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    <title>suedkurier.de - Bodenseekreis</title>
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    <language>de-DE</language>
    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 07:45:23 +0100</pubDate>
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      <title>suedkurier.de</title>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 17:57:46 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Eurobike-Messe unter Druck: Wichtige Fahrrad-Verbände kündigen Zusammenarbeit auf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/eurobike-messe-unter-druck-wichtige-fahrrad-verbaende-kuendigen-zusammenarbeit-auf;art372474,12512015 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Gespräche über die Neuausrichtung der von der Messe Friedrichshafen mitorganisierten Eurobike-Messe sind gescheitert. Wie es nun mit dem Branchentreff weitergeht.  ]]></description>
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          Die Gespräche über die Neuausrichtung der von der Messe Friedrichshafen mitorganisierten Eurobike-Messe sind gescheitert. Wie es nun mit dem Branchentreff weitergeht.<br>
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        Die Gespräche über die Neuausrichtung der von der Messe Friedrichshafen mitorganisierten Eurobike-Messe sind gescheitert. Wie es nun mit dem Branchentreff weitergeht.



        <p>In der Fahrradbranche rumort es: Während der Corona-Jahre erlebte die Fahrradbranche einen kometenhaften Aufschwung. Die Händler kamen kaum hinterher, die Bestellungen abzuarbeiten. Auf den Corona-Boom folgte die Absatzkrise: Volle Lager, steigende Produktionskosten und sinkende Margen sorgen für schlechte Stimmung bei Herstellern und Händlern.</p> <h2>Branche ist nervös</h2> <p>Die Nervosität und Unsicherheit spiegelt sich auch bei den Akteuren der Fahrradmesse Eurobike wider. Seit 2022 wird die Eurobike, einst Aushängeschild der Häfler Messemacher, in Frankfurt veranstaltet, gemeinsam organisiert von den Messen Frankfurt und Friedrichshafen. Über die Ausrichtung wird kontrovers diskutiert, offenbar ohne auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen: Die zwei wichtigsten Zweiradverbände, ZIV und der Wirtschaftsverband Zukunft Fahrrad, haben nun ihren Ausstieg aus der Eurobike verkündet.</p> <p>„Das Fernbleiben zentraler Aussteller, deutlich gesunkene Besucherzahlen und Ankündigungen zu strategischen Entwicklungen, die von den Verbänden und ihren Mitgliedern als falsch betrachtet werden, gefährden die Zukunft der Messe“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Verbände. Diese repräsentieren rund 240 Unternehmen. Zentrale Forderungen, <a href="https://www.ziv-zweirad.de/wp-content/uploads/2025/10/Eurobike2026-Anforderungen-ZIV-ZF.pdf" target="" title="" rel="noopener">zusammengefasst in einem ‚10-Punkte-Plan Eurobike 2026‘,</a> sind aus Verbandssicht nicht erfüllt worden.</p> <p>Die Aufkündigung der Zusammenarbeit überrascht die Messemacher. „Der Dialog wurde auf sachlicher und lösungsorientierter Grundlage geführt“, sagt Pressesprecher Frank Gauß auf Anfrage. „In den vergangenen Monaten standen wir in einem engen und konstruktiven Austausch mit Marktplayern und haben aus der gesamten Branche zahlreiche konstruktive Hinweise zur Weiterentwicklung der Eurobike erhalten.“</p> <p>Viele dieser Anregungen seien aufgegriffen worden, so Gauß. „Dazu zählen unter anderem die Anpassung der Messedauer, mehrere Beteiligungsoptionen für Ausstellende sowie eine Neuausrichtung des Kongressprogramms.“ Die Vorbereitungen zur Eurobike 2026 seien im Gange, so Gauß. „Die Planungen laufen, wir sind weiter gesprächsbereit.“ Es gelte auszuloten, was genau die Branche und einzelne Marken brauchen – „aus nationaler und internationaler Sicht, das ist nicht immer das gleiche“.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Eurobike-Messe unter Druck: Wichtige Fahrrad-Verbände kündigen Zusammenarbeit auf]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 17:16:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Herrenloser Rucksack sorgt für Einsatz und Sperrung am Stadtbahnhof  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/herrenloser-rucksack-sorgt-fuer-einsatz-und-sperrung-am-stadtbahnhof;art372474,12511933 ]]></link>      <description><![CDATA[  Vor dem Revier der Bundespolizei lässt jemand am Dienstagnachmittag am Stadtbahnhof in Friedrichshafen seinen Rucksack stehen. Der Besitzer ist zunächst nicht auffindbar. Das hat weitreichende Folgen.  ]]></description>
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          Vor dem Revier der Bundespolizei lässt jemand am Dienstagnachmittag am Stadtbahnhof in Friedrichshafen seinen Rucksack stehen. Der Besitzer ist zunächst nicht auffindbar. Das hat weitreichende Folgen.<br>
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        Vor dem Revier der Bundespolizei lässt jemand am Dienstagnachmittag am Stadtbahnhof in Friedrichshafen seinen Rucksack stehen. Der Besitzer ist zunächst nicht auffindbar. Das hat weitreichende Folgen.



        <p>Ein stehengelassener Rucksack vor dem Revier der Bundespolizei hat am Dienstagnachmittag am Stadtbahnhof in Friedrichshafen zur Räumung und Sperrung des Bahnsteigs 1 geführt. Davon betroffene Züge wurden auf Nachbargleise umgeleitet, berichtet die Bundespolizei.</p> <p>Trotz Durchsagen am Bahnhof und in Zügen, konnte der Besitzer des Rucksacks zunächst nicht gefunden werden, heißt es in dem Einsatzbericht weiter. Das Gepäckstück wurde von Spezialkräften untersucht, als ungefährlich eingestuft und geöffnet. Auch ein Sprengstoffspürhund der Bundespolizei wurde eingesetzt. Im Rucksack fanden die Beamten Hinweise auf den Besitzer. Kurz nach 16 Uhr konnte der gesperrte Bereich wieder freigegeben werden.</p> <p>Die Bundespolizei bittet in diesem Zusammenhang alle Reisenden, ihr mitgeführtes Gepäck nicht unbeaufsichtigt stehenzulassen, sondern dies stets bei sich zu führen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Herrenloser Rucksack sorgt für Einsatz und Sperrung am Stadtbahnhof]]></dc:rights>
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    </item>
    <item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 15:57:39 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ein Jahr nach "Die Höhle der Löwen": Was aus dem Projekt "Zockerhelden" geworden ist  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/ein-jahr-nach-die-hoehle-der-loewen-so-geht-es-den-zockerhelden-heute-05-11-25;art372484,12511843 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Markdorfer Anwalt Marc Ellerbrock und Sportmoderator Werner Hansch helfen mit ihrem Projekt Spielsüchtigen, ihr Geld zurückzubekommen. Was sich nach dem Auftritt im Fernsehen ergeben hat und warum sie weiterkämpfen.  ]]></description>
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          Der Markdorfer Anwalt Marc Ellerbrock und Sportmoderator Werner Hansch helfen mit ihrem Projekt Spielsüchtigen, ihr Geld zurückzubekommen. Was sich nach dem Auftritt im Fernsehen ergeben hat und warum sie weiterkämpfen.<br>
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        Der Markdorfer Anwalt Marc Ellerbrock und Sportmoderator Werner Hansch helfen mit ihrem Projekt Spielsüchtigen, ihr Geld zurückzubekommen. Was sich nach dem Auftritt im Fernsehen ergeben hat und warum sie weiterkämpfen.



        <p>Als der Markdorfer Rechtsanwalt Marc Ellerbrock und der frühere Sportmoderator Werner Hansch vor einem Jahr mit ihrem Projekt „Zockerhelden“ in der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ auftraten, war die Resonanz riesig. Ihr Ziel: Menschen zu helfen, die durch Online-Glücksspiel Geld verloren haben.</p> <p>Heute zieht Ellerbrock eine positive Bilanz. „Das Thema ist sehr erfolgreich verlaufen“, sagt er. Inzwischen vertrete „Zockerhelden“ über 1000 Betroffene in Prozessen gegen Online-Casinos und Sportwetten-Anbieter. Die Erfolgsquote liege bei rund 95 Prozent – in den meisten Fällen fließt tatsächlich Geld zurück. Im Schnitt geht es laut Ellerbrock um Schadensbeträge von 25.000 Euro.</p> <h2>Hohe Nachfrage nach der TV-Ausstrahlung</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/mit-werner-hansch-bei-hoehle-der-loewen-markdorfer-beruehrt-investoren;art372484,12167987" target="_blank" title="Investoren tief berührt: Markdorfer gemeinsam mit Werner Hansch bei „Die Höhle der Löwen“">Der Auftritt bei ‚Die Höhle der Löwen‘ habe dem Projekt einen deutlichen Schub gegeben</a>, erzählt Marc Ellerbrock. Nach der Ausstrahlung seien die Anfragen „durch die Decke gegangen“. Inzwischen habe sich die Zahl auf etwa 50 bis 100 neue Betroffene pro Monat eingependelt.</p> <p>„Zockerhelden“ ist mittlerweile auch international aktiv. Erste Klagen sollen in Rumänien eingereicht werden, in Kooperation mit lokalen Anwälten. „Wir sind keine Experten im rumänischen Rechtssystem, aber wir arbeiten mit Partnern vor Ort zusammen“, sagt Ellerbrock. Weitere Länder sollen folgen.</p> <h2>Wie ging es mit Carsten Maschmeyer weiter?</h2> <p>Aus der Show sind Marc Ellerbrock und Werner Hansch mit einem Deal herausgegangen: Gemeinsam mit der Rechtsanwältin Dagmar Wöhrl sagte Carsten Maschmeyer zu, die gewünschten 125.000 Euro in die „Zockerhelden“ zu investieren. Allerdings haben beide Parteien die Vereinbarung getroffen, eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) abzuwarten. Diese soll im ersten Quartal 2026 fallen.</p> <p>Denn die rechtliche Grundlage ist komplex. Ellerbrock versucht, es herunterzubrechen. „Das ganze Thema ist in Deutschland durch den Glücksspielstaatsvertrag geregelt.“ Mittlerweile gilt der neue Vertrag von 2021. Viele Verfahren betreffen die Zeit vor dem neuen Glücksspielstaatsvertrag. Damals waren Online-Casinos und Pokerspiele komplett verboten und Sportwetten nur eingeschränkt erlaubt.</p> <h2>Beschluss des EuGH ist entscheidend</h2> <p>Anbieter wie Tipico oder Lottoland hätten trotzdem geworben und gespielt – ohne gültige Lizenz. „Diese Verträge sind nach unserer Auffassung nichtig, und die Spieler haben Anspruch auf Erstattung“, erklärt Marc Ellerbrock.</p> <p>Die Anbieter jedoch beharren auf dem Beschluss eines Verwaltungsgerichtes, nachdem das Vergabesystem der Lizenzen damals nicht mit den europarechtlichen Grundsätzen vereinbar war. Sie schieben die Schuld auf den Gesetzgeber und wollen daher nicht zahlen.</p> <p>Dazu kommt auch, dass viele Anbieter noch weitere Regelungen des damaligen Glücksspielstaatsvertrags missachten haben, die vor allem dem Spielerschutz dienten. Das könnte ein entscheidender Punkt in der Verhandlung am EuGH werden. Ellerbrock zeigt sich optimistisch: „Wir gehen davon aus, dass der EuGH unsere Rechtsauffassung bestätigt.“</p> <h2>Bis zu sechsstelligen Beträgen in wenigen Monaten</h2> <p>Doch auch nach Einführung des neuen Glücksspielstaatsvertrags sieht der Markdorfer Rechtsanwalt weiter großen Handlungsbedarf. Zwar seien inzwischen Lizenzen vergeben worden, doch viele Anbieter hielten sich nicht an Auflagen.</p> <p>Mittlerweile muss bei Einzahlungen, die das gesetzliche Limit von 1000 Euro im Monat überschreiten, eine Bonitätsprüfung stattfinden. Doch auch das missachten viele Anbieter. „Wir haben Mandanten, die innerhalb weniger Monate sechsstellige Beträge verloren haben“, sagt er.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Hilfe bei Glücksspielsucht</span><span>Für Menschen mit glücksspielsuchtbezogenen Problemen gibt es auf den Internetseiten <a href="https://www.bundesweit-gegen-gluecksspielsucht.de/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.bundesweit-gegen-gluecksspielsucht.de</a> und <a href="https://gluecksspielhilfe.de/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.gluecksspielhilfe.de</a> ein Beratungs- und Unterstützungsangebot. Auch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit informiert unter <a href="https://www.check-dein-spiel.de/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.check-dein-spiel.de</a> über Prävention und Hilfsmöglichkeiten. Regionale Anlaufstellen lassen sich zudem über das <a href="https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis" target="_blank" title="" rel="noopener">Suchthilfeverzeichnis der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen</a> finden.</span></label></div> <h2>Geschäftsmodell: „Nicht die Wette, sondern die Sucht“</h2> <p>Von der Entscheidung am EuGH hängt nicht nur die Zusammenarbeit mit Carsten Maschmeyer ab, sondern auch viele Einzelschicksale. Besorgt zeigt sich Marc Ellerbrock über die Entwicklung der Branche: Die Umsätze der Wettanbieter steigen stetig, während Werbung gezielt junge Männer anspricht. „Wir sind dabei mit anzuschauen, wie die Sportwetten-Anbieter eine neue Generation von Süchtigen heranzüchtet“, sagt er.</p> <p>Denn das eigentliche Geschäftsmodell sei „nicht die Wette, sondern die Sucht“. Bei diesem Thema ist Mitinitiator Werner Hansch auch weiterhin eng eingebunden. Beide stehen regelmäßig in Kontakt. Hansch hält Vorträge in ganz Deutschland und auch am Bodensee, um über die Gefahren von Glücksspielsucht aufzuklären. „Er ist nach wie vor sehr engagiert“, sagt Ellerbrock.</p> <h2>Gemischte Gefühle für die Zukunft</h2> <p>„Wir können nur Einzelschicksale abfedern“, sagt Marc Ellerbrock. „Um das Problem wirklich zu lösen, braucht es staatliche Maßnahmen und vor allem staatlichen Willen.“ Er fordert strengere Kontrollen und mehr Verantwortung seitens der Aufsichtsbehörden wie die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL). „Die Anbieter haben gezeigt, dass sie nicht gewillt sind, sich an Spieler schützende Vorschriften zu halten“, sagt er, „und es wird nichts dagegen unternommen.“</p> <p>Trotzdem bleibt der Markdorfer Jurist irgendwo optimistisch: „Wir haben vieles von dem erreicht, was wir damals angekündigt haben“, sagt er. Mit Blick auf die anstehende EuGH-Entscheidung fügt er hinzu: „Wir sind gespannt, aber auch sehr hoffnungsvoll.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Ein Jahr nach "Die Höhle der Löwen": Was aus dem Projekt "Zockerhelden" geworden ist]]></dc:rights>
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    <item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 15:13:40 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Entscheiden die falschen Zahlen, wo die Mietpreisbremse gilt?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/wohnen-in-der-bodenseeregion-entscheiden-die-falschen-zahlen-wo-die-mietpreisbremse-gilt;art410936,12511825 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Mietmarkt ist im Bodenseekreis traditionell überlastet. Ab 2026 greift die Mietpreisbremse auch in Gemeinden aus der zweiten Reihe. Dort stellt sich die Frage, ob die Kriterien überhaupt richtig errechnet wurden.  ]]></description>
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          Der Mietmarkt ist im Bodenseekreis traditionell überlastet. Ab 2026 greift die Mietpreisbremse auch in Gemeinden aus der zweiten Reihe. Dort stellt sich die Frage, ob die Kriterien überhaupt richtig errechnet wurden.<br>
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        Der Mietmarkt ist im Bodenseekreis traditionell überlastet. Ab 2026 greift die Mietpreisbremse auch in Gemeinden aus der zweiten Reihe. Dort stellt sich die Frage, ob die Kriterien überhaupt richtig errechnet wurden.



        <p>Die zweite Reihe rückt in den Vordergrund. Die neue Gebietskulisse, also der Geltungsbereich der Mietpreisbremse, umfasst im Bodenseekreis mit Frickingen, Heiligenberg, Deggenhausertal und Meckenbeuren vier neue Gemeinden. Doch ebenso verwundert, dass Überlingen nun herausfällt, sind die Neuzugänge darüber, die Kriterien zu erfüllen. Doch die entscheidenden Zahlen sorgen für Kritik.</p> <h2>Bruchteile entscheiden</h2> <p>Die vier neuen Kommunen erfüllen mindestens vier von fünf Kriterien des Gutachtens, das über den Geltungsbereich der Mietpreisbremse entscheidet. Im Gespräch mit Denis Lehmann, Bürgermeister von Heiligenberg, Jürgen Stukle, Bürgermeister von Frickingen, und Fabian Meschenmoser, Bürgermeister der Gemeinde Deggenhausertal, wird schnell klar, die Datengrundlage hat ihre Schwächen.</p> <p>In Heiligenberg stehen laut Gutachten, das auf die Daten des Marktforschungsinstituts GfK zurückgreift, 1311 Haushalte. Die Gemeinde selbst zählt über das Melderegister jedoch lediglich 950 Haushalte. In Deggenhausertal verzeichnet das Marktforschungsinstitut 1959 Haushalte. Nach Auskunft von Bürgermeister Meschenmoser sind es jedoch 1785.</p> <h2>Generalkritik vom Mieterbund</h2> <p>Im Gutachten selbst heißt es dazu, man rechne mit diesen Zahlen, „da keine Haushaltszahlen vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg mehr bereitgestellt oder berechnet werden. Die Haushaltszahlen der GfK basieren auf der Mikrozensuserhebung“.</p> <p>Laut Statistischem Bundesamt wird dabei rund ein Prozent der Bevölkerung stellvertretend zu seinen Lebensbedingungen befragt. Das führt nun offenbar zu Verzerrungen. In Anbetracht dieser Ausgangslage kommentiert Heiligenbergs Bürgermeister Denis Lehmann: „Es ist die Frage, ob es dann repräsentativ ist.“</p> <p>Sowohl in Heiligenberg als auch Deggenhausertal ist die Diskrepanz keine unerhebliche Größe. Winfried Kropp, Vorsitzender des Deutschen Mieterbunds Bodensee, argumentiert: „Nimmt man die Haushaltsdaten der Gemeinde, so ergäbe sich für Heiligenberg ein Angebotsüberhang an Wohnraum. Damit würde Heiligenberg nur noch drei von fünf Kriterien erfüllen und nach der gewählten Methoden nicht mehr in der Gebietskulisse.“ Dasselbe in Deggenhausertal.</p> <p>Mieterschützer Kropp holt daher zur Generalkritik aus: „Die Beispiele aus den Kreisen Konstanz und dem Bodenseekreis haben die Methode der Gutachter zur Bestimmung der Gebietskulisse falsifiziert.“ In Konstanz seien beispielsweise 6000 Haushalte zu wenig errechnet worden.</p> <p>Er kommt daher zu dem Schluss: „Wenn also eine Messmethode dazu führt, dass Gemeinden ohne nennenswerten Mietwohnungsmarkt mit mietrechtlichen Instrumenten geschützt werden sollen, während Städte mit nachweislichen Problemen in diesem Bereich nicht mehr geschützt werden, zeigt ebenfalls die Problematik des Gutachtens auf.“</p> <h2>Verwendete Zahlen verzerren</h2> <p>Neben der Genauigkeit der Zahlen trifft auch das Alter auf Kritik. Beispielsweise bei der Wohnungsbestandsentwicklung gilt der Stand von 2022. Demnach ist die Gemeinde Deggenhausertal etwa lediglich 0,1 Punkte davon entfernt, den entscheidenden Durchschnittswert von Eins zu erreichen, also eine Wohnung je Nachfrage bieten zu können. Allerdings seien etwa 30 Wohnungen im Gutachten nicht berücksichtigt, die seit dem Erhebungszeitraum entstanden sind, gibt Bürgermeister Meschenmoser an. Wären die eingerechnet, würde der Indikator nicht greifen und Deggenhausertal nicht Teil der Gebietskulisse.</p> <p>In Frickingen entscheidet hier das sprichwörtliche Zünglein an der Waage in die andere Richtung: Bei der Versorgung der Neubürger liegt die Gemeinde bei 1,01 und damit 0,1 Punkte über dem Schwellenwert. Das Gleiche bei der durchschnittlichen Bruttowarmmiete. Die pendelt sich im Mittel bei 20,8 Prozent ein, Frickingen liegt bei 20,9 Prozent.</p> <h2>Wie steht es um Wohnraum im Bodensee-Hinterland?</h2> <p>Dass die zweite Reihe nun überhaupt die Kriterien eines angespannten Wohnungsmarkts erfüllt, kommentiert Frickingens Bürgermeister Jürgen Stukle so: „Aufgrund unserer hohen Qualität in der Nahversorgung, der familienfreundlichen Strukturen sowie der Attraktivität der Region haben auch wir in Frickingen einen besonderen Druck auf den Wohnungsmarkt, auch im Bereich der Mietwohnungen.“</p> <p>Auch in seiner Gemeinde seien die Mietpreise gestiegen. Zudem lägen zwar Genehmigungen für den Bau weiterer Wohnungen vor, die allerdings aufgrund der gestiegenen Baukosten, der Auflagen und der Zinsentwicklung bisher noch nicht oder nicht immer alle umgesetzt wurden, so der Bürgermeister. Zudem setze das Seniorenzentrum Frickingen derzeit 31 weitere seniorengerechte Wohnungen um. Davon verspricht sich Stukle weitere Entlastung.</p> <p>Trotz aller Kritik ist auch für Winfried Kropp nachvollziehbar, dass die Mietpreisbremse nun auch in der zweiten Reihe greift: „Wenn die Zentren den Wohnraum nicht mehr haben, kann man ja nicht anders, als ins Hinterland ausweichen.“ Ein weiterer Aspekt sei die Möglichkeit, von Zuhause zu arbeiten und nicht täglich ins Büro zu fahren. Dann akzeptieren Menschen längere Anfahrtswege und könnten zudem von den günstigeren Preisen auf dem Land profitieren.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Lösung Leerstand?</span><span>Seeferne Gemeinden im Bodenseekreis haben laut Winfried Kropp keine relevanten Mietwohnungsmärkte, sondern seien laut Kropp durch Wohnungseigentum geprägt, ergänzt er. Ein zwingenderes Mittel, um den Wohnraum auf dem Land zu verbessern, sieht Heiligenbergs Bürgermeister daher Denis Lehmann im Leerstand. Gerade Zweifamilienhäuser oder Scheunen können in Wohneinheiten umgenutzt werden, sagt er. Kropp erläutert dazu: „In kleinen Gemeinden ist der Wohnungsleerstand wesentlich größer als in den Städten. Dies liege zu einem nicht unerheblichen Anteil an den Zweifamilienhäusern. Seien diese abgezahlt, wollen viele Eigentümer nicht mehr vermieten, weil sie das Geld nicht mehr benötigen oder den notwendigen Aufwand der Bewirtschaftung, beispielsweise aus Altersgründen, scheuen. Leerstand und ehemals landwirtschaftlich genutzte Gebäude seien daher wesentliche Potenziale für verbesserte Wohnungsangebote im ländlichen Raum.</span></label></div> <h2>Auswirkungen fragwürdig</h2> <p>Die generelle Wirksamkeit der Mietpreisbremse in seiner Gemeinde steht für Fabian Meschenmoser zur Debatte: „Eine Stabilisierung der Mieten wird dadurch zwar erreicht, aber es könnten auch geplante Renovierungs- oder Sanierungsmaßnahmen geschoben werden. Somit können die positiven und negativen Auswirkungen der Mietpreisbremse noch nicht bewertet werden“, sagt er. Aus der Bürgerschaft seien diesbezüglich noch keine Anfragen gestellt worden.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Immobilienpreise Wohnungsbaupolitik Strukturpolitik thema-leben-wohnen thema-leben-grundversorgung]]></dc:relation>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 11:43:17 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Sana Kliniken AG verlässt vorzeitig den Steuerstand beim Medizin Campus Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/sana-kliniken-ag-verlaesst-vorzeitig-steuerstand-beim-medizin-campus-bodensee;art410936,12511735 ]]></link>      <description><![CDATA[  Obwohl der private Klinikkonzern vier Jahre lang den MCB managen sollte, ist nach zwei Jahren Schluss. Mit der neuen Führungsmannschaft liegt das Kommando nach dem Willen des Aufsichtsrats wieder bei eigenen Leuten.  ]]></description>
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          Obwohl der private Klinikkonzern vier Jahre lang den MCB managen sollte, ist nach zwei Jahren Schluss. Mit der neuen Führungsmannschaft liegt das Kommando nach dem Willen des Aufsichtsrats wieder bei eigenen Leuten.<br>
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        Obwohl der private Klinikkonzern vier Jahre lang den MCB managen sollte, ist nach zwei Jahren Schluss. Mit der neuen Führungsmannschaft liegt das Kommando nach dem Willen des Aufsichtsrats wieder bei eigenen Leuten.



        <p>Mitte August richtete der Aufsichtsrat des Medizin Campus Bodensee (MCB) den Kurs neu aus und stellte dafür eine neue Führungsmannschaft ein. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/weitere-personalentscheidung-jan-ove-faust-wird-neuer-geschaeftsfuehrer-des-klinikums;art372474,12464061" title="Weitere Personalentscheidung: Jan-Ove Faust wird neuer Geschäftsführer des Klinikums">Jan-Ove Faust trat als Geschäftsführer die Nachfolge von Anthea Mayer an.</a> Die junge Managerin war beim Klinikverbund als Chefin aller MCB-Gesellschaften tätig, blieb aber bei der Sana Kliniken GmbH unter Vertrag. Die Stadt Friedrichshafen hatte Sana als externen Dienstleister 2023 mit dem Management des MCB betraut – für mindestens vier Jahre. Der Vertrag läuft eigentlich bis Oktober 2027, mit Option auf Verlängerung.</p> <h2>Wechsel an der Spitze</h2> <p>Doch der Aufsichtsrat hat längst wieder das Steuer übernommen. Bereits zwei Wochen vor der Verpflichtung von Jan-Ove Faust wurde der neue Kaufmännische Direktor Stefan Füßinger und mit Anne Matros erstmals eine Direktorin in die Klinikleitung berufen. Auch diese Personalie ist bemerkenswert: Matros bleibt weiterhin bei ihrem bisherigen Arbeitgeber, der Consus Health GmbH, unter Vertrag.</p> <p>Genau dieses Beratungsunternehmen hatte im Frühjahr den Auftrag erhalten zu prüfen, wie die medizinischen Leistungen des MCB und der Oberschwabenkliniken (OSK) künftig aufeinander abgestimmt werden könnten.<a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/krankenhausreform-machen-friedrichshafen-und-ravensburg-bald-gemeinsame-sache;art410936,12350219" title="Krankenhausreform: Machen Friedrichshafen und Ravensburg bald gemeinsame Sache?"> Der Auftrag kam von beiden Klinikträgern, Stadt Friedrichshafen und Landkreis Ravensburg.</a> Man plant eine gemeinsame Zukunft, falls die Planinsolvenz kein anderes Ergebnis erbringt.</p> <h2>Sanierung blieb hinter Erwartungen zurück</h2> <p>Sana hingegen sollte ein 2023 vom Aufsichtsrat genehmigtes Sanierungskonzept für den MCB mit seinen beiden Krankenhäusern in Friedrichshafen und Tettnang umsetzen – vor allem, um Kosten zu senken. Konkrete Inhalte wurden aber nie öffentlich gemacht, und der Erfolg blieb aus. Mitte 2025 hieß es in einer Ratsvorlage, die Wirtschaftlichkeit des Klinikverbundes habe sich „nicht nennenswert verbessert“.</p> <h2>Vertragsauflösung im Einvernehmen</h2> <p>Im Gegenteil: <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/medizin-campus-bodensee-macht-2023-millionen-verlust-ausweg-aus-krise-ist-nicht-in-sicht;art372474,12424632" title="Klinikverbund auf wackeligen Beinen: Verluste steigen nach Rekord-Defizit in 2023 weiter an">Die Verluste steigen laut Prognosen auch 2024 und 2025 weiter an.</a> Ernüchterung ist längst eingekehrt. Mit der Neuaufstellung der Klinikleitung im August war eigentlich klar, dass der externe Dienstleister von Bord gehen würde. Sana habe angeboten, „den Weg für die Neuausrichtung des Medizin Campus Bodensee … im gegenseitigen Einvernehmen freizumachen“, teilte das Rathaus im August mit dünnen Worten mit.</p> <p>Konkret bedeutet das: Der Managementvertrag wird aufgelöst, bestätigen beide Seite auf Nachfrage. Hintergrund ist der geplante Trägerwechsel zum Jahresende und die „angestrebte engere Zusammenarbeit der Klinikstandorte in der Region Bodensee-Oberschwaben“. Gemeinsame Aktivitäten beschränken sich seither nur noch auf Einkauf und Medizintechnik.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Privatisierung Vorstand Krankenhaus thema-gesundheit-system thema-wirtschaft-unternehmen thema-wirtschaft-finanzmarkt]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Bodenseekreis]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Sana Kliniken AG verlässt vorzeitig den Steuerstand beim Medizin Campus Bodensee]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 05:01:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Sind dynamische Preise auch in anderen Thermen eine Option?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/dynamische-baeder-preise-als-versuch;art410936,12511612 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im September hat die Bodensee-Therme Überlingen nachfrageabhängige Eintrittspreise eingeführt. Ein Modell mit Zukunft? Was Betreiber anderer Thermen am See und im Schwarzwald dazu sagen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Im September hat die Bodensee-Therme Überlingen nachfrageabhängige Eintrittspreise eingeführt. Ein Modell mit Zukunft? Was Betreiber anderer Thermen am See und im Schwarzwald dazu sagen.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Im September hat die Bodensee-Therme Überlingen nachfrageabhängige Eintrittspreise eingeführt. Ein Modell mit Zukunft? Was Betreiber anderer Thermen am See und im Schwarzwald dazu sagen.



        <p>„Ich kann jeden verstehen, der auf dynamische Preise setzt“, sagt Markus Spettel. Die Steuerung der Nachfrage über passgenaue Preise mache wirtschaftlich Sinn und die Technik dazu sei mittlerweile verfügbar, so der Geschäftsführer der Bad Dürrheimer Kur- und Bäder GmbH: „Größere Skigebiete, Bergbahnen oder Bäder machen das ja schon länger.“</p> <p>Auch im Bad Dürrheimer Solemar habe man bereits dynamische Preise getestet, sagt Spettel. „Das war vor Corona.“ Damals habe man sich aber dagegen entschieden, da „der Effekt zu gering war“. Denn durch die zahlreichen Kur- und Reha-Gäste sei die Therme auch vormittags und unter der Woche gut ausgelastet. Der Therme-Chef will aber nicht ausschließen, dass man sich „irgendwann“ wieder damit beschäftige – allerdings „nicht in nächster Zeit“.</p> <h2>Trend wird in der Branche aufmerksam verfolgt</h2> <p>Auch anderenorts beobachtet man den Trend zu dynamischen Preisen „aufmerksam“, wie Fabian Dalmer, Geschäftsführer der Meersburg Therme, es formuliert. Nach der Wiedereröffnung setze man im Meersburg zwar „bewusst auf ein transparentes und stabiles Preissystem, das unseren Gästen Verlässlichkeit bietet“. Doch im Zuge der „weiteren Entwicklung von Markt und Gästebedürfnissen“ will Dalmer die Option dynamischer Preise durchaus prüfen.</p> <p>Auch Julian Meser, Geschäftsführer der Bädergesellschaft Konstanz, verfolgt das Thema “mit großem Interesse“. Es sei “spannend zu sehen, wie sich hier die Branche entwickelt“. Dynamische Modelle könnten für Anbieter und Gäste gleichermaßen Vorteile haben, glaubt er. Man prüfe aktuell denn auch, “ob und in welcher Form ein solches Modell zu uns passen könnte“. Da aber auch statische Preise Vorteile hätten, nämlich “Klarheit und Planbarkeit“, wolle man diese Stärken “sorgfältig gegen mögliche Innovationen abwägen“, sagt Meser – und ohnehin zunächst die Erfahrungen anderer abwarten.</p> <h2>Gruppe mit guten Erfahrungen in drei Thermen</h2> <p>Jemand, der hier bereits reichlich Erfahrung hat, ist die Markdorfer Thermengruppe Josef Wund. In allen drei eigenen Thermen, dem Badeparadies Schwarzwald bei Titisee-Neustadt, der Thermen- und Bäderwelt Sinsheim und der Therme Euskirchen, gelten bereits seit 2021 dynamische Preise, die nach Tag, Nachfrage und Buchungszeitpunkt variieren.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Dynamische Preise</span><span>Dynamische Preise kennt man von Flügen, Hotels oder auch der Bahn. Wer früh für schwach ausgelastete Zeiten bucht, kommt günstiger weg. Ein Unterschied zu den bisherigen Therme-Konzepten: Während Flüge kurz vorher nochmal billiger werden können, gilt dies hier nicht. Wer zu einem bestimmten Zeitpunkt kauft, soll sicher sein, dass es das Ticket nachher nicht doch günstiger gibt.</span></label></div> <p>Man sei damit “sehr zufrieden“, heißt es aus Markdorf, es habe sich “in der Praxis bewährt“, sagt eine Sprecherin. Lediglich “kleinere Anpassungen in der Kommunikation“ seien nötig gewesen, um den Gästen “die Vorteile bestmöglich zu erklären“. So habe man etwa für eine gute Tarifübersicht eigens eine App mit Treueprogramm eingeführt. Parallel gibt es aber auch noch statische Preise, etwa im Rahmen von Sonderaktionen, Kooperationen oder für spezielle B2B-Partner. Eigentümer der Thermen ist die gemeinnützige Josef-Wund-Stiftung.</p> <h2>Fürs Schwimmen nicht, für Wellness eine Option</h2> <p>Thermeexperte Andreas Schauer, der den Bau der Überlinger Bodenseetherme begleitet hat und deren erster Betriebsleiter war, hat zu dynamischen Preisen eine klare Haltung: Kommunale Angebote – seien sie nun Pflichtaufgabe oder freiwillige Daseinsvorsorge wie ein Schwimmbad – sollten “nicht durch einen Angebot-Nachfrage-Mechanismus gesteuert werden“. Es sei ja auch “schwer vorstellbar, dass dies für Kindergärten, Schulen oder die Wasserversorgung gilt“.</p> <p>Anders sehe es jedoch bei Wellnessangeboten aus, findet Schauer. Die Überlinger Schauer+Co betreibt mehrere Bäder, unter anderem die 2021 eröffnete Therme Lindau, deren Investor Schauer auch ist. Als Betreiber will er es so halten: Keine dynamischen Preise für Grundversorgungs-, Sport- und Familienbäder. Für die Bereiche Wellness und Sauna sieht er hier aber durchaus “eine Option“. Umgesetzt habe man dies aber noch nirgends.</p> <p>Eine ganz klare Haltung hat man indes bei der Schwaben-Therme in Aulendorf. „Bei uns gelten statische Preise“, sagt eine Sprecherin. „Das soll auch so bleiben.“ Lediglich am Wochenende gebe es einen pauschalen Aufschlag von einem Euro.</p> <p>Gedanken um dynamische Preise macht man sich aber auch anderenorts. Das Ravensburger Spieleland hat zur Saison 2025 nicht nur die Differenzierung zwischen Kindern und Erwachsenen aufgehoben, sondern auch tagesindividuelle Preise eingeführt. Auf Basis der durchschnittlichen Auslastung der vergangenen Jahre habe man für jeden Tag des Jahres vorab einen Preis bestimmt, sagt Sprecherin Yvonne Wirth. Der liege online bei mindestens 39 und höchstens 45 Euro. Vor Ort kommen drei Euro hinzu. „Das funktioniert gut.“ Ob daraus aber irgendwann einmal ein automatisiertes, dynamisches System werde, sei offen.</p> <p>Etabliert hat sich ein automatisiertes System, das den Preis nach Buchungszeitpunkt, Wochentag und Saisonzeit steuert, indes beim Skigebiet Silvretta-Montafon. “Das hat uns ein recht hohes Maß an Planbarkeit verschafft“, so eine Sprecherin. Denn ein hoher Prozentsatz der Tickets werde nun früh online gebucht. Der Erfolg sei allerdings sehr von einer transparenten Kommunikation abhängig.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Marketingstrategie Touristik Dienstleistungen thema-wirtschaft-branchen-tourismus thema-wirtschaft-unternehmen thema-wirtschaft-branchen-dienstleistung]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Bodenseekreis]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Sind dynamische Preise auch in anderen Thermen eine Option?]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 16:49:38 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Haus am Bodensee: Wie das Familienerbe der Oexles an der Promenade sich verwandelt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/haus-am-bodensee-wie-das-familienerbe-der-oexles-sich-verwandelt-05-11-25;art372495,12511255 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mit Leidenschaft hat Yvonne Oexle-Buhr ein Haus an der Promenade saniert. Früher war es eine Spedition mit Pferdefuhrwerken, heute ist es ein Ort für Gastronomie und Tagungen. Über den Mut zu einem Großprojekt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Mit Leidenschaft hat Yvonne Oexle-Buhr ein Haus an der Promenade saniert. Früher war es eine Spedition mit Pferdefuhrwerken, heute ist es ein Ort für Gastronomie und Tagungen. Über den Mut zu einem Großprojekt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Mit Leidenschaft hat Yvonne Oexle-Buhr ein Haus an der Promenade saniert. Früher war es eine Spedition mit Pferdefuhrwerken, heute ist es ein Ort für Gastronomie und Tagungen. Über den Mut zu einem Großprojekt.



