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    <title>suedkurier.de - Allensbach</title>
    <link>https://www.suedkurier.de/</link>
    <language>de-DE</language>
    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 07:45:05 +0100</pubDate>
    <lastBuildDate>Wed, 05 Nov 2025 07:45:05 +0100</lastBuildDate>

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      <title>suedkurier.de</title>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 17:03:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Vorsicht, falsche Fuffziger! Männer aus der Schweiz landen wegen Geldfälschung vor Gericht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/vorsicht-falschgeld-maenner-aus-der-schweiz-landen-in-konstanz-vor-gericht;art372448,12511922 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die beiden besorgen sich im Internet unechte 50-Euro-Scheine und geben sich in einem Konstanzer Club dem Rausch des Geldes hin. Doch die Feierwütigen, die mit den Blüten bezahlen, fliegen auf.  ]]></description>
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          Die beiden besorgen sich im Internet unechte 50-Euro-Scheine und geben sich in einem Konstanzer Club dem Rausch des Geldes hin. Doch die Feierwütigen, die mit den Blüten bezahlen, fliegen auf.<br>
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        Die beiden besorgen sich im Internet unechte 50-Euro-Scheine und geben sich in einem Konstanzer Club dem Rausch des Geldes hin. Doch die Feierwütigen, die mit den Blüten bezahlen, fliegen auf.



        <p>Das Schöffengericht Konstanz hat zwei Männer aus der Schweiz wegen Geldfälschung und Betrug verurteilt. Im Vordergrund der Verhandlung Anfang November stand vor allem die Schwere der Tat – und die war den beiden Angeklagten offensichtlich nicht bewusst gewesen.</p> <p>Den zwei Männern – ein Schweizer und ein Ivorer, der in der Schweiz lebt – wurde vorgeworfen, im Februar 2024 in der Konstanzer Disco „Grey“ mit Falschgeld bezahlt zu haben. Dafür sollen sie bewusst im Internet gefälschte 50-Euro-Scheine erworben haben. Dem Club entstand ein Schaden von über 800 Euro. Vor Gericht räumten die Männer im Alter von 20 und 23 Jahren die Tat ein – und versuchen, den Sachverhalt zu erklären.</p> <h2>Mit Blüten und Damenbegleitung nach Konstanz</h2> <p>Demnach hätten die Freunde die Idee gemeinsam gehabt. Für circa 800 Franken hätten sie das Falschgeld online erworben – und mit Bitcoin dafür bezahlt. Weil nur gefälschte Euro-Scheine erhältlich waren, seien sie damit dann über die Grenze nach Konstanz gefahren. Zwei Frauen begleiteten die beiden. Wer die beiden waren, bleibt allerdings im Dunkeln. Das Gericht ging davon aus, dass die Frauen von dem Betrug wussten, ihre Identität konnte jedoch nicht geklärt werden.</p> <p>Im „Grey“-Club bestellte die Gruppe abwechselnd Shots und bezahlte sie immer mit großen Scheinen. „Es ging nicht darum, Party zu machen, sondern darum, echtes Rückgeld zu erhalten“, stellte Oberstaatsanwalt Robert Aichele in der Verhandlung fest. Der Betrug flog auf, als eine Mitarbeiterin schließlich misstrauisch wurde.</p> <h2>Männer bestellten täuschend echtes Falschgeld</h2> <p>Gegenüber Amtsrichter Franz Klaiber gaben beide Angeklagte zu, Schulden zu haben. Dass Geldfälschung in Deutschland eine schwere Straftat ist, sei ihnen jedoch nicht klar gewesen. Bei den Blüten handelte es sich um täuschend echtes Falschgeld, wie der zuständige Kriminalhauptkommissar im Zeugenstand bestätigte.</p> <p>Man habe in Konstanz selten Fälle mit so guter Qualität, dass die Fälschung nicht direkt erkennbar sei. Dieser Umstand wurde den Angeklagten negativ ausgelegt. Richter Klaiber nannte die Tat ein „dreistes Unterfangen“, das „mangelnden Respekt vor dem deutschen Staat“ zeige. Positiv angerechnet wurde den Männern aber ihr Geständnis und dass sie bislang nicht vorbestraft sind.</p> <h2>Beide Männer erhalten Bewährungsstrafen</h2> <p>Vor der Urteilsverkündung entschuldigten sich die Angeklagten für ihr Handeln und sagten, es werde nicht wieder vorkommen. Richter Klaiber verurteilte beide Männer schließlich zu einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung und folgte damit der Forderung der Staatsanwaltschaft.</p> <p>Der 20-Jährige wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt, da er strafrechtlich noch als Heranwachsender gilt. Zudem erlegte Klaiber ihnen eine Geldstrafe von 2500 und 3000 Euro auf, die sie an einen festgelegten guten Zweck spenden müssen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Vorsicht, falsche Fuffziger! Männer aus der Schweiz landen wegen Geldfälschung vor Gericht]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 17:03:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Vorsicht, falsche Fuffziger! Männer aus der Schweiz landen wegen Geldfälschung vor Gericht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/vorsicht-falschgeld-maenner-aus-der-schweiz-landen-in-konstanz-vor-gericht;art372448,12511922 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die beiden besorgen sich im Internet unechte 50-Euro-Scheine und geben sich in einem Konstanzer Club dem Rausch des Geldes hin. Doch die Feierwütigen, die mit den Blüten bezahlen, fliegen auf.  ]]></description>
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          Die beiden besorgen sich im Internet unechte 50-Euro-Scheine und geben sich in einem Konstanzer Club dem Rausch des Geldes hin. Doch die Feierwütigen, die mit den Blüten bezahlen, fliegen auf.<br>
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        Die beiden besorgen sich im Internet unechte 50-Euro-Scheine und geben sich in einem Konstanzer Club dem Rausch des Geldes hin. Doch die Feierwütigen, die mit den Blüten bezahlen, fliegen auf.



        <p>Das Schöffengericht Konstanz hat zwei Männer aus der Schweiz wegen Geldfälschung und Betrug verurteilt. Im Vordergrund der Verhandlung Anfang November stand vor allem die Schwere der Tat – und die war den beiden Angeklagten offensichtlich nicht bewusst gewesen.</p> <p>Den zwei Männern – ein Schweizer und ein Ivorer, der in der Schweiz lebt – wurde vorgeworfen, im Februar 2024 in der Konstanzer Disco „Grey“ mit Falschgeld bezahlt zu haben. Dafür sollen sie bewusst im Internet gefälschte 50-Euro-Scheine erworben haben. Dem Club entstand ein Schaden von über 800 Euro. Vor Gericht räumten die Männer im Alter von 20 und 23 Jahren die Tat ein – und versuchen, den Sachverhalt zu erklären.</p> <h2>Mit Blüten und Damenbegleitung nach Konstanz</h2> <p>Demnach hätten die Freunde die Idee gemeinsam gehabt. Für circa 800 Franken hätten sie das Falschgeld online erworben – und mit Bitcoin dafür bezahlt. Weil nur gefälschte Euro-Scheine erhältlich waren, seien sie damit dann über die Grenze nach Konstanz gefahren. Zwei Frauen begleiteten die beiden. Wer die beiden waren, bleibt allerdings im Dunkeln. Das Gericht ging davon aus, dass die Frauen von dem Betrug wussten, ihre Identität konnte jedoch nicht geklärt werden.</p> <p>Im „Grey“-Club bestellte die Gruppe abwechselnd Shots und bezahlte sie immer mit großen Scheinen. „Es ging nicht darum, Party zu machen, sondern darum, echtes Rückgeld zu erhalten“, stellte Oberstaatsanwalt Robert Aichele in der Verhandlung fest. Der Betrug flog auf, als eine Mitarbeiterin schließlich misstrauisch wurde.</p> <h2>Männer bestellten täuschend echtes Falschgeld</h2> <p>Gegenüber Amtsrichter Franz Klaiber gaben beide Angeklagte zu, Schulden zu haben. Dass Geldfälschung in Deutschland eine schwere Straftat ist, sei ihnen jedoch nicht klar gewesen. Bei den Blüten handelte es sich um täuschend echtes Falschgeld, wie der zuständige Kriminalhauptkommissar im Zeugenstand bestätigte.</p> <p>Man habe in Konstanz selten Fälle mit so guter Qualität, dass die Fälschung nicht direkt erkennbar sei. Dieser Umstand wurde den Angeklagten negativ ausgelegt. Richter Klaiber nannte die Tat ein „dreistes Unterfangen“, das „mangelnden Respekt vor dem deutschen Staat“ zeige. Positiv angerechnet wurde den Männern aber ihr Geständnis und dass sie bislang nicht vorbestraft sind.</p> <h2>Beide Männer erhalten Bewährungsstrafen</h2> <p>Vor der Urteilsverkündung entschuldigten sich die Angeklagten für ihr Handeln und sagten, es werde nicht wieder vorkommen. Richter Klaiber verurteilte beide Männer schließlich zu einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung und folgte damit der Forderung der Staatsanwaltschaft.</p> <p>Der 20-Jährige wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt, da er strafrechtlich noch als Heranwachsender gilt. Zudem erlegte Klaiber ihnen eine Geldstrafe von 2500 und 3000 Euro auf, die sie an einen festgelegten guten Zweck spenden müssen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 13:50:42 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zum Tod von Herbert Koch aus Reichenau: Das Grundele-Lied machte ihn unsterblich  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/reichenau/zum-tod-von-herbert-koch-aus-reichenau-das-grundele-lied-machte-ihn-unsterblich;art372456,12511800 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Urgestein der Insel prägte die Fasnacht und war Gründer und Dirigent des Reichenauer Unterhaltungsorchesters. Beruflich kümmerte er sich um die Fischerei am Untersee.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Das Urgestein der Insel prägte die Fasnacht und war Gründer und Dirigent des Reichenauer Unterhaltungsorchesters. Beruflich kümmerte er sich um die Fischerei am Untersee.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Das Urgestein der Insel prägte die Fasnacht und war Gründer und Dirigent des Reichenauer Unterhaltungsorchesters. Beruflich kümmerte er sich um die Fischerei am Untersee.



        <p>Herbert Koch war ein Reichenauer Urgestein, das in verschiedenen Bereichen das Leben auf der Insel jahrzehntelang maßgeblich mitprägte – mit großem Engagement, vielen Talenten und Ideen und stets auch als Förderer des Nachwuchses.</p> <p>Beruflich kümmerte er sich als staatlicher Fischereiaufseher um die Entwicklung der Fischerei am Untersee, privat und ehrenamtlich widmete er sich mit Können und viel Humor der Fasnacht und der Musik.</p> <p>Nun ist Herbert Koch im Alter von 93 Jahren gestorben. Doch er wird vielen Reichenauern unvergessen bleiben. Allein schon wegen des <a href="http://www.grundele.de/gr-lied.htm" target="_blank" title="" rel="noopener">Grundele-Lieds</a>, das er 1960 schrieb und komponierte (in ein paar Stunden, wie es selbst einmal sagte) und das bis heute das Reichenauer Fasnachtslied schlechthin ist.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Herbert Kochs Auszeichnungen</span><span>Ehrungen hat Herbert Koch zu Lebzeiten viele bekommen. Die höchste war im Jahr 2000 die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes für sein großes berufliches Engagement sowie seine Verdienste um die Reichenauer Fasnacht und das musikalische Leben. Im Jahr 2001 ernannte ihn die Narrenvereinigung Hegau-Bodensee zum Narrenobristen für seine Fasnachts-Verdienste. Und 2016 erhielt er den Bürgerpreis der Gemeinde für sein beeindruckendes Lebenswerk. Bürgermeister Wolfgang Zoll sagte bei der Verleihung, Herbert Koch zeichne nicht nur großes Talent und der Wunsch nach Harmonie aus, sondern auch große Bescheidenheit. Und sein prägender Satz sei: „Damit nicht alles verloren geht, was die Gemeinschaft ausmacht.“ (toz)</span></label></div> <p>„Das Grundele-Lied macht ihn unsterblich“, meint der Fasnachtsbetriebsleiter Ralf Blum. „Das ist schon was Großes für die Ewigkeit. Jedes Kind im Kindergarten kann es trällern. Das wird man noch in 100 Jahren singen“, ist er überzeugt.</p> <p>Dabei ist das Grundele-Lied nur einer von vielen Reichenauer Fasnachtsschlagern, die Herbert Koch komponierte. Und seine Verdienste um die Reichenauer Fasnacht sind noch weitaus größer, wissen Ralf Blum und dessen Vorgänger als Fasnachtsbetriebsleiter, Karl Wehrle.</p> <h2>Fasnacht wieder in Gang gebracht</h2> <p>Denn Herbert Koch war maßgeblich daran beteiligt, dass nach dem Zweiten Weltkrieg in den frühen 1950er-Jahren die Inselfasnacht wieder in Gang kam: als Komponist, Texter, Ideengeber und Organisator. 1956 kam er in den Elferrat des Narrenvereins Grundel, 1960 führte er selbst das Amt des Fasnachtsbetriebsleiters ein, das er dann bis 1990 ausübte.</p> <p>Koch habe die Reichenauer Fasnacht damals zu dem gemacht, was sie bis heute sei, so Karl Wehrle, der das Amt 1990 übernahm. „Er hat die Straßenfasnacht, besonders die Fasnachtsspiele auf der Ergat, in dieser Form, wie wir sie heute noch pflegen, ins Leben gerufen und über viele Jahre geprägt.“ Auch die heute noch übliche Fasnachtslitanei zum Abschluss habe er eingeführt.</p> <p>Auch bei der Bühnenfasnacht war Herbert Koch jahrzehntelang als Ansager, Akteur, Nummernschreiber und Organisator maßgeblich beteiligt. „Er war ein Allround-Talent.“ Herbert Koch habe ihm „sehr große Schuhe“ hinterlassen, als er 1990 das Amt übernahm, so Wehrle. Doch er habe ihm als Förderer und Unterstützer zugleich die Übernahme des Amtes erleichtert.</p> <p>Auch der heutige Betriebsleiter Ralf Blum bezeichnet Herbert Koch als seinen größten Unterstützer und Förderer. Er habe ihn als damaligen Fanfarenzug-Chef in den Elferrat gebracht. Und sich bis zum Schluss immer noch eingebracht mit Verbesserungsvorschlägen, so Blum schmunzelnd. „Der Herbert kam immer nach der Fasnacht und sagte: Es war wunderbar. Aber dann kam: Das und das könnte man anders machen.“ Doch das sei immer gut gemeint gewesen.</p> <h2>Ab 1940 im Münsterorchester</h2> <p>Die Musik war nicht nur an der Fasnacht zentral im Leben von Herbert Koch. Bereits mit acht Jahren kam er 1940 als Geiger ins Münsterorchester – viele erwachsene Geiger waren im Kriegseinsatz. Das Instrument habe er vom Großvater und Vater übernommen, berichtete Herbert Koch einmal.</p> <p>Er wollte lieber Akkordeon spielen, was er sich später selbst beibrachte. Geige sei damals unter jungen Reichenauern verpönt gewesen, in der Schule hätten ihn andere als Giege-Felix verspottet. Doch Herbert Koch blieb auch der Geige treu.</p> <p>Seine Musiklehrerin in Konstanz, die in den kargen Nachkriegsjahren mit Gemüse im Geigenkasten bezahlt wurde, habe einmal gesagt: „Du bist der talentierteste Schüler, aber auch der faulste.“ Er spielte im Münsterorchester besonders gern Messen von Mozart und Händel – und wurde dort im Jahr 2015 für 75 Jahre aktive Mitgliedschaft als Rekordgeiger geehrt.</p> <p>Doch Herbert Koch liebte auch die leichte Muse, machte in den 1950ern Tanzmusik – und kümmerte sich dann tatkräftig um den Geiger-Nachwuchs auf der Insel. Viele junge Reichenauer konnte er überreden und begeistern für das Saiteninstrument.</p> <p>1961 gründete er dafür das Jugendorchester Häberle-Musik, das er 1966/67 zum Unterhaltungsorchester (UHO) erweiterte. Wobei er nicht nur Gründer des bis heute beliebten Ensembles war, sondern auch 30 Jahre lang als Dirigent dessen Musik und mit viel Humor bei den Ansagen die Auftritte maßgeblich prägte.</p> <h2>„Der Spaß war für ihn sehr wichtig“</h2> <p>1996 übernahm Hartmut Spitzhüttl für viele Jahre das Dirigat, Herbert Koch spielte weiter mit beim UHO. „Der Name passte super zu Herbert, wie er war“, so Spitzhüttl. „Er war ein Unterhalter. Der Spaß war für ihn sehr wichtig.“</p> <p>Herbert Koch habe dabei das UHO zu einem vielseitigen Klangkörper geformt, aber auch immer gern Ideen von anderen aufgegriffen. Und er habe das noch heute angewandte Konzept der Winterkonzerte, das gut ankomme, eingeführt: leichte Klassik wie etwa Operette im ersten Teil, danach Unterhaltung mit Schlager, Volksmusik und auch schon Rock und Pop mit viel Gesang in den folgenden beiden Teilen.</p> <p>Bei allen ehrenamtlichen Verdiensten war Herbert Koch als gelernter Fischermeister auch beruflich als staatlicher Fischereiaufseher von 1958 bis 1997 sehr engagiert. „Er war ein großer Förderer der Fischerei am Untersee“, so <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/fischer-auf-dem-bodensee-wie-lange-gibt-es-den-beruf-noch;art417930,12174407" target="_blank" title="Er ist einer der jüngsten Fischer auf dem Bodensee: Wie lange gibt es seinen Beruf noch?">Stefan Riebel, der Vorsitzende des Fischereivereins Untersee und Rhein</a>. Und dies sowohl der Berufsfischer als auch der Sportfischer.</p> <p>Koch selbst sagte einmal, es sei für ihn in den 1960ern eine der größten Herausforderungen gewesen, die Streitereien zwischen den Interessengruppen zu schlichten. Doch Herbert Koch kümmerte sich als Fischereiaufseher nicht nur um die Überwachung der Schonzeiten und Netzgrößen sowie Anträge und Gesuche. Er focht auch manchen Disput mit dem Naturschutz aus. So war er laut Riebel maßgeblich beteiligt an der damaligen Neufassung der Unterseefischereiordnung.</p> <h2>Auch als Fischer ein Ideengeber</h2> <p>In den 1960ern half er tatkräftig mit beim Umbau und der Erweiterung der Fischbrutanstalt. In den 1970ern hatte er die Idee für eine Weißfischverwertungsanlage, damit die Fischer auch für weniger beliebte Fische auskömmliche Preise bekommen sollten. Im Verein war er zudem nicht nur ein Förderer, sondern von 1980 bis 2009 auch Schriftführer.</p> <p>Herbert Koch, der selbst unvergessen bleiben wird, widmete sich überdies der Heimatgeschichte, damit manches nicht in Vergessenheit gerät. So sammelte er ab 2009 zusammen mit anderen alten Reichenauern rund 2000 Begriffe und Redensarten des Inseldialekts, was finanziert vom Museumsverein nun auf CDs im Gemeindearchiv verwahrt wird.</p> <p>In den Jahren 2017/18 produzierte er – mit Unterstützung von Wilfried Deggelmann – einen Film über die „goldenen Zeiten“ der Fischerei in den 1960ern/70ern und schrieb <a href="https://www.bodensee-ufer.de/old/ThdM-Koch-Sept08.pdf" target="_blank" title="" rel="noopener">ein Buch über 150 Jahre Fischereigeschichte am Untersee</a>.</p> <p><em><em>Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 5. November, um 14 Uhr im Münster auf der Reichenau statt.</em></em></p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Allensbach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Zum Tod von Herbert Koch aus Reichenau: Das Grundele-Lied machte ihn unsterblich]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 11:51:51 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist“, sagt eine neue Staatsbürgerin über Deutschland  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/neue-staatsbuergerin-ueber-deutschland-heimat-ist-nicht-nur-wo-du-geboren-bist;art372432,12511740 ]]></link>      <description><![CDATA[  Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?  ]]></description>
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          Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?



        <p>Wenn Adriana Hodaj über ihr Leben in Deutschland spricht, gerät sie ins Schwärmen. Sicher fühle sie sich hier, sagt sie, mit jedem Atemzug. Ihre Einbürgerung ist für sie eine Anerkennung für das, was sie dem Land zurückgibt.</p> <p>Vor fast acht Jahren kam die gebürtige Albanerin nach Deutschland, um als Krankenschwester zu arbeiten. Im Klinikum Konstanz ist sie mittlerweile voll angekommen. Am 21. Oktober erhielt die 52-Jährige <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mit-eid-urkunde-und-nationalhymne-so-feiern-eingebuergerte-ihre-deutsche-staatsbuergerschaft;art372432,12504283" title="Mit Eid, Urkunde und Nationalhymne: So feiern Eingebürgerte ihre deutsche Staatsbürgerschaft">offiziell die deutsche Staatsbürgerschaft.</a></p> <h2>„Wir dachten uns, warum nicht?“</h2> <p>Den medizinischen Bereich wählte Adriana Hodaj schon früh. In Albanien begann sie mit 14 Jahren eine Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme. Nach mehreren Jahren in Griechenland kehrte sie für ein Pharmazie-Studium noch einmal zurück in ihr Geburtsland. Dann aber entstand der Wunsch nach einem besseren und sichereren Leben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Krankenschwester, Hebamme, Apothekerin</span><span>Adriana Hodaj wurde 1973 in Fier in Albanien geboren. Mit 14 Jahren begann sie eine vierjährige Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme, damals ein Doppel-Diplom in ihrem Geburtsland. Fünf Jahre arbeitete sie in einer Frauenklinik, bevor sie mit ihrem Mann und ihrer einjährigen Tochter nach Athen zog. Nach zwölf Jahren in Griechenland ging die Familie wieder zurück nach Albanien, wo Adriana noch einmal fünf Jahre Pharmazie studierte.<br /> 2016 beschließen sie und ihr Mann nach Deutschland auszuwandern. Im Januar 2018 kommt Adriana zunächst allein nach Konstanz. Mittlerweile lebt sie hier seit fast acht Jahren und arbeitet als Krankenschwester auf der Station Gyn Ebenalp (Gynäkologie und Innere Medizin) im Klinikum Konstanz. Deutsch ist nach Albanisch, Griechisch und Englisch ihre vierte Sprache. Ihr Mann ist Busfahrer bei den Stadtwerken. Auch er hat vor, sich einbürgern zu lassen.</span></label></div> <p>Albanien, das als letztes Land in Europa den Kommunismus abschaffte, ist auch heute noch geprägt von politischer Instabilität. Als Adriana hörte, dass in Deutschland Fachkräftemangel herrscht, zögerten sie und ihr Mann nicht lange. „Wir dachten uns, warum nicht? Wir haben zwei gute Berufe, mit viel Erfahrung“, erzählt sie. 2018 kommt sie schließlich nach Konstanz.</p> <h2>Dem Gesundheitssystem viel zu verdanken</h2> <p>An Deutschland schätzt Adriana Hodaj die Sicherheit und Freiheit. Auch das viel kritisierte Gesundheitssystem funktioniere für sie gut. „Wenn du Fortschritte machen möchtest, hast du Unterstützung. Ich habe die Möglichkeit, Weiterbildungen zu machen.“</p> <p>Für die Unterstützung ihrer Kolleginnen und Kollegen im Klinikum, von denen viele aus anderen Kulturen kommen, ist sie besonders dankbar. „Die Beziehungen sind so herzlich. Ich lerne viel und gehe gerne zur Arbeit.“ Bis zur Rente möchte die 52-Jährige weiter auf ihrer Station arbeiten.</p> <h2>In zwei Ländern daheim – auch auf dem Papier</h2> <p>Die Verbindung zu Albanien bleibt aber. Mehrmals im Jahr besucht sie dort ihre Eltern. „Ich bin stolz auf meine Wurzeln“, sagt Adriana. Auch ihre albanische Staatsbürgerschaft hat sie behalten.</p> <p>Wenn sie sagt „Mein Leben ist zwischen zwei Ländern“, meint sie es im positiven Sinne. Zugehörigkeitskonflikte kennt sie nicht. „Wir haben eine Redewendung in Albanien, Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist, sondern wie du fühlst. Ich bestätige das.“</p> <p>In Konstanz fühlt sie sich wegen des Bodensees doppelt zu Hause. Das Binnengewässer erinnere sie an frühere Heimatorte, die alle am Meer lagen, erzählt Adriana. „Dieses Gefühl, nahe am Wasser zu sein, das gibt mir viel. Viele Emotionen“.</p> <h2>Wer eingebürgert werden will, braucht Geduld</h2> <p>Einbürgern lassen wollte sich die 52-Jährige, weil sie sich seit Jahren mit Deutschland verbunden fühlte. Jetzt offiziell Deutsche zu sein, ist für sie ein neuer Lebensabschnitt. „Ich bin jetzt ein Teil der Gesellschaft, zu 100 Prozent und mit allen Rechten. Das macht mich dankbar und stolz.“</p> <p>Über den Einbürgerungsprozess kann sie fast ausschließlich Positives berichten. „Ich wusste, ich muss warten“, sagt sie und lacht. Geduld brauche man auf jeden Fall. Knapp eineinhalb Jahre hat es bei ihr gedauert.</p> <p>Das Landratsamt habe ihr bei Fragen aber immer schnell geholfen, sagt Adriana Hodaj. Nur bei der Sprache hätte sie sich, außerhalb der Arbeit, mehr Unterstützung gewünscht. Kurse ließen sich kaum mit Schichtdiensten vereinen und Deutsch sei eben sehr schwer. Dialekt sowieso.</p> <h2>„Man muss auch etwas zurückgeben“</h2> <p>Trotzdem beweise die Einbürgerung ihre gute Integration, findet Adriana. Den deutschen Pass zu erhalten, sei gar nicht so leicht. „Wir arbeiten hier täglich und geben viel für diese Gesellschaft. Man muss auch was zurückgeben. Und man muss es wollen.“<br /> <br /> Rückblickend ist sie deshalb froh über die Entscheidung, nach Deutschland zu kommen. „Es war mutig von meinem Mann und mir. Wir haben Ängste überwunden, im Alter vor allem. Jetzt fühlen wir uns beide jung.“</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[„Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist“, sagt eine neue Staatsbürgerin über Deutschland]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 11:51:54 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist“, sagt eine neue Staatsbürgerin über Deutschland  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/neue-staatsbuergerin-ueber-deutschland-heimat-ist-nicht-nur-wo-du-geboren-bist;art372432,12511740 ]]></link>      <description><![CDATA[  Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?  ]]></description>
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          Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/neue-staatsbuergerin-ueber-deutschland-heimat-ist-nicht-nur-wo-du-geboren-bist;art372432,12511740]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?



        <p>Wenn Adriana Hodaj über ihr Leben in Deutschland spricht, gerät sie ins Schwärmen. Sicher fühle sie sich hier, sagt sie, mit jedem Atemzug. Ihre Einbürgerung ist für sie eine Anerkennung für das, was sie dem Land zurückgibt.</p> <p>Vor fast acht Jahren kam die gebürtige Albanerin nach Deutschland, um als Krankenschwester zu arbeiten. Im Klinikum Konstanz ist sie mittlerweile voll angekommen. Am 21. Oktober erhielt die 52-Jährige <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mit-eid-urkunde-und-nationalhymne-so-feiern-eingebuergerte-ihre-deutsche-staatsbuergerschaft;art372432,12504283" title="Mit Eid, Urkunde und Nationalhymne: So feiern Eingebürgerte ihre deutsche Staatsbürgerschaft">offiziell die deutsche Staatsbürgerschaft.</a></p> <h2>„Wir dachten uns, warum nicht?“</h2> <p>Den medizinischen Bereich wählte Adriana Hodaj schon früh. In Albanien begann sie mit 14 Jahren eine Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme. Nach mehreren Jahren in Griechenland kehrte sie für ein Pharmazie-Studium noch einmal zurück in ihr Geburtsland. Dann aber entstand der Wunsch nach einem besseren und sichereren Leben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Krankenschwester, Hebamme, Apothekerin</span><span>Adriana Hodaj wurde 1973 in Fier in Albanien geboren. Mit 14 Jahren begann sie eine vierjährige Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme, damals ein Doppel-Diplom in ihrem Geburtsland. Fünf Jahre arbeitete sie in einer Frauenklinik, bevor sie mit ihrem Mann und ihrer einjährigen Tochter nach Athen zog. Nach zwölf Jahren in Griechenland ging die Familie wieder zurück nach Albanien, wo Adriana noch einmal fünf Jahre Pharmazie studierte.<br /> 2016 beschließen sie und ihr Mann nach Deutschland auszuwandern. Im Januar 2018 kommt Adriana zunächst allein nach Konstanz. Mittlerweile lebt sie hier seit fast acht Jahren und arbeitet als Krankenschwester auf der Station Gyn Ebenalp (Gynäkologie und Innere Medizin) im Klinikum Konstanz. Deutsch ist nach Albanisch, Griechisch und Englisch ihre vierte Sprache. Ihr Mann ist Busfahrer bei den Stadtwerken. Auch er hat vor, sich einbürgern zu lassen.</span></label></div> <p>Albanien, das als letztes Land in Europa den Kommunismus abschaffte, ist auch heute noch geprägt von politischer Instabilität. Als Adriana hörte, dass in Deutschland Fachkräftemangel herrscht, zögerten sie und ihr Mann nicht lange. „Wir dachten uns, warum nicht? Wir haben zwei gute Berufe, mit viel Erfahrung“, erzählt sie. 2018 kommt sie schließlich nach Konstanz.</p> <h2>Dem Gesundheitssystem viel zu verdanken</h2> <p>An Deutschland schätzt Adriana Hodaj die Sicherheit und Freiheit. Auch das viel kritisierte Gesundheitssystem funktioniere für sie gut. „Wenn du Fortschritte machen möchtest, hast du Unterstützung. Ich habe die Möglichkeit, Weiterbildungen zu machen.“</p> <p>Für die Unterstützung ihrer Kolleginnen und Kollegen im Klinikum, von denen viele aus anderen Kulturen kommen, ist sie besonders dankbar. „Die Beziehungen sind so herzlich. Ich lerne viel und gehe gerne zur Arbeit.“ Bis zur Rente möchte die 52-Jährige weiter auf ihrer Station arbeiten.</p> <h2>In zwei Ländern daheim – auch auf dem Papier</h2> <p>Die Verbindung zu Albanien bleibt aber. Mehrmals im Jahr besucht sie dort ihre Eltern. „Ich bin stolz auf meine Wurzeln“, sagt Adriana. Auch ihre albanische Staatsbürgerschaft hat sie behalten.</p> <p>Wenn sie sagt „Mein Leben ist zwischen zwei Ländern“, meint sie es im positiven Sinne. Zugehörigkeitskonflikte kennt sie nicht. „Wir haben eine Redewendung in Albanien, Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist, sondern wie du fühlst. Ich bestätige das.“</p> <p>In Konstanz fühlt sie sich wegen des Bodensees doppelt zu Hause. Das Binnengewässer erinnere sie an frühere Heimatorte, die alle am Meer lagen, erzählt Adriana. „Dieses Gefühl, nahe am Wasser zu sein, das gibt mir viel. Viele Emotionen“.</p> <h2>Wer eingebürgert werden will, braucht Geduld</h2> <p>Einbürgern lassen wollte sich die 52-Jährige, weil sie sich seit Jahren mit Deutschland verbunden fühlte. Jetzt offiziell Deutsche zu sein, ist für sie ein neuer Lebensabschnitt. „Ich bin jetzt ein Teil der Gesellschaft, zu 100 Prozent und mit allen Rechten. Das macht mich dankbar und stolz.“</p> <p>Über den Einbürgerungsprozess kann sie fast ausschließlich Positives berichten. „Ich wusste, ich muss warten“, sagt sie und lacht. Geduld brauche man auf jeden Fall. Knapp eineinhalb Jahre hat es bei ihr gedauert.</p> <p>Das Landratsamt habe ihr bei Fragen aber immer schnell geholfen, sagt Adriana Hodaj. Nur bei der Sprache hätte sie sich, außerhalb der Arbeit, mehr Unterstützung gewünscht. Kurse ließen sich kaum mit Schichtdiensten vereinen und Deutsch sei eben sehr schwer. Dialekt sowieso.</p> <h2>„Man muss auch etwas zurückgeben“</h2> <p>Trotzdem beweise die Einbürgerung ihre gute Integration, findet Adriana. Den deutschen Pass zu erhalten, sei gar nicht so leicht. „Wir arbeiten hier täglich und geben viel für diese Gesellschaft. Man muss auch was zurückgeben. Und man muss es wollen.“<br /> <br /> Rückblickend ist sie deshalb froh über die Entscheidung, nach Deutschland zu kommen. „Es war mutig von meinem Mann und mir. Wir haben Ängste überwunden, im Alter vor allem. Jetzt fühlen wir uns beide jung.“</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Allensbach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[„Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist“, sagt eine neue Staatsbürgerin über Deutschland]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 18:02:50 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Leben statt liken! So entstehen in Konstanz neue Freundschaften und Verbindungen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/leben-statt-liken-so-entstehen-in-konstanz-neue-freundschaften-und-verbindungen;art372448,12511429 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein Konstanzer und ein Stuttgarter haben die App „cvybe“ entwickelt, mit der Menschen sich spontan vernetzen können. Sie ist eine, aber nicht die einzige Möglichkeit, in Konstanz neue Kontakte zu knüpfen. Ein Überblick.  ]]></description>
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          Ein Konstanzer und ein Stuttgarter haben die App „cvybe“ entwickelt, mit der Menschen sich spontan vernetzen können. Sie ist eine, aber nicht die einzige Möglichkeit, in Konstanz neue Kontakte zu knüpfen. Ein Überblick.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Ein Konstanzer und ein Stuttgarter haben die App „cvybe“ entwickelt, mit der Menschen sich spontan vernetzen können. Sie ist eine, aber nicht die einzige Möglichkeit, in Konstanz neue Kontakte zu knüpfen. Ein Überblick.



        <p>In den dunklen Monaten weniger Veranstaltungen, dadurch weniger soziale Kontakte oder neu in der Stadt und keine Ahnung von aktuellen Veranstaltungen – wer Anschluss sucht, benötigt oft konkrete Möglichkeiten. In Konstanz gibt es davon einige, die neueste ist die App „cvybe“. Die Idee dahinter: Weniger scrollen, mehr echtes Leben.</p> <h2>Eine App, die Events in der Nähe anzeigt</h2> <p>Entwickelt wurde „cvybe“ von Burim Hyseni aus Konstanz. Die Idee kam ihm und Mitgründer Patrick Nemeth vor zwei Jahren auf einer Fahrt quer durch Deutschland. „Wir haben uns gefragt, warum gibt es keine App, die Events um uns herum anzeigt?“, erzählt Hyseni im Gespräch mit SÜDKURIER.</p> <p>Der ausgefallene Name „cvybe“ stehe für „City-Vibes“. App-Nutzer sehen auf einer interaktiven Karte Events in ihrer Nähe, die von Veranstaltern in Echtzeit sichtbar gemacht werden können. Aber auch eigene Aktivitäten kann man posten.</p> <h2>Wie Apps beim Kontakteknüpfen helfen</h2> <p>Wer beispielsweise mittwochs um 18 Uhr Basketball spielen will und noch Mitspieler sucht, kann nach solchen über die App suchen. Geht ein Nutzer auf ein Event, kann er dort über die App außerdem andere Nutzer sehen und ihnen zum Beispiel virtuelle Getränke senden. Dadurch soll der persönliche Kontakt erleichtert werden.</p> <p><a href="https://www.cvybe.io/" target="_blank" title="" rel="noopener">Bisher ist „cvybe“ auf Konstanz und Stuttgart begrenzt</a> und hat bislang 200 Nutzer (Stand: Ende Oktober 2025). Verfügbar ist die App für iOS im Apple-Store und für Android-Smartphones im Play-Store. „Wir sind natürlich ein kleines Start-up mit beschränkten Mitteln“, sagt Hyseni. „Aber wir sind dabei, mehr Veranstalter ins Boot zu holen und die App bekannter zu machen.“</p> <p>Dabei ist das Prinzip von „cvybe“ nicht neu. Auch andere Apps wie BuddyMe zielen darauf ab, dass sich Nutzer online für Aktivitäten verabreden und dadurch Bekanntschaften schließen können. Speziell für Konstanz gibt es die App „FunFix“, die Nutzern täglich Events vorschlägt. „cvybe“ unterscheidet sich jedoch durch die interaktive Karte, ähnlich wie Google Maps.</p> <h2>Tausende vernetzen sich über Facebook</h2> <p>Eine andere Möglichkeit, in Konstanz Kontakte zu knüpfen, ist Facebook. Die öffentliche Gruppe „Was geht ab in Konstanz?“ hat beispielsweise fast 10.000 Mitglieder, die Veranstaltungen in und um Konstanz teilen. Andere Mitglieder können daran ihr Interesse bekunden und sich in den Kommentaren verabreden.</p> <p>Die Privatgruppe „<a href="https://www.facebook.com/groups/konstanz/" target="_blank" title="" rel="noopener">Neu in Konstanz</a>“ trifft sich regelmäßig zu einem Stammtisch, jede zweite Woche um 19 Uhr in Kneipen oder Restaurants, die vorab bekannt gegeben werden. Die Gruppe hat derzeit rund 6400 Mitglieder. Insbesondere Menschen, die neu in Konstanz sind, können sich dadurch schnell vernetzen. Für Frauen gibt es zusätzlich die „<a href="https://www.facebook.com/groups/1808414819478461/" target="_blank" title="" rel="noopener">Neu in Konstanz – Mädelsgruppe</a>“. Dort können sich Frauen verabreden, wenn sie spontan Lust haben, etwas zu unternehmen.</p> <h2>Auch auf Instagram gibt es Angebote</h2> <p>Ein ganz eigenes Konzept verfolgen seit Februar 2024 die „Fangirls Konstanz“, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/freundschaft-und-frauenpower-bei-den-fangirls-sind-alle-frauen-willkommen;art372448,12077107" target="_blank" title="Freundschaft und Frauenpower! Bei den Fangirls sind alle Frauen willkommen">die von Saskia Reichle und Rebecca Müller aus Konstanz ins Leben gerufen wurden.</a> Die Idee dahinter: Spaziergänge für Frauen, sogenannte „Walk &amp; Talks“.</p> <p><a href="https://www.instagram.com/fangirls_konstanz/" target="_blank" title="" rel="noopener">Die Gruppe ist auf Instagram aktiv</a> und postet dort geplante Routen. Wer Interesse hat, kann spontan teilnehmen und sich ungezwungen mit anderen Konstanzerinnen austauschen. Mit Beginn der Winterzeit veranstaltet die Gruppe neuerdings auch Buchclubs – sogenannte „Read &amp; Talks“ – wie Instagram zu entnehmen ist.</p> <p>Und beim kostenlosen Social Run in Konstanz, für den man keine Mitgliedschaft oder Ähnliches abschließen muss, kann das gemeinsame Laufen zu neuen Verbindungen und Freundschaften führen. Über 6000 Menschen folgen dem <a href="https://www.instagram.com/socialsportsclub.kn/" target="_blank" title="" rel="noopener">„Social Sports Club“ auf Instagram</a>, der eigentlich einst als Laufgruppe unter Freunden begann. Inzwischen werden auch Pilates- oder Yogakurse angeboten, dafür fällt aber eine Gebühr an.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Reges Vereinswesen in Konstanz</span><span>Konstanz zeichnet sich auch durch ein äußerst aktives Vereinswesen aus, egal ob Sportarten, Musik- und Tanzvereine, Chöre oder zur bald wieder beginnenden fünften Jahreszeit auch zahlreiche Narrenvereine und -gesellschaften. Mehr als 25.000 Konstanzerinnen und Konstanzer sind in Vereinen aktiv. Es lohnt sich deshalb auch, im Internet nach solchen zu suchen und durch eine gemeinsame Leidenschaft neue Bekanntschaften und Freunde kennenzulernen.</span></label></div> <p>Für Burim Hyseni treffen Apps wie „cvybe“ den Zeitgeist und zeigen zudem eine große Bandbreite verschiedener Interessen. „Unsere App ist für Menschen, die unterwegs sind und spontan etwas mit anderen machen wollen“, sagt er. „Der Trend geht einfach in diese Richtung.“ Vielleicht vernetzen sich hier bald noch mehr Konstanzer – egal ob Lauftreff, Buchclub oder Stammtisch.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Allensbach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Leben statt liken! So entstehen in Konstanz neue Freundschaften und Verbindungen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 18:02:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Leben statt liken! So entstehen in Konstanz neue Freundschaften und Verbindungen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/leben-statt-liken-so-entstehen-in-konstanz-neue-freundschaften-und-verbindungen;art372448,12511429 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein Konstanzer und ein Stuttgarter haben die App „cvybe“ entwickelt, mit der Menschen sich spontan vernetzen können. Sie ist eine, aber nicht die einzige Möglichkeit, in Konstanz neue Kontakte zu knüpfen. Ein Überblick.  ]]></description>
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          Ein Konstanzer und ein Stuttgarter haben die App „cvybe“ entwickelt, mit der Menschen sich spontan vernetzen können. Sie ist eine, aber nicht die einzige Möglichkeit, in Konstanz neue Kontakte zu knüpfen. Ein Überblick.<br>
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        Ein Konstanzer und ein Stuttgarter haben die App „cvybe“ entwickelt, mit der Menschen sich spontan vernetzen können. Sie ist eine, aber nicht die einzige Möglichkeit, in Konstanz neue Kontakte zu knüpfen. Ein Überblick.



        <p>In den dunklen Monaten weniger Veranstaltungen, dadurch weniger soziale Kontakte oder neu in der Stadt und keine Ahnung von aktuellen Veranstaltungen – wer Anschluss sucht, benötigt oft konkrete Möglichkeiten. In Konstanz gibt es davon einige, die neueste ist die App „cvybe“. Die Idee dahinter: Weniger scrollen, mehr echtes Leben.</p> <h2>Eine App, die Events in der Nähe anzeigt</h2> <p>Entwickelt wurde „cvybe“ von Burim Hyseni aus Konstanz. Die Idee kam ihm und Mitgründer Patrick Nemeth vor zwei Jahren auf einer Fahrt quer durch Deutschland. „Wir haben uns gefragt, warum gibt es keine App, die Events um uns herum anzeigt?“, erzählt Hyseni im Gespräch mit SÜDKURIER.</p> <p>Der ausgefallene Name „cvybe“ stehe für „City-Vibes“. App-Nutzer sehen auf einer interaktiven Karte Events in ihrer Nähe, die von Veranstaltern in Echtzeit sichtbar gemacht werden können. Aber auch eigene Aktivitäten kann man posten.</p> <h2>Wie Apps beim Kontakteknüpfen helfen</h2> <p>Wer beispielsweise mittwochs um 18 Uhr Basketball spielen will und noch Mitspieler sucht, kann nach solchen über die App suchen. Geht ein Nutzer auf ein Event, kann er dort über die App außerdem andere Nutzer sehen und ihnen zum Beispiel virtuelle Getränke senden. Dadurch soll der persönliche Kontakt erleichtert werden.</p> <p><a href="https://www.cvybe.io/" target="_blank" title="" rel="noopener">Bisher ist „cvybe“ auf Konstanz und Stuttgart begrenzt</a> und hat bislang 200 Nutzer (Stand: Ende Oktober 2025). Verfügbar ist die App für iOS im Apple-Store und für Android-Smartphones im Play-Store. „Wir sind natürlich ein kleines Start-up mit beschränkten Mitteln“, sagt Hyseni. „Aber wir sind dabei, mehr Veranstalter ins Boot zu holen und die App bekannter zu machen.“</p> <p>Dabei ist das Prinzip von „cvybe“ nicht neu. Auch andere Apps wie BuddyMe zielen darauf ab, dass sich Nutzer online für Aktivitäten verabreden und dadurch Bekanntschaften schließen können. Speziell für Konstanz gibt es die App „FunFix“, die Nutzern täglich Events vorschlägt. „cvybe“ unterscheidet sich jedoch durch die interaktive Karte, ähnlich wie Google Maps.</p> <h2>Tausende vernetzen sich über Facebook</h2> <p>Eine andere Möglichkeit, in Konstanz Kontakte zu knüpfen, ist Facebook. Die öffentliche Gruppe „Was geht ab in Konstanz?“ hat beispielsweise fast 10.000 Mitglieder, die Veranstaltungen in und um Konstanz teilen. Andere Mitglieder können daran ihr Interesse bekunden und sich in den Kommentaren verabreden.</p> <p>Die Privatgruppe „<a href="https://www.facebook.com/groups/konstanz/" target="_blank" title="" rel="noopener">Neu in Konstanz</a>“ trifft sich regelmäßig zu einem Stammtisch, jede zweite Woche um 19 Uhr in Kneipen oder Restaurants, die vorab bekannt gegeben werden. Die Gruppe hat derzeit rund 6400 Mitglieder. Insbesondere Menschen, die neu in Konstanz sind, können sich dadurch schnell vernetzen. Für Frauen gibt es zusätzlich die „<a href="https://www.facebook.com/groups/1808414819478461/" target="_blank" title="" rel="noopener">Neu in Konstanz – Mädelsgruppe</a>“. Dort können sich Frauen verabreden, wenn sie spontan Lust haben, etwas zu unternehmen.</p> <h2>Auch auf Instagram gibt es Angebote</h2> <p>Ein ganz eigenes Konzept verfolgen seit Februar 2024 die „Fangirls Konstanz“, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/freundschaft-und-frauenpower-bei-den-fangirls-sind-alle-frauen-willkommen;art372448,12077107" target="_blank" title="Freundschaft und Frauenpower! Bei den Fangirls sind alle Frauen willkommen">die von Saskia Reichle und Rebecca Müller aus Konstanz ins Leben gerufen wurden.</a> Die Idee dahinter: Spaziergänge für Frauen, sogenannte „Walk &amp; Talks“.</p> <p><a href="https://www.instagram.com/fangirls_konstanz/" target="_blank" title="" rel="noopener">Die Gruppe ist auf Instagram aktiv</a> und postet dort geplante Routen. Wer Interesse hat, kann spontan teilnehmen und sich ungezwungen mit anderen Konstanzerinnen austauschen. Mit Beginn der Winterzeit veranstaltet die Gruppe neuerdings auch Buchclubs – sogenannte „Read &amp; Talks“ – wie Instagram zu entnehmen ist.</p> <p>Und beim kostenlosen Social Run in Konstanz, für den man keine Mitgliedschaft oder Ähnliches abschließen muss, kann das gemeinsame Laufen zu neuen Verbindungen und Freundschaften führen. Über 6000 Menschen folgen dem <a href="https://www.instagram.com/socialsportsclub.kn/" target="_blank" title="" rel="noopener">„Social Sports Club“ auf Instagram</a>, der eigentlich einst als Laufgruppe unter Freunden begann. Inzwischen werden auch Pilates- oder Yogakurse angeboten, dafür fällt aber eine Gebühr an.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Reges Vereinswesen in Konstanz</span><span>Konstanz zeichnet sich auch durch ein äußerst aktives Vereinswesen aus, egal ob Sportarten, Musik- und Tanzvereine, Chöre oder zur bald wieder beginnenden fünften Jahreszeit auch zahlreiche Narrenvereine und -gesellschaften. Mehr als 25.000 Konstanzerinnen und Konstanzer sind in Vereinen aktiv. Es lohnt sich deshalb auch, im Internet nach solchen zu suchen und durch eine gemeinsame Leidenschaft neue Bekanntschaften und Freunde kennenzulernen.</span></label></div> <p>Für Burim Hyseni treffen Apps wie „cvybe“ den Zeitgeist und zeigen zudem eine große Bandbreite verschiedener Interessen. „Unsere App ist für Menschen, die unterwegs sind und spontan etwas mit anderen machen wollen“, sagt er. „Der Trend geht einfach in diese Richtung.“ Vielleicht vernetzen sich hier bald noch mehr Konstanzer – egal ob Lauftreff, Buchclub oder Stammtisch.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 16:55:17 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gesuchter bei Einreise nach Deutschland erwischt – gegen ihn liegen drei Haftbefehle vor  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/dreifach-gesuchter-mann-wird-konstanz-bei-einreise-nach-deutschland-gestoppt;art372432,12511260 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bundespolizisten kontrollieren am Grenzübergang Konstanz-Autobahn einen Fernreisebus. Für einen der Passagiere endet die Fahrt am Sonntag, 2. November, allerdings im Gefängnis.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Bundespolizisten kontrollieren am Grenzübergang Konstanz-Autobahn einen Fernreisebus. Für einen der Passagiere endet die Fahrt am Sonntag, 2. November, allerdings im Gefängnis.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      <dc:subject><![CDATA[
        Bundespolizisten kontrollieren am Grenzübergang Konstanz-Autobahn einen Fernreisebus. Für einen der Passagiere endet die Fahrt am Sonntag, 2. November, allerdings im Gefängnis.



