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    <title>suedkurier.de - Kreis Biberach </title>
    <link>https://www.suedkurier.de/</link>
    <language>de-DE</language>
    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 10:30:24 +0100</pubDate>
    <lastBuildDate>Wed, 05 Nov 2025 10:30:24 +0100</lastBuildDate>

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      <title>suedkurier.de</title>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 11:35:38 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Fledermaus über Oberschwaben! Piloten vom Bodensee malen Halloween-Gruß auf den Radar  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/fledermaus-ueber-oberschwaben-piloten-vom-bodensee-fliegen-halloween-gruss;art410936,12510035 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sascha Kern wirbt mit einer kreativen Maßnahme um neue Mitglieder für einen Flugsport-Verein aus Immenstaad. Die Routenplanung machte ChatGPT, die Umsetzung war aber gar nicht so einfach.  ]]></description>
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          Sascha Kern wirbt mit einer kreativen Maßnahme um neue Mitglieder für einen Flugsport-Verein aus Immenstaad. Die Routenplanung machte ChatGPT, die Umsetzung war aber gar nicht so einfach.<br>
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        Sascha Kern wirbt mit einer kreativen Maßnahme um neue Mitglieder für einen Flugsport-Verein aus Immenstaad. Die Routenplanung machte ChatGPT, die Umsetzung war aber gar nicht so einfach.



        <p>Der grüne Strich zieht sich vom Bodensee bis kurz unter Biberach, dann läuft er plötzlich geschwungen weiter und auf der Karte entsteht eine Form: eine Fledermaus, passend zu Halloween.</p> <p>Die grüne Linie wurde aber nicht etwa händisch in die Karte eingetragen. Sie spiegelt die Route eines Leichtflugzeugs wider, das am Mittwoch am Flughafen Friedrichshafen gestartet ist. Zu sehen ist <a href="https://www.flightradar24.com/data/aircraft/ph-mlu#3cdfcb7c" target="_blank" title="" rel="noopener">die Route bei Flightradar24</a>. Das Flugzeug, eine Socata TB-10 Tobago, gehört dabei der Flugsportgemeinschaft Dornier Immenstaad, die wiederum Teil der Airbus-Betriebssportgemeinschaft ist.</p> <h2>Werbung für den Verein</h2> <p>Zweiter Vorstand der Flugsportgemeinschaft ist Sascha Kern, ihn erreicht der SÜDKURIER telefonisch und schnell stellt sich heraus: Der 49-Jährige war der Pilot des Fledermausflugs. Er hat die Route gemeinsam mit seinem Co-Piloten Armin Schulz geflogen. „Wir dachten, lasst uns mal ein bisschen Werbung machen für den Verein“, so Kern. Aktuell habe der Verein 14 Mitglieder, da sei noch Luft nach oben.</p> <p>Mithilfe von Künstlicher Intelligenz habe sich Kern daher eine Flugroute erstellen lassen. Aber: „Einfach ein Foto hochladen und eine Flugroute daraus machen, geht nicht.“ Es habe also mehrere Anläufe mit ChatGPT gebraucht, bis eine passende Route erstellt war. Herausfordernd sei gewesen, in einer realistischen Dimension zu planen, ohne in Sperrzonen zu geraten. So kam es, dass das Zentrum der Fledermausroute bei Biberach an der Riß lag.</p> <h2>Fledermaus-Ohren sind knifflig</h2> <p>Die geplante Route dann zu fliegen, sei unter anderem wegen des Windes ebenfalls nicht ohne Herausforderungen gewesen. „Die Ohren und die Flügelspitzen sind ziemlich knifflig“, sagt Sascha Kern. Da er sich so auf die Route konzentriert habe, habe Co-Pilot Schulz den Funk übernommen. Bei Flightradar24 lässt sich ablesen, dass das Flugzeug zwischen 14 und 16 Uhr unterwegs war. Kern bestätigt, dass sie etwa zwei Stunden gebraucht haben.</p> <p>Vom Boden aus ließe sich die Route nicht ausmachen, sie wird nur auf dem Radar deutlich. Die Grafik des Flugs hat Kern, der bei Airbus im Einkauf arbeitet, auch im Intranet des Unternehmens veröffentlicht – mit einem Verweis auf die Comic-Figur Batman, dessen Symbol die Fledermaus ist. Der Verein freue sich aber auch über externe Mitglieder, sagt Sascha Kern.</p> <h2>Nicht die erste Radar-Zeichnung</h2> <p>Dass Flugzeuge mit kreativen Routen zeichnen, ist dabei nicht neu. 2017 etwa hat Airbus im Rahmen eines Testflugs quer durch Deutschland einen Christbaum auf den Radar gemalt. Auch Herzen oder gar die Form eines Flugzeugs haben Piloten in der Vergangenheit bereits auf Karten hinterlassen.</p> <p>Den Flug von Sascha Kern und Armin Schulz hat Flightradar24 sogar <a href="https://x.com/flightradar24/status/1983563020090384824?t=qpOJRE_Cqzn8IknOZGSGSw&amp;s=03" target="_blank" title="" rel="noopener">auf dem sozialen Netzwerk X geteilt</a> – ebenfalls mit einem Hinweis auf Batman und das „Bat Signal“ (zu Deutsch: Fledermaus-Signal), mit dem sich der Superheld in der Comic-Welt rufen lässt.</p> <p></p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Fledermaus über Oberschwaben! Piloten vom Bodensee malen Halloween-Gruß auf den Radar]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 25 Aug 2025 07:41:12 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Das war so surreal“ – was das tödliche Zugunglück von Riedlingen mit den Rettern macht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/nach-dem-toedlichen-zugunglueck-in-riedlingen-retter-sprechen-offen-ueber-ihre-erschuetternden-erlebnisse;art417930,12468980 ]]></link>      <description><![CDATA[  Früher klopfte man sich nach schweren Einsätzen auf die Schulter und trank ein Bier. Heute reden Feuerwehrleute offener über ihre Ängste. Einblicke in die Aufarbeitung der Katastrophe von Riedlingen. <p></p>  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Früher klopfte man sich nach schweren Einsätzen auf die Schulter und trank ein Bier. Heute reden Feuerwehrleute offener über ihre Ängste. Einblicke in die Aufarbeitung der Katastrophe von Riedlingen. <p></p><br>
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        Früher klopfte man sich nach schweren Einsätzen auf die Schulter und trank ein Bier. Heute reden Feuerwehrleute offener über ihre Ängste. Einblicke in die Aufarbeitung der Katastrophe von Riedlingen. <p></p>



        <p>Kreisbrandmeisterin Charlotte Ziller hat schon viel gesehen: Verkehrsunfälle. Notlagen. Brände. Tote. Seit sie 16 Jahre alt ist engagiert sie sich bei der Feuerwehr. Aber der Abend des 27. Juli hat auch für sie eine ganz neue Qualität. „Das war so surreal“, erzählt die 40-Jährige heute. Die Zugwaggons hätten einfach durcheinander in der Böschung gelegen – wie in einem Kinderspiel. „Der gehört da so nicht hin“, habe sie damals gedacht. Als sie in das Gleisbett blickt, das verbeulte Wrack sieht, wird ihr klar, dass das kein absurdes Szenario eines Planspiels ist, sondern bittere Realität. „Nichts war so, wie es sein sollte.“</p> <p>Genau vier Wochen ist es her, dass der Regionalzug der Linie RE 55 bei Riedlingen aus den Gleisen springt. Dutzende Fahrgäste werden bei dem Unglück verletzt, drei Menschen kommen ums Leben. Hunderte Einsatzkräfte eilen zum Unglücksort – blutjunge Ehrenamtliche, aber auch gestandene Feuerwehrmänner mit jahrzehntelanger Erfahrung. Für alle ist es eine Lage, wie sie sie noch nie erlebt haben. Die Katastrophe treibe die Feuerwehrleute noch immer um, erzählt Ziller. „Es ist nicht mehr Alltag – aber es ist immer noch da.“</p> <h2>Feuerwehrmann: „Es dürfen auch Tränen fließen“</h2> <p>„So was habe ich tatsächlich noch nie erlebt“, berichtet Feuerwehrmann Gerhard Blank, der seit 40 Jahren im Dienst ist. Die Bilder haben sich auch bei ihm für immer eingebrannt – nicht nur die vom Zugwrack und verunglückten Opfern, sondern auch von erschöpften, abgekämpften Helfern, die mit Fassung ringen.</p> <p>Blank war am Abend des Unglücks vor Ort verantwortlich für die sogenannte psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte – sein Job ist es, bei Unfällen und Katastrophen den Helfern zu helfen. Denn auch an Feuerwehrleuten, Rettern und Polizisten geht ein solches Ereignis nicht spurlos vorbei. „Es hat bei diesem Einsatz, behaupte ich, jeder sein Päckchen abbekommen“, sagt Blank. Die Aufgabe der Seelsorger vor Ort sei in erster Linie, da zu sein – zuzuhören, Gespräche zu ermöglichen, auch einmal Schweigen auszuhalten.</p> <p>Früher habe man sich nach einem schweren Einsatz bei der Feuerwehr auf die Schultern geklopft, noch ein Bier getrunken und sei nach Hause gegangen, erzählt Blank. Das sei Vergangenheit. Man gehe heute professioneller, sensibler mit solchen Katastrophen um. „Die Kameraden sprechen wirklich offen über die Sache – und es dürfen auch Tränen fließen.“</p> <h2>Katastrophe kann Urinstinkte wecken</h2> <p>Als Notfallpsychologe ordnet Robert Hohl vom DRK-Kreisverband Biberach ein, was in solchen Situationen im Kopf passiert: „In einer völlig unvorbereiteten Situation kommen die Urinstinkte durch: Ich flüchte, ich starre oder ich fange an zu kämpfen. Man kann nicht mehr klar denken.“ Das könne zu kompletter Handlungsunfähigkeit führen. Einsatzkräfte, die sich etwa wegen einer längeren Anfahrt mental etwas auf das Geschehen vorbereiten konnten, hätten sich leichter getan mit den schrecklichen Eindrücken.</p> <p>Auch im Nachgang seien Gespräche noch wichtig, sagt Hohl. Gerade wenn die Bilder nicht mehr aus dem Kopf gingen, wenn Schlafstörungen aufträten oder emotionale Taubheit. Vier Gruppengespräche habe man nach dem Zugunglück durchgeführt, rund 120 Einsatzkräfte hätten teilgenommen, so Hohl. Kameradinnen und Kameraden kämen dabei zusammen, jeder könne erzählen, was er erlebt habe. „Da geht es darum, den Einsatz zum Abschluss zu bringen.“ Die Gemeinschaft sei dabei wichtig.</p> <h2>Psychologe: Früh Hilfe holen</h2> <p>In den meisten Fällen gelinge es der Psyche, diese Eindrücke innerhalb der ersten Wochen nach dem Unglück zu verarbeiten, so der Psychologe. Andernfalls müsse man sich Hilfe holen, so Hohl. „Je früher, desto besser. Wenn ich früh anfange, mir auch professionelle Hilfe und Unterstützung zu holen, dann hält das weniger lang an.“</p> <p>Für Charlotte Ziller ist klar: Die psychosoziale Betreuung ist unwahrscheinlich wichtig. Denn: „Nach dem Einsatz fängt es erst an, im Kopf zu rotieren.“ Die Hilfe sei auch wichtig, weil die meisten Einsatzkräfte im Land ehrenamtlich unterwegs seien. „Über 90 Prozent unserer Feuerwehrleute machen das freiwillig. Die sehen Bilder, die andere höchstens im Kino sehen – und da halten sich viele schon die Augen zu.“ (dpa/lsw)</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[„Das war so surreal“ – was das tödliche Zugunglück von Riedlingen mit den Rettern macht]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 24 Aug 2025 19:11:39 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bahnstrecke nach Zugunglück noch wochenlang gesperrt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/bahnstrecke-nach-zugunglueck-noch-wochenlang-gesperrt;art372479,12468875 ]]></link>      <description><![CDATA[  Drei Tote, Dutzende Verletzte, das Land in Schock: Vier Wochen nach dem Zugunglück bei Riedlingen ist die Bahnstrecke weiter unpassierbar. Das wird auch erstmal so bleiben, sagt die Deutsche Bahn.  ]]></description>
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          Drei Tote, Dutzende Verletzte, das Land in Schock: Vier Wochen nach dem Zugunglück bei Riedlingen ist die Bahnstrecke weiter unpassierbar. Das wird auch erstmal so bleiben, sagt die Deutsche Bahn.<br>
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        Drei Tote, Dutzende Verletzte, das Land in Schock: Vier Wochen nach dem Zugunglück bei Riedlingen ist die Bahnstrecke weiter unpassierbar. Das wird auch erstmal so bleiben, sagt die Deutsche Bahn.



        <p>Auch vier Wochen nach dem Zugunglück mit drei Toten bei Riedlingen (Kreis Biberach) ist eine Wiedereröffnung der Bahnstrecke nicht in Sicht. „Die Strecke bleibt noch für Wochen gesperrt“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf Nachfrage. „Zunächst muss sie freigeräumt werden, so werden beispielsweise demnächst Gleise, Schotter und Schwellen entfernt.“</p> <h2>Strecke noch für Wochen gesperrt</h2> <p>Die eigentlichen Instandsetzungsarbeiten würden derzeit noch geplant. „Erst danach lässt sich sagen, wann der Zugbetrieb auf der Strecke wieder aufgenommen werden kann“, sagte die Sprecherin.</p> <p>Bei dem Unfall vor vier Wochen war ein Regionalexpress von Sigmaringen nach Ulm entgleist. Drei Menschen kamen ums Leben – darunter der Lokführer und ein Auszubildender der Bahn. Dutzende Fahrgäste wurden verletzt.</p> <h2>Regionalexpress vor einem Monat entgleist</h2> <p>Nach Polizeiangaben war das Unglück vermutlich durch einen Erdrutsch ausgelöst worden. Nach starken Regenfällen hatte sich die Böschung neben den Gleisen gelöst. Mehrere Waggons verkeilten sich ineinander, der erste Wagen wurde eine Böschung hinauf geschoben und prallte gegen einen Baum, wobei die Front abriss. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich wegen des unwegsamen Geländes schwierig und dauerten länger als zunächst erwartet. (dpa/lsw)</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Unfall S-Bahn Verkehrsunglücke Eisenbahn thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-verkehr-oepv]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Bahnstrecke nach Zugunglück noch wochenlang gesperrt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 05 Aug 2025 17:47:30 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ursachensuche nach Riedlinger Zugunglück: Lag es nicht am Erdrutsch allein?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/ursachensuche-nach-dem-zugunglueck-in-riedlingen-lag-es-nicht-am-erdrutsch-allein;art417930,12457570 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Unfall im Kreis Biberach wirft weiter Fragen auf. Welche Rolle spielte ein auffälliger Knick im Gleis dabei? Welche ein Abwasserschacht? Wissenschaftler sehen andere mögliche Erklärungen als den Erdrutsch allein.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Der Unfall im Kreis Biberach wirft weiter Fragen auf. Welche Rolle spielte ein auffälliger Knick im Gleis dabei? Welche ein Abwasserschacht? Wissenschaftler sehen andere mögliche Erklärungen als den Erdrutsch allein.<br>
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        Der Unfall im Kreis Biberach wirft weiter Fragen auf. Welche Rolle spielte ein auffälliger Knick im Gleis dabei? Welche ein Abwasserschacht? Wissenschaftler sehen andere mögliche Erklärungen als den Erdrutsch allein.



        <p>Die Bergung der entgleisten Regionalbahn bei Riedlingen ist inzwischen abgeschlossen – die Rekonstruktion, wie es dazu kommen konnte, läuft jedoch weiter. Und während in Internetforen spekuliert wird, gibt es auch Anzeichen, dass nicht nur ein Hangrutsch infolge eines verstopften Abwasserschachts zur Entgleisung geführt haben könnte.</p> <p>Auffällig auf den Bildern von der Unglücksstelle ist auch ein anderes Detail: teils stark verformt wirkende Gleise. Wie sind die zu erklären? Denn der Verdacht liegt nahe, dass der Zug nach dem Erdrutsch noch einige Meter weiterfuhr, bevor das Gleis einen deutlichen Knick aufweist. Erst dahinter kam der Zug schließlich zum Stehen, Teile der Waggons schoben sich die Böschung hinauf.</p> <p>Für Aufsehen sorgte in den Tagen nach dem Unglück, bei dem drei Menschen starben, vor allem aber eine <a href="https://www.riedlingen.de/resources/01%20Website/Stadtbauamt/Starkregenrisikomanagement/Teilorte/Zell-Bechingen/2021_07_20_Zell_Bechingen_Animation.mp4" target="" title="" rel="noopener">Starkregensimulation</a>, die auf der Website der Stadt Riedlingen zugänglich ist. Diese wurde von einem Stuttgarter Ingenieurbüro fast genau vier Jahre vor dem Unglück vom 27. Juli erstellt. Auf dieser Simulation lässt sich erkennen, dass die Bahnstrecke bereits nach wenigen Minuten unter Wasser steht, bevor später die Böschung, aus der sich der Schlamm gelöst haben soll, überspült wird. Außerdem soll jene fragliche Hangstelle schon vorher instabil gewesen sein.</p> <p>Fest steht: Zum Zeitpunkt des tödlichen Zugunglücks sind laut Deutschem Wetterdienst riesige Mengen Regen in Riedlingen vom Himmel geprasselt. In der Gegend habe „extrem heftiger Starkregen“ geherrscht. Am frühen Sonntagabend seien bis zu 50 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde gefallen, sagte DWD-Sprecher Marco Pukert.</p> <h2>Gefahr bekannt?</h2> <p>War die Stelle also vorher schon als gefährdet bekannt? Der Bürgermeister von Riedlingen, Marcus Schafft, verneint das auf Anfrage. Er bestätigt aber, dass das betreffende Grundstück Eigentum der Deutschen Bahn sei. Die Erkenntnisse aus der angesprochenen Starkregensimulation lägen der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) vor. Die Unglücksstelle sei vorher auch nicht aufgefallen.</p> <h2>Zwei mögliche Szenarien</h2> <p>Der SÜDKURIER hat zwei Wissenschaftler um eine Einschätzung gebeten – und sie auf Bilder und die Simulation hingewiesen. Der Geowissenschaftler Michael Krautblatter von der Technischen Universität München ist einer von ihnen. Er betont, dass sich anhand von Bildern nicht sicher beurteilen lasse, ob der Hang vorab als gefährlich galt.</p> <p>Und die verformten Gleise? Krautblatter, der seit Jahren Hangbewegungen im Bahnbereich untersucht, unterscheidet zwei Gefahren, die zum Entgleisen eines Zuges führen könnten: Zum einen kann durch einen Hangrutsch das Gleis mit Erde überschüttet werden, zum anderen können Verschiebungen im Gleisbett durch den Starkregen selbst zu einem Auslenken der Schienen geführt haben. Und somit zu einem Entgleisen. Auf eine der beiden Ursachen festlegen will sich Krautblatter nicht.</p> <h2>„Keine Anzeichen für Instabilität“</h2> <p>Auf den Naturgefahrenforscher Ugur Öztürk von der Universität Wien wirken betroffenen Hänge wirkten auf älteren Bildern weitgehend stabil. Öztürk: „Ich konnte keine eindeutigen Anzeichen für eine vorbestehende Instabilität erkennen.“ In so dicht bewachsenen Bereichen sei es ohnehin sehr schwierig, kleinere Deformationen frühzeitig zu erkennen. „Selbst bei regelmäßigen visuellen Kontrollen bleiben solche subtilen Veränderungen häufig unentdeckt.“</p> <p>Öztürk verweist zudem auf einen anderen Aspekt: Bei Bahntrassen werden Hänge oft durch Einschnitte künstlich geformt. Diese Gelände-Änderungen können deutlich steilere Neigungen erzeugen. Die daraus resultierende erhöhte Fließgeschwindigkeit von Regenwasser steigere das Erosionsrisiko erheblich. Die Unfallstelle könnte somit eine höhere Instabilität aufgewiesen haben, ohne dass dies auf den ersten Blick sichtbar war.</p> <h2>Erst destabilisiert, dann entgleist?</h2> <p>Auf die Frage, ob der Zug erst später aus den Schienen gesprungen sein könnte, reagiert Öztürk vorsichtig – und betont, dass seine Überlegungen rein spekulativ sind. Er sei kein Experte für das dynamische Verhalten von Zügen.</p> <p>Er hält es aber für möglich, dass der Zug durch das auf dem Gleis liegende Rutschmaterial bereits destabilisiert oder beschädigt worden sein könnte – und erst beim Überfahren jener verformten Schienenstelle endgültig die Stabilität verloren habe. Ob sich der Unfall so ereignet habe, lasse sich aber nur mit einer forensischen Analyse vor Ort klären.</p> <h2>Steigende Risiken brauchen bessere Frühwarnsysteme</h2> <p>Klar ist: Das Unglück von Riedlingen hat bundesweit Diskussionen über die Sicherheit von Bahnstrecken ausgelöst. Krautblatter und Öztürk sehen dringenden Handlungsbedarf, um das Schienennetz besser gegen geotechnische Risiken zu wappnen. Das Unglück von Riedlingen hätte sich laut Öztürk mit der bestehenden Infrastruktur aber kaum verhindern lassen. Der Klimawandel erzwinge ein Umdenken: Zonen mit erhöhter Gefährdung sollten klar erfasst und technisch überwacht werden.</p> <p>Das fordert auch Krautblatter. Er mahnt eine systematische Lernkurve in den kommenden zehn Jahren an. Viele Bahntrassen verlaufen durch instabiles Gelände – und mit zunehmenden Extremwetterereignissen sei künftig häufiger mit ähnlichen Vorfällen zu rechnen.</p> <p>Ein Ereignis wie das in Riedlingen hätte sich seiner Einschätzung nach ebenso gut im Alpenvorland ereignen können. Wie auch sein Kollege in Wien spricht sich der Münchner Forscher für ein besseres Frühwarnsystem aus. Diese könnten laut Krautblatter bereits kleinste Verschiebungen im Millimeterbereich erfassen.</p> <p>Die Bahn hat sich bislang nicht zu den Hintergründen des Unglücks geäußert und verweist auf laufende Ermittlungen. Man unterstütze die Behörden, hieß es auch auf eine neue Anfrage. Fachexperten seien weiter dabei, die Schäden aufzunehmen. Wann die Strecke wieder freigeben werden könnte, ist weiter unklar.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Ursachensuche nach Riedlinger Zugunglück: Lag es nicht am Erdrutsch allein?]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 29 Jul 2025 17:13:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bahn-Unglück bei Riedlingen: Ein Bild wirft Fragen auf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/toedliches-bahn-unglueck-bei-riedlingen-dieses-bild-wirft-fragen-auf;art417930,12453004 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach der Katastrophe laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Nun ist klar, dass die Feuerwehr nahe dem Unfallort schon eine Stunde vor dem Unglück im Einsatz war – wegen nicht ablaufendem Wasser an einem Bahnübergang.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Nach der Katastrophe laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Nun ist klar, dass die Feuerwehr nahe dem Unfallort schon eine Stunde vor dem Unglück im Einsatz war – wegen nicht ablaufendem Wasser an einem Bahnübergang.<br>
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        Nach der Katastrophe laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Nun ist klar, dass die Feuerwehr nahe dem Unfallort schon eine Stunde vor dem Unglück im Einsatz war – wegen nicht ablaufendem Wasser an einem Bahnübergang.



