwahl-in-aach-vom-haeftling-zum-buergermeister-das-ist-kurt-kuenz;art372439,12485102" target="_blank" title="Er saß im Gefängnis und will nun Bürgermeister werden: Das ist Kurt Künz">da Kurt Künz den alten und neuen Bürgermeister der Hegau-Stadt bei der offiziellen Kandidatenvorstellung der Stadt öffentlich bedroht hatte.</a> Erst kündigt er an, dass er seinen Konkurrenten und Amtsinhaber Manfred Ossola ausschalten zu wollen, dann teilte er den Zuhörern in der Sporthalle in Aach mit, dass er eine Waffe habe, und begann in seinem Rucksack zu wühlen. Letztlich hatte er keine Waffe, sorgte mit seinem Verhalten aber mindestens für Verwunderung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Weitere Wahlen im Hegau</span><span>Die Bürgermeisterwahl in Aach vom vergangenen Sonntag ist nicht die einzige im Hegau in den kommenden Wochen. Auch in Volkertshausen und in Steißlingen stehen noch in diesem Jahr Wahlen an. Die Volkertshausener sind am Sonntag, 19. Oktober, aufgerufen, einen neuen Rathauschef zu wählen. Dort stehen Kurt Künz, der ebenfalls in Aach kandidierte, Thorsten Scigliano, Judith Joy Klotz und Frank Schumacher auf dem Stimmzettel. Die Bürgermeisterwahl in Steißlingen findet die Wahl am Sonntag, 9. November, statt. Die Bewerbungsfrist endet dort am 13. Oktober. Aktuell ist dort Amtsinhaber Benjamin Mors der einzige Bewerber.</span></label></div> <p>Zu den ersten Gratulanten zählt Benjamin Mors, Vorsitzender des Gemeindetages Kreis Konstanz: „95 Prozent bei einer starken Wahlbeteiligung ist ein tolles Ergebnis. Das ist ein starkes Signal für die kommenden acht Jahre.“ Auch Bundestagsabgeordneter Andreas Jung (CDU) spricht von einem herausragenden Ergebnis. „Die Kommunen sind das Fundament der Demokratie“, sagt er. Aktuell würde die Demokratie allerdings in Deutschland teilweise in Frage gestellt. „Die Aacher haben heute gezeigt, dass die Mehrheit der Menschen an der Demokratie mitwirken wollen“, so Jung weiter.</p> <p>Für Bürgermeister Patrick Stärk (Mühlhausen-Ehingen) bedeutet das Ergebnis, dass Ossola mit ordentlich Rückenwind die die neue Amtszeit geht. „Er wird sicherlich nicht die Hände in den Schoß legen, das kommt für Manfred Ossola nicht in Frage.“ Wie zum Beweis breitet er die Hände aus und deutet auf den neuen Mühlenplatz rund um das neue Vereinszentrum. „Wir stehen auf einem Platz, der seine Handschrift trägt.“</p> <h2>Von Kurt Künz fehlt jede Spur</h2> <p>Bevor Ossola sich den zahlreichen Gratulanten zum obligatorischen Glückwunsch-Marathon stellt, gibt es auch noch von ihm eine Retourkutsche an Kurt Künz. Er habe sich die Rechnung für den Sekt gerne teilen wollen – hätte dann aber doch entschieden, alles selbst bezahlen zu wollen. Vom Herausforderer gibt es dazu keine Erwiderung. Kein Wunder: Von Kurt Künz fehlt an diesem Abend jede Spur.</p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Bürgermeisterwahl Kommunalwahl Kandidatenaufstellung thema-politik-lokal-kommunalwahl thema-politik-lokal-buergermeisterwahl thema-politik-land-landtagswahl thema-politik]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Aach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Die Sektkorken knallen für den alten Rathauschef: Manfred Ossola bleibt Bürgermeister von Aach]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 17:18:12 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Endlich Grundschüler! Alle Einschulungs-Bilder aus Singen und dem Hegau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/endlich-grundschueler-alle-einschulungs-bilder-aus-singen-und-dem-hegau;art372458,12489481 ]]></link>      <description><![CDATA[  Schultüte und schöne Fotos gehören dazu, wenn Kinder in die Schule starten. Der SÜDKURIER wünscht allen Erstklässlern 2025 einen guten Start und zeigt einen Überblick mit Klassenlehrern.  ]]></description>
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          Schultüte und schöne Fotos gehören dazu, wenn Kinder in die Schule starten. Der SÜDKURIER wünscht allen Erstklässlern 2025 einen guten Start und zeigt einen Überblick mit Klassenlehrern.<br>
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        Schultüte und schöne Fotos gehören dazu, wenn Kinder in die Schule starten. Der SÜDKURIER wünscht allen Erstklässlern 2025 einen guten Start und zeigt einen Überblick mit Klassenlehrern.



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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 15:41:23 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Von Kretschmer bis Gysi: So locken die Bürgermeister Polit-Promis zum Schätzele-Markt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/von-kretschmer-bis-gysi-so-aufregend-war-es-mit-polit-promis-beim-schaetzele-markt-28-09-25;art372462,12489354 ]]></link>      <description><![CDATA[  Wie schafft es Tengen immer wieder, hochkarätige Redner für den Schätzele-Markt zu begeistern? Der Tengener Bürgermeister Selcuk Gök und seine beiden Vorgänger Helmut Groß und Marian Schreier berichten.  ]]></description>
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          Wie schafft es Tengen immer wieder, hochkarätige Redner für den Schätzele-Markt zu begeistern? Der Tengener Bürgermeister Selcuk Gök und seine beiden Vorgänger Helmut Groß und Marian Schreier berichten.<br>
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        Wie schafft es Tengen immer wieder, hochkarätige Redner für den Schätzele-Markt zu begeistern? Der Tengener Bürgermeister Selcuk Gök und seine beiden Vorgänger Helmut Groß und Marian Schreier berichten.



        <p>Eine Bundesjustizministerin, die sich auf dem Wirbelkarussell Polyp amüsiert. Ein Bundespolitiker, der sich mit Rinderzucht auskennt. Und was passiert, wenn ein Politiker kurzfristig absagt? All das gabs schon am Tengener Schätzele-Markt. Drei Bürgermeister erinnern sich.</p> <h2>Selcuk Göks Casting fürs Festzelt</h2> <p>Die Suche nach einem passenden Redner für die Mittelstandskundgebung ist eine der spannendsten Aufgaben des Tengener Bürgermeisters. Man könne fast sagen, das sei Göks ganz persönliches „Casting fürs Festzelt“. Telefonieren, schreiben, Kontakte nutzen, über alle möglichen Kanäle anfragen – und hoffen, dass es am Ende klappt. „Und manchmal kommt man dabei ganz schön ins Schwitzen.“ In Göks erstem Jahr als Bürgermeister etwa war der Name des CDU-Landesinnenministers Thomas Strobl im Gespräch. Er musste aber kurzfristig absagen. Der Schätzele-Markt stand vor der Tür und es war kein Redner in Sicht.</p> <p>Für den frisch gebackenen Bürgermeister war klar: „Gleich beim ersten Mal ohne prominenten Redner dazustehen, das darf nicht passieren.“ <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/einwanderung-buergergeld-staatsueberdruss-markige-worte-beim-schaetzele-markt-mit-manuel-hagel;art372462,11773116" target="_blank" title="Einwanderung, Bürgergeld, Staatsüberdruss: Markige Worte beim Schätzele-Markt mit Manuel Hagel">Am Ende kam Manuel Hagel, damals noch lange nicht so bekannt wie heute</a>, denn inzwischen ist er CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl. Hagel hat 2023 das Zelt begeistert und die Leute für sich gewonnen. Rückblickend kann man sagen: „Manchmal lohnt sich die Aufregung und er hat gezeigt, dass er Festzelt kann.“</p> <p>Auch im zweiten Jahr sei es wieder spannend gewesen. Die bundesweiten Wahlen liefen, viele Politiker hatten volle Terminkalender, und Gök habe sich gefragt: „Schaffen wir es, jemanden zu finden, der in Tengen auftritt?“</p> <h2>Ein prominenter Gegner muss her</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/kein-platz-mehr-fuer-ideologen-michael-kretschmer-kommt-poltert-und-ueberzeugt-beim-schaetzele-markt;art372462,12217721" target="_blank" title="Kein Platz mehr für Ideologen! Michael Kretschmer kommt, poltert und überzeugt beim Schätzele-Markt">Umso glücklicher sei der Bürgermeister gewesen, dass er Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) gewinnen konnte.</a> „Er kam als Ministerpräsident nach Tengen und das direkt vor den Koalitionsverhandlungen. Plötzlich hatten wir nicht nur einen hochkarätigen Redner, sondern gleich die große Presse mit im Festzelt. Solche Momente vergisst man nicht“, so Gök.</p> <p>Heute habe sich der Bürgermeister eine eiserne Regel auferlegt: „Plan B ist Plan A. Heißt konkret: Ein prominenter Redner muss her, und zwar rechtzeitig.“ Natürlich bleibe immer eine gewisse Spannung, aber immerhin habe er gelernt, dass eine Portion Nervenkitzel wohl zum Schätzele-Markt dazugehört. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/promi-gast-beim-schaetzele-markt-in-tengen-2025-kommt-sogar-finanzminister-danyal-bayaz;art372462,12478129" target="_blank" title="Promi-Redner beim Schätzele-Markt in Tengen steht fest: Dieser Minister kommt ins Festzelt">In diesem Jahr stellt sich Landes-Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) dem Festzelt.</a></p> <p>Und verrät der Bürgermeister, welche Redner in den nächsten Jahren angefragt werden? „Ich habe bereits eine kleine Liste an Persönlichkeiten, die ich mir sehr gut in Tengen vorstellen könnte“, so Gök. Wer es aber genau sein wird, das bleibe noch sein Geheimnis. Die ersten Gespräche würden bereits geführt: „Ich verspreche, dass wir auch 2026 wieder einen Redner im Festzelt haben werden, der die Menschen begeistert“, so Gök.</p> <h2>So kam es zu den Politikerauftritten</h2> <p>Wie es zu den Kundgebungen am Schätzele-Markt kam, berichtet Helmut Groß, der über vier Jahrzehnte die Geschicke Tengens lenkte. Im September 1973 trat der damals neu gewählte Bürgermeister Helmut Groß sein Amt in Tengen, mit den Stadtteilen Blumenfeld, Talheim und Uttenhofen an. In der Schätzlele-Makt-Zeitung wurde von ihm folgendes veröffentlicht: „Warum gibt es noch keinen Gewerbeverein Hegau/Randen?“</p> <p>Um das zu ändern, wurden Gewerbetreibende aus den Tengener Stadtteilen zu einer Gründungsversammlung eingeladen. Von einem Gewerbetreibenden aus Engen kam dazu die Anregung, in den „Bund der Selbstständigen“ als Verein einzutreten. Weiter regte er an, am Schätzele-Markt eine „Mittelstandkundgebung“ – wie in Schriesheim am Matheise-Markt – mit prominenten Rednern abzuhalten.</p> <p>Der Verein wurde gegründet und die erste Kundgebung fand 1973 in der Randenhalle statt. Der Staatssekretär im Staatsministerium Baden-Württemberg Gerhard Mahler (CDU) war der erste Redner. Bürgermeister Helmut Groß war begeistert, denn es wurde nicht nur Geld versprochen.</p> <p>Wenige Wochen später konnte die Stadt Tengen auch einen „Landschaftsplan“ für die laufende Flurbereinigung in Stuttgart vorlegen und bekam hohe Zuschüsse. So unter anderem zur Erschließung der Mühlbachschlucht mit Wegen und Brücken. „Ein Auftakt zu diesen Kundgebungen, der nicht hätte besser sein können“, betont Groß im Rückblick.</p> <h2>Lothar Spät war dreimal da</h2> <p>Ab 1978 fanden dann diese Veranstaltungen im Festzelt auf dem neu geschaffenen Festplatz mit Fahr- und Schaugeschäften statt. Bundeslandwirtschaftsminister Josef Ertl (FDP) war der erste Festzeltredner. Dreimal war aus diesem Anlass Ministerpräsident Lothar Späth (CDU) in Tengen.</p> <p>1991 gab es einen ganz besonderen Anlass: Ulrich Bremi, Präsident des Schweizerischen Nationalrates war als ranghöchster Schweizer der Redner in Tengen. In seinem Grußwort sagte er: „Auf den Besuch an Ihrem Schätzele-Markt in Tengen freue ich mich schon seit Wochen. Sie ehren damit auch die siebenhundertjährige Schweiz.“ Im Festzelt folgte nach seiner Rede der Austausch von Maßkrügen anlässlich 700. Schätzele-Markt und 700 Jahre Eidgenossenschaft Schweiz!</p> <p>1999 war die SPD-Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin im Festzelt als Rednerin zur Kundgebung, sie wünschte sich eine Karussellfahrt mit dem „Polyp“.</p> <h2>Gysi kam eine Stunde zu spät</h2> <p>Auch Marian Schreier, der von 2015 bis 2023 Bürgermeister von Tengen war, erinnert sich an die Kundgebungen. „Die Mittelstandskundgebung war immer ein Highlight – und jeder Redner hat den Schätzele-Markt auf seine Weise geprägt. Ich denke zum Beispiel an <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/Fulminante-Rede-statt-Klapse-Gregor-Gysi-begeistert-beim-Schaetzele-Markt;art372462,8976018" target="_blank" title="Fulminante Rede statt Klapse: Gregor Gysi begeistert beim Schätzele-Markt">Gregor Gysi, der fast eine Stunde zu spät kam</a>. Im Festzelt war es entsprechend laut und unruhig. Doch spätestens als er von seiner Ausbildung als Rinderzüchter erzählte, wurde es im Zelt mucksmäuschenstill. Oder an <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/Boris-Palmer-im-Interview-Schaetzelemarkt-Besucher-koennen-Klartext-erwarten;art372462,9473263" target="_blank" title="Boris Palmer im Interview: "Schätzelemarkt-Besucher können Klartext erwarten"">Boris Palmer</a>, der nach seiner Rede seinen mitgebrachten Koffer öffnete und anfing, sein aktuelles Buch zu verkaufen.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 25 Sep 2025 15:08:23 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zuverlässig und der Erste unter Gleichen: Manfred Ossola wird in der SK-Wahlarena konkret  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/buergermeisterwahl-in-aach-das-waren-die-themen-bei-der-suedkurier-wahlarena;art372439,12488577 ]]></link>      <description><![CDATA[  Amtsinhaber Manfred Ossola stellt sich den Fragen des SÜDKURIER und der zahlreichen Besucher im Vereinszentrum Aach. Dabei wird klar: Ohne Arzt gibt es mehr Probleme, doch an vielen Stellen tut sich was.  ]]></description>
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          Amtsinhaber Manfred Ossola stellt sich den Fragen des SÜDKURIER und der zahlreichen Besucher im Vereinszentrum Aach. Dabei wird klar: Ohne Arzt gibt es mehr Probleme, doch an vielen Stellen tut sich was.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      <dc:subject><![CDATA[
        Amtsinhaber Manfred Ossola stellt sich den Fragen des SÜDKURIER und der zahlreichen Besucher im Vereinszentrum Aach. Dabei wird klar: Ohne Arzt gibt es mehr Probleme, doch an vielen Stellen tut sich was.



        <p>So turbulent die Kandidatenvorstellung der Stadt in der Vorwoche war, so informativ, friedlich und auch locker war die SÜDKURIER-Wahlarena am Mittwochabend. Es war die letzte Veranstaltung vor der Bürgermeisterwahl in Aach am Sonntag, 28. September, und die beste Gelegenheit, Manfred Ossola auf den Zahn zu fühlen. Der Amtsinhaber tritt erneut an. Sein Mitbewerber Kurt Künz war <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/kandidatenvorstellung-in-aach-eskaliert-herausforderer-droht-dass-er-eine-waffe-dabei-hat;art372439,12484408" target="_blank" title="Kandidatenvorstellung eskaliert: Herausforderer droht, dass er eine Waffe dabei hat">aufgrund von Drohungen bei der städtischen Kandidatenvorstellung</a> von der Redaktion ausgeladen worden.</p> <p>„Als SÜDKURIER geben wir Menschen, die sich gegen die Demokratie richten, keinen Raum“, so die Einordnung von Jörg-Peter Rau, Mitglied der Chefredaktion, im Rahmen seiner Begrüßung. Es sei „ein bisschen verstörend“, dass der SÜDKURIER einen Sicherheitsdienst für einen solchen Abend bestellen müsse. Er stellte aber auch klar, dass eine Absage der Veranstaltung nicht in Frage gekommen sei. „Es hätte uns die Chance genommen, ein Zeichen zu setzen und Herrn Ossola zu Wort kommen zu lassen.“</p> <h2>Es geht um die Menschen in Aach</h2> <p>Der Abend sollte Mitkandidat Kurt Künz auch nicht indirekt ein Podium bieten. „Es geht heute Abend um Aach und um die Menschen, die hier leben“, so Moderator und Redaktionsleiter Matthias Güntert, der daraufhin Manfred Ossola auf der Bühne des Vereinszentrums begrüßte. Zum Start gab es eine schnelle, persönliche Fragerunde – der Titel „Locker aus der Hüfte“ war da ganz passend. Denn Ossola machte unter anderem deutlich, dass die Arbeit ihn jung halte, er am liebsten isst, was seine Frau Vera kocht, und dass er gerne Zeit im Garten verbringt.</p> <p>Ossola kandidiert mit 67 Jahren zum zweiten Mal für das Aacher Bürgermeisteramt. Auf die Frage, warum er sich das noch einmal antun wolle, gab Ossola an, dass er fit sei. „Ich fühle mich noch in Aach gebraucht“, und etwa die Rathaussanierung wolle er noch zu einem guten Ende bringen. Er lobte das gute Klima im Gemeinderat und der Verwaltung und bezeichnete sich selbst als „den Ersten unter Gleichen“. Ob er die vollen acht Jahre im Amt bleiben werde, sei eine Frage der Gesundheit, doch er zeigte sich optimistisch – und würde gerne 2032 sein 50. Jubiläum bei der Gemeinde Aach feiern. Denn 1982 hatte er einst angefangen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Bürgermeisterwahl</span><span>Die Aacher sind am kommenden Sonntag, 29. September, dazu aufgerufen, ihren neuen Bürgermeister zu wählen. Sie haben die Auswahl zwischen Amtsinhaber Manfred Ossola, der einen zweite Amtszeit anstrebt, und Kurt Künz, der bei der Kandidatenvorstellung der Gemeinde für Aufsehen sorgte, da er Ossola öffentlich gedroht hatte. Der Wahlraum wird im Vereinszentrum Mühlenstraße 1, Veranstaltungssaal im ersten Obergeschoss eingerichtet. Das Wahllokal hat von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Bei der vergangenen Bürgermeisterwahl entfielen auf Manfred Ossola 97,42 Prozent der abgegebenen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 70,4 Prozent. Ossola war damals der einzige Kandidat.</span></label></div> <h2>Wollen die Aacher eigentlich eine Hegau-Großgemeinde?</h2> <p>Der Aacher Bürgermeister machte an diesem Abend mehrfach deutlich, dass er die Idee für eine Hegauer Großgemeinde aktuell nicht befürwortet. Es gebe bereits eine sehr aktive und gute Zusammenarbeit zwischen den Kommunen. Die würde er beispielsweise für eine gemeinsame Kinderferienbetreuung gerne weiter intensivieren.</p> <p>Vorteile einer Hegauer Großgemeinde sieht er aber nicht. „Die Argumente sind für mich ein Trugschluss“, und sie seien nur für den Stammtisch gut. Man könne sich nicht einfach einen Bürgermeister sparen, so Ossola, und verwies auf das hohe Arbeitspensum. Aber: „Wenn mir einer erklärt, dass das Sinn macht, bin ich der Erste, der zuhört“, so seine Haltung.</p> <p>Ähnlich sahen das zumindest auch die anwesenden Aacher Bürger im Raum. Bei der Frage, wer eine Fusion befürwortet, gab keiner ein Handzeichen. Bei der Gegenfrage zeigten mehrere der rund 50 Besucher ihre ablehnende Haltung.</p> <h2>Wie ist es um die städtischen Finanzen bestellt?</h2> <p>Ossola sieht die Finanzlage der Stadt Aach verhalten positiv, dem es zuletzt deutlich besser lief als geplant. „Rein rechnerisch mussten wir einen Kredit ausweisen. Den werden wir aber nicht brauchen“, so Ossola. Die Rücklagen der Stadt seien aufgebraucht, die damit getätigten Investitionen könnten sich aber auch sehen lassen – dabei zeigte er auch auf das Vereinszentrum, in dem die SÜDKURIER-Wahlarena stattfand.</p> <p>Neben Einnahmen aus der Grund- und Gewerbesteuer wolle er auf Einnahmequellen wie etwa Pacht für Photovoltaikanlagen oder beispielsweise auch ein klimaneutrales Waldmanagement setzen. Damit würden dauerhafte Einnahmen für die Stadt generiert.</p> <h2>Wo finde ich einen Arzt?</h2> <p>Ganz deutlich wurde im Laufe des Abends, wie sehr die Zukunft der ärztlichen Versorgung den Aachern unter den Nägeln brennt. Mit dem Wegfall einer Hausarztpraxis in nächster Zeit entsteht hier eine echte Versorgungslücke. Ossola prangerte einerseits die Gesundheitspolitik an, die keine flächendeckende Ärzteversorgung hinbekomme. Gleichzeitig sei er bereits seit einiger Zeit darum bemüht, selbst eine Lösung zu finden.</p> <p>Nachdem aus einem gemeinsamen Medizinischen Versorgungszentrum MVZ) mit der Stadt Stockach nichts wurde, sei er jetzt mit dem Engener Bürgermeister Frank Harsch im Gespräch für eine Kooperation mit dem dort geplanten, städtischen MVZ. Ossola appellierte zudem an die Engener Ärzte, auch Aacher Patienten anzunehmen.</p> <h2>Fragen aus dem Publikum zu Straße, Wohnen und Sport</h2> <p>Auch die Zuhörer durften an diesem Abend zum Mikrofon greifen, das nutzte Altbürgermeister Pirmin Spät und fragte nach der Sanierung des Aufgangs in die Altstadt von der Mühlenstraße. Die läge ihm ebenfalls am Herzen, so Ossola, die Sanierung sei aber eine Kostenfrage.</p> <p>Außerdem wollte Spät wissen, wie es um weitere Bauplätze in der Stadt stehe. Hier hatte Bürgermeister Ossola eine gute Nachricht parat. Denn die Stadt habe im Gewann Breite ein Grundstück erworben. „Das wird unser neues Baugebiet sein“, kündigte Ossola an.</p> <h2>Es ist keine Bürgermeisterwahl ohne Wahl</h2> <p>Auch junge Menschen zog es zur SÜDKURIER-Veranstaltung, wie die Wortmeldung von Tom Gabele zeigte: Der Jugend fehle ein Platz zum sportlichen Training im öffentlichen Raum. „Wenn ihr was habt, kommt vorbei“, so Ossola. Ideen höre er sich gerne an. „Ich will ein verlässlicher Bürgermeister sein“, gab er gegen Ende der Diskussion zu verstehen. Er forderte die Aacher außerdem auf, zur Wahl zu gehen. „Das würde mir Schwung für die nächste Amtszeit geben“, so Ossola abschließend.</p> <p>Jörg-Peter Rau bedankte sich zum Abschied bei allen Zuhörern und insbesondere bei den SÜDKURIER-Abonnenten. „Sie sind es, die einen solchen Abend möglich machen. Sie erhalten damit auch ein Stück weit die Demokratie.“ Auch er rief zum Wählen auf: „Denken Sie nicht, es sei eine Wahl ohne Auswahl. Machen Sie die Wahl zu einer kleinen Volksabstimmung“, gab er dem Publikum mit auf den Heimweg.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Zuverlässig und der Erste unter Gleichen: Manfred Ossola wird in der SK-Wahlarena konkret]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 24 Sep 2025 17:57:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bei allen Fusionsplänen zu einer Hegau-Gemeinde: Geht das überhaupt?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/bei-allen-fusionsplaenen-zu-einer-hegau-gemeinde-geht-das-ueberhaupt;art372463,12488060 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sie haben in der Tat großes vor: Eine Bürgergruppe und ein Ex-Bürgermeister-Kandidat aus Volkertshausen wollen mehrere Hegau-Gemeinden fusionieren. Der SÜDKURIER erklärt, ob und wie das überhaupt möglich ist.  ]]></description>
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          Sie haben in der Tat großes vor: Eine Bürgergruppe und ein Ex-Bürgermeister-Kandidat aus Volkertshausen wollen mehrere Hegau-Gemeinden fusionieren. Der SÜDKURIER erklärt, ob und wie das überhaupt möglich ist.<br>
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        Sie haben in der Tat großes vor: Eine Bürgergruppe und ein Ex-Bürgermeister-Kandidat aus Volkertshausen wollen mehrere Hegau-Gemeinden fusionieren. Der SÜDKURIER erklärt, ob und wie das überhaupt möglich ist.



