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    <title>suedkurier.de - Gailingen </title>
    <link>https://www.suedkurier.de/</link>
    <language>de-DE</language>
    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 08:40:07 +0100</pubDate>
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      <title>suedkurier.de</title>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 11:51:58 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist“, sagt eine neue Staatsbürgerin über Deutschland  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/neue-staatsbuergerin-ueber-deutschland-heimat-ist-nicht-nur-wo-du-geboren-bist;art372432,12511740 ]]></link>      <description><![CDATA[  Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?  ]]></description>
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          Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?<br>
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        Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?



        <p>Wenn Adriana Hodaj über ihr Leben in Deutschland spricht, gerät sie ins Schwärmen. Sicher fühle sie sich hier, sagt sie, mit jedem Atemzug. Ihre Einbürgerung ist für sie eine Anerkennung für das, was sie dem Land zurückgibt.</p> <p>Vor fast acht Jahren kam die gebürtige Albanerin nach Deutschland, um als Krankenschwester zu arbeiten. Im Klinikum Konstanz ist sie mittlerweile voll angekommen. Am 21. Oktober erhielt die 52-Jährige <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mit-eid-urkunde-und-nationalhymne-so-feiern-eingebuergerte-ihre-deutsche-staatsbuergerschaft;art372432,12504283" title="Mit Eid, Urkunde und Nationalhymne: So feiern Eingebürgerte ihre deutsche Staatsbürgerschaft">offiziell die deutsche Staatsbürgerschaft.</a></p> <h2>„Wir dachten uns, warum nicht?“</h2> <p>Den medizinischen Bereich wählte Adriana Hodaj schon früh. In Albanien begann sie mit 14 Jahren eine Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme. Nach mehreren Jahren in Griechenland kehrte sie für ein Pharmazie-Studium noch einmal zurück in ihr Geburtsland. Dann aber entstand der Wunsch nach einem besseren und sichereren Leben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Krankenschwester, Hebamme, Apothekerin</span><span>Adriana Hodaj wurde 1973 in Fier in Albanien geboren. Mit 14 Jahren begann sie eine vierjährige Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme, damals ein Doppel-Diplom in ihrem Geburtsland. Fünf Jahre arbeitete sie in einer Frauenklinik, bevor sie mit ihrem Mann und ihrer einjährigen Tochter nach Athen zog. Nach zwölf Jahren in Griechenland ging die Familie wieder zurück nach Albanien, wo Adriana noch einmal fünf Jahre Pharmazie studierte.<br /> 2016 beschließen sie und ihr Mann nach Deutschland auszuwandern. Im Januar 2018 kommt Adriana zunächst allein nach Konstanz. Mittlerweile lebt sie hier seit fast acht Jahren und arbeitet als Krankenschwester auf der Station Gyn Ebenalp (Gynäkologie und Innere Medizin) im Klinikum Konstanz. Deutsch ist nach Albanisch, Griechisch und Englisch ihre vierte Sprache. Ihr Mann ist Busfahrer bei den Stadtwerken. Auch er hat vor, sich einbürgern zu lassen.</span></label></div> <p>Albanien, das als letztes Land in Europa den Kommunismus abschaffte, ist auch heute noch geprägt von politischer Instabilität. Als Adriana hörte, dass in Deutschland Fachkräftemangel herrscht, zögerten sie und ihr Mann nicht lange. „Wir dachten uns, warum nicht? Wir haben zwei gute Berufe, mit viel Erfahrung“, erzählt sie. 2018 kommt sie schließlich nach Konstanz.</p> <h2>Dem Gesundheitssystem viel zu verdanken</h2> <p>An Deutschland schätzt Adriana Hodaj die Sicherheit und Freiheit. Auch das viel kritisierte Gesundheitssystem funktioniere für sie gut. „Wenn du Fortschritte machen möchtest, hast du Unterstützung. Ich habe die Möglichkeit, Weiterbildungen zu machen.“</p> <p>Für die Unterstützung ihrer Kolleginnen und Kollegen im Klinikum, von denen viele aus anderen Kulturen kommen, ist sie besonders dankbar. „Die Beziehungen sind so herzlich. Ich lerne viel und gehe gerne zur Arbeit.“ Bis zur Rente möchte die 52-Jährige weiter auf ihrer Station arbeiten.</p> <h2>In zwei Ländern daheim – auch auf dem Papier</h2> <p>Die Verbindung zu Albanien bleibt aber. Mehrmals im Jahr besucht sie dort ihre Eltern. „Ich bin stolz auf meine Wurzeln“, sagt Adriana. Auch ihre albanische Staatsbürgerschaft hat sie behalten.</p> <p>Wenn sie sagt „Mein Leben ist zwischen zwei Ländern“, meint sie es im positiven Sinne. Zugehörigkeitskonflikte kennt sie nicht. „Wir haben eine Redewendung in Albanien, Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist, sondern wie du fühlst. Ich bestätige das.“</p> <p>In Konstanz fühlt sie sich wegen des Bodensees doppelt zu Hause. Das Binnengewässer erinnere sie an frühere Heimatorte, die alle am Meer lagen, erzählt Adriana. „Dieses Gefühl, nahe am Wasser zu sein, das gibt mir viel. Viele Emotionen“.</p> <h2>Wer eingebürgert werden will, braucht Geduld</h2> <p>Einbürgern lassen wollte sich die 52-Jährige, weil sie sich seit Jahren mit Deutschland verbunden fühlte. Jetzt offiziell Deutsche zu sein, ist für sie ein neuer Lebensabschnitt. „Ich bin jetzt ein Teil der Gesellschaft, zu 100 Prozent und mit allen Rechten. Das macht mich dankbar und stolz.“</p> <p>Über den Einbürgerungsprozess kann sie fast ausschließlich Positives berichten. „Ich wusste, ich muss warten“, sagt sie und lacht. Geduld brauche man auf jeden Fall. Knapp eineinhalb Jahre hat es bei ihr gedauert.</p> <p>Das Landratsamt habe ihr bei Fragen aber immer schnell geholfen, sagt Adriana Hodaj. Nur bei der Sprache hätte sie sich, außerhalb der Arbeit, mehr Unterstützung gewünscht. Kurse ließen sich kaum mit Schichtdiensten vereinen und Deutsch sei eben sehr schwer. Dialekt sowieso.</p> <h2>„Man muss auch etwas zurückgeben“</h2> <p>Trotzdem beweise die Einbürgerung ihre gute Integration, findet Adriana. Den deutschen Pass zu erhalten, sei gar nicht so leicht. „Wir arbeiten hier täglich und geben viel für diese Gesellschaft. Man muss auch was zurückgeben. Und man muss es wollen.“<br /> <br /> Rückblickend ist sie deshalb froh über die Entscheidung, nach Deutschland zu kommen. „Es war mutig von meinem Mann und mir. Wir haben Ängste überwunden, im Alter vor allem. Jetzt fühlen wir uns beide jung.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[„Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist“, sagt eine neue Staatsbürgerin über Deutschland]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 05:04:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Geschichte wirkt auf die Gegenwart  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gailingen/geschichte-wirkt-auf-die-gegenwart;art372441,12508461 ]]></link>      <description><![CDATA[  <ul> <li>Badische Juden 1940<br /> ins Lager Gurs deportiert</li> <li>Gedenken an die Opfer<br /> der Nazis vor 85 Jahren</li> <li>Versuch, zu verstehen, wie es dazu kommen konnte</li> </ul>  ]]></description>
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          <ul> <li>Badische Juden 1940<br /> ins Lager Gurs deportiert</li> <li>Gedenken an die Opfer<br /> der Nazis vor 85 Jahren</li> <li>Versuch, zu verstehen, wie es dazu kommen konnte</li> </ul><br>
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        <ul> <li>Badische Juden 1940<br /> ins Lager Gurs deportiert</li> <li>Gedenken an die Opfer<br /> der Nazis vor 85 Jahren</li> <li>Versuch, zu verstehen, wie es dazu kommen konnte</li> </ul>



        <p><strong>Gailingen</strong> 85 Jahre nach der Deportation der badischen Jüdinnen und Juden nach Gurs hat am Synagogenplatz in Gailingen eine eindrucksvolle abendliche Gedenkfeier stattgefunden. Dazu eingeladen hatten die Gemeinde Gailingen, das Jüdische Museum und die Jacob-Picard-Gedenkstätte in Wangen. Andreas Kaefer (Violine) und Ulrike Brachat (Klavier) begleiteten die Veranstaltung mit einfühlsamen Melodien wie „Jeruschalajim shel sahaw“ (Jerusalem, Stadt aus Gold) und „Ose Schalom“ aus der traditionellen jüdischen Liturgie.</p> <p>In der historischen Mikwe im Souterrain des Bürgerhauses eröffneten die Künstlerinnen Andrea Dietz und Kerstin Weiland eine eindrückliche Installation. Auf 247 Gedenkblättern sind die Namen der Deportierten aus Gailingen, Randegg und Wangen eingeschrieben. Diese stille, berührende Ausstellung kann bis ins kommende Frühjahr besichtigt werden.</p> <p>Unter den Gästen befanden sich der Singener Oberbürgermeister Bernd Häusler, der Erste Landesbeamte Philipp Gärtner in Vertretung von Landrat Zeno Danner, der stellvertretende Bürgermeister von Gottmadingen, Martin Sauter, die Ehrenvorsitzende Heike Schmieder-Wasmuth, Ehrenmitglied Dieter Fleischmann, beide vom Verein für Jüdische Geschichte Gailingen, sowie rund 80 Besucher. Sie erinnerten an die Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung jüdischen Lebens im Hegau.</p> <p>Bürgermeister Thomas Auer, Ina Appel (Leiterin des Jüdischen Museums) und Anne Overlack (Jacob-Picard-Gedenkstätte Wangen) lasen berührende Texte, darunter eine Tagebuchnotiz von Heinz Heilbronn, einem Nachkommen der Gailinger Arztfamilie Guggenheim-Heilbronn. Am 22. März 1942 schrieb der 22-Jährige: „Man sollte eigentlich schreiben, immer wieder schreiben, von dem namenlosen unsäglichen jüdischen Elend, damit man nie vergesse, was Deutschland uns angetan.“</p> <p>Das Judentum ist von der Erinnerung geprägt. Der biblische Imperativ Sachor „Erinnere Dich!“ bildet die Grundlage jüdischer Identität. „Die Erinnerung ist wie das Wasser. Sie ist lebensnotwendig, sie sucht sich ihre eigenen Wege in neue Räume und zu anderen Menschen. Sie hat Gesichter, Orte, Gerüche und Geräusche. Sie hat kein Verfallsdatum und sie ist nicht per Beschluss für beendet zu erklären“, sagte der Auschwitz-Überlebende Noah Flug.</p> <p>In diesem Geist erinnerte die Gedenkfeier an die Geschehnisse vor 85¦Jahren. Bis 1933 war der Anteil der jüdischen Bevölkerung in Gailingen, einst die größte Landgemeinde Badens, von 50 Prozent (1880 Personen) auf etwa 20 Prozent (314 Personen) gesunken. In Randegg lebten noch 66, in Wangen 20¦jüdische Bürger. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann ein beispielloser Prozess der Entrechtung, Ausgrenzung und Entmenschlichung. Die Pogrome vom 9. und 10. November 1938 machten klar: Für Juden gab es in Deutschland keine Sicherheit.</p> <p>Am 22. Oktober 1940 fand die knapp 300-jährige Geschichte der jüdischen Gemeinden im Hegau ihr gewaltsames Ende. Bei der „Aktion gegen Juden“ wurden mehr als 6500 Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland verschleppt. Binnen weniger Stunden mussten die Menschen ihre Wohnungen, Häuser und Heimatgemeinden verlassen. In Gailingen, Randegg, Worblingen und Wangen trieb man sie zusammen, brachte sie mit Lastwagen zum Bahnhof Singen und von dort in Zügen nach Südfrankreich ins Lager Gurs am Fuß der Pyrenäen.</p> <p>Die Gailingerin Berty Friesländer-Bloch, geboren 1896, hielt das Grauen fest: „Man schrieb den 22. Oktober 1940, der Tag unserer Deportation. Zwei Männer der Gestapo riefen: ‚Sie müssen fort!‘ Wir hatten 30 Minuten Zeit, uns zum Abtransport bereitzuhalten und durften nur das Nötigste mitnehmen. Wir mussten ein Schriftstück unterzeichnen, dass wir freiwillig auf unser Eigentum verzichtet hätten. Auf der Rathaustreppe stand der amtierende Bürgermeister im khakifarbenen Umhang à la Mussolini und sprach zu meinem Mann: ‚So, Friesländer, jetzt geht‘s ins gelobte Land.‘ Auf der Fahrt nach Randegg flog mancher Stein an unsere käfigartige Behausung. Es war dies eine neue Kraft durch Freude im nazistischen Sinne“, so Friesländer-Bloch.</p> <p>Aus Gailingen wurden 210 Menschen verschleppt, aus Randegg 17, aus Wangen sieben. Viele überlebten die Bedingungen in Gurs nicht. 64 Gailinger starben dort oder gelten als verschollen. Die anderen wurden in Vernichtungslager des Ostens deportiert und umgebracht, sehr wenige kehrten zurück.</p> <p>Geschichte sei nie nur Vergangenheit: Sie wirke auf vielfache Weise fort. Die Lehren aus dem Zivilisationsbruch des Nationalsozialismus gelten bis heute: Hetze gegen Fremde, Andersdenkende oder Unerwünschte sei Ausdruck einer Menschenfeindlichkeit, die die Grundlagen der Demokratie untergräbt. An Orten wie Gailingen gehe es nicht nur um das Gedenken an die Opfer. Es gehe auch um das Verstehen der Strukturen, die zu Ausgrenzung, Hass und Vernichtung führten und um das Erkennen der eigenen Verantwortung in der Gegenwart, betonten die Redner.</p> <p>Auch Kunstwerke tragen dazu bei. Sie öffnen den Blick und berühren die Sinne. Die Installation von Kerstin Weiland und Andrea Dietz im Souterrain des Bürgerhauses ist ein eindrückliches Zeichen. Es appelliert an unser Mitgefühl und an unser Gewissen. Beendet wurde die Feier mit den Worten der jüdischen Philosophin Hannah Arendt: „Der Tod der menschlichen Empathie ist eines der frühesten und deutlichsten Zeichen dafür, dass eine Kultur gerade in die Barbarei verfällt.“</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Jüdische Bevölkerung</h2> Bis 1933 war der Anteil der jüdischen Bevölkerung in Gailingen, einst die größte Landgemeinde Badens, von 1880 Menschen auf etwa 314 Menschen gesunken. In Randegg lebten noch 66, in Wangen 20 jüdische Bürger. Aus Gailingen wurden 210 Menschen verschleppt, aus Randegg 17 und aus Wangen sieben. Viele überlebten die Lagerbedingungen in Gurs nicht. 64 Gailinger Juden starben dort oder gelten als verschollen.</div>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister NS-Verbrechen Gedenkstätten Judentum]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Geschichte wirkt auf die Gegenwart]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 14:32:08 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Aufgestellt für die Landtagswahl: BSW nominiert Kandidaten für Wahlkreise Konstanz und Singen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/landtagswahl-2026-bsw-nominiert-kandidaten-fuer-wahlkreise-konstanz-und-singen-29-10-25;art372432,12507252 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/landtagswahl-2026-bsw-nominiert-kandidaten-fuer-wahlkreise-konstanz-und-singen-29-10-25;art372432,12507252]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.



        <p>Das Bündnis Sahra Wagenknecht hat es in kurzer Zeit weit gebracht. Den Einzug in den Bundestag verpasste die Partei zwar knapp, in mehreren Landesparlamenten ist sie dagegen vertreten. Im März soll der Einzug in den Baden-Württembergischen Landtag gelingen. Dazu hat die Partei jetzt auch für die Wahlkreise Konstanz und Singen Kandidaten nominiert. Darüber informiert der Kreisverband, dessen Mitglieder teilweise zuvor schon <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/buendnis-sahra-wagenknecht-stellt-sich-im-sueden-neu-auf-mitglieder-gruenden-kreisverband;art372432,12456006" target="_blank" title="Bündnis Sahra Wagenknecht stellt sich im Süden neu auf: Mitglieder gründen Kreisverband">für andere Parteien in Erscheinung getreten</a> sind, in einer Pressemitteilung.</p> <p>Im Wahlkreis Konstanz tritt im März Daniel Niedzwetzki an. Der 45-Jährige ist Kaufmann und Heilpraktiker, lebt mit seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen Tochter in Konstanz, heißt es in der Pressemitteilung. „Ich stehe für wirtschaftliche Vernunft: verlässliche Energiepreise, Entlastung von KMU und Handwerk, Bürokratieabbau, Investitionen in kommunalen Wohnungsbau, Schulen und Infrastruktur statt teurer Symbolpolitik“, wird Niedzwetzki zitiert.</p> <p>Zudem äußert er sich auch zu Außen- und Innenpolitik. Als ehemaliger Zeitsoldat und Afghanistan-Veteran setze er auf Frieden durch Diplomatie. Im Inneren wolle er Freiheitsrechte und eine „Kultur der offenen Debatte“ verteidigen. Zuletzt heißt es: „Der Datenschutz darf Menschen nicht behindern, sondern muss uns vor einem übergriffigen Staat und den globalen Datenkraken schützen.“</p> <p>Für den Wahlkreis Singen stellt das BSW René Frey als Direktkandidaten auf. Der 44-Jährige ist zweifacher Familienvater, Zugbegleiter und Praxisvermittler bei der Deutschen Bahn. Für den Wahlkreis Singen gibt es mit Serdar Sak noch einen Ersatzkandidaten. Der 36-jährige Familienvater ist laut Kreisverband in der Medizintechnik tätig.</p> <p>„Ich erlebe täglich, wie die marode Infrastruktur und personelle Unterbesetzung die Bahn ausbremsen“, wird Frey zitiert. Stuttgart 21 würde sich als „dysfunktionales Milliardengrab“ erweisen. „Unsere Region droht zusätzlich durch die geplante Gäubahn-Kappung abgehängt zu werden. Das muss verhindert werden.“ Gute Infrastruktur sei auch ein Wirtschaftsfaktor.</p> <p>Ersatzkandidat Serdar Sak will sich „für eine starke Integrationspolitik und gesellschaftlichen Zusammenhalt“ einsetzen. Die Probleme der ungesteuerten Migration seien von den Kommunen kaum noch zu bewältigen. „Vielfalt ist eine Stärke, wenn wir Integration aktiv fördern – durch Bildung, Sprache, Arbeit und Teilhabe“, wird Sak zitiert.</p> <p>Die junge Partei BSW hat erst vor rund einem Jahr den baden-württembergischen Landesverband gegründet, der Kreisverband Hochrhein-Bodensee gab Anfang August seine Gründung bekannt. Er umfasst die Landkreise Konstanz, Waldshut und Lörrach. Bei der Versammlung zur Wahl der Kandidaten waren laut Mitteilung auch der Co-Landesvorsitzende des BSW, Manfred Hentz, und der designierte Spitzenkandidat des BSW zur Landtagswahl, Joachim Tabler, anwesend.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Gailingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Aufgestellt für die Landtagswahl: BSW nominiert Kandidaten für Wahlkreise Konstanz und Singen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 16:32:29 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Plötzlicher Schicksalsschlag: Sie sind den Betroffenen eine Stütze, wenn die Welt stillsteht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/ploetzlicher-schicksalsschlag-notfallseelsorger-sind-fuer-menschen-da-wenn-deren-welt-stillsteht;art372432,12505870 ]]></link>      <description><![CDATA[  Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.  ]]></description>
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          Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/ploetzlicher-schicksalsschlag-notfallseelsorger-sind-fuer-menschen-da-wenn-deren-welt-stillsteht;art372432,12505870]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.



        <p>Das Auto sieht aus wie ein Wrack. Der Fahrer befindet sich noch in dem Fahrzeug. Feuerwehrleute versuchen, ihn aus dem Auto zu schneiden, Rettungssanitäter kümmern sich um den Mann, aber vergeblich. Er ist noch am Unfallort verstorben.</p> <p>Abseits steht die Frau des Toten, reglos, mit starrem Blick die Trümmer des Autos und das Geschehen fixierend. Ja, es ist das Auto ihres Mannes. Aber er kann, er darf nicht dort drin sein, er kann nicht gestorben sein. Sie steht fassungslos da. Sie kann und will nicht begreifen, was da gerade geschehen ist.</p> <p>So schildert Michael Oßwald seinen ersten Einsatz als Notfallseelsorger. Die Blaulichtorganisationen haben in derartigen Momenten keine Zeit, sich um Angehörige, Betroffene, Zeugen und Ersthelfern zu kümmern. Sie haben andere Aufgaben.</p> <p>Notfallseelsorger wie Oßwald aber nehmen sich der Menschen an, deren Welt gerade stillsteht, die das Unbegreifliche erst einmal verarbeiten müssen. Sie wurden für die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ausgebildet und leisten Erste Hilfe für die Seele. „Ich bin zu der betroffenen Frau hingegangen und habe gesagt: Ich bin jetzt für sie da“, erinnert sich Oßwald.</p> <p>Später habe er ihr erklärt, was passiert ist, dass der Notarzt den Tod ihres Mannes festgestellt habe. Oßwald war an ihrer Seite, bis der Bestatter den Verstorbenen abgeholt hat. Für die Frau sei es wichtig gewesen, dies mitzuerleben. „Das hat mit Begreifen zu tun“, sagt Michael Oßwald.</p> <h2>Sie werden nicht allein gelassen</h2> <p>„Die Menschen sind dankbar, wenn in einer solchen Situation jemand für sie da ist. So ein Schicksalsschlag holt einen von den Füßen“, so Michael Oßwald. Im ersten Moment könne man das Geschehene nicht begreifen, man wolle es einfach nicht wahrhaben. „Der Geist wehrt sich“, schildert er. Und dann komme der Moment, wo man sich der Hilflosigkeit bewusst werde.</p> <p>Die Notfallseelsorger in der PSNV stehen in diesen schweren Momenten als Stütze zur Seite, „bis die betroffene Person stabil ist und ein kleines soziales Netz für die Menschen vorhanden ist“, erklärt Marion Aicheler, ebenfalls Notfallseelsorgerin.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Info-Abend zur psychosozialen Notfallversorgung in Radolfzell</span><span>Die Ökumenische Notfallseelsorge und die Johanniter-Unfall-Hilfe im Landkreis Konstanz veranstalten einen Infoabend zur psychosozialen Notfallversorgung. Er findet am Mittwoch, 29. Oktober, um 19 Uhr beim DRK-Kreisverband, Raum Hohentwiel, Konstanzer Straße 74 in Radolfzell statt. Die Ehrenamtlichen erklären genau, was ihre Tätigkeit beinhaltet und wie die Ausbildung aussieht. Informationen auch auf <a href="https://nfs-kn.de/" target="" title="" rel="noopener">www.nfs-kn.de</a> oder bei Interesse E-Mail an: <a href="mailto:m_aicheler@yahoo.de" target="" title="">m_aicheler@yahoo.de</a></span></label></div> <h2>Plötzlicher Kindstod an Heiligabend</h2> <p>„Es war Heiligabend 2009. Plötzlicher Kindstod.“ Das war Marion Aichelers erster Einsatz, zu dem sie und Michael Oßwald gerufen wurden. Sie kamen bei der Wohnung eines jungen Ehepaars an. „Die Kripo war schon da“, so Aicheler.</p> <p>Die jungen Eltern waren hilflos und verzweifelt. „Das Baby reagiert nicht. Das Kind, das sie zur Welt gebracht haben, lebt nicht mehr. Sie hatten sich auf ihr erstes Weihnachten zu dritt gefreut“, schildert Marion Aicheler, was in den beiden vorgegangen ist. Plötzlicher Kindstod ist kaum zu begreifen. „Das ist furchtbar für junge Eltern“, so Aicheler.</p> <p>Aicheler und Oßwald haben sich um die Eltern gekümmert, während Kriminalpolizei und Notarzt ihre Arbeit gemacht haben. „Wir haben gefragt, ob sie sich von ihrem Kind verabschieden möchten. Wir standen dann alle zusammen am Babybett und haben ein Gebet gesprochen. Später kam der Bestatter mit dem kleinen Kindersarg.“ Marion Aicheler spricht für einen Moment nicht weiter. Es ist ein Moment der Stille, in welchem nochmals an das verstorbene Kind und die verzweifelten Eltern gedacht wird.</p> <p>„Man ist einfach nur da für die Menschen. Man schweigt miteinander, achtet darauf, dass sie etwas trinken nach dem Stress, begleitet Telefonate, denn es kann sein, dass einem wortlos der Telefonhörer gegeben wird, weil derjenige nicht mehr weitersprechen kann“, schildert Marion Aicheler. „Wir gehen zu zweit zum Einsatz. Auf dem Rückweg besprechen wir uns dann, wie es einem mit dem Erlebten geht“, ergänzt sie.</p> <p>Diese Nachbesprechungen sind für die Psyche der Einsatzkräfte wichtig. Supervisionen gebe es ebenso.„Und wir haben Partner, die unser Ehrenamt mittragen und uns auffangen“, sagt Marion Aicheler und Michael Oßwald fügt an: „Jeder hat so seine Strategie.“ „Die Einsatzjacke ausziehen ist dabei ein wichtiges Element“, stellt Marion Aicheler fest und Oßwald erklärt: „Ich hänge damit das Ehrenamt und den Einsatz an den Bügel und bin Privatmensch.“</p> <h2>Flugzeugunglück hat den Ausschlag gegeben</h2> <p>Warum hat sich Marion Aicheler für den ehrenamtlichen Dienst als Notfallseelsorgerin in der PSNV entschieden? „Ausschlaggebend war das Flugzeugunglück in Überlingen. Ich habe in Brachenreuthe gearbeitet, als viele Kinder vom Himmel gefallen sind“, sagt sie. „Ich habe lange Kerosin gerochen. Da war klar, was ich habe: Eine PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) – wie viele von uns.“ Die Betroffenen hätten auch Unterstützung bekommen; dabei zeichnet sie mit ihren Händen Anführungszeichen in die Luft.</p> <p>Nachdem sie ihr eigenes Trauma verarbeitet hatte, entschied sie sich für die Ausbildung für psychosoziale Notfallversorgung. Sie weiß schließlich aus eigener Erfahrung, wie wichtig fachkompetente Begleitung in solchen Extremsituationen ist. „Psychosoziale Notfallversorgung ist ein wichtiger Dienst am Nächsten“, stellt Michael Oßwald fest.</p> <h2>Nur zehn Leute bei 230 Einsätzen</h2> <p>Wie wichtig dieser ehrenamtliche Dienst ist, zeigt sich auch an der Statistik 2024 für den Landkreis Konstanz. Die Notfallseelsorger wurden im vergangenen Jahr zu 230 Einsätzen alarmiert und begleiteten 1066 Menschen. Aber die Helfer in der Not haben ein Problem: Sie sind zu wenige. „Wir haben aktuell nur sechs Notfallseelsorger, zwei vom Kriseninterventionsteam sowie derzeit vier Hospitanten“, so Aicheler.</p> <p>Sie brauchen dringend Verstärkung, denn „manchmal hat man schon ein schlechtes Gewissen, wenn man in den Urlaub geht; das kann es nicht sein“, sagt Aicheler. „Um den Landkreis Konstanz richtig abdecken zu können, bräuchten wir insgesamt 20 bis 25 Notfallseelsorger. Das ist das absolute Minimum“, so Oßwald. Beide hoffen, dass viele Interessierte zur Informationsveranstaltung kommen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Plötzlicher Schicksalsschlag: Sie sind den Betroffenen eine Stütze, wenn die Welt stillsteht]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 16:15:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[AfD rüttelt im Kreistag an der Brandmauer, doch die CDU bleibt standhaft  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/afd-ruettelt-im-kreis-konstanz-an-der-brandmauer-doch-die-cdu-bleibt-standhaft;art372432,12504211 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.  ]]></description>
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          Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.<br>
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        Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.



        <p>Es ist ein Nebenschauplatz, wenn man die Zahlen in Relation setzt. 10.000 Euro stehen 585 Millionen Euro gegenüber. Im Konstanzer Kreistag geht es am Montag, 20. Oktober, vor allem um die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mehr-als-eine-halbe-milliarde-euro-betraegt-der-rekordhaushalt-fuer-2026-22-10-25;art372432,12503520" target="_blank" title="Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026">Einbringung des Haushalts für das kommende Jahr</a>. Die AfD-Fraktion nutzt die Sitzung auch, um ein eigentlich schon abgeschlossenes Thema wieder anzusprechen. Damit will sie gleichzeitig erreichen, dass die CDU-Fraktion mit ihr gemeinsam abstimmt. Der Plan ist in doppelter Hinsicht gescheitert.</p> <p>Der AfD geht es um die Seenotrettung. Genauer gesagt: Die Unterstützung in Form von 10.000 Euro, die der Kreis Konstanz jährlich an die private Seenotrettungsorganisation Sea-Eye zahlt, soll eingestellt werden. Das Thema scheint für die Fraktion zu drängend zu sein: Schon zu Beginn der Kreistagssitzung beantragt sie, dass dieser Punkt – eigentlich Nummer 12 auf der Tagesordnung – früher behandelt wird.</p> <p>Auf Nachfrage von Landrat Zeno Danner will der Fraktionsvorsitzende Michael Stauch keine Begründung liefern. Sie sei offensichtlich, sagt er lediglich. Das Vorhaben bleibt ohne Erfolg, niemand außerhalb der AfD-Fraktion stimmt zu, den Punkt früher zu behandeln. Die AfD beantragt, die Unterstützung ab dem Haushaltsjahr 2026 ersatzlos zu streichen. In kommenden Haushaltsplänen soll sie zudem nicht mehr berücksichtigt werden.</p> <h2>Das Thema hat eine Vorgeschichte</h2> <p>Kritik daran kam auch schon von der CDU-Fraktion. Im Dezember 2024 löste der Vorstoß, die Unterstützung dran zu knüpfen, dass in Seenot aufgegriffene Menschen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/retten-ja-aber-bitte-wieder-zurueckbringen-cdu-stellt-unterstuetzung-der-seenotrettung-in-frage;art372432,12257917" target="_blank" title="Retten ja, aber bitte wieder zurückbringen: CDU stellt Unterstützung der Seenotrettung in Frage">wieder an ihren Abfahrtsort gebracht werden</a>, Diskussionen aus. Unterschrieben war der Antrag von allen 23 Fraktionsmitgliedern. Die Haushaltsmittel wurden dennoch bereitgestellt, das Thema sollte später wieder im Sozialausschuss des Kreistags diskutiert werden.</p> <p>Auch eine <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/nichts-ist-gut-in-der-seenotrettung-erklaerung-des-konstanzer-ob-loest-heftige-reaktionen-aus;art372432,12259851" target="_blank" title="„Nichts ist gut in der Seenotrettung“: Erklärung des Konstanzer OB löst heftige Reaktionen aus">Erklärung des Konstanzer Oberbürgermeisters Uli Burchardt</a>, Mitglied der CDU-Fraktion im Kreistag, löste heftige Reaktionen aus. „Ich betrachte diese Form der privaten Seenotrettung, so gut sie auch gemeint ist, als mitverantwortlich für das Entstehen krimineller Schlepperbanden“, schrieb Burchardt darin. Landkreise, Städte und Gemeinden seien beim Thema Migration überlastet und frustriert.</p> <p>Wieder auf den Tisch kam die Unterstützungszahlung für die private Seenotrettung dann im vergangenen April. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/landkreis-konstanz-gibt-10000-euro-fuer-seenotrettung-im-mittelmeer-zumindest-noch-in-diesem-jahr;art372432,12357379" target="_blank" title="Nach Debatte um Seenotrettung: CDU rudert bei umstrittenem Antrag zurück">Dabei ruderte die CDU zurück</a>: Von Bedingungen war keine Rede mehr, stattdessen solle die Zahlung ab 2026 eingestellt werden. Eine Abstimmung über den ursprünglichen Antrag sei nicht mehr nötig, hieß es damals, die CDU werde die Mittel im kommenden Haushalt aber nicht mehr mittragen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Unterstützung auf 0 Euro gesetzt</span><span>Über eine Formulierung der AfD wundert sich Landrat Zeno Danner in der Kreistagssitzung sichtlich. Der Fraktionsvorsitzende Stauch stellt in den Raum, dass die Zahlung für die Seenotrettung still und heimlich wegfalle. Danner erinnert daran, dass über dieses Thema im Sozialausschuss behandelt wurde. Dabei wurde eine Prioritätenliste des Referats Integration für den Haushalt 2026 diskutiert. Der Punkt „Patenschaft Seenotrettung“ ist darin für den kommenden Haushalt mit 0 Euro aufgeführt.</span></label></div> <h2>AfD fordert Zustimmung der CDU ein</h2> <p>Auf diese Aussage bezieht sich die AfD-Fraktion in der jüngsten Sitzung des Kreistags nun mit ihrem Antrag. Die Einschätzung, dass der Landkreis sich auf kommunale Themen konzentrieren solle, teile die Fraktion. In der Begründung lässt sich allerdings noch ein anderes Ziel erkennen: Sollte die CDU-Fraktion nicht zustimmen, würden die Mittel im kommenden Haushalt erhalten bleiben. Stauch fordert die Fraktion direkt auf, das „Brandmauer-Denken“ abzuschaffen.</p> <p>Andreas Hoffmann (CDU) macht deutlich, wie seine Fraktion zu diesem Vorstoß steht. Man werde den Antrag geschlossen ablehnen, es brauche ihn nicht. Im Sozialausschuss sei bereits beschlossen worden, das Geld für Projekte im Landkreis zu nutzen. „Sie wissen genau, warum Sie den Antrag gestellt haben“, sagt er in Richtung der AfD. Bei der Abstimmung scheitert der AfD-Antrag, nur die eigenen Fraktionsmitglieder heben dafür ihre Hand. Alle anderen Mitglieder des Kreistags stimmen dagegen.</p> <p>Am Tag nach der Kreistagssitzung versendet die AfD-Fraktion eine Pressemitteilung, in der sie der CDU Wortbruch vorwirft. Sie lasse sich „erneut vor den Karren der links-grünen Asylpolitik spannen“. Weiter heißt es, das „Parteikartell“ habe sich dazu entschieden, die Mittel im Haushalt anders zu verwenden. In der Mitteilung kündigt die Fraktion auch an, das Thema in den anstehenden Haushaltsberatungen erneut zu diskutieren.</p> <p>Auch das Bündnis „Konstanz für Demokratie“ versendet im Nachgang eine Pressemitteilung. Man begrüße die fraktionsübergreifende Ablehnung des Antrags. „Die CDU bekennt sich auf Bundesebene mit klaren Worten und die CDU-Fraktion im Kreistag mit ebensolchen Taten zur Brandmauer gegen die rechtsradikale AfD“, wird <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/diese-konstanzerin-macht-werbung-fuer-die-demokratie-und-bewegt-damit-einiges;art372448,11926382" target="_blank" title="Diese Konstanzerin macht &amp;bdquo;Werbung für die Demokratie&amp;ldquo; &amp;ndash; und bewegt damit einiges">Katrin Brüggemann, eine Sprecherin des Bündnisses</a>, zitiert.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[AfD rüttelt im Kreistag an der Brandmauer, doch die CDU bleibt standhaft]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 05:07:02 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ein musikalisches Zusammenspiel in Perfektion  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gailingen/ein-musikalisches-zusammenspiel-in-perfektion;art372441,12504018 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Klavier-Duo Gülru Ensari und Herbert Schuch beeindruckt die Zuhörer beim dritten Konzert der Kammermusik am Hochrhein  ]]></description>
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          Das Klavier-Duo Gülru Ensari und Herbert Schuch beeindruckt die Zuhörer beim dritten Konzert der Kammermusik am Hochrhein<br>
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        Das Klavier-Duo Gülru Ensari und Herbert Schuch beeindruckt die Zuhörer beim dritten Konzert der Kammermusik am Hochrhein



        <p>Gailingen Zum dritten Konzert der Reihe Kammermusik am Hochrhein waren zwei Künstler in den Festsaal der Kliniken Schmieder eingeladen, die eine selten zu sehende Interaktion auf der Bühne erleben ließen. Das Klavier-Duo Gülru Ensari und Herbert Schuch trugen Werke, bearbeitet für vierhändiges Klavierspiel vor. Auch wenn nicht oft zu zweit auf einem Piano zu Konzerten gespielt wird – es gibt ein großes Repertoire, welches sich die beiden Pianisten erarbeitet haben. Ihr erster gemeinsamer Auftritt erfolgte 2014 beim Antalya Festival mit Strawinskys „Le sacre du printemps“. Seitdem musizieren sie, neben ihren Solo-Karrieren, als Duo mit großem Erfolg zu Festivals sowie mit renommierten Orchestern wie den Bamberger Symphonikern.</p> <p>Gern verbinden sie in der musikalischen Arbeit ihre unterschiedliche biografische Herkunft – deutsch-türkisch mit iranischen, arabischen und rumänischen Wurzeln – und tragen diesen Gedanken der Verbindung von sich Unterscheidendem in ihre künstlerischen Programme.</p> <p>Am Konzertabend präsentierten sie Kompositionen von Franz Schubert, Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Oguzhan Balci und Maurice Ravel. Mit Schuberts Fantasie f-Moll D 940 eröffneten die Künstler den Abend. Das Werk entstand im Todesjahr des Komponisten, 1828, und gilt als Meisterwerk der Romantik voller Leidenschaft und Dramatik. Diese vermochte das Duo im Zusammenwirken wunderbar nachzuempfinden und den Zuhörern nahezubringen.</p> <p>Ebenfalls im Todesjahr des Komponisten entstand Beethovens Große Fuge op. 134. Ursprünglich für Streichquartett komponiert, bearbeitete es Beethoven selbst für Klavier zu vier Händen. Klar strukturiert, unglaublich modern in Harmonik und rhythmischer Variation ist dieses Werk kraftvoller Ausdruck zukunftsweisender Kompositionskunst.</p> <p>Mit den Variationen über ein Thema von Robert Schumann erweist Brahms seinem Freund seine persönliche Hochachtung. Als „Engels-Variationen“ bezeichnet entfalten sich fantasievolle Melodien, die berühren und die die beiden Pianisten einfühlsam interpretieren. Das von Ensaris Landsmann, dem türkischen Komponisten Balci, geboren 1977, für das Duo geschriebene Stück „Sarmal“ (Spirale) lässt die Zeit der Corona-Pandemie mit den unterschiedlichsten Reflexionen wiederaufleben – von Lebendigkeit bis Stagnation und Wiederaufbruch zeichnet das Werk Empfindungen des Ausnahmezustandes nach.</p> <p>Die vierhändige Bearbeitung des bekannten Boléros von Ravel begeisterte das Publikum. Die Künstler bestachen mit klarer, kontinuierlicher Artikulation und Perfektion im Zusammenspiel. Mit dem Ungarischen Tanz Nr.1 bedankten sich Gülru Ensari und Herbert Schuch für den anhaltenden Applaus.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA["Klassische Musik" Festspiele Jazz]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Ein musikalisches Zusammenspiel in Perfektion]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 15:48:02 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mehr-als-eine-halbe-milliarde-euro-betraegt-der-rekordhaushalt-fuer-2026-22-10-25;art372432,12503520 ]]></link>      <description><![CDATA[  Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.  ]]></description>
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          Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.<br>
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        Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.