        <p>Nach dem Zugunglück am Sonntagabend bei Zell im Landkreis Biberach dauert die Bergung der Wrackteile länger als zunächst gedacht. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/zugunglueck-bei-riedlingen-ein-ort-ringt-mit-trauer-und-fassungslosigkeit-das-sagen-die-menschen;art417930,12452181" title="„Das hätte auch mein Sohn sein können“: Anwohner sind von Riedlinger Bahnunglück tief betroffen">Ein Hangrutsch hatte einen aus Sigmaringen kommenden Regionalexpress der DB Regio entgleisen lassen</a>. Drei Menschen starben, 36 wurden verletzt, darunter zwei Kinder. Auch die Zahl der Zug-Insassen wurde nach unten korrigiert. Demnach befanden sich laut Polizei nur 50 Personen im Zug; ursprünglich wurden doppelt so viele vermutet. Eine Gedenkfeier für die drei Toten soll am Freitag stattfinden.</p> <h2>Bilder werfen Fragen auf</h2> <p>Unterdessen werfen zwei Bilder, die kurz vor dem Unglück aufgenommen worden sind, neue Fragen auf. Denn sie legen Probleme mit den Abflüssen entlang der Bahnstrecke nahe.</p> <p>Ein Bild zeigt genau jenen Schacht, an dem am Montagmorgen Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Bahnchef Richard Lutz und Verkehrsminister Patrick Schnieder ihren Blick richten: Es ist der Gully am Hang oberhalb des Bereichs, wo sich die Erdmassen lösten.</p> <p>Das Bild des dpa-Fotografen vom Sonntag zeigt: Das Wasser sprudelte vor dem Unglück nur so hinaus. Offenbar konnten die Regenmassen hier nicht abfließen.</p> <p>Das zweite Bild ist noch aufschlussreicher. Derselbe Fotograf hatte es knapp eine Stunde vor dem Unglück geschossen. Es zeigt einen Feuerwehreinsatz an einem Bahnübergang im nahe gelegenen Zwiefaltendorf. Zwischen dem Aufnahmeort und der Unglücksstelle liegen nur knapp zwei Kilometer. Züge Richtung Ulm passieren die Stelle, nachdem sie Zell passiert haben.</p> <h2>Feuerwehr bestätigt Einsatz an Bahnübergang</h2> <p>Die Riedlinger Feuerwehr bestätigt gegenüber dem SÜDKURIER, dass es am Sonntag an der Straße L271 bereits zu einem Einsatz gekommen war. Auch hier sei ein Ablaufschacht verstopft gewesen, weil Kieselsteine eingedrungen waren.</p> <p>Die Gleise selbst standen nicht unter Wasser, als die Feuerwehrler um 17.13 Uhr anrückten. Das Wasser habe sich in einer Senke vor den Gleisen gesammelt. Klar ist aber auch: Knapp 57 Minuten später wird zwei Kilometer entfernt ein Zug entgleisen.</p> <h2>Bahn äußert sich nicht</h2> <p>Lagen also Warnmeldungen über mögliche Streckengefahren auf dem Abschnitt zwischen Riedlingen und Zwiefalten vor? War der Lokführer darüber informiert worden oder nicht? Dazu äußert sich die Deutsche Bahn nicht. Eine Sprecherin teilt auf Anfrage lediglich mit, dass die Behörden derzeit ermitteln. Die Bahn unterstütze diese „vollumfänglich“, wolle sich zu weiteren Details aber nicht äußern. Nach Recherchen des SÜDKURIER werden die Betriebszentralen der DB aber üblicherweise bei Unwetterereignissen informiert.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die entgleisten Züge</span><span>Nach Angaben der Deutschen Bahn bestand der verunglückte Zug aus zwei Dieseltriebzügen der Baureihe 612, die seit dem Jahr 2000 im Nahverkehr eingesetzt werden. Die Fahrzeuge verfügen über sogenannte Bahnräumer, die kleinere Hindernisse wie Äste von den Gleisen schieben sollen.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Ermittlungen</span><span>Die Staatsanwaltschaft Ravensburg hat inzwischen ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, sagte Sprecher Christian Weinbuch. Das sei bei nicht natürlichen Todesfällen üblich. Es werde nicht wegen einer konkreten Straftat ermittelt, sondern geprüft, ob es Anhaltspunkte für eine solche geben könnte, erklärte er. Ein geologisches Gutachten war bereits in Auftrag gegeben worden.</span></label></div> <p>„Eine lückenlose Rund-um-die-Uhr-Überwachung des gesamten Schienennetzes von über 33.000 Kilometer ist in der Praxis jedoch nicht möglich“, erklärte ein Sprecher. Die DB arbeite mit dem Deutschen Wetterdienst zusammen und nutze zusätzlich Prognosedaten eines privaten Dienstleisters.</p> <p>Bei der Überwachung des Netzes setze man zudem auf Technik: Seit 2020 würden auf vielen Strecken große Menge an Daten mithilfe von Sensoren live erfasst. So würden unter anderem die Temperatur an Schienen oder in Stellwerken gemessen oder die verschiedenen Bauteile von Brücken, Bahnübergängen oder Erdkörpern überwacht. Auch Satellitendaten und Streckenvideos würden ausgewertet.</p> <h2>Tausende Kilometer Strecke gefährdet</h2> <p>Laut dem Geowissenschaftler Michael Krautblatter von der TU München liegt die Strecke des Unglücks im Bereich geologisch instabiler Schichten, insbesondere alter Gletscherablagerungen auf sogenannter „oberer Süßwassermolasse“. Diese könne bei Starkregen instabil werden. „Diese Ereignisse treten plötzlich an Stellen auf, wo es bisher wenig Probleme gab – und sie werden auch viel größer und heftiger“, sagte er dem WDR.</p> <p>Trotzdem sei es im Einzelfall schwierig zu sagen, wo Erdrutsche genau auftreten werden. „Man muss sich vorstellen, dass hunderte von Kilometer Bahnlinie in Deutschland durch rutschanfällige Gebiete führen – wahrscheinlich sogar wenige tausend.“</p> <h2>Bergung dauert an</h2> <p>Die Deutsche Bahn erklärte am Dienstag, dass sich die Bergung aufgrund des schwer zugänglichen Geländes äußerst schwierig gestalte. Ursprünglich war geplant gewesen, die Arbeiten bis Dienstagvormittag abzuschließen. Am Mittag teilte der Konzern jedoch mit, bislang sei ein Waggon geborgen worden, die Bergung von zwei weiteren laufe derzeit.</p> <p>Es müsse ein spezielles Bergungskonzept entwickelt werden, da der Schienenkran derzeit noch keinen Zugang habe. Wann die gesamten Arbeiten abgeschlossen sein werden, sei weiterhin unklar.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Bahn-Unglück bei Riedlingen: Ein Bild wirft Fragen auf]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 29 Jul 2025 07:28:22 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach Zugunglück von Riedlingen: Restliche Zug-Waggons sollen jetzt geborgen werden  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/nach-toedlichem-zugunglueck-von-riedlingen-restliche-zug-waggons-sollen-geborgen-werden;art372479,12452640 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Waggons des Unglückszuges von Riedlingen liegen kreuz und quer über den Gleisen. Die Bergung soll nun abgeschlossen werden. Das heißt aber nicht, dass die Strecke bald wieder frei ist.  ]]></description>
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          Die Waggons des Unglückszuges von Riedlingen liegen kreuz und quer über den Gleisen. Die Bergung soll nun abgeschlossen werden. Das heißt aber nicht, dass die Strecke bald wieder frei ist.<br>
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        Die Waggons des Unglückszuges von Riedlingen liegen kreuz und quer über den Gleisen. Die Bergung soll nun abgeschlossen werden. Das heißt aber nicht, dass die Strecke bald wieder frei ist.



        <p>Nach dem Bahnunglück von Riedlingen soll die Bergung des entgleisten Zugs voraussichtlich am Vormittag abgeschlossen werden. Die Arbeiten liefen zum jetzigen Stand nach Plan, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Morgen. Bei der Bergung kommt auch ein Spezialkran zum Einsatz, ein Tieflader transportierte die Waggons ab.</p> <p>Die ermittelnden Behörden hatten die Bergungsarbeiten am Montag genehmigt. Nach deren Abschluss sollen Experten die Schäden an der Strecke prüfen. „Über die Dauer der Sperrung ist eine verlässliche Aussage erst möglich, nachdem die Begutachtung der Schäden erfolgt ist“, hieß es in einer DB-Mitteilung.</p> <p>Die Bahn hat zwischen Munderkingen und Herbertingen einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Reisende sollen sich vor Antritt der Reise informieren.</p> <h2>Zugunglück kostete drei Menschen das Leben</h2> <p>Der Regionalexpress war am Sonntagabend in der Nähe von Riedlingen im Südosten Baden-Württembergs entgleist. Die Waggons rutschten zum Teil ineinander. Der Erste schob sich eine Böschung hoch und prallte gegen einen Baum – die Front wurde abgerissen. Bei dem Unglück kamen drei Menschen ums Leben: Neben dem 32 Jahre alten Lokführer starben ein 36-jähriger Bahn-Auszubildender und eine 70 Jahre alte Reisende.</p> <p>Mehr als 40 weitere Menschen wurden nach Angaben der Polizei verletzt, einige schwer. Die Uniklinik Tübingen und das Alb-Donau Klinikum in Ehingen behandelten am Montag je eine lebensgefährlich verletzte Person auf der Intensivstation. Weitere Verletzte wurden unter anderem in der Uniklinik sowie im Bundeswehrkrankenhaus in Ulm versorgt.</p> <h2>Abwasserschacht übergelaufen</h2> <p>Auslöser des Unglücks war nach bisherigen Erkenntnissen ein Erdrutsch an einer Böschung. „Mutmaßlich lief durch den Starkregen, der sich im Bereich der Unfallörtlichkeit ereignete, ein Abwasserschacht über“, hieß es von Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Wassermassen hätten den Hangrutsch ausgelöst, was wiederum wohl die Entgleisung verursachte. Zum Zeitpunkt des Unglücks prasselten laut Deutschem Wetterdienst (DWD) Unmengen an Regen nieder.</p> <p>Wie viele Menschen in dem Zug der Linie RE 55 saßen, ist nach wie vor unklar. Am Sonntag hatte die Bundespolizei von rund 100 gesprochen. Die Zahl könnte aber auch niedriger sein.</p> <h2>Gutachten und Fahrtenschreiber sollen helfen</h2> <p>Weitere Informationen sollen nun die Ermittlungen liefern. Ein geologischer Gutachter hat bereits Messungen am Hang durchgeführt. Außerdem wurde der Fahrtenschreiber des Zugs ausgebaut. Dieser zeichnet normalerweise verschiedene Daten wie etwa die Geschwindigkeit des Zuges auf.</p> <p>Es ist nicht das erste Ereignis dieser Art im Land: Im Juni 2024 entgleisten bei Schwäbisch Gmünd zwei Waggons eines ICE mit 185 Passagieren an Bord nach einem Erdrutsch. Nach damaligen Angaben wurde aber niemand verletzt. (dpa)</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nach Zugunglück von Riedlingen: Restliche Zug-Waggons sollen jetzt geborgen werden]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 28 Jul 2025 17:32:59 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Das hätte auch mein Sohn sein können": Anwohner sind von Riedlinger Bahnunglück tief betroffen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/zugunglueck-bei-riedlingen-ein-ort-ringt-mit-trauer-und-fassungslosigkeit-das-sagen-die-menschen;art417930,12452181 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach einem Hangrutsch entgleist ein Zug bei Riedlingen. Drei Menschen sterben. Ein Anwohner, eine Mutter, der Bürgermeister und ein Lokführer, der die Strecke oft fährt, sprechen über ihre Gefühle.  ]]></description>
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          Nach einem Hangrutsch entgleist ein Zug bei Riedlingen. Drei Menschen sterben. Ein Anwohner, eine Mutter, der Bürgermeister und ein Lokführer, der die Strecke oft fährt, sprechen über ihre Gefühle.<br>
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        Nach einem Hangrutsch entgleist ein Zug bei Riedlingen. Drei Menschen sterben. Ein Anwohner, eine Mutter, der Bürgermeister und ein Lokführer, der die Strecke oft fährt, sprechen über ihre Gefühle.