        <p>Alt-Bürgermeister Alfred Mutter hat in der Zwischenzeit seine Kandidatur als neuer Rathauschef in Volkertshausen wieder zurückgezogen, doch seine Pläne und die einer Bürgerinitiative bleiben ein Thema: Sie wollen Volkertshausen und andere Hegau-Kommunen zu einer Großgemeinde fusionieren. Der SÜDKURIER hatte über diese Überlegungen bereits mehrfach berichtet. Doch in Volkertshausen und auch in Aach mehren sich die Stimmen, die sich <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/gegenwind-fuer-gemeindefusion-buerger-machen-gegen-plaene-mobil;art372463,12480983" target="_blank" title="Sie wollen Volkertshausen nicht einfach so abwickeln! Bürger machen gegen Fusionspläne mobil">gegen die Fusion</a> stemmen. Vor allem die Eigenständigkeit der Gemeinden wird von den Kritikern in Frage gestellt.</p> <p>Doch können Gemeinden wie Volkertshausen, Aach, Steißlingen, Mühlhausen-Ehingen, Orsingen-Nenzingen überhaupt einfach so fusionieren? Der SÜDKURIER hat beim Regierungspräsidium (RP) in Freiburg und bei Experte Paul Witt, langjähriger Rektor der Hochschule für öffentliche Verwaltung, nachgefragt.</p> <h2><strong>Wie funktioniert ein Zusammenschluss?</strong></h2> <p>Laut der Pressestelle des RP handelt es sich bei einem Zusammenschluss von Gemeinden rechtlich um eine Grenzänderung. Wie Pressesprecherin Heike Spannagel auf Anfragen mitteilt, können Gemeindegrenzen freiwillig aus Gründen des öffentlichen Wohls mit Genehmigung der zuständigen Rechtsaufsichtsbehörde geändert werden. „Die Vereinbarung muss von den Gemeinderäten der beteiligten Gemeinden mit der Mehrheit der Stimmen aller Mitglieder beschlossen werden“, sagt sie.</p> <p>Vor der Beschlussfassung seien die Bürger zu hören, die in dem unmittelbar betroffenen Gebiet wohnen. Das gelte nicht, wenn über die Eingliederung einer Gemeinde in eine andere Gemeinde oder die Neubildung einer Gemeinde durch Vereinigung von Gemeinden ein Bürgerentscheid gemacht werde.</p> <p>Übersetzt heißt das: Ein Alleingang aus einem der beteiligten Rathäuser ist nicht möglich.</p> <h2><strong>Wie viele Gemeinden dürfen sich zusammenschließen?</strong></h2> <p>Eine Höchstgrenze gibt es laut Heike Spannagel nicht, der geplante Zusammenschluss müsse allerdings dem öffentlichen Wohl entsprechen. Im Vergleich zum bisherigen Zustand müsse es einen Vorteil für die Allgemeinheit in organisatorischer, verwaltungstechnischer und wirtschaftlicher Hinsicht bringen.</p> <h2>Was würde eine Gemeindefusion bringen?</h2> <p>Laut Paul Witt spricht manches für eine Fusion, denn die Bewerberzahl für das Bürgermeisteramt sei seit Jahren generell rückläufig. Er führt das auch auf die Attraktivität von Gemeinden zurück. „Wir haben noch zu viele Kleinstgemeinden, die nicht viel bewegen können“, sagt der Kommunalpolitik-Experte. „Studierte Verwaltungsleute wollen nicht in kleine Gemeinden.“ Erst ab 5000 Einwohnern habe man eine vernünftige, gute Größe, wo ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin etwas verwalten und gestalten könne. Bei weniger Einwohnern sei eine Gemeinde aus seiner Sicht wirtschaftlich nicht zu führen.</p> <p>Baden-Württemberg habe da in den 1970er-Jahren einen Fehler gemacht und zu viele selbstständige Gemeinden übrig gelassen. Sein Tipp: Es sollte vom Land für die Gemeinden eine Fusionsprämie pro Einwohner geben, wenn sie sich mit anderen zusammentun. „So macht es Rheinland-Pfalz bis heute“, so Witt. Allerdings hat das kleine Bundesland auch wesentlich mehr Gemeinden als etwa Baden-Württemberg: Dort sind es rund 2301, hier 1101.</p> <h2>Braucht es einen Bürgerentscheid?</h2> <p>Laut Angaben des Regierungspräsidiums müssen die Bürger im Vorfeld einer Gemeindefusion gehört werden. Der Gemeinde stünden dafür zwei Varianten zur Verfügung: eine Bürgeranhörung oder ein Bürgerentscheid. Dabei gibt es wesentliche Unterschiede.</p> <p>„Mit einem Bürgerentscheid können Bürger Angelegenheiten, für die der Gemeinderat zuständig ist, selbst entscheiden“, teilt RP-Sprecher Matthias Henrich mit. Ein Bürgerentscheid könne von den Bürgern über ein Bürgerbegehren verlangt werden. Der Gemeinderat könne aber auch selbst mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen aller Mitglieder entscheiden, zu einer bestimmten Angelegenheit einen Bürgerentscheid durchzuführen.</p> <p>Davon zu unterscheiden sei laut Henrich eine Anhörung der Bürger, diese sei zwar zwingend erforderlich. Aber: „Bei der Anhörung handelt es sich lediglich darum, die Auffassung der von der Gebietsänderung betroffenen Bürger festzustellen.“ Allerdings sei das Ergebnis der Anhörung weder für den Gemeinderat noch für die Rechtsaufsicht bindend.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Bürgerinitiativen</span><span>In Volkertshausen haben sich zwei Bürgergruppen gebildet. Die Gruppe um die Initiatoren die ehemaligen Gemeinderäte Rainer Kenzler (CDU) und Reinhard Veit (SPD) sowie Bürger Erhard Fengler wollen die Fusion voranbringen.<a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/gemeindefusion-im-hegau-initiative-sieht-viele-vorteile-und-traeumt-vom-eigenen-autokennzeichen;art372463,12480245" target="_blank" title="Gemeindefusion wird Wahlkampf-Thema: Initiative will kein Bürgermeister-Wahl-Club sein"> Sie sehen vor allem finanzielle Vorteile für die Großgemeinde.</a> Mit Alt-Bürgermeister Alfred Mutter gab es direkt einen Bewerber für die Bürgermeisterwahl, der diese Idee umsetzen wollte. Eine zweite Bürger-Gruppe um Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter Christoph Schwab und seinen Vater Armin Schwab wollen dies verhindern. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/gegenwind-fuer-gemeindefusion-buerger-machen-gegen-plaene-mobil;art372463,12480983" target="_blank" title="Sie wollen Volkertshausen nicht einfach so abwickeln! Bürger machen gegen Fusionspläne mobil">Sie sehen die Eigenständigkeit von Volkertshausen in Gefahr.</a></span></label></div> <h2>Darf die neue Großgemeinde Hegau heißen?</h2> <p>Alfred Mutter hat eine klare Vorstellung geäußert, wie die neue Großgemeinde heißen solle: Gegenüber dem SÜDKURIER bestätigte er kürzlich, dass er sich den Namen Hegau vorstellen könne. Ob dies rechtlich zulässig wäre, darüber kann das RP aktuell keine genaueren Angaben machen. „Bei der Neubildung einer Gemeinde ist der Name in der zu schließenden Vereinbarung zu regeln. Bei der Genehmigung durch das Regierungspräsidium ist in Bezug auf den Namen unter anderem zu prüfen, ob der vorgeschlagene Name nicht zu Verwechslungen führen kann und historische, geografische, wirtschaftliche oder sonstige wesentliche Gesichtspunkte des öffentlichen Wohls für ihn sprechen“, so Heike Spannagel.</p> <h2>Wie lange dauert ein Zusammenschluss zweier oder mehrerer Gemeinden?</h2> <p>Bürgermeister-Kandidat Mutter hatte zudem im SÜDKURIER angekündigt, den Zusammenschluss binnen zweier Jahre zu realisieren – um dann zurückzutreten. Auch hier kann das RP keine Angaben machen, ob dieser Zeithorizont realistisch ist. Laut Spannagel hänge die Dauer vom Einzelfall ab. „In der erforderliche Vereinbarung müssen allerdings umfangreiche Regelungen enthalten sein, für deren Ausarbeitung allein die Ermittlung der Grundlagen einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Erfahrungsgemäß gilt dies auch für den politischen Willensbildungsprozess“, sagt sie.</p> <p>Eine abschließende Einschätzung von Verwaltungsprofi Paul Witt ist klar: Das Anliegen der Bürgerinitiative und dem früheren Bürgermeister Alfred Mutter sei gut, die Vorgehensweise in seinen Augen allerdings verkehrt. „Da muss man die Bevölkerung mitnehmen.“ Dass dies in der Kürze der Zeit bislang nicht gelungen ist, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/buergermeisterwahl-volkertshausen-alt-buergermeister-alfred-mutter-zieht-sich-ueberraschend-zurueck;art372463,12487019" target="_blank" title="Aus fünf werden vier: Erster Bürgermeisterbewerber macht überraschend einen Rückzieher">nennt Alfred Mutter als einen der Gründe für seinen Rückzug. </a></p>]]>
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      <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 16:54:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Er saß Günther Jauch gegenüber: Was Simon Bachtler als Kandidat bei "Wer wird Millionär" erlebt hat  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlhausen-ehingen/wer-wird-millionaer-so-erlebte-simon-bachtler-aus-muehlhausen-ehingen-das-duell-mit-guenther-jauch-25-09-25;art372451,12487238 ]]></link>      <description><![CDATA[  Simon Bachtler aus Mühlhausen-Ehingen war am Montag, 22 September, als Kandidat bei "Wer wird Millionär" zu sehen. Er durfte sogar zu Günther Jauch auf den Stuhl. Was er erlebt und wie viel er gewonnen hat.  ]]></description>
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          Simon Bachtler aus Mühlhausen-Ehingen war am Montag, 22 September, als Kandidat bei "Wer wird Millionär" zu sehen. Er durfte sogar zu Günther Jauch auf den Stuhl. Was er erlebt und wie viel er gewonnen hat.<br>
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        Simon Bachtler aus Mühlhausen-Ehingen war am Montag, 22 September, als Kandidat bei "Wer wird Millionär" zu sehen. Er durfte sogar zu Günther Jauch auf den Stuhl. Was er erlebt und wie viel er gewonnen hat.



        <p>Einmal auf dem wohl bekanntesten TV-Stuhl Deutschlands zu sitzen, Moderator Günther Jauch Fragen zu beantworten und dafür eine beträchtliche Gewinnsumme abzusahnen – davon träumen viele. Für Simon Bachtler aus Mühlhausen-Ehingen ist dieser Traum zur Realität geworden. Er war Kandidat beim RTL-Format „Wer wird Millionär?“. Am Montag, 22. September, wurde die Folge ausgestrahlt. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER teilt der 34-Jährige danach seine Erfahrungen und Eindrücke.</p> <p>Für Simon Bachtler und seine Frau Fabienne gehört „Wer wird Millionär?“ montags schon lange zum festen Abendprogramm. „Irgendwann hat meine Frau zu mir gesagt: ‚Du bist ja eigentlich klug, wieso bewirbst du dich da nicht selbst?‘ Dann hab ich es halt mal versucht“, erzählt der 34-Jährige grinsend. Einige Zeit später sei dann der Anruf von RTL mit der Zusage gekommen.</p> <h2>Wie Bachtler sich vorbereitet hat</h2> <p>Von da an ging es für den Hegauer an die Vorbereitung: „Ich habe mich intensiv mit dem aktuellen Zeitgeschehen beschäftigt, indem ich viel Radio gehört und gelesen habe. Außerdem habe ich unzählige Runden in der ‚Wer wird Millionär‘-App gespielt. Aber natürlich kann man sich nicht alles aneignen, da gehört auch ein bisschen Glück und Risiko dazu.“</p> <p>Simon Bachtler wurde mit seiner Frau dann <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wer-wird-millionaer-kandidat-ueber-seinen-abend-mit-guenther-jauch;art372448,11535276" target="_blank" title="Konstanzer scheitert bei &amp;bdquo;Wer wird Millionär?&amp;ldquo; an Rechtschreibung &amp;ndash; und ist trotzdem &amp;bdquo;mega happy&amp;ldquo;">nach Hürth bei Köln eingeladen</a>, wo die Folge auf dem Studiogelände der EMG Germany GmbH gedreht wurde. Die Aufzeichnung habe den ganzen Tag gedauert. „Es ist tatsächlich gar nichts geschönigt. So wie man es im TV sieht, ist es auch im Studio“, so Bachtler. Er habe sich sehr wohl und wertgeschätzt gefühlt.</p> <h2>Der Hegauer kam auf den Stuhl</h2> <p>Als zweiter Kandidat des Abends durfte der 34-Jährige dann auf den Stuhl gegenüber von Günther Jauch, nachdem er eine Literaturfrage am schnellsten richtig beantwortet hatte. „Eigentlich bin ich extrem stressresilient, aber da ist die Nervosität dann ins Unermessliche gestiegen. Am liebsten wäre ich geflüchtet“, gibt Bachtler zu. Doch Günther Jauch habe ihm die Nervosität nach und nach genommen, indem er ihn ins Gespräch verwickelte und Fragen über sein Privatleben stellte.</p> <p>Der Kandidat aus dem Hegau entschied sich zu Beginn des Spiels für alle vier Joker. Bachtler erklärt: „Als ich vorab mit der App geübt habe, hat es mit dieser Strategie immer gut funktioniert.“ Doch die Joker benötigte er zunächst gar nicht. Denn die ersten Fragen konnte er ohne große Probleme schnell beantworten. „Ich hatte echt Angst, mich zu blamieren. Aber nachdem ich die 500-Euro-Frage richtig hatte, ist der Druck ein bisschen abgefallen“, berichtet der 34-Jährige.</p> <h2>Er ist weit gekommen</h2> <p>Erst bei der 8000-Euro-Frage nutze er den Gesamtpublikumsjoker. „Und bei den 16.000 Euro habe ich dann meinen Schwiegervater angerufen. Es war eine Tierfrage, da kennt er sich aus“, so Bachtler. Die Frage für die 32.000 Euro sei dann wirklich schwierig gewesen – es ging um den Bürgerkrieg-Bezug eines Films. „Ich habe den Einzelpublikumsjoker genommen. Ein Herr hatte eine logische Antwort parat. Ohne seine Hilfe hätte ich da keine Chance gehabt“, betont der Kandidat.</p> <p>Doch bei der 64.000-Euro-Frage war dann Schluss – es ging um einen Wolkenkratzer in der noch namenslosen neuen Hauptstadt Ägyptens. Bachtler habe keinen blassen Schimmer gehabt. Da konnte auch der übrige 50:50-Joker nicht weiterhelfen, gibt er zu.</p> <p>So beendete der Hegauer seine Quizrunde mit einer <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/rasen-fetischist-raeumt-bei-wer-wird-millionaer-ab-so-war-es-im-fernsehen;art372439,11857339" target="_blank" title="32.000 Euro in der Tasche: Hegauer Rasen-Fetischist räumt bei &amp;bdquo;Wer wird Millionär&amp;ldquo; ab">Gewinnsumme von 32.000 Euro</a>. Er ist nach eigenen Angaben sehr zufrieden mit seinem Gesamtauftritt: „Natürlich ist es ein bisschen ärgerlich, dass mir der 50:50-Joker eigentlich nichts gebracht hat. Aber man muss am Ende des Tages das sehen, was man hat, und nicht das, was man nicht hat“, sagt Bachtler. Er habe viel Glück gehabt, überhaupt auf den Stuhl zu kommen und die Joker zur richtigen Zeit genutzt zu haben. Außerdem habe er sich authentisch präsentieren können.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>„Wer wird Millionär?“ als Schlafmittel</span><span>Simon Bachtlers dreijähriger Sohn Theo scheint ganz angetan von „Wer wird Millionär?“ zu sein, wie der Hegauer gerne als Anekdote erzählt. „Leider haben wir das Problem, dass Theo nie durchschläft und mehrmals pro Nacht zu uns kommt. Aber immer wenn wir am Abend „Wer wird Millionär?“ schauen, schläft er durch. Die Stimme von Günther Jauch hat wohl eine beruhigende Wirkung auf ihn“, so Bachtler lachend.</span></label></div> <p>Den Gewinn möchte der 34-Jährige größtenteils in das neugebaute Haus in Mühlhausen-Ehingen investieren. „Aber zuerst gönnen wir uns einen schönen Urlaub in den Bergen, um nach dem ganzen Stress der letzten Monate endlich mal abschalten zu können“, sagt Bachtler schmunzelnd. Eine weitere Investition sei dann umfangreiche Babyausstattung. Denn die Familie Bachtler – Simon, Fabienne und der dreijährige Theo – erwartet im November Zuwachs.</p> <h2>Es war wie ein Fiebertraum</h2> <p>Seinen Auftritt bei „Wer wird Millionär?“ behält der Hegauer in guter Erinnerung: „Besonders im Kopf bleibt mir den Moment, als ich meiner Frau hinter den Kulissen in die Arme gefallen bin und auf einmal die ganze Anspannung abgefallen ist.“ Der gesamte Tag sei ihm eigentlich wie ein Fiebertraum vorgekommen und auch jetzt fühle sich das alles noch extrem unwirklich an.</p> <p>„Natürlich war es mir auch eine riesengroße Ehre, <a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/panorama/warum-guenther-jauch-als-kind-fast-im-internat-in-st-blasien-im-schwarzwald-gelandet-waere;art409965,12196426" target="_blank" title="Warum Günther Jauch als Kind fast im Internat in St. Blasien im Schwarzwald gelandet wäre">Günther Jauch</a> kennenzulernen“, ergänzt der 34-Jährige. „Er ist wahnsinnig authentisch und nahbar, zugleich aber sehr professionell – einfach eine Fernseh-Ikone.“</p> <h2>Viele positive Rückmeldungen</h2> <p>Die Folge wurde am Montag, 22. September, zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Doch Bachtler konnte es nicht erwarten, weshalb er seinen Auftritt bereits eine Woche vorab auf RTL+ anschaute – aber nur im engsten Familien- und Freundeskreis, wie er erzählt. Die richtige Feier gab es dann zur TV-Premiere: „Wir haben in der Firma eine Leinwand aufgebaut und die Folge mit vielen Freunden und Arbeitskollegen zusammen angeschaut“, so der Gebäudetechnik-Ingeneur von der Engener Firma Goldbeck.</p> <p>„Alle haben mitgefiebert und sich brutal über meinen Erfolg gefreut“, erzählt Bachtler lächelnd. Auch der ein oder andere Applaus sei nicht ausgeblieben. Und auch sonst erhielt der Kandidat viel positive Rückmeldung: „Mein Handy ist nach der TV-Ausstrahlung schier explodiert. Ich habe auch Nachrichten von Leuten erhalten, mit denen ich schon jahrelang nicht mehr zu tun hatte. Und selbst der Bürgermeister von Mühlhausen-Ehingen hat mir geschrieben“, so der Hegauer. Auch der 34-Jährige selbst findet seinen <a href="https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/kreis-waldshut/glaenzender-auftritt-bei-wer-wird-millionaer;art372586,12284945" target="_blank" title="Dogernerin räumt bei „Wer wird Millionär“ ab! Dabei ist ihr Traum eigentlich die Show „Let‘s Dance“">Auftritt sehr gelungen</a>: „Im Endeffekt habe ich kluge Entscheidungen getroffen“, resümiert er.</p>]]>
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      <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 15:45:23 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mit nur einem Kandidaten statt zwei: SK-Wahlarena in Aach findet statt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/buergermeisterwahl-aach-suedkurier-bietet-wahlarena-aber-mit-nur-einem-von-zwei-kandidaten;art372439,12486510 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zwei Männer wollen Bürgermeister in Aach werden, doch einer sorgte im Vorfeld für Irritationen. Was das für die Wahlarena des SÜDKURIER am Mittwoch, 24. September, bedeutet und was Besucher wissen sollten.  ]]></description>
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          Zwei Männer wollen Bürgermeister in Aach werden, doch einer sorgte im Vorfeld für Irritationen. Was das für die Wahlarena des SÜDKURIER am Mittwoch, 24. September, bedeutet und was Besucher wissen sollten.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Zwei Männer wollen Bürgermeister in Aach werden, doch einer sorgte im Vorfeld für Irritationen. Was das für die Wahlarena des SÜDKURIER am Mittwoch, 24. September, bedeutet und was Besucher wissen sollten.



