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    <title>suedkurier.de - Hohenfels </title>
    <link>https://www.suedkurier.de/</link>
    <language>de-DE</language>
    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 08:40:09 +0100</pubDate>
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      <title>suedkurier.de</title>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 11:52:00 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist“, sagt eine neue Staatsbürgerin über Deutschland  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/neue-staatsbuergerin-ueber-deutschland-heimat-ist-nicht-nur-wo-du-geboren-bist;art372432,12511740 ]]></link>      <description><![CDATA[  Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?  ]]></description>
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          Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?<br>
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        Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?



        <p>Wenn Adriana Hodaj über ihr Leben in Deutschland spricht, gerät sie ins Schwärmen. Sicher fühle sie sich hier, sagt sie, mit jedem Atemzug. Ihre Einbürgerung ist für sie eine Anerkennung für das, was sie dem Land zurückgibt.</p> <p>Vor fast acht Jahren kam die gebürtige Albanerin nach Deutschland, um als Krankenschwester zu arbeiten. Im Klinikum Konstanz ist sie mittlerweile voll angekommen. Am 21. Oktober erhielt die 52-Jährige <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mit-eid-urkunde-und-nationalhymne-so-feiern-eingebuergerte-ihre-deutsche-staatsbuergerschaft;art372432,12504283" title="Mit Eid, Urkunde und Nationalhymne: So feiern Eingebürgerte ihre deutsche Staatsbürgerschaft">offiziell die deutsche Staatsbürgerschaft.</a></p> <h2>„Wir dachten uns, warum nicht?“</h2> <p>Den medizinischen Bereich wählte Adriana Hodaj schon früh. In Albanien begann sie mit 14 Jahren eine Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme. Nach mehreren Jahren in Griechenland kehrte sie für ein Pharmazie-Studium noch einmal zurück in ihr Geburtsland. Dann aber entstand der Wunsch nach einem besseren und sichereren Leben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Krankenschwester, Hebamme, Apothekerin</span><span>Adriana Hodaj wurde 1973 in Fier in Albanien geboren. Mit 14 Jahren begann sie eine vierjährige Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme, damals ein Doppel-Diplom in ihrem Geburtsland. Fünf Jahre arbeitete sie in einer Frauenklinik, bevor sie mit ihrem Mann und ihrer einjährigen Tochter nach Athen zog. Nach zwölf Jahren in Griechenland ging die Familie wieder zurück nach Albanien, wo Adriana noch einmal fünf Jahre Pharmazie studierte.<br /> 2016 beschließen sie und ihr Mann nach Deutschland auszuwandern. Im Januar 2018 kommt Adriana zunächst allein nach Konstanz. Mittlerweile lebt sie hier seit fast acht Jahren und arbeitet als Krankenschwester auf der Station Gyn Ebenalp (Gynäkologie und Innere Medizin) im Klinikum Konstanz. Deutsch ist nach Albanisch, Griechisch und Englisch ihre vierte Sprache. Ihr Mann ist Busfahrer bei den Stadtwerken. Auch er hat vor, sich einbürgern zu lassen.</span></label></div> <p>Albanien, das als letztes Land in Europa den Kommunismus abschaffte, ist auch heute noch geprägt von politischer Instabilität. Als Adriana hörte, dass in Deutschland Fachkräftemangel herrscht, zögerten sie und ihr Mann nicht lange. „Wir dachten uns, warum nicht? Wir haben zwei gute Berufe, mit viel Erfahrung“, erzählt sie. 2018 kommt sie schließlich nach Konstanz.</p> <h2>Dem Gesundheitssystem viel zu verdanken</h2> <p>An Deutschland schätzt Adriana Hodaj die Sicherheit und Freiheit. Auch das viel kritisierte Gesundheitssystem funktioniere für sie gut. „Wenn du Fortschritte machen möchtest, hast du Unterstützung. Ich habe die Möglichkeit, Weiterbildungen zu machen.“</p> <p>Für die Unterstützung ihrer Kolleginnen und Kollegen im Klinikum, von denen viele aus anderen Kulturen kommen, ist sie besonders dankbar. „Die Beziehungen sind so herzlich. Ich lerne viel und gehe gerne zur Arbeit.“ Bis zur Rente möchte die 52-Jährige weiter auf ihrer Station arbeiten.</p> <h2>In zwei Ländern daheim – auch auf dem Papier</h2> <p>Die Verbindung zu Albanien bleibt aber. Mehrmals im Jahr besucht sie dort ihre Eltern. „Ich bin stolz auf meine Wurzeln“, sagt Adriana. Auch ihre albanische Staatsbürgerschaft hat sie behalten.</p> <p>Wenn sie sagt „Mein Leben ist zwischen zwei Ländern“, meint sie es im positiven Sinne. Zugehörigkeitskonflikte kennt sie nicht. „Wir haben eine Redewendung in Albanien, Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist, sondern wie du fühlst. Ich bestätige das.“</p> <p>In Konstanz fühlt sie sich wegen des Bodensees doppelt zu Hause. Das Binnengewässer erinnere sie an frühere Heimatorte, die alle am Meer lagen, erzählt Adriana. „Dieses Gefühl, nahe am Wasser zu sein, das gibt mir viel. Viele Emotionen“.</p> <h2>Wer eingebürgert werden will, braucht Geduld</h2> <p>Einbürgern lassen wollte sich die 52-Jährige, weil sie sich seit Jahren mit Deutschland verbunden fühlte. Jetzt offiziell Deutsche zu sein, ist für sie ein neuer Lebensabschnitt. „Ich bin jetzt ein Teil der Gesellschaft, zu 100 Prozent und mit allen Rechten. Das macht mich dankbar und stolz.“</p> <p>Über den Einbürgerungsprozess kann sie fast ausschließlich Positives berichten. „Ich wusste, ich muss warten“, sagt sie und lacht. Geduld brauche man auf jeden Fall. Knapp eineinhalb Jahre hat es bei ihr gedauert.</p> <p>Das Landratsamt habe ihr bei Fragen aber immer schnell geholfen, sagt Adriana Hodaj. Nur bei der Sprache hätte sie sich, außerhalb der Arbeit, mehr Unterstützung gewünscht. Kurse ließen sich kaum mit Schichtdiensten vereinen und Deutsch sei eben sehr schwer. Dialekt sowieso.</p> <h2>„Man muss auch etwas zurückgeben“</h2> <p>Trotzdem beweise die Einbürgerung ihre gute Integration, findet Adriana. Den deutschen Pass zu erhalten, sei gar nicht so leicht. „Wir arbeiten hier täglich und geben viel für diese Gesellschaft. Man muss auch was zurückgeben. Und man muss es wollen.“<br /> <br /> Rückblickend ist sie deshalb froh über die Entscheidung, nach Deutschland zu kommen. „Es war mutig von meinem Mann und mir. Wir haben Ängste überwunden, im Alter vor allem. Jetzt fühlen wir uns beide jung.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 18:38:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Die Bauernkapelle Mindersdorf feiert ihr 60-jähriges Bestehen in der Walder Zehn-Dörfer-Halle  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hohenfels/die-bauernkapelle-mindersdorf-feiert-ihr-60-jaehriges-bestehen-in-der-walder-zehn-doerfer-halle;art372444,12510849 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Bauernkapelle Mindersdorf feiert ihr 60-jähriges Bestehen am Sonntag in der Walder Zehn-Dörfer-Halle. Seit 1965 erfreut die böhmische Blasmusik-Formation ihre Fans und Gäste. Wir zeigen die schönsten Bilder.  ]]></description>
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          Die Bauernkapelle Mindersdorf feiert ihr 60-jähriges Bestehen am Sonntag in der Walder Zehn-Dörfer-Halle. Seit 1965 erfreut die böhmische Blasmusik-Formation ihre Fans und Gäste. Wir zeigen die schönsten Bilder.<br>
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        Die Bauernkapelle Mindersdorf feiert ihr 60-jähriges Bestehen am Sonntag in der Walder Zehn-Dörfer-Halle. Seit 1965 erfreut die böhmische Blasmusik-Formation ihre Fans und Gäste. Wir zeigen die schönsten Bilder.



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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 18:30:07 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bilder vom Saisonabschluss der Bauernkapelle in Mindersdorf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hohenfels/bilder-vom-saisonabschluss-in-der-bauernkapelle-in-mindersdorf;art372444,12510844 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Saisonabschluss der Bauernkapelle Mindersdorf in der Zehn-Dörfer-Halle Wald war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Die Bauernkapelle feierte ihr 60-jähriges Bestehen und 30 Jahre Saisonabschluss in Wald.  ]]></description>
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          Der Saisonabschluss der Bauernkapelle Mindersdorf in der Zehn-Dörfer-Halle Wald war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Die Bauernkapelle feierte ihr 60-jähriges Bestehen und 30 Jahre Saisonabschluss in Wald.<br>
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        Der Saisonabschluss der Bauernkapelle Mindersdorf in der Zehn-Dörfer-Halle Wald war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Die Bauernkapelle feierte ihr 60-jähriges Bestehen und 30 Jahre Saisonabschluss in Wald.



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      <dc:relation><![CDATA[Berufsleistung Skisport Veranstaltungen]]></dc:relation>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 15:37:39 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Erste Ideen für Umgestaltung des Dorfkerns Liggersdorf: Dorfbrunnen soll näher ans Rathaus rücken  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hohenfels/dorfkern-von-liggersdorf-soll-sich-veraendern-das-sind-die-ersten-plaene;art372444,12510169 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Ortsmitte von Liggersdorf soll sich nun schon schneller entwickeln als ursprünglich geplant. Denn auch beim Pfarramt stehen Veränderungen an. Was entstehen könnte und was der Dorfbrunnen damit zu tun hat.  ]]></description>
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          Die Ortsmitte von Liggersdorf soll sich nun schon schneller entwickeln als ursprünglich geplant. Denn auch beim Pfarramt stehen Veränderungen an. Was entstehen könnte und was der Dorfbrunnen damit zu tun hat.<br>
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        Die Ortsmitte von Liggersdorf soll sich nun schon schneller entwickeln als ursprünglich geplant. Denn auch beim Pfarramt stehen Veränderungen an. Was entstehen könnte und was der Dorfbrunnen damit zu tun hat.



        <p>Der Ortskern von Liggersdorf soll sich verändern. Pläne für die Umgestaltung des Dorfkerns rund um den Bereich des Hohenfelser Rathauses stellte Landschaftsarchitekt Helmut Hornstein als groben Entwurf in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. Es ist nicht die erste Veränderung, die das Dorf über die Jahrhunderte erfahren hat. Wenn man bedenkt, dass einst die Römer am Liggersdorfer Röschberg ihre Siedlung errichtet haben, die heute nur noch unter der Erde erhalten ist, sind die jetzigen Pläne ein wahrer Glücksgriff der Neuzeit.</p> <p>Eigentlich wollte man sich in Hohenfels noch Zeit lassen mit der Idee, das Quartier rund um das Rathaus und das nebenan liegende Feuerwehrmagazin umzugestalten. Allerdings ließen Veränderungen in den Kirchlichen Strukturen – die wohl auch vor Hohenfels nicht Halt machen werden – Bürgermeister Florian Zindeler hellhörig werden. Er nahm deshalb mit den Verantwortlichen im katholischen Pfarramt Liggersdorf, das direkt am Quartier liegt, Kontakt auf und warb um seine Idee der Quartiersentwicklung gleich nebenan.</p> <h2>Das könnte in Zukunft entstehen</h2> <p>Zunächst fand ein Gespräch mit dem Pfarrgemeinderat und im Dezember 2024 ein Ortstermin statt, bei diesen Terminen wurde über Möglichkeiten der Entwicklung gesprochen, allerdings noch ohne jegliche planerische Skizzen. Jetzt wurde die Idee allerdings weitergesponnen. Wenn aus der Fläche aus Kirchenhand vielleicht per Kauf oder Pacht eine großzügige Begegnungsstätte mit Tanzlinde, Sitzplätzen und einer Spielfläche wird, soll auch der Dorfbrunnen aus dem aktuellen Kreuzungsbereich verschwinden.</p> <p>Der historisch bedeutsame Brunnen soll aber keinesfalls der Neugestaltung zum Opfer fallen, sondern näher ans Rathaus rücken. „Das gefällt dem Bürgermeister“, so eine herzliche Neckerei aus den Reihen des Gemeinderates. Dieser begrüßte tatsächlich die vorgestellte Planung. Gerade auch in Bezug auf eine hinter den Gebäuden gesicherte, befestigte Fläche für kleinere Feste oder Märkte. Zudem sprach der Rat von einem eventuell entstehenden Mehrwert durch weitere Stellplätze. Nicht zuletzt äußerten Räte die Hoffnung, dass durch eine Umgestaltung des Ortskerns in Zukunft eine Möglichkeit für einen barrierefreien Sitzungssaal entsteht. Der Rat begrüßte die Pläne einstimmig.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Denkmalschutz Städtebau Bauwerk thema-heimat-stadtentwicklung thema-wissen-geschichte]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Hohenfels]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Erste Ideen für Umgestaltung des Dorfkerns Liggersdorf: Dorfbrunnen soll näher ans Rathaus rücken]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 14:32:10 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Aufgestellt für die Landtagswahl: BSW nominiert Kandidaten für Wahlkreise Konstanz und Singen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/landtagswahl-2026-bsw-nominiert-kandidaten-fuer-wahlkreise-konstanz-und-singen-29-10-25;art372432,12507252 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.



        <p>Das Bündnis Sahra Wagenknecht hat es in kurzer Zeit weit gebracht. Den Einzug in den Bundestag verpasste die Partei zwar knapp, in mehreren Landesparlamenten ist sie dagegen vertreten. Im März soll der Einzug in den Baden-Württembergischen Landtag gelingen. Dazu hat die Partei jetzt auch für die Wahlkreise Konstanz und Singen Kandidaten nominiert. Darüber informiert der Kreisverband, dessen Mitglieder teilweise zuvor schon <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/buendnis-sahra-wagenknecht-stellt-sich-im-sueden-neu-auf-mitglieder-gruenden-kreisverband;art372432,12456006" target="_blank" title="Bündnis Sahra Wagenknecht stellt sich im Süden neu auf: Mitglieder gründen Kreisverband">für andere Parteien in Erscheinung getreten</a> sind, in einer Pressemitteilung.</p> <p>Im Wahlkreis Konstanz tritt im März Daniel Niedzwetzki an. Der 45-Jährige ist Kaufmann und Heilpraktiker, lebt mit seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen Tochter in Konstanz, heißt es in der Pressemitteilung. „Ich stehe für wirtschaftliche Vernunft: verlässliche Energiepreise, Entlastung von KMU und Handwerk, Bürokratieabbau, Investitionen in kommunalen Wohnungsbau, Schulen und Infrastruktur statt teurer Symbolpolitik“, wird Niedzwetzki zitiert.</p> <p>Zudem äußert er sich auch zu Außen- und Innenpolitik. Als ehemaliger Zeitsoldat und Afghanistan-Veteran setze er auf Frieden durch Diplomatie. Im Inneren wolle er Freiheitsrechte und eine „Kultur der offenen Debatte“ verteidigen. Zuletzt heißt es: „Der Datenschutz darf Menschen nicht behindern, sondern muss uns vor einem übergriffigen Staat und den globalen Datenkraken schützen.“</p> <p>Für den Wahlkreis Singen stellt das BSW René Frey als Direktkandidaten auf. Der 44-Jährige ist zweifacher Familienvater, Zugbegleiter und Praxisvermittler bei der Deutschen Bahn. Für den Wahlkreis Singen gibt es mit Serdar Sak noch einen Ersatzkandidaten. Der 36-jährige Familienvater ist laut Kreisverband in der Medizintechnik tätig.</p> <p>„Ich erlebe täglich, wie die marode Infrastruktur und personelle Unterbesetzung die Bahn ausbremsen“, wird Frey zitiert. Stuttgart 21 würde sich als „dysfunktionales Milliardengrab“ erweisen. „Unsere Region droht zusätzlich durch die geplante Gäubahn-Kappung abgehängt zu werden. Das muss verhindert werden.“ Gute Infrastruktur sei auch ein Wirtschaftsfaktor.</p> <p>Ersatzkandidat Serdar Sak will sich „für eine starke Integrationspolitik und gesellschaftlichen Zusammenhalt“ einsetzen. Die Probleme der ungesteuerten Migration seien von den Kommunen kaum noch zu bewältigen. „Vielfalt ist eine Stärke, wenn wir Integration aktiv fördern – durch Bildung, Sprache, Arbeit und Teilhabe“, wird Sak zitiert.</p> <p>Die junge Partei BSW hat erst vor rund einem Jahr den baden-württembergischen Landesverband gegründet, der Kreisverband Hochrhein-Bodensee gab Anfang August seine Gründung bekannt. Er umfasst die Landkreise Konstanz, Waldshut und Lörrach. Bei der Versammlung zur Wahl der Kandidaten waren laut Mitteilung auch der Co-Landesvorsitzende des BSW, Manfred Hentz, und der designierte Spitzenkandidat des BSW zur Landtagswahl, Joachim Tabler, anwesend.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Hohenfels]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Aufgestellt für die Landtagswahl: BSW nominiert Kandidaten für Wahlkreise Konstanz und Singen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 16:32:32 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Plötzlicher Schicksalsschlag: Sie sind den Betroffenen eine Stütze, wenn die Welt stillsteht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/ploetzlicher-schicksalsschlag-notfallseelsorger-sind-fuer-menschen-da-wenn-deren-welt-stillsteht;art372432,12505870 ]]></link>      <description><![CDATA[  Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.  ]]></description>
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          Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.



        <p>Das Auto sieht aus wie ein Wrack. Der Fahrer befindet sich noch in dem Fahrzeug. Feuerwehrleute versuchen, ihn aus dem Auto zu schneiden, Rettungssanitäter kümmern sich um den Mann, aber vergeblich. Er ist noch am Unfallort verstorben.</p> <p>Abseits steht die Frau des Toten, reglos, mit starrem Blick die Trümmer des Autos und das Geschehen fixierend. Ja, es ist das Auto ihres Mannes. Aber er kann, er darf nicht dort drin sein, er kann nicht gestorben sein. Sie steht fassungslos da. Sie kann und will nicht begreifen, was da gerade geschehen ist.</p> <p>So schildert Michael Oßwald seinen ersten Einsatz als Notfallseelsorger. Die Blaulichtorganisationen haben in derartigen Momenten keine Zeit, sich um Angehörige, Betroffene, Zeugen und Ersthelfern zu kümmern. Sie haben andere Aufgaben.</p> <p>Notfallseelsorger wie Oßwald aber nehmen sich der Menschen an, deren Welt gerade stillsteht, die das Unbegreifliche erst einmal verarbeiten müssen. Sie wurden für die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ausgebildet und leisten Erste Hilfe für die Seele. „Ich bin zu der betroffenen Frau hingegangen und habe gesagt: Ich bin jetzt für sie da“, erinnert sich Oßwald.</p> <p>Später habe er ihr erklärt, was passiert ist, dass der Notarzt den Tod ihres Mannes festgestellt habe. Oßwald war an ihrer Seite, bis der Bestatter den Verstorbenen abgeholt hat. Für die Frau sei es wichtig gewesen, dies mitzuerleben. „Das hat mit Begreifen zu tun“, sagt Michael Oßwald.</p> <h2>Sie werden nicht allein gelassen</h2> <p>„Die Menschen sind dankbar, wenn in einer solchen Situation jemand für sie da ist. So ein Schicksalsschlag holt einen von den Füßen“, so Michael Oßwald. Im ersten Moment könne man das Geschehene nicht begreifen, man wolle es einfach nicht wahrhaben. „Der Geist wehrt sich“, schildert er. Und dann komme der Moment, wo man sich der Hilflosigkeit bewusst werde.</p> <p>Die Notfallseelsorger in der PSNV stehen in diesen schweren Momenten als Stütze zur Seite, „bis die betroffene Person stabil ist und ein kleines soziales Netz für die Menschen vorhanden ist“, erklärt Marion Aicheler, ebenfalls Notfallseelsorgerin.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Info-Abend zur psychosozialen Notfallversorgung in Radolfzell</span><span>Die Ökumenische Notfallseelsorge und die Johanniter-Unfall-Hilfe im Landkreis Konstanz veranstalten einen Infoabend zur psychosozialen Notfallversorgung. Er findet am Mittwoch, 29. Oktober, um 19 Uhr beim DRK-Kreisverband, Raum Hohentwiel, Konstanzer Straße 74 in Radolfzell statt. Die Ehrenamtlichen erklären genau, was ihre Tätigkeit beinhaltet und wie die Ausbildung aussieht. Informationen auch auf <a href="https://nfs-kn.de/" target="" title="" rel="noopener">www.nfs-kn.de</a> oder bei Interesse E-Mail an: <a href="mailto:m_aicheler@yahoo.de" target="" title="">m_aicheler@yahoo.de</a></span></label></div> <h2>Plötzlicher Kindstod an Heiligabend</h2> <p>„Es war Heiligabend 2009. Plötzlicher Kindstod.“ Das war Marion Aichelers erster Einsatz, zu dem sie und Michael Oßwald gerufen wurden. Sie kamen bei der Wohnung eines jungen Ehepaars an. „Die Kripo war schon da“, so Aicheler.</p> <p>Die jungen Eltern waren hilflos und verzweifelt. „Das Baby reagiert nicht. Das Kind, das sie zur Welt gebracht haben, lebt nicht mehr. Sie hatten sich auf ihr erstes Weihnachten zu dritt gefreut“, schildert Marion Aicheler, was in den beiden vorgegangen ist. Plötzlicher Kindstod ist kaum zu begreifen. „Das ist furchtbar für junge Eltern“, so Aicheler.</p> <p>Aicheler und Oßwald haben sich um die Eltern gekümmert, während Kriminalpolizei und Notarzt ihre Arbeit gemacht haben. „Wir haben gefragt, ob sie sich von ihrem Kind verabschieden möchten. Wir standen dann alle zusammen am Babybett und haben ein Gebet gesprochen. Später kam der Bestatter mit dem kleinen Kindersarg.“ Marion Aicheler spricht für einen Moment nicht weiter. Es ist ein Moment der Stille, in welchem nochmals an das verstorbene Kind und die verzweifelten Eltern gedacht wird.</p> <p>„Man ist einfach nur da für die Menschen. Man schweigt miteinander, achtet darauf, dass sie etwas trinken nach dem Stress, begleitet Telefonate, denn es kann sein, dass einem wortlos der Telefonhörer gegeben wird, weil derjenige nicht mehr weitersprechen kann“, schildert Marion Aicheler. „Wir gehen zu zweit zum Einsatz. Auf dem Rückweg besprechen wir uns dann, wie es einem mit dem Erlebten geht“, ergänzt sie.</p> <p>Diese Nachbesprechungen sind für die Psyche der Einsatzkräfte wichtig. Supervisionen gebe es ebenso.„Und wir haben Partner, die unser Ehrenamt mittragen und uns auffangen“, sagt Marion Aicheler und Michael Oßwald fügt an: „Jeder hat so seine Strategie.“ „Die Einsatzjacke ausziehen ist dabei ein wichtiges Element“, stellt Marion Aicheler fest und Oßwald erklärt: „Ich hänge damit das Ehrenamt und den Einsatz an den Bügel und bin Privatmensch.“</p> <h2>Flugzeugunglück hat den Ausschlag gegeben</h2> <p>Warum hat sich Marion Aicheler für den ehrenamtlichen Dienst als Notfallseelsorgerin in der PSNV entschieden? „Ausschlaggebend war das Flugzeugunglück in Überlingen. Ich habe in Brachenreuthe gearbeitet, als viele Kinder vom Himmel gefallen sind“, sagt sie. „Ich habe lange Kerosin gerochen. Da war klar, was ich habe: Eine PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) – wie viele von uns.“ Die Betroffenen hätten auch Unterstützung bekommen; dabei zeichnet sie mit ihren Händen Anführungszeichen in die Luft.</p> <p>Nachdem sie ihr eigenes Trauma verarbeitet hatte, entschied sie sich für die Ausbildung für psychosoziale Notfallversorgung. Sie weiß schließlich aus eigener Erfahrung, wie wichtig fachkompetente Begleitung in solchen Extremsituationen ist. „Psychosoziale Notfallversorgung ist ein wichtiger Dienst am Nächsten“, stellt Michael Oßwald fest.</p> <h2>Nur zehn Leute bei 230 Einsätzen</h2> <p>Wie wichtig dieser ehrenamtliche Dienst ist, zeigt sich auch an der Statistik 2024 für den Landkreis Konstanz. Die Notfallseelsorger wurden im vergangenen Jahr zu 230 Einsätzen alarmiert und begleiteten 1066 Menschen. Aber die Helfer in der Not haben ein Problem: Sie sind zu wenige. „Wir haben aktuell nur sechs Notfallseelsorger, zwei vom Kriseninterventionsteam sowie derzeit vier Hospitanten“, so Aicheler.</p> <p>Sie brauchen dringend Verstärkung, denn „manchmal hat man schon ein schlechtes Gewissen, wenn man in den Urlaub geht; das kann es nicht sein“, sagt Aicheler. „Um den Landkreis Konstanz richtig abdecken zu können, bräuchten wir insgesamt 20 bis 25 Notfallseelsorger. Das ist das absolute Minimum“, so Oßwald. Beide hoffen, dass viele Interessierte zur Informationsveranstaltung kommen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Plötzlicher Schicksalsschlag: Sie sind den Betroffenen eine Stütze, wenn die Welt stillsteht]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 16:08:42 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neue Chance auf weihnachtliche Momente: Christmas Moments kommt mit Best-of zurück auf die Bühne  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/christmas-moments-feiert-comeback-stockach-bekommt-doch-noch-ein-weihnachtskonzert;art372461,12505848 ]]></link>      <description><![CDATA[  Drei Jahre nach dem Ende der beliebten Konzertreihe kehren die Macher zum Start in die Adventszeit noch einmal auf die Bühne des Bürgerhauses Adler Post zurück. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen.  ]]></description>
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          Drei Jahre nach dem Ende der beliebten Konzertreihe kehren die Macher zum Start in die Adventszeit noch einmal auf die Bühne des Bürgerhauses Adler Post zurück. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Drei Jahre nach dem Ende der beliebten Konzertreihe kehren die Macher zum Start in die Adventszeit noch einmal auf die Bühne des Bürgerhauses Adler Post zurück. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen.



        <p>Eigentlich sollte 2022 nach zwölf Aufführungen Schluss sein mit der beliebten Konzertreihe „Christmas Moments“. Organisator Werner Gaiser und seine Musikerinnen und Musiker verabschiedeten sich damals mit dem Motto „Last Christmas Moments“ von ihrem Stockacher Publikum. Doch nun gibt es gute Nachrichten für alle Musikfreunde: Unter dem Titel „Best of Christmas Moments“ wird es in diesem Jahr nochmals eine Neuauflage geben.</p> <p>Die Vorbereitungen laufen schon seit Jahresbeginn, inzwischen hat auch der Kartenvorverkauf für die beiden Aufführungen am Samstag, 29. November, um 20 Uhr und am Sonntag, 30. November, um 17 Uhr, jeweils im Bürgerhaus Alder Post, begonnen.</p> <h2>Viele haben sich eine Neuauflage gewünscht</h2> <p>Den Ausschlag zur Neuauflage haben laut Werner Gaiser nicht nur viele Dankesschreiben im Nachgang zur letzten Aufführung von Christmas Moments gegeben, sondern auch ein Treffen der beteiligten Musiker zum vergangenen Weihnachtsfest. „Wir haben uns wie jedes Jahr an Weihnachten bei mir zu Hause getroffen und dabei festgestellt, dass wir in den zwölf Jahren viele tolle Songs nur ein einziges Mal aufgeführt haben“, berichtet Werner Gaiser im Gespräch mit dem SÜDKURIER.</p> <p>So sei die Idee entstanden, nochmal eine neue Auflage mit den Songs zu machen, die die Musiker am liebsten gespielt haben. Im Austausch mit Kulturamtsleiterin Corinna Bruggaier sei die Idee noch konkreter geworden. „Wir freuen uns jetzt alle sehr darauf, wieder auf der Bühne zu stehen. Christmas Moments war für mich immer etwas ganz Besonderes und das Thema hat mich immer wieder von Neuem begeistert“, so Gaiser.</p> <h2>Weihnachtslieder auch im Sommer</h2> <p>Auf der Suche nach neuen und außergewöhnlichen Weihnachtsliedern habe es so durchaus vorkommen können, dass er zu Hause mitten im Sommer auf der Terrasse saß und Weihnachtslieder gehört hat, erzählt er schmunzelnd. Der Fokus des Programms liegt demnach auf unbekannteren Weihnachtsliedern oder Titeln, die Werner Gaiser eigens passend zum weihnachtlichen Thema selbst arrangiert hat. Die Show soll verschiedene musikalische Stilrichtungen, von gefühlvoll bis schwungvoll, von traditionell bis modern, verspricht Werner Gaiser.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Musikalische Vorbelastung</span><span>Werner Gaiser ist im heutigen Singener Teilort Bohlingen aufgewachsen und hat schon in seiner Jugendzeit seine Begeisterung für die Musik entdeckt. Als Jugendlicher spielte er in der Band „The Guns“, später beim Falko Illing-Sextett. In den 70er Jahren war Gaiser Mitglied der Band Hexagon. Er spielt Klavier, Saxophon und Akkordeon und hat zuletzt damit begonnen, Dudelsack zu lernen.</span></label></div> <p>Zu den Musikstücken laufen im Hintergrund auf einer Leinwand wieder passende Bilder oder Videos, dazwischen gibt es Texte oder Gedichte, passend zu den nächsten Songs. Auch die Sandmalerei zur Weihnachtsgeschichte, die das Publikum beim letzten Mal besonders beeindruckt hat, soll wieder auf dem Programm stehen, diesmal sogar mit einem neuen Motiv, verrät Gaiser.</p> <p>Auf der Bühne steht der musikalische Autodidakt, der Klavier, Akkordeon und Saxophon spielt und seit diesem Jahr sogar noch begonnen hat, Dudelsack spielen zu lernen, gemeinsam mit Sabine Auer, Markus Veser, Hermann Gruber, Monja Neumeister und Markus Schwab. „Wir leben für die Musik. Musik verbindet und bringt Menschen zusammen. Und welcher Anlass könnte schöner sein, um Menschen zusammenzubringen als Weihnachten?“, betont Gaiser.</p> <h2>Unterstützung aus dem Kulturamt</h2> <p>Auch Kulturamtsleiterin Corinna Bruggaier zeigt sich erfreut darüber, dass sich die Musiker entschlossen haben, jetzt das Beste aus zwölf Jahren Christmas Moments doch nochmal auf die Bühne zu bringen. „In 2022 habe ich erlebt, mit welchem Einsatz Werner Gaiser dieses Projekt initiiert und durchgeführt hat“, so Bruggaier, daher habe sie auch akzeptieren können, dass es für ihn die letzte Auflage sein sollte.</p> <p>In den Gesprächen mit ihm während der kommenden Jahre habe sie aber immer gespürt, dass noch Ideen und Lust zum Musizieren und auf der Bühne zu stehen, in ihm schlummern, berichtet sie und fügt an: „Ich habe immer einmal die Idee in den Raum gestellt und mein Angebot, das noch einmal zu veranstalten, wenn er möchte.“</p> <h2>Die Vorfreude steigt</h2> <p>Vor etwa einem Jahr sei es dann es so weit gewesen. „Das Publikum schätzt doch sehr eine musikalische Einstimmung auf die Adventszeit und die populären und außergewöhnlichen Werke passen da wie wenig anderes. Und so ist es nun noch ein letztes Mal gelungen, diese Besetzung unter dieser Leitung auf die Adler-Post-Bühne zu bringen“, freut sich die Kulturamtsleiterin und fügt hinzu: „Ich bin sehr gespannt und freue mich auf Bewährtes und Neues und freue mich, dass wir gemeinsam dieses schöne musikalische Projekt noch einmal zusammen umsetzen.“</p> <p>Karten für „Best of Christmas Moments“ gibt es für 9,50 Euro im Kulturzentrum Altes Forstamt oder online unter: <a href="https://tickets.stockach.de/produkte" target="_blank" title="" rel="noopener">tickets.stockach.de</a>. Schnell sein lohnt sich: Die Karten für die letzte Ausgabe von Christmas Moments waren innerhalb von zwei Wochen vergriffen, berichtet Werner Gaiser.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Hohenfels]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Neue Chance auf weihnachtliche Momente: Christmas Moments kommt mit Best-of zurück auf die Bühne]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 16:15:59 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[AfD rüttelt im Kreistag an der Brandmauer, doch die CDU bleibt standhaft  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/afd-ruettelt-im-kreis-konstanz-an-der-brandmauer-doch-die-cdu-bleibt-standhaft;art372432,12504211 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.



        <p>Es ist ein Nebenschauplatz, wenn man die Zahlen in Relation setzt. 10.000 Euro stehen 585 Millionen Euro gegenüber. Im Konstanzer Kreistag geht es am Montag, 20. Oktober, vor allem um die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mehr-als-eine-halbe-milliarde-euro-betraegt-der-rekordhaushalt-fuer-2026-22-10-25;art372432,12503520" target="_blank" title="Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026">Einbringung des Haushalts für das kommende Jahr</a>. Die AfD-Fraktion nutzt die Sitzung auch, um ein eigentlich schon abgeschlossenes Thema wieder anzusprechen. Damit will sie gleichzeitig erreichen, dass die CDU-Fraktion mit ihr gemeinsam abstimmt. Der Plan ist in doppelter Hinsicht gescheitert.</p> <p>Der AfD geht es um die Seenotrettung. Genauer gesagt: Die Unterstützung in Form von 10.000 Euro, die der Kreis Konstanz jährlich an die private Seenotrettungsorganisation Sea-Eye zahlt, soll eingestellt werden. Das Thema scheint für die Fraktion zu drängend zu sein: Schon zu Beginn der Kreistagssitzung beantragt sie, dass dieser Punkt – eigentlich Nummer 12 auf der Tagesordnung – früher behandelt wird.</p> <p>Auf Nachfrage von Landrat Zeno Danner will der Fraktionsvorsitzende Michael Stauch keine Begründung liefern. Sie sei offensichtlich, sagt er lediglich. Das Vorhaben bleibt ohne Erfolg, niemand außerhalb der AfD-Fraktion stimmt zu, den Punkt früher zu behandeln. Die AfD beantragt, die Unterstützung ab dem Haushaltsjahr 2026 ersatzlos zu streichen. In kommenden Haushaltsplänen soll sie zudem nicht mehr berücksichtigt werden.</p> <h2>Das Thema hat eine Vorgeschichte</h2> <p>Kritik daran kam auch schon von der CDU-Fraktion. Im Dezember 2024 löste der Vorstoß, die Unterstützung dran zu knüpfen, dass in Seenot aufgegriffene Menschen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/retten-ja-aber-bitte-wieder-zurueckbringen-cdu-stellt-unterstuetzung-der-seenotrettung-in-frage;art372432,12257917" target="_blank" title="Retten ja, aber bitte wieder zurückbringen: CDU stellt Unterstützung der Seenotrettung in Frage">wieder an ihren Abfahrtsort gebracht werden</a>, Diskussionen aus. Unterschrieben war der Antrag von allen 23 Fraktionsmitgliedern. Die Haushaltsmittel wurden dennoch bereitgestellt, das Thema sollte später wieder im Sozialausschuss des Kreistags diskutiert werden.</p> <p>Auch eine <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/nichts-ist-gut-in-der-seenotrettung-erklaerung-des-konstanzer-ob-loest-heftige-reaktionen-aus;art372432,12259851" target="_blank" title="„Nichts ist gut in der Seenotrettung“: Erklärung des Konstanzer OB löst heftige Reaktionen aus">Erklärung des Konstanzer Oberbürgermeisters Uli Burchardt</a>, Mitglied der CDU-Fraktion im Kreistag, löste heftige Reaktionen aus. „Ich betrachte diese Form der privaten Seenotrettung, so gut sie auch gemeint ist, als mitverantwortlich für das Entstehen krimineller Schlepperbanden“, schrieb Burchardt darin. Landkreise, Städte und Gemeinden seien beim Thema Migration überlastet und frustriert.</p> <p>Wieder auf den Tisch kam die Unterstützungszahlung für die private Seenotrettung dann im vergangenen April. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/landkreis-konstanz-gibt-10000-euro-fuer-seenotrettung-im-mittelmeer-zumindest-noch-in-diesem-jahr;art372432,12357379" target="_blank" title="Nach Debatte um Seenotrettung: CDU rudert bei umstrittenem Antrag zurück">Dabei ruderte die CDU zurück</a>: Von Bedingungen war keine Rede mehr, stattdessen solle die Zahlung ab 2026 eingestellt werden. Eine Abstimmung über den ursprünglichen Antrag sei nicht mehr nötig, hieß es damals, die CDU werde die Mittel im kommenden Haushalt aber nicht mehr mittragen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Unterstützung auf 0 Euro gesetzt</span><span>Über eine Formulierung der AfD wundert sich Landrat Zeno Danner in der Kreistagssitzung sichtlich. Der Fraktionsvorsitzende Stauch stellt in den Raum, dass die Zahlung für die Seenotrettung still und heimlich wegfalle. Danner erinnert daran, dass über dieses Thema im Sozialausschuss behandelt wurde. Dabei wurde eine Prioritätenliste des Referats Integration für den Haushalt 2026 diskutiert. Der Punkt „Patenschaft Seenotrettung“ ist darin für den kommenden Haushalt mit 0 Euro aufgeführt.</span></label></div> <h2>AfD fordert Zustimmung der CDU ein</h2> <p>Auf diese Aussage bezieht sich die AfD-Fraktion in der jüngsten Sitzung des Kreistags nun mit ihrem Antrag. Die Einschätzung, dass der Landkreis sich auf kommunale Themen konzentrieren solle, teile die Fraktion. In der Begründung lässt sich allerdings noch ein anderes Ziel erkennen: Sollte die CDU-Fraktion nicht zustimmen, würden die Mittel im kommenden Haushalt erhalten bleiben. Stauch fordert die Fraktion direkt auf, das „Brandmauer-Denken“ abzuschaffen.</p> <p>Andreas Hoffmann (CDU) macht deutlich, wie seine Fraktion zu diesem Vorstoß steht. Man werde den Antrag geschlossen ablehnen, es brauche ihn nicht. Im Sozialausschuss sei bereits beschlossen worden, das Geld für Projekte im Landkreis zu nutzen. „Sie wissen genau, warum Sie den Antrag gestellt haben“, sagt er in Richtung der AfD. Bei der Abstimmung scheitert der AfD-Antrag, nur die eigenen Fraktionsmitglieder heben dafür ihre Hand. Alle anderen Mitglieder des Kreistags stimmen dagegen.</p> <p>Am Tag nach der Kreistagssitzung versendet die AfD-Fraktion eine Pressemitteilung, in der sie der CDU Wortbruch vorwirft. Sie lasse sich „erneut vor den Karren der links-grünen Asylpolitik spannen“. Weiter heißt es, das „Parteikartell“ habe sich dazu entschieden, die Mittel im Haushalt anders zu verwenden. In der Mitteilung kündigt die Fraktion auch an, das Thema in den anstehenden Haushaltsberatungen erneut zu diskutieren.</p> <p>Auch das Bündnis „Konstanz für Demokratie“ versendet im Nachgang eine Pressemitteilung. Man begrüße die fraktionsübergreifende Ablehnung des Antrags. „Die CDU bekennt sich auf Bundesebene mit klaren Worten und die CDU-Fraktion im Kreistag mit ebensolchen Taten zur Brandmauer gegen die rechtsradikale AfD“, wird <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/diese-konstanzerin-macht-werbung-fuer-die-demokratie-und-bewegt-damit-einiges;art372448,11926382" target="_blank" title="Diese Konstanzerin macht &amp;bdquo;Werbung für die Demokratie&amp;ldquo; &amp;ndash; und bewegt damit einiges">Katrin Brüggemann, eine Sprecherin des Bündnisses</a>, zitiert.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[AfD rüttelt im Kreistag an der Brandmauer, doch die CDU bleibt standhaft]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 15:48:05 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mehr-als-eine-halbe-milliarde-euro-betraegt-der-rekordhaushalt-fuer-2026-22-10-25;art372432,12503520 ]]></link>      <description><![CDATA[  Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.  ]]></description>
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          Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.<br>
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        Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.



        <p>Über Zahlen spricht Zeno Danner kaum, er nennt nur wenige. Der Landrat bringt den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr ein. Einerseits geht es um Stellen, die abgebaut werden, wenngleich die Personalkosten weiter steigen. Andererseits um die geplanten Investitionen für das aktuell wohl größte Projekt des Landkreises, den Klinikneubau in Singen. Und um eine Zahl, die für Vertreter von Städten und Gemeinden besonders wichtig ist: die Kreisumlage.</p> <p>Diese wird für 2026 höher ausfallen als bisher. Und laut aktueller Planung wird sie in den kommenden Jahren weiter steigen. Schon Anfang Oktober merkte der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt im Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistags an, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025" target="_blank" title="Angst vor leeren Kassen und Empörung unter Bürgermeistern: „Uns brennt der Kittel!“">dass die Stadt der Abgabe hinterher spare</a>.</p> <p>Bevor es in seiner Rede überhaupt um Zahlen geht, nennt Danner Beispiele dafür, was der Landkreis leistet. Das <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/in-konstanz-entsteht-eine-neue-heimat-fuer-berufsschueler-jetzt-wurde-richtfest-gefeiert-24-07-25;art372448,12447357" target="_blank" title="In Konstanz entsteht eine neue Heimat für Berufsschüler – jetzt wurde Richtfest gefeiert">Berufsschulzentrum in Konstanz</a> befindet sich im Bau, die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/spatenstich-fuer-atemschutzuebungsanlage-im-kreis-konstanz-hier-trainieren-bald-die-retter;art372432,11973716" target="_blank" title="Spatenstich für Atemschutzübungsanlage im Kreis Konstanz: Hier trainieren bald die Retter">Atemschutzübungsanlage für Feuerwehren</a> sei fast fertig, ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/erst-siedelten-die-kelten-hier-jetzt-soll-das-neue-krankenhaus-dort-gebaut-werden;art372458,12250667" target="_blank" title="Erst siedelten die Kelten hier, jetzt soll das neue Krankenhaus dort gebaut werden">neues Krankenhaus wird am Standort Singen geplant</a>. Beim Ausbau von Photovoltaik sei man der drittschnellste Landkreis in Baden-Württemberg.</p> <p>Klar ist auch: Das alles kostet Geld. Dabei stehen sowohl Städte und Gemeinden als auch der Landkreis vor finanziellen Herausforderungen. Im aktuellen Entwurf liegt das Gesamthaushaltsvolumen des Landkreises Konstanz bei 585 Millionen Euro. Die Summe setzt sich zusammen aus dem Ergebnishaushalt und Investitionsauszahlungen.</p> <h2>Die Kreisumlage könnte noch deutlich steigen</h2> <p>Bei einem Hebesatz von 36,35 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent) kommen von Städten und Gemeinden durch die Kreisumlage rund 198 Millionen Euro in die Haushaltskasse. Danner betont, dass er wieder eine Kreisumlage von 34 Prozent erreichen will. Mittelfristig wolle er sie unter 40 Prozentpunkten halten – auch wenn es schwierig werde. Wie schwierig das wird, zeigt die aktuelle Planung. Darin vorgesehen ist ein Anstieg auf deutlich über 40 Prozent ab dem Jahr 2027.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Kreisumlage</span><span>Um die Aufgaben des Landkreises zu finanzieren, wird eine Abgabe von Kommunen erhoben, die Kreisumlage. Sie ist die wichtigste Einnahmequelle für den Kreis, der sonst kaum eigene Steuereinnahmen hat. Die Steuerkraft der Städte und Gemeinden im Kreis Konstanz liegt für 2026 laut Haushaltsentwurf des Landkreises bei rund 543,4 Millionen Euro. Bei einem Hebesatz von 36,35 Prozent wird der Kreis so laut Haushaltsentwurf rund 198 Millionen Euro von den Kommunen bekommen.</span></label></div> <p>Eine große Position im Kreishaushalt ist der Gesundheitsverbund (GLKN). Wobei es sich eigentlich um mehrere Positionen handelt. Zum einen der Liquiditätszuschuss: Wie hoch er letztlich für dieses Jahr ausfällt, steht noch nicht fest.</p> <p>Momentan sehe es nach einer deutlichen Steigerung auf 16 Millionen Euro aus. Dazu kommen noch Zuschüsse für Investitionen in IT und für den geplanten Neubau. Zusammengerechnet betragen die vorgesehenen Mittel für den GLKN im Haushaltsentwurf rund 29,5 Millionen Euro.</p> <h2>Höhere Personalkosten trotz Stellenabbau</h2> <p>Die Kreisverwaltung baut Arbeitsplätze ab. Im Amt für Migration und Integration sollen 21 Stellen wegfallen. Trotz deutlichen Mehrbedarfs werde darauf verzichtet, Arbeitsplätze in anderen Bereichen zu schaffen. Davon gibt es nur zwei Ausnahmen. Für die Betreuung von behinderten Kindern sind sechs Stellen an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren nötig.</p> <p>Im Amt für Kinder, Jugend und Familie wird mit einem zusätzlichen Bedarf von fünf Stellen gerechnet, hier gehe es um das Thema Kindeswohlgefährdung. Die Verwaltung ist gesetzlich verpflichtet, den Personalbedarf zu untersuchen, erklärt Danner dazu. Zusammengenommen könne die Verwaltung so 10,32 Stellen abbauen. Dennoch werden die Personalkosten – vor allem aufgrund von Tarif- und Besoldungserhöhungen – um 4,5 Millionen Euro steigen.</p> <p>Um Investitionen zu stemmen und gleichzeitig die Kommunen nicht zu stark zu belasten, wird der Landkreis in den kommenden Jahren mehr Kredite aufnehmen, Landrat Danner rechnet mit einer Nettoneuverschuldung von 42 Millionen Euro. Nach aktueller Kalkulation wird die Höhe der Verschuldung bis Ende des Jahres 2026 bei rund 182 Millionen Euro liegen.</p> <p>Dem gegenüber werden künftig allerdings auch eine leistungsfähige Infrastruktur und wichtige Vermögenswerte für die Zukunft gegenüberstehen: Schulen, Straßen und ein neues Krankenhaus. Das alles sei für das öffentliche Leben dringen nötig, erklärt Danner.</p> <h2>Gesundheit ist der größte Kostenblock</h2> <p>Eine große Herausforderung sei der Sozialhaushalt – nicht die Ziele, sondern deren Umsetzung seien die Schwierigkeit, betont Danner. Beeinflussen könne man aufgrund von Bundes- und Landesgesetzgebung nur wenig. Für Soziales und Gesundheit ist der größte Block bei den Ausgaben des Landkreises vorgesehen, hier sind rund 24,3 Millionen Euro mehr nötig als im Vorjahr.</p> <p>Mehr Geld braucht es im kommenden Jahr laut Entwurf auch im Bereich Schulträgeraufgaben, Kultur und Geschichte. Der Mehrbedarf beträgt rund 4,7 Millionen Euro, davon 1,9 Millionen alleine bei Schülerbeförderungskosten. Im Teilhaushalt Umwelt, Infrastruktur und Wirtschaft werden 1,5 Millionen Euro mehr benötigt.</p> <p>Die Diskussionen um den Haushaltsentwurf ist mit der Einbringung des Entwurfs in den Kreistag eröffnet. Sie findet allerdings zunächst in den Fachausschüssen statt. Bis Ende des Jahres soll der fertige Kreishaushalt für 2026 beschlossen werden. Bis dahin will Landrat Danner auch einen Entwurf einbringen, bei dem die Kreisumlage unter 40 Prozent bleibt.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 16:49:33 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Junge Stimmen aus dem Hegau: Zwei Nachwuchskandidaten stellen sich der Pfarreiratswahl  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/junge-stimmen-aus-dem-hegau-zwei-nachwuchskandidaten-stellen-sich-der-pfarreiratswahl;art372461,12501488 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mit frischen Ideen und jugendlicher Perspektive wollen Nicole Heine und Nico Kuhn die Arbeit im Pfarreirat der Pfarrgemeinde Bodensee-Hegau künftig mitgestalten.  ]]></description>
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          Mit frischen Ideen und jugendlicher Perspektive wollen Nicole Heine und Nico Kuhn die Arbeit im Pfarreirat der Pfarrgemeinde Bodensee-Hegau künftig mitgestalten.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/junge-stimmen-aus-dem-hegau-zwei-nachwuchskandidaten-stellen-sich-der-pfarreiratswahl;art372461,12501488]]></guid>
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        Mit frischen Ideen und jugendlicher Perspektive wollen Nicole Heine und Nico Kuhn die Arbeit im Pfarreirat der Pfarrgemeinde Bodensee-Hegau künftig mitgestalten.