        <p>Über Zahlen spricht Zeno Danner kaum, er nennt nur wenige. Der Landrat bringt den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr ein. Einerseits geht es um Stellen, die abgebaut werden, wenngleich die Personalkosten weiter steigen. Andererseits um die geplanten Investitionen für das aktuell wohl größte Projekt des Landkreises, den Klinikneubau in Singen. Und um eine Zahl, die für Vertreter von Städten und Gemeinden besonders wichtig ist: die Kreisumlage.</p> <p>Diese wird für 2026 höher ausfallen als bisher. Und laut aktueller Planung wird sie in den kommenden Jahren weiter steigen. Schon Anfang Oktober merkte der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt im Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistags an, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025" target="_blank" title="Angst vor leeren Kassen und Empörung unter Bürgermeistern: „Uns brennt der Kittel!“">dass die Stadt der Abgabe hinterher spare</a>.</p> <p>Bevor es in seiner Rede überhaupt um Zahlen geht, nennt Danner Beispiele dafür, was der Landkreis leistet. Das <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/in-konstanz-entsteht-eine-neue-heimat-fuer-berufsschueler-jetzt-wurde-richtfest-gefeiert-24-07-25;art372448,12447357" target="_blank" title="In Konstanz entsteht eine neue Heimat für Berufsschüler – jetzt wurde Richtfest gefeiert">Berufsschulzentrum in Konstanz</a> befindet sich im Bau, die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/spatenstich-fuer-atemschutzuebungsanlage-im-kreis-konstanz-hier-trainieren-bald-die-retter;art372432,11973716" target="_blank" title="Spatenstich für Atemschutzübungsanlage im Kreis Konstanz: Hier trainieren bald die Retter">Atemschutzübungsanlage für Feuerwehren</a> sei fast fertig, ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/erst-siedelten-die-kelten-hier-jetzt-soll-das-neue-krankenhaus-dort-gebaut-werden;art372458,12250667" target="_blank" title="Erst siedelten die Kelten hier, jetzt soll das neue Krankenhaus dort gebaut werden">neues Krankenhaus wird am Standort Singen geplant</a>. Beim Ausbau von Photovoltaik sei man der drittschnellste Landkreis in Baden-Württemberg.</p> <p>Klar ist auch: Das alles kostet Geld. Dabei stehen sowohl Städte und Gemeinden als auch der Landkreis vor finanziellen Herausforderungen. Im aktuellen Entwurf liegt das Gesamthaushaltsvolumen des Landkreises Konstanz bei 585 Millionen Euro. Die Summe setzt sich zusammen aus dem Ergebnishaushalt und Investitionsauszahlungen.</p> <h2>Die Kreisumlage könnte noch deutlich steigen</h2> <p>Bei einem Hebesatz von 36,35 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent) kommen von Städten und Gemeinden durch die Kreisumlage rund 198 Millionen Euro in die Haushaltskasse. Danner betont, dass er wieder eine Kreisumlage von 34 Prozent erreichen will. Mittelfristig wolle er sie unter 40 Prozentpunkten halten – auch wenn es schwierig werde. Wie schwierig das wird, zeigt die aktuelle Planung. Darin vorgesehen ist ein Anstieg auf deutlich über 40 Prozent ab dem Jahr 2027.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Kreisumlage</span><span>Um die Aufgaben des Landkreises zu finanzieren, wird eine Abgabe von Kommunen erhoben, die Kreisumlage. Sie ist die wichtigste Einnahmequelle für den Kreis, der sonst kaum eigene Steuereinnahmen hat. Die Steuerkraft der Städte und Gemeinden im Kreis Konstanz liegt für 2026 laut Haushaltsentwurf des Landkreises bei rund 543,4 Millionen Euro. Bei einem Hebesatz von 36,35 Prozent wird der Kreis so laut Haushaltsentwurf rund 198 Millionen Euro von den Kommunen bekommen.</span></label></div> <p>Eine große Position im Kreishaushalt ist der Gesundheitsverbund (GLKN). Wobei es sich eigentlich um mehrere Positionen handelt. Zum einen der Liquiditätszuschuss: Wie hoch er letztlich für dieses Jahr ausfällt, steht noch nicht fest.</p> <p>Momentan sehe es nach einer deutlichen Steigerung auf 16 Millionen Euro aus. Dazu kommen noch Zuschüsse für Investitionen in IT und für den geplanten Neubau. Zusammengerechnet betragen die vorgesehenen Mittel für den GLKN im Haushaltsentwurf rund 29,5 Millionen Euro.</p> <h2>Höhere Personalkosten trotz Stellenabbau</h2> <p>Die Kreisverwaltung baut Arbeitsplätze ab. Im Amt für Migration und Integration sollen 21 Stellen wegfallen. Trotz deutlichen Mehrbedarfs werde darauf verzichtet, Arbeitsplätze in anderen Bereichen zu schaffen. Davon gibt es nur zwei Ausnahmen. Für die Betreuung von behinderten Kindern sind sechs Stellen an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren nötig.</p> <p>Im Amt für Kinder, Jugend und Familie wird mit einem zusätzlichen Bedarf von fünf Stellen gerechnet, hier gehe es um das Thema Kindeswohlgefährdung. Die Verwaltung ist gesetzlich verpflichtet, den Personalbedarf zu untersuchen, erklärt Danner dazu. Zusammengenommen könne die Verwaltung so 10,32 Stellen abbauen. Dennoch werden die Personalkosten – vor allem aufgrund von Tarif- und Besoldungserhöhungen – um 4,5 Millionen Euro steigen.</p> <p>Um Investitionen zu stemmen und gleichzeitig die Kommunen nicht zu stark zu belasten, wird der Landkreis in den kommenden Jahren mehr Kredite aufnehmen, Landrat Danner rechnet mit einer Nettoneuverschuldung von 42 Millionen Euro. Nach aktueller Kalkulation wird die Höhe der Verschuldung bis Ende des Jahres 2026 bei rund 182 Millionen Euro liegen.</p> <p>Dem gegenüber werden künftig allerdings auch eine leistungsfähige Infrastruktur und wichtige Vermögenswerte für die Zukunft gegenüberstehen: Schulen, Straßen und ein neues Krankenhaus. Das alles sei für das öffentliche Leben dringen nötig, erklärt Danner.</p> <h2>Gesundheit ist der größte Kostenblock</h2> <p>Eine große Herausforderung sei der Sozialhaushalt – nicht die Ziele, sondern deren Umsetzung seien die Schwierigkeit, betont Danner. Beeinflussen könne man aufgrund von Bundes- und Landesgesetzgebung nur wenig. Für Soziales und Gesundheit ist der größte Block bei den Ausgaben des Landkreises vorgesehen, hier sind rund 24,3 Millionen Euro mehr nötig als im Vorjahr.</p> <p>Mehr Geld braucht es im kommenden Jahr laut Entwurf auch im Bereich Schulträgeraufgaben, Kultur und Geschichte. Der Mehrbedarf beträgt rund 4,7 Millionen Euro, davon 1,9 Millionen alleine bei Schülerbeförderungskosten. Im Teilhaushalt Umwelt, Infrastruktur und Wirtschaft werden 1,5 Millionen Euro mehr benötigt.</p> <p>Die Diskussionen um den Haushaltsentwurf ist mit der Einbringung des Entwurfs in den Kreistag eröffnet. Sie findet allerdings zunächst in den Fachausschüssen statt. Bis Ende des Jahres soll der fertige Kreishaushalt für 2026 beschlossen werden. Bis dahin will Landrat Danner auch einen Entwurf einbringen, bei dem die Kreisumlage unter 40 Prozent bleibt.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 20 Oct 2025 16:17:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Er macht Schrott zu Geld – und spendet es gleich wieder: Wie Gottfried Feiß die Region unterstützt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/bodman-ludwigshafen/aus-schrott-wird-hilfe-mann-vom-bodensee-spendet-100000-euro-fuer-die-region-22-10-25;art372434,12502808 ]]></link>      <description><![CDATA[  Gottfried Feiß sammelt Schrott, sortiert und verkauft ihn. Den Erlös spendet er an Schulen, Vereine und soziale Projekte in der Region. Nun lädt er zu einem Fest ein, um mit seinen Unterstützern zu feiern <p></p>  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Gottfried Feiß sammelt Schrott, sortiert und verkauft ihn. Den Erlös spendet er an Schulen, Vereine und soziale Projekte in der Region. Nun lädt er zu einem Fest ein, um mit seinen Unterstützern zu feiern <p></p><br>
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        Gottfried Feiß sammelt Schrott, sortiert und verkauft ihn. Den Erlös spendet er an Schulen, Vereine und soziale Projekte in der Region. Nun lädt er zu einem Fest ein, um mit seinen Unterstützern zu feiern <p></p>



        <p>Seit 15 Jahren sammelt Gottfried Feiß aus Ludwigshafen Schrott und macht ihn zu Geld. Dieses spendet er regelmäßig für wohltätige Zwecke. In diesem Jahr erreichte er einen Meilenstein: Mit seiner ehrenamtlichen Arbeit hat er insgesamt 100.000 Euro Spendengelder erwirtschaftet. Das gelang ihm gemeinsam mit weiteren Schrott-Spendern und Unterstützern.</p> <h2>Ein starkes Team im Hintergrund</h2> <p>An erster Stelle steht seine Frau Manuela, die ihm den Rücken freihält und den Terminkalender führt. Seit 2019 unterstützt auch Reinhard Eppler unentgeltlich, indem er Dosen und Schrott von Geschäften und Sammelstellen abholt und jede Woche zu ihm bringt. Angelika Mahler sorgt gelegentlich ehrenamtlich für Sauberkeit am Pressplatz und sein Sohn Alexander hilft beim Auseinanderbauen des Schrotts. Am 25. Oktober lädt Feiß ab 14.30 Uhr zu einem „Dankeschön-Fest“ ins katholische Gemeindezentrum Ludwigshafen ein, um Partnern, Sammlern, Freunden und Gönnern für ihre Unterstützung zu danken.</p> <p>Der 63-Jährige rechnet mit 200 bis 300 Gästen. „Jeder, der kommen möchte, ist herzlich eingeladen“, betont er. Den Auftakt gestaltet die Gottmadinger Blasmusik, danach stehen Ansprachen sowie die Übergabe einer Spende in Höhe von 500 Euro an die Bürgermiliz Sipplingen auf dem Programm. Durch den Nachmittag führt Oliver Thum. Ab 18 Uhr sorgt das Duo Kaltenbrunn aus Löffingen für Tanzstimmung.</p> <h2>Erlöse kommen Schulen zugute</h2> <p>Die Holzhauer, eine Gliederung der Seehasenzunft, übernehmen das Wirten ehrenamtlich. Der Erlös aus Speisen und Getränken sowie der Inhalt des Spendenfasses kommen der Wilhelm-Bläsig-Schule im Hegau-Jugendwerk Gailingen zugute. „Das Geld wird abends von einer unabhängigen Person gezählt und direkt übergeben“, sagt Gottfried Feiß. Eine weitere Schule erhalte 200 Euro. Eltern und Schüler der Weiherbachschule Mühlingen werden sich um den Verkauf von Kaffee und Kuchen kümmern. „Für diese Schule haben wir schon viel gemacht, sie bringen uns aber auch regelmäßig Schrott und waren sofort dabei“, betont Feiß. Die Einnahmen dürfen die Schulen behalten. Auch Kuchenspenden seien laut dem Schrottsammler herzlich willkommen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Viele regionale Empfänger profitieren</span><span>Gottfried Feiß zahlt jeden Monat 500 Euro für einen wohltätigen Zweck aus. Im ersten Halbjahr 2025 profitierten davon der FC Bodman-Ludwigshafen, die Holzhauer Ludwigshafen, das Ensemble Seeklang, das Deutsche Jugendrotkreuz Stockach, das Kinderhaus Bodensee und der Kleintierzuchtverein Zizenhausen. In der zweiten Jahreshälfte gingen und gehen Spenden an die Jugend des Segelclubs Bodman, die Förderschule Überlingen, die Jugendfeuerwehr Mahlspüren, die Bürgermiliz Sipplingen, die Sonnenlandschule Stockach und die Jugendfeuerwehren Bodman und Ludwigshafen. (wig)</span></label></div> <h2>So kann Schrott gespendet werden</h2> <p>Wer Schrott spenden möchte, kann ihn in den Sammelboxen in der Stockacher Straße 20 und im Kellhofweg 5 abgeben. Gottfried Feiß bittet jedoch darum, den Schrott in Kartons oder Säcken zu verpacken und nicht lose in die Kisten zu legen. Bei größeren Mengen kann ein Abholtermin mit ihm vereinbart werden.</p> <p>Er weist außerdem darauf hin, dass nicht alles, was nach Aluminium aussieht, auch verwertbar sei. Chips- oder Katzenfuttertüten, Kaffeepackungen oder Tablettenfolien gehören nicht dazu und müssen aufwendig aussortiert und entsorgt werden. Manche Dinge seien aber auch zu schön, um verschrottet zu werden. Daher bot Gottfried Feiß am 4. Oktober bei einem Flohmarkt in der örtlichen Gärtnerei Harter lauter Raritäten an, die sich im Laufe der Zeit bei ihm angesammelt hatten. Der Erlös aus Verkauf und Spenden im Fass lag bei 300 Euro und ging an die Dr. Erich Fischer Schule in Wahlwies.</p> <h2>Täglicher Einsatz für die Gemeinschaft</h2> <p>„Ich bin täglich mehrere Stunden mit dem Schrott beschäftigt“, sagt Feiß. Das auseinandergebaute, sortierte und gepresste Material komme zur Firma Oehle Rohstoffverwertung nach Singen und werde dort gewogen. „Je nach Kurs gibt es pro Tonne einen bestimmten Betrag. Kupfer und Aluminium sind wertvoller“, erklärt er. Von diesem Geld zahle er die Miete für Lagerhalle und Standplatz, Strom und Fahrzeugkosten und spendet jeden Monat 500 Euro.</p> <p>Außerdem schaffe er es meist bis zu 4000 Euro für diverse Sonderspenden zusammenzubekommen, sodass pro Jahr insgesamt bis zu 10.000 Euro gespendet werden. Bei all seinem Engagement entgeht ihm nicht, dass auch ein anderer Mann sich für die Gesellschaft einbringt: „Hier in Ludwigshafen läuft Markus Betz mit seinem Rollator herum und sammelt Zigarettenstummel und Müll auf. Dem gebe ich als Dankeschön immer meine Pfandflaschen. Sein Einsatz ist eine ganz tolle Sache“, betont Feiß abschließend.</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Er macht Schrott zu Geld – und spendet es gleich wieder: Wie Gottfried Feiß die Region unterstützt]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 20 Oct 2025 14:38:43 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Betrunkener pöbelt im Zug andere Fahrgäste an, bis Bundespolizisten einschreiten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/betrunkener-poebelt-im-zug-andere-fahrgaeste-an-bis-bundespolizisten-einschreiten;art372432,12502734 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein 25-Jähriger beschimpft am Samstag, 18. Oktober, andere Reisende. Am Bahnhof in Singen endet die Fahrt dann für den Mann. Doch kaum ist er wieder auf freiem Fuß, folgt die nächste Entgleisung.  ]]></description>
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          Ein 25-Jähriger beschimpft am Samstag, 18. Oktober, andere Reisende. Am Bahnhof in Singen endet die Fahrt dann für den Mann. Doch kaum ist er wieder auf freiem Fuß, folgt die nächste Entgleisung.<br>
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        Ein 25-Jähriger beschimpft am Samstag, 18. Oktober, andere Reisende. Am Bahnhof in Singen endet die Fahrt dann für den Mann. Doch kaum ist er wieder auf freiem Fuß, folgt die nächste Entgleisung.



        <p>Wüste Ausdrücke schallen durch den Zug zwischen Schaffhausen und Singen. Ein Mann brüllt andere Fahrgäste an und der Lokführer verständigt die Bundespolizei, damit die Beamten der Lage Herr werden. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Konstanz hervor. Zu dem Vorfall ist es am Samstag, 18. Oktober, gegen 16.45 Uhr gekommen.</p> <p>Der Mann, der im Zug herumgeschrien und dabei Mitreisende beleidigt habe, sei offensichtlich alkoholisiert gewesen, heißt es in der Meldung. Weiter schreibt die Pressestelle: „Der Triebfahrzeugführer informierte die Bundespolizei, die den Mann sowie Zeugen des Sachverhalts am Bahnhof in Singen feststellen konnte.“</p> <p>Gegen den 25-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Beleidigung eingeleitet. Im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen sei der Mann auf freien Fuß gesetzt worden. Allerdings war der Fall damit nicht erledigt: Wenig später fiel er erneut am Singener Bahnhof durch verbale Ausfälle auf. Die Bundespolizei nahm den polnischen Staatsbürger bis zu seiner Heimreise am Abend in Gewahrsam.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Betrunkener pöbelt im Zug andere Fahrgäste an, bis Bundespolizisten einschreiten]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 19 Oct 2025 16:41:16 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Den ganzen Hegau zieht es nach Hilzingen: So schön war die Kirchweih am Wochenende  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/den-ganzen-hegau-zieht-es-nach-hilzingen-so-schoen-war-die-kirchweih-am-wochenende-20-10-25;art372443,12502192 ]]></link>      <description><![CDATA[  Enormer Besucherandrang beim Traditionsfest: Festzeltbetrieb, Partynacht, Flohmärkte und Oldtimer lockten zahlreiche Menschen an. Und das Beste ist: Am Montag geht die Kirchweih weiter.  ]]></description>
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          Enormer Besucherandrang beim Traditionsfest: Festzeltbetrieb, Partynacht, Flohmärkte und Oldtimer lockten zahlreiche Menschen an. Und das Beste ist: Am Montag geht die Kirchweih weiter.<br>
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        Enormer Besucherandrang beim Traditionsfest: Festzeltbetrieb, Partynacht, Flohmärkte und Oldtimer lockten zahlreiche Menschen an. Und das Beste ist: Am Montag geht die Kirchweih weiter.



        <p>Herrliches Wetter und weit mehr als hundert zwei- und vierrädrige Oldies rund um Rathaus und Kirche: Besser gehe es gar nicht, so die Eröffnungsworte von Hilzingens Bürgermeister Holger Mayer anlässlich des 40. Treffens historischer Motorfahrzeuge, das erneut mit ganz besonderen Autos und Motorrädern aufwarten konnte.</p> <p>Für viele Blicke sorgte ein Rolls Royce, Baujahr 1930, dessen 27 Liter-Hubraum er dem eingebauten Flugzeugmotor verdankt. Ganz bescheiden, obwohl eine absolute Rarität, nahm sich daneben das Motorrad der Marke Minerva Baujahr 1908, ohne Kupplung und mit Riemenantrieb ausgestattet, aus.</p> <p>Bei der anschließenden Parade entlang der Hauptstraße wurden die Fahrzeuge den Zuschauern kurzweilig und informativ von den Oldie-Experten Michael Bietenholz und Mike Wilhelmi vorgestellt. Nicht nur dem Publikum gefiel´s. Übereinstimmend lobten die Oldie-Besitzer die angenehme und stimmige Atmosphäre auf dem Treffen. „Alle sind glücklich und haben Freude an den Autos“, brachte es Sylvia Lutz, die mit einem Vorkriegs-Citroen gekommen war, auf den Punkt.</p> <h2>Kirchweih in Hilzingen: Ein Bürgermeister, zwei Schläge</h2> <p>Gut gestartet war das Hilzinger Traditionsfest schon am Freitag Abend. Bereits zum Bieranstich war das dreitausend Gäste fassende Festzelt fast voll. Festwirt ist hier der Musikverein Hilzingen. An der Abendkasse gab es da bereits für die anschließende Party mit der Band VIPs lange Warteschlangen.</p> <p>Zwei Schläge brauchte Bürgermeister Holger Mayer, dann floss das Bier. Der Gemeindechef wünschte sich ein fröhliches und friedliches Fest – und das wurde es auch. Nennenswerte negative Vorfälle gab es nicht, teilten die Veranstalter mit.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So geht die Kirchweih weiter</span><span>Am Montag wird noch mal gefeiert: Ab 10 Uhr kann über den Kirchweihmarkt, den Flohmarkt, den Bücherflohmarkt gebummelt werden. Die katholische Pfarrkirche mit dem Erntedankschmuck und die Kunstausstellung öffnen ebenfalls um 10 Uhr ihre Türen, das Festzelt um 11 Uhr. Für den musikalischen Abschluss sorgt ab 19 Uhr die Oktoberfest-Band „Die Lausbuba“.</span></label></div> <p>Auch der Kirchweihsamstag endete mit einer Party-Nacht. Für diesen Abend hatten die Hilzinger Musiker die Partyband Blaska gewinnen können, die die Stimmung im Zelt regelrecht zum Kochen brachte. „Es ist bisher ein Super-Kirchweihfest. Wir sind voll zufrieden“, zog der Vorsitzende des Musikvereins Michael Jäckle am Samstag die Zwischenbilanz.</p> <h2>Am Sonntag kommen die Besucher in Massen zum Hilzinger Traditionsfest</h2> <p>Man sollte nicht glauben, wie viele lesebegeisterte Bürger Hilzingen hat. Kaum hatte der Bücherflohmarkt am Samstagmorgen in der Museumsremise seine Türen geöffnet, wurde emsig in den rund 8000 Buch-Exemplaren geschmökert, die das Macher -Team des Museumsvereins unter der Federführung von Ilse Heller und Sabine Korn-Luick zusammengetragen hatte. Der große Flohmarkt an den Hegau-Hallen füllte sich dagegen erst am frühen Nachmittag.</p> <p>Am Sonntag wurde Hilzingen wieder zum großen Treffpunkt im Hegau. Noch vor der Mittagszeit genossen massig Kirchweih-Gäste den Bummel durch die Marktzeile. Viel bestaunt und bewundert wurde der Kirchweih- und Erntedankschmuck. Als Gotteshaubesucher musste man jedoch etwas Zeit mitbringen, es gab bald Warteschlangen.</p> <p>Das Thema der diesjährigen Mosaike aus Samen, Früchten und getrockneten Blüten lautet „Pilger der Hoffnung“. Als traumhaft bezeichneten Lilo und Erich Dietrich aus Tengen den Schmuck. „Wunderschön“, lautete der Kommentar von Daniela und Edith Oßwald aus Riedheim.</p> <p>Den Förderkreis Kunst und Kultur gibt es seit vierzig Jahren. Mit den Hilzinger Kunstausstellungen zur Kirchweih ist es dem Kunstverein gelungen, Kunst in das Dorf zu bringen. Zum runden Geburtstag werden Bilder und Skulpturen aus früheren Ausstellungen gezeigt.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/die-schoensten-bilder-vom-hilzinger-kirchweih-sonntag;art372443,12502191" target="_blank" title="Die schönsten Bilder vom Hilzinger Kirchweih-Sonntag">Die besten Fotos vom Kirchweih-Sonntag finden Sie hier</a>.</li> </ul> </div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Den ganzen Hegau zieht es nach Hilzingen: So schön war die Kirchweih am Wochenende]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 11:57:07 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mietpreisbremse ade? So reagiert die Politik am Bodensee und im Hegau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mietpreisbremse-ade-so-reagiert-die-politik-am-bodensee-und-im-hegau-17-10-25;art372432,12500500 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.  ]]></description>
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          Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.<br>
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        Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.



        <p>Könnte die Mietpreisbremse im Kreis Konstanz bald wegfallen? Wenn es nach dem Vorschlag des baden-württembergischen Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen geht, ist das eine Option. Das Ministerium in Stuttgart hat einen Vorschlag für eine neue Mietpreisbremse auf den Tisch gelegt. Der stößt jedoch bei einigen auf Widerspruch.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/umstrittener-cdu-vorstoss-fallen-konstanz-und-weitere-staedte-in-der-region-aus-der-mietpreisbremse;art416,12498700" target="_blank" title="Umstrittener CDU-Vorstoß: Fallen Konstanz und weitere Städte in der Region aus der Mietpreisbremse?">Denn in einem Gutachten hat das Ministerium von Bauministerin Nicole Razavi (CDU) die Mietmärkte in allen Gemeinden in Baden-Württemberg neu bewerten lassen.</a> In Konstanz und fast allen Gemeinden hier im Kreis hat sich die Situation leicht verbessert, weil mehr gebaut wurde und es jetzt pro Einwohner mehr Wohnungen gibt als bei der vergangenen Bewertung. Nur auf der Reichenau würde die Regel dann noch greifen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Debatte</span><span>Die derzeitige Mietpreisbremse läuft Ende 2025 aus. Nun muss sich die Landesregierung aus Grünen und CDU auf eine neue Regelung einigen. Doch es gibt Streit. Der Vorschlag von Landeswohnministerin Nicole Razavi (CDU) wird von den Grünen blockiert. Denn damit würden weniger Menschen unter die Regelung fallen. Für Mannheim und alle größeren Gemeinden im Kreis Konstanz würde die Mietpreisbremse dann ganz entfallen. Sollte es keine Einigung geben, dann gibt es ab Januar 2026 keine Mietpreisbremse mehr im Land.</span></label></div> <h2>Kritik von der SPD</h2> <p>Doch mit dieser Bewertung sind einige Parteien im Kreis nicht einverstanden. Sie fordern, dass die Mietpreisbremse auch weiterhin in Konstanz gelten muss. Die SPD-Fraktion im Konstanzer Gemeinderat warnt vor den Folgen eines Wegfalls.</p> <p>Mit einer solchen Regelung könnten die Mieten in Konstanz deutlich ansteigen und es werde schwieriger für Mieterinnen und Mieter, sich dagegen zu wehren. „Wenn die Mietpreisbremse fällt, wird Wohnen in Konstanz für viele endgültig zum Luxusgut“, erklärt Jürgen Ruff, Fraktionschef der SPD. Laut der SPD-Fraktion seien die Pläne der Landesregierung unsozial.</p> <p>Auch Frank Ortolf, Landtagskandidat der SPD, kritisiert die Pläne. Die Mietpreisbremse habe in der Vergangenheit Mietsteigerungen abgemildert und Mieterinnen und Mieter geschützt. „Für junge Menschen, Familien und Menschen mit geringem Einkommen ist bezahlbarer Wohnraum essenziell“, so Ortolf.</p> <h2>Wegfall fördert soziale Ungleichheit</h2> <p>Der Kreisverband der Grünen Jugend kritisiert das Vorhaben ebenfalls. Dieses ignoriere die Probleme der Menschen vor Ort, heißt es in einer Mitteilung. „Das Problem der hohen Mieten in Konstanz ist eines, das alle, besonders die Einkommensschwächsten, betrifft“, sagt Lilly Rehm, Kreissprecherin der Grünen Jugend. „Wer in Konstanz wohnt, weiß, wie schwer es ist, eine bezahlbare WG oder gar eine Wohnung zu finden“, meint sie weiter.</p> <p>Der Wohnungsmarkt in Konstanz sei weiterhin angespannt. Daher fordert die Grüne Jugend, dass die Mietpreisbremse weiterhin aufrechterhalten wird. Das Instrument wirke aus ihrer Sicht. Gerade zu Semesterbeginn suchen viele junge Menschen verzweifelt nach einer Wohnung. Der Wegfall der Mietpreisbremse sei daher ein falsches Signal.</p> <p>„In Konstanz herrscht nach wie vor Wohnungsnot“, beklagt die Landtagsabgeordnete Nese Erikli (Grüne). Für viele Konstanzerinnen und Konstanzer wäre der Wegfall eine soziale Katastrophe. „Ich stehe mit alleinerziehenden Eltern, Familien, älteren Menschen, Auszubildenden und vielen anderen in Kontakt, die jetzt schon unter der Situation leiden. Menschen mit kleinem Geldbeutel haben es hier ohnehin schon schwer bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Situation wird sich durch die geplanten Maßnahmen der Bauministerin deutlich verschlechtern.“</p> <p>Und auch der Mieterbund Bodensee zeigt sich wenig erfreut über den Vorschlag der Ministerin. Winfried Kropp, Vorsitzender des Mieterbunds, greift die Pläne, die den ganzen Landkreis betreffen, sogar scharf an: „Wer in Singen Mieterschutz aushöhlt, attackiert vorsätzlich den sozialen Frieden.“ Mit einem Wegfall der Regelung würden wichtige Schutzrechte für Mieterinnen und Mieter ausgehebelt. Dass Reichenau weiterhin unter die Bremse falle, zeige laut Kropp „methodische Unzulänglichkeiten“. Für Kropp sind die Pläne ein Versuch, mit der „Abrissbirne den Mieterschutz im Kreis Konstanz zu zerschlagen.“</p> <h2>CDU fordert mehr Transparenz</h2> <p>Aus Sicht der CDU im Kreis ist mehr Transparenz notwendig. „Es würde zur Versachlichung der Debatte beitragen, wenn das Gutachten veröffentlicht würde“, so Levin Eisenmann von der Konstanzer CDU-Gemeinderatsfraktion gegenüber dem SÜDKURIER. „Bisher scheint das Ergebnis für Konstanz wenig nachvollziehbar zu sein“, erklärt er weiter.</p> <p>Die Diskussion um die Mietpreisbremse dürfe den Blick auf das eigentliche Problem nicht verstellen, so der Stadtrat. Es brauche weniger Debatte und mehr „Bagger und Schaufel“, um den Mietmarkt in Konstanz zu entlasten. Dieser sei auch mit der bisherigen Regelung angespannt gewesen.</p> <h2>Nur ein kurzfristiges Instrument</h2> <p>Die Landtagskandidaten der CDU in der Region, Andrea Gnann und Christoph Stetter, erklären in einer gemeinsamen Mitteilung, dass Wohnraum kein Luxusgut sein darf. Kurzfristig sei die Mietpreisbremse ein wichtiges Instrument, das Entlastung schaffe. Langfristig sei das jedoch keine Lösung. Den Vorschlag von Ministerin Razavi, der unter anderem Konstanz aus der Mietpreisbremse herausnehmen würde, gelte es zu prüfen.</p> <p>Auch sie fordern, dass das Gutachten veröffentlicht wird: „In Konstanz hat sich die Wohnsituation nicht entspannt. Die Mietpreise sind weiterhin hoch, und viele Menschen finden nur schwer bezahlbaren Wohnraum“, erklärt Andrea Gnann, die im Wahlkreis Konstanz für die CDU antritt. „Dass Konstanz aus der Mietpreisbremse herausfallen soll, ist für uns auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar“, heißt es weiter.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 05:03:38 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gedenkstunde zu 85 Jahre Deportation nach Gurs  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gailingen/gedenkstunde-zu-85-jahre-deportation-nach-gurs;art372441,12500359 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Gemeinde, das Jüdische<br /> Museum Gailingen und die Jacob Picard Gedenkstätte laden hierzu am 22. Oktober ein  ]]></description>
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          Die Gemeinde, das Jüdische<br /> Museum Gailingen und die Jacob Picard Gedenkstätte laden hierzu am 22. Oktober ein<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Gemeinde, das Jüdische<br /> Museum Gailingen und die Jacob Picard Gedenkstätte laden hierzu am 22. Oktober ein



        <p><strong>Gailingen</strong> Die Deportation von mehr als 6500 Jüdinnen und Juden aus Baden, Pfalz und Saarland in das Internierungslager Gurs im unbesetzten Südwesten Frankreichs jährt sich am 22. Oktober zum 85. Mal. Aus diesem Anlass findet eine Gedenkfeier statt, informiert das Jüdische Museum Gailingen in einer Pressemitteilung. Mit der gewaltsamen Verschleppung setzte für die jüdische Bevölkerung in Baden die letzte Stufe des Prozesses der Judenverfolgung ein, die für die meisten der Deportierten mit der systematischen Ermordung in den Vernichtungslagern im Osten enden sollte, heißt es in der Mitteilung weiter.</p> <p>In Gailingen wurden am 22. Oktober 1940 bei der „Aktion gegen Juden“ 182 Personen, in Wangen sieben Jüdinnen und Juden und in Randegg 17 Menschen deportiert. Innerhalb weniger Stunden mussten sie ihre Koffer packen, Wohnungen, Häuser und Heimatgemeinden verlassen und auf ihr Eigentum verzichten. Sie wurden abgeholt und an Sammelpunkte, weiter an den Singener Bahnhof verschleppt, von wo die Deportation mit dem Zug erfolgte. Die menschenverachtenden Zustände auf dem Transport und im Lager forderten zahlreiche Opfer. Wenigen gelang es, aus dem Lager zu entkommen. Die Verbliebenen wurden 1942 in die Vernichtungslager abtransportiert, in erster Linie nach Auschwitz.</p> <p>Im Gedenken an die Opfer laden die Gemeinde, das Jüdische Museum Gailingen und die Jacob Picard Gedenkstätte zu einer abendlichen Gedenkstunde ein. Am Mittwoch, 22. Oktober, 19 Uhr, erinnern Bürgermeister Dr. Thomas Auer, Dr. Ina Appel (Jüdisches Museum) und Dr. Anne Overlack (Jacob Picard Gedenkstätte, Wangen) in einer Ansprache vor dem Synagogenplatz an die gewaltsame Auslöschung der jüdischen Gemeinden im Hegau.</p> <p>Der Besuch einer im Souterrain des Bürgerhauses von den Künstlerinnen Andrea Dietz und Kerstin Weiland eingerichteten Installation ermögliche die Vertiefung des Gedenkens. Musikalisch umrahmt werde die Gedenkfeier von Andreas Kaefer (Violine) und Ulrike Brachat (Klavier) von der Jugendmusikschule Westlicher Hegau.</p> <p>Eine weltoffene, demokratische Gesellschaft speist sich aus den Lehren der Vergangenheit. Die Auseinandersetzung mit belasteter Geschichte bleibt Auftrag für künftige Generationen, heißt es weiter. Wie können wir heute lebendig erinnern und Menschen hellhörig machen gegenüber Anfeindungen von Demokratie, Toleranz und Menschlichkeit? Es gehe um das Erinnern in einer Gegenwart, in der Populismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus wieder auf dem Vormarsch sind. Fragen über Fragen, die im Anschluss erörtert werden können. Das Mitbringen von Kerzen, möglichst im Glasbehältnis, und Anzünden von Lichtern ist willkommen und erwünscht. Wer komme, helfe mit, Vergangenes zu vergegenwärtigen und Zeichen für die Gegenwart und Zukunft zu setzen. (pm/gan)</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 10 Oct 2025 14:46:06 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Beim Biomüll ist der Landkreis an der Spitze, doch der Abfallbericht zeigt auch Nachholbedarf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/beim-biomuell-ist-der-landkreis-an-der-spitze-doch-der-abfallbericht-zeigt-auch-nachholbedarf;art372432,12497175 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im landesweiten Vergleich landet der Kreis Konstanz bei organischen Abfällen auf dem zweiten Platz im baden-württembergischen Vergleich. Aus den Daten geht aber auch hervor, dass nur sehr wenig Altmetall zusammenkommt.  ]]></description>
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          Im landesweiten Vergleich landet der Kreis Konstanz bei organischen Abfällen auf dem zweiten Platz im baden-württembergischen Vergleich. Aus den Daten geht aber auch hervor, dass nur sehr wenig Altmetall zusammenkommt.<br>
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        Im landesweiten Vergleich landet der Kreis Konstanz bei organischen Abfällen auf dem zweiten Platz im baden-württembergischen Vergleich. Aus den Daten geht aber auch hervor, dass nur sehr wenig Altmetall zusammenkommt.



        <p>Der Landkreis Konstanz glänzt, wenn es um Bioabfälle geht. Im aktuellen Abfallbericht 2024 katapultiert sich der Landkreis mit stolzen 100 Kilogramm pro Kopf und Jahr fast an die Spitze des Bundeslandes. Nur der Stadtkreis Baden-Baden liegt darüber.</p> <p>Im direkten Vergleich mit den Nachbarn ist der Vorsprung beeindruckend: Bodenseekreis 74 Kilogramm, Tuttlingen 89, Schwarzwald-Baar-Kreis 46, Waldshut 56 – und Sigmaringen, wo die Biotonne erst seit Jahresbeginn Pflicht ist, dümpelt mit zwölf Kilogramm geradezu am Startblock vor sich hin.</p> <p>Diese gute Bilanz freut auch die Verantwortlichen beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises. Die Pressestelle erklärt die gute Sammelquote damit, dass der Landkreis einer der Pioniere bei der getrennten Einsammlung von Bioabfall war. Bereits seit 1993 werden Bioabfälle getrennt gesammelt, lange bevor dies gesetzlich vorgegeben war.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Unterm Strich</span><span>Konstanz ist Vorreiter bei der Biotonne, stark beim Glas und ordentlich beim Restmüll. Doch gibt es Schwächen bei Metallen und Leichtverpackungen. Es hängt von den Bürgern ab, wie ihr Landkreis beim nächsten Abfallranking abschneidet. Denn wenn künftig mehr Wertstoffe gesammelt werden, statt im Restmüll zu landen, und mehr Altmedikamente oder Batterien zum Schadstoffmobil gebracht werden, bringt das den Kreis weiter nach vorn.</span></label></div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Haus- und Sperrmüll:</strong> Ganz so glänzend fällt das Bild beim Restmüll nicht aus. 129 Kilogramm Haus- und Sperrmüll pro Einwohner bedeuten zwar, dass Konstanz besser dasteht als Waldshut (139) oder Schwarzwald-Baar (137). Doch der Bodenseekreis (118) und Sigmaringen (113) liegen deutlich vorne. Immerhin: Der Landkreis Konstanz bleibt unter dem Landesschnitt von 138 Kilogramm und zeigt damit, dass Müllvermeidung in der Region keine bloße Theorie ist.</li> <li><strong>Wertstoffe:</strong> Ein gemischtes Bild ergibt sich bei den Wertstoffen. Beim Altpapier liegt Konstanz mit 59 Kilogramm pro Kopf knapp über dem Landesdurchschnitt, doch fast alle Nachbarn erzielen höhere Werte – Waldshut etwa bringt es auf stolze 70 Kilogramm, der Bodenseekreis auf 68. Ganz anders sieht es beim Glas aus: Hier spielt Konstanz mit 28 Kilogramm vorne mit und übertrifft fast alle Vergleichsregionen. Lediglich Waldshut ist mit 32 Kilogramm noch etwas besser.</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Altmetalle:</strong> Gerade einmal 6,1 Kilogramm pro Kopf wurden im Landkreis Konstanz gesammelt. Das ist nicht nur weniger als der Landesdurchschnitt, sondern auch deutlich hinter allen Nachbarn, von Tuttlingen mit knapp zehn Kilogramm bis hin zu Waldshut, das mit fast 25 Kilogramm geradezu herausragt. Auch bei den Leichtverpackungen hinkt Konstanz hinterher.<br /> Während der Landesdurchschnitt bei 31 Kilogramm liegt und Tuttlingen sogar 35 Kilogramm erreicht, bleiben die Landkreisbewohner mit 25 Kilogramm spürbar darunter. Vielleicht hat auch dieser Wert mit den örtlichen Sammeleigenheiten zu tun. Denn bis 2024 wurden die Leichtverpackungen im ganzen Kreis mit dem Gelben Sack eingesammelt. Seit diesem Jahr haben 14 Städte und Gemeinden die Gelbe Tonne eingeführt, während die elf restlichen Kommunen weiterhin den Gelben Sack abholen lassen.</li> <li><strong>Problemstoffe und Elektrogeräte:</strong> Die Entsorgung gefährlicher Abfälle klappt ordentlich, aber nicht überragend. Mit 0,79 Kilogramm pro Kopf liegt der Landkreis zwar besser als Sigmaringen, aber schwächer als alle anderen Nachbarn. Bei Elektroaltgeräten erreicht Konstanz mit 6,6 Kilogramm den Landesdurchschnitt, liegt damit aber ebenfalls hinter Bodenseekreis, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar und Waldshut.<br /> Der Kreis-Abfallwirtschaftsbetrieb verweist darauf, dass Elektroaltgeräte flächendeckend gesammelt werden und die Kommunen für die Infrastruktur verantwortlich seien: „Jedoch kann nur angenommen werden, was von den Bürgerinnen und Bürgern auch gebracht beziehungsweise entsorgt wird.“</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Grünabfälle:</strong> 58 Kilogramm pro Kopf sind nicht einmal zwei Drittel des Landesdurchschnitts von 93 Kilogramm. Alle Nachbarn sind besser, Waldshut sogar fast dreimal so gut mit 166 Kilogramm. Die Städte und Gemeinden haben unterschiedliche Sammelstrukturen für Grünabfall, weil es eine Aufgabenteilung gibt: Die Kommunen sind für Sammeln und Transport zuständig, der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises für die Verwertung. Am landkreiseigenen Wertstoffhof in Singen-Rickelshausen kann Grünabfall von allen Einwohnern das ganze Jahr über an fünf Tagen die Woche und zusätzlich jeden letzten Samstag im Monat abgegeben werden.</li> </ul> </div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Beim Biomüll ist der Landkreis an der Spitze, doch der Abfallbericht zeigt auch Nachholbedarf]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 07 Oct 2025 15:59:33 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Angst vor leeren Kassen und Empörung unter Bürgermeistern: „Uns brennt der Kittel!“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die finanziellen Spielräume der Kommunen im Landkreis Konstanz werden enger – und die Nerven dünner. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine heiße Debatte um die Kreisumlage bevorsteht.  ]]></description>
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          Die finanziellen Spielräume der Kommunen im Landkreis Konstanz werden enger – und die Nerven dünner. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine heiße Debatte um die Kreisumlage bevorsteht.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025]]></guid>
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        Die finanziellen Spielräume der Kommunen im Landkreis Konstanz werden enger – und die Nerven dünner. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine heiße Debatte um die Kreisumlage bevorsteht.