        <p>Wer das Haus an der Überlinger Seestraße 11 betritt, wundert sich als Einheimischer ein bisschen. Stand es immer schon hier? Ein Blick auf die historische Substanz sagt ganz klar ja. Aber irgendetwas Gravierendes hat sich doch verändert, oder?</p> <p>Es handelt sich bei dem Haus um das Familienerbe von Yvonne Oexle-Buhr, das sie in den Jahren 2021 bis 2024 aufwändig erneuert hat. Größte Baustelle bei der Sanierung war die Verlagerung des Treppenhauses und somit des Haupteingangs, weg von der Hafenstraße, hin zur Uferpromenade.</p> <p>Das Haus und seine Funktion wurden also gewissermaßen um 180 Grad gedreht. So entstand eine Achse vom See ins Haus, die bislang nicht bestanden hat, und aus heutiger Sicht wundert man sich, wie man jemals anders bauen konnte – weg vom See statt zu ihm hin.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Seeelf, Luv und Mykonos</span><span>Das Gebäude ist heute unter drei Namen bekannt: Seeelf, Luv und Mykonos. Seeelf steht für die Adresse, Seepromenade 11. Luv für die dem Wind zugewandte Seite, eine Anspielung auf die neu entstandene Achse zwischen Bodensee und Gebäude, die durch die Verlegung des Treppenhauses im Gebäude möglich wurde. Seit bald 30 Jahren ist das Haus Adresse des griechischen Restaurants Mykonos der Familie Panagiotidis. Heute beherbergt es zusätzlich im Erdgeschoss einen zweiten Gastronomiebetrieb, und im Obergeschoss entstanden Versammlungsräume, eine Bar sowie Gäste- und Mietwohnungen.</span></label></div> <h2>Als Spedition noch kein Blick für den See</h2> <p>Yvonne Oexle-Buhr ist die Enkelin des Möbelspediteurs Stefan Oexle. Ihr Vater ist der Uhrmachermeister Hugo Oexle, ihr Onkel der frühere SÜDKURIER-Chefredakteur Franz Oexle. Wie sie erklärt, bearbeitete ihre Oma vor dem Haus früher einen Garten. Eine Seepromenade in dem Sinn gab es ja nicht, die Orientierung der Menschen ging damals nicht, so wie in der heutigen Touristenstadt, zum See hin. Da es sich bei dem Gebäude um eine Spedition handelte, orientierte sich der ganze Verkehr von der Hafenstraße her.</p> <p>„Das Gebäude war landwirtschaftlich geprägt. So wie ganz Überlingen damals. Als mein Opa das Haus gekauft hat, war die Lage direkt am See längst nicht so begehrt wie heute.“ Das Geld für den Kauf habe er sich von seiner Familie geliehen – „und ein Leben lang dafür geschafft“.</p> <h2>Vom Heuschober zur Bar für Tagungsgäste</h2> <p>Für Oexle-Buhr ist das Haus eng mit ihrer Familiengeschichte verbunden. Ihr Großvater, Stefan Oexle, kaufte das Haus 1919 und richtete darin eine Möbelspedition ein. Damals wurden die Fuhrwerke noch von Pferden gezogen, und im Erdgeschoss waren Pferdeställe, über denen das Futter lagerte – genau dort, wo heute an der Bar Tagungsgäste bewirtet werden.</p> <p>Bevor das Haus ins Eigentum der Familie Oexle überging, gehörte es laut Yvonne Oexle-Buhr dem Kloster Wald. Im Erdgeschoss waren vermutlich Schlafsäle eingerichtet. Hier wurde nun kräftig ausgebaggert, um barrierefreie Zugänge zu schaffen.</p> <h2>Historisches Erbe fit für die Zukunft machen</h2> <p>Ihr Vater, Hugo Oexle, und sein Schwager, Albrecht Faller, beide Uhrmachermeister, nutzten das Gebäude als Werkstatt und Lager. „Meine Eltern haben dem Haus immer gedient“, erklärt Yvonne Oexle-Buhr, zum Beispiel, als sie den Dachstuhl in den 80er-Jahren komplett erneuert haben. Diese Verantwortung für das historische Haus übernehme sie heute selbst – mit dem Ziel, es für die Zukunft fit zu machen.</p> <p>Vom alten Fuhrbetrieb, der im Lauf seiner Geschichte von Pferde- auf Lastwagen-Gespanne umrüstete, sowie von der Nutzung des Gebäudes als Uhrmacher-Werkstatt, blieben viele Elemente erhalten. Holzkisten, Dachziegel, Balken, die die Geschichte der Möbelspedition und der Uhrmacherfamilie Oexle erzählen. Auch die ehemalige Zwischendecke und Wandverkleidungen sind in einem Upcycling-Konzept wieder genutzt worden, so die Kommunikationsexpertin aus Überlingen, die Berufsausbildungen als Industriekauffrau, Fremdsprachenkorrespondentin und Referentin für Public Relations absolvierte.</p> <p>Ein zentrales Anliegen von Oexle-Buhr war es, etwas für Überlingen zu schaffen: Räume für Tagungen, Begegnungen und kulturelle Veranstaltungen, an denen es in der Stadt immer mal wieder mangle. „Wir wollten etwas für die Stadt erreichen.“ Den Impuls dafür habe ihr Mann gesetzt, Professor Daniel Buhr, Politikwissenschaftler und Innovationsforscher, Mitbegründer des Steinbeiß-Instituts für technische Innovationen, der selbst auf vielen Tagungen zugange ist.</p> <p>Die Oberaufsicht über die Bauarbeiten führte die zweifache Mutter Oexle-Buhr in Eigenregie, unterstützt von Architekt Gaus aus Göppingen und Bauleiter Ernst Kellermann. Die Zusammenarbeit mit der Stadt bezeichnet sie als vorbildlich, die kurzen Wege zu den Mitarbeitern des Bauamts erleichterten die Umsetzung der Pläne erheblich, so die Bauherrin. Für die Sanierung und neue Nutzung erhielt das Gebäude mehrere Architekturpreise.</p> <p>Das von Oexle-Buhr entworfene Farbkonzept greift die Töne des Bodenseewassers auf: mal graublau, mal stahlblau, mal grünlich schimmernd treten die Fassaden, die Wände und Fliesen in Erscheinung. So schafft sie eine weitere neue Achse zwischen See und Haus.</p> <p></p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Bodenseekreis]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Haus am Bodensee: Wie das Familienerbe der Oexles an der Promenade sich verwandelt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 12:58:44 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Babyrasseln gegen Schließung des Kreißsaals: "Starke Frauen" organisieren Kundgebung  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/mit-babyrasseln-gegen-schliessung-des-kreisssaals-initiative-organisiert-kundgebung;art372495,12511079 ]]></link>      <description><![CDATA[  Parallel zu einem Informationstag des Helios-Spitals über die Zukunft des Klinikstandorts wirbt eine Initiative um Dekanin Regine Klusmann für die Geburtsstation. Teilnehmer sollen mit Babyrasseln Lärm machen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Parallel zu einem Informationstag des Helios-Spitals über die Zukunft des Klinikstandorts wirbt eine Initiative um Dekanin Regine Klusmann für die Geburtsstation. Teilnehmer sollen mit Babyrasseln Lärm machen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/mit-babyrasseln-gegen-schliessung-des-kreisssaals-initiative-organisiert-kundgebung;art372495,12511079]]></guid>
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        Parallel zu einem Informationstag des Helios-Spitals über die Zukunft des Klinikstandorts wirbt eine Initiative um Dekanin Regine Klusmann für die Geburtsstation. Teilnehmer sollen mit Babyrasseln Lärm machen.



        <p>Die Initiative der „Starken Frauen für eine starke Demokratie“ organisiert am Dienstag, 4. November, 16.30 Uhr, vor dem Kursaal eine Kundgebung zum Erhalt der Geburtsstation am Helios-Spital. Die Kundgebung trägt den Titel „Geburt gehört in den Kreißsaal, nicht auf die Autobahn“. Die Initiatorinnen rufen zur Teilnahme auf, „mit Babyrasseln und anderen Dingen, die Krach machen“.</p> <p>Initiatorinnen der „Starken Frauen“ sind Dekanin Regine Klusmann, OB-Gattin Annette Stoll-Zeitler, die SPD-Politikerin Sylvia Kruse-Baiker und die frühere Oberbürgermeisterin Sabine Becker. Klusmann schreibt in einer Ankündigung zur Kundgebung: „Wir protestieren gegen eine Schließung und für eine gerechte Bezahlung von Hebammen. Wenn unsere Gesellschaft und unsere Stadt in Zukunft noch Kinder haben möchte, müssen wir alles Erdenkliche dafür tun, dass eine sichere und wohnortnahe Geburt möglich ist.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Kundgebung und Infoabend</span><span>Die Kundgebung findet am 4. November ab 16.30 Uhr vor dem Kursaal statt. Eine Infoveranstaltung des Helios-Spitals beginnt um 17 Uhr im Kursaal. Der Infoabend des Helios-Spitals dauert bis 21 Uhr. Er steht unter dem Titel „Wie geht es weiter mit der Medizin in Überlingen?“ Dabei werden die verschiedenen Fachabteilungen vorgestellt und ein direkter Gedankenaustausch mit dem Publikum organisiert. Oberbürgermeister Jan Zeitler ist für ein Grußwort angekündigt.</span></label></div> <h2>Forderung nach Zusammenarbeit</h2> <p>Die Initiative formuliert: „Der Eindruck von uns Frauen ist nun auch, dass die Station am langen Arm ausgehungert wird: Es wird sich nicht ambitioniert darum bemüht, einen neuen Chefarzt anzusiedeln.“ Sie werfen die Frage nach einer engeren Zusammenarbeit mit den umliegenden Kliniken auf. An anderen Standorten gibt es ähnliche Probleme, die aber nur größer würden, wenn Überlingen ganz schließt. „Es würde doch Singen entlasten, wenn zumindest ein Teil der Geburten in Überlingen stattfinden können.“</p> <p>Die „Starken Frauen“ äußern Zweifel daran, ob die Geschäftsführung am Helios-Spital alles Notwendige für einen Erhalt der Geburtsstation unternehme und verweisen darauf, dass ein Teil der Gerätschaften für den Betrieb eines Kreißsaals schon an andere Standorte im Verbund der Helios-Kliniken verbracht worden seien.</p> <h2>„Eine Geburt ist kein Wirtschaftsfaktor“</h2> <p>In dem von Klusmann verschickten Statement heißt es: „Unsere Vermutung ist also, dass die Station ausgehungert wird, weil sie wirtschaftlich keinen Gewinn abwirft. Aber eine Geburt ist kein Wirtschaftsfaktor, sondern hier geht es um Daseinsfürsorge, um gesunde Kinder und gesunde Mütter. Und wie dringend wir diese brauchen, dürfte unbestritten sein. Darum sieht das Land Baden-Württemberg vor, dass es in Überlingen eine Entbindungsstation geben muss und stellt auch Gelder dafür bereit. Eine Gesellschaft muss für das Dasein von Kindern, für eine stressfreie und behütete Geburt Sorge tragen – unabhängig vom Profit. Werdende Eltern und Geburten gehören nicht auf die Autobahn!“</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Bodenseekreis]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Babyrasseln gegen Schließung des Kreißsaals: "Starke Frauen" organisieren Kundgebung]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 12:47:01 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Was die Klinik-Insolvenz für Patienten konkret bedeutet  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/klinik-insolvenz-in-friedrichshafen-was-das-fuer-patienten-konkret-bedeutet;art372474,12511076 ]]></link>      <description><![CDATA[  Können sich Bürger auch im Insolvenzfall auf eine Versorgung am Häfler Klinikum verlassen? Wir geben Antworten auf Fragen, die sich Patienten stellen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Können sich Bürger auch im Insolvenzfall auf eine Versorgung am Häfler Klinikum verlassen? Wir geben Antworten auf Fragen, die sich Patienten stellen.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Können sich Bürger auch im Insolvenzfall auf eine Versorgung am Häfler Klinikum verlassen? Wir geben Antworten auf Fragen, die sich Patienten stellen.



        <p><strong>Was heißt Insolvenz in Eigenverwaltung eigentlich für mich als Patienten?</strong></p> <p>Der Klinikbetrieb wird während des Eigenverwaltungsverfahrens ganz normal weiterlaufen, sagt Geschäftsführer Jan-Ove Faust. Bei dem speziellen Verfahren kann der Geschäftsführer weiter Einfluss auf die angestrebte Sanierung und Neuausrichtung nehmen, was bei einem normalen Insolvenzverfahren so nicht der Fall wäre. Alle medizinischen Versorgungsleistungen werden unverändert und in vollem Umfang erbracht, heißt es seitens des Klinikums Friedrichshafen: „Für unsere Patienten hat das laufende Eigenverwaltungsverfahren also keinerlei Auswirkungen.“</p> <p><strong>Wie lange läuft der Betrieb an der Friedrichshafener Klinik noch ganz normal weiter?</strong></p> <p>Die Beendigung der Trägerschaft der Stadt Friedrichshafen zum 31. Dezember 2025 hat keine Auswirkungen für Patienten. Durch das Eigenverwaltungsverfahren stelle die Klinik sicher, dass die Menschen in der Region sich auch in Zukunft auf eine langfristig stabile Krankenhausversorgung verlassen können, so das Klinikum. „Alle Bemühungen sind darauf ausgerichtet, dieses Krankenhaus zu erhalten.“</p> <p><strong>Bleiben alle Abteilungen weiterhin geöffnet?</strong></p> <p>Vorerst ja. „Unseren Patienten wird auch künftig ein medizinisches Angebot zur Verfügung stehen, das die Versorgung wie gewohnt sicherstellt“, heißt es dazu seitens des Klinikums. Wie sich das medizinische Leistungsangebot in einer neuen Eigentümer- oder Trägerstruktur entwickeln wird, ist derzeit noch offen.</p> <p><strong>Wer kümmert sich darum, dass Patienten weiterhin gut und sicher versorgt werden?</strong></p> <p>„Unsere kompetenten, engagierten und leistungsbereiten Mitarbeitenden sind in allen Bereichen nach wie vor für die Patienten da“, sagt die Klinik. „Ganz gleich, ob in der Pflege, in den Funktionsdiensten, der Administration, der Küche, der Reinigung, der Therapie und gleiches gilt natürlich auch für die Ärztinnen und Ärzte.“</p> <p><strong>Werden alle Behandlungen oder Operationen trotzdem durchgeführt?</strong></p> <p>Es gebe diesbezüglich keine geplanten Einschränkungen, so die Klinikleitung</p> <p><strong>Kann es sein, dass eine geplante Operation abgesagt oder verschoben wird?</strong></p> <p>Dass eine Operation abgesagt oder verschoben wird, kann immer einmal passieren, zum Beispiel weil Notfälle vorgezogen werden müssen oder Mitarbeitende selbst erkranken oder vielleicht die Bettenkapazität ausgeschöpft ist, so die Klinikleitung. „Grund für eine mögliche Verschiebung oder eine Absage wird aber nicht das Eigenverwaltungsverfahren sein.“</p> <p><strong>An wen kann ich mich am Krankenhaus wenden, wenn ich konkrete Fragen oder Sorgen habe?</strong></p> <p>Wenn es um gesundheitliche Belange geht, sind die Mitarbeitenden in den Kliniken und auf den Stationen ansprechbar. Wenn es um andere Fragen geht, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Insolvenz, können sich die Bürger per Mail an info@klinikum-fn.de wenden oder sich auf der Website <a href="http://www.medizin-campus-bodensee.de" target="_blank" title="" rel="noopener">www.medizin-campus-bodensee.de</a> informieren.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Bodenseekreis]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Was die Klinik-Insolvenz für Patienten konkret bedeutet]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 15:38:24 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[20-Jährigem wird im Streit der Finger abgebissen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/kreis-ravensburg/blutiger-streit-am-bahnhof-in-ravensburg-20-jaehrigem-wird-im-streit-der-finger-abgebissen;art372481,12510604 ]]></link>      <description><![CDATA[  Blutiger Streit am Bahnhof: Bei einer Auseinandersetzung wird der Finger eines Mannes abgetrennt. Was die Polizei zu dem bizarren Vorfall und den Beteiligten sagt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Blutiger Streit am Bahnhof: Bei einer Auseinandersetzung wird der Finger eines Mannes abgetrennt. Was die Polizei zu dem bizarren Vorfall und den Beteiligten sagt.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/kreis-ravensburg/blutiger-streit-am-bahnhof-in-ravensburg-20-jaehrigem-wird-im-streit-der-finger-abgebissen;art372481,12510604]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Blutiger Streit am Bahnhof: Bei einer Auseinandersetzung wird der Finger eines Mannes abgetrennt. Was die Polizei zu dem bizarren Vorfall und den Beteiligten sagt.



        <p>Ein Mann soll einem 20-Jährigen im Streit den Finger abgebissen haben. Zuvor war es nach Polizeiangaben auf einem Bahnsteig des Ravensburger Bahnhofs zu einer Auseinandersetzung und einer Schlägerei zwischen zwei Gruppen Betrunkener gekommen. In deren Verlauf soll ein 29-Jähriger den 20-Jährigen derart in den Finger gebissen haben, dass dieser abgetrennt wurde.</p> <p>Einsatzkräfte fanden in der Nacht auf Samstag am Tatort den abgebissenen Finger und brachten den 20-Jährigen ins Krankenhaus. Ob man dem Mann den Finger im Krankenhaus wieder annähen konnte, konnte ein Polizeisprecher am Sonntag nicht sagen. Auch der Auslöser des Streits war weiterhin unklar. Dazu solle am Montag weiter ermittelt werden.</p> <p>Die Polizei ermittelt gegen fünf Männer im Alter zwischen 20 und 29 Jahren wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung. (dpa/lsw)</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:source><![CDATA[Bodenseekreis]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[20-Jährigem wird im Streit der Finger abgebissen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 14:30:22 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der Bayern-Lift kehrt zurück! Das erwartet die Besucher am Elisabethenmarkt-Wochenende  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/der-bayern-lift-kehrt-zurueck-das-erwartet-die-besucher-am-elisabethenmarkt-wochenende-in-markdorf;art372484,12510581 ]]></link>      <description><![CDATA[  Vergnügungspark, verkaufsoffener Sonntag und Krämermarkt: Beim langen Marktwochenende von 7. bis 11. November sind in der Innenstadt Attraktionen geboten. Die Händler halten Angebote für Herbst und Winter bereit.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Vergnügungspark, verkaufsoffener Sonntag und Krämermarkt: Beim langen Marktwochenende von 7. bis 11. November sind in der Innenstadt Attraktionen geboten. Die Händler halten Angebote für Herbst und Winter bereit.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Vergnügungspark, verkaufsoffener Sonntag und Krämermarkt: Beim langen Marktwochenende von 7. bis 11. November sind in der Innenstadt Attraktionen geboten. Die Händler halten Angebote für Herbst und Winter bereit.



        <p>Anfang November bedeutet in Markdorf: Es ist Elisabethenmarkt-Zeit. Und so findet von Freitag, 7. November bis Dienstag, 11. November in der Innenstadt Vergnügungspark, verkaufsoffener Sonntag und Krämermarkt statt. Die Veranstalter – die Stadt Markdorf und Markdorf Marketing – freuen sich auf ein abwechslungsreiches Programm.</p> <p>Der erste Blick geht auf den Marktplatz, wo der Vergnügungspark stattfindet. „Wir haben das Maximale aus dem Platz herausgeholt“, sagt Daniel Hägele, neuer städtischer Ordnungsamtsleiter. Mit Unterstützung seines Kollegen Jens Ortolf, der seit 2020 für die Märkte zuständig war, haben sie ein Angebot für alle Altersklassen zusammengestellt. Nach einer Pause im vergangenen Jahr kehrt der Bayern-Lift wieder zurück. Der Kettenflieger setzt aus. Autoscooter, Kinderkarussell, Dosenwerfen und Big-Win sind ebenfalls auf dem Marktplatz zu finden.</p> <p>In diesem Jahr habe man noch aktiv nach weiteren Schaustellern gesucht, vor allem nach kleineren Angeboten, da auf dem Platz aus Gründen der Statik nicht mehr als zwei große Fahrgeschäfte aufgestellt werden können. Das sind in diesem Jahr der Autoscooter und der Bayern-Lift. „Manches ist dann am Zeitlichen und Räumlichen gescheitert“, erklärt Ortolf. Aber die Veranstalter haben Ideen, die sie weiterhin verfolgen möchte.</p> <h2>Bereich um den „Adler“ kann wieder genutzt werden</h2> <p>Nach Ende der „Adler“-Baustelle kann dieser Bereich wieder genutzt werden, sodass sich die Besucher auf das Bungee-Trampolin freuen dürfen, das im vergangenen Jahr schmerzlich vermisst wurde. „Wir möchten aber nicht nur Fahrgeschäft anbieten, sondern auch Speiseangebote“, so Daniel Hägele. Deshalb wird es einen Streetfood-Bereich auf der Straße oberhalb des Platzes geben. Die zahlreichen Essens- und Getränkestände sollen zum gemütlichen Verweilen einladen.</p> <p>Eröffnet wird der Jahrmarkt am Freitag, 7. November, um 15 Uhr von Bürgermeisterstellvertreter Dietmar Bitzenhofer. Die Betreiber der Fahrgeschäfte bieten von 15 Uhr bis 16 Uhr vergünstigte Preise an. Der Jahrmarkt ist wie folgt geöffnet: Freitag, 7. November, 15 bis 22 Uhr; Samstag, 8. November, 11 bis 22 Uhr; Sonntag, 9. November, 12 bis 20 Uhr; Montag, 10. November, 11 bis 20 Uhr und Dienstag, 11. November, 11 bis 19 Uhr. Am Dienstag gibt es am „Familientag“ ebenfalls ermäßigte Fahrpreise.</p> <h2>Verkaufsoffener Sonntag in den Geschäften</h2> <p>Am Sonntag, 9. November, findet der verkaufsoffene Sonntag statt. Die Geschäfte öffnen von 12 bis 17 Uhr ihre Türen. Wer gern bummelt, kann sich von der aktuellen Herbst- und Winterkollektion inspirieren lassen oder vielleicht schon die ersten Weihnachtsgeschenke kaufen. „Die Einzelhändler bieten spannende Aktionen an und freuen sich auf diesen Tag“, sagt Barbara Bücken, Geschäftsführerin von Markdorf Marketing. In vielen Geschäften gibt es Rabatte und Angebote. Bei Küchen Krall ist Jürgen Steiert vom Puppentheater Sigmaringen mit seinem Kasperle-Theater zu Gast – die Vorstellungen finden um 14 Uhr und 16 Uhr statt.</p> <h2>Musikalische Unterhaltung, Zaubershow und Luftballonfiguren</h2> <p>Für musikalische Unterhaltung sorgt die Markdorfer Indie-Pop-Band „Pausenlos“ beim Gasthof Krone. Die Band freut sich laut Barbara Bücken auf den Auftritt in ihrer Heimatstadt. Und im Ulrich 5 wartet auf die kleinen Besucher ein ganz besonderes Programm: Mike Magic lädt um 13 und 15 Uhr zur Kinderzaubershow ein. Davor, dazwischen und danach zaubert er Luftballonfiguren für die Kids.</p> <p>Verschiedene Street-Food-Stände – organisiert mit Markus Fetscher – bieten am Platz bei der Volksbank köstliche Gerichte sowie erfrischende und wärmende Getränke. In der Eventhütte auf dem Marktplatz verkaufen Schüler Waffeln und Punsch.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"></div> <h2>Über 70 Händler kommen zum Krämermarkt</h2> <p>Am Montag, 10. November, werden über 70 Händler die Innenstadt zu einem einzigen Handelsplatz verwandeln, wie es sich für den Krämermarkt gehört. Dann wird sich Stand an Stand in der Stadtgrabenstraße von der B33 bis zum staatlichen Schulamt, hinter dem Restaurant Schwanenstüble, am Untertor, in der Marktstraße, am Rathausplatz und in der Hauptstraße reihen.</p> <p>„Hier sind wir voll ausgebucht“, sagt Jens Ortolf. Musste man im vergangenen Jahr aufgrund der Pflasterarbeiten in der Marktstraße noch umdisponieren, kann nun die Straße in der Altstadt wieder voll genutzt werden. Das Angebot ist ganz vielfältig, reicht von Kräutern, über Bürsten, Socken, Putzmittel, Gemüsehobel, Küchenutensilien, Hüte bis hin zu gebrannten Mandeln.</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Der Bayern-Lift kehrt zurück! Das erwartet die Besucher am Elisabethenmarkt-Wochenende]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 13:10:39 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Experte über B31-Planung: „Bis in fünf Jahren muss das Projekt mindestens baureif sein“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/experte-ueber-b31-planung-am-bodensee-bis-in-fuenf-jahren-muss-das-projekt-mindestens-baureif-sein-04-11-25;art410936,12510561 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mit Blick auf den nächsten Bundesverkehrswegeplan drängt die Zeit. Aktuell ist nicht ein Straßenprojekt in der Region so weit, dass man mit dem Bau loslegen könnte, warnt Regionalverbandsdirektor Wolfgang Heine.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Mit Blick auf den nächsten Bundesverkehrswegeplan drängt die Zeit. Aktuell ist nicht ein Straßenprojekt in der Region so weit, dass man mit dem Bau loslegen könnte, warnt Regionalverbandsdirektor Wolfgang Heine.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Mit Blick auf den nächsten Bundesverkehrswegeplan drängt die Zeit. Aktuell ist nicht ein Straßenprojekt in der Region so weit, dass man mit dem Bau loslegen könnte, warnt Regionalverbandsdirektor Wolfgang Heine.



        <p>Wer sich mit Infrastrukturprojekten befasst, braucht einen langen Atem und viel Geduld. Einer, der davon ein Lied singen kann, ist Wolfgang Heine. Seit 2021 ist er Direktor des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben, zuvor war er Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Standortpolitik in Weingarten.</p> <p>„Ich mache das Geschäft jetzt seit mehr als 20 Jahren“, sagte er bei einem Fachgespräch über wichtige Infrastrukturmaßnahmen, zu dem die Industrie- und Handelskammer eingeladen hatte. In dieser Zeit habe er es sich angewöhnt, in Dekaden zu denken. „Wenn man nicht depressiv werden möchte, muss man zehn Jahre wie ein Jahr sehen“, erklärte er mit einem Schmunzeln.</p> <h2>Wolfgang Heine: „Die große Bibel im Land“</h2> <p>Auch wenn man manchmal den Eindruck habe, dass Stillstand herrscht, habe sich doch einiges getan in der Region, betonte der Direktor des Regionalverbands. Daher könne man weiter optimistisch sein. 2016 habe man es geschafft, mehrere Verkehrsprojekte im Bundesverkehrswegeplan 2030 unterzubringen. Gemeinsam habe man sich auf ein Bündel an Maßnahmen und deren Reihenfolge verständigt, damit Bund und Land ein wichtiges Signal gegeben. Der Bundesverkehrswegeplan sei für Infrastrukturprojekte „die große Bibel im Land“.</p> <p>„Bei uns in der Region dreht sich viel um den Planungsfall 7.5“, so Heine. Gemeint sind damit die B31 am Bodensee sowie die B30 in Oberschwaben. Auf der Umfahrung Ravensburg fließt der Verkehr ebenso wie auf der B31-neu bei Friedrichshafen und Überlingen. „Jetzt geht es um die wichtigen Verbindungsstücke“, erklärte der Regionalverbandsdirektor. Die müssten bis 2030 möglichst weit vorangetrieben werden.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die IHK-Veranstaltung</span><span>Die Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK) hat sich gemeinsam mit verschiedenen Rednern und Teilnehmern bei einem Fachgespräch mit wichtigen Infrastrukturmaßnahmen und deren Finanzierung auseinandergesetzt. Der IHK zufolge steht die Region Bodensee-Oberschwaben vor großen Herausforderungen: Betriebe benötigen verlässliche Rahmenbedingungen, Innovation braucht Raum und Infrastruktur muss zukunftsfähig gestaltet und finanziert werden. In kurzen Impulsvorträgen beleuchteten Expertinnen und Experten zentrale Fragen zur Bedeutung der Infrastruktur für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, zu Rahmenbedingungen und Finanzierungsmodellen. Das Fachgespräch richtete sich an Vertreter von Unternehmen und Kommunen sowie Planer. Weitere Informationen zu Veranstaltungen gibt es <a href="https://www.ihk.de/bodensee-oberschwaben/" target="_blank" title="" rel="noopener">hier</a>.</span></label></div> <p>Denn: Sonst werden im nächsten Bundesverkehrswegeplan vielleicht andere Schwerpunkte gesetzt und die Projekte, die aktuell in den „vordringlichen Bedarf“ eingestuft sind, also in die Kategorie mit der höchsten Priorität, fallen wieder in den großen Topf. Die Zeit dränge und die Maßnahmen müssten in den nächsten fünf Jahren Minimum Baureife erlangen.</p> <h2>Großes Ziel: Baureife für Projekte erlangen</h2> <p>Auch mit Blick auf die Infrastruktur-Milliarden warnte er: „Wir sind momentan in der Situation, dass wir kein einziges baureifes Straßenprojekt in der Region haben.“ Selbst wenn jetzt der Fünf-Millionen-Scheck vom Bund kommen würde, könnte man nicht ein einziges Projekt realisieren. Besser macht es hier das Nachbarland Bayern. „Die sind da klüger, sie haben immer etwas fertig in der Schublade und strecken mit der Hand, wenn es zum Ende des Jahres noch Geld zu verteilen gibt.“</p> <p>Dass das „schwierige Stück der B31“ jetzt bei der Deges liegt, bewertete Heine als positiv. Auch, dass weitere Abschnitte der Bundesstraße von der Projektmanagementgesellschaft aus Berlin geplant werden, kann sich in seinen Augen positiv auf das Gesamtprojekt auswirken. Statt den Fokus auf wenige Kilometer zu legen, wird die Gesamtachse dann in einem Rutsch geplant.</p> <h2>Mitte der 2030er-Jahre im neuen Bahnzeitalter</h2> <p>Für die Schiene prognostizierte er: „Wenn alles gelingt, dann sind wir Mitte der 2030er-Jahre im neuen Bahnzeitalter angekommen.“ Gemeint ist damit der geplante Ausbau inklusive Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn. „Am 10. November sollen die Unterschriften unter den Planungsvertrag gesetzt werden“, verriet Wolfgang Heine. Dann ist die Finanzierung für die nächsten beiden Planungsphasen endgültig fixiert.</p> <p>Die Hauptschlagader der Region, die Südbahn, stehe bereits seit 2021 unter Strom. Vor zehn Jahren sei hingegen in der Region noch nicht ein Bahnkilometer elektrifiziert gewesen und wir sind nicht „Zonenrandgebiet, sondern eine pulsierende Region“, erläuterte er die Bedeutung einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur für die Region.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Südbahn Autobahn Verkehrspolitik Schienenverkehr thema-verkehr thema-verkehr-oepv thema-verkehr-autoverkehr]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Bodenseekreis]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Experte über B31-Planung: „Bis in fünf Jahren muss das Projekt mindestens baureif sein“]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 12:03:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Diese Detailtreue ist sensationell": Was Besucher der Faszination Modellbau begeistert  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/diese-detailtreue-ist-sensationell-was-besucher-der-modellbau-messe-am-bodensee-begeistert;art372474,12510537 ]]></link>      <description><![CDATA[  Modellbau-Fans aus nah und fern ziehen über das Messegelände am Bodensee. Sie berichten von der Freude am Basteln und Sammeln. Dabei fällt eine Sache auf.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Modellbau-Fans aus nah und fern ziehen über das Messegelände am Bodensee. Sie berichten von der Freude am Basteln und Sammeln. Dabei fällt eine Sache auf.<br>
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        ]]>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Modellbau-Fans aus nah und fern ziehen über das Messegelände am Bodensee. Sie berichten von der Freude am Basteln und Sammeln. Dabei fällt eine Sache auf.



        <p>Modellbau-Messe ist männlich. Der Eindruck ist nicht zu leugnen, wenn man sich durch die Hallen der Messe Friedrichshafen an den drei Tagen vom 31. Oktober bis zum 2. November treiben lässt. Das riesige Sortiment von Modellen und Exponaten lässt überwiegend die Augen in den Herren der Schöpfung erstrahlen.</p> <p>Das Kind im Manne kommt zum Vorschein, wenn leichter Druck an der Steuerung kleine Rennflitzer auf Tempo beschleunigt, wenn es aus Aufsitz-Lokomotiven dampft und zischt, oder wenn Welt- und Europameister bei den Flugshows am Flughafen ihr Können zeigen.</p> <p>Selbstverständlich freuen sich zahlreiche Familien mit Kindern über das umfangreiche Angebot auf dem Messegelände. Doch eine Modellbauerin, die mit ihrer Freundin etwa nach der neuesten Digital-Steuerung der Märklin H0 sucht, wird man kaum finden. Und das, obwohl Massen von Besuchern die Messehallen bereits kurz nach der Eröffnung am Freitag fluten.</p> <h2>Modellbau-Messe am Bodensee: Über das Hobby entstehen Freundschaften</h2> <p>Die Freunde Kilian Domhöfer (19) aus Ulm und Pascal Petreth (23) aus Berlin sind bereits zum zweiten Mal auf der Messe und begeistert von den Möglichkeiten des Modellbaus. Ihre Themen sind Star Wars oder Jurassic Park, sie schätzen die Vernetzung in den Gemeinschaften, zum Beispiel über Instagram. „Wir haben über diesen Weg schon einige Freunde gefunden“, berichtet Kilian Domhöfer.</p> <p>Michael Schmid (48) aus Kempten baut zwei- und dreidimensionale Modelle aus bedrucktem Karton. Ihn fasziniert das handwerkliche Tun, die notwendige Fingerfertigkeit, um etwa die Rundungen sauber hinzubekommen, was keine einfache Sache sei. In der Wahl seiner Modelle ist Michael Schmid breit aufgestellt, er baut sowohl Fahrzeuge als auch Schiffe.</p> <p>Frank Solffert, Matthias Jasinski und Heinrich Gelver, drei Kameraden um die 50 aus der Gegend von Würzburg, haben den Modellflug zu ihrem Hobby gemacht. Sie bauen keine Fertig-Bausätze, sondern konstruieren selbst. „Und das Spannende ist dann, ob es fliegt“, sagt Frank Solffert. Das sei auf jeden Fall besser als die gekauften Produkte, bestätigt Matthias Jasinski, denn man könne die eigenen Ideen umsetzen. Aber Anregungen biete die Messe allemal.</p> <h2>Gebaut wird im eigenen Hobbyraum</h2> <p>Eine Löt-Absaugvorrichtung für seine Werkstatt hat Roland Schächer (67) aus Aichtal bei Stuttgart erstanden. Er hat Freude daran, im Hobbyraum seine eigene Modelleisenbahn zusammenzubauen. Er kauft nur die notwendigen Komponenten und baut alles selbst zusammen. „Ich mache das schon mein ganzes Leben lang“, berichtet Roland Schächer. Ihn reize es immer wieder, festzustellen, ob auch funktioniert, was er zusammenbaut. Und wenn nicht, dann gelte es eben, Probleme zu lösen. Er baue auch Flugzeuge und Schiffe und auf der Modellbau-Messe sei er jedes Jahr.</p> <h2>Begeisterte Besucher in der Echtdampf-Halle</h2> <p>Wolfgang Fellbert und Titus Oppermann, beide 57 Jahre alt und aus Seeshaupt (Bayern), sind in der Echtdampf-Halle begeistert von den Dampfmaschinen-Modellen. „Diese Detailtreue ist sensationell“, schwärmt Wolfgang Fellbert vor einem Modell eines Lanz-Bulldogs. Schrauben, Seile, sogar ein originales Branding auf einer Holztafel erkennt sein geschultes Auge. Er sei auch Bastler, aber diese Präzision sei für ihn an der Grenze zum Wahnsinn.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Faszination Modellbau</span><span>Die weltgrößte Messe für Modellbahnen und Modellbau findet vom 31. Oktober bis zum 2. November 2025 auf dem Gelände der Messe Friedrichshafen statt. Sie wird ergänzt durch das Echtdampf-Hallentreffen und in diesem Jahr durch eine Lego-Fan-Ausstellung. Gewerbliche und Hobby-Teilnehmer aus ganz Europa bieten auf 70.000 Quadratmetern und dem Außengelände ein umfangreiches Spektrum an Modellbahnen aller Größen sowie eine Flugshow am benachbarten Flughafen. Plastik- und Kartonmodellbau präsentieren sich ebenso wie Flug-, Auto-, Truck und Schiffsmodellbau. Integriert ist das ebenfalls weltweit größte Echtdampf-Hallentreffen, das dampfbetriebene Modelle von Eisenbahnen, Straßenfahrzeugen, Schiffen und stationären Anlagen zeigt. Eine Lego-Fan-Ausstellung präsentiert in Halle A7 Fantasiewelten und Bauwerke aus Lego-Steinen. Veranstalter der Messe ist die Messe Sinsheim GmbH, die neben der Messe in Friedrichshafen weitere Messen unter anderem in Mannheim veranstaltet.</span></label></div> <p>Auch Roland und Doris Dick aus Chur in der Schweiz sind regelmäßig auf der Modellbau-Messe. „Ich bin Modellbau-Fan, seit ich 8 Jahre alt war“, berichtet Roland Dick. Früher habe er nur gesammelt, für den Eigenbau habe die Zeit gefehlt.</p> <p>Nun ist der 66-Jährige pensioniert und kann seinem Hobby nachgehen. Und damit hat er auch seine Frau Doris angesteckt. „Ich habe sogar einen Kurs für den Modellbau besucht“, freut sich die Gattin. Dabei sei sie allerdings die einzige Frau gewesen, es sei schon eher eine Männersache, findet Doris Dick.</p> <p>Ebenfalls den Mann auf die Messe begleitet hat die 71-jährige Rita Anstütz aus der Gegend von Luzern in der Schweiz. „Er geht sonst immer mit seinen Kollegen hierher, doch dieses Jahr hat er mich mitgenommen“, berichtet sie. Sein Hobby sei die Modelleisenbahn, für die er sich viel Zeit nehme. Dafür habe sie sich ein aufwendiges Holzpuzzle mit 2000 Teilen geleistet, strahlt Rita Anstütz, die ihre Anschaffung mit einem Glas Rosé-Wein feiert.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Bodenseekreis]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA["Diese Detailtreue ist sensationell": Was Besucher der Faszination Modellbau begeistert]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 11:47:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[13-Jährige wird von Opel angefahren und schwer verletzt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/owingen/13-jaehrige-wird-von-opel-angefahren-und-schwer-verletzt;art372489,12510531 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bei einem Verkehrsunfall in Owingen wird eine Jugendliche von einem Opel-Astra erfasst. Die Polizei sucht Zeugen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Bei einem Verkehrsunfall in Owingen wird eine Jugendliche von einem Opel-Astra erfasst. Die Polizei sucht Zeugen.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Bei einem Verkehrsunfall in Owingen wird eine Jugendliche von einem Opel-Astra erfasst. Die Polizei sucht Zeugen.



        <p>Am Freitag, gegen 17.03 Uhr, ereignete sich ein schwerer Fußgängerunfall in der Friedhofstraße in Owingen, informiert die Polizei. Eine 40-jährige Frau, die mit ihrem Opel Astra in Richtung Bambergen unterwegs war, kollidierte mit einer 13-jährigen Fußgängerin, die die Fahrbahn in Richtung Ortskern Owingen überqueren wollte. Laut Augenzeugenberichten überquerte die Fußgängerin, die sich bei dem Unfall schwerverletzt hat, die Fahrbahn diagonal und nicht auf dem schnellsten Weg.</p> <p>Aufgrund des stockenden Verkehrs musste sie zwischen den Fahrzeugen hindurchlaufen, als sie von dem Opel Astra erfasst wurde. Die Fußgängerin prallte mit ihrer linken Hüfte auf die Motorhaube und mit dem Hinterkopf auf die Windschutzscheibe des Fahrzeugs.</p> <h2>Polizei bittet um Hinweise</h2> <p>Die Verletzte wurde vom Rettungswagen erstversorgt und anschließend ins Krankenhaus Überlingen verbracht. Am Opel Astra entstand ein Schaden in Höhe von etwa 2000Euro, da auch die Windschutzscheibe beschädigt wurde. Die Polizei in Überlingen sucht nun weitere Zeugen, welche den Unfall beobachtet haben. Diese werde gebeten sich beim Polizeirevier in Überlingen unter Telefon 07551/8040 zu melden.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[13-Jährige wird von Opel angefahren und schwer verletzt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 16:22:19 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wie der 18-jährige Aziz aus Afghanistan im Deggenhausertal ein neues Zuhause fand  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/deggenhausertal/wie-der-18-jaehrige-aziz-aus-afghanistan-im-deggenhausertal-ein-neues-zuhause-fand;art372471,12510207 ]]></link>      <description><![CDATA[  Er kam im Frühjahr 2023 als junger Geflüchteter nach Deutschland. Seit eineinhalb Jahren lebt er bei seinen Pflegeeltern Cornelia und Hans-Peter Gerdes in Obersiggingen und ist Teil der Familie.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Er kam im Frühjahr 2023 als junger Geflüchteter nach Deutschland. Seit eineinhalb Jahren lebt er bei seinen Pflegeeltern Cornelia und Hans-Peter Gerdes in Obersiggingen und ist Teil der Familie.<br>
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        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/deggenhausertal/wie-der-18-jaehrige-aziz-aus-afghanistan-im-deggenhausertal-ein-neues-zuhause-fand;art372471,12510207]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Er kam im Frühjahr 2023 als junger Geflüchteter nach Deutschland. Seit eineinhalb Jahren lebt er bei seinen Pflegeeltern Cornelia und Hans-Peter Gerdes in Obersiggingen und ist Teil der Familie.