        <p>Die Aacher Bürgermeisterwahl hat in den vergangenen Tagen für ordentlich Gesprächsstoff im Hegau gesorgt. Denn neben Amtsinhaber Manfred Ossola kandidiert auch Kurt Künz, der bei der offiziellen Kandidatenvorstellung der Stadt mit bedrohlichen Äußerungen auf sich aufmerksam machte. Das sorgte für massive Irritationen in Aach, aber auch im gesamten Hegau. Der SÜDKURIER hat sich daher im Vorfeld der Wahlarena am Mittwoch, 24. September, entschlossen, Künz auszuladen und ähnlichen Äußerungen keine Bühne zu bieten.</p> <p>Die Veranstaltung selbst soll trotzdem stattfinden, dazu hat sich die Redaktion nach reiflicher Überlegung und diversen Gesprächen mit Sicherheitsexperten entschlossen. Manfred Ossola wird sich dabei den Fragen von Redaktionsleiter Matthias Güntert stellen, schließlich geht es um die Zukunft der Stadt.</p> <h2>„Wichtiges Signal, nicht einschüchtern zu lassen“</h2> <p>Laut Chefredakteur Stefan Lutz sei das auch ein wichtiges Signal: „Es ist wichtig, dass wir uns nicht von jemandem, der demokratische Prozesse torpedieren möchte, einschüchtern lassen.“ Presse ist traditionell und wichtigerweise die vierte Gewalt im Staat, das beginnt vor Ort bei Gemeinderäten und Bürgermeistern. Das zeigt der SÜDKURIER täglich mit seiner Berichterstattung und im Besonderen im Vorfeld von Bürgermeister-, Kommunal-, Landtags- oder Bundestagswahlen, wenn Bürgerinnen und Bürger ihr Kreuz machen. In Aach geschieht das am Sonntag, 28. September. Dafür ist es wichtig, dass sich die Aacher darüber informieren können, wofür Kandidatinnen und Kandidaten stehen.</p> <p>Und genau darum gehte s bei der SÜDKURIER-Wahlarena in Aach: um die Zukunft der Stadt Aach und vor allem der Menschen, die darin leben. Dass die Veranstaltung in Aach inhaltlich spannend wird, dafür sorgen Matthias Güntert und sein Team. Für Sicherheit werden ein vom SÜDKURIER beauftragter Sicherheitsdienst sowie die Polizei sorgen. Die Veranstaltung im Vereinszentrum beginnt um 19 Uhr, der Einlass startet um 18.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Wer vorbeikommt, setzt auch ein eindeutiges Zeichen für unsere Demokratie, für Wertschätzung ernsthafter Kandidaten und für gelebte Kommunalpolitik.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 15:22:03 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zwei Männer haben ihre Strafe nicht bezahlt – jetzt sind sie in Haft  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/zwei-maenner-haben-ihre-strafe-nicht-bezahlt-jetzt-sind-sie-in-haft-24-09-25;art372432,12486470 ]]></link>      <description><![CDATA[  Am Singener Bahnhof klicken am Wochenende mehrmals die Handschellen. Die Bundespolizei nimmt dort Personen fest, die ihre Geldbußen bisher nicht bezahlt haben. Das hat jetzt Konsequenzen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Am Singener Bahnhof klicken am Wochenende mehrmals die Handschellen. Die Bundespolizei nimmt dort Personen fest, die ihre Geldbußen bisher nicht bezahlt haben. Das hat jetzt Konsequenzen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/zwei-maenner-haben-ihre-strafe-nicht-bezahlt-jetzt-sind-sie-in-haft-24-09-25;art372432,12486470]]></guid>
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        Am Singener Bahnhof klicken am Wochenende mehrmals die Handschellen. Die Bundespolizei nimmt dort Personen fest, die ihre Geldbußen bisher nicht bezahlt haben. Das hat jetzt Konsequenzen.



        <p>Beamte der Bundespolizei haben am Wochenende am Bahnhof Singen zwei gesuchte Personen kontrolliert. Am Freitagabend, 19. September, trafen die Polizisten am Bahnhof einen 28-Jährigen, der zwei offene Haftbefehle hatte. Das geht aus Pressemitteilungen der Bundespolizeiinspektion Konstanz vom Montag, 22. September, hervor.</p> <p>Der junge Mann hatte die Geldstrafen aus zwei Strafbefehlen wegen Hausfriedensbruch nicht gezahlt. Deshalb hatte die Staatsanwaltschaft Konstanz die Haftbefehle erlassen. Da der 28-Jährige die Strafen vor Ort nicht zahlen konnte, muss der Gesuchte jetzt eine 45-tägige Ersatzfreiheitsstrafe in der Justizvollzugsanstalt Konstanz antreten, wie es von der Bundespolizei heißt.</p> <h2>Ein 56-Jähriger wollte nicht zahlen</h2> <p>Eine weitere Festnahme am Singener Bahnhof gab es am Sonntagnachmittag, 21. September, teilt die Bundespolizeiinspektion in einer weiteren Pressemitteilung mit. Der 56-Jährige wurde von den Beamten kontrolliert; dabei stellte sich heraus, dass gegen den Mann ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen offen war.</p> <p>Auch der 56-Jährige hatte eine Geldstrafe nicht gezahlt, die aufgrund eines Beschlusses des Amtsgerichts wegen Beleidigung gefordert wurde. Da der Kontrollierte sich jedoch weigerte, die Strafe vor Ort zu bezahlen, wurde er ebenfalls in die Justizvollzugsanstalt gebracht und verbüßt dort nun eine 18-tägige Ersatzfreiheitsstrafe.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Zwei Männer haben ihre Strafe nicht bezahlt – jetzt sind sie in Haft]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 21 Sep 2025 11:47:18 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Alle lieben die neue Scheffelhalle: So schön war die Eröffnungsfeier für Singens neue gute Stube  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/singen-feiert-neue-scheffelhalle-offiziell-eroeffnet-eine-gute-stube-fuer-kultur-und-event-22-09-25;art372458,12485813 ]]></link>      <description><![CDATA[  Es war ein Abend voller Emotionen und Rückblicke: Die neue Scheffelhalle ist endlich wieder zurück – und gefühlt ganz Singen feiert diese Rückkehr. Und am Ende singen alle ein Loblied auf den 10-Millionen-Euro-Neubau.  ]]></description>
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          Es war ein Abend voller Emotionen und Rückblicke: Die neue Scheffelhalle ist endlich wieder zurück – und gefühlt ganz Singen feiert diese Rückkehr. Und am Ende singen alle ein Loblied auf den 10-Millionen-Euro-Neubau.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Es war ein Abend voller Emotionen und Rückblicke: Die neue Scheffelhalle ist endlich wieder zurück – und gefühlt ganz Singen feiert diese Rückkehr. Und am Ende singen alle ein Loblied auf den 10-Millionen-Euro-Neubau.



        <p>Der Abend glich einem Taylor Swift Konzert: Es gab Armbändel für die Gäste, die Karten waren binnen weniger Minuten ausverkauft und am Ende gab es tosende Ovationen. Lange haben die Singener auf ihre Scheffelhalle verzichten müssen, nachdem das altehrwürdige Gebäude bei einem Großbrand im November 2020 komplett zerstört wurde. Nun ist sie endlich wieder zurück. Und kein Satz an diesem Abend hätte die Rückkehr besser beschreiben können wie der Refrain von Poppele-Ehrenzunftmeister Stephan Glunk: „Die Scheffelhalle, die lieben wir alle!“</p> <h2>Die Scheffelhalle ist endlich wieder zurück</h2> <p>Es ist ein Abend voller Emotionen und guter Laune. Als Oberbürgermeister Bernd Häusler als erster Redner in der neuen Scheffelhalle überhaupt ans Rednerpult tritt, wird es schlagartig ruhig. „Die neue Scheffelhalle ist aus den rauchenden Trümmern auferstanden“, sagt er.</p> <p>Häusler werde das Bild der in Flammen stehenden Scheffelhalle niemals vergessen. Doch an diesem Abend richtet sich sein Blick nach vorne: „Die Scheffelhalle ist ein wichtiger Teil der Stadtgeschichte.“</p> <p>Trotz Neubau und einem millionenschweren Invest der Stadt Singen von 10,1 Millionen Euro freue er sich, dass der gute Geist der alten Scheffelhalle auch in die neue Halle Einzug gehalten habe. Und dies sei laut OB Häusler wörtlich zu nehmen. Denn Teile im Innenbereich der neuen Halle wurden aus Steinen, die aus den Ruinen gerettet worden können, gebaut.</p> <p>OB Häusler dankt aber auch dem Gemeinderat für dessen Weitsicht: Im Eilverfahren und trotz angespannter Haushaltslage habe man sich im März 2023 für den Wiederaufbau entschieden. „Ich bin davon überzeugt, dass der Baubeschluss damals die richtige Entscheidung war“, so Häusler.</p> <p>Laut Oberbürgermeister Bernd Häusler habe die neue Scheffelhalle 10,1 Millionen Euro gekostet. Die Stadt habe von der Versicherung davon 3,2 Millionen Euro erhalten. 560.000 Euro kostet laut dem Rathauschef die Außenanlagen. Die neue Scheffelhalle sei laut Häusler an fast exakt derselben Stelle aufgebaut worden, an der die alte Halle gestanden habe. Diese wurde im Jahr 1925 gebaut und hätte in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert. An der Eröffnungsfeier wirkten mehrere Singener Vereine mit unter anderem die Poppele und der Männerchor.</p> <p>Die beiden Architekten Ben Nägele und Alexander Kionka heben indes in ihrer Rede hervor, dass es sich bei der neuen Scheffelhalle um das größte Bauprojekt der Stadt Singen der vergangenen Jahre handle. Zwölf Monate habe die Planung gedauert, 22 Monate die Bauzeit.</p> <p>Insgesamt seien rund 120.000 Arbeitsstunden in den Neubau investiert worden. „Es hat sich gelohnt, die neue Scheffelhalle ist großartig geworden“, lautet das Urteil von Ben Nägele. Und mit dieser Meinung stehen sie an diesem Abend nicht alleine da. Denn am Ende der Eröffnung singt die ganze Halle gemeinsam mit Ehrenzunftmeister Stephan Glunk: „Die neue Scheffelhalle, die lieben wir alle!“</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Die neue Scheffelhalle</h2> Laut Oberbürgermeister Bernd Häusler habe die neue Scheffelhalle 10,1 Millionen Euro gekostet. Die Stadt habe von der Versicherung davon 3,2 Millionen Euro erhalten. 560.000 Euro kostet laut dem Rathauschef die Außenanlagen. Die neue Scheffelhalle sei laut Häusler an fast exakt derselben Stelle aufgebaut worden, an der die alte Halle gestanden habe. Diese wurde im Jahr 1925 gebaut und hätte in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert. An der Eröffnungsfeier wirkten mehrere Singener Vereine mit unter anderem die Poppele und der Männerchor.</div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Alle lieben die neue Scheffelhalle: So schön war die Eröffnungsfeier für Singens neue gute Stube]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 19 Sep 2025 15:18:00 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Er saß im Gefängnis und will nun Bürgermeister werden: Das ist Kurt Künz  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/buergermeisterwahl-in-aach-vom-haeftling-zum-buergermeister-das-ist-kurt-kuenz;art372439,12485102 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der 61 Jahre alte Frührentner Kurt Künz hat seinen Konkurrenten öffentlich bedroht. Es ist nicht das erste Mal, dass er mit Gewalt und Drohungen auffällt. Wieso darf so ein Mann Bürgermeister-Kandidat werden?  ]]></description>
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          Der 61 Jahre alte Frührentner Kurt Künz hat seinen Konkurrenten öffentlich bedroht. Es ist nicht das erste Mal, dass er mit Gewalt und Drohungen auffällt. Wieso darf so ein Mann Bürgermeister-Kandidat werden?<br>
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        Der 61 Jahre alte Frührentner Kurt Künz hat seinen Konkurrenten öffentlich bedroht. Es ist nicht das erste Mal, dass er mit Gewalt und Drohungen auffällt. Wieso darf so ein Mann Bürgermeister-Kandidat werden?



        <p>Es war ein bizarrer Auftritt, den Kurt Künz bei der offiziellen Kandidatenvorstellung in Aach hingelegt hat. Erst kündigt er an, dass er seinen Konkurrenten und Amtsinhaber Manfred Ossola eliminieren will, dann teilt er den Zuhörern in der Sporthalle in Aach mit, dass er eine Waffe habe, und beginnt in seinem Rucksack zu wühlen. Letztlich hat er keine Waffe, sorgt mit seinem Verhalten aber mindestens für Verwunderung. Eine SÜDKURIER-Recherche zeigt, dass Kurt Künz schon länger für Angst und Schrecken sorgt.</p> <p>Der Redaktion liegt ein Schreiben vor, das Kurt Künz schwer belastet. So soll der 61-jährige Frührentner aus Hilzingen bereits mehrere Jahre wegen mehrfachen Verstoßes gegen das Gewaltschutzgesetz im Gefängnis gesessen haben. Zudem soll das Landratsamt in Konstanz ihn für so gefährlich gehalten haben, dass es über mehrere Monate einen Sicherheitsmitarbeiter eingestellt hat. „Hier ist nicht nur ein Kandidat am Start, sondern ein Mensch, der seine Interessen zumindest in der Vergangenheit mit Gewalt durchzusetzen versuchte“, heißt es in dem Schreiben.</p> <h2>Musste Kurt Künz tatsächlich ins Gefängnis?</h2> <p>Und in der Tat: Auf der Kandidatenvorstellung gibt Künz selbst zu, dass er zweieinhalb Jahre in Freiburg hinter Gittern saß. Seine Frau werfe ihm seinen Angaben zufolge vor, „sie aus dem Eigenheim geprügelt zu haben“. Eine Nachfrage bei der Staatsanwaltschaft Konstanz bestätigt, dass Kurt Künz eine Freiheitsstrafe verbüßt habe. Laut Staatsanwalt und Pressesprecher Andreas Mathy wurde Künz 2020 zu zwei Jahren Haft wegen Bedrohung und anderer wesensähnlichen Vergehen verurteilt, diese Strafe habe er inzwischen abgesessen.</p> <p>Zudem habe Künz einige weitere Verurteilungen. Allesamt wegen ähnlicher, allerdings kleinerer Vergehen, wie Mathy weiter schildert. „Zum Zeitpunkt der Anfrage sind gegen Kurt Künz allerdings keine weiteren Ermittlungen anhängig“, so Mathy.</p> <h2>Hatte das Landratsamt Angst vor Kurt Künz?</h2> <p>Kurt Künz gab bei der Kandidatenvorstellung einen kurzen Lebenslauf wieder: Er wurde nach eigenen Angaben 1964 geboren. Er sei in Hilzingen aufgewachsen und habe die Hauptschule besucht. Beruflich startete er mit einer kaufmännischen Ausbildung und leistete danach seinen Wehrdienst ab. Es folgten mehrere Jahre Studium an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl. Nach dem dortigen Abschluss habe er unter anderem mehrere Jahre im Landratsamt Konstanz im Bereich Wohnbauförderung gearbeitet, bis das Arbeitsverhältnis aufgelöst wurde.</p> <p>Letzteres bestätigt das Landratsamt Konstanz auf SÜDKURIER-Nachfrage, könne aber keine weiteren Details nennen. Aber: Kurt Künz hat sich 2019 bereits für die Landratswahl beworben. „Der Besondere Beschließende Ausschuss zur Wahl des Landrats des Landkreises Konstanz hat seine Kandidatur nicht zugelassen“, heißt es dazu.</p> <p>Auf die Anfrage, ob das Landratsamt tatsächlich einen Sicherheitsdienst beauftragt habe, um Kurt Künz den Zugang zum Landratsamt zu verwehren, macht das Landratsamt keine Angaben. Dazu heißt es lediglich: „Gefahrenbeurteilungen von Personen obliegen der Polizei.“</p> <h2>Ist Kurt Künz wirklich noch Beamter?</h2> <p>Bei der offiziellen Kandidatenvorstellung der Gemeinde Aach verweist Kurt Künz immer wieder auf seine Ernennungsurkunde als Beamter. Eine Nachfrage beim Landratsamt, ob Künz noch Beamter sei, bleibt ergebnislos. Doch Künz spricht bei der Kandidatenvorstellung selbst am Mikrofon davon, dass er Frührentner sei. Eine entsprechende Berufsbezeichnung enthalten laut dem Aacher Hauptamtsleiter Florian Rapp auch die Bewerbungsunterlagen.</p> <p>Als Beamter hätte Künz allerdings einen Anspruch auf Pension – das könnte darauf hindeuten, dass Künz seinen Beamtenstatus verloren hat.</p> <h2>Wieso durfte Kurt Künz überhaupt kandidieren?</h2> <p>Laut Hauptamtsleiter Florian Rapp habe die Bewerbung von Kurt Künz in Aach alle Vorgaben erfüllt. Das hänge auch damit zusammen, dass der Urteilsspruch gegen Künz schon mehr als fünf Jahre zurückliege – wenn auch denkbar knapp. Laut Rapp dürfe eine Gemeinde einen Bewerber nur dann nicht für eine Bürgermeisterwahl zulassen, wenn die Verurteilung zu einer Haftstraße von mindestens einem Jahr noch nicht älter sei als fünf Jahre. „Dies war hier nicht der Fall“, so Rapp.</p> <p>Das Landratsamt bestätigt das und verweist darauf, dass Künz‘ Bewerbung alle formalen Voraussetzungen erfüllt habe. Dazu zähle etwa die geforderten zehn Unterstützungsunterschriften durch Aacher Bürger und die Wählbarkeitsbescheinigung der Wohnortgemeinde.</p> <h2>Kandidiert Kurt Künz in mehreren Orten?</h2> <p>Auch hier liefert Kurt Künz die Antwort selbst: „Ich habe mich in Volkertshausen beworben. Die Bewerbung steht.“ Zudem habe er sich in Steißlingen bewerben wollen, wie er am Rednerpult mitteilt, doch angesichts der starken Konkurrenz habe er seine Bewerbung zurückgezogen.</p> <h2>Was stand in der Mail, die Kurt Künz verschickt hat?</h2> <p>Die auf dem Podium in Aach verschickte Mail liegt dem SÜDKURIER vor. Kurt Künz hat sie an mehrere Adressen verschickt – darunter mehrere Medien, aber auch Hegauer Bürgermeister wie Manfred Ossola (Aach) und Thomas Auer (Gailingen). Die Sätze sind größtenteils zusammenhanglos. Im Kern werfen sie Amtsinhaber Manfred Ossola Amtsmissbrauch vor. Da Künz dem Landratsamt seine Legitimität abstreitet und die Gemeinde Aach unter ihrem Bürgermeister Kreisumlage gezahlt habe, wolle Künz Ossola seines Amtes entheben – und zwar zum 1. Oktober. „Wegen einer verantwortlich unzulässiger Unterstützung einer hochkriminellen verfassungsfeindlichen Bandenorganisation“, wie Künz darin schreibt.</p> <p>Zur Erinnerung: Am Rednerpult hatte Künz sich immer mehr in Rage geredet. Bis die Worte fielen: „Ich habe eine Waffe dabei.“ Dann ging er zu seinem Rucksack am Rednerpult, öffnete diesen, holte aber letztlich nur ein Smartphone heraus und sendete nach eigenen Angaben eine E-Mail ab. Das kommentierte er folgendermaßen: „Herr Ossola wird ab 1. Oktober kein Bürgermeister mehr sein.“ Kurz danach verließen mehrere Zuhörer zum Teil fluchtartig die Halle.</p> <h2>Wieso rief niemand die Polizei?</h2> <p>Der Gemeindewahlausschuss hat im Vorfeld der Veranstaltung Sicherheitskontrollen angewandt, wie Hauptamtsleiter Florian Rapp auf Nachfrage bestätigt. Dabei sei auch der Rucksack von Künz kontrolliert worden. „Als er nach dem Satz mit der Waffe an den Rucksack ging, wussten wir, dass dort keine Waffe drin sein konnte“, so Rapp weiter.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Dienstvergehen Betrug Berufsvergehen thema-sicherheit-kriminalitaet thema-politik-extremismus]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Er saß im Gefängnis und will nun Bürgermeister werden: Das ist Kurt Künz]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 15:24:43 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kandidatenvorstellung eskaliert: Herausforderer droht, dass er eine Waffe dabei hat  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/kandidatenvorstellung-in-aach-eskaliert-herausforderer-droht-dass-er-eine-waffe-dabei-hat;art372439,12484408 ]]></link>      <description><![CDATA[  Während Amtsinhaber Manfred Ossola klare Visionen von Aach präsentieren kann, sorgt Kurt Künz für Entsetzen in der Sporthalle. Er sagt: „Ich habe eine Waffe dabei.“ So lief der denkwürdige Abend ab.  ]]></description>
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          Während Amtsinhaber Manfred Ossola klare Visionen von Aach präsentieren kann, sorgt Kurt Künz für Entsetzen in der Sporthalle. Er sagt: „Ich habe eine Waffe dabei.“ So lief der denkwürdige Abend ab.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      <dc:subject><![CDATA[
        Während Amtsinhaber Manfred Ossola klare Visionen von Aach präsentieren kann, sorgt Kurt Künz für Entsetzen in der Sporthalle. Er sagt: „Ich habe eine Waffe dabei.“ So lief der denkwürdige Abend ab.



