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    <title>suedkurier.de - Mühlhausen-Ehingen </title>
    <link>https://www.suedkurier.de/</link>
    <language>de-DE</language>
    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 07:45:10 +0100</pubDate>
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      <title>suedkurier.de</title>
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      <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 05:02:10 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neuen Treffpunkt fröhlich eröffnet  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlhausen-ehingen/neuen-treffpunkt-froehlich-eroeffnet;art372451,12512260 ]]></link>      <description><![CDATA[  <ul> <li>Räume sind für kleinere<br /> Veranstaltungen geeignet</li> <li>Bürger können jetzt<br /> einen Namen vorschlagen</li> <li>46 Parkplätze erleichtern Umstieg auf den Seehas</li> </ul>  ]]></description>
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          <ul> <li>Räume sind für kleinere<br /> Veranstaltungen geeignet</li> <li>Bürger können jetzt<br /> einen Namen vorschlagen</li> <li>46 Parkplätze erleichtern Umstieg auf den Seehas</li> </ul><br>
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        <p>Mühlhausen-Ehingen Nach langer Planung wurde jetzt die Begegnungsstätte am alten Sportplatz in Mühlhausen eröffnet. Bürgermeister Patrick Stärk freute sich über die zahlreichen Gäste, die in fröhlicher Runde den Veranstaltungsraum einweihten. Unter ihnen war auch Altbürgermeister Hans-Peter Lehmann, der als Ideengeber mit einem Bürgerbeteiligungsprozess das Projekt 2016 auf den Weg gebracht hat. Mit Eugen Küchler, Peter Löffler und vielen weiteren Gästen freuten sich Altbürgermeister Hans-Peter Lehmann und sein Nachfolger Bürgermeister Patrick Stärk, dass aus dem Plan Wirklichkeit wurde.</p> <p>„Eng mit der Gesamtplanung des Quartiers am alten Sportplatz verbunden, ist es am Ende doch anders herausgekommen als geplant“, wies Stärk darauf hin, dass sich auch die Wohnanlage in anderer Form herauskristallisiert habe. Die Begegnungsstätte war auf der Grundstücksfläche als Vereinsheim mit 113 Quadratmeter Veranstaltungsfläche angedacht. „Durch die Baupreisexplosion wären wir heute bei zwei Millionen Euro gelandet“, so Stärk. Das sei Grund gewesen, die ursprüngliche Planung neu zu denken.</p> <p>Da die jetzige Begegnungsstätte mit rund 170 Quadratmeter nicht, wie ursprünglich von den Bauherren Dreher/Löffler geplant, für Gewerbe wie Physiotherapie oder Arztpraxis gefragt war, entschied sich die Gemeinde, nach Bewilligung von Landesfördermitteln aus dem Entwicklungsprogramm ländlicher Raum, diese Räumlichkeiten im Teileigentum zu erwerben. Gemeinsam mit Vereinsvertretern wurde die Ausstattung besprochen und wie Stärk nicht ohne Stolz verkündete: „Alles in allem landen wir bei rund 855.000 Euro für Ankauf und Ausstattung.“ Abzüglich des Förderzuschusses vom Land Baden-Württemberg von rund 330.000 Euro verbleiben für die Gemeinde 525.000 Euro. „Als Bürgermeister freue ich mich, dass wir nun auch im Ortsteil Mühlhausen eine Veranstaltungsräumlichkeit im kleineren Rahmen als das Bürgerhaus in Ehingen haben“, so Stärk. Von Anfang an mit einbezogen, sind die Bürger wieder gefragt. Anstelle „Begegnungsstätte“ wird ein neuer Name gesucht.</p> <p>Im Rahmen des Wohnbauprojekts und Ortskernentwicklung wurden auch die Straße am alten Sportplatz und der Umbau der Bahnrampe in einen Park &amp; Ride-Parkplatz mit 46 Stellplätzen fertiggestellt. Sie sollen die Mobilität und den Umstieg auf den ÖPNV mit dem Seehas erleichtern und den Parkdruck in der Weidenstraße lindern. Auch zu den Kosten von rund 1,3 Millionen für Straße und Rampe gab es einen Landeszuschuss nach dem Verkehrsfinanzierungsgesetz von rund 140.000 Euro für den Park &amp; Ride-Parkplatz.</p> <p>Mit Begegnungsstätte und den beiden Tiefbaumaßnahmen Straße und Rampe belaufen sich die Gesamtkosten für die Gemeinde auf 2,16 Millionen Euro. Es waren neben vielen kleineren Projekten die größten Baumaßnahmen in diesem Jahr. „Eugen Küchler als Bürgermeister-Stellvertreter würde dies mit Blick auf unsere Gemeindegröße sicher als ‚einen ordentlichen Schluck aus der Pulle‘ bezeichnen. Und das völlig zu Recht“, dankte Stärk allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Schon jetzt hätten zwei Vereine Termine für November fest gebucht.</p> <p>Peter Löffler von der Bauherrenschaft bezeichnete den Bau der Wohnanlage als Schnäppchen für die Gemeinde. „Hier ticken die Uhren noch richtig, die Anlage und die Begegnungsstätte passen und runden sich ab“, dankte Löffler der Gemeinde für die sehr gute Zusammenarbeit.</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Wohnen und Begegnen</h2> Eingestimmt vom Flötenduo Christine Schroff und Aylin Parlak vom Musikverein Mühlhausen wurde die Begegnungsstätte in einem der vier Gebäude der Wohnanlage am alten Sportplatz im Ortsteil Mühlhausen eröffnet. Die 170 Quadratmeter großen Räumlichkeiten stehen Vereinen für Veranstaltungen zur Verfügung. Eng mit der Gesamtplanung verbunden wurde die Straße mit angrenzendem Park &amp; Ride-Parkplatz fertiggestellt. Abzüglich der Landesfördermittel belaufen sich die Gesamtkosten der Gemeinde auf 2,16 Millionen Euro.</div>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Seehas Städtebau Sporteinrichtung Bauwerk]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Neuen Treffpunkt fröhlich eröffnet]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 11:52:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist“, sagt eine neue Staatsbürgerin über Deutschland  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/neue-staatsbuergerin-ueber-deutschland-heimat-ist-nicht-nur-wo-du-geboren-bist;art372432,12511740 ]]></link>      <description><![CDATA[  Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?  ]]></description>
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          Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?<br>
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        Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?



        <p>Wenn Adriana Hodaj über ihr Leben in Deutschland spricht, gerät sie ins Schwärmen. Sicher fühle sie sich hier, sagt sie, mit jedem Atemzug. Ihre Einbürgerung ist für sie eine Anerkennung für das, was sie dem Land zurückgibt.</p> <p>Vor fast acht Jahren kam die gebürtige Albanerin nach Deutschland, um als Krankenschwester zu arbeiten. Im Klinikum Konstanz ist sie mittlerweile voll angekommen. Am 21. Oktober erhielt die 52-Jährige <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mit-eid-urkunde-und-nationalhymne-so-feiern-eingebuergerte-ihre-deutsche-staatsbuergerschaft;art372432,12504283" title="Mit Eid, Urkunde und Nationalhymne: So feiern Eingebürgerte ihre deutsche Staatsbürgerschaft">offiziell die deutsche Staatsbürgerschaft.</a></p> <h2>„Wir dachten uns, warum nicht?“</h2> <p>Den medizinischen Bereich wählte Adriana Hodaj schon früh. In Albanien begann sie mit 14 Jahren eine Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme. Nach mehreren Jahren in Griechenland kehrte sie für ein Pharmazie-Studium noch einmal zurück in ihr Geburtsland. Dann aber entstand der Wunsch nach einem besseren und sichereren Leben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Krankenschwester, Hebamme, Apothekerin</span><span>Adriana Hodaj wurde 1973 in Fier in Albanien geboren. Mit 14 Jahren begann sie eine vierjährige Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme, damals ein Doppel-Diplom in ihrem Geburtsland. Fünf Jahre arbeitete sie in einer Frauenklinik, bevor sie mit ihrem Mann und ihrer einjährigen Tochter nach Athen zog. Nach zwölf Jahren in Griechenland ging die Familie wieder zurück nach Albanien, wo Adriana noch einmal fünf Jahre Pharmazie studierte.<br /> 2016 beschließen sie und ihr Mann nach Deutschland auszuwandern. Im Januar 2018 kommt Adriana zunächst allein nach Konstanz. Mittlerweile lebt sie hier seit fast acht Jahren und arbeitet als Krankenschwester auf der Station Gyn Ebenalp (Gynäkologie und Innere Medizin) im Klinikum Konstanz. Deutsch ist nach Albanisch, Griechisch und Englisch ihre vierte Sprache. Ihr Mann ist Busfahrer bei den Stadtwerken. Auch er hat vor, sich einbürgern zu lassen.</span></label></div> <p>Albanien, das als letztes Land in Europa den Kommunismus abschaffte, ist auch heute noch geprägt von politischer Instabilität. Als Adriana hörte, dass in Deutschland Fachkräftemangel herrscht, zögerten sie und ihr Mann nicht lange. „Wir dachten uns, warum nicht? Wir haben zwei gute Berufe, mit viel Erfahrung“, erzählt sie. 2018 kommt sie schließlich nach Konstanz.</p> <h2>Dem Gesundheitssystem viel zu verdanken</h2> <p>An Deutschland schätzt Adriana Hodaj die Sicherheit und Freiheit. Auch das viel kritisierte Gesundheitssystem funktioniere für sie gut. „Wenn du Fortschritte machen möchtest, hast du Unterstützung. Ich habe die Möglichkeit, Weiterbildungen zu machen.“</p> <p>Für die Unterstützung ihrer Kolleginnen und Kollegen im Klinikum, von denen viele aus anderen Kulturen kommen, ist sie besonders dankbar. „Die Beziehungen sind so herzlich. Ich lerne viel und gehe gerne zur Arbeit.“ Bis zur Rente möchte die 52-Jährige weiter auf ihrer Station arbeiten.</p> <h2>In zwei Ländern daheim – auch auf dem Papier</h2> <p>Die Verbindung zu Albanien bleibt aber. Mehrmals im Jahr besucht sie dort ihre Eltern. „Ich bin stolz auf meine Wurzeln“, sagt Adriana. Auch ihre albanische Staatsbürgerschaft hat sie behalten.</p> <p>Wenn sie sagt „Mein Leben ist zwischen zwei Ländern“, meint sie es im positiven Sinne. Zugehörigkeitskonflikte kennt sie nicht. „Wir haben eine Redewendung in Albanien, Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist, sondern wie du fühlst. Ich bestätige das.“</p> <p>In Konstanz fühlt sie sich wegen des Bodensees doppelt zu Hause. Das Binnengewässer erinnere sie an frühere Heimatorte, die alle am Meer lagen, erzählt Adriana. „Dieses Gefühl, nahe am Wasser zu sein, das gibt mir viel. Viele Emotionen“.</p> <h2>Wer eingebürgert werden will, braucht Geduld</h2> <p>Einbürgern lassen wollte sich die 52-Jährige, weil sie sich seit Jahren mit Deutschland verbunden fühlte. Jetzt offiziell Deutsche zu sein, ist für sie ein neuer Lebensabschnitt. „Ich bin jetzt ein Teil der Gesellschaft, zu 100 Prozent und mit allen Rechten. Das macht mich dankbar und stolz.“</p> <p>Über den Einbürgerungsprozess kann sie fast ausschließlich Positives berichten. „Ich wusste, ich muss warten“, sagt sie und lacht. Geduld brauche man auf jeden Fall. Knapp eineinhalb Jahre hat es bei ihr gedauert.</p> <p>Das Landratsamt habe ihr bei Fragen aber immer schnell geholfen, sagt Adriana Hodaj. Nur bei der Sprache hätte sie sich, außerhalb der Arbeit, mehr Unterstützung gewünscht. Kurse ließen sich kaum mit Schichtdiensten vereinen und Deutsch sei eben sehr schwer. Dialekt sowieso.</p> <h2>„Man muss auch etwas zurückgeben“</h2> <p>Trotzdem beweise die Einbürgerung ihre gute Integration, findet Adriana. Den deutschen Pass zu erhalten, sei gar nicht so leicht. „Wir arbeiten hier täglich und geben viel für diese Gesellschaft. Man muss auch was zurückgeben. Und man muss es wollen.“<br /> <br /> Rückblickend ist sie deshalb froh über die Entscheidung, nach Deutschland zu kommen. „Es war mutig von meinem Mann und mir. Wir haben Ängste überwunden, im Alter vor allem. Jetzt fühlen wir uns beide jung.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 15:40:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Endlich wieder freie Fahrt! Nach fast zwei Jahren ist die Hohenkrähenstraße fertig  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/endlich-wieder-freie-fahrt-nach-fast-zwei-jahren-ist-die-hohenkraehenstrasse-fertig;art372458,12511148 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sie ist eine der Hauptverkehrsadern der Stadt – und war für fast zwei Jahre dicht. Die Stadt hat in die Sanierung der Hohenkrähenstraße 4,8 Millionen Euro investiert. Seit 1. November rollt der Verkehr wieder  ]]></description>
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          Sie ist eine der Hauptverkehrsadern der Stadt – und war für fast zwei Jahre dicht. Die Stadt hat in die Sanierung der Hohenkrähenstraße 4,8 Millionen Euro investiert. Seit 1. November rollt der Verkehr wieder<br>
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        Sie ist eine der Hauptverkehrsadern der Stadt – und war für fast zwei Jahre dicht. Die Stadt hat in die Sanierung der Hohenkrähenstraße 4,8 Millionen Euro investiert. Seit 1. November rollt der Verkehr wieder



        <p>Auf die Freigabe dieser Straße haben die Singener lange warten müssen: Die Bauarbeiten in der Hohenkrähenstraße sind abgeschlossen. Der Verkehr rollt endlich wieder ungehindert. Die Straße ist zum 31. Oktober für den Verkehr wieder in beiden Richtungen befahrbar. Fast genau zwei Jahre – von Oktober 2023 bis Oktober 2025 – dauerte die Sanierung einer der wichtigsten Einfahrtstraßen in die Stadt.</p> <p>Auf die Stadt ist in dieser Zeit ein Millionenprojekt zugekommen, das zudem viel Geduld von Autofahrern und Anwohnern gefordert hat. „Es ging leider nicht kürzer“, sagte Oberbürgermeister Bernd Häusler bei der Baustellenfeier. Der schlechte Zustand der Straße der vergangenen Jahre ist damit endlich Geschichte.</p> <p>Planmäßig konnte der Vollausbau der 1,3 Kilometer langen Hauptverkehrsstrecke abgeschlossen werden. Oberbürgermeister Bernd Häusler und Bauleiter Markus Klotz bedankten sich bei den Anwohnern für ihre Geduld während der nicht ganz einfachen Bauzeit. Viel Applaus gab es von den zahlreichen Interessierten, die der Einladung zur Einweihung gefolgt waren.</p> <p>An der Sanierung der Hohenkrähenstraße – beziehungsweise an der jahrelangen nur stadteinwärts befahrbaren Straße – gab es während der Bauphase immer wieder Kritik. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/bald-geht-hier-nichts-mehr-vollsperrung-in-der-hohenkraehenstrasse-hat-folgen-fuer-autos-und-geschaefte;art372458,12492398" target="_blank" title="Bald geht hier nichts mehr: Vollsperrung in der Hohenkrähenstraße hat Folgen für Autos und Geschäfte">Vor allem einige Betriebe entlang der Hohenkrähenstraße hatten gegenüber dem SÜDKURIER ihren Frust geschildert</a>. Fehlender Umsatz und fehlende Parkplätze waren für die Unternehmen in der Bauphase eine Herausforderung.</p> <h2>Sperrung war ärgerlich, aber unumgänglich</h2> <p>Ein Umstand, der auch bei der Stadt bekannt ist. Aber wie OB Häusler bei der Freigabe der Hohenkrähenstraße betonte, habe die Stadt ein komplettes Abschneiden der ansässigen Betriebe vermeiden wollen. Stattdessen habe man sich bewusst – auch mit Blick auf die Geschäfte an der Straße – für einen Ausbau unter Verkehr entschieden, erklärte Häusler. Einige habe die Teilsperrung dennoch schmerzlich getroffen, so der OB weiter. Was Häusler damit sagen wollte: Bei der Teilsperrung war die Einfahrt nach Singen jederzeit möglich gewesen. Nur die Fahrbahn stadtauswärts in Richtung Engen und Autobahn wurde umgeleitet.</p> <p>Laut dem OB hätte eine Komplettsperrung die Bauzeit vielleicht um sechs Monate verkürzt – aber eben die ansässigen Betriebe komplett vom Kundenverkehr isoliert. „Viele Arbeiten konnten jeweils immer zur Hälfte ausgeführt werden“, so Häusler weiter. Er dankte dem Tiefbauunternehmen Behringer aus Hüfingen, den städtischen Mitarbeitern und bei denen, die die Baustelle die letzten zwei Jahre ertragen hätten.</p> <h2>Das hat sich in der Hohenkrähenstraße getan</h2> <p>Mit Blick auf die Baukosten sei die Hohenkrähenstraße eine Punktlandung gewesen. Die Stadt habe die Kostenberechnung laut OB Häusler einhalten können. Für den Vollausbau der Straße einschließlich der Wasserleitung, 50 Haus- und 40 Kanalanschlüsse, einer neuen Beleuchtung sowie vier barrierefreier Bushaltestellen seien 4,8 Millionen Euro Gesamtkosten entstanden, wovon 600.000 Euro das Regierungspräsidium für das Teilstück von der Aachbrücke bis zum Hummelweg übernommen habe, so Häusler weiter.</p> <p>Stadtauswärts stehe jetzt ein getrennter Fuß- und Radweg zur Verfügung, stadteinwärts ein Fußweg mit Radfahren frei (alternativ kann man hier auch den Weg an der Aach entlang nehmen). Natürlich wurde auch an die Verlegung von Glasfaser gedacht. So seien laut dem Singener Rathauschef etwa 12.000 Kubikmeter Erde bewegt und 1.300 Meter neue Hauptleitungen verlegt worden. Die älteste getauschte Leitung stammte aus dem Jahr 1906.</p> <p>Lob gab es für die Baufirma Behringer Tiefbau aus Hüfingen, die Bauleiter Klotz mit den Worten beschrieb, „die wollen schaffen“. Neben 11.000 Quadratmetern für Straße und Radweg sowie 3.000 Quadratmeter Asphaltarbeiten für den Gehweg mussten 80.000 Pflastersteine mit einem Gesamtgewicht von 600 Tonnen per Hand verlegt werden. Auch sei ihre freundliche und hilfsbereite Art bei den Anwohnern gut angekommen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Sache mit dem Kreisverkehr</span><span>Im Vorfeld der Planung hatte die SPD im Juni 2023 mit einem Antrag eine Untersuchung angeregt, ob ein Kreisverkehr am Knotenpunkt an der Friedenslinde gebaut werden könne. Hierzu sei Anfang des Jahres ganztags eine Verkehrszählung erhoben und später von einem Ingenieurbüro ausgewertet worden. Wie Bernd Häusler damals im Ausschuss erklärte, zeige die Analyse, dass gerade in den Abendstunden zu viel Verkehr stadteinwärts fließe, sodass ein Kreisverkehr der Belastung nicht standhalten würde. „Die Auswertung zeigt, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle nicht funktioniert.“</span></label></div> <p>Auch Bauleiter Markus Klotz bedankte sich bei den Anwohnern, die mit der Baustelle gelebt haben und Umwege und Behinderungen in Kauf nehmen mussten. „Während wir die Baustelle täglich wieder verlassen haben, haben die Anwohner zwei Jahre auf der Baustelle gelebt“, sagte er. Die Anwohner hätten zudem mit dem Baulärm leben müssen. Aber das Ziel sei nun erreicht. „Vielen Dank für Ihre Geduld und Ihre Mithilfe“, so Klotz weiter.</p> <p>Und auch den Arbeitern vor Ort dankte der Bauleiter. „Ich bin immer gern auf die Baustelle gekommen“, sagte er. Denn hier habe das gesprochene Wort gegolten, ohne großen Schriftverkehr. „Ihr wart hier bei Wind und Wetter.“</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Endlich wieder freie Fahrt! Nach fast zwei Jahren ist die Hohenkrähenstraße fertig]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 13:13:31 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wohin mit dem Strom, wenn zu viel produziert wird? Engen erweitert die Kapazitäten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/wohin-mit-dem-strom-wenn-zu-viel-produziert-wird-engen-erweitert-die-kapazitaeten;art372438,12511089 ]]></link>      <description><![CDATA[  Neue Schaltstation soll das Netz mit der Region verbinden. Engener Stadtwerke produzieren bereits Energie für 55 Prozent des städtischen Bedarfs.  ]]></description>
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          Neue Schaltstation soll das Netz mit der Region verbinden. Engener Stadtwerke produzieren bereits Energie für 55 Prozent des städtischen Bedarfs.<br>
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        Neue Schaltstation soll das Netz mit der Region verbinden. Engener Stadtwerke produzieren bereits Energie für 55 Prozent des städtischen Bedarfs.



        <p>Die Stadt Engen stellt sich auf die Anforderungen des Klimawandels und die damit verbundene Stromversorgung ein. Am Ortseingang Neuhausen und in der Schützenstraße wurden je eine neue Schaltstation gebaut, die über zirka neun Kilometer Kabel in die gewachsenen Strukturen eingebunden sind. Die Schaltstation vor Neuhausen dient der Umstrukturierung vom 20.000 Volt-Mittelspannungsnetz, um die Übertragungskapazität des Netzes zu erhöhen. Durch eingespeisten Photovoltaikstrom (PV-Strom) wird mehr Strom produziert, als gebraucht wird. „Ziel ist es, den in Engen erzeugten PV-Strom an den vorgelagerten Netzbetreiber übertragen zu können“, erklärt Thomas Freund, Geschäftsführer der Stadtwerke.</p> <p>Die nicht genutzten Kapazitäten können an das Umspannwerk am Autobahnkreuz in Beuren abgeleitet und von da aus an andere Abnehmer weiterverteilt werden. „Wenn dort zu viel ankommt, geht der Strom in die Region. Dorthin, wo er gebraucht wird“, erläutert Freund. Je nach Wetterlage sollen die Schaltstationen im Frühjahr 2026 komplett betriebsbereit sein. Ab Sommer 2026 könne das Netz dann mehr PV-Strom aufnehmen, so Freund. Von der Schaltstation Lindenstraße Neuhausen werden parallel dazu Glasfaserrohre in den Ort verlegt. Bürgermeister Frank Harsch bezeichnete die neuen Schaltstationen als einen Meilenstein: „Erst müssen die Netze da sein, dann kann die Energiewende gelingen“, so Harsch.</p> <p>Laut Stadtwerken beträgt die Stromerzeugung vor Ort zirka 18 Millionen Kilowattstunden im Jahr, das entspricht rund 55 Prozent der in Engen verbrauchten Energie. Die Erzeugungsanlagen haben in Summe eine Leistung von 18 Megawatt. Die 2025 geplanten Investitionen für das Stromnetz, die Wasserversorgung, das Glasfasernetz und die Wärmeversorgung summieren sich auf gesamt über 5,5 Millionen Euro. Wobei zirka vier Millionen Euro für das Stromnetz anfallen. Im Vergleich zum Jahr 2024 habe sich die Investitionssumme um 2,58 Millionen Euro verdoppelt, so Freund.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Wohin mit dem Strom, wenn zu viel produziert wird? Engen erweitert die Kapazitäten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 10:46:08 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehrere Verletzte! Bus kracht in der Jahnstraße gegen einen Baum  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/linienbus-kracht-gegen-baum-mehrere-verletzte;art372438,12511008 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Tag nach den Herbstferien beginnt mit einem Schreck: Am Montag, 3. November, rammt ein Schulbus in Engen einen Baum. Wenige Minuten später wäre er voll mit Schulkindern gewesen. Jetzt ermittelt die Polizei.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Der Tag nach den Herbstferien beginnt mit einem Schreck: Am Montag, 3. November, rammt ein Schulbus in Engen einen Baum. Wenige Minuten später wäre er voll mit Schulkindern gewesen. Jetzt ermittelt die Polizei.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/linienbus-kracht-gegen-baum-mehrere-verletzte;art372438,12511008]]></guid>
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        Der Tag nach den Herbstferien beginnt mit einem Schreck: Am Montag, 3. November, rammt ein Schulbus in Engen einen Baum. Wenige Minuten später wäre er voll mit Schulkindern gewesen. Jetzt ermittelt die Polizei.



        <p>Der erste Schultag nach den Herbstferien ist mit einem Schreckmoment in Engen gestartet: Ein Linienbus, in dem wenige Minuten später etliche Kinder auf dem Weg zur Schule gewesen wären, ist am frühen Montagmorgen, 3. November, in einen Baum gekracht. Fünf Fahrgäste sind bei dem Unfall in der Jahnstraße verletzt worden, wie die Polizei auf SÜDKURIER-Nachfrage bestätigt. Der Busfahrer sei bei der Kollision unverletzt geblieben.</p> <p>Entgegen den ersten Meldungen in den sozialen Medien befanden sich keine Schülerinnen oder Schüler im Bus. Dies bestätigt auch die Polizei. Immer wieder bleiben am Montagmorgen Kinder und Eltern auf dem Weg zur Schule vor dem Wrack des Linienbusses stehen. Viele von ihnen schlagen die Hände vor den Mund.</p> <p>Ein Kind fragt einen Feuerwehrmann, ob Kinder in dem Bus gewesen wären. Ihnen zeigt sich ein Bild, das Schlimmes vermuten lässt. Der fordere Teil des großen Gelenkbusses ist aufgerissen, von der Tür direkt neben dem Fahrerbereich ist nicht mehr viel übrig. Die Frontscheibe ist komplett demoliert.</p> <p>Kurz vor Schulbeginn am Montag nach den Herbstferien ist der Bereich rund um das Engener Schulzentrum weiträumig gesperrt. Der Grund ist ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Linienbus, zu dem es gegen 6 Uhr in der Jahnstraße kam. Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei sind mit einem Großaufgebot im Einsatz.</p> <p>Die Bergungsarbeiten sorgen für ein Verkehrschaos rund um das Schulzentrum. „Etwas später am Tag wäre der Bus komplett mit Kindern voll gewesen. Wer weiß, was dann passiert wäre“, schildert Einsatzleiter Benjamin Bach von der Engener Feuerwehr dem SÜDKURIER vor Ort.</p> <p>Auch Schulleiter Thomas Umbscheiden teilt diese Meinung: „Wenn das Ganze wenig später passiert wäre mit vielen Kindern an Bord, dann wäre es anders ausgegangen“, sagt er wenige Stunden nach dem Unfall am Telefon. Der Rektor des Engener Gymnasiums lobt den Umgang von Rettungskräften, Schülern und Eltern mit der Situation. „Alle haben sich vorbildlich verhalten“, so Umbscheiden. Gegen 7 Uhr – kurz nach Bekanntwerden des verunglückten Linienbusses – habe die Schule die Eltern darüber informiert, den Unfallbereich zu umfahren. Weitere Schulbusse seien auf Höhe des Viehmarktes umgeleitet worden. „Wir hatten nur vereinzelte Kinder, die zu spät zum Unterricht erschienen sind“, so Umbscheiden weiter.</p> <h2>Was ist am Montagmorgen in der Jahnstraße passiert?</h2> <p>Wie die Polizei informiert, sei der Linienbus gegen 6 Uhr auf Höhe der Sporthalle nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Mehrere Besatzungen des Rettungsdienstes hätten daraufhin die Erstversorgung und anschließenden Transport ins Krankenhaus übernommen.</p> <p>Aufgrund der andauernden Unfallaufnahme sei die Jahnstraße voll gesperrt. Wie es zu dem Unfall gekommen ist, sei derzeit vollkommen unklar. Laut Polizeisprecherin Katrin Rosenthal habe die Verkehrspolizei die Ermittlungen zum Unfallhergang und zur Ursache übernommen.</p> <p>Ein Polizist vor Ort schildert dem SÜDKURIER aber, dass der Busfahrer wohl nicht zu schnell unterwegs gewesen sei. „Gott sei Dank waren keine Schulkinder im Fahrzeug“, sagt er.</p> <p>Auch Feuerwehr-Einsatzleiter Benjamin Bach verweist auf die Ermittlungen der Polizei. Er bestätigt, dass der Linienbus auf gerader Straße von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen den Baum geprallt. Im Anschluss sei es zu einem riesigen Verkehrschaos durch den Berufs- und Schulverkehr zu Beginn der Unfallaufnahme gekommen.</p> <p>Die Feuerwehr habe den Verkehr sicher umleiten können. „Wir haben alles kontrolliert und den Rettungsdienst mit den Verletzten unterstützt. Sechs Verletzte wurden mit fünf Rettungswägen ins Krankenhaus gebracht“, so Einsatzleiter Bach. Kurz danach revidiert die Polizei die Anzahl an verletzten Personen. Die Polizei spricht offiziell von fünf Verletzten.</p> <p>Im Nachgang hätten die Einsatzkräfte der Feuerwehr dann das Heizöl der Standheizung aus dem verunfallten Linienbus abgepumpt. „Weil der Tank durch den Aufprall beschädigt worden war“, so Bach weiter. Die Feuerwehr war mit 25 Einsatzkräften der Engener Feuerwehr und mit fünf Fahrzeugen vor Ort.</p> <p>Das Abschleppunternehmen Moll aus Stockach hat sich um den Abtransport des verunglückten Busses gekümmert. Laut Benjamin Kunz von der Abschleppfirma werde die Bergung des Busses mehrere Stunden in Anspruch nehmen.</p> <p>Dass es sich bei dem Unfallfahrzeug um einen Gelenkbus handle, erschwere die Arbeit. „Außerdem sind die Gegebenheiten vor Ort schwierig und verengt, aufgrund der Bäume“, so Kunz. Ein Problem mit dem Gewicht des Busses habe es nicht gegeben. „Bergungen von Lastwagen sind aufgrund des Gewichtes komplizierter“, so Kunz weiter.</p> <p>Um den Unfallhergang zu ermitteln, bittet die Polizei Zeugen, sich unter der Telefonnummer 07733 99600 bei der Verkehrspolizei in Mühlhausen-Ehingen zu melden.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Mühlhausen-Ehingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Mehrere Verletzte! Bus kracht in der Jahnstraße gegen einen Baum]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 12:39:31 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Streit mit Ex-Freundin eskaliert im Seehas: Unbekannter wirft Angreifer aus dem Zug  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/streit-mit-ex-freundin-eskaliert-im-seehas-unbekannter-wirft-angreifer-aus-dem-zug;art372432,12510077 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zwischen Feierabendpendlern der Verbindung zwischen Engen und Konstanz kommt es am Donnerstag, 30. Oktober, zu einer Prügelei. Die Bundespolizei sucht nach dem Mann, der handgreiflich wurde, um die Frau zu schützen.  ]]></description>
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          Zwischen Feierabendpendlern der Verbindung zwischen Engen und Konstanz kommt es am Donnerstag, 30. Oktober, zu einer Prügelei. Die Bundespolizei sucht nach dem Mann, der handgreiflich wurde, um die Frau zu schützen.<br>
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        Zwischen Feierabendpendlern der Verbindung zwischen Engen und Konstanz kommt es am Donnerstag, 30. Oktober, zu einer Prügelei. Die Bundespolizei sucht nach dem Mann, der handgreiflich wurde, um die Frau zu schützen.



        <p>Erst streitet sich ein alkoholisierter Mann im Seehas zwischen Engen und Konstanz mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin. Als ein Unbekannter dazwischengeht, eskaliert die Lage. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Konstanz hervor. Demnach ist am frühen Donnerstagabend, 30. Oktober, im Zug zu einer „tätlichen Auseinandersetzung“ – wie es im Polizeijargon heißt – gekommen.</p> <p>Laut Pressestelle habe der 53-Jährige zunächst seine Ex-Partnerin im Seehas verbal und körperlich angegangen. „Der unbekannte Mitreisende ging dazwischen, um den Übergriff zu beenden“, heißt es in der Mitteilung an die Medien weiter. Daraufhin sei es zu einer Prügelei zwischen den beiden Männern gekommen. Diese Szenen hätten sich im Zeitraum zwischen 17.10 Uhr und 17.30 Uhr ereignet.</p> <p>Weiter schreibt die Pressestelle: „Am Haltepunkt Allensbach beförderte der Unbekannte den 53-Jährigen aus dem Zug. Dabei hat sich dieser Verletzungen zugezogen.“ Die Bundespolizeiinspektion Konstanz ermittle nun wegen Körperverletzung sowohl gegen den 53-Jährigen als auch den unbekannten Mann.</p> <h2>Bundespolizei kontrolliert Seehas in Konstanz</h2> <p>Kurz nach dem Vorfall stiegen an der Haltestelle Konstanz-Fürstenberg mehrere Einsatzkräfte der Bundespolizei in den voll besetzten Zug. Ein SÜDKURIER-Reporter war zufällig vor Ort und beobachtete, wie die Beamten alle Fahrgäste anwiesen, ihre Hände zu zeigen. Die Polizisten liefen durch die Bahn und schauten sich besonders die Rückseiten der Finger an. Bei einigen Fahrgästen sorgte das für Irritation.</p> <p>Die Pressesprecherin der Bundespolizeiinspektion Konstanz, Bettina Stahl, bestätigt auf SÜDKURIER-Nachfrage, dass die Beamten geschaut haben, ob sie bei einer Person Blut oder Verletzungen an den Händen feststellen können. „Der unbekannte Tatverdächtige ist in besagten Seehas weitergefahren, das haben uns die Zeugen so bestätigt“, erklärt Stahl. Die Hoffnung der Polizei sei gewesen, den unbekannten Tatverdächtigen noch im Zug feststellen zu können. Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Streit mit Ex-Freundin eskaliert im Seehas: Unbekannter wirft Angreifer aus dem Zug]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 14:32:12 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Aufgestellt für die Landtagswahl: BSW nominiert Kandidaten für Wahlkreise Konstanz und Singen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/landtagswahl-2026-bsw-nominiert-kandidaten-fuer-wahlkreise-konstanz-und-singen-29-10-25;art372432,12507252 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.  ]]></description>
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          Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.



        <p>Das Bündnis Sahra Wagenknecht hat es in kurzer Zeit weit gebracht. Den Einzug in den Bundestag verpasste die Partei zwar knapp, in mehreren Landesparlamenten ist sie dagegen vertreten. Im März soll der Einzug in den Baden-Württembergischen Landtag gelingen. Dazu hat die Partei jetzt auch für die Wahlkreise Konstanz und Singen Kandidaten nominiert. Darüber informiert der Kreisverband, dessen Mitglieder teilweise zuvor schon <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/buendnis-sahra-wagenknecht-stellt-sich-im-sueden-neu-auf-mitglieder-gruenden-kreisverband;art372432,12456006" target="_blank" title="Bündnis Sahra Wagenknecht stellt sich im Süden neu auf: Mitglieder gründen Kreisverband">für andere Parteien in Erscheinung getreten</a> sind, in einer Pressemitteilung.</p> <p>Im Wahlkreis Konstanz tritt im März Daniel Niedzwetzki an. Der 45-Jährige ist Kaufmann und Heilpraktiker, lebt mit seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen Tochter in Konstanz, heißt es in der Pressemitteilung. „Ich stehe für wirtschaftliche Vernunft: verlässliche Energiepreise, Entlastung von KMU und Handwerk, Bürokratieabbau, Investitionen in kommunalen Wohnungsbau, Schulen und Infrastruktur statt teurer Symbolpolitik“, wird Niedzwetzki zitiert.</p> <p>Zudem äußert er sich auch zu Außen- und Innenpolitik. Als ehemaliger Zeitsoldat und Afghanistan-Veteran setze er auf Frieden durch Diplomatie. Im Inneren wolle er Freiheitsrechte und eine „Kultur der offenen Debatte“ verteidigen. Zuletzt heißt es: „Der Datenschutz darf Menschen nicht behindern, sondern muss uns vor einem übergriffigen Staat und den globalen Datenkraken schützen.“</p> <p>Für den Wahlkreis Singen stellt das BSW René Frey als Direktkandidaten auf. Der 44-Jährige ist zweifacher Familienvater, Zugbegleiter und Praxisvermittler bei der Deutschen Bahn. Für den Wahlkreis Singen gibt es mit Serdar Sak noch einen Ersatzkandidaten. Der 36-jährige Familienvater ist laut Kreisverband in der Medizintechnik tätig.</p> <p>„Ich erlebe täglich, wie die marode Infrastruktur und personelle Unterbesetzung die Bahn ausbremsen“, wird Frey zitiert. Stuttgart 21 würde sich als „dysfunktionales Milliardengrab“ erweisen. „Unsere Region droht zusätzlich durch die geplante Gäubahn-Kappung abgehängt zu werden. Das muss verhindert werden.“ Gute Infrastruktur sei auch ein Wirtschaftsfaktor.</p> <p>Ersatzkandidat Serdar Sak will sich „für eine starke Integrationspolitik und gesellschaftlichen Zusammenhalt“ einsetzen. Die Probleme der ungesteuerten Migration seien von den Kommunen kaum noch zu bewältigen. „Vielfalt ist eine Stärke, wenn wir Integration aktiv fördern – durch Bildung, Sprache, Arbeit und Teilhabe“, wird Sak zitiert.</p> <p>Die junge Partei BSW hat erst vor rund einem Jahr den baden-württembergischen Landesverband gegründet, der Kreisverband Hochrhein-Bodensee gab Anfang August seine Gründung bekannt. Er umfasst die Landkreise Konstanz, Waldshut und Lörrach. Bei der Versammlung zur Wahl der Kandidaten waren laut Mitteilung auch der Co-Landesvorsitzende des BSW, Manfred Hentz, und der designierte Spitzenkandidat des BSW zur Landtagswahl, Joachim Tabler, anwesend.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Aufgestellt für die Landtagswahl: BSW nominiert Kandidaten für Wahlkreise Konstanz und Singen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 26 Oct 2025 15:23:33 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der Mann der unbequemen Wahrheiten: Danyal Bayaz überzeugt beim Schätzele-Markt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/finanzminister-danyal-bayaz-beim-schaetzele-markt-der-mann-der-unbequemen-wahrheiten;art372462,12506648 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ob Bürokratie, Sondervermögen oder Stadtbild-Debatte: Der baden-württembergische Finanzminister findet bei der Mittelstandskundgebung klare Worte und hat das Festzelt auf seiner Seite.  ]]></description>
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          Ob Bürokratie, Sondervermögen oder Stadtbild-Debatte: Der baden-württembergische Finanzminister findet bei der Mittelstandskundgebung klare Worte und hat das Festzelt auf seiner Seite.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/finanzminister-danyal-bayaz-beim-schaetzele-markt-der-mann-der-unbequemen-wahrheiten;art372462,12506648]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Ob Bürokratie, Sondervermögen oder Stadtbild-Debatte: Der baden-württembergische Finanzminister findet bei der Mittelstandskundgebung klare Worte und hat das Festzelt auf seiner Seite.