        <p>Im Esszimmer der Familie Gerdes sitzt Aziz zwischen seinen Pflegeeltern Cornelia und Hans-Peter, die er Mama und Papa nennt. Bei ihnen lebt der 18-jährige Afghane seit eineinhalb Jahren. Zur Familie gehören drei weitere Jungs zwischen zwölf und 16 Jahren, auch sie sind Pflegekinder.</p> <p>Im Gegensatz zu ihnen befindet sich Aziz nicht nur in einem neuen familiären Umfeld, sondern muss auch noch die deutsche Sprache lernen und sich in einem ganz anderen Kulturkreis zurechtfinden. Hinzu kommen seine traumatischen Fluchterfahrungen, zu denen ein dreimonatiger Gefängnisaufenthalt in der Türkei wegen fehlender Papiere und Pushbacks (Anmerkung der Redaktion: das illegale Zurückdrängen von Flüchtlingen) an der bulgarischen Grenze gehören.</p> <p>„Meine Mutter ist gestorben, als ich acht oder neun Jahre alt war. Zu meiner Schwester habe ich noch Kontakt“, erzählt der junge Mann. Eine Schule habe er in Afghanistan nie besucht. Zu seinem Vater habe er keinen Kontakt mehr. „Er wollte mich zu den Taliban geben und jetzt bin ich für ihn gestorben, da ich bei Christen lebe.“ Wenige Sätze machen deutlich, was für ein schweres Paket dieser junge Mann zu tragen hat. „Wir wollten nicht nur jammern, sondern auch helfen“, sagt Cornelia Gerdes zu ihrer Motivation, sich als Pflegemutter zu engagieren.</p> <h2>In der Familie gelingt Integration deutlich besser</h2> <p>Für unbegleitete Minderjährige seien Pflegefamilien besonders wichtig, betont Werner Nuber, stellvertretender Geschäftsführer des Vereins Arkade in Ravensburg, der junge Menschen in Gastfamilien begleitet. Im Bereich Jungen Menschen in Gastfamilien zählt die Arkade in der Region Ravensburg, Tuttlingen, Ulm und Esslingen aktuell insgesamt 140 Pflegefamilien, in denen rund 200 Jugendliche leben.</p> <p>„Im familiären Umfeld können die Jugendlichen besser ankommen und integriert werden“, weiß Nuber. „Hier lernen sie Sprache und Mentalität am schnellsten.“ <strong>Nach zehn Jahren „Wir schaffen das!“ könne man sagen, dass Integration im Vergleich zu anderen Wohnformen in Familien deutlich besser gelinge.</strong></p> <p>Zum Konzept der Arkade gehört, die Pflegefamilien fachlich zu begleiten. Regelmäßig besucht Daniela Hänle-Kroh die Familie Gerdes und Aziz, um zu unterstützen, wenn es mal schwierig wird und dabei zu helfen, sich gegenseitig besser zu verstehen. „In diesem Fall ist die Passung aber besonders gut. Man spürt richtig, wie Vertrauen und Zugehörigkeit gewachsen sind“, berichtet Hänle-Kroh.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Unbegleiteter, minderjähriger Ausländer</span><span>Wenn unbegleitete minderjährige Ausländer in Deutschland ankommen, haben sie Anspruch auf Jugendhilfe. Seit August 2015 vermittelt JuMeGa®, angesiedelt beim Verein Arkade, für das Jugendamt unbegleitete, minderjährige Ausländer (umA) in Gastfamilien. Die jungen Menschen fliehen aus Krisengebieten, sind in der Regel männlich und zwischen 14 und 18 Jahre alt. Die Fluchtgründe sind verschieden: Krieg, Verfolgung, Gewalt, traumatische Erlebnisse – aber auch Hoffnung auf ein besseres Leben. In einer Gastfamilie können sie ankommen, Ruhe und Sicherheit finden. Sie erfahren täglich wie in Deutschland gelebt wird und erlernen schnell die deutsche Sprache. Die fachliche Begleitung findet analog zum Angebot Junge Menschen in Gastfamilien statt. Kontakt Arkade: JuMeGa® Ravensburg, Eisenbahnstraße 30/1, 88212 Ravensburg, Telefon 0751/36655-90, E-Mail info-jumega@arkade-ev.de, Informationen im Internet: <a href="https://www.arkade-ev.de/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.arkade-ev.de.</a></span></label></div> <p>Aziz benötige viel Zuwendung, auch, um ihm Ängste hinsichtlich seiner Zukunft zu nehmen, sagt Hans-Peter Gerdes. Trotz seiner 18 Jahre sei an einen Auszug aktuell nicht zu denken. „Aziz bleibt bei uns, solange er uns braucht und selbst fliegen kann“, sagt sein Pflegevater.</p> <h2>Mit Ausbildung in der Gastronomie begonnen</h2> <p>Im schlicht eingerichteten Zimmer von Aziz hängt ein großes Bild, das das Panjshir-Tal in seinem Heimatland zeigt. „Hier ist die Schule, da das Krankenhaus“, sagt er un zeigt auf einzelne Gebäude in der bergigen Landschaft. Seine Augen leuchten. In Deutschland angekommen, wollte Aziz eigentlich sofort arbeiten. „Aber ich sollte erstmal Deutsch lernen“, erzählt er.</p> <p>Im September hat er im Gasthaus zum Sternen in Obersiggingen eine zweijährige Ausbildung zur Fachkraft Küche begonnen. Klappt es mit der Sprache, kann er das dritte Ausbildungsjahr für die abgeschlossene Kochlehre beantragen. Den Hauptschulabschluss würde er beim erfolgreichen Abschluss dazu bekommen. Auch den Führerschein hat der 18-Jährige in Angriff genommen.</p> <h2>Das Asylverfahren läuft immer noch</h2> <p>Trotz Fachkräftemangel schwebt über Aziz das Damoklesschwert einer möglichen Abschiebung. „Er ist noch im laufenden Asylverfahren und ihm fehlen wichtige Papiere wie eine Geburtsurkunde“, erklärt Hänle-Kroh. Gegen die erste Ablehnung im Sommer sei Klage eingereicht worden. „Jetzt ist Aziz wieder im laufenden Verfahren“, schildert sie. Aktuell werde das Thema in der Familie ausgeblendet, da man sowieso nichts machen könne, so Hans-Peter Gerdes. „Aber du gibst jeden Tag dein Bestes. Das ist das, was du machen kannst“, so Hänle-Kroh an die Adresse von Aziz.</p> <h2>Standards werden nach zehn Jahren abgesenkt</h2> <p>Katerina Peros-Selim, Referentin für Migration beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg, bemängelt, dass zehn Jahre nach „Wir schaffen das!“ Strukturen zurück gebaut und Standards abgesenkt werden. „Auch in der Kinder- und Jugendhilfe fehlen Fachkräfte.“</p> <p>Besonders besorgniserregend sei die Entscheidung der Bundesregierung, den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte erneut auszusetzen. „Das widerspricht dem Recht auf Familienzusammenführung gemäß Artikel 10 der UN-Kinderrechtskonvention“, so Peros-Selim. Gerade junge Geflüchtete würden diese politische Abweisung als tiefe Erfahrung von Verlassenheit, Perspektivlosigkeit und Ohnmacht erleben.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Wie der 18-jährige Aziz aus Afghanistan im Deggenhausertal ein neues Zuhause fand]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 16:20:44 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ein Fahrer und zehn Mitfahrer in Achtsitzer: Polizei stoppt überladenes Auto  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/ein-fahrer-und-zehn-mitfahrer-in-achtsitzer-polizei-stoppt-ueberladenes-auto;art410936,12510206 ]]></link>      <description><![CDATA[  Insgesamt elf Menschen, darunter sieben nicht angeschnallte Kinder, zählen Polizisten bei der Kontrolle eines Achtsitzers in Meckenbeuren. Und der Fahrer hat noch aus einem weiteren Grund mit einer Anzeige zu rechnen.  ]]></description>
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          Insgesamt elf Menschen, darunter sieben nicht angeschnallte Kinder, zählen Polizisten bei der Kontrolle eines Achtsitzers in Meckenbeuren. Und der Fahrer hat noch aus einem weiteren Grund mit einer Anzeige zu rechnen.<br>
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        Insgesamt elf Menschen, darunter sieben nicht angeschnallte Kinder, zählen Polizisten bei der Kontrolle eines Achtsitzers in Meckenbeuren. Und der Fahrer hat noch aus einem weiteren Grund mit einer Anzeige zu rechnen.



        <p>Mit einem völlig überladenen Wagen und ohne Fahrerlaubnis war ein 28-Jähiger in der Nacht zum Freitag in Meckenbeuren unterwegs. Polizisten stoppten das Fahrzeug gegen 1.15 Uhr in der Hauptstraße.</p> <p>In dem Achtsitzer befanden sich laut Polizeibericht elf Menschen – darunter sieben Kinder, die weder angeschnallt noch anderweitig gesichert waren. Der Fahrer zeigte er außerdem den Führerschein eines Mitfahrenden vor. Der Schwindel fiel den Beamten schnell auf und Nachforschungen ergaben, dass der 28-Jährige keinen gültigen Führerschein besitzt. Er hat nun mit entsprechenden Anzeigen zu rechnen.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Polizei Fahrer Verkehrsdelikte Verkehrsunglücke thema-sicherheit-kriminalitaet thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-verkehr-autoverkehr]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Ein Fahrer und zehn Mitfahrer in Achtsitzer: Polizei stoppt überladenes Auto]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 16:02:28 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Toiletten-Tüftler auf Erfolgskurs: Sascha Gerners Bio-Klos stehen nun in Afrika und Australien  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/toiletten-tueftler-auf-erfolgskurs-sascha-gerners-bio-klos-stehen-nun-in-afrika-und-australien;art372495,12510200 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Revolution des Campings? Der Überlinger produziert seit 2020 am Bodensee sein "BioTioo". Wer das Produkt mittlerweile kauft – und was er zur Billigkonkurrenz aus Asien sagt.  ]]></description>
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          Die Revolution des Campings? Der Überlinger produziert seit 2020 am Bodensee sein "BioTioo". Wer das Produkt mittlerweile kauft – und was er zur Billigkonkurrenz aus Asien sagt.<br>
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        Die Revolution des Campings? Der Überlinger produziert seit 2020 am Bodensee sein "BioTioo". Wer das Produkt mittlerweile kauft – und was er zur Billigkonkurrenz aus Asien sagt.



        <p>Die Freiheit des Campers endet, sobald der Container der Chemietoilette voll ist. Wohin damit? Sascha Gerners Argument für seine Bio-Kompost-Toilette ist deswegen ein ganz praktisches: „Unabhängigkeit von Entsorgungsstationen.“ Nur in solchen Stationen darf das Gemisch von menschlichen Hinterlassenschaften und giftigen Chemikalien entsorgt werden. Abseits von Campingplätzen gibt es solche Stationen kaum.</p> <h2>Im Heck seines Fords-Campingmobils fing alles an</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/foerderung-auch-fuer-eine-camping-toilette-so-viel-geld-fliesst-von-der-eu-nach-baden-wuerttemberg;art417930,12031249" target="_blank" title="Förderung auch für eine Camping-Toilette: So viel Geld fließt von der EU nach Baden-Württemberg">Darum hat Sascha Gerner die chemiefreie Komposttoilette erfunden.</a> Nicht von heute auf morgen, sondern als Ergebnis hartnäckigen Probierens und Konstruierens. 2020 hatte er schließlich ein Produkt, das zuverlässig Flüssiges von Festem trennt. Ein Produkt, das das Feste in Kompost verwandelt, kein Wasser braucht und – wichtig – nicht stinkt. Auch nicht nach Chemie.</p> <p>Was vor rund zehn Jahren im Heck seines Ford-Campingmobils als Tüftelei begann, führt den Ingenieur aus Überlingen jetzt auf die große Bühne. Mit seiner Kompost-Toilette „BioTioo“ steht der Gründer und Chef der Überlinger TIB Produktions GmbH im Finale des Deutschen Nachhaltigkeitspreises (DNP).</p> <p>Die Entscheidung wird am 5. Dezember in Düsseldorf am Ende des zweitägigen DNP-Kongresses verkündet. „Wir hoffen, dass es für den Sieg reicht“, sagt der Ingenieur. Unter den rund 3000 Gästen werden voraussichtlich die Generalsekretärin der Welthandelsorganisation, die EU-Umweltkommissarin oder die Bundestagspräsidentin sein, dazu diverse weitere Forscher, Entscheider und Funktionsträger.</p> <h2>Idee kommt von Bootstoiletten</h2> <p>Das Prinzip, das ihm zum Sieg verhelfen soll, hat die Natur erfunden: Die Fasern der Kokosnuss dämpfen den Aufprall, wenn die Frucht von der Palme fällt. Menschen haben die Faser als vielfältigen Rohstoff entdeckt, aus dem sich zum Beispiel Seile fertigen lassen. Weil sie Feuchtigkeit leicht aufnehmen und wieder abgeben, finden sich die Fasern in Matratzen oder Autositzen. Sie für Komposttoiletten zu benutzen, hat Gerner nicht erfunden, wie er einräumt. Das Prinzip habe es in einer Bootstoilette schon gegeben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So funktioniert die Kokosfaser-Toilette</span><span>In einer Komposttoilette werden flüssige und feste Bestandteile getrennt. Der Feststoffbehälter enthält die Kokosfasern, die Feuchtigkeit binden, Gerüche verhindern und Sauerstoff in das Material bringen. Nach jeder Benutzung sorgt das Rührwerk dafür, dass sich Fäkalien und Fasern gleichmäßig vermischen. Dadurch entsteht eine lockere, belüftete Masse, die Mikroorganismen nach und nach zersetzen. Wärme, Luft und Zeit fördern den biologischen Abbauprozess, bei dem sich die Rückstände langsam in Kompost verwandeln.</span></label></div> <p>Mittlerweile hält Gerner vier Patente auf seine immer weiter aufgerüstete Toilette. Die neueste Variante ist mit einem elektronischen Füllstandsensor ausgerüstet, einem Motor zum Kurbeln des Rührwerks oder einer überarbeiteten Lüftung. „Baukastensystem“, betont Gerner. Wer die Ursprungstoilette aus dem Jahr 2020 besitzt, kann sie auf den neuesten Stand aufrüsten, auch das im Sinne der Nachhaltigkeit. Eine Wegwerftoilette käme dem umweltbewussten Campingfreund nicht in den Sinn.</p> <h2>Bio-Toilette für Schrebergärten, Vans oder Baustellen</h2> <p>Mögliche nachhaltige stille Örtchen abseits des Campings gibt es jede Menge. Schrebergärten, Wochenendhäuschen, Blaulicht-Einsatzorte, Boote oder Baustellen. Eine Toilette aus Überlingen steht mittlerweile in Namibia, eine andere in Madagaskar, wieder eine andere in Australien. Die Welt sei sein Markt, und den gilt es nun zu erobern, sagt Gerner. Er ergänzt aber, dass sein Hauptabsatzmarkt noch der deutschsprachige Raum sei.</p> <p>Schon als die erste Charge der Ursprungstoilette von 2020 in den Handel kam, überstieg die Nachfrage die Produktionskapazität. Einige tausend „BioTioos“ später entsteht die neueste Variante erst einmal in einer limitierten Auflage von 200 Stück, Kostenpunkt 1600 Euro. Gerner hofft mittelfristig auf größere Stückzahlen, die ihm ermöglichen würden, den Preis zu senken. Damit das klappt, ist das Unternehmen auch dank seines Sohns Kolja jetzt in den Sozialen Medien aktiver als zuvor. Außerdem gibt es ein Empfehlungs-Programm für Kunden, über das sich Geld verdienen lässt.</p> <p>„Den Ton angeben im hohen Preissegment“, schwebt Gerner vor. Mit billigen Produkten aus Asien, will er gar nicht erst konkurrieren. Qualität und Ausstattung sollen das Markenzeichen seiner ausschließlich in Deutschland gefertigten nachhaltigen Toilette sein. Im Moment sieht es aus, als funktioniere das. Am Standort in Überlingen baut das Unternehmen an und sucht Personal.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Toiletten-Tüftler auf Erfolgskurs: Sascha Gerners Bio-Klos stehen nun in Afrika und Australien]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 15:50:42 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Das letzte Brot ist geschnitten: Traditionsbäcker Straub schließt Filialen zum 1. November  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/das-letzte-brot-ist-geschnitten-traditionsbaecker-straub-schliesst-filalen-zum-1-november-02-11-25;art372474,12510172 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Tettnanger Betrieb macht zum Monatswechsel dicht. Viele Kunden verabschieden sich am letzten Tag mit einem letzten Besuch. Wie kam es zu dem Aus des Familienunternehmens?  ]]></description>
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          Der Tettnanger Betrieb macht zum Monatswechsel dicht. Viele Kunden verabschieden sich am letzten Tag mit einem letzten Besuch. Wie kam es zu dem Aus des Familienunternehmens?<br>
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        Der Tettnanger Betrieb macht zum Monatswechsel dicht. Viele Kunden verabschieden sich am letzten Tag mit einem letzten Besuch. Wie kam es zu dem Aus des Familienunternehmens?



        <p>„Wir werden es total vermissen, das ist halt noch ein richtiger Bäcker“, sagt Kundin Melanie Reich. Sie ist am Freitag, dem letzten Verkaufstag der Bäckerei Straub, von ihrem Heimatort Dietmannsweiler ins Nachbardorf Laimnau gefahren, um ein letztes Mal bei ihrem Lieblingsbäcker einzukaufen. „Super Qualität, das schmeckt man einfach“, sagt sie, „ich habe auch die optische Vielfalt geliebt, die Herzle und Mäusle.“ Groß ist das Bedauern der Kunden. „Isch des wirklich s‘letschde Mal?“, fragt eine ältere Dame die Verkäuferin hinterm Tresen.</p> <p>In dritter Generation hat Bäckermeister Max Straub zusammen mit seiner Frau Andrea den Betrieb geführt. Vor 50 Jahren ist er als junger Mann eingestiegen, in den vergangenen 30 Jahren führte er den Handwerksbetrieb. Nun also das endgültige Aus, aus Gründen des Personalmangels, wie Andrea Straub sagt: „Wir haben eigentlich zum Jahresende schließen wollen, mussten es aber jetzt vorziehen.“ Es fehle einfach das Fachpersonal in der Backstube: „Ohne Bäcker keine Backwaren“, sagt sie. Mit 68 Jahren ist Max Straub im Rentenalter angekommen, anderweitige Lösungen zur Fortführungen des Betriebs hat es nicht gegeben.</p> <p>Zuletzt hatte man auf den Personalmangel mit eingeschränkten Öffnungszeiten reagiert. Sonntags und Montags blieben das Stammhaus in Tettnang-Laimnau und die sechs Filialen in Friedrichshafen (Ailingen und Löwentalsiedlung), Eriskirch, Wasserburg, Langenargen-Oberdorf, und Kressbronn geschlossen. Vorbei ist mit der Schließung auch der Verkauf von Backwaren auf den Wochenmärkten in Friedrichshafen, Neukirch und Nonnenhorn.</p> <h2>Bäckerzunft unter Druck – aber nicht hoffnungslos</h2> <p>Der Mangel an Fachkräften mache der Branche zu schaffen, sagt Fabian Kloos, Obermeister der Bäcker-Innung Bodenseekreis, das sei aber kein spezielles Problem, sondern betreffe viele Handwerkszweige und die Industrie. Oft finde sich schlicht kein Nachfolger, der einen Betrieb weiterführt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zahl der Bäckereien schrumpft</span><span>Seit Jahren geht bundesweit die Zahl der Bäckereien zurück. Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks gab es vor 60 Jahren rund 55.000 Bäckereien im alten Bundesgebiet. Ende 2017 waren es bundesweit noch 11.347 Betriebe mit 273.700 Beschäftigten. 2024 weist die Statistik 8912 Betriebe mit 235.000 Beschäftigten aus. Der Gesamtumsatz entwickelt sich den Angaben zufolge gegenläufig von 14,5 Milliarden Euro 2017 auf 17,9 Milliarden Euro im Jahr 2024.</span></label></div> <p>Kloos ist überzeugt, dass gutes Bäckerhandwerk weiter gefragt sein wird – trotz der Billigkonkurrenz der Discounter. Es gebe eine Nachfrage nach Qualität und Regionalität, Bäckereien müssten sich auch weiterentwickeln. Mit dem Nachwuchs sehe es unterdessen gar nicht so schlecht aus in der Region, sagt Kloos: „Die Klassen sind voll“, auch dank junger Menschen aus dem Ausland.</p> <h2>Leere Regale am letzten Tag</h2> <p>Die Schließung der Bäckerei Straub zum 1. November sei dann doch überraschend gewesen, heißt es aus Kreisen der Straub-Angestellten. Wie viele Mitarbeitende von der Schließung betroffen sind, darüber macht Max Straub keine Angaben. Ob es eine Chance auf Weiterbeschäftigung unter anderer Regie gibt, sei noch offen. Man sei in Gesprächen mit einem anderen Betrieb, „der manche Filialen vielleicht übernimmt“, sagt Andrea Straub. Wichtig sei ihm auch, dass in Laimnau wieder Brot verkauft werde, so Max Straub.</p> <p>Am letzten Verkaufstag sind am Vormittag die Regale in Laimnauer Verkaufsraum deutlich gelichtet. Kistenweise stapeln sich Tüten mit Backwaren, die Stammkunden geordert haben. Ein Nuss- oder Hefezopf ohne Vorbestellung – keine Chance. Insbesondere dafür nahmen Stammkunden auch etliche Kilometer Anfahrt in Kauf. „Ja, den Nusszopf finde ich auch so lecker, ich hoffe, mein Mann backt mir einen zwischendurch. Dafür waren wir richtig berühmt“, sagt Andrea Straub.</p>]]>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 14:51:34 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gefährliche Überholmanöver auf der B31: Polizei sucht Zeugen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/gefaehrliche-ueberholmanoever-auf-der-b31-polizei-sucht-zeugen;art372474,12510150 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sie soll auf der B31 mit überhöhter Geschwindigkeit überholt, andere Autofahrer geschnitten und zum Ausweichen gezwungen haben: Polizisten stoppen die Hyundai-Fahrerin schließlich und suchen nun Zeugen.  ]]></description>
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          Sie soll auf der B31 mit überhöhter Geschwindigkeit überholt, andere Autofahrer geschnitten und zum Ausweichen gezwungen haben: Polizisten stoppen die Hyundai-Fahrerin schließlich und suchen nun Zeugen.<br>
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        Sie soll auf der B31 mit überhöhter Geschwindigkeit überholt, andere Autofahrer geschnitten und zum Ausweichen gezwungen haben: Polizisten stoppen die Hyundai-Fahrerin schließlich und suchen nun Zeugen.



        <p>Wegen gefährlichen Fahrverhaltens ermittelt die Polizei Überlingen gegen eine 50-Jährige. Die Frau war dem Polizeibericht zufolge am Donnerstag gegen 17.15 Uhr mit einem Hyundai Tucson auf der B31 von Friedrichshafen nach Überlingen unterwegs und überholte zwischen Friedrichshafen und Fischbach mehrfach andere Verkehrsteilnehmer mit überhöhter Geschwindigkeit. Immer wieder soll sie dabei die Überholten geschnitten und zum Ausweichen gezwungen haben. Auch durch dichtes Auffahren soll die Frau aufgefallen sein.</p> <p>Kurz vor Hagnau wurde die Autofahrerin schließlich von der Polizei gestoppt. Zeugen, denen der Hyundai Tucson aufgefallen ist oder die durch das Fahrverhalten der Frau gefährdet wurden, wenden sich unter Telefon 07551/804-0 an die Ermittler.</p>]]>
      </dc:subject>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 14:20:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Eisbahn in Überlingen öffnet wieder: Vergnügen auf scharfen Kufen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/eisbahn-in-ueberlingen-oeffnet-wieder-vergnuegen-auf-scharfen-kufen;art372495,12510127 ]]></link>      <description><![CDATA[  „ÜB on Ice“ am Landungsplatz wird zurzeit aufgebaut. Schlittschuhlaufen mit Seesicht ist vom 7. November bis 6. Januar wieder möglich. Es gibt Neuigkeiten.  ]]></description>
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          „ÜB on Ice“ am Landungsplatz wird zurzeit aufgebaut. Schlittschuhlaufen mit Seesicht ist vom 7. November bis 6. Januar wieder möglich. Es gibt Neuigkeiten.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        „ÜB on Ice“ am Landungsplatz wird zurzeit aufgebaut. Schlittschuhlaufen mit Seesicht ist vom 7. November bis 6. Januar wieder möglich. Es gibt Neuigkeiten.



        <p>Wer gerne Schlittschuh läuft und Pirouetten dreht, der kann sich in wenigen Tagen auf der Kunsteisbahn auf dem Landungsplatz vergnügen. Bis zum Dreikönigstag im neuen Jahr können auf der Eislaufbahn „ÜB on Ice“ – wieder als Teil des Überlinger Winterzaubers – Jung und Alt dem beliebten Wintersport frönen. Gastronomische Angebote sollen dafür sorgen, damit auch Nicht-Schlittschuhläufer die Eisbahn aufsuchen. „Die Tage werden kürzer, es ist wieder Eisbahnzeit“, sagt Reinhard A. Weigelt, Eventmanager, Veranstalter, Betreiber und Erfinder von „ÜB on Ice“. Er betreibt die Eisbahn gemeinsam mit Fieonna Pungg, Pächterin des Kiosks in der Greth.</p> <p>„Über 300 Quadratmeter Eisbahn wie gehabt, es ist vieles ähnlich wie im Vorjahr“, informiert Weigelt. Was ihm wichtig ist neben dem Eislaufvergnügen für die Familien: das nachhaltige Angebot für Speisen und Getränke, „zum Erwärmen von Herz und Seele“, wie es der Eventmanager augenzwinkernd beschreibt.</p> <h2>Preise bleiben konstant</h2> <p>Eröffnung ist am Freitag, 7. November, 19 Uhr, gemeinsam wieder mit den „GuggeVamps“. Was auch gleich bleibt, sind die Preise, „wir sind wider Erwarten nicht teurer geworden“, betont Weigelt. Vormittags können wieder Schulklassen aufs Eis. Da der zeitliche Rahmen aber zeitlich begrenzt, bittet er um rechtzeitige Anmeldung ebenso wie für das freie Eisstockschießen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"> <h2>ÜB on Ice im Überblick</h2> <label><input type="checkbox" /><span>Öffnungszeiten</span><span>Die Eisbahn auf dem Überlinger Landungsplatz ist vom 7. November bis einschließlich 6. Januar 2026 geöffnet. Bis 21. Dezember können Besucher von 13.30 bis 20 Uhr Schlittschuh laufen, ab 22. Dezember von 11.15 bis 20 Uhr (Heiligabend bis 15.30 Uhr, Silvester bis 17.45 Uhr). Die jeweils zweistündigen Eislaufblöcke starten um 13.30 Uhr, 15.45 Uhr und 18 Uhr. Ab 22. Dezember gibt es einen weiteren ab 11.15 Uhr. An den Freitagen 14., 21. und 28 November, 5. und 19. Dezember gibt es jeweils einen weiteren Block von 20.15 bis 22 Uhr als Eisdisco. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre besteht Handschuhpflicht. Die Gastronomie ist täglich ab 11 Uhr geöffnet; am Wochenende bis 22 Uhr geöffnet, Getränke gibt es bis 23 Uhr.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Eisstockmeisterschaft</span><span>Die Vorrundenspiele finden am 9., 10., 12. und 15. Dezember, die Zwischenrunde am 17. und 18. Dezember, das Finale am 20. Dezember statt. Während der Eisstockmeisterschaft entfällt der Eislaufblock um 18 Uhr an mehreren Tagen. Freies Eisstockschießen ist täglich außer am Wochenende ab 20.15 Uhr buchbar. Anmeldungen: Für das freie Eisstockschießen und für Schulklassen unter Telefon 01523/37287219. Für die Stadtmeisterschaft im Eisstockschießen per Mail an „uebonice.eisstockschiessen@gmail.com“ unter Angabe des Mannschaftsnamens, der teilnehmenden Organisation oder Firma, Kontaktperson und Telefonnummer.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Kosten</span><span>Der Eintritt beläuft sich für Kinder auf 3,50 Euro, für Erwachsene auf 6,50 Euro. Die Leihgebühr für Schlittschuhe beträgt für Kinder 3,50 Euro, für Erwachsene 4,50 Euro. Pinguin oder Bobby kosten für 30 Minuten 1 Euro. Handschuhe gibt es für 2 Euro.</span></label></div> <h2>Handschuhpflicht für Kinder und Jugendliche</h2> <p>Was dieses Jahr neu ist: Es besteht Handschuhpflicht für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. „Ohne Handschuhe kommt niemand mehr aufs Eis“, betont Weigelt. „Wer keine dabei hat, kann diese günstig bei uns erwerben.“ Kurz vor Weihnachten, am vierten Advent, ist um 19 Uhr eine Eiskunstlaufshow mit der Eislaufgemeinschaft (EGS) Schaffhausen geplant. „Eintritt natürlich kostenlos“, verspricht Weigelt. „Und die Kinder können nach der Show kostenlos aufs Eis.“ Musikalisch unterhalten werden die „Jungs vom Bodensee“ am Samstag, 29. November, weitere Live-Musik im Dezember ist geplant.</p> <h2>Der Nikolaus kommt zum ersten Mal zur Eisbahn</h2> <p>Ein neuer Höhepunkt wird der 6. Dezember sein, wenn der Nikolaus um 17 Uhr erscheinen und kleine Geschenke verteilen wird. Diesen Programmpunkt hat Weigelt aus dem Weihnachtsmarkt übernommen, als er noch dessen Betreiber war. Die Aktion wird unterstützt vom Wirtschaftsverbund Überlingen. Weiterhin wird es in der Adventszeit einen täglichen Adventskalender geben. „Jedes Kind bekommt um 16 Uhr täglich ein Los und um 17 Uhr öffnen wird das Türchen und dann gibt es etwas zu gewinnen“, erläutert Weigelt. Fieonna Pungg ergänzt: „Kleine Beträge wie Eintrittskarten oder Gutscheine für Geschäfte, einfach, um die Überlinger Händler zu unterstützen.“</p> <h2>Das kulinarische Angebot bleibt, wie es ist</h2> <p>Großen Wert legt der Betreiber nach wie vor auf Nachhaltigkeit und Regionalität, etwa beim gastronomischen Angebot. Hier gibt es eine Neuerung, wonach Fleischkäse und Würstchen jetzt von zwei heimischen Metzgereien geliefert werden. Aber auch beim Strom ist Nachhaltigkeit Trumpf: Mit einem neuen Aggregat und neuen Kältesteuerungen wie schon im Vorjahr wird bis zu rund 40 Prozent weniger Strom verbraucht als in den Jahren zuvor.</p> <h2>Eisstockmeisterschaft lädt zum Mitmachen ein</h2> <p>Ein Höhepunkt soll die 15. Stadtwerk am See-Meisterschaft im Eisstockschießen zwischen dem 9. und 20. Dezember werden, die wie im Vorjahr von Reiner Jäckle moderiert und erstmals auch von der Volksbank Überlingen unterstützt wird. Mitmachen kann jeder, der eine Gruppe mit vier Mitspielern zusammenstellt und sich verbindlich mit Mannschaftsnamen, der teilnehmenden Organisation oder Firma, Kontaktperson und Telefonnummer anmeldet. Der Sieger erhält wieder einen Pokal.</p> <p>„Die Eisbahn verspricht eine Saison voller gemeinsamer Momente, sportlicher Freude und winterlicher Gelassenheit am Seeufer. Wer dem Trubel entfliehen möchte, findet hier eine verlässliche Anlaufstelle für entspanntes Eislaufen und gemütlichen Auszeiten mit Blick aufs Wasser“, fasst Weigelt das Angebot von „ÜB on Ice“ zusammen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Eisbahn in Überlingen öffnet wieder: Vergnügen auf scharfen Kufen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 12:43:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Stadt mit 6000 Einwohnern? Warum Meersburg diesen Titel trägt und das größere Salem nicht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/stadt-mit-6000-einwohnern-warum-meersburg-diesen-titel-traegt-und-das-groessere-salem-nicht;art410936,12510087 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Ort mit der Burg darf sich offiziell als Stadt bezeichnen, größere Kommunen sind „nur“ Gemeinden. Ein Bürgermeister aus dem Bodenseekreis sagt dazu: „Entscheidend sind Inhalte, nicht Etiketten.“  ]]></description>
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          Der Ort mit der Burg darf sich offiziell als Stadt bezeichnen, größere Kommunen sind „nur“ Gemeinden. Ein Bürgermeister aus dem Bodenseekreis sagt dazu: „Entscheidend sind Inhalte, nicht Etiketten.“<br>
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        Der Ort mit der Burg darf sich offiziell als Stadt bezeichnen, größere Kommunen sind „nur“ Gemeinden. Ein Bürgermeister aus dem Bodenseekreis sagt dazu: „Entscheidend sind Inhalte, nicht Etiketten.“



        <p>Die Liste ist nicht lang. Von den 23 Gemeinden im Bodenseekreis sind nur fünf Städte: Friedrichshafen, Überlingen, Markdorf, Tettnang und Meersburg. Letztere sticht dabei mit ihrer Größe heraus. Mit knapp 6000 Einwohnern passt Meersburg nicht unbedingt in das Bild, dass man von einer Stadt hat.</p> <p>Aber die Kleinstadt hat den Titel nicht erst seit gestern, er ist quasi historisch gewachsen. So erläutert die Verwaltung auf Anfrage, dass die heutige Stadt Anfang des 13. Jahrhunderts zum Fürstbistum Konstanz gehörte.</p> <h2>Stadtrecht seit 1299</h2> <p>Seit der Verleihung des Marktrechts im Jahr 1233 habe Meersburg an politischer und militärischer Bedeutung gewonnen, „quasi als Vorposten vor Konstanz“, schreibt Christine Johner, Abteilungsleiterin Kultur und Museum. 1299 wurde Meersburg dann das Stadtrecht verliehen, ein konkretes Ereignis sei dem aber nicht vorausgegangen.</p> <p>Große Vorteile bringt der Titel nicht. „Die Stadt Meersburg ist durch die Verwaltung somit im Städtetag und Gemeindetag vertreten“, so Johner. Zudem habe der Titel sicherlich den Stolz der Bürgerinnen und Bürger damals gestärkt.</p> <h2>Gemeindeordnung stellt Bedingungen</h2> <p>Auch die über 12.000 Einwohner der Gemeinde Tamm (Kreis Ludwigsburg) konnten 2022 stolz sein. Da verlieh die Landesregierung Tamm den Titel Stadt. Demnach ist Tamm eine der Gemeinden, „die nach Einwohnerzahl, Siedlungsform und ihren kulturellen und wirtschaftlichen Verhältnissen städtisches Gepräge tragen“ – diese Bedingungen sind in der baden-württembergischen Gemeindeordnung festgelegt.</p> <p>Konkreter sollten heutzutage infrage kommende Gemeinden <a href="https://im.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilung/pid/von-der-gemeinde-zur-stadt" target="_blank" title="" rel="noopener">laut Landesinnenministerium</a> „Mittelpunkt ihres Verwaltungszentrums“ sein und über 10.000 Einwohner haben. Im Bodenseekreis kämen – was die Einwohnerzahl angeht – nur zwei weitere Gemeinden als mögliche Städte in Frage: Salem (etwa 13.000) und Meckenbeuren (rund 14.000).</p> <h2>Zufrieden als Gemeinden</h2> <p>Allerdings streben beide Gemeinden derzeit keinen Stadttitel an, wie es auf Anfrage heißt. „Wir sind eine selbstbewusste Gemeinde – ländlich, bodenständig und mit starkem Zusammenhalt. Entscheidend sind Inhalte, nicht Etiketten“, so der Salemer Bürgermeister Manfred Härle. Aus Struktur und Einwohnerzahl ließe sich ein Wechsel aber womöglich ableiten, er wäre aber auch mit Aufwand verbunden, etwa bei der Beschilderung oder Formularen.</p> <p>In Meckenbeuren habe es bislang ebenfalls keine Diskussionen über einen Wechsel des Titels geben, die Verwaltung freue sich allerdings über einen anderen Titel: Im Regionalplan ist die Gemeinde als Unterzentrum gelistet, „mit zentralen Versorgungs- und Arbeitsplatzfunktionen“, so Gemeindesprecherin Claudia Beltz.</p> <p>Von Bürgermeister Georg Schellinger heißt es zudem: „Uns geht es in Meckenbeuren nicht um den Titel ‚Stadt‘, sondern darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Wachstum ermöglichen, ohne unsere gewachsene ländliche Struktur und den ausgeprägten Gemeinschaftssinn aufs Spiel zu setzen.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Stadt mit 6000 Einwohnern? Warum Meersburg diesen Titel trägt und das größere Salem nicht]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 11:53:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Tschüss, Pop-up-Gastro! Mit diesem Fazit geht die Saison in Friedrichshafen zu Ende  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/saison-fuer-pop-up-gastro-zu-ende-wie-erfolgreich-waren-die-bars-cafes-und-imbisse;art372474,12510052 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bars, Cafés und Imbisswagen: Die Angebote sollten die Innenstadt in diesem Sommer beleben und die Aufenthaltsqualität verbessern. Ist das gelungen?  ]]></description>
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          Bars, Cafés und Imbisswagen: Die Angebote sollten die Innenstadt in diesem Sommer beleben und die Aufenthaltsqualität verbessern. Ist das gelungen?<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Bars, Cafés und Imbisswagen: Die Angebote sollten die Innenstadt in diesem Sommer beleben und die Aufenthaltsqualität verbessern. Ist das gelungen?



