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    <title>suedkurier.de - Das Wichtigste vom Tag</title>
    <link>https://www.suedkurier.de/</link>
    <language>de-DE</language>
    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 08:40:04 +0100</pubDate>
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      <title>suedkurier.de</title>
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      <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 07:42:45 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach der am Hochrhein vermissten Wanderin Scarlett S. wird jetzt mit Fotos auf Flaschen gesucht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/kreis-waldshut/wanderin-scarlett-wird-seit-5-jahren-vermisst-jetzt-wird-auch-auf-smoothie-flaschen-nach-ihr-gesucht;art372586,12512213 ]]></link>      <description><![CDATA[  Scarlett S. wird zuletzt am 20. September 2020 in Todtmoos gesehen. Seither ist sie vermisst. Mit Fotos auf Getränkeflaschen will ein Hersteller nun helfen, die vermisste Wanderin und eine Frau aus Hamburg zu finden.  ]]></description>
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          Scarlett S. wird zuletzt am 20. September 2020 in Todtmoos gesehen. Seither ist sie vermisst. Mit Fotos auf Getränkeflaschen will ein Hersteller nun helfen, die vermisste Wanderin und eine Frau aus Hamburg zu finden.<br>
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        Scarlett S. wird zuletzt am 20. September 2020 in Todtmoos gesehen. Seither ist sie vermisst. Mit Fotos auf Getränkeflaschen will ein Hersteller nun helfen, die vermisste Wanderin und eine Frau aus Hamburg zu finden.



        <p>Es ist ein ungewöhnlicher Ansatz, aber für die Angehörigen auch ein neuer Hoffnungsschimmer: Mit Fotos und Fahndungsaufruf auf Getränkeflaschen will der Fruchtsafthersteller True Fruits die Suche nach zwei vermissten Frauen unterstützen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/kreis-waldshut/fall-scarlett-s-was-wir-fuenf-jahre-nach-ihrem-geheimnisvollen-verschwinden-im-schwarzwald-wissen-29-09-25;art372586,12485175" target="_blank" title="Vermisst! Seit fünf Jahren fehlt von Wanderin Scarlett S. jede Spur">Eine von ihnen ist die seit fünf Jahren vermisste Schluchtensteig-Wanderin Scarlett Salice.</a> Auch mit dem Foto der verschwundenen Hilal Ercan aus Hamburg soll bei der Aufklärung der Vermisstenfälle geholfen werden.</p> <p>Vier Wochen lang würden die Bilder von Scarlett Salice aus dem ostwestfälischen Bad Lippspringe und Hilal Ercan auf den Flaschen abgedruckt, teilte das Unternehmen mit. „Für die Familien ist es entscheidend, dass neue Hinweise eingehen, und das kann nur passieren, wenn viele Menschen von der Suche erfahren.“</p> <p>Bislang waren bei der Polizei mehr als 600 Hinweise im Fall der vermissten Wanderin eingegangen, wie ein Sprecher Ende September bestätigte. Noch immer werde „in alle Richtungen“ ermittelt.</p> <h2>Flaschen stehen in 30.000 Supermärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz</h2> <p>Seit November sind Hilals und Scarletts Fall auf den 750ml-Smoothie-Sorten von True Fruits für mehrere Wochen zu sehen, wie das Unternehmen informiert. Auf wie vielen Smoothie-Flaschen die Vermisstenanzeigen zu sehen sind, verrät das Unternehmen nicht. Man könne die Suche nach den beiden Frauen durch die Aktion aber in 30.000 Supermärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sichtbar machen, sagte eine Sprecherin.</p> <h2>Scarletts Vater stellt eine quälende Frage</h2> <p>Zusätzlich zeigen zwei Großplakate in Hamburg und München die beiden Vermissten. Die XXL-Vermisstenanzeigen sind auf 100 Quadratmeter auf dem Winterhuder Marktplatz in Hamburg und in der Leopoldstraße in München für 28 Tage zu sehen.