        <p>Auch am Tag danach regnet es in Zell, einem Ortsteil der Kleinstadt Riedlingen. Wasser tropft auf die Böschung oberhalb der Gleise, auf denen am Sonntagabend kurz nach 18 Uhr ein Regionalzug entgleiste. Drei Menschen kamen ums Leben – der Lokführer, ein<a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/personenzug-entgleist-in-oberschwaben;art417930,12451392" title="Eisenbahn-Gewerkschaft bestätigt: Auch Auszubildender unter Toten"> Bahn-Auszubildender</a> und eine 70-jährige Frau. 41 weitere Menschen wurden verletzt. Fast jeder zweite der rund 100 Fahrgäste auf dem Weg Richtung Ulm.</p> <p>Die Spuren der Katastrophe sind unübersehbar: An einer ruhigen Seitenstraße stapeln sich Trümmer aus dem Zuginneren, das Dach eines Fahrradabteils liegt abseits vom Gleis – Blutspuren sind daran noch erkennbar. Es liegt wie ein Mahnmal zwischen Straße und Gleis, es hatte eine Schneise in das Gestrüpp geschnitten. Der erste Waggon schob sich also die Böschung hoch und prallte gegen einen Baum – die Front wurde abgerissen.</p> <p>Unweit davon steht noch ein Zelt, das die Polizei als Sammelstelle für die Passagiere eingerichtet hatte. Die Fahrräder aus dem Abteil stehen noch dort im Trockenen. Teile des Führerhauses liegen dagegen auf einer Wiese, während in der Ferne Kühe weiden. Wenige Meter weiter unten stehen die Waggons verkeilt ineinander.</p> <p>Auf der Brücke am Ortsrand sammeln sich Kamerateams und Schaulustige. Immer wieder bleiben Radfahrer stehen, machen Fotos, fahren weiter.</p> <h2>„Man ist sprachlos“</h2> <p>Die Polizei ließ die Presse am Montag nahe an die Unfallstelle. Die Ermittlungen laufen. Der Fahrtenschreiber konnte zunächst nicht geborgen werden, sagte Polizeisprecher Sven Vrancken vom Präsidium Ulm.</p> <p>Eine Sprecherin der Deutschen Bahn erklärte, dass die Bergung der ineinander geschobenen Waggons Vorrang habe. Erst danach könne man die Schäden an der Strecke bewerten. Das werde wahrscheinlich noch bis Dienstagmorgen andauern.</p> <p>Josef Ebe wohnt mit seiner Familie direkt oberhalb des Hangs, von dem sich der Erdrutsch löste. Als das Unglück geschah, saß er vor dem Fernseher und sah Fußball. Die ersten Bilder vom Unfall erfuhr er aus dem TV. „Man ist sprachlos“, sagt der 80-Jährige. Sein Sohn und seine Tochter waren unter den ersten Helfern. Heute lässt Ebe Einsatzfahrzeuge auf seinem Grundstück parken, an der Unglücksstelle brauchte man seine Hilfe nicht mehr.</p> <h2>Zwischen Einsatz und Ohnmacht</h2> <p>Riedlingen ist seit Sonntagabend Schauplatz internationaler Aufmerksamkeit. Die Brücke am Ortsende ist zum Beobachtungspunkt geworden. Hierher kam auch Jessica Bellgardt vom Bowlingcenter Riedlingen mit ihren zwei Kollegen. Alle drei haben Kartons voller Pizzen im Arm. Sie arbeiten im Bowlingcenter Riedlingen. „Am Samstag war noch das THW bei uns“, erzählt Bellgardt. Nun wollten sie helfen, „wenigstens mit Essen“. Denn viele Einsatzkräfte stehen seit Stunden in Regen und Kälte.</p> <p>Abseits steht ein junger Mann – Peter, Name geändert – und blickt auf die Unglücksstelle. „Das ist so surreal“, sagt er leise. Peter ist angehender Lokführer. Den Zug, der jetzt „ein großer Haufen kaltgeformtes Blech“ ist, kennt er gut. „Zwei Mal 114 Tonnen“. Er war am Sonntag in Ulm unterwegs und hätte später in den Unglückszug steigen sollen, hätte es keinen Erdrutsch gegeben.</p> <p>Doch der Zug fuhr nicht mehr. Peter sagt, er sei nicht gekommen, um zu gaffen. Er wolle verstehen und verarbeiten. Dass Peter künftig an dieses Unglück denkt, wenn er diese Strecke befährt, steht für ihn fest. Den Beruf aufgeben – das will er aber nicht.</p> <p>Den verstorbenen Lokführer kannte er vom Sehen. Aus der Einsatzstelle Villingen, sagt man. Die Bahn bestätigt auf Anfrage nicht. Details zu den Verstorbenen kommuniziere man grundsätzlich nicht.</p> <h2>„Ich hab ihn sofort angerufen. Aber die Vorstellung...“</h2> <p>Auch Shukrije Rexhepi aus dem Nachbarort Bechingen ist am Montag wieder vor Ort. Mit ihrem Freund steht sie an der Brücke. „Wir haben einen lauten Knall gehört“, sagt sie. Sie fuhren zur Unfallstelle, wollten helfen, vielleicht den Notruf wählen – doch Polizei und Rettungskräfte waren bereits da. „Wir konnten nichts tun“, sagt sie und ringt mit den Tränen.</p> <p>Ihr Sohn fährt täglich diese Strecke, von Riedlingen nach Ehingen. Am Sonntag war er nicht im Zug. „Ich hab ihn sofort angerufen. Aber die Vorstellung...“ sie bricht ab. Ihr Sohn blieb am Montag zu Hause. Zu sehr habe ihn die Angst belastet. „Heute Nacht hab ich nicht geschlafen.“ Auch sie hat noch die Hilferufe der Menschen in den Waggons gehört.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Sonder-Hotline für Angehörige</span><span>Für Betroffene und Angehörige hat die Bahn eine kostenlose Sonder-Hotline geschaltet: (0800) 311 11 11. Die Polizei Ulm bietet unter (0731) 1 88 11 22 ein Hilfetelefon an. Notfallseelsorger und Krisenpsychologen stehen bereit</span></label></div> <p>Riedlingens Bürgermeister Marcus Schafft zeigt sich am Telefon ebenso betroffen. Er war bis tief in die Nacht an der Einsatzstelle, „bis 2.30 Uhr“, wie er sagt. „Ich bin froh über alle, die geholfen haben“. Rund 700 Einsatzkräfte waren im Einsatz, denen gelte sein besonderer Dank. Auch im Rathaus war man betroffen: Dort hängt Trauerflor, im Gemeinderat soll am Abend eine Schweigeminute abgehalten werden. „Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen“, sagt Schafft. „Das nimmt uns alle mit.“</p> <h2>Ein Erdrutsch als Auslöser</h2> <p>Nach ersten Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft war ein überlaufender Abwasserschacht <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/erdrutsch-und-zugunglueck-bei-biberach-war-dieser-abwasserschacht-der-ausloeser-der-katastrophe;art417930,12451832" title="Löste dieser Abwasserschacht den Erdrutsch aus, der den Zug zum Entgleisen brachte?">Ursache für den Hangrutsch</a>. Durch starken Regen sei das Erdreich ins Rutschen geraten. Laut Deutschem Wetterdienst fielen in der Region bis zu 50 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde. Der betroffene Zug, ein RE 55 auf dem Weg von Sigmaringen nach Ulm, entgleiste. Er war nach ersten Ermittlungsergebnissen mit rund 80 Stundenkilometern unterwegs.</p> <p>Am Nachmittag begann die Bahn mit der Bergung der Waggons. Ein Spezialkran ist im Einsatz. Wie lange die Strecke zwischen Riedlingen und Ehingen gesperrt bleiben wird, ist unklar. Ein geologisches Gutachten wurde beauftragt.</p> <p>Die Anteilnahme aus Politik und Bahnspitze ist groß. Bahnchef Richard Lutz, der vor Ort um Fassung bemüht war, sprach von Bildern, „die uns ins Mark gehen“. Verkehrsminister Patrick Schnieder nannte das Unglück „erschütternd“. Man könne die Kraft der Verheerung noch sehen, die hier gewütet hat, sagte er am Morgen.</p> <h2>„Mittrauern, mitfühlen“</h2> <p>Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann dankte den Rettungskräften, die sehr schnell am Einsatzort gewesen seien und unter schwierigen Bedingungen Verletzte aus dem Zug gerettet hätten. Seine Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer: „Wichtig ist, dass wir heute mit allen, die davon betroffen sind, mittrauern, mitfühlen und einfach mitgehen mit dem schweren Schicksal, das sie erlitten haben.“</p> <p>Es ist nicht das erste Ereignis dieser Art: Erst im Juni 2024 entgleisten bei Schwäbisch Gmünd zwei Waggons eines ICE mit 185 Passagieren an Bord nach einem Erdrutsch. Nach damaligen Angaben wurde jedoch niemand verletzt.</p>]]>
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      <pubDate>Mon, 28 Jul 2025 09:30:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zugunglück im Kreis Biberach mit drei Toten: Was wir wissen – was nicht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/zugunglueck-im-kreis-biberach-mit-drei-toten-was-wir-wissen-was-nicht;art372479,12451716 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im Kreis Biberach entgleist ein Regionalexpress – es gibt drei Tote und über 40 Verletzte. Ein Erdrutsch nach Starkregen soll das Unglück ausgelöst haben. Was bisher bekannt ist – und was nicht.  ]]></description>
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          Im Kreis Biberach entgleist ein Regionalexpress – es gibt drei Tote und über 40 Verletzte. Ein Erdrutsch nach Starkregen soll das Unglück ausgelöst haben. Was bisher bekannt ist – und was nicht.<br>
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        Im Kreis Biberach entgleist ein Regionalexpress – es gibt drei Tote und über 40 Verletzte. Ein Erdrutsch nach Starkregen soll das Unglück ausgelöst haben. Was bisher bekannt ist – und was nicht.



        <h2>Was wir wissen</h2> <p><br /> <strong>Unfallursache:</strong> Die Polizei nimmt an, dass das Unglück im Zusammenhang mit einem Unwetter in der Region steht. Mutmaßlich sei bei Starkregen ein Abwasserschacht übergelaufen. Das Wasser habe wohl einen Erdrutsch an einer Böschung ausgelöst, über den der Zug gefahren sei. Der Zug sei dann einige Meter später entgleist. Es gibt den Ermittlern zufolge derzeit keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung.</p> <p><br /> <strong>Ort und Zeit:</strong> Der Regionalexpress RE55 ist am Sonntag gegen 18.10 Uhr bei Riedlingen im Kreis Biberach in Baden-Württemberg entgleist. Der Zug war auf der Strecke von Sigmaringen nach Ulm unterwegs. Der Unfallort liegt rund 45 Kilometer südwestlich von Ulm.</p> <p><strong>Tote:</strong> Unter den Toten des schweren Zugunglücks bei Riedlingen in Baden-Württemberg ist nach Polizeiangaben neben dem 32 Jahre alten Lokführer auch ein 36 Jahre alter Auszubildender. Zudem wurde eine 70-Jährige Zuginsassin bei dem Unglück am Sonntag tödlich verletzt, wie ein Polizeisprecher am Montag vor Ort vor Journalisten sagte.</p> <p><strong>Verletzte:</strong> Insgesamt wurden laut Polizei mindestens 41 Personen verletzt. Wie viele davon schwer verletzt oder in kritischem Zustand sind, war zunächst unklar.</p> <p><strong>Passagiere:</strong> Nach ersten Angaben der Bundespolizei befanden sich rund 100 Menschen in dem Regionalexpress.</p> <p><strong>Lage vor Ort:</strong> Mindestens zwei Waggons sind entgleist, mindestens einer davon ist umgestürzt. Auch eine Achse des Zuges liegt einige Meter entfernt am Rande des Gleisbetts. Bäume sind umgestürzt. Die Bahnstrecke ist gesperrt.</p> <p><strong>Beteiligte Stellen:</strong> Die Bundespolizei Stuttgart ist im Einsatz. Rettungsdienste und Feuerwehr sind vor Ort.</p> <p><strong>Folgen für den Bahnverkehr:</strong> Die Strecke wurde gesperrt und ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.</p> <h2>Was wir nicht wissen</h2> <p><strong>Der genaue Hergang:</strong> Wie genau das Unglück geschah, muss jetzt ermittelt werden. Die Spurensicherung ist vor Ort. Zudem soll der Fahrtenschreiber ausgewertet werden. Ob der Fahrtenschreiber schon aus dem Regionalexpress geborgen wurde, ist unklar.</p> <p><strong>Sperrung:</strong> Wann wieder Züge auf dem betroffenen Abschnitt fahren, ist noch unklar.</p> <p>(dpa)</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 28 Jul 2025 07:35:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bilder zeigen das ganze Ausmaß des tödlichen Zugunglücks im Kreis Biberach  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/toedliches-zugunglueck-im-kreis-biberach-diese-bilder-zeigen-das-ganze-ausmass-der-tragoedie-29-07-25;art372479,12451637 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bei einem schweren Zugunglück im Südosten Baden-Württembergs sind drei Menschen ums Leben gekommen. Wir zeigen hier Eindrücke von der Unfallstelle.  ]]></description>
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          Bei einem schweren Zugunglück im Südosten Baden-Württembergs sind drei Menschen ums Leben gekommen. Wir zeigen hier Eindrücke von der Unfallstelle.<br>
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        Bei einem schweren Zugunglück im Südosten Baden-Württembergs sind drei Menschen ums Leben gekommen. Wir zeigen hier Eindrücke von der Unfallstelle.



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      <pubDate>Tue, 24 Jun 2025 16:14:41 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Dürre und Waldbrandgefahr: Wo Hitze und Trockenheit in der Region die gravierendsten Folgen haben  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/duerre-und-waldbrandgefahr-wo-hitze-und-trockenheit-in-der-region-die-gravierendsten-folgen-haben-13-08-25;art417930,12421894 ]]></link>      <description><![CDATA[  Es regnet kaum, die Böden sind trocken und die Waldbrandgefahr steigt. Unser stets aktueller Überblick zeigt, wo es in der Region an schlimmsten ist.  ]]></description>
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          Es regnet kaum, die Böden sind trocken und die Waldbrandgefahr steigt. Unser stets aktueller Überblick zeigt, wo es in der Region an schlimmsten ist.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/duerre-und-waldbrandgefahr-wo-hitze-und-trockenheit-in-der-region-die-gravierendsten-folgen-haben-13-08-25;art417930,12421894]]></guid>
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        Es regnet kaum, die Böden sind trocken und die Waldbrandgefahr steigt. Unser stets aktueller Überblick zeigt, wo es in der Region an schlimmsten ist.



        <p>Die Dürre ist längst kein Problem ferner Länder und Zeiten mehr. Sie ist real, Baden-Württemberg und die Region sind längst betroffen. Hier sammeln wir automatisiert alle wichtigen Daten. Wir aktualisieren täglich.</p> <h2>Wie viel hat es geregnet?</h2> <p>In der Region stehen fünf Wetterstationen des Deutschen Wetterdiensts (DWD), die den Regen lange genug messen, um Vergleiche ziehen zu können. Zur Einordnung vergleichen wir die aktuelle Lage mit der Referenzperiode von 1991 bis 2020.</p> <div id="___line_niederschlag"></div> <h2>Wie geht es den Böden?</h2> <p>Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung liefert täglich flächendeckende Informationen zum Bodenfeuchtezustand in Deutschland. Oder anders ausgedrückt: Es macht deutlich, wie stark die Dürre bereits fortgeschritten ist.</p> <p>Dabei unterscheiden die Forscher zwischen dem Oberboden, der bis etwa 25 Zentimeter in die Tiefe geht, und dem Gesamtboden, der bis etwa 1,80 Meter in die Tiefe ragt. Ersterer reagiert schnell auf Regen, um letzteren dauerhaft zu befeuchten, bräuchte es wochenlange starke Regenfälle.</p> <div class="___map" id="___map_oberboden"></div> <div class="___map" id="___map_gesamtboden"></div> <h2>Wie hoch ist die Waldbrandgefahr?</h2> <p>Waldbrände werden entgegen eines weitverbreiteten Irrtums nicht von Hitze verursacht, sondern von Trockenheit. Fehlende Niederschläge, trockene Luft und Sonne trocknen die Streu im Wald. Hohe Windgeschwindigkeiten trocknen verteilen sie.</p> <p>Die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) berücksichtigt alle diese Faktoren bei der Berechnung der Waldbrandgefahr.</p> <div class="___map" id="___map_waldbrand"></div> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Dürre und Waldbrandgefahr: Wo Hitze und Trockenheit in der Region die gravierendsten Folgen haben]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sat, 21 Jun 2025 14:39:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nackt und betrunken: Mann verirrt sich in fremdes Haus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/nackt-und-betrunken-mann-verirrt-sich-in-fremdes-haus;art372479,12419640 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein Bewohner entdeckt einen nackten Mann in seinem Haus im Kreis Biberach. Als die Polizei anrückt, hat dieser eine Erklärung.  ]]></description>
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          Ein Bewohner entdeckt einen nackten Mann in seinem Haus im Kreis Biberach. Als die Polizei anrückt, hat dieser eine Erklärung.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Ein Bewohner entdeckt einen nackten Mann in seinem Haus im Kreis Biberach. Als die Polizei anrückt, hat dieser eine Erklärung.



        <p>Ein Betrunkener hat sich in der Adresse geirrt und es sich nackt im Haus und Vorgarten eines Fremden in Biberach an der Riß (Kreis Biberach) gemütlich gemacht. Die vom Bewohner alarmierte Polizeistreife traf auf einen völlig entblößten 34-Jährigen, der sich keiner Schuld bewusst war, wie die Beamten mitteilten.</p> <p>Er gab an, ein Apartment gemietet zu haben. Tatsächlich hatte er sich nicht nur in der Straße, sondern auch im Ort geirrt. Wie er in das Haus gelangte, ist unklar. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von mehr als drei Promille. Ein Bekannter holte den 34-Jährigen ab und er schlief seinen Rausch aus – diesmal im richtigen Apartment. (dpa/lsw)</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Selbstmord Tötungsdelikte Festnahme thema-sicherheit-kriminalitaet thema-gesellschaft-zusammenleben]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Nackt und betrunken: Mann verirrt sich in fremdes Haus]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 16 Jun 2025 13:32:35 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mann gewinnt über eine Million Euro bei Lottospiel  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/millionen-lottogewinn-baden-wuerttemberger-trifft-mit-sechs-zahlen-ins-schwarze;art372479,12415435 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein Mann aus Baden-Württemberg hat Glück im Spiel. Er liegt mit sechs Zahlen richtig. Das zahlt sich aus.  ]]></description>
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          Ein Mann aus Baden-Württemberg hat Glück im Spiel. Er liegt mit sechs Zahlen richtig. Das zahlt sich aus.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Ein Mann aus Baden-Württemberg hat Glück im Spiel. Er liegt mit sechs Zahlen richtig. Das zahlt sich aus.



        <p>Ein Lottogewinn von mehr als einer Million Euro geht an einen Mann aus dem Landkreis Biberach. Der Gewinner habe sechs Gewinnzahlen richtig getippt, teilte Lotto Baden-Württemberg mit.</p> <p>Der Glückspilz bekomme nun 1.045.011,40 Euro überwiesen. Hätte der Mann auch die Superzahl richtig getippt, hätte er den noch größeren Jackpot von rund vier Millionen Euro gewonnen. Der Jackpot wurde bundesweit nicht geknackt und liegt mittlerweile bei sechs Millionen Euro, wie Lotto Baden-Württemberg mitteilte.</p> <h2>Neunter Millionengewinn in Baden-Württemberg im Jahr 2025</h2> <p>Der neue Millionär kann sich freuen. Die Gewinnchance im Lotto 6aus49 liegt nach Angaben von Lotto Baden-Württemberg bei rund 1 zu 15,5 Millionen. In diesem Jahr sei es bereits der neunte Millionengewinn bei einer Lotterie von Lotto Baden-Württemberg. (dpa/lsw)</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Glücksspiel Pech Vermögen thema-gesundheit-krankheit thema-leer thema-gesellschaft-mensch]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Mann gewinnt über eine Million Euro bei Lottospiel]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 03 Jan 2025 09:09:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Linienbus gerät auf Landstraße plötzlich in Brand  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/kreis-biberach-linienbus-geraet-auf-landstrasse-ploetzlich-in-brand;art372479,12275685 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein Bus fängt im Kreis Biberach auf einer Landstraße plötzlich Feuer. Als der Brand ausbricht, sind noch drei Menschen im Fahrzeug.  ]]></description>
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          Ein Bus fängt im Kreis Biberach auf einer Landstraße plötzlich Feuer. Als der Brand ausbricht, sind noch drei Menschen im Fahrzeug.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Ein Bus fängt im Kreis Biberach auf einer Landstraße plötzlich Feuer. Als der Brand ausbricht, sind noch drei Menschen im Fahrzeug.



        <p>Ein Linienbus ist bei Mittelbiberach im Kreis Biberach in Brand geraten. Wie die Polizei mitteilte, waren beim Ausbruch des Feuers am Freitagmorgen zwei Fahrgäste sowie der Fahrer im Bus. Alle Insassen hätten sich unverletzt in Sicherheit gebracht, bevor die Flammen auf das gesamte Fahrzeug übergriffen.</p> <p>Die Feuerwehr löschte den brennenden Bus und kümmerte sich um ausgelaufene Betriebsstoffe. Die Ursache des Feuers ist noch unbekannt. Während der Aufräumarbeiten war die Landstraße zwischen Reute und Grodt gesperrt. (dpa)</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Feuerwehr Polizei Verkehrsunglücke Unfall Rettungswesen thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-sicherheit-blaulicht]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Linienbus gerät auf Landstraße plötzlich in Brand]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 17 Oct 2024 20:44:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Einzigartig gut erhaltene Grabkammer der Kelten entdeckt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/experten-stellen-uralte-grabkammer-der-kelten-vor;art372479,12208697 ]]></link>      <description><![CDATA[  Archäologen haben unweit der Heuneburg bedeutende Reste der keltischen Kultur unter der Erde entdeckt. Vor wohl deutlich mehr als 2.000 Jahren waren dort schon Grabräuber am Werk.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Archäologen haben unweit der Heuneburg bedeutende Reste der keltischen Kultur unter der Erde entdeckt. Vor wohl deutlich mehr als 2.000 Jahren waren dort schon Grabräuber am Werk.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/experten-stellen-uralte-grabkammer-der-kelten-vor;art372479,12208697]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Archäologen haben unweit der Heuneburg bedeutende Reste der keltischen Kultur unter der Erde entdeckt. Vor wohl deutlich mehr als 2.000 Jahren waren dort schon Grabräuber am Werk.