        <p>Viele Monate haben sie ihre Gäste an verschiedenen Plätzen in der Innenstadt bewirtet, jetzt endet die erste reguläre Saison der Pop-up-Gastro in Friedrichshafen. Wie lief es für die Betreiber? Und haben die Angebote den gewünschten Effekt erzielt?</p> <h2>„Minibar“ hat den Weg bereitet</h2> <p>Den Weg hatte die Häfler „Minibar“ im vergangenen Jahr mit einem Testlauf bereitet. Sam und Mike Dilnot hatten ihren Seecontainer auf dem Kirchplatz aufgestellt und Gäste unter freiem Himmel bewirtet. Der Versuch kam so gut an, dass die Stadt Standorte für temporäre Gastronomien auswies. Seit dem Frühjahr machten sich Betreiber mit unterschiedlichen Konzepten ans Werk.</p> <p>„Insgesamt hatten wir wieder ein super Jahr“, freut sich Mike Dilnot. Anfang Mai ging es los und gerade in den ersten Wochen spielte das Wetter besonders gut mit. „Unser erster Tag – der Feiertag am 1. Mai – brachte einen neuen Umsatzrekord“, erzählt der Gastronom. Weniger gut sei das Wetter im Juli und August gewesen und auch der Oktober war kühler als erhofft. „Aber insgesamt hatten wir bisher an 133 von 150 möglichen Tagen geöffnet“, sagt er kurz vor dem Saisonende.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"> <h2>Das sagen Stadtforum und Verwaltung</h2> <label><input type="checkbox" /><span>Stadtforum</span><span>„Wir ziehen eine überwiegend positive Bilanz“, sagt Martin Ruf, Vorsitzender des Stadtforums Friedrichshafen. Das Stadtforum vereint Mitglieder aus Handel, Dienstleistung, Tourismus, Handwerk, Sport und Bildung. Gemeinsam setzen sich die Mitglieder dafür ein, die Stadt weiter voranzubringen. Dass die Pop-up-Gastro mit Elan verwirklicht werden konnte, sei eine sehr gute Entwicklung, auch wenn es für die Betreiber nicht an allen Standorten funktioniert habe. „Nach diesem Jahr gibt es Erfahrungswerte, wo erfolgreiche Standorte mit entsprechender Besucherfrequenz sind“, betont Ruf. Für Friedrichshafen sei die Pop-up-Gastronomie eine gute Ergänzung und Belebung für die Innenstadt. Das Angebot im Außenbereich werde größer und spreche auch andere Gäste an. Auch für die bestehenden Gastronomien biete es Chancen, den öffentlichen Raum als zweites Standbein zu nutzen.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Verwaltung und Stadtmarketing</span><span>Die Verwaltung ist gemeinsam mit der Stadtmarketing GmbH eigenen Angaben zufolge aktuell mit den Wirten der Pop-up-Gastros im Austausch. Für eine Bilanz sei es daher aktuell noch zu früh. Grundsätzlich bewerte man das Angebot positiv, an der einen oder anderen Stelle gebe es noch Verbesserungspotenziale.</span></label></div> <p>Größter Motivator seien dabei die Gäste. „So viele freundliche Gesichter zu sehen, das ist für unser Team immer ein Highlight“, sagt der gebürtige Brite. Man freue sich über Kommentare, wie sehr Einheimische und Besucher die Bar mögen, und wie sehr sie den Kirchplatz aufgewertet hat. „Das war auch eines unserer großen Ziele, als wir dieses Projekt gestartet haben“, so Mike Dilnot.</p> <h2>„Apibar“-Betreiber „durchaus zufrieden“</h2> <p>Auch Christian Mosmann, der ab Mitte Mai mit der „Apibar“ am Gondelhafen zu finden war, ist mit der ersten Saison „durchaus zufrieden“. Natürlich sei der Betrieb sehr wetterabhängig. Schon im Vorfeld war bekannt, dass die Bar nicht den ganzen Sommer am Gondelhafen stehen kann.</p> <p>Zwischen dem 30. Juni und dem 13. August musste sie für das Seehasenfest und das Kulturufer weichen. Für den Betrieb unter freiem Himmel seien das natürlich wichtige Wochen, so Christian Mosmann. Wirtschaftlich habe man gespürt, dass diese Tage fehlen, und auch der zusätzliche Auf- und Abbau für die Unterbrechung sei nicht zu unterschätzen.</p> <p>Von den Gästen habe es ein sehr positives Feedback gegeben. „Wir sind auf jeden Fall an einer Fortsetzung interessiert“, so Mosmann. Am Standort würde man gern festhalten, das Konzept weiter ausbauen. „Zunächst werden wir in diesem Winter aber auf die Bodensee-Weihnacht umziehen“, führt er weiter aus.</p> <h2>Enttäuschung am historischen Pavillon</h2> <p>Weniger rund lief es einige Meter weiter am historischen Pavillon. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/offener-drogenhandel-und-aggressives-verhalten-pop-up-gastronomin-am-bodensee-schmeisst-hin;art372474,12407655" target="_blank" title="„Offener Drogenhandel und aggressives Verhalten“: Pop-up-Gastronomin im Uferpark schmeißt hin">Nicole Bittner</a>, die ihren Imbisswagen dort aufgestellt hatte, zog sich schon kurz nach dem Start vom Projekt zurück. Ihr Team sei mit regelmäßigem Alkoholkonsum und Auseinandersetzungen konfrontiert worden. Alternativstandorte hatten sich ihren Angaben zufolge als nicht praktikabel erwiesen.</p> <p>Am Adenauerplatz hatte Danijela Palos ihre mobile Bar am Gründonnerstag zum ersten Mal geöffnet und bis Ende Juli betrieben. Teil ihres Konzepts war, dass Jugendliche hier Gastro-Luft schnuppern können. „Ich bin froh, dass wir mitgemacht haben“, sagt sie. Sie sei zufrieden und die Jugendlichen hätten tolle Erfahrungen gesammelt.</p> <h2>Keine Fortführung des bestehenden Konzepts</h2> <p>Eine Fortsetzung wird es für sie 2026 in dieser Form trotzdem nicht geben. „Ich liebe die Gastronomie, aber ich konnte die mir selbst gesteckten Ziele nicht erreichen“, bilanziert Danijela Palos. Als hauptberufliche Lehrerin sei das zeitlich nicht möglich. Sie könne sich dennoch vorstellen, dass ihr kleiner Gastrowagen wieder ein Ort der Begegnung auf dem Platz werden kann. „Ich könnte mir dafür eine Zusammenarbeit mit Vereinen, Initiativen oder Gastronomen vorstellen“, erklärt sei.</p> <p>Das habe sie auch dem Stadtmarketing mitgeteilt. Ob etwas daraus wird, müsse sich zeigen, der Adenauerplatz sollte auf jeden Fall nicht wieder in den Dornröschenschlaf fallen. „Anfangs hat es doch eine ganze Weile gedauert, bis es hier ins Laufen gekommen ist, der Platz ist bisher einfach wenig frequentiert worden“, sagt sie.</p> <h2>Noch mehr Ideen fürs kommende Jahr</h2> <p>Mike Dilnot bedankt sich bei der Stadt und beim Stadtmarketing für die Zusammenarbeit. Baugenehmigung und Gaststättenerlaubnis seien schnell und unkompliziert bearbeitet worden.</p> <p>In Kürze zieht der Container für die Vorweihnachtszeit auf den Romanshorner Platz um und auch 2026 haben die Gastronomen der „Minibar“ längst im Blick. „Wir werden auf jeden Fall wieder dabei sein.“ Alle Lizenzen und Genehmigungen seien schon da und der Saisonstart ist wieder für den 1. Mai geplant. Dann vielleicht mit „noch mehr Kultur und Unterhaltung auf dem Platz“, sagt Mike Dilnot. Dafür werde man das Gespräch mit den zuständigen Stellen suchen.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 11:35:34 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Fledermaus über Oberschwaben! Piloten vom Bodensee malen Halloween-Gruß auf den Radar  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/fledermaus-ueber-oberschwaben-piloten-vom-bodensee-fliegen-halloween-gruss;art410936,12510035 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sascha Kern wirbt mit einer kreativen Maßnahme um neue Mitglieder für einen Flugsport-Verein aus Immenstaad. Die Routenplanung machte ChatGPT, die Umsetzung war aber gar nicht so einfach.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Sascha Kern wirbt mit einer kreativen Maßnahme um neue Mitglieder für einen Flugsport-Verein aus Immenstaad. Die Routenplanung machte ChatGPT, die Umsetzung war aber gar nicht so einfach.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/fledermaus-ueber-oberschwaben-piloten-vom-bodensee-fliegen-halloween-gruss;art410936,12510035]]></guid>
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        Sascha Kern wirbt mit einer kreativen Maßnahme um neue Mitglieder für einen Flugsport-Verein aus Immenstaad. Die Routenplanung machte ChatGPT, die Umsetzung war aber gar nicht so einfach.



        <p>Der grüne Strich zieht sich vom Bodensee bis kurz unter Biberach, dann läuft er plötzlich geschwungen weiter und auf der Karte entsteht eine Form: eine Fledermaus, passend zu Halloween.</p> <p>Die grüne Linie wurde aber nicht etwa händisch in die Karte eingetragen. Sie spiegelt die Route eines Leichtflugzeugs wider, das am Mittwoch am Flughafen Friedrichshafen gestartet ist. Zu sehen ist <a href="https://www.flightradar24.com/data/aircraft/ph-mlu#3cdfcb7c" target="_blank" title="" rel="noopener">die Route bei Flightradar24</a>. Das Flugzeug, eine Socata TB-10 Tobago, gehört dabei der Flugsportgemeinschaft Dornier Immenstaad, die wiederum Teil der Airbus-Betriebssportgemeinschaft ist.</p> <h2>Werbung für den Verein</h2> <p>Zweiter Vorstand der Flugsportgemeinschaft ist Sascha Kern, ihn erreicht der SÜDKURIER telefonisch und schnell stellt sich heraus: Der 49-Jährige war der Pilot des Fledermausflugs. Er hat die Route gemeinsam mit seinem Co-Piloten Armin Schulz geflogen. „Wir dachten, lasst uns mal ein bisschen Werbung machen für den Verein“, so Kern. Aktuell habe der Verein 14 Mitglieder, da sei noch Luft nach oben.</p> <p>Mithilfe von Künstlicher Intelligenz habe sich Kern daher eine Flugroute erstellen lassen. Aber: „Einfach ein Foto hochladen und eine Flugroute daraus machen, geht nicht.“ Es habe also mehrere Anläufe mit ChatGPT gebraucht, bis eine passende Route erstellt war. Herausfordernd sei gewesen, in einer realistischen Dimension zu planen, ohne in Sperrzonen zu geraten. So kam es, dass das Zentrum der Fledermausroute bei Biberach an der Riß lag.</p> <h2>Fledermaus-Ohren sind knifflig</h2> <p>Die geplante Route dann zu fliegen, sei unter anderem wegen des Windes ebenfalls nicht ohne Herausforderungen gewesen. „Die Ohren und die Flügelspitzen sind ziemlich knifflig“, sagt Sascha Kern. Da er sich so auf die Route konzentriert habe, habe Co-Pilot Schulz den Funk übernommen. Bei Flightradar24 lässt sich ablesen, dass das Flugzeug zwischen 14 und 16 Uhr unterwegs war. Kern bestätigt, dass sie etwa zwei Stunden gebraucht haben.</p> <p>Vom Boden aus ließe sich die Route nicht ausmachen, sie wird nur auf dem Radar deutlich. Die Grafik des Flugs hat Kern, der bei Airbus im Einkauf arbeitet, auch im Intranet des Unternehmens veröffentlicht – mit einem Verweis auf die Comic-Figur Batman, dessen Symbol die Fledermaus ist. Der Verein freue sich aber auch über externe Mitglieder, sagt Sascha Kern.</p> <h2>Nicht die erste Radar-Zeichnung</h2> <p>Dass Flugzeuge mit kreativen Routen zeichnen, ist dabei nicht neu. 2017 etwa hat Airbus im Rahmen eines Testflugs quer durch Deutschland einen Christbaum auf den Radar gemalt. Auch Herzen oder gar die Form eines Flugzeugs haben Piloten in der Vergangenheit bereits auf Karten hinterlassen.</p> <p>Den Flug von Sascha Kern und Armin Schulz hat Flightradar24 sogar <a href="https://x.com/flightradar24/status/1983563020090384824?t=qpOJRE_Cqzn8IknOZGSGSw&amp;s=03" target="_blank" title="" rel="noopener">auf dem sozialen Netzwerk X geteilt</a> – ebenfalls mit einem Hinweis auf Batman und das „Bat Signal“ (zu Deutsch: Fledermaus-Signal), mit dem sich der Superheld in der Comic-Welt rufen lässt.</p> <p></p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 17:08:03 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehr als Halloween-Deko und Suppengemüse: Entdecken Sie diese Kürbis-Leckereien vom Bodensee!  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/mehr-als-halloween-deko-und-suppengemuese-entdecken-sie-kuerbis-leckereien-von-rund-um-den-bodensee;art410936,12509583 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Gemüse gehört zum Herbst wie bunte Blätter und gemütliche Abende. Rund um den Bodensee entsteht Vieles aus dem Gewächs – vom Kaffeegetränk über Brotaufstriche bis hin zum Cocktail.  ]]></description>
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          Das Gemüse gehört zum Herbst wie bunte Blätter und gemütliche Abende. Rund um den Bodensee entsteht Vieles aus dem Gewächs – vom Kaffeegetränk über Brotaufstriche bis hin zum Cocktail.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/mehr-als-halloween-deko-und-suppengemuese-entdecken-sie-kuerbis-leckereien-von-rund-um-den-bodensee;art410936,12509583]]></guid>
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        Das Gemüse gehört zum Herbst wie bunte Blätter und gemütliche Abende. Rund um den Bodensee entsteht Vieles aus dem Gewächs – vom Kaffeegetränk über Brotaufstriche bis hin zum Cocktail.



        <p>Der „Pumpkin Spice Latte“ (auf Deutsch: „Kürbis-Gewürz-Latte“) ist längst ein Klassiker der Herbstsaison. In den USA bekommt man das Heißgetränk an jeder Straßenecke, am Bodensee man allerdings etwas suchen. Im Secret Café in Friedrichshafen bietet Maria Arnaldos den Latte schon seit einiger Zeit an.</p> <p>Dort steht das Getränk aus aufgeschäumter Milch mit Espresso und hausgemachten Kürbissirup ganz oben auf der Karte. Daneben der Hinweis: „Nur solange der Vorrat reicht“</p> <h2>So funktioniert der „Pumpkin Spice Latte“</h2> <p>An manchen Tagen ist das beliebte Getränk schnell ausverkauft. „Viele kommen extra deswegen hierher“, erzählt Maria Arnaldos. „Nach unserem Urlaub haben wir schon Nachrichten bekommen, wann es den Latte endlich wieder gibt.“</p> <p>Den Kürbissirup stellt Maria Arnaldos mittlerweile selbst her. Dafür kocht sie Hokkaido-Kürbis mit Zucker, püriert die Masse und verfeinert sie anschließend mit Gewürzen. Welche genau, bleibt ihr Geheimnis. „Eine eigene Mischung“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Typischerweise enthält „Pumpkin Spice“ meist Zimt, Ingwer, Nelken, Muskat und Piment.</p> <p>Für den Latte verteilt sie zunächst den Kürbissirup im Glas, gießt dann die aufgeschäumte Milch hinein und toppt das Ganze mit einem kräftigen Espresso. Zum Schluss verziert sie den Milchschaum noch mit etwas Sirup – und das herbstliche Getränk ist fertig.</p> <h2>Kürbis im Cocktailglas – der „Spiced Pumpkin Espresso Martini“</h2> <p>Auch Philipp Lang, <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/traumjob-cocktail-mixer-dieser-25-jaehrige-vom-bodensee-hat-seine-leidenschaft-zum-beruf-gemacht;art410936,12462980" target="_blank" title="Mit 25 Jahren den Traumjob gefunden: Wie Philipp Lang vom Cocktail mixen leben kann">mobiler Bartender aus der Region</a>, hat den Kürbis für seine Cocktails entdeckt. Für den Herbst hat er sich etwas Besonderes überlegt: einen Espresso Martini mit Kürbispüree.</p> <p>Dafür kocht er 200 Gramm Kürbis und püriert die Masse anschließend mit zwei Esslöffeln braunen Zucker. Dazu kommen eine Prise Salz, ein halber Teelöffel Ingwer, das Mark einer halben Vanilleschote und zum Schluss ein halber Teelöffel Zimt – „Hier lieber sparsam sein“, rät Lang. Das fertige Püree wird durch ein Sieb oder Mulltuch gestrichen und hält im Kühlschrank etwa fünf bis sechs Tage.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Kürbisernte 2025</span><span>Trotz Trockenheit und Blattlausbefall können Kürbisfans in Baden-Württemberg mit guter Qualität rechnen, auch wenn die Erntemenge etwas geringer ausfällt. Auf rund 759 Hektar wurden im vergangenen Jahr im Südwesten etwa 11.600 Tonnen Kürbisse geerntet, vor allem Hokkaido, Butternut und Riesenkürbis. Wegen eines Virus zeigen manche Exemplare grüne Flecken, die laut Experten völlig unbedenklich sind. Halloween-Kürbisse spielen beim Anbau dagegen kaum eine Rolle, viele Sorten landen als Speisekürbis in der Küche. (dpa)</span></label></div> <p>Für den Drink mixt Philipp Lang 30 Milliliter von dem Kürbispüree mit jeweils 30 Milliliter Wodka und Kahlúa (Kaffeelikör) sowie mit zehn Milliliter frisch gebrühtem Espresso. „Wenn das Püree etwas zu würzig schmeckt, einfach das Verhältnis zwischen Espresso und Püree anpassen“, erklärt er. „So bleibt der Drink ausgewogen, ohne an Charakter zu verlieren.“</p> <p>Alle Zutaten kommen dann in einen Shaker, Eis dazu und kräftig schütteln. „Etwa 20 Sekunden, bis sich ein cremiger Schaum bildet“, sagt Lang. Anschließend den Drink doppelt abseihen: erst durch ein Barsieb, dann durch ein Feinsieb, um Eis- und Kürbisreste zu entfernen.</p> <p>Den herbstlichen Drink serviert Lang dann in einer vorgekühlten Martinischale. Als Dekoration empfiehlt er ein kleines, ausgehöhltes Kürbisstück, das leicht angetrocknet auf den Schaum gesetzt wird. Und fertig ist der herb-süße „Spiced Pumpkin Espresso Martini“.</p> <h2>Kürbishummus, Kürbismarmelade oder gebrannte Kürbiskerne</h2> <p>In der Küche erlebt das orangefarbene Gemüse schon seit Jahren ein großes Comeback. Die Einsatzmöglichkeiten sind dabei so vielseitig wie die Sorten selbst: von der Pasta über die Quiche bis hin zum Kuchen.</p> <p>Auf dem Stotz Hof in Markdorf spielt der Kürbis eine große Rolle – nicht nur auf der Speisekarte, sondern auch im Hofladen. Was dort verkauft wird, findet in den Gerichten Verwendung, wie Bruno Stotz erzählt.</p> <p>Neben Klassikern wie Kürbiskernöl oder Pesto überrascht das Sortiment mit ungewöhnlichen Kreationen, etwa ein herzhafter Kürbishummus aus Hokkaido, der sich als Brotaufstrich oder Dip eignet. Oder der „Kürbistraum“, eine Marmelade aus Muskatkürbis und Apfelpüree.</p> <p>„Ich sage immer: Alles, was man aus Kartoffeln machen kann, geht auch mit Kürbis“, sagt Bruno Stotz. Besonders beliebt ist der Hokkaido, weil er mit Schale verarbeitet werden kann und somit unkompliziert ist. Im Hofcafé hat das Team schon einiges ausprobiert: von Ketchup aus Kürbis bis hin zu einem „Pumpkin Spice Cheesecake“.</p> <p>Neu im Sortiment sind dieses Jahr Spezialitäten aus Kürbiskernen: Schokolade mit Kürbiskernstückchen oder geröstete Kerne in Sorten wie Zimt, Ingwer oder Chili. „Eigentlich wie gebrannte Mandeln“, sagt Bruno Stotz. Verwendet werden dafür spezielle Kerne ohne feste Schale, gewonnen aus dem Ölkürbis.</p> <p>Der Kürbis-Trend hat sich laut Bruno Stotz mittlerweile gefestigt. „Eine schöne Entwicklung“, findet er. Das Gemüse ist regional, preiswert, lange lagerfähig und kommt fast immer aus heimischem Anbau – ganz ohne Importe. „Viele Kunden greifen noch nach den Klassikern“, sagt der Landwirt. „Aber irgendwann muss man ja anfangen, Neues auszuprobieren.“</p> <p></p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Bodenseekreis]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Mehr als Halloween-Deko und Suppengemüse: Entdecken Sie diese Kürbis-Leckereien vom Bodensee!]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 16:40:20 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[No Angels-Konzert abgesagt: Milchwerk Musik Festival fällt komplett ins Wasser  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/no-angels-konzert-abgesagt-milchwerk-musik-festival-faellt-komplett-ins-wasser;art372455,12509562 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das heiß erwartete Konzert der Popgruppe wandert von Radolfzell nach Friedrichshafen. Schuld ist der Wasserschaden im Milchwerk. Der Veranstalter bemängelt fehlende Klarheit des Bauamtes.  ]]></description>
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          Das heiß erwartete Konzert der Popgruppe wandert von Radolfzell nach Friedrichshafen. Schuld ist der Wasserschaden im Milchwerk. Der Veranstalter bemängelt fehlende Klarheit des Bauamtes.<br>
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        Das heiß erwartete Konzert der Popgruppe wandert von Radolfzell nach Friedrichshafen. Schuld ist der Wasserschaden im Milchwerk. Der Veranstalter bemängelt fehlende Klarheit des Bauamtes.



        <p>Es hätte ein Höhepunkt im Radolfzeller Veranstaltungskalender werden sollen. Der Auftritt der Casting-Band No Angels am 2. August 2026 im Milchwerk. Doch nun ist dieses Konzert und die komplette Konzertreihe des Milchwerk Musik Festivals abgesagt. Die No Angels spielen stattdessen in Friedrichshafen im Graf-Zeppelin-Haus. In Radolfzell bleibt es derweil still im Milchwerk.</p> <p>Grund für die Absage ist der Wasserschaden im Radolfzeller Veranstaltungshaus. Ein Wasserschlauch war geplatzt, etliche Stunden lief Wasser in das Milchwerkfoyer. Nun muss es aufwändig saniert werden, um wieder Gäste empfangen zu können. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/schock-fuer-radolfzell-das-milchwerk-muss-monatelang-gesperrt-werden-26-09-25;art372455,12488732" target="_blank" title="Schock für Radolfzell: Das Milchwerk muss monatelang gesperrt werden">Die Arbeiten sollen im März beginnen und bis zu sechs Monate dauern.</a> So richtig weiß das die Stadtverwaltung zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Der Plan für die Sanierungsarbeiten werde Ende November bis Anfang Dezember abschließend erstellt, informiert die Pressestelle auf Nachfrage. Allerdings werde man die Dauer des Trocknungsprozesses erst abschätzen können, wenn der Boden geöffnet wurde.</p> <h2>Keine klare Aussage aus dem Bauamt</h2> <p>Unklarheiten und grobe Zeitpläne – Dinge, für die Veranstalter Wolfgang Frey von der Live Stage Entertainment GmbH aktuell keine Zeit aufbringen konnte. „Irgendwann hat man eine Frist, in der man klar sagen muss, ob man den Termin mit dem Künstler machen kann oder nicht – und aus Radolfzell hatte ich keine eindeutige Antwort erhalten“, so Frey. Für den Konzertveranstalter war dann klar: Er muss sich eine neue Halle suchen, wenn er die durch die Castingshow Popstars berühmt gewordene Popgruppe No Angels in die Region holen möchte.</p> <p>Etliche Wochen habe er mit dem Fachbereich Kultur nach einer Lösung gesucht, ob das Konzert trotz Wasserschaden und Sanierungsarbeiten irgendwie trotzdem im Milchwerk stattfinden könnte. „Wir wären zu Kompromissen bereit gewesen, das Foyer gastronomisch nicht zu bespielen oder andere Optionen“, sagt Frey.</p> <h2>Veranstaltungen nur mit geringer Personenzahl</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/nach-wasserschaden-im-milchwerk-kann-der-saal-waehrend-der-sperrung-genutzt-werden;art372455,12495568" target="_blank" title="Nach Wasserschaden im Milchwerk: Kann der Saal während der Sperrung genutzt werden?">Eine Teilnutzung der Halle sei allerdings laut Stadtverwaltung eher schwierig</a>: „Aufgrund fehlender sanitärer Einrichtungen und Fehlen eines barrierefreien Zugangs wären lediglich Veranstaltungen mit geringer Personenzahl möglich“, so die Auskunft. Für Frey war besonders ärgerlich, dass er keine klare Zu- oder Absage aus dem städtischen Bauamt erhalten habe. Das Kulturbüro hingegen beschreibt er als sehr engagiert, eine Lösung zu finden.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Hier gibt es Karten für die No Angels</span><span>Der Vorverkauf für die „TwentyFive Live“-Tour 2026 beginnt. Eine Karte für das Konzert im Graf-Zeppelin-Haus kostet über Eventim 67,10 Euro. Der Verkaufsstart bei Reservix hat bereits begonnen. Und so ganz ohne Festival muss Radolfzell auch nicht auskommen: Vom 3. bis 6. Juni findet am Radolfzeller Konzertsegel das Seefestival statt. Die Brass-Band Querbeat hat ihr Kommen schon bestätigt.</span></label></div> <p>Die Radolfzeller Stadtverwaltung hingegen beteuert, alle Veranstalter umgehend informiert zu haben. Zwar habe man den Schaden einige Monate nicht kommuniziert und mit Trocknungsarbeiten versucht, der Lage Herr zu werden. Erst als danach klar wurde, wie gravierend der Wasserschaden ausgefallen ist und dass eine umfassende Sanierung anstehe, habe man Veranstalter und Kunden des Milchwerks über eine Dauer der Sperrung von bis zu sechs Monaten informiert. „Bei einem derzeit angestrebten Sanierungsbeginn Ende März 2026 können Veranstaltungen im Großen Saal im August und September noch nicht zugesagt werden“, erklärt die städtische Sprecherin Annabell Hauck.</p> <h2>Ohne Milchwerk kein Milchwerk-Festival</h2> <p>Für Wolfgang Frey ist dies auch die Absage des gesamten Festivals. „Ohne Milchwerk gibt es auch kein Festival“, sagt er. Die anderen für das Festival bereits angefragten Künstler sollen ebenfalls in andere Hallen der Region verschoben werden. Als positiven Nebeneffekt sieht er die Größe des Graf-Zeppelin-Hauses in Friedrichshafen: Da könne man mehr Personen unterbringen.</p> <p>Auch der Fachbereich Kultur hat aktuell alle Hände voll zu tun, die Veranstaltungen zwischen März und September, die im Milchwerk geplant waren, auf die umliegenden Hallen der Ortsteile umzuplanen. Doch müssten auch einzelne Veranstaltungen abgesagt werden. Dieser Prozess sei noch nicht ganz abschlossen, heißt es aus der Stadtverwaltung abschließend.</p>]]>
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    </item>
    <item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 16:32:22 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Volle Betten, halbleere Weingläser: So war der Tourismus-Sommer 2025 am Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/so-war-der-tourismus-sommer-am-bodensee-fuer-hotels-und-gastronomie-05-11-25;art410936,12509556 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Touristenzahlen im Bodenseekreis bleiben auf hohem Niveau – doch in Restaurants und Hotels zeigt sich Zurückhaltung. Das sagen Touristiker, Hotelbetreiber und Branchenexperten zur Entwicklung in der Branche.  ]]></description>
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          Die Touristenzahlen im Bodenseekreis bleiben auf hohem Niveau – doch in Restaurants und Hotels zeigt sich Zurückhaltung. Das sagen Touristiker, Hotelbetreiber und Branchenexperten zur Entwicklung in der Branche.<br>
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        Die Touristenzahlen im Bodenseekreis bleiben auf hohem Niveau – doch in Restaurants und Hotels zeigt sich Zurückhaltung. Das sagen Touristiker, Hotelbetreiber und Branchenexperten zur Entwicklung in der Branche.



        <p>Die Gastronomie und Hotellerie im Bodenseekreis zieht nach dem Sommer eine gemischte Bilanz. Ute Stegmann, Geschäftsführerin der Deutschen Bodensee Tourismus (DBT), blickt positiv auf die vergangene Sommersaison am See zurück: „Das war eine gute Saison. Wir konnten unser seit Jahren stabiles, hohes Niveau halten.“</p> <h2>So viele Übernachtungen gab es im Sommer am See</h2> <p>Nachdem es im vergangenen Jahr im Juni, Juli und August 1,33 Millionen Übernachtungen im Landkreis gegeben hatte, waren es im laufenden Jahr 2025 ein paar Tausend mehr. Wichtig dabei: Die Zahlen umfassen nur die großen Betriebe mit mehr als acht Betten. Ein Wachstum ist vor allem bei Touristen aus dem Ausland erkennbar. Fast jeder achte Gast kam nicht aus Deutschland.</p> <p>„Wir haben dieses Jahr spürbar mehr Fremdsprachen am Bodensee gehört. Niederländisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch“, sagt Stegmann. Dabei liege der Fokus der DBT eigentlich auf dem deutschsprachigen Markt.</p> <h2>Gästekarte ist Erfolgsmodell</h2> <p>Zur Attraktivität der Region als Tourismusdestination trage derweil auch die Echt BodenseeCard bei. „Sie ist ohne Einschränkungen ein echtes Erfolgsmodell“, so Stegmann. „Manche Urlauber buchen sogar noch einmal auf andere Gemeinden um, wenn sie merken, dass sie die Gästekarte nicht in ihrem Urlaubsort bekommen.“</p> <p>Insbesondere die kostenlose Nutzung des Nahverkehrs sei ein großes Thema – trotz Deutschlandticket, wie Stegmann betont. „Das Urlaubsverhalten hat sich geändert“, berichtet Stegmann. „Durch das Ticket fahren viele Touristen kleinere Ausflugsziele an, die sie sonst nicht auf dem Schirm gehabt hätten.“</p> <h2>„Der zweite oder dritte Wein wird nicht mehr bestellt“</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/wetter-macht-es-der-gastronomie-nicht-immer-leicht-so-lief-der-sommer-fuer-restaurants-am-bodensee-06-10-25;art410936,12490076" target="_blank" title="Wetter macht es der Gastronomie nicht immer leicht: So lief der Sommer für Restaurants am Bodensee">Horst Müller, Vorsitzender des Dehoga-Verbands im Bodenseekreis und Betreiber des Hotels ‚Zur Winzerstube‘, berichtet von einem ‚diversen Bild‘</a>. In einer Vorstandssitzung hätten ihm etwa 15 Wirte vom See unterschiedliche Eindrücke vom Sommergeschäft geschildert. „Es kommt sehr darauf an, wo die Betriebe beheimatet sind“, sagt Müller. „Bei den meisten Gastronomiebetrieben war der Sommer wetterbedingt durchwachsen.“</p> <p>Das spiegele sich vor allem darin wider, dass es eine gewisse Konsumzurückhaltung gebe. Die Betriebe seien früher am Abend leer als noch vor ein paar Jahren. „Da hat der Service teils fast Minusstand“, so Müller. „Der zweite oder dritte Wein – oder gar die ganze Flasche – wird nicht mehr bestellt.“ Auch beim Essen geben sich die Gäste offenbar mit weniger zufrieden: „Es wird eher das kleinere oder günstigere Gericht genommen.“</p> <h2>Gäste bleiben immer kürzer</h2> <p>Ein anderes Bild bietet sich Müller zufolge bei den Beherbungsbetrieben: „Da lief die Vermietung ordentlich“, berichtet der Inhaber des Boutiquehotels „Zur Winzerstube“. Aber: „Die Verweildauer wird kürzer. Bei uns in Hagnau lag der Durchschnitt früher bei fünf Nächten, jetzt nur noch bei vier.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Menschen verzichten immer häufiger auf Restaurantbesuch</span><span>Die Gastronomie verzeichnete von Januar bis August 2025 einen Umsatzrückgang von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Valentin Weislämle, Tourismusforscher der DHBW Lörrach, erklärt das Phänomen auch mit der Bedürfnispyramide: „Auf einen Restaurantbesuch können viele eher verzichten als auf einen Urlaub. Wenn sie essen gehen, entscheiden sich vor allem Familien häufig für ein günstigeres oder kleineres Gericht, um Kosten zu sparen und dennoch in den Urlaub gehen zu können.“</span></label></div> <p>Probleme machen Müller die Stornierungen. Wie bei den meisten seiner Kollegen kann man in seinem Hotel bis 30 Tage vor Anreise kostenfrei stornieren. Danach fallen Gebühren an. „Die Gäste tun sich immer schwerer, das einzuhalten“, sagt der Hotelier. Zählen kann er auf seine Stammkunden: „Die sind treu, während Neugäste eher flexibel buchen und stornieren wollen. Da müssen wir uns was einfallen lassen.“</p> <h2>Ist die Bodenseeregion zu beliebt?</h2> <p>Sind diese Probleme nur am See ein Thema? „Nein“, entgegnet Valentin Weislämle, Professor an der DHBW Lörrach. Er sieht die Region vielmehr in einer komfortablen Situation: „Der Bodensee ist als Ferien- und Ausflugsdestination attraktiv. Relativ gesehen steht die Region besser da als viele andere Teile Deutschlands.“ Er sieht sogar eher das Problem des sogenannten Overtourism – also dass zu viele Menschen auf einem Fleck Urlaub machen wollen.</p> <p>Zurückhaltung beim Konsum sei überall festzustellen, berichtet der Studiengangsleiter des Tourismusstudiengangs. „Nach Corona gab es einen Nachholeffekt, aber jetzt haben die Preise endgültig durchgeschlagen.“ Insgesamt seien die Preissteigerungen über dem Inflationsniveau. „Bei über 30 Euro für einen Hauptgang ist vor allem für Familien eine Schmerzgrenze erreicht.“</p> <h2>Gaststättensterben geht weiter</h2> <p>In den vergangenen sechs Jahren mussten laut Branchenverband Dehoga in Baden-Württemberg 3200 Betriebe schließen. Weislämle prophezeit ein noch heftigeres Gaststättensterben in den kommenden Jahren: „Es wird eine Trennung des Angebots geben. Überleben werden nur Betriebe, die entweder einen überdurchschnittlichen Service bieten oder vermehrt auf Convenience umstellen.“</p> <p>Denn vor allem der Personalmangel macht der Gastronomie zu schaffen: Die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe ist im Vergleich zu 2024 um 3,2 Prozent zurückgegangen. „Die Lösung: dicht machen oder auf Kantinenstil umstellen“, sagt der Lörracher Dozent. „Das können Convenience-Produkte sein, Selbstbedienung oder Serviceroboter.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 16:26:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach dem Durchschnitt-Oktober bleibt‘s mild! So wird das November-Wetter am Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/was-bringt-der-november-2025-am-bodensee-so-wird-das-wetter-in-den-naechsten-wochen-31-10-25;art410936,12509539 ]]></link>      <description><![CDATA[  Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.  ]]></description>
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          Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.<br>
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        Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.



        <p>Weder goldener Oktober noch grauer Dauerregen: Das Wetter am Bodensee hat sich in diesem Jahr ganz brav an die Statistik gehalten. Die Daten des Wetterkontors spiegeln ein Musterbeispiel für durchschnittliches Herbstwetter.</p> <p>Meteorologe Jürgen Schmidt: „Mit 62 Litern pro Quadratmeter lag der Niederschlag fast genau im Soll.“ Auch die Temperatur wich nur um 0,2 Grad Celsius ab. „Bei den Sonnenstunden lagen wir um neun Prozent über dem 30-jährigen Mittel.“ 110 Stunden Sonnenschein hatte der zehnte Monat des Jahres zu verzeichnen – am Freitag kommen sogar noch ein paar dazu.</p> <h2>So geht es im November weiter</h2> <p>Mild geht es nun auch im November weiter: „Wir werden in den nächsten Wochen immer deutlich über der Zehn-Grad-Marke liegen“, prophezeit Schmidt. Konkret wird sich das Thermometer bei zwischen zwölf und 15 Grad Celsius einpendeln. „Nachts kühlt es auf milde sechs bis neun Grad ab.“</p> <p>Der Meteorologe erwartet auch zur Monatsmitte keinen Wintereinbruch: „Tendenziell werden die Werte dann um zehn Grad liegen, nachts können sie auf teilweise vier oder fünf Grad sinken.“ Auch Nachtfrost sei im Verlauf des Novembers möglich. Schnee sei genauso wie lang anhaltende Regenfälle derzeit nicht in Sicht, so Schmidt. Allerdings wird es in den kommenden Tagen und Wochen wieder öfter nebelig im Bodenseeraum.</p> <h2>Meteorologe macht sich keine Sorgen um Hurrikan „Melissa“</h2> <p>Mit Blick auf das Feiertagswochenende zum Monatswechsel sagt der Geschäftsführer des Wetterkontors einen freundlichen Samstag und einen verregneten Sonntag vorher. „In der nächsten Woche beruhigt sich das Wetter dann wieder“, berichtet Schmidt. Regen erwartet Schmidt dabei vorerst nicht.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/panorama/hurrikan-melissa-wuetet-in-der-karibik-mehr-als-30-tote;art409965,12509287" target="_blank" title="Hurrikan „Melissa“ wütet in der Karibik – mehr als 30 Tote">Der derzeit heiß diskutierte Hurrikan ‚Melissa</a>„ bereitet ihm derweil keine Sorgen. Panik hält der Wetterfachmann für unbegründet: „Der Hurrikan zieht jetzt in Richtung Nordatlantik und trifft am Montag auf Island. Auf den Britischen Inseln wird dann ein etwas stärkerer Wind zu spüren sein. Bei uns wird sich der Hurrikan aber kaum bemerkbar machen.“</p> <h2>Wassertemperaturen bescheren milde Temperaturen</h2> <p>Einen vorsichtigen Blick auf den meteorologisch am ersten Dezember beginnenden Winter wagt Jürgen Schmidt ebenfalls: „Die Langfristprognose sagt einen milden Winter voraus.“ Das liege an den verhältnismäßig hohen Wassertemperaturen. „Die wirken sich auch auf die Außentemperaturen aus“, erklärt der Diplom-Meteorologe. Zudem käme viel warmer Wind aus westlicher Richtung.</p> <p>Grundsätzlich gelte, dass es in der dunklen Jahreszeit viel Wind brauche, um höhere Temperaturen zu erzeugen, so Schmidt. Denn: „Die Sonne steuert dem Tiefpunkt entgegen und ist dementsprechend sehr schwach. Von den Sonnenstrahlen kann man im Winter also nicht viel erwarten.“</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Wetter Unwetter Klimakatastrophen thema-natur-wetter thema-natur-umwelt audience-bodensee]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Nach dem Durchschnitt-Oktober bleibt‘s mild! So wird das November-Wetter am Bodensee]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 15:14:42 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Liebesbetrüger wickeln zwei Menschen vom Bodensee um den Finger  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/liebesbetrueger-wickeln-zwei-menschen-vom-bodensee-um-den-finger;art410936,12509469 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sie täuschen Liebe vor, sind aber auf Geld aus: Nachdem sogenannte Love Scammer jüngst zwei Opfer im Bodenseekreis gefunden haben, warnt die Polizei erneut vor dieser Betrugsmasche.  ]]></description>
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          Sie täuschen Liebe vor, sind aber auf Geld aus: Nachdem sogenannte Love Scammer jüngst zwei Opfer im Bodenseekreis gefunden haben, warnt die Polizei erneut vor dieser Betrugsmasche.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/liebesbetrueger-wickeln-zwei-menschen-vom-bodensee-um-den-finger;art410936,12509469]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Sie täuschen Liebe vor, sind aber auf Geld aus: Nachdem sogenannte Love Scammer jüngst zwei Opfer im Bodenseekreis gefunden haben, warnt die Polizei erneut vor dieser Betrugsmasche.



        <p>Beide dachten, im Internet die Liebe gefunden zu haben, beide sind jedoch an Betrüger geraten. Die Polizei im Bodenseekreis ermittelt derzeit in zwei Fällen von sogenanntem Love Scamming – Liebesbetrug – und warnt in diesem Zusammenhang vor der Betrugsmasche.</p> <p>Ein 53-Jähriger aus dem Bereich Kressbronn wurde über eine Social-Media-Plattform von jemandem kontaktiert, der sich als 32-Jährige aus Italien ausgab. Im Laufe des Chats gab diese Bekanntschaft vor, in eine finanzielle Notlage geraten zu sein. Der Mann ließ ihr dem Polizeibericht zufolge daraufhin mehrere hundert Euro in Form von Guthaben-Karten zukommen. Erst als die vermeintliche Liebesbekanntschaft immer mehr Geld forderte, wurde er misstrauisch und erstattete Anzeige.</p> <p>Über eine Datingplattform hat eine 58-Jährige aus Meckenbeuren den vermeintlichen Verehrer kennengelernt, der sich letztlich als Betrüger entpuppte. Als sie mangels eigener Mittel auf Geldforderungen nicht einging, wurde dieser Betrüger den Ausführungen der Polizei zufolge besonders kreativ: Er ließ sie Bilder eines Ausweisdokuments schicken. Mithilfe der Daten bestellte der Betrüger dann offenbar hochwertige Mobiltelefone an die Anschrift der 58-Jährigen und bat die Frau, die Pakete an eine Anschrift im Ausland zu senden. Sie wurde erst misstrauisch, als der vermeintliche Liebhaber sie dazu bewegen wollte, unter ihrem Namen Bankkonten für ihn einzurichten.</p> <h2>Frau muss mit Rechnungen und Mahnungen rechnen</h2> <p>Finanzieller Schaden entstand der Frau nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei zwar noch nicht. „Die Rechnungen oder Mahnungen für die über ihren Namen gekaufte Ware oder die darüber abgeschlossenen Verträge dürften jedoch nicht lange auf sich warten lassen“, heißt es weiter.</p> <p>Informationen zum Thema Love Scamming und Tipps, wie sich Betrüger rechtzeitig erkennen lassen, sind auf <a href="https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/" target="_blank" title="" rel="noopener">der Webseite der polizeilichen Kriminalprävention</a> zu finden. Wer selbst Opfer von Liebesbetrügen geworden ist, sollte laut Polizei Anzeige erstatten.</p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Polizei Eigentumsdelikte Betrug Fahndung thema-sicherheit-kriminalitaet]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Liebesbetrüger wickeln zwei Menschen vom Bodensee um den Finger]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 15:06:47 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Verbraucher sind maximal verunsichert": Werden die Gasnetze in der Region stillgelegt?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/verbraucher-sind-maximal-verunsichert-werden-die-gasnetze-in-der-region-stillgelegt-31-10-25;art416,12509450 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bis 2040 soll das Land klimaneutral werden. Die Vorgaben dafür sind aber unklar. Für Gaskunden könnte es in mehrerer Hinsicht teuer werden. Wie sich die Stadtwerke in der Region positionieren.  ]]></description>
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          Bis 2040 soll das Land klimaneutral werden. Die Vorgaben dafür sind aber unklar. Für Gaskunden könnte es in mehrerer Hinsicht teuer werden. Wie sich die Stadtwerke in der Region positionieren.<br>
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        Bis 2040 soll das Land klimaneutral werden. Die Vorgaben dafür sind aber unklar. Für Gaskunden könnte es in mehrerer Hinsicht teuer werden. Wie sich die Stadtwerke in der Region positionieren.



