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    <title>suedkurier.de - Freiburg</title>
    <link>https://www.suedkurier.de/</link>
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    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 09:35:26 +0100</pubDate>
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      <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 12:54:54 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Einer der größten Brände der Stadtgeschichte: Millionenschaden nach Feuer in Freiburg  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/einer-der-groessten-braende-der-stadtgeschichte-millionenschaden-nach-feuer-in-freiburg;art417930,12492771 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach dem Großbrand im Industriegebiet Hochdorf spricht Freiburgs Oberbürgermeister von einem der größten Brände der Stadtgeschichte. Verletzte gab es kaum – doch der materielle Schaden ist enorm.  ]]></description>
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          Nach dem Großbrand im Industriegebiet Hochdorf spricht Freiburgs Oberbürgermeister von einem der größten Brände der Stadtgeschichte. Verletzte gab es kaum – doch der materielle Schaden ist enorm.<br>
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        Nach dem Großbrand im Industriegebiet Hochdorf spricht Freiburgs Oberbürgermeister von einem der größten Brände der Stadtgeschichte. Verletzte gab es kaum – doch der materielle Schaden ist enorm.



        <p>Flammen und eine riesige Rauchsäule: Ein Großbrand hat in einem Freiburger Industriegebiet einen hohen Millionenschaden verursacht. Ein Mitarbeiter einer ansässigen Firma wurde leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte.</p> <p>Das Feuer war aus bisher ungeklärter Ursache am Mittwochabend ausgebrochen. Die Löscharbeiten dauerten am Donnerstag an. „Den Einsatzkräften ist es durch erheblichen Kräfteeinsatz gelungen, dass sich das Feuer nicht weiter ausbreiten konnte“, berichtete die Polizei.</p> <p>Nach ersten Schätzungen der Ermittler beläuft sich der Schaden auf mindestens 50 Millionen Euro. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass die Schadensumme später noch steige.</p> <h2>Rathauschef: Einer der größten Brände in der Stadtgeschichte</h2> <p>„Wir haben heute Nacht einen der größten Brände in Freiburgs Geschichte erlebt“, teilte der Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn auf Anfrage mit „Dank des enormen Einsatzes der Feuerwehr ist es gelungen, die Flammen unter Kontrolle zu bringen und Schlimmeres zu verhindern.“</p> <p>Das Feuer habe sich nicht auf weitere Gebäude ausbreiten können, sagte der parteilose Lokalpolitiker. Der materielle Schaden sei erheblich, doch es seien keine Menschen schwer verletzt worden. Die kommunale Wirtschaftsförderung sei mit betroffenen Firmen bereits in Kontakt, um diese unterstützen.</p> <p>„Wir haben derzeit keinen Hinweis auf Brandstiftung – können dieses aber auch nicht ausschließen“, sagte ein Polizeisprecher. Wegen der Löscharbeiten konnte der Brandort zunächst nicht von der Polizei begutachtet werden.</p> <h2>Gebäudekomplex komplett ausgebrannt</h2> <p>Betroffen war ein Gewerbekomplex mit mehreren Unternehmen auf einer Fläche von rund 60.000 Quadratmetern im Stadtteil Hochdorf unweit der Autobahn 5. Zunächst war von 40.000 Quadratmetern die Rede gewesen. Der Gebäudekomplex sei komplett ausgebrannt. Die umliegenden Straßen wurden während des nächtlichen Einsatzes gesperrt. Den Angaben zufolge kämpften rund 200 Feuerwehrmitarbeiter gegen die Flammen. An Ort und Stelle wurden auch Bagger eingesetzt.</p> <p>Um die Menschen in Freiburg über den Brand zu informieren, habe es eine Warnmeldung über den Katastrophendienst Nina gegeben, berichtete die Polizei. Anwohnerinnen und Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung bestand aber nicht, wie es hieß.</p> <p>Das Gewerbe- und Industriegebiet Hochdorf erstreckt sich nach Angaben der Stadt auf einer Fläche von insgesamt rund 120 Hektar im Nordwesten Freiburgs. Dort seien rund 260 Betriebe ansässig, unter ihnen Pharma-, Speditions- und Logistikunternehmen. (dpa)</p>]]>
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      <pubDate>Tue, 19 Aug 2025 13:57:05 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Es geht wieder los: Fünf Gründe, warum der SC Freiburg auch in dieser Saison top bleibt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/sport/es-geht-wieder-los-fuenf-gruende-warum-der-sc-freiburg-auch-in-dieser-saison-top-bleibt;art410965,12465830 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die neue Bundesliga-Saison startet am Wochenende, mit dem SC Freiburg im Europapokal und mit einem hochgelobten Trainer. Dieser Erfolg ist kein Zufall, und daran wird sich auch nichts ändern.  ]]></description>
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          Die neue Bundesliga-Saison startet am Wochenende, mit dem SC Freiburg im Europapokal und mit einem hochgelobten Trainer. Dieser Erfolg ist kein Zufall, und daran wird sich auch nichts ändern.<br>
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        Die neue Bundesliga-Saison startet am Wochenende, mit dem SC Freiburg im Europapokal und mit einem hochgelobten Trainer. Dieser Erfolg ist kein Zufall, und daran wird sich auch nichts ändern.



        <h2>1. Kein Bundesligaverein hat einen so coolen Trainer</h2> <p>Cool ist ein Anglizismus, der längst Einzug gehalten hat in die deutsche Sprache. Und cool will jeder sein, weil das nur jemandem attestiert wird, der logischen Verstand und Cleverness mit angenehmen Wesenszügen vereinigt. Eigentlich bedeutet cool ja kühl, gemeint ist aber toll. Oder lässig. Oder super. So einer ist Julian Schuster (40) allemal, auch wenn ihm das nicht gerecht wird.</p> <p>Dass er den Chefposten in Freiburg von einem gewissen Christian Streich übernommen hatte, bedachte die Fachpresse mit dem Hinweis, größer könnten die Fußstapfen für den Trainer-Neuling nicht sein. Doch Schuster zerpflückte das Bild. So fühle er gar nicht, denn diese Fußstapfen seien keine Last, sondern ein Wegweiser. Da müsse man nichts ausfüllen, sondern das Gute nehmen und es mit neuen Ideen ergänzen. Wie nennt man das? Genau, cool. Der Rest ist bekannt.</p> <p>Am Ende seiner ersten Saison als Cheftrainer qualifizierte sich der SC Freiburg für die Europa League und <a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/sport/wirtz-ist-fussballer-des-jahres-schuster-bester-trainer;art410965,12460212" target="_blank" title="Wirtz ist Fußballer des Jahres – Schuster bester Trainer">Julian Schuster wurde zum Trainer des Jahres gekürt</a>. Mehr geht nicht. Der Gelobte wird sich nicht auf diesem Erfolg ausruhen. Für ihn zählt das Ergebnis einer Arbeitsweise, die Akribie in den Übungseinheiten, Empathie im Umgang mit den Spielern, aber auch klare Zielsetzung voraussetzt. Dazu gehört es, Woche für Woche harte Personalentscheidungen zu treffen. Schuster kann das alles. Cool, nicht wahr?</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Eine Frage des Geldes</span><span>Am letzten Spieltag der vergangenen Saison verlor der SC Freiburg das Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt mit 1:3. Hätte der Sport-Club gewonnen, wäre er anstelle der Eintracht in die Champions League eingezogen, die Königsklasse des europäischen Klub-Fußballs. Das hätte dem SC Freiburg garantierte Einnahmen von knapp 18 Millionen Euro eingebracht. Zum Vergleich: Die garantierte Europa-League-Teilnahme spülte den Freiburgern nur 4,3 Millionen Euro in die Kasse. Das Ungleichgewicht setzt sich fort mit den Punktprämien. Ungerecht allemal. Aber vielleicht ein Segen für den Sport-Club? Die Doppelbelastung wäre in der Champions League noch größer ausgefallen.</span></label></div> <h2>2. Viele Kicker, gute Kicker</h2> <p>Der SC Freiburg geht mit einem großen Kader in die neue Saison. Es kann sein, dass es bis Ende der Transferperiode noch Abgänge gibt, auf einigen Positionen wird es, wie Mannschaftskapitän Christian Günter aus Tennenbronn prognostiziert, „ein Hauen und Stechen“ geben. Ein möglicher Stimmungskiller? Eher nicht. Denn der Sport-Club tanzt auf drei Hochzeiten (Bundesliga, DFB-Pokal, Europa League) und hat damit ein volles Programm. Da müssen Fußballerbeine auch mal Ruhepausen haben.</p> <h2>3. Der Beste ist nicht mehr da</h2> <p>Mit dem japanischen Nationalspieler Ritsu Doan hat sich der Top-Spieler der vergangenen Saison Richtung Frankfurt verabschiedet. Das ist ein großer sportlicher Verlust, aber so ist nun mal das große Fußballgeschäft. Fans haben an Stammtischen Tränen vergossen, aber Trainer Schuster und seine Kollegen, Sportvorstand Jochen Saier und Chefscout Klemens Hartenbach mit seinem Team haben längst gehandelt.</p> <p>Saier hat mit kolportierten 21 Millionen Euro eine anständige Ablösesumme für Doan ausgehandelt, Hartenbach hat mit Yuito Suzuki wieder einen vielversprechenden japanischen Nationalspieler nach Freiburg gelockt und Schuster hat die Idee, für Linksfuß Doan einen anderen Linksfuß auf die rechte Außenposition zu stellen. Niklas Beste nämlich, womit (Achtung, Gag!) doch wieder der Beste am Ball ist.</p> <h2>4. SC Freiburg heißt Zusammenhalt</h2> <p>Elf Freunde sollt ihr sein? Die Älteren werden sich erinnern, dass dieser Leitspruch mal als Erfolgsgarant galt, etwa 1954, als Deutschland durch das „Wunder von Bern“ erstmals Weltmeister wurde. Mal abgesehen davon, dass elf Freunde rein zahlenmäßig nicht genügen würden, ist das natürlich Quatsch.</p> <p>Allerdings sind ab und an SC-Kicker in der Stadt zu sehen, wie sie gemeinsam zu Mittag essen oder beim Italiener des Vertrauens einen Cappuccino trinken. Neuzugänge berichten, dass es das bei der vorhergegangenen Arbeitsstelle nicht gegeben habe. Freunde? Nennen wir es einfach gutes Miteinander. Aber deutlich besser als anderswo.</p> <h2>5. Der Zuspruch ist überragend</h2> <p>Stadionsprecherin Julica Goldschmidt verkündet bei jedem Spiel im Europa-Park-Stadion: „Der Heimbereich ist ausverkauft.“ Lücken gibt es nur, wenn Gegner wie etwa Wolfsburg oder Hoffenheim aufkreuzen, Teams also, die nicht mal ihr eigenes Stadion gefüllt bekommen. Die SC-Fans aber sind überall, wo ihr Verein antritt. Mit Gesängen, Transparenten oder Choreografien. Auch in dieser Saison, für die alles positiv angerichtet ist.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Es geht wieder los: Fünf Gründe, warum der SC Freiburg auch in dieser Saison top bleibt]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 15 Aug 2025 15:43:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Der Bodensee ist meine zweite Heimat": Schlagersängerin Madlen Rausch kennt am See fast jede Ecke  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/menschen/der-bodensee-ist-meine-zweite-heimat-schlagersaengerin-madlen-rausch-kennt-am-see-fast-jede-ecke;art1015351,12463922 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im Herzen ist sie ein Schwabenmädle, sagt Madlen Rausch. "Denke ich an den Bodensee, geht mein Herz auf", sagt sie. Hier hatte Rausch ihren ersten Ferienjob – der hatte mit dem Singen gar nichts zu tun.  ]]></description>
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          Im Herzen ist sie ein Schwabenmädle, sagt Madlen Rausch. "Denke ich an den Bodensee, geht mein Herz auf", sagt sie. Hier hatte Rausch ihren ersten Ferienjob – der hatte mit dem Singen gar nichts zu tun.<br>
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        Im Herzen ist sie ein Schwabenmädle, sagt Madlen Rausch. "Denke ich an den Bodensee, geht mein Herz auf", sagt sie. Hier hatte Rausch ihren ersten Ferienjob – der hatte mit dem Singen gar nichts zu tun.



        <p><strong>Frau Rausch, Sie sind am Sonntagvormittag zu Gast in der ARD-Fernsehshow „Immer wieder sonntags“. Ist so ein Auftritt Routine für Sie?</strong></p> <p><em>Madlen Rausch:</em> Für mich gibt es keine Sendung wie jede andere, als Newcomerin ist es für mich jedes Mal etwas ganz Neues. Ich bin dankbar für jede Chance, mich zeigen zu dürfen. Bei „Immer wieder sonntags“ ist es das erste Mal, dass ich solo auf der Bühne stehe und meinen neuen Song „Sommerregen“ singen darf, der am 25. Juli erschienen ist.</p> <p>Das Schöne ist, dass ich dieses Jahr schon zum zweiten Mal bei einer Live-Sendung aus dem Europa-Park in Rust dabei sein darf. Anfang Juni war ich dort in der Fernsehshow „Sommer-Spaß mit Andy Borg“. Begleitet wurde ich vom KHG-Orchester, einem ganz tollen studentischen Sinfonieorchester aus Freiburg. Es war das erste Mal, dass ich mit einem Orchester gesungen habe und für mich als Musikerin eine ganz große Ehre.</p> <p><strong>Sie sind studierte Politikwissenschaftlerin. Studiert haben Sie in Freiburg. Wieso haben Sie sich für ein Politikstudium entschieden?</strong></p> <p><em>Rausch:</em> Mit 18, direkt nach dem Abitur, wollte ich die Welt verändern. Politik schien mir das richtige Studienfach, um etwas zu bewegen und die Welt ein bisschen besser zu machen. Das Studium war eine große Bereicherung. Ich habe gelernt, auch mich selbst zu reflektieren, Zusammenhänge zu verstehen und mir politische Grundlagen anzueignen. Das hilft mir auch in meinem jetzigen Job als Radio-Redakteurin.</p> <p>Musik war allerdings auch im Studium immer ein Thema. Ich habe in Freiburg eine Musical-Schule besucht, bei Beerdigungen und Veranstaltungen gesungen, Klavier gespielt und leidenschaftlich Musik gemacht. Mir war klar, dass Musik mein Lebensbegleiter sein soll. Und irgendwann habe ich auch gemerkt, dass es genau die Musik ist, mit der ich die Welt vielleicht nicht verändern, aber ein Stückchen besser machen kann.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person</span><span><strong>Madlen Rausch</strong> (30) stammt aus Münsingen (Landkreis Reutlingen). Sie hat in Freiburg Politik studiert und dort auch eine Musical-Schule besucht. Inzwischen lebt sie in Weimar und arbeitet beim Radiosender Antenne Thüringen. Seit Juli 2023 hat die Schlagersängerin einen Plattenvertrag, ihre aktuelle Single „Sommerregen“ hatte ihre Premiere in der RTL-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Einer von Rauschs ersten TV-Auftritten war 2024 in Florian Silbereisens ARD-Show „Adventsfest der 100.000 Lichter“. Am Sonntag, 17. August 2025, tritt sie in der ARD bei „Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross auf, die Sendung wird von 10 bis 12 Uhr live aus dem Europa-Park in Rust gesendet.</span></label></div> <p><strong>Vor zwei Jahren, im Juli 2023, haben Sie Ihren ersten Plattenvertrag bekommen. Können Sie von der Musik leben?</strong></p> <p><em>Rausch:</em> Nein, meinen Unterhalt verdiene ich beim Radio bei Antenne Thüringen. Und alles, was ich dort verdiene, investiere ich in die Musik. Gemeinsam mit fünf Mädels wohne ich in einer Wohngemeinschaft mit einem Zwölf-Quadratmeter-Zimmer, in dem mein E-Piano steht, auf dem ich leidenschaftlich gern spiele. Ich hoffe, irgendwann von der Musik leben zu können. Es ist natürlich ein weiter Weg. Aber so, wie es derzeit läuft, kann es für mich gerne weitergehen.</p> <p><strong>Am 23. August werden Sie vor rund 15.000 Fans beim Open-Air in Willingen in Nordrhein-Westfalen als Support-Act von Andreas Gabalier auftreten. Wie kam dieser Auftritt zustande?</strong></p> <p><em>Rausch:</em> Fürs Radio durfte ich ein Interview mit Andreas Gabalier führen. Ein Kollege von mir sollte das Interview machen, konnte dann aber nicht. So bin ich eingesprungen. Ich habe all meinen Mut zusammengenommen und am Ende des Interviews Andreas Gabalier einfach gefragt, ob ich mal mit ihm singen dürfe. Die Reaktion hat mich überrascht. Er war sehr positiv und hat sofort zugesagt. Nun singe ich nicht ein Lied mit ihm, wie ich es eigentlich gedacht hatte, sondern bestreite ein 30-Minuten-Programm, bevor er dann für seine Show auf die Bühne kommt. Ich freue mich riesig.</p> <p><strong>Sie sind in der Stadt Münsingen auf der Schwäbischen Alb geboren und aufgewachsen, Ihre Eltern leben heute noch dort. Welche Verbindungen haben Sie zur Heimat?</strong></p> <p><em>Rausch:</em> Im Herzen bin ich ein Schwabenmädle. Es ist immer ein ganz besonderes Gefühl, nach Hause zu kommen. Ich liebe die Menschen und die Landschaft dort, meine ganze Familie wohnt in Münsingen und der Umgebung. Wenn ich die Autobahnabfahrt Merklingen runterfahre in Richtung nach Hause, habe ich immer ein Kribbeln im Bauch. Und spreche ab diesem Zeitpunkt automatisch Schwäbisch.</p> <p><strong>Haben Sie auch eine Verbindung zum Bodensee?</strong></p> <p><em>Rausch:</em> Der Bodensee ist meine zweite Heimat, sozusagen meine Sommerheimat. Wir haben dort jedes Jahr Urlaub gemacht. Mein erster Ferienjob war es, am Bodensee als Segellehrerin zu arbeiten. Diesen Job habe ich dann bis zum Abi gemacht. Ich habe damals viel gelernt fürs Leben. Mit dem Roller bin ich rund um den Bodensee gefahren und kenne fast jede Ecke. Denke ich an den Bodensee, geht mein Herz auf.</p> <p><strong>Was wünschen Sie sich für die Zukunft?</strong></p> <p><em>Rausch:</em> Dass ich meinen Traum, mit Musik durchs Leben zu gehen, weiter verwirklichen kann. Im nächsten Jahr werde ich mit Andy Borg auf seiner Tour einige Auftritte haben. Und ich würde gerne Giovanni Zarrella kennenlernen – sozusagen aus schwäbischer Verbundenheit. Meine Großeltern lebten im Nachbardorf der Zarrellas.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 07 Aug 2025 15:12:44 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der Japankäfer breitet sich aus – wir halten Sie auf dem Laufenden  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/schweiz/japankaefer-auf-dem-vormarsch-aktuelle-entwicklungen-zu-diesem-pflanzenschaedling-im-ueberblick;art1371848,12458751 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Japankäfer gilt als sehr gefräßig und verursacht große Fressschäden, wodurch Pflanzen absterben. Über 400 Pflanzenarten stehen auf seinem Speiseplan und sind gefährdet.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Der Japankäfer gilt als sehr gefräßig und verursacht große Fressschäden, wodurch Pflanzen absterben. Über 400 Pflanzenarten stehen auf seinem Speiseplan und sind gefährdet.<br>
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        Der Japankäfer gilt als sehr gefräßig und verursacht große Fressschäden, wodurch Pflanzen absterben. Über 400 Pflanzenarten stehen auf seinem Speiseplan und sind gefährdet.



        <p>Seit Anfang Juni wurden regelmäßig Fälle von Japankäfern gemeldet. Beginnend in den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt ist der Schädling nun bereits auch in Deutschland angekommen. Hier halten wir Sie über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden.</p> <div class="embed-2click" data-fcms-method="embed_2click" data-fcms-embed-content="&lt;script async src="https://cdn.tickaroo.com/webng/embedjs/tik4.js"&gt;&lt;/script&gt; &lt;div class="article-module article-infographic-dpa"&gt; &lt;tickaroo-liveblog liveblogId="689469a156e759852ffa236c" clientId="5c0fbe0f221cc0f721495ebc" /&gt; &lt;/div&gt;" data-fcms-embed-type="tickaroo" data-fcms-embed-mode="provider" data-fcms-embed-storage="local"> <aside class="embed-consent" style="display:none;" data-fcms-embed-container="activate"><span>Wir benötigen ihre Einwilligung, um Tickaroo anzuzeigen</span> Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann Tickaroo Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten, auch in Staaten außerhalb der EU mit einem niedrigeren Datenschutz-Niveau, worin Sie ausdrücklich einwilligen. Die Einwilligung gilt for Ihren aktuellen Seitenbesuch, kann aber bereitswährenddessen von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden. <div class="embed-toggle"><label><input type="checkbox" data-fcms-embed-action="click" /> Akzeptieren und anzeigen</label> <a href="https://www.suedkurier.de/datenschutz" title="Datenschutzerklärung"></a></div> </aside> <aside class="embed-consent" style="display:none;" data-fcms-embed-container="consentDenied"><span>Wir benötigen ihre Einwilligung, um Tickaroo anzuzeigen</span> Hier kann mit Ihrer Zustimmung ein externer Inhalt geladen werden, der den Inhalt ergänzt. Mit Ihrer Zustimmung kann Tickaroo Ihre personenbezogene Daten erheben und auch in Staaten außerhalb der EU mit einem niedrigeren Datenschutz-Niveau verarbeiten. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit widerrufen, indem Sie auf den Privatsphäre-Link am Seitenende klicken. <div class="embed-toggle"><label><input type="checkbox" onclick="UC_UI.acceptService(this.dataset.pid);window.fcmsRefreshEmbedState();" /> Akzeptieren und anzeigen</label> <a href="#" onclick="UC_UI.showSecondLayer();return false;" title="Mehr Informationen"></a></div> </aside> <div class="embed-content"> <div style="display:none;" data-fcms-embed-container="embed"></div> <aside class="embed-toggle" style="display:none;" data-fcms-embed-container="deactivate"><label><input type="checkbox" data-fcms-embed-action="click" /> Einwilligung entziehen</label></aside> </div> </div>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 07 Aug 2025 11:26:48 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ein Ehrgeiziger im Wartestand: Philipp Treu vom SC Freiburg im Pech  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/sport/ein-ehrgeiziger-im-wartestand-philipp-treu-vom-sc-freiburg-im-pech;art410965,12458646 ]]></link>      <description><![CDATA[  Philipp Treu hatte nach seiner Rückkehr zum SC Freiburg direkt viel vor. Nun erlitt der Verteidiger aber eine Schultereckgelenksverletzung. Über den Neuzugang aus St. Pauli, der "bis auf weiteres" ausfällt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Philipp Treu hatte nach seiner Rückkehr zum SC Freiburg direkt viel vor. Nun erlitt der Verteidiger aber eine Schultereckgelenksverletzung. Über den Neuzugang aus St. Pauli, der "bis auf weiteres" ausfällt.<br>
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        Philipp Treu hatte nach seiner Rückkehr zum SC Freiburg direkt viel vor. Nun erlitt der Verteidiger aber eine Schultereckgelenksverletzung. Über den Neuzugang aus St. Pauli, der "bis auf weiteres" ausfällt.



