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    <title>suedkurier.de - Gaienhofen </title>
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    <language>de-DE</language>
    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 08:40:04 +0100</pubDate>
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      <title>suedkurier.de</title>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 11:51:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist“, sagt eine neue Staatsbürgerin über Deutschland  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/neue-staatsbuergerin-ueber-deutschland-heimat-ist-nicht-nur-wo-du-geboren-bist;art372432,12511740 ]]></link>      <description><![CDATA[  Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?  ]]></description>
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          Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?<br>
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        Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?



        <p>Wenn Adriana Hodaj über ihr Leben in Deutschland spricht, gerät sie ins Schwärmen. Sicher fühle sie sich hier, sagt sie, mit jedem Atemzug. Ihre Einbürgerung ist für sie eine Anerkennung für das, was sie dem Land zurückgibt.</p> <p>Vor fast acht Jahren kam die gebürtige Albanerin nach Deutschland, um als Krankenschwester zu arbeiten. Im Klinikum Konstanz ist sie mittlerweile voll angekommen. Am 21. Oktober erhielt die 52-Jährige <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mit-eid-urkunde-und-nationalhymne-so-feiern-eingebuergerte-ihre-deutsche-staatsbuergerschaft;art372432,12504283" title="Mit Eid, Urkunde und Nationalhymne: So feiern Eingebürgerte ihre deutsche Staatsbürgerschaft">offiziell die deutsche Staatsbürgerschaft.</a></p> <h2>„Wir dachten uns, warum nicht?“</h2> <p>Den medizinischen Bereich wählte Adriana Hodaj schon früh. In Albanien begann sie mit 14 Jahren eine Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme. Nach mehreren Jahren in Griechenland kehrte sie für ein Pharmazie-Studium noch einmal zurück in ihr Geburtsland. Dann aber entstand der Wunsch nach einem besseren und sichereren Leben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Krankenschwester, Hebamme, Apothekerin</span><span>Adriana Hodaj wurde 1973 in Fier in Albanien geboren. Mit 14 Jahren begann sie eine vierjährige Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme, damals ein Doppel-Diplom in ihrem Geburtsland. Fünf Jahre arbeitete sie in einer Frauenklinik, bevor sie mit ihrem Mann und ihrer einjährigen Tochter nach Athen zog. Nach zwölf Jahren in Griechenland ging die Familie wieder zurück nach Albanien, wo Adriana noch einmal fünf Jahre Pharmazie studierte.<br /> 2016 beschließen sie und ihr Mann nach Deutschland auszuwandern. Im Januar 2018 kommt Adriana zunächst allein nach Konstanz. Mittlerweile lebt sie hier seit fast acht Jahren und arbeitet als Krankenschwester auf der Station Gyn Ebenalp (Gynäkologie und Innere Medizin) im Klinikum Konstanz. Deutsch ist nach Albanisch, Griechisch und Englisch ihre vierte Sprache. Ihr Mann ist Busfahrer bei den Stadtwerken. Auch er hat vor, sich einbürgern zu lassen.</span></label></div> <p>Albanien, das als letztes Land in Europa den Kommunismus abschaffte, ist auch heute noch geprägt von politischer Instabilität. Als Adriana hörte, dass in Deutschland Fachkräftemangel herrscht, zögerten sie und ihr Mann nicht lange. „Wir dachten uns, warum nicht? Wir haben zwei gute Berufe, mit viel Erfahrung“, erzählt sie. 2018 kommt sie schließlich nach Konstanz.</p> <h2>Dem Gesundheitssystem viel zu verdanken</h2> <p>An Deutschland schätzt Adriana Hodaj die Sicherheit und Freiheit. Auch das viel kritisierte Gesundheitssystem funktioniere für sie gut. „Wenn du Fortschritte machen möchtest, hast du Unterstützung. Ich habe die Möglichkeit, Weiterbildungen zu machen.“</p> <p>Für die Unterstützung ihrer Kolleginnen und Kollegen im Klinikum, von denen viele aus anderen Kulturen kommen, ist sie besonders dankbar. „Die Beziehungen sind so herzlich. Ich lerne viel und gehe gerne zur Arbeit.“ Bis zur Rente möchte die 52-Jährige weiter auf ihrer Station arbeiten.</p> <h2>In zwei Ländern daheim – auch auf dem Papier</h2> <p>Die Verbindung zu Albanien bleibt aber. Mehrmals im Jahr besucht sie dort ihre Eltern. „Ich bin stolz auf meine Wurzeln“, sagt Adriana. Auch ihre albanische Staatsbürgerschaft hat sie behalten.</p> <p>Wenn sie sagt „Mein Leben ist zwischen zwei Ländern“, meint sie es im positiven Sinne. Zugehörigkeitskonflikte kennt sie nicht. „Wir haben eine Redewendung in Albanien, Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist, sondern wie du fühlst. Ich bestätige das.“</p> <p>In Konstanz fühlt sie sich wegen des Bodensees doppelt zu Hause. Das Binnengewässer erinnere sie an frühere Heimatorte, die alle am Meer lagen, erzählt Adriana. „Dieses Gefühl, nahe am Wasser zu sein, das gibt mir viel. Viele Emotionen“.</p> <h2>Wer eingebürgert werden will, braucht Geduld</h2> <p>Einbürgern lassen wollte sich die 52-Jährige, weil sie sich seit Jahren mit Deutschland verbunden fühlte. Jetzt offiziell Deutsche zu sein, ist für sie ein neuer Lebensabschnitt. „Ich bin jetzt ein Teil der Gesellschaft, zu 100 Prozent und mit allen Rechten. Das macht mich dankbar und stolz.“</p> <p>Über den Einbürgerungsprozess kann sie fast ausschließlich Positives berichten. „Ich wusste, ich muss warten“, sagt sie und lacht. Geduld brauche man auf jeden Fall. Knapp eineinhalb Jahre hat es bei ihr gedauert.</p> <p>Das Landratsamt habe ihr bei Fragen aber immer schnell geholfen, sagt Adriana Hodaj. Nur bei der Sprache hätte sie sich, außerhalb der Arbeit, mehr Unterstützung gewünscht. Kurse ließen sich kaum mit Schichtdiensten vereinen und Deutsch sei eben sehr schwer. Dialekt sowieso.</p> <h2>„Man muss auch etwas zurückgeben“</h2> <p>Trotzdem beweise die Einbürgerung ihre gute Integration, findet Adriana. Den deutschen Pass zu erhalten, sei gar nicht so leicht. „Wir arbeiten hier täglich und geben viel für diese Gesellschaft. Man muss auch was zurückgeben. Und man muss es wollen.“<br /> <br /> Rückblickend ist sie deshalb froh über die Entscheidung, nach Deutschland zu kommen. „Es war mutig von meinem Mann und mir. Wir haben Ängste überwunden, im Alter vor allem. Jetzt fühlen wir uns beide jung.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 16:27:09 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach dem Durchschnitt-Oktober bleibt’s mild! So wird das November-Wetter am Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/was-bringt-der-november-2025-am-bodensee-so-wird-das-wetter-in-den-naechsten-wochen-31-10-25;art410936,12509539 ]]></link>      <description><![CDATA[  Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.  ]]></description>
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          Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.<br>
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        Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.



        <p>Weder goldener Oktober noch grauer Dauerregen: Das Wetter am Bodensee hat sich in diesem Jahr ganz brav an die Statistik gehalten. Die Daten des Wetterkontors spiegeln ein Musterbeispiel für durchschnittliches Herbstwetter.</p> <p>Meteorologe Jürgen Schmidt: „Mit 62 Litern pro Quadratmeter lag der Niederschlag fast genau im Soll.“ Auch die Temperatur wich nur um 0,2 Grad Celsius ab. „Bei den Sonnenstunden lagen wir um neun Prozent über dem 30-jährigen Mittel.“ 110 Stunden Sonnenschein hatte der zehnte Monat des Jahres zu verzeichnen – am Freitag kommen sogar noch ein paar dazu.</p> <h2>So geht es im November weiter</h2> <p>Mild geht es nun auch im November weiter: „Wir werden in den nächsten Wochen immer deutlich über der Zehn-Grad-Marke liegen“, prophezeit Schmidt. Konkret wird sich das Thermometer bei zwischen zwölf und 15 Grad Celsius einpendeln. „Nachts kühlt es auf milde sechs bis neun Grad ab.“</p> <p>Der Meteorologe erwartet auch zur Monatsmitte keinen Wintereinbruch: „Tendenziell werden die Werte dann um zehn Grad liegen, nachts können sie auf teilweise vier oder fünf Grad sinken.“ Auch Nachtfrost sei im Verlauf des Novembers möglich. Schnee sei genauso wie lang anhaltende Regenfälle derzeit nicht in Sicht, so Schmidt. Allerdings wird es in den kommenden Tagen und Wochen wieder öfter nebelig im Bodenseeraum.</p> <h2>Meteorologe macht sich keine Sorgen um Hurrikan „Melissa“</h2> <p>Mit Blick auf das Feiertagswochenende zum Monatswechsel sagt der Geschäftsführer des Wetterkontors einen freundlichen Samstag und einen verregneten Sonntag vorher. „In der nächsten Woche beruhigt sich das Wetter dann wieder“, berichtet Schmidt. Regen erwartet Schmidt dabei vorerst nicht.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/panorama/hurrikan-melissa-wuetet-in-der-karibik-mehr-als-30-tote;art409965,12509287" target="_blank" title="Hurrikan „Melissa“ wütet in der Karibik – mehr als 30 Tote">Der derzeit heiß diskutierte Hurrikan ‚Melissa</a>„ bereitet ihm derweil keine Sorgen. Panik hält der Wetterfachmann für unbegründet: „Der Hurrikan zieht jetzt in Richtung Nordatlantik und trifft am Montag auf Island. Auf den Britischen Inseln wird dann ein etwas stärkerer Wind zu spüren sein. Bei uns wird sich der Hurrikan aber kaum bemerkbar machen.“</p> <h2>Wassertemperaturen bescheren milde Temperaturen</h2> <p>Einen vorsichtigen Blick auf den meteorologisch am ersten Dezember beginnenden Winter wagt Jürgen Schmidt ebenfalls: „Die Langfristprognose sagt einen milden Winter voraus.“ Das liege an den verhältnismäßig hohen Wassertemperaturen. „Die wirken sich auch auf die Außentemperaturen aus“, erklärt der Diplom-Meteorologe. Zudem käme viel warmer Wind aus westlicher Richtung.</p> <p>Grundsätzlich gelte, dass es in der dunklen Jahreszeit viel Wind brauche, um höhere Temperaturen zu erzeugen, so Schmidt. Denn: „Die Sonne steuert dem Tiefpunkt entgegen und ist dementsprechend sehr schwach. Von den Sonnenstrahlen kann man im Winter also nicht viel erwarten.“</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Gaienhofen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Nach dem Durchschnitt-Oktober bleibt’s mild! So wird das November-Wetter am Bodensee]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 17:42:50 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Irreführung und Täuschung? Das Projekt "Wohnen im Dorf" gerät aus dem Ruder  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/wohnen-im-dorf-wird-zum-aergernis-in-wangen-sorgen-ferienwohnungen-fuer-unmut;art372453,12507444 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein Bauherr lockte mit familienfreundlichem Wohnen in ein Gebäude nach Wangen, doch stattdessen werden immer mehr Ferienwohnungen daraus. Familien zogen bereits aus, Ortsvorsteher Sturm spricht von unlauterem Verhalten.  ]]></description>
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          Ein Bauherr lockte mit familienfreundlichem Wohnen in ein Gebäude nach Wangen, doch stattdessen werden immer mehr Ferienwohnungen daraus. Familien zogen bereits aus, Ortsvorsteher Sturm spricht von unlauterem Verhalten.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Ein Bauherr lockte mit familienfreundlichem Wohnen in ein Gebäude nach Wangen, doch stattdessen werden immer mehr Ferienwohnungen daraus. Familien zogen bereits aus, Ortsvorsteher Sturm spricht von unlauterem Verhalten.



        <p>Das Projekt „Wohnen im Dorf“ in der Öhninger Ortschaft Wangen war eigentlich als etwas Gutes versprochen worden: Wohnraum für Familien in gemütlicher Atmosphäre. Der Bauherr versprach im Jahr 2020, dafür die dort typische Architektur der Langhäuser mit einem nachhaltigen, modernen Wohnungsbau und einer Holzfassade zu verbinden. Auf einer Pferdekoppel entstanden so vier Gebäude mit 20 Wohneinheiten rund um einen gemeinschaftlich genutzten und zentral gelegenen Garten.</p> <p>Das Projekt der Innenverdichtung präsentierte sich 2020 bei dessen Vorstellung im Gemeinderat als familienfreundliches Wohnen und sollte so vor allem junge Familien in das Dorf Wangen locken. Doch seit Sommer 2025 bereitet das Projekt vor allem Probleme, wie jüngst im Gemeinderat diskutiert wurde.</p> <h2>Ferienwohnungen anstatt Platz für Familien</h2> <p>Denn inzwischen hat sich im Dorf und bei den Familien in der fertigen Wohnanlage Ärger aufgestaut. Dieser entlud sich erstmals im Juni dieses Jahres in einer Sitzung des Gemeinderats. Dort lag dem Rat für das Wohnbauprojekt „Wohnen im Dorf“ ein Antrag für die Umnutzung eines Gemeinschaftsraums zu einer Gastronomie vor.</p> <p>Bereits in der Bürgerfragestunde derselben Sitzung beklagten Bewohner die Nutzung von sieben Einheiten als Ferienwohnungen. Diese würden auf Internetplattformen angeboten und seien bei der Gemeinde nicht gemeldet. Zwei Familien seien deshalb bereits ausgezogen, zwei weitere zögen einen Umzug in Betracht, sagte ein Bewohner damals. Das angepriesene Projekt familienfreundliches „Wohnen im Dorf“ mit Gemeinschaftsraum verwandle sich nun stattdessen in ein Projekt „Ferienwohnungen im Dorf“ mit angeschlossener Gastronomie.</p> <p>Dabei hatte der Gemeinschaftsraum, der den Familien als solcher nie bereitgestellt wurde und nun in einen gastronomischen Betrieb umgewandelt werden sollte, eigentlich als Ausgleich für eine fehlende Spielanlage im Wohnkomplex gegolten.</p> <h2>Ortsvorsteher kritisiert Projekt scharf</h2> <p>Auch der Wangener Ortsvorsteher Klaus Sturm fand damals in einer Stellungnahme scharfe Worte: Für ihn sei es mit einer einfachen Ablehnung des Gesuchs nicht getan, sagte Sturm. Es gehe ihm um eine grundsätzliche Darstellung der Situation. Die Bewohner würden dort eine absolute Profitmaximierung durch die Hintertür erleben, sagte der Ortsvorsteher. Die Besitzer hätten die gutgläubigen Mieter geködert und sie mit einer unerwarteten Lebenssituation konfrontiert.</p> <p>Diese Situation habe mit einem „Wohnen im Dorf“ nichts mehr zu tun. Sturm nannte das Gebaren eine Irreführung gutgläubiger Interessenten, die im Vertrauen auf Präsentationen und Hochglanzprospekte auf Mietverträge eingegangen seien. „Das ist absolut unlauter“, sagte Sturm. Manche Familien seien mit großer Hoffnung in das Dorf gezogen und müssten nun versuchen, große Enttäuschungen zu kompensieren. Das versprochene Ambiente werde durch Ferienunterbringungen und durch Zweitwohnungen konterkariert, sagte er. Die Gemeinde habe hier zwingend eine Überprüfung der Gebäudenutzung voranzutreiben.</p> <h2>Gemeinde ist laut Bürgermeister nicht zuständig</h2> <p>Bürgermeister Andreas Schmid bedauerte damals den Ärger der Familien, wies jedoch darauf hin, dass diese Probleme außerhalb der Zuständigkeit der Gemeinde lägen. Da es sich bei den Ferienwohnungen um Gewerbe handle, sei das Finanzamt zuständig. Die Verwaltung selbst könne sich für die gegebenenfalls hinterzogenen Kurtaxen einsetzen.</p> <p>Schmid versprach den Bewohnern das Thema anzugehen und ermunterte die Familien sich auch an den Vermieter zu wenden. Seiner Sicht nach müsse das Landratsamt die Gesamtheit der Nutzung rechtlich prüfen und eine sachgerechte Entscheidungsgrundlage für eine Umnutzung der Gastronomie erarbeiten.</p> <h2>Rat gegen Umnutzung zu Gastronomie</h2> <p>Der Rat versagte der Nutzungsänderung des Gemeinschaftsraums zur Gastronomie im Juni sein Einvernehmen, da durch die Vielzahl an bisherigen Nutzungsänderungen hin zu Ferienwohnungen, aber auch durch die Schaffung weiterer Wohnungen, davon ausgegangen werden kann, dass das Landratsamt den gesamten Bau neu beurteilen müsse – inklusive der geplanten Gastronomie.</p> <p>Die formelle Begründung der Ablehnung lautete damals: Die für die Umnutzung in eine Gastronomie erforderlichen und vom Eigentümer vorgebrachten Stellplätze müssten womöglich stattdessen den neu geschaffenen Ferienwohnungen zugeordnet werden. Der Rat war sich einig, dass die Gemeinde so die Kontrolle über das Thema zurückgewinnen könne. Danach ging das ganze Thema zum Landratsamt.</p> <h2>So reagierte das Landratsamt</h2> <p>Inzwischen hat das Landratsamt reagiert. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats legte Bürgermeister Schmid dessen Sicht dar. Es vertrete die Auffassung, dass der Gemeinderat die Umnutzung des Gemeinschaftsraums in eine Gastronomie einzeln betrachten müsse – unabhängig von den bisherigen Umnutzungen und Beschwerden.</p> <p>Der bereits im Juni behandelte Antrag läge nun außerdem in einer durch den Bauherr modifizierten Fassung mit geänderten Stellplätzen vor. Schmid machte jedoch darauf aufmerksam, dass diese als Müllplätze verwendet werden und nicht als Stellplätze nutzbar seien. Der Rat stimmte daher erneut gegen die Umnutzung in eine Gastronomie.</p> <p>Dabei nahm Schmid auch den Hinweis von Justus Wolf (IGW) auf, die ursprünglichen Unterlagen für die Baugenehmigung durch das Landratsamt überprüfen zu lassen. Aus ihnen gehe hervor, dass der Gemeinschaftsraum den Bewohnern zugänglich gemacht werden müsse. Denn in der Baugenehmigung sei jener als Ausgleich für nicht vorhandene Spielflächen vorgesehen gewesen. Die Umnutzung wäre unzulässig, wenn kein gleichwertiger Ersatz dafür gefunden werde, sagte Wolf. Seiner Sicht nach könne das Landratsamt durch diesen Passus in der Baugenehmigung nichts genehmigen.</p> <h2>Wie geht es nun weiter?</h2> <p>Das finale Wort hat nun das Landratsamt. Es wird nun über die Umnutzung des Gemeinschaftsraums in eine Gastronomie entscheiden. Hinsichtlich der bisherigen Umnutzungen zu Ferienwohnungen gibt es hingegen keine Handhabe, da in dem Wohngebiet Ferienwohnungen laut Bebauungsplan erlaubt sind. Wegen der fehlenden Kurtaxe wolle die Gemeinde laut Schmid jedoch tätig werden.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Irreführung und Täuschung? Das Projekt "Wohnen im Dorf" gerät aus dem Ruder]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 14:32:07 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Aufgestellt für die Landtagswahl: BSW nominiert Kandidaten für Wahlkreise Konstanz und Singen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/landtagswahl-2026-bsw-nominiert-kandidaten-fuer-wahlkreise-konstanz-und-singen-29-10-25;art372432,12507252 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.



        <p>Das Bündnis Sahra Wagenknecht hat es in kurzer Zeit weit gebracht. Den Einzug in den Bundestag verpasste die Partei zwar knapp, in mehreren Landesparlamenten ist sie dagegen vertreten. Im März soll der Einzug in den Baden-Württembergischen Landtag gelingen. Dazu hat die Partei jetzt auch für die Wahlkreise Konstanz und Singen Kandidaten nominiert. Darüber informiert der Kreisverband, dessen Mitglieder teilweise zuvor schon <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/buendnis-sahra-wagenknecht-stellt-sich-im-sueden-neu-auf-mitglieder-gruenden-kreisverband;art372432,12456006" target="_blank" title="Bündnis Sahra Wagenknecht stellt sich im Süden neu auf: Mitglieder gründen Kreisverband">für andere Parteien in Erscheinung getreten</a> sind, in einer Pressemitteilung.</p> <p>Im Wahlkreis Konstanz tritt im März Daniel Niedzwetzki an. Der 45-Jährige ist Kaufmann und Heilpraktiker, lebt mit seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen Tochter in Konstanz, heißt es in der Pressemitteilung. „Ich stehe für wirtschaftliche Vernunft: verlässliche Energiepreise, Entlastung von KMU und Handwerk, Bürokratieabbau, Investitionen in kommunalen Wohnungsbau, Schulen und Infrastruktur statt teurer Symbolpolitik“, wird Niedzwetzki zitiert.</p> <p>Zudem äußert er sich auch zu Außen- und Innenpolitik. Als ehemaliger Zeitsoldat und Afghanistan-Veteran setze er auf Frieden durch Diplomatie. Im Inneren wolle er Freiheitsrechte und eine „Kultur der offenen Debatte“ verteidigen. Zuletzt heißt es: „Der Datenschutz darf Menschen nicht behindern, sondern muss uns vor einem übergriffigen Staat und den globalen Datenkraken schützen.“</p> <p>Für den Wahlkreis Singen stellt das BSW René Frey als Direktkandidaten auf. Der 44-Jährige ist zweifacher Familienvater, Zugbegleiter und Praxisvermittler bei der Deutschen Bahn. Für den Wahlkreis Singen gibt es mit Serdar Sak noch einen Ersatzkandidaten. Der 36-jährige Familienvater ist laut Kreisverband in der Medizintechnik tätig.</p> <p>„Ich erlebe täglich, wie die marode Infrastruktur und personelle Unterbesetzung die Bahn ausbremsen“, wird Frey zitiert. Stuttgart 21 würde sich als „dysfunktionales Milliardengrab“ erweisen. „Unsere Region droht zusätzlich durch die geplante Gäubahn-Kappung abgehängt zu werden. Das muss verhindert werden.“ Gute Infrastruktur sei auch ein Wirtschaftsfaktor.</p> <p>Ersatzkandidat Serdar Sak will sich „für eine starke Integrationspolitik und gesellschaftlichen Zusammenhalt“ einsetzen. Die Probleme der ungesteuerten Migration seien von den Kommunen kaum noch zu bewältigen. „Vielfalt ist eine Stärke, wenn wir Integration aktiv fördern – durch Bildung, Sprache, Arbeit und Teilhabe“, wird Sak zitiert.</p> <p>Die junge Partei BSW hat erst vor rund einem Jahr den baden-württembergischen Landesverband gegründet, der Kreisverband Hochrhein-Bodensee gab Anfang August seine Gründung bekannt. Er umfasst die Landkreise Konstanz, Waldshut und Lörrach. Bei der Versammlung zur Wahl der Kandidaten waren laut Mitteilung auch der Co-Landesvorsitzende des BSW, Manfred Hentz, und der designierte Spitzenkandidat des BSW zur Landtagswahl, Joachim Tabler, anwesend.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Gaienhofen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Aufgestellt für die Landtagswahl: BSW nominiert Kandidaten für Wahlkreise Konstanz und Singen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 16:32:28 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Plötzlicher Schicksalsschlag: Sie sind den Betroffenen eine Stütze, wenn die Welt stillsteht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/ploetzlicher-schicksalsschlag-notfallseelsorger-sind-fuer-menschen-da-wenn-deren-welt-stillsteht;art372432,12505870 ]]></link>      <description><![CDATA[  Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.  ]]></description>
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          Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.



        <p>Das Auto sieht aus wie ein Wrack. Der Fahrer befindet sich noch in dem Fahrzeug. Feuerwehrleute versuchen, ihn aus dem Auto zu schneiden, Rettungssanitäter kümmern sich um den Mann, aber vergeblich. Er ist noch am Unfallort verstorben.</p> <p>Abseits steht die Frau des Toten, reglos, mit starrem Blick die Trümmer des Autos und das Geschehen fixierend. Ja, es ist das Auto ihres Mannes. Aber er kann, er darf nicht dort drin sein, er kann nicht gestorben sein. Sie steht fassungslos da. Sie kann und will nicht begreifen, was da gerade geschehen ist.</p> <p>So schildert Michael Oßwald seinen ersten Einsatz als Notfallseelsorger. Die Blaulichtorganisationen haben in derartigen Momenten keine Zeit, sich um Angehörige, Betroffene, Zeugen und Ersthelfern zu kümmern. Sie haben andere Aufgaben.</p> <p>Notfallseelsorger wie Oßwald aber nehmen sich der Menschen an, deren Welt gerade stillsteht, die das Unbegreifliche erst einmal verarbeiten müssen. Sie wurden für die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ausgebildet und leisten Erste Hilfe für die Seele. „Ich bin zu der betroffenen Frau hingegangen und habe gesagt: Ich bin jetzt für sie da“, erinnert sich Oßwald.</p> <p>Später habe er ihr erklärt, was passiert ist, dass der Notarzt den Tod ihres Mannes festgestellt habe. Oßwald war an ihrer Seite, bis der Bestatter den Verstorbenen abgeholt hat. Für die Frau sei es wichtig gewesen, dies mitzuerleben. „Das hat mit Begreifen zu tun“, sagt Michael Oßwald.</p> <h2>Sie werden nicht allein gelassen</h2> <p>„Die Menschen sind dankbar, wenn in einer solchen Situation jemand für sie da ist. So ein Schicksalsschlag holt einen von den Füßen“, so Michael Oßwald. Im ersten Moment könne man das Geschehene nicht begreifen, man wolle es einfach nicht wahrhaben. „Der Geist wehrt sich“, schildert er. Und dann komme der Moment, wo man sich der Hilflosigkeit bewusst werde.</p> <p>Die Notfallseelsorger in der PSNV stehen in diesen schweren Momenten als Stütze zur Seite, „bis die betroffene Person stabil ist und ein kleines soziales Netz für die Menschen vorhanden ist“, erklärt Marion Aicheler, ebenfalls Notfallseelsorgerin.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Info-Abend zur psychosozialen Notfallversorgung in Radolfzell</span><span>Die Ökumenische Notfallseelsorge und die Johanniter-Unfall-Hilfe im Landkreis Konstanz veranstalten einen Infoabend zur psychosozialen Notfallversorgung. Er findet am Mittwoch, 29. Oktober, um 19 Uhr beim DRK-Kreisverband, Raum Hohentwiel, Konstanzer Straße 74 in Radolfzell statt. Die Ehrenamtlichen erklären genau, was ihre Tätigkeit beinhaltet und wie die Ausbildung aussieht. Informationen auch auf <a href="https://nfs-kn.de/" target="" title="" rel="noopener">www.nfs-kn.de</a> oder bei Interesse E-Mail an: <a href="mailto:m_aicheler@yahoo.de" target="" title="">m_aicheler@yahoo.de</a></span></label></div> <h2>Plötzlicher Kindstod an Heiligabend</h2> <p>„Es war Heiligabend 2009. Plötzlicher Kindstod.“ Das war Marion Aichelers erster Einsatz, zu dem sie und Michael Oßwald gerufen wurden. Sie kamen bei der Wohnung eines jungen Ehepaars an. „Die Kripo war schon da“, so Aicheler.</p> <p>Die jungen Eltern waren hilflos und verzweifelt. „Das Baby reagiert nicht. Das Kind, das sie zur Welt gebracht haben, lebt nicht mehr. Sie hatten sich auf ihr erstes Weihnachten zu dritt gefreut“, schildert Marion Aicheler, was in den beiden vorgegangen ist. Plötzlicher Kindstod ist kaum zu begreifen. „Das ist furchtbar für junge Eltern“, so Aicheler.</p> <p>Aicheler und Oßwald haben sich um die Eltern gekümmert, während Kriminalpolizei und Notarzt ihre Arbeit gemacht haben. „Wir haben gefragt, ob sie sich von ihrem Kind verabschieden möchten. Wir standen dann alle zusammen am Babybett und haben ein Gebet gesprochen. Später kam der Bestatter mit dem kleinen Kindersarg.“ Marion Aicheler spricht für einen Moment nicht weiter. Es ist ein Moment der Stille, in welchem nochmals an das verstorbene Kind und die verzweifelten Eltern gedacht wird.</p> <p>„Man ist einfach nur da für die Menschen. Man schweigt miteinander, achtet darauf, dass sie etwas trinken nach dem Stress, begleitet Telefonate, denn es kann sein, dass einem wortlos der Telefonhörer gegeben wird, weil derjenige nicht mehr weitersprechen kann“, schildert Marion Aicheler. „Wir gehen zu zweit zum Einsatz. Auf dem Rückweg besprechen wir uns dann, wie es einem mit dem Erlebten geht“, ergänzt sie.</p> <p>Diese Nachbesprechungen sind für die Psyche der Einsatzkräfte wichtig. Supervisionen gebe es ebenso.„Und wir haben Partner, die unser Ehrenamt mittragen und uns auffangen“, sagt Marion Aicheler und Michael Oßwald fügt an: „Jeder hat so seine Strategie.“ „Die Einsatzjacke ausziehen ist dabei ein wichtiges Element“, stellt Marion Aicheler fest und Oßwald erklärt: „Ich hänge damit das Ehrenamt und den Einsatz an den Bügel und bin Privatmensch.“</p> <h2>Flugzeugunglück hat den Ausschlag gegeben</h2> <p>Warum hat sich Marion Aicheler für den ehrenamtlichen Dienst als Notfallseelsorgerin in der PSNV entschieden? „Ausschlaggebend war das Flugzeugunglück in Überlingen. Ich habe in Brachenreuthe gearbeitet, als viele Kinder vom Himmel gefallen sind“, sagt sie. „Ich habe lange Kerosin gerochen. Da war klar, was ich habe: Eine PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) – wie viele von uns.“ Die Betroffenen hätten auch Unterstützung bekommen; dabei zeichnet sie mit ihren Händen Anführungszeichen in die Luft.</p> <p>Nachdem sie ihr eigenes Trauma verarbeitet hatte, entschied sie sich für die Ausbildung für psychosoziale Notfallversorgung. Sie weiß schließlich aus eigener Erfahrung, wie wichtig fachkompetente Begleitung in solchen Extremsituationen ist. „Psychosoziale Notfallversorgung ist ein wichtiger Dienst am Nächsten“, stellt Michael Oßwald fest.</p> <h2>Nur zehn Leute bei 230 Einsätzen</h2> <p>Wie wichtig dieser ehrenamtliche Dienst ist, zeigt sich auch an der Statistik 2024 für den Landkreis Konstanz. Die Notfallseelsorger wurden im vergangenen Jahr zu 230 Einsätzen alarmiert und begleiteten 1066 Menschen. Aber die Helfer in der Not haben ein Problem: Sie sind zu wenige. „Wir haben aktuell nur sechs Notfallseelsorger, zwei vom Kriseninterventionsteam sowie derzeit vier Hospitanten“, so Aicheler.</p> <p>Sie brauchen dringend Verstärkung, denn „manchmal hat man schon ein schlechtes Gewissen, wenn man in den Urlaub geht; das kann es nicht sein“, sagt Aicheler. „Um den Landkreis Konstanz richtig abdecken zu können, bräuchten wir insgesamt 20 bis 25 Notfallseelsorger. Das ist das absolute Minimum“, so Oßwald. Beide hoffen, dass viele Interessierte zur Informationsveranstaltung kommen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Plötzlicher Schicksalsschlag: Sie sind den Betroffenen eine Stütze, wenn die Welt stillsteht]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 15:04:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Vogelgrippe breitet sich in Deutschland aus: Wie ist die Lage am Bodensee?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/vogelgrippe-breitet-sich-in-deutschland-aus-wie-ist-die-lage-am-bodensee-27-10-25;art372432,12505774 ]]></link>      <description><![CDATA[  Aktuell führt die Vogelgrippe zu einer Häufung von toten Kranichen. Jahr für Jahr machen Zugvögel auf ihrem Weg in den Süden in der Bodenseeregion Halt. Gefahr besteht aber auch für andere Vögel, die hier überwintern.  ]]></description>
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          Aktuell führt die Vogelgrippe zu einer Häufung von toten Kranichen. Jahr für Jahr machen Zugvögel auf ihrem Weg in den Süden in der Bodenseeregion Halt. Gefahr besteht aber auch für andere Vögel, die hier überwintern.<br>
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        Aktuell führt die Vogelgrippe zu einer Häufung von toten Kranichen. Jahr für Jahr machen Zugvögel auf ihrem Weg in den Süden in der Bodenseeregion Halt. Gefahr besteht aber auch für andere Vögel, die hier überwintern.



        <p>Wenn Wetter und Temperaturen im Herbst ungemütlich werden, ist für Zugvögel die Zeit gekommen, sich auf den Weg in ihre Winterquartiere zu machen. Das könnte in diesem Jahr allerdings zu Problemen führen: In mehreren Bundesländern, <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/vogelgrippe-ausgebrochen-15000-tiere-werden-in-baden-wuerttemberg-getoetet;art417930,12505201" target="_blank" title="Vogelgrippe: 15.000 Tiere werden im Südwesten getötet">darunter auch Baden-Württemberg</a>, breitet sich die Vogelgrippe aus. Unter Wildvögeln sind besonders Kraniche betroffen.</p> <p>Experten befürchten nun, dass sich der Virus durch den Vogelzug ausbreiten könnte. Kraniche sind auch Jahr für Jahr am Bodensee zu sehen, wenn sie auf dem Weg gen Süden hier eine Pause einlegen. „Bislang sind uns keine Fälle bekannt“, sagt Lisa Maier vom Naturschutzbund-Bodenseezentrum auf SÜDKURIER-Anfrage.</p> <p>Die Expertin für Avifaunistik – die wissenschaftliche Untersuchung der Vogelwelt einer Region – fügt hinzu: „Der Kranich-Zug hier in der Region hat auch erst vor einer guten Woche begonnen und sollte nun in den nächsten Tagen, eventuell nach der Schlechtwetter-Phase sein Hoch erreichen.“</p> <p>Es könnten sich also durchaus noch Vögel auf den Weg machen und dabei auch am Bodensee Halt machen. Allerdings würden verglichen mit Brandenburg hier nur eine sehr geringe Zahl an Kranichen vorbeiziehen, sagt Maier.</p> <h2>Immer wieder Ausbrüche der Vogelgrippe am Bodensee</h2> <p>Dass es um diese Jahreszeit generell mehr Fälle von Vogelgrippe gibt, ist nicht ungewöhnlich. „Auch in den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Ausbrüchen der Vogelgrippe am Bodensee. Dies ist auch in diesem Jahr nicht auszuschließen“, sagt Maier. Wichtig sei, dass sich Menschen angemessen verhalten, betont sie. Das bedeutet: „Fassen Sie tote Vögel nicht an, halten Sie Ihre Hunde an der Leine und melden Sie tote Vögel bei der Gemeinde.“</p> <p>Aktuell scheinen vor allem Kraniche an dem Virus zu sterben, in Brandenburg wurden mehr als 1000 tote Tiere gemeldet, meldet der Naturschutzbund (Nabu) Baden-Württemberg in einer Pressemitteilung. Eine Gefahr besteht aber auch für andere Arten.</p> <p>Lisa Maier vom Nabu-Bodenseezentrum zählt Enten, Schwäne, Möwen und Seeschwalben auf. „Eine große Zahl von Enten, bis zu einer Viertelmillion, überwintern hier am Bodensee. Das Gros der Enten zieht voraussichtlich Anfang bis Mitte November hierher“, so die Expertin. Für Singvögel spiele die Vogelgrippe keine Rolle.</p>]]>
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      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 12:43:00 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Aus einem Dreckhaufen Energie machen": Klimaschutzpreis 2025 feiert kreative Ideen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/orsingen-nenzingen/klimaschutzpreis-2025-feiert-kreative-ideen;art372454,12505706 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bei Peter Riegel Weinimport in Orsingen-Nenzingen wurde der diesjährige Klimaschutzpreis des Landkreises verliehen. Die vier Gewinner zeigen, wie lokales Engagement die Nachhaltigkeit in der Region voranbringt.  ]]></description>
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          Bei Peter Riegel Weinimport in Orsingen-Nenzingen wurde der diesjährige Klimaschutzpreis des Landkreises verliehen. Die vier Gewinner zeigen, wie lokales Engagement die Nachhaltigkeit in der Region voranbringt.<br>
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        Bei Peter Riegel Weinimport in Orsingen-Nenzingen wurde der diesjährige Klimaschutzpreis des Landkreises verliehen. Die vier Gewinner zeigen, wie lokales Engagement die Nachhaltigkeit in der Region voranbringt.



        <p>Zwischen hölzernen Fässern und Regalen gefüllt mit Weinen herrschte am Mittwochabend, 22. Oktober, gespannte Erwartung: Im Familienunternehmen Peter Riegel Weinimport in Orsingen wurde zum vierten Mal der Klimaschutzpreis des Landkreises Konstanz verliehen. Rund 50 Gäste aus Wirtschaft, Politik und den Reihen der Preisträger versammelten sich dort, wo Nachhaltigkeit längst gelebter Alltag ist. Insgesamt wurden drei Hauptprojekte mit dem Klimaschutzpreis ausgezeichnet und ein Sonderpreis verliehen.</p> <p>Mit den Worten „Herzlich willkommen in dieser Wahnsinns-Location“, eröffnete Landrat Zeno Danner die Preisverleihung. Er dankte Gastgeber Felix Riegel für die vorher stattgefundene Führung durch den Betrieb – und für das, was das Familienunternehmen seit Jahren in Sachen Klimaschutz leiste. „Ihr Ziel, den CO2-Fußabdruck auf null zu bringen und dort zu halten“, sei laut Danner beispielhaft.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zum Unternehmen</span><span>Peter Riegel Weinimport ist ein Familienbetrieb mit rund 100 Mitarbeitenden und feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Das Unternehmen importiert biologische Weine aus aller Welt, setze auf „100 Prozent Bio“ und ist nach dem We-Care-Standard des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) zertifiziert. Es unterstützt Projekte wie das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft und wurde erst kürzlich mit dem Lea-Mittelstandspreis 2025 ausgezeichnet. „Wir verstehen Weinhandel im Sinne des Klimaschutzes, der sozialen Verantwortung und der Nachhaltigkeit“, sagte Felix Riegel.</span></label></div> <h2>Drei Preisträger, ein Ziel</h2> <p>Die Jury für den Klimaschutzpreis des Landkreises Konstanz, bestehend aus Vertretern von Verwaltung, Energieberatung und Kreistag, habe sich in diesem Jahr ungewöhnlich schnell auf die Preisträger geeinigt – ein Umstand, der laut Gerd Burkert, Geschäftsführer der Energieagentur Kreis Konstanz und Mitglied der Vergabejury, für die Qualität der Gewinner spreche. Burkert erklärte, die Auswahl sei harmonisch getroffen worden: „Wir haben viel diskutiert, aber am Ende war klar: Die heutigen Preisträger übernehmen eine echte Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit“, sagte er.</p> <h2>CO2-Einsparung auf Mehrfamilienhausdächern</h2> <p>In der Kategorie Privatpersonen und Haushalte ging der mit 5000 Euro dotierte Preis an Patrick-Noël Horstmeier, Shunko Bolsée und Simon Ducret. Ihr Projekt trägt den Titel „Die schlafenden Riesen der Energiewende wecken – Erarbeitung von Lösungsansätzen für Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern.“</p> <p>„Mehrfamilienhausdächer eignen sich hervorragend für Photovoltaik – und trotzdem bleibt ihr Potenzial ungenutzt“, erklärte Horstmeier. Weniger als ein Prozent der Mehrfamilienhäuser seien bisher mit Solaranlagen ausgestattet, obwohl sie durch größere Dächer ideale Voraussetzungen bieten würden. Gründe für den langsamen Ausbau sind laut Horstmeier unter anderem steuerliche Hürden und fehlende Infrastruktur zur genauen Abrechnung des erzeugten Stroms.</p> <p>Daher entwickelten die Preisträger einen Prototyp, der praxisnah umgesetzt werden kann. „Bereits in Konstanz wurde die erste Anlage installiert, und Gespräche für weitere Projekte in der Region laufen“, sagte Horstmeier.</p> <h2>Sanfter Tourismus auf der Höri</h2> <p>Den zweiten Preis in der Kategorie Organisationen und Vereine erhielt der Schwarzwaldverein Öhningen-Höri für das Projekt „Mit dem ÖPNV zu touristischen Zielen“, ebenfalls dotiert mit einem Preisgeld von über 5000 Euro. Unter der Leitung von Sylvia Hartmann vernetzt das Projekt kulturelle Einrichtungen und Wanderwege auf der Höri über den öffentlichen Bus 200, um sanften Tourismus zu fördern und gleichzeitig Umweltbelastung zu reduzieren: „Wir wollten etwas Umweltfreundliches, das weder zusätzlichen Verkehr verursacht noch zusätzlichen Personalaufwand bedarf“, erklärte Hartmann.</p> <p>Mit einem Flyer und der eigens entwickelten App „zeigmal“ werden Besucher zu rund 20 kulturellen Einrichtungen auf der Höri geleitet, die bequem mit dem Bus erreichbar sind. So können sie individuell ihre Routen zusammenstellen, Erlebnispunkte wie Museen, Kirchen oder Wanderwege auswählen und selbst bestimmen, welche Stationen für sie besonders interessant sind.</p> <h2>Strom vom Lärmschutzwall</h2> <p>In der Kategorie Unternehmen, Kommunen, öffentliche Einrichtungen wurde die Gemeinde Allensbach für das Projekt „Photovoltaik auf dem Lärmschutzwall der B33“ ausgezeichnet – ein Preis ohne Preisgeld. Allenbachs Bürgermeister Stefan Friedrich präsentierte das Leuchtturmprojekt, das aus der Bürgerschaft und der Lokalen Agenda 21 entstanden ist. Ziel sei es, CO2-Emissionen zu reduzieren und den Ausbau erneuerbarer Energien in der Gemeinde voranzutreiben.</p> <p>Die Umsetzung stellte das Team vor große Herausforderungen: Der Wall liegt im Außenbereich, die Eigentumsverhältnisse waren komplex, und die Fertigstellung der Bundesstraße ist erst für 2034 geplant. Durch vertragliche Regelungen mit dem Bund und interkommunale Zusammenarbeit konnte das Projekt dennoch realisiert werden. Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen, wie eine vier Meter hohe Hecke zur Blendvermeidung und Schafbeweidung zur Flächenpflege sorgen dafür, dass Flora und Fauna geschützt bleiben.</p> <p>Inzwischen liefern 3386 Solarmodule auf dem Wall 1,82 Megawatt Strom, der von den Stadtwerken Konstanz abgenommen und als Ökostromtarif an die Allensbacher Bevölkerung vertrieben wird. Die jährliche CO2-Ersparnis liege bei rund 1300 Tonnen. „Wir haben gezeigt, dass man aus einem Dreckhaufen Energie machen kann“, sagte Friedrich schmunzelnd. „Kein Baum musste gefällt, kein Acker geopfert werden“, betonte er. Dies sei nachhaltiger Klimaschutz, der funktioniere.</p> <h2>Sonderpreis für außergewöhnliches Engagement</h2> <p>Neben den regulären Preiskategorien wurde in diesem Jahr erstmals ein Sonderpreis vergeben, um herausragendes Engagement zu würdigen. Uschi Rottinger, Lehrkraft an der Eichendorff-Realschule Gottmadingen, erhielt diese Auszeichnung für ihre langjährige Einreichung erfolgreicher Klimaschutzprojekte.</p> <p>Rottinger habe laut Landrat Danner ihre Projekte „mit Ruhe und viel Kraft umgesetzt“ und setze damit ein Beispiel, wie Lehrkräfte Schüler für Klimaschutz begeistern können. Rottinger zeigte sich dankbar: „Ohne die Unterstützung der Schulleitung, der Gemeinde Gottmadingen und meines Mannes wäre das nicht möglich gewesen. Ich habe schon neue Ideen, und auch im nächsten Jahr werde ich wieder Projekte einreichen“, betonte sie abschließend.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 23 Oct 2025 16:21:28 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Tourismus ja – aber mit Augenmaß: Gemeinderat zieht bei Schutz von Wohnraum nach  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/moos/moos-diskutiert-ueber-die-einfuehrung-eines-zweckentfremdungsverbot-27-10-25;art372450,12505039 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach Gaienhofen hat sich nun auch Moos für die Prüfung eines Zweckentfremdungsverbots von Wohnraum ausgesprochen. Ferien- und Zweitwohnungen hätten es dann schwieriger. Bürgermeister Krauss spricht von einem Balanceakt.  ]]></description>
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          Nach Gaienhofen hat sich nun auch Moos für die Prüfung eines Zweckentfremdungsverbots von Wohnraum ausgesprochen. Ferien- und Zweitwohnungen hätten es dann schwieriger. Bürgermeister Krauss spricht von einem Balanceakt.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/moos/moos-diskutiert-ueber-die-einfuehrung-eines-zweckentfremdungsverbot-27-10-25;art372450,12505039]]></guid>
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        Nach Gaienhofen hat sich nun auch Moos für die Prüfung eines Zweckentfremdungsverbots von Wohnraum ausgesprochen. Ferien- und Zweitwohnungen hätten es dann schwieriger. Bürgermeister Krauss spricht von einem Balanceakt.