        <p>Ein grüner Finanzminister, ein Festzelt voller Unternehmer und jede Menge Bier – was soll da schon schief gehen? Das hat sich auch Danyal Bayaz, baden-württembergischer Finanzminister, gefragt, der dieses Jahr als Festredner beim Tengener Schätzele-Markt aufgetreten ist. Im Ministerium sei er gewarnt worden: „Herr Minister, machen Sie sich da keine Illusionen – nach dem dritten Bier wollen die alle nur noch hemmungslos Steuersenkungen hören“, eröffnete Bayaz seine Rede. Seine Antwort? „Wer weiß? Vielleicht will ich das nach dem dritten Bier ja auch!“</p> <p>Eine locker-flockige Bierzelt-Rede gibt es dann aber doch nicht. Das falle ihm derzeit schwer, denn als Finanzminister beschäftige ihn die wirtschaftliche Zukunft in Baden-Württemberg. Er sei „ein Beauftragter einer Regierung für unbequeme Wahrheiten“, wie er betonte. „Es geht um Arbeitsplätze, unseren Erfindungsgeist und die bestmöglichen Bedingungen für unseren Mittelstand.“</p> <h2>Große deutsche Ingenieurskunst gibt es nicht mehr</h2> <p>So sei das goldene Zeitalter der deutschen Automobilindustrie vorbei. „Deswegen war es ein wichtiges Zeichen, dass sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit anderen Ministerpräsidenten im Bundeskanzleramt mit dem Bundeskanzler und den Automobilkonzernen zusammengesetzt und ein gutes Kompromisspaket geschnürt hat“, schlussfolgerte Bayaz.</p> <p>Doch auch in anderen Bereichen wie der Technik- oder Elektrobranche sei das Land Vorreiter gewesen. Das habe sich inzwischen gewandelt. Die große deutsche Ingenieurskunst der 1960er- und 1970er-Jahre ist verschwunden. Gründe hierfür nannte er einige: zu hohe Kosten, zu wenig Innovation, neue Wettbewerber aus Asien. Doch das sei nicht das Ende der deutschen Industrie. In Baden-Württemberg gebe es laut Finanzminister immer noch die besten Ingenieure, hier werde Forschung und Entwicklung vorangetrieben. „Deswegen bin ich zuversichtlich, dass wir, wenn wir mutig sind und die richtigen Prioritäten setzen, uns bei diesem Thema nicht verstecken müssen“, sagte er.</p> <p>Der wichtigste Sektor im Land sei inzwischen die Gesundheitswirtschaft mit Pharmazie und Biotechnologie. „Hier spielt die Musik für Baden-Württemberg, durch KI, Quantentechnologie, Forschung und Entwicklung – das ist das, worauf es hier ankommt“, sagte Bayaz. Er merkte jedoch an, dass es Hausaufgaben zu machen gebe. Der Finanzminister nannte drei Baustellen.</p> <p>„Ich kann die Sonntagsreden von Bürokratieabbau nicht mehr hören. Wir sind an einem Punkt angelangt, wo es nicht mehr weitergeht“, räumte er ein und war damit mit Bürgermeister Selcuk Gök einer Meinung. Schon vor Bayaz‘ Rede betonte der Tengener Ratauschef, wie wichtig der Mittelstand sei. „Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Die vielen Familienbetriebe, Handwerks- und Gewerbeunternehmen sowie landwirtschaftliche Höfe in unserer Region sind die Keimzelle unseres Wohlstands“, betont Gök.</p> <p>Die Betriebe würden mit steigenden Kosten kämpfen, aber auch die Bürokratie nehme immer mehr zu. „Der Verwaltungsaufwand für kleine Betriebe ist inzwischen um 45 Prozent gestiegen.“ Doch auch für die Kommunen selbst nehme der Verwaltungsaufwand, um Fördermittel zu beantragen, mehr und mehr zu: immer mehr und umfangreichere Formulare müssten ausgefüllt und immer höhere Anforderungen erfüllt werden. Hinzu komme, dass die Kommunen „in Vorleistung gehen müssen“, kritisierte der Rathauschef.</p> <p>Da passte Bayaz‘ zweite Baustelle gut dazu: das Sondervermögen, oder wie er es auch nannte, die Sonderschulden. Er sei immer dafür gewesen, das Sondervermögen zu schaffen, um in die Infrastruktur zu investieren. Das sei eine historische Chance. Zwei Drittel davon gehen an die Kommunen, das ist für den Finanzminister ein guter Kompromiss. Sein Appell: „Wenn wir Schulden im großen Stil machen, dann so investieren, dass der Standort vorankommt. Dann haben alle etwas davon.“</p> <p>Was die Bildungspolitik angeht, der dritten Baustelle, sehe er die Gefahr, dass das Land ohne gut ausgebildete Fachkräfte geistig verarme. „Dafür müssen wir den Leistungsgedanken wieder mit Leben füllen“, sagte Bayaz.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"> <h2>Alle Bilder vom Schätzele-Markt:</h2> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/schaetzele-markt-2025-in-tengen-ist-eroeffnet-hier-sehen-sie-die-schoensten-bilder-vom-freitag;art372462,12506226" target="_blank" title="Der Schätzele-Markt in Tengen ist eröffnet – hier sehen Sie die schönsten Bilder">Rundgang übers Festgelände zur Eröffnung</a></li> <li><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/schaetzelemarkt-2025-in-tengen-hier-gibt-es-die-besten-bilder;art372462,12506477" target="_blank" title="Schätzelemarkt 2025 in Tengen – hier gibt es die besten Bilder">Viele glückliche Gesichter am zweiten Festtag</a></li> <li><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/danyal-bayaz-ist-der-festredner-beim-schaetzelemarkt-2025-in-tengen-alle-fotos-gibt-es-hier;art372462,12506478" target="_blank" title="Danyal Bayaz ist der Festredner beim Schätzelemarkt 2025 in Tengen – alle Fotos gibt es hier">Mittelstandskundgebung mit Danyal Bayaz</a></li> </ul> </div> <h2>Große Aufgaben stehen bevor</h2> <p>Und in Sachen Rentenpolitik sagte er in Anbetracht der steigenden Lebenserwartung: „Wir haben große Aufgaben vor uns, was die Reform unserer sozialen Sicherungssysteme angeht. Das gilt für Pflege, Krankheit und Rente.“ Die schwierige finanz-, sozial- und wirtschaftspolitische Situation sollte man nun zum Anlass nehmen, ein positives Bild von Zukunft zu zeichnen. „Der Weg dahin wird steinig; er wird mit Veränderungen und Zumutungen zu tun haben. Aber wenn wir alle unsere Aufgaben machen, dann wird es sich gelohnt haben“, ist er sich sicher.</p> <p>Doch bei all den ernsten Aussagen gab es auch Raum für etwas leichtere Themen. Der Schätzele-Markt sei eine Institution, die es schon sehr lange gebe und die Menschen zusammenbringe. „Amerika war noch nicht entdeckt, der Buchdruck noch nicht erfunden und eine Nachricht von Tengen nach Konstanz hat wahrscheinlich länger gedauert als ein Linienflug von Zürich nach New York“, machte Bayaz deutlich. Bürgermeister Gök brachte es auf den Punkt: „Der Schätzele-Markt ist nicht nur ein Fest, sondern gelebte Geschichte und ein Ort an dem wir erleben, wie stark unsere Gemeinschaft ist.“ <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/26-meter-freier-fall-und-ueber-100-kraemerhaendler-das-hat-tengens-schaetzele-markt-zu-bieten;art372462,12499782" target="_blank" title="26 Meter freier Fall und über 100 Krämerhändler: Das hat Tengens Schätzele-Markt zu bieten!">Nicht umsonst findet der Schätzele-Markt schon zum 735. Mal statt.</a></p> <p>Für Bayaz sei der Schätzele-Markt daher auch ein Stück Heimat und Tradition. „Tradition heißt nicht, die Asche zu bewahren, sondern das Feuer weiterzugeben und immer wieder neu zu entfachen“, so Bayaz. Er sei bei seinem Besuch in Tengen davon überzeugt worden, dass hier das Herz des Landes Baden-Württemberg besonders kräftig schlage. „Man bewahrt das Gute in der Region und man erfindet sich immer wieder neu. Daran müssen wir uns als Land auch ein Beispiel nehmen. Das ist die gemeinsame Aufgabe, vor der wir auf allen politischen Ebenen stehen“, sagte er.</p> <h2>Klare Meinung zu Stadtbild-Debatte</h2> <p>Das sei laut Finanzminister auch machbar, wenn man nicht der Versuchung erliege, „jede Woche eine neue Sau durchs Dorf zu treiben, die uns von wichtigen Fragen in dieser Zeit ablenkt“, sagte er. <a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/politik/die-stadtbild-debatte-zeigt-die-grosse-lust-daran-andere-missverstehen-zu-wollen;art410924,12505600" target="_blank" title="Die Stadtbild-Debatte zeigt die große Lust daran, andere missverstehen zu wollen">Konkret meinte Bayaz die Stadtbild-Debatte um Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).</a></p> <p>„Während sich die Mitte mal wieder zerlegt, gibt es politische Gegner, die sich die Hände reiben. Und das alles, während bei großen Unternehmen Leute um ihren Arbeitsplatz zittern.“ Und weiter: „Die Leidenschaft dieser Debatte würde ich mir wünschen, wenn wir über die Kommunen, Haushaltspolitik, Bürokratieabbau oder der Zukunft der Rente sprechen“, so Bayaz, der dafür viel Zuspruch aus dem Publikum bekam.</p> <p>Er räumte zwar ein, dass es „in Deutschland ein Problem mit irregulärer Migration gibt“, worüber man auch reden müsse. „Wir müssen aber vor allem die Probleme lösen“, sagte der Finanzminister. Dazu gehöre auch, Straftäter konsequent abzuschieben. In diesem Zusammenhang müsse man dann über Sicherheit reden. „Da müssen wir klare Kante zeigen. Und wir müssen lernen, anständig miteinander zu diskutieren, aber am Ende auf dem Schätzele-Markt wieder zusammen ein Bier zu trinken. Das bringt unsere Gesellschaft zusammen.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 16:32:34 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Plötzlicher Schicksalsschlag: Sie sind den Betroffenen eine Stütze, wenn die Welt stillsteht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/ploetzlicher-schicksalsschlag-notfallseelsorger-sind-fuer-menschen-da-wenn-deren-welt-stillsteht;art372432,12505870 ]]></link>      <description><![CDATA[  Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.  ]]></description>
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          Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.



        <p>Das Auto sieht aus wie ein Wrack. Der Fahrer befindet sich noch in dem Fahrzeug. Feuerwehrleute versuchen, ihn aus dem Auto zu schneiden, Rettungssanitäter kümmern sich um den Mann, aber vergeblich. Er ist noch am Unfallort verstorben.</p> <p>Abseits steht die Frau des Toten, reglos, mit starrem Blick die Trümmer des Autos und das Geschehen fixierend. Ja, es ist das Auto ihres Mannes. Aber er kann, er darf nicht dort drin sein, er kann nicht gestorben sein. Sie steht fassungslos da. Sie kann und will nicht begreifen, was da gerade geschehen ist.</p> <p>So schildert Michael Oßwald seinen ersten Einsatz als Notfallseelsorger. Die Blaulichtorganisationen haben in derartigen Momenten keine Zeit, sich um Angehörige, Betroffene, Zeugen und Ersthelfern zu kümmern. Sie haben andere Aufgaben.</p> <p>Notfallseelsorger wie Oßwald aber nehmen sich der Menschen an, deren Welt gerade stillsteht, die das Unbegreifliche erst einmal verarbeiten müssen. Sie wurden für die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ausgebildet und leisten Erste Hilfe für die Seele. „Ich bin zu der betroffenen Frau hingegangen und habe gesagt: Ich bin jetzt für sie da“, erinnert sich Oßwald.</p> <p>Später habe er ihr erklärt, was passiert ist, dass der Notarzt den Tod ihres Mannes festgestellt habe. Oßwald war an ihrer Seite, bis der Bestatter den Verstorbenen abgeholt hat. Für die Frau sei es wichtig gewesen, dies mitzuerleben. „Das hat mit Begreifen zu tun“, sagt Michael Oßwald.</p> <h2>Sie werden nicht allein gelassen</h2> <p>„Die Menschen sind dankbar, wenn in einer solchen Situation jemand für sie da ist. So ein Schicksalsschlag holt einen von den Füßen“, so Michael Oßwald. Im ersten Moment könne man das Geschehene nicht begreifen, man wolle es einfach nicht wahrhaben. „Der Geist wehrt sich“, schildert er. Und dann komme der Moment, wo man sich der Hilflosigkeit bewusst werde.</p> <p>Die Notfallseelsorger in der PSNV stehen in diesen schweren Momenten als Stütze zur Seite, „bis die betroffene Person stabil ist und ein kleines soziales Netz für die Menschen vorhanden ist“, erklärt Marion Aicheler, ebenfalls Notfallseelsorgerin.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Info-Abend zur psychosozialen Notfallversorgung in Radolfzell</span><span>Die Ökumenische Notfallseelsorge und die Johanniter-Unfall-Hilfe im Landkreis Konstanz veranstalten einen Infoabend zur psychosozialen Notfallversorgung. Er findet am Mittwoch, 29. Oktober, um 19 Uhr beim DRK-Kreisverband, Raum Hohentwiel, Konstanzer Straße 74 in Radolfzell statt. Die Ehrenamtlichen erklären genau, was ihre Tätigkeit beinhaltet und wie die Ausbildung aussieht. Informationen auch auf <a href="https://nfs-kn.de/" target="" title="" rel="noopener">www.nfs-kn.de</a> oder bei Interesse E-Mail an: <a href="mailto:m_aicheler@yahoo.de" target="" title="">m_aicheler@yahoo.de</a></span></label></div> <h2>Plötzlicher Kindstod an Heiligabend</h2> <p>„Es war Heiligabend 2009. Plötzlicher Kindstod.“ Das war Marion Aichelers erster Einsatz, zu dem sie und Michael Oßwald gerufen wurden. Sie kamen bei der Wohnung eines jungen Ehepaars an. „Die Kripo war schon da“, so Aicheler.</p> <p>Die jungen Eltern waren hilflos und verzweifelt. „Das Baby reagiert nicht. Das Kind, das sie zur Welt gebracht haben, lebt nicht mehr. Sie hatten sich auf ihr erstes Weihnachten zu dritt gefreut“, schildert Marion Aicheler, was in den beiden vorgegangen ist. Plötzlicher Kindstod ist kaum zu begreifen. „Das ist furchtbar für junge Eltern“, so Aicheler.</p> <p>Aicheler und Oßwald haben sich um die Eltern gekümmert, während Kriminalpolizei und Notarzt ihre Arbeit gemacht haben. „Wir haben gefragt, ob sie sich von ihrem Kind verabschieden möchten. Wir standen dann alle zusammen am Babybett und haben ein Gebet gesprochen. Später kam der Bestatter mit dem kleinen Kindersarg.“ Marion Aicheler spricht für einen Moment nicht weiter. Es ist ein Moment der Stille, in welchem nochmals an das verstorbene Kind und die verzweifelten Eltern gedacht wird.</p> <p>„Man ist einfach nur da für die Menschen. Man schweigt miteinander, achtet darauf, dass sie etwas trinken nach dem Stress, begleitet Telefonate, denn es kann sein, dass einem wortlos der Telefonhörer gegeben wird, weil derjenige nicht mehr weitersprechen kann“, schildert Marion Aicheler. „Wir gehen zu zweit zum Einsatz. Auf dem Rückweg besprechen wir uns dann, wie es einem mit dem Erlebten geht“, ergänzt sie.</p> <p>Diese Nachbesprechungen sind für die Psyche der Einsatzkräfte wichtig. Supervisionen gebe es ebenso.„Und wir haben Partner, die unser Ehrenamt mittragen und uns auffangen“, sagt Marion Aicheler und Michael Oßwald fügt an: „Jeder hat so seine Strategie.“ „Die Einsatzjacke ausziehen ist dabei ein wichtiges Element“, stellt Marion Aicheler fest und Oßwald erklärt: „Ich hänge damit das Ehrenamt und den Einsatz an den Bügel und bin Privatmensch.“</p> <h2>Flugzeugunglück hat den Ausschlag gegeben</h2> <p>Warum hat sich Marion Aicheler für den ehrenamtlichen Dienst als Notfallseelsorgerin in der PSNV entschieden? „Ausschlaggebend war das Flugzeugunglück in Überlingen. Ich habe in Brachenreuthe gearbeitet, als viele Kinder vom Himmel gefallen sind“, sagt sie. „Ich habe lange Kerosin gerochen. Da war klar, was ich habe: Eine PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) – wie viele von uns.“ Die Betroffenen hätten auch Unterstützung bekommen; dabei zeichnet sie mit ihren Händen Anführungszeichen in die Luft.</p> <p>Nachdem sie ihr eigenes Trauma verarbeitet hatte, entschied sie sich für die Ausbildung für psychosoziale Notfallversorgung. Sie weiß schließlich aus eigener Erfahrung, wie wichtig fachkompetente Begleitung in solchen Extremsituationen ist. „Psychosoziale Notfallversorgung ist ein wichtiger Dienst am Nächsten“, stellt Michael Oßwald fest.</p> <h2>Nur zehn Leute bei 230 Einsätzen</h2> <p>Wie wichtig dieser ehrenamtliche Dienst ist, zeigt sich auch an der Statistik 2024 für den Landkreis Konstanz. Die Notfallseelsorger wurden im vergangenen Jahr zu 230 Einsätzen alarmiert und begleiteten 1066 Menschen. Aber die Helfer in der Not haben ein Problem: Sie sind zu wenige. „Wir haben aktuell nur sechs Notfallseelsorger, zwei vom Kriseninterventionsteam sowie derzeit vier Hospitanten“, so Aicheler.</p> <p>Sie brauchen dringend Verstärkung, denn „manchmal hat man schon ein schlechtes Gewissen, wenn man in den Urlaub geht; das kann es nicht sein“, sagt Aicheler. „Um den Landkreis Konstanz richtig abdecken zu können, bräuchten wir insgesamt 20 bis 25 Notfallseelsorger. Das ist das absolute Minimum“, so Oßwald. Beide hoffen, dass viele Interessierte zur Informationsveranstaltung kommen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Plötzlicher Schicksalsschlag: Sie sind den Betroffenen eine Stütze, wenn die Welt stillsteht]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 16:16:03 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[AfD rüttelt im Kreistag an der Brandmauer, doch die CDU bleibt standhaft  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/afd-ruettelt-im-kreis-konstanz-an-der-brandmauer-doch-die-cdu-bleibt-standhaft;art372432,12504211 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.  ]]></description>
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          Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.<br>
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        Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.



        <p>Es ist ein Nebenschauplatz, wenn man die Zahlen in Relation setzt. 10.000 Euro stehen 585 Millionen Euro gegenüber. Im Konstanzer Kreistag geht es am Montag, 20. Oktober, vor allem um die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mehr-als-eine-halbe-milliarde-euro-betraegt-der-rekordhaushalt-fuer-2026-22-10-25;art372432,12503520" target="_blank" title="Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026">Einbringung des Haushalts für das kommende Jahr</a>. Die AfD-Fraktion nutzt die Sitzung auch, um ein eigentlich schon abgeschlossenes Thema wieder anzusprechen. Damit will sie gleichzeitig erreichen, dass die CDU-Fraktion mit ihr gemeinsam abstimmt. Der Plan ist in doppelter Hinsicht gescheitert.</p> <p>Der AfD geht es um die Seenotrettung. Genauer gesagt: Die Unterstützung in Form von 10.000 Euro, die der Kreis Konstanz jährlich an die private Seenotrettungsorganisation Sea-Eye zahlt, soll eingestellt werden. Das Thema scheint für die Fraktion zu drängend zu sein: Schon zu Beginn der Kreistagssitzung beantragt sie, dass dieser Punkt – eigentlich Nummer 12 auf der Tagesordnung – früher behandelt wird.</p> <p>Auf Nachfrage von Landrat Zeno Danner will der Fraktionsvorsitzende Michael Stauch keine Begründung liefern. Sie sei offensichtlich, sagt er lediglich. Das Vorhaben bleibt ohne Erfolg, niemand außerhalb der AfD-Fraktion stimmt zu, den Punkt früher zu behandeln. Die AfD beantragt, die Unterstützung ab dem Haushaltsjahr 2026 ersatzlos zu streichen. In kommenden Haushaltsplänen soll sie zudem nicht mehr berücksichtigt werden.</p> <h2>Das Thema hat eine Vorgeschichte</h2> <p>Kritik daran kam auch schon von der CDU-Fraktion. Im Dezember 2024 löste der Vorstoß, die Unterstützung dran zu knüpfen, dass in Seenot aufgegriffene Menschen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/retten-ja-aber-bitte-wieder-zurueckbringen-cdu-stellt-unterstuetzung-der-seenotrettung-in-frage;art372432,12257917" target="_blank" title="Retten ja, aber bitte wieder zurückbringen: CDU stellt Unterstützung der Seenotrettung in Frage">wieder an ihren Abfahrtsort gebracht werden</a>, Diskussionen aus. Unterschrieben war der Antrag von allen 23 Fraktionsmitgliedern. Die Haushaltsmittel wurden dennoch bereitgestellt, das Thema sollte später wieder im Sozialausschuss des Kreistags diskutiert werden.</p> <p>Auch eine <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/nichts-ist-gut-in-der-seenotrettung-erklaerung-des-konstanzer-ob-loest-heftige-reaktionen-aus;art372432,12259851" target="_blank" title="„Nichts ist gut in der Seenotrettung“: Erklärung des Konstanzer OB löst heftige Reaktionen aus">Erklärung des Konstanzer Oberbürgermeisters Uli Burchardt</a>, Mitglied der CDU-Fraktion im Kreistag, löste heftige Reaktionen aus. „Ich betrachte diese Form der privaten Seenotrettung, so gut sie auch gemeint ist, als mitverantwortlich für das Entstehen krimineller Schlepperbanden“, schrieb Burchardt darin. Landkreise, Städte und Gemeinden seien beim Thema Migration überlastet und frustriert.</p> <p>Wieder auf den Tisch kam die Unterstützungszahlung für die private Seenotrettung dann im vergangenen April. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/landkreis-konstanz-gibt-10000-euro-fuer-seenotrettung-im-mittelmeer-zumindest-noch-in-diesem-jahr;art372432,12357379" target="_blank" title="Nach Debatte um Seenotrettung: CDU rudert bei umstrittenem Antrag zurück">Dabei ruderte die CDU zurück</a>: Von Bedingungen war keine Rede mehr, stattdessen solle die Zahlung ab 2026 eingestellt werden. Eine Abstimmung über den ursprünglichen Antrag sei nicht mehr nötig, hieß es damals, die CDU werde die Mittel im kommenden Haushalt aber nicht mehr mittragen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Unterstützung auf 0 Euro gesetzt</span><span>Über eine Formulierung der AfD wundert sich Landrat Zeno Danner in der Kreistagssitzung sichtlich. Der Fraktionsvorsitzende Stauch stellt in den Raum, dass die Zahlung für die Seenotrettung still und heimlich wegfalle. Danner erinnert daran, dass über dieses Thema im Sozialausschuss behandelt wurde. Dabei wurde eine Prioritätenliste des Referats Integration für den Haushalt 2026 diskutiert. Der Punkt „Patenschaft Seenotrettung“ ist darin für den kommenden Haushalt mit 0 Euro aufgeführt.</span></label></div> <h2>AfD fordert Zustimmung der CDU ein</h2> <p>Auf diese Aussage bezieht sich die AfD-Fraktion in der jüngsten Sitzung des Kreistags nun mit ihrem Antrag. Die Einschätzung, dass der Landkreis sich auf kommunale Themen konzentrieren solle, teile die Fraktion. In der Begründung lässt sich allerdings noch ein anderes Ziel erkennen: Sollte die CDU-Fraktion nicht zustimmen, würden die Mittel im kommenden Haushalt erhalten bleiben. Stauch fordert die Fraktion direkt auf, das „Brandmauer-Denken“ abzuschaffen.</p> <p>Andreas Hoffmann (CDU) macht deutlich, wie seine Fraktion zu diesem Vorstoß steht. Man werde den Antrag geschlossen ablehnen, es brauche ihn nicht. Im Sozialausschuss sei bereits beschlossen worden, das Geld für Projekte im Landkreis zu nutzen. „Sie wissen genau, warum Sie den Antrag gestellt haben“, sagt er in Richtung der AfD. Bei der Abstimmung scheitert der AfD-Antrag, nur die eigenen Fraktionsmitglieder heben dafür ihre Hand. Alle anderen Mitglieder des Kreistags stimmen dagegen.</p> <p>Am Tag nach der Kreistagssitzung versendet die AfD-Fraktion eine Pressemitteilung, in der sie der CDU Wortbruch vorwirft. Sie lasse sich „erneut vor den Karren der links-grünen Asylpolitik spannen“. Weiter heißt es, das „Parteikartell“ habe sich dazu entschieden, die Mittel im Haushalt anders zu verwenden. In der Mitteilung kündigt die Fraktion auch an, das Thema in den anstehenden Haushaltsberatungen erneut zu diskutieren.</p> <p>Auch das Bündnis „Konstanz für Demokratie“ versendet im Nachgang eine Pressemitteilung. Man begrüße die fraktionsübergreifende Ablehnung des Antrags. „Die CDU bekennt sich auf Bundesebene mit klaren Worten und die CDU-Fraktion im Kreistag mit ebensolchen Taten zur Brandmauer gegen die rechtsradikale AfD“, wird <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/diese-konstanzerin-macht-werbung-fuer-die-demokratie-und-bewegt-damit-einiges;art372448,11926382" target="_blank" title="Diese Konstanzerin macht &amp;bdquo;Werbung für die Demokratie&amp;ldquo; &amp;ndash; und bewegt damit einiges">Katrin Brüggemann, eine Sprecherin des Bündnisses</a>, zitiert.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[AfD rüttelt im Kreistag an der Brandmauer, doch die CDU bleibt standhaft]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 15:48:07 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mehr-als-eine-halbe-milliarde-euro-betraegt-der-rekordhaushalt-fuer-2026-22-10-25;art372432,12503520 ]]></link>      <description><![CDATA[  Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.  ]]></description>
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          Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.<br>
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        Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.



        <p>Über Zahlen spricht Zeno Danner kaum, er nennt nur wenige. Der Landrat bringt den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr ein. Einerseits geht es um Stellen, die abgebaut werden, wenngleich die Personalkosten weiter steigen. Andererseits um die geplanten Investitionen für das aktuell wohl größte Projekt des Landkreises, den Klinikneubau in Singen. Und um eine Zahl, die für Vertreter von Städten und Gemeinden besonders wichtig ist: die Kreisumlage.</p> <p>Diese wird für 2026 höher ausfallen als bisher. Und laut aktueller Planung wird sie in den kommenden Jahren weiter steigen. Schon Anfang Oktober merkte der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt im Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistags an, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025" target="_blank" title="Angst vor leeren Kassen und Empörung unter Bürgermeistern: „Uns brennt der Kittel!“">dass die Stadt der Abgabe hinterher spare</a>.</p> <p>Bevor es in seiner Rede überhaupt um Zahlen geht, nennt Danner Beispiele dafür, was der Landkreis leistet. Das <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/in-konstanz-entsteht-eine-neue-heimat-fuer-berufsschueler-jetzt-wurde-richtfest-gefeiert-24-07-25;art372448,12447357" target="_blank" title="In Konstanz entsteht eine neue Heimat für Berufsschüler – jetzt wurde Richtfest gefeiert">Berufsschulzentrum in Konstanz</a> befindet sich im Bau, die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/spatenstich-fuer-atemschutzuebungsanlage-im-kreis-konstanz-hier-trainieren-bald-die-retter;art372432,11973716" target="_blank" title="Spatenstich für Atemschutzübungsanlage im Kreis Konstanz: Hier trainieren bald die Retter">Atemschutzübungsanlage für Feuerwehren</a> sei fast fertig, ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/erst-siedelten-die-kelten-hier-jetzt-soll-das-neue-krankenhaus-dort-gebaut-werden;art372458,12250667" target="_blank" title="Erst siedelten die Kelten hier, jetzt soll das neue Krankenhaus dort gebaut werden">neues Krankenhaus wird am Standort Singen geplant</a>. Beim Ausbau von Photovoltaik sei man der drittschnellste Landkreis in Baden-Württemberg.</p> <p>Klar ist auch: Das alles kostet Geld. Dabei stehen sowohl Städte und Gemeinden als auch der Landkreis vor finanziellen Herausforderungen. Im aktuellen Entwurf liegt das Gesamthaushaltsvolumen des Landkreises Konstanz bei 585 Millionen Euro. Die Summe setzt sich zusammen aus dem Ergebnishaushalt und Investitionsauszahlungen.</p> <h2>Die Kreisumlage könnte noch deutlich steigen</h2> <p>Bei einem Hebesatz von 36,35 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent) kommen von Städten und Gemeinden durch die Kreisumlage rund 198 Millionen Euro in die Haushaltskasse. Danner betont, dass er wieder eine Kreisumlage von 34 Prozent erreichen will. Mittelfristig wolle er sie unter 40 Prozentpunkten halten – auch wenn es schwierig werde. Wie schwierig das wird, zeigt die aktuelle Planung. Darin vorgesehen ist ein Anstieg auf deutlich über 40 Prozent ab dem Jahr 2027.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Kreisumlage</span><span>Um die Aufgaben des Landkreises zu finanzieren, wird eine Abgabe von Kommunen erhoben, die Kreisumlage. Sie ist die wichtigste Einnahmequelle für den Kreis, der sonst kaum eigene Steuereinnahmen hat. Die Steuerkraft der Städte und Gemeinden im Kreis Konstanz liegt für 2026 laut Haushaltsentwurf des Landkreises bei rund 543,4 Millionen Euro. Bei einem Hebesatz von 36,35 Prozent wird der Kreis so laut Haushaltsentwurf rund 198 Millionen Euro von den Kommunen bekommen.</span></label></div> <p>Eine große Position im Kreishaushalt ist der Gesundheitsverbund (GLKN). Wobei es sich eigentlich um mehrere Positionen handelt. Zum einen der Liquiditätszuschuss: Wie hoch er letztlich für dieses Jahr ausfällt, steht noch nicht fest.</p> <p>Momentan sehe es nach einer deutlichen Steigerung auf 16 Millionen Euro aus. Dazu kommen noch Zuschüsse für Investitionen in IT und für den geplanten Neubau. Zusammengerechnet betragen die vorgesehenen Mittel für den GLKN im Haushaltsentwurf rund 29,5 Millionen Euro.</p> <h2>Höhere Personalkosten trotz Stellenabbau</h2> <p>Die Kreisverwaltung baut Arbeitsplätze ab. Im Amt für Migration und Integration sollen 21 Stellen wegfallen. Trotz deutlichen Mehrbedarfs werde darauf verzichtet, Arbeitsplätze in anderen Bereichen zu schaffen. Davon gibt es nur zwei Ausnahmen. Für die Betreuung von behinderten Kindern sind sechs Stellen an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren nötig.</p> <p>Im Amt für Kinder, Jugend und Familie wird mit einem zusätzlichen Bedarf von fünf Stellen gerechnet, hier gehe es um das Thema Kindeswohlgefährdung. Die Verwaltung ist gesetzlich verpflichtet, den Personalbedarf zu untersuchen, erklärt Danner dazu. Zusammengenommen könne die Verwaltung so 10,32 Stellen abbauen. Dennoch werden die Personalkosten – vor allem aufgrund von Tarif- und Besoldungserhöhungen – um 4,5 Millionen Euro steigen.</p> <p>Um Investitionen zu stemmen und gleichzeitig die Kommunen nicht zu stark zu belasten, wird der Landkreis in den kommenden Jahren mehr Kredite aufnehmen, Landrat Danner rechnet mit einer Nettoneuverschuldung von 42 Millionen Euro. Nach aktueller Kalkulation wird die Höhe der Verschuldung bis Ende des Jahres 2026 bei rund 182 Millionen Euro liegen.</p> <p>Dem gegenüber werden künftig allerdings auch eine leistungsfähige Infrastruktur und wichtige Vermögenswerte für die Zukunft gegenüberstehen: Schulen, Straßen und ein neues Krankenhaus. Das alles sei für das öffentliche Leben dringen nötig, erklärt Danner.</p> <h2>Gesundheit ist der größte Kostenblock</h2> <p>Eine große Herausforderung sei der Sozialhaushalt – nicht die Ziele, sondern deren Umsetzung seien die Schwierigkeit, betont Danner. Beeinflussen könne man aufgrund von Bundes- und Landesgesetzgebung nur wenig. Für Soziales und Gesundheit ist der größte Block bei den Ausgaben des Landkreises vorgesehen, hier sind rund 24,3 Millionen Euro mehr nötig als im Vorjahr.</p> <p>Mehr Geld braucht es im kommenden Jahr laut Entwurf auch im Bereich Schulträgeraufgaben, Kultur und Geschichte. Der Mehrbedarf beträgt rund 4,7 Millionen Euro, davon 1,9 Millionen alleine bei Schülerbeförderungskosten. Im Teilhaushalt Umwelt, Infrastruktur und Wirtschaft werden 1,5 Millionen Euro mehr benötigt.</p> <p>Die Diskussionen um den Haushaltsentwurf ist mit der Einbringung des Entwurfs in den Kreistag eröffnet. Sie findet allerdings zunächst in den Fachausschüssen statt. Bis Ende des Jahres soll der fertige Kreishaushalt für 2026 beschlossen werden. Bis dahin will Landrat Danner auch einen Entwurf einbringen, bei dem die Kreisumlage unter 40 Prozent bleibt.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 13:40:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schwerer Verkehrsunfall auf der A81: Auto schleudert nach Zusammenstoß in Lastwagen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlhausen-ehingen/schwerer-unfall-auf-der-a81-auto-prallt-nach-zusammenstoss-gegen-lkw;art372451,12503448 ]]></link>      <description><![CDATA[  Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste eilen am späten Montagabend, 20. Oktober, zu einem Unfall mit drei Fahrzeugen auf der A81 auf Höhe Mühlhausen-Ehingen. Der Unfallfahrer wird in eine Klinik gebracht.  ]]></description>
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          Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste eilen am späten Montagabend, 20. Oktober, zu einem Unfall mit drei Fahrzeugen auf der A81 auf Höhe Mühlhausen-Ehingen. Der Unfallfahrer wird in eine Klinik gebracht.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste eilen am späten Montagabend, 20. Oktober, zu einem Unfall mit drei Fahrzeugen auf der A81 auf Höhe Mühlhausen-Ehingen. Der Unfallfahrer wird in eine Klinik gebracht.



        <p>Erneut ist es zu einem schweren Unfall auf der A81 gekommen: Eine verletzte Person und ein Schaden in Höhe von rund 19.000 Euro sind die Bilanz einer Kollision am Montagabend, 20. Oktober, kurz nach 22 Uhr auf Höhe Mühlhausen-Ehingen. Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte und Autobahnmeisterei kümmerten sich um die Unfallbeteiligten und sicherten die Einsatzstelle. Laut Polizeiangaben war die Autobahn in Fahrtrichtung Stuttgart wegen des Unfalls bis etwa 1 Uhr nachts gesperrt.</p> <p>Ein 39-Jähriger sei demnach gegen 22 Uhr mit einem Mitsubishi auf der mittleren Spur in Richtung Stuttgart unterwegs gewesen. Laut Schilderung der Polizei habe er aus bislang unbekannter Ursache kurz vor dem Parkplatz Klauseneck einen VW Caddy einer 61-Jährigen übersehen. Der Mitsubishi sei in das Heck des vorausfahrenden Wagens geprallt, heißt es weiter.</p> <h2>Mitsubishi überschlägt sich und prallt gegen Lkw</h2> <p>In der Folge habe sich der Mitsubishi überschlagen und sei anschließend mit dem Auflieger eines an der Einfahrt des Parkplatzes abgestellten Sattelzugs und einem Verkehrsschild kollidiert, ehe das Auto schließlich auf dem Dach liegenblieb. Währenddessen sei der VW auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen gekommen.</p> <p>Beim Eintreffen der Feuerwehr Singen hätten sich bereits alle Personen außerhalb der beteiligten Fahrzeuge befunden, so Kommandant Mario Dutzi. Während die Caddy-Fahrerin unverletzt blieb, erlitt der 39-Jährige bei dem Unfall Verletzungen. Er sei mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden, so die Polizei.</p> <p>Die Feuerwehr habe zunächst die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt. „Im weiteren Verlauf wurde der Brandschutz sichergestellt, auslaufende Betriebsstoffe aufgefangen, die Ladung des Lkw überprüft und die Einsatzstelle ausgeleuchtet“, berichtet Mario Dutzi weiter. Insgesamt war die Singener Wehr mit vier Fahrzeugen und zwölf Einsatzkräften bis Mitternacht im Einsatz.</p> <p>Es ist nicht der erste Unfall in der jüngeren Vergangenheit: Erst kürzlich war es auf der A81 zwischen Gottmadingen und Hilzingen zu <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/hubschrauber-im-einsatz-schwerer-unfall-auf-der-a81-im-kreis-konstanz;art372443,12497082" target="_blank" title="Heftiger Unfall auf der A81: Helikopter bringt Schwerverletzten in Schweizer Spezialklinik">einem Unfall mit vier schwerverletzten Personen</a> gekommen, nachdem ein Lastwagen in ein Stauende gefahren war.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Polizei Feuerwehr Unfall Verkehrsunfall Klinik Verkehrsunglücke Verkehrsdelikte thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-sicherheit-kriminalitaet]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Schwerer Verkehrsunfall auf der A81: Auto schleudert nach Zusammenstoß in Lastwagen]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 19 Oct 2025 16:41:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Den ganzen Hegau zieht es nach Hilzingen: So schön war die Kirchweih am Wochenende  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/den-ganzen-hegau-zieht-es-nach-hilzingen-so-schoen-war-die-kirchweih-am-wochenende-20-10-25;art372443,12502192 ]]></link>      <description><![CDATA[  Enormer Besucherandrang beim Traditionsfest: Festzeltbetrieb, Partynacht, Flohmärkte und Oldtimer lockten zahlreiche Menschen an. Und das Beste ist: Am Montag geht die Kirchweih weiter.  ]]></description>
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          Enormer Besucherandrang beim Traditionsfest: Festzeltbetrieb, Partynacht, Flohmärkte und Oldtimer lockten zahlreiche Menschen an. Und das Beste ist: Am Montag geht die Kirchweih weiter.<br>
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        Enormer Besucherandrang beim Traditionsfest: Festzeltbetrieb, Partynacht, Flohmärkte und Oldtimer lockten zahlreiche Menschen an. Und das Beste ist: Am Montag geht die Kirchweih weiter.



        <p>Herrliches Wetter und weit mehr als hundert zwei- und vierrädrige Oldies rund um Rathaus und Kirche: Besser gehe es gar nicht, so die Eröffnungsworte von Hilzingens Bürgermeister Holger Mayer anlässlich des 40. Treffens historischer Motorfahrzeuge, das erneut mit ganz besonderen Autos und Motorrädern aufwarten konnte.</p> <p>Für viele Blicke sorgte ein Rolls Royce, Baujahr 1930, dessen 27 Liter-Hubraum er dem eingebauten Flugzeugmotor verdankt. Ganz bescheiden, obwohl eine absolute Rarität, nahm sich daneben das Motorrad der Marke Minerva Baujahr 1908, ohne Kupplung und mit Riemenantrieb ausgestattet, aus.</p> <p>Bei der anschließenden Parade entlang der Hauptstraße wurden die Fahrzeuge den Zuschauern kurzweilig und informativ von den Oldie-Experten Michael Bietenholz und Mike Wilhelmi vorgestellt. Nicht nur dem Publikum gefiel´s. Übereinstimmend lobten die Oldie-Besitzer die angenehme und stimmige Atmosphäre auf dem Treffen. „Alle sind glücklich und haben Freude an den Autos“, brachte es Sylvia Lutz, die mit einem Vorkriegs-Citroen gekommen war, auf den Punkt.</p> <h2>Kirchweih in Hilzingen: Ein Bürgermeister, zwei Schläge</h2> <p>Gut gestartet war das Hilzinger Traditionsfest schon am Freitag Abend. Bereits zum Bieranstich war das dreitausend Gäste fassende Festzelt fast voll. Festwirt ist hier der Musikverein Hilzingen. An der Abendkasse gab es da bereits für die anschließende Party mit der Band VIPs lange Warteschlangen.</p> <p>Zwei Schläge brauchte Bürgermeister Holger Mayer, dann floss das Bier. Der Gemeindechef wünschte sich ein fröhliches und friedliches Fest – und das wurde es auch. Nennenswerte negative Vorfälle gab es nicht, teilten die Veranstalter mit.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So geht die Kirchweih weiter</span><span>Am Montag wird noch mal gefeiert: Ab 10 Uhr kann über den Kirchweihmarkt, den Flohmarkt, den Bücherflohmarkt gebummelt werden. Die katholische Pfarrkirche mit dem Erntedankschmuck und die Kunstausstellung öffnen ebenfalls um 10 Uhr ihre Türen, das Festzelt um 11 Uhr. Für den musikalischen Abschluss sorgt ab 19 Uhr die Oktoberfest-Band „Die Lausbuba“.</span></label></div> <p>Auch der Kirchweihsamstag endete mit einer Party-Nacht. Für diesen Abend hatten die Hilzinger Musiker die Partyband Blaska gewinnen können, die die Stimmung im Zelt regelrecht zum Kochen brachte. „Es ist bisher ein Super-Kirchweihfest. Wir sind voll zufrieden“, zog der Vorsitzende des Musikvereins Michael Jäckle am Samstag die Zwischenbilanz.</p> <h2>Am Sonntag kommen die Besucher in Massen zum Hilzinger Traditionsfest</h2> <p>Man sollte nicht glauben, wie viele lesebegeisterte Bürger Hilzingen hat. Kaum hatte der Bücherflohmarkt am Samstagmorgen in der Museumsremise seine Türen geöffnet, wurde emsig in den rund 8000 Buch-Exemplaren geschmökert, die das Macher -Team des Museumsvereins unter der Federführung von Ilse Heller und Sabine Korn-Luick zusammengetragen hatte. Der große Flohmarkt an den Hegau-Hallen füllte sich dagegen erst am frühen Nachmittag.</p> <p>Am Sonntag wurde Hilzingen wieder zum großen Treffpunkt im Hegau. Noch vor der Mittagszeit genossen massig Kirchweih-Gäste den Bummel durch die Marktzeile. Viel bestaunt und bewundert wurde der Kirchweih- und Erntedankschmuck. Als Gotteshaubesucher musste man jedoch etwas Zeit mitbringen, es gab bald Warteschlangen.</p> <p>Das Thema der diesjährigen Mosaike aus Samen, Früchten und getrockneten Blüten lautet „Pilger der Hoffnung“. Als traumhaft bezeichneten Lilo und Erich Dietrich aus Tengen den Schmuck. „Wunderschön“, lautete der Kommentar von Daniela und Edith Oßwald aus Riedheim.</p> <p>Den Förderkreis Kunst und Kultur gibt es seit vierzig Jahren. Mit den Hilzinger Kunstausstellungen zur Kirchweih ist es dem Kunstverein gelungen, Kunst in das Dorf zu bringen. Zum runden Geburtstag werden Bilder und Skulpturen aus früheren Ausstellungen gezeigt.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/die-schoensten-bilder-vom-hilzinger-kirchweih-sonntag;art372443,12502191" target="_blank" title="Die schönsten Bilder vom Hilzinger Kirchweih-Sonntag">Die besten Fotos vom Kirchweih-Sonntag finden Sie hier</a>.</li> </ul> </div>]]>
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      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 22:39:12 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hubschrauber kreist über Welschingen: Bewaffneter Mann auf der Flucht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/hubschrauber-kreist-ueber-welschingen-bewaffneter-mann-auf-der-flucht;art372438,12501089 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein großes Polizeiaufgebot schreckt Welschingen am Donnerstag, 16. Oktober, auf. Gesucht wurde ein bewaffneter Mann aus der Flüchtlingsunterkunft am Bahnhof. Die Polizei umstellt sogar ein Maisfeld. Was ist da passiert?  ]]></description>
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          Ein großes Polizeiaufgebot schreckt Welschingen am Donnerstag, 16. Oktober, auf. Gesucht wurde ein bewaffneter Mann aus der Flüchtlingsunterkunft am Bahnhof. Die Polizei umstellt sogar ein Maisfeld. Was ist da passiert?<br>
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        Ein großes Polizeiaufgebot schreckt Welschingen am Donnerstag, 16. Oktober, auf. Gesucht wurde ein bewaffneter Mann aus der Flüchtlingsunterkunft am Bahnhof. Die Polizei umstellt sogar ein Maisfeld. Was ist da passiert?



