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    <title>suedkurier.de - Meersburg</title>
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    <language>de-DE</language>
    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 08:40:21 +0100</pubDate>
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      <title>suedkurier.de</title>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 11:27:26 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Sind dynamische Preise auch in anderen Thermen eine Option?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/dynamische-baeder-preise-als-versuch;art410936,12511612 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im September hat die Bodensee-Therme Überlingen nachfrageabhängige Eintrittspreise eingeführt. Ein Modell mit Zukunft? Was Betreiber anderer Thermen am See und im Schwarzwald dazu sagen.  ]]></description>
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          Im September hat die Bodensee-Therme Überlingen nachfrageabhängige Eintrittspreise eingeführt. Ein Modell mit Zukunft? Was Betreiber anderer Thermen am See und im Schwarzwald dazu sagen.<br>
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        Im September hat die Bodensee-Therme Überlingen nachfrageabhängige Eintrittspreise eingeführt. Ein Modell mit Zukunft? Was Betreiber anderer Thermen am See und im Schwarzwald dazu sagen.



        <p>„Ich kann jeden verstehen, der auf dynamische Preise setzt“, sagt Markus Spettel. Die Steuerung der Nachfrage über passgenaue Preise mache wirtschaftlich Sinn und die Technik dazu sei mittlerweile verfügbar, so der Geschäftsführer der Bad Dürrheimer Kur- und Bäder GmbH: „Größere Skigebiete, Bergbahnen oder Bäder machen das ja schon länger.“</p> <p>Auch im Bad Dürrheimer Solemar habe man bereits dynamische Preise getestet, sagt Spettel. „Das war vor Corona.“ Damals habe man sich aber dagegen entschieden, da „der Effekt zu gering war“. Denn durch die zahlreichen Kur- und Reha-Gäste sei die Therme auch vormittags und unter der Woche gut ausgelastet. Der Therme-Chef will aber nicht ausschließen, dass man sich „irgendwann“ wieder damit beschäftige – allerdings „nicht in nächster Zeit“.</p> <h2>Trend wird in der Branche aufmerksam verfolgt</h2> <p>Auch anderenorts beobachtet man den Trend zu dynamischen Preisen „aufmerksam“, wie Fabian Dalmer, Geschäftsführer der Meersburg Therme, es formuliert. Nach der Wiedereröffnung setze man im Meersburg zwar „bewusst auf ein transparentes und stabiles Preissystem, das unseren Gästen Verlässlichkeit bietet“. Doch im Zuge der „weiteren Entwicklung von Markt und Gästebedürfnissen“ will Dalmer die Option dynamischer Preise durchaus prüfen.</p> <p>Auch Julian Meser, Geschäftsführer der Bädergesellschaft Konstanz, verfolgt das Thema “mit großem Interesse“. Es sei “spannend zu sehen, wie sich hier die Branche entwickelt“. Dynamische Modelle könnten für Anbieter und Gäste gleichermaßen Vorteile haben, glaubt er. Man prüfe aktuell denn auch, “ob und in welcher Form ein solches Modell zu uns passen könnte“. Da aber auch statische Preise Vorteile hätten, nämlich “Klarheit und Planbarkeit“, wolle man diese Stärken “sorgfältig gegen mögliche Innovationen abwägen“, sagt Meser – und ohnehin zunächst die Erfahrungen anderer abwarten.</p> <h2>Gruppe mit guten Erfahrungen in drei Thermen</h2> <p>Jemand, der hier bereits reichlich Erfahrung hat, ist die Markdorfer Thermengruppe Josef Wund. In allen drei eigenen Thermen, dem Badeparadies Schwarzwald bei Titisee-Neustadt, der Thermen- und Bäderwelt Sinsheim und der Therme Euskirchen, gelten bereits seit 2021 dynamische Preise, die nach Tag, Nachfrage und Buchungszeitpunkt variieren.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Dynamische Preise</span><span>Dynamische Preise kennt man von Flügen, Hotels oder auch der Bahn. Wer früh für schwach ausgelastete Zeiten bucht, kommt günstiger weg. Ein Unterschied zu den bisherigen Therme-Konzepten: Während Flüge kurz vorher nochmal billiger werden können, gilt dies hier nicht. Wer zu einem bestimmten Zeitpunkt kauft, soll sicher sein, dass es das Ticket nachher nicht doch günstiger gibt.</span></label></div> <p>Man sei damit “sehr zufrieden“, heißt es aus Markdorf, es habe sich “in der Praxis bewährt“, sagt eine Sprecherin. Lediglich “kleinere Anpassungen in der Kommunikation“ seien nötig gewesen, um den Gästen “die Vorteile bestmöglich zu erklären“. So habe man etwa für eine gute Tarifübersicht eigens eine App mit Treueprogramm eingeführt. Parallel gibt es aber auch noch statische Preise, etwa im Rahmen von Sonderaktionen, Kooperationen oder für spezielle B2B-Partner. Eigentümer der Thermen ist die gemeinnützige Josef-Wund-Stiftung.</p> <h2>Fürs Schwimmen nicht, für Wellness eine Option</h2> <p>Thermeexperte Andreas Schauer, der den Bau der Überlinger Bodenseetherme begleitet hat und deren erster Betriebsleiter war, hat zu dynamischen Preisen eine klare Haltung: Kommunale Angebote – seien sie nun Pflichtaufgabe oder freiwillige Daseinsvorsorge wie ein Schwimmbad – sollten “nicht durch einen Angebot-Nachfrage-Mechanismus gesteuert werden“. Es sei ja auch “schwer vorstellbar, dass dies für Kindergärten, Schulen oder die Wasserversorgung gilt“.</p> <p>Anders sehe es jedoch bei Wellnessangeboten aus, findet Schauer. Die Überlinger Schauer+Co betreibt mehrere Bäder, unter anderem die 2021 eröffnete Therme Lindau, deren Investor Schauer auch ist. Als Betreiber will er es so halten: Keine dynamischen Preise für Grundversorgungs-, Sport- und Familienbäder. Für die Bereiche Wellness und Sauna sieht er hier aber durchaus “eine Option“. Umgesetzt habe man dies aber noch nirgends.</p> <p>Eine ganz klare Haltung hat man indes bei der Schwaben-Therme in Aulendorf. „Bei uns gelten statische Preise“, sagt eine Sprecherin. „Das soll auch so bleiben.“ Lediglich am Wochenende gebe es einen pauschalen Aufschlag von einem Euro.</p> <p>Gedanken um dynamische Preise macht man sich aber auch anderenorts. Das Ravensburger Spieleland hat zur Saison 2025 nicht nur die Differenzierung zwischen Kindern und Erwachsenen aufgehoben, sondern auch tagesindividuelle Preise eingeführt. Auf Basis der durchschnittlichen Auslastung der vergangenen Jahre habe man für jeden Tag des Jahres vorab einen Preis bestimmt, sagt Sprecherin Yvonne Wirth. Der liege online bei mindestens 39 und höchstens 45 Euro. Vor Ort kommen drei Euro hinzu. „Das funktioniert gut.“ Ob daraus aber irgendwann einmal ein automatisiertes, dynamisches System werde, sei offen.</p> <p>Etabliert hat sich ein automatisiertes System, das den Preis nach Buchungszeitpunkt, Wochentag und Saisonzeit steuert, indes beim Skigebiet Silvretta-Montafon. “Das hat uns ein recht hohes Maß an Planbarkeit verschafft“, so eine Sprecherin. Denn ein hoher Prozentsatz der Tickets werde nun früh online gebucht. Der Erfolg sei allerdings sehr von einer transparenten Kommunikation abhängig.</p>]]>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 14:35:39 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neue Pächter fürs Fähre-Bistro gesucht – und mit dem Wechsel kommen mehr Automaten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/faehre-am-bodensee-sucht-neue-paechter-der-bord-bistros;art372432,12510132 ]]></link>      <description><![CDATA[  Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi" auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.  ]]></description>
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          Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi" auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.<br>
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        Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi" auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.



        <p>Es ist ein Arbeitsplatz, der wohl die schönste Aussicht überhaupt bietet: auf den Bodensee. Dennoch wird die Midce GmbH genau diesen Platz nach nur zweieinhalb Jahren aufgeben und hat den Vertrag mit den Stadtwerken Konstanz gekündigt. Die Fähre-Bistros auf der Strecke zwischen Konstanz und Meersburg stehen damit ab 1. Januar ohne Pächter da – oder mit einem neuen, denn die Suche nach einem oder mehreren Nachfolgern läuft.</p> <p>Der oder diejenige muss sich auf Änderungen einstellen, ebenso wie die Fähre-Nutzer. Denn es sollen künftig zwei Schiffe mit Automaten versorgt werden. Im April wurde die „Lodi“ umgerüstet, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/die-bodensee-faehre-lodi-schraenkt-weiteren-bord-service-ein;art372448,12360666" target="_blank" title="Weiterer Service-Einschnitt auf der Fähre: Die „Lodi“ hat künftig kein Bistro mehr">statt eines Bistros samt Mitarbeitern finden Passagiere dort seitdem Automaten</a>, die Essen oder ein Getränk ausspucken. Künftig soll auch die „Konstanz“ umgerüstet werden, wie der Ausschreibung der Stadtwerke Konstanz zu entnehmen ist.</p> <p>Hinter der Midce GmbH stehen die vier Konstanzer Gastronomen Marco D‘Arca, Martin Mure, Seli Günes und Servet Karaaslan. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/neue-paechter-auf-den-autofaehren-meersburg-konstanz;art372486,11584019" target="_blank" title="Neue Pächter sorgen für das Ende der Durststrecke auf den Autofähren">Sie haben im Mai 2023 die Fährebistros übernommen</a>. Marco D‘Arca erklärt auf Anfrage die bisherigen Erfahrungen sowie Hintergründe des Rückzugs. Die Automaten seien eine gute, zeitgemäße Lösung: „Natürlich ersetzt es nicht das persönliche Gespräch oder den Kaffee mit Smalltalk an der Theke, aber es bietet eine größere Produktauswahl rund um die Uhr. Gleichzeitig sorgt es für eine verlässliche Versorgung und entlastet in Zeiten, in denen Personal schwer zu finden ist.“</p> <h2>Krankheit zwingt dazu, Prioritäten neu zu setzen</h2> <p>Damit benennt er einen Punkt, weshalb sie das „Backbord Fähre Café“ nicht weiterführen: „Zum einen spüren natürlich auch wir die gestiegenen Einkaufspreise und die schwierige Personalsituation, insbesondere in verantwortungsvollen Positionen.“ Das bestätigen auch die Stadtwerke, wie Sprecherin Teresa Gärtner auf Anfrage mitteilt: Die Personalfindung in der Gastronomie sei sehr schwierig und die Personalkosten seien sehr stark angestiegen. Die Automaten kämen auch dem künftigen Pächter entgegen.</p> <p>Zu Beginn des Automaten-Betriebs habe es sehr gemischte Rückmeldungen der Fahrgäste gegeben, doch inzwischen ziehen die Stadtwerke eine positive Bilanz. „Mehrheitlich Tagegäste/Urlauber nutzen die Automaten und spiegeln uns zurück, dass das Angebot für die kurze Tour ausreichend ist“, so Gärtner.</p> <p>Ausschlaggebend für die Kündigung sei für die bisherigen Pächter aber etwas anderes gewesen: ein langfristiger krankheitsbedingter Ausfall seit Frühjahr 2025. „Da wir neben dem Fährbetrieb weitere gastronomische Betriebe führen, mussten wir die Prioritäten neu setzen und uns stärker auf unser Kerngeschäft konzentrieren“, erklärt D‘Arca. Dazu gehören bestehende Konzepte wie das Steg4, wo neben dem regulären Betrieb bald ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/so-schmeckts-am-bodensee-the-taste-gewinnerin-eroeffnet-pop-up-restaurant-in-konstanz-31-10-25;art372448,12509399" target="_blank" title="Bodensee-Zutaten neu interpretiert: Mona Hiermaier kredenzt im Pop-Up-Restaurant Ungewöhnliches">Pop-Up-Restaurant mit „The Taste“-Gewinnerin Mona Hiermaier entsteht.</a></p> <h2>Gäste wollen vor allem etwas Schnelles</h2> <p>Der Betrieb eines Fähre-Bistros bringt durchaus Herausforderungen mit sich. Jeder Tag und jede Überfahrt verlaufe anders, schildert auch Marco D‘Arca. „Mal ist das Schiff voll besetzt, mal bleiben viele Gäste in den Autos sitzen, das andere Mal kommt ein Bus mit einer großen Reisegruppe.“ Wegen der kurzen Verweildauer zwischen 20 und 40 Minuten müsse der Service besonders schnell und effizient sein. „Die Gäste wollen auf der Überfahrt vor allem etwas Schnelles, einen Kaffee, eine Brezel, ein Eis oder einen Schokoriegel auf die Hand“, daher hätten sie ihr Angebot dem angepasst.</p> <p>Hinzu komme die Logistik: Wenn ein Schiff beispielsweise kurzfristig in die Werft muss, müsse das gesamte Team samt der Ware auf ein anderes Schiff umziehen – meist innerhalb weniger Minuten. Dass im Sommer bis zu vier, teilweise sogar fünf Schiffe gleichzeitig im Einsatz sind, erfordere nicht nur zwei Schichten pro Tag und das an sieben Tagen pro Woche. „Das erfordert viel Organisation, Flexibilität und ein eingespieltes Team“, so D‘Arca zusammenfassend. Doch sie hätten in der Zeit viel gelernt und großartige Menschen kennengelernt, die Zusammenarbeit mit dem Fähre-Team sei eng und gut.</p> <h2>Mindestens 34.800 Euro Pacht pro Jahr</h2> <p>Wer ein Bistro auf der Fähre oder mehrere auf den verschiedenen Schiffen mindestens für die nächsten zwei Jahre betreiben möchte, kann sich bis 24. November bei den Stadtwerken Konstanz melden. In der Ausschreibung sind unter anderem die Öffnungszeiten festgehalten: werktags 5.35 bis 18 Uhr, samstags 8.05 bis 19 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen 9.05 bis 19 Uhr. 2023 sollte noch bis 21 Uhr geöffnet sein, aktuell gelten offenbar die Öffnungszeiten abends bis 18 Uhr.</p> <p>Weitere Anforderungen an neue Pächter sind etwa die Bestückung der Automaten sowie ein frisches, möglichst regionales Angebot und Nachhaltigkeit sowie Müllvermeidung. Der Pachtpreis sei mit 10 Prozent des Nettoumsatzes, jedoch mindestens 34.800 Euro pro Jahr zuzüglich Mehrwertsteuer, marktgerecht, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Gärtner. Die Stadtwerke stellten auch die gesamte Infrastruktur zur Verfügung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Über Fährbetrieb und Bistro</span><span>Die Stadtwerke Konstanz betreiben ganzjährig die Fährverbindung zwischen Konstanz und Meersburg, die rund um die Uhr die beiden Bodenseeufer verbindet. Jährlich nutzen laut den Stadtwerken rund 3,8 Millionen Fußgänger, zahlreiche Radfahrer sowie Pkw, Lkw und Busse die Fähren. Laut den Stadtwerken gibt es die Bewirtung seit Ende der 50er-Jahre – zunächst mit einem Pächter pro Schiff und zuletzt mit einem Anbieter auf der gesamten Flotte. Fahrgäste wissen vorher nicht, mit welchem Schiff sie fahren, und daher auch nicht, wo es ein Bistro und wo es Automaten gibt. „Der Anspruch ist, dass es im Grunde egal ist, auf welchem Schiff sich der Fahrgast befindet, so dass ihm im Bistro wie bei den Automaten ein entsprechendes Angebot zur Verfügung steht“, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Teresa Gärtner.</span></label></div> <p>Und was wird aus den bisherigen Mitarbeitern? Ein Teil des Teams sei bereits in andere Betriebe der Midce GmbH gewechselt, erklärt D‘Arca. Einige Mitarbeitende könnten auch vom neuen Pächter übernommen werden – „so wie auch wir damals von unserem Vorgänger erfahrene Kräfte übernehmen durften“. Dieses Wissen und die Routine an Bord seien für den neuen Betreiber Gold wert.</p> <p>Sein Rat an den oder die Nachfolger: „Sonnencreme mit an Bord nehmen und die Aussicht genießen! Im Ernst: Wer den Betrieb übernimmt, sollte Freude an Abwechslung, Organisationstalent und Liebe zum Detail mitbringen. Dann wird die Arbeit auf der Fähre zu etwas ganz Besonderem und vor allem mit viel Potential.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 12:43:29 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Stadt mit 6000 Einwohnern? Warum Meersburg diesen Titel trägt und das größere Salem nicht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/stadt-mit-6000-einwohnern-warum-meersburg-diesen-titel-traegt-und-das-groessere-salem-nicht;art410936,12510087 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Ort mit der Burg darf sich offiziell als Stadt bezeichnen, größere Kommunen sind "nur" Gemeinden. Ein Bürgermeister aus dem Bodenseekreis sagt dazu: "Entscheidend sind Inhalte, nicht Etiketten."  ]]></description>
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          Der Ort mit der Burg darf sich offiziell als Stadt bezeichnen, größere Kommunen sind "nur" Gemeinden. Ein Bürgermeister aus dem Bodenseekreis sagt dazu: "Entscheidend sind Inhalte, nicht Etiketten."<br>
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        Der Ort mit der Burg darf sich offiziell als Stadt bezeichnen, größere Kommunen sind "nur" Gemeinden. Ein Bürgermeister aus dem Bodenseekreis sagt dazu: "Entscheidend sind Inhalte, nicht Etiketten."



        <p>Die Liste ist nicht lang. Von den 23 Gemeinden im Bodenseekreis sind nur fünf Städte: Friedrichshafen, Überlingen, Markdorf, Tettnang und Meersburg. Letztere sticht dabei mit ihrer Größe heraus. Mit knapp 6000 Einwohnern passt Meersburg nicht unbedingt in das Bild, dass man von einer Stadt hat.</p> <p>Aber die Kleinstadt hat den Titel nicht erst seit gestern, er ist quasi historisch gewachsen. So erläutert die Verwaltung auf Anfrage, dass die heutige Stadt Anfang des 13. Jahrhunderts zum Fürstbistum Konstanz gehörte.</p> <h2>Stadtrecht seit 1299</h2> <p>Seit der Verleihung des Marktrechts im Jahr 1233 habe Meersburg an politischer und militärischer Bedeutung gewonnen, „quasi als Vorposten vor Konstanz“, schreibt Christine Johner, Abteilungsleiterin Kultur und Museum. 1299 wurde Meersburg dann das Stadtrecht verliehen, ein konkretes Ereignis sei dem aber nicht vorausgegangen.</p> <p>Große Vorteile bringt der Titel nicht. „Die Stadt Meersburg ist durch die Verwaltung somit im Städtetag und Gemeindetag vertreten“, so Johner. Zudem habe der Titel sicherlich den Stolz der Bürgerinnen und Bürger damals gestärkt.</p> <h2>Gemeindeordnung stellt Bedingungen</h2> <p>Auch die über 12.000 Einwohner der Gemeinde Tamm (Kreis Ludwigsburg) konnten 2022 stolz sein. Da verlieh die Landesregierung Tamm den Titel Stadt. Demnach ist Tamm eine der Gemeinden, „die nach Einwohnerzahl, Siedlungsform und ihren kulturellen und wirtschaftlichen Verhältnissen städtisches Gepräge tragen“ – diese Bedingungen sind in der baden-württembergischen Gemeindeordnung festgelegt.</p> <p>Konkreter sollten heutzutage infrage kommende Gemeinden <a href="https://im.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilung/pid/von-der-gemeinde-zur-stadt" target="_blank" title="" rel="noopener">laut Landesinnenministerium</a> „Mittelpunkt ihres Verwaltungszentrums“ sein und über 10.000 Einwohner haben. Im Bodenseekreis kämen – was die Einwohnerzahl angeht – nur zwei weitere Gemeinden als mögliche Städte in Frage: Salem (etwa 13.000) und Meckenbeuren (rund 14.000).</p> <h2>Zufrieden als Gemeinden</h2> <p>Allerdings streben beide Gemeinden derzeit keinen Stadttitel an, wie es auf Anfrage heißt. „Wir sind eine selbstbewusste Gemeinde – ländlich, bodenständig und mit starkem Zusammenhalt. Entscheidend sind Inhalte, nicht Etiketten“, so der Salemer Bürgermeister Manfred Härle. Aus Struktur und Einwohnerzahl ließe sich ein Wechsel aber womöglich ableiten, er wäre aber auch mit Aufwand verbunden, etwa bei der Beschilderung oder Formularen.</p> <p>In Meckenbeuren habe es bislang ebenfalls keine Diskussionen über einen Wechsel des Titels geben, die Verwaltung freue sich allerdings über einen anderen Titel: Im Regionalplan ist die Gemeinde als Unterzentrum gelistet, „mit zentralen Versorgungs- und Arbeitsplatzfunktionen“, so Gemeindesprecherin Claudia Beltz.</p> <p>Von Bürgermeister Georg Schellinger heißt es zudem: „Uns geht es in Meckenbeuren nicht um den Titel ‚Stadt‘, sondern darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Wachstum ermöglichen, ohne unsere gewachsene ländliche Struktur und den ausgeprägten Gemeinschaftssinn aufs Spiel zu setzen.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 16:32:26 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Volle Betten, halbleere Weingläser: So war der Tourismus-Sommer 2025 am Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/so-war-der-tourismus-sommer-am-bodensee-fuer-hotels-und-gastronomie-05-11-25;art410936,12509556 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Touristenzahlen im Bodenseekreis bleiben auf hohem Niveau – doch in Restaurants und Hotels zeigt sich Zurückhaltung. Das sagen Touristiker, Hotelbetreiber und Branchenexperten zur Entwicklung in der Branche.  ]]></description>
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          Die Touristenzahlen im Bodenseekreis bleiben auf hohem Niveau – doch in Restaurants und Hotels zeigt sich Zurückhaltung. Das sagen Touristiker, Hotelbetreiber und Branchenexperten zur Entwicklung in der Branche.<br>
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        Die Touristenzahlen im Bodenseekreis bleiben auf hohem Niveau – doch in Restaurants und Hotels zeigt sich Zurückhaltung. Das sagen Touristiker, Hotelbetreiber und Branchenexperten zur Entwicklung in der Branche.



        <p>Die Gastronomie und Hotellerie im Bodenseekreis zieht nach dem Sommer eine gemischte Bilanz. Ute Stegmann, Geschäftsführerin der Deutschen Bodensee Tourismus (DBT), blickt positiv auf die vergangene Sommersaison am See zurück: „Das war eine gute Saison. Wir konnten unser seit Jahren stabiles, hohes Niveau halten.“</p> <h2>So viele Übernachtungen gab es im Sommer am See</h2> <p>Nachdem es im vergangenen Jahr im Juni, Juli und August 1,33 Millionen Übernachtungen im Landkreis gegeben hatte, waren es im laufenden Jahr 2025 ein paar Tausend mehr. Wichtig dabei: Die Zahlen umfassen nur die großen Betriebe mit mehr als acht Betten. Ein Wachstum ist vor allem bei Touristen aus dem Ausland erkennbar. Fast jeder achte Gast kam nicht aus Deutschland.</p> <p>„Wir haben dieses Jahr spürbar mehr Fremdsprachen am Bodensee gehört. Niederländisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch“, sagt Stegmann. Dabei liege der Fokus der DBT eigentlich auf dem deutschsprachigen Markt.</p> <h2>Gästekarte ist Erfolgsmodell</h2> <p>Zur Attraktivität der Region als Tourismusdestination trage derweil auch die Echt BodenseeCard bei. „Sie ist ohne Einschränkungen ein echtes Erfolgsmodell“, so Stegmann. „Manche Urlauber buchen sogar noch einmal auf andere Gemeinden um, wenn sie merken, dass sie die Gästekarte nicht in ihrem Urlaubsort bekommen.“</p> <p>Insbesondere die kostenlose Nutzung des Nahverkehrs sei ein großes Thema – trotz Deutschlandticket, wie Stegmann betont. „Das Urlaubsverhalten hat sich geändert“, berichtet Stegmann. „Durch das Ticket fahren viele Touristen kleinere Ausflugsziele an, die sie sonst nicht auf dem Schirm gehabt hätten.“</p> <h2>„Der zweite oder dritte Wein wird nicht mehr bestellt“</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/wetter-macht-es-der-gastronomie-nicht-immer-leicht-so-lief-der-sommer-fuer-restaurants-am-bodensee-06-10-25;art410936,12490076" target="_blank" title="Wetter macht es der Gastronomie nicht immer leicht: So lief der Sommer für Restaurants am Bodensee">Horst Müller, Vorsitzender des Dehoga-Verbands im Bodenseekreis und Betreiber des Hotels ‚Zur Winzerstube‘, berichtet von einem ‚diversen Bild‘</a>. In einer Vorstandssitzung hätten ihm etwa 15 Wirte vom See unterschiedliche Eindrücke vom Sommergeschäft geschildert. „Es kommt sehr darauf an, wo die Betriebe beheimatet sind“, sagt Müller. „Bei den meisten Gastronomiebetrieben war der Sommer wetterbedingt durchwachsen.“</p> <p>Das spiegele sich vor allem darin wider, dass es eine gewisse Konsumzurückhaltung gebe. Die Betriebe seien früher am Abend leer als noch vor ein paar Jahren. „Da hat der Service teils fast Minusstand“, so Müller. „Der zweite oder dritte Wein – oder gar die ganze Flasche – wird nicht mehr bestellt.“ Auch beim Essen geben sich die Gäste offenbar mit weniger zufrieden: „Es wird eher das kleinere oder günstigere Gericht genommen.“</p> <h2>Gäste bleiben immer kürzer</h2> <p>Ein anderes Bild bietet sich Müller zufolge bei den Beherbungsbetrieben: „Da lief die Vermietung ordentlich“, berichtet der Inhaber des Boutiquehotels „Zur Winzerstube“. Aber: „Die Verweildauer wird kürzer. Bei uns in Hagnau lag der Durchschnitt früher bei fünf Nächten, jetzt nur noch bei vier.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Menschen verzichten immer häufiger auf Restaurantbesuch</span><span>Die Gastronomie verzeichnete von Januar bis August 2025 einen Umsatzrückgang von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Valentin Weislämle, Tourismusforscher der DHBW Lörrach, erklärt das Phänomen auch mit der Bedürfnispyramide: „Auf einen Restaurantbesuch können viele eher verzichten als auf einen Urlaub. Wenn sie essen gehen, entscheiden sich vor allem Familien häufig für ein günstigeres oder kleineres Gericht, um Kosten zu sparen und dennoch in den Urlaub gehen zu können.“</span></label></div> <p>Probleme machen Müller die Stornierungen. Wie bei den meisten seiner Kollegen kann man in seinem Hotel bis 30 Tage vor Anreise kostenfrei stornieren. Danach fallen Gebühren an. „Die Gäste tun sich immer schwerer, das einzuhalten“, sagt der Hotelier. Zählen kann er auf seine Stammkunden: „Die sind treu, während Neugäste eher flexibel buchen und stornieren wollen. Da müssen wir uns was einfallen lassen.“</p> <h2>Ist die Bodenseeregion zu beliebt?</h2> <p>Sind diese Probleme nur am See ein Thema? „Nein“, entgegnet Valentin Weislämle, Professor an der DHBW Lörrach. Er sieht die Region vielmehr in einer komfortablen Situation: „Der Bodensee ist als Ferien- und Ausflugsdestination attraktiv. Relativ gesehen steht die Region besser da als viele andere Teile Deutschlands.“ Er sieht sogar eher das Problem des sogenannten Overtourism – also dass zu viele Menschen auf einem Fleck Urlaub machen wollen.</p> <p>Zurückhaltung beim Konsum sei überall festzustellen, berichtet der Studiengangsleiter des Tourismusstudiengangs. „Nach Corona gab es einen Nachholeffekt, aber jetzt haben die Preise endgültig durchgeschlagen.“ Insgesamt seien die Preissteigerungen über dem Inflationsniveau. „Bei über 30 Euro für einen Hauptgang ist vor allem für Familien eine Schmerzgrenze erreicht.“</p> <h2>Gaststättensterben geht weiter</h2> <p>In den vergangenen sechs Jahren mussten laut Branchenverband Dehoga in Baden-Württemberg 3200 Betriebe schließen. Weislämle prophezeit ein noch heftigeres Gaststättensterben in den kommenden Jahren: „Es wird eine Trennung des Angebots geben. Überleben werden nur Betriebe, die entweder einen überdurchschnittlichen Service bieten oder vermehrt auf Convenience umstellen.“</p> <p>Denn vor allem der Personalmangel macht der Gastronomie zu schaffen: Die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe ist im Vergleich zu 2024 um 3,2 Prozent zurückgegangen. „Die Lösung: dicht machen oder auf Kantinenstil umstellen“, sagt der Lörracher Dozent. „Das können Convenience-Produkte sein, Selbstbedienung oder Serviceroboter.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Volle Betten, halbleere Weingläser: So war der Tourismus-Sommer 2025 am Bodensee]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 16:27:06 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach dem Durchschnitt-Oktober bleibt’s mild! So wird das November-Wetter am Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/was-bringt-der-november-2025-am-bodensee-so-wird-das-wetter-in-den-naechsten-wochen-31-10-25;art410936,12509539 ]]></link>      <description><![CDATA[  Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.  ]]></description>
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          Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.<br>
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        Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.



        <p>Weder goldener Oktober noch grauer Dauerregen: Das Wetter am Bodensee hat sich in diesem Jahr ganz brav an die Statistik gehalten. Die Daten des Wetterkontors spiegeln ein Musterbeispiel für durchschnittliches Herbstwetter.</p> <p>Meteorologe Jürgen Schmidt: „Mit 62 Litern pro Quadratmeter lag der Niederschlag fast genau im Soll.“ Auch die Temperatur wich nur um 0,2 Grad Celsius ab. „Bei den Sonnenstunden lagen wir um neun Prozent über dem 30-jährigen Mittel.“ 110 Stunden Sonnenschein hatte der zehnte Monat des Jahres zu verzeichnen – am Freitag kommen sogar noch ein paar dazu.</p> <h2>So geht es im November weiter</h2> <p>Mild geht es nun auch im November weiter: „Wir werden in den nächsten Wochen immer deutlich über der Zehn-Grad-Marke liegen“, prophezeit Schmidt. Konkret wird sich das Thermometer bei zwischen zwölf und 15 Grad Celsius einpendeln. „Nachts kühlt es auf milde sechs bis neun Grad ab.“</p> <p>Der Meteorologe erwartet auch zur Monatsmitte keinen Wintereinbruch: „Tendenziell werden die Werte dann um zehn Grad liegen, nachts können sie auf teilweise vier oder fünf Grad sinken.“ Auch Nachtfrost sei im Verlauf des Novembers möglich. Schnee sei genauso wie lang anhaltende Regenfälle derzeit nicht in Sicht, so Schmidt. Allerdings wird es in den kommenden Tagen und Wochen wieder öfter nebelig im Bodenseeraum.</p> <h2>Meteorologe macht sich keine Sorgen um Hurrikan „Melissa“</h2> <p>Mit Blick auf das Feiertagswochenende zum Monatswechsel sagt der Geschäftsführer des Wetterkontors einen freundlichen Samstag und einen verregneten Sonntag vorher. „In der nächsten Woche beruhigt sich das Wetter dann wieder“, berichtet Schmidt. Regen erwartet Schmidt dabei vorerst nicht.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/panorama/hurrikan-melissa-wuetet-in-der-karibik-mehr-als-30-tote;art409965,12509287" target="_blank" title="Hurrikan „Melissa“ wütet in der Karibik – mehr als 30 Tote">Der derzeit heiß diskutierte Hurrikan ‚Melissa</a>„ bereitet ihm derweil keine Sorgen. Panik hält der Wetterfachmann für unbegründet: „Der Hurrikan zieht jetzt in Richtung Nordatlantik und trifft am Montag auf Island. Auf den Britischen Inseln wird dann ein etwas stärkerer Wind zu spüren sein. Bei uns wird sich der Hurrikan aber kaum bemerkbar machen.“</p> <h2>Wassertemperaturen bescheren milde Temperaturen</h2> <p>Einen vorsichtigen Blick auf den meteorologisch am ersten Dezember beginnenden Winter wagt Jürgen Schmidt ebenfalls: „Die Langfristprognose sagt einen milden Winter voraus.“ Das liege an den verhältnismäßig hohen Wassertemperaturen. „Die wirken sich auch auf die Außentemperaturen aus“, erklärt der Diplom-Meteorologe. Zudem käme viel warmer Wind aus westlicher Richtung.</p> <p>Grundsätzlich gelte, dass es in der dunklen Jahreszeit viel Wind brauche, um höhere Temperaturen zu erzeugen, so Schmidt. Denn: „Die Sonne steuert dem Tiefpunkt entgegen und ist dementsprechend sehr schwach. Von den Sonnenstrahlen kann man im Winter also nicht viel erwarten.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nach dem Durchschnitt-Oktober bleibt’s mild! So wird das November-Wetter am Bodensee]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 05:03:11 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Sonderausstellung im Vineum endet  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/sonderausstellung-im-vineum-endet;art372486,12509242 ]]></link>      <description><![CDATA[  Schau „100¦Jahre Müller-Thurgau – vom Rebenschmuggel zur Weinlegende“ mit multimedialen Elementen bis 2. November geöffnet  ]]></description>
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          Schau „100¦Jahre Müller-Thurgau – vom Rebenschmuggel zur Weinlegende“ mit multimedialen Elementen bis 2. November geöffnet<br>
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        Schau „100¦Jahre Müller-Thurgau – vom Rebenschmuggel zur Weinlegende“ mit multimedialen Elementen bis 2. November geöffnet



        <p><strong>Meersburg</strong> Nur noch bis zum 2.¦November ist die Sonderausstellung „100¦Jahre Müller-Thurgau – vom Rebenschmuggel zur Weinlegende“ im Vineum Bodensee zu erleben. Laut Pressemitteilung sind die Öffnungszeiten von Dienstag, 28.¦Oktober, bis Sonntag, 2.¦November, täglich von 11 bis 18¦Uhr. Der Eintritt beträgt nur für die Sonderausstellung 5¦Euro, ermäßigt 3¦Euro.</p> <p>Die Schau beleuchtet im Saal des historischen Dachstuhls des Weinmuseums die Hintergründe des legendären Schmuggels. Im April 1925 wurden 400 Reben der bis dahin auf markgräflichem Gebiet verbotenen Weinsorte Müller-Thurgau von der Schweiz ans deutsche Bodenseeufer geschmuggelt. Die Ereignisse werden in der Ausstellung durch multimediale Installationen lebendig. Interaktive Erlebnisse und historische Exponate lassen dabei in die Geschichte der Rebe eintauchen. Öffentliche Führungen mit anschließender Weinprobe gibt es von Dienstag bis Samstag täglich um 17.30¦Uhr sowie am Sonntag um 13, 15 und 17¦Uhr. Der Eintritt kostet 15¦Euro pro Person. Inbegriffen sind der Besuch der Sonderausstellung und die Weinprobe. Anmeldung unter: kulturamt@meersburg.de oder 07532/440260, -2635 oder -2632.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Sonderausstellung im Vineum endet]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 09:08:30 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Winterzauber auf der Insel Mainau! Das ist neu beim Christmas Garden 2025  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/christmas-garden-2025-auf-der-insel-mainau-oeffnungszeiten-tickets-und-anreise-03-11-25;art372448,12508535 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.  ]]></description>
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          Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/christmas-garden-2025-auf-der-insel-mainau-oeffnungszeiten-tickets-und-anreise-03-11-25;art372448,12508535]]></guid>
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        Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.