        <p>Vom Tourismus leben, aber trotzdem genug bezahlbaren Wohnraum für Einheimische haben: einfach ist dieser Balanceakt für keine Gemeinde, vor allem nicht am Bodensee. In den vergangenen Jahren stiegen die Preise in der Region, unter anderem auch auf der Höri, spürbar an. Regulärer Wohnraum wird knapper. Die Ursachen dafür sehen einige in immer mehr Ferien- und Zweitwohnungen, weshalb einige Gemeinden am See nun gegensteuern wollen.</p> <p>Nachdem im vergangenen Jahr bereits Radolfzell <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/schluss-mit-illegalen-ferienwohnungen-in-radolfzell-so-kommt-verbot-voran;art372455,12179224" title="Stadt will illegale Ferienwohnungen vom Markt nehmen: So läuft die Umsetzung des Verbots">eine Satzung zum Zweckentfremdungsverbot von Wohnraum eingeführt hat</a>, stimmte vor einigen Tagen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/tourismus-sorgt-fuer-wohnraummangel-so-moechte-die-gemeindeverwaltung-nun-reagieren;art372440,12500730" title="Tourismus sorgt für Wohnraummangel: So möchte die Gemeindeverwaltung nun reagieren">Gaienhofens Gemeinderat dafür, ein solches Vorhaben zumindest zu prüfen</a>. In Konstanz gibt es ein solches Modell schon lange. Nun hat auch Moos nachgezogen, in einer jüngsten Sitzung stimmte der Rat für das gleiche Vorhaben wie in Gaienhofen.</p> <h2>So viele Ferienwohnungen gibt es in Moos</h2> <p>Zwar ist Moos nicht ganz so stark betroffen. So gibt es laut den Sitzungsunterlagen in Bankholzen derzeit neun Ferienwohnungen, in Weiler acht, in Iznang 18 und in Moos 24 – also insgesamt 59 und damit deutlich weniger als in Gaienhofen, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/tourismus-am-bodensee-warum-gaienhofen-so-viel-mehr-besucher-pro-einwohner-anlockt;art372440,12487718" title="Gaienhofen top, Radolfzell nicht? Warum die Tourismus-Zahlen so unterschiedlich sind">das noch mehr auf Tourismus setz</a>t. „Wir sind noch nicht im alarmierenden Bereich“, so Bürgermeister Patrick Krauss.</p> <p>Doch in den vergangenen Monaten habe man eine zunehmende Zahl von Anträgen auf Nutzungsänderung von<br /> Wohnraum in Gewerbeeinheiten, insbesondere Ferienwohnungen, zu verzeichnen gehabt. Laut Krauss gibt es wöchentlich Anfragen. „Diese Entwicklung führt dazu, dass dauerhaft benötigter Wohnraum dem Markt entzogen wird“, stellt die Verwaltung ihre Befürchtung in den Unterlagen klar. Zumal in den erfassten Zahlen eine mögliche Dunkelziffer noch fehlt.</p> <h2>Art der Ferienwohnungen ändert sich</h2> <p>Neben dem finanzwirtschaftlich positiven Aspekten durch die Einnahmen des Tourismus müsse man die negativen Folgen für den Wohnungsmarkt berücksichtigen, findet die Verwaltung. Die Entwicklung zeige zudem, dass es sich nicht mehr nur um die klassische Umnutzung von Einliegerwohnungen handele, bei dem der Vermieter zumindest selbst direkt nebenan im Ort wohnt. Stattdessen würden immer häufiger ganze Doppelhaushälften und vergleichbare Wohneinheiten in Feriendomizile umgewandelt.</p> <p>Problematisch sei, dass die Vermarktung häufig nicht durch ortsansässige Eigentümer erfolge, sondern teils sogar durch spezielle Agenturen. Dies führe in der Praxis vermehrt zu Beschwerden, etwa durch Partylärm, Parkplatzprobleme oder mangelnde Rücksichtnahme auf die Nachbarschaft. Bebauungspläne könnten dies laut Bürgermeister Patrick Krauss nur schwer und mit viel Aufwand regeln. Er spricht von einer Gebietsumstrukturierung durch die Hintertür, wenn zu viele Ferienwohnungen entstehen.</p> <h2>Was ist ein Zweckentfremdungsverbot?</h2> <p>Die Verwaltung hat sich daher, in Abstimmung mit Nachbargemeinden, mit möglichen Gegenmaßnahmen befasst. Eine Option: Das in Baden-Württemberg gültige Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum. Dies ermöglicht Gemeinden mit Wohnraummangel für jeweils höchstens fünf Jahren kommunale Satzungen zu erlassen, um die Umwandlung von Wohnräumen in gewerbliche Ferienwohnungen einer Genehmigungspflicht zu unterwerfen und Verstöße mit einem Bußgeld zu sanktionieren.</p> <p>Dafür müssen die Gemeinden jedoch vier von fünf Kriterien hinsichtlich Wohnraummangels erfüllen. Moos erfüllt laut Bürgermeister Patrick Kraus derzeit zwar nur eines sicher, man sei jedoch optimistisch, bei einer genauen Prüfung weitere zu erfüllen.</p> <p>Um auch die Zahl der Zweitwohnungen im Ort, derzeit sind es laut Krauss 138, zu steuern, käme zudem eine Satzung über die Genehmigungspflicht für die Begründung und Teilung von Wohneigentum in Frage. Diese sieht vor, dass die Gemeinde Teilungen genehmigen muss.</p> <h2>Gemeinderat stimmt für Vorhaben</h2> <p>Die Gemeinderäte stimmten dem Verwaltungsvorschlag zu, die notwendigen Schritte rechtlich überprüfen zu lassen und die Verwaltung damit zu beauftragen, entsprechende Satzungen vorzubereiten. Bestehende genehmigte Ferienwohnungen wären nicht betroffen. Die Kosten für die Prüfung der Voraussetzungen für den Erlass beider Satzungen schätzt die Verwaltung auf 7000 Euro.</p> <p>Krauss stellt im Anschluss gegenüber dem SÜDKURIER klar: „Wir wollen den Tourismus nicht verbieten. Im Gegenteil: Wir schätzen Tourismus und brauchen ihn auch. Aber es muss mit Augenmaß geschehen.“ Gerade Ferienwohnungen, deren Vermieter selbst im Ort leben, wünsche man sich sogar. Man wolle aber eine weitere Zunahme steuern und begrenzen können. Der Wohnraum im Ort diene in erster Linie dazu, den Bedarf der Eheimischen zu decken.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 16:34:02 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Geht Öhningen bald vom Netz? Gemeinderat lehnt Mobilfunkstandort am Sportplatz ab  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/mobilfunk-streit-in-oehningen-droht-der-gemeinde-bald-funkstille-sogar-beim-notruf-24-10-25;art372453,12504238 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Telekom schlug im Sommer einen Standort für einen Mobilfunkmasten vor. Doch der Rat ist dagegen, denn das Denkmalamt könnte den Ort ablehnen. Wenn sich keine Alternative findet, würde das sogar den Notruf gefährden.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Telekom schlug im Sommer einen Standort für einen Mobilfunkmasten vor. Doch der Rat ist dagegen, denn das Denkmalamt könnte den Ort ablehnen. Wenn sich keine Alternative findet, würde das sogar den Notruf gefährden.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/mobilfunk-streit-in-oehningen-droht-der-gemeinde-bald-funkstille-sogar-beim-notruf-24-10-25;art372453,12504238]]></guid>
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        Die Telekom schlug im Sommer einen Standort für einen Mobilfunkmasten vor. Doch der Rat ist dagegen, denn das Denkmalamt könnte den Ort ablehnen. Wenn sich keine Alternative findet, würde das sogar den Notruf gefährden.



        <p>Die Deutsche Telekom sucht seit Jahren einen geeigneten Standort für einen Sendemast in Öhningen. Nahezu flächendeckend möchte sie die Ortschaft mit der neuesten Mobilfunk-Technologie 5G versorgen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/macht-mobilfunk-krank-oder-nicht-bundesamt-fuer-strahlenschutz-gibt-in-oehningen-antworten;art372453,12484505" title="Macht Mobilfunk krank oder nicht? Bundesamt für Strahlenschutz gibt in Öhningen Antworten">Bedenken über eine mögliche gesundheitliche Schädigung – selbst bei Kindern, Kranken und Senioren – konnten von Mitarbeitern des Bundesamts für Strahlenschutz in einer Sitzung des Gemeinderats ausgeräumt werden</a>.</p> <p>Der Gemeinderat machte sich schließlich mit dem Gedanken vertraut, dass der von der Telekom als äußerst ideal beschriebene Standort vor dem Fußballfeld an der Höristraße geeignet sein könnte – trotz seiner Nähe zur Grundschule und zum Kindergarten. Dieser Standort könnte aber nun stattdessen aus einer ganz anderen Richtung torpediert werden: Vom Denkmalschutz. Denn in 200 Metern Entfernung vom geplanten Standort befindet sich das Augustiner Chorherrenstift. Der Sendemast droht die Sichtachsen auf das ehemalige Kloster optisch zu beeinträchtigen.</p> <h2>Telekom will an den Sportplatz, das Denkmalamt ist dagegen</h2> <p>Der Öhninger Gemeinderat wollte in seiner jüngsten Sitzung eigentlich das Dialog-Verfahren für den Standort des Sendemasts abschließen. Den Standort am Öhninger Flurstück Metzger wollte die Deutsche Telekom nicht realisieren, sagte Bürgermeister Andreas Schmid, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/neuer-standort-fuer-mobilfunkmast-in-oehningen-vorgeschlagen;art372453,12430398" title="Kommt ein Mobilfunkmast jetzt doch ganz woanders hin? Gemeinderat verschiebt das Thema weiter">sie strebe vielmehr eine Realisierung am Fußballplatz an</a>. Dabei könnte eine Fluchtlichtanlage durch einen Sendemast ersetzt werden.</p> <p>Schmid habe aber die Telekom vorab informiert, dass der geplante Standort die Sichtbeziehung auf das Augustiner Chorherrenstift beeinträchtigen wird. Die Verwaltung geht davon aus, dass das Amt für Denkmalschutz den geplanten Standort deshalb nicht mittragen wird. Zumal sich der Standort am Rand des Fußballfeld auf einem Landesgrundstück befindet. Schmid könne sich nicht vorstellen, dass das Land diese Fläche zur Verfügung stellen würde, wenn das Landesdenkmalamt diesen Standort ablehnt. Diesbezüglich läge der Verwaltung bereits eine Entscheidung vor.</p> <h2>Droht sogar ein Rückzug der Telekom?</h2> <p>Positioniere sich nun der Gemeinderat für diesen Standort und werde dieser vom Denkmalamt abgelehnt, so treffe die Gemeinde keine Schuld, sagte Schmid. Könne sich die Gemeinde aber nicht für diesen Standort entscheiden, so sei auch das Einigungsverfahren mit der Telekom beendet, informierte der Bürgermeister.</p> <p>Schmid zeigte dem Rat mögliche Optionen auf: Die Telekom könnte sich grundsätzlich gegen den Bau eines Sendemasts entscheiden. Sie sei dazu nicht verpflichtet. Oder sie könnte den Mast an einem anderen Standort privatwirtschaftlich errichten – und zwar ohne Einfluss der Gemeinde.</p> <h2>So reagieren die Gemeinderäte</h2> <p>Gemeinderat René Zimmermann (CDU) befürwortete zwar ein gutes Netz für den Mobilfunk, sprach sich aber gegen den geplanten Standort am Sportplatz aus. Er schloss sich dem Amt für Denkmalschutz an und kündigte an, gegen den geplanten Standort zu stimmen. Er lehne auch die Äußerung der Telekom ab, dass diese nicht in Richtung Schweiz senden dürfe. Auf Schweizerischer Seite würde er in Richtung Konstanz permanent deutsches Netz empfangen, äußerte Zimmermann seine Skepsis bezüglich des Arguments der Telekom.</p> <p>Justus Wolf (IGW) befürchtete, dass die Deutsche Telekom freie Hand bekäme und den Sendemast privatwirtschaftlich an einem von ihr freigewählten Standort aufbauen könnte. Gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen Thorsten Otterbach (IGW) schlug er vor, den Standort von der Klosteranlage weg in Richtung des Discounters an den östlichen Rand des Spielfelds zu verschieben.</p> <h2>Wie geht es nun weiter?</h2> <p>Bürgermeister Andreas Schmid verwarf die Idee, da diese Fläche zu nah am Parkplatz und an der Straße liegen würde. Zudem gebe es dort keine Fluchtlichtanlage, die durch den Mast ersetzt werden könnte. Er sehe keine Chance dort einen Mast zu errichten.</p> <p>Schmidt informierte den Rat auch darüber, dass Anlagen für den Mobilfunk aktuell von herausragender Bedeutung und deren Standorte auch in Naturschutzgebieten zulässig seien. Seiner Meinung nach könnte der Mast zwischen Bäumen stehen. Ein potentieller Standort in der Nähe einer Besiedlung, wie zum Beispiel im Öhninger Enddorf, wäre technisch auch denkbar.</p> <p>Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung lehnte der Gemeinderat am Ende den Standort am Fußballfeld vor dem Augustiner Chorherrenstift ab. Der Rat bietet der Telekom aber weiterhin seine Zusammenarbeit an, einen geeigneten Standort zu suchen.</p> <h2>Sogar der Notruf ist in Gefahr</h2> <p>Sollten dies nicht gelingen, könnte das massive Folgen haben. Denn aktuell ist Öhningen beim Mobilfunk mit dem (bereits veralteten) 2G-Standard versorgt. Er wird in Deutschland seit mehr als 30 Jahren für die Sprach- und Datenverbindungen genutzt. Als erster deutscher Mobilfunk-Anbieter kündigte die Deutsche Telekom an, dass sie voraussichtlich Ende Juni 2028 diesen GSM-Standard abschalten wird.</p> <p>Einigen sich der Öhninger Gemeinderat und die Deutsche Telekom auf keinen Standort für den Mobilfunk mit dessen neuesten 4G und 5G-Technologien, so verbleibt die Möglichkeit einen Mast auf einem privaten Grundstück zu errichten. Doch bei ihrem jüngsten Vortrag vor dem Gemeinderat machte die Telekom deutlich, dass sie auf den Standort vor dem Augustiner Chorherrenstift beharrt und Öhningen nicht grundsätzlich an die neueste Technologie anschließen muss. Dies sei ein freiwilliges Angebot.</p> <p>Kommt es sowohl privatwirtschaftlich wie auch kommunalrechtlich zu keiner Einigung, könnte Öhningen ab Ende Juli 2028 vom Mobilfunk isoliert sein. Denn auch andere Netzbetreiber beabsichtigen, den GSM-Standard aufzugeben. In diesem Fall wären in Öhningen nicht einmal mehr Notrufe via Mobilfunk möglich.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Geht Öhningen bald vom Netz? Gemeinderat lehnt Mobilfunkstandort am Sportplatz ab]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 16:15:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[AfD rüttelt im Kreistag an der Brandmauer, doch die CDU bleibt standhaft  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/afd-ruettelt-im-kreis-konstanz-an-der-brandmauer-doch-die-cdu-bleibt-standhaft;art372432,12504211 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.  ]]></description>
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          Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.



        <p>Es ist ein Nebenschauplatz, wenn man die Zahlen in Relation setzt. 10.000 Euro stehen 585 Millionen Euro gegenüber. Im Konstanzer Kreistag geht es am Montag, 20. Oktober, vor allem um die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mehr-als-eine-halbe-milliarde-euro-betraegt-der-rekordhaushalt-fuer-2026-22-10-25;art372432,12503520" target="_blank" title="Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026">Einbringung des Haushalts für das kommende Jahr</a>. Die AfD-Fraktion nutzt die Sitzung auch, um ein eigentlich schon abgeschlossenes Thema wieder anzusprechen. Damit will sie gleichzeitig erreichen, dass die CDU-Fraktion mit ihr gemeinsam abstimmt. Der Plan ist in doppelter Hinsicht gescheitert.</p> <p>Der AfD geht es um die Seenotrettung. Genauer gesagt: Die Unterstützung in Form von 10.000 Euro, die der Kreis Konstanz jährlich an die private Seenotrettungsorganisation Sea-Eye zahlt, soll eingestellt werden. Das Thema scheint für die Fraktion zu drängend zu sein: Schon zu Beginn der Kreistagssitzung beantragt sie, dass dieser Punkt – eigentlich Nummer 12 auf der Tagesordnung – früher behandelt wird.</p> <p>Auf Nachfrage von Landrat Zeno Danner will der Fraktionsvorsitzende Michael Stauch keine Begründung liefern. Sie sei offensichtlich, sagt er lediglich. Das Vorhaben bleibt ohne Erfolg, niemand außerhalb der AfD-Fraktion stimmt zu, den Punkt früher zu behandeln. Die AfD beantragt, die Unterstützung ab dem Haushaltsjahr 2026 ersatzlos zu streichen. In kommenden Haushaltsplänen soll sie zudem nicht mehr berücksichtigt werden.</p> <h2>Das Thema hat eine Vorgeschichte</h2> <p>Kritik daran kam auch schon von der CDU-Fraktion. Im Dezember 2024 löste der Vorstoß, die Unterstützung dran zu knüpfen, dass in Seenot aufgegriffene Menschen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/retten-ja-aber-bitte-wieder-zurueckbringen-cdu-stellt-unterstuetzung-der-seenotrettung-in-frage;art372432,12257917" target="_blank" title="Retten ja, aber bitte wieder zurückbringen: CDU stellt Unterstützung der Seenotrettung in Frage">wieder an ihren Abfahrtsort gebracht werden</a>, Diskussionen aus. Unterschrieben war der Antrag von allen 23 Fraktionsmitgliedern. Die Haushaltsmittel wurden dennoch bereitgestellt, das Thema sollte später wieder im Sozialausschuss des Kreistags diskutiert werden.</p> <p>Auch eine <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/nichts-ist-gut-in-der-seenotrettung-erklaerung-des-konstanzer-ob-loest-heftige-reaktionen-aus;art372432,12259851" target="_blank" title="„Nichts ist gut in der Seenotrettung“: Erklärung des Konstanzer OB löst heftige Reaktionen aus">Erklärung des Konstanzer Oberbürgermeisters Uli Burchardt</a>, Mitglied der CDU-Fraktion im Kreistag, löste heftige Reaktionen aus. „Ich betrachte diese Form der privaten Seenotrettung, so gut sie auch gemeint ist, als mitverantwortlich für das Entstehen krimineller Schlepperbanden“, schrieb Burchardt darin. Landkreise, Städte und Gemeinden seien beim Thema Migration überlastet und frustriert.</p> <p>Wieder auf den Tisch kam die Unterstützungszahlung für die private Seenotrettung dann im vergangenen April. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/landkreis-konstanz-gibt-10000-euro-fuer-seenotrettung-im-mittelmeer-zumindest-noch-in-diesem-jahr;art372432,12357379" target="_blank" title="Nach Debatte um Seenotrettung: CDU rudert bei umstrittenem Antrag zurück">Dabei ruderte die CDU zurück</a>: Von Bedingungen war keine Rede mehr, stattdessen solle die Zahlung ab 2026 eingestellt werden. Eine Abstimmung über den ursprünglichen Antrag sei nicht mehr nötig, hieß es damals, die CDU werde die Mittel im kommenden Haushalt aber nicht mehr mittragen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Unterstützung auf 0 Euro gesetzt</span><span>Über eine Formulierung der AfD wundert sich Landrat Zeno Danner in der Kreistagssitzung sichtlich. Der Fraktionsvorsitzende Stauch stellt in den Raum, dass die Zahlung für die Seenotrettung still und heimlich wegfalle. Danner erinnert daran, dass über dieses Thema im Sozialausschuss behandelt wurde. Dabei wurde eine Prioritätenliste des Referats Integration für den Haushalt 2026 diskutiert. Der Punkt „Patenschaft Seenotrettung“ ist darin für den kommenden Haushalt mit 0 Euro aufgeführt.</span></label></div> <h2>AfD fordert Zustimmung der CDU ein</h2> <p>Auf diese Aussage bezieht sich die AfD-Fraktion in der jüngsten Sitzung des Kreistags nun mit ihrem Antrag. Die Einschätzung, dass der Landkreis sich auf kommunale Themen konzentrieren solle, teile die Fraktion. In der Begründung lässt sich allerdings noch ein anderes Ziel erkennen: Sollte die CDU-Fraktion nicht zustimmen, würden die Mittel im kommenden Haushalt erhalten bleiben. Stauch fordert die Fraktion direkt auf, das „Brandmauer-Denken“ abzuschaffen.</p> <p>Andreas Hoffmann (CDU) macht deutlich, wie seine Fraktion zu diesem Vorstoß steht. Man werde den Antrag geschlossen ablehnen, es brauche ihn nicht. Im Sozialausschuss sei bereits beschlossen worden, das Geld für Projekte im Landkreis zu nutzen. „Sie wissen genau, warum Sie den Antrag gestellt haben“, sagt er in Richtung der AfD. Bei der Abstimmung scheitert der AfD-Antrag, nur die eigenen Fraktionsmitglieder heben dafür ihre Hand. Alle anderen Mitglieder des Kreistags stimmen dagegen.</p> <p>Am Tag nach der Kreistagssitzung versendet die AfD-Fraktion eine Pressemitteilung, in der sie der CDU Wortbruch vorwirft. Sie lasse sich „erneut vor den Karren der links-grünen Asylpolitik spannen“. Weiter heißt es, das „Parteikartell“ habe sich dazu entschieden, die Mittel im Haushalt anders zu verwenden. In der Mitteilung kündigt die Fraktion auch an, das Thema in den anstehenden Haushaltsberatungen erneut zu diskutieren.</p> <p>Auch das Bündnis „Konstanz für Demokratie“ versendet im Nachgang eine Pressemitteilung. Man begrüße die fraktionsübergreifende Ablehnung des Antrags. „Die CDU bekennt sich auf Bundesebene mit klaren Worten und die CDU-Fraktion im Kreistag mit ebensolchen Taten zur Brandmauer gegen die rechtsradikale AfD“, wird <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/diese-konstanzerin-macht-werbung-fuer-die-demokratie-und-bewegt-damit-einiges;art372448,11926382" target="_blank" title="Diese Konstanzerin macht &amp;bdquo;Werbung für die Demokratie&amp;ldquo; &amp;ndash; und bewegt damit einiges">Katrin Brüggemann, eine Sprecherin des Bündnisses</a>, zitiert.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[AfD rüttelt im Kreistag an der Brandmauer, doch die CDU bleibt standhaft]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 15:48:02 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mehr-als-eine-halbe-milliarde-euro-betraegt-der-rekordhaushalt-fuer-2026-22-10-25;art372432,12503520 ]]></link>      <description><![CDATA[  Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.  ]]></description>
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          Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.<br>
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        Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.



        <p>Über Zahlen spricht Zeno Danner kaum, er nennt nur wenige. Der Landrat bringt den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr ein. Einerseits geht es um Stellen, die abgebaut werden, wenngleich die Personalkosten weiter steigen. Andererseits um die geplanten Investitionen für das aktuell wohl größte Projekt des Landkreises, den Klinikneubau in Singen. Und um eine Zahl, die für Vertreter von Städten und Gemeinden besonders wichtig ist: die Kreisumlage.</p> <p>Diese wird für 2026 höher ausfallen als bisher. Und laut aktueller Planung wird sie in den kommenden Jahren weiter steigen. Schon Anfang Oktober merkte der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt im Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistags an, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025" target="_blank" title="Angst vor leeren Kassen und Empörung unter Bürgermeistern: „Uns brennt der Kittel!“">dass die Stadt der Abgabe hinterher spare</a>.</p> <p>Bevor es in seiner Rede überhaupt um Zahlen geht, nennt Danner Beispiele dafür, was der Landkreis leistet. Das <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/in-konstanz-entsteht-eine-neue-heimat-fuer-berufsschueler-jetzt-wurde-richtfest-gefeiert-24-07-25;art372448,12447357" target="_blank" title="In Konstanz entsteht eine neue Heimat für Berufsschüler – jetzt wurde Richtfest gefeiert">Berufsschulzentrum in Konstanz</a> befindet sich im Bau, die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/spatenstich-fuer-atemschutzuebungsanlage-im-kreis-konstanz-hier-trainieren-bald-die-retter;art372432,11973716" target="_blank" title="Spatenstich für Atemschutzübungsanlage im Kreis Konstanz: Hier trainieren bald die Retter">Atemschutzübungsanlage für Feuerwehren</a> sei fast fertig, ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/erst-siedelten-die-kelten-hier-jetzt-soll-das-neue-krankenhaus-dort-gebaut-werden;art372458,12250667" target="_blank" title="Erst siedelten die Kelten hier, jetzt soll das neue Krankenhaus dort gebaut werden">neues Krankenhaus wird am Standort Singen geplant</a>. Beim Ausbau von Photovoltaik sei man der drittschnellste Landkreis in Baden-Württemberg.</p> <p>Klar ist auch: Das alles kostet Geld. Dabei stehen sowohl Städte und Gemeinden als auch der Landkreis vor finanziellen Herausforderungen. Im aktuellen Entwurf liegt das Gesamthaushaltsvolumen des Landkreises Konstanz bei 585 Millionen Euro. Die Summe setzt sich zusammen aus dem Ergebnishaushalt und Investitionsauszahlungen.</p> <h2>Die Kreisumlage könnte noch deutlich steigen</h2> <p>Bei einem Hebesatz von 36,35 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent) kommen von Städten und Gemeinden durch die Kreisumlage rund 198 Millionen Euro in die Haushaltskasse. Danner betont, dass er wieder eine Kreisumlage von 34 Prozent erreichen will. Mittelfristig wolle er sie unter 40 Prozentpunkten halten – auch wenn es schwierig werde. Wie schwierig das wird, zeigt die aktuelle Planung. Darin vorgesehen ist ein Anstieg auf deutlich über 40 Prozent ab dem Jahr 2027.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Kreisumlage</span><span>Um die Aufgaben des Landkreises zu finanzieren, wird eine Abgabe von Kommunen erhoben, die Kreisumlage. Sie ist die wichtigste Einnahmequelle für den Kreis, der sonst kaum eigene Steuereinnahmen hat. Die Steuerkraft der Städte und Gemeinden im Kreis Konstanz liegt für 2026 laut Haushaltsentwurf des Landkreises bei rund 543,4 Millionen Euro. Bei einem Hebesatz von 36,35 Prozent wird der Kreis so laut Haushaltsentwurf rund 198 Millionen Euro von den Kommunen bekommen.</span></label></div> <p>Eine große Position im Kreishaushalt ist der Gesundheitsverbund (GLKN). Wobei es sich eigentlich um mehrere Positionen handelt. Zum einen der Liquiditätszuschuss: Wie hoch er letztlich für dieses Jahr ausfällt, steht noch nicht fest.</p> <p>Momentan sehe es nach einer deutlichen Steigerung auf 16 Millionen Euro aus. Dazu kommen noch Zuschüsse für Investitionen in IT und für den geplanten Neubau. Zusammengerechnet betragen die vorgesehenen Mittel für den GLKN im Haushaltsentwurf rund 29,5 Millionen Euro.</p> <h2>Höhere Personalkosten trotz Stellenabbau</h2> <p>Die Kreisverwaltung baut Arbeitsplätze ab. Im Amt für Migration und Integration sollen 21 Stellen wegfallen. Trotz deutlichen Mehrbedarfs werde darauf verzichtet, Arbeitsplätze in anderen Bereichen zu schaffen. Davon gibt es nur zwei Ausnahmen. Für die Betreuung von behinderten Kindern sind sechs Stellen an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren nötig.</p> <p>Im Amt für Kinder, Jugend und Familie wird mit einem zusätzlichen Bedarf von fünf Stellen gerechnet, hier gehe es um das Thema Kindeswohlgefährdung. Die Verwaltung ist gesetzlich verpflichtet, den Personalbedarf zu untersuchen, erklärt Danner dazu. Zusammengenommen könne die Verwaltung so 10,32 Stellen abbauen. Dennoch werden die Personalkosten – vor allem aufgrund von Tarif- und Besoldungserhöhungen – um 4,5 Millionen Euro steigen.</p> <p>Um Investitionen zu stemmen und gleichzeitig die Kommunen nicht zu stark zu belasten, wird der Landkreis in den kommenden Jahren mehr Kredite aufnehmen, Landrat Danner rechnet mit einer Nettoneuverschuldung von 42 Millionen Euro. Nach aktueller Kalkulation wird die Höhe der Verschuldung bis Ende des Jahres 2026 bei rund 182 Millionen Euro liegen.</p> <p>Dem gegenüber werden künftig allerdings auch eine leistungsfähige Infrastruktur und wichtige Vermögenswerte für die Zukunft gegenüberstehen: Schulen, Straßen und ein neues Krankenhaus. Das alles sei für das öffentliche Leben dringen nötig, erklärt Danner.</p> <h2>Gesundheit ist der größte Kostenblock</h2> <p>Eine große Herausforderung sei der Sozialhaushalt – nicht die Ziele, sondern deren Umsetzung seien die Schwierigkeit, betont Danner. Beeinflussen könne man aufgrund von Bundes- und Landesgesetzgebung nur wenig. Für Soziales und Gesundheit ist der größte Block bei den Ausgaben des Landkreises vorgesehen, hier sind rund 24,3 Millionen Euro mehr nötig als im Vorjahr.</p> <p>Mehr Geld braucht es im kommenden Jahr laut Entwurf auch im Bereich Schulträgeraufgaben, Kultur und Geschichte. Der Mehrbedarf beträgt rund 4,7 Millionen Euro, davon 1,9 Millionen alleine bei Schülerbeförderungskosten. Im Teilhaushalt Umwelt, Infrastruktur und Wirtschaft werden 1,5 Millionen Euro mehr benötigt.</p> <p>Die Diskussionen um den Haushaltsentwurf ist mit der Einbringung des Entwurfs in den Kreistag eröffnet. Sie findet allerdings zunächst in den Fachausschüssen statt. Bis Ende des Jahres soll der fertige Kreishaushalt für 2026 beschlossen werden. Bis dahin will Landrat Danner auch einen Entwurf einbringen, bei dem die Kreisumlage unter 40 Prozent bleibt.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 16:49:31 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Junge Stimmen aus dem Hegau: Zwei Nachwuchskandidaten stellen sich der Pfarreiratswahl  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/junge-stimmen-aus-dem-hegau-zwei-nachwuchskandidaten-stellen-sich-der-pfarreiratswahl;art372461,12501488 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mit frischen Ideen und jugendlicher Perspektive wollen Nicole Heine und Nico Kuhn die Arbeit im Pfarreirat der Pfarrgemeinde Bodensee-Hegau künftig mitgestalten.  ]]></description>
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          Mit frischen Ideen und jugendlicher Perspektive wollen Nicole Heine und Nico Kuhn die Arbeit im Pfarreirat der Pfarrgemeinde Bodensee-Hegau künftig mitgestalten.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Mit frischen Ideen und jugendlicher Perspektive wollen Nicole Heine und Nico Kuhn die Arbeit im Pfarreirat der Pfarrgemeinde Bodensee-Hegau künftig mitgestalten.



        <p>Die Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinde Bodensee-Hegau können am Sonntag, 19. Oktober, den neuen Pfarreirat wählen. Dieses Gremium berät die Gemeinde in zentralen Fragen – von der Planung von Gottesdiensten über Veranstaltungen bis hin zu Projekten innerhalb der Pfarrgemeinschaft. „Mit der Wahl hat jede katholische Person die Möglichkeit, aktiv die Arbeit in ihrer Pfarrei mitzugestalten“, schreibt die Katholische Kirchengemeinde Bodensee-Hegau auf ihrer Website.</p> <p>Unter den 30 Kandidierenden für die 22 Sitze in den Stimmbezirken Krebsbachtal, Radolfzell, Stockach, See-End, Hohenfels und Höri stechen zwei junge Menschen hervor: Die 17-jährige Nicole Heine aus Mainwangen und der 18-jährige Nico Kuhn aus Radolfzell. Beide wollen frischen Wind und vor allem die Perspektive der jungen Generation in die Pfarrei einbringen.</p> <h2>Nicole Heine für Stockach</h2> <p>Nicole Heine kandidiert im Stimmbezirk Stockach. Sie ist mit 17 Jahren die jüngste Kandidatin im Raum Stockach, in dem fünf der sieben Bewerber in den Pfarreirat gewählt werden können. Die Motivation für ihre Kandidatur kam aus der Familie: „Wenn ich das von mir alleine hätte entscheiden müssen, hätte ich nie gedacht, dass ich mich für die Pfarreiratswahl aufstellen lasse. Aber eigentlich ist es eine coole Aktion, dass auch junge Leute unter 18 Jahren schon reingewählt werden dürfen“, sagt Nicole.</p> <p>Seit 2019 engagiert sie sich als Ministrantin in der Gemeinde Mühlingen. Seit 2020 ist sie Oberministrantin und teilt die Dienste ein. Darüber hinaus leitet sie die Oberministrantenrunde der Seelsorgeneinheit Stockach, in der sich etwa 20 Oberministranten treffen. Nicole beschreibt ihr Engagement mit klarer Überzeugung: „Die Gemeinschaft. Ich finde es schön, wenn die Menschen zusammenhalten, gemeinsam Gottesdienst feiern und die Nähe zu Gott spüren.“</p> <p>Ein zentrales Anliegen von Nicole ist, die Jugend in der Kirche stärker einzubeziehen: „Ich möchte, dass die Jugend auch mal angehört wird. Wenn man den Begriff Kirche hört, wird der oft mit älteren Menschen in Verbindung gebracht. Aber ich möchte, dass die jungen Menschen motiviert werden und die Kirche moderner wird – zum Beispiel bei Liedern“, betont sie.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wie die Pfarreieartswahl abläuft</span><span>Die Pfarreiratswahl findet in den einzelnen Stimmbezirken statt. Wahlberechtigt sind alle pfarrangehörigen Katholiken ab 16 Jahren, die ihr Stimmrecht persönlich ausüben können. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in der Regel über ihre Eltern die Möglichkeit zu wählen, wobei das Stimmrecht gemeinsam ausgeübt werde. Auch außerhalb der Pfarrei lebende Katholiken können wahlberechtigt sein, wenn sie aktiv am Gemeindeleben teilnehmen und auf Antrag das Wahlrecht gewährt bekommen, so die Katholische Kirchengemeinde Hegau-Bodensee. Die Mitglieder des Pfarreirates werden direkt gewählt – die Amtszeit beträgt in der Regel vier Jahre. In manchen Diözesen, wie z. B. Fulda, ist das passive Wahlrecht bereits ab 16 Jahren möglich, in anderen, wie Limburg, erst ab 18 Jahren. Das Wahlverfahren könne entweder in Wahllokalen oder per Briefwahl erfolgen, je nach Regelung der jeweiligen Diözese.</span></label></div> <p>Neben ihrem Engagement in der Kirche ist Nicole noch in der Jugend- und aktiven Feuerwehr aktiv, spielt Querflöte in der Kirchenband „Music for Hope“ sowie im Musikverein Mühlingen. Nebenbei macht sie eine Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin. „Aber ich denke, das ist gut zu managen. Wenn es einem Spaß macht, ist es kein Problem, das unter einen Hut zu bekommen“, erklärt sie.</p> <p>Auch ihr Umfeld habe sich begeistert von ihrem Engagement gezeigt: „Meine Familie und Freunde finden es voll cool. Auch die Leute, die es mitbekommen haben, kommen sie auf mich zu und sagen: Oh, du hast dich aufstellen lassen – endlich jemand Junges, der motiviert ist.“</p> <h2>Nico Kuhn für Radolfzell</h2> <p>Auch Nico Kuhn aus Radolfzell bringt seine Jugendperspektive in die Pfarreiarbeit ein. Er kandidiert für den Stimmbezirk Radolfzell und ist 18 Jahre alt. Seit seinem neunten Lebensjahr engagiert er sich als Ministrant im Radolfzeller Münster und ist zusätzlich politisch im Jugendgemeinderat der Stadt Radolfzell aktiv. „Da dachte ich, das Gleiche mache ich jetzt auch für die Pfarrei, um auch etwas in der Kirche bewegen zu können“, erzählt er.</p> <p>Nico Kuhn sieht den Pfarreirat als ideale Plattform, um die Kirche zu prägen: „Der Pfarreirat ist meiner Meinung nach die beste Chance, die Kirche mitzugestalten, sie wieder attraktiver zu machen und die Menschen wieder in die Kirche und zu Veranstaltungen zu ziehen.“ Dabei betont er die Notwendigkeit, die Kirche stärker zu öffnen und präsenter zu sein – auch in sozialen Medien: „Ich denke, die Kirche müsste noch offener werden und sich wieder stärker in die Mitte der Gesellschaft rücken.“</p> <p>Sein Fokus liegt auf der Integration junger Menschen: „Es ist mir wichtig, dass wir wieder junge Menschen in die Kirche zurückholen, damit sie sich engagieren und einbringen können. Außerdem möchte ich die Menschen in der Pfarrgemeinde vertreten, ihre Anliegen und Rückmeldungen einbringen“, sagt Kuhn abschließend.</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Junge Stimmen aus dem Hegau: Zwei Nachwuchskandidaten stellen sich der Pfarreiratswahl]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 15:34:11 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wandern soll den Höri-Tourismus stärken: Dieses Projekt planen die Gemeinden dafür  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/gemeinden-planen-projekt-fuers-wandern-auf-der-hoeri;art372453,12501392 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die drei Höri-Gemeinden und der Schwarzwaldverein kooperieren in einem touristischen Projekt, um das Wandern auf der Höri attraktiver und erlebnisreicher zu gestalten. Darauf können Wanderer sich freuen.  ]]></description>
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          Die drei Höri-Gemeinden und der Schwarzwaldverein kooperieren in einem touristischen Projekt, um das Wandern auf der Höri attraktiver und erlebnisreicher zu gestalten. Darauf können Wanderer sich freuen.<br>
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        Die drei Höri-Gemeinden und der Schwarzwaldverein kooperieren in einem touristischen Projekt, um das Wandern auf der Höri attraktiver und erlebnisreicher zu gestalten. Darauf können Wanderer sich freuen.