        <p>Die Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinde Bodensee-Hegau können am Sonntag, 19. Oktober, den neuen Pfarreirat wählen. Dieses Gremium berät die Gemeinde in zentralen Fragen – von der Planung von Gottesdiensten über Veranstaltungen bis hin zu Projekten innerhalb der Pfarrgemeinschaft. „Mit der Wahl hat jede katholische Person die Möglichkeit, aktiv die Arbeit in ihrer Pfarrei mitzugestalten“, schreibt die Katholische Kirchengemeinde Bodensee-Hegau auf ihrer Website.</p> <p>Unter den 30 Kandidierenden für die 22 Sitze in den Stimmbezirken Krebsbachtal, Radolfzell, Stockach, See-End, Hohenfels und Höri stechen zwei junge Menschen hervor: Die 17-jährige Nicole Heine aus Mainwangen und der 18-jährige Nico Kuhn aus Radolfzell. Beide wollen frischen Wind und vor allem die Perspektive der jungen Generation in die Pfarrei einbringen.</p> <h2>Nicole Heine für Stockach</h2> <p>Nicole Heine kandidiert im Stimmbezirk Stockach. Sie ist mit 17 Jahren die jüngste Kandidatin im Raum Stockach, in dem fünf der sieben Bewerber in den Pfarreirat gewählt werden können. Die Motivation für ihre Kandidatur kam aus der Familie: „Wenn ich das von mir alleine hätte entscheiden müssen, hätte ich nie gedacht, dass ich mich für die Pfarreiratswahl aufstellen lasse. Aber eigentlich ist es eine coole Aktion, dass auch junge Leute unter 18 Jahren schon reingewählt werden dürfen“, sagt Nicole.</p> <p>Seit 2019 engagiert sie sich als Ministrantin in der Gemeinde Mühlingen. Seit 2020 ist sie Oberministrantin und teilt die Dienste ein. Darüber hinaus leitet sie die Oberministrantenrunde der Seelsorgeneinheit Stockach, in der sich etwa 20 Oberministranten treffen. Nicole beschreibt ihr Engagement mit klarer Überzeugung: „Die Gemeinschaft. Ich finde es schön, wenn die Menschen zusammenhalten, gemeinsam Gottesdienst feiern und die Nähe zu Gott spüren.“</p> <p>Ein zentrales Anliegen von Nicole ist, die Jugend in der Kirche stärker einzubeziehen: „Ich möchte, dass die Jugend auch mal angehört wird. Wenn man den Begriff Kirche hört, wird der oft mit älteren Menschen in Verbindung gebracht. Aber ich möchte, dass die jungen Menschen motiviert werden und die Kirche moderner wird – zum Beispiel bei Liedern“, betont sie.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wie die Pfarreieartswahl abläuft</span><span>Die Pfarreiratswahl findet in den einzelnen Stimmbezirken statt. Wahlberechtigt sind alle pfarrangehörigen Katholiken ab 16 Jahren, die ihr Stimmrecht persönlich ausüben können. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in der Regel über ihre Eltern die Möglichkeit zu wählen, wobei das Stimmrecht gemeinsam ausgeübt werde. Auch außerhalb der Pfarrei lebende Katholiken können wahlberechtigt sein, wenn sie aktiv am Gemeindeleben teilnehmen und auf Antrag das Wahlrecht gewährt bekommen, so die Katholische Kirchengemeinde Hegau-Bodensee. Die Mitglieder des Pfarreirates werden direkt gewählt – die Amtszeit beträgt in der Regel vier Jahre. In manchen Diözesen, wie z. B. Fulda, ist das passive Wahlrecht bereits ab 16 Jahren möglich, in anderen, wie Limburg, erst ab 18 Jahren. Das Wahlverfahren könne entweder in Wahllokalen oder per Briefwahl erfolgen, je nach Regelung der jeweiligen Diözese.</span></label></div> <p>Neben ihrem Engagement in der Kirche ist Nicole noch in der Jugend- und aktiven Feuerwehr aktiv, spielt Querflöte in der Kirchenband „Music for Hope“ sowie im Musikverein Mühlingen. Nebenbei macht sie eine Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin. „Aber ich denke, das ist gut zu managen. Wenn es einem Spaß macht, ist es kein Problem, das unter einen Hut zu bekommen“, erklärt sie.</p> <p>Auch ihr Umfeld habe sich begeistert von ihrem Engagement gezeigt: „Meine Familie und Freunde finden es voll cool. Auch die Leute, die es mitbekommen haben, kommen sie auf mich zu und sagen: Oh, du hast dich aufstellen lassen – endlich jemand Junges, der motiviert ist.“</p> <h2>Nico Kuhn für Radolfzell</h2> <p>Auch Nico Kuhn aus Radolfzell bringt seine Jugendperspektive in die Pfarreiarbeit ein. Er kandidiert für den Stimmbezirk Radolfzell und ist 18 Jahre alt. Seit seinem neunten Lebensjahr engagiert er sich als Ministrant im Radolfzeller Münster und ist zusätzlich politisch im Jugendgemeinderat der Stadt Radolfzell aktiv. „Da dachte ich, das Gleiche mache ich jetzt auch für die Pfarrei, um auch etwas in der Kirche bewegen zu können“, erzählt er.</p> <p>Nico Kuhn sieht den Pfarreirat als ideale Plattform, um die Kirche zu prägen: „Der Pfarreirat ist meiner Meinung nach die beste Chance, die Kirche mitzugestalten, sie wieder attraktiver zu machen und die Menschen wieder in die Kirche und zu Veranstaltungen zu ziehen.“ Dabei betont er die Notwendigkeit, die Kirche stärker zu öffnen und präsenter zu sein – auch in sozialen Medien: „Ich denke, die Kirche müsste noch offener werden und sich wieder stärker in die Mitte der Gesellschaft rücken.“</p> <p>Sein Fokus liegt auf der Integration junger Menschen: „Es ist mir wichtig, dass wir wieder junge Menschen in die Kirche zurückholen, damit sie sich engagieren und einbringen können. Außerdem möchte ich die Menschen in der Pfarrgemeinde vertreten, ihre Anliegen und Rückmeldungen einbringen“, sagt Kuhn abschließend.</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Junge Stimmen aus dem Hegau: Zwei Nachwuchskandidaten stellen sich der Pfarreiratswahl]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 11:57:10 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mietpreisbremse ade? So reagiert die Politik am Bodensee und im Hegau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mietpreisbremse-ade-so-reagiert-die-politik-am-bodensee-und-im-hegau-17-10-25;art372432,12500500 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.  ]]></description>
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          Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.<br>
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        Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.



        <p>Könnte die Mietpreisbremse im Kreis Konstanz bald wegfallen? Wenn es nach dem Vorschlag des baden-württembergischen Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen geht, ist das eine Option. Das Ministerium in Stuttgart hat einen Vorschlag für eine neue Mietpreisbremse auf den Tisch gelegt. Der stößt jedoch bei einigen auf Widerspruch.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/umstrittener-cdu-vorstoss-fallen-konstanz-und-weitere-staedte-in-der-region-aus-der-mietpreisbremse;art416,12498700" target="_blank" title="Umstrittener CDU-Vorstoß: Fallen Konstanz und weitere Städte in der Region aus der Mietpreisbremse?">Denn in einem Gutachten hat das Ministerium von Bauministerin Nicole Razavi (CDU) die Mietmärkte in allen Gemeinden in Baden-Württemberg neu bewerten lassen.</a> In Konstanz und fast allen Gemeinden hier im Kreis hat sich die Situation leicht verbessert, weil mehr gebaut wurde und es jetzt pro Einwohner mehr Wohnungen gibt als bei der vergangenen Bewertung. Nur auf der Reichenau würde die Regel dann noch greifen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Debatte</span><span>Die derzeitige Mietpreisbremse läuft Ende 2025 aus. Nun muss sich die Landesregierung aus Grünen und CDU auf eine neue Regelung einigen. Doch es gibt Streit. Der Vorschlag von Landeswohnministerin Nicole Razavi (CDU) wird von den Grünen blockiert. Denn damit würden weniger Menschen unter die Regelung fallen. Für Mannheim und alle größeren Gemeinden im Kreis Konstanz würde die Mietpreisbremse dann ganz entfallen. Sollte es keine Einigung geben, dann gibt es ab Januar 2026 keine Mietpreisbremse mehr im Land.</span></label></div> <h2>Kritik von der SPD</h2> <p>Doch mit dieser Bewertung sind einige Parteien im Kreis nicht einverstanden. Sie fordern, dass die Mietpreisbremse auch weiterhin in Konstanz gelten muss. Die SPD-Fraktion im Konstanzer Gemeinderat warnt vor den Folgen eines Wegfalls.</p> <p>Mit einer solchen Regelung könnten die Mieten in Konstanz deutlich ansteigen und es werde schwieriger für Mieterinnen und Mieter, sich dagegen zu wehren. „Wenn die Mietpreisbremse fällt, wird Wohnen in Konstanz für viele endgültig zum Luxusgut“, erklärt Jürgen Ruff, Fraktionschef der SPD. Laut der SPD-Fraktion seien die Pläne der Landesregierung unsozial.</p> <p>Auch Frank Ortolf, Landtagskandidat der SPD, kritisiert die Pläne. Die Mietpreisbremse habe in der Vergangenheit Mietsteigerungen abgemildert und Mieterinnen und Mieter geschützt. „Für junge Menschen, Familien und Menschen mit geringem Einkommen ist bezahlbarer Wohnraum essenziell“, so Ortolf.</p> <h2>Wegfall fördert soziale Ungleichheit</h2> <p>Der Kreisverband der Grünen Jugend kritisiert das Vorhaben ebenfalls. Dieses ignoriere die Probleme der Menschen vor Ort, heißt es in einer Mitteilung. „Das Problem der hohen Mieten in Konstanz ist eines, das alle, besonders die Einkommensschwächsten, betrifft“, sagt Lilly Rehm, Kreissprecherin der Grünen Jugend. „Wer in Konstanz wohnt, weiß, wie schwer es ist, eine bezahlbare WG oder gar eine Wohnung zu finden“, meint sie weiter.</p> <p>Der Wohnungsmarkt in Konstanz sei weiterhin angespannt. Daher fordert die Grüne Jugend, dass die Mietpreisbremse weiterhin aufrechterhalten wird. Das Instrument wirke aus ihrer Sicht. Gerade zu Semesterbeginn suchen viele junge Menschen verzweifelt nach einer Wohnung. Der Wegfall der Mietpreisbremse sei daher ein falsches Signal.</p> <p>„In Konstanz herrscht nach wie vor Wohnungsnot“, beklagt die Landtagsabgeordnete Nese Erikli (Grüne). Für viele Konstanzerinnen und Konstanzer wäre der Wegfall eine soziale Katastrophe. „Ich stehe mit alleinerziehenden Eltern, Familien, älteren Menschen, Auszubildenden und vielen anderen in Kontakt, die jetzt schon unter der Situation leiden. Menschen mit kleinem Geldbeutel haben es hier ohnehin schon schwer bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Situation wird sich durch die geplanten Maßnahmen der Bauministerin deutlich verschlechtern.“</p> <p>Und auch der Mieterbund Bodensee zeigt sich wenig erfreut über den Vorschlag der Ministerin. Winfried Kropp, Vorsitzender des Mieterbunds, greift die Pläne, die den ganzen Landkreis betreffen, sogar scharf an: „Wer in Singen Mieterschutz aushöhlt, attackiert vorsätzlich den sozialen Frieden.“ Mit einem Wegfall der Regelung würden wichtige Schutzrechte für Mieterinnen und Mieter ausgehebelt. Dass Reichenau weiterhin unter die Bremse falle, zeige laut Kropp „methodische Unzulänglichkeiten“. Für Kropp sind die Pläne ein Versuch, mit der „Abrissbirne den Mieterschutz im Kreis Konstanz zu zerschlagen.“</p> <h2>CDU fordert mehr Transparenz</h2> <p>Aus Sicht der CDU im Kreis ist mehr Transparenz notwendig. „Es würde zur Versachlichung der Debatte beitragen, wenn das Gutachten veröffentlicht würde“, so Levin Eisenmann von der Konstanzer CDU-Gemeinderatsfraktion gegenüber dem SÜDKURIER. „Bisher scheint das Ergebnis für Konstanz wenig nachvollziehbar zu sein“, erklärt er weiter.</p> <p>Die Diskussion um die Mietpreisbremse dürfe den Blick auf das eigentliche Problem nicht verstellen, so der Stadtrat. Es brauche weniger Debatte und mehr „Bagger und Schaufel“, um den Mietmarkt in Konstanz zu entlasten. Dieser sei auch mit der bisherigen Regelung angespannt gewesen.</p> <h2>Nur ein kurzfristiges Instrument</h2> <p>Die Landtagskandidaten der CDU in der Region, Andrea Gnann und Christoph Stetter, erklären in einer gemeinsamen Mitteilung, dass Wohnraum kein Luxusgut sein darf. Kurzfristig sei die Mietpreisbremse ein wichtiges Instrument, das Entlastung schaffe. Langfristig sei das jedoch keine Lösung. Den Vorschlag von Ministerin Razavi, der unter anderem Konstanz aus der Mietpreisbremse herausnehmen würde, gelte es zu prüfen.</p> <p>Auch sie fordern, dass das Gutachten veröffentlicht wird: „In Konstanz hat sich die Wohnsituation nicht entspannt. Die Mietpreise sind weiterhin hoch, und viele Menschen finden nur schwer bezahlbaren Wohnraum“, erklärt Andrea Gnann, die im Wahlkreis Konstanz für die CDU antritt. „Dass Konstanz aus der Mietpreisbremse herausfallen soll, ist für uns auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar“, heißt es weiter.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Mietpreisbremse ade? So reagiert die Politik am Bodensee und im Hegau]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 14 Oct 2025 18:22:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schottischer Stolz im Hegau: Highland-Bulle aus Mindersdorf wird Bundessieger  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hohenfels/schottischer-stolz-im-hegau-highland-bulle-aus-mindersdorf-wird-bundessieger;art372444,12499440 ]]></link>      <description><![CDATA[  Vater und Sohn Jamrog züchten mit Leidenschaft Schottische Hochlandrinder. Ihr Bulle Alexander wurde bei der Bundesschau zum Bundessieger gekürt. „Wir können auf jeden Fall mit den Schotten mithalten“, sagen die Züchter.  ]]></description>
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          Vater und Sohn Jamrog züchten mit Leidenschaft Schottische Hochlandrinder. Ihr Bulle Alexander wurde bei der Bundesschau zum Bundessieger gekürt. „Wir können auf jeden Fall mit den Schotten mithalten“, sagen die Züchter.<br>
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        Vater und Sohn Jamrog züchten mit Leidenschaft Schottische Hochlandrinder. Ihr Bulle Alexander wurde bei der Bundesschau zum Bundessieger gekürt. „Wir können auf jeden Fall mit den Schotten mithalten“, sagen die Züchter.



        <p>Wenn Rolf und Florian Jamrog über ihre Schottischen Hochlandrinder sprechen, leuchten ihre Augen. Zwischen sattem Gras, alten Obstbäumen und der friedlichen Stille der Hegau-Landschaft steht ihre kleine Herde – 18 Tiere mit zotteligem Fell, kräftigen Hörnern und einem Blick, der gleichzeitig sanft und stolz wirkt. Auf insgesamt zehn Hektar Weideland rund um Mindersdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Hohenfels, leben ihre Highland Cattle – und für Vater und Sohn ist die Zucht längst mehr als nur ein Hobby.</p> <p>„Die Rinder faszinieren mich jeden Tag“, sagt Rolf Jamrog. Der 58-Jährige arbeitet hauptberuflich als Lkw-Fahrer, doch seine wahre Leidenschaft steht auf der Weide hinter dem Haus. Seit rund fünf Jahren widmen sich die Jamrogs der Zucht der Schottischen Hochlandrinder. Davor waren es Galloways – eine ebenfalls robuste Rasse, jedoch ohne Hörner. „Das ist der einzige spürbare Unterschied zwischen den Rindern“, erklärt Sohn Florian, der hauptberuflich als Anwendungstechniker arbeitet.</p> <p>Aufgeteilt auf mehrere Parzellen grasen der Bulle und 17 Kühe ganzjährig im Freien. Ein Stall ist überflüssig – die Tiere trotzen Wind und Wetter. „Die Hitze macht den Tieren mehr aus als die Kälte“, sagt Rolf Jamrog. „Ein Highland Cattle kann ein Kalb bei minus 20 Grad bekommen. Sie können nicht richtig frieren – das lange Fell isoliert so gut, dass ihnen Kälte kaum etwas ausmacht“, erklärt er weiter.</p> <p>Die Jamrogs schätzen nicht nur die Robustheit ihrer Rinder, sondern auch die Ruhe, die sie ausstrahlen. „Wenn man selber mal unter Strom steht, strahlen die Tiere eine unglaubliche Gelassenheit aus und geben einem auch viel zurück“, erzählt Sohn Florian. Nach Feierabend geht es für beide meist direkt auf die Weide. Kontrollgänge, Zaunreparaturen, ein Blick auf den Nachwuchs und im Winter müssen die Tiere zugefüttert werden. „Das ist unser Ausgleich zum Alltag“, erzählen die beiden.</p> <h2>Familienleidenschaft für schottische Hochlandrinder</h2> <p>Rolf Jamrog ist bekennender Schottland-Fan. Seine Leidenschaft für schottische Rinder begann vor mehr als 30 Jahren – ausgelöst durch einen Film. „Die schönste Kuh der Welt“, welcher in Schottland spielt, brachte ihn auf die Idee, selbst Rinder zu züchten. „Das war ein Film, der mich einfach festgehalten und gefesselt hat“, erinnert er sich. Die Liebe und Faszination zu den robusten schottischen Rinderrassen ließ ihn seither nicht mehr los.</p> <p>Heute verbindet Vater und Sohn mehr als nur die Arbeit mit den Rindern. Florian Jamrog wuchs mit den Tieren auf und half als Kind schon viel auf der Weide mit – für ihn war klar, dass er die Zucht gemeinsam mit seinem Vater fortführt. Unter dem Namen „Highland Cattle vom Hohenfels“ betreiben sie ihre kleine Zuchtgemeinschaft.</p> <h2>Bulle Alexander wird Bundessieger</h2> <p>Der größte Erfolg der beiden kam in diesem Jahr: Ihr drei Jahre alter Zuchtbulle „Alexander der Siebte vom Kiebitzmoor“ wurde bei der diesjährigen Bundesschau im hessischen Alsfeld zum Bundessieger gekürt. Ein Triumph, den selbst erfahrene Züchter nur selten erleben.</p> <p>„Richter aus Schottland bewerten dort die Tiere, und egal ob man gewinnt oder nicht – es macht einen stolz, die eigene Zuchtarbeit präsentieren zu dürfen“, erzählt Sohn Florian. Der schottische Preisrichter Matthew Auld aus Glasgow wählte Alexander unter rund 100 Rindern aus ganz Deutschland aus.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So wird bewertet</span><span>Bei der Bundesschau laufen vier bis fünf schottische Hochlandrinder gleichzeitig im Ring, getrennt nach Geschlecht. „Der Richter steht dabei in der Mitte und achtet auf Gangwerk, Hornstellung, Körperbau und Fellqualität“, erklärt Florian Jamrog. Nach jedem Durchgang wird das beste Tier eines Rings, das 1A-Tier, ausgewählt. „Bei Alexander waren es sechs Ringe – und unter den 1A-Tieren konnte er sich schließlich durchsetzen“, erzählen Vater und Sohn. Der Erfolg liegt bei Alexander in der Familie: Schon seine Mutter und sein Vater waren erfolgreiche Schautiere. Auch einige seiner Halbgeschwister wurden bereits Bundessieger.</span></label></div> <h2>Monatelanges Training</h2> <p>Damit Alexander bei der Schau glänzen konnte, war monatelange Vorbereitung nötig. „Etwa sechs Wochen vorher ging es mit den Vorbereitungen los“, erklärt Rolf Jamrog. „Da bekommt das Tier spezielles Futter mit mehr Vitaminen, wird gebürstet und mit speziellem Shampoo gewaschen – extra mitgebracht aus Schottland“, sagt er weiter. Selbst an Geräusche wie Applaus oder Lautsprecher wurde der Bulle gewöhnt – mit Radiomusik auf der Weide. „Auch die Hörner haben wir extra vor dem Wettbewerb mit Öl poliert, damit sie glänzten“, berichten die beiden.</p> <p>Die Anreise nach Hessen zur Bundesschau war alles andere als entspannt. „Für 470 Kilometer haben wir acht Stunden gebraucht – ein Stau nach dem anderen. Fast hätten wir die Schau verpasst, doch am Ende hat doch alles geklappt“, erzählen sie weiter. Nach dem Sieg wurde gefeiert – gemeinsam mit anderen Züchtern und Zuschauern. „In einer halben Stunde waren vier Flaschen Whisky leer. Ganz viele haben sich mit uns gefreut – das war ein schöner Moment“, erinnern sie sich.</p> <p>Finanziell lohnt sich der Aufwand hingegen kaum. „Man gewinnt kein Geld – nur Anerkennung und den Pokal“, sagen sie. Aber der Bundessieg steigere den Wert der Nachzucht und bringe Reputation in der Szene. Alexander soll vorerst aber in Mindersdorf bleiben. „In drei bis fünf Jahren wird er eventuell weiterverkauft – aber schlachten würden wir ihn nie, es sei denn, er wird krank“, so Rolf Jamrog.</p> <h2>Zucht aus Leidenschaft, nicht wegen des Geldes</h2> <p>Das Züchterleben ist arbeitsintensiv – aber bei den Jamrogs kein Geschäft. „Wenn man nur rechnet, was unter dem Strich herauskommt, bleibt null übrig“, sagen die beiden offen. „Man muss es aus purer Überzeugung und Leidenschaft machen, sonst kann man es lassen“, sind sie sicher. Pro Jahr werden zwei bis drei Tiere geschlachtet, meist für den Eigenbedarf oder um sie im kleinen Kreis zu verkaufen. Die Fleischproduktion bleibt Nebensache. Im Vordergrund stehe weiterhin die Zucht und der Erhalt der Rasse.</p> <p>Ab 2026 soll die Weidefläche erweitert werden – ein Teil davon als Naturschutzbeweidung. „Aber ansonsten darf es gern so bleiben, wie es ist“, meint Florian Jamrog. Das nächste Ziel ist bereits gesetzt: Den Bundespokal dauerhaft nach Hohenfels holen. Dafür müsste Alexander oder sein Nachfolger drei Jahre in Folge gewinnen – etwas, das bislang noch keinem Züchter gelungen ist. „Wir würden sagen, wir können da auf jeden Fall bei der Highland Cattle Zucht mit den Schotten mithalten“, sagen die Jamrogs stolz.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister "Mensch und Tier" Nutztiere Tierhaltung thema-natur-tiere]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Schottischer Stolz im Hegau: Highland-Bulle aus Mindersdorf wird Bundessieger]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 10 Oct 2025 14:46:08 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Beim Biomüll ist der Landkreis an der Spitze, doch der Abfallbericht zeigt auch Nachholbedarf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/beim-biomuell-ist-der-landkreis-an-der-spitze-doch-der-abfallbericht-zeigt-auch-nachholbedarf;art372432,12497175 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im landesweiten Vergleich landet der Kreis Konstanz bei organischen Abfällen auf dem zweiten Platz im baden-württembergischen Vergleich. Aus den Daten geht aber auch hervor, dass nur sehr wenig Altmetall zusammenkommt.  ]]></description>
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          Im landesweiten Vergleich landet der Kreis Konstanz bei organischen Abfällen auf dem zweiten Platz im baden-württembergischen Vergleich. Aus den Daten geht aber auch hervor, dass nur sehr wenig Altmetall zusammenkommt.<br>
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        Im landesweiten Vergleich landet der Kreis Konstanz bei organischen Abfällen auf dem zweiten Platz im baden-württembergischen Vergleich. Aus den Daten geht aber auch hervor, dass nur sehr wenig Altmetall zusammenkommt.



        <p>Der Landkreis Konstanz glänzt, wenn es um Bioabfälle geht. Im aktuellen Abfallbericht 2024 katapultiert sich der Landkreis mit stolzen 100 Kilogramm pro Kopf und Jahr fast an die Spitze des Bundeslandes. Nur der Stadtkreis Baden-Baden liegt darüber.</p> <p>Im direkten Vergleich mit den Nachbarn ist der Vorsprung beeindruckend: Bodenseekreis 74 Kilogramm, Tuttlingen 89, Schwarzwald-Baar-Kreis 46, Waldshut 56 – und Sigmaringen, wo die Biotonne erst seit Jahresbeginn Pflicht ist, dümpelt mit zwölf Kilogramm geradezu am Startblock vor sich hin.</p> <p>Diese gute Bilanz freut auch die Verantwortlichen beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises. Die Pressestelle erklärt die gute Sammelquote damit, dass der Landkreis einer der Pioniere bei der getrennten Einsammlung von Bioabfall war. Bereits seit 1993 werden Bioabfälle getrennt gesammelt, lange bevor dies gesetzlich vorgegeben war.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Unterm Strich</span><span>Konstanz ist Vorreiter bei der Biotonne, stark beim Glas und ordentlich beim Restmüll. Doch gibt es Schwächen bei Metallen und Leichtverpackungen. Es hängt von den Bürgern ab, wie ihr Landkreis beim nächsten Abfallranking abschneidet. Denn wenn künftig mehr Wertstoffe gesammelt werden, statt im Restmüll zu landen, und mehr Altmedikamente oder Batterien zum Schadstoffmobil gebracht werden, bringt das den Kreis weiter nach vorn.</span></label></div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Haus- und Sperrmüll:</strong> Ganz so glänzend fällt das Bild beim Restmüll nicht aus. 129 Kilogramm Haus- und Sperrmüll pro Einwohner bedeuten zwar, dass Konstanz besser dasteht als Waldshut (139) oder Schwarzwald-Baar (137). Doch der Bodenseekreis (118) und Sigmaringen (113) liegen deutlich vorne. Immerhin: Der Landkreis Konstanz bleibt unter dem Landesschnitt von 138 Kilogramm und zeigt damit, dass Müllvermeidung in der Region keine bloße Theorie ist.</li> <li><strong>Wertstoffe:</strong> Ein gemischtes Bild ergibt sich bei den Wertstoffen. Beim Altpapier liegt Konstanz mit 59 Kilogramm pro Kopf knapp über dem Landesdurchschnitt, doch fast alle Nachbarn erzielen höhere Werte – Waldshut etwa bringt es auf stolze 70 Kilogramm, der Bodenseekreis auf 68. Ganz anders sieht es beim Glas aus: Hier spielt Konstanz mit 28 Kilogramm vorne mit und übertrifft fast alle Vergleichsregionen. Lediglich Waldshut ist mit 32 Kilogramm noch etwas besser.</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Altmetalle:</strong> Gerade einmal 6,1 Kilogramm pro Kopf wurden im Landkreis Konstanz gesammelt. Das ist nicht nur weniger als der Landesdurchschnitt, sondern auch deutlich hinter allen Nachbarn, von Tuttlingen mit knapp zehn Kilogramm bis hin zu Waldshut, das mit fast 25 Kilogramm geradezu herausragt. Auch bei den Leichtverpackungen hinkt Konstanz hinterher.<br /> Während der Landesdurchschnitt bei 31 Kilogramm liegt und Tuttlingen sogar 35 Kilogramm erreicht, bleiben die Landkreisbewohner mit 25 Kilogramm spürbar darunter. Vielleicht hat auch dieser Wert mit den örtlichen Sammeleigenheiten zu tun. Denn bis 2024 wurden die Leichtverpackungen im ganzen Kreis mit dem Gelben Sack eingesammelt. Seit diesem Jahr haben 14 Städte und Gemeinden die Gelbe Tonne eingeführt, während die elf restlichen Kommunen weiterhin den Gelben Sack abholen lassen.</li> <li><strong>Problemstoffe und Elektrogeräte:</strong> Die Entsorgung gefährlicher Abfälle klappt ordentlich, aber nicht überragend. Mit 0,79 Kilogramm pro Kopf liegt der Landkreis zwar besser als Sigmaringen, aber schwächer als alle anderen Nachbarn. Bei Elektroaltgeräten erreicht Konstanz mit 6,6 Kilogramm den Landesdurchschnitt, liegt damit aber ebenfalls hinter Bodenseekreis, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar und Waldshut.<br /> Der Kreis-Abfallwirtschaftsbetrieb verweist darauf, dass Elektroaltgeräte flächendeckend gesammelt werden und die Kommunen für die Infrastruktur verantwortlich seien: „Jedoch kann nur angenommen werden, was von den Bürgerinnen und Bürgern auch gebracht beziehungsweise entsorgt wird.“</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Grünabfälle:</strong> 58 Kilogramm pro Kopf sind nicht einmal zwei Drittel des Landesdurchschnitts von 93 Kilogramm. Alle Nachbarn sind besser, Waldshut sogar fast dreimal so gut mit 166 Kilogramm. Die Städte und Gemeinden haben unterschiedliche Sammelstrukturen für Grünabfall, weil es eine Aufgabenteilung gibt: Die Kommunen sind für Sammeln und Transport zuständig, der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises für die Verwertung. Am landkreiseigenen Wertstoffhof in Singen-Rickelshausen kann Grünabfall von allen Einwohnern das ganze Jahr über an fünf Tagen die Woche und zusätzlich jeden letzten Samstag im Monat abgegeben werden.</li> </ul> </div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Beim Biomüll ist der Landkreis an der Spitze, doch der Abfallbericht zeigt auch Nachholbedarf]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 07 Oct 2025 15:59:35 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Angst vor leeren Kassen und Empörung unter Bürgermeistern: „Uns brennt der Kittel!“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die finanziellen Spielräume der Kommunen im Landkreis Konstanz werden enger – und die Nerven dünner. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine heiße Debatte um die Kreisumlage bevorsteht.  ]]></description>
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          Die finanziellen Spielräume der Kommunen im Landkreis Konstanz werden enger – und die Nerven dünner. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine heiße Debatte um die Kreisumlage bevorsteht.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025]]></guid>
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        Die finanziellen Spielräume der Kommunen im Landkreis Konstanz werden enger – und die Nerven dünner. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine heiße Debatte um die Kreisumlage bevorsteht.



        <p>Die Debatte um den Kreishaushalt hat noch gar nicht begonnen, da hat der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt schon die „Eckpunkte zur Finanzpolitik“ für die Jahre 2026 bis 2029 entdeckt, obwohl diese gut versteckt in der allerletzten Anlage anhängen. „Die Stadt Konstanz schließt immer noch die vierte Haushaltslücke dieses Jahr. Dabei sparen wir der Kreisumlage hinterher, ohne sie müssten wir gar nicht sparen“, empört er sich.</p> <p>Die Kreisumlage ist die Abgabe, die Kommunen an den Kreis entrichten, um dessen Finanzbedarf zu decken. Der Kreis selbst erhebt keine eigenen Steuern. Der Hebesatz für die Umlage liegt im Kreis Konstanz aktuell bei 34 Prozent, angesichts großer anstehender Investitionen wird er aber steigen, so die Prognose.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Kreisumlage</span><span>Es handelt sich um eine Umlage, die die Gemeinden an den Kreis zu zahlen haben zur Finanzierung der vom Landkreis zu erbringenden Leistungen. Die Kreisumlage ist eine der wichtigsten Einnahmequellen des Kreises. Sie wird erhoben, weil der Kreis keine nennenswerten Einnahmequellen hat.</span></label></div> <p>In den Eckpunkten wird der Plan für die Kreishaushalte bis 2029 dargestellt und enthält – Stand September 2025 – die Zahlen, die Burchardt das Grausen lehren: ein Kreisumlage-Hebesatz von 40 Prozent für 2027, 42 Prozent für 2028 und 49,8 Prozent für 2029. Einmal in Fahrt macht Burchardt weiter: „Die 34 Prozent müssen der Anschlag sein. Wenn da irgendwo 39 Prozent steht, hätte das gar nicht durch den Drucker laufen dürfen. Aber wenn wir bei 49 sind, können wir dicht machen.“</p> <h2>Das entgegnet Landrat Zeno Danner</h2> <p>Diese helle Aufregung hat Landrat Zeno Danner offenbar nicht kommen sehen – sonst hätte er vermutlich den Drucker gestoppt. Oder gehofft, dass die Zahlen gut genug versteckt sein würden. Immerhin kommt der Tagesordnungspunkt harmlos daher: Es sind lediglich „Informationen zum aktuellen Planungsstand“.</p> <p>Ein bisschen Verteidigung schiebt er Burchardts Empörung hinterher, ganz sanft: „Wir können ja nicht so tun, als könnten wir alles locker erreichen, was wir uns vornehmen“, sagt er und betont, dass die Kreisumlage seit drei Jahren bei 34 Prozent stehe, obwohl sie schon mehrfach deutlich höher geplant war. Sein Ziel sei es, dass der Hebesatz auch 2026 nicht ansteige. „Das Festhalten am Kreisumlage-Hebesatz hat die Kreisverwaltung dieses Jahr übrigens fünf Millionen Euro gekostet.“</p> <h2>Verdoppelte Schulden bis 2029?</h2> <p>An diesem Nachmittag ergibt sich nur ein kurzer Einblick in die Misere der kommunalen Finanzen. Aber es liegt alles auf dem Tisch, als Kreisrätin Dorothee Jacobs-Krahnen (Grüne) auch noch auf die vorausgesagte Verschuldung hinweist: Diese würde, Stand jetzt, im Jahr 2029 dann 375 Millionen Euro betragen und hätte sich damit innerhalb von drei Jahren schlicht verdoppelt. Alarmierend sei dies für die Gestaltungsmöglichkeiten kommender Generationen, sagt sie.</p> <p>Landrat Danner kann vor dem eigentlichen Schlagabtausch nicht viel mehr tun, als die Kommunalpolitiker um Geduld zu bitten und auf die kommende Haushaltsdebatte zu verweisen. Das Ziel, die Zahl 34 beim Hebesatz zu erhalten, ist hiermit gesetzt.</p> <p>Uli Burchardt sorgt mit seltener Eindringlichkeit erneut dafür, dass er gehört wird: „Uns brennt der Kittel. Das gilt für Konstanz, aber auch für die meisten Städte und Gemeinden. Lasst uns gemeinsam einen Weg finden, dass wir die Entwicklung unter Kontrolle bekommen.“</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Hohenfels]]></dc:source>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 17:02:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Das Geld ist weg und bald auch das Haus: Wie ein Rentnerehepaar durch Betrüger alles verlor  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/wir-haben-nichts-mehr-betrueger-bringen-stockacher-ehepaar-um-400000-euro-und-ihr-zuhause-15-10-2025;art372461,12492259 ]]></link>      <description><![CDATA[  Heinz und Traude Käfer sind verzweifelt: Eine Betrügerbande hat sie um ihr Erspartes gebracht. Sie haben sich sogar Geld von Freunden geliehen. Um die Schulden zurückzahlen zu können, müssen sie nun ihr Haus verkaufen.  ]]></description>
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          Heinz und Traude Käfer sind verzweifelt: Eine Betrügerbande hat sie um ihr Erspartes gebracht. Sie haben sich sogar Geld von Freunden geliehen. Um die Schulden zurückzahlen zu können, müssen sie nun ihr Haus verkaufen.<br>
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        Heinz und Traude Käfer sind verzweifelt: Eine Betrügerbande hat sie um ihr Erspartes gebracht. Sie haben sich sogar Geld von Freunden geliehen. Um die Schulden zurückzahlen zu können, müssen sie nun ihr Haus verkaufen.



        <p>Heinz Käfer kämpft mit den Tränen. Immer wieder bricht seine Stimme, als er erzählt, was ihm und seiner Frau widerfahren ist. „Wir stehen vor einem Scherbenhaufen“, sagt er dann. Denn er und seine Frau Traude Käfer sind Opfer einer Betrügerbande geworden.</p> <p>Die haben sie nicht nur um alle ihre Ersparnisse gebracht. Auch das Haus, für das Heinz Käfer sein Leben lang hart gearbeitet hat, müssen die beiden nun verkaufen. Die Betrüger haben das Ehepaar um fast 400.000 Euro gebracht, wie die beiden erzählen. Sie wollen ihre Geschichte öffentlich machen. „Weil wir nicht wollen, dass so etwas nochmal jemandem passiert“, sagt Heinz Käfer.</p> <p>Doch von vorn. Alles fängt im Frühjahr 2023 mit einer Freundschaftsanfrage von einem Ronald Anderson auf der Plattform Facebook an. Der Mann, der angeblich aus den USA kommt, beginnt, eine freundschaftliche Beziehung zu Traude Käfer aufzubauen – unter falschem Namen, wie Käfer heute weiß. Monatelang wird nur hin und her geschrieben. Der Mann erschleicht sich das Vertrauen der 70-Jährigen.</p> <h2>Am Anfang sind es Kleinstbeträge</h2> <p>Dann fragt der Mann, den Traude Käfer für einen Freund hält, das erste Mal nach Geld. Immer sind es Kleinstbeträge. „Es fing mit Wertkarten für 100 Euro an“, sagt Traude Käfer. Der Mann gibt vor, als Ingenieur auf einem Containerschiff zu arbeiten und gerade nicht an seine Konten heranzukommen, auf denen 1,7 Millionen Dollar lägen.</p> <p>Als Beweis schickt er Bilder von Kontoauszügen und einem Ausweis. Er beteuert, dass er Käfer das geliehene Geld schnell zurückzahlen kann. Die 70-Jährige glaubt ihm. „Ich war fest davon überzeugt, dass ich das Geld schnell wieder bekomme.“</p> <h2>Als das Ersparte weg ist, leiht sich Traude Käfer Geld</h2> <p>Käfer zahlt, immer und immer wieder. Dafür verwendet sie die Ersparnisse ihres Mannes, überweist sie per Bargeld-Transfer. 70.000 Euro sind weg. Doch dem Betrüger ist das noch nicht genug. Unter dem Vorwand, sein Sohn, der in England studiere, sei schwer krank und müsse operiert werden, bittet er erneut um 40.000 Euro.</p> <p>Traude Käfer, die kein Erspartes mehr vorweisen kann, nimmt eine Hypothek auf das gemeinsame Haus auf, um dem vermeintlichen Mann in Not zu helfen. „Ich habe an das Gute im Menschen geglaubt“, so Käfer. Ihr Mann weiß zu diesem Zeitpunkt von alldem nichts, wie er beteuert.</p> <h2>Betrugsmasche zieht immer weitere Kreise</h2> <p>Was Käfer damals noch nicht weiß: Es sollte erst der Anfang der Betrugsmasche sein. Unter dem Vorwand, dass Traude Käfer ihr Geld zurückbekommt, sie müsse nur noch diese und jene Gebühr bezahlen, wird sie wieder und wieder um Geld erleichtert, das sie schon längst nicht mehr hat. Inzwischen schalten sich andere Männer ein.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Keine neue Betrugsmasche</span><span>Betrüger suchen sich immer neue Maschen, mit denen sie Menschen um möglichst viel Geld bringen können. Eine davon ist das sogenannte Love-Scamming. Dabei nehmen die Betrüger etwa über Soziale Medien Kontakt zu ihren potenziellen Opfern aufnehmen. Dann werden die Opfer mit Aufmerksamkeit überhäuft – mit dem Ziel, sie um ihr Geld zu bringen, wie es auf Polizei-Beratung.de heißt. Die Opfer sind in diesem Moment emotional anhängig von dem Betrüger und überweisen das Geld. Die Polizei rät dazu, den Namen und das Bild der Internet-Bekanntschaft bei Google einzugeben. Die Suchmaschine könne einen Verdacht in vielen Fällen bestätigen.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Was tun, wenn man Opfer von Scamming wurde?</span><span>Wer von einer Internet-Bekanntschaft um Geld gebeten wird, sollte dieser Forderung auf keinen Fall nachgehen, rät die Polizei. Generell sollte man demnach Menschen, die man nicht persönlich kennt, kein Geld überweisen. Bereits getätigte Überweisungen sollten schnellstmöglich zurückgeholt werden. Chat-Nachrichten sollten möglichst auf einem externen Medium gespeichert werden, Überweisungsbelege aufbehalten. Im Zweifel empfehle es sich, sich an die Polizei zu wenden. Zudem sei es wichtig, den Fall zur Anzeige zu bringen. Der Kontakt zu dem Betrüger sollte sofort abgebrochen werden.</span></label></div> <p>Erst geben sie sich laut Traude Käfer für Diplomaten, dann für Chefs einer Sicherheitsfirma aus, setzen sie unter Druck, sagen, dass sie zahlen müsse, um an ihr Geld zu kommen. In ihrer Verzweiflung beginnt Käfer, bei Freunden und Verwandten nach Geld zu fragen. Am Ende sind es fast 300.000 Euro. Bei rund 20 Menschen hätten die Käfers Schulden. So kriegt auch ihr Mann Wind von der Sache.</p> <h2>Erst durch Bekannten erfährt Mann von der Sache</h2> <p>„Ein Freund hat mich angerufen und das Geld, das meine Frau ihm schuldet, zurückgefordert. Ich habe ihm gesagt, dass das nicht sein kann. Wir haben genug Geld.“ Heinz Käfer konfrontiert seine Frau, die alles beichtet. „Viele haben gefordert, dass ich mich scheiden lasse. Aber ich stehe hinter meiner Frau, wir sind seit 48 Jahren verheiratet“, so der 77-Jährige.</p> <p>Dass es sich um eine perfide Betrugsmasche handelt, ahnen da beide noch nicht, sagen sie. Das Ehepaar wird nach Paris zitiert, wo sie das Geld angeblich erhalten sollen. In einem Café wird ihnen schließlich ein Geldkoffer präsentiert, 300 Euro dürfen sie sich herausnehmen. Den Rest, so wird ihnen gesagt, würden sie gemeinsam mit noch ausstehenden Papieren erhalten.</p> <p>„Wir haben das Geld gesehen, wir dachten wirklich, wir kriegen es zurück“, sagt Traude Käfer. Doch nach langem Warten werden sie von einem der Männer angerufen. Es gebe Probleme, sie müssten wieder nach Hause fahren. Viermal geht das so. Die Ausreden: rechtliche Schwierigkeiten, ein Unfall.</p> <h2>Betrüger treten professionell auf</h2> <p>Aber warum wurden die Käfers nie stutzig? Und warum haben sie weitergezahlt, als die Gebühren den eigentlichen Betrag schon längst überschritten hatten? „Wir haben das Geld ja gesehen“, sagt Traude Käfer. Ihr Facebook-Kontakt habe ihr versichert, dass er für alle Kosten aufkommen werde. Schließlich habe er ja genug Geld. Sie habe wirklich geglaubt, dass sie es wiederkriegen. Zudem seien die Männer sehr professionell aufgetreten und hätten auch immer wieder ihre Hilfe angeboten, um ihrerseits Geld aufzutreiben.</p> <p>Am 23. Dezember 2024 fahren Heinz und Traude Käfer ein letztes Mal nach Paris – wieder vergeblich. Erst dann wird ihnen bewusst, dass sie auf einen Betrug hereingefallen sind. „Wir saßen an Heiligabend da und wussten, wir haben nichts mehr“, sagt Heinz Käfer mit Verzweiflung in der Stimme.</p> <p>Doch die Betrüger versuchen es weiter. Aus den falschen Versprechungen werden Bedrohungen. „Die haben gesagt, dass sie uns eine Bombe ans Auto hängen“, sagt Traude Käfer. Bis heute könne sie nachts nicht mehr schlafen. Auch Heinz Käfer gehe das so. „Ich will mein altes Leben wieder zurück“, sagt er mit Tränen in den Augen.</p> <h2>Erst nach langem Hin und Her schaltet das Paar die Polizei ein</h2> <p>Im Januar bringen die beiden den Betrug zur Anzeige, das bestätigt auch das Polizeipräsidium Konstanz auf Nachfrage. Der Fall befinde sich noch bei der zuständigen Stelle in Bearbeitung. Ihr Geld werden Heinz und Traude Käfer aber wohl nicht mehr wiedersehen. Laut Polizei ist die Wahrscheinlichkeit dafür in einem solchen Fall nämlich eher gering.</p> <p>Um den etwa 20 Gläubigern ihr Geld zurückzahlen zu können, müssen Heinz und Traude Käfer nun ihr Haus verkaufen. Vom Rest wollen sie sich eine Zwei-Zimmer-Wohnung kaufen. Das Problem: Zwei der Gläubiger haben die Käfers angezeigt. Der Gerichtsvollzieher sitzt dem Ehepaar nun im Nacken.</p> <p>Im schlimmsten Fall wird das Haus zwangsversteigert, Heinz und Traude Käfer bleibt dann nichts mehr, wie Heinz Käfer erläutert. Deshalb hoffen sie, dass sich schnell ein Käufer meldet. Der Gerichtsvollzieher selbst äußert sich auf Nachfrage nicht zu dem Fall. Das könne er aus rechtlichen Gründen nicht.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Das Geld ist weg und bald auch das Haus: Wie ein Rentnerehepaar durch Betrüger alles verlor]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 12:00:59 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Es steht viel auf dem Spiel": Darum wenden sich Städte und Gemeinden mit Brandbrief an die Bürger  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/es-steht-viel-auf-dem-spiel-staedte-und-gemeinden-in-baden-wuerttemberg-schreiben-brandbrief-an-buerger;art372448,12492055 ]]></link>      <description><![CDATA[  In einem ungewöhnlichen Schritt schreibt die Vertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land zum 3. Oktober direkt an die Bürger. Zwei Rathauschefs aus dem Hegau erklären, warum auch sie zu drastischen Worten greifen.  ]]></description>
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          In einem ungewöhnlichen Schritt schreibt die Vertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land zum 3. Oktober direkt an die Bürger. Zwei Rathauschefs aus dem Hegau erklären, warum auch sie zu drastischen Worten greifen.<br>
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        In einem ungewöhnlichen Schritt schreibt die Vertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land zum 3. Oktober direkt an die Bürger. Zwei Rathauschefs aus dem Hegau erklären, warum auch sie zu drastischen Worten greifen.