        <p>Die Debatte um den Kreishaushalt hat noch gar nicht begonnen, da hat der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt schon die „Eckpunkte zur Finanzpolitik“ für die Jahre 2026 bis 2029 entdeckt, obwohl diese gut versteckt in der allerletzten Anlage anhängen. „Die Stadt Konstanz schließt immer noch die vierte Haushaltslücke dieses Jahr. Dabei sparen wir der Kreisumlage hinterher, ohne sie müssten wir gar nicht sparen“, empört er sich.</p> <p>Die Kreisumlage ist die Abgabe, die Kommunen an den Kreis entrichten, um dessen Finanzbedarf zu decken. Der Kreis selbst erhebt keine eigenen Steuern. Der Hebesatz für die Umlage liegt im Kreis Konstanz aktuell bei 34 Prozent, angesichts großer anstehender Investitionen wird er aber steigen, so die Prognose.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Kreisumlage</span><span>Es handelt sich um eine Umlage, die die Gemeinden an den Kreis zu zahlen haben zur Finanzierung der vom Landkreis zu erbringenden Leistungen. Die Kreisumlage ist eine der wichtigsten Einnahmequellen des Kreises. Sie wird erhoben, weil der Kreis keine nennenswerten Einnahmequellen hat.</span></label></div> <p>In den Eckpunkten wird der Plan für die Kreishaushalte bis 2029 dargestellt und enthält – Stand September 2025 – die Zahlen, die Burchardt das Grausen lehren: ein Kreisumlage-Hebesatz von 40 Prozent für 2027, 42 Prozent für 2028 und 49,8 Prozent für 2029. Einmal in Fahrt macht Burchardt weiter: „Die 34 Prozent müssen der Anschlag sein. Wenn da irgendwo 39 Prozent steht, hätte das gar nicht durch den Drucker laufen dürfen. Aber wenn wir bei 49 sind, können wir dicht machen.“</p> <h2>Das entgegnet Landrat Zeno Danner</h2> <p>Diese helle Aufregung hat Landrat Zeno Danner offenbar nicht kommen sehen – sonst hätte er vermutlich den Drucker gestoppt. Oder gehofft, dass die Zahlen gut genug versteckt sein würden. Immerhin kommt der Tagesordnungspunkt harmlos daher: Es sind lediglich „Informationen zum aktuellen Planungsstand“.</p> <p>Ein bisschen Verteidigung schiebt er Burchardts Empörung hinterher, ganz sanft: „Wir können ja nicht so tun, als könnten wir alles locker erreichen, was wir uns vornehmen“, sagt er und betont, dass die Kreisumlage seit drei Jahren bei 34 Prozent stehe, obwohl sie schon mehrfach deutlich höher geplant war. Sein Ziel sei es, dass der Hebesatz auch 2026 nicht ansteige. „Das Festhalten am Kreisumlage-Hebesatz hat die Kreisverwaltung dieses Jahr übrigens fünf Millionen Euro gekostet.“</p> <h2>Verdoppelte Schulden bis 2029?</h2> <p>An diesem Nachmittag ergibt sich nur ein kurzer Einblick in die Misere der kommunalen Finanzen. Aber es liegt alles auf dem Tisch, als Kreisrätin Dorothee Jacobs-Krahnen (Grüne) auch noch auf die vorausgesagte Verschuldung hinweist: Diese würde, Stand jetzt, im Jahr 2029 dann 375 Millionen Euro betragen und hätte sich damit innerhalb von drei Jahren schlicht verdoppelt. Alarmierend sei dies für die Gestaltungsmöglichkeiten kommender Generationen, sagt sie.</p> <p>Landrat Danner kann vor dem eigentlichen Schlagabtausch nicht viel mehr tun, als die Kommunalpolitiker um Geduld zu bitten und auf die kommende Haushaltsdebatte zu verweisen. Das Ziel, die Zahl 34 beim Hebesatz zu erhalten, ist hiermit gesetzt.</p> <p>Uli Burchardt sorgt mit seltener Eindringlichkeit erneut dafür, dass er gehört wird: „Uns brennt der Kittel. Das gilt für Konstanz, aber auch für die meisten Städte und Gemeinden. Lasst uns gemeinsam einen Weg finden, dass wir die Entwicklung unter Kontrolle bekommen.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Angst vor leeren Kassen und Empörung unter Bürgermeistern: „Uns brennt der Kittel!“]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 12:37:58 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gepickelte Radiesle und keine dummen Nüssle: So lecker war die Kochshow in der Stadthalle  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/gepickelte-radiesle-und-keine-dummen-nuessle-so-lecker-war-die-kochshow-in-der-stadthalle;art372458,12492757 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zwölf glückliche SÜDKURIER-Abonnenten blicken exklusiv hinter die Kulissen der AOK-Kochshow mit Küchenchef Peter Bogdanovic. Dabei geht es auch um Gesundheit, doch der Geschmack darf nicht zu kurz kommen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Zwölf glückliche SÜDKURIER-Abonnenten blicken exklusiv hinter die Kulissen der AOK-Kochshow mit Küchenchef Peter Bogdanovic. Dabei geht es auch um Gesundheit, doch der Geschmack darf nicht zu kurz kommen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/gepickelte-radiesle-und-keine-dummen-nuessle-so-lecker-war-die-kochshow-in-der-stadthalle;art372458,12492757]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Zwölf glückliche SÜDKURIER-Abonnenten blicken exklusiv hinter die Kulissen der AOK-Kochshow mit Küchenchef Peter Bogdanovic. Dabei geht es auch um Gesundheit, doch der Geschmack darf nicht zu kurz kommen.



        <p>„Das Radiesle schmeckt wirklich himmlisch“, lautet das Fazit gleich mehrerer Besucher in der Singener Stadthalle. Peter Bogdanovic, Küchenchef des Gasthauses Sternen in Bohlingen, hört diese Worte an diesem Abend nicht. Er arbeitet auf der Bühne konzentriert am nächsten Gang. Dabei arbeiten Bogdanovic und sein Team schon seit Stunden in der Küche der Stadthalle auf Hochtouren.</p> <p>Mehr als 250 Gäste haben sich zur AOK-Kochshow angemeldet. Zwölf Probe-Testesser kommen schon vor dem offiziellen Beginn in den Genuss der später live vorgeführten Speisen. Denn SÜDKURIER-Abonnenten können im Rahmen der Serie „SÜDKURIER öffnet Türen“ exklusiv einen Blick hinter die Kulissen der Kochshow werfen.</p> <h2>4,5 Tonnen an Ausrüstung</h2> <p>14 Mal macht die AOK-Kochshow in ganz Baden-Württemberg Halt. „Wir spielen das wie eine Tournee, wir machen die Show mehrere Male hintereinander“, berichtet Michael Riehm von der Firma Rzwo GmbH, die für den Aufbau zuständig ist. Alles, was auf der Bühne zu sehen ist, bringe man selbst mit. Auch die gesamte Show-Küche. Laut Riehm habe man 4,5 Tonnen an Ausrüstung dabei. Einen ganzen Tag nehme der Aufbau in Anspruch. „Alleine die Küche besteht aus drei größeren Blöcken“, sagt er.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Kochshow</span><span>Unter dem Motto „Nachhaltig genießen“ lädt die Gesundheitskasse AOK Baden-Württemberg an verschiedenen Standorten zur Kochshow ein. Die Idee, die dahinter steckt: Gemeinsam mit der Meistervereinigung Gastronom Baden-Württemberg bietet die Gesundheitskasse die Gelegenheit, den Profis über die Schulter zu schauen. Das Duo, ein Meisterkoch der Meistervereinigung Gastronom und eine Ernährungsexpertin, stehen auf der Bühne und erklären und zeigen, wie man sich klimaschonend, nachhaltig und trotzdem lecker und gesund ernähren können. Ein köstliches 3-Gänge-Menü aus regionalen und saisonalen Zutaten wird vor Ort gezaubert. Und natürlich darf auch probiert werden. Teilnehmer müssen kein AOK-Mitglied sein, die Teilnahme ist kostenlos.</span></label></div> <p>Martin Hummel ist der Geschäftsführer der AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee. Er gibt Einblick, was die Gesundheitskasse mit der Kochshow bezwecken will: „Wir wollen einen Ansporn geben, dass jeder daheim schnell, gesund kochen kann und wie man die richtigen Produkte verwendet.“ Dass man schon das zweite Jahr mit der Kochshow nach Singen gekommen sei, sei auch ein Bekenntnis zur Region. Das Interesse an der Veranstaltung sei riesig, die 250 Plätze in wenigen Minuten vergriffen gewesen.</p> <p>Am Abend kommen die SÜDKURIER-Abonnenten zusammen mit rund 250 Gästen auf den Geschmack, was Peter Bogdanovic und sein Küchenteam alles gezaubert haben. Für die Gesundheitsfakten ist die Ernährungswissenschaftler Monika Fassl an Bord, die während der Show immer wieder Hintergründe der Lebensmittel erläutert. Und für die gute Stimmung sorgt SÜDKURIER-Redakteur Andreas Schuler. Er behält die Gastroszene und Kulinarik in der Region im Auge und ist auch privat ein leidenschaftlicher Koch.</p> <h2>„Welche Nuss ist denn die dümmste?“</h2> <p>Dabei entstehen auch muntere Unterhaltungen etwa über Nüsse und deren Inhaltsstoffe. Moderator Andreas Schuler will etwa wissen, ob es gute oder schlechte Nüsse gibt. Oder wie er es formuliert: „Welche Nuss ist denn die dümmste?“ Laut Monika Fassl gebe es keine richtig schlechten Nüsse. Aber sie macht deutlich, welche Kraft in ihnen stecken: „Wir brauchen eigentlich kein Proteinpulver. Eine Handvoll Nüsse am Tag hat den gleichen Effekt“, sagt sie.</p> <p>Auch Peter Bogdanovic ist in der Showküche in seinem Element. Er verrät Tipps, wie man Radieschen kulinarisch eine Frischzellenkur verpasst. „Radieschen können mehr als nur Salat“, sagt er. Dann kümmert er sich um den Sud. Essig, Salz und Zucker werden dafür aufgekocht. Dazu gleich eine ganze Reihe an Gewürzen wie etwa Lorbeerblätter, Pfefferkörner und Kreuzkümmel angeröstet. Das Ganze dann heiß über die geviertelten Radieschen kippen und luftdicht in einem Glas ziehen lassen. „Daraus entstehen gepickelte Radiesle, die bringen die Säure“, so Bogdanovic. Und die passe perfekt zum Wels, den es in der Vorspeise gibt. „Wels ist ein besonders malziger Fisch“, sagt Bogdanovic dazu.</p> <p>Am Ende des Abends sind alle SÜDKURIER-Abonnenten, die bei der Aktion „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ gewonnen haben, sichtlich begeistert von der Show – und vor allem auch satt geworden. Heinz Gaubatz hatte sich neue Rezeptideen für daheim erhofft und diese auch bekommen. „Wir haben uns wirklich gefreut, bei der Aktion gewonnen zu haben“, sagt er. Auch Thomas Gaisser sieht dies so: „Viele Bekannte von uns wollten auch hier her, haben aber keine Karten mehr bekommen. Wir schon, dank dem SÜDKURIER.“</p> <p>Und für alle, die wissen wollen, was gekocht wurde: Es gab gebeizten Bodensee-Wels, gepickelte Radiesle, dazu einen Gurkensud zur Vorspeise. Der Hauptgang blieb vegetarisch: gegarter Sellerie mit marokkanischen Gewürzen, Kohlrabi-Apfelsalat und gepufften Buchweizen. Den Abschluss bildete eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte im Glas.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Gepickelte Radiesle und keine dummen Nüssle: So lecker war die Kochshow in der Stadthalle]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 12:00:54 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Es steht viel auf dem Spiel": Darum wenden sich Städte und Gemeinden mit Brandbrief an die Bürger  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/es-steht-viel-auf-dem-spiel-staedte-und-gemeinden-in-baden-wuerttemberg-schreiben-brandbrief-an-buerger;art372448,12492055 ]]></link>      <description><![CDATA[  In einem ungewöhnlichen Schritt schreibt die Vertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land zum 3. Oktober direkt an die Bürger. Zwei Rathauschefs aus dem Hegau erklären, warum auch sie zu drastischen Worten greifen.  ]]></description>
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          In einem ungewöhnlichen Schritt schreibt die Vertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land zum 3. Oktober direkt an die Bürger. Zwei Rathauschefs aus dem Hegau erklären, warum auch sie zu drastischen Worten greifen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        In einem ungewöhnlichen Schritt schreibt die Vertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land zum 3. Oktober direkt an die Bürger. Zwei Rathauschefs aus dem Hegau erklären, warum auch sie zu drastischen Worten greifen.



        <p>An klaren Worten fehlt es nicht. Wenn wir so weitermachen, heißt es in einem überraschend veröffentlichten Brief, dann fahren Staat und Gesellschaft an die Wand. Der Absender: der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Interessenvertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land. Die Adressaten: 11,2 Millionen Menschen, alle Einwohner Baden-Württembergs. Der Anlass: Ein Hilferuf und ein Appell, Reformen mitzutragen. Der Tonfall: Alarmiert.</p> <p>Es ist nicht weniger als ein Brandbrief, der zum Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, veröffentlicht wurde (<a href="https://www.gemeindetag-bw.de/content/brief-die-b%C3%BCrgerinnen-und-b%C3%BCrger-zum-tag-der-deutschen-einheit" target="_blank" title="" rel="noopener">hier ist der vollständige Wortlaut zu lesen</a>). Aber warum dieser ungewöhnliche Schritt? Die Bürgermeister Benjamin Mors aus Steißlingen und Holger Mayer aus Hilzingen, beide engagiert im Kreisvorstand des Gemeindetags, sagen auf SÜDKURIER-Nachfrage: Weil es tatsächlich brennt.</p> <p>„Es steht viel auf dem Spiel“, sagt Benjamin Mors. Er sorgt sich um den Zusammenhalt in Zeiten schneller Veränderungen und einer immer weiter ausufernden Bürokratie. „Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern wir schaffen es nicht, als Gesellschaft und Gesellschaft darauf eine schnelle Antwort zu finden.“</p> <p>Sein Kollege Holger Mayer fordert, dass Bund und Land den Kommunen wieder mehr Vertrauen entgegenbringen, Zuschüsse nicht an ein unüberschaubares Regelwerk knüpfen und sich darauf verlassen, dass Verwaltungen und Gemeinderäte in einem demokratischen Prozent „mit dem Geld schon etwas Richtiges machen“.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Botschaft zum 3. Oktober</span><span>Der 3. Oktober, Deutschlands Nationalfeiertag, erinnert nicht nur an die 1990 an diesem Tag vollzogene Wiedervereinigung Deutschland. Sondern auch daran, dass ab 1989 Menschen in der damaligen DDR für die Demokratie bereit waren, ihr Leben auf Spiel zu setzen. Doch diese Demokratie ist gefährdet, wenn der Staat handlungsunfähig wird, warnen nun auch die Kommunen im Land Baden-Württemberg. Bundesweit fehlten den Landkreisen, Städten und Gemeinden 30 Milliarden Euro, so der baden-württembergische Landkreistag. Auch die Kommunen im Kreis Konstanz sehen ihre Finanzen teils im freien Fall. Singen und Konstanz haben deshalb schon eine Haushaltssperre verfügt, was bei ernsthafter Umsetzung einem weitgehenden Verlust von Gestaltungsmöglichkeiten gleichkommt.</span></label></div> <p>Benjamin Mors nennt ein konkretes Beispiel: In Steißlingen hat die Gemeinde ein Grundstück verkauft, damit ein Bauträger darauf Wohnungen auch für Menschen mit schmalerem Geldbeutel errichten kann. Drei Jahre dauerte es, bis der Bebauungsplan stand – weil einige Streuobstbäume weichen müssen und überdies noch Fledermäuse entdeckt wurden. Holger Mayer muss seine Bürgerinnen und Bürger seit Jahren in Sachen Freibad-Sanierung vertrösten, weil Hilzingen das Geld für Pflichtaufgaben braucht, zum Beispiel die vom Bund eingeführte Betreuung von Grundschulkindern.</p> <p>Steffen Jäger, Hauptgeschäftsführer des Gemeindetags und Autor des offenen Briefs, weiß, wovon er spricht. Er war Bürgermeister der 4500-Einwohner-Gemeinde Oppenweiler bei Stuttgart. Seine Diagnose im Jahr 2025 liest sich bitter: „Die Kommunen sind damit das Rückgrat eines gelingenden Staates. Doch ihre Handlungsfähigkeit ist gefährdet. Die Kommunalfinanzen sind in einer solch dramatischen Schieflage, dass bereits die Erfüllung der Pflichtaufgaben kaum mehr möglich ist.“ Und das, weil der Staat über seine Verhältnisse lebt: „Die Summe an staatlichen Leistungszusagen, Standards, Versprechen hat ein Maß erreicht, das mit den verfügbaren Ressourcen nicht mehr erfüllbar ist.“</p> <h2>Die Bürger werden wieder mehr selbst leisten müssen</h2> <p>Dem stimmen die Bürgermeister von Hilzingen (knapp 10.000 Einwohner) und Steißlingen (gut 5000 Einwohner) ausdrücklich zu – obwohl oder gerade weil gerade diese beiden Kommunen lange Zeit als finanziell gut aufgestellt galten. Das ist vorbei, sagen die beiden, weil die Ansprüche der Menschen viel schneller gestiegen sind als die Möglichkeiten einer Gemeinde. Für sie gibt es nur den Weg, der auch in dem ungewöhnlichen Brief an die Bürgerinnen und Bürger skizziert ist: Abschied zu nehmen von lieb gewonnenen Dingen, wieder mehr Eigenverantwortung bei den Menschen selbst und Akzeptanz dafür, dass der Staat manche Dinge jetzt eben nicht mehr leisten kann.</p> <h2>Gemeinden fordern auch „mehr Ehrlichkeit in der Migrationspolitik“</h2> <p>Der Brief des Gemeindetags macht dabei auch um schwierige Themen keinen Bogen. Er fordert „mehr Ehrlichkeit in der Migrationspolitik“, verlangt von Zugewanderten nicht nur ein klares Bekenntnis zum Grundgesetz, sondern auch entsprechendes Handeln. Und „er oder sie muss auch zum Gelingen von Gesellschaft und Volkswirtschaft beitragen“, heißt es dort mitten in die hitzige Debatte hinein: „Menschenverächter haben keine Lösungen, sie haben nur Propaganda. Wir Demokraten müssen beweisen, dass wir es besser können.“</p> <p>Dass das gelingen kann, da sind Benjamin Mors und Holger Mayer übrigens ganz zuversichtlich. Zwar stellen sie fest, dass der Ton gerade in den sogenannten sozialen Medien rau geworden ist und einzelne Akteure eine zunehmende Lust an Polarisierung und Spaltung zeigten. In ihren Orten erleben sie aber täglich großen Zusammenhalt, wie beide betonen. Und eine wichtige Sache sei weithin akzeptiert, so Mors: „Wir brauchen keine Willensbekundungen, sondern echte Reformen.“</p> <p>Dabei komme es auf jeden an, so die beiden Hegauer Bürgermeister, die nach eigenen Worten jeden Satz im Brandbrief mittragen. Dort findet sich eine Formulierung, wie sie so ähnlich auch der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt immer wieder benutzt: „Demokratie ist kein Bestellshop – sie ist die Einladung an alle, sich mit ganzer Kraft für eine freiheitliche und wohlständige Gesellschaft einzubringen. Und deshalb kann Demokratie auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir alle unseren Beitrag dazu leisten.“</p> <p>Also Ärmel hochkrempeln und anpacken, das wünschen sich Burchardt, Mayer und Mors, aber auch der Landkreistag. Dessen Präsident Achim Brötel aus dem Neckar-Odenwald-Kreis klagt nicht nur darüber, dass inzwischen fast alle Kreise im Land nicht einmal mehr ihre laufenden Aufgaben leisten können, ohne neue Schulden zu machen. Seine Botschaft zum 3. Oktober „in diesen schwierigen Zeiten“ ist so unmissverständlich wie die der Verantwortlichen im Kreis Konstanz: „Deutschland ist ein starkes Land, und es kann stark bleiben, wenn wir uns alle gemeinsam darum bemühen und uns dafür einsetzen. Denn genau das ist Demokratie – die Kraft der Vielen.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 17:18:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Endlich Grundschüler! Alle Einschulungs-Bilder aus Singen und dem Hegau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/endlich-grundschueler-alle-einschulungs-bilder-aus-singen-und-dem-hegau;art372458,12489481 ]]></link>      <description><![CDATA[  Schultüte und schöne Fotos gehören dazu, wenn Kinder in die Schule starten. Der SÜDKURIER wünscht allen Erstklässlern 2025 einen guten Start und zeigt einen Überblick mit Klassenlehrern.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Schultüte und schöne Fotos gehören dazu, wenn Kinder in die Schule starten. Der SÜDKURIER wünscht allen Erstklässlern 2025 einen guten Start und zeigt einen Überblick mit Klassenlehrern.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/endlich-grundschueler-alle-einschulungs-bilder-aus-singen-und-dem-hegau;art372458,12489481]]></guid>
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        Schultüte und schöne Fotos gehören dazu, wenn Kinder in die Schule starten. Der SÜDKURIER wünscht allen Erstklässlern 2025 einen guten Start und zeigt einen Überblick mit Klassenlehrern.



        ]]>
      </dc:subject>
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      <dc:rights><![CDATA[Endlich Grundschüler! Alle Einschulungs-Bilder aus Singen und dem Hegau]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 15:45:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Alte Fresken, neue Ausblicke: Warum sich ein Besuch des Grenzstädtchens Stein am Rhein lohnt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/schweiz/stein-am-rhein-ist-ein-besuchermagnet-das-macht-den-reiz-des-grenzstaedtchens-aus;art1371848,12489366 ]]></link>      <description><![CDATA[  Direkt an der deutschen Grenze befindet sich Stein am Rhein. Das kleine schweizerische Städtchen bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten und zieht damit hunderttausende Touristen an. Was man gesehen haben sollte.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Direkt an der deutschen Grenze befindet sich Stein am Rhein. Das kleine schweizerische Städtchen bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten und zieht damit hunderttausende Touristen an. Was man gesehen haben sollte.<br>
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        Direkt an der deutschen Grenze befindet sich Stein am Rhein. Das kleine schweizerische Städtchen bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten und zieht damit hunderttausende Touristen an. Was man gesehen haben sollte.



        <p>Verwinkelte Gassen, eine belebte Uferpromenade und im wahrsten Sinne des Wortes eine malerische Altstadt: Damit kann das schweizerische Grenzstädtchen Stein am Rhein punkten und zieht laut Linda Stoll von der örtlihchen Touristinfo rund 800.000 Besucher pro Jahr an. Dabei hat die Gemeinde direkt an der Grenze zu Deutschland nur rund 4000 Einwohner.</p> <p>„In unserem Tourist-Office begrüßen wir jährlich rund 15.000 Gäste, davon sind ungefähr 50 Prozent Deutsche“, berichtet Linda Stoll. Kein Wunder, liegt sie doch nur einen Katzensprung von der Höri-Gemeinde Öhningen und dem benachbarten Hegau entfernt. „In Stein am Rhein gibt es ein breites Angebot auf überschaubarem Raum. Von Kultur über Kulinarik bis hin zu aktiven Angeboten ist alles dabei“, erklärt die Mitarbeiterin des Tourismusbüro den Andrang. Stoll kann insbesonders fünf Ziele empfehlen:</p> <h2>1. Altstadt mit Fassadenmalereien</h2> <p>Der Rathausplatz ist das Zentrum des Städtchens. Hier sind alle Häuserfassaden aufwändig bemalt worden. Ein besonderes Schmuckstück ist der „Weisse Adler“, der erstmals 1418 erwähnt wurde, so Linda Stoll. Das Haus wurde um 1520 vom schweizerischen Künstler Thomas Schmid bemalt. „Wegen seiner Fresken, die als früheste erhaltene Fassadenmalerei der Renaissance in der Schweiz gelten, nimmt das Haus eine Sonderstellung ein“, erklärt sie. Heute ist das Haus im Besitz der Zunft zum Kleeblatt.</p> <h2>2. Burg Hohenklingen</h2> <p>Hoch über dem Städtchen Stein am Rhein gelegen, bietet die Burg Hohenklingen einen schönen Ausblick und etwas zu essen. Schon seit dem Jahr 1200 thront die Burg auf dem 200 Meter hohen Berg. „Seit Hohenklingen zwischen 2005 und 2007 komplett renoviert wurde, erwartet den Besucher eine perfekte Symbiose von Alt und Neu“, so die Mitarbeiterin des Steiner Tourismusbüros. Die Burganlage kann zu den <a href="https://burghohenklingen.com/" target="_blank" title="" rel="noopener">Öffnungszeiten</a> zwischen 10 und 23 Uhr kostenlos besichtigt werden. „Ein Besuch im spektakulär gelegenen Restaurant rundet den Besuch ab“, empfiehlt Stoll.</p> <h2>3. Kirche Uf Burg</h2> <p>„Am anderen Rheinufer befindet sich mit der Kirche Uf Burg ein kleines Juwel, das von vielen Besuchern unbemerkt bleibt“, teilt Linda Stoll mit. Uf Burg ist die älteste Gottesdienststätte des Kantons Schaffhausen. Sie ist auf einer Anhöhe gelegen, die sich inmitten des im 3. Jahrhunderts errichteten römischen Kastells Tasgetium befindet. Noch heute zeugen Mauerreste davon. Die Kirche zeichnet sich durch ihre weithin sichtbare Barockzwiebel und die Wandmalereien im Altarraum aus. „Der Abstecher auf die andere Rheinseite lohnt sich doppelt, wegen der wunderbaren Aussicht aufs Städtchen und die Burg“, ergänzt Stoll.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Viele Malereien sind erst spät entstanden</span><span>Was Linda Stoll von der Steiner Touristinfo zufolge viele nicht wissen: Die meisten Fassadenmalereien in der Altstadt sind erst um die Wende des 19./20. Jahrhunderts entstanden. Die Malereien am Rathaus stammen beispielsweise aus dem Jahr 1900. „Von den Fassadenmalereien, die heutzutage am Rathausplatz zu bewundern sind, sind lediglich drei in der Zeit vor 1900 entstanden“, so Stoll. Das sind die an den Häusern „Weisser Adler“ (um 1520), „Roter Ochsen“ (1615) und „Vordere Krone“ (1734).</span></label></div> <h2>4. Museen: Klostermuseum St. Georgen, Kulturhaus Obere Stube, Museum Lindwurm, Krippenwelt</h2> <p>Die ehemalige Benediktinerabtei St. Georgen ist eine der am besten erhaltenen Klosteranlagen der Schweiz. Besonders sehenswert sind der spätgotische Kreuzgang und der sogenannte Festsaal. Die Mitarbeiterin des Tourismusbüros erklärt: „Hier befinden sich die wichtigsten, noch existierenden Freskomalereien nördlich der Alpen aus der Zeit um 1500.“ Übrigens wurde hier der <a href="https://www.suedkurier.de/region/schwarzwald/donaueschingen/Als-Bettelkind-und-Baeuerin-Zwei-Grueningerinnen-wirken-im-Reformationsfilm-Zwingli-mit;art372512,10331302" target="_blank" title="Als Bettelkind und Bäuerin: Zwei Grüningerinnen wirken im Reformationsfilm &amp;bdquo;Zwingli&amp;ldquo; mit">Reformationsfilm ‚Zwingli‘</a> gedreht. Der Eintritt kostet 5 Schweizer Franken.</p> <p>Das Kulturhaus Obere Stube ist ein offener Ausstellungs- und Begegnungsort, in dem es historische Ausstellungen und zeitgenössische nationale und internationale Kunst zu sehen gibt. „Wer dem geschäftigen Treiben der Altstadt für eine Weile entfliehen möchte, findet hier ein ruhiges Plätzchen“, verspricht Stoll. Hier ist der Eintritt frei.</p> <p>Die Erlebniswelt im Museum Lindwurm zeigt, wie die Menschen im 19. Jahrhundert gewohnt und gearbeitet haben. „In schweren Leinenhemden oder noblen Kleidern kann man in das Leben von früher schlüpfen, historische Spiele entdecken und auf Strohsäcken Probe liegen“, so die Tourismusmitarbeiterin. Ein Ticket kostet 5 Schweizer Franken.</p> <p>„Die Krippenwelt befindet sich im ältesten noch original erhaltenem Haus der Stadt“, zählt Linda Stoll weiter auf. Sie zeigt in wechselnden Darstellungen jeweils zwischen 300 bis 500 Krippen aus aller Welt – und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Der Eintrittspreis liegt bei 10 Schweizer Franken.</p> <h2>5. Schifffahrt auf dem Rhein</h2> <p>Seit 1865 fährt die älteste Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft <a href="https://www.urh.ch/?utm_term=&amp;utm_campaign=%5Bnp%5D+PMax+Ausfl%C3%BCge&amp;utm_source=adwords&amp;utm_medium=ppc&amp;hsa_acc=4045168307&amp;hsa_cam=22368591339&amp;hsa_grp=&amp;hsa_ad=&amp;hsa_src=x&amp;hsa_tgt=&amp;hsa_kw=&amp;hsa_mt=&amp;hsa_net=adwords&amp;hsa_ver=3&amp;gad_source=1&amp;gad_campaignid=22375228202&amp;gbraid=0AAAAADCQY-Kq-7pUuQooX72vIj3a3w6fk&amp;gclid=EAIaIQobChMIvcSSsOvfjwMVuAcGAB3zuAjkEAAYASAAEgL-KvD_BwE" target="_blank" title="" rel="noopener">Untersee und Rhein AG</a> (URh) mit seinen Ausflugsschiffen zwischen Schaffhausen und Konstanz hin und her. Und das von Mitte April bis Mitte Oktober. Ein Tagesticket kostet 49,50 Schweizer Franken. An der Anlegestelle an der Steiner Promenade, die nicht einmal zwei Gehminuten von der Altstadt entfernt liegt, können Besucher aus- und zusteigen. „Die Fahrt über den Rhein ermöglicht es den Menschen, die atemberaubende Landschaft des Kantons zu erleben“, so Stoll. Stein am Rhein sei zudem ein guter Ausgangspunkt für diverse Rad- und Wandertouren entlang der Rebberge und Wälder.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Alte Fresken, neue Ausblicke: Warum sich ein Besuch des Grenzstädtchens Stein am Rhein lohnt]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 15:41:24 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Von Kretschmer bis Gysi: So locken die Bürgermeister Polit-Promis zum Schätzele-Markt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/von-kretschmer-bis-gysi-so-aufregend-war-es-mit-polit-promis-beim-schaetzele-markt-28-09-25;art372462,12489354 ]]></link>      <description><![CDATA[  Wie schafft es Tengen immer wieder, hochkarätige Redner für den Schätzele-Markt zu begeistern? Der Tengener Bürgermeister Selcuk Gök und seine beiden Vorgänger Helmut Groß und Marian Schreier berichten.  ]]></description>
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          Wie schafft es Tengen immer wieder, hochkarätige Redner für den Schätzele-Markt zu begeistern? Der Tengener Bürgermeister Selcuk Gök und seine beiden Vorgänger Helmut Groß und Marian Schreier berichten.<br>
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        Wie schafft es Tengen immer wieder, hochkarätige Redner für den Schätzele-Markt zu begeistern? Der Tengener Bürgermeister Selcuk Gök und seine beiden Vorgänger Helmut Groß und Marian Schreier berichten.



        <p>Eine Bundesjustizministerin, die sich auf dem Wirbelkarussell Polyp amüsiert. Ein Bundespolitiker, der sich mit Rinderzucht auskennt. Und was passiert, wenn ein Politiker kurzfristig absagt? All das gabs schon am Tengener Schätzele-Markt. Drei Bürgermeister erinnern sich.</p> <h2>Selcuk Göks Casting fürs Festzelt</h2> <p>Die Suche nach einem passenden Redner für die Mittelstandskundgebung ist eine der spannendsten Aufgaben des Tengener Bürgermeisters. Man könne fast sagen, das sei Göks ganz persönliches „Casting fürs Festzelt“. Telefonieren, schreiben, Kontakte nutzen, über alle möglichen Kanäle anfragen – und hoffen, dass es am Ende klappt. „Und manchmal kommt man dabei ganz schön ins Schwitzen.“ In Göks erstem Jahr als Bürgermeister etwa war der Name des CDU-Landesinnenministers Thomas Strobl im Gespräch. Er musste aber kurzfristig absagen. Der Schätzele-Markt stand vor der Tür und es war kein Redner in Sicht.</p> <p>Für den frisch gebackenen Bürgermeister war klar: „Gleich beim ersten Mal ohne prominenten Redner dazustehen, das darf nicht passieren.“ <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/einwanderung-buergergeld-staatsueberdruss-markige-worte-beim-schaetzele-markt-mit-manuel-hagel;art372462,11773116" target="_blank" title="Einwanderung, Bürgergeld, Staatsüberdruss: Markige Worte beim Schätzele-Markt mit Manuel Hagel">Am Ende kam Manuel Hagel, damals noch lange nicht so bekannt wie heute</a>, denn inzwischen ist er CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl. Hagel hat 2023 das Zelt begeistert und die Leute für sich gewonnen. Rückblickend kann man sagen: „Manchmal lohnt sich die Aufregung und er hat gezeigt, dass er Festzelt kann.“</p> <p>Auch im zweiten Jahr sei es wieder spannend gewesen. Die bundesweiten Wahlen liefen, viele Politiker hatten volle Terminkalender, und Gök habe sich gefragt: „Schaffen wir es, jemanden zu finden, der in Tengen auftritt?“</p> <h2>Ein prominenter Gegner muss her</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/kein-platz-mehr-fuer-ideologen-michael-kretschmer-kommt-poltert-und-ueberzeugt-beim-schaetzele-markt;art372462,12217721" target="_blank" title="Kein Platz mehr für Ideologen! Michael Kretschmer kommt, poltert und überzeugt beim Schätzele-Markt">Umso glücklicher sei der Bürgermeister gewesen, dass er Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) gewinnen konnte.</a> „Er kam als Ministerpräsident nach Tengen und das direkt vor den Koalitionsverhandlungen. Plötzlich hatten wir nicht nur einen hochkarätigen Redner, sondern gleich die große Presse mit im Festzelt. Solche Momente vergisst man nicht“, so Gök.</p> <p>Heute habe sich der Bürgermeister eine eiserne Regel auferlegt: „Plan B ist Plan A. Heißt konkret: Ein prominenter Redner muss her, und zwar rechtzeitig.“ Natürlich bleibe immer eine gewisse Spannung, aber immerhin habe er gelernt, dass eine Portion Nervenkitzel wohl zum Schätzele-Markt dazugehört. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/promi-gast-beim-schaetzele-markt-in-tengen-2025-kommt-sogar-finanzminister-danyal-bayaz;art372462,12478129" target="_blank" title="Promi-Redner beim Schätzele-Markt in Tengen steht fest: Dieser Minister kommt ins Festzelt">In diesem Jahr stellt sich Landes-Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) dem Festzelt.</a></p> <p>Und verrät der Bürgermeister, welche Redner in den nächsten Jahren angefragt werden? „Ich habe bereits eine kleine Liste an Persönlichkeiten, die ich mir sehr gut in Tengen vorstellen könnte“, so Gök. Wer es aber genau sein wird, das bleibe noch sein Geheimnis. Die ersten Gespräche würden bereits geführt: „Ich verspreche, dass wir auch 2026 wieder einen Redner im Festzelt haben werden, der die Menschen begeistert“, so Gök.</p> <h2>So kam es zu den Politikerauftritten</h2> <p>Wie es zu den Kundgebungen am Schätzele-Markt kam, berichtet Helmut Groß, der über vier Jahrzehnte die Geschicke Tengens lenkte. Im September 1973 trat der damals neu gewählte Bürgermeister Helmut Groß sein Amt in Tengen, mit den Stadtteilen Blumenfeld, Talheim und Uttenhofen an. In der Schätzlele-Makt-Zeitung wurde von ihm folgendes veröffentlicht: „Warum gibt es noch keinen Gewerbeverein Hegau/Randen?“</p> <p>Um das zu ändern, wurden Gewerbetreibende aus den Tengener Stadtteilen zu einer Gründungsversammlung eingeladen. Von einem Gewerbetreibenden aus Engen kam dazu die Anregung, in den „Bund der Selbstständigen“ als Verein einzutreten. Weiter regte er an, am Schätzele-Markt eine „Mittelstandkundgebung“ – wie in Schriesheim am Matheise-Markt – mit prominenten Rednern abzuhalten.</p> <p>Der Verein wurde gegründet und die erste Kundgebung fand 1973 in der Randenhalle statt. Der Staatssekretär im Staatsministerium Baden-Württemberg Gerhard Mahler (CDU) war der erste Redner. Bürgermeister Helmut Groß war begeistert, denn es wurde nicht nur Geld versprochen.</p> <p>Wenige Wochen später konnte die Stadt Tengen auch einen „Landschaftsplan“ für die laufende Flurbereinigung in Stuttgart vorlegen und bekam hohe Zuschüsse. So unter anderem zur Erschließung der Mühlbachschlucht mit Wegen und Brücken. „Ein Auftakt zu diesen Kundgebungen, der nicht hätte besser sein können“, betont Groß im Rückblick.</p> <h2>Lothar Spät war dreimal da</h2> <p>Ab 1978 fanden dann diese Veranstaltungen im Festzelt auf dem neu geschaffenen Festplatz mit Fahr- und Schaugeschäften statt. Bundeslandwirtschaftsminister Josef Ertl (FDP) war der erste Festzeltredner. Dreimal war aus diesem Anlass Ministerpräsident Lothar Späth (CDU) in Tengen.</p> <p>1991 gab es einen ganz besonderen Anlass: Ulrich Bremi, Präsident des Schweizerischen Nationalrates war als ranghöchster Schweizer der Redner in Tengen. In seinem Grußwort sagte er: „Auf den Besuch an Ihrem Schätzele-Markt in Tengen freue ich mich schon seit Wochen. Sie ehren damit auch die siebenhundertjährige Schweiz.“ Im Festzelt folgte nach seiner Rede der Austausch von Maßkrügen anlässlich 700. Schätzele-Markt und 700 Jahre Eidgenossenschaft Schweiz!</p> <p>1999 war die SPD-Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin im Festzelt als Rednerin zur Kundgebung, sie wünschte sich eine Karussellfahrt mit dem „Polyp“.</p> <h2>Gysi kam eine Stunde zu spät</h2> <p>Auch Marian Schreier, der von 2015 bis 2023 Bürgermeister von Tengen war, erinnert sich an die Kundgebungen. „Die Mittelstandskundgebung war immer ein Highlight – und jeder Redner hat den Schätzele-Markt auf seine Weise geprägt. Ich denke zum Beispiel an <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/Fulminante-Rede-statt-Klapse-Gregor-Gysi-begeistert-beim-Schaetzele-Markt;art372462,8976018" target="_blank" title="Fulminante Rede statt Klapse: Gregor Gysi begeistert beim Schätzele-Markt">Gregor Gysi, der fast eine Stunde zu spät kam</a>. Im Festzelt war es entsprechend laut und unruhig. Doch spätestens als er von seiner Ausbildung als Rinderzüchter erzählte, wurde es im Zelt mucksmäuschenstill. Oder an <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/Boris-Palmer-im-Interview-Schaetzelemarkt-Besucher-koennen-Klartext-erwarten;art372462,9473263" target="_blank" title="Boris Palmer im Interview: "Schätzelemarkt-Besucher können Klartext erwarten"">Boris Palmer</a>, der nach seiner Rede seinen mitgebrachten Koffer öffnete und anfing, sein aktuelles Buch zu verkaufen.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 11:00:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Es geht um Moral, Schuld und Sühne: So wurde ein Schweizer Gemeindepräsident zum Krimiautor  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gailingen/der-ehemalige-gemeindepraesident-von-diessenhofen-ist-unter-die-krimiautoren-gegangen;art372441,12489196 ]]></link>      <description><![CDATA[  30 Jahre war Walter Sommer Verwaltungschef im Schweizer Diessenhofen. 2017 hat er das Amt abgegeben. Jetzt hat er sein zweites Buch veröffentlicht. Im Interview berichtet er, was ihn zum Schreiben bewegt hat.  ]]></description>
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          30 Jahre war Walter Sommer Verwaltungschef im Schweizer Diessenhofen. 2017 hat er das Amt abgegeben. Jetzt hat er sein zweites Buch veröffentlicht. Im Interview berichtet er, was ihn zum Schreiben bewegt hat.<br>
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        30 Jahre war Walter Sommer Verwaltungschef im Schweizer Diessenhofen. 2017 hat er das Amt abgegeben. Jetzt hat er sein zweites Buch veröffentlicht. Im Interview berichtet er, was ihn zum Schreiben bewegt hat.