        <p>Obwohl er mit drei Haftbefehlen in Deutschland gesucht wurde, hat ein Mann am Sonntagvormittag, 2. November, über Konstanz versucht, in die Bundesrepublik einzureisen. Endstation ist für ihn das Gefängnis der Konzilstadt. Seine Weiterreise verzögert sich voraussichtlich für ein Jahr.</p> <p>Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Konstanz hatten einen Fernreisebus <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/zwei-gesuchte-an-einem-tag-gefunden-bundespolizisten-vollstrecken-haftbefehle;art372448,12471515" target="_blank" title="Zwei Gesuchte an einem Tag gefunden: Bundespolizisten vollstrecken Haftbefehle">am Grenzübergang Konstanz-Autobahn bei der Einreise überprüft</a> und waren so auf den Mann gestoßen. Laut Bundespolizei hatte er aus einem Strafverfahren wegen versuchten schweren Bandendiebstahls noch eine offene Restfreiheitsstrafe von 110 Tagen zu verbüßen.</p> <p>Da er seine Strafe bislang nicht angetreten hatte, suchte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe nach dem Mann aus dem Kosovo. In zwei weiteren Fällen wurde er von derselben Staatsanwaltschaft gesucht, weil er vom Gericht verhängte Geldstrafen wegen Beleidigung schuldig geblieben war.</p> <p>Auch vor Ort konnte er das Geld nicht aufbringen. Ersatzweise muss er dafür nun ebenfalls Haftstrafen absitzen. Bundespolizisten brachten ihn in die Justizvollzugsanstalt Konstanz, wo den Mann nun insgesamt rund zwölf Monate Gefängnis erwarten.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Grenzübergang Fahndung Festnahme Haft thema-sicherheit-kriminalitaet]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Gesuchter bei Einreise nach Deutschland erwischt – gegen ihn liegen drei Haftbefehle vor]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 15:08:10 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Südbaden kann aufatmen: Nur einzelne Schwarzwald-Bereiche kommen noch für Atom-Endlager in Frage  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/erleichterung-in-suedbaden-schwarzwald-kaum-noch-kandidat-fuer-atommuell-endlager;art417930,12511137 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die deutsche Suche nach einem Lagerort für Atommüll geht langsam voran. Jetzt gibt es einen neuen Stand – für weite Teile der Region sind es gute Nachrichten.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die deutsche Suche nach einem Lagerort für Atommüll geht langsam voran. Jetzt gibt es einen neuen Stand – für weite Teile der Region sind es gute Nachrichten.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/erleichterung-in-suedbaden-schwarzwald-kaum-noch-kandidat-fuer-atommuell-endlager;art417930,12511137]]></guid>
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        Die deutsche Suche nach einem Lagerort für Atommüll geht langsam voran. Jetzt gibt es einen neuen Stand – für weite Teile der Region sind es gute Nachrichten.



        <p>Kein Hochrhein-Endlager, keine Einlagerung in weiten Teilen des Schwarzwalds: Auf der Suche nach einem Endlager für den deutschen Atommüll haben die Experten die geeigneten Regionen auf 25 Prozent der deutschen Landesfläche eingegrenzt. Dort hält die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) die geologischen Bedingungen für eine unterirdische Lagerung aus heutiger Sicht für geeignet oder hat noch keine Bewertung vorgenommen.</p> <h2>Kein Atomendlager am deutschen Hochrhein</h2> <p>Weite Teile der nun noch in Frage kommenden Gebiete liegen in Norddeutschland. Aus dem Rennen ist ein Gebiet bei Stühlingen. Während in der Nähe auf der anderen Rheinseite <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/atommuellendlager-in-der-schweiz-wie-gross-ist-der-einfluss-der-deutschen-akteure;art1371848,12255106" title="Atommüllendlager in der Schweiz: Wie groß ist der Einfluss der deutschen Akteure?">das Schweizer Endlager entstehen wird</a>, betrachten die deutschen Experten das nun untersuchte Gebiet gemäß einer am Montag <a href="https://navigator.bge.de/phase-i-schritt-2/der-weg-zu-den-standortregionen" target="" title="" rel="noopener">veröffentlichten Karte</a> als ungeeignet.</p> <p>Gebiete im Hegau im Landkreis Konstanz waren bereits 2024 bei einer vorherigen Bewertungsrunde als nicht geeignet eingestuft worden.</p> <h2>Gebiete bei Eisenbach und St. Georgen bleiben möglich</h2> <p>Bisher fast vollständig als mögliches Endlagergebiet definiert war der Schwarzwald. Auch das ändert sich nun massiv, weite Teile des südlichen Gebiets des Mittelgebirges gelten nun ebenfalls als untauglich. Aber: Ein kleiner Bereich in den Gemeinden Eisenbach und Vöhrenbach im Hochschwarzwald hat die Prüfschritte 1 und 2 der BGE gemäß Karte weitgehend bestanden.</p> <p>Dasselbe gilt nördlicher für ein größeres Gebiet in etwa zwischen St. Georgen, Schramberg, Schiltach und Hornberg. Für diese Regionen ist es laut BGE wahrscheinlicher, dass sie als mögliche, dauerhafte sichere Möglichkeiten ausgewiesen werden – immer noch können sie sich jedoch auch als untauglich erweisen. Das trifft im Nordschwarzwald auch für einen breiteren Streifen von der Ortenau bis nach Bad Wildbad zu.</p> <p>Bis in zwei Jahren will die BGE mehrere Standortregionen zur genauen Untersuchung vorschlagen. Die Entscheidung, welche Regionen analysiert werden, trifft aber der Gesetzgeber, also der Bund. Bis 2050 soll die Entscheidung für einen Standort fallen.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Südbaden kann aufatmen: Nur einzelne Schwarzwald-Bereiche kommen noch für Atom-Endlager in Frage]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 13:25:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schönster Drehort, Lieblingsfolge – und die Zukunft: So ticken die Stars der "WaPo Bodensee"  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/menschen/schoenster-drehort-und-lieblingsfolge-so-ticken-die-stars-der-wapo-bodensee-04-11-25;art1015351,12511092 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ab Dienstag zeigt die ARD neue Folgen der erfolgreichen Vorabendserie. Beim Dreh in Wangen haben die vier Hauptdarsteller verraten, wo sie am Bodensee am liebsten sind – und wie lange sie dem Format treu bleiben möchten.  ]]></description>
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          Ab Dienstag zeigt die ARD neue Folgen der erfolgreichen Vorabendserie. Beim Dreh in Wangen haben die vier Hauptdarsteller verraten, wo sie am Bodensee am liebsten sind – und wie lange sie dem Format treu bleiben möchten.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Ab Dienstag zeigt die ARD neue Folgen der erfolgreichen Vorabendserie. Beim Dreh in Wangen haben die vier Hauptdarsteller verraten, wo sie am Bodensee am liebsten sind – und wie lange sie dem Format treu bleiben möchten.



        <p>Seit 2017 läuft die Vorabendserie „WaPo Bodensee“ erfolgreich im Programm der ARD – mit zuletzt fast 3 Millionen Zuschauern und knapp 14 Prozent Marktanteil. Ab 4. November werden neue Folgen ausgestrahlt. Im Zentrum der Geschichten steht das Team der Wasserschutzpolizei Bodensee in Konstanz, gespielt von Floriane Daniel (als Nele Fehrenbach), Tim Wilde (als Paul Schott), Wendy Güntensperger (als Julia Demmler) und Max König (als Jakob Frings). So denken die Schauspieler über die Serie und den See.</p> <h2>Das erste Mal am Bodensee</h2> <p>Tim Wilde (59) war vor Drehbeginn noch nie am Bodensee gewesen, ebenso wie sein Kollege Max König (37). Er erinnert sich: Damals sei er zur Kostümprobe von Wien nach Zürich geflogen, habe im Landeanflug „den Bodensee das erste Mal in seiner vollen Größe gesehen“ und sei, wie er lachend zugibt, von dessen Größe überrascht gewesen. Ganz anders war es bei Wendy Güntensperger (32). Als Schweizerin kannte sie den Bodensee und auch Konstanz schon vor ihrem ersten Drehtag relativ gut – „auf dem großen Weihnachtsmarkt zum Beispiel war ich schon öfter“, sagt sie.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die neuen Folgen</span><span>Ab 4. November 2025 zeigt die ARD den zweiten Teil der siebten Staffel von „WaPo Bodensee“, los geht es mit Episode 92, „Tödliche Sehnsucht“. Die neuen Folgen laufen immer dienstags um 18.50 Uhr und sind auch in der Mediathek verfügbar. Zum Jubiläum wird voraussichtlich Ende Dezember die Doppelfolge 99/100, „Das Schmuddelkind“, ausgestrahlt. Die achte Staffel schließt sich im Januar 2026 nahtlos an die siebte an, Staffel neun ist bereits in Arbeit.</span></label></div> <h2>Der erste Drehtag</h2> <p>An seinen ersten Arbeitstag bei der „WaPo Bodensee“ kann sich Max König sehr gut erinnern. Nervös oder aufgeregt sei er nicht gewesen, „weil mich die Kollegen so wunderbar aufgenommen hatten“. Doch dann … „Der Regisseur hatte mich noch gefragt: ,Führerschein hast du?‘ Und ich so: ,Klar, kein Problem.‘“ Dann sei er losgefahren und habe direkt eine Kamera-Schiene kaputt gemacht – „ein perfekter Einstieg“, lacht er. Auch Tim Wilde kann sich an Königs ersten Tag gut erinnern – besser als an seinen eigenen. „Wir waren damals in Allensbach an der Bodanrückhalle. Und wir waren alle aufgeregt. Und dann war es Liebe auf den ersten Blick – ich hab ihn gesehen und dachte: Das ist ein feiner Kerl. Wir haben geredet, er hat mir aus Hamburg erzählt und dann wusste ich, das passt“, sagt der Schauspieler, der aus Stralsund stammt.</p> <p>Wendy Güntensperger, damals noch am Anfang ihrer Karriere, sagt, sie habe bei Arbeitsbeginn sehr unter Druck gestanden und sei „unglaublich nervös“ gewesen – und dann hat sie an ihrem ersten Tag gleich einen Showdown gedreht – „mit Knarre und allem Drum und Dran“.</p> <h2>Der Lieblingsort am Bodensee</h2> <p>Tim Wilde muss nicht lange überlegen. In Wangen, sagt er, gebe es eine Landzunge – und die sei für ihn „einer der schönsten Orte am Bodensee“. Wenn er von Hemmenhofen aus, wo er während der Dreharbeiten im Hotel wohnt, dorthin gepaddelt ist, streite er mit den Schwänen um den schönsten Platz, wie er lachend erzählt. Nicht nur die Aussicht – die Reichenau hier, Stein am Rhein dort – genießt der Schauspieler. „Das ist der Hammer!“ Nein, er liege dort auch einfach gern, bis zu zwei Stunden können das sein, und lasse sich vom Wasser umspülen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Schauspieler auf Wohnungssuche</span><span>Tim Wilde würde gern am Bodensee heimisch werden – bislang scheitert das an einer passenden Wohnung. „Drei Zimmer wären schön“, sagt er, „mindestens 80 Quadratmeter und, ganz wichtig, eine Garage.“ Und, nicht zu vergessen: „Es darf natürlich auch am Wasser sein.“</span></label></div> <p>Max König, der in Radolfzell wohnt, wenn gedreht wird, war, wie er erzählt, eine Zeit lang rund um die Reichenau mit dem Kajak unterwegs. „Das hatte für mich auch eine sportliche Komponente“, erinnert er sich, „weil ich immer versucht habe, meine letzte Zeit zu schlagen.“ Zuletzt habe er Konstanz noch mal neu für sich entdeckt: „Am Hörnle gibt es zum Beispiel Beachvolleyballplätze – da bin ich im Sommer gern.“</p> <p>Wendy Güntensperger, die während des Drehs in einer Wohnung in Radolfzell wohnt, aber auch immer mal wieder in die Schweiz fährt, wenn sie ein paar drehfreie Tage hat, geht sehr gern wandern, zum Beispiel auf dem Bodanrück um Bodman herum – „diese Gegend mag ich sehr“, sagt sie. „Und tatsächlich fahre ich auch gerne mal nach Konstanz, um essen zu gehen oder einfach zu flanieren.“</p> <p>Floriane Daniel (54) kann sich gar nicht entscheiden. „Ich habe sehr viele Lieblingsplätze am See nach diesen zehn Jahren“, sagt sie. „Und ich werde vermutlich noch neue entdecken, so lange wir hier weiter arbeiten dürfen.“</p> <h2>Das Bodenseeschifferpatent</h2> <p>Wendy Güntensperger hat gerade den Autoführerschein gemacht, als sie die Rolle bekam – das Bodenseeschifferpatent kam dann noch obendrauf. „Am Ende hatte ich das Bodenseeschifferpatent, noch bevor ich allein Auto fahren durfte“, erinnert sie sich. Tim Wilde hatte zwar bei der Armee einen Bootsführerschein gemacht, „aber das hat natürlich nicht gereicht“. Doch auch der neue Bootsführerschein reichte nicht … An die Theorie erinnert er sich nicht gern: „Das war ein bisschen so, als würde ich einen Flugschein machen!“</p> <p>Bei Max König gestaltete sich das Ganze ein wenig schwieriger, weil er nach eigenen Angaben farbenblind ist und einen speziellen Sehtest ablegen musste. „In meinem Führerschein steht auch drin, dass ich nur mit einer Person fahren darf, die Farben sehen kann“, sagt er, „aber da wir immer zu zweit auf dem Boot sind, ist das kein Problem.“</p> <h2>Am, auf und im Wasser</h2> <p>Tim Wilde geht, wenn er am See ist, nach eigenen Angaben jeden Morgen ins Wasser. „Ich mag das Bodensee-Wasser gerne“, sagt er, „weil es so weich ist. Das ist wirklich angenehm, wie in der Badewanne.“ An der Ostsee sei es auch schön – aber das Wasser härter. Max König ist gern im Wasser, wenn es warm ist – tauchend, auf dem Wakeboard oder schwimmend. Aber, sagt er: „Ich bin nicht so ein guter Schwimmer wie Tim. Ich kann natürlich schwimmen, aber bei mir sieht einfach nicht so gut aus wie bei ihm.“</p> <p>Wendy Güntensperger ist, wie sie sagt, keine leidenschaftliche Schwimmerin, doch ins Wasser geht sie gerne mal. „Im Schwimmbad bin ich gerne im Wellnessbereich und nach der Sauna schwimme ich auch mal eine Runde im See.“ Aufs Boot ziehe es sie nach getaner Arbeit für die „WaPo Bodensee“ nicht unbedingt – „aber wenn ich auf ein Boot eingeladen werde, sage ich natürlich nicht Nein“.</p> <h2>Die Lieblingsfolge</h2> <p>Tim Wilde ist überzeugt, dass vor allem in den privaten Geschichten der Kommissare viel drinsteckt, „auch weil man da mal zeigen kann, dass man mehr kann als zu fragen: ,Wo waren Sie am Montag zwischen sieben und neun Uhr morgens?‘“ Sein Kollege Max König mag die Folgen, in denen es zwischen den vier Hauptfiguren vielleicht auch mal kriselt. „Das ist schön zu spielen, das macht Spaß und dadurch entwickelt sich die Beziehung zwischen den Polizisten weiter. Das ist auch für die Zuschauer spannend zu sehen.“</p> <p>Floriane Daniel sagt: „Jeder Drehtag am See ist ein Geschenk.“ Sie hat, wie sie sagt, einige Fälle als besonders spannend erlebt – „zum Beispiel die Geiselnahme in unserem Revier oder auch die Bombendrohung in der Meersburg“.</p> <p>Auch Wendy Güntensperger erinnert sich an die Geiselnahme im Revier. Die Folge sei innerhalb von ein paar Tagen abgedreht worden – und zwar chronologisch. „Das kommt selten vor“, sagt sie, „deshalb war das eine sehr gute Erfahrung, auch wenn der Dreh anstrengend war. Aber ich mag Herausforderungen.“ Auch die Drehs auf dem See sind für die Schauspielerin etwas Besonderes, so wie eine Szene, die erst im Oktober gedreht wurde: „Floriane und ich waren allein mit dem Boot draußen, weil ich ja selbst fahren darf. Sonst war kein Mensch auf dem See, außer natürlich die Leute auf dem Kameraboot … In solchen Momenten denke ich mir: Das glaubt uns keiner, dass das einfach unser Job ist.“</p> <h2>Der Lieblingsdrehort</h2> <p>Für die Folge „Mord um sieben“ hat das Team auf der Meersburg gedreht – Nele Fehrenbach (Floriane Daniel) und Paul Schott (Tim Wilde) waren dort mit einer Bombe eingeschlossen. „Es war eine tolle Erfahrung und einfach spektakulär, nachts auf der Meersburg zu drehen“, erinnert sich Max König. Wendy Güntensperger mag es, in Konstanz an der Hafenpromenade zu drehen. „Dort kommt es vor, dass man Fans trifft – und diese Interaktion mag ich sehr“, sagt sie. Für sie als Schweizerin sei es außerdem schön, „wenn wir auf der Höri drehen, weil ich dann einfach rüberschauen kann“.</p> <p>Tim Wilde dreht am liebsten auf dem Revier. „Das ist harte Arbeit, wir drehen dort quasi immer vier Folgen parallel“, erklärt er. „Aber ich mag einfach die Atmosphäre dort beim Vereinsheim vom Wassersportclub Wäschbruck.“</p> <p>Floriane Daniel betrachtet den Bodensee als Hauptdarsteller – und zwar einen guten. Der Grund: „Selbst nach mehr als 100 Folgen kann die Bodensee-Region uns immer wieder etwas Neues zeigen.“ Das mache den Erfolg der Serie aus.</p> <h2>Die Schauspieler und ihre Rollen</h2> <p>Tim Wilde ist seit Folge 13 als Paul Schott bei der „WaPo Bodensee“ und sagt: „Ich wär‘ gerne so tough wie Paul. Wenn ich ihn privat kennenlernen würde, würde ich ihn mögen – und gleichzeitig hassen, weil ich ihn bisschen beneide, weil er so ist, wie ich gerne wäre.“ Auch Max König beneidet Jakob Frings, den er seit Folge 25 spielt, um etwas: seine technischen Kompetenzen. „Ich mag auch seinen Humor, den teilen wir uns ab und zu, was den Sarkasmus angeht.“</p> <p>Wendy Güntensperger – ebenso wie Floriane Daniel seit Folge 1 dabei – glaubt nicht, dass sie ihrer Rolle Julia Demmler sehr ähnlich ist. „Was ich an Julia schätze, ist, dass sie unglaublich zielstrebig ist – manchmal ist sie fast ein bisschen zu verbissen. Daran könnte sie vielleicht ein bisschen arbeiten …“ Julia sei ein sehr empathischer Mensch, auf den man sich zu 100 Prozent verlassen kann – eine Eigenschaft ist, die sich beide Frauen teilen, wie Güntensperger findet.</p> <p>„Die Rolle der Nele Fehrenbach hat meinen Blick auf die Arbeit der Polizei sehr verändert“, sagt Floriane Daniel. „Natürlich bilden wir in der Serie nicht die echte Polizeiarbeit ab, wir sind eine Unterhaltungssendung und keine Dokumentation. Trotzdem habe ich mich durch die Serie zum ersten Mal wirklich mit der so wichtigen Arbeit unserer Polizei beschäftigt und mein Respekt und auch meine Dankbarkeit wachsen täglich.“ Sie sei sehr froh, dass sie die Polizistin nur spiele. Dabei stecke in Nele Fehrenbach durchaus einiges von ihr – „das ist immer so, da ich ja nur mich zur Verfügung habe um eine Rolle lebendig zu machen“.</p> <h2>Das Erfolgsgeheimnis</h2> <p>Tim Wilde erinnert sich an eine Begegnung mit ein paar älteren Damen im Hotel. Sie hätten zu ihm gesagt: „Mensch, Sie sind doch der Paul aus ,WaPo Bodensee‘ – wir gucken die Serie so gerne!“ Warum? „Weil sie die Gegend unfassbar schön finden und sich immer freuen, wenn sie einen Ort wiedererkennen.“ Auch Wendy Güntensperger glaubt, dass die Zuschauer gern für den Bodensee einschalten, weil sie im deutschen Fernsehen nicht so oft vertreten sei. Dazu komme die Dynamik des Polizei-Quartetts, die auch Max König hervorhebt. „Wir haben wir vier sehr unterschiedliche Figuren, die sich ständig weiterentwickeln. Und ich glaube auch, dass die Menschen diesen vier unterschiedliche Figuren gerne dabei zuschauen, wie sie vor schöner Kulisse zusammen als Team Fälle lösen. So einfach und so richtig und so wichtig ist das.“</p> <h2>Die Zukunft</h2> <p>Ans Aufhören denkt keiner der Schauspieler. Kein Wunder: Das Verhältnis untereinander sei inzwischen fast familiär, sagt Floriane Daniel. „Wir freuen uns alle aufeinander, wenn es im Sommer wieder losgeht mit dem Dreh, kennen gegenseitig unsere Stärken und Schwächen und gehen respektvoll und unterstützend miteinander um. Besser geht es nicht.“ Auch Tim Wilde will dabeibleiben, solange es geht, denn „die Serie ist ein Geschenk für jeden von uns“. Max König sieht es ganz pragmatisch: „Man muss erst mal einen Arbeitsplatz finden, an dem man sich zu Hause fühlt, wo man gerne hingeht und Kollegen hat, die einem am Herzen liegen.“ Im Moment könne er sich deshalb nichts Besseres und Schöneres vorstellen, „als den Rest meines Lebens im Sommer ,WaPo Bodensee‘ zu drehen“. Wendy Güntensperger schließt sich an. „Es macht mir unglaublich großen Spaß und solange das so bleibt, habe ich keinen Grund, die Serie zu verlassen.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 14:24:29 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Nein heißt Nein": Landgericht glaubt Frau und verurteilt Ex-Mann zu mehrjähriger Haftstrafe  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/nein-heisst-nein-landgericht-glaubt-frau-und-verurteilt-ex-mann-zu-mehrjaehriger-haftstrafe;art417930,12511120 ]]></link>      <description><![CDATA[  Über Jahre führten Sergej J. und Irina S. eine toxische Beziehung, die in zwei Gewalttaten mündete. Bei einer Tat schien die Beweislage unklar, doch das Landgericht nannte Gründe, warum es der Version der Frau vertraut.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Über Jahre führten Sergej J. und Irina S. eine toxische Beziehung, die in zwei Gewalttaten mündete. Bei einer Tat schien die Beweislage unklar, doch das Landgericht nannte Gründe, warum es der Version der Frau vertraut.<br>
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        Über Jahre führten Sergej J. und Irina S. eine toxische Beziehung, die in zwei Gewalttaten mündete. Bei einer Tat schien die Beweislage unklar, doch das Landgericht nannte Gründe, warum es der Version der Frau vertraut.



        <p>Vor der Verkündung des Urteils sagt der Angeklagte Sergej J. noch, dass das richterliche Vernehmungsvideo des Opfers Irina S. (beide Namen geändert) gefälscht sei.</p> <p>Das bringt ihm nichts: Für Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Körperverletzung und Vergewaltigung in zwei Tateinheiten wird der angeklagte Ukrainer zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt.</p> <p>Der Vorsitzende Richter Arno Hornstein setzt damit ein Signal: „Nein heißt Nein“, sagt der Richter in seiner Urteilsbegründung.</p> <h2>Gewalttätige On-off-Beziehung</h2> <p>Sergej J. und seine ebenfalls ukrainische Ex-Frau führten viele Jahre eine schwierige Beziehung. 2019 ließen sie sich noch in der Ukraine scheiden, 2022 floh Irina S. vor dem Krieg, Sergej J. folgte ihr kurz danach.</p> <p>Zeitweise lebten sie zusammen, zeitweise lebten sie getrennt, zeitweise hatte Sergej J. eine Affäre mit einer anderen Frau. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/mann-soll-ex-frau-vergewaltigt-haben-schon-vorher-soll-er-das-opfer-geschlagen-haben;art417930,12491511" target="_blank" title="Mann soll Ex-Frau vergewaltigt haben: Schon vorher soll er das Opfer geschlagen haben">Bereits während der On-off-Beziehung war diese von Gewalt gekennzeichnet</a>, wie das Opfer und die Nichte des Angeklagten vor Gericht aussagten. Im März dieses Jahres ist es zum ersten Vorfall gekommen, Sergej J. verfolgte Irina S. in ihre Wohnung, drückte sie zu Boden und missbrauchte sie sexuell.</p> <p>Einen Monat später wiederholte sich das. Sergej J. trat demnach die Tür zur Wohnung ein, zog Irina S. die Hose herunter und missbrauchte sie erneut. Nur durch einen aufgrund der ersten Tat eingerichteten Notfallkontakt im Handy gelang es Irina S., einen Bekannten zu Hilfe zu rufen. Erst dieser ermutigte sie dazu, sich der Polizei anzuvertrauen.</p> <h2>Ob Vergewaltigung oder nicht, entscheidet nur das Gericht</h2> <p>Im Gegensatz zu anderen Vergewaltigungsprozessen stehe in diesem Fall nicht Aussage gegen Aussage, sagt Richter Hornstein.</p> <p>Die Beweislage, dazu gehöre auch eine durch das Opfer angefertigte Audioaufnahme der zweiten Tat und DNA-Spuren des Angeklagten in ihrem Genitalbereich, sei für die Kammer eindeutig, obwohl Irina S. den ersten sexuellen Übergriff nicht angezeigt hatte. Vor Gericht sagte sie, dass sie nicht gewusst habe, wie das in Deutschland funktioniert.</p> <p>Auch habe sie diesen Übergriff im März selbst nicht als Vergewaltigung gedeutet. „Es ist nicht ihre Aufgabe, das juristisch zu beurteilen, sondern unsere“, sagt der Richter. Zu keinem Zeitpunkt habe das Opfer den Eindruck erweckt, dass sie ihren Ex-Mann zu Unrecht beschuldigte, die Taten übertreibe oder ein Konstrukt erfunden habe, nur um Sergej J. zu schädigen, so Richter Hornstein.</p> <h2>Das Gericht glaubt dem Angeklagten nicht</h2> <p>Die Kammer und Richter Hornstein glauben Irina S.: Dass sie keinen Sex mit ihm mehr wolle, habe sie auch ihrem Ex-Mann so kommuniziert, der sich über ihren eindeutigen Willen hinweggesetzt habe. Penetrant habe er sein Opfer belästigt, sie durch Drohungen versucht, zum Einlass in die ehemalig gemeinsame Wohnung und zum Sex zu zwingen.</p> <p>Dass bei der zweiten Tat bei Sergej J. Alkohol im Spiel war, habe ihn zwar enthemmt, sagt Richter Hornstein, wirke sich aber nicht auf seine Schuld aus. „Dem Angeklagten glauben wir in vielen Punkten einfach nicht“, sagt Richter Hornstein. Sergej J. sitzt bereits seit 14. April in Haft, der Haftbefehl wird aufrechterhalten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA["Nein heißt Nein": Landgericht glaubt Frau und verurteilt Ex-Mann zu mehrjähriger Haftstrafe]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 10:46:17 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehrere Verletzte! Bus kracht in der Jahnstraße gegen einen Baum  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/linienbus-kracht-gegen-baum-mehrere-verletzte;art372438,12511008 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Tag nach den Herbstferien beginnt mit einem Schreck: Am Montag, 3. November, rammt ein Schulbus in Engen einen Baum. Wenige Minuten später wäre er voll mit Schulkindern gewesen. Jetzt ermittelt die Polizei.  ]]></description>
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          Der Tag nach den Herbstferien beginnt mit einem Schreck: Am Montag, 3. November, rammt ein Schulbus in Engen einen Baum. Wenige Minuten später wäre er voll mit Schulkindern gewesen. Jetzt ermittelt die Polizei.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Der Tag nach den Herbstferien beginnt mit einem Schreck: Am Montag, 3. November, rammt ein Schulbus in Engen einen Baum. Wenige Minuten später wäre er voll mit Schulkindern gewesen. Jetzt ermittelt die Polizei.



        <p>Der erste Schultag nach den Herbstferien ist mit einem Schreckmoment in Engen gestartet: Ein Linienbus, in dem wenige Minuten später etliche Kinder auf dem Weg zur Schule gewesen wären, ist am frühen Montagmorgen, 3. November, in einen Baum gekracht. Fünf Fahrgäste sind bei dem Unfall in der Jahnstraße verletzt worden, wie die Polizei auf SÜDKURIER-Nachfrage bestätigt. Der Busfahrer sei bei der Kollision unverletzt geblieben.</p> <p>Entgegen den ersten Meldungen in den sozialen Medien befanden sich keine Schülerinnen oder Schüler im Bus. Dies bestätigt auch die Polizei. Immer wieder bleiben am Montagmorgen Kinder und Eltern auf dem Weg zur Schule vor dem Wrack des Linienbusses stehen. Viele von ihnen schlagen die Hände vor den Mund.</p> <p>Ein Kind fragt einen Feuerwehrmann, ob Kinder in dem Bus gewesen wären. Ihnen zeigt sich ein Bild, das Schlimmes vermuten lässt. Der fordere Teil des großen Gelenkbusses ist aufgerissen, von der Tür direkt neben dem Fahrerbereich ist nicht mehr viel übrig. Die Frontscheibe ist komplett demoliert.</p> <p>Kurz vor Schulbeginn am Montag nach den Herbstferien ist der Bereich rund um das Engener Schulzentrum weiträumig gesperrt. Der Grund ist ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Linienbus, zu dem es gegen 6 Uhr in der Jahnstraße kam. Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei sind mit einem Großaufgebot im Einsatz.</p> <p>Die Bergungsarbeiten sorgen für ein Verkehrschaos rund um das Schulzentrum. „Etwas später am Tag wäre der Bus komplett mit Kindern voll gewesen. Wer weiß, was dann passiert wäre“, schildert Einsatzleiter Benjamin Bach von der Engener Feuerwehr dem SÜDKURIER vor Ort.</p> <p>Auch Schulleiter Thomas Umbscheiden teilt diese Meinung: „Wenn das Ganze wenig später passiert wäre mit vielen Kindern an Bord, dann wäre es anders ausgegangen“, sagt er wenige Stunden nach dem Unfall am Telefon. Der Rektor des Engener Gymnasiums lobt den Umgang von Rettungskräften, Schülern und Eltern mit der Situation. „Alle haben sich vorbildlich verhalten“, so Umbscheiden. Gegen 7 Uhr – kurz nach Bekanntwerden des verunglückten Linienbusses – habe die Schule die Eltern darüber informiert, den Unfallbereich zu umfahren. Weitere Schulbusse seien auf Höhe des Viehmarktes umgeleitet worden. „Wir hatten nur vereinzelte Kinder, die zu spät zum Unterricht erschienen sind“, so Umbscheiden weiter.</p> <h2>Was ist am Montagmorgen in der Jahnstraße passiert?</h2> <p>Wie die Polizei informiert, sei der Linienbus gegen 6 Uhr auf Höhe der Sporthalle nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Mehrere Besatzungen des Rettungsdienstes hätten daraufhin die Erstversorgung und anschließenden Transport ins Krankenhaus übernommen.</p> <p>Aufgrund der andauernden Unfallaufnahme sei die Jahnstraße voll gesperrt. Wie es zu dem Unfall gekommen ist, sei derzeit vollkommen unklar. Laut Polizeisprecherin Katrin Rosenthal habe die Verkehrspolizei die Ermittlungen zum Unfallhergang und zur Ursache übernommen.</p> <p>Ein Polizist vor Ort schildert dem SÜDKURIER aber, dass der Busfahrer wohl nicht zu schnell unterwegs gewesen sei. „Gott sei Dank waren keine Schulkinder im Fahrzeug“, sagt er.</p> <p>Auch Feuerwehr-Einsatzleiter Benjamin Bach verweist auf die Ermittlungen der Polizei. Er bestätigt, dass der Linienbus auf gerader Straße von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen den Baum geprallt. Im Anschluss sei es zu einem riesigen Verkehrschaos durch den Berufs- und Schulverkehr zu Beginn der Unfallaufnahme gekommen.</p> <p>Die Feuerwehr habe den Verkehr sicher umleiten können. „Wir haben alles kontrolliert und den Rettungsdienst mit den Verletzten unterstützt. Sechs Verletzte wurden mit fünf Rettungswägen ins Krankenhaus gebracht“, so Einsatzleiter Bach. Kurz danach revidiert die Polizei die Anzahl an verletzten Personen. Die Polizei spricht offiziell von fünf Verletzten.</p> <p>Im Nachgang hätten die Einsatzkräfte der Feuerwehr dann das Heizöl der Standheizung aus dem verunfallten Linienbus abgepumpt. „Weil der Tank durch den Aufprall beschädigt worden war“, so Bach weiter. Die Feuerwehr war mit 25 Einsatzkräften der Engener Feuerwehr und mit fünf Fahrzeugen vor Ort.</p> <p>Das Abschleppunternehmen Moll aus Stockach hat sich um den Abtransport des verunglückten Busses gekümmert. Laut Benjamin Kunz von der Abschleppfirma werde die Bergung des Busses mehrere Stunden in Anspruch nehmen.</p> <p>Dass es sich bei dem Unfallfahrzeug um einen Gelenkbus handle, erschwere die Arbeit. „Außerdem sind die Gegebenheiten vor Ort schwierig und verengt, aufgrund der Bäume“, so Kunz. Ein Problem mit dem Gewicht des Busses habe es nicht gegeben. „Bergungen von Lastwagen sind aufgrund des Gewichtes komplizierter“, so Kunz weiter.</p> <p>Um den Unfallhergang zu ermitteln, bittet die Polizei Zeugen, sich unter der Telefonnummer 07733 99600 bei der Verkehrspolizei in Mühlhausen-Ehingen zu melden.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Mehrere Verletzte! Bus kracht in der Jahnstraße gegen einen Baum]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 17:00:42 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zockt da jemand ab? Warum Brennholz einfach nicht günstiger wird  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/zockt-da-jemand-ab-warum-brennholz-einfach-nicht-guenstiger-wird;art416,12510227 ]]></link>      <description><![CDATA[  Während der Preis für Heizöl und Gas nach Beginn des Ukraine-Kriegs deutlich gefallen ist, bleibt Scheitholz teuer – auch in der Region ist das so. Aber warum eigentlich?  ]]></description>
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          Während der Preis für Heizöl und Gas nach Beginn des Ukraine-Kriegs deutlich gefallen ist, bleibt Scheitholz teuer – auch in der Region ist das so. Aber warum eigentlich?<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Während der Preis für Heizöl und Gas nach Beginn des Ukraine-Kriegs deutlich gefallen ist, bleibt Scheitholz teuer – auch in der Region ist das so. Aber warum eigentlich?



        <p>Allen Diskussionen um Heizungsverbote und Feinstaub zum Trotz stehen Kachel- oder Schwedenöfen bei den Bürgern immer noch hoch im Kurs. In knapp einem Zehntel aller Häuser – etwa 220.000 Gebäude – in Baden-Württemberg, sind entsprechende Öfen installiert.</p> <p>Insbesondere Privatleute schätzen die besondere Holz-Wärme, um ihre Stuben zu heizen. Allerdings wird Scheitholz langfristig im Vergleich zu anderen Energieträgern immer teurer. Warum ist ein großes Rätsel der Branche. Eine Spurensuche.</p> <h2>Was kostet Scheitholz?</h2> <p>Die Preise von Scheitholz weisen extreme Unterschiede auf, die noch sehr viel höher ausfallen, als die von Sprit an der Zapfsäule, Heizöl oder Erdgas. Als Grundregel gilt, dass Brennholz in Städten teuer, auf dem Land eher günstiger ist. Aber auch die Anbieterstruktur spielt eine Rolle. Sie ist von einer enormen Vielzahl an Händlern geprägt ist. Diese wiederum weisen sehr unterschiedliche Produktionsbedingungen auf.</p> <p>Außerdem ist ihr Geschäftsmodell oft sehr unterschiedlich. Dem Nebenerwerbs-Brennholzhändler, der Stämme in seinem eigenen Wald schlägt und der sie selbst weiterverarbeitet, stehen spezialisierte Scheitholzhändler gegenüber, die das Holz industriell sägen, spalten, trocknen und auf Paletten verpacken.</p> <p>Zudem ist der Rohstoff Holz nicht gleichförmig. Das heißt, es gibt unterschiedliche Qualitäten, Sorten, Längen und Trocknungsgrade, die mit anderen Preisen einhergehen. Das im bayrischen Straubing ansässige Technologie- und Förderzentrum (TFZ), eine Expertenorganisation des bayrischen Landwirtschaftsministeriums, untersucht den Markt seit Jahrzehnten.</p> <p>In einer aktuellen Studie hat das TZF eine hohe Spreizung der Preise im Bundesgebiet, selbst für Standardware, festgestellt. Der teuerste Raummeter Buchenholz habe mit 211 Euro knapp dreimal mehr als der Günstigste mit 72 Euro gekostet, sagte TFZ-Fachmann Simon Lesche dem SÜDKURIER. Das heißt für den Endkunden: Preise vergleichen und verschiedene Händler abfragen, lohnt sich bei Scheitholz besonders.</p> <h2>Wie sind die Preise im südlichen Baden-Württemberg?</h2> <p>Generell ist Holz nach Aussagen des Bundesverbands Brennholzhandel und Brennholzproduktion (BBB) in Baden-Württemberg in etwa so teuer wie im Bundesschnitt. Hier kostet der Raummeter Buchen-Scheitholz im Herbst 2025 umgerechnet 178 Euro.</p> <p>Warum ist das so? In Baden-Württemberg sind Osteuropa und das Baltikum, aus dem insbesondere Ostdeutschland sein Scheitholz sehr günstig bezieht, fern. Daher greift der hiesige Handel stärker als anderswo auf regionale Hölzer zurück. Die aber sind teurer. Preisdämpfend wirkt andererseits, dass Baden-Württemberg über große Waldflächen verfügt, die Rohstoffversorgung also gut ist.</p> <h2>Und in Südbaden?</h2> <p>Auch in Südbaden weist Scheitholz erhebliche Preisunterschiede auf. Bei Landprodukte Krause aus Mühlhausen-Ehingen, einer der größten Scheitholzhändler im Hegau, koste ein Raummeter (Ster) fertig getrocknetes Buchenholz 170 Euro, wie Inhaber Lothar Krause dem SÜDKURIER sagt. Nadelholzscheite aus Fichte, Tanne oder Kiefer gibt es für 100 Euro. Allerdings sei der Heizwert der Nadelhölzer auch deutlich geringer, sagt Krause.</p> <p>Beim Brennholzhandel Niebling aus Konstanz kostet der Raummeter Buchenholz umgerechnet 185 Euro. Nadelholz sei gleich teuer, weil der Aufwand zur Verarbeitung derselbe sei, sagt Firmenchef Michael Niebling.</p> <p>Beide Anbieter nutzen die sogenannte Container-Trocknung für ihr Holz. Statt es bis zu zwei Jahre unter Planen zu lagern, werden die Scheite drei Wochen lang bei 60 bis 80 Grad Celsius mit der Abluft von Biogasanlagen getrocknet. Diese Art der Aufbereitung setzt sich immer mehr durch.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Tipps zum Holz verbrennen</span><span><strong>Lagerung:</strong> Holz sollte richtig gelagert und verbrannt werden. Die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) empfiehlt Fichte, Pappel und Tanne ein Jahr zu lagern bevor es verbrannt wird, Birke, Erle, Linde 1,5 Jahre und Buche, Esche und Obstgehölze 2 Jahre. Die Holzfeuchte dürfe 25 Prozent nicht überschreiten und Holzscheite sollten maximal Armstärke haben. Kaminöfen sollten zudem nicht ganz vollgeladen und von oben angefeuert werden, damit sich der Brand nach unten durchfressen kann.<br /> <strong>Verbrennung:</strong> Wichtig ist für ausreichende Sauerstoffzufuhr zu sorgen, weil sonst Rauch, giftiges Schwelgas oder Kohlenmonoxid entstehen kann und der Ofen zu versotten droht.<br /> <strong>Qualität:</strong> Zudem sollte nur unbehandeltes Vollholz verbrannt werden. Holz, das mit Holzschutzmitteln oder Lack behandelt wurde, setze hochgiftige Stoffe wie Schwermetalle, Dioxine und Furane frei, so die LUBW. WerdePVC-haltiger Kunststoff verbrannt, entstehe Salzsäure, was zur Zerstörung des Ofens führen könne. (wro)</span></label></div> <h2>Wann ist Scheitholz teuer, wann billig?</h2> <p>Saisonale Schwankungen gibt es, sie sind aber nicht so ausgeprägt wie etwa beim Heizöl. „Im Juli und August ist bei den Händlern Saure-Gurken-Zeit“, sagt Steffen Rotner vom Verband BBB. Wer in dieser Zeit Holz ordere, könne von günstigen Sommerpreisen profitieren.</p> <h2>Wie kann man sparen?</h2> <p>Neben intensiven Preisvergleichen im Handel kann man selbst Holzmachen. Die Kommunen weisen dafür sogenannte Reisschläge aus. Dort werden gefällte Holzstämme zur Weiterverarbeitung angeboten. Konstanz und andere Städte bieten beispielsweise einen Festmeter Buchenholz für 85 Euro an. Zu Scheiten verarbeiten und abtransportieren muss man das Holz selbst.</p> <h2>Wie sieht die Preistendenz für die kommenden Monate aus?</h2> <p>Zumindest für die laufende sowie für die kommende Heizsaison 2026 sieht Rotner vom BBB keine nennenswerten Preissprünge. „Wir rechnen damit, dass die Endkundenpreise zunächst einmal auf dem derzeitigen Niveau bleiben“, sagt er. Also irgendwo zwischen 170 und 180 Euro je Raummeter Buchenholz, Nadelholz entsprechend weniger.</p> <h2>Wer bestimmt den Preis überhaupt?</h2> <p>Die Scheitholzpreise werden nicht wie bei Erdöl oder Gas an den Weltmärkten gebildet, sondern sind regional ausdifferenziert. Die Referenz bildet oft der Abgabepreis von Stammholz im Staatsforst. Daran orientieren sich meist auch die privaten Waldbesitzer, also vor allem der Adel, der über erhebliche Forstflächen verfügt, und Landwirte.</p> <p>Der Landesvermarkter Forst-BW gibt sein Holz derzeit im Forstbezirk Baar-Hegau für 84 Euro pro Festmeter (Buchenholz) ab, wobei ein Festmeter etwa 1,5 Raummetern entspricht. Das ist die Einheit, die der Handel im Kontakt mit den Endkunden verwendet. Bei Nadelholz sind es laut Forst-BW 49 Euro.</p> <p>Die Holzpreise beim Forstbezirk Baar-Hegau seien „seit zwei Jahren unverändert“, sagt Sebastian Drobnik von Forst-BW. Für die kommenden Monate rechne man mit einem Preisauftrieb gemäß der Inflation.</p> <h2>Wie teuer ist Heizen mit Scheitholz im Vergleich zu Pellets und Heizöl?</h2> <p>Dass Heizen mit Scheitholz günstig ist, ist eine Mär – zumindest wenn man aktuellen Studien folgt. Vielmehr ist Holz, neben Heizöl, 2025 die teuerste Art der Energiegewinnung gewesen. Die spezifischen Brennstoffkosten von Scheitholz liegen nach Berechnungen des TFZ mit 9,3 Cent je Kilowattstunde quasi gleichauf mit Heizöl (9,5 Cent). Pellets sind mit 6,7 Cent je Kilowattstunde viel günstiger.</p> <p>Auffällig sei, dass der Scheitholzpreis nach der Energiekrise in Folge des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 „fast nicht gefallen ist“, wie TFZ-Fachmann Lesche sagt. Das ist ungewöhnlich, denn Heizöl ist ausgehend von den Höchstständen im Jahr 2022 um mehr als 50 Prozent günstiger geworden. Dagegen stagnieren die Scheitholzpreise seit langem auf „einem eher hohen Niveau“, so Ökonom Lesche.</p> <h2>Zockt im Markt jemand ab?</h2> <p>Offizielle Stimmen, die das bestätigen, gibt es nicht. Aus der Branche hört man, der Brennholzhandel sitze auf erheblichen Mengen Holz, die in den Jahren 2022 und 2023 zu hohen Preisen eingekauft worden sind. Damals deckten sich nicht nur die Endkunden, sondern auch der Handel in Erwartung noch höherer Preise mit großen Holzmengen ein. Nach der Trocknung geht dieses Holz seit einigen Monaten in den Abverkauf.</p> <p>Weil die Händler keine Verluste einfahren wollen, setzten sie hohe Preise, die der Kunde offenbar akzeptiere, heißt es in der Branche. Der Händler-Verband BBB widerspricht und verweist auf „durchaus sinkende Holzpreise seit der Ukraine-Krise“, wie Verbandssprecher Rotner sagt.</p> <p>Artur Petkau, Forstökonom an der Hochschule Rottenburg pflichtet dem bei. Seit dem Energiepreisschock 2022 seien „die Preise mittlerweile wieder deutlich gesunken“. Dennoch seien die aktuell in Baden-Württemberg gültigen Notierungen für den Endkunden „nicht ganz günstig“.</p> <p>Der Professor sieht neben der hohen Holznachfrage von Privathaushalten vor allem die rohstoffintensive Papier- und Celluloseindustrie als Preistreiber. „Sie wächst und fragt ebenfalls viel Holz nach, das teilweise auch als Brennholz verwertet werden könnte“, so Petkau. Klar sei, dass sich Brennholz im vergangenen Jahrzehnt kontinuierlich verteuert habe.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Zockt da jemand ab? Warum Brennholz einfach nicht günstiger wird]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 12:36:46 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schicksalstage für das Herz-Zentrum Konstanz: Wie lange hält die Klinik noch durch?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/klinik-am-bodensee-ist-insolvent-wie-lange-haelt-das-herz-zentrum-konstanz-noch-durch;art372432,12510549 ]]></link>      <description><![CDATA[  Tausende Menschen in der Region haben dem Spezialkrankenhaus ihr Leben zu verdanken. Doch eine Rettung des Herz-Zentrums ist weiterhin ungewiss. Denn eine Einigung mit dem Landkreis scheint noch weit entfernt.  ]]></description>
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          Tausende Menschen in der Region haben dem Spezialkrankenhaus ihr Leben zu verdanken. Doch eine Rettung des Herz-Zentrums ist weiterhin ungewiss. Denn eine Einigung mit dem Landkreis scheint noch weit entfernt.<br>
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        Tausende Menschen in der Region haben dem Spezialkrankenhaus ihr Leben zu verdanken. Doch eine Rettung des Herz-Zentrums ist weiterhin ungewiss. Denn eine Einigung mit dem Landkreis scheint noch weit entfernt.