</p> <p>„Was ist mit meiner Tochter passiert?“ – ist die quälende Frage, die über dem Foto von Scarlett prangt. Gestellt wird sie Ralf Salice, dem Vater von Scarlett. Er will die Suche nach seiner Tochter nicht aufgeben: „Die Hoffnung ist: Solange sie nicht gefunden wurde, kann sie noch leben.“</p> <h2>Die Wanderroute von Scarlett Salice</h2> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Der Fall Scarlett</span><span>Die damals 26-Jährige aus Bad Lippspringe in Nordrhein-Westfalen war im September 2020 auf dem Schluchtensteig unterwegs. Zuletzt wurde sie am 10. September in Todtmoos gesehen. Hier zeigen Überwachungsaufnahmen eines Supermarkts, wie die Frau einkauft. Danach plante Scarlett, die letzte, gut 23 Kilometer lange Etappe des Wanderwegs anzutreten, die von Todtmoos nach Wehr führt. Dort kam sie aber nie an. Am 12.¦September wurde sie offiziell als vermisst gemeldet. Seither fehlt von der Frau jede Spur. Die Polizei hatte mehrere Suchaktionen und ein Todesermittlungsverfahren durchgeführt. Letzteres wurde aber ohne Ergebnis eingestellt. Seither wird der Fall als Vermisstenfall geführt.</span></label></div> <p>Hilal Ercan war zehn Jahre alt, als sie 1999 in einem Einkaufszentrum in Hamburg verschwand.</p> <h2>Weitere Vermisstenanzeigen auf Smoothie-Flaschen</h2> <p>True Fruits hatte im vergangenen Jahr schon einmal eine Vermisstenanzeige auf den Smoothie-Flaschen platziert. Daraufhin seien die Familien der beiden vermissten Frauen auf das Unternehmen zugekommen und hätten um Hilfe gebeten.</p> <p>Die Aktion erinnert an eine landesweite Kampagne, mit der in den USA in den 1980er Jahren Fotos vermisster Kinder auf Milchkartons gedruckt wurden, um die Suche zu erleichtern.</p> <h2>Wer nimmt Hinweise entgegen?</h2> <p>Noch immer läuft der Fahndungsaufruf der Polizei. <a href="https://fahndung.polizei-bw.de/tracing/pp-freiburg-st-blasien-vermisstenfahndung/" target="_blank" title="" rel="noopener">Hier finden sich auch Möglichkeiten der Kontaktaufnahme für alle, die Hinweise zum Verbleib der vermissten Frau geben können.</a></p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/kreis-waldshut/vermisste-scarlett-s-aus-nrw-alles-zur-verschwundenen-wanderin-mit-aktuellen-news;art372586,11342108" target="_blank" title="Spurlos verschwunden: Die Geschichte von Scarlett S.">Alle Hintergründe zum Vermissten-Fall Scarlett S. gibt es hier.</a></p>]]>
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      <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 07:05:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Vor einem Jahr gewählt: Mit Trump ist die Unberechenbarkeit ins Weiße Haus gezogen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/politik/vor-einem-jahr-gewaehlt-mit-trump-ist-die-unberechenbarkeit-und-der-zorn-ins-weisse-haus-gezogen;art410924,12511861 ]]></link>      <description><![CDATA[  Donald Trump wurde vor einem Jahr zum US-Präsidenten gewählt, seit 20. Januar ist er im Amt. Systematisch demontiert er die Demokratie – mit unabsehbaren Folgen.  ]]></description>
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          Donald Trump wurde vor einem Jahr zum US-Präsidenten gewählt, seit 20. Januar ist er im Amt. Systematisch demontiert er die Demokratie – mit unabsehbaren Folgen.<br>
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        Donald Trump wurde vor einem Jahr zum US-Präsidenten gewählt, seit 20. Januar ist er im Amt. Systematisch demontiert er die Demokratie – mit unabsehbaren Folgen.