        <p><strong>Herr Sommer, gab es die Idee zum ersten Krimi schon länger?</strong></p> <p><em>Walter Sommer:</em> Zum einen setzte ich mich selbst unter Druck, weil ich gegen Ende meiner Amtszeit angekündigt hatte, neben einem Sachbuch auch einen Kriminalroman zu schreiben. Zum anderen trug ich seit Längerem zwei, drei Szenen mit mir herum, die sich aber noch nicht zu einer Geschichte fügten. Dann kam der Plot plötzlich wie von selbst: Ich wollte über Recht und Gerechtigkeit schreiben, mit dem Schwerpunkt auf der eigenmächtigen Sühne von Schuld. Wichtig war mir, die Leserinnen und Leser nicht zu bevormunden; am Ende soll jede und jeder die Antworten in sich selbst finden.</p> <p><strong>Wie viel Zeit haben Sie für Recherche aufgewendet?</strong></p> <p><em>Walter Sommer:</em> Meine Recherchen betrafen Details zu bereits vertrauten Ereignissen. Der Aufwand blieb zeitlich überschaubar und war für mich eine spannende Arbeit – ein wesentlicher Teil des schriftstellerischen Handwerks. Man stößt von einem Thema zum nächsten, hinterfragt und ergänzt. Ich nutzte ausschließlich öffentlich zugängliche, elektronische Quellen. Zu Beginn gab es noch keine KI-Unterstützung; erst einige Zeit nach deren Aufkommen setzte ich sie ein, weil sich damit präzise Fragen schneller beantworten ließen, ohne lange suchen zu müssen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person und zum Buch</span><span>Walter Sommer war lange Jahre Gemeindepräsident der Gailinger Nachbarstadt Diessenhofen in der Schweiz. Sein erstes Buch hat er 2018 zum Thema „Leadership – mit Menschen zum Ziel“ geschrieben, ein Sach- und Fachbuch. Unterstützung als Autor findet Sommer bei seiner Partnerin Lilly. „Sie hat mir im Miteinander, etwa durch gegenseitiges Vorlesen, sehr geholfen, den Schreibstil flüssiger zu gestalten und damit den Text allein vom Lesen her spannender werden zu lassen“, verrät Sommer. Das Buch: „Brücke der Vergeltung“, Roman, 200 Seiten, Erstausgabe 2025, ISBN: 978-3-03858-601-2, Bezug: ffvogel@mus.ch oder im Buchhandel für 18 Franken. (hbr)</span></label></div> <p><strong>Das stilistische Mittel des Kriminalromans sorgt für Spannung, Rätselhaftigkeit oder den Blick auf Moral, Schuld, Sühne, Gerechtigkeit und Wahrheit. Was ist das Brisante an diesem Kriminalroman?</strong></p> <p><em>Walter Sommer:</em> Besonders ist, dass man die Mörder von Beginn weg kennt. Das Brennende ist die Frage, ob und wie es dem Verhörrichter und der Polizei gelingen wird, die Täter zu überführen. Drängend und in den Roman hineinziehend jedoch auch, wie die Täter selbst mit ihrer Schuld umgehen, wie sie ihre Taten rechtfertigen.</p> <p><strong><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gailingen/da-wird-getanzt-und-mahnend-gedacht-bruecke-ueber-den-rhein-wird-zum-ort-der-begegnung;art372441,11516659" target="_blank" title="Da wird getanzt und mahnend gedacht: Brücke über den Rhein wird zum Ort der Begegnung">Welche Rolle spielt die Brücke zwischen Diessenhofen und Gailingen?</a></strong></p> <p><em>Walter Sommer:</em> Es geht schon um Diessenhofen-Gailingen. Mehr oder weniger jeder Roman ist örtlich irgendwo angesiedelt, wobei ich das Lokalkolorit von Anfang an sah. So konnte ich die in mir aufgenommen Überlieferungen und meine eigenen Erfahrungen nutzen. Für mich steht fest, dass man über nichts schreiben kann, wenn es nicht Teil der eigenen Seele ist.</p> <p><strong>Welche Rolle spielen Ihre Wurzeln mütterlicherseits nach Gailingen?</strong></p> <p><em>Walter Sommer:</em> Natürlich fühlt man sich dem Nachbarort bei dortigen familiären Wurzeln verbundener, mehr aber doch nicht. Vom punktuellen Wissen her sind es Mutters Erzählungen, etwa wie sie als Schulmädchen in einer strenggläubigen jüdischen Familie während des Sabbats so ziemlich alle Arbeiten verrichtete oder später auch, wie die jungen Frauen in Gailingen Wehrmachts-Uniformen nähten, wobei sie für die Soldaten kurze Liebesbotschaften oder einfach gute Wünsche auf Papier in die Nähte stückelten.</p> <p><strong>Welche Rolle spielt der Austausch mit den Gailinger Juden während der NS-Zeit in Diessenhofen in Ihrem Krimi?</strong></p> <p><em>Walter Sommer:</em> In Gailingen lebten Juden, die ihre Geschäfte in Diessenhofen betrieben – nachvollziehbar, weil es dort einen Bahnanschluss gab. Das Zusammenleben verlief weitgehend reibungslos; man sagt, sie waren „gut gelitten“. Dennoch ließ sich wirtschaftliche Konkurrenz nicht leugnen, und dabei geriet man mitunter aneinander. Die jüdischen Firmenchefs überquerten täglich mit ihren Mitarbeiterinnen die Brücke zur Arbeit, bis diese 1942 geschlossen wurde. Zogen sie nach Diessenhofen, hielten sie weiterhin Kontakt zur jüdischen Gemeinschaft in Gailingen.</p> <p><strong>Beinhaltet Vergeltung im Roman den Wunsch, das erlittene Unrecht auszugleichen oder geht es um Vergeltung fürs begangene Unrecht?</strong></p> <p><em>Walter Sommer:</em> Tatsächlich setzten sich auch die Täter im Roman inneren und äußeren Auseinandersetzungen aus, es waren Hass, Zorn und Verbitterung, wobei ich die Rache als solche ausschließen wollte, das wäre mir ein allzu verächtliches Motiv gewesen. Im Vordergrund stand das Herstellen von später Gerechtigkeit, einer Genugtuung auch oder zur eigenen und gesellschaftlichen Beruhigung. Der Fokus der Gesetzesbrecher, so steht es im Roman, lag darauf, dass die Täter aus der Nazizeit endlich zur Rechenschaft gezogen wurden; weniger darauf, Personen zu bestrafen, als vielmehr deren Taten zu sühnen.</p> <p><strong>Es geht um zwei Geschichtsepochen – Kriegs- und Nachkriegszeit? Welche Rolle spielt die Nachkriegszeit?</strong></p> <p><em>Walter Sommer:</em> Die Aufklärung hat offenbar bis heute bei vielen wenig bewirkt. Selbst im Zweiten Weltkrieg gab es hierzulande eine hitlerfreundliche „Nationale Front“. Der Roman spielt, was die Vergeltungstaten betrifft, im Jahr 1970. Auch damals war Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz deutlich spürbar, wie die Debatte über die Initiative der „Nationalen Aktion gegen die Überfremdung von Volk und Heimat“ zeigt (sie zielte auf die Abschiebung italienischer Gastarbeiter). Die Morde geschahen teils öffentlich – es ging also auch ums Vergessen. Versöhnung statt Vergeltung wäre ethisch edler, doch ich halte auch „Versöhnung durch Vergeltung“ für denkbar: Vergeltung beruhigt und schafft Ausgleich. Sie ist eine Form der Sühne – genau darauf zielt auch der Staat mit Strafen. Beide, Versöhnung wie Vergeltung, sind bewusste Anstrengungen, die eine Lösung bringen und das endlose „Man müsste, man sollte“ beenden. Offen bleibt die Frage nach einer Sühne, die nach heutigem Recht unzulässig wäre, zumal wenn sie in einem Exzess erfolgt. Zum Nachdenken: Die Bibel kennt „Auge um Auge“; noch vor kurzem waren Fehden und Blutrache verbreitet; und manche Glaubensgemeinschaften erlauben bis heute, unter Aufsicht der Gerichte, persönliche Vergeltung.</p> <p><strong>Wie sehen Sie den Umgang mit dem historischen Erbe heute?</strong></p> <p><em>Walter Sommer:</em> Die Zeit heilt Wunden, birgt aber auch die Gefahr des Vergessens in sich. Der Antisemitismus, der Fremdenhass, sie dürfen nie salonfähig werden. Es wird darum gehen, auch wenn es sich schon beinahe wie eine Platitude anhört, das Geschehene immer in Erinnerung zu behalten.</p> <p><strong>Warum die Verknüpfung Drittes Reich – Kriminalroman und nicht ein historisches Buch?</strong></p> <p><em>Walter Sommer:</em> Weil ein Krimi von einem breiteren Publikum eher gelesen wird und sich im Zusammenhang mit dem Dritten Reich beidseitig des Rheins viel Böses als Ausgangspunkt finden lässt.</p> <p></p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 16:54:16 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Er saß Günther Jauch gegenüber: Was Simon Bachtler als Kandidat bei "Wer wird Millionär" erlebt hat  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlhausen-ehingen/wer-wird-millionaer-so-erlebte-simon-bachtler-aus-muehlhausen-ehingen-das-duell-mit-guenther-jauch-25-09-25;art372451,12487238 ]]></link>      <description><![CDATA[  Simon Bachtler aus Mühlhausen-Ehingen war am Montag, 22 September, als Kandidat bei "Wer wird Millionär" zu sehen. Er durfte sogar zu Günther Jauch auf den Stuhl. Was er erlebt und wie viel er gewonnen hat.  ]]></description>
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          Simon Bachtler aus Mühlhausen-Ehingen war am Montag, 22 September, als Kandidat bei "Wer wird Millionär" zu sehen. Er durfte sogar zu Günther Jauch auf den Stuhl. Was er erlebt und wie viel er gewonnen hat.<br>
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        Simon Bachtler aus Mühlhausen-Ehingen war am Montag, 22 September, als Kandidat bei "Wer wird Millionär" zu sehen. Er durfte sogar zu Günther Jauch auf den Stuhl. Was er erlebt und wie viel er gewonnen hat.



        <p>Einmal auf dem wohl bekanntesten TV-Stuhl Deutschlands zu sitzen, Moderator Günther Jauch Fragen zu beantworten und dafür eine beträchtliche Gewinnsumme abzusahnen – davon träumen viele. Für Simon Bachtler aus Mühlhausen-Ehingen ist dieser Traum zur Realität geworden. Er war Kandidat beim RTL-Format „Wer wird Millionär?“. Am Montag, 22. September, wurde die Folge ausgestrahlt. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER teilt der 34-Jährige danach seine Erfahrungen und Eindrücke.</p> <p>Für Simon Bachtler und seine Frau Fabienne gehört „Wer wird Millionär?“ montags schon lange zum festen Abendprogramm. „Irgendwann hat meine Frau zu mir gesagt: ‚Du bist ja eigentlich klug, wieso bewirbst du dich da nicht selbst?‘ Dann hab ich es halt mal versucht“, erzählt der 34-Jährige grinsend. Einige Zeit später sei dann der Anruf von RTL mit der Zusage gekommen.</p> <h2>Wie Bachtler sich vorbereitet hat</h2> <p>Von da an ging es für den Hegauer an die Vorbereitung: „Ich habe mich intensiv mit dem aktuellen Zeitgeschehen beschäftigt, indem ich viel Radio gehört und gelesen habe. Außerdem habe ich unzählige Runden in der ‚Wer wird Millionär‘-App gespielt. Aber natürlich kann man sich nicht alles aneignen, da gehört auch ein bisschen Glück und Risiko dazu.“</p> <p>Simon Bachtler wurde mit seiner Frau dann <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wer-wird-millionaer-kandidat-ueber-seinen-abend-mit-guenther-jauch;art372448,11535276" target="_blank" title="Konstanzer scheitert bei &amp;bdquo;Wer wird Millionär?&amp;ldquo; an Rechtschreibung &amp;ndash; und ist trotzdem &amp;bdquo;mega happy&amp;ldquo;">nach Hürth bei Köln eingeladen</a>, wo die Folge auf dem Studiogelände der EMG Germany GmbH gedreht wurde. Die Aufzeichnung habe den ganzen Tag gedauert. „Es ist tatsächlich gar nichts geschönigt. So wie man es im TV sieht, ist es auch im Studio“, so Bachtler. Er habe sich sehr wohl und wertgeschätzt gefühlt.</p> <h2>Der Hegauer kam auf den Stuhl</h2> <p>Als zweiter Kandidat des Abends durfte der 34-Jährige dann auf den Stuhl gegenüber von Günther Jauch, nachdem er eine Literaturfrage am schnellsten richtig beantwortet hatte. „Eigentlich bin ich extrem stressresilient, aber da ist die Nervosität dann ins Unermessliche gestiegen. Am liebsten wäre ich geflüchtet“, gibt Bachtler zu. Doch Günther Jauch habe ihm die Nervosität nach und nach genommen, indem er ihn ins Gespräch verwickelte und Fragen über sein Privatleben stellte.</p> <p>Der Kandidat aus dem Hegau entschied sich zu Beginn des Spiels für alle vier Joker. Bachtler erklärt: „Als ich vorab mit der App geübt habe, hat es mit dieser Strategie immer gut funktioniert.“ Doch die Joker benötigte er zunächst gar nicht. Denn die ersten Fragen konnte er ohne große Probleme schnell beantworten. „Ich hatte echt Angst, mich zu blamieren. Aber nachdem ich die 500-Euro-Frage richtig hatte, ist der Druck ein bisschen abgefallen“, berichtet der 34-Jährige.</p> <h2>Er ist weit gekommen</h2> <p>Erst bei der 8000-Euro-Frage nutze er den Gesamtpublikumsjoker. „Und bei den 16.000 Euro habe ich dann meinen Schwiegervater angerufen. Es war eine Tierfrage, da kennt er sich aus“, so Bachtler. Die Frage für die 32.000 Euro sei dann wirklich schwierig gewesen – es ging um den Bürgerkrieg-Bezug eines Films. „Ich habe den Einzelpublikumsjoker genommen. Ein Herr hatte eine logische Antwort parat. Ohne seine Hilfe hätte ich da keine Chance gehabt“, betont der Kandidat.</p> <p>Doch bei der 64.000-Euro-Frage war dann Schluss – es ging um einen Wolkenkratzer in der noch namenslosen neuen Hauptstadt Ägyptens. Bachtler habe keinen blassen Schimmer gehabt. Da konnte auch der übrige 50:50-Joker nicht weiterhelfen, gibt er zu.</p> <p>So beendete der Hegauer seine Quizrunde mit einer <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/rasen-fetischist-raeumt-bei-wer-wird-millionaer-ab-so-war-es-im-fernsehen;art372439,11857339" target="_blank" title="32.000 Euro in der Tasche: Hegauer Rasen-Fetischist räumt bei &amp;bdquo;Wer wird Millionär&amp;ldquo; ab">Gewinnsumme von 32.000 Euro</a>. Er ist nach eigenen Angaben sehr zufrieden mit seinem Gesamtauftritt: „Natürlich ist es ein bisschen ärgerlich, dass mir der 50:50-Joker eigentlich nichts gebracht hat. Aber man muss am Ende des Tages das sehen, was man hat, und nicht das, was man nicht hat“, sagt Bachtler. Er habe viel Glück gehabt, überhaupt auf den Stuhl zu kommen und die Joker zur richtigen Zeit genutzt zu haben. Außerdem habe er sich authentisch präsentieren können.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>„Wer wird Millionär?“ als Schlafmittel</span><span>Simon Bachtlers dreijähriger Sohn Theo scheint ganz angetan von „Wer wird Millionär?“ zu sein, wie der Hegauer gerne als Anekdote erzählt. „Leider haben wir das Problem, dass Theo nie durchschläft und mehrmals pro Nacht zu uns kommt. Aber immer wenn wir am Abend „Wer wird Millionär?“ schauen, schläft er durch. Die Stimme von Günther Jauch hat wohl eine beruhigende Wirkung auf ihn“, so Bachtler lachend.</span></label></div> <p>Den Gewinn möchte der 34-Jährige größtenteils in das neugebaute Haus in Mühlhausen-Ehingen investieren. „Aber zuerst gönnen wir uns einen schönen Urlaub in den Bergen, um nach dem ganzen Stress der letzten Monate endlich mal abschalten zu können“, sagt Bachtler schmunzelnd. Eine weitere Investition sei dann umfangreiche Babyausstattung. Denn die Familie Bachtler – Simon, Fabienne und der dreijährige Theo – erwartet im November Zuwachs.</p> <h2>Es war wie ein Fiebertraum</h2> <p>Seinen Auftritt bei „Wer wird Millionär?“ behält der Hegauer in guter Erinnerung: „Besonders im Kopf bleibt mir den Moment, als ich meiner Frau hinter den Kulissen in die Arme gefallen bin und auf einmal die ganze Anspannung abgefallen ist.“ Der gesamte Tag sei ihm eigentlich wie ein Fiebertraum vorgekommen und auch jetzt fühle sich das alles noch extrem unwirklich an.</p> <p>„Natürlich war es mir auch eine riesengroße Ehre, <a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/panorama/warum-guenther-jauch-als-kind-fast-im-internat-in-st-blasien-im-schwarzwald-gelandet-waere;art409965,12196426" target="_blank" title="Warum Günther Jauch als Kind fast im Internat in St. Blasien im Schwarzwald gelandet wäre">Günther Jauch</a> kennenzulernen“, ergänzt der 34-Jährige. „Er ist wahnsinnig authentisch und nahbar, zugleich aber sehr professionell – einfach eine Fernseh-Ikone.“</p> <h2>Viele positive Rückmeldungen</h2> <p>Die Folge wurde am Montag, 22. September, zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Doch Bachtler konnte es nicht erwarten, weshalb er seinen Auftritt bereits eine Woche vorab auf RTL+ anschaute – aber nur im engsten Familien- und Freundeskreis, wie er erzählt. Die richtige Feier gab es dann zur TV-Premiere: „Wir haben in der Firma eine Leinwand aufgebaut und die Folge mit vielen Freunden und Arbeitskollegen zusammen angeschaut“, so der Gebäudetechnik-Ingeneur von der Engener Firma Goldbeck.</p> <p>„Alle haben mitgefiebert und sich brutal über meinen Erfolg gefreut“, erzählt Bachtler lächelnd. Auch der ein oder andere Applaus sei nicht ausgeblieben. Und auch sonst erhielt der Kandidat viel positive Rückmeldung: „Mein Handy ist nach der TV-Ausstrahlung schier explodiert. Ich habe auch Nachrichten von Leuten erhalten, mit denen ich schon jahrelang nicht mehr zu tun hatte. Und selbst der Bürgermeister von Mühlhausen-Ehingen hat mir geschrieben“, so der Hegauer. Auch der 34-Jährige selbst findet seinen <a href="https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/kreis-waldshut/glaenzender-auftritt-bei-wer-wird-millionaer;art372586,12284945" target="_blank" title="Dogernerin räumt bei „Wer wird Millionär“ ab! Dabei ist ihr Traum eigentlich die Show „Let‘s Dance“">Auftritt sehr gelungen</a>: „Im Endeffekt habe ich kluge Entscheidungen getroffen“, resümiert er.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Gailingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Er saß Günther Jauch gegenüber: Was Simon Bachtler als Kandidat bei "Wer wird Millionär" erlebt hat]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 12:19:10 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Dreister Diebstahl am Rheinuferpark: Doppelt gesicherte Pedelecs im Wert von 6.000 Euro entwendet  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gailingen/zwei-teure-pedelecs-mittags-am-rheinuferpark-in-gailingen-gestohlen;art372441,12487095 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Besitzer waren nur zweieinhalb Stunden weg und hatten ihre beiden Bikes mit zwei Schlössern am Fahrradständer angeschlossen und trotzdem wurden die Pedelecs am helllichten Tag entwendet.  ]]></description>
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          Die Besitzer waren nur zweieinhalb Stunden weg und hatten ihre beiden Bikes mit zwei Schlössern am Fahrradständer angeschlossen und trotzdem wurden die Pedelecs am helllichten Tag entwendet.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Besitzer waren nur zweieinhalb Stunden weg und hatten ihre beiden Bikes mit zwei Schlössern am Fahrradständer angeschlossen und trotzdem wurden die Pedelecs am helllichten Tag entwendet.



        <p>Ein besonders dreister Diebstahl beschäftigt die Polizei, die jetzt um Hinweise aus der Bevölkerung bittet: Am Sonntagmittag ist es in Gailingen am Rheinuferpark, auf Höhe des Strandwegs 8, zum Diebstahl von zwei Pedelecs gekommen. Im Zeitraum von 11 bis 13.30 Uhr entwendeten nach Angaben der Polizei bislang unbekannte Täter zwei hochwertige Pedelecs, die an einem Fahrradständer gesichert waren.</p> <p>Die Räder waren mit zwei separaten Schlössern miteinander verbunden und zusätzlich am Fahrradständer befestigt. Dennoch gelang es der Täterschaft beide Pedelecs zu entwenden.</p> <h2>Zwei sehr hochwertige Pedelecs</h2> <p>Bei den gestohlenen Fahrrädern handelt es sich um ein schwarz/grünes Mountainbike-Pedelec der Marke Feldmeier im Wert von rund 3.499 Euro und um ein blaues Mountainbike-Pedelec der Marke Bulls im Wert von etwa 2.550 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeuginnen und Zeugen, die im genannten Tatzeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zum Verbleib der Pedelecs geben können, sich beim Polizeirevier Singen unter 07731 8880 zu melden.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Polizei Eigentumsdelikte Fahndung Fahrrad thema-sicherheit-kriminalitaet thema-verkehr-radverkehr]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Gailingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Dreister Diebstahl am Rheinuferpark: Doppelt gesicherte Pedelecs im Wert von 6.000 Euro entwendet]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 15:22:03 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zwei Männer haben ihre Strafe nicht bezahlt – jetzt sind sie in Haft  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/zwei-maenner-haben-ihre-strafe-nicht-bezahlt-jetzt-sind-sie-in-haft-24-09-25;art372432,12486470 ]]></link>      <description><![CDATA[  Am Singener Bahnhof klicken am Wochenende mehrmals die Handschellen. Die Bundespolizei nimmt dort Personen fest, die ihre Geldbußen bisher nicht bezahlt haben. Das hat jetzt Konsequenzen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Am Singener Bahnhof klicken am Wochenende mehrmals die Handschellen. Die Bundespolizei nimmt dort Personen fest, die ihre Geldbußen bisher nicht bezahlt haben. Das hat jetzt Konsequenzen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/zwei-maenner-haben-ihre-strafe-nicht-bezahlt-jetzt-sind-sie-in-haft-24-09-25;art372432,12486470]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Am Singener Bahnhof klicken am Wochenende mehrmals die Handschellen. Die Bundespolizei nimmt dort Personen fest, die ihre Geldbußen bisher nicht bezahlt haben. Das hat jetzt Konsequenzen.



        <p>Beamte der Bundespolizei haben am Wochenende am Bahnhof Singen zwei gesuchte Personen kontrolliert. Am Freitagabend, 19. September, trafen die Polizisten am Bahnhof einen 28-Jährigen, der zwei offene Haftbefehle hatte. Das geht aus Pressemitteilungen der Bundespolizeiinspektion Konstanz vom Montag, 22. September, hervor.</p> <p>Der junge Mann hatte die Geldstrafen aus zwei Strafbefehlen wegen Hausfriedensbruch nicht gezahlt. Deshalb hatte die Staatsanwaltschaft Konstanz die Haftbefehle erlassen. Da der 28-Jährige die Strafen vor Ort nicht zahlen konnte, muss der Gesuchte jetzt eine 45-tägige Ersatzfreiheitsstrafe in der Justizvollzugsanstalt Konstanz antreten, wie es von der Bundespolizei heißt.</p> <h2>Ein 56-Jähriger wollte nicht zahlen</h2> <p>Eine weitere Festnahme am Singener Bahnhof gab es am Sonntagnachmittag, 21. September, teilt die Bundespolizeiinspektion in einer weiteren Pressemitteilung mit. Der 56-Jährige wurde von den Beamten kontrolliert; dabei stellte sich heraus, dass gegen den Mann ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen offen war.</p> <p>Auch der 56-Jährige hatte eine Geldstrafe nicht gezahlt, die aufgrund eines Beschlusses des Amtsgerichts wegen Beleidigung gefordert wurde. Da der Kontrollierte sich jedoch weigerte, die Strafe vor Ort zu bezahlen, wurde er ebenfalls in die Justizvollzugsanstalt gebracht und verbüßt dort nun eine 18-tägige Ersatzfreiheitsstrafe.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Gailingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Zwei Männer haben ihre Strafe nicht bezahlt – jetzt sind sie in Haft]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 21 Sep 2025 11:47:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Alle lieben die neue Scheffelhalle: So schön war die Eröffnungsfeier für Singens neue gute Stube  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/singen-feiert-neue-scheffelhalle-offiziell-eroeffnet-eine-gute-stube-fuer-kultur-und-event-22-09-25;art372458,12485813 ]]></link>      <description><![CDATA[  Es war ein Abend voller Emotionen und Rückblicke: Die neue Scheffelhalle ist endlich wieder zurück – und gefühlt ganz Singen feiert diese Rückkehr. Und am Ende singen alle ein Loblied auf den 10-Millionen-Euro-Neubau.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Es war ein Abend voller Emotionen und Rückblicke: Die neue Scheffelhalle ist endlich wieder zurück – und gefühlt ganz Singen feiert diese Rückkehr. Und am Ende singen alle ein Loblied auf den 10-Millionen-Euro-Neubau.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/singen-feiert-neue-scheffelhalle-offiziell-eroeffnet-eine-gute-stube-fuer-kultur-und-event-22-09-25;art372458,12485813]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Es war ein Abend voller Emotionen und Rückblicke: Die neue Scheffelhalle ist endlich wieder zurück – und gefühlt ganz Singen feiert diese Rückkehr. Und am Ende singen alle ein Loblied auf den 10-Millionen-Euro-Neubau.



        <p>Der Abend glich einem Taylor Swift Konzert: Es gab Armbändel für die Gäste, die Karten waren binnen weniger Minuten ausverkauft und am Ende gab es tosende Ovationen. Lange haben die Singener auf ihre Scheffelhalle verzichten müssen, nachdem das altehrwürdige Gebäude bei einem Großbrand im November 2020 komplett zerstört wurde. Nun ist sie endlich wieder zurück. Und kein Satz an diesem Abend hätte die Rückkehr besser beschreiben können wie der Refrain von Poppele-Ehrenzunftmeister Stephan Glunk: „Die Scheffelhalle, die lieben wir alle!“</p> <h2>Die Scheffelhalle ist endlich wieder zurück</h2> <p>Es ist ein Abend voller Emotionen und guter Laune. Als Oberbürgermeister Bernd Häusler als erster Redner in der neuen Scheffelhalle überhaupt ans Rednerpult tritt, wird es schlagartig ruhig. „Die neue Scheffelhalle ist aus den rauchenden Trümmern auferstanden“, sagt er.</p> <p>Häusler werde das Bild der in Flammen stehenden Scheffelhalle niemals vergessen. Doch an diesem Abend richtet sich sein Blick nach vorne: „Die Scheffelhalle ist ein wichtiger Teil der Stadtgeschichte.“</p> <p>Trotz Neubau und einem millionenschweren Invest der Stadt Singen von 10,1 Millionen Euro freue er sich, dass der gute Geist der alten Scheffelhalle auch in die neue Halle Einzug gehalten habe. Und dies sei laut OB Häusler wörtlich zu nehmen. Denn Teile im Innenbereich der neuen Halle wurden aus Steinen, die aus den Ruinen gerettet worden können, gebaut.</p> <p>OB Häusler dankt aber auch dem Gemeinderat für dessen Weitsicht: Im Eilverfahren und trotz angespannter Haushaltslage habe man sich im März 2023 für den Wiederaufbau entschieden. „Ich bin davon überzeugt, dass der Baubeschluss damals die richtige Entscheidung war“, so Häusler.</p> <p>Laut Oberbürgermeister Bernd Häusler habe die neue Scheffelhalle 10,1 Millionen Euro gekostet. Die Stadt habe von der Versicherung davon 3,2 Millionen Euro erhalten. 560.000 Euro kostet laut dem Rathauschef die Außenanlagen. Die neue Scheffelhalle sei laut Häusler an fast exakt derselben Stelle aufgebaut worden, an der die alte Halle gestanden habe. Diese wurde im Jahr 1925 gebaut und hätte in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert. An der Eröffnungsfeier wirkten mehrere Singener Vereine mit unter anderem die Poppele und der Männerchor.</p> <p>Die beiden Architekten Ben Nägele und Alexander Kionka heben indes in ihrer Rede hervor, dass es sich bei der neuen Scheffelhalle um das größte Bauprojekt der Stadt Singen der vergangenen Jahre handle. Zwölf Monate habe die Planung gedauert, 22 Monate die Bauzeit.</p> <p>Insgesamt seien rund 120.000 Arbeitsstunden in den Neubau investiert worden. „Es hat sich gelohnt, die neue Scheffelhalle ist großartig geworden“, lautet das Urteil von Ben Nägele. Und mit dieser Meinung stehen sie an diesem Abend nicht alleine da. Denn am Ende der Eröffnung singt die ganze Halle gemeinsam mit Ehrenzunftmeister Stephan Glunk: „Die neue Scheffelhalle, die lieben wir alle!“</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Die neue Scheffelhalle</h2> Laut Oberbürgermeister Bernd Häusler habe die neue Scheffelhalle 10,1 Millionen Euro gekostet. Die Stadt habe von der Versicherung davon 3,2 Millionen Euro erhalten. 560.000 Euro kostet laut dem Rathauschef die Außenanlagen. Die neue Scheffelhalle sei laut Häusler an fast exakt derselben Stelle aufgebaut worden, an der die alte Halle gestanden habe. Diese wurde im Jahr 1925 gebaut und hätte in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert. An der Eröffnungsfeier wirkten mehrere Singener Vereine mit unter anderem die Poppele und der Männerchor.</div>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Gailingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Alle lieben die neue Scheffelhalle: So schön war die Eröffnungsfeier für Singens neue gute Stube]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 18:12:39 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Sie läuft und läuft und läuft für einen guten Zweck: Warum Cynthia Roosen das macht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gailingen/sie-laeuft-und-laeuft-und-laeuft-fuer-einen-guten-zweck-warum-cynthia-roosen-das-macht;art372441,12484663 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Heilpraktikerin Cynthia Roosen (66) aus Dachau berichtet im Interview, worum es beim Spendenwandern geht und warum sie das Hegau-Jugendwerk in Gailingen unterstützt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Heilpraktikerin Cynthia Roosen (66) aus Dachau berichtet im Interview, worum es beim Spendenwandern geht und warum sie das Hegau-Jugendwerk in Gailingen unterstützt.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Heilpraktikerin Cynthia Roosen (66) aus Dachau berichtet im Interview, worum es beim Spendenwandern geht und warum sie das Hegau-Jugendwerk in Gailingen unterstützt.



        <p><strong>Sagen Sie mal, Frau Roosen, seit wann und warum pilgern sie?</strong></p> <p><em>Cynthia Roosen:</em> Mit dem Pilgern haben mein Mann und ich 2017 begonnen und tun es seitdem so oft wir können auf verschiedenen Jakobswegen. Der Start war ein Vorschlag einer Freundin. Ich wusste vom Jakobsweg nur, dass viele ihn gehen und total beeindruckt sind. Ich wusste auch, dass es ein Buch von Hape Kerkeling gab. Mein persönliches Interesse beschränkte sich auf das Wandern. Erst während der ersten Woche 2017 änderten ein paar Erfahrungen und Begegnungen meinen Bezug zum Pilgern komplett. Seitdem bin ich vom „Camino-Virus“ befallen. Im letzten Jahr habe ich begonnen, auch alleine zu gehen. Eine andere Erfahrung, mit anderen Herausforderungen.</p> <p><strong>Ihr Pilgern steht seit diesem Jahr unter einem neuen Stern. Wie kam es dazu?</strong></p> <p><em>Cynthia Roosen:</em> Im Frühjahr dieses Jahres stieß ich über Facebook auf Sven Hardt. Er gründete den Verein Charity Hiker. Der Verein verfolgt das Ziel, durch Spendenwanderungen, projektbezogene Spenden zu generieren, welche Organisationen und Institutionen, die sich vor allem um schwerkranke Kinder kümmern, eins zu eins übergeben werden. Sven startete sein Projekt im Sommer 2024.</p> <p>Seitdem ist er unterwegs vom Nordkap ans Ende der Welt, nach Finisterre. Nach Abschluss dieses Hikes sind weitere Projekte geplant. Das hat mich sehr fasziniert und schnell kam bei meinem Mann und mir der Wunsch auf, auch unseren Pilgertouren diesen Sinn zu geben. So wurden wir Mitglied im Verein. Der Slogan „Hike for a smile“, den sich Sven gegeben hat, trifft es sehr gut. Ich habe meinem Projekt den Slogan „Laden-Atmen-Leben Back to life“ gegeben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person und zum Projekt</span><span>Cynthia Roosen (66), Heilpraktikerin aus Dachau, mit eigener Praxis in München (seit 1988). Das Hegau-Jugendwerk /HJW) bietet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach einer neurologischen Erkrankung, einem Unfall, einer frühkindlichen Hirnschädigung oder aufgrund von angeborenen Erkrankungen eine ganzheitliche umfassende Rehabilitation an. Alle Investitionen müssen aus eigener Kraft getätigt werden, das HJW ist deshalb für große Investitionen auf Spenden und Unterstützung Dritter angewiesen. Das Exoskelett ist das neueste Spendenprojekt. Spendenkonto Hegau-Jugendwerk GmbH; IBAN: DE17 6925 0035 00 04 9549 62; Zweckangabe: Exoskelett.</span></label></div> <p><strong>Sie kommen aus Dachau bei München und wandern für das Hegau-Jugendwerk in Gailingen. Wie kam es denn dazu?</strong></p> <p><em>Cynthia Roosen:</em> Als ich wusste, dass ich das machen möchte, wollte ich ein eigenes Projekt starten. Ich begab mich im Internet auf die Suche nach einer Einrichtung für schwerkranke Kinder. Ich stieß auf <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gailingen/rehazentrum-freut-sich-ueber-gute-bewertung;art372441,12471245" target="_blank" title="Rehazentrum freut sich über gute Bewertung">das Hegau-Jugendwerk in Gailingen</a> und stöberte auf der Homepage. Schnell war klar, dass ich diese Einrichtung unterstützen möchte. Also habe ich das HJW zu Beginn meiner Tour besucht und konnte mir persönlich von der Arbeit ein Bild machen. Von der Notwendigkeit der geplanten Anschaffung des neuen besonderen Hilfsmittels für Kinder bin ich überzeugt. Es ist leider sehr teuer und dafür werden dringend Spenden gebraucht.</p> <p><strong>Was für eine Anschaffung ist das?</strong></p> <p><em>Cynthia Roosen:</em> Ich unterstütze die Anschaffung eines pädiatrischen Exoskeletts für die stationäre und ambulante Therapie. Ich war sofort überzeugt, dass das ein wichtiges Gerät ist. Das ist quasi ein mobiler Gangtrainer für die kleinen Patienten, das im Ausland schon mit großem Erfolg eingesetzt wird. Im Moment gibt es das in ganz Deutschland noch in keiner Klinik. Aktuell bin ich am Rhein unterwegs und gehe ab Konstanz entlang des Jakobswegs und der Via Rhenana. Diese Tour endete nach 135 Kilometern zu Fuß am 15. September in Basel. Meine Unterstützung für dieses Projekt wird aber danach von zu Hause weiter gehen, denn ich will mich auch danach um Spenden und Sponsoren bemühen. Auch von meinem Schreibtisch aus, denn ich bin von diesem Projekt total überzeugt.</p> <p><strong>Wie gestaltet sich ihr Pilgeralltag?</strong></p> <p><em>Cynthia Roosen:</em> Mein Pilgeralltag ist sehr einfach: als erster Programmpunkt steht morgens eine Qigong-Übung auf dem Plan, dann Frühstück, Wandern, Duschen, Wäschewaschen und Abendessen. Normalerweise übe ich danach nochmals Qigong. Zu gehen und damit Kinder darin zu unterstützen, dass auch sie gehen können – das passt für mich sehr gut zusammen.</p> <p><strong>Wie motivieren Sie Menschen, für das Projekt Exoskelett zu spenden?</strong></p> <p><em>Cynthia Roosen:</em> Im Moment verwende ich viel Zeit darauf, für das Projekt Werbung zu machen. Für mich steht an erster Stelle, dass sich jeder sicher sein kann, dass Spenden zu 100 Prozent dort ankommen, wo sie hinsollen und nicht in irgendwelchen Werbeprojekten oder Verwaltungsarbeiten zu landen. Jeder Cent kommt der geplanten Anschaffung des Exoskeletts zugute. Auch sehr wichtig ist das konkrete Projekt. So weiß jeder genau, wofür das Geld verwendet wird.</p> <p><strong>Wie sind Ihre bisherigen Erfahrungen auf dieser Tour?</strong></p> <p><em>Cynthia Roosen:</em> Bisher verlief die Tour sehr schön. Ich genieße die Landschaft und die Freundlichkeit der Menschen sehr. Das Besondere an dieser Tour ist die Unterstützung, die ich bekomme. Alle Übernachtungen wurden gesponsert. Es wäre sonst sehr schwierig geworden, bezahlbare Unterkünfte zu bekommen.</p> <p><strong>Das Thema Bewegung scheint in Ihrem Leben eine große Rolle zu spielen.</strong></p> <p><em>Cynthia Roosen:</em> Die Fähigkeit, über 20 Kilometer am Tag mit Voll-Gepäck zu gehen, wurde mir nicht geschenkt. Geboren mit einer schweren Hüft-Dysplasie war ich eine Kandidatin für ein Leben voller OPs und entsprechenden Gehhilfen oder Rollstuhl. Es kostete viel Mühe und Anstrengung, dieses Schicksal abzuwenden. Dass es mir gelungen ist, hat mir Mut gemacht und die Zuversicht ganz groß werden lassen. Ich möchte, dass so viele Menschen wie möglich, ähnliche Erfahrungen machen dürfen. Das Motto meiner Tour: „Lachen-Atmen-Leben Back to life“ drückt dieses Ziel wohl am besten aus.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Wanderung Klinik Unfall Spendenaktion "Gesellschaftliches Engagement" Behinderte thema-gesellschaft-engagement thema-gesellschaft-zusammenleben]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Gailingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Sie läuft und läuft und läuft für einen guten Zweck: Warum Cynthia Roosen das macht]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 15:10:30 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Eine Landwirtin mit großem Herz für Kultur ist tot: Gailingen trauert um Anna Kartini  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gailingen/riesige-fische-am-bodensee-fangen-fotografieren-freilassen-tierquaelerei;art372441,12483676 ]]></link>      <description><![CDATA[  Anna Kartini hat den gemeinnützigen Förderverein der Kammermusik am Hochrhein vor über 40 Jahren gegründet und damit viele junge Musiker unterstützt. Dabei war ihr Alltag von der Landwirtschaft geprägt. Ein Nachruf.  ]]></description>
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          Anna Kartini hat den gemeinnützigen Förderverein der Kammermusik am Hochrhein vor über 40 Jahren gegründet und damit viele junge Musiker unterstützt. Dabei war ihr Alltag von der Landwirtschaft geprägt. Ein Nachruf.<br>
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        Anna Kartini hat den gemeinnützigen Förderverein der Kammermusik am Hochrhein vor über 40 Jahren gegründet und damit viele junge Musiker unterstützt. Dabei war ihr Alltag von der Landwirtschaft geprägt. Ein Nachruf.



        <p>Mit großer Trauer nimmt die Gemeinde Gailingen Abschied von Anna Kartini, der Gründerin des Fördervereins Kammermusik am Hochrhein. Sie ist am 12. September im Alter von 83 Jahren verstorben.</p> <p>Kartini stammte aus einer norddeutschen Familie und lebte zunächst in Stuttgart, ehe es sie an den Hochrhein verschlug, wo sie die Lochmühle übernahmen. Mit unermüdlicher Tatkraft und Liebe zum Detail verwandelte Kartini die Lochmühle von einer in die Jahre gekommenen Liegenschaft in ein ansehnliches Hofgut. Sie war Landwirtin mit Leib und Seele und packte jederzeit selbst tatkräftig mit an.</p> <h2>Landwirtin mit Leib und Seele</h2> <p>Zunächst mussten die eigenen Pferde versorgt werden, später kamen eine Reithalle und Stallboxen für Pensionspferde hinzu. Heike Schmieder-Wasmuth erinnert sich lebhaft an die Zeit vor 45 Jahren, als sie beim Streichen der Boxen mithalf: Der Beginn einer lebenslangen Freundschaft, die nicht nur auf praktischer Arbeit beruhte, sondern auch auf der gemeinsamen Leidenschaft für die Kultur, insbesondere die Musik.</p> <p>Diese Leidenschaft führte zu einer Initiative, die bis heute weit über die Region hinausstrahlt. Kartini war Gründerin, Vorsitzende und Geschäftsführerin des Fördervereins Kammermusik am Hochrhein. Von Beginn an begleiteten sie dabei die Gailingerin Heike Schmieder-Wasmuth und Elvira Signer aus Neuhausen am Rheinfall im Vorstand.</p> <h2>Treppenhauskonzerte ebneten den Weg für den Förderverein</h2> <p>Die Anfänge reichen ins Jahr 1980 zurück, als in der Lochmühle die ersten Treppenhauskonzerte stattfanden. Aus diesem Engagement heraus wurde 1985 der gemeinnützige Förderverein gegründet, der junge Musiker unterstützt und zugleich die Kammermusik am Hochrhein fest verankerte. Zunächst leitete Eckhard Fischer die künstlerischen Programme, später übernahm Kartini selbst diese Aufgabe. Seit 2020 steht Alexander Krichel aus Hamburg dem Verein als Künstlerischer Leiter vor. Heute zählt der Verein rund 250 Mitglieder.</p> <p>Die Konzerte in Gailingen erfreuen sich seit Jahrzehnten großer Beliebtheit. Die Besucher reisen aus der ganzen Grenzregion und bis aus dem Raum Stuttgart an. Anna Kartini verstand es, ein treues Publikum aufzubauen und zugleich immer wieder neue Zuhörerinnen und Zuhörer zu begeistern.</p> <h2>Kartini engagierte sich in sozialen Einrichtungen</h2> <p>Heike Schmieder-Wasmuth weist noch auf ein weiteres Engagement hin: „Mit der Gründung und Führung von Live Music Now, einem Impuls von Yehudi Menuin in der Schweiz, hat Anna Kartini sich in leidenschaftlicher Zeitgenossenschaft dem Absterben des öffentlichen Raumes entgegengestellt. Sie organisierte in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Zürich Konzerte für Menschen, die in Altersheimen und anderen sozialen Einrichtungen aufgrund ihrer Lebenssituation nicht mehr dazu in der Lage sind, am kulturellen Leben teilzunehmen.“</p> <p>Und weiter: „Auch in diesem Sinne, doch noch einmal darüber hinaus, gehörte ihr Herz über vier Jahrzehnte der Gailinger Kammermusik am Hochrhein. Wir verneigen uns vor einer Frau, deren Leben sich in allem bewegt hat in der Spannung zwischen Bedingtem und Spontanem.“</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Grenzregion Verein Stiftung "Klassische Musik" thema-kultur-musik thema-gesellschaft-engagement thema-heimat-verein]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Gailingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Eine Landwirtin mit großem Herz für Kultur ist tot: Gailingen trauert um Anna Kartini]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 15 Sep 2025 16:53:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Erst Brand, dann Trauer, nun Neubau: Die aufregenden Jahre der Scheffelhalle im knappen Rückblick  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/scheffelhalle-singen-die-komplette-chronik-vom-brand-ueber-prozess-bis-neubau-und-neueroeffnung;art372458,12482422 ]]></link>      <description><![CDATA[  2025 sollte der 100. Geburtstag der Scheffelhalle gefeiert werden, jetzt wird ihr Neubau eröffnet – und auch gefeiert. Seit der Brandstiftung vergingen nur fünf Jahre. Eine Chronologie der Ereignisse.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          2025 sollte der 100. Geburtstag der Scheffelhalle gefeiert werden, jetzt wird ihr Neubau eröffnet – und auch gefeiert. Seit der Brandstiftung vergingen nur fünf Jahre. Eine Chronologie der Ereignisse.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        2025 sollte der 100. Geburtstag der Scheffelhalle gefeiert werden, jetzt wird ihr Neubau eröffnet – und auch gefeiert. Seit der Brandstiftung vergingen nur fünf Jahre. Eine Chronologie der Ereignisse.