        <p>Es gibt gute Gründe für das Wandern: um die Landschaft und die Natur zu erleben, um die Fitness zu steigern, den Stress abzubauen oder die mentale und körperliche Gesundheit zu stärken. Kaum eine Freizeitbeschäftigung wird so sehr geschätzt. 39 Millionen Deutsche gehen gerne Wandern. Und mehr als die Hälfte aller Reisenden suchen die Natur, berichtete der Vorsitzende des Schwarzwaldvereins Öhningen-Höri, Sebastian Rieger, in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats von Öhningen.</p> <h2>127 Kilometer Wanderwege auf der Höri</h2> <p>Grund genug für die Tourismus-Büros auf der Höri und den Verein neue Strategien zu überlegen, um den lokalen Tourismus mit Wandern zu stärken. Denn allein auf der Höri gibt es ein beschildertes Wandernetz von 127 Kilometern Länge. Auf den Wegen mit unterschiedlichen Naturerlebnissen von Wäldern, Wiesen, Feldern und den See möchte die Kooperation Themen- und Erlebnispfade erschließen, die Wanderwege auch für Einheimische attraktiver gestalten und die Tourismus-Saison verlängern.</p> <p>Das Kooperations-Projekt „die Höri zu Fuß erleben“ entwickelte – ganz im Trend nach Bequemlichkeit und Komfort – leicht zugängliche Touren, die die Höri thematisch erlebbar machen, präsentierte Rieger den Öhninger Räten. Dabei sollen bestehende Infrastrukturen von Bus und Schiff, die Gastronomie, Landwirtschaft und Hofläden, aber auch das Hinterland mit eingebunden werden.</p> <h2>Gemeinden müssen 50.000 Euro bezahlen</h2> <p>Es entstehen Bildungsangebote für Kinder und Familien, Erholungsorte mit Himmelsliegen und eine „Schaukelwelt“ auf dem Schienerberg, so Rieger. Große Schaukeln an verschiedenen aussichtsreichen Orten sollen durchs Schaukeln einen immer wieder neuen Blick auf die Landschaft freigeben, erklärt er das Vorbild aus dem Bregenzer Wald.</p> <p>Die Wanderwege erhalten Charakter-Namen, die die Höri dem Wanderer näher bringen sollen. So entstünden mystische, kulinarische, weitblickende, lichtkontrastreiche, kulturelle oder romantische Pfade und Wanderwege.</p> <p>Der Öhninger Rat gab dem Projekt grünes Licht. Die Kosten belaufen sich auf 142.000 Euro. Sie werden zu 65 Prozent gefördert. Den Eigenanteil in Höhe von rund 50.000 Euro teilen sich die Gemeinden der Höri. Antragssteller ist Gaienhofen.</p>]]>
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      <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 10:11:33 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ein Gemälde aus dem Jahr 1871 verrät vieles über das Land Baden  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/ein-gemaelde-aus-dem-jahr-1871-verraet-vieles-ueber-das-land-baden;art417930,12501213 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nicht nur die liberale Verfassung, sondern auch Preußens Geschütze stabilisierten das Großherzogtum. Ein großes Historienbild spielt dabei eine wichtige Rolle – und ein Machthaber, der von der Höri schwärmte.  ]]></description>
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          Nicht nur die liberale Verfassung, sondern auch Preußens Geschütze stabilisierten das Großherzogtum. Ein großes Historienbild spielt dabei eine wichtige Rolle – und ein Machthaber, der von der Höri schwärmte.<br>
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        Nicht nur die liberale Verfassung, sondern auch Preußens Geschütze stabilisierten das Großherzogtum. Ein großes Historienbild spielt dabei eine wichtige Rolle – und ein Machthaber, der von der Höri schwärmte.



        <p>Auf diesem Bild des Malers Anton von Werner kann man sich kaum sattsehen. Es trägt den sperrigen Titel „Proklamierung des deutschen Kaiserreiches“ und zeigt in fotografischer Präzision den Moment, in dem einer der vielen Männer auf dem Bild den preußischen König Wilhelm I. zum Kaiser ausruft.</p> <p>Der Herr mit dem imposanten Bart steht links vom frisch gebackenen Kaiser. Es ist Friedrich von Baden, auf dem Kalenderblatt steht der 18. Januar 1871. Von den 37 kleinen und großen Staaten, die sich zum Reich fügten, war Baden eines der kleineren. Und doch war es an Friedrich gefallen, das Vivat auf den neuen Imperator auszubringen.</p> <p>Von Berlin aus gesehen war Baden weit weg. Der Grund für das initiale Hurra des Regenten aus dem Südwesten war einfach: Er war der Schwiegersohn des zukünftigen Kaisers aus dem fernen Baden. Noch etwas verband die beiden Reiche, das mächtige Preußen wie das zierliche Baden: Bei der Revolution 1848/49 waren preußische Soldaten gerufen worden, um den Aufstand der Bürger, Arbeiter und Handwerker zwischen Konstanz und Karlsruhe niederzuschlagen.</p> <h2>Dem badischen Souverän verfallen</h2> <p>Berlin hatte der Dynastie Baden den Thron und die Gesundheit gerettet. Dafür war es zu Dankbarkeit verpflichtet. Otto von Bismarck, der die Fäden zuverlässig gezogen hatte, war deshalb auf den badischen Souverän verfallen. Er schien die Idealbesetzung für die Proklamation des zweiten deutschen Kaiserreiches. Sie sollte mit Säbelrasseln ausfallen. Deshalb wurde die Zeremonie im Winter 1871 im Spiegelsaal von Schloss Versailles platziert und nicht in Berlin.</p> <p>Das Reichsgründungsbild sprüht nur so vor männlichem Optimismus (Frauen sind nicht zu sehen). Dazu hatte Friedrich von Baden mit seiner ausholenden Geste auch allen Grund: Die starke preußische Hand garantierte seinem Land die innere Ruhe.</p> <p>Die Rechnung ging auf: Nach 1871 hob kein Bürger mehr die Hand gegen die Obrigkeit. Die deutsche Einheit war hergestellt – und damit die wichtigste Forderung der Generation 1848 umgesetzt, die gerade in Baden stark vertreten war.</p> <p>Auch die Forderung nach einer Republik war vergessen. Sie spielte nach 1871 kaum mehr eine Rolle. Im Großherzogtum brachen glänzende Zeiten an, die Dynastie war stabilisiert. Durch die Annexion des Elsass hatte Baden frische Absatzmärkte gewonnen. Umgekehrt wurde guter und billiger elsässischer Wein mit der Eisenbahn bis an den Bodensee gekarrt – zum Schrecken der Winzer dort.</p> <h2>Friedrich I. als Pfarrer auf der Höri?</h2> <p>Großherzog Friedrich I. (1826 bis 1907) war der bei Weitem populärste Großherzog, den Baden erlebt hatte. Am Bodensee stößt man immer wieder auf seine Spuren. Eine davon findet sich an der Außenmauer der Kirche von Horn auf der Höri: Friedrich hatte, von seinem Sommersitz auf der Mainau kommend, einen Ausflug nach Horn unternommen. Dabei war er auf das katholische Gotteshaus gestoßen und soll dort gesagt haben: „Wenn ich nicht Großherzog von Baden wäre, wollte ich Pfarrer von Horn sein.“</p> <p>Die Episode ist typisch für den Souverän. Er war einerseits machtbewusst, er sicherte die Stellung seines jungen Staates. Gleichzeitig erwies er sich als nahbar, fast volkstümlich. Vor allem eines kann er sich auf die Fahnen schreiben, was bis heute nachwirkt: Ohne Friedrich I. und seine milde Hand hätte Baden nicht den Selbstwert erlangt, den es heute hat. Ohne ihn, den Mann mit dem mächtigen weißen Rauschebart in der preußischblauen Uniform, wäre Baden anders, weniger.</p> <p>Doch reicht ein gutes Image nicht für die Identität. Etwas anderes noch führte die Leute zusammen: Die Eisenbahn – ein Verkehrsmittel, das damals einen ausgezeichneten, fast mythischen Ruf genoss.</p> <p>Die zu ihrer Zeit modernste Technik war unter Leitung des Ingenieurs Robert Gerwig schräg und von West nach Ost über den Schwarzwald geführt worden. Sie startete in Karlsruhe, der Landeshauptstadt und Residenz, nahm die wichtigen Städte Rastatt und Baden-Baden mit, hielt in der Ortenau und zog dann ins Kinzigtal, wo sie sich in teils abenteuerlichen Kehren und Wenden durch das Mittelgebirge wühlt.</p> <h2>Dampfloks durch neu-badisches Gelände</h2> <p>Spätestens hier brausen die ehemaligen Dampfloks durch Gelände, das neu-badisch ist. Denn Hausach gehorchte bisher den Fürstenbergern. Weiter oben kommt Villingen, das bisher eine Landstadt unter den Fahnen von Österreich war. Dann Donaueschingen. All diese Städte und Gemeinden verband die neue Schwarzwaldbahn. Sie karrte Urlauber ins Gebirge und Waren vom Bodensee in die Rheinebene hinab.</p> <p>Kein Zweifel, für die Integration der neuen Untertanen war die neue Mobilität das natürliche und volkstümlichste Schmiermittel. Vor allem: Viele konnten diese revolutionäre Dienstleistung auch zahlen. Durch billige Sitze („Holzklasse“) war das Fortkommen erschwinglich. Die badischen Züge schufen auch Arbeitsplätze. Die geräumigen und ästhetisch prunkvollen Bahnstationen, die heute oft leer dastehen (siehe Immendingen), waren Jobmaschinen. Am Bahnhof Haslach beispielsweise waren zeitweise 200 Menschen beschäftigt – vom Vorstand in Uniform bis zum Helfer an der Rampe.</p> <p>Die stolze Konstruktion der Gründerzeit endet in Konstanz. Sie schleppte neue Kontingente an Reisenden in die Stadt, die dadurch erst den Tourismus für sich entdeckte. Auch die ehemalige Bischofsstadt sah die neuen Herren aus dem fernen Karlsruhe bisher skeptisch. Die Anbindung an die Welt versöhnte die Konstanzer mit dem bisher fremden Baden. So sehr, dass der Dialekt am See heute als „badisch“ gilt – und nicht als das, was er wirklich ist: See-Alemannisch.</p> <p>Die Bahn streift auch Donaueschingen – die ehemalige Residenzstadt der Fürsten zu Fürstenberg. Auch sie gehören zur badischen Geschichte. Auf der Baar, im Linzgau mit Heiligenberg und bis weit in den südlichen Schwarzwald hinein hatte das mächtige Geschlecht gebaut und Zins eingezogen.</p> <h2>Badener in Napoleons Gunst</h2> <p>Strenggenommen – und der Adel nahm es damals streng und zählte die Zahl seiner hochblütigen Vorfahren auf – sind die Fürstenberger die ältere und größere Sippe als die Badener. Doch geht es in der Geschichte meist nicht nach der Ahnenreihe.</p> <p>Als zur Zeit Napoleons die Weichen gestellt und Könige gemacht oder vernichtet wurden, fiel Fürstenberg vom Glücksrad herunter. Während Baden aufgewertet und vergrößert wurde, verloren die Fürsten in Donaueschingen ihre Souveränität. Sie waren nicht mehr Herrscher, sondern selbst Gehorsam schuldig. Die Badener hatten am französischen Hof schlicht die besseren Karten. Sie genossen die Gunst des Generals Bonaparte.</p> <p>Den Verlust hat das Haus Fürstenberg mit Glanz überspielt. In Donaueschingen wurde weiter gebaut, das Stadtschloss zum wilhelminischen Prachtbau erweitert. Das Schloss signalisiert, dass man sich auf der Baar nicht als schlichter Landadel versteht.</p> <p>Symbolische Genugtuung erfuhren Aristokraten wie Fürst Max Egon II., als ihn der deutsche Kaiser Wilhelm II., der Enkel des Versailles-Rauschebarts, regelmäßig besuchte und die Regierungsgeschäfte vorübergehend von Süddeutschland aus abwickelte. Glänzende Bilder, herrliche Fassaden. Am Ende des verlorenen Reiches, 1918, muss auch der badische Großherzog abdanken, wie alle seine Kollegen als Staatsoberhäupter. Doch der Fürst von Fürstenberg blieb, was er war. Wer weniger hat, kann auch weniger verlieren.</p>]]>
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      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 16:36:17 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Tourismus sorgt für Wohnraummangel: So möchte die Gemeindeverwaltung nun reagieren  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/tourismus-sorgt-fuer-wohnraummangel-so-moechte-die-gemeindeverwaltung-nun-reagieren;art372440,12500730 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Tourismus in Gaienhofen blüht, doch das hat auch negative Folgen: Wegen der vielen Zweit- und Ferienwohnungen, fehlt es an bezahlbarem regulärem Wohnraum. Darunter leiden auch Betriebe. Nun reagiert die Gemeinde.  ]]></description>
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          Der Tourismus in Gaienhofen blüht, doch das hat auch negative Folgen: Wegen der vielen Zweit- und Ferienwohnungen, fehlt es an bezahlbarem regulärem Wohnraum. Darunter leiden auch Betriebe. Nun reagiert die Gemeinde.<br>
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        Der Tourismus in Gaienhofen blüht, doch das hat auch negative Folgen: Wegen der vielen Zweit- und Ferienwohnungen, fehlt es an bezahlbarem regulärem Wohnraum. Darunter leiden auch Betriebe. Nun reagiert die Gemeinde.



        <p>Gaienhofen profitiert vom Tourismus <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/tourismus-am-bodensee-warum-gaienhofen-so-viel-mehr-besucher-pro-einwohner-anlockt;art372440,12487718" title="Gaienhofen top, Radolfzell nicht? Warum die Tourismus-Zahlen so unterschiedlich sind">wie kaum ein anderer Ort am See</a>. Die Schattenseite ist jedoch, dass breite Bevölkerungsschichten vom lokalen Wohnungsmarkt ausgeschlossen sind – sei es durch die enorm gestiegenen Grundstückspreise für Eigenheime und Mehrfamilienhäuser oder durch hohe Kauf- oder Mietpreise in kaum zu bezahlenden Immobilien. Letztlich wird vorhandener Dauerwohnraum zusätzlich verknappt, indem er immer häufiger in Ferienwohnungen umgewandelt oder als Zweitwohnungen angeboten wird.</p> <p>In der 3300 Einwohner zählenden Gemeinde sind 170 Ferienwohnungen und weitere 415 Zweitwohnungen angemeldet. In einigen Ortschaften sind weite Teile in den Wintermonaten unbewohnt. Die Verwaltung spricht hier von „Rollladensiedlungen“ – ein Wort das auch von der Bevölkerung in politischen Debatten als eine Mahnung für dringend benötigten Wohnraum genutzt wird.</p> <p>Für Personenkreise mit niedrigen und mittleren Einkommen gebe es kaum noch Angebote. Das wirke sich auf die herausfordernde Personalgewinnung für die lokalen Gewerbe- und für die Handwerksbetriebe aus, heißt es aus der Verwaltung. Diese will nun reagieren.</p> <h2>Verwaltung möchte Wohnungsmarkt regulieren</h2> <p>Zwar startet Gaienhofen kein Programm für den Wohnungsbau – allein dafür sind die Grundstückspreise zu hoch und freies Bauland in den von Naturschutzgebieten umzingelten Siedlungen zu knapp. Doch die Verwaltung und der Gemeinderat sind sich in einem Grundsatzbeschluss einig, dass sie mit einem anderen Instrument den Trend zur Ferien- und Zweitwohnung regulieren möchten – zumal zu erwarten sei, dass durch die weiter steigenden Grundstückspreise neu geschaffener Wohnraum nur zum geringen Teil als Dauerwohnraum genutzt wird oder werden kann. Die Verwaltung spricht hier von „Investoren-Projekte“.</p> <p>Alleine in den vergangenen eineinhalb Jahren stellte die Verwaltung einen stetigen Anstieg an Anfragen bezüglich der Umnutzung von Wohnraum zu Ferienwohnungen fest, hieß es in der jüngsten Sitzung im Gemeinderat. Sie reichten von der Umnutzung klassischer Einliegerwohnungen bis zur Umnutzung ganzer Häuser hin zu Ferienhäusern mit mehreren Ferienwohnungen. Aktiv seien besonders professionelle Agenturen, so Bürgermeister Jürgen Maas im Gespräch mit dem SÜDKURIER.</p> <h2>Was hat die Gemeinde konkret vor?</h2> <p>Ein mögliches Instrument der Steuerung wäre beispielsweise eine Zweckentfremdungssatzung, die vom Grundsatz jegliche Umnutzung von Wohnraum für gewerbliche Zwecke verbieten würde – nicht nur für Ferienwohnungen. Theoretisch wären dabei auch Praxen für Ärzte betroffen. Es gebe aber die Möglichkeit, Gewerbe, das der Daseinsvorsorge dient, aus der Satzung herauszunehmen, erklärt Maas.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zweckentfremdungssatzung</span><span>In Baden-Württemberg gilt das Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum. Es ermöglicht den Gemeinden mit Wohnraummangel, für jeweils fünf Jahre kommunale Satzungen zu erlassen, um die Umwandlung von Wohnräumen in Gewerberäume oder gewerbliche Ferienwohnungen, aber auch den Leerstand und den Abriss von Wohnungen einer Genehmigungspflicht zu unterwerfen und Verstöße mit einem Bußgeld zu sanktionieren. Diese Befugnis setzt einen Wohnraummangel voraus. Auf Landesebene ist durch die Mitpreisbegrenzungsverordnung festgelegt, welche Gemeinden einen angespannten Wohnungsmarkt aufweisen. Grundlage hierfür ist ein landesweites Gutachten aus dem Jahr 2019, das auf fünf Indikatoren basiert. Gaienhofen erfüllt laut Verwaltung vorneweg drei von fünf dieser Indikatoren. Zweitwohnungen sind nicht betroffen, da diese als Wohnraum gelten. Andere Seegemeinden regulieren die Ausweitung von Zweitwohnungen mit Hilfe einer Satzung nach Paragraf 22 Baugesetzbuch, heißt es aus der Verwaltung. Damit kann eine Gemeinde Genehmigungsvorbehalte für bestimmte Rechtsgeschäfte einführen.</span></label></div> <p>Der Rat gab der Gemeindeverwaltung in der jüngsten Sitzung den Auftrag, einen Entwurf solch eine Satzung anzugehen und diesen zu verfeinern – wie zum Beispiel <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/schluss-mit-illegalen-ferienwohnungen-in-radolfzell-so-kommt-verbot-voran;art372455,12179224" title="Stadt will illegale Ferienwohnungen vom Markt nehmen: So läuft die Umsetzung des Verbots">in Radolfzell</a> oder in Meersburg. In Meersburg gebe es die Möglichkeit, die es den ortsansässigen Familien erlaube, Ferienwohnungen in gewissen Umfängen als Nebenerwerb zu betreiben, sagt Maas.</p> <h2>Wie geht es nun weiter?</h2> <p>Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Entwicklung für die Nutzung von Wohnraum als Ferienwohnungen und Zweitwohnungen mittels einer Satzung künftig aktiv zu steuern – sofern diese sich als rechtlich umsetzbar und mit vertretbarem Verwaltungsaufwand als praktikabel herausstellt. Die Verwaltung wurde beauftragte sich mit der Steuerung von Wohnraum auseinanderzusetzen und die rechtlichen Voraussetzungen für den Erlass einer Zweckentfremdungs- und die Einführung einer Fremdenverkehrssatzung zu prüfen.</p> <p>Dabei geht es laut Bürgermeister Maas nicht darum, den Tourismus in Gaienhofen herunterzufahren, sondern ihn auf dem Level zu halten, den die Gemeinde habe, sagt Jürgen Maas. Der Bürgermeister betont, dass Gaienhofen ein Tourismusort bleiben möchte, da die Gemeinde dadurch eine Wertschöpfung habe. Doch man wolle die Entwicklung bei der Umwandlung von Wohnraum in Ferienwohnungen künftig steuern.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Tourismus sorgt für Wohnraummangel: So möchte die Gemeindeverwaltung nun reagieren]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 15:09:47 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ihr Herz schlägt auf der Höri: Die Serie "WaPo Bodensee" feiert ihre 100. Folge  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/wapo-bodensee-wird-100-schauspieler-verraten-warum-sie-den-see-lieben-19-10-25;art372453,12500640 ]]></link>      <description><![CDATA[  Anlässlich des runden Geburtstags von "Wapo Bodensee" wirft der SÜDKURIER in Wangen einen Blick hinter die Kulissen. Das Team spricht über seine Arbeit, die Serie – und warum Drehs am Bodensee so schön sind.  ]]></description>
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          Anlässlich des runden Geburtstags von "Wapo Bodensee" wirft der SÜDKURIER in Wangen einen Blick hinter die Kulissen. Das Team spricht über seine Arbeit, die Serie – und warum Drehs am Bodensee so schön sind.<br>
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        Anlässlich des runden Geburtstags von "Wapo Bodensee" wirft der SÜDKURIER in Wangen einen Blick hinter die Kulissen. Das Team spricht über seine Arbeit, die Serie – und warum Drehs am Bodensee so schön sind.



        <p>Am Set nennen ihn alle nur liebevoll „Ekki“. Immer, wenn bei den Dreharbeiten zu der erfolgreichen Vorabendserie „WaPo Bodensee“ etwas auf und am Wasser stattfindet, dann ist die Expertise von Ekkehard Floetemeyer gefragt, berichtet dieser bei einem Pressetermin mit den vier Hauptdarstellern Floriane Daniel, Tim Wilde, Wendy Güntensperger und Max König anlässlich der 100. Folge an der Bootsscheune Wangen, wo gerade die Folgen der neunten Staffel entstehen.</p> <p>Der Bootsbauer, Hafenmeister und ehemalige Werftmiteigentümer stellt seit der ersten Folge der Serie, von der Ende des Jahres die 100. Folge ausgestrahlt wird, seine Kenntnisse und Fertigkeiten in den Dienst der „WaPo Bodensee“. Diese sind am Set unbestritten, weshalb Floetemeyer zu denjenigen Personen gehört, die seit Beginn an den Drehs mitwirken.</p> <h2>ARD-Serie „WaPo Bodensee“: 100 Folgen, 400 Drehorte, 500 Rollen und 4000 Komparsen</h2> <p>Und das sind mittlerweile richtig viele: An über 400 Drehorten haben die 18 Regisseure mit neun Kameramännern über 500 Episodenrollen in Szene gesetzt. Dabei kamen mehr als 4000 Komparsen zum Einsatz. Floetemeyer selbst musste über 600 verschiedene Boote vom Kajak, über Ruderboote bis hin zu Yachten und Passierschiffen organisieren, berichtet er. Drei Schiffe seien eigens für den Dreh im See versenkt worden. Das Team drehte insgesamt über 1500 Stunden auf dem See.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Serie</span><span>Ab dem 4. November startet in der ARD die siebte Staffel der Serie WaPo Bodensee, die mit einer Doppelfolge zum 100. Jubiläum ihren Höhepunkt findet. Diese wird voraussichtlich am Jahresende ausgestrahlt. Produktionstechnisch ist man mittlerweile in der neunten Staffel angekommen, die aktuell auf der Höri, in Radolfzell und anderen Orten am See gedreht wird. Die Vorabendserie, die immer dienstags um 18.50 Uhr in der ARD läuft, beschert dem Sender Rekordwerte. Mit zuletzt fast drei Millionen Zuschauern und 14 Prozent Marktanteil ist sie eine „feste Bank“.</span></label></div> <p>Die Freude daran ist Ekkehard Floetemeyer bis heute nicht vergangen. „Es macht immer noch richtig Spaß auf dem Set zu sein“, sagt er nach neun Jahren aktiver Mitarbeit. Noch immer fasziniere ihn, wie aufwendig und gleichzeitig diszipliniert die Drehtage am See ablaufen.</p> <p>In der Tat handelt es sich bei den Teams, die immer nur für wenige Wochen oder Tage vor Ort sind, um eine beachtliche Zahl an Akteuren. Denn neben den eigentlichen Schauspielern ist eine Vielzahl von Personen notwendig, um die klar getakteten Drehabschnitte reibungslos stattfinden zu lassen. Hier seien beispielhaft die Techniker, die Maske, das Kamerateam oder die Caterer genannt, die allesamt zur großen Familie der „WaPo Bodensee“ gehören.</p> <h2>Darsteller lieben den Bodensee</h2> <p>Neben Floetemeyer und den vielen anderen Beteiligten sind es Schauspieler wie der 59-jährige Tim Wilde, die als Garanten für den Erfolg der Serie genannt werden können. Auch er ist seit der ersten Staffel dabei – und möchte sich mittlerweile kaum etwas anderes vorstellen. „Der Bodensee ist für mich zur zweiten Heimat geworden. Berlin geht mir mittlerweile ganz schön auf den Geist“, sagt er.</p> <p>Auch er schätzt die Kontinuität der Vorabendserie in seinem Alltag. „Wir sind hier eine große Familie geworden. Mittlerweile besteht die Crew auch nur noch aus Leuten, auf die man sich hundertprozentig verlassen kann. Das macht die Arbeit sehr angenehm“, führt Wilde aus.</p> <p>Und dann ist da noch die einzigartige und malerische Kulisse, die es dem Schauspieler angetan hat. „Ich möchte hier tatsächlich auch einmal leben und bin schon auf der Suche nach einer Behausung“, sagt er. Dabei zeigt er sinnbildlich in den Seeweg in Wangen. „So etwas in der Art schwebt mir vor“, erzählt er.</p> <p>Die Höri kennt der Berliner ebenfalls seit dem Beginn der Serie im Jahr 2016. Schon damals gastierte er im Höri-Hotel in Hemmenhofen. Neben der tollen Kulisse am See haben es ihm die Menschen hier angetan. „Ich finde die Menschen hier einfach toll. Hier gilt der Spruch: Leben und Leben lassen“, erklärt Tim Wilde. Kein Wunder, dass er bei so viel Zuneigung zu der Region an ein Aufhören nicht denken will: „Die hundertste Folge ‚WaPo Bodensee‘. Nun steuern wir mit voller Kraft auf die 200. zu“, witzelt er.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Gaienhofen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Ihr Herz schlägt auf der Höri: Die Serie "WaPo Bodensee" feiert ihre 100. Folge]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 14:49:49 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Straßensanierung mit Künstlicher Intelligenz? Wie Gaienhofen moderne Wege geht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/strassensanierung-mit-kuenstlicher-intelligenz-wie-gaienhofen-moderne-wege-geht;art372440,12500620 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Gemeinde dokumentiert systematisch ihre Straßenschäden. Im Frühjahr soll die Generalsanierung der Horner Erbringstraße starten. Dabei setzt die Verwaltung auch auf Künstliche Intelligenz. Aber wie funktioniert das?  ]]></description>
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          Die Gemeinde dokumentiert systematisch ihre Straßenschäden. Im Frühjahr soll die Generalsanierung der Horner Erbringstraße starten. Dabei setzt die Verwaltung auch auf Künstliche Intelligenz. Aber wie funktioniert das?<br>
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        Die Gemeinde dokumentiert systematisch ihre Straßenschäden. Im Frühjahr soll die Generalsanierung der Horner Erbringstraße starten. Dabei setzt die Verwaltung auch auf Künstliche Intelligenz. Aber wie funktioniert das?



        <p>In jeder Beratung zum Haushalt und in fast jeder politischen Debatte wird der Zustand der eigenen Straßen in Gaienhofen angesprochen. Doch welche Straße in den Ortschaften hat tatsächlich den höchsten Sanierungsbedarf? Um das herauszufinden, geht die Gemeinde nun moderne Wege: Mit einer KI-gestützten Software möchte die Verwaltung den Zustand ihrer Straßen systematisch erfassen und eine Dringlichkeitsliste für deren Sanierung erstellen, wie jüngst im Gemeinderat bekannt wurde. Dieser stellt dafür nun Mittel in Höhe von 7900 Euro bereit.</p> <p>Mit Hilfe einer Kamera erfasst die Software beim Befahren der Straßen deren Zustände, indem es alle vier Meter ein Foto der Fahrbahn erstellt und die Daten mit einem Zeitstempel und mit GPS-Daten versieht. Der Algorithmus der Software analysiert die Bilder laut Hersteller objektiv in 15 verschiedene Schadenskategorien. Auch können mit dem System defekte Verkehrszeichen und Schachtdeckel auf den Straßen dokumentiert werden.</p> <h2>Diese Vorteile bietet das System</h2> <p>Zwei Vorteile sieht Bürgermeister Jürgen Maas dank der Hilfe dieses Systems: Die Erfassung sei nicht nur schneller, als wenn man Straßen zu Fuß abgehen würde, sondern auch systematischer, da es auch die Schäden dokumentiert, die sofort behoben werden müssen. Denn für die Gemeinde bestehe eine Verkehrssicherungspflicht, sagte Maas in der Sitzung.</p> <p>Da die Sanierungen von Straßen schon lange anstehen würden und mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden seien, könne die Gemeinde durch die objektive Erhebung in verschiedenen Schadenskategorien die Dringlichkeit mit der Sanierung der Kanalisation und der Wasserversorgung verbinden.</p> <h2>Hier starten die Sanierungen</h2> <p>Der Rat bewilligte auch Mittel für die Planung zur Generalsanierung der Erbringstraße in der Teilortschaft Horn. Neben der Fahrbahn sollen dort auch der Abwasserkanal und die Wasserleitungen erneuert werden. Für die Sanierung stellte der Rat bereits im Haushalt 2025 Mittel in Höhe von einer halben Million Euro bereit. Die Ausschreibung soll in der Zeit um Weihnachten erfolgen, sagte Maas. Die Baumaßnahmen könnten dann in der Erbringstraße im Frühjahr beginnen.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Verkehrspolitik Straßenverkehr Straße thema-verkehr-autoverkehr thema-verkehr]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Straßensanierung mit Künstlicher Intelligenz? Wie Gaienhofen moderne Wege geht]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 11:57:07 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mietpreisbremse ade? So reagiert die Politik am Bodensee und im Hegau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mietpreisbremse-ade-so-reagiert-die-politik-am-bodensee-und-im-hegau-17-10-25;art372432,12500500 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.  ]]></description>
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          Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.<br>
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        Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.



        <p>Könnte die Mietpreisbremse im Kreis Konstanz bald wegfallen? Wenn es nach dem Vorschlag des baden-württembergischen Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen geht, ist das eine Option. Das Ministerium in Stuttgart hat einen Vorschlag für eine neue Mietpreisbremse auf den Tisch gelegt. Der stößt jedoch bei einigen auf Widerspruch.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/umstrittener-cdu-vorstoss-fallen-konstanz-und-weitere-staedte-in-der-region-aus-der-mietpreisbremse;art416,12498700" target="_blank" title="Umstrittener CDU-Vorstoß: Fallen Konstanz und weitere Städte in der Region aus der Mietpreisbremse?">Denn in einem Gutachten hat das Ministerium von Bauministerin Nicole Razavi (CDU) die Mietmärkte in allen Gemeinden in Baden-Württemberg neu bewerten lassen.</a> In Konstanz und fast allen Gemeinden hier im Kreis hat sich die Situation leicht verbessert, weil mehr gebaut wurde und es jetzt pro Einwohner mehr Wohnungen gibt als bei der vergangenen Bewertung. Nur auf der Reichenau würde die Regel dann noch greifen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Debatte</span><span>Die derzeitige Mietpreisbremse läuft Ende 2025 aus. Nun muss sich die Landesregierung aus Grünen und CDU auf eine neue Regelung einigen. Doch es gibt Streit. Der Vorschlag von Landeswohnministerin Nicole Razavi (CDU) wird von den Grünen blockiert. Denn damit würden weniger Menschen unter die Regelung fallen. Für Mannheim und alle größeren Gemeinden im Kreis Konstanz würde die Mietpreisbremse dann ganz entfallen. Sollte es keine Einigung geben, dann gibt es ab Januar 2026 keine Mietpreisbremse mehr im Land.</span></label></div> <h2>Kritik von der SPD</h2> <p>Doch mit dieser Bewertung sind einige Parteien im Kreis nicht einverstanden. Sie fordern, dass die Mietpreisbremse auch weiterhin in Konstanz gelten muss. Die SPD-Fraktion im Konstanzer Gemeinderat warnt vor den Folgen eines Wegfalls.</p> <p>Mit einer solchen Regelung könnten die Mieten in Konstanz deutlich ansteigen und es werde schwieriger für Mieterinnen und Mieter, sich dagegen zu wehren. „Wenn die Mietpreisbremse fällt, wird Wohnen in Konstanz für viele endgültig zum Luxusgut“, erklärt Jürgen Ruff, Fraktionschef der SPD. Laut der SPD-Fraktion seien die Pläne der Landesregierung unsozial.</p> <p>Auch Frank Ortolf, Landtagskandidat der SPD, kritisiert die Pläne. Die Mietpreisbremse habe in der Vergangenheit Mietsteigerungen abgemildert und Mieterinnen und Mieter geschützt. „Für junge Menschen, Familien und Menschen mit geringem Einkommen ist bezahlbarer Wohnraum essenziell“, so Ortolf.</p> <h2>Wegfall fördert soziale Ungleichheit</h2> <p>Der Kreisverband der Grünen Jugend kritisiert das Vorhaben ebenfalls. Dieses ignoriere die Probleme der Menschen vor Ort, heißt es in einer Mitteilung. „Das Problem der hohen Mieten in Konstanz ist eines, das alle, besonders die Einkommensschwächsten, betrifft“, sagt Lilly Rehm, Kreissprecherin der Grünen Jugend. „Wer in Konstanz wohnt, weiß, wie schwer es ist, eine bezahlbare WG oder gar eine Wohnung zu finden“, meint sie weiter.</p> <p>Der Wohnungsmarkt in Konstanz sei weiterhin angespannt. Daher fordert die Grüne Jugend, dass die Mietpreisbremse weiterhin aufrechterhalten wird. Das Instrument wirke aus ihrer Sicht. Gerade zu Semesterbeginn suchen viele junge Menschen verzweifelt nach einer Wohnung. Der Wegfall der Mietpreisbremse sei daher ein falsches Signal.</p> <p>„In Konstanz herrscht nach wie vor Wohnungsnot“, beklagt die Landtagsabgeordnete Nese Erikli (Grüne). Für viele Konstanzerinnen und Konstanzer wäre der Wegfall eine soziale Katastrophe. „Ich stehe mit alleinerziehenden Eltern, Familien, älteren Menschen, Auszubildenden und vielen anderen in Kontakt, die jetzt schon unter der Situation leiden. Menschen mit kleinem Geldbeutel haben es hier ohnehin schon schwer bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Situation wird sich durch die geplanten Maßnahmen der Bauministerin deutlich verschlechtern.“</p> <p>Und auch der Mieterbund Bodensee zeigt sich wenig erfreut über den Vorschlag der Ministerin. Winfried Kropp, Vorsitzender des Mieterbunds, greift die Pläne, die den ganzen Landkreis betreffen, sogar scharf an: „Wer in Singen Mieterschutz aushöhlt, attackiert vorsätzlich den sozialen Frieden.“ Mit einem Wegfall der Regelung würden wichtige Schutzrechte für Mieterinnen und Mieter ausgehebelt. Dass Reichenau weiterhin unter die Bremse falle, zeige laut Kropp „methodische Unzulänglichkeiten“. Für Kropp sind die Pläne ein Versuch, mit der „Abrissbirne den Mieterschutz im Kreis Konstanz zu zerschlagen.“</p> <h2>CDU fordert mehr Transparenz</h2> <p>Aus Sicht der CDU im Kreis ist mehr Transparenz notwendig. „Es würde zur Versachlichung der Debatte beitragen, wenn das Gutachten veröffentlicht würde“, so Levin Eisenmann von der Konstanzer CDU-Gemeinderatsfraktion gegenüber dem SÜDKURIER. „Bisher scheint das Ergebnis für Konstanz wenig nachvollziehbar zu sein“, erklärt er weiter.</p> <p>Die Diskussion um die Mietpreisbremse dürfe den Blick auf das eigentliche Problem nicht verstellen, so der Stadtrat. Es brauche weniger Debatte und mehr „Bagger und Schaufel“, um den Mietmarkt in Konstanz zu entlasten. Dieser sei auch mit der bisherigen Regelung angespannt gewesen.</p> <h2>Nur ein kurzfristiges Instrument</h2> <p>Die Landtagskandidaten der CDU in der Region, Andrea Gnann und Christoph Stetter, erklären in einer gemeinsamen Mitteilung, dass Wohnraum kein Luxusgut sein darf. Kurzfristig sei die Mietpreisbremse ein wichtiges Instrument, das Entlastung schaffe. Langfristig sei das jedoch keine Lösung. Den Vorschlag von Ministerin Razavi, der unter anderem Konstanz aus der Mietpreisbremse herausnehmen würde, gelte es zu prüfen.</p> <p>Auch sie fordern, dass das Gutachten veröffentlicht wird: „In Konstanz hat sich die Wohnsituation nicht entspannt. Die Mietpreise sind weiterhin hoch, und viele Menschen finden nur schwer bezahlbaren Wohnraum“, erklärt Andrea Gnann, die im Wahlkreis Konstanz für die CDU antritt. „Dass Konstanz aus der Mietpreisbremse herausfallen soll, ist für uns auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar“, heißt es weiter.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Gaienhofen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Mietpreisbremse ade? So reagiert die Politik am Bodensee und im Hegau]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 14 Oct 2025 17:12:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Tödlicher Sturz trotz Helm: Polizei gibt erste Details zu tragischem Radunfall bekannt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/toedlicher-radunfall-auf-der-hoeri-polizei-nennt-erste-details-zum-unglueck-in-kattenhorn;art372453,12499306 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach dem tödlichen Unfall eines 58-Jährigen am Samstag, 11. Oktober, teilt die Polizei weitere Hintergründe mit. Vermutlich war der Mann in Schritttempo unterwegs, andere Verkehrsteilnehmer waren wohl nicht beteiligt.  ]]></description>
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          Nach dem tödlichen Unfall eines 58-Jährigen am Samstag, 11. Oktober, teilt die Polizei weitere Hintergründe mit. Vermutlich war der Mann in Schritttempo unterwegs, andere Verkehrsteilnehmer waren wohl nicht beteiligt.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Nach dem tödlichen Unfall eines 58-Jährigen am Samstag, 11. Oktober, teilt die Polizei weitere Hintergründe mit. Vermutlich war der Mann in Schritttempo unterwegs, andere Verkehrsteilnehmer waren wohl nicht beteiligt.



        <p>Der tödliche Unfall eines 58-jährigen Radfahrers am vergangenen Samstag, 11. Oktober, im Öhninger Ortsteil Kattenhorn wirft weiterhin Fragen auf. Denn in einer <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/toedlicher-fahrradunfall-in-oehningen-58-jaehriger-verunglueckt-auf-der-hoeri;art372453,12498461" title="Tragischer Unfall auf der Höri: 58-Jähriger stirbt nach Sturz mit dem Fahrrad">ersten Mitteilung der Polizei</a> blieben die Hintergründe, was genau passiert ist und warum der Sturz so tragische Folgen hatte, zunächst offen. Nun gibt das Polizeipräsidium Konstanz auf SÜDKURIER-Nachfrage zumindest einige Details bekannt.</p> <p>So teilt Pressesprecherin Katrin Rosenthal mit, die Polizei gehe derzeit davon aus, dass der Mann vermutlich lediglich in Schrittgeschwindigkeit unterwegs war, auf keinen Fall aber besonders schnell, da es an der Unfallstelle steil bergauf geht. Ereignet hatte sich der Unfall in der Schloßstraße in Kattenhorn.</p> <h2>Er trug einen Helm</h2> <p>Der 58-Jährige war dort laut Polizei gegen 14 Uhr in Richtung des Radwegs an der Landesstraße 192 unterwegs. Dabei habe er zunächst eine andere Radfahrerin überholt und sei dann wenige Meter vor der Einmündung zur L192 gegen den rechtsseitigen Bordstein geraten, gestürzt und dabei tödlich verletzt worden. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen durch Ersthelfer und Rettungskräfte verstarb der 58-Jährige noch an der Unfallstelle.</p> <p>Wie genau der 58-Jährige stürzte und welche Verletzungen er sich dabei zuzog, ist der Polizei laut Rosenthal „nicht abschließend bekannt“. Klar sei jedoch, dass der Mann auf den Asphalt stürzte, nicht aber gegen einen gefährlichen Gegenstand, zum Beispiel einen großen Stein oder ein Verkehrsschild. Zudem trug er bei dem Sturz einen Helm und war mit einem normalen Trekkingrad ohne elektrischen Antrieb unterwegs, so Rosenthal.</p> <h2>Polizei ermittelt weiter zu den Hintergründen</h2> <p>Ein anderes Fahrzeug oder die zuvor überholte Radfahrerin seien an dem Unfall weder direkt noch indirekt beteiligt gewesen. Ob sich der Verunglückte oder eine andere Person verkehrswidrig verhalten hat, ist derzeit jedoch noch Gegenstand der Ermittlungen, die das Präsidium Konstanz übernommen hat, teilt Rosenthal abschließend mit.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Tödlicher Sturz trotz Helm: Polizei gibt erste Details zu tragischem Radunfall bekannt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 13 Oct 2025 12:47:11 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Die Fusion ist auch rechtlich perfekt: Was Volksbank-Kunden am Bodensee nun wissen müssen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/volksbank-fusion-am-bodensee-perfekt-das-muessen-jetzt-alle-kunden-wissen-15-10-25;art372432,12498472 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die neue Groß-Volksbank zwischen Allgäu, Bodensee und Hegau ist juristisch vollzogen. Für die fast 140.000 Kunden ändern sich einige Details, aber sie haben genügend Zeit zur Umstellung.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die neue Groß-Volksbank zwischen Allgäu, Bodensee und Hegau ist juristisch vollzogen. Für die fast 140.000 Kunden ändern sich einige Details, aber sie haben genügend Zeit zur Umstellung.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die neue Groß-Volksbank zwischen Allgäu, Bodensee und Hegau ist juristisch vollzogen. Für die fast 140.000 Kunden ändern sich einige Details, aber sie haben genügend Zeit zur Umstellung.