        <p>Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral werden, Baden-Württemberg schon bis 2040 – geht diese Entscheidung zulasten der Kunden von Gasnetzen? Laut einer aktuellen Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) will nach aktuellen Planungen fast jedes fünfte Stadtwerk sein Gasnetz stilllegen und auf Fernwärme und Wärmepumpen setzen.</p> <p>46 Prozent der Befragten antworteten, dass für sie noch nicht feststehe, was mit ihrem Gasnetz passiert. Was bedeutet das für Menschen, die heute mit Gas heizen? Wir haben uns umgehört, wie der Stand bei Stadtwerken und kommunalen Energieversorgern in der Region ist.</p> <h2>Das ist die Ausgangslage</h2> <p>Der Gasausstieg ist Teil des deutschen Ziels, bis 2045 klimaneutral zu werden, Baden-Württemberg hat sich dieses Ziel bereits für 2040 gesetzt. Ab dem 1. Januar 2045 verbietet das Klimaschutzgesetz in Deutschland Heizungen mit fossilem Erdgas oder Öl zu betreiben. Stattdessen dürfen nur noch erneuerbare Energien wie grüne Gase, Fernwärme oder Wärmepumpen genutzt werden.</p> <h2>Bodenseekreis</h2> <p>Ein Sprecher des Stadtwerks am See, dem größten Energieversorger im Bodenseekreis, bemängelt fehlende Planungssicherheit durch unklare Vorgaben aus Berlin und Brüssel. Man plane derzeit gemeinsam mit benachbarten Energieversorgern die Möglichkeiten eines Wasserstoffnetzes, das aber aufgrund der geringen Verfügbarkeit, des hohen Preises und durch Engpässe beim Netz nur sehr eingeschränkt eine Alternative für Privathaushalte bieten könne.</p> <p>Seit Jahrzehnten baue man Wärmenetze. Es bleibe allerdings ein hohes wirtschaftliches Risiko, das die Stadtwerke tragen. „Die Gasversorgung wird noch auf absehbare Zeit benötigt“, stellt der Sprecher klar, auch wenn man schon seit Langem den Umbau von fossilen auf regenerative Energieträger forciere.</p> <p>Wann der richtige Zeitpunkt sei, Umstellungen beim Gasnetz vorzunehmen, hänge von rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Man können daher derzeit keine belastbare Aussage über die Zukunft der Gasnetze des Stadtwerks am See machen.</p> <h2>Hochrhein</h2> <p>Die Stadtwerke Bad Säckingen verweisen auf die Vorgaben des Bundes. Die Konzession für das Gasnetz in Bad Säckingen laufe noch bis 2032, offen sei, ob man es nochmals betreiben dürfe. „In den nächsten Jahren werden wir die Investitionen in das Gasnetz zurückfahren und uns mehr auf den Unterhalt konzentrieren“, so ein Sprecher.</p> <p>Man versuche, das Wärmenetz im Ortskern weiter auszubauen, um den Kunden Alternativen bieten zu können. In den Gebieten, wo es sich nicht wirtschaftlich darstellen lasse, habe der Kunde die Wahl zwischen Wärmepumpe oder sonstigen erneuerbaren Wärmequellen. Man gehe davon aus, dass auch nach 2040 das Gasnetz mit grünen Gasen teilweise in Betrieb bleibe.</p> <p>Die Stadtwerke Wehr können als Eigentümer des örtlichen Stromnetzes sowie des Wärmenetzes keine Aussagen zur Zukunft des Gasnetzes treffen. Das Ziel sei es, die Stromnetze zukunftsfähig auszubauen – allerdings könne man nicht an jeder Stelle eine komplett neue Infrastruktur aus dem Boden stampfen, weshalb es in den nächsten Jahren einen Mix aus verschiedenen Wärmeerzeugungsarten geben müsse.</p> <h2>Konstanz</h2> <p>Ein Sprecher der Stadtwerke Konstanz erklärt, dass man derzeit an der zukünftigen Gasversorgung erarbeite. Eine der möglichen Optionen sei die Umstellung des Erdgasnetzes auf Wasserstoff. Man sei aber noch am Anfang. Kunden müssten aber nicht befürchten, von heute auf morgen von der Energieversorgung abgeschnitten zu werden, da man einen Versorgungsauftrag habe, versucht der Sprecher zu beruhigen.</p> <h2>Schwarzwald</h2> <p>Die Stadtwerke Villingen-Schwenningen (SVS) raten ihren Kunden, sich mit alternativen Heizungsarten auseinanderzusetzen, wenn in den nächsten Jahren ein Austausch der Heizung anstehe. Denn die Vorgaben des Landes bedeuteten, dass Erdgas in den kommenden 15 Jahren als Energieträger vollständig ersetzt werden soll – auch bei den SVS. Alternativen seien neben dem Wärmenetz auch Wärmepumpen.</p> <p>Eine Sprecherin der EGT Energie mit Sitz in Triberg gibt an, dass man bereits mit zahlreichen Kommunen zur Wärmeplanung in Abstimmung stehe. Die bestehenden Gasnetze würden momentan auf Wasserstoffeignung geprüft. Ein Rückbau von Leistungsabschnitten sei aktuell nicht in Planung.</p> <h2>Stockach</h2> <p>Bei den Stadtwerken Stockach ist derzeit kein vorzeitiger Ausstieg aus der Versorgung mit Erdgas geplant. Zum jetzigen Zeitpunkt lasse sich noch nicht abschließend sagen, ob ein vollständiger Ausstieg aus Erdgas erfolgen werde oder ob eine schrittweise Umstellung auf alternative Energieträger zur Klimaneutralität führe, so ein Sprecher.</p> <h2>Radolfzell</h2> <p>Eine Stilllegung des Gasnetzes ist bei den Stadtwerken Radolfzell nicht geplant. Gas bleibe ein wichtiger Bestandteil der Energieversorgung, man treibe aber auch den Ausbau des Wärmenetzes voran. Gasnetze werde man so lange betreiben, wie der Kunde es wolle und der Gesetzgeber dies zulasse, so eine Sprecherin.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>VKU kritisiert Unklarheiten</span><span>609 Stadtwerke und kommunale Energieversorger befragte die VKU zur Zukunft ihrer Gasnetze – keines davon gab an, aktuell Investitionen in die Umrüstung oder Stilllegung der Gasnetze zu planen. VKU-Geschäftsführer Ingbert Liebing kritisiert, dass derzeit noch viele Fragen offen sind, etwa wer die Kosten für die Stilllegung von Gasnetzen trägt oder ob Betriebe auch nach 2045 noch gasförmige Energieträger wie Wasserstoff beziehen können. „Je näher das Jahr 2045 mit dem Ende der Erdgasversorgung rückt, desto größer ist die Gefahr eines Flickenteppichs und erheblichen Verunsicherungen bei den Verbrauchern“, sagt Liebing.</span></label></div> <h2>Überregionale Energieversorger</h2> <p>Bei der Netze BW, dem Netzbetreiber der EnBW in Baden-Württemberg, bestehen aktuell keine Pläne, Gasverteilnetze oder Teile davon stillzulegen.</p> <p>Auch der südbadische Versorger Badenova gibt vorerst Entwarnung. Eine generelle Stilllegung des Gasnetzes sei nicht geplant, sagt ein Unternehmenssprecher. Man arbeite derzeit an drei Wegen der klimaneutralen Energieversorgung: „Dem Ausbau des Stromnetzes, um mehr Wärmepumpen im Einfamilienhausbereich in eher ländlichen Wohnlagen zu ermöglichen. Dem Ausbau der Nah- und Fernwärme in urbanen Räumen und damit verbunden dem Ausbau regenerativ erzeugter grüner Wärme sowie hybride Lösungen mittels grüner Gase und Wasserstoff für Industriekunden“, erklärt der Sprecher.</p> <p>Ein Sprecher der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) geht davon aus, dass ein großer Teil der Gasnetze mit Ende der Erdgasnutzung stillgelegt werde, aber wohl später als im derzeit anvisierten Ausstiegsjahr.</p> <h2>Das sagt die Verbraucherzentrale</h2> <p>Matthias Bauer ist Abteilungsleiter Bauen, Wohnen, Energie der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Er sieht „gewaltige Herausforderungen“ beim Ziel, bis 2040 ohne fossile Brennstoffe auszukommen. Die zunehmende Nutzung von Wärmepumpen und der Ausbau der Wärmenetze werde dazu führen, dass stetig mehr Haushalte erneuerbare Energien nutzen, was die Gasnetze für die Gasversorger unwirtschaftlich werden lasse.</p> <p>Auf Nutzer von Erdgas sieht er mehrere Probleme zukommen. Ein Grund ist die einfache Rechnung: „Je weniger Kunden die Gasinfrastruktur nutzen, umso teurer wird der Gasbezug für jeden einzelnen Nutzer.“ Auch die Kosten für den Abbau von Gaseinzelanschlüssen kritisiert er, diese seien teilweise kostenlos, manche Anbieter würden aber auch Preise von über 7000 Euro verlangen.</p> <p>Aufgrund der undurchsichtigen Lage tut sich Bauer schwer damit, den Verbrauchern Tipps zur Vorgehensweise zu geben, dafür brauche es erst einen rechtlichen Rahmen. Den zu schaffen, sei eine Aufgabe, die der Gesetzgeber bisher versäumt habe, weswegen an vielen Stellen mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit an der Energiewende gearbeitet werde. Deswegen stellt er klar: „Verbraucher sind maximal verunsichert.“ Auch brauche es eine soziale Abfederung, um die Nutzer mitzunehmen, denn, wie er sagt: „Das Ganze wird teuer.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 14:22:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wechsel an der Spitze: Stephanie Morath leitet künftig den Caritasverband Linzgau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/wechsel-an-der-spitze-stephanie-morath-leitet-kuenftig-den-caritasverband-linzgau;art372495,12509417 ]]></link>      <description><![CDATA[  Detlef Kappes, der die Funktion interimsmäßig innehatte, übergibt nun die Führung an die 46-jährige Sozialarbeiterin. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER blickt sie in die Zukunft.  ]]></description>
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          Detlef Kappes, der die Funktion interimsmäßig innehatte, übergibt nun die Führung an die 46-jährige Sozialarbeiterin. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER blickt sie in die Zukunft.<br>
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        Detlef Kappes, der die Funktion interimsmäßig innehatte, übergibt nun die Führung an die 46-jährige Sozialarbeiterin. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER blickt sie in die Zukunft.



        <p>Für Detlef Kappes ist es bereits das zweite Mal, dass er sich in die Rente verabschiedet. Der Interims-Geschäftsführer des Caritasverbands für das Dekanat Linzgau übergibt zum 1. November die Leitung an Stephanie Morath. Der Übergang ist gut vorbereitet – was man von Kappes Dienstbeginn im Mai 2024 nicht behaupten kann. Nachdem seine Vorgängerin sich ziemlich abrupt entschlossen hätte „beruflich getrennte Wege zu gehen“, wie er es ausdrückt, erreichte ihn die dringende Bitte, in Überlingen einzuspringen. Da war er bereits seit über drei Jahren Rentner.</p> <p>Vorher hat er 27 Jahre lang den Caritasverband in Kinzigtal geleitet und kann deshalb einen großen Erfahrungsschatz einbringen. „Einen Verband entwickeln, das kannte ich und bin bestens vertraut mit den Caritasstrukturen“, sagt Detlef Kappes. Er schuf neue Strukturen, gestaltete die Arbeit intern neu und intensivierte die Vernetzung mit anderen Einrichtungen sowie den kommunalen Partnern. Dazu initiierte er das Format der „sozialpolitischen Gespräche“, das letztes Jahr erstmals im Vorfeld des Bundestagswahlkampfs mit zwei Politikern in der Tafel stattfand.</p> <h2>Detlef Kappes sieht großes Potenzial in Sozialarbeiterin</h2> <p>Gleichzeitig bereitete Detlef Kappes seine Nachfolge vor. Stephanie Morath ist seit fast 13 Jahren bei der Caritas in Überlingen tätig. Hier war die 46-jährige Sozialarbeiterin, die Mutter von drei Kindern im Teenageralter ist, für die Schwangerenberatung zuständig und übernahm später zusätzlich die Leitung der Sozialen Dienste. „Ich habe mir das lange überlegt“, berichtet Stephanie Morath. „Es hat mir imponiert, wie Herr Kappes hier Stabilität reingebracht und den Mitarbeitern der Caritas mehr Selbstvertrauen gegeben hat.“ Daran möchte sie anknüpfen.</p> <p>Ihr Vorgänger ist auch als Coach tätig und weiß, wie man Führungskräfte entwickelt. Er wies sie auf ihre Stärken hin, motivierte und förderte sie. „Da habe ich mir die nächste Entwicklungsstufe zugetraut“, beschreibt sie den Prozess. Und nennt einen Aspekt, der ihr wichtig ist: „Der Verband funktioniert nur, wenn die Mitarbeiter gute Arbeit machen und das auch zurückgemeldet wird.“</p> <h2>Warum der Verband einen neuen Namen bekommt</h2> <p>Stephanie Morath hat sich bereits einige Ziele gesetzt. Sie will weiter sozialpolitische Gespräche initiieren, zum Beispiel mit anderen Verbänden bei der kommenden Landtagswahl. „Die Caritas kann sich zu politischen Themen melden und für Menschen sprechen, die das selbst nicht können, die keine Lobby haben“, sagt sie.</p> <p>Dazu möchte sie den Verband weiterentwickeln. Als Erstes wird er im Januar einen neuen Namen bekommen, aus dem das Wort Dekanat gestrichen wird. Das sei aber vor allem der Entwicklung in der Kirche geschuldet. „Eines der großen Themen ist die Wohnungslosenhilfe“, betont Stephanie Morath. „Da müssen wir bei der Finanzierung dranbleiben.“ Damit meint sie das Projekt „Klar zur Wende“, das seit 2023 maßgeblich vom Europäischen Sozialfonds gefördert wird. Vorhabenträger ist die Stadt Überlingen, die Caritas leistet die soziale Arbeit. Für die im September 2026 auslaufende Förderung wird derzeit eine Anschlussfinanzierung gesucht.</p> <h2>Keine Utopie mehr: Beratung via Video</h2> <p>Als weiteres Thema nennt die designierte Geschäftsführerin ältere Menschen in schwierigen Lebenssituationen und eine ortsnahe Pflege zu Hause und in Heimen. Auch hier bemühen sie sich zusammen der Sozialstation Bodensee und dem Spital- und Spendfonds um Projektförderung. Dabei möchten sie neue Dinge ausprobieren, wie zum Beispiel die Telepflege, bei der pflegende Angehörige Beratung und Anleitung zum Einsatz von Hilfsmitteln per Videogespräch bekommen. Das Thema Altenpflege wird mehr Raum einnehmen, ist Morath sicher. „Prognosen sagen voraus, dass innerhalb der kommenden acht Jahre die Zahl der pflegebedürftigen Menschen rapide steigen wird“, berichtet Morath. „Wir brauchen neue Ideen!“ Die Caritas beabsichtigt, sich hier in entsprechenden Projekten einzubringen, die bereits in der Antragsphase, aber bis jetzt nicht spruchreif sind.</p> <p>Nach den Herausforderungen gefragt, verweist Stephanie Morath auf aktuelle politische Diskussionen beziehungsweise Sparplänen. „Was auf Bundesebene passiert, zum Beispiel mit dem Bürgergeld, merken wir direkt“, sagt sie. „Es geht um das Thema Armut.“ Die Auswirkungen aller Verschärfungen träfen alle Sozialverbände, die Anlaufstelle der Menschen mit sehr geringem Einkommen sind. Für viele von ihnen ist heute schon die Sozialstation die letzte Möglichkeit, der Überschuldung oder Wohnungskündigung zu entgehen, weil eine Nachzahlung der Energiekosten ansteht oder die Waschmaschine kaputt ist. Die Caritas kann hier manchmal mit Mitteln aus einem Energie-Fonds helfen, auf die beide Kirchen Zugriff haben. „Wir bieten Menschen in schwierigen Situationen auch psychosoziale Beratung an oder helfen ganz praktisch mit einem Lebensmittelgutschein weiter“, berichtet Stephanie Morath weiter.</p> <h2>Stephanie Morath arbeitet weiter in Teilzeit</h2> <p>Wie ihr Vorgänger wird auch Stephanie Morath die neue Aufgabe in Teilzeit übernehmen. Die gebürtige Überlingerin, die vor dem Wechsel zur Caritas in der Heimschule Kloster Wald sowie in Tuttlingen tätig war, bleibt weiter für die sozialen Dienste zuständig. Diese umfassen die Wohnungslosenhilfe, den Caritas-Sozialdienst, die Migrationsberatung, die Schwangerenberatung und die Altenhilfe. Die Tafelkoordination macht sie gerade kommissarisch, bis eine Nachfolge gefunden wird. Zum Überlinger Standort gehört noch die psychologische Beratungsstelle.</p> <p>Der Verband sei „sehr gut aufgestellt“, findet Stephanie Morath. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und bin gespannt“, blickt sie voller Zuversicht in die Zukunft. Detlef Kappes gibt zu, Überlingen mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu verlassen. „Die Arbeit war toll hier, das hat gut gepasst.“ Vor dem Übergang in die Rente hat er keine Angst, das hat er ja schon einmal hinbekommen.</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2><strong>Sozialpolitische Gespräche</strong></h2> www.caritas-linzgau.de</div>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 09:11:05 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Schwierig“: So bewertet MCB-Chef Jan-Ove Faust die Zukunft der Klinik Tettnang  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/schwierig-so-bewertet-mcb-chef-jan-ove-faust-die-zukunft-der-klinik-tettnang-31-10-25;art410936,12509309 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach Jahren des Hin und Her steht der Medizin Campus Bodensee vor der Planinsolvenz – und mit ihm die Zukunft des früheren Kreiskrankenhauses. Aus Sicht des neuen Geschäftsführers ist das Schicksal des Hauses ungeklärt.  ]]></description>
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          Nach Jahren des Hin und Her steht der Medizin Campus Bodensee vor der Planinsolvenz – und mit ihm die Zukunft des früheren Kreiskrankenhauses. Aus Sicht des neuen Geschäftsführers ist das Schicksal des Hauses ungeklärt.<br>
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        Nach Jahren des Hin und Her steht der Medizin Campus Bodensee vor der Planinsolvenz – und mit ihm die Zukunft des früheren Kreiskrankenhauses. Aus Sicht des neuen Geschäftsführers ist das Schicksal des Hauses ungeklärt.



        <p>Vor zwölf Jahren wechselte die Klinik Tettnang erneut den Besitzer. Bereits 2005 hatte der Bodenseekreis sein damaliges Kreiskrankenhaus an die Waldburg-Zeil-Kliniken verkauft und lediglich fünf Prozent der Anteile behalten. „Nur durch die Privatisierung ist die Zukunft der Klinik Tettnang als Akutkrankenhaus gesichert“, erklärte der damalige Landrat Siegfried Tann die Entscheidung des Kreistags.</p> <h2>Zurück in kommunale Verantwortung</h2> <p>Zehn Jahre später folgte die Rolle rückwärts. Im Dezember 2014 übernahm das Klinikum Friedrichshafen die Anteile von Waldburg-Zeil an der Klinik Tettnang und damit das ehemalige Kreiskrankenhaus. Der Bodenseekreis blieb Minderheitsgesellschafter. Für Tettnangs damaligen Bürgermeister Bruno Walter war es „der richtige Zeitpunkt, um die Zukunft des Krankenhauses langfristig zu sichern“. In kommunaler Hand.</p> <p>Im Tausch erhielten die Waldburg-Zeil-Kliniken 4,5 Prozent der Anteile am Klinikum Friedrichshafen. Damit war die erste Kooperation eines private Reha-Trägers mit einer kommunalen Klinik in Baden-Württemberg perfekt. Zusammen mit dem 2020 insolventen Krankenhaus 14 Nothelfer in Weingarten bildete man den Medizin Campus Bodensee (MCB).</p> <h2>Planinsolvenz rückt näher</h2> <p>Jetzt steht der Verbund vor dem Aus. Die MCB-Geschäftsleitung bereitet die Planinsolvenz der beteiligten Gesellschaften vor. Die Stadt Friedrichshafen will sich zum Jahresende aus der Trägerschaft zurückziehen. Seit der Corona-Pandemie steigen die Verluste stetig. Für 2024 rechnet die Klinikleitung mit einem Rekorddefizit von 26,5 Millionen Euro. 22,2 Millionen Euro davon müsste die Zeppelin-Stiftung als Betriebskostenzuschuss tragen. Eine Belastung, die auf Dauer nicht mehr finanzierbar ist.</p> <h2>Was wird aus der Klinik Tettnang?</h2> <p>Während das Klinikum Friedrichshafen – egal unter welcher Trägerschaft – als bedarfsnotwendig gilt, stellt sich nun die Frage: Was wird mit der Klinik Tettnang? Noch im Dezember 2024 bestand der Plan, hier eines von 21 neuen Primärversorgungszentren in Baden-Württemberg aufzubauen.</p> <p>Die Idee: Ambulante und stationäre Hilfen werden verknüpft – vom Hausarzt über den niedergelassenen Facharzt bis zum ambulanten OP-Zentrum und eben dem Krankenhaus. 260.000 Euro Fördermittel standen bereit, doch das Projekt kam nicht voran. Dabei verfügt die Klinik seit 2023 über ein hochmodernes OP-Zentrum mit sieben Sälen, mit Millionen vom Land mitfinanziert.</p> <h2>Offene Zukunft – und wenig Hoffnung</h2> <p>Aus der Sicht des neuen MCB-Geschäftsführers Jan-Ove Faust ist die Frage zur Zukunft der Klinik Tettnang offen. Im Planinsolvenzverfahren wird nun geprüft, ob es Interessenten für Tettnang gibt. Doch ein Krankenhaus dieser Größenordnung sei „nur schwer fortzuführen“, ordnet der Klinikchef ein. „Der Fortbestand der Klinik Tettnang ist schwierig.“</p> <h2>Alte Schulden, neuer Druck</h2> <p>Damit schließt sich der Kreis zum Landkreis Bodensee, der mit der Privatisierung vor 20 Jahren den Grundstein für die künftige Entwicklung legte. Und der bis heute Mitgesellschafter des Tettnanger Krankenhauses ist. Wohl wissend, dass das Klinikum Friedrichshafen mit der Übernahme der Klinik Tettnang 2015 auch Altschulden des vorigen Trägers übernehmen und abbezahlen musste.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Daten &amp; Fakten zur Klinik Tettnang</span><span>Die Klinik wurde 1953 als Kreiskrankenhaus eröffnet und hat zirka 160 Betten und 500 Beschäftigte. Fachbereiche sind Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie/Geburtshilfe und Anästhesie. Seit 2023 gibt es ein Ambulantes OP-Zentrum mit sieben Sälen. Gesellschafter der Klinik Tettnang sind das Klinikum Friedrichshafen (95 Prozent der Anteile) und der Bodenseekreis (5 Prozent). Aktuell ist die Klinik Bestandteil des angestrebten Planinsolvenzverfahrens beim Medizin Campus Bodensee. Die Perspektive ist unklar.</span></label></div> <p>Laut Geschäftsbericht wies der MCB für 2023 immer noch Verbindlichkeiten gegenüber der Waldburg-Zeil-Kliniken aus, die sich auf 2,9 Millionen Euro summierten. Im Vorjahr standen 3,4 Millionen Euro in den Büchern. Auch diese Altschulden werden im Insolvenzverfahren abgewickelt. Waldburg-Zeil ist damit – genau wie die Stadt Friedrichshafen selbst – Gläubiger in diesem Verfahren.</p> <h2>Politische Entscheidung mit Folgen</h2> <p>Wer künftig Betriebskosten, Investitionen und Defizite der Kliniken in Friedrichshafen und vielleicht auch Tettnang bezahlt, ist nun politische Verhandlungssache. Klar ist: Entscheidungen fallen nicht ohne Folgen für die regionale Versorgung. Ausgehandelt wird das letztlich zwischen den künftigen Trägern der Kliniken.</p> <p>Geschäftsführer Faust warnt davor, die Debatte allein auf die Finanzen zu fokussieren. „Ich würde mir wünschen, dass diskutiert wird, wie die künftige medizinische Versorgung aussieht und was man von ‚seinem‘ Krankenhaus erwartet. Diese Diskussion kommt aus meiner Sicht bisher viel zu kurz.“ Der Spielraum sei begrenzt – eine Insolvenz die Ultima Ratio.</p>]]>
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      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 08:36:22 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Das sind die neun am besten bewerteten Restaurants in Markdorf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/ranking-das-sind-die-neun-am-besten-bewerteten-restaurants-in-markdorf-31-10-2025;art372484,12509300 ]]></link>      <description><![CDATA[  Kässpätzle, Pizza oder Linsen Dal? Die Gastronomie in Markdorf bietet eine große Auswahl. Hier sind die Restaurants mit den besten Bewertungen – laut Google und Tripadvisor.  ]]></description>
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          Kässpätzle, Pizza oder Linsen Dal? Die Gastronomie in Markdorf bietet eine große Auswahl. Hier sind die Restaurants mit den besten Bewertungen – laut Google und Tripadvisor.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/ranking-das-sind-die-neun-am-besten-bewerteten-restaurants-in-markdorf-31-10-2025;art372484,12509300]]></guid>
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        Kässpätzle, Pizza oder Linsen Dal? Die Gastronomie in Markdorf bietet eine große Auswahl. Hier sind die Restaurants mit den besten Bewertungen – laut Google und Tripadvisor.



        <p>Wer in Markdorf auf der Suche nach einem Restaurant ist, wird schnell fündig. Orientiert man sich an den Bewertungen von Tripadvisor und Google, steht der Landgasthof Linde an oberster Stelle. Vor genau zehn Jahren haben die Schwestern Julia Boßhart und Carina Steimle den Familienbetrieb übernommen.</p> <p>Die beiden Chefinnen behalten Online-Bewertungen im Blick – wenn auch unterschiedlich intensiv. „Meine Schwester guckt da öfter rein als ich“, sagt Juniorchefin Julia Boßhart und lacht. Über positive Bewertungen freuen sich die beiden, aber auch in Kritik sieht sie etwas Gutes: „Da kann man durchaus etwas draus mitnehmen.“</p> <p>Trotzdem sei es Julia Boßhart lieber, wenn Gäste bei Problemen oder Unzufriedenheit noch vor Ort etwas sagen. „So können wir direkt reagieren.“ Als Wettbewerb sieht sie solche Rankings nicht: „In Markdorf haben wir so tolle Gastronomen, die sich anstrengen. Das ist eher ein nettes Miteinander statt ein großer Konkurrenzkampf.“</p> <h2>1. Landgasthof Linde</h2> <p>Was gibt es?<a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/wo-die-ganze-familie-mit-anpackt-der-landgasthof-linde-an-der-b33-27-08-25;art372484,12467462" target="_blank" title="Wo die ganze Familie mit anpackt: Der Landgasthof Linde an der B33"> Kurz vor Markdorf in der Ortschaft Hepbach liegt der Landgasthof Linde direkt an der B33.</a> Auf der Karte stehen neben schwäbischen Klassikern wie Zwiebelrostbraten oder hausgemachte Kässpätzle auch vegetarische und vegane Gerichte auf der Karte. Außerdem gibt es eine wechselnde Tageskarte mit saisonalen Spezialitäten.</p> <p>Wie sind die Bewertungen? Bei TripAdvisor gibt es 4,6 Sterne bei 54 Bewertungen: 37 „Ausgezeichnet“, 14 „Gut“, 3 „Durchschnittlich“, 0 „Mangelhaft“ und 0 „Ungenügend“. Bei Google schneidet die Linde mit 4,7 von 5 Sternen bei 845 Bewertungen sehr gut ab, allerdings fließen hier ebenso Hotelbewertungen ein.</p> <p>Was schreiben die Gäste? „Ulrike S“ gibt volle Punktzahl: „Sehr freundliche Bedienung und super leckeres Essen.“ Auch User „Unterwegs“ kann die Linde nur empfehlen: „Ein guter Landgasthof, der einen Umweg lohnt.“</p> <h2>2. Schwanenstüble</h2> <p>Was gibt es?<a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/ein-schwan-macht-noch-keinen-sommer;art372484,12460637" target="_blank" title="Ein Schwan macht noch keinen Sommer"> Das Schwanenstüble befindet sich direkt am Markplatz und bietet eine große Auswahl an regionalen und internationalen Gerichten.</a> Von Falafelbowl über gebackenen Rotbarsch bis hin zum Schwabenteller findet sich vieles auf der Speisekarte.</p> <p>Wie sind die Bewertungen? Das Schwanenstüble erhält auf Tripadvisor 4,5 Sterne mit insgesamt 105 Bewertungen, davon 67 „Ausgezeichnet“, 30 „Gut“, 4 „Durchschnittlich“, 3 „Mangelhaft“ und 1 „Ungenügend“. Ähnlich sieht es bei Google aus: hier gibt es bei 565 Bewertungen 4,6 Sterne.</p> <p>Was schreiben die Gäste? „Sehr schöne Außengastronomie und sehr gutes Essen“ schreibt „Tobias S“. Für Nutzer „Peter Nilhofer“ ist das Restaurant ein Geheimtipp in Markdorf: „Die Speisen waren von sehr guter Qualität und Geschmack war top. Wenn ich dort in der Gegend bin, werde ich einkehren.“</p> <h2>3. Restaurant Untertor</h2> <p>Was gibt es? Wie der Name verrät, liegt das Restaurant im alten Stadttor. Auf der Speise stehen verschiedene saisonale Vorspeisen sowie Fisch- und Fleischspezialitäten wie argentinisches Roastbeef oder gegrilltes Zanderfilet.</p> <p>Wie sind die Bewertungen? Bei Tripadvisor vergeben 42 User eine Bewertung von insgesamt 4,6 Sternen, davon 31 „Ausgezeichnet“, 8 „Gut“, 2 „Durchschnittlich“, 1 „Mangelhaft“ und 0 „Ungenügend“. Auf Google sind es 133 Rezensionen mit 4,7 von 5 Sternen.</p> <p>Was schreiben die Gäste? „Arturo“ war vor Ort und schreibt: „Nettes kleines Restaurant mit leckeren Gerichten, perfekt für ein gemütliches Abendessen zu zweit.“ Auch Userin „Sonja B“ überzeugt das „gemütlich urige Untertor-Ambiente“ und beschreibt das Essen als „sehr lecker und dazu noch ein Augenschmaus!“</p> <h2>4. Goa Markdorf</h2> <p>Was gibt es? Etwas versteckt im Einkaufszentrum Proma in der Hauptstraße liegt das Goa. Das Restaurant ist mit zwei weiteren Standorten im Bodenseekreis bekannt für seine indisch würzige Küche.</p> <p>Wie sind die Bewertungen? Tripadvisor verweist auf 151 Rezensionen, davon 97 „Ausgezeichnet“, 42 „Gut“, 8 „Durchschnittlich“, 3 „Mangelhaft“ und 1 „Ungenügend“. Auf Google gibt es deutlich mehr Rezensionen: 933 User vergeben 4,6 Sterne.</p> <p>Was schreiben die Gäste? Nutzer „Savoirvivre“ hatte vier verschiedene Hauptspeisen – unter anderem mit Lamm und Garnelen: „Alle waren von sehr guter Qualität.“ Die kleine Vorspeise aufs Haus mit dreierlei Soßen und indischem Brot begeistert Nutzer „Lars H“: „Einfach klasse und sehr empfehlenswert!“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Vorsicht vor Fake-Bewertungen</span><span>Tripadvisor hat 2024 rund 2,7 Millionen gefälschte Bewertungen erkannt und gelöscht – deutlich mehr als im Vorjahr. Laut dem aktuellen Transparenzbericht wurden insgesamt 4,2 Millionen Beiträge geprüft. Über die Hälfte der Täuschungsversuche stammte von sogenannten „Review Boostern“, also Unternehmen, die sich durch manipulierte positive Bewertungen bessere Rankings sichern wollten.</span></label></div> <h2>5. Die Hofschenke by Wirthshof</h2> <p>Was gibt es? Auf dem Wirthshof setzt man in der Hofschenke auf bodenständige Gerichte aus regionalen Zutaten. Hier stehen ein Mix aus schwäbischen Klassikern und asiatischer Küche auf der Speisekarte.</p> <p>Wie sind die Bewertungen? 49 Bewertungen sind es auf Tripadvisor, 34 „Ausgezeichnet“, 11 „Gut“, 2 „Durchschnittlich“, 1 „Mangelhaft“ und 1 „Ungenügend“. Auf Google bewerten 333 User die Hofschenke mit 4,7 Sternen.</p> <p>Was schreiben die Gäste? Nutzer „U P“ schwärmt vom Essen: „Die Käsespätzle waren fantastisch und der Thai Beef Salat war eine Geschmacksexplosion.“ „Maria W“ lobt das „schmackhafte“ Anrichten der Gerichte und hebt besonders den Wok hervor.</p> <h2>6. Wirtshaus am Gehrenberg</h2> <p>Was gibt es?<a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/das-wirtshaus-am-gehrenberg-wo-gutes-essen-und-schoener-ausblick-im-wettstreit-stehen-17-09-25;art372484,12480108" target="_blank" title="Wo gutes Essen und schöner Ausblick im Wettstreit stehen"> Das Wirtshaus am Gehrenberg liegt, wie der Name schon verrät, am Gehrenberg</a>. Es bietet eine bodenständige, regional geprägte Küche mit saisonalen Zutaten und einigen internationalen Akzenten. Auf der Karte stehen herzhafte Fleischgerichte, Salate, vegetarische und vegane Optionen sowie wechselnde saisonale Spezialitäten.</p> <p>Wie sind die Bewertungen? Bei Tripadvisor gibt es 127 Rezensionen, 54 „Ausgezeichnet“, 39 „Gut“, 20 „Durchschnittlich“, 6 „Mangelhaft“ und 8 „Ungenügend“. Auf Google erreicht das Wirtshaus am Gehrenberg deutlich mehr Bewertungen: 1397 Nutzer bewerten das Restaurant mit 4,6 Sternen.</p> <p>Was schreiben die Gäste? „Service schnell und freundlich, Essen top und Rechnung angemessen!“ schreibt Nutzer „Jack“. Außerdem empfiehlt er das Wirtshaus besonders für Vegetarier. „Andrea“ kommt gerne mal wieder: „Lecker gegessen, guter Service, tolle Location.“</p> <h2>7. Bürgerstuben</h2> <p>Was gibt es? Das Restaurant befindet sich in der Bahnhofstraße 21 und überzeugt im Sommer vor allem durch den dazugehörigen Biergarten. Die Karte bietet neben kalten Vesperspeisen auch eine Auswahl an warmen Speisen wie Wiener Schnitzel, Jägerschnitzel und Cordon bleu.</p> <p>Wie sind die Bewertungen? 25 Bewertungen gibt es auf TripAdvisor, 11 Bewertungen „Ausgezeichnet“, 6 „Gut“, 3 „Durchschnittlich“, 3 „Mangelhaft“, 2 „Ungenügend“. 400 Google-Nutzer vergeben 4,4 von 5 Sternen.</p> <p>Was schreiben die Gäste? Userin „Simone L“ schwärmt: „Sehr leckere und authentische Deutsche Küche mit einem sehr sympathischen Personal in einem schönen Ambiente.“ Und „Marco W“ hebt besonders den Biergarten im Sommer und die regionale und saisonale Speisekarte hervor: „Immer einen Besuch wert.“</p> <h2>8. Lichtblick</h2> <p>Was gibt es? Das Restaurant Lichtblick bietet kreative Küche mit regionalen und saisonalen Zutaten. neben einer großen Vesperkarte gibt es eine Auswahl an Fleisch-, Fischgerichten sowieso vegetarischen Hauptspeisen.</p> <p>Wie sind die Bewertungen? 83 Nutzer vergeben auf TripAdvisor insgesamt 4,2 Sterne, davon sind 36 Bewertungen „Ausgezeichnet“, 32 „Gut“, 13 „Durchschnittlich“, 0 „Mangelhaft“, 2 „Ungenügend“. Auf Google schneidet das Lichtblick mit 4,7 Sternen bei 441 Rezensionen besser ab.</p> <p>Was schreiben die Gäste? Nutzer „Joergundmoni“ ist mit dem Gesamtpaket zufrieden und resümiert: „Hier stimmt eigentlich alles. Wir haben sehr lecker gegessen.“ Auch „wernerpetermann“ hat spontan draußen einen Sitzplatz bekommen und schreibt: „Sehr gutes Essen, freundliche Bedienung. Uns hat er sehr gut gefallen!“</p> <h2>9. Lamm</h2> <p>Was gibt es? In der Pizzeria Lamm in der Ravensburgstraße 12 gibt es – wie der Name bereits verrät – italienische Küche. Auf der Karte gibt es Gerichte wie Holzofen-Pizza, Pasta sowie eine Auswahl an Fleisch- und Fischgerichten.</p> <p>Wie sind die Bewertungen? Bei TripAdvisor gibt 101 Bewertungen, 23 „Ausgezeichnet“, 28 „Gut“, 22 „Durchschnittlich“, 17 „Mangelhaft“, 11 „Ungenügend“. Auf Google gibt es mit 1675 Rezensionen 4,4 von 5 Sternen.</p> <p>Was schreiben die Gäste? „Christine T“ hält fest: „Leckere Pizza zu mehr als fairem Preis.“ Besonders lobt sie das selbstgemachte Eis als Nachtisch. Extrem lecker und sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“. Nutzer „Alain M“ war nicht das erste Mal zu Besuch: „Mein Tipp für Gäste beim Lamm: Fragen Sie beim Kellner nach seiner Empfehlung!“</p> <p><em>Auf Platz 10 des Tripadvisor-Rankings steht das Café Marktgeflüster, das allerdings im Januar 2024 unter der neuen Pächterin zum Café Harmony wurde.</em></p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Das sind die neun am besten bewerteten Restaurants in Markdorf]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 17:18:20 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der Bodensee ist für Polizeitaucher Manuel Wilkendorf ein spektakuläres Revier  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/bomben-wracks-und-einst-ein-torpedo-was-ein-ueberlinger-polizeitaucher-so-alles-im-wasser-erlebt-31-10-25;art372495,12508851 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Überlinger war im August beteiligt, als die Polizei eine Leiche aus 100 Metern Tiefe holte. Im Einsatzgebiet des 46-Jährigen befinden sich aber auch Kriegsbomben, Wracks – und einst ein Torpedo.  ]]></description>
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          Der Überlinger war im August beteiligt, als die Polizei eine Leiche aus 100 Metern Tiefe holte. Im Einsatzgebiet des 46-Jährigen befinden sich aber auch Kriegsbomben, Wracks – und einst ein Torpedo.<br>
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        Der Überlinger war im August beteiligt, als die Polizei eine Leiche aus 100 Metern Tiefe holte. Im Einsatzgebiet des 46-Jährigen befinden sich aber auch Kriegsbomben, Wracks – und einst ein Torpedo.