        <p>Archäologen sprechen von einer spektakulären Entdeckung: Bei Ausgrabungen haben sie unweit der mächtigen Wallanlagen der Heuneburg bei Riedlingen (Kreis Biberach) eine Grabkammer aus frühkeltischer Zeit entdeckt. Sie ist 2.600 Jahre alt, vollständig erhalten und liegt im Zentrum eines riesigen Grabhügels mit einem Durchmesser von 65 Metern, wie Landesarchäologe Dirk Krausse mitteilte. Er ist langjähriger Leiter der Forschungen an der Heuneburg, die eine der bedeutendsten und am besten erforschten Fundstellen keltischer Zeit in Mitteleuropa darstellt.</p> <p>Noch unklar ist, ob ein Mann oder eine Frau in dem Grab bestattet wurden. Und: Es waren einst Grabräuber gründlich am Werk. Die Grabkammer soll nun weiter untersucht werden. Erst muss die Feuchtigkeit aus den Holzzellen verdrängt werden. Dann wird das Holz gefriergetrocknet. Diese Prozedur wird laut Krausse um die drei Jahre dauern. Die Grabkammer soll dann in einem neuen Besucherzentrum an der Heuneburg wieder aufgebaut und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.</p> <h2>Grabkammer nur 70 Zentimeter unter der Oberfläche entdeckt</h2> <p>Die Archäologen stießen nur knapp 70 Zentimeter unter der Oberfläche auf die sehr massiven Eichenhölzer der Grabkammer. Das sei einmalig, weil sich Holz im Boden unter normalen Bedingungen nur wenige Jahre bis Jahrzehnte halte. Laut Krausse ist eine komplett erhaltene keltische Grabkammer bisher erst einmal in Deutschland entdeckt worden: im Jahr 1890 bei Villingen im Schwarzwald. Sie sei jedoch unzureichend dokumentiert und erst später teilweise konserviert worden.</p> <p>Durch die besonderen hydrologischen Bedingungen am Ort sei die Grabkammer sehr gut erhalten. Denn durch den Mangel an Sauerstoff im Boden hätten die Mikroorganismen keine Chance gehabt. Laut Krausse war die Gegend, in der jetzt der Schatz geborgen wurde, ein Moor. Dies zeige sich auch an der Farbe des Bodens. Er ist schwarz.</p> <p>Am Holz seien deutlich Jahresringe – ähnlich einem Strichcode – zu sehen. Die Untersuchungen der geborgenen Kammerhölzer sei zwar noch nicht abgeschlossen. Jedoch wurde ein keulenartiges Holzartefakt gefunden, das die Erbauer zurückgelassen haben. „Das Objekt wurde aus dem Holz einer im Jahr 585 vor Christus gefällten Eiche gefertigt. Diese und weitere Beobachtungen sprechen dafür, dass das Fürstengrab von Riedlingen im Jahr 585 vor Christus errichtet worden ist“, sagte Krausse.</p> <h2>Grabräuber plünderten die Kammer schon früh</h2> <p>Die Grabkammer ist leer. Grabräuber verschafften sich den Angaben zufolge mit Gräbertunneln Zutritt und plünderten das Grab aus. „Die Grabräuber dürften relativ schnell nach dem Bau eingedrungen sein. Sie haben sehr gründlich geräumt“, sagte Krausse. In der Kammer wurden keine Beigaben aus Metall oder anderen wertvollen Materialien gefunden. Da das Freilegen des Kammerbodens aber nicht abgeschlossen sei, könnten eventuell von den Grabräubern übersehene Objekte noch zum Vorschein kommen.</p> <p>Zahlreiche Bronzeziernägel, die sich in einem der Raubgräbertunnel fanden, bestätigten die Vermutung, dass die Grabkammer reiche Beigaben enthielt. Diese Ziernägel sowie mehrere charakteristische Eisennägel stammen wahrscheinlich von einem vierrädrigen Wagen.</p> <p>Die Archäologen fanden in dem Grab einige gut erhaltene Knochen eines menschlichen Skeletts. Sie stammen sie von einem vermutlich 15 bis 20 Jahre alten und zwischen 160 und 168 Zentimeter großen Mann. Ob es der Tote aus dem Kammergrab ist, stehe aber noch nicht fest.</p> <p>Die Kelten sind eine Gruppe von Völkern, die vor mehr als 2.000 Jahren weite Teile Europas besiedelten. Über ihre Kultur und ihr Alltagsleben ist wenig bekannt. Sie hinterließen keine Schriftzeugnisse. Die ersten Zeugnisse für eine keltische Kultur stammen aus dem 8. Jahrhundert vor Christus. Verschwunden sind die Kelten um Christi Geburt. Ihr Kernsiedlungsgebiet war in Süddeutschland und Ostfrankreich. (dpa/lsw)</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Archäologie Kulturgut Erdgeschichte thema-wissen-wissenschaft thema-kultur thema-wissen-geschichte]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Einzigartig gut erhaltene Grabkammer der Kelten entdeckt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 16 Feb 2024 10:17:44 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Selbst der Name wird zum Problem: Woher der unbändige Hass gegen die Grünen kommt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/politik/selbst-der-name-wird-zum-problem-woher-der-unbaendige-hass-gegen-die-gruenen-kommt;art410924,11900375 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Eskalation der Proteste in Biberach zeigt die tiefe Verachtung mancher gegen die Grünen. Diese Wut hat viele Gründe, längst nicht alle sind berechtigt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Eskalation der Proteste in Biberach zeigt die tiefe Verachtung mancher gegen die Grünen. Diese Wut hat viele Gründe, längst nicht alle sind berechtigt.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/politik/selbst-der-name-wird-zum-problem-woher-der-unbaendige-hass-gegen-die-gruenen-kommt;art410924,11900375]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Eskalation der Proteste in Biberach zeigt die tiefe Verachtung mancher gegen die Grünen. Diese Wut hat viele Gründe, längst nicht alle sind berechtigt.



        <p>Wer es sich einfach machen will, hat bei den Grünen leichtes Spiel. Eine Partei voller realitätsferner Öko-Träumer, die den Menschen vorschreiben will, was sie zu essen und wie sie zu sprechen haben. Das muss auch das Bild gewesen sein, das die Demonstranten in Biberach vor Augen hatten, als sie an Aschermittwoch ihrer Wut freien Lauf ließen.</p> <p>Dass es dort längst nicht mehr um die Belange der Landwirtschaft ging, sondern sich der Protest und letztlich die Gewalt gezielt gegen die Grünen richtete, war offensichtlich. Es ist eine Eskalation, die nicht überraschend kam. Sie richtet sich gegen ein Feindbild, das zwar mit der Realität kaum etwas zu tun hat, in manchen Köpfen aber zu einem unbändigen Hass gegen diese Partei geführt hat.</p> <h2>Einfaches Zauberwort</h2> <p>Ein Grund sind, wenig überraschend, die politischen Gegner. Wenn CDU, Linke, FDP, aber auch SPD und erst recht CSU und AfD mit Argumenten nicht weiterkommen, greifen ihre Vertreter gern zum Zauberwort „Ideologie“. Das ist bequem, weil es jede politische Forderung gleich als Hirngespinst abtut, ohne dass man sich eingehender damit befassen müsste.</p> <p>Auch die Charakterisierung der Grünen als Verbotspartei und Sprachpolizei ist ein eingeübtes Ritual. Das zeigt Wirkung, hat sich in den Köpfen vieler Menschen längst verfestigt, ist aber falsch. Die Grünen haben auf ihrem Weg in Regierungsämter so ziemlich alle Forderungen abgeräumt, die nach Bevormundung klingen könnten.</p> <p>Wer aber CSU-Chef Markus Söder zuhört, muss den Eindruck haben, dass sich bei der Partei noch immer alles nur ums Gendern dreht. Doch der letzte Vorstoß dazu von einem führenden Grünen-Mitglied kam Ende 2021. Damals hatte Annalena Baerbock angeregt, in Gesetzestexten Männer und Frauen gleichermaßen anzusprechen.</p> <h2>Alles ist irgendwie grün</h2> <p>Ein anderes Problem für die Grünen ist: ihr Name. Wann immer es um Nachhaltigkeit, Umweltschutz oder das Klima geht, ist die Rede von grünem Wachstum, grüner Landwirtschaft, grüner Energie. Mit den Grünen hat das erst einmal nichts zu tun, bis auf ihre politischen Forderungen, wie diese Ziele zu erreichen sind. Doch solche Vorschläge haben auch die meisten anderen Parteien.</p> <p>Wenn nun also vom „Green Deal“ von Ursula von der Leyen die Rede ist, geht es um das Projekt einer EU-Kommissionspräsidentin mit CDU-Parteibuch. Und wenn die EU Plastikprodukte verbietet und strengere Düngeverordnungen beschließt, ist das der Wille einer EU, in der es keinen einzigen grünen Regierungschef gibt. Bei vielen kommt trotzdem an: Die Grünen haben das durchgesetzt.</p> <h2>Rascher Umbau nötig</h2> <p>Und da beginnt vielleicht das größte Problem der Partei, die wie kaum eine andere in Deutschland für den Klimaschutz steht. Denn einige Dinge hat sie tatsächlich bewirkt, wie die Energiewende, die zwar noch von der CDU-Kanzlerin Angela Merkel eingeleitet wurde, oder zuletzt das Heizungsgesetz. Beides verdammen die Unionsparteien auf das Schlimmste, aber wer auch nur die Chance erhalten will, die globalen Klimavereinbarungen noch einzuhalten, muss diese Bereiche rasch umbauen.</p> <p>Beliebt macht sich damit niemand, das haben die Grünen längst schmerzvoll erfahren. Aber es ist eben auch nicht so, als würde das aus ideologischer Verblendung geschehen, sondern auf immer drängendere Warnungen der Wissenschaft.</p> <h2>Klare Prioritäten setzen</h2> <p>Die Grünen müssen also mit dem Widerspruch leben, dass die Mehrheit der Bürger zwar mehr Klimaschutz will und trotzdem möglichst alles so bleiben soll wie bisher. Dieses Dilemma lässt sich nicht auflösen. Aber die Partei muss klarer Prioritäten setzen, sich wieder stärker auf die Klimapolitik konzentrieren.</p> <p>Und sie täte gut daran, die identitätspolitischen Forderungen mit ihrer gesellschaftlichen Sprengkraft hinten anzustellen. Denn was nützen all diese Debatten, wenn rund herum der Planet in Flammen steht? Im Gegenzug könnten ebenso manch erhitzte Gemüter ihre Einstellung zu den Grünen überdenken. Sie sind keine Opfer, sie sind keine Dämonen, sondern einfach eine Partei wie viele andere auch.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Selbst der Name wird zum Problem: Woher der unbändige Hass gegen die Grünen kommt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 31 Jan 2024 15:04:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Lohnsteigerungen bei Ärzten in drei Schritten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/lohnsteigerungen-bei-aerzten-in-drei-schritten;art372479,11881026 ]]></link>      <description><![CDATA[  SRH und Marburger Bund einigen sich auf neuen Tarifvertrag, der auch für die 130 Ärztinnen und Ärzte am SRH Krankenhaus Sigmaringen gilt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          SRH und Marburger Bund einigen sich auf neuen Tarifvertrag, der auch für die 130 Ärztinnen und Ärzte am SRH Krankenhaus Sigmaringen gilt.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/lohnsteigerungen-bei-aerzten-in-drei-schritten;art372479,11881026]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        SRH und Marburger Bund einigen sich auf neuen Tarifvertrag, der auch für die 130 Ärztinnen und Ärzte am SRH Krankenhaus Sigmaringen gilt.



        <p>Die SRH, eines der größten Gesundheits- und Bildungsunternehmen Deutschlands, und der Marburger Bund haben sich auf einen neuen Haustarifvertrag für die Ärztinnen und Ärzte in den Akutkliniken* des gemeinnützigen Stiftungskonzern geeinigt, informiert die SRH-Geschäftsführung.</p> <h2>1900 Euro Inflationsausgleichsprämie für 2023</h2> <p>Zum 1. April 2024 werden die Tabellenentgelte in einem ersten Schritt um 3 Prozent erhöht. Zum 1. Oktober 2024 werden die Tabellenentgelte in einem zweiten Schritt um weitere 3 Prozent erhöht. Zum 1. Juni 2025 werden die Tabellenentgelte in einem dritten Schritt nochmals um 3 Prozent erhöht. Der Tarifvertrag gilt vom 1. Oktober 2023 bis 30. Juni 2025. Die Tarifgruppe Ä4 Stufe 2 wird zum 1. Mai um 100 Euro brutto pro Monat angehoben. Für den Abrechnungsmonat April 2024, spätestens Mai 2024, wird eine Inflationsausgleichsprämie für das Jahr 2023 in Höhe von 1.900 Euro je Vollzeitkraft gezahlt und für Teilzeitkräfte anteilig entsprechend ihrer Teilzeitquote. Darüber hinaus soll mit Wirkung zum 1. Oktober 2024 nicht nur der Bereitschaftsdienst, sondern zusätzlich auch eine Rufbereitschaft sowie die Kombination beider durch verschieden gestaffelte Zuschläge monetär stärker berücksichtigt werden.</p> <h2>Stalla fordert grundlegende Krankenhausfinanzierungsreform</h2> <p>„Ich glaube, wir haben einen Kompromiss gefunden, der einerseits der allgemeinen Teuerung Rechnung trägt und die Beschäftigungsbedingungen unserer Ärztinnen und Ärzte verbessert und ihren Einsatz würdigt, der andererseits aber auch noch einigermaßen wirtschaftlich abbildbar ist“, sagte Werner Stalla, Leiter des Gesundheitsbereichs der SRH. Die hohe Unsicherheit und schwierige Gemengelage in der deutschen Kliniklandschaft bleibe derweil. „Eine grundlegende Reform der Krankenhausfinanzierung ist dringendst notwendig“, ergänzte Werner Stalla. „Dass hier entsprechende Bemühungen aktuell zum Erliegen gekommen sind, ist kein gutes Zeichen und hilft weder unseren Patientinnen und Patienten noch uns als Betreiber zahlreicher Akut-, Fach- und Rehakliniken sowie Medizinischer Versorgungszentren.“ Die Einigung bedarf noch der Zustimmung durch die entsprechenden Gremien beider Seiten.</p> <p></p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Krankenversicherung Gesundheitspolitik Einkommensregelung thema-leben-alltagshilfe thema-gesundheit-system thema-wirtschaft-arbeit]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Lohnsteigerungen bei Ärzten in drei Schritten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 23 Nov 2023 18:42:03 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bodensee-Hinterland war Schwerpunkt bei neuerlicher Großrazzia gegen Reichsbürger  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/schwerpunkt-im-bodensee-hinterland-hintergrund-der-grossrazzia-gegen-reichsbuerger;art417930,11805323 ]]></link>      <description><![CDATA[  20 mutmaßliche Reichsbürger haben Besuch von der Polizei bekommen, die Hälfte von ihnen in Baden-Württemberg. Warum der Südwesten und vor allem der Bodensee-Raum ein Reichsbürger-Problem haben.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          20 mutmaßliche Reichsbürger haben Besuch von der Polizei bekommen, die Hälfte von ihnen in Baden-Württemberg. Warum der Südwesten und vor allem der Bodensee-Raum ein Reichsbürger-Problem haben.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/schwerpunkt-im-bodensee-hinterland-hintergrund-der-grossrazzia-gegen-reichsbuerger;art417930,11805323]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        20 mutmaßliche Reichsbürger haben Besuch von der Polizei bekommen, die Hälfte von ihnen in Baden-Württemberg. Warum der Südwesten und vor allem der Bodensee-Raum ein Reichsbürger-Problem haben.