        <p>Große Aufregung in Welschingen. Ein Polizeihubschrauber kreist über den Ort, mehrere Polizisten umstellen ein Maisfeld. Passanten berichten, dass sie von der Polizei aufgefordert worden seien, den Ort zu meiden. Zu groß sei die Gefahrenlage. Was ist da am Donnerstagnachmittag, 16. Oktober, zwischen Neuhausen und Welschingen passiert? Was bekannt ist: Die Flüchtlingsunterkunft ist in den Vorfall involviert.</p> <p>Eine Nachfrage beim Führungs- und Lagezentrum der Polizei ergibt: Am Nachmittag soll es zu einem massiven Polizeieinsatz im Bereich zwischen Neuhausen und Welschingen gekommen sein. Ein Polizeisprecher schildert gegenüber dem SÜDKURIER, dass ein Bewohner der Unterkunft einen weiteren Mann mit einem Messer bedroht habe. „Der Mann hat sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden“, teilt die Polizei weiter mit. Der Angreifer habe danach die Flucht ergriffen und sich in einem nahegelegenen Maisfeld verschanzt.</p> <h2>Polizeihubschrauber findet flüchtigen Mann</h2> <p>Nutzer in den sozialen Medien berichten davon, die Polizei habe im Anschluss das Maisfeld umstellt. Dies bestätigt das Präsidium auch gegenüber dem SÜDKURIER. Ein Polizeihubschrauber sei angefordert worden, um die Einsatzkräfte am Boden bei der Suche nach dem Mann zu unterstützen. Dieser habe den Gesuchten im Maisfeld schließlich ausfindig machen können.</p> <p>Bodenkräfte der Polizei hätten den flüchtigen Mann dann festnehmen können. „Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt“, so ein Polizeisprecher weiter. Im Anschluss sei der Mann in eine Fachklinik gebracht worden. Die Alarmierung sei gegen 14 Uhr eingegangen. Nur 30 Minuten später sei der Mann laut Polizeiangaben festgenommen worden.</p> <h2>War das LKA am Einsatz beteiligt?</h2> <p>Entgegen einzelnen Meldungen in den sozialen Medien, dass auch das Landeskriminalamt (LKA) in Welschingen im Einsatz gewesen sei, gibt es indes Entwarnung. Zwar könne die Polizei aus ermittlungstechnischen Gründen keine Angaben zur Einsatzstärke machen. Allerdings teilt ein Polizeisprecher mit, dass keine Fremdkräfte – also auch kein LKA – am Einsatz beteiligt gewesen seien. „Wir hatten mehrere Streifenpolizisten und Einsatzkräfte aus Engen vor „Ort“, so die offizielle Auskunft.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 15:43:06 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der SÜDKURIER öffnet Türen: Blick hinter die Kulissen der Getreideverarbeitung  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlhausen-ehingen/blick-hinter-die-kulissen-der-getreideverarbeitung;art372451,12500665 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Raiffeisen Zentralgenossenschaft (ZG) hat in Mühlhausen eine neue Siloanlage eingeweiht. Jetzt zeigt sie SÜDKURIER-Lesern, wie die Anlage funktioniert.  ]]></description>
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          Die Raiffeisen Zentralgenossenschaft (ZG) hat in Mühlhausen eine neue Siloanlage eingeweiht. Jetzt zeigt sie SÜDKURIER-Lesern, wie die Anlage funktioniert.<br>
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        Die Raiffeisen Zentralgenossenschaft (ZG) hat in Mühlhausen eine neue Siloanlage eingeweiht. Jetzt zeigt sie SÜDKURIER-Lesern, wie die Anlage funktioniert.



        <p>Mit dem Bau der neuen Siloanlage hat sich die Zentralgenossenschaft (ZG) ein zusätzliches Geschäftsfeld im Bio-Bereich und im Dinkelanbau erschlossen. Komplett neu gebaut, fasst das neue Silo 6000 Tonnen und erweitert die Gesamtmenge im Silobereich auf 20.000 Tonnen. Am Mittwoch, 5. November, möchte das Unternehmen den Gewinnern der Verlosungsaktion „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen.</p> <p>„In einer landwirtschaftlichen Region wie unserer ist das Interesse in der Bevölkerung da“, meint Niederlassungsleiter Konrad Maier. Vier Gewinner erleben samt Begleitung eine exklusive Führung durch die neue Anlage. Elf Millionen Euro hat die Zentralgenossenschaft (ZG) in die neue Anlage zur Bearbeitung von Bio-Getreide investiert. Mit der laufenden Ernte könne Bio-Getreide erfasst, gelagert und für die Vermarktung weiterverarbeitet werden.</p> <p>„Diese Anlage ist nicht nur für die Region ein Meilenstein, sondern auch für die ZG“, betonte Holger Löbbert vom ZG-Vorstand bereits zum Spatenstich. Mit dem Bauprojekt habe die Genossenschaft die Voraussetzungen für eine hochprofessionelle und leistungsstarke Erfassung von ökologisch angebautem Getreide geschaffen. Ziel sei es, weiterhin Partner für konventionell arbeitende Landwirte zu sein, und gleichzeitig das Bio-Segment neu aufzustellen.</p> <p>Für Edgar Isele, Regionalleiter Bereich Agra, ist die neue Anlage ein Leuchtturmprojekt. Ausgelegt auf eine Leistung von 120 Tonnen pro Stunde enthalte die Bio-Erfassungsanlage spezielle Reinigungsanlagen und zähle zu den größten und modernsten in Baden-Württemberg. Mit einer integrierten Trocknungsanlage und Elementen zur Verarbeitung könne Dinkel auch entspelzt werden. Das lobt auch Bürgermeister Patrick Stärk: „Die ZG hat erheblich investiert.“</p> <h2>So können SÜDKURIER-Abonnenten gewinnen</h2> <p>An der Aktion können alle Abonnenten von gedruckten und Online-Medien des SÜDKURIER teilnehmen (gegebenenfalls Kundennummer dem Kontoauszug entnehmen). Was Sie tun müssen? Rufen Sie die Internetseite <a href="http://www.meinSK.de/raiffeisen" target="_blank" title="" rel="noopener">www.meinSK.de/raiffeisen</a> auf, melden Sie sich mit Ihren SÜDKURIER-Zugangsdaten an und füllen Sie das Formular am Ende der Seite aus. Anmeldeschluss ist Montag, 27. Oktober. Mit etwas Glück sind Sie unter den vier Gewinnern, die ausgelost werden. Die Gewinner werden per E-Mail oder telefonisch benachrichtigt und ihre Namen werden in der Zeitung veröffentlicht.</p> <p>Bei der Aktion „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ bietet die Lokalredaktion den Abonnenten der Tageszeitung immer wieder die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen – sei es bei Veranstaltungen oder aber auch in Unternehmen der Region.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 11:57:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mietpreisbremse ade? So reagiert die Politik am Bodensee und im Hegau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mietpreisbremse-ade-so-reagiert-die-politik-am-bodensee-und-im-hegau-17-10-25;art372432,12500500 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.  ]]></description>
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          Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.<br>
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        Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.



        <p>Könnte die Mietpreisbremse im Kreis Konstanz bald wegfallen? Wenn es nach dem Vorschlag des baden-württembergischen Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen geht, ist das eine Option. Das Ministerium in Stuttgart hat einen Vorschlag für eine neue Mietpreisbremse auf den Tisch gelegt. Der stößt jedoch bei einigen auf Widerspruch.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/umstrittener-cdu-vorstoss-fallen-konstanz-und-weitere-staedte-in-der-region-aus-der-mietpreisbremse;art416,12498700" target="_blank" title="Umstrittener CDU-Vorstoß: Fallen Konstanz und weitere Städte in der Region aus der Mietpreisbremse?">Denn in einem Gutachten hat das Ministerium von Bauministerin Nicole Razavi (CDU) die Mietmärkte in allen Gemeinden in Baden-Württemberg neu bewerten lassen.</a> In Konstanz und fast allen Gemeinden hier im Kreis hat sich die Situation leicht verbessert, weil mehr gebaut wurde und es jetzt pro Einwohner mehr Wohnungen gibt als bei der vergangenen Bewertung. Nur auf der Reichenau würde die Regel dann noch greifen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Debatte</span><span>Die derzeitige Mietpreisbremse läuft Ende 2025 aus. Nun muss sich die Landesregierung aus Grünen und CDU auf eine neue Regelung einigen. Doch es gibt Streit. Der Vorschlag von Landeswohnministerin Nicole Razavi (CDU) wird von den Grünen blockiert. Denn damit würden weniger Menschen unter die Regelung fallen. Für Mannheim und alle größeren Gemeinden im Kreis Konstanz würde die Mietpreisbremse dann ganz entfallen. Sollte es keine Einigung geben, dann gibt es ab Januar 2026 keine Mietpreisbremse mehr im Land.</span></label></div> <h2>Kritik von der SPD</h2> <p>Doch mit dieser Bewertung sind einige Parteien im Kreis nicht einverstanden. Sie fordern, dass die Mietpreisbremse auch weiterhin in Konstanz gelten muss. Die SPD-Fraktion im Konstanzer Gemeinderat warnt vor den Folgen eines Wegfalls.</p> <p>Mit einer solchen Regelung könnten die Mieten in Konstanz deutlich ansteigen und es werde schwieriger für Mieterinnen und Mieter, sich dagegen zu wehren. „Wenn die Mietpreisbremse fällt, wird Wohnen in Konstanz für viele endgültig zum Luxusgut“, erklärt Jürgen Ruff, Fraktionschef der SPD. Laut der SPD-Fraktion seien die Pläne der Landesregierung unsozial.</p> <p>Auch Frank Ortolf, Landtagskandidat der SPD, kritisiert die Pläne. Die Mietpreisbremse habe in der Vergangenheit Mietsteigerungen abgemildert und Mieterinnen und Mieter geschützt. „Für junge Menschen, Familien und Menschen mit geringem Einkommen ist bezahlbarer Wohnraum essenziell“, so Ortolf.</p> <h2>Wegfall fördert soziale Ungleichheit</h2> <p>Der Kreisverband der Grünen Jugend kritisiert das Vorhaben ebenfalls. Dieses ignoriere die Probleme der Menschen vor Ort, heißt es in einer Mitteilung. „Das Problem der hohen Mieten in Konstanz ist eines, das alle, besonders die Einkommensschwächsten, betrifft“, sagt Lilly Rehm, Kreissprecherin der Grünen Jugend. „Wer in Konstanz wohnt, weiß, wie schwer es ist, eine bezahlbare WG oder gar eine Wohnung zu finden“, meint sie weiter.</p> <p>Der Wohnungsmarkt in Konstanz sei weiterhin angespannt. Daher fordert die Grüne Jugend, dass die Mietpreisbremse weiterhin aufrechterhalten wird. Das Instrument wirke aus ihrer Sicht. Gerade zu Semesterbeginn suchen viele junge Menschen verzweifelt nach einer Wohnung. Der Wegfall der Mietpreisbremse sei daher ein falsches Signal.</p> <p>„In Konstanz herrscht nach wie vor Wohnungsnot“, beklagt die Landtagsabgeordnete Nese Erikli (Grüne). Für viele Konstanzerinnen und Konstanzer wäre der Wegfall eine soziale Katastrophe. „Ich stehe mit alleinerziehenden Eltern, Familien, älteren Menschen, Auszubildenden und vielen anderen in Kontakt, die jetzt schon unter der Situation leiden. Menschen mit kleinem Geldbeutel haben es hier ohnehin schon schwer bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Situation wird sich durch die geplanten Maßnahmen der Bauministerin deutlich verschlechtern.“</p> <p>Und auch der Mieterbund Bodensee zeigt sich wenig erfreut über den Vorschlag der Ministerin. Winfried Kropp, Vorsitzender des Mieterbunds, greift die Pläne, die den ganzen Landkreis betreffen, sogar scharf an: „Wer in Singen Mieterschutz aushöhlt, attackiert vorsätzlich den sozialen Frieden.“ Mit einem Wegfall der Regelung würden wichtige Schutzrechte für Mieterinnen und Mieter ausgehebelt. Dass Reichenau weiterhin unter die Bremse falle, zeige laut Kropp „methodische Unzulänglichkeiten“. Für Kropp sind die Pläne ein Versuch, mit der „Abrissbirne den Mieterschutz im Kreis Konstanz zu zerschlagen.“</p> <h2>CDU fordert mehr Transparenz</h2> <p>Aus Sicht der CDU im Kreis ist mehr Transparenz notwendig. „Es würde zur Versachlichung der Debatte beitragen, wenn das Gutachten veröffentlicht würde“, so Levin Eisenmann von der Konstanzer CDU-Gemeinderatsfraktion gegenüber dem SÜDKURIER. „Bisher scheint das Ergebnis für Konstanz wenig nachvollziehbar zu sein“, erklärt er weiter.</p> <p>Die Diskussion um die Mietpreisbremse dürfe den Blick auf das eigentliche Problem nicht verstellen, so der Stadtrat. Es brauche weniger Debatte und mehr „Bagger und Schaufel“, um den Mietmarkt in Konstanz zu entlasten. Dieser sei auch mit der bisherigen Regelung angespannt gewesen.</p> <h2>Nur ein kurzfristiges Instrument</h2> <p>Die Landtagskandidaten der CDU in der Region, Andrea Gnann und Christoph Stetter, erklären in einer gemeinsamen Mitteilung, dass Wohnraum kein Luxusgut sein darf. Kurzfristig sei die Mietpreisbremse ein wichtiges Instrument, das Entlastung schaffe. Langfristig sei das jedoch keine Lösung. Den Vorschlag von Ministerin Razavi, der unter anderem Konstanz aus der Mietpreisbremse herausnehmen würde, gelte es zu prüfen.</p> <p>Auch sie fordern, dass das Gutachten veröffentlicht wird: „In Konstanz hat sich die Wohnsituation nicht entspannt. Die Mietpreise sind weiterhin hoch, und viele Menschen finden nur schwer bezahlbaren Wohnraum“, erklärt Andrea Gnann, die im Wahlkreis Konstanz für die CDU antritt. „Dass Konstanz aus der Mietpreisbremse herausfallen soll, ist für uns auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar“, heißt es weiter.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Mietpreisbremse ade? So reagiert die Politik am Bodensee und im Hegau]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 10 Oct 2025 14:46:10 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Beim Biomüll ist der Landkreis an der Spitze, doch der Abfallbericht zeigt auch Nachholbedarf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/beim-biomuell-ist-der-landkreis-an-der-spitze-doch-der-abfallbericht-zeigt-auch-nachholbedarf;art372432,12497175 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im landesweiten Vergleich landet der Kreis Konstanz bei organischen Abfällen auf dem zweiten Platz im baden-württembergischen Vergleich. Aus den Daten geht aber auch hervor, dass nur sehr wenig Altmetall zusammenkommt.  ]]></description>
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          Im landesweiten Vergleich landet der Kreis Konstanz bei organischen Abfällen auf dem zweiten Platz im baden-württembergischen Vergleich. Aus den Daten geht aber auch hervor, dass nur sehr wenig Altmetall zusammenkommt.<br>
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        Im landesweiten Vergleich landet der Kreis Konstanz bei organischen Abfällen auf dem zweiten Platz im baden-württembergischen Vergleich. Aus den Daten geht aber auch hervor, dass nur sehr wenig Altmetall zusammenkommt.



        <p>Der Landkreis Konstanz glänzt, wenn es um Bioabfälle geht. Im aktuellen Abfallbericht 2024 katapultiert sich der Landkreis mit stolzen 100 Kilogramm pro Kopf und Jahr fast an die Spitze des Bundeslandes. Nur der Stadtkreis Baden-Baden liegt darüber.</p> <p>Im direkten Vergleich mit den Nachbarn ist der Vorsprung beeindruckend: Bodenseekreis 74 Kilogramm, Tuttlingen 89, Schwarzwald-Baar-Kreis 46, Waldshut 56 – und Sigmaringen, wo die Biotonne erst seit Jahresbeginn Pflicht ist, dümpelt mit zwölf Kilogramm geradezu am Startblock vor sich hin.</p> <p>Diese gute Bilanz freut auch die Verantwortlichen beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises. Die Pressestelle erklärt die gute Sammelquote damit, dass der Landkreis einer der Pioniere bei der getrennten Einsammlung von Bioabfall war. Bereits seit 1993 werden Bioabfälle getrennt gesammelt, lange bevor dies gesetzlich vorgegeben war.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Unterm Strich</span><span>Konstanz ist Vorreiter bei der Biotonne, stark beim Glas und ordentlich beim Restmüll. Doch gibt es Schwächen bei Metallen und Leichtverpackungen. Es hängt von den Bürgern ab, wie ihr Landkreis beim nächsten Abfallranking abschneidet. Denn wenn künftig mehr Wertstoffe gesammelt werden, statt im Restmüll zu landen, und mehr Altmedikamente oder Batterien zum Schadstoffmobil gebracht werden, bringt das den Kreis weiter nach vorn.</span></label></div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Haus- und Sperrmüll:</strong> Ganz so glänzend fällt das Bild beim Restmüll nicht aus. 129 Kilogramm Haus- und Sperrmüll pro Einwohner bedeuten zwar, dass Konstanz besser dasteht als Waldshut (139) oder Schwarzwald-Baar (137). Doch der Bodenseekreis (118) und Sigmaringen (113) liegen deutlich vorne. Immerhin: Der Landkreis Konstanz bleibt unter dem Landesschnitt von 138 Kilogramm und zeigt damit, dass Müllvermeidung in der Region keine bloße Theorie ist.</li> <li><strong>Wertstoffe:</strong> Ein gemischtes Bild ergibt sich bei den Wertstoffen. Beim Altpapier liegt Konstanz mit 59 Kilogramm pro Kopf knapp über dem Landesdurchschnitt, doch fast alle Nachbarn erzielen höhere Werte – Waldshut etwa bringt es auf stolze 70 Kilogramm, der Bodenseekreis auf 68. Ganz anders sieht es beim Glas aus: Hier spielt Konstanz mit 28 Kilogramm vorne mit und übertrifft fast alle Vergleichsregionen. Lediglich Waldshut ist mit 32 Kilogramm noch etwas besser.</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Altmetalle:</strong> Gerade einmal 6,1 Kilogramm pro Kopf wurden im Landkreis Konstanz gesammelt. Das ist nicht nur weniger als der Landesdurchschnitt, sondern auch deutlich hinter allen Nachbarn, von Tuttlingen mit knapp zehn Kilogramm bis hin zu Waldshut, das mit fast 25 Kilogramm geradezu herausragt. Auch bei den Leichtverpackungen hinkt Konstanz hinterher.<br /> Während der Landesdurchschnitt bei 31 Kilogramm liegt und Tuttlingen sogar 35 Kilogramm erreicht, bleiben die Landkreisbewohner mit 25 Kilogramm spürbar darunter. Vielleicht hat auch dieser Wert mit den örtlichen Sammeleigenheiten zu tun. Denn bis 2024 wurden die Leichtverpackungen im ganzen Kreis mit dem Gelben Sack eingesammelt. Seit diesem Jahr haben 14 Städte und Gemeinden die Gelbe Tonne eingeführt, während die elf restlichen Kommunen weiterhin den Gelben Sack abholen lassen.</li> <li><strong>Problemstoffe und Elektrogeräte:</strong> Die Entsorgung gefährlicher Abfälle klappt ordentlich, aber nicht überragend. Mit 0,79 Kilogramm pro Kopf liegt der Landkreis zwar besser als Sigmaringen, aber schwächer als alle anderen Nachbarn. Bei Elektroaltgeräten erreicht Konstanz mit 6,6 Kilogramm den Landesdurchschnitt, liegt damit aber ebenfalls hinter Bodenseekreis, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar und Waldshut.<br /> Der Kreis-Abfallwirtschaftsbetrieb verweist darauf, dass Elektroaltgeräte flächendeckend gesammelt werden und die Kommunen für die Infrastruktur verantwortlich seien: „Jedoch kann nur angenommen werden, was von den Bürgerinnen und Bürgern auch gebracht beziehungsweise entsorgt wird.“</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Grünabfälle:</strong> 58 Kilogramm pro Kopf sind nicht einmal zwei Drittel des Landesdurchschnitts von 93 Kilogramm. Alle Nachbarn sind besser, Waldshut sogar fast dreimal so gut mit 166 Kilogramm. Die Städte und Gemeinden haben unterschiedliche Sammelstrukturen für Grünabfall, weil es eine Aufgabenteilung gibt: Die Kommunen sind für Sammeln und Transport zuständig, der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises für die Verwertung. Am landkreiseigenen Wertstoffhof in Singen-Rickelshausen kann Grünabfall von allen Einwohnern das ganze Jahr über an fünf Tagen die Woche und zusätzlich jeden letzten Samstag im Monat abgegeben werden.</li> </ul> </div>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Mühlhausen-Ehingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Beim Biomüll ist der Landkreis an der Spitze, doch der Abfallbericht zeigt auch Nachholbedarf]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 08 Oct 2025 17:42:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Warum fahren ausgerechnet zu Stoßzeiten kürzere Züge? SBB erklärt, wie das passieren kann  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/ueberfuellter-seehas-veraergerte-fahrgaeste-warum-fahren-ausgerechnet-zu-stosszeiten-kuerzere-zuege-12-10-25;art372432,12495842 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Seehas im Kreis Konstanz ist zur Hauptverkehrszeit zeitweise so voll, dass die Fahrgäste kaum noch einsteigen können. Das ist ärgerlich, kann aber viele Gründe haben, erklären die Schweizerischen Bundesbahnen.  ]]></description>
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          Der Seehas im Kreis Konstanz ist zur Hauptverkehrszeit zeitweise so voll, dass die Fahrgäste kaum noch einsteigen können. Das ist ärgerlich, kann aber viele Gründe haben, erklären die Schweizerischen Bundesbahnen.<br>
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        Der Seehas im Kreis Konstanz ist zur Hauptverkehrszeit zeitweise so voll, dass die Fahrgäste kaum noch einsteigen können. Das ist ärgerlich, kann aber viele Gründe haben, erklären die Schweizerischen Bundesbahnen.



        <p>Es ist eine Situation, die vermutlich die meisten schon erlebt haben: Der Zug fährt ein, hält an, doch einzusteigen ist nicht möglich. Drinnen drängen sich die Fahrgäste schon dicht an dicht. Also auf zur nächsten Tür, doch da ist die Situation nicht anders. Eine andere Option, als den Zug entlangzugehen, bleibt nicht. Irgendwann fährt er ab – mit oder ohne einem selbst als Passagier an Bord.</p> <p>Besonders ärgerlich wird es, wenn es sich um einen verkürzten Zug handelt. So schildert ein Leser dem SÜDKURIER, was ihm am Bahnhof Wollmatingen passiert ist. Gefühlt passiert es besonders während der Hauptverkehrszeiten, dass verkürzte Züge fahren. Ist an diesem Gefühl etwas Wahres dran?</p> <p>Die Linie S6 zwischen Engen und Konstanz wird von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) betrieben. „Die Züge des Seehas werden vom Land Baden-Württemberg bestellt, diese gibt auch vor, welche Züge in Doppeltraktion verkehren“, sagt SBB-Deutschland-Sprecher Daniel König. Allerdings erläutert er, dass es verschiedene Gründe geben kann, warum ein verkürzter Zug auf den Schienen unterwegs ist.</p> <h2>Ärger im Seehas: Wann verkehren verkürzte Züge auf der Strecke?</h2> <p>Zum einen könne es passieren, dass Verspätungen es verhindern, Züge mit einem zweiten Triebwagen zu ergänzen. Auch durch Ausfälle kann es passieren, dass zu wenige davon zur Verfügung stehen. „Wenn an einem Fahrzeug eine sicherheitsrelevante Störung besteht, wird es sofort ‚ausgesetzt‘ – das heißt, es steht nicht mehr dem Betrieb zur Verfügung“, sagt König.</p> <p>Zudem könne es passieren, dass Arbeiten zur Instandsetzung länger dauern als geplant. Allerdings seien es oft keine technischen Gründe, die zum Ausfall führen, so König. Längere Ausfälle gebe es nämlich auch aufgrund von Vandalismus. „Eingeschlagene Scheiben oder Graffiti sind hier bekannte Beispiele“, so der SBB-Sprecher.</p> <p>Momentan kommt auf die Seehas-Züge noch eine zusätzliche Aufgabe zu. Durch die andauernden <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/bauarbeiten-legen-gaeubahn-schwarzwaldbahn-und-hochrheinbahn-lahm-busse-im-einsatz;art417930,12481758" target="_blank" title="Bauarbeiten legen Gäubahn und Schwarzwaldbahn lahm – Busse auch bei Hochrheinbahn im Einsatz">Bauarbeiten auf der Strecke der Schwarzwaldbahn</a> müssen Bahnreisende ab Singen bis Konstanz auf die Züge der SBB umsteigen.</p> <p>„Der Ausfall der Schwarzwaldbahn ist deutlich zu spüren“, so König, „vor allem in den Hauptverkehrszeiten“ sowie an Wochenenden. Ein Aufstocken auf drei Fahrzeuge sei nicht möglich, hierfür fehlen zum einen Fahrzeuge, zum anderen seien die Bahnsteige zu kurz.</p> <h2>Bei vollem Zug bleibt nur die nächste Verbindung</h2> <p>Wie läuft es also ab, wenn ein Zug schon voll an einem Haltepunkt ankommt, aber weitere Fahrgäste einsteigen wollen? „Unser Personal kann vom Führerstand aus nicht erblicken, wie voll der Zug ist“, sagt König. Es gebe dann die Ansage, dass die Türbereiche freizugeben sind und Passagiere in die Gänge aufrücken sollen.</p> <p>Ist der Zug aber schlicht voll, gibt es für Wartende am Bahnsteig nur eine mögliche Option: „Wenn ein Zug keine Fahrgäste mehr mitnehmen kann, wird auf die nächste Verbindung verwiesen.“ Das seien allerdings Einzelfälle.</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:source><![CDATA[Mühlhausen-Ehingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Warum fahren ausgerechnet zu Stoßzeiten kürzere Züge? SBB erklärt, wie das passieren kann]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 07 Oct 2025 15:59:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Angst vor leeren Kassen und Empörung unter Bürgermeistern: „Uns brennt der Kittel!“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die finanziellen Spielräume der Kommunen im Landkreis Konstanz werden enger – und die Nerven dünner. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine heiße Debatte um die Kreisumlage bevorsteht.  ]]></description>
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          Die finanziellen Spielräume der Kommunen im Landkreis Konstanz werden enger – und die Nerven dünner. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine heiße Debatte um die Kreisumlage bevorsteht.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die finanziellen Spielräume der Kommunen im Landkreis Konstanz werden enger – und die Nerven dünner. Jetzt zeichnet sich ab, dass eine heiße Debatte um die Kreisumlage bevorsteht.



        <p>Die Debatte um den Kreishaushalt hat noch gar nicht begonnen, da hat der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt schon die „Eckpunkte zur Finanzpolitik“ für die Jahre 2026 bis 2029 entdeckt, obwohl diese gut versteckt in der allerletzten Anlage anhängen. „Die Stadt Konstanz schließt immer noch die vierte Haushaltslücke dieses Jahr. Dabei sparen wir der Kreisumlage hinterher, ohne sie müssten wir gar nicht sparen“, empört er sich.</p> <p>Die Kreisumlage ist die Abgabe, die Kommunen an den Kreis entrichten, um dessen Finanzbedarf zu decken. Der Kreis selbst erhebt keine eigenen Steuern. Der Hebesatz für die Umlage liegt im Kreis Konstanz aktuell bei 34 Prozent, angesichts großer anstehender Investitionen wird er aber steigen, so die Prognose.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Kreisumlage</span><span>Es handelt sich um eine Umlage, die die Gemeinden an den Kreis zu zahlen haben zur Finanzierung der vom Landkreis zu erbringenden Leistungen. Die Kreisumlage ist eine der wichtigsten Einnahmequellen des Kreises. Sie wird erhoben, weil der Kreis keine nennenswerten Einnahmequellen hat.</span></label></div> <p>In den Eckpunkten wird der Plan für die Kreishaushalte bis 2029 dargestellt und enthält – Stand September 2025 – die Zahlen, die Burchardt das Grausen lehren: ein Kreisumlage-Hebesatz von 40 Prozent für 2027, 42 Prozent für 2028 und 49,8 Prozent für 2029. Einmal in Fahrt macht Burchardt weiter: „Die 34 Prozent müssen der Anschlag sein. Wenn da irgendwo 39 Prozent steht, hätte das gar nicht durch den Drucker laufen dürfen. Aber wenn wir bei 49 sind, können wir dicht machen.“</p> <h2>Das entgegnet Landrat Zeno Danner</h2> <p>Diese helle Aufregung hat Landrat Zeno Danner offenbar nicht kommen sehen – sonst hätte er vermutlich den Drucker gestoppt. Oder gehofft, dass die Zahlen gut genug versteckt sein würden. Immerhin kommt der Tagesordnungspunkt harmlos daher: Es sind lediglich „Informationen zum aktuellen Planungsstand“.</p> <p>Ein bisschen Verteidigung schiebt er Burchardts Empörung hinterher, ganz sanft: „Wir können ja nicht so tun, als könnten wir alles locker erreichen, was wir uns vornehmen“, sagt er und betont, dass die Kreisumlage seit drei Jahren bei 34 Prozent stehe, obwohl sie schon mehrfach deutlich höher geplant war. Sein Ziel sei es, dass der Hebesatz auch 2026 nicht ansteige. „Das Festhalten am Kreisumlage-Hebesatz hat die Kreisverwaltung dieses Jahr übrigens fünf Millionen Euro gekostet.“</p> <h2>Verdoppelte Schulden bis 2029?</h2> <p>An diesem Nachmittag ergibt sich nur ein kurzer Einblick in die Misere der kommunalen Finanzen. Aber es liegt alles auf dem Tisch, als Kreisrätin Dorothee Jacobs-Krahnen (Grüne) auch noch auf die vorausgesagte Verschuldung hinweist: Diese würde, Stand jetzt, im Jahr 2029 dann 375 Millionen Euro betragen und hätte sich damit innerhalb von drei Jahren schlicht verdoppelt. Alarmierend sei dies für die Gestaltungsmöglichkeiten kommender Generationen, sagt sie.</p> <p>Landrat Danner kann vor dem eigentlichen Schlagabtausch nicht viel mehr tun, als die Kommunalpolitiker um Geduld zu bitten und auf die kommende Haushaltsdebatte zu verweisen. Das Ziel, die Zahl 34 beim Hebesatz zu erhalten, ist hiermit gesetzt.</p> <p>Uli Burchardt sorgt mit seltener Eindringlichkeit erneut dafür, dass er gehört wird: „Uns brennt der Kittel. Das gilt für Konstanz, aber auch für die meisten Städte und Gemeinden. Lasst uns gemeinsam einen Weg finden, dass wir die Entwicklung unter Kontrolle bekommen.“</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:source><![CDATA[Mühlhausen-Ehingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Angst vor leeren Kassen und Empörung unter Bürgermeistern: „Uns brennt der Kittel!“]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 07 Oct 2025 09:12:54 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Eine Gemeinde, sechs Dörfer und 23 Orte: In Hilzingen gibt es viel zu verwalten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/verwaltung-mit-herz-so-meistert-hilzingen-seine-sechs-ortsteile-07-10-25;art372443,12494840 ]]></link>      <description><![CDATA[  Hilzingen gilt als Flächengemeinde. Das Konstrukt entstand in dieser Form zur Gemeindereform der 1970er-Jahre. Dies bietet für das Rathaus bis heute besondere Anforderungen, aber auch die eine oder andere Chance.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Hilzingen gilt als Flächengemeinde. Das Konstrukt entstand in dieser Form zur Gemeindereform der 1970er-Jahre. Dies bietet für das Rathaus bis heute besondere Anforderungen, aber auch die eine oder andere Chance.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/verwaltung-mit-herz-so-meistert-hilzingen-seine-sechs-ortsteile-07-10-25;art372443,12494840]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Hilzingen gilt als Flächengemeinde. Das Konstrukt entstand in dieser Form zur Gemeindereform der 1970er-Jahre. Dies bietet für das Rathaus bis heute besondere Anforderungen, aber auch die eine oder andere Chance.



        <p>Im Jahr 1968 wurde in Baden-Württemberg die Gemeindereform auf den Weg gebracht, um die Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden zu stärken. An ihrem Ende stand die neue Gemeinde Hilzingen, eine Flächengemeinde. Zu ihr hatten sich der gleichnamige Kernort und fünf weitere, bis dahin selbständige Dörfer zusammengeschlossen.</p> <h2>Was ist eine Flächengemeinde?</h2> <p>Als Flächengemeinde werden Kommunen mit mehreren Ortsteilen beschrieben, die nicht zusammengebaut sind, sondern sich weitläufig über eine größere Fläche erstrecken und – gesehen auf die Gemarkungsfläche – eine geringe Bevölkerungsdichte haben. Auf Hilzingen trifft das zu. Neben dem Kernort umfasst die Gemeinde die Teilorte Binningen, Duchtlingen, Riedheim, Schlatt am Randen und Weiterdingen. Darüber hinaus gibt es weitere Weiler und anderweitige, völlig verschieden große Ansiedlungen: Das dicht bebaute Twielfeld zum Beispiel, das noch ländlich wirkende Dietlishof und die im Vergleich dazu kleineren Weiler Hofwiesen, Pfaffwiesen und Storzeln. Dass eine derart strukturierte Kommune stärkeren Aufwand in Verwaltung und Unterhaltung der Infrastruktur erfordert, liegt auf der Hand.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So ist die Gemeindereform in Hilzingen abgelaufen</span><span>Als erster Ortsteil ließ sich das bis dahin selbständige Duchtlingen 1969 nach Hilzingen eingemeinden. 1971 vollzogen Schlatt am Randen und Weiterdingen den Zusammenschluss, Binningen und Riedheim folgten 1974. Laut Gemeindeverwaltung gehören neben den zwischen 1970 und 1974 eingegliederten Orten Binningen, Duchtlingen, Riedheim, Schlatt am Randen und Weiterdingen noch viele weitere Weiler zur Gesamtgemeinde Hilzingen. Neben Hofwiesen sind das die Orte Dietlishof, Twielfeld, Seeweiler und Storzeln sowie die Höfe Katzental, Paradieshof und Riederhof, Sennhof und Stoffelhof, das Hohenstoffeln-Basaltwerk, die Höfe Altkrähenhof und Hofgut Hohenkrähen, die Höfe Homboll, Lochmühle und Pfaffwiesen sowie die Häuser Heiliggrab. (drm)</span></label></div> <p>Im Eingemeindungsvertrag wurde jedem der damals selbständigen Dörfer diverse Einrichtungen wie zum Beispiel eine eigene Sporthalle, eine eigene Aussegnungshalle oder Feuerwehrgerätehäuser dauerhaft zugesichert. Gerade aus diesen Zusagen aber ergeben sich nicht unbeträchtliche Herausforderungen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/es-braucht-weniger-standards-oder-mehr-geld-finanziell-wird-es-in-hilzingen-zunehmend-knapp;art372443,12258833" target="_blank" title="Es braucht weniger Standards oder mehr Geld: Finanziell wird es in Hilzingen zunehmend knapp">Der Hilzinger Kämmerer Stefan Mattes</a> betrachtet diese in jedem Teilort vorhandene Infrastruktur mit dem Blick des Haushaltshüters. Er sieht hier prinzipiell die eine oder andere Einsparmöglichkeit, zumal nicht jede dieser Einrichtungen voll ausgelastet ist. Er führt an, dass größere Einrichtungen im Allgemeinen kostengünstiger arbeiten. An den herrschenden Verhältnissen rütteln will er aber nicht. „Weil es in den Ortsteilen eine Erwartungshaltung gibt“, sagt er. Und außerdem würden dorfeigenen Vereine, Kindergärten und andere Institutionen wie zum Beispiel eigene Feuerwehr-Abteilungen das dortige Wir-Gefühl stärken. Und dass es diesen Zusammenhalt, dieses Gemeinschaftsgefühl gebe, sei durchaus positiv.</p> <p>Gleicher Meinung ist auch sein Vorgesetzter, Hilzingens Bürgermeister Holger Mayer. Jedes Dorf habe so noch seine eigene Identität, seine Festivitäten mit langer Tradition. Die Bürger seien vielfach sehr mit dem Dorf verwurzelt und brächten sich für ihr Dorf ein. „Diese Vielfalt finde ich spannend und schön.“ Mit gewährleistet werde das durch die vor der Eingemeindung ausgehandelten Ortschaftsverfassungen, die jedem Ortsteil jeweils einen Ortschaftsrat und einen aus dessen Mitte gewählten Ortsvorsteher gewähren – Duchtlingen ausgenommen. Und natürlich auch durch die unechte Teilortswahl, die jedem Teilort eine feste Anzahl von Vertretern im Gemeinderat zusichere, die ihr Dorf gut kennen und sich so zielgerichtet für die Interessen ihres Dorfes einsetzen können. „Die unechte Teilortswahl gibt es noch in vielen, aber nicht in allen Flächengemeinden. Tengen hat sie jüngst abgeschafft,“ so der Rathaus-Chef.</p> <h2>Herausforderung bei Wahlen</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/25-sitze-aber-einer-bleibt-leer-gemeinderat-hilzingen-hat-viele-neue-gesichter;art372443,12067932" target="_blank" title="Wegen unechter Teilortswahl: Gemeinderat hat mehr Sitze, doch einer bleibt leer">Dieses Wahlverfahren führt allerdings auch zu Situationen, die man in anderen Kommunen nicht kennt.</a> Markus Wannenmacher, seit 24 Jahren der Hauptamtsleiter auf dem Rathaus, kann ein Lied davon singen. Nicht nur sind die Wahlhelfer sehr lange mit der Auszählung der Stimmen beschäftigt, sondern das komplizierte, nicht leicht zu durchblickende Wahlverfahren, führe auch zu einer großen Anzahl falsch ausgefüllter Wahlzettel und damit zu überdurchschnittlich vielen ungültigen Stimmen.</p> <p>Wie der Kämmerer geht Mayer neben den positiven Aspekten ebenfalls auf die andere Seite einer Flächengemeinde ein. Dies sei unbestritten natürlich der erhöhte Finanzbedarf und der große Personal-, Unterhaltungs- und Arbeitsaufwand.</p> <h2>160 Kilometer Gemeindestraßen sind zu unterhalten</h2> <p>Zu den letzteren beiden Bereichen weiß der Leiter des Bauhofs der Gemeinde vieles beizutragen. Das 16-köpfige Bauhof-Team ist ständig damit beschäftigt, den Laden am Laufen zu halten. Es gelte fünf Kindergarten-Anwesen, sechs Sport- und Mehrzweckhallen, elf Sportplätze und zwei Bolzplätze zu betreuen, nennt Günter Furtwängler die maßgeblichen Zahlen: Die Länge der Gemeindestraßen beziffert er mit 160 Kilometern, die der Feldwege, die zu unterhalten seien, mit 300 Kilometern. Dazu sechzig Kilometer Bach- und Grabenläufe.</p> <p>Dort gebe es Durchlässe, Übergänge, kleine Brücken, bei denen Reparaturen anfielen. Und dann die Straßenbeleuchtung mit ihren 1500 Lampen, für die der Bauhof zuständig ist. Neunzig Kilometer Kanal sind auf der 5500 Hektar großen Gemarkung verlegt, fünf Regenrückhaltebecken, sechs Pumpwerke und zwei Rückstaukanäle gilt es im Blick zu behalten. Die Wasserversorgung wird über 130 Kilometer Haupt- und Versorgungsleitungen, drei Tiefbrunnen, elf Hochbehälter, vier Pumpwerke und eine große Aufbereitungsanlage gesichert. „Und alles will gehegt und gepflegt und instand gehalten werden,“ so Furtwängler.</p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 06 Oct 2025 18:15:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Fahrgast-Frust nach Oberleitungsstörung: Bahn entschuldigt sich für fehlende Informationen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/fahrgast-frust-am-bodensee-bahn-entschuldigt-sich-fuer-fehlende-informationen-09-10-25;art372432,12494561 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nachdem ein Baum am Wochenende auf die Leitung stürzt, kommt es zu einem großen Bahnchaos zwischen Singen und Konstanz. Fahrgäste berichten, was sie erlebt haben. Die DB will die Probleme nun analysieren.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Nachdem ein Baum am Wochenende auf die Leitung stürzt, kommt es zu einem großen Bahnchaos zwischen Singen und Konstanz. Fahrgäste berichten, was sie erlebt haben. Die DB will die Probleme nun analysieren.<br>
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        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/fahrgast-frust-am-bodensee-bahn-entschuldigt-sich-fuer-fehlende-informationen-09-10-25;art372432,12494561]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Nachdem ein Baum am Wochenende auf die Leitung stürzt, kommt es zu einem großen Bahnchaos zwischen Singen und Konstanz. Fahrgäste berichten, was sie erlebt haben. Die DB will die Probleme nun analysieren.