        <p>Die bisher eigenständigen Volksbanken Bodensee-Oberschwaben (Friedrichshafen, Ravensburg, Tettnang) und die Volksbank Konstanz (Konstanz, Radolfzell, Steißlingen und einige Hegaugemeinden) sind juristisch zu einem Haus verschmolzen. Das teilt das Kreditinstitut mit. Anlass ist die Eintragung ins Genossenschaftsregister. Danach ist Tettnang der Sitz der neuen Groß-Volksbank, weitere Hauptstellen sind in Friedrichshafen, Konstanz, Radolfzell, Ravensburg und Weingarten.</p> <p>Was heißt das für die nach Volksbank-Angaben rund 137.000 Kunden im Geschäftsgebiet zwischen Amtzell im württembergischen Allgäu und Hilzingen im Hegau?</p> <h2>Volksbank-Fusion am Bodensee: Ab Frühjahr 2026 gibt‘s eine neue IBAN</h2> <p>Für sie ändert sich durch die Fusion kurzfristig nicht viel. Wer bisher sein Konto bei der Volksbank Konstanz hatte, bekommt eine neue Bankverbindung, insbesondere die IBAN wird sich ändern. Voraussetzung dafür ist aber die technische Verschmelzung der Systeme, die für März 2026 angekündigt ist. Details dazu sind bisher nicht veröffentlicht worden. Kunden der alten Volksbank Friedrichshafen kennen das, sie haben im Zuge einer früheren Fusion schon neue Bankdaten erhalten.</p> <p>Ebenfalls neu wird für die Kunden im Kreis Konstanz, dass keiner der vier neuen Vorstände seinen Dienstsitz vor Ort haben wird. Das künftige Führungs-Quartett ist oberschwäbisch dominiert, wobei die Vorstandsmitglieder Dirk Bogen und Jürgen Nachtnebel als Interimsvorstände der Volksbank Konstanz bereits über tiefe Einblicke verfügen und Kontakte vor Ort aufgebaut haben. Die frühere Konstanzer Vorständin Sabine Meister war im August überraschend aus der Leitung der künftigen seeumspannenden Volksbank ausgeschieden.</p> <p>Nicht betroffen von der Bankfusion am Bodensee sind die Kundinnen und Kunden der weiterhin selbstständigen Volksbanken in der Region, unter ihnen die Volksbanken Hagnau (141 Millionen Euro Bilanzsumme), Oberteuringen (375 Millionen), Pfullendorf (266 Millionen) und Überlingen (2,1 Milliarden Euro Bilanzsumme). Zum Vergleich: Die neue Volksbank Bodensee-Oberschwaben erwartet eine Bilanzsumme von rund fünf Milliarden Euro. Die größte Volksbank im Land, die Gestalterbank mit Schwerpunkten in Offenburg, Villingen-Schwenningen und Singen, weist 14,2 Milliarden Euro aus.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 13 Oct 2025 12:38:29 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Tragischer Unfall auf der Höri: 58-Jähriger stirbt nach Sturz mit dem Fahrrad  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/toedlicher-fahrradunfall-in-oehningen-58-jaehriger-verunglueckt-auf-der-hoeri;art372453,12498461 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach einem Überholmanöver stößt am Samstag, 11. Oktober, ein Radfahrer gegen einen Bordstein und stürzt. Dabei zieht er sich solch schwere Verletzungen zu, dass er noch an der Unfallstelle verstirbt.  ]]></description>
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          Nach einem Überholmanöver stößt am Samstag, 11. Oktober, ein Radfahrer gegen einen Bordstein und stürzt. Dabei zieht er sich solch schwere Verletzungen zu, dass er noch an der Unfallstelle verstirbt.<br>
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        Nach einem Überholmanöver stößt am Samstag, 11. Oktober, ein Radfahrer gegen einen Bordstein und stürzt. Dabei zieht er sich solch schwere Verletzungen zu, dass er noch an der Unfallstelle verstirbt.



        <p>Ein Sturz mit dem Fahrrad und dramatische Folgen: Ein Radfahrer ist am Samstagmittag, 11. Oktober, auf der Schloßstraße in Öhningen auf der Höri gestürzt. Dabei hat er sich laut einer Pressenotiz der Polizei tödliche Verletzungen zugezogen.</p> <p>Der 58-jährige Radler soll demnach gegen kurz vor 14 Uhr auf der Schloßstraße im Öhninger Ortsteil Kattenhorn in Richtung des Radwegs an der Landesstraße 192 unterwegs gewesen sein. Dabei habe er zunächst eine andere Radfahrerin überholt, dabei sei er dann wenige Meter vor der Einmündung zur L192 gegen den rechtsseitigen Bordstein geraten. Durch das Anstoßen gegen die Kante soll der Radfahrer schließlich gestürzt sein und sich dabei schwer verletzt haben.</p> <p>Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen durch Ersthelfer und die anschließend eintreffenden Rettungskräfte verstarb der 58-Jährige noch an der Unfallstelle, heißt es in der Mitteilung abschließend. Weitere Informationen wurden zunächst nicht bekannt.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Tragischer Unfall auf der Höri: 58-Jähriger stirbt nach Sturz mit dem Fahrrad]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 11:57:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach der Trennung schlägt er zu: 40-Jährige wird 1999 von ihrem Noch-Ehemann brutal getötet  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/tragoedie-auf-der-hoeri-40-jaehrige-1999-von-noch-erhemann-brutal-getoetet;art372440,12497877 ]]></link>      <description><![CDATA[  Auf der Höri kommt es im Januar 1999 zu einem brutalen Femizid – auch wenn das Wort damals noch keiner nutzt. Der Täter ist schnell gefunden, die Gerichtsverhandlung folgt im gleichen Jahr – und bringt Licht ins Dunkel.  ]]></description>
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          Auf der Höri kommt es im Januar 1999 zu einem brutalen Femizid – auch wenn das Wort damals noch keiner nutzt. Der Täter ist schnell gefunden, die Gerichtsverhandlung folgt im gleichen Jahr – und bringt Licht ins Dunkel.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Auf der Höri kommt es im Januar 1999 zu einem brutalen Femizid – auch wenn das Wort damals noch keiner nutzt. Der Täter ist schnell gefunden, die Gerichtsverhandlung folgt im gleichen Jahr – und bringt Licht ins Dunkel.



        <p>Beinahe jeden Tag stirbt in Deutschland eine Frau, weil sie aufgrund ihres Geschlechts getötet wird – häufig durch die Hand ihres Partners oder Ex-Partners. Für das Jahr 2023 verzeichnet das Bundeskriminalamt (BKA) 360 Opfer. Nimmt man versuchte Tötungen hinzu, sind es sogar 938.</p> <p>Heute ist für derartige Taten der Begriff „Femizid“ bekannt geworden. Aber auch ohne diesen Namen sind in der Vergangenheit zahlreiche Frauen bei grausamen Bluttaten ums Leben gekommen – auch in der Region. So wurde im Januar 1999 eine 40-Jährige tot in einer Wohnung in Gaienhofen aufgefunden. Sie war an zahlreichen Verletzungen am Hals, im Gesicht und an der Brust gestorben.</p> <p>Besonders tragisch: Entdeckt wurde sie von ihrem Ex-Mann, der sie mit der gemeinsamen 17-jährigen Tochter treffen wollte. Als die Frau die Tür nicht öffnete, kletterte er laut damaligem SÜDKURIER-Bericht auf den Balkon – und sah seine ehemalige Partnerin auf dem Boden liegen.</p> <h2>Noch-Ehemann gerät ins Visier</h2> <p>Lange musste die Polizei nicht nach dem Täter suchen: Noch am selben Tag wurde der 31-jährige Noch-Ehemann der 40-Jährigen festgenommen. Von ihm hatte sich die Frau einige Wochen zuvor nach nur wenigen Monaten Ehe getrennt. Geheiratet hatten sie in Nigeria, dem Heimatland des Angeklagten – hinter dem Rücken ihrer Angehörigen. Kennengelernt hatten sie sich, weil die geschiedene Frau zuvor einen Afrikaner gesucht hatte, der ihr die Kulturen seines Kontinents näherbringen sollte.</p> <p>Wie der SÜDKURIER wenige Tage nach dem Fund der Leiche berichtete, hatte der damals 31-Jährige gegenüber Beamten der Kriminalpolizei Konstanz ein Teilgeständnis abgelegt. Er sei ins Visier geraten, nachdem bekannt geworden war, dass er der Frau beim Auszug aus der Wohnung geholfen hatte und deshalb am Tag ihres Todes wohl auch mit ihr verabredet gewesen sei. Als ein weiteres Indiz galten „blutähnliche Spuren an seiner Kleidung“, so der Bericht.</p> <h2>32 Zeugen sind geladen</h2> <p>Die Gerichtsverhandlung gegen den mittlerweile 32-jährigen Mann begann im Oktober 1999. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, die 40-Jährige „im Verlaufe einer verbalen Auseinandersetzung aus Wut und Eifersucht in zumindest bedingter Tötungsabsicht“ geschlagen, gewürgt und getreten zu haben, schrieb der SÜDKURIER damals.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Serie</span><span>Gewaltverbrechen sind selten. 21 Straftaten gegen das Leben erfolgten laut Kriminalstatistik 2024 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz, sechs davon im Kreis Konstanz. Dazu zählen die Straftaten Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen und fahrlässige Tötung. Auch der Versuch eines Delikts läuft in die Statistik ein. Doch es gab schon in der Vergangenheit einige Fälle, die für Aufsehen gesorgt und Menschen beschäftigt haben. Wie konnten solch schreckliche Verbrechen geschehen? Die SÜDKURIER-Redaktion rekonstruiert anhand früherer Berichterstattung Fälle, um diese Frage zu beantworten.</span></label></div> <p>Vor Gericht habe der Angeklagte verschiedene, sich widersprechende Aussagen gemacht. Licht ins Dunkel hätten Zeugen gebracht. Geladen waren davon nicht zu wenige: Ganze 32 Personen wurden zu Beginn der Verhandlung erwartet.</p> <h2>Die Situation eskaliert</h2> <p>Wie aus Berichten hervorgeht, hatte sich die Beziehung der Eheleute schon kurz nach der Hochzeit verschlechtert, bevor es schlussendlich zur Trennung kam. Mit Folgen: Vor der Tat im Januar 1999 soll die Frau ihrem Ex-Mann berichtet haben, dass sie Angst vor ihrem Noch-Mann gehabt habe. Er habe damit gedroht, sich – und laut SÜDKURIER-Artikel „möglicherweise auch sie“ – umzubringen, wenn er sie verlassen müsse. Auch ihrem Tagebuch hatte sie sich diesbezüglich anvertraut.</p> <p>Schließlich eskalierte die Situation – wohl, weil die Frau den Mann laut seiner Aussage beleidigt und eine Haarbürste nach ihm geworfen haben soll. Ein nichtiger Grund für die folgende Gewalt: Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 32-Jährige die 40-Jährige brutal zusammenschlug und dann einfach in der Wohnung in Gaienhofen liegen ließ.</p> <p>Der 32-Jährige räumte die Schläge zwar ein, bestritt aber eine Tötungsabsicht. Dies konnte jedoch widerlegt werden: Wie der SÜDKURIER berichtete, habe er weder einen Arzt gerufen, noch sonst etwas zu ihrer Rettung unternommen.</p> <p>Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Mann sich „in einem seelischen Ausnahmezustand befand und im Affekt gehandelt habe“, wurde ihm eine verminderte Schuldfähigkeit zugestanden. Verurteilt wurde er dennoch – wegen Totschlags zu acht Jahren Haft.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Polizei Tötungsdelikte Körperverletzung Prozeß thema-sicherheit-kriminalitaet thema-sicherheit-justiz audience-frauen serie-true-crime]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Gaienhofen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Nach der Trennung schlägt er zu: 40-Jährige wird 1999 von ihrem Noch-Ehemann brutal getötet]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 10 Oct 2025 14:46:05 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Beim Biomüll ist der Landkreis an der Spitze, doch der Abfallbericht zeigt auch Nachholbedarf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/beim-biomuell-ist-der-landkreis-an-der-spitze-doch-der-abfallbericht-zeigt-auch-nachholbedarf;art372432,12497175 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im landesweiten Vergleich landet der Kreis Konstanz bei organischen Abfällen auf dem zweiten Platz im baden-württembergischen Vergleich. Aus den Daten geht aber auch hervor, dass nur sehr wenig Altmetall zusammenkommt.  ]]></description>
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          Im landesweiten Vergleich landet der Kreis Konstanz bei organischen Abfällen auf dem zweiten Platz im baden-württembergischen Vergleich. Aus den Daten geht aber auch hervor, dass nur sehr wenig Altmetall zusammenkommt.<br>
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        Im landesweiten Vergleich landet der Kreis Konstanz bei organischen Abfällen auf dem zweiten Platz im baden-württembergischen Vergleich. Aus den Daten geht aber auch hervor, dass nur sehr wenig Altmetall zusammenkommt.



        <p>Der Landkreis Konstanz glänzt, wenn es um Bioabfälle geht. Im aktuellen Abfallbericht 2024 katapultiert sich der Landkreis mit stolzen 100 Kilogramm pro Kopf und Jahr fast an die Spitze des Bundeslandes. Nur der Stadtkreis Baden-Baden liegt darüber.</p> <p>Im direkten Vergleich mit den Nachbarn ist der Vorsprung beeindruckend: Bodenseekreis 74 Kilogramm, Tuttlingen 89, Schwarzwald-Baar-Kreis 46, Waldshut 56 – und Sigmaringen, wo die Biotonne erst seit Jahresbeginn Pflicht ist, dümpelt mit zwölf Kilogramm geradezu am Startblock vor sich hin.</p> <p>Diese gute Bilanz freut auch die Verantwortlichen beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises. Die Pressestelle erklärt die gute Sammelquote damit, dass der Landkreis einer der Pioniere bei der getrennten Einsammlung von Bioabfall war. Bereits seit 1993 werden Bioabfälle getrennt gesammelt, lange bevor dies gesetzlich vorgegeben war.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Unterm Strich</span><span>Konstanz ist Vorreiter bei der Biotonne, stark beim Glas und ordentlich beim Restmüll. Doch gibt es Schwächen bei Metallen und Leichtverpackungen. Es hängt von den Bürgern ab, wie ihr Landkreis beim nächsten Abfallranking abschneidet. Denn wenn künftig mehr Wertstoffe gesammelt werden, statt im Restmüll zu landen, und mehr Altmedikamente oder Batterien zum Schadstoffmobil gebracht werden, bringt das den Kreis weiter nach vorn.</span></label></div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Haus- und Sperrmüll:</strong> Ganz so glänzend fällt das Bild beim Restmüll nicht aus. 129 Kilogramm Haus- und Sperrmüll pro Einwohner bedeuten zwar, dass Konstanz besser dasteht als Waldshut (139) oder Schwarzwald-Baar (137). Doch der Bodenseekreis (118) und Sigmaringen (113) liegen deutlich vorne. Immerhin: Der Landkreis Konstanz bleibt unter dem Landesschnitt von 138 Kilogramm und zeigt damit, dass Müllvermeidung in der Region keine bloße Theorie ist.</li> <li><strong>Wertstoffe:</strong> Ein gemischtes Bild ergibt sich bei den Wertstoffen. Beim Altpapier liegt Konstanz mit 59 Kilogramm pro Kopf knapp über dem Landesdurchschnitt, doch fast alle Nachbarn erzielen höhere Werte – Waldshut etwa bringt es auf stolze 70 Kilogramm, der Bodenseekreis auf 68. Ganz anders sieht es beim Glas aus: Hier spielt Konstanz mit 28 Kilogramm vorne mit und übertrifft fast alle Vergleichsregionen. Lediglich Waldshut ist mit 32 Kilogramm noch etwas besser.</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Altmetalle:</strong> Gerade einmal 6,1 Kilogramm pro Kopf wurden im Landkreis Konstanz gesammelt. Das ist nicht nur weniger als der Landesdurchschnitt, sondern auch deutlich hinter allen Nachbarn, von Tuttlingen mit knapp zehn Kilogramm bis hin zu Waldshut, das mit fast 25 Kilogramm geradezu herausragt. Auch bei den Leichtverpackungen hinkt Konstanz hinterher.<br /> Während der Landesdurchschnitt bei 31 Kilogramm liegt und Tuttlingen sogar 35 Kilogramm erreicht, bleiben die Landkreisbewohner mit 25 Kilogramm spürbar darunter. Vielleicht hat auch dieser Wert mit den örtlichen Sammeleigenheiten zu tun. Denn bis 2024 wurden die Leichtverpackungen im ganzen Kreis mit dem Gelben Sack eingesammelt. Seit diesem Jahr haben 14 Städte und Gemeinden die Gelbe Tonne eingeführt, während die elf restlichen Kommunen weiterhin den Gelben Sack abholen lassen.</li> <li><strong>Problemstoffe und Elektrogeräte:</strong> Die Entsorgung gefährlicher Abfälle klappt ordentlich, aber nicht überragend. Mit 0,79 Kilogramm pro Kopf liegt der Landkreis zwar besser als Sigmaringen, aber schwächer als alle anderen Nachbarn. Bei Elektroaltgeräten erreicht Konstanz mit 6,6 Kilogramm den Landesdurchschnitt, liegt damit aber ebenfalls hinter Bodenseekreis, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar und Waldshut.<br /> Der Kreis-Abfallwirtschaftsbetrieb verweist darauf, dass Elektroaltgeräte flächendeckend gesammelt werden und die Kommunen für die Infrastruktur verantwortlich seien: „Jedoch kann nur angenommen werden, was von den Bürgerinnen und Bürgern auch gebracht beziehungsweise entsorgt wird.“</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Grünabfälle:</strong> 58 Kilogramm pro Kopf sind nicht einmal zwei Drittel des Landesdurchschnitts von 93 Kilogramm. Alle Nachbarn sind besser, Waldshut sogar fast dreimal so gut mit 166 Kilogramm. Die Städte und Gemeinden haben unterschiedliche Sammelstrukturen für Grünabfall, weil es eine Aufgabenteilung gibt: Die Kommunen sind für Sammeln und Transport zuständig, der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises für die Verwertung. Am landkreiseigenen Wertstoffhof in Singen-Rickelshausen kann Grünabfall von allen Einwohnern das ganze Jahr über an fünf Tagen die Woche und zusätzlich jeden letzten Samstag im Monat abgegeben werden.</li> </ul> </div>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Gaienhofen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Beim Biomüll ist der Landkreis an der Spitze, doch der Abfallbericht zeigt auch Nachholbedarf]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 07 Oct 2025 15:59:32 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Angst vor leeren Kassen und Empörung unter Bürgermeistern: „Uns brennt der Kittel!“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die finanziellen Spielräume der Kommunen im Landkreis Konstanz werden enger – und die Nerven dünner. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine heiße Debatte um die Kreisumlage bevorsteht.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die finanziellen Spielräume der Kommunen im Landkreis Konstanz werden enger – und die Nerven dünner. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine heiße Debatte um die Kreisumlage bevorsteht.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die finanziellen Spielräume der Kommunen im Landkreis Konstanz werden enger – und die Nerven dünner. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine heiße Debatte um die Kreisumlage bevorsteht.



        <p>Die Debatte um den Kreishaushalt hat noch gar nicht begonnen, da hat der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt schon die „Eckpunkte zur Finanzpolitik“ für die Jahre 2026 bis 2029 entdeckt, obwohl diese gut versteckt in der allerletzten Anlage anhängen. „Die Stadt Konstanz schließt immer noch die vierte Haushaltslücke dieses Jahr. Dabei sparen wir der Kreisumlage hinterher, ohne sie müssten wir gar nicht sparen“, empört er sich.</p> <p>Die Kreisumlage ist die Abgabe, die Kommunen an den Kreis entrichten, um dessen Finanzbedarf zu decken. Der Kreis selbst erhebt keine eigenen Steuern. Der Hebesatz für die Umlage liegt im Kreis Konstanz aktuell bei 34 Prozent, angesichts großer anstehender Investitionen wird er aber steigen, so die Prognose.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Kreisumlage</span><span>Es handelt sich um eine Umlage, die die Gemeinden an den Kreis zu zahlen haben zur Finanzierung der vom Landkreis zu erbringenden Leistungen. Die Kreisumlage ist eine der wichtigsten Einnahmequellen des Kreises. Sie wird erhoben, weil der Kreis keine nennenswerten Einnahmequellen hat.</span></label></div> <p>In den Eckpunkten wird der Plan für die Kreishaushalte bis 2029 dargestellt und enthält – Stand September 2025 – die Zahlen, die Burchardt das Grausen lehren: ein Kreisumlage-Hebesatz von 40 Prozent für 2027, 42 Prozent für 2028 und 49,8 Prozent für 2029. Einmal in Fahrt macht Burchardt weiter: „Die 34 Prozent müssen der Anschlag sein. Wenn da irgendwo 39 Prozent steht, hätte das gar nicht durch den Drucker laufen dürfen. Aber wenn wir bei 49 sind, können wir dicht machen.“</p> <h2>Das entgegnet Landrat Zeno Danner</h2> <p>Diese helle Aufregung hat Landrat Zeno Danner offenbar nicht kommen sehen – sonst hätte er vermutlich den Drucker gestoppt. Oder gehofft, dass die Zahlen gut genug versteckt sein würden. Immerhin kommt der Tagesordnungspunkt harmlos daher: Es sind lediglich „Informationen zum aktuellen Planungsstand“.</p> <p>Ein bisschen Verteidigung schiebt er Burchardts Empörung hinterher, ganz sanft: „Wir können ja nicht so tun, als könnten wir alles locker erreichen, was wir uns vornehmen“, sagt er und betont, dass die Kreisumlage seit drei Jahren bei 34 Prozent stehe, obwohl sie schon mehrfach deutlich höher geplant war. Sein Ziel sei es, dass der Hebesatz auch 2026 nicht ansteige. „Das Festhalten am Kreisumlage-Hebesatz hat die Kreisverwaltung dieses Jahr übrigens fünf Millionen Euro gekostet.“</p> <h2>Verdoppelte Schulden bis 2029?</h2> <p>An diesem Nachmittag ergibt sich nur ein kurzer Einblick in die Misere der kommunalen Finanzen. Aber es liegt alles auf dem Tisch, als Kreisrätin Dorothee Jacobs-Krahnen (Grüne) auch noch auf die vorausgesagte Verschuldung hinweist: Diese würde, Stand jetzt, im Jahr 2029 dann 375 Millionen Euro betragen und hätte sich damit innerhalb von drei Jahren schlicht verdoppelt. Alarmierend sei dies für die Gestaltungsmöglichkeiten kommender Generationen, sagt sie.</p> <p>Landrat Danner kann vor dem eigentlichen Schlagabtausch nicht viel mehr tun, als die Kommunalpolitiker um Geduld zu bitten und auf die kommende Haushaltsdebatte zu verweisen. Das Ziel, die Zahl 34 beim Hebesatz zu erhalten, ist hiermit gesetzt.</p> <p>Uli Burchardt sorgt mit seltener Eindringlichkeit erneut dafür, dass er gehört wird: „Uns brennt der Kittel. Das gilt für Konstanz, aber auch für die meisten Städte und Gemeinden. Lasst uns gemeinsam einen Weg finden, dass wir die Entwicklung unter Kontrolle bekommen.“</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:source><![CDATA[Gaienhofen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Angst vor leeren Kassen und Empörung unter Bürgermeistern: „Uns brennt der Kittel!“]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 05 Oct 2025 15:03:32 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Rekordverdächtiger Büllenzopf und Besucher aus dem ganzen Ländle: So schön war das Büllefest 2025  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/moos/buellefest-lockt-viele-besucher-nach-weiler;art372450,12493802 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Höri feierte am Sonntag, 5. Oktober ihr kulinarisches Kulturgut in der Hauptstraße des Mooser Ortsteils Weiler. Trotz trübem Herbstwetter war das Fest wieder gut besucht.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Höri feierte am Sonntag, 5. Oktober ihr kulinarisches Kulturgut in der Hauptstraße des Mooser Ortsteils Weiler. Trotz trübem Herbstwetter war das Fest wieder gut besucht.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Höri feierte am Sonntag, 5. Oktober ihr kulinarisches Kulturgut in der Hauptstraße des Mooser Ortsteils Weiler. Trotz trübem Herbstwetter war das Fest wieder gut besucht.



        <p>Am Sonntag, 5. Oktober, fand das traditionelle Büllefest der Gemeinde Moos statt. Bei der 48. Auflage des Festes rund um die beliebte rote, aber weißfleischige Zwiebel, kamen einmal mehr zahlreiche Besucher auf die vordere Höri. In diesem Jahr durfte der Teilort Weiler die Austragung auf der Hauptstraße übernehmen.</p> <p>Geboten war wieder einmal alles Erdenkliche rund um das schmackhafte Gemüse, das seit einigen Jahren als kulinarisches Kulturgut mit regionaler Herkunft anerkannt ist. Das Angebot reichte von der schlichten Sackware über kunstvoll geflochtene Büllezöpfe bis hin zu einer Vielzahl von Speisen, deren Hauptbestandteil selbstverständlich die Bülle ist.</p> <p>Obwohl das Fest offiziell erst um 10 Uhr eröffnet wird, war die Hauptstraße in Weiler am Sonntag bereits eine gute halbe Stunde davor schon sehr gut besucht. Denn das Büllefest hat nicht nur auf der vorderen Höri Tradition, sondern auch weit über die Region hinaus.</p> <h2>Besucher aus dem ganzen Ländle</h2> <p>Jedes Jahr fahren Busunternehmen aus ganz Baden-Württemberg zu dem Fest nach Moos. Das musste auch der Radolfzeller Oberbürgermeister Simon Gröger neidvoll bei seinem ersten Besuch des Büllefestes seit seinem Amtsantritt feststellen. Versorgt wurden die Besucher bei der 48. Auflage von den zahlreichen Vereinen der Gemeinde. Ob DLRG, die Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr oder der Club kochender Männer – sie alle boten schmackhafte und herzhafte Speisen an, die sich die Besucher nicht entgehen ließen. Trotz der herbstlichen Wetterstimmung kamen einmal mehr mehrere tausend Menschen nach Weiler, um das Fest um die Bülle zu feiern.</p> <p>Und viele nutzten selbstverständlich auch die Möglichkeit, sich mit der schmackhaften Zwiebel oder anderen landwirtschaftlichen Produkten für die nächsten Wochen zu versorgen. Das ist wohl auch einer der Gründe, die den Erfolg des Büllefestes ausmachen: „Hier weiß der Käufer, woher das jeweilige Produkt herkommt“, stellte Bürgermeister Patrick Krauss treffend bei der offiziellen Eröffnung am Morgen fest. Wirklich eindrucksvoll waren einmal mehr die vielen Büllezöpfe.</p> <h2>Rekordverdächtiger Büllenzopf</h2> <p>Ein besonders rekordverdächtiges Exemplar hatte der Betrieb Messmer aus Welschingen mitgebracht. Sie unterhalten im Mooser Ortsteil Bankholzen einige Büllefelder und sind seit 15 Jahren beim Büllefest vertreten. Anna Messmer konnte aus 200 Bülleknollen einen rund 2,60 Meter langen Büllezopf anfertigen.</p> <p>Für die meisten Beteiligten war nicht zuletzt das Wetter bei der Freiluftveranstaltung wichtig. Das hielt glücklicherweise über die meiste Zeit des Tages. Vor allem aber der Wind machte den Aufenthalt in der Hauptstraße und Gartenstraße, in denen insgesamt 43 Stände aufgebaut waren, nicht immer angenehm.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Gaienhofen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Rekordverdächtiger Büllenzopf und Besucher aus dem ganzen Ländle: So schön war das Büllefest 2025]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 12:11:40 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Aus traurigem Anlass: Der Gaienhofener Gemeinderat hat ein neues Mitglied  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/aus-traurigem-anlass-der-gaienhofener-gemeinderat-hat-ein-neues-mitglied;art372440,12492082 ]]></link>      <description><![CDATA[  Seit Ulrike Griß im Sommer verstarb, blieb ein Sitz im Gaienhofener Gemeinderat leer. Nun wurde ihr Nachfolger Stefan Riedmann für die Freie Wählervereinigung verpflichtet.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Seit Ulrike Griß im Sommer verstarb, blieb ein Sitz im Gaienhofener Gemeinderat leer. Nun wurde ihr Nachfolger Stefan Riedmann für die Freie Wählervereinigung verpflichtet.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Seit Ulrike Griß im Sommer verstarb, blieb ein Sitz im Gaienhofener Gemeinderat leer. Nun wurde ihr Nachfolger Stefan Riedmann für die Freie Wählervereinigung verpflichtet.



        <p>Mehrere Monate ist es mittlerweile her, dass sich der Gaienhofener Gemeinderat und die Gemeinde Gaienhofen von Rätin Ulrike Griß verabschieden musste: Im Sommer ist sie nach einer schweren Erkrankung im Alter von 62 Jahren verstorben. Zuvor war sie elf Jahre lang im Gemeinderat aktiv und sprach dort für die Freie Wählervereinigung (FWG). Seit ihrem Tod blieb ihr Sitz frei.</p> <p>Das hat sich nun allerdings geändert: Für Ulrike Griß rückt Stefan Riedmann als Gemeinderat nach, der bei der Wahl im vergangenen Jahr 635 Stimmen auf sich vereinen konnte. In der jüngsten Sitzung wurde Riedmann von Bürgermeister Jürgen Maas verpflichtet. Der Gaienhofener Gemeinderat ist ihm nicht fremd: Bereits von 2012 bis 2014 sowie von 2019 bis 2024 war er Teil des Gremiums.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Kommunalwahl Kommunalpolitik Parteimitgliedschaft thema-politik-lokal thema-politik-lokal-kommunalwahl thema-politik-parteien]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Gaienhofen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Aus traurigem Anlass: Der Gaienhofener Gemeinderat hat ein neues Mitglied]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 12:00:51 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Es steht viel auf dem Spiel": Darum wenden sich Städte und Gemeinden mit Brandbrief an die Bürger  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/es-steht-viel-auf-dem-spiel-staedte-und-gemeinden-in-baden-wuerttemberg-schreiben-brandbrief-an-buerger;art372448,12492055 ]]></link>      <description><![CDATA[  In einem ungewöhnlichen Schritt schreibt die Vertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land zum 3. Oktober direkt an die Bürger. Zwei Rathauschefs aus dem Hegau erklären, warum auch sie zu drastischen Worten greifen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          In einem ungewöhnlichen Schritt schreibt die Vertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land zum 3. Oktober direkt an die Bürger. Zwei Rathauschefs aus dem Hegau erklären, warum auch sie zu drastischen Worten greifen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/es-steht-viel-auf-dem-spiel-staedte-und-gemeinden-in-baden-wuerttemberg-schreiben-brandbrief-an-buerger;art372448,12492055]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        In einem ungewöhnlichen Schritt schreibt die Vertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land zum 3. Oktober direkt an die Bürger. Zwei Rathauschefs aus dem Hegau erklären, warum auch sie zu drastischen Worten greifen.



        <p>An klaren Worten fehlt es nicht. Wenn wir so weitermachen, heißt es in einem überraschend veröffentlichten Brief, dann fahren Staat und Gesellschaft an die Wand. Der Absender: der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Interessenvertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land. Die Adressaten: 11,2 Millionen Menschen, alle Einwohner Baden-Württembergs. Der Anlass: Ein Hilferuf und ein Appell, Reformen mitzutragen. Der Tonfall: Alarmiert.</p> <p>Es ist nicht weniger als ein Brandbrief, der zum Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, veröffentlicht wurde (<a href="https://www.gemeindetag-bw.de/content/brief-die-b%C3%BCrgerinnen-und-b%C3%BCrger-zum-tag-der-deutschen-einheit" target="_blank" title="" rel="noopener">hier ist der vollständige Wortlaut zu lesen</a>). Aber warum dieser ungewöhnliche Schritt? Die Bürgermeister Benjamin Mors aus Steißlingen und Holger Mayer aus Hilzingen, beide engagiert im Kreisvorstand des Gemeindetags, sagen auf SÜDKURIER-Nachfrage: Weil es tatsächlich brennt.</p> <p>„Es steht viel auf dem Spiel“, sagt Benjamin Mors. Er sorgt sich um den Zusammenhalt in Zeiten schneller Veränderungen und einer immer weiter ausufernden Bürokratie. „Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern wir schaffen es nicht, als Gesellschaft und Gesellschaft darauf eine schnelle Antwort zu finden.“</p> <p>Sein Kollege Holger Mayer fordert, dass Bund und Land den Kommunen wieder mehr Vertrauen entgegenbringen, Zuschüsse nicht an ein unüberschaubares Regelwerk knüpfen und sich darauf verlassen, dass Verwaltungen und Gemeinderäte in einem demokratischen Prozent „mit dem Geld schon etwas Richtiges machen“.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Botschaft zum 3. Oktober</span><span>Der 3. Oktober, Deutschlands Nationalfeiertag, erinnert nicht nur an die 1990 an diesem Tag vollzogene Wiedervereinigung Deutschland. Sondern auch daran, dass ab 1989 Menschen in der damaligen DDR für die Demokratie bereit waren, ihr Leben auf Spiel zu setzen. Doch diese Demokratie ist gefährdet, wenn der Staat handlungsunfähig wird, warnen nun auch die Kommunen im Land Baden-Württemberg. Bundesweit fehlten den Landkreisen, Städten und Gemeinden 30 Milliarden Euro, so der baden-württembergische Landkreistag. Auch die Kommunen im Kreis Konstanz sehen ihre Finanzen teils im freien Fall. Singen und Konstanz haben deshalb schon eine Haushaltssperre verfügt, was bei ernsthafter Umsetzung einem weitgehenden Verlust von Gestaltungsmöglichkeiten gleichkommt.</span></label></div> <p>Benjamin Mors nennt ein konkretes Beispiel: In Steißlingen hat die Gemeinde ein Grundstück verkauft, damit ein Bauträger darauf Wohnungen auch für Menschen mit schmalerem Geldbeutel errichten kann. Drei Jahre dauerte es, bis der Bebauungsplan stand – weil einige Streuobstbäume weichen müssen und überdies noch Fledermäuse entdeckt wurden. Holger Mayer muss seine Bürgerinnen und Bürger seit Jahren in Sachen Freibad-Sanierung vertrösten, weil Hilzingen das Geld für Pflichtaufgaben braucht, zum Beispiel die vom Bund eingeführte Betreuung von Grundschulkindern.</p> <p>Steffen Jäger, Hauptgeschäftsführer des Gemeindetags und Autor des offenen Briefs, weiß, wovon er spricht. Er war Bürgermeister der 4500-Einwohner-Gemeinde Oppenweiler bei Stuttgart. Seine Diagnose im Jahr 2025 liest sich bitter: „Die Kommunen sind damit das Rückgrat eines gelingenden Staates. Doch ihre Handlungsfähigkeit ist gefährdet. Die Kommunalfinanzen sind in einer solch dramatischen Schieflage, dass bereits die Erfüllung der Pflichtaufgaben kaum mehr möglich ist.“ Und das, weil der Staat über seine Verhältnisse lebt: „Die Summe an staatlichen Leistungszusagen, Standards, Versprechen hat ein Maß erreicht, das mit den verfügbaren Ressourcen nicht mehr erfüllbar ist.“</p> <h2>Die Bürger werden wieder mehr selbst leisten müssen</h2> <p>Dem stimmen die Bürgermeister von Hilzingen (knapp 10.000 Einwohner) und Steißlingen (gut 5000 Einwohner) ausdrücklich zu – obwohl oder gerade weil gerade diese beiden Kommunen lange Zeit als finanziell gut aufgestellt galten. Das ist vorbei, sagen die beiden, weil die Ansprüche der Menschen viel schneller gestiegen sind als die Möglichkeiten einer Gemeinde. Für sie gibt es nur den Weg, der auch in dem ungewöhnlichen Brief an die Bürgerinnen und Bürger skizziert ist: Abschied zu nehmen von lieb gewonnenen Dingen, wieder mehr Eigenverantwortung bei den Menschen selbst und Akzeptanz dafür, dass der Staat manche Dinge jetzt eben nicht mehr leisten kann.</p> <h2>Gemeinden fordern auch „mehr Ehrlichkeit in der Migrationspolitik“</h2> <p>Der Brief des Gemeindetags macht dabei auch um schwierige Themen keinen Bogen. Er fordert „mehr Ehrlichkeit in der Migrationspolitik“, verlangt von Zugewanderten nicht nur ein klares Bekenntnis zum Grundgesetz, sondern auch entsprechendes Handeln. Und „er oder sie muss auch zum Gelingen von Gesellschaft und Volkswirtschaft beitragen“, heißt es dort mitten in die hitzige Debatte hinein: „Menschenverächter haben keine Lösungen, sie haben nur Propaganda. Wir Demokraten müssen beweisen, dass wir es besser können.“</p> <p>Dass das gelingen kann, da sind Benjamin Mors und Holger Mayer übrigens ganz zuversichtlich. Zwar stellen sie fest, dass der Ton gerade in den sogenannten sozialen Medien rau geworden ist und einzelne Akteure eine zunehmende Lust an Polarisierung und Spaltung zeigten. In ihren Orten erleben sie aber täglich großen Zusammenhalt, wie beide betonen. Und eine wichtige Sache sei weithin akzeptiert, so Mors: „Wir brauchen keine Willensbekundungen, sondern echte Reformen.“</p> <p>Dabei komme es auf jeden an, so die beiden Hegauer Bürgermeister, die nach eigenen Worten jeden Satz im Brandbrief mittragen. Dort findet sich eine Formulierung, wie sie so ähnlich auch der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt immer wieder benutzt: „Demokratie ist kein Bestellshop – sie ist die Einladung an alle, sich mit ganzer Kraft für eine freiheitliche und wohlständige Gesellschaft einzubringen. Und deshalb kann Demokratie auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir alle unseren Beitrag dazu leisten.“</p> <p>Also Ärmel hochkrempeln und anpacken, das wünschen sich Burchardt, Mayer und Mors, aber auch der Landkreistag. Dessen Präsident Achim Brötel aus dem Neckar-Odenwald-Kreis klagt nicht nur darüber, dass inzwischen fast alle Kreise im Land nicht einmal mehr ihre laufenden Aufgaben leisten können, ohne neue Schulden zu machen. Seine Botschaft zum 3. Oktober „in diesen schwierigen Zeiten“ ist so unmissverständlich wie die der Verantwortlichen im Kreis Konstanz: „Deutschland ist ein starkes Land, und es kann stark bleiben, wenn wir uns alle gemeinsam darum bemühen und uns dafür einsetzen. Denn genau das ist Demokratie – die Kraft der Vielen.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA["Es steht viel auf dem Spiel": Darum wenden sich Städte und Gemeinden mit Brandbrief an die Bürger]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 24 Sep 2025 10:58:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gaienhofen top, Radolfzell nicht? Warum die Tourismus-Zahlen so unterschiedlich sind  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/tourismus-am-bodensee-warum-gaienhofen-so-viel-mehr-besucher-pro-einwohner-anlockt;art372440,12487718 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eine SÜDKURIER-Auswertung gibt einen Überblick über die Gästezahlen in der Region. Pro Einwohner gerechnet hängt Gaienhofen die meisten anderen Gemeinden ab. Zwei Expertinnen erklären, woran das liegt.  ]]></description>
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          Eine SÜDKURIER-Auswertung gibt einen Überblick über die Gästezahlen in der Region. Pro Einwohner gerechnet hängt Gaienhofen die meisten anderen Gemeinden ab. Zwei Expertinnen erklären, woran das liegt.<br>
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        Eine SÜDKURIER-Auswertung gibt einen Überblick über die Gästezahlen in der Region. Pro Einwohner gerechnet hängt Gaienhofen die meisten anderen Gemeinden ab. Zwei Expertinnen erklären, woran das liegt.