        <p>Am 5. November 2024 nahm das Unheil seinen Lauf. Wir wussten, dass es mit Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten ungemütlich wird. Schon vor seiner ersten Wahl 2016 schreckte er nicht vor einer illegalen Wahlkampfunterstützung durch Russland zurück und prägte mit seinen rassistischen sprachlichen Ausfällen den Regierungsalltag.</p> <p>Doch wie rasant er die US-Innen- und Außenpolitik diesmal verändert, die staatliche Verwaltung umbauen lässt, die Justiz zu kapern versucht und die Weltwirtschaft nach seiner Zollpfeife tanzen lässt, hat sich kaum jemand ausgemalt.</p> <h2>Wie ein Sonnenkönig</h2> <p>Trump ist der Sonnenkönig unserer Zeit, der sich und die USA ständig in die Schlagzeilen bringt. Ebenso wie Frankreichs einstiger absolutistischer Herrscher Ludwig XIV. sieht er sich über Volk und Gesetzen stehend und als von Gott auserwählt – spätestens seit er das auf ihn verübte Attentat überlebt hat.</p> <p>Sein Büro im Oval Office strotzt vor Gold seit seinem Einzug, dem Prunk setzt er jetzt mit dem Bau eines riesigen, neuen Ballsaals die Krone auf. Er bezeichnet sich als König, und als Zehntausende im ganzen Land gegen seinen Regierungsstil auf die Straße gehen, kippt er ins Ordinäre ab: Mit Krone auf dem Kopf lässt er auf Truth Social aus der Luft Fäkalien auf sein Volk regnen. Was für ein Prolet.</p> <h2>Niemand ist vor Trump sicher</h2> <p>Er schart nur Menschen um sich, die selten kompetent, doch ihm stets hörig sind. Sie sollen seine Macht sichern, indem sie sich nicht um Gesetze scheren, Fakten und Wirtschaftsdaten zu seinen Gunsten schönen und gegen missliebige politische Gegner ermitteln. Wie schnell man es sich mit ihm verscherzen kann, bekam als einer der ersten Tesla-Milliardär Elon Musk zu spüren, der wie ein Berserker mitsamt Kettensäge durchs Weiße Haus jagte und Zehntausenden staatlichen Mitarbeitern kündigte.</p> <p>Niemand ist vor dem 79-jährigen Trump sicher. Einwanderer ohne Papiere, die seit vielen Jahren in einfachen Jobs schuften, lässt er wie Schwerverbrecher in Hand- und Fußfesseln außer Landes bringen – begleitet von reißerischen Posts auf Social Media. Er macht auch nicht vor höchsten Richtern, Beamten oder Gouverneuren Halt. Die Nationalgarde lässt er in von Demokraten regierte Städte einmarschieren und begründet dies mit vermeintlich ausufernder Kriminalität.</p> <h2>Lügen über Lügen</h2> <p>Wo er ein Ziel vor Augen hat, lügt und manipuliert er, und schleift sich die Realität zurecht. Eines seiner größten Feindbilder ist die Wissenschaft. Sein Gesundheitsminister verbreitet Lügen über Impfstoffe, Forschungsergebnisse lässt Trump von Webseiten streichen. Die Klimakrise negiert er, der Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation gehörte zu seinen ersten Amtshandlungen.</p> <p>Ausländische Staatschefs, wie den ukrainischen Präsidenten Selenskyj, demütigt er vor der versammelten Weltpresse. Respekt und menschliche Werte sind für ihn Fremdwörter. Mal stützt er die Ukraine, dann sieht er in Russlands Diktator einen guten Freund, um ihn kurz darauf als Kriegstreiber zu betiteln, der für den Tod Zehntausender verantwortlich ist.</p> <h2>Wie ein Kind im Sandkasten</h2> <p>Mit Trump ist die Unberechenbarkeit und der Zorn ins Weiße Haus eingezogen. Wer ihn reizt, muss es büßen. Er verfährt wie kleinste Kinder im Sandkasten: Machst du mir meinen Sandkuchen kaputt, hau‘ ich dir mit der Schaufel auf den Kopf. Im Stundenrhythmus reagiert er auf jede Nichtigkeit. Missliebigen Medien sagt er den Kampf an und verklagt sie.