        <p>Das zahlungsunfähige Herz-Zentrum Bodensee steht vor der Schicksalsfrage: Die angeschlagene private Klinik muss die Gehälter für das Personal inzwischen wieder aus der Insolvenzmasse bestreiten, und Beobachter fragen immer lauter, wie lange sie dazu noch in der Lage ist. Eine Übernahme durch den Gesundheitsverbund des Landkreises Konstanz (GLKN) ist noch lange nicht unter Dach und Fach, und das Sozialministerium in Stuttgart kann auch noch keine neuen positiven Signale senden.</p> <p>Damit ist die Zukunft der in den 1990er-Jahren eröffneten Klinik an der Konstanzer Luisenstraße so ungewiss wie noch nie, seit <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/konstanzer-herz-zentrum-meldet-insolvenz-an-wie-geht-es-nun-fuer-patienten-und-mitarbeitende-weiter;art372432,12430488" target="_blank" title="Das Konstanzer Herz-Zentrum ist insolvent! Wie geht es nun für Patienten und Mitarbeitende weiter?">die privaten Betreiber Anfang Juli erklären mussten, dass sie die dauerhaften Verluste nicht länger tragen können</a>. Seither läuft die Suche nach einem Träger, der das Haus übernehmen könnte. Man befinde sich „weiterhin in Verhandlungen zur Übertragung des Geschäftsbetriebes auf einen Investor“, erklärte dazu die Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger, die das Insolvenzverfahren betreut: „Der Veräußerungsprozess verläuft planmäßig.“</p> <p>Wer die Verhandlungspartner sind und ob es neben dem GLKN weitere Interessenten gibt, bleibt dabei offen. „Aufgrund unterzeichneter Vertraulichkeitsvereinbarungen“ könne man dazu keine Auskünfte gehen, heißt es aus der Kanzlei von Philipp Grub. Sie bestätigt aber, dass „die Löhne und Gehälter wieder aus der Insolvenzmasse bezahlt“ werden müssen. Über den gesetzlichen Zeitraum von drei Monaten hatte im Juli, August und September die Bundesagentur für Arbeit das Einkommen des Personals über das Insolvenzgeld abgesichert.</p> <h2>Betriebsrat beklagt „große Unsicherheit“</h2> <p>„Die Stimmung ist von großer Unsicherheit geprägt“, erklärt dazu auf SÜDKURIER-Anfrage der Betriebsratsvorsitzende Fabio Maier. Trotz einiger positiver Signale gebe es „bis zum heutigen Tage keine gesicherte Lösung für den Erhalt der Arbeitsplätze“. Gleichwohl gehe, wie auch der Insolvenzverwalter bestätigt, der Betrieb weiter: „Dennoch arbeiten wir alle seriös und mit vollem Einsatz bis zum letzten Tag, um die Patientenversorgung im Notfall wie auch im geplanten Setting zu gewährleisten.“ Die herzmedizinische Versorgung sei für einen großen Teil der Belegschaft „mehr als nur ein reiner Job.“</p> <p>So erleben es auch Patienten, die zuletzt in der Klinik versorgt wurden. Sie berichten von engagierten Mitarbeitenden und guter ärztlicher wie pflegerischer Betreuung. Und der Betriebsrat hat die Hoffnung, dass es dieses Angebot in Konstanz weiter geben kann, auch noch lange nicht aufgegeben: Das gemeinsame Ziel müsse es sein, die Versorgung der Patienten in den Bereichen Kardiochirurgie, Elektrophysiologie und Kardiologie im Landkreis zu sichern und die Arbeitsplätze zu erhalten. Dabei ist der Eindruck des Betriebsrats: „Alle bisher in der Öffentlichkeit getätigten Äußerungen lassen diese Bereitschaft erkennen, sei es auf der Ebene der politischen Entscheidungsträger, sei es seitens des GLKN.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Petition „Rettet das Herz-Zentrum Konstanz!“</span><span>Für den Fortbestand der Herzmedizin in der Bodenseeregion setzt sich auch eine vom Betriebsrat des Herz-Zentrums angestoßene Petition ein. Bisher haben sich über 10.000 Personen der Forderung angeschlossen. „Dies zeigt uns, dass das Schicksal des Herz-Zentrums viele Menschen bewegt“, erklärt dazu der Betriebsrat und dankt auch für weitere Unterstützung: „Viele Privatpersonen im Umfeld des Herz-Zentrums haben sich hier über die Maße hinaus für uns eingesetzt.“<br /> Das öffentliche Engagement zeige schon jetzt und unabhängig vom Ausgang des Insolvenzverfahrens, wie wichtig den Menschen der Fortbestand der herzmedizinischen Versorgung vor Ort sei. Auch in die Politik im Kreis und im Land gehe so ein starkes Signal aus. Wer das Anliegen noch unterstützen möchte, hat dazu weiterhin Gelegenheit unter <a href="https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-das-herz-zentrum-konstanz-fuer-den-fortbestand-der-herzmedizin-in-der-bodenseeregion-2" target="_blank" title="" rel="noopener">https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-das-herz-zentrum-konstanz-fuer-den-fortbestand-der-herzmedizin-in-der-bodenseeregion-2</a>.</span></label></div> <h2>Was sagt das Sozialministerium dazu?</h2> <p>Das Sozialministerium sieht unterdessen vor allem den Gesundheitsverbund in der Pflicht. Man sei in gutem Austausch, so Claudia Krüger aus der Pressestelle. Eine Erweiterung des Spektrums stehe in der Verantwortung des Krankenhausträgers, heißt es dort mit Blick auf den GLKN. Die Leitung des Klinikums Konstanz habe kürzlich „einen Antrag zur Aufnahme der Herzchirurgie in ihr Versorgungsportfolio“ gestellt. Dieser werde „aktuell unter Hochdruck“ geprüft. Die Kriterien sind dabei: Besteht ein tatsächlicher Bedarf? Ist der GLKN leistungsfähig genug für diese Ausweitung des Angebots? Und geht die angestrebte Übernahme auch wirtschaftlich auf?</p> <p>Wie diese Bewertung bisher ausgefallen ist, darüber hüllt sich das Ministerium in Schweigen und verweist unter anderem auf den Datenschutz. Im Raum stehen nach SÜDKURIER-Informationen unter anderem Fragen wie: Finanzieren die Krankenkassen auch unter neuer Trägerschaft die Eingriffe in Konstanz? Wie gut ist die Herz-Versorgung auch im weiteren Umkreis? Was könnte und müsste der GLKN für eine Übernahme bezahlen? Was passiert mit den aufgelaufenen Schulden beim Herz-Zentrum?</p> <h2>Betriebsrat hofft auf „konkrete Entscheidungen“</h2> <p>Wann es dazu eine Entscheidung gibt, lassen der Insolvenzverwalter und das Sozialministerium offen. Der Betriebsrat weiß es offenbar nicht, drängt aber bei allem Verständnis für die komplizierten Prozesse darauf, dass die bisherigen Äußerungen und Willensbekundungen „nun in konkrete Entscheidungen verwandelt werden, die der Belegschaft wie auch den aktuellen und zukünftigen Patienten vor Ort Sicherheit geben.“</p> <p>Bis dahin schöpfen die Beschäftigten, aber auch viele Patienten und ihre Angehörigen aus den vielen Unterstützungsbekundungen aus der Öffentlichkeit Kraft. Im Zusammenhang mit der Petition für den Erhalt der Klinik gebe es „viele bewegende und ermutigende Statements“, so Betriebsratsvorsitzender Maier. Auch Konstanzer Persönlichkeiten wie der langjährige CDU-Stadtrat Wolfgang Müller-Fehrenbach haben sich bereits für die Herz-Klinik starkgemacht, oft aufgrund ganz persönlicher Betroffenheit. Ob sie damit Erfolg haben, dürfte sich in den nächsten Wochen erweisen – denn die Uhr für das Herz-Zentrum tickt.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Klinik Oberbürgermeister Betriebsauflösung Krankenhaus Arbeitsplatz thema-gesundheit-system thema-wirtschaft-arbeit thema-wirtschaft-unternehmen]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Schicksalstage für das Herz-Zentrum Konstanz: Wie lange hält die Klinik noch durch?]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 12:36:49 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schicksalstage für das Herz-Zentrum Konstanz: Wie lange hält die Klinik noch durch?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/klinik-am-bodensee-ist-insolvent-wie-lange-haelt-das-herz-zentrum-konstanz-noch-durch;art372432,12510549 ]]></link>      <description><![CDATA[  Tausende Menschen in der Region haben dem Spezialkrankenhaus ihr Leben zu verdanken. Doch eine Rettung des Herz-Zentrums ist weiterhin ungewiss. Denn eine Einigung mit dem Landkreis scheint noch weit entfernt.  ]]></description>
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          Tausende Menschen in der Region haben dem Spezialkrankenhaus ihr Leben zu verdanken. Doch eine Rettung des Herz-Zentrums ist weiterhin ungewiss. Denn eine Einigung mit dem Landkreis scheint noch weit entfernt.<br>
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        Tausende Menschen in der Region haben dem Spezialkrankenhaus ihr Leben zu verdanken. Doch eine Rettung des Herz-Zentrums ist weiterhin ungewiss. Denn eine Einigung mit dem Landkreis scheint noch weit entfernt.



        <p>Das zahlungsunfähige Herz-Zentrum Bodensee steht vor der Schicksalsfrage: Die angeschlagene private Klinik muss die Gehälter für das Personal inzwischen wieder aus der Insolvenzmasse bestreiten, und Beobachter fragen immer lauter, wie lange sie dazu noch in der Lage ist. Eine Übernahme durch den Gesundheitsverbund des Landkreises Konstanz (GLKN) ist noch lange nicht unter Dach und Fach, und das Sozialministerium in Stuttgart kann auch noch keine neuen positiven Signale senden.</p> <p>Damit ist die Zukunft der in den 1990er-Jahren eröffneten Klinik an der Konstanzer Luisenstraße so ungewiss wie noch nie, seit <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/konstanzer-herz-zentrum-meldet-insolvenz-an-wie-geht-es-nun-fuer-patienten-und-mitarbeitende-weiter;art372432,12430488" target="_blank" title="Das Konstanzer Herz-Zentrum ist insolvent! Wie geht es nun für Patienten und Mitarbeitende weiter?">die privaten Betreiber Anfang Juli erklären mussten, dass sie die dauerhaften Verluste nicht länger tragen können</a>. Seither läuft die Suche nach einem Träger, der das Haus übernehmen könnte. Man befinde sich „weiterhin in Verhandlungen zur Übertragung des Geschäftsbetriebes auf einen Investor“, erklärte dazu die Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger, die das Insolvenzverfahren betreut: „Der Veräußerungsprozess verläuft planmäßig.“</p> <p>Wer die Verhandlungspartner sind und ob es neben dem GLKN weitere Interessenten gibt, bleibt dabei offen. „Aufgrund unterzeichneter Vertraulichkeitsvereinbarungen“ könne man dazu keine Auskünfte gehen, heißt es aus der Kanzlei von Philipp Grub. Sie bestätigt aber, dass „die Löhne und Gehälter wieder aus der Insolvenzmasse bezahlt“ werden müssen. Über den gesetzlichen Zeitraum von drei Monaten hatte im Juli, August und September die Bundesagentur für Arbeit das Einkommen des Personals über das Insolvenzgeld abgesichert.</p> <h2>Betriebsrat beklagt „große Unsicherheit“</h2> <p>„Die Stimmung ist von großer Unsicherheit geprägt“, erklärt dazu auf SÜDKURIER-Anfrage der Betriebsratsvorsitzende Fabio Maier. Trotz einiger positiver Signale gebe es „bis zum heutigen Tage keine gesicherte Lösung für den Erhalt der Arbeitsplätze“. Gleichwohl gehe, wie auch der Insolvenzverwalter bestätigt, der Betrieb weiter: „Dennoch arbeiten wir alle seriös und mit vollem Einsatz bis zum letzten Tag, um die Patientenversorgung im Notfall wie auch im geplanten Setting zu gewährleisten.“ Die herzmedizinische Versorgung sei für einen großen Teil der Belegschaft „mehr als nur ein reiner Job.“</p> <p>So erleben es auch Patienten, die zuletzt in der Klinik versorgt wurden. Sie berichten von engagierten Mitarbeitenden und guter ärztlicher wie pflegerischer Betreuung. Und der Betriebsrat hat die Hoffnung, dass es dieses Angebot in Konstanz weiter geben kann, auch noch lange nicht aufgegeben: Das gemeinsame Ziel müsse es sein, die Versorgung der Patienten in den Bereichen Kardiochirurgie, Elektrophysiologie und Kardiologie im Landkreis zu sichern und die Arbeitsplätze zu erhalten. Dabei ist der Eindruck des Betriebsrats: „Alle bisher in der Öffentlichkeit getätigten Äußerungen lassen diese Bereitschaft erkennen, sei es auf der Ebene der politischen Entscheidungsträger, sei es seitens des GLKN.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Petition „Rettet das Herz-Zentrum Konstanz!“</span><span>Für den Fortbestand der Herzmedizin in der Bodenseeregion setzt sich auch eine vom Betriebsrat des Herz-Zentrums angestoßene Petition ein. Bisher haben sich über 10.000 Personen der Forderung angeschlossen. „Dies zeigt uns, dass das Schicksal des Herz-Zentrums viele Menschen bewegt“, erklärt dazu der Betriebsrat und dankt auch für weitere Unterstützung: „Viele Privatpersonen im Umfeld des Herz-Zentrums haben sich hier über die Maße hinaus für uns eingesetzt.“<br /> Das öffentliche Engagement zeige schon jetzt und unabhängig vom Ausgang des Insolvenzverfahrens, wie wichtig den Menschen der Fortbestand der herzmedizinischen Versorgung vor Ort sei. Auch in die Politik im Kreis und im Land gehe so ein starkes Signal aus. Wer das Anliegen noch unterstützen möchte, hat dazu weiterhin Gelegenheit unter <a href="https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-das-herz-zentrum-konstanz-fuer-den-fortbestand-der-herzmedizin-in-der-bodenseeregion-2" target="_blank" title="" rel="noopener">https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-das-herz-zentrum-konstanz-fuer-den-fortbestand-der-herzmedizin-in-der-bodenseeregion-2</a>.</span></label></div> <h2>Was sagt das Sozialministerium dazu?</h2> <p>Das Sozialministerium sieht unterdessen vor allem den Gesundheitsverbund in der Pflicht. Man sei in gutem Austausch, so Claudia Krüger aus der Pressestelle. Eine Erweiterung des Spektrums stehe in der Verantwortung des Krankenhausträgers, heißt es dort mit Blick auf den GLKN. Die Leitung des Klinikums Konstanz habe kürzlich „einen Antrag zur Aufnahme der Herzchirurgie in ihr Versorgungsportfolio“ gestellt. Dieser werde „aktuell unter Hochdruck“ geprüft. Die Kriterien sind dabei: Besteht ein tatsächlicher Bedarf? Ist der GLKN leistungsfähig genug für diese Ausweitung des Angebots? Und geht die angestrebte Übernahme auch wirtschaftlich auf?</p> <p>Wie diese Bewertung bisher ausgefallen ist, darüber hüllt sich das Ministerium in Schweigen und verweist unter anderem auf den Datenschutz. Im Raum stehen nach SÜDKURIER-Informationen unter anderem Fragen wie: Finanzieren die Krankenkassen auch unter neuer Trägerschaft die Eingriffe in Konstanz? Wie gut ist die Herz-Versorgung auch im weiteren Umkreis? Was könnte und müsste der GLKN für eine Übernahme bezahlen? Was passiert mit den aufgelaufenen Schulden beim Herz-Zentrum?</p> <h2>Betriebsrat hofft auf „konkrete Entscheidungen“</h2> <p>Wann es dazu eine Entscheidung gibt, lassen der Insolvenzverwalter und das Sozialministerium offen. Der Betriebsrat weiß es offenbar nicht, drängt aber bei allem Verständnis für die komplizierten Prozesse darauf, dass die bisherigen Äußerungen und Willensbekundungen „nun in konkrete Entscheidungen verwandelt werden, die der Belegschaft wie auch den aktuellen und zukünftigen Patienten vor Ort Sicherheit geben.“</p> <p>Bis dahin schöpfen die Beschäftigten, aber auch viele Patienten und ihre Angehörigen aus den vielen Unterstützungsbekundungen aus der Öffentlichkeit Kraft. Im Zusammenhang mit der Petition für den Erhalt der Klinik gebe es „viele bewegende und ermutigende Statements“, so Betriebsratsvorsitzender Maier. Auch Konstanzer Persönlichkeiten wie der langjährige CDU-Stadtrat Wolfgang Müller-Fehrenbach haben sich bereits für die Herz-Klinik starkgemacht, oft aufgrund ganz persönlicher Betroffenheit. Ob sie damit Erfolg haben, dürfte sich in den nächsten Wochen erweisen – denn die Uhr für das Herz-Zentrum tickt.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 12:48:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neuer Konstanzer Polizeipräsident: "Kriminalität ist kein Herkunftsproblem"  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/neuer-konstanzer-polizeipraesident-kriminalitaet-ist-kein-herkunftsproblem;art417930,12510096 ]]></link>      <description><![CDATA[  Seit fast 100 Tagen leitet Jürgen von Massenbach-Bardt das Präsidium. Wie er auf Diskussionen über Migration und fehlenden Respekt blickt – und welche neue Generation Polizisten er heranwachsen sieht.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Seit fast 100 Tagen leitet Jürgen von Massenbach-Bardt das Präsidium. Wie er auf Diskussionen über Migration und fehlenden Respekt blickt – und welche neue Generation Polizisten er heranwachsen sieht.<br>
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        Seit fast 100 Tagen leitet Jürgen von Massenbach-Bardt das Präsidium. Wie er auf Diskussionen über Migration und fehlenden Respekt blickt – und welche neue Generation Polizisten er heranwachsen sieht.



        <p><strong>Herr von Massenbach-Bardt, Sie sind seit wenigen Wochen im Amt, nächste Woche werden es hundert Tage. Wenn Sie morgens ins Präsidium kommen – was liegt da auf Ihrem Schreibtisch? Was beschäftigt Sie aktuell am meisten?</strong></p> <p><em>Jürgen von Massenbach-Bardt:</em> Morgens schaue ich zuerst auf die Lage: Was ist in der Nacht passiert, wo gibt es Schwerpunkte, was müssen wir klären? Heute war es ruhig, ein Verkehrsunfall, sonst nichts Außergewöhnliches. Natürlich blicke ich dabei nicht nur auf Konstanz, sondern auf das ganze Präsidium und auch auf Baden-Württemberg insgesamt. Überraschend war in den ersten Wochen wenig. Ich hatte mich intensiv vorbereitet, als klar war, dass ich diese Aufgabe übernehme.</p> <p><strong>Wie würden Sie die Sicherheitslage in Ihrem Präsidiumsbereich beschreiben?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Insgesamt leben wir hier in einer objektiv sicheren Region. Das Polizeipräsidium Konstanz deckt einen eher ländlich geprägten Raum ab – das ist nicht mit Großstädten wie Stuttgart oder Mannheim zu vergleichen. Aber Sicherheit ist nicht nur Statistik. Jede wahrnehmbare Straftat löst Unruhe aus, gerade dort, wo diese Kriminalität nicht alltäglich ist. Das Sicherheitsgefühl kann dann stärker beeinträchtigt sein als in verdichteten Räumen, wo solche Delikte alltäglicher erscheinen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person</span><span>Jürgen Freiherr von Massenbach-Bardt, Jahrgang 1965, ist seit Sommer 2025 Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Konstanz. Er trat 1985 in den Polizeidienst ein, stieg 1994 in den gehobenen und 2000 in den höheren Polizeivollzugsdienst auf. Er war im Innenministerium beschäftigt, bei der Bereitschaftspolizei Böblingen und an der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen, zuletzt als Vizepräsident. Von Massenbach-Bardt war bereits 2024 als Nachfolger vorgesehen, konnte das Amt jedoch zunächst nicht antreten, weil die Staatsanwaltschaft gegen ihn und weitere Führungskräfte wegen des Verdachts manipulierter Leistungsnachweise ermittelte. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/neuer-konstanzer-polizeipraesident-uebernimmt-jetzt-tatsaechlich-sein-amt;art417930,12449820" title="Nach Monaten der Ungewissheit: Das Polizeipräsidium Konstanz steht vor einem Neubeginn">Der Verdacht bestätigte sich nicht – das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt</a>, von Massenbach-Bardt vollständig entlastet. Das Polizeipräsdium Konstanz ist für die Landkreise Konstanz, Schwarzwald-Baar, Tuttlingen und Rottweil zuständig.</span></label></div> <p><strong>Wo liegt aus Ihrer Sicht der größte Handlungsdruck – auf der Straße, in der Organisation oder bei den Ermittlern?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Schwerpunkt ist für mich immer die Präsenz. Die Menschen wollen Polizei sehen, sie wollen wissen, dass jemand da ist. Das Sicherheitsgefühl ist Teil der Lebensrealität, es prägt die Lebensqualität. Um hierauf angemessen reagieren zu können, müssen wir unser Personal effizient einsetzen und nachvollziehbar erklären, warum wir wo Schwerpunkte setzen. Grundlage sind objektive Daten, aber auch die subjektive Wahrnehmung vor Ort.</p> <p><strong>Welche Deliktfelder binden derzeit die meiste Polizeiarbeit?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Ein klarer Schwerpunkt liegt im Bereich digitaler Kriminalität – also Cyber-Trading, Schockanrufe, Callcenter-Betrug oder falsche Polizeibeamte. Menschen werden über das Internet oder über soziale Medien dazu gebracht, Geld zu investieren, und verlieren zum Teil sehr hohe Summen. Diese Täter agieren international, versiert und emotional geschickt. Sie nutzen Sorgen um Angehörige oder das Vertrauen in Behörden aus. Das ist für viele Betroffene existenziell und für uns ein riesiges Arbeitsfeld.</p> <p><strong>Warum gelingt es nicht, diesen Phänomenen spürbar beizukommen?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Weil viele Faktoren zusammenspielen. Viele Menschen glauben möglicherweise, sie selbst würden nie betroffen sein, und erkennen den Betrug erst spät. Zugleich verändern sich die Methoden ständig. Ich spreche ungern von „Professionalisierung der Kriminalität“, aber die Täter agieren technisch und psychologisch skrupellos und immer ausgefeilter. Dadurch greifen einfache Überprüfungen oft nicht mehr. Dazu kommt die Verlockung, mit einer vermeintlich sicheren Geldanlage Gewinn zu machen – und im Bereich der Schockanrufe die emotionale Manipulation. Das macht es so schwierig.</p> <p><strong>Man hört oft, Kriminelle seien technisch besser ausgestattet als die Polizei. Stimmen Sie dem zu?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Nein. Wir haben sehr gute Leute und Systeme. Ich kenne das Thema aus meiner Zeit an der Hochschule: Im Bereich Cybercrime sind unsere Spezialistinnen und Spezialisten hervorragend geschult. Natürlich ist die Entwicklung rasant, und man muss ständig am Ball bleiben – aber qualitativ stehen wir sehr gut da. Die Herausforderung liegt nicht in mangelndem Wissen, sondern in der Masse und der Geschwindigkeit der Fälle.</p> <p><strong>Unterdessen wird auf den Straßen der Ton rauer. Viele Polizistinnen und Polizisten berichten von weniger Respekt. Spüren Sie das ebenfalls?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Ja. Ich nehme das als gesamtgesellschaftliches Phänomen wahr. Autorität – im positiven Sinn verstanden – wird weniger anerkannt. Maßnahmen werden schneller hinterfragt, jede Handlung sofort kommentiert. Das macht die Arbeit im Einsatz deutlich schwieriger. Ich habe großen Respekt vor den Kolleginnen und Kollegen, die unter diesen Bedingungen professionell bleiben und trotzdem Ruhe bewahren.</p> <p><strong>War das früher anders?</strong></p> <p>Von Massenbach-Bardt: Ja, das glaube ich. Als ich selbst im Streifendienst war, wurden Anordnungen in der Regel akzeptiert. Heute wird fast alles sofort diskutiert – verbal oder über soziale Medien. Das ist Teil eines kulturellen Wandels, der weit über die Polizei hinausgeht.</p> <p><strong><a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/innenminister-strobl-bestaetigt-suedbaden-testet-polizei-taser-pilotprojekt-an-vier-standorten-laeuft;art417930,12421054" title="Nun also doch: Testlauf in Südbaden mit Tasern für die Polizei">In mehreren Präsidien des Landes wird der Taser erprobt</a>, nicht in Konstanz. Braucht es solche Mittel auch hier?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Man muss die Ergebnisse dieser Erprobung abwarten. Das sogenannte Distanz-Elektroimpulsgerät kann in bestimmten Situationen sehr hilfreich sein. Ich bin gespannt, wie die praktischen Erfahrungen ausfallen. Es ist sicher kein Allheilmittel, aber ein weiteres Einsatzmittel, das in einzelnen Szenarien sinnvoll sein kann. Entscheidend ist zu wissen, wann es angemessen ist.</p> <p><strong>In der <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/stadtbilder-am-bodensee-und-im-schwarzwald-was-maedchen-muetter-und-zahlen-sagen;art417930,12506088" title="Die Stadtbilder am Bodensee und im Schwarzwald: Was Mädchen, Mütter und Zahlen sagen">Stadtbild-Debatte war viel von Verunsicherung die Rede</a> – vor allem abends, an Bahnhöfen oder in Parks. Hat sich das Sicherheitsgefühl verändert?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Das variiert stark. Sicherheitsgefühl hängt immer vom Ort und der subjektiven Wahrnehmung ab. Es gibt kommunale Bereiche, in denen bestimmte Plätze zeitweise zu Brennpunkten werden, weil sich dort bestimmte Gruppen treffen. Wenn sich das Umfeld verändert, kann sich das auch wieder beruhigen. Oft reicht eine einzelne Tat, um das Empfinden einer ganzen Stadt zu verändern – selbst wenn es nur ein Einzelfall ist.</p> <p><strong>Wer trifft sich an solchen Orten?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Das Spektrum ist breit: Jugendliche, junge Erwachsene, Motorradfahrer, Feiernde, Menschen mit Interesse an Alkohol oder Drogen – oder einfach Gruppen, die zusammen Zeit verbringen. Solche Dynamiken sind alltäglich. Wenn Orte ungepflegt wirken oder schlecht beleuchtet sind, entsteht schnell ein Gefühl von Unsicherheit. Die Kriminologie kennt das als „<a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/fuer-weniger-muell-auf-singens-strassen-kriminalpraevention-will-mit-video-fuer-das-thema-sensibilisieren;art372458,10657303" title="Für weniger Müll auf Singens Straßen: Kriminalprävention will mit Video für das Thema sensibilisieren">Broken-Windows-Theorie</a>„: Wo Vernachlässigung sichtbar wird, wächst auch subjektive Unsicherheit.</p> <p><strong>Gibt es Orte, vor denen Sie selbst Ihre Kinder warnen würden?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Mir fällt hier im Bereich des Präsidiums keiner ein, wo ich das sagen müsste. Natürlich sollte man sich immer bewusst bewegen – aber objektiv gefährliche Orte sehe ich derzeit nicht.</p> <p><strong>In der öffentlichen Debatte wird Kriminalität oft mit Migration in Verbindung gebracht. <a href="https://www.nzz.ch/feuilleton/frank-urbaniok-ueber-gewalt-schwimmbad-pruntrut-lausanne-polizei-berlin-clans-migration-integration-rassismus-ld.1901702" target="" title="" rel="noopener">Der forensische Psychiater Frank Urbaniok sagt</a>, bestimmte Gewaltdelikte gäbe es ohne Migration gar nicht in dieser Häufigkeit. Wie sehen Sie das?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Man muss hier sehr differenzieren. Natürlich gibt es Deliktsfelder, in denen Menschen mit Migrationshintergrund auffallen. Aber Kriminalität ist kein Herkunftsproblem, sondern nach meiner Einschätzung vor allem auch eine Frage von Lebensumständen, Milieus und sozialer Integration. Wir müssen aufpassen, dass wir das Sicherheitsgefühl nicht an der Herkunft festmachen. Entscheidend ist, wie Menschen leben und welche Perspektiven sie haben. Eine pauschale Zuschreibung wäre falsch.</p> <p><strong>Innenminister Strobl spricht von einer Trendwende bei der Personalausstattung. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/1250-angehende-polizisten-in-villingen-schwenningen-vereidigt-aber-hat-das-land-genug-polizisten;art417930,12501653" title="1250 angehende Polizisten in Villingen-Schwenningen vereidigt: Aber hat das Land genug Polizisten?">Gleichzeitig heißt es, auch im Präsidium Konstanz fehlen rund zehn Prozent der Stellen</a>. Wie passt das zusammen?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Wir sind solide aufgestellt, aber es gibt natürlich Lücken. Personalausstattung ist kein statischer Zustand – sie hängt von Ausbildung, Ruheständen und Aufgabenentwicklung ab. Entscheidend ist, dass wir die vorhandenen Kräfte effizient einsetzen und Schwerpunkte setzen, wo sie nötig sind. Die Trendwende spüren wir: Die Ausbildungskapazitäten wurden erhöht, der Nachwuchs ist motiviert. Aber die Anforderungen an die Polizei steigen gleichzeitig, deshalb bleibt Personalplanung eine Daueraufgabe.</p> <p><strong>Wie verändert sich die Polizei durch die neue Generation, die jetzt nachrückt?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Ich nehme da viele positive Entwicklungen wahr. Die jungen Kollegen bringen ein anderes Selbstverständnis mit: Sie hinterfragen mehr, wollen verstehen, warum sie etwas tun. Das fordert die Führung, ist aber auch eine Chance. Wir erleben eine Generation, die Kommunikation und Reflexion sehr ernst nimmt, die zugleich technisch versiert ist und vieles mitbringt, was wir im digitalen Zeitalter brauchen. Ich halte das für eine große Stärke.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Neuer Konstanzer Polizeipräsident: "Kriminalität ist kein Herkunftsproblem"]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 14:48:26 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bald locken wieder Glühwein und mehr: Das ist für den Konstanzer Weihnachtsmarkt 2025 geplant  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/weihnachtsmarkt-in-konstanz-2025-das-sind-die-neuen-staende-am-bodensee-03-11-25;art372448,12508748 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ohne Michael Breuninger, dafür mit neuen Ständen und erstmals Bratapfel im Angebot startet Ende November der Weihnachtsmarkt. Bald beginnt bereits der Aufbau. Was ist neu, was bleibt und was kostet der Glühwein?  ]]></description>
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          Ohne Michael Breuninger, dafür mit neuen Ständen und erstmals Bratapfel im Angebot startet Ende November der Weihnachtsmarkt. Bald beginnt bereits der Aufbau. Was ist neu, was bleibt und was kostet der Glühwein?<br>
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        Ohne Michael Breuninger, dafür mit neuen Ständen und erstmals Bratapfel im Angebot startet Ende November der Weihnachtsmarkt. Bald beginnt bereits der Aufbau. Was ist neu, was bleibt und was kostet der Glühwein?



        <p>Der Konstanzer Weihnachtsmarkt hat viel zu bieten: Holzhütten direkt am Bodensee, die schön geschmückt und mit leckeren, hübschen oder praktischen Dingen gefüllt sind. Doch im vergangenen Jahr machte der traditionelle Treffpunkt vor allem mit einem Kuriosum Schlagzeilen: dem <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/weihnachtsmarkt-steigt-auf-mehrweggeschirr-um-gespuelt-wird-allerdings-in-stuttgart;art372448,12215050" target="_blank" title="Weihnachtsmarkt steigt auf Mehrweggeschirr um – gespült wird allerdings in Stuttgart">Mehrweggeschirr, das in Stuttgart gespült wird</a>.</p> <p>Darüber können die Veranstalter Tommy Spörrer und Levin Stracke immer noch schmunzeln. Für dieses Jahr haben sie andere Themen auf der Agenda, etwa einen Nachfolger für Michael Breuninger zu finden. Denn der hat im Sommer<a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/weihnachtsueberraschung-im-hochsommer-michael-breuninger-verlaesst-den-konstanzer-weihnachtsmarkt-20-08-25;art372448,12463813" target="_blank" title="Überraschung im Hochsommer: Michael Breuninger verlässt den Konstanzer Weihnachtsmarkt"> nach 35 Jahren seinen Abschied vom Weihnachtsmarkt</a> bekannt gegeben. Die Bestürzung war groß, doch die Veranstalter richten den Blick lieber nach vorn: Breuninger habe ein „eigentlich gleich gutes Angebot“ leider ausgeschlagen, doch ein Nachfolger sei gefunden.</p> <p>Genau genommen sind es sogar zwei, denn Hans-Peter Wolpert und Tino Schumann, bekannt etwa als <a href="https://www.suedkurier.de/essen-trinken/gasthaus-adler-in-allmannsdorf-wirte-machen-schluss-wie-gehts-weiter;art1367817,12169993" target="_blank" title="Wirte des Traditionslokals Adler gehen zum Jahresende: Wie geht‘s in Allmannsdorf weiter?">früherer Wirt des Adlers in Allmannsdorf</a> sowie der Seeoase, werden 2025 erstmals beim Weihnachtsmarkt präsent sein. „Wir hoffen, dass da ein neuer Treffpunkt entsteht“, sagt Tommy Spörrer, dafür habe man ein gutes Duo mit Gastgeber-Qualitäten gefunden.</p> <h2>Wird der Preis für die Tasse Glühwein steigen?</h2> <p>Rund 170 Stände reihen sich jedes Jahr auf der Marktstätte und entlang des Bodenseeufers beim Stadtgarten, darunter sind 40 Gastronomen. Der Anteil derer, die aus der Region kommen, sei mit der Hälfte bis zu zwei Dritteln hoch, so Stracke. Er zählt direkt auf, wer wieder dabei sei, etwa Gasthaus Rommel aus Dettingen, der Ochsenfetzen vom Hirschen in Horn, Familie Nicoletti und Emanuele Lungo aus Litzelstetten.</p> <p>Was die Gastronomen für den Glühwein verlangen werden, können die Veranstalter nach eigenen Angaben nicht beeinflussen. Nachdem der Preis <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/konstanzer-weihnachtsmarkt-2024-wie-viel-kostet-der-gluehwein;art372448,12254031" target="_blank" title="Ho, ho, hoch die Tassen! Sind auch die Preise auf dem Weihnachtsmarkt nach oben gegangen?">im vergangenen Jahr meist zwischen 4 und 4,50 Euro</a> gelegen habe, geht Levin Stracke davon aus, dass in diesem Jahr 4,50 Euro fällig werden. „Damit stehen wir aber etwa im Vergleich mit Stuttgart oder München noch gut da“, ergänzt Tommy Spörrer.</p> <h2>Kapazitätsgrenze wurde noch nie erreicht</h2> <p>Schätzungsweise 500.000 Menschen werden sich während der vier Wochen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/weihnachtsmarkt-konstanz-2025-termin-oeffnungszeiten-und-highlights-02-11-25;art372448,12504324" target="_blank" title="Weihnachtsmarkt 2025 in Konstanz: Das müssen Sie vor dem Besuch wissen">ab Donnerstag, 27. November, wieder auf dem Weihnachtsmarkt</a> tummeln. „Wir sind noch nie an Kapazitätsgrenzen gestoßen“, sagt Spörrer, und spricht von einer gesunden Enge: Es soll nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig los sein.</p> <p>Und wenn es doch etwas zu eng wird, werde beispielsweise die Straße vor dem Konzil zur Einbahnstraße. „An Engstellen werden auch mal Stände weggenommen“, so der Veranstalter. Dennoch sei es ruhig und friedlich, der Ordnungsdienst habe nicht viel zu tun.</p> <h2>50 Reisebusse am Tag kommen nach Konstanz</h2> <p>Bis zu 50 Reisebusse steuern an einem Samstag den Weihnachtsmarkt an, das sei jede Woche der Tag mit den meisten Besuchern. Besonders der zweite und dritte Samstag seien beliebt, so die Veranstalter. Sie setzen bewusst auf den öffentlichen Nahverkehr, haben für die Busse ein Parksystem entwickelt.</p> <p>Außerdem sei die Zugverbindung wichtig und werde auch rege genutzt, dafür arbeiten Stracke und Spörrer mit der SBB zusammen und bieten etwa Rabatt auf das Zugticket. Viele Besucher rollen auch aus der Schweizer Nachbarschaft an: „Die Schweizer Kundschaft trägt so einen Markt dann doch, weil sie eine Kaufkraft mitbringt“, erklärt Levin Stracke.</p> <p>Generell seien extrem viele Konstanzer auf dem Weihnachtsmarkt, aber auch Menschen aus der gesamten Bodenseeregion, wie Tommy Spörrer ergänzt. Und eben die Reisebusse. Denn der Konstanzer Weihnachtsmarkt sei nicht nur der größte am See, sondern auch in ganz Baden-Württemberg vorne dabei. „Es ist ein ganz schöner Wirtschaftsfaktor geworden“, sagt Spörrer, denn der Weihnachtsmarkt belebe die gesamte Stadt.</p> <h2>Der Aufbau wird mehr als zwei Wochen dauern</h2> <p>Damit das gelingt, haben Spörrer und Stracke jeden Mittwoch eine Besprechung und sind dabei mit hunderten Beteiligten in Kontakt – auch wenn es sich komisch anfühle, im Hochsommer schon an den Weihnachtsmarkt zu denken. Doch jetzt rückt er näher, ab November wird aufgebaut: Erst kommen die Lichterketten, ab 10. November die Christbaumschänke und die Füxlebar sowie eine Woche später dann die restlichen Hütten.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>SÜDKURIER öffnet wieder Türen</span><span>SÜDKURIER-Leser können am 26. November exklusiv einen Abend vor der offiziellen Eröffnung einen Bratapfel und womöglich auch Glühwein genießen; Details zur Aktion „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ werden noch veröffentlicht. Im vergangenen Jahr wollten 350 Menschen dabei sein, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/der-konstanzer-weihnachtsmarkt-macht-auch-grosse-kinder-gluecklich;art372448,12247083" target="_blank" title="Der Konstanzer Weihnachtsmarkt macht auch große Kinder glücklich">die acht Gewinner freuten sich anschließend riesig über die einzigartige Gelegenheit</a>. Dabei berichteten Levin Stracke und Tommy Spörrer lebhaft und beispielhaft, wie viel Aufwand hinter der Großveranstaltung steckt.</span></label></div> <p>Viele Händler oder Gastronomen haben übrigens Stammplätze, am Lageplan wird sich laut Tommy Spörrer auch nichts ändern – der sei teilweise von der Stadt vorgegeben, außerdem über Jahrzehnte ausgetüftelt. Es müsse für Besucher und Händler funktionieren, ergänzt Stracke. Und Händler seien da teils sensibel: „Da geht es um wenige Zentimeter“, beschreibt er die Unterhaltungen, die er teils bei geringen Anpassungen führt.</p> <p>Dass viele Standbetreiber schon so lange dabei sind und im Folgejahr wiederkommen wollen, sei eine schöne Bestätigung. „Viele haben auch ihre Stammgäste, die jedes Jahr wiederkommen“, sagt Stracke, dessen Familie selbst seit Jahrzehnten dem Weihnachtsmarkt verbunden ist. Vor über 30 Jahren hatte sein Vater Heinrich Stracke den Weihnachtsmarkt am See aus der Taufe gehoben.</p> <h2>Jedes Jahr fünf bis zehn Prozent neue Stände</h2> <p>Nachdem nach der Corona-Pandemie zahlreiche Aussteller aufgehört hatten, habe sich das wieder geändert und es gebe eine Warteliste. Doch die Chancen, dabei zu sein, seien gut: Zwischen fünf bis zehn Prozent der Stände würden jedes Jahr neu vergeben. In diesem Jahr seien etwa ein Imker, ein Kakaoproduzent und eine Acrylkünstlerin neu dabei. Nicht zu vergessen, der Bratapfelstand. Irgendwie gehöre Bratapfel zwar zum Winter und Weihnachten, sei aber bisher nicht angeboten worden, so Spörrer.</p> <h2>Mehrweggeschirr wird weiter in Stuttgart gespült</h2> <p>Und was ist nun mit dem Mehrweggeschirr? Das bleibt, weshalb die Verpackungssteuer den beiden keine Sorgen macht. Gespült werde das Geschirr weiterhin in Stuttgart. „Das System lohnt sich trotzdem“, sagt Spörrer. Denn es gebe für sie keine Spülmöglichkeit, die sie vier Wochen lang vor Ort nutzen könnten. Das liegt auch an der Menge, denn es gehe um Geschirr für alle 40 Gastronomie-Betriebe auf dem Weihnachtsmarkt.</p> <p>Außerdem gebe es keinen Anbieter, der das Pfand-System so gut umsetzen kann, damit Geschirr an allen Ständen abgegeben werden kann. „Man muss das Pfand nicht mitschleppen, das ist auch aus Besuchersicht ein Vorteil“, so Spörrer.</p>]]>
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      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 09:08:28 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Winterzauber auf der Insel Mainau! Das ist neu beim Christmas Garden 2025  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/christmas-garden-2025-auf-der-insel-mainau-oeffnungszeiten-tickets-und-anreise-03-11-25;art372448,12508535 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.  ]]></description>
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          Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.<br>
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        Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.



        <p>Auf dem Rundweg, der über die Insel Mainau führt, können die Besucherinnen und Besucher mehr als 30 Lichtinstallationen erleben – und dabei sind viele neue Besonderheiten geboten. Auch Mainau-Geschäftsführer <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wie-lebt-es-sich-auf-der-mainau-graf-bjoern-diese-geheimnisse-verraet-er;art372448,11788613" target="_blank" title="Wie lebt es sich auf der Mainau, Graf Björn? Diese Geheimnisse verrät der Schlossherr">Björn Graf Bernadotte</a> freut sich darauf, dass von Mitte November bis Anfang Januar 2026 die Blumeninsel wieder in besonderem Licht erstrahlt. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/insel-mainau-80000-menschen-besuchen-christmas-garden-am-bodensee;art372432,12278993" target="_blank" title="Das ist Rekord! Über 80.000 Menschen besuchen Christmas Garden auf der Mainau">Die vergangene Ausgabe besuchten 80.000 Menschen</a>.</p> <p>„Der Christmas Garden ist für uns immer wieder ein besonderes Highlight im Jahr, denn er verbindet Licht- und Gartenkunst mit Begegnung und bringt Menschen in einer warmen, zauberhaften Atmosphäre zusammen. Damit wurde etwas geschaffen, das Menschen jeden Alters für einige Stunden in eine besinnliche Stimmung versetzt“, so der Mainau-Chef.</p> <h2>Wann hat der Christmas Garden geöffnet?</h2> <p>Vom 18. November bis zum 5. Januar 2026 lädt <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/christmas-garden-2025-auf-der-insel-mainau-was-gibts-neues-am-bodensee-03-11-25;art372448,12506002" target="_blank" title="Die Blumeninsel wird wieder zum Christmas Garden – mit vielen neuen Ideen">der Christmas Garden auf der Insel Mainau</a> unter freiem Himmel fast täglich zum Staunen und Genießen ein. Ab 17 Uhr beginnt die Einlasszeit, der letzte Einlass erfolgt um 20 Uhr, Besucher können bis 21.30 Uhr auf der Insel bleiben. An bestimmten Tagen ist der Christmas Garden geschlossen: am 24. und 25. November, am 1. und 2. sowie am 24. und 31. Dezember.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Übrigens:</strong> Hunde, die an einer kurzen Leine geführt werden, dürfen in den Christmas Garden auf der Insel Mainau mitgebracht werden.</li> </ul> </div> <h2>Was gibt es 2025 Neues für die Besucher?</h2> <p>2025/26 hält das Spektakel viele abwechslungsreiche Höhepunkte und einen neu gestalteten Rundweg auf der Insel Mainau bereit, verspricht der Veranstalter C2 Concerts GmbH. Eine Deutschlandpremiere unter den neuen Installationen sind die Feenlichter, die wie Tausende von bunten kleinen Lichtzeichen in der Dunkelheit erscheinen und sich sanft im Wind wiegen.</p> <p>Im Rosengarten sind die Beete mit rot und weiß leuchtenden Rosen geschmückt und in der Mitte sprudelt ein traumhafter Lichtbrunnen. Ein einzigartiges Fotomotiv werden unter anderem auch die wilden Schwäne bieten: Sechs leuchtende Schwäne gleiten über einen 1000 Quadratmeter großen, auf Musik programmierten blauen Glitzersee.</p> <h2>Ist das Fotografieren und Filmen erlaubt?</h2> <p>Apropos Fotomotiv: Die Veranstalter laden herzlich dazu ein, zu fotografieren. Dafür darf auch ein Stativ mitgebracht werden. Auf der Homepage heißt es: „Wir freuen uns, wenn Sie die besondere Atmosphäre des Christmas Garden festhalten und Ihre Eindrücke mit uns auf Instagram, TikTok, YouTube und Facebook unter #christmasgarden teilen.“</p> <p>Wer nun direkt auch die Drohne einpacken möchte, sollte diese zu Hause lassen. Der Veranstalter dazu: „Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass aus Sicherheitsgründen Aufnahmen mit Drohnen nicht gestattet sind.“ Es gilt aber: Foto- und Filmaufnahmen dürfen lediglich zu privaten Zwecken gemacht werden. Aufnahmen zu gewerblichen oder kommerziellen Zwecken sind nicht gestattet.</p> <h2>Wie reise ich am besten an? Wo kann ich parken?</h2> <p>Viele Einheimische kommen mit dem Stadtbus oder mit dem Fahrrad zur Insel Mainau. Die Stadtwerke-Busse der Ringlinien 4/13 und 13/4 halten in der Nähe des Eingangs. Besucherinnen und Besucher von auswärts kommen oftmals mit dem Auto, dem Bus oder auch über das Wasser zum Christmas Garden.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Anreise mit dem Auto:</strong> Wer den Weg zum Christmas Garden per Navi finden möchte, tippt bitte Insel Mainau 1, 78465 Insel Mainau ein. Auf dem Festland-Parkplatz sind ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden. Die Parkgebühren betragen 6 Euro, Inhaber von Jahreskarten zahlen 2 Euro.</li> <li><strong>Mit dem Wohnmobil:</strong> Es steht zudem ein ausgewiesener Wohnmobil-Stellplatz zur Verfügung. Die Parkgebühren liegen auch hier bei 6 Euro (gültig von 7 Uhr bis 23.59 Uhr). Wer über Nacht bleiben möchte, muss zusätzlich den Nachttarif (gültig von 0 Uhr bis 7 Uhr) in Höhe von 12 Euro entrichten.</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Mit Fähre und Bus:</strong> Vom nördlichen Bodenseeufer können Auto-, Wohnmobilfahrer und Fußgänger die Schiffsverbindung Konstanz-Meersburg nutzen. Zu Fuß kann in Konstanz innerhalb von zehn Minuten (oder mit der Linie 1) die Bushaltestelle „Allmannsdorf“ erreicht werden. Dort fährt die Linie 4/13 direkt zur Insel Mainau. Informationen zum Stadtbus auf <a href="https://www.stadtwerke-konstanz.de/bus/fahrplan/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.stadtwerke-konstanz.de</a>.</li> <li><strong>Mit dem Schiff:</strong> Die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) bieten einen Shuttleservice an. Ab Unteruhldingen verkehrt das Schiff an den Tagen, an denen der Christmas Garden geöffnet hat.<br /> Ab Meersburg freitags und samstags sowie zusätzlich am ersten Weihnachtsfeiertag. Informationen zu Abfahrtszeiten und Tickets finden Sie auf der <a href="https://www.bsb.de/de/bodensee-erlebnisse/veranstaltungen/christmas-garden-auf-der-mainau" target="_blank" title="" rel="noopener">Website der BSB</a>.</li> </ul> </div> <h2>Gibt es auch Getränke und Speisen auf der Insel?</h2> <p>Im Palmenhaus werden süße Snacks sowie winterliche Cocktails und heiße Getränke für eine kleine Stärkung angeboten. Zudem erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches gastronomisches Angebot entlang des Rundwegs an weihnachtlich dekorierten Hütten, die auch vegetarische, vegane und glutenfreie Speisen anbieten (Kartenzahlung möglich). Beispielsweise können sich die Besucher nach dem Regenbogenweg wärmende Feuerschalen und aromatischer Glühwein oder Punsch zu einer ersten gemütlichen Pause gönnen.</p> <h2>Was ist für Kinder und Familien geboten?</h2> <p>In der Märchenwelt können Familien die bekannten Märchen der Gebrüder Grimm und von Hans Christian Andersen entdecken, und Kinder können bei einer spannenden Märchen-Rallye wetteifern. Im Weihnachtsparadies mit überdimensionalen Süßigkeiten steht zudem ein Rentierschlitten mit leuchtenden Weihnachtsgeschenken. Am Wishing Tree im Schmetterlingshaus können zudem persönliche Weihnachtswünsche platziert werden – vielleicht geht er ja in Erfüllung.</p> <p>Mamas und Papas dürfen für den Nachwuchs übrigens einen Kinderwagen mitbringen. Alle Wege sind barrierefrei (auch gut zu wissen für Besucherinnen und Besucher mit Rollstühlen), dennoch können die natürlichen Gegebenheiten vor Ort eine Herausforderung sein. Fahrräder, Schlitten, Laufräder und sonstige Kinderfahrzeuge dürfen aus Sicherheitsgründen nicht auf das Gelände mitgenommen werden.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Das müssen Eltern wissen:</strong> Kinder bis einschließlich 5 Jahre erhalten kostenlosen Zutritt in den Christmas Garden. Ab 6 Jahren benötigen Kinder ein Ticket, das im <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">Ticketshop</a> gebucht werden kann (mehr dazu weiter unten). Der Zutritt für Kinder unter 14 Jahren ist nur in Begleitung eines Erwachsenen gestattet.</li> <li><strong>Familientage beim Christmas Garden:</strong> Am 19. November, 26. November, 3. Dezember und 10. Dezember können bis zu fünf Personen (zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren oder ein Erwachsener und bis zu vier Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren) für 39,90 Euro den Christmas Garden besuchen. Tickets gibts vorab im <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">Online-Shop</a> oder an der Abendkasse. Dort kosten sie dann 42 Euro.</li> </ul> </div> <h2>Was kosten die Tickets? Wo bekomme ich sie?</h2> <p>Karten gibt es auf <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">christmas-garden.de/mainau</a> sowie auf <a href="https://www.myticket.de/de/christmas-garden-insel-mainau-tickets" target="_blank" title="" rel="noopener">myticket.de</a> und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Tickets für Erwachsene sind ab 20,90 Euro erhältlich. Eintrittskarten für Kinder sind ab 15,90 Euro zu erhalten. Neben den beliebten Familientagen mit attraktiven Familientickets bietet der Christmas Garden Insel Mainau erstmals auch Flex Tickets für Kinder an.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Wichtig zu wissen:</strong> Eine Kartenrückgabe wegen schlechter Witterung ist ausgeschlossen, solange keine akute Gefährdung für die Gäste besteht. Der Christmas Garden findet bei jedem Wetter statt – also auch bei Regen oder Schneefall. Daher wird empfohlen, wetterfeste und warme Kleidung sowie robustes Schuhwerk anzuziehen und gegebenenfalls einen Regenschirm einzupacken.</li> </ul> </div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Winterzauber auf der Insel Mainau! Das ist neu beim Christmas Garden 2025]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 09:08:32 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Winterzauber auf der Insel Mainau! Das ist neu beim Christmas Garden 2025  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/christmas-garden-2025-auf-der-insel-mainau-oeffnungszeiten-tickets-und-anreise-03-11-25;art372448,12508535 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.  ]]></description>
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          Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.