        <p>Mitten im Revier von Manuel Wilkendorf spielte sich der meistbeachtete Polizeieinsatz dieses Jahres am und im Bodensee ab. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/einsatz-am-bodensee-polizeitaucher-bergen-leiche-aus-102-metern-tiefe-im-ueberlinger-see;art372495,12463959" target="_blank" title="Spektakulärer Einsatz am Überlinger Seeufer: Polizeitaucher holen Leiche aus der Tiefe">Polizeitaucher bargen am 15. August aus mehr als 100 Metern Tiefe den Körper eines Mannes, der dort seit 16 Jahren lag</a>. Wilkendorf, Polizeitaucher und Chef der Überlinger Wasserschutzpolizei, war beteiligt, blieb aber über Wasser: Mit seinem Überlinger Team stellte er ein Boot und einen Unterwasser-Roboter zur Verfügung. Die Bergung übernahmen Spezialisten aus der Schweiz. Viel tiefer als 30 Meter dürfen deutsche Polizeitaucher wie Wilkendorf nicht hinuntergehen.</p> <p>Wer Polizist wird, durchläuft eine reguläre Polizeiausbildung, unabhängig von späterer Spezialisierung. Kaum jemand geht gezielt zur Polizei, um später Polizeitaucher zu werden. Auch nicht Manuel Wilkendorf, als er vor gut 25 Jahren bei den Ordnungshütern anheuerte. Aber der Dienst am und im Wasser bot sich in seinem Fall an: Überlinger, vertraut mit dem Bodensee, leidenschaftlicher Segler.</p> <p>Nicht jeder kann Unterwasserpolizist sein. Der Job bringt besondere Belastungen mit sich, physisch und psychisch. Offenbart die Vorsorgeuntersuchung einen Herzfehler, ist die Taucherlaufbahn vorbei, bevor sie begonnen hat. Dasselbe gilt für Ohrenerkrankungen, die den Druckausgleich erschweren würden. „Es kann aus verschiedenen Gründen sein, dass jemand sich körperlich nicht fürs Tauchen eignet“, erklärt Wilkendorf. Darum ist die Vorsorgeuntersuchung Pflicht.</p> <h2>Im Krieg sind viele Bomben im Wasser gelandet</h2> <p>Wer die Ausbildung absolviert hat, hat, dem stehen eine Reihe von Spezialisierungen offen. Etwa Kampfmittelbeseitigung, eine Tätigkeit, die am Bodensee öfter gebraucht wird als anderswo. Viele der Bomben, die vor 80 Jahren auf Rüstungsbetriebe in Friedrichshafen fielen, sind im Wasser gelandet. Einige, verborgen von Schlick und Schutt, liegen immer noch da.</p> <p>Als vor einigen Jahren vor Fischbach ein rostiges Metallstück aus dem Schlick ragte, ahnten die Kampfmittelbeseitiger nicht, was sie schließlich aus dem Wasser ziehen sollten: einen fünf Meter langen Torpedo, ungefährlich, wie sich herausstellte. „Ein Übungstorpedo aus deutscher Produktion“, sagt Wilkendorf.</p> <p>Und einer der ungewöhnlichsten Funde, die die Polizeitaucher je aus dem See gezogen haben. Ein anderer war ein Auto, das 18 Jahre lang unbemerkt in einem Gewässer bei Ulm vor sich hinrostete. Zu diesem Einsatz waren die Spezialisten vom Bodensee gerufen worden.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Manuel Wilkendorf</span><span>Im Jahre 2000 trat Manuel Wilkendorf seinen Dienst bei der Polizei in Baden Württemberg an. Der heutige Polizeihauptkommissar hat seitdem an diversen Orten gearbeitet – Biberach, Göppingen, Überlingen – und in diversen Funktionen, etwa als Leiter des Ermittlungsdiensts und Leiter der Führungsgruppe. Seit Januar 2025 ist der 46-Jährige kommissarischer Leiter der Wasserschutzpolizeistation in Überlingen am Mantelhafen.</span></label></div> <p>Rund 50 Stellen für Polizeitaucher gibt es in der knapp 30.000 Frauen und Männer zählenden Belegschaft der Polizei in Baden-Württemberg. Zum Einsatz kommen sie an unterschiedlichen Orten des Bodensees, landesweit und gelegentlich darüber hinaus. Wenn sich wie zuletzt 2017 die Staatsoberhäupter der G20-Nationen in Hamburg versammeln, kann es sein, dass auch Polizeitaucher vom Bodensee im hohen Norden für Sicherheit sorgen müssen, an Brücken etwa. Auch dort war Wilkendorf im Einsatz.</p> <p>Per Vorschrift beschränken sich die hiesigen Polizeitaucher auf „Nullzeittauchgänge“. Es sind Einsätze, die sofortiges Auftauchen zumindest theoretisch jederzeit möglich machen. Aus zu großen Tiefen wäre das gefährlich, weil der unter hohem Wasserdruck eingeatmete Stickstoff nicht schnell genug aus dem Körper entweichen kann. Sinkt der Druck, bildet er Blasen – die „Taucherkrankheit“. Die ist bestenfalls unangenehm, im schlimmsten Fall tödlich. Wer tiefer als 30 oder 40 Meter tauchen will, braucht spezielle Gasgemische und beim Auftauchen Dekompressionsstopps, die dem Körper Zeit geben, den Stickstoff auszuscheiden. Am 15. August etwa hatten die Schweizer Polizeitaucher den Körper in 100 Meter Tiefe nach wenigen Minuten erreicht. Bis sie von dort aufgetaucht waren, vergingen rund drei Stunden.</p> <h2>Vertrauenswürdiger Kollege – ein Roboter</h2> <p>Wilkendorf stört die Tiefenbegrenzung der Polizeitaucher kaum bei der praktischen Arbeit. Dafür sorgt Kollege ROV, wie die Wasserschutzpolizisten ihren Tauchroboter nennen. ROV steht für „remotely operated vehicle“, ferngesteuertes Fahrzeug. An Land sieht ROV aus wie eine Kiste mit Propellern, unter Wasser ist er in seinem Element. An seinem 500 Meter langen Kabel taucht das Gerät bis zum Grund, und mit seinem Greifarm kann er schwere Lasten heben. Mehrere Einrichtungen teilen sich den Roboter: dem Institut für Seenforschung hilft ROV beim Forschen, den Kampfmittelbeseitigern beim Beseitigen und den Polizisten bei der Polizeiarbeit.</p> <p>Auch am 15. August war ROV im Einsatz. Nachdem Hobbytaucher einige Wochen zuvor den Leichnam entdeckt hatten, bestätigte der Roboter den Fund und sandte Bilder nach oben. Als die Schweizer Taucher mit einem Tragekorb zum Bergen den Fundort erreicht hatten, war ROV längst zur Stelle, um die Szenerie auszuleuchten.</p> <h2>Tauchen im Winter: „Kalt ist es eh immer“</h2> <p>Über all dem Sichern, Bergen und Suchen, das der Beruf mit sich bringt, hat sich Wilkendorf den Blick für die Wunder der Natur bewahrt. Der Hauptkommissar schwärmt für die Schönheit, die der Bodensee unter der Wasseroberfläche offenbart, den Teufelstisch etwa, die markante Felsnase mit ihrer steil abfallenden Wand, die nur Taucher zu sehen bekommen – in klarem Wasser, bei bester Sicht noch in 30 Metern Tiefe und zu jeder Jahreszeit. Für Taucher sei sogar eher im Winter Saison, sagt Wilkendorf. „Kalt ist es eh immer.“</p> <p>20 Tauchstunden im Jahr muss Wilkendorf mindestens absolvieren, um, „die Einsatzfähigkeit zu erhalten“, wie es bei der Polizei heißt. Das Tauchen sei nur ein Aspekt der vielfältigen Arbeit bei der Wasserschutzpolizei. Präsenz- und Streifendienst auf dem Wasser gehört dazu, Unterstützung der Kollegen zu Lande und regelmäßige Fort- und Weiterbildungen. Falls es zum Beispiel gilt, ein Segelboot zu bergen, müssen Wasserschutzpolizisten auch segeln können. Für den im Überlinger Yacht-Club aktiven Segler Wilkendorf ist das eine der leichtesten Übungen.</p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
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      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 16:56:55 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Doch nicht Radolfzell! No Angels geben Bodensee-Konzert 2026 jetzt in Friedrichshafen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/doch-nicht-radolfzell-no-angels-geben-bodensee-konzert-2026-jetzt-in-friedrichshafen-31-10-25;art372474,12508830 ]]></link>      <description><![CDATA[  2025 hat die Band ihre Rückkehr auf die großen Bühnen gefeiert. Am 2. August 2026 kommen sie für einen Auftritt nach Friedrichshafen. Ursprünglich war ein anderer Ort vorgesehen.  ]]></description>
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          2025 hat die Band ihre Rückkehr auf die großen Bühnen gefeiert. Am 2. August 2026 kommen sie für einen Auftritt nach Friedrichshafen. Ursprünglich war ein anderer Ort vorgesehen.<br>
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        2025 hat die Band ihre Rückkehr auf die großen Bühnen gefeiert. Am 2. August 2026 kommen sie für einen Auftritt nach Friedrichshafen. Ursprünglich war ein anderer Ort vorgesehen.



        <p>25 Jahre nach ihrem Erfolg bei der Castingshow „Popstars“ haben die No Angels im vergangenen Sommer mit einer Tour Jubiläum gefeiert. Songs wie „Daylight In Your Eyes“ sorgten dabei für Gänsehaut-Momente und ausgelassene Stimmung auf sämtlichen Bühnen“, teilt die Semmel Concerts Entertainment GmbH mit. Und: „Aufgrund des riesigen Erfolgs und der überwältigenden Nachfrage kündigen die No Angels nun zusätzliche Termine für Sommer 2026 an.“</p> <p>Die Tour geht also weiter – und führt die Band unter anderem an den Bodensee. Am Sonntag, 2. August, treten die No Angels laut der Live Stage Entertainment GmbH in Friedrichshafen auf. Das Konzert im Graf-Zeppelin-Haus (GZH) beginnt um 19.30 Uhr. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/die-no-angels-kommen-nach-radolfzell-doch-erstmal-ist-milchwerk-musik-festival-2025-am-bodensee;art372455,12467311" target="_blank" title="Die „No Angels“ kommen nach Radolfzell! Doch erstmal startet das Milchwerk Musik Festival 2025">Ursprünglich sollte es im Radolfzeller Milchwerk stattfind</a>en. Aufgrund eines Wasserschadens in dem Gebäude, verlegte Veranstalter Wolfgang Frey dieses aber nach Friedrichshafen, wie er dem SÜDKURIER bestätigte.</p> <p>Der Vorverkauf für die „TwentyFive Live“-Tour 2026 beginnt. <a href="https://www.eventim.de/event/no-angels-twentyfive-live-tour-2026-graf-zeppelin-haus-20885665/" target="_blank" title="" rel="noopener">Eine Karte für das Konzert im GZH kostet über Eventim 67,10 Euro.</a> Der Verkaufsstart bei Reservix ist für Donnerstag, 30. Oktober, 10 Uhr angekündigt.</p>]]>
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      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 10:40:07 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nachwuchs der Feuerwehr beweist sich: 55 Jugendliche treten bei Abnahme der Jugendflamme an  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/sipplingen/nachwuchs-der-feuerwehr-beweist-sich-55-jugendliche-treten-bei-abnahme-der-jugendflamme-an;art372492,12508592 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Jugendfeuerwehren im Bodenseekreis haben's drauf: Bei der Jugendflamme II und III zeigten die Mitglieder ihr Können. Unter Prüfungsbedingungen mussten sie eine Reihe an kniffligen Aufgaben absolvieren.  ]]></description>
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          Die Jugendfeuerwehren im Bodenseekreis haben's drauf: Bei der Jugendflamme II und III zeigten die Mitglieder ihr Können. Unter Prüfungsbedingungen mussten sie eine Reihe an kniffligen Aufgaben absolvieren.<br>
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        Die Jugendfeuerwehren im Bodenseekreis haben's drauf: Bei der Jugendflamme II und III zeigten die Mitglieder ihr Können. Unter Prüfungsbedingungen mussten sie eine Reihe an kniffligen Aufgaben absolvieren.



        <p>Sieben Jugendfeuerwehren, aufgeteilt auf zwölf Gruppen mit insgesamt 55 Jugendlichen, haben erfolgreich an der Abnahme der Jugendflamme Stufe II und III teilgenommen. Rund um die Grundschule absolvierten die jungen Feuerwehrmitglieder mehrere Übungen, die von erfahrenen Betreuern erläutert und später auch beurteilt wurden. In der Stufe II mussten die Jugendlichen ihr feuerwehrtechnisches Können in verschiedenen Bereichen wie Fahrzeug- und Gerätekunde, Verkehrsabsicherung, Aufbau einer Saugleitung, Kuppeln zweier Druckschläuche sowie einem sportlichen Teil unter Beweis stellen.</p> <p>In der eher selten vorkommenden Stufe III galt es Aufgaben wie Erste Hilfe oder den Aufbau eines Schaumangriffes zu absolvieren. Ebenso mussten Teamfähigkeit, Geschicklichkeit und ein ordentliches Auftreten gezeigt werden. Abschließend fand eine Dorfrallye im Rahmen des 25-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Sipplingen mit den Jugendlichen statt.</p> <h2>Jugendflamme hat sich im Kreis etabliert</h2> <p>Kreisjugendfeuerwehrwart Daniel Löhle freute sich bei der Begrüßung in der Aula der Schule, dass das Vorhaben, die Abnahme der Jugendflamme als kreisweite Veranstaltung laufen zu lassen, sich im Veranstaltungskalender der Kreisjugendfeuerwehr etabliert habe. „Für mich gibt es ein Gefühl als Abnahme light zu den Leistungsabzeichen der Aktiven“, sagte er. Mit der Anzahl von 55 Teilnehmern stehe man „voll im Schnitt“ der zurückliegenden Jahre. Auch im kommenden Jahr wolle man Jugendlichen und Betreuern die Gelegenheit geben, entweder mit der Jugendflamme zu starten oder mit der nächsthöheren Stufe weiterzumachen.</p> <h2>Auftreten und Gemeinschaftsgefühl stärken</h2> <p>Löhle sagte an die Jugendlichen gerichtet: „Die Jugendflamme selbst gibt euch Jugendlichen und uns einen Rahmen, sich würdig der Öffentlichkeit zu präsentieren und das Gemeinschaftsgefühl in eurer Mannschaft und zu den anderen Jugendfeuerwehren zu stärken.“ Löhle erläuterte weiter, das Programm der Jugendflamme sei ursprünglich in Baden-Württemberg entwickelt und später von der Deutschen Jugendfeuerwehr als Standardausbildungsprogramm übernommen worden. „Die Jugendflamme soll Ausbildern Leitfaden zur Ausbildung der Jugendlichen sowie den Jugendlichen Ansporn sein, das erlernte Wissen regelmäßig unter Beweis stellen zu können.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Deutsche Jugendfeuerwehr gibt Rahmenplan vor</span><span>Die in Baden-Württemberg entwickelte Jugendflamme ist ein Ausbildungsnachweis in Form eines Abzeichens für Jugendfeuerwehrmitglieder. Sie wird in drei Stufen gegliedert. Die Deutsche Jugendfeuerwehr gibt einen bundeseinheitlichen Rahmenplan für die Bedingungen, Abnahme und Vergabe vor. Im Stufen-Programm Jugendflamme werden traditionelle Elemente der feuerwehrtechnischen Ausbildung ebenso aufgegriffen wie Inhalte und Methoden der allgemeinen Jugendarbeit und -bildung. Teilnahmeberechtigt sind Jugendfeuerwehrmitglieder im Alter von zehn Jahren (Stufe I) beziehungsweise 13 Jahren oder älter (Stufe II), die im Besitz der Jugendflamme Stufe I sind.</span></label></div> <p>Gegenüber dem SÜDKURIER teilte Löhle mit, dass es im Bodenseekreis aktuell 24 Jugendfeuerwehren für Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren gibt. „Jede Gemeinde hat eine Jugendfeuerwehr“, sagte er. „Dazu kommt noch als Besonderheit die Schlossschule Salem mit einer eigenen Jugendfeuerwehr.“ Außerdem sind ihm zufolge noch acht Kindergruppen für Jungen und Mädchen von fünf bis neun Jahren vorhanden. Im Vorjahr sei erstmals die Anzahl von 1000 Mitgliedern übertroffen worden: Dazu würden neben den rund 750 Kindern und Jugendlichen auch Betreuer und Ausbilder gezählt.</p> <h2>Jugendliche meistern Aufgaben mit Bravour</h2> <p>Löhles Dank galt der Jugendfeuerwehr Sipplingen für die Ausrichtung der Veranstaltung. „Das zeigt, wie gut die Zusammenarbeit zwischen der Kreisjugendfeuerwehr und der Jugendfeuerwehr Sipplingen funktioniert.“ Er freute sich abschließend verkünden zu können, dass alle Jugendlichen die an sie gestellten Aufgaben „super gemeistert“ hätten und das aus diesem Grund allen sowohl die Jugendflamme Teil II als auch die Jugendflamme Teil III überreicht würden.</p> <p>Er gratulierte den Betreuern und Jugendwarten, „dass sie mit dieser tollen Leistung der Jugendlichen ihre Ausbildungsziele so gut erreicht und unter Beweis gestellt haben“. Löhle beglückwünschte außerdem Sipplingens Kommandant Mirko Schirmeister „zu solch aktiven Jugendwarten, Betreuern und Jugendlichen“. Löhle unterstrich: „Die Einsatzfähigkeit eurer Wehren wird auch in Zukunft durch die Jugendfeuerwehren gesichert sein.“</p>]]>
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      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 10:13:35 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der Sargmaler vom Bodensee: Wie Alfred Opiolka für einen anderen Umgang mit Verstorbenen wirbt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/der-sargmaler-vom-bodensee-wie-alfred-opiolka-fuer-einen-anderen-umgang-mit-verstorbenen-wirbt;art410936,12508577 ]]></link>      <description><![CDATA[  Seit über 20 Jahren bemalt der Künstler Särge. Mit den bunten Motiven will er dafür sorgen, dass vom Abschied von Verstorbenen schöne Bilder bleiben. Er sagt: „Das ist die wichtigste Arbeit, die ich je gemacht habe.“  ]]></description>
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          Seit über 20 Jahren bemalt der Künstler Särge. Mit den bunten Motiven will er dafür sorgen, dass vom Abschied von Verstorbenen schöne Bilder bleiben. Er sagt: „Das ist die wichtigste Arbeit, die ich je gemacht habe.“<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/der-sargmaler-vom-bodensee-wie-alfred-opiolka-fuer-einen-anderen-umgang-mit-verstorbenen-wirbt;art410936,12508577]]></guid>
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        Seit über 20 Jahren bemalt der Künstler Särge. Mit den bunten Motiven will er dafür sorgen, dass vom Abschied von Verstorbenen schöne Bilder bleiben. Er sagt: „Das ist die wichtigste Arbeit, die ich je gemacht habe.“



        <p>Ein Wischmopp – der ist ihm als Bild der Beerdigung einer Freundin geblieben. Die Verstorbene lag in einer Aussegnungshalle, so erzählt es Alfred Opiolka, und neben der Eingangstür standen ein Eimer mit schmutzigem Wasser und der Wischmopp. „Die Bilder haben sich bis heute festgebrannt“, so der 65-Jährige. Ihm fehlte damals bei den Bestattern das Feingefühl.</p> <p>Mit 21 Jahren habe er sich als Künstler selbstständig gemacht, erzählt Opiolka, bei einem Kunstmaler hatte er zuvor gelernt. Während eines Auftrags für einen Bestatter, dessen Geschäftsräume er gestalten sollte, habe er einen anderen Umgang mit Verstorbenen erlebt, als bei der Beerdigung der Freundin. Für Verbliebene und Verstorbene sei dort eine schöne Umgebung geschaffen worden, zum Abschiednehmen und Dankbarsein für die gemeinsame Zeit.</p> <h2>Lächelnd von der Beerdigung gehen</h2> <p>Vor über zwanzig Jahren habe er daher begonnen, selbst zu solchen schönen Umgebungen beizutragen. Er fing an, Särge zu bemalen, bunt und mit Motiven aus der Natur. In seiner Galerie Sargladen in Lindau stehen drei solche Särge, auf einem ist eine Blumenwiese abgebildet, auf einem Schmetterlinge, auf dem dritten Sonnenblumen. Kunden können sich die Särge individuell gestalten lassen, solange die Wünsche zur Philosophie des Sargmalers passen. Zu ihm kämen dabei sowohl Kunden, die sich schon zu Lebzeiten einen Sarg oder eine Urne gestalten lassen möchte, aber auch Menschen, deren Tod absehbar ist, und Hinterbliebene.</p> <p>Die Särge lässt er vor der Bemalung von einem Schreiner herstellen, sagt Opiolka. Dabei ist ihm eine Sache wichtig: Sie sollen nicht verschraubt werden. Denn er trage noch die Erinnerung in sich, wie er dem Bestatter half, den Sarg seines Vaters mit Schrauben zu verschließen.</p> <p>Opiolkas Ziel ist es, „dass die Menschen lächelnd nach Hause gehen, dass die Leute schöne Bilder mitnehmen“. Die Särge bezeichnet er auch als Schreine, denn das bezeichne einen Behälter für etwas Kostbares. Wenn die Schreine im Rahmen einer Kremation zerstört werden, sieht er das nicht als Problem, solange sie im Moment des Abschieds schöne Bilder erzeugt haben.</p> <h2>Mit dem grünen Anzug zur Beerdigung</h2> <p>Der Sargmaler berichtet von einem Auftrag vor wenigen Jahren. Ein Grundschüler war verstorben, seine Eltern kamen zu Opiolka in die Galerie. In den Sarg habe er einen Briefschlitz eingearbeitet. Die Mitschüler des Verstorbenen hätten dann Briefe geschrieben und sie bei der Beerdigung in den Schlitz eingeworfen, um sie dem Jungen mitzugeben. Opiolka war anwesend. „Wenn ich gefragt werde, bin ich bei Beerdigungen dabei“, sagt er und ist beim Erzählen auch heute noch sichtlich gerührt.</p> <p>Er trage zu Beerdigungen gern einen grünen Anzug, um seine Haltung widerzuspiegeln. „Ich mache das in der Hoffnung, Leute zum Nachdenken anzuregen.“ Der Tod dürfe bunt sein. Darauf gebe es auch negative Reaktionen, gibt Opiolka zu. Aber: „Künstler sind dafür da, neue Wege anzuzeigen.“</p> <h2>„Ich heule genauso wie die anderen“</h2> <p>Er sei sehr gewachsen an dieser Arbeit, auch an den Gesprächen mit den Trauernden. Sein Eindruck ist, dass die meisten Menschen dem Thema Tod und Trauer eher ausweichen. „Ich schrecke nicht davor zurück, intime Fragen zustellen“, sagt Opiolka. So öffneten sich ihm die Besucher seiner Galerie und ließen ihn an ihrer Trauer teilhaben. „Ich heule genauso wie die anderen.“</p> <p>Zunehmend beliebter werden laut Opiolka Bestattungen in Urnen – auch die gestaltet er individuell. So habe er etwa für einen Verstorbenen, dem sein Hund sehr wichtig war und der leidenschaftlich Saxophon und Gitarre spielte, eine Urne gestaltet. Dabei habe er den Hund und das Saxophon auf die Urne gemalt und an der Urne Gitarrensaiten befestigt, über die die Besucher der Beerdigung dem Verstorbenen „ein paar Töne mitgeben“ konnten. Zwar gebe es bei Beerdigungen Vorschriften und Normen, an die man gebunden sei. „Aber innerhalb der Normen kann ich sehr kreativ werden“.</p> <h2>Sein Geschmack trifft nicht jeden Kunden</h2> <p>Allerdings hätte er mit den Särgen über lange Zeit kein Geld verdient. „Das trägt sich erst seit vier, fünf Jahren“, sagt er. „Wie ein Schalter, der sich umgelegt hat.“ Vielleicht hätten sich die Menschen während der Pandemie mehr mit dem Tod auseinandergesetzt, mutmaßt er. Aufseiten der Bestatter erlebe er auch eine neue Bereitschaft, Beerdigungen eher als Dankesfeste denn als Trauerfeiern zu gestalten.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Diskussion über Friedhofspflicht</span><span>In Deutschland gilt eigentlich der Friedhofszwang, die Asche von Verstorbenen muss also bestattet werden und darf von Hinterbliebenen nicht mit nach Hause genommen werden. In Rheinland-Pfalz wurde das Bestattungsgesetz allerdings jüngst gelockert: Hier können Urnen nun zu Hause aufbewahrt werden, auch Flussbestattungen sind möglich. Alfred Opiolka spricht sich dafür aus, dass in ganz Deutschland die Möglichkeiten für Hinterbliebene erweitert werden. Auch in der Schweiz ist die Gesetzgebung in dieser Hinsicht liberaler.</span></label></div> <p>Dabei ist er nicht der einzige Sargmaler in Deutschland. „Mein Geschmack trifft auch nicht jeden Kunden“, sagt der 65-Jährige. Er sehe andere Sargmaler daher nicht als Konkurrenz, sondern als Mitstreiter: Es gehe darum, die Themen Tod und Abschied mit etwas Schönem zu verbinden.</p> <p>Alfred Opiolka weiß auch bereits, wie sein eigener Schrein aussehen soll: Es ist jener mit den Schmetterlingen, der in der Galerie steht.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Trauer Bestattungswesen Sterben thema-wirtschaft-branchen thema-gesellschaft-zusammenleben]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Bodenseekreis]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Der Sargmaler vom Bodensee: Wie Alfred Opiolka für einen anderen Umgang mit Verstorbenen wirbt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 09:09:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Weiteres Open-Air-Konzert bestätigt: Schlagerrapper Tream kommt 2026 in den Salemer Schlosspark  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/salem/salem-open-air-2026-schlagerrapper-tream-kommt-am-25-juli-nach-salem;art372491,12508534 ]]></link>      <description><![CDATA[  Deutschrap-Newcomer Timo Grabinger alias Tream spielt am 25. Juli 2026 ein Konzert beim Salem Open Air. Er kombiniert Rap, Pop und bayerische Einflüsse. Der Veranstalter verspricht eine "Party voller Emotionen".  ]]></description>
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          Deutschrap-Newcomer Timo Grabinger alias Tream spielt am 25. Juli 2026 ein Konzert beim Salem Open Air. Er kombiniert Rap, Pop und bayerische Einflüsse. Der Veranstalter verspricht eine "Party voller Emotionen".<br>
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        Deutschrap-Newcomer Timo Grabinger alias Tream spielt am 25. Juli 2026 ein Konzert beim Salem Open Air. Er kombiniert Rap, Pop und bayerische Einflüsse. Der Veranstalter verspricht eine "Party voller Emotionen".



        <p>Die Planungen der Konzertveranstalter für 2026 laufen auf Hochtouren. Für das <a href="https://www.suedkurier.de/thema/salem-open-air/" target="_blank" title="" rel="noopener">Salem Open Air</a> ist neben <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/salem/sensation-fuer-schlagerfans-roland-kaiser-kommt-2026-zum-open-air-konzert-in-salem-12-09-25;art372491,12480067" target="_blank" title="Roland Kaiser kehrt zurück: Konzert beim Salem Open Air im nächsten Sommer">Roland Kaiser</a> am 24. Juli und <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/salem/wiedersehen-am-bodensee-michael-patrick-kelly-tritt-2026-beim-salem-open-air-auf-26-10-25;art372491,12505640" target="_blank" title="Zweiter Act bei den Salem Open Airs: Michael Patrick Kelly kommt an den Bodensee">Michael Patrick Kelly</a> am 2. August ein weiterer Künstler bekannt. Deutschrap-Newcomer Tream spielt am Samstag, 25. Juli, im Schlosspark ein Open-Air-Konzert.</p> <h2>Über Genregrenzen hinaus</h2> <p>Laut Konzertveranstalter Allgäu Concerts hat Timo Grabinger alias Tream mit seiner Mischung aus Rap, Pop, bayerischen Einflüssen und eingängigen Melodien einen Sound geschaffen, der über Genregrenzen hinausgeht. Seine Titel heißen „Lebenslang“, „Wenn ich geh“, „München“ oder „Bierbankerl“. Allgäu Concerts zufolge geht es bei den Konzerten nicht nur um Musik, sondern um eine „Party voller Emotionen“. Ob intime Clubkonzerte oder große Festivalbühnen: Tream schafft es, sein Publikum vom ersten Ton an mitzureißen und ein Gefühl von Gemeinschaft und Freiheit zu erzeugen, heißt es weiter.</p> <p>In Medienberichten wird Grabinger als Schlagerraper bezeichnet. Fans tragen zu seinen Konzerten Dirndl und Schlagerhosen. Der 27-Jährige zeigt seine Verbundenheit zu seiner Heimat Bayern. Ein blau-weiß kariertes Halstuch gehört zu seiner Ausstattung bei Konzerten und Fototerminen. Eintrittskarten für das Salem Open Air gibt es unter <a href="https://www.allgaeu-concerts.de/events/tream/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.allgaeu-concerts.de</a> sowie an allen Vorverkaufsstellen. Erhältlich sind die Tickets in verschiedenen Kategorien ab 76,99 Euro.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 09:08:33 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Winterzauber auf der Insel Mainau! Das ist neu beim Christmas Garden 2025  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/christmas-garden-2025-auf-der-insel-mainau-oeffnungszeiten-tickets-und-anreise-03-11-25;art372448,12508535 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.  ]]></description>
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          Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.



        <p>Auf dem Rundweg, der über die Insel Mainau führt, können die Besucherinnen und Besucher mehr als 30 Lichtinstallationen erleben – und dabei sind viele neue Besonderheiten geboten. Auch Mainau-Geschäftsführer <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wie-lebt-es-sich-auf-der-mainau-graf-bjoern-diese-geheimnisse-verraet-er;art372448,11788613" target="_blank" title="Wie lebt es sich auf der Mainau, Graf Björn? Diese Geheimnisse verrät der Schlossherr">Björn Graf Bernadotte</a> freut sich darauf, dass von Mitte November bis Anfang Januar 2026 die Blumeninsel wieder in besonderem Licht erstrahlt. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/insel-mainau-80000-menschen-besuchen-christmas-garden-am-bodensee;art372432,12278993" target="_blank" title="Das ist Rekord! Über 80.000 Menschen besuchen Christmas Garden auf der Mainau">Die vergangene Ausgabe besuchten 80.000 Menschen</a>.</p> <p>„Der Christmas Garden ist für uns immer wieder ein besonderes Highlight im Jahr, denn er verbindet Licht- und Gartenkunst mit Begegnung und bringt Menschen in einer warmen, zauberhaften Atmosphäre zusammen. Damit wurde etwas geschaffen, das Menschen jeden Alters für einige Stunden in eine besinnliche Stimmung versetzt“, so der Mainau-Chef.</p> <h2>Wann hat der Christmas Garden geöffnet?</h2> <p>Vom 18. November bis zum 5. Januar 2026 lädt <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/christmas-garden-2025-auf-der-insel-mainau-was-gibts-neues-am-bodensee-03-11-25;art372448,12506002" target="_blank" title="Die Blumeninsel wird wieder zum Christmas Garden – mit vielen neuen Ideen">der Christmas Garden auf der Insel Mainau</a> unter freiem Himmel fast täglich zum Staunen und Genießen ein. Ab 17 Uhr beginnt die Einlasszeit, der letzte Einlass erfolgt um 20 Uhr, Besucher können bis 21.30 Uhr auf der Insel bleiben. An bestimmten Tagen ist der Christmas Garden geschlossen: am 24. und 25. November, am 1. und 2. sowie am 24. und 31. Dezember.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Übrigens:</strong> Hunde, die an einer kurzen Leine geführt werden, dürfen in den Christmas Garden auf der Insel Mainau mitgebracht werden.</li> </ul> </div> <h2>Was gibt es 2025 Neues für die Besucher?</h2> <p>2025/26 hält das Spektakel viele abwechslungsreiche Höhepunkte und einen neu gestalteten Rundweg auf der Insel Mainau bereit, verspricht der Veranstalter C2 Concerts GmbH. Eine Deutschlandpremiere unter den neuen Installationen sind die Feenlichter, die wie Tausende von bunten kleinen Lichtzeichen in der Dunkelheit erscheinen und sich sanft im Wind wiegen.</p> <p>Im Rosengarten sind die Beete mit rot und weiß leuchtenden Rosen geschmückt und in der Mitte sprudelt ein traumhafter Lichtbrunnen. Ein einzigartiges Fotomotiv werden unter anderem auch die wilden Schwäne bieten: Sechs leuchtende Schwäne gleiten über einen 1000 Quadratmeter großen, auf Musik programmierten blauen Glitzersee.</p> <h2>Ist das Fotografieren und Filmen erlaubt?</h2> <p>Apropos Fotomotiv: Die Veranstalter laden herzlich dazu ein, zu fotografieren. Dafür darf auch ein Stativ mitgebracht werden. Auf der Homepage heißt es: „Wir freuen uns, wenn Sie die besondere Atmosphäre des Christmas Garden festhalten und Ihre Eindrücke mit uns auf Instagram, TikTok, YouTube und Facebook unter #christmasgarden teilen.“</p> <p>Wer nun direkt auch die Drohne einpacken möchte, sollte diese zu Hause lassen. Der Veranstalter dazu: „Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass aus Sicherheitsgründen Aufnahmen mit Drohnen nicht gestattet sind.“ Es gilt aber: Foto- und Filmaufnahmen dürfen lediglich zu privaten Zwecken gemacht werden. Aufnahmen zu gewerblichen oder kommerziellen Zwecken sind nicht gestattet.</p> <h2>Wie reise ich am besten an? Wo kann ich parken?</h2> <p>Viele Einheimische kommen mit dem Stadtbus oder mit dem Fahrrad zur Insel Mainau. Die Stadtwerke-Busse der Ringlinien 4/13 und 13/4 halten in der Nähe des Eingangs. Besucherinnen und Besucher von auswärts kommen oftmals mit dem Auto, dem Bus oder auch über das Wasser zum Christmas Garden.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Anreise mit dem Auto:</strong> Wer den Weg zum Christmas Garden per Navi finden möchte, tippt bitte Insel Mainau 1, 78465 Insel Mainau ein. Auf dem Festland-Parkplatz sind ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden. Die Parkgebühren betragen 6 Euro, Inhaber von Jahreskarten zahlen 2 Euro.</li> <li><strong>Mit dem Wohnmobil:</strong> Es steht zudem ein ausgewiesener Wohnmobil-Stellplatz zur Verfügung. Die Parkgebühren liegen auch hier bei 6 Euro (gültig von 7 Uhr bis 23.59 Uhr). Wer über Nacht bleiben möchte, muss zusätzlich den Nachttarif (gültig von 0 Uhr bis 7 Uhr) in Höhe von 12 Euro entrichten.</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Mit Fähre und Bus:</strong> Vom nördlichen Bodenseeufer können Auto-, Wohnmobilfahrer und Fußgänger die Schiffsverbindung Konstanz-Meersburg nutzen. Zu Fuß kann in Konstanz innerhalb von zehn Minuten (oder mit der Linie 1) die Bushaltestelle „Allmannsdorf“ erreicht werden. Dort fährt die Linie 4/13 direkt zur Insel Mainau. Informationen zum Stadtbus auf <a href="https://www.stadtwerke-konstanz.de/bus/fahrplan/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.stadtwerke-konstanz.de</a>.</li> <li><strong>Mit dem Schiff:</strong> Die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) bieten einen Shuttleservice an. Ab Unteruhldingen verkehrt das Schiff an den Tagen, an denen der Christmas Garden geöffnet hat.<br /> Ab Meersburg freitags und samstags sowie zusätzlich am ersten Weihnachtsfeiertag. Informationen zu Abfahrtszeiten und Tickets finden Sie auf der <a href="https://www.bsb.de/de/bodensee-erlebnisse/veranstaltungen/christmas-garden-auf-der-mainau" target="_blank" title="" rel="noopener">Website der BSB</a>.</li> </ul> </div> <h2>Gibt es auch Getränke und Speisen auf der Insel?</h2> <p>Im Palmenhaus werden süße Snacks sowie winterliche Cocktails und heiße Getränke für eine kleine Stärkung angeboten. Zudem erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches gastronomisches Angebot entlang des Rundwegs an weihnachtlich dekorierten Hütten, die auch vegetarische, vegane und glutenfreie Speisen anbieten (Kartenzahlung möglich). Beispielsweise können sich die Besucher nach dem Regenbogenweg wärmende Feuerschalen und aromatischer Glühwein oder Punsch zu einer ersten gemütlichen Pause gönnen.</p> <h2>Was ist für Kinder und Familien geboten?</h2> <p>In der Märchenwelt können Familien die bekannten Märchen der Gebrüder Grimm und von Hans Christian Andersen entdecken, und Kinder können bei einer spannenden Märchen-Rallye wetteifern. Im Weihnachtsparadies mit überdimensionalen Süßigkeiten steht zudem ein Rentierschlitten mit leuchtenden Weihnachtsgeschenken. Am Wishing Tree im Schmetterlingshaus können zudem persönliche Weihnachtswünsche platziert werden – vielleicht geht er ja in Erfüllung.</p> <p>Mamas und Papas dürfen für den Nachwuchs übrigens einen Kinderwagen mitbringen. Alle Wege sind barrierefrei (auch gut zu wissen für Besucherinnen und Besucher mit Rollstühlen), dennoch können die natürlichen Gegebenheiten vor Ort eine Herausforderung sein. Fahrräder, Schlitten, Laufräder und sonstige Kinderfahrzeuge dürfen aus Sicherheitsgründen nicht auf das Gelände mitgenommen werden.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Das müssen Eltern wissen:</strong> Kinder bis einschließlich 5 Jahre erhalten kostenlosen Zutritt in den Christmas Garden. Ab 6 Jahren benötigen Kinder ein Ticket, das im <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">Ticketshop</a> gebucht werden kann (mehr dazu weiter unten). Der Zutritt für Kinder unter 14 Jahren ist nur in Begleitung eines Erwachsenen gestattet.</li> <li><strong>Familientage beim Christmas Garden:</strong> Am 19. November, 26. November, 3. Dezember und 10. Dezember können bis zu fünf Personen (zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren oder ein Erwachsener und bis zu vier Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren) für 39,90 Euro den Christmas Garden besuchen. Tickets gibts vorab im <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">Online-Shop</a> oder an der Abendkasse. Dort kosten sie dann 42 Euro.</li> </ul> </div> <h2>Was kosten die Tickets? Wo bekomme ich sie?</h2> <p>Karten gibt es auf <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">christmas-garden.de/mainau</a> sowie auf <a href="https://www.myticket.de/de/christmas-garden-insel-mainau-tickets" target="_blank" title="" rel="noopener">myticket.de</a> und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Tickets für Erwachsene sind ab 20,90 Euro erhältlich. Eintrittskarten für Kinder sind ab 15,90 Euro zu erhalten. Neben den beliebten Familientagen mit attraktiven Familientickets bietet der Christmas Garden Insel Mainau erstmals auch Flex Tickets für Kinder an.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Wichtig zu wissen:</strong> Eine Kartenrückgabe wegen schlechter Witterung ist ausgeschlossen, solange keine akute Gefährdung für die Gäste besteht. Der Christmas Garden findet bei jedem Wetter statt – also auch bei Regen oder Schneefall. Daher wird empfohlen, wetterfeste und warme Kleidung sowie robustes Schuhwerk anzuziehen und gegebenenfalls einen Regenschirm einzupacken.</li> </ul> </div>]]>
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      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 17:20:55 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zu spät im Gerichtssaal – wenn der Richter das Urteil ohne den Angeklagten fällt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/zu-spaet-im-gerichtsaal-wenn-der-richter-das-urteil-ohne-den-angeklagten-spricht;art372474,12508090 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein junger Mann soll sich wegen sexueller Belästigung verantworten. Der Prozess beginnt, doch der Angeklagte fehlt. Das Verfahren nimmt damit eine unerwartete Wendung.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Ein junger Mann soll sich wegen sexueller Belästigung verantworten. Der Prozess beginnt, doch der Angeklagte fehlt. Das Verfahren nimmt damit eine unerwartete Wendung.<br>
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        Ein junger Mann soll sich wegen sexueller Belästigung verantworten. Der Prozess beginnt, doch der Angeklagte fehlt. Das Verfahren nimmt damit eine unerwartete Wendung.