        <p><strong>Fußball:</strong> 26. Minute im Testspiel des SC Freiburg gegen den HSV. Der Hamburger Jordan Torunarigha foult Philipp Treu, der Freiburger Neuzugang geht zu Boden, fällt auf die Schulter, ein Knall, ein Schrei, das war‘s. Für Treu ist das Spiel zu Ende, eine Schultereckgelenksverletzung wird diagnostiziert, vorerst sind all seine Ambitionen auf Eis gelegt.</p> <p>Stammspieler, Bundesliga und Europa League, sehr hatte sich der 24-Jährige, in der Freiburger Fußballschule ausgebildete und nach zwei extrem guten Jahren beim FC St. Pauli zum Sport-Club zurückgekehrte Verteidiger auf die neue Saison gefreut. Den „nächsthöheren Level“ hatte er von Anfang an im Auge. Und nun das. Wie der SC mitteilte, fällt Philipp Treu „bis auf weiteres“ aus.</p> <h2>„2023 nicht bereit für die Bundesliga“</h2> <p>Rückblende. Schruns, Trainingslager des Sport-Clubs. Philipp Treu ist motiviert, zielstrebig, angriffslustig und selbstbewusst – nicht nur auf dem Rasen. Da passt der spaßig gemeinte Gesprächseinstieg des Reporters nicht. Im Internet finde man wenig über den Profifußballer Philipp Treu, dafür die Frage, ob „König Philip treu war“ oder seine Gemahlin Queen Elizabeth betrogen habe. So nicht mit Philipp Treu, der nur einen Eindruck vermittelt: dass sich im Netz die Einträge zum Kicker Philipp Treu mehren werden.</p> <p>Seine Rückkehr also zum SC Freiburg? „2023 war ich noch nicht bereit für die Bundesliga“, sagt Treu, „ich konnte mich immer gut einschätzen.“ Als Kapitän ist er in der Saison 2022/23 mit der U23 Zweiter geworden in der 3. Liga, sein Schritt zur den Profis war vorgezeichnet, er hatte schon mit ihnen trainiert.</p> <p>Ein Leihgeschäft, bei dem der SC die Fäden in der Hand behält, will er nicht. Treu geht es um Selbstbestimmung. Die Millionenstadt Hamburg reizt den gebürtigen Heidelberger und Zweitligist St. Pauli auch, der Kiezklub „mit dieser unglaublichen Ausstrahlung“. Mit Begeisterung erzählt Treu die Geschichte, als er im Urlaub mit der Freundin im Ötztal wandert „und auf der Bergspitze steht da einer im T-Shirt mit dem Totenkopf drauf“.</p> <h2>Aufstieg mit St. Pauli</h2> <p>Mit dem FC St. Pauli steigt Philipp Treu 2024 in die Bundesliga auf und hält 2025 die Klasse. In 33 von 34 Spielen steht er in der Startelf, einmal muss er verletzt passen, im Heimspiel gegen die Bayern (0:1). Mit den Paulianern gewinnt er 3:0 im Europa Park-Stadion, im Rückspiel fälscht er eine Flanke von Christian Günter unhaltbar für seinen Torhüter Nikola Vasilj zum Freiburger 1:0-Sieg ab. Das hat ihn, ganz Profi oder besser ganz Treu, sehr gewurmt. Nicht aber der Schritt nach Hamburg im Sommer 2023. „Das hat toll geklappt“, sagt Treu, „das freut mich mega.“</p> <p>Aber auch umgekehrt wird ein Schuh draus. Der FC St. Pauli hat mit Philipp Treu einen Glücksgriff gemacht. Als ehrgeiziger Fußballer, der in der vereinsinternen Rangliste in den Disziplinen Dauerläufer und Sprinter jeweils die Position eins belegte und dann auch noch als teuerster Abgang aller Zeiten. Waren es vier, fünf oder gar 5,5 Millionen Euro, die St. Pauli vom SC Freiburg erhielt? Der Sport-Club sagt dazu wie immer nichts, die wahre Zahl bleibt Spekulation. Stolz darauf? „Schon, ja, natürlich“, kennt Treu keine Scheu, „auf die Zahlen schaue ich aber nicht.“ Wichtiger ist ihm da die Wertschätzung, die Pauli-Kapitän Hauke Wahl so zum Ausdruck brachte: „Philipp ist einer der positivsten Menschen, die ich kenne. Sehr bodenständig, sehr gut erzogen.“</p> <h2>Drei coole Wettbewerbe</h2> <p>Derart gelobt will auch Treu mal danke sagen, „an die Eltern, die mich bei immer unterstützt haben und meine Entscheidungen mitgetragen haben“. Oder „an die Ausbilder in der Freiburger Fußballschule, die über den Sport hinaus Selbstständigkeit gelehrt haben als Lebenszweck“. Und natürlich an den FC St. Pauli, „der ein wunderbarer Begleiter war bei meinem Abenteuer“.</p> <p>Und jetzt also wieder Freiburg. „Der Sport-Club ist ein großer Verein geworden und wieder in drei coolen Wettbewerben dabei“, sagt Philipp Treu. Sein Ziel ist die Startelf. „Und wenn es nicht so sein wird, dann werde ich alles tun, dass sich das schnell ändert“, erklärt Treu, „der Trainer soll nachts nicht schlafen können. Das ist meine DNA, so lebe ich den Fußball.“ Starke Worte, aber der 24-Jährige ist ja als Bundesligaspieler mit Niveau gekommen.</p> <p>In Freiburg hat Philipp Treu auf der Rechtsverteidigerposition Lukas Kübler als Kontrahenten. Wie er den verdrängen will? „Indem ich mir treu bleibe“, sagt Treu. Das nun allerdings mit einem Augenzwinkern. Und wer Lukas Kübler kennt, der weiß, dass dieser Haudegen sich sowieso von keiner Kampfansage ins Bockshorn jagen lässt.</p> <p>Schade, dass das interne Duell wegen Treus Verletzung noch nicht stattfinden kann. „Bis auf weiteres“, wie es vom SC heißt, näheres gibt‘s nicht. Eine Schultereckgelenksverletzung könnte drei Wochen Zwangspause bedeuten. Oder auch drei Monate. Nur eins ist klar: Der Treu kommt wieder.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Ein Ehrgeiziger im Wartestand: Philipp Treu vom SC Freiburg im Pech]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 28 Jul 2025 14:36:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Ich will auf den Platz, mit allem Einsatz und vor allem mit Ehrgeiz"! Christian Günter im Interview  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/regionalsport/regionalsport-schwarzwald/ich-will-auf-den-platz-mit-allem-einsatz-und-vor-allem-mit-ehrgeiz-christian-guenter-im-interview;art2816,12451956 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Kapitän des SC Freiburg, der seinen langjährigen Stammplatz verloren hat, macht maximalen Druck. Im Trainingslager spricht der 32-Jährige über die neue Saison, Ziele und den Konkurrenzkampf.  ]]></description>
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          Der Kapitän des SC Freiburg, der seinen langjährigen Stammplatz verloren hat, macht maximalen Druck. Im Trainingslager spricht der 32-Jährige über die neue Saison, Ziele und den Konkurrenzkampf.<br>
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        Der Kapitän des SC Freiburg, der seinen langjährigen Stammplatz verloren hat, macht maximalen Druck. Im Trainingslager spricht der 32-Jährige über die neue Saison, Ziele und den Konkurrenzkampf.



        <p><strong>Kompliment, Sie sehen richtig gut aus. Waren die Einheiten im Trainingslager zu lasch?</strong></p> <p><em>Christian Günter</em>: (lacht) Überhaupt nicht. Trainingslager ist für Fußballer nicht das Schönste und man nimmt die täglichen Steigerungen im Programm auch wahr. Aber mir geht es richtig gut. Alle Fitnesswerte sind total positiv. Ich habe die lange Freizeit zwischen Saisonende und Trainingsauftakt zu einem ausgiebigen Urlaub mit der Familie in Südtirol genutzt...</p> <p><strong>.... und haben da festgestellt, dass das Leben als Papa von zwei kleinen Töchterchen auch sehr anstrengend sein kann?</strong></p> <p>Christian Günter: Allerdings. Da wird man demütig. Es ist sagenhaft, was meine Ehefrau Katrin das Jahr über leistet.</p> <p><strong>Und woher kommt nun die Früh-Fitness?</strong></p> <p>Christian Günter: Mein Körper hat sich total regeneriert. Und ich habe auch in der Freizeit viele Trainingseinheiten geschoben.</p> <p><strong>Das ist Ihre Reaktion darauf, dass Sie in der Schlussphase der vergangenen Saison sechsmal zusehen mussten, wie Jordy Makengo auf Ihrer Position startete?</strong></p> <p><em>Christian Günter</em>: Zunächst mal: Das Thema wurde außen größer gemacht, als ich es wahrgenommen habe. Klar, man ist schon verwöhnt, wenn man über Jahre hinweg fast immer von Anfang an spielen durfte. Aber Jordy und auch ich haben im Training immer alles gegeben und am Ende ist es die Entscheidung des Trainers. Julian (Schuster; die Red.) hat sich dann für Jordy entschieden.</p> <p><strong>Das klingt so einfach. Hat Sie das nicht gewurmt?</strong></p> <p><em>Christian Günter:</em> Fußball ist ein Teamsport, da gibt es auf vielen Positionen ein Hauen und Stechen. Es ist dann ja auch keine Entscheidung gegen einen Spieler, sondern vielmehr eine für den anderen. Wichtig ist, dass die Entscheidungen des Trainers angenommen werden und dem Team auch von der Bank maximale Unterstützung gegeben wird. Ich glaube, das habe ich getan.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"></div> <p><strong>Dafür hat Sie Trainer Schuster auch ausdrücklich als Vorbild gelobt. Jetzt wollen Sie aber wieder zurück aufs Spielfeld. Sie sprechen von maximalem Druck, den Sie ständig ausüben wollen. Was muss man darunter verstehen?</strong></p> <p><em>Christian Günter:</em> Zu einhundert Prozent jeden Tag Gas geben, in jedem Training ans Limit gehen, ausnahmslos. Das macht Jordy auch, aber wenn wir uns gegenseitig anstacheln, uns gegenseitig dadurch verbessern, dann ist das doch gut für uns Spieler, gut für den Trainer und gut für die Mannschaft. Harten Kampf um die Plätze gibt es bei uns doch inzwischen nahezu auf allen Positionen. Und am Ende können immer nur elf anfangen.</p> <p><strong>Und fünf im Laufe der 90 Minuten dazu kommen. Dafür ist der momentane Kader aber noch zu groß?</strong></p> <p><em>Christian Günter:</em> Ich denke schon, dass sich noch etwas tun wird.</p> <p><strong>Sie meinen Abgänge? Weiß der Kapitän mehr?</strong></p> <p><em>Christian Günter:</em> Nein, auf keinen Fall. Ich führe ja keine Transfergespräche (lacht). Das ist allenfalls die Sache der Spieler, die uns vielleicht noch verlassen wollen.</p> <p><strong>Ein großer Kader ist angesichts der Dreifachbelastung Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League sicher eine gute Sache. Gibt es denn eine Hierarchie der Wettbewerbe?</strong></p> <p><em>Christian Günter:</em> Die Basis ist die Bundesliga, der Pokal immer eine große Chance auf einen Erfolg und die Europa League eine außergewöhnliche Möglichkeit, tolle Erlebnisse zu machen. Acht Spiele, davon vier auswärts, vier Reisen in hoffentlich vier unterschiedliche Länder, da werden bestimmt auch Kracher dabei sein. Da denkt dann auch niemand von uns an Dreifachbelastung. Auf jeden Fall wollen wir in jedem Wettbewerb so gut wie möglich abschneiden.</p> <p><strong>Wo will der SC Freiburg hin in der Bundesliga? Das Saisonziel Klassenerhalt wie in der Vergangenheit wäre doch reine Tiefstapelei.</strong></p> <p><em>Christian Günter:</em> Das hat gar nichts mit Tiefstapelei zu tun. Wir haben doch in jüngerer Vergangenheit Beispiele gesehen, wie schnell es schwierig werden kann. Heute Qualifikation für die Champions League, morgen Kampf um den Klassenerhalt oder nur noch Mittelplatz in der Liga. Aber wir nennen unser Ziel inzwischen anders.</p> <p><strong>Und das wäre?</strong></p> <p><em>Christian Günter:</em> Wir sagen, dass wir uns die Liga verdienen wollen. Das trifft‘s besser auf den Punkt und hört sich auch besser an.</p> <p><strong>Jetzt noch persönlich zu Ihnen. Sie sagen, dass Sie fit sind und vermitteln auch den Eindruck. Und Ihr verletzter Arm, wie geht es dem? (Günter musste im Sommer und Herbst 2023 zweimal nach Brüchen operiert werden, beim zweiten Mal wurde entdeckt, dass sich eine bakterielle Infektion eingenistet hatte; die Red.)?</strong></p> <p><em>Christian Günter:</em> (ernst) Hundertprozentig wird es nicht mehr werden. Ich habe Bewegungseinschränkungen, einige Kraftübungen kann ich nicht mehr machen und ich fühle an vielen Stellen nicht mehr richtig. Aber ich kann mit meinen Kindern spielen und Fußball spielen auch. Sagen wir es so: Ich bin im Hier und Jetzt und will gar nicht mehr darüber nachdenken, was alles hätte passieren können.</p> <p><strong>Und Sie greifen als Fußballer weiter an.</strong></p> <p><em>Christian Günter:</em> Genau. Ich will auf den Platz, mit allem Einsatz und vor allem mit Ehrgeiz. Den werde ich nicht verlieren. Und wenn doch, dann wäre es ja ohne Sinn und an der Zeit, sofort aufzuhören.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA["Ich will auf den Platz, mit allem Einsatz und vor allem mit Ehrgeiz"! Christian Günter im Interview]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 16 Jul 2025 14:39:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[80-Jährige versprüht Pfefferspray – Therme geräumt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/freiburg/80-jaehrige-versprueht-pfefferspray-therme-geraeumt;art372515,12441266 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eine 80-Jährige nimmt ein Pfefferspray mit ins Schwimmbad – dann setzt sie den Reizstoff versehentlich frei. Die Einsatzkräfte rücken aus.  ]]></description>
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          Eine 80-Jährige nimmt ein Pfefferspray mit ins Schwimmbad – dann setzt sie den Reizstoff versehentlich frei. Die Einsatzkräfte rücken aus.<br>
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        Eine 80-Jährige nimmt ein Pfefferspray mit ins Schwimmbad – dann setzt sie den Reizstoff versehentlich frei. Die Einsatzkräfte rücken aus.



        <p>Eine 80-jährige Frau hat im Foyer einer Freiburger Therme versehentlich Pfefferspray versprüht. Daraufhin wurde das gesamte Bad geräumt, wie die Polizei mitteilte.</p> <p>Die Seniorin hatte das Pfefferspray demnach am Morgen in ihrer Handtasche mitgebracht und es herausgeholt, um es einer Bekannten zu zeigen. Dabei setzte sie den Reizstoff versehentlich frei, sagte ein Polizeisprecher.</p> <p>Aus Sicherheitsgründen wurde das gesamte Bad den Angaben zufolge für rund 30 Minuten geräumt und der Eingangsbereich durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr maschinell belüftet. Insgesamt mussten 13 Personen mit Augenreizungen medizinisch untersucht werden, hieß es weiter. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen die Frau. (dpa)</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Polizei Feuerwehr Unfall Polizeieinsatz Festnahme thema-sicherheit-blaulicht thema-sicherheit-kriminalitaet thema-sicherheit-blaulicht-unfall]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Freiburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[80-Jährige versprüht Pfefferspray – Therme geräumt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 23 Jun 2025 16:43:26 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nun also doch: Testlauf in Südbaden mit Tasern für die Polizei  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/innenminister-strobl-bestaetigt-suedbaden-testet-polizei-taser-pilotprojekt-an-vier-standorten-laeuft;art417930,12421054 ]]></link>      <description><![CDATA[  Innenminister Thomas Strobl verweist auf fortgeschrittene Technik: Nun sollen doch Elektro-Waffen eine Option für die Polizei im Südwesten werden. An vier Orten in Südbaden gibt es ein Pilotprojekt.  ]]></description>
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          Innenminister Thomas Strobl verweist auf fortgeschrittene Technik: Nun sollen doch Elektro-Waffen eine Option für die Polizei im Südwesten werden. An vier Orten in Südbaden gibt es ein Pilotprojekt.<br>
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        Innenminister Thomas Strobl verweist auf fortgeschrittene Technik: Nun sollen doch Elektro-Waffen eine Option für die Polizei im Südwesten werden. An vier Orten in Südbaden gibt es ein Pilotprojekt.



        <p>Kurskorrektur des Innenministeriums, was den Einsatz der sogenannten Taser angeht. Die Distanzwaffe Taser soll nun in mehreren Polizeirevieren in Baden-Württemberg und beim Präsidium Einsatz in Göppingen getestet werden. Bisher war die Haltung der Landesregierung, dass Taser, also Distanz-Elektroimpulsgeräte, ausschließlich durch Spezialeinheiten eingesetzt werden und dass man keine flächendeckende Einführung plane.</p> <p>Gegenüber unserer Redaktion bestätigte Innenminister Thomas Strobl (CDU) den Kurswechsel und begründete dies mit der fortgeschrittenen Technik und den neuen Anforderungen: „Die Polizei Baden-Württemberg wird künftig Taser auch im Streifendienst und bei Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten testen. Unsere Polizistinnen und Polizisten sollen eine optimale Ausrüstung und Ausstattung haben – das ist weiterhin mein klares Ziel als Innenminister.“</p> <p>Man überprüfe ständig die auf dem Markt verfügbaren Einsatzmittel und habe dabei auch die Entwicklung der Taser im Blick gehabt. Bei den Spezialeinheiten der Polizei im Land wie dem SEK sind Taser bereits seit 2007 im Einsatz.</p> <h2>„Sehen neue Generation“</h2> <p>Neben diesen Erfahrungen fließen demnach auch Erkenntnisse der Polizei aus anderen Ländern und des Bundes und der aktuelle technische Entwicklungsstand in die Bewertung mit ein. „Dabei sehen wir eine neuere Generation von Tasern auf dem Markt, die für die Polizei Vorteile haben könnte. Daher gehen wir nun einen Schritt weiter und werden den Einsatz von Tasern außerhalb der Spezialeinheiten erproben“, so Strobl. Im Innenministerium verweist man auf die technische Fortentwicklung. Der aktuell bundesweit am häufigsten verwendete Taser (zwei Auslösungen möglich) sei weiterentwickelt worden, nämlich nun mit zehn möglichen Einzelauslösungen.</p> <p>In einem ersten Schritt beginnt nun 2026 ein zweijähriger Test im Wesentlichen bei vier Polizeirevieren im Bereich des Polizeipräsidiums Freiburg. Der genaue Zeitplan soll in den kommenden Wochen entstehen, heißt es im Innenministerium. Innenminister Strobl legt dabei Wert auf ein umfassendes Bild.</p> <h2>Tests in Freiburg, Titisee-Neustadt und Weil am Rhein</h2> <p>Die Taser sollen deshalb im städtischen Raum bei den Polizeirevieren Freiburg Nord und Süd, auf dem Land beim Polizeirevier Titisee-Neustadt und mit Weil am Rhein bei einem Polizeirevier in Grenznähe getestet werden. Außerdem werde eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit beim Polizeipräsidium Einsatz (Göppingen) mit Tasern testweise ausgestattet, so Strobl. Der Innenminister betonte aber: „Eines ändert sich nicht: Wer Polizistinnen oder Polizisten mit einem Messer angreift, riskiert das eigene Leben! Als ultima ratio machen unsere Polizistinnen und Polizisten weiterhin von ihrer Schusswaffe Gebrauch.“</p> <p>Seit Monaten wird bundesweit verstärkt über den Einsatz von Tasern diskutiert. Sie sollen eine Alternative zum Griff zur Schusswaffe bieten, um einen Angreifer zu stoppen. Mit dem Taser wird ein Gegner mehrere Sekunden lang handlungsunfähig gemacht, sprich das Nervensystem wird kurzfristig gelähmt. Aus einer Distanz von zwei bis fünf Metern schießt der Polizist mit Draht verbundene Pfeile ab. Ganz ohne Risiko ist dies aber nicht, vor allem für gesundheitlich vorbelastete Personen.</p> <p>Bisher war die Haltung im Stuttgarter Innenministerium gegenüber Tasern im Streifendienst skeptisch, vor allem mit dem Blick auf die Schwierigkeiten für die Beamten bei „dynamische Einsatzlagen“, auch sah man einen erheblichen Trainingsaufwand.</p> <h2>Gewerkschaft schon länger dafür</h2> <p>Die Bundespolizei soll laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mit Tasern ausgerüstet werden. „Ich bin davon überzeugt, dass der Einsatz von Tasern bei unserer Polizei zwingend notwendig ist“, sagte Dobrindt jüngst. Fünf Bundesländer setzen den Taser im Streifendienst bereits ein.</p> <p>Unter anderem die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) in Baden-Württemberg fordert seit längerem, Polizeibeamte im Streifendienst mit Tasern auszustatten, auch wegen zunehmender Messerattacken. Auch psychisch Kranke und Menschen unter Drogeneinfluss sowie in Ausnahmesituationen würden immer mehr zum polizeilichen Problemfall, da bleibe bisher als einziges Mittel oft die Schusswaffe.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nun also doch: Testlauf in Südbaden mit Tasern für die Polizei]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sat, 17 May 2025 17:35:53 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Es darf auch ohne Champions League gefeiert werden! Unser Kommentar zur Freiburger Saison  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/sport/es-darf-auch-ohne-champions-league-gefeiert-werden-unser-kommentar-zur-freiburger-saison;art410965,12390560 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der SC Freiburg spielt in der kommenden Spielzeit „nur“ in der Europa League. Aber auch Platz fünf ist ein Erfolg, der gar nicht hoch genug angerechnet werden kann, findet unser Sportredakteur Julian Widmann.  ]]></description>
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          Der SC Freiburg spielt in der kommenden Spielzeit „nur“ in der Europa League. Aber auch Platz fünf ist ein Erfolg, der gar nicht hoch genug angerechnet werden kann, findet unser Sportredakteur Julian Widmann.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Der SC Freiburg spielt in der kommenden Spielzeit „nur“ in der Europa League. Aber auch Platz fünf ist ein Erfolg, der gar nicht hoch genug angerechnet werden kann, findet unser Sportredakteur Julian Widmann.