</p> <p>Die US-Demokratie ist in Gefahr. Hoffen wir, dass Richter und demokratische Gouverneure und Politiker Trump Contra geben, indem sie geltendes Recht verteidigen. Und dass die Proteste weitergehen und enttäuschte Wähler sich abwenden, weil Trump sich selbst entzaubert: durch steigende Preise, ausbleibende Steuersenkungen und eine desaströse Gesundheitspolitik. Unvorstellbar, was er bis dahin alles anrichtet und an neuen Fakten schafft.</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Vor einem Jahr gewählt: Mit Trump ist die Unberechenbarkeit ins Weiße Haus gezogen]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 21:52:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Wenn‘s mir ums Geld ginge, könnte ich es gleich lassen“: Wirt wehrt sich gegen Teuer-Vorwürfe  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/wenns-ums-geld-ginge-koennte-ich-es-lassen-wirt-wehrt-sich-gegen-teuer-vorwuerfe;art416,12511856 ]]></link>      <description><![CDATA[  Kunden klagen über hohe Preise, Wirte über hohen Kosten: Peter Vögele ist Gastronom in elfter Generation und hat trotz voller Tische zu kämpfen. Er rechnet vor, was der Kunde zahlt und was davon bei ihm hängen bleibt.  ]]></description>
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          Kunden klagen über hohe Preise, Wirte über hohen Kosten: Peter Vögele ist Gastronom in elfter Generation und hat trotz voller Tische zu kämpfen. Er rechnet vor, was der Kunde zahlt und was davon bei ihm hängen bleibt.<br>
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        Kunden klagen über hohe Preise, Wirte über hohen Kosten: Peter Vögele ist Gastronom in elfter Generation und hat trotz voller Tische zu kämpfen. Er rechnet vor, was der Kunde zahlt und was davon bei ihm hängen bleibt.



        <p>Mit den Weihnachtsgänsen steht Peter Vögele dieses Jahr auf Kriegsfuß. Zwar seien die Exemplare, die ab Anfang November den Weg in seine Restaurant-Küche fänden, qualitativ top. Aber mittlerweile kosteten ihn „die Viecher im Einkauf 70 Euro – pro Stück“. „Brutal“, sagt der Wirt. „So teuer war‘s noch nie.“</p> <h2>Gastwirt in 11. Generation im Hinterland des Bodensees</h2> <p>Peter Vögele, Gastwirt in 11. Generation im Landgasthof zum Adler in Lippertsreute, sitzt in seiner Gaststube und will eigentlich nicht jammern, wie all die anderen Gastronomen derzeit. Das mag an seinem Naturell liegen. „Ich bin ein grundlustiger Mensch“, sagt er. Es ist Mittwoch, Ruhetag im Adler. Vögele hat etwas Zeit, und die will er nutzen, um dem Journalisten, der mit <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/kommentar-wirt-will-dass-essengaeste-zusammen-bezahlen-lieber-herr-marrazzo-das-ist-eine-schnapsidee-12-09-25;art417930,12476799" title="Wirt will, dass Essensgäste zusammen bezahlen: Lieber Herr Marrazzo, das ist eine Schnapsidee!">einem Kommentar zur Gastro-Branche</a> seiner Meinung nach ziemlich daneben gelegen hat, zu erklären, wie die Realität zwischen Küche, Schankraum und Fremdenzimmer in Deutschland wirklich aussieht.</p> <p>Ganz ohne Lamento geht es aber dann doch nicht. Aus der Weihnachtsgans könne er vier, manchmal fünf Gerichte bereiten, sagt Vögele. Dazu reiche er Knödel und Rotkraut, beides in der Küche nebenan selbst gemacht. Und ein braunes Sößchen. Gut 40 Euro pro Portion stellt er seinen Gästen dafür in Rechnung. „Ich mache das nur, weil mir die Zubereitung Spaß macht und es Tradition ist“, sagt Vögele. „Wenn‘s mir ums Geld ginge, könnte ich es gleich lassen.