        <p>Steht Gaienhofen viel besser da als die übrige Höri und Radolfzell? Dieser Eindruck kann beim Lesen <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/touristenmagnet-bodensee-in-diesen-orten-naechtigen-die-meisten-gaeste-11-09-25;art417930,12478203?cx_artPos=0&amp;cx_testId=65&amp;cx_testVariant=cx_1#cxrecs_s" target="" title="" rel="noopener">einer Auswertung des SÜDKURIER</a> entstehen, die Besucherzahlen von Touristen in den Gemeinden rund um den Bodensee zusammengetragen hat. Denn während Radolfzell zwar bei den absoluten Zahlen mit 104.000 Gästen jährlich (hinter Konstanz, Friedrichshafen und Überlingen) erwartungsgemäß gut abschneidet verglichen mit Gaienhofen (58.000 Gäste), Öhningen (14.000) und Moos (8400), sieht es runtergebrochen auf die Einwohnerzahl ganz anders.</p> <p>Nach Radolfzell kommen gerade einmal 3,3 Gäste pro Einwohner, womit es im unteren Mittelfeld liegt. Gaienhofen liegt mit 17,4 Gästen pro Kopf dagegen auf dem zweiten Platz hinter Hagnau. Wie ist dieser Unterschied zu erklären? Denn auch die anderen beiden Höri-Gemeinden schneiden deutlich schwächer ab als Gaienhofen: Moos hat 2,5 Gäste pro Kopf, Öhningen immerhin vier.</p> <h2>TSR-Leiterin nennt strukturelle Gründe</h2> <p>Regina Brüsewitz, Leiterin der Tourismus und Stadtmarketing Radolfzell GmbH, erklärt: „In einem Dorf, das stark vom Tourismus lebt, gibt es in der Regel mehr Übernachtungen pro Einwohner als in einer Stadt mit mehreren Einnahmequellen.“ Dies treffe auch beim Vergleich von Radolfzell und Gaienhofen zu.</p> <p>„In Gaienhofen spielt der Tourismus die wichtigste Rolle und stellt vermutlich sogar die einzige wirtschaftliche Grundlage dar. Um möglichst viele Gäste anzuziehen und zu beherbergen, ist Gaienhofen stark auf den Tourismus ausgerichtet, obwohl oft nur wenige Menschen dort dauerhaft leben“, so Brüsewitz. Dadurch entstehe ein starkes Missverhältnis zwischen der Zahl der Einwohner und der Anzahl der Übernachtungsgäste.</p> <p>In einer Stadt wie Radolfzell sei die Lage anders, denn diese haben meist eine viel größere und vielfältigere Wirtschaftsstruktur. „Neben dem Tourismus spielen in Radolfzell zum Beispiel Industrie, Handel, Dienstleistungen oder Bildung eine weitere wichtige Rolle“, zählt Brüsewitz auf. Der Tourismus sei zwar ein starker Wirtschaftsfaktor in Radolfzell, mache aber nur einen Teil der Gesamtwirtschaft aus.</p> <h2>Warum ist Gaienhofen so beliebt?</h2> <p>Ähnlich schätzt Sabine Giesler, Leiterin der Tourist-Info Gaienhofen, das Ergebnis ein – und erklärt Details zu den Gründen für Gaienhofens starkes Ergebnis. Sie sagt: „Das Ergebnis ist natürlich schon eine Frage des touristischen Angebots, die wirtschaftliche Struktur einer Gemeinde ist entscheidend. Wir haben hier viele große Betriebe wie das Hotel Gasthaus Hirschen, das Hotel Höri, das Hotel Gasthaus Seehörnle und die Campingplätze Horn und Höristrand.“</p> <p>Die hohen Gästezahlen seien in erster Linie Verdienst dieser großen Betriebe. Hinzu kommen die Ferienwohnungen, die laut Giesler 17 Prozent der Gäste ausmachten. Spitzenreiter im Ort sei aber das <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/200-jahre-hirschen-in-horn-viel-prominenz-feiert-vergangenes-und-zukunft;art372440,11154337" target="_blank" title="200 Jahre Hirschen in Horn: Viel Prominenz feiert Vergangenes und Zukunft">Gasthaus Hirschen mit über 16.000 Ankünften</a>, an zweiter Stelle liege der <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/campen-auf-der-hoeri-campingplatz-horn-soll-teuer-saniert-werden;art372440,12321249" target="_blank" title="Neue WCs und mehr Räume: So soll der Campingplatz in Horn für viel Geld schöner werden">Campingplatz Horn mit über 10.000 Ankünften</a>, obwohl 2024 ein schlechtes Jahr gewesen sei. Danach folgen laut Giesler das Hotel Höri und dann Seehörnle.</p> <p>„Solche Betriebe hat es natürlich in anderen Gemeinden auf der Höri nicht. Öhningen hat das Schloss Marbach, aber sonst eher Ferienwohnungen. Und in Moos gibt es das Schiff, den Seehof und den Sternen, aber sind sind kleiner als unsere Hotels“, führt sie aus.</p> <h2>Tourismus macht 26 Millionen Euro aus</h2> <p>Ein weiterer Faktor sei die Art der Hotels. „Höri und Hirschen sind Wellnessbetriebe, sie haben daher verlängerte Saison und vermieten auch im Winter und Herbst. Und das Seehörnle ist auch ein Tagungshotel, die sind daher wetterunabhängiger und vielfältiger“, erklärt Sabine Giesler.</p> <p>Radolfzell habe zwar ebenfalls große Hotels, allerdings auch mehr Einwohner und andere starke Branchen. „Wir haben in Gaienhofen eigentlich nur den Tourismus, der macht in der Wertschöpfung 26 Millionen Euro. Dazu etwas Landwirtschaft und die Kultur. Die Zahlen überraschen mich daher nicht“, ordnet Giesler ein.</p> <p>Sinnvoll sei daher eher der Vergleich mit anderen kleinen Tourismus-Orten wie Allensbach und Bodman-Ludwigshafen. „Das ist aber kein Wettkampf. Wir arbeiten in der Regio Konstanz-Bodensee-Hegau eng zusammen, entwickeln zusammen Angebote – gerade auch mit Moos und Öhningen hier auf der Höri“, berichtet die Expertin.</p> <h2>Woher kommen die Touristen? Und wie lange bleiben sie?</h2> <p>83 Prozent der Touristen in Gaienhofen kommen aus Deutschland, davon die meisten aus Baden-Württemberg. Viele würden nur wenige Tage bleiben. „Der Trend geht zum verlängerten Wochenende“, sagt Giesler. Womit sich auch erklären lässt, weshalb Gaienhofen in einer anderen Statistik, nämlich der Aufenthaltsdauer, nicht besser abschneidet als die umliegenden Gemeinden.</p> <p>In Radolfzell bleiben Besucher laut SÜDKURIER-Analyse im Schnitt 3,6 Tage, in Gaienhofen immerhin 3,2 Tage und in Öhningen 2,6. In Moos sind nur 1,8 Tage. „Drei bis vier Tage sind typische Werte am Bodensee“, so Giesler.</p> <h2>2024 und 2025 waren schwache Jahre</h2> <p>Doch auch in Gaienhofen ist nicht immer alles ideal. Wie schon 2024, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/mueckenplage-und-hochwasser-so-schwer-war-tourismus-am-bodensee-2024;art372455,12231934" target="_blank" title="Berg- und Talfahrt im Tourismus: 2024 war kein leichtes Jahr am Bodensee">als Regenwetter und Mücken die Saison erschwerten</a>, wird wohl auch 2025 wegen des schlechten Wetters keine guten Zahlen bescheren, verkündet die Leiterin der Tourist-Info. „Besonders die Campingplätze waren 2024 betroffen. Es fehlen die Gäste, die spontan buchen“, sagt sie.</p> <p>Insgesamt sei die Entwicklung aber gut, auch dank Anbauten am Hirschen sind die Übernachtungen gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 von 167.000 auf 183.000 um knapp zehn Prozent angestiegen. „Für uns in den Touri-Infos geht es am Ende aber nicht um Zahlen, sondern Angebote. Wir wollen uns in Gaienhofen qualitativ und nicht quantitativ weiterentwickeln“, sagt Giesler.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 25 Sep 2025 12:19:33 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Aufsteigerduell im Zeichen des Abstiegskampfs: SV Denkingen empfängt FC Öhningen-Gaienhofen <p></p>  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/regionalsport/landesliga-staffel-drei/aufsteigerduell-im-zeichen-des-abstiegskampfs-sv-denkingen-empfaengt-fc-oehningen-gaienhofen;art1369314,12488472 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die beiden Aufsteiger SV Denkingen und FC Öhningen-Gaienhofen treffen am Sonntag aufeinander. Beide Trainer haben viel Respekt vor den Gegnern.  ]]></description>
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          Die beiden Aufsteiger SV Denkingen und FC Öhningen-Gaienhofen treffen am Sonntag aufeinander. Beide Trainer haben viel Respekt vor den Gegnern.<br>
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        Die beiden Aufsteiger SV Denkingen und FC Öhningen-Gaienhofen treffen am Sonntag aufeinander. Beide Trainer haben viel Respekt vor den Gegnern.



        <p><strong>Fußball-Landesliga:</strong> SV Denkingen – FC Öhningen-Gaienhofen (Sonntag, 15 Uhr). – Am Sonntag kann sich der FC Öhningen-Gaienhofen zuversichtlich auf den Weg zum Mitaufsteiger SV Denkingen machen, denn es gibt eine Reihe von Fakten, die Mut machen müssten. In der vergangenen Saison wurde der SV Denkingen zwar souveräner Bezirksligameister, eine seiner beiden Saisonniederlagen fügte ihm jedoch der FC Öhningen-Gaienhofen zu.</p> <h2>Beide Teams drehten schon Rückstände</h2> <p>Und während die Elf von der Höri jüngst eine kleine Serie mit zum Teil deutlichen Niederlagen mit einem 4:2-Sieg gegen den SV Aasen beenden konnte, hat der SV Denkingen alles andere als einen Lauf. Nur einen Punkt aus den jüngsten drei Spielen holten die Linzgauer, und selbst dieser Zähler fühlte sich wie eine Niederlage an, hatte man sich doch gegen Kellerkind FC Neustadt durch eine lange Überzahl mehr erhofft.</p> <p>Allerdings hat die Elf von Trainer Bahadir Livgökmen eines der spektakuläreren Spiele der jungen Saison geliefert – aus einem 0:2-Rückstand gegen den FV Möhringen wurde noch ein 5:3-Sieg, der bisher einzige Dreier für den SVD in dieser Runde. Getoppt wurde das lediglich von einem Team: dem FC Öhningen-Gaienhofen. Gegen den FC Singen lag die Mannschaft von Trainer Markus Schoch zur Pause mit 0:3 hinten, am Ende durfte ein 5:4-Heimsieg bejubelt werden.</p> <p>Aber auf gute Omen allein wollen sich die Trainer nur selten verlassen, sind sie doch letztlich eher Zahlenspiele. So weiß Markus Schoch, Coach des FC Öhningen-Gaienhofen, die letzten Spiele einzuordnen und antwortet auf die Frage, ob der jüngste Erfolg ein Aufatmen der Erleichterung brachte: „Der Begriff Aufatmen trifft es nicht ganz. Die letzten Niederlagen waren gegen drei Topteams der Liga und von daher ist ja nichts Dramatisches passiert. Aber klar tut nach dieser kleinen Negativserie so ein Sieg für die Moral und Tabelle gut.“</p> <h2>Schoch warnt vor der SVD-Offensive</h2> <p>Ähnlich sieht es auch der Denkinger Trainer Bahadir Livgökmen, der auf die Frage, ob schon ein gewisser Druck entsteht angesichts der Tabellensituation, antwortet: „Nein, da steigt kein Druck. Wir können die bisherigen Spiele gut einordnen, wissen, woran es liegt und arbeiten gezielt daran. Dennoch muss ich mein Team in Schutz nehmen. Wir hätten sicherlich mehr als nur diesen einen Punkt aus den letzten drei Spielen verdient. Leider kamen gegen Stockach und Neustadt Umstände hinzu, die wir als Mannschaft nicht in der eigenen Hand haben.“</p> <p>Allerdings ist es schon so, dass die beiden Aufsteiger und aktuellen Tabellennachbarn in der kritischen Zone mit drei Punkten einen Saisonfehlstart bei der Rückkehr in die Landesliga unterbinden könnten.</p> <p>Geprägt ist das Spiel auch vom gegenseitigen Respekt, denn man kennt sich ja noch aus der letzten Saison in der Bezirksliga gut. „Öhningen kann ein sehr unangenehmer Gegner werden. Das ist eine kampf- und laufstarke Mannschaft mit Spielern, die technisch versiert sind“, sagt SVD-Trainer Livgökmen. „Spiele gegen Öhningen sind meist von hoher Intensität geprägt“, ergänzt er. Und auch Schoch weiß, welche Trümpfe die Gastgeber haben: „Der SV Denkingen besitzt eine starke Offensive, vorneweg Connor Mitchell. Die gilt es in den Griff zu bekommen.“</p> <div class="article-text-explain article-module"> <h2>Die weiteren Spiele in der Fußball-Landesliga</h2> <div class="article-text-explain article-module"> <ul> <li><strong>SC Konstanz-Wollmatingen – SC Gottmadingen-Bietingen</strong> (Samstag, 15 Uhr). – In Radolfzell durften die Konstanzer einen Punktgewinn bejubeln, doch nach vorne lief nicht viel. Ganz anders das Team aus dem Katzental, das die SpVgg F.A.L. zuletzt mit 6:0 abfertigte. Wenn Gäste-Interimstrainer Felix Heuel erneut ein Erfolg gelingt, werden wohl die Stimmen lauter, die ihn länger in dieser Rolle sehen wollen.</li> <li><strong>SG Dettingen-Dingelsdorf – FC Königsfeld</strong> (Samstag, 15 Uhr). – Zwei Heimspiele hat die SG Dettingen-Dingelsdorf in dieser Saison absolviert, zwei Siege eingefahren und dabei sechs Tore erzielt. Die Heimbilanz kann sich sehen lassen, sodass die Konstanzer sich durchaus zurecht auch gegen den FC Königsfeld etwas erhoffen.</li> <li><strong>Hegauer FV – VfR Stockach</strong> (Samstag, 15.30 Uhr). – Ein Heimsieg des HFV vorausgesetzt könnte das, wie schon am vergangenen Wochenende, ein Spieltag ganz im Sinne der Hegauer werden. Denn wenn sich die Verfolger im direkten Duell gegenseitig die Punkte abjagen, dann könnte der Vorsprung an der Tabellenspitze ausgebaut werden. Allerdings zählt der VfR Stockach zu den Schwergewichten der Liga.</li> <li><strong>SpVgg F.A.L. – FC Singen</strong> (Sonntag, 15 Uhr). – Zuletzt geriet die gut in die Saison gestartete SpVgg F.A.L. im Gottmadinger Katzental beim 0:6 mächtig unter die Räder – da sollte Wiedergutmachung angesagt sein. Der FC Singen stellt aktuell aber eine stabile Defensive, sodass die Rehabilitation der Gastgeber kein Spaziergang werden dürfte.</li> <li><strong>SV Aasen – FC Überlingen</strong> (Sonntag, 15 Uhr). – Erst ein Zähler auf dem Konto, nach sechs Spieltagen lediglich vier Tore erzielt – die Lage beim FC Überlingen ist ernst, kommt aber angesichts der Kaderentwicklung der letzten Jahre nicht überraschend. Aufsteiger SV Aasen zählt jedoch nicht zu den heimstarken Teams, vielleicht eine Chance für die Überlinger.</li> <li><strong>FC Pfaffenweiler – FC Radolfzell</strong> (Sonntag, 15.30 Uhr). – Eigentlich das Topspiel des siebten Spieltags. Beide kämpften in der vergangenen Runde bis zum Ende um Titel und Aufstieg mit, beide sind gut in die Saison gestartet und lauern auf Ausrutscher von Tabellenführer Hegauer FV. (jr)</li> <li><strong>Ferner spielen:</strong> FV Möhringen – FC Neustadt (Sonntag, 15.30 Uhr)</li> </ul> </div> </div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Aufsteigerduell im Zeichen des Abstiegskampfs: SV Denkingen empfängt FC Öhningen-Gaienhofen <p></p>]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 24 Sep 2025 17:48:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Abrechnung mit der FDP: Jürgen Keck verlässt die Partei nach 30 Jahren und Landtagsmandat  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/abrechnung-mit-der-fdp-juergen-keck-verlaesst-die-partei-nach-30-jahren-und-landtagsmandat;art372455,12488045 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Radolfzeller Gemeinderat, aktuelle Fraktionsvorsitzende und ehemalige Landtagsabgeordnete erklärt in einem offenen Brief, warum er die FDP verlässt. Er macht der Partei schwere Vorwürfe – und will zu neuen Ufern.  ]]></description>
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          Der Radolfzeller Gemeinderat, aktuelle Fraktionsvorsitzende und ehemalige Landtagsabgeordnete erklärt in einem offenen Brief, warum er die FDP verlässt. Er macht der Partei schwere Vorwürfe – und will zu neuen Ufern.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Der Radolfzeller Gemeinderat, aktuelle Fraktionsvorsitzende und ehemalige Landtagsabgeordnete erklärt in einem offenen Brief, warum er die FDP verlässt. Er macht der Partei schwere Vorwürfe – und will zu neuen Ufern.



        <p>Für die Radolfzeller FDP ist es ein Schock: Jürgen Keck hat am Mittwochnachmittag in einem offenen Brief seinen Austritt aus der Partei erklärt. Der aktuelle Vorsitzende der Fraktion im Gemeinderat und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/keck-geht-neue-gesichter-kommen-so-startet-die-fdp-in-den-wahlkampf;art372455,12259670" title="Keck geht, neue Gesichter kommen: So startet die FDP in den Wahlkampf">bis Dezember 2024 auch des Stadtverbands</a> sowie ehemalige FDP-Landtagsabgeordnete begründet seinen Austritt mit der inhaltlichen Entwicklung der Partei in den vergangenen Jahren.</p> <p>Keck schreibt, die FDP befinde sich momentan „wenig grundlos“ zum zweiten Mal nach 2013 in der außerparlamentarischen Opposition wieder. Doch während er damals den Eindruck gehabt habe, dass man um eine Rückkehr in den Bundestag bemüht war, so scheine seine Partei, der er 30 Jahre angehörte, nun in der Bedeutungslosigkeit zu versinken.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person</span><span>Jürgen Keck wurde im Radolfzeller Ortsteil Böhringen geboren, ist 64 Jahre alt und laut eigener Aussage seit 30 Jahren Mitglied der FDP. Keck ist seit 1994 in der Kommunalpolitik engagiert, damals wurde er in den Ortschaftsrat von Böhringen gewählt. Seit 2004 ist er Mitglied im Gemeinderat der Stadt Radolfzell, in welchem er seit 2009 den Fraktionsvorsitz der FDP übernommen hat. 2004 wurde er außerdem Mitglied im Kreistag des Landkreises Konstanz. Er war von 2016 bis 2021 Abgeordneter für die FDP im Landtag von Baden-Württemberg. Bei den Landtagswahlen 2021 kandidierte er erneut, verfehlte jedoch den Einzug ins Parlament. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/keck-geht-neue-gesichter-kommen-so-startet-die-fdp-in-den-wahlkampf;art372455,12259670" title="Keck geht, neue Gesichter kommen: So startet die FDP in den Wahlkampf">Im Dezember 2024 gab Keck den Vorsitz des FDP-Stadtverbands an Luica Daikeler ab</a>, wurde aber erneut in den Gemeinderat sowie zum Böhringer Ortsvorsteher gewählt.</span></label></div> <p>Zwar sei er vor 30 Jahren voller Überzeugung der FDP beigetreten, die seine „ideologische Seele“ verkörpert habe. „Unter diese Ära und einen ganzen Lebensabschnitt setze ich heute einen wehmütigen wie enttäuschten Schlussstrich“, schreibt Keck jedoch. Er könne nicht länger anschauen, wie das Erbe von Theodor Heuss, Hans-Dietrich Genscher, Gerhard Baum, Friedrich Naumann und Hildegard Hamm-Brücher „auf das Übelste geschleift wird“.</p> <h2>Keck kritisiert Entscheidungen in der Ampelkoalition</h2> <p>Die FDP sei längst nicht mehr das, was seine politische Heimat ausmachen soll. Keck selbst steht laut eigener Aussage für wirtschaftliche Vernunft, soziale Gerechtigkeit, kulturelle Identität, verantwortungsvolle Entfaltung und unbehelligtes Denken. Es bleibe daher mit seinem „Gewissen unvereinbar, was im Augenblick als Markenkern verkauft wird“, erklärt er. Gerade Entscheidungen der jüngeren Vergangenheit, insbesondere innerhalb der Ampelkoalition aber auch unter jetzigen Funktionären, seien „tiefe Einschnitte in das Vertrauen auf die Verantwortlichen an der Spitze“ gewesen.</p> <p>Als Beispiel nennt Keck das Mittragen des Gebäudeenergiegesetzes, das „Unternehmen gängelt“ und „Bürger an die Kandare nimmt“, sowie einen „verkopften Atomausstieg“, eine vermeintliche Abkehr von Technologieoffenheit und das Höhergewichten von Transformation gegenüber Prosperität und Wohlstand, Arbeitsplätzen und Wettbewerbsfähigkeit. Das habe die Partei auf einen falschen Pfad geführt, so Keck. Deutschland habe sich so vom Exportweltmeister zum Schlusslicht im internationalen Vergleich entwickelt.</p> <p>Ganz so schlimm steht es um die deutsche Wirtschaft jedoch nicht. Das Statistische Bundesamt weist in einer Analyse von September 2025 auf Exporte in Höhe von 130,2 Milliarden Euro im Juli hin, was einem Rückgang gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent und einem Wachstums gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,4 Prozent entspricht. Damit liegen die Exporte auch deutlich über denen im Juli 2018 (110,1 Milliarden Euro) und 2019 (110,7 Milliarden Euro).</p> <h2>Kritik an Corona-Einschränkungen und Asyl-Politik</h2> <p>Keck kritisiert in seinem offenen Brief jedoch auch die Einschnitte in die Grundrechte während der Corona-Pandemie, die den Bewegungsradius Einzelner eingeschränkt sowie Unternehmen und der seelischen Gesundheit vieler geschadet hätten. Ebenso kritisiert Keck das Mittragen des Verbots des Verbrennungsmotors. Dass Verbote so locker sitzen, habe er bei einer Partei, die für den freien Markt eingetreten sei, für unmöglich gehalten.</p> <p>Mit Blick auf die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine sowie illegaler Migration spricht Keck von einer naiven Haltung der FDP. „Das Einsickern in unsere Sozialsysteme, ohne dem Fördern auch das Fordern voranzustellen, stellt einen Kardinalsfehler im Geiste der die Hartz-Reformen preisgebenden Bürgergeldmentalität dar“, schreibt Keck. Der „vehemente Asylmissbrauch“ sei die Mutter vieler Probleme hinsichtlich Kriminalität, unsicherer Rente, steigender Grundleistungssicherung und Krankenkassenbeiträgen.</p> <h2>Vorwurf mangelnder Orientierung</h2> <p>Auf der anderen Seite wird laut Keck die Freiheit „ins Absurde getrieben“, so zum Beispiel bei der Möglichkeit zum jährlichen Geschlechterwechsel. „Getrieben von einer linkswoken Agenda, ließ sich die FDP vor den Karren vermeintlicher Toleranz und Vielfalt spannen, um nicht im Klaren darüber zu sein, welche Spielräume zum Missbrauch geschaffen wurden“, so Keck. So verliere eine Gesellschaft ihren Kompass und ihre Orientierung.</p> <p>„Da keine Besserung ist Sicht ist und ein Rückbesinnen zu den Wurzeln ausbleibt, werde ich mich zu anderen Ufern aufmachen, um dort Übereinstimmung mit meinen Werten und Prinzipien zu finden“, schließt Keck seine Erklärung. Welche dies sind, gab Keck noch nicht bekannt. Eine Nachfrage am Mittwochnachmittag blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.</p> <p>Auch welche Folgen sein Parteiaustritt für die Radolfzeller FDP-Fraktion und die Kreis-FDP ist noch unklar. Die Stadtverbandsvorsitzende Lucia Daikeler und die Kreisvorsitzende Birgit Homburger waren bis Redaktionsschluss aus terminlichen Gründen noch nicht für ein Statement zu erreichen. Homburger kündigte jedoch ein offizielles Statements des Kreisverbands für Donnerstag an.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Gaienhofen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Abrechnung mit der FDP: Jürgen Keck verlässt die Partei nach 30 Jahren und Landtagsmandat]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 15:22:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zwei Männer haben ihre Strafe nicht bezahlt – jetzt sind sie in Haft  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/zwei-maenner-haben-ihre-strafe-nicht-bezahlt-jetzt-sind-sie-in-haft-24-09-25;art372432,12486470 ]]></link>      <description><![CDATA[  Am Singener Bahnhof klicken am Wochenende mehrmals die Handschellen. Die Bundespolizei nimmt dort Personen fest, die ihre Geldbußen bisher nicht bezahlt haben. Das hat jetzt Konsequenzen.  ]]></description>
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          Am Singener Bahnhof klicken am Wochenende mehrmals die Handschellen. Die Bundespolizei nimmt dort Personen fest, die ihre Geldbußen bisher nicht bezahlt haben. Das hat jetzt Konsequenzen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/zwei-maenner-haben-ihre-strafe-nicht-bezahlt-jetzt-sind-sie-in-haft-24-09-25;art372432,12486470]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Am Singener Bahnhof klicken am Wochenende mehrmals die Handschellen. Die Bundespolizei nimmt dort Personen fest, die ihre Geldbußen bisher nicht bezahlt haben. Das hat jetzt Konsequenzen.



        <p>Beamte der Bundespolizei haben am Wochenende am Bahnhof Singen zwei gesuchte Personen kontrolliert. Am Freitagabend, 19. September, trafen die Polizisten am Bahnhof einen 28-Jährigen, der zwei offene Haftbefehle hatte. Das geht aus Pressemitteilungen der Bundespolizeiinspektion Konstanz vom Montag, 22. September, hervor.</p> <p>Der junge Mann hatte die Geldstrafen aus zwei Strafbefehlen wegen Hausfriedensbruch nicht gezahlt. Deshalb hatte die Staatsanwaltschaft Konstanz die Haftbefehle erlassen. Da der 28-Jährige die Strafen vor Ort nicht zahlen konnte, muss der Gesuchte jetzt eine 45-tägige Ersatzfreiheitsstrafe in der Justizvollzugsanstalt Konstanz antreten, wie es von der Bundespolizei heißt.</p> <h2>Ein 56-Jähriger wollte nicht zahlen</h2> <p>Eine weitere Festnahme am Singener Bahnhof gab es am Sonntagnachmittag, 21. September, teilt die Bundespolizeiinspektion in einer weiteren Pressemitteilung mit. Der 56-Jährige wurde von den Beamten kontrolliert; dabei stellte sich heraus, dass gegen den Mann ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen offen war.</p> <p>Auch der 56-Jährige hatte eine Geldstrafe nicht gezahlt, die aufgrund eines Beschlusses des Amtsgerichts wegen Beleidigung gefordert wurde. Da der Kontrollierte sich jedoch weigerte, die Strafe vor Ort zu bezahlen, wurde er ebenfalls in die Justizvollzugsanstalt gebracht und verbüßt dort nun eine 18-tägige Ersatzfreiheitsstrafe.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Gaienhofen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Zwei Männer haben ihre Strafe nicht bezahlt – jetzt sind sie in Haft]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 14:42:05 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neue Sportanlage und neuer Schulleiter: Schlossschule startet mit Änderungen ins Schuljahr  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/neue-sportanlage-und-neuer-schulleiter-schlossschule-startet-mit-aenderungen-ins-schuljahr;art372440,12486439 ]]></link>      <description><![CDATA[  Den Schülern der Schlossschule Gaienhofen steht zum Start des neuen Schuljahres eine neue Sportanlage zur Verfügung. Zusätzlich wurde ein Bolder-Block errichtet. Und es gibt eine neue Leitung – zumindest vorübergehend.  ]]></description>
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          Den Schülern der Schlossschule Gaienhofen steht zum Start des neuen Schuljahres eine neue Sportanlage zur Verfügung. Zusätzlich wurde ein Bolder-Block errichtet. Und es gibt eine neue Leitung – zumindest vorübergehend.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/neue-sportanlage-und-neuer-schulleiter-schlossschule-startet-mit-aenderungen-ins-schuljahr;art372440,12486439]]></guid>
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        Den Schülern der Schlossschule Gaienhofen steht zum Start des neuen Schuljahres eine neue Sportanlage zur Verfügung. Zusätzlich wurde ein Bolder-Block errichtet. Und es gibt eine neue Leitung – zumindest vorübergehend.



        <p>Eine sich senkende Tartan-Bahn oder Moos unter den Sportschuhen – das gehört ab dem neuen Schuljahr an der evangelischen Schlossschule in Gaienhofen der Vergangenheit an. Für 670.000 Euro wurde der alte Sportplatz der Schule zu einer prächtigen Sportanlage umgewandelt. Dort gibt es Gelegenheit zum Speerwerfen, zum Laufen, für Weitsprung und für Spiele mit dem Ball. 15 Prozent der Baukosten übernahm das Freiburger Regierungspräsidium. Der Restbetrag wurde von der Landeskirche finanziert.</p> <p>Aus Spendengeldern wurde zusätzlich ein Bolder-Block zum Klettern am Rand der neuen Anlage errichtet. Die neu sanierte Anlage lädt förmlich zum Sport ein und soll die Schüler zur Bewegung animieren. Dass es daran einer großen Zahl Jugendlicher und Kinder fehlt, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schon in einer Studie herausgefunden.</p> <h2>Kommissarischer Schulleiter übernimmt</h2> <p>Aber nicht nur um die neue Sportanlage ging es zum Schuljahresstart an der Schlossschule. Gleichzeitig wurde auch der Start des neuen kommissarischen Schulleiters, Daniel Schumacher, gefeiert. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/nach-drei-schuljahren-steht-der-abschied-an-nils-frank-verlaesst-die-schlossschule-gaienhofen;art372440,12453569" target="_blank" title="Nach drei Schuljahren steht der Abschied an: Nils Frank verlässt die Schlossschule Gaienhofen">Er übernimmt das Amt, weil der bisherige Schulleiter Nils Franke im Sommer die Schule verließ.</a> Schumacher weihte gemeinsam mit der Vorsitzenden der Schulstiftung der evangelischen Landeskirche Baden, Frederike Heidland, die Sportanlage vor rund 200 Gästen, Schülern und deren Eltern ein.</p> <p>Heidland erinnerte an eine Rede ihres Großvaters, die er bei der Ehrung für den „Sportler des Jahres 1964“ in Baden-Baden hielt. Der ehemalige Landesbischof und selbst Teilnehmer an den Olympischen Spielen von 1932, Hermann Heidland, versuchte damals, eine Antwort auf die Frage zu geben, ob Sportler mit Meistertiteln nun Stars oder Vorbilder seien.</p> <p>Eine Rolle spielte dabei der Sportler Abebe Bikila aus Äthiopien, der beim Marathon 1964 in Tokio barfuß zu Olympiagold lief. Er wurde bei seinem Lauf von einem japanischen Zuschauer kurz mitlaufend begleitet. Heidland ging davon aus, dass Abebe Bikila auf den Japaner als Vorbild wirkte und ihn zum Mitlaufen anregte, erzählte seine Enkeltochter Friederike Heidland. Für den Großvater war der Marathonläufer kein Star, der vom Mitläufer andächtig bewundert wurde, sondern ein Vorbild, dem es gelang den Zuschauer zu einer Bewegung zu inspirieren. Den Schülern gab sie in ihrer Anekdote mit, dass unter ihnen auch herausragende Sportler gebe, die als Vorbilder genommen werden könnten. Die neue Anlage biete die besten Bedingungen.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Verein "Olympische Sommerspiele" Leichtathletik thema-sport thema-sport-sportarten thema-heimat-verein]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Neue Sportanlage und neuer Schulleiter: Schlossschule startet mit Änderungen ins Schuljahr]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 17:11:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Macht Mobilfunk krank oder nicht? Bundesamt für Strahlenschutz gibt in Öhningen Antworten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/macht-mobilfunk-krank-oder-nicht-bundesamt-fuer-strahlenschutz-gibt-in-oehningen-antworten;art372453,12484505 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Telekom möchte in Öhningen am Sportplatz einen Mobilfunkmast betreiben. Doch das bereitet manchen Sorgen um Strahlung. Mitarbeiter des Bundesamts für Strahlenschutz sorgen bei einem Vortrag für Klarheit.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Telekom möchte in Öhningen am Sportplatz einen Mobilfunkmast betreiben. Doch das bereitet manchen Sorgen um Strahlung. Mitarbeiter des Bundesamts für Strahlenschutz sorgen bei einem Vortrag für Klarheit.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/macht-mobilfunk-krank-oder-nicht-bundesamt-fuer-strahlenschutz-gibt-in-oehningen-antworten;art372453,12484505]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Telekom möchte in Öhningen am Sportplatz einen Mobilfunkmast betreiben. Doch das bereitet manchen Sorgen um Strahlung. Mitarbeiter des Bundesamts für Strahlenschutz sorgen bei einem Vortrag für Klarheit.



        <p>Wann haben wir endlich einen anständigen Mobilfunkempfang? Wo bricht in Öhningen die Verbindung nicht ab? Oder wo rutscht man nicht automatisch in das Schweizer Netz? Diese Fragen richteten die Bürger in den kommunalen Wahlkämpfen immer wieder an ihre Ratsvertreter, erinnerte sich Bürgermeister Andreas Schmid in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.</p> <p>Dass Öhningen kaum am Mobilfunknetz teil hat, hängt seines Erachtens von einem Mobilfunkgutachten ab, welches die Gemeinden der Höri vor über 15 Jahren erstellen ließ. Damals habe man sich im Wohnhaus vor Strahlen des 2G-Netzes schützen wollen. Doch die Technik habe sich fortentwickelt, sagte Schmid: Es gehe nun nicht mehr allein um das Telefonieren, sondern auch um das Herunterladen von Daten und um die Navigation im Auto, die vom Mobilfunk abgewickelt werden.</p> <p>Aufklären und informieren sollte darum eine Informationsveranstaltung, die kürzlich in Öhningen stattfand. Nachdem von der Deutschen Telekom ein neuer Standort für einen Mobilfunkmast mit 5G-Technologie <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/neuer-standort-fuer-mobilfunkmast-in-oehningen-vorgeschlagen;art372453,12430398" target="_blank" title="Kommt ein Mobilfunkmast jetzt doch ganz woanders hin? Gemeinderat verschiebt das Thema weiter">auf dem Sportplatz in Nähe zur Schule und zum Kindergarten ins Gespräch gebracht wurde</a>, lud die Öhninger Verwaltung das Bundesamts für Strahlenschutz zu einem Vortrag über gesundheitliche Gefahren des Mobilfunks ein.</p> <h2>Der Körper wird erwärmt</h2> <p>Alexander Leymann ist Physiker beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), genauer beim „Kompetenzzentrum für elektromagnetische Felder“. Das BfS ist dem Bundesumweltministerium untergeordnet. „Als wissenschaftlich-technische Bundesbehörde berät sie die Politik“, sagte Alexander Leymann an der Informationsveranstaltung.</p> <p>Die gesundheitsrelevanten Wirkungen von elektromagnetischen Feldern seien sehr gut erforscht, führte Leymann fort. Um den rund 40 Zuhörern die Spannung zu nehmen, kam er gleich auf die Kernbotschaft der Untersuchung über elektromagnetische Felder beim Mobilfunk zu sprechen: „Die einzige gesundheitsrelevante Wirkungen ist die, dass Mobilfunk den Körper erwärmt.“ Grenzwerte beim Mobilfunk würden den Körper aber vor dieser Gesundheitsfolge schützen – also vor einer gesundheitsrelevanten Erwärmung.</p> <h2>Unter dem Grenzwert keine Probleme nachgewiesen</h2> <p>Laut den Informationen an dem Abend konnte das BfS nach der Sichtung weltweiter Studien, deren Gewichtung nach ihrer Qualität und der Überprüfung der Konsistenz der Ergebnisse die Frage beantworten, ob es wahrscheinlich ist, dass Felder des Mobilfunks schädlich seien: „Unterhalb der Grenzwerte sind keine gesundheitsrelevanten Wirkung nachgewiesen“, sagte Leymann über die Ergebnisse. Doch was bedeutet hier ein Grenzwert?</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Arbeit des Bundesamts</span><span>Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) forscht, bewertet und informiert unter anderem über Fragen beim Mobilfunk. Dabei forscht es nicht nur selbstständig, sondern vergibt auch Forschungsaufträge zu spezifischen Fragestellungen. Das BfS bewertet in einem zweiten Schritt auch universitäre und wissenschaftliche Forschungsergebnisse in Fachzeitschriften in Bezug auf die Qualität ihrer Untersuchungsergebnisse. Das heißt, es überprüft, ob die Forschungsergebnisse wissenschaftlich und reproduzierbar sind. Als dritter Baustein informiert das BfS über die Risikobewertungen elektromagnetischer Felder sowie über deren Erkenntnisse in der wissenschaftlichen Community.</span></label></div> <p>Der Mobilfunk wird vom BfS als eine nicht-ionisierende Strahlung eingeordnet. Das bedeutet: Anders als zum Beispiel die Röntgenstrahlung sei die Strahlung des Mobilfunks sehr energiearm. „Die Mobilfunkstrahlung ist nicht in der Lage zu ionisieren und direkt chemische Reaktionen auszulösen“, sagte Leymann. Die Röntgenstrahlung sei hingegen so energiereich, dass diese direkt chemische Reaktionen und auch Veränderungen im Erbgut auslösen könne.</p> <h2>Weniger Wärme als beim Joggen oder Mützetragen</h2> <p>Die hochfrequenten Felder – wie beim Mobilfunk – erwärmen den Körper deshalb, weil jener größtenteils aus Wasser bestehe, erklärt Leymann. Und wenn der Körper zu heiß wird, dann könne es zu einem Problem kommen. Leymann erinnerte hier an ein Fieber. Wissenschaftler wüssten, dass eine dauerhafte Körpererwärmung um ein Grad Celsius sehr belastend für den Kreislauf sei und viele Arten von gesundheitlichen Problemen auslösen könne. Der Körper sollte also durch die elektromagnetischen Felder nicht um mehr als ein Grad erwärmt werden. Leymann spricht hier von der Schwelle einer gesundheitlichen Beeinträchtigung.</p> <p>Um nun Grenzwerte für elektromagnetische Felder, wie sie vom Mobilfunk genutzt werde, festzulegen, gebe es einen Reduktionsfaktor um 50. Das heißt: Die elektromagnetischen Felder, die die Menschen beim Mobilfunk ausgesetzt sind, sind maximal ein Fünfzigstel von den Werten, die nötig sind, um ihn um ein Grad zu erwärmen. Dieser Grad an Körpererwärmung sei jedoch alltäglich und deutlich geringer wie zum Beispiel beim Lampenfieber bei einem Vortrag, beim Aufsetzen einer Mütze oder beim Joggen. Erfolgt eine Körpererwärmung, dann setze eine Regulation der Wärme durch die Haut ein, sagte Leymann.</p> <h2>Was bedeutet das für den Bau von Sendemasten?</h2> <p>Ortsfeste Anlagen für den Mobilfunk, das Radio oder den Fernseher müssten gleichzeitig und bei voller Last diesen Grenzwert einhalten. Die Einhaltung dieser Grenzwerte stelle die Bundesnetzagentur (BNA) sicher. Möchte jemand eine Sendeanlage betreiben, dann sei eine Standortgenehmigung der BNA notwendig. Die Agentur stelle dann fest, dass die Sendeleistung dieser Anlage sowie aller umliegenden Anlagen die Grenzwerte insgesamt nicht überschreiten, erklärte Leymann.</p> <p>Er beruhigte: Durch die Grenzwerte mit dem Reduktionfaktor von 50 werde sichergestellt, dass alle geschützt sind – auch Schwangere und Kinder. Ebenso seien keine Mindestabstände notwendig. Aus Strahlenschutzsicht sei es nicht entscheidend, wo der Mast stehen würde, sagte Leymann.</p> <p><em>Weitere Informationen über elektromagnetische Felder gibt es unter <a href="http://www.bfs.de" target="_blank" title="" rel="noopener">www.bfs.de</a>.</em></p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:source><![CDATA[Gaienhofen]]></dc:source>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 16 Sep 2025 15:46:44 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Trotz Lebensgefahr: Diese Männer sind auf der Jagd nach dem perfekten Sturm  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/im-auge-des-sturms-diese-maenner-verfolgen-unwetter-auf-der-ganzen-welt;art372455,12483043 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Unwetterfreaks jagen extremen Gewittern hinterher, jüngst auch in Radolfzell. Ihr Ziel: Das perfekte Foto und wissenschaftliche Erkenntnisse, von denen alle profitieren. Doch mancher Blitz kommt ihnen doch sehr nah.  ]]></description>
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          Die Unwetterfreaks jagen extremen Gewittern hinterher, jüngst auch in Radolfzell. Ihr Ziel: Das perfekte Foto und wissenschaftliche Erkenntnisse, von denen alle profitieren. Doch mancher Blitz kommt ihnen doch sehr nah.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/im-auge-des-sturms-diese-maenner-verfolgen-unwetter-auf-der-ganzen-welt;art372455,12483043]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Unwetterfreaks jagen extremen Gewittern hinterher, jüngst auch in Radolfzell. Ihr Ziel: Das perfekte Foto und wissenschaftliche Erkenntnisse, von denen alle profitieren. Doch mancher Blitz kommt ihnen doch sehr nah.