        <p>Auf dem Rundweg, der über die Insel Mainau führt, können die Besucherinnen und Besucher mehr als 30 Lichtinstallationen erleben – und dabei sind viele neue Besonderheiten geboten. Auch Mainau-Geschäftsführer <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wie-lebt-es-sich-auf-der-mainau-graf-bjoern-diese-geheimnisse-verraet-er;art372448,11788613" target="_blank" title="Wie lebt es sich auf der Mainau, Graf Björn? Diese Geheimnisse verrät der Schlossherr">Björn Graf Bernadotte</a> freut sich darauf, dass von Mitte November bis Anfang Januar 2026 die Blumeninsel wieder in besonderem Licht erstrahlt. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/insel-mainau-80000-menschen-besuchen-christmas-garden-am-bodensee;art372432,12278993" target="_blank" title="Das ist Rekord! Über 80.000 Menschen besuchen Christmas Garden auf der Mainau">Die vergangene Ausgabe besuchten 80.000 Menschen</a>.</p> <p>„Der Christmas Garden ist für uns immer wieder ein besonderes Highlight im Jahr, denn er verbindet Licht- und Gartenkunst mit Begegnung und bringt Menschen in einer warmen, zauberhaften Atmosphäre zusammen. Damit wurde etwas geschaffen, das Menschen jeden Alters für einige Stunden in eine besinnliche Stimmung versetzt“, so der Mainau-Chef.</p> <h2>Wann hat der Christmas Garden geöffnet?</h2> <p>Vom 18. November bis zum 5. Januar 2026 lädt <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/christmas-garden-2025-auf-der-insel-mainau-was-gibts-neues-am-bodensee-03-11-25;art372448,12506002" target="_blank" title="Die Blumeninsel wird wieder zum Christmas Garden – mit vielen neuen Ideen">der Christmas Garden auf der Insel Mainau</a> unter freiem Himmel fast täglich zum Staunen und Genießen ein. Ab 17 Uhr beginnt die Einlasszeit, der letzte Einlass erfolgt um 20 Uhr, Besucher können bis 21.30 Uhr auf der Insel bleiben. An bestimmten Tagen ist der Christmas Garden geschlossen: am 24. und 25. November, am 1. und 2. sowie am 24. und 31. Dezember.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Übrigens:</strong> Hunde, die an einer kurzen Leine geführt werden, dürfen in den Christmas Garden auf der Insel Mainau mitgebracht werden.</li> </ul> </div> <h2>Was gibt es 2025 Neues für die Besucher?</h2> <p>2025/26 hält das Spektakel viele abwechslungsreiche Höhepunkte und einen neu gestalteten Rundweg auf der Insel Mainau bereit, verspricht der Veranstalter C2 Concerts GmbH. Eine Deutschlandpremiere unter den neuen Installationen sind die Feenlichter, die wie Tausende von bunten kleinen Lichtzeichen in der Dunkelheit erscheinen und sich sanft im Wind wiegen.</p> <p>Im Rosengarten sind die Beete mit rot und weiß leuchtenden Rosen geschmückt und in der Mitte sprudelt ein traumhafter Lichtbrunnen. Ein einzigartiges Fotomotiv werden unter anderem auch die wilden Schwäne bieten: Sechs leuchtende Schwäne gleiten über einen 1000 Quadratmeter großen, auf Musik programmierten blauen Glitzersee.</p> <h2>Ist das Fotografieren und Filmen erlaubt?</h2> <p>Apropos Fotomotiv: Die Veranstalter laden herzlich dazu ein, zu fotografieren. Dafür darf auch ein Stativ mitgebracht werden. Auf der Homepage heißt es: „Wir freuen uns, wenn Sie die besondere Atmosphäre des Christmas Garden festhalten und Ihre Eindrücke mit uns auf Instagram, TikTok, YouTube und Facebook unter #christmasgarden teilen.“</p> <p>Wer nun direkt auch die Drohne einpacken möchte, sollte diese zu Hause lassen. Der Veranstalter dazu: „Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass aus Sicherheitsgründen Aufnahmen mit Drohnen nicht gestattet sind.“ Es gilt aber: Foto- und Filmaufnahmen dürfen lediglich zu privaten Zwecken gemacht werden. Aufnahmen zu gewerblichen oder kommerziellen Zwecken sind nicht gestattet.</p> <h2>Wie reise ich am besten an? Wo kann ich parken?</h2> <p>Viele Einheimische kommen mit dem Stadtbus oder mit dem Fahrrad zur Insel Mainau. Die Stadtwerke-Busse der Ringlinien 4/13 und 13/4 halten in der Nähe des Eingangs. Besucherinnen und Besucher von auswärts kommen oftmals mit dem Auto, dem Bus oder auch über das Wasser zum Christmas Garden.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Anreise mit dem Auto:</strong> Wer den Weg zum Christmas Garden per Navi finden möchte, tippt bitte Insel Mainau 1, 78465 Insel Mainau ein. Auf dem Festland-Parkplatz sind ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden. Die Parkgebühren betragen 6 Euro, Inhaber von Jahreskarten zahlen 2 Euro.</li> <li><strong>Mit dem Wohnmobil:</strong> Es steht zudem ein ausgewiesener Wohnmobil-Stellplatz zur Verfügung. Die Parkgebühren liegen auch hier bei 6 Euro (gültig von 7 Uhr bis 23.59 Uhr). Wer über Nacht bleiben möchte, muss zusätzlich den Nachttarif (gültig von 0 Uhr bis 7 Uhr) in Höhe von 12 Euro entrichten.</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Mit Fähre und Bus:</strong> Vom nördlichen Bodenseeufer können Auto-, Wohnmobilfahrer und Fußgänger die Schiffsverbindung Konstanz-Meersburg nutzen. Zu Fuß kann in Konstanz innerhalb von zehn Minuten (oder mit der Linie 1) die Bushaltestelle „Allmannsdorf“ erreicht werden. Dort fährt die Linie 4/13 direkt zur Insel Mainau. Informationen zum Stadtbus auf <a href="https://www.stadtwerke-konstanz.de/bus/fahrplan/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.stadtwerke-konstanz.de</a>.</li> <li><strong>Mit dem Schiff:</strong> Die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) bieten einen Shuttleservice an. Ab Unteruhldingen verkehrt das Schiff an den Tagen, an denen der Christmas Garden geöffnet hat.<br /> Ab Meersburg freitags und samstags sowie zusätzlich am ersten Weihnachtsfeiertag. Informationen zu Abfahrtszeiten und Tickets finden Sie auf der <a href="https://www.bsb.de/de/bodensee-erlebnisse/veranstaltungen/christmas-garden-auf-der-mainau" target="_blank" title="" rel="noopener">Website der BSB</a>.</li> </ul> </div> <h2>Gibt es auch Getränke und Speisen auf der Insel?</h2> <p>Im Palmenhaus werden süße Snacks sowie winterliche Cocktails und heiße Getränke für eine kleine Stärkung angeboten. Zudem erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches gastronomisches Angebot entlang des Rundwegs an weihnachtlich dekorierten Hütten, die auch vegetarische, vegane und glutenfreie Speisen anbieten (Kartenzahlung möglich). Beispielsweise können sich die Besucher nach dem Regenbogenweg wärmende Feuerschalen und aromatischer Glühwein oder Punsch zu einer ersten gemütlichen Pause gönnen.</p> <h2>Was ist für Kinder und Familien geboten?</h2> <p>In der Märchenwelt können Familien die bekannten Märchen der Gebrüder Grimm und von Hans Christian Andersen entdecken, und Kinder können bei einer spannenden Märchen-Rallye wetteifern. Im Weihnachtsparadies mit überdimensionalen Süßigkeiten steht zudem ein Rentierschlitten mit leuchtenden Weihnachtsgeschenken. Am Wishing Tree im Schmetterlingshaus können zudem persönliche Weihnachtswünsche platziert werden – vielleicht geht er ja in Erfüllung.</p> <p>Mamas und Papas dürfen für den Nachwuchs übrigens einen Kinderwagen mitbringen. Alle Wege sind barrierefrei (auch gut zu wissen für Besucherinnen und Besucher mit Rollstühlen), dennoch können die natürlichen Gegebenheiten vor Ort eine Herausforderung sein. Fahrräder, Schlitten, Laufräder und sonstige Kinderfahrzeuge dürfen aus Sicherheitsgründen nicht auf das Gelände mitgenommen werden.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Das müssen Eltern wissen:</strong> Kinder bis einschließlich 5 Jahre erhalten kostenlosen Zutritt in den Christmas Garden. Ab 6 Jahren benötigen Kinder ein Ticket, das im <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">Ticketshop</a> gebucht werden kann (mehr dazu weiter unten). Der Zutritt für Kinder unter 14 Jahren ist nur in Begleitung eines Erwachsenen gestattet.</li> <li><strong>Familientage beim Christmas Garden:</strong> Am 19. November, 26. November, 3. Dezember und 10. Dezember können bis zu fünf Personen (zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren oder ein Erwachsener und bis zu vier Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren) für 39,90 Euro den Christmas Garden besuchen. Tickets gibts vorab im <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">Online-Shop</a> oder an der Abendkasse. Dort kosten sie dann 42 Euro.</li> </ul> </div> <h2>Was kosten die Tickets? Wo bekomme ich sie?</h2> <p>Karten gibt es auf <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">christmas-garden.de/mainau</a> sowie auf <a href="https://www.myticket.de/de/christmas-garden-insel-mainau-tickets" target="_blank" title="" rel="noopener">myticket.de</a> und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Tickets für Erwachsene sind ab 20,90 Euro erhältlich. Eintrittskarten für Kinder sind ab 15,90 Euro zu erhalten. Neben den beliebten Familientagen mit attraktiven Familientickets bietet der Christmas Garden Insel Mainau erstmals auch Flex Tickets für Kinder an.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Wichtig zu wissen:</strong> Eine Kartenrückgabe wegen schlechter Witterung ist ausgeschlossen, solange keine akute Gefährdung für die Gäste besteht. Der Christmas Garden findet bei jedem Wetter statt – also auch bei Regen oder Schneefall. Daher wird empfohlen, wetterfeste und warme Kleidung sowie robustes Schuhwerk anzuziehen und gegebenenfalls einen Regenschirm einzupacken.</li> </ul> </div>]]>
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      <pubDate>Sun, 13 Oct 2024 15:52:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Diebstahl, Hexerei, Unzucht und Fluchen – dafür wurde man in Konstanz öffentlich hingerichtet  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/bis-vor-200-jahren-waren-hinrichtungen-in-konstanz-oeffentliche-ereignisse-manchmal-musste-der-scharfrichter-oefter-ansetzen;art372448,10719688 ]]></link>      <description><![CDATA[  Wann wurde in Konstanz das letzte Todesurteil vollstreckt? Und wie erlebten die Verurteilten ihre letzten Stunden? Stadtarchivar Jürgen Klöckler gibt im Interview einen Einblick in die schaurige Geschichte der Stadt.  ]]></description>
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          Wann wurde in Konstanz das letzte Todesurteil vollstreckt? Und wie erlebten die Verurteilten ihre letzten Stunden? Stadtarchivar Jürgen Klöckler gibt im Interview einen Einblick in die schaurige Geschichte der Stadt.<br>
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        Wann wurde in Konstanz das letzte Todesurteil vollstreckt? Und wie erlebten die Verurteilten ihre letzten Stunden? Stadtarchivar Jürgen Klöckler gibt im Interview einen Einblick in die schaurige Geschichte der Stadt.



        <p><strong>Herr Klöckler, was können Sie als Stadtarchivar über die letzte gerichtlich veranlasste Hinrichtung in Konstanz sagen?</strong></p> <p>Die Frage muss ich an Sie zurückgeben. Meinen Sie in Anspielung auf den <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/allensbach/ausgrabungen-entlang-der-b33-baustelle-mit-solch-hochkaraetigen-funden-hatte-ich-nicht-gerechnet;art372433,11087591" target="_blank" title="Ausgrabungen entlang der B33-Baustelle: &amp;bdquo;Mit solch hochkarätigen Funden hatte ich nicht gerechnet&amp;ldquo;">ausgegrabenen Galgen bei Allensbach</a> die letzte öffentliche Hinrichtung in Konstanz in der reichsstädtischen Zeit vor 1806?</p> <p><strong>Gab es denn auch danach noch Hinrichtungen in Konstanz?</strong></p> <p>Ja sicherlich. Aber beginnen wir mit der letzten öffentlichen Hinrichtung in Konstanz. Sie lässt sich auf den 23. September 1774 datieren. Es war eine Enthauptung. Zuvor hat es zwischen 1570 und 1774 in Konstanz 89 Hinrichtungen gegeben, also etwa alle zwei Jahre eine. Hinrichtungen waren also nicht alltäglich. Anklagegründe waren vor allem Diebstahl, aber auch <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/allensbach/was-auf-dem-galgenacker-bei-allensbach-geschah-nonnen-der-hexerei-bezichtigt-raeuberbanden-gerichtet-und-ganze-familien-vernichtet;art372433,10714981" target="_blank" title="Die Toten vom Galgenacker: Nonnen der Hexerei bezichtigt, Räuber gerichtet und Familien vernichtet">Mord, Hexerei, Unzucht</a>, Falschschwören und Fluchen.</p> <p><strong>Und wer war dieser letzte Unglückliche?</strong></p> <p>Bei der Verurteilten handelte sich um eine Frau: die 42-jährige, ledige Anna Maria Häberlin. Sie stammte aus Mauren im Thurgau, heute eine Ortschaft der Gemeinde Berg im Bezirk Weinfelden. Der Grund für ihre Hinrichtung lautete „Dieberei“. Sie hatte 74 Gulden gestohlen und war schon sechsmal vorbestraft. Da sie noch im Gefängnis zum Katholizismus übertrat, wurden ihre sterblichen Überreste nach der Hinrichtung auf dem Schottenfriedhof beigesetzt. Der wurde bis zur Eröffnung des heutigen Hauptfriedhofs am 1. Mai 1870 genutzt. Ihre Knochen könnten also bei den Arbeiten am Neubauprojekt „Laubenhof“ auf dem <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Auf-dem-Konstanzer-Vincentius-Areal-werden-mehr-als-600-Skelette-ausgegraben-Was-mit-den-Knochen-passiert-zeigen-wir-Ihnen-in-Bildern;art372448,9952216" target="_blank" title="Auf dem Konstanzer Vincentius-Areal werden mehr als 600 Skelette ausgegraben. Was mit den Knochen passiert, zeigen wir Ihnen in Bildern.">Areal des ehemaligen Vincentius-Krankenhauses</a> ausgegraben worden sein.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person</span><span>Jürgen Klöckler ist Archivar und Historiker. Seit 2001 leitet er das Stadtarchiv in Konstanz. Zudem wurde er 2014 zum Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Konstanz ernannt. Zuvor studierte er von 1988 bis 1990 zunächst Mittlere und Neuere Geschichte, Philosophie und Italianistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Anschließend setzte er sein Studium von 1990 bis 1992 in Konstanz fort.</span></label></div> <p><strong>Wie verbrachte sie ihre letzten Stunden?</strong></p> <p>Die Verurteilten wurden nach einem Prozess, der oft auch Folter einschloss, zur Richtstätte geführt. Dieser „letzte Gang“ führte vom Blutgericht am Obermarkt durch das Schnetztor, auf dem den ganzen Tag das sogenannte Arme-Sünder-Glöcklein läutete, ins Tägermoos. Dort fanden die Hinrichtungen in der Frühen Neuzeit statt – auch im Fall der Anna Maria Häberlin. Die Strafe wurde ab Mitte des 18. Jahrhunderts durch einen Scharfrichter auf einem erhöhten, rund 50 Quadratmeter großen „Blutgerüst“ vollzogen – und zwar unter den Augen von hunderten von Schaulustigen. Eine öffentliche Hinrichtung war damals noch ein Massenereignis.</p> <p><strong>Und so erging es auch Anna Maria Häberlin?</strong></p> <p>Ja, auch sie musste diesen Weg gehen. Und er war sicherlich nicht angenehm für sie. Nach vollzogener Hinrichtung erhielt dann der Scharfrichter als Teil seiner Besoldung die Kleidung der Hingerichteten. Doch nicht immer genügte ein Schlag mit dem Richtschwert. Manchmal musste der Scharfrichter unter dem Gejohle der Menge mehrfach ansetzen. Ein drastischer Fall ist für den 16. Februar 1770 überliefert.</p> <p><strong>Was ist passiert?</strong></p> <p>Das von der erhöhten hölzernen Hinrichtungsstätte in Strömen fließende Blut des zwanzigjährigen Verurteilten zog eine junge Frau magisch an. Sie ließ sein Blut in einen Becher rinnen und trank es gierig. In abergläubischem Wahn erhoffte sie sich dadurch Heilung von der Fallsucht, also von der Epilepsie.</p> <p><strong>Und der Ort dieses Schreckens war immer im Tägermoos?</strong></p> <p>Nein. Dazu muss ich etwas ausholen: Zuvor gab es Richtstätten an der Sandgrube in Kreuzlingen, nämlich den Galgen am „großen Stein“. Eine weitere war am Käsbach oberhalb von Kurzrickenbach. Mit Verlust des Landgerichts im Thurgau Ende des 15. Jahrhunderts musste die Stadt eine neue Hinrichtungsstätte ausweisen. Der Konstanzer Rat ließ dann 1498 im <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/stimmt-s-waechst-im-grenznahen-taegermoos-deutsches-gemuese-auf-schweizer-feldern;art1371848,11001455" target="_blank" title="Stimmt&amp;lsquo;s? Wächst im grenznahen Tägermoos deutsches Gemüse auf Schweizer Feldern?">Tägermoos</a>, ganz in der Nähe des Seerheins, einen neuen Galgen errichten, der bis 1833 bestand. Man nannte ihn das „dreibeinige Tier“.</p> <p><strong>Sie sagten, es habe auch nach 1806 noch Hinrichtungen gegeben. Davon habe ich noch nie etwas gehört.</strong></p> <p>Die nach 1806 vollzogenen Hinrichtungen waren eben nicht öffentlich. Deshalb haben sie sich nicht ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Anwesend waren nur bestimmte Honoratioren der Stadt, ein Arzt und ein Priester. Zudem brach ein Staatsanwalt den Stab über dem Verurteilten – die Herkunft der heutigen Redewendung.</p> <p><strong>Und wann wurde dann das letzte Todesurteil vollstreckt?</strong></p> <p>Im 19. und 20. Jahrhundert gab es – nach jetzigem Forschungsstand – mindestens sechs Hinrichtungen. Sie wurden im Hof des Amtsgefängnisses in der Wallgutstraße vorgenommen. Wahrscheinlich waren es aber noch mehr. Die letzte gerichtlich angeordnete Hinrichtung fand am 20. Januar 1921 statt. Damals wurde der Raubmörder Max Klinke durch den Scharfrichter Karl Burkhard mittels der einzigen badischen Guillotine zu Tode gebracht. Die Tötungsmaschine, die extra für die Hinrichtung aus Bruchsal nach Konstanz transportiert worden war, befindet sich heute als Nachbau im Städtischen Museum im Schloss Bruchsal.</p> <p><strong>Ging es mit der Guillotine denn weniger brutal zu als bei früheren Hinrichtungen?</strong></p> <p>Nein, das Guillotinieren war alles andere als human. Wir wissen etwa, dass es bei der Hinrichtung des Mörders Albert Ebner am 26. August 1891 um 6 Uhr morgens zu einer gravierenden Panne gekommen war. Der Henker Benjamin Burkhard, Vorgänger und Onkel des oben genannten Karl Burkhard, und seine zwei Gehilfen hatten den Verurteilten auf der Guillotine fixiert. Doch es gelang ihm, die Hände frei zu bekommen und sich am Anschnallbrett festzuklammern.</p> <p><strong>Und dann?</strong></p> <p>Als das Brett nach vorne geschoben werden sollte, schrie Ebner vor Schmerzen auf. Das Anschnallbrett ging daher nicht weit genug nach vorne. Deshalb traf das Fallbeil nicht wie geplant den Hals, sondern den Schädel. Die grausame Panne führte man danach auf die Aufregung der beiden Gehilfen zurück. Immerhin war der Gefängnishof durch Tücher gegen neugierige Blicke geschützt. Doch wenn es noch eines weiteren Beweises für die Unmenschlichkeit der Todesstrafe bedürfte, wäre das hier ein geeigneter Fall aus Konstanz.</p> <p><em>Dieses Interview mit Stadtarchivar Jürgen Klöckler erschien erstmals im Januar 2021. Aufgrund der zahlreichen interessanten Fakten zur Stadtgeschichte haben wir uns dazu entschlossen, es erneut zu publizieren.</em></p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 14:35:35 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neue Pächter fürs Fähre-Bistro gesucht – und mit dem Wechsel kommen mehr Automaten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/faehre-am-bodensee-sucht-neue-paechter-der-bord-bistros;art372432,12510132 ]]></link>      <description><![CDATA[  Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi“ auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi“ auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
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        Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi“ auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.



        <p>Es ist ein Arbeitsplatz, der wohl die schönste Aussicht überhaupt bietet: auf den Bodensee. Dennoch wird die Midce GmbH genau diesen Platz nach nur zweieinhalb Jahren aufgeben und hat den Vertrag mit den Stadtwerken Konstanz gekündigt. Die Fähre-Bistros auf der Strecke zwischen Konstanz und Meersburg stehen damit ab 1. Januar ohne Pächter da – oder mit einem neuen, denn die Suche nach einem oder mehreren Nachfolgern läuft.</p> <p>Der oder diejenige muss sich auf Änderungen einstellen, ebenso wie die Fähre-Nutzer. Denn es sollen künftig zwei Schiffe mit Automaten versorgt werden. Im April wurde die „Lodi“ umgerüstet, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/die-bodensee-faehre-lodi-schraenkt-weiteren-bord-service-ein;art372448,12360666" target="_blank" title="Weiterer Service-Einschnitt auf der Fähre: Die „Lodi“ hat künftig kein Bistro mehr">statt eines Bistros samt Mitarbeitern finden Passagiere dort seitdem Automaten</a>, die Essen oder ein Getränk ausspucken. Künftig soll auch die „Konstanz“ umgerüstet werden, wie der Ausschreibung der Stadtwerke Konstanz zu entnehmen ist.</p> <p>Hinter der Midce GmbH stehen die vier Konstanzer Gastronomen Marco D‘Arca, Martin Mure, Seli Günes und Servet Karaaslan. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/neue-paechter-auf-den-autofaehren-meersburg-konstanz;art372486,11584019" target="_blank" title="Neue Pächter sorgen für das Ende der Durststrecke auf den Autofähren">Sie haben im Mai 2023 die Fährebistros übernommen</a>. Marco D‘Arca erklärt auf Anfrage die bisherigen Erfahrungen sowie Hintergründe des Rückzugs. Die Automaten seien eine gute, zeitgemäße Lösung: „Natürlich ersetzt es nicht das persönliche Gespräch oder den Kaffee mit Smalltalk an der Theke, aber es bietet eine größere Produktauswahl rund um die Uhr. Gleichzeitig sorgt es für eine verlässliche Versorgung und entlastet in Zeiten, in denen Personal schwer zu finden ist.“</p> <h2>Krankheit zwingt dazu, Prioritäten neu zu setzen</h2> <p>Damit benennt er einen Punkt, weshalb sie das „Backbord Fähre Café“ nicht weiterführen: „Zum einen spüren natürlich auch wir die gestiegenen Einkaufspreise und die schwierige Personalsituation, insbesondere in verantwortungsvollen Positionen.“ Das bestätigen auch die Stadtwerke, wie Sprecherin Teresa Gärtner auf Anfrage mitteilt: Die Personalfindung in der Gastronomie sei sehr schwierig und die Personalkosten seien sehr stark angestiegen. Die Automaten kämen auch dem künftigen Pächter entgegen.</p> <p>Zu Beginn des Automaten-Betriebs habe es sehr gemischte Rückmeldungen der Fahrgäste gegeben, doch inzwischen ziehen die Stadtwerke eine positive Bilanz. „Mehrheitlich Tagegäste/Urlauber nutzen die Automaten und spiegeln uns zurück, dass das Angebot für die kurze Tour ausreichend ist“, so Gärtner.</p> <p>Ausschlaggebend für die Kündigung sei für die bisherigen Pächter aber etwas anderes gewesen: ein langfristiger krankheitsbedingter Ausfall seit Frühjahr 2025. „Da wir neben dem Fährbetrieb weitere gastronomische Betriebe führen, mussten wir die Prioritäten neu setzen und uns stärker auf unser Kerngeschäft konzentrieren“, erklärt D‘Arca. Dazu gehören bestehende Konzepte wie das Steg4, wo neben dem regulären Betrieb bald ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/so-schmeckts-am-bodensee-the-taste-gewinnerin-eroeffnet-pop-up-restaurant-in-konstanz-31-10-25;art372448,12509399" target="_blank" title="Bodensee-Zutaten neu interpretiert: Mona Hiermaier kredenzt im Pop-Up-Restaurant Ungewöhnliches">Pop-Up-Restaurant mit „The Taste“-Gewinnerin Mona Hiermaier entsteht.</a></p> <h2>Gäste wollen vor allem etwas Schnelles</h2> <p>Der Betrieb eines Fähre-Bistros bringt durchaus Herausforderungen mit sich. Jeder Tag und jede Überfahrt verlaufe anders, schildert auch Marco D‘Arca. „Mal ist das Schiff voll besetzt, mal bleiben viele Gäste in den Autos sitzen, das andere Mal kommt ein Bus mit einer großen Reisegruppe.“ Wegen der kurzen Verweildauer zwischen 20 und 40 Minuten müsse der Service besonders schnell und effizient sein. „Die Gäste wollen auf der Überfahrt vor allem etwas Schnelles, einen Kaffee, eine Brezel, ein Eis oder einen Schokoriegel auf die Hand“, daher hätten sie ihr Angebot dem angepasst.</p> <p>Hinzu komme die Logistik: Wenn ein Schiff beispielsweise kurzfristig in die Werft muss, müsse das gesamte Team samt der Ware auf ein anderes Schiff umziehen – meist innerhalb weniger Minuten. Dass im Sommer bis zu vier, teilweise sogar fünf Schiffe gleichzeitig im Einsatz sind, erfordere nicht nur zwei Schichten pro Tag und das an sieben Tagen pro Woche. „Das erfordert viel Organisation, Flexibilität und ein eingespieltes Team“, so D‘Arca zusammenfassend. Doch sie hätten in der Zeit viel gelernt und großartige Menschen kennengelernt, die Zusammenarbeit mit dem Fähre-Team sei eng und gut.</p> <h2>Mindestens 34.800 Euro Pacht pro Jahr</h2> <p>Wer ein Bistro auf der Fähre oder mehrere auf den verschiedenen Schiffen mindestens für die nächsten zwei Jahre betreiben möchte, kann sich bis 24. November bei den Stadtwerken Konstanz melden. In der Ausschreibung sind unter anderem die Öffnungszeiten festgehalten: werktags 5.35 bis 18 Uhr, samstags 8.05 bis 19 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen 9.05 bis 19 Uhr. 2023 sollte noch bis 21 Uhr geöffnet sein, aktuell gelten offenbar die Öffnungszeiten abends bis 18 Uhr.</p> <p>Weitere Anforderungen an neue Pächter sind etwa die Bestückung der Automaten sowie ein frisches, möglichst regionales Angebot und Nachhaltigkeit sowie Müllvermeidung. Der Pachtpreis sei mit 10 Prozent des Nettoumsatzes, jedoch mindestens 34.800 Euro pro Jahr zuzüglich Mehrwertsteuer, marktgerecht, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Gärtner. Die Stadtwerke stellten auch die gesamte Infrastruktur zur Verfügung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Über Fährbetrieb und Bistro</span><span>Die Stadtwerke Konstanz betreiben ganzjährig die Fährverbindung zwischen Konstanz und Meersburg, die rund um die Uhr die beiden Bodenseeufer verbindet. Jährlich nutzen laut den Stadtwerken rund 3,8 Millionen Fußgänger, zahlreiche Radfahrer sowie Pkw, Lkw und Busse die Fähren. Laut den Stadtwerken gibt es die Bewirtung seit Ende der 50er-Jahre – zunächst mit einem Pächter pro Schiff und zuletzt mit einem Anbieter auf der gesamten Flotte. Fahrgäste wissen vorher nicht, mit welchem Schiff sie fahren, und daher auch nicht, wo es ein Bistro und wo es Automaten gibt. „Der Anspruch ist, dass es im Grunde egal ist, auf welchem Schiff sich der Fahrgast befindet, so dass ihm im Bistro wie bei den Automaten ein entsprechendes Angebot zur Verfügung steht“, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Teresa Gärtner.</span></label></div> <p>Und was wird aus den bisherigen Mitarbeitern? Ein Teil des Teams sei bereits in andere Betriebe der Midce GmbH gewechselt, erklärt D‘Arca. Einige Mitarbeitende könnten auch vom neuen Pächter übernommen werden – „so wie auch wir damals von unserem Vorgänger erfahrene Kräfte übernehmen durften“. Dieses Wissen und die Routine an Bord seien für den neuen Betreiber Gold wert.</p> <p>Sein Rat an den oder die Nachfolger: „Sonnencreme mit an Bord nehmen und die Aussicht genießen! Im Ernst: Wer den Betrieb übernimmt, sollte Freude an Abwechslung, Organisationstalent und Liebe zum Detail mitbringen. Dann wird die Arbeit auf der Fähre zu etwas ganz Besonderem und vor allem mit viel Potential.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Neue Pächter fürs Fähre-Bistro gesucht – und mit dem Wechsel kommen mehr Automaten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 14:35:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neue Pächter fürs Fähre-Bistro gesucht – und mit dem Wechsel kommen mehr Automaten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/faehre-am-bodensee-sucht-neue-paechter-der-bord-bistros;art372432,12510132 ]]></link>      <description><![CDATA[  Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi" auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.  ]]></description>
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          Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi" auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi" auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.



        <p>Es ist ein Arbeitsplatz, der wohl die schönste Aussicht überhaupt bietet: auf den Bodensee. Dennoch wird die Midce GmbH genau diesen Platz nach nur zweieinhalb Jahren aufgeben und hat den Vertrag mit den Stadtwerken Konstanz gekündigt. Die Fähre-Bistros auf der Strecke zwischen Konstanz und Meersburg stehen damit ab 1. Januar ohne Pächter da – oder mit einem neuen, denn die Suche nach einem oder mehreren Nachfolgern läuft.</p> <p>Der oder diejenige muss sich auf Änderungen einstellen, ebenso wie die Fähre-Nutzer. Denn es sollen künftig zwei Schiffe mit Automaten versorgt werden. Im April wurde die „Lodi“ umgerüstet, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/die-bodensee-faehre-lodi-schraenkt-weiteren-bord-service-ein;art372448,12360666" target="_blank" title="Weiterer Service-Einschnitt auf der Fähre: Die „Lodi“ hat künftig kein Bistro mehr">statt eines Bistros samt Mitarbeitern finden Passagiere dort seitdem Automaten</a>, die Essen oder ein Getränk ausspucken. Künftig soll auch die „Konstanz“ umgerüstet werden, wie der Ausschreibung der Stadtwerke Konstanz zu entnehmen ist.</p> <p>Hinter der Midce GmbH stehen die vier Konstanzer Gastronomen Marco D‘Arca, Martin Mure, Seli Günes und Servet Karaaslan. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/neue-paechter-auf-den-autofaehren-meersburg-konstanz;art372486,11584019" target="_blank" title="Neue Pächter sorgen für das Ende der Durststrecke auf den Autofähren">Sie haben im Mai 2023 die Fährebistros übernommen</a>. Marco D‘Arca erklärt auf Anfrage die bisherigen Erfahrungen sowie Hintergründe des Rückzugs. Die Automaten seien eine gute, zeitgemäße Lösung: „Natürlich ersetzt es nicht das persönliche Gespräch oder den Kaffee mit Smalltalk an der Theke, aber es bietet eine größere Produktauswahl rund um die Uhr. Gleichzeitig sorgt es für eine verlässliche Versorgung und entlastet in Zeiten, in denen Personal schwer zu finden ist.“</p> <h2>Krankheit zwingt dazu, Prioritäten neu zu setzen</h2> <p>Damit benennt er einen Punkt, weshalb sie das „Backbord Fähre Café“ nicht weiterführen: „Zum einen spüren natürlich auch wir die gestiegenen Einkaufspreise und die schwierige Personalsituation, insbesondere in verantwortungsvollen Positionen.“ Das bestätigen auch die Stadtwerke, wie Sprecherin Teresa Gärtner auf Anfrage mitteilt: Die Personalfindung in der Gastronomie sei sehr schwierig und die Personalkosten seien sehr stark angestiegen. Die Automaten kämen auch dem künftigen Pächter entgegen.</p> <p>Zu Beginn des Automaten-Betriebs habe es sehr gemischte Rückmeldungen der Fahrgäste gegeben, doch inzwischen ziehen die Stadtwerke eine positive Bilanz. „Mehrheitlich Tagegäste/Urlauber nutzen die Automaten und spiegeln uns zurück, dass das Angebot für die kurze Tour ausreichend ist“, so Gärtner.</p> <p>Ausschlaggebend für die Kündigung sei für die bisherigen Pächter aber etwas anderes gewesen: ein langfristiger krankheitsbedingter Ausfall seit Frühjahr 2025. „Da wir neben dem Fährbetrieb weitere gastronomische Betriebe führen, mussten wir die Prioritäten neu setzen und uns stärker auf unser Kerngeschäft konzentrieren“, erklärt D‘Arca. Dazu gehören bestehende Konzepte wie das Steg4, wo neben dem regulären Betrieb bald ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/so-schmeckts-am-bodensee-the-taste-gewinnerin-eroeffnet-pop-up-restaurant-in-konstanz-31-10-25;art372448,12509399" target="_blank" title="Bodensee-Zutaten neu interpretiert: Mona Hiermaier kredenzt im Pop-Up-Restaurant Ungewöhnliches">Pop-Up-Restaurant mit „The Taste“-Gewinnerin Mona Hiermaier entsteht.</a></p> <h2>Gäste wollen vor allem etwas Schnelles</h2> <p>Der Betrieb eines Fähre-Bistros bringt durchaus Herausforderungen mit sich. Jeder Tag und jede Überfahrt verlaufe anders, schildert auch Marco D‘Arca. „Mal ist das Schiff voll besetzt, mal bleiben viele Gäste in den Autos sitzen, das andere Mal kommt ein Bus mit einer großen Reisegruppe.“ Wegen der kurzen Verweildauer zwischen 20 und 40 Minuten müsse der Service besonders schnell und effizient sein. „Die Gäste wollen auf der Überfahrt vor allem etwas Schnelles, einen Kaffee, eine Brezel, ein Eis oder einen Schokoriegel auf die Hand“, daher hätten sie ihr Angebot dem angepasst.</p> <p>Hinzu komme die Logistik: Wenn ein Schiff beispielsweise kurzfristig in die Werft muss, müsse das gesamte Team samt der Ware auf ein anderes Schiff umziehen – meist innerhalb weniger Minuten. Dass im Sommer bis zu vier, teilweise sogar fünf Schiffe gleichzeitig im Einsatz sind, erfordere nicht nur zwei Schichten pro Tag und das an sieben Tagen pro Woche. „Das erfordert viel Organisation, Flexibilität und ein eingespieltes Team“, so D‘Arca zusammenfassend. Doch sie hätten in der Zeit viel gelernt und großartige Menschen kennengelernt, die Zusammenarbeit mit dem Fähre-Team sei eng und gut.</p> <h2>Mindestens 34.800 Euro Pacht pro Jahr</h2> <p>Wer ein Bistro auf der Fähre oder mehrere auf den verschiedenen Schiffen mindestens für die nächsten zwei Jahre betreiben möchte, kann sich bis 24. November bei den Stadtwerken Konstanz melden. In der Ausschreibung sind unter anderem die Öffnungszeiten festgehalten: werktags 5.35 bis 18 Uhr, samstags 8.05 bis 19 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen 9.05 bis 19 Uhr. 2023 sollte noch bis 21 Uhr geöffnet sein, aktuell gelten offenbar die Öffnungszeiten abends bis 18 Uhr.</p> <p>Weitere Anforderungen an neue Pächter sind etwa die Bestückung der Automaten sowie ein frisches, möglichst regionales Angebot und Nachhaltigkeit sowie Müllvermeidung. Der Pachtpreis sei mit 10 Prozent des Nettoumsatzes, jedoch mindestens 34.800 Euro pro Jahr zuzüglich Mehrwertsteuer, marktgerecht, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Gärtner. Die Stadtwerke stellten auch die gesamte Infrastruktur zur Verfügung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Über Fährbetrieb und Bistro</span><span>Die Stadtwerke Konstanz betreiben ganzjährig die Fährverbindung zwischen Konstanz und Meersburg, die rund um die Uhr die beiden Bodenseeufer verbindet. Jährlich nutzen laut den Stadtwerken rund 3,8 Millionen Fußgänger, zahlreiche Radfahrer sowie Pkw, Lkw und Busse die Fähren. Laut den Stadtwerken gibt es die Bewirtung seit Ende der 50er-Jahre – zunächst mit einem Pächter pro Schiff und zuletzt mit einem Anbieter auf der gesamten Flotte. Fahrgäste wissen vorher nicht, mit welchem Schiff sie fahren, und daher auch nicht, wo es ein Bistro und wo es Automaten gibt. „Der Anspruch ist, dass es im Grunde egal ist, auf welchem Schiff sich der Fahrgast befindet, so dass ihm im Bistro wie bei den Automaten ein entsprechendes Angebot zur Verfügung steht“, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Teresa Gärtner.</span></label></div> <p>Und was wird aus den bisherigen Mitarbeitern? Ein Teil des Teams sei bereits in andere Betriebe der Midce GmbH gewechselt, erklärt D‘Arca. Einige Mitarbeitende könnten auch vom neuen Pächter übernommen werden – „so wie auch wir damals von unserem Vorgänger erfahrene Kräfte übernehmen durften“. Dieses Wissen und die Routine an Bord seien für den neuen Betreiber Gold wert.</p> <p>Sein Rat an den oder die Nachfolger: „Sonnencreme mit an Bord nehmen und die Aussicht genießen! Im Ernst: Wer den Betrieb übernimmt, sollte Freude an Abwechslung, Organisationstalent und Liebe zum Detail mitbringen. 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      <dc:source><![CDATA[Allensbach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Neue Pächter fürs Fähre-Bistro gesucht – und mit dem Wechsel kommen mehr Automaten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 11:21:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ein Landkreis von Konstanz bis Lörrach? Das würde der FDP-Vorschlag für die Einwohner bedeuten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/ein-landkreis-von-konstanz-bis-loerrach-das-wuerde-der-fdp-vorschlag-fuer-die-einwohner-bedeuten;art372432,12510019 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Landesverband der Liberalen will eine Gebietsreform mit größeren Landkreisen. Das soll die Verwaltung effizienter machen. Doch wird es einen Großkreis Hochrhein-Bodensee so schnell geben?  ]]></description>
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          Der Landesverband der Liberalen will eine Gebietsreform mit größeren Landkreisen. Das soll die Verwaltung effizienter machen. Doch wird es einen Großkreis Hochrhein-Bodensee so schnell geben?<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      <dc:subject><![CDATA[
        Der Landesverband der Liberalen will eine Gebietsreform mit größeren Landkreisen. Das soll die Verwaltung effizienter machen. Doch wird es einen Großkreis Hochrhein-Bodensee so schnell geben?



        <p>Ist der Landkreis Konstanz zu klein? Wenn es nach der FDP Baden-Württemberg geht, dann lautet die Antwort Ja. Doch es geht nicht nur um Konstanz, sondern um alle Landkreise im Land. Denn der Landesverband der Liberalen schlägt jetzt vor, die Landkreise in ihrer jetzigen Form aufzulösen. Auch die Regierungspräsidien und die Regionalverbände sollen nach dem Vorschlag verschwinden.</p> <p>Stattdessen soll es Großkreise geben, die die Form der Regionalverbände haben würden. Für den Landkreis Konstanz würde das bedeuten, dass dieser mit den Landkreisen Waldshut und Lörrach zum Großkreis Hochrhein-Bodensee verschmelzen würde. Doch was bedeutet das für die Bürgerinnen und Bürger?</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wofür gibt es Landkreise?</span><span>Die Kreisebene prägt den Alltag der Einwohner: Das Landratsamt ist zuständig für Abfallwirtschaft, öffentlichen Personennahverkehr oder Sozial- und Jugendhilfe. Auch die Zulassungsstelle für den Straßenverkehr gehört zum Landratsamt. Die Kreise fungieren als Zwischenebene zwischen Gemeinden und dem Land, das durch die Regierungspräsidien vor Ort vertreten wird. Seinen Sitz hat ein Landratsamt in der Kreisstadt. Es gibt aber auch große Kreisstädte. Die sind nicht der Sitz der Kreisverwaltung, doch verfügen oft über Außenstellen des Landratsamts.</span></label></div> <h2>Welche Stadt wird Kreisstadt?</h2> <p>Mit dem Vorschlag will die FDP die Verwaltung verschlanken. Langfristig sollen Stellen abgebaut werden und die Verwaltung effizienter. Dazu sollen die Landkreise mehr Befugnisse bekommen und Aufgaben sollen neu sortiert werden. So soll zukünftig der öffentliche Personennahverkehr in der Verantwortung des Landes liegen. Es wäre also nicht nur eine Gebiets-, sondern auch eine Funktionalreform.</p> <p>Wolfgang Seibel, Politikwissenschaftler und emeritierter Professor an der Universität Konstanz, erklärt, dass die Frage nach der Kreisstadt eine zentrale Rolle spielt. „Die Kreisstadt gewinnt nicht viel, aber es gibt todsichere Verlierer“, erklärt er. Bei der Gebietsreform in den 70er-Jahren, sei das für Städte, die den Kreissitz verloren haben, ein herber Schlag gewesen. Der Vorschlag der FDP sei ein großes Gebilde. Es sei wichtig zu beachten, dass nicht jeder Amtsgang eine Tagesreise nach Waldshut oder Lörrach mit sich bringe.</p> <p>Der Sitz des derzeit existierenden Regionalverbands Hochrhein-Bodensee ist Waldshut-Tiengen. Die Stadt liegt recht zentral im Landkreisverbund. Welche Stadt in dem Großkreis das Zentrum sein soll, sagt die FDP nicht. Landesvorsitzender Hans-Ulrich Rülke erklärt auf SÜDKURIER-Nachfrage: „Über die Kreisstadt entscheiden die Regionalkreise in eigener Verantwortung gegen Abschluss der Reform.“</p> <h2>Werden die Wege zum Landratsamt weiter?</h2> <p>Bedeutet das, dass die Gemeinden im Landkreis Konstanz ab dem Jahr 2031 aus Waldshut geführt werden könnten und die Wege zum Landratsamt länger werden? Nein, heißt es da von der FDP. Niemand aus Konstanz müsse nach Waldshut fahren, um ein Auto anzumelden oder umgekehrt. „Sie sollen nirgendwohin fahren müssen, sondern alles digital erledigen können“, so Rülke.</p> <p>Die Kreis-FDP unterstützt den Vorschlag der Landespartei. Ann-Veruschka Jurisch erklärt, sie sei im Sinne einer effizienteren Verwaltung auch bereit, für Kreistagssitzungen weitere Strecken zu fahren. Beispielsweise nach Waldshut. „Es kommt nicht auf persönliche Befindlichkeiten einzelner Kreistagsmitglieder an“, so Jurisch. Dennoch stehe das nicht fest. Das Konzept sehe auch die Nutzung von Verwaltungsgebäuden dort vor, wo es Sinn mache, meint sie.</p> <h2>Entfernt sich die Verwaltung von den Bürgern?</h2> <p>Für den Verwaltungswissenschaftler Seibel geht der Reformvorschlag in die richtige Richtung, gerade in Bezug auf die Personalsituation durch den demografischen Wandel. „Es bleibt eine offene Frage, ob das bei den Bürgern als Bürokratieabbau wirklich ankommt“, meint er. In der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass Argumente der Effizienz nicht so verfangen haben, wie die Frage, ob durch Zusammenlegung regionale Identität verloren gehe.</p> <p>Der Landkreistag Baden-Württemberg kritisiert den Vorschlag der Liberalen aus diesem Grund. Aus ihrer Sicht sei der einzige Effekt, dass die Bürgernähe zurückgehe. Die politischen Kosten einer solchen Reform wären ungleich höher als fiskalische Nutzen, den man sich davon verspreche, heißt es vom Hauptgeschäftsführer des Landkreistags, Alexis von Komorowski. „Das ist fatal in einer Zeit, in der die Demokratie besonders unter Druck steht. Wir sollten nichts machen, was die Bindung von Menschen zum Gemeinwesen schwächt“, meint er.</p> <h2>Stärkt das Konzept die Kommunen?</h2> <p>Aus Sicht der FDP rücke die Verwaltung so jedoch näher an die Bürgerinnen und Bürger heran. Laut Landesparteichef Rülke sollen die Menschen durch die Neuverteilung von Aufgaben mehr vor Ort erledigen können. „Wir wollen die kommunale Ebene stärken. Der Bürger soll mit der Mittelinstanz seltener als bisher in Berührung kommen“, so Rülke.</p> <p>Ann-Veruschka Jurisch von der FDP Konstanz sieht in dem Konzept ebenfalls eine Stärkung der kommunalen Ebene. Auch wenn die Kreisstadt vielleicht nicht ums Eck wäre, sollen die Bürgerinnen und Bürger in Konstanz und überall im Kreis trotzdem kurze Wege zu den Stellen haben. „Das Konzept sieht ganz ausdrücklich vor, Entscheidungen zu zentralisieren und Ebenen abzuschaffen, nicht aber Anlaufstellen“, so Jurisch. Dadurch würden Verfahren beschleunigt, was den Menschen und Betrieben vor Ort zugutekäme.</p> <p>Laut Politikwissenschaftler Wolfgang Seibel hat Baden-Württemberg recht kleine Landkreise. In den Südländern hätten die Landkreise eine durchschnittliche Größe von 1000 Quadratkilometern. Es gibt aber auch deutlich größere Landkreise in Deutschland. Besonders in den neuen Bundesländern. In Sachsen sei der durchschnittliche Kreis 1840 Quadratkilometer groß, in Mecklenburg-Vorpommern sogar 3900. Dort sind die Wege zum Landratsamt zum Teil sehr weit.</p> <h2>Wie realistisch ist das Vorhaben?</h2> <p>Die FDP will die Reform der Landkreise zu einem zentralen Thema im Landtagswahlkampf 2026 machen. Doch wie realistisch ist der Vorschlag? Seibel sieht in dem Vorschlag einen sinnvollen Ansatz, jedoch müssen Kosten und Nutzen genau abgewogen werden. Aber dass der Vorschlag schon bald umgesetzt werde, sei unwahrscheinlich. „Der Vorschlag ist gut gemeint, aber politisch unrealistisch“, sagt Seibel.</p> <p>Er glaubt, dass die Idee mit der CDU umsetzbar sei, doch eine schwarz-gelbe Landesregierung sei unwahrscheinlich. „Man sollte den Vorschlag nicht einfach vom Tisch wischen“, meint Seibel. Das Eckpunktepapier der FDP spreche wichtige Probleme an. Doch klar ist für ihn auch: Mit den Aufgaben und der finanziellen Lage der Kreise sei das Projekt aktuell nicht umsetzbar. Dafür gebe es zu viele Baustellen. „Es wäre wünschenswert, wenn wir in der Lage wären, die Kreise umzustrukturieren“, erklärt er weiter.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Kommunalpolitik Verwaltungsrecht Strukturpolitik thema-politik thema-politik-lokal thema-leben-grundversorgung]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Ein Landkreis von Konstanz bis Lörrach? Das würde der FDP-Vorschlag für die Einwohner bedeuten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 10:36:44 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nächster Schlag für die Gäubahn: Nur jeder zweite Zug aus Stuttgart fährt noch bis Zürich  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/schweiz/naechster-schlag-fuer-die-gaeubahn-maximal-die-haelfte-aller-zuege-faehrt-noch-bis-zuerich-1-11-25;art1371848,12510001 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Deutsche Bahn muss kapitulieren: Weil sie die Verbindung Stuttgart-Zürich nicht so zuverlässig betreiben kann, wie die Schweizer es erwarten, fährt ab Dezember mindestens jeder zweite Zug nur noch bis Singen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Deutsche Bahn muss kapitulieren: Weil sie die Verbindung Stuttgart-Zürich nicht so zuverlässig betreiben kann, wie die Schweizer es erwarten, fährt ab Dezember mindestens jeder zweite Zug nur noch bis Singen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Die Deutsche Bahn muss kapitulieren: Weil sie die Verbindung Stuttgart-Zürich nicht so zuverlässig betreiben kann, wie die Schweizer es erwarten, fährt ab Dezember mindestens jeder zweite Zug nur noch bis Singen.