        <p>Sie beleidigten Vertreterinnen und Vertreter von Behörden in ganz Deutschland, bedrohten sie teilweise mit dem Tod und bezichtigten sie, Menschenrechts- und Kriegsverbrechen begangen zu haben.</p> <p>Am Donnerstag hatten diese Einschüchterungsversuche Konsequenzen für rund 20 mutmaßliche Reichsbürger in acht Bundesländern: 280 Beamte, darunter auch Spezialkräfte, standen mit Durchsuchungsbeschlüssen vor ihren Türen, durchkämmten ihre Wohnungen und beschlagnahmten zahlreiche Computer, Laptops, Festplatten, Handys, Pfeffersprays sowie eine Schreckschusswaffe.</p> <p>Den 20 Beschuldigten im Alter zwischen 25 und 74 Jahren wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Darauf stehen im Falle einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Gefängnis. Festgenommen wurde niemand, da keine Flucht- oder Verdunkelungsgefahr bestehen würde, wie Florian Weinzierl von der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft München dem SÜDKURIER sagte.</p> <h2>Wohnung nahe Salem durchsucht</h2> <p>Auffallend ist, dass der Schwerpunkt der Aktion mit zehn Durchsuchungen in Baden-Württemberg lag und dort besonders im Umkreis des Bodensees. Erst im Dezember 2022 sorgten <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/frickingen/razzia-in-frickingen-wirft-fragen-auf-warum-durchsuchen-die-ermittler-hier-ein-haus;art372473,11391936" target="_blank" title="Razzia in Frickingen wirft Fragen auf: Warum durchsuchen die Ermittler hier ein Haus?">Reichsbürger-Razzien bei vier Gebäuden in Überlingen und Frickingen</a> (Bodenseekreis) für erhebliches Aufsehen.</p> <p>Nun standen erneut fünf Wohnungen im Hinterland des Bodensees im Visier der Ermittler. Sie befinden sich in einer Gemeinde nahe Salem im Bodenseekreis sowie in den Landkreisen Sigmaringen, Tuttlingen, Ravensburg und Biberach, wie Oberstaatsanwalt Weinzierl bestätigte. Genauere Angaben dürfe er aufgrund des Persönlichkeitsschutzes nicht machen, weil fast ausschließlich Wohnungen in kleinen Landgemeinden mit geringer Bevölkerungszahl betroffen seien.</p> <h2>Strobl: „Unsere Demokratie ist wehrhaft“</h2> <p>Vier weitere Wohnungen durchsuchten die baden-württembergischen Ermittler in den Landkreisen Tübingen, Rastatt, Karlsruhe und im Zollernalbkreis. Dort fand zudem eine Durchsuchung einer Haftzelle im Gefängnis Hechingen statt.</p> <p>„Denjenigen, die die Existenz unseres Staates leugnen, zeigen wir: Dieser Staat ist stark, unsere Demokratie wehrhaft“, teilte der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) mit. Die bundesweit geführten Ermittlungen würden beweisen, dass die Sicherheitsbehörden vernetzt und mit aller Entschlossenheit zusammenarbeiten, um die Gesellschaft und Demokratie zu schützen, so Strobl.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wie ticken Reichsbürger?</span><span>Sogenannte Reichsbürger erkennen den deutschen Staat nicht an. Sie sind teilweise gewaltbereit, verbreiten Verschwörungstheorien und folgen einer bestimmten Ideologie. Denn die Reichsbürger richten sich gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung in Deutschland. Sie erklären wahrheitswidrig, das historische Deutsche Reich bestehe bis heute fort. Sie bestreiten gegenwärtige rechtsstaatliche Strukturen wie Parlament oder Gesetze und wollen keine Steuern, Bußgelder oder Sozialabgaben zahlen.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Sind alle Reichsbürger gleich?</span><span>Reichsbürger bilden keine einheitliche Bewegung. Einige sehen sich sogar als Staatsoberhäupter ihres eigenen kleinen Reichs mit eigenen Ausweisen und Nummernschildern. Diese bezeichnet der Verfassungsschutz als „Selbstverwalter“. Beide Gruppen folgen verschiedenen Verschwörungstheorien. Nach Ansicht des Verfassungsschutzes geben sie damit antisemitische Muster wieder, die auch bei Rechtsextremen eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören etwa die Leugnung des Holocausts oder der „Deep State“-Mythos, wonach geheime Mächte das Weltgeschehen lenken.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Ist Deutschland immer noch besetzt?</span><span>Weit verbreitet ist auch die falsche Behauptung, Deutschland sei weiterhin von den vier Siegermächten des Zweiten Weltkriegs besetzt. Doch das ist hinlänglich widerlegt. Mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag von 1990 endete der Sonderstatus Deutschlands, der seit 1945 in einer Art internationaler Vormundschaft durch die Siegermächte bestand.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Wie viele Reichsbürger gibt es?</span><span>Dem Verfassungsschutz zufolge gehörten der Szene im Jahr 2022 rund 23.000 Menschen an. Demnach wurden den Reichsbürgern und Selbstverwaltern im vergangenen Jahr 1358 extremistische Straftaten zugerechnet – knapp 290 davon waren Gewalttaten. Außerdem schreibt der Verfassungsschutz: „Das Gefährdungspotenzial durch die Waffenaffinität in der Szene der Reichsbürger und Selbstverwalter besteht weiterhin fort.“ (dpa)</span></label></div> <h2>Massen-Mails sollten Behörden lahm legen</h2> <p>Anfang des Jahres 2021 kamen die Ermittler den mutmaßlichen Reichsbürgern auf die Spur. Damals gerieten laut Generalstaatsanwaltschaft München mehrere Kanäle auf dem Instant-Messaging-Dienst Telegram in den Fokus der Behörden. Über diese Kanäle wurden einerseits Reichsbürger-typische Thesen und Verschwörungstheorien verbreitet. Andererseits bot das „Telegram-Netzwerk von Reichsbürgern und Verschwörungstheoretikern“, wie es die Ermittler nannten, ab Mitte August 2021 angeblichen Opfern staatlichen Handelns „Hilfe“ an.</p> <p>Der Betreiber der Kanäle ist ein 58-jähriger Deutscher aus dem oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck. Er organisierte laut den Ermittlern auch die massenhafte Kontaktaufnahme per Telefon und E-Mail mit Behörden, um deren Kommunikationswege zu blockieren und damit Einfluss auf deren Entscheidungen im Sinne der mutmaßlichen Reichsbürger zu erzwingen.</p> <h2>Rädelsführer wegen Volksverhetzung angeklagt</h2> <p>Ziel der Gruppierung war es, die Bundesrepublik Deutschland sowie ihre staatlichen Einrichtungen zu destabilisieren und rechtmäßiges staatliches Handeln durch die beschriebene Vorgehensweise zu verhindern oder zumindest zu erschweren.</p> <p>Als mutmaßlichen Rädelsführer der Reichsbürger-Gruppe konnte die Polizei den 58-jährigen Betreiber der Telegram-Kanäle ermitteln und im November 2021 festnehmen. Im April 2022 hat die Generalstaatsanwaltschaft München den 58-Jährigen unter anderem wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, Volksverhetzung und Nötigung bei der Staatsschutzkammer des Landgerichts München angeklagt. Das Verfahren ist nach Angaben der Ermittler noch nicht abgeschlossen. Für ihn und für alle anderen Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.</p> <h2>Warum der Südwesten ein Reichsbürger-Problem hat</h2> <p>Während es in Bayern nur zu zwei Durchsuchungen in Wohnungen von mutmaßlichen Reichsbürgern kam, waren es in Baden-Württemberg derer gleich zehn. Der Verfassungsschutz in Stuttgart geht von etwa 3800 mutmaßlichen Reichsbürgern im Südwesten aus – deutschlandweit ein absoluter Schwerpunkt. Doch warum ist Baden-Württemberg von der staats- und demokratiefeindlichen Ideologie der Reichsbürger stärker betroffen?</p> <p>Experten sehen die Wurzeln in der wechselhaften Geschichte des Landes. Traditionell seien esoterische und alternative Weltanschauungen in Süddeutschland und im Alpenraum sehr stark, sagte Michael Blume, Politik- und Religionswissenschaftler und seit 2018 Beauftragter gegen Antisemitismus der Landesregierung, der „Tagesschau“.</p> <h2>Radikalisierungspotenzial bei Esoterikern höher</h2> <p>Die Menschen hier legten schon immer großen Wert auf Autonomie und selbstständiges Leben, so Blume. Hinzu komme die Topographie: Die südlichen Bundesländer liegen weit weg von den politischen Zentren. „In Regionen, wo sich Menschen zwischen den Bergen selber organisieren, entsteht Ehrenamt, Zivilgesellschaft, Parlamente. Aber leider auch ein Hang zu Verschwörungsmythen und Esoterik“, sagte Blume.</p> <p>Das beobachte man in Baden-Württemberg, aber auch in Österreich oder der Schweiz. Das heiße nicht, dass jeder Esoteriker zum gefährlichen Staatsfeind werden könne, aber das Radikalisierungspotenzial sei größer. Wer etwa alternative Medizin einkaufe, weil er den Ärzten nicht traue, sei auch generell anfällige dafür, andere Institutionen zu hinterfragen, und könne in einer Art Radikalisierungsspirale landen. „Reichsbürger sind leider ein extremer Ausdruck davon“, so Blume weiter.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Bodensee-Hinterland war Schwerpunkt bei neuerlicher Großrazzia gegen Reichsbürger]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sat, 04 Nov 2023 11:21:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mann ohne Führerschein und unter Drogeneinfluss am Steuer  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/mann-ohne-fuehrerschein-und-unter-drogeneinfluss-am-steuer;art372479,11780856 ]]></link>      <description><![CDATA[  Einen Autofahrer unter Drogeneinfluss und ohne Führerschein hat die Polizei im schwäbischen Biberach an der Riß aufgehalten.  ]]></description>
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          Einen Autofahrer unter Drogeneinfluss und ohne Führerschein hat die Polizei im schwäbischen Biberach an der Riß aufgehalten.<br>
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        Einen Autofahrer unter Drogeneinfluss und ohne Führerschein hat die Polizei im schwäbischen Biberach an der Riß aufgehalten.



        <p>Er sei den Beamten am Vorabend wegen seiner unsicheren Fahrweise aufgefallen, teilte die Polizei am Samstag mit. Bei der Kontrolle fanden die Polizisten in seiner Jackentasche mehrere Gegenstände, die oft für den Konsum starker Drogen benutzt werden. Seinen Führerschein hatte der Mann schon vor zwölf Jahren abgeben müssen.</p> <p>(dpa/lsw)</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Polizei Verkehrsdelikte Verkehrskontrolle Fahrer thema-sicherheit-kriminalitaet thema-verkehr-autoverkehr]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Mann ohne Führerschein und unter Drogeneinfluss am Steuer]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 03 Oct 2023 11:29:55 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kreis Biberach: Wasser muss in drei Orten abgekocht werden  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/kreis-biberach-wasser-muss-in-drei-orten-abgekocht-werden;art372479,11740854 ]]></link>      <description><![CDATA[  Trinkwasser muss in drei Orten des Landkreises Biberach wegen einer bakteriellen Verunreinigung abgekocht werden.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Trinkwasser muss in drei Orten des Landkreises Biberach wegen einer bakteriellen Verunreinigung abgekocht werden.<br>
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        Trinkwasser muss in drei Orten des Landkreises Biberach wegen einer bakteriellen Verunreinigung abgekocht werden.



        <p>Die bis auf Weiteres geltende Regelung betrifft Langenenslingen und die Ortsteile Andelfingen und Friedingen, wie das Landratsamt am Montagabend in Biberach mitteilte.</p> <h2>Bakterie bei Routinekontrolle festgestellt</h2> <p>Die Verunreinigung durch Enterokokken und coliforme Bakterien wurde demnach bei einer Routinekontrolle festgestellt. Enterokokken befinden sich zwar in der normalen Dickdarmflora des Menschen, sie können aber auch verschiedene Infektionen auslösen. „Die Ursachensuche läuft“, teilte das Landratsamt mit. (dpa)</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Seuchen Wasserverschmutzung Viehzucht thema-gesundheit-krankheit thema-natur-umwelt thema-wirtschaft-branchen-landwirtschaft]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Kreis Biberach: Wasser muss in drei Orten abgekocht werden]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 20 Sep 2023 17:13:12 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Linienbus brennt im Kreis Biberach aus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/im-kreis-biberach-brennt-ein-linienbus-aus;art372479,11726235 ]]></link>      <description><![CDATA[  In Berkheim im Kreis Biberach ist ein Linienbus ausgebrannt. Verletzt wurde zum Glück niemand, Ursache war wohl ein technischer Defekt.  ]]></description>
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          In Berkheim im Kreis Biberach ist ein Linienbus ausgebrannt. Verletzt wurde zum Glück niemand, Ursache war wohl ein technischer Defekt.<br>
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        In Berkheim im Kreis Biberach ist ein Linienbus ausgebrannt. Verletzt wurde zum Glück niemand, Ursache war wohl ein technischer Defekt.



        <p>Ein Linienbus ist in Berkheim (Kreis Biberach) in Vollbrand geraten. Ursache war nach Polizeiangaben von Mittwoch wohl ein technischer Defekt. Fahrgäste hatten am Dienstag an einer Haltestelle Rauch aus dem Motorraum bemerkt. Kurz darauf breiteten sich die Flammen auf den Innenraum aus.</p> <p>Verletzt wurde niemand. Die Polizei schätzte den Schaden auf etwa 100 000 Euro. (dpa)</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Polizei Verkehrsunglücke Unfall Rettungswesen thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-sicherheit-blaulicht]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Linienbus brennt im Kreis Biberach aus]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 04 Sep 2023 10:41:31 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Glückspilz aus dem Südwesten: Lottospieler aus Baden-Württemberg räumt Millionengewinn ab  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/lottospieler-aus-baden-wuerttemberg-raeumt-millionengewinn-ab-mit-sechs-richtigen-zahlen;art372479,11705555 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eine Person aus Baden-Würrtemberg hat als einzige in Deutschland einen Tipp mit sechs richtigen Zahlen abgegeben. Jetzt kann sie sich über einen Millionengewinn freuen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Eine Person aus Baden-Würrtemberg hat als einzige in Deutschland einen Tipp mit sechs richtigen Zahlen abgegeben. Jetzt kann sie sich über einen Millionengewinn freuen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/lottospieler-aus-baden-wuerttemberg-raeumt-millionengewinn-ab-mit-sechs-richtigen-zahlen;art372479,11705555]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Eine Person aus Baden-Würrtemberg hat als einzige in Deutschland einen Tipp mit sechs richtigen Zahlen abgegeben. Jetzt kann sie sich über einen Millionengewinn freuen.



        <p>In der Lotto-Samstagsziehung im Spiel 6aus49 hat ein Teilnehmer aus dem Kreis Biberach einen Millionengewinn gezogen. Wie die Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg am Montag in Stuttgart mitteilte, hat der Gewinner oder die Gewinnerin bundesweit den einzigen Tipp mit sechs Richtigen abgegeben.</p> <h2>Über zwei Millionen Euro Preisgeld für Lottogewinner aus dem Kreis Biberach</h2> <p>Das Preisgeld betrage mehr als 2,7 Millionen Euro, zum Knacken des Jackpots habe lediglich die Superzahl gefehlt. Laut Toto-Lotto war dies bereits der 15. Millionengewinn im Land in diesem Jahr. (dpa)</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Glücksspiel Superlative Vermögen thema-gesundheit-krankheit thema-gesellschaft-kurios thema-gesellschaft-mensch]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Glückspilz aus dem Südwesten: Lottospieler aus Baden-Württemberg räumt Millionengewinn ab]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 10 Aug 2023 14:07:34 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Milchlaster kippt um: 10.000 Liter Milch laufen aus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/milchlaster-kippt-um-10000-liter-milch-laufen-aus;art372479,11675851 ]]></link>      <description><![CDATA[  10.000 Liter Milch sind am Donnerstag in Biberach ausgelaufen, weil der Anhänger eines Milchlasters umgekippt ist.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          10.000 Liter Milch sind am Donnerstag in Biberach ausgelaufen, weil der Anhänger eines Milchlasters umgekippt ist.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/milchlaster-kippt-um-10000-liter-milch-laufen-aus;art372479,11675851]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        10.000 Liter Milch sind am Donnerstag in Biberach ausgelaufen, weil der Anhänger eines Milchlasters umgekippt ist.



        <p>Der 20-jährige Fahrer war in einen Kreisverkehr eingebogen, als der Anhänger gegen einen Bordstein fuhr, umkippte und auf dem Dach liegen blieb. Der Fahrer könnte ersten Erkenntnissen zufolge zu schnell unterwegs gewesen sein, wie die Polizei mitteilte.</p> <p>Während die Feuerwehr die Milch-Straße reinigte, wurde eine Umleitung eingerichtet. Zu einer Gefährdung der Umwelt kam es laut Polizei nicht. Die Beamten schätzten den Schaden auf insgesamt 20 000 Euro. Verletzt wurde niemand. (dpa)</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Polizei Feuerwehr Verkehrsunglücke Autobus Unfall thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-verkehr-oepv]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Milchlaster kippt um: 10.000 Liter Milch laufen aus]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 19 May 2023 09:47:08 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Forrest Gump der Kommunalpolitik": Deutschlands erster Grünen-Bürgermeister tritt ab  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/forrest-gump-der-kommunalpolitik-deutschlands-erster-gruenen-buergermeister-tritt-ab;art417930,11575237 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Grünen haben sich von einem Sammelbecken für Protestler zur regierenden Volkspartei entwickelt. Ihr erster direkt gewählter Bürgermeister war ein Mann aus dem Kreis Biberach: Elmar Braun. Was war sein Erfolgsrezept?  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Grünen haben sich von einem Sammelbecken für Protestler zur regierenden Volkspartei entwickelt. Ihr erster direkt gewählter Bürgermeister war ein Mann aus dem Kreis Biberach: Elmar Braun. Was war sein Erfolgsrezept?<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/forrest-gump-der-kommunalpolitik-deutschlands-erster-gruenen-buergermeister-tritt-ab;art417930,11575237]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Grünen haben sich von einem Sammelbecken für Protestler zur regierenden Volkspartei entwickelt. Ihr erster direkt gewählter Bürgermeister war ein Mann aus dem Kreis Biberach: Elmar Braun. Was war sein Erfolgsrezept?



        <p>Elmar Braun kam nicht, wie viele andere, an der Universität zu den Grünen, sondern am Ufer der Dürnach. An diesem hageren Bach, der durch Maselheim rinnt, mitten in Oberschwaben, hat er erst zum Naturschutz gefunden – und dann zur Politik.</p> <p>Am 2. Mai 1991 zog der bärtige Biologielaborant ins Rathaus derselben Viereinhalbtausend-Seelen-Gemeinde. Dort blieb er 32 Jahre lang, als erster grüner Bürgermeister Deutschlands. Für seine Partei hat Braun also Geschichte geschrieben, jetzt ging der 67-Jährige in den Ruhestand. Wie sieht er zurück?</p> <h2>Elmar Braun hat Parteigeschichte geschrieben</h2> <p>Braun sagt: „Ich habe mich immer als Forrest Gump der Kommunalpolitik verstanden.“ Eine Filmfigur, gutmütig, die sich auf bemerkenswerte Weise durch 40 Jahre US-Geschichte schlägt. „Ich weiß nicht, ob der gescheit war oder nicht“, meint Braun. „Jedenfalls ist er durch die Welt gestolpert und hat Schönes erlebt. Das war bei mir auch so.“</p> <p>Einer, der Glück hat. Braun war sicher mehr als das. Ein Politiker, der wie andere im Schatten grüner Leuchttürme stand, Winfried Kretschmann etwa und Petra Kelly und Joschka Fischer. Leute, die ihm ähnlich waren und doch anders sind. Aber ein Mensch, an dem sich vielleicht zeigen lässt, was die Verbindung ist, die das Land mit den Grünen eingegangen ist. Und warum sie von manchen Ideen vorübergehend abweichen mussten.</p> <p>Zwei Gründe führten Braun in die grüne Richtung. Grund eins: die malerische Dürnach. Sie fließt vor dem Bauernhaus, in dem der Politiker aufgewachsen ist und heute lebt. Irgendwann in den 70er Jahren, sagt er, sollte der Bach begradigt, die Flur bereinigt und mit Steinen befestigt werden. „Das hat das Wasser und den Bach wesentlich verändert.“ Von vormals neun Fischarten waren am Ende nur zwei, drei übrig, „es war kein vernünftiges Habitat mehr für sie“. Braun, der mit der Landwirtschaft groß geworden ist, bedauert das. Noch heute.</p> <p>Grund zwei: das Jugendzentrum. Es sollte geschlossen werden, womit die Jungen in der Gemeinde nicht einverstanden waren. Braun kandidierte mit ein paar anderen für den Ortschaftsrat, um den Schuppen, so hieß das Jugendzentrum, zu retten. „Das hat mich zur Kommunalpolitik gebracht.“ Schon damals, so erzählt es Braun, sei er immer wieder als Grüner beschimpft worden, obwohl er offiziell noch keiner war.</p> <p>Wie der frisch politisierte Elmar Braun waren auch die Grünen ein Produkt dieses Jahrzehnts, der 70er Jahre. Sie seien zu diesem Zeitpunkt ein Sammelsurium aus Menschen gewesen, die Frieden forderten, sich für Umweltschutz und Feminismus einsetzten oder gegen Atomkraft mobilisierten. Diese vier Schwerpunkte, sagt der 67-Jährige, hätten dazu geführt, dass die Grünen ständig gewachsen seien. „Sie haben sich zusammengerauft und zusammengefunden.“</p> <p>Mitte der 1970er waren in vielen Bundesländern auf diese Weise erste grüne Listen entstanden. Im Januar 1980 formierte sich die bundesweite Partei, bis sich die Grünen 1993 mit dem ostdeutschen Bündnis 90 zusammenschlossen. So weit die Chronik.</p> <h2>1991 wurde Braun überraschend Bürgermeister von Maselheim</h2> <p>Was Braun betrifft, der lernte die Partei bei einem Besuch im Landtag kennen, wo er bei der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft landete. Die Leute da gefielen ihm. Die waren wir er. Oder ähnlich. „So bin ich ein Grüner gewesen und geworden.“ Recht zügig ging es für ihn in den Landesvorstand. Braun war ab dann bei Versammlungen, bei Parteitagen gesetzt.</p> <p>Zu jener Zeit, meint der Grüne, sei man freundschaftlich verbunden gewesen. Heißt: als politische Freunde, nicht als Gegner. Dieses Klima wollte er später im Gemeinderat aufrechterhalten. „Ein Klima, das fördert, dass jeder seine Meinung offen sagen und seine Meinung in einer Sitzung ändern kann. Auch der Bürgermeister.“</p> <p>Das Amt kam 1991. Dabei schien es aus der Brille der Vergangenheit eher unwahrscheinlich, dass Elmar Braun irgendwann das Rathaus von Maselheim leiten könnte. Der Biologielaborant, damals freigestellter Betriebsrat, 35, ein uneheliches Kind, war grün und trat gegen einen Verwaltungsbeamten an, verheiratet, zwei Kinder, konservativ – im tiefschwarzen Kreis Biberach. „Er war der ideale Kandidat. Statistisch gesehen stand alles gegen mich.“</p> <p>Braun sagt: „Dass ich gewählt werde, war nie ein Gedanke.“ Trotzdem warf er kurz vor Fristende den Zettel mit seinem Namen in den Kandidatenhut. Da hatte er nicht einmal ein Foto für den Wahlkampf von sich. „Ich hab das von Tag zu Tag entwickelt.“ An Valentinstag verteilte er Blumen, er machte Hausbesuche, redete gern mit den Leuten. „Am Ende war es einfach so, dass ich zufällig vieles richtig gemacht habe.“</p> <p>Braun, der Mann, der fast immer Hut trägt, gewann im zweiten Wahlgang die absolute Mehrheit.</p> <p>Dann wurde er wiedergewählt. Und wiedergewählt. Drei Mal. Nicht immer lief alles einwandfrei, sagt er, einiges mühsam, aber doch ganz gut für den Grünen. Braun baute ein neues Rathaus, führte die vier Ortsteile zusammen, achtete auf ein friedliches Miteinander, war sparsam mit dem Haushalt der Gemeinde. Und nebenbei ist Maselheim natürlich grün geworden.</p> <p>Das sieht heute so aus: Das Rathaus wird mit einer Brennstoffzelle geheizt, auf dem Dach liegen Photovoltaik-Module. Öffentliche Gebäude sind energetisch saniert, zum Teil zwei Mal. Es entsteht ein CO2-neutrales Baugebiet, die Grünfläche vor dem Rathaus ist eine Insektenwiese. Es gibt einen Lärmaktionsplan. Und: Maselheim ist Trägerin des European Energy Awards.</p> <h2>Der 67-Jährige wollte als Bürgermeister authentisch sein</h2> <p>Braun ist zufrieden. „Als Bürgermeister wollte ich authentisch sein und mich nicht leugnen müssen.“ Vom Programm seiner Partei hat er sich auf diesem Weg nicht leiten lassen. Die ist inzwischen mehr als ein Studentenphänomen – aber auch von Idealen abgerückt. Die Invasion Russlands hat viel in der Umweltpartei verändert.</p> <p>Wirtschaftsminister Robert Habeck muss nun mit autoritären Regimen wie Katar über die Lieferung klimaschädlichen Flüssiggases verhandeln. Die Grünen, die ihre Wurzeln auch in der Friedensbewegung haben, dringen auf die Lieferung schwerer Waffen an die ukrainische Armee.</p> <p>Elmar Braun sagt: „Ich bin in einer Partei, wegen der Idee einer umweltbewussten Welt – so wie ich in einer Kirche bin wegen einer Idee.“</p> <p>Es mag deshalb wenig erstaunen, dass es Punkte gibt, in denen er mit seiner Partei nicht ganz im Reinen ist: „Was wir heute für den Klimaschutz machen, müsste man auch machen, wenn es keinen Klimawandel gäbe.“ Um dieses Ziel zu erreichen, hätte sich die Partei ihm zufolge auch mehr mit der Frage auseinandersetzen müssen, die letzten drei Atomkraftwerke weiterlaufen zu lassen – für die Energiewende. Der Abfall, meint Braun, der sei sowieso da.</p> <p>Nicht die klassische Linie eines Alt-Grünen. Und dann ist er es wieder doch, im Kern. Nämlich dann, wenn es um seinen Ruhestand geht. „Ich habe Bienen, um die ich mich kümmern muss, einen Gemüsegarten, Hühner, eine Katze, ich will meine Motorräder auf Vordermann bringen, angeln, Kunst aus Holz machen und zig andere Sachen.“ Der Politik will er nebenbei auch verbunden bleiben. Will neugierig bleiben und interessant, sagt er. „Das ist mir wichtig.“</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA["Forrest Gump der Kommunalpolitik": Deutschlands erster Grünen-Bürgermeister tritt ab]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 24 Apr 2023 20:29:26 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Öchslebahn startet am 1. Mai  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/oechslebahn-startet-am-1-mai;art372479,11548192 ]]></link>      <description><![CDATA[  Oberschwäbische Museumsbahn ist bereit für neue Saison und bietet wieder Sonderfahrten an. Die Preise sind leicht gestiegen  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Oberschwäbische Museumsbahn ist bereit für neue Saison und bietet wieder Sonderfahrten an. Die Preise sind leicht gestiegen<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/oechslebahn-startet-am-1-mai;art372479,11548192]]></guid>
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        Oberschwäbische Museumsbahn ist bereit für neue Saison und bietet wieder Sonderfahrten an. Die Preise sind leicht gestiegen