        <p>Auf dem Rundweg, der über die Insel Mainau führt, können die Besucherinnen und Besucher mehr als 30 Lichtinstallationen erleben – und dabei sind viele neue Besonderheiten geboten. Auch Mainau-Geschäftsführer <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wie-lebt-es-sich-auf-der-mainau-graf-bjoern-diese-geheimnisse-verraet-er;art372448,11788613" target="_blank" title="Wie lebt es sich auf der Mainau, Graf Björn? Diese Geheimnisse verrät der Schlossherr">Björn Graf Bernadotte</a> freut sich darauf, dass von Mitte November bis Anfang Januar 2026 die Blumeninsel wieder in besonderem Licht erstrahlt. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/insel-mainau-80000-menschen-besuchen-christmas-garden-am-bodensee;art372432,12278993" target="_blank" title="Das ist Rekord! Über 80.000 Menschen besuchen Christmas Garden auf der Mainau">Die vergangene Ausgabe besuchten 80.000 Menschen</a>.</p> <p>„Der Christmas Garden ist für uns immer wieder ein besonderes Highlight im Jahr, denn er verbindet Licht- und Gartenkunst mit Begegnung und bringt Menschen in einer warmen, zauberhaften Atmosphäre zusammen. Damit wurde etwas geschaffen, das Menschen jeden Alters für einige Stunden in eine besinnliche Stimmung versetzt“, so der Mainau-Chef.</p> <h2>Wann hat der Christmas Garden geöffnet?</h2> <p>Vom 18. November bis zum 5. Januar 2026 lädt <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/christmas-garden-2025-auf-der-insel-mainau-was-gibts-neues-am-bodensee-03-11-25;art372448,12506002" target="_blank" title="Die Blumeninsel wird wieder zum Christmas Garden – mit vielen neuen Ideen">der Christmas Garden auf der Insel Mainau</a> unter freiem Himmel fast täglich zum Staunen und Genießen ein. Ab 17 Uhr beginnt die Einlasszeit, der letzte Einlass erfolgt um 20 Uhr, Besucher können bis 21.30 Uhr auf der Insel bleiben. An bestimmten Tagen ist der Christmas Garden geschlossen: am 24. und 25. November, am 1. und 2. sowie am 24. und 31. Dezember.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Übrigens:</strong> Hunde, die an einer kurzen Leine geführt werden, dürfen in den Christmas Garden auf der Insel Mainau mitgebracht werden.</li> </ul> </div> <h2>Was gibt es 2025 Neues für die Besucher?</h2> <p>2025/26 hält das Spektakel viele abwechslungsreiche Höhepunkte und einen neu gestalteten Rundweg auf der Insel Mainau bereit, verspricht der Veranstalter C2 Concerts GmbH. Eine Deutschlandpremiere unter den neuen Installationen sind die Feenlichter, die wie Tausende von bunten kleinen Lichtzeichen in der Dunkelheit erscheinen und sich sanft im Wind wiegen.</p> <p>Im Rosengarten sind die Beete mit rot und weiß leuchtenden Rosen geschmückt und in der Mitte sprudelt ein traumhafter Lichtbrunnen. Ein einzigartiges Fotomotiv werden unter anderem auch die wilden Schwäne bieten: Sechs leuchtende Schwäne gleiten über einen 1000 Quadratmeter großen, auf Musik programmierten blauen Glitzersee.</p> <h2>Ist das Fotografieren und Filmen erlaubt?</h2> <p>Apropos Fotomotiv: Die Veranstalter laden herzlich dazu ein, zu fotografieren. Dafür darf auch ein Stativ mitgebracht werden. Auf der Homepage heißt es: „Wir freuen uns, wenn Sie die besondere Atmosphäre des Christmas Garden festhalten und Ihre Eindrücke mit uns auf Instagram, TikTok, YouTube und Facebook unter #christmasgarden teilen.“</p> <p>Wer nun direkt auch die Drohne einpacken möchte, sollte diese zu Hause lassen. Der Veranstalter dazu: „Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass aus Sicherheitsgründen Aufnahmen mit Drohnen nicht gestattet sind.“ Es gilt aber: Foto- und Filmaufnahmen dürfen lediglich zu privaten Zwecken gemacht werden. Aufnahmen zu gewerblichen oder kommerziellen Zwecken sind nicht gestattet.</p> <h2>Wie reise ich am besten an? Wo kann ich parken?</h2> <p>Viele Einheimische kommen mit dem Stadtbus oder mit dem Fahrrad zur Insel Mainau. Die Stadtwerke-Busse der Ringlinien 4/13 und 13/4 halten in der Nähe des Eingangs. Besucherinnen und Besucher von auswärts kommen oftmals mit dem Auto, dem Bus oder auch über das Wasser zum Christmas Garden.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Anreise mit dem Auto:</strong> Wer den Weg zum Christmas Garden per Navi finden möchte, tippt bitte Insel Mainau 1, 78465 Insel Mainau ein. Auf dem Festland-Parkplatz sind ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden. Die Parkgebühren betragen 6 Euro, Inhaber von Jahreskarten zahlen 2 Euro.</li> <li><strong>Mit dem Wohnmobil:</strong> Es steht zudem ein ausgewiesener Wohnmobil-Stellplatz zur Verfügung. Die Parkgebühren liegen auch hier bei 6 Euro (gültig von 7 Uhr bis 23.59 Uhr). Wer über Nacht bleiben möchte, muss zusätzlich den Nachttarif (gültig von 0 Uhr bis 7 Uhr) in Höhe von 12 Euro entrichten.</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Mit Fähre und Bus:</strong> Vom nördlichen Bodenseeufer können Auto-, Wohnmobilfahrer und Fußgänger die Schiffsverbindung Konstanz-Meersburg nutzen. Zu Fuß kann in Konstanz innerhalb von zehn Minuten (oder mit der Linie 1) die Bushaltestelle „Allmannsdorf“ erreicht werden. Dort fährt die Linie 4/13 direkt zur Insel Mainau. Informationen zum Stadtbus auf <a href="https://www.stadtwerke-konstanz.de/bus/fahrplan/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.stadtwerke-konstanz.de</a>.</li> <li><strong>Mit dem Schiff:</strong> Die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) bieten einen Shuttleservice an. Ab Unteruhldingen verkehrt das Schiff an den Tagen, an denen der Christmas Garden geöffnet hat.<br /> Ab Meersburg freitags und samstags sowie zusätzlich am ersten Weihnachtsfeiertag. Informationen zu Abfahrtszeiten und Tickets finden Sie auf der <a href="https://www.bsb.de/de/bodensee-erlebnisse/veranstaltungen/christmas-garden-auf-der-mainau" target="_blank" title="" rel="noopener">Website der BSB</a>.</li> </ul> </div> <h2>Gibt es auch Getränke und Speisen auf der Insel?</h2> <p>Im Palmenhaus werden süße Snacks sowie winterliche Cocktails und heiße Getränke für eine kleine Stärkung angeboten. Zudem erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches gastronomisches Angebot entlang des Rundwegs an weihnachtlich dekorierten Hütten, die auch vegetarische, vegane und glutenfreie Speisen anbieten (Kartenzahlung möglich). Beispielsweise können sich die Besucher nach dem Regenbogenweg wärmende Feuerschalen und aromatischer Glühwein oder Punsch zu einer ersten gemütlichen Pause gönnen.</p> <h2>Was ist für Kinder und Familien geboten?</h2> <p>In der Märchenwelt können Familien die bekannten Märchen der Gebrüder Grimm und von Hans Christian Andersen entdecken, und Kinder können bei einer spannenden Märchen-Rallye wetteifern. Im Weihnachtsparadies mit überdimensionalen Süßigkeiten steht zudem ein Rentierschlitten mit leuchtenden Weihnachtsgeschenken. Am Wishing Tree im Schmetterlingshaus können zudem persönliche Weihnachtswünsche platziert werden – vielleicht geht er ja in Erfüllung.</p> <p>Mamas und Papas dürfen für den Nachwuchs übrigens einen Kinderwagen mitbringen. Alle Wege sind barrierefrei (auch gut zu wissen für Besucherinnen und Besucher mit Rollstühlen), dennoch können die natürlichen Gegebenheiten vor Ort eine Herausforderung sein. Fahrräder, Schlitten, Laufräder und sonstige Kinderfahrzeuge dürfen aus Sicherheitsgründen nicht auf das Gelände mitgenommen werden.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Das müssen Eltern wissen:</strong> Kinder bis einschließlich 5 Jahre erhalten kostenlosen Zutritt in den Christmas Garden. Ab 6 Jahren benötigen Kinder ein Ticket, das im <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">Ticketshop</a> gebucht werden kann (mehr dazu weiter unten). Der Zutritt für Kinder unter 14 Jahren ist nur in Begleitung eines Erwachsenen gestattet.</li> <li><strong>Familientage beim Christmas Garden:</strong> Am 19. November, 26. November, 3. Dezember und 10. Dezember können bis zu fünf Personen (zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren oder ein Erwachsener und bis zu vier Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren) für 39,90 Euro den Christmas Garden besuchen. Tickets gibts vorab im <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">Online-Shop</a> oder an der Abendkasse. Dort kosten sie dann 42 Euro.</li> </ul> </div> <h2>Was kosten die Tickets? Wo bekomme ich sie?</h2> <p>Karten gibt es auf <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">christmas-garden.de/mainau</a> sowie auf <a href="https://www.myticket.de/de/christmas-garden-insel-mainau-tickets" target="_blank" title="" rel="noopener">myticket.de</a> und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Tickets für Erwachsene sind ab 20,90 Euro erhältlich. Eintrittskarten für Kinder sind ab 15,90 Euro zu erhalten. Neben den beliebten Familientagen mit attraktiven Familientickets bietet der Christmas Garden Insel Mainau erstmals auch Flex Tickets für Kinder an.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Wichtig zu wissen:</strong> Eine Kartenrückgabe wegen schlechter Witterung ist ausgeschlossen, solange keine akute Gefährdung für die Gäste besteht. Der Christmas Garden findet bei jedem Wetter statt – also auch bei Regen oder Schneefall. Daher wird empfohlen, wetterfeste und warme Kleidung sowie robustes Schuhwerk anzuziehen und gegebenenfalls einen Regenschirm einzupacken.</li> </ul> </div>]]>
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      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 15:49:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hamma! Culcha Candela spielen 2026 Open-Air-Konzert in Meersburg  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/meersburg-open-air-2026-culcha-candela-spielen-konzert-am-bodensee-29-10-25;art372486,12508003 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Meersburg Open Air 2026 ist mit Culcha Candela und Versengold komplett. Die Berliner Kultband vereint Reggae, Dancehall, Hip-Hop und Latin-Sounds. Letztere sind im Folk-Rock zuhause.  ]]></description>
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          Das Meersburg Open Air 2026 ist mit Culcha Candela und Versengold komplett. Die Berliner Kultband vereint Reggae, Dancehall, Hip-Hop und Latin-Sounds. Letztere sind im Folk-Rock zuhause.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/meersburg-open-air-2026-culcha-candela-spielen-konzert-am-bodensee-29-10-25;art372486,12508003]]></guid>
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        Das Meersburg Open Air 2026 ist mit Culcha Candela und Versengold komplett. Die Berliner Kultband vereint Reggae, Dancehall, Hip-Hop und Latin-Sounds. Letztere sind im Folk-Rock zuhause.



        <p>Das Programm für das <a href="https://www.suedkurier.de/thema/meersburg-open-air/" target="_blank" title="" rel="noopener">Meersburg Open Air 2026</a> steht. Neben den Auftritten von <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/erstes-open-air-fuer-2026-herbert-pixner-spielt-auf-meersburger-schlossplatz;art372486,12421871" target="_blank" title="„Jimi Hendrix der Volksmusik“: Herbert Pixner spielt 2026 beim Meersburg Open Air">Herbert Pixner</a> am 12. Juni und <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/bestaetigt-clueso-kommt-2026-zu-den-meersburg-open-airs-an-den-bodensee-17-09-25;art372486,12483559" target="_blank" title="Bestätigt! Clueso kommt 2026 für Open-Air-Konzert an den Bodensee">Clueso</a> am 13. Juni 2026 stehen zwei weitere Konzerte fest. Culcha Candela eröffnen die Reihe am Donnerstag, 11. Juni. Im Rahmen ihrer „Celebration Tour“ gastiert die Berliner Kultband auf dem Schlossplatz.</p> <p>Laut Mitteilung des Konzertveranstalters Allgäu Concerts sind Culcha Candela seit mehr als 20 Jahren eine feste Größe in der deutschen Musikszene und Garanten für „explosive Live-Shows“. Die vier Musiker bieten eine Mischung aus Reggae, Dancehall, Hip-Hop und Latin-Sounds. Gesungen wird auf Englisch, Deutsch, Spanisch und Patois. Hits wie „Hamma!“, „Monsta“ oder „Berlin City Girl“ dürften ebenfalls fernab ihrer Fangemeinde bekannt sein.</p> <h2>Mehr als fünf Millionen verkaufte Tonträger</h2> <p>Die „Celebration Tour 2026“ soll die Karriere von Chino, Mateo, Johnny Strange und Don Cali feiern. Mit über fünf Millionen verkauften Tonträgern, fast 35 Edelmetall-Auszeichnungen und mehr als 1500 Live-Shows erfänden sich Culcha Candela vielleicht nicht mehr neu, müssten sie aber auch gar nicht, heißt es auf der Internetseite der Band. Vielmehr möchten die Musiker energiegeladene Club-Banger und Hits mit Haltung aus ihren bunten Ärmeln schütteln. Deshalb engagieren sie sich auch in sozialen Projekten wie „BeAnAngel“, Die Arche, „ActionKids“, Laut Gegen Nazis, Pro Asyl, Seebrücke und Afrika Rise. Eintrittskarten gibt es unter <a href="https://www.allgaeu-concerts.de/tickets-culchacandela-meersburg/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.allgaeu-concerts.de</a> sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen zum Preis von 59,90 Euro.</p> <h2>Versengold: vom Folkprojekt zur Akustikband</h2> <p>Den Schlusspunkt hinter der Auflage 2026 des Meersburg Open Airs setzen Versengold am Sonntag, 14. Juni. Was als akustisches Folkprojekt in norddeutschen Kneipen begann, hat sich innerhalb von zwei Jahrzehnten zu einer der spannendsten und eigenständigsten Akustikbands entwickelt, schreibt Allgäu Concerts.</p> <p>Pünktlich zur Tour schlägt das Sextett mit seinem Studioalbum „Eingenordet“, das im Januar 2026 veröffentlicht wird, ein neues Kapitel auf. Das Album, das auf dem eigenen Band-Label Küstenkind Records erscheinen wird, zeigt die Bandmitglieder als gereifte Künstler, die ihren Kurs kennen, sich aber nie dem Wandel verschließen. Nach den Vorboten „Klabauterfrau“ und der gemeinsamen Single „Falscher Leuchtturm“ mit der Band Madsen gehen Versengold mit dem neuen Album und Klassikern auf Tour. Auf der Bühne setzen sich die Musiker nach eigenen Angaben für Demokratie und gegen Faschismus ein.</p> <p>Als Vorgruppe sind „Fiddler‘s Green“ mit dabei. Seit ihrer Gründung 1990 hat sich die Band den Status einer der erfolgreichsten und beständigsten Formationen innerhalb der europäischen Folk-Rock-Community erarbeitet. Die Musiker nennen sich selbst eine „bestens geölte Irish Speedfolk-Maschine“. Eintrittskarten sind unter <a href="https://sales.ticketing.cm.com/versengold-schlossplatz-meersburg/de-de/8b62d377-6e91-480e-b19f-dd779a25cb6b" target="_blank" title="" rel="noopener">www.allgaeu-concerts.de</a> sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen zum Preis von 59,95 Euro erhältlich.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Tournee Musikgruppe Rock-Pop thema-kultur-mensch thema-kultur-musik serie-sommer-see-nl]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Hamma! Culcha Candela spielen 2026 Open-Air-Konzert in Meersburg]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 13:19:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hochbehältersanierung sichert Trinkwasserversorgung in drei Kommunen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/hochbehaeltersanierung-sichert-trinkwasserversorgung-in-drei-kommunen;art372486,12507213 ]]></link>      <description><![CDATA[  Alle 40 bis 50 Jahre muss ein Hochbehälter saniert werden. Die Anlage am Trielberg war teils in üblem Zustand. Projektleiter und Bürgermeister erklären, wie Behälter und Co. im laufenden Betrieb modernisiert wurden.  ]]></description>
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          Alle 40 bis 50 Jahre muss ein Hochbehälter saniert werden. Die Anlage am Trielberg war teils in üblem Zustand. Projektleiter und Bürgermeister erklären, wie Behälter und Co. im laufenden Betrieb modernisiert wurden.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/hochbehaeltersanierung-sichert-trinkwasserversorgung-in-drei-kommunen;art372486,12507213]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Alle 40 bis 50 Jahre muss ein Hochbehälter saniert werden. Die Anlage am Trielberg war teils in üblem Zustand. Projektleiter und Bürgermeister erklären, wie Behälter und Co. im laufenden Betrieb modernisiert wurden.



        <p>Vor rund vier Jahren begann die große Sanierung und Erweiterung des Hochbehälters am Trielberg. Nun ist die Maßnahme bis auf ein paar kleine Schönheitsreparaturen und die Installation der Fotovoltaikanlage abgeschlossen. Bei einem Rundgang durch die Anlage informierten Thomas Müller, Projektleiter des Stadtwerks am See, und Bürgermeister Robert Scherer über die erfolgten Arbeiten.</p> <p>„Alle 40 bis 50 Jahre muss ein Hochbehälter saniert werden“, erklärte Müller. Die alten Rohrleitungen am Trielberg seien rund 50 Jahre alt gewesen. Teile der Anlage seien in einem üblen Zustand gewesen. „Es bestand dringender Handlungsbedarf“, sagte er. Die alten Rohre seien noch relativ gut gewesen, die alten Schieber aber nicht mehr. „Die neuen Installationen sind alle aus Edelstahl“, erläuterte der Projektleiter. Aus Edelstahl seien auch die neuen Tanks.</p> <h2>Umbau im laufenden Betrieb geleistet</h2> <p>Da im laufenden Betrieb umgebaut wurde, die Wasserversorgung für Meersburg und die Nachbarkommunen Daisendorf und Stetten also aufrechterhalten werden musste, wurde zuerst die 1926 gebaute Kammer abgebaut und dort ein neuer 750 Kubikmeter fassender Tank gebaut. „Das war besonders spannend“, berichtete Müller, „denn das alte Bedienhaus steht unter Denkmalschutz.“ Nachdem diese Arbeiten abgeschlossen gewesen seien und die Wasserversorgung gesichert gewesen sei, habe anschließend der 1966 gebaute runde Wasserspeicher saniert werden können. Dieser habe eine Kautschukbeschichtung gehabt, die heute nicht mehr zulässig sei, erklärte der Fachmann.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Frühere Arbeiten am Hochbehälter Trielberg</span><span>Der Hochbehälter Trielberg wurde 1926 mit zwei Wasserbehältern à 250 Kubikmetern gebaut. 1966 wurde eine runde Wasserkammer dazu gebaut, die 750 Kubikmeter fasst. Diese wurde umfassend saniert, während die Speicher von 1926 durch eine neue L-förmige 750 Kubikmeter fassende Kammer ersetzt wurden. Die anstehende Sanierung war dem Gemeinderat seit 2017 bekannt. Haushaltsmittel wurden ab 2018 bereitgestellt. 2020 wurden die Arbeiten an das Stadtwerk am See als Generalunternehmer vergeben. 2022 war der neue Behälter fertig und die Sanierung des alten konnte beginnen. Die Kosten von rund zwei Millionen Euro tragen die wasserbeziehenden Kommunen Meersburg, Daisendorf und Stetten anteilig.</span></label></div> <p>Durch Neubau und Sanierung sei das Gesamtvolumen auf 1500 Kubikmeter Wasser erweitert worden. Zuvor waren es 1250 Kubikmeter. Bei einem jährlichen Trinkwasserbedarf von rund 700.000 Kubikmetern biete die zusätzliche Speicherkapazität mehr Sicherheit. Zudem müssten die Pumpen weniger oft laufen. „Es ist effizienter“, sagte Müller. Beide Speicher sind durch Rohrleitungen verbunden. Die Behälter würden im Normalbetrieb ausgeglichen aufgefüllt. „Für Reinigungsarbeiten können sie einzeln abgeschaltet werden.“ Die Füllstände überwache die Leitstelle in Friedrichshafen. „Die sehen alles auf dem Rechner, denn die Anlage ist elektronisch gesteuert“, erklärte er.</p> <p>Jetzt seien alle drei städtischen Hochbehälter saniert, legte der Projektleiter weiter dar. Der Hochbehälter am Wetterkreuz sei vor etwa 15 Jahren saniert worden, der am Wattenberg vor rund zehn Jahren. Vom Wasserwerk am See zwischen Meersburg und Hagnau werde das Wasser erst zum Wetterkreuz über den Trielberg bis zum Wattenberg gepumpt, schilderte er den Weg des Wassers. Von den einzelnen Hochdruckbehältern aus würden dann die entsprechend in der Höhe gelegenen Stadtteile und Nachbarkommunen versorgt.</p> <h2>Bürgermeister: „Wasser ist das neue Gold“</h2> <p>Bürgermeister Robert Scherer sagte, dass das Stadtwerk am See bei diesem Projekt als Generalunternehmer aufgetreten sei und alle Gewerke gemeinsam angeboten habe. „Das Stadtwerk ist schon bald seit 20 Jahren unser Partner bei der Trinkwasserversorgung und kennt die Verhältnisse in Meersburg bestens“, meinte er. „Durch die Umsetzung aus einer Hand konnten wir die Gesamtkosten für die Maßnahmen bei unter zwei Millionen Euro halten.“ Alle drei Kommunen hätten viel investiert, aber man sei sich der Verantwortung für die Trinkwasserversorgung bewusst. „Wasser ist das neue Gold“, sagte er mit Blick auf klimatische Veränderungen und die Notwendigkeit für die hiesige Kulturlandschaft.</p> <h2>„Tag des Wassers“ im kommenden Jahr</h2> <p>Nach den umfassenden Erdbewegungen während der Bauphase ist der ursprüngliche Zustand um das denkmalgeschützte Bedienhaus wieder hergestellt. Alles, was viel Geld gekostet habe, sei nun wieder unter der Erde, bedauerte Scherer. Deshalb kündigte er nach kurzer Absprache mit Projektleiter Müller und Mark Kreuscher, Geschäftsbereichsleiter Netze des Stadtwerks am See, an, im nächsten Jahr einen „Tag des Wassers“, wie sie den Arbeitstitel vorerst fassten, anzubieten. Für diesen Tag der offenen Tür, der vermutlich im Spätsommer, nach Installation der Fotovoltaikanlage stattfinden könnte, sei eine Öffnung aller drei Hochbehälter für die Bevölkerung angedacht.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Trinkwasser Entsorgung Wasserverschmutzung thema-natur-umwelt thema-leben-grundversorgung]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Hochbehältersanierung sichert Trinkwasserversorgung in drei Kommunen]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 15:04:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Vogelgrippe breitet sich in Deutschland aus: Wie ist die Lage am Bodensee?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/vogelgrippe-breitet-sich-in-deutschland-aus-wie-ist-die-lage-am-bodensee-27-10-25;art372432,12505774 ]]></link>      <description><![CDATA[  Aktuell führt die Vogelgrippe zu einer Häufung von toten Kranichen. Jahr für Jahr machen Zugvögel auf ihrem Weg in den Süden in der Bodenseeregion Halt. Gefahr besteht aber auch für andere Vögel, die hier überwintern.  ]]></description>
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          Aktuell führt die Vogelgrippe zu einer Häufung von toten Kranichen. Jahr für Jahr machen Zugvögel auf ihrem Weg in den Süden in der Bodenseeregion Halt. Gefahr besteht aber auch für andere Vögel, die hier überwintern.<br>
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        Aktuell führt die Vogelgrippe zu einer Häufung von toten Kranichen. Jahr für Jahr machen Zugvögel auf ihrem Weg in den Süden in der Bodenseeregion Halt. Gefahr besteht aber auch für andere Vögel, die hier überwintern.



        <p>Wenn Wetter und Temperaturen im Herbst ungemütlich werden, ist für Zugvögel die Zeit gekommen, sich auf den Weg in ihre Winterquartiere zu machen. Das könnte in diesem Jahr allerdings zu Problemen führen: In mehreren Bundesländern, <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/vogelgrippe-ausgebrochen-15000-tiere-werden-in-baden-wuerttemberg-getoetet;art417930,12505201" target="_blank" title="Vogelgrippe: 15.000 Tiere werden im Südwesten getötet">darunter auch Baden-Württemberg</a>, breitet sich die Vogelgrippe aus. Unter Wildvögeln sind besonders Kraniche betroffen.</p> <p>Experten befürchten nun, dass sich der Virus durch den Vogelzug ausbreiten könnte. Kraniche sind auch Jahr für Jahr am Bodensee zu sehen, wenn sie auf dem Weg gen Süden hier eine Pause einlegen. „Bislang sind uns keine Fälle bekannt“, sagt Lisa Maier vom Naturschutzbund-Bodenseezentrum auf SÜDKURIER-Anfrage.</p> <p>Die Expertin für Avifaunistik – die wissenschaftliche Untersuchung der Vogelwelt einer Region – fügt hinzu: „Der Kranich-Zug hier in der Region hat auch erst vor einer guten Woche begonnen und sollte nun in den nächsten Tagen, eventuell nach der Schlechtwetter-Phase sein Hoch erreichen.“</p> <p>Es könnten sich also durchaus noch Vögel auf den Weg machen und dabei auch am Bodensee Halt machen. Allerdings würden verglichen mit Brandenburg hier nur eine sehr geringe Zahl an Kranichen vorbeiziehen, sagt Maier.</p> <h2>Immer wieder Ausbrüche der Vogelgrippe am Bodensee</h2> <p>Dass es um diese Jahreszeit generell mehr Fälle von Vogelgrippe gibt, ist nicht ungewöhnlich. „Auch in den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Ausbrüchen der Vogelgrippe am Bodensee. Dies ist auch in diesem Jahr nicht auszuschließen“, sagt Maier. Wichtig sei, dass sich Menschen angemessen verhalten, betont sie. Das bedeutet: „Fassen Sie tote Vögel nicht an, halten Sie Ihre Hunde an der Leine und melden Sie tote Vögel bei der Gemeinde.“</p> <p>Aktuell scheinen vor allem Kraniche an dem Virus zu sterben, in Brandenburg wurden mehr als 1000 tote Tiere gemeldet, meldet der Naturschutzbund (Nabu) Baden-Württemberg in einer Pressemitteilung. Eine Gefahr besteht aber auch für andere Arten.</p> <p>Lisa Maier vom Nabu-Bodenseezentrum zählt Enten, Schwäne, Möwen und Seeschwalben auf. „Eine große Zahl von Enten, bis zu einer Viertelmillion, überwintern hier am Bodensee. Das Gros der Enten zieht voraussichtlich Anfang bis Mitte November hierher“, so die Expertin. Für Singvögel spiele die Vogelgrippe keine Rolle.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 18:18:02 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Raus aus dem Homeoffice oder Büro: Im Co-Working-Container ist das Arbeiten mit Seeblick möglich  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/raus-aus-dem-homeoffice-oder-buero-im-co-working-container-ist-das-arbeiten-mit-seeblick-moeglich;art372486,12504399 ]]></link>      <description><![CDATA[  Vier Arbeitsplätze stehen im Co-Working-Space zur Verfügung – nicht nur zum Arbeiten. Auch Vereine und Schulen können den Container für Besprechungen oder Aktionen nutzen. Initiiert wurde das Angebot von mehreren Firmen.  ]]></description>
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          Vier Arbeitsplätze stehen im Co-Working-Space zur Verfügung – nicht nur zum Arbeiten. Auch Vereine und Schulen können den Container für Besprechungen oder Aktionen nutzen. Initiiert wurde das Angebot von mehreren Firmen.<br>
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        Vier Arbeitsplätze stehen im Co-Working-Space zur Verfügung – nicht nur zum Arbeiten. Auch Vereine und Schulen können den Container für Besprechungen oder Aktionen nutzen. Initiiert wurde das Angebot von mehreren Firmen.



        <p>Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Das heißt es bis März 2026 an der Liegewiese in Meersburg am Rondell. So lange steht dort der Kokubus, ein mobiler Bürocontainer als Co-Working-Space – mit bestem Seeblick. Im Inneren stehen vier Arbeitsplätze mit Steckdosen und WLAN-Zugang zur Verfügung sowie eine Kaffeeküche mit Getränkekühlschrank. Einige Pflanzen, Dekoartikel und Teppiche auf dem Boden sorgen in dem beheizten Container für eine entspannte Atmosphäre. Wer dort arbeiten möchte, muss nur noch seinen Laptop einstecken und kann sofort loslegen. Die Parkplätze, auf denen der Container steht, stellt die Stadt Meersburg kostenlos zur Verfügung.</p> <p>Doch der Kokubus soll nicht nur das Homeoffice ersetzten, er soll zudem als Experimentierfeld für neue Arbeit, aber auch für Kultur und Begegnungen offen stehen. Das Projekt wird vom Stuttgarter Verein Allianz für Beteiligung aus Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg gefördert.</p> <h2>Gruppe von Firmen setzt sich für Realisierung ein</h2> <p>Um die Fördergelder zu erhalten, braucht es zunächst Menschen, die sich für ein solches Projekt engagieren. Für die Realisierung am jetzigen Standort setzte sich gleich eine ganze Gruppe von Firmen ein, darunter Anna-Lena Murzin von Teamtraining Bodensee. Die Meersburger Stadträtin unterschrieb den notwendigen Antrag und entwickelte die Anfangsidee mit Nikolaus Roleff, Projektleiter der Kommune Zukunft, welcher der Kokubus gehört.</p> <p>„Hand in Hand haben wir mit dieser Kooperation ein innovatives Projekt geschaffen“, sagte Anna-Lena Murzin bei der Eröffnung. Sie dankte der Stadt, welche die Parkplätze, auf denen der Container steht, kostenfrei zur Verfügung stellt. Sie verdeutlichte, wie wichtig solche Orte zur Vernetzung sein können. Auf der Suche nach Mitstreitern habe sie Lisa Hipp von Working Bliss kennengelernt. „Obwohl wir nur wenige Meter auseinander wohnen, haben wir uns vorher nie getroffen“, erklärte Murzin. „Das zeigt, dass Räume für Gründerinnen fehlen.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Fakten rund um den Kokubus</span><span>Der Kokubus ist ein überwiegend aus Holz deutscher Herkunft gefertigter Bürocontainer, der vier Arbeitsplätze und eine kleine Kaffeeküche enthält. Er ist auf einer Wechselpritsche montiert und kann so von herkömmlichen Lastwagen kostengünstig transportiert werden. Seine Photovoltaikanlage mit integriertem Batteriespeicher macht ihn unabhängig von einem Stromanschluss – im Winter ist jedoch ein Stromanschluss zum Heizen notwendig. Durch mobilen Internetanschluss und digitalen Zugang kann der Container autark genutzt werden. machen die autark. Parkplätze und Toilette stehen auf dem Hämmerle-Parkplatz zur Verfügung. Über einen QR-Code kann der Code für die Türöffnung ermittelt werden. Bis Ende November ist die Nutzung kostenlos, danach kostet ein Tag 15 Euro. Der Kokubus ist jeden Tag und rund um die Uhr zugänglich.</span></label></div> <h2>Wirtschaftsförderung will hier Beratungstermine anbieten</h2> <p>Einen Aspekt, den auch Marcel Lamer kaufmännischer Referent der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis hervorhob. Viele Menschen arbeiteten nebeneinander, aber nicht miteinander, meinte er. An einem gemeinsamen Arbeitsplatz könnten die verschiedensten Akteure zusammenkommen und sich unterstützen. „Wir von der Wirtschaftsförderung beraten Menschen, die sich selbstständig machen, damit kleine Ideen groß werden können“, sagte er. Beratungstermine seien auch im Kokubus geplant.</p> <p>Nikolaus Roleff blickte auf den Wandel der Arbeitswelt vom Mittelalter, wo alles zentral in einer Stadt gebündelt war, bis zur Industrialisierung, als die Menschen zu pendeln begannen. So hätten sich neue Bedürfnisse entwickelt, was aber auch zu Leerständen in den Städten geführt habe. „Durch Co-Working-Büros gibt es einen Gewinn an Lebensqualität, wenn ich nicht mehr pendeln muss.“ Oft sei es aber schwierig, geeignete Partner und Immobilien für Gemeinschaftsbüros zu finden. Weiter müsse zuerst herausgefunden werden, ob ein lokaler Bedarf bestehe. Das ließe sich durch die temporäre Aufstellung des Containers ermitteln.</p> <h2>Auch für digitale Nomaden und Workation nutzbar</h2> <p>Roleff betonte: „Das Büro vor Ort stärkt zudem die Wirtschaft.“ Und es sei nachhaltig, wenn die Menschen weniger pendelten. Und ein ein Co-Working-Space könne digitale Nomaden in den Ort ziehen, also Menschen, die ihre Arbeit ortsunabhängig digital erledigen können, oder Arbeitnehmer, die im Sinne von Workation Arbeit und Urlaub verbinden möchten. Das Angebot sei niederschwellig und solle als Lern- und Experimentierort verschiedene Möglichkeiten der Nutzung bieten, auch für Workshops und Vereine.</p> <p>Miriam Steimer, Gründerin der Leuchtturm-Akademie, will im Kokubus beispielsweise mit den Hortkindern der Schule demnächst einen Nachmittag zur Gewaltprävention und Teambildung gestalten. „Wir gehen raus aus der Schule, denn Kreativität braucht den Perspektivwechsel“, erklärt sie. Elisa Wustl, Changemanagerin bei ZF und freiberuflicher Coach, möchte in dem Container Coaching anbieten.</p> <h2>Bürgermeister plant Amtsleitersitzungen im Container</h2> <p>Meersburgs Bürgermeister Robert Scherer begeisterte sich für den neuen Ort der Zusammenarbeit, der „junge Unternehmer rausbringt aus dem Alltag, wo im Homeoffice die Waschmaschine nebenbei läuft“. Meersburg sei die einzige Stadt im Bodenseekreis, in dem der mobile Container so lange stehe – und dann noch im Winter, mit einer tollen Aussicht. Scherer sagte zu, Amtsleitersitzungen im Kokubus zu halten und seine Teams ebenfalls zu motivieren, zum Arbeiten auch mal raus aus dem Rathaus zu gehen.</p> <p>FDP-Landtagsabgeordneter Klaus Hoher lobte, Robert Scherer sei stets offen für Neuerungen, gehe Experimente ein und sei nachhaltig unterwegs. Hoher räumte ein: „Ich musste erst einmal kapieren, warum ein Container irgendwo stehen soll.“ Der Grünen-Landtagsabgeordnete Martin Hahn nannte das Projekt spannend und mutig: „Veränderung braucht Raum, insbesondere in einer Gegend, wo Räume knapp sind.“</p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Arbeitsplatz Städtebau Gründung thema-wirtschaft-unternehmen thema-wirtschaft-arbeit thema-heimat-stadtentwicklung]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Raus aus dem Homeoffice oder Büro: Im Co-Working-Container ist das Arbeiten mit Seeblick möglich]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 15:23:36 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Autofahrer brauchen diese Woche starke Nerven! Brückenprüfungen verursachen Staus auf B31 und B33  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/autofahrer-am-bodensee-aufgepasst-brueckenpruefungen-sorgen-diese-woche-fuer-staus-auf-b31-und-b33;art372495,12504188 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Regierungspräsidium lässt die Verkehrswege alle sechs Jahre auf Standfestigkeit und eventuelle Schäden prüfen. Diese Woche sind die Arbeiten an der Bundesstraße fällig. Das sorgt für Verkehrsbehinderungen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Das Regierungspräsidium lässt die Verkehrswege alle sechs Jahre auf Standfestigkeit und eventuelle Schäden prüfen. Diese Woche sind die Arbeiten an der Bundesstraße fällig. Das sorgt für Verkehrsbehinderungen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Das Regierungspräsidium lässt die Verkehrswege alle sechs Jahre auf Standfestigkeit und eventuelle Schäden prüfen. Diese Woche sind die Arbeiten an der Bundesstraße fällig. Das sorgt für Verkehrsbehinderungen.



        <p>Der Einsturz der Carolabrücke in Dresden vor einem Jahr zeigte deutlich, was passiert, wenn Schäden an Brücken nicht rechtzeitig entdeckt werden. Das will das Regierungspräsidium verhindern, indem es alle sechs Jahre die in ihrem Verantwortungsbereich liegenden Brücken überprüft. Es sind insgesamt 1633, darunter die Brücken an der <a href="https://www.suedkurier.de/thema/b31/" target="_blank" title="" rel="noopener">B31</a>.</p> <h2>Staus in beide Richtungen</h2> <p>In dieser Woche stehen Brücken im Bodenseekreis auf der Prüfliste, am Mittwoch (22. Oktober) war das Nußbachviadukt bei Überlingen an der Reihe. Auf den betroffenen Straßenabschnitten wurde ein Fahrstreifen gesperrt, der Verkehr wurde einspurig an dem Gerät vorbeigeführt. Das sorgte für Staus auf der B31 in beide Richtungen, am Mittwoch laut Google Maps mit einer Verlängerung der Fahrzeit von bis zu 20 Minuten. Der Polizei sind keine weiteren Erkenntnisse über folgen der Staus oder Umleitungen bekannt.</p> <p>Laut Regierungspräsidium kam dabei ein sechsachsiges Brückenuntersichtgerät zum Einsatz: Das 41,7 Tonnen schwere Spezialfahrzeug mit 13 Metern Länge und vier Metern Höhe ermöglicht über eine schwenk- und ausfahrbare Arbeitsbühne den Zugang zur Brückenunterseite. Dort wurden die Betonteile klassisch mit einem Hammer abgeklopft und auf Schäden kontrolliert.</p> <p>Bei dieser alle sechs Jahre stattfindenden Hauptprüfung werden alle Brückenbestandteile auf Tragfähigkeit, Standsicherheit und Verkehrssicherheit kontrolliert. Dabei achten die Prüfer auch auf Abnutzungserscheinungen durch Verkehrsbelastung, Witterungseinflüsse und Tausalze.</p> <h2>Weitere Termine</h2> <p>Weitere Prüfungstermine sind: Am 23. Oktober die B33 über die Bahngleisen bei Markdorf sowie die Brücke der B33 über die Rotach in Oberteuringen-Neuhaus. Am 24. Oktober die B 31-alt über die Bahn und zwei Ortswege in Friedrichshafen-Manzell sowie die Brücke über die Bahn in Friedrichshafen (Werastraße).</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Autofahrer brauchen diese Woche starke Nerven! Brückenprüfungen verursachen Staus auf B31 und B33]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 12:21:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Brandbrief zeigt: So kämpfte OB Zeitler für den Erhalt der Helios-Geburtsstation  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/brandbrief-deckt-auf-so-kaempfte-ob-zeitler-fuer-den-erhalt-der-helios-geburtsstation;art372495,12504100 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach außen wirkt der Oberbürgermeister im Kreißsaal-Konflikt diplomatisch. Hinter verschlossenen Türen machte er mächtig Druck. Das geht aus einem internen Brief hervor, der dem SÜDKURIER vorliegt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Nach außen wirkt der Oberbürgermeister im Kreißsaal-Konflikt diplomatisch. Hinter verschlossenen Türen machte er mächtig Druck. Das geht aus einem internen Brief hervor, der dem SÜDKURIER vorliegt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/brandbrief-deckt-auf-so-kaempfte-ob-zeitler-fuer-den-erhalt-der-helios-geburtsstation;art372495,12504100]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Nach außen wirkt der Oberbürgermeister im Kreißsaal-Konflikt diplomatisch. Hinter verschlossenen Türen machte er mächtig Druck. Das geht aus einem internen Brief hervor, der dem SÜDKURIER vorliegt.