        <p>Was für ein spannendes Saison-Finale: Der SC Freiburg hat am letzten Spieltag der Spielzeit 2024/25 in der Fußball-Bundesliga trotz Führung mit 1:3 gegen Eintracht Frankfurt verloren und es damit verpasst, sich erstmals in seiner Vereinsgeschichte für die Champions League zu qualifizieren.</p> <h2>Mit Streich ging eine Ikone</h2> <p>Kein historischer Erfolg, sondern Platz fünf. Die Enttäuschung sitzt tief, es ist schade für Freiburg, dennoch ist auch die Teilnahme an der Europa League eine Leistung, mit der vor knapp einem Jahr keiner rechnen konnte. Und eine, die gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.</p> <p>Die Breisgauer haben sich zwar schon seit mehreren Jahren von einer Fahrstuhl-Mannschaft zwischen Ober- und Unterhaus zu einem renommierten Bundesliga-Club entwickelt. Dennoch: Erneut auf Platz fünf zu landen ist einfach nur stark.</p> <h2>Ein Risiko, das sich auszahlt</h2> <p>Zumal mit Christian Streich im vergangenen Sommer eine Vereins-Ikone den Club verließ. Einen neuen Trainer zu finden war daher eine umso größere Herausforderung. Dass mit dem ehemaligen Kapitän Julian Schuster dann auch noch ein Trainer-Novize installiert wurde, ist typisch für den Sportclub. Es war eine mutige Entscheidung, die riskant war, sich aber bis dato voll ausgezahlt hat.</p> <p>Der 40-Jährige verkörpert seit Beginn seiner Amtszeit Entschlossenheit. Der Sportclub hat die Saison zwar letztlich mit einem für eine Spitzenmannschaft schwachen Torverhältnis (49:53) beendet und sah gegen die Teams aus dem oberen Tabellen-Drittel meist schlecht aus. Aber: Die engen Spiele gingen häufig an Freiburg. Die Breisgauer bestachen durch Effizienz, Leidensfähigkeit und Überzeugung bis zur letzten Spielminute.</p> <h2>Verdiente Spieler nicht gesetzt</h2> <p>Bemerkenswert: Unter Schuster sind langjährige Leistungsträger wie Nicolas Höfler oder Kapitän Christian Günter längst nicht mehr gesetzt, dafür übernahmen andere SC-Kicker mehr Verantwortung. Wobei vor allem das Kollektiv in dieser Runde der Schlüssel zum Erfolg war.</p> <p>Herausragend war aber sicher Ritsu Doan, der auf dem rechten Flügel für die Gegner teilweise kaum zu verteidigen war. Und Torhüter Noah Atubolu, der in seiner Debüt-Saison noch häufig in der Kritik stand, sich aber nicht nur stabilisiert hat, sondern mittlerweile schon zu den besten Torhütern der Bundesliga zählt.</p> <p>Dass die Freiburger nach einem Jahr Europa-Pause bald wieder mit der Dreifach-Belastung klarkommen müssen, wird eine Aufgabe, der sich Schuster und seine Elf gerne stellen werden. Die Strukturen im Club sind gefestigt, internationale Wettbewerbe sind weder Neuland noch eine unangenehme Zusatz-Belastung. Und auch wenn die Vorfreude auf Europa schon jetzt riesig ist: Jetzt darf in Südbaden trotzdem erstmal diese Bundesliga-Saison gefeiert werden.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Es darf auch ohne Champions League gefeiert werden! Unser Kommentar zur Freiburger Saison]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 13 May 2025 16:01:29 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Phänomenal, dass der SC Freiburg diese Chance hat" – Ex-Profis fiebern vor dem Saison-Finale mit  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/sport/phaenomenal-dass-der-sc-freiburg-diese-chance-hat-ex-profis-fiebern-vor-dem-saison-finale-mit;art410965,12386443 ]]></link>      <description><![CDATA[  Am Samstag kann sich der SC Freiburg gegen Eintracht Frankfurt für die Champions League qualifizieren. So schätzen die drei ehemaligen SC-Profis Ali Günes, Daniel Caligiuri und Martin Braun die Saison und die Chance ein.  ]]></description>
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          Am Samstag kann sich der SC Freiburg gegen Eintracht Frankfurt für die Champions League qualifizieren. So schätzen die drei ehemaligen SC-Profis Ali Günes, Daniel Caligiuri und Martin Braun die Saison und die Chance ein.<br>
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        Am Samstag kann sich der SC Freiburg gegen Eintracht Frankfurt für die Champions League qualifizieren. So schätzen die drei ehemaligen SC-Profis Ali Günes, Daniel Caligiuri und Martin Braun die Saison und die Chance ein.



        <h2>Großes Lob für Julian Schuster und sein Team</h2> <p>Ali Günes, 46, freut sich riesig, dass der SC Freiburg den Einzug in die Champions League gegen Eintracht Frankfurt am Samstag in der eigenen Hand hat. „Trainer Julian Schuster ist mein ehemaliger Teamkollege, da drücke ich selbstverständlich noch mal mehr die Daumen. Ich hoffe und denke auch, dass sie es packen. Der Club hätte sich das verdient“, sagt der Trainer des Verbandsligisten TSV Singen.</p> <p>„Aber auch wenn es am Ende nicht reichen sollte, darf Freiburg stolz sein.“ Die Arbeit von Schuster und Co. in der ersten Spielzeit nach der Ära Christian Streich könne man laut dem gebürtigen Donaueschinger, der sechs Jahre für den Sportclub am Ball war und noch immer Teil der Traditionsmannschaft ist, gar nicht hoch genug anrechnen. „Hut ab, die Vorarbeit von Streich wurde veredelt.“</p> <h2>„Wer hätte das vor dieser Saison gedacht“</h2> <p>Daniel Caligiuri, 37, war zwischen 2009 und 2013 für den SC Freiburg aktiv. Der Ex-Profi aus Villingen-Schwenningen verfolgt das Geschehen bei den Breisgauern nach wie vor intensiv.</p> <p>„Ich bin häufig vor Ort und einfach begeistert. Wer hätte das vor dieser Saison gedacht, dass man sich schon vor dem letzten Spieltag sicher für Europa qualifiziert hat? Eine großartige Leistung“, sagt Caligiuri, der unabhängig davon, ob es für die Königsklasse reicht, betont: „Diese Saison ist Weltklasse. Christian Streich ist für diesen Club nicht zu ersetzen. Aber Julian Schuster und sein Team haben ihren eigenen Weg eingeschlagen, der richtig erfolgreich ist.“</p> <h2>Die Champions League wäre ein Quantensprung</h2> <p>Martin Braun, 56, gratuliert den Freiburgern schon jetzt zu einer „großartigen Leistung. Es war unmöglich, zu erwarten, dass es nach der Zeit unter Christian Streich direkt so erfolgreich weiterlaufen kann“, betont der gebürtige Löffinger, der zuletzt den Oberligisten FV Ravensburg trainierte.</p> <p>„Es ist phänomenal, dass Freiburg erneut diese Chance hat. Die Champions League wäre noch einmal ein Quantensprung. Alles ist möglich gegen Frankfurt.“ Dass die Breisgauer mit Julian Schuster auf einen Trainer-Novizen gesetzt hatten, sei laut dem ehemaligen SC-Kapitän „Freiburg-typisch. Das war sehr mutig und zahlt sich voll aus. Ich finde es sehr spannend und beeindruckend, die Arbeit beim SC zu verfolgen und freue mich auf das Saison-Finale.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA["Phänomenal, dass der SC Freiburg diese Chance hat" – Ex-Profis fiebern vor dem Saison-Finale mit]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sat, 03 May 2025 20:48:29 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hochzeitsgesellschaft tanzt auf Autobahn  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/freiburg/hochzeitsgesellschaft-bremst-verkehr-auf-a5-und-tanzt-auf-der-fahrbahn;art372515,12377815 ]]></link>      <description><![CDATA[  Für die einen war sie lustig, für die anderen mega-gefährlich: die Aktion einer Hochzeitsgesellschaft auf der A5 bei Freiburg.  ]]></description>
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          Für die einen war sie lustig, für die anderen mega-gefährlich: die Aktion einer Hochzeitsgesellschaft auf der A5 bei Freiburg.<br>
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        Für die einen war sie lustig, für die anderen mega-gefährlich: die Aktion einer Hochzeitsgesellschaft auf der A5 bei Freiburg.



        <p>Eine Hochzeitsgesellschaft hat den Verkehr auf der A5 bei Freiburg ausgebremst und ist dann zum Tanzen auf der Fahrbahn ausgestiegen. Die nachfolgenden Autofahrer fanden die Aktion alles andere als lustig – sie alarmierten die Polizei, die den Vorfall als gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr einstufte.</p> <h2>Insassen tanzten auf der Fahrbahn</h2> <p>Wie die Beamten am Abend mitteilten, setzten sich mehrere Streifenwagen auf die Spur der Feiernden und zogen in Höhe der Anschlussstelle Freiburg-Nord vier Wagen zur Kontrolle aus dem Verkehr. Zuvor habe die Hochzeitsgesellschaft den Verkehr in Richtung Karlsruhe auf null herunter gebremst. Dabei hätten die Autos mehrfach stark beschleunigt und dann wieder entsprechend stark abgebremst.</p> <p>Schließlich seien einige der Insassen aus ihren Fahrzeugen ausgestiegen und hätten etwa zwei Minuten lang auf der Fahrbahn getanzt, bevor sie wieder einstiegen und weiterfuhren. Nun erwartet alle ein Ermittlungsverfahren. (dpa)</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Polizei Verkehrsdelikte Verkehrsunglücke Polizeieinsatz thema-sicherheit-kriminalitaet thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-sicherheit-blaulicht]]></dc:relation>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 01 May 2025 22:28:07 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Villinger A-Jugend verpasst SBFV-Pokal-Sieg: Unsere Bildergalerie vom Finale gegen den SC Freiburg  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/regionalsport/regionalsport-schwarzwald/villinger-a-jugend-verpasst-sbfv-pokal-sieg-unsere-bildergalerie-vom-finale-gegen-den-sc-freiburg;art2816,12376476 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mit 1:3 unterliegen die A-Junioren des FC 08 Villingen am Feiertag im Freiburger Jahn-Stadion dem SC Freiburg. Wir waren mit der Kamera dabei!  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Mit 1:3 unterliegen die A-Junioren des FC 08 Villingen am Feiertag im Freiburger Jahn-Stadion dem SC Freiburg. Wir waren mit der Kamera dabei!<br>
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        Mit 1:3 unterliegen die A-Junioren des FC 08 Villingen am Feiertag im Freiburger Jahn-Stadion dem SC Freiburg. Wir waren mit der Kamera dabei!



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      <dc:rights><![CDATA[Villinger A-Jugend verpasst SBFV-Pokal-Sieg: Unsere Bildergalerie vom Finale gegen den SC Freiburg]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 30 Apr 2025 15:52:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schlechter bezahlt als männliche Amtskollegen: Kampf von Ex-Bürgermeisterin wird wohl belohnt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gleiches-amt-weniger-geld-ex-buergermeisterin-von-todtmoos-klagt-gegen-lohndiskriminierung;art417930,12375530 ]]></link>      <description><![CDATA[  Gleiche Arbeit, gleiche Position, weniger Gehalt? Dagegen klagt Janette Fuchs, die Ex-Bürgermeisterin von Todtmoos. Aufgrund ihres Geschlechts fühlt sie sich benachteiligt – jetzt erhält sie wohl zehntausende Euro.  ]]></description>
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          Gleiche Arbeit, gleiche Position, weniger Gehalt? Dagegen klagt Janette Fuchs, die Ex-Bürgermeisterin von Todtmoos. Aufgrund ihres Geschlechts fühlt sie sich benachteiligt – jetzt erhält sie wohl zehntausende Euro.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gleiches-amt-weniger-geld-ex-buergermeisterin-von-todtmoos-klagt-gegen-lohndiskriminierung;art417930,12375530]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Gleiche Arbeit, gleiche Position, weniger Gehalt? Dagegen klagt Janette Fuchs, die Ex-Bürgermeisterin von Todtmoos. Aufgrund ihres Geschlechts fühlt sie sich benachteiligt – jetzt erhält sie wohl zehntausende Euro.



        <p>Die Forderung nach gleichem Gehalt wie männliche Kollegen ist ein Kernthema im Feminismus. „Gender-Pay-Gap“ nennt man das auch, also die Kluft zwischen dem Gehalt von Männern und Frauen im gleichen Job.</p> <p>Mit dieser feministischen Grundsatzforderung hat nun auch die 2000-Seelen-Gemeinde Todtmoos im Landkreis Waldshut zu kämpften, in Form einer Klage der ehemaligen Bürgermeisterin Janette Fuchs vor dem Verwaltungsgericht Freiburg.</p> <p>2014 trat die heute 59-Jährige ihr Amt in Todtmoos an, wurde aber nach Beschluss des Gemeinderats nur in die Besoldungsgruppe A14 eingestuft und damit niedriger als ihr Vorgänger Herbert Kiefer bei Amtseinführung im Jahr 1990. Der Grund für diese Entscheidung geht aus den vorliegenden Protokollen des Gemeinderats nicht hervor.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/kreis-waldshut/buergermeisterin-ad-will-notfalls-auf-gleiches-gehalt-wie-ihre-maennlichen-kollegen-klagen;art372586,11616404" target="_blank" title="Bürgermeisterin a.D. fordert gleiches Gehalt wie ihre männlichen Kollegen &amp;ndash; und will notfalls klagen">Schon zu Beginn ihrer Amtszeit habe sich Fuchs diskriminiert gefühlt, sagte sie 2023.</a> Demnach habe ein Gemeinderat ihr gegenüber geäußert, dass sie sich eben nach einem Nebenjob umsehen soll, sollte das Geld nicht reichen. Erst ab Mitte ihrer achtjährigen Amtszeit wurde sie in die höhere Besoldungsgruppe eingruppiert.</p> <p>Dass ihr männlicher Nachfolger Marcel Schneider, der bis heute noch Bürgermeister von Todtmoos ist, bei seiner Amtseinführung 2022 gleich in A15 eingruppiert wurde, brachte laut ihr das Fass zum Überlaufen, sagt sie.</p> <p>„Ich wäre nicht den Streitweg gegangen, wäre es meinem Nachfolger ebenso ergangen wie mir, also zuerst A14 und dann A15“, sagt Fuchs nach der Verhandlung am Verwaltungsgericht im Gespräch mit dem SÜDKURIER. „Aber das war einfach nicht fair.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Besoldungsgruppen</span><span>Die Entlohnung der Bürgermeister regelt in Baden-Württemberg das Gesetz über die Besoldung und Dienstaufwandsentschädigung der Landräte, der hauptamtlichen Bürgermeister und der Beigeordneten. Als Bezugsgruppe bei der Besoldung sieht das Gesetz die Gemeindegröße vor. Todtmoos fällt mit seinen rund 2000 Einwohner in die Besoldungsgruppen A14 und A15. 2014 entsprach das einem monatlichen Sold von rund 4040 Euro (A14) und 4657 Euro (A15) in der jeweils niedrigsten Stufe, 2025 ist die Besoldung auf rund 5500 Euro (A14), beziehungsweise 6330 Euro (A15) in der niedrigsten Stufe gestiegen.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Das sagt das Gesetz</span><span>Im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) steht in Paragraph 1, dass eine Benachteiligung aufgrund Rasse, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, Alter oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen ist. Auch der Anwendungsbereich des AGG ist in diesem laut Paragraph 2 klar definiert. Dieser liegt unter anderem bei den Auswahlkriterien für eine Einstellung, den Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen einschließlich des Arbeitsentgelts und Entlassungsbedingungen.</span></label></div> <p>Das Verwaltungsgericht musste entscheiden: Liegt eine Benachteiligung aufgrund des Geschlechts nach Paragraph 1 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vor? Dafür gibt es Indizien, findet das Gericht.</p> <p>Schließlich sei die Situation zwischen Janette Fuchs und ihrem Vorgänger Herbert Kiefer vergleichbar: Beide waren Bürgermeister der gleichen Gemeinde, beide hatten mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen. Dazu komme der Umstand, dass Fuchs‘ Nachfolger genau wie der Vorgänger sofort in die höhere Besoldungsgruppe eingestuft wurde – eine Benachteiligung aufgrund des Geschlechts sei zu vermuten.</p> <p>Dadurch muss die Gemeinde nachweisen, dass die Einstufung von Fuchs nichts mit ihrem Geschlecht zu tun hatte, sondern andere Faktoren eine Rolle spielten.</p> <h2>Gemeinde dementiert Benachteiligung aufgrund des Geschlechts</h2> <p>Kein Gemeinderat habe explizit geäußert, dass Fuchs wegen ihres Geschlechts in die niedrigere Besoldungsgruppe eingestuft wurde, erklärte ein Stuttgarter Rechtsanwalts im Namen der Gemeinde.</p> <p>Während Kiefers Amtszeit habe Todtmoos mehr Einwohner zu verwalten gehabt, die Zahl der Übernachtungen sei größer gewesen, die Aufgaben seien mit der aufkommenden Digitalisierung schwieriger geworden. Eine Vergleichbarkeit zwischen Kiefer und Fuchs sei demnach nicht gegeben. Allein der Umstand, dass beide Bürgermeister waren, reiche dafür nicht, argumentiert die Gemeinde.</p> <p>Richterin Katharina Jann lässt das Argument nicht gelten: Sie glaube nicht, dass die Aufgaben der Bürgermeister zwischen 1990 und 2014 so viel leichter geworden sind, für Gemeinden werde es ja nur schwieriger.</p> <p>Und auch die Tatsache, dass Fuchs nach der Hälfte ihrer Amtszeit in die höhere Besoldungsgruppe eingruppiert wurde, nennt Richterin Jann einen bemerkenswerten Vorgang: „Da hat man zwischendurch gesagt, dass sie ihren Job als Frau doch ganz gut gemacht hat, jetzt kriegt sie A15, das muss ich jetzt so flapsig sagen“, sagt die Richterin.</p> <p>Man müsste alle Gemeinderäte vor Ort laden und die müssten dann auch die Wahrheit sagen, erst dann könne man entscheiden, ob nach dem Geschlecht so entschieden wurde oder nicht, argumentiert der Anwalt der Gemeinde – das beabsichtigt die Kammer aber nicht.</p> <p>„Ich glaube nicht, dass ein Gemeinderat dann sagt, er habe so entschieden weil die Frau eigentlich in die Küche gehört“, begründet Richterin Jann, „es kommt darauf an, dass unterbewusst Motive mitwirken und was da alles mitschwingt, kann man nicht klar widerlegen.“</p> <h2>Fuchs könnte Recht bekommen</h2> <p>Eine Summe von rund 36.500 Euro Schadensersatz für die erste Hälfte ihrer Amtszeit mit niedrigerer Besoldungsgruppe und eine Entschädigung in Höhe von 7000 Euro hält das Verwaltungsgericht für angemessen.</p> <p>Für alle Frauen habe sie gekämpft, sagt die 59-Jährige inbrünstig nach der Verhandlung – und für Gerechtigkeit. Jetzt will sie nur noch einen Knopf an die Sache machen. Mittlerweile sei sie glücklich pensioniert.</p> <p>In einer früheren Fassung des Artikels stand geschrieben, dass die finale Urteilsverkündung noch aussteht. Wie Janette Fuchs‘ Anwalt Jörg Düsselberg am Sonntag nach der Verhandlung verkündete, hat die 59-Jährige einen Erfolg am Gericht erzielt. Das Verwaltungsgericht hat die Gemeinde Todtmoos zu einem Schadensersatz von den genannten rund 36.500 Euro und einer Entschädigung von 7000 Euro verurteilt. Das Urteil liegt bisher nicht schriftlich vor, das Verwaltungsgericht hat Berufung zugelassen.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 31 Mar 2025 17:52:23 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehr Sicherheit trotz Grenzlage: Straftaten entlang des Rheins gehen zurück  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/kreis-waldshut/kriminalstatistik-2024-so-viele-straftaten-gab-es-2024-im-bereich-des-praesidiums-freiburg;art372586,12350246 ]]></link>      <description><![CDATA[  Wie sicher ist es in der Region? Das Polizeipräsidium Freiburg präsentiert die Kriminalitätsstatistik. Die Zahlen sind rückläufig. Doch längst nicht überall.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Wie sicher ist es in der Region? Das Polizeipräsidium Freiburg präsentiert die Kriminalitätsstatistik. Die Zahlen sind rückläufig. Doch längst nicht überall.<br>
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        Wie sicher ist es in der Region? Das Polizeipräsidium Freiburg präsentiert die Kriminalitätsstatistik. Die Zahlen sind rückläufig. Doch längst nicht überall.



        <p>Der Polizeipräsident hat gute Nachrichten: „Wir haben im Polizeipräsidium Freiburg 2024 eine deutlich bessere Entwicklungen als landesweit – und die waren schon gut“, sagt Franz Semling bei der Vorstellung der Kriminalstatistik am 31. März in Freiburg.</p> <p>Das heißt, die Zahl der Delikte ist in seinem Zuständigkeitsbereich, der die Landkreise Waldshut, Lörrach, Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald, sowie den Stadtkreis Freiburg umfasst, gesunken – um 4,4 Prozent auf 77.698 Straftaten.</p> <h2>Grenzlage ist eine Herausforderung</h2> <p>Wenn man die Statistik betrachtet, dürfe man eines nicht vergessen: „die herausfordernde Grenzlage“. Schließlich ist das Polizeipräsidium Freiburg das einzige, das sowohl eine EU-Binnengrenze, als auch eine EU-Außengrenze hat. Und das macht sich auch in den Zahlen bemerkbar.</p> <p>So fallen alleine 12.316 Straftaten in den Bereich des Ausländerrechtes. Dabei handelt es sich um Straftaten wie Erschleichung von Leistungen oder Urkundenfälschung. Doch auch ohne diese Fälle, die sich auf die geografische Lage zurückführen lassen, liegt das Polizeipräsidium über dem Landesschnitt.</p> <p>Während in Baden-Württemberg im Schnitt 4.882 Straftaten auf 100.000 Einwohner kommen, sind es im Präsidiumsbereich 5.992 Straftaten. Diese sogenannte Häufigkeitszahl wird herangezogen, um die Landkreise und Städte untereinander vergleichbar zu machen. Nur das Präsidium Stuttgart mit einer Häufigkeitszahl von 8.165 und das Präsidium Mannheim mit 6.181 liegen noch vor Freiburg.</p> <h2>Doch was heißt das für die einzelnen Landkreise?</h2> <p>Alle vier Landkreise liegen über dem Landesdurchschnitt. „Der Landkreis Lörrach ist immer noch der am stärksten belastete“, erklärt Semling. Das heißt mit Blick auf die Straftaten gesamt: 11.129 Straftaten pro 100.000 Einwohner und somit die höchste Häufigkeitszahl in ganz Baden-Württemberg. Der Landesdurchschnitt liegt bei 4.157. Auch der Landkreis Waldshut (4.484), der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (4.381) und Emmendingen (4.188) liegen über dem Landesdurchschnitt. Zum Vergleich: Beim Schlusslicht Enzkreis liegt die Häufigkeitszahl bei 2.826.</p> <p>Die Zahlen zeigen auch: Der Landkreis Waldshut gilt nicht mehr als der sicherste. „Wir haben hier den deutlichsten Zehn-Jahres-Höchstwert bei den Straftaten gesamt“, erklärt Semling. Waren es 2015 noch 7491 Straftaten, sank die Zahl 2020 – dem ersten Coronajahr – auf mit 6034 Fällen. Im vergangenen Jahr waren es 7820 Straftaten.</p> <h2>So verteilen sich die Straftaten</h2> <p>30 Prozent davon fallen in den Bereich Diebstahl, 14 Prozent sind Körperverletzungen, elf Prozent Betrug und zehn Prozent Sachbeschädigungen. Lediglich zwei Prozent der Fälle sind ausländerrechtliche Verstöße. Zum Vergleich: In Lörrach sind es 40 Prozent.</p> <p>Es gibt aber auch gute Nachrichten: Die Sexualstraftaten gehen um 7,5 Prozent zurück und im öffentlichen Raum sogar über 20 Prozent. „Und wir haben mit 67,3 Prozent mit Abstand die beste Aufklärungsquote im internen Vergleich im Präsidium“, so Semling. Es ist übrigens auch der drittbeste Wert der vergangenen 20 Jahre.</p> <p><em>Über die Einzelheiten der Kriminalstatistik werden wir noch berichten.</em></p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 18 Feb 2025 12:35:58 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Freiburger Luxusproblem? Der Sport-Club jagt ungewollt einen peinlichen Bundesliga-Rekord  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/sport/freiburger-luxusproblem-der-sport-club-jagt-ungewollt-einen-peinlichen-bundesliga-rekord;art410965,12313922 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der SC Freiburg verschoss in der Bundesliga die letzten sechs Strafstöße. Grund für Unmut? Solange Spiele gewonnen werden, ist das doch ein Luxusproblem, schreibt unser Sportredakteur in seiner Kolumne.  ]]></description>
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          Der SC Freiburg verschoss in der Bundesliga die letzten sechs Strafstöße. Grund für Unmut? Solange Spiele gewonnen werden, ist das doch ein Luxusproblem, schreibt unser Sportredakteur in seiner Kolumne.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      <dc:subject><![CDATA[
        Der SC Freiburg verschoss in der Bundesliga die letzten sechs Strafstöße. Grund für Unmut? Solange Spiele gewonnen werden, ist das doch ein Luxusproblem, schreibt unser Sportredakteur in seiner Kolumne.