“</p> <h2>200.000 Gastwirte gibt es in Deutschland – noch!</h2> <p>Vögeles ganz persönliches Verhältnis zum Gänsebraten, steht stellvertretend für das Empfinden einer ganzen Branche. Sie besteht aus Gastronomen, die ihren Job lieben, aber immer öfter auch an ihm zweifeln. Fast 200.000 Gastwirte gibt es nach Angaben des Branchenverbands Dehoga in Deutschland. 2,2 Millionen Beschäftigte, 50.000 Azubis und Branchenumsätze von 115 Milliarden Euro pro Jahr vereinen sie auf sich. Beeindruckende Zahlen, die aber nicht die Verfasstheit der Betriebe widerspiegeln. Deren Selbstbewusstsein zerbröselt gerade wie die Butterstreusel auf dem Zwetschgenkuchen.</p> <p>Seit der Corona-Phase mit ihren monatelangen Lock-Downs, die für viele einem Berufsverbot glichen, sieht sich die Gastronomie im Niedergang begriffen. Laut einer im September veröffentlichten Branchenumfrage rechnen 40 Prozent der deutschen Betriebe für das laufende Jahr mit Verlusten.</p> <p>Knapp ein Drittel der Gastronomen befürchtet rote Zahlen, ist sich aber noch nicht sicher, ob es wirklich so weit kommt. Fast drei Viertel der Unternehmen im Gastgewerbe haben zudem in den vergangenen Jahren nicht genügend investieren können, um ihre Küchen und Restaurants zukunftsfest zu machen. Die Branche, so legt es die Umfrage nahe, lebt von der Substanz.</p> <p>Die Bürger erleben im Alltag eine andere Gastronomie. Beim Bummeln in der Stadt sehen sie volle Cafés und Kneipen. In vielen Restaurants muss mittlerweile reserviert werden, um überhaupt einen Platz zu bekommen, nicht nur in der Vorweihnachtszeit. Manche Wirte sind sogar dazu übergegangen, Tische nach Zeit zu belegen, um den Durchsatz an Kundschaft zu erhöhen.</p> <p>Vor allem aber sind es die gestiegenen Preise für Speisen und Getränke, die den Kunden schwer im Magen liegen. Für ein Hauptgericht im Restaurant müsse man heute gut ein Viertel mehr hinblättern, als zu Beginn des Jahres 2022, räumt selbst der Branchenverband Dehoga ein. Für Getränke gibt es keine validen Zahlen, gefühlt ist der Preisauftrieb im Glas aber noch höher.</p> <h2>Keine Jubelstimmung beim Gastwirt aus dem Bodensee-Hinterland</h2> <p>Aber wie geht so etwas? Volle Tische, hohe Preise und trotzdem keine Jubelstimmung bei den Wirten? Vögele, der nach seiner Kochausbildung in einem Sternerestaurant im Schwarzwald noch ein BWL-Studium draufgesattelt hat und sich selbst schmunzelnd als einzigen Koch weit und breit mit großem Latinum bezeichnet, sagt: „Wir hängen an allem dran, was in letzter Zeit teurer geworden ist.“ Darum sei die Gesamtsituation in der Branche so schwierig und die Stimmung so mies.</p> <p>Die Weihnachtsgans, die vor ein paar Jahren im Einkauf noch viel billiger gewesen ist, ist da nur ein Beispiel. Weitere finden sich beim Gang durch die Küche seines Gasthauses. Die Kombidämpfer, mit denen er die Speisen für seine Gäste wärmt, hätten vor vier Jahren pro Stück noch 4500 Euro gekostet. Heute sind es 8000 Euro. Der Industrie-Spüler koste nun 20.000, die Farcier-Maschinen 5000 Euro. Alle seien im hohen zweistelligen Prozentbereich teurer geworden.</p> <p>Er sage das nicht, um zu jammern, aber um zu verdeutlichen, wo das Geld hingeht, wenn der Kunde bei ihm im Restaurant eine Portion Badische Käsespätzle für 18,50 Euro oder Schnitzel, Pommes und Salat für 29,50 bestelle.