        <p>Das Helios-Spital hat den Kreißsaal wegen sinkender Geburtenzahlen und Personalmangels abgemeldet und erwägt die Schließung. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/wende-im-kreisssaal-konflikt-gesundheitsministerium-will-ueberlinger-standort-erhalten;art372495,12501416" title="Wende im Kreißsaal-Konflikt? Gesundheitsministerium will Überlinger Standort erhalten">Das Gesundheitsministerium will die Gynäkologie am Standort erhalten</a> und hat sie als Leistungsgruppe vorgesehen. Die Zuweisung ist nicht bindend, sie signalisiert aber die Absicht des Landes. Eine endgültige Schließung hängt zudem von der Zustimmung der Stadt als Mitgesellschafterin ab.</p> <h2>Stadt hat ein Veto-Recht</h2> <p>Wie also positioniert sich die Stadt gegenüber dem Helios-Spital? Sie ist über den städtischen Spital- und Spendenfonds als Gesellschafterin am Betrieb des Krankenhauses beteiligt und mit Oberbürgermeister Jan Zeitler in der Gesellschafterversammlung vertreten. Dort hat er bei grundlegenden Beschlüssen, die den Klinikbetrieb betreffen, ein Veto-Recht.</p> <p>Würde Zeitler einer Schließung der Geburtsabteilung zustimmen? Wie sich nun herausstellt, gibt es Äußerungen von Zeitler, die darauf hindeuten, dass er mit aller Macht für einen Fortbestand des Kreißsaals kämpfen würde. So liegt unserer Redaktion ein vertraulicher Brief Zeitlers an den früheren Klinik-Geschäftsführer Brandner vor.</p> <h2>Intern machte Zeitler Druck auf die Klinikleitung</h2> <p>Der Brief stammt aus dem Mai 2024, adressiert ist er an den damaligen Helios-Geschäftsführer, Robert Brandner. Damals konstatierte Zeitler, „dass man den Eindruck gewinnen könnte, die Geschäftsführung wolle die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe taktisch ‚am ausgestreckten Arm verhungern lassen‘.“ Die wiederholten Kreißsaalschließungen hätten „eine unvorteilhafte Außenwirkung und erhöhen die Geburtenzahl sicher nicht“. Das sei offensichtlich eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, und Zeitler fragte Brandner, ob diese gewollt sei.</p> <p>Tatsächlich ist in den vergangenen etwa zwei Jahren die Geburtenzahl so stark gesunken, dass Helios mit Verweis auf die Zahlen den Kreißsaal abgemeldet hat. In dem Brief von Mai 2024 stellt Zeitler die rhetorische Frage, ob dahinter Taktik stehe, weil der Konzern eine defizitäre Abteilung abstoßen wolle. Er vertritt darin die Meinung, „dass die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe zur Wahrung der Versorgung der Bevölkerung in der Raumschaft aufrechtzuerhalten ist“.</p> <p>Zeitler konstatiert in dem Brief an Brandner, dass das Personal einen „herausragenden Einsatz“ zum Erhalt der Station leiste, dass das jedoch von der Geschäftsführung nicht ausreichend unterstützt werde. Teils würden Fachkrankenschwestern „statt sich um Schwangere und Wöchnerinnen zu kümmern, fachfremd für Patienten mit urologischen Erkrankungen“ eingesetzt. Das Argument, dass Fachkrankenschwestern universell auf unterschiedlichen Abteilungen einsetzbar seien, lasse er nicht gelten.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Gesellschaftsvertrag von 2007</span><span>Bis 2007 handelte es sich um ein kommunales Krankenhaus, Eigentümer war der städtische Spenden- und Spitalfonds. Defizite und die kommunale Haushaltslage ließen der Stadt damals keine andere Wahl, als an einen privaten Krankenhausträger zu verkaufen. Die Stadt ist weiterhin als Gesellschafter beteiligt und mit OB Jan Zeitler in der Gesellschafterversammlung vertreten. Sein Mandat ist an einen Beschluss des Stiftungsrats (gleichbedeutend mit Gemeinderat) gebunden.</span></label></div> <h2>Zeitler forderte personelle Unterstützung</h2> <p>Was die Gewinnung von medizinischem Personal anbelangt, forderte Zeitler im Mai 2024 eine „mindestens vorübergehende“ Umbesetzung innerhalb des Helios-Konzerns, beziehungsweise Abordnung aus anderen Standorten ins Klinikum nach Überlingen. Insbesondere, was die ärztliche Leitung der Geburtshilfestation betrifft. Nach seiner Vorstellung sollte es möglich sein, Ärzte vorübergehend dazu zu verpflichten.</p> <p>Zeitler zeigt in dem Brief deutlich auf, welche Folgen der Wegfall der Geburtshilfe in Überlingen hätte, insbesondere für Schwangere „aus dem Hinterland“. Sie müssten dann, so Zeitler in dem Brief, eine Anfahrtszeit von mehr als 30 Minuten bis zur nächsten Geburtshilfeabteilung auf sich nehmen. „Das ist aus unserer Sicht weder menschlich, noch medizinisch verantwortbar.“</p> <h2>Helios schweigt zu dem Vorgang</h2> <p>Der Brief Zeitlers an Brandner wurde vor fast eineinhalb Jahren geschrieben. Es ist nicht bekannt, ob der OB ihn so auch heute unterschreiben würde oder ob sich die Rahmenbedingungen mittlerweile geändert haben. Unserer Redaktion liegt der Brief seit wenigen Tagen vor, eine Bitte um Stellungnahme beantwortete das Rathaus wie folgt: „Wir bitten um Verständnis, dass wir grundsätzlich keine öffentlichen Stellungnahmen zu Schriftverkehr abgeben, der ausschließlich vertraulich an einzelne Dritte gerichtet ist.“</p> <p>Auch das Helios-Spital schweigt zu dem Vorgang. „Wir bitten um Verständnis, dass wir zu internen Vorgängen grundsätzlich keine Stellung nehmen“, teilte eine Klinik-Sprecherin dem SÜDKURIER mit.</p> <h2>Wie tickt Zeitler heute bei dem Thema?</h2> <p>Nun zeigt sich, dass Zeitler heute noch ähnlich über das Thema denkt. Das kam heraus, als bekannt wurde, dass das Land Baden-Württemberg den Standort Überlingen für Geburtsstation und Gynäkologie halten möchte.</p> <p>Wir baten Zeitler darum, das einzuordnen. Am Montag, 20. Oktober 2025, teilte er mit, dass er „ein Bemühen der Geschäftsführung sieht, die vorübergehende Abmeldung durch Besetzung der Chefarztposition sowie weiterer Arztstellen abzuwenden“. Stellengesuche seien erkennbar. Zeitler: „Leider war laut Geschäftsführung unter den Bewerbungen bislang keine Kandidatin und kein Kandidat, dem man die Verantwortung zutrauen konnte, die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe nachhaltig und zukunftsorientiert zu führen.“</p> <p>In einer E-Mail an unsere Redaktion heißt es außerdem: „Herr OB Zeitler hält die Aufrechterhaltung der Gynäkologie und Geburtshilfe am Helios Spital Überlingen für dringend geboten und bietet gerne seine Unterstützung an, wo immer diese erforderlich ist.“</p> <p></p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Brandbrief zeigt: So kämpfte OB Zeitler für den Erhalt der Helios-Geburtsstation]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 18:30:09 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Sie hängt die Schuhe an den Nagel: Vera Hermann schließt ihre Werkstatt nach 26 Jahren  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/sie-haengt-die-schuhe-an-den-nagel-vera-hermann-schliesst-ihre-werkstatt-nach-26-jahren;art372486,12503756 ]]></link>      <description><![CDATA[  26 Jahre hat Schusterin Vera Hermann in ihrer Werkstatt Schuhe repariert oder dem Träger durch Orthopädietechnik angepasst. Jetzt verabschiedet sie sich – mit vielen Erinnerungen auch an kuriose Aufträge.  ]]></description>
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          26 Jahre hat Schusterin Vera Hermann in ihrer Werkstatt Schuhe repariert oder dem Träger durch Orthopädietechnik angepasst. Jetzt verabschiedet sie sich – mit vielen Erinnerungen auch an kuriose Aufträge.<br>
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        26 Jahre hat Schusterin Vera Hermann in ihrer Werkstatt Schuhe repariert oder dem Träger durch Orthopädietechnik angepasst. Jetzt verabschiedet sie sich – mit vielen Erinnerungen auch an kuriose Aufträge.



        <p>Nach etwas mehr als einem Vierteljahrhundert schließt Vera Hermann ihre Schuhwerkstatt in der Meersburger Winzergasse zum Jahresende. Doch für die kleine Werkstatt am Schnabelgiere-Brunnen ist es nicht das endgültige Aus. Ab Januar wird der gelernte Schuhmacher Chris Jäger das Geschäft weiterführen, allerdings ohne Orthopädietechnik. Hermann freut sich, einen Nachfolger gefunden zu haben, „denn Schuhmacher ist ein aussterbender Beruf.“</p> <p>Sie selber sei ein Fan des Handwerks. „Man sieht abends, was man den Tag über geschaffen hat“, erklärt Vera Hermann. „Ich würde jedem jungen Menschen das Handwerk ans Herz legen.“ Dabei war Schuhmacher eigentlich nicht ihre erste Wahl, wie sie erzählt. „Modedesignerin wäre mein Traum gewesen“, blickt sie zurück. Doch sie habe keinen Ausbildungsplatz zur Schneiderin gefunden und durch eine Anzeige im SÜDKURIER sei sie auf die Lehrstelle zur Schusterin aufmerksam geworden.</p> <h2>Schmutzige Schuhe und klebrige Finger gehören zum Beruf</h2> <p>Nach dreieinhalbjähriger Ausbildung habe sie erst einmal drei Gesellenjahre absolviert, bevor sie die zweijährige Meisterschule besucht habe. Für Orthopädietechnik bestehe auch heute noch der Meisterzwang, erklärt Hermann. „Ich war die einzige Frau unter 18 Meisterkollegen.“ Dabei verstehe sie nicht, warum so wenige Frauen den Beruf ergreifen wollen: „Er ist für Frauen sehr gut machbar“, berichtet sie aus eigener Erfahrung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person</span><span>Vera Hermann wurde 1963 in Deuchelried bei Wangen im Allgäu geboren. Als sie drei Jahre alt war, zog ihre Familie nach Hagnau. Seitdem wohnte sie in verschiedenen Orten am See und seit 21 Jahren in Stetten. Hermann ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Nach ihrer Lehre in Owingen besuchte sie die Meisterschule in Frankfurt und arbeitete anschließend als Angestellte. 1999 machte sie sich selbstständig und übernahm die Schuhmacherwerkstatt Wollmann, damals noch in der Dr.-Zimmermann-Straße in Meersburg.</span></label></div> <p>Schuhmacher sei körperlich leichter als andere Berufe, die heutzutage viele Frauen erlernten – Vera Hermann nennt zum Beispiel Schreiner oder Zimmermann. „Aber wer Schuster werden will, darf keine empfindliche Nase haben“, warnt die Fachfrau vor Klebstoffgeruch und Staub. Schmutzige Schuhe und klebrige Finger gehörten eben zum Beruf dazu.</p> <h2>Erinnerungen an manchen kuriosen Auftrag</h2> <p>In ihrem Geschäftsleben habe sie auch einige kuriose Aufträge gehabt, plaudert sie aus dem Nähkästchen. So habe sie für einen Mann hohe Lacklederstiefel repariert. Ihr erster Auftrag sei das Einfassen einer Pferdecke mit Lederstreifen gewesen. Gehadert habe sie mit der Anfertigung einer Viehblende. „Das ist eine Schutzkappe für den Kopf der Kühe, wenn sie zum Schlachten gebracht werden, damit sie ruhiger bleiben.“ Als Muster für eine solche Kopfbedeckung habe sie vom Auftraggeber eine gebrauchte, mit Kuhschweiß und Blut durchtränkte Kappe mitbekommen.</p> <p>Für die passionierte Tierschützerin ein Graus. „Ich habe die Blende dann mit ganz viel Liebe gefertigt“, erklärt sie, im Rückblick schüttelt sie sich immer noch leicht. Sie habe mit besonders viel Sorgfalt gearbeitet, um den Tieren die letzten Minuten angenehm zu gestalten. „Wenn so was schon angefertigt werden muss, dann habe ich vielleicht was Gutes getan, wenn die Kuh sich wohlfühlt“, hofft sie. Mittlerweile sponsere sie für fünf Kühe den Aufenthalt auf einem Gnadenhof, damit diese nicht geschlachtet werden müssen.</p> <h2>„Wir haben den Ruf, alles zu reparieren“</h2> <p>Immer wieder kämen Kunden mit den ungewöhnlichsten Reparaturanfragen, Sonnenschirme oder Automatten seien schon dabei gewesen. „Irgendwie haben Schuhmacher den Ruf, alles zu reparieren“, erzählt Hermann. Vermutlich komme da auch der Begriff „Flickschuster“ her. Am Anfang ihrer Selbstständigkeit habe sie auch alle Aufträge angenommen, sich aber später distanziert. „Man kann nicht alles machen“, sagt sie und zitiert die Redewendung: „Schuster, bleib bei deinen Leisten.“ Sie selbst habe übrigens nur eine einzige Leiste, also ein Holzmodell für passgenaue Schuhe.</p> <p>Handgenähte Schuhe herzustellen, sei aufwendig und teuer. Zudem müsse sie dann stundenlang dran bleiben und könne nicht nebenbei Kunden bedienen. Außerdem habe sie in ihrem kleinem Betrieb nicht die notwendigen Maschinen und Materialien. „Feine, schicke Schuhe erfordern ganz andere Materialien“, erklärt sie. Für eine Maßanfertigung müsste sie mindestens 1200 Euro verlangen, da fehle es in einer Kleinstadt auch am Klientel. Eine Damenstiefelette habe sie zwar angefertigt, doch diese stehe als Schaustück hinter der Ladentheke. Ihr Hauptgeschäft sei die Orthopädietechnik.</p> <h2>Weg vom Klebstoffgeruch als Hundetrainerin an die frische Luft</h2> <p>Vera Hermann geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Ich hatte nette, treue Kunden. Das war richtig schön, denn ich habe viel Wertschätzung und Anerkennung bekommen“, erzählt sie. Doch andererseits freue sie sich auf ihre neue berufliche Ausrichtung, denn die 62-Jährige will sich noch nicht zur Ruhe setzten. Seit zwei Jahren sei sie Hundetrainerin und betreibe nebenbei eine kleine Hundeschule, diese wolle sie ausweiten. „Weg vom Klebstoffgeruch, raus an die frische Luft“, sagt sie lachend. Ohne Hund könne sie nicht leben und Tiere seien ihre Leidenschaft.</p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Handwerk "Seltener Beruf" Behinderte thema-wirtschaft-arbeit thema-wirtschaft-branchen-handwerk thema-gesellschaft-zusammenleben]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Sie hängt die Schuhe an den Nagel: Vera Hermann schließt ihre Werkstatt nach 26 Jahren]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 16:36:59 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Das gab es noch nie": Bodensee-Winzer trotzen Regenfällen und der Wein schmeckt nun umso besser  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/das-gab-es-noch-nie-bodensee-winzer-trotzen-regenfaellen-und-der-wein-schmeckt-nun-umso-besser-22-10-25;art416,12503578 ]]></link>      <description><![CDATA[  In weiten Teilen Badens fällt die Weinlese so gering aus wie seit Jahren nicht mehr. Doch die Winzer vom See halten zusammen und retten sich eine solide Ernte.  ]]></description>
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          In weiten Teilen Badens fällt die Weinlese so gering aus wie seit Jahren nicht mehr. Doch die Winzer vom See halten zusammen und retten sich eine solide Ernte.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/das-gab-es-noch-nie-bodensee-winzer-trotzen-regenfaellen-und-der-wein-schmeckt-nun-umso-besser-22-10-25;art416,12503578]]></guid>
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        In weiten Teilen Badens fällt die Weinlese so gering aus wie seit Jahren nicht mehr. Doch die Winzer vom See halten zusammen und retten sich eine solide Ernte.



        <p>Die Nachricht liest sich auf den ersten Blick dramatisch: Das Deutsche Weininstitut (DWI) vermeldet, dass die Weinernte in Deutschland so gering ausfällt wie seit 2010 nicht mehr. Ein Minus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahresertrag und von 16 Prozent gegenüber dem Erntedurchschnitt der letzten zehn Jahre sei nach Erhalt der finalen Ernteschätzungen aus allen 13 Weinbaugebieten zu erwarten. Wer sich aber bei Winzern in der Region umhört, erfährt: Es hätte schlimmer kommen können.</p> <h2>Großer Einsatz der Winzer in Meersburg</h2> <p>„Zum Glück kann ich diese Berichte für uns nicht bestätigen“, sagt Martin Frank, Geschäftsführer vom Winzerverein Meersburg auf Nachfrage des SÜDKURIER. Menge und Qualität stimme bei ihnen – dafür sei aber auch der Aufwand für die Winzer doppelt so groß wie im vergangenen Jahr gewesen. „Bis Ende Juli war alles vom feinsten, die Trauben waren in einem Bilderbuchzustand. Durch den vielen Regen danach hat sich aber alles so hochgeschaukelt, dass wir am 3. September und damit so früh wie noch nie zur Lese schreiten mussten.“</p> <p>Durch das viele Wasser habe die Rebe einen Wachstumsschub hingelegt und sei besonders süß geworden. Das lockt Fruchtfliegen an, was wiederum schnell zu Essigfäule bei den Weintrauben führen kann. Für die Winzer habe das bedeutet: Die Reben immer wieder abschreiten und kontrollieren, fauliges Material wegschneiden und teils bei strömendem Regen die Ernte einholen. „Ich ziehe meinen Hut vor den Winzern“, sagt Martin Frank dazu. Deren Einsatz sei es zu verdanken, dass es keine Einbußen gebe.</p> <p>Das DWI hatte unter anderem starke Niederschläge in der zweiten Septemberhälfte als Grund für die geringe Erntemenge dieses Jahr genannt, viele Winzer hätten danach Trauben aussortieren müssen. Die vier größten Weinbaugebiete Rheinhessen, Pfalz, Baden und Württemberg meldeten allesamt eine deutlich geringere Erntemenge.</p> <h2>Dank früher Ernte keine Ausfälle</h2> <p>Einige Kilometer südöstlich von Meersburg blieb man durch eine frühe Ernte ebenfalls von Ernteausfällen verschont. „Wir haben dieses Jahr Anfang September geerntet, also recht früh. Um die danach folgenden Wetterkapriolen sind wir damit herumgekommen“, sagt Tobias Keck vom Winzerverein Hagnau.</p> <p>„Uns war klar, dass die Ernte dieses Jahr nicht überragend ausfällt – aber sie ist trotzdem marktüblich und keine Katastrophe“, berichtet Keck. Man sei zufrieden und die Qualität stimme auch.</p> <h2>So früh wie noch nie mit der Lese begonnen</h2> <p>„Wegen des Niederschlags in der letzten Augustwoche haben wir kurzfristig entschieden, bereits da mit der Ernte zu beginnen. Das gab es noch nie“, sagt Thomas Sättele auch vom Winzerverein Reichenau. Die Ernte betrage zwar rund 20 Prozent weniger als im Vorjahr, das sei aber im Rahmen.</p> <p>„Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, so Sättele. Drei Wochen habe man durchgearbeitet, um die Folgen der Niederschläge zu minimieren. Auch organisatorisch ein nicht zu unterschätzender Aufwand – in kürzester Zeit wurden Freunde und Verwandte organisiert, um bei der Ernte zu helfen.</p> <p>Der Aufwand war es aber wert: „Wir sind mit der Qualität sehr zufrieden. Die Weine bekommen eine weiche und fruchtige Note, liegen damit voll im Trend“, berichtet Sättele. Auch für den Zusammenhalt unter den Winzern habe die ungewöhnlich frühe Ernte gesorgt: „Dieser Herbst hat uns alle zusammengeschweißt. Ich bin sehr stolz, wie wir das gemeistert haben.“</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:rights><![CDATA["Das gab es noch nie": Bodensee-Winzer trotzen Regenfällen und der Wein schmeckt nun umso besser]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 15:35:38 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wieder keine Kartenzahlung möglich – was war auf der Fähre los?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wieder-keine-kartenzahlung-moeglich-was-war-auf-der-faehre-los;art372448,12503512 ]]></link>      <description><![CDATA[  Auf der Fähre zwischen Konstanz und Meersburg konnten Fahrgäste die vergangenen Tage nicht bargeldlos zahlen – weder mit Bankkarte noch mit dem s’Kärtle. Mittlerweile ist die Ursache der Störung bekannt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Auf der Fähre zwischen Konstanz und Meersburg konnten Fahrgäste die vergangenen Tage nicht bargeldlos zahlen – weder mit Bankkarte noch mit dem s’Kärtle. Mittlerweile ist die Ursache der Störung bekannt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wieder-keine-kartenzahlung-moeglich-was-war-auf-der-faehre-los;art372448,12503512]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Auf der Fähre zwischen Konstanz und Meersburg konnten Fahrgäste die vergangenen Tage nicht bargeldlos zahlen – weder mit Bankkarte noch mit dem s’Kärtle. Mittlerweile ist die Ursache der Störung bekannt.



        <p>Eine böse Überraschung erlebten in den vergangenen drei Tagen alle, die mit der Fähre zwischen Meersburg und Konstanz unterwegs waren und dort bargeldlos bezahlen wollten. Weder die Bankkarte noch die Kundenkarte s‘Kärtle wurde vom Lesegerät akzeptiert.<br /> <br /> Auf SÜDKURIER-Nachfrage teilten die Stadtwerke Konstanz (SWK) am Dienstag mit, dass die Probleme bei der Bezahlung mit EC-Karte und dem s‘Kärtle am Samstag, 18. Oktober, gegen 15.30 Uhr begannen. Auch den ganzen Sonntag sowie Montagmittag über war auf der Fähre nur Bargeldzahlung möglich. Mittlerweile ist die Störung gefunden und das Problem wieder behoben.</p> <h2>VPN-Störung sorgt für Störung bei der Kartenzahlung</h2> <p>Grund für den Ausfall war laut den SWK eine Störung der VPN-Verbindung, also der sicheren, verschlüsselten Verbindung, des Telefonanbieters. Dieser kümmerte sich anschließend auch um die Behebung, die Stadtwerke waren hierfür nicht zuständig. Seit Montagmittag, 14 Uhr, können Fahrgäste wieder mit Karte bezahlen.</p> <p>Diejenigen, die von der Störung betroffen waren und nicht bar bezahlen konnten oder wollten, bekamen den jeweiligen Betrag in Rechnung gestellt und müssen diesen nun im Nachgang begleichen.</p> <h2>Kartenzahlung funktioniert zum wiederholten Mal nicht</h2> <p>Es ist nicht das erste Mal, dass die Kartenzahlung auf der Strecke zwischen Konstanz und Meersburg Probleme bereitet. Zuletzt kam es <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/albtraum-fuer-passagiere-der-faehre-konstanz-meersburg-kein-ticket-ohne-bargeld-25-09-25;art372448,12486787" title="Mehraufwand für Passagiere der Fähre: Nutzer ohne Bargeld müssen später bezahlen">Ende September zu einem Ausfall der Kartenzahlung an Bord</a>. Grund war damals ein Sicherheitsupdate der Bezahlsoftware, das die Kartenlesegeräte lahmlegte. Obwohl dieses Mal die fehlende VPN-Verbindung die Ursache war, hapert es auch häufig an den veralteten Kartenlesegeräten.</p> <p>Auf SÜDKURIER-Anfrage teilten die Stadtwerke im September mit, die Lesegeräte hätten den Status „end of life“, also Ende der Lebensdauer, erreicht. Die Stadt ist deshalb aktuell dabei, neue und leistungsstärkere Geräte zu beschaffen. Teresa Gärtner, Pressesprecherin der Stadtwerke, teilte dem SÜDKURIER auf Nachfrage mit, diese würden voraussichtlich Anfang nächsten Jahres in Betrieb genommen.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Wieder keine Kartenzahlung möglich – was war auf der Fähre los?]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 11:12:35 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Er ist der Neue auf der Insel: „Als gebürtiger Überlinger kenne ich die Mainau von klein auf“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/insel-mainau-hat-einen-neuen-geschaeftsfuehrer-der-die-bodensee-attraktion-seit-seiner-kindheit-kennt-30-10-25;art372448,12503379 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Mainau GmbH verändert ihre Unternehmensspitze: Gräfin Bettina zieht sich aus freien Stücken zurück und möchte Raum für Veränderung schaffen. Zum 1. November wird Michael Roensch Mitglied der Geschäftsführung.  ]]></description>
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          Die Mainau GmbH verändert ihre Unternehmensspitze: Gräfin Bettina zieht sich aus freien Stücken zurück und möchte Raum für Veränderung schaffen. Zum 1. November wird Michael Roensch Mitglied der Geschäftsführung.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/insel-mainau-hat-einen-neuen-geschaeftsfuehrer-der-die-bodensee-attraktion-seit-seiner-kindheit-kennt-30-10-25;art372448,12503379]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Mainau GmbH verändert ihre Unternehmensspitze: Gräfin Bettina zieht sich aus freien Stücken zurück und möchte Raum für Veränderung schaffen. Zum 1. November wird Michael Roensch Mitglied der Geschäftsführung.



        <p>Als im vergangenen Mai bekannt gegeben wurde, dass Bettina Gräfin Bernadotte die Geschäftsführung der Insel Mainau abgibt, ging ein Raunen durch die Region. Immerhin kommt damit einer der wichtigsten Tourismusbetriebe am Bodensee unter eine neue Leitung. Bettina Gräfin Bernadotte erklärte,<a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mainau-graefin-bettina-bernadotte-gibt-geschaeftsfuehrung-der-blumeninsel-am-bodensee-ab-was-nun-15-05-25;art372432,12386017" target="_blank" title="Zäsur auf der Mainau: Bettina Gräfin Bernadotte gibt Geschäftsführung ab"> dass sie den Posten aus freien Stücken abgebe, um Platz für neue Ideen zu machen</a>, die den Betrieb weiterentwickeln. Wie ihre Geschwister bleibt sie aber im Vorstand der Lennart-Bernadotte-Stiftung.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wie-muss-sich-die-insel-mainau-weiterentwickeln-graf-moechte-neues-palmenhaus-und-ein-hotel-realisieren;art372448,12452874" target="_blank" title="Wie muss sich die Insel Mainau weiterentwickeln? „Es geht um Fingerspitzengefühl und Weitsicht“">Ihr Bruder Björn Graf Bernadotte bleibt Geschäftsführer der Mainau GmbH</a> und bildet mit einer weiteren Person künftig eine Doppelspitze. Der Wechsel solle im Laufe des Jahres vollzogen werden, hieß es. Für die Insel Mainau bedeutete dieser Schritt jedoch, dass sie erstmals in ihrer Geschichte außerhalb der gräflichen Familie Bernadotte nach einer Geschäftsführung suchen muss.</p> <p>Wie die Mainau-Pressestelle nun bekannt gibt, ist der Neue an der Unternehmensspitze gefunden. „Wir freuen uns, in Michael Roensch eine Führungspersönlichkeit gefunden zu haben, die langjährige Erfahrung in Geschäftsführungspositionen mitbringt und Freude am Mitgestalten hat“, wird Björn Graf Bernadotte in einer Pressemitteilung zitiert.</p> <p>Und weiter: „Wir sind davon überzeugt, dass Herr Roensch die Weiterentwicklung der Mainau GmbH mit seiner umfassenden Expertise auf wertvolle Weise begleiten und bereichern wird, und wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.“ Zukünftig werden Björn Graf Bernadotte und Michael Roensch also die Geschicke der Mainau GmbH gemeinsam leiten.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Unternehmen Mainau GmbH</span><span>Die Insel Mainau wird von einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, der Mainau GmbH, betrieben. Die Insel und alle Liegenschaften wurden 1974 durch Lennart Graf Bernadotte und seine Frau Sonja Gräfin Bernadotte in diese eingebracht. Die Mainau GmbH beschäftigt ganzjährig rund 150 Mitarbeiter und hat 30 Auszubildende. Im Blumenjahr von März bis Oktober kommen noch rund 200 Saisonkräfte hinzu.</span></label></div> <h2>Wer ist der neue Geschäftsführer der Insel Mainau?</h2> <p>Michael Roensch ist 60 Jahre alt und stammt ursprünglich aus Überlingen. Nach erfolgreich abgeschlossenem BWL-Studium an der BA Ravensburg mit Schwerpunkt Tourismus bekleidete er verschiedene Positionen, zunächst im Sales in der Medizintechnik, darunter mehrere Jahre in der Schweiz. 2016 führte ihn die Geschäftsführerposition des Romantik-Hotels „Kleber Post“ zurück nach Baden-Württemberg. Von 2020 bis Juli 2025 war Michael Roensch Geschäftsführer der EPnP Medical GmbH.</p> <p>„Als gebürtiger Überlinger kenne ich die Insel Mainau von klein auf. Es ist mir eine große Freude, meine langjährigen und vielfältigen beruflichen Erfahrungen in einer verantwortungsvollen und bereichernden Rolle für die Insel Mainau einzubringen“, so Michael Roensch.</p> <p>Dem neuen zweiten Geschäftsführer der Mainau GmbH werden neben dem kaufmännischen Bereich die Unternehmensbereiche Park, Garten und Forst, der Handel sowie die Gastronomie zugeordnet. Bei Björn Graf Bernadotte liegen die Bereiche Infrastruktur, Nachhaltigkeit, Organisationsentwicklung, Personal, Kommunikation sowie Marketing und Vertrieb.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Er ist der Neue auf der Insel: „Als gebürtiger Überlinger kenne ich die Mainau von klein auf“]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 16:09:54 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wende im Kreißsaal-Konflikt? Gesundheitsministerium will Überlinger Standort erhalten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/wende-im-kreisssaal-konflikt-gesundheitsministerium-will-ueberlinger-standort-erhalten;art372495,12501416 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Klinikkonzern Helios plant, die Geburtsstation langfristig zu schließen. Jetzt stellt sich aber heraus: Die Landesregierung hat ganz andere Vorstellungen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Der Klinikkonzern Helios plant, die Geburtsstation langfristig zu schließen. Jetzt stellt sich aber heraus: Die Landesregierung hat ganz andere Vorstellungen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/wende-im-kreisssaal-konflikt-gesundheitsministerium-will-ueberlinger-standort-erhalten;art372495,12501416]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Der Klinikkonzern Helios plant, die Geburtsstation langfristig zu schließen. Jetzt stellt sich aber heraus: Die Landesregierung hat ganz andere Vorstellungen.



        <p>Die Wirtschaftlichkeit ist das eine, der Versorgungsauftrag der Bevölkerung das andere. Geht es nach dem Helios-Spital in Überlingen, wird die Geburtsstation demnächst geschlossen. Nach Ansicht des Gesundheitsministeriums soll genau das nicht passieren.</p> <p>In der aktuellen Debatte <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/kreisssaal-schliessung-am-helios-spital-ueberlingen-hebamme-und-arzt-warnen-vor-konsequenzen-02-10-25;art372495,12492174" target="_blank" title="Kreißsaal-Schließung am Helios-Spital: Hebamme und Arzt warnen vor Konsequenzen für werdende Eltern">geht es um die momentane Abmeldung des Kreißsaals.</a> „Die Abteilung bleibt vorerst von der Versorgung abgemeldet“, teilte das Krankenhaus mit, und begründete: „Seit 2022 sinken die Geburtszahlen. Mit nur 200 bis 300 Geburten pro Jahr und ohne Anschluss an eine Kinderklinik ist ein Krankenhaus leider weder für Schwangere noch für Fachkräfte in der Geburtshilfe die erste Wahl.“</p> <h2>Mitte September kam die Bestätigung</h2> <p>Wie sich jetzt herausstellt, hat das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg andere Pläne. So erhielt das Helios-Spital erst Mitte September 2025 die Bestätigung für verschiedene Leistungsgruppen – darunter die Leistungsgruppe Gynäkologie. Auf Nachfrage teilte Helios dem SÜDKURIER mit, dass das Land unterschiedliche Leistungsgruppen bestätigt habe. Dass darunter auch die Gynäkologie fällt, verschwieg Helios zunächst.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Teil der Krankenhausreform</span><span>Die Leistungsgruppenzuweisung ist Bestandteil der von Ex-Bundesgesundheitsminister Lauterbach angestoßenen Gesundheitsreform. Dem am 8. Oktober 2025 vom Bundeskabinett beschlossenen reform zufolge müssen die Leistungsgruppen spätestens bis zum 30. September 2027 durch die jeweilige Planungsbehörde verbindlich zugewiesen werden. Das Spektrum der medizinischen Leistungen der Krankenhäuser wird durch die Anpassung künftig in einem ersten Schritt in 61 Leistungsgruppen abgebildet. Diese Leistungsgruppen werden bundeseinheitlich definiert, teilt das Bundesministerium mit. „Die Planung der Krankenhausversorgung vor Ort bleibt uneingeschränkt bei den Ländern – sie haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanzströme der Betriebskosten der Krankenhäuser.“ Weiterhin steht in einem Papier des Bundesministeriums: „Bedarfsnotwendige Krankenhäuser im ländlichen Raum erhalten zu ihrer Förderung bereits heute Zuschläge. Um bedarfsnotwendige Krankenhäuser im ländlichen Raum noch stärker zu unterstützen, sieht die Krankenhausreform für diese Krankenhäuser höhere Zuschläge vor.“</span></label></div> <p>In einem ersten Schreiben zitiert die Pressestelle Moritz Lang, den Klinik-Geschäftsführer, mit diesen Worten: „Wir freuen uns sehr! Das Land hat die Zuweisung aller bisher erbrachten Leistungsgruppen bestätigt.“ Aufgezählt werden die Fachbereiche Orthopädie und Unfallchirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäß- und Endovaskularchirurgie, Geriatrie, Zentrale Notaufnahme, Kardiologie, Gastroenterologie, Urologie sowie Intensivmedizin. Und Moritz Lang kommentiert die Zuweisung: „Das ist für uns ein großer Ansporn.“</p> <h2>Helios bestätigt Wunsch des Landes</h2> <p>Von einer Gynäkologie war in seinem von der Pressestelle verschickten Zitat keine Rede. Da jedoch „alle bisher erbrachten Leistungsgruppen“ bestätigt wurden, wie Helios mitteilte, liegt es auf der Hand, dass auch die Gynäkologie vom Land bestätigt wurde. Das wird auf Nachfrage unserer Redaktion von Klinik-Sprecherin Julia Stapel bestätigt. „Auch die Leistungsgruppe Gynäkologie wurde zugeteilt. Allerdings haben wir den Bereich aus den bekannten Gründen derzeit abgemeldet.“</p> <h2>Was bedeutet die Zuteilung der Leistungsgruppe?</h2> <p>Eine Nachfrage bei der Pressestelle des Gesundheitsministeriums ergab, dass die Zuweisung nicht verpflichtend ist. Vielmehr handelt es sich um eine Absicht des Landes – in diesem Fall zum Erhalt der Gynäkologie am Standort Überlingen. Ministeriums-Sprecher Markus Jox teilte mit: „Die Anhörungsschreiben enthalten die vom Ministerium für den jeweiligen Krankenhausstandort beabsichtigten Leistungsgruppen.“ Die Betonung liegt dabei auf dem Wort „beabsichtigt“. Die Kliniken könnten nun bis Ende Oktober die Zuweisung bestätigen, „sofern diese im Einklang mit ihren Planungen stehen“. Weitere Leistungsgruppen könnten beantragt werden. „Es können ebenfalls – unter Berücksichtigung eines etwaigen Sicherstellungsauftrags – gegebenenfalls auch Leistungsgruppen abgewählt werden.“</p> <h2>Notfalls müsste der Landkreis einspringen</h2> <p>Aber kann der Klinikbetreiber nach eigenem Ermessen ganze Abteilungen aufgeben? Eindeutig ist das nicht. Wir fragten deshalb beim Ministerium, wie der Begriff „Sicherstellungsauftrag“ zu verstehen sei. Ministeriums-Sprecher Jox antwortete in allgemeiner Weise, ohne auf den konkreten Fall einzugehen: „Unter Sicherstellungsauftrag ist die in Paragraph 3 des Landeskrankenhausgesetzes (LKHG) geregelte Pflichtträgerschaft zu verstehen.“ In Absatz 1 des Gesetzes seien Fälle geregelt, in denen die bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit leistungsfähigen Krankenhäusern nicht durch andere Träger sichergestellt ist. Jox: „Wenn dies der Fall ist, so sind die Landkreise und Stadtkreise verpflichtet, die nach dem Krankenhausplan notwendigen Krankenhäuser und Krankenhauseinrichtungen zu betreiben.“</p> <h2>Stadt kann Schließung blockieren</h2> <p>Der Status quo sieht so aus: Der Helios-Konzern übernahm am Standort Überlingen in Erbpacht das ehemals städtische, beziehungsweise spitälische Krankenhaus. Der im Jahr 2007 geschlossene Gesellschaftsvertrag sieht vor, dass über eine Schließung einzelner Abteilungen in der Gesellschaftsversammlung Einstimmigkeit erzielt werden muss. Da der Spital- und Spendenfonds mit Sitz und Stimme in Person von Oberbürgermeister Jan Zeitler vertreten ist, hätte somit die Stadt die Möglichkeit, eine Schließung zu blockieren. Zeitlers Mandat wiederum hängt von einem Beschluss des Stiftungsrats (gleichbedeutend mit dem Gemeinderat) ab.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Wende im Kreißsaal-Konflikt? Gesundheitsministerium will Überlinger Standort erhalten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 13:52:06 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bürgermeisterin Alberti abwesend – dieser Stellvertreter leitet seit der Wahl die Gemeinde  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/daisendorf/buergermeisterin-alberti-abwesend-dieser-stellvertreter-leitet-seit-der-wahl-die-gemeinde;art372470,12500589 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Rathaus-Chefin ist aktuell nicht im Dienst. Ihre Aufgaben hat Andreas Theiss vorübergehend übernommen. So funktioniert die Übergangslösung.  ]]></description>
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          Die Rathaus-Chefin ist aktuell nicht im Dienst. Ihre Aufgaben hat Andreas Theiss vorübergehend übernommen. So funktioniert die Übergangslösung.<br>
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        Die Rathaus-Chefin ist aktuell nicht im Dienst. Ihre Aufgaben hat Andreas Theiss vorübergehend übernommen. So funktioniert die Übergangslösung.