        <p>An klaren Worten fehlt es nicht. Wenn wir so weitermachen, heißt es in einem überraschend veröffentlichten Brief, dann fahren Staat und Gesellschaft an die Wand. Der Absender: der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Interessenvertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land. Die Adressaten: 11,2 Millionen Menschen, alle Einwohner Baden-Württembergs. Der Anlass: Ein Hilferuf und ein Appell, Reformen mitzutragen. Der Tonfall: Alarmiert.</p> <p>Es ist nicht weniger als ein Brandbrief, der zum Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, veröffentlicht wurde (<a href="https://www.gemeindetag-bw.de/content/brief-die-b%C3%BCrgerinnen-und-b%C3%BCrger-zum-tag-der-deutschen-einheit" target="_blank" title="" rel="noopener">hier ist der vollständige Wortlaut zu lesen</a>). Aber warum dieser ungewöhnliche Schritt? Die Bürgermeister Benjamin Mors aus Steißlingen und Holger Mayer aus Hilzingen, beide engagiert im Kreisvorstand des Gemeindetags, sagen auf SÜDKURIER-Nachfrage: Weil es tatsächlich brennt.</p> <p>„Es steht viel auf dem Spiel“, sagt Benjamin Mors. Er sorgt sich um den Zusammenhalt in Zeiten schneller Veränderungen und einer immer weiter ausufernden Bürokratie. „Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern wir schaffen es nicht, als Gesellschaft und Gesellschaft darauf eine schnelle Antwort zu finden.“</p> <p>Sein Kollege Holger Mayer fordert, dass Bund und Land den Kommunen wieder mehr Vertrauen entgegenbringen, Zuschüsse nicht an ein unüberschaubares Regelwerk knüpfen und sich darauf verlassen, dass Verwaltungen und Gemeinderäte in einem demokratischen Prozent „mit dem Geld schon etwas Richtiges machen“.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Botschaft zum 3. Oktober</span><span>Der 3. Oktober, Deutschlands Nationalfeiertag, erinnert nicht nur an die 1990 an diesem Tag vollzogene Wiedervereinigung Deutschland. Sondern auch daran, dass ab 1989 Menschen in der damaligen DDR für die Demokratie bereit waren, ihr Leben auf Spiel zu setzen. Doch diese Demokratie ist gefährdet, wenn der Staat handlungsunfähig wird, warnen nun auch die Kommunen im Land Baden-Württemberg. Bundesweit fehlten den Landkreisen, Städten und Gemeinden 30 Milliarden Euro, so der baden-württembergische Landkreistag. Auch die Kommunen im Kreis Konstanz sehen ihre Finanzen teils im freien Fall. Singen und Konstanz haben deshalb schon eine Haushaltssperre verfügt, was bei ernsthafter Umsetzung einem weitgehenden Verlust von Gestaltungsmöglichkeiten gleichkommt.</span></label></div> <p>Benjamin Mors nennt ein konkretes Beispiel: In Steißlingen hat die Gemeinde ein Grundstück verkauft, damit ein Bauträger darauf Wohnungen auch für Menschen mit schmalerem Geldbeutel errichten kann. Drei Jahre dauerte es, bis der Bebauungsplan stand – weil einige Streuobstbäume weichen müssen und überdies noch Fledermäuse entdeckt wurden. Holger Mayer muss seine Bürgerinnen und Bürger seit Jahren in Sachen Freibad-Sanierung vertrösten, weil Hilzingen das Geld für Pflichtaufgaben braucht, zum Beispiel die vom Bund eingeführte Betreuung von Grundschulkindern.</p> <p>Steffen Jäger, Hauptgeschäftsführer des Gemeindetags und Autor des offenen Briefs, weiß, wovon er spricht. Er war Bürgermeister der 4500-Einwohner-Gemeinde Oppenweiler bei Stuttgart. Seine Diagnose im Jahr 2025 liest sich bitter: „Die Kommunen sind damit das Rückgrat eines gelingenden Staates. Doch ihre Handlungsfähigkeit ist gefährdet. Die Kommunalfinanzen sind in einer solch dramatischen Schieflage, dass bereits die Erfüllung der Pflichtaufgaben kaum mehr möglich ist.“ Und das, weil der Staat über seine Verhältnisse lebt: „Die Summe an staatlichen Leistungszusagen, Standards, Versprechen hat ein Maß erreicht, das mit den verfügbaren Ressourcen nicht mehr erfüllbar ist.“</p> <h2>Die Bürger werden wieder mehr selbst leisten müssen</h2> <p>Dem stimmen die Bürgermeister von Hilzingen (knapp 10.000 Einwohner) und Steißlingen (gut 5000 Einwohner) ausdrücklich zu – obwohl oder gerade weil gerade diese beiden Kommunen lange Zeit als finanziell gut aufgestellt galten. Das ist vorbei, sagen die beiden, weil die Ansprüche der Menschen viel schneller gestiegen sind als die Möglichkeiten einer Gemeinde. Für sie gibt es nur den Weg, der auch in dem ungewöhnlichen Brief an die Bürgerinnen und Bürger skizziert ist: Abschied zu nehmen von lieb gewonnenen Dingen, wieder mehr Eigenverantwortung bei den Menschen selbst und Akzeptanz dafür, dass der Staat manche Dinge jetzt eben nicht mehr leisten kann.</p> <h2>Gemeinden fordern auch „mehr Ehrlichkeit in der Migrationspolitik“</h2> <p>Der Brief des Gemeindetags macht dabei auch um schwierige Themen keinen Bogen. Er fordert „mehr Ehrlichkeit in der Migrationspolitik“, verlangt von Zugewanderten nicht nur ein klares Bekenntnis zum Grundgesetz, sondern auch entsprechendes Handeln. Und „er oder sie muss auch zum Gelingen von Gesellschaft und Volkswirtschaft beitragen“, heißt es dort mitten in die hitzige Debatte hinein: „Menschenverächter haben keine Lösungen, sie haben nur Propaganda. Wir Demokraten müssen beweisen, dass wir es besser können.“</p> <p>Dass das gelingen kann, da sind Benjamin Mors und Holger Mayer übrigens ganz zuversichtlich. Zwar stellen sie fest, dass der Ton gerade in den sogenannten sozialen Medien rau geworden ist und einzelne Akteure eine zunehmende Lust an Polarisierung und Spaltung zeigten. In ihren Orten erleben sie aber täglich großen Zusammenhalt, wie beide betonen. Und eine wichtige Sache sei weithin akzeptiert, so Mors: „Wir brauchen keine Willensbekundungen, sondern echte Reformen.“</p> <p>Dabei komme es auf jeden an, so die beiden Hegauer Bürgermeister, die nach eigenen Worten jeden Satz im Brandbrief mittragen. Dort findet sich eine Formulierung, wie sie so ähnlich auch der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt immer wieder benutzt: „Demokratie ist kein Bestellshop – sie ist die Einladung an alle, sich mit ganzer Kraft für eine freiheitliche und wohlständige Gesellschaft einzubringen. Und deshalb kann Demokratie auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir alle unseren Beitrag dazu leisten.“</p> <p>Also Ärmel hochkrempeln und anpacken, das wünschen sich Burchardt, Mayer und Mors, aber auch der Landkreistag. Dessen Präsident Achim Brötel aus dem Neckar-Odenwald-Kreis klagt nicht nur darüber, dass inzwischen fast alle Kreise im Land nicht einmal mehr ihre laufenden Aufgaben leisten können, ohne neue Schulden zu machen. Seine Botschaft zum 3. Oktober „in diesen schwierigen Zeiten“ ist so unmissverständlich wie die der Verantwortlichen im Kreis Konstanz: „Deutschland ist ein starkes Land, und es kann stark bleiben, wenn wir uns alle gemeinsam darum bemühen und uns dafür einsetzen. Denn genau das ist Demokratie – die Kraft der Vielen.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 12:24:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Auf Wachstumskurs! Auch die kleineren Gemeinden im Raum Stockach werden immer größer  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hohenfels/auf-wachstumskurs-auch-die-kleineren-gemeinden-im-raum-stockach-werden-immer-groesser;art372444,12489238 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Bevölkerungszahl wird insgesamt steigen. Das stellt an die Gemeinden ganz unterschiedliche Herausforderungen. Wie sich das in Orsingen Nenzingen, Mühlingen und Hohenfels bemerkbar machen könnte.  ]]></description>
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          Die Bevölkerungszahl wird insgesamt steigen. Das stellt an die Gemeinden ganz unterschiedliche Herausforderungen. Wie sich das in Orsingen Nenzingen, Mühlingen und Hohenfels bemerkbar machen könnte.<br>
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        Die Bevölkerungszahl wird insgesamt steigen. Das stellt an die Gemeinden ganz unterschiedliche Herausforderungen. Wie sich das in Orsingen Nenzingen, Mühlingen und Hohenfels bemerkbar machen könnte.



        <p>Wie werden sich die Gemeinden im Raum Stockach entwickeln? Der SÜDKURIER hat darüber mit den Bürgermeistern gesprochen.</p> <h2>3. Orsingen-Nenzingen setzt auf junge Familien</h2> <p>3577 Einwohnerinnen und Einwohner sind derzeit in Orsingen-Nenzingen gemeldet. „Für die kommenden Jahre erwarten wir eine stabile bis leicht steigende Bevölkerungszahl. Dies hängt zum einen mit einer attraktiven Wohnlage zwischen Hegau und Bodensee zusammen, zum anderen an einem kleineren Baugebiet, das hoffentlich nächstes Jahr final entwickelt werden kann“, sagt Bürgermeister Stefan Keil.</p> <p>Ein weiterer Teil des Wachstums werde vermutlich durch Zuwanderung entstehen. Größere Sprünge nach oben oder unten seien jedoch nach heutiger Einschätzung nicht zu erwarten, macht Keil deutlich.</p> <p>Daraus ergeben sich für die Gemeinde mehrere Konsequenzen. „Wir werden uns bemühen, ausreichend Flächen für Wohnen bereitzustellen, insbesondere für junge Familien und ältere Bürgerinnen und Bürger“, so Keil. Ziel sei ein maßvolles Wachstum, das die örtliche Infrastruktur nicht überlaste und zugleich das dörfliche Miteinander erhalte. In Sachen Kinderbetreuung rechne die Gemeinde mit einem anhaltenden Bedarf durch junge Familien im Ort. Aktuell laufen daher zum Beispiel Planungen für einen Naturkindergarten um den Bedarf zuverlässig abzudecken.</p> <h2>Augenmerk auf Wohnraum, der es Älteren ermöglicht, im Ort zu bleiben</h2> <p>„Angebote für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger – von ambulanter Unterstützung bis hin zu Pflegeplätzen – behalten wir im Blick und wollen Angebote für Wohnraum entwickeln, damit die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, in der Gemeinde wohnhaft zu bleiben, wenn es in den eigenen vier Wänden nicht mehr möglich sein sollte, oder man sich verkleinern möchte“, sagt Keil. Das sei ihm ein großes Anliegen, dürfte aber eine große Herausforderung sein.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Bevölkerungsvorausrechnung</span><span>Auch auf Landesebene setzt man sich mit der Frage der Bevölkerungsentwicklung auseinander. Im Rahmen einer Bevölkerungsvorausrechnung erhofft man sich Einblicke, wie sich die Größe und Altersstruktur der Bevölkerung in der Zukunft verändern könnten. Diese Erkenntnisse haben weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Bereiche wie Kinderbetreuungseinrichtungen, Bildungswesen, Einschätzungen zum zukünftigen Erwerbspersonenpotenzial und nicht zuletzt auf die Altenpolitik, heißt es auf der Internetseite des Statistischen Landesamts.</span></label></div> <h2><strong>4. Mühlingen könnte 131 Einwohner mehr haben</strong></h2> <p>Aktuell leben 2799 Einwohnerinnen und Einwohner in Mühlingen. Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung der Gemeinde verweist Bürgermeister Thorsten Scigliano auf viele Unwägbarkeiten, die mit solchen Einschätzungen verbunden sind. So hänge die Bevölkerungsentwicklung nicht zuletzt von der wirtschaftlichen Entwicklung ab und damit verbunden auch mit der Frage, wer sich zukünftig noch Eigentum leisten kann oder inwiefern Investoren bereit sind, in Mietwohnungen zu investieren. Nach der Bevölkerungsvorausberechnung sollte die Gemeinde aber bis zum Jahr 2030 bei 2850 Einwohnern und im Jahr 2040 bei 2930 Einwohner liegen.</p> <h2>Neue Baugebiete sollen Raum für Wachstum schaffen</h2> <p>Um Raum für dieses Wachstum zu schaffen, habe die Gemeinde bereits mehrere Baugebiete geplant, bei denen allerdings die Erschließung noch aussteht. Zwei weitere Gebiete sind in den Vorplanungen, zu einem Gewerbegebiet bestehen die ersten Überlegungen. „Einige Grundstückskäufe werden auch schon getätigt, um auch in der Zukunft immer ausreichend im Planungsvorlauf zu sein, aber auch hier engen uns natürlich immer mehr die rechtlichen Auflagen für die Planung und Erschließung von Baugebieten ein“, erklärt Scigliano.</p> <p>Bei der Kinderbetreuung investiere die Gemeinde gerade in beiden Einrichtungen für Kinder über drei Jahren kräftig. Die Grundschule brauche auch noch weiteren Platz, der aktuell mit Übergangslösungen abgedeckt werde.</p> <p>Was die Hausarztbetreuung angeht, stehe die Gemeinde durch eine Zweigstelle einer größeren Praxis aktuell gut da, macht Scigliano deutlich und ergänzt: „Bei der Altenpflege sind wir durch die Fahrdienste der Sozialstationen abgedeckt und bei der Unterstützung von gewissen Aufgaben gibt es den Verein Hilfe von Haus zu Haus. Ich denke, die Gemeinde ist für den ländlichen Raum gut aufgestellt, auch investieren wir laufend in die Infrastruktur, wie Strom, Wasser und Abwasser, sowie Wegenetz.“</p> <h2>5. Hohenfels wächst stetig und deutlich</h2> <p>Beim jüngsten Zensus im Jahr 2022 wurde der Bevölkerungsstand von Hohenfels zum 31. März 2025 auf 2236 definiert, berichtet Bürgermeister Florian Zindeler, wenngleich im Meldewesen lediglich rund 2100 Bürgerinnen und Bürger hinterlegt sind. „Mit den Neubaugebieten wie etwa Röschberg Süd in Liggersdorf und in anderen Ortsteilen gehen wir von einer deutlichen Zunahme in den kommenden Jahren beziehungsweise. Jahrzehnten aus“, erklärt er. Bis 2030 werde Hohenfels über 2500 Einwohner kommen und danach – im Bereich 2040 bis 2050 – sukzessive der 3000-Einwohner-Marke annähern.</p> <h2>Kita-Kapazitäten sind jetzt schon erreicht</h2> <p>Die Auswirkungen dieses Wachstums wurden laut Zindeler im Gemeindeentwicklungskonzept 2040 betrachtet. „Im Gemeinderat beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Wohnformen. Darunter auch barrierefreies Wohnen im Geschossbau oder die Einrichtung für Menschen mit Assistenzbedarf der Lautenbacher Gemeinschaften“ so Zindeler.</p> <p>Zudem spiele die Weiterentwicklung der Kinderbetreuung im Konzept eine große Rolle, um den künftigen Bedarf decken zu können. „Wichtig zu erwähnen ist hierbei, dass wir unabhängig von neuen Baugebieten investieren müssen, weil Kapazitätsgrenzen erreicht sind. Die Bevölkerungsentwicklung sorgt dann für die gewünschte Auslastung der Einrichtungen.“</p> <p>Immerhin: Die medizinische Grundversorgung sei im Moment gesichert. Ein Konzept für Senioren werde im Gemeindeentwicklungskonzept 2040 mitbetrachtet, aber erst, wenn es konkreter wird, könne die Suche nach Investoren und einem Betreiber beginnen, macht Zindeler deutlich.</p> <h2>Gesamte Infrastruktur betroffen</h2> <p>„Letztlich betrifft das Wachstum unsere gesamte Infrastruktur, wie zum Beispiel Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung oder Strom, und wir hoffen, dass unsere ehrenamtlichen Strukturen und unser Vereinsleben von neuen Mitgliedern profitieren können. Im gleichen Maß versuchen wir gewerbliche Flächen zu entwickeln und örtliche Unternehmen zu stärken, um Arbeitsplätze vor Ort zu halten und mehr anbieten zu können“, erklärt Zindeler.</p> <h2><strong>6. Eigeltingen gibt keinen Einblick</strong></h2> <p>Trotz mehrfacher Nachfrage hat die Eigeltinger Gemeindeverwaltung nicht auf die Anfrage des SÜDKURIER zur Bevölkerungsentwicklung in der Gemeinde geantwortet.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Wohnungsbaupolitik Strukturpolitik Kommunalpolitik thema-leben-wohnen thema-leben-grundversorgung thema-politik-lokal]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Hohenfels]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Auf Wachstumskurs! Auch die kleineren Gemeinden im Raum Stockach werden immer größer]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 15:18:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Endlich Grundschüler! Alle Einschulungs-Bilder aus dem Raum Stockach  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/endlich-grundschueler-alle-einschulungs-bilder-aus-dem-raum-stockach;art372461,12486463 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zahlreiche Kinder starten derzeit in das nächste, spannende Kapitel ihres Lebens, die Schule. Der SÜDKURIER wünscht allen Erstklässlern 2025 einen guten Start und zeigt einen Überblick mit Klassenlehrern.  ]]></description>
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          Zahlreiche Kinder starten derzeit in das nächste, spannende Kapitel ihres Lebens, die Schule. Der SÜDKURIER wünscht allen Erstklässlern 2025 einen guten Start und zeigt einen Überblick mit Klassenlehrern.<br>
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        Zahlreiche Kinder starten derzeit in das nächste, spannende Kapitel ihres Lebens, die Schule. Der SÜDKURIER wünscht allen Erstklässlern 2025 einen guten Start und zeigt einen Überblick mit Klassenlehrern.



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      <dc:rights><![CDATA[Endlich Grundschüler! Alle Einschulungs-Bilder aus dem Raum Stockach]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 15 Sep 2025 12:30:53 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Einkaufen im XXL-Format: So sieht es hinter den Kulissen des Großmarkts aus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/einkaufen-im-xxl-format-so-sieht-es-hinter-den-kulissen-des-grossmarkts-in-stockach-aus-18-09-25;art372461,12482229 ]]></link>      <description><![CDATA[  Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. Wie so ein Großmarkt funktioniert.  ]]></description>
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          Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. Wie so ein Großmarkt funktioniert.<br>
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        Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. Wie so ein Großmarkt funktioniert.



        <p>20 Liter Olivenöl im Kanister, 10 Kilogramm Mayonnaise im Eimer, 5 Kilogramm Penne im Plastikbeutel. Es sind Mengen, die die Küchen der meisten Haushalte sprengen würden. Hier stehen sie hingegen dutzendfach, sauber sortiert in einer großen Halle, in der sich Gang an Gang reiht, jeweils abgetrennt von meterhohen Regalen, die bis zu den Decken reichen.</p> <p>Im Kühlraum daneben gibt es Salami, Schinken, vorgekochtes Geschnetzeltes und fertige Rouladen – mehr Fleisch und Wurst, als eine ganze Metzgerei an einem Tag verkaufen könnte. Hier, in den Innenräumen des Mega-Markts, einem C&amp;C-Großmarkt im Gewerbegebiet Blumhof in Stockach, findet Einkaufen im XXL-Format statt – oder eben im Mega-Format.</p> <p>Dabei bezieht sich der Name des Marktes eigentlich nicht auf dessen Größe, sondern steht als Abkürzung für Metzgerei und Gastronomie. Denn das sind die Hauptkunden des Großmarkts, wie Geschäftsführer Christian Süß und Einkaufsleiter Uwe Heizmann bei einer Führung durch den Markt dem SÜDKURIER erklären.</p> <p>„Unsere Wurzeln liegen in der Metzgereigenossenschaft, wir haben einen eigenen Schlachthof, ein eigenes Fleischwerk und einen Zerlegebetrieb. Das ist der Ursprung der Mega“, erklärt Christian Süß. Eröffnet wurde der Großmarkt in Stockach im Jahr 2011, seit 2024 leitet Süß den Betrieb mit 140 Mitarbeitern.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Unternehmen</span><span>Die „Mega Das Fach-Zentrum für die Metzgerei und Gastronomie eG“, so der vollständige Name, wurde 1937 als Fleischergenossenschaft von Stuttgarter Metzgern gegründet. Das Unternehmen beschäftigt laut eigener Internetseite über 700 Mitarbeiter in den C&amp;C-Märkten und Zustelldiensten in Stuttgart, Stockach, Dresden und Chemnitz, im Fleischzerlege- und Produktionsbetrieb in Stuttgart sowie im Schlachthof in Göppingen. Heutzutage bietet er als Großmarkt und Vollsortimenter, also als Zulieferer mit allen benötigen Produkten für Gewerbebetriebe aus Gastronomie und Metzgerei, etwa 50.000 Artikel an. Der Standort in Stockach existiert seit 2011.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind einige der Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <h2>50.000 Artikel auf 7000 Quadratmetern</h2> <p>Auf über 7000 Quadratmetern Einkaufsfläche finden die Kunden hier über 30.000 Artikel im Food- und Nonfood-Bereich. Die Lebensmittel reichen von Fleisch und Wurst über Feinkost, Obst und Gemüse, Käse, Molkereiprodukte und Fisch bis hin zu Tiefkühlartikeln, Wein und Spirituosen.</p> <p>Im Nonfood-Bereich gibt es unter anderem Gläser und Porzellan, Küchenmaschinen und Berufskleidung. Uwe Heizmann erklärt: „Wir sind ein Vollsortimenter. Es ist unser Anspruch, alles abzudecken, was unsere Kunden brauchen – nicht nur an Produkten, sondern auch mit Dienstleistungen.“</p> <h2>Wer kauft im Großmarkt ein?</h2> <p>Insgesamt 9000 Kunden hat der Markt laut Uwe Heizmann momentan, die meisten stammen aus dem Kerngebiet rund um den Bodensee. „Wir haben aber auch Kunden aus dem Allgäu, im Schwarzwald und den halben Weg in Richtung Stuttgart nach Norden hoch“, berichtet er.</p> <p>50 Prozent davon seien Gastronomen, weitere 40 Prozent Metzgereien. Der restliche Teil verteilt sich auf Einzelhändler, Vereine oder Kanzleien oder Ärzte, wenn sie Veranstaltungen haben. Privatkunden gibt es nicht, denn um im Großmarkt einzukaufen, braucht man eine Karte des Marktes – und dafür eine Gewerbeanmeldung.</p> <p>Manche der Kunden kommen selbst auf den Markt zu. Die meisten werden aber vom Vertrieb kontaktiert. „Gerade Betriebe aus dem Schwarzwald oder dem Allgäu finden von alleine selten den Weg zu uns, jemand vom Bodensee dagegen schon eher“, so Süß. Viele würden eine intensive Beratung auf Augenhöhe verlangen, im Vertrieb der Mega seien daher auch ausgebildete Köche und Metzger unterwegs.</p> <p>Die Metzgereien bekommen ihre Tagesware meist in den frühen Morgenstunden, die Wirte folgen etwas später im Lauf des Vormittags, sagt Süß. Besonders freitags sei wegen des anstehenden Wochenendes viel los, ebenso vor Feiertagen und Ferien.</p> <h2>100 Kilo Rindfleisch pro Einkauf</h2> <p>Die Kunden aus dem näheren Umkreis würden meist selbst zur Abholung kommen, andere lassen sich von der 19 Lastwagen großen Mega-Flotte beliefern. Christian Süß berichtet: „Früher kamen fast alle Kunden selbst vorgefahren, heute setzen wir immer mehr auf Zulieferung, weil viele die Abholung nicht mehr leisten können.“</p> <p>Die Mengen sind dabei enorm. „Ein Metzger holt schon mal 100 Kilogramm Ware auf einmal oder Schweine- oder Rinderhälften. Gastronomen kaufen 5- bis 10-Kilogramm-Portionen ein, Kantinen etwas mehr“, berichtet Heizmann. Die abgepackten Produkte gibt es meist in Eimern oder Tüten im zweistelligen Liter- oder Kilogrammbereich.</p> <h2>Woher stammen die Produkte?</h2> <p>Bei seinem Sortiment setzt der Stockacher Mega auf eine Mischung aus Standardwaren, die jeder Mega-Markt hat, sowie regionale Produkte vom Bodensee. „Wir haben Wein vom Bodensee, Gemüse von der Reichenau, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gottmadingen/mineralwasser-aus-dem-hegau-so-versorgt-die-randegger-ottilien-quelle-die-region-seit-100-jahren;art372442,12470050" target="_blank" title="Wo kommt eigentlich unser Mineralwasser her? Ottilien-Quelle versorgt nicht nur den Hegau mit Wasser">Wasser aus Randegg</a> und Bad Dürrheim und Fleisch aus unserer eigenen Schlachtung“, listet Heizmann auf. Dafür setze man auf 2000 Dienstleister und Lieferanten.</p> <p>Wichtig sei, so Christian Süß, bei der Produktpalette verschiedene Qualitäts- und damit auch Preisstufen abzudecken. „Ein Restaurant möchte <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wie-das-hegau-bodensee-klinikum-in-singen-jaehrlich-hunderttausende-mahlzeiten-stemmt-und-was-das-kostet-14-08-25;art372458,12458775" target="_blank" title="Mit wenig Gewürzen nichts für den Gourmet: Warum Krankenhausessen so schmeckt">andere Ware haben als ein Krankenhaus</a>„, verdeutlicht er.</p> <p>Wie viel Metzgereien, Restaurants und andere Kunden für diese Einkaufsmengen konkret bezahlen müssen, wollen die beiden nicht verraten. „Natürlich ist es deutlich günstiger als im Einzelhandel. Wer 500 Kilo Rindfleisch holt, zahlt natürlich einen anderen Preis als der Bürger im Supermarkt, der nur 500 Gramm will“, macht Süß klar.</p> <h2>Branche ist in der Krise – doch Mega nicht</h2> <p>Die aktuelle Krise in der Gastronomie macht sich auch im Großmarkt bemerkbar. „Ja, es eine schwierige Zeit“, sagt Uwe Heizmann. Vielen Wirte gehe es an die Reserven, der Gastromarkt schrumpfe. „Der Kuchen insgesamt wird nicht größer. Aber das Stück der Mega am Gesamtkuchen wächst momentan“, beschreibt Christian Süß. Für Großmärkte sei es wichtig, neue Gebiete zu erschließen, auf Kundenwünsche einzugehen und Trends frühzeitig zu erkennen.</p> <p>So trinke die jüngere Generation weniger Alkohol, stattdessen seien gerade Spritzgetränke und Aperitiva wie Aperol, Limoncello und Sarti im Trend, zählt Uwe Heizmann auf.</p> <h2>High-Convenience-Speisen liegen im Trend</h2> <p>Am stärksten sei der Trend hin zu Convenience- und High-Convenience-Produkten – also Lebensmitteln, die bereits weitestgehend fertig verarbeitet sind. „Wir haben hier Beutel mit fertigen Salaten und geschnittenen Tomaten, aber auch von professionellen Köchen vorgegarte Produkte wie Putengeschnetzeltes oder Rinderrouladen“, zeigt Christian Süß beim Gang durch die Abteilung. Gastronomen hätten selbst oft nicht mehr das Personal für diese Arbeiten.</p> <p>Entscheidend sei dabei die Qualität. Uwe Heizmann sagt: „Früher war Convenience eine Soße aus Pulver, das man mit Wasser aufgießt. Heutzutage machen wir in Stuttgart eine Soße selbst, indem unser Koch einen Knochen abbrüht und das Ergebnis dann abpackt. Wir machen in der High-Convenience das, was ein Koch auch macht, nur größer.“ So wie alles, was der Großmarkt Mega anbietet.</p>]]>
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      <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 17:15:32 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Maggi-Würze ist gut gegen Heimweh: Die ikonische Flüssigkeit machte Singen weltbekannt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/maggi-wuerze-als-kult-der-braune-tropfen-aus-singen-geht-um-die-welt-25-09-25;art372458,12480399 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter.<br>
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        So schmeckt die Heimat: Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter.



        <p>Ja, es gibt mittlerweile Varianten der klassischen Maggi-Würze. Da ist der Asian-Style und die scharfe Version. An der Urform der Flüssigwürze, wie Julius Maggi sie ab 1887 im Singener „Gütterli-Hüsli“ abgefüllt hat, hat sich aber nicht viel geändert. Die Würze in der Flasche hat einen ikonischen Charakter. Und wer auf Reisen gar nicht darauf verzichten kann, bekommt sogar ein Mini-Exemplar für die Handtasche.</p> <p>Obwohl das Verfahren optimiert wurde, steht für die Chefin der Entwicklungsabteilung im Singener Produkt- und Technologiezentrum (PTC) von Nestlé Brigitt Lingk und Maggi-Werksleiter Dominik Paintner fest: „Das Original muss erhalten bleiben.“ Zwar wurde im Laufe der Jahrzehnte an der Rezeptur gefeilt. Aber der Grundgeschmack ist geblieben.</p> <h2>Maggi-Rezept bleibt ein Geheimnis</h2> <p>Auch dem Grundgedanken von Julius Maggi fühlt man sich in Singen verpflichtet: „Es schmeckt verlässlich, ist einfach und universell einsetzbar“, sagt Dominik Paintner. Über die genaue Zusammensetzung herrscht allerdings immer noch striktes Stillschweigen. Kein Geheimnis ist allerdings die Philosophie, mit der Julius Maggi seine Würze entwickelte.</p> <p>Nachdem Maggi mit 23 Jahren die väterliche Mühle in Frauenfeld übernommen hatte, experimentierte er mit eiweißreichen Hülsenfrüchten, um der Mangelernährung der Arbeiter im Zeitalter der Industrialisierung etwas entgegenzusetzen. Er entwickelte Suppen und eben jene flüssige Würze, die bis heute in zwei Dritteln aller deutschen Haushalte zu finden ist. Auch die eckige Flasche mit dem gelb-roten Etikett und dem Stern war seine Erfindung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Im <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/von-hier-kommt-die-wuerze-mit-dem-suedkurier-durchs-maggi-universum;art372458,12174167" target="_blank" title="Von hier kommt die Würze: Wie Singen und Maggi untrennbar wurden">Maggi-Museum im ehemaligen Güttli-Hüsli auf dem Singener Werksgelände</a> kann man die verschiedenen Stadien der weiterentwickelten Flaschen betrachten. Mit viel Bedacht wurden allzu große Abweichungen vermieden. „Noch heute werden die Flaschen von der gleichen Glashütte hergestellt wie zu Gründerzeiten“, erklärt Dominik Paintner. Und so zog die Würze nach und nach in die Küchen der Welt ein. Der braune Tropfen sei eben mehr als nur eine Prise Salz.</p> <p>„Heute sind wir mit dem Produkt in 20 Ländern vertreten“, erklärt der Werksleiter. „Die Idee ist so überzeugend, dass man auch in den internationalen Märkten nicht viele Abwandlungen des Originals benötigt. Das ist auch nicht unser Ziel.“ Spezifizierungen gibt es dennoch, wie eben jene Asia-Würze, in der auch Knoblauch enthalten ist.</p> <p>Selbstverständlich ist man im Maggi-Werk Singen nicht bei den Anfängen stehengeblieben. Trendforscher versuchen, den Konsumenten immer einen Schritt voraus zu sein. Hier kommen die sogenannten Fix-Produkte ins Spiel, die in der schnellen Alltagsküche als Helfer dienen sollen.</p> <p>Das neueste Beispiel ist eine Hähnchenpanade für knuspriges Hühnchen aus dem Air-Fryer. „Hier kommen wir dem Bedürfnis nach schneller Küche und einem gewissen Anspruch an gesunder Ernährung nach“, erklärt Birgitt Lingk. Der Air-Fryer ist eine Heißluftfritteuse, die ohne Fett auskommt. Im Eingang des Verwaltungsgebäudes können die Besucher in einem Regal die Entwicklung von der traditionellen Maggi-Würze bis hin zu neuesten Fix-Produkten verfolgen. Man wolle der erste sein, wenn es um neue Trends geht, sagt die Chefin der Entwicklungsabteilung.</p> <p>Stellt sich die Frage, ob es in der industriellen Nahrungsmittelherstellung überhaupt ein Produkt gibt, das ausschließlich den Ur-Hegauer Geschmack repräsentiert? Eine Suppe, eine Soße, eine Würze? Domink Paintner lächelt und sagt: „So kleinräumig arbeiten wir nicht.“ Man arbeite eher universell, zum Beispiel mit dem Maggi-Würfel, der in vielen Teilen der Welt produziert wird.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Maggi in Singen</span><span>Das Maggi-Werk in Singen hat eine lange Tradition. Seine Gründung durch den Schweizer Julius Maggi geht auf das Jahr 1887 zurück. 1947 schloss sich das Werk mit Nestlé zur Nestlé Alimentana zusammen. Seit zwei Jahren ist Dominik Paintner Werksleiter. Der gebürtige Niederbayer bekleidete zuvor 23 Jahre lang verschiedene Positionen bei Nestlé, unter anderem in den USA, in der Zentrale in Genf und 15 Jahre im Bereich Babynahrung in einem Nestlé-Werk im Allgäu. Am geschichtsträchtigen Singener Standort schätzt er nach eigenen Angaben das besondere Flair und die Verbundenheit der Belegschaft mit dem Werk. Heute beschäftigt das Unternehmen in Singen 600 Mitarbeiter. (gtr)</span></label></div> <p>Vielmehr komme es darauf an, dass die Produkte erschwinglich sein müssen. Am ehesten seien die Soßen in den klassischen, rechteckigen Pappkartons für den Süden Deutschlands typisch, springt Birgitt Lingk bei. „Hier sind Spätzle mit Soße immer noch beliebt.“ Aber wenn es bei den Fix-Produkten um Rankings geht, so sei zum Beispiel die Bolognesesoße ganz klar die Nummer 1 vor der Spätzlepfanne.</p> <h2>Ravioli von Maggi wecken Erinnerungen</h2> <p>Und dann sind da noch die Ravioli, die in Singen hergestellt werden. Fast jeder kann Geschichten erzählen von unvergesslichen Momenten am Lagerfeuer oder nach einer Party, in denen die Ravioli eine Rolle spielten. „Das ist zwar kein typisches Hegauer Gericht“, sagt Dominik Paintner. „Die Ravioli haben aber durch ihren Produktionsstandort wie die Würze den größten Bezug zu Singen.“ Der Vorteil sei, dass sie in der Dose ungekühlt drei Jahre haltbar seien. „Gerade erst wurden vom Nestlé-Konzern 5 Millionen Euro für eine neue Raviolipresse im Singener Werk freigegeben“, sagt Paintner.</p> <p>Jedes Jahr arbeite man an Verbesserungen. Um die Nachhaltigkeit zu steigern, soll jetzt der Blechboden aus der Fondor-Würzdose verschwinden. Eine neue Verpackungsmaschine wird nötig.</p> <h2>Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei einem halben Liter Maggi-Würze</h2> <p>Wer heute das Gelände hinter der denkmalgeschützten Fabrik besucht, muss zunächst mal ein Video mit sämtlichen Sicherheitsvorgaben anschauen. Das ist so international, dass es ganz ohne Sprachen auskommt und nur mit Piktogrammen arbeitet. Ist das noch Heimat? Würde man das die Beschäftigten fragen, so käme wohl ein klares „Ja“.</p> <p>„Wir haben sehr viele langjährige Mitarbeiter, die sich der Maggi sehr verbunden fühlen“, sagt Dominik Paintner und verweist auf Arbeitsjubiläen mit 30 oder 40 Jahren. Paintner spricht von einer Maggi-Familie, was sich im Zusammengehörigkeitsgefühl nicht nur bei den Jubilar-, sondern auch bei den Rentnerfeiern zeige. Und wenn man nochmal auf das Thema Geschmack und Heimat zurückkommt, so hat vermutlich in Deutschland jede Person schon einmal zur Maggi-Würze gegriffen. „Im Schnitt verbraucht jeder deutsche Haushalt im Jahr einen halben Liter Maggi-Würze“, weiß Birgitt Lingk. „Im Saarland ist es sogar ein Liter.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 14:28:03 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Damit sie endlich nicht mehr streiten: Mann tötet seine Verlobte  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlingen/mann-toetet-seine-verlobte-2017-endet-eine-beziehung-in-muehlingen-toedlich;art372452,12480235 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein 42-jähriger Mann und eine 26-jährige Frau waren offenbar blind vor Liebe und nach kurzer Zeit verlobt. Doch das gemeinsame Leben in Mühlingen endet 2017: Nach einem von vielen heftigen Streits ist die Frau tot.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Ein 42-jähriger Mann und eine 26-jährige Frau waren offenbar blind vor Liebe und nach kurzer Zeit verlobt. Doch das gemeinsame Leben in Mühlingen endet 2017: Nach einem von vielen heftigen Streits ist die Frau tot.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlingen/mann-toetet-seine-verlobte-2017-endet-eine-beziehung-in-muehlingen-toedlich;art372452,12480235]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Ein 42-jähriger Mann und eine 26-jährige Frau waren offenbar blind vor Liebe und nach kurzer Zeit verlobt. Doch das gemeinsame Leben in Mühlingen endet 2017: Nach einem von vielen heftigen Streits ist die Frau tot.