        <p>Zeit zum Durchschnaufen: Während einige Clubs aus der Fußball-Bundesliga noch in den Europapokal-Wettbewerben vertreten und unter der Woche im Einsatz sind, können sich die Kicker des SC Freiburg auf das Training und Regeneration konzentrieren sowie etwas Freizeit genießen.</p> <p>Letzteres freilich mit gutem Gefühl, schließlich sieht die Lage bei der Elf von Julian Schuster trotz des bitteren Ausscheidens im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Arminia Bielefeld Anfang Dezember bestens aus. Platz fünf in der Liga: Das Erreichen der Europa League scheint machbar, ja nicht einmal die Champions League unmöglich.</p> <h2>Grund für Extraschichten</h2> <p>Dennoch gibt‘s da einen Grund, warum die SC-Spieler derzeit besser keine trainingsfreien Tage, sondern eher Extraschichten einlegen sollten. Sie haben den misslungenen Panenka-Elfmeter von Vinzenco Grifo am vergangenen Wochenende beim 1:0-Sieg beim FC St. Pauli gesehen? Es war der Gipfel der Freiburger Strafstoß-Misere.</p> <p>Der Sport-Club jagt nämlich gerade ungewollt einen der peinlichsten Rekorde der Bundesliga-Geschichte. Sieben Elfmeter in Serie verschoss die Mannschaft von Borussia Dortmund zwischen November 1963 und Januar 1965. Die Freiburger stehen nach Grifos groteskem Fehlschuss am Millerntor jetzt schon bei sechs. Oh weia.</p> <p>Von den sechs verschossenen Bundesliga-Elfmetern gehen die letzten drei auf Grifos Konto. Zweimal scheiterte Lucas Höler, einmal der mittlerweile für Galatasaray Istanbul spielende Roland Sallai. Denn zwei der sechs Fehlschüsse ereigneten sich bereits in der vergangenen Saison. Wer auch immer den nächsten Strafstoß schießt, wird auf jeden Fall ziemlich Druck verspüren. Naja, wobei: Wenn doch weiter die Spiele gewonnen werden, dann ist das ja schon eher ein Luxusproblem.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 13 Feb 2025 16:54:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Es ist weniger eine Krimiserie": Schauspielerin Nina Kunzendorf in "Spuren"  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/menschen/es-ist-weniger-eine-krimiserie-schauspielerin-nina-kunzendorf-in-spuren;art1015351,12310059 ]]></link>      <description><![CDATA[  2016 wurden in Südbaden zwei Frauen ermordet. Wie die Polizei die Täter ermittelt hat, zeigt die ARD in "Spuren". Nina Kunzendorf über hartnäckige Ermittler, den schwäbischen Dialekt und Skifahren auf dem Feldberg.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          2016 wurden in Südbaden zwei Frauen ermordet. Wie die Polizei die Täter ermittelt hat, zeigt die ARD in "Spuren". Nina Kunzendorf über hartnäckige Ermittler, den schwäbischen Dialekt und Skifahren auf dem Feldberg.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/menschen/es-ist-weniger-eine-krimiserie-schauspielerin-nina-kunzendorf-in-spuren;art1015351,12310059]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        2016 wurden in Südbaden zwei Frauen ermordet. Wie die Polizei die Täter ermittelt hat, zeigt die ARD in "Spuren". Nina Kunzendorf über hartnäckige Ermittler, den schwäbischen Dialekt und Skifahren auf dem Feldberg.



        <p><strong>Frau Kunzendorf, welchen Krimi haben Sie zuletzt gesehen oder gelesen? Oder mögen Sie gar keine Krimis?</strong></p> <p>Doch, ich mag Krimis total. Gerade habe ich mit meinem Sohn „Aus Mangel an Beweisen“ geguckt, eine Mini-Serie mit Jake Gyllenhaal.</p> <p><strong>Als Krimi-Fan – was hebt Ihre neue Serie „Spuren“ von anderen Formaten ab?</strong></p> <p>Was ich mag, ist, dass es eigentlich weniger eine Krimi- als mehr eine Polizei-Serie ist. Dass man ein bisschen wegkommt von dem, wie wir deutschen Krimi-Zuschauer sozialisiert sind: Es gibt immer einen oder zwei Kommissare und dann im besten Fall noch jemanden, der ihnen assistiert. Und natürlich einen Chef, der alle zwei Tage sagt: „Ich will Ergebnisse sehen.“ Bei uns spielt das Privatleben der Kommissare und Kommissarinnen kaum eine Rolle, der Fokus liegt auf der Ermittlungsarbeit.</p> <p>Es gibt in „Spuren“ keine Kommissare, die parallel zur Ermittlung ein krankes Kind zu pflegen haben oder die alkoholkrank sind. Polizeiarbeit ist im seltensten Fall sexy, sondern akribisch und unfassbar detailversessen. Man muss wahnsinnig hartnäckig und geduldig sein, und man muss Frustration aushalten können. Genau das fand ich spannend an „Spuren“.</p> <p><strong>Wenn das Privatleben der Ermittler keine Rolle spielt, ist es dann für Sie als Schauspielerin schwer, eine Figur wie die Kriminaloberrätin Barbara Kramer darzustellen?</strong></p> <p>Nein. Ich bin auch keine Schauspielerin, die viel über die Biografie einer Rolle wissen will. Eine Figur erzählt sich meiner Ansicht nach darüber, was sie tut, wie sie handelt. Ich bin niemand, der die Leerstellen, die nicht erzählt werden, in Gedanken bis ins kleinste Detail ausfüllt. Ich finde es toll, wenn die Zuschauer sich dazu ihre Gedanken machen – oder auch nicht, weil sie es gar nicht für wichtig erachten.</p> <p>Ich mag es, wenn eine Figur nicht sofort einschätzbar ist, wenn ich nicht so richtig weiß, was für ein Mensch das eigentlich ist. Steht sie auf Männer, steht sie auf Frauen? Wieso war sie in Berlin und warum ist sie von dort weggegangen? Ich mag es, wenn sich Fragen auftun, die aber gar nicht alle beantwortet werden.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person</span><span><strong>Nina Kunzendorf</strong> (53) wurde in Mannheim geboren und wuchs dort auch auf. Nach dem Abitur studierte sie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg. Nach einigen Jahren am Theater gab sie 2002 ihr Fernsehdebüt. Ab 2011 war sie mit Joachim Król in fünf Tatort-Filmen aus Frankfurt zu sehen. Am 15. Februar 2025 ab 20.15 Uhr zeigt die ARD die Mini-Serie „Spuren“ mit ihr in einer Hauptrolle. Das Format basiert auf den Morden an der Joggerin Carolin G. in Endingen und der Medizinstudentin Maria L. an der Dreisam in Freiburg. Kunzendorf hat zwei Kinder, die Familie lebt in Berlin.</span></label></div> <p><strong>Wie realistisch wird die Polizeiarbeit Ihrer Meinung nach dargestellt?</strong></p> <p>Wir hatten als Basis ja das Buch „Soko Erle“ von Walter Roth, der zum Zeitpunkt der Morde, um die es in „Spuren“ geht, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Freiburg war. Und wir hatten Fachleute, die das Drehbuch gelesen haben und den Autoren beratend zur Seite standen. Wenn wir während des Drehs die eine oder andere Frage hatten, dann gab es immer einen Profi, den wir fragen konnten. Das schönste Erlebnis war ein Screening, bei dem einige der echten Kommissare von damals anwesend waren. Die waren völlig angetan, gerade von der Realitätsnähe, was die Arbeit von Ermittlern und Ermittlerinnen betrifft.</p> <p><strong>Sie haben die fertige Serie also schon gesehen? Sie sind zufrieden mit dem Ergebnis?</strong></p> <p>Oh, ich tue mich wirklich ganz schwer damit, das zu bewerten. Das kann ich erst mit ein bisschen mehr Abstand sagen, ich bin viel zu wenig objektiv. Aber ich kann sagen, dass ich die Arbeit wahnsinnig gerne mochte. Mit Regisseur Stefan Krohmer war es herrlich, und mein Kollege Tilman Strauß war ein Geschenk. Ich glaube, „Spuren“ ist eine im allerbesten Sinne unprätentiöse und trotzdem spannende Serie geworden. Sie will nicht aufregen, sondern einfach erzählen. So etwas mag ich wahnsinnig gerne. Die Figuren und die Handlung sind authentisch, deshalb funktioniert das Ganze.</p> <p><strong>Das Format spielt zum großen Teil im Büro, die Ermittlungen gehen schleppend voran. Hat sich das auf die Stimmung bei Dreh übertragen?</strong></p> <p>Wir waren als Ermittler schon auch unterwegs, es gab durchaus Bewegung. Es gab zum Beispiel Situationen mit den Familien oder bei der Vermisstensuche in den Weinbergen und im Wald. Aber ja, sehr viele Szenen finden in dem eigens eingerichteten Kommissariat statt. So etwas ist natürlich anstrengend, aber auch toll, weil es ein bisschen wie eine Druckkammer ist. Bei „Spuren“ habe ich das nicht als lähmend empfunden, weil in den Szenen Dinge verhandelt wurden, die über die Frage „Wo waren Sie gestern zwischen 14 und 18 Uhr?“<br /> hinausgehen, auch weil es viele kleinere und größere Konflikte gibt.</p> <p><strong>Gedreht wurde unter anderem in Baden-Württemberg, Ihrem Heimat-Bundesland. Wie war das für Sie?</strong></p> <p>Wir haben an ziemlich vielen Orten im Schwäbischen gedreht, einmal beispielsweise in Strümpfelbach, dem Geburtsort meiner Urgroßmutter.</p> <p><strong>Wie war es für Sie als gebürtige Mannheimerin, von lauter Schwaben umgeben zu sein?</strong></p> <p>Die Hälfte meiner Familie ist schwäbisch. Meine Mama ist eine waschechte Schwäbin, meine halbe Verwandtschaft kommt von da, insofern waren mir sowohl der Dialekt als auch die Gegend total vertraut. Es war wie zu Hause! Ich musste mich wirklich bemühen, in meiner Rolle nicht auch irgendwann selbst ins Schwäbische reinzurutschen. <em>(lacht)</em></p> <p><strong>Und alle Schauspieler, die im Film Dialekt sprechen, sind echte Schwaben?</strong></p> <p>Sie sprechen alle den Dialekt, den sie von zu Hause aus mitgebracht haben. Und im Schwäbischen ist es ja oft so, dass man den Leuten anhört, wenn sie aus unterschiedlichen Orten kommen.</p> <p><strong>Barbara Kramer geht akribisch an die Ermittlungen ran und erweist sich als sehr beharrlich. Entspricht das auch Ihrem Naturell?</strong></p> <p>Ja. Ich sag‘ das immer so dahin, aber es ist tatsächlich so, dass mich Kriminalistik sehr interessiert. Ich bin 53, ich fange jetzt natürlich nicht mal eben noch ein Studium an – aber wenn dem so wäre … Vielleicht ist das ein bisschen naiv, aber ich finde das extrem spannend.</p> <p><strong>Sind Sie denn ein akribischer Mensch oder jemand, der sehr ordentlich ist?</strong></p> <p>Ich bin ordentlich, das schon. Ich mag gerne Ordnung um mich herum und ich finde auch, dass das irgendwie für Ordnung in einem selber sorgt. Aber ich bin nicht akribisch. Ich habe zum Beispiel keine Wohnung, in der man sich nicht vorstellen kann, dass da eine alleinerziehende Mutter mit zwei Teenagerkindern und Hunden wohnt. Ich bin nicht pingelig. Und ich bin jemand, der Dinge gerne wissen will. Ich interessiere mich schon immer, gerade wenn es um Menschen geht, für das, was hinter der Fassade steckt oder was unter der Oberfläche liegt.</p> <p><strong>Auf Barbara Kramers Tisch zu Hause liegt ein angefangenes Puzzle. Puzzeln Sie auch gern?</strong></p> <p>Nicht wirklich. Aber tatsächlich habe ich in den Weihnachtsferien bei meinen Eltern ein Puzzle wieder aufgetan. Das hatte mich immer ein bisschen genervt, weil es eins von diesen sauschwierigen ist, die nur aus Weißschattierungen bestehen. Das ist nicht so meins. Aber Puzzle, auf denen man konkrete Dinge sieht, mag ich schon eher.</p> <p><strong>Würden Sie Ihre neue Serie eigentlich auch Ihrer Familie zum Anschauen empfehlen?</strong></p> <p>Ich sage schon Bescheid, wenn etwas Neues kommt. Meistens zumindest. <em>(lacht)</em> Wenn meine Kinder Lust haben, sich das anzugucken, können sie das gerne machen, aber ich stupse sie da nicht hin. Ich glaube, für sie ist das nach wie vor komisch, die eigene Mutter in ganz anderen Zusammenhängen zu sehen.</p> <p><strong>Viele Zuschauer erinnern sich an Sie noch aus dem Frankfurter Tatort. Anfang der 2010er-Jahre waren Sie in fünf Filmen als Conny Mey zu sehen. Blicken Sie gern zurück?</strong></p> <p>Und wie! Das war für mich eine total schöne Zusammenarbeit mit Joachim Król, Lars Kraume, einem tollen Team. Wir haben fünf sehr unterschiedliche Filme gemacht, ich habe eine gute Zeit gehabt und es war eine super Spielwiese für mich. Ich bereue es überhaupt nicht, weder dass ich es gemacht habe, noch dass ich irgendwann weitergezogen bin. Ich freue mich auch nach wie vor, wenn Leute mich darauf ansprechen.</p> <p><strong>Haben Sie verfolgt, wie es beim Tatort in Frankfurt weiterging?</strong></p> <p>Margarita Broich und Wolfram Koch, die nach uns kamen, sind beide tolle, sehr geschätzte Kollegen. Und natürlich habe ich verfolgt, was sie machen, aber eher sporadisch. Ich bin allgemein keine große Fernsehguckerin, muss ich gestehen.</p> <p><strong>Sie haben Ihre Kindheit und Jugend in Mannheim verbracht. Hat es Sie da auch manchmal an den Bodensee oder in den Schwarzwald verschlagen?</strong></p> <p>Ich habe im Schwarzwald als Fünfjährige das Skifahren gelernt.</p> <p><strong>Auf dem Feldberg?</strong></p> <p>Ja, auf dem Feldberg, wobei ich zuerst ehrlich gesagt mehr in der Waagerechten war. <em>(lacht)</em> Skianzug an und geradeaus fahren – und wenn ich hingefallen bin, hat meine Mutter aus der Bauchtasche einen Schokoriegel gezogen. Ferien auf dem Bauernhof haben wir im Schwarzwald auch gemacht.</p> <p><strong>Fahren Sie heute noch Ski?</strong></p> <p>Ja, aber selten. Tatsächlich war ich gerade seit Langem mal wieder Skifahren. Das wird ja nicht nur rein schneetechnisch immer schwieriger, inzwischen sehe ich das Ganze tatsächlich auch eher kritisch und nehme mehr und mehr Abstand davon. Obwohl es eine große Leidenschaft von mir ist.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA["Es ist weniger eine Krimiserie": Schauspielerin Nina Kunzendorf in "Spuren"]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 06 Feb 2025 14:32:07 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Was macht eigentlich Benedikt Doll? Ex-Biathlet im SÜDKURIER-Interview über das Leben nach dem Sport  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/sport/was-macht-eigentlich-benedikt-doll-ex-biathlet-im-suedkurier-interview-ueber-das-leben-nach-dem-sport;art410965,12304086 ]]></link>      <description><![CDATA[  Benedikt Doll feierte in seiner Karriere viele Erfolge. Nun verfolgt er den Biathlon-Zirkus zuhause. Vor der WM in Antholz spricht der 34-Jährige über seine Ausbildung, seine Freizeit und das anstehende Großereignis.  ]]></description>
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          Benedikt Doll feierte in seiner Karriere viele Erfolge. Nun verfolgt er den Biathlon-Zirkus zuhause. Vor der WM in Antholz spricht der 34-Jährige über seine Ausbildung, seine Freizeit und das anstehende Großereignis.<br>
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        Benedikt Doll feierte in seiner Karriere viele Erfolge. Nun verfolgt er den Biathlon-Zirkus zuhause. Vor der WM in Antholz spricht der 34-Jährige über seine Ausbildung, seine Freizeit und das anstehende Großereignis.



        <p><strong>Benedikt Doll, vor knapp einem Jahr haben Sie Ihre so erfolgreiche Biathlon-Karriere beendet. Wie geht‘s Ihnen, wie fühlen Sie sich?</strong></p> <p>Danke, ich fühle mich sehr gut. Mir fehlt der Leistungssport überhaupt nicht. Also ich schaue natürlich weiterhin gerne Biathlon an, aber selbst so richtig Sport zu machen, das fehlt mir gar nicht. Ich habe relativ wenig Wehmut. Ich mache Sport, so wie ich Lust und Zeit habe. Aktuell habe ich wenig sportliche Ambitionen. Aber vielleicht kommt es mal wieder, dass ich irgendwie im Bereich Berglauf oder Langstreckenlauf etwas einsteige. Ich wollte schon immer mal den Schwarzwälder Skimarathon, den Rucksacklauf, mitmachen. Das ist ein Lebenstraum, dazu braucht es aber auch mal wieder einen richtigen Winter, damit der überhaupt stattfinden kann.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person</span><span><strong>Benedikt Doll</strong> (SZ Breitnau) ist der Sohn des deutschen Berglaufmeisters Charly Doll. Er lebt mit seiner Frau und dem Sohn in Kirchzarten. Der 34-jährige wurde 2017 in Hochfilzen Weltmeister im Sprint. Im vergangenen März beendete der erfolgreichste Schwarzwälder Biathlet seine aktive Laufbahn. In Freiburg-Hochdorf absolviert er aktuell eine Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. (joh)</span></label></div> <p><strong>In wenigen Tagen beginnt in der Lenzerheide/Schweiz die Biathlon-WM. Dort haben Sie bei der Weltcup-Premiere nochmals einen großen Sieg im Sprint gefeiert, sprachen nach dem Erfolg „von einem geilen Gefühl“. Wären Sie dort nicht doch noch gerne dabei?</strong></p> <p>Ja, also der Erfolg war natürlich super schön. Die Kulisse war echt einmalig. Auch die Zuschauer und das Drumherum waren sehr positiv. Es war schön, ist jetzt aber Vergangenheit. Ich brauche jetzt nicht noch mal dabei sein, nur weil es ein schöner Erfolg war.</p> <p><strong>Wie intensiv verfolgen Sie denn das sportliche Geschehen im Biathlon-Weltcup?</strong></p> <p>Ich würde gerne mehr Rennen im Fernsehen angucken. Mein Sohnemann ist immer so ein bisschen das Hindernis dafür. Er findet Biathlon natürlich nicht so interessant. Darum schaue ich oft die Rennen in der Zusammenfassung an und analysiere die Ergebnisse. Kürzlich war ich beim Weltcup in Antholz vor Ort. Ein zweiter Weltcup wäre auch nett gewesen, aber es hat sich so nicht ergeben. Es war ganz cool alle wieder persönlich zu sehen, aber es reicht dann auch wieder. Ich fiebere natürlich zu Hause mit den deutschen Biathleten bei den Wettkämpfen mit.</p> <p><strong>Was verbindet Sie als ehemaliger aktiver Biathlet noch mit dem Biathlon-Weltcup?</strong></p> <p>Das sind zum einen die Menschen, die ich während meiner Karriere kennengelernt habe. Viele Athleten kenne ich natürlich noch, auch einige jüngere Biathleten. Da verfolge ich deren Entwicklung, das finde ich schon sehr spannend. Am Ende ist es die Leidenschaft für einen unfassbar schönen Sport.</p> <p><strong>Sie haben bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften viele Medaillen gewonnen. Was war denn rückblickend, mit etwas Abstand betrachtet, der schönste und nachhaltigste Erfolg Ihrer Karriere?</strong></p> <p>Das war schon der WM-Titel in Hochfilzen 2017. Meine Eltern waren dabei. Insgesamt die vielen Zuschauer, der Fanclub, das war schon sehr toll und emotional, bleibt natürlich in Erinnerung.</p> <p><strong>Wäre der TV-Job als Experte eine Option für Sie?</strong></p> <p>Durchaus, das hätte ich schon auch gemacht, es hat sich bis jetzt aber nicht ergeben. Es wäre koordinationstechnisch Mehrarbeit zum normalen Beruf, insofern bin ich da jetzt auch nicht unglücklich.</p> <p><strong>Sind Sie eigentlich schon richtig angekommen im neuen Leben, was machen Sie denn beruflich?</strong></p> <p>Ich glaube schon, dass ich angekommen bin im neuen Leben. Ich mache in Freiburg-Hochdorf eine Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, das macht mir sehr, sehr viel Spaß. Das, was mich während dem Sport schon als Hobby interessiert hat, womit ich mich viel beschäftigt habe, kann ich jetzt zum Beruf machen. Darum fällt es mir sehr leicht, mich für meine Ausbildung zu motivieren.</p> <p><strong>Kürzlich wurde in ihrer Heimat am Notschrei ein deutscher Schülercup im Biathlon ausgetragen. Sie haben die Medaillen überreicht und fleißig Autogramme geschrieben, was sehr gut angekommen ist, dass Sie sich für den Nachwuchs einbringen.</strong></p> <p>Ja, mir ist es grundsätzlich sehr, sehr wichtig, dass junge Kinder Sport machen, egal welchen! Und wenn ich durch meine Person motivieren und inspirieren kann, dass Kinder Sport machen, dass sie dranbleiben, dass sie sagen, ich will vielleicht auch mal im Weltcup laufen. Das ist so ein bisschen meine Motivation. Ich versuche auch beim einen oder anderen Training mal dabei zu sein. Es klappt leider nicht so, wie ich es mir erhofft habe, weil mir berufsbedingt ein bisschen die Zeit fehlt. Das ist gerade so ein bisschen ärgerlich.</p> <p><strong>Können Sie sich den Trainer Benedikt Doll vorstellen?</strong></p> <p>Ja, vorstellen kann ich es mir schon, aber ich habe irgendwie nicht so die Motivation dafür. Deswegen habe ich mich auf dem beruflichen Weg für die Elektrotechnik entschieden.</p> <p><strong>Konnten Sie schon Dinge tun mit der Familie, auf die Sie während der Aktivzeit verzichten mussten?</strong></p> <p>Ja, auf jeden Fall. Die Weihnachtszeit war einfach viel entspannter, wenn man da daheim ist. Diese Weihnachten hatten wir ja auch superschönen Schnee, fast jeden Tag waren wir auf die Loipe zum Langlauf machen. Ein längerer Urlaub steht auch noch aus, aber die Zeit kommt noch.</p> <p><strong>Für die deutschen Männer verlief der bisherige Weltcup, nicht zuletzt auch krankheitsbedingt, enttäuschend. Was trauen Sie den ehemaligen Kollegen bei der WM in der Lenzerheide zu?</strong></p> <p>Es waren meistens irgendwelche Teilleistungen gut, aber das Gesamtpaket hat doch dann öfters nicht geklappt. Philipp Nawrath hat es noch am besten hinbekommen. In der Lenzerheide waren wir beim letzten Mal skimaterialtechnisch eigentlich gut unterwegs, das ist wichtig, um vorn mitkämpfen zu können. Vor allem Johannes Kühn, Philipp Nawrath und Philipp Horn haben gute Laufleistungen gezeigt, leider hat das Schießen nicht so geklappt. Es braucht auch ein bisschen Glück, dann sind Podestplätze oder Medaillen drin, es fehlt so ein bisschen die Stabilität.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 20 Dec 2024 16:27:22 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Im Schwarzwald lebt die Tradition des Uhrenbaus weiter  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/von-hier-gehen-kuckucksuhren-in-alle-welt;art416,12267565 ]]></link>      <description><![CDATA[  Irene und Bernhard Trenkle in Simonswald haben 800 verschiedene Kuckucksuhren im Programm. Jede einzelne wird in Handarbeit gefertigt. Ein Blick in die Branche in einer schwierigen Zeit.  ]]></description>
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          Irene und Bernhard Trenkle in Simonswald haben 800 verschiedene Kuckucksuhren im Programm. Jede einzelne wird in Handarbeit gefertigt. Ein Blick in die Branche in einer schwierigen Zeit.<br>
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        Irene und Bernhard Trenkle in Simonswald haben 800 verschiedene Kuckucksuhren im Programm. Jede einzelne wird in Handarbeit gefertigt. Ein Blick in die Branche in einer schwierigen Zeit.