</p> <h2>Nahrung und Energie – die Inflation schlägt durch</h2> <p>Tatsächlich hat die Inflation in den vergangenen Jahren historische Ausmaße angenommen. Ökonomen der Europäischen Zentralbank haben berechnet, dass allein die Lebensmittelpreise in Deutschland seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 um 37 Prozent gestiegen sind. Das Ende russischer Energielieferungen in Folge des Ukrainekriegs hat die Entwicklung stark beschleunigt und insbesondere Gas enorm teuer gemacht.</p> <p>Zwischen Ende 2021 und Ende 2024 stieg sein Preis für Privathaushalte und kleine Gewerbebetriebe nach Daten des Statistischen Bundesamts um fast 80 Prozent. Im selben Zeitraum stieg auch der Mindestlohn um 30 Prozent. Vögele bezahlt seine Beschäftigten zwar nach Tarif, aber auch hier gab es Ausschläge, zuletzt laut Tarifvertrag um sieben Prozent.</p> <p>Die einzige Chance seinen Gewinn zu halten, sei bei der Qualität der Lebensmittel zu sparen, und weniger Regional- oder Bioware anzubieten, sagt er. Das wolle er aber nicht.</p> <h2>Lippertsreute ist eine Insel der Glückseligkeit</h2> <p>Dabei lebt Vögele mit seinem Adler, zu dem auch ein Gästehaus und einige Ferienwohnungen gehören, eigentlich auf einer Insel der Glückseligen. Die 1000-Einwohner-Gemeinde Lippertsreute im Hinterland von Überlingen am Bodensee gelegen, weist eine ungewöhnlich hohe Dichte an Gasthöfen auf. Fünf gastronomische Betriebe gebe es noch, sagt der 66-jährige Vögele. Ein Restaurant habe vor Kurzem sogar neu aufgemacht. Auch sein Gasthof ist immer noch gut frequentiert.</p> <p>Aber Vögele, der zehn Jahre für die CDU im Stadtrat in Überlingen saß und sich heute für die FDP engagiert, ist gut vernetzt, und kennt auch andere Flecken. „Wir profitieren hier im Ort davon, dass die Leute mittlerweile von weit her kommen, weil sie zu Hause nichts mehr haben, um Essen zu gehen“, sagt er.</p> <p>Als Beweis, dass es in der Branche nicht mehr rund läuft, führt er sein eigenes Baby an – die Linzgauköche. Die Vereinigung von Küchenchefs, die er im Jahr 2003 mitgegründet hat, und die sich damals zusammenschloss, um den Gästen „nur das Beste, was die Region zu bieten hat“ auf den Teller zu bringen, hat Nachwuchsprobleme.</p> <p>„Die Zahl der Mitgliedsbetriebe stagniert seit Jahren bei um die 20“, sagt er. Zwar kommen immer mal wieder neue Köche hinzu, aber dafür gäben dann andere auf. Wenn es so weitergeht, sieht Vögele die regionale „Ess-Kultur in Deutschland in akuter Gefahr“.</p> <h2>Die meisten Wirte geben die geplante Mehrwertsteuersenkung nicht weiter</h2> <p>Immerhin habe sich die Politik zur Senkung der Mehrwertsteuer für Essen im Restaurant ab dem neuen Jahr durchgerungen. Das werde der Branche guttun und für Entlastung sorgen. Allerdings eher bei den Wirten, nicht bei den Gästen. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/letzter-hoffnungsschimmer-wirte-am-bodensee-erklaeren-warum-sie-die-steuersenkung-nicht-an-gaeste-weitergeben-30-10-25;art417930,12505993" title="„Letzter Hoffnungsschimmer“: Wirte erklären, warum sie die Steuersenkung nicht an Gäste weitergeben">Wie die meisten Gastronomen sieht auch Vögele wenig Spielräume, die Steuerersparnis von 12 Prozent an die Kunden durchzureichen.