        <p>Stellvertreter Andreas Theiss nimmt derzeit die Amtsgeschäfte der Bürgermeisterin im Daisendorfer Rathaus wahr. Unmittelbar am Dienstag nach der <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/daisendorf/nach-abwahl-der-amtsinhaberin-in-daisendorf-das-sind-die-stimmen-nach-dem-wahlabend-30-09-25;art372470,12490707" target="_blank" title="Nach Abwahl der Amtsinhaberin: Das sind die Stimmen nach dem Wahlabend">Wahl</a> begann nach eigenen Angaben sein Einsatz. „Der Vorteil ist, dass ich selbst Beamter bin. Das heißt, ich werde freundlicherweise von meinem Dienstherrn freigestellt“, erklärt Theiss auf SÜDKURIER-Nachfrage. Als nützlich beschreibt er auch, „mit Rechtsanwendungen vertraut zu sein“. Gemeint sind Entscheidungsprozesse innerhalb des öffentlichen Diensts auf Grundlage geltender Rechtsvorschriften.</p> <h2>Verwaltung zu Geschäftszeiten erreichbar</h2> <p>Theiss ist als Zollbeamter im Ermittlungsbereich des Hauptzollamts Singen tätig. Seinen Dienstherrn beschreibt er als sehr flexibel darin, „dieses Ehrenamt wahrzunehmen“. Seit der Kommunalwahl 2024 sitzt er im Daisendorfer Gemeinderat. Seine erste E-Mail an die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung drehte sich nun darum, „die Erreichbarkeit während der Geschäftszeiten sicherzustellen“. Das bedeutet, die Bürgerinnen und Bürger können die Dienste im Rathaus ohne Einschränkungen zu den üblichen Öffnungszeiten in Anspruch nehmen.</p> <p>Laut eigener Aussage ist Theiss an anderthalb Tagen die Woche im Rathaus tätig. Er benötigt Zugang zu den Kommunalnetzen. „Den Rest mache ich von zuhause aus“, berichtet der Zollbeamte. Die Zusammenarbeit im Gemeindeverwaltungsverband Meersburg und mit dem Landratsamt erlebt er als „sehr kooperativ und hilfsbereit“. Spannend findet er, „mit viel mehr Leuten in der Gemeinde in den Kontakt zu kommen als sonst“. Mit die größte Aufgabe ist die Stichwahl am Sonntag zwischen den Kandidaten Manuel Strasser und Andreas Lipp. „Vom Aufwand her ist es dasselbe wie beim ersten Wahlgang. Statt vier stehen jetzt zwei Namen auf dem Wahlzettel“, sagt Theiss. Zum ersten Wahlgang habe Bürgermeisterin Jacqueline Alberti noch viel unterstützt. Diesmal ist das Team auf sich gestellt.</p> <h2>Ratssitzung vor Amtsantritt in Planung</h2> <p>Die für den 14. Oktober angesetzte Ratssitzung musste ausfallen. „Ich habe es nicht geschafft, den Ratsmitgliedern innerhalb der Frist die Unterlagen zukommen zu lassen“, berichtet Theiss. Ebenso muss ein Sitzungstermin der Öffentlichkeit fristgerecht bekanntgegeben werden. Aber: „Es wird definitiv noch eine Ratssitzung vor Amtsantritt des neuen Bürgermeisters geben“, kündigt der Stellvertreter an. Nicht dringende Angelegenheiten bleiben derzeit teils liegen. Etwa repräsentative Aufgaben. „An Veranstaltungen, die nicht unsere Feuerwehr oder Gemeinde betreffen, nehme ich nicht teil“, nennt Theiss ein Beispiel.</p> <h2>Warum ist sie nicht im Dienst?</h2> <p>Bei Abwesenheit eines Bürgermeisters oder einer Bürgermeisterin übernimmt grundsätzlich ein gewählter Stellvertreter. Gründe können Krankheit oder Urlaub sein. Die Hintergründe sind in diesem Falle unklar. Die Bürgermeisterin war für eine Stellungnahme gegenüber dem SÜDKURIER per E-Mail nicht erreichbar. Ob Jacqueline Alberti den Dienst nochmals aufnehmen wird, kommentiert Theiss nicht. „Es ist eine Personalsache. Momentan ist sie abwesend.“ Ihre Amtszeit endet im kommenden November.</p>]]>
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      <pubDate>Wed, 15 Oct 2025 15:11:59 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bewerten Sie die Gefahr realistisch? Schätzen Sie, wie viele Einbrüche es in Ihrem Wohnort gibt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/baden-wuerttemberg-wie-sicher-ist-ihr-wohnort-schaetzen-sie-wie-viele-einbrueche-es-wirklich-gibt;art417930,12499868 ]]></link>      <description><![CDATA[  10, 50 oder sogar 100? Hier finden Sie heraus, wie viele Einbrüche es in Ihrem Ort in den vergangenen Jahren gab. Forscher sagen: Viele Menschen schätzen das falsch ein.  ]]></description>
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          10, 50 oder sogar 100? Hier finden Sie heraus, wie viele Einbrüche es in Ihrem Ort in den vergangenen Jahren gab. Forscher sagen: Viele Menschen schätzen das falsch ein.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/baden-wuerttemberg-wie-sicher-ist-ihr-wohnort-schaetzen-sie-wie-viele-einbrueche-es-wirklich-gibt;art417930,12499868]]></guid>
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        10, 50 oder sogar 100? Hier finden Sie heraus, wie viele Einbrüche es in Ihrem Ort in den vergangenen Jahren gab. Forscher sagen: Viele Menschen schätzen das falsch ein.



        <p>Winterzeit und Spätherbst sind Einbrecherzeit. Viele Menschen in der Region fürchten sich davor — nicht ganz ohne Grund.</p> <p>Statistisch stimmt das: Eingebrochen wird ganzjährig, die meisten Einbrüche geschehen aber in den nun anstehenden Monaten. Können Sie einschätzen, wie oft in Ihrem Heimatort eingebrochen wurde? Raten Sie mit, indem Sie einen Ort auswählen und eine Schätzung abgeben. Wir speichern Ihre Angaben nicht.</p> <h2>Schätzen Sie die Einbrüche</h2> <div id="___chart"></div> <h2>Schon das Hören macht Sorge</h2> <p>Haben Sie die Zahl der Einbrüche überschätzt? Falls ja, sind Sie damit nicht allein. Es ist normal, „Gefahren als relativ häufiger einzuschätzen, als sie statistisch auftreten“, sagt Uwe Herwig, Psychiater und stellvertretender Geschäftsführer des Zentrums für Psychiatrie Reichenau (ZfP).</p> <p>Ein Wohnungseinbruch hat zudem eine starke emotionale Komponente. Die eigenen vier Wände sind ein Rückzugsort, ein Raum der Sicherheit, der von Einbrüchen angegriffen wird. Daher schätzen „wir Gefahren oft als wahrscheinlicher ein, als sie sind, da die emotionale Bedeutung sie in unserem Bewusstsein stärker in den Vordergrund rückt“, sagt der Experte.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Warum fürchten wir Einbrüche mehr als Unfälle?</span><span>Es gibt deutlich mehr Opfer von Verkehrsunfällen als von Wohnungseinbrüchen. Dennoch haben die wenigsten Menschen Angst, sich ans Steuer zu setzen.<br /> <br /> Uwe Herwig vom ZfP sagt dazu: „Hier wirkt ein kognitiver Effekt: Gefahren, die wir selbst kontrollieren oder beeinflussen können, machen uns weniger Angst als solche, die uns überraschen oder direkt betreffen. Beim Auto- oder Fahrradfahren haben wir das Steuer selbst in der Hand oder vertrauen jemandem, der es führt. Dadurch fühlen wir uns sicherer.<br /> <br /> Ein Einbruch dagegen wird von anderen verübt. Sie dringen in unsere Privatsphäre ein und nehmen uns die Kontrolle. Das Gefühl, ausgeliefert zu sein, löst Angst aus. Zudem spielt die emotionale Bedeutung eine Rolle: Ein Diebstahl gefährdet uns meist weniger persönlich und greift weniger stark in unsere geschützte Privatsphäre ein.“</span></label></div> <h2>Wichtig für das Überleben</h2> <p>Schon wenn wir im SÜDKURIER von einem Einbruch lesen oder die Polizei eine Kampagne für mehr Einbruchschutz fährt, steigt unsere Aufmerksamkeit. Im städtischen Tratsch vervielfältigen sich einzelne Einbrüche auf wundersame Weise, weil sich die Geschichten stets leicht verändern und im Zweifel auch die Adressen.</p> <p>Hinzu kommt die menschliche Neigung zur Generalisierung — die uns im Laufe unserer Entwicklung einige Vorteile gebracht hat. Es waren einzelne Erfahrungen unserer Vorfahren, die sie teilweise vor großen Gefahren geschützt haben, erklärt Herwig.</p> <h2>Die Zahlen sinken</h2> <p>Insofern scheint es menschlich sinnvoll, sich zu rüsten, auch wenn die Einbruchszahlen rückläufig sind. Was nicht nur an den Coronajahren liegt, in denen es Einbrecher schwer hatten. Schließlich waren die Menschen häufiger zu Hause, die Gelegenheiten zum Einbruch waren seltener. Auch danach liegen die Zahlen unter denen vor der Pandemie.</p> <p>Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Konstanz erklärt das mit erhöhter Aufmerksamkeit. Die Menschen würden heute mehr Wert auf gute Sicherheitssysteme für ihr Zuhause legen.</p> <p></p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 14 Oct 2025 16:34:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Jugendrat sucht Nachwuchs – doch an vielen Schulen bleibt das Interesse gering  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/jugendrat-sucht-nachwuchs-doch-an-vielen-schulen-bleibt-das-interesse-gering;art410936,12499272 ]]></link>      <description><![CDATA[  Junge Menschen sollen Politik mitgestalten – doch viele Schulen im Bodenseekreis schicken keine Vertreter in den Kreisjugendrat. Nur 18 Schüler sind im Gremium vertreten – was sich jetzt ändern soll.  ]]></description>
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          Junge Menschen sollen Politik mitgestalten – doch viele Schulen im Bodenseekreis schicken keine Vertreter in den Kreisjugendrat. Nur 18 Schüler sind im Gremium vertreten – was sich jetzt ändern soll.<br>
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        Junge Menschen sollen Politik mitgestalten – doch viele Schulen im Bodenseekreis schicken keine Vertreter in den Kreisjugendrat. Nur 18 Schüler sind im Gremium vertreten – was sich jetzt ändern soll.



        <p>Am Anfang seiner Amtszeit fühlte sich der scheidende Kreisjugendrat Lautaro Osses nicht bereit für seine neue Rolle. „Ich war damals in der zehnten Klasse und war in der Kommunalpolitik gar nicht drin“, erinnert sich der 17-Jährige. „Es hat sich aber interessant angehört.“ Also machte er bei dem damals noch völlig neuen Projekt mit. Der Kreisjugendrat im Bodenseekreis ist damit zur Blaupause geworden.</p> <h2>48 Schulen können mitmachen – nur 18 Schüler sind dabei</h2> <p>Alle 48 weiterführenden Schulen im Landkreis haben das Recht, jeweils zwei Schüler für das Gremium zu bestimmen und zu entsenden. Davon haben in der im November endenden Legislaturperiode jedoch nur 18 Schüler Gebrauch gemacht. Deutlich zu wenig, findet Jugendamtsleiterin Simone Schilling: „Die Resonanz war bisher etwas enttäuschend. Deshalb haben wir ein paar organisatorische Dinge geändert.“</p> <p>Bei den Wahlen, die die Schulen noch bis zum 12. November vornehmen können, hat Landrat Luca Wilhelm Prayon alle Schulen höchstselbst angeschrieben, um sie zum Mitmachen zu animieren. „Wir haben dieses Mal auch mehr Vorlauf gegeben“, berichtet Schilling. In vier Erklärvideos werden zudem die Gremien erklärt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Der Kreisjugendrat</span><span>Der Bodenseekreis hat im Dezember 2023 als erster Landkreis in Baden-Württemberg einen Kreisjugendrat eingeführt. Ziel ist es, die Interessen junger Menschen im Landkreis zu bündeln und in die Kreispolitik einzubringen. Der Kreisjugendrat tritt viermal pro Jahr zusammen und verfügt über ein Budget von 5000 Euro. Neben den Vertretern der 48 weiterführenden Schulen sind auch die bestehenden fünf Jugendvertretungen sowie zwei Jugendverbände mit jeweils zwei Vertretern Teil des Gremiums.</span></label></div> <h2>Demografischer Wandel macht Jugendliche zunehmend unsichtbar</h2> <p>Dass manche Schule kein Interesse zeigt, ärgert auch Lautaro Osses. Noch am Morgen hat er am Graf-Zeppelin-Gymnasium Werbung gemacht. „Aber da wurde ich im Sekretariat abgewiesen und an den Rektor verwiesen“, sagt er. Am Karl-Maybach-Gymnasium hingegen war er erfolgreicher. „Es steht und fällt alles mit dem Engagement der Lehrer und Rektoren“, meint der 17-Jährige. Für die Tour durch die Schulen opfert er seine Freizeit.</p> <p>Simone Schilling betont, der Kreisjugendrat sei vor allem angesichts des demografischen Wandels wichtiger denn je: „Durch die Überalterung sind Jugendliche nicht ausreichend sichtbar. Sie haben Mühe, ihre Meinung einzubringen und so für generationengerechtere Entscheidungen zu sorgen.“</p> <h2>Jungpolitiker haben Stimmrecht im Kreistag</h2> <p>Dabei haben die Mitglieder des Gremiums vielfältige Möglichkeiten mitzugestalten: So kann der Kreisjugendrat Beschlussvorschläge formulieren und hat ein stimmberechtigtes Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Kreistags. Zudem hat er dort Antrags- und Rederecht. Auch Ausschüsse und vom Kreistag unabhängige Pressearbeit gehören dazu.</p> <p>„So wird Demokratie anschaulich. Die Schüler können Politik praktisch üben und ihre Themen platzieren. Das ist eine Win-win-Situation für die Schulen und die Jugendlichen“, sagt Schilling. Kreisjugendreferent Moritz Hermann, der die Mitglieder des Gremiums betreut, ergänzt: „Die Schüler kennen die Themen vor Ort und finden hier einen Zugang zur Politik.“</p> <h2>„Anfangs wusste ich nicht, was die ganzen Wörter bedeuten“</h2> <p>Auch Lautaro Osses hatte so ein Thema: psychische Gesundheit. „Da haben wir Sticker gedruckt, mit einem QR-Code darauf, der auf eine Seite mit Telefonnummern und Einrichtungen zur Hilfe bei Suizidgedanken oder Drogensucht geleitet hat. Die haben wir unter anderem an Schulen aufgeklebt.“</p> <p>Auch wenn der Schüler seltener in Sitzungen mit den Erwachsenen saß, so war er bei der Vorstellung eines Sachstandsberichts doch etwas angespannt, wie er erzählt. „Ich fühle mich da aber nicht weniger berechtigt“, sagt der 17-Jährige.</p> <p>Was er seinen Nachfolgern raten würde? „Ich habe am Anfang lange gebraucht, um zu verstehen, wie Sitzungen funktionieren und was die ganzen Wörter eigentlich bedeuten. Man darf aber keine Angst haben.“ Was Osses geholfen hat: „Dass die anderen Schüler die gleichen Interessen teilen wie ich.“ Und das, obwohl er anfangs einer der wenigen gewesen sei, die sich nicht allzu sehr für Politik interessiert haben.</p> <h2>Bald haben alle Stimmrecht</h2> <p>Für die neue Amtszeit ab Dezember hat die alte Riege bereits einige Themen angestoßen, wie Moritz Hermann betont: „Die Schüler sollen nach einem Einführungswochenende schnell ins Arbeiten kommen.“ Aus der ersten Amtszeit, die durch die Neuartigkeit auch ein wenig Pilotprojekt war, hat der Kreisjugendreferent auch ein paar Dinge mitgenommen, die verändert werden sollen.</p> <p>So haben in Zukunft etwa alle Kreisjugendräte Stimmrecht. Bisher durften Stellvertreter nur beratend mitmachen. Das führte häufig dazu, dass das Gremium nicht beschlussfähig war. Zudem wird es ein Rhetorik- und Sprechtraining geben. „Wir wollen die Jugendlichen mit Kompetenzen ausstatten“, berichtet Hermann.</p> <h2>Hier lernen Jugendliche auch fürs Leben</h2> <p>Das kann Lautaro Osses bestätigen: „Durch den Jugendrat wurde ich zum Beispiel dazu ermutigt, ein Projekt an unserer Schule zu leiten. Man lernt hier auch etwas fürs Leben.“ Nicht nur für die Jugendlichen ist der Kreisjugendrat wertvoll, auch für die Allgemeinheit, wie Hermann betont. „Sie bringen sich in die Gesellschaft ein. Und ganz nebenbei sind das auch diejenigen, die in Zukunft im Ehrenamt, in Vereinen oder in der Politik aktiv sind.“</p> <p>Hermann zeigt sich nach der ersten Legislaturperiode stolz auf die Vorreiterrolle des Bodenseekreises. Auch wenn noch nicht alles perfekt ist. „Es ist Wahnsinn, wie die Jugendlichen gewachsen sind, wie sie sich eingebracht haben. Moderation, Projektmanagement, Pressearbeit. Der Methodenkoffer, den sie sich hier aneignen, ist groß.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 14 Oct 2025 13:36:53 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Frauen und Männer als gleichberechtigte Führungskräfte – ein Modell mit Zukunft?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/gleichberechtigt-fuehren-ein-modell-mit-zukunft;art410936,12499180 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Frauenwirtschaftstage macht Mut, eingefahrene Rollen zu hinterfragen: SAP-Mitarbeiter, Frauenbeauftragte und ein Duo aus dem Allgäu sprechen über gleichberechtigte Führung.  ]]></description>
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          Eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Frauenwirtschaftstage macht Mut, eingefahrene Rollen zu hinterfragen: SAP-Mitarbeiter, Frauenbeauftragte und ein Duo aus dem Allgäu sprechen über gleichberechtigte Führung.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/gleichberechtigt-fuehren-ein-modell-mit-zukunft;art410936,12499180]]></guid>
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        Eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Frauenwirtschaftstage macht Mut, eingefahrene Rollen zu hinterfragen: SAP-Mitarbeiter, Frauenbeauftragte und ein Duo aus dem Allgäu sprechen über gleichberechtigte Führung.



        <p>Macht es einen Unterschied, ob eine Frau führt? Im Raum liegt konzentrierte Stille, als Andrea Giessmann auf diese Frage antwortet. „Selbst wenn Mann und Frau in derselben Position landen – ich bleibe immer noch eine Frau“, sagt sie ruhig. „Da wird dann schon mal gefragt: Was, echt? Eine Frau leitet den Standort in Markdorf?“ Ein Satz, der hängen bleibt und der zeigt, dass Gleichberechtigung in der Arbeitswelt zwar selbstverständlich klingen mag, es aber oft noch nicht ist.</p> <p>Am Freitagabend haben Führungskräfte des Softwareunternehmens SAP am Standort Markdorf bei einer Podiumsdiskussion „Zukunft gestalten – Frauen und Männer stark als Team“ darüber gesprochen, was modernes Führen bedeutet, wie gemeinsame Verantwortung gelingen kann und warum Vielfalt kein Ziel, sondern ein Erfolgsfaktor ist.</p> <h2>Diskussion im Rahmen der Frauenwirtschaftstage</h2> <p>Circa 40 Interessierte, überwiegend Frauen, nehmen an der Veranstaltung im Rahmen der Frauenwirtschaftstage teil. Die Diskussion im Ulrich 5 in Markdorf wird moderiert von Veronika Wäscher-Göggerle, der Frauen- und Familienbeauftragte des Bodenseekreises. Auf dem Podium: das SAP-Standortleitungsduo, bestehend aus Andrea Giessmann und Sebastian Griessmeyer, sowie Julia Riegger, erfahrene Führungskraft bei SAP, und Daniel Appenmaier, SAP-Ausbildungsleiter und Manager.</p> <p>„Ohne partnerschaftliches Arbeiten im Team geht es heute nicht mehr“, sagt Wäscher-Göggerle gleich zu Beginn. Führung sei längst kein Einzelakt mehr, sondern funktioniere am besten im Miteinander. Für Giessmann und Griessmeyer ist das keine Theorie, sondern gelebter Alltag. Seit etwa einem Jahr führen sie den Standort in Co-Leadership, also in geteilter Verantwortung.</p> <p>„Es ist schön zu wissen, dass man sich gegenseitig unterstützt und vertraut“, sagt Giessmann. „Die Herausforderung ist manchmal nur: Wann entscheiden wir gemeinsam und wann auch mal alleine?“ Griessmeyer ergänzt: „Risiken eingehen und Entscheidungen teilen, genau das macht uns als Team stark. Herausforderungen werden immer komplexer und man kann sie nur noch gemeinsam lösen.“</p> <h2>Zwischen Quote und gelebter Vielfalt</h2> <p>Auch das Thema Frauenquote sorgt für angeregte Diskussionen. Denn SAP hat die globale Quote gestrichen, nachdem sie in den USA per Gesetz verboten wurde. „Das war ein herber Schlag“, räumt Giessmann ein. „Ich war enttäuscht. Aber unser Geschäft in den USA ist wichtig, wir können nicht einfach gegen das Gesetz verstoßen.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Frauenwirtschaftstage</span><span>Mit den Frauenwirtschaftstagen will das Land Baden-Württemberg ein Zeichen für mehr Chancengleichheit in der Wirtschaft setzen. Unter dem Motto „Zukunft gestalten – Frauen und Männer stark als Team“ finden landesweit Veranstaltungen statt, die Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung inspirieren und stärken sollen. Im Bodenseekreis organisiert ein Netzwerk aus regionalen Akteurinnen und Akteuren jedes Jahr ein vielfältiges Programm. Ziel ist es, Frauen zu ermutigen, Führungsverantwortung zu übernehmen, sich zu vernetzen und voneinander zu lernen.</span></label></div> <p>Trotzdem bleibe Gleichstellung fester Bestandteil der Unternehmenskultur. „Von unten bis zur Führungsposition brauchen wir Vielfalt, weil sie uns besser macht“, sagt die Markdorfer Standortleiterin. Daniel Appenmaier sieht das ähnlich, auch wenn er mit Quoten hadert. „Wenn ich mir anschaue, wie vielfältig unsere Teams sind, dann sehe ich: Das lebt längst, unabhängig von Zahlen“, sagt er.</p> <div class="article-text-quote article-module"> <blockquote>„Ich bin klare Verfechterin der Quote, weil sie Vorbilder schafft.“</blockquote> <span>Veronika Wäscher-Göggerle, Frauenbeauftragte des Landkreises Bodenseekreis</span></div> <p>Am Markdorfer SAP-Standort, wo 230 Mitarbeitende und circa 40 Studierende beschäftigt sind, liegt der Frauenanteil bei etwa 25 Prozent, unternehmensweit bei rund 35 Prozent. Noch zu wenig, findet Moderatorin Wäscher-Göggerle. „Ich bin klare Verfechterin der Quote, weil sie Vorbilder schafft“, betont die Frauenbeauftragte des Landkreises.</p> <p>Eine ähnliche Haltung vertritt Kerstin Mock, Gemeinderätin aus Markdorf, die sich aus dem Publikum zu Wort meldet. „Früher hätte ich gesagt, dass es keine Frauenquote braucht. Heute sehe ich das anders. Es braucht Vorbilder, die Mut machen.“</p> <h2>Zwei Besucherinnen extra aus Memmingen angereist</h2> <p>Eigens aus Memmingen mit ihrer Kollegin angereist ist Monika Albrecht. „Ich bin hier, weil mich das Thema Co-Leadership beschäftigt“, sagt sie. In ihrer Stadtverwaltung leitet sie selbst ein Team in geteilter Verantwortung. Ihre Frage an das Podium: „Hat Co-Leadership Strahlkraft im Unternehmen oder seid ihr ein Einzelfall?“ Aktuell sei das Führungsduo am Markdorfer SAP-Standort noch das einzige, heißt es von Sebastian Griessmeyer. „Unsere Vorgänger waren zwei Männer, die das Modell schon erfolgreich gelebt haben. Wir führen das fort und hoffen natürlich auf Nachahmer.“</p> <p>Solche Beispiele zeigen, dass geteilte Führung ein Modell mit Zukunft sein kann. „Wenn wir jeden Tag versuchen, die Welt ein bisschen besser zu machen, dann wird sie das auch“, sagt Veronika Wäscher-Göggerle zum Abschluss. Vielleicht ist genau das die Botschaft: Dass Zukunft dort entsteht, wo Menschen bereit sind, Verantwortung zu teilen. Ganz egal ob Mann oder Frau.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Frauen und Männer als gleichberechtigte Führungskräfte – ein Modell mit Zukunft?]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 13 Oct 2025 15:22:44 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Finanzen, Feuerwehr, Wochenmarkt: Bürgermeisterkandidat Andreas Lipp kommentiert sieben Thesen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/daisendorf/buergermeisterwahl-in-daisendorf-kandidat-andreas-lipp-kommentiert-sieben-thesen;art372470,12498535 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im ersten Wahlgang haben sich zwei von vier Kandidaten durchgesetzt. Zweitplatzierter wurde Andreas Lipp. Wir konfrontieren ihn mit sieben Thesen über die Zukunft des Ortes. Im Interview nimmt er Stellung dazu.  ]]></description>
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          Im ersten Wahlgang haben sich zwei von vier Kandidaten durchgesetzt. Zweitplatzierter wurde Andreas Lipp. Wir konfrontieren ihn mit sieben Thesen über die Zukunft des Ortes. Im Interview nimmt er Stellung dazu.<br>
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        Im ersten Wahlgang haben sich zwei von vier Kandidaten durchgesetzt. Zweitplatzierter wurde Andreas Lipp. Wir konfrontieren ihn mit sieben Thesen über die Zukunft des Ortes. Im Interview nimmt er Stellung dazu.



        <p>Im ersten Wahlgang setzten sich Manuel Strasser und Andreas Lipp gegen Amtsinhaberin Jacqueline Alberti und Mitbewerber Christoph Huber durch. Am 19. Oktober kommt es nun zur Stichwahl zwischen den zwei verbleibenden Kandidaten. Im Vorfeld haben sie im Gespräch sieben Thesen rund um Daisendorf kommentiert.</p> <p><strong>In zwei Jahren wird der Daisendorfer Wochenmarkt mindestens fünf Beschicker haben.</strong></p> <p>Das wäre schön und wünschenswert. Es hängt aber auch davon ab, dass die Daisendorfer den Wochenmarkt nutzen und bei den vorhandenen Ständen einkaufen. Der Markt liegt mir am Herzen, weil er nicht nur eine Nahversorgungsfunktion erfüllt, sondern auch eine wichtige Kommunikationsplattform ist, vor allem für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger.</p> <p><strong>In meiner ersten Amtszeit wird in Daisendorf ein kleines Gewerbegebiet aufgebaut.</strong></p> <p>Bevor ein Gewerbegebiet entsteht, muss zunächst der Bedarf bei den örtlichen Gewerbetreibenden ermittelt werden. Wenn sich ein Bedarf ergibt, muss gut überlegt werden, ob es ein Mischgebiet mit zusätzlicher Wohnnutzung sein kann. Dazu sind natürlich Gespräche mit den entsprechenden Grundstückseigentümern notwendig.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Der Treffpunkt</span><span>Andreas Lipp konnte den Treffpunkt selbst wählen. Die Bedingung war, es solle ein für ihn repräsentativer Ort sein. Er wählte den Aussichtspunkt am Gärtlesberg und begründet: „Weil er einen wunderschönen Blick über Daisendorf bietet. Und die Daisendorfer sind auch froh, wenn das neue Geländer dran ist und sie den Platz wieder in Anspruch nehmen dürfen. Bisher konnten sie ja nicht drüberschauen.“</span></label></div> <p><strong>Das Bebauungsplanverfahren Dorfmitte ist so eine verfahrene Kiste: Wir gehen zurück auf Los und starten komplett neu.</strong></p> <p>Nein. Bevor wir zurück auf Los gehen würden, muss die Ist-Situation analysiert werden. Welchen Auftrag hat der Städteplaner überhaupt erhalten? Mit dem Gemeinderat kann dann entschieden werden, wie das Verfahren weitergeht.</p> <p><strong>Die Aufgabenfülle für eine Minigemeinde wie Daisendorf ist so groß, dass wir uns mit den Nachbargemeinden stärker vernetzen und Synergieeffekte besser nutzen müssen.</strong></p> <p>Ja, richtig. Daisendorf ist nur mit einem Gemeindeverwaltungsverband lebensfähig. Es muss fortwährend geprüft werden, welche Aufgaben gemeinsam besser erledigt werden können. Stetten ist gerade mit der Verlagerung von Bauhofarbeiten nach Meersburg einen Schritt in die richtige Richtung gegangen.</p> <p><strong>Wenn ich Bürgermeister werde, bekommt die Feuerwehr endlich ein Haus, das einsatzbereit ist – ohne Kompromisse.</strong></p> <p>Gemeinsam mit Feuerwehr und Gemeinderat muss ein Weg gefunden werden, die Feuerwehr angemessen unterzubringen. Das wird jedoch ein längerer und ergebnisoffener Prozess sein, der unter anderem von den Gemeindefinanzen und der Grundstücksfrage abhängt.</p> <p><strong>Zusätzlich zur Pension Deifel wird es spätestens in zwei Jahren eine weitere Gastwirtschaft geben.</strong></p> <p>Das wäre sehr positiv für Daisendorf. Die Möglichkeiten einer Kommune, hier zu helfen, sind jedoch sehr begrenzt. Die Gastronomie steckt bundesweit in einer Krisensituation, zum Beispiel durch Personalmangel.</p> <p><strong>Wenn ich die Wahl verliere, geht die Welt nicht unter, weil ich schon einen tollen Job habe.</strong></p> <p>Selbstverständlich bin ich angetreten, um Bürgermeister von Daisendorf zu werden. Sollte ich die Wahl nicht gewinnen, bin ich gerne auch weiterhin in meinem verantwortungsvollen und ausfüllenden Beruf des Ortsvorstehers von Ailingen tätig.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Finanzen, Feuerwehr, Wochenmarkt: Bürgermeisterkandidat Andreas Lipp kommentiert sieben Thesen]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 17:50:09 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Endspurt im Wahlkampf: Beide Bürgermeister-Kandidaten wollen die Wähler mobilisieren  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/daisendorf/endspurt-im-wahlkampf-beide-buergermeister-kandidaten-wollen-die-waehler-mobilisieren;art372470,12498063 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bei der Stichwahl am 19. Oktober entscheidet sich, wer neuer Bürgermeister wird. Andreas Lipp und Manuel Strasser wollen die Wähler jeweils für sich gewinnen – unter anderem zur Marktzeit. Wie läuft der Endspurt?  ]]></description>
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          Bei der Stichwahl am 19. Oktober entscheidet sich, wer neuer Bürgermeister wird. Andreas Lipp und Manuel Strasser wollen die Wähler jeweils für sich gewinnen – unter anderem zur Marktzeit. Wie läuft der Endspurt?<br>
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        Bei der Stichwahl am 19. Oktober entscheidet sich, wer neuer Bürgermeister wird. Andreas Lipp und Manuel Strasser wollen die Wähler jeweils für sich gewinnen – unter anderem zur Marktzeit. Wie läuft der Endspurt?



        <p>Es wirkt fast einträchtig, wie Manuel Strasser und Andreas Lipp nahezu zeitgleich vor dem Rathaus zur Marktzeit ihre Stehtische aufbauen – der von Lipp aus Holz, der von Strasser aus Kunststoff. Wie schon in der Vorwoche und auch am 16. Oktober wieder stehen die beiden verbliebenen Kandidaten um das Bürgermeisteramt zur Marktzeit auf dem Rathausplatz – natürlich in gebührendem Abstand.</p> <h2>Kugelschreiber und süße Werbemittel</h2> <p>Bei Manuel Strasser gibt es personalisierte Kugelschreiber, Flaschenöffner und Gummibärchentüten, bei Andreas Lipp Kaubonbons und ein buntes Sortiment an Minischokoriegeln. Beide haben ein Glas Sekt spendiert bekommen – von der donnerstäglichen „Sektrunde“, bestehend aus älteren Damen, die sich parallel zum Markt im Rathausfoyer auf ein Gläschen bei selbstgemachtem Gebäck treffen.</p> <h2>Büro von Jacqueline Alberti ist aktuell verwaist</h2> <p>Kurz vor Marktbeginn kommen auch die Mitarbeiterinnen im Rathaus zurück ins Büro. Sie waren in der Mittagspause im Ort unterwegs, um die Briefwahlunterlagen zu verteilen. Rund 350 von 1300 Wahlberechtigten haben Briefwahl beantragt. Die Angestellten arbeiten gerade ohne ihre Chefin. Jacqueline Alberti sei momentan nicht da. Mehr will niemand sagen. Alberti hatte am 28. September im ersten Wahlgang um das Bürgermeisteramt 11,9 Prozent der Stimmen erhalten. Zur Stichwahl am 19. Oktober sind nur die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen im ersten Wahlgang zugelassen, das sind Manuel Strasser und Andreas Lipp.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die letzten Wahlkampftermine der Kandidaten</span><span>Willi Franz aus Manuel Strassers Unterstützerkreis lädt Interessierte am 15. Oktober zum „Garagengespräch“ mit dem Kandidaten bei sich zu Hause im Höhenweg 26 ein. Beginn ist um 17 Uhr, Strasser wird erst etwas später anwesend sein. Andreas Lipp lädt am 17. Oktober ab 19 Uhr in die Ort-Galerie von Hans Kunz in der Ortsstraße zu „Politik im Atelier“. Und am 16. Oktober kann man beide Kandidaten wieder auf dem Markt treffen.</span></label></div> <h2>Stellvertreter Andreas Theiss erledigt anfallende Aufgaben</h2> <p>Aktuell erledigt Albertis ehrenamtlicher Stellvertreter Andreas Theiss neben seiner eigentlichen Arbeit zwei Mal in der Woche die wichtigsten Amtsgeschäfte im Rathaus. Die für 14. Oktober geplante Gemeinderatssitzung findet nicht statt. Auch die für 11. November geplante Sitzung könnte verschoben werden, ist zu hören. Dann voraussichtlich auf einen Termin nach dem 15. November, wenn der neuen Bürgermeister sein Amt antritt.</p> <h2>Viele Besucher haben offenbar keinen Gesprächsbedarf mehr</h2> <p>Unterdessen kommen Andreas Lipp und Manuel Strasser mit einzelnen Marktbesuchern ins Gespräch, von denen sie viele bereits zu kennen scheinen. Viele laufen aber auch an den beiden Kandidaten vorbei, direkt zum Käse- oder Metzgerstand. Er habe seine Entscheidung ohnehin schon getroffen, sagt ein älterer Herr. Lipp ist überzeugt: „Die Leute wollen jetzt einfach nur noch wählen.“ Dennoch stellen ihm Besucher noch die eine oder andere Fachfrage, die er aus seiner langjährigen Erfahrung heraus beantwortet.</p> <p>Um Strassers Stand haben sich Mitglieder seines Unterstützerkreises versammelt. „Man muss den Jungen eine Chance geben“, findet eine ältere Dame aus der Runde. Der frühere Bürgermeister Helmut Keser, der immerhin 24 Jahre lang das Rathaus führte, sei bei seinem Amtsantritt genauso jung gewesen wie Manuel Strasser, sagt sie. Und er sei „wirklich ein guter Bürgermeister“ gewesen, ohne den „wir vermutlich nicht das neue Rathaus bekommen hätten“.</p> <h2>„Auf jeden Fall wird das eine ganz enge Wahl“</h2> <p>Ein anderer Marktbesucher tendierte eher zu Andreas Lipp. Auch um ihn, der erst spät als Bewerber aus der Deckung kam, hat sich ein kleiner Unterstützerkreis gebildet. „Auf jeden Fall wird das eine ganz enge Wahl“, ist ein Besucher überzeugt.</p> <p>Derweil versuchen beide Kandidaten, noch jene zu erreichen, mit denen sie bei ihren Haustürbesuchen und sonstigen Veranstaltungen bislang keinen Kontakt hatten. Manuel Strasser hat sich für die Zeit bis zur Wahl am 19. Oktober von seiner Arbeit im Landratsamt Bodenseekreis freistellen lassen. Er klingelt nochmals an allen Haustüren, wo er bislang niemanden angetroffen hatte. „Mein Ziel ist es, allen Bürgerinnen und Bürgern zumindest einmal persönlich begegnet zu sein.“</p> <p>Andreas Lipp führt vormittags seine Amtsgeschäfte als Ortsvorsteher in Ailingen – „da habe ich ja auch einiges zu tun“ – und ist nachmittags in Daisendorf unterwegs. An diesem Donnerstag habe er noch „eine wichtige Ortschaftsratssitzung“ und muss daher seinen Stand gegen 16 Uhr wieder abbauen. Um kommunale Wärmeplanung und Gewerbeansiedlung gehe es da – „Themen, die auch für Daisendorf relevant sind“.</p> <h2>Bewerbern ist wichtig, dass die Daisendorfer zum Wählen gehen</h2> <p>Jedenfalls wollen beide Kandidaten noch einmal ihr Bestes geben, um möglichst viele Daisendorfer für sich zu gewinnen. Wobei beide immer wieder betonen, wie wichtig es sei, „dass Sie überhaupt wählen gehen“, wie Strasser einer Besucherin sagt.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Endspurt im Wahlkampf: Beide Bürgermeister-Kandidaten wollen die Wähler mobilisieren]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 14:48:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehr als nur Asphalt: Diese Menschen haben eine ganz besondere Beziehung zur B31  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/leben-mit-der-b31-diese-menschen-haben-eine-ganz-besondere-beziehung-zur-strasse-24-10-25;art410936,12497947 ]]></link>      <description><![CDATA[  Straßenwärter, Gästehaus-Betreiberinnen, Busfahrer: Wir stellen Menschen vor, die berufsbedingt eine enge Verbindung zu der Bundesstraße haben. Lesen Sie hier alle Artikel nach!  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Straßenwärter, Gästehaus-Betreiberinnen, Busfahrer: Wir stellen Menschen vor, die berufsbedingt eine enge Verbindung zu der Bundesstraße haben. Lesen Sie hier alle Artikel nach!<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Straßenwärter, Gästehaus-Betreiberinnen, Busfahrer: Wir stellen Menschen vor, die berufsbedingt eine enge Verbindung zu der Bundesstraße haben. Lesen Sie hier alle Artikel nach!