        <p>Der Druck aus der Schweiz, <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/gaeubahn-kappung-in-singen-entscheidung-der-sbb-steht-wohl-bevor-31-10-25;art1371848,12509482" title="Gäubahn-Kappung auch am anderen Ende? Entscheidung der SBB steht wohl bevor">gerade aus dem Kanton Schaffhausen</a>, ist offensichtlich zu groß geworden: Die Gäubahn-Direktverbindung Zürich-Singen-Stuttgart ist ab Dezember in Teilen Geschichte. Nur noch jede zweite Stunde sollen Züge die komplette Verbindung befahren, erklären SBB und Deutsche Bahn in einer gemeinsamen Mitteilung.</p> <p>Acht Direktverbindungen soll es ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember und bis mindestens Mitte Juni 2026 dann noch geben. In den Stunden, in denen der IC in Singen endet, fährt von dort ein Anschlusszug nach Zürich.</p> <p>Wer also von Singen in die Schweiz will, hat weiterhin stündlichen Anschluss, abwechselnd durch Zustieg in den IC oder durch den neuen in Singen beginnenden Zug. Aus der Schweiz kommend, ändert sich derweil nichts: Von Zürich aus fährt weiterhin stündlich ein Zug direkt nach Stuttgart.</p> <p>Der Anschlusszug ab Singen wird aber nicht warten, wenn die Gäubahn aus Stuttgart zu spät kommt, wie die Bahn auf Anfrage erklärt – alles andere würde natürlich auch den Sinn unterlaufen, zuverlässiger in die Schweiz einzufahren. „Damit Fahrgäste sich von Anfang an darauf einstellen können, werden wir keinen Anschluss zwischen den beiden Fahrten in der Fahrplanauskunft empfehlen“, sagt ein Bahnsprecher.</p> <h2>Nicht einmal die acht Verbindungen Stuttgart-Zürich sind garantiert</h2> <p>Es ist zudem durchaus denkbar, dass am Ende nicht einmal die acht Verbindungen bis Zürich durchfahren werden. So erklären SBB und DB bereits jetzt: „Zusätzlich wird künftig bei den IC, die nach wie vor direkt von Stuttgart nach Zürich verkehren, bei hoher Verspätung ein Ersatzzug der SBB ab Schaffhausen verkehren.“ Auch hier könnte also vorzeitig Schluss ein.</p> <p>Zu den Gründen der fortgesetzten Unzuverlässigkeit der Verbindung erklären die beiden Bahnunternehmen: „Die häufigen Verspätungen entstehen vor allem durch infrastrukturelle sowie betriebliche Herausforderungen und Baustellen in Deutschland.“ Die Gäubahn ist in weiten Teilen eingleisig, was sich erst Mitte der 2030er-Jahre ändern dürften. Gegen eine mögliche Beschleunigung des Ausbaus verwehrte sich zuletzt die Bahn selbst. Schon im August hatte SBB-Chef Vincent Ducrot gegenüber dem SÜDKURIER die Zustände auf der Gäubahn als <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/absolut-ungenuegend-sbb-chef-ducrot-ueber-gaeubahn-s21-und-hochrhein-ausbau-29-08-25;art1371848,12470688" title="„Absolut ungenügend“: SBB-Chef über Gäubahn, S21, Hochrhein-Ausbau und Engagement in Deutschland">‚absolut ungenügend‘</a> bezeichnet.</p> <h2>Verkauf von Stadler-Kiss-Zügen soll kein Grund für Unzuverlässigkeit sein</h2> <p>Immer wieder wird auch der Verkauf der zuverlässigen Züge des Schweizer Herstellers Stadler als Grund für die Verspätungen benannt. Die Modelle des Typs Kiss verkehrten bis Jahresmitte auf der Gäubahn. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gaeubahn-mit-neuen-zuegen-in-der-kritik-warum-leidet-die-zugverbindung-zuerich-stuttgart-so-stark;art417930,12423080" title="„Kaum ein Zug pünktlich“: Gäubahn gerät mit neuen Zügen schwer in die Kritik">Dann verkaufte die Deutsche Bahn sie für 222 Millionen Euro an die ÖBB.</a> Seither verkehren Züge des Herstellers Alstom auf der Verbindung. Die Bahn weist Kritik an dieser Umstellung jedoch zurück. Beide Zugtypen seien ähnlich zuverlässig, erklärt ein Bahnsprecher auf SÜDKURIER-Anfrage.</p> <p>Mit der halben Einstellung der Direktverbindung scheint die langfristige Zukunft der Verbindung offener denn je, zumal im Norden durch die <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gaeubahn-soll-monatelang-schon-in-boeblingen-enden-das-sind-die-auswirkungen-fuer-den-bodensee-31-10-25;art417930,12507947" title="Gäubahn soll nur bis Böblingen fahren: Das droht Bodensee-Reisenden in den nächsten Jahren">Stuttgart-21-Inbetriebnahme samt Zwangsumstieg</a> in Vaihingen ab 2027 neues Ungemach droht. Ob der Schlusssatz der Mitteilung von SBB und DB ein Bekenntnis oder eher eine Durchhalteparole ist, wird also die Zeit zeigen: „Ziel bleibt, dass sämtliche IC zwischen den beiden Städten wieder durchgehend und pünktlich verkehren können.“</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Nächster Schlag für die Gäubahn: Nur jeder zweite Zug aus Stuttgart fährt noch bis Zürich]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 14 Jun 2022 14:51:49 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Lebendig eingemauert, ertränkt, geköpft, verbrannt: Hier starben in Konstanz die Verurteilten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/lebendig-eingemauert-ertraenkt-gekoepft-verbrannt-wo-in-konstanz-die-hinrichtungen-vollstreckt-wurden;art372448,10717801 ]]></link>      <description><![CDATA[  Was heute undenkbar ist, war im mittelalterlichen Konstanz grausame Realität: An mehreren Orten in der Stadt wurden die Todesurteile auf unterschiedliche Weise – und je nach Vergehen – vollstreckt. Wo genau?  ]]></description>
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          Was heute undenkbar ist, war im mittelalterlichen Konstanz grausame Realität: An mehreren Orten in der Stadt wurden die Todesurteile auf unterschiedliche Weise – und je nach Vergehen – vollstreckt. Wo genau?<br>
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        Was heute undenkbar ist, war im mittelalterlichen Konstanz grausame Realität: An mehreren Orten in der Stadt wurden die Todesurteile auf unterschiedliche Weise – und je nach Vergehen – vollstreckt. Wo genau?



        <h2>Rheinbrücke: Hauptweg und Hinrichtungsort in Konstanz</h2> <p>Die Rheinbrücke war bis 1856 nicht nur einer der Hauptwege in die Stadt, sondern auch Ort zahlreicher Hinrichtungen. Tod durch Ertrinken war im Mittelalter ein verbreitetes Todesurteil in Konstanz, so Daniel Groß. Vollstreckt wurde dieses Urteil oft auf der Rheinbrücke.</p> <p>Dabei seien die Verurteilten in einen Sack gesteckt, oder ihnen Beine und Arme zusammengebunden worden, sodass sie nicht mehr schwimmen konnten. Dann wurden sie von der Brücke aus in den Seerhein geworfen. Dieses Schicksal erleiden musste auch 1455 eine Frau namens Ällin und ihre Vertraute. Ällin sei verurteilt worden, weil sie versucht hatte, ihren Mann zu vergiften und auch verdächtigt wurde, ihren vorherigen Ehemann erfolgreich vergiftet zu haben. Wobei ihre Vertraute ihr geholfen haben soll.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Häufigste Hinrichtungsarten in Konstanz</span><span>Generell kann man sagen, dass Strafen am Pranger und Enthauptungen innerhalb der Stadtmauern vollzogen wurden, während der Galgen eher außerhalb der Stadt stand. Die häufigsten Hinrichtungsarten in Konstanz waren: Galgen, Erhängen und Ertränken. Seltener und doch überliefert sind: Pfählen, lebendig Begraben und Verbrennen. Laut Daniel Groß waren Hinrichtungen in Konstanz allerdings auch im Mittelalter kein alltägliches Ereignis.</span></label></div> <p>Dass in der Mitte des 15. Jahrhunderts Frauen zum Tode verurteilt wurden, sei aber eher selten gewesen. Wie Peter Schuster in seinem Buch „Eine Stadt vor Gericht. Recht und Alltag im spätmittelalterlichen Konstanz“ schrieb, seien zwischen 1430 und 1460 in Konstanz 81 Todesurteile gesprochen worden, nur zwei davon hätten Frauen betroffen.</p> <h2><strong>Frauenpfahl in Konstanz</strong><strong>: Symbol grausamer Strafen</strong></h2> <p>Noch heute erinnert eine hölzerne Säule mit einer weißen Kugel obenauf im Wasser vor dem Stadtgarten an einen weiteren Hinrichtungsort: den <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/todesurteil-bodensee-das-finstere-geheimnis-des-grausamen-frauenpfahls-von-konstanz;art372448,10241395" target="_blank" title="Todesurteil Bodensee: Das finstere Geheimnis des grausamen Frauenpfahls von Konstanz">Frauenpfahl</a>. Denn obwohl Frauen seltener zum Tode verurteilt wurden als Männer, gab es auch Frauen, die hingerichtet wurden.</p> <p>So zum Beispiel die Diebin Appolonia, die am 9. November 1532 am Frauenpfahl ihren Tod fand. Zumeist, davon wird ausgegangen, habe es sich bei den Verurteilten um Ehebrecherinnen gehandelt. Diese wurden wohl zusammen mit einer Schlange, einer lebenden Katze oder einem Huhn in einen Sack eingenäht und in den Bodensee geworfen.</p> <h2>Obermarkt: Pranger und öffentliche Hinrichtungen</h2> <p>Der Obermarkt war im Mittelalter einer der zentralen Marktplätze in Konstanz. Und nicht nur das: Neben Essensständen waren auf dem Obermarkt damals auch Pranger und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/allensbach/geraedert-ertraenkt-enthauptet-verbrannt-skelettfunde-bei-allensbach-fuehren-zu-neuen-erkenntnissen-und-einer-langen-liste-der-grausamkeiten;art372433,10952966" target="_blank" title="Skelettfunde führen zu neuen Erkenntnissen &amp;ndash; und einer langen Liste der Grausamkeiten">Galgen</a> zu finden. Daniel Groß geht davon aus, dass dort hauptsächlich kleinere Strafen am Pranger vollstreckt wurden.</p> <p>Doch nicht nur: Belegt ist dort beispielsweise 1438 die Hinrichtung eines Mannes namens Pontius. Ihm wurde vorgeworfen, einen aufrührerischen Anschlag an das Münster gepinnt zu haben. Dafür musste er mit dem Tod bezahlen. Er wurde gemeinsam mit einem Gehilfen am Obermarkt geköpft.</p> <p>Erst beim fünften Schlag sei der Kopf des Mannes vom Körper getrennt worden, bei seinem Gehilfen benötigte das sogar acht Schläge. So steht es in Johann Marmors Werk „Geschichtliche Topographie der Stadt Konstanz und ihrer nächsten Umgebung: mit besonderer Berücksichtigung der Sitten und-Kulturgeschichte derselben“ (1871). 1463 sei auf dem Obermarkt außerdem ein Mann gehängt worden, der einen Kelch aus einer Kirche gestohlen hatte.</p> <h2>Schnetztor: Eingemauert im Mittelalter</h2> <p>Eigentlich ist das <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/markantes-entree-zur-stadt-mit-einem-kuriosen-geheimnis-das-ist-die-geschichte-des-konstanzer-schnetztors;art372448,10889728" target="_blank" title="Markantes Entree zur Stadt mit einem kuriosen Geheimnis: Das ist die Geschichte des Konstanzer Schnetztors">Schnetztor</a> im Mittelalter kein klassischer Hinrichtungsort. Doch aus historischen Quellen ist zu entnehmen, dass dort 1452 ein Mann lebenslänglich eingemauert wurde. Doch er starb nicht sofort. Denn er wurde weiterhin mit Brot und Wasser versorgt, sodass er einen langen und qualvollen Tod erleiden musste. Aushalten musste er diese Bestrafung, weil er seine Frau im Zorn erdolcht haben soll.</p> <h2>Kreuzlingen und Gottlieben: Hinrichtungen vor den Toren von Konstanz</h2> <p>Zwei der Konstanzer Hinrichtungsorte befinden sich gar nicht in Konstanz selbst, sondern in der Schweiz. Einer davon auf der Sandbreite in Kreuzlingen, vor den damaligen Toren der Stadt. Dort seien vor allem Hinrichtungen am Galgen durchgeführt worden.</p> <h2>Grausame Strafen: Verbrennungen und Homosexualität im Mittelalter</h2> <p>Oft wurden die Verurteilten als abschreckendes Beispiel für Fremde hängen gelassen, bis sie verrotteten, erzählt Daniel Groß. Auch zu Verbrennungen kam es dort. 1464 wurden an dieser Richtstätte nach historischen Quellen zwei Männer verbrannt, die Ketzerei betrieben haben sollen. Einer davon sei ein Mönch gewesen. Daniel Groß: „Das ist eines von wenigen Beispielen von verurteilter Homosexualität in Konstanz.“</p> <h2><strong>Tägermoos</strong><strong>: Zum Sterben aus der Stadt geschleift</strong></h2> <p>Ebenfalls in der Schweiz befand sich eine Richtstätte in Richtung Gottlieben. Nur wenige Schritte entfernt vom Wall am Rhein habe dort ein Galgen auf einer Anhöhe gestanden, so belegen es mittelalterliche Quellen. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts sei diese Richtstätte in Gebrauch gewesen. Verbreitet war es wohl, dass Verurteilte am Pferd zur Richtstätte außerhalb der Stadt geschleift wurden. „Sie wurden damit symbolisch und faktisch aus der Gesellschaft ausgeschlossen“, so Groß.</p> <p><em>Dieser Artikel erschien erstmals im Januar 2021 auf SÜDKURIER Online.</em></p> <h2>Häufige Fragen zu historischen Hinrichtungsstätten in Konstanz:</h2> <h2>Welche Hinrichtungsarten gab es im mittelalterlichen Konstanz?</h2> <p>Im Mittelalter wurden in Konstanz vor allem Galgen, Ertränken und Enthauptungen vollzogen. Seltener kam es zu Strafen wie Pfählen, lebendig Begraben oder Verbrennen.</p> <h2>Wo fanden in Konstanz am Bodensee die meisten Hinrichtungen statt?</h2> <p>Zentrale Orte waren die Rheinbrücke, der Obermarkt und der Frauenpfahl im Bodensee. Außerhalb der Stadt wurden Hinrichtungen auch in Kreuzlingen und Gottlieben durchgeführt.</p> <h2>Was ist der Frauenpfahl in Konstanz?</h2> <p>Der Frauenpfahl ist eine hölzerne Säule im Bodensee, die bis heute an einen historischen Hinrichtungsort erinnert. Dort wurden vor allem Frauen, oft Ehebrecherinnen, ertränkt.</p> <p></p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Allensbach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Lebendig eingemauert, ertränkt, geköpft, verbrannt: Hier starben in Konstanz die Verurteilten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 12:39:26 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Streit mit Ex-Freundin eskaliert im Seehas: Unbekannter wirft Angreifer aus dem Zug  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/streit-mit-ex-freundin-eskaliert-im-seehas-unbekannter-wirft-angreifer-aus-dem-zug;art372432,12510077 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zwischen Feierabendpendlern der Verbindung zwischen Engen und Konstanz kommt es am Donnerstag, 30. Oktober, zu einer Prügelei. Die Bundespolizei sucht nach dem Mann, der handgreiflich wurde, um die Frau zu schützen.  ]]></description>
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          Zwischen Feierabendpendlern der Verbindung zwischen Engen und Konstanz kommt es am Donnerstag, 30. Oktober, zu einer Prügelei. Die Bundespolizei sucht nach dem Mann, der handgreiflich wurde, um die Frau zu schützen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      <dc:subject><![CDATA[
        Zwischen Feierabendpendlern der Verbindung zwischen Engen und Konstanz kommt es am Donnerstag, 30. Oktober, zu einer Prügelei. Die Bundespolizei sucht nach dem Mann, der handgreiflich wurde, um die Frau zu schützen.



        <p>Erst streitet sich ein alkoholisierter Mann im Seehas zwischen Engen und Konstanz mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin. Als ein Unbekannter dazwischengeht, eskaliert die Lage. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Konstanz hervor. Demnach ist am frühen Donnerstagabend, 30. Oktober, im Zug zu einer „tätlichen Auseinandersetzung“ – wie es im Polizeijargon heißt – gekommen.</p> <p>Laut Pressestelle habe der 53-Jährige zunächst seine Ex-Partnerin im Seehas verbal und körperlich angegangen. „Der unbekannte Mitreisende ging dazwischen, um den Übergriff zu beenden“, heißt es in der Mitteilung an die Medien weiter. Daraufhin sei es zu einer Prügelei zwischen den beiden Männern gekommen. Diese Szenen hätten sich im Zeitraum zwischen 17.10 Uhr und 17.30 Uhr ereignet.</p> <p>Weiter schreibt die Pressestelle: „Am Haltepunkt Allensbach beförderte der Unbekannte den 53-Jährigen aus dem Zug. Dabei hat sich dieser Verletzungen zugezogen.“ Die Bundespolizeiinspektion Konstanz ermittle nun wegen Körperverletzung sowohl gegen den 53-Jährigen als auch den unbekannten Mann.</p> <h2>Bundespolizei kontrolliert Seehas in Konstanz</h2> <p>Kurz nach dem Vorfall stiegen an der Haltestelle Konstanz-Fürstenberg mehrere Einsatzkräfte der Bundespolizei in den voll besetzten Zug. Ein SÜDKURIER-Reporter war zufällig vor Ort und beobachtete, wie die Beamten alle Fahrgäste anwiesen, ihre Hände zu zeigen. Die Polizisten liefen durch die Bahn und schauten sich besonders die Rückseiten der Finger an. Bei einigen Fahrgästen sorgte das für Irritation.</p> <p>Die Pressesprecherin der Bundespolizeiinspektion Konstanz, Bettina Stahl, bestätigt auf SÜDKURIER-Nachfrage, dass die Beamten geschaut haben, ob sie bei einer Person Blut oder Verletzungen an den Händen feststellen können. „Der unbekannte Tatverdächtige ist in besagten Seehas weitergefahren, das haben uns die Zeugen so bestätigt“, erklärt Stahl. Die Hoffnung der Polizei sei gewesen, den unbekannten Tatverdächtigen noch im Zug feststellen zu können. Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Seehas Oberbürgermeister Polizei Körperverletzung Polizeieinsatz Fahndung thema-sicherheit-kriminalitaet thema-sicherheit-blaulicht]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Streit mit Ex-Freundin eskaliert im Seehas: Unbekannter wirft Angreifer aus dem Zug]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 12:39:33 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Streit mit Ex-Freundin eskaliert im Seehas: Unbekannter wirft Angreifer aus dem Zug  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/streit-mit-ex-freundin-eskaliert-im-seehas-unbekannter-wirft-angreifer-aus-dem-zug;art372432,12510077 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zwischen Feierabendpendlern der Verbindung zwischen Engen und Konstanz kommt es am Donnerstag, 30. Oktober, zu einer Prügelei. Die Bundespolizei sucht nach dem Mann, der handgreiflich wurde, um die Frau zu schützen.  ]]></description>
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          Zwischen Feierabendpendlern der Verbindung zwischen Engen und Konstanz kommt es am Donnerstag, 30. Oktober, zu einer Prügelei. Die Bundespolizei sucht nach dem Mann, der handgreiflich wurde, um die Frau zu schützen.<br>
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        Zwischen Feierabendpendlern der Verbindung zwischen Engen und Konstanz kommt es am Donnerstag, 30. Oktober, zu einer Prügelei. Die Bundespolizei sucht nach dem Mann, der handgreiflich wurde, um die Frau zu schützen.



        <p>Erst streitet sich ein alkoholisierter Mann im Seehas zwischen Engen und Konstanz mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin. Als ein Unbekannter dazwischengeht, eskaliert die Lage. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Konstanz hervor. Demnach ist am frühen Donnerstagabend, 30. Oktober, im Zug zu einer „tätlichen Auseinandersetzung“ – wie es im Polizeijargon heißt – gekommen.</p> <p>Laut Pressestelle habe der 53-Jährige zunächst seine Ex-Partnerin im Seehas verbal und körperlich angegangen. „Der unbekannte Mitreisende ging dazwischen, um den Übergriff zu beenden“, heißt es in der Mitteilung an die Medien weiter. Daraufhin sei es zu einer Prügelei zwischen den beiden Männern gekommen. Diese Szenen hätten sich im Zeitraum zwischen 17.10 Uhr und 17.30 Uhr ereignet.</p> <p>Weiter schreibt die Pressestelle: „Am Haltepunkt Allensbach beförderte der Unbekannte den 53-Jährigen aus dem Zug. Dabei hat sich dieser Verletzungen zugezogen.“ Die Bundespolizeiinspektion Konstanz ermittle nun wegen Körperverletzung sowohl gegen den 53-Jährigen als auch den unbekannten Mann.</p> <h2>Bundespolizei kontrolliert Seehas in Konstanz</h2> <p>Kurz nach dem Vorfall stiegen an der Haltestelle Konstanz-Fürstenberg mehrere Einsatzkräfte der Bundespolizei in den voll besetzten Zug. Ein SÜDKURIER-Reporter war zufällig vor Ort und beobachtete, wie die Beamten alle Fahrgäste anwiesen, ihre Hände zu zeigen. Die Polizisten liefen durch die Bahn und schauten sich besonders die Rückseiten der Finger an. Bei einigen Fahrgästen sorgte das für Irritation.</p> <p>Die Pressesprecherin der Bundespolizeiinspektion Konstanz, Bettina Stahl, bestätigt auf SÜDKURIER-Nachfrage, dass die Beamten geschaut haben, ob sie bei einer Person Blut oder Verletzungen an den Händen feststellen können. „Der unbekannte Tatverdächtige ist in besagten Seehas weitergefahren, das haben uns die Zeugen so bestätigt“, erklärt Stahl. Die Hoffnung der Polizei sei gewesen, den unbekannten Tatverdächtigen noch im Zug feststellen zu können. Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Allensbach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Streit mit Ex-Freundin eskaliert im Seehas: Unbekannter wirft Angreifer aus dem Zug]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 12:37:09 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mann kehrt trotz Einreiseverbots zurück – Bundespolizisten setzen ihn direkt wieder ins Flugzeug  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mann-kehrt-trotz-einreiseverbots-zurueck-bundespolizisten-setzen-ihn-direkt-wieder-ins-flugzeug;art372432,12510071 ]]></link>      <description><![CDATA[  Über die Schweiz gelangt der 33-Jährige in die Bundesrepublik, obwohl er sich bis 2029 hier nicht aufhalten darf. In Singen endet seine Reise in Gewahrsam. Nur einen Tag später geht es via Stuttgart zurück an den Balkan.  ]]></description>
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          Über die Schweiz gelangt der 33-Jährige in die Bundesrepublik, obwohl er sich bis 2029 hier nicht aufhalten darf. In Singen endet seine Reise in Gewahrsam. Nur einen Tag später geht es via Stuttgart zurück an den Balkan.<br>
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        Über die Schweiz gelangt der 33-Jährige in die Bundesrepublik, obwohl er sich bis 2029 hier nicht aufhalten darf. In Singen endet seine Reise in Gewahrsam. Nur einen Tag später geht es via Stuttgart zurück an den Balkan.



        <p>Personenkontrollen der Bundespolizei kommen an grenznahen Bahnhöfen immer wieder vor. Auch am Mittwoch, 29. Oktober, führten Einsatzkräfte am Bahnhof in Singen Kontrollen durch. Als ein Zug aus der Schweiz einfuhr, überprüften die Beamten Personen, die in der Stadt am Fuß des Hohentwiels ausstiegen.</p> <p>Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, entdeckten die Bundespolizisten dabei einen 33-Jährigen, gegen den ein bestehendes Einreiseverbot in die Bundesrepublik vorlag. Gültig bis 2029. Schnell stellte sich heraus: Kurz zuvor hatte der kosovarische Staatsangehörige schon in der Schweiz Kontakt mit der dortigen Polizei gehabt.</p> <p>Die Schweizer Kollegen hatten laut Pressemitteilung den Mann wegen unerlaubter Einreise und wegen des Versuchs, sich einer polizeilichen Maßnahme zu entziehen, kurzzeitig inhaftiert. Doch der 33-Jährige gelangte wieder auf freien Fuß. In Singen nahm die Bundespolizei den Mann sofort wieder in Gewahrsam.</p> <p>Direkt einen Tag später, also am Donnerstag, 30. Oktober, ging es für den Mann auf dem Luftweg zurück in sein Heimatland. Nach Angaben der Bundespolizei wurde er über den Flughafen Stuttgart ausgewiesen. „Zur Sicherung der entstehenden Kosten der Zurückweisung musste er eine Sicherheitsleistung hinterlegen“, heißt es in der Mitteilung abschließend.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Polizei Bundesgrenzschutz Festnahme Polizeieinsatz thema-sicherheit thema-sicherheit-kriminalitaet thema-sicherheit-blaulicht]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Mann kehrt trotz Einreiseverbots zurück – Bundespolizisten setzen ihn direkt wieder ins Flugzeug]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 13:51:30 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bodensee-Zutaten neu interpretiert: Mona Hiermaier kredenzt im Pop-Up-Restaurant Ungewöhnliches  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/so-schmeckts-am-bodensee-the-taste-gewinnerin-eroeffnet-pop-up-restaurant-in-konstanz-31-10-25;art372448,12509399 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach dem großen Erfolg im ersten Jahr eröffnet die Köchin im Januar 2026 zum zweiten Mal ein Restaurant auf Zeit, dieses Mal im Steg4. Wer bei ihr einen Tisch bucht, lässt sich auf neue Erlebnisse am Gaumen ein.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Nach dem großen Erfolg im ersten Jahr eröffnet die Köchin im Januar 2026 zum zweiten Mal ein Restaurant auf Zeit, dieses Mal im Steg4. Wer bei ihr einen Tisch bucht, lässt sich auf neue Erlebnisse am Gaumen ein.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/so-schmeckts-am-bodensee-the-taste-gewinnerin-eroeffnet-pop-up-restaurant-in-konstanz-31-10-25;art372448,12509399]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Nach dem großen Erfolg im ersten Jahr eröffnet die Köchin im Januar 2026 zum zweiten Mal ein Restaurant auf Zeit, dieses Mal im Steg4. Wer bei ihr einen Tisch bucht, lässt sich auf neue Erlebnisse am Gaumen ein.



        <p>Schnitzel mit Pommes wird es nicht geben, auch nicht den gewöhnlichen Zwiebelrostbraten oder Forelle Müllerin Art. Wenn Mona Hiermaier sich an den Herd stellt, kommen dabei neue Kreationen heraus. Welch ungewöhnliche Geschmacks-Ideen sich in ihrem Kopf abspielen, möchte sie nun erneut ihren Gästen zeigen. Deshalb eröffnet die 26-Jährige im Januar 2026 zum zweiten Mal ein Pop-Up-Restaurant in Konstanz.</p> <p>Während <a href="https://www.suedkurier.de/essen-trinken/the-taste-gewinnerin-mona-hiermaier-bringt-neuen-trend-nach-konstanz;art1367817,12308866" target="_blank" title="Eine Kochshow-Gewinnerin und ihr Pop-Up-Restaurant: Ein Trend kommt nach Konstanz">die Premiere im ehemaligen Restaurant Esme auf dem Münsterplatz</a> stattfand, darf die Köchin dieses Mal die größere Küche des Steg4 in der Hafenstraße nutzen. Auch im Gastraum werden es nun 100 statt 60 Plätze sein. Denn die Erfahrung aus dem Vorjahr zeigt: Das Konzept wird bestens angenommen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das ist Mona Hiermaier</span><span>Die 26-Jährige wurde im bayerischen Neuburg an der Donau geboren, wuchs aber in Villingen auf. Sie besuchte das Gymnasium am Hoptbühl und legte ihr Abitur am Wirtschaftsgymnasium ab. Anschließend studierte sie BWL Food Management (Duale Hochschule Heilbronn und Hofpfisterei München). Es folgte eine Ausbildung zur Köchin – erst im Konstanzer Hotel Riva, nach einem halben Jahr wechselte sie in die Weinbar Zwölfe nach Singen. Sie betreibt die <a href="https://monaliebtaroma.de/" target="_blank" title="" rel="noopener">Homepage „Mona liebt Aroma“</a> und arbeitet bundesweit als Privatköchin. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/the-taste-mona-hiermaier-aus-konstanz-gewinnt;art372448,11837337" target="_blank" title="Mona Hiermaier gewinnt bei &amp;bdquo;The Taste&amp;ldquo; &amp;ndash; Konstanzer Köche glänzen bei der TV-Show">Sie gewann die TV-Show 2023 „The Taste“ im Team von Juror Alex Kumptner</a>.</span></label></div> <p>„Wir wurden im vergangenen Jahr komplett vom Ansturm überrannt“, sagt Martin Mure, der gemeinsam mit Marco D‘Arca und Servet Karaaslan das Restaurant Steg4 führt und zuvor auch das türkische Lokal Esme innehatte, das nun dem <a href="https://www.suedkurier.de/essen-trinken/eis-im-suessen-gebaeck-sizilianischer-trend-erobert-konstanz-im-neuen-eiscafe-duomo-20-05-25;art1367817,12389375" target="_blank" title="Ein Trend aus Sizilien erobert Konstanz: Das müssen Sie über das neue Eiscafé Duomo wissen">Eiscafé Duomo</a> wich.</p> <p>„Bis zu 50 Leute standen vor der Tür, die Hälfte von ihnen hatte nicht reserviert“, erinnert sich Martin Mure und lacht. „Wir waren bis zu fünfmal am Tag einkaufen, weil wir damit nicht gerechnet hatten.“ Mona Hiermaier ergänzt: „Und wir haben spontan neue Gerichte kreiert – mit den Zutaten, die noch da waren.“</p> <p>Beim zweiten Mal soll alles ein bisschen professioneller ablaufen. Die Idee aber bleibt dieselbe: Monas Kreationen überraschen die Gäste. Es wird Speisen aus der Vier-Länder-Region Bodensee geben, allerdings mit einer kleinen Abweichung: „Da Liechtenstein keine eigene Küche hat, verwenden wir Zutaten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Bayern“, sagt die 26-Jährige und ergänzt: „Schließlich komme ich aus Bayern.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Gerichte und Reservierung</span><span>Das Pop-Up-Restaurant im Steg4 (Hafenstraße 8) öffnet seine Türen von Montag, 5. Januar 2026, bis Samstag, 24. Januar 2026. Reservierungen sind bereits möglich, es gibt zwei Zeitschienen: von 17 bis 20 und ab 20 Uhr. Reserviert werden kann über die Website <a href="https://steg4.de/#steg4" target="_blank" title="" rel="noopener">https://steg4.de/#steg4</a>, per E-Mail an <a href="mailto:info@steg4.de" target="" title="">info@steg4.de</a> oder telefonisch unter der Nummer 07531 17428. Am letzten Tag des Pop-Up-Restaurants findet eine Party statt. Köchin Mona Hiermaier möchte regionale Zutaten vom Bodensee neu interpretieren und dabei auch den Ofen des Restaurants nutzen. Beim ersten Mal kostete eine Vorspeise 14 bis 17 Euro, ein Hauptgericht 21 bis 31 Euro. Die Preise für 2026 stehen noch nicht fest.</span></label></div> <h2>Olma-Wurst mal ganz anders</h2> <p>Als Beispiel nennt sie die Schweizer Olma-Wurst, die sie mal ganz anders zubereiten möchte – wohl wissend, dass die Sankt Galler klare Traditionen damit verbinden wie etwa, dass diese Wurst nicht mit Senf verzehrt werden sollte. „Ich finde Traditionen sehr wichtig, aber man kann Produkte auch mal anders interpretieren“, sagt Mona Hiermaier. „Ich möchte den Gästen zurufen: Spring über deinen Schatten und probier es einfach mal.“</p> <p>Das habe im vergangenen Jahr gut funktioniert, sagt Martin Mure, ergänzt dann aber lachend: „Naja, die eine oder andere Omi hat schon erstmal komisch geschaut, als sie von Kaki-Carpaccio gehört hat.“ Am Ende aber hätten alle Gäste das Pop-Up-Restaurant zufrieden verlassen. Was dieses Mal auf der Karte steht, wollen die Gastgeber noch nicht verraten.</p> <p>„Es wird Speisen mit Fleisch, Fisch und Vegetarisches geben“, sagt die 26-Jährige, die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/daumen-druecken-konstanzerin-kocht-im-the-taste-finale-um-den-sieg;art372448,11836561" target="_blank" title="Daumen drücken! Konstanzerin kocht im &amp;bdquo;The Taste&amp;ldquo;-Finale um den Sieg">im Jahr 2023 die Kochsendung „The Taste“ gewann</a> und auch dort mit ihren speziellen Ideen punktete. Sie möchte die Karte für die drei Wochen im Steg4 klein halten, aber ein- bis zweimal pro Woche eine zusätzliche Überraschung anbieten, zum Beispiele klassische Bodenseegerichte asiatisch anhauchen. Auch bei der Dekoration und dem Drumherum in der Gaststube sollen sich die Gäste überraschen lassen, sagt Marco D‘Arca.</p> <p>Mona Hiermaier, die das restliche Jahr als Privatköchin bundesweit und in der Schweiz unterwegs ist, freut sich auf die drei intensiven Wochen im Steg4. „Die Größe dieses Projekts ist für mich schon eine Herausforderung, denn normalerweise koche ich für neun bis zwölf Personen, nicht für 100. Aber ich habe ja den Küchenchef und weitere Kollegen in der Küche, die mir helfen“, sagt sie.</p> <h2>Sonst solo bei der Arbeit, nun im Team</h2> <p>Auf die Zusammenarbeit freut sie sich ganz besonders: „Wir hatten im vergangenen Jahr so viel Spaß, haben uns in der Küche auf vielen Sprachen unterhalten und zu kurdischer Musik getanzt“, erzählt sie, während ihre Augen leuchten. Kollegen zu haben, ist für sie als Solo-Selbstständige eine schöne Erfahrung.</p> <p>„Nach den drei Wochen war ich richtig platt, aber es war schöner Stress“, sagt Hiermaier, die mit ihrer besten Freundin in Petershausen wohnt. Die Vorbereitungen für die zweite Runde laufen, einige Gerichte sind in ihrem Kopf schon fertig. „Im Januar möchte ich nicht nur selbst kochen, sondern auch anrichten und im Service mithelfen. Und ich komme auch gern zu den Gästen an den Tisch, wenn jemand eine Frage hat.“</p> <p>Bei aller Aufregung sehnt sie diesen einen Moment herbei, „in dem ich in der Küche stehe und merke, dass alles klappt“, sagt Mona Hiermaier. „Es ist zwar ein Pop-Up-Restaurant und deshalb muss nicht alles perfekt laufen, aber ich möchte, dass jeder das Lokal mit einem Lächeln verlässt. Deshalb machen wir das auch nur für drei Wochen. Dann bleibt der ganz besondere Geist erhalten.“</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Allensbach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Bodensee-Zutaten neu interpretiert: Mona Hiermaier kredenzt im Pop-Up-Restaurant Ungewöhnliches]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 13:51:32 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bodensee-Zutaten neu interpretiert: Mona Hiermaier kredenzt im Pop-Up-Restaurant Ungewöhnliches  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/so-schmeckts-am-bodensee-the-taste-gewinnerin-eroeffnet-pop-up-restaurant-in-konstanz-31-10-25;art372448,12509399 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach dem großen Erfolg im ersten Jahr eröffnet die Köchin im Januar 2026 zum zweiten Mal ein Restaurant auf Zeit, dieses Mal im Steg4. Wer bei ihr einen Tisch bucht, lässt sich auf neue Erlebnisse am Gaumen ein.  ]]></description>
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          Nach dem großen Erfolg im ersten Jahr eröffnet die Köchin im Januar 2026 zum zweiten Mal ein Restaurant auf Zeit, dieses Mal im Steg4. Wer bei ihr einen Tisch bucht, lässt sich auf neue Erlebnisse am Gaumen ein.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Nach dem großen Erfolg im ersten Jahr eröffnet die Köchin im Januar 2026 zum zweiten Mal ein Restaurant auf Zeit, dieses Mal im Steg4. Wer bei ihr einen Tisch bucht, lässt sich auf neue Erlebnisse am Gaumen ein.



        <p>Schnitzel mit Pommes wird es nicht geben, auch nicht den gewöhnlichen Zwiebelrostbraten oder Forelle Müllerin Art. Wenn Mona Hiermaier sich an den Herd stellt, kommen dabei neue Kreationen heraus. Welch ungewöhnliche Geschmacks-Ideen sich in ihrem Kopf abspielen, möchte sie nun erneut ihren Gästen zeigen. Deshalb eröffnet die 26-Jährige im Januar 2026 zum zweiten Mal ein Pop-Up-Restaurant in Konstanz.</p> <p>Während <a href="https://www.suedkurier.de/essen-trinken/the-taste-gewinnerin-mona-hiermaier-bringt-neuen-trend-nach-konstanz;art1367817,12308866" target="_blank" title="Eine Kochshow-Gewinnerin und ihr Pop-Up-Restaurant: Ein Trend kommt nach Konstanz">die Premiere im ehemaligen Restaurant Esme auf dem Münsterplatz</a> stattfand, darf die Köchin dieses Mal die größere Küche des Steg4 in der Hafenstraße nutzen. Auch im Gastraum werden es nun 100 statt 60 Plätze sein. Denn die Erfahrung aus dem Vorjahr zeigt: Das Konzept wird bestens angenommen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das ist Mona Hiermaier</span><span>Die 26-Jährige wurde im bayerischen Neuburg an der Donau geboren, wuchs aber in Villingen auf. Sie besuchte das Gymnasium am Hoptbühl und legte ihr Abitur am Wirtschaftsgymnasium ab. Anschließend studierte sie BWL Food Management (Duale Hochschule Heilbronn und Hofpfisterei München). Es folgte eine Ausbildung zur Köchin – erst im Konstanzer Hotel Riva, nach einem halben Jahr wechselte sie in die Weinbar Zwölfe nach Singen. Sie betreibt die <a href="https://monaliebtaroma.de/" target="_blank" title="" rel="noopener">Homepage „Mona liebt Aroma“</a> und arbeitet bundesweit als Privatköchin. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/the-taste-mona-hiermaier-aus-konstanz-gewinnt;art372448,11837337" target="_blank" title="Mona Hiermaier gewinnt bei &amp;bdquo;The Taste&amp;ldquo; &amp;ndash; Konstanzer Köche glänzen bei der TV-Show">Sie gewann die TV-Show 2023 „The Taste“ im Team von Juror Alex Kumptner</a>.</span></label></div> <p>„Wir wurden im vergangenen Jahr komplett vom Ansturm überrannt“, sagt Martin Mure, der gemeinsam mit Marco D‘Arca und Servet Karaaslan das Restaurant Steg4 führt und zuvor auch das türkische Lokal Esme innehatte, das nun dem <a href="https://www.suedkurier.de/essen-trinken/eis-im-suessen-gebaeck-sizilianischer-trend-erobert-konstanz-im-neuen-eiscafe-duomo-20-05-25;art1367817,12389375" target="_blank" title="Ein Trend aus Sizilien erobert Konstanz: Das müssen Sie über das neue Eiscafé Duomo wissen">Eiscafé Duomo</a> wich.</p> <p>„Bis zu 50 Leute standen vor der Tür, die Hälfte von ihnen hatte nicht reserviert“, erinnert sich Martin Mure und lacht. „Wir waren bis zu fünfmal am Tag einkaufen, weil wir damit nicht gerechnet hatten.“ Mona Hiermaier ergänzt: „Und wir haben spontan neue Gerichte kreiert – mit den Zutaten, die noch da waren.“</p> <p>Beim zweiten Mal soll alles ein bisschen professioneller ablaufen. Die Idee aber bleibt dieselbe: Monas Kreationen überraschen die Gäste. Es wird Speisen aus der Vier-Länder-Region Bodensee geben, allerdings mit einer kleinen Abweichung: „Da Liechtenstein keine eigene Küche hat, verwenden wir Zutaten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Bayern“, sagt die 26-Jährige und ergänzt: „Schließlich komme ich aus Bayern.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Gerichte und Reservierung</span><span>Das Pop-Up-Restaurant im Steg4 (Hafenstraße 8) öffnet seine Türen von Montag, 5. Januar 2026, bis Samstag, 24. Januar 2026. Reservierungen sind bereits möglich, es gibt zwei Zeitschienen: von 17 bis 20 und ab 20 Uhr. Reserviert werden kann über die Website <a href="https://steg4.de/#steg4" target="_blank" title="" rel="noopener">https://steg4.de/#steg4</a>, per E-Mail an <a href="mailto:info@steg4.de" target="" title="">info@steg4.de</a> oder telefonisch unter der Nummer 07531 17428. Am letzten Tag des Pop-Up-Restaurants findet eine Party statt. Köchin Mona Hiermaier möchte regionale Zutaten vom Bodensee neu interpretieren und dabei auch den Ofen des Restaurants nutzen. Beim ersten Mal kostete eine Vorspeise 14 bis 17 Euro, ein Hauptgericht 21 bis 31 Euro. Die Preise für 2026 stehen noch nicht fest.</span></label></div> <h2>Olma-Wurst mal ganz anders</h2> <p>Als Beispiel nennt sie die Schweizer Olma-Wurst, die sie mal ganz anders zubereiten möchte – wohl wissend, dass die Sankt Galler klare Traditionen damit verbinden wie etwa, dass diese Wurst nicht mit Senf verzehrt werden sollte. „Ich finde Traditionen sehr wichtig, aber man kann Produkte auch mal anders interpretieren“, sagt Mona Hiermaier. „Ich möchte den Gästen zurufen: Spring über deinen Schatten und probier es einfach mal.“</p> <p>Das habe im vergangenen Jahr gut funktioniert, sagt Martin Mure, ergänzt dann aber lachend: „Naja, die eine oder andere Omi hat schon erstmal komisch geschaut, als sie von Kaki-Carpaccio gehört hat.“ Am Ende aber hätten alle Gäste das Pop-Up-Restaurant zufrieden verlassen. Was dieses Mal auf der Karte steht, wollen die Gastgeber noch nicht verraten.</p> <p>„Es wird Speisen mit Fleisch, Fisch und Vegetarisches geben“, sagt die 26-Jährige, die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/daumen-druecken-konstanzerin-kocht-im-the-taste-finale-um-den-sieg;art372448,11836561" target="_blank" title="Daumen drücken! Konstanzerin kocht im &amp;bdquo;The Taste&amp;ldquo;-Finale um den Sieg">im Jahr 2023 die Kochsendung „The Taste“ gewann</a> und auch dort mit ihren speziellen Ideen punktete. Sie möchte die Karte für die drei Wochen im Steg4 klein halten, aber ein- bis zweimal pro Woche eine zusätzliche Überraschung anbieten, zum Beispiele klassische Bodenseegerichte asiatisch anhauchen. Auch bei der Dekoration und dem Drumherum in der Gaststube sollen sich die Gäste überraschen lassen, sagt Marco D‘Arca.</p> <p>Mona Hiermaier, die das restliche Jahr als Privatköchin bundesweit und in der Schweiz unterwegs ist, freut sich auf die drei intensiven Wochen im Steg4. „Die Größe dieses Projekts ist für mich schon eine Herausforderung, denn normalerweise koche ich für neun bis zwölf Personen, nicht für 100. Aber ich habe ja den Küchenchef und weitere Kollegen in der Küche, die mir helfen“, sagt sie.</p> <h2>Sonst solo bei der Arbeit, nun im Team</h2> <p>Auf die Zusammenarbeit freut sie sich ganz besonders: „Wir hatten im vergangenen Jahr so viel Spaß, haben uns in der Küche auf vielen Sprachen unterhalten und zu kurdischer Musik getanzt“, erzählt sie, während ihre Augen leuchten. Kollegen zu haben, ist für sie als Solo-Selbstständige eine schöne Erfahrung.</p> <p>„Nach den drei Wochen war ich richtig platt, aber es war schöner Stress“, sagt Hiermaier, die mit ihrer besten Freundin in Petershausen wohnt. Die Vorbereitungen für die zweite Runde laufen, einige Gerichte sind in ihrem Kopf schon fertig. „Im Januar möchte ich nicht nur selbst kochen, sondern auch anrichten und im Service mithelfen. Und ich komme auch gern zu den Gästen an den Tisch, wenn jemand eine Frage hat.“</p> <p>Bei aller Aufregung sehnt sie diesen einen Moment herbei, „in dem ich in der Küche stehe und merke, dass alles klappt“, sagt Mona Hiermaier. „Es ist zwar ein Pop-Up-Restaurant und deshalb muss nicht alles perfekt laufen, aber ich möchte, dass jeder das Lokal mit einem Lächeln verlässt. Deshalb machen wir das auch nur für drei Wochen. Dann bleibt der ganz besondere Geist erhalten.“</p>]]>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 11:45:55 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Jetzt kann man es offen aussprechen: Die Gäubahn ist tot  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/kommentar-jetzt-kann-man-es-offen-aussprechen-die-gaeubahn-ist-tot-05-11-25;art417930,12510044 ]]></link>      <description><![CDATA[  Man kann es nicht mehr übersehen: Die Verbindung Stuttgart-Zürich ist am Ende, wird heute und auch morgen nicht mehr funktionsfähig. Doch eine Zukunftsperspektive gibt es.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Man kann es nicht mehr übersehen: Die Verbindung Stuttgart-Zürich ist am Ende, wird heute und auch morgen nicht mehr funktionsfähig. Doch eine Zukunftsperspektive gibt es.<br>
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        Man kann es nicht mehr übersehen: Die Verbindung Stuttgart-Zürich ist am Ende, wird heute und auch morgen nicht mehr funktionsfähig. Doch eine Zukunftsperspektive gibt es.