        <p>Es war eine intensive, kurze und tödliche Beziehung: Am Fasnachtsfreitag im Februar 2017 tötete ein 42-jähriger Mann seine 26 Jahre alte Verlobte in der gemeinsamen Wohnung in Mühlingen. Sie kannten sich erst ein halbes Jahr, doch Streitigkeiten sorgten immer wieder für Stress in der Beziehung. Dieser eskalierte wenige Wochen nach dem Kennenlernen und der Verlobung. Später wird der Mann wegen Totschlags in einem minderschweren Fall verurteilt, wie der SÜDKURIER berichtete. Wie konnte das passieren?</p> <p>Das sollte vor dem Landgericht Konstanz im August 2017 geklärt werden. Die Anklage war klar: Im Schlafzimmer griff der Mann während einer Auseinandersetzung zu einem Kissen und drückte es seiner Partnerin auf das Gesicht. Danach würgte er sie. Vor Gericht sagte sein Verteidiger, der Angeklagte habe gewollt, dass die Frau nicht mehr streite und schreie – aber nicht, dass sie sterbe.</p> <h2>Sie kannten sich ein halbes Jahr</h2> <p>Das Paar lernte sich im Dezember 2016 in Stuttgart kennen. Ende des Jahres zieht die 26-Jährige bereits in das Haus ihres Freundes nach Mühlingen. Weil sie oft eifersüchtig ist, gibt es viele Streitigkeiten zwischen den beiden. Dennoch folgt schnell die Verlobung, nämlich Anfang 2017. Die Eifersucht der Frau wird jedoch stärker – sie wird aggressiver und der Mann zieht sich zunehmend von seinen Freunden zurück.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Serie</span><span>Gewaltverbrechen sind selten. 21 Straftaten gegen das Leben erfolgten laut Kriminalstatistik 2024 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz, sechs davon im Kreis Konstanz. Dazu zählen die Straftaten Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen und fahrlässige Tötung. Auch der Versuch eines Delikts läuft in die Statistik ein. Doch es gab schon in der Vergangenheit einige Fälle, die für Aufsehen gesorgt und Menschen beschäftigt haben. Wie konnten solch schreckliche Verbrechen geschehen? Die SÜDKURIER-Redaktion rekonstruiert anhand früherer Berichterstattung Fälle, um diese Frage zu beantworten.</span></label></div> <p>Nach nicht einmal einem halben Jahr Beziehung eskalierte dann ein erneuter Streit, der zum Tod der 26-Jährigen führte. Der 42-Jährige bringt die Leiche in den Wald bei Litzelstetten. Er lässt sein Auto in Konstanz stehen und kommt gegen 22 Uhr mit einem Taxi in Stockach an. Mit einem zweiten Auto fährt er in Richtung Stuttgart.</p> <p>Auf dem A8-Rastplatz Gruibingen nimmt die Polizei den 42-Jährigen nur einen Tag später fest. Der Mann gesteht später die Tat und führte die Polizei zur Leiche im Wald.</p> <h2>Vier Verhandlungstage im August 2017</h2> <p>Ein halbes Jahr später musste sich der Angeklagte wegen Totschlags verantworten. Vor Gericht wurde während der vier Verhandlungstage im August 2017 ein Bild der Beziehung gezeichnet, das tragisch war. Für beide sei es die große Liebe gewesen, trotz Schwierigkeiten hätten sie nicht voneinander lassen können. Von fast krankhafter Eifersucht der Getöteten war die Rede. Doch eine Ex-Freundin des Angeklagten thematisierte auch Drogenkonsum und sprach von Eifersucht bei ihm.</p> <p>Ein Facharzt für Neurologie und Psychiatrie ordnete in seinem Gutachten die Persönlichkeiten des 42-Jährigen und der getöteten 26-Jährigen ein. Der Mann habe „eine tiefgründige Bewusstseinsstörung“, was die Zeit der Tat und die darauffolgenden 24 Stunden anging. Das Wegbringen der Leiche ordnete er so ein, dass der Angeklagte es nicht ertragen habe, den geliebten Menschen in der Wohnung zu lassen. „Ich gehe von einer erheblichen Beeinträchtigung der Steuerungsfähigkeit aus“, so der Gutachter im August 2017.</p> <p>Die krankhafte Eifersucht der 26-Jährigen ordneten Experten vor Gericht als Persönlichkeitsstörung ein. Laut dem Gerichtsgutachter sei der 42-Jährige mit der psychischen Störung seiner Freundin überfordert gewesen. Ob bei ihr tatsächlich eine Boderline-Störung vorliege, sei nicht gesichert, weil es keine Behandlung gegeben habe.</p> <p>„Der nun verurteilte 42-Jährige, ein naiver und in seiner Entwicklung stehen gebliebener Mann, sei an eine Frau geraten, die eine deutliche Persönlichkeitsstörung gehabt habe“, fasste die damalige Berichterstattung zusammen.</p> <h2>Verteidiger und Nebenklage forderten unterschiedliches Strafmaß</h2> <p>Als Nebenkläger traten Mutter, Vater und Schwester der Getöteten auf. Die Anwälte waren sich laut unserer Berichterstattung fast einig, was die Forderung des Strafmaßes betraf. Zwei Anwälte forderten zwölf Jahre, der dritte allgemein mehr als zehn Jahre. Es sei „ein klarer Totschlag mit Vorsatz“, sagte der Anwalt des Vaters vor Gericht.</p> <p>Der Staatsanwalt sprach in seinem Plädoyer von „einer schrecklichen Tragödie, die in ein Verbrechen mündete“. Das Plädoyer des Verteidigers dauert eine Stunde, so die damalige SÜDKURIER-Berichterstattung. Nach dem Dauerstreiten habe der Angeklagte irgendwann die Beherrschung verloren. Den Tatbestand des Totschlags sah der Verteidiger nicht als gegeben an. Der Anwalt betonte beispielsweise die Kooperation des Angeklagten nach der Festnahme. Er forderte maximal dreieinhalb Jahre Haft.</p> <h2>Das Urteil ist erst spät rechtskräftig</h2> <p>Schließlich wurde am 16. August 2017 das Urteil gesprochen. Sechs Jahre und sechs Monate Haft wegen Totschlags in einem minderschweren Fall mit bedingtem Vorsatz. Der Verteidiger und ein Anwalt der Nebenklage reichten Anträge auf Revision ein, doch diese wurden später abgewiesen. Das Urteil war im Februar 2018 rechtskräftig. Der Mann, der seine Verlobte tötete, saß da schon seit einem Jahr in Untersuchungshaft und wurde dann in den normalen Strafvollzug überführt.</p> <p>Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen. In seiner Urteilsbegründung übte der Richter auch deutliche Kritik an einem Privatfernsehsender – in Anwesenheit der verantwortlichen Redakteurin. Der Bericht des Senders über den Prozess sei reißerisch gewesen, habe mit Objektivität und Fakten wenig zu tun gehabt und einzig auf hohe Einschaltquoten abgezielt.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Damit sie endlich nicht mehr streiten: Mann tötet seine Verlobte]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 10 Sep 2025 12:15:23 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Jugendleiter gesucht! DRK-Ortsverein Hohenfels will eine neue Jugendgruppe gründen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hohenfels/drk-ortsverein-hohenfels-will-eine-neue-jugendgruppe-gruenden;art372444,12479358 ]]></link>      <description><![CDATA[  In den vergangenen zehn Jahren war die Jugendarbeit des Ortsvereins eingeschlafen. Nun möchten die Mitglieder wieder eine Gruppe für Jüngere anbieten. Doch dafür suchen sie noch dringend Unterstützung.  ]]></description>
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          In den vergangenen zehn Jahren war die Jugendarbeit des Ortsvereins eingeschlafen. Nun möchten die Mitglieder wieder eine Gruppe für Jüngere anbieten. Doch dafür suchen sie noch dringend Unterstützung.<br>
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        In den vergangenen zehn Jahren war die Jugendarbeit des Ortsvereins eingeschlafen. Nun möchten die Mitglieder wieder eine Gruppe für Jüngere anbieten. Doch dafür suchen sie noch dringend Unterstützung.



        <p>Der Hohenfelser Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) will wieder aktiv in die Jugendarbeit einsteigen. Wie Martin Anders, Leiter Wohlfahrt und Soziales im Gespräch mit dem SÜDKURIER berichtet, sei die Jugendarbeit des Ortsvereins in den vergangenen Jahren eingeschlafen.</p> <p>„Wir hatten früher ein tolles und starkes Jugendrotkreuz. Aber irgendwann hatten wir leider keine Gruppenleiter mehr, weil einige zum Beispiel wegen Studium oder Hochzeit weggezogen sind, und dann ist die Jugendgruppe irgendwann ausgelaufen“, erklärt er. Das sei inzwischen rund zehn Jahre her. Doch gerade, weil eine Jugendgruppe auch wichtig ist, um die Zukunft des DRK-Ortsvereins zu sichern, soll das Projekt nun neu belebt werden.</p> <h2>Wer Interesse hat, wird nicht allein gelassen</h2> <p>„Wir sind uns sicher, dass wir genügend Kinder und Jugendliche zusammenbekommen, die Interesse am DRK-Ortsverein haben, allerdings sind wir momentan noch auf der Suche nach Jugendleitern, die sich um die Betreuung der Gruppe und die Organisation von Gruppenstunden kümmern“, so Anders.</p> <p>Die Gruppenabende sollen möglichst im wöchentlichen oder 14-tägigen Rhythmus stattfinden. „Dabei steht natürlich das Thema Erste Hilfe und alles, was dazu gehört, im Fokus. Die Kinder und Jugendlichen sollen lernen, wie man Verletzungen erkennt, einschätzt und bewertet und wie man einen Notruf absetzt“, erklärt Anders. Doch auch Spiel, Sport und Spaß sollen dabei nicht zu kurz kommen.</p> <p>Wer Interesse hat, eine Rotkreuz-Jugendgruppe zu leiten, werde natürlich nicht allein gelassen. Das DRK biete eigene Gruppenleiterlehrgänge an, in denen alle notwendigen Fähigkeiten gelernt werden können, erklärt Martin Anders.</p> <h2>Bürgermeister hofft auf Wiederbelebung</h2> <p>Auch Bürgermeister Florian Zindeler, zugleich Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Hohenfels, hofft, dass sich Menschen aus der Gemeinde finden, die bereit wären, als Gruppenleiter wieder eine Gruppe vom Jugendrotkreuz (JRK) ins Leben zu rufen. „Das JRK ist unsere Lebensader und die Chance, dass das DRK vor Ort erhalten bleibt“, betont Zindeler gegenüber dem SÜDKURIER.</p> <p>Auch Martin Anders erhofft sich dadurch neuen Schwung. „Wir sehen immer wieder, bei anderen Ortsvereinen im Landkreis, dass die Ortsvereine, die eine gute Jugendarbeit haben, auch insgesamt gut dastehen“, sagt er. Aktuell hat der Hohenfelser Ortsverein 14 aktive Mitglieder.</p>]]>
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      <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 16:21:45 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Noch strenger als Bio: So viel Arbeit steckt hinter Demeter-Gemüse  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/noch-strenger-als-bio-so-viel-arbeit-steckt-hinter-demeter-gemuese;art372461,12478094 ]]></link>      <description><![CDATA[  In der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Wahlwies werden Tomaten, Gurken und Co. in Demeter-Qualität angebaut. Betriebsleiter Birger Richter verrät, was dahintersteckt und wieso der hohe Preis gerechtfertigt sei.  ]]></description>
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          In der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Wahlwies werden Tomaten, Gurken und Co. in Demeter-Qualität angebaut. Betriebsleiter Birger Richter verrät, was dahintersteckt und wieso der hohe Preis gerechtfertigt sei.<br>
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        In der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Wahlwies werden Tomaten, Gurken und Co. in Demeter-Qualität angebaut. Betriebsleiter Birger Richter verrät, was dahintersteckt und wieso der hohe Preis gerechtfertigt sei.



        <p>Qualität hat ihren Preis – diesen Satz werden viele schon einmal gehört haben. Wie viel Wahrheit dahinter steckt, weiß Birger Richter als Betriebsleiter der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH ganz genau. Denn der Betrieb baut auf 23 Hektar Gemüse in Demeter-Qualität an und vertreibt dieses auch. Von der Tomate über Gurken, Auberginen, Kräuter und Salate bis hin zur Melone. 30 Mitarbeiter sind über die Saison in der Produktion beschäftigt, kümmern sich um die Pflanzen und den Boden, sortieren, verpacken und waschen die Ware, sagt Richter.</p> <p>Viel läuft da noch in Handarbeit und das schlägt sich letztlich im Preis nieder. In Zeiten steigender Inflation, in denen die Kunden vermehrt aufs Geld achten, sei es da nicht einfach, mit konventioneller Ware zu konkurrieren.</p> <p>„In kaum einem Land in Europa geben die Menschen weniger Geld für Lebensmittel aus als in Deutschland“, sagt Richter bedauernd. Laut Statistischem Bundesamt waren es 2022 lediglich 11,26 Prozent der Gesamtausgaben für den Konsum. Im Nachbarland Frankreich sind es 13,52 Prozent, in Italien 2023 sogar 15,02 Prozent.</p> <p>Der Betriebsleiter ist dennoch überzeugt, dass es sich lohnt, Demeter-Gemüse zu kaufen. Denn: „Der Demeter-Anbau schlägt sich nicht nur im Preis nieder, sondern auch im Geschmack.“ Ohnehin glichen sich die Preise konventionell angebauter Lebensmittel und die aus Demeter-Anbau an. Soll heißen: Während erstere schnell im Preis steigen, seien Demeter-Produkte relativ preisstabil.</p> <p>Das zeigen auch Zahlen des Statistik-Portals Statista, die sich auf Daten der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berufen – zumindest für Bio-Ware. Besonders deutlich wird der Unterschied bei Kartoffeln. Diese sind aus konventionellem Anbau laut der Statistik von 2022 auf 2023 im Preis um 23,2 Prozent gestiegen, während es bei Bio-Kartoffeln nur 4,7 Prozent waren. Bei Gemüse sind es 9,6 gegenüber 6,2 Prozent. Eine Statistik aus dem Jahr 2020 zeigt dennoch, dass etwa Äpfel aus Bio-Anbau schon 62 Prozent teurer waren als Äpfel vom konventionellen Bauern.</p> <h2>Darum ist der Demeter-Preis so hoch</h2> <p>Der höhere Preis kommt nicht von ungefähr. Denn für den Anbau von Demeter-Gemüse braucht es nicht nur viele helfende Hände, es gibt auch strenge Vorgaben. Und die umzusetzen, ist nicht nur jede Menge Arbeit, sondern kostet auch zusätzliches Geld.</p> <p>Eine dieser Vorgaben ist die Umsetzung des Kreislaufgedankens. Dieser zielt darauf ab, Anbau und Natur miteinander in Einklang zu bringen. Dazu gehört laut Richter auch, Fruchtfolgen einzuhalten. Er dürfe beispielsweise eine Karotte nur alle sieben Jahre auf den gleichen Boden bringen, um so die Vielfalt an Bodenlebewesen auf dem Betriebsgelände zu fördern. Dadurch braucht es mehr Freilandflächen.</p> <p>Eine weitere Vorgabe ist laut Richter, dass im Gewächshaus erst ab dem 15. Februar sogenannte Warmhauskulturen wie Tomaten, Gurken und Auberginen angebaut werden dürfen – wegen des Energieverbrauchs. Denn der Anbau im Winter sei mit einem hohen Stromverbrauch verbunden. Dennoch ernten die Mitarbeiter rund 250 Tonnen Tomaten im Jahr.</p> <p>Erzeugt wird der Strom auf dem Gemüsebaubetrieb über große Hackschnitzelanlagen, wie Richter bei einer Begehung zeigt. Außerdem dürfe beim Anbau kein künstliches Licht verwendet werden und es müssen Präparate wie Kiesel oder Hornmistsplitter in den Boden eingebracht werden, um das Wachstum anzuregen. „Das alles ist mit sehr viel Handarbeit verbunden“, verdeutlicht der Betriebsleiter.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Aber lohnt sich das überhaupt? „Der Demeter-Anbau ist ein Stück weit ein Ideal, dem man sich verschrieben hat“, sagt Richter, der schon seit 17 Jahren in dem Betrieb und seit rund fünf Jahren in leitender Position tätig ist. Als Betrieb müsse man aber auch wirtschaftlich bleiben, deshalb müsse sich die viele Arbeit auch im Preis wiederfinden.</p> <p>Vertrieben werde die Ware über Direktvermarktung, auf dem Betriebsgelände gibt es etwa einen Hofladen, auf Wochenmärkten in Radolfzell und Konstanz, aber auch über den Lebensmitteleinzelhandel. Das Ziel sei zwar, die Ware regional zu betreiben. „Aber wir brauchen auch den Großhandel“, macht Richter deutlich.</p> <p>Die Anfänge des Betriebs gehen auf den Start des Wahlwieser Kinderdorfs im Jahr 1947 zurück. Damals sei es das Ziel der Bewohner gewesen, sich durch Gemüseanbau selbst zu versorgen, was langsam aber stetig wuchs. 1982 hat Familie Richter den Betrieb übernommen, von Anfang an sei es ein Demeter-Betrieb gewesen.</p> <h2>Der Unterschied zwischen Bio- und Demeter-Ware</h2> <p>Und was ist der Unterschied zur Bio-Ware? Richter fasst es in einem Satz zusammen: „Demeter hat mit die strengsten Regeln.“ Während sich Landwirte bei Bio-Ware an die EU-Ökoverordnung halten müssen, gehen Demeter-Betriebe einen Schritt weiter. Zudem seien Demeter-Betriebe untereinander gut vernetzt und würden quasi gegenseitig kontrollieren, dass die strengen Vorgaben eingehalten werden.</p> <p>Doch Wetterextreme machen immer mehr zu schaffen. Der viele Regen im Frühjahr 2024 sei eine besondere Herausforderung gewesen, weil die Pflanzen so unter anderem zu wenig Licht abbekommen haben. Die heißen Sommer sieht Richter hingegen als eine Chance, um Neues auszuprobieren. So ernte und vertreibe der Gemüsebaubetrieb inzwischen auch Melonen. „Das funktioniert schon recht gut“, findet Richter.</p> <p>Dem Pestalozzi-Gemüsebaubetrieb gehe es aber nicht nur darum, Gemüseanbau möglichst umweltschonend zu betreiben, sondern ihm sei auch die soziale Komponente wichtig, sagt Richter. So seien in dem Betrieb aktuell vier Fachwerker angestellt. Dabei handle es sich um Auszubildende mit einem besonderen Förderbedarf, die es sonst auf dem Arbeitsmarkt schwer hätten. Sie würden in dem Betrieb besonders unterstützt, um sich fit für den Arbeitsmarkt zu machen.</p>]]>
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      <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 10:55:01 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Drei Euro pro Kilometer: Darum sind die Taxitarife im Kreis gestiegen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/drei-euro-pro-kilometer-darum-sind-die-taxitarife-im-kreis-gestiegen;art372432,12477884 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Taxameter läuft scheinbar immer schneller. Gerade ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Fahrdienste angewiesen. Doch in diesem Sommer gab es eine Erhöhung der Preise. Warum ist das so?  ]]></description>
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          Das Taxameter läuft scheinbar immer schneller. Gerade ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Fahrdienste angewiesen. Doch in diesem Sommer gab es eine Erhöhung der Preise. Warum ist das so?<br>
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        Das Taxameter läuft scheinbar immer schneller. Gerade ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Fahrdienste angewiesen. Doch in diesem Sommer gab es eine Erhöhung der Preise. Warum ist das so?



        <p>Fast jeder, der schon mal Taxi gefahren ist, kennt es. Immer wieder ein Blick auf das Taxameter und der Zahl beim Steigen zusehen. Wer regelmäßig mit dem Taxi unterwegs ist, dem könnte es vielleicht schon aufgefallen sein. Seit einiger Zeit läuft das Taxameter scheinbar schneller.</p> <p>Seit Juli gibt es neue Taxitarife im Kreis. Der Grundpreis liegt bei 4,90 Euro. Bei Strecken bis fünf Kilometer kostet der einzelne Kilometer dann drei Euro. Zuvor galt eine Grundgebühr von 4 Euro, pro Kilometer zahlten die Kunden 2,50 Euro.</p> <p>Doch das ist nur der normale Tagestarif. Von 22 bis 6 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen liegt die Grundgebühr bei 6,90 Euro. Ein Großraumtaxi kostet weiterhin 8 Euro an Grundgebühr, nachts 10.</p> <h2>Wer macht die Tarife?</h2> <p>Damit liegt der Kreis nun deutlich über dem Bundesschnitt. Und auch in anderen Städten in Südbaden können Kunden günstiger fahren. So bezahlt man im Kreis Ravensburg, der seine Tarife im August 2025 angepasst hat, eine Grundgebühr von 3,80 Euro. Jeder Kilometer kostet dann 2,70 Euro, in der Nacht 2,90. Doch warum sind die Preise im Kreis Konstanz so hoch?</p> <p>Die Taxitarife werden von den kommunalen Behörden festgelegt. Das ist in Stadtkreisen die jeweilige Stadtverwaltung, in Landkreisen ist dafür das Landratsamt zuständig. Doch wie kommt das Landratsamt Konstanz auf diesen neuen Tarif?</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Tarife</span><span>Das Landratsamt ist für die Taxitarife zuständig, weil Taxis zur Daseinsvorsorge gehören. Jeder Mensch hat prinzipiell das Recht, von einem Taxi befördert zu werden. Deswegen müssen Taxifahrer auch von der Behörde lizenziert sein. Auch Busunternehmen können ihre Preise nicht einfach selbst bestimmen, wenn sie im Nahverkehr tätig sind. Dort muss sich ebenfalls an Tarifstrukturen orientiert werden. Die rechtliche Grundlage hierfür bietet das Personenbeförderungsgesetz.</span></label></div> <h2>Wie entstehen die Preise?</h2> <p>Marlene Pellhammer, Sprecherin des Landratsamts, beantwortet diese Frage auf SÜDKURIER-Anfrage. Sie erklärt: „Grundsätzlich sollen Taxitarife den Unternehmern ein kostendeckendes Wirtschaften mit einem angemessenen Gewinn ermöglichen.“ Gleichzeitig gibt es aber auch ein öffentliches Interesse an leistungsgerechten und erschwinglichen Taxipreisen, meint sie weiter.</p> <p>Bei der Erstellung der Preise werde laut der Sprecherin zusätzlich die Auswertungen anderer Taxitarife in der Region einbezogen. Für die Tarife im Kreis Konstanz wirft das Landratsamt vorwiegend einen Blick auf die Preise im Regierungsbezirk Freiburg. Dabei habe sich gezeigt, dass der Kreis bisher am unteren Ende der Preisspanne lag. „Dabei zeigte sich, dass der Landkreis Konstanz [...] selbst nach der Anpassung weiterhin zu den preisgünstigsten Taxitarifen im Regierungsbezirk Freiburg gehört“, so Pellhammer.</p> <h2>Wie sieht es in der Region aus?</h2> <p>Und das stimmt. In anderen Kreisen im Regierungsbezirk gibt es noch teurere Tarife. Beispielsweise kostet die Grundgebühr im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 5,40 Euro, im Kreis Emmendingen oder dem Ortenaukreis sogar 5,70. Auch die Kilometerpreise sind jeweils höher. In Freiburg selbst der Tarif ähnlich wie in Konstanz. Pro Kilometer zahlen Kunden dort jedoch 50 Cent mehr.</p> <p>Außerdem schaue die Behörde auch auf die aktuellen Betriebs- und Personalkosten. Dabei wird der Mindestlohn vollständig in die Kalkulation einbezogen, macht Marlene Pellhammer deutlich. „Personalkosten machen rund 55 bis 60 Prozent der Gesamtkosten eines Taxiunternehmens aus“, erklärt sie weiter.</p> <h2>Decken die Taxis den Bedarf?</h2> <p>Die Taxitarife sind also wie viele Preise auch durch die Betriebskosten gestiegen. Doch für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen sind die Preise nicht immer einfach zu stemmen. Dennoch erklärt Pellhammer: „Die Bedürfnisse älterer sowie mobilitätseingeschränkter Fahrgäste sind in die Gestaltung des Taxiverkehrs einbezogen.“</p> <p>Für die Bedürfnisse dieser Kundschaft halten mehrere Taxiunternehmen speziell umgerüstete Fahrzeuge bereit, die auch rollstuhlgerecht sind, wie die Sprecherin mitteilt.</p> <p>Im ganzen Landkreis sind 113 Taxis im Einsatz. Das decke den vorhandenen Bedarf. „Darüber hinaus stehen 59 Mietwagen zur Verfügung“, so Marlene Pellhammer. Diese gehören ebenfalls zum Angebot des Gelegenheitsverkehrs und seien vor allem für längere Strecken und Spitzenzeiten eine Ergänzung. Dabei ist es meistens sinnvoll, diese vorzubestellen.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 05 Sep 2025 12:45:09 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Was für ein Käse: Was Liebhaber über verschiedene Sorten und Lagerung wissen sollten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/so-ein-kaese-was-liebhaber-ueber-verschiedene-sorten-und-lagerung-wissen-sollten;art372458,12476622 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Käse-Sommelier Herbert Schober erklärt, warum Käse so besonders schmeckt und so viel kostet. Klar ist: Deutsche essen davon sogar mehr als ihre Nachbarn.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          So schmeckt die Heimat: Käse-Sommelier Herbert Schober erklärt, warum Käse so besonders schmeckt und so viel kostet. Klar ist: Deutsche essen davon sogar mehr als ihre Nachbarn.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/so-ein-kaese-was-liebhaber-ueber-verschiedene-sorten-und-lagerung-wissen-sollten;art372458,12476622]]></guid>
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        So schmeckt die Heimat: Käse-Sommelier Herbert Schober erklärt, warum Käse so besonders schmeckt und so viel kostet. Klar ist: Deutsche essen davon sogar mehr als ihre Nachbarn.



        <p>Die schweizerische Nachbarschaft gilt gemeinhin als das Käseland schlechthin. Dabei wird in Deutschland viel mehr Käse produziert – und exportiert. 2,74 Millionen Tonnen Käse wurden laut Bundeslandwirtschaftsministerium vergangenes Jahr bundesweit hergestellt. Knapp eine Million Tonnen davon gehen in den Export. Das gilt aber nicht für Käse aus dem Hegau. Wer beispielsweise Käse vom Buchhaldehof in Rielasingen-Worblingen erwerben will, muss den Hof aufsuchen.</p> <p>Neben Eiern aus Freilandhaltung, Milch mit Tierwohl-Label, Brände, Brot und Backwaren gibt es im Hofladen-Automaten auch hofeigenen Käse. Und dort gibt es auch gleich alle Informationen zum Herstellungsprozess. „Wer etwas wissen möchte, kann uns gern ansprechen und wir versuchen dann, es zu erklären“, sagt Landwirt Jonas Schlatter.</p> <p>Die Leidenschaft für Käse hat auch Herbert Schober gepackt. Der Bohlinger ist Käse-Sommelier und als Wettkampfrichter aktiv. Käse sei zwar immer Geschmackssache, sagt er, doch gebe es dafür durchaus auch Qualitätskriterien wie Geschmack oder Konsistenz. Jeder Deutsche isst durchschnittlich rund 25 Kilogramm Käse im Jahr – also knapp zwei Kilogramm mehr als die Schweizer Nachbarn.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge. Der SÜDKURIER stellt Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden. Alle Teile der Serie im Überblick <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/regional-geniessen-bodensee-und-hegau-zeigen-die-vielfalt-heimischer-produkte;art372432,12465756" title="So schmeckt die Heimat: Alle Teile der großen SÜDKURIER-Sommerserie">finden Sie hier.</a></span></label></div> <p>Wenn Herbert Schober „So ein Käse“ sagt, dann klingt da meist sehr viel Genuss mit. Er produziert zum Beispiel diverse Frischkäsevariationen, die er neben einer breiten Auswahl internationaler Spezialitäten im Bohlinger Geschäft oder auf den Märkten im Hegau anbietet.</p> <h2>Seit wann gibt es Käse?</h2> <p>Wann genau erstmals Käse verspeist wurde, lässt sich laut Schober nicht mehr herausfinden, aber dafür wie – per Zufall. Vermutet werde, dass sesshaft gewordene Menschen zuerst Sauermilchkäse entdeckten. Da die Hygiene nicht so groß war, ist die Milch durch Milchsäurebakterien und Wärme geronnen. Beim Süßmilchkäse wird vermutet, dass die Menschen in Tiermägen durch Lab eingedickte Milch gefunden haben oder sie auf ihren Wanderungen in den Tiermägen, die sie zum Transport nutzten, Molke und Käsebruch fanden.</p> <p>Die Herstellungsverfahren wurden optimiert und Käse zum wichtigen Handelsgut. Dazu tragen auch viele geschützte Käsesorten bei. Da Käse eigentlich nichts anderes als konzentrierte Milch ist, enthält er dieselben Inhaltsstoffe Eiweiß, Fett, Calcium, Mineralstoffe und Vitamine in hoher Konzentration.</p> <h2>Doch wie entsteht Käse eigentlich?</h2> <p>Grundlage ist in der Regel Milch. Es gebe zwar auch vegane Käse, erklärt Schober, doch da habe er sich noch nicht eingearbeitet. Welches Tier die Grundlage liefert, präge den Käse ebenso wie das Futter, das es gefressen hat. „Es gibt Käse, da schmeckt man die Alpenwiesen auf denen die Kühe waren, noch im Käse“, schwärmt er. Es gibt große Molkereien und kleine Käsereien. Alle arbeiten zwar nach der Käseverordnung, ihre Rezepturen seien aber ein gut gehütetes Geheimnis.</p> <p>Im ersten Schritt wird die Milch auf Reinheit, bakteriologische Beschaffenheit, hohen Eiweißgehalt und einen bestimmten Säuregehalt überprüft und danach pasteurisiert.</p> <p>Je nach Käsesorte werde dann der Rohmilch Milchfett hinzugefügt oder abgetrennt. Dann wird der Milch Lab oder Milchsäurebakterien hinzugefügt und so in flüssige und feste Bestandteile zerlegt, Molke und Käse-Bruch. Der Bruch wird geschnitten, die Größe bestimmt die Härte des Käses mit, je feiner der Bruch, desto mehr Molke kann sich absetzen und desto fester wird der Käse. Der Bruch werde dann in Form gebracht. Für Hartkäse fließe unter Druck weiter Molke ab. Durch Salzen und Ruhe bekommt der Käse seinen Geschmack.</p> <h2>Welche Käsearten gibt es?</h2> <p>Es gibt unterschiedliche Einteilungen. Einerseits wird in acht Gruppen differenziert: Hartkäse, Schnittkäse, halbfester Schnittkäse, Weichkäse, Sauermilchkäse, Schmelzkäse, Frischkäse und Pasta Filata genannte Käse wie beispielsweise Mozzarella. Dazu kommt noch der Schimmelkäse, er kann Edelschimmel auf der Oberfläche haben oder im Inneren und auf der Oberfläche Rotschmiere.</p> <p>Käse wird aber auch in acht Fettgehaltsstufen eingeteilt von Doppelrahm bis Magerstufe. Eine Besonderheit ist Rohmilchkäse, bei dem die Milch nicht über 40 Grad Celsius erhitzt wird. „Auch die Zugabe von Kräutern und Gewürzen machen einen Käse aus, diese werden entweder auf dem Käse aufgebracht oder befinden sich im Käse“, so Schober.</p> <p>Die Preisspanne ist gewaltig und hängt nicht zuletzt vom Reifegrad ab – je weniger Zeit die Produktion beansprucht, um so günstiger kann der Käse verkauft werden. Für einen hochwertigen Hartkäse müssen aber in der Regel rund 20 bis 30 Euro pro Kilogramm einkalkuliert werden – manchmal auch deutlich mehr.</p> <h2>Wie wird Käse optimal gelagert?</h2> <p>Bei der großen Vielfalt der Käsesorten gibt es keine allgemeine Lösung, doch gewisse Richtlinien. Da Käse ein Milchprodukt ist, sollte er im Kühlschrank gelagert werden. Allerdings sollten nur ähnliche Käsesorten miteinander gelagert werden, da sonst die verschiedenen Kulturen aufeinander übergehen, insbesondere bei Edelschimmelsorten.</p> <p>Herbert Schober rät zudem: „Wie empfehlen unseren Kunden, den Käse im Papier des Fachhandels zu lagern. Dieses ist luftdurchlässig und feuchtigkeitsundurchlässig.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Was für ein Käse: Was Liebhaber über verschiedene Sorten und Lagerung wissen sollten]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 02 Sep 2025 12:00:48 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nicht jedes Mehl ergibt gute Brötchen – was die Zahl auf der Mehltüte damit zu tun hat  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/nicht-jedes-mehl-ergibt-gute-broetchen-was-die-zahl-auf-der-mehltuete-damit-zu-tun-hat;art372458,12474331 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Mehl ist nicht gleich Mehl. Zwei Menschen, die das aus Erfahrung wissen, sind Müller Frank Mayer und Landwirt Stefan Leichenauer. Sie erklären die wichtigsten Unterschiede.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Mehl ist nicht gleich Mehl. Zwei Menschen, die das aus Erfahrung wissen, sind Müller Frank Mayer und Landwirt Stefan Leichenauer. Sie erklären die wichtigsten Unterschiede.<br>
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        So schmeckt die Heimat: Mehl ist nicht gleich Mehl. Zwei Menschen, die das aus Erfahrung wissen, sind Müller Frank Mayer und Landwirt Stefan Leichenauer. Sie erklären die wichtigsten Unterschiede.



        <p>Mehl und mehlhaltige Produkte gehören für die meisten Menschen zum täglichen Speiseplan. Ob Brot, Nudeln, Kuchen oder Pizza: Mehl ist überall. Doch es gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten. Weizen, Roggen, Dinkel oder Hafer unterscheiden sich nicht nur im Geschmack, sondern auch in ihrer Verwendung. Und selbst innerhalb einer Getreideart gilt: Weizen ist nicht gleich Weizen. Frank Mayer von der Mayer-Mühle in Orsingen und Landwirt Stefan Leichenauer aus Tengen erklären, wie vielfältig Mehl sein kann und warum die Qualität schon beim Korn auf dem Acker beginnt.</p> <h2>Qualität beginnt auf dem Feld</h2> <p>Stefan Leichenauer betreibt einen Familienbetrieb in Tengen, in dem er hauptsächlich Weizen und Dinkel produziert. Auf seinen Feldern wächst der sogenannte E-Weizen, auch als „Elite-Weizen“ bezeichnet. Laut Leichenauer sei dies eine besonders hochwertige Sorte mit hohem Eiweißgehalt, die sich durch gute Backeigenschaften auszeichne. Leichenauer erklärt, dass man grundsätzlich zwischen drei Weizen unterscheidet: Futterweizen, Industrieweizen und Qualitätsweizen.</p> <p>Dabei betont er, wie wichtig qualitativ guter Weizen für das Endprodukt sei. „Man kann mit schlechten Rohstoffen schließlich kein gutes Produkt machen“, unterstreicht er.</p> <p>Auch Frank Mayer von der Mayer-Mühle stellt klar, dass die Qualität des verwendeten Getreides der entscheidende Faktor für gutes Mehl ist. „Der größte Unterschied liegt im Grundweizen – also welchen Weizen ich überhaupt verwende“, erklärt er. In seiner Mühle komme nur Qualitätsweizen der Stufen A und E zum Einsatz. Diese Sorten seien zwar teurer, würden aber auch bessere Backeigenschaften mitbringen und hätten einen höheren Nährstoffgehalt. „Über den höheren Rohstoffpreis ergibt sich dann natürlich auch ein höherer Preis für das Endprodukt“, so Mayer.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>70 Kilogramm Weizen pro Kopf</span><span>Laut dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft lag der Inlandsverbrauch von Getreide im Wirtschaftsjahr 2020/21 bei knapp 43 Millionen Tonnen. Davon wurden 8,6 Millionen Tonnen als Nahrungsgetreide verwendet. An der Spitze steht dabei deutlich der Weizen: Mit knapp 7,2 Millionen Tonnen ist er das wichtigste Nahrungsgetreide. In dem selben Zeitraum lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei 70 Kilogramm Weizenmehl pro Wirtschaftsjahr. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Roggen und Hafer – allerdings mit deutlich geringerem Verbrauch. Hier sind es sechs Kilogramm Roggenmehl und vier Kilogramm Hafermehl pro Person.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <h2>Weizenmehl ist nicht gleich Weizenmehl</h2> <p>Aus dem Qualitätsweizen entstehen verschiedenste Mehltypen in der Mayer-Mühle – denn Weizenmehl ist nicht gleich Weizenmehl. Mayer erklärt, welches Mehl sich wofür eignet und was es mit den bekannten Typenzahlen wie 405 oder 1050 auf sich hat. Laut ihm sei Mehltyp 405 vor allem zum Backen von Kuchen und Pizzaböden geeignet. Das 550er Mehl bezeichnet er als klassisches Bäckermehl, ideal für Brötchen und Baguettes. Die Typen 812 und 1050 dagegen seien optimal zum Brotbacken.</p> <p>Die Zahlen zeigen laut Mayer verschiedene Ausmahlungsgrade. „Wenn man 100 Kilogramm 405er Mehl verbrennen würde, blieben 405 Gramm Asche übrig.“ Beim 1050er Mehl seien es entsprechend 1,05 Kilogramm unverbrennbare Rückstände. Diese unverbrennbaren Anteile würde man auch als Mineralstoffe bezeichnen. Je höher die Zahl des Mehl-Typs also ist, desto höher ist auch der Mineralstoffgehalt, so der Müller.</p> <h2>Warum etwas mehr zahlen sich lohnen kann</h2> <p>Frank Mayer verrät auch, warum ein Kilo Mehl in einem handelsüblichen Supermarkt billiger ist als eines aus der Mühle. Neben dem qualitativ besseren Grundweizen werde in der Mühle viel Handarbeit geleistet. Jedes Endprodukt wird dabei von Hand nachgewogen und verpackt. Aber auch der Vertrieb spielt eine Rolle: Die Mayer-Mühle setzt auf regionalen Verkauf und kurze Transportwege.</p> <p>Stefan Leichenauer sieht das ganz ähnlich, auch er priorisiert Regionalität. Er erläutert, dass die Landwirte aktuell unter großem Druck stünden, da der Markt von exportiertem Getreide geflutet wird. „Regionale Lebensmittel stützen die Region und damit auch den Platz, wo man lebt“, unterstreicht der Landwirt. Deshalb würde sich der geringe Aufpreis nicht nur qualitativ und geschmacklich, sondern ebenfalls für die eigene Heimat lohnen.</p>]]>
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      <pubDate>Tue, 02 Sep 2025 11:24:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Onkel missbraucht seine Nichte – doch seine Frau verhindert Schlimmeres  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/missbrauch-im-familiaeren-umfeld-onkel-muss-ins-gefaengnis;art372461,12474309 ]]></link>      <description><![CDATA[  In einer Wohnung in Engen begeht ein Onkel vor knapp zehn Jahren zwei Übergriffe auf die Nichte. Beide Male kann seine Frau Schlimmeres verhindern. Später steht er in Stockach vor Gericht.  ]]></description>
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          In einer Wohnung in Engen begeht ein Onkel vor knapp zehn Jahren zwei Übergriffe auf die Nichte. Beide Male kann seine Frau Schlimmeres verhindern. Später steht er in Stockach vor Gericht.<br>
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        In einer Wohnung in Engen begeht ein Onkel vor knapp zehn Jahren zwei Übergriffe auf die Nichte. Beide Male kann seine Frau Schlimmeres verhindern. Später steht er in Stockach vor Gericht.



        <p>Es sollte ein normaler Familienbesuch werden, bei dem zwei Mädchen gemeinsam in der Wohnung der Oma in Engen badeten. Das eine war in diesem Winter 2011 erst drei Jahre alt, das andere zehn. Das eine war das Kind des späteren Angeklagten und seiner Frau, das andere die Nichte der beiden. Doch dann wurde die Wohnung zum Tatort und die Zehnjährige zum Opfer sexuellen Missbrauchs. Nachdem es im August 2012 zu einem weiteren Vorfall kam, musste sich der dann 41-Jährige 2013 vor dem Landgericht Konstanz verantworten.</p> <p>Wie konnte es dazu kommen? Die beiden Mädchen badeten 2011 gemeinsam in der Wohnung der Oma. Mit heruntergelassener Hose kam der Mann laut der damaligen Berichterstattung zu ihnen. Wie der Mann vor Gericht berichtete, urinierte er zunächst vor den Mädchen – es habe in der Wohnung eben nur eine Toilette gegeben. Doch dann kam es laut Anklage zum ersten Übergriff auf die damals Zehnjährige.</p> <p>Der zweite Übergriff fand im Jahr darauf, im August 2012, statt. Seine Ehefrau erwischte ihn, als er die Hand in der Unterhose des damals elfjährigen Kindes hatte. Auch beim ersten Übergriff ertappte ihn seine Frau, wie vor Gericht klar wurde. Beide Male verhinderte sie womöglich Schlimmeres.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Serie</span><span>Gewaltverbrechen sind selten. 21 Straftaten gegen das Leben gibt das Polizeipräsidium Konstanz beispielsweise in ihrer Kriminalstatistik für das Jahr 2024 an. Dazu zählen die Straftaten Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen, fahrlässige Tötung und der strafbare Schwangerschaftsabbruch. Doch es gibt es auch in unserer Region Fälle, die für Aufsehen gesorgt und Menschen beschäftigt haben. In unserer Serie blicken wir auf wahre Verbrechen zurück, die in den vergangenen 25 Jahren unsere Heimat erschütterten. Wie konnten solche Verbrechen geschehen? Und was können wir heute daraus lernen? Die SÜDKURIER-Redaktion rekonstruiert anhand der damaligen Berichterstattung Fälle, um diese Fragen zu beantworten.</span></label></div> <h2>Vor Gericht</h2> <p>Vor Gericht räumte der 41-jährige Angeklagte ein, dass er sich im Winter 2011 und im August 2012 an der Nichte seiner Frau vergriffen hat – allerdings erst auf Nachfragen und Vorhaltungen des Gerichts. Zunächst erklärte der Familienvater, wie der SÜDKURIER damals festhielt, er leide seit einem schweren Autounfall im Herbst 2011 an Erinnerungslücken. Erst später gab der Angeklagte vor Gericht die Vorfälle zu. „Ich weiß, dass ich da ein Problem habe“, sagte der damals 41-Jährige. Letztlich konnte durch das weitgehende Geständnis des Angeklagten dem Kind eine Aussage vor Gericht erspart werden.</p> <p>„Was hätten Sie gemacht, wenn Ihre Frau nicht dazu gekommen wäre?“, fragte die Vorsitzende Richterin den Angeklagten bei der Verhandlung 2013. Er meinte, er habe keine Ahnung. Alles sei ganz spontan gewesen, er habe nichts geplant.</p> <h2>Spontane Ausrutscher statt geplante Taten?</h2> <p>Dass die Vorfälle spontane Ausrutscher waren, bezweifelte die Opferanwältin, die in der Nebenklage die Mutter des Mädchens vertrat. Sie zitierte zahlreiche SMS-Nachrichten der Ehefrau des Angeklagten, aus denen hervorging, dass sie zumindest einmal einen ähnlichen Vorfall beobachtet hatte und sich deshalb von ihm trennen wollte. Sie habe zudem ihrem Mann geraten, noch acht Jahre zu warten, dann könne er sich ganz mit der Nichte zusammentun. Der Angeklagte empfand dies als Eifersuchtsanfall, sagte er vor Gericht.</p> <p>Beide Vorfälle erfüllten allerdings nicht den Vorwurf der versuchten Vergewaltigung oder des schweren sexuellen Kindesmissbrauchs, die ursprünglich angeklagt waren. Wegen sexuellen Kindesmissbrauchs hat das Landgericht Konstanz den Mann zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt, wie der SÜDKURIER berichtete.</p> <p>Gegen den Angeklagten sprach dass er bereits wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen und wegen sexuellen Missbrauchs einer widerstandsunfähigen Person vorbestraft war. Der 41-Jährige strebte danach eine Therapie an, die auch in einer Haftanstalt mit sozialtherapeutischem Angebot möglich ist.</p>]]>
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      <pubDate>Mon, 01 Sep 2025 14:46:24 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[So exotisch ist die Region: Fleisch von Strauß und Bison gibt es auch am Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/bodman-ludwigshafen/exotischer-genuss-am-bodensee-strauss-und-bisonfleisch-was-macht-den-geschmack-so-besonders;art372434,12473686 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bison und Strauß verorten viele in Nordamerika oder Afrika. Gehalten werden die Tiere aber auch am Bodensee. Dabei sind sie nicht nur schön anzuschauen, sondern liefern auch besonderes Fleisch. Was macht dieses aus?  ]]></description>
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          Bison und Strauß verorten viele in Nordamerika oder Afrika. Gehalten werden die Tiere aber auch am Bodensee. Dabei sind sie nicht nur schön anzuschauen, sondern liefern auch besonderes Fleisch. Was macht dieses aus?<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/bodman-ludwigshafen/exotischer-genuss-am-bodensee-strauss-und-bisonfleisch-was-macht-den-geschmack-so-besonders;art372434,12473686]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Bison und Strauß verorten viele in Nordamerika oder Afrika. Gehalten werden die Tiere aber auch am Bodensee. Dabei sind sie nicht nur schön anzuschauen, sondern liefern auch besonderes Fleisch. Was macht dieses aus?