        <p>Egal ob faustgroßer Hagel im eigenen Garten, kilometerbreite Tornados und spektakuläre Blitze in den USA oder sintflutartige Regenfälle am Bodensee – wenn es irgendwo extreme Wetterphänomene gibt, sind die selbsternannten Unwetterfreaks meist vor Ort. Sie sind eine Gruppe von etwa 15 jungen Männern aus Baden-Württemberg und Bayern, die als Sturmjäger den krassesten Unwettern hinterherjagen. Zuletzt auch <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/jahrhundert-unwetter-ueber-radolfzell-und-moos-210-liter-pro-quadratmeter-und-400-einsaetze;art372455,12467978" title="210 Liter Wasser pro Quadratmeter und 400 Einsätze: Nach dem Unwetter folgt das große Aufräumen">beim Starkregen im Radolfzeller Raum</a>.</p> <h2>Als Kinder in Blitze und Hagel verliebt</h2> <p>Michael Hutter ist einer der Hauptorganisatoren der Gruppe. Der 32-Jährige lebt in Bayern und arbeitet im Krankenhausmanagement. Ansonsten dreht sich sein Leben um Stürme, Hagel und Gewitter. „Mich fasziniert das schon seit meiner Kindheit“, sagt Hutter. Er könne sich noch genau an ein Schlüsselerlebnis im Alter von sechs Jahren erinnern. „Ich habe im Garten Hagelkörner aufgesammelt, als plötzlich ins Nachbarhaus der Blitz einschlug. Andere Kindern hätten vielleicht Angst gehabt, mich hat das damals beeindruckt“, erzählt er.</p> <p>Je älter er wurde, umso mehr sei ihm klar geworden, dass er nicht nur zuhause Gewitter beobachten, sondern ihnen sein Leben widmen möchte. 2019 sei er dann auf die fünf Jahre zuvor gegründete Gruppe der Unwetterfreaks gestoßen. „Das war einfach ein kleiner und unorganisierter Haufen von Leuten aus Süddeutschland, die das gleiche Interesse hatten“, berichtet Hutter.</p> <p>Vor drei Jahren stieß auch Maximilian Ziegler aus Ludwigsburg dazu. „Ich bin verrückt nach extremen Wettererscheinungen. Ich habe mich schon als Kind gefragt, was am Himmel passiert und wie das alles entstehen kann“, erzählt er dem SÜDKURIER im Videogespräch. Seither sind die beiden gemeinsam auf der Jagd nach dem perfekten Sturm. Denn, so sagt Michael Hutter: „Wenn man dieses Hobby in dieser Form macht, dann geht das aus logistischen und aus Sicherheitsgründen nicht alleine, man braucht Partner. Das ist der Zweck unserer Gruppe.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Sturmjagd</span><span>Es handelt sich bei Stormchasing, also der Jagd nach Stürmen, um ein Hobby, bei dem man Stürmen und Unwettern gezielt nachfährt, um diese zu beobachten, fotografieren und wissenschaftlich zu untersuchen. In den USA ist das Hobby deutlich verbreiteter als in Europa und wird teilweise auch beruflich im Auftrag von Wetterdiensten und Nachrichtensendern betrieben. So berichtet auch Michael Hutter von Erlebnissen mit Kollegen im Amerika, als diese Fans Autogramme geben mussten.</span></label></div> <h2>Was machen richtige Sturmjäger?</h2> <p>Im Idealfall rücken sie zu dritt oder viert pro Auto zu einem Unwetter aus, jeder hat seine Aufgabe: Einer konzentriert sich nur aufs Fahren, ein anderer sucht nach einem guten Standort für die perfekte Sicht. Die wichtigste Aufgabe übernimmt ein dritter, erfahrener Sturmjäger: Er behält die Wetterdaten im Blick und berechnet so, wann das Unwetter welchen Weg nimmt. „Wir greifen dazu nicht auf die üblichen computergestützten Wetter-Apps zurück, sondern nutzen Originaldaten und Parameter, die den tatsächlichen Zustand des Wetters wiedergeben“, beschreibt Hutter.</p> <p>Mit in der Gruppe seien auch hauptberufliche Meteorologen. Entsprechend ernst nehmen die Männer ihr Hobby. „Wir definieren uns als richtige Storm-Chaser, also Jäger. Viele nennen sich so, aber sitzen daheim rum und warten auf Unwetter. Wir jagen den Gewittern aber wirklich ohne Grenzen auf der ganzen Welt hinterher“, beschreibt er.</p> <h2>Der Jahresurlaub wird zur Sturmjagd genutzt</h2> <p>Um immer rechtzeitig an Ort und Stelle zu sein, ist viel Planung aber auch Spontanität erforderlich. Michael Hutter fasst es so zusammen: „Wenn man das Hobby so betreibt wie wir, dann entscheidet man sich eben für eine bestimmte Art von Leben.“ Denn während andere ihren Jahresurlaub am Meer oder an exotischen Orten verbringen, planen die Unwetterfreaks ihren für die Sturmjagd ein. Zwischen Anfang Mai und Mitte Juni geht es zur Sturmsaison nach Amerika, man plane gerade für 2026.</p> <p>Wenn in Europa etwas passiert, müssen die Männer hingegen flexibel frei nehmen und losziehen. „Etwa vier Tage vorher kann man aus Wettermodellen herauslesen, dass etwas passieren könnte. Zwei Tage vorher ist es eindeutig, dann beginnt die akute Planung: Wer fährt mit wem? Wo wollen wir genau stehen?“, berichtet Hutter.</p> <h2>Nervenkitzel, Kunst und Wissenschaft</h2> <p>Den Reiz ihres Hobby macht laut Hutter und Ziegler eine Mischung aus Nervenkitzel, Kunst und wissenschaftlicher Neugier aus. „Es gibt einem schon einen Adrenalinkick, wenn man direkt vor einer mächtigen Unwetterfront steht und es heikel wird. Diese Naturgewalt fasziniert einfach“, beschreibt Maximilian Ziegler.</p> <p>Gleichzeitig seien sie alle Fotografen und hätten daher ein künstlerisches Interesse, schöne Fotos zu machen. Hinzu kommt ihr Dienst für die Wissenschaft. So nutzen Wetterdienste die Fotos der Gruppe für Untersuchungen und Fortbildungen. Zudem dokumentieren die Unwetterfreaks bei optisch weniger spektakulären Unwettern, wie jenem im Radolfzell, Ausmaß und Schäden. „Wir sind auch Wetterjournalisten“, stellt Hutter klar.</p> <div class="embed-2click" data-fcms-method="embed_2click" data-fcms-embed-content="&lt;div id="fb-root"&gt;&lt;/div&gt; &lt;div class="article-social-facebook article-module"&gt; &lt;div class="fb-video" data-href="https://www.facebook.com/facebook/videos/1846070572622812" data-width="auto" data-show-text="true" data-show-captions="true"&gt; &lt;/div&gt; &lt;/div&gt; &lt;script&gt; (function(d, s, id) { var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0]; if (d.getElementById(id)) return; js = d.createElement(s); js.id = id; js.src = 'https://connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v3.2'; fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs); }(document, 'script', 'facebook-jssdk')); &lt;/script&gt;" data-fcms-embed-type="facebook_video" data-fcms-embed-mode="provider" data-fcms-embed-storage="local"> <aside class="embed-consent" style="display:none;" data-fcms-embed-container="activate"><span>Wir benötigen ihre Einwilligung, um Facebook Video anzuzeigen</span> Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. 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Dann helfe die Gruppe zum Beispiel dabei, umgestürzte Bäume aus dem Weg zu räumen, und liefere den Wetterdiensten Eindrücke, auf deren Basis diese dann ihre Warnungen in Echtzeit anpassen würden. „Die haben selbst nämlich keine Leute auf den Straßen und sind in Süddeutschland auf unsere Gruppe angewiesen“, berichtet Michael Hutter.</p> <p>Tanja Grimm, Pressesprecherin beim Deutschen Wetterdienst, bestätigt auf SÜDKURIER-Nachfrage, dass Meldungen von Sturmjägern hilfreich sein können. „Sie liefern uns durch ihre Beobachtungen und Fotos unmittelbare Eindrücke aus den betroffenen Regionen, die unsere Messdaten und Radarbilder ergänzen. Auf diese Weise tragen sie dazu bei, die Lageeinschätzung bei Unwettern zu verfeinern“, so Grimm. Gerade bei seltenen, aber potenziell sehr gefährlichen Ereignissen wie Tornados hätten direkte Augenzeugenberichte einen besonderen Wert. „Damit leisten Sturmjäger einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation von Extremereignissen in Deutschland“, erklärt sie.</p> <p>Entsprechend positiv seien auch die Reaktionen von Rettungsdiensten und Betroffenen, wenn sie auf die Unwetterfreaks treffen. Dies komme allerdings selten vor, weil sie Gebiete mit Leid und Zerstörung vermeiden, sagt Maximilian Ziegler. „Wir machen dieses Hobby nicht aus Sensationslust“, so Hutter.</p> <h2>Wie gefährlich ist das Hobby?</h2> <p>Höhepunkte in ihrer Unwetterlaufbahn waren für beide bislang ihre Eindrücke in den USA. „Die Unwetter dort sind eine ganze Stufe heftiger und auch fotogener, sie haben geschliffene Formen und kräftigere Farben in blau und grün oder abends auch rot“, beschreibt Hutter.</p> <p>Dabei kann es jedoch auch schnell gefährlich werden – gerade bei Superzellen. „Es kann vorkommen, dass die Blitze nicht senkrecht zur Erde rausschießen, sondern schräg zur Seite. Dann schlägt plötzlich der Blitz 100 Meter neben einem ein, obwohl man noch zehn Kilometer vom Gewitter entfernt ist. Das ist dann schon lebensgefährlich“, berichtet Hutter.</p> <p>Auch Maximilian Ziegler erinnert sich ein gefährliches Erlebnis im Sommer 2024: die Flutkatstrophe im Wieslauftal bei Stuttgart. „Kurz bevor die Flutwelle kam, war ich noch in Straßen, in denen es später Autos und Häuser weggerissen hat“, erzählt er. Grundsätzlich sei trotz aller Routine immer Gefahr im Spiel.</p> <p>Ziegler sagt: „Kleine Fehler können dazu führen, dass das Auto beschädigt wird und einem selbst etwas passiert. Man wird dann schnell vom Jäger zum Gejagten.“ In ihrer Gruppe sei aber noch nie jemand verletzt worden.</p> <div class="article-text-info article-module"></div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Trotz Lebensgefahr: Diese Männer sind auf der Jagd nach dem perfekten Sturm]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 15 Sep 2025 12:30:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Einkaufen im XXL-Format: So sieht es hinter den Kulissen des Großmarkts aus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/einkaufen-im-xxl-format-so-sieht-es-hinter-den-kulissen-des-grossmarkts-in-stockach-aus-18-09-25;art372461,12482229 ]]></link>      <description><![CDATA[  Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. Wie so ein Großmarkt funktioniert.  ]]></description>
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          Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. Wie so ein Großmarkt funktioniert.<br>
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        Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. Wie so ein Großmarkt funktioniert.



        <p>20 Liter Olivenöl im Kanister, 10 Kilogramm Mayonnaise im Eimer, 5 Kilogramm Penne im Plastikbeutel. Es sind Mengen, die die Küchen der meisten Haushalte sprengen würden. Hier stehen sie hingegen dutzendfach, sauber sortiert in einer großen Halle, in der sich Gang an Gang reiht, jeweils abgetrennt von meterhohen Regalen, die bis zu den Decken reichen.</p> <p>Im Kühlraum daneben gibt es Salami, Schinken, vorgekochtes Geschnetzeltes und fertige Rouladen – mehr Fleisch und Wurst, als eine ganze Metzgerei an einem Tag verkaufen könnte. Hier, in den Innenräumen des Mega-Markts, einem C&amp;C-Großmarkt im Gewerbegebiet Blumhof in Stockach, findet Einkaufen im XXL-Format statt – oder eben im Mega-Format.</p> <p>Dabei bezieht sich der Name des Marktes eigentlich nicht auf dessen Größe, sondern steht als Abkürzung für Metzgerei und Gastronomie. Denn das sind die Hauptkunden des Großmarkts, wie Geschäftsführer Christian Süß und Einkaufsleiter Uwe Heizmann bei einer Führung durch den Markt dem SÜDKURIER erklären.</p> <p>„Unsere Wurzeln liegen in der Metzgereigenossenschaft, wir haben einen eigenen Schlachthof, ein eigenes Fleischwerk und einen Zerlegebetrieb. Das ist der Ursprung der Mega“, erklärt Christian Süß. Eröffnet wurde der Großmarkt in Stockach im Jahr 2011, seit 2024 leitet Süß den Betrieb mit 140 Mitarbeitern.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Unternehmen</span><span>Die „Mega Das Fach-Zentrum für die Metzgerei und Gastronomie eG“, so der vollständige Name, wurde 1937 als Fleischergenossenschaft von Stuttgarter Metzgern gegründet. Das Unternehmen beschäftigt laut eigener Internetseite über 700 Mitarbeiter in den C&amp;C-Märkten und Zustelldiensten in Stuttgart, Stockach, Dresden und Chemnitz, im Fleischzerlege- und Produktionsbetrieb in Stuttgart sowie im Schlachthof in Göppingen. Heutzutage bietet er als Großmarkt und Vollsortimenter, also als Zulieferer mit allen benötigen Produkten für Gewerbebetriebe aus Gastronomie und Metzgerei, etwa 50.000 Artikel an. Der Standort in Stockach existiert seit 2011.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind einige der Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <h2>50.000 Artikel auf 7000 Quadratmetern</h2> <p>Auf über 7000 Quadratmetern Einkaufsfläche finden die Kunden hier über 30.000 Artikel im Food- und Nonfood-Bereich. Die Lebensmittel reichen von Fleisch und Wurst über Feinkost, Obst und Gemüse, Käse, Molkereiprodukte und Fisch bis hin zu Tiefkühlartikeln, Wein und Spirituosen.</p> <p>Im Nonfood-Bereich gibt es unter anderem Gläser und Porzellan, Küchenmaschinen und Berufskleidung. Uwe Heizmann erklärt: „Wir sind ein Vollsortimenter. Es ist unser Anspruch, alles abzudecken, was unsere Kunden brauchen – nicht nur an Produkten, sondern auch mit Dienstleistungen.“</p> <h2>Wer kauft im Großmarkt ein?</h2> <p>Insgesamt 9000 Kunden hat der Markt laut Uwe Heizmann momentan, die meisten stammen aus dem Kerngebiet rund um den Bodensee. „Wir haben aber auch Kunden aus dem Allgäu, im Schwarzwald und den halben Weg in Richtung Stuttgart nach Norden hoch“, berichtet er.</p> <p>50 Prozent davon seien Gastronomen, weitere 40 Prozent Metzgereien. Der restliche Teil verteilt sich auf Einzelhändler, Vereine oder Kanzleien oder Ärzte, wenn sie Veranstaltungen haben. Privatkunden gibt es nicht, denn um im Großmarkt einzukaufen, braucht man eine Karte des Marktes – und dafür eine Gewerbeanmeldung.</p> <p>Manche der Kunden kommen selbst auf den Markt zu. Die meisten werden aber vom Vertrieb kontaktiert. „Gerade Betriebe aus dem Schwarzwald oder dem Allgäu finden von alleine selten den Weg zu uns, jemand vom Bodensee dagegen schon eher“, so Süß. Viele würden eine intensive Beratung auf Augenhöhe verlangen, im Vertrieb der Mega seien daher auch ausgebildete Köche und Metzger unterwegs.</p> <p>Die Metzgereien bekommen ihre Tagesware meist in den frühen Morgenstunden, die Wirte folgen etwas später im Lauf des Vormittags, sagt Süß. Besonders freitags sei wegen des anstehenden Wochenendes viel los, ebenso vor Feiertagen und Ferien.</p> <h2>100 Kilo Rindfleisch pro Einkauf</h2> <p>Die Kunden aus dem näheren Umkreis würden meist selbst zur Abholung kommen, andere lassen sich von der 19 Lastwagen großen Mega-Flotte beliefern. Christian Süß berichtet: „Früher kamen fast alle Kunden selbst vorgefahren, heute setzen wir immer mehr auf Zulieferung, weil viele die Abholung nicht mehr leisten können.“</p> <p>Die Mengen sind dabei enorm. „Ein Metzger holt schon mal 100 Kilogramm Ware auf einmal oder Schweine- oder Rinderhälften. Gastronomen kaufen 5- bis 10-Kilogramm-Portionen ein, Kantinen etwas mehr“, berichtet Heizmann. Die abgepackten Produkte gibt es meist in Eimern oder Tüten im zweistelligen Liter- oder Kilogrammbereich.</p> <h2>Woher stammen die Produkte?</h2> <p>Bei seinem Sortiment setzt der Stockacher Mega auf eine Mischung aus Standardwaren, die jeder Mega-Markt hat, sowie regionale Produkte vom Bodensee. „Wir haben Wein vom Bodensee, Gemüse von der Reichenau, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gottmadingen/mineralwasser-aus-dem-hegau-so-versorgt-die-randegger-ottilien-quelle-die-region-seit-100-jahren;art372442,12470050" target="_blank" title="Wo kommt eigentlich unser Mineralwasser her? Ottilien-Quelle versorgt nicht nur den Hegau mit Wasser">Wasser aus Randegg</a> und Bad Dürrheim und Fleisch aus unserer eigenen Schlachtung“, listet Heizmann auf. Dafür setze man auf 2000 Dienstleister und Lieferanten.</p> <p>Wichtig sei, so Christian Süß, bei der Produktpalette verschiedene Qualitäts- und damit auch Preisstufen abzudecken. „Ein Restaurant möchte <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wie-das-hegau-bodensee-klinikum-in-singen-jaehrlich-hunderttausende-mahlzeiten-stemmt-und-was-das-kostet-14-08-25;art372458,12458775" target="_blank" title="Mit wenig Gewürzen nichts für den Gourmet: Warum Krankenhausessen so schmeckt">andere Ware haben als ein Krankenhaus</a>„, verdeutlicht er.</p> <p>Wie viel Metzgereien, Restaurants und andere Kunden für diese Einkaufsmengen konkret bezahlen müssen, wollen die beiden nicht verraten. „Natürlich ist es deutlich günstiger als im Einzelhandel. Wer 500 Kilo Rindfleisch holt, zahlt natürlich einen anderen Preis als der Bürger im Supermarkt, der nur 500 Gramm will“, macht Süß klar.</p> <h2>Branche ist in der Krise – doch Mega nicht</h2> <p>Die aktuelle Krise in der Gastronomie macht sich auch im Großmarkt bemerkbar. „Ja, es eine schwierige Zeit“, sagt Uwe Heizmann. Vielen Wirte gehe es an die Reserven, der Gastromarkt schrumpfe. „Der Kuchen insgesamt wird nicht größer. Aber das Stück der Mega am Gesamtkuchen wächst momentan“, beschreibt Christian Süß. Für Großmärkte sei es wichtig, neue Gebiete zu erschließen, auf Kundenwünsche einzugehen und Trends frühzeitig zu erkennen.</p> <p>So trinke die jüngere Generation weniger Alkohol, stattdessen seien gerade Spritzgetränke und Aperitiva wie Aperol, Limoncello und Sarti im Trend, zählt Uwe Heizmann auf.</p> <h2>High-Convenience-Speisen liegen im Trend</h2> <p>Am stärksten sei der Trend hin zu Convenience- und High-Convenience-Produkten – also Lebensmitteln, die bereits weitestgehend fertig verarbeitet sind. „Wir haben hier Beutel mit fertigen Salaten und geschnittenen Tomaten, aber auch von professionellen Köchen vorgegarte Produkte wie Putengeschnetzeltes oder Rinderrouladen“, zeigt Christian Süß beim Gang durch die Abteilung. Gastronomen hätten selbst oft nicht mehr das Personal für diese Arbeiten.</p> <p>Entscheidend sei dabei die Qualität. Uwe Heizmann sagt: „Früher war Convenience eine Soße aus Pulver, das man mit Wasser aufgießt. Heutzutage machen wir in Stuttgart eine Soße selbst, indem unser Koch einen Knochen abbrüht und das Ergebnis dann abpackt. Wir machen in der High-Convenience das, was ein Koch auch macht, nur größer.“ So wie alles, was der Großmarkt Mega anbietet.</p>]]>
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      <pubDate>Sun, 14 Sep 2025 13:29:21 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Trotz Schlager-Star Beatrice Egli sind es zu wenige Besucher: So war das Milchwerk Musik Festival  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/beatrice-egli-begeistert-1300-fans-beim-milchwerk-musik-festival-platz-waere-fuer-2000-zuschauer-gewesen-25-09-25;art372455,12481732 ]]></link>      <description><![CDATA[  Beatrice Egli begeistert ihre Fans im Radolfzeller Milchwerk mit bekannten Hits – dennoch bleiben 700 Plätze leer. Veranstalter Wolfgang Frey zieht zum Festival-Ende Bilanz und verrät, wie es mit dem Format weitergeht.  ]]></description>
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          Beatrice Egli begeistert ihre Fans im Radolfzeller Milchwerk mit bekannten Hits – dennoch bleiben 700 Plätze leer. Veranstalter Wolfgang Frey zieht zum Festival-Ende Bilanz und verrät, wie es mit dem Format weitergeht.<br>
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        Beatrice Egli begeistert ihre Fans im Radolfzeller Milchwerk mit bekannten Hits – dennoch bleiben 700 Plätze leer. Veranstalter Wolfgang Frey zieht zum Festival-Ende Bilanz und verrät, wie es mit dem Format weitergeht.



        <p>Das Milchwerk Musik Festival fand mit dem Auftritt der Schlager-Ikone Beatrice Egli am Samstag einen fulminanten Abschluss. Gemeinsam mit ihrer Band präsentierte sie den rund 1300 Zuschauern im Milchwerk ihr aktuelles Bühnenprogramm. Mit ihrer vierköpfigen Band und unterstützt von zwei Backgroundsängern überzeugte die Schweizerin und zeigte, warum sie längst in der vordersten Reihe des Popschlagers spielt. Die Fans erlebten einen energiegeladenen Popschlager-Abend.</p> <p>Einziger Wermutstropfen an diesem Abend: Das Milchwerk war mit rund 1300 Besuchern nicht gänzlich ausverkauft. Viele Plätze blieben leer. Auch bei den Veranstaltern von sorgt dieser Umstand für enttäuschte Gesichter. So fällt die Bilanz aus.</p> <p>Seit ihrem Sieg beim TV-Format „Deutschland sucht den Superstar“ vor zwölf Jahren hat sich die Sängerin eine ebenso große wie treue Fangemeinde aufgebaut, die an diesem Abend jeden Song feierte und sich bei den großen Hits der Sängerin absolut textsicher zeigte. Darunter „Immer immer wieder tun“, „Terra Australia“ und „Samstagnacht“. Egli verstand es, das Publikum mitzureißen, das lag zum einen an ihrer Musik, aber auch an ihrer ebenso frischen wie nahbaren Art.</p> <h2>Sängerin hat keine Berührungsängste</h2> <p>So ließ es sich die Sängerin nicht nehmen, sich ins Publikum zu mischen. Mitten auf der Tribüne für Rollstuhlfahrer singt sie ihren Hit „Ganz egal“, in dem sie sich für Selbstliebe und gegen Mobbing positioniert. „Ganz egal, was andere von euch denken, ihr seid einzigartig“, ruft sie in die Menge. Ihr Publikum ist breit gemischt, es sind überraschend viele Männer im Saal. „Eine große Spanne“, stellt die Sängerin selbst fest. Allen voran die zwölfjährige Linda, die für die Sängerin eigens ein Plakat gemalt hat.</p> <p>„Vor zwölf Jahren habe ich ‚Deutschland sucht den Superstar‘ gewonnen und habe seither viel erlebt“, erzählt die Sängerin. „Wer hat damals für mich angerufen“?, fragt sie. Zahlreiche Hände gehen in die Luft. Fünf besonders treue Fans standen bereits um 12 Uhr vor den Türen des Milchwerks, um sich einen Platz in der ersten Reihe zu sichern.</p> <h2>700 Plätze bleiben trotz vieler Erfolge leer</h2> <p>Mit zahlreichen Gold- und Platinauszeichnungen, einer begehrten Echo-Auszeichnung, drei Swiss Musik Awards, regelmäßig ausverkauften Konzerten und einer eigenen Fernsehshow gehört Beatrice Egli längst zu den großen Namen in der deutschen Musiklandschaft. Trotzdem bleiben an diesem Abend in der rund 2000 Stehplätze fassenden Halle rund 700 Plätze leer.</p> <h2>Rock-Hymnen am Festival-Freitag</h2> <p>Bereits am Freitag, 12. September, gab es mit den beiden Hardrock-Urgesteinen Axxis und Axel Rudi Pell richtig etwas auf die Ohren. Veranstalter Wolfgang Frey von der Firma Live Stage Entertainment freute sich einmal mehr über „ein super unkompliziertes Publikum“, wie er gegenüber dem SÜDKURIER sagte.</p> <p>Das hatte seine wahre Freude an dem Heavy-Rock Doppelpack. Dabei machten Axxis den Auftakt in der mit 750 Zuschauern gut gefüllten Halle des Milchwerks. Mit Titeln wie „Kingdom of the Night“ und „Touch the rainbow“ erreichten sie ihre Fans umgehend.</p> <p>Ähnlich leicht hatte es Axel Rudi Pell, der bereits im vergangenen Jahr im Milchwerk zu hören war. Seine Band hatte mit „Risen Symbol“ nicht nur das 22. Studioalbum im Gepäck, sondern gleich eine ganze Reihe von Rockhymnen.</p> <p>Pells griffige Hooks an der Gitarre, gepaart mit Ex-Rainbow-Schlagzeuger Bobby Rondinelli und der charismatischen Stimme von Frontmann Johny Gioli und den beiden Langzeit-Bandmitgliedern Ferdy Doernberg (Keyboards) und Volker Krawczak (Bass) machten den Abend zu einem echten Hardrock-Erlebnis der klassischen Art.</p> <p>Wie begeistert das Publikum war, sehen Sie in unserer großen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/die-aufregendsten-bilder-vom-konzert-von-beatrice-egli-beim-milchwerk-musik-festival-in-radolfzell-19-09-25;art372455,12481678" target="_blank" title="Die besten Bilder vom Konzert von Beatrice Egli beim Milchwerk Musik Festival in Radolfzell">Bildergalerie vom Auftritt im Milchwerk</a>.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zum Milchwerk Musik Festival</span><span>Mit dem Auftritt von Beatrice Egli endet die siebte Auflage des Milchwerk Musik Festivals. Bereits am 6. September wurde das Festival mit den Söhnen Mannheims eröffnet, am 7. September trat die A capella-Band Medlz auf. Vergangene Woche folgten der Auftritt von Max Mutzke und Axel Rudi Pell, während das für 11. September geplante Konzert der Band Juli krankheitsbedingt abgesagt werden musste. Laut Veranstalter Wolfgang Frey laufen aktuell die Planungen für die achte Auflage des Musik-Festivals im kommenden Jahr.</span></label></div> <p>„Wir haben 1285 Tickets verkauft, das ist grundsätzlich ok“, berichtet Veranstalter Wolfgang Frey zum Egli-Konzert. Für die fünf Konzerte des diesjährigen Musikfestivals seien es zusammengenommen 3150 Tickets gewesen. „Für heute hätte ich mir gewünscht, dass es voller wird, aber enttäuscht bin ich nicht. Es ist nur spekulativ, warum das so ist“, erklärt Wolfgang Frey. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/ploetzliche-absage-kein-konzert-der-band-juli-beim-milchwerk-festival-in-radolfzell-11-09-25;art372455,12479655" target="_blank" title="Doch keine perfekte Welle! Das Konzert der Band Juli in Radolfzell fällt aus">Größter Wermutstropfen des diesjährigen Festivals sei die krankheitsbedingte Absage des Konzerts der Band Juli gewesen.</a> „Das ist wirklich schade, denn die Band ist gut“, so Frey. Größte Enttäuschung sei die Resonanz auf das Konzert der Söhne Mannheims gewesen.</p> <h2>Veranstalter verrät, wie es mit dem Festival weitergeht</h2> <p>Und wie geht es mit dem Milchwerk Musik Festival weiter? Wolfgang Frey will nicht zu viel verraten. Fest stehe jedoch, dass es im kommenden Jahr die achte Auflage des Festivals geben werde. Aktuell sei er mit zwei großen Künstlern in Verhandlung, mehr will er in Kürze bekanntgeben.</p> <p><br /> <strong>Übrigens:</strong> Alle Termine im Überblick finden Sie in unserem großen <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/die-groessten-festivals-2025-rund-um-bodensee-schwarzwald-und-hochrhein-entdecken-27-06-25;art417930,12288679" target="_blank" title="Festivals 2025: Die größten Open-Air-Highlights am Bodensee, im Schwarzwald &amp; Hochrhein">Festival-Sammler 2025</a>.</p>]]>
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      <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 17:15:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Maggi-Würze ist gut gegen Heimweh: Die ikonische Flüssigkeit machte Singen weltbekannt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/maggi-wuerze-als-kult-der-braune-tropfen-aus-singen-geht-um-die-welt-25-09-25;art372458,12480399 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter.<br>
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        So schmeckt die Heimat: Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter.



        <p>Ja, es gibt mittlerweile Varianten der klassischen Maggi-Würze. Da ist der Asian-Style und die scharfe Version. An der Urform der Flüssigwürze, wie Julius Maggi sie ab 1887 im Singener „Gütterli-Hüsli“ abgefüllt hat, hat sich aber nicht viel geändert. Die Würze in der Flasche hat einen ikonischen Charakter. Und wer auf Reisen gar nicht darauf verzichten kann, bekommt sogar ein Mini-Exemplar für die Handtasche.</p> <p>Obwohl das Verfahren optimiert wurde, steht für die Chefin der Entwicklungsabteilung im Singener Produkt- und Technologiezentrum (PTC) von Nestlé Brigitt Lingk und Maggi-Werksleiter Dominik Paintner fest: „Das Original muss erhalten bleiben.“ Zwar wurde im Laufe der Jahrzehnte an der Rezeptur gefeilt. Aber der Grundgeschmack ist geblieben.</p> <h2>Maggi-Rezept bleibt ein Geheimnis</h2> <p>Auch dem Grundgedanken von Julius Maggi fühlt man sich in Singen verpflichtet: „Es schmeckt verlässlich, ist einfach und universell einsetzbar“, sagt Dominik Paintner. Über die genaue Zusammensetzung herrscht allerdings immer noch striktes Stillschweigen. Kein Geheimnis ist allerdings die Philosophie, mit der Julius Maggi seine Würze entwickelte.</p> <p>Nachdem Maggi mit 23 Jahren die väterliche Mühle in Frauenfeld übernommen hatte, experimentierte er mit eiweißreichen Hülsenfrüchten, um der Mangelernährung der Arbeiter im Zeitalter der Industrialisierung etwas entgegenzusetzen. Er entwickelte Suppen und eben jene flüssige Würze, die bis heute in zwei Dritteln aller deutschen Haushalte zu finden ist. Auch die eckige Flasche mit dem gelb-roten Etikett und dem Stern war seine Erfindung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Im <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/von-hier-kommt-die-wuerze-mit-dem-suedkurier-durchs-maggi-universum;art372458,12174167" target="_blank" title="Von hier kommt die Würze: Wie Singen und Maggi untrennbar wurden">Maggi-Museum im ehemaligen Güttli-Hüsli auf dem Singener Werksgelände</a> kann man die verschiedenen Stadien der weiterentwickelten Flaschen betrachten. Mit viel Bedacht wurden allzu große Abweichungen vermieden. „Noch heute werden die Flaschen von der gleichen Glashütte hergestellt wie zu Gründerzeiten“, erklärt Dominik Paintner. Und so zog die Würze nach und nach in die Küchen der Welt ein. Der braune Tropfen sei eben mehr als nur eine Prise Salz.</p> <p>„Heute sind wir mit dem Produkt in 20 Ländern vertreten“, erklärt der Werksleiter. „Die Idee ist so überzeugend, dass man auch in den internationalen Märkten nicht viele Abwandlungen des Originals benötigt. Das ist auch nicht unser Ziel.“ Spezifizierungen gibt es dennoch, wie eben jene Asia-Würze, in der auch Knoblauch enthalten ist.</p> <p>Selbstverständlich ist man im Maggi-Werk Singen nicht bei den Anfängen stehengeblieben. Trendforscher versuchen, den Konsumenten immer einen Schritt voraus zu sein. Hier kommen die sogenannten Fix-Produkte ins Spiel, die in der schnellen Alltagsküche als Helfer dienen sollen.</p> <p>Das neueste Beispiel ist eine Hähnchenpanade für knuspriges Hühnchen aus dem Air-Fryer. „Hier kommen wir dem Bedürfnis nach schneller Küche und einem gewissen Anspruch an gesunder Ernährung nach“, erklärt Birgitt Lingk. Der Air-Fryer ist eine Heißluftfritteuse, die ohne Fett auskommt. Im Eingang des Verwaltungsgebäudes können die Besucher in einem Regal die Entwicklung von der traditionellen Maggi-Würze bis hin zu neuesten Fix-Produkten verfolgen. Man wolle der erste sein, wenn es um neue Trends geht, sagt die Chefin der Entwicklungsabteilung.</p> <p>Stellt sich die Frage, ob es in der industriellen Nahrungsmittelherstellung überhaupt ein Produkt gibt, das ausschließlich den Ur-Hegauer Geschmack repräsentiert? Eine Suppe, eine Soße, eine Würze? Domink Paintner lächelt und sagt: „So kleinräumig arbeiten wir nicht.“ Man arbeite eher universell, zum Beispiel mit dem Maggi-Würfel, der in vielen Teilen der Welt produziert wird.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Maggi in Singen</span><span>Das Maggi-Werk in Singen hat eine lange Tradition. Seine Gründung durch den Schweizer Julius Maggi geht auf das Jahr 1887 zurück. 1947 schloss sich das Werk mit Nestlé zur Nestlé Alimentana zusammen. Seit zwei Jahren ist Dominik Paintner Werksleiter. Der gebürtige Niederbayer bekleidete zuvor 23 Jahre lang verschiedene Positionen bei Nestlé, unter anderem in den USA, in der Zentrale in Genf und 15 Jahre im Bereich Babynahrung in einem Nestlé-Werk im Allgäu. Am geschichtsträchtigen Singener Standort schätzt er nach eigenen Angaben das besondere Flair und die Verbundenheit der Belegschaft mit dem Werk. Heute beschäftigt das Unternehmen in Singen 600 Mitarbeiter. (gtr)</span></label></div> <p>Vielmehr komme es darauf an, dass die Produkte erschwinglich sein müssen. Am ehesten seien die Soßen in den klassischen, rechteckigen Pappkartons für den Süden Deutschlands typisch, springt Birgitt Lingk bei. „Hier sind Spätzle mit Soße immer noch beliebt.“ Aber wenn es bei den Fix-Produkten um Rankings geht, so sei zum Beispiel die Bolognesesoße ganz klar die Nummer 1 vor der Spätzlepfanne.</p> <h2>Ravioli von Maggi wecken Erinnerungen</h2> <p>Und dann sind da noch die Ravioli, die in Singen hergestellt werden. Fast jeder kann Geschichten erzählen von unvergesslichen Momenten am Lagerfeuer oder nach einer Party, in denen die Ravioli eine Rolle spielten. „Das ist zwar kein typisches Hegauer Gericht“, sagt Dominik Paintner. „Die Ravioli haben aber durch ihren Produktionsstandort wie die Würze den größten Bezug zu Singen.“ Der Vorteil sei, dass sie in der Dose ungekühlt drei Jahre haltbar seien. „Gerade erst wurden vom Nestlé-Konzern 5 Millionen Euro für eine neue Raviolipresse im Singener Werk freigegeben“, sagt Paintner.</p> <p>Jedes Jahr arbeite man an Verbesserungen. Um die Nachhaltigkeit zu steigern, soll jetzt der Blechboden aus der Fondor-Würzdose verschwinden. Eine neue Verpackungsmaschine wird nötig.</p> <h2>Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei einem halben Liter Maggi-Würze</h2> <p>Wer heute das Gelände hinter der denkmalgeschützten Fabrik besucht, muss zunächst mal ein Video mit sämtlichen Sicherheitsvorgaben anschauen. Das ist so international, dass es ganz ohne Sprachen auskommt und nur mit Piktogrammen arbeitet. Ist das noch Heimat? Würde man das die Beschäftigten fragen, so käme wohl ein klares „Ja“.</p> <p>„Wir haben sehr viele langjährige Mitarbeiter, die sich der Maggi sehr verbunden fühlen“, sagt Dominik Paintner und verweist auf Arbeitsjubiläen mit 30 oder 40 Jahren. Paintner spricht von einer Maggi-Familie, was sich im Zusammengehörigkeitsgefühl nicht nur bei den Jubilar-, sondern auch bei den Rentnerfeiern zeige. Und wenn man nochmal auf das Thema Geschmack und Heimat zurückkommt, so hat vermutlich in Deutschland jede Person schon einmal zur Maggi-Würze gegriffen. „Im Schnitt verbraucht jeder deutsche Haushalt im Jahr einen halben Liter Maggi-Würze“, weiß Birgitt Lingk. „Im Saarland ist es sogar ein Liter.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Maggi-Würze ist gut gegen Heimweh: Die ikonische Flüssigkeit machte Singen weltbekannt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 12:59:44 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Jetzt soll schnell gebaut werden: Nach langem Warten entsteht im Herzen eine neue Sportanlage  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/jetzt-soll-schnell-gebaut-werden-nach-langem-warten-entsteht-im-herzen-eine-neue-sportanlage;art372455,12480161 ]]></link>      <description><![CDATA[  Schon lange besteht der Wunsch nach einer neuen Sportanlage in Radolfzell. Nun sollen gleich zwei neue Sportmöglichkeiten am Skateplatz geschaffen werden – und das innerhalb kurzer Zeit. Der Spatenstich war schon.  ]]></description>
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          Schon lange besteht der Wunsch nach einer neuen Sportanlage in Radolfzell. Nun sollen gleich zwei neue Sportmöglichkeiten am Skateplatz geschaffen werden – und das innerhalb kurzer Zeit. Der Spatenstich war schon.<br>
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        Schon lange besteht der Wunsch nach einer neuen Sportanlage in Radolfzell. Nun sollen gleich zwei neue Sportmöglichkeiten am Skateplatz geschaffen werden – und das innerhalb kurzer Zeit. Der Spatenstich war schon.