        <p>Der feine Bohrer dringt in die etwa fingergroße Holzfigur. Dann schiebt Bernhard Trenkle einen dünnen Metallstab durch und verbindet damit den bislang fehlenden Arm, an dessen Ende das Händchen ein Nudelholz hält. So bewaffnet kann die kleine Schwarzwaldfrau mit typischem Bollen­hut zu jeder Stunde der Figur eines Trinkers die Lust am Bier verderben.</p> <p>Es ist eine kleine Szene­rie aus einer Kuckucksuhr, die besonders bei aus­ländischen Touristen beliebt ist. „Bei uns ist alles Handarbeit“, betont Trenkles Frau Irene sichtlich stolz.</p> <p>Die Trenkles sind relativ neu im Geschäft. Seit 1965 produziert die Manufaktur aus Simons­wald in einem Tal etwa eine halbe Stunde nörd­lich von Freiburg Uhren und Wetterhäuschen. Die Geschichte der Branche hier im Schwarzwald reicht allerdings bis ins 17. Jahrhundert zurück. Sie erzählt von harten Bedingungen, Erfinder­geist, Wandel, von Aufstieg zu Weltmarktführern und dem Absturz in die Insolvenz.</p> <h2>Uhren gehen in die ganze Welt</h2> <p>Das Produktprogramm der Trenkles umfasst etwa 800 verschiedene Modelle, um die sich rund 30 Voll- und Teilzeitkräfte kümmern. Zugearbei­tet wird von Schnitzern vor allem aus Südtirol. „Diese Handwerkskunst geht bei uns leider ver­loren“, bedauert Irene Trenkle. Im Familienbe­trieb entstehen mechanische Uhrwerke, Holzge­häuse und eine Vielzahl von Figuren und Dekor-Details.</p> <p>Die Erzeugnisse gehen in die ganze Welt. Die Trenkles verkaufen weltweit und haben feste Großhändler in den USA und Australien. Viel geht aber auch in den deutschen Markt. Nachfragespitzen bescheren den Trenkles und ihren Händlern große Ereignisse wie der Mara­thon in Berlin, die Skisaison in den Alpen, die Pas­sionsspiele in Oberammergau und auch große Sportevents oder Popkonzerte beispielsweise in Hamburg, München oder Zürich.</p> <div class="embed-2click" data-fcms-method="embed_2click" data-fcms-embed-content="&lt;div class="article-social-instagram article-module"&gt; &lt;blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/Ch6uMzkqlUg/" data-instgrm-version="8" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:658px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"&gt; &lt;div style="padding:8px;"&gt; &lt;div style="background:#F8F8F8; line-height:0; margin-top:40px; padding:50.0% 0; text-align:center; width:100%;"&gt; &lt;div style="background:url(data:image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAACwAAAAsCAMAAAApWqozAAAABGdBTUEAALGPC/xhBQAAAAFzUkdCAK7OHOkAAAAMUExURczMzPf399fX1+bm5mzY9AMAAADiSURBVDjLvZXbEsMgCES5/P8/t9FuRVCRmU73JWlzosgSIIZURCjo/ad+EQJJB4Hv8BFt+IDpQoCx1wjOSBFhh2XssxEIYn3ulI/6MNReE07UIWJEv8UEOWDS88LY97kqyTliJKKtuYBbruAyVh5wOHiXmpi5we58Ek028czwyuQdLKPG1Bkb4NnM+VeAnfHqn1k4+GPT6uGQcvu2h2OVuIf/gWUFyy8OWEpdyZSa3aVCqpVoVvzZZ2VTnn2wU8qzVjDDetO90GSy9mVLqtgYSy231MxrY6I2gGqjrTY0L8fxCxfCBbhWrsYYAAAAAElFTkSuQmCC); display:block; height:44px; margin:0 auto -44px; position:relative; top:-22px; width:44px;"&gt;&lt;/div&gt; &lt;/div&gt; &lt;p style="margin:8px 0 0 0; padding:0 4px;"&gt; &lt;a href="https://www.instagram.com/p/Ch6uMzkqlUg/" style=" color:#000; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none; word-wrap:break-word;" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; line-height:17px; margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"&gt;&lt;/p&gt; &lt;/div&gt; &lt;/blockquote&gt; &lt;/div&gt; &lt;script async defer src="//www.instagram.com/embed.js"&gt;&lt;/script&gt;" data-fcms-embed-type="instagram" data-fcms-embed-mode="provider" data-fcms-embed-storage="local"> <aside class="embed-consent" style="display:none;" data-fcms-embed-container="activate"><span>Wir benötigen ihre Einwilligung, um Instagram anzuzeigen</span> Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. 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Doch die teuren Exemplare, die vierstellige Beträge kosten, bringt vor allem der Fachhandel an den Kunden.</p> <p>Einige der klassischen Anbieter haben mini­malistische Modelle, Designerformen oder sol­che mit bedruckten Fassaden ins Programm auf­genommen. „Wir bekommen immer wieder Anfra­gen aus dem Marketingbereich, die sich nach individuellen Lösungen erkundigen“, beschreibt Raphael Trenkle ein neues Marktseg­ment. So sei auch eine Uhr nach den Farben des SC Freiburg entstanden.</p> <h2>Erfolgsgarantie dank „Made in Black Forest“</h2> <p>Die Häuschen haben ihre Vorbilder im Schwarzwald, in Bayern oder auch in der Schweiz. Details, wie beispielsweise ein klei­ner Dackel, werden auf Wunsch der Kunden in die Modellpalette aufgenommen. Chalets ausgestat­tet mit Alphornbläser, Landesfahne oder Heidi als Pendel kommen bei den Händlern im Nachbarland sehr gut an. „Wir sind oft mit der Bezeichnung ‚Made in Black Forest‘ sogar noch erfolgreicher als mit ‚Made in Ger­many‘“, erklärt Irene Trenkle.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Banger Blick in die USA</span><span>Mit gemischten Gefühlen blickt die Branche in die USA. Werden auch die Uhrmacher von steigenden Zöllen betroffen sein? Kommen die Amerikaner wieder verstärkt in die Touristikzentren? Und wie entwi­ckeln sich die asiatischen Märkte, die zuletzt vor allem in China auch sehr zurückhaltend Uhren nachgefragt haben? Erste Antworten erhofft man sich von der Christmasworld, die Messe findet Anfang Feb­ruar 2025 in Frankfurt/Main statt.</span></label></div> <p>Als der Hüter der Uhrentradition sieht sich der Verein die Schwarz­walduhr (VdS). Er achtet penibel darauf, dass Hersteller und Händler nur Produkte fertigen, die aus Holzteilen bestehen und ein mechanisches Uhrwerk haben – alles möglichst aus der Region. Nur die bekommen ein entspre­chendes Echtheitszertifikat.</p> <p>Besonders hochwertige mechanische Uhr­werke beziehen Familienbetriebe der Region von SBS Burger in Schönwald, einige Kilometer süd­lich des „Hauses der 1000 Uhren“. Seit 168 Jahren ist das Unternehmen eng mit der Schwarzwald­uhr verbunden. „Wir sind inzwischen der Hidden Champion der mechanischen Uhrwerke“, bemerkt Seniorchef Thomas Burger, dessen Söhne Fabian und Manuel das Unternehmen in sechster Gene­ration fortführen.</p> <p>Rund 80.000 Uhrwerke verlas­sen jedes Jahr den Betrieb, der noch heute dar­auf Wert legt, dass kein Kunststoffrad ins Uhr­werk greift. Das Traditionsunternehmen ist eines der wenigen, die Aufstieg und Niedergang der Schwarzwälder Uhrenindustrie überlebt haben.</p> <h2>Nur wenige Hersteller sind noch übrig</h2> <p>Den Siegeszug der Elektronik haben die meis­ten Hersteller mechanischer Armbanduhren, Wecker sowie Stech-, Tisch- und Wanduhren nicht überlebt. Immer mehr Betriebe zwischen Pforzheim und der Schweizer Grenze müssen auf­geben. Die Reste von Platzhirsch Junghans über­nahm der Schramberger Unternehmer Hans-Jochem Steim 2009 aus der Insolvenzmasse der Markenholding Egana Goldpfeil.</p> <p>Am Heimatstandort fertigt der einstige Branchenprimus wie­der Designeruhren, zum Teil mit Solarantrieb. Für die Zeitmesser mit dem J im Stern werden zum Teil vierstellige Preise verlangt.</p> <p>Heute sind noch gut zwei Dutzend Unter­nehmen in der Region rund um die Uhren tätig. Wesentlich bedeutsamer ist, dass die Schwarz­wälder Traditionsindustrie den Grundstein für alle jene Betriebe gelegt hat, die Spitzenprodukte in den Bereichen Feinmechanik, Messtechnik oder Medizintechnik fertigen.</p> <p>Bei unzähligen Mittel­ständlern lebt heute das Tüftler-Gen, das die Kuckucksuhr vor vielen Generationen freigelegt hat. Dazu gehört auch Burger in Schonach. Nur die wenigsten der 1200 Beschäftigten sind heute mit der Herstellung von Uhrwerken befasst. Die meisten produzieren Teile für die Auto­industrie, Maschinenbau und Medizintechnik. Der Umsatz des Unternehmens liegt bei 200 Mil­lionen Euro.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Im Schwarzwald lebt die Tradition des Uhrenbaus weiter]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 03 Dec 2024 17:01:02 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kein Alkohol vor Dienstschluss: Im Europa-Park lernen Nikoläuse, wie man ein guter Nikolaus ist  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/im-europa-park-lernen-nikolaeuse-wie-man-ein-guter-nikolaus-ist;art417930,12251877 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein Workshop des Erzbistums bildet ehrenamtliche Nikolaus-Darsteller aus. Übungen mit Schauspieler Martin Wangler sollen die Männer und Frauen vorbereiten. Was neben Stab und Mitra noch wichtig ist.  ]]></description>
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          Ein Workshop des Erzbistums bildet ehrenamtliche Nikolaus-Darsteller aus. Übungen mit Schauspieler Martin Wangler sollen die Männer und Frauen vorbereiten. Was neben Stab und Mitra noch wichtig ist.<br>
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        Ein Workshop des Erzbistums bildet ehrenamtliche Nikolaus-Darsteller aus. Übungen mit Schauspieler Martin Wangler sollen die Männer und Frauen vorbereiten. Was neben Stab und Mitra noch wichtig ist.



        <p>Der Mann schlägt mit einer Metallkette auf den Boden, dann lässt er den Jutesack fallen, den er gerade noch geschultert hatte. Er trägt einen roten Bademantel, eine Sonnenbrille und eine rote Zipfelmütze mit einer Aufschrift der Brauerei Rothaus. „Hohoho“, flüstert der Mann unter seinem Rauschebart hervor. „Ich bin der heilige Nikolaus.“ Seine Stimme hat einen bedrohlichen Unterton.</p> <p>Die 20 Männer und Frauen, die an diesem Samstagmorgen im Tagungsraum Refectorium des Hotels Santa Isabel im Europa-Park in Rust sitzen, müssen schmunzeln. Irgendwann wird der gruselige Nikolaus von Pastoralreferent Christoph Müller unterbrochen.</p> <p>„So bist du kein richtiger Nikolaus“, sagt er und holt einen Koffer aus der Ecke. „Der Nikolaus trägt keine Zipfelmütze und auch keine Turnschuhe.“ Müller packt eine Mitra aus dem Koffer, ein weißes Gewand, eine Stola, er hilft dem falschen Nikolaus beim Ankleiden. „Jetzt bist du ein Mann der Kirche“, sagt Müller.</p> <h2>Ehrenamtliche lernen alles über den Nikolaus</h2> <p>Im Europa-Park findet an diesem Tag ein Workshop für Nikolausdarsteller statt. Hier lernen Ehrenamtliche alles, was sie über ihren Auftritt als Nikolaus wissen müssen. Sie werden während der Adventszeit als Nikoläuse zu Vereinen, Kindergärten, Schulen und Familien gehen. Und vorher besuchen sie diese Schule für Nikoläuse.</p> <p>Was gehört alles zur Verkleidung? Wer ist eigentlich das historische Vorbild des Nikolaus? Wie verhält man sich in herausfordernden Situationen? Auf diese Fragen erhalten sie heute Antworten.</p> <h2>Bistum möchte Brauchtum lebendig halten</h2> <p>Veranstalter des Workshops ist das Erzbistum Freiburg. „Den Workshop veranstalten wir bereits seit 2016“, sagt Tobias Aldinger. Er arbeitet als Referent für Glaubenskommunikation, Evangelisierung und das Bonifatiuswerk in der Erzdiözese.</p> <p>Mit dem Workshop will das Bistum die Tradition des Nikolausbesuchs lebendig halten. „Wir möchten den Nikoläusen Rückenwind geben und sie unterstützen. Auf ihre Besuche sollen sie bestmöglich vorbereitet sein“, sagt Aldinger.</p> <p>Die Kooperation mit dem Europa-Park ist entstanden, um den Teilnehmern einen schönen Raum zu bieten, von dem aus sie dann zu ihren Besuchen aufbrechen können. „Außerdem ist der Europa-Park ein Raum, der inszeniert und spielt. Das passt zu unseren Nikoläusen“, sagt Tobias Aldinger.</p> <h2>Wo gibt‘s den besten Rauschebart?</h2> <p>Wichtig ist Aldinger, dass der Nikolaus nicht als Gegenspieler zum Weihnachtsmann verstanden wird. „Er ist eine eigene Figur mit echter Geschichte“, sagt er. Mitra und Stab sind Pflicht, wenn man den Nikolaus verkörpert, erfahren die Darsteller im theoretischen Teil des Tages.</p> <p>300 bis 500 Euro muss man ausgeben, wenn man das Kostüm mit allen Accessoires neu kauft, sagt Tobias Aldinger. Vieles sei aber in den Beständen der Pfarrgemeinden schon vorhanden.</p> <p>„Weiß jemand, wo es gute Rauschebärte gibt, die nicht so billig aussehen?“, fragt ein Teilnehmer. „Einfach wachsen lassen“, sagt ein Mann und lacht hinter seinem weißen, langen Bart, der ihm fast bis auf die Brust reicht.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wer ist das reale Vorbild?</span><span>Der Nikolaus wird als Heiliger in der katholischen Kirche verehrt. Hinter dem heiligen Nikolaus, an den am 6. Dezember erinnert wird, stehen zwei reale Personen. Nikolaus von Sion lebte im 6. Jahrhundert in der Nähe von Myra in der heutigen Türkei. Nikolaus von Myra wurde um 280 geboren und wurde mit 19 Jahren zum Bischof von Myra geweiht. Er soll sein Vermögen unter den Armen verteilt haben. Um den Nikolaus sind viele Legenden entstanden, die auch heute noch am Nikolaustag erzählt werden. Er soll etwa Schiffsleuten in Seenot erschienen sein und die Steuerung des Bootes übernommen haben. Heute ist der Nikolaus der Schutzpatron vieler Berufsstände, aber vor allem auch der Kinder.</span></label></div> <h2>Seit 41 Jahren Nikolaus</h2> <p>Die Nikolausschule ist nicht nur etwas für Anfänger. Marco Stemmer aus Hilzingen (Landkreis Konstanz) hat schon mehrfach an dem Workshop teilgenommen. „Ich mag den Austausch mit den anderen Darstellern“, sagt er. Stemmer war schon als 15-Jähriger als Nikolaus unterwegs.</p> <p>„Angefangen hat alles als Ministrant in der Jugendarbeit der Pfarrei“, sagt der 56-Jährige. Stemmer wurde einige Jahre lang von seiner Frau unterstützt, die den Knecht Ruprecht spielte. Seit vielen Jahren übernimmt Bastian Geske die Rolle des Knecht Ruprecht. Die beiden sind über ein paar Ecken miteinander verwandt.</p> <p>„Als Knecht Ruprecht trage ich den Sack mit den Geschenken“, erzählt Bastian Geske. Der Sack wird bei Hausbesuchen oft von den Eltern platziert, die Suche gestaltet sich manchmal schwierig: „Er hat schon mal im Kofferraum eines Autos danach suchen müssen. Dann war dort aber kein Sack zu finden“, sagt Marco Stemmer und lacht.</p> <h2>Kein Alkohol vor Dienstschluss</h2> <p>An dem Workshop-Tag sprechen die Teilnehmer auch darüber, was sie als Darsteller auf keinen Fall machen sollten. Knecht Ruprecht soll die Kinder nicht bestrafen, sondern als Helfer des Nikolaus gesehen werden, der etwa Glocke und Buch hält. „Wir sind nicht der verlängerte Arm der Eltern“, erklärt Tobias Aldinger den Teilnehmern. „Was an 364 Tagen nicht funktioniert, können wir an einem Tag nicht ändern.“</p> <p>Außerdem gilt die Regel: kein Alkohol vor Dienstschluss. Da sind sich die Darsteller einig. Und der Dienstschluss lässt manchmal lange auf sich warten. In der Adventszeit sind die Nikolausdarsteller Marco Stemmer und Bastian Geske aus Hilzingen an vielen Nachmittagen und Abenden unterwegs, manchmal von 17 bis 20 Uhr. Die ersten Anmeldungen gehen bei ihnen bereits im Oktober ein. „Manchmal haben wir drei bis vier Auftritte an einem Tag“, erzählt Stemmer.</p> <h2>Urlaub nehmen als Nikolaus</h2> <p>Als Nikolaus und Knecht Ruprecht besuchen sie Schulen, Kindergärten, Vereine und Familien. Nach dem achten Dezember ist dann aber Schluss mit den Auftritten. Manche Kinder haben sie aufwachsen sehen. „Es gibt Familien, die wir Jahr für Jahr begleiten. Das ist wirklich schön“, sagt Geske.</p> <p>Für ihre Besuche nehmen sich Stemmer und Geske auch mal einen Tag Urlaub. Sie verlangen aber kein Geld. „Wir machen das für die Kinder“, sagt Geske. Wenn es doch mal einen Obolus gibt, wird der für einen guten Zweck gespendet, sagt Marco Stemmer.</p> <h2>Der letzte Wunsch: Nochmal den Nikolaus sehen</h2> <p>Viele Geschichten haben Marco Stemmer und Bastian Geske schon erlebt. Eine Geschichte bleibt Marco Stemmer besonders in Erinnerung: Ein 18-jähriger Junge, der an Leukämie erkrankte, wollte noch ein letztes Mal Marco Stemmer als Nikolaus erleben – so wie in seiner Kindheit. „Da musste ich schlucken. Wir haben nach dem Besuch erst einmal eine halbe Stunde Pause gemacht, bevor wir weitermachen konnten“, sagt Stemmer.</p> <p>Dass die Nikolausdarsteller auch ein wenig schaupielerisches Geschick benötigen, zeigt sich am Nachmittag. Hinter dem furchteinflößenden falschen Nikolaus, mit dem der Tag gestartet war, verbirgt sich Schauspieler Martin Wangler.</p> <p>Er stammt aus Breitnau im Schwarzwald und ist für seine Rolle als Bernd Clemens in der SWR-Serie „Die Fallers“ bekannt. Wangler ist schon seit 30 Jahren als Nikolaus tätig und besucht heute noch Schulen und Kindergärten in Hinterzarten im Schwarzwald.</p> <h2>Als Löwen durch den Raum laufen</h2> <p>Mit den Nikolausdarstellern macht er jetzt Theaterübungen. „Geht durch den Raum und stellt euch vor, dass ihr Löwen seid“, ruft Wangler. Die 20 angehenden Nikoläuse laufen fauchend, mit weit ausgebreiteten Armen, aufgerissenen Augen und leicht geduckt durch den Raum.</p> <p>„Man muss Lust haben, in die Situation zu gehen, zu improvisieren“, sagt Wangler. Wichtig ist ihm aber auch: Der Nikolaus trägt nicht nur ein Kostüm, sondern bringt auch eine Botschaft mit. Der Nikolaus steht für die Vermittlung christlicher Werte und soll als Vorbild dienen – das hatten die Teilnehmer bereits am Vormittag besprochen.</p> <h2>Prozession durch den Park</h2> <p>Neben den Theaterübungen stellen die Teilnehmer mit Martin Wangler auch Szenen nach, die sie bei ihren Besuchen erwarten könnten – da ist etwa der Besuch im Altenheim, bei dem ein alter Mann zu weinen beginnt, als der Nikolaus hereinkommt. Ein anderer rennt aus Angst vor dem Nikolaus weg. Und zwei weitere Männer singen fröhlich Weihnachtslieder.</p> <p>Nikolaus-Darsteller Reinhard hat in dem Gewusel sichtliche Schwierigkeiten, die Fassung zu bewahren. Glücklicherweise ist das Szenario völlig überzogen und in der Realität recht unwahrscheinlich, sagt Schauspieler Martin Wangler. „Es gibt kein richtig oder falsch“, sagt Wangler. „Aber es ist wichtig, in der Rolle zu bleiben.“</p> <h2>Nikolaus aus der Nikolausstraße</h2> <p>Reinhard Volk, der in dieser Szene den Nikolaus spielt, ist ebenfalls schon lange als Darsteller unterwegs. Es wurde dem Mann aus Elzach (Kreis Emmendingen) in die Wiege gelegt: „Ich heiße mit zweiten Namen Nikolaus“, sagt Volk. Außerdem heiße die Pfarrkirche seiner Heimatstadt St. Nikolaus – und er wuchs in der Nikolausstraße auf. Völlig klar also, dass Reinhard Volk schon seit 26 Jahren als Nikolaus unterwegs ist.</p> <p>Am späten Nachmittag ziehen die 20 Nikoläuse in einer Prozession durch den Europa-Park. Der Hilzinger Nikolaus Marco Stemmer ist unter seiner Mitra, den weißen Handschuhen und dem Rauschebart nicht mehr zu erkennen. Während die Nikoläuse an den Fahrgeschäften vorbeilaufen und den Tannenbäumen mit Lichterketten und Kunstschnee, dudelt im Hintergrund Weihnachtsmusik aus den Boxen.</p> <p>Die 20 Nikoläuse schreiten an den Parkbesuchern vorbei. „Guck mal Mama, der Nikolaus“, ruft ein kleines Mädchen. Überall bleiben Kinder stehen, mit großen Augen und offenen Mündern, Eltern zücken ihre Handys, auch Jugendliche filmen die Gruppe. Der Zauber, der von den Männern und Frauen in ihren Kostümen ausgeht, kennt eben kein Alter.</p>]]>
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      <pubDate>Tue, 26 Nov 2024 13:47:45 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nicolas Höfler im exklusiven SÜDKURIER-Interview: "Oldie ist jetzt nicht gerade mein Lieblingswort"  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/sport/nicolas-hoefler-im-exklusiven-suedkurier-interview-oldie-ist-jetzt-nicht-gerade-mein-lieblingswort;art410965,12245093 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nicolas Höfler hat beim SC Freiburg seinen Stammplatz in dieser Saison an Patrick Osterhage verloren. Dennoch hat der 34-Jährige kürzlich seinen Vertrag im Breisgau verlängert. Und der Herdwanger hat noch viel vor.  ]]></description>
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          Nicolas Höfler hat beim SC Freiburg seinen Stammplatz in dieser Saison an Patrick Osterhage verloren. Dennoch hat der 34-Jährige kürzlich seinen Vertrag im Breisgau verlängert. Und der Herdwanger hat noch viel vor.<br>
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        Nicolas Höfler hat beim SC Freiburg seinen Stammplatz in dieser Saison an Patrick Osterhage verloren. Dennoch hat der 34-Jährige kürzlich seinen Vertrag im Breisgau verlängert. Und der Herdwanger hat noch viel vor.