        <p>Sie ist ein ewiges Ärgernis, aber auch die zentrale Verkehrsader des Bodenseekreises: die Bundesstraße 31. In unserer Serie „Mein Job, meine Straße“ widmen wir uns Menschen, in deren Leben die <a href="https://www.suedkurier.de/thema/b31/" target="_blank" title="" rel="noopener">B31</a> eine wichtige Rolle spielt. Menschen, die auf oder an der Bundesstraße arbeiten oder an ihr leben – und dadurch eine ganz besondere Beziehung zu ihr haben.</p> <h2>Gefahren, Kot, Kuriositäten – das ist der Alltag dieser Straßenwärter auf der B31</h2> <p>Andreas Filusch und Bernhard Specker sind Streckenkontrolleure auf der Bundesstraße. Trotz Warnkleidung fällt die Arbeit ihrer Straßenmeisterei kaum auf. Warum sie den Beruf trotzdem bis zur Rente machen wollen, <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/gefahren-kot-kuriositaeten-das-ist-der-alltag-dieser-strassenwaerter-auf-der-b31-06-10-2025;art410936,12492959" target="_blank" title="Gefahren, Kot, Kuriositäten – das ist der Alltag dieser Straßenwärter auf der B31">erfahren Sie in unserer Reportage</a>.</p> <h2>Beruflich im B31-Stau: Thomas Grammel erzählt vom Job als Busfahrer am Bodensee</h2> <p>Der 59-Jährige ist viel zwischen Friedrichshafen und Überlingen unterwegs. In der Urlaubszeit kann der Verkehr auf der B31 auch mal den Feierabend hinauszögern. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/beruflich-im-b31-stau-thomas-grammel-erzaehlt-vom-job-als-busfahrer-am-bodensee-28-08-25;art410936,12469409" target="_blank" title="Beruflich im B31-Stau: Thomas Grammel erzählt vom Job als Busfahrer am Bodensee">Warum er seinen Job trotzdem gern macht, erfahren Sie in diesem Artikel.</a></p> <h2>Pünktlich trotz B31: Techniker Alexander Heim rechnet auf seiner Arbeitsroute immer mit Stau</h2> <p>Alexander Heim ist im Bodenseekreis viel unterwegs, um Geräte auszuliefern und zu reparieren. Da könnte die Bundesstraße vor der Tür ein Vorteil sein – wäre sie nicht häufig verstopft. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/puenktlich-trotz-b31-techniker-alexander-heim-plant-bei-arbeitsroute-immer-mit-stau;art410936,12426855" target="_blank" title="Pünktlich trotz B31: Techniker Alexander Heim rechnet auf seiner Arbeitsroute immer mit Stau">In diesem Artikel erzählt er von seinem Leben unterwegs auf der Bundesstraße und welche Auswirkungen sie auf seinen Alltag hat.</a></p> <h2>Zwischen Stau und Ohropax – wie kann eine Unterkunft direkt an der B31 funktionieren?</h2> <p>Leoni und Sonja Stiem betreiben das Fischerstüble, eine Gästeunterkunft an der Hagnauer Hauptstraße. In unserem Porträt erzählen sie, wie der ständige Verkehrslärm ihre Arbeit prägt – <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/unterkunft-direkt-an-der-b31-in-hagnau-am-bodensee-wie-kann-das-ohne-ohropax-funktionieren-20-06-25;art410936,12415997" target="_blank" title="Zwischen Stau und Ohropax – wie kann eine Unterkunft direkt an der B31 funktionieren?">und welche Rolle Yoga und Meditation dabei spielen</a>.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Mehr als nur Asphalt: Diese Menschen haben eine ganz besondere Beziehung zur B31]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 12:17:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gaukler, Spielleute und Handwerk: Beim Historischen Stadtfest lebt das Mittelalter wieder auf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/gaukler-spielleute-und-handwerk-beim-historischen-stadtfest-lebt-das-mittelalter-wieder-auf;art372486,12497888 ]]></link>      <description><![CDATA[  Einen Eindruck vom Leben im Mittelalter soll das Historische Stadtfest vermitteln – aber auch der Belustigung dienen. Die Besucher genießen das bunte Spektakel auf dem Schlossplatz, das sich bis in die Burg fortsetzt.  ]]></description>
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          Einen Eindruck vom Leben im Mittelalter soll das Historische Stadtfest vermitteln – aber auch der Belustigung dienen. Die Besucher genießen das bunte Spektakel auf dem Schlossplatz, das sich bis in die Burg fortsetzt.<br>
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        Einen Eindruck vom Leben im Mittelalter soll das Historische Stadtfest vermitteln – aber auch der Belustigung dienen. Die Besucher genießen das bunte Spektakel auf dem Schlossplatz, das sich bis in die Burg fortsetzt.



        <p>Gaukler, Feuerspucker, Wikinger und Musikanten: Von 10. bis 12. Oktober verwandelt sich der Schlossplatz von Meersburg für das Historische Stadtfest in einen mittelalterlichen Markt. Schon am frühen Freitagnachmittag zur Eröffnung mit Bürgermeisterstellvertreterin Julia Naeßl-Doms und Tourismuschef Daniel Müller hängt der Geruch von über dem Holzfeuer Gebratenem in der Luft. Die Besucher können sich an Entenkeule, Ochsenfetzen, Spanferkel oder Flammlachs laben und die „Speys“ zum Beispiel mit selbst gebrautem Bier aus Tontöpfen oder Met in verschiedenen Geschmacksrichtungen hinunterspülen.</p> <h2>Spektakel soll auch Wissen vermitteln</h2> <p>Doch das von Südevent organisierte Spektakel soll zwar auch, aber nicht nur der Belustigung dienen. Veranstalterin Simone Keil legt Wert auf Authentizität und auf Wissensvermittlung. Zahlreiche Handwerker zeigen vor Ort, wie vor vielen hundert Jahren gearbeitet wird. So steht ein Schmied am glühenden Kohlefeuer und Meister Friedrich drechselt Zierkorken aus Holz für Flaschen aller Art.</p> <h2>Zierkorken statt Essgeschirr und Musikinstrumente</h2> <p>Meister Friedrich, der im bürgerlichen Leben Fritz Hirsch heißt, erklärt: „Drechseln heißt rund machen.“ Um die perfekte Rundung hinzubekommen, bedient er sich einer einfachen, aber zweckmäßigen Konstruktion aus Holz und Schnüren, angetrieben per Fußwippe, ähnlich einer alten Nähmaschine. Wibbogen- oder Wippbogen-Drechselbank heißt das Gerät im Fachjargon.</p> <p>„Es gibt noch Abbildungen dieser Konstruktion, daher weiß man das“, erklärt er. Früher diente die Maschine hauptsächlich dazu, Essgeschirr und Musikinstrumente herzustellen, erzählt der Meister. Über die Herstellung von Musikinstrumenten, nämlich Drehleiern, sei auch er zu seiner Passion gekommen. Aber Instrumente könne er nur in der heimischen Werkstatt herstellen. Da er aber gern auf Märkte gehe, drechsle er vor Ort eben die kleinen Zierkorken.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Historisches Stadtfest</span><span>Das Historische Stadtfest gibt es in der aktuellen Form seit 2022. Zuvor fand in Meersburg ein Mittelaltermarkt unter Regie eines anderen Veranstalters statt. Doch auch beim Historischen Stadtfest gibt es immer wieder Neues. 2023 zog die Reenactment-Messe, also die Nachstellung historischer Dinge und Szenen, vom Neuen Schloss in den Reithof. Neben den Handwerkerzelten findet hier der Großteil der Kinderbelustigung statt. Ritterturniere, Kettenkarussell und Drachenschießen mit Pfeil und Bogen gehören dazu. Fester Bestandteil sind nun auch Auftritte der Cavalieri di Santa Fina aus der italienischen Partnerstadt von Meersburg, San Gimignano, sowie das Spektakel Belebte Burg auf der Meersburg als Erweiterung zum Treiben auf dem Schlossplatz. Auch die um mehr als 70 Prozent vergünstigen Eintrittspreise für Bürger mit nachgewiesen Wohnsitz in der Stadt sind eine Neuerung.</span></label></div> <h2>Bemaltes Geschirr schon im 14. oder 15. Jahrhundert</h2> <p>Auch Anna Axtmann demonstriert ihre Handwerkskunst live. An ihrer Töpferscheibe zeigt die Hafnerin die Entstehung von Schüsseln oder Krügen. „Hafnerin ist das süddeutsche Wort für Töpferin“, erklärt sie. Es gebe je nach Region noch viele weitere Bezeichnungen für das Gewerk – Euler oder Kannenbäcker fielen ihr spontan ein.</p> <p>Auffällig an ihrem Stand sind neben den einfachen braunen Tongefäßen die bemalten Teller und Schüsseln. „Ja, das ist authentisch“, bestätigt Axtmann auf Nachfrage. Bemaltes Geschirr habe es schon früh in Persien gegeben. In Europa sei dies seit dem 14. oder 15. Jahrhundert bekannt, vornehmlich aus Spanien, Frankreich oder Italien. Die verwendeten Muster seien je nach Werkstatt unterschiedlich, oft wurden Blumenmuster aufgemalt, vielfach auch das religiöse Symbol „IHS“ für Iesus Hominum Salvator (Jesus, der Retter der Menschen). Töpferin Axtmann kopiert diese Symbole nach Funden aus Museen oder nach Abbildungen auf Gemälden. „Da die bemalten Keramiken teurer waren als normale, war es eine Prestigesache, diese auch auf Gemälden in den Vordergrund zu rücken“, erklärt sie.</p> <h2>Der Narrenkai hält den Besuchern den Narrenspiegel vor</h2> <p>Nicht ganz so authentisch ist der Narrenkai beim Stadtfest. Im Stil der alten Hofnarren hält er den Besuchern den Narrenspiegel vor und verwandelt seine „Marotte“, das Narrenzepter, kurzerhand auch mal in ein Handy, um zu zeigen, dass moderne Narren ebenfalls ihre Marotten, also Angewohnheiten oder Ticks hätten. Seine Jonglagen erfreuen besonders die kleinen Besucher.</p> <h2>Lernprojekt für Kinder aus Schule und Kindergarten</h2> <p>Darunter waren am Freitag auch 16 Kinder des Horts, der Nachmittagsschulbetreuung. Diese waren auf Betreiben des neuen Tourismusleiters Daniel Müller in Zusammenarbeit mit Veranstalterin Simone Keil eingeladen, das Stadtfest zu besuchen. Am Vormittag vor der eigentlichen Eröffnung hatten sich Handwerker und Marktbeschicker die Zeit genommen, Kindergarten- und Schulkindern ihr Tun im Rahmen eines Lernprojekts ungestört vorzuführen.</p> <p>Extra für die Kinder spielten auch Corvus Corax, die Könige der Spielleute, das Lied der Meerjungfrau. Diese heiße im Dänischen nicht Arielle, wie die Kinder nach dem bekannten Zeichentrickfilm vermuteten, sondern Havfru. Eigentlich sei das Lied für das abendliche Programm mit „Sauf- und Wikingerliedern“ geplant gewesen, wie der Sänger erklärte. Den Schülern war es egal, sie tanzten ausgelassen und sangen den Refrain „Havfru tanzt so gern“ in Dänisch schnell mit.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Gaukler, Spielleute und Handwerk: Beim Historischen Stadtfest lebt das Mittelalter wieder auf]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 10 Oct 2025 17:42:46 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kostenlose Parkplätze nahe dem Meersburger Fähranleger wegen Baustelle gesperrt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/kostenlose-parkplaetze-nahe-dem-meersburger-faehranleger-wegen-baustelle-gesperrt;art372486,12497404 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Stützwand gleich neben dem Seitenstreifen wird derzeit saniert, womit einige sehr begehrte Parkplätze in Meersburg nicht genutzt werden können. Voraussetzung für ein baldiges Ende der Arbeiten ist gutes Wetter.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Stützwand gleich neben dem Seitenstreifen wird derzeit saniert, womit einige sehr begehrte Parkplätze in Meersburg nicht genutzt werden können. Voraussetzung für ein baldiges Ende der Arbeiten ist gutes Wetter.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Stützwand gleich neben dem Seitenstreifen wird derzeit saniert, womit einige sehr begehrte Parkplätze in Meersburg nicht genutzt werden können. Voraussetzung für ein baldiges Ende der Arbeiten ist gutes Wetter.



        <p>Sie sind bei Nutzern der Fähre und Schwimmern besonders beliebt: die Parkplätze auf den hintereinanderliegenden Seitenstreifen an der Unteruhldinger Straße in Meersburg. Verkehrsteilnehmer, die hier einen Parkplatz ergattern, können ihr Fahrzeug den ganzen Tag kostenlos stehen lassen, während sie die Altstadt besuchen, in Konstanz sind oder im Bodensee baden. Aktuell ist einer der beiden Seitenstreifen wegen Sanierung der angrenzenden Stützmauer gesperrt.</p> <p>Verantwortlich für die Arbeiten ist das Land Baden-Württemberg. André Nagel, Pressesprecher im Regierungspräsidium Tübingen, erklärt: „Die 1974 errichtete Stützwand weist Schäden am Beton und der darin liegenden Bewehrung auf. Zur Sanierung wird die Bewehrung stellenweise freigelegt, entrostet und beschichtet. Nach dem Bearbeiten des Bewehrungsstahls wird darüber frischer Beton aufgetragen. Ebenfalls erhält die Stützwand eine neue Absturzsicherung.“</p> <h2>Baufeld nur auf dem Randstreifen</h2> <p>Nagel ergänzt: „Als herausfordernd stellt sich dar, dass nur der Randstreifen als Baufeld genutzt wird, um Eingriffe in den Verkehr zu vermeiden.“ Autos und andere Fahrzeuge können wie gewohnt beide Fahrstreifen der Straße nutzen. Auch der geteilte Fußgänger- und Fahrradweg an der gegenüberliegenden Straßenseite wird nicht durch die Baustelle beansprucht. „Unter weiterhin günstigen Witterungsbedingungen können die Arbeiten bis zum 24. Oktober abgeschlossen werden“, kündigt der Pressesprecher an. Eine Sanierung der Stützwand an dem zweiten Seitenstreifen ist seinen Angaben nach derzeit nicht geplant.</p> <p>Im Meersburger Parkleitsystem sind die Flächen nicht erfasst. Verkehrsteilnehmer, die dort parken möchten, müssen hinfahren, um herauszufinden, ob ein Parkplatz frei ist. Meist sind sie schon frühmorgens komplett besetzt. Eine Bewirtschaftung der Parkplätze läge in Verantwortung der Stadt Meersburg, wie André Nagel mitteilt. In wenigen Metern Entfernung zu den Stellplätzen befinden sich noch das Parkhaus West auf dem Fähreparkplatz sowie das Parkhaus Im Weinberg. Diese beiden Parkmöglichkeiten sind kostenpflichtig.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Kostenlose Parkplätze nahe dem Meersburger Fähranleger wegen Baustelle gesperrt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 10 Oct 2025 12:11:23 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Die Alpen im Blick: Warum die Sicht über den Bodensee im Herbst klarer ist  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/die-alpen-im-blick-warum-die-sicht-ueber-den-bodensee-im-herbst-klarer-ist;art410936,12497089 ]]></link>      <description><![CDATA[  Auch wenn es im Herbst abkühlt, ist die Sicht in den kalten Jahreszeiten oft deutlich besser als im Sommer. Die Alpen sind am Bodensee häufiger zu sehen als in den warmen Jahreszeiten. Aber warum eigentlich?  ]]></description>
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          Auch wenn es im Herbst abkühlt, ist die Sicht in den kalten Jahreszeiten oft deutlich besser als im Sommer. Die Alpen sind am Bodensee häufiger zu sehen als in den warmen Jahreszeiten. Aber warum eigentlich?<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/die-alpen-im-blick-warum-die-sicht-ueber-den-bodensee-im-herbst-klarer-ist;art410936,12497089]]></guid>
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        Auch wenn es im Herbst abkühlt, ist die Sicht in den kalten Jahreszeiten oft deutlich besser als im Sommer. Die Alpen sind am Bodensee häufiger zu sehen als in den warmen Jahreszeiten. Aber warum eigentlich?



        <p>Erst die Berge können den Blick über den See im Herbst aufhalten. Die Landschaft mit ihrer blau-grün dominierten Farbpallette im Frühherbst dehnt sich in die Weite. Ganz still liegt der See eingefasst von den sanften Ausläufern des Ufers, während sich im Hintergrund die Alpen erheben. Das Panorama ist nicht nur beeindruckend anzuschauen, es gibt auch physikalische Gründe dafür. Die Zusammenhänge des Spiels aus Luft und Licht erklärt Meteorologe Jürgen Schmidt.</p> <h2>„Je trockener die Luft, desto besser die Sicht.“</h2> <p>Dass der Blick im Herbst oft weiter ist als im Sommer, hängt mit der Reinheit der Luft zusammen. Jürgen Schmidt erläutert: „Je trockener oder sauberer die Luft, desto besser die Sicht.“ Bei hoher Luftfeuchtigkeit lagere sich ebendiese Feuchtigkeit an den kleinen Luft- und Schmutzteilchen ab. Diese sogenannten Aerosole werden dadurch größer. Mit der Zeit wird die Sicht zunehmend schlechter und es bildet sich Nebel. Das Gegenteil ist der Fall bei trockener Luft.</p> <p>Im Herbst kommt es laut Meteorologen Jürgen Schmidt häufiger zum Föhn. „Bei Föhn ist die Luft sehr trocken, und die Sicht entsprechend gut“, erklärt er. Zudem kommen die ersten Kaltlufteinbrüche. Die Kaltfronten beseitigen die vorher noch vorhandene alte und recht schmutzige Luft und bringen neue, saubere und frische Luft zum Bodensee. Die Meeresluft ist noch etwas sauberer, als wenn sie vom Land kommt, erläutert Schmidt.</p> <h2>Bald kommt der Nebel wieder</h2> <p>Im Winter könne der Blick zwar mitunter noch klarer sein als jetzt. Hochdruck und windschwache Lage führen wegen des hohen Feuchtepotenzials des Sees zu Nebel. Vor allem bei Windstille. Noch ist die Sonne kräftig genug, um gegen die Feuchtigkeit anzukommen. „Die Nebeldecke wird noch weggeheizt“, erklärt Schmidt.</p> <p>Wenn die Sonne im Winter flacher steht, nehme ihre Energie jedoch ab. Dann brauche es Kaltluft, um den Nebel wegzublasen. Dabei gilt: „Kaltfronten vom Westen sind gut für die Sicht, da sie vom Meer herkommen.“ Zusammengefasst: Klare Luft bedeutet klare Sicht.</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Die Alpen im Blick: Warum die Sicht über den Bodensee im Herbst klarer ist]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 09 Oct 2025 15:27:51 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bodensee-Urlauber muss trotz gültiger Gästekarte im Bus draufzahlen – wie kann das sein?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/bodensee-urlauber-muss-trotz-gueltiger-gaestekarte-im-bus-draufzahlen-wie-kann-das-sein-17-10-25;art410936,12496432 ]]></link>      <description><![CDATA[  Von Sipplingen nach Meersburg – eigentlich will Gunther Lipp aus dem Kraichgau nur einen Ausflug mit der Familie machen. Doch dann kommt es zu einem Vorfall, der ihn bis heute ärgert.  ]]></description>
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          Von Sipplingen nach Meersburg – eigentlich will Gunther Lipp aus dem Kraichgau nur einen Ausflug mit der Familie machen. Doch dann kommt es zu einem Vorfall, der ihn bis heute ärgert.<br>
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        Von Sipplingen nach Meersburg – eigentlich will Gunther Lipp aus dem Kraichgau nur einen Ausflug mit der Familie machen. Doch dann kommt es zu einem Vorfall, der ihn bis heute ärgert.



        <p>Der Urlaub sollte die schönste Zeit des Jahres sein – Stress will man möglichst vermeiden. Deshalb ließen Gunther Lipp und seine Familie an einem der Tage ihres Aufenthalts in Sipplingen das Auto stehen, um stattdessen entspannt mit dem Bus zu fahren. Als Fahrschein sollte die Echt Bodensee Card (EBC) gelten, mit der Touristen den öffentlichen Nahverkehr im Bodenseekreis kostenlos nutzen können.</p> <p>Doch auf der Fahrt von Sipplingen nach Meersburg sei es zu Problemen gekommen: Trotz Vorzeigen beider Karten – sowohl der EBC als auch der Bodenseecard West und jeweils in Papierform und digital – habe der Busfahrer auf die Zahlung eines Fahrscheins bestanden. 14,20 Euro habe die dreiköpfige Familie schließlich für den Teil von Nußdorf nach Unteruhldingen bezahlt, um nicht stehen gelassen zu werden.</p> <h2>Ärger im Urlaub am Bodensee: „Man unterstellt uns eine Lüge“</h2> <p>Im Nachgang habe das Servicecenter in Sipplingen bestätigt, dass die „Echt BodenseeCard“ auf dieser Strecke gültig sei. Lipp habe daraufhin das Servicecenter der Verkehrsgesellschaft Regio Alb-Bodensee (kurz RAB) kontaktiert. Dort, so berichtet es der Urlauber, sei ihm dann allerdings gesagt worden, er habe die Gästekarten gar nicht vorgezeigt. „Man unterstellt uns eine Lüge“, ärgert sich der passionierte Radfahrer.</p> <p>„Wir denken eher, dass der Busfahrer nicht wusste, dass die ‚Echt Bodensee Card‘ gültig ist“, schreibt der Kraichgauer. Den Polizisten ärgert dabei vor allem die Unterstellung, er habe falsche Angaben gemacht. Gunther Lipp wendet sich deshalb mit der Bitte an die Redaktion, das Thema öffentlich zu machen – damit andere Urlauber nicht in dieselbe Situation geraten.</p> <h2>War das Bus-Ticket auf der Strecke von Sipplingen nach Meersburg doch nicht gültig?</h2> <p>Was hat es mit dem Vorfall auf sich? Auf Nachfrage erklärt die Geschäftsführerin der Deutschen Bodensee Tourismus (DBT), Ute Stegmann, dem SÜDKURIER, die „Echt BodenseeCard“ sei auf dieser Strecke in den Bussen der Regio Alb-Bodensee definitiv gültig. „Es gab solche Vorfälle in den vergangenen Jahren, aber nur sehr vereinzelt. In diesem Jahr gab es keine Probleme mit der Gästekarte.“</p> <p>Kunden, die ein solches Problem hätten, könnten sich an die Tourismusbehörde wenden und würden das Geld für das gekaufte Ticket dann ausgezahlt bekommen. „Wir arbeiten hier sehr intensiv mit der RAB zusammen“, stellt Stegmann klar. „Dort werden die Busfahrer, die ja auch einen vielfältigen internationalen Hintergrund haben und viele unterschiedliche Tickets kennen müssen, sehr gut geschult.“</p> <p>Die Deutsche Bahn, zu der der Regionalverkehr Alb-Bodensee gehört, bleibt bei der Version, der Leser habe das falsche Ticket vorgezeigt. Das zeigten die Aufzeichnungen zum Vorfall, die dem Unternehmen im internen System vorliegen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Echt Bodensee Card</span><span>Die von der Deutschen Bodensee Tourismus entwickelte Echt Bodensee Card gewährt neben der kostenfreien Nutzung des ÖPNV Rabatte bei über 200 Sehenswürdigkeiten in der Region. Sie wird von den beteiligten Kommunen durch einen Solidarbeitrag finanziert. Allerdings gilt die Echt Bodensee Card nur im Nahverkehrsverbund bodo im Bodenseekreis. Ihr Pendant im Westen, die Bodensee Card West, ist ausschließlich im Verkehrsverbund Hegau-Bodensee gültig – einschließlich der Gemeinde Sipplingen, Teile Owingen-Frickingens sowie des Stadtgebiets Überlingen.</span></label></div> <p>Ein Bahnsprecher erklärt auf Anfrage, dass die Gästekarte auf dem Abschnitt Sipplingen – Meersburg gültig sei. Allerdings sei dem Busfahrer von unserem Leser nicht die EBC, sondern irrtümlich die Bodensee Card West gezeigt worden.</p> <h2>Deutsche Bahn weist auf einmalige Beschwerde hin</h2> <p>„Daher hat unser Fahrer zurecht den Fahrgast zur Zahlung eines neuen Tickets aufgefordert“, so der Sprecher der DB. Es handele sich hierbei um eine einmalige Beschwerde. „Ein nachträgliches Einreichen einer gültigen Karte ist tariflich nicht vorgesehen.“ Vereinzelt würden Fahrgäste die verschiedenen Gästekarten verwechseln, so der Bahnsprecher weiter. Insbesondere bei den Fahrten über den See nach Konstanz sei dies der Fall.</p> <p>Fakt ist: Das Versprechen der Gästekarte – nämlich die kostenfreie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in der Bodenseeregion – konnten in diesem Fall offenbar weder die Deutsche Bahn noch die DBT einhalten. Vielmehr mussten Gunther Lipp und seine Familie sogar noch extra bezahlen.</p> <h2>Familie Lipp will dem Bodensee treu bleiben</h2> <p>Ihm gehe es nicht um die 14,20 Euro, die er für das zusätzliche Ticket habe berappen müssen, betont er. „Die einfache Ausrede, dass wir unsere gültigen Tickets gar nicht vorgezeigt hätten, hat uns sehr schockiert“, ärgert sich der Kraichgauer. „Gegen so eine Falschbehauptung bin ich als Polizist allergisch.“</p> <p>Trotz allem: Gunther Lipp und seine Familie ziehen ein positives Fazit aus ihrem Urlaub am Bodensee: „Wir waren in Sipplingen toll untergebracht, der Bodensee ist ein sehr schönes Erholungsgebiet mit vielen Möglichkeiten, Urlaub zu machen“, schwärmt der Familienvater. Natürlich werde Familie Lipp wieder gerne in der Region Urlaub machen.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 09 Oct 2025 14:01:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wie wird das Wetter? Dafür entwickeln Konstanzer Studenten eine regionale Plattform  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wie-wird-das-wetter-am-bodensee-konstanzer-studenten-entwickeln-dafuer-eine-regionale-plattform;art372448,12496350 ]]></link>      <description><![CDATA[  Wolkig? Windig? Nass? Die neue Internetseite der HTWG zeigt die Wettervorhersage für den Bodensee. Hierfür wurde eine Messstation gebaut, die wertvolle Echtzeitdaten liefert. Die sind nicht nur für Segler interessant.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Wolkig? Windig? Nass? Die neue Internetseite der HTWG zeigt die Wettervorhersage für den Bodensee. Hierfür wurde eine Messstation gebaut, die wertvolle Echtzeitdaten liefert. Die sind nicht nur für Segler interessant.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wie-wird-das-wetter-am-bodensee-konstanzer-studenten-entwickeln-dafuer-eine-regionale-plattform;art372448,12496350]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Wolkig? Windig? Nass? Die neue Internetseite der HTWG zeigt die Wettervorhersage für den Bodensee. Hierfür wurde eine Messstation gebaut, die wertvolle Echtzeitdaten liefert. Die sind nicht nur für Segler interessant.



        <p>Ein interdisziplinäres Team aus acht Informatik-Masterstudierenden der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) hat in einem einjährigen Projekt eine wegweisende lokale Wetterplattform entwickelt. Das Besondere daran sei die Verknüpfung von etablierten Wettermodellen mit eigenständigen Messdaten, die auf die spezifischen klimatischen Bedingungen rund um den Bodensee abgestimmt sind, teilte die HTWG mit.</p> <p>Die Wetterplattform kann auf der Internetseite <a href="https://fogcast.in.htwg-konstanz.de/?userMode=1" target="_blank" title="" rel="noopener">fogcast.in.htwg-konstanz.de</a> abgerufen werden. Die Webapplikation sei auch für Segler auf dem Bodensee wertvoll, da die Wassertemperatur und Windstärke abgerufen werden können. Die Studierenden hatten sich aufgrund ihrer individuellen Interessen und Fähigkeiten in vier spezialisierte Subteams aufgeteilt, die eng miteinander zusammenarbeiteten.</p> <p>So bildete „Data Collection und Processing“ (Datenerhebung und -verarbeitung) das technische Rückgrat des Projekts. Es sammelte, speicherte und verarbeitete sämtliche Wetterdaten aus unterschiedlichen Quellen. Dazu gehören sowohl Prognosen aus etablierten Wettermodellen als auch Echtzeitmesswerte – beispielsweise von der Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes in Konstanz oder von lokalen Pegelständen.</p> <h2>Wie kommen die besten Prognosen zustande?</h2> <p>Alle gesammelten Informationen wurden strukturiert abgelegt und den anderen Teams über Datenschnittstellen zur Verfügung gestellt, sodass alle Projektbereiche auf eine zentrale Datenbasis zugreifen können. Dagegen beschäftigte sich das Forecasting-, also das Vorhersage-Team nach Angaben der HTWG mit der Analyse unterschiedlicher Wettervorhersagemodelle.</p> <p>Ziel war es, herauszufinden, welches Modell für die spezifischen Bedingungen in Konstanz die zuverlässigsten Prognosen liefert. Langfristig soll durch die intelligente Kombination mehrerer Modelle eine eigene, besonders präzise Wettervorhersage für die Region entwickelt werden. Dabei wird nicht nur auf bestehende Daten zurückgegriffen, sondern auch die Performance der Modelle kontinuierlich überprüft und optimiert.</p> <h2>Eigene Wetterstation am HTWG-Steg gebaut</h2> <p>Um unabhängige lokale Messdaten zu erhalten, konzipierte, baute und installierte ein weiteres Team eine eigene Wetterstation. Direkt am Steg der HTWG Konstanz werden seither kontinuierlich wichtige Werte wie Lufttemperatur, Wassertemperatur, Luftfeuchtigkeit oder Luftdruck erfasst. Diese selbst entwickelte Messtechnik liefert wertvolle Echtzeitdaten, die gezielt auf die Besonderheiten der Region abgestimmt sind und eine sinnvolle Ergänzung zu externen Quellen darstellen. Damit die gewonnenen Daten nicht nur Experten zugänglich sind, entwickelte das vierte Team schließlich eine benutzerfreundliche, interaktive Webanwendung.</p> <p>Über die Plattform könnten Wetterdaten anschaulich visualisiert und verständlich dargestellt werden, heißt es in der Mitteilung der Hochschule. Neben aktuellen Messwerten und Prognosen biete die Anwendung außerdem redaktionelle Beiträge zu spannenden Wetterphänomenen in Konstanz sowie ein kompaktes Wetterlexikon, das meteorologische Begriffe einfach erklärt. So werde das Wettergeschehen nicht nur messbar, sondern auch für Laien greifbar und spannend aufbereitet.</p> <h2>Betreuer: „Das Projekt ist ein ideales Testfeld“</h2> <p>„Die Arbeit an diesem Projekt gab uns die Möglichkeit, theoriebasiertes Wissen praktisch umzusetzen und tiefgreifendes Verständnis für die Arbeit mit Echtzeitdaten und deren Visualisierung zu entwickeln“, wird Jonas Elsper, einer der teilnehmenden Studierenden, in der Mitteilung zitiert. Oliver Dürr, Projektleiter und verantwortlicher Betreuer, ergänzt: „Unsere Studierenden haben gezeigt, wie interdisziplinäres Arbeiten in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden kann. Das Projekt ist zugleich ein ideales Testfeld für moderne Vorhersage- und Visualisierungsverfahren – hier können wir aktuelle Methoden aus Statistik und KI praktisch erproben und weiterentwickeln.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So geht‘s weiter</span><span>Im kommenden Semester wird das Projekt übergeben, und neue Masterstudierende im zweiten Semester der Informatik an der HTWG können es weiterführen und ausbauen. So kann die Plattform kontinuierlich verbessert und erweitert werden. Dabei haben die Studierenden zugleich die Möglichkeit, moderne statistische Verfahren, Visualisierungsmethoden und auch Ansätze aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz kennenzulernen und praktisch anzuwenden.</span></label></div> <p>Jonas Elsper hatte sich nach seinem Bachelorabschluss in Passau entschlossen, an die HTWG zu wechseln. Die Inhalte des Informatik-Masterstudiums hätten seinen Vorstellungen entsprochen, und neben den vielfältigen Angeboten der Hochschule habe ihn auch die Lage angezogen, sagt er. „Das Projekt hat uns alle vorangebracht. Wir durften unsere Ideen einbringen, vielseitig arbeiten. Neben der Literaturrecherche und Projektplanung war es vor allem wichtig, als Team gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Das hat wunderbar geklappt, jede Person konnte die eigenen Stärken einbringen“, erzählt er.</p> <p>Die Studierenden trafen sich einmal wöchentlich für die Absprache der Themenfelder, manchmal auch häufiger. Dabei wurden sie stets von Professor Dürr beraten, eine direkte Kommunikation war immer möglich. „Die Mischung aus Freiheit und Verantwortung hat dieses Projekt super spannend gemacht“, so Elsper.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Wie wird das Wetter? Dafür entwickeln Konstanzer Studenten eine regionale Plattform]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 09 Oct 2025 13:26:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Alpenpanorama und goldene Abendsonne: So schön ist der Herbst am Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/herbst-am-bodensee-2025-so-schoen-ist-die-region-in-diesen-tagen-12-10-25;art410936,12496325 ]]></link>      <description><![CDATA[  Rote Blätter, tolles Licht und bunte Landschaften: Der Oktober zeigt in diesen Tagen seine magische Seite. Doch er ist nicht nur voller Farben, er ist auch voller Geschichten.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Rote Blätter, tolles Licht und bunte Landschaften: Der Oktober zeigt in diesen Tagen seine magische Seite. Doch er ist nicht nur voller Farben, er ist auch voller Geschichten.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/herbst-am-bodensee-2025-so-schoen-ist-die-region-in-diesen-tagen-12-10-25;art410936,12496325]]></guid>
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        Rote Blätter, tolles Licht und bunte Landschaften: Der Oktober zeigt in diesen Tagen seine magische Seite. Doch er ist nicht nur voller Farben, er ist auch voller Geschichten.



        ]]>
      </dc:subject>
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      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Alpenpanorama und goldene Abendsonne: So schön ist der Herbst am Bodensee]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 08 Oct 2025 18:03:18 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Strich für Strich zu altem Glanz: Junge Helfer restaurieren Kassettendecke aus der Zeit des Barock  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/strich-fuer-strich-zu-altem-glanz-junge-helfer-restaurieren-kassettendecke-aus-der-zeit-des-barock;art372486,12495897 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bei Sanierungsarbeiten kam eine historische Kassettendecke zum Vorschein. Katharina Herz und Leonard Schick, zwei junge Helfer im Freiwilligenjahr bei Holzbau Schmäh, verhelfen der Decke jetzt zu neuem altem Glanz.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Bei Sanierungsarbeiten kam eine historische Kassettendecke zum Vorschein. Katharina Herz und Leonard Schick, zwei junge Helfer im Freiwilligenjahr bei Holzbau Schmäh, verhelfen der Decke jetzt zu neuem altem Glanz.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/strich-fuer-strich-zu-altem-glanz-junge-helfer-restaurieren-kassettendecke-aus-der-zeit-des-barock;art372486,12495897]]></guid>
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        Bei Sanierungsarbeiten kam eine historische Kassettendecke zum Vorschein. Katharina Herz und Leonard Schick, zwei junge Helfer im Freiwilligenjahr bei Holzbau Schmäh, verhelfen der Decke jetzt zu neuem altem Glanz.