        <p>Dass der Zug zu spät kommt, daran hat sich mancher Fahrgast schon gewöhnt. Doch am vergangenen Samstag, 4. Oktober, wurde die Geduld vieler Fahrgäste auf eine besonders harte Probe gestellt. Auch wenn sie mit dem sonst von vielen geschätzten Seehas der SBB Deutschland zwischen Konstanz und Engen fahren wollten.</p> <p>Unter den Wartenden war auch Steven Rinke aus Konstanz. Er hatte sich an diesem Tag aus der Nähe von Stuttgart per Zug auf den Weg nach Hause begeben. Bereits die Fahrt von Stuttgart bis Singen dauerte laut ihm rund fünf Stunden. Doch in der Stadt am Hohentwiel war der Stress immer noch nicht vorbei, berichtet Rinke dem SÜDKURIER.</p> <h2>Keine Infos für die Fahrgäste</h2> <p>Denn in Singen angekommen, findet sich Rinke mit vielen anderen Fahrgästen ohne Plan wieder. „Keine Information, kein Mitarbeiter, nichts, kein Hinweis auf einen Schienenersatzverkehr“, meint der Konstanzer. Auch in der App der Deutschen Bahn habe er keine Informationen gefunden, wie er nun weiter von Singen nach Konstanz kommen soll.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Probleme mit der Oberleitung</span><span>Am besagten Samstag, 4. Oktober, traf ein herabstürzender Baum eine Oberleitung zwischen den Haltestellen Singen-Industriegebiet und Böhringen-Rickelshausen. Dadurch kam es zu Stromausfällen und großen Verzögerungen. Es musste ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Auch zwei Tage später – am Montag, 6. Oktober – kommt es immer noch zu Verspätungen und Problemen. Denn nur ein Gleis ist dort im Moment befahrbar. Eigentlich sollten die Probleme bis Montagnachmittag behoben sein, doch auch am frühen Abend fielen Verbindungen noch aus.</span></label></div> <p>Rund eine Stunde wartet er am Bahnhof in Singen. Doch von Bus, geschweige denn Bahn keine Spur. Er überlegt, wie er zumindest nach Radolfzell gelangen könnte. Andere Fahrgäste teilen sich ein Taxi. Und auch Steven Rinke kommt so schließlich weiterhin. Doch: „Auch in Radolfzell keine Information, nichts“, meint er.</p> <p>Nachdem er seine Reise um 15 Uhr begonnen hat, sitzt Rinke erst um 21.15 Uhr im Zug von Radolfzell nach Konstanz. „Insgesamt habe ich jetzt für nicht mal 200 Kilometer fast sieben Stunden gebraucht“, berichtet er dem SÜDKURIER. Das seien keine Zustände mehr.</p> <h2>Passagiere ärgern sich über die Kommunikation</h2> <p>Mit seinem Ärger ist er nicht allein. Mehrere Fahrgäste haben die Redaktion kontaktiert und berichten alle unabhängig voneinander vom gleichen Bild. Zu wenige Informationen über Schienenersatzverkehr und das Gefühl, in Singen gestrandet zu sein. Teilweise wurden auch Umwege über Schaffhausen nach Kreuzlingen genommen, um nach Konstanz zurückzukommen. Die Rückmeldungen zeigen: Es herrscht Frust und Bestürzung.</p> <p>Die Deutsche Bahn entschuldigt sich auf Anfrage des SÜDKURIER, dass die Informationskette nicht ausreichend funktioniert habe. Zwar seien Informationen weitergegeben worden, dies sei nur nicht in der wünschenswerten Frequenz weitergegeben worden, meint ein Bahnsprecher.</p> <p>Die Mitarbeiter vor Ort hätten jedoch zusätzlich auch den Schienenersatzverkehr organisieren müssen. Daher sei diesen kein Vorwurf zu machen. Die Bahn erklärt, dass sie die Probleme nun aufarbeiten will, wie genau es zu den Lücken in der Informationskette gekommen ist. „Da können wir uns nur entschuldigen“, so der Sprecher der Bahn.</p> <p>Die Organisation des Schienenersatzverkehrs sei schwierig, da die Bahn verschiedene Unternehmen kontaktieren müsse, um zu klären, ob Busse zur Verfügung stehen. „Es ist weniger Schienenersatzverkehr als ein Busnotverkehr“, gibt der Sprecher der Bahn zu verstehen.</p> <h2>Vier Mädchen kommunizieren für den Lokführer</h2> <p>Auch Jeremias Mütschele ist an diesem Tag mit der Bahn unterwegs. Er sitzt im Seehas, als ein Baum auf die Oberleitung stürzt und es zu einer Notbremsung kommt. Auch in der Bahn habe es demnach Probleme bei der Kommunikation gegeben.</p> <p>Da der Strom ausgefallen war, konnten keine Durchsagen mehr gemacht werden. Stattdessen gingen laut Mütschele vier Mädchen, vermutlich im Teenager-Alter, durch die Wagen und gaben den Fahrgästen die Informationen weiter, dass Hilfe unterwegs sei.</p> <h2>Stimmung wird unruhig, Klotür wird aufgebrochen</h2> <p>Durch die stickige Luft und die Hitze, die sich in den Wagen des Seehas ausbreitete, seien die Fahrgäste ungeduldiger geworden. „Die Stimmung der Fahrgäste wurde dementsprechend unruhig“, so Jeremias Mütschele. Dies sei ein Resultat davon, dass sich niemand informiert gefühlt habe. „Es wurden Personen in der Toilette eingesperrt und die Tür musste nach Hilferufen wieder von Fahrgästen aufgebrochen werden“, so Mütschele.</p> <p>Nach einiger Zeit habe es die Information gegeben, dass ein Notfallmanager unterwegs sei. Dieser habe dann den Zug begutachtet und den Schaden dokumentiert. Doch von einer Evakuierung war zu diesem Zeitpunkt nichts zu merken.</p> <p>Erst nach rund zwei Stunden Wartezeit sei die Information durch die Mädchen weitergetragen worden, dass ein weiterer Zug unterwegs sei, um die im Zug Gefangenen zu transportieren. Nach zweieinhalb Stunden wurde der Zug dann schließlich evakuiert.</p> <p>Auch der zweite Zug, mit dem Jeremias Mütschele versuchte, von Singen nach Konstanz zu kommen, musste evakuiert werden. Mütschele habe den Lokführer gebeten, dieses Mal mehr zu kommunizieren. Das habe zur Beruhigung beigetragen.</p> <h2>Seehas-Lokführer wird durch Glassplitter verletzt</h2> <p>Schlussendlich ließ sich Mütschele von seiner Frau abholen. „Ich war psychisch nicht mehr in der Lage, mich in einen Zug zu setzen“, sagt er gegenüber dem SÜDKURIER.</p> <p>Von der SBB Deutschland, die den Seehas betreibt, heißt es auf Nachfrage, dass die Lokführerinnen und Lokführer über einen Leitfaden für die Kommunikation in solchen Fällen verfügen. „Gleichzeitig achtet unser Notfallmanagement auch darauf, dass eine entsprechende Kundeninformation erfolgt“, erklärt Daniel König, Sprecher der SBB Deutschland.</p> <p>Es habe Beschwerden über die Dauer der Evakuierung gegeben, diese sei jedoch erst möglich, wenn die DB InfraGO dafür eine Genehmigung erteilt. König erklärt, dass es dadurch zu Vandalismus im Zug gekommen sei, wie einem raus gerissenen Verkleidungselement der WC-Türe.</p> <p>„Unser Lokführer, welcher übrigens durch Glassplitter der zerstörten Zugzielanzeige an der Front verletzt wurde, hat die Reisenden persönlich im Fahrzeug über das Ereignis und das weitere Vorgehen informiert“, erklärt Daniel König.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Mühlhausen-Ehingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Fahrgast-Frust nach Oberleitungsstörung: Bahn entschuldigt sich für fehlende Informationen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 16:32:38 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neuer Blick auf alte Wunden: Die Schattenseiten des True-Crime-Trends  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/interview-die-schattenseiten-des-true-crime-trends;art372458,12492899 ]]></link>      <description><![CDATA[  In den zurzeit beliebten True-Crime-Formaten arbeiten Medien teils abgeschlossene Kriminalfälle auf. Mit Folgen für Betroffene, warnt Marcel Da Rin, Leiter der Singener Kriminalprävention, im SÜDKURIER-Interview.  ]]></description>
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          In den zurzeit beliebten True-Crime-Formaten arbeiten Medien teils abgeschlossene Kriminalfälle auf. Mit Folgen für Betroffene, warnt Marcel Da Rin, Leiter der Singener Kriminalprävention, im SÜDKURIER-Interview.<br>
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        In den zurzeit beliebten True-Crime-Formaten arbeiten Medien teils abgeschlossene Kriminalfälle auf. Mit Folgen für Betroffene, warnt Marcel Da Rin, Leiter der Singener Kriminalprävention, im SÜDKURIER-Interview.



        <p><strong>Herr Da Rin, True-Crime-Formate sind momentan sehr beliebt, ob als Podcasts, Artikel oder im Fernsehen. Nehmen Sie auch ein hohes Interesse an Kriminalfällen wahr?</strong></p> <p>Ich nehme wahr, dass es ein hohes Interesse und viele Angebote in den unterschiedlichsten Formaten gibt und „wahre Verbrechen“, also zurückliegende Kriminalfälle, als Unterhaltung konsumiert werden.</p> <p><strong>Wie erklären Sie sich das?</strong></p> <p>Ich bin kein Psychologe, aber offensichtlich üben diese realitätsnahen Geschichten aus dem echten Leben eine große Faszination auf die Menschen aus. Da geht es sicherlich auch um Sensationslust und Voyeurismus.</p> <p><strong>Was halten Sie davon, wenn Menschen sich zur Unterhaltung mit wahren Verbrechen beschäftigen?</strong></p> <p>Ich sehe das eher kritisch. Oft spielen Opfer und deren Interessen bei True Crime keine Rolle. Mir sind Fälle bekannt, wo Betroffene beim Aufschlagen der Zeitung plötzlich und unerwartet wieder auf „ihren“ Fall stoßen. Das kann natürlich ein vermeintlich verarbeitetes Trauma wiederbeleben. Betroffene leiden meist lebenslang unter den Taten.</p> <p><strong>Wann wird es problematisch?</strong></p> <p>Das muss jeder Konsument für sich entscheiden. Das ist ja individuell, die eine Person erträgt vielleicht mehr als die andere. Wenn die Geschichten ganz nüchtern konsumiert werden, sehe ich da kein Problem. Wenn übermäßiger Konsum Angst auslöst und die Wahrnehmung der Realität verzerrt, dann wird es vielleicht problematisch. Vor allem in der heutigen Zeit, wo man weiß, dass Angststörungen zunehmen, vor allem bei jungen Menschen. Ich glaube, dass die Darstellung von Gewalt nicht friedlicher macht, vor allem nicht Menschen, die schon eine Neigung zu aggressivem Verhalten haben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person und der Singener Kriminalprävention</span><span><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wie-sicher-ist-singen-so-schaetzt-marcel-da-rin-von-der-kriminalpraevention-die-lage-ein;art372458,12455087" target="_blank" title="Mehr Furcht als Opfer: So steht es um die Sicherheit in Singen">Marcel Da Rin</a> leitet seit 2011 die Singener Kriminalprävention (SKP). Davor war er als Jugendreferent und Sozialarbeiter tätig. Die SKP möchte Probleme und Brennpunkte in der Stadt angehen. Laut deren Internetseite sollen Problemlösungsvorschläge erarbeitet werden. Die Stadt schreibt dazu: „Die Kernaufgabe der SKP ist die Vernetzung aller Akteure.“</span></label></div> <p><strong>Was bedeutet es für Opfer und Angehörige, wenn Kriminalfälle medial aufbereitet werden?</strong></p> <p>Da liegt schon eine hohe Verantwortung bei den Medien, die solche Formate veröffentlichen. Auch hier ist es wiederum so, die einen verarbeiten die erlebten Taten anders als andere. Hier ist es sicherlich gut, wenn Medienschaffende die Bedürfnisse der Betroffenen miteinbeziehen und ganz sensibel und respektvoll mit den Themen umgehen. Aufgrund der Gefahr der Retraumatisierung von Betroffenen, könnte ich persönlich gut auf True Crime Stories verzichten! Da reicht mir ein guter Krimiroman.</p> <p><strong>Was halten Sie davon, wenn Opfer und Angehörige im Mittelpunkt solcher Geschichten stehen, sich sogar selbst äußern?</strong></p> <p>Das liegt ganz alleine in der Entscheidung der Betroffenen.</p> <p><strong>True-Crime-Formate lenken auch Aufmerksamkeit auf die Täter. Welche Folgen kann das haben?</strong></p> <p>Da wäre natürlich eine Heroisierung und Glorifizierung sehr schlecht. Vor allem, wenn der Täter zu sehr im Vordergrund steht und somit eine Faszination für Verbrechen fördert. Da sehe ich eine potentielle Gefahr bei jungen Konsumenten und die Gefahr des Nachahmungseffektes.</p> <p><strong>Können True-Crime-Formate sensibilisieren und damit für mehr Sicherheit sorgen?</strong></p> <p>Ich kann das aus meiner Arbeit weder bestätigen noch widerlegen. Ich weiß, dass es eine Studie aus Österreich gibt. Dort heißt es, dass True Crime Konsumenten – vor allem Frauen – eine höhere Fähigkeit besitzen, mit Angst und Stress umzugehen. Andererseits nehme ich eben wahr, dass die Menschen immer ängstlicher werden. Vielleicht kann ich sogar bei dem ein oder anderen Fall auch lernen, mit Gefahren besser umzugehen. Ich bin mit Eduard Zimmermann und Aktenzeichen XY groß geworden, da ging es ja um ungelöste Fälle und um Aufklärung und Prävention. Heute geht es doch mehr um effekthascheriche Unterhaltung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Unsere Sommerserie</span><span><a href="https://www.suedkurier.de/true-crime/" target="_blank" title="True Crime">Auch der SÜDKURIER hat unlängst mit seiner Sommerserie ‚True-Crime‘ über längst vergangene Kriminalfälle berichtet und diese neu aufgerollt.</a> Mit unserem Format blicken wir auf Fälle zurück, die unsere Region seinerzeit erschüttert und in Atem gehalten haben. Viele Jahre später bewegen diese Taten noch immer – nicht nur, weil sie damals schockierten, sondern auch, weil sie Fragen nach Aufklärung, Gerechtigkeit und Schuld aufwerfen. Uns ist bewusst, dass die erneute Berichterstattung bei Angehörigen und Betroffenen Schmerz auslösen kann. Wir erzählen diese Geschichten dennoch, weil sie Teil unserer kollektiven und regionalen Erinnerung sind – und weil sie nicht vergessen werden sollten. Denn bis heute sagen sie viel über den Umgang unserer Gesellschaft mit entsprechenden Verbrechen und deren Folgen aus. Wir bemühen uns dabei um eine möglichst sachliche und respektvolle Darstellung des Geschehenen, ohne es zu skandalisieren oder die Geschädigten erneut zum Opfer zu machen. Übrigens: Das überaus große Leserinteresse an unserer Serie – sowohl online als auch in der Zeitung – bestärkt uns in dieser Entscheidung.</span></label></div> <p><strong>Beschäftigen Sie sich eigentlich selbst mit True Crime, auch privat?</strong></p> <p>Nein, eigentlich gar nicht. Ich lese gerne skandinavische Krimis, die ziehen mich schon richtig in ihren Bann!</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Mühlhausen-Ehingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Neuer Blick auf alte Wunden: Die Schattenseiten des True-Crime-Trends]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 12:37:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gepickelte Radiesle und keine dummen Nüssle: So lecker war die Kochshow in der Stadthalle  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/gepickelte-radiesle-und-keine-dummen-nuessle-so-lecker-war-die-kochshow-in-der-stadthalle;art372458,12492757 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zwölf glückliche SÜDKURIER-Abonnenten blicken exklusiv hinter die Kulissen der AOK-Kochshow mit Küchenchef Peter Bogdanovic. Dabei geht es auch um Gesundheit, doch der Geschmack darf nicht zu kurz kommen.  ]]></description>
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          Zwölf glückliche SÜDKURIER-Abonnenten blicken exklusiv hinter die Kulissen der AOK-Kochshow mit Küchenchef Peter Bogdanovic. Dabei geht es auch um Gesundheit, doch der Geschmack darf nicht zu kurz kommen.<br>
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        Zwölf glückliche SÜDKURIER-Abonnenten blicken exklusiv hinter die Kulissen der AOK-Kochshow mit Küchenchef Peter Bogdanovic. Dabei geht es auch um Gesundheit, doch der Geschmack darf nicht zu kurz kommen.



        <p>„Das Radiesle schmeckt wirklich himmlisch“, lautet das Fazit gleich mehrerer Besucher in der Singener Stadthalle. Peter Bogdanovic, Küchenchef des Gasthauses Sternen in Bohlingen, hört diese Worte an diesem Abend nicht. Er arbeitet auf der Bühne konzentriert am nächsten Gang. Dabei arbeiten Bogdanovic und sein Team schon seit Stunden in der Küche der Stadthalle auf Hochtouren.</p> <p>Mehr als 250 Gäste haben sich zur AOK-Kochshow angemeldet. Zwölf Probe-Testesser kommen schon vor dem offiziellen Beginn in den Genuss der später live vorgeführten Speisen. Denn SÜDKURIER-Abonnenten können im Rahmen der Serie „SÜDKURIER öffnet Türen“ exklusiv einen Blick hinter die Kulissen der Kochshow werfen.</p> <h2>4,5 Tonnen an Ausrüstung</h2> <p>14 Mal macht die AOK-Kochshow in ganz Baden-Württemberg Halt. „Wir spielen das wie eine Tournee, wir machen die Show mehrere Male hintereinander“, berichtet Michael Riehm von der Firma Rzwo GmbH, die für den Aufbau zuständig ist. Alles, was auf der Bühne zu sehen ist, bringe man selbst mit. Auch die gesamte Show-Küche. Laut Riehm habe man 4,5 Tonnen an Ausrüstung dabei. Einen ganzen Tag nehme der Aufbau in Anspruch. „Alleine die Küche besteht aus drei größeren Blöcken“, sagt er.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Kochshow</span><span>Unter dem Motto „Nachhaltig genießen“ lädt die Gesundheitskasse AOK Baden-Württemberg an verschiedenen Standorten zur Kochshow ein. Die Idee, die dahinter steckt: Gemeinsam mit der Meistervereinigung Gastronom Baden-Württemberg bietet die Gesundheitskasse die Gelegenheit, den Profis über die Schulter zu schauen. Das Duo, ein Meisterkoch der Meistervereinigung Gastronom und eine Ernährungsexpertin, stehen auf der Bühne und erklären und zeigen, wie man sich klimaschonend, nachhaltig und trotzdem lecker und gesund ernähren können. Ein köstliches 3-Gänge-Menü aus regionalen und saisonalen Zutaten wird vor Ort gezaubert. Und natürlich darf auch probiert werden. Teilnehmer müssen kein AOK-Mitglied sein, die Teilnahme ist kostenlos.</span></label></div> <p>Martin Hummel ist der Geschäftsführer der AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee. Er gibt Einblick, was die Gesundheitskasse mit der Kochshow bezwecken will: „Wir wollen einen Ansporn geben, dass jeder daheim schnell, gesund kochen kann und wie man die richtigen Produkte verwendet.“ Dass man schon das zweite Jahr mit der Kochshow nach Singen gekommen sei, sei auch ein Bekenntnis zur Region. Das Interesse an der Veranstaltung sei riesig, die 250 Plätze in wenigen Minuten vergriffen gewesen.</p> <p>Am Abend kommen die SÜDKURIER-Abonnenten zusammen mit rund 250 Gästen auf den Geschmack, was Peter Bogdanovic und sein Küchenteam alles gezaubert haben. Für die Gesundheitsfakten ist die Ernährungswissenschaftler Monika Fassl an Bord, die während der Show immer wieder Hintergründe der Lebensmittel erläutert. Und für die gute Stimmung sorgt SÜDKURIER-Redakteur Andreas Schuler. Er behält die Gastroszene und Kulinarik in der Region im Auge und ist auch privat ein leidenschaftlicher Koch.</p> <h2>„Welche Nuss ist denn die dümmste?“</h2> <p>Dabei entstehen auch muntere Unterhaltungen etwa über Nüsse und deren Inhaltsstoffe. Moderator Andreas Schuler will etwa wissen, ob es gute oder schlechte Nüsse gibt. Oder wie er es formuliert: „Welche Nuss ist denn die dümmste?“ Laut Monika Fassl gebe es keine richtig schlechten Nüsse. Aber sie macht deutlich, welche Kraft in ihnen stecken: „Wir brauchen eigentlich kein Proteinpulver. Eine Handvoll Nüsse am Tag hat den gleichen Effekt“, sagt sie.</p> <p>Auch Peter Bogdanovic ist in der Showküche in seinem Element. Er verrät Tipps, wie man Radieschen kulinarisch eine Frischzellenkur verpasst. „Radieschen können mehr als nur Salat“, sagt er. Dann kümmert er sich um den Sud. Essig, Salz und Zucker werden dafür aufgekocht. Dazu gleich eine ganze Reihe an Gewürzen wie etwa Lorbeerblätter, Pfefferkörner und Kreuzkümmel angeröstet. Das Ganze dann heiß über die geviertelten Radieschen kippen und luftdicht in einem Glas ziehen lassen. „Daraus entstehen gepickelte Radiesle, die bringen die Säure“, so Bogdanovic. Und die passe perfekt zum Wels, den es in der Vorspeise gibt. „Wels ist ein besonders malziger Fisch“, sagt Bogdanovic dazu.</p> <p>Am Ende des Abends sind alle SÜDKURIER-Abonnenten, die bei der Aktion „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ gewonnen haben, sichtlich begeistert von der Show – und vor allem auch satt geworden. Heinz Gaubatz hatte sich neue Rezeptideen für daheim erhofft und diese auch bekommen. „Wir haben uns wirklich gefreut, bei der Aktion gewonnen zu haben“, sagt er. Auch Thomas Gaisser sieht dies so: „Viele Bekannte von uns wollten auch hier her, haben aber keine Karten mehr bekommen. Wir schon, dank dem SÜDKURIER.“</p> <p>Und für alle, die wissen wollen, was gekocht wurde: Es gab gebeizten Bodensee-Wels, gepickelte Radiesle, dazu einen Gurkensud zur Vorspeise. Der Hauptgang blieb vegetarisch: gegarter Sellerie mit marokkanischen Gewürzen, Kohlrabi-Apfelsalat und gepufften Buchweizen. Den Abschluss bildete eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte im Glas.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 17:24:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ausgelassen und friedlich? So fällt die Bilanz des 59. Herbstfestes in Ehingen aus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlhausen-ehingen/so-faellt-die-bilanz-zum-ehinger-herbstfest-aus;art372451,12492278 ]]></link>      <description><![CDATA[  Wie reibungslos verlief das Ehinger Herbstfest? Michael Heinermann, Vorsitzender der Musikkapelle Ehingen, und die Polizei ziehen nach zwei Fest-Wochenenden Bilanz. Und die fällt sehr ähnlich aus.  ]]></description>
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          Wie reibungslos verlief das Ehinger Herbstfest? Michael Heinermann, Vorsitzender der Musikkapelle Ehingen, und die Polizei ziehen nach zwei Fest-Wochenenden Bilanz. Und die fällt sehr ähnlich aus.<br>
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        Wie reibungslos verlief das Ehinger Herbstfest? Michael Heinermann, Vorsitzender der Musikkapelle Ehingen, und die Polizei ziehen nach zwei Fest-Wochenenden Bilanz. Und die fällt sehr ähnlich aus.



        <p>Bürgermeister Patrick Stärk hat, wenn es um das 59. Herbstfest in Ehingen geht, das am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen ist, nur eine Meinung: „Grandios!“ Seine Bilanz nach zwei Wochenenden Volksfest in der Hegauer Doppelgemeinde fällt durchweg positiv aus. Und Stärk selbst muss es wissen. Nach eigenen Angaben war er an fünf der sechs Herbstfesttagen im Zelt dabei. „Der sechste Tag war nur wegen einer Schulfeier in der Familie nicht möglich“, sagt er und schmunzelt.</p> <p>Laut Bürgermeister Stärk sei der Publikumszuspruch über beide Festwochenenden sehr gut gewesen. Vor allem am zweiten Wochenende sei das Festzelt randvoll gewesen, am ersten bestens besucht. „Andere Volksfeste würden sich über diese Besucherzahlen freuen“, schwärmt er. Und auch sicherheitstechnisch sei das Herbstfest ein Erfolg gewesen. Es sei zu kaum nennenswerten Vorfällen gekommen. „Ich habe mich auch in diesem Jahr wieder unglaublich sicher und aufgehoben gefühlt“, sagt Stärk und lobt damit das Sicherheitskonzept der Musikkapelle Ehingen.</p> <h2>Tausende Besucher</h2> <p>Michael Heinermann, Vorsitzender der Musikkapelle, zeigt sich nach zwei Wochenenden Herbstfest ebenfalls sichtlich zufrieden. Auch er bestätigt, dass es zu keinen Vorfällen im Festzelt gekommen sei. „Alle haben ausgelassen, aber friedlich gefeiert“, sagt er. Wie viele Menschen insgesamt ins Festzelt geströmt seien, werde aktuell noch ausgewertet. Aber alleine am zweiten Freitag und am zweiten Samstag seien es je 2000 Besucher gewesen.</p> <p>Auch die Polizei zieht ein positives Fazit. Polizeisprecher Marcel Ferraro spricht von einem ruhigen Herbstfest in Ehingen mit lediglich kleineren Vorfällen und dies über zwei ganze Wochenenden hinweg. Ohnehin sei es laut Ferraro seit der Corona-Pandemie beim Herbstfest ruhig geblieben. Wenn überhaupt spricht der Polizeisprecher von kaum nennenswerten Vorfällen, die im Rahmen von Volksfesten kaum zu vermeiden seien.</p> <p>Patrick Stärk lobt indes den Einsatz der vielen freiwilligen Helfer: „Es nötigt mir jedes Jahr enormen Respekt ab, was die Musikkapelle hier jedes Jahr ehrenamtlich auf die Beine stellt“, so Stärk.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Polizei Fest Polizeieinsatz Sportfan thema-heimat-veranstaltung-ortsgeschehen thema-sport thema-sicherheit-blaulicht]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Mühlhausen-Ehingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Ausgelassen und friedlich? So fällt die Bilanz des 59. Herbstfestes in Ehingen aus]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 12:00:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Es steht viel auf dem Spiel": Darum wenden sich Städte und Gemeinden mit Brandbrief an die Bürger  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/es-steht-viel-auf-dem-spiel-staedte-und-gemeinden-in-baden-wuerttemberg-schreiben-brandbrief-an-buerger;art372448,12492055 ]]></link>      <description><![CDATA[  In einem ungewöhnlichen Schritt schreibt die Vertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land zum 3. Oktober direkt an die Bürger. Zwei Rathauschefs aus dem Hegau erklären, warum auch sie zu drastischen Worten greifen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          In einem ungewöhnlichen Schritt schreibt die Vertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land zum 3. Oktober direkt an die Bürger. Zwei Rathauschefs aus dem Hegau erklären, warum auch sie zu drastischen Worten greifen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/es-steht-viel-auf-dem-spiel-staedte-und-gemeinden-in-baden-wuerttemberg-schreiben-brandbrief-an-buerger;art372448,12492055]]></guid>
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        In einem ungewöhnlichen Schritt schreibt die Vertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land zum 3. Oktober direkt an die Bürger. Zwei Rathauschefs aus dem Hegau erklären, warum auch sie zu drastischen Worten greifen.



        <p>An klaren Worten fehlt es nicht. Wenn wir so weitermachen, heißt es in einem überraschend veröffentlichten Brief, dann fahren Staat und Gesellschaft an die Wand. Der Absender: der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Interessenvertretung von 1065 Städten und Gemeinden im Land. Die Adressaten: 11,2 Millionen Menschen, alle Einwohner Baden-Württembergs. Der Anlass: Ein Hilferuf und ein Appell, Reformen mitzutragen. Der Tonfall: Alarmiert.</p> <p>Es ist nicht weniger als ein Brandbrief, der zum Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, veröffentlicht wurde (<a href="https://www.gemeindetag-bw.de/content/brief-die-b%C3%BCrgerinnen-und-b%C3%BCrger-zum-tag-der-deutschen-einheit" target="_blank" title="" rel="noopener">hier ist der vollständige Wortlaut zu lesen</a>). Aber warum dieser ungewöhnliche Schritt? Die Bürgermeister Benjamin Mors aus Steißlingen und Holger Mayer aus Hilzingen, beide engagiert im Kreisvorstand des Gemeindetags, sagen auf SÜDKURIER-Nachfrage: Weil es tatsächlich brennt.</p> <p>„Es steht viel auf dem Spiel“, sagt Benjamin Mors. Er sorgt sich um den Zusammenhalt in Zeiten schneller Veränderungen und einer immer weiter ausufernden Bürokratie. „Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern wir schaffen es nicht, als Gesellschaft und Gesellschaft darauf eine schnelle Antwort zu finden.“</p> <p>Sein Kollege Holger Mayer fordert, dass Bund und Land den Kommunen wieder mehr Vertrauen entgegenbringen, Zuschüsse nicht an ein unüberschaubares Regelwerk knüpfen und sich darauf verlassen, dass Verwaltungen und Gemeinderäte in einem demokratischen Prozent „mit dem Geld schon etwas Richtiges machen“.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Botschaft zum 3. Oktober</span><span>Der 3. Oktober, Deutschlands Nationalfeiertag, erinnert nicht nur an die 1990 an diesem Tag vollzogene Wiedervereinigung Deutschland. Sondern auch daran, dass ab 1989 Menschen in der damaligen DDR für die Demokratie bereit waren, ihr Leben auf Spiel zu setzen. Doch diese Demokratie ist gefährdet, wenn der Staat handlungsunfähig wird, warnen nun auch die Kommunen im Land Baden-Württemberg. Bundesweit fehlten den Landkreisen, Städten und Gemeinden 30 Milliarden Euro, so der baden-württembergische Landkreistag. Auch die Kommunen im Kreis Konstanz sehen ihre Finanzen teils im freien Fall. Singen und Konstanz haben deshalb schon eine Haushaltssperre verfügt, was bei ernsthafter Umsetzung einem weitgehenden Verlust von Gestaltungsmöglichkeiten gleichkommt.</span></label></div> <p>Benjamin Mors nennt ein konkretes Beispiel: In Steißlingen hat die Gemeinde ein Grundstück verkauft, damit ein Bauträger darauf Wohnungen auch für Menschen mit schmalerem Geldbeutel errichten kann. Drei Jahre dauerte es, bis der Bebauungsplan stand – weil einige Streuobstbäume weichen müssen und überdies noch Fledermäuse entdeckt wurden. Holger Mayer muss seine Bürgerinnen und Bürger seit Jahren in Sachen Freibad-Sanierung vertrösten, weil Hilzingen das Geld für Pflichtaufgaben braucht, zum Beispiel die vom Bund eingeführte Betreuung von Grundschulkindern.</p> <p>Steffen Jäger, Hauptgeschäftsführer des Gemeindetags und Autor des offenen Briefs, weiß, wovon er spricht. Er war Bürgermeister der 4500-Einwohner-Gemeinde Oppenweiler bei Stuttgart. Seine Diagnose im Jahr 2025 liest sich bitter: „Die Kommunen sind damit das Rückgrat eines gelingenden Staates. Doch ihre Handlungsfähigkeit ist gefährdet. Die Kommunalfinanzen sind in einer solch dramatischen Schieflage, dass bereits die Erfüllung der Pflichtaufgaben kaum mehr möglich ist.“ Und das, weil der Staat über seine Verhältnisse lebt: „Die Summe an staatlichen Leistungszusagen, Standards, Versprechen hat ein Maß erreicht, das mit den verfügbaren Ressourcen nicht mehr erfüllbar ist.“</p> <h2>Die Bürger werden wieder mehr selbst leisten müssen</h2> <p>Dem stimmen die Bürgermeister von Hilzingen (knapp 10.000 Einwohner) und Steißlingen (gut 5000 Einwohner) ausdrücklich zu – obwohl oder gerade weil gerade diese beiden Kommunen lange Zeit als finanziell gut aufgestellt galten. Das ist vorbei, sagen die beiden, weil die Ansprüche der Menschen viel schneller gestiegen sind als die Möglichkeiten einer Gemeinde. Für sie gibt es nur den Weg, der auch in dem ungewöhnlichen Brief an die Bürgerinnen und Bürger skizziert ist: Abschied zu nehmen von lieb gewonnenen Dingen, wieder mehr Eigenverantwortung bei den Menschen selbst und Akzeptanz dafür, dass der Staat manche Dinge jetzt eben nicht mehr leisten kann.</p> <h2>Gemeinden fordern auch „mehr Ehrlichkeit in der Migrationspolitik“</h2> <p>Der Brief des Gemeindetags macht dabei auch um schwierige Themen keinen Bogen. Er fordert „mehr Ehrlichkeit in der Migrationspolitik“, verlangt von Zugewanderten nicht nur ein klares Bekenntnis zum Grundgesetz, sondern auch entsprechendes Handeln. Und „er oder sie muss auch zum Gelingen von Gesellschaft und Volkswirtschaft beitragen“, heißt es dort mitten in die hitzige Debatte hinein: „Menschenverächter haben keine Lösungen, sie haben nur Propaganda. Wir Demokraten müssen beweisen, dass wir es besser können.“</p> <p>Dass das gelingen kann, da sind Benjamin Mors und Holger Mayer übrigens ganz zuversichtlich. Zwar stellen sie fest, dass der Ton gerade in den sogenannten sozialen Medien rau geworden ist und einzelne Akteure eine zunehmende Lust an Polarisierung und Spaltung zeigten. In ihren Orten erleben sie aber täglich großen Zusammenhalt, wie beide betonen. Und eine wichtige Sache sei weithin akzeptiert, so Mors: „Wir brauchen keine Willensbekundungen, sondern echte Reformen.“</p> <p>Dabei komme es auf jeden an, so die beiden Hegauer Bürgermeister, die nach eigenen Worten jeden Satz im Brandbrief mittragen. Dort findet sich eine Formulierung, wie sie so ähnlich auch der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt immer wieder benutzt: „Demokratie ist kein Bestellshop – sie ist die Einladung an alle, sich mit ganzer Kraft für eine freiheitliche und wohlständige Gesellschaft einzubringen. Und deshalb kann Demokratie auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir alle unseren Beitrag dazu leisten.“</p> <p>Also Ärmel hochkrempeln und anpacken, das wünschen sich Burchardt, Mayer und Mors, aber auch der Landkreistag. Dessen Präsident Achim Brötel aus dem Neckar-Odenwald-Kreis klagt nicht nur darüber, dass inzwischen fast alle Kreise im Land nicht einmal mehr ihre laufenden Aufgaben leisten können, ohne neue Schulden zu machen. Seine Botschaft zum 3. Oktober „in diesen schwierigen Zeiten“ ist so unmissverständlich wie die der Verantwortlichen im Kreis Konstanz: „Deutschland ist ein starkes Land, und es kann stark bleiben, wenn wir uns alle gemeinsam darum bemühen und uns dafür einsetzen. Denn genau das ist Demokratie – die Kraft der Vielen.“</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Mühlhausen-Ehingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA["Es steht viel auf dem Spiel": Darum wenden sich Städte und Gemeinden mit Brandbrief an die Bürger]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 28 Sep 2025 14:53:23 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bilder vom 59. Ehinger Herbstfest  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlhausen-ehingen/bilder-vom-59-ehinger-herbstfest;art372451,12490129 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das 59. Ehinger Herbstfest fand nach zwei Festwochenenden am Sonntag seinen Abschluss. Neben deftigen Speisen bei musikalischer Umrahmung war auch Vergnügen auf dem Rummelplatz geboten.  ]]></description>
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          Das 59. Ehinger Herbstfest fand nach zwei Festwochenenden am Sonntag seinen Abschluss. Neben deftigen Speisen bei musikalischer Umrahmung war auch Vergnügen auf dem Rummelplatz geboten.<br>
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        Das 59. Ehinger Herbstfest fand nach zwei Festwochenenden am Sonntag seinen Abschluss. Neben deftigen Speisen bei musikalischer Umrahmung war auch Vergnügen auf dem Rummelplatz geboten.



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      <dc:relation><![CDATA[Fest Reisetip Sehenswürdigkeit]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Mühlhausen-Ehingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Bilder vom 59. Ehinger Herbstfest]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 17:18:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Endlich Grundschüler! Alle Einschulungs-Bilder aus Singen und dem Hegau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/endlich-grundschueler-alle-einschulungs-bilder-aus-singen-und-dem-hegau;art372458,12489481 ]]></link>      <description><![CDATA[  Schultüte und schöne Fotos gehören dazu, wenn Kinder in die Schule starten. Der SÜDKURIER wünscht allen Erstklässlern 2025 einen guten Start und zeigt einen Überblick mit Klassenlehrern.  ]]></description>
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          Schultüte und schöne Fotos gehören dazu, wenn Kinder in die Schule starten. Der SÜDKURIER wünscht allen Erstklässlern 2025 einen guten Start und zeigt einen Überblick mit Klassenlehrern.<br>
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        Schultüte und schöne Fotos gehören dazu, wenn Kinder in die Schule starten. Der SÜDKURIER wünscht allen Erstklässlern 2025 einen guten Start und zeigt einen Überblick mit Klassenlehrern.



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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 15:41:24 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Von Kretschmer bis Gysi: So locken die Bürgermeister Polit-Promis zum Schätzele-Markt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/von-kretschmer-bis-gysi-so-aufregend-war-es-mit-polit-promis-beim-schaetzele-markt-28-09-25;art372462,12489354 ]]></link>      <description><![CDATA[  Wie schafft es Tengen immer wieder, hochkarätige Redner für den Schätzele-Markt zu begeistern? Der Tengener Bürgermeister Selcuk Gök und seine beiden Vorgänger Helmut Groß und Marian Schreier berichten.  ]]></description>
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          Wie schafft es Tengen immer wieder, hochkarätige Redner für den Schätzele-Markt zu begeistern? Der Tengener Bürgermeister Selcuk Gök und seine beiden Vorgänger Helmut Groß und Marian Schreier berichten.<br>
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        Wie schafft es Tengen immer wieder, hochkarätige Redner für den Schätzele-Markt zu begeistern? Der Tengener Bürgermeister Selcuk Gök und seine beiden Vorgänger Helmut Groß und Marian Schreier berichten.