        <p>Der Wunsch nach einer Sportanlage, die nicht nur Möglichkeiten zur körperlichen Betätigung bietet, sondern auch einen Raum für Jugendliche schafft, besteht in Radolfzell schon lange. Im Sommer 2024 beschloss der Jugendgemeinderat, das Thema verstärkt anzugehen, erklärte es zu seiner Priorität – und hatte mit seinen Bemühungen Erfolg. Stadtverwaltung und Gemeinderat konnten überzeugt werden, mehr als ein Jahr später fand nun endlich der Spatenstich für das Projekt statt.</p> <p>In den kommenden Monaten sollen nun am bestehenden Skateplatz im Herzen eine Calisthenics-Anlage und ein Pumptrack entstehen – also ein Platz, auf dem an mehreren Geräten mit dem Eigengewicht trainiert werden kann, und eine asphaltierte, mit Hügeln versehene Strecke für Fahrradfahrer und Skater.</p> <h2>Das bietet die neue Anlage</h2> <p>Wie Projektleiter Philipp Feldschmid beim Spatenstich erklärte, sollen die neuen Plätze etwas niedriger als der Skateplatz angelegt werden, über Treppen sollen die Flächen miteinander verbunden werden. Auf zwei Plätzen sollen zudem Treffpunkte mit Sonnensegel, Sitzmöbel und Picknicktischen entstehen. „Platz für die Geselligkeit“ nennt Feldschmid es.</p> <p>Die neuen Sportanlagen sollen unterschiedlichen Nutzern verschiedene Möglichkeiten bieten. Beim Pumptrack gebe es so eine Innenbahn sowie eine sogenannte Jumpline, auf die Nutzer bei Bedarf abbiegen können. Diese werde mit zwei Sprüngen versehen. „Hier kann man auch Tricks machen“, erläuterte Philipp Feldschmid. Die Calisthenics-Anlage werde etwa 22 mal zwölf Meter groß und mit etwa zehn Geräten ausgestattet werden, darunter etwa Hangelstangen, eine Klimmzugstation, ein Barren, ein Fitnesstrampolin und ein Fitnessbike.</p> <h2>„Die Eröffnung wollen wir in 2025 durchziehen“</h2> <p>Kosten soll das Ganze laut dem Projektleiter 360.000 Euro, ein kleiner Puffer sei zudem einkalkuliert. Der könnte auch gut gebraucht werden, denn der Baugrund ist durch die Regenfälle der jüngsten Vergangenheit aufgeweicht und muss erst einmal entsprechend hergestellt werden.</p> <p>Überhaupt sei man wegen des Wetters „ein bisschen hinterher“, so Feldschmid. Dennoch sollen die Arbeiten nicht zu lange dauern: „Die Eröffnung wollen wir ebenso 2025 durchziehen“, kündigte Oberbürgermeister Simon Gröger schon an. Auch Philipp Feldschmid versprach: „Wir geben Gas, dass es klappt.“</p> <h2>„Ein guter Tag für die Jugend in Radolfzell“</h2> <p>Freude über den Start der Bauarbeiten sowie die künftige neue Anlage herrschte beim Spatenstich jedenfalls schon einmal. Es sei „ein guter Tag für die Jugend in Radolfzell“, verkündete Simon Gröger. Er lobte den Jugendgemeinderat dafür, sich für das Thema eingesetzt zu haben und erinnerte daran, dass sich in der Entwicklung des Projekts sogar eine kleine politische Diskussion entsponnen habe.</p> <p>Ursprünglich hätte neben der Calisthenics-Anlage und dem Pumptrack nämlich auch ein sogenannter Kidsloop, also eine Bikestrecke für Kinder, am Skateplatz entstehen sollen. Doch von manchen künftigen Nutzern der neuen Jugendsportanlage <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/zu-viele-kinder-auf-der-jugendsportanlage-jugendliche-aeussern-bedenken-zum-sportpark;art372455,12291028" target="_blank" title="Zu viele Kinder auf der Jugendsportanlage? Jugendliche äußern Bedenken zum Sportpark">wurden Bedenken geäußert</a>, unter anderem sorgte man sich um die Sicherheit, wenn Kinder direkt in der Nähe der Skateranlage unterwegs wären. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/diskussion-um-jugendsportanlage-geht-weiter-junge-freizeitsportler-reichen-petition-ein;art372455,12339018" target="_blank" title="Diskussion um Jugendsportanlage geht weiter: Junge Freizeitsportler reichen Petition ein">Schließlich wurde sogar eine Petition eingereicht</a> – und am Ende beschlossen, den Kidsloop woanders einzurichten.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Lob und Dank</span><span>Wolfgang Keller, Leiter der Stabstelle Umwelt, Klima und Naturschutz, bedankte sich bei der Werner und Erika Messmer-Stiftung, die den Bau der neuen Jugendsportanlage finanziell unterstütze – Zahlen nannte er jedoch nicht. Außerdem waren mehrere Gemeinderäte anwesend, von denen einige ein Lob aussprachen. Derya Yildirim (SPD) betonte so, es sei „richtig und wichtig“, dass der Jugendgemeinderat sich hinter den Wunsch nach den Sportanlagen gestellt habe und Pratyusha Potturi (FGL) freute sich über die gute Zusammenarbeit mit dem Jugendgemeinderat. Andrea Gnann (CDU) betonte zudem die Wichtigkeit von Bewegung – gerade vor dem Hintergrund, dass laut einem UN-Bericht mittlerweile erstmals weltweit mehr Kinder und Jugendliche stark übergewichtig als unterernährt sind. Sie regte außerdem an, an anderer Stelle auch für ältere Menschen in Radolfzell Fitnessgeräte aufzustellen.</span></label></div> <p>Wie Simon Gröger nun bekannt gab, werde derzeit geprüft, ob der Kidsloop im Zusammenhang mit der Sanierung des Spielplatzes an der Amriswiler Straße, der im Rahmen des Spielflächenkonzeptes der Stadt als nächstes umgestaltet und aufgewertet werden soll, entstehen kann.</p> <h2>Gewinn für Sportler jeden Alters</h2> <p>Auch Nico Kuhn vom Jugendgemeinderat äußerte sich beim Spatenstich positiv über die neue Jugendsportanlage. „Das wird Radolfzell nochmal attraktiver und jugendfreundlicher machen“, zeigte er sich überzeugt. „Ich denke, ab sofort werden die Jugendlichen auch nicht mehr auf Singen und Konstanz ausweichen müssen.“ Aber auch für nicht-jugendliche Sportler sah er den Start des Projekts als Erfolg – gerade auch für jene, die kein Geld hätten, um das Fitnessstudio zu besuchen.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 11:06:09 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kunstsammlung versteigert, Haus verkauft: Was passiert nun mit dem Epple-Erbe?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/kunstsammlung-versteigert-haus-verkauft-was-passiert-mit-dem-epple-erbe;art372453,12480051 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der 2023 verstorbene Bruno Epple und seine Frau Doris hinterließen eine Kunstsammlung sowie ein Haus mit Grundstück in Öhningen. Beide sind nun verkauft. Von ihrem Nachlass profitieren zwei Herzensprojekte des Paars.  ]]></description>
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          Der 2023 verstorbene Bruno Epple und seine Frau Doris hinterließen eine Kunstsammlung sowie ein Haus mit Grundstück in Öhningen. Beide sind nun verkauft. Von ihrem Nachlass profitieren zwei Herzensprojekte des Paars.<br>
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        Der 2023 verstorbene Bruno Epple und seine Frau Doris hinterließen eine Kunstsammlung sowie ein Haus mit Grundstück in Öhningen. Beide sind nun verkauft. Von ihrem Nachlass profitieren zwei Herzensprojekte des Paars.



        <p>Das Ehepaar Doris und Bruno Epple hat Spuren in der Region hinterlassen. Er war einer der bekanntesten Künstler der Bodenseeregion und sie eine karitative Wohltäterin, die sich mit festem Glauben stets für andere eingesetzt hatte. Beide sind in den vergangenen Jahren gestorben, Doris Epple im Jahr 2020, Bruno Epple vor zwei Jahren im August 2023.</p> <p>Die menschlichen Spuren verschwinden nun aber. Denn die umfangreiche Kunstsammlung der Epples ist versteigert worden. Das Haus mit Grundstück auf der Höri, im Öhninger Ortsteil Wangen, ist ebenfalls verkauft, wie Bürgermeister Andreas Schmid bestätigt.</p> <h2>Epple-Haus soll abgerissen werden</h2> <p>Was wird aus dem Grundstück? Das Haus soll abgerissen werden und einem Neubau weichen, der Gemeinderat habe dem Abriss schweren Herzens zugestimmt und keine rechtliche Möglichkeit gehabt, diesen zu verhindern. Dies hätten nur die Verkäufer beziehungsweise Erben im Kaufvertrag regeln können, was aber dann sicher Auswirkungen auf den Verkaufserlös gehabt hätte, so Schmid.</p> <p>Wer der Käufer ist und wie hoch der Kaufpreis ist, nennt der Bürgermeister aus Datenschutzgründen nicht. Man gehe davon aus, dass der Käufer dort auch wohnen wird.</p> <h2>Erlös geht an zwei Herzensprojekte der Epples</h2> <p>Doch wie geht es nun weiter mit dem übrigen Epple-Erbe? Denn das Paar hatte keine Kinder. Aus dem Erlös der Versteigerung der Kunstwerke und des Nachlasses Epple werden zwei Herzensprojekte des Ehepaares bedacht: Zum einen die Doris-Epple-Stiftung „Armenhilfe in Russland“, die Suppenküchen und Obdachlosenunterkünfte für die Ärmsten betreibt, zum anderen die Bruno-Epple-Stiftung der Muttersprochgesellschaft, der es um den kulturellen Erhalt der alemannischen Sprache geht.</p> <p>„Wir rechnen mit einer niedrigen siebenstelligen Summe“, sagt Ottmar Steffan von der Caritas Osnabrück, ehrenamtlicher Vorsitzender der Doris-Epple-Stiftung. Der Großteil des Erlöses gehe in den Stiftungsstock, werde gewissenhaft angelegt und soll über den Zinsertrag den langfristigen Erhalt der Stiftung gewährleisten, erklärt Steffan.</p> <p>Ein geringerer Teil des Erlöses stehe für die aktuellen Projekte zur Verfügung. Jährlich benötige man zirka 250.000 Euro, um die sozialen Projekte der Doris-Epple-Stiftung am Laufen zu halten. Diese Summe werde von etwa 500 privaten Spendern aufgebracht, davon viele aus dem Bodenseebereich.</p> <h2>Darum kümmert sich die Doris-Epple-Stiftung</h2> <p>Nicht nur der demographische Wandel mache der Stiftung zu schaffen, wie Ottmar Steffan erklärt. Denn viele der privaten Spender würden die Doris-Epple-Stiftung schon viele Jahre unterstützen und selbst immer älter werden oder gar sterben. Auch der Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine, der mittlerweile drei Jahre andauert, mache es schwer, neue Spender für die humanitäre Arbeit in Russland zu gewinnen.</p> <p>„Da ist der Erlös des Erbes der Eheleute Epple ein Segen für die Doris-Epple-Stiftung, damit sie im Sinne von Doris fortbestehen kann“, sagt Steffan. Doch ohne neue Spender sei die Zukunft der Stiftung ungewiss.</p> <p>Die Doris-Epple-Stiftung arbeitet seit vielen Jahren mit der Russlandhilfe der Caritas Osnabrück zusammen. Unterstützung gibt es für das Kinderzentrum Majak in Luga und der Obdachlosenküche in Pskow, beide im Gebiet St. Petersburg gelegen. Ebenfalls finanziert die Stiftung die Suppenküche „Tatjana“ in St. Petersburg. Hinzugekommen ist das St. Petersburger Projekt „Meine Familie sind meine Mutter und ich“, das wie die vorhergenannten Projekte von der Caritas St. Petersburg verantwortet wird.</p> <p>Außerdem finanziert die Doris-Epple-Stiftung schon lange die Obdachlosenarbeit der Caritas Sibirien in Novosibirsk, Omsk und Barnaul. Schließlich werde auch ein Kuh-Projekt unterstützt, in dem bedürftige Familien auf den Dörfern kostenlos eine Kuh zum Lebensunterhalt erhalten und das erste geborene Kalb einer weiteren bedürftigen Familie weitergeben.</p> <h2>Warum geht die Zusammenarbeit trotz Krieg?</h2> <p>Die Zusammenarbeit mit der Caritas Russland sei <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/armenhilfe-in-russland-trotz-ukraine-krieg-spender-bleiben-der-doris-epple-stiftung-treu;art372453,11482857" target="_blank" title="Armenhilfe in Russland trotz Ukraine-Krieg? Spender bleiben der Doris-Epple-Stiftung treu">trotz des Krieges nicht eingestellt</a> worden, so Steffan. Er selbst sei im vergangenen Jahr vor Ort gewesen und habe die Projekte besucht. Es sei noch immer möglich, trotz Sanktionen, humanitäre Mittel zu überweisen. „Die Bankenkontrolle ist wegen der Sanktionen sehr streng, wir können jedoch nachweisen, dass wir unsere Mittel ausschließlich für die Bedürftigen und leidende Bevölkerung einsetzen“, versichert der Stiftungsvorsitzende.</p> <p>Die Mittel kämen eins zu eins bei den Projekten an, verspricht er. Dies gehe nur, weil die Caritas Russland sich bereits vor Jahren entschied, nicht als NGO, also Nichtregierungsorganisation, zu agieren, sondern als religiöse Organisation. Das schütze sie derzeit noch davor, als sogenannter „Ausländischer Agent“ stigmatisiert zu werden, erklärt Steffan.</p> <h2>Wie viel Geld erhält die Muettersproch-Gsellschaft?</h2> <p>Bei der Muttersproch-Gsellschaft wiederum rechnet man mit 250.000 Euro aus dem Erbe der Epples, wie Ursula Isele als eine der drei geschäftsführenden Vorstände auf SÜDKURIER-Nachfrage mitteilt. Für das Erbe habe die Gesellschaft eine neue Bruno-Epple-Stiftung gegründet, die 250.000 Euro seien deren gesamtes Stiftungskapital, das nicht angerührt werden dürfe.</p> <p>Stattdessen wird die Stiftung laut Isele aus den Zinserträgen Projekte, die dem Erhalten des Alemannischen dienen, unterstützen. So habe Epple in seinem Testament verfügt, dass die Zinserträge für Projekte an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zum Erhalt der Muttersprache bei Jugendlichen, für Forschung, Sprache und Literatur sowie für die Auslobung eines Bruno-Epple-Preises für besondere Leistungen zum Erhalt des Alemannischen verwendet werden dürfen.</p> <p>Allerdings seien die Erträge aus den 250.000 Euro aufgrund der aktuellen Zinsen zunächst wohl so gering, fügt Isele hinzu, dass zunächst nur die Projekte zugunsten Jugendlicher umgesetzt werden können.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Kunstsammlung versteigert, Haus verkauft: Was passiert nun mit dem Epple-Erbe?]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 10 Sep 2025 17:29:54 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Doch keine perfekte Welle! Das Konzert der Band Juli in Radolfzell fällt aus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/ploetzliche-absage-kein-konzert-der-band-juli-beim-milchwerk-festival-in-radolfzell-11-09-25;art372455,12479655 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das für den 11. September geplante Konzert der Band wird abgesagt. So können Fans ihre bereits gekauften Karten zurückgeben.  ]]></description>
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          Das für den 11. September geplante Konzert der Band wird abgesagt. So können Fans ihre bereits gekauften Karten zurückgeben.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Das für den 11. September geplante Konzert der Band wird abgesagt. So können Fans ihre bereits gekauften Karten zurückgeben.



        <p>Eigentlich hätte die Band Juli im Rahmen des Milchwerk Musik Festivals am Donnerstag, 11. September, in Radolfzell auftreten sollen – eigentlich. Denn die Veranstaltung fällt ins Wasser. Wie der Veranstalter des Festivals, das Unternehmen Livestage Entertainment, mitteilt, müsse das Konzert krankheitsbedingt abgesagt werden. Schon gekaufte Karten können an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.</p> <p>Das Programm vom Milchwerk Musik Festival bleibt trotz der Absage unverändert: Am Mittwoch, 10. September, tritt der <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/radolfzell-im-konzertfieber-max-mutzke-kommt-zum-milchwerk-musik-festival;art372455,12469843" target="_blank" title="Rückkehr an den Untersee: Max Mutzke tritt beim Milchwerk Musik Festival auf">Sänger Max Mutzke</a> auf und am Freitag, 12. September, stehen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/axxis-kommt-mit-axel-rudi-pell-zum-milchwerk-musik-festival-2025;art372455,12462934" target="_blank" title="Hard Rock im Doppelpack! Axel Rudi Pell kommt mit Axxis ins Milchwerk">Axel Rudi Pell und Axxis</a> auf der Bühne. Zum Abschluss des diesjährigen Festivals wird <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/schlagerstar-kommt-nach-radolfzell-beatrice-egli-gehoert-das-finale-des-milchwerk-musik-festivals;art372455,12478740" target="_blank" title="Schlagerstar kommt nach Radolfzell: Beatrice Egli gehört das Finale des Milchwerk Musik Festivals">Schlagersängerin Beatrice Egli</a> am Samstag, 13. September, zu Gast sein. Die Konzerte starten jeweils um 20 Uhr im Milchwerk in Radolfzell.</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:rights><![CDATA[Doch keine perfekte Welle! Das Konzert der Band Juli in Radolfzell fällt aus]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 10 Sep 2025 16:39:26 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hitze, Hagel, Starkregen: So war der Sommer am Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/hitze-hagel-starkregen-war-das-wirklich-ein-sommer-am-bodensee-meteorologe-zieht-bilanz;art410936,12479546 ]]></link>      <description><![CDATA[  Aus meteorologischer Sicht ist der Sommer ab September vorbei. Wie fiel er in diesem Jahr angesichts des wechselhaften Wetters aus? Ein Meteorologe ordnet Juni, Juli und August ein.  ]]></description>
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          Aus meteorologischer Sicht ist der Sommer ab September vorbei. Wie fiel er in diesem Jahr angesichts des wechselhaften Wetters aus? Ein Meteorologe ordnet Juni, Juli und August ein.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Aus meteorologischer Sicht ist der Sommer ab September vorbei. Wie fiel er in diesem Jahr angesichts des wechselhaften Wetters aus? Ein Meteorologe ordnet Juni, Juli und August ein.



        <p>Für den Meteorologen Jürgen Schmidt haben sich die schlimmsten Befürchtungen für den Sommer 2025 nicht bewahrheitet. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/hitzewelle-vorbei-doch-was-jetzt-so-entwickelt-sich-das-juli-wetter-am-bodensee-04-07-25;art410936,12430225" target="_blank" title="Was kommt nach der Hitzewelle? So wird das Juli-Wetter am Bodensee">„Nach dem trockenen Frühjahr haben viele mit einem Dürresommer gerechnet</a>“, sagt der Geschäftsführer des Wetterkontors. Es gab extreme Hitzeperioden, abgelöst von Starkregen bis zu plötzlichem Hagel. Aber welche Erkenntnisse können daraus gezogen werden?</p> <h2>Außergewöhnlich heißer Juni</h2> <p>Was die Temperaturen angeht, lag der Sommer am Bodensee 1,3 Grad über dem Mittelwert. Der wird derzeit aus dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 gezogen. Für Schmidt war er damit schlicht „ein normaler Sommer, wie mit ihm in Zeiten des Klimawandels zu rechnen ist“.</p> <p>49 Sommertage, also Tage mit mindestens 25 Grad, verzeichnete die Wetterstation <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/" target="_blank" title="Friedrichshafen">Friedrichshafen</a> zwischen Juni und Ende August. 16 davon lagen sogar über 30 Grad. Allein im Juni standen 299 Sonnenstunden zu Buche. Das entspricht 11 Prozent mehr Sonnenschein gegenüber dem Mittelwert. Damit war der Juni nicht nur der wärmste Monat im Jahr, „seine lange heiße Phase zu Beginn war auch ungewöhnlich“, sagt Jürgen Schmidt.</p> <p>Mit 20,9 Grad im Durchschnitt lag der Juni ganze 3,4 Grad über dem Mittelwert der vergangenen 30 Jahre. Selbst im Rahmen des Klimawandels sei er damit außergewöhnlich trocken gewesen. Dementsprechend lagen auch die beiden wärmsten Tage im Juni: Sowohl am 29. als auch am 30. Juni stellte die Messstation in Friedrichshafen 34,2 Grad fest. Höchstwert in Baden-Württemberg waren gar 38,7 Grad.</p> <h2>Verregneter Juli</h2> <p>Dass die Temperaturen so ansteigen konnten, begründet Jürgen Schmidt mit den historisch hohen Wassertemperaturen in Atlantik und Nordsee. Die seien 1 bis 3 Grad wärmer gewesen als im Mittel. Auf den Bodensee habe das indes keine Auswirkungen, da das Seewasser vor allem vom lokalen Wetter abhängig sei.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/sipplingen/unwetter-geht-am-bodensee-nieder-hagelhaufen-bis-zu-einem-halben-meter;art372492,12428059" target="_blank" title="„Komplett und mit voller Wucht getroffen“: Unwetter mit Hagelschauer geht über Sipplingen nieder">Wie klein ein lokales Wettereignis sein kann, zeigte etwa der Hagel, der am 1. Juli einzig über der Gemeinde Sipplingen niederging.</a> Das Ereignis steht symbolisch für einen verregneten Monat voller Niederschlag. 149 Liter pro Quadratmeter bilden den Durchschnitt im Monat Juli. Ganze 18 Tage regnete es laut Schmidt über einem Liter Regen pro Quadratmeter. Dennoch fällt der Juli im Vergleich zu den vergangenen fünf Sommern nicht nennenswert auf</p> <p>2021 habe es im Juli sogar 260 Liter geregnet, 2023 und 2024 dafür weniger. Mit durchschnittlich 19,1 Grad war er der kühlste der drei Sommermonate. Allerdings: „Nach dem trockenen Juni hat der Juli in der Natur viel gerettet“, fasst Schmidt zusammen.</p> <h2>August bringt Starkregen</h2> <p>Der nasseste Tag lag dennoch im August. Am 21. regnete es durchschnittlich 35,3 Liter pro Quadratmeter.<a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/diese-auswirkungen-hatte-der-dauerregen-bislang-im-bodenseekreis;art410936,12467197" target="_blank" title="Diese Auswirkungen hatte der Dauerregen im Bodenseekreis"> Die Bodenseezuflüsse stiegen an, Veranstaltungen wurden verschoben, weil Starkregenereignisse die Bodenseeregion punktuell trafen</a>. Besonders <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/zahlreiche-einsaetze-wegen-starkregen-hochwasser-zwischen-radolfzell-und-stahringen-behindert-zuege;art372455,12467221" target="_blank" title="Starkregen trifft Radolfzell und Höri mit voller Wucht: dutzende Einsätze und blockierte Züge">Radolfzell und angrenzende Gemeinden</a> waren betroffen. Mit seinen 260 Sonnenstunden lag der August dennoch sogar 14 Prozent über dem Mittelwert.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Hitze, Hagel, Starkregen: So war der Sommer am Bodensee]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 10 Sep 2025 16:15:08 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bei Regen nahezu leere Schiffe: Betriebe ziehen zum Ende des Sommers bittere Bilanz  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/regen-verwaessert-die-bodensee-bilanz-schifffahrt-leidet-im-sommer-2025-13-09-25;art372432,12479478 ]]></link>      <description><![CDATA[  Niedrigwasser und ein durchwachsener Sommer können die Lust auf einen Ausflug auf dem See vermiesen. Das spüren auch die Schifffahrtsbetriebe. So blicken sie auf die bisherige Saison zurück.  ]]></description>
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          Niedrigwasser und ein durchwachsener Sommer können die Lust auf einen Ausflug auf dem See vermiesen. Das spüren auch die Schifffahrtsbetriebe. So blicken sie auf die bisherige Saison zurück.<br>
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        Niedrigwasser und ein durchwachsener Sommer können die Lust auf einen Ausflug auf dem See vermiesen. Das spüren auch die Schifffahrtsbetriebe. So blicken sie auf die bisherige Saison zurück.



        <p>Durch Temperatur und Wetter fühlt man es schon deutlich: Der Sommer ist vorbei. Auch die letzten Tage der Schulferien gehen in Baden-Württemberg und Bayern zu Ende. Damit endet auch die Zeit, in der Familien mit Kindern Ausflüge über den Bodensee unternehmen. Welche Bilanz ziehen Schifffahrtsbetriebe aus der bisherigen Saison?</p> <p>Begonnen – beziehungsweise zuerst eben nicht begonnen – hat sie mit Herausforderungen. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/niedrigwasser-am-bodensee-das-passiert-bei-0-meter-pegel-in-konstanz-16-04-25;art417930,12359654" target="_blank" title="Niedrigwasser im Bodensee: Was würde passieren, wenn der Konstanzer Pegel bei 0 Meter läge?">Im April sank der Bodenseepegel zeitweise auf etwas mehr als 2,70 Meter.</a> Das Niedrigwasser führte dazu, dass die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/um-plaene-ist-es-ruhig-geworden-uebernehmen-schweizer-den-schiffverkehr-auf-dem-untersee;art372455,12478004" target="_blank" title="Ja, nein, vielleicht? URh wollte den Schiffverkehr auf dem Untersee übernehmen">Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh)</a> schon nicht am ersten Höhepunkt der Saison teilnehmen konnte. Die Sternfahrt 2025, bei der <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/ein-stern-auf-dem-bodensee-saison-2025-fuer-die-weisse-flotte-beginnt;art372432,12372395" target="_blank" title="Bodensee-Schiffe bilden einen Stern auf dem Wasser. Damit beginnt die Saison 2025">Schiffe der Vereinigten Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein (VSU) einen Stern auf dem Wasser</a> bilden, musste ohne sie stattfinden.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gailingen/niedrigwasser-auf-dem-untersee-kursschiffe-starten-nur-eingeschraenkt;art372441,12373515" target="_blank" title="Später Start nur mit Einschränkungen: So macht Niedrigwasser den Schiffen auf dem Rhein zu schaffen">Wirklich in die Saison starten konnte die URh dann am 1. Mai</a>, sagt Geschäftsführer Remo Rey dem SÜDKURIER. Doch auch mehr als zwei Wochen nach dem eigentlich geplanten Saisonstart hätten lediglich Rundfahrten zwischen Schaffhausen und Diessenhofen/Gailingen angeboten werden können. Das Niedrigwasser hatte zudem noch länger anhaltende Auswirkungen.</p> <p>Der Fahrplan musste eingeschränkt werden, erst ab dem 4. Juni konnten durchgehend alle üblichen Häfen angesteuert werden. Dabei sei es aber nicht lange geblieben. Schon am Ende des Monats und bis zum 26. Juli kam es erneut zu Einschränkungen. Die URh teilte zu dieser Zeit mit, dass Kursschiffe zwischen Diessenhofen und Stein am Rhein nicht verkehren konnten. <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/auch-im-tod-macht-sie-aerger-kein-durchkommen-fuer-schiffe-bei-stein-am-rhein-wegen-quaggamuschel-14-07-25;art1371848,12437410" target="_blank" title="Auch im Tod macht sie Ärger: Kein Durchkommen für Schiffe bei Stein am Rhein wegen Quaggamuschel">Als Grund wurden abgestorbene und angeschwemmte Quagga-Muscheln angegeben</a>, die abschnittsweise die Durchfahrt verhinderten.</p> <p>Mehr Glück hatten die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) in Konstanz. Das Niedrigwasser habe nur geringen Einfluss auf den Schiffsbetrieb gehabt, sagt Pressesprecher Josef Siebler. Allerdings sei es zu Einschränkungen im Bereich des Untersees gekommen, „die Landestellen Iznang und Mannenbach konnten über mehrere Wochen lang nicht angefahren werden“. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/nach-dem-niedrigwasser-am-bodensee-bodenseeschiffe-steuern-wieder-mehr-landestellen-an;art417930,12383134" target="_blank" title="Bodenseeschiffe fahren wieder mehr Landestellen an">Im Bereich des Obersees konnte Langenargen aufgrund des Niedrigwassers bis in den Juni hinein nicht angefahren werden.</a></p> <p>Neben den Einschränkungen im Fahrplan hatte das Niedrigwasser noch eine ganz andere Auswirkung für die Gäste: „Nicht vollständig zu vermeiden waren hingegen Komfort-Einschränkungen für die Passagiere bei Zu- und Ausstieg aufgrund steiler Rampen, woraus sich Verspätungen ergaben“, so Siebler.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Warum eigentlich „Weiße Flotte“?</span><span>Eine <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/weisse-flotte-in-sorge-so-wirkt-sich-das-niedrigwasser-am-bodensee-auf-den-schiffsverkehr-aus;art372448,12357296" target="_blank" title="Wohin steuert die Weiße Flotte? So schauen die Schifffahrtsunternehmen auf das Jahr">weiße Flotte</a> gibt es nicht nur am Bodensee. Laut BSB bezeichnet der Begriff die Flotte von Fahrgastschiffen, die für Personen- und Ausflugsfahrten auf Binnengewässern und Küstengewässern eingesetzt werden. Ursprünglich stammt er demnach von der weißen Farbe der Schiffe, die in der Regel durch ihre helle Lackierung oder ihre weißen Aufbauten gekennzeichnet sind. Am Bodensee wird der Begriff für alle Kurs- und Ausflugsschiffe der vier Anbieter, die in der VSU zusammengeschlossen sind, verwendet.</span></label></div> <h2>Sechsstellige Einbußen durch Einschränkungen</h2> <p>Die von Einschränkungen geprägte Saison hatte für die URh spürbare Auswirkungen. Geschäftsführer Rey spricht gegenüber dem SÜDKURIER von einem Minderertrag im Bereich zwischen 630.000 und 750.000 Schweizer Franken (rund 675.000 bis 800.000 Euro). Der verspätete und eingeschränkte Start sowie spätere Einschränkungen hätten auch die Bordgastronomie betroffen. Hier gebe es laut Rey ebenfalls entsprechende Einschnitte.</p> <p>Wie sich die Fahrgastzahlen bei den BSB entwickelt haben, könne noch nicht konkret gesagt werden. Allerdings seien Tendenzen zu erkennen, so Siebler. Die Zahlen bewegen sich demnach auf einem ähnlichen Niveau wie im vergangenen Jahr. Das heißt: „deutlich unter dem Durchschnitt früherer Jahre“, mit Ausnahme der Corona-Jahre.</p> <h2>An Regentagen kaum Passagiere</h2> <p>Immerhin eine Sorge weniger gab es im Vergleich zum Vorjahr: <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/vorher-nachher-vergleich-wie-sieht-es-nach-dem-hochwasser-am-bodensee-ufer-aus;art372448,12156499" target="_blank" title="Vorher-Nachher-Vergleich: Wie sieht es nach dem Hochwasser am Bodensee-Ufer aus?">Hochwasser</a> und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/keine-spur-von-nervigen-stechmuecken-am-bodensee-ein-segen-fuer-die-urlaubsregion;art372432,12461640" target="_blank" title="Keine Spur von nervigen Stechmücken am Bodensee – ein Segen für die Urlaubsregion?">Schnaken führten zu überregionaler Berichterstattung</a>. Das war Niedrigwasser in diesem Jahr weniger der Fall, so waren „wenigstens von dieser Seite keine negativen Auswirkungen zu verspüren“, sagt Siebler. Allerdings sei deutlich zu erkennen, dass das Wetter einen zunehmenden Einfluss hat. „An Regentagen sind die Schiffe nahezu leer.“</p> <p>Als größte Herausforderung bezeichnet Pressesprecher Siebler ein geändertes Verhalten der Passagiere. „Die Preissensibilität der Gäste hat spürbar zugenommen“, statt des Schiffes würden vermehrt Bus und Bahn in Verbindung mit dem Deutschlandticket oder verschiedenen Gästekarten genutzt.</p> <p>Durch die Verbreitung von E-Bikes könnten mehr Menschen weite Strecken mit dem Rad zurücklegen, Schiffe nur für kurze oder den See querende Etappen nutzen. Den klassischen Tagesausflug gebe es seltener. „Es ist festzustellen, dass die Aufenthaltszeit der Gäste an Bord beständig abnimmt.“ Gefragt seien eher kurze Etappen.</p> <p>Diese Entwicklungen führten bereits dazu, dass die Stadtwerke Konstanz beim Fährbetrieb 2024 <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/faehre-vom-bodensee-in-den-roten-zahlen-stadtwerke-konstanz-hoffen-auf-trendwende-24-07-25;art372448,12447596" target="_blank" title="Fähre und Weiße Flotte erstmals seit langem im Minus: Stadtwerke hoffen auf Trendwende">erstmals seit Jahrzehnten rote Zahlen einfuhren</a>. Auch die Weiße Flotte hat das vergangene Jahr mit einem Minus abgeschlossen. Konkrete Pläne für das nächste Jahr gebe es allerdings noch nicht, so Siebler. „Wir werden die Auswertungen abwarten, daraus unsere Schlüsse ziehen und unsere Angebote der tatsächlichen Nachfrage anpassen. Endgültig entschieden ist derzeit aber noch nichts.“</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Bei Regen nahezu leere Schiffe: Betriebe ziehen zum Ende des Sommers bittere Bilanz]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 10 Sep 2025 11:50:00 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Warum Vögel aus halb Deutschland in Radolfzell beringt werden  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/warum-voegel-aus-halb-deutschland-in-radolfzell-beringt-werden;art372455,12479335 ]]></link>      <description><![CDATA[  Um das Verhalten der Tiere zu untersuchen, erhalten sie Ringe. Für ganz Süddeutschland ist dabei ein Radolfzeller Institut zuständig. Warum? Eine Rolle spielen der Zweite Weltkrieg, die DDR – und die Grafen von Bodman.  ]]></description>
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          Um das Verhalten der Tiere zu untersuchen, erhalten sie Ringe. Für ganz Süddeutschland ist dabei ein Radolfzeller Institut zuständig. Warum? Eine Rolle spielen der Zweite Weltkrieg, die DDR – und die Grafen von Bodman.<br>
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        Um das Verhalten der Tiere zu untersuchen, erhalten sie Ringe. Für ganz Süddeutschland ist dabei ein Radolfzeller Institut zuständig. Warum? Eine Rolle spielen der Zweite Weltkrieg, die DDR – und die Grafen von Bodman.



        <p>Wolfgang Fiedler steht in seinem Büro im Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Möggingen und hält einen Ring in der Hand, darauf steht ein Code: DER AW838. Darunter auf Englisch der Hinweis, bitte die Vogelwarte Radolfzell zu informieren. DE steht für Deutschland, R für Radolfzell. Der Vogel, der diesen Ring einst an seinem Bein trug, erhielt diesen also in dem Radolfzeller Institut – könnte aber irgendwo in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland zu Hause gewesen sein.</p> <p>Denn die Biologen aus Radolfzell sind für ganz Süddeutschland für die Beringung von Vögeln zu deren wissenschaftlicher Beobachtung zuständig. Warum ist das so?</p> <h2>Warum gibt es drei Beringungszentralen?</h2> <p>Eigentlich, so erzählt Wolfgang Fiedler, Leiter der Beringungszentrale, sei es üblich, dass nur eine Zentrale pro Staat für diese Aufgabe zuständig ist. Diese finde sich meist in der jeweiligen Hauptstadt, oft in ehemaligen Museen. In Deutschland gibt es hingegen drei: in Helgoland, in Hiddensee bei Rügen und eben in Radolfzell – und zwar auch aus historischen Gründen, wie Fiedler erklärt.</p> <p>Denn die erste, und sogar älteste Vogelberingungsstation Europas, wurde bereits 1901 in Rossitten auf der kurischen Nehrung im damaligen Ostpreußen gegründet. Johannes Thienemann habe dort zum ersten Mal überhaupt Vogelbenennungen gemacht. Sie ist der Vorgänger der Radolfzeller Vogelwarte und kennzeichnete bereits Vögel aus Forschungszwecken.</p> <h2>DDR wollte ein eigenes Institut</h2> <p>„Als die Deutschen Ostpreußen nach dem Zweiten Weltkrieg räumen mussten, zog auch die Vogelwarte um“, berichtet Fiedler. Und zwar nach Radolfzell. Parallel sei bereits in den 1920er-Jahren ein weiteres Forschungsinstitut in Helgoland entstanden. Und nach der Teilung Deutschlands wollte auch die DDR ihr eigenes Institut haben, daher entstand eine weitere Beringungszentrale in Hiddensee, so der Experte.</p> <p>„Das System dort hat sich so gut bewährt, dass es sinnlos gewesen wäre, es nach der Wiedervereinigung zu zerschlagen. Daher hat man es beibehalten und heute drei Zentralen parallel in Deutschland“, erklärt Fiedler weiter. Allerdings gibt es in Deutschland eine weitere Besonderheit. „Bei uns ist Naturschutz Ländersache, die haben jeweils das letzte Wort und vergeben auch die Aufträge. Daher haben wir eigentlich nicht drei Zentralen für ein Land, sondern für 16 Länder“, so Fiedler.</p> <p>Jede dieser Zentralen sei für ein Gebiet zuständig, Radolfzell gebe die Ringe für Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Berlin aus – mit der spezifischen Kennung DER.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So sind die Nummern aufgebaut</span><span>Wie Fiedler berichtet, steht auf einem modernen Ring meist der Name der Beringungszentrale sowie eine Mailadresse oder Internetseite. Zudem hat jeder Vogel auf dem Ring eine individuelle Nummer. In Radolfzell beginnt diese mit „DER“, für Deutschland und Radolfzell. Danach folgt ein Buchstabe, der meist die Ringgröße angibt. Die weiteren Stellen sind laut Fiedler eine willkürliche Kombination aus Buchstaben und Zahlen, die die individuelle Nummer ergibt und keinen tieferen Sinn hat.</span></label></div> <h2>Darum kam die Zentrale nach Radolfzell</h2> <p>Doch warum ausgerechnet das kleine Radolfzell? Warum zog die Vogelwarte 1946 von Ostpreußen bis an den weit entfernten Bodensee um? Der damalige Leiter der Vogelwarte, so berichtet Fiedler, sei Ernst Schüz gewesen, ein gebürtiger Schwabe. „Er ist nach dem Krieg erst einmal als Heimatloser zurück Richtung Stuttgart gezogen“, erzählt Fiedler. Dort sei er in Kontakt mit Johann Nikolaus Freiherr von und zu Bodman gekommen, dem damaligen Schlossherrn und Vater von Johann Wilderich, Freiherr von Bodman.</p> <p>„Der war Ornithologe und hat schon immer davon geträumt, eine Vogelinstitution am Bodensee zu haben. Er hat Schüz deshalb eingeladen, das Institut hierher nach Möggingen ins Schloss zu verlegen“, berichtet der Leiter der Beringungszentrale. Anfangs habe daher auf den Ringen sogar noch Rossitten statt Radolfzell gestanden.</p> <h2>So läuft die Beringung ab</h2> <p>Allerdings übernimmt die Beringungszentrale in Radolfzell die Markierung der Vögel nicht alleine. Sie gibt lediglich die Ringe aus und sammelt die eingehenden Daten in einer Datenbank, um beispielsweise das Zugverhalten oder die Sterblichkeit der Vögel zu untersuchen, so Fiedler.</p> <p>Die Beringung an sich übernehmen ehrenamtliche Helfer, in Süddeutschland sind es laut Fiedler etwa 400, die dann wiederum Sichtungen an die Zentrale melden. Diese brauchen dafür eine spezielle Ausbildung durch die Zentrale und eine Genehmigung nach Naturschutzrecht, sodass sie Störche fangen und kennzeichnen dürfen.</p> <p>Etwa 1500 Störche beringt die Zentrale pro Jahr, mehr würden laut Fiedler die Kapazitäten sprengen. „Es reicht aber auch aus, diese fünf oder zehn Prozent einer Population zu beobachten“, sagt er. Über alle Vogelarten hinweg würde man etwa 5000 bis 7000 Tiere pro Jahr neu beringen.</p> <p>Neben den Meldungen durch die Helfer erhalte die Zentrale etwa zehn Meldungen am Tag von Bürgern, die Vögel mit einer Nummer am Bein gesichtet oder tot aufgefunden haben. Zusätzlich zu den Ringen setzen die Forscher zudem auf Sender, die meist einmal am Tag Daten senden. „Im Lauf der Zeit entsteht dann ein Bild, aus dem man Zugwege in Karten eintragen kann oder Analysen zu Sterbeorten machen und dem Brutverhalten machen kann“, so Fiedler.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Warum Vögel aus halb Deutschland in Radolfzell beringt werden]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 09 Sep 2025 17:51:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Riesen-Gemüse von der Höri: Gaienhofener erntet XXL-Zucchini  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/riesen-gemuese-von-der-hoeri-gaienhofener-erntet-xxl-zucchini;art372440,12478916 ]]></link>      <description><![CDATA[  Um möglichst beeindruckende Rekord aufzustellen, wird weltweit gigantisches Gemüse gezüchtet. Auf der Höri hat ein Gärtner ganz unverhofft Ähnliches geschafft. Doch was macht er jetzt damit?  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Um möglichst beeindruckende Rekord aufzustellen, wird weltweit gigantisches Gemüse gezüchtet. Auf der Höri hat ein Gärtner ganz unverhofft Ähnliches geschafft. Doch was macht er jetzt damit?<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Um möglichst beeindruckende Rekord aufzustellen, wird weltweit gigantisches Gemüse gezüchtet. Auf der Höri hat ein Gärtner ganz unverhofft Ähnliches geschafft. Doch was macht er jetzt damit?



        <p>Dass Gemüse mitunter enorme Ausmaße annehmen kann, ist bekannt. Schließlich gibt es längst auch Wettbewerbe, in denen sich Gärtner gegenseitig mit gigantischen Kürbissen, XXL-Zwiebeln oder Riesen-Kohl zu übertrumpfen versuchen. Was dort präsentiert wird, ist durchaus beeindruckend: Ein Kürbis mit 102 Kilogramm Gewicht, eine Zwiebel mit 8,97 Kilogramm, eine Rote Bete mit 16,8 Kilogramm und ein Kohl mit 14,8 Kilogramm.</p> <h2>Kein Rekord, aber trotzdem beeindruckend</h2> <p>Nicht ganz so extrem, aber durchaus beeindruckend ist die Riesen-Zucchini, die Klaus Heusinger aus Gaienhofen in seinem Garten geerntet hat: Stolze 4,65 wiegt das Gemüse, das 45 Zentimeter lang ist und einen Umfang von 54 Zentimetern hat.</p> <p>Den Rekord für die größte jemals geerntete Zucchini knackt Klaus Heusinger damit leider nicht. Und das mit Abstand: Im Internet finden sich Berichte über Exemplare, die 56,75 Kilogramm, 62,4 Kilogramm oder sogar 100,8 Kilogramm schwer waren. Die dürften in ihren Gärten nochmal mehr Platz weggenommen haben.</p> <h2>Viel Suppe oder Halloween-Deko</h2> <p>Freuen kann sich der Gaienhofener über seine Zucchini aber trotzdem – und das tut er auch, indem er sich mit seinem Prachtexemplar an die SÜDKURIER-Redaktion wendet. Zumal sich mit dieser so einiges anfangen lässt. Zum einen dürfte das Gemüse viele Portionen an Suppe, Auflauf oder Puffer hergeben – auch wenn bei der Größe das Innerste bereits schwammig werden dürfte und besser entfernt werden sollte. Immer wieder ist von einer Zucchini-Schwemme im Sommer zu lesen, an Rezepten dürfte es nicht mangeln.</p> <p>Alternativ lässt sich eine Zucchini dieser Größe auch anderweitig nutzen. Wer sie nicht essen möchte, könnte sie zum Beispiel aushöhlen und eine böse Fratze in die Schale ritzen. Schließlich rückt der Herbst und damit auch Halloween immer näher. Platz genug, um darin eine Kerze unterzubringen, dürfte die Zucchini von Klaus Heusinger mit Sicherheit bieten.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Nutzpflanzen Garten Lebensmittel thema-natur thema-leben-freizeit thema-wirtschaft-verbraucher]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Riesen-Gemüse von der Höri: Gaienhofener erntet XXL-Zucchini]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 09 Sep 2025 11:47:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Geschichte hautnah erleben: Tag des offenen Denkmals gibt Einblicke in historische Orte  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/geschichte-hautnah-erleben-das-bietet-der-tag-des-offenen-denkmals-in-radolfzell-und-auf-der-hoeri-11-09-25;art372455,12478676 ]]></link>      <description><![CDATA[  Am 14. September findet deutschlandweit der Tag des offenen Denkmals statt. Auch in Radolfzell und auf der Höri gibt es einiges zu entdecken – auch Orte, die sonst nicht zugänglich sind. Was ist wo geboten?  ]]></description>
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          Am 14. September findet deutschlandweit der Tag des offenen Denkmals statt. Auch in Radolfzell und auf der Höri gibt es einiges zu entdecken – auch Orte, die sonst nicht zugänglich sind. Was ist wo geboten?<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Am 14. September findet deutschlandweit der Tag des offenen Denkmals statt. Auch in Radolfzell und auf der Höri gibt es einiges zu entdecken – auch Orte, die sonst nicht zugänglich sind. Was ist wo geboten?