        <p>Es ist der Moment bei der Kandidatenvorstellung der Gemeinde, der in der Aacher Sporthalle für Angst gesorgt hat: „Ich habe eine Waffe dabei“, sagt Kurt Künz. Er ist einer der beiden Kandidaten der Bürgermeisterwahl am Sonntag, 28. September, und hat sich am Mittwochabend zum ersten Mal auf einer Bühne den Bürgern präsentiert. Beide haben nacheinander 15 Minuten Zeit, um sich und ihre Visionen den rund 80 Zuhörern vorzustellen. Doch bei Künz geht es nicht um Visionen. Nach seiner bedrohlichen Äußerung, während der Amtsinhaber Manfred Ossola nicht im Raum ist, wird es schlagartig still in der Halle. Mehrere Personen verlassen fluchtartig das Gebäude. Und die, die bleiben, wirken irritiert.</p> <h2>Herausforderer will „Ossola heute Abend eliminieren“</h2> <p>Kurt Künz, der zum ersten Mal im Aacher Wahlkampf öffentlich auftritt, wirkt erst deutlich nervös, dann wandelt sich sein Gemütszustand in Aggression um. Es sind mehrere Sätze, welche die Zuhörer die Stirn runzeln lassen. Etwa: „Ich werde Manfred Ossola heute Abend eliminieren“, „Ossola hat keine Chance gegen mich. Ich werde ihn heute Abend schachmatt setzen“ oder „Heute ist ein Tag, so bedeutsam wie die Wiedervereinigung. Am 1. Oktober wird Ossola nicht mehr Bürgermeister sein“. Zu dem Zeitpunkt war noch nicht klar, welche Wendung der Abend noch nehmen sollte.</p> <p>Kurt Künz startet seine Vorstellung mit dem Hinweis, dass sein Sternzeichen Wassermann sei. „Vielleicht interessiert das ja jemanden“, sagt er. Der Frührentner, der aktuell in Hilzingen lebt und nach eigenen Angaben im Landratsamt in Konstanz gearbeitet hat, sei „immer ein kleines Rädchen“ gewesen. Dies habe er immer ändern wollen und habe zum Beispiel versucht, die Leitung der Wohnbaugesellschaft GVV in Singen zu übernehmen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zu Kurt Künz</span><span>Kurt Künz wurde nach eigenen Angaben 1964 geboren. Er sei in Hilzingen aufgewachsen und habe die Hauptschule besucht. Beruflich startete er mit einer kaufmännischen Ausbildung und leistete danach seinen Wehrdienst ab. Danach machte er in Radolfzell seine Fachhochschulreife. Es folgten mehrere Jahre Studium an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl. Nach dem dortigen Abschluss habe er unter anderem mehrere Jahre im Landratsamt Konstanz im Bereich Wohnbauförderung gearbeitet, bis das Arbeitsverhältnis aufgelöst wurde.</span></label></div> <p>Nun will er also der neue Bürgermeister in Aach werden. Warum er dieses Amt denn wolle, möchte ein Zuhörer wissen. „Ich sage ganz klar, das ist das Geld. Ich jammere nicht, so sieht‘s aus. Wenn ich acht Jahre Bürgermeister bin, kann ich richtig leben“, sagt der 61-Jährige und verweist auf seine Wohnsituation in einer Hilzinger Notunterbringung.</p> <p>Ohnehin, er sehe sich mit Manfred Ossola auf Augenhöhe. Mehr noch: „Ossola hat keine Chance gegen mich“, ruft er in die Sporthalle. Visionen, wie er Aach voranbringen wolle, habe er keine.</p> <h2>„Ich habe eine Waffe dabei“</h2> <p>Eine simple Bürgerfrage wühlt Kurt Künz im Anschluss sichtlich auf. Ein Aacher will von Künz wissen, was seine Argumente gegen Manfred Ossola seien. „Es ist unausweichlich“, sagt Künz über seine Wahl, „ich werde als einzig rechtmäßiger Kandidat zur Wahl antreten.“ Dabei gerät er immer mehr in Rage – bis die Worte fallen: „Ich habe eine Waffe dabei.“</p> <p>Er geht zu seinem Rucksack am Rednerpult, öffnet diesen, holt aber letztlich nur ein Smartphone heraus und sendet nach eigenen Angaben eine E-Mail ab. Das kommentiert er folgendermaßen: „Herr Ossola wird ab 1. Oktober kein Bürgermeister mehr sein.“ Kurz danach verlassen mehrere Zuhörer die Halle.</p> <h2>Bürger zeigen sich sichtlich erschrocken</h2> <p>Nach dem Ende der Veranstaltung zeigen sich die Besucher, die nicht vorzeitig gegangen sind, sichtlich erschrocken und teilweise auch wütend. „Das war beängstigend und komplett unter der Gürtellinie“, bringt es eine Zuhörerin zum Ausdruck. Ihren Namen will sie nach dem Erlebnis nicht veröffentlicht wissen. Mehrere Besucher stimmen ihr zu und geben ebenfalls zu verstehen, dass sie es mit der Angst zu tun bekommen haben.</p> <p>Tino Beyer hingegen macht seiner Wut über Künz‘ Auftritt Luft: „Ich finde es traurig, dass man in der deutschen Demokratie mittlerweile so weit gekommen ist, dass man sich das antun muss. Ich hatte keine Angst, aber einen Puls von 120 beim Zuhören. Kurt Künz ist nicht auf die Fragen eingegangen. Er hat null Argumente.“</p> <h2>Der Kandidat mit klarer Vision</h2> <p>Mit <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/buergermeisterwahl-in-aach-manfred-ossola-strebt-zweite-amtszeit-an;art372439,12340006" target="_blank" title="Er ist in Aach noch nicht fertig! Manfred Ossola will Bürgermeister der Hegau-Stadt bleiben">Amtsinhaber Manfred Ossola</a> präsentiert sich ein Kandidat, der bereits auf acht Jahre als Aacher Rathauschef zurückblicken kann. „Ich hoffe, dass ich die Erwartungen, die 2017 bei meiner Wahl in mich gesetzt wurden, erfüllen konnte“, sagt er. Eine ganze Liste von Projekten, die er in dieser Zeit umgesetzt habe, machen deutlich: Unter seiner Regie ist Aach gewachsen. Der Kindergarten ist saniert worden, eine neue Brücke zum Netto wurde gebaut, 40 neue Grundstücke für Häuslebauern seien auf dem Markt, das Rathaus wird saniert und barrierefrei umgebaut, die Ortsmitte neu gestaltet, die Internetversorgung ausgebaut, die Mühlenstraße 1 als neues Vereinszentrum und die 15 Hektar große Freiflächensolaranlag ist am Start.</p> <p>„Mein Herz schlägt für Aach, ich kann hier als Bürgermeister etwa für die Menschen bewegen“, so Ossola. Dafür wolle er sich auch die kommenden acht Jahre als Bürgermeister einsetzen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zu Manfred Ossola</span><span>Manfred Ossola (67) wurde im September 2017 zum Bürgermeister von Aach gewählt. Seine Amtszeit begann am 6. Dezember 2017. Zuvor leitete Ossola seit 1993 das Haupt-, Ordnungs- und Grundbuchamt der Stadt Aach, seit 1982 war er dort schon Rechnungsamtsleiter. Seine Ausbildung absolvierte er bei der Stadt Stockach und dem Landratsamt Konstanz, studiert hat er an der Verwaltungshochschule Kehl. Ossola stammt aus Stockach, wo er nach wie vor wohnt. Er ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.</span></label></div> <p>Ossola skizziert bei seiner Rede eine klare Vision vom Aach der Zukunft – samt herausfordernder Pflichtaufgaben. Als Beispiel nennt Ossola die Ganztagesbetreuung an der Grundschule ab dem Schuljahr 2026/27. Aber auch auf freiwilliger Seite sehe Ossola viele Bausteine in den kommenden Jahren. So sei es eine seiner Hauptaufgaben, die hausärztliche Versorgung in Aach sicherzustellen. Er könne sich etwa eine Zusammenarbeit mit der Stadt Engen vorstellen, die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/hausaerztemangel-die-stadt-engen-will-fruehzeitig-etwas-dagegen-unternehmen;art372438,12382002" target="_blank" title="Hausärztemangel auf dem Land: Braucht Engen jetzt noch ein MVZ?">derzeit ein eigenes Medizinisches Versorgungszentrum auf die Beine stelle</a>.</p> <p>Zudem liege ihm die Wiedereröffnung des Mühlensteigs am Herzen und viele Straßen seien sanierungsbedürftig. Aber: „Alles hängt von der finanziellen Entwicklung ab.“ Jedoch sei Aach strukturell so aufgestellt, dass sich die Stadt noch Dinge leisten könne. Dafür solle man aber nicht nur alle möglichen Zuschüsse nutzen, sondern auch die Einnahmen der Stadt verbessern.</p> <h2>Ossola spricht sich klar gegen Fusion aus</h2> <p>Eine Bürgerfrage, wie Ossola zu den von Alfred Mutter und einer Bürgerbewegung ins Spiel gebrachten Plänen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/gemeindefusion-im-hegau-initiative-sieht-viele-vorteile-und-traeumt-vom-eigenen-autokennzeichen;art372463,12480245" target="_blank" title="Gemeindefusion wird Wahlkampf-Thema: Initiative will kein Bürgermeister-Wahl-Club sein">einer Hegauer Großgemeinde</a> stehe, schmettert der Amtsinhaber kurzerhand ab. Unter ihm werde es keine Fusion geben – eine Zusammenarbeit mit weiteren Gemeinden könne er sich vorstellen, einen Zusammenschluss nicht. „Ich sehe da finanziell und auch organisatorisch keinen Mehrwert“, so Ossola.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Bürgermeisterwahl Kommunalpolitik Ehrenamt thema-politik-lokal-buergermeisterwahl thema-politik-lokal thema-gesellschaft-engagement]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Kandidatenvorstellung eskaliert: Herausforderer droht, dass er eine Waffe dabei hat]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 15:34:31 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schmuckstücke werden wiederbelebt: Das sind die Pläne beim Mühlenareal  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/schmuckstuecke-werden-wiederbelebt-das-sind-die-plaene-beim-muehlenareal;art372439,12483692 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im ehemaligen Mühlenareal in Aach entstehen in zwei denkmalgeschützten Gebäuden insgesamt zwölf Wohnungen. Einen ersten Blick in das Projekt konnten Interessierte nun hineinwerfen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Im ehemaligen Mühlenareal in Aach entstehen in zwei denkmalgeschützten Gebäuden insgesamt zwölf Wohnungen. Einen ersten Blick in das Projekt konnten Interessierte nun hineinwerfen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/schmuckstuecke-werden-wiederbelebt-das-sind-die-plaene-beim-muehlenareal;art372439,12483692]]></guid>
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        Im ehemaligen Mühlenareal in Aach entstehen in zwei denkmalgeschützten Gebäuden insgesamt zwölf Wohnungen. Einen ersten Blick in das Projekt konnten Interessierte nun hineinwerfen.



        <p>Das Areal rund um das alte Sägewerk und die Mühle in Aach ist im Wandel. Wie sehr sich das Areal verändert hat, das wurde jetzt bei einer Führung deutlich. Das Projektteam mit Irmgard Möhrle-Schmäh (Geschäftsführerin), Sebastian Schmäh (Zimmermeister und Restaurator sowie Geschäftsführer) und Corinna Wagner (Architektin) nutzten die Gelegenheit, um die Einwohner Aachs und Interessenten des Projekts über das Gelände zu führen.</p> <p>Im Mittelpunkt stand der Fortschritt des Mühlenareals. Einst ein Lost Place, welches heute bereits zu einem Teil als Wohnen mit Charme erstrahlt. Mit der gelungenen Sanierung des Mühlengebäudes wurde ein eindrucksvolles Zeugnis der Ortsgeschichte bewahrt.</p> <p>Gleichzeitig richtet sich der Blick auf das nächste Sanierungsobjekt, das ehemalige Ökonomiegebäude, kurz die Ökonomie. Die Wiederbelebung eines weiteren Schmuckstücks geht weiter. Im Gebäude aus dem 19. Jahrhundert werden sechs Zwei- bis Drei-Zimmer Wohnungen entstehen.</p> <p>Die spannende Herausforderung dieses Projekts bestehe darin, die Statik, das Budget und den Ideenreichtum in Einklang zu bringen. „Einer unserer Kernwerte ist Optimismus und Vertrauen“, sagt Sebastian Schmäh. Das Team sei motiviert. Diese Haltung ist während des gesamten Rundgangs spürbar.</p> <p>Zudem erhielten die Besucher einen Einblick in zwei Wohnungen der fertig sanierten und vollständig verkauften Mühle. Das Besondere: Moderner Wohnraum, der auf einzigartige Weise restaurierte Elemente in das Wohnkonzept integriert. Ein Spiel aus alt und neu mit viel Liebe zum Detail, das begeistert und beeindruckt.</p> <h2>Zukunftsprojekt wird realisiert</h2> <p>Zum Abschluss richtete sich der Blick auf das Zukunftsprojekt Säge. Von den einstigen Plänen einer Ausstellung und eines Cafés habe man Abstand genommen, da das Objekt finanziell tragbar sein müsse. Der Traum von zwei bis drei kleinen Wohnungen wird aber verwirklicht. Das Konzept vom Haus im Haus soll realisiert werden. Dabei bleibe die Säge öffentlich erlebbar.</p> <p>Das Projektteam zeigte sich erfreut über das überwältigende Interesse der Besucher. Bürgermeister Manfred Ossola unterstrich: „Es war ein Glücksfall mit Holzbau Schmäh und der Architektin Frau Wagner, zwei Enthusiasten für das Denkmal gefunden zu haben.“</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Bauwerk Denkmalschutz Architektur thema-heimat-stadtentwicklung thema-wissen-geschichte thema-kultur]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Aach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Schmuckstücke werden wiederbelebt: Das sind die Pläne beim Mühlenareal]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 15 Sep 2025 16:53:26 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Erst Brand, dann Trauer, nun Neubau: Die aufregenden Jahre der Scheffelhalle im knappen Rückblick  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/scheffelhalle-singen-die-komplette-chronik-vom-brand-ueber-prozess-bis-neubau-und-neueroeffnung;art372458,12482422 ]]></link>      <description><![CDATA[  2025 sollte der 100. Geburtstag der Scheffelhalle gefeiert werden, jetzt wird ihr Neubau eröffnet – und auch gefeiert. Seit der Brandstiftung vergingen nur fünf Jahre. Eine Chronologie der Ereignisse.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          2025 sollte der 100. Geburtstag der Scheffelhalle gefeiert werden, jetzt wird ihr Neubau eröffnet – und auch gefeiert. Seit der Brandstiftung vergingen nur fünf Jahre. Eine Chronologie der Ereignisse.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        2025 sollte der 100. Geburtstag der Scheffelhalle gefeiert werden, jetzt wird ihr Neubau eröffnet – und auch gefeiert. Seit der Brandstiftung vergingen nur fünf Jahre. Eine Chronologie der Ereignisse.



        <p><strong>17. November 2020:</strong> <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/naechtlicher-grossbrand-vernichtet-am-fruehen-dienstagmorgen-die-singener-scheffelhalle;art372458,10668159" target="_blank" title="Nächtlicher Großbrand vernichtet am frühen Dienstagmorgen die Singener Scheffelhalle">Die Scheffelhalle, Singens Wahrzeichen und Narrenschopf, geht gegen 1.15 Uhr in Flammen auf</a>. Fassungslos müssen die Singener zusehen, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/alle-bilder-vom-brand-der-scheffelhalle-in-singen;art372458,10668167" target="_blank" title="Alle Bilder vom Brand der Scheffelhalle in Singen">wie ihre denkmalgeschützte Halle niederbrennt</a>. Poppele-Zunftmeister Stephan Glunk beobachtet das Geschehen vom Stadtgarten aus mit Tränen in den Augen. „Wir haben unsere Heimat verloren“, sagt er – <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/trauer-und-entsetzen-bei-menschen-in-singen-fuer-viele-geht-ein-stueck-heimat-verloren;art372458,10668384" target="_blank" title="Trauer und Entsetzen bei Menschen in Singen: Für viele geht ein Stück Heimat verloren">und ist damit nicht der </a><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/trauer-und-entsetzen-bei-menschen-in-singen-fuer-viele-geht-ein-stueck-heimat-verloren;art372458,10668384" title="Trauer und Entsetzen bei Menschen in Singen: Für viele geht ein Stück Heimat verloren">einzige</a><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/trauer-und-entsetzen-bei-menschen-in-singen-fuer-viele-geht-ein-stueck-heimat-verloren;art372458,10668384" title="Trauer und Entsetzen bei Menschen in Singen: Für viele geht ein Stück Heimat verloren"> Singener, der so fühlt</a>.</p> <p><strong>Die Tage danach:</strong> Am Morgen nach dem Feuer steht nur noch die vordere Fassade. Rauchschwaden ziehen von den Schuttbergen gen Himmel. Viele Singener kommen an die Brandstelle und teilen ihre Erinnerungen an den Ort für viele Feste. Viele wünschen sich einen Neubau: Die rasch ins Leben gerufene Online-Petition <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-ruine-der-scheffelhalle-raucht-noch-doch-es-gibt-schon-mehr-als-1500-unterschriften-fuer-einen-wiederaufbau;art372458,10669433" target="_blank" title="Die Ruine der Scheffelhalle raucht noch, doch es gibt schon mehr als 1500 Unterschriften für einen Wiederaufbau">für den Wiederaufbau der Halle hat innerhalb kurzer Zeit bereits mehr als 1500 </a><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-ruine-der-scheffelhalle-raucht-noch-doch-es-gibt-schon-mehr-als-1500-unterschriften-fuer-einen-wiederaufbau;art372458,10669433" title="Die Ruine der Scheffelhalle raucht noch, doch es gibt schon mehr als 1500 Unterschriften für einen Wiederaufbau">Unterschriften</a>.</p> <p><strong>26. November 2020:</strong> Gut eine Woche nach dem Brand leiten Staatsanwaltschaft und Polizei eine Fahndung ein. „Es ist davon auszugehen, dass die Singener Scheffelhalle gewollt oder versehentlich in Brand gesetzt worden ist“, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/singener-scheffelhalle-verdacht-auf-brandstiftung-unbekannter-mann-auf-ueberwachungskamera-zu-sehen;art372458,10675911" target="_blank" title="Singener Scheffelhalle: Verdacht auf Brandstiftung – Unbekannter auf Überwachungskamera zu sehen">erklären sie in einer gemeinsamen Pressemitteilung</a>. Ein Unbekannter soll sich in dem Bereich aufgehalten haben, in dem der Brand ausgebrochen ist. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/fassungslosigkeit-nach-ermittlerverdacht-brandstiftung-an-scheffelhalle;art372458,10676221" target="_blank" title="Fassungslosigkeit nach Ermittlerverdacht: Brandstiftung an Scheffelhalle">Das sorgt in Singen für Fassungslosigkeit.</a></p> <p><strong>April 2021:</strong> <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/scheffelhalle-polizei-nimmt-mutmasslichen-brandstifter-fest-der-36-jaehrige-ist-gestaendig;art372458,10775899" target="_blank" title="Scheffelhalle: Polizei nimmt 36-Jährigen fest, der mutmaßlich für den Brand verantwortlich ist – der Mann ist geständig">Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen</a>. Der Mann ist zu diesem Zeitpunkt 36 Jahre alt, sitzt in Untersuchungshaft und hat gestanden. Auf die Spur des Mannes kamen die Ermittler aufgrund kleinerer Brandlegungen in jüngster Zeit. Dabei seien Papiermülltonnen in der Nähe der Scheffelhalle in Brand gesetzt worden, wodurch sich die Hinweise immer mehr verdichtet hätten.</p> <p><strong>Mai 2021:</strong> <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-bagger-rollen-an-der-abriss-der-scheffelhalle-hat-begonnen;art372458,10812144" target="_blank" title="Die Bagger rollen an: Der Abriss der Scheffelhalle hat begonnen">Der Abriss beginnt</a> und innerhalb weniger Tage verschwindet die Brandruine des historischen Gebäudes gänzlich aus dem Stadtbild. Zumindest, was die großen Mauern angeht. Denn an manchen Stellen wird es aufwändig – <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/das-ende-der-scheffelhalle-so-laufen-die-aufwaendigen-abbruch-arbeiten;art372458,10960593" target="_blank" title="Das Ende der Scheffelhalle: So laufen die aufwändigen Abbruch-Arbeiten">Asbest sei Dank</a> sind Schadstoffsanierer bis zum Jahresende beschäftigt.</p> <p><strong>November 2021:</strong> Am 9. November steht der Singener Brandstifter erstmals vor Gericht und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/angeklagter-im-scheffelhallen-prozess-legt-ein-gestaendnis-ab;art372458,10963506" target="_blank" title="&amp;bdquo;Mama, die Scheffelhalle brennt&amp;ldquo;: Angeklagter legte Feuer an Singener Halle &amp;ndash; und rief dann seine Mutter an">legt direkt ein Geständnis ab</a>. Er habe eine Papiermülltonne in unmittelbarer Nähe zur Halle angezündet und sei dann nach Hause gegangen. Der Singener ist kein Unbekannter: 2013 kam er schon einmal ins Gefängnis, damals hatte er ein Feuer in einer Scheune gelegt. Und: Der Mann ist Ex-Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr.</p> <p>Am 15. November 2021 wird er zu einer <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/scheffelhallen-prozess-staatsanwaltschaft-fordert-mehrjaehrige-haftstrafe;art372458,10968662" target="_blank" title="Scheffelhallen-Brandstifter muss hinter Gitter: Das Landgericht Konstanz verurteilt ihn zu drei Jahren und sieben Monaten Haft">Freiheitsstrafe von drei Jahren und sieben Monaten wegen fahrlässiger Brandstiftung und Sachbeschädigung in vier Fällen verurteilt</a>. Beim Brand der Scheffelhalle geht das Landgericht Konstanz von Fahrlässigkeit aus – dass das Gebäude abbrennt, sei keine Absicht gewesen.</p> <p><strong>14. Dezember 2021:</strong> Nach einem eindeutigen Votum im Gemeinderat steht fest: <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/grundsatzbeschluss-im-gemeinderat-scheffelhalle-soll-neu-gebaut-werden;art372458,10994219" target="_blank" title="Grundsatzbeschluss im Gemeinderat: Scheffelhalle soll neu gebaut werden">Die Stadt Singen bekommt ihre Scheffelhalle zurück</a>. Die Stadtverwaltung rechnet mit Baukosten von rund 6,3 Millionen Euro. Ein Teil der Kosten werde durch die Summe der Versicherung getragen, die mindestens 2,4 Millionen Euro zuzüglich 270.000 Euro für Ausstattung und Elektronik übernehmen soll.</p> <p><strong>August 2022:</strong> Es braucht nach einiger Überlegung doch keinen Architektenwettbewerb, denn die Stadt weiß sehr genau, wie die neue Scheffelhalle aussehen soll – <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-neue-scheffelhalle-soll-wie-die-alte-aussehen-darum-ist-der-architektenwettbewerb-abgesagt;art372458,11220336" target="_blank" title="Die neue Scheffelhalle soll wie die alte aussehen &amp;ndash; Darum ist der Architektenwettbewerb abgesagt">genauso wie die alte</a>. Wenig später <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-scheffelhalle-hat-ihren-architekten-ein-singener-soll-den-wiederaufbau-planen;art372458,11326980" target="_blank" title="Die Scheffelhalle hat ihren Architekten: Ein Singener soll den Wiederaufbau planen">hat die Scheffelhalle dann ihren Architekten</a>. Den Wiederaufbau soll ein Singener planen: Ben Nägele von der Solar System Haus GmbH. Mit dem SÜDKURIER <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-scheffelhalle-hat-ihren-architekten-ein-singener-soll-den-wiederaufbau-planen;art372458,11326980" target="_blank" title="Die Scheffelhalle hat ihren Architekten: Ein Singener soll den Wiederaufbau planen">sprechen er und sein Partner Alexander </a><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-scheffelhalle-hat-ihren-architekten-ein-singener-soll-den-wiederaufbau-planen;art372458,11326980" title="Die Scheffelhalle hat ihren Architekten: Ein Singener soll den Wiederaufbau planen">Kionka</a><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-scheffelhalle-hat-ihren-architekten-ein-singener-soll-den-wiederaufbau-planen;art372458,11326980" title="Die Scheffelhalle hat ihren Architekten: Ein Singener soll den Wiederaufbau planen"> über ihr Vorhaben</a>.</p> <p><strong>Februar 2023:</strong> <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/ganz-aehnlich-wie-das-original-die-ersten-einblicke-in-die-neue-scheffelhalle-liegen-vor;art372458,11453671" target="_blank" title="Ganz ähnlich wie das Original! Die ersten Einblicke in die neue Scheffelhalle liegen vor">Die ersten Pläne zeigen die neue Scheffelhalle</a>, die der alten erstaunlich ähnlich sieht. So findet sich die Empore mit ihren zwei Zugängen ebenso in den ersten Entwürfen wieder wie die Giebelfassade, die ausgeklügelte Konstruktion des Dachstuhls, die Toilettenanlagen sowie die Bühne im Saal unten und das Foyer im vorderen Bereich. Aber es gibt auch Neuerungen, etwa eine Loggia.</p> <p><strong>März 2023:</strong> Das Bauprojekt soll nun fast 10 Millionen Euro kosten – in denen allerdings mehr enthalten ist als die bloße Halle. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wird-die-scheffelhalle-teurer-als-erwartet-die-baukosten-sorgen-fuer-heisse-diskussion;art372458,11509129" target="_blank" title="Wird die Scheffelhalle teurer als erwartet? Die Baukosten sorgen für heiße Diskussion">Das lässt manch ein Ausschussmitglied vernehmlich schlucken.</a> Nichtsdestotrotz fällt der Gemeinderat Ende März 2023 eine finale Entscheidung – und stimmt mit großer Mehrheit zu.</p> <p><strong>August 2023:</strong> Der Zeitplan steht fest – und zur 100-Jahr-Feier der Scheffelhalle soll diese tatsächlich wieder stehen. Als Fertigstellungstermin ist bei störungsfreiem Bauverlauf das zweite Quartal 2025 geplant. Bis dahin müssen erstmal alle Gewerke vergeben werden.</p> <p><strong>November 2023:</strong> Pünktlich zum Jahrestag gibt es gute Neuigkeiten, denn der Wiederaufbau startet. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wiederaufbau-scheffelhalle-beim-spatenstich-wird-es-emotional;art372458,11806431" target="_blank" title="&amp;bdquo;Die Scheffelhalle, die lieben alle&amp;ldquo;: So emotional war der Spatenstich zum Hallenwiederaufbau">Am 24. November ist offizieller Spatenstich.</a> Dabei gibt es viele strahlende Gesichter, Mitglieder des Fördervereins Freunde der Scheffelhalle haben sich sogar in festliche Fracks geworfen mit schwarzen Zylindern. Auch Vertreter der Poppele-Zunft und des Männerchor Singens sind dabei – und haben eigens ein Lied geschaffen.</p> <p>Auch für Oberbürgermeister Bernd Häusler ist es ein Freudentag. Er macht deutlich, wie sehr die Stadt und der Gemeinderat sowie zahlreiche Bürger für den Wiederaufbau der Scheffelhalle gekämpft haben. Ein Beispiel seien die harten Verhandlungen mit der Versicherung. Laut Häusler betrug im März 2021 die Zusage der Versicherung 2,3 Millionen Euro. „Wir haben nachgehakt und zum Teil auch mit der Versicherung gestritten“, so Häusler. Dadurch sei die Summe auf 3,2 Millionen Euro gestiegen.</p> <p><strong>Sommer 2024:</strong> Mittlerweile ist die Scheffelhalle deutlich zu erkennen. Die hölzerne Front der neuen Halle steht und dahinter nimmt der Holzbau immer mehr an Form an. Doch im August gibt es auch schlechte Nachrichten, denn die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/richtfest-fuer-neue-scheffelhalle-steht-fest-doch-der-zeitplan-wackelt;art372458,12163701" target="_blank" title="Richtfest steht fest! Die Scheffelhalle wächst unaufhörlich – aber langsamer als gedacht">Arbeiten sind um etwa drei Wochen verspätet</a>. Als Grund nennt der Architekt das unbeständige Wetter und eine länger dauernde Vormontage des aufwändigen und stützenlosen Tragwerks.</p> <p><strong>September 2024:</strong> Erste Einblicke ins Innere bekommen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/exklusiver-einblick-in-die-scheffelhalle-so-sieht-es-innen-aus;art372458,12181640" target="_blank" title="So schön wird die neue Scheffelhalle: Erste Einblicke ins Innere">erst Gemeinderäte</a>, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/das-alte-gefuehl-ist-wieder-da-besucher-schwelgen-beim-richtfest-der-scheffelhalle-in-erinnerungen;art372458,12193549" target="_blank" title="Das alte Gefühl ist wieder da: Besucher schwelgen beim Richtfest der Scheffelhalle in Erinnerungen">dann rund 800 Besucher des Richtfests</a>. Dabei wird in Erinnerungen geschwelgt und viel gelobt: Die Dachkonstruktion werde sehr bewundert, ja gar als sensationell bezeichnet. Auch der Vorsitzende des Fördervereins der Freunde der Scheffelhalle, Peter Adrian Gäng, zeigt sich „geplättet“ darüber, was alles erreicht wurde und dass schon zehn Monate nach dem Spatenstich das Richtfest gefeiert werden kann.</p> <p><strong>Dezember 2024:</strong> An der neuen Scheffelhalle geht es sichtbar voran, ab Oktober 2025 soll sie vermietet werden. Der zuständige Gemeinderatsausschuss <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/was-kostet-die-scheffelhalle-erstmals-werden-mietpreise-oeffentlich;art372458,12255286" target="_blank" title="Was kostet die Scheffelhalle? Erstmals werden Mietpreise öffentlich">legt die Mietpreise fest</a> und fixiert dabei auch, dass Vereine Vergünstigungen bekommen.</p> <p><strong>Mai 2025:</strong> Es stehen nur noch die letzten Arbeiten aus, etwa Boden, Küche und Türen. Trotz einiger Verzögerungen und Herausforderungen liegt der Bau laut städtischem Pressesprecher Stefan Mohr im Zeitplan. Die Halle soll Mitte bis Ende Juni fertig sein und im Herbst in Betrieb gehen.</p> <p><strong>Juli 2025:</strong> Auch wenn es in der Halle noch ein wenig nach Baustelle aussehe, sei der Innenausbau größtenteils fertig, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/bald-wieder-partys-in-der-scheffelhalle-singen-was-bis-zur-eroeffnung-noch-ansteht;art372458,12449706" target="_blank" title="Eröffnung schon in Sicht: Was in der Scheffelhalle noch alles zu tun ist">erklärt Architekt Alexander Kionka</a>. Zeitlich sei die Halle im gesteckten Rahmen geblieben – und finanziell auch, der Neubau kostet rund 10 Millionen Euro. Dazu trägt auch das Engagement des Fördervereins bei.</p> <p><strong>19. September 2025</strong> standdie Wiedereröffnung an. Die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/karten-fuer-eroeffnung-der-scheffelhalle-singen-sind-nach-nur-13-minuten-ausverkauft;art372458,12474465?wt_mc=facebook.skwww.hegau-see.cleverpush&amp;fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR7iUZeIqzEUPCLUH3WQrzchk-YjPWFf_CkHLCPBngaYY0Yip33btgaP0tkwjA_aem_2GwkEc6udjRL7c4_czmtCQ" target="_blank" title="" rel="noopener">Karten dafür waren flott ausverkauft</a>, doch am 20. September war die Scheffelhalle im Zuge der Museumsnacht Hegau-Schaffhausen zugänglich. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/viel-programm-fuer-die-neue-scheffelhalle-singen-wann-es-wie-losgeht;art372458,12482396" target="_blank" title="Viel Programm für die neue Scheffelhalle: Was nach der Eröffnung geplant ist">Außerdem sind für die Zeit danach bereits einige Veranstaltungen geplant. </a></p> <p>Was der Eröffnungsabend mit einem Taylor-Swift-Konzert gemeinsam hat, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/singen-feiert-neue-scheffelhalle-offiziell-eroeffnet-eine-gute-stube-fuer-kultur-und-event-22-09-25;art372458,12485813" target="_blank" title="Alle lieben die neue Scheffelhalle: So schön war die Eröffnungsfeier für Singens neue gute Stube">erklärt dieser Artikel</a>. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/grosse-eroeffnungsfeier-der-scheffelhalle-in-singen-die-schoensten-fotos-vom-abend;art372458,12485622" target="_blank" title="Große Eröffnungsfeier der Scheffelhalle in Singen – die schönsten Fotos vom Abend">Die schönsten Bilder des Abends gibt es hier</a> und ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/mediathek/nachrichten-aktuelles/die-singener-scheffelhalle-ist-zurueck-die-eroeffnungsfeier-im-video;sts1370736,50629" target="_blank" title="Die Singener Scheffelhalle ist zurück: Die Eröffnungsfeier im Video">Video gibt erste Eindrücke und Stimmen</a>.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Erst Brand, dann Trauer, nun Neubau: Die aufregenden Jahre der Scheffelhalle im knappen Rückblick]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 15 Sep 2025 12:31:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Einkaufen im XXL-Format: So sieht es hinter den Kulissen des Großmarkts aus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/einkaufen-im-xxl-format-so-sieht-es-hinter-den-kulissen-des-grossmarkts-in-stockach-aus-18-09-25;art372461,12482229 ]]></link>      <description><![CDATA[  Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. Wie so ein Großmarkt funktioniert.  ]]></description>
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          Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. Wie so ein Großmarkt funktioniert.<br>
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        Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. Wie so ein Großmarkt funktioniert.