        <p>Eine Bundesjustizministerin, die sich auf dem Wirbelkarussell Polyp amüsiert. Ein Bundespolitiker, der sich mit Rinderzucht auskennt. Und was passiert, wenn ein Politiker kurzfristig absagt? All das gabs schon am Tengener Schätzele-Markt. Drei Bürgermeister erinnern sich.</p> <h2>Selcuk Göks Casting fürs Festzelt</h2> <p>Die Suche nach einem passenden Redner für die Mittelstandskundgebung ist eine der spannendsten Aufgaben des Tengener Bürgermeisters. Man könne fast sagen, das sei Göks ganz persönliches „Casting fürs Festzelt“. Telefonieren, schreiben, Kontakte nutzen, über alle möglichen Kanäle anfragen – und hoffen, dass es am Ende klappt. „Und manchmal kommt man dabei ganz schön ins Schwitzen.“ In Göks erstem Jahr als Bürgermeister etwa war der Name des CDU-Landesinnenministers Thomas Strobl im Gespräch. Er musste aber kurzfristig absagen. Der Schätzele-Markt stand vor der Tür und es war kein Redner in Sicht.</p> <p>Für den frisch gebackenen Bürgermeister war klar: „Gleich beim ersten Mal ohne prominenten Redner dazustehen, das darf nicht passieren.“ <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/einwanderung-buergergeld-staatsueberdruss-markige-worte-beim-schaetzele-markt-mit-manuel-hagel;art372462,11773116" target="_blank" title="Einwanderung, Bürgergeld, Staatsüberdruss: Markige Worte beim Schätzele-Markt mit Manuel Hagel">Am Ende kam Manuel Hagel, damals noch lange nicht so bekannt wie heute</a>, denn inzwischen ist er CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl. Hagel hat 2023 das Zelt begeistert und die Leute für sich gewonnen. Rückblickend kann man sagen: „Manchmal lohnt sich die Aufregung und er hat gezeigt, dass er Festzelt kann.“</p> <p>Auch im zweiten Jahr sei es wieder spannend gewesen. Die bundesweiten Wahlen liefen, viele Politiker hatten volle Terminkalender, und Gök habe sich gefragt: „Schaffen wir es, jemanden zu finden, der in Tengen auftritt?“</p> <h2>Ein prominenter Gegner muss her</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/kein-platz-mehr-fuer-ideologen-michael-kretschmer-kommt-poltert-und-ueberzeugt-beim-schaetzele-markt;art372462,12217721" target="_blank" title="Kein Platz mehr für Ideologen! Michael Kretschmer kommt, poltert und überzeugt beim Schätzele-Markt">Umso glücklicher sei der Bürgermeister gewesen, dass er Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) gewinnen konnte.</a> „Er kam als Ministerpräsident nach Tengen und das direkt vor den Koalitionsverhandlungen. Plötzlich hatten wir nicht nur einen hochkarätigen Redner, sondern gleich die große Presse mit im Festzelt. Solche Momente vergisst man nicht“, so Gök.</p> <p>Heute habe sich der Bürgermeister eine eiserne Regel auferlegt: „Plan B ist Plan A. Heißt konkret: Ein prominenter Redner muss her, und zwar rechtzeitig.“ Natürlich bleibe immer eine gewisse Spannung, aber immerhin habe er gelernt, dass eine Portion Nervenkitzel wohl zum Schätzele-Markt dazugehört. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/promi-gast-beim-schaetzele-markt-in-tengen-2025-kommt-sogar-finanzminister-danyal-bayaz;art372462,12478129" target="_blank" title="Promi-Redner beim Schätzele-Markt in Tengen steht fest: Dieser Minister kommt ins Festzelt">In diesem Jahr stellt sich Landes-Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) dem Festzelt.</a></p> <p>Und verrät der Bürgermeister, welche Redner in den nächsten Jahren angefragt werden? „Ich habe bereits eine kleine Liste an Persönlichkeiten, die ich mir sehr gut in Tengen vorstellen könnte“, so Gök. Wer es aber genau sein wird, das bleibe noch sein Geheimnis. Die ersten Gespräche würden bereits geführt: „Ich verspreche, dass wir auch 2026 wieder einen Redner im Festzelt haben werden, der die Menschen begeistert“, so Gök.</p> <h2>So kam es zu den Politikerauftritten</h2> <p>Wie es zu den Kundgebungen am Schätzele-Markt kam, berichtet Helmut Groß, der über vier Jahrzehnte die Geschicke Tengens lenkte. Im September 1973 trat der damals neu gewählte Bürgermeister Helmut Groß sein Amt in Tengen, mit den Stadtteilen Blumenfeld, Talheim und Uttenhofen an. In der Schätzlele-Makt-Zeitung wurde von ihm folgendes veröffentlicht: „Warum gibt es noch keinen Gewerbeverein Hegau/Randen?“</p> <p>Um das zu ändern, wurden Gewerbetreibende aus den Tengener Stadtteilen zu einer Gründungsversammlung eingeladen. Von einem Gewerbetreibenden aus Engen kam dazu die Anregung, in den „Bund der Selbstständigen“ als Verein einzutreten. Weiter regte er an, am Schätzele-Markt eine „Mittelstandkundgebung“ – wie in Schriesheim am Matheise-Markt – mit prominenten Rednern abzuhalten.</p> <p>Der Verein wurde gegründet und die erste Kundgebung fand 1973 in der Randenhalle statt. Der Staatssekretär im Staatsministerium Baden-Württemberg Gerhard Mahler (CDU) war der erste Redner. Bürgermeister Helmut Groß war begeistert, denn es wurde nicht nur Geld versprochen.</p> <p>Wenige Wochen später konnte die Stadt Tengen auch einen „Landschaftsplan“ für die laufende Flurbereinigung in Stuttgart vorlegen und bekam hohe Zuschüsse. So unter anderem zur Erschließung der Mühlbachschlucht mit Wegen und Brücken. „Ein Auftakt zu diesen Kundgebungen, der nicht hätte besser sein können“, betont Groß im Rückblick.</p> <h2>Lothar Spät war dreimal da</h2> <p>Ab 1978 fanden dann diese Veranstaltungen im Festzelt auf dem neu geschaffenen Festplatz mit Fahr- und Schaugeschäften statt. Bundeslandwirtschaftsminister Josef Ertl (FDP) war der erste Festzeltredner. Dreimal war aus diesem Anlass Ministerpräsident Lothar Späth (CDU) in Tengen.</p> <p>1991 gab es einen ganz besonderen Anlass: Ulrich Bremi, Präsident des Schweizerischen Nationalrates war als ranghöchster Schweizer der Redner in Tengen. In seinem Grußwort sagte er: „Auf den Besuch an Ihrem Schätzele-Markt in Tengen freue ich mich schon seit Wochen. Sie ehren damit auch die siebenhundertjährige Schweiz.“ Im Festzelt folgte nach seiner Rede der Austausch von Maßkrügen anlässlich 700. Schätzele-Markt und 700 Jahre Eidgenossenschaft Schweiz!</p> <p>1999 war die SPD-Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin im Festzelt als Rednerin zur Kundgebung, sie wünschte sich eine Karussellfahrt mit dem „Polyp“.</p> <h2>Gysi kam eine Stunde zu spät</h2> <p>Auch Marian Schreier, der von 2015 bis 2023 Bürgermeister von Tengen war, erinnert sich an die Kundgebungen. „Die Mittelstandskundgebung war immer ein Highlight – und jeder Redner hat den Schätzele-Markt auf seine Weise geprägt. Ich denke zum Beispiel an <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/Fulminante-Rede-statt-Klapse-Gregor-Gysi-begeistert-beim-Schaetzele-Markt;art372462,8976018" target="_blank" title="Fulminante Rede statt Klapse: Gregor Gysi begeistert beim Schätzele-Markt">Gregor Gysi, der fast eine Stunde zu spät kam</a>. Im Festzelt war es entsprechend laut und unruhig. Doch spätestens als er von seiner Ausbildung als Rinderzüchter erzählte, wurde es im Zelt mucksmäuschenstill. Oder an <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/tengen/Boris-Palmer-im-Interview-Schaetzelemarkt-Besucher-koennen-Klartext-erwarten;art372462,9473263" target="_blank" title="Boris Palmer im Interview: "Schätzelemarkt-Besucher können Klartext erwarten"">Boris Palmer</a>, der nach seiner Rede seinen mitgebrachten Koffer öffnete und anfing, sein aktuelles Buch zu verkaufen.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Von Kretschmer bis Gysi: So locken die Bürgermeister Polit-Promis zum Schätzele-Markt]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 26 Sep 2025 15:14:05 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Familie Stolz macht es vor: Gibt es das Bürgermeister-Gen?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/buergermeister-familien-im-kreis-konstanz-gibt-es-ein-buergermeister-gen-01-10-25;art372461,12489322 ]]></link>      <description><![CDATA[  Wie der Vater in Stockach, so der Sohn in Bodman-Ludwigshafen und bald vielleicht auch auf der Reichenau – wie ungewöhnlich Bürgermeister-Familien sind und welche Vor- sowie Nachteile das hat, erklärt Experte Paul Witt.  ]]></description>
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          Wie der Vater in Stockach, so der Sohn in Bodman-Ludwigshafen und bald vielleicht auch auf der Reichenau – wie ungewöhnlich Bürgermeister-Familien sind und welche Vor- sowie Nachteile das hat, erklärt Experte Paul Witt.<br>
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        Wie der Vater in Stockach, so der Sohn in Bodman-Ludwigshafen und bald vielleicht auch auf der Reichenau – wie ungewöhnlich Bürgermeister-Familien sind und welche Vor- sowie Nachteile das hat, erklärt Experte Paul Witt.



        <p>Ob Henne, Stolz, Metz oder Stärk: Es gibt mehrere Namen, die im Kreis von Bürgermeistern in der Region öfter erklingen. Denn es ist nicht nur ein Mitglied dieser Familien Bürgermeister, sondern es sind mindestens zwei – und bald womöglich sogar drei. Denn nach Rainer Stolz in Stockach und seinem Sohn Christoph in Bodman-Ludwigshafen will nun auch Philipp Stolz Bürgermeister werden – von der Reichenau. Zufall?</p> <p>„Es gibt tatsächlich Bürgermeister-Familien“, sagt Paul Witt. Der Steißlinger war jahrelang Rektor der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl und hält dort bis heute Vorlesungen zur Kommunalpolitik. Witt zählt Beispiele auf: Familie Henne, wo Vater Alois für 37 Jahre als Bürgermeister in Sigmaringendorf wirkte und sein Sohn Johannes in Immenstaad und sein Sohn Matthias in Bad Waldsee gewählt wurden. Familie Stolz.</p> <p>Und da wäre etwa Familie Metz, deren Vater Bruno seit 1995 in Ettenheim arbeitet und Sohn Tobias seit 2018 der Bürgermeister von Endingen ist. Im Hegau gibt es außerdem Familie Stärk: Patrick Stärk ist Bürgermeister von Mühlhausen-Ehingen, sein Bruder Manuel in Immendingen.</p> <h2>Familienvorbilder prägen Leidenschaft für Kommunalpolitik</h2> <p>Das könnte an positiven Vorbildern liegen: „Eine Leidenschaft für Kommunalpolitik muss vorhanden sein“, beschreibt es Paul Witt. In seinen Seminaren seien häufig Menschen, deren Vater oder Großvater sich bereits politisch engagiert habe, etwa im Gemeinderat. Ein solches Beispiel findet sich ebenfalls im Hegau: Der Vater des Hilzinger Bürgermeisters Holger Mayer, Reinhold Mayer, ist Ortsvorsteher des Engener Teilorts Biesendorf.</p> <p>Bei den Brüdern Stolz war es ähnlich, wie sie auf Anfrage – und unabhängig voneinander – berichten. „Was mich schon als Jugendlicher an diesem Beruf gereizt hat, war das Engagement für die eigene Gemeinde und die Herausforderung, in einer komplexen Umwelt langfristige Entscheidungen treffen zu dürfen und dafür Verantwortung zu übernehmen. Das waren schließlich auch Punkte, die ich jeden Abend am Küchentisch mitnehmen durfte“, erklärt Philipp Stolz.</p> <h2>Manche sagen: „Das tu ich mir nicht an“</h2> <p>Paul Witt erlebte in all den Jahren unter seinen Studenten beide Lager: Diejenigen, die dem Vorbild des Vaters folgen – <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/sie-ist-eine-von-wenigen-buergermeisterinnen-so-meistert-susen-katter-den-staendigen-spagat;art372461,12404503" target="_blank" title="Sie ist eine von wenigen Bürgermeisterinnen: So meistert Susen Katter den ständigen Spagat">weibliche Vorbilder gibt es bislang kaum</a>, das Amt war sehr lange männlich -, und diejenigen, die das für sich ausschließen. „Das tu ich mir nicht an“, habe eine Studentin beispielsweise gesagt. Denn es mache einen Unterschied, ob man einen Wahlkampf führen und bezahlen muss oder vom Gemeinderat gewählt wird, wie es etwa bei Beigeordneten in größeren Städten wie Singen der Fall ist. Außerdem sei man als Bürgermeister oder Bürgermeisterin an vorderster Front, wie Witt es ausdrückt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Präsenz in sozialen Netzwerken</span><span>Was sich laut Paul Witt in den vergangenen Jahren sehr verändert hat, ist die Präsenz von Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen in sozialen Netzwerken. Vor fünf Jahren hätten in einer Befragung die Hälfte der Bürgermeister gesagt, dass sie Plattformen wie Facebook oder Instagram nutzen und die andere Hälfte habe sich das wegen Hass und Hetze nicht antun wollen. Laut Witt sind soziale Netzwerke aber unumgänglich: „Man muss da als Bürgermeister unterwegs sein, um junge Leute anzusprechen und näher an den Menschen zu sein.“ Im Kreis Konstanz machen das diverse Beispiele vor, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/ob-und-stadt-radolfzell-als-influencer-wie-viel-aufwand-kosten-instagram-und-co;art372455,12376042" target="_blank" title="OB und Stadt als Influencer: Wie viel Aufwand kosten Instagram und Co. die Verwaltung?">Radolfzell setzt etwa verstärkt darauf</a>.</span></label></div> <p>Christoph Stolz schildert das in Teilen ähnlich: Als Familie hätten sie natürlich auch mitbekommen, wie unglaublich zehrend dieses Amt sein kann und was der Vater alles für diesen Beruf, für die Stadt und die Menschen geopfert habe. Er nennt Nebenbegleiterscheinungen wie wenig Zeit, wenig Privatsphäre, Stress, Druck, Bedrohungen oder Anfeindungen. Als Kind und Jugendlicher mit einem Bürgermeister-Vater sei es außerdem auch vorgekommen, dass er seinen Vater vermisst habe – oder ihn gegen unfaire Vorwürfe verteidigen musste oder vielmehr wollte. „Da gab es durchaus auch mal Raufereien in der Schule oder auf dem Heimweg.“</p> <p>Doch in keiner anderen Position in der öffentlichen Verwaltung könne man so viel gestalten. „Und ich habe auch gespürt, dass sich gesellschaftlich langsam ein etwas modernerer Blick auf den Bürgermeister durchsetzt, der diesem auch zugesteht, mal bei seiner Familie sein zu wollen und zu dürfen.“ Das habe dazu beigetragen, dass er sich während den Jahren in Deizisau, wo er stellvertretender Hauptamtsleiter war, für den Beruf entschied.</p> <h2>Gute Tipps vom Bürgermeister-Vater?</h2> <p>Besonders im Wahlkampf kann es laut Paul Witt von Vorteil sein, bereits einen Bürgermeister in der Familie zu haben und dessen Erfahrungen nutzen zu können. „Ich kann mir vorstellen dass ein Bürgermeister-Vater seinen Kindern gute Tipps gibt“, so Witt. „Aber Wahlkämpfe verändern sich auch, vor 30 bis 40 Jahren ist das anders abgelaufen.“ Und Kontakte könnten ein Vorteil sein, müssen aber nicht – denn spätestens wenn jemand im Amt sei, ergeben diese sich quasi von alleine.</p> <h2>„Die Bürger wollen keinen Kronprinzen“</h2> <p>Eine zu aktive Rolle eines Familienmitglieds mit Bürgermeister-Erfahrung könne aber sogar ein Nachteil sein: „Es würde nicht gut ankommen, wenn der Papa Wahlkampf für seinen Sohn machen würde. Aber das wissen die Väter auch.“ Und das wissen auch Brüder: Christoph Stolz legt Wert darauf, dass er sich als Privatperson zu dem Thema äußert und nicht <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/reichenau/die-buergermeisterwahl-rueckt-naeher-wer-ueberzeugt-die-reichenauer-am-meisten;art372456,12483704" target="_blank" title="Die Bürgermeisterwahl rückt näher: Wer überzeugt die Reichenauer am meisten?">in den Reichenauer Wahlkampf</a> einwirken möchte, etwa wenn es um eine mögliche künftige Zusammenarbeit unter Bürgermeister-Brüdern geht. Philipp Stolz betont außerdem: „Aus meiner Perspektive sagt der Beruf meines Vaters nichts über meine Qualifikation für dieses Amt aus. Hier lasse ich lieber meine eigene Vita für sich sprechen.“</p> <p>Entscheidend seien etwaige Vorteile ohnehin nicht, sagt auch Paul Witt, denn der Kandidat müsse mit seiner Person und seinen Zielen die Wähler überzeugen. „Die Bürger wollen keinen Kronprinzen.“ Und wie ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin arbeite, hänge wiederum nicht von einer familiären Prägung ab, so der Experte: „Ich glaube nicht, dass es eine Kopie gibt.“ Da müsse jeder seinen eigenen Weg finden und wie der aussieht, hänge auch von den Umständen der jeweiligen Gemeinde ab.</p> <p>„Es gibt natürlich Familien, die politisch nahezu identische Haltungen aufweisen, und sicherlich denken mein Bruder und ich in einigen Fällen ähnlich“, sagt dazu Philipp Stolz. Doch jeder habe auch schon immer gewisse unterschiedliche Positionen – und das Schöne sei auch gewesen, dass man sich darüber verständigen konnte. Das ist etwas, was Christoph Stolz sich auch in der „großen Politik“ wünschen würde: „Wir alle haben dasselbe große Ziel vor Augen und setzen uns jeder auf seine Weise dafür ein.“</p> <p>Offizielle Zahlen zu einem Bürgermeister-Gen seien Witt noch nicht untergekommen, sagt er – auch wenn es ein spannendes, allerdings aufwändiges Forschungsfeld wäre. Seine Beobachtung: „Das gibt es immer wieder, aber ich glaube nicht, dass es sich häuft oder rückläufig ist.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 24 Sep 2025 17:57:17 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bei allen Fusionsplänen zu einer Hegau-Gemeinde: Geht das überhaupt?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/bei-allen-fusionsplaenen-zu-einer-hegau-gemeinde-geht-das-ueberhaupt;art372463,12488060 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sie haben in der Tat großes vor: Eine Bürgergruppe und ein Ex-Bürgermeister-Kandidat aus Volkertshausen wollen mehrere Hegau-Gemeinden fusionieren. Der SÜDKURIER erklärt, ob und wie das überhaupt möglich ist.  ]]></description>
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          Sie haben in der Tat großes vor: Eine Bürgergruppe und ein Ex-Bürgermeister-Kandidat aus Volkertshausen wollen mehrere Hegau-Gemeinden fusionieren. Der SÜDKURIER erklärt, ob und wie das überhaupt möglich ist.<br>
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        Sie haben in der Tat großes vor: Eine Bürgergruppe und ein Ex-Bürgermeister-Kandidat aus Volkertshausen wollen mehrere Hegau-Gemeinden fusionieren. Der SÜDKURIER erklärt, ob und wie das überhaupt möglich ist.



        <p>Alt-Bürgermeister Alfred Mutter hat in der Zwischenzeit seine Kandidatur als neuer Rathauschef in Volkertshausen wieder zurückgezogen, doch seine Pläne und die einer Bürgerinitiative bleiben ein Thema: Sie wollen Volkertshausen und andere Hegau-Kommunen zu einer Großgemeinde fusionieren. Der SÜDKURIER hatte über diese Überlegungen bereits mehrfach berichtet. Doch in Volkertshausen und auch in Aach mehren sich die Stimmen, die sich <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/gegenwind-fuer-gemeindefusion-buerger-machen-gegen-plaene-mobil;art372463,12480983" target="_blank" title="Sie wollen Volkertshausen nicht einfach so abwickeln! Bürger machen gegen Fusionspläne mobil">gegen die Fusion</a> stemmen. Vor allem die Eigenständigkeit der Gemeinden wird von den Kritikern in Frage gestellt.</p> <p>Doch können Gemeinden wie Volkertshausen, Aach, Steißlingen, Mühlhausen-Ehingen, Orsingen-Nenzingen überhaupt einfach so fusionieren? Der SÜDKURIER hat beim Regierungspräsidium (RP) in Freiburg und bei Experte Paul Witt, langjähriger Rektor der Hochschule für öffentliche Verwaltung, nachgefragt.</p> <h2><strong>Wie funktioniert ein Zusammenschluss?</strong></h2> <p>Laut der Pressestelle des RP handelt es sich bei einem Zusammenschluss von Gemeinden rechtlich um eine Grenzänderung. Wie Pressesprecherin Heike Spannagel auf Anfragen mitteilt, können Gemeindegrenzen freiwillig aus Gründen des öffentlichen Wohls mit Genehmigung der zuständigen Rechtsaufsichtsbehörde geändert werden. „Die Vereinbarung muss von den Gemeinderäten der beteiligten Gemeinden mit der Mehrheit der Stimmen aller Mitglieder beschlossen werden“, sagt sie.</p> <p>Vor der Beschlussfassung seien die Bürger zu hören, die in dem unmittelbar betroffenen Gebiet wohnen. Das gelte nicht, wenn über die Eingliederung einer Gemeinde in eine andere Gemeinde oder die Neubildung einer Gemeinde durch Vereinigung von Gemeinden ein Bürgerentscheid gemacht werde.</p> <p>Übersetzt heißt das: Ein Alleingang aus einem der beteiligten Rathäuser ist nicht möglich.</p> <h2><strong>Wie viele Gemeinden dürfen sich zusammenschließen?</strong></h2> <p>Eine Höchstgrenze gibt es laut Heike Spannagel nicht, der geplante Zusammenschluss müsse allerdings dem öffentlichen Wohl entsprechen. Im Vergleich zum bisherigen Zustand müsse es einen Vorteil für die Allgemeinheit in organisatorischer, verwaltungstechnischer und wirtschaftlicher Hinsicht bringen.</p> <h2>Was würde eine Gemeindefusion bringen?</h2> <p>Laut Paul Witt spricht manches für eine Fusion, denn die Bewerberzahl für das Bürgermeisteramt sei seit Jahren generell rückläufig. Er führt das auch auf die Attraktivität von Gemeinden zurück. „Wir haben noch zu viele Kleinstgemeinden, die nicht viel bewegen können“, sagt der Kommunalpolitik-Experte. „Studierte Verwaltungsleute wollen nicht in kleine Gemeinden.“ Erst ab 5000 Einwohnern habe man eine vernünftige, gute Größe, wo ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin etwas verwalten und gestalten könne. Bei weniger Einwohnern sei eine Gemeinde aus seiner Sicht wirtschaftlich nicht zu führen.</p> <p>Baden-Württemberg habe da in den 1970er-Jahren einen Fehler gemacht und zu viele selbstständige Gemeinden übrig gelassen. Sein Tipp: Es sollte vom Land für die Gemeinden eine Fusionsprämie pro Einwohner geben, wenn sie sich mit anderen zusammentun. „So macht es Rheinland-Pfalz bis heute“, so Witt. Allerdings hat das kleine Bundesland auch wesentlich mehr Gemeinden als etwa Baden-Württemberg: Dort sind es rund 2301, hier 1101.</p> <h2>Braucht es einen Bürgerentscheid?</h2> <p>Laut Angaben des Regierungspräsidiums müssen die Bürger im Vorfeld einer Gemeindefusion gehört werden. Der Gemeinde stünden dafür zwei Varianten zur Verfügung: eine Bürgeranhörung oder ein Bürgerentscheid. Dabei gibt es wesentliche Unterschiede.</p> <p>„Mit einem Bürgerentscheid können Bürger Angelegenheiten, für die der Gemeinderat zuständig ist, selbst entscheiden“, teilt RP-Sprecher Matthias Henrich mit. Ein Bürgerentscheid könne von den Bürgern über ein Bürgerbegehren verlangt werden. Der Gemeinderat könne aber auch selbst mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen aller Mitglieder entscheiden, zu einer bestimmten Angelegenheit einen Bürgerentscheid durchzuführen.</p> <p>Davon zu unterscheiden sei laut Henrich eine Anhörung der Bürger, diese sei zwar zwingend erforderlich. Aber: „Bei der Anhörung handelt es sich lediglich darum, die Auffassung der von der Gebietsänderung betroffenen Bürger festzustellen.“ Allerdings sei das Ergebnis der Anhörung weder für den Gemeinderat noch für die Rechtsaufsicht bindend.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Bürgerinitiativen</span><span>In Volkertshausen haben sich zwei Bürgergruppen gebildet. Die Gruppe um die Initiatoren die ehemaligen Gemeinderäte Rainer Kenzler (CDU) und Reinhard Veit (SPD) sowie Bürger Erhard Fengler wollen die Fusion voranbringen.<a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/gemeindefusion-im-hegau-initiative-sieht-viele-vorteile-und-traeumt-vom-eigenen-autokennzeichen;art372463,12480245" target="_blank" title="Gemeindefusion wird Wahlkampf-Thema: Initiative will kein Bürgermeister-Wahl-Club sein"> Sie sehen vor allem finanzielle Vorteile für die Großgemeinde.</a> Mit Alt-Bürgermeister Alfred Mutter gab es direkt einen Bewerber für die Bürgermeisterwahl, der diese Idee umsetzen wollte. Eine zweite Bürger-Gruppe um Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter Christoph Schwab und seinen Vater Armin Schwab wollen dies verhindern. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/gegenwind-fuer-gemeindefusion-buerger-machen-gegen-plaene-mobil;art372463,12480983" target="_blank" title="Sie wollen Volkertshausen nicht einfach so abwickeln! Bürger machen gegen Fusionspläne mobil">Sie sehen die Eigenständigkeit von Volkertshausen in Gefahr.</a></span></label></div> <h2>Darf die neue Großgemeinde Hegau heißen?</h2> <p>Alfred Mutter hat eine klare Vorstellung geäußert, wie die neue Großgemeinde heißen solle: Gegenüber dem SÜDKURIER bestätigte er kürzlich, dass er sich den Namen Hegau vorstellen könne. Ob dies rechtlich zulässig wäre, darüber kann das RP aktuell keine genaueren Angaben machen. „Bei der Neubildung einer Gemeinde ist der Name in der zu schließenden Vereinbarung zu regeln. Bei der Genehmigung durch das Regierungspräsidium ist in Bezug auf den Namen unter anderem zu prüfen, ob der vorgeschlagene Name nicht zu Verwechslungen führen kann und historische, geografische, wirtschaftliche oder sonstige wesentliche Gesichtspunkte des öffentlichen Wohls für ihn sprechen“, so Heike Spannagel.</p> <h2>Wie lange dauert ein Zusammenschluss zweier oder mehrerer Gemeinden?</h2> <p>Bürgermeister-Kandidat Mutter hatte zudem im SÜDKURIER angekündigt, den Zusammenschluss binnen zweier Jahre zu realisieren – um dann zurückzutreten. Auch hier kann das RP keine Angaben machen, ob dieser Zeithorizont realistisch ist. Laut Spannagel hänge die Dauer vom Einzelfall ab. „In der erforderliche Vereinbarung müssen allerdings umfangreiche Regelungen enthalten sein, für deren Ausarbeitung allein die Ermittlung der Grundlagen einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Erfahrungsgemäß gilt dies auch für den politischen Willensbildungsprozess“, sagt sie.</p> <p>Eine abschließende Einschätzung von Verwaltungsprofi Paul Witt ist klar: Das Anliegen der Bürgerinitiative und dem früheren Bürgermeister Alfred Mutter sei gut, die Vorgehensweise in seinen Augen allerdings verkehrt. „Da muss man die Bevölkerung mitnehmen.“ Dass dies in der Kürze der Zeit bislang nicht gelungen ist, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/volkertshausen/buergermeisterwahl-volkertshausen-alt-buergermeister-alfred-mutter-zieht-sich-ueberraschend-zurueck;art372463,12487019" target="_blank" title="Aus fünf werden vier: Erster Bürgermeisterbewerber macht überraschend einen Rückzieher">nennt Alfred Mutter als einen der Gründe für seinen Rückzug. </a></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Bei allen Fusionsplänen zu einer Hegau-Gemeinde: Geht das überhaupt?]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 16:54:06 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Er saß Günther Jauch gegenüber: Was Simon Bachtler als Kandidat bei „Wer wird Millionär“ erlebt hat  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlhausen-ehingen/wer-wird-millionaer-so-erlebte-simon-bachtler-aus-muehlhausen-ehingen-das-duell-mit-guenther-jauch-25-09-25;art372451,12487238 ]]></link>      <description><![CDATA[  Simon Bachtler aus Mühlhausen-Ehingen war am Montag, 22 September, als Kandidat bei „Wer wird Millionär“ zu sehen. Er durfte sogar zu Günther Jauch auf den Stuhl. Was er erlebt und wie viel er gewonnen hat.  ]]></description>
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          Simon Bachtler aus Mühlhausen-Ehingen war am Montag, 22 September, als Kandidat bei „Wer wird Millionär“ zu sehen. Er durfte sogar zu Günther Jauch auf den Stuhl. Was er erlebt und wie viel er gewonnen hat.<br>
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        Simon Bachtler aus Mühlhausen-Ehingen war am Montag, 22 September, als Kandidat bei „Wer wird Millionär“ zu sehen. Er durfte sogar zu Günther Jauch auf den Stuhl. Was er erlebt und wie viel er gewonnen hat.



        <p>Einmal auf dem wohl bekanntesten TV-Stuhl Deutschlands zu sitzen, Moderator Günther Jauch Fragen zu beantworten und dafür eine beträchtliche Gewinnsumme abzusahnen – davon träumen viele. Für Simon Bachtler aus Mühlhausen-Ehingen ist dieser Traum zur Realität geworden. Er war Kandidat beim RTL-Format „Wer wird Millionär?“. Am Montag, 22. September, wurde die Folge ausgestrahlt. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER teilt der 34-Jährige danach seine Erfahrungen und Eindrücke.</p> <p>Für Simon Bachtler und seine Frau Fabienne gehört „Wer wird Millionär?“ montags schon lange zum festen Abendprogramm. „Irgendwann hat meine Frau zu mir gesagt: ‚Du bist ja eigentlich klug, wieso bewirbst du dich da nicht selbst?‘ Dann hab ich es halt mal versucht“, erzählt der 34-Jährige grinsend. Einige Zeit später sei dann der Anruf von RTL mit der Zusage gekommen.</p> <h2>Wie Bachtler sich vorbereitet hat</h2> <p>Von da an ging es für den Hegauer an die Vorbereitung: „Ich habe mich intensiv mit dem aktuellen Zeitgeschehen beschäftigt, indem ich viel Radio gehört und gelesen habe. Außerdem habe ich unzählige Runden in der ‚Wer wird Millionär‘-App gespielt. Aber natürlich kann man sich nicht alles aneignen, da gehört auch ein bisschen Glück und Risiko dazu.“</p> <p>Simon Bachtler wurde mit seiner Frau dann <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wer-wird-millionaer-kandidat-ueber-seinen-abend-mit-guenther-jauch;art372448,11535276" target="_blank" title="Konstanzer scheitert bei &amp;bdquo;Wer wird Millionär?&amp;ldquo; an Rechtschreibung &amp;ndash; und ist trotzdem &amp;bdquo;mega happy&amp;ldquo;">nach Hürth bei Köln eingeladen</a>, wo die Folge auf dem Studiogelände der EMG Germany GmbH gedreht wurde. Die Aufzeichnung habe den ganzen Tag gedauert. „Es ist tatsächlich gar nichts geschönigt. So wie man es im TV sieht, ist es auch im Studio“, so Bachtler. Er habe sich sehr wohl und wertgeschätzt gefühlt.</p> <h2>Der Hegauer kam auf den Stuhl</h2> <p>Als zweiter Kandidat des Abends durfte der 34-Jährige dann auf den Stuhl gegenüber von Günther Jauch, nachdem er eine Literaturfrage am schnellsten richtig beantwortet hatte. „Eigentlich bin ich extrem stressresilient, aber da ist die Nervosität dann ins Unermessliche gestiegen. Am liebsten wäre ich geflüchtet“, gibt Bachtler zu. Doch Günther Jauch habe ihm die Nervosität nach und nach genommen, indem er ihn ins Gespräch verwickelte und Fragen über sein Privatleben stellte.</p> <p>Der Kandidat aus dem Hegau entschied sich zu Beginn des Spiels für alle vier Joker. Bachtler erklärt: „Als ich vorab mit der App geübt habe, hat es mit dieser Strategie immer gut funktioniert.“ Doch die Joker benötigte er zunächst gar nicht. Denn die ersten Fragen konnte er ohne große Probleme schnell beantworten. „Ich hatte echt Angst, mich zu blamieren. Aber nachdem ich die 500-Euro-Frage richtig hatte, ist der Druck ein bisschen abgefallen“, berichtet der 34-Jährige.</p> <h2>Er ist weit gekommen</h2> <p>Erst bei der 8000-Euro-Frage nutze er den Gesamtpublikumsjoker. „Und bei den 16.000 Euro habe ich dann meinen Schwiegervater angerufen. Es war eine Tierfrage, da kennt er sich aus“, so Bachtler. Die Frage für die 32.000 Euro sei dann wirklich schwierig gewesen – es ging um den Bürgerkrieg-Bezug eines Films. „Ich habe den Einzelpublikumsjoker genommen. Ein Herr hatte eine logische Antwort parat. Ohne seine Hilfe hätte ich da keine Chance gehabt“, betont der Kandidat.</p> <p>Doch bei der 64.000-Euro-Frage war dann Schluss – es ging um einen Wolkenkratzer in der noch namenslosen neuen Hauptstadt Ägyptens. Bachtler habe keinen blassen Schimmer gehabt. Da konnte auch der übrige 50:50-Joker nicht weiterhelfen, gibt er zu.</p> <p>So beendete der Hegauer seine Quizrunde mit einer <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/rasen-fetischist-raeumt-bei-wer-wird-millionaer-ab-so-war-es-im-fernsehen;art372439,11857339" target="_blank" title="32.000 Euro in der Tasche: Hegauer Rasen-Fetischist räumt bei &amp;bdquo;Wer wird Millionär&amp;ldquo; ab">Gewinnsumme von 32.000 Euro</a>. Er ist nach eigenen Angaben sehr zufrieden mit seinem Gesamtauftritt: „Natürlich ist es ein bisschen ärgerlich, dass mir der 50:50-Joker eigentlich nichts gebracht hat. Aber man muss am Ende des Tages das sehen, was man hat, und nicht das, was man nicht hat“, sagt Bachtler. Er habe viel Glück gehabt, überhaupt auf den Stuhl zu kommen und die Joker zur richtigen Zeit genutzt zu haben. Außerdem habe er sich authentisch präsentieren können.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>„Wer wird Millionär?“ als Schlafmittel</span><span>Simon Bachtlers dreijähriger Sohn Theo scheint ganz angetan von „Wer wird Millionär?“ zu sein, wie der Hegauer gerne als Anekdote erzählt. „Leider haben wir das Problem, dass Theo nie durchschläft und mehrmals pro Nacht zu uns kommt. Aber immer wenn wir am Abend „Wer wird Millionär?“ schauen, schläft er durch. Die Stimme von Günther Jauch hat wohl eine beruhigende Wirkung auf ihn“, so Bachtler lachend.</span></label></div> <p>Den Gewinn möchte der 34-Jährige größtenteils in das neugebaute Haus in Mühlhausen-Ehingen investieren. „Aber zuerst gönnen wir uns einen schönen Urlaub in den Bergen, um nach dem ganzen Stress der letzten Monate endlich mal abschalten zu können“, sagt Bachtler schmunzelnd. Eine weitere Investition sei dann umfangreiche Babyausstattung. Denn die Familie Bachtler – Simon, Fabienne und der dreijährige Theo – erwartet im November Zuwachs.</p> <h2>Es war wie ein Fiebertraum</h2> <p>Seinen Auftritt bei „Wer wird Millionär?“ behält der Hegauer in guter Erinnerung: „Besonders im Kopf bleibt mir den Moment, als ich meiner Frau hinter den Kulissen in die Arme gefallen bin und auf einmal die ganze Anspannung abgefallen ist.“ Der gesamte Tag sei ihm eigentlich wie ein Fiebertraum vorgekommen und auch jetzt fühle sich das alles noch extrem unwirklich an.</p> <p>„Natürlich war es mir auch eine riesengroße Ehre, <a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/panorama/warum-guenther-jauch-als-kind-fast-im-internat-in-st-blasien-im-schwarzwald-gelandet-waere;art409965,12196426" target="_blank" title="Warum Günther Jauch als Kind fast im Internat in St. Blasien im Schwarzwald gelandet wäre">Günther Jauch</a> kennenzulernen“, ergänzt der 34-Jährige. „Er ist wahnsinnig authentisch und nahbar, zugleich aber sehr professionell – einfach eine Fernseh-Ikone.“</p> <h2>Viele positive Rückmeldungen</h2> <p>Die Folge wurde am Montag, 22. September, zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Doch Bachtler konnte es nicht erwarten, weshalb er seinen Auftritt bereits eine Woche vorab auf RTL+ anschaute – aber nur im engsten Familien- und Freundeskreis, wie er erzählt. Die richtige Feier gab es dann zur TV-Premiere: „Wir haben in der Firma eine Leinwand aufgebaut und die Folge mit vielen Freunden und Arbeitskollegen zusammen angeschaut“, so der Gebäudetechnik-Ingeneur von der Engener Firma Goldbeck.</p> <p>„Alle haben mitgefiebert und sich brutal über meinen Erfolg gefreut“, erzählt Bachtler lächelnd. Auch der ein oder andere Applaus sei nicht ausgeblieben. Und auch sonst erhielt der Kandidat viel positive Rückmeldung: „Mein Handy ist nach der TV-Ausstrahlung schier explodiert. Ich habe auch Nachrichten von Leuten erhalten, mit denen ich schon jahrelang nicht mehr zu tun hatte. Und selbst der Bürgermeister von Mühlhausen-Ehingen hat mir geschrieben“, so der Hegauer. Auch der 34-Jährige selbst findet seinen <a href="https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/kreis-waldshut/glaenzender-auftritt-bei-wer-wird-millionaer;art372586,12284945" target="_blank" title="Dogernerin räumt bei „Wer wird Millionär“ ab! Dabei ist ihr Traum eigentlich die Show „Let‘s Dance“">Auftritt sehr gelungen</a>: „Im Endeffekt habe ich kluge Entscheidungen getroffen“, resümiert er.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Moderator Showmaster Fernsehsendung thema-kultur-film thema-gesellschaft-mensch thema-kultur-mensch]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Er saß Günther Jauch gegenüber: Was Simon Bachtler als Kandidat bei „Wer wird Millionär“ erlebt hat]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 21 Sep 2025 11:47:16 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Alle lieben die neue Scheffelhalle: So schön war die Eröffnungsfeier für Singens neue gute Stube  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/singen-feiert-neue-scheffelhalle-offiziell-eroeffnet-eine-gute-stube-fuer-kultur-und-event-22-09-25;art372458,12485813 ]]></link>      <description><![CDATA[  Es war ein Abend voller Emotionen und Rückblicke: Die neue Scheffelhalle ist endlich wieder zurück – und gefühlt ganz Singen feiert diese Rückkehr. Und am Ende singen alle ein Loblied auf den 10-Millionen-Euro-Neubau.  ]]></description>
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          Es war ein Abend voller Emotionen und Rückblicke: Die neue Scheffelhalle ist endlich wieder zurück – und gefühlt ganz Singen feiert diese Rückkehr. Und am Ende singen alle ein Loblied auf den 10-Millionen-Euro-Neubau.<br>
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        Es war ein Abend voller Emotionen und Rückblicke: Die neue Scheffelhalle ist endlich wieder zurück – und gefühlt ganz Singen feiert diese Rückkehr. Und am Ende singen alle ein Loblied auf den 10-Millionen-Euro-Neubau.



        <p>Der Abend glich einem Taylor Swift Konzert: Es gab Armbändel für die Gäste, die Karten waren binnen weniger Minuten ausverkauft und am Ende gab es tosende Ovationen. Lange haben die Singener auf ihre Scheffelhalle verzichten müssen, nachdem das altehrwürdige Gebäude bei einem Großbrand im November 2020 komplett zerstört wurde. Nun ist sie endlich wieder zurück. Und kein Satz an diesem Abend hätte die Rückkehr besser beschreiben können wie der Refrain von Poppele-Ehrenzunftmeister Stephan Glunk: „Die Scheffelhalle, die lieben wir alle!“</p> <h2>Die Scheffelhalle ist endlich wieder zurück</h2> <p>Es ist ein Abend voller Emotionen und guter Laune. Als Oberbürgermeister Bernd Häusler als erster Redner in der neuen Scheffelhalle überhaupt ans Rednerpult tritt, wird es schlagartig ruhig. „Die neue Scheffelhalle ist aus den rauchenden Trümmern auferstanden“, sagt er.</p> <p>Häusler werde das Bild der in Flammen stehenden Scheffelhalle niemals vergessen. Doch an diesem Abend richtet sich sein Blick nach vorne: „Die Scheffelhalle ist ein wichtiger Teil der Stadtgeschichte.“</p> <p>Trotz Neubau und einem millionenschweren Invest der Stadt Singen von 10,1 Millionen Euro freue er sich, dass der gute Geist der alten Scheffelhalle auch in die neue Halle Einzug gehalten habe. Und dies sei laut OB Häusler wörtlich zu nehmen. Denn Teile im Innenbereich der neuen Halle wurden aus Steinen, die aus den Ruinen gerettet worden können, gebaut.</p> <p>OB Häusler dankt aber auch dem Gemeinderat für dessen Weitsicht: Im Eilverfahren und trotz angespannter Haushaltslage habe man sich im März 2023 für den Wiederaufbau entschieden. „Ich bin davon überzeugt, dass der Baubeschluss damals die richtige Entscheidung war“, so Häusler.</p> <p>Laut Oberbürgermeister Bernd Häusler habe die neue Scheffelhalle 10,1 Millionen Euro gekostet. Die Stadt habe von der Versicherung davon 3,2 Millionen Euro erhalten. 560.000 Euro kostet laut dem Rathauschef die Außenanlagen. Die neue Scheffelhalle sei laut Häusler an fast exakt derselben Stelle aufgebaut worden, an der die alte Halle gestanden habe. Diese wurde im Jahr 1925 gebaut und hätte in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert. An der Eröffnungsfeier wirkten mehrere Singener Vereine mit unter anderem die Poppele und der Männerchor.</p> <p>Die beiden Architekten Ben Nägele und Alexander Kionka heben indes in ihrer Rede hervor, dass es sich bei der neuen Scheffelhalle um das größte Bauprojekt der Stadt Singen der vergangenen Jahre handle. Zwölf Monate habe die Planung gedauert, 22 Monate die Bauzeit.</p> <p>Insgesamt seien rund 120.000 Arbeitsstunden in den Neubau investiert worden. „Es hat sich gelohnt, die neue Scheffelhalle ist großartig geworden“, lautet das Urteil von Ben Nägele. Und mit dieser Meinung stehen sie an diesem Abend nicht alleine da. Denn am Ende der Eröffnung singt die ganze Halle gemeinsam mit Ehrenzunftmeister Stephan Glunk: „Die neue Scheffelhalle, die lieben wir alle!“</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Die neue Scheffelhalle</h2> Laut Oberbürgermeister Bernd Häusler habe die neue Scheffelhalle 10,1 Millionen Euro gekostet. Die Stadt habe von der Versicherung davon 3,2 Millionen Euro erhalten. 560.000 Euro kostet laut dem Rathauschef die Außenanlagen. Die neue Scheffelhalle sei laut Häusler an fast exakt derselben Stelle aufgebaut worden, an der die alte Halle gestanden habe. Diese wurde im Jahr 1925 gebaut und hätte in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert. An der Eröffnungsfeier wirkten mehrere Singener Vereine mit unter anderem die Poppele und der Männerchor.</div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Alle lieben die neue Scheffelhalle: So schön war die Eröffnungsfeier für Singens neue gute Stube]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sat, 20 Sep 2025 18:00:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Die Besten Bilder vom Ehinger Herbstfest  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlhausen-ehingen/die-besten-bilder-vom-ehinger-herbstfest;art372451,12485665 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das 59. Ehinger Herbstfest ist eröffnet: Begleitet von Musikkapellen und Stimmungsbands lädt die Musikapelle Ehingen an diesem und am kommenden Wochenende wieder zum Schlachtfest in das Festzelt in Ehingen.  ]]></description>
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          Das 59. Ehinger Herbstfest ist eröffnet: Begleitet von Musikkapellen und Stimmungsbands lädt die Musikapelle Ehingen an diesem und am kommenden Wochenende wieder zum Schlachtfest in das Festzelt in Ehingen.<br>
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        Das 59. Ehinger Herbstfest ist eröffnet: Begleitet von Musikkapellen und Stimmungsbands lädt die Musikapelle Ehingen an diesem und am kommenden Wochenende wieder zum Schlachtfest in das Festzelt in Ehingen.