        <p>Das Donnern dutzender Hufe oder laute Rufe in der Nacht – Laute dieser Art würde man vielleicht in der Prärie Nordamerikas oder der afrikanischen Savanne vermuten, nicht aber im zahmen Süden Deutschlands. Und doch sind sie in der Region zu vernehmen. Denn im Landkreis Konstanz sind zwei der wildesten Tierarten beheimatet – Strauße auf der Straußenfarm Hegau-Bodensee im Stockacher Ortsteil Airach und Bisons in der Bisonzucht Bodenwald nahe Bodman.</p> <p>Dies erfreut Wanderer und Touristen, die mit solch einer exotischen Begegnung am Bodensee kaum rechnen. Und es lässt auch die Herzen von Köchen und Gourmets höher schlagen. Denn das exotische Fleisch dieser Tiere landet auch auf dem Teller.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <h2>Vom Zootier zum Fleischlieferanten</h2> <p>Bisons, auch Wisente genannt, werden in Deutschland seit den 1960er-Jahren gezüchtet. Die ersten Tiere wurden vor allem aus Kanada und den USA importiert – anfangs zur Schau in Wildparks und Zoos. Erst ab den 1970er-Jahren entwickelte sich daraus eine landwirtschaftlich genutzte Zucht zur Fleischproduktion.</p> <p>Diese wird vom Deutschen Bisonzuchtverband geregelt. Mittlerweile gibt es in Deutschland rund drei Dutzend Betriebe, die Bisons für Fleisch halten und meist direkt vermarkten, wie Metzgermeister Bernhorst Koch, der seit über zehn Jahren mit der Bisonzucht Bodenwald zusammenarbeitet, berichtet. Die Tiere gelten laut ihm als extrem widerstandsfähig, robust, wenig krankheitsanfällig und liefern hochwertiges, mageres Fleisch.</p> <p>Sie benötigten keine Stallhaltung, nur Weideflächen mit Windschutz – was Investitionen senke. Daher sei die Bisonhaltung auch für kleinere Betriebe wie den Familienbetrieb Bisonzucht Bodenwald interessant, zumal Bisonfleisch ein hochpreisiges Nischenprodukt ist.</p> <p>Die Genetik der Bisons und ihr natürlicher Jahreszyklus bestimmen: Im Winter baut das Wildtier Muskeln und Fett ab und ist im Februar quasi abgemagert, berichtet Koch weiter. Erst mit Beginn der Vegetationszeit werden wieder Muskeln aufgebaut. Eine Schlachtung zu Jahresbeginn wäre darum unrentabel, erklärt der Metzgermeister.</p> <h2>Darum werden Strauße gehalten</h2> <p>Auch beim Strauß dürften die hohe Qualität des Fleisches und seine gute Futterverwertung Gründe für die Züchtung dieses Vogels gewesen sein. Züchter wie Ingrid Frick, Inhaberin der Straußenfarm in Airach, schätzen zudem das hochwertige Straußenleder, die Federn und die essbaren Eier, berichtet diese.</p> <p>Seit den 1990er-Jahren habe sich die Zahl der Betriebe mit Straußenhaltung auf rund 200 erhöht – von kleinen mit zehn bis zu großen mit 250 Tieren wie auf der Straußenfarm Hegau-Bodensee. Auch hier spielt die Direktvermarktung eine zentrale Rolle.</p> <h2>Wann schmeckt das Fleisch am besten?</h2> <p>Bei der Bisonzucht Bodenwald werden im November fünf Tiere im Alter von fünf bis sieben Jahren per Weideschuss von einem Förster geschlachtet. Metzgermeister Bernhorst Koch sagt: „Bullen unter fünf Jahren und Kühe, die nicht gekalbt haben, sollten nicht geschlachtet werden. Eine Kuh, die gekalbt hat, kann auch 17 Jahre alt werden. Dann hat das Fleisch eine Reife.“</p> <p>Geschmacklich gebe es keinen Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Tieren – anders als beim Hausrind, wo laut Koch durch Züchtung viele natürliche Merkmale verloren gehen. Koch schätzt am Bisonfleisch besonders den edlen Wildgeschmack sowie die gesundheitlichen Eigenschaften, nämlich viel Eiweiß und Eisen.</p> <h2>Straußenbein als Delikatesse</h2> <p>Ein Strauß kann in freier Wildbahn auf der Suche nach Futter oder zur Fortpflanzung 15 Kilometer oder mehr zurücklegen. Als wahre Laufmaschine mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern pro Stunde liefern seine muskulösen Beine die Edelteile für den Verzehr.</p> <p>Zwar ist die Laufleistung der hiesigen Zuchtstrauße auf Weiden mit bis zu 1000 Quadratmetern reduziert, der Bewegungsdrang und die Muskelentwicklung bleiben dennoch stark, informiert Ingrid Frick. Der Fett- und Cholesteringehalt liegt unter zwei Prozent, dafür ist das Fleisch reich an Eiweiß, Eisen und Omega-3-Fettsäuren – darum wurde es von der Weltgesundheitsorganisation WHO zum gesündesten Fleisch der Welt erklärt. Auch der Geschmack ist wildartig.</p> <p>Die Straußenhaltung unterliegt hierzulande besonderen Auflagen wie großen Freiflächen, Auslauf und witterungsgeschützten Unterständen, wie es das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vorschreibt.</p> <h2>So werden die Tiere geschlachtet</h2> <p>Alle drei Wochen wird eine Gruppe von sechs Straußen auf der Straußenfarm Waldburg bei Ravensburg geschlachtet – nach strengen Tierschutz- und Hygienebestimmungen, sagt Frick. Der Transport erfolge mit einem rutschfesten, sichtgeschützten Hänger. Die Schlachtung selbst erfolge mit Elektrobetäubung und Entbluten im hängenden Zustand durch Schnitt an der Halsschlagader.</p> <p>„Besondere Vorsicht ist geboten, denn ein Strauß kann bis zu 150 Kilogramm wiegen und sein Tritt kann tödlich sein“, warnt Ingrid Frick. Ihr Mann Georg Frick musste bereits einige schmerzhafte Tritte einstecken, verrät sie. Entsprechend gibt es nur wenige Betriebe in Deutschland, die für die Schlachtung von Straußen zugelassen sind.</p> <h2>Alles wird nach der Schlachtung verwertet</h2> <p>Nach der Entblutung werden wie bei anderen Nutztieren die Eingeweide entfernt und das Tier in Teilstücke zerlegt – Steak, Filet, Braten, Gulasch, Hals, Herz, Muskelmagen oder Leber. Alles wird verwertet, auch Lunge, Sehnen oder Knochen, die bei Hundehaltern beliebt sind. Anders als beim Strauß werden die Knochen des Bisons jedoch nicht verwertet. Einzig Fell und Kopf werden an Liebhaber vermarktet, weiß Bernhorst Koch.</p> <p>Ingrid Frick und Bernhorst Koch sind überzeugt: Es lohne sich auf jeden Fall, seine Geschmacksknospen mal auf eine Reise zu schicken in die Weiten der afrikanischen Savanne und der nordamerikanischen Prärie oder auch einfach nur an den Bodensee.</p>]]>
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      <pubDate>Mon, 01 Sep 2025 09:23:45 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Unsere Aufgaben werden tendenziell immer mehr“: Vor welchen Herausforderungen Hohenfels steht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hohenfels/stoerche-bauprojekte-und-die-zukunft-hohenfelser-buergermeister-im-interview;art372444,12473523 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Hohenfelser Bürgermeister Florian Zindeler spricht im Sommer-Interview über Ärger über Störche, ambitionierte Projekte und eine unsichere Zukunft.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Der Hohenfelser Bürgermeister Florian Zindeler spricht im Sommer-Interview über Ärger über Störche, ambitionierte Projekte und eine unsichere Zukunft.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hohenfels/stoerche-bauprojekte-und-die-zukunft-hohenfelser-buergermeister-im-interview;art372444,12473523]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Der Hohenfelser Bürgermeister Florian Zindeler spricht im Sommer-Interview über Ärger über Störche, ambitionierte Projekte und eine unsichere Zukunft.



        <p><strong>Herr Zindeler, vergangenes Jahr haben Sie wegen der <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hohenfels/warten-auf-das-land-wie-es-mit-den-hohenfelser-stoerchen-weitergeht;art372444,12395899" target="_blank" title="Warten auf das Land: Wie es mit den Hohenfelser Störchen weitergeht">Störche in Hohenfels</a> bundesweit Aufmerksamkeit bekommen. Seither ist bei dem Thema viel passiert. Wie sehr beschäftigt Sie die Storchenthematik heute noch?</strong></p> <p>Hintergrund war eine spürbare Verunsicherung im Ortsteil Mindersdorf, etwa bei den Fragen, wie stark entwickelt sich die Storchenpopulation noch und was darf man als Privatperson tun. Mein Schreiben wurde verfasst, als sich damals über 100 Störche auf einem Feld zum Abflug versammelt haben. In der Wahrnehmung meiner Aufgabe als Bürgermeister war es richtig, das Thema an das Umweltministerium zu adressieren und zu signalisieren, dass es Potenzial in Bezug auf Aufklärung und Hilfestellung seitens des Landes gibt.</p> <p>Nachdem keine Reaktion kam, habe ich eine <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hohenfels/vogellaerm-und-dreck-in-hohenfels-spalten-stoerche-die-gemueter;art372444,12367612" target="_blank" title="Kot, Nester, Lärm: Störche sorgen in Hohenfels noch immer für Unmut">Bürgerinformationsveranstaltung mit Ute Reinhard</a>, einer Storchenexpertin, organisiert. Das Format war gut, weil die kritischen Punkte diskutiert werden konnten. Der Gemeinderat hat mich abschließend darum gebeten, einen zweiten Brief zu formulieren, um dem zuständigen Ministerium unsere Erkenntnisse und Einschätzungen mitzuteilen. Mit dem Versand war meine Aufgabe erfüllt.</p> <p><strong>In der Gemeinde passiert gerade viel in Sachen Wohnungsbau. Wie sehr bremst Sie dabei die Bürokratie aus?</strong></p> <p>Die Bürokratie bremst uns bei den Planverfahren kaum aus. Unser Wohnentwicklungskonzept wurde über Jahre hinweg erarbeitet und so ein intensiver Prozess benötigt Zeit. Das größte Vorhaben, unser Baugebiet „Röschberg Süd“ in Liggersdorf, wurde bereits 2019 eingeleitet. Nachdem das Ziel definiert war, ging es schnell. In jeweils unter einem Jahr haben wir die komplette Erschließungsplanung und die erforderlichen Baumaßnahmen abgeschlossen. Für unsere kleine Verwaltung sind 64 Bauplätze und ein Volumen von mehr als 8 Millionen Euro ein enormes Projekt. Das Resultat ist eine Teamleistung.</p> <p><strong>Wie viele Grundstücke sind im „Röschberg Süd“ aktuell noch nicht verkauft?</strong></p> <p>Wir unterscheiden zwischen Flächen für private Wohnformen, zum Beispiel Einfamilienhäuser, und Grundstücken für Investoren und Bauträger. Zu Letzteren zählt auch das inklusive Projekt der Lautenbacher Gemeinschaften. Der Vertrag ist geschlossen und ein Bauantrag eingereicht. Insgesamt befinden wir uns bei der Hälfte der zehn Bauträgergrundstücke in aussichtsreichen Gesprächen.</p> <p>Seit 2019 haben sich Rahmenbedingungen verändert, daher erfordert es gezielte Anpassungen im Bebauungsplan, um den Wohnungsbau zu unterstützen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hohenfels/damit-im-neubaugebiet-ein-miteinander-entsteht-mehrere-ideen-fuer-quartiersplatz-im-roeschberg-sued;art372444,12365969" target="_blank" title="Damit im Neubaugebiet ein Miteinander entsteht: Mehrere Ideen für Quartiersplatz im Röschberg Süd">Von den klassischen Baugrundstücken sind bereits 14 veräußert, daher stehen noch 40 zur Verfügung.</a> Mit dieser Quote sind wir durchaus zufrieden und sie passt zu unserem mehrjährigen Verkaufsziel.</p> <p><strong>Viele Kommunen hoffen, mit Projekten wie Seniorenwohnen Wohnraum freizuschaufeln, oft gelingt das aber nicht. Glauben Sie, dass das bei Ihnen anders ist?</strong></p> <p>Unser Neubaugebiet in Liggersdorf überzeugt durch Attraktivität: Es liegt zentral, nur wenige Meter vom Ortskern entfernt und dennoch am Ortsrand mit südlicher Ausrichtung. Einerseits ist man mitten im Dorfgeschehen und andererseits auch gleich im Grünen, im Kalkofener Wald. Wir können den Erfolg nicht garantieren, aber dieses Gesamtpaket lädt zum Nachdenken ein. Ein Umzug in eine barrierefreie Wohnung ohne Verlust des gewohnten sozialen Umfelds ist eine verlockende Alternative. Bislang haben wir keine vergleichbare Lösung, daher müssen wir dieses Angebot schaffen und der Rest kommt von alleine.</p> <p><strong>Die Gemeinde hat ein Entwicklungskonzept erstellt, in dem jede Menge Vorhaben vorgestellt werden, die bis 2040 umgesetzt werden sollen. Das ist mit großen Kosten verbunden. Müssen sie in Zeiten von Inflation und steigenden Kosten bereits Abstriche machen?</strong></p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/hohenfels-stellt-weichen-fuer-zukunft;art372461,11463756" target="_blank" title="Hohenfels stellt Weichen für Zukunft">Unser Gemeindeentwicklungskonzept „Hohenfels 2040“ erlaubt uns einen Blick in die Zukunft.</a> Das prognostizierte Bevölkerungswachstum hat Auswirkungen auf kommunale Einrichtungen aufgezeigt und daraus wurden Meilensteine abgeleitet. Die genannten Vorhaben, zum Beispiel eine Mehrzweckhalle oder die Kindergarten- und Schulentwicklung, werden finanzielle Mittel beanspruchen.</p> <p>Ungeachtet der künftigen Entwicklung stehen wir bereits an einem Punkt, an dem so oder so Investitionen erforderlich sind, um zusätzliche Kapazitäten und eine moderne Infrastruktur zu schaffen. Das Entwicklungskonzept hat es uns ermöglicht, in ein Programm der Städtebauförderung sowie an Fördermittel zu gelangen. Die Realisierung gehen wir nun Stück für Stück an, dadurch verteilt sich die Last. Und ja, Projekte mit geringerer Priorität müssen in dieser Zeit zurückgestellt werden.</p> <p><strong>Hohenfels ist sehr ländlich geprägt. Ergeben sich daraus besondere Herausforderungen?</strong></p> <p>Weniger durch unsere ländliche Struktur, mehr durch unsere Situation als Flächengemeinde. Dadurch müssen wir eine größere Infrastruktur unterhalten, beispielsweise bei Straßen und Leitungen. Gerne würden wir unsere wunderschönen Ortsteile mit Radwegen verbinden, aber im Außenbereich ist überwiegend der Landkreis Konstanz zuständig und etliche Grundstücke sind betroffen. In diesem Fall benötigen wir Durchhaltevermögen.</p> <p><strong>Welche Themen abseits vom Wohnen werden für die Gemeinde künftig wichtig sein?</strong></p> <p>Wir sind eine aktive Verwaltung und in den vergangenen Jahren wurde einiges getan. Dabei möchte ich den flächendeckenden Ausbau von schnellem Internet nennen. Unsere Aufgaben werden tendenziell immer mehr und Gewerbeflächenentwicklung, Erneuerbare Energien oder Hochwasser- und Klimaschutz könnten Themen sein. Limitierende Faktoren sind unsere personellen und finanziellen Ressourcen.</p> <p><strong>Was schätzen Sie persönlich am meisten an Ihrer Gemeinde?</strong></p> <p>Neben meinem Team sind es alle unsere Hohenfelserinnen und Hohenfelser. Das menschliche Miteinander, die funktionierende Gemeinschaft mit intaktem Vereinsleben und das besondere Lebensgefühl sind allein ihr Verdienst.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[„Unsere Aufgaben werden tendenziell immer mehr“: Vor welchen Herausforderungen Hohenfels steht]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 29 Aug 2025 16:53:46 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Die Region im Glas: So werden regionale Produkte in Gottmadingen natürlich haltbar gemacht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gottmadingen/das-gottmadinger-unternehmen-delikat-essen-packt-das-geheimnis-regionaler-genuesse-in-glaeser;art372442,12472410 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Das Gottmadinger Unternehmen Delikat essen setzt auf natürliche Feinkost und regionale Lebensmittel. Markus Bruderhofer erklärt, wie es dazu kam – und wie seine Produkte entstehen.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Das Gottmadinger Unternehmen Delikat essen setzt auf natürliche Feinkost und regionale Lebensmittel. Markus Bruderhofer erklärt, wie es dazu kam – und wie seine Produkte entstehen.<br>
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        So schmeckt die Heimat: Das Gottmadinger Unternehmen Delikat essen setzt auf natürliche Feinkost und regionale Lebensmittel. Markus Bruderhofer erklärt, wie es dazu kam – und wie seine Produkte entstehen.



        <p>Die Geschichte des Gottmadinger Unternehmens Delikat essen begann vor fast 30 Jahren: Der frühere Küchenchef Markus Bruderhofer hatte es satt, Fleisch, Fisch und Beilagen aus exotischen Ländern zuzubereiten – und verschrieb sich regionalen Produkten. Nicht mehr als leitender Koch, sondern als Inhaber einer Feinkostmanufaktur im Gottmadinger Gewerbegebiet Goldbühl. „Delikat essen – Feines aus dem Hegau“, so firmiert Bruderhofers Unternehmen.</p> <p>„Nach meiner Tätigkeit als Küchenchef in gehobener Gastronomie und einer Tätigkeit im Vertrieb eines Lebensmittelkonzerns reifte in mir der Gedanke, ein Unternehmen zu gründen“, sagt Bruderhofer. Er und sein Team, das fast durchweg aus Gottmadingen selbst kommt, produzieren dort nun viel Eingemachtes. Aber wie entstehen die Produkte mitten im Hegau? Und was zeichnet sie aus?</p> <h2>Regionale Produkte verarbeiten</h2> <p>Bei der Zubereitung von Soßen, Pesto, Pasten, eingelegten und lange haltbar gemachten Früchten in Gläsern sowie den anderen der insgesamt etwa 60 Produkten setzt Bruderhofer auf Erzeugnisse aus der Heimat, wie er berichtet. Deshalb ist er auch seit dem Jahr 2008 Mitglied von „Gutes vom See“, einem Zusammenschluss von Erzeugern und Händlern, der sich zur Aufgabe gemacht hat, Produkte zu fertigen und vertreiben, die in ihrem Ursprung nicht mehr als 40 Kilometer vom Bodensee entfernt sind.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Und noch auf andere Weise setzt Bruderhofer auf Nachhaltigkeit: Ein Großteil des Stroms für sein Unternehmen fließt über großflächige Solarmodule. Alle Produkte werden in Gläsern abgefüllt. Auch kurze Wege zu Kunden und regionalen Lieferanten gehören zum Geschäftsmodell.</p> <h2>Schnelle Hände und flinke Finger</h2> <p>Fleißige Menschen sortieren mit schnellen Händen und flinken Fingern natürlich Gewachsenes wie Kräuter aus, um sie zu verlesen und weiterberarbeiten zu können. Soßen und andere Erzeugnisse kommen auch dank moderner Maschinen zur Abfüllung, fertige Gläserinhalte erhalten die Etikettierung. Auch <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/moos/lecker-und-einzigartig-was-die-hoeri-buelle-so-besonders-macht-die-platte-rote-zwiebel-vom-bodensee;art372450,12462309" target="_blank" title="Genauso besonders wie Parmesan oder Champagner: Was die Höri-Bülle einzigartig macht">die Höri-Bülle</a> hat einen gewichtigen Stellenwert. Die verarbeitet Bruderhofer in verschiedenen Variationen, schon seit der Gründung 2014 hat er sich auch dem Verein Höri-Bülle angeschlossen.</p> <p>Eingemachtes ist für Bruderhofer nichts neues: „Bereits während meiner früheren Tätigkeit wagte ich nebenher Schritt für Schritt den Gang in die Selbstständigkeit“, berichtet der <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gottmadingen/Serie-Neu-im-Rat-Wie-der-Gottmadinger-Unternehmer-Markus-Bruderhofer-mit-Gruendergeist-in-die-Ortspolitik-geht;art372442,10192046" target="_blank" title="Serie Neu im Rat: Wie der Gottmadinger Unternehmer Markus Bruderhofer mit Gründergeist in die Ortspolitik geht">Unternehmer.</a> Damals noch Küchenchef des Gasthauses Alte Mühle in Rielasingen, fand er mit „Beschwipsten Früchten“ eine Möglichkeit, auch im Winter Früchte als Dessert anzubieten. „Frische Früchte, in ihrer Saison verarbeitet, werden mit Gewürzen und Alkohol eingekocht und können so auch in der kalten Jahreszeit als Dessert oder Begleiter zu Käse- und Fleischgerichten genossen werden“, erklärt er.</p> <p>Und schon als Kind auf dem Bauernhof in Ebringen schaute Bruderhofer seiner Mutter gerne beim Kochen über die Schulter. Dort erwachten seine Neugier und seine Kreativität in der Gestaltung und Konzeption der Produkte. Schnell gesellten sich zu den Früchten Kräuterpasten und verschiedene Salatsaucen.</p> <p>Die Bedeutung der Authentizität von Lebensmitteln, der Echtheit von Zutaten, aber auch die Schattenseiten lernte Markus Bruderhofer bei einem fünfjährigen Ausflug in die Lebensmittelindustrie kennen: „Ich habe schnell gemerkt, dass das für mich nichts mit Essen, mit Ernährung zu tun hat, wie ich es mir vorstelle. Irgendwann habe ich mir dann vorgenommen, meine eigenen Ideen umzusetzen“.</p> <h2>Die Familie als Testpublikum</h2> <p>Mit der Selbständigkeit und dem konsequenten Verzicht auf Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe sei die Produktpalette der kleinen Manufaktur gewachsen. „Die Freude am Ausprobieren neuer Ideen, Verwerfen und Neudurchdenken findet sich in den Produkten wieder.“ Und so ist die Familie des dreifachen Vaters häufig das Testpublikum für neue Rezepturen.</p> <p>„Aus einer saisonalen Verpflichtung heraus werden nur Produkte verarbeitet, die gerade verfügbar sind“, so Bruderhofer. „In vielen Bereichen können wir gegenüber der Konkurrenz preislich nicht mithalten. Wir bekommen aber sehr viel positive Resonanz. Selbst wenn wir bei der sehr aufwändigen und kostenintensiven Herstellung unserer regionalen Produkte deutlich teurer sind, schätzen viele Kunden die Qualität“, sagt er. Im Internet kostet zum Beispiel ein 130 Gramm-Glas Höri-Bülle-Apfelcreme von Delikat essen 4,20 Euro und 480 Milliliter Salatsoße 5,10 Euro.</p> <h2>Corona-Zeit wirkte eher positiv</h2> <p>Besonders die Corona-Pandemie, die für viele andere Unternehmen zum Problem wurde, hat sich bei Bruderhofer positiv ausgewirkt: „Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen Konsum-Artikel wegen vorübergehender Geschäftsauszeiten nicht kaufen konnten, gab es eine verstärkte Nachfrage nach unseren Erzeugnissen. Das ebbte aber nach Corona wieder etwas ab“, so Bruderhofer.</p> <p>Dennoch: „2000 bis 3000 Gläser mit regionalen Produkten gehen täglich in die Fertigung“, berichtet Sandra Schlatter, die im Büro den umfangreichen geschäftlichen Ablauf auf Papier und per E-Mail mit Freude an der Arbeit meistert. Sie wohnt im Hilzinger Ortsteil Weiterdingen. Und der befindet sich gerade mal etwa zehn Kilometer entfernt von Gottmadingen. Auch das passt zur regionalen Firmenphilosophie.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Die Region im Glas: So werden regionale Produkte in Gottmadingen natürlich haltbar gemacht]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 29 Aug 2025 12:36:19 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kameras und Fremde in der Wohnung? So fühlt es sich an, beim „Perfekten Dinner“ mitzumachen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/perfektes-dinner-am-bodensee-so-laeuft-das-tv-erlebnis-wirklich-ab-insider-berichten;art372432,12472177 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Koch-Sendung sucht erneut Kandidaten am Bodensee. Zwei frühere Teilnehmer erzählen, wie es bei den Dreharbeiten zugeht und wie Freunde und Bekannte reagieren, wenn man im TV zu sehen ist.  ]]></description>
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          Die Koch-Sendung sucht erneut Kandidaten am Bodensee. Zwei frühere Teilnehmer erzählen, wie es bei den Dreharbeiten zugeht und wie Freunde und Bekannte reagieren, wenn man im TV zu sehen ist.<br>
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        Die Koch-Sendung sucht erneut Kandidaten am Bodensee. Zwei frühere Teilnehmer erzählen, wie es bei den Dreharbeiten zugeht und wie Freunde und Bekannte reagieren, wenn man im TV zu sehen ist.



        <p>Noch einmal würde er es nicht machen. Zumindest nicht genauso. Trotzdem spricht Johannes Wolf von einer tollen Erfahrung, wenn er an seine Teilnahme an der Fernsehsendung „Das perfekte Dinner“ zurückdenkt. Im Januar 2024 strahlte der Privatsender VOX die Sendung aus, in der Wolf in seiner Küche auf der Reichenau für seine vier Konkurrenten kochte. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/lust-auf-tv-kueche-bodensee-hobbykoeche-koennen-beim-perfekten-dinner-mitkochen;art372432,12466627" target="_blank" title="Töpfe raus und Schürze an! Fernsehsender sucht am Bodensee nach Kandidaten für eine Kochshow">Aktuell werden für die Sendung wieder Kandidaten am Bodensee gesucht.</a></p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Wie-kocht-man-fuer-vier-wildfremde-Menschen-Konstanzer-Denny-Stolz-nimmt-bei-TV-Sendung-Das-perfekte-Dinner-teil;art372448,10402974" target="_blank" title="Wie kocht man für vier wildfremde Menschen? Konstanzer Denny Stolz nimmt bei TV-Sendung &amp;bdquo;Das perfekte Dinner&amp;ldquo; teil">Denny Stolz war im Februar 2020 in der Sendung zu sehen.</a> Beworben hatte er sich schon Jahre vorher. Lange habe er nichts gehört, die Bewerbung schon vergessen, dann sei eine Nachricht zu einem Casting eingegangen. Später dann kam der Anruf mit der Zusage.</p> <p>Auf das Format aufmerksam wurde Wolf erst durch eine Bekannte, die um seine Leidenschaft fürs Kochen wusste. „Ich kannte die Sendung gar nicht“, er schaue nicht viel im Fernsehen, sagt er im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Beworben hat er sich dennoch.</p> <p>„Es ging nicht ums Gewinnen“, sagt er. Wichtig sei ihm gewesen, Werbung für die Reichenau machen. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/das-perfekte-dinner-am-bodensee-2024-so-lief-der-vierte-tag;art417930,11859233" target="_blank" title="&amp;bdquo;Das perfekte Dinner&amp;ldquo; am Bodensee: Bei Johannes auf der Reichenau wird es deftig">Das zeigt sich auch an dem Menü, das er in der Sendung zubereitet hat</a>: Dort verwendete Wolf nur Produkte aus der Region, beziehungsweise von der Reichenau – außer dem Rindfleisch, das gibt es eben nicht von der Insel.</p> <h2>Wie läuft der Dreh bei „Das perfekte Dinner“ ab?</h2> <p>Denny Stolz war der erste Gastgeber der Woche, kannte also auch noch keinen der anderen Kandidaten. Punkt neun Uhr sei ein sechsköpfiges Team vor seiner Tür gestanden. „Sobald die Tür aufging, wurde aufgenommen“, bis etwa 16 Uhr sei gefilmt worden. Nach einer Pause ging es am Abend weiter: Zunächst zwei Kamerateams, dann noch die vier anderen Kandidaten: Plötzlich seien 16 Leute in der Wohnung gewesen. Im Fernsehen sei davon nichts zu erkennen.</p> <p>„Wenn du kochst, bemerkst du die Kamera irgendwann nicht mehr“, sagt Stolz. Das Team habe ihn einfach machen lassen, zwischendurch Fragen gestellt oder kurze Anweisungen gegeben, wenn etwas nicht gut gefilmt werden kann. „Es gibt kein Drehbuch“, man bereite das Essen vor, der Rest passiere einfach.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Sendung auf Kandidatensuche</span><span>Bei „Das perfekte Dinner“ laden sich fünf Hobbyköche aus der gleichen Stadt oder Region gegenseitig zum Abendessen bei sich zu Hause ein. Am Ende des Abends wird der Gastgeber von den übrigen vier Kandidaten bewertet. Wer die höchste Punktzahl erhält, wird am Ende der Woche zum Sieger gekürt und erhält ein Preisgeld von 3000 Euro. Aktuell werden für die Bodensee-Ausgabe im Oktober Kandidaten gesucht. Wer interessiert ist, kann sich noch bis zum 5. September telefonisch unter 0221 492048240 oder im Netz unter <a href="https://www.itvstudios.de/dinner" target="_blank" title="" rel="noopener">www.itvstudios.de/dinner</a> bewerben.</span></label></div> <p>Stolz entschied sich gegen das Drei-Gänge-Menü und servierte stattdessen eine Auswahl an spanischen Tapas. Er lebte viele Jahre in Spanien und Mexiko, kennt sich mit der Küche aus. Bei den anderen Kandidaten sei das gut angekommen: „Da war nichts mehr übrig“, erinnert er sich.</p> <p>Es war eine tolle Erfahrung, sagt Wolf, aber auch anstrengend. Fünf Tage, fünf Abendessen. Die ganze Woche sei man unterwegs. Schon mittags zu Interviews, die als Einspieler verwendet werden, müssten die Teilnehmer vor Ort sein. Abends geht es dann zum Essen. Erst spätabends geht es wieder nach Hause. Wolfs Konkurrenten kamen aus Espasingen, Steißlingen, Überlingen und Friedrichshafen.</p> <p>Noch länger ist der Tag, an dem selbst gekocht wird: „Die klingeln um 9 Uhr und dann geht‘s los“, sagt Wolf. Ein Kamerateam sei dann während der Vorbereitungen auf das Drei-Gänge-Menü vor Ort. Später, wenn die anderen Teilnehmer zum Essen da sind, sind zwei Kamerateams dabei. Der Tag dauert lang, irgendwann verlassen alle Leute die Wohnung wieder. „Und dann stehst du vor einem Berg Geschirr“, sagt Wolf mit einem Lachen.</p> <h2>„Wir sehen das auch erst im Fernsehen“</h2> <p>Was von dem vielen Filmmaterial letztendlich ausgestrahlt wird, wissen die Teilnehmer weder vorher noch haben sie Einfluss darauf, welche Szenen gezeigt werden. „Wir sehen das auch erst im Fernsehen“, sagt Wolf. Wie fielen die Reaktionen auf seinen Auftritt aus? Bis heute werde er auf der Reichenau ab und an darauf angesprochen. Für die Insel sei es etwas Besonderes gewesen, vermutet er. In seinem Bekanntenkreis habe es positive Reaktionen gegeben, „die fanden das super“.</p> <p>Zu den Begleiterscheinungen der Sendung gehören auch Nachrichten von Fremden, die den Reichenauer erreichten. Unmittelbar nach Ausstrahlung sei seine Geschäftswebseite tausendfach aufgerufen worden. Unter den Nachrichten sei „viel beliebiges Zeug“, so habe etwa jemand kritisiert, dass seine Schüsseln zu klein seien.</p> <h2>Rampenlicht bringt auch Unschönes mit sich</h2> <p>Zwischen Dreh und Ausstrahlung lagen etwa zwei Monate, da vergesse man schon fast, dass man überhaupt dabei war, sagt Stolz. Mit der Ausstrahlung steht man plötzlich in der Öffentlichkeit – und spürt auch deren negativen Seiten.</p> <p>Was ihn erstaunt hat, waren die Reaktionen auf die Sendung, was Kommentare und Nachrichten im Netz angeht. „Das habe ich unterschätzt“, da brauche man ein dickes Fell. Denn neben Belanglosigkeiten waren auch heftige Beleidigungen und sogar persönliche Drohungen dabei. Das sei der Punkt, aus dem er möglichen Kandidaten abraten würde, sich im Fernsehen zu zeigen.</p> <h2>„Unglaublich, wie viele Leute das gucken“</h2> <p>Persönliche Reaktionen, wenn er erkannt und auf die Sendung angesprochen wurde, seien dagegen positiv gewesen – und wohl mehr, als er erwartet hatte. „Unglaublich, wie viele Leute das gucken.“ Das habe aber schnell wieder abgenommen, nach drei Monaten wisse das keiner mehr, sagt Stolz. Kontakt zu den anderen Teilnehmern ihrer jeweiligen Ausgaben haben die beiden Kandidaten heute nicht mehr.</p> <p>Auf die Zeit blickt Johannes Wolf gerne zurück. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagt er. Obwohl er keiner sei, der immer im Vordergrund stehen müsse, sagt Wolf von sich selbst. Durch die Sendung komme man aus seiner Komfortzone heraus, man gebe einiges von sich preis: Viele fremde Menschen in der eigenen Wohnung, im Schlafzimmer werden Interviews gefilmt.</p> <p>„Das ist schon ein komisches Gefühl“, auch wenn die Kulisse im Fernsehen dann nicht so zu erkennen sei. Beide der früheren Kandidaten betonen, dass die Kamerateams darauf achten, dass keine allzu privaten Einblicke in die Wohnungen und Leben der Teilnehmer gewährt werden.</p> <p>„Für mich war es nicht wichtig, zu gewinnen“, sagt Stolz. Darauf komme es in dem Format gar nicht an, allzu großer Ehrgeiz wäre fehl am Platz. Wer gerne kocht und Lust darauf hat, zu erfahren, wie Fernsehen gemacht wird, der solle sich bewerben. Die Erfahrung war es wert. Allerdings sei die Woche eben auch anstrengend. „Du musst überzeugt sein von dem, was du tust, dann hast du eine gute Zeit.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 28 Aug 2025 17:37:19 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wie sieht die Zukunft des Stockacher Krankenhauses aus? Neue Informationen zum Leitungswechsel  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/wie-geht-es-im-stockacher-krankenhaus-nach-dem-leitungswechsel-weiter;art372461,12471684 ]]></link>      <description><![CDATA[  Geschäftsführer Michael Hanke verlässt die Einrichtung. Im Rahmen einer Betriebsversammlung am Donnerstag, 28. August wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die neue Lage informiert. Was ist bekannt?  ]]></description>
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          Geschäftsführer Michael Hanke verlässt die Einrichtung. Im Rahmen einer Betriebsversammlung am Donnerstag, 28. August wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die neue Lage informiert. Was ist bekannt?<br>
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        Geschäftsführer Michael Hanke verlässt die Einrichtung. Im Rahmen einer Betriebsversammlung am Donnerstag, 28. August wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die neue Lage informiert. Was ist bekannt?



        <p>Erstmals, seitdem bekannt geworden ist, dass Michael Hanke das Stockacher Krankenhaus als Geschäftsführer verlassen wird, gibt es weitere Details zu der Angelegenheit. Am Donnerstag, 28. August, informierte Bürgermeisterin Susen Katter, die zugleich Aufsichtsratsvorsitzende des Stockacher Krankenhauses ist, die Belegschaft über die aktuelle Lage und die Zukunft der Geschäftsführung.</p> <p>Demnach fiel die Entscheidung zur Trennung von Michael Hanke bereits Ende Juli. Der Aufsichtsrat habe dabei einstimmig beschlossen, das Arbeitsverhältnis zwischen Geschäftsführer Michael Hanke und dem Stockacher Krankenhaus zu beenden, heißt es in einer Pressemitteilung, die die Stadt Stockach im Nachgang zur Betriebsversammlung veröffentlicht hat.</p> <h2>Persönliche Gründe</h2> <p>Erneut wird in der Pressemitteilung betont, dass die Trennung in gegenseitigem Einvernehmen erfolge. „Der Aufsichtsrat und die Stadt Stockach danken Herrn Hanke für seinen Einsatz in den vergangenen sechs Jahren und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“, wird Susen Katter in der Pressemitteilung zitiert. Eine Begründung für die Trennung wird aber auch in der aktuellen Pressemitteilung nicht genannt. Wie der Südkurier im Gespräch mit mehreren, dem Krankenhaus verbundenen Personen erfahren hat, sei die Trennung sehr überraschend gekommen.</p> <p>Auf Nachfrage des SÜDKURIER verweist die Aufsichtsratsvorsitzende auf persönliche Gründe seitens Michael Hankes. „Ich verstehe das große öffentliche Interesse an den Gründen für die Trennung, jedoch handelt es sich um eine höchst persönliche Angelegenheit“, erklärt Katter und verweist darauf, dass Personalangelegenheiten auch in anderen Fällen nicht näher öffentlich kommentiert oder begründet würden.</p> <h2>Einzelheiten noch in Abklärung</h2> <p>Aktuell würden zudem noch die Einzelheiten rund um den Aufhebungsvertrag miteinander abgestimmt, so Katter. Was ihr in diesem Zusammenhang wichtig zu betonen ist: „Diese Entscheidung steht nicht in einem Zusammenhang mit einer Schließung des Stockacher Krankenhauses“. Der Betrieb werde ganz normal weitergeführt und die Zukunft des Hauses stehe nicht infrage.</p> <p>Neue Details gibt es indes im Hinblick auf die zukünftige Leitung des Krankenhauses. Bernd Zimmermann, bisher Stellvertreter von Michael Hanke, wird die kommissarische Leitung des Hauses übernehmen. Er hat schon in den vergangenen Wochen die Geschäftsführung übernommen, wie immer während urlaubsbedingter Abwesenheiten Hankes. Zimmermann kannte als langjähriger Mitarbeiter das Krankenhaus in seinen Strukturen genau, heißt es in der Pressemitteilung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Krankenhaus</span><span>Jährlich werden im Krankenhaus Stockach rund 3450 Menschen stationär behandelt, heißt es auf der Internetseite des Krankenhauses. Hinzu kommen demnach rund 4500 ambulante Notfälle sowie circa 4200 ambulante Patienten. Das Krankenhaus Stockach verfügt über 55 Planbetten. Der Fachabteilung für Innere Medizin sind 22 Betten zugeordnet, der Fachabteilung für Chirurgie 33 Betten.</span></label></div> <p>Viele wichtige Entwicklungen habe er sowohl miterlebt als auch mitgestaltet und er genieße deshalb das Vertrauen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gemeinsam mit dem ärztlichen Direktor Jürgen Brecht und dem gesamten Team stehe er für Verlässlichkeit und Kontinuität und dafür, dass das Krankenhaus weiterhin in sehr guten Händen sei, so die Mitteilung aus der Stadtverwaltung. „Herzlichen Dank für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Ich bringe mich sehr gerne in verantwortlicher Position für das Krankenhaus Stockach ein“, wird Bernd Zimmermann in der Mitteilung zitiert.</p> <h2>Kein Kommentar von Michael Hanke</h2> <p>Michael Hanke selbst war am Donnerstagnachmittag für den SÜDKURIER nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Bereits nach dem erstmaligen Bekanntwerden der Nachricht vor rund zwei Wochen hatte er jedoch dem SÜDKURIER gegenüber bestätigt, dass er das Stockacher Krankenhaus verlassen werde. Zu den Gründen wollte er sich damals jedoch ebenfalls nicht äußern.</p> <p>Michael Hanke hatte die Geschäftsführung des Stockacher Krankenhauses zum 1. März 2019 übernommen. Der heute 61-Jährige folgte auf Berthold Restle. Zuvor war Hanke laut SÜDKURIER-Informationen kaufmännischer Direktor des Heilig-Geist-Krankenhauses in Köln-Longerich gewesen. Wie es für ihn nach dem Ausscheiden aus der Geschäftsführung in Stockach weitergehen wird, dazu gibt es momentan noch keine Informationen.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Hohenfels]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Wie sieht die Zukunft des Stockacher Krankenhauses aus? Neue Informationen zum Leitungswechsel]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 28 Aug 2025 15:05:44 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kein Tag Urlaub in 41 Jahren: Wie ist es eigentlich, mit dem Zirkus von Stadt zu Stadt zu ziehen?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/circus-rudolf-renz-auf-dem-dillplatz-in-stockach-so-hart-ist-das-zirkusleben-als-artist;art372461,12471551 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Circus Rudolf Renz hat bis Sonntag, 7. September, auf dem Dillplatz seine Zelte aufgeschlagen. Rudolf Renz ist im Zirkus aufgewachsen und erzählt, wie hart das Zirkusleben sein kann und warum es sich dennoch lohnt.  ]]></description>
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          Der Circus Rudolf Renz hat bis Sonntag, 7. September, auf dem Dillplatz seine Zelte aufgeschlagen. Rudolf Renz ist im Zirkus aufgewachsen und erzählt, wie hart das Zirkusleben sein kann und warum es sich dennoch lohnt.<br>
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        Der Circus Rudolf Renz hat bis Sonntag, 7. September, auf dem Dillplatz seine Zelte aufgeschlagen. Rudolf Renz ist im Zirkus aufgewachsen und erzählt, wie hart das Zirkusleben sein kann und warum es sich dennoch lohnt.



        <p>Aufmerksame Stockacher werden es schon beobachtet haben: Der Zirkus ist in der Stadt. Schon seit einigen Tagen werden auf dem Dillplatz Zelte aufgebaut, Technik installiert, wird für den großen Auftritt geprobt, bevor am Freitag, 29. August, in der Manege die Scheinwerfer angehen.</p> <p>Der Kopf dahinter ist Rudolf Renz. Der 41-Jährige ist schon sein Leben lang Teil des Zirkus. Bei den Vorstellungen agiert er als Zirkusdirektor, moderiert gemeinsam mit einem Clown die Show und hat verschiedene Nummer mit Tieren, wie Pferd und Kamel. Er sagt: „Ich bin da hineingeboren. Ich kenne gar nichts anderes.“</p> <h2>Viel passiert hinter den Kulissen</h2> <p>Was für die Zuschauer ein schöner Nachmittag mit Akrobatik, Tiershows und Clownerie ist, ist für Renz und sein Team eine riesige Menge Arbeit, die manch einer gar nicht sieht.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Alles zu Vorstellungen und Preisen</span><span>Vom 29. August bis zum 7. September gastiert der Circus Rudolf Renz auf dem Stockacher Dillplatz. Vorstellungen sind immer Donnerstag und Freitag um 17 Uhr. Am Samstag sind Vorstellungen um 15 und 18 Uhr. Am Sonntag, 31. August, öffnet sich die Manege um 15 Uhr und am Sonntag, 7. September, um 11 Uhr. Karten für die hinteren Plätze kosten für Kinder regulär 12 Euro, in der Mitte sind es 15 Euro und in der Loge 20 Euro. Für Erwachsene sind es 15, 20 und 25 Euro. Donnerstag und Freitag sind Familientage, da zahlen Erwachsene den Kinderpreis. Karten für die Vorstellung am Samstag, 18 Uhr, kosten regulär 10 Euro, in der Loge sind es 15 Euro. Weitere Informationen gibt es unter <a href="http://www.circus-rudolf-renz.de" target="_blank" title="" rel="noopener">www.circus-rudolf-renz.de</a></span></label></div> <p>Denn alleine für den Aufbau des riesigen Zirkuszelts müsse erst der Platz vermessen werden, dann werden vier große Stahlmasten mit einem Teleskopstapler aufgestellt, die das Fundament für die Zeltwände bilden. Damit auch alles sicher steht, werden mehr als 150 Erdpfähle in die Erde gebracht. „Und das bei Wind und Wetter“, so Renz. Denn die Showtermine ließen sich nicht verschieben. Steht dann die Außenwand, geht es erst an die Inneneinrichtung und die Technik. Rund 1,5 Kilometer Kabel würden im Zelt für die Shows verlegt.</p> <h2>„Man ist immer unter Strom“</h2> <p>Doch das ist nur ein kleiner Teil der Arbeiten, wie Renz verdeutlicht. Denn bevor der Zirkus nach Stockach kommen kann, gilt es, einen Tourenplan zu erstellen, Genehmigungen einzuholen und Plakate zu verteilen. „Das ist mit einem Haufen Bürokratie verbunden“, sagt Renz und fasst es so zusammen: „Man ist immer unter Strom, hat immer etwas zu tun.“</p> <p>Von einer 40-Stunden-Woche mit sechs Wochen Urlaub kann Renz nur träumen. In der Regel sei ein Arbeitstag bei ihm 14 bis 15 Stunden lang. Nicht selten seien es sogar 20 Stunden. Hinzu kommt: „Ich bin 41 Jahre alt und ich hatte noch nie Urlaub.“ Auch Feier- oder Brückentage gebe es beim Zirkus nicht. Wenn keine Vorstellungen sind, wird organisiert, sich um die Tiere gekümmert oder an den nächsten Ort weitergezogen.</p> <p>Das ist eine riesige Belastung, die sich nicht jeder zutraut. Deshalb sei es laut Renz schwer, Menschen für diese Art von Leben zu begeistern. Dennoch sind beim Circus Rudolf Renz mehrere Artisten angestellt, etwa aus Spanien, Mexico, Ungarn und Portugal. Obendrein bleibe der Zirkus selten länger an einem Ort. Man muss es also mögen, ständig unterwegs zu sein. Und genau das ist es, was für Rudolf Renz den Reiz am Zirkusleben ausmacht. „Obwohl es viel Arbeit ist, liebe ich das Reisen“, sagt er.</p> <h2>So geht die Tochter zur Schule</h2> <p>Auch seiner siebenjährigen Tochter gehe es so. Sie komme bald in die zweite Klasse. Zur Schule gehe sie an dem Ort, in dem der Zirkus gerade Halt macht. Das neue Schuljahr beginne sie in Waldshut-Tiengen, wo der Zirkus als nächstes die Zelte aufschlägt.</p> <p>Lediglich in Hessen und Nordrhein-Westfalen gebe es Zirkusschulen, die die Zirkuskinder dann besuchen können. Aber fällt es beim Reisen nicht schwer, Kontakte zu knüpfen? „Probleme, Anschluss zu finden, hat meine Tochter nicht. Sie ist ein sehr aufgeschlossenes Kind“, sagt Renz. Zudem sei es für viele Kinder interessant, wenn ein Zirkusmädchen in die Klasse kommt.</p> <h2>Dafür lohnt es sich, von Ort zu Ort zu ziehen</h2> <p>Renz gibt aber auch zu, dass es gar nicht so einfach ist, sich Zeit für das Familienleben zu nehmen, denn „Freizeit in dem Sinne gibt es nicht. Es gibt immer etwas zu tun.“ Sesshaft zu werden, könne er sich dennoch nicht vorstellen. „Ich wüsste gar nicht, was ich anderes machen könnte.“</p> <p>Was für Renz das Zirkusleben abseits vom Reisen zu etwas Besonderem mache, seien die Rückmeldungen der Zuschauer. „Ich freue mich immer sehr, wenn Besucher zum mir kommen und sagen, dass es eine tolle Show war.“ Für diese Art der Anerkennung lohne sich der Aufwand.</p> <h2>So ging Zirkus früher</h2> <p>Den Circus Renz gebe es bereits seit 1842, Rudolf Renz führe ihn nun in fünfter Generation und habe dabei einiges an Entwicklung miterlebt. „Als ich noch Kind war, mussten wir für die Musik für die einzelnen Nummern Kassetten wechseln, die man danach wieder zurückspulen musste“, erzählt er.</p> <p>Heute laufe alles über den Computer, auch bei der Lichttechnik sei das so. Wichtig sei ihm, dass den Zuschauern beim Programm eine bunte Mischung geboten werde. „Tradition, modern verpackt“, fasst es Renz zusammen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Kein Tag Urlaub in 41 Jahren: Wie ist es eigentlich, mit dem Zirkus von Stadt zu Stadt zu ziehen?]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 28 Aug 2025 13:18:19 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Erlebnis im goldenen Herbst: Netzwerk Bodenseegärten veranstaltet elfte „Lange Nacht“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/erlebnis-im-goldenen-herbst-netzwerk-bodenseegaerten-veranstaltet-elfte-lange-nacht;art372432,12471493 ]]></link>      <description><![CDATA[  Musikalische Darbietungen, Kunstperformances, Gartenführungen und genussvolle Apéros sorgen – umgeben von bunter Blütenpracht – vom 5. bis 7. September für einen schönen Ausklang der Gartensaison.  ]]></description>
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          Musikalische Darbietungen, Kunstperformances, Gartenführungen und genussvolle Apéros sorgen – umgeben von bunter Blütenpracht – vom 5. bis 7. September für einen schönen Ausklang der Gartensaison.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/erlebnis-im-goldenen-herbst-netzwerk-bodenseegaerten-veranstaltet-elfte-lange-nacht;art372432,12471493]]></guid>
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        Musikalische Darbietungen, Kunstperformances, Gartenführungen und genussvolle Apéros sorgen – umgeben von bunter Blütenpracht – vom 5. bis 7. September für einen schönen Ausklang der Gartensaison.