</a></p> <h2>Zahlungsbereitschaft der Kunden ist ausgereizt</h2> <p>Unabhängige Marktbeobachter bestätigen, dass die Branche in einer Krise steckt. Im Moment gebe es keine Anzeichen, dass das Gastro-Sterben abebbe, sagt etwa Valentin Weislämle, Professor für Tourismus, Hotellerie und Gastronomie an der DHBW in Lörrach. Die Spitzen-Gastronomie sei bislang vergleichsweise unbeschadet geblieben, auf alle anderen treffe dies nicht zu, sagt er.</p> <p>Dass Preiserhöhungen nötig seien, um die gestiegenen Kosten zu kompensieren, hält der Fachmann zwar für gerechtfertigt. Er sagt aber auch: „Irgendwann geht der normale Kunde bei den Preisen nicht mehr mit, weil der Geldbeutel es nicht mehr hergibt“. Die Wirte steckten in einem Dilemma. Die Zahlungsbereitschaft der Kunden hätten viele schon „bis zur Schmerzgrenze“ ausgereizt. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung nehme die Anzahl der Restaurantbesuche statistisch betrachtet ab.</p> <p>Auch Adler-Wirt Vögele merkt bei seinen Gästen eine neue Art der Zurückhaltung. Viele säßen nicht mehr so lange wie früher und tränken das eine oder andere Glas weniger, sagt er.</p> <p>Für ihn sind das Alarmzeichen, dass irgendwas nicht mehr stimme. Gastronomie sei Geselligkeit, sagt der Spross einer Linzgauer Gastronomen-Dynastie. Sie funktioniere nur, wenn es unter dem Strich allen Spaß mache: den Gästen, aber eben auch den Wirten.</p> <p></p> <p></p>]]>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 20:56:38 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der Bodensee als Wärmequelle: Lohnt sich Aquathermie auch für Singen?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/der-bodensee-als-waermequelle-lohnt-sich-aquathermie-auch-fuer-singen;art372458,12511665 ]]></link>      <description><![CDATA[  Viele Ufergemeinden am Bodensee nutzen Seewärme. Doch könnte auch Singen diese Energiequelle nutzen? Lukas Hoch, Klimaschutzmanager der Stadt, informierte auf Anfrage der CDU über die Möglichkeiten.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Viele Ufergemeinden am Bodensee nutzen Seewärme. Doch könnte auch Singen diese Energiequelle nutzen? Lukas Hoch, Klimaschutzmanager der Stadt, informierte auf Anfrage der CDU über die Möglichkeiten.<br>
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        Viele Ufergemeinden am Bodensee nutzen Seewärme. Doch könnte auch Singen diese Energiequelle nutzen? Lukas Hoch, Klimaschutzmanager der Stadt, informierte auf Anfrage der CDU über die Möglichkeiten.



        <p>Das Bodenseewasser als Energiequelle zu nutzen, das macht für viele Bodenseeanrainer Sinn. Doch wie ist es für Städte und Gemeinden, die nicht direkt am See liegen? Das wollte die CDU-Fraktion im Singener Gemeinderat von der Stadtverwaltung wissen und stellte eine Anfrage. Klimaschutzbeauftragter Lukas Hoch informierte für die Stadt in einer Sitzung des Gemeinderats darüber, ob sich die Nutzung von Seethermie für Singen lohnen könnte.</p> <p>Das Energiepotenzial des Bodensees sei riesig und würde ausreichen, die Hälfte des Wärmepotenzials aller Baden-Württemberger zu decken, begründete die CDU ihren Antrag. Sie sehe darin eine gute Chance, sich von ausländischen Gas- und Ölimporten unabhängiger zu machen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/wie-funktioniert-eigentlich-seewaerme;art372474,11536360" target="_blank" title="Der Bodensee als Heizung der Region: Wie funktioniert Seewärme?">Bei der Seethermie wird die Wärme des Wassers beim Verfahren unter Zugabe elektrischer Energie auf eine angenehme Temperatur gebracht. So ist Heizen möglich.