        <p>Die Gäubahn verkehrt zwischen Stuttgart und Zürich.<a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/naechster-schlag-fuer-die-gaeubahn-maximal-die-haelfte-aller-zuege-faehrt-noch-bis-zuerich-1-11-25;art1371848,12510001" title="Nächster Schlag für die Gäubahn: Nur jeder zweite Zug aus Stuttgart fährt noch bis Zürich"> Ok, bald oft auch nur noch zwischen Stuttgart und Singen.</a> Und 2027 dann nur noch bis Vaihingen. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gaeubahn-soll-monatelang-schon-in-boeblingen-enden-das-sind-die-auswirkungen-fuer-den-bodensee-31-10-25;art417930,12507947" title="Gäubahn soll nur bis Böblingen fahren: Das droht Bodensee-Reisenden in den nächsten Jahren">Oder auch mal nur Böblingen.</a> Und gut, manchmal auch noch kürzer, oder viel zu spät, oder gar nicht.</p> <p>Diese leider nicht mal übertriebene Zusammenfassung zeigt: Die Gäubahn ist kaputt. Und viele Signale der SBB, <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/absolut-ungenuegend-sbb-chef-ducrot-ueber-gaeubahn-s21-und-hochrhein-ausbau-29-08-25;art1371848,12470688" title="„Absolut ungenügend“: SBB-Chef über Gäubahn, S21, Hochrhein-Ausbau und Engagement in Deutschland">von Aussagen ihres Chefs</a> bis hin zu konkreten Maßnahmen, zeigen: Die Schweizer haben keine Lust mehr.</p> <p>Spätestens die nahezu unabwendbare Abkopplung vom Stuttgarter Hauptbahnhof macht die Verbindung für die SBB gänzlich uninteressant – zumal der Flug Zürich-Stuttgart durch die sehr gute S21-Bahnanbindung des Stuttgarter Terminals gleichzeitig noch attraktiver wird. Ein Bahnprojekt richtet Klimaschaden an, besonders gelungen.</p> <h2>Was es jetzt bei der Gäubahn braucht</h2> <p>Alle Notmaßnahmen und Beschwichtigungen sind unglaubwürdig. Es braucht die klare Aussage, dass da im Moment nicht mehr viel besser werden kann. Und gleichzeitig das eindeutige Bekenntnis nicht nur zum <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/bundeshaushalt-sichert-pfaffensteigtunnel-was-das-fuer-die-zukunft-der-gaeubahn-bedeutet-18-09-25;art417930,12483881" title="Bundeshaushalt sichert Tunnelfinanzierung: Was das für die Zukunft der Gäubahn bedeutet">teuren Pfaffensteigtunnel</a>, sondern auch zum für die Betriebsstabilität unverzichtbaren zweigleisigen Ausbau der Strecke in jener beschleunigten Form, <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/schnellerer-gaeubahn-ausbau-jetzt-ist-landesverkehrsminister-winfried-hermann-gefragt-05-09-25;art417930,12475121" title="Schnellerer Gäubahn-Ausbau: Jetzt ist Verkehrsminister Hermann gefragt">die längst auf dem Tisch liegt.</a></p> <p>Dann stehen der Region mit Bahnblick Richtung Stuttgart zwar rund zehn harte Jahre bevor, die überbrückt werden müssen. Aber wenn Bahnkunden (erzwungenermaßen) eines sind, dann geduldig. Und immerhin gibt es dann eine Perspektive. Im Moment gibt es nur Probleme.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Jetzt kann man es offen aussprechen: Die Gäubahn ist tot]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 16:27:11 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach dem Durchschnitt-Oktober bleibt’s mild! So wird das November-Wetter am Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/was-bringt-der-november-2025-am-bodensee-so-wird-das-wetter-in-den-naechsten-wochen-31-10-25;art410936,12509539 ]]></link>      <description><![CDATA[  Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.  ]]></description>
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          Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.<br>
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        Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.



        <p>Weder goldener Oktober noch grauer Dauerregen: Das Wetter am Bodensee hat sich in diesem Jahr ganz brav an die Statistik gehalten. Die Daten des Wetterkontors spiegeln ein Musterbeispiel für durchschnittliches Herbstwetter.</p> <p>Meteorologe Jürgen Schmidt: „Mit 62 Litern pro Quadratmeter lag der Niederschlag fast genau im Soll.“ Auch die Temperatur wich nur um 0,2 Grad Celsius ab. „Bei den Sonnenstunden lagen wir um neun Prozent über dem 30-jährigen Mittel.“ 110 Stunden Sonnenschein hatte der zehnte Monat des Jahres zu verzeichnen – am Freitag kommen sogar noch ein paar dazu.</p> <h2>So geht es im November weiter</h2> <p>Mild geht es nun auch im November weiter: „Wir werden in den nächsten Wochen immer deutlich über der Zehn-Grad-Marke liegen“, prophezeit Schmidt. Konkret wird sich das Thermometer bei zwischen zwölf und 15 Grad Celsius einpendeln. „Nachts kühlt es auf milde sechs bis neun Grad ab.“</p> <p>Der Meteorologe erwartet auch zur Monatsmitte keinen Wintereinbruch: „Tendenziell werden die Werte dann um zehn Grad liegen, nachts können sie auf teilweise vier oder fünf Grad sinken.“ Auch Nachtfrost sei im Verlauf des Novembers möglich. Schnee sei genauso wie lang anhaltende Regenfälle derzeit nicht in Sicht, so Schmidt. Allerdings wird es in den kommenden Tagen und Wochen wieder öfter nebelig im Bodenseeraum.</p> <h2>Meteorologe macht sich keine Sorgen um Hurrikan „Melissa“</h2> <p>Mit Blick auf das Feiertagswochenende zum Monatswechsel sagt der Geschäftsführer des Wetterkontors einen freundlichen Samstag und einen verregneten Sonntag vorher. „In der nächsten Woche beruhigt sich das Wetter dann wieder“, berichtet Schmidt. Regen erwartet Schmidt dabei vorerst nicht.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/panorama/hurrikan-melissa-wuetet-in-der-karibik-mehr-als-30-tote;art409965,12509287" target="_blank" title="Hurrikan „Melissa“ wütet in der Karibik – mehr als 30 Tote">Der derzeit heiß diskutierte Hurrikan ‚Melissa</a>„ bereitet ihm derweil keine Sorgen. Panik hält der Wetterfachmann für unbegründet: „Der Hurrikan zieht jetzt in Richtung Nordatlantik und trifft am Montag auf Island. Auf den Britischen Inseln wird dann ein etwas stärkerer Wind zu spüren sein. Bei uns wird sich der Hurrikan aber kaum bemerkbar machen.“</p> <h2>Wassertemperaturen bescheren milde Temperaturen</h2> <p>Einen vorsichtigen Blick auf den meteorologisch am ersten Dezember beginnenden Winter wagt Jürgen Schmidt ebenfalls: „Die Langfristprognose sagt einen milden Winter voraus.“ Das liege an den verhältnismäßig hohen Wassertemperaturen. „Die wirken sich auch auf die Außentemperaturen aus“, erklärt der Diplom-Meteorologe. Zudem käme viel warmer Wind aus westlicher Richtung.</p> <p>Grundsätzlich gelte, dass es in der dunklen Jahreszeit viel Wind brauche, um höhere Temperaturen zu erzeugen, so Schmidt. Denn: „Die Sonne steuert dem Tiefpunkt entgegen und ist dementsprechend sehr schwach. Von den Sonnenstrahlen kann man im Winter also nicht viel erwarten.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nach dem Durchschnitt-Oktober bleibt’s mild! So wird das November-Wetter am Bodensee]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 16:40:21 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[No Angels-Konzert abgesagt: Milchwerk Musik Festival fällt komplett ins Wasser  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/no-angels-konzert-abgesagt-milchwerk-musik-festival-faellt-komplett-ins-wasser;art372455,12509562 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das heiß erwartete Konzert der Popgruppe wandert von Radolfzell nach Friedrichshafen. Schuld ist der Wasserschaden im Milchwerk. Der Veranstalter bemängelt fehlende Klarheit des Bauamtes.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Das heiß erwartete Konzert der Popgruppe wandert von Radolfzell nach Friedrichshafen. Schuld ist der Wasserschaden im Milchwerk. Der Veranstalter bemängelt fehlende Klarheit des Bauamtes.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/no-angels-konzert-abgesagt-milchwerk-musik-festival-faellt-komplett-ins-wasser;art372455,12509562]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Das heiß erwartete Konzert der Popgruppe wandert von Radolfzell nach Friedrichshafen. Schuld ist der Wasserschaden im Milchwerk. Der Veranstalter bemängelt fehlende Klarheit des Bauamtes.



        <p>Es hätte ein Höhepunkt im Radolfzeller Veranstaltungskalender werden sollen. Der Auftritt der Casting-Band No Angels am 2. August 2026 im Milchwerk. Doch nun ist dieses Konzert und die komplette Konzertreihe des Milchwerk Musik Festivals abgesagt. Die No Angels spielen stattdessen in Friedrichshafen im Graf-Zeppelin-Haus. In Radolfzell bleibt es derweil still im Milchwerk.</p> <p>Grund für die Absage ist der Wasserschaden im Radolfzeller Veranstaltungshaus. Ein Wasserschlauch war geplatzt, etliche Stunden lief Wasser in das Milchwerkfoyer. Nun muss es aufwändig saniert werden, um wieder Gäste empfangen zu können. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/schock-fuer-radolfzell-das-milchwerk-muss-monatelang-gesperrt-werden-26-09-25;art372455,12488732" target="_blank" title="Schock für Radolfzell: Das Milchwerk muss monatelang gesperrt werden">Die Arbeiten sollen im März beginnen und bis zu sechs Monate dauern.</a> So richtig weiß das die Stadtverwaltung zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Der Plan für die Sanierungsarbeiten werde Ende November bis Anfang Dezember abschließend erstellt, informiert die Pressestelle auf Nachfrage. Allerdings werde man die Dauer des Trocknungsprozesses erst abschätzen können, wenn der Boden geöffnet wurde.</p> <h2>Keine klare Aussage aus dem Bauamt</h2> <p>Unklarheiten und grobe Zeitpläne – Dinge, für die Veranstalter Wolfgang Frey von der Live Stage Entertainment GmbH aktuell keine Zeit aufbringen konnte. „Irgendwann hat man eine Frist, in der man klar sagen muss, ob man den Termin mit dem Künstler machen kann oder nicht – und aus Radolfzell hatte ich keine eindeutige Antwort erhalten“, so Frey. Für den Konzertveranstalter war dann klar: Er muss sich eine neue Halle suchen, wenn er die durch die Castingshow Popstars berühmt gewordene Popgruppe No Angels in die Region holen möchte.</p> <p>Etliche Wochen habe er mit dem Fachbereich Kultur nach einer Lösung gesucht, ob das Konzert trotz Wasserschaden und Sanierungsarbeiten irgendwie trotzdem im Milchwerk stattfinden könnte. „Wir wären zu Kompromissen bereit gewesen, das Foyer gastronomisch nicht zu bespielen oder andere Optionen“, sagt Frey.</p> <h2>Veranstaltungen nur mit geringer Personenzahl</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/nach-wasserschaden-im-milchwerk-kann-der-saal-waehrend-der-sperrung-genutzt-werden;art372455,12495568" target="_blank" title="Nach Wasserschaden im Milchwerk: Kann der Saal während der Sperrung genutzt werden?">Eine Teilnutzung der Halle sei allerdings laut Stadtverwaltung eher schwierig</a>: „Aufgrund fehlender sanitärer Einrichtungen und Fehlen eines barrierefreien Zugangs wären lediglich Veranstaltungen mit geringer Personenzahl möglich“, so die Auskunft. Für Frey war besonders ärgerlich, dass er keine klare Zu- oder Absage aus dem städtischen Bauamt erhalten habe. Das Kulturbüro hingegen beschreibt er als sehr engagiert, eine Lösung zu finden.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Hier gibt es Karten für die No Angels</span><span>Der Vorverkauf für die „TwentyFive Live“-Tour 2026 beginnt. Eine Karte für das Konzert im Graf-Zeppelin-Haus kostet über Eventim 67,10 Euro. Der Verkaufsstart bei Reservix hat bereits begonnen. Und so ganz ohne Festival muss Radolfzell auch nicht auskommen: Vom 3. bis 6. Juni findet am Radolfzeller Konzertsegel das Seefestival statt. Die Brass-Band Querbeat hat ihr Kommen schon bestätigt.</span></label></div> <p>Die Radolfzeller Stadtverwaltung hingegen beteuert, alle Veranstalter umgehend informiert zu haben. Zwar habe man den Schaden einige Monate nicht kommuniziert und mit Trocknungsarbeiten versucht, der Lage Herr zu werden. Erst als danach klar wurde, wie gravierend der Wasserschaden ausgefallen ist und dass eine umfassende Sanierung anstehe, habe man Veranstalter und Kunden des Milchwerks über eine Dauer der Sperrung von bis zu sechs Monaten informiert. „Bei einem derzeit angestrebten Sanierungsbeginn Ende März 2026 können Veranstaltungen im Großen Saal im August und September noch nicht zugesagt werden“, erklärt die städtische Sprecherin Annabell Hauck.</p> <h2>Ohne Milchwerk kein Milchwerk-Festival</h2> <p>Für Wolfgang Frey ist dies auch die Absage des gesamten Festivals. „Ohne Milchwerk gibt es auch kein Festival“, sagt er. Die anderen für das Festival bereits angefragten Künstler sollen ebenfalls in andere Hallen der Region verschoben werden. Als positiven Nebeneffekt sieht er die Größe des Graf-Zeppelin-Hauses in Friedrichshafen: Da könne man mehr Personen unterbringen.</p> <p>Auch der Fachbereich Kultur hat aktuell alle Hände voll zu tun, die Veranstaltungen zwischen März und September, die im Milchwerk geplant waren, auf die umliegenden Hallen der Ortsteile umzuplanen. Doch müssten auch einzelne Veranstaltungen abgesagt werden. Dieser Prozess sei noch nicht ganz abschlossen, heißt es aus der Stadtverwaltung abschließend.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[No Angels-Konzert abgesagt: Milchwerk Musik Festival fällt komplett ins Wasser]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 15:10:18 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[So kommt die Wirtschaft wieder in Schwung: SÜDKURIER-Forum mit Europa-Park-Gründer Roland Mack  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/so-kommt-die-deutsche-wirtschaft-wieder-in-schwung-suedkurier-forum-mit-europa-park-chef-roland-mack;art372458,12509464 ]]></link>      <description><![CDATA[  Was macht einen erfolgreichen Unternehmer aus? Darüber spricht Chefredakteur Stefan Lutz am 26. November beim SÜDKURIER-Forum mit Europa-Park-Inhaber Roland Mack. Jetzt anmelden!  ]]></description>
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          Was macht einen erfolgreichen Unternehmer aus? Darüber spricht Chefredakteur Stefan Lutz am 26. November beim SÜDKURIER-Forum mit Europa-Park-Inhaber Roland Mack. Jetzt anmelden!<br>
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        Was macht einen erfolgreichen Unternehmer aus? Darüber spricht Chefredakteur Stefan Lutz am 26. November beim SÜDKURIER-Forum mit Europa-Park-Inhaber Roland Mack. Jetzt anmelden!



        <p>Spiel, Spaß und Abtauchen in fremde Welten: Der Europa-Park in Rust ist mit rund sechs Millionen Besuchern jährlich und etwa 4500 Mitarbeitenden einer der größten und erfolgreichsten Freizeitparks Europas. Dieses Jahr feiert das Familienunternehmen 50-jähriges Bestehen. Roland Mack ist Gründer und Inhaber und heute als geschäftsführender Gesellschafter tätig.</p> <p>Der Gründer des Freizeitparks weiß also offensichtlich, wie man ein Unternehmen erfolgreich führt. Welche Impulse braucht es, um den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen? Und was muss jetzt getan werden, damit Deutschland weiterhin eine starke Wirtschaftsnation bleibt? Auf diese Fragen will Roland Mack beim SÜDKURIER-Forum in der Singener Stadthalle eingehen.</p> <h2>Was das Unternehmen auszeichnet</h2> <p>Mack gehört zu den erfolgreichsten Unternehmern des Landes. Er hat zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder aus einer kleinen Idee ein Firmenimperium geformt. Mack und seine Familie wissen, wie man die Wünsche von Gästen, Kunden und Besuchern erfüllt<em>.</em> Im baden-württembergischen Rust hat Familie Mack ein Erlebnis geschaffen, das weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.</p> <p>Denn der Europa-Park wird international beachtet, geschätzt und ausgezeichnet. Daneben sind Hotels, ein Wasserpark, ein Tagungszentrum entstanden. Multimedia-Unternehmen, die Fertigung von Achterbahnen, die in der ganzen Welt verkauft werden. Das alles ging im Familienverbund – nur mit harter Arbeit.</p> <p>Warum verspricht sich SÜDKURIER-Chefredakteur Stefan Lutz von Roland Mack spannende Antworten auf seine Fragen? „Der Erfolg des Europa-Parks Unternehmens gründet darauf, dass er Entwicklungen Jahre vor ihrer tatsächlichen Entfaltung erkennt. Und versucht, frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen“, sagt Stefan Lutz. „Zudem ist er ein klarer Denker und auch bekannt dafür, mal energisch zu werden.“ Was fordert er von der Politik, was von der Gesellschaft? Seine Antworten heute könnten die Lösungen von morgen sein.</p> <p>Zum SÜDKURIER-Forum mit Roland Mack laden wir am Mittwoch, 26. November, um 19 Uhr in die Stadthalle in Singen ein. Im Gespräch mit Chefredakteur Stefan Lutz erklärt Mack, welche Arbeit hinter seinem Erlebnispark steckt. Mack verkörpert eine Mischung aus Kreativität, Durchhaltevermögen und wirtschaftlicher Weitsicht. Unter diesem Aspekt soll es auch um die Frage gehen, wie die deutsche Wirtschaft wieder in Schwung kommen kann.</p> <h2>So melden Sie sich an</h2> <p>Der Eintritt ist kostenlos. Einlass ist um 18 Uhr im Foyer, ab 18.30 Uhr ist der Einlass in den Saal. Eine Teilnahme ohne vorherige Anmeldung ist nicht möglich. Die kostenlose Platzreservierung funktioniert ganz einfach im Internet unter <a href="http://www.meinSK.de/forum-singen-25" target="_blank" title="" rel="noopener">www.meinSK.de/forum-singen-25</a>. Der Anmeldeschluss ist Dienstag, 25. November. Im Anschluss erhalten Sie eine Bestätigung per E-Mail. Bitte zeigen Sie diese Bestätigung am Einlass ausgedruckt oder digital auf Ihrem Handy vor.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[So kommt die Wirtschaft wieder in Schwung: SÜDKURIER-Forum mit Europa-Park-Gründer Roland Mack]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 17:39:33 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Vogelgrippe im Südwesten: Geflügelwirte fordern flächendeckende Stallpflicht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/vogelgrippe-im-suedwesten-gefluegelwirte-fordern-flaechendeckende-stallpflicht-31-10-25;art417930,12509637 ]]></link>      <description><![CDATA[  Während andere Länder aufgrund der Geflügelpest die Stallpflicht anordnen, wartet der Südwesten ab. Betriebe würde sie Klarheit bringen, denn wenn sie ihre Tiere freiwillig einsperren, hat das für sie negative Folgen.  ]]></description>
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          Während andere Länder aufgrund der Geflügelpest die Stallpflicht anordnen, wartet der Südwesten ab. Betriebe würde sie Klarheit bringen, denn wenn sie ihre Tiere freiwillig einsperren, hat das für sie negative Folgen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/vogelgrippe-im-suedwesten-gefluegelwirte-fordern-flaechendeckende-stallpflicht-31-10-25;art417930,12509637]]></guid>
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        Während andere Länder aufgrund der Geflügelpest die Stallpflicht anordnen, wartet der Südwesten ab. Betriebe würde sie Klarheit bringen, denn wenn sie ihre Tiere freiwillig einsperren, hat das für sie negative Folgen.



        <p>Das Saarland und Hamburg haben reagiert und auch in Brandenburg gilt fast überall Stallpflicht für Geflügel. In Baden-Württemberg bleibt sie trotz der sich ausbreitenden Vogelgrippe aus, zum Unverständnis einer wachsenden Zahl von Geflügelwirten. Sie richten nun einen Appell an die Politik.</p> <p>Christoph Hönig bewirtschaftet in Mühlingen im Landkreis Konstanz vier Höfe mit rund 60.000 Legehennen. Etwa zwei Drittel verlassen am frühen Vormittag den Stall, sind also Freilandhühner. „Derzeit nur mit Bauchschmerzen“, erklärt Hönig. „Sie können sich vorstellen, wie ich schlafe“, sagt er und gibt die Antwort selbst: „Schlecht.“</p> <h2>Geflügelwirt fordert vorsorgliche Aufstallung</h2> <p>Hönig fordert vorsorglich drei bis vier Wochen lang aufzustallen, zumindest aber eine Empfehlung dafür aus dem Landeswirtschaftsministerium. Letztlich zuständig für die Anordnung sind die Veterinärämter der Landkreise.</p> <p>Er blickt dabei auch auf die in der Bodenseeregion überwinternden Wildvögel wie Stockenten oder Kraniche. Letztere sind laut Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), einer Bundesforschungseinrichtung für Tiergesundheit, erstmals besonders auffällig vom Virus H5N1 betroffen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Infizierter Kranich in Baden-Württemberg</span><span>Am 30. Oktober hat das Landratsamt Reutlingen den ersten an H5N1 verendeten Kranich im Südwesten gemeldet. Das Tier wurde auf einem Feld in der Nähe von Pfullingen gefunden und sei mutmaßlich auf seinem Weg nach Süden von der Geflügelpest geschwächt dort gelandet. In der Umgebung des Fundorts liegen keine Geflügelbetriebe mit unmittelbarem Ansteckungsrisiko, zusätzliche Maßnahmen ordnete die Behörde nicht an.</span></label></div> <p>Die umgangssprachlich Vogelgrippe genannte Geflügelpest grassiert laut FLI alarmierend stark und früh in der Saison. Seit September meldet das Institut zahlreiche Ausbrüche in kommerziellen Beständen, in neun Bundesländern ließen die Behörden bereits mehr als 500.000 Tiere keulen. Das Risiko für Kontakte zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel wächst, besonders zur Zugzeit.</p> <h2>Freiwilliges Einsperren hätte wirtschaftliche Folgen</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gefluegelhalter-bundesweite-stallpflicht-gegen-vogelgrippe;art417930,12506775" title="Geflügelhalter: Bundesweite Stallpflicht gegen Vogelgrippe">Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft drängt auf eine bundesweite Stallpflicht.</a> Ihr Präsident Hans-Peter Goldnick bezeichnete sie im ZDF als „eine der wichtigsten Maßnahmen, die die Politik treffen kann“.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wie Sie sich verhalten sollten</span><span>Die Behörden raten dringend, kranke oder tote Wildvögel nicht anzufassen und Funde dem zuständigen Veterinäramt zu melden. Schuhe und Hände sollten dennoch gründlich gereinigt werden.<br /> Hunde sollten angeleint und von Vögeln oder Aas ferngehalten werden. Besonders in den betroffenen Gebieten sollten Katzen nach Möglichkeit im Haus bleiben. Wellensittiche und andere Ziervögel sollten nur dann in Außenvolieren bleiben, wenn sie dort nicht mit wilden Vögeln in Kontakt kommen.<br /> Geflügel und Eier sollten laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nur vollständig durcherhitzt verzehrt werden. Rohe Eierspeisen wie Tiramisu sollten vorerst nicht gegessen werden.<br /> Laut Robert Koch-Institut (RKI) besteht für Menschen, abgesehen vom engen Kontakt mit infiziertem Geflügel, ein sehr geringes Infektionsrisiko. In Deutschland gab es laut RKI noch keine durch das H5N1-Virus hervorgerufenen Infektionen beim Menschen.</span></label></div> <p>Christoph Hönig unterstützt das, auch aus wirtschaftlichen Gründen. In den Benelux-Ländern und in Frankreich beispielsweise gilt die Pflicht flächendeckend. Dort behalten Eier den Freiland-Status, obwohl die Hühner nicht ins Freie können. Freiwillige Stallhaltung würde Hönigs Eier dagegen in die niedrigere Kategorie „Bodenhaltung“ stufen – inklusive Preisabschlägen.</p> <p>„Ich verstehe aber auch Klein- und Kleinstbetriebe, denen eine Stallpflicht Probleme bereiten würde“, räumt der Großlandwirt ein. Diese seien häufig nicht in der Lage, ihre Tiere über einen längeren Zeitraum artgerecht drin zu halten.</p> <p>Hönig plädiert für eine Größenuntergrenze und mehr Entscheidungsspielraum für Bauern. Sein Vorschlag: Bis zu 90 Tage pro Jahr sollten Freilandhühner nach Lageeinschätzung im Stall bleiben dürfen, etwa bei Frost oder Sturm. „Dann wollen die Hühner ohnehin drinnenbleiben und der Stall kühlt unnötig aus.“</p> <p>Er wird grundsätzlich: „Ich würde mir etwas mehr Vertrauen in die Kompetenzen der Landwirte wünschen“, sagt er.</p> <h2>Bodenhaltung als gangbare Alternative?</h2> <p>Ein Problem, das Stefan Maier aus Steißlingen nicht kennt, ein weiterer Geflügelwirt aus der Region. Auch er besitzt einige Tausend Hühner, bewegt sich aber in wesentlich kleinerem Rahmen als der Hönig-Hof.</p> <p>Der Geflügelwirt setzt dauerhaft auf Bodenhaltung mit überdachtem, klimatisiertem Auslauf, einer Art Wintergarten. Eine bewusste Entscheidung, wie er sagt. „Das schützt die Tiere vor Greifvögeln, Füchsen oder Mardern und senkt das Infektionsrisiko“, sagt er.</p> <p>Für ihn ist das ein gangbarer Weg zwischen Tierwohl und Biosicherheit, ohne Abhängigkeit vom Freiland-Label. „Ich halte das für die beste Haltung, sowohl fürs Tier als auch für die Qualität der Lebensmittel“, sagt Maier.</p> <p>Freilandhalter Hönig fürchtet derzeit zwei Faktoren besonders. Zum einen infizierte Wildvögel, die ihren Kot beim Überflug über dem Auslauf hinterließen. Eine weitere Gefahr seien kranke Raubvögel, die eines seiner Tiere schlagen und die Vogelgrippe so eintragen.</p> <h2>Aktueller Stand in Baden-Württemberg</h2> <p>Der Südwesten blieb bisher weitgehend von H5N1 verschont. Im Alb-Donau-Kreis wurde am 23. Oktober in einem größeren Betrieb in Öllingen H5N1 nachgewiesen, die Behörden ließen daraufhin rund 15.000 Tiere keulen. In der drei Kilometer großen Schutzzone und der Zehn-Kilometer-Überwachungszone gilt seither Stallpflicht, ausdrücklich auch für Kleinsthaltungen im privaten Bereich.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 15:33:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gäubahn-Kappung auch am anderen Ende? Entscheidung der SBB steht wohl bevor  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/schweiz/gaeubahn-kappung-in-singen-entscheidung-der-sbb-steht-wohl-bevor-31-10-25;art1371848,12509482 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein Vorstoß aus Schaffhausen lässt aufhorchen: Die Gäubahn soll nur noch bis und ab Singen fahren. Ein Bahnexperte aus dem Kreis Konstanz macht einen überraschenden Vorschlag.  ]]></description>
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          Ein Vorstoß aus Schaffhausen lässt aufhorchen: Die Gäubahn soll nur noch bis und ab Singen fahren. Ein Bahnexperte aus dem Kreis Konstanz macht einen überraschenden Vorschlag.<br>
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        Ein Vorstoß aus Schaffhausen lässt aufhorchen: Die Gäubahn soll nur noch bis und ab Singen fahren. Ein Bahnexperte aus dem Kreis Konstanz macht einen überraschenden Vorschlag.



        <p><em>Update, 31. Oktober, 10.30 Uhr: Mittlerweile haben sich die SBB und die DB zu den Änderungen ab Dezember erklärt, <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/naechster-schlag-fuer-die-gaeubahn-maximal-die-haelfte-aller-zuege-faehrt-noch-bis-zuerich-1-11-25;art1371848,12510001" title="Nächster Schlag für die Gäubahn: Nur jeder zweite Zug aus Stuttgart fährt noch bis Zürich">hier finden Sie die Informationen dazu.</a></em></p> <p>„Zug endet hier, zur Weiterfahrt in Richtung Schaffhausen und Zürich bitte umsteigen!“ So sollen es die Fahrgäste auf der Gäubahn lieber heute als morgen in Singen hören – jedenfalls wenn es nach der Regierung des Kantons Schaffhausen geht.</p> <p>In einem überraschenden Vorstoß hatte sie gefordert, der Strecke ihren internationalen Charakter zu nehmen und die durchgehenden Züge Stuttgart-Zürich komplett zu streichen. Nun könnte es bald Klarheit geben, ob es wirklich so weit kommt.</p> <p>Die Begründung für den Vorstoß aus Schaffhausen lässt tief blicken: Es sind die „regelmäßigen Verspätungen und Zugausfälle auf dieser Linie“, die die Anbindung Schaffhausens an die Metropole Zürich verschlechterten. So steht es wörtlich in einer Erklärung der Staatskanzlei des Grenzkantons.</p> <h2>Schweizer Bahn: „Wir verstehen den Unmut“</h2> <p>Und die Ursache dafür liegt demnach nicht bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), sondern in Deutschland. Bei den SBB ist das Problem bekannt, und man „verstehe den Unmut des Kantons“. Deshalb würden schon Ersatzzüge bereitgestellt, das funktioniere aber „noch nicht genügend zuverlässig“.</p> <p>Die Schweizer Bahn räumt weiter ein: „Wir sind mit der aktuellen Situation nicht zufrieden. Gemeinsam mit der DB arbeiten wir intensiv daran, die Qualität der Verbindung für unsere Kundinnen und Kunden nachhaltig zu verbessern.“ Rasche Lösungen gebe es leider nicht, aber zum Fahrplanwechsel im Dezember könnte es tatsächlich zu Umstellungen kommen. Darüber werde man den Kanton in den nächsten Tagen informieren.</p> <h2>Kanton, Stadt und Abgeordnete werden gemeinsam deutlich</h2> <p>Mit der neuen Wendung hat die Misere auf der Gäubahn eine noch weitaus größere Dimension als bisher schon. Nach <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gaeubahn-soll-monatelang-schon-in-boeblingen-enden-das-sind-die-auswirkungen-fuer-den-bodensee-31-10-25;art417930,12507947" title="Gäubahn soll nur bis Böblingen fahren: Das droht Bodensee-Reisenden in den nächsten Jahren">den Kappungen südlich von Stuttgart</a> kommt nun eine weitere am anderen Ende des deutschen Teils der Strecke in die Diskussion. Denn Absender des Brandbriefes ist nicht nur die Kantonsregierung. Auch die Schaffhauser Bundesparlamentarier (also die Abgeordneten in Bern) und der Stadtrat der Kantonshauptstadt unterschreiben die Forderung nach „sofortigen Maßnahmen“.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Gäubahn-Desaster</span><span>Die Fahrgäste erleben die Gäubahn Stuttgart-Singen (-Schaffhausen-Zürich) häufig als sehr unzuverlässige Bahnverbindung. Gründe sind der weitgehend nur einspurige Ausbau (das zweite Gleise wurde von den Franzosen nach 1945 demontiert), veraltete Stellwerkstechnik in Singen und zuletzt auch störanfällige Fahrzeuge. Umso größer war die Überraschung, als ausgerechnet diese Strecke im September als „pünktlichste Verbindung der Deutschen Bahn“ präsentiert wurde. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gaeubahn-puenktlichste-strecke-deutschlands-dieser-auswertung-glaubt-nicht-mal-die-db;art417930,12315050" target="_blank" title="Gäubahn plötzlich Musterbahn? Verbindung erhält fragwürdiges Pünktlichkeitslob">Recherchen des SÜDKURIER ergaben dann, dass sie häufigen Streckensperrungen in der Statistik gar nicht vorkommen.</a> Würden sie berücksichtigt, fiele die Bewertung „katastrophal“ aus, so der Bundestagsabgeordnete und Bahnexperte Matthias Gastel. Über viele Jahrzehnte war die Gäubahn ein Rückgrat der Direktverbindungen von Deutschland bis nach Süditalien, berühmte Züge wie zuletzt noch bis Herbst 2006 der italienische Cisalpino waren dort unterwegs. Inzwischen gibt es lediglich einen stündlichen Intercity von Stuttgart nach Zürich, der im deutschen Abschnitt zugleich Regionalzug-Status hat.</span></label></div> <p>Der Hintergrund ist nachvollziehbar: Die Schaffhauser legen Wert auf einen stabilen Halbstundentakt nach Zürich und von dort wieder zurück. Dafür verkehrt immer zur Minute 17 ein Regionalexpress, der in Schaffhausen erst losfährt und ohne Zwischenhalt den Zürcher Hauptbahnhof in 38 Minuten erreicht.</p> <p>Dieser Zug sei „zuverlässig unterwegs“, heißt es im Protestschreiben und der Stellungnahme der SBB übereinstimmend. Zur Minute 47 soll dann der aus Stuttgart kommende Intercity den Halbstundentakt sicherstellen. Doch der komme in Schaffhausen schon „regelmäßig verspätet“ an, wenn er nicht ganz ausfalle. „De facto“, so die bittere Bilanz, „steht der Schaffhauser Bevölkerung somit nur ein verlässlicher Stundentakt zur Verfügung.“</p> <p>Für die Schaffhauser gibt es nur eine Lösung: Sie fordern, „den Bruch sämtlicher über Singen hinaus verkehrenden Verbindungen des IC auf den nächstmöglichen Zeitpunkt umzusetzen.“ Das Kalkül dabei ist, dass es gewissermaßen einen zuverlässigen Teil der Strecke (Singen-Schaffhausen-Zürich) gibt und einen unzuverlässigen (Gäubahn). Das Verfahren ist dabei nicht neu: <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/jetzt-gibt-es-schweizer-nachhilfe-fuer-die-deutsche-bahn;art1371848,11842291" target="_blank" title="Immer wieder Ärger mit deutschen Zügen: Jetzt gibt es Schweizer Nachhilfe für die Bahn">Auch in Basel hat die Schweizer Bahn Fernverbindungen aus Deutschland gekappt</a>, um – vereinfacht gesagt – sich nicht die Verspätungen der Deutschen Bahn in den eigenen Fahrplan zu holen. Die Folge ist, dass Fahrgäste umsteigen müssen und oft noch länger brauchen.</p> <p>Auch die Schaffhauser stellen stark auf die Schweizer Bedürfnisse ab: „Es darf nicht sein, dass die Fahrgäste im Inland von und nach Schaffhausen aufgrund von Ereignissen im Ausland auf einen verlässlichen Halbstundentakt verzichten müssen. Die Unterzeichnenden fordern von der SBB, ihre Fahrplanpflicht im Binnenverkehr den Vorteilen einer internationalen Verbindung vorzuziehen“, heißt es in der Erklärung.</p> <h2>Wird die Gäubahn de facto zu einer Regionalstrecke?</h2> <p>Im Kreis Konstanz sind Bahnexperten und Politiker alarmiert, denn mit einer Kappung der Gäubahn wären die letzten grenzüberschreitenden Fernverkehrszüge am westlichen Bodensee Geschichte.</p> <p>Der langjährige FDP-Kreisrat Georg Geiger warnte erst jüngst vor einem weiteren Abbau auf der Schiene und einer de-facto-Rückstufung der Gäubahn von einer internationalen Verbindung auf eine Regionalstrecke. „Der Intercity Stuttgart-Zürich ist akut bedroht“, warnte er vor wenigen Tagen bei einer Veranstaltung auf der Insel Mainau.</p> <h2>Vorschlag: Züge aus Stuttgart sollen bis Konstanz fahren</h2> <p>Zugleich äußerte Geiger, der sich seit Jahrzehnten für den Bahnverkehr in der Region engagiert, ein gewisses Verständnis für die Schaffhauser. Sollten sie mit ihrem Vorstoß durchkommen, schlägt er eine bisher ganz neue Variante vor: Wenn die Gäubahn-Züge schon in Deutschland bleiben müssten, solle die Deutsche Bahn sie nicht in Singen enden lassen, sondern bis Konstanz weiterführen und dort wenden lassen.</p> <p>Das Ergebnis wäre nach seinen Worten ein dichterer Takt zwischen den größten Städten im Landkreis und ein Stundentakt zwischen der Landeshauptstadt und Konstanz, immerhin der 14.-größten Stadt Baden-Württembergs. Und, so Geiger, „auch in Konstanz kann man in Richtung Zürich oder St. Gallen umsteigen und hat häufige und zuverlässige Anschlüsse in die Schweiz“.</p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
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      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 15:33:31 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gäubahn-Kappung auch am anderen Ende? Entscheidung der SBB steht wohl bevor  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/schweiz/gaeubahn-kappung-in-singen-entscheidung-der-sbb-steht-wohl-bevor-31-10-25;art1371848,12509482 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein Vorstoß aus Schaffhausen lässt aufhorchen: Die Gäubahn soll nur noch bis und ab Singen fahren. Ein Bahnexperte aus dem Kreis Konstanz macht einen überraschenden Vorschlag.  ]]></description>
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          Ein Vorstoß aus Schaffhausen lässt aufhorchen: Die Gäubahn soll nur noch bis und ab Singen fahren. Ein Bahnexperte aus dem Kreis Konstanz macht einen überraschenden Vorschlag.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/schweiz/gaeubahn-kappung-in-singen-entscheidung-der-sbb-steht-wohl-bevor-31-10-25;art1371848,12509482]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Ein Vorstoß aus Schaffhausen lässt aufhorchen: Die Gäubahn soll nur noch bis und ab Singen fahren. Ein Bahnexperte aus dem Kreis Konstanz macht einen überraschenden Vorschlag.



        <p><em>Update, 31. Oktober, 10.30 Uhr: Mittlerweile haben sich die SBB und die DB zu den Änderungen ab Dezember erklärt, <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/naechster-schlag-fuer-die-gaeubahn-maximal-die-haelfte-aller-zuege-faehrt-noch-bis-zuerich-1-11-25;art1371848,12510001" title="Nächster Schlag für die Gäubahn: Nur jeder zweite Zug aus Stuttgart fährt noch bis Zürich">hier finden Sie die Informationen dazu.</a></em></p> <p>„Zug endet hier, zur Weiterfahrt in Richtung Schaffhausen und Zürich bitte umsteigen!“ So sollen es die Fahrgäste auf der Gäubahn lieber heute als morgen in Singen hören – jedenfalls wenn es nach der Regierung des Kantons Schaffhausen geht.</p> <p>In einem überraschenden Vorstoß hatte sie gefordert, der Strecke ihren internationalen Charakter zu nehmen und die durchgehenden Züge Stuttgart-Zürich komplett zu streichen. Nun könnte es bald Klarheit geben, ob es wirklich so weit kommt.</p> <p>Die Begründung für den Vorstoß aus Schaffhausen lässt tief blicken: Es sind die „regelmäßigen Verspätungen und Zugausfälle auf dieser Linie“, die die Anbindung Schaffhausens an die Metropole Zürich verschlechterten. So steht es wörtlich in einer Erklärung der Staatskanzlei des Grenzkantons.</p> <h2>Schweizer Bahn: „Wir verstehen den Unmut“</h2> <p>Und die Ursache dafür liegt demnach nicht bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), sondern in Deutschland. Bei den SBB ist das Problem bekannt, und man „verstehe den Unmut des Kantons“. Deshalb würden schon Ersatzzüge bereitgestellt, das funktioniere aber „noch nicht genügend zuverlässig“.</p> <p>Die Schweizer Bahn räumt weiter ein: „Wir sind mit der aktuellen Situation nicht zufrieden. Gemeinsam mit der DB arbeiten wir intensiv daran, die Qualität der Verbindung für unsere Kundinnen und Kunden nachhaltig zu verbessern.“ Rasche Lösungen gebe es leider nicht, aber zum Fahrplanwechsel im Dezember könnte es tatsächlich zu Umstellungen kommen. Darüber werde man den Kanton in den nächsten Tagen informieren.</p> <h2>Kanton, Stadt und Abgeordnete werden gemeinsam deutlich</h2> <p>Mit der neuen Wendung hat die Misere auf der Gäubahn eine noch weitaus größere Dimension als bisher schon. Nach <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gaeubahn-soll-monatelang-schon-in-boeblingen-enden-das-sind-die-auswirkungen-fuer-den-bodensee-31-10-25;art417930,12507947" title="Gäubahn soll nur bis Böblingen fahren: Das droht Bodensee-Reisenden in den nächsten Jahren">den Kappungen südlich von Stuttgart</a> kommt nun eine weitere am anderen Ende des deutschen Teils der Strecke in die Diskussion. Denn Absender des Brandbriefes ist nicht nur die Kantonsregierung. Auch die Schaffhauser Bundesparlamentarier (also die Abgeordneten in Bern) und der Stadtrat der Kantonshauptstadt unterschreiben die Forderung nach „sofortigen Maßnahmen“.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Gäubahn-Desaster</span><span>Die Fahrgäste erleben die Gäubahn Stuttgart-Singen (-Schaffhausen-Zürich) häufig als sehr unzuverlässige Bahnverbindung. Gründe sind der weitgehend nur einspurige Ausbau (das zweite Gleise wurde von den Franzosen nach 1945 demontiert), veraltete Stellwerkstechnik in Singen und zuletzt auch störanfällige Fahrzeuge. Umso größer war die Überraschung, als ausgerechnet diese Strecke im September als „pünktlichste Verbindung der Deutschen Bahn“ präsentiert wurde. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gaeubahn-puenktlichste-strecke-deutschlands-dieser-auswertung-glaubt-nicht-mal-die-db;art417930,12315050" target="_blank" title="Gäubahn plötzlich Musterbahn? Verbindung erhält fragwürdiges Pünktlichkeitslob">Recherchen des SÜDKURIER ergaben dann, dass sie häufigen Streckensperrungen in der Statistik gar nicht vorkommen.</a> Würden sie berücksichtigt, fiele die Bewertung „katastrophal“ aus, so der Bundestagsabgeordnete und Bahnexperte Matthias Gastel. Über viele Jahrzehnte war die Gäubahn ein Rückgrat der Direktverbindungen von Deutschland bis nach Süditalien, berühmte Züge wie zuletzt noch bis Herbst 2006 der italienische Cisalpino waren dort unterwegs. Inzwischen gibt es lediglich einen stündlichen Intercity von Stuttgart nach Zürich, der im deutschen Abschnitt zugleich Regionalzug-Status hat.</span></label></div> <p>Der Hintergrund ist nachvollziehbar: Die Schaffhauser legen Wert auf einen stabilen Halbstundentakt nach Zürich und von dort wieder zurück. Dafür verkehrt immer zur Minute 17 ein Regionalexpress, der in Schaffhausen erst losfährt und ohne Zwischenhalt den Zürcher Hauptbahnhof in 38 Minuten erreicht.</p> <p>Dieser Zug sei „zuverlässig unterwegs“, heißt es im Protestschreiben und der Stellungnahme der SBB übereinstimmend. Zur Minute 47 soll dann der aus Stuttgart kommende Intercity den Halbstundentakt sicherstellen. Doch der komme in Schaffhausen schon „regelmäßig verspätet“ an, wenn er nicht ganz ausfalle. „De facto“, so die bittere Bilanz, „steht der Schaffhauser Bevölkerung somit nur ein verlässlicher Stundentakt zur Verfügung.“</p> <p>Für die Schaffhauser gibt es nur eine Lösung: Sie fordern, „den Bruch sämtlicher über Singen hinaus verkehrenden Verbindungen des IC auf den nächstmöglichen Zeitpunkt umzusetzen.“ Das Kalkül dabei ist, dass es gewissermaßen einen zuverlässigen Teil der Strecke (Singen-Schaffhausen-Zürich) gibt und einen unzuverlässigen (Gäubahn). Das Verfahren ist dabei nicht neu: <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/jetzt-gibt-es-schweizer-nachhilfe-fuer-die-deutsche-bahn;art1371848,11842291" target="_blank" title="Immer wieder Ärger mit deutschen Zügen: Jetzt gibt es Schweizer Nachhilfe für die Bahn">Auch in Basel hat die Schweizer Bahn Fernverbindungen aus Deutschland gekappt</a>, um – vereinfacht gesagt – sich nicht die Verspätungen der Deutschen Bahn in den eigenen Fahrplan zu holen. Die Folge ist, dass Fahrgäste umsteigen müssen und oft noch länger brauchen.</p> <p>Auch die Schaffhauser stellen stark auf die Schweizer Bedürfnisse ab: „Es darf nicht sein, dass die Fahrgäste im Inland von und nach Schaffhausen aufgrund von Ereignissen im Ausland auf einen verlässlichen Halbstundentakt verzichten müssen. Die Unterzeichnenden fordern von der SBB, ihre Fahrplanpflicht im Binnenverkehr den Vorteilen einer internationalen Verbindung vorzuziehen“, heißt es in der Erklärung.</p> <h2>Wird die Gäubahn de facto zu einer Regionalstrecke?</h2> <p>Im Kreis Konstanz sind Bahnexperten und Politiker alarmiert, denn mit einer Kappung der Gäubahn wären die letzten grenzüberschreitenden Fernverkehrszüge am westlichen Bodensee Geschichte.</p> <p>Der langjährige FDP-Kreisrat Georg Geiger warnte erst jüngst vor einem weiteren Abbau auf der Schiene und einer de-facto-Rückstufung der Gäubahn von einer internationalen Verbindung auf eine Regionalstrecke. „Der Intercity Stuttgart-Zürich ist akut bedroht“, warnte er vor wenigen Tagen bei einer Veranstaltung auf der Insel Mainau.</p> <h2>Vorschlag: Züge aus Stuttgart sollen bis Konstanz fahren</h2> <p>Zugleich äußerte Geiger, der sich seit Jahrzehnten für den Bahnverkehr in der Region engagiert, ein gewisses Verständnis für die Schaffhauser. Sollten sie mit ihrem Vorstoß durchkommen, schlägt er eine bisher ganz neue Variante vor: Wenn die Gäubahn-Züge schon in Deutschland bleiben müssten, solle die Deutsche Bahn sie nicht in Singen enden lassen, sondern bis Konstanz weiterführen und dort wenden lassen.</p> <p>Das Ergebnis wäre nach seinen Worten ein dichterer Takt zwischen den größten Städten im Landkreis und ein Stundentakt zwischen der Landeshauptstadt und Konstanz, immerhin der 14.-größten Stadt Baden-Württembergs. Und, so Geiger, „auch in Konstanz kann man in Richtung Zürich oder St. Gallen umsteigen und hat häufige und zuverlässige Anschlüsse in die Schweiz“.</p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Allensbach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Gäubahn-Kappung auch am anderen Ende? Entscheidung der SBB steht wohl bevor]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 14:46:10 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Die andere Seite des betrogenen Rentnerpaares: Wer hat hier eigentlich wen manipuliert?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/die-andere-seite-des-betrogenen-rentnerpaares-wer-hat-hier-eigentlich-wen-manipuliert-31-10-25;art372461,12509432 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein Rentnerpaar als tragisches Opfer eines Internetbetruges? Darüber berichtete der SÜDKURIER. Doch nun melden sich die Gläubiger zu Wort, die sich genauso von dem Paar betrogen fühlen. Der ungewöhnliche Fall der Käfers.  ]]></description>
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          Ein Rentnerpaar als tragisches Opfer eines Internetbetruges? Darüber berichtete der SÜDKURIER. Doch nun melden sich die Gläubiger zu Wort, die sich genauso von dem Paar betrogen fühlen. Der ungewöhnliche Fall der Käfers.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/die-andere-seite-des-betrogenen-rentnerpaares-wer-hat-hier-eigentlich-wen-manipuliert-31-10-25;art372461,12509432]]></guid>
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        Ein Rentnerpaar als tragisches Opfer eines Internetbetruges? Darüber berichtete der SÜDKURIER. Doch nun melden sich die Gläubiger zu Wort, die sich genauso von dem Paar betrogen fühlen. Der ungewöhnliche Fall der Käfers.