        <p><strong>17. November 2020:</strong> <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/naechtlicher-grossbrand-vernichtet-am-fruehen-dienstagmorgen-die-singener-scheffelhalle;art372458,10668159" target="_blank" title="Nächtlicher Großbrand vernichtet am frühen Dienstagmorgen die Singener Scheffelhalle">Die Scheffelhalle, Singens Wahrzeichen und Narrenschopf, geht gegen 1.15 Uhr in Flammen auf</a>. Fassungslos müssen die Singener zusehen, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/alle-bilder-vom-brand-der-scheffelhalle-in-singen;art372458,10668167" target="_blank" title="Alle Bilder vom Brand der Scheffelhalle in Singen">wie ihre denkmalgeschützte Halle niederbrennt</a>. Poppele-Zunftmeister Stephan Glunk beobachtet das Geschehen vom Stadtgarten aus mit Tränen in den Augen. „Wir haben unsere Heimat verloren“, sagt er – <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/trauer-und-entsetzen-bei-menschen-in-singen-fuer-viele-geht-ein-stueck-heimat-verloren;art372458,10668384" target="_blank" title="Trauer und Entsetzen bei Menschen in Singen: Für viele geht ein Stück Heimat verloren">und ist damit nicht der </a><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/trauer-und-entsetzen-bei-menschen-in-singen-fuer-viele-geht-ein-stueck-heimat-verloren;art372458,10668384" title="Trauer und Entsetzen bei Menschen in Singen: Für viele geht ein Stück Heimat verloren">einzige</a><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/trauer-und-entsetzen-bei-menschen-in-singen-fuer-viele-geht-ein-stueck-heimat-verloren;art372458,10668384" title="Trauer und Entsetzen bei Menschen in Singen: Für viele geht ein Stück Heimat verloren"> Singener, der so fühlt</a>.</p> <p><strong>Die Tage danach:</strong> Am Morgen nach dem Feuer steht nur noch die vordere Fassade. Rauchschwaden ziehen von den Schuttbergen gen Himmel. Viele Singener kommen an die Brandstelle und teilen ihre Erinnerungen an den Ort für viele Feste. Viele wünschen sich einen Neubau: Die rasch ins Leben gerufene Online-Petition <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-ruine-der-scheffelhalle-raucht-noch-doch-es-gibt-schon-mehr-als-1500-unterschriften-fuer-einen-wiederaufbau;art372458,10669433" target="_blank" title="Die Ruine der Scheffelhalle raucht noch, doch es gibt schon mehr als 1500 Unterschriften für einen Wiederaufbau">für den Wiederaufbau der Halle hat innerhalb kurzer Zeit bereits mehr als 1500 </a><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-ruine-der-scheffelhalle-raucht-noch-doch-es-gibt-schon-mehr-als-1500-unterschriften-fuer-einen-wiederaufbau;art372458,10669433" title="Die Ruine der Scheffelhalle raucht noch, doch es gibt schon mehr als 1500 Unterschriften für einen Wiederaufbau">Unterschriften</a>.</p> <p><strong>26. November 2020:</strong> Gut eine Woche nach dem Brand leiten Staatsanwaltschaft und Polizei eine Fahndung ein. „Es ist davon auszugehen, dass die Singener Scheffelhalle gewollt oder versehentlich in Brand gesetzt worden ist“, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/singener-scheffelhalle-verdacht-auf-brandstiftung-unbekannter-mann-auf-ueberwachungskamera-zu-sehen;art372458,10675911" target="_blank" title="Singener Scheffelhalle: Verdacht auf Brandstiftung – Unbekannter auf Überwachungskamera zu sehen">erklären sie in einer gemeinsamen Pressemitteilung</a>. Ein Unbekannter soll sich in dem Bereich aufgehalten haben, in dem der Brand ausgebrochen ist. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/fassungslosigkeit-nach-ermittlerverdacht-brandstiftung-an-scheffelhalle;art372458,10676221" target="_blank" title="Fassungslosigkeit nach Ermittlerverdacht: Brandstiftung an Scheffelhalle">Das sorgt in Singen für Fassungslosigkeit.</a></p> <p><strong>April 2021:</strong> <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/scheffelhalle-polizei-nimmt-mutmasslichen-brandstifter-fest-der-36-jaehrige-ist-gestaendig;art372458,10775899" target="_blank" title="Scheffelhalle: Polizei nimmt 36-Jährigen fest, der mutmaßlich für den Brand verantwortlich ist – der Mann ist geständig">Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen</a>. Der Mann ist zu diesem Zeitpunkt 36 Jahre alt, sitzt in Untersuchungshaft und hat gestanden. Auf die Spur des Mannes kamen die Ermittler aufgrund kleinerer Brandlegungen in jüngster Zeit. Dabei seien Papiermülltonnen in der Nähe der Scheffelhalle in Brand gesetzt worden, wodurch sich die Hinweise immer mehr verdichtet hätten.</p> <p><strong>Mai 2021:</strong> <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-bagger-rollen-an-der-abriss-der-scheffelhalle-hat-begonnen;art372458,10812144" target="_blank" title="Die Bagger rollen an: Der Abriss der Scheffelhalle hat begonnen">Der Abriss beginnt</a> und innerhalb weniger Tage verschwindet die Brandruine des historischen Gebäudes gänzlich aus dem Stadtbild. Zumindest, was die großen Mauern angeht. Denn an manchen Stellen wird es aufwändig – <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/das-ende-der-scheffelhalle-so-laufen-die-aufwaendigen-abbruch-arbeiten;art372458,10960593" target="_blank" title="Das Ende der Scheffelhalle: So laufen die aufwändigen Abbruch-Arbeiten">Asbest sei Dank</a> sind Schadstoffsanierer bis zum Jahresende beschäftigt.</p> <p><strong>November 2021:</strong> Am 9. November steht der Singener Brandstifter erstmals vor Gericht und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/angeklagter-im-scheffelhallen-prozess-legt-ein-gestaendnis-ab;art372458,10963506" target="_blank" title="&amp;bdquo;Mama, die Scheffelhalle brennt&amp;ldquo;: Angeklagter legte Feuer an Singener Halle &amp;ndash; und rief dann seine Mutter an">legt direkt ein Geständnis ab</a>. Er habe eine Papiermülltonne in unmittelbarer Nähe zur Halle angezündet und sei dann nach Hause gegangen. Der Singener ist kein Unbekannter: 2013 kam er schon einmal ins Gefängnis, damals hatte er ein Feuer in einer Scheune gelegt. Und: Der Mann ist Ex-Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr.</p> <p>Am 15. November 2021 wird er zu einer <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/scheffelhallen-prozess-staatsanwaltschaft-fordert-mehrjaehrige-haftstrafe;art372458,10968662" target="_blank" title="Scheffelhallen-Brandstifter muss hinter Gitter: Das Landgericht Konstanz verurteilt ihn zu drei Jahren und sieben Monaten Haft">Freiheitsstrafe von drei Jahren und sieben Monaten wegen fahrlässiger Brandstiftung und Sachbeschädigung in vier Fällen verurteilt</a>. Beim Brand der Scheffelhalle geht das Landgericht Konstanz von Fahrlässigkeit aus – dass das Gebäude abbrennt, sei keine Absicht gewesen.</p> <p><strong>14. Dezember 2021:</strong> Nach einem eindeutigen Votum im Gemeinderat steht fest: <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/grundsatzbeschluss-im-gemeinderat-scheffelhalle-soll-neu-gebaut-werden;art372458,10994219" target="_blank" title="Grundsatzbeschluss im Gemeinderat: Scheffelhalle soll neu gebaut werden">Die Stadt Singen bekommt ihre Scheffelhalle zurück</a>. Die Stadtverwaltung rechnet mit Baukosten von rund 6,3 Millionen Euro. Ein Teil der Kosten werde durch die Summe der Versicherung getragen, die mindestens 2,4 Millionen Euro zuzüglich 270.000 Euro für Ausstattung und Elektronik übernehmen soll.</p> <p><strong>August 2022:</strong> Es braucht nach einiger Überlegung doch keinen Architektenwettbewerb, denn die Stadt weiß sehr genau, wie die neue Scheffelhalle aussehen soll – <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-neue-scheffelhalle-soll-wie-die-alte-aussehen-darum-ist-der-architektenwettbewerb-abgesagt;art372458,11220336" target="_blank" title="Die neue Scheffelhalle soll wie die alte aussehen &amp;ndash; Darum ist der Architektenwettbewerb abgesagt">genauso wie die alte</a>. Wenig später <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-scheffelhalle-hat-ihren-architekten-ein-singener-soll-den-wiederaufbau-planen;art372458,11326980" target="_blank" title="Die Scheffelhalle hat ihren Architekten: Ein Singener soll den Wiederaufbau planen">hat die Scheffelhalle dann ihren Architekten</a>. Den Wiederaufbau soll ein Singener planen: Ben Nägele von der Solar System Haus GmbH. Mit dem SÜDKURIER <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-scheffelhalle-hat-ihren-architekten-ein-singener-soll-den-wiederaufbau-planen;art372458,11326980" target="_blank" title="Die Scheffelhalle hat ihren Architekten: Ein Singener soll den Wiederaufbau planen">sprechen er und sein Partner Alexander </a><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-scheffelhalle-hat-ihren-architekten-ein-singener-soll-den-wiederaufbau-planen;art372458,11326980" title="Die Scheffelhalle hat ihren Architekten: Ein Singener soll den Wiederaufbau planen">Kionka</a><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-scheffelhalle-hat-ihren-architekten-ein-singener-soll-den-wiederaufbau-planen;art372458,11326980" title="Die Scheffelhalle hat ihren Architekten: Ein Singener soll den Wiederaufbau planen"> über ihr Vorhaben</a>.</p> <p><strong>Februar 2023:</strong> <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/ganz-aehnlich-wie-das-original-die-ersten-einblicke-in-die-neue-scheffelhalle-liegen-vor;art372458,11453671" target="_blank" title="Ganz ähnlich wie das Original! Die ersten Einblicke in die neue Scheffelhalle liegen vor">Die ersten Pläne zeigen die neue Scheffelhalle</a>, die der alten erstaunlich ähnlich sieht. So findet sich die Empore mit ihren zwei Zugängen ebenso in den ersten Entwürfen wieder wie die Giebelfassade, die ausgeklügelte Konstruktion des Dachstuhls, die Toilettenanlagen sowie die Bühne im Saal unten und das Foyer im vorderen Bereich. Aber es gibt auch Neuerungen, etwa eine Loggia.</p> <p><strong>März 2023:</strong> Das Bauprojekt soll nun fast 10 Millionen Euro kosten – in denen allerdings mehr enthalten ist als die bloße Halle. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wird-die-scheffelhalle-teurer-als-erwartet-die-baukosten-sorgen-fuer-heisse-diskussion;art372458,11509129" target="_blank" title="Wird die Scheffelhalle teurer als erwartet? Die Baukosten sorgen für heiße Diskussion">Das lässt manch ein Ausschussmitglied vernehmlich schlucken.</a> Nichtsdestotrotz fällt der Gemeinderat Ende März 2023 eine finale Entscheidung – und stimmt mit großer Mehrheit zu.</p> <p><strong>August 2023:</strong> Der Zeitplan steht fest – und zur 100-Jahr-Feier der Scheffelhalle soll diese tatsächlich wieder stehen. Als Fertigstellungstermin ist bei störungsfreiem Bauverlauf das zweite Quartal 2025 geplant. Bis dahin müssen erstmal alle Gewerke vergeben werden.</p> <p><strong>November 2023:</strong> Pünktlich zum Jahrestag gibt es gute Neuigkeiten, denn der Wiederaufbau startet. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wiederaufbau-scheffelhalle-beim-spatenstich-wird-es-emotional;art372458,11806431" target="_blank" title="&amp;bdquo;Die Scheffelhalle, die lieben alle&amp;ldquo;: So emotional war der Spatenstich zum Hallenwiederaufbau">Am 24. November ist offizieller Spatenstich.</a> Dabei gibt es viele strahlende Gesichter, Mitglieder des Fördervereins Freunde der Scheffelhalle haben sich sogar in festliche Fracks geworfen mit schwarzen Zylindern. Auch Vertreter der Poppele-Zunft und des Männerchor Singens sind dabei – und haben eigens ein Lied geschaffen.</p> <p>Auch für Oberbürgermeister Bernd Häusler ist es ein Freudentag. Er macht deutlich, wie sehr die Stadt und der Gemeinderat sowie zahlreiche Bürger für den Wiederaufbau der Scheffelhalle gekämpft haben. Ein Beispiel seien die harten Verhandlungen mit der Versicherung. Laut Häusler betrug im März 2021 die Zusage der Versicherung 2,3 Millionen Euro. „Wir haben nachgehakt und zum Teil auch mit der Versicherung gestritten“, so Häusler. Dadurch sei die Summe auf 3,2 Millionen Euro gestiegen.</p> <p><strong>Sommer 2024:</strong> Mittlerweile ist die Scheffelhalle deutlich zu erkennen. Die hölzerne Front der neuen Halle steht und dahinter nimmt der Holzbau immer mehr an Form an. Doch im August gibt es auch schlechte Nachrichten, denn die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/richtfest-fuer-neue-scheffelhalle-steht-fest-doch-der-zeitplan-wackelt;art372458,12163701" target="_blank" title="Richtfest steht fest! Die Scheffelhalle wächst unaufhörlich – aber langsamer als gedacht">Arbeiten sind um etwa drei Wochen verspätet</a>. Als Grund nennt der Architekt das unbeständige Wetter und eine länger dauernde Vormontage des aufwändigen und stützenlosen Tragwerks.</p> <p><strong>September 2024:</strong> Erste Einblicke ins Innere bekommen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/exklusiver-einblick-in-die-scheffelhalle-so-sieht-es-innen-aus;art372458,12181640" target="_blank" title="So schön wird die neue Scheffelhalle: Erste Einblicke ins Innere">erst Gemeinderäte</a>, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/das-alte-gefuehl-ist-wieder-da-besucher-schwelgen-beim-richtfest-der-scheffelhalle-in-erinnerungen;art372458,12193549" target="_blank" title="Das alte Gefühl ist wieder da: Besucher schwelgen beim Richtfest der Scheffelhalle in Erinnerungen">dann rund 800 Besucher des Richtfests</a>. Dabei wird in Erinnerungen geschwelgt und viel gelobt: Die Dachkonstruktion werde sehr bewundert, ja gar als sensationell bezeichnet. Auch der Vorsitzende des Fördervereins der Freunde der Scheffelhalle, Peter Adrian Gäng, zeigt sich „geplättet“ darüber, was alles erreicht wurde und dass schon zehn Monate nach dem Spatenstich das Richtfest gefeiert werden kann.</p> <p><strong>Dezember 2024:</strong> An der neuen Scheffelhalle geht es sichtbar voran, ab Oktober 2025 soll sie vermietet werden. Der zuständige Gemeinderatsausschuss <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/was-kostet-die-scheffelhalle-erstmals-werden-mietpreise-oeffentlich;art372458,12255286" target="_blank" title="Was kostet die Scheffelhalle? Erstmals werden Mietpreise öffentlich">legt die Mietpreise fest</a> und fixiert dabei auch, dass Vereine Vergünstigungen bekommen.</p> <p><strong>Mai 2025:</strong> Es stehen nur noch die letzten Arbeiten aus, etwa Boden, Küche und Türen. Trotz einiger Verzögerungen und Herausforderungen liegt der Bau laut städtischem Pressesprecher Stefan Mohr im Zeitplan. Die Halle soll Mitte bis Ende Juni fertig sein und im Herbst in Betrieb gehen.</p> <p><strong>Juli 2025:</strong> Auch wenn es in der Halle noch ein wenig nach Baustelle aussehe, sei der Innenausbau größtenteils fertig, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/bald-wieder-partys-in-der-scheffelhalle-singen-was-bis-zur-eroeffnung-noch-ansteht;art372458,12449706" target="_blank" title="Eröffnung schon in Sicht: Was in der Scheffelhalle noch alles zu tun ist">erklärt Architekt Alexander Kionka</a>. Zeitlich sei die Halle im gesteckten Rahmen geblieben – und finanziell auch, der Neubau kostet rund 10 Millionen Euro. Dazu trägt auch das Engagement des Fördervereins bei.</p> <p><strong>19. September 2025</strong> standdie Wiedereröffnung an. Die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/karten-fuer-eroeffnung-der-scheffelhalle-singen-sind-nach-nur-13-minuten-ausverkauft;art372458,12474465?wt_mc=facebook.skwww.hegau-see.cleverpush&amp;fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR7iUZeIqzEUPCLUH3WQrzchk-YjPWFf_CkHLCPBngaYY0Yip33btgaP0tkwjA_aem_2GwkEc6udjRL7c4_czmtCQ" target="_blank" title="" rel="noopener">Karten dafür waren flott ausverkauft</a>, doch am 20. September war die Scheffelhalle im Zuge der Museumsnacht Hegau-Schaffhausen zugänglich. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/viel-programm-fuer-die-neue-scheffelhalle-singen-wann-es-wie-losgeht;art372458,12482396" target="_blank" title="Viel Programm für die neue Scheffelhalle: Was nach der Eröffnung geplant ist">Außerdem sind für die Zeit danach bereits einige Veranstaltungen geplant. </a></p> <p>Was der Eröffnungsabend mit einem Taylor-Swift-Konzert gemeinsam hat, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/singen-feiert-neue-scheffelhalle-offiziell-eroeffnet-eine-gute-stube-fuer-kultur-und-event-22-09-25;art372458,12485813" target="_blank" title="Alle lieben die neue Scheffelhalle: So schön war die Eröffnungsfeier für Singens neue gute Stube">erklärt dieser Artikel</a>. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/grosse-eroeffnungsfeier-der-scheffelhalle-in-singen-die-schoensten-fotos-vom-abend;art372458,12485622" target="_blank" title="Große Eröffnungsfeier der Scheffelhalle in Singen – die schönsten Fotos vom Abend">Die schönsten Bilder des Abends gibt es hier</a> und ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/mediathek/nachrichten-aktuelles/die-singener-scheffelhalle-ist-zurueck-die-eroeffnungsfeier-im-video;sts1370736,50629" target="_blank" title="Die Singener Scheffelhalle ist zurück: Die Eröffnungsfeier im Video">Video gibt erste Eindrücke und Stimmen</a>.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Gailingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Erst Brand, dann Trauer, nun Neubau: Die aufregenden Jahre der Scheffelhalle im knappen Rückblick]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 15 Sep 2025 12:31:05 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Einkaufen im XXL-Format: So sieht es hinter den Kulissen des Großmarkts aus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/einkaufen-im-xxl-format-so-sieht-es-hinter-den-kulissen-des-grossmarkts-in-stockach-aus-18-09-25;art372461,12482229 ]]></link>      <description><![CDATA[  Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. Wie so ein Großmarkt funktioniert.  ]]></description>
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          Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. Wie so ein Großmarkt funktioniert.<br>
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        Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. Wie so ein Großmarkt funktioniert.



        <p>20 Liter Olivenöl im Kanister, 10 Kilogramm Mayonnaise im Eimer, 5 Kilogramm Penne im Plastikbeutel. Es sind Mengen, die die Küchen der meisten Haushalte sprengen würden. Hier stehen sie hingegen dutzendfach, sauber sortiert in einer großen Halle, in der sich Gang an Gang reiht, jeweils abgetrennt von meterhohen Regalen, die bis zu den Decken reichen.</p> <p>Im Kühlraum daneben gibt es Salami, Schinken, vorgekochtes Geschnetzeltes und fertige Rouladen – mehr Fleisch und Wurst, als eine ganze Metzgerei an einem Tag verkaufen könnte. Hier, in den Innenräumen des Mega-Markts, einem C&amp;C-Großmarkt im Gewerbegebiet Blumhof in Stockach, findet Einkaufen im XXL-Format statt – oder eben im Mega-Format.</p> <p>Dabei bezieht sich der Name des Marktes eigentlich nicht auf dessen Größe, sondern steht als Abkürzung für Metzgerei und Gastronomie. Denn das sind die Hauptkunden des Großmarkts, wie Geschäftsführer Christian Süß und Einkaufsleiter Uwe Heizmann bei einer Führung durch den Markt dem SÜDKURIER erklären.</p> <p>„Unsere Wurzeln liegen in der Metzgereigenossenschaft, wir haben einen eigenen Schlachthof, ein eigenes Fleischwerk und einen Zerlegebetrieb. Das ist der Ursprung der Mega“, erklärt Christian Süß. Eröffnet wurde der Großmarkt in Stockach im Jahr 2011, seit 2024 leitet Süß den Betrieb mit 140 Mitarbeitern.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Unternehmen</span><span>Die „Mega Das Fach-Zentrum für die Metzgerei und Gastronomie eG“, so der vollständige Name, wurde 1937 als Fleischergenossenschaft von Stuttgarter Metzgern gegründet. Das Unternehmen beschäftigt laut eigener Internetseite über 700 Mitarbeiter in den C&amp;C-Märkten und Zustelldiensten in Stuttgart, Stockach, Dresden und Chemnitz, im Fleischzerlege- und Produktionsbetrieb in Stuttgart sowie im Schlachthof in Göppingen. Heutzutage bietet er als Großmarkt und Vollsortimenter, also als Zulieferer mit allen benötigen Produkten für Gewerbebetriebe aus Gastronomie und Metzgerei, etwa 50.000 Artikel an. Der Standort in Stockach existiert seit 2011.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind einige der Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <h2>50.000 Artikel auf 7000 Quadratmetern</h2> <p>Auf über 7000 Quadratmetern Einkaufsfläche finden die Kunden hier über 30.000 Artikel im Food- und Nonfood-Bereich. Die Lebensmittel reichen von Fleisch und Wurst über Feinkost, Obst und Gemüse, Käse, Molkereiprodukte und Fisch bis hin zu Tiefkühlartikeln, Wein und Spirituosen.</p> <p>Im Nonfood-Bereich gibt es unter anderem Gläser und Porzellan, Küchenmaschinen und Berufskleidung. Uwe Heizmann erklärt: „Wir sind ein Vollsortimenter. Es ist unser Anspruch, alles abzudecken, was unsere Kunden brauchen – nicht nur an Produkten, sondern auch mit Dienstleistungen.“</p> <h2>Wer kauft im Großmarkt ein?</h2> <p>Insgesamt 9000 Kunden hat der Markt laut Uwe Heizmann momentan, die meisten stammen aus dem Kerngebiet rund um den Bodensee. „Wir haben aber auch Kunden aus dem Allgäu, im Schwarzwald und den halben Weg in Richtung Stuttgart nach Norden hoch“, berichtet er.</p> <p>50 Prozent davon seien Gastronomen, weitere 40 Prozent Metzgereien. Der restliche Teil verteilt sich auf Einzelhändler, Vereine oder Kanzleien oder Ärzte, wenn sie Veranstaltungen haben. Privatkunden gibt es nicht, denn um im Großmarkt einzukaufen, braucht man eine Karte des Marktes – und dafür eine Gewerbeanmeldung.</p> <p>Manche der Kunden kommen selbst auf den Markt zu. Die meisten werden aber vom Vertrieb kontaktiert. „Gerade Betriebe aus dem Schwarzwald oder dem Allgäu finden von alleine selten den Weg zu uns, jemand vom Bodensee dagegen schon eher“, so Süß. Viele würden eine intensive Beratung auf Augenhöhe verlangen, im Vertrieb der Mega seien daher auch ausgebildete Köche und Metzger unterwegs.</p> <p>Die Metzgereien bekommen ihre Tagesware meist in den frühen Morgenstunden, die Wirte folgen etwas später im Lauf des Vormittags, sagt Süß. Besonders freitags sei wegen des anstehenden Wochenendes viel los, ebenso vor Feiertagen und Ferien.</p> <h2>100 Kilo Rindfleisch pro Einkauf</h2> <p>Die Kunden aus dem näheren Umkreis würden meist selbst zur Abholung kommen, andere lassen sich von der 19 Lastwagen großen Mega-Flotte beliefern. Christian Süß berichtet: „Früher kamen fast alle Kunden selbst vorgefahren, heute setzen wir immer mehr auf Zulieferung, weil viele die Abholung nicht mehr leisten können.“</p> <p>Die Mengen sind dabei enorm. „Ein Metzger holt schon mal 100 Kilogramm Ware auf einmal oder Schweine- oder Rinderhälften. Gastronomen kaufen 5- bis 10-Kilogramm-Portionen ein, Kantinen etwas mehr“, berichtet Heizmann. Die abgepackten Produkte gibt es meist in Eimern oder Tüten im zweistelligen Liter- oder Kilogrammbereich.</p> <h2>Woher stammen die Produkte?</h2> <p>Bei seinem Sortiment setzt der Stockacher Mega auf eine Mischung aus Standardwaren, die jeder Mega-Markt hat, sowie regionale Produkte vom Bodensee. „Wir haben Wein vom Bodensee, Gemüse von der Reichenau, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gottmadingen/mineralwasser-aus-dem-hegau-so-versorgt-die-randegger-ottilien-quelle-die-region-seit-100-jahren;art372442,12470050" target="_blank" title="Wo kommt eigentlich unser Mineralwasser her? Ottilien-Quelle versorgt nicht nur den Hegau mit Wasser">Wasser aus Randegg</a> und Bad Dürrheim und Fleisch aus unserer eigenen Schlachtung“, listet Heizmann auf. Dafür setze man auf 2000 Dienstleister und Lieferanten.</p> <p>Wichtig sei, so Christian Süß, bei der Produktpalette verschiedene Qualitäts- und damit auch Preisstufen abzudecken. „Ein Restaurant möchte <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wie-das-hegau-bodensee-klinikum-in-singen-jaehrlich-hunderttausende-mahlzeiten-stemmt-und-was-das-kostet-14-08-25;art372458,12458775" target="_blank" title="Mit wenig Gewürzen nichts für den Gourmet: Warum Krankenhausessen so schmeckt">andere Ware haben als ein Krankenhaus</a>„, verdeutlicht er.</p> <p>Wie viel Metzgereien, Restaurants und andere Kunden für diese Einkaufsmengen konkret bezahlen müssen, wollen die beiden nicht verraten. „Natürlich ist es deutlich günstiger als im Einzelhandel. Wer 500 Kilo Rindfleisch holt, zahlt natürlich einen anderen Preis als der Bürger im Supermarkt, der nur 500 Gramm will“, macht Süß klar.</p> <h2>Branche ist in der Krise – doch Mega nicht</h2> <p>Die aktuelle Krise in der Gastronomie macht sich auch im Großmarkt bemerkbar. „Ja, es eine schwierige Zeit“, sagt Uwe Heizmann. Vielen Wirte gehe es an die Reserven, der Gastromarkt schrumpfe. „Der Kuchen insgesamt wird nicht größer. Aber das Stück der Mega am Gesamtkuchen wächst momentan“, beschreibt Christian Süß. Für Großmärkte sei es wichtig, neue Gebiete zu erschließen, auf Kundenwünsche einzugehen und Trends frühzeitig zu erkennen.</p> <p>So trinke die jüngere Generation weniger Alkohol, stattdessen seien gerade Spritzgetränke und Aperitiva wie Aperol, Limoncello und Sarti im Trend, zählt Uwe Heizmann auf.</p> <h2>High-Convenience-Speisen liegen im Trend</h2> <p>Am stärksten sei der Trend hin zu Convenience- und High-Convenience-Produkten – also Lebensmitteln, die bereits weitestgehend fertig verarbeitet sind. „Wir haben hier Beutel mit fertigen Salaten und geschnittenen Tomaten, aber auch von professionellen Köchen vorgegarte Produkte wie Putengeschnetzeltes oder Rinderrouladen“, zeigt Christian Süß beim Gang durch die Abteilung. Gastronomen hätten selbst oft nicht mehr das Personal für diese Arbeiten.</p> <p>Entscheidend sei dabei die Qualität. Uwe Heizmann sagt: „Früher war Convenience eine Soße aus Pulver, das man mit Wasser aufgießt. Heutzutage machen wir in Stuttgart eine Soße selbst, indem unser Koch einen Knochen abbrüht und das Ergebnis dann abpackt. Wir machen in der High-Convenience das, was ein Koch auch macht, nur größer.“ So wie alles, was der Großmarkt Mega anbietet.</p>]]>
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      <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 17:15:17 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Maggi-Würze ist gut gegen Heimweh: Die ikonische Flüssigkeit machte Singen weltbekannt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/maggi-wuerze-als-kult-der-braune-tropfen-aus-singen-geht-um-die-welt-25-09-25;art372458,12480399 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter.<br>
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        So schmeckt die Heimat: Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter.



        <p>Ja, es gibt mittlerweile Varianten der klassischen Maggi-Würze. Da ist der Asian-Style und die scharfe Version. An der Urform der Flüssigwürze, wie Julius Maggi sie ab 1887 im Singener „Gütterli-Hüsli“ abgefüllt hat, hat sich aber nicht viel geändert. Die Würze in der Flasche hat einen ikonischen Charakter. Und wer auf Reisen gar nicht darauf verzichten kann, bekommt sogar ein Mini-Exemplar für die Handtasche.</p> <p>Obwohl das Verfahren optimiert wurde, steht für die Chefin der Entwicklungsabteilung im Singener Produkt- und Technologiezentrum (PTC) von Nestlé Brigitt Lingk und Maggi-Werksleiter Dominik Paintner fest: „Das Original muss erhalten bleiben.“ Zwar wurde im Laufe der Jahrzehnte an der Rezeptur gefeilt. Aber der Grundgeschmack ist geblieben.</p> <h2>Maggi-Rezept bleibt ein Geheimnis</h2> <p>Auch dem Grundgedanken von Julius Maggi fühlt man sich in Singen verpflichtet: „Es schmeckt verlässlich, ist einfach und universell einsetzbar“, sagt Dominik Paintner. Über die genaue Zusammensetzung herrscht allerdings immer noch striktes Stillschweigen. Kein Geheimnis ist allerdings die Philosophie, mit der Julius Maggi seine Würze entwickelte.</p> <p>Nachdem Maggi mit 23 Jahren die väterliche Mühle in Frauenfeld übernommen hatte, experimentierte er mit eiweißreichen Hülsenfrüchten, um der Mangelernährung der Arbeiter im Zeitalter der Industrialisierung etwas entgegenzusetzen. Er entwickelte Suppen und eben jene flüssige Würze, die bis heute in zwei Dritteln aller deutschen Haushalte zu finden ist. Auch die eckige Flasche mit dem gelb-roten Etikett und dem Stern war seine Erfindung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Im <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/von-hier-kommt-die-wuerze-mit-dem-suedkurier-durchs-maggi-universum;art372458,12174167" target="_blank" title="Von hier kommt die Würze: Wie Singen und Maggi untrennbar wurden">Maggi-Museum im ehemaligen Güttli-Hüsli auf dem Singener Werksgelände</a> kann man die verschiedenen Stadien der weiterentwickelten Flaschen betrachten. Mit viel Bedacht wurden allzu große Abweichungen vermieden. „Noch heute werden die Flaschen von der gleichen Glashütte hergestellt wie zu Gründerzeiten“, erklärt Dominik Paintner. Und so zog die Würze nach und nach in die Küchen der Welt ein. Der braune Tropfen sei eben mehr als nur eine Prise Salz.</p> <p>„Heute sind wir mit dem Produkt in 20 Ländern vertreten“, erklärt der Werksleiter. „Die Idee ist so überzeugend, dass man auch in den internationalen Märkten nicht viele Abwandlungen des Originals benötigt. Das ist auch nicht unser Ziel.“ Spezifizierungen gibt es dennoch, wie eben jene Asia-Würze, in der auch Knoblauch enthalten ist.</p> <p>Selbstverständlich ist man im Maggi-Werk Singen nicht bei den Anfängen stehengeblieben. Trendforscher versuchen, den Konsumenten immer einen Schritt voraus zu sein. Hier kommen die sogenannten Fix-Produkte ins Spiel, die in der schnellen Alltagsküche als Helfer dienen sollen.</p> <p>Das neueste Beispiel ist eine Hähnchenpanade für knuspriges Hühnchen aus dem Air-Fryer. „Hier kommen wir dem Bedürfnis nach schneller Küche und einem gewissen Anspruch an gesunder Ernährung nach“, erklärt Birgitt Lingk. Der Air-Fryer ist eine Heißluftfritteuse, die ohne Fett auskommt. Im Eingang des Verwaltungsgebäudes können die Besucher in einem Regal die Entwicklung von der traditionellen Maggi-Würze bis hin zu neuesten Fix-Produkten verfolgen. Man wolle der erste sein, wenn es um neue Trends geht, sagt die Chefin der Entwicklungsabteilung.</p> <p>Stellt sich die Frage, ob es in der industriellen Nahrungsmittelherstellung überhaupt ein Produkt gibt, das ausschließlich den Ur-Hegauer Geschmack repräsentiert? Eine Suppe, eine Soße, eine Würze? Domink Paintner lächelt und sagt: „So kleinräumig arbeiten wir nicht.“ Man arbeite eher universell, zum Beispiel mit dem Maggi-Würfel, der in vielen Teilen der Welt produziert wird.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Maggi in Singen</span><span>Das Maggi-Werk in Singen hat eine lange Tradition. Seine Gründung durch den Schweizer Julius Maggi geht auf das Jahr 1887 zurück. 1947 schloss sich das Werk mit Nestlé zur Nestlé Alimentana zusammen. Seit zwei Jahren ist Dominik Paintner Werksleiter. Der gebürtige Niederbayer bekleidete zuvor 23 Jahre lang verschiedene Positionen bei Nestlé, unter anderem in den USA, in der Zentrale in Genf und 15 Jahre im Bereich Babynahrung in einem Nestlé-Werk im Allgäu. Am geschichtsträchtigen Singener Standort schätzt er nach eigenen Angaben das besondere Flair und die Verbundenheit der Belegschaft mit dem Werk. Heute beschäftigt das Unternehmen in Singen 600 Mitarbeiter. (gtr)</span></label></div> <p>Vielmehr komme es darauf an, dass die Produkte erschwinglich sein müssen. Am ehesten seien die Soßen in den klassischen, rechteckigen Pappkartons für den Süden Deutschlands typisch, springt Birgitt Lingk bei. „Hier sind Spätzle mit Soße immer noch beliebt.“ Aber wenn es bei den Fix-Produkten um Rankings geht, so sei zum Beispiel die Bolognesesoße ganz klar die Nummer 1 vor der Spätzlepfanne.</p> <h2>Ravioli von Maggi wecken Erinnerungen</h2> <p>Und dann sind da noch die Ravioli, die in Singen hergestellt werden. Fast jeder kann Geschichten erzählen von unvergesslichen Momenten am Lagerfeuer oder nach einer Party, in denen die Ravioli eine Rolle spielten. „Das ist zwar kein typisches Hegauer Gericht“, sagt Dominik Paintner. „Die Ravioli haben aber durch ihren Produktionsstandort wie die Würze den größten Bezug zu Singen.“ Der Vorteil sei, dass sie in der Dose ungekühlt drei Jahre haltbar seien. „Gerade erst wurden vom Nestlé-Konzern 5 Millionen Euro für eine neue Raviolipresse im Singener Werk freigegeben“, sagt Paintner.</p> <p>Jedes Jahr arbeite man an Verbesserungen. Um die Nachhaltigkeit zu steigern, soll jetzt der Blechboden aus der Fondor-Würzdose verschwinden. Eine neue Verpackungsmaschine wird nötig.</p> <h2>Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei einem halben Liter Maggi-Würze</h2> <p>Wer heute das Gelände hinter der denkmalgeschützten Fabrik besucht, muss zunächst mal ein Video mit sämtlichen Sicherheitsvorgaben anschauen. Das ist so international, dass es ganz ohne Sprachen auskommt und nur mit Piktogrammen arbeitet. Ist das noch Heimat? Würde man das die Beschäftigten fragen, so käme wohl ein klares „Ja“.</p> <p>„Wir haben sehr viele langjährige Mitarbeiter, die sich der Maggi sehr verbunden fühlen“, sagt Dominik Paintner und verweist auf Arbeitsjubiläen mit 30 oder 40 Jahren. Paintner spricht von einer Maggi-Familie, was sich im Zusammengehörigkeitsgefühl nicht nur bei den Jubilar-, sondern auch bei den Rentnerfeiern zeige. Und wenn man nochmal auf das Thema Geschmack und Heimat zurückkommt, so hat vermutlich in Deutschland jede Person schon einmal zur Maggi-Würze gegriffen. „Im Schnitt verbraucht jeder deutsche Haushalt im Jahr einen halben Liter Maggi-Würze“, weiß Birgitt Lingk. „Im Saarland ist es sogar ein Liter.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 15:49:36 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Auto kommt von Fahrbahn ab, überschlägt sich und bleibt auf dem Dach liegen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gottmadingen/auto-kommt-von-fahrbahn-ab-ueberschlaegt-sich-und-bleibt-auf-dem-dach-liegen;art372442,12480316 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die 59-jährige Fahrerin war auf der K6148 zwischen Gailingen und Gottmadingen unterwegs und kollidierte zunächst mit einem Leitpfosten, ehe sich das Auto überschlagen hat.  ]]></description>
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          Die 59-jährige Fahrerin war auf der K6148 zwischen Gailingen und Gottmadingen unterwegs und kollidierte zunächst mit einem Leitpfosten, ehe sich das Auto überschlagen hat.<br>
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        Die 59-jährige Fahrerin war auf der K6148 zwischen Gailingen und Gottmadingen unterwegs und kollidierte zunächst mit einem Leitpfosten, ehe sich das Auto überschlagen hat.



        <p>Auf der Kreisstraße 6148 zwischen Gailingen und Gottmadingen hat sich am Mittwochabend, 10. September, ein Unfall ereignet. Gegen 19.45 Uhr sei eine 59-jährige Opel-Fahrerin in Richtung Gottmadingen unterwegs gewesen, als sie aus bislang nicht geklärten Gründen, kurz nach Petersburg, nach rechts von der Straße abkam und mit einem Leitpfosten kollidierte, informiert die Polizei.</p> <p>Im Anschluss habe sich der Opel überschlagen und blieb auf dem Dach liegen. Die Fahrerin habe sich leichtverletzt selbständig über den Kofferraum des Autos befreien können. Ein Rettungsdienst brachte die Frau zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus, so die Polizei weiter. Um den Abtransport des nicht mehr fahrbereiten Opel habe sich ein Bekannter der Frau gekümmert.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 12:39:02 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zickzack-Kurs ins neue Schuljahr: Dieser Großeinkauf ist nichts für schwache Gemüter  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/endgegner-heftumschlaege-so-stressig-ist-der-einkauf-fuers-neue-schuljahr;art372458,12480141 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein neues Schuljahr bedeutet auch, dass es neue Schulsachen braucht. Warum dieser Einkauf kein Vergnügen ist, sondern echt Nerven kostet: eine Odyssee mit Buntstiften, Füllern und linierten und karierten Heftchen.  ]]></description>
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          Ein neues Schuljahr bedeutet auch, dass es neue Schulsachen braucht. Warum dieser Einkauf kein Vergnügen ist, sondern echt Nerven kostet: eine Odyssee mit Buntstiften, Füllern und linierten und karierten Heftchen.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Ein neues Schuljahr bedeutet auch, dass es neue Schulsachen braucht. Warum dieser Einkauf kein Vergnügen ist, sondern echt Nerven kostet: eine Odyssee mit Buntstiften, Füllern und linierten und karierten Heftchen.