        <p>Der Prozess am Amtsgericht Tettnang nimmt eine überraschende Abkürzung. Der Richter, die Staatsanwältin, ein Mitarbeiter der Gerichtshilfe und andere Verfahrensbeteiligte sind am Montagnachmittag für den Beginn der Sitzung bereit. Zeugen haben vor dem Saal Platz genommen, um ihre Aussage zu machen. Doch einer fehlt: der Angeklagte.</p> <p>Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, drei Mädchen im Alter von elf und zwölf Jahren im Häfler Sportbad unsittlich berührt haben. Vor Gericht soll er sich heute wegen sexueller Belästigung verantworten. Der Angeklagte taucht allerdings nicht auf. „Unentschuldigt“, wie Richter Christian Pfuhl festhält. Noch ein paar Minuten könne man ihm geben, „vielleicht findet er uns ja noch“, ergänzt er.</p> <p>Doch rund 20 Minuten verstreichen – und nichts geschieht. Auch zwei Versuche, ihn anzurufen, laufen ins Leere. Die Telefonnummern seien nicht vergeben, so die automatischen Ansagen. „Die Einhaltung von Terminen scheint bei ihm ein Thema zu sein“, merkt der Mitarbeiter der Gerichtshilfe mit Blick in seine Unterlagen an. Auch in der Vergangenheit sei er zu einer Verhandlung schon einmal nicht erschienen. Ein Strafbefehl steht nun im Raum. Bei dem Angeklagten handle es sich um einen Heranwachsenden, erklärt Richter Pfuhl.</p> <h2>Was bedeutet das?</h2> <p>Wenn ein Angeklagter unentschuldigt nicht zur Gerichtsverhandlung erscheint, hat das Gericht verschiedene Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Es kann den Angeklagten von der Polizei abholen und ins Gericht bringen lassen, es kann einen Haftbefehl erlassen und damit die Verhaftung des Angeklagten anordnen oder es kann auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl erlassen. Ein rechtskräftiger Strafbefehl hat dieselbe rechtliche Wirkung wie ein Urteil. Im Fall eines Einspruchs wird der Strafprozess erneut behandelt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Strafprozessordnung</span><span>Erscheint der Angeklagte nicht vor Gericht, greift Paragraf 230 der Strafprozessordnung. In Absatz zwei heißt es dort: „Ist das Ausbleiben des Angeklagten nicht genügend entschuldigt, so ist die Vorführung anzuordnen oder ein Haftbefehl zu erlassen, soweit dies zur Durchführung der Hauptverhandlung geboten ist.“ Anwendung kann allerdings auch Paragraf 408a finden. Dieser ermöglicht es, dass ein Strafbefehl erlassen wird, wenn der Angeklagte nach Eröffnung des Verfahrens nicht zur Hauptverhandlung erscheint. Den Antrag stellt die Staatsanwaltschaft. Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind und keine Bedenken bestehen, kann das Gericht davon Gebrauch machen.</span></label></div> <p>Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erlässt Richter Christian Pfuhl schließlich einen Strafbefehl, verbunden mit einer Geldstrafe von 7800 Euro. Die Voraussetzungen dafür seien erfüllt. „Dann müssen wir auch die Kinder nicht vernehmen“, erklärt Christian Pfuhl. Im Vorfeld habe sich bereits die Mutter eines der Mädchen gemeldet, die deswegen in Sorge war.</p> <p>Gerade als die Prozessbeteiligten zusammenpacken, der Richter sich auf den Weg zu den Zeugen macht, um sie darüber zu informieren, dass es kein mündliches Verfahren geben wird, taucht der Angeklagte doch auf. Er sei von einem späteren Beginn der Verhandlung ausgegangen. „Der Strafbefehl ist bereits erlassen, wir können ihn nicht zurücknehmen“, sagt Richter Pfuhl. Dieser werde ihm schriftlich zugestellt.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 16:46:43 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Müllstraße" wieder freigegeben: Das hat sich hier verändert  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/muellstrasse-wieder-freigegeben-das-hat-sich-hier-fuer-autofahrer-geaendert;art372484,12508059 ]]></link>      <description><![CDATA[  Endlich wieder freie Fahrt auf der K7742: Nach sieben Monaten Bauzeit soll ein neuer Kreisverkehr, verbesserte Radwege und ein neue Unterführung mehr Sicherheit alle Verkehrsteilnehmer bringen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Endlich wieder freie Fahrt auf der K7742: Nach sieben Monaten Bauzeit soll ein neuer Kreisverkehr, verbesserte Radwege und ein neue Unterführung mehr Sicherheit alle Verkehrsteilnehmer bringen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/muellstrasse-wieder-freigegeben-das-hat-sich-hier-fuer-autofahrer-geaendert;art372484,12508059]]></guid>
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        Endlich wieder freie Fahrt auf der K7742: Nach sieben Monaten Bauzeit soll ein neuer Kreisverkehr, verbesserte Radwege und ein neue Unterführung mehr Sicherheit alle Verkehrsteilnehmer bringen.



        <p>Strömender Regen hat die feierliche Eröffnung der „Müllstraße“ am Montagabend zwar nicht ins Wasser fallen lassen, trocken blieb aber kaum jemand. „Wir wollen den Verkehr auch wieder fließen lassen“, sagte Landrat Luca Prayon und bringt damit das Ziel des gesamten Projekts auf den Punkt.</p> <p>Die ersten Baumaßnahmen an der wichtigen Querverbindung zwischen Markdorf und Raderach begannen Mitte März als gemeinsames Projekt von Stadt und Bodenseekreis. In insgesamt vier Bauabschnitten hat sich seither einiges getan.</p> <p>Am deutlichsten sichtbar ist der Kreisverkehr auf Höhe Riedheim mit einem Durchmesser von 24 Metern. Er verbindet künftig die Straßenmeisterei des Landkreises, den städtischen Bauhof sowie das geplante Neubaugebiet Klosteröschle. Auch unter dem Asphalt hat sich einiges verändert: Im Erdreich liegen mehrere Kilometer neuer Leitungen für Wasser, Strom und Daten.</p> <h2>Mehr Sicherheit für Radfahrer</h2> <p>Etwas unscheinbarer, aber von großer Bedeutung für den Alltag vieler Pendler, ist die erweiterte Radwegunterführung unter der Kreisstraße. Zusammen mit dem neuen Radwegabschnitt bis zum bestehenden Schneider-Kreisel schafft der Tunnel eine durchgängige Verbindung für Radfahrer, die aus Riedheim, Kluftern und Efrizweiler nach Markdorf fahren.</p> <p>Wie Landrat Luca Prayon betont, verliefen die Bauarbeiten unfallfrei und reibungslos – und sogar schneller als im Zeitplan vorgesehen. Das sei nur Dank der guten Zusammenarbeit und der guten Planung im Voraus möglich gewesen. „Das Ergebnis ist großartig, es ist allerdings auch das Ergebnis einer mehrjährigen Planung“, sagt er.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So viel hat das Projekt gekostet</span><span>Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bodenseekreis 925.000 Euro, die Stadt Markdorf 655.000 Euro. Der Kreisverkehr war mit 1,27 Millionen Euro zugleich der größte Kostenfaktor des Projekts. Die Stadt Markdorf übernimmt davon eine halbe Million Euro, während der Bodenseekreis nach Einberechnung der Sanierung angrenzender Straßenabschnitte 770.000 Euro beisteuert. Von den Gesamtkosten der Radwege in Höhe von 900.000 Euro trägt das Land Baden-Württemberg über Fördermittel 590.000 Euro. Die restlichen 310.000 Euro teilen sich Bodenseekreis und Stadt Markdorf.</span></label></div> <h2>Riedmann: „Die Welt geht nicht unter...“</h2> <p>Auch Bürgermeister Georg Riedmann zeigt sich sichtlich zufrieden. „Man hat ja öfter das Gefühl, dass wir in Deutschland nicht mehr projektfähig sind – diese Baustelle beweist das Gegenteil“, sagt er. Außerdem dankt er allen, die in den vergangenen Monaten Geduld bewiesen und Umwege in Kauf genommen haben.</p> <p>Riedmann macht aber auch deutlich, dass manche Wünsche aus der Bevölkerung nach einer halbseitigen Sperrung nicht umgesetzt werden konnten. Zum einen aus baulicher, zum anderen aus planerischen Sicht. „Hätten wir anfangs alle Wünsche erfüllt, wäre das Projekt mindestens eine halbe Million Euro teurer geworden und hätte ein gutes halbes Jahr länger gedauert.“ Und mit einem kleinen Appell an alle Pendler fügt er hinzu: „Die Welt geht nicht unter, wenn man am Morgen mal fünf Minuten länger braucht.“</p> <h2>Tempo 30 bleibt auch nach der Baustelle</h2> <p>Mit der Fertigstellung der Kreisstraße endet auch die Zeit der Umleitung über Kluftern und Erfrizweiler. Vor allem dort dürften viele Anwohner aufatmen: Während der Sperrung mussten täglich deutlich mehr Fahrzeuge als sonst durch die Ortsmitten rollen, was zu Stoßzeiten immer wieder zu Staus führte.</p> <p>Eine Folge bleibt auch noch nach Ende der Baustelle bestehen: Das während der Umleitungsphase eingeführte Tempo-30-Limit in beiden Orten wird nicht wieder aufgehoben. Der Gemeinderat Friedrichshafen beschloss, die Regelung dauerhaft im Rahmen des Lärmaktionsplans zu übernehmen – ein Erfolg für die Verkehrsinitiative in Efrizweiler, die sich seit Jahren für mehr Lärmschutz eingesetzt hatte.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA["Müllstraße" wieder freigegeben: Das hat sich hier verändert]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 15:49:40 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hamma! Culcha Candela spielen 2026 Open-Air-Konzert in Meersburg  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/meersburg-open-air-2026-culcha-candela-spielen-konzert-am-bodensee-29-10-25;art372486,12508003 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Meersburg Open Air 2026 ist mit Culcha Candela und Versengold komplett. Die Berliner Kultband vereint Reggae, Dancehall, Hip-Hop und Latin-Sounds. Letztere sind im Folk-Rock zuhause.  ]]></description>
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          Das Meersburg Open Air 2026 ist mit Culcha Candela und Versengold komplett. Die Berliner Kultband vereint Reggae, Dancehall, Hip-Hop und Latin-Sounds. Letztere sind im Folk-Rock zuhause.<br>
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        Das Meersburg Open Air 2026 ist mit Culcha Candela und Versengold komplett. Die Berliner Kultband vereint Reggae, Dancehall, Hip-Hop und Latin-Sounds. Letztere sind im Folk-Rock zuhause.



        <p>Das Programm für das <a href="https://www.suedkurier.de/thema/meersburg-open-air/" target="_blank" title="" rel="noopener">Meersburg Open Air 2026</a> steht. Neben den Auftritten von <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/erstes-open-air-fuer-2026-herbert-pixner-spielt-auf-meersburger-schlossplatz;art372486,12421871" target="_blank" title="„Jimi Hendrix der Volksmusik“: Herbert Pixner spielt 2026 beim Meersburg Open Air">Herbert Pixner</a> am 12. Juni und <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/bestaetigt-clueso-kommt-2026-zu-den-meersburg-open-airs-an-den-bodensee-17-09-25;art372486,12483559" target="_blank" title="Bestätigt! Clueso kommt 2026 für Open-Air-Konzert an den Bodensee">Clueso</a> am 13. Juni 2026 stehen zwei weitere Konzerte fest. Culcha Candela eröffnen die Reihe am Donnerstag, 11. Juni. Im Rahmen ihrer „Celebration Tour“ gastiert die Berliner Kultband auf dem Schlossplatz.</p> <p>Laut Mitteilung des Konzertveranstalters Allgäu Concerts sind Culcha Candela seit mehr als 20 Jahren eine feste Größe in der deutschen Musikszene und Garanten für „explosive Live-Shows“. Die vier Musiker bieten eine Mischung aus Reggae, Dancehall, Hip-Hop und Latin-Sounds. Gesungen wird auf Englisch, Deutsch, Spanisch und Patois. Hits wie „Hamma!“, „Monsta“ oder „Berlin City Girl“ dürften ebenfalls fernab ihrer Fangemeinde bekannt sein.</p> <h2>Mehr als fünf Millionen verkaufte Tonträger</h2> <p>Die „Celebration Tour 2026“ soll die Karriere von Chino, Mateo, Johnny Strange und Don Cali feiern. Mit über fünf Millionen verkauften Tonträgern, fast 35 Edelmetall-Auszeichnungen und mehr als 1500 Live-Shows erfänden sich Culcha Candela vielleicht nicht mehr neu, müssten sie aber auch gar nicht, heißt es auf der Internetseite der Band. Vielmehr möchten die Musiker energiegeladene Club-Banger und Hits mit Haltung aus ihren bunten Ärmeln schütteln. Deshalb engagieren sie sich auch in sozialen Projekten wie „BeAnAngel“, Die Arche, „ActionKids“, Laut Gegen Nazis, Pro Asyl, Seebrücke und Afrika Rise. Eintrittskarten gibt es unter <a href="https://www.allgaeu-concerts.de/tickets-culchacandela-meersburg/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.allgaeu-concerts.de</a> sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen zum Preis von 59,90 Euro.</p> <h2>Versengold: vom Folkprojekt zur Akustikband</h2> <p>Den Schlusspunkt hinter der Auflage 2026 des Meersburg Open Airs setzen Versengold am Sonntag, 14. Juni. Was als akustisches Folkprojekt in norddeutschen Kneipen begann, hat sich innerhalb von zwei Jahrzehnten zu einer der spannendsten und eigenständigsten Akustikbands entwickelt, schreibt Allgäu Concerts.</p> <p>Pünktlich zur Tour schlägt das Sextett mit seinem Studioalbum „Eingenordet“, das im Januar 2026 veröffentlicht wird, ein neues Kapitel auf. Das Album, das auf dem eigenen Band-Label Küstenkind Records erscheinen wird, zeigt die Bandmitglieder als gereifte Künstler, die ihren Kurs kennen, sich aber nie dem Wandel verschließen. Nach den Vorboten „Klabauterfrau“ und der gemeinsamen Single „Falscher Leuchtturm“ mit der Band Madsen gehen Versengold mit dem neuen Album und Klassikern auf Tour. Auf der Bühne setzen sich die Musiker nach eigenen Angaben für Demokratie und gegen Faschismus ein.</p> <p>Als Vorgruppe sind „Fiddler‘s Green“ mit dabei. Seit ihrer Gründung 1990 hat sich die Band den Status einer der erfolgreichsten und beständigsten Formationen innerhalb der europäischen Folk-Rock-Community erarbeitet. Die Musiker nennen sich selbst eine „bestens geölte Irish Speedfolk-Maschine“. Eintrittskarten sind unter <a href="https://sales.ticketing.cm.com/versengold-schlossplatz-meersburg/de-de/8b62d377-6e91-480e-b19f-dd779a25cb6b" target="_blank" title="" rel="noopener">www.allgaeu-concerts.de</a> sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen zum Preis von 59,95 Euro erhältlich.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Bodenseekreis]]></dc:source>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 15:40:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gift im Bodensee: Als ein Anschlag aufs Trinkwasser Millionen Menschen beunruhigte  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/sipplingen/gift-im-bodensee-als-ein-anschlag-aufs-trinkwasser-vor-20-jahren-millionen-menschen-beunruhigt;art372492,12507989 ]]></link>      <description><![CDATA[  Vor 20 Jahren versenkt ein Unbekannter Kanister mit Pflanzengift an der Entnahmestelle bei Sipplingen. Die Polizei folgt 600 Spuren – vergebens. Seitdem gelten rund ums Trinkwasser strengste Sicherheitsvorschriften.  ]]></description>
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          Vor 20 Jahren versenkt ein Unbekannter Kanister mit Pflanzengift an der Entnahmestelle bei Sipplingen. Die Polizei folgt 600 Spuren – vergebens. Seitdem gelten rund ums Trinkwasser strengste Sicherheitsvorschriften.<br>
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        Vor 20 Jahren versenkt ein Unbekannter Kanister mit Pflanzengift an der Entnahmestelle bei Sipplingen. Die Polizei folgt 600 Spuren – vergebens. Seitdem gelten rund ums Trinkwasser strengste Sicherheitsvorschriften.



        <p>Im Oktober 2005 erhält die Bodensee-Wasserversorgung (BWV) ein anonymes Schreiben. Der Verfasser droht, Giftfässer im Bodensee zu versenken und kündigt weitere Taten an, falls seine Forderung – die öffentliche Bekanntgabe des Vorfalls – nicht erfüllt wird. Der Brief ist mit einer alten Schreibmaschine getippt. Ein Wort fällt auf: „Ludernzüchter“. Die Polizei hofft später, über diesen ungewöhnlichen Begriff Hinweise auf den Täter zu finden.</p> <p>Die Öffentlichkeit weiß anfangs nichts davon. Verdeckte Ermittlungen, auch unter Wasser, sollen den Täter auf frischer Tat überführen. Taucher finden bald zwei Zehn-Liter-Plastikkanister im Überlinger See vor Sipplingen, 70 Meter tief und wenige Meter vom „Entnahmestutzen“ entfernt. Durch diesen Stutzen fließt das Wasser, das bei vier Millionen Menschen als Trinkwasser aus dem Hahn kommt – bei weitem nicht nur am Bodensee. Sogar hessische Haushalte nutzen das Wasser, das in Sipplingen ins 1700 Kilometer lange Rohrnetz gespeist wird.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Bodensee-Wasserversorgung</span><span>Die Bodensee-Wasserversorgung (BWV) mit Sitz in Stuttgart beliefert seit 1954 große Teile Baden-Württembergs mit Trinkwasser aus dem Bodensee. Sie gilt als einer der größten Fernwasserversorger Deutschlands: Über 320 Städte und Gemeinden mit rund vier Millionen Einwohnern werden über ein Netz von etwa 1700 Kilometer Leitungen versorgt.​ Das Wasser wird am Grund des Bodensees entnommen und zur zentralen Aufbereitungsanlage auf dem Sipplinger Berg gepumpt. Dort wird es aufbereitet und ins Leitungssystem eingespeist. Jährlich werden rund 125 bis 130 Millionen Kubikmeter Wasser entnommen, was etwa ein Prozent des natürlichen Zuflusses in den Bodensee durch den Rhein ausmacht. Die Entnahme beeinflusst den Wasserstand des Sees kaum.​</span></label></div> <p>Analysen ergeben, dass die Kanister unter anderem das Pflanzengift Atrazin enthalten, in Deutschland seit 1991 verboten. Als Folge einer Umweltkatastrophe in der Schweiz 1986 hatten große Mengen Atrazin und andere Substanzen im Rhein ein Fischsterben ausgelöst. Nun finden sich Spuren davon im Bodenseewasser, stark verdünnt.</p> <p>Die BWV und Ermittlungsbehörden gehen am 14. November fast vier Wochen nach Erhalt des anonymen Schreibens an die Öffentlichkeit – spät, zu spät, wie vielfach kritisiert wird. Die Bedrohung ist längst durchgesickert und droht zum offenen Geheimnis zu werden.</p> <h2>Hotline blockiert, Website lahmgelegt</h2> <p>Die Bevölkerung sei nie gefährdet gewesen, heißt es seitens der BWV. Die Gift-Konzentration im Wasser sei so gering, ein Mensch müsste einen ganzen Gartenpool austrinken, um seine Gesundheit zu gefährden. Mit diesem Bild versucht ein BWV-Vertreter gegenüber die Presse und die besorgte Bevölkerung beruhigen. Aber von Beruhigung keine Spur. Eine Flut von Anfragen blockiert die eingerichtete BWV-Hotline und legt die Internetseite zeitweise lahm.</p> <p>Die Polizei bildet eine 50-köpfige Sonderkommission. Sie überwacht die Entnahmestelle rund um die Uhr, durchsucht Boote, Häfen und Uferabschnitte. In den folgenden Wochen werden zwei weitere Kanister und eine Plastiktüte mit giftigem Granulat gefunden. Bald gerät ein Landwirt aus dem Kreis Ravensburg in Verdacht. Er hatte in einer früheren Auseinandersetzung mit Behörden gedroht, seinen Hof „ökologisch zu verminen“ und das Stuttgarter Trinkwasser zu verunreinigen. Ein Großaufgebot der Polizei durchsucht sein Anwesen, findet aber keine Beweise. Der Mann bestreitet jede Beteiligung.</p> <h2>Noch ein Hinweis: „Mikado“</h2> <p>Die Beamten verfolgen 600 Spuren, suchen nach Menschen, die das Wort „Ludernzüchter“ verwenden, fahnden nach Schreibmaschinen, mit denen das anonyme Bekennerschreiben getippt worden sein könnte. In zwei Kanistern hatten sich Rückstände des Herbizids Mikado gefunden, das erst im Frühjahr 2005 in den Handel gekommen war, ein weiterer Ermittlungsansatz. Rund 540 Mikado-Käufer werden überprüft.</p> <p>„Ich bin überzeugt, dass wir den Täter finden“, erklärt noch im Januar 2006 Bernhard Weber, stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Friedrichshafen, gegenüber unserer Zeitung. Aber alle Spuren führen ins Leere. Im April 2006 wird die Sonderkommission aufgelöst. Eine kleinere „Ermittlungsgruppe Wasser“ arbeitet die verbliebenen Spuren ab. Von den mehr als 600 Hinweisen führt keiner zu etwas Greifbarem.</p> <p>Wer im Herbst 2005 Gift im Bodensee versenkt hat, ist bis heute ungeklärt. Auf Anfrage des SÜDKURIER bestätigt der Leitende Oberstaatsanwalt Johannes-Georg Roth, dass die Ermittlungen im Sande verlaufen sind. Neue Ermittlungsansätze hätten sich in den vergangenen 20 Jahren nicht ergeben.</p> <h2>„Prägendes Erlebnis“ für Bodensee-Wasserversorgung</h2> <p>Für die Wasserversorger und Sicherheitsbehörden zieht das Ereignis weitreichende Folgen nach sich. An Entnahmestellen gelten jetzt strenge Sicherheitsvorschriften: Verbotszonen, Kameras, dazu moderne und im Laufe der Jahre deutlich intensivierte Analyseverfahren, bevor das aufbereitete Bodenseewasser als Trinkwasser verteilt wird. In der Nähe der Entnahmestellen im See zu schwimmen, zu tauchen oder Boot zu fahren, ist verboten.</p> <p>Als Betreiber einer kritischen Infrastruktur ist die BWV verpflichtet, höchste Sicherheitsstandards einzuhalten. Das betrifft nicht nur die Prävention von Giftanschlägen. Auch gegen digitale Bedrohungen muss die Trinkwasserversorgung gewappnet sein. Teresa Brehme, Sprecherin der Bodensee-Wasserversorgung, sagt, innerhalb der BWV habe dieses „prägende Erlebnis das Bewusstsein für die Verantwortung, die mit der Versorgung der Bevölkerung einhergeht, nachhaltig geschärft“.</p> <p>Die Sorge vor einem Anschlag auf das Trinkwasser vom Bodensee bleibt. Wenn Besuchergruppen das Wasserwerk Sipplingen heute besuchen, werde regelmäßig nach den damaligen Ereignissen gefragt.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 14:38:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Unfall auf der B31: Zwei Verletzte bei Zusammenstoß in Immenstaad  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/immenstaad/unfall-auf-der-b31-zwei-verletzte-bei-zusammenstoss-in-immenstaad;art372478,12507954 ]]></link>      <description><![CDATA[  Auf der Bundesstraße ist am Dienstagmittag eine VW-Bus-Fahrerin in den Gegenverkehr geraten und mit einem Kleinlaster zusammengestoßen. Beide Fahrer wurden dabei verletzt, die Straße war zeitweise voll gesperrt.  ]]></description>
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          Auf der Bundesstraße ist am Dienstagmittag eine VW-Bus-Fahrerin in den Gegenverkehr geraten und mit einem Kleinlaster zusammengestoßen. Beide Fahrer wurden dabei verletzt, die Straße war zeitweise voll gesperrt.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/immenstaad/unfall-auf-der-b31-zwei-verletzte-bei-zusammenstoss-in-immenstaad;art372478,12507954]]></guid>
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        Auf der Bundesstraße ist am Dienstagmittag eine VW-Bus-Fahrerin in den Gegenverkehr geraten und mit einem Kleinlaster zusammengestoßen. Beide Fahrer wurden dabei verletzt, die Straße war zeitweise voll gesperrt.



        <p>Bei einem Verkehrsunfall auf der B31 sind am Dienstagmittag gegen 12 Uhr zwei Personen verletzt worden. Laut Polizei soll die Fahrerin eines VW-Busses in Richtung Meersburg unterwegs gewesen sein, als sie in einer langgezogenen Linkskurve aus unbekannten Gründen auf der Bundesstraße in den Gegenverkehr geriet.</p> <h2>Zwei Verletze und 80.000 Euro Schaden</h2> <p>Dort kollidierte der Transporter seitlich mit einem entgegenkommenden Kleinlaster. Der 41-jährige Fahrer dieses Wagens wurde bei der Kollision schwer verletzt. Sein 18-jähriger Beifahrer blieb unverletzt. Die Unfallverursacherin erlitt laut Polizei leichte Verletzungen. Beide Fahrer wurden vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht.</p> <p>Der Unfall ereignete sich auf Höhe des Wertstoffhofs in Immenstaad. Die Polizei schätzt den Schaden beim VW-Bus auf 50.000 Euro, beim Kleinlaster auf 30.000 Euro. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt. Während der Unfallaufnahme war die <a href="https://www.suedkurier.de/thema/b31/" target="_blank" title="" rel="noopener">B31</a> vorübergehend voll gesperrt. Am Dienstagnachmittag wurde der Verkehr wieder einspurig im Wechsel am Unfallort vorbeigeleitet. Ab 14.45 Uhr war die Straße wieder freigegeben.</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Unfall auf der B31: Zwei Verletzte bei Zusammenstoß in Immenstaad]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 11:30:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Es geht um fast 900.000 Euro: Ermittlungen gegen falsche Kunsthändlerin vom Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/ermittlungen-gegen-falsche-kunsthaendlerin-vom-bodensee-28-10-25;art410936,12507876 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eine Frau vom Bodensee bietet Künstlern an, Werke bei Ausstellungen zu platzieren. Die Künstler lassen ihr nicht nur Gemälde zukommen, sie bezahlen sie auch. Die 52-Jährige hat aber nie vor, den Verträgen nachzukommen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Eine Frau vom Bodensee bietet Künstlern an, Werke bei Ausstellungen zu platzieren. Die Künstler lassen ihr nicht nur Gemälde zukommen, sie bezahlen sie auch. Die 52-Jährige hat aber nie vor, den Verträgen nachzukommen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/ermittlungen-gegen-falsche-kunsthaendlerin-vom-bodensee-28-10-25;art410936,12507876]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Eine Frau vom Bodensee bietet Künstlern an, Werke bei Ausstellungen zu platzieren. Die Künstler lassen ihr nicht nur Gemälde zukommen, sie bezahlen sie auch. Die 52-Jährige hat aber nie vor, den Verträgen nachzukommen.



        <p>Wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Betrugs in nahezu 140 Fällen ermitteln der Polizeiposten Langenargen und die Staatsanwaltschaft Ravensburg gegen eine 52-Jährige. Einer gemeinsamen Mitteilung der Ermittlungsbehörden zufolge steht ein Vermögensschaden von annähernd 900.000 Euro im Raum.</p> <p>Der Frau wird vorgeworfen, im Zeitraum zwischen Oktober 2023 und Februar 2025 jeweils über soziale Netzwerke Kontakt zu Künstlern aufgenommen und diesen diverse Leistungen als angebliche Kunsthändlerin angeboten zu haben. Nach entsprechenden Vertragsabschlüssen zahlten die Künstler jeweils in gutem Glauben angeblich fällige Vertragsgebühren von rund 2000 Euro im Voraus und übersandten oder übergaben der Beschuldigten auch Kunstwerke für angeblich bevorstehende Ausstellungen und Vernissagen. In keinem der Fälle erfüllte die 52-Jährige jedoch die jeweils vereinbarten Vertragsbedingungen, heißt es weiter. Die Absicht soll sie von Beginn an nicht gehabt haben.</p> <p>Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen stellten die Beamten bei Durchsuchungen mehr als 200 Kunstwerke und Gemälde sicher. Diese waren Polizei und Staatsanwaltschaft zufolge die in verschiedenen von der Tatverdächtigen genutzten Räumlichkeiten in Lindau, Kressbronn und Friedrichshafen deponiert.</p> <h2>Ermittler machen viele der geschädigten Künstler ausfindig</h2> <p>Über Chatverläufe in Messenger-Diensten identifizierten die Ermittler eine Vielzahl an geschädigten Künstlern und konnten diesen zwischenzeitlich nahezu alle Exponate wieder übergeben. Die Tatverdächtige sitzt aktuell bereits wegen anderer Betrugsdelikte in einer Justizvollzugsanstalt ein.</p> <p>In Zusammenarbeit mit den Finanzermittlern der Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen wird außerdem wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen den 57-jährigen Ehemann der Hauptverdächtigen ermittelt. Er steht im Verdacht, in rund zwei Dutzend Fällen versucht zu haben, die Geldflüsse über eine Vielzahl von Konten zu verschleiern.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Polizei Fahndung Strafverfolgungsbehörden Betrug thema-sicherheit-kriminalitaet]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Bodenseekreis]]></dc:source>
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      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 17:14:19 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach fünf Monaten Baustelle: Endlich wieder freie Fahrt auf der "Müllstraße"  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/nach-fuenf-monaten-baustelle-am-bodensee-endlich-wieder-freie-fahrt-auf-der-muellstrasse;art372484,12507382 ]]></link>      <description><![CDATA[  Seit Mai war die Kreisstraße K7742 gesperrt, jetzt rollt der Verkehr wieder. Die wichtige Verbindung zwischen Markdorf und Raderach ist ab sofort wieder frei – und das sogar früher als geplant.  ]]></description>
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          Seit Mai war die Kreisstraße K7742 gesperrt, jetzt rollt der Verkehr wieder. Die wichtige Verbindung zwischen Markdorf und Raderach ist ab sofort wieder frei – und das sogar früher als geplant.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/nach-fuenf-monaten-baustelle-am-bodensee-endlich-wieder-freie-fahrt-auf-der-muellstrasse;art372484,12507382]]></guid>
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        Seit Mai war die Kreisstraße K7742 gesperrt, jetzt rollt der Verkehr wieder. Die wichtige Verbindung zwischen Markdorf und Raderach ist ab sofort wieder frei – und das sogar früher als geplant.



        <p>Aufatmen für Anwohner und Autofahrer: Seit Montagabend rollt der Verkehr wieder über die Kreisstraße K7742 – besser bekannt als Müllstraße. Nach rund fünf Monaten Bauzeit ist die wichtige Verbindung zwischen Markdorf und Friedrichshafen-Raderach nun wieder frei befahrbar.</p> <h2>Früher fertig als geplant</h2> <p>Die Bauarbeiten sind damit einen Monat früher abgeschlossen als ursprünglich vorgesehen. Bei der offiziellen Eröffnung gaben Bürgermeister Georg Riedmann und Landrat Luca Prayon die neue Strecke feierlich für den Verkehr frei.</p> <p>Auf Höhe von Riedheim wurde im Zuge der Arbeiten ein neuer Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 34 Metern gebaut. Er bindet künftig die Straßenmeisterei des Landkreises, den städtischen Bauhof sowie das geplante Neubaugebiet Klosteröschle an. Mit der Freigabe endet nicht nur eine der größten Baustellen im Kreis, sondern auch die Verkehrsumleitung durch Kluftern und Efrizweiler.</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:rights><![CDATA[Nach fünf Monaten Baustelle: Endlich wieder freie Fahrt auf der "Müllstraße"]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 12:13:33 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Geschäftsführer spricht Klartext: „Das Klinikum wird nicht geschlossen“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/geschaeftsfuehrer-des-medizin-campus-bodensee-spricht-klartext-das-klinikum-wird-nicht-geschlossen;art410936,12507181 ]]></link>      <description><![CDATA[  Jan-Ove Faust ist sich sicher, dass der Klinikstandort Friedrichshafen auch künftig bestehen wird. Es wird aber Veränderungen geben müssen, sagt er im Interview und spricht über die Insolvenz und Zukunftspläne.  ]]></description>
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          Jan-Ove Faust ist sich sicher, dass der Klinikstandort Friedrichshafen auch künftig bestehen wird. Es wird aber Veränderungen geben müssen, sagt er im Interview und spricht über die Insolvenz und Zukunftspläne.<br>
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        Jan-Ove Faust ist sich sicher, dass der Klinikstandort Friedrichshafen auch künftig bestehen wird. Es wird aber Veränderungen geben müssen, sagt er im Interview und spricht über die Insolvenz und Zukunftspläne.



        <p><strong>Herr Faust, Sie sind erst seit August 2025 Geschäftsführer des Medizin Campus Bodensee. War Ihnen von Anbeginn klar, dass Ihr Job das Managen eines Insolvenzfalls sein könnte?</strong></p> <p>In der aktuellen Situation musste ich alle Eventualitäten bedenken, aber die tatsächlichen Geschehnisse konnte ich nicht vorhersehen.</p> <p><strong>Nun werden Sie eine Insolvenz in Eigenverwaltung beantragen. In dem Zusammenhang ist auch von Chancen gesprochen worden – welche sind das denn genau?</strong></p> <p>Wir können das Unternehmen neu ordnen, um ein medizinisches Leistungsangebot zu schaffen, das wir auch finanzieren können – zumindest besser finanzieren können als das, was wir bis jetzt haben. Ein allgemeines Krankenhaus unter den aktuellen Rahmenbedingungen auskömmlich zu finanzieren, ist sehr schwer.</p> <p>Wir können mit gewissen Veränderungen das Klinikum Friedrichshafen in eine bessere wirtschaftliche Lage bringen. Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem, was man leisten kann, um Gesundheitsversorgung sicherzustellen, und dem Geld, das man dafür zur Verfügung hat. Das heißt, mit den vorhandenen Mitteln so umgehen, dass sie bestmöglich genutzt werden.</p> <p><strong>Sie sprechen gewisse Veränderungen an. Eine Option ist der Verbund mit der Oberschwabenklinik. Bietet dann die Häfler Klinik nur noch eine Grundversorgung an?</strong></p> <p>Ich spreche lieber von breiter Versorgung. Das heißt, wir brauchen auch hier so etwas wie Kinderklinik, Geburtshilfe, Notaufnahme, Unfallchirurgie, Herzkatheterlabor, Urologie, Neurologie und vieles mehr. Welche Spezialisierungen es noch braucht, werden wir sehen. Hochkomplexe und personalintensive Leistungen sollten dann vielleicht sinnvollerweise in Ravensburg konzentriert werden.</p> <p><strong>Wird Friedrichshafen zur kleinen Schwester der Ravensburger Klinik?</strong></p> <p>Kleine Schwestern sind auch hübsch und nicht schlechter als eine große Schwester. Im Ernst: Groß – klein, diese Diskussion führe ich überhaupt nicht. Das ist nicht die Frage, sondern: Ist die Häfler Klinik versorgungsadäquat für die Region? Darum geht es.</p> <p><strong>Wo sehen Sie die größten Risiken in dem Prozess?</strong></p> <p>Das geht schon bei der Bezeichnung los. Allein der Begriff Insolvenz ist für alle ein Alarmzeichen und verunsichert Mitarbeitende und Bevölkerung. Manche könnten glauben, dass davon auch die Qualität der Arbeit betroffen ist, die innerhalb der Klinik geleistet wird. Das ist nicht der Fall. Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, damit klar wird: Wir machen das, um das Krankenhaus weiter bestehen zu lassen und eine gute Qualität abzuliefern. Das Klinikum wird nicht geschlossen.</p> <p><strong><a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/oberschwabenklinik-uebernimmt-die-medizinischen-versorgungszentren-in-friedrichshafen-und-tettnang-24-10-25;art372474,12503587" title="Oberschwabenklinik übernimmt Medizinische Versorgungszentren in Friedrichshafen und Tettnang">Gerade wurde bekanntgegeben, dass die Oberschwabenklinik die insolventen Medizinischen Versorgungszentren in Friedrichshafen und Tettnang übernimmt.</a> Ist das ein gutes Vorzeichen für die geplante Klinik-Fusion?</strong></p> <p>Es ist auf jeden Fall kein schlechtes Zeichen. Wenn die Oberschwabenklinik die MVZs übernimmt, dient das der Versorgung der Bevölkerung. Das ist ein guter Anker, um daran anzudocken – je nach Verlauf des Insolvenzverfahrens und des bereits gestarteten Markterkundungsverfahrens.</p> <p><strong>Jahrelang wollten die Ravensburger OSK und der Häfler MCB nichts miteinander zu tun haben. Jetzt sollen sie gemeinsam ihre Probleme lösen. Geht das überhaupt?</strong></p> <p>Wenn sich zwei Krankenhäuser in überschaubarer Nähe Konkurrenz und beide Defizite machen, macht das zusammen ein ganz großes Defizit. Anders sieht es aus, wenn Doppelstrukturen abgebaut und das Angebot untereinander abgestimmt werden. Wenn Spezialleistungen und personalintensive Leistungen so gesteuert werden, dass sie gut ausgelastet und kostengünstig eingesetzt sind, dann sinken die Kosten.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person</span><span>Dr. Jan-Ove Faust, 67, ist seit 18. August 2025 Geschäftsführer des Medizin Campus Bodensee mit den Kliniken Friedrichshafen und Tettnang. Bis 2024 war er Geschäftsführer der SRH Kliniken Sigmaringen GmbH, von 2007 bis 2020 Direktor Medizin und Pflege der Oberschwabenklinik (OSK) Ravensburg sowie Geschäftsführer der MVZ GmbH der OSK. Faust ist in Hamburg geboren, absolvierte dort ein Medizinstudium und promovierte als Facharzt für Anästhesiologie in Neumünster, Nürnberg und Hamburg.</span></label></div> <p><strong>Der Klinikstreit und die bevorstehende Insolvenz verunsichern die Beschäftigten. Wie schaffen Sie es, das Personal zu motivieren, bei der Stange zu bleiben?</strong></p> <p>Ja, es gibt Verunsicherung, das ist auch verständlich bei diesen großen Veränderungsprozessen. Bislang gab es immer die finanzielle Unterstützung durch die Zeppelin-Stiftung. Die fällt jetzt weg und es ist noch nicht klar, was folgt. Kommunikation ist jetzt wichtig. Ich mache regelmäßige Sprechstunden an jedem Standort, es gibt in enger Taktung Mitarbeiterversammlungen und wir informieren regelmäßig über das Intranet.</p> <p>Wir versorgen die Mitarbeitenden, so gut es geht, mit Fakten. Unsere engagierten und leistungsbereiten Mitarbeitenden müssen beteiligt werden in dieser schwierigen Situation. Das ist eine der wichtigsten Aufgaben im Moment. Ich bedauere, dass wir derzeit noch nicht so klare Ziele vorgeben können, wie ich es möchte. Das liegt am gerade erst startenden Insolvenzprozess und an politischen Überlegungen, die nicht abgeschlossen sind. Froh bin ich, dass sich die Gespräche mit dem Bodenseekreis positiv entwickelt haben.</p> <p><strong>Viele Bürgerinnen und Bürger im Bodenseekreis befürchten eine Verschlechterung der medizinischen Versorgung – oder gar Schließung. Sind ihre Sorgen berechtigt?</strong></p> <p>Nein. Vom Sozialministerium gibt es das klare Signal: Dieses Krankenhaus ist unverzichtbar. Es wird nicht geschlossen. Alles ist darauf ausgerichtet, die Friedrichshafener Klinik zu erhalten – und zwar so, dass die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt ist. Der Betrieb geht weiter wie bisher, auch nach dem 31. Dezember 2025. Unsere Ärzte und Pflegekräfte sind da, die machen sehr gute Arbeit.</p> <p><strong><a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/nach-dem-suizid-einer-oberaerztin-am-klinikum-friedrichshafen-weitere-strafverfahren-eingestellt;art372474,12465091" title="Nach dem Suizid einer Oberärztin: Weitere Strafverfahren eingestellt">Seit dem Suizid einer Ärztin und dem Hickhack um die Trägerschaft hat das Image des Klinikums starken Schaden genommen.</a> Was tun Sie, um das Vertrauen wiederherzustellen?</strong></p> <p>Ich schaue jetzt nicht zurück. Es hat viele Dinge gegeben, die problematisch waren. Wir müssen das in dieser Situation hinter uns lassen und nach vorne schauen. Das heißt aber nicht, dass wir sie vergessen. Auch hier versuchen wir es über Kommunikation und Gespräche miteinander. Es gilt aber auch, dass jeder Verantwortung auf seiner Position wahrnimmt im Sinne des funktionierenden Gesamtbetriebes.</p> <p><strong>Auch wenn MCB und OSK zusammen gehen sollten, bleibt in Friedrichshafen ein maroder Klinikbau. Braucht es einen Neubau?</strong></p> <p>Wir werden die betrieblichen, strukturellen und baulichen Strukturen verbessern müssen. Die vorbereitende Planung eines Neubaus wird deshalb zwingender Bestandteil eines Sanierungskonzepts sein müssen.</p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Bodenseekreis]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Geschäftsführer spricht Klartext: „Das Klinikum wird nicht geschlossen“]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 26 Oct 2025 14:43:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Pfarrgemeinderat für Erhalt des Kreißsaals: "Unselige Pilgerschaft wie bei Maria und Josef"  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/pfarrgemeinderat-in-sorge-um-kreisssaal-unselige-pilgerschaft-wie-bei-maria-und-josef;art372495,12506638 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Seelsorgeeinheit sorgt sich um den Fortbestand der Geburtshilfe am Helios-Spital. Tausende Bürger erheben ihre Stimme in einer Petition. Und bei Helios gibt es erste Signale, die auf einen Sinneswandel hindeuten.  ]]></description>
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          Die Seelsorgeeinheit sorgt sich um den Fortbestand der Geburtshilfe am Helios-Spital. Tausende Bürger erheben ihre Stimme in einer Petition. Und bei Helios gibt es erste Signale, die auf einen Sinneswandel hindeuten.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/pfarrgemeinderat-in-sorge-um-kreisssaal-unselige-pilgerschaft-wie-bei-maria-und-josef;art372495,12506638]]></guid>
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        Die Seelsorgeeinheit sorgt sich um den Fortbestand der Geburtshilfe am Helios-Spital. Tausende Bürger erheben ihre Stimme in einer Petition. Und bei Helios gibt es erste Signale, die auf einen Sinneswandel hindeuten.