        <p>Diese Geschichte hat tausende Menschen in der gesamten Region berührt. Das Ehepaar Traude und Heinz Käfer aus Stockach-Wahlwies machte ihr Schicksal im SÜDKURIER öffentlich. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/wir-haben-nichts-mehr-betrueger-bringen-stockacher-ehepaar-um-400000-euro-und-ihr-zuhause-15-10-2025;art372461,12492259" target="_blank" title="Das Geld ist weg und bald auch das Haus: Wie ein Rentnerehepaar durch Betrüger alles verlor">Sie seien Opfer von Internet-Betrügern geworden, die die Rentner um eine stattliche Summe von 400.000 Euro gebracht haben.</a> Das Haus müssten sie jetzt verkaufen, um die Schulden abzubezahlen.</p> <p>Zirka 20 Gläubiger sollen Ansprüche an sie stellen, erzählten die Eheleute beim ersten Gespräch mit dem SÜDKURIER. Denn das Geld, welches an die unbekannten Männer ging, kam nicht nur aus dem Ersparten des Paares, sondern zum Großteil von Freunden und Bekannten, die sich jetzt ihrerseits von dem Ehepaar hintergangen fühlen. Und diesen Betrug genauso zur Anzeige gebracht haben. Damit bekommt die Geschichte eine tragische Wendung: Wurden die Betrogenen selbst zu Betrügern?</p> <h2>Verbraucherzentrale hat noch nie von so einem Fall gehört</h2> <p>Es ist die andere Seite der Geschichte: Um den Betrug am Laufen zu halten, bringen sich die Betrugs-Opfer mutmaßlich selbst in juristische Schwierigkeiten. „So ein Fall ist mir bis heute unbekannt“, sagt Oliver Buttler von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Für gewöhnlich wird beim Love-Scam, wie diese Masche heißt, das Opfer fallen gelassen, wenn kein Geld mehr zu holen ist“, erklärt Verbraucherrechtsexperte Buttler. Dass aber der Ehemann irgendwann informiert ist und beide in den Betrug involviert sind, sei ihm so noch nie untergekommen.</p> <p>Beim Love-Scamming lernen Betrüger über das Internet ihre Opfer kennen und spielen ihnen eine Freundschaft oder romantische Beziehung vor. Meistens seien es Männer in Uniform, mit guten Berufen und vielen Reisemöglichkeiten, erklärt Buttler. Im Fall von Traude Käfer war es ein Mann namens Richard Anderson, der als Ingenieur auf einem Containerschiff arbeiten sollte. Nach einer Anfangsphase bat er immer wieder um Geld, die Summen wurden immer höher.</p> <h2>Betrüger verändern ihre Masche</h2> <p>Irgendwann musste Traude Käfer alles ihrem Gatten beichten. Und die Betrugsmasche wechselte von einem Love-Scam zu einer Art Schneeballsystem, bei dem das Ehepaar immer wieder Geld vorstrecken sollte, um an eine versprochene höhere Summe zu gelangen. Buttler vergleicht dieses Verhalten mit dem Spiel an einem Glücksspielautomaten. Man werfe immer mehr Münzen hinein, in der Hoffnung auf den Hauptgewinn, der die eigenen Ausgaben wieder reinholt.</p> <p>Dass es für Betroffene schwer sein könnte, offen darüber zu sprechen, liege allerdings nahe. „Das ist vielen wahnsinnig unangenehm, dass sie auf eine Betrugsmasche hereingefallen sind“, sagt der Verbraucherrechtler. Auch hier sticht das Ehepaar wieder heraus. Sie hatten sich aus freien Stücken bei der SÜDKURIER-Redaktion gemeldet und wollten ihre Geschichte erzählen. Die Schicksale der Gläubiger, der Freunde und Bekannten, die dem Paar im guten Glauben Geld geliehen haben, fand in dem Gespräch nur eine untergeordnete Rolle.</p> <h2>Das Paar will nicht über die Gläubiger sprechen</h2> <p>Ein Gespräch mit dem Ehepaar über die ehemaligen Freunde, die ihnen vertrauten, ist in einem zweiten Anlauf schon nicht mehr möglich. Das Telefonat mit dem SÜDKURIER wird nach wenigen Minuten schroff beendet. Man bleibe dabei, die Betrogenen sind sie selbst, so Heinz Käfer. Man habe sich nur an die Zeitung gewandt, um andere vor den Betrügern zu warnen. Konkrete Fragen zu neuen Informationen oder zu Vorwürfen, die von Freunden, Bekannten und Weggefährten geäußert wurden, möchte sich Heinz Käfer nicht einmal anhören.</p> <p>Dabei wiegen die Vorwürfe schwer: So berichten einige Gläubiger, selbst betrogen und manipuliert worden zu sein, von einem Lügenkonstrukt des Ehepaares ist gar die Rede. Die Geschädigten haben sich nach der Berichterstattung im SÜDKURIER miteinander vernetzt. Juristisch gesehen sei ihr Fall abgeschlossen, berichten die meisten von ihnen.</p> <h2>Gläubiger stehen mittlerweile im Grundbuch</h2> <p>Viele stehen mittlerweile im Grundbuch des Einfamilienhauses der Käfers. Sobald dieses verkauft ist, bekommen diese das einst geliehene Geld wieder zurück. Sie wollen ihren Namen nicht in der Zeitung lesen: Scham und Angst vor einem Rufschaden sind unter anderem die Gründe hierfür. Denn der Ärger über die Situation richtet sich nicht nur gegen die Eheleute, sondern auch gegen sich selbst. Die eigene Gutgläubigkeit macht einigen noch deutlich zu schaffen.</p> <p>Der SÜDKURIER hat einen Teil dieser Gläubiger getroffen, die Namen sind der Redaktion bekannt, sämtliche Vorgänge mit Dokumenten belegt. Weitere haben sich telefonisch oder per Mail an die Redaktion gewandt und ihre Erlebnisse geschildert. So richtig kannten sie sich zuvor nicht untereinander, der verbindende Faktor aller ist: Sie wurden um größere Summen Geld gebeten. Immer war es ein kurzfristiger finanzieller Engpass, der überbrückt werden musste, mit dem Versprechen, das Geld binnen zwei Wochen wieder zurückzuzahlen. Handschriftlich geschriebene Schuldscheine wurden ausgehändigt. Das Vertrauen in die Redseligkeit des Ehepaares war groß. „Ich hatte das Gefühl, ich helfe einem älteren Paar in Not“, beschreibt ein Gläubiger die Situation. Die Rolle als gut situiertes und seriöses Paar hätten beide perfekt gespielt, wird weiter berichtet.</p> <h2>Das Haus steht noch zum Verkauf</h2> <p>Dass die Käfers dieses Geld weiter an Betrüger geben, war zu dem Zeitpunkt niemandem bewusst. Erst nachdem alle wochenlang mit der Rückgabe des Geldes vertröstet wurden, suchten die ersten anwaltliche Unterstützung auf. Sie fühlen sich ausgenutzt und angelogen von Menschen, denen sie im guten Glauben nur helfen wollten. Jetzt warten sie auf den Verkauf des Hauses, damit die Schulden zurückbezahlt werden. Das Haus in Wahlwies ist Ende Oktober für mehr als 550.000 Euro inseriert. Das dürfte reichen, um die Gläubiger auszubezahlen. Doch ob die menschlichen Schicksale, die mit dieser Geschichte verbunden sind, damit jemals behoben werden können, ist angesichts der Tragik völlig offen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Die andere Seite des betrogenen Rentnerpaares: Wer hat hier eigentlich wen manipuliert?]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 15:06:46 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Verbraucher sind maximal verunsichert": Werden die Gasnetze in der Region stillgelegt?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/verbraucher-sind-maximal-verunsichert-werden-die-gasnetze-in-der-region-stillgelegt-31-10-25;art416,12509450 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bis 2040 soll das Land klimaneutral werden. Die Vorgaben dafür sind aber unklar. Für Gaskunden könnte es in mehrerer Hinsicht teuer werden. Wie sich die Stadtwerke in der Region positionieren.  ]]></description>
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          Bis 2040 soll das Land klimaneutral werden. Die Vorgaben dafür sind aber unklar. Für Gaskunden könnte es in mehrerer Hinsicht teuer werden. Wie sich die Stadtwerke in der Region positionieren.<br>
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        Bis 2040 soll das Land klimaneutral werden. Die Vorgaben dafür sind aber unklar. Für Gaskunden könnte es in mehrerer Hinsicht teuer werden. Wie sich die Stadtwerke in der Region positionieren.



        <p>Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral werden, Baden-Württemberg schon bis 2040 – geht diese Entscheidung zulasten der Kunden von Gasnetzen? Laut einer aktuellen Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) will nach aktuellen Planungen fast jedes fünfte Stadtwerk sein Gasnetz stilllegen und auf Fernwärme und Wärmepumpen setzen.</p> <p>46 Prozent der Befragten antworteten, dass für sie noch nicht feststehe, was mit ihrem Gasnetz passiert. Was bedeutet das für Menschen, die heute mit Gas heizen? Wir haben uns umgehört, wie der Stand bei Stadtwerken und kommunalen Energieversorgern in der Region ist.</p> <h2>Das ist die Ausgangslage</h2> <p>Der Gasausstieg ist Teil des deutschen Ziels, bis 2045 klimaneutral zu werden, Baden-Württemberg hat sich dieses Ziel bereits für 2040 gesetzt. Ab dem 1. Januar 2045 verbietet das Klimaschutzgesetz in Deutschland Heizungen mit fossilem Erdgas oder Öl zu betreiben. Stattdessen dürfen nur noch erneuerbare Energien wie grüne Gase, Fernwärme oder Wärmepumpen genutzt werden.</p> <h2>Bodenseekreis</h2> <p>Ein Sprecher des Stadtwerks am See, dem größten Energieversorger im Bodenseekreis, bemängelt fehlende Planungssicherheit durch unklare Vorgaben aus Berlin und Brüssel. Man plane derzeit gemeinsam mit benachbarten Energieversorgern die Möglichkeiten eines Wasserstoffnetzes, das aber aufgrund der geringen Verfügbarkeit, des hohen Preises und durch Engpässe beim Netz nur sehr eingeschränkt eine Alternative für Privathaushalte bieten könne.</p> <p>Seit Jahrzehnten baue man Wärmenetze. Es bleibe allerdings ein hohes wirtschaftliches Risiko, das die Stadtwerke tragen. „Die Gasversorgung wird noch auf absehbare Zeit benötigt“, stellt der Sprecher klar, auch wenn man schon seit Langem den Umbau von fossilen auf regenerative Energieträger forciere.</p> <p>Wann der richtige Zeitpunkt sei, Umstellungen beim Gasnetz vorzunehmen, hänge von rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Man können daher derzeit keine belastbare Aussage über die Zukunft der Gasnetze des Stadtwerks am See machen.</p> <h2>Hochrhein</h2> <p>Die Stadtwerke Bad Säckingen verweisen auf die Vorgaben des Bundes. Die Konzession für das Gasnetz in Bad Säckingen laufe noch bis 2032, offen sei, ob man es nochmals betreiben dürfe. „In den nächsten Jahren werden wir die Investitionen in das Gasnetz zurückfahren und uns mehr auf den Unterhalt konzentrieren“, so ein Sprecher.</p> <p>Man versuche, das Wärmenetz im Ortskern weiter auszubauen, um den Kunden Alternativen bieten zu können. In den Gebieten, wo es sich nicht wirtschaftlich darstellen lasse, habe der Kunde die Wahl zwischen Wärmepumpe oder sonstigen erneuerbaren Wärmequellen. Man gehe davon aus, dass auch nach 2040 das Gasnetz mit grünen Gasen teilweise in Betrieb bleibe.</p> <p>Die Stadtwerke Wehr können als Eigentümer des örtlichen Stromnetzes sowie des Wärmenetzes keine Aussagen zur Zukunft des Gasnetzes treffen. Das Ziel sei es, die Stromnetze zukunftsfähig auszubauen – allerdings könne man nicht an jeder Stelle eine komplett neue Infrastruktur aus dem Boden stampfen, weshalb es in den nächsten Jahren einen Mix aus verschiedenen Wärmeerzeugungsarten geben müsse.</p> <h2>Konstanz</h2> <p>Ein Sprecher der Stadtwerke Konstanz erklärt, dass man derzeit an der zukünftigen Gasversorgung erarbeite. Eine der möglichen Optionen sei die Umstellung des Erdgasnetzes auf Wasserstoff. Man sei aber noch am Anfang. Kunden müssten aber nicht befürchten, von heute auf morgen von der Energieversorgung abgeschnitten zu werden, da man einen Versorgungsauftrag habe, versucht der Sprecher zu beruhigen.</p> <h2>Schwarzwald</h2> <p>Die Stadtwerke Villingen-Schwenningen (SVS) raten ihren Kunden, sich mit alternativen Heizungsarten auseinanderzusetzen, wenn in den nächsten Jahren ein Austausch der Heizung anstehe. Denn die Vorgaben des Landes bedeuteten, dass Erdgas in den kommenden 15 Jahren als Energieträger vollständig ersetzt werden soll – auch bei den SVS. Alternativen seien neben dem Wärmenetz auch Wärmepumpen.</p> <p>Eine Sprecherin der EGT Energie mit Sitz in Triberg gibt an, dass man bereits mit zahlreichen Kommunen zur Wärmeplanung in Abstimmung stehe. Die bestehenden Gasnetze würden momentan auf Wasserstoffeignung geprüft. Ein Rückbau von Leistungsabschnitten sei aktuell nicht in Planung.</p> <h2>Stockach</h2> <p>Bei den Stadtwerken Stockach ist derzeit kein vorzeitiger Ausstieg aus der Versorgung mit Erdgas geplant. Zum jetzigen Zeitpunkt lasse sich noch nicht abschließend sagen, ob ein vollständiger Ausstieg aus Erdgas erfolgen werde oder ob eine schrittweise Umstellung auf alternative Energieträger zur Klimaneutralität führe, so ein Sprecher.</p> <h2>Radolfzell</h2> <p>Eine Stilllegung des Gasnetzes ist bei den Stadtwerken Radolfzell nicht geplant. Gas bleibe ein wichtiger Bestandteil der Energieversorgung, man treibe aber auch den Ausbau des Wärmenetzes voran. Gasnetze werde man so lange betreiben, wie der Kunde es wolle und der Gesetzgeber dies zulasse, so eine Sprecherin.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>VKU kritisiert Unklarheiten</span><span>609 Stadtwerke und kommunale Energieversorger befragte die VKU zur Zukunft ihrer Gasnetze – keines davon gab an, aktuell Investitionen in die Umrüstung oder Stilllegung der Gasnetze zu planen. VKU-Geschäftsführer Ingbert Liebing kritisiert, dass derzeit noch viele Fragen offen sind, etwa wer die Kosten für die Stilllegung von Gasnetzen trägt oder ob Betriebe auch nach 2045 noch gasförmige Energieträger wie Wasserstoff beziehen können. „Je näher das Jahr 2045 mit dem Ende der Erdgasversorgung rückt, desto größer ist die Gefahr eines Flickenteppichs und erheblichen Verunsicherungen bei den Verbrauchern“, sagt Liebing.</span></label></div> <h2>Überregionale Energieversorger</h2> <p>Bei der Netze BW, dem Netzbetreiber der EnBW in Baden-Württemberg, bestehen aktuell keine Pläne, Gasverteilnetze oder Teile davon stillzulegen.</p> <p>Auch der südbadische Versorger Badenova gibt vorerst Entwarnung. Eine generelle Stilllegung des Gasnetzes sei nicht geplant, sagt ein Unternehmenssprecher. Man arbeite derzeit an drei Wegen der klimaneutralen Energieversorgung: „Dem Ausbau des Stromnetzes, um mehr Wärmepumpen im Einfamilienhausbereich in eher ländlichen Wohnlagen zu ermöglichen. Dem Ausbau der Nah- und Fernwärme in urbanen Räumen und damit verbunden dem Ausbau regenerativ erzeugter grüner Wärme sowie hybride Lösungen mittels grüner Gase und Wasserstoff für Industriekunden“, erklärt der Sprecher.</p> <p>Ein Sprecher der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) geht davon aus, dass ein großer Teil der Gasnetze mit Ende der Erdgasnutzung stillgelegt werde, aber wohl später als im derzeit anvisierten Ausstiegsjahr.</p> <h2>Das sagt die Verbraucherzentrale</h2> <p>Matthias Bauer ist Abteilungsleiter Bauen, Wohnen, Energie der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Er sieht „gewaltige Herausforderungen“ beim Ziel, bis 2040 ohne fossile Brennstoffe auszukommen. Die zunehmende Nutzung von Wärmepumpen und der Ausbau der Wärmenetze werde dazu führen, dass stetig mehr Haushalte erneuerbare Energien nutzen, was die Gasnetze für die Gasversorger unwirtschaftlich werden lasse.</p> <p>Auf Nutzer von Erdgas sieht er mehrere Probleme zukommen. Ein Grund ist die einfache Rechnung: „Je weniger Kunden die Gasinfrastruktur nutzen, umso teurer wird der Gasbezug für jeden einzelnen Nutzer.“ Auch die Kosten für den Abbau von Gaseinzelanschlüssen kritisiert er, diese seien teilweise kostenlos, manche Anbieter würden aber auch Preise von über 7000 Euro verlangen.</p> <p>Aufgrund der undurchsichtigen Lage tut sich Bauer schwer damit, den Verbrauchern Tipps zur Vorgehensweise zu geben, dafür brauche es erst einen rechtlichen Rahmen. Den zu schaffen, sei eine Aufgabe, die der Gesetzgeber bisher versäumt habe, weswegen an vielen Stellen mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit an der Energiewende gearbeitet werde. Deswegen stellt er klar: „Verbraucher sind maximal verunsichert.“ Auch brauche es eine soziale Abfederung, um die Nutzer mitzunehmen, denn, wie er sagt: „Das Ganze wird teuer.“</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 12:08:36 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[In der Mittagspause die Falten aufspritzen: Praxen in Konstanz werben mit fragwürdigen Angeboten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/botox-to-go-in-konstanz-praxen-werben-mit-dubiosen-angeboten-31-10-25;art417930,12508674 ]]></link>      <description><![CDATA[  In Konstanz ballen sich Angebote für schnelles Botox und Hyaluron. Prominente Beauty-Influencer siedeln sich an. Die Werbung lockt vor allem Schweizer Kunden. Doch nicht jeder Anbieter ist seriös.  ]]></description>
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          In Konstanz ballen sich Angebote für schnelles Botox und Hyaluron. Prominente Beauty-Influencer siedeln sich an. Die Werbung lockt vor allem Schweizer Kunden. Doch nicht jeder Anbieter ist seriös.<br>
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        In Konstanz ballen sich Angebote für schnelles Botox und Hyaluron. Prominente Beauty-Influencer siedeln sich an. Die Werbung lockt vor allem Schweizer Kunden. Doch nicht jeder Anbieter ist seriös.



        <p>Konstanz, Fischmarkt. Zwei junge Frauen stoppen vor einer großflächigen Schaufensterwerbung: „Botox to go“. Der Anbieter ist nicht etwa ein Schönheitssalon, sondern eine Augenarztkette mit Dutzenden Standorten in Deutschland.</p> <h2>Das schnelle Lifting für 2000 Euro?</h2> <p>Wenige Gehminuten entfernt bietet die Praxis Aesthetify laut eigener Aussage ein „umfangreiches Angebot an ästhetischen Gesichtsbehandlungen und eigens entwickelte Methoden“ an. Richtpreise: Botox-Behandlungen ab 150 Euro, Hyaluron-Facelift ab 2000 Euro.</p> <p>Geschäftsführer sind die Schönheits-Influencer „Dr. Rick“ und „Dr. Nick“, bürgerlich Henrik Heüveldop und Dominik Bettray. Ihr Marketing provoziert seit einiger Zeit Kritik von Verbraucherschützern, im Frühjahr griff sie Satiriker Jan Böhmermann auf.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wer sind „Dr. Rick und Dr. Nick“?</span><span>Henrik Heüveldop (“Dr. Rick“) und Dominik Bettray (“Dr. Nick“) haben Medizin studiert. Heüveldop studierte in Budapest und promovierte nicht. In Deutschland führt er die Schreibweise „dr. med“, auch auf der Aesthetify-Website. Bettray promovierte in Plastischer Chirurgie an der Universität Erlangen und ist „Dr. med“. Auf Instagram schreiben beide „DR.“, der Zusatz ist in dieser Form nicht geschützt.<br /> <br /> Beide sind keine Fachärzte für Ästhetische Chirurgie. Nach einem Urteil des Landgerichts Bochum bezeichnen sie sich als „Ärzte mit Tätigkeitsschwerpunkt minimal-invasive Eingriffe“. In Deutschland dürfen sich theoretische alle ausgebildeten Ärzte als „Schönheitschirurg“ oder Ähnliches bezeichnen. Geschützt ist dagegen der Titel „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ nach mindestens sechs Jahren Weiterbildung und Prüfung.</span></label></div> <p>In der Konstanzer Innenstadt dominieren Hinweise auf vermeintlich einfache Schönheitsoptimierungen. Für viele Schweizer ist der Weg kurz, die deutschen Preise wirken niedrig.</p> <p>Julia Anne Dick, Marketingmanagerin bei Aesthetify, nennt den Standortgrund offen: „Konstanz ist eine wunderschöne Stadt, mit einer tollen Umgebung und Tor zur Schweiz.“ Hier öffnete 2023 eine der ersten von inzwischen sechs Filialen.</p> <p>Was aus den verheißungsvollen Werbeversprechen häufig nicht hervorgeht: Wer spritzt, strafft und füllt und mit welcher Qualifikation? <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/sie-soll-in-konstanz-verbotenerweise-botox-gespritzt-haben-staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-kieferchirurgin;art417930,12508650" title="Unerlaubte Schönheitsbehandlungen: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Konstanzer Kieferorthopädin">Erst kürzlich wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung gegen eine Konstanzer Kieferorthopädin bekannt.</a> Sie soll Patienten über ihre Kompetenz hinaus behandelt haben.</p> <h2>Ärztekammer warnt vor Bagatellisierung</h2> <p>„Mir ist wichtig, dass Patientinnen und Patienten klar ist, dass nicht jeder Arzt, der ästhetische Eingriffe vornimmt, auch ein Facharzt ist“, sagt Gunnar Hübner. Er ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. In Konstanz führt er zwei Praxen, eine direkt gegenüber von Aesthetify am Münster.</p> <p>Die Landesärztekammer Baden-Württemberg bestätigt die Warnung vor einer Bagatellisierung: Je nach Eingriff bergen Schönheitsoperationen hohe gesundheitliche Risiken. Es herrsche die irrige Vorstellung, dass Schönheit käuflich ist und risikolos verbessert werden könne. Erwachsene wie Jugendliche übernehmen sie oft aus unzureichenden oder falschen Informationen, befeuert durch soziale Medien.</p> <p>Auch Gunnar Hübner wirbt offenisv: Seine Websites ähneln denen der prominenten Influencer. Er dreht Videos und bespielt soziale Medien. „Es muss dort aber seriös zugehen, ohne falsche Versprechungen“, sagt er.</p> <h2>Kritik am Geschäft mit der schnellen Schönheit</h2> <p>Bei „Dr. Rick“ und „Dr. Nick“ monierte die Verbraucherzentrale NRW frühere Vorher-Nachher-Werbung auf Website und Instagram und klagte. Nach der Auseinandersetzung entschied der Bundesgerichtshof im Sommer: Vorher-Nachher-Bilder sind ihnen untersagt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Hintergrund zum Urteil und Gesetz</span><span>Der Bundesgerichtshof (BGH) erklärte Ende Juli 2025 Vorher-Nachher-Werbung für ästhetische Eingriffe für unzulässig, auch bei minimal-invasiven Behandlungen wie Hyaluron- oder Botox-Unterspritzungen.<br /> <br /> Das Urteil stellt Injektionen unter das Verbot „operativer, plastisch-chirurgischer Eingriffe“ des Heilmittelwerbegesetzes. Ziel: Verbraucher vor irreführender Werbung schützen. Das Grundsatzurteil bestätigt die Verbraucherzentrale NRW in ihrem Verfahren gegen Aesthetify.<br /> <br /> Anbieter, die in sozialen Medien, auf Websites oder Plattformen mit Vorher-Nachher-Bildern werben, müssen mit Abmahnungen oder Klagen rechnen.</span></label></div> <p>Hübner sagt: In acht von zehn Fällen behandele er Frauen, etwa die Hälfte stamme aus der Schweiz. Selbst wenn er wollte: Dass auch er vom Geschäft mit der Schönheit profitiert und dabei auch eidgenössische Kundinnen im Blick hat, ist unübersehbar.</p> <p>Der Arzt betont auf seiner Website die Grenznähe. In seinem Salon am Münster arbeiten – getrennt vom OP-Bereich – auch eine Kosmetikerin und eine Friseurin; im Kühlschrank wartet der Sekt. Kurz: das volle Beauty-Programm. „Vor oder nach Unterspritzungen bleibt Alkohol aber natürlich tabu“, sagt er.</p> <h2>Wem ein „Nein“ nicht gefällt, geht zum nächsten Behandler</h2> <p>Er beobachte regelmäßig „Doctor Hopping“: „Wenn ich vom Eingriff abrate, wechseln manche zur nächsten Praxis und hoffen auf mehr Bereitschaft.“ Dennoch winke er regelmäßig ab, wenn er Behandlungswünsche für überflüssig oder übertrieben hält. Den Boom datiert Hübner auf die Corona-Zeit: „Er hält an, nur die Moden wechseln.“</p> <p>Aesthetify teilt schriftlich mit, man schätze in Konstanz Atmosphäre und Menschen. Patienten leite man „nur in Ausnahmefällen“ an nicht-ärztliches Personal weiter, der jeweilige Arzt trage die Verantwortung.</p> <p>Die Aufklärung zu Risiken und Alternativen inklusive Bedenkzeit erfolge „den fachärztlichen Standards entsprechend“. Beim Notfallmanagement verweist das Unternehmen auf standardisierte Abläufe. Zugleich heißt es: „Bislang haben wir keine nennenswerten Komplikationen oder gar Notfälle in Konstanz verzeichnen müssen.“ Die Rate behandlungsbedürftiger Komplikationen, abgesehen von Reizungen, sei „gleich null“.</p> <h2>Verbraucherschützer sehen Aesthetify und Co. weiter kritisch</h2> <p>Nach dem BGH-Urteil im Sommer, so Aesthetify, habe man unzulässige Werbung eingestellt und das Marketingteam sowie externe Partner geschult. In sozialen Medien lasse sich Werbung nicht immer klar von Aufklärung trennen. Man wolle dort aber „objektiv informieren und nicht allein Anreize setzen“, meint Aesthetify-Sprecherin Julia Anne Dick.</p> <p>Susanne Punsmann, Expertin für Werbung im Bereich Gesundheit bei der Verbraucherzentrale NRW, bestätigt: Aesthetify passe seine Werbung inzwischen an, wenn man auf Unzulässigkeiten hinweise.</p> <p>Die Juristin bleibt allerdings skeptisch: Patienten würden weiterhin während der Behandlung gefilmt und vor sowie nach der Unterspritzung gezeigt. Der Unterschied: Die Bilder erscheinen nicht mehr zeitgleich, sondern mit Sekundenversatz. Auch das hält sie für unzulässig, weil das BGH-Urteil falsche Vorstellungen über die Folgen von Unterspritzungen verhindern soll.</p> <p>„Aesthetify ist kein Einzelfall“, unterstreicht Punsmann. Seit das Thema die Luxusnische verlassen habe und erschwinglicher sei, breite sich auch die Werbung aus. „Wenn ich die Kommentare zu Schönheitsbehandlungen in Social Media lese, scheint es, dass sich viele Menschen mittlerweile lieber die Butter auf dem Brot sparen, anstatt auf eine Unterspritzung zu verzichten.“</p> <h2>Aus dem Appenzell nach Konstanz fürs straffe Gesicht</h2> <p>Sabine Lang ist eine der Kundinnen, die regelmäßig aus der Schweiz nach Konstanz fahren. Die gebürtige Deutsche ist Mitte 40 und hat in Schönengrund (Appenzell) einen Friseursalon.</p> <p>„Bei meiner ersten Behandlung war ich 39 und ging zu einer der großen Ketten. Mir war nicht bewusst, wie stark sich die Ausbildung der Behandelnden unterscheidet“, sagt sie im Gespräch.</p> <p>Heute achtet sie auf Erfahrung und Qualifikation: „Einige Anbieter bremsen ihre Patienten nicht. Im besten Fall sieht man Eingriffe nicht.“ Rückblickend würde sie „viel genauer hinschauen“. Bei ihr behandelte man unter anderem Zornesfalten, Lider und Augenbrauen.</p> <h2>Konstanzer berichtet von „Sucht“ nach OPs</h2> <p>Wie schnell eine gefährliche Routine entsteht, schildert der 33-jährige Sami Noor aus Konstanz; sein Name ist der Redaktion bekannt, er wurde geändert, weil Noor als Geschäftsinhaber berufliche Konsequenzen befürchtet. „Ich habe genetisch bedingt starke Augenringe, wurde schon in der Schule darauf angesprochen. Mit 19 habe ich das erste Mal etwas machen lassen.“</p> <p>Später landete er bei Aesthetify. Seine Kritik: „Viele Praxen arbeiten nach Schema F und beachten individuelle Gesichter zu wenig.“ Sein Rat: „Schau dir die Behandelnden genau an. Dick aufgespritzte Lippen verraten oft ihren Geschmack.“</p> <p>„Ich wurde süchtig“, sagt er. „Irgendwann ging ich alle acht Wochen, hatte so viele Fremdkörper im Gesicht: ich spürte nichts mehr, es wirkte asymmetrisch.“ Heute sagt er: „Ich hätte von Anfang an zu einem plastischen Chirurgen gehen sollen.“</p> <p>Zurück am Konstanzer Fischmarkt. Die beiden jungen Frauen vor dem Botox-to-go-Plakat des Augenarztzentrums lachen inzwischen. „Warum denn vom Augenarzt?“, fragt eine noch, dann gehen sie weiter. Nicht für jeden scheint das Werbeversprechen verlockend zu sein. Die Inhaber des Zentrums, Sophie und Christoph Eckert, schweigen auf Anfrage zur Motivation ihres Werbeversprechens.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[In der Mittagspause die Falten aufspritzen: Praxen in Konstanz werben mit fragwürdigen Angeboten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 16:46:28 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hier am Bodensee werden Logopäden ausgebildet: „Es ist einfach der schönste Beruf der Welt“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/hier-am-bodensee-werden-logopaeden-ausgebildet-es-ist-einfach-der-schoenste-beruf-der-welt;art372448,12508822 ]]></link>      <description><![CDATA[  Um hier zu lernen, wird erst einmal die Stimme überprüft: Die Schule für Logopädie in Konstanz bildet Therapeuten aus. Dabei dürfen die bereits früh selbst Behandlungen durchführen – wenn auch nur unter Beobachtung.  ]]></description>
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          Um hier zu lernen, wird erst einmal die Stimme überprüft: Die Schule für Logopädie in Konstanz bildet Therapeuten aus. Dabei dürfen die bereits früh selbst Behandlungen durchführen – wenn auch nur unter Beobachtung.<br>
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        Um hier zu lernen, wird erst einmal die Stimme überprüft: Die Schule für Logopädie in Konstanz bildet Therapeuten aus. Dabei dürfen die bereits früh selbst Behandlungen durchführen – wenn auch nur unter Beobachtung.



        <p>Ein Kind im Kindergartenalter betritt das Behandlungszimmer. Es hat Probleme mit der Aussprache mancher Laute. Das Zimmer ist klein, in der hinteren Wand ein großes Fenster mit Blick auf das Industriegebiet. Auf dem Boden liegt ein Spielteppich, dahinter steht ein Spielzeug-Einkaufsladen. Das Kind setzt sich an den kleinen Tisch in der Mitte des Raumes. Ihm gegenüber sitzt die Logopädin. Nach ein paar Minuten Vorgespräch beginnen sie mit den Übungen.</p> <p>Doch in der Therapiesitzung übt nicht nur das Kind. Im Nebenraum, hinter einer verspiegelten Glaswand, sitzt eine Lehrerin für Logopädie. Denn die Therapeutin, die hier das Kind behandelt, ist gar keine Logopädin – zumindest noch nicht. Das Behandlungszimmer ist Teil der Schule für Logopädie im Konstanzer Industriegebiet. Hier üben und lernen rund 30 angehende Logopädinnen und Logopäden.</p> <h2>Schüler dürfen bereits selbst therapieren</h2> <p>Die Ausbildung an der Schule besteht aus Theorie und Praxis. Vor allem vormittags haben die Logopäden-Lehrlinge Unterricht. Nachmittags dürfen sie ab dem zweiten Jahr dann bereits selbst therapieren. Zunächst nur Kinder, ab dem dritten und letzten Ausbildungsjahr dann auch Erwachsene. Kann man daraus schließen, dass Kinder einfacher im Umgang sind als Erwachsene? „Nein“, erklärt Lehrerin Jennifer Schlipf grinsend, „das kommt auf den einzelnen Menschen an.“</p> <p>Die Reihenfolge ergebe sich einfach aus dem Lehrplan. Denn Kinder und Erwachsene haben häufig ganz andere Diagnosen und Therapieansätze. So wird bei Kindern auch spielerisch therapiert. „Viele Spiele sind super, um therapeutisches Material einzubauen“, stellt Schlipf fest, während sie das Spielelager der Schule zeigt. Ein Raum, der bei den meisten Kindern viel Freude auslösen dürfte. In mehreren Regalen stapeln sich die Spielekartons bis unter die Decke, von Flotti Karotti bis zum Verrückten Labyrinth ist alles dabei.</p> <p>Während die Schüler selbstständig die Therapie durchführen, werden sie genau von ihren Lehrern beobachtet. Die sitzen in einem Nebenraum hinter einem Einwegspiegel, um weder Patienten noch Therapeut abzulenken.</p> <p>Müssen sie oft rübergehen, um in die Behandlung einzugreifen? „Das passiert eigentlich nie“, erklärt Jennifer Schlipf. Erst einmal habe sie tatsächlich eingreifen müssen. Das sei aber auch nicht bei der Therapie selbst, sondern beim Elterngespräch danach gewesen, erinnert sie sich. Da habe sie verhindern müssen, dass die Schülerin falsche Angaben über das Kind macht.</p> <h2>Ausbildung kostete früher über 20.000 Euro</h2> <p>Wer Logopäde werden möchte, muss erst einmal ordentlich Geld in die Hand nehmen. Über 20.000 Euro kostete die Ausbildung früher. Schulleiterin Anke Fehse ist froh, dass sie mittlerweile die Kosten auf 90 Euro pro Monat senken konnten.</p> <p>Um das, neben Miete und anderen Ausgaben, stemmen zu können, arbeiten viele Schüler nebenher. „Ich kann das direkt mit Praxiserfahrung verbinden“, erklärt Schülerin Selin Herrmann, die abends in einer Praxis für Logopädie auf Minijob-Basis arbeitet. Auch BAföG können die Schüler zur Unterstützung beantragen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>IB Schule für Logopädie</span><span>So heißt die Schule vollständig. Sie ist Teil der Medizinischen Akademie Konstanz, in der auch Physio-und Ergotherapeuten ausgebildet werden. Träger ist der internationale Bund (IB). Der IB ist einer der größten freien Träger für soziale Einrichtungen in Deutschland. An der Schule für Logopädie werden zur Zeit rund 30 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterrichtet. Eine Schülerin komme, laut Schulleiterin Fehse, sogar aus Italien.</span></label></div> <p>Die Schulleiterin ist überzeugt, die Ausbildung lohnt sich – trotz der Kosten. „Es ist einfach der schönste Beruf der Welt“, schwärmt sie. Und auch die Schülerinnen sind begeistert. „Hier sind dir keine Grenzen gesetzt“, erzählt Chahinez Djabou, sie habe nach einem Beruf gesucht, bei dem sie sich kreativ ausleben könne.</p> <p>Außerdem sei die Schulatmosphäre sehr locker, ergänzt Laura Riesen. Sie findet schade, dass Logopädie als Beruf in der Öffentlichkeit zu kurz komme. Damals in der Schule seien nur zehn verschiedene Berufe vorgestellt worden, so die Auszubildende im ersten Jahr.</p> <h2>Schule war früher im Schloss Königsegg auf der Reichenau</h2> <p>Die Schule bildet seit nun schon 30 Jahren Logopädinnen und Logopäden aus. Die letzten 28 war sie auf der Insel Reichenau im Schloss Königsegg beheimatet. Auch wenn die neuen Räume im Konstanzer Industriegebiet moderner, besser eingerichtet und für die Schüler günstiger gelegen seien, blickt Jennifer Schlipf wehmütig auf die alten Gemäuer zurück: „Es war halt ein Schloss – also ich trauere dem schon ein wenig hinterher.“</p> <p>Das dreiköpfige Lehrerteam betreut drei Klassen, je eine pro Jahrgang. Nach Abschluss der Ausbildung sind die Anwärter staatlich anerkannte Logopäden. Und die werden dringend benötigt. Anke Fehse erklärt, nicht nur die Schule suche mehr Lehrkräfte, auch die Logopädie-Praxen seien überlastet. So warte man in Konstanz etwa zwischen drei und sechs Monate auf einen Therapieplatz.</p> <h2>Teil des Auswahlprozesses ist die Prüfung der Stimme</h2> <p>Wenn man sich auf der <a href="https://www.med-akademie.de/gesundheitsfachberuf/schule-fuer-logopaedie-konstanz/" target="_blank" title="" rel="noopener">Website der Schule</a> umschaut, entdeckt man etwas Kurioses. Unter Zugangsvoraussetzungen steht: „Wir prüfen Aussprache, Sprech- und Singstimme (bitte ein kurzes Lied vorbereiten).“ Auf Nachfrage erklärt Frau Schlipf: „Wir suchen keine Sänger“, das Vorsingen sei nur zur Überprüfung der Stimme. So sei es unvorteilhaft, wenn Logopäden selbst Probleme mit der Stimme hätten.</p> <p>Mittlerweile werde die Singstimme in den Bewerbungsgesprächen aber nicht mehr getestet, ergänzt Anke Fehse. Wichtig sei nur, dass die Stimme gesund und belastbar ist. Dafür reicht demnach auch einfaches Vorsprechen aus. Wer sich also für den, laut Fehse, „schönsten Beruf der Welt“ ausbilden lassen möchte, kann dies in Konstanz in der Schule für Logopädie tun – und muss dafür nicht einmal vorsingen.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 17:11:40 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Der Spaß hört auf, wenn jemand verletzt ist": So schützen Eltern ihr Kind gegen Mobbing  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/der-spass-hoert-auf-wenn-jemand-verletzt-ist-so-schuetzen-eltern-ihr-kind-gegen-mobbing;art372461,12508841 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mobbing hat sich gewandelt – es passiert heute online wie offline. Die Respekt Coaches Constanze Fleiner und Johannes Renner zeigen, woran Eltern und Lehrkräfte Warnsignale erkennen – und wie sie Kindern helfen können.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Mobbing hat sich gewandelt – es passiert heute online wie offline. Die Respekt Coaches Constanze Fleiner und Johannes Renner zeigen, woran Eltern und Lehrkräfte Warnsignale erkennen – und wie sie Kindern helfen können.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/der-spass-hoert-auf-wenn-jemand-verletzt-ist-so-schuetzen-eltern-ihr-kind-gegen-mobbing;art372461,12508841]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Mobbing hat sich gewandelt – es passiert heute online wie offline. Die Respekt Coaches Constanze Fleiner und Johannes Renner zeigen, woran Eltern und Lehrkräfte Warnsignale erkennen – und wie sie Kindern helfen können.



        <p>Ein unscheinbarer Blick auf dem Pausenhof, ein Chat voller abwertender Emojis und ein Kind, das plötzlich nicht mehr zur Schule will. Mobbing beginnt oft leise – und bleibt lange unbemerkt. Für Eltern und Lehrkräfte ist es manchmal schwer zu erkennen, wann harmlose Neckereien in systematische Ausgrenzung umschlagen. Genau hier setzt das bundesweite Präventionsprogramm Respekt Coaches an, das seit 2018 Teil der Jugendstrategie des Bundesfamilienministeriums ist und Schüler frühzeitig für respektvolles Miteinander sensibilisieren will.</p> <h2>Demokratie und Zusammenhalt stärken</h2> <p>Constanze Fleiner und Johannes Renner sind die beiden Fachkräfte, die das Programm am Standort des Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kreisverband Konstanz umsetzen. Sie sind die einzigen Respekt Coaches im Landkreis, die die Gewalt- und Mobbingprävention in Kooperationsschulen von der fünften Klasse bis zu Berufsschulen durchführen.</p> <p>„Schüler sollen mithilfe des Programms lernen, andere Meinungen auszuhalten und Konflikte zu verstehen,“ betonen die beiden. „Das Programm ist weitgefächert, und wir versuchen, es so aktuell und dynamisch wie möglich zu halten“, sagt Fleiner. Dazu gehören Workshops zu Extremismus-, Mobbing- und Gewaltprävention sowie politische Bildung zu Themen wie dem Ukraine- oder Nahostkrieg, in denen verschiedene Meinungen innerhalb der Klassen angehört und besprochen werden. „Unsere Angebote sind dabei flexibel und orientieren sich am Bedarf der jeweiligen Klassen,“ sagen sie weiter.</p> <h2>„Es gibt kaum noch Rückzugsorte“</h2> <p>Mobbing ist kein neues Phänomen – doch die Art und Weise, wie Jugendliche heute miteinander umgehen und wo Mobbing stattfinden kann, habe sich stark verändert. Was Mobbing heute besonders gefährlich mache, sei seine ständige Präsenz. Früher blieb das Geschehen meist auf den Schulhof begrenzt – heute verlagere es sich bis ins Internet. Wie die Untersuchung des Instituts Sinus zeigt, waren im vergangenen Jahr rund 16 Prozent der Heranwachsenden von Mobbing im Internet betroffen.</p> <p>„Über Social Media oder Gruppen-Chats finden betroffene Schülerinnen und Schüler kaum noch Rückzugsorte und sind dem Mobbing so ständig ausgesetzt“, erklärt Renner. Die Coaches sehen ein weiteres Problem: die Anonymität. „Online trauen sich viele Dinge zu sagen, die sie von Angesicht zu Angesicht nie äußern würden“, sagen die Experten.</p> <p>Fleiner und Renner sehen ebenso, dass die Corona-Pandemie die Konfliktsituationen unter Jugendlichen und auch Erwachsenen verschärft habe. Viele Personen hätten in dieser Zeit eine Online-Präsenz aufgebaut und sind seither in digitalen Räumen verstärkt aktiv. „Durch vermehrte Bildschirmzeit können Empathie und sozialer Umgang leiden, weil die Konzentration im Hier und Jetzt eingeschränkt wird“, erklärt Renner. Fleiner ergänzt: „Auch mit Künstlicher Intelligenz gibt es jetzt die Möglichkeit, Identitäten zu klauen und Avatare zu erstellen.“ Dadurch würden Mobbing heutzutage andere Tragweiten haben als in Zeiten vor dem Internet.</p> <h2>Wie lässt sich Mobbing erkennen?</h2> <p>Nicht jeder Konflikt ist laut den Experten gleich Mobbing. „Ein Streit betrifft meist zwei Personen – Mobbing dagegen ist systematisch, dauert häufig über einen längeren Zeitraum und es sind mehrere beteiligt, die meistens gegen eine einzige Person schießen“, erklären Fleiner und Renner. Viele Täter würden von keinen bösen Absichten oder Spaß machen sprechen, doch „der Spaß hört da auf und das Mobbing beginnt dort, wenn jemand verletzt ist“, erklären sie weiter.</p> <p>Die Fachkräfte beobachten, dass Betroffene oft still leiden und die Probleme für sich behalten: „Ein klares Warnsignal ist Rückzug – besonders, wenn ein sonst lebhaftes Kind plötzlich still oder reizbar wird“, betonen sie. Eltern und Lehrkräfte können Mobbing erkennen, wenn sich Kinder zurückziehen oder nervöser werden. Die Coaches haben die Erfahrung gemacht, dass Lehrern dies meistens gut gelingt, wenn sich das Verhalten eines Kindes im Laufe des Schuljahres verändere. Für Eltern sei es jedoch schwieriger, Mobbing zu bemerken oder das Verhalten korrekt einzuordnen, da die Reaktionen und der Umgang mit der Erfahrung von Mobbing sehr individuell seien.</p> <h2>Was können Eltern tun?</h2> <p>Wer den Verdacht hat, dass sein Kind gemobbt wird, sollte vor allem eines tun: zuhören. „Schweigen ist der größte Fehler, den man machen kann“, warnt Fleiner. Eltern sollten Anzeichen ernst nehmen, ruhig nachfragen und gemeinsam mit dem Kind nach Lösungen suchen. Anlaufstellen sind die Schulsozialarbeiter oder Vertrauenslehrkräfte der jeweiligen Schule oder externe Beratungsangebote wie die Nummer gegen Kummer. Diese bietet ein Kinder- und Jugendtelefon unter der Telefonnummer 116/111 und ein Elterntelefon unter 0800/1110550 an.</p> <p>Denn Einzelfallberatungen bei Mobbing machen die Respekt Coaches nur in Ausnahmefällen. „Im Normalfall übernimmt hier die Schulsozialarbeit“, erklärt Renner.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"></div> <h2>Zukunft des Programms ist ungewiss</h2> <p>Das Bundesprogramm wird jährlich aus dem Bundeshaushalt finanziert, eine langfristige Sicherheit für die Coaches gibt es trotz nachgewiesenen Erfolges des Programms derzeit nicht. „Wir haben aber vorsichtigen Optimismus, dass das klappt“, sagt Renner über die voraussichtliche Fortsetzung des Programms.</p> <p>Fleiner und Renner wünschen sich eine Verstetigung des Programms auf Bundesebene. „Vom Staat würden wir uns wünschen, dass das Programm dauerhaft finanziert und personell aufgestockt wird, damit noch mehr Schulen am Programm teilnehmen können“, sagt Renner. Denn die Nachfrage ist groß: „Wir haben nämlich noch mehr Schulen, die Interesse hätten – können die Nachfrage aber nicht zu zweit stemmen“, erklärt er abschließend.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 14:25:54 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Brass kehrt an den See zurück: Querbeat treten beim Seefestival 2026 auf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/brass-kehrt-an-den-see-zurueck-querbeat-treten-beim-seefestival-2026-auf;art372455,12507944 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Brasspop-Gruppe Querbeat ist der erste große Name für das Seefestival 2026. Sie treten am 3. Juni am Konzertsegel auf. Mit dabei: Die Radolfzeller Narrenmusik – und SÜDKURIER-Abonnenten mit vergünstigtem Eintritt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Brasspop-Gruppe Querbeat ist der erste große Name für das Seefestival 2026. Sie treten am 3. Juni am Konzertsegel auf. Mit dabei: Die Radolfzeller Narrenmusik – und SÜDKURIER-Abonnenten mit vergünstigtem Eintritt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/brass-kehrt-an-den-see-zurueck-querbeat-treten-beim-seefestival-2026-auf;art372455,12507944]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Brasspop-Gruppe Querbeat ist der erste große Name für das Seefestival 2026. Sie treten am 3. Juni am Konzertsegel auf. Mit dabei: Die Radolfzeller Narrenmusik – und SÜDKURIER-Abonnenten mit vergünstigtem Eintritt.