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      <dc:relation><![CDATA[Fest Brauchtum Einzelhandel]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Die Besten Bilder vom Ehinger Herbstfest]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 05:31:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ehinger Herbstfest am 19.-21. und 26.-28. Septemer 2025: Ehinger Herbstfest öffnet wieder die Zelttore  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlhausen-ehingen/ehinger-herbstfest-am-19-21-und-26-28-septemer-2025-ehinger-herbstfest-oeffnet-wieder-die-zelttore;art372451,12484154 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Zelt steht und die Vorbereitungen sind abgeschlossen – zum 59 Mal öffnet das Großschlachtfest der Musikkapelle Ehingen seine Zelt-Tore. Vom 19 bis 21 September und eine Woche darauf vom 26 bis 28 September werden wieder frische Schlachtplatten in allen Variationen geboten.  ]]></description>
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          Das Zelt steht und die Vorbereitungen sind abgeschlossen – zum 59 Mal öffnet das Großschlachtfest der Musikkapelle Ehingen seine Zelt-Tore. Vom 19 bis 21 September und eine Woche darauf vom 26 bis 28 September werden wieder frische Schlachtplatten in allen Variationen geboten.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlhausen-ehingen/ehinger-herbstfest-am-19-21-und-26-28-septemer-2025-ehinger-herbstfest-oeffnet-wieder-die-zelttore;art372451,12484154]]></guid>
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        Das Zelt steht und die Vorbereitungen sind abgeschlossen – zum 59 Mal öffnet das Großschlachtfest der Musikkapelle Ehingen seine Zelt-Tore. Vom 19 bis 21 September und eine Woche darauf vom 26 bis 28 September werden wieder frische Schlachtplatten in allen Variationen geboten.



        <div class="koll"> <p>Das Zelt steht und die Vorbereitungen sind abgeschlossen – zum 59. Mal öffnet das Großschlachtfest der Musikkapelle Ehingen seine Zelt-Tore. Vom 19. bis 21. September und eine Woche darauf vom 26. bis 28. September werden wieder frische Schlachtplatten in allen Variationen geboten. Für musikalische Unterhaltung sorgen Musikvereine aus der Region, vor dem Bieranstich am Freitag, 19. September, um 20 Uhr, stimmt der Musikverein Mühlhausen auf das Fest ein. Anschließend heißt es Partypower mit den Hirschbuben. Partygänger kommen auch an den beiden Samstagen auf ihre Kosten.</p> <p>Bewährte Traditionen wahren – das ist das Motto seit mehr als fünf Jahrzehnten und bedeutet konkret zünftigen Schmaus in gemütlicher Atmosphäre. Das zählt auch in diesem Jahr wieder an zwei Wochenenden. Für die Musikkapelle Ehingen ist das Fest eine riesige Herausforderung, die nur mit vielen Helfern bewältigt werden kann. „Rund 140 Helfer sind vom Aufbau des Zeltes, den sechs Festtagen und dem Abbauen etwa drei Wochen lang rund um das Herbstfest im Einsatz“, freut sich Michael Heinermann, dass sich Jungmusiker und Aktive, ihre Familien sowie weitere Dorfbewohner mit einbringen. Das Organisationsteam sei immer bemüht, Neues zu bringen. „Die Mischung aus Tradition und Moderne kommt bei den Gästen an“, sagt Heinermann. Seit der ersten Veranstaltung wurde das Konzept beibehalten. Das Angebot an Schlachtspezialitäten bleibe unverändert und das aus gutem Grund: „Den Gästen schmeckt es bei uns, sie suchen das Traditionelle.“ Heinermann vertraut auf das Küchenteam: „Die rund 45 Helferinnen und Helfer kennen sich aus, sie haben langjährige Erfahrung, wissen, was gefragt ist und verstehen sich auf die Zubereitung der Gerichte.“</p> <p>Genießer deftiger Speisen haben die Wahl, auf der Speisekarte stehen zur Schlachtplatte wieder Blut- und Leberwürste, Bauernbratwürstle, Ripple mit Kraut und auch die Ehinger Currywurst und Pommes Frites. In diesem Jahr wurde das Verköstigungsangebot aufgestockt: Mit dem Almburger, einem vegetarischen Burger, und Flammkuchen werden auch weniger gehaltvolle Speisen angeboten. Auch für süße Geschmäcker ist gesorgt. In der Café-Lounge werden zu Kaffee-Spezialitäten Torten, Kuchen und frische Waffeln serviert. Für kalten Genuss bietet die Speisepalette zum ersten Mal auch Eis an.</p> <p>Dazu ist musikalische Umrahmung verschiedener Musikvereine geboten, an den Samstagen kann bei Partymusik auch gerockt werden. Am Samstag, 20. September, steigt mit der Gruppe Shark um 20 Uhr die große Zeltparty. Am Samstag, 27. September, wird die Froschenkapelle das Zelt einheizen. An beiden Abenden kostet der Eintritt 10 Euro, alle anderen Musikkapellen sind Eintritt frei. Öffnungszeiten und Essensausgabe: freitags ab 18 Uhr, samstags ab 17 Uhr (Essensausgabe ab 17.30 Uhr, ab 21 Uhr kleine Karte), sonntags ab 11 Uhr.</p> </div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Ehinger Herbstfest am 19.-21. und 26.-28. Septemer 2025: Ehinger Herbstfest öffnet wieder die Zelttore]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 16 Sep 2025 15:35:40 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[60.000 Schrauben und tausende neue Dielen: Das Herbstfest putzt sich für seine 59. Auflage heraus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlhausen-ehingen/ehinger-herbstfest-2025-was-bei-der-59-auflage-geplant-und-neu-ist;art372451,12483039 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Musikkapelle ist klein, stemmt aber für das Ehinger Herbstfest sechs Tage lang ein Mammutprogramm. Zelt und Ausrüstung werden 2025 viel moderner, doch das bedeutet viel Arbeit.  ]]></description>
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          Die Musikkapelle ist klein, stemmt aber für das Ehinger Herbstfest sechs Tage lang ein Mammutprogramm. Zelt und Ausrüstung werden 2025 viel moderner, doch das bedeutet viel Arbeit.<br>
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        Die Musikkapelle ist klein, stemmt aber für das Ehinger Herbstfest sechs Tage lang ein Mammutprogramm. Zelt und Ausrüstung werden 2025 viel moderner, doch das bedeutet viel Arbeit.



        <p>Das große Festzelt steht schon, die Planken für den Boden sind schon verlegt. Bei der Musikkapelle Ehingen herrscht Vorfreude pur, denn in wenigen Tagen heißt es in Ehingen wieder: endlich wieder Herbstfest. Die traditionsreiche Veranstaltung startet in ihre 59. Auflage. Zwei Wochenenden – vom 19. bis 21. und vom 26. bis 28. September – lang soll wieder standesgemäß gefeiert werden. Davor müssen die freiwilligen Helfer aber ordentlich schwitzen.</p> <p>Seit Tagen laufen die Vorbereitungen. Und passend zum 50. Jubiläum der Doppelgemeinde wird sich das Herbstfest herausputzen, wie Michael Heinermann, Vorsitzender der Musikkapelle, gegenüber dem SÜDKURIER schildert. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn zum ersten Mal wird das Ehinger Herbstfest auch in einem Ehinger Zelt stattfinden.</p> <p>„Wir mussten schauen, dass das Herbstfest auch mit Blick auf das Zelt und die Ausrüstung moderner wird“, sagt Michael Heinermann. Dafür habe man auch den Zeltverleiher gewechselt, dieser kommt nun zum ersten Mal aus Ehingen selbst. Zuvor wurde in einem Festzelt aus Tengen gefeiert. „Auch der Boden ist komplett neu“, sagt Heinermann. Über 50.000 Schrauben und mehr als 3000 Bretter wurden in den vergangenen Tagen verlegt. „Ein Wahnsinn, wie viel Arbeit hier drinnen steckt“, so Heinermann.</p> <h2>20.000 Euro für neue Herbstfest-Ausrüstung</h2> <p>Die Musikkapelle habe laut deren Chef rund 20.000 Euro in die Infrastruktur des Herbstfestes gesteckt. Heiermann nennt als Beispiel den neuen Ausgabebereich für das Essen. Und er weiß, dass das alles ohne die Freiwilligen Helfer nicht stemmbar wäre. „Viele nehmen sich extra frei, um beim Herbstfest aufzubauen und zu helfen.“</p> <p>Einer von ihnen ist Matthias Schädler. Wie fast alle in seiner Familie ist er mit dem Herbstfest aufgewachsen. „Ich helfe beim Herbstfest, denn ich möchte meinen Teil zu einer Tradition beitragen, die vor 59 Jahren begonnen hat“, so Schädler. Helfen sei für die Schädlers normal. Außerdem sei er stolz darauf, ein Teil dieser Tradition zu sein. „Hier wird Zusammenhalt und Gemeinschaft spürbar.“ Ohne diesen Ehrenamt würde es das Herbstfest nicht geben.</p> <p>Das Herbstfest findet in diesem Jahr vom 19. bis 21. und vom 26. bis 18. September statt. Am Samstag, 20. September, steigt mit der Gruppe „Shark“ um 20 Uhr die große Zeltparty. Am Samstag, den 27. September, wird die Froschenkapelle das Zelt einheizen. An beiden Abenden kostet Eintritt 10 Euro, alle anderen Musikapellen Eintritt frei. Öffnungszeiten und Essensausgabe sind freitags ab 18 Uhr, samstags ab 17 Uhr (Essensausgabe ab 17.30 Uhr, ab 21 Uhr kleine Karte), sonntags ab 11 Uhr.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[60.000 Schrauben und tausende neue Dielen: Das Herbstfest putzt sich für seine 59. Auflage heraus]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 16 Sep 2025 13:08:08 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Saisonstart in der Tischtennis-Regionalliga! Kai Moosmann vom TTC Mühlhausen bei uns im Porträt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/regionalsport/regionalsport-bodensee-west/saisonstart-in-der-tischtennis-regionalliga-kai-moosmann-vom-ttc-muehlhausen-bei-uns-im-portraet;art2783,12482965 ]]></link>      <description><![CDATA[  Kai Moosmann zählt zu den Topspielern der Region, hat bereits in Madrid am Olympiastützpunkt trainiert. Wie der 23-Jährige zum Tischtennis kam, welche Rückschläge er hinter sich hat und was was seine Ziele sind.  ]]></description>
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          Kai Moosmann zählt zu den Topspielern der Region, hat bereits in Madrid am Olympiastützpunkt trainiert. Wie der 23-Jährige zum Tischtennis kam, welche Rückschläge er hinter sich hat und was was seine Ziele sind.<br>
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        Kai Moosmann zählt zu den Topspielern der Region, hat bereits in Madrid am Olympiastützpunkt trainiert. Wie der 23-Jährige zum Tischtennis kam, welche Rückschläge er hinter sich hat und was was seine Ziele sind.



        <p><strong>Tischtennis:</strong> Kai Moosmann hätte tennis da tavolo spielen können. Oder tenis de mesa. Oder pingpong. In jedem Fall Tischtennis. „Ich hatte Anfragen aus Italien, Spanien, der Schweiz und Deutschland“, erklärt der 23-Jährige wenige Tage vor dem Saisonstart in der Regionalliga.</p> <h2>Fokus auf den TTC Mühlhausen</h2> <p>Tischtennis-Spieler können für mehrere Teams starten, in jedem Land aber nur für einen Verein. Eine internationale Laufbahn ist daher keine Seltenheit, da sich aber auch ein Schwarzwälder Spitzenspieler nicht klonen kann, belässt es Moosmann bei Einsätzen in der Schweiz und Deutschland, wobei der Fokus auf der Regionalliga-Saison mit dem TTC Mühlhausen liegt (siehe Infokasten).</p> <p>Der TTC Singen spielte vor einigen Jahren als bislang einzige Mannschaft aus der Region in solchen Sphären, in denen die Hälfte der Spieler sich als Halb- oder Vollprofis ganz auf Tischtennis konzentrieren.</p> <h2>Intensive Saisonvorbereitung</h2> <p>Auch Kai Moosmann hat sich für die neue Saison intensiv vorbereitet. In Madrid trainierte er im Rahmen einer Sprachreise drei Monate lang im Olympiastützpunkt mit den besten Spielern Spaniens. Tenis de mesa, von Montag bis Sonntag.</p> <p>„Tischtennis, Tischtennis, Tischtennis. Nichts anderes. Alle Spieler dort waren unglaublich diszipliniert. Im Training und abseits der Platte. Wenn wir uns am Freitag in einer Bar trafen, hat keiner ein Bier getrunken. Wasser, höchstens eine Coke Zero – mehr gab es nicht“, erzählt der 23-Jährige.</p> <h2>Disziplin durch Hausaufgaben</h2> <p>Disziplin statt Tapas, was der Iberer kann, ist dem Schwarzwälder aber schon lange bewusst. „Mein Opa Fridolin hat mir in der Grundschule bei den Hausaufgaben geholfen. Und wenn ich die nicht ordentlich gemacht habe, hat er mir ein leeres Blatt vorgelegt und gesagt, dass ich es jetzt noch mal mit ordentlicher Schrift machen soll“, erinnert sich Moosmann.</p> <p>„Ich habe es gehasst“, sagt er, lacht, und fügt an: „Aber später habe ich gemerkt, dass es genau darum geht. Man kann nicht dreckig üben oder trainieren und dann glauben, dass es im Spiel oder bei einer Prüfung klappt.“</p> <h2>Faszination Tischtennis</h2> <p>Eigentlich wollte Kai Moosmann Fußballer werden. Schon mit drei Jahren spielt er bei den Bambinis, träumt von einer Karriere als Top-Stürmer. Und vielleicht würde der Student heute in der Kreisliga oder höherklassig kicken, wenn die Familie vor 13 Jahren den Sommerurlaub nicht in Kroatien verbracht hätte.</p> <p>„In einem Freibad stand dort eine Tischtennis-Platte. Ich war völlig begeistert, habe die ganze Zeit Rundlauf mit meiner älteren Schwester Vera und anderen Kindern gespielt.“</p> <h2>Anfänge in Bräunlingen</h2> <p>Zurück zu Hause besucht er ein Training beim TTC Bräunlingen. Mit einem Speckbrett, wie Tischtennis-Spieler einen sehr einfachen Schläger nennen, spielt er die Bälle übers Netz. So gut, dass Trainer Jan Walter ihm einen Anfängerschläger besorgt.</p> <p>Er spielt fortan in der Bräunlinger Schülermannschaft und der Bezirksauswahl. Ein Jahr später startet er bereits bei den Männern, erobert die Tischtennis-Welt im Schwarzwald, hängt die noch kleinen Kickschuhe an den oft zitierten Nagel.</p> <h2>Von der Landesliga steil bergauf</h2> <p>Und die Familie hilft mit. „Ich weiß noch, als meine Trainer mir sagten, dass ich einen besseren Schläger bräuchte. Ich bin dann mit meiner Mama ins Pingpong-Paradies gefahren, so hieß das Geschäft. Und meine Mutter war völlig verdutzt, dass es da 100 unterschiedliche Hölzer und noch viel mehr Beläge zur Auswahl gab“, erinnert sich Moosmann an die Anfänge.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Tischtennis-Regionalliga</span><span>Der TTC Mühlhausen sicherte sich vergangene Spielzeit in der Relegation erstmals in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die Regionalliga. Für die Saison in der vierthöchsten deutschen Spielklasse bieten die Hegauer mit Adam Robertson, Noe Keusch, Lars Posch, Kai Moosmann und Milan Papcun eine Mannschaft auf, deren erklärtes Ziel der Klassenerhalt ist. Los geht es mit zwei Auswärtsspielen, am 27. September ist der TTC Mühlhausen bei der TSG Kaiserslautern II gefordert, einen Tag später bei den TTF Illtal. Am 4. Oktober steht das erste Heimspiel an, Gegner ist die TTG Oggersheim, einen Tag später wird der 1. FSV Mainz 05 II in der Eugen-Schädler-Halle erwartet.</span></label></div> <p>Mit 13 Jahren wechselt er zur DJK Villingen in die Landesliga, ein Jahr später geht es zum TTC Singen. Papa Gerd, Mama Carla und Opa Fridolin fahren ihn drei Mal die Woche ins Training, am Wochenende zu den Spielen. Ein Leben zwischen Schupfball und Topspin, zwischen Schule und Training.</p> <h2>Start in der 3. Liga</h2> <p>Mit 17 Jahren schlägt er unterm Hohentwiel in der Regionalliga auf. Wenngleich am Saisonende die Mannschaft auseinanderfällt, sammelt Moosmann wichtige Erfahrungen und empfiehlt sich für höhere Aufgaben beim bayerischen TTC Wohlbach in der 3. Liga. „Ich hatte das Abitur gerade geschafft, hatte Freiraum bis zu meinem International-Business Management-Studium in Schwenningen“, erzählt der 23-Jährige.</p> <h2>Zurück in die Heimat</h2> <p>Nach einer intensiven Vorbereitung verliert er zwar sein Einzel beim ersten Saisonspiel gegen Stuttgart, schlägt sich dabei aber ganz ordentlich. Vielleicht wäre Moosmann heute bei einem Drittligisten eine Stammkraft, eine Krankheit zerstört jedoch die Karriere-Planung. „Ich bekam das Pfeiffersche Drüsenfieber, lag einen Monat komplett flach“, erinnert sich Moosmann. Er hätte in Bayern bleiben können, aber um zurück zu alter Form zu finden, erschien eine Rückkehr in die Heimat sinnvoller.</p> <h2>Alte Weggefährten und neue Kollegen</h2> <p>Beim TTC Mühlhausen trifft er in Adam Robertson auf einen Weggefährten aus Singener Tagen, fühlt sich pudelwohl in einer Mannschaft, die mit Jochen Burt, Milan Papcun und Georg Winkler über Routiniers verfügt, die zuletzt aber auch mit Schweizer Talenten wie Noe Keusch und seit dieser Saison Lars Posch verstärkt wurde.</p> <h2>Zukunftsziele</h2> <p>In Konstanz möchte er seinen Master machen, hat dort in einem Wohnheim eine Bleibe für die kommenden anderthalb Jahre gefunden. Den Klassenerhalt will er schaffen.</p> <p>Und eines Tages in der Liste der 100 besten Spieler Deutschlands stehen. „Ich habe dieser Tage einen Spruch gelesen, dass es einem unangenehm sein sollte, die eigenen Ziele zu nennen.“ Also Schluss mit Zurückhaltung! „Die Top-50 sollten drin sein.“ Und außerdem gäbe es ja noch Ziele beim tennis da tavolo, tenis de mesa oder Pingpong.</p> <p></p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 15 Sep 2025 16:53:28 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Erst Brand, dann Trauer, nun Neubau: Die aufregenden Jahre der Scheffelhalle im knappen Rückblick  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/scheffelhalle-singen-die-komplette-chronik-vom-brand-ueber-prozess-bis-neubau-und-neueroeffnung;art372458,12482422 ]]></link>      <description><![CDATA[  2025 sollte der 100. Geburtstag der Scheffelhalle gefeiert werden, jetzt wird ihr Neubau eröffnet – und auch gefeiert. Seit der Brandstiftung vergingen nur fünf Jahre. Eine Chronologie der Ereignisse.  ]]></description>
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          2025 sollte der 100. Geburtstag der Scheffelhalle gefeiert werden, jetzt wird ihr Neubau eröffnet – und auch gefeiert. Seit der Brandstiftung vergingen nur fünf Jahre. Eine Chronologie der Ereignisse.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      <dc:subject><![CDATA[
        2025 sollte der 100. Geburtstag der Scheffelhalle gefeiert werden, jetzt wird ihr Neubau eröffnet – und auch gefeiert. Seit der Brandstiftung vergingen nur fünf Jahre. Eine Chronologie der Ereignisse.



        <p><strong>17. November 2020:</strong> <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/naechtlicher-grossbrand-vernichtet-am-fruehen-dienstagmorgen-die-singener-scheffelhalle;art372458,10668159" target="_blank" title="Nächtlicher Großbrand vernichtet am frühen Dienstagmorgen die Singener Scheffelhalle">Die Scheffelhalle, Singens Wahrzeichen und Narrenschopf, geht gegen 1.15 Uhr in Flammen auf</a>. Fassungslos müssen die Singener zusehen, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/alle-bilder-vom-brand-der-scheffelhalle-in-singen;art372458,10668167" target="_blank" title="Alle Bilder vom Brand der Scheffelhalle in Singen">wie ihre denkmalgeschützte Halle niederbrennt</a>. Poppele-Zunftmeister Stephan Glunk beobachtet das Geschehen vom Stadtgarten aus mit Tränen in den Augen. „Wir haben unsere Heimat verloren“, sagt er – <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/trauer-und-entsetzen-bei-menschen-in-singen-fuer-viele-geht-ein-stueck-heimat-verloren;art372458,10668384" target="_blank" title="Trauer und Entsetzen bei Menschen in Singen: Für viele geht ein Stück Heimat verloren">und ist damit nicht der </a><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/trauer-und-entsetzen-bei-menschen-in-singen-fuer-viele-geht-ein-stueck-heimat-verloren;art372458,10668384" title="Trauer und Entsetzen bei Menschen in Singen: Für viele geht ein Stück Heimat verloren">einzige</a><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/trauer-und-entsetzen-bei-menschen-in-singen-fuer-viele-geht-ein-stueck-heimat-verloren;art372458,10668384" title="Trauer und Entsetzen bei Menschen in Singen: Für viele geht ein Stück Heimat verloren"> Singener, der so fühlt</a>.</p> <p><strong>Die Tage danach:</strong> Am Morgen nach dem Feuer steht nur noch die vordere Fassade. Rauchschwaden ziehen von den Schuttbergen gen Himmel. Viele Singener kommen an die Brandstelle und teilen ihre Erinnerungen an den Ort für viele Feste. Viele wünschen sich einen Neubau: Die rasch ins Leben gerufene Online-Petition <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-ruine-der-scheffelhalle-raucht-noch-doch-es-gibt-schon-mehr-als-1500-unterschriften-fuer-einen-wiederaufbau;art372458,10669433" target="_blank" title="Die Ruine der Scheffelhalle raucht noch, doch es gibt schon mehr als 1500 Unterschriften für einen Wiederaufbau">für den Wiederaufbau der Halle hat innerhalb kurzer Zeit bereits mehr als 1500 </a><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-ruine-der-scheffelhalle-raucht-noch-doch-es-gibt-schon-mehr-als-1500-unterschriften-fuer-einen-wiederaufbau;art372458,10669433" title="Die Ruine der Scheffelhalle raucht noch, doch es gibt schon mehr als 1500 Unterschriften für einen Wiederaufbau">Unterschriften</a>.</p> <p><strong>26. November 2020:</strong> Gut eine Woche nach dem Brand leiten Staatsanwaltschaft und Polizei eine Fahndung ein. „Es ist davon auszugehen, dass die Singener Scheffelhalle gewollt oder versehentlich in Brand gesetzt worden ist“, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/singener-scheffelhalle-verdacht-auf-brandstiftung-unbekannter-mann-auf-ueberwachungskamera-zu-sehen;art372458,10675911" target="_blank" title="Singener Scheffelhalle: Verdacht auf Brandstiftung – Unbekannter auf Überwachungskamera zu sehen">erklären sie in einer gemeinsamen Pressemitteilung</a>. Ein Unbekannter soll sich in dem Bereich aufgehalten haben, in dem der Brand ausgebrochen ist. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/fassungslosigkeit-nach-ermittlerverdacht-brandstiftung-an-scheffelhalle;art372458,10676221" target="_blank" title="Fassungslosigkeit nach Ermittlerverdacht: Brandstiftung an Scheffelhalle">Das sorgt in Singen für Fassungslosigkeit.</a></p> <p><strong>April 2021:</strong> <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/scheffelhalle-polizei-nimmt-mutmasslichen-brandstifter-fest-der-36-jaehrige-ist-gestaendig;art372458,10775899" target="_blank" title="Scheffelhalle: Polizei nimmt 36-Jährigen fest, der mutmaßlich für den Brand verantwortlich ist – der Mann ist geständig">Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen</a>. Der Mann ist zu diesem Zeitpunkt 36 Jahre alt, sitzt in Untersuchungshaft und hat gestanden. Auf die Spur des Mannes kamen die Ermittler aufgrund kleinerer Brandlegungen in jüngster Zeit. Dabei seien Papiermülltonnen in der Nähe der Scheffelhalle in Brand gesetzt worden, wodurch sich die Hinweise immer mehr verdichtet hätten.</p> <p><strong>Mai 2021:</strong> <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-bagger-rollen-an-der-abriss-der-scheffelhalle-hat-begonnen;art372458,10812144" target="_blank" title="Die Bagger rollen an: Der Abriss der Scheffelhalle hat begonnen">Der Abriss beginnt</a> und innerhalb weniger Tage verschwindet die Brandruine des historischen Gebäudes gänzlich aus dem Stadtbild. Zumindest, was die großen Mauern angeht. Denn an manchen Stellen wird es aufwändig – <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/das-ende-der-scheffelhalle-so-laufen-die-aufwaendigen-abbruch-arbeiten;art372458,10960593" target="_blank" title="Das Ende der Scheffelhalle: So laufen die aufwändigen Abbruch-Arbeiten">Asbest sei Dank</a> sind Schadstoffsanierer bis zum Jahresende beschäftigt.</p> <p><strong>November 2021:</strong> Am 9. November steht der Singener Brandstifter erstmals vor Gericht und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/angeklagter-im-scheffelhallen-prozess-legt-ein-gestaendnis-ab;art372458,10963506" target="_blank" title="&amp;bdquo;Mama, die Scheffelhalle brennt&amp;ldquo;: Angeklagter legte Feuer an Singener Halle &amp;ndash; und rief dann seine Mutter an">legt direkt ein Geständnis ab</a>. Er habe eine Papiermülltonne in unmittelbarer Nähe zur Halle angezündet und sei dann nach Hause gegangen. Der Singener ist kein Unbekannter: 2013 kam er schon einmal ins Gefängnis, damals hatte er ein Feuer in einer Scheune gelegt. Und: Der Mann ist Ex-Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr.</p> <p>Am 15. November 2021 wird er zu einer <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/scheffelhallen-prozess-staatsanwaltschaft-fordert-mehrjaehrige-haftstrafe;art372458,10968662" target="_blank" title="Scheffelhallen-Brandstifter muss hinter Gitter: Das Landgericht Konstanz verurteilt ihn zu drei Jahren und sieben Monaten Haft">Freiheitsstrafe von drei Jahren und sieben Monaten wegen fahrlässiger Brandstiftung und Sachbeschädigung in vier Fällen verurteilt</a>. Beim Brand der Scheffelhalle geht das Landgericht Konstanz von Fahrlässigkeit aus – dass das Gebäude abbrennt, sei keine Absicht gewesen.</p> <p><strong>14. Dezember 2021:</strong> Nach einem eindeutigen Votum im Gemeinderat steht fest: <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/grundsatzbeschluss-im-gemeinderat-scheffelhalle-soll-neu-gebaut-werden;art372458,10994219" target="_blank" title="Grundsatzbeschluss im Gemeinderat: Scheffelhalle soll neu gebaut werden">Die Stadt Singen bekommt ihre Scheffelhalle zurück</a>. Die Stadtverwaltung rechnet mit Baukosten von rund 6,3 Millionen Euro. Ein Teil der Kosten werde durch die Summe der Versicherung getragen, die mindestens 2,4 Millionen Euro zuzüglich 270.000 Euro für Ausstattung und Elektronik übernehmen soll.</p> <p><strong>August 2022:</strong> Es braucht nach einiger Überlegung doch keinen Architektenwettbewerb, denn die Stadt weiß sehr genau, wie die neue Scheffelhalle aussehen soll – <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-neue-scheffelhalle-soll-wie-die-alte-aussehen-darum-ist-der-architektenwettbewerb-abgesagt;art372458,11220336" target="_blank" title="Die neue Scheffelhalle soll wie die alte aussehen &amp;ndash; Darum ist der Architektenwettbewerb abgesagt">genauso wie die alte</a>. Wenig später <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-scheffelhalle-hat-ihren-architekten-ein-singener-soll-den-wiederaufbau-planen;art372458,11326980" target="_blank" title="Die Scheffelhalle hat ihren Architekten: Ein Singener soll den Wiederaufbau planen">hat die Scheffelhalle dann ihren Architekten</a>. Den Wiederaufbau soll ein Singener planen: Ben Nägele von der Solar System Haus GmbH. Mit dem SÜDKURIER <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-scheffelhalle-hat-ihren-architekten-ein-singener-soll-den-wiederaufbau-planen;art372458,11326980" target="_blank" title="Die Scheffelhalle hat ihren Architekten: Ein Singener soll den Wiederaufbau planen">sprechen er und sein Partner Alexander </a><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-scheffelhalle-hat-ihren-architekten-ein-singener-soll-den-wiederaufbau-planen;art372458,11326980" title="Die Scheffelhalle hat ihren Architekten: Ein Singener soll den Wiederaufbau planen">Kionka</a><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/die-scheffelhalle-hat-ihren-architekten-ein-singener-soll-den-wiederaufbau-planen;art372458,11326980" title="Die Scheffelhalle hat ihren Architekten: Ein Singener soll den Wiederaufbau planen"> über ihr Vorhaben</a>.</p> <p><strong>Februar 2023:</strong> <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/ganz-aehnlich-wie-das-original-die-ersten-einblicke-in-die-neue-scheffelhalle-liegen-vor;art372458,11453671" target="_blank" title="Ganz ähnlich wie das Original! Die ersten Einblicke in die neue Scheffelhalle liegen vor">Die ersten Pläne zeigen die neue Scheffelhalle</a>, die der alten erstaunlich ähnlich sieht. So findet sich die Empore mit ihren zwei Zugängen ebenso in den ersten Entwürfen wieder wie die Giebelfassade, die ausgeklügelte Konstruktion des Dachstuhls, die Toilettenanlagen sowie die Bühne im Saal unten und das Foyer im vorderen Bereich. Aber es gibt auch Neuerungen, etwa eine Loggia.</p> <p><strong>März 2023:</strong> Das Bauprojekt soll nun fast 10 Millionen Euro kosten – in denen allerdings mehr enthalten ist als die bloße Halle. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wird-die-scheffelhalle-teurer-als-erwartet-die-baukosten-sorgen-fuer-heisse-diskussion;art372458,11509129" target="_blank" title="Wird die Scheffelhalle teurer als erwartet? Die Baukosten sorgen für heiße Diskussion">Das lässt manch ein Ausschussmitglied vernehmlich schlucken.</a> Nichtsdestotrotz fällt der Gemeinderat Ende März 2023 eine finale Entscheidung – und stimmt mit großer Mehrheit zu.</p> <p><strong>August 2023:</strong> Der Zeitplan steht fest – und zur 100-Jahr-Feier der Scheffelhalle soll diese tatsächlich wieder stehen. Als Fertigstellungstermin ist bei störungsfreiem Bauverlauf das zweite Quartal 2025 geplant. Bis dahin müssen erstmal alle Gewerke vergeben werden.</p> <p><strong>November 2023:</strong> Pünktlich zum Jahrestag gibt es gute Neuigkeiten, denn der Wiederaufbau startet. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wiederaufbau-scheffelhalle-beim-spatenstich-wird-es-emotional;art372458,11806431" target="_blank" title="&amp;bdquo;Die Scheffelhalle, die lieben alle&amp;ldquo;: So emotional war der Spatenstich zum Hallenwiederaufbau">Am 24. November ist offizieller Spatenstich.</a> Dabei gibt es viele strahlende Gesichter, Mitglieder des Fördervereins Freunde der Scheffelhalle haben sich sogar in festliche Fracks geworfen mit schwarzen Zylindern. Auch Vertreter der Poppele-Zunft und des Männerchor Singens sind dabei – und haben eigens ein Lied geschaffen.</p> <p>Auch für Oberbürgermeister Bernd Häusler ist es ein Freudentag. Er macht deutlich, wie sehr die Stadt und der Gemeinderat sowie zahlreiche Bürger für den Wiederaufbau der Scheffelhalle gekämpft haben. Ein Beispiel seien die harten Verhandlungen mit der Versicherung. Laut Häusler betrug im März 2021 die Zusage der Versicherung 2,3 Millionen Euro. „Wir haben nachgehakt und zum Teil auch mit der Versicherung gestritten“, so Häusler. Dadurch sei die Summe auf 3,2 Millionen Euro gestiegen.</p> <p><strong>Sommer 2024:</strong> Mittlerweile ist die Scheffelhalle deutlich zu erkennen. Die hölzerne Front der neuen Halle steht und dahinter nimmt der Holzbau immer mehr an Form an. Doch im August gibt es auch schlechte Nachrichten, denn die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/richtfest-fuer-neue-scheffelhalle-steht-fest-doch-der-zeitplan-wackelt;art372458,12163701" target="_blank" title="Richtfest steht fest! Die Scheffelhalle wächst unaufhörlich – aber langsamer als gedacht">Arbeiten sind um etwa drei Wochen verspätet</a>. Als Grund nennt der Architekt das unbeständige Wetter und eine länger dauernde Vormontage des aufwändigen und stützenlosen Tragwerks.</p> <p><strong>September 2024:</strong> Erste Einblicke ins Innere bekommen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/exklusiver-einblick-in-die-scheffelhalle-so-sieht-es-innen-aus;art372458,12181640" target="_blank" title="So schön wird die neue Scheffelhalle: Erste Einblicke ins Innere">erst Gemeinderäte</a>, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/das-alte-gefuehl-ist-wieder-da-besucher-schwelgen-beim-richtfest-der-scheffelhalle-in-erinnerungen;art372458,12193549" target="_blank" title="Das alte Gefühl ist wieder da: Besucher schwelgen beim Richtfest der Scheffelhalle in Erinnerungen">dann rund 800 Besucher des Richtfests</a>. Dabei wird in Erinnerungen geschwelgt und viel gelobt: Die Dachkonstruktion werde sehr bewundert, ja gar als sensationell bezeichnet. Auch der Vorsitzende des Fördervereins der Freunde der Scheffelhalle, Peter Adrian Gäng, zeigt sich „geplättet“ darüber, was alles erreicht wurde und dass schon zehn Monate nach dem Spatenstich das Richtfest gefeiert werden kann.</p> <p><strong>Dezember 2024:</strong> An der neuen Scheffelhalle geht es sichtbar voran, ab Oktober 2025 soll sie vermietet werden. Der zuständige Gemeinderatsausschuss <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/was-kostet-die-scheffelhalle-erstmals-werden-mietpreise-oeffentlich;art372458,12255286" target="_blank" title="Was kostet die Scheffelhalle? Erstmals werden Mietpreise öffentlich">legt die Mietpreise fest</a> und fixiert dabei auch, dass Vereine Vergünstigungen bekommen.</p> <p><strong>Mai 2025:</strong> Es stehen nur noch die letzten Arbeiten aus, etwa Boden, Küche und Türen. Trotz einiger Verzögerungen und Herausforderungen liegt der Bau laut städtischem Pressesprecher Stefan Mohr im Zeitplan. Die Halle soll Mitte bis Ende Juni fertig sein und im Herbst in Betrieb gehen.</p> <p><strong>Juli 2025:</strong> Auch wenn es in der Halle noch ein wenig nach Baustelle aussehe, sei der Innenausbau größtenteils fertig, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/bald-wieder-partys-in-der-scheffelhalle-singen-was-bis-zur-eroeffnung-noch-ansteht;art372458,12449706" target="_blank" title="Eröffnung schon in Sicht: Was in der Scheffelhalle noch alles zu tun ist">erklärt Architekt Alexander Kionka</a>. Zeitlich sei die Halle im gesteckten Rahmen geblieben – und finanziell auch, der Neubau kostet rund 10 Millionen Euro. Dazu trägt auch das Engagement des Fördervereins bei.</p> <p><strong>19. September 2025</strong> standdie Wiedereröffnung an. Die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/karten-fuer-eroeffnung-der-scheffelhalle-singen-sind-nach-nur-13-minuten-ausverkauft;art372458,12474465?wt_mc=facebook.skwww.hegau-see.cleverpush&amp;fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR7iUZeIqzEUPCLUH3WQrzchk-YjPWFf_CkHLCPBngaYY0Yip33btgaP0tkwjA_aem_2GwkEc6udjRL7c4_czmtCQ" target="_blank" title="" rel="noopener">Karten dafür waren flott ausverkauft</a>, doch am 20. September war die Scheffelhalle im Zuge der Museumsnacht Hegau-Schaffhausen zugänglich. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/viel-programm-fuer-die-neue-scheffelhalle-singen-wann-es-wie-losgeht;art372458,12482396" target="_blank" title="Viel Programm für die neue Scheffelhalle: Was nach der Eröffnung geplant ist">Außerdem sind für die Zeit danach bereits einige Veranstaltungen geplant. </a></p> <p>Was der Eröffnungsabend mit einem Taylor-Swift-Konzert gemeinsam hat, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/singen-feiert-neue-scheffelhalle-offiziell-eroeffnet-eine-gute-stube-fuer-kultur-und-event-22-09-25;art372458,12485813" target="_blank" title="Alle lieben die neue Scheffelhalle: So schön war die Eröffnungsfeier für Singens neue gute Stube">erklärt dieser Artikel</a>. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/grosse-eroeffnungsfeier-der-scheffelhalle-in-singen-die-schoensten-fotos-vom-abend;art372458,12485622" target="_blank" title="Große Eröffnungsfeier der Scheffelhalle in Singen – die schönsten Fotos vom Abend">Die schönsten Bilder des Abends gibt es hier</a> und ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/mediathek/nachrichten-aktuelles/die-singener-scheffelhalle-ist-zurueck-die-eroeffnungsfeier-im-video;sts1370736,50629" target="_blank" title="Die Singener Scheffelhalle ist zurück: Die Eröffnungsfeier im Video">Video gibt erste Eindrücke und Stimmen</a>.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Mühlhausen-Ehingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Erst Brand, dann Trauer, nun Neubau: Die aufregenden Jahre der Scheffelhalle im knappen Rückblick]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 15 Sep 2025 12:31:06 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Einkaufen im XXL-Format: So sieht es hinter den Kulissen des Großmarkts aus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/einkaufen-im-xxl-format-so-sieht-es-hinter-den-kulissen-des-grossmarkts-in-stockach-aus-18-09-25;art372461,12482229 ]]></link>      <description><![CDATA[  Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. Wie so ein Großmarkt funktioniert.  ]]></description>
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          Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. Wie so ein Großmarkt funktioniert.<br>
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        Beim Mega Großmarkt in Stockach kaufen nicht normale Kunden, sondern Wirte und Metzgereien ein. Entsprechend groß sind die Packungen: 100 Kilo Rindfleisch und 20 Liter Öl sind Standard. Wie so ein Großmarkt funktioniert.