        <p>Gärten im besten Licht, Musik und feines Essen, was braucht es mehr für eine unvergessliche Gartenveranstaltung. Das Netzwerk Bodenseegärten veranstaltet am Wochenende vom 5. bis 7. September die elfte „Lange Nacht“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Dank des Erfolgs in den vergangenen Jahren habe sich die Veranstaltung inzwischen zu einem Gartenfestival ausgeweitet.</p> <p>Auch in diesem Jahr öffnen 14 Anlagen um den See ihr Gartentor. In der Schweiz beteiligen sich Schloss &amp; Park Arenenberg, die Kartause Ittingen, das Schloss Wartegg, der Seeburgpark Kreuzlingen und die A.Vogel-Heilpflanzenwelt in Roggwil.</p> <p>Musikalische Darbietungen, Kunstperformances, Gartenführungen und genussvolle Apéros sorgen – umgeben von bunter Blütenpracht – für einen schönen Ausklang der Gartensaison. Dabei steht auf dem Arenenberg und im Kreuzlinger Seeburgpark der Weinbau im Mittelpunkt, in der Kartause Ittingen trifft sich Klang und Kunst und im Schloss Wartegg erleben Gäste Tanzpoesie im Park.</p> <p>Am westlichen Bodensee bei Hilzingen erwartet die Besucher ein sinnliches Dufterlebnis auf rund 6000 Quadratmetern im Duft- und Kräutergarten von Syringa, wenn es heißt: „Kräuterkränze binden“. Auf eine geführte Entdeckertour geht es im neuen Kräutergarten der Insel Reichenau am Freitag, 5. September. Passend zum Grünthema der Bodenseegärten „Garten und Wein“ gibt es zum Abschluss ein Gläschen Reichenauer Wein.</p> <p>Familie Wichert aus Sipplingen, Jasmin Gerard aus Öhningen und der Lebensraumgarten in Hohenfels laden in ihre privaten Refugien. In Stockach wird bei Herbar Floralis ein Spaziergang durchs „Heilpflanzen-Mandalafeld“ angeboten. In den Hängegärten von Schloss Neufra wird der Garten ins Abendlicht der blauen Stunde getaucht.</p> <p>Die Teilnehmerzahl ist bei einigen Veranstaltungen begrenzt. Der Eintritt wird von jedem Garten festgelegt. Bezahlt wird vor Ort. Nur wenige der Gärten lassen ihre Veranstaltung bei schlechter Witterung ausfallen, oft gibt es einen „Plan B“. Weitere Informationen auf <a href="https://www.bodenseegaerten.eu/langenacht" target="_blank" title="" rel="noopener">www.bodenseegaerten.eu/langenacht</a>.</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:rights><![CDATA[Erlebnis im goldenen Herbst: Netzwerk Bodenseegärten veranstaltet elfte „Lange Nacht“]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 28 Aug 2025 05:05:22 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ein Ort zum Wohlfühlen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hohenfels/ein-ort-zum-wohlfuehlen;art372444,12471242 ]]></link>      <description><![CDATA[  Selgetsweiler Dorfgemeinschaft feiert ihren Dorftreff. Seit 40 Jahren kommen die Einwohner im Haus Rose zusammen  ]]></description>
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          Selgetsweiler Dorfgemeinschaft feiert ihren Dorftreff. Seit 40 Jahren kommen die Einwohner im Haus Rose zusammen<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Selgetsweiler Dorfgemeinschaft feiert ihren Dorftreff. Seit 40 Jahren kommen die Einwohner im Haus Rose zusammen



        <p><strong>Hohenfels-Selgetsweiler</strong> Kleine Weiler und Ortsteile von Gemeinden haben oftmals eine ganz eigene Art der Organisation oder des Zusammenhaltes. So auch der Hohenfelser Ortsteil Selgetsweiler. Hier gibt es seit nunmehr 40 Jahren einen ganz eigenen Ort, an dem sich die Dorfgemeinschaft versammelt: das Haus Rose. Und diese 40 Jahre der Gemeinschaft wurde jüngst gefeiert.</p> <p>Das kleine Haus wurde nach dem Tod von Auguste Rose im November 1985 durch die Initiative einiger Selgetsweiler vom maroden, im Gemeindebesitz befindlichen Wohnhaus zum ansehnlichen Dorfgemeinschaftshaus im Miniformat umgestaltet. Immer wieder ist dort etwas los. „Am Dienstagabend treffen sich hier die älteren Einwohner und am Mittwoch dann die Jungen“, erklärt Berthold Will im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Dort werde noch miteinander geredet – auch bei den Treffen am Mittwoch, wenn die jüngeren Einwohner des Dorfes zusammenkommen.</p> <p>Dabei stehe nicht das Smartphone im Mittelpunkt. Man sitzt sich gegenüber, hört den Tonfall und kann an der Mimik des GegenübersEin erkennen, ob ein Satz humorvoll oder eher ernster gemeint ist, wie bei der Feier zum 40-Jährigen des Hauses deutlich wird. Genau das macht diesen Treff aus, finden die Menschen aus Selgetsweiler. Dort werden Traditionen wie das Cego-spielen gepflegt und gelehrt, wird das Wissen über das Leben und die Familien im Dorf oder darüber hinaus von Generation zu Generation weitergetragen.</p> <p>Aus diesem Grund haben die Selgetsweiler in diesem Jahr ein rauschendes Fest gefeiert, bei dem ebenfalls alle Generationen kräftig mit angepackt haben. Berthold Will, welcher sich wie viele andere aus der Dorfgemeinschaft einst für die Idee dieses Treffs eingebracht hat, freut sich ebenso wie Michael Keller sehr, dass auch wieder viele junge Familien in Selgetsweiler leben. Und diese haben jüngst mitgeholfen, die vielen Freunde und Gäste des Hauses Rose, aber auch die ehemaligen Selgetsweiler, welche für diesen besonderen Tag gekommen waren, zu bewirten.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Stadt Tradition "Gesellschaftliches Engagement"]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Hohenfels]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Ein Ort zum Wohlfühlen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 27 Aug 2025 16:11:38 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[SÜDKURIER öffnet Türen: Gewinnen Sie exklusive Einblicke und einen Abend beim Circus Krone  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/gewinnen-sie-karten-fuer-den-circus-krone-am-bodensee-exklusiv-fuer-suedkurier-abonnenten;art372448,12470737 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach neunjähriger Pause ist der Zirkus zurück am Bodensee. SÜDKURIER-Abonnenten haben am Donnerstag, 4. September, die Chance auf einen Blick hinter die Kulissen und dürfen anschließend die Show besuchen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Nach neunjähriger Pause ist der Zirkus zurück am Bodensee. SÜDKURIER-Abonnenten haben am Donnerstag, 4. September, die Chance auf einen Blick hinter die Kulissen und dürfen anschließend die Show besuchen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/gewinnen-sie-karten-fuer-den-circus-krone-am-bodensee-exklusiv-fuer-suedkurier-abonnenten;art372448,12470737]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Nach neunjähriger Pause ist der Zirkus zurück am Bodensee. SÜDKURIER-Abonnenten haben am Donnerstag, 4. September, die Chance auf einen Blick hinter die Kulissen und dürfen anschließend die Show besuchen.



        <p>Der größte Zirkus Europas, der Circus Krone, gastiert in diesem Jahr von Donnerstag, 28. August, bis zum Sonntag, 7. September, auf dem Konstanzer Areal Klein Venedig. Im Jahr 2016 fand die letzte Spielzeit direkt am Bodensee in der Konzilstadt statt. In diesem Jahr dürfen sich aber nicht nur reguläre Besucher über eine schillernde Show freuen, sondern auch fünf SÜDKURIER-Abonnenten nebst Begleitpersonen über ein ganz besonderes Erlebnis.</p> <p><a href="https://msk-events.suedkurier.de/der-suedkurier-oeffnet-tueren-beim-circus-krone/" target="_blank" title="" rel="noopener">Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ verlost das Medienhaus Karten für die Show am Donnerstag, 4. September.</a> Abonnentinnen und Abonnenten dürfen an diesem Tag die ganze Magie des Zirkus erleben. „Die Gewinner der Backstagetour plus Show kommen am 4. September um 18.30 Uhr, dann gibt es die Führung und dann die Show um 19.30 Uhr“, teilt Kerstin Graf vom Circus Krone mit. „Die Gewinner erhalten einen Einblick hinter die Kulissen und können unsere Tiere besuchen.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So können Sie an der Verlosung teilnehmen</span><span><strong>Was:</strong> Zirkus- und Backstageführung sowie Vorstellungsbesuch beim Circus Krone auf dem Konstanzer Areal Klein Venedig. Wir verlosen 5×2 Tickets an Abonnenten.<br /> <strong>Wann:</strong> Donnerstag, 4. September, um 18.30 Uhr.<br /> <strong>Wo:</strong> Treffpunkt ist im Bereich des Eingangs vom Circus Krone auf Klein Venedig.<br /> <strong>Wer:</strong> Abonnenten des SÜDKURIER, die sich rechtzeitig anmelden.<br /> <strong>Wie:</strong> Mit den SÜDKURIER-Zugangsdaten anmelden und <a href="http://www.meinSK.de/krone" target="_blank" title="" rel="noopener">Formular am Ende der Internetseite www.meinSK.de/krone ausfüllen.</a><br /> <strong>Anmeldeschluss:</strong> Sonntag, 31. August.</span></label></div> <p>Die Tournee des Betriebs steht in diesem Jahr unter dem Motto „Farbenspiel – Gold Edition“. Was ist dabei 2025 das Besondere an dem Programm? „Ein klassisches Circusprogramm mit Artistik, Clowns und Tieren gepaart mit modernen Elementen“, so Graf. „Zudem ist das neue Zelt schon ein Highlight für sich.“</p> <h2>Vom Allgäu über den See nach Konstanz</h2> <p>Auf dem Programm steht eine zweieinhalbstündige Show mit preisgekrönten Artisten. Darunter Gewinner des renommierten Zirkusfestivals von Monte-Carlo, wie das Clown-Duo Fumagalli &amp; Daris, die 2015 in Monaco den goldenen Clown, den Oscar der Circuswelt, gewannen. Neben einer neuen Lichtershow treten auch altbewährte Publikumslieblinge des Circus Krone auf – darunter auch einige Wildtiere.</p> <p>Der Zirkus war längere Zeit nicht in Konstanz vor Ort. Nun fühle es sich laut den Verantwortlichen gut „an, wieder hier zu sein, da die Konstanzer immer ein ganz besonderes Publikum sind und wir uns hier sehr willkommen fühlen“. Angereist war der Zirkus am Montagmittag, 25. August, unter anderem auch mit der Fähre Konstanz-Meersburg. Mit dutzenden Lastern, Fahrzeugen, Anhängern und Wohnwagen kamen die Mitarbeiter und Artisten über den See. Zuvor gastierte der Zirkus seit dem 21. August in Kempten im Allgäu.</p> <h2>Die Vorstellungen</h2> <p>In Konstanz gibt es Vorstellungen bis zum Sonntag, 7. September. Festliche Abendpremiere feiert der Zirkus in der Manege am Donnerstag, 28. August, um 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen finden werktags um 15.30 Uhr sowie um 19.30 Uhr statt, sonntags dagegen um 10.30 Uhr und die zweite Runde um 14.30 Uhr.</p> <p>Im Zelt finden 2000 Zuschauer Platz. Die Eintrittspreise unterteilen sich in sechs Kategorien, Karten gibt es ab ungefähr 20 Euro bis zu knapp 60 Euro. Kinder von drei bis elf Jahren und Rentner bekommen die Eintrittskarten in jeder Kategorie für einen ermäßigten Preis.</p> <p>Doch den Gewinnern von „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ kann das egal sein, sie erleben einen ganz besonderen Einblick mitsamt Showbesuch komplett kostenlos. Weitere Informationen zur Verlosung finden Interessierte auf der Internetseite <a href="http://www.meinSK.de/krone" target="_blank" title="" rel="noopener">www.meinSK.de/krone.</a> Dort können Abonnenten (gedruckte oder digitale Zeitung oder Online-Abo) dann auch teilnehmen, die Gewinner werden gelost und ab Montag, 1. September, benachrichtigt und sollten sich Donnerstagabend, 4. September, freihalten.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[SÜDKURIER öffnet Türen: Gewinnen Sie exklusive Einblicke und einen Abend beim Circus Krone]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 27 Aug 2025 15:08:29 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach Unglücken im Kreis Konstanz: Sind Halbschranken an Bahnübergängen sicher genug?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/nach-ungluecken-im-kreis-konstanz-sind-halbschranken-an-bahnuebergaengen-sicher-genug;art372432,12470664 ]]></link>      <description><![CDATA[  Unachtsamkeit und Ignoranz sorgen immer wieder für Unfälle an Bahnübergängen. Immer wieder hat sich leider gezeigt: Das kann tödlich enden. Die Deutsche Bahn ist aber von den Halbschranken überzeugt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Unachtsamkeit und Ignoranz sorgen immer wieder für Unfälle an Bahnübergängen. Immer wieder hat sich leider gezeigt: Das kann tödlich enden. Die Deutsche Bahn ist aber von den Halbschranken überzeugt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/nach-ungluecken-im-kreis-konstanz-sind-halbschranken-an-bahnuebergaengen-sicher-genug;art372432,12470664]]></guid>
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        Unachtsamkeit und Ignoranz sorgen immer wieder für Unfälle an Bahnübergängen. Immer wieder hat sich leider gezeigt: Das kann tödlich enden. Die Deutsche Bahn ist aber von den Halbschranken überzeugt.



        <p>Immer wieder kommt es vor, dass Menschen trotz geschlossener Bahnschranken die Gleise überqueren. Ein Verhalten, das lebensgefährlich ist und immer wieder tragisch endet. So wurde 2023 ein Fahrradfahrer <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/toedlicher-unfall-am-bahnuebergang-konstanz-petershausen-zugverkehr-steht-aktuell-still;art372448,11656206" target="_blank" title="Tödlicher Unfall am Bahnübergang legt Zugverkehr vorübergehend lahm">am Petershausener Bahnhof von einem „Seehas“ tödlich erfasst.</a></p> <p>Auch in diesem Jahr kommt es zu einigen Vorfällen im Landkreis Konstanz: <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/nach-stundenlanger-sperrung-bahnstrecke-konstanz-radolfzell-nach-toedlichem-unglueck-wieder-freigegeben;art372448,12451867" target="_blank" title="Strecke freigegeben: Zugverkehr zwischen Konstanz und Radolfzell läuft wieder">Ende Juli starb eine Frau am Bahnhof Reichenau,</a> als sie trotz geschlossener Schranken die Gleise betrat. Im März wird eine 92-Jährige bei Bodman-Ludwighafen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/bodman-ludwigshafen/bahn-unglueck-fussgaengerin-wird-in-ludwigshafen-von-zug-erfasst;art372434,12337985" target="_blank" title="Fußgängerin vom Zug erfasst! Darum war die Strecke zwischen Radolfzell und Überlingen gesperrt">vom Zug erfasst und schwer verletzt</a>.</p> <p>Anfang Mai ereignete sich ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/toedlicher-unfall-am-bahnuebergang-in-stahringen-67-jaehriger-von-zug-erfasst;art372455,12378978" target="_blank" title="Tödlicher Unfall am Bahnübergang in Stahringen: 67-Jähriger wird von Zug erfasst">tödlicher Unfall am Bahnübergang im Radolfzeller Ortsteil Stahringen</a>: Trotz leuchtendem Warnsignal und geschlossener Schranke hatte sich ein 67-Jähriger auf die Gleise begeben. Er wurde dort von einem Regionalzug erfasst.</p> <h2><strong>Deutsche Bahn: Halbschranken sind sicherer</strong></h2> <p>Besonders häufig stehen bei diesen schweren Unglücken die Halbschranken, die Verkehr und Passanten stoppen sollen und lediglich eine Fahrbahnseite sperren, in der Kritik. Doch gerade das sei ihr Vorteil, betont eine Bahnsprecherin auf Anfrage des SÜDKURIER.</p> <p>Halbschranken würden nur die Zufahrt zum Bahnübergang blockieren und ermöglichten es Verkehrsteilnehmern, den Übergang auch im geschlossenen Zustand eigenständig zu räumen. Außerdem seien die Sperr- und Wartezeiten bei Halbschranken in der Regel kürzer.</p> <p>Nach Angaben der Deutschen Bahn entstehen 95 Prozent aller Kollisionen durch Unaufmerksamkeit, Leichtsinn oder Unkenntnis. Alles Gründe, die vermeidbar wären – deren Missachtung jedoch hohe Strafen nach sich zieht. So müssen Fußgänger und Radfahrer, die einen geschlossenen Bahnübergang überqueren, ein Bußgeld von 350 Euro zahlen und erhalten zusätzlich zwei Punkte in Flensburg.</p> <p>Für Autofahrer liegt das Bußgeld sogar bei 750 Euro, ebenfalls verbunden mit zwei Punkten und einem Fahrverbot von zwei Monaten. Kommt es durch das verbotene Überqueren zu einer Gefährdung oder gar einem Unfall, können die Strafen noch deutlich höher ausfallen.</p> <h2><strong>Überqueren sei „schlicht lebensgefährlich“</strong></h2> <p>Die Deutsche Bahn appelliert daher eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, sich an die Regeln zu halten. Das Überqueren der Gleise bei geschlossenen Schranken sei „schlicht lebensgefährlich“. Ein Zug könne nicht ausweichen und habe einen erheblich längeren Bremsweg als jedes Straßenfahrzeug.</p> <p>Dem schließt sich auch Katrin Rosenthal, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Konstanz, an: „Grade im Bereich von Bahnübergängen ist besonders umsichtiges und vorsichtiges Verhalten unbedingt erforderlich.“ Rosenthal besorgt noch eine weitere Beobachtung: Immer mehr E-Scooter-Fahrer würden die Bahnübergänge bei bereits geschlossener oder sich gerade schließender Schranke überqueren.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nach Unglücken im Kreis Konstanz: Sind Halbschranken an Bahnübergängen sicher genug?]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 27 Aug 2025 11:27:50 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nur Klares ist Wahres! So entstehen auf der Höri besondere Schnapssorten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/moos/so-entstehen-auf-der-hoeri-besondere-schnaepse;art372450,12470500 ]]></link>      <description><![CDATA[  Unterschiedliche Schnäpse und mehr brennt Ralf Wiedemann in seiner Brennstube in Moos-Weiler selbst. Er erklärt, wie die Spirituosen entstehen, welche strengen Regeln gelten und wie man das Ergebnis am besten genießt.  ]]></description>
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          Unterschiedliche Schnäpse und mehr brennt Ralf Wiedemann in seiner Brennstube in Moos-Weiler selbst. Er erklärt, wie die Spirituosen entstehen, welche strengen Regeln gelten und wie man das Ergebnis am besten genießt.<br>
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        Unterschiedliche Schnäpse und mehr brennt Ralf Wiedemann in seiner Brennstube in Moos-Weiler selbst. Er erklärt, wie die Spirituosen entstehen, welche strengen Regeln gelten und wie man das Ergebnis am besten genießt.



        <p>Ein richtig gutes Essen endet mit einem Digestif, häufig auch Absacker genannt. Ein kleiner Schnaps soll die Verdauung anregen, so zumindest die Theorie. Aber eigentlich rundet das hochprozentige Getränk zum Schluss nur den ultimativen Genussmoment ab. Ob man lieber einen Kräuter- oder Obstschnaps trinkt, lieber Likör oder einen Geist, das bleibt jedem selbst überlassen. Auf der Höri verlangt man häufig nach einem HGO – einem hundsgewöhnlichen Obstler.</p> <p>Diesen HGO und noch viel mehr gibt es aus der Schnapsbrennerei von Ralf Wiedemann. Das Brennrecht ist schon lange im Besitz der Familie, seitdem er volljährig ist, brennt der 44-Jährige aus Weiler in der heimischen Brennstube. Für Wiedemann nur ein Hobby, denn hauptberuflich ist er bei der Stadt Radolfzell bei den Technischen Betrieben angestellt. Aber ein Hobby, welches er mit großer Leidenschaft betreibt und bei dem er viel Fachkenntnis besitzt. Schnaps, Geist, was ist da eigentlich der Unterschied? Ralf Wiedemann kann es erklären: Ein Schnaps ist eine aus Obst oder Getreide gebrannte Spirituose, ein Geist ist mit Obst aromatisierter Alkohol. Und ein Likör wird gar nicht gebrannt, sondern angesetzt. Soweit zur Begriffserklärung.</p> <p>Schnaps brennen, Geist einlegen oder Likör ansetzen kann durchaus eine kreative Tätigkeit sein. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. „Fast alles lässt sich zu Schnaps verbrennen“, so Wiedemann. In der Brennstube am Ortsrand von Weiler stehen neben klassischen Sorten wie Zwetschge, Birne und Kräuterschnaps auch exotischere Sorten wie Spargel oder ein Bierbrand. „Während der Corona-Pandemie konnte man recht günstig Bier kaufen, weil die Gaststätten geschlossen haben mussten. Also haben wir Bier gekauft und zu einem Bierbrand verarbeitet“, erklärt der 44-Jährige.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <h2>Nur Fallobst kommt in die Flasche</h2> <p>In Wiedemanns Flaschen kommt fast ausschließlich Fallobst der eigenen Streuobstbäume, manchmal auch von Nachbarn gespendet. Und wie es gerade Trend in der Branche ist, experimentiert er mit sortenreinen Obstbränden. So gibt es nicht nur eine Williamsbirne, sondern auch diverse alte Birnensorten, wie Gelbmöstler, Gaishirtle, Sülibirne oder eine Steirische Weinbirne. Eine andere Besonderheit im Regal ist ein Blutpflaumenschnaps. „Der schmeckt ein bisschen nach Amaretto“, beschreibt Wiedemann.</p> <p>Zum Sortiment gehören neben den erwartbaren Obstbränden, Geisten und Likören auch Gin und Whiskey. Für seine vier Gin-Sorten hat Wiedemann eigene Rezepte mit Kräutern und Gewürzen, die der Spirituose ihren eigenen Geschmack verleihen sollen. Beim Whiskey hat er gerade erst die erste Ladung abgefüllt. „Der Whiskey lagerte jetzt drei Jahre im Fass“, erklärt er den zeitlichen Aufwand. Und von den einst eingefüllten 50 Litern sind nur 33 herausgekommen. Der Rest, der so genannte „Angel‘s Share“ (zu Deutsch: Anteil der Engel), verdunstet über den langen Reifeprozess.</p> <h2>Mit jedem Nasenloch riechen</h2> <p>Getrunken werden sollte der Schnaps bei Zimmertemperatur. Eine Kühlung ist laut Wiedemann nur bei hochsommerlichen Temperaturen notwendig. Beim Genuss aus einer Blume, einem bauchigen Glas für Spirituosen, lohne es sich, vorher daran zu riechen – aber jeweils nur mit einem Nasenloch. „Links und rechts riecht man unterschiedlich, es werden verschiedene Geschmacksnerven angesprochen“, erklärt er den Vorgang.</p> <p>Und einfach auf Ex runterkippen würde er bei einem edlen Tropfen ebenfalls nicht empfehlen. Lieber empfiehlt er, diesen in mehreren Schlucken genießen. Überhaupt würde guter Schnaps nicht brennen. „Wenn er brennt, dann wurde er in der Regel zu schnell gebrannt“, erklärt Wiedemann.</p> <p>Jeder Brennvorgang dauert laut Wiedemann drei Stunden und stellt einen großen bürokratischen Aufwand dar. Denn er muss ihn penibel beim Finanzamt anmelden und Steuern auf den gebrannten Alkohol bezahlen. Eine Anmeldung muss mehrere Werktage im Voraus erfolgen.</p> <p>Die Uhrzeiten, zu denen gebrannt werden darf, sind ebenfalls genaustens geregelt. Keine Minute darf Wiedemann den Brennofen zu früh einheizen. Würde die Zollfahndung dann kontrollieren, könnte man ihn der Schwarzbrennerei bezichtigen. „Wenn ich einen Brennvorgang um 9 Uhr angemeldet habe, beginne ich ihn um Punkt 9 Uhr“, so der 44-Jährige. Gebrannt werden darf auch nur zwischen 6 und 20 Uhr. Doch hat sich Wiedemann einmal mit viel Aufwand eine Genehmigung für einen Nachtbrandvorgang organisiert. Im Ausstellungsregal steht nun auch ein Vollmondbrand.</p> <h2>Nur der Mittellauf ist genießbar</h2> <p>Der Brennvorgang sei weniger kompliziert, als viele denken würden, so Ralf Wiedemann. Man setze eine Maische an, wenn diese vergoren ist, wird diese in den Brennofen gefüllt und erhitzt. Der Alkohol verdampft und wird über einen Kühler verflüssigt und kann abgefüllt werden. Der Vorlauf und der Nachlauf, der erste und letzte Teil der Flüssigkeit, muss vom eigentlichen Schnaps getrennt werden, da dieser giftige Stoffe enthält. Dieser werde in der Regel an den Großhandel verkauft. Nur der hochwertige Mittellauf kommt in die Flaschen und zu Wiedemann ins Verkaufsregal.</p> <p>Eine Flasche Wiedemann-Schnaps kostet zwischen 11 und 19 Euro. Und das, obwohl jede Birne und jede Zwetschge mit der Hand aufgelesen und weiterverarbeitet wurde. Diese Preise könne man nur aufrufen, weil die Familie mit anpacke. Auch seien seine Schnäpse wie Weine von der Ernte abhängig. Es gebe gute und weniger gute Jahrgänge. Einheitliche Geschmacksstandards wie im Supermarkt gebe es nicht.</p> <h2>Auch die Stadt Radolfzell stellt Schnaps her</h2> <p>Hochprozentiges gibt es übrigens nicht nur auf der Höri, auch die Stadt Radolfzell besitzt das Brennrecht und übt dieses auch aus. Die Ergebnisse gibt es in der Tourist-Information zu kaufen und sind vor allem bei Touristen sehr beliebt. „Unsere Verkaufsschlager sind Radolfzeller Kirsch, Apfel und Birne“, so Regina Brüsewitz von der Tourismus und Stadtmarketing GmbH. Bei der Stadt gebe es mehrere Mitarbeiter, die brennen könnten und dies auch für die Verwaltung täten. Ralf Wiedemann ist einer davon.</p> <p>Wie schon für das Stadtjubiläum 2017, als Radolfzell den 750. Jahrestag des Stadtrechts gefeiert hatte, soll es für 2026, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/1200-jaehriges-stadtjubilaeum-21-kreative-projekte-erhalten-zuschlag-radolfzell-plant-mit-100000-euro;art372455,12410326" target="_blank" title="21 Ideen für Stadt und Stadtjubiläum: Bald wird getanzt, gespielt, geforscht und erzählt">wenn Radolfzell sein 1200-jähriges Bestehen feiert</a>, auch einen Jubiläumsschnaps geben. Projektleiterin Nina Herzog plant einen Pflaumenschnaps. Um die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/nach-dem-kreig-brachten-die-schweizer-kakao-so-half-amriswil-radolfzell;art372455,12171092" target="_blank" title="Schweizer halfen in der Not: Freundschaft nach Amriswil begann schon lange vor Städtepartnerschaft">Stadtpartnerschaft mit Amriswil</a> einzubeziehen, wolle man den Brennvorgang mit einem Freundschaftstreffen verbinden, so Herzog.</p>]]>
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      <pubDate>Tue, 26 Aug 2025 17:10:07 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wo kommt eigentlich unser Mineralwasser her? Ottilien-Quelle versorgt nicht nur den Hegau mit Wasser  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gottmadingen/mineralwasser-aus-dem-hegau-so-versorgt-die-randegger-ottilien-quelle-die-region-seit-100-jahren;art372442,12470050 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Ohne Wasser kein Leben. Mit der Randegger Ottilien-Quelle gibt es seit über 100 Jahren Mineralwasser im Herzen des Hegaus, das von der Familie Fleischmann in vierter Generation produziert wird.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Ohne Wasser kein Leben. Mit der Randegger Ottilien-Quelle gibt es seit über 100 Jahren Mineralwasser im Herzen des Hegaus, das von der Familie Fleischmann in vierter Generation produziert wird.<br>
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        So schmeckt die Heimat: Ohne Wasser kein Leben. Mit der Randegger Ottilien-Quelle gibt es seit über 100 Jahren Mineralwasser im Herzen des Hegaus, das von der Familie Fleischmann in vierter Generation produziert wird.



        <p>Der menschliche Körper besteht zu etwa 50 bis 80 Prozent aus Wasser. Doch nicht nur deswegen ist Wasser das Lebenselixier der Menschen. Wie eine Erhebung des Verbands Deutscher Mineralbrunnen ergeben hat, ist der Genuss von natürlichem Mineralwasser ein fester Bestandteil der Trinkkultur. Der Hegau hat mit der Randegger Ottilien-Quelle eine alte, ergiebige Quelle direkt vor der Haustüre.</p> <p>Denn das natürliche Mineralwasser der Randegger Ottilien-Quelle hat sich vor etwa 100 bis 1000 Jahren seinen Weg durch die vom Vulkanismus geprägte Hegaulandschaft gesucht. Auf dem Weg durch die unterschiedlichen Gesteinsschichten wurde das Wasser gefiltert und gereinigt. So hat sich das Wasser von Natur aus mit wertvollen Mineralien und Spurenelementen angereichert und ist ursprünglich rein.</p> <h2>Wasser ist nicht gleich Wasser</h2> <p>Wie Clemens Fleischmann erklärt, sei jedes Mineralwasser daher individuell, quasi wie ein Fingerabdruck, denn jedes Wasser hat seine eigenen Eigenschaften. „Unser Mineralwasser ist weich, wie die von der Eiszeit geschliffenen Hegauberge“, entlehnt er, bei der Beschreibung des Randegger Mineralwassers, das Bild seiner Heimat.</p> <p>Als einziges deutsches Lebensmittel bedarf es einer amtlichen Anerkennung. „Dafür wird es in über 200 Untersuchungen geprüft, die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen wird durch ständige Überwachung garantiert“, sagt Fleischmann. Das Mineralwasser dürfe nur behandelt werden, um Eisen und Schwefel aus geschmacklichen Gründen zu entziehen. Auch Kohlensäure dürfe entzogen oder zugesetzt werden. Ferner gibt es noch Leitungs-, Tafel-, Quell- und Heilwasser.</p> <p>Der traditionsreiche Betrieb im Gottmadinger Ortsteil Randegg ist seit 1892 im Besitz der Familie Fleischmann. Die beiden Brüder Christoph und Clemens Fleischmann leiten das Unternehmen seit 2001 in der vierten Generation. Christoph Fleischmann ist dabei für Technik und Qualitätssicherung zuständig, Clemens Fleischmann kümmert sich um den Vertrieb, das Marketing sowie das Personal. Insgesamt sind 25 Personen im Familienunternehmen fest angestellt.</p> <p>Doch wie genau kommt das Wasser nun in unsere Küche? „Das Mineralwasser der Randegger Ottilien-Quelle entspringt aus einem 118 Meter tiefen Brunnen mit 6,5 Liter Schüttung pro Sekunde“, erzählt Clemens Fleischmann bei einem Besuch der Produktion vor Ort. Pro Minute sind es 390 Liter, in einer Stunde 23.400 Liter und an einem Tag 561.600 Liter. Das Mineralwasser werde in der Tiefe durch eine wasserundurchlässige Schicht gestoppt. „Hier kann es gewissermaßen wie Wein reifen, bevor es nach einer Jahrhunderte dauernden Reise zu Tage gefördert wird“, so Fleischmann. Die Temperatur beträgt sowohl im Sommer als auch im Winter 12,8 Grad Celsius.</p> <h2>Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Fokus</h2> <p>Die Flaschen haben einen langen Lebenszyklus, denn das Unternehmen produziert und füllt ausschließlich Mehrweg-Glasflaschen unter dem Namen Randegger ab. Dies garantiere kurze Wege und leiste einen Beitrag zur Müll- und Verkehrsvermeidung. „Zweit- oder Drittmarken füllen wir nicht ab.“ Die leeren Flaschen werden in der Produktion gründlich gereinigt und auf Macken und Gebrauchsspuren geprüft, bevor sie mit Wasser oder Saft gefüllt werden.</p> <p>Denn die Randegger Ottilien-Quelle produziert rund 40 Variationen an Getränken. Wie Fleischmann erklärt, sei das Mineralwasser – classic, leicht oder naturelle – Spitzenreiter bei den Kunden. „2024 haben wir rund 17,3 Millionen Flaschen Wasser abgesetzt und knapp 5,3 Millionen Fruchtsaftgetränke, Limos oder Schorlen“, sagt Fleischmann. Danach folgt die Auslieferung an den Getränkehandel. Das Leergut kommt dann über den Handel wieder zurück nach Randegg, wo der Abfüllzyklus von vorn beginnt.</p> <p>Weil der Nachhaltigkeitsgedanke im Unternehmen im Mittelpunkt steht, werden die Getränke hauptsächlich in der Bodensee- und Hochrheinregion verkauft. „Unsere Produkte werden in Bad Säckingen am Rhein ebenso wie entlang des Bodensees bis hin nach Meersburg verkauft. 95 Prozent unserer Produkte werden in einem Radius von 50 Kilometern mit eigenem Fuhrpark vertrieben. Unsere Abholer kommen auch aus der Region“, sagt Fleischmann.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Region</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge. Der SÜDKURIER stellt Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Das Mineralwasser beliebt ist, bestätigt auch der Verband Deutscher Mineralbrunnen. Besonders stilles Mineralwasser wird bei immer mehr Verbraucherinnen und Verbrauchern beliebt. Der natürliche Durstlöscher ohne CO2 verzeichne 2024 ein überdurchschnittliches Wachstumsplus von sieben Prozent und komme damit auf einen Marktanteil von rund 25 Prozent. Unangefochten an der Spitze der bevorzugten Durstlöscher ist Mineralwasser mit Kohlensäure, das bei drei von vier Menschen in Deutschland auf der Einkaufliste steht (39,5 Prozent Marktanteil mit wenig CO2 und 32,8 Prozent mit viel CO2).</p> <p>Die Randegger Ottilien-Quelle setze laut Fleischmann jährlich etwas mehr als 24 Millionen Flaschen ab. „Wir gehören somit zu den kleineren Unternehmen der Branche“, sagt er. Der Betriebe erfreue sich laut Fleischmann in der Bodensee- und Hochrheinregion mit seiner breiten Produktpalette großer Beliebtheit. Seine Lieblingssorte? „Johannisbeer-Spritzer“, sagt er.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 26 Aug 2025 11:20:08 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Stockach wird zur Kulisse für einen neuen ZDF-Krimi! So waren die Dreharbeiten im Blumhof  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/stockach-als-krimi-kulisse-zdf-dreht-spannende-szenen-im-gewerbegebiet-blumhof;art372461,12469806 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein Filmteam war bei der Quantus AG zu Gast und hat für eine neue Krimiserie gedreht. Der SÜDKURIER konnte herausfinden, worum es in der Folge gehen soll – und wie viel aus Stockach es schlussendlich zu sehen gibt.  ]]></description>
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          Ein Filmteam war bei der Quantus AG zu Gast und hat für eine neue Krimiserie gedreht. Der SÜDKURIER konnte herausfinden, worum es in der Folge gehen soll – und wie viel aus Stockach es schlussendlich zu sehen gibt.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Ein Filmteam war bei der Quantus AG zu Gast und hat für eine neue Krimiserie gedreht. Der SÜDKURIER konnte herausfinden, worum es in der Folge gehen soll – und wie viel aus Stockach es schlussendlich zu sehen gibt.



        <p>Das ZDF arbeitet an einer neuen Krimiserie, die am Bodensee spielt. Wie die Produktionsfirma Bavaria Fiction in einer Pressemeldung mitteilt, wird seit Anfang August in der ganzen Region für die ersten vier Folgen der Serie „Obersee“ gedreht. Einer der Drehorte war auch das Interkommunale Gewerbegebiet Blumhof zwischen Stockach und Bodman-Ludwigshafen.</p> <p>Noch bevor die neue Serie offiziell angekündigt worden war, hatte ein Team der Bavaria Fiction GmbH aus München seine Zelte der Quantus Informatics AG in der Bodenseeallee aufgeschlagen. „Die Produktionsfirma hatte sich nach Büroräumen umgeschaut“, berichtet Heinz Roth, Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens, im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Dabei sei die Firma auf das Unternehmen in Stockach aufmerksam geworden, das sich auf die Entwicklung von Sicherheitstechnik für Gebäude spezialisiert hat.</p> <h2>„Nur solange der Mörder hier nicht wohnt!“</h2> <p>Gerne habe man zugestimmt, dass die Räumlichkeiten für die Dreharbeiten genutzt werden können. „Aber nur solange der Mörder nicht hier wohnt. Das war unsere Bedingung“, sagt Roth mit einem Schmunzeln. Der Drehtag selbst war mit einem großen logistischen Aufwand verbunden. Mehrere Lastwagen waren zwischen dem Bereich des Mega-Großmarkts, wo das Filmteam sein Basislager aufgeschlagen hatte, und dem Firmengelände der Quantus AG unterwegs. Als der SÜDKURIER kurz vor Drehstart vor Ort war, wuselte es dort nur so von Mitarbeitern, die Film-Equipment durch die Gegend trugen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Komparsen gesucht</span><span>Die Produktionsfirma Bavaria Fiction GmbH, sucht über ein <a href="https://www.castconnectpro.com/de/projectrole/application/key/510c1f4b-272e-431b-9819-d8cc397efffe" target="_blank" title="" rel="noopener">Onlineportal</a> noch Komparsen für den neuen ZDF Freitagskrimi „Obersee“. Komparsen sind Laiendarsteller, die in Filmen, TV-Serien, Theaterstücken oder Opern mitwirken, um eine Szene realistischer zu gestalten, indem sie zum Beispiel Menschenmengen darstellen oder einfach für einen glaubwürdigen Hintergrund sorgen. Für „Obersee“ werden hierfür Menschen im Alter zwischen 16 und 99 Jahren gesucht. Gedreht wird demnach noch bis zum 28. September, hauptsächlich in Überlingen und Umgebung.</span></label></div> <p>Insgesamt 34 Mitarbeiter der Produktionsfirma seien vor Ort gewesen und hätten alles hergerichtet, berichtet Roth. Im Film stellt das Stockacher Firmengebäude eine Technologiefirma dar, die Kampfdrohnen herstellt. „Jemand von der Firma wird im Film getötet und dann kommt natürlich schnell der Verdacht auf, dass es sich auch um einen Fall von Spionage handelt“, verrät Roth.</p> <h2>Zehn Stunden Arbeit für sechs Minuten Film</h2> <p>Das Filmteam sei den ganzen Tag vor Ort gewesen und habe in einem Besprechungsraum sowie in Roths Büro gedreht. „Das war wirklich spannend zu beobachten“, sagt Roth. Immer wieder seien Szenen wiederholt worden, um sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu filmen. Das Filmteam sei rund zehn Stunden lang vor Ort gewesen. „Im späteren Film werden die Szenen, die bei uns gedreht wurden, allerdings nur insgesamt rund sechs Minuten dauern“, so Roth.</p> <p>Er selbst freut sich aber jetzt schon auf die Ausstrahlung, auf die er schon gespannt warte. „Wenn man solche Dreharbeiten mal miterlebt hat, dann sieht man solche Krimis natürlich sowieso mit ganz anderen Augen“, sagt Roth. Er selbst kommt in der Folge übrigens auch vor: Sein Bild sei auf einer Zeitungsseite abgedruckt, die im Film eine gewisse Rolle spielen wird, verrät er.</p> <h2>Darum geht es in der neuen Krimiserie</h2> <p>Laut Angaben der Produktionsfirma spielt die neue Serie „Obersee“ im Dreiländereck am nördlichen Ufer des Bodensees und verbindet die Ermittlungsarbeit von Kripo und Zoll. Im Zentrum stehen zwei ungleiche Frauen: Doro Beitinger, gespielt von Franziska Weisz, Anfang 40, kehrt nach mehreren Jahren, in denen sie sich um Familie, Kinder und die kranke Mutter kümmerte, in ihren Beruf zurück. Ihre neue Chefin bei der Kripo, Chiara Locatelli, gespielt von Maria Wördemann, ist Ende 20, ambitioniert und hat einen italienischen Familienhintergrund.</p> <p>„Zwei Frauen verschiedener Generationen, mit unterschiedlichen Lebensmodellen, die schnell feststellen, dass sie als Team perfekt harmonieren und selbst scheinbar unlösbare Fälle in den Griff bekommen“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Bavaria Fiction GmbH. Aufgrund der Grenzlage arbeiten die beiden Hauptfiguren in der Serie auch regelmäßig mit den Kollegen des Zolls zusammen, vertreten durch Zollamtsrat Florian Jäger (Lucas Prisor) und Zolloberinspektor Nico Arnold (Paul Ahrens).</p> <h2>„Zwischen Schönheitsklinik und Rüstungsproduktion“</h2> <p>„Unsere Reihe erzählt Kriminalgeschichten, die so vielfältig sind wie die Region selbst: Zwischen Schönheitsklinik und Rüstungsproduktion, Yachthafen und Obstwiese entfalten sich menschliche Dramen, die man so auf den ersten Blick nicht vermuten würde.“, wird Produzentin Maximiliane Prokop in der Mitteilung zitiert. Ein Sendetermin für die neue Serie stehe noch nicht fest.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 25 Aug 2025 16:14:34 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Früher waren Schweine auf der Suche, heute Hunde: Was Trüffel aus der Region besonders macht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/sommer-und-burgundertrueffel-was-bodensee-trueffel-so-einzigartig-macht;art372461,12469253 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Am Bodensee wachsen Sommer- und Burgundertrüffel gut. Bis zur Ernte ist es aber ein langer Weg. Auf die Suche nach der Delikatesse sollte man sich aber besser nicht selbst machen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          So schmeckt die Heimat: Am Bodensee wachsen Sommer- und Burgundertrüffel gut. Bis zur Ernte ist es aber ein langer Weg. Auf die Suche nach der Delikatesse sollte man sich aber besser nicht selbst machen.<br>
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        So schmeckt die Heimat: Am Bodensee wachsen Sommer- und Burgundertrüffel gut. Bis zur Ernte ist es aber ein langer Weg. Auf die Suche nach der Delikatesse sollte man sich aber besser nicht selbst machen.