        <p>Viel Verantwortung tragen Katharina Herz und Leonard Schick: Die beiden restaurieren eine barocke Kassettendecke aus dem 18. Jahrhundert. Sie leisten bei Holzbau Schmäh in Meersburg ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), welches vor knapp eineinhalb Monaten begann. Beide sind eigentlich totale Laien in dem Job, wie sie erzählen – dennoch wurden sie gleich mit der verantwortungsvollen Aufgabe betraut.</p> <p>Die 26-jährige Katharina Herz schiebt aber umgehend hinterher, dass selbstverständlich alle Arbeiten mit einem Restaurator abgestimmt, die Vorgehensweise, die Instrumente und Mittel abgesprochen wurden. „Wir bekommen viel unterstützendes Feedback und wir wachsen mit der Verantwortung“, sagt sie. Zunächst hätten sie an Neuholz geübt, mussten diese Arbeiten dann erst dem Meister und dem Chef präsentieren. Die gaben Tipps zur weiteren Herangehensweise. Trotzdem habe sie die Aufgabe mit viel Respekt begonnen, erzählt Herz.</p> <h2>Decke kommt bei Sanierungsarbeiten zum Vorschein</h2> <p>Die barocke Kassettendecke war zufällig während der denkmalgerechten Sanierung eines Hauses in der Meersburger Winzergasse zum Vorschein gekommen. Das hatte <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/hochherrschaftliche-raeume-und-tagloehner-wohnungen-traumhafte-blicke-aus-barocken-kleinoden;art372486,12486670" title="Hochherrschaftliche Räume und Taglöhner-Wohnungen: Traumhafte Blicke aus barocken Kleinoden">Zimmerermeister Sebastian Schmäh bei einer Führung durch das Sanierungsobjekt</a> am Tag des offenen Denkmals erklärt. Genau zum rechten Zeitpunkt sei er bei den Arbeiten anwesend gewesen, um den historischen Schatz, der unter Heraklit-Platten versteckt war, vor dem Abbruch zu bewahren.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Was ist das Freiwillige Soziale Jahr?</span><span>Das auf Länderebene geregelte Freiwillige Soziale Jahr oder auch der auf Bundesebene geregelte Bundesfreiwilligendienst kann in verschiedenen Bereichen geleistet werden und dient vorwiegend der Berufsorientierung. Früher waren die klassischen Einsatzgebiete Krankenhäuser, Altersheime oder Kindergärten. Mittlerweile ist das Angebot breit gefächert, das Jahr kann auch in den Bereichen Sport, Politik, Naturschutz und Kultur oder in der Denkmalpflege in sogenannten Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz geleistet werden. Die Möglichkeiten sind hier ebenfalls vielfältig und reichen von Archäologie bis Schiffbau, von Gemälderestaurierung bis Museumspädagogik. So können <a href="https://www.bundesfreiwilligendienst.de/" target="" title="" rel="noopener">Freiwillige im Archiv, in der Tischlerei oder im Garten- und Landschaftsbau</a> arbeiten.</span></label></div> <h2>Vier Farben werden in Schichten aufgetragen</h2> <p>Jetzt wird die Kassettendecke in der Produktionshalle des Betriebs mit Kreide Strich für Strich in verschiedenen Farbtönen restauriert. Die speziellen Pastellkreiden seien ihnen vom Restaurator empfohlen worden, erzählt Leonard Schick. Braune, weiße, graue und teils blaue Farbschichten würden aufgetragen, um die besondere Wirkung der Decke wiederherzustellen.</p> <p>Der 18-Jährige, der gleich nach dem Abitur ins FSJ startete, erzählt: „Es ist kniffelig, das Gesamtbild zu schaffen.“ Jedes Stück Holz reagiere anders, zumal neben dem alten Holz an beschädigten Stellen auch neues Holz eingefügt worden sei. Außerdem konnten teilweise auch alte Farbrückstände nicht komplett entfernt werden und sollten auch erhalten bleiben.</p> <h2>Weiße Kreide war noch nicht gebräuchlich</h2> <p>Sebastian Schmäh erklärt, warum die Deckentafel überhaupt mit den verschiedenen Farbschattierungen restauriert wird – und nicht mit nur mit weißer Kreide. „Die weiße Kreide, die wir von der Schultafel her kennen, die gab es damals nicht.“ Diese sei wohl erst mit der Industrialisierung aufgekommen. Die früheren Kreiden hätten eher einen gräulich-weißen Ton gehabt, ergänzt Schmäh. Warum aber wurde das Holz der Decke nicht einfach naturbelassen, zumal es sich um Quartiere für arme Leute handelte? Schmäh vermutet, dass auch ihnen ein gewisser Komfort geboten werden sollte. „Die Decke bietet so mehr Helligkeit im Raum als das dunkle Holz“, verdeutlicht er.</p> <h2>Genaues Alter der Decke ist nicht bekannt</h2> <p>Wie alt die Decke genau ist, sei nicht bekannt. Katharina Herz sagt, das genau Herstellungsjahr sei auf der Kassettendecke nicht vermerkt worden. Das Alter sei aufgrund der Baugeschichte des Hauses und der Erfahrung der Restauratoren geschätzt worden. Beim Ausbau der Decke seien aber handgeschmiedete alte Nägel gefunden worden, die ebenfalls Rückschlüsse auf die Barockzeit zuließen.</p> <p>Wie lange sie bis zur Fertigstellung der gut 19 Quadratmeter Decke brauchen werden, können die beiden jungen Gehilfen noch nicht einschätzen. „Am Anfang war es mühsam, bis ein grobes Rezept erstellt war“, sagt Leonard Schick. Katharina Herz sieht es ähnlich. „Das können wir erst am Ende sagen, wenn alles wieder zusammengesetzt ist.“ Bis dahin bräuchten sie viel Geduld und müssten eben „dranbleiben“. Beide sind aber zuversichtlich, die Arbeit noch vor Ende ihres Freiwilligenjahrs fertigstellen und zusätzlich weitere Projekte begleiten zu können.</p> <h2>In der Nachbarhalle wird ein historisches Fenster restauriert</h2> <p>So schauen sie immer wieder in die Nachbarhalle, wo ihr direkter Vorgesetzter, Schreinermeister Eric Jansen, ein historisches Fenster aus der Burg Meersburg restauriert. Jansen schätzt, dass das Fenster im Jahr 1760 geschaffen wurde. Auch hier werde alles daran gesetzt, denkmalgerecht so viel altes Material wie möglich zu erhalten und nur dort zu reparieren, wo das Sprossenholzfenster durch Feuchtigkeit oder Schädlinge zerstört wurde.</p> <p>Schwierig sei dies bei den alten Glasscheiben: Weltweit gebe es nur eine Glashütte, die noch mundgeblasene Scheiben herstelle. Die Kosten dafür seien etwa zehn Mal so hoch wie für eine normale Fensterscheibe. Doch glücklicherweise sei die Glashütte in Bayern, sodass sich aufgrund der geringen Entfernung zumindest die Transportkosten in Grenzen hielten, fügt Eric Jansen an.</p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Handwerk Denkmalschutz Bauwerk thema-wissen-geschichte thema-heimat-stadtentwicklung thema-wirtschaft-branchen-handwerk]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Strich für Strich zu altem Glanz: Junge Helfer restaurieren Kassettendecke aus der Zeit des Barock]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 07 Oct 2025 17:54:54 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Auto und Wohnmobil kollidieren auf B31 – und sorgen für Stau im Feierabendverkehr  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/immenstaad/auto-kollidiert-mit-wohnmobil-stau-auf-b31-im-feierabendverkehr;art372478,12495119 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zwei Fahrzeuge sind am Dienstagnachmittag auf der Bundestraße 31 bei Immenstaad zusammengestoßen. Bei dem Unfall wurden fünf Personen leicht verletzt. Wann die Strecke wieder frei ist, ist noch unklar.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Zwei Fahrzeuge sind am Dienstagnachmittag auf der Bundestraße 31 bei Immenstaad zusammengestoßen. Bei dem Unfall wurden fünf Personen leicht verletzt. Wann die Strecke wieder frei ist, ist noch unklar.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/immenstaad/auto-kollidiert-mit-wohnmobil-stau-auf-b31-im-feierabendverkehr;art372478,12495119]]></guid>
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        Zwei Fahrzeuge sind am Dienstagnachmittag auf der Bundestraße 31 bei Immenstaad zusammengestoßen. Bei dem Unfall wurden fünf Personen leicht verletzt. Wann die Strecke wieder frei ist, ist noch unklar.



        <p>Bei einem Verkehrsunfall am Dienstagnachmittag kurz vor 16 Uhr auf der B31 bei Immenstaad sind fünf Personen leicht verletzt worden. Das berichtet die Polizei in einer Mitteilung. Demnach ist ein 92-jähriger Seat-Fahrer aus einer Firmenausfahrt bei Immenstaad auf die Bundesstraße eingefahren und mit einem Wohnmobil kollidiert. Durch den Aufprall der Kollision wurde der Seat über eine Verkehrsinsel gegen einen Mercedes geschleudert. Der 92-Jährige wurde in seinem Fahrzeug eingeschlossen und konnte vom Rettungsdienst befreit werden. Er und seine Beifahrerin sowie die beiden Insassen des Wohnmobils erlitten leichte Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht, heißt es im Polizeibericht.</p> <h2>Rückstau sorgte für Stau für Rettungskräfte</h2> <p>Der Fahrer des Mercedes wurde ebenfalls leicht verletzt und vor Ort medizinisch betreut. Da zunächst von schwereren Verletzungen ausgegangen wurde, war ein Rettungshubschrauber zum Unfallort gekommen. Der Schaden entstandene Schaden liegt der Polizei zufolge im niedrigen fünfstelligen Bereich. Die Freiwillige Feuerwehr sowie die Werksfeuer eines angrenzenden Betriebs waren ebenfalls am Unfallort im Einsatz. Während der Unfallaufnahme war die <a href="https://www.suedkurier.de/thema/b31/" target="_blank" title="" rel="noopener">B31</a> zunächst voll gesperrt und im weiteren Verlauf einspurig befahrbar. Da die Verkehrsteilnehmer im Rückstau keine entsprechende Rettungsgasse bildeten, wurde die Anfahrt der Rettungskräfte massiv erschwert. Wann die Strecke wieder frei ist, war am Dienstagabend noch unklar.</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Auto und Wohnmobil kollidieren auf B31 – und sorgen für Stau im Feierabendverkehr]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 17:49:35 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gefahren, Kot, Kuriositäten – das ist der Alltag dieser Straßenwärter auf der B31 <p></p>  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/gefahren-kot-kuriositaeten-das-ist-der-alltag-dieser-strassenwaerter-auf-der-b31-06-10-2025;art410936,12492959 ]]></link>      <description><![CDATA[  Andreas Filusch und Bernhard Specker sind Streckenkontrolleure auf der Bundesstraße. Trotz Warnkleidung fällt die Arbeit ihrer Straßenmeisterei kaum auf. Warum sie den Beruf trotzdem bis zur Rente machen wollen.  ]]></description>
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          Andreas Filusch und Bernhard Specker sind Streckenkontrolleure auf der Bundesstraße. Trotz Warnkleidung fällt die Arbeit ihrer Straßenmeisterei kaum auf. Warum sie den Beruf trotzdem bis zur Rente machen wollen.<br>
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        Andreas Filusch und Bernhard Specker sind Streckenkontrolleure auf der Bundesstraße. Trotz Warnkleidung fällt die Arbeit ihrer Straßenmeisterei kaum auf. Warum sie den Beruf trotzdem bis zur Rente machen wollen.



        <p>Unaufhörlich dröhnt der Verkehr auf der B31. Auf einer Parkbucht am Straßenrand zu stehen verdeutlicht: Dieses Rauschen hat nichts mit dem Meer zu tun. Alles verschmilzt im Geräuschbrei. Die Straße zu überqueren, wäre lebensgefährlich. Doch wenn etwa ein totes Tier auf der Fahrbahn liegt, müssten die Straßenwärter Bernhard Specker und Andreas Filsuch von der Straßenmeisterei Überlingen diesen Weg riskieren.</p> <p>Bernhard Specker schildert, wie in so einem Fall Autos und Lastwagen auf die Nebenspur ausscheren, um dem Tier auszuweichen. Damit der Verkehr buchstäblich wieder in die Spur kommt, mussten sie den Kadaver entfernen. So haben sie es jüngst mit einem Dachs erlebt, der auf der einspurigen Seite lag. Doch dort konnten Filusch und Specker nicht halten. Sie hätten die Spur blockiert. Also parkten sie an der zweispurigen Seite und warteten. Sie warteten, bis das Dröhnen kurz pausierte. Dann rannten sie auf die gegenüberliegende Fahrbahn und zogen das Tier von der Fahrbahn. Vor dem Rückweg zum Fahrzeug warteten sie wieder. Nur im Ausnahmefall würde der Verkehr runtergebremst werden.</p> <h2>Sie kennen 220 Kilometer Straße wie ihre Westentasche</h2> <p>Die Bundesstraße gehört zum Arbeitsalltag von Bernhard Specker und Andreas Filusch. Sie pflegen sie und sprechen von einem „Straßenkörper“. Seine Haut ist der Asphalt, seine Adern die Entwässerungsvorrichtungen, sein Herz der endlos pulsierende Verkehr. Dieser soll so reibungslos wie möglich laufen.</p> <p>Am Arbeitstag, an dem der SÜDKURIER beide begleitet, steht eine Kontrollfahrt an. Das bedeutet, etwa 80 Kilometer Straße zu untersuchen. Sind die Verkehrszeichen intakt? Stimmen die Umleitungen? Liegt Unrat neben der Fahrbahn? Täglich fahren sie immer andere Strecken ab. Mal Bundesstraßen, mal Landstraßen, mal Kreisstraßen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Serie: Mein Job, meine Straße</span><span>Sie ist ein ewiges Ärgernis, aber auch zentrale Verkehrsader des Bodenseekreises: die Bundesstraße 31. In unserer Serie „Mein Job, meine Straße“ widmen wir uns Menschen, in deren Leben die B31 eine wichtige Rolle spielt. Menschen, die auf und an der Straße arbeiten und leben – und dadurch eine besondere Beziehung zu ihr haben.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Aufgaben einer Straßenmeisterei</span><span>Das Einzugsgebiet der Straßenmeisterei Überlingen umfasst 220 Straßenkilometer. Dazu zählen Kreis-, Land- und Bundesstraßen im Großraum Überlingen. In ihrem Lager sind etwa 14.000 Verkehrszeichen, um verkehrsregulierende Maßnahmen umzusetzen. Kommt es zu einem Unfall, wird die Straßenmeisterei in der Regel von der Polizei informiert und rückt aus. Der Straßenabschnitt muss gesperrt, je nachdem eine Umleitung eingerichtet werden.</span></label></div> <h2>Kollege von Seniorin angefahren</h2> <p>Gerade auf der <a href="https://www.suedkurier.de/thema/b31/" target="_blank" title="" rel="noopener">B31</a> komme es immer wieder zu quietschenden Reifen von Autos, die gerade noch rechtzeitig abbremsen, schildern die Straßenwärter. Erst vergangenes Jahr habe es sogar einen Kollegen erwischt. Eine ältere Dame habe ihn angefahren, als er am Straßenrand mit dem Freischneider arbeitete. Inzwischen ist er wieder im Einsatz. „Wir sind jeden Tag froh, wenn wir nachhause kommen“, sagt Bernhard Specker angesichts des gewissen Berufsrisikos.</p> <h2>Kot, Schnaps und Tablets</h2> <p>Es geht längst nicht nur um Tempo und Risiko. In den Erzählungen der Straßenwärter wird der „Straßenkörper“ zum Mikrokosmos. Sie erzählen etwa von einem kleinen Hin- und Her mit Graffiti-Sprayern. Nachdem sie ein Motiv weiß übermalt hatten, stand am nächsten Morgen in bunten Lettern auf der Fläche: „Danke für‘s Weißmachen.“ Die Mülleimer auf den Parkplätzen geben einen ungewollten Einblick ins Leben mancher Menschen.</p> <p>Immer wieder erleben die Straßenwärter dabei böse Überraschungen. „Wenn‘s Hundekacke ist, wär‘s vornehm“, sagt Specker vielsagend. Selbst in Nußdorf oder Birnau, wo wir extra eine mobile Toilette aufgestellt haben, liegt der Haufen daneben.“ Außerdem finden sie Tablets, Handys, Schlüssel. Auch Bauschutt werde regelmäßig in die Mülleimer gestopft. 15 bis 20 Säcke Abfall kommen bei einer Kontrollfahrt zusammen und landen auf der Deponie.</p> <p>„Das Kurioseste, was wir gefunden haben, war eine Destille“, erzählt Filusch, eine Schnapsbrennerei für den Heimgebrauch. Tank und Kessel waren offenbar unzureichend gesichert gewesen, sodass sie vom Anhänger fielen. Der Besitzer holte sie allerdings dann bei der Straßenmeisterei ab.</p> <p>Radkappen ist das nur selten vergönnt. Die Straßenwärter lesen sie regelmäßig auf. In der Zentrale ist ein Lager liegengebliebener Exemplare. Manchmal melde sich jemand, in der Regel nicht, sagt Michael Martin, Leiter der Straßenmeisterei in Überlingen.</p> <h2>Beschimpfungen sind Teil des Alltags</h2> <p>Wir halten an. Verpackungsband liegt am Straßenrand. „Es würde sich in der Mähmaschine verwickeln“, erklärt Andreas Filusch. Die Kontrollfahrt ist deutlich langsamer als der Verkehr, etwa 80 Kilometer pro Stunde fahren wir, während wir mit 120 Kilometern pro Stunde überholt werden. „Es ist eine schnelllebige Welt, wenn wir wie ein Hindernis auf der Straße stehen, sind wir der Feind“, sagt Filusch. Und ab und an wird dieses Hindernis anderen zum Ärgernis: „Wir wurden beschimpft, uns wurde der Vogel gezeigt und der Mittelfinger“, schildert der 36-Jährige.</p> <p>Sei es im Einsatz nach einem Unfall oder beim Winterdienst: Beleidigungen bleiben nicht aus. Doch weil die Straßenmeisterei verantwortet, dass die Menschen langsamer fahren oder eine Umleitung nehmen müssen, gehe schnell mal ein Fenster runter, schildert Filusch. Je nach Tagesverfassung prallt die Beleidigung ab, manchmal trifft sie. „Die Bürger sind unsere Kunden, da wollen wir schon freundlich bleiben“, sagt er und setzt hinzu: „Die Verkehrsteilnehmer merken gar nicht, dass wir das für sie machen.“</p> <h2>Abwechslungsreich, aber unsichtbar</h2> <p>Und sie tun viel: Grünpflege, Entwässerung, Schachtwartung, Winterdienst, Mäharbeiten, Umleitungen einrichten und prüfen – zusammengefasst: Sie halten die Verkehrssicherheit aufrecht. Steht ein Schild nach einem Unfall schief oder liegt gar am Boden, reparieren es die Straßenwärter.</p> <h2>Von der Sense zum motorisierten Freischneider</h2> <p>Nach der Schule habe er in mehrere Berufe reingeschnuppert, erzählt Andreas Filusch. Beim Straßenwärter gefiel ihm das breite Aufgabenfeld. Seit 2003 ist der 36-Jährige dem Beruf treu geblieben. Dasselbe bei Bernhard Specker. Nach der Schule folgte die Ausbildung zum Straßenwärter. Etwas anderes kam nicht infrage. Das ist nun 40 Jahre her. 56 Jahre alt ist er jetzt. Wenn er kann, will er den Beruf noch bis zur Rente durchhalten.</p> <p>„Als ich anfing, habe ich Schilder und Leitpfosten noch mit der Sense freigeschnitten“, erzählt Specker. Inzwischen nutzt er dafür einen Freischneider. Die Technik, die Werkzeuge mit Benzinmotoren oder Akkus, habe vieles erleichtert. „Früher war man vielleicht nicht so effektiv, dafür kommt nun die Lärmbelästigung dazu“, sagt Kollege Filusch. Und trotzdem sagen die Straßenwärter, bleibt die Arbeit so oft unbemerkt.</p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Gefahren, Kot, Kuriositäten – das ist der Alltag dieser Straßenwärter auf der B31 <p></p>]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 17:06:38 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[450.000 Euro für Toiletten und Duschen: Neuer Container für Wohnmobilstellplatz Ergeten geplant  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/450000-euro-fuer-toiletten-und-duschen-neuer-container-fuer-wohnmobilstellplatz-ergeten-geplant;art372486,12492929 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Räte schluckten bei der Summe, doch stimmten zu: Für den Wohnmobilstellplatz Ergeten wird ein neuer Toilettencontainer angeschafft. Die Stadt beantragt eine Förderung und sucht noch nach einer günstigeren Lösung.  ]]></description>
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          Die Räte schluckten bei der Summe, doch stimmten zu: Für den Wohnmobilstellplatz Ergeten wird ein neuer Toilettencontainer angeschafft. Die Stadt beantragt eine Förderung und sucht noch nach einer günstigeren Lösung.<br>
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        Die Räte schluckten bei der Summe, doch stimmten zu: Für den Wohnmobilstellplatz Ergeten wird ein neuer Toilettencontainer angeschafft. Die Stadt beantragt eine Förderung und sucht noch nach einer günstigeren Lösung.



        <p>Der Toilettencontainer auf dem Wohnmobilstellplatz Ergeten in Meersburg ist marode und soll ersetzt werden. Das erklärte Stadtbaumeister Markus Kremp in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Ein Anliegen, welches die Ratsmitglieder teilten. Doch wegen der angesetzten Kosten von etwa 450.000 Euro und der kurzen Frist für eine Entscheidung musste die Verwaltung einige zusätzliche Erklärungen liefern.</p> <p>Bauamtsleiter Markus Kremp stellte einen potenziell möglichen neuen Container vor. Dieser habe eine Unisex-Toilette sowie ein barrierefreies WC, drei Duschen, einen Technikraum und außen eine Spülmöglichkeit. Die Anschaffung könne durch das Tourismusinfrastrukturprogramm mit 20 Prozent gefördert werden. Da die Frist für einen solchen Antrag bereits am Tag nach der Ratssitzung ende, müssten die Räte entscheiden, ob sie einem solchen neuen Container zustimmten.</p> <p>Boris Mattes (SPD) meldete sich als Erster zu Wort. „Es ist wichtig, was zu machen, das ist ein zunehmender Markt, der bedient werden muss.“ Er kritisierte aber, dass die Entscheidung so kurzfristig getroffen werden müsse. „Es stinkt mir, dass wir keine Spielräume mehr haben.“ Weiterhin monierte er die angesetzten Kosten. „Das ist eine jenseitsmäßige Summe, da bauen andere ein Einfamilienhaus dafür.“</p> <h2>Chance auf Fördermittel nutzen</h2> <p>Bürgermeister Robert Scherer beschwichtigte. Der Austausch der Toilettenanlage sei kurzfristig für dieses Jahr angesetzt worden, da ein anderes Projekt nicht zustande gekommen sei. Deswegen sei nach einer Alternative gesucht worden, um die Chance auf Fördermittel zu erhalten. Dass die Kosten sehr hoch seien, darüber sei man sich einig. Kämmerin Heike Sonntag ergänzte, dass der Bauantrag über diese Summe gestellt werden müsse, um die maximal Förderung von 90.000 Euro zu erhalten.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Stellplätze für Wohnmobile</span><span>Die Stadt Meersburg stellt drei Wohnmobilstellplätze mit unterschiedlicher Ausstattung zur Verfügung. In den Preisen ist die Kurtaxe für zwei Personen enthalten. Diese liegt aktuell bei 3,20 Euro pro Person, wird aber im nächsten Jahr mit Wiedereinführung der Echt Bodensee Card auf 4,50 Euro pro Person erhöht.<br /> <strong>Allmend 2</strong> ist ein einfacher Parkplatz ohne Infrastruktur zum Preis von 18,40 Euro für 24 Stunden.<br /> <strong>Allmend 1</strong> bietet einige Stromsäulen gegen Gebühr, eine Ver- und Entsorgungsanlage sowie ein kostenlos nutzbares Toilettenhäuschen für insgesamt 20,40 Euro.<br /> <strong>Ergeten</strong> ist parzelliert und hat für jeden Platz einen Stromanschluss. Es gibt eine Ver- und Entsorgungsmöglichkeit, kostenlose Toiletten sowie Duschen, deren Nutzung 1 Euro kostet. Der Preis liegt ganzjährig bei 23,40 Euro.</span></label></div> <p>Alfons Fischer (FWV) meinte, er habe „bei dem Preis schwer geschluckt“. Er vermutete, dass die Kosten so hoch seien, weil es eine Maßanfertigung sei. Er schlug vor, nach Containern von der Stange zu suchen oder mehrere Einzelmodule nebeneinander zu stellen.</p> <h2>Für den Zuschussantrag wird die Höchstsumme angesetzt</h2> <p>Wie Robert Scherer meinte, liege eine Detailplanung noch nicht vor. Für den Antrag auf Fördergelder müssten jedoch konkrete Kosten angegeben werden. Wenn die Anlage später nur 150.000 Euro koste und 30.000 Euro Förderung flössen, hätte die Gemeinde ordentlich gespart. Stelle man den Antrag für eine niedrigere Summe, würden als Förderung nur 20 Prozent des veranschlagten Preises ausgezahlt. Wenn die realen Kosten dann aber darüber lägen, wären diese nicht mehr förderfähig. Daher setze man das Maximum an Kosten beim Antrag an, erläuterte Scherer.</p> <h2>Container könnten bei Bedarf auch umgezogen werden</h2> <p>Monika Biemann (Umweltgruppe) wollte wissen, ob ein Container auch angemietet werden könne, da Diskussionen um eine Verlegung des Platzes im Raum stünden. Das Gelände stehe im Gebietsplan optional für einen Tunnel für der B 31 zur Verfügung, auch ein mögliches Wohngebiet an dieser Stelle sei früher angedacht worden. Peter Köstlinger (CDU) erinnerte sich ebenfalls an Diskussionen zu einer möglichen Verlegung des Platzes. Daher sei eine Containerlösung einer festen Bebauung vorzuziehen. „Den Container kann man mitnehmen.“</p> <h2>Bürgermeister erhofft bessere Bewertungen durch Wohnmobilisten</h2> <p>Sebastian Schmäh (CDU) fragte, ob eine Dusche notwendig sei, „die Wohnmobile sind komplett ausgestattet.“ Außerdem erkundigte er sich, ob man das Projekt durch Gebühren refinanzieren könne, welche die Wohnmobilisten zu zahlen hätten, beispielsweise höhere Parkgebühren und 2¦Euro für das Duschen. Scherer antworte, dass eine Refinanzierung lange Zeit bräuchte. „Es soll ein Mehrwert für Gäste sein. Wir hoffen, dass die schlechten Bewertungen aufhören und wieder nach oben gehen.“</p> <p>Christian Herter (Umbo) sah es pragmatisch. Mit den Parkplätzen verdiene die Stadt Geld. Wenn eine Dusche vorhanden sei, dann sei der Platz eben teurer als ein reiner Parkplatz. „Höhere Infrastruktur kostet mehr Geld“, sagte er.</p> <p>Vor der Abstimmung wollte Sebastian Schmäh wissen, ob die Arbeiten sofort ausgeschrieben werden müssten. Ein Einwand, den auch Boris Mattes aufnahm, da laut Unterpunkt drei des Beschlussvorschlags die Verwaltung beauftragt werde, nach einer Förderzusage mit der Durchführung der Ausschreibung zu beginnen. „Dann müssen wir vergeben“, erklärte er, „da mache ich nicht mit.“ Der Bürgermeister strich daraufhin den Unterpunkt, sodass lediglich über den Bau und die Einreichung des Antrags für die Fördermittel abgestimmt wurde. Dem stimmten alle Gemeinderäte zu.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister B31 Kommunalpolitik Wohnungsbaupolitik Verkehrspolitik thema-politik-lokal thema-leben-wohnen thema-verkehr]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[450.000 Euro für Toiletten und Duschen: Neuer Container für Wohnmobilstellplatz Ergeten geplant]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 30 Sep 2025 10:29:01 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Stau auf der B31? Hier erfahren Sie aktuelle Infos zu Baustellen oder Verkehrsbehinderungen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/stau-auf-der-b31-hier-erfahren-sie-aktuelle-infos-zu-baustellen-oder-verkehrsbehinderungen-21-10-25;art410936,12491295 ]]></link>      <description><![CDATA[  Tunnel gesperrt, Ortsdurchfahrt dicht, Baustellenampel im Feierabendverkehr? Nicht jeder Stau auf der B31 ist absehbar, mancher Auslöser aber schon. Welche Maßnahmen aktuell für Behinderungen sorgen könnten.  ]]></description>
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          Tunnel gesperrt, Ortsdurchfahrt dicht, Baustellenampel im Feierabendverkehr? Nicht jeder Stau auf der B31 ist absehbar, mancher Auslöser aber schon. Welche Maßnahmen aktuell für Behinderungen sorgen könnten.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Tunnel gesperrt, Ortsdurchfahrt dicht, Baustellenampel im Feierabendverkehr? Nicht jeder Stau auf der B31 ist absehbar, mancher Auslöser aber schon. Welche Maßnahmen aktuell für Behinderungen sorgen könnten.



        <p>Oft genug herrscht auf der B31 ohne jede Vorwarnung Stillstand. Unfälle sind vollkommen unvorhersehbar, Ferien- oder Messestau nur in groben Zügen. Es gibt aber auch Verkehrsbehinderungen, die Sie als Pendler, Urlauber oder Durchreisender schon vor Fahrtantritt einkalkulieren können.</p> <p>Die Tunnel im Zuge der Bundesstraße zum Beispiel <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/wie-haeufig-werden-die-b31-tunnel-gewartet;art372474,12220974" target="_blank" title="Herbst-Check: Wie häufig werden die B31-Tunnel eigentlich gewartet?">müssen regelmäßig gewartet werden</a>. Und auch Bauarbeiten sind in der Regel im Voraus bekannt. Informationen zu aktuell anstehenden Maßnahmen, die für Stau auf der B31 am Bodensee sorgen könnten, finden Sie hier im Überblick.</p> <p></p> <p></p> <h2>Vom 22. bis 24. Oktober: Beide B31-Tunnel in Friedrichshafen nachts gesperrt</h2> <p>Von Mittwoch bis Freitag, 22. bis 24. Oktober, werden im Zuge der B31 in Friedrichshafen der Riedleparktunnel und der Waggershausertunnel zwei Nächte gesperrt sein. Die Sperrungen beginnen dem Landratsamt zufolge jeweils um 19 Uhr und dauern bis 6 Uhr am nächsten Morgen. In dieser Zeit finden gesetzlich vorgeschriebene Wartungs- und Inspektionsarbeiten statt. Zudem werden Reparaturen an der Tunnelbetriebstechnik und der Videoanlage vorgenommen. Der Verkehr in Fahrtrichtung Überlingen wird am ZF-Kreisverkehr umgeleitet und über die Ehlersstraße sowie die Keplerstraße zum Maybachplatz (MTU) geführt. Der Verkehr in Fahrtrichtung Lindau wird an der Abschlussstelle Friedrichshafen-West (L328b) über Sparbruck, die Hochstraße und die Maybachstraße zum Maybachplatz umgeleitet. Von dort führt die Umleitung nach rechts über die Keplerstraße und Ehlersstraße zurück zur B31.</p> <p><em>Wir aktualisieren diesen Artikel fortlaufend und informieren zu angekündigten Verkehrsmaßnahmen auf der B31.</em></p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 29 Sep 2025 11:45:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Überlinger Weltacker: Abschied in Andelshofen, Neustart 2026 in Brachenreuthe  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/ueberlinger-weltacker-abschied-in-andelshofen-neustart-2026-in-brachenreuthe;art372495,12490635 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein neuer Standort wird ab 2026 in Brachenreuthe aufgebaut. Der Hof Höllwangen steuert dafür 2000 Quadratmeter Ackerfläche bei. Die Verabschiedung aus Andelshofen erfolgt mit einem Erntedankfest Anfang Oktober.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Ein neuer Standort wird ab 2026 in Brachenreuthe aufgebaut. Der Hof Höllwangen steuert dafür 2000 Quadratmeter Ackerfläche bei. Die Verabschiedung aus Andelshofen erfolgt mit einem Erntedankfest Anfang Oktober.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/ueberlinger-weltacker-abschied-in-andelshofen-neustart-2026-in-brachenreuthe;art372495,12490635]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Ein neuer Standort wird ab 2026 in Brachenreuthe aufgebaut. Der Hof Höllwangen steuert dafür 2000 Quadratmeter Ackerfläche bei. Die Verabschiedung aus Andelshofen erfolgt mit einem Erntedankfest Anfang Oktober.



        <p>Der Überlinger Weltacker hat sich zu einer festen Größe entwickelt, nicht nur in der Region, sondern auch in Landwirtschafts- und Nachhaltigkeitskreisen deutschlandweit. Sechs Jahre lang haben die Initiatoren die 2000 Quadratmeter große Fläche unterhalb von Andelshofen jedes Jahr mit Pflanzen aus aller Welt bepflanzt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Erntedankfest zum Abschied</span><span>Mit dem Erntedankfest am 5. Oktober ab 15 Uhr feiert der Überlinger Weltacker nicht nur eine gelungene Anbausaision 2025, sondern auch den Abschluss des Projekts in Andelshofen. Neben frisch zubereitetem Ackergemüse wird es vor Ort unter anderem einen kleinen Chorauftritt geben. Erntedank wird in vielen Kulturen weltweit gefeiert. Hierzulande haben die Kirchen das vorchristliche Ritual übernommen und auf das erste Oktober-Wochenende gelegt. Infos: www.ueberlinger-weltacker.de.</span></label></div> <h2>Die Ideen hinter dem Weltacker</h2> <p>Die Idee dahinter: 2000 Quadratmeter entsprechen der Ackerfläche, die rechnerisch jedem Menschen auf der Erde zur Verfügung steht. Bepflanzt mit Getreiden, Gemüsen oder auch Ölfrüchten im weltweiten Verhältnis, werden die Anbauflächen verschiedener Kulturen sichtbar und zeigen so die globale Nahrungsmittelproduktion quasi unter dem Brennglas.</p> <h2>Immer neue Ideen brauchen Platz</h2> <p>Doch die Initiatoren möchten gerne mehr bieten. Um möglichst vielen Menschen das Thema nachhaltige Ernährung näher und „die Leute auf den Acker zu bringen“, wie Mitinitiatorin Anette Wilkening sagt, wolle man neben Ackerausstellung und Führungen weitere Bildungsformate anbieten – von Handwerk über Kunst bis Kultur. Dazu könnten etwa gemeinsames Kochen und Essen am Ackerfeuer gehören, das Mahlen von Getreide oder Untersuchen von Bodenproben. Oder auch die „künstlerische Auseinandersetzung mit Ernährungsthemen“, wie Wilkkening sagt, die das Projekt gemeinsam mit Eva Hauber verantwortet. Dafür haben die beiden eigens eine Gesellschaft gegründet, die Binela gUG, eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft. Binela steht für Bildung, Nachhaltigkeit, Ernährung, Landwirtschaft</p> <h2>Nach Gartenschau war ein Rückbau nötig</h2> <p>Zur Landesgartenschau gab es zwar eine Ausnahmegenehmigung, so dass etwa Ackerkonzerte oder Marktplätze für regionale Unternehmen möglich waren. Doch anschließend mussten Bühne, Stelen und auch das „Ackerklavier“, an das sich jeder setzen und spielen durfte, wieder abgebaut werden. „Es war daher klar, dass wir auf längere Sicht einen neuen Standort brauchten“, sagt Anette Wilkening.</p> <p>Mehr als ein Jahr lang habe man gesucht – und ist nun fündig geworden. Ab 2026 wird der Weltacker direkt vor den Toren des sonderpädagogischen Bildungszentrums Brachenreuthe blühen. Der Kontakt kam über Georg Biewer, den Leiter der dortigen Landwirtschaft, zustande. „Wir haben mitbekommen, dass der Weltacker auf der Suche ist und uns Gedanken gemacht“, sagt Biewer.</p> <p>Beteiligt ist auch der benachbarte Demeter-Hof Höllwangen. Auf dessen Ackerfläche werden nun die 2.000 Quadratmeter für die Saison 2026 angelegt. Auf der angrenzenden, zu Brachenreuthe gehörenden Weidefläche sollen künftig kreative Bildungsangebote möglich sein. Gleich nebenan gibt es zudem auch Veranstaltungsräume.</p> <p>Schnell von der Idee überzeugt war auch Cornelius Weichert, Vorstand der Camphill Schulgemeinschaften, zu denen der Standort Brachenreuthe gehört. Denn die Schule, in der rund 70 Kinder und Jugendliche mit Unterstützungsbedarf leben und lernen, wolle sich ohnehin stärker nach außen öffnen und suche „mehr Anknüpfungspunkte nach Überlingen und in die Region“. Man hoffe, die jungen Menschen in Brachenreuthe so „stärker in den Austausch zu bringen“, wie Weichert sagt.</p> <p>Etwas größer als für Camphill dürfte das Commitment des Hofes Höllwangen sein. Denn die 2.000 Quadratmeter für den Weltacker machen zwar nur einen Bruchteil der Gesamtfläche aus, sind allerdings wertvolle Gemüseanbaufläche mit Bewässerungsanschluss. Dennoch freut man sich auch hier, das Projekt unterstützen zu können.</p> <p>Aktuell wachsen auf dem künftigen Weltacker noch Fenchel und Rote Beete. Wenn diese bis Ende Oktober geerntet sein werden, können die Vorbereitungen für die erste Weltacker-Saison mit Seeblick beginnen.</p> <p>Zunächst wird aber in Andelshofen Abschied gefeiert – mit einem Erntedankfest am 5. Oktober. Das dürfte auch manchen im Ort wehmütig machen. „Wir haben von den Andelshofenern viel Unterstützung erfahren“, sagt Wilkening. Unmittelbar nach dem Fest soll der Abbau von Beeten, Zäunen und weiteren Installationen beginnen. Anschließend wird die Fläche wieder in den Ackerbau von Rengoldshausen integriert.</p> <p></p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Überlinger Weltacker: Abschied in Andelshofen, Neustart 2026 in Brachenreuthe]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 18:22:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Vollsperrung auf B31: Nach Kollision laufen über 100 Liter Öl aus einem Lastwagen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/auto-faehrt-in-lastwagen-vollsperrung-auf-der-b31;art410936,12489638 ]]></link>      <description><![CDATA[  Trotz stockendem Verkehr geriet eine 84-jährige Autofahrerin auf der Bundesstraße offenbar auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte sie mit einem Lastwagen. Beide Fahrspuren waren am Freitag bis zum Abend gesperrt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Trotz stockendem Verkehr geriet eine 84-jährige Autofahrerin auf der Bundesstraße offenbar auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte sie mit einem Lastwagen. Beide Fahrspuren waren am Freitag bis zum Abend gesperrt.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/auto-faehrt-in-lastwagen-vollsperrung-auf-der-b31;art410936,12489638]]></guid>
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        Trotz stockendem Verkehr geriet eine 84-jährige Autofahrerin auf der Bundesstraße offenbar auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte sie mit einem Lastwagen. Beide Fahrspuren waren am Freitag bis zum Abend gesperrt.