        <p><strong>Nicolas, Sie haben kürzlich einmal mehr den Vertrag beim SC Freiburg verlängert. Wie finden Sie die Bezeichnungen „Urgestein“ und „Oldie“, die Ihnen viele Medien zuteilwerden ließen?</strong></p> <p>Ich brauche diese Worte nicht zwingend, aber sind sie ja auch nicht ganz falsch. Ich bin 34 und damit in einem Fußballalter, in dem ich zu den älteren Herrschaften im Geschäft zähle. Wenn man dann noch meine lange Vereinszugehörigkeit betrachtet, ist das Urgestein schon passend. Aber der Oldie ist jetzt nicht gerade mein Lieblingswort.</p> <p><strong>Sportvorstand Jochen Saier hat von einer außergewöhnlichen Verbindung gesprochen. Er adelt ihre professionelle Herangehensweise, sieht sie als sportliche Säule und als Mitglied im Mannschaftsrat mit Verantwortung auch neben dem Platz. Mehr geht nicht. Jetzt dürfen Sie mal den Club loben.</strong></p> <p>Ich bin als 15-Jähriger nach Freiburg gekommen und konnte mich sofort mit dem Sportclub identifizieren, weil sie dort ganz viel von dem verkörpern, was mich selbst ausmacht. Werte, mit denen ich zuhause aufgewachsen bin. Das hat sich in der Fußballschule ganz schnell als Familie angefühlt. Bei mir ist nie der Wunsch aufgekommen, mich verändern zu wollen. Als ich dann doch zwei Jahre in Aue war (ausgeliehen von 2011 bis 2013; Anm. d. Red.), war es mir extrem wichtig, dass ich den Schritt zurück machen kann. Dafür habe ich alles investiert. Ich wollte unbedingt wieder Teil der SC-Familie sein. Dass es danach bis heute so weit ging, dass ich nur beim SC spiele, davon hatte ich nicht geträumt. Ich bin sehr glücklich, dass ich auch ein bisschen zurückgeben konnte.</p> <p><strong>Sie sagen, dass Ihr Blick nicht nach hinten geht auf eine tolle Karriere, sondern nach vorne und dass Sie weiter attackieren wollen. In dieser Saison hat das gemessen an den Einsatzzeiten aber noch nicht so richtig geklappt. In elf Bundesligaspielen 269 von 990 möglichen Minuten, nur zweimal war es die Startelf ...</strong></p> <p>Das ist natürlich nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Jetzt ist der Punkt da, wo ich sagen könnte, gut, war eine schöne Karriere, die lass‘ ich jetzt ausklingen. Oder ich sage, ich tue alles dafür, dass sich das wieder ändert. Und genau das mache ich, ich haue alles rein, dass sich die Situation wieder zu meinen Gunsten verändert. Am Ende entscheidet immer die Leistung auf dem Platz, und wenn man nicht so viel spielt, dann ist es die Leistung auf dem Trainingsplatz. Ich glaube schon, die ist gut. Natürlich ist man nicht immer mit Entscheidungen zufrieden, aber nun gehört es für mich eben auch dazu, geduldig zu sein. In den vergangenen Jahren waren es andere, die geduldig sein mussten.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person</span><span><strong>Nicolas Höfler</strong> kam als 15-Jähriger vom SC Pfullendorf in die Freiburger Fußballschule und wurde mit der U19 des SC Freiburg Deutscher Meister und Juniorenpokal-Sieger. Der aus Herdwangen stammende Fußballer sammelte in den Spielzeiten 2011/12 und 2012/13 auf Leihbasis Zweitliga-Erfahrung beim FC Erzgebirge Aue. Seit seiner Rückkehr im Sommer 2013 ist der 34-Jährige eine prägende Figur im Sportclub-Mittelfeld. Höfler steht mit 352 Profi-Einsätzen auf Platz drei der Rekordspieler-Liste des SC Freiburg, im Ranking der Bundesligaspiele mit 268 Partien gar auf Platz 2. Höfler lebt mit seiner Frau Carolin und ihren fünf Kindern in Freiburg-Littenweiler. (tim)</span></label></div> <p><strong>Im Sommer-Trainingslager in Schruns hatten Sie eine Fußverletzung. Sie sagten, es sei „nichts Gravierendes“. Wurde Ihnen die beeinträchtigte Vorbereitung zum Verhängnis?</strong></p> <p>Die Verletzung als solche war nicht gravierend, die Auswirkungen dann schon. Ob es anders gekommen wäre ohne die Verletzung bleibt aber spekulativ.</p> <p><strong>Sie und Maximilian Eggestein waren ein eingespieltes, starkes Mittelfeldduo. Jetzt scheint Neuzugang Patrick Osterhage ein bisschen vorne dran zu sein. Wie sehen Sie den jungen Mann?</strong></p> <p>Patrick ist gut reingekommen. Er gibt uns was, das wir so nicht oder weniger hatten.</p> <p><strong>Mehr Konkurrent oder mehr Kollege?</strong></p> <p>Beides. Jeder kämpft natürlich um seine eigene Spielzeit, aber unter der Prämisse, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Das heißt eben, dass man nicht nur Mannschaftssportler ist, es geht auch um die eigenen Qualitäten und jeder für sich das Maximale auf den Platz bringt. So übt man im Konkurrenzkampf auch maximalen Druck auf den Konkurrenten aus, was ihn wiederum zwingt, an die Kante zu gehen. Das ist dann gegenseitiges Profitieren des Einzelnen im Sinne der Mannschaft, weder negativ noch gar schädlich, sondern hilfreich.</p> <p><strong>Was machen Sie, um wieder mehr Spielzeit zu bekommen? Nach ihrer schweren Knieverletzung 2018 gingen Sie den Kampf um die Rückkehr so an: „hart arbeiten ohne zu hadern, mit Mut, Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und auch mit Spaß“. Der Königsweg auch jetzt?</strong></p> <p>Das habe ich damals zu 50 Prozent gelebt und mir zu 50 Prozent eingeredet. Heute bin ich weiter, ich bin völlig überzeugt von dieser Herangehensweise, völlig überzeugt, dass es genau der richtige Weg ist, wieder dahin zu kommen, wo ich war. Es bleiben auch nur zwei Möglichkeiten, entweder du gibst auf oder du kämpfst. So wie ich es damals gesagt und Sie mir gerade noch mal beschrieben haben, so gehe ich jetzt jeden Tag im Training an die Arbeit. Auch wenn ich noch weit weg von glücklich bin, es wäre ja zweifellos nicht zielführend, über Wochen deprimiert zu sein. Da hilft es viel mehr, mit einem Lachen zum Training und mit einem Lachen wieder nach Hause zu fahren. Das habe ich gelernt.</p> <p><strong>Osterhage muss nach Gelb-Rot in Dortmund am Samstag gegen Gladbach pausieren. Für ihn schlecht, für Sie gut?</strong></p> <p>Das würde ich nie so sagen.</p> <p><strong>Haben die SC-Spieler Ziele ausgegeben für das Spieljahr? Vielleicht ein Abschneiden in der Bundesliga mit Blick auf Europa oder im Pokal mit Blick Richtung Finale in Berlin?</strong></p> <p>Ja, wir haben Ziele formuliert, aber intern, die geben wir nicht nach außen raus. Wir haben dafür Zeit investiert und besprochen, für was wir stehen, für was wir kämpfen wollen. Natürlich sehen wir, dass wir im Pokal mit einem Sieg in Bielefeld schon unter den letzten wären. Mehr sage ich nicht.</p> <p><strong>Urgestein okay, Oldie eher nicht, Attacke ja – alles klar. Aber wie zu hören, arbeiten Sie trotzdem schon an der Zukunft nach der Profikarriere. Sie sind vorerst auf dem Weg Richtung Trainer-B-Lizenz, einen Nicolas Höfler ohne Fußball wird es also nie geben?</strong></p> <p>Oje, das ist ein Thema. Ich bin da ein Stück weit reingerutscht und wollte eigentlich nicht, dass das publik wird. Meine Idee war nie, während der laufenden Karriere einen Trainerschein zu machen. Es hat sich so ergeben, weil der Südbadische Fußballverband so zuvorkommend war, dass ich mir sagte, du musst diese Chance schon nutzen. Das heißt aber überhaupt nicht, dass ich nach meiner aktiven Laufbahn einmal Trainer sein werde. Ja noch nicht mal, ob ich Trainer sein will.</p> <p><strong>Nicolas Höfler an der Freiburger Fußballschule wäre doch eine Option.</strong></p> <p>Das hört sich super an und würde mir sicher auch Spaß machen. Aber da gehören ja auch immer zwei dazu. Nochmal: Für mich wird irgendwann ein klares Bild entstehen, das habe ich jetzt noch nicht. Das heißt, doch: Erst mal weiter auf dem Rasen, ich habe ja noch ein bisschen Vertrag! (kurzes Lachen).</p> <p><strong>Vielleicht doch Trainer? Als Kicker haben Sie mal einen gewissen Julian Schuster als Stammspieler verdrängt. Da gäbe es eine weitere Chance ...</strong></p> <p>Das ist mir etwas zu weit nach vorne gesponnen. Obwohl, witzig wär‘s ja schon. (herzhaftes Lachen)</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nicolas Höfler im exklusiven SÜDKURIER-Interview: "Oldie ist jetzt nicht gerade mein Lieblingswort"]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 15 Nov 2024 18:32:31 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nicole Szagun aus dem Markgräflerland: Sorgerechtsprozess statt Auswanderung nach Dubai  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/menschen/nicole-szagun-spricht-exklusiv-ueber-ihren-sorgerechtsprozess;art1015351,12235656 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die 38-Jährige, die durch eine Datingshow bekannt wurde, hatte große Pläne für dieses Jahr – doch dann kam ihr Ex-Mann zurück in ihr Leben. Wie Nicole Szagun die vergangenen Wochen und Monate erlebt hat.  ]]></description>
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          Die 38-Jährige, die durch eine Datingshow bekannt wurde, hatte große Pläne für dieses Jahr – doch dann kam ihr Ex-Mann zurück in ihr Leben. Wie Nicole Szagun die vergangenen Wochen und Monate erlebt hat.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/menschen/nicole-szagun-spricht-exklusiv-ueber-ihren-sorgerechtsprozess;art1015351,12235656]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die 38-Jährige, die durch eine Datingshow bekannt wurde, hatte große Pläne für dieses Jahr – doch dann kam ihr Ex-Mann zurück in ihr Leben. Wie Nicole Szagun die vergangenen Wochen und Monate erlebt hat.



        <p>Nicole Szagun hat ein hartes Jahr hinter sich. Dabei war sie eigentlich sicher gewesen, sie hätte all das bereits hinter sich gelassen, was ihr im Weg stand – und all die, die ihr in ihren Augen nichts Gutes wollten. <a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/menschen/nicole-szagun-will-frauen-den-weg-aus-aus-toxischen-beziehungen-zeigen;art1015351,11494273" target="_blank" title="Nicole Szagun aus dem Markgräflerland: Sie will Frauen den Weg aus aus toxischen Beziehungen zeigen">In ihrem Buch ‚Sei stärker als dein Mann‘,</a> erschienen im März 2023, schrieb sie sich von der Seele, was sie bis dahin belastet hatte (Gewalt in der Ehe, toxische Beziehungen, Rufmord) – und wie sie es von der „emotional abhängigen Hausfrau ohne Perspektive“ zur in ihren Worten „selbstbewussten Bosslady“ gebracht hat.</p> <p>Doch statt gemeinsam mit ihren vier Kindern nach Dubai auszuwandern, was ihr Plan für diesen Sommer gewesen war, musste die 38-Jährige aus dem Markgräflerland vor Gericht um das Sorgerecht kämpfen. Und um ihren Ruf.</p> <h2>Mehr als 30.000 Fans auf Instagram</h2> <p>Szagun ist eine Frau, die polarisiert, allein schon deshalb, weil sie beispielsweise auf Instagram, wo ihr mittlerweile mehr als 30.000 Menschen folgen, gern körperbetont posiert und nicht selten im Bikini. Weil es sie in die Öffentlichkeit zieht, ins Fernsehen. Und weil die Müllheimerin in den sozialen Medien gern zeigt, wenn sie sich etwas leisten kann.</p> <p>„Ich mache zwar nicht alles richtig, aber ich schäme mich für nichts, das ich getan habe“, sagt sie – und betont, dass „die schönen Bilder auf Instagram“ letztendlich nur einen kleinen Teil ihres Lebens zeigten.</p> <div class="embed-2click" data-fcms-method="embed_2click" data-fcms-embed-content="&lt;div class="article-social-instagram article-module"&gt; &lt;blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/DBWS-datgkl/" data-instgrm-version="8" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:658px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"&gt; &lt;div style="padding:8px;"&gt; &lt;div style="background:#F8F8F8; line-height:0; margin-top:40px; padding:50.0% 0; text-align:center; width:100%;"&gt; &lt;div style="background:url(data:image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAACwAAAAsCAMAAAApWqozAAAABGdBTUEAALGPC/xhBQAAAAFzUkdCAK7OHOkAAAAMUExURczMzPf399fX1+bm5mzY9AMAAADiSURBVDjLvZXbEsMgCES5/P8/t9FuRVCRmU73JWlzosgSIIZURCjo/ad+EQJJB4Hv8BFt+IDpQoCx1wjOSBFhh2XssxEIYn3ulI/6MNReE07UIWJEv8UEOWDS88LY97kqyTliJKKtuYBbruAyVh5wOHiXmpi5we58Ek028czwyuQdLKPG1Bkb4NnM+VeAnfHqn1k4+GPT6uGQcvu2h2OVuIf/gWUFyy8OWEpdyZSa3aVCqpVoVvzZZ2VTnn2wU8qzVjDDetO90GSy9mVLqtgYSy231MxrY6I2gGqjrTY0L8fxCxfCBbhWrsYYAAAAAElFTkSuQmCC); display:block; height:44px; margin:0 auto -44px; position:relative; top:-22px; width:44px;"&gt;&lt;/div&gt; &lt;/div&gt; &lt;p style="margin:8px 0 0 0; padding:0 4px;"&gt; &lt;a href="https://www.instagram.com/p/DBWS-datgkl/" style=" color:#000; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none; word-wrap:break-word;" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt; &lt;p style="color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; line-height:17px; margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"&gt;&lt;/p&gt; &lt;/div&gt; &lt;/blockquote&gt; &lt;/div&gt; &lt;script async defer src="//www.instagram.com/embed.js"&gt;&lt;/script&gt;" data-fcms-embed-type="instagram" data-fcms-embed-mode="provider" data-fcms-embed-storage="local"> <aside class="embed-consent" style="display:none;" data-fcms-embed-container="activate"><span>Wir benötigen ihre Einwilligung, um Instagram anzuzeigen</span> Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. 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Das habe sich auf jeden Fall gelohnt, sagt Szagun und fügt lachend hinzu: „Auch wenn ich dadurch nicht reich geworden bin!“ Es sei ein Herzensprojekt gewesen, an dessen Ende vor allem ihr erwachsener Sohn Mike profitiert habe. Der 21-Jährige, gelernter Finanzassistent und ihr Manager (“Ohne ihn geht gar nichts!“), ist als Persönlichkeits- und Business-Coach in ihre Fußstapfen getreten und hat sich selbstständig gemacht.</p> <p>„Mittlerweile klappt es bei ihm besser als bei mir“, wie die stolze Mutter erzählt. Allein dafür habe sich der Stress gelohnt. Noch kurz vor der Veröffentlichung des Buchs sei sie kurz davor gewesen, aufzugeben, „weil mir das alles zu viel war“. Dann habe ihr Sohn angeboten, ihr zu helfen – seitdem sind die beiden auch geschäftlich ein Team, die eine so ehrgeizig und zielstrebig wie der andere.</p> <h2>In ihrem Leben hat sich viel geändert</h2> <p>Doch in Szaguns Leben hat sich zuletzt einiges geändert – und das nicht zum Positiven. Angefangen habe alles mit ihrem Sohn Romeo. Er war laut seiner Mutter fast fünf Jahre lang in einer Einrichtung für autistische Kinder in Villingen-Schwenningen und war in dieser Zeit nur an den Wochenenden und in den Ferien bei seiner Familie. „Es hat mich jedes Mal zerrissen, wenn ich ihn zurückgebracht habe“, beginnt Szagun zu erzählen.</p> <p>Doch es sei zu der Zeit das Beste für ihn gewesen, da es in der Nähe der Familie keine geeignete Schule für ihn gegeben habe. Romeo sei der Grund, warum sie überhaupt angefangen habe, für ein besseres Leben zu kämpfen – und der Grund, warum sie immer weiter mache, egal, wie schwer es ist. „Mein Ziel war es immer, dass mein Sohn wieder nach Hause kommt“, sagt Szagun. Diese Rückführung, wie es beim Jugendamt heißt, sollte eigentlich im Sommer 2024 passieren, mit einem langen Vorlauf.</p> <p>„Aber dann, zack, kam das wahre Leben“, sagt Szagun. Romeo sei im Sommer 2023 in seiner Einrichtung nicht mehr klargekommen. An einer Schule in Freiburg sei dann überraschenderweise ein geeigneter Platz frei geworden – eine seltene Chance, Szagun musste sich schnell entscheiden und innerhalb von 14 Tagen regeln, was eigentlich ein Jahr dauern sollte.</p> <p>Was dafür sprach: Romeo könnte wieder bei seiner Familie leben. Was dagegen sprach: Wie sollte Szagun das schaffen als Selbstständige, mit einem autistischen Kind, das eine 1-zu-1-Betreuung braucht? „Das war ein ganz schönes Päckchen“, gibt sie zu. Dennoch habe sie sich das alles ihrem Sohn zuliebe zugemutet – aber bald erkannt, dass das auf Dauer nicht funktionieren kann. „Ich bin ja auch nur Mensch“, sagt Szagun. „Ich konnte nicht mehr.“</p> <h2>Familienstreit ums Thema Geld</h2> <p>Und dann passierte das, was ihr stabiles Leben von einem Tag veränderte. Über das Thema Geld kam es zum Streit in der Familie, denn Szagun arbeitete weniger, um für ihre Kinder da zu sein – und konnte deshalb andere Familienmitglieder nicht mehr finanziell unterstützen. Es kam zum Bruch. Das sei nicht nur für sie selbst schwer gewesen (“Ich musste erst mal eine Therapie machen.“), sondern vor allem auch für ihre Kinder, denen plötzlich wichtige Bezugspersonen fehlten. „Dadurch hat sich alles verändert“, sagt Szagun.</p> <p>Doch auf Szagun kam noch mehr zu. Die mit ihr nun zerstrittenen Familienmitglieder holten – nach acht Jahren ohne jeglichen Kontakt, weder zu ihr, noch zu den Kindern – auch den Ex-Mann der 38-Jährigen wieder mit ins Boot. Das habe „alles, was ich mir aufgebaut habe, fast zerstört“, sagt sie, vorerst auch die Auswanderung nach Dubai. Ihre Angststörung sei zurückgekehrt und mit ihr die Panikattacken. Seitdem bekam sie regelmäßig Besuche vom Jugendamt, sagt sie, auch die Polizei war mehr als einmal da.</p> <p>Etwas Positives hat Szagun inzwischen erreicht: Wie sie erzählt, hat sie nach einer Gerichtsentscheidung jetzt das alleinige Sorgerecht für die drei schulpflichtigen Kinder. Was sie noch nicht hat, ist das Aufenthaltsbestimmungsrecht – und das braucht sie, wenn die Familie nach Dubai ziehen will. Das will die 38-Jährige nach wie vor, „das ist unser großer Traum“, sagt sie – und wer einmal mit ihr zu tun hatte, weiß, dass sie nicht klein beigeben wird. Ein erster Schritt für sie ist es, über das zu sprechen, was passiert ist. Ob sie jemals verzeihen könne, dass zwei enge Familienmitglieder für so viel Unruhe in ihrem Leben gesorgt haben? Nein, sagt sie, zumindest noch nicht.</p> <p>Doch das Leben geht weiter. Der Privatsender ProSieben dreht gerade eine Reportage über Szagun und ihren autistischen Sohn, für RTL hat sie im „Blaulichtreport“ eine Rolle übernommen. Nur eine ganz kleine Nebenrolle, wie sie sagt – aber nach all dem Hin und Her wieder ein Herzensprojekt. Denn vor die Kamera zieht es sie immer noch. Nur eins schließt Szagun komplett aus: Eine Datingshow wie „5 Senses For Love“, mit der sie 2021 bekannt wurde, will sie nicht noch einmal machen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nicole Szagun aus dem Markgräflerland: Sorgerechtsprozess statt Auswanderung nach Dubai]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 30 Oct 2024 20:06:51 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Es wird eng nach der 2:0-Führung! Und doch steht der SC Freiburg im DFB-Pokal-Achtelfinale  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/sport/es-wird-eng-nach-der-20-fuehrung-und-doch-steht-der-sc-freiburg-im-dfb-pokal-achtelfinale;art410965,12221446 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Bundesliga-Fußballer des SC Freiburg haben in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen den Hamburger SV mit 2:1 gewonnen. Der Zweitligist hat den Breisgauern dabei alles abverlangt.  ]]></description>
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          Die Bundesliga-Fußballer des SC Freiburg haben in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen den Hamburger SV mit 2:1 gewonnen. Der Zweitligist hat den Breisgauern dabei alles abverlangt.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Bundesliga-Fußballer des SC Freiburg haben in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen den Hamburger SV mit 2:1 gewonnen. Der Zweitligist hat den Breisgauern dabei alles abverlangt.