        <p>Die oberschwäbische Museumsbahn kann in diesem Jahr wieder wie gewohnt am 1. Mai die neue Saison beginnen. „Wir freuen uns sehr, dass wir wieder planmäßig loslegen können“, wird<br /> der Geschäftsführer der Öchslebahn-Betriebs-GmbH, Andreas Albinger, in einer Pressemitteilung zitiert. Man habe in Wintermonaten alle notwendigen Wartungsarbeiten an Loks, Waggons und Strecke erledigt und gehe sehr gut vorbereitet in die neue Saison. In den Jahren vor Corona waren die Fahrgastzahlen nahe an die 50.000 pro Saison herangekommen und stetig gestiegen. Das Öchsle sei eine echte Erfolgsgeschichte, so Andreas Albinger.</p> <p>Am 1. Mai wird die Lok Berta wieder erstmals die Museumsbahn durch die oberschwäbische Landschaft zwischen Warthausen und Ochsenhausen ziehen. Die Fahrpläne bleiben unverändert auf der etwa 70 Minuten langen Fahrt. Natürlich ist auch der beliebte Sommerwagen mit Cabriofeeling wieder dabei und der Speisewagen in jedem Zug vorzufinden. Die Fahrpreise werden wegen der gestiegenen Energiekosten und Preise moderat erhöht. So wird der Einzelfahrschein für Erwachsene nun 18 Euro statt 16 Euro kosten. Das Familienticket für zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern wird künftig 40 Euro kosten. „Damit sind wir sicher immer noch sehr familienfreundlich“, betont Benny Bechter, Vorsitzender des Schmalspurbahnvereins. Davor waren die Fahrpreise viele Jahre stabil.</p> <p>Erstmals wird in diesem Jahr wieder eine Bacchusfahrt im Öchsle angeboten. Auch die bisherigen Sonderveranstaltungen, wie die „Kulinarische Reise“ werden wieder durchgeführt. Außerdem gibt es Führungen über die Bahnhöfe Warthausen und Ochsenhausen.</p> <p><em><strong>Das Öchsle fährt</strong> bis Mitte Oktober an jedem Sonntag sowie am ersten Samstag im Monat ab Warthausen bei Biberach um 10.30 und 14.45 Uhr, ab Ochsenhausen um 12 und 16.15 Uhr. Vom 14. Juli bis Mitte September verkehrt der Zug zusätzlich donnerstags. Darüber hinaus gibt es Sonderfahrten. Informationen unter Tel. 07352 922026 oder unter <a href="http://www.oechsle-bahn.de" title="http://www.oechsle-bahn.de" rel="noopener">http://www.oechsle-bahn.de</a>.</em></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Coronavirus Nahverkehr Eisenbahn Schienenverkehr thema-verkehr-oepv]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Öchslebahn startet am 1. Mai]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 14 Mar 2023 15:33:05 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ernst Behringer hat sich um den Landkreis Sigmaringen verdient gemacht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-biberach/ernst-behringer-hat-sich-um-den-landkreis-sigmaringen-verdient-gemacht;art372479,11500248 ]]></link>      <description><![CDATA[  Langjähriger CDU-Landtagsabgeordneter und Ehrenbürger der Stadt Sigmaringen stirbt im Alter von 81 Jahren.  ]]></description>
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          Langjähriger CDU-Landtagsabgeordneter und Ehrenbürger der Stadt Sigmaringen stirbt im Alter von 81 Jahren.<br>
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        Langjähriger CDU-Landtagsabgeordneter und Ehrenbürger der Stadt Sigmaringen stirbt im Alter von 81 Jahren.



        <p>Zuletzt war es um Ernst Behringer still geworden. Der langjährige CDU-Landtagsabgeordneten und Ehrenbürger der Stadt Sigmaringen hielt sich vom Politikbetrieb weitgehend fern. Aus dem Landtag war er schon vor 13 Jahren ausgeschieden, aber gerne nutzte der einstige Berufssoldat, der 1993 als Oberstabsfeldwebel die Bundeswehr verlasen hatte, politische Veranstaltungen und nahm regen Anteil an der Entwicklung des Landkreises Sigmaringen.</p> <h2>Solide Ausbildung und dann Berufssoldat</h2> <p>Ernst Behringer besuchte die Volksschule und kaufmännische Berufsschule, absolvierte eine Ausbildung zum Industriekaufmann und war dann von 1962 bis 1993 bei der Bundeswehr beim Stab der 10. Panzerdivision in Sigmaringen. Seine politische Heimat war die CDU, der er 1969 beigetreten war und von 1981 bis 2001 war er Vorsitzender des Kreisverbandes. Seit 1980 war er Stadtrat in Sigmaringen, seit 1989 als Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion. In den Landtag rückte er am 21. November 1994 für Dietmar Schlee nach, der in den Bundestag gewählt worden war. Rund 17 Jahre vertrat der im Landtag die Interessen des Landkreises, wobei er im Stuttgarter Parlament als Obmann der CDU-Fraktion für Petitionen fungierte. Im April 2010 erklärte er beim CDU-Parteitag in Sigmaringendorf seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur und machte den Weg frei für Tanja Gönner. Ernst Behringer engagierte sich beim Verein der Freunde und Förderer der Hochschule Albstadt-Sigmaringen und war auch Mitglied des Kuratoriums der Treuhandstiftung Im Miteinander für das Alter der Vinzenz von Paul gGmbH.</p> <h2>Sigmaringen ernennt Ernst Behringer 2014 zum Ehrenbürger</h2> <p>Für seinen Einsatz in der Kommunalpolitik wurde der Verstorbene im September 2010 mit der goldenen Ehrennadel des Gemeindetages Baden-Württemberg ausgezeichnet und vier Jahre später ernannte ihn die Stadt Sigmaringen zum Ehrenbürger.</p> <p>Der passionierte Tennisspieler hatte nach dem Tod seiner ersten Frau im Dezember 2008 seine Lebensgefährtin Elisabeth Raith geheiratet. Bei seinem Abschied aus der Politik im Jahr 2011 bezeichnete er sich im SÜDKURIER-Gespräch selbst als „Kanalarbeiter“. Sprich, jemand der handelt und nicht viele Worte über seine Kärrnerarbeit verliert. „Wichtig ist nicht, dass man was propagiert, sondern das, was man für die Bürger erreicht“, lautete das Credo des Kommunalpolitikers.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Politiker Parteimitgliedschaft Bürgermeisterwahl thema-politik-parteien thema-politik-mensch thema-politik-lokal-buergermeisterwahl]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Ernst Behringer hat sich um den Landkreis Sigmaringen verdient gemacht]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 30 Oct 2022 14:02:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Frau ruft wegen Spinne im Auto die Polizei  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/frau-ruft-wegen-spinne-im-auto-die-polizei;art417930,11343755 ]]></link>      <description><![CDATA[  Weil sie eine Spinne im Auto entdeckte, rief eine Frau in Langenenslingen die Polizei. Diese konnte die 33-Jährige beruhigen.  ]]></description>
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          Weil sie eine Spinne im Auto entdeckte, rief eine Frau in Langenenslingen die Polizei. Diese konnte die 33-Jährige beruhigen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/frau-ruft-wegen-spinne-im-auto-die-polizei;art417930,11343755]]></guid>
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        Weil sie eine Spinne im Auto entdeckte, rief eine Frau in Langenenslingen die Polizei. Diese konnte die 33-Jährige beruhigen.



        <p>Aus Angst vor einer großen Spinne im Auto hat eine Frau in Baden-Württemberg die Polizei gerufen. Sie brauche dringend Hilfe und könne nicht mehr weiterfahren, berichtete die 33-Jährige den Beamten nach Angaben der Polizei vom Sonntag. Beamte suchten den Wagen der Frau daraufhin am Freitagabend in Langenenslingen nach dem Tier ab – jedoch ohne fündig zu werden. Offensichtlich habe das aber gereicht, um die Frau zu beruhigen, denn sie setzte danach ihre Fahrt fort, sagte ein Polizeisprecher.</p> <p>Spinnenphobie ist eine krankhafte Angst. Betroffene untersuchen vorm Schlafengehen zum Beispiel etliche Male ihr Bett oder meiden Spaziergänge im Wald, um unliebsamen Begegnungen mit den achtbeinigen Tieren zu entgehen. Beim Anblick von Spinnen entwickeln sie Symptome wie Schweiß, Herzklopfen und Anspannung aller Sinne. Frauen sind Experten zufolge deutlich häufiger betroffen als Männer. (dpa)</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Frau ruft wegen Spinne im Auto die Polizei]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 09 Aug 2022 17:42:43 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kritik von Feuerwehrleuten nach Reifen-König-Brand: Gesundheit weniger wert als ein Salatkopf?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/feuerwehrleute-fuerchten-nach-brand-um-gesundheit;art417930,11244077 ]]></link>      <description><![CDATA[  Hat der Brand bei Reifen Göggel die Gesundheit hunderter Feuerwehrleute geschädigt? Ein Beteiligter sagt, es habe Schutzausrüstung gefehlt, mancher habe mit OP-Maske gearbeitet. Betroffene wollen einen Gesundheits-Check.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Hat der Brand bei Reifen Göggel die Gesundheit hunderter Feuerwehrleute geschädigt? Ein Beteiligter sagt, es habe Schutzausrüstung gefehlt, mancher habe mit OP-Maske gearbeitet. Betroffene wollen einen Gesundheits-Check.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/feuerwehrleute-fuerchten-nach-brand-um-gesundheit;art417930,11244077]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Hat der Brand bei Reifen Göggel die Gesundheit hunderter Feuerwehrleute geschädigt? Ein Beteiligter sagt, es habe Schutzausrüstung gefehlt, mancher habe mit OP-Maske gearbeitet. Betroffene wollen einen Gesundheits-Check.



        <p>Es klang erst einmal beruhigend: Vor einer Woche hatte die Umweltbehörde im Landratsamt Sigmaringen teilweise Entwarnung gegeben, was die Schadstoffbelastung nach dem Großbrand am 23. Juli bei Deutschlands größtem Reifenhändler Bruno Göggel in Gammertingen anbelangt. Außerhalb des Firmenareals hätten mehrere Bodenmessungen keine Auffälligkeiten ergeben, sagte Umweltdezernent Adrian Schiefer, um <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/grossbrand-ergebnisse-der-untersuchung-auf-umweltschaeden-da;art417930,11235374" target="_blank" title="Nach Großbrand giftige Rauchwolke für Mensch und Natur? Das sind die Ergebnisse der Bodenproben">gleichzeitig weiter vor dem Verzehr von ungewaschenem Obst und Gemüse aus dem Garten zu warnen</a>.</p> <p>Mit keinem Wort erwähnt wurde jedoch, wie groß die Schadstoffbelastung innerhalb des Firmenareals von Reifen Göggel ist. Dort halten sich täglich rund 250 Mitarbeiter auf. Und bis zu 400 Feuerwehrleute aus 27 Gemeinden und fünf Landkreisen kämpften am Betriebsgelände gegen teilweise Dutzende Meter hohe Flammen, die gigantische Rauchwolken in die Umgebung absonderten.</p> <h2>Wie zwei Feuerwehrleute den Einsatz erlebten</h2> <p>Zwei dieser 400 Feuerwehrleute, die in Gammertingen im Einsatz standen, sind Hans-Peter Rullmann aus Gammertingen und Lutz Marquardt aus dem benachbarten Trochtelfingen, mit denen der SÜDKURIER ausführlich sprechen konnte.</p> <p>Rullmann ist seit mehr als 40 Jahren bei der Feuerwehr, aber einen größeren Einsatz als am 23. Juli hat er noch nie erlebt. Er stand mehr als 45 Stunden im Einsatz. Marquardt war früher Berufsfeuerwehrmann am Flughafen Stuttgart und ist es nun bei der Stadt Reutlingen. Auch er, der als Abteilungskommandant der Feuerwehr Steinhilben rund 14 Stunden am Gelände von Reifen Göggel im Einsatz war, sagt: „So ein Riesending hat man nicht alle Tage.“</p> <h2>Zwei Kilometer lange Leitung bis zur Lauchert</h2> <p>Beide loben die Einsatzleitung des Gammertinger Kommandanten Daniel Zeiler, der Dutzende Feuerwehren „kaskadenartig“ nachalarmierte. „Dass die Nachbargebäude alle gehalten haben <em>(der Brand nicht übergriff, Anm.)</em>, war sehr gut“, so Feuerwehrprofi Marquardt.</p> <p>„Wir waren immer ausreichend mit Löschwasser versorgt, auch wenn es ein wenig braucht, bis man eine zwei Kilometer lange Leitung zur Lauchert legt“, sagt Rullmann. Da das verunreinigte Löschwasser komplett aufgefangen und mehrfach wiederverwendet wurde, sei nichts in die Umwelt ausgetreten, wie auch die Behörden bestätigten.</p> <h2>„Feuerwehrkameradschaft ist ein sensibles Ding“</h2> <p>Die überwiegende Mehrheit der Feuerwehrleute sei zurecht stolz auf sich und ihre geleistete Löscharbeit. Andere seien geschockt über das Ausmaß des Infernos und knabbern je nach mentaler Stärke daran.</p> <p>Fünf Feuerwehrleute mussten am Abend des dritten Einsatztages von Notfallseelsorgern betreut werden. Doch sich kritisch äußern wollen nur die wenigsten Brandbekämpfer, wie auch ein SÜDKURIER-Rundruf ergab. „So eine Feuerwehrkameradschaft ist ein sensibles Ding. Niemand will Kritik üben und dann als Außenseiter gelten“, sagt Rullmann.</p> <h2>Nicht genug Atemschutz am Brandort?</h2> <p>Er war 15 Jahre als Ortschaftsrat im Gammertinger Stadtteil Bronnen aktiv und will sich kein Blatt vor den Mund nehmen. Ihn stört, dass über die möglicherweise hohe Gesundheitsgefahr, die während des Großbrands für knapp 400 Feuerwehrleute bestanden haben könnte, kaum informiert werde.</p> <p>Seinen Schilderungen zufolge gab es für alle Feuerwehrleute vor Ort nicht ausreichend Atemschutzmasken und Aufschraubfilter, die man auch ohne Sauerstoffflaschen verwenden kann. Manche Brandbekämpfer sollen sich in der Not mit medizinischen und FFP2-Masken vor dem giftigen Rauch geschützt und diesen eingeatmet haben.</p> <h2>Vize-Kreisbrandmeister: „Ausreichend Equipment“</h2> <p>Dem widerspricht der stellvertretende Kreisbrandmeister Marcus Siber aus Schwenningen, der der dem Gammertinger Einsatzleiter Daniel Zeiger beim Großbrand beratend zur Seite stand. „Die Versorgung mit Atemschutzequipment war über die komplette Einsatzdauer gewährleistet, Erkenntnisse zu mangelhafter Ausstattung liegen nicht vor“, so Siber.</p> <p>Dies weist Hans-Peter Rullmann zurück: „Wäre er (Siber, Anm.) in der Zeit und in dem Brandabschnitt gewesen, als ich dort war, hätte er das sehen können und in seiner Funktion auch abstellen müssen.“ Der 59-Jährige, der als Wasser- und Schlauchtrupp eingesetzt war, sei wie viele andere Feuerwehrleute die gesamte Zeit über ohne Atemschutz im Einsatz gewesen. „Aber was machen die, die im Rauch stehen?“, fragt Rullmann.</p> <p>Per Zufall habe er einen Karton mit Aufschraubfiltern entdeckt, die aber nicht aktiv angeboten worden seien. Auch die Maschinisten, die direkt am Brandobjekt eingesetzt waren, sollen keinen Atemschutz getragen haben. „Hierfür wären ABC-Schutzmasken mit entsprechenden Filtern notwendig gewesen, die jedoch nicht oder zumindest nicht in ausreichender Anzahl vor Ort verfügbar waren“, sagt Rullmann.</p> <h2>Gewaschene Haut soll Ruß ausgeschieden haben</h2> <p>So gut wie jeder am Betriebsgelände von Reifen Göggel eingesetzte Brandbekämpfer sei im Gesicht verrußt gewesen sein. „Ich hab zu meinem Kollegen gesagt: ‚Wie siehst du denn aus?‘“, erzählt der langjährige Feuerwehrmann. Die verrußte Einsatzkleidung habe in der Not bei den Brandwachen mehrfach getragen werden müssen, weil es keine Wechselkleidung gegeben habe.</p> <p>Von eingesetzten Feuerwehrleuten benützte Duschen und Bäder seien hinterher pechschwarz gewesen. Doch auch die gewaschene Haut habe nachts noch schwarzen Ruß abgegeben, der sich in der Bettwäsche und in der Kleidung ablagerte.</p> <h2>E-Mail an Landratsamt und Bürgermeister</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/grossbrand-bei-reifenkoenig-umweltexpertin-raet-zur-vorsicht;art417930,11232154" target="_blank" title="Brandinferno bei Reifen-König: Wie eine Umwelttoxikologin die Gefahr für Mensch und Natur einschätzt">Umwelttoxikologin Beate Escher</a> sagte dem SÜDKURIER über eine mögliche Gesundheitsbelastung für in Gammertingen eingesetzte Feuerwehrleute: „Solange Atemschutzmasken getragen wurde sollte die Exposition <em>(Fachausdruck für Belastung mit</em> <em>Schadstoffen, Anm</em><em>.)</em> nicht bedenklich sein, da die Aufnahme über die Haut viel geringer ist. Aber nur Messungen können das verifizieren“, so die habilitierte Wissenschaftlerin.</p> <p>Als Reaktion lassen sich nun einzelne besorgte Feuerwehrleute untersuchen, um die gesundheitlichen Auswirkungen des Brandinfernos zu erfahren. Darunter ist auch der Gammertinger Hans-Peter Rullmann, der sein Blut und seine Lungenfunktion untersuchen lässt: „Unsere Gesundheit ist mindestens so viel Wert, wie ein verzehrbarer oder nicht verzehrbarer ‚Salatkopf‘“, schrieb er in einer E-Mail, die dem SÜDKURIER vorliegt, an das Landratsamt Sigmaringen und den Gammertinger Bürgermeister Holger Jerg.</p> <h2>Landratsamt will Fragen nicht beantworten</h2> <p>Darin regt Rullman auch an, dass allen beim Großbrand eingesetzten Feuerwehrleuten ein freiwilliges Untersuchungsangebot gemacht werden sollte. Die Frage, warum das Landratsamt Sigmaringen nicht allen Einsatzkräften des Großbrandes medizinische Untersuchungen anbietet, wird von Sprecher Fabian Oswald, wie eine Reihe weiterer kritischer SÜDKURIER-Fragen, nicht beantwortet.</p> <h2>„Sie setzen eigene Gesundheit für andere ein“</h2> <p>Der Gammertinger Bürgermeister Holger Jerg scheint hier besser informiert zu sein: Ein Nachsorge-Untersuchungsangebot für alle Einsatzkräfte stehe laut ihm bereits seit Ende des Einsatzes am 27. Juli fest.</p> <p>Einsatzleiter Daniel Zeiler habe bei allen Kommandanten-Kollegen nachgefragt, „damit nicht nur die Schläuche, Gerätschaften und Fahrzeuge gereinigt werden, sondern auch die gesundheitlichen Themen angesprochen werden“, sagt Jerg.</p> <h2>Hälfte der Feuerwehrleute will Untersuchung</h2> <p>Später sagt er jedoch, jeder Kommandant müsse selbst die Nachsorgemaßnahmen treffen. In Gammertingen hätten sich jedenfalls bereits etwa 50 bis 60 von rund 135 aktiven Feuerwehrleuten für eine Nachsorgeuntersuchung ausgesprochen.</p> <p>Die einfachen Feuerwehrleute, wie Hans-Peter Rullmann, aber auch Abteilungskommandanten, wie Lutz Maquardt, hat diese Information fast zwei Wochen später noch nicht erreicht. „Wenn so ein Angebot da wäre, dann gebe ich das selbstverständlich an meine Kameraden weiter“, sagt der Berufsfeuerwehrmann, der keine Kritik üben möchte. Er und Hans-Peter Rullmann sind sich jedoch über eines einig: „Die Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen.“</p> <p></p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Kritik von Feuerwehrleuten nach Reifen-König-Brand: Gesundheit weniger wert als ein Salatkopf?]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 05 Aug 2022 17:01:00 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Unruhe nach Brand bei "Reifen-König": Gammertinger kritisieren Stadt als verantwortungslos  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/nach-brand-feuerwerk-bei-goeggel-machte-schon-2007-probleme;art417930,11239684 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bei einer Bürgerfragestunde in Gammertingen wird es hitzig. Bürgermeister Jerg reagiert – und erklärt, was das aktuelle Feuerwerk mit Problemen zu tun hat, die es schon 2007 bei einer Pyroshow des Reifenkönigs gab.  ]]></description>
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          Bei einer Bürgerfragestunde in Gammertingen wird es hitzig. Bürgermeister Jerg reagiert – und erklärt, was das aktuelle Feuerwerk mit Problemen zu tun hat, die es schon 2007 bei einer Pyroshow des Reifenkönigs gab.<br>
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        Bei einer Bürgerfragestunde in Gammertingen wird es hitzig. Bürgermeister Jerg reagiert – und erklärt, was das aktuelle Feuerwerk mit Problemen zu tun hat, die es schon 2007 bei einer Pyroshow des Reifenkönigs gab.