        <p>In Radolfzell braucht es manchmal nicht viel mehr, als eine Gruppe Männer mit Blechblasinstrumenten auf einer Bühne. So einfach ist das Rezept für ein gutes Konzert, so zuverlässig liefert das Seefestival auch diesen Musikgeschmack ab: Beim Seefestival 2026 wird die Bonner Brasspop-Gruppe Querbeat am Mittwoch, 3. Juni, den Auftakt übernehmen. Sie bringen ihre aktuelle Tour „Randale und Freunde“ mit, beides soll sich am Konzertsegel bestens vereinen. Dies teilte der Veranstalter Event Promotions in einer Presseinformation mit.</p> <p>„Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Bläsern, Beats und Botschaft begeistert die elfköpfige Band seit Jahren Festivalbesucherinnen und Konzertfans in ganz Europa“, heißt es in der Mitteilung von Event Promotions-Geschäftsführer Tommy Spörrer. Dabei wird betont, dass es sich bei Querbeat nicht nur um eine Band handelt, die einfach Spaß machen kann. Querbeat zeigen ganz klare Haltung und engagieren sich seit Jahren gegen Rassismus und Rechtsextremismus. „Die Besucher dürfen sich also auf eine Show voller Überraschungen, Interaktion und musikalischer Wucht freuen“, so die Pressemitteilung.</p> <h2>„Vielfalt, Lebensfreude und klare Kante“</h2> <p>„Querbeat steht für Vielfalt, Lebensfreude und klare Kante – genau das passt perfekt zu Radolfzell und unserem Festival. Außerdem ist am Tag nach dem Konzert ein Feiertag. Da können es die Besucher richtig krachen lassen“, sagt auch Frank Schuhwerk von der veranstaltenden Agentur aus Konstanz.</p> <p>Das Konzert beginnt um 18 Uhr, Einlass ist ab 17 Uhr. Den Auftakt macht die Radolfzeller Narrenmusik. Auf der Bühne steht also geballte Blasmusik-Kompetenz. Das Seefestival findet vom 3. bis 6. Juni am Radolfzeller Konzertsegel statt. Weitere Künstler werden demnächst noch bekannt gegeben.</p> <p><em>Tickets sind ab Donnerstag, 30. Oktober, unter <a href="https://seefestival-radolfzell.de/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.seefestival-radolfzell.de</a> erhältlich und kosten 55 Euro.<br /> <a href="https://suedkurier.reservix.de/" target="_blank" title="" rel="noopener">Für SÜDKURIER-Abonnenten gibt es hier unter https://suedkurier.reservix.de/</a> ebenfalls ab Donnerstag einen Sonderrabatt von 20 Prozent. Das Kontingent ist limitiert.</em></p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:rights><![CDATA[Brass kehrt an den See zurück: Querbeat treten beim Seefestival 2026 auf]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 16:06:00 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[495 Marathons am Stück: Joyce Hübner will 21.000 Kilometer laufen – auch durch den Hegau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/495-marathons-am-stueck-joyce-huebner-will-21000-kilometer-laufen-auch-durch-den-hegau-30-10-25;art372458,12508016 ]]></link>      <description><![CDATA[  Joyce Hübner lebt vom Laufen: Auf sozialen Netzwerken folgen ihr Hunderttausende. Bei einem Zwischenstopp in Singen erklärt die Influencerin, wie sich der Sport mit Fremden anfühlt und wie man schlechtes Wetter aushält.  ]]></description>
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          Joyce Hübner lebt vom Laufen: Auf sozialen Netzwerken folgen ihr Hunderttausende. Bei einem Zwischenstopp in Singen erklärt die Influencerin, wie sich der Sport mit Fremden anfühlt und wie man schlechtes Wetter aushält.<br>
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        Joyce Hübner lebt vom Laufen: Auf sozialen Netzwerken folgen ihr Hunderttausende. Bei einem Zwischenstopp in Singen erklärt die Influencerin, wie sich der Sport mit Fremden anfühlt und wie man schlechtes Wetter aushält.



        <p>Drei Frauen laufen an einem Herbsttag die Radolfzeller Straße in Singen entlang. Eine von ihnen winkt ein Auto heran, das dann an der Straße parkt. Ein Mann steigt aus dem Fahrzeug aus, die Läuferinnen machen beim Auto eine Verschnaufpause. Schnell wird klar, dass es sich hier nicht um normalen Freizeitsport handelt. Vielmehr ist die Unterbrechung eine eingetaktete Verpflegungspause. Sie ist Teil von Joyce Hübners Mammutprojekt: Die Influencerin möchte alle Städte in Deutschland durchlaufen.</p> <h2>Eine Reise durch das ganze Land</h2> <p>Die Reise teilt Hübner auf ihren Kanälen in den sozialen Netzwerken. Dort folgen der Berlinerin hunderttausende Menschen. Laut ihrer Internetseite möchte sie 2059 Städte und eine Strecke von rund 21.000 Kilometern ablaufen. Dafür wurden 495 Marathons geplant. Jede Stadtgrenze soll erreicht werden, das Stadtzentrum muss aber nicht passiert werden.</p> <p>Bei dem Lauf wird Hübner von ihrem Lebenspartner unterstützt, der mit einem Begleitfahrzeug die Strecke entlang fährt und sie mit Verpflegung versorgt. Die beiden übernachten dabei in Hotels und Ferienwohnungen. Hübner hat keinen wohltätigen Zweck für die Marathons ausgerufen. Sie arbeitet als Influencerin und verdient dadurch ihr Geld. Auf ihrer Webseite bewirbt sie unter anderem Sportbrillen, Laufuhren und Laufsocken. Zusammen mit einem Co-Autor hat sie auch ein Buch über ein früheres Laufprojekt verfasst. Momentan ist ein Dokumentarfilm in Arbeit.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das sind Influencer</span><span>Die Bundeszentrale für politische Bildung beschreibt Influencer in einem Onlinelexikon als „Menschen, die in sozialen Netzwerken sehr viele Menschen erreichen“. Die Inhalte der Influencer sind unterschiedlich. So geht es beispielsweise um Familienthemen oder Sportthemen. Unternehmen machen sich die Reichweite der Influencer zu nutze und bezahlen sie, um Werbung für ihre Produkte zu machen.</span></label></div> <h2>Mit Fremden unterwegs</h2> <p>Manche von Hübners Zuschauern sehen nicht nur zu, sondern laufen gleich mit ihr. „Ich habe jeden Tag immer jemanden mit dabei, auch wenn es nur eine Person ist“, erzählt die Influencerin. Auch an diesem Tag laufen zwei Frauen mit, die über die sozialen Netzwerke auf die Tour aufmerksam geworden sind.</p> <p>Stefanie Bentert ist aus Berlin angereist und bleibt für mehrere Tage dabei. Die Grundschullehrerin nutzt dafür die Herbstferien. In den Videos der Influencerin bekommt man nur einen kleinen Einblick gezeigt, sagt sie. Wirklich dabei zu sein, sei „schon anders“. Auch Leonie Woll aus Radolfzell nimmt für einen Tag an der Tour teil. Egal ob als Zuschauerin im Internet oder als Läuferin vor Ort: Beides sei gleichermaßen „authentisch“ und mache „genauso viel Spaß“.</p> <p>Joyce Hübner berichtet, dass die Begegnungen mit den fremden Laufpartnern meistens freundlich verlaufen. Die Wiederholung der selben Gesprächsthemen führe aber gelegentlich zu Spannungen: Sie sei genervt, wenn sie etwas schon „300-mal gesagt habe“, erklärt die 37-Jährige. Die Laufpartner seien ihr aber meistens zugetan. „Es würde ja sich niemand die Mühe machen, der mich nicht mag, zu mir an die Strecke zu kommen.“</p> <p>Es gäbe aber auch Tage, wo sie „kaputt“ sei und deswegen nicht so viel mit den Mitläufern rede. „Aber dann reden die untereinander und ich kann zuhören“, fügt sie hinzu. Auch ihre Aufgaben als Influencerin, wie die Erstellung von Inhalten für die sozialen Netzwerke, könnten anstrengend sein. „Das ist halt ein Job am Ende“, sagt Hübner. Aber ihr ist klar: „Ohne, dass ich meine Kanäle bespiele, würde ich mir das hier gar nicht erlauben können.“</p> <h2>Mit „Zwiebellook“ durch die Kälte</h2> <p>Hübner ist schon seit Juni unterwegs. Die Temperaturen bei ihrer Ankunft in Singen waren schon nicht mehr sommerlich, aber noch mild. Im Herbst könne man „super“ laufen, berichtet Hübner. „Alles über zehn Grad ist großartig“, sagt sie. Wie man andernfalls mit Kälte klarkommt? Für die Kleidung empfiehlt Hübner den „Zwiebellook“. Durch mehrere Kleidungsschichten sind Läufer so zunächst warm angezogen und können dann später Schichten ablegen. Außerdem rät Hübner: „Vielleicht nicht ganz so viel darüber nachdenken und einfach mal machen.“ Trotzdem erwähnt sie, dass bei extremen Temperaturen gesundheitliche Risiken entstehen können.</p> <p>Damit Hübner ihre Gesundheit trotz der Dauerbelastung erhält, habe sie ihren Tagesablauf entsprechend angepasst. Nach den Laufetappen drehe sich der restliche Tag um Regeneration. Während sie sich mental noch dem Social-Media-Auftritt zuwendet, schaltet sie körperlich auf Entspannung. „Ich lege die Beine hoch“, sagt Hübner.</p> <p>Sie setze für die Regeneration auf zwei Dinge: Viel essen und viel schlafen. Sie habe sich zuvor außerdem ausgiebig auf das Projekt vorbereitet. „Ich habe jahrelang dafür trainiert“, berichtet Hübner. Sie sei nicht „auf blauen Dunst“ losgelaufen, sondern betreibe den Sport schon seit zehn Jahren. Nun hat sie noch einiges an Strecke vor sich: Ihr Laufprojekt soll noch bis zum 8. Oktober 2026 andauern.</p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 11:46:45 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Unerlaubte Schönheitsbehandlungen: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Konstanzer Kieferorthopädin  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/sie-soll-in-konstanz-verbotenerweise-botox-gespritzt-haben-staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-kieferchirurgin;art417930,12508650 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sie soll mehreren Patienten unerlaubt Botox und Hyaluron im ganzen Gesicht gespritzt haben: Gegen eine Kieferorthopädin aus Konstanz wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Das sind die Gründe.  ]]></description>
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          Sie soll mehreren Patienten unerlaubt Botox und Hyaluron im ganzen Gesicht gespritzt haben: Gegen eine Kieferorthopädin aus Konstanz wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Das sind die Gründe.<br>
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        Sie soll mehreren Patienten unerlaubt Botox und Hyaluron im ganzen Gesicht gespritzt haben: Gegen eine Kieferorthopädin aus Konstanz wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Das sind die Gründe.



        <p>Dürfen Kieferorthopäden Botox oder Hyaluronsäure spritzen? Diese Frage prüft die Staatsanwaltschaft Konstanz im Verfahren gegen Franziska O. (Name geändert). Die 37-Jährige aus Landschlacht (Thurgau) leitet eine Schönheits­praxis in Konstanz. Die Antwort auf die Eingangsfrage lautet nein, jedenfalls nicht außerhalb des Mundbereichs.</p> <p>Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und unerlaubter Ausübung der Heilkunde. Dem SÜDKURIER liegen Dokumente zur Zeugenanhörung vor. Andreas Mathy, Sprecher der Staatsanwaltschaft Konstanz, bestätigt das Verfahren. Mit der Entscheidung über eine Anklage wird noch im November gerechnet.</p> <h2>Selbstbeschreibung online wirft Fragen auf</h2> <p>Telefonisch ist Franziska O. nicht zu sprechen, eine Mitarbeiterin bat um E-Mails. Auf mehrere Anfragen reagierten weder O. noch ihr Unternehmen.</p> <p>Heute bezeichnet sich O. auf der Webseite ihrer Praxis als Mitgründerin. Bis mindestens Herbst 2023 bezeichnete sie sich dort noch als „Ärztin für ästhetische Medizin“. Zudem hieß es damals, sie habe am Universitätsklinikum Hamburg studiert und „Facharztausbildungen in verschiedenen Kliniken und Praxen“ absolviert.</p> <p>Eine weitere Recherche führt zu einer Großpraxis im Kanton St. Gallen; dort wird O. als Kieferorthopädin geführt. Am Telefon sagt eine Mitarbeiterin, O. arbeite dort nicht mehr. Seit wann, wisse sie nicht.</p> <h2>Behandlungen im ganzen Gesicht</h2> <p>Der Vorwurf: Die Fachzahnärztin für Kieferorthopädie soll von 2021 bis mindestens Februar 2025 ästhetische Behandlungen „in sämtlichen Regionen des Gesichts“ durchgeführt haben, unter anderem mit Botox und Hyaluron. Das dürfen nur Humanmediziner. O. habe wider besseres Wissen gehandelt, heißt es im Schreiben der Staatsanwaltschaft an Zeugen.</p> <h2>Gefängnis oder Geldstrafe stehen im Raum</h2> <p>Rechtlich gilt jede Injektion als Eingriff in die körperliche Unversehrtheit und damit als Körperverletzung. Deshalb müssen Patienten vor einer Botox- oder Hyaluron-Injektion einwilligen. Im vorliegenden Fall wäre diese Einwilligung unwirksam, weil Franziska O. die nötige Fachausbildung fehlt.</p> <p>In ähnlichen Fällen reichten die Strafen von hohen Geldstrafen bis zu Freiheitsstrafen, je nach Fallzahl, Folgen für Betroffene und Vorstrafen. Zusätzlich drohen der tatverdächtigen Kieferorthopädin berufsrechtliche Konsequenzen und Schadensersatzforderungen.</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 12:12:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hier wird’s gruselig: Wo in Konstanz und Umgebung an Halloween gefeiert wird  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/halloween-partys-2025-am-bodensee-das-ist-konstanz-und-umgebung-geboten;art372448,12508682 ]]></link>      <description><![CDATA[  Blut, Bässe und Bösewichte: Am Freitag, 31. Oktober, werden wieder schaurig-schöne Partys gefeiert. Wir haben die Übersicht über die Events in der größten Stadt am Bodensee zur diesjährigen Nacht vor Allerheiligen.  ]]></description>
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          Blut, Bässe und Bösewichte: Am Freitag, 31. Oktober, werden wieder schaurig-schöne Partys gefeiert. Wir haben die Übersicht über die Events in der größten Stadt am Bodensee zur diesjährigen Nacht vor Allerheiligen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/halloween-partys-2025-am-bodensee-das-ist-konstanz-und-umgebung-geboten;art372448,12508682]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Blut, Bässe und Bösewichte: Am Freitag, 31. Oktober, werden wieder schaurig-schöne Partys gefeiert. Wir haben die Übersicht über die Events in der größten Stadt am Bodensee zur diesjährigen Nacht vor Allerheiligen.



        <p>Partys mit Gruselfaktor sind zu Halloween auch dieses Jahr wieder angesagt. In Konstanz verwandeln sich am Freitag, 31. Oktober, gleich mehrere Clubs in schaurig-schöne Tanzflächen, die für jeden (Musik-)Geschmack etwas zu bieten haben. Der SÜDKURIER bietet einen Überblick über die Halloween-Events. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Halloween im Kolbenfresser:</strong> Im Kolbenfresser beginnt die Halloween-Party besonders früh. Ab 16 Uhr und bis in die frühen Morgenstunden kommen Grusel-Fans in der Kneipe samt Kult-Biergarten an der Fürstenbergstraße 127 bei rockiger Musik auf ihre Kosten. Dazu werden Drinks mit schaurigen Namen – wie Vampirblut – gereicht.</li> <li><strong>Horrorhaus für kleine Paradies-Bewohner:</strong> Im Rahmen der Reihe „Begegnung im Paradies“ laden die Frauen vom Rosenlächerweg 2a ab 18 Uhr zu Musik und Lagerfeuer im Gruselgarten ein. Sie hoffen auf viele Kinder, die verkleidet teilnehmen. Um eine Spende für Snacks und Getränke wird gebeten.</li> <li><strong>Thriller-Night in der 107 Bar:</strong> Lust auf schaurig-schöne Musik? Ab 20 Uhr kann in der 107 Bar in der Altstadt zu Disco und Techno-Beats gefeiert werden. Die Bar in der Paradiesstraße 5 öffnet bereits um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Verkleidung ist kein Muss, aber gern gesehen.</li> <li><strong>Vampire auf der K9-Bühne:</strong> Das Improtheater Konstanz spielt am Donnerstag, 30. Oktober, 20 Uhr, im K9 ein Halloween-Special voller unheimlicher Geschichten, überraschender Wendungen und gespenstischem Gelächter. Hexen, Vampire und andere Unholde der Nacht treiben auf Bühne in der Hieronymusgasse 3 ihr Unwesen, wie der Pressetext ankündigt. Karten gibt es <a href="https://www.ticketino.com/de/event/itk-halloween-special-/208440" target="_blank" title="" rel="noopener">online</a> sowie an der Abendkasse.</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Spuk im Kulturladen:</strong> Ab 21 Uhr kann hier zu Dark Wave, Hypnotic Techno und Groove getanzt werden. Happy beziehungsweise Spooky Hour ist von 21 bis 22 Uhr. Der Eintritt ist ab 18 Jahren. Kostüme sind in den Räumlichkeiten im Joseph-Belli-Weg 5 erwünscht, aber keine Pflicht. Tickets kosten 10 Euro und sind <a href="https://tickets-kulturladen.reservix.de/p/reservix/event/2441984" target="" title="" rel="noopener">online</a> erhältlich.</li> <li><strong>Halloween-Party im Litzel‘s:</strong> Eine „schaurige-elegante Party“ bei DJ-Musik verspricht das Litzel‘s ab 20 Uhr. Der Eintritt kostet 8 Euro. Verkleidungen sind auch in der Location im Litzelstetter Hotel Volapük, Im Loh 14, ausdrücklich erwünscht.</li> <li><strong>Große Grusel-Party im Konzil:</strong> Hier können Partyliebhaber ab 21.30 Uhr auf zwei Tanzflächen die Nacht zum Tag machen. Gespielt werden Mixed-Music und HipHop-Reggaeton. Tickets sind im Vorverkauf für 15 Euro erhältlich, entweder <a href="https://tickets.darc-events.com/Unique/halloween2025/" target="" title="" rel="noopener">online</a> oder an verschiedenen Vorverkaufsstellen in Konstanz, etwa im Mobile Premium Store und im Backstage Musikcafé in der Hussenstraße oder im Seezeit-Shop der Universität. In Radolfzell verkauft das Sportgeschäft Yeti Sports Tickets. An der Abendkasse kostet der Eintritt 18 Euro.</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Halloween-Night im Grey:</strong> In der „gruseligsten und gleichzeitig heißesten Location am Bodensee“ sind laut Veranstalter Gänsehautmomente garantiert. Unter dem Motto „Trick or Treat – I Love Hip-Hop das Original“ können Partyfans ab 22 Uhr die fünf Tanzflächen der Großraumdisco in der Max-Stromeyer-Straße 33 stürmen. Kostüme sind erwünscht, aber keine Pflicht.</li> <li><strong>Party im Small‘s Café/Bar:</strong> Partygänger können sich ab 22 Uhr in der Byk-Gulden-Straße 8 auf „gruselige Beats“ und ein Halloween-Special freuen: Alle, die verkleidet in die Bar im Industriegebiet kommen, bekommen einen Cocktail aufs Haus.</li> <li><strong>Gruselspektakel im Deli:</strong> Das Restaurant Deli im Lago Shopping-Center verwandelt sich am Freitag in ein „schaurig-schönes Gruselspektakel“, bei dem zwei DJs Mixed Music auflegen. Der Einlass ist ab 18 Jahren und beginnt um 22.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Pro Verkleidung gibt es einen Shot aufs Haus.</li> <li><strong>Halloweentanz in der Kantine:</strong> Im Neuwerk in der Oberlohnstraße 3 wird auch in der Halloweennacht wieder bis in die Morgenstunden gefeiert. Ab 23 Uhr können sich Partygänger hier auf eine Mischung aus Afrobeats, HipHop und Amapiano – einer Mischung aus Deep House, Jazz und Lounge-Musik – freuen.</li> </ul> </div> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Woher kommt Halloween?</span><span>Halloween hat seinen Ursprung im keltischen Fest „Samhain“, das am 31. Oktober gefeiert wurde und den Beginn des keltischen Winterhalbjahrs markierte. Die Kelten glaubten, dass an diesem Tag die Grenze zur Geisterwelt durchlässig war, und versuchten, sich durch Verkleidungen vor Geistern zu schützen. Mit der Christianisierung Europas wurde Samhain zum Vorabend von Allerheiligen, „All Hallows‘ Eve“. Irische Auswanderer brachten das Fest im 19. Jahrhundert nach Amerika, wo es sich zu dem modernen Halloween entwickelte, das heute weltweit gefeiert wird.</span></label></div> <h2>Auch Kreuzlingen, Reichenau und Allensbach feiert</h2> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Geisterbar in Kreuzlingen:</strong> Auch in der Konstanzer Nachbarstadt ist zu Halloween etwas geboten. Die Brauerei Xlinger in der Kreuzlinger Hafenstraße 15a wird unter dem Motto „Bier, Bar &amp; Musik“ am Freitag zur Geisterbar. Passend dazu gibt es Kürbisbier und hausgemachte Kürbissuppe. Ab 17 Uhr geht es los. Wer sich besonders gruselig verkleidet und die Mitarbeiter mit seinem Kostüm überzeugt, bekommt die Suppe sogar gratis.</li> <li><strong>Grusel-Party auf der Insel Reichenau:</strong> Auch auf der Reichenau kommen Spuk-Begeisterte auf ihre Kosten. Die Brauerei Inselbier, Am Vögelisberg 7, veranstaltet am Freitag ab 18 Uhr eine „Grusel-Party“, inklusive Live-DJ, Verpflegung und Happy Hour von 20 bis 21 Uhr. Außerdem gibt es einen Kostümwettbewerb, bei dem die drei kreativsten Verkleidungen ausgezeichnet werden.</li> <li><strong>Halloween-Rocknacht in Allensbach:</strong> Eine Nacht, zwei Bands! Die Band Sweetspot kommt am 31. Oktober in Konrad‘s Bar, Zum Riesenberg 15, und bietet Funk, Soul, Rock und Pop. Die Band Inside spielt Klassiker von Whitesnake, Deep Purple oder Uriah Heep – immer nah am Original und doch mit Inside-Sound. Los geht es um 20 Uhr; der Eintritt kostet 10 Euro.</li> </ul> </div> <p></p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 16:24:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Er war einer der Wegbereiter der Mülltrennung: Hohe Ehrung für Georg Geiger  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/er-war-einer-der-wegbereiter-der-muelltrennung-hohe-ehrung-fuer-georg-geiger;art372432,12508042 ]]></link>      <description><![CDATA[  Dass wir heute Altglas, Biomüll und Co. getrennt sammeln und entsorgen, hat seinen Ursprung auch in Konstanz. Ganz vorne mit dabei war Georg Geiger. Wie hat dieser ungewöhnliche Umweltaktivist das geschafft?  ]]></description>
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          Dass wir heute Altglas, Biomüll und Co. getrennt sammeln und entsorgen, hat seinen Ursprung auch in Konstanz. Ganz vorne mit dabei war Georg Geiger. Wie hat dieser ungewöhnliche Umweltaktivist das geschafft?<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/er-war-einer-der-wegbereiter-der-muelltrennung-hohe-ehrung-fuer-georg-geiger;art372432,12508042]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Dass wir heute Altglas, Biomüll und Co. getrennt sammeln und entsorgen, hat seinen Ursprung auch in Konstanz. Ganz vorne mit dabei war Georg Geiger. Wie hat dieser ungewöhnliche Umweltaktivist das geschafft?



        <p>Braunglas zu Braunglas, Weißglas zu Weißglas, Grünglas zu Grünglas. Das Normalste auf der Welt, oder? Und vor dem Befüllen der Waschmaschine ein schneller Blick auf die Waschmittelpackung und nur so viel nehmen, wie es bei dieser Verschmutzung und der örtlichen Wasserhärte erforderlich ist. Auch ganz normal, oder? Jeden Tag handeln unzählige Menschen so im Sinne der Umwelt. Was aber wohl niemand von ihnen weiß: Dass wir Altglas getrennt sammeln und Waschmittel sparsam dosieren, ist maßgeblich einem Umweltschützer aus Konstanz zu verdanken.</p> <h2>Vom Umweltschutz ist Ende der 60er kaum die Rede</h2> <p>Rückblende in die späten 1960er-Jahre. Mit dem Ende der Nachkriegs-Sparsamkeit werden auch die Mülltonnen immer voller. Da finden sich alte Zeitungen, leere Weinflaschen, normaler Hausmüll, verdorbene Speisen, leere Batterien in einer unguten Mischung. Von Mülltrennung spricht noch keiner. Und in den Waschküchen der Republik schütten die Hausfrauen (vielleicht auch schon ein paar Männer) das Pulver massenweise in die Waschmaschinen. Dass sie damit ein übermäßiges Algenwachstum in Flüssen und Seen auslösen und dazu beitragen, <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/vor-65-jahren-wie-der-bodensee-fast-ins-wanken-geriet-16-05-25;art410936,12383025" target="_blank" title="Vor 65 Jahren: Als der Bodensee umzukippen droht">dass der Bodensee zu stinken beginnt</a>, das wissen sie oft gar nicht.</p> <p>Das ist die Zeit, in der ein junger Umweltaktivist aus Konstanz die Szene betritt. Es ist Georg Geiger, der in den frühen 70er-Jahren Chemie, Biologie und Physik studiert. Mit genau neun Gleichgesinnten gründet er den Arbeitskreis für Umweltschutz an der Universität Konstanz (AKU). Die Idee: Mit einfachen Maßnahmen die Menschen dafür gewinnen, sich umweltfreundlicher zu verhalten. Und nicht nur sie, sondern auch die Verwaltungen und Unternehmen.</p> <h2>So kommt es zur Geburtsstunde des Glasrecyclings</h2> <p>Wenn er heute darüber berichtet, was ein paar Ehrenamtliche aus Konstanz losgetreten haben, wundern sich selbst Menschen, die Georg Geiger gut zu kennen glauben. Es ist eine Graswurzelbewegung, in der er sich engagiert. Ganz klein, von unten, ohne Vereinsstatuten und Budget, dafür gut vernetzt und hoch motiviert. So stehen 1972 auf dem Konstanzer Stephansplatz anlässlich eines Flohmarkts erstmals Glastonnen, in denen die Bürgerinnen und Bürger ihr Leergut entsorgen können. 5,5 Tonnen, erinnert sich Geiger über 50 Jahre später, kommen in nur acht Stunden zusammen.</p> <p>Bei einer ähnlichen Aktion <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Eingemeindung-unter-Zwang-Wie-sich-die-Dettinger-1975-gegen-den-Zusammenschluss-mit-Konstanz-wehrten;art372448,10278395" target="_blank" title="Eingemeindung unter Zwang: Wie sich die Dettinger 1975 gegen den Zusammenschluss mit Konstanz wehrten">im damals noch selbstständigen Dettingen</a> ist es kurz darauf die dreifache Menge. Die frühen Umweltschützer vom Bodensee bringen das Altglas nach Bad Wurzach, wo es in der Glasfabrik dankend angenommen wird: Altglas zu schmelzen, ist billiger und viel energiesparender als frisches Glas herzustellen. Es ist die Geburtsstunde des Glasrecyclings.</p> <h2>Per Brief und Telefon 750 Wasserwerke kontaktiert</h2> <p>Doch Georg Geiger hat das Leben der Menschen nicht nur bei der Müllentsorgung nachhaltig verändert. Als Chemiker und Biologe weiß er, dass Phosphat im Abwasser ein Problem ist und wie ein ungewollter Dünger funktioniert. Eine wesentliche Quelle ist das Waschmittel, das oft maßlos überdosiert wird.</p> <p>In heute unvorstellbarer Kleinarbeit klappern Geiger und seine Mitstreiter per Brief und Telefon 750 Wasserwerke in Deutschland ab, recherchieren die chemischen Eigenschaften des Leitungswassers, stellen die erste Wasserhärtekarte für das Bundesgebiet überhaupt auf. Damit niemand mehr Waschmittel verwendet, als tatsächlich nötig ist.</p> <p>Doch dabei bleibt es nicht. Die Chemiekonzerne wehren sich, denn ein lukrativer Markt kommt in Gefahr. Da schaltet Georg Geiger, der unbeugsame Umweltschützer vom Bodensee, von Graswurzel um auf die große politische Bühne. Er vernetzt sich in Bonn und trägt dazu bei, dass Gesetzgebungsverfahren ins Laufen kommen. So wird der Phosphatanteil im Waschmittel zunächst von 70 auf 20 Prozent begrenzt. Und die Hersteller werden verpflichtet, auf ihren Verpackungen Dosierungshinweise abzudrucken.</p> <h2>Veränderungen gelingen mit den Menschen, nicht gegen sie</h2> <p>Wie konnte das gelingen? Als Georg Geiger jüngst für seinen jahrzehntelangen Einsatz gewürdigt wurde, fallen die Begriffe Vertrauen, Diskretion, Zuverlässigkeit, Zielstrebigkeit und Geduld. Er selbst bleibt bescheiden und betont, ihm sei es immer wichtig gewesen, Menschen von Veränderungen dadurch zu überzeugen, dass sie einen Vorteil darin erkennen.</p> <p>Dazu, so heben es die Redebeiträge bei der Verleihung der Reinhold-Maier-Medaille hervor, war und ist es ihm wichtig, mit allen Akteuren im Gespräch zu bleiben – auch und gerade mit denen, die anderer Meinung sind. Und nie damit aufzuhören, Kompromisse zu suchen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Was ist das für eine Auszeichnung, die Georg Geiger erhalten hat?</span><span>Mit der Reinhold-Maier-Nadel zeichnet die nach dem ersten baden-württembergischen Ministerpräsidenten benannte Reinhold-Maier-Stiftung nach eigenen Angaben Personen aus, „die sich als Liberale insbesondere auf kommunaler Ebene engagiert haben“ und sich im Sinne Reinhold Maiers Verdienste um die Graswurzeldemokratie, also die Arbeit direkt an der Basis, erworben haben. Das trifft auf Georg Geiger in besonderen Maß zu, würdigten die frühere FDP-Bundestagsfraktionschefin Birgit Homburger, die frühere Bundestagsabgeordnete und heutige Kreisrätin Ann-Veruschka Jurisch, der Vizepräsident des Badischen Sportbundes Wolf-Dieter Karle, Landrat Zeno Danner und Geigers frühere Kreistagskollegin und heutige Stuttgarter Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer. So hat Geiger ab 1980 das Sport- und Bäderamt der Stadt Konstanz geleitet und war Geschäftsführer der Bädergesellschaft Konstanz. Außerdem ist er Mitbegründer der HSG Konstanz und leitet das Kuratorium der Werner-Schupp-Stiftung. Politisch ist er seit Studienzeiten aktiv, trat 1969 in Berlin der FDP bei und wechselte später zum Ortsverband Konstanz. Er war stellvertretender Ortsvorsitzender und gehörte über 20 Jahre dem Kreistag an.</span></label></div> <p>Dass Georg Geiger für sein Umwelt-Engagement schon früh in der FDP eine politische Heimat fand, mag manche erstaunen, aber für ihn selbst ist es nur schlüssig. Eigenverantwortung ist bis heute ein zentraler Wert im Handeln des inzwischen 76-Jährigen. In all seinen Tätigkeiten kam ihm dabei vor allem zugute, dass er immer an der Sache orientiert war – ideologische Grabenkämpfe sind ihm bis heute ein Gräuel, Menschen mit mehr Meinung als Ahnung blieben ihm suspekt.</p> <p>Die Arbeit an der Basis, so Geiger, macht ihm bis heute Spaß, und am Begriff der Graswurzelbewegung hat er Gefallen gefunden. Pflanzen, erklärt er, kommunizieren über ihre Wurzeln und helfen sich gewissermaßen durch diesen Austausch von Stoffen und Energie. „Miteinander vernetzt sein, um miteinander zu kommunizieren“, das gelte in der Pflanzen- wie in der Menschengesellschaft gleichermaßen.</p> <p>Deshalb hat dieser ungewöhnliche Umweltaktivist dann auch die Ehrennadel der FDP-nahen Reinhold-Maier-Stiftung angenommen. Deren Namenspatron setzte sich stets für demokratisches Engagement von unten ein. Er wird vielfach gewürdigt am Abend der Verleihung – doch Georg Geiger räumt alles Pathos ab, spricht über Altglas und Waschmittel und schließt mit einem Satz, der so typisch ist für diesen ungewöhnlichen Mann: „Entscheidend ist nicht die Symbolpolitik, sondern wirksames Handeln.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Er war einer der Wegbereiter der Mülltrennung: Hohe Ehrung für Georg Geiger]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 16:24:16 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Er war einer der Wegbereiter der Mülltrennung: Hohe Ehrung für Georg Geiger  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/er-war-einer-der-wegbereiter-der-muelltrennung-hohe-ehrung-fuer-georg-geiger;art372432,12508042 ]]></link>      <description><![CDATA[  Dass wir heute Altglas, Biomüll und Co. getrennt sammeln und entsorgen, hat seinen Ursprung auch in Konstanz. Ganz vorne mit dabei war Georg Geiger. Wie hat dieser ungewöhnliche Umweltaktivist das geschafft?  ]]></description>
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          Dass wir heute Altglas, Biomüll und Co. getrennt sammeln und entsorgen, hat seinen Ursprung auch in Konstanz. Ganz vorne mit dabei war Georg Geiger. Wie hat dieser ungewöhnliche Umweltaktivist das geschafft?<br>
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        Dass wir heute Altglas, Biomüll und Co. getrennt sammeln und entsorgen, hat seinen Ursprung auch in Konstanz. Ganz vorne mit dabei war Georg Geiger. Wie hat dieser ungewöhnliche Umweltaktivist das geschafft?



        <p>Braunglas zu Braunglas, Weißglas zu Weißglas, Grünglas zu Grünglas. Das Normalste auf der Welt, oder? Und vor dem Befüllen der Waschmaschine ein schneller Blick auf die Waschmittelpackung und nur so viel nehmen, wie es bei dieser Verschmutzung und der örtlichen Wasserhärte erforderlich ist. Auch ganz normal, oder? Jeden Tag handeln unzählige Menschen so im Sinne der Umwelt. Was aber wohl niemand von ihnen weiß: Dass wir Altglas getrennt sammeln und Waschmittel sparsam dosieren, ist maßgeblich einem Umweltschützer aus Konstanz zu verdanken.</p> <h2>Vom Umweltschutz ist Ende der 60er kaum die Rede</h2> <p>Rückblende in die späten 1960er-Jahre. Mit dem Ende der Nachkriegs-Sparsamkeit werden auch die Mülltonnen immer voller. Da finden sich alte Zeitungen, leere Weinflaschen, normaler Hausmüll, verdorbene Speisen, leere Batterien in einer unguten Mischung. Von Mülltrennung spricht noch keiner. Und in den Waschküchen der Republik schütten die Hausfrauen (vielleicht auch schon ein paar Männer) das Pulver massenweise in die Waschmaschinen. Dass sie damit ein übermäßiges Algenwachstum in Flüssen und Seen auslösen und dazu beitragen, <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/vor-65-jahren-wie-der-bodensee-fast-ins-wanken-geriet-16-05-25;art410936,12383025" target="_blank" title="Vor 65 Jahren: Als der Bodensee umzukippen droht">dass der Bodensee zu stinken beginnt</a>, das wissen sie oft gar nicht.</p> <p>Das ist die Zeit, in der ein junger Umweltaktivist aus Konstanz die Szene betritt. Es ist Georg Geiger, der in den frühen 70er-Jahren Chemie, Biologie und Physik studiert. Mit genau neun Gleichgesinnten gründet er den Arbeitskreis für Umweltschutz an der Universität Konstanz (AKU). Die Idee: Mit einfachen Maßnahmen die Menschen dafür gewinnen, sich umweltfreundlicher zu verhalten. Und nicht nur sie, sondern auch die Verwaltungen und Unternehmen.</p> <h2>So kommt es zur Geburtsstunde des Glasrecyclings</h2> <p>Wenn er heute darüber berichtet, was ein paar Ehrenamtliche aus Konstanz losgetreten haben, wundern sich selbst Menschen, die Georg Geiger gut zu kennen glauben. Es ist eine Graswurzelbewegung, in der er sich engagiert. Ganz klein, von unten, ohne Vereinsstatuten und Budget, dafür gut vernetzt und hoch motiviert. So stehen 1972 auf dem Konstanzer Stephansplatz anlässlich eines Flohmarkts erstmals Glastonnen, in denen die Bürgerinnen und Bürger ihr Leergut entsorgen können. 5,5 Tonnen, erinnert sich Geiger über 50 Jahre später, kommen in nur acht Stunden zusammen.</p> <p>Bei einer ähnlichen Aktion <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Eingemeindung-unter-Zwang-Wie-sich-die-Dettinger-1975-gegen-den-Zusammenschluss-mit-Konstanz-wehrten;art372448,10278395" target="_blank" title="Eingemeindung unter Zwang: Wie sich die Dettinger 1975 gegen den Zusammenschluss mit Konstanz wehrten">im damals noch selbstständigen Dettingen</a> ist es kurz darauf die dreifache Menge. Die frühen Umweltschützer vom Bodensee bringen das Altglas nach Bad Wurzach, wo es in der Glasfabrik dankend angenommen wird: Altglas zu schmelzen, ist billiger und viel energiesparender als frisches Glas herzustellen. Es ist die Geburtsstunde des Glasrecyclings.</p> <h2>Per Brief und Telefon 750 Wasserwerke kontaktiert</h2> <p>Doch Georg Geiger hat das Leben der Menschen nicht nur bei der Müllentsorgung nachhaltig verändert. Als Chemiker und Biologe weiß er, dass Phosphat im Abwasser ein Problem ist und wie ein ungewollter Dünger funktioniert. Eine wesentliche Quelle ist das Waschmittel, das oft maßlos überdosiert wird.</p> <p>In heute unvorstellbarer Kleinarbeit klappern Geiger und seine Mitstreiter per Brief und Telefon 750 Wasserwerke in Deutschland ab, recherchieren die chemischen Eigenschaften des Leitungswassers, stellen die erste Wasserhärtekarte für das Bundesgebiet überhaupt auf. Damit niemand mehr Waschmittel verwendet, als tatsächlich nötig ist.</p> <p>Doch dabei bleibt es nicht. Die Chemiekonzerne wehren sich, denn ein lukrativer Markt kommt in Gefahr. Da schaltet Georg Geiger, der unbeugsame Umweltschützer vom Bodensee, von Graswurzel um auf die große politische Bühne. Er vernetzt sich in Bonn und trägt dazu bei, dass Gesetzgebungsverfahren ins Laufen kommen. So wird der Phosphatanteil im Waschmittel zunächst von 70 auf 20 Prozent begrenzt. Und die Hersteller werden verpflichtet, auf ihren Verpackungen Dosierungshinweise abzudrucken.</p> <h2>Veränderungen gelingen mit den Menschen, nicht gegen sie</h2> <p>Wie konnte das gelingen? Als Georg Geiger jüngst für seinen jahrzehntelangen Einsatz gewürdigt wurde, fallen die Begriffe Vertrauen, Diskretion, Zuverlässigkeit, Zielstrebigkeit und Geduld. Er selbst bleibt bescheiden und betont, ihm sei es immer wichtig gewesen, Menschen von Veränderungen dadurch zu überzeugen, dass sie einen Vorteil darin erkennen.</p> <p>Dazu, so heben es die Redebeiträge bei der Verleihung der Reinhold-Maier-Medaille hervor, war und ist es ihm wichtig, mit allen Akteuren im Gespräch zu bleiben – auch und gerade mit denen, die anderer Meinung sind. Und nie damit aufzuhören, Kompromisse zu suchen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Was ist das für eine Auszeichnung, die Georg Geiger erhalten hat?</span><span>Mit der Reinhold-Maier-Nadel zeichnet die nach dem ersten baden-württembergischen Ministerpräsidenten benannte Reinhold-Maier-Stiftung nach eigenen Angaben Personen aus, „die sich als Liberale insbesondere auf kommunaler Ebene engagiert haben“ und sich im Sinne Reinhold Maiers Verdienste um die Graswurzeldemokratie, also die Arbeit direkt an der Basis, erworben haben. Das trifft auf Georg Geiger in besonderen Maß zu, würdigten die frühere FDP-Bundestagsfraktionschefin Birgit Homburger, die frühere Bundestagsabgeordnete und heutige Kreisrätin Ann-Veruschka Jurisch, der Vizepräsident des Badischen Sportbundes Wolf-Dieter Karle, Landrat Zeno Danner und Geigers frühere Kreistagskollegin und heutige Stuttgarter Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer. So hat Geiger ab 1980 das Sport- und Bäderamt der Stadt Konstanz geleitet und war Geschäftsführer der Bädergesellschaft Konstanz. Außerdem ist er Mitbegründer der HSG Konstanz und leitet das Kuratorium der Werner-Schupp-Stiftung. Politisch ist er seit Studienzeiten aktiv, trat 1969 in Berlin der FDP bei und wechselte später zum Ortsverband Konstanz. Er war stellvertretender Ortsvorsitzender und gehörte über 20 Jahre dem Kreistag an.</span></label></div> <p>Dass Georg Geiger für sein Umwelt-Engagement schon früh in der FDP eine politische Heimat fand, mag manche erstaunen, aber für ihn selbst ist es nur schlüssig. Eigenverantwortung ist bis heute ein zentraler Wert im Handeln des inzwischen 76-Jährigen. In all seinen Tätigkeiten kam ihm dabei vor allem zugute, dass er immer an der Sache orientiert war – ideologische Grabenkämpfe sind ihm bis heute ein Gräuel, Menschen mit mehr Meinung als Ahnung blieben ihm suspekt.</p> <p>Die Arbeit an der Basis, so Geiger, macht ihm bis heute Spaß, und am Begriff der Graswurzelbewegung hat er Gefallen gefunden. Pflanzen, erklärt er, kommunizieren über ihre Wurzeln und helfen sich gewissermaßen durch diesen Austausch von Stoffen und Energie. „Miteinander vernetzt sein, um miteinander zu kommunizieren“, das gelte in der Pflanzen- wie in der Menschengesellschaft gleichermaßen.</p> <p>Deshalb hat dieser ungewöhnliche Umweltaktivist dann auch die Ehrennadel der FDP-nahen Reinhold-Maier-Stiftung angenommen. Deren Namenspatron setzte sich stets für demokratisches Engagement von unten ein. Er wird vielfach gewürdigt am Abend der Verleihung – doch Georg Geiger räumt alles Pathos ab, spricht über Altglas und Waschmittel und schließt mit einem Satz, der so typisch ist für diesen ungewöhnlichen Mann: „Entscheidend ist nicht die Symbolpolitik, sondern wirksames Handeln.“</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Allensbach]]></dc:source>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 15:58:21 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[20.000 Euro Schaden nach Unfall: Mercedes fährt ohne zu Bremsen in Kreuzung  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/allensbach/20000-euro-schaden-nach-unfall-mercedes-faehrt-ohne-zu-bremsen-in-kreuzung;art372433,12508013 ]]></link>      <description><![CDATA[  Als er von der B33 bei Allensbach abfährt, bremst der 75-Jährige nicht ab. Im Kreuzungsbereich kollidiert sein Auto mit dem Renault einer 79-Jährigen.  ]]></description>
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          Als er von der B33 bei Allensbach abfährt, bremst der 75-Jährige nicht ab. Im Kreuzungsbereich kollidiert sein Auto mit dem Renault einer 79-Jährigen.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Als er von der B33 bei Allensbach abfährt, bremst der 75-Jährige nicht ab. Im Kreuzungsbereich kollidiert sein Auto mit dem Renault einer 79-Jährigen.



        <p>Sie hat Vorfahrt, doch der Mercedes des 75-jährigen Fahrers prallt mit ihrem Renault zusammen. So ist es am Montagnachmittag, 27. Oktober, auf der B33 passiert. Darüber informiert das Polizeipräsidium Konstanz in einer Pressemitteilung.</p> <p>Laut Polizei war der Fahrer des Mercedes auf der Bundesstraße 33 von Konstanz in Richtung Allensbach unterwegs. „An der Abfahrt Allensbach-Ost fuhr er ohne zu bremsen in den Kreuzungsbereich ein und kollidierte dort mit einem bevorrechtigten Renault einer 79-Jährigen“, heißt es in der Mitteilung.</p> <p>Nach dem Zusammenstoß waren sowohl der Mercedes als auch der Renault nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Am Ende des Unfalls steht ein Blechschaden, dessen Höhe die Polizei mit 20.000 Euro angibt.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Unfall Polizei B33 Verkehrsdelikte Verkehrsunglücke Straßenverkehrsrecht thema-sicherheit-kriminalitaet thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-verkehr-autoverkehr]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Allensbach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[20.000 Euro Schaden nach Unfall: Mercedes fährt ohne zu Bremsen in Kreuzung]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 23:14:49 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Jetzt ist klar: Am Zähringerplatz sind Schüsse gefallen, doch ohne ernste Gefahr  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/schuss-am-zaehringerplatz-konstanz-polizei-entkraeftet-geruechte-doch-noch-sind-fragen-offen;art372448,12507729 ]]></link>      <description><![CDATA[  Erst kursierten Gerüchte, nun steht fest, dass es am Montag, 27. Oktober, gegen 21 Uhr zu einem Polizeieinsatz in Konstanz kam. Offenbar wurde eine Schreckschusspistole abgefeuert. Von wem, ist allerdings unklar.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Erst kursierten Gerüchte, nun steht fest, dass es am Montag, 27. Oktober, gegen 21 Uhr zu einem Polizeieinsatz in Konstanz kam. Offenbar wurde eine Schreckschusspistole abgefeuert. Von wem, ist allerdings unklar.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/schuss-am-zaehringerplatz-konstanz-polizei-entkraeftet-geruechte-doch-noch-sind-fragen-offen;art372448,12507729]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Erst kursierten Gerüchte, nun steht fest, dass es am Montag, 27. Oktober, gegen 21 Uhr zu einem Polizeieinsatz in Konstanz kam. Offenbar wurde eine Schreckschusspistole abgefeuert. Von wem, ist allerdings unklar.



        <p>Im sozialen Netzwerk Facebook kursierte am Montagabend, 27. Oktober, ein Beitrag, der für Aufsehen in Konstanz sorgt: Gegen 21 Uhr soll es in der Nähe des Zähringerplatzes zu einem Schusswaffengebrauch gekommen sein. Und tatsächlich ergibt eine Nachfrage beim Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums in Konstanz, dass es zu einem Polizeieinsatz gekommen ist.</p> <p>Während am Montagabend noch keine Details bekannt waren, bestätigt die Pressestelle am Dienstagmittag: Es gab mutmaßlich eine Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen, in deren Verlauf zwei Schüsse aus einer Schreckschusswaffe abgegeben worden sind.</p> <h2>Das ist bisher bekannt</h2> <p>Beim Eintreffen der Polizei sei keine der beteiligten Personen mehr anwesend gewesen. Auch die Zeugenlage sei eher dünn, so der Polizeisprecher am Abend. Allerdings war rasch klar: „Niemand wurde verletzt. Und es ist nicht zu einem Schusswaffengebrauch von Polizeibeamten gekommen.“</p> <p>Das bestätigt sich am Tag darauf: Es seien lediglich einige Zeugen angetroffen worden, die das Geschehen jedoch nicht hätten aufhellen können, erklärt Sprecherin Katrin Rosenthal. „Im Rahmen der Inaugenscheinnahme des vermeintlichen Tatortes fanden die Beamten schließlich zwei Patronenhülsen einer Schreckschusswaffe auf.“ Doch da weder Geschädigte noch Beschuldigte oder sonst Beteiligte bekannt sind, gebe es keine weiteren Ermittlungsansätze.</p> <p>Eine Gefahr für Bewohner oder Passanten konnte die Polizei schon am Montagabend ausschließen. Das bestätigte ein Eindruck vor Ort: Gegen 22.30 Uhr war am Zähringerplatz wieder Ruhe eingekehrt und nichts von einem Polizeieinsatz zu sehen. Nur wenige Menschen und Busse waren beim Nieselregen unterwegs.</p> <p>Wenige Stunden zuvor war es offenbar schon einmal zu einem Einsatz am Zähringerplatz gekommen, wie Leser dem SÜDKURIER berichten. Auf Nachfrage erklärt die Polizei dazu, dass eine betrunkene Person am Vormittag einen Platzverweis erhalten hat.</p> <h2>Solche Gerüchte könnten zu Panik führen</h2> <p>Deutliche Kritik äußert die Polizei in Richtung des Absenders der Online-Nachricht, der von einem Großeinsatz und möglichem Schusswaffengebrauch geschrieben hat. „Durch Falschbehauptungen in den sozialen Medien entsteht schnell und oft Panik. Die Menschen wissen nicht, was sie mit solchen Nachrichten auslösen“, sagte der Polizeisprecher am Montagabend.</p> <p>Und auch Katrin Rosenthal betont: „Fake-News führen nicht selten zu Verunsicherung, verselbständigen sich schnell und sind dann nicht mehr oder nur noch schwer wieder einzufangen, beziehungsweise kontrollierbar.“ Daher sei es aus Sicht der Polizei zu unterlassen, unbestätigte Schilderungen zu verbreiten.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Jetzt ist klar: Am Zähringerplatz sind Schüsse gefallen, doch ohne ernste Gefahr]]></dc:rights>
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