        <p>Wer an Trüffel denkt, denkt an Italien oder Frankreich, doch seit einigen Jahren wachsen die Knollen auch am Bodensee. Der Wahlwieser Christoph Nübel erntet seit 2023 Sommer- und Burgundertrüffel in Top-Qualität, wie ihm die abnehmenden regionalen Gastronomen bestätigen.</p> <p>Deutsche Trüffel seien nicht schlechter als italienische, in der Blindverkostung merke man keinen Unterschied, sagen Ludger Sproll und Ulrich Stobbe, Inhaber des Unternehmens Deutsche Trüffelbäume, die mit Nübel zusammenarbeiten. Die Qualität, die sich vor allem durch Frische und Reife definiere, brauche sich überhaupt nicht zu verstecken, urteilen sie.</p> <h2>Keine Trüffel im Wald sammeln</h2> <p>Der Trüffel galt schon immer als Luxusgut – wie alles, was selten ist. Eine Zeit lang war es nur dem Adel erlaubt, Trüffeln zu suchen und zuzubereiten. Im 18. und 19. Jahrhundert sei auch in besser situierten Familien mehr mit Trüffeln gekocht worden, so Ulrich Stobbe. Er erzählt: „Auch vor 100 Jahren waren die Wälder voll davon, aber keiner hat sie geholt. Jetzt sind sie geschützt und dürfen nicht mehr entnommen werden.“</p> <p>So entstand die Idee, Trüffelbäume zu züchten. 25.000 Bäume werden in Bodman jährlich aus Samen vorgezogen und mit Trüffelsporen beimpft. Vier bis fünf Monate dauere es, bis sich die Mykorrhiza, die Symbiose des Pilzes mit dem Feinwurzelsystem der Pflanze, entwickelt habe. Nach ein bis zwei Jahren können die jungen Bäume ausgepflanzt werden.</p> <h2>Langer Atem bis zur Ernte</h2> <p>Bis zum ersten Ertrag dauert es im Schnitt sieben Jahre. Ulrich Stobbe sagt jedoch: „Eine Trüffelanlage, die Ertrag bringt, ist deutlich rentabler als klassische Landwirtschaft.“ Sommertrüffel kosten übrigens etwa 60 Euro pro 100 Gramm, die im Herbst wachsenden Burgundertrüffel sind teurer.</p> <p>Die extensive Bewirtschaftung der Fläche sei sehr wertvoll für die Natur, wie Stobbe aufzählt: „Bodenleben darf wieder existieren oder kehrt zurück, Insekten kommen, Singvögel brüten in den Haselsträuchern. Es gibt einen Humusaufbau mit Würmern und allem Drum und Dran und man staunt, wie schnell sich der Boden regeneriert.“</p> <p>Ludger Sproll,bezeichnet eine Trüffelpflanzung als Insel in der Kulturlandschaft, auf der sich die Natur frei entfalten könne. „Es ist ein Rückzugsort für Tiere und rentabler als der Maisacker nebenan.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Region</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <h2>Vorkommen und Anbau</h2> <p>Sommer- beziehungsweise Burgundertrüffel wachsen eher in einer geschlossenen, beschatteten Lage, die den Boden feucht hält. Der weiße Albatrüffel kann dagegen nicht gezüchtet werden. Er stammt hauptsächlich aus der Region Piemont in Italien, wächst wild und relativ begrenzt an ganz speziellen Standorten und ist der teuerste aller Trüffel. Der Perigord-Trüffel, auch Schwarzer Trüffel genannt, stammt aus Südeuropa und mag eine junge, offene Vegetation. Manche Exemplare wachsen wild, über 90 Prozent stammen aus Pflanzungen.</p> <p>Bei Christoph Nübel beginnt die Ernte im April mit sehr kleinen Mengen des sogenannten Sommertrüffels mit beige-weißer Marmorierung. Bis etwa Mitte Juli steige der Ertrag auf mehrere Kilogramm pro Woche, dann sinke er langsam. Etwa ab September bis Mitte November wachse der geschmacksintensivere Herbsttrüffel mit braun-weißer Marmorierung.</p> <h2>Trüffelschwein oder Trüffelhund?</h2> <p>Früher setzte man für die Suche weißer Trüffel in Italien Schweine ein, doch seit dem 17. Jahrhundert übernehmen Hunde diesen Job. Prinzipiell könne jeder Hund trüffeln lernen, aber die Art und Weise der Trüffelsuche mache den Unterschied, erklärt die erfahrene Schweizer Lagotto-Züchterin Jacqueline Egger.</p> <p>Sie sagt: „Ein Lagotto Romagnolo eignet sich besonders für die Trüffelsuche, weil er sich sehr lange gut konzentrieren kann, Spaß bei der Arbeit hat und alles, was Nasenarbeit ist, besonders liebt.“ Er sei auch ein ausgezeichneter Familienhund, ergänzt Christoph Nübel. In Wahlwies sind wöchentlich Trüffelteams im Einsatz.</p> <h2>Der Duft verrät die Reife</h2> <p>Länger zu warten und auf größere Trüffel zu hoffen, bringe nichts, sagt Nübel lachend. „Es ist leider nicht möglich, den Fruchtkörper durch längeres Warten zu vergrößern. Das ist wie bei einer kleinen roten Erdbeere: Wird sie nicht geerntet, wächst sie auch nicht weiter, sondern wird überreif und dann schlecht.“</p> <p>Ein Trüffel reift heran und beginnt zu duften. Dann – und nur dann – findet ihn der Hund. Würde man den Trüffel dann nicht ernten, würde er überreif. Dann wäre die Konsistenz nicht mehr hart, sondern schwammig und nicht mehr schmackhaft.“</p> <h2>Mit der Verarbeitung nicht zu lange warten</h2> <p>Da Nübel die Trüffel sofort ausliefert, nicht versendet und auch keinen Online-Handel betreibt, hat er besonders bei der Frische einen logistischen Vorteil. Die Trüffel werden unter fließendem kaltem Wasser gewaschen und bei Raumtemperatur zwei Stunden getrocknet, in ein sauberes Baumwolltuch oder ein Papier-Küchentuch eingeschlagen und im Kühlschrank gelagert. Beide verhindern, dass Kondenswasser die Trüffel wieder nass macht. Sie sollten möglichst schnell verarbeitet werden.</p> <h2>Rezept für Trüffelbutter</h2> <p>Wer selbst mit dieser regionalen Spezialität kochen möchte, findet sie im Hofladen des Obsthofs Senger in Espasingen. Christoph Nübel hat gleich eine Idee parat: Trüffelbutter, die ähnlich zubereitet werde wie Kräuterbutter.</p> <p>Er zerkleinere dafür 30 Gramm Trüffel im Mixer ganz fein, vermenge das Pulver mit 100 Gramm Butter, zwei bis drei Tropfen Zitronensaft und etwas Salz. Die Trüffelbutter schmecke besonders gut auf Baguette oder über Spaghetti.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Früher waren Schweine auf der Suche, heute Hunde: Was Trüffel aus der Region besonders macht]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 22 Aug 2025 12:36:12 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Die regionale Antwort auf italienische Pasta: So entstehen Nudeln im Hegau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/die-regionale-antwort-auf-italienische-pasta-so-entstehen-nudeln-im-hegau;art372443,12467862 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Geflügelhalter im Hegau verwerten überzählige Eier zur Teigwarenproduktion. Nudeln als ideale Verwertungsmöglichkeit für die B-Ware bei Eiern. Das regionale Angebot umfasst viele Sorten.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Geflügelhalter im Hegau verwerten überzählige Eier zur Teigwarenproduktion. Nudeln als ideale Verwertungsmöglichkeit für die B-Ware bei Eiern. Das regionale Angebot umfasst viele Sorten.<br>
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        So schmeckt die Heimat: Geflügelhalter im Hegau verwerten überzählige Eier zur Teigwarenproduktion. Nudeln als ideale Verwertungsmöglichkeit für die B-Ware bei Eiern. Das regionale Angebot umfasst viele Sorten.



        <p>Nudeln zählen neben Kartoffeln und Reis zu den beliebtetsten Sättigungsbeilagen der Menschen in Süddeutschland. Pro Kopf werden laut dem Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS) bundesweit nahezu zehn Kilogramm Nudeln im Jahr verspeist – das sind 200 Gramm pro Woche. Knapp eine Million Tonnen Teigwaren landen so auf bundesdeutschen Tellern, davon wurden 537.500 Tonnen importiert – der Großteil aus Italien mit 406.000 Tonnen. Etwa 420.000 Tonnen Teigwaren werden in Deutschland produziert. Ein Teil davon auch im Hegau.</p> <p>Jede Woche steht dafür beispielsweise Claus Bucher mit seinem Bruder Edwin in einer ehemaligen Werkstatt auf dem Berghof der Buchers im Hilzinger Ortsteil Riedheim. Die Räume wurden für die Produktion und Lagerung von Nudeln umgebaut. „Bei Bedarf kann es auch zweimal pro Woche sein“, erzählt er. Von 7 bis 13 Uhr werde dann gearbeitet. Bucher stellt elf Sorten Nudeln aus Hartweizen- und neun aus Dinkelgrieß her und verwendet dafür pro Arbeitstag 600 Eier. Denn nachdem Sohn Lukas 2016 sein Studium der Agrarwirtschaft abgeschlossen hatte, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/Huhn-statt-Kuh-und-Ei-statt-Milch-Eine-Hilzinger-Familie-stellt-ihren-Hof-um-und-erlaubt-einen-Blick-hinter-Kulissen;art372443,10460917" title="Huhn statt Kuh und Ei statt Milch: Eine Hilzinger Familie stellt ihren Hof um und erlaubt einen Blick hinter Kulissen">wurde der Hof umstrukturiert</a>: Neben der regionalen Ochsenmast werden seit März 2020 Hühner im Freiland gehalten.</p> <h2>Ideale Verwertung für kleine Eier</h2> <p>Von der deutschen Nudel-Produktion werden laut VGMS etwa 160.000 Tonnen ohne Eier hergestellt. Ganz anders im Hegau, denn ohne Eier geht hier nichts. Doch meist werden Eier aus der sogenannten B-Ware verarbeitet. „Nicht alle Eier können in den Verkauf, beispielsweise die kleinen oder angepickten“, erklärt Claus Bucher.</p> <p>Zunächst habe man nach der Hofumstellung einen Abnehmer für die B-Ware gesucht. „Nachdem wir niemanden gefunden haben, der uns aus unserer B-Ware bei den Eiern Nudeln herstellt, die wir vermarkten können, beschlossen wir, das selbst zu machen. Ich habe es zuerst mit einer kleineren Maschine ausprobiert und nach zwei Wochen bereits nachgerüstet“, erzählt Bucher.</p> <h2>So werden die Nudeln hergestellt</h2> <p>Wenige Kilometer weiter wird auch auf Eierteig gesetzt: „Bei uns sind es nicht nur Eier der B-Ware, wenn wir zu viel A-Ware haben, werden diese Eier ebenso aufgeschlagen, püriert und mit Hartweizen oder Dinkel verarbeitet,“ berichtet Rita Maier. Sie lebt mit ihrem Mann Stefan, Sohn Florian, Oma Marianne und mehreren tausend Hühnern in artgerechter Haltung auf dem Talhof bei Steißlingen.</p> <p>Maiers Hofstelle war früher im Ort, seit 2010 befindet sich der landwirtschaftliche Betrieb mit Hühnerhaltung, Nudelproduktion und Automaten-Hofladen am Ortsrand von Steißlingen in Richtung Orsingen und nennt sich seit wenigen Wochen offiziell „Talhof“. Unterstützt wird der Betrieb „Maier Eier“ von einigen Beschäftigten. In der Nudelproduktion sind das Simone Luibrand und Ulrike Schwarz. Sie fertigen zweimal pro Woche mit 700 Eiern je 100 Kilogramm Nudeln, wobei pro Arbeitstag zwei Sorten hergestellt werden. Beim Besuch des SÜDKURIER waren es Drachenhörnchen und Spaghetti, die von Hand geschnitten und in die Körbe gelegt werden müssen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Wasser wird dem Teig nicht zugefügt. So macht es auch Claus Bucher: „Die Kunden bekommen ein hochwertiges gutes Produkt aus Voll-Ei und Hartweizen beziehungsweise Dinkelgries. Das heißt, es wird beim Teig kein Wasser beigegeben, dennoch muss das Flüssigkeitsverhältnis zum Gries stimmen“, erklärt er.</p> <p>Zur Trocknung verwendet er einen Schrank und trotz Programmierung muss kontrolliert werden. „Die Sorten müssen unterschiedlich lange getrocknet werden. Damit die Nudeln haltbar sind, dürfen sie nur einen gewissen Feuchtigkeitsgehalt haben,“ erklärt er. Während man zur Nudelherstellung eine Maschine und zur Trocknung einen Schrank hat, sind das Abpacken, Etikettieren und Verschließen der Beutel reine Handarbeit.</p> <h2>Was die Nudeln kosten</h2> <p>„Der Preis ist für unsere Kundschaft kein Thema“, sagt Bucher. Regionale Ware wird zu einem Preis zwischen 2,50 Euro und 3,50 Euro je 500 Gramm verkauft – so das Ergebnis der SÜDKURIER-Recherche auf dem Berghof Bucher in Riedheim, bei der Familie Maier in Steißlingen und bei Armin Brütsch in Murbach.</p> <h2>Hier bekommt man Nudeln aus regionaler Produktion</h2> <p>Bekommen kann man Maiers Nudeln neben vielen weiteren regionalen Produkten vor Ort im Automaten-Laden sowie bei Lebensmitteileinzelhändler in der Region, zu denen auch Metzgereien, Bäckereien und Hofläden zählen. Ebenfalls Kunde bei Maiers ist die Gastronomie aus Steißlingen und Radolfzell.</p> <p>„Unsere Nudeln sind mittlerweile auf den Wochenmärkten in Überlingen am See, in Aach und in Gottmadingen und in den verschiedenen Automaten der Familie Bucher zu bekommen“, so Claus Bucher.</p> <p>Bei Armin Brütsch in Murbach verhält es sich etwas anders, er produziert seine Murbacher Volleinudeln seit über 30 Jahren im Nebenerwerb und hat sich für die Lufttrocknung entschieden. Aufgrund behördlicher Vorgaben muss er deshalb seine Nudeln zu zwei Drittel selbst vermarkten. „Die Lufttrocknung ist arbeitsintensiver. Man muss wegen der Verkeimung stärker aufpassen“, erläutert der gelernte Bäcker, der eine Hartweizen-Dunst Mischung und ausschließlich Urdinkel verarbeitet.</p> <p>Während der Woche arbeitet er im Schichtbetrieb in der Maggi, samstags produziert er seine 25 Sorten Nudeln mit Eiern. Dafür verwendet er pro Arbeitstag 700 Eier vom Geflügelhof Ruh in Gottmadingen.</p> <p>„Ich habe überwiegend Stammkundschaft bis in die Gegend von Waldshut, die von mir mit meiner Ape beliefert wird.“ Beim Verkauf wird er zudem von seiner 93-jährigen Mutter Josefine unterstützt. Sie hat Mittwoch und Samstag das Lädele beim Wohnhaus im Gottmadinger Weiler Murbach <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gottmadingen/alle-grenzgaenge-im-ueberblick-so-ist-das-leben-an-der-deutsch-schweizerischen-grenze;art372442,12329890" title="Zehn Menschen, eine Gemeinsamkeit: Die Grenze zwischen Hegau und Schweiz">nahe der Schweizer Grenze</a> geöffnet. Auf die Nudel-Preise angesprochen meint Brütsch: „Eine normale Familie soll es sich leisten können, jeden Tag hochwertige Nudeln zu essen.“</p>]]>
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      <pubDate>Fri, 22 Aug 2025 11:28:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Qualität lässt zu wünschen übrig": Wetterextreme machen Landwirten zu schaffen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/landwirte-sind-nach-wetterextremen-ernuechtert-qualitaet-laesst-zu-wuenschen-uebrig;art372461,12467835 ]]></link>      <description><![CDATA[  Anhaltender Regen drückt den Marktpreis für Getreide. Das ist nur eines der Probleme, mit denen Landwirte aus der Region aktuell zu kämpfen haben. Bei einem Erntegespräch berichten sie, was sie bewegt.  ]]></description>
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          Anhaltender Regen drückt den Marktpreis für Getreide. Das ist nur eines der Probleme, mit denen Landwirte aus der Region aktuell zu kämpfen haben. Bei einem Erntegespräch berichten sie, was sie bewegt.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Anhaltender Regen drückt den Marktpreis für Getreide. Das ist nur eines der Probleme, mit denen Landwirte aus der Region aktuell zu kämpfen haben. Bei einem Erntegespräch berichten sie, was sie bewegt.



        <p>Das Wetter hat den Bauern aus der Region in diesem Jahr gehörig zu schaffen gemacht. Erst herrscht im Frühjahr Trockenheit, dann zeigt sich der Juli von seiner nassen Seite. Und die Auswirkungen werden wohl bis ins kommende Jahr spürbar sein, sagen Landwirte, die im Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband (BLHV) organisiert sind, bei einem Erntegespräch.</p> <p>Wobei Stefan Leichenauer sagt, die Trockenheit habe es den Landwirten nicht leicht gemacht, das große Problem sei aber die Nässe im Sommer gewesen. Leichenauer ist als Landwirt aus Tengen nicht nur selbst betroffen. Als Vorsitzender des Kreisverbands Konstanz des BLHV weiß er auch, wie es anderen Landwirten aus der Region geht. Er sagt hinsichtlich der diesjährigen Ernte: „Es gibt sehr viel Material, aber die Qualität lässt zu wünschen übrig.“</p> <h2>Regen hindert Landwirte am Ernten</h2> <p>Zwar gehe es nicht jedem Betrieb gleich, aber der Tenor sei durchweg, dass man sich von der diesjährigen Ernte mehr erhofft habe, ergänzt Martin Joos, Leiter der Lindenwirts aus Orsingen-Nenzingen. Schuld an der ernüchternden Ernte sei der langanhaltende Regen. Denn durch diesen hätten viele Landwirte ihre Produkte lange nicht ernten können.</p> <p>Martin Joos sagt: „Wir mussten dabei zusehen, wie uns der Acker überschwemmt.“ Das Problem: Wird etwa Getreide nass geerntet, muss es getrocknet werden, was den Landwirt viel Geld kostet. Also wird auf eine Trockenperiode gewartet. Das führte zu einem weiteren Problem. Wird das Getreide lange nicht geerntet, wächst es aus, was sich letztlich in der Qualität widerspiegelt, erklärt Leichenauer.</p> <h2>„Arbeiten nicht einmal kostendeckend“</h2> <p>Karl-Heinz Mayer ist Vorsitzender des BLHV-Kreisverbands Überlingen-Pfullendorf und sagt: „Das Problem ist, dass die Verbraucher Backqualität wollen, aber die ist keine Selbstverständlichkeit.“ Weizen etwa eigne sich bei vielen Betrieben nach der diesjährigen Ernte nur noch als Futtermittel oder komme in die Biogasanlage.</p> <p>Letztlich schlage sich die diesjährige Problematik auch im Marktpreis nieder. Gibt es viel Material in schlechter Qualität, drückt das den Preis. Leichenauer sagt: „Mit dem aktuellen Getreidepreis arbeiten wir nicht einmal kostendeckend. Uns fehlen beim Dinkel alleine 10.000 Euro.“ Dabei habe er noch Glück gehabt und einen Großteil der diesjährigen Ernte vor dem vielen Regen einholen können.</p> <h2>Die Belastung steigt</h2> <p>Damit das noch klappt, habe er teils bis 3 Uhr morgens arbeiten müssen. Das sei eine große Belastung, die durch die zunehmend unsicheren Wetterbedingungen noch verstärkt werde. Und nicht nur ihm gehe das so. Viele Landwirte seien aufgrund dieser großen Belastung am Ende.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Was ist der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband?</span><span>Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband vertritt die bäuerlichen Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit, heißt es auf der Internetseite des Vereins. Zudem setze er sich für die Stärkung des ländlichen Raums ein. Die Geschäftsstelle Stockach umfasst nicht nur Stockach und dessen Umland, sondern auch die Kreisverbände Konstanz und Überlingen-Pfullendorf.</span></label></div> <p>Leichenauer betont: „Wenn mehrere Jahre wie diese kommen, wissen wir nicht, wie es weitergeht.“ Und Andreas Deyer, Vorsitzender des Kreisverbands Stockach, ergänzt: „Das Risiko nimmt zu.“ Dabei hänge von der Ernte das Jahresgehalt eines Landwirts ab, wie Holger Streich als Geschäftsführer des Bezirks Stockach betont. Dadurch gehe jeder Landwirt ein hohes Risiko ein.</p> <p>Deshalb sei es unerlässlich, sich hinsichtlich der Wetterextreme gut zu versichern. Wobei die Versicherung nur bei einem kompletten Ernteausfall aufgrund von Starkregen oder Hagel zahle, nicht aber bei anhaltendem Regen, betont Martin Joos.</p> <h2>Landwirte müssen kreativ bleiben</h2> <p>Um das Risiko eines Ernteausfalls zu minimieren, setzten viele Landwirte inzwischen auf mehrere Kulturen, fügt Leichenauer hinzu. Man müsse auch Neues probieren. Als Beispiel nennt er Soja, das inzwischen vermehrt in Deutschland angebaut werde. Gleichzeitig sagt Deyer: „Wir können keine großen Sprünge mehr machen.“ Rücklagen zu bilden, sei immer schwerer.</p> <p>Auch der Blick auf das kommende Jahr ist schon eingetrübt, denn Saatgut könnte knapp werden. „Wenn Getreide zu lange draußen steht, ist es nicht mehr saatgut-fähig“, erläutert Leichenauer. Und das sei in diesem Jahr vielfach der Fall gewesen.</p> <h2>Die Situation beim Obstbau</h2> <p>Wie beim Getreide gibt es auch beim Obstbau zwei große Unsicherheiten: das Wetter und den Markt, weiß Obstbauer Alexander Buhl aus Wahlwies. Um das Risiko eines Ernteausfalls zu verringern, setzten viele Landwirte inzwischen auf Schutzsysteme, wie Hagelnetze. Dennoch hat das Wetter Auswirkungen auf die Ernte. So gebe es aufgrund der Trockenheit etwas weniger <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/so-besonders-sind-die-aepfel-vom-bodensee-das-steckt-hinter-dem-leckerem-obst;art372461,12456508" target="_blank" title="Der Deutschen liebstes Obst: Was Äpfel vom Bodensee so besonders macht">Äpfel am Bodensee</a> als sonst und sie seien etwas kleiner, dafür aber knackig.</p> <p>Geerntet werden diese aber erst im Herbst, sodass Buhl noch nichts über den Preis sagen können. Nur so viel: „Wir sind gespannt.“ Eine Entwicklung macht Buhl Sorgen: Dass inzwischen nur noch 20 Prozent der in Deutschland verkauften Äpfel aus Deutschland selbst kämen. Das hänge auch damit zusammen, dass sie im Ausland billiger produziert werden können. Daher appellieren die Landwirte an die Bürger: „Die Verbraucher müssen viel mehr regional kaufen, damit wir überleben können.“</p> <h2>Landwirte wollen für Problematik sensibilisieren</h2> <p>Den Landwirten gehe es trotz der ganzen Probleme nicht darum, zu jammern. Vielmehr sei es das Anliegen, die Verbraucher für die Probleme zu sensibilisieren, mit denen die Bauern konfrontiert sind. „Es ist nicht selbstverständlich, dass die Regale im Supermarkt voll sind“, sagt Andreas Deyer. Zudem mache die Landwirtschaft die Region auch aus. „Ohne uns Landwirte gäbe es hier keine Sonnenblumen oder blühende Rapsfelder“, verdeutlicht Karl-Heinz Mayer.</p> <p>Trotz vieler Unsicherheiten sei er gerne Landwirt. Damit sei er nicht nur sein eigener Herr, sondern arbeite viel in der Natur und sei im Familienbetrieb stets mit der Familie zusammen, was er genieße. Zudem empfinde er seine Arbeit als sinnstiftend, schließlich bringe der Landwirt das Essen auf den Tisch.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA["Qualität lässt zu wünschen übrig": Wetterextreme machen Landwirten zu schaffen]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 20 Aug 2025 15:10:59 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Dafür muss das Obst selbst vom Baum fallen! Warum diese Säfte vom Bodensee besonders sind  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/dafuer-muss-das-obst-selbst-vom-baum-fallen-warum-diese-saefte-vom-bodensee-besonders-sind;art372455,12466521 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Günter Schäfer produziert in Stahringen aus Streuobst verschiedene Limos und Cidres. Er verrät, was hinter "Brisanti" steckt – und welchem Tipp des Marketings er sich seit Jahren widersetzt.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Günter Schäfer produziert in Stahringen aus Streuobst verschiedene Limos und Cidres. Er verrät, was hinter "Brisanti" steckt – und welchem Tipp des Marketings er sich seit Jahren widersetzt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/dafuer-muss-das-obst-selbst-vom-baum-fallen-warum-diese-saefte-vom-bodensee-besonders-sind;art372455,12466521]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        So schmeckt die Heimat: Günter Schäfer produziert in Stahringen aus Streuobst verschiedene Limos und Cidres. Er verrät, was hinter "Brisanti" steckt – und welchem Tipp des Marketings er sich seit Jahren widersetzt.



        <p>„Reif, sag‘ ich immer, ist der Apfel, wenn er vom Baum fällt.“ Warum dieser Leitsatz für das Leben und Schaffen von Günther Schäfer aus dem Radolfzeller Ortsteil Stahringen so wichtig ist? Der Unternehmer besitzt die Streuobstmosterei „Brisanti“ und ist damit – nicht nur am Bodensee – eine echte Rarität. Seine Produkte werden ausschließlich aus „baumreifem“ Obst hergestellt. Damit gemeint sind Äpfel und Birnen, die vollkommen ausgereift und frisch vom Baum gefallen sind.</p> <p>Gibt man den Früchten die Zeit, habe das viele Vorteile, so Schäfer: Streuobstwiesen tragen zum einen als vielfältiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen zur Biodiversität bei. Zum anderen ist die Frucht geschmacksintensiver und zudem noch gesünder als gewöhnliches Tafelobst, denn sie hat mehr Vitamine und sogenannten Polyphenole. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die Antioxidantien enthalten und entzündungshemmend wirken können.</p> <p>Nach Nabu-Schätzungen existieren bundesweit rund 300.000 Hektar Streuobstbestände, davon über 95 Prozent Streuobstwiesen. In Europa liegen viele Bestände in Nordspanien, Frankreich, Luxemburg, der Schweiz, Österreich und eben Deutschland – zum Beispiel am Bodensee.</p> <h2>Warum Bio nicht immer gut sein muss</h2> <p>Und es gibt noch einen weiteren Vorteil, den so eine Streuobstwiese hat: „Wir verwenden für unsere Wiesen keinerlei Spritzmittel“, erklärt Günther Schäfer. Das sei nicht nur umweltschonender, sondern auch gesünder – und besser als Bio, wie er erklärt. „Nur weil irgendwo Bio draufsteht, heißt das nicht immer, dass dann alles perfekt ist“, erklärt Schäfer weiter und fügt hinzu: „Denn im Bio-Anbau dürfen zwar keine chemischen, dafür aber natürliche Pflanzenschutzmittel verwendet werden.“ Das sei nicht immer unbedenklich.</p> <p>Auch der Bund für Umwelt und Natur kritisiert auf seiner Internetseite, dass das staatliche Biosiegel zwar vertrauenswürdig sei, aber nur Mindestanforderungen stelle. Andere Biosiegel seien strenger. Für Verbraucher sei daher nicht immer klar, was ein Siegel wirklich bedeutet. Zudem stünden die Kontrollbetriebe in finanzieller Abhängigkeit zu den Produzenten, die sie kontrollieren sollen – es bestehe also ein Interessenkonflikt. Weil viele Menschen das Siegel jedoch als Orientierung nutzen, ist das Obst der „Brisanti“-Mosterei dennoch biozertifiziert, so Schäfer.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden. (sk)</span></label></div> <p>Zur Herkunft seines Obsts berichtet Günther Schäfer: „Wir haben als Kelterei ungefähr tausend Bäume, die wir selbst bewirtschaften. Dazu kommen insgesamt 40 Vertragslieferanten, die hier verteilt sind in der Region und für uns anbauen und uns zu unseren Konditionen beliefern.“ Die Wiesen liegen unter anderem in Konstanz-Oberdorf, bei Überlingen, in Richtung Engen-Bittelbrunn, in Schlack am Randen, Stockach, Aach oder bei Pfullendorf.</p> <p>Letztere zählt zu den am weitesten entfernten Wiesen. „30, 40 Kilometer – das ist unser maximaler Umkreis“, so Schäfer. Die Entfernung ist absichtlich gewählt, schließlich bekommen Limo und Co. nur bis dorthin das „Gutes vom See“-Siegel. Eine wichtige Auszeichnung für das Unternehmen, so Schäfer, der seine Limos und Cidres nicht nur direkt in Stahringen und per Versand verkauft, sondern auch an viele Händler, Cafés, Restaurants und Campingplätze in der Region.</p> <h2>Diese Getränke gehören zum Sortiment</h2> <p>Apropos Limo: Was zählt denn nun alles zum Sortiment von Brisanti? Limos, Säfte und Cidre – Günther Schäfer zählt auf: „Bei uns gibt es zwei verschiedene Fruchtlimos, beide auf Apfel-Birne-Basis. Eine rote mit Holundersaft und eine grüne mit Zitronenverbene-Tee.“ Die rote sei etwas süßer, die grüne Limo eher frisch. Bei beiden Sorten fällt jedoch auf: Klebrige Süße à la Cola und Co. sucht man hier vergebens. „Wir setzen auf Natürlichkeit“, stellt Schäfer fest.</p> <p>Deswegen ist in den Limos auch kein Zucker zugesetzt, alle Süße kommt direkt aus der Frucht. In Zahlen heißt das: Die grüne Limo mit Zitronenverbene hat laut Schäfer einen Fruchtgehalt von 50 Prozent, die rote von 65 Prozent. In der roten Limo stecken 7,3 Gramm Zucker auf 100 Milliliter, in der grünen 7,8 Gramm pro 100 Milliliter. Zum Vergleich: Bei Cola sind es 10,6 Gramm pro 100 Milliliter.</p> <p>„Hinzu kommen noch der klassische Cidre aus Apfel und Birne und einer aus Boskop-Saft, gepaart mit Holunderblütensirup.“ Letzterer sei der einzige mit zugesetztem Zucker, eben wegen des Sirups, und ein kluger Einfall seiner Frau gewesen. „Auf dem Abendmarkt in Radolfzell hatten wir oft unsere Mostbowle mit dabei“, erzählt Schäfer. „Als dann Corona kam, hatte sie die Idee, diese Bowle in Flaschen zu füllen und den Leuten das Leben wieder etwas zu versüßen“, fügt er hinzu. Also hätten sie das Rezept ein wenig verändert, die Bowle flaschentauglich gemacht und den Holunderblüten-Cidre kreiert, den es bis heute zu kaufen gibt.</p> <p>Doch damit nicht genug: Auch verschiedene Säfte und Mostsorten gehören zu „Brisanti“, genauso wie der „Birnoh“ – ein Destillat aus Bodensee-Birnen – und der Streuobst-Verjus aus Apfelgrün, den man unter anderem für die Herstellung von Cocktails und in der Küche gebrauchen kann.</p> <p>Preislich liegt eine Flasche der „Brisanti“-Limonade bei etwa 2 Euro bis 2,50 Euro, je nach Handel, und damit zum ersten Mal etwas über dem Mitbewerber „Seezüngle“, der ebenfalls Fruchtlimos vom Bodensee herstellt. Das kommt durch die Preiserhöhung von circa zehn Prozent, die am 1. Juli in der Streuobstmosterei in Kraft getreten ist, so Schäfer.</p> <h2>Darum setzt Schäfer auf dunkles Glas</h2> <p>Wer schon mal eines der Produkte erstanden hat, dem ist vielleicht das Glas der Flasche aufgefallen. Im Gegensatz zu vielen anderen Getränken kann man deren Farbe nämlich nur erahnen. Und das hat einen Grund. „Marketingtechnisch wurde mir schon oft ans Herz gelegt, Weißglas für meine Flaschen zu verwenden“, gibt Günther Schäfer zu, „aber UV-Licht schadet den guten Inhaltsstoffen unserer Limos. Und weil wir die nicht verlieren wollen, verzichten wir lieber auf schickeres Aussehen und verwenden Braunglas.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Dafür muss das Obst selbst vom Baum fallen! Warum diese Säfte vom Bodensee besonders sind]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 20 Aug 2025 13:15:31 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Im eigenen Zuhause: "Ersatz-Vater" missbrauchte jahrelang sein Patenkind  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/im-eigenen-zuhause-ersatz-vater-missbrauchte-patenkind;art372461,12466463 ]]></link>      <description><![CDATA[  Drei Jahre lang missbrauchte ein Patenonkel das Mädchen, das eine alleinerziehende Mutter ihm anvertraute. Das dunkle Geheimnis des Mannes kam erst 2009 ans Licht, als die Neunjährige mit einer Freundin darüber sprach.  ]]></description>
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          Drei Jahre lang missbrauchte ein Patenonkel das Mädchen, das eine alleinerziehende Mutter ihm anvertraute. Das dunkle Geheimnis des Mannes kam erst 2009 ans Licht, als die Neunjährige mit einer Freundin darüber sprach.<br>
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        Drei Jahre lang missbrauchte ein Patenonkel das Mädchen, das eine alleinerziehende Mutter ihm anvertraute. Das dunkle Geheimnis des Mannes kam erst 2009 ans Licht, als die Neunjährige mit einer Freundin darüber sprach.



        <p>Ihren sechsten Geburtstag wird ein Mädchen aus dem Raum Stockach nie vergessen, allerdings aus einem traurigen Grund. Ab diesem Tag missbrauchte ihr Patenonkel sie. Drei Jahre lang sollte das so gehen – meist in der Wohnung der Mutter, zu der der damals 32-Jährige einen eigenen Schlüssel besaß. Erst als das Mädchen einer Freundin von dem Geheimnis erzählte, kam nach und nach das dunkle Geheimnis ans Tageslicht.</p> <h2>„Ersatz-Vater“ genoss das Vertrauen der Mutter</h2> <p>Von klein auf betreute der „Ersatz-Vater“ die Kinder, genoss als „der beste Freund der Familie“ das volle Vertrauen der alleinerziehenden Mutter. Doch dieses Vertrauen nutzte der damals 32-Jährige aus. Drei Jahre lang nahm er an dem Mädchen sexuelle Handlungen vor oder zwang es, diese an ihm auszuführen, wie der SÜDKURIER damals berichtete.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Serie</span><span>Gewaltverbrechen sind selten. 21 Straftaten gegen das Leben erfolgten laut Kriminalstatistik 2024 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz, sechs davon im Kreis Konstanz. Dazu zählen die Straftaten Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen und fahrlässige Tötung. Auch der Versuch eines Delikts läuft in die Statistik ein. Doch es gab schon in der Vergangenheit einige Fälle, die für Aufsehen gesorgt und Menschen beschäftigt haben. Wie konnten solch schreckliche Verbrechen geschehen? Die SÜDKURIER-Redaktion rekonstruiert anhand früherer Berichterstattung Fälle, um diese Frage zu beantworten.</span></label></div> <p>Doch irgendwann konnte das Mädchen das Geheimnis nicht mehr aushalten. Im Sommer 2009 erzählte die damals Neunjährige ihrer besten Freundin von den Vorfällen. Obwohl sich die Freundin zu strengstem Stillschweigen verpflichtet hatte, erzählte sie alles der Mutter des missbrauchten Mädchens.</p> <p>„Wie so oft in solchen Fällen mochte zunächst keiner wirklich glauben, was passiert war“, hieß es in der damaligen SÜDKURIER-Berichterstattung des Gerichtsprozesses. Das missbrauchte Mädchen habe ihre Mutter gebeten, den Patenonkel nicht anzuzeigen. So vergingen zwei weitere Monate, bis schließlich eine Ärztin, die die Tochter untersuchte, die Polizei verständigte.</p> <h2>Angeklagter versucht, Schuld abzuwenden</h2> <p>Vor Gericht allerdings bestritt der angeklagte 32-Jährige alle Vorwürfe. Er versuchte sogar, die Schuld auf einen Jugendlichen aus der Nachbarschaft zu schieben, den er beschuldigte.</p> <p>Zudem versuchten der Angeklagte und sein Verteidiger, die Glaubwürdigkeit der Neunjährigen zu erschüttern. Vor Gericht wurde die Neunjährige damals unter Ausschluss der Öffentlichkeit befragt. Für eine Psychologin, die ein Glaubwürdigkeitsgutachten erstellt hatte, sprach zwar vieles dafür, dass das Mädchen wahre Vorfälle geschildert hatte. Sie konnte trotzdem keine eindeutig positive Aussage zur Glaubwürdigkeit der kleinen Hauptbelastungszeugin zu machen. „In diesem Fall ist die Grenze der aussagepsychologischen Zuverlässigkeit erreicht“, so die Psychologin.</p> <h2>Für den Richter steht das Urteil fest</h2> <p>Doch für den Richter stand nach dreitägiger Beweisaufnahme fest, dass der Angeklagte sein Patenkind insgesamt siebenmal sexuell missbraucht hatte. Außerdem habe er das Mädchen und ihren ein Jahr älteren Bruder genötigt, mit ihm einen Pornofilm auf DVD anzusehen.</p> <p>Allein zwei Monate Haft sprach das Gericht zudem für den Besitz und die Verbreitung kinderpornografischen Materials aus. Auf dem Computer des Mannes konnten 900 kinderpornografische Darstellungen und mehr als 300 Textdateien sichergestellt werden, in denen sexueller Kindesmissbrauch beschrieben wurde.</p> <p>Schließlich wurde der Mann vom Landgericht Konstanz zu zwei Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt.</p>]]>
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      <pubDate>Tue, 19 Aug 2025 12:03:51 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[So schmeckt die Heimat: Alle Teile der großen SÜDKURIER-Sommerserie  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/regional-geniessen-bodensee-und-hegau-zeigen-die-vielfalt-heimischer-produkte;art372432,12465756 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bewusst genießen, nachhaltig kaufen: Am Bodensee und im Hegau finden sich zahlreiche Betriebe, die lokal produzieren. Dabei wird eine umfangreiche Produktpalette angeboten. Was entsteht alles in unserer Heimat?  ]]></description>
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          Bewusst genießen, nachhaltig kaufen: Am Bodensee und im Hegau finden sich zahlreiche Betriebe, die lokal produzieren. Dabei wird eine umfangreiche Produktpalette angeboten. Was entsteht alles in unserer Heimat?<br>
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        Bewusst genießen, nachhaltig kaufen: Am Bodensee und im Hegau finden sich zahlreiche Betriebe, die lokal produzieren. Dabei wird eine umfangreiche Produktpalette angeboten. Was entsteht alles in unserer Heimat?