        <p>20 Liter Olivenöl im Kanister, 10 Kilogramm Mayonnaise im Eimer, 5 Kilogramm Penne im Plastikbeutel. Es sind Mengen, die die Küchen der meisten Haushalte sprengen würden. Hier stehen sie hingegen dutzendfach, sauber sortiert in einer großen Halle, in der sich Gang an Gang reiht, jeweils abgetrennt von meterhohen Regalen, die bis zu den Decken reichen.</p> <p>Im Kühlraum daneben gibt es Salami, Schinken, vorgekochtes Geschnetzeltes und fertige Rouladen – mehr Fleisch und Wurst, als eine ganze Metzgerei an einem Tag verkaufen könnte. Hier, in den Innenräumen des Mega-Markts, einem C&amp;C-Großmarkt im Gewerbegebiet Blumhof in Stockach, findet Einkaufen im XXL-Format statt – oder eben im Mega-Format.</p> <p>Dabei bezieht sich der Name des Marktes eigentlich nicht auf dessen Größe, sondern steht als Abkürzung für Metzgerei und Gastronomie. Denn das sind die Hauptkunden des Großmarkts, wie Geschäftsführer Christian Süß und Einkaufsleiter Uwe Heizmann bei einer Führung durch den Markt dem SÜDKURIER erklären.</p> <p>„Unsere Wurzeln liegen in der Metzgereigenossenschaft, wir haben einen eigenen Schlachthof, ein eigenes Fleischwerk und einen Zerlegebetrieb. Das ist der Ursprung der Mega“, erklärt Christian Süß. Eröffnet wurde der Großmarkt in Stockach im Jahr 2011, seit 2024 leitet Süß den Betrieb mit 140 Mitarbeitern.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Unternehmen</span><span>Die „Mega Das Fach-Zentrum für die Metzgerei und Gastronomie eG“, so der vollständige Name, wurde 1937 als Fleischergenossenschaft von Stuttgarter Metzgern gegründet. Das Unternehmen beschäftigt laut eigener Internetseite über 700 Mitarbeiter in den C&amp;C-Märkten und Zustelldiensten in Stuttgart, Stockach, Dresden und Chemnitz, im Fleischzerlege- und Produktionsbetrieb in Stuttgart sowie im Schlachthof in Göppingen. Heutzutage bietet er als Großmarkt und Vollsortimenter, also als Zulieferer mit allen benötigen Produkten für Gewerbebetriebe aus Gastronomie und Metzgerei, etwa 50.000 Artikel an. Der Standort in Stockach existiert seit 2011.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind einige der Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <h2>50.000 Artikel auf 7000 Quadratmetern</h2> <p>Auf über 7000 Quadratmetern Einkaufsfläche finden die Kunden hier über 30.000 Artikel im Food- und Nonfood-Bereich. Die Lebensmittel reichen von Fleisch und Wurst über Feinkost, Obst und Gemüse, Käse, Molkereiprodukte und Fisch bis hin zu Tiefkühlartikeln, Wein und Spirituosen.</p> <p>Im Nonfood-Bereich gibt es unter anderem Gläser und Porzellan, Küchenmaschinen und Berufskleidung. Uwe Heizmann erklärt: „Wir sind ein Vollsortimenter. Es ist unser Anspruch, alles abzudecken, was unsere Kunden brauchen – nicht nur an Produkten, sondern auch mit Dienstleistungen.“</p> <h2>Wer kauft im Großmarkt ein?</h2> <p>Insgesamt 9000 Kunden hat der Markt laut Uwe Heizmann momentan, die meisten stammen aus dem Kerngebiet rund um den Bodensee. „Wir haben aber auch Kunden aus dem Allgäu, im Schwarzwald und den halben Weg in Richtung Stuttgart nach Norden hoch“, berichtet er.</p> <p>50 Prozent davon seien Gastronomen, weitere 40 Prozent Metzgereien. Der restliche Teil verteilt sich auf Einzelhändler, Vereine oder Kanzleien oder Ärzte, wenn sie Veranstaltungen haben. Privatkunden gibt es nicht, denn um im Großmarkt einzukaufen, braucht man eine Karte des Marktes – und dafür eine Gewerbeanmeldung.</p> <p>Manche der Kunden kommen selbst auf den Markt zu. Die meisten werden aber vom Vertrieb kontaktiert. „Gerade Betriebe aus dem Schwarzwald oder dem Allgäu finden von alleine selten den Weg zu uns, jemand vom Bodensee dagegen schon eher“, so Süß. Viele würden eine intensive Beratung auf Augenhöhe verlangen, im Vertrieb der Mega seien daher auch ausgebildete Köche und Metzger unterwegs.</p> <p>Die Metzgereien bekommen ihre Tagesware meist in den frühen Morgenstunden, die Wirte folgen etwas später im Lauf des Vormittags, sagt Süß. Besonders freitags sei wegen des anstehenden Wochenendes viel los, ebenso vor Feiertagen und Ferien.</p> <h2>100 Kilo Rindfleisch pro Einkauf</h2> <p>Die Kunden aus dem näheren Umkreis würden meist selbst zur Abholung kommen, andere lassen sich von der 19 Lastwagen großen Mega-Flotte beliefern. Christian Süß berichtet: „Früher kamen fast alle Kunden selbst vorgefahren, heute setzen wir immer mehr auf Zulieferung, weil viele die Abholung nicht mehr leisten können.“</p> <p>Die Mengen sind dabei enorm. „Ein Metzger holt schon mal 100 Kilogramm Ware auf einmal oder Schweine- oder Rinderhälften. Gastronomen kaufen 5- bis 10-Kilogramm-Portionen ein, Kantinen etwas mehr“, berichtet Heizmann. Die abgepackten Produkte gibt es meist in Eimern oder Tüten im zweistelligen Liter- oder Kilogrammbereich.</p> <h2>Woher stammen die Produkte?</h2> <p>Bei seinem Sortiment setzt der Stockacher Mega auf eine Mischung aus Standardwaren, die jeder Mega-Markt hat, sowie regionale Produkte vom Bodensee. „Wir haben Wein vom Bodensee, Gemüse von der Reichenau, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gottmadingen/mineralwasser-aus-dem-hegau-so-versorgt-die-randegger-ottilien-quelle-die-region-seit-100-jahren;art372442,12470050" target="_blank" title="Wo kommt eigentlich unser Mineralwasser her? Ottilien-Quelle versorgt nicht nur den Hegau mit Wasser">Wasser aus Randegg</a> und Bad Dürrheim und Fleisch aus unserer eigenen Schlachtung“, listet Heizmann auf. Dafür setze man auf 2000 Dienstleister und Lieferanten.</p> <p>Wichtig sei, so Christian Süß, bei der Produktpalette verschiedene Qualitäts- und damit auch Preisstufen abzudecken. „Ein Restaurant möchte <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wie-das-hegau-bodensee-klinikum-in-singen-jaehrlich-hunderttausende-mahlzeiten-stemmt-und-was-das-kostet-14-08-25;art372458,12458775" target="_blank" title="Mit wenig Gewürzen nichts für den Gourmet: Warum Krankenhausessen so schmeckt">andere Ware haben als ein Krankenhaus</a>„, verdeutlicht er.</p> <p>Wie viel Metzgereien, Restaurants und andere Kunden für diese Einkaufsmengen konkret bezahlen müssen, wollen die beiden nicht verraten. „Natürlich ist es deutlich günstiger als im Einzelhandel. Wer 500 Kilo Rindfleisch holt, zahlt natürlich einen anderen Preis als der Bürger im Supermarkt, der nur 500 Gramm will“, macht Süß klar.</p> <h2>Branche ist in der Krise – doch Mega nicht</h2> <p>Die aktuelle Krise in der Gastronomie macht sich auch im Großmarkt bemerkbar. „Ja, es eine schwierige Zeit“, sagt Uwe Heizmann. Vielen Wirte gehe es an die Reserven, der Gastromarkt schrumpfe. „Der Kuchen insgesamt wird nicht größer. Aber das Stück der Mega am Gesamtkuchen wächst momentan“, beschreibt Christian Süß. Für Großmärkte sei es wichtig, neue Gebiete zu erschließen, auf Kundenwünsche einzugehen und Trends frühzeitig zu erkennen.</p> <p>So trinke die jüngere Generation weniger Alkohol, stattdessen seien gerade Spritzgetränke und Aperitiva wie Aperol, Limoncello und Sarti im Trend, zählt Uwe Heizmann auf.</p> <h2>High-Convenience-Speisen liegen im Trend</h2> <p>Am stärksten sei der Trend hin zu Convenience- und High-Convenience-Produkten – also Lebensmitteln, die bereits weitestgehend fertig verarbeitet sind. „Wir haben hier Beutel mit fertigen Salaten und geschnittenen Tomaten, aber auch von professionellen Köchen vorgegarte Produkte wie Putengeschnetzeltes oder Rinderrouladen“, zeigt Christian Süß beim Gang durch die Abteilung. Gastronomen hätten selbst oft nicht mehr das Personal für diese Arbeiten.</p> <p>Entscheidend sei dabei die Qualität. Uwe Heizmann sagt: „Früher war Convenience eine Soße aus Pulver, das man mit Wasser aufgießt. Heutzutage machen wir in Stuttgart eine Soße selbst, indem unser Koch einen Knochen abbrüht und das Ergebnis dann abpackt. Wir machen in der High-Convenience das, was ein Koch auch macht, nur größer.“ So wie alles, was der Großmarkt Mega anbietet.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Einkaufen im XXL-Format: So sieht es hinter den Kulissen des Großmarkts aus]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 12 Sep 2025 16:54:30 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Einst verlassen, bald ein Schmuckstück? So sieht es jetzt beim Mühlenareal aus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/roth-areal-in-aach-aus-einem-lost-place-werden-moderne-wohnungen;art372439,12481088 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die ersten Wohnungen im Gebiet rund um das alte Sägewerk in Aach sind fertig. Die Architektin und die Projektentwickler erklären, welche Herausforderungen es gab und erlauben erste Einblicke in den einstigen Lost Place.  ]]></description>
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          Die ersten Wohnungen im Gebiet rund um das alte Sägewerk in Aach sind fertig. Die Architektin und die Projektentwickler erklären, welche Herausforderungen es gab und erlauben erste Einblicke in den einstigen Lost Place.<br>
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        Die ersten Wohnungen im Gebiet rund um das alte Sägewerk in Aach sind fertig. Die Architektin und die Projektentwickler erklären, welche Herausforderungen es gab und erlauben erste Einblicke in den einstigen Lost Place.



        <p>Lange Zeit lagen hier 8000 Quadratmeter Fläche brach: Das Roth-Areal rund um das alte Sägewerk und die Mühle in Aach wandelt sich derzeit vom verlassenen Ort zu lebenswertem Wohnraum. Denn in den historischen Gebäuden sollen moderne Wohnungen entstehen – allerdings mit altem Charme. Die ersten sind nun fertig, wie ein Ortsbesuch vor dem offiziellen Rundgang zeigt. Denn am Samstag, 13. September, können Interessierte sich das Gelände gemeinsam mit Wagner und Schmäh ansehen.</p> <p>Corinna Wagner und Sebastian Schmäh haben sich dieser Herausforderung angenommen. Wagner ist freie Architektin in Meersburg und auf Denkmalpflege spezialisiert. Schmäh betreut als Projektentwickler die handwerkliche Sanierung des Areals. Er leitet die Firma Holzbau Schmäh, ebenfalls in Meersburg. Rund 3,5 Millionen Euro habe man bisher investiert, berichtet Schmäh. Nach der ungefähr zwei Jahren Bauzeit gibt es in der ehemaligen Mühle nun sechs sanierte Wohnungen.</p> <p>„Die gesamte Mühle ist verkauft und wird demnächst komplett an die neuen Eigentümer übergeben“, berichtet Corinna Wagner. Die Wohnungspreise rangierten laut Irmgard Möhrle-Schmäh von der eigens gegründeten Projektentwicklungsgesellschaft grob zwischen 450.000 und 850.000 Euro. Doch damit sind die Bauarbeiten noch nicht fertig.</p> <h2>Sanierung statt Abriss</h2> <p>Wo sich momentan noch die Säge befindet, sollen später noch zwei bis drei Wohnungen hinzukommen. Im Ökonomiegebäude sollen sechs weitere Wohnungen entstehen. Das Gebäude sei früher schon zum Abriss freigegeben worden. Wie Schmäh berichtet, habe man sich dennoch für das alte Bauwerk und gegen einen Neubau entschieden: „Für mich ist ein Standard-Wohnkomfort, wo womöglich noch alle sechs Wohnungen den gleichen Grundriss haben, nichts Besonderes. Hier wird jede Wohnung seinen Charme haben.“</p> <p>Die Umwandlung des ehemals verlassenen Geländes ist auch für die Menschen in Aach eine Umgewöhnung. „Es war jahrelang in Aach so ein bisschen Lost Place und das ist schon für die Bevölkerung ein Unterschied“, berichtet Architektin Wagner. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/kein-vergessener-ort-mehr-wie-das-roth-areal-aus-dem-dornroeschenschlaf-erwacht;art372439,11523888" target="_blank" title="Kein vergessener Ort mehr! Wie das Roth-Areal aus dem Dornröschenschlaf erwacht">2023 betonte allerdings Bürgermeister Manfred Ossola</a> zum Start der Bauarbeiten: „Wir bekommen nach der Sanierung ein komplett gestaltetes Areal zurück, das für Bürger und Gäste gleichermaßen attraktiv sein soll.“ Die Stadt könne sich glücklich schätzen, einen Projektentwickler gefunden zu haben, der nicht abreißt, sondern erhält und aufwertet.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Aufteilung und Größe der Wohnungen</span><span>In dem fertigen Mühlengebäude befinden sich sechs Wohnungen mit einer Fläche zwischen 54 und 134 Quadratmetern, diese sind schon verkauft. Als nächstes soll das Ökonomiegebäude saniert werden, welches sechs Wohnungen zwischen 56 und 82 Quadratmetern enthalten. Das geht auch aus Plänen auf der Webseite des Mühlenareals hervor. Im einstigen Sägewerk sind noch zwei bis drei Wohnungen angedacht, berichtet die Architektin Corinna Wagner. Es sind außerdem mehrere Neubauten in Planung: ein Mehrfamilienhaus und sechs Doppelhaushälften.</span></label></div> <h2><strong>Areal mit langer Geschichte</strong></h2> <p>Das historische Mühlenareal in Aach hat eine lange Geschichte: „Seit über 1000 Jahren ist der Platz als Mühlplatz verbürgt“, berichtet Corinna Wagner. Die Sägemühle sei zuerst da gewesen. Im 19. Jahrhundert seien noch die Mehlmühle und weitere Gebäude hinzugekommen. „Die Sägemühle war bis Mitte der 1980er-Jahre in Betrieb“, erzählt Corinna Wagner. Später kaufte die Stadt das Gebiet.</p> <p>Als die Stadt dann nach Investoren suchte, habe sich das Team aus Schmähs Firma und Partnern beworben und sich gegen zwei weitere Parteien durchgesetzt, berichtet der Projektentwickler. „Aus unserer Sicht haben wir uns durchgesetzt, weil wir sehr viel in der Denkmalpflege machen, sehr erfahren sind“, sagt er. Für die Sanierung gab es auch Mittel vom Land und der Gemeinde. Teile der Flächen gehen an die Gemeinde zurück und sollen öffentlich zugänglich sein.</p> <p>Bei der Entwicklung hatte die Architektin Wagner klare Vorstellungen: „Meine Vision war von Anfang an, dass sich dieses Wohnen mit der Natur verbindet.“ Dabei setzte sie auch darauf, Altes zu erhalten: „Man kann in diese Atmosphäre eines alten Hauses eintauchen. Es ist kein Stahl-Beton-Bau.“</p> <h2>Eine Arbeit „wie Detektiv spielen“</h2> <p>Aus einem historischen Gelände ein modernes Wohnquartier zu machen, hat auch seine Herausforderungen. Architektin Wagner zählt etwa Technik, Brandschutz und Wärmeschutz auf. Die Kunst sei es, das alles umzusetzen, ohne dass das Haus neu aussehe. „Das ist wie ein Verbinden von Alt und Neu, aber ohne dass das Neue dominiert“, erklärt sie. „Es ist natürlich sehr komplex, weil es die Fantasie braucht“, sagt auch Sebastian Schmäh.</p> <p>Die Arbeit sei auch ein bisschen „wie Detektiv spielen“, erklärt Corinna Wagner. Man suche nach den Lebensspuren auf dem Gelände. „Dann sehen wir an der Wand, da muss eine Treppe gewesen sein, weil sich der Putz so abzeichnet. Und dann verstehen wir das Gebäude im Laufe der Zeit und können etwas entwickeln, was für das Gebäude stimmt“, erläutert sie.</p> <h2>Bauen hat immer Herausforderungen</h2> <p>Trotz langer Erfahrung in der Branche geht auf dem Bau nicht immer alles glatt. „Eine Baustelle, wo nichts schief geht, die gibt es überhaupt nicht“, berichtet die 60-Jährige. In der untersten Wohnung wollte man eine Fußbodenheizung einbauen und unter dem Zeitdruck passierte ein Fehler, erinnert sich Wagner: Die Leitungen für die Heizung waren vergessen worden. Also musste der Estrich-Untergrund wieder entfernt werden. „Wir sind alle Menschen“, resümiert Wagner.</p> <p>Manche hätten das Projekt mit Skepsis betrachtet, berichtet Projektleiter Schmäh. Gerade als ortsfremde Unternehmer habe man das Vertrauen erst gewinnen müssen. „Tatsächlich war ich überrascht, dass es lange dauert, bis man in dieser Gemeinde so verankert, was wir hier tun.“ Wagner und Schmäh betonen aber: „Wir kriegen schon sehr viel positive Resonanz“.</p> <p>Die Besichtigung des umgestalteten Mühlenareals startet laut der Webseite des Mühlenareals um 17 Uhr und endet um 18.30 Uhr.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Einst verlassen, bald ein Schmuckstück? So sieht es jetzt beim Mühlenareal aus]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 17:15:16 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Maggi-Würze ist gut gegen Heimweh: Die ikonische Flüssigkeit machte Singen weltbekannt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/maggi-wuerze-als-kult-der-braune-tropfen-aus-singen-geht-um-die-welt-25-09-25;art372458,12480399 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter.<br>
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        So schmeckt die Heimat: Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter.