        <p>Einen Blick hinter die Kulissen eines Wohnhauses werfen, das älter ist als das Konstanzer Konzilgebäude, das mittelalterliche Ritterschaftshau in Radolfzell besichtigen und mehr über das älteste Fachwerkhaus der Stadt erfahren – der jährlich stattfindende Tag des offenen Denkmals hat den Menschen in der Region in der Vergangenheit bereits so manch besondere Möglichkeit eröffnet.</p> <p>Und wird es auch in diesem Jahr tun – denn am Sonntag, 14. September, besteht einmal mehr die Möglichkeit, ausgesuchte Denkmäler kostenlos zu besuchen. Viele davon können normalerweise nicht einfach so betreten werden. Für Radolfzell und die Höri sind in diesem Jahr insgesamt fünf Aktionen gemeldet, die auf der Internetseite zum Tag des offenen Denkmals vorgestellt werden.</p> <h2>Einblicke in das Leben von Otto Dix</h2> <p>So kann einmal mehr das idyllisch gelegene Museum Haus Dix in Gaienhofen erkundet werden – bei freiem Eintritt, denn um 11 Uhr, 13 Uhr und 14.30 Uhr finden kostenlose Führungen durch das ehemalige Wohn- und Atelierhaus des berühmten Malers Otto Dix und seiner Familie statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Das Museumscafé ist ebenfalls geöffnet und lädt bei einem schönen Blick über der Untersee zum Verweilen ein.</p> <p>Im Inneren des Hauses lässt sich ein Blick auf das Alltagsleben der Familie Dix erhaschen, denn dort stehen noch immer Teile der Originalmöblierung sowie Reproduktionen von Werken von Otto Dix.</p> <h2>Nationalsozialismus, Altstadt, Münster</h2> <p>In Radolfzell öffnen und präsentieren sich zudem gleich drei Denkmäler, außerdem ermöglicht eine Führung einen Blick auf die gesamte Altstadt vor dem Hintergrund eines bestimmten historischen Ereignisses: Das Stadtmuseum lädt um 11 Uhr zu einer 60-minütigen Exkursion durch die Straßen der Stadt ein, bei der die Geschichte des Nationalsozialismus in Radolfzell verdeutlicht werden soll.</p> <p>Denn mit der Machtergreifung fand auch hier die Verfolgung der politische Gegner statt. In Zusammenhang mit dem Bau der Schießanlagen für die 1938 von SS-Einheiten bezogenen Kaserne wurde die Stadt ein Außenlager des KZ Dachau. Zwangsarbeiter wurden in den Kriegsjahren in Radolfzeller Betrieben eingesetzt. Treffpunkt für die Führung ist der Luisenplatz.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zum Tag des offenen Denkmals</span><span>Der Tag des offenen Denkmals findet jährlich am zweiten Sonntag im September statt. Leitidee des Tags des offenen Denkmals ist es, einmal im Jahr historische Gebäude und Orte für die Öffentlichkeit zu öffnen, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind. Der Besuch ist in der Regel kostenfrei. Vielerorts warten Sonderführungen, Handwerksvorführungen und ein buntes Rahmenprogramm auf Kulturinteressierte. Deutschlandweit öffnen in mehr als 2000 Städten und Gemeinden über 5000 Denkmäler ihre Türen.</span></label></div> <p>Auch das Radolfzeller Münster wird nach seiner mehrjährigen Sanierung den Besuchern am Tag des offenen Denkmals offen stehen. Die katholische Seelsorgeeinheit St. Ratold lädt Interessierte zu einer besonderen Führung ein – denn die Besucher können sich diese selbst zusammenstellen. Wie das Landratsamt Konstanz ankündigt, wird es rund 20 Stationen geben, an denen Jugendliche und Erwachsene unterschiedliche Objekte vorstellen. Mit dabei sind etwa der Sarkophag des Stadtgründers sowie kleine, bisweilen übersehene Objekte als Zeugen früherer Zeiten.</p> <h2>Blick in das ehemalige Pflegeheim</h2> <p>Etwas ganz Besonderes bieten außerdem zwei Führungen, die im Gebäude des <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/aus-pflegeheim-soll-wohnprojekt-werden-radolfzell-am-bodensee-sucht-millionen-schweren-investor;art372455,12476818" target="_blank" title="Neue Pläne für altes Pflegeheim: Stadt sucht Millionen-schweren Investor">ehemaligen Heilig Geist-Pflegeheims in der Seestraße 46</a> stattfinden werden. Durch die Umsiedlung des Altersheims auf die Halbinsel Mettnau im vergangenen Jahr stehen die Räume des historischen Spitalensembles mittlerweile leer. Sie können daher erkundet werden.</p> <p>Neben der Entwicklung des Spitalwesens und der Baugeschichte stehen bei den Führungen laut der Ankündigung auch die Objekte der Spitalkapelle und die Fragmente der jüdischen Mikwe – also eines Tauchbads – im Mittelpunkt. Die Führungen werden vom Historiker Christof Stadler und Stadtarchivar Alexander Röhm um 10.30 und 11.45 Uhr angeboten. Treffpunkt ist das alte Portal in der Seestraße.</p> <h2>Die Architektur des Österreichischen Schlösschens</h2> <p>Ein weiteres Gebäude, das am Tag des offenen Denkmals in Radolfzell im Mittelpunkt steht, ist das gleichzeitig historisches und durch seine Sanierung modernisierte Österreichische Schlösschen am Marktplatz. Dieses feiert in diesem Jahr einen besonderen Geburtstag – denn vor zehn Jahren wurde es nach umfangreichen Arbeiten, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/gegen-eingefrorene-toiletten-und-fuer-mehr-platz-vor-zehn-jahren-wurde-die-stadtbibliothek-saniert;art372455,12279054" target="_blank" title="Gegen eingefrorene Toiletten und für mehr Platz: Vor zehn Jahren wurde die Stadtbibliothek saniert">die dem Schlösschen nicht nur ein neues Aussehen, sondern der Stadtbibliothek auch neue Räumlichkeiten gaben</a>, neu eröffnet.</p> <p>Seine Geschichte ist allerdings weitaus älter: Errichtet wurde das Gebäude laut der Ankündigung schon ab 1619 im Stil eines Renaissance-Schlosses. Im 19. und 20. Jahrhundert sei es als Schulhaus und auch schon als Stadtbibliothek genutzt worden. Am Tag des offenen Denkmals finden in der Zeit von 10.30 bis 11.45 Architektur-Führungen mit dem Architekten Matthias Eck statt. Treffpunkt ist vor dem Glasanbau des Österreichischen Schlösschens am Marktplatz 8.</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Geschichte hautnah erleben: Tag des offenen Denkmals gibt Einblicke in historische Orte]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 17:15:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Achtung, Alarm! Das erwartet Bürger beim bundesweiten Warntag in Radolfzell und auf der Höri  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/sirenenalarm-am-donnerstag-das-passiert-beim-bundesweiten-warntag-in-radolfzell-und-auf-der-hoeri;art372455,12478192 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bundesweit wird am 11. September der Ernstfall geprobt – auf unterschiedlichen Wegen wird ein Probealarm für die Bevölkerung ausgelöst, so sollen Schwachstellen aufgedeckt werden. Was Bürger im Raum Radolfzell erwartet.  ]]></description>
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          Bundesweit wird am 11. September der Ernstfall geprobt – auf unterschiedlichen Wegen wird ein Probealarm für die Bevölkerung ausgelöst, so sollen Schwachstellen aufgedeckt werden. Was Bürger im Raum Radolfzell erwartet.<br>
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        Bundesweit wird am 11. September der Ernstfall geprobt – auf unterschiedlichen Wegen wird ein Probealarm für die Bevölkerung ausgelöst, so sollen Schwachstellen aufgedeckt werden. Was Bürger im Raum Radolfzell erwartet.



        <p>Großbrände, Bombenfunde, schwere Hochwasserlagen – es sind Ernstfälle wie diese, in denen die Bevölkerung alarmiert werden muss. Und das nicht nur möglichst schnell, sondern auch möglichst umfangreich. Um das zu proben und Schwachstellen festzustellen, findet am Donnerstag, 11. September, ab 11 Uhr ein bundesweiter Warntag statt. Bund, Länder und Kommunen testen an diesem Tag die Alarmierung der Bevölkerung – und das hat Auswirkungen auch in Radolfzell und auf der Höri. Ein Überblick.</p> <h2>So wird in Radolfzell gewarnt</h2> <p>In Radolfzell erhalten die Bürgerinnen und Bürger laut Feuerwehrkommandant Tobias Oechsle, der auch den Fachbereich Feuerwehr und Bevölkerungsschutz der Stadtverwaltung leitet, über Handys, Rundfunk und Fernsehen den Probealarm. Dazu kommen auch die Warn-App Nina sowie der sogenannte Cell Broadcast zum Einsatz.</p> <p>Letzteres bezeichnet einen Mobilfunkdienst, der Warnnachrichten direkt auf Handys oder Smartphones schicken kann, die in einer Funkzelle registriert sind. Dafür muss keine App installiert werden. Überhören können die Besitzer die Warnung nicht, denn das Handy wird laut.</p> <h2>Keine Sirenen mehr auf Dächern in Radolfzell</h2> <p>Sirenen werden in Radolfzell am Warntag dagegen nicht zu hören sein. Wie Tobias Oechsle auf SÜDKURIER-Nachfrage erklärt, gibt es nämlich schon lange keine funktionsfähigen Sirenen auf Gebäuden mehr. Wann genau diese abgeschafft wurden, kann er zwar nicht genau sagen. Aber: „Die Wartung und Instandhaltung der Sirenen wurde nach Ende des Kalten Krieges eingestellt, weil damals kein Bedarf mehr gesehen wurde.“</p> <p>Um die Menschen in Radolfzell im Ernstfall dennoch zu erreichen, können laut Oechsle Lautsprecherdurchsagen von Feuerwehrfahrzeugen aus gemacht werden. Diese fahren dann durch die Straßen, um die Menschen zu alarmieren. „Ferner sind mobile Sirenenanlagen vorhanden, die ebenso auf ein Einsatzfahrzeug gesetzt werden“, so Oechsle.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zum bundesweiten Warntag</span><span>Beim bundesweiten Warntag handelt es sich um einen Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen. Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe findet er in der Regel jährlich am zweiten Donnerstag im September statt. Die Probewarnung solle Menschen in ihrem alltäglichen Umfeld und Handeln erreichen. Grund ist, dass die Probewarnung mögliche Schwachstellen offen legen soll. Dinge, die nicht gut laufen, können dann im Nachgang behoben werden, so das Bundesamt.</span></label></div> <p>Wie der Feuerwehrkommandant bereits in der Vergangenheit erklärt hatte, werden über die Lautsprecherdurchsagen vordefinierte Texte durchgesprochen. Außerdem gebe es feste Vorgaben, etwa was das Tempo der Fahrzeuge betrifft – denn die Warnung soll ja auch verstanden werden. Beim Warntag am 11. September werde auf Lautsprecherdurchsagen und mobile Sirenen aber verzichtet.</p> <h2>In Gaienhofen gibt es automatisierte Sirenen</h2> <p>Anders als in Radolfzell gibt es auf der Höri noch funktionierende Sirenen auf Gebäuden. In Gaienhofen seien in jedem Ortsteil Sirenen zu finden, erklärt Peter Jetter, Kommandant der Feuerwehr. Und die kommen am bundesweiten Warntag auch zum Einsatz: „Die Sirenen werden wie üblich den Heulton loslassen“ – und zwar ab 11 Uhr, wenn auch Warnungen an Handys verschickt und über Radio und Fernsehen gesendet werden. Später folge dann ein Dauerton zur Entwarnung.</p> <p>Vor vier Jahren mussten die Sirenen laut dem Kommandanten noch von Hand ausgelöst werden. Mittlerweile habe sich das geändert: „Dank der Digitalisierung ist alles automatisiert“, erklärt Peter Jetter. Nun löse die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/wie-funktioniert-eigentlich-die-integrierte-leitstelle-in-radolfzell;art372455,12401629" target="_blank" title="Die heimlichen Helden im Hintergrund: So hilft die Integrierte Leitstelle, Menschenleben zu retten">integrierte Leitstelle in Radolfzell</a> den Alarm aus, die Sirenen werden dann zentral ausgelöst. Wie Kreisbrandmeister Andreas Egger berichtet, werden am Warntag alle noch funktionierenden Sirenen im Landkreis automatisch angesteuert und ausgelöst. Die Gemeinden hätten allerdings die Möglichkeit, dem zu widersprechen.</p> <h2>Was passiert in Moos und Öhningen?</h2> <p>Auch in Moos und Öhningen wird am 11. September gewarnt. Wie Annalena Biehler, Leiterin des Ordnungsamts in Moos, auf Nachfrage erklärt, sei in Moos und den Ortsteilen auch eine Alarmierung per Sirenen geplant. Diese seien in allen Ortsteilen noch verfügbar.</p> <p>Gleich sieht es in Öhningen aus. Auch dort werden laut Timo Löble von der allgemeinen Verwaltung die Sirenen ausgelöst, die in Schienen, Wangen und Öhningen noch vorhanden seien. Im Ernstfall könnten ebenso wie in Radolfzell auch zusätzliche Warnungen über Feuerwehrfahrzeuge durchgegeben werden, zumindest, wenn es um akute Gefahren gehe. Am bundesweiten Warntag sehe man davon aber ab.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Achtung, Alarm! Das erwartet Bürger beim bundesweiten Warntag in Radolfzell und auf der Höri]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 16:21:59 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Noch strenger als Bio: So viel Arbeit steckt hinter Demeter-Gemüse  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/noch-strenger-als-bio-so-viel-arbeit-steckt-hinter-demeter-gemuese;art372461,12478094 ]]></link>      <description><![CDATA[  In der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Wahlwies werden Tomaten, Gurken und Co. in Demeter-Qualität angebaut. Betriebsleiter Birger Richter verrät, was dahintersteckt und wieso der hohe Preis gerechtfertigt sei.  ]]></description>
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          In der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Wahlwies werden Tomaten, Gurken und Co. in Demeter-Qualität angebaut. Betriebsleiter Birger Richter verrät, was dahintersteckt und wieso der hohe Preis gerechtfertigt sei.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/noch-strenger-als-bio-so-viel-arbeit-steckt-hinter-demeter-gemuese;art372461,12478094]]></guid>
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        In der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Wahlwies werden Tomaten, Gurken und Co. in Demeter-Qualität angebaut. Betriebsleiter Birger Richter verrät, was dahintersteckt und wieso der hohe Preis gerechtfertigt sei.



        <p>Qualität hat ihren Preis – diesen Satz werden viele schon einmal gehört haben. Wie viel Wahrheit dahinter steckt, weiß Birger Richter als Betriebsleiter der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH ganz genau. Denn der Betrieb baut auf 23 Hektar Gemüse in Demeter-Qualität an und vertreibt dieses auch. Von der Tomate über Gurken, Auberginen, Kräuter und Salate bis hin zur Melone. 30 Mitarbeiter sind über die Saison in der Produktion beschäftigt, kümmern sich um die Pflanzen und den Boden, sortieren, verpacken und waschen die Ware, sagt Richter.</p> <p>Viel läuft da noch in Handarbeit und das schlägt sich letztlich im Preis nieder. In Zeiten steigender Inflation, in denen die Kunden vermehrt aufs Geld achten, sei es da nicht einfach, mit konventioneller Ware zu konkurrieren.</p> <p>„In kaum einem Land in Europa geben die Menschen weniger Geld für Lebensmittel aus als in Deutschland“, sagt Richter bedauernd. Laut Statistischem Bundesamt waren es 2022 lediglich 11,26 Prozent der Gesamtausgaben für den Konsum. Im Nachbarland Frankreich sind es 13,52 Prozent, in Italien 2023 sogar 15,02 Prozent.</p> <p>Der Betriebsleiter ist dennoch überzeugt, dass es sich lohnt, Demeter-Gemüse zu kaufen. Denn: „Der Demeter-Anbau schlägt sich nicht nur im Preis nieder, sondern auch im Geschmack.“ Ohnehin glichen sich die Preise konventionell angebauter Lebensmittel und die aus Demeter-Anbau an. Soll heißen: Während erstere schnell im Preis steigen, seien Demeter-Produkte relativ preisstabil.</p> <p>Das zeigen auch Zahlen des Statistik-Portals Statista, die sich auf Daten der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berufen – zumindest für Bio-Ware. Besonders deutlich wird der Unterschied bei Kartoffeln. Diese sind aus konventionellem Anbau laut der Statistik von 2022 auf 2023 im Preis um 23,2 Prozent gestiegen, während es bei Bio-Kartoffeln nur 4,7 Prozent waren. Bei Gemüse sind es 9,6 gegenüber 6,2 Prozent. Eine Statistik aus dem Jahr 2020 zeigt dennoch, dass etwa Äpfel aus Bio-Anbau schon 62 Prozent teurer waren als Äpfel vom konventionellen Bauern.</p> <h2>Darum ist der Demeter-Preis so hoch</h2> <p>Der höhere Preis kommt nicht von ungefähr. Denn für den Anbau von Demeter-Gemüse braucht es nicht nur viele helfende Hände, es gibt auch strenge Vorgaben. Und die umzusetzen, ist nicht nur jede Menge Arbeit, sondern kostet auch zusätzliches Geld.</p> <p>Eine dieser Vorgaben ist die Umsetzung des Kreislaufgedankens. Dieser zielt darauf ab, Anbau und Natur miteinander in Einklang zu bringen. Dazu gehört laut Richter auch, Fruchtfolgen einzuhalten. Er dürfe beispielsweise eine Karotte nur alle sieben Jahre auf den gleichen Boden bringen, um so die Vielfalt an Bodenlebewesen auf dem Betriebsgelände zu fördern. Dadurch braucht es mehr Freilandflächen.</p> <p>Eine weitere Vorgabe ist laut Richter, dass im Gewächshaus erst ab dem 15. Februar sogenannte Warmhauskulturen wie Tomaten, Gurken und Auberginen angebaut werden dürfen – wegen des Energieverbrauchs. Denn der Anbau im Winter sei mit einem hohen Stromverbrauch verbunden. Dennoch ernten die Mitarbeiter rund 250 Tonnen Tomaten im Jahr.</p> <p>Erzeugt wird der Strom auf dem Gemüsebaubetrieb über große Hackschnitzelanlagen, wie Richter bei einer Begehung zeigt. Außerdem dürfe beim Anbau kein künstliches Licht verwendet werden und es müssen Präparate wie Kiesel oder Hornmistsplitter in den Boden eingebracht werden, um das Wachstum anzuregen. „Das alles ist mit sehr viel Handarbeit verbunden“, verdeutlicht der Betriebsleiter.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Aber lohnt sich das überhaupt? „Der Demeter-Anbau ist ein Stück weit ein Ideal, dem man sich verschrieben hat“, sagt Richter, der schon seit 17 Jahren in dem Betrieb und seit rund fünf Jahren in leitender Position tätig ist. Als Betrieb müsse man aber auch wirtschaftlich bleiben, deshalb müsse sich die viele Arbeit auch im Preis wiederfinden.</p> <p>Vertrieben werde die Ware über Direktvermarktung, auf dem Betriebsgelände gibt es etwa einen Hofladen, auf Wochenmärkten in Radolfzell und Konstanz, aber auch über den Lebensmitteleinzelhandel. Das Ziel sei zwar, die Ware regional zu betreiben. „Aber wir brauchen auch den Großhandel“, macht Richter deutlich.</p> <p>Die Anfänge des Betriebs gehen auf den Start des Wahlwieser Kinderdorfs im Jahr 1947 zurück. Damals sei es das Ziel der Bewohner gewesen, sich durch Gemüseanbau selbst zu versorgen, was langsam aber stetig wuchs. 1982 hat Familie Richter den Betrieb übernommen, von Anfang an sei es ein Demeter-Betrieb gewesen.</p> <h2>Der Unterschied zwischen Bio- und Demeter-Ware</h2> <p>Und was ist der Unterschied zur Bio-Ware? Richter fasst es in einem Satz zusammen: „Demeter hat mit die strengsten Regeln.“ Während sich Landwirte bei Bio-Ware an die EU-Ökoverordnung halten müssen, gehen Demeter-Betriebe einen Schritt weiter. Zudem seien Demeter-Betriebe untereinander gut vernetzt und würden quasi gegenseitig kontrollieren, dass die strengen Vorgaben eingehalten werden.</p> <p>Doch Wetterextreme machen immer mehr zu schaffen. Der viele Regen im Frühjahr 2024 sei eine besondere Herausforderung gewesen, weil die Pflanzen so unter anderem zu wenig Licht abbekommen haben. Die heißen Sommer sieht Richter hingegen als eine Chance, um Neues auszuprobieren. So ernte und vertreibe der Gemüsebaubetrieb inzwischen auch Melonen. „Das funktioniert schon recht gut“, findet Richter.</p> <p>Dem Pestalozzi-Gemüsebaubetrieb gehe es aber nicht nur darum, Gemüseanbau möglichst umweltschonend zu betreiben, sondern ihm sei auch die soziale Komponente wichtig, sagt Richter. So seien in dem Betrieb aktuell vier Fachwerker angestellt. Dabei handle es sich um Auszubildende mit einem besonderen Förderbedarf, die es sonst auf dem Arbeitsmarkt schwer hätten. Sie würden in dem Betrieb besonders unterstützt, um sich fit für den Arbeitsmarkt zu machen.</p>]]>
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      <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 13:02:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ja, nein, vielleicht? URh wollte den Schiffverkehr auf dem Untersee übernehmen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/um-plaene-ist-es-ruhig-geworden-uebernehmen-schweizer-den-schiffverkehr-auf-dem-untersee;art372455,12478004 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) bedient mit ihren Schiffen einen Teil des Untersees und kündigte an, das gesamte Gebiet übernehmen zu wollen. Zum aktuellen Stand gibt es aber verschiedene Aussagen.  ]]></description>
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          Die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) bedient mit ihren Schiffen einen Teil des Untersees und kündigte an, das gesamte Gebiet übernehmen zu wollen. Zum aktuellen Stand gibt es aber verschiedene Aussagen.<br>
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        Die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) bedient mit ihren Schiffen einen Teil des Untersees und kündigte an, das gesamte Gebiet übernehmen zu wollen. Zum aktuellen Stand gibt es aber verschiedene Aussagen.



        <p>Ein Jahr ist es mittlerweile her, dass die Schweizer Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) mit dem Zeller Schiff weitere Fahrten zwischen Deutschland und der Schweiz übernahm und damit auch Radolfzell anfuhr. Das war zwar nicht lange der Fall, sollte aber Dauerzustand werden: Man sei in ersten Gesprächen mit der BSB und der Stadt Radolfzell, um künftig den gesamten Schiffsverkehr auf dem Untersee zu übernehmen, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/schifffahrt-auf-dem-untersee-urh-uebernimmt-mit-zeller-schiff-fahrten-von-der-bsb;art372455,12116882" target="_blank" title="Die Schweizer übernehmen: Statt der BSB verkehrt nun das Zeller-Schiff mittwochs auf dem Untersee">erklärte Geschäftsführer Remo Rey im Juli 2024 dem SÜDKURIER.</a> Danach wurde es ruhig um das Vorhaben, daher die Nachfrage: Wie steht es um die Übernahme des Schiffbetriebs? Sind Pendler und Ausflügler künftig auf dem kompletten Untersee mit der URh unterwegs?</p> <h2>Stadt und URh widersprechen sich</h2> <p>Wie die Stadt Radolfzell auf Nachfrage des SÜDKURIER berichtet, sind die Gespräche nicht mehr aktuell. Remo Rey habe sich nicht mehr zu den Übernahmeplänen geäußert „und auch auf Nachfrage wurden keine klaren Aussagen getätigt“, so die Pressestelle der Verwaltung. Zudem habe bereits ein Gespräch zwischen der Stadt und den BSB zu 2026 stattgefunden. „Hier wurde auch bestätigt, dass die BSB weiterhin den Untersee bespielt.“</p> <p>Anders klingt es bei Remo Rey. Zwar bestätigt auch er, dass keine Gespräche mehr stattgefunden hätten – allerdings sei der Grund, dass „die Stadt Radolfzell kein Interesse daran bekundet hat“. Die URh sei nach wie vor an Gesprächen zur Übernahme des Schifffahrtsbetriebes auf dem Untersee interessiert. Dazu sei man auch im Austausch mit den BSB.</p> <p>Grund für die kurzzeitige URh-Übernahme im Sommer 2024 waren geänderte Fahrpläne der Bodensee-Schifffahrts-Betriebe (BSB), die wegen Personalmangels die Schifffahrten zwischen Radolfzell, Iznang, Mannenbach und der Reichenau reduziert hatten. Doch das Zeller Schiff, verkehrte nur nur sieben Wochen, danach übernahmen wieder die BSB.</p> <h2>Durchwachsene Saison bei der URh</h2> <p>Derweil ist die URh mit ihren Schiffen nach wie vor zwischen Kreuzlingen und Schaffhausen unterwegs, auch wenn Iznang und Radolfzell nicht mehr angefahren werden. Wie Remo Rey auf Nachfrage berichtet, habe die URh jedoch in diesem Jahr mit so manchen Problemen zu kämpfen gehabt. „Der Saisonstart musste aufgrund von historisch tiefem Wasserstand im Bodensee und Rhein vom 18. April auf den 1. Mai verlegt werden“, schildert er. Bis zum 9. Mai hätten lediglich Rundfahrten zwischen Schaffhausen und Diessenhofen/Gailingen angeboten werden können.</p> <p>Und auch danach sorgte das Niedrigwasser laut Remo Rey für einen eingeschränkten Fahrplan. Durchgehend alle üblichen Häfen hätten erst wieder ab dem 4. Juni angesteuert werden können – lange habe das aber auch nicht angehalten. Stattdessen sei es ab dem 30. Juni und bis zum 26. Juli erneut zu Streckensperrungen gekommen. Wie die URh damals in einer Pressemitteilung schrieb, konnten keine Kursschiffe zwischen Diessenhofen und Stein am Rhein verkehren. Grund waren damals viele abgestorbene und angeschwemmte Quagga-Muscheln. Diese verhinderten die Durchfahrt im Rheinabschnitt bei der Hemishofer-Brücke.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Quagga-Muschel</span><span>Bei der Quagga-Muschel handelt es sich um eine invasive Art – sie ist also hierzulande nicht heimisch, breitet sich aber rasant aus und sorgt nicht nur im Schiffverkehr für Probleme. So setzt sie Wasserwerken zu, weil sie Ansaugrohre befällt. Außerdem kam es am Bodensee bereits zu Verletzungen bei Badegästen durch die Quagga-Muschel. Denn diese siedelt sich vorzugsweise an Steinen und anderen Seezugängen an, dadurch drohen Schnittverletzungen durch ihre scharfen Kanten. Wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) Baden-Württemberg auf seiner Internetseite berichtet, wurde die Quagga-Muschel im Bodensee zum ersten Mal 2016 nachgewiesen. Seither sei es zu einer massiven Ausbreitung gekommen, denn im Bodensee herrschen „optimale Temperaturverhältnisse“, die Muschel könne sich das ganze Jahr über vermehren kann. Durch Wasserströmungen verbreiten sich die Larven.</span></label></div> <p>Seither sei die URh wieder im Normalverkehr unterwegs. Dennoch sind die Folgen der durchwachsenen Saison spürbar: Wie Remo Rey berichtet, hätten der verspätete und eingeschränkte Start sowie die Einschränkungen in der Saison Stand Mitte August zu einem Minderertrag von etwa 630.000 bis 750.000 Schweizer Franken geführt. Die Bordgastronomie sei ebenfalls betroffen, auch hier gebe es entsprechende Einschnitte.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Ja, nein, vielleicht? URh wollte den Schiffverkehr auf dem Untersee übernehmen]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 10:54:58 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Drei Euro pro Kilometer: Darum sind die Taxitarife im Kreis gestiegen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/drei-euro-pro-kilometer-darum-sind-die-taxitarife-im-kreis-gestiegen;art372432,12477884 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Taxameter läuft scheinbar immer schneller. Gerade ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Fahrdienste angewiesen. Doch in diesem Sommer gab es eine Erhöhung der Preise. Warum ist das so?  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Das Taxameter läuft scheinbar immer schneller. Gerade ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Fahrdienste angewiesen. Doch in diesem Sommer gab es eine Erhöhung der Preise. Warum ist das so?<br>
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        Das Taxameter läuft scheinbar immer schneller. Gerade ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Fahrdienste angewiesen. Doch in diesem Sommer gab es eine Erhöhung der Preise. Warum ist das so?



        <p>Fast jeder, der schon mal Taxi gefahren ist, kennt es. Immer wieder ein Blick auf das Taxameter und der Zahl beim Steigen zusehen. Wer regelmäßig mit dem Taxi unterwegs ist, dem könnte es vielleicht schon aufgefallen sein. Seit einiger Zeit läuft das Taxameter scheinbar schneller.</p> <p>Seit Juli gibt es neue Taxitarife im Kreis. Der Grundpreis liegt bei 4,90 Euro. Bei Strecken bis fünf Kilometer kostet der einzelne Kilometer dann drei Euro. Zuvor galt eine Grundgebühr von 4 Euro, pro Kilometer zahlten die Kunden 2,50 Euro.</p> <p>Doch das ist nur der normale Tagestarif. Von 22 bis 6 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen liegt die Grundgebühr bei 6,90 Euro. Ein Großraumtaxi kostet weiterhin 8 Euro an Grundgebühr, nachts 10.</p> <h2>Wer macht die Tarife?</h2> <p>Damit liegt der Kreis nun deutlich über dem Bundesschnitt. Und auch in anderen Städten in Südbaden können Kunden günstiger fahren. So bezahlt man im Kreis Ravensburg, der seine Tarife im August 2025 angepasst hat, eine Grundgebühr von 3,80 Euro. Jeder Kilometer kostet dann 2,70 Euro, in der Nacht 2,90. Doch warum sind die Preise im Kreis Konstanz so hoch?</p> <p>Die Taxitarife werden von den kommunalen Behörden festgelegt. Das ist in Stadtkreisen die jeweilige Stadtverwaltung, in Landkreisen ist dafür das Landratsamt zuständig. Doch wie kommt das Landratsamt Konstanz auf diesen neuen Tarif?</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Tarife</span><span>Das Landratsamt ist für die Taxitarife zuständig, weil Taxis zur Daseinsvorsorge gehören. Jeder Mensch hat prinzipiell das Recht, von einem Taxi befördert zu werden. Deswegen müssen Taxifahrer auch von der Behörde lizenziert sein. Auch Busunternehmen können ihre Preise nicht einfach selbst bestimmen, wenn sie im Nahverkehr tätig sind. Dort muss sich ebenfalls an Tarifstrukturen orientiert werden. Die rechtliche Grundlage hierfür bietet das Personenbeförderungsgesetz.</span></label></div> <h2>Wie entstehen die Preise?</h2> <p>Marlene Pellhammer, Sprecherin des Landratsamts, beantwortet diese Frage auf SÜDKURIER-Anfrage. Sie erklärt: „Grundsätzlich sollen Taxitarife den Unternehmern ein kostendeckendes Wirtschaften mit einem angemessenen Gewinn ermöglichen.“ Gleichzeitig gibt es aber auch ein öffentliches Interesse an leistungsgerechten und erschwinglichen Taxipreisen, meint sie weiter.</p> <p>Bei der Erstellung der Preise werde laut der Sprecherin zusätzlich die Auswertungen anderer Taxitarife in der Region einbezogen. Für die Tarife im Kreis Konstanz wirft das Landratsamt vorwiegend einen Blick auf die Preise im Regierungsbezirk Freiburg. Dabei habe sich gezeigt, dass der Kreis bisher am unteren Ende der Preisspanne lag. „Dabei zeigte sich, dass der Landkreis Konstanz [...] selbst nach der Anpassung weiterhin zu den preisgünstigsten Taxitarifen im Regierungsbezirk Freiburg gehört“, so Pellhammer.</p> <h2>Wie sieht es in der Region aus?</h2> <p>Und das stimmt. In anderen Kreisen im Regierungsbezirk gibt es noch teurere Tarife. Beispielsweise kostet die Grundgebühr im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 5,40 Euro, im Kreis Emmendingen oder dem Ortenaukreis sogar 5,70. Auch die Kilometerpreise sind jeweils höher. In Freiburg selbst der Tarif ähnlich wie in Konstanz. Pro Kilometer zahlen Kunden dort jedoch 50 Cent mehr.</p> <p>Außerdem schaue die Behörde auch auf die aktuellen Betriebs- und Personalkosten. Dabei wird der Mindestlohn vollständig in die Kalkulation einbezogen, macht Marlene Pellhammer deutlich. „Personalkosten machen rund 55 bis 60 Prozent der Gesamtkosten eines Taxiunternehmens aus“, erklärt sie weiter.</p> <h2>Decken die Taxis den Bedarf?</h2> <p>Die Taxitarife sind also wie viele Preise auch durch die Betriebskosten gestiegen. Doch für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen sind die Preise nicht immer einfach zu stemmen. Dennoch erklärt Pellhammer: „Die Bedürfnisse älterer sowie mobilitätseingeschränkter Fahrgäste sind in die Gestaltung des Taxiverkehrs einbezogen.“</p> <p>Für die Bedürfnisse dieser Kundschaft halten mehrere Taxiunternehmen speziell umgerüstete Fahrzeuge bereit, die auch rollstuhlgerecht sind, wie die Sprecherin mitteilt.</p> <p>Im ganzen Landkreis sind 113 Taxis im Einsatz. Das decke den vorhandenen Bedarf. „Darüber hinaus stehen 59 Mietwagen zur Verfügung“, so Marlene Pellhammer. Diese gehören ebenfalls zum Angebot des Gelegenheitsverkehrs und seien vor allem für längere Strecken und Spitzenzeiten eine Ergänzung. Dabei ist es meistens sinnvoll, diese vorzubestellen.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Gaienhofen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Drei Euro pro Kilometer: Darum sind die Taxitarife im Kreis gestiegen]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 07 Sep 2025 13:34:33 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Beim Richtfest für das Vereinshaus herrscht große Vorfreude: „Gewaltig und super toll“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/oehningen/beim-richtfest-fuer-das-vereinshaus-herrscht-grosse-vorfreude-gewaltig-und-super-toll;art372453,12477449 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein heiß diskutiertes Projekt geht seiner Vollendung entgegen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Vereine zeigen sich schon beim Richtfest begeistert von ihrem künftigen Zuhause.  ]]></description>
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          Ein heiß diskutiertes Projekt geht seiner Vollendung entgegen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Vereine zeigen sich schon beim Richtfest begeistert von ihrem künftigen Zuhause.<br>
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        Ein heiß diskutiertes Projekt geht seiner Vollendung entgegen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Vereine zeigen sich schon beim Richtfest begeistert von ihrem künftigen Zuhause.



        <p>Mit einem großen Büfett, freien Getränken und viel guter Laune feierten die Bürgerinnen und Bürger, die Mitglieder der Öhninger Vereine und Vertreter des Gemeinderats das Richtfest für das Haus der Vereine. Neben der Windkraft war dessen Neubau eines der am heißesten diskutierten Themen in Öhningen, sagte Bürgermeister Andreas Schmid beim Richtfest. Der jahrelangen Diskussion im Gemeinderat folgte der Spatenstich Ende Januar. Im März startete der Holzbau für das Haus der Vereine. Ein halbes Jahr später konnte bereits das Richtfest gefeiert werden.</p> <p>Mit dem Architekturbüro Akku habe die Gemeinde großes Glück gehabt, sagte Andreas Schmid. Sie hätten mit solchen Gebäuden große Erfahrung. Auch die Besucher hätten sich vor Ort überzeugen können, dass der Gemeinde mit diesem Holzbau und dessen gesamter Gestaltung ein großer Wurf gelungen sei. Der SÜDKURIER sammelte erste Eindrücke bei den Vereinen, die das Haus in Zukunft nutzen werden.</p> <h2>Künftige Nutzer zeigen sich begeistert</h2> <p>Andreas Eberdinger ist Zimmermeister und verantwortlich für den Holzbau am Haus der Vereine und auf der Baustelle. Als besondere Herausforderung seines Gewerks beschreibt er die Flächen der Innenwände, die nahezu alle sichtbar seien. Sämtliche Elektrodosen wurden schon ab Werk in das Holz gebohrt und auch die Kabelleitungen gefräst.</p> <p>Der erste Eindruck von Britta Gamp war „sehr überwältigend“, wie sie betont. Die Vorsitzende vom Musikverein Öhningen zeigte sich von der Helligkeit, der Freundlichkeit und vom vielen Holz begeistert. „Wir freuen uns sehr“, sagte sie. Bianca Steinhäusler ist die Festwirtin vom Musikverein. Sie sei von der Größe des Proberaums total begeistert. Gleich von Anfang an konnte sie sich vorstellen, wie der Verein hier Musik machen wird.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Eckdaten zum Haus der Vereine</span><span>Die Baukosten belaufen sich aktuell auf 2,87 Millionen Euro. Das Gebäude auf zwei Etagen ist teilweise in den Hang gebaut und hat eine Nutzfläche von insgesamt 691 Quadratmetern. Erschlossen ist das Haus der Vereine im Erdgeschoss wie im Hanggeschoss barrierefrei. Das Erdgeschoss orientiert sich vom Höhenniveau an dem der Schule in unmittelbarer Nachbarschaft. Das Haus beinhaltet den Proberaum des Musikvereins und das Vereinsheim vom FC Öhningen. Die Nutzung durch zwei weitere Vereine und eine temporäre Nutzung durch die Musikschule sind auch vorgesehen. Die Terrasse der Westseite bildet mit einem Balkon auf der Südseite die Zuschauerebene in Richtung Fußballfeld. Im Hanggeschoss sind vier Umkleidebereiche mit Duschen, Technik- und Lagerräume wie ein Schiedsrichter- und Sanitätsraum untergebracht. Der Sanitärbereich im Erdgeschoss ist durch einen weiteren Eingang eigenständig nutzbar.</span></label></div> <p>Claudia Späth ist die erste Vorsitzende vom FC Öhningen-Gaienhofen. Allein von außen betrachtet habe sie das Haus beeindruckt. „Wow“, war dann ihr erster Eindruck, als sie das Haus betreten durfte. Dass die ganzen Innenräume so groß seien, habe sie von außen nicht erahnen können, zeigte sie sich gleichermaßen überrascht wie auch beeindruckt. Und sie freue sich bereits jetzt, wenn sämtliche Vereine das Haus beziehen können.</p> <h2>Treppenaufgang wie im Profifußball</h2> <p>Rainer Schelzel ist der Kassier vom FC Öhningen. Auch er war überrascht, wie groß die Innenräume im Gebäude seien. Als Verantwortlicher für die betriebliche Infrastruktur im Verein zeigte er sich auch vom Gastraum überwältigt. „Das wird schön werden“, sagte Schelzel. Auch die Umkleideräume seien nach ersten Bedenken doch größer als zuerst angenommen.</p> <p>Für ihn sehe das Bauwerk bis jetzt sehr gut aus. Und er zeigte sich gespannt darauf, „wie es am Schluss wirklich rüberkommt“. Den Schatten- und Regenschutz für die Zuschauer der Heimspiele sieht er als gelungen an. Und auch ihn erinnert der Treppenaufgang auf das Spielfeld an die Arenen im Profifußball. Er wünschte sich, dass er 20 Jahre jünger wäre und wieder in der ersten Mannschaft spielen dürfte. Denn alle würden sich jetzt schon darauf freuen, durch diesen Tunnel auf das Spielfeld zu gehen, sagte Schelzel.</p> <p>Karl Honsel ist der erste Vorsitzende vom Schwarzwaldverein Öhningen-Höri. Für ihn ist das Gebäude ein schönes und modernes Haus mit sehr viel Holz, und es sei ökologisch sehr gut und massiv gebaut. Das Haus der Vereine werde von seinem Verein vornehmlich für dessen Sitzungen, Planungen und Hauptversammlungen gebraucht. Er findet es schön, dass so viele Vereine unter einem Dach vereint seien, und er hofft, dass die Verwaltung des gemeinsamen Gebäudes sowie die Zusammenarbeit darin gut funktionieren.</p> <h2>Größer als gedacht</h2> <p>Ulrich Schäfer ist Schriftführer beim Männergesangsverein Öhningen. Mit den großen Räumen und deren Höhen war auch sein erster Eindruck überwältigend. „Wunderschöne Räume“, sagt Schäfer und fügt hinzu: „Das Holz beeindruckt mich sehr.“ Sein Fokus lag speziell auf dem Proberaum für seinen Verein. „Der hat mich schon sehr beeindruckt“, sagte Schäfer.</p> <p>Rainer Leu war über 25 Jahre lang im Vorstand des Männergesangsvereins und übernimmt dort noch heute eine beratende Funktion. „Gewaltig und super toll“, beschreibt er seinen ersten Eindruck. Er habe es sich anfangs überhaupt nicht vorstellen können, wie groß die Räume im Haus der Vereine ausfallen. Beide sind sich einig, dass das Gebäude innen größer ausfällt, als es von außen aussehen würde und als die Baupläne hergegeben hatten.</p>]]>
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