        <p>Der Pokal hat seine eigenen, nein, keine Plattitüden an dieser Stelle. Fakt ist, dass der Hamburger SV, in der 2. Bundesliga immer wieder enttäuschend wie etwa zuletzt bei der 2:4-Niederlage beim SV Elversberg, dem SC Freiburg in Runde zwei des DFB-Pokals alles abverlangte. Alles war dann aber doch nicht genug, denn der Bundesligist aus dem Breisgau zog mit einem 2:1-Sieg ins Achtelfinale ein.</p> <h2>Niederlage gegen Paderborn in der Vorsaison</h2> <p>Kleiner Rückblick. 1. November 2023? Da klingelte was bei den Fans des SC Freiburg, denn da verlor ihr Sport-Club das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal gegen den SC Paderborn im Europa Park-Stadion mit 1:3. Und jetzt also wieder 2. Runde und wieder ein Club aus dem Unterhaus zu Gast.</p> <p>Ein solcher Reinfall wie gegen Paderborn sollte gegen den Dino von der Waterkant nicht passieren. Doch in der 4. Minute hat HSV-Angreifer Selke die erste Chance des Spiels, als er nach einem Eckball von Muheim aus spitzem Winkel zum Kopfball kommt.</p> <p>SC-Torhüter Florian Müller bringt eine Hand an die Kugel, das Durcheinander im Fünfmeterraum überstehen die Freiburger mit Glück. Die 4. Minute war am 1. November 2023 übrigens die Minute, in der Paderborn in Führung gegangen war.</p> <h2>Ginter mit Kraft und Gefühl</h2> <p>Einmal durchschütteln, Konzentration verschärfen – und schon spielt nur noch das Team von SC-Trainer Julian Schuster. Lukas Küblers abgefälschten 20-Meter-Schuss lenkt HSV-Torwart Raab über die Latte (10.), Maximilian Philipps Schuss pariert Raab ebenfalls (15.), Vincenzo Grifos Schlenzer von der Strafraumkante wird geblockt (16.), doch in der 19. Minute fällt die Freiburger Führung.</p> <p>Grifos Eckstoß von der rechten Seite segelt hoch in den Hamburger Strafraum, wo Matthias Ginter seine eindrucksvolle Sprungkraft ebenso unter Beweis stellt wie Kraft und Gefühl in seiner Stirn – das 1:0.</p> <p>Und weiter Einbahnstraßenfußball. In der 41. Minute erlaubt sich Reis vor dem eigenen Strafraum einen Fehlpass, schon spielt Grifo auf Michael Gregoritsch, der sofort weiterleitet auf Maximilian Eggestein. In die Quere kommt dem Freiburger dann der Fuß von Elfadli – Foul, Elfmeter, Tor durch Grifo.</p> <p>Freiburgs Spezialist hatte im Bundesligaspiel gegen St. Pauli einen Strafstoß vergeben, wie damals schießt er von ihm aus gesehen nach rechts, HSV-Keeper Raab ahnt die Ecke, bringt auch die Finger an den Ball, allerdings nicht entscheidend – 2:0 für Freiburg zur Pause.</p> <h2>Hamburg kommt mutig aus der Kabine</h2> <p>Eine Vorentscheidung? Mitnichten. Der Hamburger SV kommt mutig aus der Kabine. In der 51. Minute gibt es wieder mal Eckball für die Hanseaten, wieder kommt Muheims Schlag gefährlich in den Strafraum und diesmal ist gegen Mefferts Kopfball kein Kraut gewachsen. Nur noch 2:1. Etwas mehr als eine Stunde ist gespielt, als sich die Freiburger wieder in der Offensive bemerkbar machen.</p> <h2>Hartes Stück Arbeit</h2> <p>Gregoritsch hämmert den Ball Richtung Tor, es riecht förmlich nach dem 3:1, doch Baldé steht im Weg. Nach 66 Minuten verstärkt HSV-Trainer Steffen Baumgart die Offensive, wechselt Königsdörffer und Richter für Selke und Poreba und zehn Minuten später Dompé und Katterbach für Baldé und Karabec. Julian Schuster bringt binnen zehn Minuten Junior Adamu, Nicolas Höfler, Max Rosenfelder und Lucas Höler für Gregoritsch, Patrick Osterhage, Philipp und Kübler.</p> <p>Der HSV gibt alles, Königsdörffer schießt knapp vorbei (84.), Richter verzieht (90.) und Dompés Versuch landet auf dem Tornetz (90.+3). Auf der anderen Seite vereitelt Torwart Raab gegen Adamu (89.) einen Treffer. Dann ist das 2:1 Realität und aus Freiburger Sicht die Erkenntnis: Hartes Stück Arbeit. Der Pokal hat eben doch, nein, nein.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Es wird eng nach der 2:0-Führung! Und doch steht der SC Freiburg im DFB-Pokal-Achtelfinale]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 19 Sep 2024 18:06:00 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Karlsruhe statt Freiburg: Wo der neue Schwarzwald-Tatort entstand  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/karlsruhe-statt-freiburg-wo-der-neue-schwarzwald-tatort-entstand;art417930,12182757 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der neue Fall führt Tatort-Ermittlerin Franziska Tobler ins Gericht – den Schwurgerichtssaal in Karlsruhe. Welche Szenen wirklich im Schwarzwald spielen und warum die neue Folge sehenswert ist.  ]]></description>
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          Der neue Fall führt Tatort-Ermittlerin Franziska Tobler ins Gericht – den Schwurgerichtssaal in Karlsruhe. Welche Szenen wirklich im Schwarzwald spielen und warum die neue Folge sehenswert ist.<br>
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        Der neue Fall führt Tatort-Ermittlerin Franziska Tobler ins Gericht – den Schwurgerichtssaal in Karlsruhe. Welche Szenen wirklich im Schwarzwald spielen und warum die neue Folge sehenswert ist.



        <p>Am Sonntag um 20.20 Uhr strahlt die ARD den neuen Schwarzwald-Tatort aus. Die Gerichtsszenen dafür sind jedoch nicht in Freiburg, sondern im Karlsruher Landgericht gedreht worden.</p> <p>Nach den Worten von Regisseur Rudi Gaul war es nicht einfach, für die Folge „Ad Acta“ einen Gerichtssaal zu finden, der einerseits den drehtechnischen Anforderungen genügt und „zugleich visuell-optisch auch die Art von hoher Gerichtsbarkeit repräsentiert, die Ehrfurcht hervorruft und Unbestechlichkeit suggeriert“. Er habe speziell bei diesem Film Raumtiefe gebraucht, da er mit beobachtenden Optiken arbeiten wollte. „Das Landgericht war dafür das perfekte Motiv“, sagt Gaul.</p> <h2>Richter werden zu Komparsen</h2> <p>„Besonders toll war, dass uns die Richterinnen und Richter dort während des Drehs mit Expertise zur Seite standen“, sagt er und verrät, dass diese als Komparsen in den Szenen aus dem Schwurgerichtssaal auftreten.</p> <p>Die neue Episode dreht sich um den Mord an einem Anwalt. Dieser Teil wurde tatsächlich in der Nähe von Freiburg gefilmt, wie eine Sprecherin des Südwestrundfunks (SWR) mitteilte, nämlich in der Umgebung von Merzhausen. Der markante Hof von Kommissar Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) wiederum liege in Oberried, ebenfalls im Freiburger Umland.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Alle Präsidien in einem Haus</span><span>Auch das Polizeipräsidium ist nicht in der Form in Freiburg zu finden, wie es im Tatort dargestellt wird. Hierfür hat der SWR eine Etage in einem Gebäude in Baden-Baden, wo der Sender seinen Sitz hat, eingerichtet. Das habe den Vorteil, dass die Möbel stehen bleiben können und das Team wenig Zeit verliert, wenn das Motiv für die jeweiligen Filme eingerichtet werden muss, verrät Regisseur Rudi Gaul. Und das ist noch nicht alles: In dem Gebäude im Stadtteil Cité sind auch die fiktiven Präsidien der beiden anderen SWR-Tatorte untergebracht: unten Ludwigshafen, im ersten Stock Freiburg, oben Stuttgart. Früher wurde hier auch für die Konstanzer Ausgabe gedreht. (dpa)</span></label></div> <h2>Ein Freispruch mit Fragezeichen</h2> <p>Die Folge ist auch dank der guten Bildgestaltung in jeder Hinsicht sehenswert. Die Handlung beginnt mit einem Freispruch, das Publikum im Gerichtssaal jubelt: Rainer Benzinger hat es wieder mal geschafft. Die Klientel des Verteidigers stammt aus der dunklen Seite der Gesellschaft. Der Jurist vertritt bevorzugt Rocker, Rechtsradikale und Clan-Mitglieder, er hat eine beeindruckende Erfolgsquote.</p> <p>Schon allein die Besetzung dieser Rolle mit August Zirner ist ein Gewinn für den Film. Kurz drauf wird Benzingers Stiefsohn Tobias ermordet. Die Tat gleicht einer Hinrichtung. Der junge Mann arbeitete in der Kanzlei seines Stiefvaters, er hatte einen Umschlag mit 100.000 Euro dabei.</p> <p>Angesichts der zweifelhaften Kanzlei-Mandanten vermuten Berg und Franziska Tobler (Eva Löbau) von der Kripo Freiburg zunächst, dass die organisierte Kriminalität ihre Finger im Spiel hat. Eine Schlüsselszene des Films ist ein Gespräch zwischen Tobler und einer Richterin. Die Polizistin fragt nach Gerechtigkeit und bekommt die desillusionierende Antwort, vor Gericht gehe es vor allem um Schadensausgleich.</p> <h2>Handlungsreiches Drehbuch</h2> <p>Bernd Lange ist der Schöpfer des Freiburger Duos, er hat seinerzeit auch das Drehbuch zum Debüt von Tobler und Berg geschrieben. Dieses Mal bringt er den Vater der Kommissarin ins Spiel: Die Stelle der Dezernatsleitung ist vakant.</p> <p>Tobler senior (Michael Hanemann) kann sich seine Tochter sehr gut als neue Chefin vorstellen, von Berg hält er dagegen eher wenig. Lange deutet außerdem an, dass der pensionierte Polizist von einem Schatten in Bergs Vergangenheit weiß – dieser Teil der Geschichte wird jedoch nicht aufgelöst.</p> <p>Die große Stärke des Films ist das sehr dicht umgesetzte handlungsreiche Drehbuch: Lange wirft zu Beginn diverse Fäden aus, die natürlich nur dem Anschein nach in keinerlei Zusammenhang zueinander stehen. So stellt sich zum Beispiel heraus, dass die Pistole, mit der Tobias Benzinger erschossen worden ist, schon einmal Tatwaffe war: Vor 12 Jahren ist bei einem Streit zwischen Rockern und einem albanischen Clan ein unbeteiligter Passant getötet worden.</p> <h2>Was es mit der Spielkarte auf sich hat</h2> <p>Der Kanzleichef, nach Ansicht des ehrlich empörten Berg „ein Drecksack vor dem Herrn“, hatte damals erreicht, dass der Mörder mit einer lächerlichen Haftstrafe davonkam, die Waffe war seither verschwunden. Ein selbstredend nur scheinbar nebensächliches Detail ist die abgerissene Spielkarte mit Kordel: Dieses Indiz ist die Spur, die ins Archiv der Kanzlei führt.</p> <p>Um Platz und Aktenordner zu sparen, ist für Verwaltung und Justiz einst die sogenannte badische Aktenheftung erfunden worden: Die Papiere werden gelocht und durch eine Kordel verbunden, eine Spielkarte dient zur Stabilisierung. Aufgrund der Digitalisierung ist die Methode allerdings mehr und mehr ungebräuchlich.</p> <h2>„Man kennt seine Pappenheimer“</h2> <p>Gegenüber dem SÜDKURIER sagt Regisseur Rudi Gaul über den 13. Tatort aus Freiburg: „Die moralische Frage, die dieser Film aufwirft, ist überregional und rührt an das Dilemma, inwiefern sich Ermittler überhaupt für Fragen der Gerechtigkeit zuständig fühlen dürfen.“ Justiz und Polizei liefen sich immer wieder über den Weg: „Man kennt seine Pappenheimer.“</p> <p>Auch die privaten Handlungsstränge des Duos Tobler und Berg seien stark in der regionalen Vetternwirtschaft verankert, zumal sich für beide auch die Frage nach dem persönlichen und beruflichen Weiterkommen in diesem regionalen Kontext stelle. Dieses Thema wird auch im nächsten Tatort aus Freiburg („Die große Angst“, Frühjahr 2025) mitschwingen.</p>]]>
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      <pubDate>Sun, 08 Sep 2024 15:15:01 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Europa-Park Rust erneut „bester Freizeitpark der Welt“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/freiburg/europa-park-rust-erneut-bester-freizeitpark-der-welt;art372515,12172467 ]]></link>      <description><![CDATA[  Durchsetzen konnte er sich gegen namhafte US-Konkurrenten: Der Europa-Park in Rust darf sich wieder über den Titel „bester Freizeitpark der Welt“ freuen. Es ist nicht die einzige Auszeichnung.  ]]></description>
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          Durchsetzen konnte er sich gegen namhafte US-Konkurrenten: Der Europa-Park in Rust darf sich wieder über den Titel „bester Freizeitpark der Welt“ freuen. Es ist nicht die einzige Auszeichnung.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Durchsetzen konnte er sich gegen namhafte US-Konkurrenten: Der Europa-Park in Rust darf sich wieder über den Titel „bester Freizeitpark der Welt“ freuen. Es ist nicht die einzige Auszeichnung.



        <p>Deutschlands größter Freizeitpark, der Europa-Park in Rust bei Freiburg, ist von einer internationalen Expertenjury erneut zum „besten Freizeitpark der Welt“ gekürt worden. Er holte den Titel laut Mitteilung des Freizeitparks zum neunten Mal und setzte sich damit gegen renommierte US-Vergnügungsparks wie der Walt Disney World und den Universal Studios durch.</p> <p>„Die erneute Auszeichnung als „Bester Freizeitpark der Welt“ erfüllt mich, besonders im Vorfeld unseres 50. Jubiläums, mit großem Stolz“, teilte Europa-Park Inhaber Roland Mack mit.</p> <h2>Award wird jährlich vergeben</h2> <p>Vergeben wird der undotierte „Golden Ticket Award“ jährlich von der US-Fachzeitschrift „Amusement Today“. Laut Mitteilung fand die Preisverleihung im amerikanischen Freizeitpark „Kennywood“ in Pennsylvania statt. Nach Angaben des Weltverbandes der Freizeitindustrie ist er der weltweit bedeutendste Preis der Branche.</p> <p>Begründet wurde die Preisvergabe an das badische Unternehmen mit der Hochwertigkeit der Attraktionen. Überzeugen konnte demnach auch der Mix aus traditionellen Fahrgeschäften, digitalen Angeboten und der Übernachtungsmöglichkeiten samt Gastronomie.</p> <h2>„Beste neue Achterbahn der Welt“</h2> <p>Auch den Titel „Beste neue Achterbahn der Welt“ holte sich der Europa-Park in Rust. Die „Voltron Nevera“ wurde im April eröffnet und zuletzt laut Medienberichten von Fürst Albert II. von Monaco und seinem Sohn ausprobiert.</p> <p>Die Achterbahn beschleunigt den Angaben zufolge viermal auf bis zu 90 Kilometer pro Stunde. Die knapp 1,4 Kilometer lange Bahn mit mehreren Überschlägen kann rund 20.000 Menschen pro Tag befördern.</p> <h2>Unterstreiche die Innovation des Europa-Parks</h2> <p>Die Auszeichnung unterstreiche die Innovationskraft des Europa-Parks, hieß es vom Unternehmen. Für den schnellen Wiederaufbau des „Alpenexpress Enzian“ und der „Tiroler Wildwasserbahn“ gab es von der Jury den „Turnstile Award“.</p> <p>Der Europa-Park zählt nach eigenen Angaben jährlich mehr als fünf Millionen Besucher. Er wird als Familienunternehmen geführt. Die Auszeichnung zeige, „dass unsere Familientraditionen, unsere Leidenschaft für Qualität und unser unermüdliches Streben nach Exzellenz auch nach fast fünf Jahrzehnten weltweit weiterhin große Anerkennung finden“, so der Inhaber. (dpa)</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Europa-Park Rust erneut „bester Freizeitpark der Welt“]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 14 Aug 2024 15:51:29 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Patrick Osterhage hat mit dem SC Freiburg viel vor  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/sport/patrick-osterhage-hat-mit-dem-sc-freiburg-viel-vor;art410965,12150415 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Freiburger Neuzugang hat sich viel vorgenommen. Am Samstag spielt der Sport-Club in der ersten Pokal-Runde gegen den VfL Osnabrück.  ]]></description>
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          Der Freiburger Neuzugang hat sich viel vorgenommen. Am Samstag spielt der Sport-Club in der ersten Pokal-Runde gegen den VfL Osnabrück.<br>
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        Der Freiburger Neuzugang hat sich viel vorgenommen. Am Samstag spielt der Sport-Club in der ersten Pokal-Runde gegen den VfL Osnabrück.



        <p>Vorfreude. Ungeduld. Es kribbelt, bis sich am Samstag die angestaute Spannung entlädt wie ein heftiges Gewitter nach heißen Stunden. Endlich startet die neue Saison, der Anpfiff ist wie eine Erlösung für Fußballer, die ein Trainingslager mit vielen unterschiedlichen Einheiten hinter sich haben und mehrere Testspiele dazu.</p> <p>Dieses „endlich“ fühlt auch Patrick Osterhage, Neuzugang des SC Freiburg. Ob er am Samstag (15.30 Uhr) beim DFB-Pokalspiel in Osnabrück in der Startelf steht, und wenn ja auf welcher Position, weiß er nicht. Nur so viel: „Gut, dass es ernst wird.“</p> <p>An seinen Ambitionen lässt der vom VfL Bochum gekommene Kicker keine Zweifel aufkommen. „Ich bin kein Talent mehr, ich bin ein gestandener Spieler“, sagt Osterhage. Das klingt zielstrebig, aber ein Lautsprecher ist der 23-Jährige nicht, eher einer, der davon überzeugt ist, dass es zum Erfolg ein harmonierendes Kollektiv benötigt.</p> <p>Er sei nach Freiburg gekommen, „um mich weiterzuentwickeln und mit dem Club viel zu erreichen“. Gute Zusammenarbeit mit den Kollegen ist das eine, eigene Präsenz das andere.</p> <p>Natürlich wolle er viel spielen, sagt Osterhage – und auch endgültig abschütteln die Erinnerung an die negative Zeit, als er bei den Junioren von Borussia Dortmund wegen Hüft- und Knieproblemen zwei Jahre seiner jungen Karriere verlor.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Termine des SC Freiburg</span><span><strong>Samstag, 15.30 Uhr, DFB-Pokal, 1. Runde</strong><br /> VfL Osnabrück – SC Freiburg (Sky)<br /> <strong>24. August, 15.30 Uhr, Bundesliga, 1. Spieltag</strong><br /> SC Freiburg – VfB Stuttgart<br /> <strong>1. September, 17.30 Uhr, Bundesliga, 2. Spieltag</strong><br /> FC Bayern – SC Freiburg<br /> <strong>14. September, 15.30 Uhr, Bundesliga, 3. Spieltag</strong><br /> SC Freiburg – VfL Bochum<br /> <strong>21. September, 15.30 Uhr, Bundesliga, 4. Spieltag</strong><br /> 1. FC Heidenheim – SC Freiburg</span></label></div> <p>„Es gibt Spieler, die in diesem Alter komplett durch die Decke gehen. Und ich hatte Mühe, auf die Beine zu kommen“, so Osterhages bitterer Rückblick.</p> <h2>Gute Gefühle in Freiburg</h2> <p>Weg damit. „In Freiburg ist alles professioneller als in Bochum“, umreißt Patrick Osterhage seine Eindrücke in der neuen fußballerischen Heimat. Die reichen von der ersten Kontaktaufnahme durch SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach über das Stadion und die Trainingsstätten bis hin zur Arbeit mit Neu-Trainer Julian Schuster.</p> <p>Hartenbachs Stil und Hartnäckigkeit seit dem ersten Gespräch 2023 haben dem gebürtigen Göttinger imponiert. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn du gewollt wirst.“ Das Europa Park-Stadion lässt Osterhage mit der Zunge schnalzen. „Es ist ja noch brandneu, die Kabinen sind top, das Trainingsgelände drumherum auch.“</p> <p>Auch das sagt ihm: richtiger Schritt. Und schließlich noch die Personalie Julian Schuster. Als der Sport-Club erstmals mit Osterhage sprach, da war außer Hartenbach auch noch Trainer-Ikone Christian Streich mit dabei.</p> <p>Ein Schreck, als die Nachricht von Streichs Abschied kam? „Ein kurzes ´schade`, ja“, erklärt Patrick Osterhage, aber ins Grübeln kam der Mann nicht, und heute sagt er: Streich wäre gut gewesen, Schuster ist es auch.</p> <p>Wie viel darf ein Spieler über seinen Trainer sagen? So viel schon: „Er ist total engagiert, sprüht vor Ehrgeiz, will Inhalte vermitteln“, sagt Osterhage, „man merkt, dass er großen Bock hat und etwas Schönes schaffen will.“</p> <p>Dass Julian Schuster erst 39 Jahre alt und es seine erste Trainerstation im Profifußball ist, bringt Osterhage nicht aus der Ruhe. „Darum geht‘s nicht. Entweder er hat die Qualität oder er hat sie nicht“, sagt der 23-Jährige und ergänzt mit ernstem Blick: „Glauben Sie, er hat die Qualität. Das ist interessant und spannend.“</p> <p>Das ist Patrick Osterhage für den SC Freiburg auch. Er bringt Dynamik mit, hat Tempo „in beide Richtungen“, defensiv wie offensiv. Er hat Luft für lange Wege und einen starken linken Fuß, mit dem er gerne mal einen Treffer erzielen würde, vor allem aber geht es ihm darum, „Chancen und Torvorlagen zu schaffen“.</p> <p>Am liebsten agiert Osterhage im Mittelfeld, „als Sechser oder Achter“. Er ist damit Ergänzung oder Alternative für Maximilian Eggestein, den er bei Werder Bremen kennengelernt hat. Oder für Platzhirsch Nicolas Höfler. Oder für Merlin Röhl, der vergangene Saison einen Riesensprung gemacht hat, also ganz so, wie er es nun vorhat.</p> <h2>Flexibel wie ein Nienburger</h2> <p>Flexibilität kann auch hilfreich sein, denn dieses Qualitätsmerkmal ist in Freiburg hoch angesehen. Im Test gegen Florenz (2:2) steckte Trainer Schuster den Neuen hinten links in eine Dreierkette. Und? Hat funktioniert.</p> <p>Eins noch am Rande: Patrick Osterhage stammt aus Marklohe am östlichen Rand der Stadt Nienburg. Von dort kamen schon mal zwei richtige Volltreffer zum Sport-Club – Langzeittrainer Volker Finke und Mittelfeldspieler Jens Todt. „Echt? Wusste ich nicht“, sagt Patrick Osterhage, „dann müssen eben wieder aller guten Dinge drei sein.“ Ab sofort. Nach dem Ende des Kribbelns.</p> <p></p> <div class="article-text-info article-module"></div>]]>
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      <pubDate>Wed, 07 Aug 2024 07:30:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Junger Mann stirbt beim Baden in Freiburg  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/freiburg/junger-mann-stirbt-beim-baden-in-freiburg;art372515,12143798 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein 24-Jähriger geht im Flückigersee in Freiburg unter. Obwohl er schnell geborgen wird, kommt für ihn jede Hilfe zu spät.  ]]></description>
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          Ein 24-Jähriger geht im Flückigersee in Freiburg unter. Obwohl er schnell geborgen wird, kommt für ihn jede Hilfe zu spät.<br>
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        Ein 24-Jähriger geht im Flückigersee in Freiburg unter. Obwohl er schnell geborgen wird, kommt für ihn jede Hilfe zu spät.



        <p>Beim Baden im Flückigersee in Freiburg ist ein junger Mann gestorben. Der 24-Jährige sei schnell geborgen worden, doch Reanimationsmaßnahmen hätten ihn nicht mehr retten können, sagte eine Sprecherin der Polizei am Abend. Begleiter des jungen Mannes hatten am Nachmittag den Notruf gewählt.</p> <p>Warum der 24-Jährige unterging, ob etwa ein medizinischer Notfall vorlag, war nach Angaben der Sprecherin zunächst unklar. In den vergangenen Tagen hatten bereits mehrere Badeunfälle in Baden-Württemberg die Rettungskräfte in Atem gehalten. So gingen etwa am Sonntagabend im Rhein bei Hohentengen eine Frau und eine Jugendliche unter, sie werden seitdem vermisst. (dpa)</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Polizei Unfall Rettungswesen Polizeieinsatz thema-sicherheit-blaulicht thema-sicherheit-blaulicht-unfall]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Junger Mann stirbt beim Baden in Freiburg]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 06 Aug 2024 15:29:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Toiletten-Posse im Vorzeige-Quartier: Bewohner von Öko-Stadtteil verhindern Öko-Klo  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/bewohner-von-oeko-stadtteil-verhindern-oeko-klo;art417930,12143127 ]]></link>      <description><![CDATA[  Anwohner von Freiburg-Vauban blockieren einen Tieflader, der ein Toilettenhäuschen liefern will. Dabei hat ihr Stadtteil sonst gar kein öffentliches Klo. Im Rathaus wundert man sich.  ]]></description>
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          Anwohner von Freiburg-Vauban blockieren einen Tieflader, der ein Toilettenhäuschen liefern will. Dabei hat ihr Stadtteil sonst gar kein öffentliches Klo. Im Rathaus wundert man sich.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/bewohner-von-oeko-stadtteil-verhindern-oeko-klo;art417930,12143127]]></guid>
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        Anwohner von Freiburg-Vauban blockieren einen Tieflader, der ein Toilettenhäuschen liefern will. Dabei hat ihr Stadtteil sonst gar kein öffentliches Klo. Im Rathaus wundert man sich.