        <p>Ja, es gibt mittlerweile Varianten der klassischen Maggi-Würze. Da ist der Asian-Style und die scharfe Version. An der Urform der Flüssigwürze, wie Julius Maggi sie ab 1887 im Singener „Gütterli-Hüsli“ abgefüllt hat, hat sich aber nicht viel geändert. Die Würze in der Flasche hat einen ikonischen Charakter. Und wer auf Reisen gar nicht darauf verzichten kann, bekommt sogar ein Mini-Exemplar für die Handtasche.</p> <p>Obwohl das Verfahren optimiert wurde, steht für die Chefin der Entwicklungsabteilung im Singener Produkt- und Technologiezentrum (PTC) von Nestlé Brigitt Lingk und Maggi-Werksleiter Dominik Paintner fest: „Das Original muss erhalten bleiben.“ Zwar wurde im Laufe der Jahrzehnte an der Rezeptur gefeilt. Aber der Grundgeschmack ist geblieben.</p> <h2>Maggi-Rezept bleibt ein Geheimnis</h2> <p>Auch dem Grundgedanken von Julius Maggi fühlt man sich in Singen verpflichtet: „Es schmeckt verlässlich, ist einfach und universell einsetzbar“, sagt Dominik Paintner. Über die genaue Zusammensetzung herrscht allerdings immer noch striktes Stillschweigen. Kein Geheimnis ist allerdings die Philosophie, mit der Julius Maggi seine Würze entwickelte.</p> <p>Nachdem Maggi mit 23 Jahren die väterliche Mühle in Frauenfeld übernommen hatte, experimentierte er mit eiweißreichen Hülsenfrüchten, um der Mangelernährung der Arbeiter im Zeitalter der Industrialisierung etwas entgegenzusetzen. Er entwickelte Suppen und eben jene flüssige Würze, die bis heute in zwei Dritteln aller deutschen Haushalte zu finden ist. Auch die eckige Flasche mit dem gelb-roten Etikett und dem Stern war seine Erfindung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Im <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/von-hier-kommt-die-wuerze-mit-dem-suedkurier-durchs-maggi-universum;art372458,12174167" target="_blank" title="Von hier kommt die Würze: Wie Singen und Maggi untrennbar wurden">Maggi-Museum im ehemaligen Güttli-Hüsli auf dem Singener Werksgelände</a> kann man die verschiedenen Stadien der weiterentwickelten Flaschen betrachten. Mit viel Bedacht wurden allzu große Abweichungen vermieden. „Noch heute werden die Flaschen von der gleichen Glashütte hergestellt wie zu Gründerzeiten“, erklärt Dominik Paintner. Und so zog die Würze nach und nach in die Küchen der Welt ein. Der braune Tropfen sei eben mehr als nur eine Prise Salz.</p> <p>„Heute sind wir mit dem Produkt in 20 Ländern vertreten“, erklärt der Werksleiter. „Die Idee ist so überzeugend, dass man auch in den internationalen Märkten nicht viele Abwandlungen des Originals benötigt. Das ist auch nicht unser Ziel.“ Spezifizierungen gibt es dennoch, wie eben jene Asia-Würze, in der auch Knoblauch enthalten ist.</p> <p>Selbstverständlich ist man im Maggi-Werk Singen nicht bei den Anfängen stehengeblieben. Trendforscher versuchen, den Konsumenten immer einen Schritt voraus zu sein. Hier kommen die sogenannten Fix-Produkte ins Spiel, die in der schnellen Alltagsküche als Helfer dienen sollen.</p> <p>Das neueste Beispiel ist eine Hähnchenpanade für knuspriges Hühnchen aus dem Air-Fryer. „Hier kommen wir dem Bedürfnis nach schneller Küche und einem gewissen Anspruch an gesunder Ernährung nach“, erklärt Birgitt Lingk. Der Air-Fryer ist eine Heißluftfritteuse, die ohne Fett auskommt. Im Eingang des Verwaltungsgebäudes können die Besucher in einem Regal die Entwicklung von der traditionellen Maggi-Würze bis hin zu neuesten Fix-Produkten verfolgen. Man wolle der erste sein, wenn es um neue Trends geht, sagt die Chefin der Entwicklungsabteilung.</p> <p>Stellt sich die Frage, ob es in der industriellen Nahrungsmittelherstellung überhaupt ein Produkt gibt, das ausschließlich den Ur-Hegauer Geschmack repräsentiert? Eine Suppe, eine Soße, eine Würze? Domink Paintner lächelt und sagt: „So kleinräumig arbeiten wir nicht.“ Man arbeite eher universell, zum Beispiel mit dem Maggi-Würfel, der in vielen Teilen der Welt produziert wird.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Maggi in Singen</span><span>Das Maggi-Werk in Singen hat eine lange Tradition. Seine Gründung durch den Schweizer Julius Maggi geht auf das Jahr 1887 zurück. 1947 schloss sich das Werk mit Nestlé zur Nestlé Alimentana zusammen. Seit zwei Jahren ist Dominik Paintner Werksleiter. Der gebürtige Niederbayer bekleidete zuvor 23 Jahre lang verschiedene Positionen bei Nestlé, unter anderem in den USA, in der Zentrale in Genf und 15 Jahre im Bereich Babynahrung in einem Nestlé-Werk im Allgäu. Am geschichtsträchtigen Singener Standort schätzt er nach eigenen Angaben das besondere Flair und die Verbundenheit der Belegschaft mit dem Werk. Heute beschäftigt das Unternehmen in Singen 600 Mitarbeiter. (gtr)</span></label></div> <p>Vielmehr komme es darauf an, dass die Produkte erschwinglich sein müssen. Am ehesten seien die Soßen in den klassischen, rechteckigen Pappkartons für den Süden Deutschlands typisch, springt Birgitt Lingk bei. „Hier sind Spätzle mit Soße immer noch beliebt.“ Aber wenn es bei den Fix-Produkten um Rankings geht, so sei zum Beispiel die Bolognesesoße ganz klar die Nummer 1 vor der Spätzlepfanne.</p> <h2>Ravioli von Maggi wecken Erinnerungen</h2> <p>Und dann sind da noch die Ravioli, die in Singen hergestellt werden. Fast jeder kann Geschichten erzählen von unvergesslichen Momenten am Lagerfeuer oder nach einer Party, in denen die Ravioli eine Rolle spielten. „Das ist zwar kein typisches Hegauer Gericht“, sagt Dominik Paintner. „Die Ravioli haben aber durch ihren Produktionsstandort wie die Würze den größten Bezug zu Singen.“ Der Vorteil sei, dass sie in der Dose ungekühlt drei Jahre haltbar seien. „Gerade erst wurden vom Nestlé-Konzern 5 Millionen Euro für eine neue Raviolipresse im Singener Werk freigegeben“, sagt Paintner.</p> <p>Jedes Jahr arbeite man an Verbesserungen. Um die Nachhaltigkeit zu steigern, soll jetzt der Blechboden aus der Fondor-Würzdose verschwinden. Eine neue Verpackungsmaschine wird nötig.</p> <h2>Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei einem halben Liter Maggi-Würze</h2> <p>Wer heute das Gelände hinter der denkmalgeschützten Fabrik besucht, muss zunächst mal ein Video mit sämtlichen Sicherheitsvorgaben anschauen. Das ist so international, dass es ganz ohne Sprachen auskommt und nur mit Piktogrammen arbeitet. Ist das noch Heimat? Würde man das die Beschäftigten fragen, so käme wohl ein klares „Ja“.</p> <p>„Wir haben sehr viele langjährige Mitarbeiter, die sich der Maggi sehr verbunden fühlen“, sagt Dominik Paintner und verweist auf Arbeitsjubiläen mit 30 oder 40 Jahren. Paintner spricht von einer Maggi-Familie, was sich im Zusammengehörigkeitsgefühl nicht nur bei den Jubilar-, sondern auch bei den Rentnerfeiern zeige. Und wenn man nochmal auf das Thema Geschmack und Heimat zurückkommt, so hat vermutlich in Deutschland jede Person schon einmal zur Maggi-Würze gegriffen. „Im Schnitt verbraucht jeder deutsche Haushalt im Jahr einen halben Liter Maggi-Würze“, weiß Birgitt Lingk. „Im Saarland ist es sogar ein Liter.“</p>]]>
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      <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 12:39:02 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zickzack-Kurs ins neue Schuljahr: Dieser Großeinkauf ist nichts für schwache Gemüter  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/endgegner-heftumschlaege-so-stressig-ist-der-einkauf-fuers-neue-schuljahr;art372458,12480141 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein neues Schuljahr bedeutet auch, dass es neue Schulsachen braucht. Warum dieser Einkauf kein Vergnügen ist, sondern echt Nerven kostet: eine Odyssee mit Buntstiften, Füllern und linierten und karierten Heftchen.  ]]></description>
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          Ein neues Schuljahr bedeutet auch, dass es neue Schulsachen braucht. Warum dieser Einkauf kein Vergnügen ist, sondern echt Nerven kostet: eine Odyssee mit Buntstiften, Füllern und linierten und karierten Heftchen.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Ein neues Schuljahr bedeutet auch, dass es neue Schulsachen braucht. Warum dieser Einkauf kein Vergnügen ist, sondern echt Nerven kostet: eine Odyssee mit Buntstiften, Füllern und linierten und karierten Heftchen.



        <p>Das Ende der Sommerferien naht und spätestens jetzt wird es Zeit, die Dinge von den Schulmaterial-Listen zu besorgen. Vorausschauend werden die, zumindest von einigen Schulen, bereits zum Ende des alten Schuljahrs verteilt. Doch wie es eben so ist, muss vor dem Urlaub noch Vieles erledigt werden und bis zum Schulstart ist es da ja noch lang hin. Schließlich wird der Einkauf im Büromarkt dann wieder in die letzte Ferienwoche geschoben.</p> <p>Die Organisation scheint in vielen Familien ähnlich zu laufen, denn die Büroabteilung in einem Laden in der Singener Innenstadt ist wenige Tage vor Schulstart gut besucht. Oder besser gesagt, in den Gängen ist kein Durchkommen. Vor den Regalen mit Schreib-, Rechen- und Vokabelheften drängen und drücken sich Eltern und Kinder mit langen Listen in der Hand genauso wie Personal, das den Kunden zur Hand geht.</p> <h2>Die Suche beginnt</h2> <p>Also ab ins Getümmel und nach den richtigen Heften suchen. Kann ja nicht so schwer sein. Doch, schon ein bisschen. Es gibt ungefähr 50 verschiedene Lineaturen, also Hefte mit verschiedenen Linien, Karos, Blanko oder Vokabelspalten. Zum Glück gibt es Nummern, nach denen man suchen kann. Dann stellt sich nur noch die Frage, ob das Schulheft klein, groß oder mit doppeltem Umfang sein soll.</p> <p>Zielsicher wandert der Blick über die nummerierten Regale, landet hier und da aber leider an einem leeren Regalplatz. Oh nein! Offensichtlich waren doch viele Eltern schneller und haben bei den gängigen Formaten bereits zugegriffen. Ein zweiter Gang in den Büroladen ist also schon mal sicher.</p> <p>Bleiben Schnellhefter, Klarsichtfolien, Bleistifte in verschiedenen Härten, Pinsel, Deckweiß, Tesafilm und Tintenpatronen. Immer schön entlang der Listen geht es durch die verschiedenen Regale, damit auch ja nichts vergessen wird. Würde der Einkauf digital aufgezeichnet wie eine Wanderung, wäre es wohl als ein wirrer Zickzack-Kurs anzusehen.</p> <h2>Bitte einmal Umschläge in allen Farben!</h2> <p>Und dann kommt der Endgegner: die Heftumschläge. Klingt harmlos? Von wegen. Während zuvor schon großer Wert auf Recycling-Hefte gelegt wurde, sollen es jetzt auch wieder die Umschläge aus Papier werden. Auch wenn die Erfahrung längst gelehrt hat, dass die bereits nach den ersten paar Schulwochen nur noch in Fetzen an den Schulheften hängen, dann mit Klebeband geflickt und anschließend ersetzt werden. Von gelb bis lila werden Umschläge in beinahe allen Farbschattierungen benötigt. Zunächst sieht es gut aus. Gleich kann die Liste weiter abgehakt werden. Wäre da nicht der hellblaue Umschlag für Erdkunde, an dessen Stelle im Regal Leere herrscht.</p> <p>Am Ende des Einkaufs bleiben einige Posten offen. Ab welchem Alter können Kinder ihre Schulsachen eigentlich selbst besorgen? Den Zickzack-Kurs durchs Schreibwarengeschäft schaffen die sicher schneller.</p>]]>
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      <pubDate>Wed, 10 Sep 2025 16:41:48 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Aach wählt seinen Bürgermeister: Der SÜDKURIER lädt die Kandidaten zum politischen Schlagabtausch  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/buergermeisterwahl-in-aach-der-suedkurier-laedt-zur-wahlarena-ins-vereinszentrum;art372439,12479566 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der SÜDKURIER veranstaltet eine öffentliche Wahlarena vor der Bürgermeisterwahl. Wo und wann die Veranstaltung stattfindet und wie Bürger schon im Vorfeld ihre Fragen einreichen können.  ]]></description>
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          Der SÜDKURIER veranstaltet eine öffentliche Wahlarena vor der Bürgermeisterwahl. Wo und wann die Veranstaltung stattfindet und wie Bürger schon im Vorfeld ihre Fragen einreichen können.<br>
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        Der SÜDKURIER veranstaltet eine öffentliche Wahlarena vor der Bürgermeisterwahl. Wo und wann die Veranstaltung stattfindet und wie Bürger schon im Vorfeld ihre Fragen einreichen können.



        <p>Die Aacher Bürger haben am Sonntag, 28. September, die Wahl zwischen zwei Bürgermeister-Kandidaten. Welche Ideen und Ziele die beiden für die Gemeinde in den kommenden acht Jahren haben, will der SÜDKURIER im Rahmen einer öffentlichen Podiumsdiskussion erfahren. Die SÜDKURIER-Wahlarena findet am Mittwoch, 24. September, um 19 Uhr im Vereinszentrum in Aach statt.</p> <p>Der Gemeindewahlausschuss in Aach hat zuletzt zwei Bürgermeister-Kandidaten zur Wahl zugelassen. Neben Amtsinhaber Manfred Ossola steht Herausforderer Kurt Künz auf dem Stimmzettel. Manfred Ossola wurde im September 2017 zum Bürgermeister von Aach gewählt und begann seine Amtszeit am 6. Dezember 2017. Er trat damit die Nachfolge von Severin Graf an, der nach seiner zweiten Amtszeit nicht mehr angetreten war. Zuvor leitete Ossola seit 1993 das Haupt-, Ordnungs- und Grundbuchamt der Stadt Aach.</p> <p>Von Mitbewerber Kurt Künz ist bislang wenig bekannt. Er ist 61 Jahre alt und wohnt aktuell im Hilzinger Teilort Duchtlingen. Laut eigenen Angaben ist er Frührentner.</p> <h2>Was sagen die Kandidaten zu Fusionsplänen?</h2> <p>Der SÜDKURIER hat beide Kandidaten zur Wahlarena eingeladen. Redaktionsleiter Matthias Güntert und Redakteurin Helene Kerle moderieren die Gesprächsrunde, in der sie den beiden Kandidaten auf den Zahn fühlen wollen. Dabei soll es neben den Plänen der Kandidaten für die Gemeinde unter anderem auch um die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/alt-buergermeister-alfred-mutter-will-in-volkertshausen-erneut-buergermeister-werden;art372463,12459150" target="_blank" title="Alt-Bürgermeister (72) will es nochmal wissen – und große Veränderungen für den Hegau anstoßen">aktuelle Frage nach einer möglichen Gemeindefusion</a> gehen. Einen entsprechenden Vorstoß zu einer Hegauer Großgemeinde hatten eine Bürgerinitiative aus Volkertshausen und der dortige Bürgermeister-Kandidat Alfred Mutter ins Spiel gebracht.</p> <p>Die SÜDKURIER-Wahlarena ist öffentlich und alle Interessierten sind eingeladen zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung soll den SÜDKURIER-Lesern direkt die Möglichkeit geben, ihre individuellen Fragen an Manfred Ossola und Kurt Künz zu richten. Wer lieber nicht ans Saalmikrofon treten möchte oder terminlich verhindert ist, aber dennoch Fragen an die Kandidaten hat, kann diese per Mail an die Lokalredaktion unter der Adresse singen.redaktion@suedkurier.de schicken.</p> <p></p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Aach wählt seinen Bürgermeister: Der SÜDKURIER lädt die Kandidaten zum politischen Schlagabtausch]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 10 Sep 2025 16:21:39 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Autofahrerin verliert die Kontrolle! 64-Jährige verletzt sich bei Unfall  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/autofahrerin-verliert-die-kontrolle-64-jaehrige-verletzt-sich-bei-unfall;art372443,12479500 ]]></link>      <description><![CDATA[  Am Dienstagabend ist es gegen 19.30 Uhr auf der Bundesstraße 314 zwischen Hilzingen und Riedheim zu einem Unfall gekommen. Dabei hat sich ein Fahrzeug anscheinend komplett überschlagen.  ]]></description>
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          Am Dienstagabend ist es gegen 19.30 Uhr auf der Bundesstraße 314 zwischen Hilzingen und Riedheim zu einem Unfall gekommen. Dabei hat sich ein Fahrzeug anscheinend komplett überschlagen.<br>
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        Am Dienstagabend ist es gegen 19.30 Uhr auf der Bundesstraße 314 zwischen Hilzingen und Riedheim zu einem Unfall gekommen. Dabei hat sich ein Fahrzeug anscheinend komplett überschlagen.



        <p>Am Dienstagabend ist es auf der Bundesstraße 314 zwischen Hilzingen und Riedheim zu einem folgenschweren Unfall gekommen. Dabei soll ein Auto von der Fahrbahn abgekommen sein und sich überschlagen haben. Wie Tobias Springmann von der Hilzinger Feuerwehr gegenüber dem SÜDKURIER auf Nachfrage schildert, habe sich der Unfall gegen 19.30 Uhr ereignet.</p> <p>Er bestätigt, dass sich das Unfallfahrzeug nach Zeugenaussagen überschlagen haben muss. Wie es genau zu dem Unfall gekommen sei, könne Springmann nicht sagen. Er verweist dabei auf die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen, die Klarheit zur Unfallursache liefern könnten.</p> <h2>Auto kommt ins Schleudern und überschlägt sich</h2> <p>Laut Tatjana Deggelmann, Pressesprecherin beim Polizeipräsidium Konstanz, sei eine 64 Jahre alte Frau mit ihrem Wagen auf der Bundesstraße in Richtung Hilzingen unterwegs gewesen. Aus bislang unbekanntem Grund sei die Frau auf die Gegenfahrbahn geraten. „Als sie ein entgegenkommendes Auto bemerkte, riss sie ihr Lenkrad nach rechts. Hierbei übersteuerte sie ihren Wagen und verlor über diesen die Kontrolle“, so Deggelmann weiter.</p> <p>Der Golf sei dabei ins Schleudern geraten und habe sich mehrfach über eine kleine Böschung hinweg überschlagen, bis er schließlich auf einem Feld neben einem Fahrradweg auf den Rädern zum Stehen gekommen sei. „Ein Rettungsdienst brachte die leicht verletzte Frau in ein Krankenhaus. Um den nicht mehr fahrbereiten Golf kümmerte sich ein Abschleppdienst“, so die Polizeisprecherin weiter.</p> <h2>Fahrerin konnte sich selbst befreien</h2> <p>Laut Tobias Springmann sei die verletzte Frau beim Eintreffen der Feuerwehr nicht mehr im Unfallwagen gewesen. „Sie konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien und wurde bereits vom Rettungsdienst versorgt“, so Springmann. Sie habe nicht aus dem Auto herausgeschnitten werden müssen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr hätten beim Wagen die Batterie abgeklemmt und den Brandschutz sichergestellt – bis klar gewesen sei, dass keine Betriebsstoffe ausgelaufen seien.</p> <p>Wie hoch der Schaden beim Unfall auf der Bundesstraße zwischen Hilzingen und Riedheim tatsächlich ausgefallen sei, kann die Polizei derzeit noch nicht abschätzen.</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Autofahrerin verliert die Kontrolle! 64-Jährige verletzt sich bei Unfall]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 09 Sep 2025 09:37:51 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zwischen "Frechheit" und "gar nichts auszusetzen": Meinungen zum Krankenhaus-Essen gehen auseinander  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/schlechtes-krankenhaus-essen-in-singen-meinungen-gehen-auseinander;art372458,12478616 ]]></link>      <description><![CDATA[  SÜDKURIER-Leser teilen ihre Erfahrungen mit der Verpflegung in der Klinik. Ein Teil der Leser ist mit dem kulinarischen Angebot im Krankenhaus zufrieden. Viele sehen aber noch deutliches Verbesserungspotenzial.  ]]></description>
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          SÜDKURIER-Leser teilen ihre Erfahrungen mit der Verpflegung in der Klinik. Ein Teil der Leser ist mit dem kulinarischen Angebot im Krankenhaus zufrieden. Viele sehen aber noch deutliches Verbesserungspotenzial.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        SÜDKURIER-Leser teilen ihre Erfahrungen mit der Verpflegung in der Klinik. Ein Teil der Leser ist mit dem kulinarischen Angebot im Krankenhaus zufrieden. Viele sehen aber noch deutliches Verbesserungspotenzial.