        <p>Auf der <a href="https://www.suedkurier.de/thema/b31/" target="_blank" title="" rel="noopener">B31</a> kam es am Freitagnachmittag gegen 16.30 Uhr zu einem Verkehrsunfall. Nach Polizeiangaben war auf Höhe Meersburg eine 84-jährige Toyota-Fahrerin in Fahrtrichtung Überlingen unterwegs. Aus bislang unbekannten Gründen geriet sie trotz stockendem Verkehr in den Gegenverkehr, schildert Christian Sugg, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Ravensburg.</p> <p>Dabei prallte die Seniorin mit etwa 40 Kilometer pro Stunde in einen Lastwagen auf der Gegenfahrbahn. Der Tank des Lastwagens sei laut Sugg dadurch aufgerissen worden. „Über 100 Liter sind dabei ausgelaufen, außerdem mehrere Dutzend Liter Öl“, schildert der Sprecher im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Teilweise müsse deshalb Erdreich abgetragen werden.</p> <h2>Beide Fahrspuren gesperrt</h2> <p>Die Fahrerin wurde dabei schwer verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie in ein Krankenhaus, ein Notarzt war nicht vor Ort. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf etwa 25.000 Euro. Das Auto erlitt einen Totalschaden, am Lastwagen entstanden etwa 10.000 Euro Schaden.</p> <p>Bis Freitagabend war die Strecke zwischen Meersburg und dem Abzweig nach Deisendorf in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Der Verkehr wurde wegen der Reinigungsarbeiten entsprechend umgeleitet. Wann der Abschnitt der Bundesstraße wieder freigegeben wird, war seitens der Polizei am Freitagabend gegen 20 Uhr noch nicht klar.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Vollsperrung auf B31: Nach Kollision laufen über 100 Liter Öl aus einem Lastwagen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 08:02:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Drei Bewerber, ein Ziel: Bürgermeister in Bermatingen werden  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bermatingen/drei-bewerber-ein-ziel-rupp-jonischkeit-und-maul-wollen-buergermeister-in-bermatingen-werden;art372469,12488739 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bei der Kandidatenvorstellung zur Bürgermeisterwahl in Bermatingen hatten Martin Rupp, Patrick Jonischkeit und Alexander Maul die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Nur einer aus dem Trio nutzt die komplette Redezeit.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Bei der Kandidatenvorstellung zur Bürgermeisterwahl in Bermatingen hatten Martin Rupp, Patrick Jonischkeit und Alexander Maul die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Nur einer aus dem Trio nutzt die komplette Redezeit.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bermatingen/drei-bewerber-ein-ziel-rupp-jonischkeit-und-maul-wollen-buergermeister-in-bermatingen-werden;art372469,12488739]]></guid>
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        Bei der Kandidatenvorstellung zur Bürgermeisterwahl in Bermatingen hatten Martin Rupp, Patrick Jonischkeit und Alexander Maul die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Nur einer aus dem Trio nutzt die komplette Redezeit.



        <p>Die Regeln sind klar: 20 Minuten hat jeder der drei Bürgermeisterkandidaten, um sich, seine Motivation und die Schwerpunkte künftiger Arbeit vorzustellen, informiert Bürgermeister-Stellvertreter Franz Kutter die Bürger im Dorfgemeinschaftshaus bei der offiziellen Kandidatenvorstellung der Gemeinde zur Wahl am 12. Oktober.</p> <p>Amtsinhaber Martin Rupp darf analog zur Reihenfolge der Bewerbungseingänge beginnen. Fragen aus dem Publikum sind nicht gestattet.</p> <h2>Bürgermeisterwahl in Bermatingen: So präsentieren sich die drei Bewerber</h2> <p><strong>Martin Rupp:</strong> Seriöser Anzug, sein Vortrag sachlich und souverän-ruhig. Der Amtsinhaber setzt auf Fakten, auf 24 Jahre Bürgermeisterarbeit, in denen er viele Ziele mit Leidenschaft, Freude und persönlich hohem Einsatz erreicht habe, wie er sagt, und auf seine langjährige Erfahrung. Er streift die erfolgreichen Projekte, vollendet oder im Werden: Ortskernsanierung, Ganztagsbetreuung Schule, modernisierte Sportstätten.</p> <p>Er verweist auf die Unterstützung von Landwirtschaft und Gewerbetreibenden, um die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde zu sichern, nennt die 17-Millionen-Investition in acht Jahren in Projekte und Maßnahmen, zu über 80 Prozent finanziert mit Eigenmitteln, Zuschüssen und Beiträgen, Schuldenrückführung, Glasfaser- und Breitbandausbau, Feuerwehrgerätehaus, Kindergarten- und Schulerweiterungen.</p> <p>Sein Augenmerk gilt weiter dem sozialen Wohnprojekt „In der Breite“, der Sicherung wohnortnaher Arbeitsplätze. Er will die touristischen Stärken der Gemeinde herausarbeiten, den Klimaschutz vorantreiben, auch künftig die über 30 Vereine und das Ehrenamt unterstützen, das jährliche Defizit von 1,2 Millionen Euro zur Kinderbetreuung, dem Aushängeschild der Gemeinde, weiterhin leisten und die Bürger aktiv mit Workshops und Umfragen in die weitere Gestaltung der Gemeinde einbeziehen.</p> <p>Er wirft seinen Sachverstand, Erfahrung und Beständigkeit in die Waagschale. Punktlandung mit genau 20 Minuten Redezeit. 18 Sekunden Applaus.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das ist Martin Rupp</span><span>Martin Rupp, 54, lebt seit 2002 mit seiner Frau und zwei Söhnen in Bermatingen. Der Diplom-Verwaltungswirt ist seit 2001 Bürgermeister, parteilos, gehört aber den Freien Wählern (FW) an, ist unter anderem Mitglied im Kreistag und im Landesvorstand des Gemeindetags.</span></label></div> <p><strong>Patrick Jonischkeit:</strong> Locker, kariertes Hemd, Jeans: Jonischkeit legt leicht nervös los und gesteht das auch ein. „Bermatingen kann ein bisschen mehr und verdient auch ein bisschen mehr“, sagt er. Er lebe gerne in der Gemeinde mit Menschen, „die ihr Lächeln miteinander teilen“. In seiner beruflichen Selbständigkeit habe er gelernt, Verantwortung zu tragen, Entscheidungen zu treffen und vor allem zuzuhören, denn gute Entscheidungen entstünden im Gespräch mit Menschen, denen er mit Bürgersprechstunden und digitalen Möglichkeiten ein Forum geben möchte.</p> <p>Als Bürgermeister würde er „ehrlich, offen und mutig handeln“. Er wolle eine Gemeinde, „die Familien unterstützt und Tourismus als Chance begreift“. Hier könne man sich mit Kindergärten abstimmen, Elterninitiativen unterstützen und Förderprogramme nutzen.</p> <p>Am Herzen liegen ihm auch die älteren Mitbürger. Hier wolle er Orte der Begegnungen, Gemeinschaftsräume und Mehrgenerationentreffs schaffen, Kooperationen aufbauen, Ehrenamtsnetzwerke fördern. Ein Anliegen sind ihm nachhaltiger Tourismus, der die Landschaft schütze und Arbeitsplätze schaffe.</p> <p>Gemeinsam mit Landwirten und Vereinen würde er eine eigene Regionalmarke gründen. „Ich glaube an Politik auf Augenhöhe und will ein Bürgermeister sein, der zuhört und auch ehrlich sagt, wenn etwas nicht geht.“ Er wolle nicht nur „verwalten, sondern gestalten, nicht regieren, sondern agieren“. Er schließt: „Ich würde mein Bestes geben jeden Tag.“ 12 Sekunden Applaus nach acht Minuten Redezeit.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das ist Patrick Jonischkeit</span><span>Patrick Jonischkeit, 42, gebürtiger Friedrichshafener, und seiner Familie ist Bermatingen nach Wohnorten in Friedrichshafen, Markdorf und Mittelstenweiler seit 2020 zur Heimat geworden. Seit 2017 ist er selbständiger Unternehmer in Meersburg. Er ist parteilos.</span></label></div> <p><strong>Alexander Maul,</strong> im weißen Pulli und schwarzer Hose, erzählt, dass er Klassensprecher war, Streitschlichter, Fußball-C-Trainer. „Als Fußballer war ich Libero, mein Spitzname war ,Die Wand`“, sagt er, das Publikum lacht. Seine beruflichen Erfahrungen in verantwortlichen Positionen hätten ihm gezeigt, wieviel Freude es mache, Verantwortung zu tragen und gemeinsam Ziele zu erreichen.</p> <p>Ebenfalls im Beruf habe er gelernt, wie wichtig Präzision und Teamarbeit, der Blick auf Termine, Budget und Machbarkeit seien. Er folge der Einstellung seiner Oma: Sich für andere einsetzen und Dinge besser zu machen. „Diese Haltung möchte ich in den Dienst unserer Gemeinde stellen und gern Verantwortung für eine gemeinsame Zukunft Bermatingens übernehmen“, sagt er.</p> <p>Mut, Ehrgeiz und Wille zur Verbesserung begleiteten ihn schon sein ganzes Leben, wirbt Maul für sich. Und er betont: „Parteipolitik interessiert mich nicht, mir geht es um Sie!“ Er möchte sich für bezahlbaren Wohnraum, Familien und Sicherheit einsetzen, die Wirtschaft stärken, Arbeitsplätze sichern, Bürgern einen direkten Prozess der Mitwirkung per App ermöglichen und als Quereinsteiger frischen Wind in die Verwaltung bringen.</p> <p>Seine Devise sei: Nie aufgeben im Leben. Für seinen Auftritt erhält er 12 Sekunden Applaus. Nach nur sieben Minuten beendet er seine Rede.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das ist Alexander Maul</span><span>Alexander Maul, 34, geboren in Kasachstan, zog 1994 nach Deutschland und lebt seit 2015 mit seiner Freundin und demnächst zwei gemeinsamen Kindern in Bermatingen. Der Zerspanungsmechaniker arbeitet als Schichtleiter bei der Firma Ziegler und ist parteilos.</span></label></div>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Drei Bewerber, ein Ziel: Bürgermeister in Bermatingen werden]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 25 Sep 2025 12:50:49 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Es hat enorme Auswirkungen auf uns": Große Betroffenheit nach Einbruch in Basilika Birnau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/uhldingen-muehlhofen/es-hat-enorme-auswirkungen-grosse-betroffenheit-nach-einbruch-in-basilika-birnau-26-09-25;art372496,12488495 ]]></link>      <description><![CDATA[  Vergangene Woche drangen Unbekannte in die Wallfahrtskirche ein. Sie brachen das Hauptportal auf und stahlen Geld aus Opferstöcken. Der entstandene Schaden ist allerdings deutlich höher als die Beute.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Vergangene Woche drangen Unbekannte in die Wallfahrtskirche ein. Sie brachen das Hauptportal auf und stahlen Geld aus Opferstöcken. Der entstandene Schaden ist allerdings deutlich höher als die Beute.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/uhldingen-muehlhofen/es-hat-enorme-auswirkungen-grosse-betroffenheit-nach-einbruch-in-basilika-birnau-26-09-25;art372496,12488495]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Vergangene Woche drangen Unbekannte in die Wallfahrtskirche ein. Sie brachen das Hauptportal auf und stahlen Geld aus Opferstöcken. Der entstandene Schaden ist allerdings deutlich höher als die Beute.



        <p>Mesner Michael Jehle ist immer noch bestürzt nach dem Vorfall. „Ich habe es entdeckt, als ich meine morgendliche Runde begann“, schildert er. Doch was er an diesem Freitagmorgen fand, war alles andere als alltäglich: Das Portal der Wallfahrtskirche stand offen und der Balkenriegel, der die Türflügel von hinten blockieren sollte, war durchbrochen.</p> <p>Fünf Opferstöcke, verschlossene Kästen, in die Gläubige und Besucher Spenden einwerfen können, waren aufgebrochen worden. Die Schlösser wurden mit einem Winkelschleifer bearbeitet, schildert der Mesner. Außerdem versuchten die Einbrecher, die Tür zur Rückseite des Klosterladens aufzubrechen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/uhldingen-muehlhofen/einbruch-in-der-basilika-birnau-1000-euro-beute-50000-euro-schaden;art372496,12485085" target="_blank" title="Einbruch in die Birnau! 1000 Euro Beute, 50.000 Euro Schaden">Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf mindestens 50.000 Euro.</a></p> <h2>Verantwortliche wollen Konsequenzen ziehen</h2> <p>Weil es so schwer zugerichtet wurde, muss ein Kellerportal erneuert werden. Nicht nur hebelten die Einbrecher die Abdeckleiste ab, sie brachen die gesamte Falzseite auf, also dort, wo der eine Türflügel mit dem anderen ins Schloss fällt. „Das Kellerportal wurde erst kürzlich für 27.000 Euro hergestellt und eingesetzt“, sagt Jehle. Sie ist wie alle Türen eine Schreinerarbeit. Nun kommt sie zurück in die Handwerker-Werkstatt.</p> <p>Das Haupttor wurde bereits gerichtet, so dass es wieder geöffnet und geschlossen werden kann. „Wir mussten schnell zum Alltag zurückkehren“, sagt Michael Jehle.</p> <p>Der Morgengottesdienst wurde kurzerhand im Nebengebäude abgehalten. Nachdem die Polizei den Tatort gegen 9.30 Uhr am Freitag wieder freigegeben hatte, öffneten die Verantwortlichen die Basilika wieder für Besucher. Außerdem wurde ein neuer, dickerer Balkenriegel besorgt. „Wir ziehen auf jeden Fall Konsequenzen daraus, nur welche sind derzeit noch nicht klar.“</p> <h2>Geborgenheit wurde durchbrochen</h2> <p>Mit dem Einbruch selbst gehen die Zisterzienser offen um. Die aufgebrochenen Opferstöcke stehen mit einem ausgedruckten Vermerk in der Basilika, dass es einen Einbruch gab. Wer spenden wolle, müsse dies aufgrund der defekten Opferstöcke an anderer Stelle tun. Zurück bleibt deutlich mehr als Einbruchsspuren: „Es hat enorme Auswirkungen auf uns, weil wir uns sicher wähnten“, sagt der Mesner.</p> <p>Es gebe zwar sowohl Alarmanlage als auch Video-Überwachung, doch die nehme nur bei Licht auf. „Besonders für die zwei Mönche, die hier leben, ist es herb.“ Ihre Geborgenheit sei durchbrochen worden. Auch die Bevölkerung zeige sich laut Jehle bestürzt über die Tat. „Wo kommen wir hin, wenn man schon die Kirche beklaut?“, fragt der Mesner.</p> <h2>Vermutlich kein Zusammenhang mit Einbruch in Meersburger Kirche</h2> <p>Ende August brachen unbekannte Täter in Meersburg die Kirche Mariä Heimsuchung ein, und stahlen dort ebenfalls das Geld aus den Opferstöcken. Bislang gibt es allerdings keine Indizien auf einen Zusammenhang der beiden Taten, sagt Simon Göppert, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Ravensburg. Auch in die Basilika Birnau wurde 2014 eingebrochen. Damals wurde ebenfalls ein Opferstock angegangen. Der Täter flüchtete allerdings, nachdem ein Pater ihn dabei ansprach, berichtete die Polizei damals.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[„Es hat enorme Auswirkungen auf uns": Große Betroffenheit nach Einbruch in Basilika Birnau]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Thu, 25 Sep 2025 12:22:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach dem Dachstuhlbrand: Bewohner-Sprecher loben große Hilfsbereitschaft in der Nachbarschaft  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/feuer-drama-in-meersburg-am-bodensee-bewohner-loben-enorme-hilfsbereitschaft-26-09-25;art372486,12488478 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bei Betroffenen sitzt der Schock nach dem Feuer am Dienstag noch tief. Ulli Zimmerer und Bernd Stecher vom Eigentümerbeirat berichten von großer Solidarität im Wohnquartier – und erzählen, wie sie den Tag erlebt haben.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Bei Betroffenen sitzt der Schock nach dem Feuer am Dienstag noch tief. Ulli Zimmerer und Bernd Stecher vom Eigentümerbeirat berichten von großer Solidarität im Wohnquartier – und erzählen, wie sie den Tag erlebt haben.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/feuer-drama-in-meersburg-am-bodensee-bewohner-loben-enorme-hilfsbereitschaft-26-09-25;art372486,12488478]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Bei Betroffenen sitzt der Schock nach dem Feuer am Dienstag noch tief. Ulli Zimmerer und Bernd Stecher vom Eigentümerbeirat berichten von großer Solidarität im Wohnquartier – und erzählen, wie sie den Tag erlebt haben.



        <p>Nach dem Dachstuhlbrand am 23. September in der Lichtenwiese in Meersburg sieht es auf dem Gelände der Mehrfamilienhäuser noch verheerend aus. Statt des Dachs ist ein klaffendes Loch zu sehen, an der Stirnseite blättert ein Teil der Dämmung. Rot-weiß-gestreifte Absperrbänder flattern im Wind, auf der Wiese der betroffenen Haushälfte liegen Dachziegel und Reste des Schornsteins. Zerbrochene Ziegel türmen sich vor der Haustür der Nummer 21.</p> <p>Beim Vor-Ort-Termin mit dem SÜDKURIER tragen Bewohner notwendige Dinge aus ihren Wohnungen, sie sind bekleidet mit Gummistiefeln und Schutzmasken – vorsichtshalber, um keine schädlichen Stoffe einzuatmen. Die Wohnungen im Erdgeschoss und im ersten und zweiten Obergeschoss sind zum Betreten freigegeben; dort zu übernachten, wird jedoch nicht empfohlen. Mehr Auskunft möchten die Bewohner nicht geben, zu tief sitzt noch der Schock.</p> <h2>Vom Frühstück weg direkt zum Brandort</h2> <p>An ihrer Stelle berichten auf Nachfrage die beiden Mitglieder des Eigentümerbeirats, Bernd Stecher und Ulli Zimmerer, stellvertretend für Eigentümer und Mieter der insgesamt 24 Wohnungen.</p> <p>Bernd Stecher, der selbst ein paar Häuser weiter wohnt, <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/dachstuhlbrand-in-meersburg-feuerwehr-im-grosseinsatz;art372486,12486980" target="_blank" title="Dachstuhlbrand in Meersburg: Feuerwehr mit Großeinsatz">saß am Morgen des Brandes beim Frühstück</a>, als seine Tochter, die in Haus Nummer 21a lebt, aufgeregt anrief und berichtete, dass es nebenan brenne. Beim Blick aus dem Fenster sah er die Flammen lodern. Er sei gleich hinübergelaufen, und als er die Feuerwehrfahrzeuge gesehen habe, habe er das Ausmaß des Einsatzes erst richtig begriffen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Der Einsatz</span><span>Gegen 6.15 Uhr am 23. September wurde der Brand gemeldet, gegen 13.30 Uhr konnten die Bewohner des angrenzenden Hauses 21a wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Bewohner des Brandobjekts Nummer 21 konnten am frühen Abend in die unteren Wohnungen, um nötige Dinge zu holen, ins zweite Obergeschoss wurden sie nur unter Begleitung der Feuerwehr gelassen. Die Wohnungen unter dem Dach, wo der Brand ausgebrochen ist, sind nicht begehbar. Die Brandursache ist aktuell noch unklar. Rund 170 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Neben den Feuerwehren aus dem Gemeindeverwaltungsverband kam die Wehr aus Immenstaad, der Hubsteiger der ZF-Werksfeuerwehr Friedrichshafen und ein Fahrzeug des Landkreises mit Ersatzkleidung für Atemschutzträger. Zudem waren die Schnelleinsatzgruppen des Deutschen Roten Kreuz aus Meersburg und Salem sowie Rettungskräfte der Johanniter Unfallhilfe vor Ort.</span></label></div> <h2>Mit Decken, Kaffeemaschine und Wasserkocher zum Sammelpunkt</h2> <p>Er rief die Hausverwaltung an, um sie zu informieren. Dann habe er sich gefragt: „Wie kann ich helfen?“ Er brachte die Bewohner, die teils nur in leichter Bekleidung im Freien standen, zum Pavillon des Deutschen Roten Kreuzes. Während er dann Decken, Kaffeemaschine und Wasserkocher zum Sammelpunkt trug, seien andere Nachbarn mit Tassen oder Essen gekommen, um die Helfer bei der Versorgung der Bewohner und Einsatzkräfte zu unterstützen. Später habe er als Bindeglied zwischen Bewohnern, Hausverwaltung und Rettungskräften fungiert, erklärt Stecher.</p> <p>Ulli Zimmerer, der in der nicht vom Feuer betroffenen Haushälfte 21a wohnt, stand gerade unter der Dusche, als es Sturm bei ihm klingelte. Er lief ins Freie und sah die vier bis fünf Meter hohen Flammen aus dem Dach nebenan schlagen. Dann habe er viele Dinge ganz automatisch getan, wie er erzählt: „Manches davon auch total irrational“, sagt er am Tag danach, mit etwas Abstand. „Ich habe meine Wohnungstür abgeschlossen.“ Auch er half, die Bewohner der betroffenen Wohnungen zum Pavillon des Roten Kreuzes zu bringen.</p> <h2>Nachbarn bringen Essen für die Bewohner vorbei</h2> <p>Ulli Zimmerer, der wie auch Bernd Stecher am Brandtag nicht zur Arbeit gehen konnte, ist begeistert über die große Solidarität der Nachbarschaft in dem Stadtviertel. „Es war fantastisch, wie viele Menschen Essen gebracht haben.“ Auch den Einsatz der Hausbewohner lobt er. Im Brandobjekt Nummer 21 sei ein Mieter durch alle Stockwerke gegangen und habe an alle Türen geklopft, um die anderen Bewohner zu informieren und dafür zu sorgen, dass alle das Haus verlassen.</p> <p>Im Haus 21a mussten alle Wohnungstüren aufgebrochen werden, da zunächst unklar war, ob alle Bewohner dort ins Freie gegangen waren. Die Hausverwaltung habe dafür gesorgt, dass die Türen bis zum Abend repariert waren, auch das Treppenhaus sei gereinigt worden. Als Laie beurteile er auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Feuerwehren und Rettungskräfte als „sehr gut.“</p> <h2>Bürgermeister lobt Zusammenarbeit der Feuerwehren</h2> <p>B<a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/nach-feuer-in-dachgeschosswohnung-in-meersburg-brandursache-weiter-unklar;art372486,12487746" target="_blank" title="Nach Feuer in Dachgeschosswohnung: Brandursache weiter unklar">ürgermeister Robert Scherer, der am Brandtag bis zum frühen Nachmittag vor Ort war</a>, lobt am Abend in der Stiftungsratssitzung ebenfalls die Zusammenarbeit der verschiedenen Wehren: „Das war ein Vorzeige-Einsatz der interkommunalen Zusammenarbeit!“ Neben den Drehleitern aus Meersburg und Uhldingen-Mühlhofen sei der Hubsteiger der ZF-Werksfeuerwehr aus Friedrichshafen zum Einsatz gekommen. Dieser sei angefordert worden, da der Ausleger etwas länger sei und bis an die hinterste Ecke des Gebäudes reichte. So habe man verhindern können, dass das Feuer auf das nächste Haus übergreift.</p> <h2>„Für mich war das ein Großbrand“</h2> <p>Robert Scherer lobte namentlich die freiwilligen Helfer Bernd Stecher und Ulli Zimmerer, ebenso die Mitarbeiter des Ordnungsamts, Ulrike Staiger-Heinzmann und Dejan Jovcic, die es trotz der noch auslaufenden Saison geschafft hätten, für die rund 20 Betroffenen bei Bedarf Unterkünfte zu besorgen. „Es waren wirklich viele Menschen betroffen, für mich war das ein Großbrand“, meinte Scherer, auch wenn es sich fachlich um einen Dachstuhlbrand gehandelt habe.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Feuerwehr Katastrophenschutz Rettungswesen Unfall thema-sicherheit-blaulicht thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-sicherheit-blaulicht-katastrophe]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Nach dem Dachstuhlbrand: Bewohner-Sprecher loben große Hilfsbereitschaft in der Nachbarschaft]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 24 Sep 2025 11:59:07 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach Feuer in Dachgeschosswohnung: Brandursache weiter unklar  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/nach-feuer-in-dachgeschosswohnung-in-meersburg-brandursache-weiter-unklar;art372486,12487746 ]]></link>      <description><![CDATA[  Beim Feuer entstand ein großer Schaden, ein Feuerwehrmann und zwei Bewohner zogen sich Verletzungen zu. Die Polizei und ein Gutachter gehen nun der Frage nach, warum es überhaupt soweit kam.  ]]></description>
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          Beim Feuer entstand ein großer Schaden, ein Feuerwehrmann und zwei Bewohner zogen sich Verletzungen zu. Die Polizei und ein Gutachter gehen nun der Frage nach, warum es überhaupt soweit kam.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/nach-feuer-in-dachgeschosswohnung-in-meersburg-brandursache-weiter-unklar;art372486,12487746]]></guid>
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        Beim Feuer entstand ein großer Schaden, ein Feuerwehrmann und zwei Bewohner zogen sich Verletzungen zu. Die Polizei und ein Gutachter gehen nun der Frage nach, warum es überhaupt soweit kam.



        <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/dachstuhlbrand-in-meersburg-feuerwehr-im-grosseinsatz;art372486,12486980" target="_blank" title="Dachstuhlbrand in Meersburg: Feuerwehr mit Großeinsatz">Beim Ausbruch eines Feuers in einer Dachgeschosswohnung in Meersburg</a> ist am Dienstag ein großer Schaden entstanden. Die Polizei geht von einer sechsstelligen Summe aus. Das Feuer wurde um kurz nach 6 Uhr bemerkt.</p> <p>Zwei Bewohner der Brandwohnung erlitten Verletzungen durch Rauchgasvergiftung und wurden vom Rettungsdienst behandelt und in ein Krankenhaus transportiert, teilte Martin Scheerer, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes, mit. Alle weiteren Bewohner des Hauses seien rechtzeitig unverletzt aus dem Wohnkomplex gelangt. Kräfte des Roten Kreuzes und der Johanniter Unfallhilfe betreuten bis zu 20 Personen. Außerdem sicherten sie den Einsatz der Frauen und Männer aus der Feuerwehr ab. Unter anderem musste ein Feuerwehrmann behandelt werden, der sich bei den Löscharbeiten leichte Verletzungen zugezogen habe.</p> <h2>Mehr als 170 Helferinnen und Helfer</h2> <p>Die Feuerwehren waren zeitweise mit 120 Einsatzkräften im Einsatz, so Scheerer. Rotes Kreuz, Johanniter und Schnelleinsatzgruppe des DRK waren mit 54 Helferinnen und Helfern vor Ort, so dass sich die Gesamtzahl auf über 170 erhöhte. In einer ersten Meldung der Polizei ging man von 130 aus.</p> <p>Einsatzende war gegen 14.30 Uhr, wobei eine Brandsicherheitswache auch über die Nacht eingerichtet wurde, wie die Feuerwehr in ihrem Pressebericht schreibt. Auf Nachfrage zur Brandursache teilte die Polizei am Mittwoch mit: „Es gibt bislang keine Erkenntnisse zu einer möglichen Ursache, die Ermittlungen dauern hier an. Seitens der Versicherung wurde auch ein Gutachter hinzugezogen.“</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Feuerwehr Polizei Klinik Unfall Verkehrsunglücke Rettungswesen thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-sicherheit-blaulicht]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Nach Feuer in Dachgeschosswohnung: Brandursache weiter unklar]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 12:11:09 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Straße und Schiene haben Priorität": CDU-Kandidat Bruns über Verkehr, Kliniken und Jobsicherheit  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/landtagswahl-2026-im-bodenseekreis-diese-themen-sind-fuer-cdu-kandidat-alexander-bruns-besonders-wichtig;art410936,12487079 ]]></link>      <description><![CDATA[  Baden-Württemberg wählt am 8. März 2026 einen neuen Landtag. Die CDU will mit Alexander Bruns das Direktmandat im Wahlkreis Bodensee von den Grünen zurückerobern – so soll es gelingen.  ]]></description>
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          Baden-Württemberg wählt am 8. März 2026 einen neuen Landtag. Die CDU will mit Alexander Bruns das Direktmandat im Wahlkreis Bodensee von den Grünen zurückerobern – so soll es gelingen.<br>
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        Baden-Württemberg wählt am 8. März 2026 einen neuen Landtag. Die CDU will mit Alexander Bruns das Direktmandat im Wahlkreis Bodensee von den Grünen zurückerobern – so soll es gelingen.



        <p>Bislang macht er Politik in Überlingen, nun setzt er zum Sprung nach Stuttgart an: Alexander Bruns, Vorsitzender der Überlinger CDU, möchte bei der Landtagswahl 2026 das Direktmandat im Wahlkreis 67 Bodensee für die CDU zurückerobern. Seit Bestehen des Wahlkreises 1976 hatten die Christdemokraten das Erstmandat errungen. Bis zu den Wahlen 2016 und 2021, als jeweils Martin Hahn von den Grünen siegte. Aber auf welche Themen setzt Alexander Bruns? Er antwortet auf sieben Thesen, formuliert als Utopien.</p> <p><strong>1. Der Bodenseekreis ist schon eine Art Paradies. Richtige Not gibt es hier nicht.</strong></p> <p>Als politisches Statement halte ich das für falsch. Paradies ist eher eine theologische Kategorie. Politik muss sich um die irdischen Probleme kümmern, und die gibt es auch in der Region. Teilweise gibt es auch echte Not. Mir ist es wichtig, geerdet zu bleiben. Ich möchte mich um die Probleme der Menschen hier vor Ort kümmern und zu einer Lösung beitragen.</p> <p><strong>2. Die Kliniken Überlingen, Friedrichshafen und Tettnang bleiben die Kliniken für die Patienten im Kreis.</strong></p> <p>Das wäre schön. Aber die Gesundheitsversorgung ist in Gefahr geraten. Die Bundesgesundheitsreform ist ein Versuch, das strukturell in den Griff zu bekommen – Stichwort Zuweisung neuer Leistungsgruppen für Kliniken. Das Landes-Sozialministerium unter Manfred Lucha ist mit dem Prozess ein halbes Jahr im Verzug. Das können wir uns nicht leisten. Kliniken stehen finanziell massiv unter Druck, das sieht man ja gerade am Beispiel des Medizin Campus Bodensee mit den <a href="https://www.suedkurier.de/thema/klinikum-friedrichshafen/" target="_blank" title="" rel="noopener">Kliniken in Friedrichshafen</a> und Tettnang. Die Gesundheitsversorgung endet nicht an den Grenzen des Bodenseekreises. Es muss eine Abstimmung mit Ravensburg, Lindau, Überlingen und Konstanz, Singen und Tuttlingen stattfinden. Es ist entscheidend, dass die Akteure in der Region an einem Strang ziehen.</p> <p><strong>3. Bürger können sich in der Region sehr sicher fühlen, Polizei und Sicherheitsbehörden machen einen tollen Job.</strong></p> <p>Den zweiten Teil unterschreibe ich sofort. Was die Kriminalitätsrate angeht, mag der Bodenseekreis im Vergleich zu anderen Regionen vergleichsweise gut dastehen. Gleichwohl ist das Sicherheitsempfinden der Menschen erschüttert. Viele sind verunsichert und ich verstehe das. In manchen Bereichen nehmen die Straftaten zu. Die Polizei braucht mehr Personal und moderne Ausstattung, die <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/videoueberwachung-am-bahnhof-warum-das-in-ravensburg-geht-und-in-friedrichshafen-nicht;art372474,12484305" target="_blank" title="Videoüberwachung am Bahnhof: Warum das nun in Ravensburg geht – und in Friedrichshafen nicht">Videoüberwachung</a> im öffentlichen Raum muss erleichtert werden – hier ist das Land gefordert.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person</span><span>Alexander Bruns, 1966 in Hamburg geboren, tritt bei der Landtagswahl 2026 als Spitzenkandidat der CDU im Wahlkreis Bodensee an. Bei der CDU-Kandidatennominierung im März setzte er sich im zweiten Wahlgang mit 52 Prozent knapp gegen Kerstin Mock aus Markdorf durch. Bruns ist Vorsitzenden der CDU Überlingen und stellvertretender Fraktionssprecher im Überlinger Stadtrat. Alexander Bruns ist Jurist und lehrt als Professor an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.</span></label></div> <p><strong>4. Solarenergie, Seethermie, Windkraft: Die Energiewende wird gelingen.</strong></p> <p>Das weiß heute keiner. Es ist wichtig, dass die Energiewende gelingt. Unklar ist, wie schnell es geht und wieviel es kosten wird. Das muss in ein vernünftiges Verhältnis gebracht werden, weil wir das Geld an allen Ecken und Enden brauchen – um unser Land wieder konkurrenzfähig und die Sozialsysteme leistungs- und zukunftsfähig zu machen. Beim Ausbau der Energienetze muss das Land mehr tun.</p> <p><strong>5. Bundesstraße 31, Bodenseegürtelbahn, Bodenseeradweg – bei der Verkehrsinfrastruktur wird es ab 2026 so richtig vorangehen.</strong></p> <p>Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Mit der Modernisierung der <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/von-platz-32-auf-11-bodenseeguertelbahn-verbessert-sich-im-landes-ranking-aber-schauen-sie-genau-hin;art410936,12393916" target="_blank" title="Bodenseegürtelbahn verbessert sich in Landes-Ranking – hier kann man sich aber täuschen lassen">Bodenseegürtelbahn</a> geht‘s 2026 hoffentlich los, vorausgesetzt die Finanzierung kommt wie verabredet zustande. Dann könnte das 2034 fertig sein. Der Ausbau der <a href="https://www.suedkurier.de/thema/b31/" target="_blank" title="" rel="noopener">B31</a> ist ein einziges planerisches Desaster. Das dauert viel zu lange und die Menschen verstehen nicht, warum das so ist. Hier hat man zehn bis 15 Jahre verschenkt, das hätte das grün-geführte Verkehrsministerium schneller voranbringen müssen. Radwege sind wichtig, aber die erste Priorität bei Investitionen muss auf der Straße und der Schiene liegen.</p> <p><strong>6. Die Unternehmen in unserer Region bieten ihren Mitarbeitern langfristige Jobsicherheit.</strong></p> <p>Diese Gewissheit gibt es heute nicht mehr. Viele Unternehmen befinden sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die Politik muss die Rahmenbedingungen so setzen, dass Firmen wirtschaftlich und auskömmlich arbeiten können. Gewerbeansiedlungen erleichtern, Innovation fördern – da kann die Landespolitik besser helfen. Bürokratieabbau darf kein Schlagwort bleiben. Die Verwaltung muss effizienter und unbürokratischer agieren. Ob bei Umweltschutz, Berichtspflichten, Lieferketten: In vielen Bereichen werden Unternehmen durch überbordende Regulierung behindert – das muss sich ändern.</p> <p><strong>7. Die Kommunen sind finanziell so am Ende, dass das Land ihnen keine weiteren Aufgaben mehr aufbürden darf, ohne selbst dafür zu bezahlen.</strong></p> <p>Das ist stark zugespitzt. Es kann künftig neue, wichtige Aufgaben geben, die einfach dringend sind, sodass die Frage nach der Finanzierung an zweiter Stelle stehen muss. Klar ist aber, dass in der Vergangenheit die Frage nach Aufgabenerfüllung und -finanzierung nicht richtig beantwortet worden ist. Wenn das Land will, dass sich die Kommunen und Kreise um Kitaplätze, Ganztagesbetreuung, Umweltschutz und Flüchtlingsunterbringung kümmern sollen, muss es dafür auch das Geld zur Verfügung stellen. So wie jetzt kann man da nicht weitermachen.</p> <p></p> <p></p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Meersburg]]></dc:source>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 08:32:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Dachstuhlbrand in Meersburg: Feuerwehr mit Großeinsatz  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/dachstuhlbrand-in-meersburg-feuerwehr-im-grosseinsatz;art372486,12486980 ]]></link>      <description><![CDATA[  Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Meersburg. Die Feuerwehr wird um kurz nach 6 Uhr am Dienstagmorgen zu einem Dachstuhlbrand gerufen. Rund 130 ehrenamtliche Hilfskräfte sind unterwegs. Mit Video!  ]]></description>
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          Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Meersburg. Die Feuerwehr wird um kurz nach 6 Uhr am Dienstagmorgen zu einem Dachstuhlbrand gerufen. Rund 130 ehrenamtliche Hilfskräfte sind unterwegs. Mit Video!<br>
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        Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Meersburg. Die Feuerwehr wird um kurz nach 6 Uhr am Dienstagmorgen zu einem Dachstuhlbrand gerufen. Rund 130 ehrenamtliche Hilfskräfte sind unterwegs. Mit Video!