        <p>Das frühere Kasernengelände in Freiburg, aus dem ein neues Stadtviertel wurde, ist ein grünes Vorzeigeobjekt: Der Öko-Stadtteil Vauban gilt international als Positiv-Beispiel für umweltgerechtes und nachhaltiges Wohnen und Arbeiten sowie für Bürgerbeteiligung.</p> <p>Er ist Deutschlands Grünen-Hochburg. Und zieht Besucher aus der ganzen Welt an. In diesem Jahr ist der Stadtteil 25 Jahre alt. Doch statt Feier gibt es Frust. Ausgerechnet um eine ökologische Toilette ist ein emotional geführter Streit entbrannt – und sorgt für Unruhe im grünen Prestige-Viertel.</p> <p>„Wir leben hier grün“, sagt ein junger Familienvater, der mit dem Fahrrad in dem Freiburger Öko-Stadtteil unterwegs ist. Vor einem Vierteljahrhundert zogen die ersten Bewohner ein. Heute leben rund 6000 Menschen hier – auf 38 Hektar Fläche. Die Stadtplanung lag weitgehend in Bürgerhand, Basisdemokratie wird noch immer großgeschrieben.</p> <h2>Vauban ist ein Aushängeschild</h2> <p>Nicht nur in den Sommerferien, sondern das ganze Jahr über kommen viele Besucher aus der ganzen Welt und machen sich ein Bild von dem nahezu autofreien Stadtteil. Es gibt spezielle Führungen mit dem Schwerpunkt Ökologie durch das idyllisch gelegene Vauban und die angrenzende Solar-Siedlung, in der mit Sonnenkollektoren ausgestattete Niedrig- und Plusenergiehäuser stehen. Japanische Touristen kommen ebenso wie US-Amerikaner, Schweden ebenso wie Schweizer.</p> <p>Das Problem: Es gibt keine funktionierende öffentlich zugängliche Toilette. Die Stadt, die zu den Touristenmagneten im deutschen Südwesten zählt und sich international als „Green City“ vermarktet, erkannte das Problem und wollte Abhilfe schaffen.</p> <p>Im Vauban, in grüner und dennoch zentraler Lage, wollte das Rathaus auf einem städtischen Grundstück eine Öko-Toilette aufstellen. Der Platz war mit einem Zaun versehen, das Fundament war gelegt, der von Bürgern getragene Stadtteilverein informiert.</p> <p>Doch als der Tieflader mit dem Öko-Klo-Häuschen Anfang Juli anrollte, stellten sich aufgebrachte Anwohner quer, blockierten den Lkw und verhinderten das Abladen und Aufstellen.</p> <h2>Das Bio-WC wurde wieder weggebracht</h2> <p>Um eine drohende Eskalation zu verhindern, wie ein Rathaussprecher sagt, blieb das Bio-WC auf dem Tieflader und wurde wieder abtransportiert. Das Argument der Anwohner: Mit ihnen habe niemand gesprochen, sie seien nicht um Einverständnis gebeten worden.</p> <p>Ein Toilettenhäuschen direkt neben Wohnhäusern – das gehe zu weit. Das Plakat, das die Protestierenden vor sich her trugen, liegt heute noch vor Ort. „Baustopp sofort“, steht in großen Lettern auf dem Schild, das hinter dem Zaun liegt.</p> <h2>Elser-Denkmal direkt nebenan</h2> <p>Direkt daneben steht eine Gedenksäule für den Widerstandskämpfer Georg Elser. Sie erinnert an den Mann von der Ostalb, der im Nationalsozialismus Widerstand leistete und vom NS-Regime im Konzentrationslager ermordet wurde. Das Toilettenhäuschen nur einen Meter neben der Gedenkstele fand auch der Georg-Elser-Arbeitskreis unpassend. Und schloss sich dem Protest der Anwohner an.</p> <p>Das Freiburger Rathaus wurde von der Aktion überrascht. Aus Gründen des Umweltschutzes hatte sich die Stadt für neuartige, barrierefreie, öffentliche WC-Anlage entschieden. Ein Pilotprojekt, mit dem sich „Green City“ Freiburg schmückt. Und das gut in den Öko-Stadtteil gepasst hätte, wie die Stadtverwaltung betont.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Öko-Toiletten</span><span>Freiburg wirbt mit öffentlichen Toiletten, die ohne Trinkwasser und Chemie auskommen. Und so ökologische Vorbilder sind. Fürs Spülen brauchen sie kein Wasser. Eine Solaranlage auf dem Dach produziert den erforderlichen Strom. Das Wasser für das Waschbecken wird über eine Regenwassersammelanlage auf dem Dach der Toilette gewonnen. Die menschlichen Hinterlassenschaften kommen nicht in die Kanalisation, sondern werden zu Humus verarbeitet und sollen später Dünger werden. Mehr Öko geht nicht, sagen die Betreiber, eine Berliner Firma, die auch andere Kommunen beliefert. Vier der Toilettenhäuschen werden in Freiburg nun zwei Jahre lang getestet. Freiburg investiert hierfür rund 210.000 Euro pro Jahr für Miete und Bewirtschaftung</span></label></div> <p>Doch daraus wird vorerst nichts. „Das Interesse anderer Stadtteile an solch einer Toilette ist groß. Wir werden sie an einem anderen Ort in der Stadt aufstellen“, sagt Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos).</p> <p>Drei solcher WC-Häuschen stehen bereits an stark frequentierten Standorten in Deutschlands südlichster Großstadt. Die Erfahrungen sind positiv, so Horn. Die vierte Toilette, die mit Leisten aus Lärchenholz verschönert wurde und eigentlich ins Vauban sollte, komme an eine andere Stelle.</p> <p>Der Stadtteilverein Vauban will zwar für die Toilette – an einem anderen Standort im Viertel – kämpfen, doch das Rathaus lehnt ab. Auch wegen der engen Wohnbebauung in dem Gebiet komme keine andere Stelle in dem Viertel als WC-Standort infrage.</p> <h2>Kein reines Freiburger Problem</h2> <p>Mit Anwohnerprotesten hat nicht nur Freiburg zu kämpfen. Auch andernorts stoßen Stadtplanung und Behördenpläne immer wieder auf Widerstand, berichtet Frank Mentrup (SPD), Oberbürgermeister von Karlsruhe und Präsident des Städtetags Baden-Württemberg: „Entsprechende Konflikte auf kommunaler Ebene entstehen meist, wenn etwas im unmittelbaren Wohnumfeld geplant ist.“</p> <p>Die Politik müsse die Sorgen ernst nehmen und Bürger beteiligen. „Am Ende geht es um einen Ausgleich zwischen Einzelinteressen und Gemeinwohl“, sagt er. Dies sei stets eine Einzelfallprüfung</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 02 Aug 2024 11:53:23 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Eine spannende Zeit liegt vor dem SC Freiburg! Schuster ist gelassen und kann's doch kaum erwarten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/sport/eine-spannende-zeit-liegt-vor-dem-sc-freiburg-schuster-ist-gelassen-und-kanns-doch-kaum-erwarten;art410965,12139681 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der SC Freiburg hat noch zwei Test-Wochenenden. Die ersten Eindrücke und die Urteile der Spieler zum Neutrainer Julian Schuster sind positiv.  ]]></description>
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          Der SC Freiburg hat noch zwei Test-Wochenenden. Die ersten Eindrücke und die Urteile der Spieler zum Neutrainer Julian Schuster sind positiv.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Der SC Freiburg hat noch zwei Test-Wochenenden. Die ersten Eindrücke und die Urteile der Spieler zum Neutrainer Julian Schuster sind positiv.



        <p>Die Vergleiche aus der Tierwelt sind bekannt. Etwa die mit den Hufen scharrenden Pferde. Oder die bellenden, auf und ab springenden Hunde. Anzeichen von Ungeduld, die signalisieren: Es ist an der Zeit, dass es losgeht. In diesem Sinne, Schmunzeln erlaubt, wollen auch die Fußballer des SC Freiburg ins neue Pflichtspiel-Spieljahr starten.</p> <h2>Beim VfL Osnabrück am 17. August</h2> <p>Vorher aber sind noch zwei Testspiel-Wochenenden angesagt. Am Samstag geht‘s in Colmar gegen den französischen Erstligisten Racing Straßburg, eine Woche später am 10. August im Europa Park-Stadion zur offiziellen Saisoneröffnung gegen den italienischen Topclub AC Florenz.</p> <p>Dann erst wird‘s ernst mit dem DFB-Pokalspiel beim VfL Osnabrück am 17. August, ehe eine Woche darauf am 24. August der VfB Stuttgart, Vizemeister der vergangenen Saison, zum Bundesligastart im Breisgau aufkreuzt.</p> <p>Straßburg und Florenz sind die letzten Möglichkeiten, das in vielen Trainingseinheiten Eingeübte stressfrei auf den Platz zu bringen. Wichtig seien diese Tests, sagt Julian Schuster, neuer Trainer des SC Freiburg und damit der Mann nach Christian Streich. Aber er spricht auch sofort von Osnabrück und Stuttgart und gar von München, wo der SC am zweiten Bundesliga-Spieltag (1. September) antreten muss.</p> <h2>Auf einem Bauernhof bei Schonach</h2> <p>Der „Neue“ war mit den Kollegen des Trainerteams zum Gedankenaustausch auf einem Bauernhof bei Schonach, als der Bundesliga-Spielplan herauskam. Seine Reaktion, wie er in einem Interview verriet: „Super, zuerst ein Heimspiel gegen Stuttgart. Und dann beim FC Bayern ist auch gut. Die haben einen neuen Trainer, die müssen sich erst mal einspielen. Die Kollegen schauten mich verblüfft an, dann meinte einer: Wir haben aber auch einen neuen Trainer. Oft vergesse ich das, weil sich alles so vertraut anfühlt.“</p> <p>Ja, sehr vertraut sogar. Denn Schuster ist ja schon seit 16 Jahren beim Sport-Club. Erst als Spieler und bald Kapitän der Mannschaft und damit verlängerter Arm des Trainers. Nach Ende der Spielerkarriere als sogenannter Verbindungstrainer zwischen ehrgeizigen jungen Kickern und dem Profiteam.</p> <h2>Interessiert an seinen Spielern</h2> <p>Und jetzt als Cheftrainer. Merlin Röhl, Noah Weißhaupt, Kiliann Sildillia, Jordy Makengo und Kenneth Schmidt schafften auch deshalb den Sprung zu den Profis, weil Schuster sie begleitete, sie unterstützte mit Ratschlägen, aber auch Kritik. Ihr Urteil: Schuster? Top Typ, der sehr interessiert ist an seinen Spielern und sie gerne auch mal zu Einzelgesprächen bittet. Ein Beispiel in Schruns: Während die Übungen noch laufen, setzt sich Schuster mit Merlin Röhl auf die Trainerbank und diskutiert minutenlang mit ihm.</p> <p>Nah dran sein an den Spielern, ihre Meinung einfordernd, auch Widerspruch akzeptierend – so tickt der Trainer Schuster, der selbst als Mannschaftskapitän und danach als Verbindungstrainer nicht immer einer Meinung gewesen war mit dem Chefcoach Christian Streich. „Wir haben das ausgehalten“, sagt Schuster, „und uns auch mal ein paar Tage angeschwiegen.“</p> <p>Die ersten Eindrücke und die Urteile der Spieler zum Neutrainer Julian Schuster sind positiv. Eine spannende Zeit liegt vor dem SC Freiburg. Die Vergleiche mit den Hufen scharrenden Pferden oder bellenden Hunden werden so verständlich. Um augenzwinkernd dabei zu bleiben: Müssen die Vierbeiner nur noch gut auf den Weg kommen...</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 15:50:00 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[10 Jahre nach seinem Tod: Der Mord an Armani bleibt für die Polizei ein Rätsel  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/10-jahre-nach-armanis-tod-der-mord-bleibt-fuer-die-polizei-ein-raetsel;art417930,12126101 ]]></link>      <description><![CDATA[  Am 21. Juli 2014 wird in Freiburg die Leiche eines Jungen gefunden – es ist der acht Jahre alte Armani. Vom Täter gibt es keine Spur, das Motiv ist unklar. Doch aufgeben will die Polizei nicht.  ]]></description>
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          Am 21. Juli 2014 wird in Freiburg die Leiche eines Jungen gefunden – es ist der acht Jahre alte Armani. Vom Täter gibt es keine Spur, das Motiv ist unklar. Doch aufgeben will die Polizei nicht.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/10-jahre-nach-armanis-tod-der-mord-bleibt-fuer-die-polizei-ein-raetsel;art417930,12126101]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Am 21. Juli 2014 wird in Freiburg die Leiche eines Jungen gefunden – es ist der acht Jahre alte Armani. Vom Täter gibt es keine Spur, das Motiv ist unklar. Doch aufgeben will die Polizei nicht.



        <p>Das brutale Verbrechen erschütterte Freiburg und war deutschlandweit in den Schlagzeilen. Vor zehn Jahren wurde in Freiburg ein achtjähriger Junge ermordet. Von dem Täter fehlt bis heute jede Spur, auch das Motiv ist unklar.</p> <p>Die Ermittler, die damals im Einsatz waren, beschäftigt der Fall noch heute. Noch immer gehen vereinzelt neue Hinweise ein, Spuren werden überprüft und ausgewertet, Zeugen werden befragt. Der Erfolg, die Festnahme des Täters, bleibt der Polizei bis heute versagt. Doch aufgeben will sie nicht.</p> <h2>Armani wurde erwürgt</h2> <p>Es ist der zehnte Jahrestag eines ungewöhnlichen Kriminalfalls: Am 21. Juli 2014 findet ein Spaziergänger in einem Bach in Freiburg, direkt neben der Kleingartenanlage Vogelnest und nur 400 Meter vom Polizeipräsidium entfernt, ein totes Kind. Es ist die Leiche des achtjährigen Armani. Der Junge ist am Abend zuvor zuletzt lebend gesehen worden, auf einem Spielplatz in der Nähe seiner Wohnung, vier Kilometer vom späteren Fundort entfernt. Er spielte mit seinem Fußball. Bald steht fest: Armani wurde erwürgt. Der Fall sorgt bundesweit für Aufsehen.</p> <p>„Wenn ein Kind gewaltsam zu Tode kommt, ist das für Polizisten, die den Fall aufzuklären haben, eine besondere Belastung“, sagt Thomas Schönefeld, Erster Kriminalhauptkommissar bei der Kriminalpolizei in Freiburg. Er war von Beginn an mit dem Fall betraut, leitete die nach der Tat gebildete Sonderkommission und Ermittlungsgruppe „Bach“ und ist heute der Hauptsachbearbeiter in dem Fall.</p> <p>„Wir haben den Fall nicht zu den Akten gelegt. Der Fall Armani ist kein Cold Case“, stellt Schönefeld klar. Unter Cold Case verstehen Kriminalisten ungeklärte Verbrechen, in denen nicht mehr regulär ermittelt wird. Im Fall des toten Armani ist das anders, der gewaltsame Tod des Jungen beschäftigt auch ein Jahrzehnt nach der Tat die Kriminalisten.</p> <p>„Der Fall umfasst 25 prall gefüllte Umzugskartons voller Aktenordner“, erzählt Schönefeld. Einige der Ordner stehen in seinem Büro und werden bearbeitet. Dass der gewaltsame Tod eines Kindes unaufgeklärt bleibt, sei ungewöhnlich und für alle eine Belastung, erzählt der Beamte.</p> <h2>2368 Zeugen, Tausende Zeugen</h2> <p>Die Ermittler sind in den zehn Jahren 2368 Spuren nachgegangen und haben mehrere Tausend Zeugen vernommen. 20 der Spuren stammen aus diesem Jahr. „Teilweise werden damals vernommene Personen nochmals vernommen und es werden aktuelle neue Hinweise bearbeitet.“ Denn aus der Bevölkerung gehen noch immer Hinweise ein: „Teilweise aus dem Umfeld des Opfers, teilweise melden sich aber auch nach wie vor Zeugen, denen im Nachhinein etwas eingefallen ist oder die eine neuerliche Beobachtung mit dem Fall Armani in Verbindung bringen.“</p> <p>Die Beamten gehen diesen Hinweisen nach. Hinzu kommt die Kriminaltechnik: Spuren von damals werden regelmäßig neu untersucht – mit veränderten Fragestellungen oder anderen Methoden. Hierzu steht die Freiburger Polizei im Austausch mit Experten des Landeskriminalamtes (LKA) in Stuttgart.</p> <p>2019 und 2022 hat die Polizei noch einmal aufwendig recherchiert und Ermittlungsgruppen gebildet. So hatte sie nach der Tat alle Mülleimer rund um den Spielplatz, an dem Armani zuletzt lebend gesehen wurde, sichergestellt. Der Inhalt sämtlicher Eimer wurde durch die neu gebildeten Ermittlungsgruppen grundlegend untersucht. Jedoch ohne greifbares Ergebnis.</p> <p>Die beiden Hauptsachbearbeiter der Kriminalpolizei in Freiburg, die sich heute um den Fall kümmern, sind auch Ansprechpartner für die Familie des Opfers und halten diesen Kontakt aufrecht. Die Mutter des Jungen hat jüngst RTL ein Interview gegeben. „Armani war ein Strahlemann, ein Sonnenschein, hat viel Humor gehabt“, erinnerte sie sich. Bis in die Morgenstunden habe die Familie damals nach ihm gesucht. Bis die Polizei die Leiche fand. Noch immer habe sie Hoffnung, dass Armanis Mörder gefasst werde.</p> <h2>„Jeden Stein umgedreht“</h2> <p>Mehr als 70 Polizisten arbeiten anfangs in einer Sonderkommission. „Wir haben jeden Stein umgedreht“, erinnert sich einer von ihnen. Zweimal suchten sie in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY – ungelöst“ nach Hinweisen, der Privatsender Vox widmete sich jüngst in der Sendung „Die letzte Spur“ dem Fall. Doch wesentliche Fragen sind bis heute unbeantwortet.</p> <p>„Wir wissen, wo Armani zuletzt lebend gesehen und wo seine Leiche gefunden wurde. Was dazwischen passiert ist, wissen wir nicht“, sagt Ermittler Schönefeld. Brauchbare Spuren fanden sich nur wenige. Und es gibt keine Zeugen, die etwas gesehen haben. Ob es sich um ein Sexualdelikt handelt, ist unklar. Es gebe keinen Hinweis darauf, ausgeschlossen werden könne es aber nicht, sagt die Polizei.</p> <p>„Es ist aufgrund der schwierigen Spurenlage nicht zwangsläufig zu erwarten, dass Kommissar Zufall einen DNA-Treffer aus der polizeilichen Analysedatei ausspuckt“, sagt die Freiburger Polizeisprecherin Laura Riske. Aber dennoch gebe es regelmäßig neue Ansatzpunkte und somit die Hoffnung, den Mord irgendwann aufklären zu können.</p> <p>Untersucht werden auch immer wieder mögliche Parallelen zu anderen Fällen – wenn beispielsweise Kinder Opfer von Verbrechen oder vermisst werden. Doch auch hier: bislang Fehlanzeige.</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>20 000 Euro Belohnung im Mordfall Armani</h2> Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, sind im Freiburger Mordfall Armani 20 000 Euro Belohnung ausgesetzt. Diese Belohnung bleibt nach Angaben der Freiburger Staatsanwaltschaft ohne zeitliches Limit bestehen. Juristisch ist der Fall auf Dauer aktuell. Denn Mord verjährt nicht. Ein Mörder, wenn er gefasst wird, muss laut Staatsanwaltschaft jederzeit mit seiner Verurteilung rechnen. Bei Mord ist die Wahrscheinlichkeit, irgendwann verhaftet zu werden, der Statistik zufolge hoch. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) beträgt die Aufklärungsquote in Deutschland bei Tötungsdelikten mehr als 90 Prozent. jr</div> <div class="article-text-info article-module"> <p> </p> </div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[10 Jahre nach seinem Tod: Der Mord an Armani bleibt für die Polizei ein Rätsel]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 15:14:58 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Die Fallers werden 30 Jahre – und Sie können mit der Schwarzwaldfamilie feiern  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/menschen/die-fallers-werden-30-jahre-und-sie-koennen-mit-der-schwarzwaldfamilie-feiern;art1015351,12126020 ]]></link>      <description><![CDATA[  Am 13. September feiert der SWR in Freiburg das Jubiläum der Erfolgsserie "Die Fallers". Auch SÜDKURIER-Leser können bei dieser exklusiven Veranstaltung dabei sein. So können Sie Karten gewinnen.  ]]></description>
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          Am 13. September feiert der SWR in Freiburg das Jubiläum der Erfolgsserie "Die Fallers". Auch SÜDKURIER-Leser können bei dieser exklusiven Veranstaltung dabei sein. So können Sie Karten gewinnen.<br>
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        Am 13. September feiert der SWR in Freiburg das Jubiläum der Erfolgsserie "Die Fallers". Auch SÜDKURIER-Leser können bei dieser exklusiven Veranstaltung dabei sein. So können Sie Karten gewinnen.



        <p>Bereits seit 30 Jahren begeistern die Fallers ihre zahlreichen Zuschauer – im Schwarzwald und auch weit darüber hinaus. Im SWR-Studio in Freiburg wird das Jubiläum der Schwarzwaldserie am 13. September im Schlossbergsaal groß gefeiert. Der SÜDKURIER verlost gemeinsam mit dem SWR Karten für die Veranstaltung: 25 Leserinnen und Leser können mit jeweils einer Begleitperson an dem einmaligen Ereignis teilnehmen.</p> <p>Mit dabei ist unter anderem Christiane Brammer. Die Schauspielerin verkörpert in der Serie Bea Faller und ist schon seit 24 Jahren dabei. „Das Projekt hat mein Leben begleitet und ich mache es nach wie vor gerne“, so die 58-Jährige. Auch bei vielen Zuschauern hätten die Fallers einen besonderen Platz im Herzen: „Die Serie ist ein Konstante im Leben der Menschen.“ Den Erfolg erklärt sich Brammer unter anderem damit, dass die Sendung „das wahre Leben abbildet, mit dem Alltäglichen, aber auch dem Großen und Ganzen“.</p> <p>Besonders viel Spaß mache ihr das Projekt durch die treuen Zuschauer: „Ich spiele gerne für die Fans“, so Brammer. „Man merkt, dass es den Leuten etwas bedeutet.“ Sie habe das Gefühl, sagt die Schauspielerin, dass die Serie von Generation zu Generation weitergegeben wird: „Es ist eine Familienserie.“ Außerdem sei sie schon gespannt darauf, wie es zukünftig mit ihrer Figur weitergehen wird. „Das ist für mich spannend, weil Bea eventuell eine neue Liebe in der Serie hat“, deutet Brammer an. Die neuen Folgen starten nach der Sommerpause am 15. September.</p> <p>Doch zuvor gibt es mit der Jubiläumsveranstaltung am 13. September einen Ausflug in die Vergangenheit der Schwarzwaldfamilie. Brammer blickt dabei mit ihren jungen Schauspielkollegen und -kolleginnen zurück auf die Geschichte der Fallers und wie sie sich seit der ersten Folge vom 25. September 1994 verändert haben.</p> <p>„Der Abend führt uns zurück in die Vergangenheit der Fallers“, sagt auch Bettina Bauer-Wörner, die als Redakteurin und Autorin von Anfang an bei der Serie dabei ist. Es werde unter anderem Bildmaterial aus alten Folgen und ein Gespräch mit den Schauspielern geben. Außerdem sollen Fotos der Schauspieler ausgestellt werden, die der bekannte Schwarzwaldfotograf Sebastian Wehrle aufgenommen hat. „Es wird eine Fallers-Edition 2024 by Sebastian Wehrle geben“, sagt Bauer-Wörner. Der Fotograf soll sogar in Folge 1228 nach der Sommerpause der Fallers mitspielen, wie die Autorin verrät.</p> <h2>So können Sie gewinnen</h2> <p>Wenn Sie beim Jubiläum mitfeiern wollen, können Sie an unserer Verlosung teilnehmen. Rufen Sie dazu bis Mittwoch, 24. Juli 2024, an unter der Telefonnummer 01379/370 500 39 und geben Sie das Stichwort „Fallers“ sowie zwingend Ihre E-Mail-Adresse und Telefonnummer an. Der Anruf kostet 50 Cent aus dem Festnetz der DTAG, Mobilfunkpreise abweichend.</p> <p>Die Veranstaltung beginnt am 13. September um 18 Uhr, Ende ist gegen 22.15 Uhr. Es wird bereits eine neue Folge zu sehen geben, außerdem ist eine Autogrammstunde geplant. Die Gewinner werden von uns benachrichtigt.</p>]]>
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