        <p>20 Liter Olivenöl im Kanister, 10 Kilogramm Mayonnaise im Eimer, 5 Kilogramm Penne im Plastikbeutel. Es sind Mengen, die die Küchen der meisten Haushalte sprengen würden. Hier stehen sie hingegen dutzendfach, sauber sortiert in einer großen Halle, in der sich Gang an Gang reiht, jeweils abgetrennt von meterhohen Regalen, die bis zu den Decken reichen.</p> <p>Im Kühlraum daneben gibt es Salami, Schinken, vorgekochtes Geschnetzeltes und fertige Rouladen – mehr Fleisch und Wurst, als eine ganze Metzgerei an einem Tag verkaufen könnte. Hier, in den Innenräumen des Mega-Markts, einem C&amp;C-Großmarkt im Gewerbegebiet Blumhof in Stockach, findet Einkaufen im XXL-Format statt – oder eben im Mega-Format.</p> <p>Dabei bezieht sich der Name des Marktes eigentlich nicht auf dessen Größe, sondern steht als Abkürzung für Metzgerei und Gastronomie. Denn das sind die Hauptkunden des Großmarkts, wie Geschäftsführer Christian Süß und Einkaufsleiter Uwe Heizmann bei einer Führung durch den Markt dem SÜDKURIER erklären.</p> <p>„Unsere Wurzeln liegen in der Metzgereigenossenschaft, wir haben einen eigenen Schlachthof, ein eigenes Fleischwerk und einen Zerlegebetrieb. Das ist der Ursprung der Mega“, erklärt Christian Süß. Eröffnet wurde der Großmarkt in Stockach im Jahr 2011, seit 2024 leitet Süß den Betrieb mit 140 Mitarbeitern.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Unternehmen</span><span>Die „Mega Das Fach-Zentrum für die Metzgerei und Gastronomie eG“, so der vollständige Name, wurde 1937 als Fleischergenossenschaft von Stuttgarter Metzgern gegründet. Das Unternehmen beschäftigt laut eigener Internetseite über 700 Mitarbeiter in den C&amp;C-Märkten und Zustelldiensten in Stuttgart, Stockach, Dresden und Chemnitz, im Fleischzerlege- und Produktionsbetrieb in Stuttgart sowie im Schlachthof in Göppingen. Heutzutage bietet er als Großmarkt und Vollsortimenter, also als Zulieferer mit allen benötigen Produkten für Gewerbebetriebe aus Gastronomie und Metzgerei, etwa 50.000 Artikel an. Der Standort in Stockach existiert seit 2011.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind einige der Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <h2>50.000 Artikel auf 7000 Quadratmetern</h2> <p>Auf über 7000 Quadratmetern Einkaufsfläche finden die Kunden hier über 30.000 Artikel im Food- und Nonfood-Bereich. Die Lebensmittel reichen von Fleisch und Wurst über Feinkost, Obst und Gemüse, Käse, Molkereiprodukte und Fisch bis hin zu Tiefkühlartikeln, Wein und Spirituosen.</p> <p>Im Nonfood-Bereich gibt es unter anderem Gläser und Porzellan, Küchenmaschinen und Berufskleidung. Uwe Heizmann erklärt: „Wir sind ein Vollsortimenter. Es ist unser Anspruch, alles abzudecken, was unsere Kunden brauchen – nicht nur an Produkten, sondern auch mit Dienstleistungen.“</p> <h2>Wer kauft im Großmarkt ein?</h2> <p>Insgesamt 9000 Kunden hat der Markt laut Uwe Heizmann momentan, die meisten stammen aus dem Kerngebiet rund um den Bodensee. „Wir haben aber auch Kunden aus dem Allgäu, im Schwarzwald und den halben Weg in Richtung Stuttgart nach Norden hoch“, berichtet er.</p> <p>50 Prozent davon seien Gastronomen, weitere 40 Prozent Metzgereien. Der restliche Teil verteilt sich auf Einzelhändler, Vereine oder Kanzleien oder Ärzte, wenn sie Veranstaltungen haben. Privatkunden gibt es nicht, denn um im Großmarkt einzukaufen, braucht man eine Karte des Marktes – und dafür eine Gewerbeanmeldung.</p> <p>Manche der Kunden kommen selbst auf den Markt zu. Die meisten werden aber vom Vertrieb kontaktiert. „Gerade Betriebe aus dem Schwarzwald oder dem Allgäu finden von alleine selten den Weg zu uns, jemand vom Bodensee dagegen schon eher“, so Süß. Viele würden eine intensive Beratung auf Augenhöhe verlangen, im Vertrieb der Mega seien daher auch ausgebildete Köche und Metzger unterwegs.</p> <p>Die Metzgereien bekommen ihre Tagesware meist in den frühen Morgenstunden, die Wirte folgen etwas später im Lauf des Vormittags, sagt Süß. Besonders freitags sei wegen des anstehenden Wochenendes viel los, ebenso vor Feiertagen und Ferien.</p> <h2>100 Kilo Rindfleisch pro Einkauf</h2> <p>Die Kunden aus dem näheren Umkreis würden meist selbst zur Abholung kommen, andere lassen sich von der 19 Lastwagen großen Mega-Flotte beliefern. Christian Süß berichtet: „Früher kamen fast alle Kunden selbst vorgefahren, heute setzen wir immer mehr auf Zulieferung, weil viele die Abholung nicht mehr leisten können.“</p> <p>Die Mengen sind dabei enorm. „Ein Metzger holt schon mal 100 Kilogramm Ware auf einmal oder Schweine- oder Rinderhälften. Gastronomen kaufen 5- bis 10-Kilogramm-Portionen ein, Kantinen etwas mehr“, berichtet Heizmann. Die abgepackten Produkte gibt es meist in Eimern oder Tüten im zweistelligen Liter- oder Kilogrammbereich.</p> <h2>Woher stammen die Produkte?</h2> <p>Bei seinem Sortiment setzt der Stockacher Mega auf eine Mischung aus Standardwaren, die jeder Mega-Markt hat, sowie regionale Produkte vom Bodensee. „Wir haben Wein vom Bodensee, Gemüse von der Reichenau, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gottmadingen/mineralwasser-aus-dem-hegau-so-versorgt-die-randegger-ottilien-quelle-die-region-seit-100-jahren;art372442,12470050" target="_blank" title="Wo kommt eigentlich unser Mineralwasser her? Ottilien-Quelle versorgt nicht nur den Hegau mit Wasser">Wasser aus Randegg</a> und Bad Dürrheim und Fleisch aus unserer eigenen Schlachtung“, listet Heizmann auf. Dafür setze man auf 2000 Dienstleister und Lieferanten.</p> <p>Wichtig sei, so Christian Süß, bei der Produktpalette verschiedene Qualitäts- und damit auch Preisstufen abzudecken. „Ein Restaurant möchte <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wie-das-hegau-bodensee-klinikum-in-singen-jaehrlich-hunderttausende-mahlzeiten-stemmt-und-was-das-kostet-14-08-25;art372458,12458775" target="_blank" title="Mit wenig Gewürzen nichts für den Gourmet: Warum Krankenhausessen so schmeckt">andere Ware haben als ein Krankenhaus</a>„, verdeutlicht er.</p> <p>Wie viel Metzgereien, Restaurants und andere Kunden für diese Einkaufsmengen konkret bezahlen müssen, wollen die beiden nicht verraten. „Natürlich ist es deutlich günstiger als im Einzelhandel. Wer 500 Kilo Rindfleisch holt, zahlt natürlich einen anderen Preis als der Bürger im Supermarkt, der nur 500 Gramm will“, macht Süß klar.</p> <h2>Branche ist in der Krise – doch Mega nicht</h2> <p>Die aktuelle Krise in der Gastronomie macht sich auch im Großmarkt bemerkbar. „Ja, es eine schwierige Zeit“, sagt Uwe Heizmann. Vielen Wirte gehe es an die Reserven, der Gastromarkt schrumpfe. „Der Kuchen insgesamt wird nicht größer. Aber das Stück der Mega am Gesamtkuchen wächst momentan“, beschreibt Christian Süß. Für Großmärkte sei es wichtig, neue Gebiete zu erschließen, auf Kundenwünsche einzugehen und Trends frühzeitig zu erkennen.</p> <p>So trinke die jüngere Generation weniger Alkohol, stattdessen seien gerade Spritzgetränke und Aperitiva wie Aperol, Limoncello und Sarti im Trend, zählt Uwe Heizmann auf.</p> <h2>High-Convenience-Speisen liegen im Trend</h2> <p>Am stärksten sei der Trend hin zu Convenience- und High-Convenience-Produkten – also Lebensmitteln, die bereits weitestgehend fertig verarbeitet sind. „Wir haben hier Beutel mit fertigen Salaten und geschnittenen Tomaten, aber auch von professionellen Köchen vorgegarte Produkte wie Putengeschnetzeltes oder Rinderrouladen“, zeigt Christian Süß beim Gang durch die Abteilung. Gastronomen hätten selbst oft nicht mehr das Personal für diese Arbeiten.</p> <p>Entscheidend sei dabei die Qualität. Uwe Heizmann sagt: „Früher war Convenience eine Soße aus Pulver, das man mit Wasser aufgießt. Heutzutage machen wir in Stuttgart eine Soße selbst, indem unser Koch einen Knochen abbrüht und das Ergebnis dann abpackt. Wir machen in der High-Convenience das, was ein Koch auch macht, nur größer.“ So wie alles, was der Großmarkt Mega anbietet.</p>]]>
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      <pubDate>Fri, 12 Sep 2025 16:54:33 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Einst verlassen, bald ein Schmuckstück? So sieht es jetzt beim Mühlenareal aus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/roth-areal-in-aach-aus-einem-lost-place-werden-moderne-wohnungen;art372439,12481088 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die ersten Wohnungen im Gebiet rund um das alte Sägewerk in Aach sind fertig. Die Architektin und die Projektentwickler erklären, welche Herausforderungen es gab und erlauben erste Einblicke in den einstigen Lost Place.  ]]></description>
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          Die ersten Wohnungen im Gebiet rund um das alte Sägewerk in Aach sind fertig. Die Architektin und die Projektentwickler erklären, welche Herausforderungen es gab und erlauben erste Einblicke in den einstigen Lost Place.<br>
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        Die ersten Wohnungen im Gebiet rund um das alte Sägewerk in Aach sind fertig. Die Architektin und die Projektentwickler erklären, welche Herausforderungen es gab und erlauben erste Einblicke in den einstigen Lost Place.



        <p>Lange Zeit lagen hier 8000 Quadratmeter Fläche brach: Das Roth-Areal rund um das alte Sägewerk und die Mühle in Aach wandelt sich derzeit vom verlassenen Ort zu lebenswertem Wohnraum. Denn in den historischen Gebäuden sollen moderne Wohnungen entstehen – allerdings mit altem Charme. Die ersten sind nun fertig, wie ein Ortsbesuch vor dem offiziellen Rundgang zeigt. Denn am Samstag, 13. September, können Interessierte sich das Gelände gemeinsam mit Wagner und Schmäh ansehen.</p> <p>Corinna Wagner und Sebastian Schmäh haben sich dieser Herausforderung angenommen. Wagner ist freie Architektin in Meersburg und auf Denkmalpflege spezialisiert. Schmäh betreut als Projektentwickler die handwerkliche Sanierung des Areals. Er leitet die Firma Holzbau Schmäh, ebenfalls in Meersburg. Rund 3,5 Millionen Euro habe man bisher investiert, berichtet Schmäh. Nach der ungefähr zwei Jahren Bauzeit gibt es in der ehemaligen Mühle nun sechs sanierte Wohnungen.</p> <p>„Die gesamte Mühle ist verkauft und wird demnächst komplett an die neuen Eigentümer übergeben“, berichtet Corinna Wagner. Die Wohnungspreise rangierten laut Irmgard Möhrle-Schmäh von der eigens gegründeten Projektentwicklungsgesellschaft grob zwischen 450.000 und 850.000 Euro. Doch damit sind die Bauarbeiten noch nicht fertig.</p> <h2>Sanierung statt Abriss</h2> <p>Wo sich momentan noch die Säge befindet, sollen später noch zwei bis drei Wohnungen hinzukommen. Im Ökonomiegebäude sollen sechs weitere Wohnungen entstehen. Das Gebäude sei früher schon zum Abriss freigegeben worden. Wie Schmäh berichtet, habe man sich dennoch für das alte Bauwerk und gegen einen Neubau entschieden: „Für mich ist ein Standard-Wohnkomfort, wo womöglich noch alle sechs Wohnungen den gleichen Grundriss haben, nichts Besonderes. Hier wird jede Wohnung seinen Charme haben.“</p> <p>Die Umwandlung des ehemals verlassenen Geländes ist auch für die Menschen in Aach eine Umgewöhnung. „Es war jahrelang in Aach so ein bisschen Lost Place und das ist schon für die Bevölkerung ein Unterschied“, berichtet Architektin Wagner. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/kein-vergessener-ort-mehr-wie-das-roth-areal-aus-dem-dornroeschenschlaf-erwacht;art372439,11523888" target="_blank" title="Kein vergessener Ort mehr! Wie das Roth-Areal aus dem Dornröschenschlaf erwacht">2023 betonte allerdings Bürgermeister Manfred Ossola</a> zum Start der Bauarbeiten: „Wir bekommen nach der Sanierung ein komplett gestaltetes Areal zurück, das für Bürger und Gäste gleichermaßen attraktiv sein soll.“ Die Stadt könne sich glücklich schätzen, einen Projektentwickler gefunden zu haben, der nicht abreißt, sondern erhält und aufwertet.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Aufteilung und Größe der Wohnungen</span><span>In dem fertigen Mühlengebäude befinden sich sechs Wohnungen mit einer Fläche zwischen 54 und 134 Quadratmetern, diese sind schon verkauft. Als nächstes soll das Ökonomiegebäude saniert werden, welches sechs Wohnungen zwischen 56 und 82 Quadratmetern enthalten. Das geht auch aus Plänen auf der Webseite des Mühlenareals hervor. Im einstigen Sägewerk sind noch zwei bis drei Wohnungen angedacht, berichtet die Architektin Corinna Wagner. Es sind außerdem mehrere Neubauten in Planung: ein Mehrfamilienhaus und sechs Doppelhaushälften.</span></label></div> <h2><strong>Areal mit langer Geschichte</strong></h2> <p>Das historische Mühlenareal in Aach hat eine lange Geschichte: „Seit über 1000 Jahren ist der Platz als Mühlplatz verbürgt“, berichtet Corinna Wagner. Die Sägemühle sei zuerst da gewesen. Im 19. Jahrhundert seien noch die Mehlmühle und weitere Gebäude hinzugekommen. „Die Sägemühle war bis Mitte der 1980er-Jahre in Betrieb“, erzählt Corinna Wagner. Später kaufte die Stadt das Gebiet.</p> <p>Als die Stadt dann nach Investoren suchte, habe sich das Team aus Schmähs Firma und Partnern beworben und sich gegen zwei weitere Parteien durchgesetzt, berichtet der Projektentwickler. „Aus unserer Sicht haben wir uns durchgesetzt, weil wir sehr viel in der Denkmalpflege machen, sehr erfahren sind“, sagt er. Für die Sanierung gab es auch Mittel vom Land und der Gemeinde. Teile der Flächen gehen an die Gemeinde zurück und sollen öffentlich zugänglich sein.</p> <p>Bei der Entwicklung hatte die Architektin Wagner klare Vorstellungen: „Meine Vision war von Anfang an, dass sich dieses Wohnen mit der Natur verbindet.“ Dabei setzte sie auch darauf, Altes zu erhalten: „Man kann in diese Atmosphäre eines alten Hauses eintauchen. Es ist kein Stahl-Beton-Bau.“</p> <h2>Eine Arbeit „wie Detektiv spielen“</h2> <p>Aus einem historischen Gelände ein modernes Wohnquartier zu machen, hat auch seine Herausforderungen. Architektin Wagner zählt etwa Technik, Brandschutz und Wärmeschutz auf. Die Kunst sei es, das alles umzusetzen, ohne dass das Haus neu aussehe. „Das ist wie ein Verbinden von Alt und Neu, aber ohne dass das Neue dominiert“, erklärt sie. „Es ist natürlich sehr komplex, weil es die Fantasie braucht“, sagt auch Sebastian Schmäh.</p> <p>Die Arbeit sei auch ein bisschen „wie Detektiv spielen“, erklärt Corinna Wagner. Man suche nach den Lebensspuren auf dem Gelände. „Dann sehen wir an der Wand, da muss eine Treppe gewesen sein, weil sich der Putz so abzeichnet. Und dann verstehen wir das Gebäude im Laufe der Zeit und können etwas entwickeln, was für das Gebäude stimmt“, erläutert sie.</p> <h2>Bauen hat immer Herausforderungen</h2> <p>Trotz langer Erfahrung in der Branche geht auf dem Bau nicht immer alles glatt. „Eine Baustelle, wo nichts schief geht, die gibt es überhaupt nicht“, berichtet die 60-Jährige. In der untersten Wohnung wollte man eine Fußbodenheizung einbauen und unter dem Zeitdruck passierte ein Fehler, erinnert sich Wagner: Die Leitungen für die Heizung waren vergessen worden. Also musste der Estrich-Untergrund wieder entfernt werden. „Wir sind alle Menschen“, resümiert Wagner.</p> <p>Manche hätten das Projekt mit Skepsis betrachtet, berichtet Projektleiter Schmäh. Gerade als ortsfremde Unternehmer habe man das Vertrauen erst gewinnen müssen. „Tatsächlich war ich überrascht, dass es lange dauert, bis man in dieser Gemeinde so verankert, was wir hier tun.“ Wagner und Schmäh betonen aber: „Wir kriegen schon sehr viel positive Resonanz“.</p> <p>Die Besichtigung des umgestalteten Mühlenareals startet laut der Webseite des Mühlenareals um 17 Uhr und endet um 18.30 Uhr.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Mühlhausen-Ehingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Einst verlassen, bald ein Schmuckstück? So sieht es jetzt beim Mühlenareal aus]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 12 Sep 2025 13:18:53 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Unfallverursacher flüchtet! Zwei Verletzte nach Kollision auf der Autobahn 81  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/muehlhausen-ehingen/unfallverursacher-fluechtet-zwei-verletzte-nach-kollision-auf-der-autobahn-81;art372451,12480946 ]]></link>      <description><![CDATA[  Weil ein bislang unbekannter Autofahrer beim Wechseln von der rechten auf die linke Fahrspur nicht auf den nachfolgenden Verkehr achtet, kommt es zu einer Kollision auf der Autobahn. Die Polizei bittet Zeugen um Hilfe.  ]]></description>
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          Weil ein bislang unbekannter Autofahrer beim Wechseln von der rechten auf die linke Fahrspur nicht auf den nachfolgenden Verkehr achtet, kommt es zu einer Kollision auf der Autobahn. Die Polizei bittet Zeugen um Hilfe.<br>
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        Weil ein bislang unbekannter Autofahrer beim Wechseln von der rechten auf die linke Fahrspur nicht auf den nachfolgenden Verkehr achtet, kommt es zu einer Kollision auf der Autobahn. Die Polizei bittet Zeugen um Hilfe.



        <p>Ein unbekannter Autofahrer hat am Donnerstagabend, 11. September, auf der Autobahn 81, kurz vor dem Kreuz Hegau, einen Verkehrsunfall verursacht und ist anschließend weitergefahren.</p> <p>Der bislang unbekannte Fahrer eines dunklen Autos, womöglich ein Audi, war aus Richtung Hilzingen unterwegs, als er von der rechten Fahrspur auf die linke Fahrspur wechselte, ohne auf den nachfolgenden Verkehr zu achten, teilt die Polizei mit. „Er wechselte mit einem zu geringen Abstand, woraufhin ein auf der linken Fahrspur fahrender 45-jähriger BMW-Fahrer eine Vollbremsung einleiten musste“, heißt es in einer Pressemitteilung.</p> <p>Ein nachfolgender 20-jähriger Fahrer eines Mercedes sei infolgedessen ebenfalls zu einer Vollbremsung gezwungen gewesen, habe jedoch einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern können und sei gegen das Heck des BMW geprallt. Der unbekannte Fahrer des dunklen Autos setzte dagegen seine Fahrt fort, ohne sich um den Unfall zu kümmern, so die Polizei.</p> <p>Durch die Kollision seien beide Autofahrer leicht verletzt worden. Ein Rettungsdienst habe den 20-Jährigen in ein Krankenhaus gebracht, der 45-Jährige sei selbständig zum Arzt gegangen. Ein Abschleppdienst kümmerte sich laut Polizei um die beiden nicht mehr fahrbereiten Autos.</p> <p>Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zu dem gesuchten Auto geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsdienst Mühlhausen-Ehingen unter Telefon 07733/99600 zu melden.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[A81 Verkehrsunfall Unfall Klinik Polizei Verkehrsunglücke Verkehrsdelikte Fahrer thema-sicherheit-kriminalitaet thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-verkehr-autoverkehr]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Mühlhausen-Ehingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Unfallverursacher flüchtet! Zwei Verletzte nach Kollision auf der Autobahn 81]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 17:15:18 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Maggi-Würze ist gut gegen Heimweh: Die ikonische Flüssigkeit machte Singen weltbekannt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/maggi-wuerze-als-kult-der-braune-tropfen-aus-singen-geht-um-die-welt-25-09-25;art372458,12480399 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter.<br>
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        So schmeckt die Heimat: Kaum ein Lebensmittel weckt so viele Erinnerungen an die Region wie der braune Tropfen aus der ikonischen gelb-roten Flasche. Die Maggi-Würze gilt als kulinarischer Botschafter.



        <p>Ja, es gibt mittlerweile Varianten der klassischen Maggi-Würze. Da ist der Asian-Style und die scharfe Version. An der Urform der Flüssigwürze, wie Julius Maggi sie ab 1887 im Singener „Gütterli-Hüsli“ abgefüllt hat, hat sich aber nicht viel geändert. Die Würze in der Flasche hat einen ikonischen Charakter. Und wer auf Reisen gar nicht darauf verzichten kann, bekommt sogar ein Mini-Exemplar für die Handtasche.</p> <p>Obwohl das Verfahren optimiert wurde, steht für die Chefin der Entwicklungsabteilung im Singener Produkt- und Technologiezentrum (PTC) von Nestlé Brigitt Lingk und Maggi-Werksleiter Dominik Paintner fest: „Das Original muss erhalten bleiben.“ Zwar wurde im Laufe der Jahrzehnte an der Rezeptur gefeilt. Aber der Grundgeschmack ist geblieben.</p> <h2>Maggi-Rezept bleibt ein Geheimnis</h2> <p>Auch dem Grundgedanken von Julius Maggi fühlt man sich in Singen verpflichtet: „Es schmeckt verlässlich, ist einfach und universell einsetzbar“, sagt Dominik Paintner. Über die genaue Zusammensetzung herrscht allerdings immer noch striktes Stillschweigen. Kein Geheimnis ist allerdings die Philosophie, mit der Julius Maggi seine Würze entwickelte.</p> <p>Nachdem Maggi mit 23 Jahren die väterliche Mühle in Frauenfeld übernommen hatte, experimentierte er mit eiweißreichen Hülsenfrüchten, um der Mangelernährung der Arbeiter im Zeitalter der Industrialisierung etwas entgegenzusetzen. Er entwickelte Suppen und eben jene flüssige Würze, die bis heute in zwei Dritteln aller deutschen Haushalte zu finden ist. Auch die eckige Flasche mit dem gelb-roten Etikett und dem Stern war seine Erfindung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Im <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/von-hier-kommt-die-wuerze-mit-dem-suedkurier-durchs-maggi-universum;art372458,12174167" target="_blank" title="Von hier kommt die Würze: Wie Singen und Maggi untrennbar wurden">Maggi-Museum im ehemaligen Güttli-Hüsli auf dem Singener Werksgelände</a> kann man die verschiedenen Stadien der weiterentwickelten Flaschen betrachten. Mit viel Bedacht wurden allzu große Abweichungen vermieden. „Noch heute werden die Flaschen von der gleichen Glashütte hergestellt wie zu Gründerzeiten“, erklärt Dominik Paintner. Und so zog die Würze nach und nach in die Küchen der Welt ein. Der braune Tropfen sei eben mehr als nur eine Prise Salz.</p> <p>„Heute sind wir mit dem Produkt in 20 Ländern vertreten“, erklärt der Werksleiter. „Die Idee ist so überzeugend, dass man auch in den internationalen Märkten nicht viele Abwandlungen des Originals benötigt. Das ist auch nicht unser Ziel.“ Spezifizierungen gibt es dennoch, wie eben jene Asia-Würze, in der auch Knoblauch enthalten ist.</p> <p>Selbstverständlich ist man im Maggi-Werk Singen nicht bei den Anfängen stehengeblieben. Trendforscher versuchen, den Konsumenten immer einen Schritt voraus zu sein. Hier kommen die sogenannten Fix-Produkte ins Spiel, die in der schnellen Alltagsküche als Helfer dienen sollen.</p> <p>Das neueste Beispiel ist eine Hähnchenpanade für knuspriges Hühnchen aus dem Air-Fryer. „Hier kommen wir dem Bedürfnis nach schneller Küche und einem gewissen Anspruch an gesunder Ernährung nach“, erklärt Birgitt Lingk. Der Air-Fryer ist eine Heißluftfritteuse, die ohne Fett auskommt. Im Eingang des Verwaltungsgebäudes können die Besucher in einem Regal die Entwicklung von der traditionellen Maggi-Würze bis hin zu neuesten Fix-Produkten verfolgen. Man wolle der erste sein, wenn es um neue Trends geht, sagt die Chefin der Entwicklungsabteilung.</p> <p>Stellt sich die Frage, ob es in der industriellen Nahrungsmittelherstellung überhaupt ein Produkt gibt, das ausschließlich den Ur-Hegauer Geschmack repräsentiert? Eine Suppe, eine Soße, eine Würze? Domink Paintner lächelt und sagt: „So kleinräumig arbeiten wir nicht.“ Man arbeite eher universell, zum Beispiel mit dem Maggi-Würfel, der in vielen Teilen der Welt produziert wird.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Maggi in Singen</span><span>Das Maggi-Werk in Singen hat eine lange Tradition. Seine Gründung durch den Schweizer Julius Maggi geht auf das Jahr 1887 zurück. 1947 schloss sich das Werk mit Nestlé zur Nestlé Alimentana zusammen. Seit zwei Jahren ist Dominik Paintner Werksleiter. Der gebürtige Niederbayer bekleidete zuvor 23 Jahre lang verschiedene Positionen bei Nestlé, unter anderem in den USA, in der Zentrale in Genf und 15 Jahre im Bereich Babynahrung in einem Nestlé-Werk im Allgäu. Am geschichtsträchtigen Singener Standort schätzt er nach eigenen Angaben das besondere Flair und die Verbundenheit der Belegschaft mit dem Werk. Heute beschäftigt das Unternehmen in Singen 600 Mitarbeiter. (gtr)</span></label></div> <p>Vielmehr komme es darauf an, dass die Produkte erschwinglich sein müssen. Am ehesten seien die Soßen in den klassischen, rechteckigen Pappkartons für den Süden Deutschlands typisch, springt Birgitt Lingk bei. „Hier sind Spätzle mit Soße immer noch beliebt.“ Aber wenn es bei den Fix-Produkten um Rankings geht, so sei zum Beispiel die Bolognesesoße ganz klar die Nummer 1 vor der Spätzlepfanne.</p> <h2>Ravioli von Maggi wecken Erinnerungen</h2> <p>Und dann sind da noch die Ravioli, die in Singen hergestellt werden. Fast jeder kann Geschichten erzählen von unvergesslichen Momenten am Lagerfeuer oder nach einer Party, in denen die Ravioli eine Rolle spielten. „Das ist zwar kein typisches Hegauer Gericht“, sagt Dominik Paintner. „Die Ravioli haben aber durch ihren Produktionsstandort wie die Würze den größten Bezug zu Singen.“ Der Vorteil sei, dass sie in der Dose ungekühlt drei Jahre haltbar seien. „Gerade erst wurden vom Nestlé-Konzern 5 Millionen Euro für eine neue Raviolipresse im Singener Werk freigegeben“, sagt Paintner.</p> <p>Jedes Jahr arbeite man an Verbesserungen. Um die Nachhaltigkeit zu steigern, soll jetzt der Blechboden aus der Fondor-Würzdose verschwinden. Eine neue Verpackungsmaschine wird nötig.</p> <h2>Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei einem halben Liter Maggi-Würze</h2> <p>Wer heute das Gelände hinter der denkmalgeschützten Fabrik besucht, muss zunächst mal ein Video mit sämtlichen Sicherheitsvorgaben anschauen. Das ist so international, dass es ganz ohne Sprachen auskommt und nur mit Piktogrammen arbeitet. Ist das noch Heimat? Würde man das die Beschäftigten fragen, so käme wohl ein klares „Ja“.</p> <p>„Wir haben sehr viele langjährige Mitarbeiter, die sich der Maggi sehr verbunden fühlen“, sagt Dominik Paintner und verweist auf Arbeitsjubiläen mit 30 oder 40 Jahren. Paintner spricht von einer Maggi-Familie, was sich im Zusammengehörigkeitsgefühl nicht nur bei den Jubilar-, sondern auch bei den Rentnerfeiern zeige. Und wenn man nochmal auf das Thema Geschmack und Heimat zurückkommt, so hat vermutlich in Deutschland jede Person schon einmal zur Maggi-Würze gegriffen. „Im Schnitt verbraucht jeder deutsche Haushalt im Jahr einen halben Liter Maggi-Würze“, weiß Birgitt Lingk. „Im Saarland ist es sogar ein Liter.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Maggi-Würze ist gut gegen Heimweh: Die ikonische Flüssigkeit machte Singen weltbekannt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 11 Sep 2025 12:39:03 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zickzack-Kurs ins neue Schuljahr: Dieser Großeinkauf ist nichts für schwache Gemüter  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/endgegner-heftumschlaege-so-stressig-ist-der-einkauf-fuers-neue-schuljahr;art372458,12480141 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein neues Schuljahr bedeutet auch, dass es neue Schulsachen braucht. Warum dieser Einkauf kein Vergnügen ist, sondern echt Nerven kostet: eine Odyssee mit Buntstiften, Füllern und linierten und karierten Heftchen.  ]]></description>
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          Ein neues Schuljahr bedeutet auch, dass es neue Schulsachen braucht. Warum dieser Einkauf kein Vergnügen ist, sondern echt Nerven kostet: eine Odyssee mit Buntstiften, Füllern und linierten und karierten Heftchen.<br>
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        Ein neues Schuljahr bedeutet auch, dass es neue Schulsachen braucht. Warum dieser Einkauf kein Vergnügen ist, sondern echt Nerven kostet: eine Odyssee mit Buntstiften, Füllern und linierten und karierten Heftchen.



        <p>Das Ende der Sommerferien naht und spätestens jetzt wird es Zeit, die Dinge von den Schulmaterial-Listen zu besorgen. Vorausschauend werden die, zumindest von einigen Schulen, bereits zum Ende des alten Schuljahrs verteilt. Doch wie es eben so ist, muss vor dem Urlaub noch Vieles erledigt werden und bis zum Schulstart ist es da ja noch lang hin. Schließlich wird der Einkauf im Büromarkt dann wieder in die letzte Ferienwoche geschoben.</p> <p>Die Organisation scheint in vielen Familien ähnlich zu laufen, denn die Büroabteilung in einem Laden in der Singener Innenstadt ist wenige Tage vor Schulstart gut besucht. Oder besser gesagt, in den Gängen ist kein Durchkommen. Vor den Regalen mit Schreib-, Rechen- und Vokabelheften drängen und drücken sich Eltern und Kinder mit langen Listen in der Hand genauso wie Personal, das den Kunden zur Hand geht.</p> <h2>Die Suche beginnt</h2> <p>Also ab ins Getümmel und nach den richtigen Heften suchen. Kann ja nicht so schwer sein. Doch, schon ein bisschen. Es gibt ungefähr 50 verschiedene Lineaturen, also Hefte mit verschiedenen Linien, Karos, Blanko oder Vokabelspalten. Zum Glück gibt es Nummern, nach denen man suchen kann. Dann stellt sich nur noch die Frage, ob das Schulheft klein, groß oder mit doppeltem Umfang sein soll.</p> <p>Zielsicher wandert der Blick über die nummerierten Regale, landet hier und da aber leider an einem leeren Regalplatz. Oh nein! Offensichtlich waren doch viele Eltern schneller und haben bei den gängigen Formaten bereits zugegriffen. Ein zweiter Gang in den Büroladen ist also schon mal sicher.</p> <p>Bleiben Schnellhefter, Klarsichtfolien, Bleistifte in verschiedenen Härten, Pinsel, Deckweiß, Tesafilm und Tintenpatronen. Immer schön entlang der Listen geht es durch die verschiedenen Regale, damit auch ja nichts vergessen wird. Würde der Einkauf digital aufgezeichnet wie eine Wanderung, wäre es wohl als ein wirrer Zickzack-Kurs anzusehen.</p> <h2>Bitte einmal Umschläge in allen Farben!</h2> <p>Und dann kommt der Endgegner: die Heftumschläge. Klingt harmlos? Von wegen. Während zuvor schon großer Wert auf Recycling-Hefte gelegt wurde, sollen es jetzt auch wieder die Umschläge aus Papier werden. Auch wenn die Erfahrung längst gelehrt hat, dass die bereits nach den ersten paar Schulwochen nur noch in Fetzen an den Schulheften hängen, dann mit Klebeband geflickt und anschließend ersetzt werden. Von gelb bis lila werden Umschläge in beinahe allen Farbschattierungen benötigt. Zunächst sieht es gut aus. Gleich kann die Liste weiter abgehakt werden. Wäre da nicht der hellblaue Umschlag für Erdkunde, an dessen Stelle im Regal Leere herrscht.</p> <p>Am Ende des Einkaufs bleiben einige Posten offen. Ab welchem Alter können Kinder ihre Schulsachen eigentlich selbst besorgen? Den Zickzack-Kurs durchs Schreibwarengeschäft schaffen die sicher schneller.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Zickzack-Kurs ins neue Schuljahr: Dieser Großeinkauf ist nichts für schwache Gemüter]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 10 Sep 2025 16:21:39 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Autofahrerin verliert die Kontrolle! 64-Jährige verletzt sich bei Unfall  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hilzingen/autofahrerin-verliert-die-kontrolle-64-jaehrige-verletzt-sich-bei-unfall;art372443,12479500 ]]></link>      <description><![CDATA[  Am Dienstagabend ist es gegen 19.30 Uhr auf der Bundesstraße 314 zwischen Hilzingen und Riedheim zu einem Unfall gekommen. Dabei hat sich ein Fahrzeug anscheinend komplett überschlagen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Am Dienstagabend ist es gegen 19.30 Uhr auf der Bundesstraße 314 zwischen Hilzingen und Riedheim zu einem Unfall gekommen. Dabei hat sich ein Fahrzeug anscheinend komplett überschlagen.<br>
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        Am Dienstagabend ist es gegen 19.30 Uhr auf der Bundesstraße 314 zwischen Hilzingen und Riedheim zu einem Unfall gekommen. Dabei hat sich ein Fahrzeug anscheinend komplett überschlagen.



        <p>Am Dienstagabend ist es auf der Bundesstraße 314 zwischen Hilzingen und Riedheim zu einem folgenschweren Unfall gekommen. Dabei soll ein Auto von der Fahrbahn abgekommen sein und sich überschlagen haben. Wie Tobias Springmann von der Hilzinger Feuerwehr gegenüber dem SÜDKURIER auf Nachfrage schildert, habe sich der Unfall gegen 19.30 Uhr ereignet.</p> <p>Er bestätigt, dass sich das Unfallfahrzeug nach Zeugenaussagen überschlagen haben muss. Wie es genau zu dem Unfall gekommen sei, könne Springmann nicht sagen. Er verweist dabei auf die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen, die Klarheit zur Unfallursache liefern könnten.</p> <h2>Auto kommt ins Schleudern und überschlägt sich</h2> <p>Laut Tatjana Deggelmann, Pressesprecherin beim Polizeipräsidium Konstanz, sei eine 64 Jahre alte Frau mit ihrem Wagen auf der Bundesstraße in Richtung Hilzingen unterwegs gewesen. Aus bislang unbekanntem Grund sei die Frau auf die Gegenfahrbahn geraten. „Als sie ein entgegenkommendes Auto bemerkte, riss sie ihr Lenkrad nach rechts. Hierbei übersteuerte sie ihren Wagen und verlor über diesen die Kontrolle“, so Deggelmann weiter.</p> <p>Der Golf sei dabei ins Schleudern geraten und habe sich mehrfach über eine kleine Böschung hinweg überschlagen, bis er schließlich auf einem Feld neben einem Fahrradweg auf den Rädern zum Stehen gekommen sei. „Ein Rettungsdienst brachte die leicht verletzte Frau in ein Krankenhaus. Um den nicht mehr fahrbereiten Golf kümmerte sich ein Abschleppdienst“, so die Polizeisprecherin weiter.</p> <h2>Fahrerin konnte sich selbst befreien</h2> <p>Laut Tobias Springmann sei die verletzte Frau beim Eintreffen der Feuerwehr nicht mehr im Unfallwagen gewesen. „Sie konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien und wurde bereits vom Rettungsdienst versorgt“, so Springmann. Sie habe nicht aus dem Auto herausgeschnitten werden müssen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr hätten beim Wagen die Batterie abgeklemmt und den Brandschutz sichergestellt – bis klar gewesen sei, dass keine Betriebsstoffe ausgelaufen seien.</p> <p>Wie hoch der Schaden beim Unfall auf der Bundesstraße zwischen Hilzingen und Riedheim tatsächlich ausgefallen sei, kann die Polizei derzeit noch nicht abschätzen.</p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:rights><![CDATA[Autofahrerin verliert die Kontrolle! 64-Jährige verletzt sich bei Unfall]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 09 Sep 2025 09:37:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zwischen "Frechheit" und "gar nichts auszusetzen": Meinungen zum Krankenhaus-Essen gehen auseinander  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/schlechtes-krankenhaus-essen-in-singen-meinungen-gehen-auseinander;art372458,12478616 ]]></link>      <description><![CDATA[  SÜDKURIER-Leser teilen ihre Erfahrungen mit der Verpflegung in der Klinik. Ein Teil der Leser ist mit dem kulinarischen Angebot im Krankenhaus zufrieden. Viele sehen aber noch deutliches Verbesserungspotenzial.  ]]></description>
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          SÜDKURIER-Leser teilen ihre Erfahrungen mit der Verpflegung in der Klinik. Ein Teil der Leser ist mit dem kulinarischen Angebot im Krankenhaus zufrieden. Viele sehen aber noch deutliches Verbesserungspotenzial.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/schlechtes-krankenhaus-essen-in-singen-meinungen-gehen-auseinander;art372458,12478616]]></guid>
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        SÜDKURIER-Leser teilen ihre Erfahrungen mit der Verpflegung in der Klinik. Ein Teil der Leser ist mit dem kulinarischen Angebot im Krankenhaus zufrieden. Viele sehen aber noch deutliches Verbesserungspotenzial.