        <p>Auch zwei Wochen nach dem vom Hochzeitfeuerwerk ausgelösten Brandinferno bei Reifengroßhändler Bruno Göggel gehen die Emotionen in Gammertingen hoch. „Wie kann es sein, dass der Kindergarten auf sein Grillfest wegen Brandgefahr verzichten musste, ein Unternehmer aber alle Genehmigungen für ein gefährliches Unterfangen bekommt?“, fragte eine aufgebrachte Frau bei einer Bürgerfragestunde im Rathaus von Gammertingen, bei der auch der SÜDKURIER dabei war.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/polizei-ermittelt-nach-dem-grossbrand-in-gammertingen-wegen-fahrlaessiger-brandstiftung;art417930,11226387" target="_blank" title="Feuerwerk erlaubt, Grillen verboten: Wer ist verantwortlich für das Brand-Inferno von Gammertingen?">Wie berichtet</a>, hatte die 6500-Einwohner-Kommune am 19. Juli mit Verweis auf die Waldbrandgefahr Rauchen und Feuer machen „strengstens verboten“ und dies auf <a href="https://www.gammertingen.de/de/amtlich/stadt/news/detail/article/achtung-waldbrandgefahr-rauchen-und-feuer-machen-ist-strengstens-verboten.html" target="_blank" title="" rel="noopener">Ihr</a><a href="https://www.gammertingen.de/de/amtlich/stadt/news/detail/article/achtung-waldbrandgefahr-rauchen-und-feuer-machen-ist-strengstens-verboten.html" target="_blank" title="" rel="noopener">er Homepage</a> veröffentlicht.</p> <h2>Schaden bei 25 Millionen Euro</h2> <p>Nur vier Tage später kam es zum von der Stadt Gammertingen nicht untersagten Hochzeitsfeuerwerk am privaten Anwesen von Bruno Göggel in unmittelbarer Nähe eines Waldes, einer Wohnsiedlung und des Betriebsgeländes.</p> <p>Eine von acht Lagerhallen, in der Winterreifen gelagert waren, brannte völlig nieder. Die gigantische Rauchwolke zog in Richtung Süden. Den Schaden schätzt der Gammertinger Großbetrieb auf 25 Millionen Euro.</p> <p>Ein verärgertes Unternehmer-Paar sagte bei der Bürgerfragestunde, dass die „erlaubnisgebende Instanz“, also die Stadt Gammertingen, verantwortungslos gehandelt hätte, weil sie das für den Großbrand ursächliche Feuerwerk nicht untersagt hatte.</p> <p>Der Gedanke, was durch das Feuer und die Kunstflugvorführung noch alles passieren hätte können, habe das in direkter Nachbarschaft wohnende Ehepaar nächtelang nicht schlafen lassen. Sie deuteten den Verdacht an, dass bei wohlhabenden, spendenfreudigen Gammertingern, ein Auge zugedrückt würde.</p> <h2>„Es gab im Vorfeld keine Erkenntnisse“</h2> <p>Diesen Vorwurf wollte Bürgermeister Holger Jerg so nicht stehen lassen. „Wir lassen uns nicht kaufen!“, sagte er. Den Vorwürfen hielt er entgegen, dass zum Zeitpunkt des Hochzeitsfeuerwerks der Deutsche Wetterdienst die Waldbrandgefahr im Landkreis Sigmaringen bereits auf Stufe zwei (geringe Gefahr, Anm.) heruntergestuft habe, was beim geplanten Grillfest des Kindergartens noch nicht der Fall gewesen sei.</p> <p>Außerdem habe es laut dem Stadtchef mehrfach geregnet, sodass keine akute Gefahr mehr gesehen worden sei.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>War die Flugshow genehmigt?</span><span>Für die Kunstflugvorführung des „Flying Bulls Aerobatic Teams“ war eine Genehmigung erforderlich. Das bestätigte das zuständige Regierungspräsidium Stuttgart dem SÜDKURIER. Demnach war eine Ausnahmegenehmigung nötig, damit die vier Formations-Jets die Mindestflughöhe von 450 Metern gemäß der Luftverkehrs-Ordnung unterschreiten durften. „Diese Ausnahme hat das Regierungspräsidium Stuttgart zugelassen. Der Antragsteller hatte die erforderlichen Unterlagen vorgelegt“, erklärt Stefanie Paprotka vom Stuttgarter Regierungspräsidium.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Auch zwei Beamte aus Stuttgart bei Flugshow</span><span>Im Verfahren sei die Deutsche Flugsicherung (DFS), die Gemeinde Gammertingen und das zuständige Polizeipräsidium Ravensburg angehört worden. „Deren Stellungnahmen standen der Zulassung der Ausnahme nicht entgegen“, so die Sprecherin. Auch der zuständige Referatsleiter und sein Sachbearbeiter im Regierungspräsidium waren bei der Kunstflugvorführung anwesend, so Paprotka zum SÜDKURIER. Verstöße hätten die beiden Beamten nicht festgestellt. Die Flugshow habe nicht über bebautem Gebiet, sondern zwischen Gammertingen und der Nachbargemeinde Neufra stattgefunden.</span></label></div> <p>Dem SÜDKURIER hatte Bürgermeister Jerg ein Stück selbstkritischer am Tag nach dem Feuerinferno gesagt: „Wenn wir die Brandlage gewusst hätten, hätten wir anders reagieren können. Aber es gab im Vorfeld keine Erkenntnisse“, so der Stadtchef, der selbst Gast war auf der pompösen Hochzeitsfeier mit Schlagersänger DJ Ötzi als Stargast.</p> <p>Jerg schloss im SÜDKURIER-Gespräch später aus, dass die drei städtischen Kindergärten ein Grillfest hätten absagen müssen. Womöglich sei ein privater Waldkindergarten davon betroffen gewesen.</p> <h2>Widmungswidrige Nutzung?</h2> <p>Als das Unternehmer-Ehepaar in der Bürgerbefragung kritisierte, dass sich auf der vor einem Jahr von der Stadt als Mitarbeiterparkplatz genehmigten Fläche am Göggel-Betriebsgelände widmungswidrig die Paletten mit Reifen als Lagerplatz stapeln würden, sagte Jerg zu, dass er sich das ansehen wolle.</p> <p>„Sie hätten das spätestens bei der Begehung des Areals schon längst sehen müssen“, herrschte ihn die Anwohnerin an. Sie war so sauer, dass sie die Bürgerbefragung vorzeitig verließ.</p> <p>Gegen Ende sagte der Gammertinger Bürgermeister, dass es in seiner 23-jährigen Amtszeit drei Mal Schwierigkeiten mit privaten Feuerwerken gegeben habe. „Ein viertes Mal wird das nicht passieren!“, so Jerg. „Ich nehme Sie beim Wort“, sagte die Frau im Rausgehen aus dem Sitzungssaal.</p> <h2>Schon einmal ein Problem-Feuerwerk bei einem Göggel-Fest</h2> <p>Im SÜDKURIER-Gespräch erläuterte der Stadtchef, dass mit den beiden anderen Problem-Feuerwerken eines zum Stadtjubiläum und eines zum 25. Betriebsjubiläum von Reifen Göggel im Jahr 2007 gemeint waren.</p> <p>Damals sei das Feuerwerk auf freiem Feld mit Schutzabsperrungen aufgebaut gewesen. Schaulustige hätten jedoch die Sicherheitsabstände nicht eingehalten. „Das war für uns auch beim aktuellen Feuerwerk der Grund zu sagen, der Standort auf dem geteerten Innenhof ist besser als draußen in der freien Natur“, so Jerg.</p> <p>Doch sind Feuerwerke nun in Gammertingen verboten, damit es zu keinem vierten Problemfall kommt? „Sollte eine Anfrage kommen, werden wir uns das genau überlegen“, sagt der Stadtchef.</p> <p>Er habe Landrätin Stefanie Bürkle, die laut ihrem E-Mail-Antwortassistenten seit Ende Juli bis 21. August im Urlaub ist, aber „omnipräsent“ sein soll, gebeten, eine gemeinsame Vorgehensweise für alle Kommunen im Kreis Sigmaringen zu finden.</p> <p>Zahlreiche verunsicherte Bürgermeisterkollegen – nicht nur aus dem Landkreis – hätten Jerg nach den Schlagzeilen zum Großbrand angerufen und ihn um Rat gefragt, da in ihren Gemeinden bei Festen ebenfalls Feuerwerke geplant seien. „Es will ja niemand etwas falsch machen. Das Sprengstoffgesetz ist, wie es ist. Der Pyrotechniker hat die Verantwortung“, so der Gammertinger Stadtchef.</p> <p>Er betonte, dass bei der Bürgerfragestunde lediglich drei von 6500 Einwohnern vor Ort gewesen seien. Aufgeregtheit sei keine da gewesen, aber er verstehe die Bedenken der Bürger, sagte Jerg.</p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Kreis Biberach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Unruhe nach Brand bei "Reifen-König": Gammertinger kritisieren Stadt als verantwortungslos]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 02 Aug 2022 14:29:18 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach Großbrand giftige Rauchwolke für Mensch und Natur? Das sind die Ergebnisse der Bodenproben  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/grossbrand-ergebnisse-der-untersuchung-auf-umweltschaeden-da;art417930,11235374 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zehn Tage nach dem Großbrand beim Reifenhändler Göggel in Gammertingen ordnet das Landratsamt Sigmaringen die noch bestehenden Gefahren ein. Es gibt gute Nachrichten, aber weiterhin Hinweise für die Bevölkerung.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Zehn Tage nach dem Großbrand beim Reifenhändler Göggel in Gammertingen ordnet das Landratsamt Sigmaringen die noch bestehenden Gefahren ein. Es gibt gute Nachrichten, aber weiterhin Hinweise für die Bevölkerung.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/grossbrand-ergebnisse-der-untersuchung-auf-umweltschaeden-da;art417930,11235374]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Zehn Tage nach dem Großbrand beim Reifenhändler Göggel in Gammertingen ordnet das Landratsamt Sigmaringen die noch bestehenden Gefahren ein. Es gibt gute Nachrichten, aber weiterhin Hinweise für die Bevölkerung.