        <p>Das Ende der Sommerferien naht und spätestens jetzt wird es Zeit, die Dinge von den Schulmaterial-Listen zu besorgen. Vorausschauend werden die, zumindest von einigen Schulen, bereits zum Ende des alten Schuljahrs verteilt. Doch wie es eben so ist, muss vor dem Urlaub noch Vieles erledigt werden und bis zum Schulstart ist es da ja noch lang hin. Schließlich wird der Einkauf im Büromarkt dann wieder in die letzte Ferienwoche geschoben.</p> <p>Die Organisation scheint in vielen Familien ähnlich zu laufen, denn die Büroabteilung in einem Laden in der Singener Innenstadt ist wenige Tage vor Schulstart gut besucht. Oder besser gesagt, in den Gängen ist kein Durchkommen. Vor den Regalen mit Schreib-, Rechen- und Vokabelheften drängen und drücken sich Eltern und Kinder mit langen Listen in der Hand genauso wie Personal, das den Kunden zur Hand geht.</p> <h2>Die Suche beginnt</h2> <p>Also ab ins Getümmel und nach den richtigen Heften suchen. Kann ja nicht so schwer sein. Doch, schon ein bisschen. Es gibt ungefähr 50 verschiedene Lineaturen, also Hefte mit verschiedenen Linien, Karos, Blanko oder Vokabelspalten. Zum Glück gibt es Nummern, nach denen man suchen kann. Dann stellt sich nur noch die Frage, ob das Schulheft klein, groß oder mit doppeltem Umfang sein soll.</p> <p>Zielsicher wandert der Blick über die nummerierten Regale, landet hier und da aber leider an einem leeren Regalplatz. Oh nein! Offensichtlich waren doch viele Eltern schneller und haben bei den gängigen Formaten bereits zugegriffen. Ein zweiter Gang in den Büroladen ist also schon mal sicher.</p> <p>Bleiben Schnellhefter, Klarsichtfolien, Bleistifte in verschiedenen Härten, Pinsel, Deckweiß, Tesafilm und Tintenpatronen. Immer schön entlang der Listen geht es durch die verschiedenen Regale, damit auch ja nichts vergessen wird. Würde der Einkauf digital aufgezeichnet wie eine Wanderung, wäre es wohl als ein wirrer Zickzack-Kurs anzusehen.</p> <h2>Bitte einmal Umschläge in allen Farben!</h2> <p>Und dann kommt der Endgegner: die Heftumschläge. Klingt harmlos? Von wegen. Während zuvor schon großer Wert auf Recycling-Hefte gelegt wurde, sollen es jetzt auch wieder die Umschläge aus Papier werden. Auch wenn die Erfahrung längst gelehrt hat, dass die bereits nach den ersten paar Schulwochen nur noch in Fetzen an den Schulheften hängen, dann mit Klebeband geflickt und anschließend ersetzt werden. Von gelb bis lila werden Umschläge in beinahe allen Farbschattierungen benötigt. Zunächst sieht es gut aus. Gleich kann die Liste weiter abgehakt werden. Wäre da nicht der hellblaue Umschlag für Erdkunde, an dessen Stelle im Regal Leere herrscht.</p> <p>Am Ende des Einkaufs bleiben einige Posten offen. Ab welchem Alter können Kinder ihre Schulsachen eigentlich selbst besorgen? Den Zickzack-Kurs durchs Schreibwarengeschäft schaffen die sicher schneller.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 10 Sep 2025 16:21:41 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Autofahrerin verliert die Kontrolle! 64-Jährige verletzt sich bei Unfall  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/autofahrerin-verliert-die-kontrolle-64-jaehrige-verletzt-sich-bei-unfall;art372443,12479500 ]]></link>      <description><![CDATA[  Am Dienstagabend ist es gegen 19.30 Uhr auf der Bundesstraße 314 zwischen Hilzingen und Riedheim zu einem Unfall gekommen. Dabei hat sich ein Fahrzeug anscheinend komplett überschlagen.  ]]></description>
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          Am Dienstagabend ist es gegen 19.30 Uhr auf der Bundesstraße 314 zwischen Hilzingen und Riedheim zu einem Unfall gekommen. Dabei hat sich ein Fahrzeug anscheinend komplett überschlagen.<br>
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        Am Dienstagabend ist es gegen 19.30 Uhr auf der Bundesstraße 314 zwischen Hilzingen und Riedheim zu einem Unfall gekommen. Dabei hat sich ein Fahrzeug anscheinend komplett überschlagen.



        <p>Am Dienstagabend ist es auf der Bundesstraße 314 zwischen Hilzingen und Riedheim zu einem folgenschweren Unfall gekommen. Dabei soll ein Auto von der Fahrbahn abgekommen sein und sich überschlagen haben. Wie Tobias Springmann von der Hilzinger Feuerwehr gegenüber dem SÜDKURIER auf Nachfrage schildert, habe sich der Unfall gegen 19.30 Uhr ereignet.</p> <p>Er bestätigt, dass sich das Unfallfahrzeug nach Zeugenaussagen überschlagen haben muss. Wie es genau zu dem Unfall gekommen sei, könne Springmann nicht sagen. Er verweist dabei auf die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen, die Klarheit zur Unfallursache liefern könnten.</p> <h2>Auto kommt ins Schleudern und überschlägt sich</h2> <p>Laut Tatjana Deggelmann, Pressesprecherin beim Polizeipräsidium Konstanz, sei eine 64 Jahre alte Frau mit ihrem Wagen auf der Bundesstraße in Richtung Hilzingen unterwegs gewesen. Aus bislang unbekanntem Grund sei die Frau auf die Gegenfahrbahn geraten. „Als sie ein entgegenkommendes Auto bemerkte, riss sie ihr Lenkrad nach rechts. Hierbei übersteuerte sie ihren Wagen und verlor über diesen die Kontrolle“, so Deggelmann weiter.</p> <p>Der Golf sei dabei ins Schleudern geraten und habe sich mehrfach über eine kleine Böschung hinweg überschlagen, bis er schließlich auf einem Feld neben einem Fahrradweg auf den Rädern zum Stehen gekommen sei. „Ein Rettungsdienst brachte die leicht verletzte Frau in ein Krankenhaus. Um den nicht mehr fahrbereiten Golf kümmerte sich ein Abschleppdienst“, so die Polizeisprecherin weiter.</p> <h2>Fahrerin konnte sich selbst befreien</h2> <p>Laut Tobias Springmann sei die verletzte Frau beim Eintreffen der Feuerwehr nicht mehr im Unfallwagen gewesen. „Sie konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien und wurde bereits vom Rettungsdienst versorgt“, so Springmann. Sie habe nicht aus dem Auto herausgeschnitten werden müssen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr hätten beim Wagen die Batterie abgeklemmt und den Brandschutz sichergestellt – bis klar gewesen sei, dass keine Betriebsstoffe ausgelaufen seien.</p> <p>Wie hoch der Schaden beim Unfall auf der Bundesstraße zwischen Hilzingen und Riedheim tatsächlich ausgefallen sei, kann die Polizei derzeit noch nicht abschätzen.</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Autofahrerin verliert die Kontrolle! 64-Jährige verletzt sich bei Unfall]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 09 Sep 2025 09:37:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zwischen "Frechheit" und "gar nichts auszusetzen": Meinungen zum Krankenhaus-Essen gehen auseinander  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/schlechtes-krankenhaus-essen-in-singen-meinungen-gehen-auseinander;art372458,12478616 ]]></link>      <description><![CDATA[  SÜDKURIER-Leser teilen ihre Erfahrungen mit der Verpflegung in der Klinik. Ein Teil der Leser ist mit dem kulinarischen Angebot im Krankenhaus zufrieden. Viele sehen aber noch deutliches Verbesserungspotenzial.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          SÜDKURIER-Leser teilen ihre Erfahrungen mit der Verpflegung in der Klinik. Ein Teil der Leser ist mit dem kulinarischen Angebot im Krankenhaus zufrieden. Viele sehen aber noch deutliches Verbesserungspotenzial.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/schlechtes-krankenhaus-essen-in-singen-meinungen-gehen-auseinander;art372458,12478616]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        SÜDKURIER-Leser teilen ihre Erfahrungen mit der Verpflegung in der Klinik. Ein Teil der Leser ist mit dem kulinarischen Angebot im Krankenhaus zufrieden. Viele sehen aber noch deutliches Verbesserungspotenzial.



        <p>Hunderttausende Mahlzeiten pro Jahr stemmt die Küche im Hegau-Bodensee-Klinikum in Singen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wie-das-hegau-bodensee-klinikum-in-singen-jaehrlich-hunderttausende-mahlzeiten-stemmt-und-was-das-kostet-14-08-25;art372458,12458775" target="_blank" title="Mit wenig Gewürzen nichts für den Gourmet: Warum Krankenhausessen so schmeckt">Die Köche müssen mit einem knappen Budget wirtschaften und dennoch täglich hunderte Menschen ausgewogen versorgen.</a> Die Verpflegung im Krankenhaus schmeckt aber nicht jedem Patienten. Das sagen die SÜDKURIER-Leserinnen und -Leser zum Krankenhaus-Essen.</p> <p><em>Leserbriefe geben die Meinung der Einsender wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zum Kürzen von Leserbriefen vor. Einsendungen werden nur bearbeitet, wenn sie mit vollständiger Absenderadresse und einer Telefonnummer für Rückfragen versehen sind. Leserbriefe veröffentlichen wir in der Tageszeitung sowie in unseren Digitalmedien mit Namen und Wohnort.</em></p> <h2>Frisches und gesundes Essen hilft bei der Genesung, schreibt Raimund Ritzi aus Öhningen:</h2> <p>Hier zeigt sich, dass Essen und Trinken bei uns wenig zählt. Man gibt horrende Summen ohne Wirkung für den sogenannten Klimaschutz aus und verwehrt den Kranken frisches und gesundes Essen. Dazu wird Abendessen schon am sommerlichen Nachmittag gegen 17 Uhr serviert. Zwei Scheiben Wurst, Streichkäse und schlechtes Brot sind doch fatal für die Genesung und von Genuss weit entfernt. Was ist nur aus Deutschland geworden?</p> <h2>Die Mahlzeiten sind eine Frechheit, schreibt Elisabeth Heilmann aus Öhningen:</h2> <p>Die Überschrift zum Bericht über das Essen im Krankenhaus ist eine Frechheit. Zugegeben: 10 Euro pro Patient und Tag sind wenig. Das berechtigt jedoch nicht dazu, den Patienten ein solches „Mahl“ vorzusetzen, wie das in Singen geschieht. Die Speisen müssen keinesfalls Gourmets genügen, aber normalen Menschen mit normalen Ansprüchen. Wie die beiden Herren in die Kamera lächeln, muss jeden verletzen, der jemals auf ein Mittagessen aus dieser Küche angewiesen war.</p> <h2>Patienten sollten auch Kunden sein, findet Ursula Stamm aus Singen:</h2> <p>Mir ist bekannt, dass das Mittagessen in der Singener Klinik eine Katastrophe ist. Und ich muss sagen, das Abendessen ist auch nicht unbedingt besser. Im Februar bekam ich jeden Abend zum Vesper Tomaten, in dieser Zeit sehr teuer und überhaupt nicht schmackhaft, das Brot war die Vollkatastrophe – ein Graubrot pappig und trocken. Diese Brotsorte bekam mein Bruder als Wegzehrung in den 60 Jahren bei der Bundeswehr. Wahrscheinlich ein Fabrikbrot. In diesem Krankenhaus heißt es nicht saisonal, regional und gesund.</p> <p>Als ich 2021 in der Klinik war, habe ich erneut auf meine Fischallergie hingewiesen. Schon der Geruch von Fisch löst bei mir starke Asthmaanfälle aus. Fisch essen ist für mich tödlich. Was bekam ich am nächsten Tag zum Mittagessen – natürlich Fisch mit Kartoffeln. Ich musste das Essen natürlich ablehnen, ich bekam nichts anderes. Auf meine Anfrage nach einem Joghurt sagte die Pflegekraft, sie kann in der Küche nachfragen, sie bekam als Antwort, die Küche verfügt nicht mehr über Joghurt. Also musste ich bis zum Abend ohne Essen ausharren.</p> <p>Natürlich wurde dieses Versehen auf die Pflegekraft geschoben, angeblich hatte sie es der Küche nicht mitgeteilt. Die arme Frau hat alles richtig gemacht, ich habe es gesehen. In dieser Klinik steht keiner zu seinen Fehlern, alles wird immer aufs Pflegepersonal geschoben, aber es interessiert natürlich niemand. Dazu fällt mir eine Quizfrage ein: Wer bezahlt die Gehälter der Angestellten und auch die der Ärzte? Ich denke, die Patienten. Also ändert einfach mal etwas.</p> <h2>Siegbert Kieninger aus Mühlhausen hat nichts an der Qualität des Essens auszusetzen:</h2> <p>Das andauernde Genörgel um die Qualität des Essens im Singener Krankenhaus kann so nicht unwidersprochen stehen bleiben. Ich selber, mehrere aus der Verwandtschaft und alle, die ich befragt habe zu dem Thema (ehemalige Patienten dieses Hauses), haben nichts, aber auch gar nichts an der Qualität auszusetzen!</p> <p>Bei hunderten Betten und tausenden Angestellten werden da täglich wohl auch tausende Essen serviert. Wenn dann einzelne notorische Nörgler meinen, das Essen schlecht reden zu müssen, sollte man dies eigentlich auch nicht weiter verbreiten. Schon bei der Bundeswehr, an der Uni, der Fachhochschule, in betrieblichen Kantinen habe ich immer Nörgler über das Essen erlebt – einfach nörgeln aus Prinzip.</p>]]>
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      <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 16:29:36 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mit 500 PS über den Untersee: Der Rhein kennt keine Grenze und verzeiht keine Fehler  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/schweiz/mit-500-ps-ueber-den-untersee-der-rhein-kennt-keine-grenze-und-verzeiht-keine-fehler;art1371848,12478118 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das neue Polizeiboot hat rund eine halbe Million Schweizer Franken gekostet und kann ziemlich flott von Schaffhausen nach Stein am Rhein. Wann es nötig ist und welche Tücken der Untersee hat.  ]]></description>
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          Das neue Polizeiboot hat rund eine halbe Million Schweizer Franken gekostet und kann ziemlich flott von Schaffhausen nach Stein am Rhein. Wann es nötig ist und welche Tücken der Untersee hat.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/schweiz/mit-500-ps-ueber-den-untersee-der-rhein-kennt-keine-grenze-und-verzeiht-keine-fehler;art1371848,12478118]]></guid>
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        Das neue Polizeiboot hat rund eine halbe Million Schweizer Franken gekostet und kann ziemlich flott von Schaffhausen nach Stein am Rhein. Wann es nötig ist und welche Tücken der Untersee hat.



        <p>Die Wasserpolizei Schaffhausen ist seit diesem Jahr mit einem neuen Einsatzboot unterwegs. Das fast 40 Jahre alte Vorgängerschiff wurde in den Ruhestand geschickt und dient heute als Feuerwehrboot. Nun setzt die Polizei auf moderne Technik – das neue Boot ist 9,6 Meter lang, 3,35 Meter breit, knapp 3,7 Tonnen schwer.</p> <p>Zwei Außenbordmotoren mit je 250 PS bringen das Boot auf bis zu 65 Stundenkilometer, auch wenn diese Geschwindigkeit auf dem Rhein kaum gefahren wird. „Wir haben eine Ausnahmegenehmigung für die großen Motoren“, sagt Polizist Mathias Helbling. Mit einem Treibstofftank von 720 Litern können die Polizisten stundenlang unterwegs sein. Zwölf Personen haben Platz an Bord – genug für Taucher, Sanitäterinnen oder zusätzliche Kolleginnen und Kollegen. Radar gibt es keines, gefahren wird auf Sicht, unterstützt von Funk, Scheinwerfern und Blaulicht.</p> <h2>Das neue Polizeischiff ist jederzeit bereit</h2> <p>Das neue Polizeischiff ist bei der ehemaligen Lagerstätte Salzstadel in der Stadt stationiert und soll insbesondere auf dem Hochrheinabschnitt zwischen Stein am Rhein (Untersee) und Schaffhausen zum Einsatz kommen.</p> <p>Das Vorgängerschiff war fast vier Jahrzehnte im Dienst der Schaffhauser Polizei, musste jedoch im Winter stets aus dem Wasser genommen werden. Im Ernstfall stand dann nur ein Schlauchboot zur Verfügung, was Zeit kostete. Das neue Schiff kann dagegen auch im Winter im Wasser bleiben und ist jederzeit für Rettung, Bergung sowie präventive Patrouillen auf dem Rhein einsatzbereit.</p> <p>An diesem Tag fahren die beiden Polizisten Mathias Helbling und Simon Leber von Diessenhofen nach Stein am Rhein. Das leise Motorengeräusch legt sich tief über den Fluss. Am Steuer steht Leber, routiniert. Neben ihm sein Kollege Helbling. Er beobachtet den Rhein mit dem Fernglas. Beide kennen jeden Meter zwischen Schaffhausen und dem Untersee. „Aber langweilig wird es nie“, sagt Leber. „Der Rhein überrascht dich immer wieder.“</p> <h2>Es gibt eine spezielle interne Ausbildung</h2> <p>Um ein Boot dieser Größe führen zu dürfen, ist eine spezielle Ausbildung erforderlich. „Wir machen den zivilen Schiffsführerausweis mit der zusätzlichen Prüfung auf dem Hochrhein. Diese muss auch jede Privatperson absolvieren, die ein Motorboot mit mehr als 6 PS auf der Strecke zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen steuert“, erklärt Helbling.</p> <p>Intern wurden die Polizisten mehrere Stunden auf dem neuen Schiff geschult und werden jährlich sowohl intern als auch extern weitergebildet. Leber hat zusätzlich die Tauchausbildung abgeschlossen – zwei Jahre intensives Training, unzählige Stunden im Wasser, oft bei Nullsicht und starker Strömung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Technische Details</span><span>Insgesamt ist das neue Polizeiboot 9,6 Meter lang, 3,35 Meter breit und 3,1 Meter hoch. Es hat einen Tiefgang von 55 Zentimetern. Der Treibstofftank reicht für 720 Liter Benzin und 33 Liter Diesel. Pro Motor liegt die Motorenleistung bei 250 PS. Inklusive Zuladung kommt das Boot auf ein Gesamtgewicht von 5690 Kilogramm. Es kann bis zu 65 Stundenkilometer schnell fahren.</span></label></div> <h2>Im Sommer kann es hektisch werden auf dem Rhein</h2> <p>An diesem Vormittag ist wenig los auf dem Rhein. Hier und da treibt ein Schlauchboot, ein Motorboot wagt kaum, das Polizeiboot zu überholen. „Die meiste Zeit ist unser Job Prävention“, erklärt Leber. „Wir zeigen Präsenz, sprechen Leute an, erklären Regeln, kontrollieren den Führerschein und den technischen Zustand der Boote.“</p> <p>Doch im Sommer kann es hektisch werden. „Da schwimmt plötzlich ein Schlauchboot mitten in der Spur der Kursschifffahrt, und die Leute merken nicht, dass sie gefährlich treiben“, sagt Helbling.</p> <p>Viermal krachten Schlauchboote und Stand-up-Paddler allein im Juli und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gailingen/wie-gefaehrlich-sind-wiffen-am-hochrhein-board-oder-boot-prallen-gegen-fahrwasserzeichen;art372441,12465880" target="_blank" title="Zwei Badeunfälle auf dem Hochrhein: Mit SUP und Gummiboot gegen Wiffe geprallt">August 2025 gegen Wiffen, ohne Verletzte, aber mit Schäden</a>. „Das kann schnell anders ausgehen“, warnt er. Die meisten Unfälle sind laut den Polizisten der Leichtsinnigkeit oder der Unterschätzung von Gefahren geschuldet. Alkohol spiele dabei häufig eine Rolle, sowohl beim Schwimmen als auch beim Fahren von Schlauchbooten und Stand-up-Paddleboards.</p> <h2>Schiffe haben keinen klassischen Bremsweg</h2> <p>Auf dem Rhein prallen zwei Welten aufeinander: Berufsschifffahrt mit erfahrenen Kapitänen und Freizeitkapitäne, die sich ein Boot mieten, ohne sich je intensiv mit dem Fluss beschäftigt zu haben. Schiffe haben keinen klassischen Bremsweg, das würden viele vergessen.</p> <p>„Das ist der große Unterschied zum Auto“, sagt Leber. „In einem Auto kann ich aufs Bremspedal treten und dann hält es schnell. Bei einem Schiff gleitet es einfach weiter. Bremsen können wir nur, wenn wir den Rückwärtsgang einlegen.“</p> <p>Die Wasserpolizei der Schaffhauser Polizei arbeitet eng mit den Thurgauer und den deutschen Kollegen zusammen. „Das ist selbstverständlich, der Rhein kennt keine Grenze“, sagt Helbling. Im Ernstfall fährt derjenige, der am schnellsten vor Ort ist. Aber auch technische Finessen spielen eine Rolle.</p> <p>„Die einen Schiffe sind für den See konzipiert, mit denen kann man teilweise den Rhein auch befahren, aber je nach Wasserstand ist die Einsatzmöglichkeit begrenzt“, erklärt Helbling. Kaum ausgesprochen, passiert ein Schiff der deutschen Kolleginnen und Kollegen das Boot. Es wird gegrüßt, gewunken – dann geht die Fahrt weiter nach Stein am Rhein.</p> <p>Manchmal bleibt ein Einsatz besonders in Erinnerung. Helbling erzählt von einem Schiff, das im Mai 2024 unterhalb der Bibermühle auf Grund gelaufen war. „Das stand mehrere Tage im Rhein. Es war ein großer Einsatz zusammen mit der Feuerwehr und zivilen Partnern, und es wurde zum Publikumsmagneten. Solche Einsätze vergisst man nicht.“</p> <p>Nach zwei Stunden steuert Simon Leber das Boot in den Hafen von Stein am Rhein. Die beiden Motoren reagieren präzise, das Boot legt sich sanft an den Steg, die Motoren verstummen. Simon Leber lächelt. „Technik ist wichtig. Aber entscheidend ist, dass wir sie beherrschen. Der Rhein verzeiht keine Fehler.“</p> <p><em>Dieser Artikel erschien zuerst bei den <a href="https://www.shn.ch/" target="_blank" title="" rel="noopener">‚Schaffhauser Nachrichten‘</a>.</em></p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 16:21:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Noch strenger als Bio: So viel Arbeit steckt hinter Demeter-Gemüse  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/noch-strenger-als-bio-so-viel-arbeit-steckt-hinter-demeter-gemuese;art372461,12478094 ]]></link>      <description><![CDATA[  In der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Wahlwies werden Tomaten, Gurken und Co. in Demeter-Qualität angebaut. Betriebsleiter Birger Richter verrät, was dahintersteckt und wieso der hohe Preis gerechtfertigt sei.  ]]></description>
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          In der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Wahlwies werden Tomaten, Gurken und Co. in Demeter-Qualität angebaut. Betriebsleiter Birger Richter verrät, was dahintersteckt und wieso der hohe Preis gerechtfertigt sei.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/noch-strenger-als-bio-so-viel-arbeit-steckt-hinter-demeter-gemuese;art372461,12478094]]></guid>
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        In der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Wahlwies werden Tomaten, Gurken und Co. in Demeter-Qualität angebaut. Betriebsleiter Birger Richter verrät, was dahintersteckt und wieso der hohe Preis gerechtfertigt sei.



        <p>Qualität hat ihren Preis – diesen Satz werden viele schon einmal gehört haben. Wie viel Wahrheit dahinter steckt, weiß Birger Richter als Betriebsleiter der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH ganz genau. Denn der Betrieb baut auf 23 Hektar Gemüse in Demeter-Qualität an und vertreibt dieses auch. Von der Tomate über Gurken, Auberginen, Kräuter und Salate bis hin zur Melone. 30 Mitarbeiter sind über die Saison in der Produktion beschäftigt, kümmern sich um die Pflanzen und den Boden, sortieren, verpacken und waschen die Ware, sagt Richter.</p> <p>Viel läuft da noch in Handarbeit und das schlägt sich letztlich im Preis nieder. In Zeiten steigender Inflation, in denen die Kunden vermehrt aufs Geld achten, sei es da nicht einfach, mit konventioneller Ware zu konkurrieren.</p> <p>„In kaum einem Land in Europa geben die Menschen weniger Geld für Lebensmittel aus als in Deutschland“, sagt Richter bedauernd. Laut Statistischem Bundesamt waren es 2022 lediglich 11,26 Prozent der Gesamtausgaben für den Konsum. Im Nachbarland Frankreich sind es 13,52 Prozent, in Italien 2023 sogar 15,02 Prozent.</p> <p>Der Betriebsleiter ist dennoch überzeugt, dass es sich lohnt, Demeter-Gemüse zu kaufen. Denn: „Der Demeter-Anbau schlägt sich nicht nur im Preis nieder, sondern auch im Geschmack.“ Ohnehin glichen sich die Preise konventionell angebauter Lebensmittel und die aus Demeter-Anbau an. Soll heißen: Während erstere schnell im Preis steigen, seien Demeter-Produkte relativ preisstabil.</p> <p>Das zeigen auch Zahlen des Statistik-Portals Statista, die sich auf Daten der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berufen – zumindest für Bio-Ware. Besonders deutlich wird der Unterschied bei Kartoffeln. Diese sind aus konventionellem Anbau laut der Statistik von 2022 auf 2023 im Preis um 23,2 Prozent gestiegen, während es bei Bio-Kartoffeln nur 4,7 Prozent waren. Bei Gemüse sind es 9,6 gegenüber 6,2 Prozent. Eine Statistik aus dem Jahr 2020 zeigt dennoch, dass etwa Äpfel aus Bio-Anbau schon 62 Prozent teurer waren als Äpfel vom konventionellen Bauern.</p> <h2>Darum ist der Demeter-Preis so hoch</h2> <p>Der höhere Preis kommt nicht von ungefähr. Denn für den Anbau von Demeter-Gemüse braucht es nicht nur viele helfende Hände, es gibt auch strenge Vorgaben. Und die umzusetzen, ist nicht nur jede Menge Arbeit, sondern kostet auch zusätzliches Geld.</p> <p>Eine dieser Vorgaben ist die Umsetzung des Kreislaufgedankens. Dieser zielt darauf ab, Anbau und Natur miteinander in Einklang zu bringen. Dazu gehört laut Richter auch, Fruchtfolgen einzuhalten. Er dürfe beispielsweise eine Karotte nur alle sieben Jahre auf den gleichen Boden bringen, um so die Vielfalt an Bodenlebewesen auf dem Betriebsgelände zu fördern. Dadurch braucht es mehr Freilandflächen.</p> <p>Eine weitere Vorgabe ist laut Richter, dass im Gewächshaus erst ab dem 15. Februar sogenannte Warmhauskulturen wie Tomaten, Gurken und Auberginen angebaut werden dürfen – wegen des Energieverbrauchs. Denn der Anbau im Winter sei mit einem hohen Stromverbrauch verbunden. Dennoch ernten die Mitarbeiter rund 250 Tonnen Tomaten im Jahr.</p> <p>Erzeugt wird der Strom auf dem Gemüsebaubetrieb über große Hackschnitzelanlagen, wie Richter bei einer Begehung zeigt. Außerdem dürfe beim Anbau kein künstliches Licht verwendet werden und es müssen Präparate wie Kiesel oder Hornmistsplitter in den Boden eingebracht werden, um das Wachstum anzuregen. „Das alles ist mit sehr viel Handarbeit verbunden“, verdeutlicht der Betriebsleiter.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Aber lohnt sich das überhaupt? „Der Demeter-Anbau ist ein Stück weit ein Ideal, dem man sich verschrieben hat“, sagt Richter, der schon seit 17 Jahren in dem Betrieb und seit rund fünf Jahren in leitender Position tätig ist. Als Betrieb müsse man aber auch wirtschaftlich bleiben, deshalb müsse sich die viele Arbeit auch im Preis wiederfinden.</p> <p>Vertrieben werde die Ware über Direktvermarktung, auf dem Betriebsgelände gibt es etwa einen Hofladen, auf Wochenmärkten in Radolfzell und Konstanz, aber auch über den Lebensmitteleinzelhandel. Das Ziel sei zwar, die Ware regional zu betreiben. „Aber wir brauchen auch den Großhandel“, macht Richter deutlich.</p> <p>Die Anfänge des Betriebs gehen auf den Start des Wahlwieser Kinderdorfs im Jahr 1947 zurück. Damals sei es das Ziel der Bewohner gewesen, sich durch Gemüseanbau selbst zu versorgen, was langsam aber stetig wuchs. 1982 hat Familie Richter den Betrieb übernommen, von Anfang an sei es ein Demeter-Betrieb gewesen.</p> <h2>Der Unterschied zwischen Bio- und Demeter-Ware</h2> <p>Und was ist der Unterschied zur Bio-Ware? Richter fasst es in einem Satz zusammen: „Demeter hat mit die strengsten Regeln.“ Während sich Landwirte bei Bio-Ware an die EU-Ökoverordnung halten müssen, gehen Demeter-Betriebe einen Schritt weiter. Zudem seien Demeter-Betriebe untereinander gut vernetzt und würden quasi gegenseitig kontrollieren, dass die strengen Vorgaben eingehalten werden.</p> <p>Doch Wetterextreme machen immer mehr zu schaffen. Der viele Regen im Frühjahr 2024 sei eine besondere Herausforderung gewesen, weil die Pflanzen so unter anderem zu wenig Licht abbekommen haben. Die heißen Sommer sieht Richter hingegen als eine Chance, um Neues auszuprobieren. So ernte und vertreibe der Gemüsebaubetrieb inzwischen auch Melonen. „Das funktioniert schon recht gut“, findet Richter.</p> <p>Dem Pestalozzi-Gemüsebaubetrieb gehe es aber nicht nur darum, Gemüseanbau möglichst umweltschonend zu betreiben, sondern ihm sei auch die soziale Komponente wichtig, sagt Richter. So seien in dem Betrieb aktuell vier Fachwerker angestellt. Dabei handle es sich um Auszubildende mit einem besonderen Förderbedarf, die es sonst auf dem Arbeitsmarkt schwer hätten. Sie würden in dem Betrieb besonders unterstützt, um sich fit für den Arbeitsmarkt zu machen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Noch strenger als Bio: So viel Arbeit steckt hinter Demeter-Gemüse]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 10:54:59 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Drei Euro pro Kilometer: Darum sind die Taxitarife im Kreis gestiegen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/drei-euro-pro-kilometer-darum-sind-die-taxitarife-im-kreis-gestiegen;art372432,12477884 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Taxameter läuft scheinbar immer schneller. Gerade ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Fahrdienste angewiesen. Doch in diesem Sommer gab es eine Erhöhung der Preise. Warum ist das so?  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Das Taxameter läuft scheinbar immer schneller. Gerade ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Fahrdienste angewiesen. Doch in diesem Sommer gab es eine Erhöhung der Preise. Warum ist das so?<br>
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        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/drei-euro-pro-kilometer-darum-sind-die-taxitarife-im-kreis-gestiegen;art372432,12477884]]></guid>
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        Das Taxameter läuft scheinbar immer schneller. Gerade ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Fahrdienste angewiesen. Doch in diesem Sommer gab es eine Erhöhung der Preise. Warum ist das so?



        <p>Fast jeder, der schon mal Taxi gefahren ist, kennt es. Immer wieder ein Blick auf das Taxameter und der Zahl beim Steigen zusehen. Wer regelmäßig mit dem Taxi unterwegs ist, dem könnte es vielleicht schon aufgefallen sein. Seit einiger Zeit läuft das Taxameter scheinbar schneller.</p> <p>Seit Juli gibt es neue Taxitarife im Kreis. Der Grundpreis liegt bei 4,90 Euro. Bei Strecken bis fünf Kilometer kostet der einzelne Kilometer dann drei Euro. Zuvor galt eine Grundgebühr von 4 Euro, pro Kilometer zahlten die Kunden 2,50 Euro.</p> <p>Doch das ist nur der normale Tagestarif. Von 22 bis 6 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen liegt die Grundgebühr bei 6,90 Euro. Ein Großraumtaxi kostet weiterhin 8 Euro an Grundgebühr, nachts 10.</p> <h2>Wer macht die Tarife?</h2> <p>Damit liegt der Kreis nun deutlich über dem Bundesschnitt. Und auch in anderen Städten in Südbaden können Kunden günstiger fahren. So bezahlt man im Kreis Ravensburg, der seine Tarife im August 2025 angepasst hat, eine Grundgebühr von 3,80 Euro. Jeder Kilometer kostet dann 2,70 Euro, in der Nacht 2,90. Doch warum sind die Preise im Kreis Konstanz so hoch?</p> <p>Die Taxitarife werden von den kommunalen Behörden festgelegt. Das ist in Stadtkreisen die jeweilige Stadtverwaltung, in Landkreisen ist dafür das Landratsamt zuständig. Doch wie kommt das Landratsamt Konstanz auf diesen neuen Tarif?</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Tarife</span><span>Das Landratsamt ist für die Taxitarife zuständig, weil Taxis zur Daseinsvorsorge gehören. Jeder Mensch hat prinzipiell das Recht, von einem Taxi befördert zu werden. Deswegen müssen Taxifahrer auch von der Behörde lizenziert sein. Auch Busunternehmen können ihre Preise nicht einfach selbst bestimmen, wenn sie im Nahverkehr tätig sind. Dort muss sich ebenfalls an Tarifstrukturen orientiert werden. Die rechtliche Grundlage hierfür bietet das Personenbeförderungsgesetz.</span></label></div> <h2>Wie entstehen die Preise?</h2> <p>Marlene Pellhammer, Sprecherin des Landratsamts, beantwortet diese Frage auf SÜDKURIER-Anfrage. Sie erklärt: „Grundsätzlich sollen Taxitarife den Unternehmern ein kostendeckendes Wirtschaften mit einem angemessenen Gewinn ermöglichen.“ Gleichzeitig gibt es aber auch ein öffentliches Interesse an leistungsgerechten und erschwinglichen Taxipreisen, meint sie weiter.</p> <p>Bei der Erstellung der Preise werde laut der Sprecherin zusätzlich die Auswertungen anderer Taxitarife in der Region einbezogen. Für die Tarife im Kreis Konstanz wirft das Landratsamt vorwiegend einen Blick auf die Preise im Regierungsbezirk Freiburg. Dabei habe sich gezeigt, dass der Kreis bisher am unteren Ende der Preisspanne lag. „Dabei zeigte sich, dass der Landkreis Konstanz [...] selbst nach der Anpassung weiterhin zu den preisgünstigsten Taxitarifen im Regierungsbezirk Freiburg gehört“, so Pellhammer.</p> <h2>Wie sieht es in der Region aus?</h2> <p>Und das stimmt. In anderen Kreisen im Regierungsbezirk gibt es noch teurere Tarife. Beispielsweise kostet die Grundgebühr im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 5,40 Euro, im Kreis Emmendingen oder dem Ortenaukreis sogar 5,70. Auch die Kilometerpreise sind jeweils höher. In Freiburg selbst der Tarif ähnlich wie in Konstanz. Pro Kilometer zahlen Kunden dort jedoch 50 Cent mehr.</p> <p>Außerdem schaue die Behörde auch auf die aktuellen Betriebs- und Personalkosten. Dabei wird der Mindestlohn vollständig in die Kalkulation einbezogen, macht Marlene Pellhammer deutlich. „Personalkosten machen rund 55 bis 60 Prozent der Gesamtkosten eines Taxiunternehmens aus“, erklärt sie weiter.</p> <h2>Decken die Taxis den Bedarf?</h2> <p>Die Taxitarife sind also wie viele Preise auch durch die Betriebskosten gestiegen. Doch für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen sind die Preise nicht immer einfach zu stemmen. Dennoch erklärt Pellhammer: „Die Bedürfnisse älterer sowie mobilitätseingeschränkter Fahrgäste sind in die Gestaltung des Taxiverkehrs einbezogen.“</p> <p>Für die Bedürfnisse dieser Kundschaft halten mehrere Taxiunternehmen speziell umgerüstete Fahrzeuge bereit, die auch rollstuhlgerecht sind, wie die Sprecherin mitteilt.</p> <p>Im ganzen Landkreis sind 113 Taxis im Einsatz. Das decke den vorhandenen Bedarf. „Darüber hinaus stehen 59 Mietwagen zur Verfügung“, so Marlene Pellhammer. Diese gehören ebenfalls zum Angebot des Gelegenheitsverkehrs und seien vor allem für längere Strecken und Spitzenzeiten eine Ergänzung. Dabei ist es meistens sinnvoll, diese vorzubestellen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Drei Euro pro Kilometer: Darum sind die Taxitarife im Kreis gestiegen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 05 Sep 2025 12:44:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Was für ein Käse: Was Liebhaber über verschiedene Sorten und Lagerung wissen sollten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/so-ein-kaese-was-liebhaber-ueber-verschiedene-sorten-und-lagerung-wissen-sollten;art372458,12476622 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Käse-Sommelier Herbert Schober erklärt, warum Käse so besonders schmeckt und so viel kostet. Klar ist: Deutsche essen davon sogar mehr als ihre Nachbarn.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Käse-Sommelier Herbert Schober erklärt, warum Käse so besonders schmeckt und so viel kostet. Klar ist: Deutsche essen davon sogar mehr als ihre Nachbarn.<br>
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        So schmeckt die Heimat: Käse-Sommelier Herbert Schober erklärt, warum Käse so besonders schmeckt und so viel kostet. Klar ist: Deutsche essen davon sogar mehr als ihre Nachbarn.



        <p>Die schweizerische Nachbarschaft gilt gemeinhin als das Käseland schlechthin. Dabei wird in Deutschland viel mehr Käse produziert – und exportiert. 2,74 Millionen Tonnen Käse wurden laut Bundeslandwirtschaftsministerium vergangenes Jahr bundesweit hergestellt. Knapp eine Million Tonnen davon gehen in den Export. Das gilt aber nicht für Käse aus dem Hegau. Wer beispielsweise Käse vom Buchhaldehof in Rielasingen-Worblingen erwerben will, muss den Hof aufsuchen.</p> <p>Neben Eiern aus Freilandhaltung, Milch mit Tierwohl-Label, Brände, Brot und Backwaren gibt es im Hofladen-Automaten auch hofeigenen Käse. Und dort gibt es auch gleich alle Informationen zum Herstellungsprozess. „Wer etwas wissen möchte, kann uns gern ansprechen und wir versuchen dann, es zu erklären“, sagt Landwirt Jonas Schlatter.</p> <p>Die Leidenschaft für Käse hat auch Herbert Schober gepackt. Der Bohlinger ist Käse-Sommelier und als Wettkampfrichter aktiv. Käse sei zwar immer Geschmackssache, sagt er, doch gebe es dafür durchaus auch Qualitätskriterien wie Geschmack oder Konsistenz. Jeder Deutsche isst durchschnittlich rund 25 Kilogramm Käse im Jahr – also knapp zwei Kilogramm mehr als die Schweizer Nachbarn.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge. Der SÜDKURIER stellt Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden. Alle Teile der Serie im Überblick <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/regional-geniessen-bodensee-und-hegau-zeigen-die-vielfalt-heimischer-produkte;art372432,12465756" title="So schmeckt die Heimat: Alle Teile der großen SÜDKURIER-Sommerserie">finden Sie hier.</a></span></label></div> <p>Wenn Herbert Schober „So ein Käse“ sagt, dann klingt da meist sehr viel Genuss mit. Er produziert zum Beispiel diverse Frischkäsevariationen, die er neben einer breiten Auswahl internationaler Spezialitäten im Bohlinger Geschäft oder auf den Märkten im Hegau anbietet.</p> <h2>Seit wann gibt es Käse?</h2> <p>Wann genau erstmals Käse verspeist wurde, lässt sich laut Schober nicht mehr herausfinden, aber dafür wie – per Zufall. Vermutet werde, dass sesshaft gewordene Menschen zuerst Sauermilchkäse entdeckten. Da die Hygiene nicht so groß war, ist die Milch durch Milchsäurebakterien und Wärme geronnen. Beim Süßmilchkäse wird vermutet, dass die Menschen in Tiermägen durch Lab eingedickte Milch gefunden haben oder sie auf ihren Wanderungen in den Tiermägen, die sie zum Transport nutzten, Molke und Käsebruch fanden.</p> <p>Die Herstellungsverfahren wurden optimiert und Käse zum wichtigen Handelsgut. Dazu tragen auch viele geschützte Käsesorten bei. Da Käse eigentlich nichts anderes als konzentrierte Milch ist, enthält er dieselben Inhaltsstoffe Eiweiß, Fett, Calcium, Mineralstoffe und Vitamine in hoher Konzentration.</p> <h2>Doch wie entsteht Käse eigentlich?</h2> <p>Grundlage ist in der Regel Milch. Es gebe zwar auch vegane Käse, erklärt Schober, doch da habe er sich noch nicht eingearbeitet. Welches Tier die Grundlage liefert, präge den Käse ebenso wie das Futter, das es gefressen hat. „Es gibt Käse, da schmeckt man die Alpenwiesen auf denen die Kühe waren, noch im Käse“, schwärmt er. Es gibt große Molkereien und kleine Käsereien. Alle arbeiten zwar nach der Käseverordnung, ihre Rezepturen seien aber ein gut gehütetes Geheimnis.</p> <p>Im ersten Schritt wird die Milch auf Reinheit, bakteriologische Beschaffenheit, hohen Eiweißgehalt und einen bestimmten Säuregehalt überprüft und danach pasteurisiert.</p> <p>Je nach Käsesorte werde dann der Rohmilch Milchfett hinzugefügt oder abgetrennt. Dann wird der Milch Lab oder Milchsäurebakterien hinzugefügt und so in flüssige und feste Bestandteile zerlegt, Molke und Käse-Bruch. Der Bruch wird geschnitten, die Größe bestimmt die Härte des Käses mit, je feiner der Bruch, desto mehr Molke kann sich absetzen und desto fester wird der Käse. Der Bruch werde dann in Form gebracht. Für Hartkäse fließe unter Druck weiter Molke ab. Durch Salzen und Ruhe bekommt der Käse seinen Geschmack.</p> <h2>Welche Käsearten gibt es?</h2> <p>Es gibt unterschiedliche Einteilungen. Einerseits wird in acht Gruppen differenziert: Hartkäse, Schnittkäse, halbfester Schnittkäse, Weichkäse, Sauermilchkäse, Schmelzkäse, Frischkäse und Pasta Filata genannte Käse wie beispielsweise Mozzarella. Dazu kommt noch der Schimmelkäse, er kann Edelschimmel auf der Oberfläche haben oder im Inneren und auf der Oberfläche Rotschmiere.</p> <p>Käse wird aber auch in acht Fettgehaltsstufen eingeteilt von Doppelrahm bis Magerstufe. Eine Besonderheit ist Rohmilchkäse, bei dem die Milch nicht über 40 Grad Celsius erhitzt wird. „Auch die Zugabe von Kräutern und Gewürzen machen einen Käse aus, diese werden entweder auf dem Käse aufgebracht oder befinden sich im Käse“, so Schober.</p> <p>Die Preisspanne ist gewaltig und hängt nicht zuletzt vom Reifegrad ab – je weniger Zeit die Produktion beansprucht, um so günstiger kann der Käse verkauft werden. Für einen hochwertigen Hartkäse müssen aber in der Regel rund 20 bis 30 Euro pro Kilogramm einkalkuliert werden – manchmal auch deutlich mehr.</p> <h2>Wie wird Käse optimal gelagert?</h2> <p>Bei der großen Vielfalt der Käsesorten gibt es keine allgemeine Lösung, doch gewisse Richtlinien. Da Käse ein Milchprodukt ist, sollte er im Kühlschrank gelagert werden. Allerdings sollten nur ähnliche Käsesorten miteinander gelagert werden, da sonst die verschiedenen Kulturen aufeinander übergehen, insbesondere bei Edelschimmelsorten.</p> <p>Herbert Schober rät zudem: „Wie empfehlen unseren Kunden, den Käse im Papier des Fachhandels zu lagern. Dieses ist luftdurchlässig und feuchtigkeitsundurchlässig.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Was für ein Käse: Was Liebhaber über verschiedene Sorten und Lagerung wissen sollten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 05 Sep 2025 11:39:18 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Was ist eigentlich mit dem Gasthaus Hegaustern los? Das Gebäude steht zum Verkauf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/hotel-und-restaurant-hegaustern-in-engen-stetten-steht-zum-verkauf-1-4-millionen-euro-09-09-25;art372438,12476578 ]]></link>      <description><![CDATA[  Für die Immobilie mit Blick über den gesamten Hegau wird ein neuer Besitzer gesucht. Restaurant-Pächter Thomas Müller erklärt auf SÜDKURIER-Nachfrage wie es bei der Schnitzelfarm weitergeht.  ]]></description>
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          Für die Immobilie mit Blick über den gesamten Hegau wird ein neuer Besitzer gesucht. Restaurant-Pächter Thomas Müller erklärt auf SÜDKURIER-Nachfrage wie es bei der Schnitzelfarm weitergeht.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/hotel-und-restaurant-hegaustern-in-engen-stetten-steht-zum-verkauf-1-4-millionen-euro-09-09-25;art372438,12476578]]></guid>
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        Für die Immobilie mit Blick über den gesamten Hegau wird ein neuer Besitzer gesucht. Restaurant-Pächter Thomas Müller erklärt auf SÜDKURIER-Nachfrage wie es bei der Schnitzelfarm weitergeht.