        <p>Hunderttausende Mahlzeiten pro Jahr stemmt die Küche im Hegau-Bodensee-Klinikum in Singen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wie-das-hegau-bodensee-klinikum-in-singen-jaehrlich-hunderttausende-mahlzeiten-stemmt-und-was-das-kostet-14-08-25;art372458,12458775" target="_blank" title="Mit wenig Gewürzen nichts für den Gourmet: Warum Krankenhausessen so schmeckt">Die Köche müssen mit einem knappen Budget wirtschaften und dennoch täglich hunderte Menschen ausgewogen versorgen.</a> Die Verpflegung im Krankenhaus schmeckt aber nicht jedem Patienten. Das sagen die SÜDKURIER-Leserinnen und -Leser zum Krankenhaus-Essen.</p> <p><em>Leserbriefe geben die Meinung der Einsender wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zum Kürzen von Leserbriefen vor. Einsendungen werden nur bearbeitet, wenn sie mit vollständiger Absenderadresse und einer Telefonnummer für Rückfragen versehen sind. Leserbriefe veröffentlichen wir in der Tageszeitung sowie in unseren Digitalmedien mit Namen und Wohnort.</em></p> <h2>Frisches und gesundes Essen hilft bei der Genesung, schreibt Raimund Ritzi aus Öhningen:</h2> <p>Hier zeigt sich, dass Essen und Trinken bei uns wenig zählt. Man gibt horrende Summen ohne Wirkung für den sogenannten Klimaschutz aus und verwehrt den Kranken frisches und gesundes Essen. Dazu wird Abendessen schon am sommerlichen Nachmittag gegen 17 Uhr serviert. Zwei Scheiben Wurst, Streichkäse und schlechtes Brot sind doch fatal für die Genesung und von Genuss weit entfernt. Was ist nur aus Deutschland geworden?</p> <h2>Die Mahlzeiten sind eine Frechheit, schreibt Elisabeth Heilmann aus Öhningen:</h2> <p>Die Überschrift zum Bericht über das Essen im Krankenhaus ist eine Frechheit. Zugegeben: 10 Euro pro Patient und Tag sind wenig. Das berechtigt jedoch nicht dazu, den Patienten ein solches „Mahl“ vorzusetzen, wie das in Singen geschieht. Die Speisen müssen keinesfalls Gourmets genügen, aber normalen Menschen mit normalen Ansprüchen. Wie die beiden Herren in die Kamera lächeln, muss jeden verletzen, der jemals auf ein Mittagessen aus dieser Küche angewiesen war.</p> <h2>Patienten sollten auch Kunden sein, findet Ursula Stamm aus Singen:</h2> <p>Mir ist bekannt, dass das Mittagessen in der Singener Klinik eine Katastrophe ist. Und ich muss sagen, das Abendessen ist auch nicht unbedingt besser. Im Februar bekam ich jeden Abend zum Vesper Tomaten, in dieser Zeit sehr teuer und überhaupt nicht schmackhaft, das Brot war die Vollkatastrophe – ein Graubrot pappig und trocken. Diese Brotsorte bekam mein Bruder als Wegzehrung in den 60 Jahren bei der Bundeswehr. Wahrscheinlich ein Fabrikbrot. In diesem Krankenhaus heißt es nicht saisonal, regional und gesund.</p> <p>Als ich 2021 in der Klinik war, habe ich erneut auf meine Fischallergie hingewiesen. Schon der Geruch von Fisch löst bei mir starke Asthmaanfälle aus. Fisch essen ist für mich tödlich. Was bekam ich am nächsten Tag zum Mittagessen – natürlich Fisch mit Kartoffeln. Ich musste das Essen natürlich ablehnen, ich bekam nichts anderes. Auf meine Anfrage nach einem Joghurt sagte die Pflegekraft, sie kann in der Küche nachfragen, sie bekam als Antwort, die Küche verfügt nicht mehr über Joghurt. Also musste ich bis zum Abend ohne Essen ausharren.</p> <p>Natürlich wurde dieses Versehen auf die Pflegekraft geschoben, angeblich hatte sie es der Küche nicht mitgeteilt. Die arme Frau hat alles richtig gemacht, ich habe es gesehen. In dieser Klinik steht keiner zu seinen Fehlern, alles wird immer aufs Pflegepersonal geschoben, aber es interessiert natürlich niemand. Dazu fällt mir eine Quizfrage ein: Wer bezahlt die Gehälter der Angestellten und auch die der Ärzte? Ich denke, die Patienten. Also ändert einfach mal etwas.</p> <h2>Siegbert Kieninger aus Mühlhausen hat nichts an der Qualität des Essens auszusetzen:</h2> <p>Das andauernde Genörgel um die Qualität des Essens im Singener Krankenhaus kann so nicht unwidersprochen stehen bleiben. Ich selber, mehrere aus der Verwandtschaft und alle, die ich befragt habe zu dem Thema (ehemalige Patienten dieses Hauses), haben nichts, aber auch gar nichts an der Qualität auszusetzen!</p> <p>Bei hunderten Betten und tausenden Angestellten werden da täglich wohl auch tausende Essen serviert. Wenn dann einzelne notorische Nörgler meinen, das Essen schlecht reden zu müssen, sollte man dies eigentlich auch nicht weiter verbreiten. Schon bei der Bundeswehr, an der Uni, der Fachhochschule, in betrieblichen Kantinen habe ich immer Nörgler über das Essen erlebt – einfach nörgeln aus Prinzip.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Zwischen "Frechheit" und "gar nichts auszusetzen": Meinungen zum Krankenhaus-Essen gehen auseinander]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 16:21:51 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Noch strenger als Bio: So viel Arbeit steckt hinter Demeter-Gemüse  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/noch-strenger-als-bio-so-viel-arbeit-steckt-hinter-demeter-gemuese;art372461,12478094 ]]></link>      <description><![CDATA[  In der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Wahlwies werden Tomaten, Gurken und Co. in Demeter-Qualität angebaut. Betriebsleiter Birger Richter verrät, was dahintersteckt und wieso der hohe Preis gerechtfertigt sei.  ]]></description>
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          In der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Wahlwies werden Tomaten, Gurken und Co. in Demeter-Qualität angebaut. Betriebsleiter Birger Richter verrät, was dahintersteckt und wieso der hohe Preis gerechtfertigt sei.<br>
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        In der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Wahlwies werden Tomaten, Gurken und Co. in Demeter-Qualität angebaut. Betriebsleiter Birger Richter verrät, was dahintersteckt und wieso der hohe Preis gerechtfertigt sei.



        <p>Qualität hat ihren Preis – diesen Satz werden viele schon einmal gehört haben. Wie viel Wahrheit dahinter steckt, weiß Birger Richter als Betriebsleiter der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH ganz genau. Denn der Betrieb baut auf 23 Hektar Gemüse in Demeter-Qualität an und vertreibt dieses auch. Von der Tomate über Gurken, Auberginen, Kräuter und Salate bis hin zur Melone. 30 Mitarbeiter sind über die Saison in der Produktion beschäftigt, kümmern sich um die Pflanzen und den Boden, sortieren, verpacken und waschen die Ware, sagt Richter.</p> <p>Viel läuft da noch in Handarbeit und das schlägt sich letztlich im Preis nieder. In Zeiten steigender Inflation, in denen die Kunden vermehrt aufs Geld achten, sei es da nicht einfach, mit konventioneller Ware zu konkurrieren.</p> <p>„In kaum einem Land in Europa geben die Menschen weniger Geld für Lebensmittel aus als in Deutschland“, sagt Richter bedauernd. Laut Statistischem Bundesamt waren es 2022 lediglich 11,26 Prozent der Gesamtausgaben für den Konsum. Im Nachbarland Frankreich sind es 13,52 Prozent, in Italien 2023 sogar 15,02 Prozent.</p> <p>Der Betriebsleiter ist dennoch überzeugt, dass es sich lohnt, Demeter-Gemüse zu kaufen. Denn: „Der Demeter-Anbau schlägt sich nicht nur im Preis nieder, sondern auch im Geschmack.“ Ohnehin glichen sich die Preise konventionell angebauter Lebensmittel und die aus Demeter-Anbau an. Soll heißen: Während erstere schnell im Preis steigen, seien Demeter-Produkte relativ preisstabil.</p> <p>Das zeigen auch Zahlen des Statistik-Portals Statista, die sich auf Daten der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berufen – zumindest für Bio-Ware. Besonders deutlich wird der Unterschied bei Kartoffeln. Diese sind aus konventionellem Anbau laut der Statistik von 2022 auf 2023 im Preis um 23,2 Prozent gestiegen, während es bei Bio-Kartoffeln nur 4,7 Prozent waren. Bei Gemüse sind es 9,6 gegenüber 6,2 Prozent. Eine Statistik aus dem Jahr 2020 zeigt dennoch, dass etwa Äpfel aus Bio-Anbau schon 62 Prozent teurer waren als Äpfel vom konventionellen Bauern.</p> <h2>Darum ist der Demeter-Preis so hoch</h2> <p>Der höhere Preis kommt nicht von ungefähr. Denn für den Anbau von Demeter-Gemüse braucht es nicht nur viele helfende Hände, es gibt auch strenge Vorgaben. Und die umzusetzen, ist nicht nur jede Menge Arbeit, sondern kostet auch zusätzliches Geld.</p> <p>Eine dieser Vorgaben ist die Umsetzung des Kreislaufgedankens. Dieser zielt darauf ab, Anbau und Natur miteinander in Einklang zu bringen. Dazu gehört laut Richter auch, Fruchtfolgen einzuhalten. Er dürfe beispielsweise eine Karotte nur alle sieben Jahre auf den gleichen Boden bringen, um so die Vielfalt an Bodenlebewesen auf dem Betriebsgelände zu fördern. Dadurch braucht es mehr Freilandflächen.</p> <p>Eine weitere Vorgabe ist laut Richter, dass im Gewächshaus erst ab dem 15. Februar sogenannte Warmhauskulturen wie Tomaten, Gurken und Auberginen angebaut werden dürfen – wegen des Energieverbrauchs. Denn der Anbau im Winter sei mit einem hohen Stromverbrauch verbunden. Dennoch ernten die Mitarbeiter rund 250 Tonnen Tomaten im Jahr.</p> <p>Erzeugt wird der Strom auf dem Gemüsebaubetrieb über große Hackschnitzelanlagen, wie Richter bei einer Begehung zeigt. Außerdem dürfe beim Anbau kein künstliches Licht verwendet werden und es müssen Präparate wie Kiesel oder Hornmistsplitter in den Boden eingebracht werden, um das Wachstum anzuregen. „Das alles ist mit sehr viel Handarbeit verbunden“, verdeutlicht der Betriebsleiter.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Aber lohnt sich das überhaupt? „Der Demeter-Anbau ist ein Stück weit ein Ideal, dem man sich verschrieben hat“, sagt Richter, der schon seit 17 Jahren in dem Betrieb und seit rund fünf Jahren in leitender Position tätig ist. Als Betrieb müsse man aber auch wirtschaftlich bleiben, deshalb müsse sich die viele Arbeit auch im Preis wiederfinden.</p> <p>Vertrieben werde die Ware über Direktvermarktung, auf dem Betriebsgelände gibt es etwa einen Hofladen, auf Wochenmärkten in Radolfzell und Konstanz, aber auch über den Lebensmitteleinzelhandel. Das Ziel sei zwar, die Ware regional zu betreiben. „Aber wir brauchen auch den Großhandel“, macht Richter deutlich.</p> <p>Die Anfänge des Betriebs gehen auf den Start des Wahlwieser Kinderdorfs im Jahr 1947 zurück. Damals sei es das Ziel der Bewohner gewesen, sich durch Gemüseanbau selbst zu versorgen, was langsam aber stetig wuchs. 1982 hat Familie Richter den Betrieb übernommen, von Anfang an sei es ein Demeter-Betrieb gewesen.</p> <h2>Der Unterschied zwischen Bio- und Demeter-Ware</h2> <p>Und was ist der Unterschied zur Bio-Ware? Richter fasst es in einem Satz zusammen: „Demeter hat mit die strengsten Regeln.“ Während sich Landwirte bei Bio-Ware an die EU-Ökoverordnung halten müssen, gehen Demeter-Betriebe einen Schritt weiter. Zudem seien Demeter-Betriebe untereinander gut vernetzt und würden quasi gegenseitig kontrollieren, dass die strengen Vorgaben eingehalten werden.</p> <p>Doch Wetterextreme machen immer mehr zu schaffen. Der viele Regen im Frühjahr 2024 sei eine besondere Herausforderung gewesen, weil die Pflanzen so unter anderem zu wenig Licht abbekommen haben. Die heißen Sommer sieht Richter hingegen als eine Chance, um Neues auszuprobieren. So ernte und vertreibe der Gemüsebaubetrieb inzwischen auch Melonen. „Das funktioniert schon recht gut“, findet Richter.</p> <p>Dem Pestalozzi-Gemüsebaubetrieb gehe es aber nicht nur darum, Gemüseanbau möglichst umweltschonend zu betreiben, sondern ihm sei auch die soziale Komponente wichtig, sagt Richter. So seien in dem Betrieb aktuell vier Fachwerker angestellt. Dabei handle es sich um Auszubildende mit einem besonderen Förderbedarf, die es sonst auf dem Arbeitsmarkt schwer hätten. Sie würden in dem Betrieb besonders unterstützt, um sich fit für den Arbeitsmarkt zu machen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Noch strenger als Bio: So viel Arbeit steckt hinter Demeter-Gemüse]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 10:54:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Drei Euro pro Kilometer: Darum sind die Taxitarife im Kreis gestiegen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/drei-euro-pro-kilometer-darum-sind-die-taxitarife-im-kreis-gestiegen;art372432,12477884 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Taxameter läuft scheinbar immer schneller. Gerade ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Fahrdienste angewiesen. Doch in diesem Sommer gab es eine Erhöhung der Preise. Warum ist das so?  ]]></description>
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          Das Taxameter läuft scheinbar immer schneller. Gerade ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Fahrdienste angewiesen. Doch in diesem Sommer gab es eine Erhöhung der Preise. Warum ist das so?<br>
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        Das Taxameter läuft scheinbar immer schneller. Gerade ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Fahrdienste angewiesen. Doch in diesem Sommer gab es eine Erhöhung der Preise. Warum ist das so?



        <p>Fast jeder, der schon mal Taxi gefahren ist, kennt es. Immer wieder ein Blick auf das Taxameter und der Zahl beim Steigen zusehen. Wer regelmäßig mit dem Taxi unterwegs ist, dem könnte es vielleicht schon aufgefallen sein. Seit einiger Zeit läuft das Taxameter scheinbar schneller.</p> <p>Seit Juli gibt es neue Taxitarife im Kreis. Der Grundpreis liegt bei 4,90 Euro. Bei Strecken bis fünf Kilometer kostet der einzelne Kilometer dann drei Euro. Zuvor galt eine Grundgebühr von 4 Euro, pro Kilometer zahlten die Kunden 2,50 Euro.</p> <p>Doch das ist nur der normale Tagestarif. Von 22 bis 6 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen liegt die Grundgebühr bei 6,90 Euro. Ein Großraumtaxi kostet weiterhin 8 Euro an Grundgebühr, nachts 10.</p> <h2>Wer macht die Tarife?</h2> <p>Damit liegt der Kreis nun deutlich über dem Bundesschnitt. Und auch in anderen Städten in Südbaden können Kunden günstiger fahren. So bezahlt man im Kreis Ravensburg, der seine Tarife im August 2025 angepasst hat, eine Grundgebühr von 3,80 Euro. Jeder Kilometer kostet dann 2,70 Euro, in der Nacht 2,90. Doch warum sind die Preise im Kreis Konstanz so hoch?</p> <p>Die Taxitarife werden von den kommunalen Behörden festgelegt. Das ist in Stadtkreisen die jeweilige Stadtverwaltung, in Landkreisen ist dafür das Landratsamt zuständig. Doch wie kommt das Landratsamt Konstanz auf diesen neuen Tarif?</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Tarife</span><span>Das Landratsamt ist für die Taxitarife zuständig, weil Taxis zur Daseinsvorsorge gehören. Jeder Mensch hat prinzipiell das Recht, von einem Taxi befördert zu werden. Deswegen müssen Taxifahrer auch von der Behörde lizenziert sein. Auch Busunternehmen können ihre Preise nicht einfach selbst bestimmen, wenn sie im Nahverkehr tätig sind. Dort muss sich ebenfalls an Tarifstrukturen orientiert werden. Die rechtliche Grundlage hierfür bietet das Personenbeförderungsgesetz.</span></label></div> <h2>Wie entstehen die Preise?</h2> <p>Marlene Pellhammer, Sprecherin des Landratsamts, beantwortet diese Frage auf SÜDKURIER-Anfrage. Sie erklärt: „Grundsätzlich sollen Taxitarife den Unternehmern ein kostendeckendes Wirtschaften mit einem angemessenen Gewinn ermöglichen.“ Gleichzeitig gibt es aber auch ein öffentliches Interesse an leistungsgerechten und erschwinglichen Taxipreisen, meint sie weiter.</p> <p>Bei der Erstellung der Preise werde laut der Sprecherin zusätzlich die Auswertungen anderer Taxitarife in der Region einbezogen. Für die Tarife im Kreis Konstanz wirft das Landratsamt vorwiegend einen Blick auf die Preise im Regierungsbezirk Freiburg. Dabei habe sich gezeigt, dass der Kreis bisher am unteren Ende der Preisspanne lag. „Dabei zeigte sich, dass der Landkreis Konstanz [...] selbst nach der Anpassung weiterhin zu den preisgünstigsten Taxitarifen im Regierungsbezirk Freiburg gehört“, so Pellhammer.</p> <h2>Wie sieht es in der Region aus?</h2> <p>Und das stimmt. In anderen Kreisen im Regierungsbezirk gibt es noch teurere Tarife. Beispielsweise kostet die Grundgebühr im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 5,40 Euro, im Kreis Emmendingen oder dem Ortenaukreis sogar 5,70. Auch die Kilometerpreise sind jeweils höher. In Freiburg selbst der Tarif ähnlich wie in Konstanz. Pro Kilometer zahlen Kunden dort jedoch 50 Cent mehr.</p> <p>Außerdem schaue die Behörde auch auf die aktuellen Betriebs- und Personalkosten. Dabei wird der Mindestlohn vollständig in die Kalkulation einbezogen, macht Marlene Pellhammer deutlich. „Personalkosten machen rund 55 bis 60 Prozent der Gesamtkosten eines Taxiunternehmens aus“, erklärt sie weiter.</p> <h2>Decken die Taxis den Bedarf?</h2> <p>Die Taxitarife sind also wie viele Preise auch durch die Betriebskosten gestiegen. Doch für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen sind die Preise nicht immer einfach zu stemmen. Dennoch erklärt Pellhammer: „Die Bedürfnisse älterer sowie mobilitätseingeschränkter Fahrgäste sind in die Gestaltung des Taxiverkehrs einbezogen.“</p> <p>Für die Bedürfnisse dieser Kundschaft halten mehrere Taxiunternehmen speziell umgerüstete Fahrzeuge bereit, die auch rollstuhlgerecht sind, wie die Sprecherin mitteilt.</p> <p>Im ganzen Landkreis sind 113 Taxis im Einsatz. Das decke den vorhandenen Bedarf. „Darüber hinaus stehen 59 Mietwagen zur Verfügung“, so Marlene Pellhammer. Diese gehören ebenfalls zum Angebot des Gelegenheitsverkehrs und seien vor allem für längere Strecken und Spitzenzeiten eine Ergänzung. Dabei ist es meistens sinnvoll, diese vorzubestellen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Drei Euro pro Kilometer: Darum sind die Taxitarife im Kreis gestiegen]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 05 Sep 2025 16:37:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Weniger Mitsprache, mehr Möglichkeiten? Das sagen die Volkertshausener zur möglichen Fusion  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/weniger-mitsprache-mehr-moeglichkeiten-das-sagen-die-volkertshausener-zur-moeglichen-fusion;art372463,12476814 ]]></link>      <description><![CDATA[  Volkertshausen, Aach und Steißlingen suchen neue Bürgermeister. Jetzt werden Stimmen aus Volkertshausen laut, die den Zusammenschluss mehrerer Gemeinden fordern. Doch nicht alle sind begeistert, wie eine Umfrage zeigt.  ]]></description>
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          Volkertshausen, Aach und Steißlingen suchen neue Bürgermeister. Jetzt werden Stimmen aus Volkertshausen laut, die den Zusammenschluss mehrerer Gemeinden fordern. Doch nicht alle sind begeistert, wie eine Umfrage zeigt.<br>
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        Volkertshausen, Aach und Steißlingen suchen neue Bürgermeister. Jetzt werden Stimmen aus Volkertshausen laut, die den Zusammenschluss mehrerer Gemeinden fordern. Doch nicht alle sind begeistert, wie eine Umfrage zeigt.