        <p>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</p> <h2>Eier: Was hinter unserem regionalen Frühstücksei steckt</h2> <p>Der Hönig-Hof betreibt mehrere Hühnerställe bei Mühlingen. Kleiner geht es auf dem Hof der Familie Bertsche bei Stockach zu. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlingen/eierproduzent-hoenig-hof-aus-muehlingen-erklaert-wie-das-geschaeft-mit-dem-fruehstuecks-ei-funktioniert-14-08-25;art372452,12460828" target="_blank" title="Diese runde Sache wird immer beliebter: Was hinter unserem Frühstücksei steckt">Wie funktioniert das Geschäft mit dem Ei? Was müssen Verbraucher wissen?</a></p> <h2>Gemüse: Weder Salat noch Gurke? Das ist am begehrtesten</h2> <p>Reichenauer Gärtner produzieren 14.000 Tonnen Gemüse im Jahr und vieles davon landet auf den Tellern in der Region. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/frische-aus-der-region-welches-gemuese-vom-bodensee-und-hegau-landet-am-haeufigsten-auf-den-tellern-15-08-25;art372432,12461432" target="_blank" title="Weder Salat noch Gurke? Dieses Gemüse aus der Region ist am begehrtesten">Aber was ist eigentlich das beliebteste Produkt vom Bodensee und aus dem Hegau?</a></p> <h2>Brot: Echte Qualität braucht keinen Belag! Warum?</h2> <p>Zwei Konstanzer Sauerteigbäcker und ein Singener Brotsommelier erklären, was ein richtig gutes Brot ausmacht und wie Kunden es erkennen können. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/gutes-brot-braucht-keinen-belag-konstanzer-sauerteigbaecker-und-ein-singener-brotsommelier-erklaeren-warum-22-08-25;art372432,12465696" target="_blank" title="Gutes Brot braucht keinen Belag! Hier erklären die Profis warum">Und wodurch wird ein Brot besonders köstlich?</a></p> <h2>Käse: So entsteht auf der Höri der spezielle Büllekäse</h2> <p>Aus der Zwiebel von der Höri stellt eine Firma ein besonderes Produkt her. Die Käsemacher verraten, woher die Idee kommt, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/moos/buellekaese-von-der-hoeri-was-hinter-dem-besonderen-kaese-vom-bodensee-steckt;art372450,12458029" target="_blank" title="Dieser Käse repräsentiert die Region: So entsteht auf der Höri der Büllekäse">wie er entsteht, wie der Preis zustande kommt und wie lange Käse haltbar bleibt</a>.</p> <h2>Trüffel: Heute suchen Hunde nach der Delikatesse</h2> <p>Der Trüffel galt schon immer als Luxusgut – wie alles, was selten ist. Eine Zeit lang war es nur dem Adel erlaubt, Trüffeln zu suchen und zuzubereiten. Am Bodensee wachsen Sommer- und Burgundertrüffel überraschend gut. Doch bis zur Ernte ist es ein langer Weg – und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/sommer-und-burgundertrueffel-was-bodensee-trueffel-so-einzigartig-macht;art372461,12469253" target="_blank" title="Früher waren Schweine auf der Suche, heute Hunde: Was Trüffel aus der Region besonders macht">die Suche sollte man speziell ausgebildeten Hunden überlassen</a>. Was eine Knolle dann kostet.</p> <h2>Nudeln: Die regionale Antwort auf italienische Pasta</h2> <p>Geflügelhalter im Hegau verwerten überzählige Eier zur Teigwarenproduktion. Nudeln als ideale Verwertungsmöglichkeit für die B-Ware bei Eiern. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/die-regionale-antwort-auf-italienische-pasta-so-entstehen-nudeln-im-hegau;art372443,12467862" target="_blank" title="Die regionale Antwort auf italienische Pasta: So entstehen Nudeln im Hegau">Das regionale Angebot umfasst viele Sorten.</a></p> <h2>Mehl: Auf die richtige Sorte kommt es an</h2> <p>Mehl ist nicht gleich Mehl, denn es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten. Weizen, Roggen, Dinkel oder Hafer unterscheiden sich nicht nur im Geschmack, sondern auch in ihrer Verwendung. Und selbst innerhalb einer Getreideart gilt: Weizen ist nicht gleich Weizen. Zwei Menschen, die das aus Erfahrung wissen, sind Müller Frank Mayer und Landwirt Stefan Leichenauer. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/nicht-jedes-mehl-ergibt-gute-broetchen-was-die-zahl-auf-der-mehltuete-damit-zu-tun-hat;art372458,12474331" target="_blank" title="Nicht jedes Mehl ergibt gute Brötchen – was die Zahl auf der Mehltüte damit zu tun hat">Sie erklären die wichtigsten Unterschiede.</a></p> <h2>Zwiebeln: Was die Höri-Bülle so einzigartig macht</h2> <p>Genauso besonders wie Parmesan oder Champagner: Die Höri-Bülle ist nicht nur am Bodensee berühmt, sondern in der ganzen EU beliebt. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/moos/lecker-und-einzigartig-was-die-hoeri-buelle-so-besonders-macht-die-platte-rote-zwiebel-vom-bodensee;art372450,12462309" target="_blank" title="Genauso besonders wie Parmesan oder Champagner: Was die Höri-Bülle einzigartig macht">Wir erklären, was diese Zwiebel ausmacht und wie sie lecker bleibt.</a></p> <h2>Äpfel: Was die Frucht vom Bodensee so besonders macht</h2> <p>Es ist der Deutschen liebstes Obst: der Apfel. Aus der Bodensee-Region sind sie früher bis nach Russland gereist, heute setzt man auf lokale Märkte. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/so-besonders-sind-die-aepfel-vom-bodensee-das-steckt-hinter-dem-leckerem-obst;art372461,12456508" target="_blank" title="Der Deutschen liebstes Obst: Was Äpfel vom Bodensee so besonders macht">Doch woran erkennt man eigentlich einen guten Apfel?</a></p> <h2>Fisch: Alles Wissenswerte zum Fisch aus dem Bodensee</h2> <p>Von Forelle bis Kretzer: Heute werden viel mehr Fischarten im Bodensee gefangen als früher, doch welche Sorten sind das? Was muss bei der Zubereitung beachtet werden? <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/von-forelle-bis-kretzer-so-kann-fisch-aus-dem-bodensee-richtig-lecker-genossen-werden;art372455,12453649" target="_blank" title="Von Forelle bis Kretzer: Alles Wissenswerte zu leckerem Fisch aus dem Bodensee">Koch und Fischer verraten ihre Tipps.</a></p> <h2>Exotisches Fleisch von Bison oder Strauß</h2> <p>Bison und Strauß verorten viele in Nordamerika oder Afrika, gehalten werden die Tiere aber auch am Bodensee. Dabei sind sie nicht nur schön anzuschauen, sondern liefern auch besonderes Fleisch. Ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/bodman-ludwigshafen/exotischer-genuss-am-bodensee-strauss-und-bisonfleisch-was-macht-den-geschmack-so-besonders;art372434,12473686" target="_blank" title="So exotisch ist die Region: Fleisch von Strauß und Bison gibt es auch am Bodensee">Besuch in Bodman und Airach</a> zeigt, wie die Tiere leben und erklärt, wie ihr Fleisch auf unseren Tellern landet.</p> <h2>Demeter: Noch strenger als Bio</h2> <p>Wie viel Wahrheit hinter dem Spruch „Qualität hat ihren Preis“ steckt, zeigt sich bei der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Stockach-Wahlwies. Denn der Betrieb baut auf 23 Hektar Gemüse in Demeter-Qualität an, für das Verbraucher tiefer in die Tasche greifen müssen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/noch-strenger-als-bio-so-viel-arbeit-steckt-hinter-demeter-gemuese;art372461,12478094" target="_blank" title="Noch strenger als Bio: So viel Arbeit steckt hinter Demeter-Gemüse">Warum das so ist</a> und was konventionellen, Bio- und Demeter-Anbau unterscheidet</p> <h2>Honig: Durch Bienchen und Blümchen entsteht Gold im Glas</h2> <p>Die Konstanzer Bienen-Freunde und ein Gailinger Berufs-Imker verkaufen ihren selbstgemachten Honig auf vielen regionalen Höfen und Wochenmärkten. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/suesses-gold-vom-bodensee-wie-hochwertiger-honig-entsteht-und-was-ihn-so-besonders-macht-08-08-25;art372432,12457307" target="_blank" title="Gold im Glas: Wie aus Bienchen und Blümchen hochwertiger Honig vom Bodensee wird">So kommt das regionale Produkt ins Glas.</a></p> <h2>Eis: Wie landen die Früchte vom Bodensee in der Waffel?</h2> <p>Urlauber und Einheimische lieben es – das Eis. Dabei wird es auch in der Region frisch und aus regionalen Zutaten hergestellt. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/urlaub-in-der-waffel-das-macht-regionales-eis-am-bodensee-so-besonders-13-08-25;art372432,12459428" target="_blank" title="Urlauber und Einheimische lieben es! So landen Früchte vom Bodensee als Eis in der Waffel">Der SÜDKURIER hat sich das in Mühlingen und in Konstanz angeschaut.</a></p> <h2>Kräuter: Das wächst in Ihrem Garten – alles Wissenswerte</h2> <p>Jeden Tag etwas Wildes zu essen: Eine Kräuterpädagogin aus Tengen-Büßlingen weiß, wie die Brennnessel lecker schmecken und sogar noch heilen kann. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/jeden-tag-etwas-wildes-zu-essen-warum-eine-kraeuterpaedagogin-so-auf-brennnessel-setzt;art372462,12459336" target="_blank" title="Jeden Tag etwas Wildes zu essen: Warum eine Kräuterpädagogin so auf Brennnessel setzt">Sie kennt noch andere Mittel aus der Natur.</a></p> <h2>Mineralwasser: Diese Quelle versorgt nicht nur den Hegau</h2> <p>Ohne Wasser kein Leben. Mit der Randegger Ottilien-Quelle gibt es seit über 100 Jahren Mineralwasser im Herzen des Hegaus, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gottmadingen/mineralwasser-aus-dem-hegau-so-versorgt-die-randegger-ottilien-quelle-die-region-seit-100-jahren;art372442,12470050" target="_blank" title="Wo kommt eigentlich unser Mineralwasser her? Ottilien-Quelle versorgt nicht nur den Hegau mit Wasser">das von der Familie Fleischmann in vierter Generation produziert wird.</a></p> <h2>Säfte: Dafür muss das Obst selbst vom Baum fallen!</h2> <p>Günter Schäfer produziert in Stahringen aus Streuobst verschiedene Limos und Cidres. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/dafuer-muss-das-obst-selbst-vom-baum-fallen-warum-diese-saefte-vom-bodensee-besonders-sind;art372455,12466521" target="_blank" title="Dafür muss das Obst selbst vom Baum fallen! Warum diese Säfte vom Bodensee besonders sind">Er verrät, was hinter „Brisanti“ steckt</a> – und welchem Tipp des Marketings er sich seit Jahren widersetzt.</p> <h2>Bier: Literweise Leidenschaft! So entsteht lokales Bier</h2> <p>In der Weingegend Bodensee wird auch gebraut! Im Brauhaus Joh. Albrecht wird auf Handwerk in allen Bereichen gesetzt, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/da-steckt-leidenschaft-in-jedem-glas-und-jeder-flasche-so-entsteht-bier-am-bodensee-20-08-25;art372432,12463687" target="_blank" title="Da steckt Leidenschaft in jedem Glas und jeder Flasche: So entsteht Bier am Bodensee">bei Inselbier landet viel Regionales im Braukessel. Wir haben uns mal umgeschaut.</a></p> <h2>Gin: Warum schmeckt im Hegau der Gin nach Kirsch?</h2> <p>Die Kirschen, die im Sommer massenhaft an den Bäumen hängen, werden nicht nur vernascht, einige wandern in die Brennerei. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/hegauer-gin-mit-kirschen-ein-aussergewoehnliches-geschmackserlebnis-aus-hilzingen;art372443,12456928" target="_blank" title="Im Hegau schmeckt der Gin nach Kirsch">In Hilzingen entsteht aus einer Tonne der Steinfrucht ein ungewöhnlicher Gin.</a></p> <h2>Schnaps: Auf der Höri trinkt man gerne Obstler</h2> <p>Schnaps brennen, Geist einlegen oder Likör ansetzen kann durchaus eine kreative Tätigkeit sein. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ralf Wiedemann brennt in seiner Brennstube in Moos-Weiler selbst und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/moos/so-entstehen-auf-der-hoeri-besondere-schnaepse;art372450,12470500" target="_blank" title="Nur Klares ist Wahres! So entstehen auf der Höri besondere Schnapssorten">erklärt, wie die Spirituosen entstehen</a>, welche strengen Regeln gelten und wie man das Ergebnis am besten genießt.</p> <p></p> <h2>Apfelsaft: Am liebsten naturtrüb und literweise</h2> <p>Seit drei Generationen setzt die Süßmostkelterei Auer in Mühlhausen-Ehingen auf Äpfel und Streuobstwiesen. Es gibt aber auch neue Trends im Saftgeschäft – <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlhausen-ehingen/alles-apfelsaft-oder-was-ein-blick-hinter-die-kulissen-eines-wahren-saftladens;art372451,12463731" target="_blank" title="Alles Apfelsaft oder was? Ein Blick hinter die Kulissen eines wahren Saftladens">und interessante Zahlen</a>.</p> <h2>Limo von der Streuobstwiese: Hinter den Kulissen bei Brisanti</h2> <p>Die Streuobstmosterei „Brisanti“ in Radolfzell-Stahringen ist nicht nur am Bodensee eine echte Rarität. Seine Produkte werden ausschließlich aus „baumreifem“ Obst hergestellt. Damit gemeint sind Äpfel und Birnen, die vollkommen ausgereift und frisch vom Baum gefallen sind. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/dafuer-muss-das-obst-selbst-vom-baum-fallen-warum-diese-saefte-vom-bodensee-besonders-sind;art372455,12466521" target="_blank" title="Dafür muss das Obst selbst vom Baum fallen! Warum diese Säfte vom Bodensee besonders sind">Welchem Marketing-Tipp sich Chef Günter Schäfer beharrlich widersetzt.</a></p> <h2>Ab ins Glas: So werden Produkte natürlich haltbar gemacht</h2> <p>Das Gottmadinger Unternehmen Delikat essen setzt auf natürliche Feinkost und regionale Lebensmittel. Markus Bruderhofer erklärt, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gottmadingen/das-gottmadinger-unternehmen-delikat-essen-packt-das-geheimnis-regionaler-genuesse-in-glaeser;art372442,12472410" target="_blank" title="Die Region im Glas: So werden regionale Produkte in Gottmadingen natürlich haltbar gemacht">wie es dazu kam – und wie seine Produkte entstehen.</a></p> <h2>Ob Hofladen oder Milchhäusle: Hauptsache regionale Lebensmittel</h2> <p>Auf dem Obsthof Hertle und bei Familie Bischoff im Milchhäusle stehen kurze Wege und Qualität an erster Stelle – <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/grosser-hofladen-kleines-milchhaeusle-so-bieten-familien-aus-dem-suedwesten-regionale-lebensmittel-an-22-08-25;art372461,12465245" target="_blank" title="Großer Hofladen, kleines Milchhäusle: So bieten Familien regionale Lebensmittel an">auch wenn sie dabei auf unterschiedliche Konzepte setzen</a>. Denn der Obsthof Hertle ist immer größer geworden und bindet die ganze Familie ein, während das Milchhäusle auf Selbstbedienung setzt.</p> <h2>Maggi: Ikonische Flüssigkeit machte Singen weltbekannt</h2> <p>Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter. Beim <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/maggi-wuerze-als-kult-der-braune-tropfen-aus-singen-geht-um-die-welt-25-09-25;art372458,12480399" target="_blank" title="Maggi-Würze ist gut gegen Heimweh: Die ikonische Flüssigkeit machte Singen weltbekannt">Blick hinter die Kulissen</a> überrascht auch, wie viel die Deutschen davon im Jahr verzehren.</p> <h2>Mega-Großmarkt: Einkaufen im XXL-Format</h2> <p>Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/einkaufen-im-xxl-format-so-sieht-es-hinter-den-kulissen-des-grossmarkts-in-stockach-aus-18-09-25;art372461,12482229" target="_blank" title="Einkaufen im XXL-Format: So sieht es hinter den Kulissen des Großmarkts aus">Wie so ein Großmarkt funktioniert.</a> Der Name bezieht sich übrigens nicht auf dessen Größe, sondern steht als Abkürzung für Metzgerei und Gastronomie. Denn das sind die Hauptkunden des Großmarkts.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[So schmeckt die Heimat: Alle Teile der großen SÜDKURIER-Sommerserie]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 19 Aug 2025 10:28:34 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gutes Brot braucht keinen Belag! Hier erklären die Profis warum  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/gutes-brot-braucht-keinen-belag-konstanzer-sauerteigbaecker-und-ein-singener-brotsommelier-erklaeren-warum-22-08-25;art372432,12465696 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Zwei Konstanzer Sauerteigbäcker und ein Singener Brotsommelier erklären, was ein richtig gutes Brot ausmacht und wie Kunden es erkennen können. Und wodurch wird ein Brot besonders köstlich?  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Zwei Konstanzer Sauerteigbäcker und ein Singener Brotsommelier erklären, was ein richtig gutes Brot ausmacht und wie Kunden es erkennen können. Und wodurch wird ein Brot besonders köstlich?<br>
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        So schmeckt die Heimat: Zwei Konstanzer Sauerteigbäcker und ein Singener Brotsommelier erklären, was ein richtig gutes Brot ausmacht und wie Kunden es erkennen können. Und wodurch wird ein Brot besonders köstlich?



        <p>Eric Stadelhofer schnuppert, drückt und blickt kritisch. Der Bäckermeister von der Vulkanbäckerei Singen ist ein Experte in Sachen Brot. Er hat eine Zusatzausbildung, die ihn als Brotsommelier ausweist. Er ist also jemand, der sich besonders gut auskennt mit der Geschichte und Beschaffenheit des Brots, und der besonders gut darüber sprechen kann. Das bedeutet nicht, dass ein anderer weniger Ahnung hat, er kann es aber vielleicht nicht in so schöne Worte fassen.</p> <p>Eric Stadelhofer und seine Kollegen geben Hinweise darauf, wie der Verbraucher solides Brot erkennen kann. „Gutes Brot fängt beim Landwirt an“, sagt Stadelhofer. Denn beim Anbau entscheide sich die Qualität des Mehls. Regionalität sei dementsprechend ein wichtiges Kriterium. Dies bedeute: Der Lieferweg ist kurz und der Landwirt ist erreichbar. Die Auszeichnung „biologisch“ besage noch nichts über die Herkunft. „Ein Bioprodukt kann auch aus China bekommen.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Eric Stadelhofer bäckt seit über 20 Jahren ohne Fertigmischungen. Denn so könne er immer sagen, was im Teig ist. Grundsätzlich sei es Geschmackssache, ob jemand ein helles oder dunkles Brot bevorzuge. Er selbst experimentiere immer wieder mit alten Getreidesorten. Jedes Jahr müsse er zudem Herausforderungen meistern. Denn mit jeder neuen Ernte sei das Mehl ein bisschen anders und der Bäcker müsse die passende Mischung finden. Auch das Wetter beeinflusst den Produktionsprozess.</p> <p>Ein weiterer Wegweiser für Laien, die die Qualität erkennen wollen: Das Brot schmeckt, es lässt sich gut verdauen, es hält sich mindestens vier bis fünf Tage. Wer Schwierigkeiten nach dem Konsum hat, weil zum Beispiel der Magen grummelt, hat entweder zu einer unverträglichen Sorte oder zu einem minderwertigen Brot gegriffen. Ganz wichtig ist auch der Geschmack. Wer schon beim Kauf den Eindruck hat, dass das Brot eher unangenehm riecht – zum Beispiel zu stark nach Hefe – der sollte eher die Finger davon lassen.</p> <p>Wie haltbar ein Brot ist, entscheidet sich auch an der Lagerung, sagt Eric Stadelhofer. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Wichtig ist, dass das Brot nicht schwitzt, sonst beginnt es, zu schimmeln. Sehr gute Aufbewahrungsarten sind Leinenbeutel, gebrannter Ton oder Weidenkörbe. Am Tisch hält sich Brot gut, wenn die aufgeschnittene Fläche auf einem Holzbrett liegt. Die Kruste schützt dann das Innere.</p> <h2>Kein Reinheitsgebot für Brot, aber Leitsätze</h2> <p>Auch die Behandlung und die Lagerung des Teigs spielen bei der Brotqualität eine große Rolle. Als Faustregel gelte: Wer guten Geschmack will, sollte sich Zeit lassen. Sauerteig reift manchmal zwei Tage lang. Geht der Teig lange, dann können sich Gewürze entfalten und schwer verdauliche Stoffe sowie Zuckerstoffe abbauen. Diese Abbauprozesse kommen zum Erliegen, wenn Teig in den Ofen kommt, also der Hitze ausgesetzt ist.</p> <p>Für Brot gebe es kein Reinheitsgebot, aber Leitsätze, sagt Eric Stadelhofer. So muss ein Vollkornbrot zu 90 Prozent aus Vollkorn bestehen, ein Weizenbrot zu 90 Prozent aus Weizen und ein Roggenbrot zu 90 Prozent aus Roggen. Das Roggenmischbrot muss zu mindestens 51 Prozent einen Anteil an Roggen haben. Für Eric Stadelhofer „lebt“ ein Baguette, wenn der Schnitt in der Kruste drei Farben hat: weiß, gelb, dunkelbraun. Große Poren bezeichnet er beim Stangenbrot als „Aroma-Kammern“.</p> <p>Und was isst man am besten zu Brot? Es gelte die Regel der Harmonie. Das heißt: Der Belag soll nicht den Geschmack des Brots übertünchen. Der Belag soll aber auch nicht untergehen. Er empfiehlt also fürs Weißbrot Leichtes wie milden Käse, Lyoner oder Honig. Und dazu einen Weißwein. Für Roggenbrot Geräuchertes oder Marmelade und dazu einen Rotwein.</p> <p>Für nahezu alle Brote passend: Butter. Aber schon bei Butter mit Schnittlauch sei Vorsicht geboten. Diese kräftige Mischung eigne sich nicht für jedes Brot. Er selbst esse übrigens am liebsten Brot pur. Denn dann entfalte es seinen vollen Geschmack.</p> <h2>Konstanzer: „Jeder Sauerteig hat seinen Charakter“</h2> <p>So geht es auch Nora Ridder. „Gutes Brot braucht nicht mehr. Es hat seinen eigenen Geschmack.“ Sie betreibt zusammen mit ihrem Vater Jörn Ridder die Konstanzer Sauerteig-Backstube Brotalgut. „Wir sind Quereinsteiger.“ Sie macht das hauptberuflich, er ist außerdem Arzt. Er sagt, er habe eine Leidenschaft für Sauerteig.</p> <p>Und sie ergänzt: „Unser Herz schlägt für Sauerteig.“ Das Brot daraus sei im Geschmack komplex, lange haltbar und wegen der langen Teigführung gut verträglich. Das bedeute aber nicht, dass andere Brote schlecht seien. Entscheidend sei es, dem Teig Zeit zu geben. Die Ridders arbeiten mit Sauerteigen, die sie immer selbst machen.</p> <p>„Jeder Sauerteig hat seinen Charakter“, sagt Jörn Ridder. „Wir fassen jedes Produkt mehrfach an. Das ist Handarbeit.“ Bei einem guten Brot stelle der Produzent eine Verbindung zum Teig her. Die mit Aufwand produzierten Brote sollen niemals weggeworfen werden. „Wir wollen kein Teil von der Überproduktion sein.“</p> <p>Sauerteige sind besonders feucht und damit besonders lange haltbar, mindestens eine Woche lang. Die Roggenkruste der Ridders sollte sogar erst einmal ein bis zwei Tage liegen, bevor sie angeschnitten wird. Dafür halte sie dann aber besonders lange, sagt Nora Ridder. Allerdings sollte der Kunde niemals Brot in der Backstube aufschneiden lassen. Denn die Scheiben trockneten dann schnell aus. Sie rät: „Kaufen Sie sich ein gutes Brotmesser.“</p> <p>Die beiden Ridders ermutigen ihre Kunden auch dazu, genau nachzufragen. Ihre Backstube ist im wahrsten Sinne des Wortes transparent. Jeder kann durch eine Scheibe stehen, wie die Brote aus dem Teig geknetet werden. Beide sagen: Verkäufer sollten so geschult sein, dass sie aufklären können. Bekomme der Konsument keine Antwort, dann sei Vorsicht geboten.</p> <p>Als Arzt weiß Jörn Ridder: Vollkornbrot ist gesund und besonders geeignet für Diabetiker. Es lässt den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen als Weißbrot. Er weiß aber auch: „Die Menschen wählen Sachen, die Freude machen.“ Beim Grillen zum Beispiel sei dunkles Brot halt nicht so gut geeignet.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 18 Aug 2025 17:18:10 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Großer Hofladen, kleines Milchhäusle: So bieten Familien regionale Lebensmittel an  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/grosser-hofladen-kleines-milchhaeusle-so-bieten-familien-aus-dem-suedwesten-regionale-lebensmittel-an-22-08-25;art372461,12465245 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Auf dem Obsthof Hertle und bei Familie Bischoff im Milchhäusle stehen kurze Wege und Qualität an erster Stelle – auch wenn sie dabei auf unterschiedliche Konzepte setzen.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Auf dem Obsthof Hertle und bei Familie Bischoff im Milchhäusle stehen kurze Wege und Qualität an erster Stelle – auch wenn sie dabei auf unterschiedliche Konzepte setzen.<br>
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        So schmeckt die Heimat: Auf dem Obsthof Hertle und bei Familie Bischoff im Milchhäusle stehen kurze Wege und Qualität an erster Stelle – auch wenn sie dabei auf unterschiedliche Konzepte setzen.



        <p>Regionale Produkte liegen im Trend, das konstatiert ganz offiziell etwa das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Für viele Betriebe im Raum Stockach ist das allerdings kein neues Konzept und sie setzen schon seit Jahren auf kurze Wege – ob im großen Format eines täglich geöffneten Hofladens wie beim Obsthof Hertle in Stockach oder mit einem Milchhäusle, was sich ganz ohne Personal zu einem kleinen Dorfladen gemausert hat wie bei Familie Bischoff in Mahlspüren im Hegau. Die Familien verkaufen dort Obst, Gemüse oder Milch direkt von der Kuh und berichten, worauf es dabei ankommt.</p> <p>Der Obsthof Hertle hat eine lange Geschichte: Seit über 100 Jahren ist er in Familienbesitz. Schon immer habe der Familienbetrieb einen Selbstverkauf angeboten, sagt der 61 Jahre alte Andreas Hertle, denn Regionalität sei der Familie ganz wichtig. „Das war sie schon immer.“ Gemeinsam mit seiner 57 Jahre alten Frau Monika führt er den Betrieb seit 1995 in vierter Generation weiter und in dieser Zeit deutlich verändert.</p> <h2>Die ganze Familie hilft mit</h2> <p>„1998 haben wir mit der Viehhaltung aufgehört und den kleinen Laden gebaut“, erzählt Andreas Hertle. Doch dieser wurde zu klein für die große Nachfrage, sagt Monika Hertle. Der größere Laden, wie er heute aussieht, wurde 2009 gebaut. Auf dem Gelände sind auch Obstplantage, Sortierhalle, Lager und Mostpresse. „Unser Konzept waren schon immer kurze Wege. Hinten ernten, dann aufbereiten und direkt im Laden verkaufen“, erzählt René Hertle. Der 32-Jährige arbeitet seit 14 Jahren im Familienbetrieb und ist hauptsächlich in der Produktion, dem Anbau und Lager tätig.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Auch seine Schwestern Adriana (30 Jahre) und Sophia Hertle (24 Jahre) arbeiten im Betrieb. Während Adriana Hertle hauptsächlich für die Buchhaltung zuständig ist, hat Sophia Hertle seit einem Jahr das Personal übernommen. „Es ist schön, dass wir so viele sind und uns so gut ergänzen können“, sagen sie. Die familiäre Atmosphäre und die Nähe von Anbau und Produktion machten den Betrieb aus, findet die Familie.</p> <h2>Eigene Produkte und Zukauf erweitern das Sortiment</h2> <p>Neben eigenem Obst, vorwiegend Äpfeln, und Apfelsaft arbeitet Familie Hertle mit regionalen Erzeugern zusammen, um das Produktangebot zu vergrößern. Zu vielen Lieferanten hätten sie auch ein freundschaftliches Verhältnis. Gemüse, Nudeln und Eier, Wurst und Käse, aber auch Brot, Fisch, Weine und Seccos und Eis findet man beispielsweise dort. „Das ist einfach die Abrundung für unsere Produkte, um das Sortiment attraktiver zu machen für den Kunden und den Wocheneinkauf“, sagt Monika Hertle. Viele Stammkunden kommen regelmäßig in ihren Laden. „Dass man sieht, dass die Leute das zu schätzen wissen, tut gut“, so Adriana Hertle.</p> <p>Sieben Tage die Woche läuft der Betrieb: „Wir sind immer da.“ Schön sei auch, dass es nicht nur eine Saison gebe, sondern zu jeder Jahreszeit etwas geboten sei. „Dadurch, dass wir so viele Produkte haben, wechselt die Saison ständig. Vom Spargel zu den Beeren, den Äpfeln, Kürbissen und zu den Christbäumen“, beschreibt Adriana Hertle.</p> <h2>Frische Milch von der Kuh gibt es bei Familie Bischoff</h2> <p>Doch nicht nur so große Hofläden wie der Obsthof Hertle, auch kleinere Verkaufshäuschen oder Automaten finden sich im Raum Stockach. Dort gibt es ohne Personal rund um die Uhr regionale Lebensmittel zu kaufen. So auch in Mahlspüren bei Familie Bischoff, denn direkt an ihren Hof grenzend steht ein Milchhäusle.</p> <p>Die Idee kam Elmar Bischoff im Urlaub mit seiner Frau, wie der 65-Jährige erzählt. Bei einem landwirtschaftlichen Betrieb in Österreich gab es frische Milch direkt auf dem Hof. „Da hab ich zu meiner Frau gesagt, das wäre doch auch mal was, das fehlt bei uns im Dorf“, sagt er. Im Dezember 2013 eröffneten sie das erste Milchhäuschen. „Das hat nur mit dem Milchautomat angefangen, das Häusle war noch kleiner“, erzählt der 34-jährige Sohn Christian Bischoff.</p> <h2>Ein kleiner Dorfladen für Mahlspüren</h2> <p>Über die Jahre erweiterten sie ihr Sortiment. Erst mit Eiern und Wurstwaren, später mit Honig und Kartoffeln vom Nachbarn der Familie. Im November 2018 schafften sie den ersten Verkaufsautomaten an, doch der Laden wurde irgendwann zu klein. Im April 2021 wurde deshalb das alte Milchhaus abgebaut und durch ein größeres ersetzt. Nun stehen zwei Verkaufsautomaten neben dem Milchautomaten und auch eine Kühltruhe für Eis hat Platz gefunden.</p> <p>Das Angebot werde gut genutzt. „Gerade im Sommer hören wir es manchmal um 1 Uhr in der Nacht, dass noch jemand einkauft“, berichtet Elmar Bischoff. Früher habe es in der Nachbarschaft noch einen Dorfladen gegeben. „Als ich noch Kind war“, so der 65-Jährige. „Als wir angefangen haben mit den Automaten, haben wir gedacht, da hätten wir wieder einen kleinen Dorfladen. Und das wird auch angenommen von den Dorfbewohnern.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Großer Hofladen, kleines Milchhäusle: So bieten Familien regionale Lebensmittel an]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 18 Aug 2025 12:33:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der Herr der Puppen: Wie ein Stockacher den Grundstein für Madame Tussauds legte  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/wie-ein-stockacher-die-weltberuehmten-wachsfiguren-von-madame-tussauds-ermoeglichte-19-08-25;art372461,12465034 ]]></link>      <description><![CDATA[  Philipp Wilhelm Mathias Curtius hat bewegte Zeiten erlebt: Während der Französischen Revolution fertigte er Wachsfiguren von Königen und Revolutionären in Paris. Seine mutmaßliche Tochter ist bis heute weltberühmt.  ]]></description>
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          Philipp Wilhelm Mathias Curtius hat bewegte Zeiten erlebt: Während der Französischen Revolution fertigte er Wachsfiguren von Königen und Revolutionären in Paris. Seine mutmaßliche Tochter ist bis heute weltberühmt.<br>
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        Philipp Wilhelm Mathias Curtius hat bewegte Zeiten erlebt: Während der Französischen Revolution fertigte er Wachsfiguren von Königen und Revolutionären in Paris. Seine mutmaßliche Tochter ist bis heute weltberühmt.



        <p>London, Sydney, New York, Hollywood, Berlin: In diesen und vielen weiteren großen Städten weltweit kann man die berühmten Wachsfigurenkabinette von Madame Tussauds besuchen. Die lebensechten Figuren von Prominenten, Politikern und gekrönten Häuptern faszinieren jährlich tausende Besucher. Was die wenigsten von ihnen wissen: Am Anfang der Geschichte steht ein Mann, der in Stockach das Licht der Welt erblickt hat.</p> <p>Philipp Wilhelm Mathias Curtius ist selbst in seiner Heimatstadt nicht sehr bekannt. Und das, obwohl seine Lebensgeschichte reich an Abenteuern, spannenden Anekdoten und einer Menge Geschäftssinn ist, aber auch noch viele Fragezeichen lässt.</p> <h2>Vater, Onkel oder Lehrer?</h2> <p>Einer, der sich intensiv mit Curtius‘ Leben auseinandergesetzt hat, ist der Historiker und ehemalige Stockacher Kulturamtsleiter Thomas Warndorf aus Singen. Er forscht mit einigen Unterbrechungen seit den 1980er-Jahren über den Mann, von dem Marie Tussaud lernte, wie man täuschend echt wirkende Wachsfiguren herstellt. Laut Warndorf war Curtius wahrscheinlich ihr leiblicher Vater – auch wenn es keine Belege für die direkte Abstimmung gibt und Tussaud von ihm zeitlebens als Onkel gesprochen habe. Doch es spreche viel dafür, dass sie mehr war als nur eine Schülerin.</p> <p>Wer das Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds in Berlin besucht, kann auf einer Infotafel lesen, dass Marie Tussaud, geborene Grosholtz, ihr Handwerk „von dem Schweizer Arzt und Ceroplastiker (Hersteller von Plastiken aus Wachs, Anm. d. Red.) Dr. Philippe Curtius (1741–1794), als dessen Haushälterin Maries Mutter, Anne-Marie Walder, angestellt war“, gelernt hat. Laut Warndorf war Curtius allerdings weder Schweizer noch hatte er einen Doktortitel und mit der Mutter von Marie Tussaud soll er eine Liebesbeziehung unterhalten haben.</p> <h2>Aufgewachsen in der Hauptstraße 2</h2> <p>Geboren wurde Curtius am oder kurz vor dem 30. Januar 1737, wie aus einem Eintrag im Stockacher Taufregister hervorgeht. Die Quellen deuten darauf hin, dass seine Eltern Christoph Friedrich Curtius und Maria Catharina de Maurer erst kurz zuvor in den damals vorderösterreichischen Verwaltungssitz Stockach gekommen waren. „Curtius Vater war österreichischer Beamter und Jurist und sollte die verschiedenen Verwaltungs- und Rechtssysteme ordnen und regulieren“, erklärt Warndorf. Die Familie habe in dem Gebäude der Hauptstraße 2 gelebt.</p> <p>Die nächste schriftlich belegte Lebensstation ist 1759 Bingen am Rhein, wo er eine Kaufmannslehre machte. „Diese hat er aber offensichtlich abgebrochen und ist weitergezogen nach Straßburg. Und hier wird es interessant“, so Warndorf. Denn in Straßburg lernte Curtius, der sich dort als Trödelhändler niedergelassen hatte, Anna-Maria Großholtz kennen. Kurze Zeit später bringt Großholtz ein Kind zur Welt, das auf den Namen Marie getauft und später einmal unter dem Namen Tussaud bekannt werden soll.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Curtius im Stadtmuseum</span><span>Auch Julian Windmöller, Leiter des Stockacher Stadtmuseums, findet, dass Curtius einen prominenteren Platz in der Stadtgeschichte und im Museum verdient hätte. „Curtius ist eine schillernde und spannende Persönlichkeit, die unsere Stockacher Geschichte mit der ganz großen Weltgeschichte in Verbindung bringt. Darüber hinaus hat er auch die Französische Revolution in Paris miterlebt und mitgeprägt“, so Windmöller. Im Stadtmuseum sei die Geschichte von Curtius zuletzt 2023 in der Ausstellung „Kunst &amp; Kurioses“ beleuchtet worden. „Curtius wird uns garantiert weiter begleiten. Seine Biografie ist zu spannend, seine Person zu wichtig, um ihn nicht auch in Zukunft im Museum auftreten zu lassen – vielleicht sogar als kleiner Teil einer neuen Dauerausstellung“, so Windmöller.</span></label></div> <p>Curtius selbst zieht ein Jahr später nach Paris weiter und holte Anna-Maria Großholtz samt Töchterchen nach. „Mit Anna-Maria Großholtz lebte er bis an sein Lebensende zusammen“, sagt Warndorf.</p> <p>In ihren Memoiren schreibt Marie Tussaud zwar, dass ihr Vater Soldat in einem österreichischen Regiment gewesen sein soll. „Wie vieles andere in ihren Memoiren ist das aber erstunken und erlogen“, sagt Warndorf. Denn in den Namenslisten der österreichischen Armee finde sich kein Großholtz.</p> <h2>Jeden Tag eine neue Attraktion</h2> <p>In Paris begann Curtius neben seinem Trödelhandel damit, kleine Wachsreliefs zum Verkauf anzufertigen. Die Reliefs wurden größer, irgendwann fertigte Curtius lebensechte Büsten aus Wachs und später lebensgroße Wachsfiguren, die in seinem Kabinett besichtigt werden konnten. Laut Warndorf hatte Curtius damit großen Erfolg und traf den Nerv der Zeit. Insgesamt drei Ausstellungsorte eröffnete Curtius in Paris. Um mit der Produktion hinterherzukommen, habe bald schon Marie in der Werkstatt mitgeholfen und gelernt, wie man Wachsfiguren erstellt.</p> <h2>Plötzlich an der Spitze der Französischen Revolution</h2> <p>Die politische Lage zur damaligen Zeit lieferte allerhand Material, schließlich baute der gewiefte Curtius sein Geschäft in der politisch unruhigen Zeit vor und während der Französischen Revolution auf. Dadurch gibt es immer wieder neue Akteure, die er in seinem Kabinett zeigen kann. Auch Curtius selbst findet sich mitten im Strudel dieses welthistorischen Ereignisses wieder.</p> <p>„Als der französische König 1789 den beliebten Finanzminister Necker entließ, formierte sich im Café neben dem Kabinett Curtius eine Demonstration zur Wiedereinsetzung Neckers. Deren Anführer baten Curtius, ihm die Wachsbüste Neckers auszuhändigen, um sie dem Demonstrationszug vorantragen zu können“, so Warndorf</p> <h2>Curtius als Erstürmer der Bastille</h2> <p>Die Demonstration wurde blutig niedergeschlagen. „Das war das erste Blut, das für die Französische Revolution vergossen wurde“, sagt Warndorf. Wenige Tage später ist Curtius dabei, als die Bastille gestürmt wird. Die Nationalversammlung verleiht ihm den Titel „Erstürmer der Bastille“. „Lange Zeit unterschreibt er mit diesem Titel auch Dokumente“, sagt Warndorf.</p> <p>In seinen Kabinetten gibt es nun die Schlüsselfiguren der Revolution zu sehen, zudem zeigt er Wachpersonal und Gefangene der Bastille, ebenso die Toten der Guillotine. Dass Marie deren Gesichter direkt von den abgetrennten Köpfen abmodelliert, wie sie später behauptet, ist laut Warndorf ebenfalls eine Erfindung.</p> <p>Die Massen strömen trotzdem wieder zu Curtius, um ihre Sensationslust zu stillen. „Er hat sogar Steine der zerstörten Bastille in seine Werkstatt schleppen lassen und zu Souvenirs verarbeitet, die er dann verkauft hat. Ähnlich wie es heute in Berlin mit Bruchstücken der Berliner Mauer gemacht wird“, sagt Warndorf.</p> <h2>Marie Großholtz wird Alleinerbin des Puppenimperiums</h2> <p>1792 zieht Curtius weiter nach Mainz als Gesandter der französischen Nationalversammlung. Marie Großholtz führt die Geschäfte in Paris weiter. Zwei Jahre später kehrte Curtius zurück nach Paris, stirbt dort aber noch im selben Jahr mit 55 Jahren. Marie Großholtz wird laut seinem Testament Alleinerbin. „Warum sollte er das machen, wenn sie nicht seine leibliche Tochter gewesen wäre?“, fragt Warndorf.</p> <p>Der Rest ist Geschichte: Marie heiratete Francois Tussaud, zwei der gemeinsamen Söhne überlebten. „Glücklich war die Ehe aber nicht“, sagt Warndorf. Marie ließ sich 1802 wieder von ihrem Mann scheiden. Da die Geschäfte ohnehin nicht mehr so gut liefen, entschied sie sich, nach England auszuwandern. Einen Teil der Figuren und Formen nahm sie mit und zeigte sie unter dem damals noch sehr bekannten Namen „Salon Curtius“. Später verwendete sie die Namen Madame Tussauds und Curtius parallel, um für ihre Ausstellungen zu werben. Seit 1835 besteht die Ausstellung in London ununterbrochen bis heute.</p> <h2>Noch heute bezieht sich Madame Tussauds auf Curtius</h2> <p>Und wie geht man beim Unternehmen Merlin Entertainments, zu dem Madame Tussauds heute gehört, mit dieser Historie um? Voller Stolz, schreibt eine Sprecherin von Madame Tussauds Berlin auf Anfrage. „Sowohl in London als auch bei uns in Berlin gibt es Bereiche, die unserer Gründerin gewidmet sind und ihre Geschichte erzählen.“ Philipp Curtius sei ebenfalls ein unverrückbarer Bestandteil dieser Geschichte.</p> <p>Allerdings bestätigt auch die Unternehmenssprecherin Warndorfs Einschätzung zum Wahrheitsgehalt in den eigenen Aufzeichnungen von Tussaud und Curtius. „Beide haben über ihr Leben höchst widersprüchliche oder gar keine oder, nach heutigem Wissen, eindeutig verkehrte Berichte hinterlassen“, erklärt die Sprecherin.</p> <h2><strong>Gibt es noch Originalfiguren von Curtius?</strong></h2> <p>Bis heute gibt es noch einige Gegenstände, die Curtius und seiner bekannten Tochter zugeordnet werden können: Die Gussformen aus Gips, die zur Herstellung von neuen Figuren verwendet werden, sind laut der Sprecherin trotz zweier Brände im Lodnoner Wachsfigurenkabinett erhalten geblieben.</p> <p>Wie Thomas Warndorf erklärt, gibt es außerdem noch Werke von Curtius selbst, die immer mal wieder auf Kunstauktionen auftauchen. „Schon in meiner Zeit als Kulturamtsleiter hat es mich immer wieder gereizt, eine entsprechende Ausstellung in Stockach zu gestalten. Aber die Versicherungssummen für diese Stücke sind enorm hoch“, sagt Warndorf.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Der Herr der Puppen: Wie ein Stockacher den Grundstein für Madame Tussauds legte]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 15 Aug 2025 14:38:59 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Plötzlicher Abschied am Stockacher Krankenhaus: Geschäftsführer Michael Hanke geht!  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/krankenhaus-geschaeftsfuehrer-michael-hanke-geht-was-das-fuers-krankenhaus-stockach-bedeutet;art372461,12463864 ]]></link>      <description><![CDATA[  Michael Hanke hat 2019 die Leitung des Krankenhauses übernommen, dann kamen die Pandemie und Kostenexplosionen. Jetzt ist Schluss der Zusammenarbeit. Was das bedeutet.  ]]></description>
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          Michael Hanke hat 2019 die Leitung des Krankenhauses übernommen, dann kamen die Pandemie und Kostenexplosionen. Jetzt ist Schluss der Zusammenarbeit. Was das bedeutet.<br>
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        Michael Hanke hat 2019 die Leitung des Krankenhauses übernommen, dann kamen die Pandemie und Kostenexplosionen. Jetzt ist Schluss der Zusammenarbeit. Was das bedeutet.



        <p>Das Stockacher Krankenhaus und dessen Geschäftsführer Michael Hanke gehen bald getrennte Wege. Das bestätigt Bernd Zimmermann, stellvertretender Geschäftsführer des Stockacher Krankenhauses, auf Nachfrage dem SÜDKURIER. Momentan sei Hanke im Urlaub und offiziell ist er noch als Geschäftsführer der Gesellschaft eingetragen. „Es wird aber in naher Zukunft eine Änderung in der Geschäftsführung geben“, bestätigt Zimmermann. Einen genauen Zeitpunkt für Hankes offizielles Ausscheiden gebe es indes noch nicht.</p> <h2>Stellvertretung ist geregelt</h2> <p>„Aktuell gilt die normale Stellvertreterregelung und ich kümmere mich um die Geschäftsführung, so wie wir es schon immer gehandhabt haben, wenn Herr Hanke im Urlaub war“, so Zimmermann. Zu den Gründen für Hankes Ausscheiden möchte er sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern, es werde jedoch zeitnah weitere Informationen geben, verspricht er.</p> <p>Auch Michael Hanke bestätigt gegenüber dem SÜDKURIER, dass er als Geschäftsführer des Stockacher Krankenhauses ausscheiden wird. Zu den Gründen äußert er sich auf Nachfrage ebenfalls nicht. Er verweist in diesem Zusammenhang auf Absprachen mit der Aufsichtsratsvorsitzenden, die derzeit noch laufen würden. Aufsichtsratsvorsitzende des Stockacher Krankenhauses ist Bürgermeisterin Susen Katter.</p> <h2>„Wir gehen im Guten auseinander.“</h2> <p>„Aktuell sind wir dabei, im Einvernehmen den Vertrag aufzulösen“, sagt sie auf Anfrage und fügt hinzu: „Wir gehen im Guten auseinander.“ Die Stadt sei sehr dankbar für das, was Michael Hanke für das Krankenhaus geleistet hat, betont die Bürgermeisterin. Zu den genauen Gründen für das Ausscheiden will auch sie sich im Moment noch nicht äußern, verspricht aber ebenfalls, dass es hierzu bald nähere Details geben soll.</p> <p>Michael Hanke hatte die Geschäftsführung zum 1. März 2019 übernommen. Der heute 61-Jährige folgte auf Berthold Restle. Zuvor war Hanke laut SÜDKURIER-Informationen kaufmännischer Direktor des Heilig-Geist-Krankenhauses in Köln-Longerich gewesen.</p> <h2>Corona-Pandemie und Bauprojekte</h2> <p>Hankes Zeit an der Verwaltungsspitze des Stockacher Krankenhauses war von einigen Turbulenzen geprägt. Nur ein Jahr nach seinem Start begann die Corona-Pandemie, die zahlreiche Herausforderungen mit sich brachte. Parallel gab es viele Baustellen im und am Haus zu bewältigen, wie etwa den Neubau des Bettentrakts, der Intensivstation und des Ambulanten OP.</p> <p>In diesem Zusammenhang kämpfte das Haus um eine Kostenbeteiligung des Landkreises Konstanz an Investitionen in das Gebäude. Denn während die Kliniken in Singen und Konstanz, einst auch in Radolfzell, zum Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz (GLKN) gehören, ist das Stockacher Krankenhaus eigenständig. Für eine Kostenbeteligung zogen Michael Hanke und Altbürgermeister Rainer Stolz sogar <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/krankenhaus-stockach-verklagt-landkreis-aber-verzichtet-auf-berufung;art372461,11898162" target="_blank" title="Das letzte Wort ist gesprochen! Keine Berufung im Rechtsstreit um das Stockacher Krankenhaus">bis vor das Verwaltungsgericht in Freiburg</a>. Dieses entschied jedoch zum Nachteil des Stockacher Krankenhauses, dass sich der Landkreis nicht an den Kosten für Investitionen am Gebäude beteiligen müsse.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Stockacher Krankenhaus</span><span>Jährlich werden im Krankenhaus Stockach rund 3450 Menschen stationär behandelt, heißt es auf der Internetseite des Krankenhauses. Hinzu kommen demnach rund 4500 ambulante Notfälle sowie circa 4200 ambulante Patienten. Das Krankenhaus Stockach verfügt über 55 Planbetten. Der Fachabteilung für Innere Medizin sind 22 Betten zugeordnet, der Fachabteilung für Chirurgie 33 Betten.</span></label></div> <p>Schon seit vielen Jahren unterstützt die Stadt Stockach das kleine Krankenhaus finanziell, damit Verluste ausgeglichen werden können. Eine größere Finanzspritze seitens der Stadt gab es erst in diesem Jahr. Ende 2024 hatte der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, eine Kapitalaufstockung in Höhe von 4,5 Millionen Euro vorzunehmen. Es handelt sich dabei um die größte Einzelsumme im Investitionsplan der Stadt für 2025.</p> <h2>Kapitalaufstockung sollte Liquiditätslücke schließen</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/stockacher-krankenhaus-bekommt-45-millionen-finanzspritze;art372461,12254942" target="_blank" title="Große Finanzspritze für das Krankenhaus! Die Stadt schießt der Klinik weitere Millionen Euro zu">Wie Bürgermeisterin Susen Katter damals auf Nachfrage des SÜDKURIER erklärte</a>, sei die Kapitalaufstockung durch die großen Investitionen in Neu- und Umbaumaßnahmen am Krankenhaus in den vergangenen Jahren notwendig geworden. Außerdem habe die Stadt die Liquiditätslücke schließen müssen, die nach dem Gerichtsurteil in Bezug auf die Kostenbeteiligung des Landkreises zwischenzeitlich entstanden war, so Katter damals.</p> <p>Nach 2020 und 2021, in denen das Krankenhaus Stockach positive Jahresergebnisse vorweisen konnte, waren die Jahre 2022 und 2023 geprägt von enormen Kostensteigerungen. Michael Hanke nannte <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/krankenhaus-stockach-im-minus-darum-sind-die-zahlen-tiefrot;art372461,12207149" target="_blank" title="1,1 Millionen Euro Verlust! Darum schreibt das Krankenhaus rote Zahlen">bei der aktuellsten Vorstellung der Bilanz im Stockacher Gemeinderat im Herbst 2024</a> ursächlich den Ukraine-Krieg und Kostenexplosionen in allen Bereichen. Die Bilanzsumme belief sich damals auf 19,4 Millionen Euro und unter dem Strich blieb ein Minus von 1,1 Millionen Euro, das von der Stadt Stockach ausgeglichen wurde.</p>]]>
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