        <p>Der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Überlingen hat zum letzten Mal getagt. <a href="https://www.suedkurier.de/region/schwarzwald/donaueschingen/neuer-seelsorger-fuer-die-grosspfarrei-donaueschingen-markus-von-chamier-wird-kooperator;art372512,12397902" title="Neuer Seelsorger für die Großpfarrei: Markus von Chamier wird Kooperator">Das Gremium geht auf im künftigen Pfarreirat der Großpfarrei Sankt Nikolaus.</a> Eine den Pfarrgemeinderäten wichtige Botschaft wollten sie noch absetzen: Der Kreißsaal am Helios-Spital Überlingen darf in ihren Augen nicht aufgelöst werden.</p> <p>In einer Stellungnahme schreibt das Gremium, das unter Vorsitz von Christine Gäng stand: „Jedes Jahr an Weihnachten hören wir, wie die schwangere Maria nach einem Platz für die Geburt Jesu sucht und Josef fast verzweifelt, weil sie überall abgewiesen werden. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/kreisssaal-schliessung-am-helios-spital-ueberlingen-hebamme-und-arzt-warnen-vor-konsequenzen-02-10-25;art372495,12492174" title="Kreißsaal-Schließung am Helios-Spital: Hebamme und Arzt warnen vor Konsequenzen für werdende Eltern">Paare in Überlingen und Umgebung müssen aktuell ähnlich leidvolle Erfahrungen machen</a> – sie werden auf unselige Pilgerschaften von Krankenhaus zu Krankenhaus geschickt.“</p> <h2>Verweis auf Fälle abgewiesener Frauen</h2> <p>Es gebe konkrete Fälle, in denen Frauen mit Wehen von Überlingen nach Singen geschickt und dort wegen fehlender Kapazitäten nach Konstanz verwiesen würden, um auf dem Weg dorthin zu erfahren: „Wir haben keinen Platz, fahrt nach Tuttlingen oder Villingen-Schwenningen.“ So das Gremium, das kommentiert: „Die Gesundheit von Frauen und Kindern wird so gefährdet.“</p> <p>In ihrer Stellungnahme sorgen sich Christine Gäng, Pfarrer Bernd Walter und andere: „Müssen, wie andernorts, auch bei uns erst Kinder oder Gebärende zu Schaden kommen oder im schlimmsten Fall sterben?“ Ihr Appell: „Wir, der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Überlingen, bitten die Verantwortlichen inständig, alles dafür zu tun, dass das Wunder der Menschwerdung stressfrei und in geborgener, familiärer Atmosphäre möglich ist. Unser Kreißsaal bietet genau das und hat (noch) kompetente, engagierte, liebevoll tätige Hebammen.“</p> <h2>Bürgerin startet Petition</h2> <p>Ins gleiche Horn bläst die Bürgerin Yvonne Beirer aus Sipplingen. Sie hat eine Petition auf der Internet-Plattform change.org gestartet und – Stand Sonntag, 26. Oktober, 12 Uhr – 3100 Unterschriften gesammelt. „Ich bekomme nur positive Rückmeldungen“, teilt sie dem SÜDKURIER mit.</p> <p>Ihre Petition steht unter dem Titel „Stoppt die Schließung der Geburtenstation in Überlingen.“ Lange Fahrzeiten seien ein Risiko für Mutter und Kind. „Das Helios Spital in Überlingen ist nicht nur ein Teil unserer Gesundheitsversorgung, sondern ein Ort der Geborgenheit und Unterstützung für junge Familien.“ Und das müsse erhalten bleiben.</p> <h2>Signale zum Sinneswandel bei Helios?</h2> <p>Die Geschäftsführung des Krankenhauses verweist auf Personalmangel und insgesamt sinkende Geburtenraten, die einen Weiterbetrieb in Frage stellen. Ein Hinweis, dass die öffentliche Debatte der vergangenen Wochen bei Helios zum Nachdenken führt, ist der Einladung zu einem Informationstag des Krankenhauses (im Kursaal am 4. November, 17 bis 21 Uhr), zu entnehmen. Der Infoabend steht unter dem Titel „Wie geht es weiter mit der Medizin in Überlingen?“. Hatte bislang der Kreißsaal als Tagesordnungspunkt gefehlt, so steht neuerdings die Geburtshilfe mit auf der Themenliste, und Schwangere werden als Zielgruppe für den Infotag nun explizit auch eingeladen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Pfarrgemeinderat für Erhalt des Kreißsaals: "Unselige Pilgerschaft wie bei Maria und Josef"]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 26 Oct 2025 13:25:03 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Was tue ich den Leuten an?“: Mitarbeiter der Asylbehörde wirft frustriert seinen Job hin  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/frustriert-und-hilflos-mitarbeiter-verlaesst-asylbehoerde-im-bodenseekreis-27-10-25;art410936,12506618 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Politologe hat nach Gewissensbissen im Landratsamt gekündigt. Er berichtet von absurden und ungerechten Regelungen. „Ich habe idealistisch angefangen und fühle mich nun hilflos“, sagt er.  ]]></description>
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          Der Politologe hat nach Gewissensbissen im Landratsamt gekündigt. Er berichtet von absurden und ungerechten Regelungen. „Ich habe idealistisch angefangen und fühle mich nun hilflos“, sagt er.<br>
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        Der Politologe hat nach Gewissensbissen im Landratsamt gekündigt. Er berichtet von absurden und ungerechten Regelungen. „Ich habe idealistisch angefangen und fühle mich nun hilflos“, sagt er.



        <p>Seit 2021 war er als Mitarbeiter des Landratsamts für Asylbewerber zuständig. Nun gibt Felix Schultze auf, mit Verweis auf sein Gewissen. Bis Ende September 2025 betreute der Politikwissenschaftler aus dem Bodenseekreis die Fälle nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) und setzte Vorgaben von Bund, Land und Kreis um. Mit seinem Gewissen könne er nicht mehr vereinbaren, was er da umsetzen musste. Im Gespräch beschreibt Schultze die Auswirkungen verschärfter Regelungen auf die Betroffenen und auf die Arbeit der Verwaltung.</p> <h2>„Das letzte Glied der Exekutive“</h2> <p>„Vorschriften und Erlasse aus Stuttgart verschärfen sich. Ich muss sie als Sachbearbeiter der Leistungsverwaltung umsetzen und fühle mich hilflos“, so der ehemalige Sachbearbeiter. Er sei Mitglied bei Pro Asyl und politisch engagiert. Beruflich habe er sich als „das letzte Glied der Exekutive“ gesehen. Nach vier Jahren in der Leistungsverwaltung wechselte er die Seite und arbeitet nun als rechtlicher Betreuer.</p> <p>Schultze nennt mehrere Gründe und Beispiele für seinen Schritt. Er verweist darauf, dass das Justizministerium Baden-Württemberg im Sommer 2024 die Regelbedarfsstufe für alleinstehende Erwachsene in Gemeinschaftsunterkünften änderte. Nun werde unterstellt, dass sie mit anderen Bewohnern der Unterkunft eine Art Wirtschaftsgemeinschaft führen würden, ähnlich wie Paare oder Familien. Es werde somit angenommen, dass sie gemeinsam einkaufen, von der Zahnpasta bis zum bevorzugten Gewürz – auch wenn die Betroffenen aus ganz unterschiedlichen Kulturen kommen. Das sei nicht realistisch. Unterm Strich bedeute die geänderte Regelbedarfsstufe aber 47 Euro weniger pro Monat.</p> <p>Zum Jahreswechsel 2024/2025 reduzierte der Bund den Regelsatz um weitere 16 Euro, ohne Bescheid und ohne Möglichkeit, Widerspruch einzulegen. Schultze: „Wenn man Leute im Bürgergeld so behandeln würde, wäre der Aufschrei groß. Mit den Asylbewerbern kann man es machen, weil die meisten sich schlicht bedanken für das, was sie überhaupt bekommen und die wenigsten etwas dabei hinterfragen“, erklärt Schultze.</p> <h2>Krankenhilfe und Anschlussversicherung</h2> <p>Ein weiteres von Schultze benanntes Beispiel ist die „obligatorische Anschlussversicherung“ bei der Krankenkasse. Sie werde nicht mehr vom Land übernommen, wenn jemand kurzzeitig arbeitslos wird, etwa ein Saisonarbeiter. Die Betroffenen müssten die Beiträge selbst zahlen, was sie in die Schuldenfalle führe. „Wie absurd ist das denn? Wer nicht arbeitet, hat viel weniger Chancen auf Integration. Ein Geflecht von unsinnigen Vorschriften, das ist völlig absurd. Was muss ich hier umsetzen, was tue ich den Leuten an? Das ist alles nicht auf meinem Mist gewachsen, aber ich muss es ausführen“, empört er sich.</p> <h2>Bezahlkarte und Bürokratie</h2> <p>Die Einführung der digitalen Bezahlkarte habe sich als technisch fehlerhaft erwiesen und sei unzureichend vorbereitet gewesen, lautet die Kritik Schultzes. „80 Prozent unserer Arbeit bestand darin, Menschen bei der App anzumelden und zu erklären, wie sie funktioniert – und am Ende ging es trotzdem nicht. Das ist ein Bürokratiemonster!“ Der monatliche Barbetrag sei auf 50 Euro begrenzt, was alltägliche Aktivitäten wie Einkäufe auf Flohmärkten oder in der Tafel, auf die die Betroffenen angewiesen sind, massiv einschränke. „Die 50 Euro pro Monat reichen hier vor allem bei kinderreichen Familien nicht aus.“</p> <p>Die Umsetzung der Dublin-Verordnungen verschärft die Situation zusätzlich und habe ihn letztlich zur Kündigung bewogen. Betroffene, die bereits länger in Deutschland leben und integriert sind, werden kurzfristig zur Ausreise in andere EU-Staaten verpflichtet. Beispiel: Ein Mann aus Togo, seit eineinhalb Jahren in Deutschland, mit B2-Sprachniveau und willens, einen Beruf als Pfleger auszuüben, musste innerhalb von zwei Wochen nach Kroatien ausreisen. „Diese Regelungen sind unmenschlich und greifen tief in den Integrationsprozess ein“, sagt der Ex-Sachbearbeiter. Im konkreten Fall war ein großer Arbeitgeber in der Region davon betroffen, dem nun ein wichtiger Mitarbeiter fehlt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Liebenau für Anerkennung internationaler Abschlüsse</span><span>Die Stiftung Liebenau als größter Arbeitgeber der Region in der Sozialbranche bestätigt den Fall des Togolesen. Sie hätten großes Interesse daran gehabt, ihn einzustellen, so eine Pressesprecherin der Liebenau. Sie weist auf den allgemeinen Personalmangel in der Pflege und im Sozialbereich hin. „Daher setzt die Stiftung Liebenau seit einigen Jahren verstärkt auf die internationale Personalgewinnung.“ Sie fordern von der Politik seit Langem, dass die Anerkennung internationaler Abschlüsse für den Sozial- und Gesundheitsbereich sowie die Aufenthaltsverfahren für diejenigen, „die uns in Deutschland hierbei unterstützen wollen, erleichtert und beschleunigt werden“.</span></label></div> <h2>Schultze sieht sich moralisch belastet</h2> <p>Felix Schultze beschreibt eine moralische Last, die auf ihm liege: „Ich habe idealistisch angefangen und fühle mich nun hilflos. Ich muss Menschen schlecht behandeln, obwohl ich weiß, dass es ungerecht ist.“ Er kritisiert die Politik als „menschenfeindlich“ und sieht die Verschärfungen als Abschreckungsinstrumente, die besonders Menschen träfen, die bereits in Deutschland leben. Die Folgen seien erhebliche Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit, erschwerte gesellschaftliche Teilhabe und psychische Belastungen.</p> <p>Nun fordert Felix Schultze die konsequente Einhaltung von Menschenrechten und Menschenwürde. Die Politik müsse sicherstellen, dass alle Maßnahmen, auch im Asylwesen, den Grundwerten der Bundesrepublik entsprechen. „Wir dürfen Menschenrechte nicht nur nach außen hochhalten, sondern müssen sie auch konsequent im Alltag umsetzen.“ Für sich hat er die Konsequenzen gezogen und arbeitet fortan als rechtlicher Betreuer. Für ihn sei das erfüllender: „In meinem neuen Beruf stehe ich den Menschen zur Seite und unterstütze sie, ihre Rechte und Ansprüche auch gegenüber den Behörden durchzusetzen.“</p> <h2>So äußert sich das Landratsamt</h2> <p>Das Landratsamt teilte auf Bitten um eine Einordnung seitens der SÜDKURIER-Redaktion mit, dass es sich um gesetzliche Regelungen handle, „die wir anzuwenden haben und nicht in öffentlicher Diskussion bewerten“. Mit Verweis auf interne Personalangelegenheiten kommentierte die Behörde den Gang ihres ehemaligen Mitarbeiters an die Öffentlichkeit nicht weiter.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Bürgergeld Asylrecht Ausländerpolitik Bürokratie thema-gesellschaft-zusammenleben thema-politik]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[„Was tue ich den Leuten an?“: Mitarbeiter der Asylbehörde wirft frustriert seinen Job hin]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 26 Oct 2025 12:11:35 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Fünf Fakten über Waldrappe, die Sie vielleicht noch nicht kannten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/fuenf-fakten-ueber-waldrappe-die-sie-vielleicht-noch-nicht-wussten-27-10-25;art372495,12506600 ]]></link>      <description><![CDATA[  Einst war der Waldrapp am Bodensee heimisch. Seit 2017 läuft in Überlingen ein Projekt zur Wiederansiedlung. Hier haben wir fünf überraschende Fakten über die Vögel aufgelistet.  ]]></description>
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          Einst war der Waldrapp am Bodensee heimisch. Seit 2017 läuft in Überlingen ein Projekt zur Wiederansiedlung. Hier haben wir fünf überraschende Fakten über die Vögel aufgelistet.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Einst war der Waldrapp am Bodensee heimisch. Seit 2017 läuft in Überlingen ein Projekt zur Wiederansiedlung. Hier haben wir fünf überraschende Fakten über die Vögel aufgelistet.



        <p>Waldrappe waren in Mitteleuropa einst weit verbreitet. Doch bereits seit dem 17. Jahrhundert galten sie als ausgerottet. Gründe für die Ausrottung waren die Jagd und die Zerstörung von Lebensräumen. Nach Angaben der Deutschen Wildtierstiftung geriet ihre Existenz hier sogar in Vergessenheit. Seit 2017 tut das österreichische Waldrappteam alles, um eine Brutkolonie in Überlingen aufzubauen. Fünf überraschende Fakten über die Vögel:</p> <h2>Ein geselliger Vogel</h2> <p>Die Deutsche Wildtierstiftung nennt als besondere Merkmale der Waldrappe unter anderem, dass es sich um einen geselligen Vogel mit ausgiebigem Begrüßungsritual handelt. Dafür führen sie eine Reihe von Körper- und Kopfbewegungen aus. Außerdem geben sie einen bestimmten Ruf von sich. Bei Gefahr oder in der Balz stellen die Waldrappe ihre Schopffedern auf.</p> <h2>Kaum ein Unterschied</h2> <p>Während Waldrappe als Küken ein flauschiges, grau-braunes Gefieder haben, zeichnen sie sich als Adulte durch ein dunkles, metallisch glänzendes Gefieder und den Federkranz am kahlen Kopf aus. Kopf, Schnabel und Beine sind im Erwachsenenalter nicht mehr unauffällig dunkel, sondern leuchtend rot. Mit dem gebogenen Schnabel wird laut Nabu im Boden nach Futter gesucht. Männchen und Weibchen unterscheiden sich kaum. Aus diesem Grund ist eine DNA-Analyse nötig, um das Geschlecht zu bestimmen. Da die Küken schon davor Namen erhalten, haben manche Weibchen eher männlich klingende Namen – und umgekehrt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wiederansiedlung des Waldrapps in Überlingen</span><span>Im Rahmen des Projekts soll der Waldrapp wieder in Überlingen angesiedelt werden. Zwei Generationen wurden 2017 und 2018 in Hödingen großgezogen. 2019 folgte eine weitere Generation in Heiligenberg. 2020 musste der Plan für die nächste Aufzucht wegen der Corona-Pandemie aufgegeben werden. Fortgeführt wurde die Handaufzucht schließlich in Binningen. 2021 schlüpften erstmals Küken in Überlingen.</span></label></div> <h2>Bindung hält ein Leben lang</h2> <p>Waldrappe lassen sich auf Ziehmütter prägen. Nur deshalb kann die menschengeführte Migration ins Winterquartier funktionieren. Die Frauen ziehen die Küken von Hand auf. Im Jungvogelalter bringen sie ihnen das Fliegen bei und leiten sie schließlich ins Winterquartier. Was Sie eventuell noch nicht wussten, ist, dass diese starke Bindung ein Leben lang bestehen bleibt. Schön daher die Szene zwischen Dr. Saurier und ihren Ziehmüttern Barbara Steininger und Helena Wehner. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/waldrapp-weibchen-dr-saurier-kehrt-allein-aus-spanien-an-den-bodensee-zurueck-3200-km-flug-ohne-hilfe;art372495,12404711" target="_blank" title="Dr. Saurier zurück am Bodensee: Warum die Rückkehr dieses Waldrapp-Weibchens ein kleines Wunder ist">Das Waldrapp-Weibchen kehrte 2025 aus Spanien zurück.</a> Im Foto ist die Kontaktaufnahme des Vogels zu den Frauen zu sehen.</p> <h2>Erkundungsflug ins Brutgebiet</h2> <p>Waldrappe sind laut Johannes Fritz, Leiter des Waldrappteams, total individuell. Es ist nicht unüblich, dass Subadulte wie Dr. Saurier noch vor der Geschlechtsreife quasi zur Probe aus dem Winterquartier in ihr Brutgebiet zurückkehren. Das nennt sich dann Erkundungsflug. Der Großteil fliegt allerdings erst mit Erreichen der Geschlechtsreife ins jeweilige Brutgebiet. In seltenen Fällen sind sie aber auch mal fehlgeleitet. Ihnen fehlt der innere Kompass. Sie haben Zugmotivation, müssen die Routen jedoch von Elterntieren oder Ziehmüttern lernen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/waldrappe-fliegen-nach-schweden-anstatt-in-den-sueden;art372495,11786349" target="_blank" title="Waldrappe fliegen nach Schweden anstatt in den Süden">Im November 2023 flogen Jungvögel zum Beispiel nach Schweden </a><a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/waldrappe-fliegen-nach-schweden-anstatt-in-den-sueden;art372495,11786349" target="_blank" title="Waldrappe fliegen nach Schweden anstatt in den Süden">statt in den Süden.</a></p> <h2>Waldrapp in Ägypten</h2> <p>Das Waldrappteam widmet sich Forschungsfragen. <a href="https://www.waldrappteam.at/" target="_blank" title="" rel="noopener">2022 zeichneten die Biologen in einer Studie beispielsweise die Geschichte des Waldrapps nach.</a> „Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Gegenwart und dem alten Ägypten, wo der Vogel eine kulturelle und religiöse Bedeutung hatte, die sich wahrscheinlich aus seiner natürlichen Affinität zu kultivierten Gebieten entwickelte“, heißt es in den Erläuterungen. Die Studie untersuche außerdem die möglichen Gründe für drei Aussterbeereignisse bei Waldrappen in der Vergangenheit und deren Zusammenhang mit menschlichen Einflüssen und klimatischen Veränderungen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Fünf Fakten über Waldrappe, die Sie vielleicht noch nicht kannten]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 18:19:48 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Die Stadtbilder am Bodensee und im Schwarzwald: Was Mädchen, Mütter und Zahlen sagen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/stadtbilder-am-bodensee-und-im-schwarzwald-was-maedchen-muetter-und-zahlen-sagen;art417930,12506088 ]]></link>      <description><![CDATA[  Fünf Städte, viele Gespräche: Frauen, Mütter, Töchter erzählen, wo sie sich sicher fühlen – und wo nicht. Was bleibt, ist ein Gefühl, das Zahlen nicht erklären.  ]]></description>
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          Fünf Städte, viele Gespräche: Frauen, Mütter, Töchter erzählen, wo sie sich sicher fühlen – und wo nicht. Was bleibt, ist ein Gefühl, das Zahlen nicht erklären.<br>
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        Fünf Städte, viele Gespräche: Frauen, Mütter, Töchter erzählen, wo sie sich sicher fühlen – und wo nicht. Was bleibt, ist ein Gefühl, das Zahlen nicht erklären.



        <p>Villingen, Bahnhof, 14 Uhr: Der Herbst drückt gegen die Stadt. Eine Unwetterwarnung läuft, der Wind wirbelt Laub über den Bahnhofsplatz. Reisende warten in der Halle. Züge haben Verspätung. Auf einer Bank auf dem Vorplatz sitzt Tatiana, Ende fünfzig, die Hände um ihre Handtasche gefaltet. Kurz bricht die Sonne durch die Wolken.</p> <p>Wie sicher fühlt sie sich, allein auf der Bank? „Sicherer als in der Ukraine“, sagt Tatiana. Ihr Deutsch reicht für kurze Sätze, der Rest läuft per Übersetzungs-App. Ihr Haus sei im Krieg zerstört worden, sie lebe seit zwei Jahren im Schwarzald-Baar-Kreis, würde gerne zurück. „Ich habe vor nichts mehr Angst“, sagt die Mutter zweiter erwachsener Töchter. Deutschland möge sie, fühle sich sicher.</p> <p>Sie lese von Übergriffen in Großstädten, auch auf Ukrainer, das beunruhige sie, „aber hier nicht“. Dann verschwindet die Sonne, der Wind nimmt zu, die Ukrainerin muss zum Zug.</p> <h2>Was hat sich verändert?</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/umgefallene-zaeune-und-baeume-sturmtief-joshua-bleibt-im-bodenseekreis-harmlos;art410936,12505717" title="Umgefallene Zäune und Bäume: Sturmtief „Joshua“ bleibt im Bodenseekreis harmlos">Unwetter ‚Joshua‘ fegt an diesem Tag über die Region</a> und begleitet uns weiter mit einem Auftrag aus der Politik: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte von „diesem Problem im Stadtbild“ gesprochen; von etwas, das sich dort verändert habe. Um zu wissen, was er meine, müsse man nur die eigenen Töchter fragen. Auf öffentliches Drängen stellte er den Halbsatz schließlich in Zusammenhang mit Migranten ohne dauerhaftes Aufenthaltsrecht und Arbeit, die sich nicht an Regeln hielten.</p> <p>Die öffentliche Diskussion hält seit Tagen an, hat Demonstrationen ausgelöst. „Wer mit wachen Augen durch unser Land läuft, wer mit den Menschen redet, der spürt doch, dass sich etwas verändert hat“, sagte anschließend Manuel Hagel, Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl 2026. Ja, was eigentlich?</p> <h2>Besuch in Angsträumen</h2> <p>Der SÜDKURIER hat den Auftrag angenommen. Fünf Orte im Süden Baden-Württembergs, dutzende Gespräche, vornehmlich mit Töchtern und Müttern, mit und ohne Migrationshintergrund. Zehn Nationen an einem Tag. Es ist ein Streifzug durch das Sicherheitsgefühl zwischen Bodensee und Schwarzwald – hin zu Orten, die als Angstraum gelten: Bahnhöfe und ihr Umfeld.</p> <p>Ortswechsel in der Doppelstadt, von Villingen in die Kronenstraße, Zentrum von Schwenningen. „Vielleicht sollte Herr Merz sich eher um unsere Wirtschaft kümmern, der geht‘s einfach schlechter. Hier sieht man doch, dass und wie sich das Stadtbild verändert“, sagt Timo Mora. Um ihn herum: etliche Läden mit heruntergelassenen Rollläden, Zu-Vermieten-Schilder in den Schaufenstern.</p> <p>Timo Mora ist mit seinem dreijährigen Sohn Oscar und seiner Frau Melanie unterwegs. Ein freier Tag für die Eltern, der Junge wirbelt ungeduldig mit einem Spielzeug-Bagger um Melanie und Timo Mora. Sie sagt: „Ich gehe nicht mehr gerne allein raus, wenn es dunkel ist, ganz sicher nicht überallhin.“ Sie habe keine akute Angst, „aber ich fühle mich unwohl“. Dann schiebt sie korrigierend nach: „Unsicher.“</p> <p>Melissa Erdei wartet am nahen Busbahnhof, das unwirsche Wetter wirbelt auch die Fahrpläne durcheinander. Auch sie fühle sich unsicherer als früher, als vor der Corona-Pandemie, wie sie sagt: „Das hat vieles Zwischenmenschliche kaputt gemacht, es hat sich etwas verändert.“</p> <p>In der Kronenstraße habe sie diesen Sommer beobachtet, wie es zwischen einigen Jugendlichen zum Streit kam. „Und dann haben sie sich geschlagen, einfach so“, schildert Melissa Erdei.</p> <h2>„Die haben mich als Hure beschimpft“</h2> <p>Anders als sie nennt Aina Beisic eine konkrete Gruppe, die ihr Unbehagen bereitet: „arabisch aussehende Männer, Afghanen, Syrer und so.“ Sie sei einige Male „angepöbelt worden und ich fühle mich nicht mehr so wohl wie noch vor zehn Jahren“. Einmal habe Beisic in Richtung einiger laut diskutierender junger Männer geschaut, „die haben mich als Hure beschimpft“, sagt sie leise, auch sie hat ihren kleinen Sohn dabei, der das nicht hören soll.</p> <p>„Ich kann das nicht verstehen“, führt Beisic aus, „ich bin selbst Bosnierin“. Ihre Eltern seien in den 90er-Jahren nach Deutschland gekommen, die meiste Zeit ihres Lebens lebe sie hier. „Wir aus den Balkanländern passen uns doch auch an die hier geltenden Regeln an, geschenkt wird uns nichts, wir müssen arbeiten.“</p> <p>Sind vielleicht fehlende Aufgaben, Ziele und Struktur für die geflüchteten Männer aus dem Nahen Osten eine Ursache für ihre Unsicherheit? Bevor das Gespräch fortgesetzt werden kann, kommt der Bus und Aina Beisic eilt mit ihrem Sohn an der Hand hinein.</p> <h2>Mehr Licht, mehr Polizei</h2> <p>Der Eindruck setzt sich fest: Die Menschen hier wollen, dass sich etwas ändert. Was konkret, bleibt in vielen Gesprächen, die wir am Bodensee, im Schwarzwald und im Hegau führten, unklar. Was haften bleibt: Viele Frauen von jung bis alt wünschen sich an tatsächlichen oder vermeintlichen Brennpunkten mehr Polizei, mehr Sicherheitsdienste, mehr Licht.</p> <p>Jürgen Roth, Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen und wie Kanzler Merz CDU-Mitglied, nennt gegenüber dem SÜDKURIER die Lösungsansätze seiner Stadt: Sichtbarkeit des Kommunalen Ordnungsdienst in den Innenstädten, Schwerpunkteinsätze gemeinsam mit der Landespolizei und Prävention durch Mobile Jugendarbeit. „Unser Ziel ist klar: Alle Menschen sollen sich in unserer Stadt zu jeder Zeit sicher fühlen können.“</p> <p>Auch Roth nimmt eine Veränderung im Stadtbild wahr; wie Merz bezeichnet er Deutschland als Einwanderungsland, Migration als Realität. „Entscheidend ist das Verhalten, nicht die Herkunft. Wer Grenzen überschreitet, muss auch kurzfristig mit Konsequenzen rechnen“, sagt der OB.</p> <p>Es gebe unterschiedliche Gründe dafür, dass sich an bestimmten Orten nachmittags und abends junge Männer gruppierten: keine Schule, keine Arbeit, Warten auf den Sprachkurs, „aber auch schlicht Freizeit, Langeweile oder der Wunsch nach Gemeinschaft“, so Roth. Das sei zunächst kein Problem, „löst aber bei manchen ein Unsicherheitsgefühl aus“. Dies wolle die Stadt ernst nehmen.</p> <p>Der für den Schwarzwald-Baar-Kreis zuständige Polizeipräsident von Konstanz beschreibt eine Region, in der die Lage ruhig, das Gefühl aber nicht überall gleich ist. Jürgen von Massenbach-Bardt sagt: Die Städte im Süden seien Orte, „in denen es sich gut leben lässt“. Und doch gebe es, so Massenbach-Bardt, „einzelne Bereiche, in denen sich Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht wohl fühlen“. Man reagiere „abgestimmt mit den kommunalen Behörden, unmittelbar darauf“.</p> <h2>Schwere Taten wirken lange nach</h2> <p>Sein Ravensburger Kollege, Polizeipräsident Uwe Stürmer spricht von einer „beträchtlichen Diskrepanz zwischen der objektiv guten Sicherheitslage und dem deutlich negativeren Sicherheitsempfinden in Teilen der Bevölkerung“. Einzelne schwere Straftaten mit „teils verstörenden Tathandlungen“ führten teils zu großer Verunsicherung.</p> <p>Die Polizei nehme diese Wahrnehmungen ernst und versuche insbesondere in Angsträumen durch verstärkte Präsenz, vermehrte Kontrollen und weitere Maßnahmen auf eine Stärkung auch des Sicherheitsgefühls hinzuwirken.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Was sagen die Statistiken?</span><span><strong>Ravensburg:</strong> Die Gesamtkriminalität im Präsidium Ravensburg ist im Sicherheitsbericht 2024 um fast neun Prozent gesunken. Insgesamt zählt die Region weiterhin zu den sichersten im Land. Im Jahr 2024 ging die Zahl der tatverdächtigen Flüchtlinge auf 1196 zurück. Im Vorjahr waren es noch 1461. In Friedrichshafen haben die Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum dagegen deutlich zugenommen – mit 296 Fällen verzeichnet die Stadt den höchsten Wert seit Beginn der Vergleichsreihe (2015). Die Rauschgiftkriminalität ist im Gegenzug spürbar zurückgegangen. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen liegt in Friedrichshafen bei 1 007 Personen – ebenfalls ein Höchststand im Zehnjahresvergleich. Für das gesamte Präsidium gilt: Die Zahl der tatverdächtigen Asylbewerber und Flüchtlinge ist rückläufig; ihr Anteil an allen Tatverdächtigen ohne Ausländerrecht liegt bei 10 Prozent.<br /> <br /> <strong>Konstanz:</strong> Auch im Bereich des Polizeipräsidiums Konstanz gingen die Straftaten 2024 leicht zurück. Auch diese Region gehört zu den sichersten. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen stieg hier von 6037 auf 6221 Personen, verteilt auf alle Landkreise. Im Bereich der Rohheitsdelikte treten sie vor allem bei Körperverletzungen (1429 Tatverdächtige) und beim Ladendiebstahl (1381 Tatverdächtige) in Erscheinung. Unter den Tatverdächtigen waren jeweils 332 Flüchtlinge bei Körperverletzungen (2023: 274) und 299 beim Ladendiebstahl (2023: 374).<br /> Bei den sexuellen Belästigungen wurden insgesamt 114 Tatverdächtige registriert, darunter 62 nichtdeutsche Personen und 15 Flüchtlinge. In allen Landkreisen des Präsidiumsbereichs ist die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen gestiegen und liegt weiter über den langjährigen Mittelwerten.</span></label></div> <p>Etwa am Stadtbahnhof in Friedrichshafen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/unbehagen-in-der-friedrichshafener-innenstadt-dieses-buendnis-will-fuer-mehr-sicherheit-sorgen;art372474,12404393" title="Unbehagen in der Innenstadt: Dieses Bündnis will für mehr Sicherheit sorgen">Hier reagierten Stadt und Polizei bereits mit einer Sicherheitspartnerschaft</a>, Zoll und die Bahn sind mit im Boot. Dazu: mehr Kontrollen, bald Videoüberwachung, ein Kommunaler Ordnungsdienst. Auch eine Waffenverbotszone wird geprüft.</p> <p>Auch in Friedrichshafen kennt „Joshua“ an diesem Tag keine Gnade, als es um 17 Uhr dämmert. Es herrscht Hektik, die Menschen haben es eilig, der Wind bläst eisig über den Vorplatz. Viele lassen sich abholen, wollen schnell weg.</p> <p>Wie Jürgen Roth macht Simon Blümcke, parteiloser OB von Friedrichshafen, eine Verschlechterung des „subjektiven Sicherheitsgefühls“ aus. Er sagt: „Wir wollen unsere Innenstadt attraktiv halten und das gelingt auch.“</p> <p>Am Stadtbahnhof unterschreibt das keine der Frauen, mit denen wir sprechen – auch wenn zwei Polizeieinsatzwägen vor der Wache nebenan parken, Reinigungspersonal eifrig versucht, den umherwehenden Müll einzusammeln.</p> <h2>„Abends allein raus gehe ich nicht“</h2> <p>Die 17-jährige Islam Abdulmuhsen kommt aus Syrien und steht direkt neben der Polizeiwache. Angst? Hat sie, ja. Sie fasst sich an den Kopf: „Ich trage freiwillig ein Kopftuch, ich mag das.“ Regelmäßig bekomme sie deshalb rassistische Beschimpfungen zu hören: von Frauen wie Männern, auf der Straße, im Bus, neulich im Auto mit ihrer Mutter. „Ein Mann hat einfach gegen die Scheibe geschlagen und uns beleidigt“, sagt die junge Frau. Es blieb bei einem Schreck, Schlimmeres passiert ist niemandem. „Abends allein raus gehe ich nicht“, sagt sie.</p> <p>Was ihr Gefühl verändern könnte? „Dass die Menschen sich einfach in Ruhe lassen. Und mehr Polizei.“ Die fährt gerade mit Blaulicht los, wird anderswo in Friedrichshafen gebraucht.</p> <p>Mehr Polizei? Stefanie Wilhelm winkt ab. „Die macht doch eh zu wenig“, sagt sie, „ständig passiert etwas in der Gegend“. Die Pendlerin aus Eriskirch erwähnt einen Raubmord am Bahnhof Ravensburg: Eine 15-Jährige tötete eine 62-Jährige mit Messerstichen in den Hals, <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/urteil-zu-ravensburger-raubmord-gefallen-16-jaehrige-muss-knapp-zehn-jahre-ins-gefaengnis;art417930,10872622" title="Verzweifelte Mutter nach dem Urteil zum Ravensburger Raubmord: 16-jährige Tochter muss knapp zehn Jahre ins Gefängnis">um an ihre Tasche zu gelangen.</a></p> <p>Damals tat die Polizei etwas, entgegen Stefanie Wilhelms Eindruck. Zu neuneinhalb Jahren Haft wurde die Jugendliche verurteilt. Viereinhalb Jahre liegt die Tat zurück. Der Ravensburger Bahnhof wird inzwischen videoüberwacht. Dass Wilhelm sich dennoch an sie erinnert, ist ein weiterer Beleg: Verstörende Taten wirken noch lange nach. Es hat sich ein Unwohlsein breitgemacht, vor allem bei Frauen. Aber das ist keine Erkenntnis, die es vor der Stadtbild-Debatte nicht schon gab.</p> <h2>Nicht ohne mein Pfefferspray</h2> <p>Spürbar wird das am Übergang zwischen Bahnhof und Innenstadt von Singen. Der dortige Busbahnhof ist modern, die Beleuchtung vom Dach steht im Kontrast zur eingesetzten Dunkelheit.</p> <p>Zwei junge Frauen schrecken zurück, als wir sie ansprechen. Nachdem wir uns erklären, unterhalten wir uns – mit 1,50 Meter Abstand. Die beiden trügen immer ein Pfefferspray bei sich, sagen sie. Sie sind nicht die einzigen, die uns das sagen, zu oft komme es unvermittelt zu Nachstellungen betrunkener, anderweitig betäubter oder schlicht aufdringlicher Männer.</p> <p>Ganz anders geht es Jenna und Bailasan, 17 und 16 Jahre alt. Die Freundinnen warten unter dem Busbahnhofsdach auf ihren Anschluss nach Meßkirch, diskutieren aufgeregt und laut lachend mit Freunden am Handy. Sie seien abends zwar selten nach 21 Uhr draußen unterwegs, Angst hätten sie aber auch in der Dunkelheit nie. Eine Minderheit am heutigen Tag.</p> <p>Singen gilt seit Jahren als vergleichsweise ungemütlichere Stadt im Landkreis Konstanz. Oberbürgermeister Bernd Häusler (CDU) will von der Debatte um Friedrich Merz‘ Stadtbild-Aussagen nicht viel wissen. Sein Sprecher lässt ausrichten, man werde sich „an dieser Empörungsrhetorik nicht beteiligen“.</p> <h2>Nachts am Stadtgarten</h2> <p>22 Uhr, Bahnhof Konstanz, Seeseite. Es nieselt, der Wind hat inzwischen abgeflaut. Es bleibt kalt. Der See liegt im Dunkel. Ein Wagen der kommunalen Polizeibehörde ist im Einsatz, das E-Auto rollt leise durch die Gegend.</p> <p>Zwei junge Frauen laufen den Weg hinunter zum Stadtgarten, eingepackt in dicke Jacken. Emma ist noch 17 und Anne schon 18. Sie gehen spazieren, sagen sie. Sie haben dieses Jahr Abitur gemacht, und wollen bald reisen.</p> <p>Haben Sie Angst? Nein, nicht wirklich. Eigentlich nicht, sagen sie, nur das Licht könnte besser sein. Sie bleiben auf dem Weg, der hell genug ist, um Gesichter zu erkennen. Sie haben die Diskussion um das sogenannte Stadtbild verfolgt. Für sie ist das Gerede über Gefahr durch Migranten übertrieben; ein Echo, das die falschen Dinge lauter macht.</p> <h2>Nationalität oder Geschlecht?</h2> <p>Die Stadt Konstanz sieht das offenbar ähnlich: „Konstanz ist Heimat für Menschen aus 167 Nationen“, lässt deren Pressestelle ausrichten. „Undifferenzierte Aussagen bergen das Risiko, Menschen mit sichtbarem Migrationshintergrund zu kriminalisieren und untergraben unsere Arbeit für Zusammenhalt vor Ort. Differenzierung und der Blick auf tatsächliche Fakten stärken das Vertrauen und Miteinander.“</p> <p>Die 17-jährige Emma sagt: Statt Probleme zu lösen, werde nun durch Hetze gegen Ausländer mehr Angst verbreitet. Dabei sei das Thema sicher keine Frage der Nationalität, sondern des Geschlechts. Also Männer. Die müssten auch konsequenter bestraft werden als es derzeit passiert. Sie wünsche sich, dass sich die Denkweise der Gesellschaft daher weitere ändere, und Frauen mehr zugehört werde.</p> <p></p>]]>
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