        <p>Schließt die Schnitzelfarm im Hegaustern? Zumindest stehen Hotel und Restaurant im Engener Ortsteil Stetten zum Verkauf. Laut einer Immobilienanzeige von Mitte August ist das „Hotel mit gigantischem Ausblick“ für rund 1,4 Millionen Euro zu haben. Aber was bedeutet der Verkauf des Objektes für die Schnitzelfarm, die Pächter Thomas Müller in dem Gasthaus seit einigen Jahren betreibt?</p> <p>Auf SÜDKURIER-Nachfrage gibt Thomas Müller Entwarnung. Auf den Restaurantbetrieb der Schnitzelfarm habe ein möglicher Verkauf erst einmal keinen Einfluss, sagt er. Sein Pachtvertrag laufe und er habe keine Informationen, dass sich daran etwas ändern solle.</p> <h2>Warum bleibt der Hegaustern die halbe Woche geschlossen?</h2> <p>Und warum hat das Restaurant nur noch an vier Tagen die Woche geöffnet? Das habe mit dem angestrebten Verkauf nichts zu tun, sagt Müller. Dass die Küche derzeit von Montag bis Mittwoch kalt bleibt, hat mehrere Gründe. „Die Personaldecke ist dünn“, führt Müller an und verweist auf den allgemein vorherrschenden Personalmangel in der Gastronomie.</p> <p>Es gebe aber auch noch einen ganz praktischen Grund für die zusätzlichen Schließtage. Derzeit liefen umfangreiche Renovierungsarbeiten im Gebäude. Die könnten nicht während des laufenden Betriebs gemacht werden, so Müller weiter. Er ist nicht nur Inhaber der Schnitzelfarm im Hegaustern, sondern auch vom gleichnamigen Restaurant in Allensbach.</p> <p>Das 6500 Quadratmeter große Anwesen mit Hotel und Restaurant wird in der Verkaufsanzeige als attraktive Kapitalanlage für Investoren oder Gastronomen beschrieben. Das Gebäude aus dem Jahr 1937 verfügt, laut der Beschreibung, neben dem Gastraum für insgesamt 190 Gäste und einer großen Terrasse über elf Hotelzimmer sowie eine Betreiberwohnung.</p> <p>In der Engener Gastronomie hat sich zuletzt einiges getan. Im Bereich der Engener Alt- und Innenstadt sind mit <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/besonderes-konzept-in-der-altstadt-das-neue-restaurant-kostbar-will-menschen-an-einen-tisch-bringen;art372438,12193779" target="_blank" title="Besonderes Konzept in der Altstadt: Das neue Restaurant Kostbar will Menschen an einen Tisch bringen">dem Kostbar</a>, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/neues-gastronomie-highlight-am-schillerplatz-in-engen-fruehstueck-bis-abendessen-im-restaurant-regionale;art372438,12374614" target="_blank" title="Neues Restaurant am Schillerplatz: Jetzt kommt Schwung in die Altstadt-Gastronomie">dem Regionale</a> und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/diese-gastronomen-uebernehmen-das-lamm-engen-aber-mit-rustikalem-konzept;art372438,12415403" target="_blank" title="Balkan-Küche statt griechisch: Das sind die Nachfolger im Restaurant Lamm">dem Rustica</a> gleich drei neue Restaurants hinzugekommen.</p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Was ist eigentlich mit dem Gasthaus Hegaustern los? Das Gebäude steht zum Verkauf]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 04 Sep 2025 10:28:16 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wieder mehr Autos im Landkreis: Zum ersten Mal nach Jahren steigt die Zahl  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/wieder-mehr-autos-im-landkreis-zum-ersten-mal-nach-jahren-steigt-die-zahl-wieder;art372432,12475686 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Trend geht hin zum Auto. Die Zahl der Fahrzeuge ist nach einem leichten Abwärtstrend in diesem Jahr erstmals wieder gestiegen. Doch auf welchem Platz parkt die Region im Vergleich?  ]]></description>
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          Der Trend geht hin zum Auto. Die Zahl der Fahrzeuge ist nach einem leichten Abwärtstrend in diesem Jahr erstmals wieder gestiegen. Doch auf welchem Platz parkt die Region im Vergleich?<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/wieder-mehr-autos-im-landkreis-zum-ersten-mal-nach-jahren-steigt-die-zahl-wieder;art372432,12475686]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Der Trend geht hin zum Auto. Die Zahl der Fahrzeuge ist nach einem leichten Abwärtstrend in diesem Jahr erstmals wieder gestiegen. Doch auf welchem Platz parkt die Region im Vergleich?



        <p>Auf den Straßen im Kreis Konstanz ist es wieder etwas voller geworden. Nachdem in den Jahren 2023 und 2024 die Zahl der Autos jeweils gesunken war, stieg die Zahl nun wieder deutlich an. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamts hervor. Diesen Trend gibt es aber nicht nur am Bodensee. In ganz Baden-Württemberg gibt es einen leichten Anstieg. Und auch bundesweit zeichnet sich der Trend zum Auto ab.</p> <p>Im Landkreis Konstanz kommen auf 1000 Einwohner 571,9 Fahrzeuge, wie der Datensatz des Landesamts zeigt. Das sind etwas mehr Fahrzeuge als 2022, was der Höchststand der letzten fünf Jahre. Damals fuhren 571,1 Autos über die Straßen zwischen Hegau und Bodensee. Das sind rund elf Fahrzeuge pro 1000 Einwohner mehr als zu Beginn des Jahrzehnts.</p> <h2>Im ganzen Land gibt es mehr Autos</h2> <p>Im vergangenen Jahr war die Zahl der Autos minimal von 569,8 auf 569,2 gesunken. Doch jetzt ist wieder mehr Blech und Karbon unterwegs. Doch wie steht der Kreis Konstanz im Vergleich zu anderen Gegenden in Baden-Württemberg und in der Region?</p> <p>Die Gebiete mit den wenigsten Fahrzeugen sind die Ballungsgebiete. Der Stadtkreis Heidelberg hat mit 393,4 Autos pro 1000 Einwohnern die geringste Pkw-Dichte. Die höchste Dichte gibt es im Hohenlohekreis. Dort fahren pro 1000 Einwohner 760,5 Fahrzeuge herum. In ganz Baden-Württemberg liegt die Quote bei 620. Damit ist sie höher als in ganz Deutschland. Da liegt sie bei 590 und ist somit deutschlandweit eine Steigerung um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.</p> <h2>Weniger Autos als im Rest der Region</h2> <p>Im Kreis Konstanz sind jedoch im Vergleich zu den umliegenden Kreisen deutlich weniger Fahrzeuge unterwegs. Der Bodenseekreis hat eine Pkw-Dichte von 654,1, im Kreis Sigmaringen sind es 646,5. Der Landkreis Tuttlingen kommt auf 646,5 Autos pro 1000 Einwohner und im Schwarzwald-Baar-Kreis sind es 639,3.</p> <p>In allen Landkreisen ringsum ist der Anteil der Autos ebenfalls gestiegen. Im Vergleich ist die Pkw-Dichte im Landkreis Konstanz aber gering. Kein anderer Flächenlandkreis hat eine geringe Dichte. Lediglich die kreisfreien Städte in Baden-Württemberg liegen im Landesvergleich vor Konstanz.</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:rights><![CDATA[Wieder mehr Autos im Landkreis: Zum ersten Mal nach Jahren steigt die Zahl]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 02 Sep 2025 14:13:30 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nachts im Museum: Kulturbetriebe entlang der Grenze öffnen ihre Türen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/kunst-und-kultur-geniessen-museen-und-galerien-in-der-grenzregion-oeffnen-ihre-tueren;art372458,12474424 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Museumsnacht Hegau-Schaffhausen bietet am 20. September Bilder an Wänden, Musik und Tanz, Führungen und Vorträge. Neu sind Lesungen aus neuen Krimis mit Tatorten im Kulturland zwischen Singen und Schaffhausen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Museumsnacht Hegau-Schaffhausen bietet am 20. September Bilder an Wänden, Musik und Tanz, Führungen und Vorträge. Neu sind Lesungen aus neuen Krimis mit Tatorten im Kulturland zwischen Singen und Schaffhausen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/kunst-und-kultur-geniessen-museen-und-galerien-in-der-grenzregion-oeffnen-ihre-tueren;art372458,12474424]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Museumsnacht Hegau-Schaffhausen bietet am 20. September Bilder an Wänden, Musik und Tanz, Führungen und Vorträge. Neu sind Lesungen aus neuen Krimis mit Tatorten im Kulturland zwischen Singen und Schaffhausen.



        <p>An Stein am Rhein hat Singens Oberbürgermeister Bernd Häusler besondere Erinnerungen. Denn bei einem früheren Besuch durfte er im historischen Ratssaal aus dem Goldenen Becher trinken, den Freiherr Johann Rudolph Schmid von Schwarzenhorn seiner Heimatstadt Stein am Rhein geschenkt hatte. Jetzt wurde in Stein am Rhein das Programm zur grenzüberschreitenden Museumsnacht am Samstag, 20. September, vorgestellt.</p> <p>In 15 Städten und Gemeinden in Deutschland und der Schweiz öffnen dann 77 Kulturorte bis Mitternacht ihre Türen. Der Eintritt zu den Veranstaltungsorten ist kostenfrei. Die Höhepunkte dieser Nacht der Kunst wurden in historischem Ambiente vorgestellt, nämlich im ehemaligen großen Ratssaal im Rathaus Stein am Rhein.</p> <h2>Festungswerk, wo einst Römer bauten</h2> <p>Häusler wertete dies als ein Zeichen für die gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Gastgeber Ulrich Böhni, Steiner Stadtrat und Kulturreferent, betonte, dass alle ausgestellten Gegenstände im Ratssaal Originale sind.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Vielfältiges Programm in 15 Städten und Gemeinden</span><span>Die Museumsnacht Hegau-Schaffhausen findet am Samstag, 20. September, von 17 bis 24 Uhr bereits zum 24. Mal statt. Viele Kunst- und Kulturschaffende an 77 unterschiedlichen Orten sowie die Verantwortlichen der Institutionen machen die Museumsnacht möglich. Beteiligt sind die Städte und Gemeinden Schaffhausen, Singen, Neuhausen am Rheinfall, Stein am Rhein, Diessenhofen, Feuerthalen, Gailingen, Ramsen, Stockach, Thayngen, Tengen, Unterstammheim, Volkertshausen und Wangen. Gemeinsam ermöglichen sie ein besonders attraktives Programm. Der Eintritt ist zu nahezu allen Veransaltungen frei, außer der Besuch im Singener Museum Art and Cars 2 (MAC2 – Eintritt 10 Euro). Und bitte an den Ausweis denken, falls man auch die Museumsnacht in der Schweiz besuchen möchte. Die Bandbreite reicht von elektronischer Orgelmusik bis zu Krimilesungen in tropfenden Kellergemäuern, oder führen in Räume, die sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind.</span></label></div> <p>Diese und viele weitere Exponate aus der Rathaussammlung können in der Museumsnacht besichtigt werden, wenn Stadtarchivar Roman Sigg das interessierte Publikum auf Rundgängen begleitet. Wo einst die Römer ein Kastell bauten, „uf Burg“ auf der linken Rheinseite, wurde 1936 eines der größten und am besten bewaffneten Festungswerke der Schweiz gebaut. In der Museumsnacht kann es erstmals besichtigt werden.</p> <h2>Runderneuerte Scheffelhalle</h2> <p>Bernd Häusler wies auf die 19 verschiedenen Kulturorte Singens hin und erwähnte die Junge Bühne, auf der ein abwechslungsreiches Programm von Musik über Tanz bis hin zur Mode auf dem Rathausplatz geboten wird. Auf dem Rathausplatz dürfen die beliebten Oldtimer vom Museum auf Rädern natürlich nicht fehlen. Für 5 Euro werden Benefizfahrten durch die Stadt angeboten; der gesamte Erlös kommt der Lebenshilfe Singen zugute.</p> <p>Er freute sich besonders, dass in der Museumsnacht <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/so-kreativ-sammelt-der-foerderverein-freunde-der-scheffelhalle-geld-fuer-den-neubau;art372458,12462413" title="Steine für den guten Zweck: So kreativ sammelt der Förderverein Geld für die neue Scheffelhalle">die nach dem Brand runderneuerte Scheffelhalle</a> für die Bevölkerung geöffnet wird. Eine Symbiose aus Kunst, Videokunst und Musik von Orchestern und Chören aus Singen lädt feierlich in die neue Veranstaltungshalle ein.</p> <p>Verschiedene Galerien rund um den Rathausplatz laden zu einem Besuch ein. Petra Ehinger widmet sich den „Weibsbildern“ und interpretiert das „Frausein“ in verschiedene Richtungen. <a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/kultur/die-augen-muessen-etwas-sagen-wie-die-stockacher-kuenstlerin-birgit-brandys-gesichter-malt;art10399,12470473" title="„Die Augen müssen etwas sagen“: Wie die Stockacher Künstlerin Birgit Brandys Gesichter malt">Birgit Brandys Werke</a> zeichnen sich durch großformatige Portraits aus. Auch sie gehört mittlerweile zu den bekannten Persönlichkeiten an der Museumsnacht.</p> <h2>31 Ausdrücke fürs Betrunkensein</h2> <p>Marco Planas, der Stadtschaffhauser Kulturreferent, wies auf die 17 Orte in der Stadt Schaffhausen hin, die horizonterweiternde Veranstaltungen bieten. In Neuhausen am Rheinfall, haben sieben Kunstorte geöffnet, darunter die Gemeindebibliothek, in der die Autorin Silvia Götschi lesen wird. Als Tatort für ihren neuen Krimi hat sie die Burg Hohenklingen bei Stein am Rhein erkoren. Im Neuhauser Trotten-Theater werden Martin Harzenmoser und Beat De Ventura erklären, dass es im Schaffhauser Dialekt 31 Ausdrücke fürs Betrunkensein gibt.</p> <h2>Hommage an die Handarbeit</h2> <p>Markus Späth-Walter, Präsident des Vereins Museumsnacht Hegau-Schaffhausen, ließ seine Frau nach Art des Bibelstechens mit dem Messer zufällig ins Programmheft der Museumsnacht stechen. So stießen sie auf empfehlenswerte Veranstaltungen für Kinder: die Künstlerin Lissy Bernhardt hat mit rund 40 Schülerinnen und Schülern ihrer Kunst- und Zeichenschule Zeichnungen, Malereien, Objekte und Skulpturen geschaffen, die gezeigt werden.</p> <p>Ein anderer Zufalls-Stich führte zur Schaffhauser Uhrenmanufaktur IWC, wo eine Hommage an die Handarbeit zu erleben ist. In Stockach entdeckte Späth-Walter eine nächtliche Taschenlampenführung für Kinder. Das letzte Zufallsergebnis ergab <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/leseratten-aufgepasst-diese-buchtipps-fuer-den-sommer-geben-buechereien-im-hegau;art372458,12145979" title="Leseratten aufgepasst! Diese Buchtipps für den Sommer geben Büchereien im Hegau">einen Besuch der Städtischen Bibliotheken Singen</a>, wo Quizfragen zu beantworten sein werden und der Singer-Songwriter Christyan auftritt.</p> <h2>Krimilesung im Gewölbekeller</h2> <p>Späth-Walter, der auch Feuerthaler Gemeinderat ist, wies zudem auf das Gemeindehaus Fürstengut in Feuerthalen hin. Dort, im geheimnisvollen Gewölbekeller liest der Schaffhauser Geologe und Krimiautor Hans Rudolf Graf aus seinem eigens für diesen Anlass verfassten Feuerthalen-Krimi. Dazu haben Schülerinnen und Schüler unter der Leitung der Künstlerin Anna Ninck den Krimi bebildert.</p> <p><em><strong>Weitere Informationen</strong> zum Programm in Deutschland und der Schweiz sind online zu finden unter: <a href="http://www.museumsnacht-hegau-schaffhausen.com" target="" title="" rel="noopener">www.museumsnacht-hegau-schaffhausen.com</a></em></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nachts im Museum: Kulturbetriebe entlang der Grenze öffnen ihre Türen]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 02 Sep 2025 12:00:41 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nicht jedes Mehl ergibt gute Brötchen – was die Zahl auf der Mehltüte damit zu tun hat  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/nicht-jedes-mehl-ergibt-gute-broetchen-was-die-zahl-auf-der-mehltuete-damit-zu-tun-hat;art372458,12474331 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Mehl ist nicht gleich Mehl. Zwei Menschen, die das aus Erfahrung wissen, sind Müller Frank Mayer und Landwirt Stefan Leichenauer. Sie erklären die wichtigsten Unterschiede.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Mehl ist nicht gleich Mehl. Zwei Menschen, die das aus Erfahrung wissen, sind Müller Frank Mayer und Landwirt Stefan Leichenauer. Sie erklären die wichtigsten Unterschiede.<br>
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        So schmeckt die Heimat: Mehl ist nicht gleich Mehl. Zwei Menschen, die das aus Erfahrung wissen, sind Müller Frank Mayer und Landwirt Stefan Leichenauer. Sie erklären die wichtigsten Unterschiede.



        <p>Mehl und mehlhaltige Produkte gehören für die meisten Menschen zum täglichen Speiseplan. Ob Brot, Nudeln, Kuchen oder Pizza: Mehl ist überall. Doch es gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten. Weizen, Roggen, Dinkel oder Hafer unterscheiden sich nicht nur im Geschmack, sondern auch in ihrer Verwendung. Und selbst innerhalb einer Getreideart gilt: Weizen ist nicht gleich Weizen. Frank Mayer von der Mayer-Mühle in Orsingen und Landwirt Stefan Leichenauer aus Tengen erklären, wie vielfältig Mehl sein kann und warum die Qualität schon beim Korn auf dem Acker beginnt.</p> <h2>Qualität beginnt auf dem Feld</h2> <p>Stefan Leichenauer betreibt einen Familienbetrieb in Tengen, in dem er hauptsächlich Weizen und Dinkel produziert. Auf seinen Feldern wächst der sogenannte E-Weizen, auch als „Elite-Weizen“ bezeichnet. Laut Leichenauer sei dies eine besonders hochwertige Sorte mit hohem Eiweißgehalt, die sich durch gute Backeigenschaften auszeichne. Leichenauer erklärt, dass man grundsätzlich zwischen drei Weizen unterscheidet: Futterweizen, Industrieweizen und Qualitätsweizen.</p> <p>Dabei betont er, wie wichtig qualitativ guter Weizen für das Endprodukt sei. „Man kann mit schlechten Rohstoffen schließlich kein gutes Produkt machen“, unterstreicht er.</p> <p>Auch Frank Mayer von der Mayer-Mühle stellt klar, dass die Qualität des verwendeten Getreides der entscheidende Faktor für gutes Mehl ist. „Der größte Unterschied liegt im Grundweizen – also welchen Weizen ich überhaupt verwende“, erklärt er. In seiner Mühle komme nur Qualitätsweizen der Stufen A und E zum Einsatz. Diese Sorten seien zwar teurer, würden aber auch bessere Backeigenschaften mitbringen und hätten einen höheren Nährstoffgehalt. „Über den höheren Rohstoffpreis ergibt sich dann natürlich auch ein höherer Preis für das Endprodukt“, so Mayer.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>70 Kilogramm Weizen pro Kopf</span><span>Laut dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft lag der Inlandsverbrauch von Getreide im Wirtschaftsjahr 2020/21 bei knapp 43 Millionen Tonnen. Davon wurden 8,6 Millionen Tonnen als Nahrungsgetreide verwendet. An der Spitze steht dabei deutlich der Weizen: Mit knapp 7,2 Millionen Tonnen ist er das wichtigste Nahrungsgetreide. In dem selben Zeitraum lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei 70 Kilogramm Weizenmehl pro Wirtschaftsjahr. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Roggen und Hafer – allerdings mit deutlich geringerem Verbrauch. Hier sind es sechs Kilogramm Roggenmehl und vier Kilogramm Hafermehl pro Person.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <h2>Weizenmehl ist nicht gleich Weizenmehl</h2> <p>Aus dem Qualitätsweizen entstehen verschiedenste Mehltypen in der Mayer-Mühle – denn Weizenmehl ist nicht gleich Weizenmehl. Mayer erklärt, welches Mehl sich wofür eignet und was es mit den bekannten Typenzahlen wie 405 oder 1050 auf sich hat. Laut ihm sei Mehltyp 405 vor allem zum Backen von Kuchen und Pizzaböden geeignet. Das 550er Mehl bezeichnet er als klassisches Bäckermehl, ideal für Brötchen und Baguettes. Die Typen 812 und 1050 dagegen seien optimal zum Brotbacken.</p> <p>Die Zahlen zeigen laut Mayer verschiedene Ausmahlungsgrade. „Wenn man 100 Kilogramm 405er Mehl verbrennen würde, blieben 405 Gramm Asche übrig.“ Beim 1050er Mehl seien es entsprechend 1,05 Kilogramm unverbrennbare Rückstände. Diese unverbrennbaren Anteile würde man auch als Mineralstoffe bezeichnen. Je höher die Zahl des Mehl-Typs also ist, desto höher ist auch der Mineralstoffgehalt, so der Müller.</p> <h2>Warum etwas mehr zahlen sich lohnen kann</h2> <p>Frank Mayer verrät auch, warum ein Kilo Mehl in einem handelsüblichen Supermarkt billiger ist als eines aus der Mühle. Neben dem qualitativ besseren Grundweizen werde in der Mühle viel Handarbeit geleistet. Jedes Endprodukt wird dabei von Hand nachgewogen und verpackt. Aber auch der Vertrieb spielt eine Rolle: Die Mayer-Mühle setzt auf regionalen Verkauf und kurze Transportwege.</p> <p>Stefan Leichenauer sieht das ganz ähnlich, auch er priorisiert Regionalität. Er erläutert, dass die Landwirte aktuell unter großem Druck stünden, da der Markt von exportiertem Getreide geflutet wird. „Regionale Lebensmittel stützen die Region und damit auch den Platz, wo man lebt“, unterstreicht der Landwirt. Deshalb würde sich der geringe Aufpreis nicht nur qualitativ und geschmacklich, sondern ebenfalls für die eigene Heimat lohnen.</p>]]>
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      <pubDate>Mon, 01 Sep 2025 15:31:55 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Einmal Asien und zurück: Bei Bam's Kitchen gibt es mittags mehr als nur Hähnchen süß-sauer  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/singener-restaurant-bams-kitchen-7-mittagessen-zur-auswahl-so-schmeckts;art372458,12473735 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mittagstisch-Check: Im thailändischen Restaurant in der Ekkehardstraße gibt es täglich knackiges Gemüse, Garnelen, Fleisch und Tofu in verschiedenen Varianten. Das bietet die Mittagskarte.  ]]></description>
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          Mittagstisch-Check: Im thailändischen Restaurant in der Ekkehardstraße gibt es täglich knackiges Gemüse, Garnelen, Fleisch und Tofu in verschiedenen Varianten. Das bietet die Mittagskarte.<br>
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        Mittagstisch-Check: Im thailändischen Restaurant in der Ekkehardstraße gibt es täglich knackiges Gemüse, Garnelen, Fleisch und Tofu in verschiedenen Varianten. Das bietet die Mittagskarte.



        <p>Keine Lust auf Kantine oder Vesper? Mittags muss oft schnell was Warmes her. Gerne auch günstig, aber am allerliebsten frisch und saisonal gekocht. Und gerade in den Sommermonaten sind viele Hegauer auf der Suche nach einer leichteren Kost.</p> <p>Wie wäre es also mit einem kleinen Ausflug nach Asien? In Bam‘s Kitchen in der Ekkehardstraße in Singen erwartet Kunden genau dies: knackiges Gemüse, frische Summerrolls, cremige und scharfe Curries oder frisches Sushi mit dem extra Wasabi-Kick. Natürlich darf eine Ingwernote dabei nicht fehlen.</p> <p><strong>Das bietet Bam‘s Kitchen:</strong> Das Ambiente in Bam‘s Kitchen nimmt die Gäste gleich mit auf eine Reise nach Asien. Die Mittagskarte beinhaltet sieben thailändische Gerichte, darunter verschiedene Speisen aus dem Wok oder mit Curry-, Zitronengras-Chili- und Erdnusssoße. Dabei besteht bei den meisten Gerichten die Möglichkeit, zwischen Tofu, Hähnchen, Rind, Garnelen und Ente auszuwählen. Vegetarier kommen so voll auf ihre Kosten, da sie quasi jedes Gericht mit Tofu bestellen können, während Fleischesser auf nichts verzichten müssen.</p> <p>Zu jedem Gericht gibt es ein kleines Getränk (0,2 Liter) und eine Portion Reis sowie eine kleine Wildkräutersalat-Beilage dazu. Das Besondere: Alle Gerichte auf der Mittagskarte kosten 11,90 Euro. Darüber hinaus kann auch aus der normalen Karte jedes Gericht zum Mittagessen bestellt werden. Das Fazit ist daher eindeutig: Hier findet wirklich jedes etwas, damit der Hunger zur Mittagszeit verschwindet.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Der Mittagstisch-Check</span><span>Regelmäßig stellen wir beim Mittagstisch-Check ein gastronomisches Angebot vor, das es nur um die Mittagszeit gibt und das sich auch preislich von der regulären Karte abhebt. Dafür besuchen wir die Lokale wie jede und jeder andere: Unangekündigt und ohne darauf hinzuweisen, dass wir vom SÜDKURIER sind. Selbstverständlich bezahlen wir Essen und Getränke und nehmen keinerlei Vergünstigungen an. So entsteht ein möglichst ehrliches Bild, wie man es von unabhängigem Journalismus erwarten darf.</span></label></div> <p><strong>Das essen wir:</strong> Unsere Wahl fällt auf gebratenen Reis mit knusprigem Hähnchen und Hähnchen in Erdnusssoße. Auf Wunsch wird der Reis schärfer als sonst serviert und scharf ist hier wörtlich zu verstehen. Am Chili haben die Köche nicht gespart, aber wie bestellt, so bekommen. Ein Pluspunkt, denn es zeugt davon, dass Service und Küche sich gut austauschen und Gästewünsche ernst genommen werden.</p> <p>An den Gerichten selbst ist nichts zu meckern. Der Reis ist gebraten, das Hähnchen knusprig und das Gemüse knack-frisch. Auch das Hähnchen in Erdnusssoße hält, was es auf der Karte verspricht. Ein leichtes Essen mit einer cremigen Erdnusssoße. Auch der kleine Wildkräutersalat mit asiatischem Dressing passt perfekt dazu. Alles in allem eine leichte, asiatische Sommerküche.</p> <p><strong>Das Ambiente:</strong> Das Lokal in der Ekkehardstraße ist modern eingerichtet und natürlich liegen die landestypischen Essstäbchen auf den Tischen schon bereit. Das Mobiliar ist einfach gestaltet, passt aber zu einem hippen Asiaten. Holzbänke und Tische sind gemütlich – wer sich allerdings anlehnen möchte beim Essen, der sucht in Bam‘s Kitchen vergeblich. Hocker sind dort die neuen Esszimmerstühle.</p> <p>Dafür ist die Küche im Eingangsbereich offen gestaltet. Was bedeutet: Man kann den Köchen an der Wokpfanne oder den Sushi-Meistern beim Zubereiten über die Schulter schauen. Einziger Nachteil: Wer sich einen Tisch zu weit an der Küche aussucht, der sollte ein T-Shirt zum Wechseln im Büro liegen haben, weil man oft danach riecht.</p> <p><strong>Unser Fazit:</strong> Die Mittagspause in Bam‘s Kitchen ist frisch, schmackhaft und preislich kaum zu schlagen. Wir zahlen für zwei Gerichte aus der Mittagskarte und je zwei kleine Getränke gerade einmal 23,80 Euro – der zweit-günstigste Mittagstisch, seit die Lokalredaktion den Check gestartet hat. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/der-mittagstisch-im-kantinenstyle-auf-ein-tablett-in-der-singener-scheffelstube;art372458,12181589" target="_blank" title="Der Mittagstisch im Kantinenstyle: Auf ein Tablett in der Singener Scheffelstube">Nur ein Besuch in der Scheffelstube war bisher günstiger. </a></p> <p>Allerdings spiegelt sich der günstige Preis ein wenig in der Portionsgröße wider. Wir sind satt, aber ein Eis zum Dessert hat danach noch reingepasst. Gerade im Sommer ist es jedoch gut, nicht ins Essens-Koma zu fallen. Die Auswahl mit sieben Gerichten ist ein weiterer Pluspunkt. Einen Minuspunkt gibt es allerdings für den Empfang: Wir haben erst auf Nachfrage beim Servicepersonal die Mittagstischkarte erhalten. Zuvor war uns lediglich die normale Speisekarte zur Auswahl gereicht worden – mit wesentlich teureren, aber nicht weniger schmackhaften, Gerichten darauf.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Einmal Asien und zurück: Bei Bam's Kitchen gibt es mittags mehr als nur Hähnchen süß-sauer]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 01 Sep 2025 14:46:21 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[So exotisch ist die Region: Fleisch von Strauß und Bison gibt es auch am Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/bodman-ludwigshafen/exotischer-genuss-am-bodensee-strauss-und-bisonfleisch-was-macht-den-geschmack-so-besonders;art372434,12473686 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bison und Strauß verorten viele in Nordamerika oder Afrika. Gehalten werden die Tiere aber auch am Bodensee. Dabei sind sie nicht nur schön anzuschauen, sondern liefern auch besonderes Fleisch. Was macht dieses aus?  ]]></description>
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          Bison und Strauß verorten viele in Nordamerika oder Afrika. Gehalten werden die Tiere aber auch am Bodensee. Dabei sind sie nicht nur schön anzuschauen, sondern liefern auch besonderes Fleisch. Was macht dieses aus?<br>
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        Bison und Strauß verorten viele in Nordamerika oder Afrika. Gehalten werden die Tiere aber auch am Bodensee. Dabei sind sie nicht nur schön anzuschauen, sondern liefern auch besonderes Fleisch. Was macht dieses aus?



        <p>Das Donnern dutzender Hufe oder laute Rufe in der Nacht – Laute dieser Art würde man vielleicht in der Prärie Nordamerikas oder der afrikanischen Savanne vermuten, nicht aber im zahmen Süden Deutschlands. Und doch sind sie in der Region zu vernehmen. Denn im Landkreis Konstanz sind zwei der wildesten Tierarten beheimatet – Strauße auf der Straußenfarm Hegau-Bodensee im Stockacher Ortsteil Airach und Bisons in der Bisonzucht Bodenwald nahe Bodman.</p> <p>Dies erfreut Wanderer und Touristen, die mit solch einer exotischen Begegnung am Bodensee kaum rechnen. Und es lässt auch die Herzen von Köchen und Gourmets höher schlagen. Denn das exotische Fleisch dieser Tiere landet auch auf dem Teller.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <h2>Vom Zootier zum Fleischlieferanten</h2> <p>Bisons, auch Wisente genannt, werden in Deutschland seit den 1960er-Jahren gezüchtet. Die ersten Tiere wurden vor allem aus Kanada und den USA importiert – anfangs zur Schau in Wildparks und Zoos. Erst ab den 1970er-Jahren entwickelte sich daraus eine landwirtschaftlich genutzte Zucht zur Fleischproduktion.</p> <p>Diese wird vom Deutschen Bisonzuchtverband geregelt. Mittlerweile gibt es in Deutschland rund drei Dutzend Betriebe, die Bisons für Fleisch halten und meist direkt vermarkten, wie Metzgermeister Bernhorst Koch, der seit über zehn Jahren mit der Bisonzucht Bodenwald zusammenarbeitet, berichtet. Die Tiere gelten laut ihm als extrem widerstandsfähig, robust, wenig krankheitsanfällig und liefern hochwertiges, mageres Fleisch.</p> <p>Sie benötigten keine Stallhaltung, nur Weideflächen mit Windschutz – was Investitionen senke. Daher sei die Bisonhaltung auch für kleinere Betriebe wie den Familienbetrieb Bisonzucht Bodenwald interessant, zumal Bisonfleisch ein hochpreisiges Nischenprodukt ist.</p> <p>Die Genetik der Bisons und ihr natürlicher Jahreszyklus bestimmen: Im Winter baut das Wildtier Muskeln und Fett ab und ist im Februar quasi abgemagert, berichtet Koch weiter. Erst mit Beginn der Vegetationszeit werden wieder Muskeln aufgebaut. Eine Schlachtung zu Jahresbeginn wäre darum unrentabel, erklärt der Metzgermeister.</p> <h2>Darum werden Strauße gehalten</h2> <p>Auch beim Strauß dürften die hohe Qualität des Fleisches und seine gute Futterverwertung Gründe für die Züchtung dieses Vogels gewesen sein. Züchter wie Ingrid Frick, Inhaberin der Straußenfarm in Airach, schätzen zudem das hochwertige Straußenleder, die Federn und die essbaren Eier, berichtet diese.</p> <p>Seit den 1990er-Jahren habe sich die Zahl der Betriebe mit Straußenhaltung auf rund 200 erhöht – von kleinen mit zehn bis zu großen mit 250 Tieren wie auf der Straußenfarm Hegau-Bodensee. Auch hier spielt die Direktvermarktung eine zentrale Rolle.</p> <h2>Wann schmeckt das Fleisch am besten?</h2> <p>Bei der Bisonzucht Bodenwald werden im November fünf Tiere im Alter von fünf bis sieben Jahren per Weideschuss von einem Förster geschlachtet. Metzgermeister Bernhorst Koch sagt: „Bullen unter fünf Jahren und Kühe, die nicht gekalbt haben, sollten nicht geschlachtet werden. Eine Kuh, die gekalbt hat, kann auch 17 Jahre alt werden. Dann hat das Fleisch eine Reife.“</p> <p>Geschmacklich gebe es keinen Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Tieren – anders als beim Hausrind, wo laut Koch durch Züchtung viele natürliche Merkmale verloren gehen. Koch schätzt am Bisonfleisch besonders den edlen Wildgeschmack sowie die gesundheitlichen Eigenschaften, nämlich viel Eiweiß und Eisen.</p> <h2>Straußenbein als Delikatesse</h2> <p>Ein Strauß kann in freier Wildbahn auf der Suche nach Futter oder zur Fortpflanzung 15 Kilometer oder mehr zurücklegen. Als wahre Laufmaschine mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern pro Stunde liefern seine muskulösen Beine die Edelteile für den Verzehr.</p> <p>Zwar ist die Laufleistung der hiesigen Zuchtstrauße auf Weiden mit bis zu 1000 Quadratmetern reduziert, der Bewegungsdrang und die Muskelentwicklung bleiben dennoch stark, informiert Ingrid Frick. Der Fett- und Cholesteringehalt liegt unter zwei Prozent, dafür ist das Fleisch reich an Eiweiß, Eisen und Omega-3-Fettsäuren – darum wurde es von der Weltgesundheitsorganisation WHO zum gesündesten Fleisch der Welt erklärt. Auch der Geschmack ist wildartig.</p> <p>Die Straußenhaltung unterliegt hierzulande besonderen Auflagen wie großen Freiflächen, Auslauf und witterungsgeschützten Unterständen, wie es das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vorschreibt.</p> <h2>So werden die Tiere geschlachtet</h2> <p>Alle drei Wochen wird eine Gruppe von sechs Straußen auf der Straußenfarm Waldburg bei Ravensburg geschlachtet – nach strengen Tierschutz- und Hygienebestimmungen, sagt Frick. Der Transport erfolge mit einem rutschfesten, sichtgeschützten Hänger. Die Schlachtung selbst erfolge mit Elektrobetäubung und Entbluten im hängenden Zustand durch Schnitt an der Halsschlagader.</p> <p>„Besondere Vorsicht ist geboten, denn ein Strauß kann bis zu 150 Kilogramm wiegen und sein Tritt kann tödlich sein“, warnt Ingrid Frick. Ihr Mann Georg Frick musste bereits einige schmerzhafte Tritte einstecken, verrät sie. Entsprechend gibt es nur wenige Betriebe in Deutschland, die für die Schlachtung von Straußen zugelassen sind.</p> <h2>Alles wird nach der Schlachtung verwertet</h2> <p>Nach der Entblutung werden wie bei anderen Nutztieren die Eingeweide entfernt und das Tier in Teilstücke zerlegt – Steak, Filet, Braten, Gulasch, Hals, Herz, Muskelmagen oder Leber. Alles wird verwertet, auch Lunge, Sehnen oder Knochen, die bei Hundehaltern beliebt sind. Anders als beim Strauß werden die Knochen des Bisons jedoch nicht verwertet. Einzig Fell und Kopf werden an Liebhaber vermarktet, weiß Bernhorst Koch.</p> <p>Ingrid Frick und Bernhorst Koch sind überzeugt: Es lohne sich auf jeden Fall, seine Geschmacksknospen mal auf eine Reise zu schicken in die Weiten der afrikanischen Savanne und der nordamerikanischen Prärie oder auch einfach nur an den Bodensee.</p>]]>
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      <pubDate>Fri, 29 Aug 2025 16:53:42 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Die Region im Glas: So werden regionale Produkte in Gottmadingen natürlich haltbar gemacht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gottmadingen/das-gottmadinger-unternehmen-delikat-essen-packt-das-geheimnis-regionaler-genuesse-in-glaeser;art372442,12472410 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Das Gottmadinger Unternehmen Delikat essen setzt auf natürliche Feinkost und regionale Lebensmittel. Markus Bruderhofer erklärt, wie es dazu kam – und wie seine Produkte entstehen.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Das Gottmadinger Unternehmen Delikat essen setzt auf natürliche Feinkost und regionale Lebensmittel. Markus Bruderhofer erklärt, wie es dazu kam – und wie seine Produkte entstehen.<br>
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        So schmeckt die Heimat: Das Gottmadinger Unternehmen Delikat essen setzt auf natürliche Feinkost und regionale Lebensmittel. Markus Bruderhofer erklärt, wie es dazu kam – und wie seine Produkte entstehen.