        <p>Hunderttausende Mahlzeiten pro Jahr stemmt die Küche im Hegau-Bodensee-Klinikum in Singen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/wie-das-hegau-bodensee-klinikum-in-singen-jaehrlich-hunderttausende-mahlzeiten-stemmt-und-was-das-kostet-14-08-25;art372458,12458775" target="_blank" title="Mit wenig Gewürzen nichts für den Gourmet: Warum Krankenhausessen so schmeckt">Die Köche müssen mit einem knappen Budget wirtschaften und dennoch täglich hunderte Menschen ausgewogen versorgen.</a> Die Verpflegung im Krankenhaus schmeckt aber nicht jedem Patienten. Das sagen die SÜDKURIER-Leserinnen und -Leser zum Krankenhaus-Essen.</p> <p><em>Leserbriefe geben die Meinung der Einsender wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zum Kürzen von Leserbriefen vor. Einsendungen werden nur bearbeitet, wenn sie mit vollständiger Absenderadresse und einer Telefonnummer für Rückfragen versehen sind. Leserbriefe veröffentlichen wir in der Tageszeitung sowie in unseren Digitalmedien mit Namen und Wohnort.</em></p> <h2>Frisches und gesundes Essen hilft bei der Genesung, schreibt Raimund Ritzi aus Öhningen:</h2> <p>Hier zeigt sich, dass Essen und Trinken bei uns wenig zählt. Man gibt horrende Summen ohne Wirkung für den sogenannten Klimaschutz aus und verwehrt den Kranken frisches und gesundes Essen. Dazu wird Abendessen schon am sommerlichen Nachmittag gegen 17 Uhr serviert. Zwei Scheiben Wurst, Streichkäse und schlechtes Brot sind doch fatal für die Genesung und von Genuss weit entfernt. Was ist nur aus Deutschland geworden?</p> <h2>Die Mahlzeiten sind eine Frechheit, schreibt Elisabeth Heilmann aus Öhningen:</h2> <p>Die Überschrift zum Bericht über das Essen im Krankenhaus ist eine Frechheit. Zugegeben: 10 Euro pro Patient und Tag sind wenig. Das berechtigt jedoch nicht dazu, den Patienten ein solches „Mahl“ vorzusetzen, wie das in Singen geschieht. Die Speisen müssen keinesfalls Gourmets genügen, aber normalen Menschen mit normalen Ansprüchen. Wie die beiden Herren in die Kamera lächeln, muss jeden verletzen, der jemals auf ein Mittagessen aus dieser Küche angewiesen war.</p> <h2>Patienten sollten auch Kunden sein, findet Ursula Stamm aus Singen:</h2> <p>Mir ist bekannt, dass das Mittagessen in der Singener Klinik eine Katastrophe ist. Und ich muss sagen, das Abendessen ist auch nicht unbedingt besser. Im Februar bekam ich jeden Abend zum Vesper Tomaten, in dieser Zeit sehr teuer und überhaupt nicht schmackhaft, das Brot war die Vollkatastrophe – ein Graubrot pappig und trocken. Diese Brotsorte bekam mein Bruder als Wegzehrung in den 60 Jahren bei der Bundeswehr. Wahrscheinlich ein Fabrikbrot. In diesem Krankenhaus heißt es nicht saisonal, regional und gesund.</p> <p>Als ich 2021 in der Klinik war, habe ich erneut auf meine Fischallergie hingewiesen. Schon der Geruch von Fisch löst bei mir starke Asthmaanfälle aus. Fisch essen ist für mich tödlich. Was bekam ich am nächsten Tag zum Mittagessen – natürlich Fisch mit Kartoffeln. Ich musste das Essen natürlich ablehnen, ich bekam nichts anderes. Auf meine Anfrage nach einem Joghurt sagte die Pflegekraft, sie kann in der Küche nachfragen, sie bekam als Antwort, die Küche verfügt nicht mehr über Joghurt. Also musste ich bis zum Abend ohne Essen ausharren.</p> <p>Natürlich wurde dieses Versehen auf die Pflegekraft geschoben, angeblich hatte sie es der Küche nicht mitgeteilt. Die arme Frau hat alles richtig gemacht, ich habe es gesehen. In dieser Klinik steht keiner zu seinen Fehlern, alles wird immer aufs Pflegepersonal geschoben, aber es interessiert natürlich niemand. Dazu fällt mir eine Quizfrage ein: Wer bezahlt die Gehälter der Angestellten und auch die der Ärzte? Ich denke, die Patienten. Also ändert einfach mal etwas.</p> <h2>Siegbert Kieninger aus Mühlhausen hat nichts an der Qualität des Essens auszusetzen:</h2> <p>Das andauernde Genörgel um die Qualität des Essens im Singener Krankenhaus kann so nicht unwidersprochen stehen bleiben. Ich selber, mehrere aus der Verwandtschaft und alle, die ich befragt habe zu dem Thema (ehemalige Patienten dieses Hauses), haben nichts, aber auch gar nichts an der Qualität auszusetzen!</p> <p>Bei hunderten Betten und tausenden Angestellten werden da täglich wohl auch tausende Essen serviert. Wenn dann einzelne notorische Nörgler meinen, das Essen schlecht reden zu müssen, sollte man dies eigentlich auch nicht weiter verbreiten. Schon bei der Bundeswehr, an der Uni, der Fachhochschule, in betrieblichen Kantinen habe ich immer Nörgler über das Essen erlebt – einfach nörgeln aus Prinzip.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Zwischen "Frechheit" und "gar nichts auszusetzen": Meinungen zum Krankenhaus-Essen gehen auseinander]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 16:21:53 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Noch strenger als Bio: So viel Arbeit steckt hinter Demeter-Gemüse  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/noch-strenger-als-bio-so-viel-arbeit-steckt-hinter-demeter-gemuese;art372461,12478094 ]]></link>      <description><![CDATA[  In der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Wahlwies werden Tomaten, Gurken und Co. in Demeter-Qualität angebaut. Betriebsleiter Birger Richter verrät, was dahintersteckt und wieso der hohe Preis gerechtfertigt sei.  ]]></description>
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          In der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Wahlwies werden Tomaten, Gurken und Co. in Demeter-Qualität angebaut. Betriebsleiter Birger Richter verrät, was dahintersteckt und wieso der hohe Preis gerechtfertigt sei.<br>
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        In der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH in Wahlwies werden Tomaten, Gurken und Co. in Demeter-Qualität angebaut. Betriebsleiter Birger Richter verrät, was dahintersteckt und wieso der hohe Preis gerechtfertigt sei.



        <p>Qualität hat ihren Preis – diesen Satz werden viele schon einmal gehört haben. Wie viel Wahrheit dahinter steckt, weiß Birger Richter als Betriebsleiter der Pestalozzi-Gemüsebau GmbH ganz genau. Denn der Betrieb baut auf 23 Hektar Gemüse in Demeter-Qualität an und vertreibt dieses auch. Von der Tomate über Gurken, Auberginen, Kräuter und Salate bis hin zur Melone. 30 Mitarbeiter sind über die Saison in der Produktion beschäftigt, kümmern sich um die Pflanzen und den Boden, sortieren, verpacken und waschen die Ware, sagt Richter.</p> <p>Viel läuft da noch in Handarbeit und das schlägt sich letztlich im Preis nieder. In Zeiten steigender Inflation, in denen die Kunden vermehrt aufs Geld achten, sei es da nicht einfach, mit konventioneller Ware zu konkurrieren.</p> <p>„In kaum einem Land in Europa geben die Menschen weniger Geld für Lebensmittel aus als in Deutschland“, sagt Richter bedauernd. Laut Statistischem Bundesamt waren es 2022 lediglich 11,26 Prozent der Gesamtausgaben für den Konsum. Im Nachbarland Frankreich sind es 13,52 Prozent, in Italien 2023 sogar 15,02 Prozent.</p> <p>Der Betriebsleiter ist dennoch überzeugt, dass es sich lohnt, Demeter-Gemüse zu kaufen. Denn: „Der Demeter-Anbau schlägt sich nicht nur im Preis nieder, sondern auch im Geschmack.“ Ohnehin glichen sich die Preise konventionell angebauter Lebensmittel und die aus Demeter-Anbau an. Soll heißen: Während erstere schnell im Preis steigen, seien Demeter-Produkte relativ preisstabil.</p> <p>Das zeigen auch Zahlen des Statistik-Portals Statista, die sich auf Daten der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berufen – zumindest für Bio-Ware. Besonders deutlich wird der Unterschied bei Kartoffeln. Diese sind aus konventionellem Anbau laut der Statistik von 2022 auf 2023 im Preis um 23,2 Prozent gestiegen, während es bei Bio-Kartoffeln nur 4,7 Prozent waren. Bei Gemüse sind es 9,6 gegenüber 6,2 Prozent. Eine Statistik aus dem Jahr 2020 zeigt dennoch, dass etwa Äpfel aus Bio-Anbau schon 62 Prozent teurer waren als Äpfel vom konventionellen Bauern.</p> <h2>Darum ist der Demeter-Preis so hoch</h2> <p>Der höhere Preis kommt nicht von ungefähr. Denn für den Anbau von Demeter-Gemüse braucht es nicht nur viele helfende Hände, es gibt auch strenge Vorgaben. Und die umzusetzen, ist nicht nur jede Menge Arbeit, sondern kostet auch zusätzliches Geld.</p> <p>Eine dieser Vorgaben ist die Umsetzung des Kreislaufgedankens. Dieser zielt darauf ab, Anbau und Natur miteinander in Einklang zu bringen. Dazu gehört laut Richter auch, Fruchtfolgen einzuhalten. Er dürfe beispielsweise eine Karotte nur alle sieben Jahre auf den gleichen Boden bringen, um so die Vielfalt an Bodenlebewesen auf dem Betriebsgelände zu fördern. Dadurch braucht es mehr Freilandflächen.</p> <p>Eine weitere Vorgabe ist laut Richter, dass im Gewächshaus erst ab dem 15. Februar sogenannte Warmhauskulturen wie Tomaten, Gurken und Auberginen angebaut werden dürfen – wegen des Energieverbrauchs. Denn der Anbau im Winter sei mit einem hohen Stromverbrauch verbunden. Dennoch ernten die Mitarbeiter rund 250 Tonnen Tomaten im Jahr.</p> <p>Erzeugt wird der Strom auf dem Gemüsebaubetrieb über große Hackschnitzelanlagen, wie Richter bei einer Begehung zeigt. Außerdem dürfe beim Anbau kein künstliches Licht verwendet werden und es müssen Präparate wie Kiesel oder Hornmistsplitter in den Boden eingebracht werden, um das Wachstum anzuregen. „Das alles ist mit sehr viel Handarbeit verbunden“, verdeutlicht der Betriebsleiter.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge, die wir uns schmecken lassen können. Der SÜDKURIER stellt diesen Sommer Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben, die für die genussvollen Momente im Alltag sorgen. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden.</span></label></div> <p>Aber lohnt sich das überhaupt? „Der Demeter-Anbau ist ein Stück weit ein Ideal, dem man sich verschrieben hat“, sagt Richter, der schon seit 17 Jahren in dem Betrieb und seit rund fünf Jahren in leitender Position tätig ist. Als Betrieb müsse man aber auch wirtschaftlich bleiben, deshalb müsse sich die viele Arbeit auch im Preis wiederfinden.</p> <p>Vertrieben werde die Ware über Direktvermarktung, auf dem Betriebsgelände gibt es etwa einen Hofladen, auf Wochenmärkten in Radolfzell und Konstanz, aber auch über den Lebensmitteleinzelhandel. Das Ziel sei zwar, die Ware regional zu betreiben. „Aber wir brauchen auch den Großhandel“, macht Richter deutlich.</p> <p>Die Anfänge des Betriebs gehen auf den Start des Wahlwieser Kinderdorfs im Jahr 1947 zurück. Damals sei es das Ziel der Bewohner gewesen, sich durch Gemüseanbau selbst zu versorgen, was langsam aber stetig wuchs. 1982 hat Familie Richter den Betrieb übernommen, von Anfang an sei es ein Demeter-Betrieb gewesen.</p> <h2>Der Unterschied zwischen Bio- und Demeter-Ware</h2> <p>Und was ist der Unterschied zur Bio-Ware? Richter fasst es in einem Satz zusammen: „Demeter hat mit die strengsten Regeln.“ Während sich Landwirte bei Bio-Ware an die EU-Ökoverordnung halten müssen, gehen Demeter-Betriebe einen Schritt weiter. Zudem seien Demeter-Betriebe untereinander gut vernetzt und würden quasi gegenseitig kontrollieren, dass die strengen Vorgaben eingehalten werden.</p> <p>Doch Wetterextreme machen immer mehr zu schaffen. Der viele Regen im Frühjahr 2024 sei eine besondere Herausforderung gewesen, weil die Pflanzen so unter anderem zu wenig Licht abbekommen haben. Die heißen Sommer sieht Richter hingegen als eine Chance, um Neues auszuprobieren. So ernte und vertreibe der Gemüsebaubetrieb inzwischen auch Melonen. „Das funktioniert schon recht gut“, findet Richter.</p> <p>Dem Pestalozzi-Gemüsebaubetrieb gehe es aber nicht nur darum, Gemüseanbau möglichst umweltschonend zu betreiben, sondern ihm sei auch die soziale Komponente wichtig, sagt Richter. So seien in dem Betrieb aktuell vier Fachwerker angestellt. Dabei handle es sich um Auszubildende mit einem besonderen Förderbedarf, die es sonst auf dem Arbeitsmarkt schwer hätten. Sie würden in dem Betrieb besonders unterstützt, um sich fit für den Arbeitsmarkt zu machen.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 10:55:03 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Drei Euro pro Kilometer: Darum sind die Taxitarife im Kreis gestiegen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/drei-euro-pro-kilometer-darum-sind-die-taxitarife-im-kreis-gestiegen;art372432,12477884 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Taxameter läuft scheinbar immer schneller. Gerade ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Fahrdienste angewiesen. Doch in diesem Sommer gab es eine Erhöhung der Preise. Warum ist das so?  ]]></description>
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          Das Taxameter läuft scheinbar immer schneller. Gerade ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Fahrdienste angewiesen. Doch in diesem Sommer gab es eine Erhöhung der Preise. Warum ist das so?<br>
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        Das Taxameter läuft scheinbar immer schneller. Gerade ältere und gehbehinderte Menschen sind auf die Fahrdienste angewiesen. Doch in diesem Sommer gab es eine Erhöhung der Preise. Warum ist das so?



        <p>Fast jeder, der schon mal Taxi gefahren ist, kennt es. Immer wieder ein Blick auf das Taxameter und der Zahl beim Steigen zusehen. Wer regelmäßig mit dem Taxi unterwegs ist, dem könnte es vielleicht schon aufgefallen sein. Seit einiger Zeit läuft das Taxameter scheinbar schneller.</p> <p>Seit Juli gibt es neue Taxitarife im Kreis. Der Grundpreis liegt bei 4,90 Euro. Bei Strecken bis fünf Kilometer kostet der einzelne Kilometer dann drei Euro. Zuvor galt eine Grundgebühr von 4 Euro, pro Kilometer zahlten die Kunden 2,50 Euro.</p> <p>Doch das ist nur der normale Tagestarif. Von 22 bis 6 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen liegt die Grundgebühr bei 6,90 Euro. Ein Großraumtaxi kostet weiterhin 8 Euro an Grundgebühr, nachts 10.</p> <h2>Wer macht die Tarife?</h2> <p>Damit liegt der Kreis nun deutlich über dem Bundesschnitt. Und auch in anderen Städten in Südbaden können Kunden günstiger fahren. So bezahlt man im Kreis Ravensburg, der seine Tarife im August 2025 angepasst hat, eine Grundgebühr von 3,80 Euro. Jeder Kilometer kostet dann 2,70 Euro, in der Nacht 2,90. Doch warum sind die Preise im Kreis Konstanz so hoch?</p> <p>Die Taxitarife werden von den kommunalen Behörden festgelegt. Das ist in Stadtkreisen die jeweilige Stadtverwaltung, in Landkreisen ist dafür das Landratsamt zuständig. Doch wie kommt das Landratsamt Konstanz auf diesen neuen Tarif?</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Tarife</span><span>Das Landratsamt ist für die Taxitarife zuständig, weil Taxis zur Daseinsvorsorge gehören. Jeder Mensch hat prinzipiell das Recht, von einem Taxi befördert zu werden. Deswegen müssen Taxifahrer auch von der Behörde lizenziert sein. Auch Busunternehmen können ihre Preise nicht einfach selbst bestimmen, wenn sie im Nahverkehr tätig sind. Dort muss sich ebenfalls an Tarifstrukturen orientiert werden. Die rechtliche Grundlage hierfür bietet das Personenbeförderungsgesetz.</span></label></div> <h2>Wie entstehen die Preise?</h2> <p>Marlene Pellhammer, Sprecherin des Landratsamts, beantwortet diese Frage auf SÜDKURIER-Anfrage. Sie erklärt: „Grundsätzlich sollen Taxitarife den Unternehmern ein kostendeckendes Wirtschaften mit einem angemessenen Gewinn ermöglichen.“ Gleichzeitig gibt es aber auch ein öffentliches Interesse an leistungsgerechten und erschwinglichen Taxipreisen, meint sie weiter.</p> <p>Bei der Erstellung der Preise werde laut der Sprecherin zusätzlich die Auswertungen anderer Taxitarife in der Region einbezogen. Für die Tarife im Kreis Konstanz wirft das Landratsamt vorwiegend einen Blick auf die Preise im Regierungsbezirk Freiburg. Dabei habe sich gezeigt, dass der Kreis bisher am unteren Ende der Preisspanne lag. „Dabei zeigte sich, dass der Landkreis Konstanz [...] selbst nach der Anpassung weiterhin zu den preisgünstigsten Taxitarifen im Regierungsbezirk Freiburg gehört“, so Pellhammer.</p> <h2>Wie sieht es in der Region aus?</h2> <p>Und das stimmt. In anderen Kreisen im Regierungsbezirk gibt es noch teurere Tarife. Beispielsweise kostet die Grundgebühr im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 5,40 Euro, im Kreis Emmendingen oder dem Ortenaukreis sogar 5,70. Auch die Kilometerpreise sind jeweils höher. In Freiburg selbst der Tarif ähnlich wie in Konstanz. Pro Kilometer zahlen Kunden dort jedoch 50 Cent mehr.</p> <p>Außerdem schaue die Behörde auch auf die aktuellen Betriebs- und Personalkosten. Dabei wird der Mindestlohn vollständig in die Kalkulation einbezogen, macht Marlene Pellhammer deutlich. „Personalkosten machen rund 55 bis 60 Prozent der Gesamtkosten eines Taxiunternehmens aus“, erklärt sie weiter.</p> <h2>Decken die Taxis den Bedarf?</h2> <p>Die Taxitarife sind also wie viele Preise auch durch die Betriebskosten gestiegen. Doch für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen sind die Preise nicht immer einfach zu stemmen. Dennoch erklärt Pellhammer: „Die Bedürfnisse älterer sowie mobilitätseingeschränkter Fahrgäste sind in die Gestaltung des Taxiverkehrs einbezogen.“</p> <p>Für die Bedürfnisse dieser Kundschaft halten mehrere Taxiunternehmen speziell umgerüstete Fahrzeuge bereit, die auch rollstuhlgerecht sind, wie die Sprecherin mitteilt.</p> <p>Im ganzen Landkreis sind 113 Taxis im Einsatz. Das decke den vorhandenen Bedarf. „Darüber hinaus stehen 59 Mietwagen zur Verfügung“, so Marlene Pellhammer. Diese gehören ebenfalls zum Angebot des Gelegenheitsverkehrs und seien vor allem für längere Strecken und Spitzenzeiten eine Ergänzung. Dabei ist es meistens sinnvoll, diese vorzubestellen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Drei Euro pro Kilometer: Darum sind die Taxitarife im Kreis gestiegen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 05 Sep 2025 12:44:53 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Was für ein Käse: Was Liebhaber über verschiedene Sorten und Lagerung wissen sollten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/so-ein-kaese-was-liebhaber-ueber-verschiedene-sorten-und-lagerung-wissen-sollten;art372458,12476622 ]]></link>      <description><![CDATA[  So schmeckt die Heimat: Käse-Sommelier Herbert Schober erklärt, warum Käse so besonders schmeckt und so viel kostet. Klar ist: Deutsche essen davon sogar mehr als ihre Nachbarn.  ]]></description>
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          So schmeckt die Heimat: Käse-Sommelier Herbert Schober erklärt, warum Käse so besonders schmeckt und so viel kostet. Klar ist: Deutsche essen davon sogar mehr als ihre Nachbarn.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        So schmeckt die Heimat: Käse-Sommelier Herbert Schober erklärt, warum Käse so besonders schmeckt und so viel kostet. Klar ist: Deutsche essen davon sogar mehr als ihre Nachbarn.



        <p>Die schweizerische Nachbarschaft gilt gemeinhin als das Käseland schlechthin. Dabei wird in Deutschland viel mehr Käse produziert – und exportiert. 2,74 Millionen Tonnen Käse wurden laut Bundeslandwirtschaftsministerium vergangenes Jahr bundesweit hergestellt. Knapp eine Million Tonnen davon gehen in den Export. Das gilt aber nicht für Käse aus dem Hegau. Wer beispielsweise Käse vom Buchhaldehof in Rielasingen-Worblingen erwerben will, muss den Hof aufsuchen.</p> <p>Neben Eiern aus Freilandhaltung, Milch mit Tierwohl-Label, Brände, Brot und Backwaren gibt es im Hofladen-Automaten auch hofeigenen Käse. Und dort gibt es auch gleich alle Informationen zum Herstellungsprozess. „Wer etwas wissen möchte, kann uns gern ansprechen und wir versuchen dann, es zu erklären“, sagt Landwirt Jonas Schlatter.</p> <p>Die Leidenschaft für Käse hat auch Herbert Schober gepackt. Der Bohlinger ist Käse-Sommelier und als Wettkampfrichter aktiv. Käse sei zwar immer Geschmackssache, sagt er, doch gebe es dafür durchaus auch Qualitätskriterien wie Geschmack oder Konsistenz. Jeder Deutsche isst durchschnittlich rund 25 Kilogramm Käse im Jahr – also knapp zwei Kilogramm mehr als die Schweizer Nachbarn.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So schmeckt die Heimat</span><span>Ob Brot, Bier oder Trüffel: Am Bodensee und im Hegau wachsen und entstehen viele leckere Dinge. Der SÜDKURIER stellt Produkte sowie ihre Produzenten im Kreis Konstanz vor und blickt hinter die Kulissen von Betrieben. Wie entstehen unsere Lebensmittel? Wie kommt der Preis zustande? Und was sollte man bei der Zubereitung beachten? Das sind Fragen, die dabei beantwortet werden. Alle Teile der Serie im Überblick <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/regional-geniessen-bodensee-und-hegau-zeigen-die-vielfalt-heimischer-produkte;art372432,12465756" title="So schmeckt die Heimat: Alle Teile der großen SÜDKURIER-Sommerserie">finden Sie hier.</a></span></label></div> <p>Wenn Herbert Schober „So ein Käse“ sagt, dann klingt da meist sehr viel Genuss mit. Er produziert zum Beispiel diverse Frischkäsevariationen, die er neben einer breiten Auswahl internationaler Spezialitäten im Bohlinger Geschäft oder auf den Märkten im Hegau anbietet.</p> <h2>Seit wann gibt es Käse?</h2> <p>Wann genau erstmals Käse verspeist wurde, lässt sich laut Schober nicht mehr herausfinden, aber dafür wie – per Zufall. Vermutet werde, dass sesshaft gewordene Menschen zuerst Sauermilchkäse entdeckten. Da die Hygiene nicht so groß war, ist die Milch durch Milchsäurebakterien und Wärme geronnen. Beim Süßmilchkäse wird vermutet, dass die Menschen in Tiermägen durch Lab eingedickte Milch gefunden haben oder sie auf ihren Wanderungen in den Tiermägen, die sie zum Transport nutzten, Molke und Käsebruch fanden.</p> <p>Die Herstellungsverfahren wurden optimiert und Käse zum wichtigen Handelsgut. Dazu tragen auch viele geschützte Käsesorten bei. Da Käse eigentlich nichts anderes als konzentrierte Milch ist, enthält er dieselben Inhaltsstoffe Eiweiß, Fett, Calcium, Mineralstoffe und Vitamine in hoher Konzentration.</p> <h2>Doch wie entsteht Käse eigentlich?</h2> <p>Grundlage ist in der Regel Milch. Es gebe zwar auch vegane Käse, erklärt Schober, doch da habe er sich noch nicht eingearbeitet. Welches Tier die Grundlage liefert, präge den Käse ebenso wie das Futter, das es gefressen hat. „Es gibt Käse, da schmeckt man die Alpenwiesen auf denen die Kühe waren, noch im Käse“, schwärmt er. Es gibt große Molkereien und kleine Käsereien. Alle arbeiten zwar nach der Käseverordnung, ihre Rezepturen seien aber ein gut gehütetes Geheimnis.</p> <p>Im ersten Schritt wird die Milch auf Reinheit, bakteriologische Beschaffenheit, hohen Eiweißgehalt und einen bestimmten Säuregehalt überprüft und danach pasteurisiert.</p> <p>Je nach Käsesorte werde dann der Rohmilch Milchfett hinzugefügt oder abgetrennt. Dann wird der Milch Lab oder Milchsäurebakterien hinzugefügt und so in flüssige und feste Bestandteile zerlegt, Molke und Käse-Bruch. Der Bruch wird geschnitten, die Größe bestimmt die Härte des Käses mit, je feiner der Bruch, desto mehr Molke kann sich absetzen und desto fester wird der Käse. Der Bruch werde dann in Form gebracht. Für Hartkäse fließe unter Druck weiter Molke ab. Durch Salzen und Ruhe bekommt der Käse seinen Geschmack.</p> <h2>Welche Käsearten gibt es?</h2> <p>Es gibt unterschiedliche Einteilungen. Einerseits wird in acht Gruppen differenziert: Hartkäse, Schnittkäse, halbfester Schnittkäse, Weichkäse, Sauermilchkäse, Schmelzkäse, Frischkäse und Pasta Filata genannte Käse wie beispielsweise Mozzarella. Dazu kommt noch der Schimmelkäse, er kann Edelschimmel auf der Oberfläche haben oder im Inneren und auf der Oberfläche Rotschmiere.</p> <p>Käse wird aber auch in acht Fettgehaltsstufen eingeteilt von Doppelrahm bis Magerstufe. Eine Besonderheit ist Rohmilchkäse, bei dem die Milch nicht über 40 Grad Celsius erhitzt wird. „Auch die Zugabe von Kräutern und Gewürzen machen einen Käse aus, diese werden entweder auf dem Käse aufgebracht oder befinden sich im Käse“, so Schober.</p> <p>Die Preisspanne ist gewaltig und hängt nicht zuletzt vom Reifegrad ab – je weniger Zeit die Produktion beansprucht, um so günstiger kann der Käse verkauft werden. Für einen hochwertigen Hartkäse müssen aber in der Regel rund 20 bis 30 Euro pro Kilogramm einkalkuliert werden – manchmal auch deutlich mehr.</p> <h2>Wie wird Käse optimal gelagert?</h2> <p>Bei der großen Vielfalt der Käsesorten gibt es keine allgemeine Lösung, doch gewisse Richtlinien. Da Käse ein Milchprodukt ist, sollte er im Kühlschrank gelagert werden. Allerdings sollten nur ähnliche Käsesorten miteinander gelagert werden, da sonst die verschiedenen Kulturen aufeinander übergehen, insbesondere bei Edelschimmelsorten.</p> <p>Herbert Schober rät zudem: „Wie empfehlen unseren Kunden, den Käse im Papier des Fachhandels zu lagern. Dieses ist luftdurchlässig und feuchtigkeitsundurchlässig.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Was für ein Käse: Was Liebhaber über verschiedene Sorten und Lagerung wissen sollten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 05 Sep 2025 11:39:22 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Was ist eigentlich mit dem Gasthaus Hegaustern los? Das Gebäude steht zum Verkauf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/hotel-und-restaurant-hegaustern-in-engen-stetten-steht-zum-verkauf-1-4-millionen-euro-09-09-25;art372438,12476578 ]]></link>      <description><![CDATA[  Für die Immobilie mit Blick über den gesamten Hegau wird ein neuer Besitzer gesucht. Restaurant-Pächter Thomas Müller erklärt auf SÜDKURIER-Nachfrage wie es bei der Schnitzelfarm weitergeht.  ]]></description>
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          Für die Immobilie mit Blick über den gesamten Hegau wird ein neuer Besitzer gesucht. Restaurant-Pächter Thomas Müller erklärt auf SÜDKURIER-Nachfrage wie es bei der Schnitzelfarm weitergeht.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/hotel-und-restaurant-hegaustern-in-engen-stetten-steht-zum-verkauf-1-4-millionen-euro-09-09-25;art372438,12476578]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Für die Immobilie mit Blick über den gesamten Hegau wird ein neuer Besitzer gesucht. Restaurant-Pächter Thomas Müller erklärt auf SÜDKURIER-Nachfrage wie es bei der Schnitzelfarm weitergeht.



        <p>Schließt die Schnitzelfarm im Hegaustern? Zumindest stehen Hotel und Restaurant im Engener Ortsteil Stetten zum Verkauf. Laut einer Immobilienanzeige von Mitte August ist das „Hotel mit gigantischem Ausblick“ für rund 1,4 Millionen Euro zu haben. Aber was bedeutet der Verkauf des Objektes für die Schnitzelfarm, die Pächter Thomas Müller in dem Gasthaus seit einigen Jahren betreibt?</p> <p>Auf SÜDKURIER-Nachfrage gibt Thomas Müller Entwarnung. Auf den Restaurantbetrieb der Schnitzelfarm habe ein möglicher Verkauf erst einmal keinen Einfluss, sagt er. Sein Pachtvertrag laufe und er habe keine Informationen, dass sich daran etwas ändern solle.</p> <h2>Warum bleibt der Hegaustern die halbe Woche geschlossen?</h2> <p>Und warum hat das Restaurant nur noch an vier Tagen die Woche geöffnet? Das habe mit dem angestrebten Verkauf nichts zu tun, sagt Müller. Dass die Küche derzeit von Montag bis Mittwoch kalt bleibt, hat mehrere Gründe. „Die Personaldecke ist dünn“, führt Müller an und verweist auf den allgemein vorherrschenden Personalmangel in der Gastronomie.</p> <p>Es gebe aber auch noch einen ganz praktischen Grund für die zusätzlichen Schließtage. Derzeit liefen umfangreiche Renovierungsarbeiten im Gebäude. Die könnten nicht während des laufenden Betriebs gemacht werden, so Müller weiter. Er ist nicht nur Inhaber der Schnitzelfarm im Hegaustern, sondern auch vom gleichnamigen Restaurant in Allensbach.</p> <p>Das 6500 Quadratmeter große Anwesen mit Hotel und Restaurant wird in der Verkaufsanzeige als attraktive Kapitalanlage für Investoren oder Gastronomen beschrieben. Das Gebäude aus dem Jahr 1937 verfügt, laut der Beschreibung, neben dem Gastraum für insgesamt 190 Gäste und einer großen Terrasse über elf Hotelzimmer sowie eine Betreiberwohnung.</p> <p>In der Engener Gastronomie hat sich zuletzt einiges getan. Im Bereich der Engener Alt- und Innenstadt sind mit <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/besonderes-konzept-in-der-altstadt-das-neue-restaurant-kostbar-will-menschen-an-einen-tisch-bringen;art372438,12193779" target="_blank" title="Besonderes Konzept in der Altstadt: Das neue Restaurant Kostbar will Menschen an einen Tisch bringen">dem Kostbar</a>, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/neues-gastronomie-highlight-am-schillerplatz-in-engen-fruehstueck-bis-abendessen-im-restaurant-regionale;art372438,12374614" target="_blank" title="Neues Restaurant am Schillerplatz: Jetzt kommt Schwung in die Altstadt-Gastronomie">dem Regionale</a> und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/engen/diese-gastronomen-uebernehmen-das-lamm-engen-aber-mit-rustikalem-konzept;art372438,12415403" target="_blank" title="Balkan-Küche statt griechisch: Das sind die Nachfolger im Restaurant Lamm">dem Rustica</a> gleich drei neue Restaurants hinzugekommen.</p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:rights><![CDATA[Was ist eigentlich mit dem Gasthaus Hegaustern los? Das Gebäude steht zum Verkauf]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 04 Sep 2025 14:02:20 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nicht nur der Tunnel wächst – auch die Kosten für den B33-Ausbau: Schätzung liegt bei 612 Millionen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/b33-ausbau-bei-allensbach-tunnel-waechst-kosten-steigen-auf-612-millionen-10-09-25;art372432,12475887 ]]></link>      <description><![CDATA[  Es gibt viele Zahlen, die zeigen, wie groß die Dimension des Aus- und Neubaus der Bundesstraße zwischen Allensbach und Konstanz ist. Eine davon ist die Schätzung der Baukosten. Doch es gibt auch gute Nachrichten.  ]]></description>
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          Es gibt viele Zahlen, die zeigen, wie groß die Dimension des Aus- und Neubaus der Bundesstraße zwischen Allensbach und Konstanz ist. Eine davon ist die Schätzung der Baukosten. Doch es gibt auch gute Nachrichten.<br>
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        Es gibt viele Zahlen, die zeigen, wie groß die Dimension des Aus- und Neubaus der Bundesstraße zwischen Allensbach und Konstanz ist. Eine davon ist die Schätzung der Baukosten. Doch es gibt auch gute Nachrichten.



        <p>Der Röhrenbergtunnel alleine wäre schon ein riesiges Bauvorhaben – 970 Meter lang wird er werden. Dabei ist er nur ein Teil des Großprojekts Aus- und Neubau der B33. Mehr als 70 Prozent der 10,8 Kilometer langen Strecke zwischen Allensbach und Konstanz sind bereits fertiggestellt. Doch an den Herzstücken wird noch gearbeitet.</p> <p>Wie diese Arbeit vorangeht, hat sich Carsten Gabbert, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Freiburg, vor Ort angeschaut. Er lud auch Abgeordnete und Vertreter der Kommunen ein. Mit dabei waren etwa die Bundestagsabgeordneten Lina Seitzl (SPD) und Andreas Jung (CDU), Landrat Zeno Danner, der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt und Allensbachs stellvertretender Bürgermeister Ludwig Egenhofer.</p> <p>Ihnen konnte Gabbert zunächst die gute Nachricht verkünden, was den Zeitplan der mit Abstand größten Baustelle im südlichen Baden-Württemberg angeht. „Wir liegen in einem sehr guten Rahmen“, sagte er. „Wir kommen sehr gut voran, es läuft, es funktioniert.“</p> <p>Das zeigt auch der aktuelle Baufortschritt: 250 Meter Tunnelsohle, 170 Meter Außen- und Innenwände und 140 Meter Tunneldecke sind bereits fertig. Gerechnet wird in Blöcken von je zehn Metern. Baubeginn für den Rohbau war im Juni 2024, er soll im zweiten Quartal 2028 abgeschlossen werden.</p> <p>Um eines kam der Regierungspräsident allerdings nicht herum: die Fortschreibung der Baukosten für das Gesamtprojekt, das die drei Tunnel Waldsiedlung, Röhrenberg und Hegne umfasst. Die neue Kostenschätzung liegt weit über der bisherigen. 2019 ging man noch von 408 Millionen Euro aus. Sie wurde jetzt auf 612 Millionen Euro erhöht. Aber auch hier gibt es eine gute Nachricht: „Das Bundesministerium für Verkehr hat die zusätzlichen Finanzmittel bereits bewilligt“, so Gabbert.</p> <p>Die enorme Steigerung der Kosten sei vor allem auf stark gestiegene Baupreise in Folge der Corona-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine zurückzuführen. Dazu komme die zunehmend detaillierter ausgearbeitete <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/durchbruch-beim-b33-ausbau-was-der-erste-bauplan-fuer-den-tunnel-hegne-steht-22-08-25;art372432,12465265" target="_blank" title="Durchbruch für den B33-Ausbau? Was der erste Tunnel-Bauplan für Anwohner und Autofahrer bedeutet">Planung für den aufwendigen Bau des Tunnels Hegne</a>.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Der Stand beim Tunnel Hegne</span><span>Der dritte und letzte Tunnel des Großprojekts Aus- und Neubau B33 ist der Tunnel Hegne. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/durchbruch-beim-b33-ausbau-was-der-erste-bauplan-fuer-den-tunnel-hegne-steht-22-08-25;art372432,12465265" target="_blank" title="Durchbruch für den B33-Ausbau? Was der erste Tunnel-Bauplan für Anwohner und Autofahrer bedeutet">Die Vorplanung dafür ist bereits abgeschlossen und damit ist die Baubarkeit der Doppelröhre bestätigt.</a> Der Tunnel wird in einem für Straßentunnel ungewöhnlichen Verfahren von oben nach unten gebaut: Zuerst kommt die Tunneldecke an die Reihe. Unter ihr entstehen dann die Seitenwände und die Sohle mit der Fahrbahn. 2027 sollen die Arbeiten EU-weit ausgeschrieben werden, 2029 der Rohbau starten. Fünf Jahre später sollen die ersten Fahrzeuge durch den Tunnel rollen.</span></label></div> <p>Die Zahlen zeigen, wie groß das Bauvorhaben ist. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/b33-neuer-tunnel-bei-allensbach-waechst-rasant-verkehrsfuehrung-wird-veraendert-06-05-25;art372432,12376935" target="_blank" title="Tunnel Röhrenberg wächst wie ein Wurm: So gehen die Bauarbeiten an der B33 voran">Der Röhrenbergtunnel wird 970 Meter lang werden.</a> Bis er fertig ist, muss enorm viel Material aufgewandt werden. Jörg Bauer, stellvertretender Gesamtprojektleiter, stellt einige davon vor: Rund 250.000 Kubikmeter Boden müssen bewegt werden. Etwa 65.000 Kubikmeter Beton werden verbaut, dazu 11.000 Tonnen Stahl zur Verstärkung.</p> <p>Die Menge an Erdmassen, die für den Röhrenbergtunnel weichen muss – die Baugrube ist bis zu zwölf Meter tief –, wird zum Teil bei der nächsten Baustelle wiederverwendet: etwa 80.000 Kubikmeter Aushubmaterial könnten für die Konsolidierung des Baugrunds genutzt werden, auf dem der Tunnel Hegne entstehen soll. Hier wird durch das hohe Gewicht langsam der stark wassergesättigte Boden zusammengedrückt.</p> <p>Beim Gang über die Baustelle informiert der stellvertretende Gesamtprojektleiter über Einzelheiten der Arbeiten. Etwa, dass der Mühlbach tiefergelegt werden musste, damit er unter dem Tunnel durchfließen kann. Positiver Nebeneffekt: Bei der Gelegenheit sei er verbreitert und ökologisch aufgewertet worden.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/der-roehrenbergtunnel-waechst-30-meter-stehen-bereits-940-meter-folgen-noch;art372432,12314052" target="_blank" title="Der Röhrenbergtunnel wächst: 30 Meter stehen bereits, 940 Meter folgen noch">Ziel ist, dass der Röhrenbergtunnel pro Woche um zehn Meter anwächst.</a> Dazu wird stets an drei Blöcken gleichzeitig gearbeitet: Im ersten Block wird die Sohle, beim zweiten die Seitenwände und beim dritten die Decke betoniert. So lasse sich der Schnitt erreichen – wenn sich erst einmal alles eingespielt hat, erklärt Bauer. Das sei meist nach etwa 200 bis 300 Metern Tunnel der Fall.</p> <p>Auch schon jetzt wächst der Tunnel täglich. Regierungspräsident Gabbert zeigt sich zufrieden. Vor Ort werde deutlich, wie viel Planung und Arbeit in einem solchen Projekt stecken – auch wenn vieles davon von außen lange nicht sichtbar ist. „Im Rahmen dessen, was wir beeinflussen können, läuft es gut“, sagt er am Ende der Baustellenführung.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nicht nur der Tunnel wächst – auch die Kosten für den B33-Ausbau: Schätzung liegt bei 612 Millionen]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 04 Sep 2025 10:28:22 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wieder mehr Autos im Landkreis: Zum ersten Mal nach Jahren steigt die Zahl  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/wieder-mehr-autos-im-landkreis-zum-ersten-mal-nach-jahren-steigt-die-zahl-wieder;art372432,12475686 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Trend geht hin zum Auto. Die Zahl der Fahrzeuge ist nach einem leichten Abwärtstrend in diesem Jahr erstmals wieder gestiegen. Doch auf welchem Platz parkt die Region im Vergleich?  ]]></description>
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          Der Trend geht hin zum Auto. Die Zahl der Fahrzeuge ist nach einem leichten Abwärtstrend in diesem Jahr erstmals wieder gestiegen. Doch auf welchem Platz parkt die Region im Vergleich?<br>
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        Der Trend geht hin zum Auto. Die Zahl der Fahrzeuge ist nach einem leichten Abwärtstrend in diesem Jahr erstmals wieder gestiegen. Doch auf welchem Platz parkt die Region im Vergleich?



        <p>Auf den Straßen im Kreis Konstanz ist es wieder etwas voller geworden. Nachdem in den Jahren 2023 und 2024 die Zahl der Autos jeweils gesunken war, stieg die Zahl nun wieder deutlich an. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamts hervor. Diesen Trend gibt es aber nicht nur am Bodensee. In ganz Baden-Württemberg gibt es einen leichten Anstieg. Und auch bundesweit zeichnet sich der Trend zum Auto ab.</p> <p>Im Landkreis Konstanz kommen auf 1000 Einwohner 571,9 Fahrzeuge, wie der Datensatz des Landesamts zeigt. Das sind etwas mehr Fahrzeuge als 2022, was der Höchststand der letzten fünf Jahre. Damals fuhren 571,1 Autos über die Straßen zwischen Hegau und Bodensee. Das sind rund elf Fahrzeuge pro 1000 Einwohner mehr als zu Beginn des Jahrzehnts.</p> <h2>Im ganzen Land gibt es mehr Autos</h2> <p>Im vergangenen Jahr war die Zahl der Autos minimal von 569,8 auf 569,2 gesunken. Doch jetzt ist wieder mehr Blech und Karbon unterwegs. Doch wie steht der Kreis Konstanz im Vergleich zu anderen Gegenden in Baden-Württemberg und in der Region?</p> <p>Die Gebiete mit den wenigsten Fahrzeugen sind die Ballungsgebiete. Der Stadtkreis Heidelberg hat mit 393,4 Autos pro 1000 Einwohnern die geringste Pkw-Dichte. Die höchste Dichte gibt es im Hohenlohekreis. Dort fahren pro 1000 Einwohner 760,5 Fahrzeuge herum. In ganz Baden-Württemberg liegt die Quote bei 620. Damit ist sie höher als in ganz Deutschland. Da liegt sie bei 590 und ist somit deutschlandweit eine Steigerung um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.</p> <h2>Weniger Autos als im Rest der Region</h2> <p>Im Kreis Konstanz sind jedoch im Vergleich zu den umliegenden Kreisen deutlich weniger Fahrzeuge unterwegs. Der Bodenseekreis hat eine Pkw-Dichte von 654,1, im Kreis Sigmaringen sind es 646,5. Der Landkreis Tuttlingen kommt auf 646,5 Autos pro 1000 Einwohner und im Schwarzwald-Baar-Kreis sind es 639,3.</p> <p>In allen Landkreisen ringsum ist der Anteil der Autos ebenfalls gestiegen. Im Vergleich ist die Pkw-Dichte im Landkreis Konstanz aber gering. Kein anderer Flächenlandkreis hat eine geringe Dichte. Lediglich die kreisfreien Städte in Baden-Württemberg liegen im Landesvergleich vor Konstanz.</p>]]>
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