        <p>Es ist ein Vorstoß aus Volkertshausen, der im Hegau gerade für mächtig Gesprächsstoff sorgt: Eine Bürgerinitiative und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/alt-buergermeister-alfred-mutter-will-in-volkertshausen-erneut-buergermeister-werden;art372463,12459150" target="_blank" title="Alt-Bürgermeister (72) will es nochmal wissen – und große Veränderungen für den Hegau anstoßen">Alt-Bürgermeister Alfred Mutter, der zurück auf den Chefsessel im Volkertshausener Rathaus möchte</a>, wollen mit weiteren Hegau-Gemeinden fusionieren. Sie schlagen einen Zusammenschluss vor und richten den Blick unter anderem in Richtung Steißlingen, Aach, Orsingen-Nenzingen oder Mühlhausen-Ehingen. Sie sehen darin Vorteile für alle beteiligten Kommunen.</p> <p>Sein Ziel sei, Gespräche mit den Nachbargemeinden zu führen, sodass sich im mittleren Hegau eine neue kraftvolle Gemeinde aus mehreren Dörfern bildet, die die schwieriger werdende Finanzlage bewältigt, schilderten Initiative und Bürgermeister-Bewerber kürzlich gegenüber dem SÜDKURIER. Damit ein solcher Zusammenschluss erfolgen könne, müsse die Bürgerschaft in einem Bürgerentscheid vorher ihre Zustimmung geben. In Volkertshausen sorgt der Vorschlag bei den Bürgern aber für gemischte Gefühle, wie eine Umfrage zeigt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Bürgermeisterwahl</span><span>Volkertshausen wählt am Sonntag, 19. Oktober, einen neuen Bürgermeister. Eine eventuelle Stichwahl ist für den 9. November terminiert. Die Wahl war nötig geworden, weil Amtsinhaber Marcus Röwer zum 1. September als neuer Erster Beigeordneter nach Singen gewechselt ist. Laut Julian Heizmann, stellvertretender Hauptamtsleiter, liegen aktuell zwei Bewerbungen vor. Zum einen sei dies Alt-Bürgermeister Alfred Mutter, der aus dem Ruhestand zurück ins Rathaus will, und zum anderen ein Bewerber, der bislang anonym bleiben möchte. Genauere Angaben dürfe Heizmann nicht machen – er verweist auf den Datenschutz.</span></label></div> <h2>Das sagen die Bürger zu den Fusionsplänen</h2> <p>Dani Hamann betreibt ein Restaurant in Volkertshausen. Am liebsten wäre es ihr, wenn alles so bleibe, wie es ist. Und das so lange, wie es gehe. Sie hält die freien Gemeinden für gut, „weil nur so die Verwaltung selbständig entscheiden kann, was für ihre Bürger gut ist“.</p> <p>Die Gastronomin befürchtet bei einer Zusammenlegung den Verlust von vielen Arbeitsplätzen in den Rathäusern. Und Sie denke an die älteren Bürger, die ihre Anliegen vielleicht nicht mehr im örtlichen Rathaus vorbringen könnten.</p> <p>Carmen Schellhammer ist geteilter Meinung, was die Fusionspläne anbelangt. „Ich finde es gut, wenn sich die Verantwortlichen in den Gemeinden Gedanken über die Zukunft machen“, sagt sie. Die Idee komme aber zu früh, denn mit der Bewerbung von Alt-Bürgermeister Alfred Mutter werde sich kein anderer Kandidat trauen, eine Bewerbung abzugeben. Zudem teile sie die Befürchtungen, dass bei einem Zusammenschluss die ein oder andere Kommune zu kurz kommen könne. „Volkertshausen kann mit dem Gemeinderat für sich und die Bürger selbst entscheiden.“</p> <h2>Vielen Bürgern fehlen die Informationen</h2> <p>Für Thomas Schädler gibt es derzeit zu wenige und kaum konkrete Informationen. „Ich stehe im Dunkeln und weiß nicht, was die Landesregierung plant“, äußert Schädler seine Bedenken. Er fordert, dass die Verantwortlichen in der Gemeinde jetzt klipp und klar Details nennen. Bedenken äußert er auch wegen einigen Vereinen: „Braucht jeder Ort einen Sportplatz, eine Sporthalle, ein Probenlokal?“, so Schädler weiter.</p> <p>Ähnlich sieht es Jürgen Sapper, auch er wünscht sich mehr Hintergrundwissen. „Was sagt die Landesregierung dazu und welche Pläne liegen schon in Stuttgart?“ Die Sache sei kein leichtes Unterfangen. Es wäre schon eine tolle Sache, wenn die Gemeinden es selbst regeln könnten, so Sapper. Er sehe bei einem Zusammenschluss eine gute Basis auch für den Zugang zu finanziellen Mitteln. Und mit Alfred Mutter sei es eine elegante Lösung. Mutter verfüge über ein gutes Netzwerk. „Mehr Aufklärung ist aber notwendig und wenn‘s nicht klappt, braucht man sich keine Vorwürfe machen.“</p> <p>Dennis Diekmann sieht eine Zusammenlegung prinzipiell positiv. Er denke etwa an eine kleinere, effektive Verwaltung und einen größeren Einfluss bei Entscheidungen im Landkreis. Auch hoffe er auf erhöhte Landes- und Bundesmittel für Schulen, Straßenbau und Kultur. „Eine höhere Attraktivität für Bürger und Unternehmen, denn größere Einheiten wirken oft moderner und besser ausgestattet, was Zuzug und Investitionen fördert“, sagt Diekmann. Der Nachteil liege in weniger Mitbestimmung, längere Zeit für Entscheidungen und längere Wege für Behördengänge.</p> <p>„Man sollte die Weichen stellen, solange es noch geht, und dazu braucht es Engagement, Mut und Verantwortungsbewusstsein“, lautet die Einschätzung von Dagmar Martin zu den Vorschlägen. Die Verantwortlichen seien in der Lage, die Sinnhaftigkeit abzuwägen. „Volkertshausen ist ein lebendiger Organismus, bunt und engagiert, das zählt. Ob Groß- oder Kleingemeinde, die Volkertshauser schaffen das“, ist sie optimistisch.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 05 Sep 2025 12:44:51 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Was für ein Käse: Was Liebhaber über verschiedene Sorten und Lagerung wissen sollten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/so-ein-kaese-was-liebhaber-ueber-verschiedene-sorten-und-lagerung-wissen-sollten;art372458,12476622 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Käse-Sommelier Herbert Schober erklärt, warum Käse so besonders schmeckt und so viel kostet. Klar ist: Deutsche essen davon sogar mehr als ihre Nachbarn.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Käse-Sommelier Herbert Schober erklärt, warum Käse so besonders schmeckt und so viel kostet. Klar ist: Deutsche essen davon sogar mehr als ihre Nachbarn.<br>
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        So schmeckt die Heimat: Käse-Sommelier Herbert Schober erklärt, warum Käse so besonders schmeckt und so viel kostet. Klar ist: Deutsche essen davon sogar mehr als ihre Nachbarn.



        <p>Die schweizerische Nachbarschaft gilt gemeinhin als das Käseland schlechthin. Dabei wird in Deutschland viel mehr Käse produziert – und exportiert. 2,74 Millionen Tonnen Käse wurden laut Bundeslandwirtschaftsministerium vergangenes Jahr bundesweit hergestellt. Knapp eine Million Tonnen davon gehen in den Export. Das gilt aber nicht für Käse aus dem Hegau. Wer beispielsweise Käse vom Buchhaldehof in Rielasingen-Worblingen erwerben will, muss den Hof aufsuchen.</p> <p>Neben Eiern aus Freilandhaltung, Milch mit Tierwohl-Label, Brände, Brot und Backwaren gibt es im Hofladen-Automaten auch hofeigenen Käse. Und dort gibt es auch gleich alle Informationen zum Herstellungsprozess. „Wer etwas wissen möchte, kann uns gern ansprechen und wir versuchen dann, es zu erklären“, sagt Landwirt Jonas Schlatter.</p> <p>Die Leidenschaft für Käse hat auch Herbert Schober gepackt. Der Bohlinger ist Käse-Sommelier und als Wettkampfrichter aktiv. Käse sei zwar immer Geschmackssache, sagt er, doch gebe es dafür durchaus auch Qualitätskriterien wie Geschmack oder Konsistenz. Jeder Deutsche isst durchschnittlich rund 25 Kilogramm Käse im Jahr – also knapp zwei Kilogramm mehr als die Schweizer Nachbarn.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge. Der SÜDKURIER stellt Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden. Alle Teile der Serie im Überblick <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/regional-geniessen-bodensee-und-hegau-zeigen-die-vielfalt-heimischer-produkte;art372432,12465756" title="So schmeckt die Heimat: Alle Teile der großen SÜDKURIER-Sommerserie">finden Sie hier.</a></span></label></div> <p>Wenn Herbert Schober „So ein Käse“ sagt, dann klingt da meist sehr viel Genuss mit. Er produziert zum Beispiel diverse Frischkäsevariationen, die er neben einer breiten Auswahl internationaler Spezialitäten im Bohlinger Geschäft oder auf den Märkten im Hegau anbietet.</p> <h2>Seit wann gibt es Käse?</h2> <p>Wann genau erstmals Käse verspeist wurde, lässt sich laut Schober nicht mehr herausfinden, aber dafür wie – per Zufall. Vermutet werde, dass sesshaft gewordene Menschen zuerst Sauermilchkäse entdeckten. Da die Hygiene nicht so groß war, ist die Milch durch Milchsäurebakterien und Wärme geronnen. Beim Süßmilchkäse wird vermutet, dass die Menschen in Tiermägen durch Lab eingedickte Milch gefunden haben oder sie auf ihren Wanderungen in den Tiermägen, die sie zum Transport nutzten, Molke und Käsebruch fanden.</p> <p>Die Herstellungsverfahren wurden optimiert und Käse zum wichtigen Handelsgut. Dazu tragen auch viele geschützte Käsesorten bei. Da Käse eigentlich nichts anderes als konzentrierte Milch ist, enthält er dieselben Inhaltsstoffe Eiweiß, Fett, Calcium, Mineralstoffe und Vitamine in hoher Konzentration.</p> <h2>Doch wie entsteht Käse eigentlich?</h2> <p>Grundlage ist in der Regel Milch. Es gebe zwar auch vegane Käse, erklärt Schober, doch da habe er sich noch nicht eingearbeitet. Welches Tier die Grundlage liefert, präge den Käse ebenso wie das Futter, das es gefressen hat. „Es gibt Käse, da schmeckt man die Alpenwiesen auf denen die Kühe waren, noch im Käse“, schwärmt er. Es gibt große Molkereien und kleine Käsereien. Alle arbeiten zwar nach der Käseverordnung, ihre Rezepturen seien aber ein gut gehütetes Geheimnis.</p> <p>Im ersten Schritt wird die Milch auf Reinheit, bakteriologische Beschaffenheit, hohen Eiweißgehalt und einen bestimmten Säuregehalt überprüft und danach pasteurisiert.</p> <p>Je nach Käsesorte werde dann der Rohmilch Milchfett hinzugefügt oder abgetrennt. Dann wird der Milch Lab oder Milchsäurebakterien hinzugefügt und so in flüssige und feste Bestandteile zerlegt, Molke und Käse-Bruch. Der Bruch wird geschnitten, die Größe bestimmt die Härte des Käses mit, je feiner der Bruch, desto mehr Molke kann sich absetzen und desto fester wird der Käse. Der Bruch werde dann in Form gebracht. Für Hartkäse fließe unter Druck weiter Molke ab. Durch Salzen und Ruhe bekommt der Käse seinen Geschmack.</p> <h2>Welche Käsearten gibt es?</h2> <p>Es gibt unterschiedliche Einteilungen. Einerseits wird in acht Gruppen differenziert: Hartkäse, Schnittkäse, halbfester Schnittkäse, Weichkäse, Sauermilchkäse, Schmelzkäse, Frischkäse und Pasta Filata genannte Käse wie beispielsweise Mozzarella. Dazu kommt noch der Schimmelkäse, er kann Edelschimmel auf der Oberfläche haben oder im Inneren und auf der Oberfläche Rotschmiere.</p> <p>Käse wird aber auch in acht Fettgehaltsstufen eingeteilt von Doppelrahm bis Magerstufe. Eine Besonderheit ist Rohmilchkäse, bei dem die Milch nicht über 40 Grad Celsius erhitzt wird. „Auch die Zugabe von Kräutern und Gewürzen machen einen Käse aus, diese werden entweder auf dem Käse aufgebracht oder befinden sich im Käse“, so Schober.</p> <p>Die Preisspanne ist gewaltig und hängt nicht zuletzt vom Reifegrad ab – je weniger Zeit die Produktion beansprucht, um so günstiger kann der Käse verkauft werden. Für einen hochwertigen Hartkäse müssen aber in der Regel rund 20 bis 30 Euro pro Kilogramm einkalkuliert werden – manchmal auch deutlich mehr.</p> <h2>Wie wird Käse optimal gelagert?</h2> <p>Bei der großen Vielfalt der Käsesorten gibt es keine allgemeine Lösung, doch gewisse Richtlinien. Da Käse ein Milchprodukt ist, sollte er im Kühlschrank gelagert werden. Allerdings sollten nur ähnliche Käsesorten miteinander gelagert werden, da sonst die verschiedenen Kulturen aufeinander übergehen, insbesondere bei Edelschimmelsorten.</p> <p>Herbert Schober rät zudem: „Wie empfehlen unseren Kunden, den Käse im Papier des Fachhandels zu lagern. Dieses ist luftdurchlässig und feuchtigkeitsundurchlässig.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Was für ein Käse: Was Liebhaber über verschiedene Sorten und Lagerung wissen sollten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 05 Sep 2025 11:39:17 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Was ist eigentlich mit dem Gasthaus Hegaustern los? Das Gebäude steht zum Verkauf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/hotel-und-restaurant-hegaustern-in-engen-stetten-steht-zum-verkauf-1-4-millionen-euro-09-09-25;art372438,12476578 ]]></link>      <description><![CDATA[  Für die Immobilie mit Blick über den gesamten Hegau wird ein neuer Besitzer gesucht. Restaurant-Pächter Thomas Müller erklärt auf SÜDKURIER-Nachfrage wie es bei der Schnitzelfarm weitergeht.  ]]></description>
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          Für die Immobilie mit Blick über den gesamten Hegau wird ein neuer Besitzer gesucht. Restaurant-Pächter Thomas Müller erklärt auf SÜDKURIER-Nachfrage wie es bei der Schnitzelfarm weitergeht.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/hotel-und-restaurant-hegaustern-in-engen-stetten-steht-zum-verkauf-1-4-millionen-euro-09-09-25;art372438,12476578]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Für die Immobilie mit Blick über den gesamten Hegau wird ein neuer Besitzer gesucht. Restaurant-Pächter Thomas Müller erklärt auf SÜDKURIER-Nachfrage wie es bei der Schnitzelfarm weitergeht.



        <p>Schließt die Schnitzelfarm im Hegaustern? Zumindest stehen Hotel und Restaurant im Engener Ortsteil Stetten zum Verkauf. Laut einer Immobilienanzeige von Mitte August ist das „Hotel mit gigantischem Ausblick“ für rund 1,4 Millionen Euro zu haben. Aber was bedeutet der Verkauf des Objektes für die Schnitzelfarm, die Pächter Thomas Müller in dem Gasthaus seit einigen Jahren betreibt?</p> <p>Auf SÜDKURIER-Nachfrage gibt Thomas Müller Entwarnung. Auf den Restaurantbetrieb der Schnitzelfarm habe ein möglicher Verkauf erst einmal keinen Einfluss, sagt er. Sein Pachtvertrag laufe und er habe keine Informationen, dass sich daran etwas ändern solle.</p> <h2>Warum bleibt der Hegaustern die halbe Woche geschlossen?</h2> <p>Und warum hat das Restaurant nur noch an vier Tagen die Woche geöffnet? Das habe mit dem angestrebten Verkauf nichts zu tun, sagt Müller. Dass die Küche derzeit von Montag bis Mittwoch kalt bleibt, hat mehrere Gründe. „Die Personaldecke ist dünn“, führt Müller an und verweist auf den allgemein vorherrschenden Personalmangel in der Gastronomie.</p> <p>Es gebe aber auch noch einen ganz praktischen Grund für die zusätzlichen Schließtage. Derzeit liefen umfangreiche Renovierungsarbeiten im Gebäude. Die könnten nicht während des laufenden Betriebs gemacht werden, so Müller weiter. Er ist nicht nur Inhaber der Schnitzelfarm im Hegaustern, sondern auch vom gleichnamigen Restaurant in Allensbach.</p> <p>Das 6500 Quadratmeter große Anwesen mit Hotel und Restaurant wird in der Verkaufsanzeige als attraktive Kapitalanlage für Investoren oder Gastronomen beschrieben. Das Gebäude aus dem Jahr 1937 verfügt, laut der Beschreibung, neben dem Gastraum für insgesamt 190 Gäste und einer großen Terrasse über elf Hotelzimmer sowie eine Betreiberwohnung.</p> <p>In der Engener Gastronomie hat sich zuletzt einiges getan. Im Bereich der Engener Alt- und Innenstadt sind mit <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/besonderes-konzept-in-der-altstadt-das-neue-restaurant-kostbar-will-menschen-an-einen-tisch-bringen;art372438,12193779" target="_blank" title="Besonderes Konzept in der Altstadt: Das neue Restaurant Kostbar will Menschen an einen Tisch bringen">dem Kostbar</a>, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/neues-gastronomie-highlight-am-schillerplatz-in-engen-fruehstueck-bis-abendessen-im-restaurant-regionale;art372438,12374614" target="_blank" title="Neues Restaurant am Schillerplatz: Jetzt kommt Schwung in die Altstadt-Gastronomie">dem Regionale</a> und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/diese-gastronomen-uebernehmen-das-lamm-engen-aber-mit-rustikalem-konzept;art372438,12415403" target="_blank" title="Balkan-Küche statt griechisch: Das sind die Nachfolger im Restaurant Lamm">dem Rustica</a> gleich drei neue Restaurants hinzugekommen.</p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Aach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Was ist eigentlich mit dem Gasthaus Hegaustern los? Das Gebäude steht zum Verkauf]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 04 Sep 2025 16:20:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ossola oder Künz? Einer von beiden wird nächster Bürgermeister in Aach  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/buergermeisterwahl-in-aach-ossola-oder-kuenz-wollen-es-werden;art372439,12476017 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zwei Bewerbungen sind für die Wahl am 28. September zugelassen. Während Amtsinhaber Manfred Ossola nach acht Jahren im Rathaus im Ort bestens bekannt ist, ist die Informationslage über Herausforderer Kurt Künz dünn.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Zwei Bewerbungen sind für die Wahl am 28. September zugelassen. Während Amtsinhaber Manfred Ossola nach acht Jahren im Rathaus im Ort bestens bekannt ist, ist die Informationslage über Herausforderer Kurt Künz dünn.<br>
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        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/buergermeisterwahl-in-aach-ossola-oder-kuenz-wollen-es-werden;art372439,12476017]]></guid>
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        Zwei Bewerbungen sind für die Wahl am 28. September zugelassen. Während Amtsinhaber Manfred Ossola nach acht Jahren im Rathaus im Ort bestens bekannt ist, ist die Informationslage über Herausforderer Kurt Künz dünn.



        <p>Diese zwei Namen werden bei der Bürgermeisterwahl in Aach am Sonntag, 28. September, auf den Stimmzetteln stehen: Amtsinhaber Manfred Ossola, der eine zweite Amtszeit anstrebt, und Herausforderer Kurt Künz wollen neuer Rathauschef in Aach werden. Das gab Simone Hornstein, Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses, in der Sitzung des Gremiums bekannt, die einen Tag nach Ablauf der Bewerbungsfrist stattfand.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/buergermeisterwahl-in-aach-manfred-ossola-strebt-zweite-amtszeit-an;art372439,12340006" target="_blank" title="Er ist in Aach noch nicht fertig! Manfred Ossola will Bürgermeister der Hegau-Stadt bleiben">Während Amtsinhaber Ossola seine Bewerbung bereits im März im SÜDKURIER angekündigt hatte</a>, hat Künz sich bisher nicht öffentlich erklärt. Erst nach Ablauf der Bewerbungsfrist am Dienstag wurde bekannt, dass es einen zweiten Bewerber gibt. Wie Hauptamtsleiter Florian Rapp gegenüber dem SÜDKURIER bestätigte, durfte er die Namen davor aus Datenschutzgründen nicht veröffentlichen. Doch mit der Prüfung durch den Gemeindewahlausschuss werden diese hinfällig und die Namen dürfen öffentlich gemacht werden.</p> <p>Laut Hornstein sei die Bewerbung von Ossola am 12. Juli – einen Tag nach Veröffentlichung der Stellenausschreibung im Staatsanzeiger – bei der Stadt eingegangen. Künz hat seine Bewerbung am 22. August handschriftlich eingereicht. Allerdings sei die Künz-Bewerbung laut Hornstein damals unvollständig gewesen. Die nötigen Unterstützerunterschriften – zehn an der Zahl – hätten gefehlt. Das hat sich inzwischen geändert: „Die Bewerbungen sind zulässig und mittlerweile vollständig“, so Hauptamtsleiter Rapp im Gemeindewahlausschuss.</p> <p>Laut dem Aacher Hauptamtsleiter hat Amtsinhaber Ossola keine Unterstützerunterschriften benötigt, da er bereits im Amt ist. Herausforderer Künz habe in seinen Unterlagen 14 Unterstützerunterschriften nachgereicht.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Der Amtsinhaber</span><span>Manfred Ossola wurde im September 2017 zum Bürgermeister von Aach gewählt und begann seine Amtszeit am 6. Dezember 2017. Er trat damit die Nachfolge von Severin Graf an, der nach seiner zweiten Amtszeit nicht mehr angetreten war. Zuvor leitete Ossola seit 1993 das Haupt-, Ordnungs- und Grundbuchamt der Stadt Aach. Seit 1982 war er dort schon Rechnungsamtsleiter. Ossola stammt aus Stockach, wo er nach wie vor wohnt. Er ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.</span></label></div> <h2>Wer ist Kurt Künz?</h2> <p>Von Kurt Künz ist bislang wenig bekannt. Laut Simone Hornstein sei der zweite Kandidat 61 Jahre alt und wohne aktuell im Hilzinger Teilort Duchtlingen. Laut eigenen Angaben ist Kurt Künz Frührentner.</p> <h2>Aach, Volkertshausen oder doch Steißlingen?</h2> <p>Dem SÜDKURIER liegen Informationen vor, dass sich Kurt Künz in mehreren Hegau-Gemeinden, die aktuell einen Bürgermeister suchen, beworben hat. In Steißlingen gebe es zum jetzigen Stand eine Bewerbung, teilt Hauptamtsleiter Roland Schmeh auf Nachfrage mit. Dabei handelt es sich um Amtsinhaber Benjamin Mors.<a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/steisslingen/macht-benjamin-mors-es-noch-einmal-ende-des-jahres-waehlt-steisslingen-einen-neuen-buergermeister;art372460,12295204" target="_blank" title="Macht Benjamin Mors es noch einmal? Ende des Jahres wählt Steißlingen einen neuen Bürgermeister"> Auch er hatte seine Bewerbung im Vorfeld im SÜDKURIER bekannt gegeben.</a></p> <p>Doppelt so viele Bewerbungen gibt es laut Julian Heizmann, stellvertretender Hauptamtsleiter, in Volkertshausen. „Wir haben zwei Bewerbungen“, sagt er. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/alt-buergermeister-alfred-mutter-will-in-volkertshausen-erneut-buergermeister-werden;art372463,12459150" target="_blank" title="Alt-Bürgermeister (72) will es nochmal wissen – und große Veränderungen für den Hegau anstoßen">Zum einen sei dies Alt-Bürgermeister Alfred Mutter, der aus dem Ruhestand zurück ins Rathaus will</a>, und zum anderen ein Bewerber, der anonym bleiben möchte. Genauere Angaben dürfe Heizmann nicht machen – auch er verweist auf den Datenschutz. Dabei könnte es sich aber offenbar um Künz handeln.</p> <h2>Kandidaten stellen sich vor – wenn sie wollen</h2> <p>Sollte der Gemeinderat der Empfehlung des Gemeindewahlausschusses folgen, wird es in Aach eine offizielle Kandidatenvorstellung geben. Laut Hauptamtsleiter Rapp sei diese für den Mittwoch, 17. September, um 19 Uhr in der Schulsporthalle geplant. Dabei sollen die Kandidaten die Möglichkeit haben, sich und ihre Ideen in 15 Minuten getrennt voneinander vorzustellen. Im Anschluss soll eine Bürgerfragerunde stattfinden, die 25 Minuten dauern soll.</p> <p>„Der Gemeindewahlausschuss muss nun über die Modalitäten des Vorstellungsablaufs beraten. Der Gemeinderat wird über diese Festlegung dann in der Sitzung am 15. September informiert werden und kann diese dann bestätigen“, so Simone Hornstein in der Sitzung.</p> <h2>SÜDKURIER bietet Wahlarena an</h2> <p>Neben der Kandidatenvorstellung der Gemeinde Aach plant der SÜDKURIER ein Podium im Vorfeld der Bürgermeisterwahl am Sonntag, 28. September. Dabei sollen beide Kandidaten, Manfred Ossola und Kurt Künz, eingeladen werden. Aktuell befindet sich die Lokalredaktion im Austausch mit der Stadtverwaltung über Datum und Ort der Wahlarena. Die Veranstaltung soll in der Woche vor dem Wahltag und voraussichtlich im Vereinszentrum stattfinden. Über den genauen Tag und die Uhrzeit wird noch informiert werden.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Ossola oder Künz? Einer von beiden wird nächster Bürgermeister in Aach]]></dc:rights>
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