        <p>Die Geschichte des Gottmadinger Unternehmens Delikat essen begann vor fast 30 Jahren: Der frühere Küchenchef Markus Bruderhofer hatte es satt, Fleisch, Fisch und Beilagen aus exotischen Ländern zuzubereiten – und verschrieb sich regionalen Produkten. Nicht mehr als leitender Koch, sondern als Inhaber einer Feinkostmanufaktur im Gottmadinger Gewerbegebiet Goldbühl. „Delikat essen – Feines aus dem Hegau“, so firmiert Bruderhofers Unternehmen.</p> <p>„Nach meiner Tätigkeit als Küchenchef in gehobener Gastronomie und einer Tätigkeit im Vertrieb eines Lebensmittelkonzerns reifte in mir der Gedanke, ein Unternehmen zu gründen“, sagt Bruderhofer. Er und sein Team, das fast durchweg aus Gottmadingen selbst kommt, produzieren dort nun viel Eingemachtes. Aber wie entstehen die Produkte mitten im Hegau? Und was zeichnet sie aus?</p> <h2>Regionale Produkte verarbeiten</h2> <p>Bei der Zubereitung von Soßen, Pesto, Pasten, eingelegten und lange haltbar gemachten Früchten in Gläsern sowie den anderen der insgesamt etwa 60 Produkten setzt Bruderhofer auf Erzeugnisse aus der Heimat, wie er berichtet. Deshalb ist er auch seit dem Jahr 2008 Mitglied von „Gutes vom See“, einem Zusammenschluss von Erzeugern und Händlern, der sich zur Aufgabe gemacht hat, Produkte zu fertigen und vertreiben, die in ihrem Ursprung nicht mehr als 40 Kilometer vom Bodensee entfernt sind.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Und noch auf andere Weise setzt Bruderhofer auf Nachhaltigkeit: Ein Großteil des Stroms für sein Unternehmen fließt über großflächige Solarmodule. Alle Produkte werden in Gläsern abgefüllt. Auch kurze Wege zu Kunden und regionalen Lieferanten gehören zum Geschäftsmodell.</p> <h2>Schnelle Hände und flinke Finger</h2> <p>Fleißige Menschen sortieren mit schnellen Händen und flinken Fingern natürlich Gewachsenes wie Kräuter aus, um sie zu verlesen und weiterberarbeiten zu können. Soßen und andere Erzeugnisse kommen auch dank moderner Maschinen zur Abfüllung, fertige Gläserinhalte erhalten die Etikettierung. Auch <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/moos/lecker-und-einzigartig-was-die-hoeri-buelle-so-besonders-macht-die-platte-rote-zwiebel-vom-bodensee;art372450,12462309" target="_blank" title="Genauso besonders wie Parmesan oder Champagner: Was die Höri-Bülle einzigartig macht">die Höri-Bülle</a> hat einen gewichtigen Stellenwert. Die verarbeitet Bruderhofer in verschiedenen Variationen, schon seit der Gründung 2014 hat er sich auch dem Verein Höri-Bülle angeschlossen.</p> <p>Eingemachtes ist für Bruderhofer nichts neues: „Bereits während meiner früheren Tätigkeit wagte ich nebenher Schritt für Schritt den Gang in die Selbstständigkeit“, berichtet der <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gottmadingen/Serie-Neu-im-Rat-Wie-der-Gottmadinger-Unternehmer-Markus-Bruderhofer-mit-Gruendergeist-in-die-Ortspolitik-geht;art372442,10192046" target="_blank" title="Serie Neu im Rat: Wie der Gottmadinger Unternehmer Markus Bruderhofer mit Gründergeist in die Ortspolitik geht">Unternehmer.</a> Damals noch Küchenchef des Gasthauses Alte Mühle in Rielasingen, fand er mit „Beschwipsten Früchten“ eine Möglichkeit, auch im Winter Früchte als Dessert anzubieten. „Frische Früchte, in ihrer Saison verarbeitet, werden mit Gewürzen und Alkohol eingekocht und können so auch in der kalten Jahreszeit als Dessert oder Begleiter zu Käse- und Fleischgerichten genossen werden“, erklärt er.</p> <p>Und schon als Kind auf dem Bauernhof in Ebringen schaute Bruderhofer seiner Mutter gerne beim Kochen über die Schulter. Dort erwachten seine Neugier und seine Kreativität in der Gestaltung und Konzeption der Produkte. Schnell gesellten sich zu den Früchten Kräuterpasten und verschiedene Salatsaucen.</p> <p>Die Bedeutung der Authentizität von Lebensmitteln, der Echtheit von Zutaten, aber auch die Schattenseiten lernte Markus Bruderhofer bei einem fünfjährigen Ausflug in die Lebensmittelindustrie kennen: „Ich habe schnell gemerkt, dass das für mich nichts mit Essen, mit Ernährung zu tun hat, wie ich es mir vorstelle. Irgendwann habe ich mir dann vorgenommen, meine eigenen Ideen umzusetzen“.</p> <h2>Die Familie als Testpublikum</h2> <p>Mit der Selbständigkeit und dem konsequenten Verzicht auf Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe sei die Produktpalette der kleinen Manufaktur gewachsen. „Die Freude am Ausprobieren neuer Ideen, Verwerfen und Neudurchdenken findet sich in den Produkten wieder.“ Und so ist die Familie des dreifachen Vaters häufig das Testpublikum für neue Rezepturen.</p> <p>„Aus einer saisonalen Verpflichtung heraus werden nur Produkte verarbeitet, die gerade verfügbar sind“, so Bruderhofer. „In vielen Bereichen können wir gegenüber der Konkurrenz preislich nicht mithalten. Wir bekommen aber sehr viel positive Resonanz. Selbst wenn wir bei der sehr aufwändigen und kostenintensiven Herstellung unserer regionalen Produkte deutlich teurer sind, schätzen viele Kunden die Qualität“, sagt er. Im Internet kostet zum Beispiel ein 130 Gramm-Glas Höri-Bülle-Apfelcreme von Delikat essen 4,20 Euro und 480 Milliliter Salatsoße 5,10 Euro.</p> <h2>Corona-Zeit wirkte eher positiv</h2> <p>Besonders die Corona-Pandemie, die für viele andere Unternehmen zum Problem wurde, hat sich bei Bruderhofer positiv ausgewirkt: „Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen Konsum-Artikel wegen vorübergehender Geschäftsauszeiten nicht kaufen konnten, gab es eine verstärkte Nachfrage nach unseren Erzeugnissen. Das ebbte aber nach Corona wieder etwas ab“, so Bruderhofer.</p> <p>Dennoch: „2000 bis 3000 Gläser mit regionalen Produkten gehen täglich in die Fertigung“, berichtet Sandra Schlatter, die im Büro den umfangreichen geschäftlichen Ablauf auf Papier und per E-Mail mit Freude an der Arbeit meistert. Sie wohnt im Hilzinger Ortsteil Weiterdingen. Und der befindet sich gerade mal etwa zehn Kilometer entfernt von Gottmadingen. Auch das passt zur regionalen Firmenphilosophie.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Die Region im Glas: So werden regionale Produkte in Gottmadingen natürlich haltbar gemacht]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 29 Aug 2025 14:49:03 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Was wurde aus dem Briefdieb aus dem Hegau? Das ist der Stand der Ermittlungen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/was-wurde-aus-dem-briefdieb-aus-dem-hegau-das-ist-der-stand-der-ermittlungen;art372439,12472296 ]]></link>      <description><![CDATA[  Kurz vor den Bundestagswahlen im Februar wurde bekannt, dass ein Postmitarbeiter im Hegau Briefe nicht zugestellt haben soll. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Die Pressesprecherin vermeldet den aktuellen Stand  ]]></description>
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          Kurz vor den Bundestagswahlen im Februar wurde bekannt, dass ein Postmitarbeiter im Hegau Briefe nicht zugestellt haben soll. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Die Pressesprecherin vermeldet den aktuellen Stand<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/was-wurde-aus-dem-briefdieb-aus-dem-hegau-das-ist-der-stand-der-ermittlungen;art372439,12472296]]></guid>
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        Kurz vor den Bundestagswahlen im Februar wurde bekannt, dass ein Postmitarbeiter im Hegau Briefe nicht zugestellt haben soll. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Die Pressesprecherin vermeldet den aktuellen Stand



        <p>Beinahe hätte er die Bundestagswahlen im Februar manipuliert: <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/post-mitarbeiter-gekuendigt-hunderte-briefe-gestohlen-hausdurchsuchung-im-hegau;art372458,12316932" target="_blank" title="Hausdurchsuchung im Hegau: Post-Mitarbeiter soll hunderte Briefe gestohlen haben">Ein Postmitarbeiter aus dem Hegau soll in etwa 250 Fällen Briefe nicht zugestellt haben.</a> Darunter waren auch Wahlunterlagen. Im Frühjahr wurden die Vorfälle bekannt, zu denen auch Hausdurchsuchungen stattgefunden hatten. Eine Spur der Ermittler führt nach Aach, eine andere nach Gutmadingen, einem Ortsteil von Geisingen im Kreis Tuttlingen. Mittlerweile sind viele Monate vergangen – was hat sich seither getan?</p> <h2>Das Post- und Briefgeheimnis wurde verletzt</h2> <p>Laut Katrin Rosenthal, der Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Konstanz, dauern die Ermittlungen im Hegauer Postdiebstahl nach wie vor an. „Strafrechtlich handelt es sich um eine Verletzung des Post- und Briefgeheimnisses. Inwieweit schlussendlich eine Strafbarkeit wegen dem besonders schweren Fall des Diebstahls vorliegt, entscheidet die Staatsanwaltschaft Konstanz“, erklärt Rosenthal auf aktuelle Anfrage des SÜDKURIER. Dieser würden die Vorgänge nach Abschluss der Ermittlungen vorgelegt werden.</p> <p>Bei den damaligen Wohnungsdurchsuchungen sollen auch Wahlunterlagen sichergestellt worden sein. „Diese wurden allerdings anschließend direkt am 23. und 24. Januar wieder in Umlauf gebracht – nach Absprache mit den Wahlleitern der jeweiligen Gemeinden“, sagte Rosenthal anlässlich einer SÜDKURIER-Anfrage im Februar.</p> <h2>Das sagte die Deutsche Post zum Vorfall</h2> <p>Bei der Deutschen Post gab man sich auf Nachfrage bedeckt. Post-Sprecher Marc Mombauer bestätigte den Vorfall damals zwar, verwies aber auf die laufenden Ermittlungen. Allerdings habe die Post schnell erste Konsequenzen gezogen: „Der oder die Mitarbeitende ist nicht mehr für unser Unternehmen tätig. Die sichergestellten Wahlbenachrichtigungen wurden fristgerecht zugestellt“, so Mombauer Anfang des Jahres gegenüber dem SÜDKURIER.</p> <p>Es gebe in den Betriebstätten auch Strategien und Vorkehrungen zur Vermeidung sowie zur Aufklärung von Straftaten, erklärte der Post-Sprecher. Bei jeder Niederlassung seien mehrere Sicherheitsdienst-Mitarbeiter eingesetzt, die selbst ermitteln und auch eng mit den Polizeibehörden zusammenarbeiten würden.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Was wurde aus dem Briefdieb aus dem Hegau? Das ist der Stand der Ermittlungen]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 28 Aug 2025 12:06:10 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der Singener Einzelhandel steckt in der Krise – und wir alle sind mit Schuld daran!  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/der-singener-einzelhandel-steckt-in-der-krise-und-wir-alle-sind-mit-schuld-daran-01-09-25;art372458,12471422 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Einzelhandel kämpft mit einer alten Masche: Beratung vor Ort, Einkauf über das Internet. Auch im Hegau gibt es dieses Phänomen. Beratungsklau ist nicht illegal, aber bringt den Innenstädten den Tod.  ]]></description>
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          Der Einzelhandel kämpft mit einer alten Masche: Beratung vor Ort, Einkauf über das Internet. Auch im Hegau gibt es dieses Phänomen. Beratungsklau ist nicht illegal, aber bringt den Innenstädten den Tod.<br>
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        Der Einzelhandel kämpft mit einer alten Masche: Beratung vor Ort, Einkauf über das Internet. Auch im Hegau gibt es dieses Phänomen. Beratungsklau ist nicht illegal, aber bringt den Innenstädten den Tod.



        <p>Im Singener Einzelhandel rumort es – und zwar heftig. Gleich mehrere Traditionsunternehmen stecken knietief in der finanziellen Krise. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/aus-von-sportgeschaeft-schweizer-so-geht-es-otto-schweizer-vor-der-schliessung;art372458,11495941" target="_blank" title="Umstände machten es immer schwerer: So geht es Otto Schweizer vor der Schließung des Sportgeschäfts">Das Sporthaus Schweizer hatte bereits im März 2023 seine Türen für immer geschlossen</a>, mittlerweile ist in die ehemaligen Räumlichkeiten in der Erzbergerstraße ein Tedi eingezogen.<a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/nach-60-jahren-im-einzelhandel-traditionsmodehaus-in-der-singener-innenstadt-schliesst-fuer-immer-21-07-25;art372458,12443590" target="_blank" title="Traditionsmodehaus in der Innenstadt schließt für immer!"> Das Modegeschäft Heikorn wird seinen Betrieb Ende Januar 2026 einstellen</a> – und dies nach 60 Jahren in Singen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/insolvenz-angemeldet-sport-mueller-singen-steckt-in-einer-krise;art372458,12459454" target="_blank" title="Insolvenz, aber kein Scherbenhaufen: Sport Müller steckt in einer Krise">Sport Müller ist finanziell am Wackeln</a> und versucht,mit einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung das Ruder noch einmal herumzureißen.</p> <p>Jetzt hat es auch noch Foto Wöhrstein erwischt. Das Traditionsunternehmen hat Insolvenz angemeldet. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/foto-woehrstein-meldet-insolvenz-ein-weiteres-singen-traditionsunternehmen-schliesst;art372458,12470962" target="_blank" title="Der letzte Klick für Foto Wöhrstein! Nächstes Singener Traditionsunternehmen meldet Insolvenz an">Inhaber Reiner Wöhrstein muss die Reißleine ziehen</a> und steigt aus dem Unternehmen aus. Bis Ende Oktober soll der Betrieb weitergehen – Zukunft ungewiss.</p> <p>Die Gründe für die Probleme im Singener Einzelhandel decken sich meist. Das Konsumverhalten der Menschen hat sich geändert, der Online-Handel nimmt stetig zu, die Nachwirkungen von Corona spielt oftmals eine Rolle, ebenso der Ukraine-Krieg. Wie man es dreht und wendet, es fehlt einfach an Umsätzen.</p> <p>Und dann wäre da noch die Sache mit dem Beratungsklau. Die Masche ist nicht neu: Man geht ins Geschäft und schaut sich etwas an, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Die Beratung gibt es natürlich dazu. Ein Verkäufer steht parat und berät einen dabei mit fachkundigem Wissen – manchmal mehr fachkundig, manchmal weniger. Am Ende sind einem die Preise im Geschäft aber oftmals zu hoch und man kauft doch lieber günstiger online. Beratungsklau taufen Händler dieses Phänomen – und sind naturgemäß wenig begeistert von dieser Taktik.</p> <h2>Fast jeder Dritte ist ein Beratungsdieb</h2> <p>Eine von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Auftrag gegebene Umfrage ergibt: Rund jeder dritte Kunde im Einzelhandel in Deutschland hat sich schon einmal im stationären Handel beraten lassen und anschließend das entsprechende Produkt nach einem Preisvergleich online gekauft.</p> <h2>Nicht illegal – aber hat Folgen</h2> <p>Der Kunde ist König. Er allein entscheidet, wann er was, wo und zu welchem Preis kauft. Und er entscheidet auch, wo und wie er sich über die gesuchten Produkte informiert. Das ist sein gutes Recht. Aber wer sich im Geschäft ausführlich beraten lässt und dann online kauft, muss sich im Klaren sein: Irgendwann gibt es keine Läden mehr, in denen er diesen Service finden kann.</p> <p>Die immer länger werdende Liste an Einzelhändler im Hegau, die aufgeben müssen, macht dies deutlich. Mit anderen Worten: Der Beratungsdiebstahl ist nicht illegal – aber nicht hilfreich, wenn der stationäre Einzelhandel überleben soll. Oder wie es Reiner Wöhrstein jüngst gegenüber dem SÜDKURIER formulierte: „Die Internet-Giganten zahlen kaum Steuern, aber wir Einzelhändler sollen für Leben in den Innenstädten sorgen!“</p>]]>
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      <pubDate>Thu, 28 Aug 2025 05:05:58 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Rehazentrum freut sich über gute Bewertung  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gailingen/rehazentrum-freut-sich-ueber-gute-bewertung;art372441,12471245 ]]></link>      <description><![CDATA[  Hegau-Jugendwerk Gailingen ist unter Deutschlands besten<br /> Kliniken und belegt Platz eins in Baden-Württemberg  ]]></description>
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          Hegau-Jugendwerk Gailingen ist unter Deutschlands besten<br /> Kliniken und belegt Platz eins in Baden-Württemberg<br>
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        Hegau-Jugendwerk Gailingen ist unter Deutschlands besten<br /> Kliniken und belegt Platz eins in Baden-Württemberg



        <p><strong>Gailingen</strong> Das Hegau-Jugendwerk Gailingen zählt zu den besten Kliniken in Deutschland: In der aktuellen Studie „Deutschlands beste Krankenhäuser“ von F.A.Z.-Institut und ServiceValue belegt die Einrichtung in der Kategorie Rehabilitationszentren/neurologische Frührehabilitation in Baden-Württemberg mit 83,2 Punkten den ersten Platz, schreibt das Hegau-Jugendwerk in einer Mitteilung. Das Hegau-Jugendwerk bietet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach einer neurologischen Erkrankung, einem Unfall oder einer frühkindlichen Hirnschädigung umfassende Rehabilitation an.</p> <p>Mehr als 2300 Krankenhausstandorte seien untersucht worden. Grundlage seien objektive Kriterien – medizinische und pflegerische Qualität, Abläufe und Serviceangebote – sowie subjektive Erfahrungen und Bewertungen von Patienten und Angehörigen. Zudem flossen Daten aus dem Bundes-Klinik-Atlas und Ergebnisse eines KI-gestützten Social Media Monitorings ein, so die Mitteilung. „Diese Auszeichnung freut uns sehr und ist eine Bestätigung für die tägliche Arbeit unseres Teams“, so die Kaufmännische Direktorin Barbara Martetschläger. „Gleichzeitig ist sie Ansporn, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln, Prozesse zu hinterfragen und im Rahmen der Möglichkeiten noch besser zu werden – immer mit dem Ziel, unseren jungen Patientinnen und Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten.“ (pm/sav)</p> <div class="article-text-info article-module"></div>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 27 Aug 2025 17:30:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der letzte Klick für Foto Wöhrstein! Nächstes Singener Traditionsunternehmen meldet Insolvenz an  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/foto-woehrstein-meldet-insolvenz-ein-weiteres-singen-traditionsunternehmen-schliesst;art372458,12470962 ]]></link>      <description><![CDATA[  Inhaber Reiner Wöhrstein muss die Reißleine ziehen und steigt aus dem Unternehmen aus. Bis Ende Oktober soll der Betrieb weitergehen – Zukunft ungewiss. Das sind die Gründe für das Wöhrstein-Aus.  ]]></description>
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          Inhaber Reiner Wöhrstein muss die Reißleine ziehen und steigt aus dem Unternehmen aus. Bis Ende Oktober soll der Betrieb weitergehen – Zukunft ungewiss. Das sind die Gründe für das Wöhrstein-Aus.<br>
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        Inhaber Reiner Wöhrstein muss die Reißleine ziehen und steigt aus dem Unternehmen aus. Bis Ende Oktober soll der Betrieb weitergehen – Zukunft ungewiss. Das sind die Gründe für das Wöhrstein-Aus.



        <p>Der Singener Einzelhandel kommt einfach nicht zur Ruhe und muss einen nächsten Tiefschlag wegstecken: Nachdem bereits Heikorn vor einigen Wochen angekündigt hatte, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/modehaus-heikorn-in-singen-macht-dicht-was-das-aus-fuer-die-innenstadt-bedeutet-ein-stimmungsbild;art372458,12449779" target="_blank" title="„Großer Verlust für die Innenstadt“: Reaktionen auf das Ende der Heikorn-Ära">das Modegeschäft zum Anfang des kommenden Jahres zu schließen</a>, und auch die Nachricht von der Eröffnung eines <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/insolvenz-angemeldet-sport-mueller-singen-steckt-in-einer-krise;art372458,12459454" target="_blank" title="Insolvenz, aber kein Scherbenhaufen: Sport Müller steckt in einer Krise">Insolvenzverfahrens von Sport Müller</a> im SÜDKURIER bekannt wurde, muss der nächste Traditionsbetrieb schließen. Wie Reiner Wöhrstein, Geschäftsführer des gleichnamigen Fotostudios, gegenüber der Lokalredaktion mitteilt, wird er sein Geschäft im Cano aufgeben und voraussichtlich Ende Oktober schließen – sollte bis dahin kein Nachfolger gefunden werden.</p> <p>Der Schritt dahin sei für ihn kein leichter gewesen, aber am Ende unausweichlich, wie der sichtlich betroffene Einzelhändler im Gespräch betont. „Letztes Jahr haben wir noch 75 Jahre Foto Wöhrstein gefeiert. Doch die Zeiten haben sich dramatisch geändert. Der Strukturwandel hat die Fotobranche – und damit auch uns – tief erschüttert“, sagt er.</p> <h2>Reiner Wöhrstein beantragt Insolvenz</h2> <p>Und diese Erschütterung hat für Reiner Wöhrstein Folgen. „Ich musste die Reißleine ziehen“, betont er. Was dies bedeutet: Der Singener Unternehmer hat einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Konstanz eingereicht. Dies bestätigt Insolvenzverwalter und Rechtsanwalt Thorsten Schleich, der Wöhrstein durch das vorläufige Insolvenzverfahren begleiten wird, wenn es denn eröffnet wird. „Unsere Aufgabe ist es nun, den Betrieb aufrecht zu erhalten“, so Schleich.</p> <p>Gleichzeitig soll nach einem Nachfolger für Reiner Wöhrstein gesucht werden. Denn eines steht fest: Reiner Wöhrstein scheidet aus dem Unternehmen bis Ende Oktober aus. So lange solle auch der Betrieb weitergeführt werden, betont Schleich. Laut Wöhrstein sei die Anzahl an Gläubigern mit zwei Firmen überschaubar. „Das sind keine Millionenbeträge“, betont er im Gespräch.</p> <p>Wie Reiner Wöhrstein berichtet, seien die Mitarbeiter bereits über das Verfahren informiert. „Die Löhne der Angestellten sind bis Ende Oktober durch das Insolvenzgeld gesichert“, schildert Rechtsbeistand Schleich. Insolvenzgeld ist eine Leistung der Bundesagentur für Arbeit, die Arbeitnehmer bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers erhalten, wenn ihre Löhne nicht gezahlt werden.</p> <p>Reiner Wöhrstein nennt gleich mehrere Gründe, die sein Aus besiegelt haben. Er bezeichnet es als den Siegeszug des Smartphones. „Die Digitalisierung hat den herkömmlichen Kameras den Garaus gemacht“, sagt er. Was er damit meint? Vor knapp zehn Jahren seien weltweit noch 100 Millionen Kameras verkauft worden. Heute sind es nur noch vier Millionen Stück. „Ein Urlauber mit einer klassischen Kamera ist ein Exot geworden“, fasst er es zusammen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Firmengeschichte</span><span>Foto Wöhrstein wurde 1949 von Reiner Wöhrsteins Vater, Kurt Wöhrstein, in Engen gegründet. 1962 kam eine Filiale in Blumberg dazu. Vor 50 Jahren übernahm Reiner Wöhrstein den väterlichen Betrieb. 1992 wurde der Betrieb in der Singener Ekkehardstraße eröffnet. Ab 1994 war das Fotogeschäft dann ausschließlich in Singen. Vor fünf Jahren zog Foto Wöhrstein ins Cano um. Laut Reiner Wöhrstein wurden in seinem Betrieb seit 1949 124 Mitarbeiter beschäftigt und 44 Fotografen ausgebildet. (mgu)</span></label></div> <p>Zudem habe die gesamte Branche – und damit auch er – extreme Umsatzeinbrüche zu verzeichnen, die Auswirkungen der Corona-Pandemie seien noch heftig zu spüren und die Anforderungen der Hersteller hinsichtlich der Lagerhaltungen kämen erschwerend hinzu. Wöhrstein nennt ein Beispiel: Als das Cano vor fünf Jahren eröffnete, habe auch er seinen neuen Standort eröffnet. Ganze fünf Tage lang.</p> <h2>Corona und Umsatzverluste von 1,8 Millionen Euro</h2> <p>Dann kam Corona und er musste schließen. „Die drei Jahre der Corona-Krise waren wohl der härteste Kampf und eine lange Zeit temporärer Schließungen. Das brachte extreme Umsatzverluste.“ Wöhrstein beziffert diese mit 1,8 Millionen Euro, welche er niemals habe aufholen können. „Zulasten unseres Eigenkapitals haben wir praktisch alles aufgebraucht“, sagt er. Den Online-Handel bezeichnet der Singener Unternehmer zudem als todbringende Tatsache für seine Branche: „Wir sind dort mit Preisen konfrontiert, die zum Teil unter den Einkaufspreisen liegen.“ Zudem würde der Beratungsklau voll zuschlagen. Laut Wöhrstein würden sich fast 70 Prozent der Kunden lokal vor Ort beraten lassen und dann im Internet kaufen.</p> <h2>Kaum noch Passbilder und der Umsatz schrumpft weiter</h2> <p>„Und dann kam die Gesetzesänderung zum Passbildwesen dazu“, ergänzt Wöhrstein. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/digital-statt-papier-ab-mai-gelten-nur-noch-digitale-passfotos-was-singener-buerger-wissen-muessen;art372458,12377008" target="_blank" title="Passbilder müssen jetzt digital sein! Was Kunden dazu wissen müssen">Seit dem 1. Mai sind nur noch digitale Passfotos gültig.</a> Dafür stehen dann eigene Fotoautomaten im Bürgerbüro. Das ist nicht nur eine von vielen Veränderungen für Bürger, sondern auch ein Einschnitt für Fotostudios. Die dürfen zwar weiterhin Passbilder für den Ausweis machen, müssen sie aber digital hochladen. „Wir machen knapp 70 Prozent unserer Gesamtrendite mit dem Passbildgeschäft“, so Wöhrstein. Diese würden nun größtenteils wegfallen. „Die Auswirkungen sind mitentscheidend für das Finale unserer Firma!“</p> <p>Reiner Wöhrstein wird seinem Geschäft also Ende Oktober den Rücken kehren. „Ich habe 50 Jahre lang mit Freude mein Fotofachgeschäft und ein Fotostudio geführt. Ich gehe trotz der traurigen Lage mit erhobenem Haupt vom Spielfeld“, sagt er. Wie und ob es mit dem Fotostudio unter neuer Regie weitergehen wird, steht derzeit nicht fest. Der Mietvertrag im Einkaufszentrum Cano laufe noch fünf Jahre. Laut Insolvenzverwalter Schleich würde allerdings ein Sonderkündigungsrecht im Zuge eines Insolvenzverfahrens bestehen, das es Wöhrstein ermögliche, nach drei Monaten zu kündigen.</p>]]>
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      <pubDate>Wed, 27 Aug 2025 15:08:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach Unglücken im Kreis Konstanz: Sind Halbschranken an Bahnübergängen sicher genug?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/nach-ungluecken-im-kreis-konstanz-sind-halbschranken-an-bahnuebergaengen-sicher-genug;art372432,12470664 ]]></link>      <description><![CDATA[  Unachtsamkeit und Ignoranz sorgen immer wieder für Unfälle an Bahnübergängen. Immer wieder hat sich leider gezeigt: Das kann tödlich enden. Die Deutsche Bahn ist aber von den Halbschranken überzeugt.  ]]></description>
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          Unachtsamkeit und Ignoranz sorgen immer wieder für Unfälle an Bahnübergängen. Immer wieder hat sich leider gezeigt: Das kann tödlich enden. Die Deutsche Bahn ist aber von den Halbschranken überzeugt.<br>
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        Unachtsamkeit und Ignoranz sorgen immer wieder für Unfälle an Bahnübergängen. Immer wieder hat sich leider gezeigt: Das kann tödlich enden. Die Deutsche Bahn ist aber von den Halbschranken überzeugt.



        <p>Immer wieder kommt es vor, dass Menschen trotz geschlossener Bahnschranken die Gleise überqueren. Ein Verhalten, das lebensgefährlich ist und immer wieder tragisch endet. So wurde 2023 ein Fahrradfahrer <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/toedlicher-unfall-am-bahnuebergang-konstanz-petershausen-zugverkehr-steht-aktuell-still;art372448,11656206" target="_blank" title="Tödlicher Unfall am Bahnübergang legt Zugverkehr vorübergehend lahm">am Petershausener Bahnhof von einem „Seehas“ tödlich erfasst.</a></p> <p>Auch in diesem Jahr kommt es zu einigen Vorfällen im Landkreis Konstanz: <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/nach-stundenlanger-sperrung-bahnstrecke-konstanz-radolfzell-nach-toedlichem-unglueck-wieder-freigegeben;art372448,12451867" target="_blank" title="Strecke freigegeben: Zugverkehr zwischen Konstanz und Radolfzell läuft wieder">Ende Juli starb eine Frau am Bahnhof Reichenau,</a> als sie trotz geschlossener Schranken die Gleise betrat. Im März wird eine 92-Jährige bei Bodman-Ludwighafen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/bodman-ludwigshafen/bahn-unglueck-fussgaengerin-wird-in-ludwigshafen-von-zug-erfasst;art372434,12337985" target="_blank" title="Fußgängerin vom Zug erfasst! Darum war die Strecke zwischen Radolfzell und Überlingen gesperrt">vom Zug erfasst und schwer verletzt</a>.</p> <p>Anfang Mai ereignete sich ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/toedlicher-unfall-am-bahnuebergang-in-stahringen-67-jaehriger-von-zug-erfasst;art372455,12378978" target="_blank" title="Tödlicher Unfall am Bahnübergang in Stahringen: 67-Jähriger wird von Zug erfasst">tödlicher Unfall am Bahnübergang im Radolfzeller Ortsteil Stahringen</a>: Trotz leuchtendem Warnsignal und geschlossener Schranke hatte sich ein 67-Jähriger auf die Gleise begeben. Er wurde dort von einem Regionalzug erfasst.</p> <h2><strong>Deutsche Bahn: Halbschranken sind sicherer</strong></h2> <p>Besonders häufig stehen bei diesen schweren Unglücken die Halbschranken, die Verkehr und Passanten stoppen sollen und lediglich eine Fahrbahnseite sperren, in der Kritik. Doch gerade das sei ihr Vorteil, betont eine Bahnsprecherin auf Anfrage des SÜDKURIER.</p> <p>Halbschranken würden nur die Zufahrt zum Bahnübergang blockieren und ermöglichten es Verkehrsteilnehmern, den Übergang auch im geschlossenen Zustand eigenständig zu räumen. Außerdem seien die Sperr- und Wartezeiten bei Halbschranken in der Regel kürzer.</p> <p>Nach Angaben der Deutschen Bahn entstehen 95 Prozent aller Kollisionen durch Unaufmerksamkeit, Leichtsinn oder Unkenntnis. Alles Gründe, die vermeidbar wären – deren Missachtung jedoch hohe Strafen nach sich zieht. So müssen Fußgänger und Radfahrer, die einen geschlossenen Bahnübergang überqueren, ein Bußgeld von 350 Euro zahlen und erhalten zusätzlich zwei Punkte in Flensburg.</p> <p>Für Autofahrer liegt das Bußgeld sogar bei 750 Euro, ebenfalls verbunden mit zwei Punkten und einem Fahrverbot von zwei Monaten. Kommt es durch das verbotene Überqueren zu einer Gefährdung oder gar einem Unfall, können die Strafen noch deutlich höher ausfallen.</p> <h2><strong>Überqueren sei „schlicht lebensgefährlich“</strong></h2> <p>Die Deutsche Bahn appelliert daher eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, sich an die Regeln zu halten. Das Überqueren der Gleise bei geschlossenen Schranken sei „schlicht lebensgefährlich“. Ein Zug könne nicht ausweichen und habe einen erheblich längeren Bremsweg als jedes Straßenfahrzeug.</p> <p>Dem schließt sich auch Katrin Rosenthal, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Konstanz, an: „Grade im Bereich von Bahnübergängen ist besonders umsichtiges und vorsichtiges Verhalten unbedingt erforderlich.“ Rosenthal besorgt noch eine weitere Beobachtung: Immer mehr E-Scooter-Fahrer würden die Bahnübergänge bei bereits geschlossener oder sich gerade schließender Schranke überqueren.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nach Unglücken im Kreis Konstanz: Sind Halbschranken an Bahnübergängen sicher genug?]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 27 Aug 2025 11:27:48 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nur Klares ist Wahres! So entstehen auf der Höri besondere Schnapssorten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/moos/so-entstehen-auf-der-hoeri-besondere-schnaepse;art372450,12470500 ]]></link>      <description><![CDATA[  Unterschiedliche Schnäpse und mehr brennt Ralf Wiedemann in seiner Brennstube in Moos-Weiler selbst. Er erklärt, wie die Spirituosen entstehen, welche strengen Regeln gelten und wie man das Ergebnis am besten genießt.  ]]></description>
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          Unterschiedliche Schnäpse und mehr brennt Ralf Wiedemann in seiner Brennstube in Moos-Weiler selbst. Er erklärt, wie die Spirituosen entstehen, welche strengen Regeln gelten und wie man das Ergebnis am besten genießt.<br>
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        Unterschiedliche Schnäpse und mehr brennt Ralf Wiedemann in seiner Brennstube in Moos-Weiler selbst. Er erklärt, wie die Spirituosen entstehen, welche strengen Regeln gelten und wie man das Ergebnis am besten genießt.



        <p>Ein richtig gutes Essen endet mit einem Digestif, häufig auch Absacker genannt. Ein kleiner Schnaps soll die Verdauung anregen, so zumindest die Theorie. Aber eigentlich rundet das hochprozentige Getränk zum Schluss nur den ultimativen Genussmoment ab. Ob man lieber einen Kräuter- oder Obstschnaps trinkt, lieber Likör oder einen Geist, das bleibt jedem selbst überlassen. Auf der Höri verlangt man häufig nach einem HGO – einem hundsgewöhnlichen Obstler.</p> <p>Diesen HGO und noch viel mehr gibt es aus der Schnapsbrennerei von Ralf Wiedemann. Das Brennrecht ist schon lange im Besitz der Familie, seitdem er volljährig ist, brennt der 44-Jährige aus Weiler in der heimischen Brennstube. Für Wiedemann nur ein Hobby, denn hauptberuflich ist er bei der Stadt Radolfzell bei den Technischen Betrieben angestellt. Aber ein Hobby, welches er mit großer Leidenschaft betreibt und bei dem er viel Fachkenntnis besitzt. Schnaps, Geist, was ist da eigentlich der Unterschied? Ralf Wiedemann kann es erklären: Ein Schnaps ist eine aus Obst oder Getreide gebrannte Spirituose, ein Geist ist mit Obst aromatisierter Alkohol. Und ein Likör wird gar nicht gebrannt, sondern angesetzt. Soweit zur Begriffserklärung.</p> <p>Schnaps brennen, Geist einlegen oder Likör ansetzen kann durchaus eine kreative Tätigkeit sein. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. „Fast alles lässt sich zu Schnaps verbrennen“, so Wiedemann. In der Brennstube am Ortsrand von Weiler stehen neben klassischen Sorten wie Zwetschge, Birne und Kräuterschnaps auch exotischere Sorten wie Spargel oder ein Bierbrand. „Während der Corona-Pandemie konnte man recht günstig Bier kaufen, weil die Gaststätten geschlossen haben mussten. Also haben wir Bier gekauft und zu einem Bierbrand verarbeitet“, erklärt der 44-Jährige.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <h2>Nur Fallobst kommt in die Flasche</h2> <p>In Wiedemanns Flaschen kommt fast ausschließlich Fallobst der eigenen Streuobstbäume, manchmal auch von Nachbarn gespendet. Und wie es gerade Trend in der Branche ist, experimentiert er mit sortenreinen Obstbränden. So gibt es nicht nur eine Williamsbirne, sondern auch diverse alte Birnensorten, wie Gelbmöstler, Gaishirtle, Sülibirne oder eine Steirische Weinbirne. Eine andere Besonderheit im Regal ist ein Blutpflaumenschnaps. „Der schmeckt ein bisschen nach Amaretto“, beschreibt Wiedemann.</p> <p>Zum Sortiment gehören neben den erwartbaren Obstbränden, Geisten und Likören auch Gin und Whiskey. Für seine vier Gin-Sorten hat Wiedemann eigene Rezepte mit Kräutern und Gewürzen, die der Spirituose ihren eigenen Geschmack verleihen sollen. Beim Whiskey hat er gerade erst die erste Ladung abgefüllt. „Der Whiskey lagerte jetzt drei Jahre im Fass“, erklärt er den zeitlichen Aufwand. Und von den einst eingefüllten 50 Litern sind nur 33 herausgekommen. Der Rest, der so genannte „Angel‘s Share“ (zu Deutsch: Anteil der Engel), verdunstet über den langen Reifeprozess.</p> <h2>Mit jedem Nasenloch riechen</h2> <p>Getrunken werden sollte der Schnaps bei Zimmertemperatur. Eine Kühlung ist laut Wiedemann nur bei hochsommerlichen Temperaturen notwendig. Beim Genuss aus einer Blume, einem bauchigen Glas für Spirituosen, lohne es sich, vorher daran zu riechen – aber jeweils nur mit einem Nasenloch. „Links und rechts riecht man unterschiedlich, es werden verschiedene Geschmacksnerven angesprochen“, erklärt er den Vorgang.</p> <p>Und einfach auf Ex runterkippen würde er bei einem edlen Tropfen ebenfalls nicht empfehlen. Lieber empfiehlt er, diesen in mehreren Schlucken genießen. Überhaupt würde guter Schnaps nicht brennen. „Wenn er brennt, dann wurde er in der Regel zu schnell gebrannt“, erklärt Wiedemann.</p> <p>Jeder Brennvorgang dauert laut Wiedemann drei Stunden und stellt einen großen bürokratischen Aufwand dar. Denn er muss ihn penibel beim Finanzamt anmelden und Steuern auf den gebrannten Alkohol bezahlen. Eine Anmeldung muss mehrere Werktage im Voraus erfolgen.</p> <p>Die Uhrzeiten, zu denen gebrannt werden darf, sind ebenfalls genaustens geregelt. Keine Minute darf Wiedemann den Brennofen zu früh einheizen. Würde die Zollfahndung dann kontrollieren, könnte man ihn der Schwarzbrennerei bezichtigen. „Wenn ich einen Brennvorgang um 9 Uhr angemeldet habe, beginne ich ihn um Punkt 9 Uhr“, so der 44-Jährige. Gebrannt werden darf auch nur zwischen 6 und 20 Uhr. Doch hat sich Wiedemann einmal mit viel Aufwand eine Genehmigung für einen Nachtbrandvorgang organisiert. Im Ausstellungsregal steht nun auch ein Vollmondbrand.</p> <h2>Nur der Mittellauf ist genießbar</h2> <p>Der Brennvorgang sei weniger kompliziert, als viele denken würden, so Ralf Wiedemann. Man setze eine Maische an, wenn diese vergoren ist, wird diese in den Brennofen gefüllt und erhitzt. Der Alkohol verdampft und wird über einen Kühler verflüssigt und kann abgefüllt werden. Der Vorlauf und der Nachlauf, der erste und letzte Teil der Flüssigkeit, muss vom eigentlichen Schnaps getrennt werden, da dieser giftige Stoffe enthält. Dieser werde in der Regel an den Großhandel verkauft. Nur der hochwertige Mittellauf kommt in die Flaschen und zu Wiedemann ins Verkaufsregal.</p> <p>Eine Flasche Wiedemann-Schnaps kostet zwischen 11 und 19 Euro. Und das, obwohl jede Birne und jede Zwetschge mit der Hand aufgelesen und weiterverarbeitet wurde. Diese Preise könne man nur aufrufen, weil die Familie mit anpacke. Auch seien seine Schnäpse wie Weine von der Ernte abhängig. Es gebe gute und weniger gute Jahrgänge. Einheitliche Geschmacksstandards wie im Supermarkt gebe es nicht.</p> <h2>Auch die Stadt Radolfzell stellt Schnaps her</h2> <p>Hochprozentiges gibt es übrigens nicht nur auf der Höri, auch die Stadt Radolfzell besitzt das Brennrecht und übt dieses auch aus. Die Ergebnisse gibt es in der Tourist-Information zu kaufen und sind vor allem bei Touristen sehr beliebt. „Unsere Verkaufsschlager sind Radolfzeller Kirsch, Apfel und Birne“, so Regina Brüsewitz von der Tourismus und Stadtmarketing GmbH. Bei der Stadt gebe es mehrere Mitarbeiter, die brennen könnten und dies auch für die Verwaltung täten. Ralf Wiedemann ist einer davon.</p> <p>Wie schon für das Stadtjubiläum 2017, als Radolfzell den 750. Jahrestag des Stadtrechts gefeiert hatte, soll es für 2026, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/1200-jaehriges-stadtjubilaeum-21-kreative-projekte-erhalten-zuschlag-radolfzell-plant-mit-100000-euro;art372455,12410326" target="_blank" title="21 Ideen für Stadt und Stadtjubiläum: Bald wird getanzt, gespielt, geforscht und erzählt">wenn Radolfzell sein 1200-jähriges Bestehen feiert</a>, auch einen Jubiläumsschnaps geben. Projektleiterin Nina Herzog plant einen Pflaumenschnaps. Um die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/nach-dem-kreig-brachten-die-schweizer-kakao-so-half-amriswil-radolfzell;art372455,12171092" target="_blank" title="Schweizer halfen in der Not: Freundschaft nach Amriswil begann schon lange vor Städtepartnerschaft">Stadtpartnerschaft mit Amriswil</a> einzubeziehen, wolle man den Brennvorgang mit einem Freundschaftstreffen verbinden, so Herzog.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nur Klares ist Wahres! So entstehen auf der Höri besondere Schnapssorten]]></dc:rights>
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