        <p>In der Hans-Dieter-Straße in Meersburg ist am Dienstagmorgen, 23. September, in einem Mehrfamilienhaus ein Brand ausgebrochen. In dem Gebäude waren zwei Wohnungen im Dachstuhl betroffen, wie Polizei und Feuerwehr dem SÜDKURIER bestätigten. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Dachstuhl in Vollbrand, teilte der Meersburger Feuerwehrsprecher Sebastian Kolbe mit. Die rund 20 Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses konnten sich zuvor selbständig ins Freie retten. Zwei von ihnen sowie im späteren Einsatzverlauf auch ein Feuerwehrmann wurden nach Verdacht einer Rauchgasinhalation vom Sanitätsdienst behandelt, hieß es in einer Polizeimitteilung.</p> <p>88 Feuerwehrleute waren ab den Morgenstunden im Einsatz. Wie Martin Scheerer, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands sagt, wurden weitere von der Meersburger Wehr alarmiert. Darunter die benachbarten Feuerwehren aus Daisendorf, Stetten und Hagnau sowie der Atemschutzwagen aus Markdorf. Die freiwillige Feuerwehr Uhldingen-Mühlhofen half mit ihrer Drehleiter aus.</p> <h2>Mehr als eine Wohnung betroffen</h2> <p>Um die Verletzten kümmerte sich das Rote Kreuz. Auch Kräfte der Johanniter Unfallhilfe waren im Einsatz, sowie die Schnelleinsatzgruppe des DRK. In Summe waren rund 130 ehrenamtlich tätige Rettungskräfte im Einsatz, die an diesem frühen Morgen zum Freiwilligendienst ausrückten.</p> <p>Von mehreren Seiten startete die Feuerwehr ihre Löscharbeiten. Das Feuer tobte im Dach des Wohnblocks. Zunächst brannte es über der nördlich gelegenen Dachwohnung. Das Feuer fraß sich durch die Dachbalken, wie Sebastian Kolbe mit Blick auf das Brandobjekt verdeutlichte. Deshalb war klar, dass nicht nur eine Wohnung, sondern zwei von dem Feuer betroffen waren.</p> <p>Der Einsatz stand unter der Leitung von Dominik Spiesser, zweiter stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Meersburg. Wie Feuerwehrsprecher Martin Scheerer erläuterte, bestanden die Herausforderungen vor Ort darin, die um diese frühe Uhrzeit zu erwartende große Anzahl an Personen im Gebäude zu retten und zu versorgen. Wie sich herausstellte, waren im Wesentlichen alle Bewohner der acht Wohnparteien des Gebäudes unversehrt und konnten das Haus selbständig verlassen. Nach Mitteilung der Feuerwehr waren 21 Personen in dem Doppelwohnblock von dem Feuer betroffen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Neues Löschfahrzeug im Einsatz</span><span>Die Freiwillige Feuerwehr verfügt über ein neues Löschgruppenfahrzeug, das bei dem Einsatz in der Hans-Dieter-Straße wichtige Dienste leistete. Erst im April 2025 wurde es ausgeliefert. Der Kaufpreis liegt bei 525.000 Euro. Zur Zeit besteht die Freiwillige Feuerwehr aus 66 aktiven Mitgliedern. Der Nachwuchs steht schon in den Startlöchern, es gibt 25 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und 9 Mitglieder in der Kindergruppe,<a href="https://www.feuerwehr-meersburg.de/" target="" title="" rel="noopener"> wie sich der Internetseite der Feuerwehr entnehmen lässt.</a> Kommandant ist Jan Junker.</span></label></div> <h2>Einsatzplanung ist alles</h2> <p>Eine weitere Herausforderung für die Feuerwehr bestehe bei so einem Einsatz immer in der „Ordnung des Raumes“. Wo stehen die Einsatzfahrzeuge, insbesondere die Drehleiter, und in welcher Reihenfolge werden sie in den Wohnstraßen plaziert, um einen maximalen Nutzen zu haben, ohne dass sie sich gegenseitig blockieren. Es wäre schlecht, wenn die ersten Einsatzfahrzeuge die nachrückenden und größeren Fahrzeuge mit Drehleitern den Weg ans Brandobjekt versperren würden.</p> <p>Eine Herausforderung war auch, den Brand nur auf die eine betroffene Wohnung zu begrenzen, was nur teilweise gelang, da sich das Feuer auch in den Spitzboden über der zweiten Dachgeschoßwohnung gefressen hatte, wie Scheerer mitteilt.</p> <p>Die Wohnung des Brandausbruchs im Obergeschoss wurde vollständig zerstört, mindestens eine weitere danebenliegende Wohnung stark in Mitleidenschaft gezogen, hieß es später in einer Mitteilung der Polizei. Demnach war die nördliche Wohneinheit von drei Personen bewohnt.</p> <p>Der Bürgermeister von Meersburg, Robert Scherer, machte sich ein Bild von der Lage und kümmerte sich um eine Unterbringung der obdachlos gewordenen Bewohner.</p> <h2>Brandursache weiter unklar</h2> <p>Zur Brandursache gibt es derzeit noch keine näheren Erkenntnisse. Die Höhe des entstandenen Schadens dürfte im sechsstelligen Bereich liegen. Bis über die Mittagszeit hinweg waren die Feuerwehren mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Feuerwehrsprecher Martin Scheerer: „Hier muss man sorfältig sein, was leider sehr zeitintensiv ist.“</p> <p>Die Ursache des Brandausbruchs ist derzeit völlig unklar, die Polizeiposten Meersburg und Markdorf haben die Ermittlungen dazu aufgenommen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Dachstuhlbrand in Meersburg: Feuerwehr mit Großeinsatz]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 19:05:17 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehraufwand für Passagiere der Fähre: Nutzer ohne Bargeld müssen später bezahlen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/albtraum-fuer-passagiere-der-faehre-konstanz-meersburg-kein-ticket-ohne-bargeld-25-09-25;art372448,12486787 ]]></link>      <description><![CDATA[  Keine Kartenzahlung möglich: Das mussten am Wochenende Passagiere der Konstanzer Fähren feststellen. Was ist die Ursache für die Störung und was passiert, wenn die Gäste weder Münzen noch Scheine haben?  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Keine Kartenzahlung möglich: Das mussten am Wochenende Passagiere der Konstanzer Fähren feststellen. Was ist die Ursache für die Störung und was passiert, wenn die Gäste weder Münzen noch Scheine haben?<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/albtraum-fuer-passagiere-der-faehre-konstanz-meersburg-kein-ticket-ohne-bargeld-25-09-25;art372448,12486787]]></guid>
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        Keine Kartenzahlung möglich: Das mussten am Wochenende Passagiere der Konstanzer Fähren feststellen. Was ist die Ursache für die Störung und was passiert, wenn die Gäste weder Münzen noch Scheine haben?



        <p>Kein Bargeld dabei und keine Kartenzahlung möglich. Für viele eine Horrorverstellung. Wenn dann auch noch kein Geldautomat erreichbar ist, ist der Albtraum perfekt. Genau dieses Szenario erlebten am Wochenende einige Passagiere der Fähre Konstanz-Meersburg. Grund dafür war eine Störung der Kartenlesegeräte. Fahrgäste, die kein Bargeld dabeihatten, bekamen einen Beleg über den Beförderungspreis ausgestellt, den sie nun innerhalb der nächsten acht Tage begleichen müssen.</p> <p>Die Störung ausgelöst habe ein Sicherheitsupdate der Bezahlsoftware, wie Teresa Gärtner, Pressesprecherin der Stadtwerke Konstanz, auf SÜDKURIER-Nachfrage erklärt. Demnach sei der Fährbetrieb nicht über das Systemupdate der Kassengeräte informiert gewesen. Die Mitarbeiter auf den Schiffen mussten also plötzlich feststellen, dass alle Geräte zur Abwicklung von Kartenzahlungen gleichzeitig ihren Dienst verweigerten. Daraufhin sei das IT-Team mobilisiert worden, um das Problem zu lösen.</p> <p>Die Kassierer traf der Ausfall zwar überraschend, aber sie waren nicht unvorbereitet. Laut Teresa Gärtner wüssten die Mitarbeiter, was zu tun ist, wenn die Zahlsysteme ausfallen und die Passagiere leere Geldbeutel präsentieren. In diesem Fall werden die Kontaktdaten der Fahrgäste erfasst und sie bekommen eine Rechnung über den Fahrpreis. So auch am Wochenende. Die Betroffenen haben nun acht Tage Zeit, die Beförderungsgebühr entweder zu überweisen oder direkt an der Infotheke der Fährbetriebe zu entrichten.</p> <h2>Problem zwischenzeitlich behoben</h2> <p>Mittlerweile hat das kurzfristig mobilisierte IT-Team die Panne behoben. Dafür mussten sie händisch das Sicherheitsupdate auf jedes einzelne Kassengerät spielen. Nach der Aktualisierung konnten die Bezahlgeräte nach und nach wieder in Betrieb genommen werden.</p> <p>Dementsprechend hielten die Systemausfälle noch bis Montagmorgen an. Am Montagmittag seien Kartenzahlungen wieder reibungslos möglich gewesen, wie mehrere Fahrgäste gegenüber dem SÜDKURIER berichteten. Fehlbeträge seien bei den Fährbetrieben jedoch nicht entstanden, so Teresa Gärtner, denn die meisten Kunden hätten am betreffenden Wochenende bar bezahlt.</p> <h2>Geräteausfälle kommen öfter vor</h2> <p>Ausfälle vom Kartenzahlungssystem kommen auf den Konstanzer Fähren öfter vor. Darauf angesprochen erläutert Teresa Gärtner, die Geräte seien auch bereits im Status „end of life“ (Ende der Lebensdauer). So seien schon neue Geräte angeschafft worden, die aktuell noch im laufenden Betrieb getestet würden. Davon versprechen sich die Stadtwerke, so Teresa Gärtner, eine „verbesserte Performance“ (Leistungsfähigkeit) bei den Kartenzahlungen.</p> <p></p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 17:43:43 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hochherrschaftliche Räume und Taglöhner-Wohnungen: Traumhafte Blicke aus barocken Kleinoden  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/hochherrschaftliche-raeume-und-tagloehner-wohnungen-traumhafte-blicke-aus-barocken-kleinoden;art372486,12486670 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zimmermeister und Restaurator Sebastian Schmäh führt durch zwei barocke Altstadthäuser, die er denkmalgerecht und energetisch saniert. Vom einen schaut man auf die Zugbrücke der Burg, vom anderen über See und Altstadt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Zimmermeister und Restaurator Sebastian Schmäh führt durch zwei barocke Altstadthäuser, die er denkmalgerecht und energetisch saniert. Vom einen schaut man auf die Zugbrücke der Burg, vom anderen über See und Altstadt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/hochherrschaftliche-raeume-und-tagloehner-wohnungen-traumhafte-blicke-aus-barocken-kleinoden;art372486,12486670]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Zimmermeister und Restaurator Sebastian Schmäh führt durch zwei barocke Altstadthäuser, die er denkmalgerecht und energetisch saniert. Vom einen schaut man auf die Zugbrücke der Burg, vom anderen über See und Altstadt.



        <p>Seeblick? Den haben viele Häuser am Bodensee. Dieses Panorama ist viel mehr: Zusätzlich zum Wasser eröffnet sich die romantische Dächerlandschaft der Meersburger Altstadt. „Das ist für mich das Highlight heute, der Blick aus dieser obersten Dachwohnung – ein Megatraum!“ So stimmt Zimmerermeister und Restaurator Sebastian Schmäh am Tag des offenen Denkmals rund 40 Interessierte auf den Gang durch das schmale Fachwerkhaus in der Winzergasse 20 ein.</p> <p>Hier entstehen auf rund 220 Quadratmetern vier Wohnungen, die allesamt fest vermietet werden – Ferienwohnungen sind nicht vorgesehen. Eine Meersburger Familie, die in Bayern als Unternehmer erfolgreich sei und in ihrer Heimatstadt investiere, habe es gekauft. Das Haus wird komplett denkmalgerecht und energetisch saniert und soll ein Paradebeispiel für modernen Komfort in historischer Bausubstanz werden, hatte Schmäh angekündigt.</p> <p>Die Winzergasse 20 ist Teil jener Bebauung, die in Meersburg bereits 1954 zum ersten Gesamtensembleschutz in Baden-Württemberg führte – und an den man sich laut Schmäh wieder konsequenter halten sollte. Das Fachwerkhaus entstand im 18. Jahrhundert auf den alten Wehranlagen, die damals, im Barock, nicht mehr nötig waren. Sie wurden als Fundamente genutzt, was man auch im Haus sehen kann. Dort erinnert eine meterdicke Wand an die alte Schutzwehr.</p> <p>Mit Ausnahme eines Steingebäudes, das Schmäh auf 1550 bis 1600 datiert, entstand die ganze Häuserzeile in der Winzergasse um 1740 bis 1780, als das Barock in Blüte stand. „Aber hier, in diesen engen Räumen, wohnten ganz arme Leute.“</p> <p>Sowohl in der Winzergasse 20 als auch beim Haus gegenüber in der Steigstraße 15, durch das Schmäh später führte, arbeitet er ohne Architekt. „Es braucht ja keine neue Planung, die Räume sind da, wir lösen das im Zusammenspiel vieler Meersburger Handwerker.“</p> <h2>Überraschung hinter Heraklitplatten</h2> <p>Welche herausfordernden Überraschungen ein Baudenkmal bereithalten kann, illustrierte Schmäh anhand einer Decke im ersten Obergeschoss des Fachwerkbaus. „Das ist ein ganz besonderer Raum und das war uns so nicht bewusst.“ Bei der Entfernung der alten Verkleidungen kam eine barocke Kassettendecke zum Vorschein. „Das hat eine Rückbaukolonne gemacht und da war ich zum Glück im richtigen Moment da, gerade als sie die abgehängte Decke aus Heraklitplatten heraussägten.“ Der Restaurator konnte gerade noch verhindern, dass der barocke Schatz darunter mit zerstückelt wird.</p> <p>Für einen Auftrag wie diese Decke berechne ein akademischen Restaurator schnell mal 30.000 Euro. In solchen Fällen kann Schmäh auf einen Posten für Unvorhergesehenes zurückgreifen, den er bei der Restaurierung von Holzkonstruktionen von vornherein einplane.</p> <p>Ein Schaden, der zu Beginn des Rückbaus entstand, ist ebenso leicht zu beheben wie kaputte Leisten oder der Ersatz der fehlenden eineinhalb Kassettenstücke. Das größte Problem war die Fassung mit Kreidefarbe, die in Absprache mit einem Restaurator entsteht. Zwei junge Leute, die in Schmähs Zimmerei ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Denkmalschutz absolvieren, „können so etwas sehr einfach machen und das ist dann kosteninteressant“.</p> <p>Die Farbe entstand aus massenweise Tafelkreide: „Unsere Azubis haben da einen ganz tollen Job gemacht. Wir erhalten eine alte Technik und finden für den Kunden eine tragbare Lösung.“ Es sei ja kein Geheimnis: „Es gibt genügend Investoren, wenn die so eine Decke sehen, dann wird sie in einer Nacht- und Nebelaktion in den Ofen geschoben.“</p> <p>Bei solchem Aufwand wird klar, dass man bei einem Denkmal nicht im Oktober mit dem Bauen anfangen und vor Ostern fertig sein kann. Solche Gebäude bräuchten acht bis zwölf Monate Umbauzeit, sagte Schmäh bewusst in Richtung Öffentlichkeit.</p> <h2>Eines der hochwertigsten Denkmale in der Stadt</h2> <p>Das zweite historische Haus, durch das Schmäh an diesem Tag führte, liegt in der Steigstraße 15, keine 100 Meter von der Winzergasse 20 entfernt. Das barocke Wohn- und Geschäftsgebäude ist für Schmäh „eines der hochwertigsten Denkmale“ überhaupt in der Stadt und wird originalgetreu instandgesetzt. Auch an diesem Holderbach-Haus arbeitet er zusammen mit einheimischen Handwerkern ohne Architekt.</p> <p>Bei beiden Gebäuden geht es insbesondere um den Erhalt der Dachlandschaft. In den Sichtachsen sind beide mit „alten Denkmalbibern“ eingedeckt, „die von Erlus sehr aufwändig für uns hergestellt werden“. Die historischen Biberschwanz-Ziegel der Firma aus Neufahrn/Niederbayern liegen auch auf dem Dach der Meersburger Pfarrkirche. Während ein Standard-Industrieziegel bei 12 Euro pro Quadratmeter liege, koste der „Erlus Sinterbiber Bodenseebund“ über 50 Euro. Das Besondere ist der changierende Brand, der für ein lebendiges Farbenspiel sorge.</p> <h2>Exponierte Lage an der Handelsstraße</h2> <p>Die Zimmer im Haus sind laut Schmäh herrschaftliche, barocke Verwaltungszimmer von hoher Qualität. „Ein besonderes Haus in zentraler Lage an der Handelsstraße nach Ulm.“ Denn in der Unterstadt zwischen „Wilder Mann“ und „Schiff“ lag früher der Handelshafen, dort wurde die Fracht aus den Lädinen in Fuhrwerke umgeladen, die dann durch die Steigstraße fuhren.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Prominenter Blick</span><span>Durch den „tollen Fensterbestand mit dem alten Schlierenglas“ in der Steigstraße 15 übrigens konnte man nicht nur 2003 die Dreharbeiten zum Film „Schwabenkinder“ beobachen, der die seit dem 19. Jahrhundert fast unveränderte Kulisse nutzte. Durch diese damals schon über 100 Jahre alten Fenster blickte auch einer der größten deutschen Schauspieler des 20. Jahrhunderts auf die Stadt. Heinz Rühmann wohnte während der Dreharbeiten zum Film „Briefträger Müller“ 1953 im Holderbach-Haus. In den 1950er Jahren nutzte man die im Krieg unzerstört gebliebene Stadt am See gern als Drehort.</span></label></div> <p>Die historischen Fensterrahmen mit Schlierenglas sind zum größten Teil erhalten. Wo Ergänzung nötig war, wurden – wie gegenüber in der Winzergasse 20 – Fenster verwendet, die die Zimmerei Schmäh zusammen mit der österreichischen Firma Gaulhofer entwickelt hat. „Es ist kein Unterschied zu den historischen erkennbar“, betont Schmäh.</p> <p>Schmäh, auch CDU-Stadtrat, dankte dem anwesenden Bauherrn Kochendorfer auch für das Nutzungskonzept: Mehrere Wohnungen werden fest vermietet, eine oder zwei sollen zu Ferienwohnungen werden und unten, im ehemaligen Malergeschäft, ist eine Gewerbeeinheit vorgesehen. „Man hat sich sehr viel Gedanken gemacht über die Nutzung, hat auch Gespräche mit dem Bürgermeister geführt.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Hochherrschaftliche Räume und Taglöhner-Wohnungen: Traumhafte Blicke aus barocken Kleinoden]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 16:01:39 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Das sind die Erstklässler aus Owingen, Hagnau, Uhldingen, Meersburg, Salem, Frickingen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/heiligenberg/das-sind-die-erstklaessler-aus-hagnau-uhldingen-meersburg-salem-und-frickingen;art372476,12486512 ]]></link>      <description><![CDATA[  Für zahlreiche Kinder aus der Region startete jetzt das Abenteuer Schule. Wir zeigen Ihnen die Bilder – und ergänzen sie laufend!  ]]></description>
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          Für zahlreiche Kinder aus der Region startete jetzt das Abenteuer Schule. Wir zeigen Ihnen die Bilder – und ergänzen sie laufend!<br>
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        Für zahlreiche Kinder aus der Region startete jetzt das Abenteuer Schule. Wir zeigen Ihnen die Bilder – und ergänzen sie laufend!



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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 15:37:05 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Warum so oft dieselben Namen? Wie Veranstalter ihre Open-Air-Künstler auswählen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/warum-so-oft-dieselben-namen-wie-veranstalter-die-kuenstler-fuer-open-airs-am-bodensee-auswaehlen;art410936,12486496 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Bodenseeregion lockt große Namen – doch die Auswahl der Künstler ist kein Zufall. Drei Veranstalter aus der Region erklären, wie sie ihre Programme zusammenstellen und welchen Einfluss Tourpläne und Gagen haben.  ]]></description>
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          Die Bodenseeregion lockt große Namen – doch die Auswahl der Künstler ist kein Zufall. Drei Veranstalter aus der Region erklären, wie sie ihre Programme zusammenstellen und welchen Einfluss Tourpläne und Gagen haben.<br>
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        Die Bodenseeregion lockt große Namen – doch die Auswahl der Künstler ist kein Zufall. Drei Veranstalter aus der Region erklären, wie sie ihre Programme zusammenstellen und welchen Einfluss Tourpläne und Gagen haben.



        <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/open-air-sommer-am-bodensee-das-waren-die-highlights-2025-18-09-25;art410936,12482492" title="Open-Air-Konzerte am Bodensee: Das waren die Highlights 2025">Der Festivalsommer am Bodensee lebt von bekannten Namen</a> – und von der Kunst der Veranstalter, zwischen Wirtschaftlichkeit, Publikumserwartungen und künstlerischen Visionen die richtige Balance zu finden.</p> <p>Doch warum stehen auf vielen Bühnen immer wieder dieselben Acts, während andere Festivals ein erkennbar anderes Profil entwickeln? Drei Einblicke von Veranstaltern in der Region zeigen, wie komplex die Programmauswahl tatsächlich ist.</p> <h2>Zwischen Nachfrage und Verfügbarkeit</h2> <p>„Die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler für unsere Open-Air-Veranstaltungen beruht auf einer Mischung aus künstlerischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Faktoren“, erklärt Michaela Schneider, Geschäftsführerin von Allgäu Concerts. Der Veranstalter verantwortet unter anderem die Open-Air-Konzerte in Meersburg und Salem.</p> <p>Ein entscheidender Punkt sei die Verfügbarkeit: Nur wer gerade auf Tournee sei, ein neues Album veröffentlicht oder eine Produktion am Laufen habe, könne überhaupt gebucht werden. Hinzu kämen die klassischen Fragen der Wirtschaftlichkeit – eine bekannte Band locke zwar ein großes Publikum, verlange aber auch Gagen, die sich in den Ticketpreisen niederschlagen müssten.</p> <p>„Wir wollen unserem Publikum bekannte Namen bieten, die möglichst viele Menschen ansprechen, gleichzeitig müssen die Kosten realistisch abbildbar sein“, fasst Schneider zusammen.</p> <h2>Wiederholung kann auch Chance für Fans sein</h2> <p>Dass Künstler in einer Region mehrfach auftreten, sei weniger Einfallslosigkeit der Veranstalter als vielmehr Ausdruck dieser Marktmechanismen. Oft wollten die Acts selbst zurückkommen – wegen des Publikums, der Atmosphäre oder guter Erfahrungen mit den Organisatoren.</p> <p>„Wenn eine Show ausverkauft ist und viele Interessierte keine Karten bekommen haben, spricht nichts dagegen, dass der Act zwei Jahre später wiederkommt“, sagt Schneider. Trotzdem versuche Allgäu Concerts, auch frischen Talenten eine Chance zu geben, etwa in Vorprogrammen oder speziellen Reihen.</p> <h2>Große Namen und Nachwuchsförderung</h2> <p>Einen eigenen Ansatz verfolgt das Team von Vaddi Concerts mit dem FN:POP-Festival in Friedrichshafen. „Uns ist es wichtig, Künstler zu holen, die man sonst selten in ländlicheren Regionen sieht, sondern eher auf Majorfestivals oder in großen Medienstädten“, erklärt Booker Jens Buck.</p> <p>Milky Chance oder The Kooks seien Beispiele dafür, wie das gelungen sei. Gleichzeitig solle das Line-up abwechslungsreich und doch stimmig sein. Das Publikum spiele dabei eine große Rolle: „Wenn ein Act mehrfach in der Region nahezu ausverkaufte Shows spielt, ist das ein starkes Signal.“ Als Beispiel dafür nennt er Montez.</p> <h2>Mischung aus Bekanntem und Neuem</h2> <p>Doch Vaddi Concerts setzt nicht allein auf große Namen. Mit Acts wie Nomuel oder Vince habe man Newcomern eine Bühne geboten – und erlebt, dass diese vom Publikum begeistert aufgenommen wurden.</p> <p>Man wolle bewusst Akzente setzen – etwa mit Bands wie Cari Cari oder Faber, die eher eine Nische bedienen, anstatt rein auf kommerzielle Breite zu gehen, erklärt Buck. „So entsteht eine Mischung aus bekannten Namen, Überraschungen und Neuentdeckungen, die das Festival einzigartig macht.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wiederholen sich die Acts wirklich?</span><span>Die Beispiele zeigen: Die Programmauswahl für Festivals im Bodenseeraum ist weit mehr als die Frage, ob ein Veranstalter Lust auf diesen oder jenen Künstler hat. Es geht um Marktmechanismen, Verfügbarkeit, wirtschaftliche Risiken und um die Wünsche des Publikums. Dabei kommt es immer wieder vor, dass Künstler in kurzen Abständen mehrfach am Bodensee auftreten. Wincent Weiss trat 2022 in Tettnang, 2023 in Friedrichshafen und 2025 in Salem auf. Die Fäaschtbänkler doppelten sich in den vergangenen Jahren oder Sarah Connor 2022 und 2023. Auftritte von den Fantastischen Vier in Salem lagen sechs Jahre auseinander.</span></label></div> <h2>Markdorf: Vielfalt statt Wiederholung</h2> <p>Einen weiteren, bewusst anderen Weg geht das Kultur Team Markdorf. „Wir versuchen an den vier Abenden eine möglichst breite Zielgruppe zu erreichen. Jeder Abend soll anders sein“, erklärt Geschäftsführer Jens Neumann. Doch auch hier gilt: Entscheidend ist, wer gerade auf Tour ist und welche Rahmenbedingungen passen.</p> <p>„Für manche Künstler ist eine Kapazität von 4000 Menschen zu klein. Dann hat sich die Anfrage gleich erledigt.“ Auch wirtschaftliche Fragen seien zentral: „Wenn ich Fixkosten von 30.000 Euro habe, aber nur mit 500 Gästen rechne, geht das nicht auf.“</p> <h2>„Der Wurm muss dem Fisch schmecken“</h2> <p>Gleichzeitig versteht Neumann sein Festival als Ort der Entdeckung. „Wenn ein Künstler einen Supportact anbietet, schauen wir uns diesen genauer an. Und wenn alles passt, bieten wir ihm auch gerne eine Bühne.“</p> <p>Ziel sei es, ein abwechslungsreiches Programm zu bieten, ohne die wirtschaftliche Basis aus den Augen zu verlieren. „Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“, bringt es Neumann auf den Punkt.</p>]]>
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      <pubDate>Fri, 19 Sep 2025 15:57:26 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Werden am Bodensee bald die Taucher der DLRG ausgebildet?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/werden-am-bodensee-bald-die-taucher-der-dlrg-ausgebildet;art372486,12485162 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Hafenmeistergebäude ist marode und soll abgerissen werden. Ein Neubau wäre mit Finanzierung vom Land möglich. Dem Plan, darin eine Landes-Tauchschule zu errichten, gibt der Gemeinderat bereits grünes Licht.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Das Hafenmeistergebäude ist marode und soll abgerissen werden. Ein Neubau wäre mit Finanzierung vom Land möglich. Dem Plan, darin eine Landes-Tauchschule zu errichten, gibt der Gemeinderat bereits grünes Licht.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      <dc:subject><![CDATA[
        Das Hafenmeistergebäude ist marode und soll abgerissen werden. Ein Neubau wäre mit Finanzierung vom Land möglich. Dem Plan, darin eine Landes-Tauchschule zu errichten, gibt der Gemeinderat bereits grünes Licht.



        <p>Das alte Hafenmeistergebäude im städtischen Seglerhafen soll abgerissen, neu gebaut und durch einen Anbau mit Landes-Tauchzentrum erweitert werden. Das alte Gebäude, in dem sich neben Sanitäranlagen auch Räumlichkeiten für den Hafenmeister, die Segel-Kameradschaft Meersburg (SKM) und Windsurfing Meersburg befinden, sei in einem schlechten baulichen und technischen Zustand. Eine bloße Sanierung würde mit rund 1,5 Millionen Euro zu Buche schlagen, heißt es in der Sitzungsvorlage. Zudem sei die Entsorgungsstation für Boote beengt und entspreche nicht dem heutigen Standard. Eine Sanierung würde hier keine Qualitätssteigerung bringen, ist der Sitzungsvorlage zu entnehmen.</p> <h2>Kosten: 5,6 Millionen</h2> <p>Da das Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesverband Württemberg der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) bei der Stadt angefragt habe, ob am hiesigen Standort ein Landes-Tauchzentrum errichtet werden könne, biete sich eine einmalige Chance zur Zusammenarbeit, heißt es weiter. Das Land Baden-Württemberg würde durch den großen Anteil der Nutzung von etwa 50 Prozent der Flächen einen beträchtlichen Anteil beitragen, die Bruttokosten lägen laut Vorlage bei rund 5,6 Millionen Euro.</p> <p>Architekt Jürgen Sick stellte mit einem kurzen Video und einer weiteren Präsentation vor, wie ein neues Gebäude, welches allen Anforderungen entspreche, aussehen könnte. Er stellte ein zweigeschossiges Gebäude in leichter Holz-Bauweise mit vielen Glasfronten, Terrassen und Balkon vor. Im unteren Stockwerk könnten Hafenmeister und Wassersportvereine untergebracht werden, sowie gemeinsame Sanitäranlagen und Technikräume. Im oberen Stockwerk könnten zwei Seminarräume für die DLRG Platz finden.</p> <p>Armin Flohr, Präsident des DLRG Landesverbands Württemberg machte in seiner Präsentation zum einen auf die Notwendigkeit eines Landes-Tauchzentrum aufmerksam, zum anderen stellte er die Vorteile für die Stadt dar.</p> <h2>Tauchausbildung am Bodensee</h2> <p>Für die Ausbildung der Einsatztaucher gäbe es wenig geeignete Seen, die Qualität, Tiefe und Infrastruktur böten. Im Tauchgebiet „Krebsgarten“ vor dem Seglerhafen gäbe es durch die Halde verschiedene Tiefen von fünf bis 20 Metern. Von dem neuen Zentrum aus könnten die Taucher direkt vom Ausbildungsraum in den See. Da die Ausbildung im wöchentlichen Blockunterricht stattfinden, würden Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe in allen Preisklassen für die Auszubildenden benötigt. Diese seien in der Stadt ausreichend vorhanden. Weil die Kurse im Sommer pausierten und nur von Herbst bis Frühjahr stattfinden würden, könnte so die Nebensaison belebt werden, meinte Flohr.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Einsatztaucher</span><span>Das Einsatztauchen ist eine wichtige Aufgabe der DLRG. Die Einsatztaucher kommen in Einsatzgruppen der öffentlichen Gefahrenabwehr und dem Katastrophenschutz zum Einsatz. Sie werden zum Beispiel zur Rettung von Menschen aus dem Wasser oder bei Großschadenslagen wie Hochwasser zur Untersuchung und Reparatur von Deichen eingesetzt. Die Qualifikation umfasst mehrstufige Ausbildungen, zudem müssen die Einsatztaucher bei Übungen pro Jahr zehn Tauchgänge unter Einsatzbedingungen durchführen, wie auf der Homepage der DLRG nachzulesen ist.</span></label></div> <h2>Viel Diskussion um Vorschlag</h2> <p>Markus Waibel (FWV) meinte: „Das ist eine tolle Marina und die Idee ist absolut unterstützenswert.“ Er erklärte aber auch, das zur Finanzierung wegen der Haushaltslage noch einige Runden gedreht werden müssten. Zudem müsste wegen Bootsliege- und Parkplätzen noch mit der SKM geredet werden.</p> <p>Boris Mattes (SPD) meinte ebenfalls, dass bis zu einer möglichen Realisierung noch einige Ratssitzungen nötig wären. „Wir müssen die Qualität aufwerten, da sind wir uns einig“, sagte er, trotzdem wollte er noch einige kritische Fragen stellen. So bat er darum, eine Gegenrechnung aufzustellen und den Betrag für den eigenen zwingenden Bedarf zu berechnen. Außerdem müsste sichergestellt werden, dass der Grund wirklich tragfähig ist und weiterhin müsste die Stellplatzproblematik betrachtet werden.</p> <p>Sebastian Schmäh (CDU) schlug vor, eine kleine öffentliche Gastronomie mit einzuplanen. „Wenn in dem Filetstück am See Tagungs- und Schulungsräume im Sommer leer stehen, treibt es mir die Tränen in die Augen“, sagte er und verwies auf Lösungen anderer Städte, wie in der Kellerwerft Überlingen.</p> <h2>Scherer: „Thema muss vertieft werden“</h2> <p>Christian Herter (Umbo) setzte dagegen. „Wir sollten da nicht zu arg aufmunitionieren“, meinte er. Eine Gastronomie brauche zu viel Platz und dann würden Segler und Gäste kreuz und quer durcheinander rennen. Zudem wollte er wissen, wie die Vertragsregelungen aussehen sollten. Er fragte: „Die Stadt baut und die DLRG ist Pächter?“ Bürgermeister Robert Scherer erklärte, dass das noch nicht Gegenstand der heutigen Sitzung sei. Das ganze Thema müsse noch vertieft werden. Weitere Gespräche würden geführt, wenn der Rat die Planungen befürworte.</p> <p>Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung einstimmig dazu, die Gespräche mit dem Land Baden-Württemberg und den Vereinen weiterzuführen und eine Kostenvereinbarung zu erarbeiten, damit diese dem Gemeinderat zur Diskussion vorgelegt werden kann.</p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 19 Sep 2025 15:57:24 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Werden am Bodensee bald die Taucher der DLRG ausgebildet?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/werden-am-bodensee-bald-die-taucher-der-dlrg-ausgebildet;art372486,12485162 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Hafenmeistergebäude ist marode und soll abgerissen werden. Ein Neubau wäre mit Finanzierung vom Land möglich. Dem Plan, darin eine Landes-Tauchschule zu errichten, gibt der Gemeinderat bereits grünes Licht.  ]]></description>
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          Das Hafenmeistergebäude ist marode und soll abgerissen werden. Ein Neubau wäre mit Finanzierung vom Land möglich. Dem Plan, darin eine Landes-Tauchschule zu errichten, gibt der Gemeinderat bereits grünes Licht.<br>
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        Das Hafenmeistergebäude ist marode und soll abgerissen werden. Ein Neubau wäre mit Finanzierung vom Land möglich. Dem Plan, darin eine Landes-Tauchschule zu errichten, gibt der Gemeinderat bereits grünes Licht.



        <p>Das alte Hafenmeistergebäude im städtischen Seglerhafen soll abgerissen, neu gebaut und durch einen Anbau mit Landes-Tauchzentrum erweitert werden. Das alte Gebäude, in dem sich neben Sanitäranlagen auch Räumlichkeiten für den Hafenmeister, die Segel-Kameradschaft Meersburg (SKM) und Windsurfing Meersburg befinden, sei in einem schlechten baulichen und technischen Zustand. Eine bloße Sanierung würde mit rund 1,5 Millionen Euro zu Buche schlagen, heißt es in der Sitzungsvorlage. Zudem sei die Entsorgungsstation für Boote beengt und entspreche nicht dem heutigen Standard. Eine Sanierung würde hier keine Qualitätssteigerung bringen, ist der Sitzungsvorlage zu entnehmen.</p> <h2>Kosten: 5,6 Millionen</h2> <p>Da das Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesverband Württemberg der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) bei der Stadt angefragt habe, ob am hiesigen Standort ein Landes-Tauchzentrum errichtet werden könne, biete sich eine einmalige Chance zur Zusammenarbeit, heißt es weiter. Das Land Baden-Württemberg würde durch den großen Anteil der Nutzung von etwa 50 Prozent der Flächen einen beträchtlichen Anteil beitragen, die Bruttokosten lägen laut Vorlage bei rund 5,6 Millionen Euro.</p> <p>Architekt Jürgen Sick stellte mit einem kurzen Video und einer weiteren Präsentation vor, wie ein neues Gebäude, welches allen Anforderungen entspreche, aussehen könnte. Er stellte ein zweigeschossiges Gebäude in leichter Holz-Bauweise mit vielen Glasfronten, Terrassen und Balkon vor. Im unteren Stockwerk könnten Hafenmeister und Wassersportvereine untergebracht werden, sowie gemeinsame Sanitäranlagen und Technikräume. Im oberen Stockwerk könnten zwei Seminarräume für die DLRG Platz finden.</p> <p>Armin Flohr, Präsident des DLRG Landesverbands Württemberg machte in seiner Präsentation zum einen auf die Notwendigkeit eines Landes-Tauchzentrum aufmerksam, zum anderen stellte er die Vorteile für die Stadt dar.</p> <h2>Tauchausbildung am Bodensee</h2> <p>Für die Ausbildung der Einsatztaucher gäbe es wenig geeignete Seen, die Qualität, Tiefe und Infrastruktur böten. Im Tauchgebiet „Krebsgarten“ vor dem Seglerhafen gäbe es durch die Halde verschiedene Tiefen von fünf bis 20 Metern. Von dem neuen Zentrum aus könnten die Taucher direkt vom Ausbildungsraum in den See. Da die Ausbildung im wöchentlichen Blockunterricht stattfinden, würden Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe in allen Preisklassen für die Auszubildenden benötigt. Diese seien in der Stadt ausreichend vorhanden. Weil die Kurse im Sommer pausierten und nur von Herbst bis Frühjahr stattfinden würden, könnte so die Nebensaison belebt werden, meinte Flohr.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Einsatztaucher</span><span>Das Einsatztauchen ist eine wichtige Aufgabe der DLRG. Die Einsatztaucher kommen in Einsatzgruppen der öffentlichen Gefahrenabwehr und dem Katastrophenschutz zum Einsatz. Sie werden zum Beispiel zur Rettung von Menschen aus dem Wasser oder bei Großschadenslagen wie Hochwasser zur Untersuchung und Reparatur von Deichen eingesetzt. Die Qualifikation umfasst mehrstufige Ausbildungen, zudem müssen die Einsatztaucher bei Übungen pro Jahr zehn Tauchgänge unter Einsatzbedingungen durchführen, wie auf der Homepage der DLRG nachzulesen ist.</span></label></div> <h2>Viel Diskussion um Vorschlag</h2> <p>Markus Waibel (FWV) meinte: „Das ist eine tolle Marina und die Idee ist absolut unterstützenswert.“ Er erklärte aber auch, das zur Finanzierung wegen der Haushaltslage noch einige Runden gedreht werden müssten. Zudem müsste wegen Bootsliege- und Parkplätzen noch mit der SKM geredet werden.</p> <p>Boris Mattes (SPD) meinte ebenfalls, dass bis zu einer möglichen Realisierung noch einige Ratssitzungen nötig wären. „Wir müssen die Qualität aufwerten, da sind wir uns einig“, sagte er, trotzdem wollte er noch einige kritische Fragen stellen. So bat er darum, eine Gegenrechnung aufzustellen und den Betrag für den eigenen zwingenden Bedarf zu berechnen. Außerdem müsste sichergestellt werden, dass der Grund wirklich tragfähig ist und weiterhin müsste die Stellplatzproblematik betrachtet werden.</p> <p>Sebastian Schmäh (CDU) schlug vor, eine kleine öffentliche Gastronomie mit einzuplanen. „Wenn in dem Filetstück am See Tagungs- und Schulungsräume im Sommer leer stehen, treibt es mir die Tränen in die Augen“, sagte er und verwies auf Lösungen anderer Städte, wie in der Kellerwerft Überlingen.</p> <h2>Scherer: „Thema muss vertieft werden“</h2> <p>Christian Herter (Umbo) setzte dagegen. „Wir sollten da nicht zu arg aufmunitionieren“, meinte er. Eine Gastronomie brauche zu viel Platz und dann würden Segler und Gäste kreuz und quer durcheinander rennen. Zudem wollte er wissen, wie die Vertragsregelungen aussehen sollten. Er fragte: „Die Stadt baut und die DLRG ist Pächter?“ Bürgermeister Robert Scherer erklärte, dass das noch nicht Gegenstand der heutigen Sitzung sei. Das ganze Thema müsse noch vertieft werden. Weitere Gespräche würden geführt, wenn der Rat die Planungen befürworte.</p> <p>Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung einstimmig dazu, die Gespräche mit dem Land Baden-Württemberg und den Vereinen weiterzuführen und eine Kostenvereinbarung zu erarbeiten, damit diese dem Gemeinderat zur Diskussion vorgelegt werden kann.</p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
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