        <p>Durch den verheerenden Großbrand am 23. Juli am Betriebsgelände der Firma Reifen Göggel in Gammertingen kam über das Firmenareal hinaus, auch in umliegenden Gemeinden, zu mehrfachen Rußablagerungen. An Stellen, an denen sich die schwarzen Partikel besonders zeigten, hatte die Umweltbehörde des Landratsamts Sigmaringen Bodenproben entnommen.</p> <p>Neben dem Brandort selbst waren dies mehrere Stellen auf der Gemarkung Gammertingen – vom angrenzenden Wohngebiet bis zu einzelnen Teilorten – sowie in den angrenzenden Kommunen Neufra und Hettingen. Nun liegt das Ergebnis vor.</p> <p>„Die Analyseergebnisse außerhalb des Firmenareals zeigen keine Auffälligkeiten. Die Werte liegen im Bereich einer Grundbelastung, die grundsätzlich besteht und regelmäßig auch ohne Brandgeschehen feststellbar ist“, teilte Adrian Schiefer, Leiter des Dezernats Bau und Umwelt, mit. Er betonte, dass die Proben auf ihre sensibelsten Auswirkungen hin, beispielsweise einer Kinderspielfläche, geprüft wurden und die Ergebnisse weit unter den Grenzwerten, teils sogar unter der Nachweisgrenze liegen.</p> <h2>„Keine bedeutsame Schadstoffaustragung über Brandort hinaus“</h2> <p>„Bei den Probenentnahmen außerhalb des Brandortes lassen sich keine Unterschiede feststellen. Dies deutet darauf hin, dass es zu keiner bedeutsamen Schadstoffaustragung über den Brandort hinaus kam“, so Schiefer. Auch die Analysen auf Dioxine und Furane liegen mit maximal 4 ng/kg (Nanogramm pro Kilogramm, Anm.) weit weg vom Grenzwert, der bei 100 ng/kg liege. Vergleichbare Ergebnisse würden sich auch für alle anderen gemessenen Schadstoffe ergeben, so der Umweltdezernent.</p> <p>Untersucht wurde auf besondere Schadstoffe, die sich bei Verbrennungsvorgängen wie Großbränden bilden können. Dazu gehören besondere Kohlenwasserstoffverbindungen, Dioxine und Furane sowie Schwermetalle.</p> <h2>Firmenareal erwartungsgemäß belastet</h2> <p>Unabhängig von diesen Messungen hat das Landratsamt Sigmaringen vorsichtshalber auch Löschwasser- und Trinkwasseruntersuchungen vorgenommen. Auch hier seien keine Auffälligkeiten entdeckt worden. Ausgehend von den Analyseergebnissen kann somit eine Beeinträchtigung von Mensch, Tier und Pflanzenwelt ausgeschlossen werden.</p> <p>Der Brandort selbst auf dem Firmenareal der Firma Reifen Göggel sei dagegen erwartungsgemäß mit einzelnen Schadstoffen belastet. Diese dort gebundenen Schadstoffe werden mit dem Brandschutt fachgerecht entsorgt, so die Umweltbehörde.</p> <h2>Handlungsempfehlungen von Gesundheitsamt</h2> <p>Auch die Leiterin des Gesundheitsamtes, Susanne Haag-Milz, zeigte sich ein Stück weit erleichtert: „Es war richtig, bis zur Abklärung einer eventuellen Gesundheitsgefährdung durch die Rußpartikel Vorsichtsmaßnahmen zu empfehlen. Mit den nun vorliegenden Ergebnissen können wir die Empfehlungen konkretisieren“, so Haag-Milz.</p> <p>Sie empfiehlt im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes und in Abstimmung mit dem Verbraucherschutz für mit Ruß behaftete Flächen weiter folgende Maßnahmen:</p> <p>Gartengemüse und -obst kann nach üblicher Vorbehandlung – also gründlich mit Warmwasser waschen bzw. schälen – verzehrt werden. Schlecht abwaschbare Pflanzen, wie zum Beispiel Kräuter, mit deutlichen Rußablagerungen sollten vorsorgehalber über den Restmüll entsorgt werden.</p> <h2>Besondere Vorsicht bei Spielplätzen</h2> <p>Kinderspielflächen und –spielgeräte sollen von abgelagerten Rußpartikeln gesäubert werden. Glatte Oberflächen können mit haushaltsüblichen Reinigungsmitteln abgewischt werden. Sichtbar verunreinigte Spielsandschichten sollten vorsichtshalber ausgetauscht werden.</p> <p>Der Hintergrund ist, dass bei der Nutzung von Spiel- und Sportflächen und hier insbesondere bei Sandkästen davon auszugehen ist, dass Kleinkindern Gegenstände und Sand in den Mund genommen werden könnten. Daher ist hier grundsätzlich besondere Vorsicht angebracht. Zu einer ähnlichen Einschätzung gelangte auch die <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/grossbrand-bei-reifenkoenig-umweltexpertin-raet-zur-vorsicht;art417930,11232154" target="_blank" title="Brandinferno bei Reifen-König: Wie eine Umwelttoxikologin die Gefahr für Mensch und Natur einschätzt">baden-württembergische Umwelttoxikologin Beate Escher, mit der der SÜDKURIER sprach.</a></p> <p>Bei Fragen über die genannten Hinweise hinaus, können sich Bürgerinnen und Bürger mit dem Betreff „Brandfall Göggel“ an folgende Mailadresse wenden: <a href="mailto:umweltmeldung@lrasig.de" target="_blank" title="">umweltmeldung@lrasig.de</a></p> <p>Außerdem brachte der Dienstag im komplexen Fall Gammertingen noch in einem weiteren Punkt Gewissheit: Wie von vielen Feuerwehrleuten und Hochzeitsgästen vermutet, hat das große Feuerwerk, das als Höhepunkt der Vermählungsfeier von Bruno und Corinna Göggel gedacht war, nach bisherigen Erkenntnissen das Brandinferno am Betriebsgelände des Reifenhändlers ausgelöst. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/hochzeitsfeuerwerk-hat-laut-behoerden-das-brandinferno-in-gammertingen-ausgeloest;art417930,11235282" target="_blank" title="Hochzeitsfeuerwerk hat laut Behörden das Brandinferno in Gammertingen ausgelöst">Das</a> <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/hochzeitsfeuerwerk-hat-laut-behoerden-das-brandinferno-in-gammertingen-ausgeloest;art417930,11235282" target="_blank" title="Hochzeitsfeuerwerk hat laut Behörden das Brandinferno in Gammertingen ausgelöst">teilten</a> <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/hochzeitsfeuerwerk-hat-laut-behoerden-das-brandinferno-in-gammertingen-ausgeloest;art417930,11235282" target="_blank" title="Hochzeitsfeuerwerk hat laut Behörden das Brandinferno in Gammertingen ausgelöst">das Polizeipräsidium</a> <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/hochzeitsfeuerwerk-hat-laut-behoerden-das-brandinferno-in-gammertingen-ausgeloest;art417930,11235282" target="_blank" title="Hochzeitsfeuerwerk hat laut Behörden das Brandinferno in Gammertingen ausgelöst">Ravensburg und die Staatsanwaltschaft</a> <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/hochzeitsfeuerwerk-hat-laut-behoerden-das-brandinferno-in-gammertingen-ausgeloest;art417930,11235282" target="_blank" title="Hochzeitsfeuerwerk hat laut Behörden das Brandinferno in Gammertingen ausgelöst">Hechingen</a> <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/hochzeitsfeuerwerk-hat-laut-behoerden-das-brandinferno-in-gammertingen-ausgeloest;art417930,11235282" target="_blank" title="Hochzeitsfeuerwerk hat laut Behörden das Brandinferno in Gammertingen ausgelöst">mit.</a></p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nach Großbrand giftige Rauchwolke für Mensch und Natur? Das sind die Ergebnisse der Bodenproben]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 02 Aug 2022 13:04:05 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hochzeitsfeuerwerk hat laut Behörden das Brandinferno in Gammertingen ausgelöst  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/hochzeitsfeuerwerk-hat-laut-behoerden-das-brandinferno-in-gammertingen-ausgeloest;art417930,11235282 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zur Ursache des Großbrands beim Reifenhändler Bruno Göggel in Gammertingen haben Polizei und Staatsanwaltschaft nun erste Erkenntnisse veröffentlicht. Warum es jedoch noch keine absolute Gewissheit gibt.  ]]></description>
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          Zur Ursache des Großbrands beim Reifenhändler Bruno Göggel in Gammertingen haben Polizei und Staatsanwaltschaft nun erste Erkenntnisse veröffentlicht. Warum es jedoch noch keine absolute Gewissheit gibt.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/hochzeitsfeuerwerk-hat-laut-behoerden-das-brandinferno-in-gammertingen-ausgeloest;art417930,11235282]]></guid>
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        Zur Ursache des Großbrands beim Reifenhändler Bruno Göggel in Gammertingen haben Polizei und Staatsanwaltschaft nun erste Erkenntnisse veröffentlicht. Warum es jedoch noch keine absolute Gewissheit gibt.



        <p>Viele haben es vermutet, nun gibt es eine erste Gewissheit: Den Großbrand in Gammertingen am 23. Juli hat nach vorläufigen Erkenntnissen der Behörden das kurz zuvor anlässlich der Hochzeitsfeier von „Reifen-König“ Bruno Göggel abgebrannte Feuerwerk ausgelöst. Das teilten das Polizeipräsidium Ravensburg und die Staatsanwaltschaft Hechingen am Dienstag mit.</p> <p>Vorbehaltlich eines noch ausstehenden Brandgutachtens haben umfangreiche kriminaltechnische Untersuchungen und weitere Ermittlungen – darunter die Befragung von Zeugen und das Sichten von Foto- und Videoaufnahmen – ergeben, dass das Feuer an mindestens drei voneinander unabhängigen Stellen auf dem Werksgelände ausgebrochen ist.</p> <p>Bisher waren zwei Brandstellen bekannt. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung gebe es in diesem Zusammenhang nicht, <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/grossbrand-bei-reifen-koenig-neues-zur-brandursache;art417930,11234522" target="_blank" title="Großbrand bei &amp;bdquo;Reifen-König&amp;ldquo;: Neues zur Ursache und Strafanzeige gegen Göggel und Bürgermeister">wie der SÜDKURIER bereits exklusiv berichtet hatte.</a></p> <h2>Fünf Leichtverletzte</h2> <p>Ob möglicherweise fahrlässiges Verhalten im Raum steht oder von einer Verkettung unglücklicher Umstände auszugehen ist, ist Gegenstand der weiteren Klärungen, so Staatsanwaltschaft und Kripo.</p> <p>Bei dem Brand wurden fünf Menschen leicht verletzt. Vier erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung, eine Person stürzte und zog sich eine Platzwunde am Kopf zu.</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Hochzeitsfeuerwerk hat laut Behörden das Brandinferno in Gammertingen ausgelöst]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 01 Aug 2022 18:30:44 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Großbrand bei "Reifen-König": Neues zur Ursache und Strafanzeige gegen Göggel und Bürgermeister  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/grossbrand-bei-reifen-koenig-neues-zur-brandursache;art417930,11234522 ]]></link>      <description><![CDATA[  Jetzt mischt ein Mann aus Schleswig-Holstein im Fall des Gammertinger Großbrandes mit: Was er mit seinen Anzeigen bezwecken will und wie der Bürgermeister reagiert. Außerdem ist eine Brandursache nun auszuschließen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Jetzt mischt ein Mann aus Schleswig-Holstein im Fall des Gammertinger Großbrandes mit: Was er mit seinen Anzeigen bezwecken will und wie der Bürgermeister reagiert. Außerdem ist eine Brandursache nun auszuschließen.<br>
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        Jetzt mischt ein Mann aus Schleswig-Holstein im Fall des Gammertinger Großbrandes mit: Was er mit seinen Anzeigen bezwecken will und wie der Bürgermeister reagiert. Außerdem ist eine Brandursache nun auszuschließen.



        <p>Gut eine Woche nach dem Brandinferno <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/wie-reifen-koenig-bruno-goeggel-aus-gammertingen-zum-multimillionaer-wurde;art417930,11227485" target="_blank" title="Der unvorstellbare Reichtum von &amp;bdquo;Reifen-König&amp;ldquo; Bruno Göggel &amp;ndash; wie er zum Multimillionär aufstieg">bei Deutschlands größtem Reifenhändler Bruno</a> <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/wie-reifen-koenig-bruno-goeggel-aus-gammertingen-zum-multimillionaer-wurde;art417930,11227485" target="_blank" title="Der unvorstellbare Reichtum von &amp;bdquo;Reifen-König&amp;ldquo; Bruno Göggel &amp;ndash; wie er zum Multimillionär aufstieg">Göggel</a> <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/wie-reifen-koenig-bruno-goeggel-aus-gammertingen-zum-multimillionaer-wurde;art417930,11227485" target="_blank" title="Der unvorstellbare Reichtum von &amp;bdquo;Reifen-König&amp;ldquo; Bruno Göggel &amp;ndash; wie er zum Multimillionär aufstieg">in</a> <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/wie-reifen-koenig-bruno-goeggel-aus-gammertingen-zum-multimillionaer-wurde;art417930,11227485" target="_blank" title="Der unvorstellbare Reichtum von &amp;bdquo;Reifen-König&amp;ldquo; Bruno Göggel &amp;ndash; wie er zum Multimillionär aufstieg">Gammertingen</a> treffen sich am Dienstag die Führungskräfte der fast 400 eingesetzten Feuerwehrleute aus 27 Kommunen und fünf Landkreisen erneut am Brandort. Gemeinsam begehen sie wohl ein letztes Mal die Brandstätte und tauschen sich darüber aus, was beim noch <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/polizei-ermittelt-nach-dem-grossbrand-in-gammertingen-wegen-fahrlaessiger-brandstiftung;art417930,11226387" target="_blank" title="Feuerwerk erlaubt, Grillen verboten: Wer ist verantwortlich für das Brand-Inferno von Gammertingen?">Großeinsatz</a> gut und was schlecht gelaufen ist.</p> <p>Viele Anwohner und Feuerwehrleute sehnen seit Tagen endgültige Gewissheit über die <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/grossbrand-bei-reifenkoenig-umweltexpertin-raet-zur-vorsicht;art417930,11232154" target="_blank" title="Brandinferno bei Reifen-König: Wie eine Umwelttoxikologin die Gefahr für Mensch und Natur einschätzt">Folgen der giftigen Rauchwolke und mögliche Gefahren für Mensch und Natur</a> herbei. Anfang vergangener Woche hatte die Umweltbehörde des Landratsamts Sigmaringen Messungen und Bodenproben gesammelt und lässt sie seither in einem Labor analysieren.</p> <p>Laut Bürgermeister Holger Jerg sollen die Ergebnisse bis spätestens Dienstagabend vorliegen, um in der vor der Sommerpause letzten Ausgabe des kommunalen Amtsblattes von Gammertingen noch Eingang zu finden – so habe es die Umweltbehörde versprochen.</p> <h2>Keine Brandbeschleuniger gefunden</h2> <p>Nachdem Spürhunde der Kripo nach möglichen Brandbeschleunigern auf Gelände schnüffelten, wo die zwei Feuer unabhängig voneinander ausgebrochen waren, gibt es jetzt zumindest in diesem Punkt erste Gewissheit: „Anhaltspunkte für irgendeine wie auch immer geartete vorsätzliche Brandstiftung gibt es nicht“, sagt Karl-Heinz Beiter von der Staatsanwaltschaft Hechingen dem SÜDKURIER und bestätigt damit, dass keine Brandbeschleuniger gefunden werden konnten.</p> <p>Damit verdichten sich die Anzeichen, dass – wie von vielen vermutet – tatsächlich das laut Pyrotechniker ordnungsgemäß abgefeuerte Hochzeitsfeuerwerk von „Reifen-König“ Bruno Göggel zum kurz danach ausgebrochenen Großbrand auf seinem Betriebsgelände mit einem Schaden im zweistelligen Millionenbereich geführt haben könnte.</p> <h2>Kreispolizei stellt Ermittlungen ein</h2> <p>Die Kripo hat Fotos und Videos von Hochzeitsgästen und Feuerwehrleuten sowie <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/polizei-ermittelt-nach-dem-grossbrand-in-gammertingen-wegen-fahrlaessiger-brandstiftung;art417930,11226387" target="_blank" title="Feuerwerk erlaubt, Grillen verboten: Wer ist verantwortlich für das Brand-Inferno von Gammertingen?">Unterlagen bei der Stadt</a> <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/polizei-ermittelt-nach-dem-grossbrand-in-gammertingen-wegen-fahrlaessiger-brandstiftung;art417930,11226387" target="_blank" title="Feuerwerk erlaubt, Grillen verboten: Wer ist verantwortlich für das Brand-Inferno von Gammertingen?">Gammertingen</a> <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/polizei-ermittelt-nach-dem-grossbrand-in-gammertingen-wegen-fahrlaessiger-brandstiftung;art417930,11226387" target="_blank" title="Feuerwerk erlaubt, Grillen verboten: Wer ist verantwortlich für das Brand-Inferno von Gammertingen?">sowie beim beauftragten Pyrotechniker sichergestellt</a> und bereits zahlreiche Zeugen vernommen, darunter auch mehrere Brandbekämpfer. Bürgermeister Holger Jerg oder Mitarbeiter des Rathauses waren laut SÜDKURIER-Informationen noch nicht unter den Befragten. Die Kreispolizei im Landratsamt Sigmaringen soll ihre Ermittlungen gegen Amtsträger der Stadt Gammertingen bereits beendet haben.</p> <p>Solange kein Gutachten des Brandsachverständigen vorliegt, bleibt die Frage offen, ob eine „Verkettung unglücklicher Umstände“ zum Feuer führte oder aufgrund fahrlässigem Verhaltens „irgendjemanden ein Vorwurf“ gemacht werden kann, wie Staatsanwalt Beiter es ausdrückt. Bei einer Anklage und Verurteilung wegen fahrlässiger Brandstiftung können bis zu fünf Jahre Gefängnis oder eine Gelstrafe ausgesprochen werden. „Es gibt keinen Hinweis auf irgendeinen Beschuldigten“, sagt Beiter.</p> <h2>Grobe Fahrlässigkeit?</h2> <p>Doch seit kurzem liegen der Justiz zwei Strafanzeigen gegen „Reifen-König“ Bruno Göggel, den Gammertinger Bürgermeister Holger Jerg und den Leiter des dortigen Ordnungsamtes vor. Das bestätigt die nicht zuständige Staatsanwaltschaft in Stuttgart, wo die Anzeigen eingebracht wurden, dem SÜDKURIER auf Anfrage. Der Anzeigeerstatter heißt Thorsten S. (vollständiger Name der Redaktion bekannt) und wohnt im äußersten Süden Schleswig-Holsteins nahe Hamburg.</p> <p>Der norddeutsche Unternehmer wirft Göggel vor, „grob fahrlässig einen Großbrand durch ein Feuerwerk anlässlich seiner Hochzeitsfeier“ herbeigeführt und damit einige seiner Gäste durch die Rauchgase verletzt zu haben. Stadtchef Jerg sowie dem Leiter des Ordnungsamtes zeigte S. an, weil sie „ein privates Feuerwerk in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem großen Reifenlager genehmigt“ und damit „einen Großbrand grob fahrlässig“ sowie „mehrfache Körperverletzung“ herbeigeführt hätten.</p> <h2>Was hinter den Anzeigen steckt</h2> <p>Wie berichtet, musste das Feuerwerk nicht genehmigt, sondern lediglich bei der Stadt Gammertingen fristgerecht im Mai angemeldet werden, da das Spektakel von einem zertifizierten Pyrotechniker durchgeführt wurde. Bürgermeister Jerg betonte, dass die Stadt auch geprüft habe, ob die Zertifizierung des Pyrotechnikers noch gültig sei.</p> <p>Gibt es für die Anzeigen dann überhaupt eine Grundlage oder sind sie haltlos? „Natürlich wird das momentan abgeklärt. (...) Es ist eine Pflicht hier allem nachzugehen“, sagt Beiter von der zuständigen Staatsanwaltschaft Hechingen.</p> <p>Doch was steckt hinter den Anzeigen aus dem fernen Norden, eine erfolglose Geschäftsbeziehung oder gar persönliche Feindschaft? „Ich kenne ihn (Bruno Göggel, Anm.) nicht und hab zuvor noch nie etwas gehört von seinem Unternehmen. Mir geht es allein um die Sache, wer hat welchen Fehler gemacht und wer trägt die Verantwortung dafür“, sagt Thorsten S. im Gespräch mit dem SÜDKURIER.</p> <p>Er habe von dem Großbrand gelesen und gedacht, das könne nicht wahr sein. „Dass ein Reifenunternehmer 400 Feuerwehrleute für ein paar Minuten Privatvergnügen in höchste Gefahr bringt – ich finde das sehr unverantwortlich und egoistisch“, so der 53-Jährige.</p> <h2>Auch Anzeige gegen Berliner Bürgermeister</h2> <p>Aber ist Bruno Göggel mit dem hohen Schaden auf seinem Betriebsgelände nicht schon genug bestraft? Thorsten S. räumt das durchaus. „Aber ich möchte, dass das aufgearbeitet wird, wer da im Einzelnen Schuld ist“, so der Unternehmer – was freilich bereits auch vor seiner Anzeige bereits passierte.</p> <p>Es ist nicht das erste Mal, dass Thorsten S. gegen eine prominente Persönlichkeit Anzeige erstattet. Nach dem Wahlchaos in Berlin bei der Bundestagswahl im Vorjahr hat der Norddeutsche den Hauptstadt-Bürgermeister Michael Müller (SPD) und dessen Landeswahlleiterin wegen grob fahrlässiger Wahlbehinderung und dem Verdacht auf Wahlmanipulation angezeigt.</p> <p>„Ich habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, sitze aber nicht acht Stunden am Schreibtisch und schreibe Anzeigen. Das waren meine einzigen“, so S. Seine damaligen Anzeigen seien jedoch eingestellt worden.</p> <h2>„Das Thema lässt einen nicht los“</h2> <p>Am schärfsten kritisiert Thorsten S. den Gammertinger Stadtchef Holger Jerg. „Ich bin der Meinung, dass er (Holger Jerg, Anm.) nicht mehr als Bürgermeister tätig sein kann, wenn Ermittlungen gegen ihn aufgenommen werden“, so der Norddeutsche. Er überlegt, eine weitere Anzeige gegen den beauftragten Pyrotechniker einzubringen.</p> <p>Stadtchef Jerg nimmt sowohl die Anzeige als auch die Rücktrittsaufforderung gelassen zur Kenntnis. „Das seh ich nicht so dramatisch, das sind wir auch aus unterschiedlichen Bereichen gewöhnt“, sagt der Bürgermeister. An einen Rücktritt denkt er nicht. „Es ist ein gewisser Sport, Anzeigen gegen alle möglichen Amtspersonen zu stellen.</p> <p>Er habe sich nichts vorzuwerfen, aber der Fall gehe auch ihm nahe. „Überall wirst du darauf angesprochen, das Thema lässt einen nicht los. Ich wäre eigentlich lieber mit der Familie in Urlaub gefahren, weil der Akku vorher schon leer war“, sagt Jerg, der seinen Urlaub verschoben hat.</p> <p>Auch Mike Hummel, Sprecher von „Reifen-König“ Bruno Göggel, bestätigt die Anzeige. „Im ersten Schritt können wir nichts dagegen machen“, sagt Hummel. Zu den detaillierten Vorwürfen will er sich nicht äußern und hofft, dass die Laboranalysen des Landratsamts Sigmaringen am Dienstag keine Belastungen für die Umwelt ergeben.</p>]]>
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