</a></p> <h2>Technisch möglich, aber sehr teuer</h2> <p>Seethermie habe viel Potenzial und technisch sei es grundsätzlich möglich, den Bodensee als Quelle zur Wärmeerzeugung zu nutzen, erklärte Lukas Hoch. Die kürzeste Strecke zum See betrage 4,5 Kilometer und liege zwischen Moos und Radolfzell. Das Wasser werde aus 20 Metern Tiefe entnommen und neben der Leitung nach Singen müsse am Ufer auch ein Technikgebäude gebaut werden.</p> <p>Abgesehen von den vielen Auflagen, die eine Verlegung der Leitung durch das Naturschutzgebiet mit sich bringen würde, wären die Kosten immens. Rund fünf Millionen Euro würde allein die Leitung kosten. Außerdem wolle Radolfzell selbst die Seethermie für sich nutzen, und die eigenen Projekte hätten dort Vorrang.</p> <h2>Andere Wärmequellen liegen näher</h2> <p>Er habe auch bei den Unternehmen Solarcomplex und Thüga Energie das Potenzial von Aquathermie abgefragt, berichtete Lukas Hoch. Technisch machbar sei die Seethermie, sagen sowohl Solarcomplex als auch Thüga. Doch für Singen sehe Solarcomplex andere Wärmequellen wie die Industrieabwärme oder die Aach als naheliegender an.</p> <p>Eine Anregung der CDU war, mit einem Workshop Bürgerinnen und Bürger zu aktivieren, sich für das Thema Wärmenetze zu engagieren. Das wolle die Stadt voranbringen. Das Thema Aquathermie mache wohl für Seeanrainer mehr Sinn, erklärte Oberbürgermeister Bernd Häusler. Es sei dennoch wichtig gewesen, das Thema anzusprechen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Der Bodensee als Wärmequelle: Lohnt sich Aquathermie auch für Singen?]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 19:44:31 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ein Jahr nach „Die Höhle der Löwen“: Was aus dem Projekt „Zockerhelden“ geworden ist  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/ein-jahr-nach-die-hoehle-der-loewen-so-geht-es-den-zockerhelden-heute-05-11-25;art372484,12511843 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Markdorfer Anwalt Marc Ellerbrock und Sportmoderator Werner Hansch helfen mit ihrem Projekt Spielsüchtigen, ihr Geld zurückzubekommen. Was sich nach dem Auftritt im Fernsehen ergeben hat und warum sie weiterkämpfen.  ]]></description>
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          Der Markdorfer Anwalt Marc Ellerbrock und Sportmoderator Werner Hansch helfen mit ihrem Projekt Spielsüchtigen, ihr Geld zurückzubekommen. Was sich nach dem Auftritt im Fernsehen ergeben hat und warum sie weiterkämpfen.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Der Markdorfer Anwalt Marc Ellerbrock und Sportmoderator Werner Hansch helfen mit ihrem Projekt Spielsüchtigen, ihr Geld zurückzubekommen. Was sich nach dem Auftritt im Fernsehen ergeben hat und warum sie weiterkämpfen.



        <p>Als der Markdorfer Rechtsanwalt Marc Ellerbrock und der frühere Sportmoderator Werner Hansch vor einem Jahr mit ihrem Projekt „Zockerhelden“ in der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ auftraten, war die Resonanz riesig. Ihr Ziel: Menschen zu helfen, die durch Online-Glücksspiel Geld verloren haben.</p> <p>Heute zieht Ellerbrock eine positive Bilanz. „Das Thema ist sehr erfolgreich verlaufen“, sagt er. Inzwischen vertrete „Zockerhelden“ über 1000 Betroffene in Prozessen gegen Online-Casinos und Sportwetten-Anbieter. Die Erfolgsquote liege bei rund 95 Prozent – in den meisten Fällen fließt tatsächlich Geld zurück. Im Schnitt geht es laut Ellerbrock um Schadensbeträge von 25.000 Euro.</p> <h2>Hohe Nachfrage nach der TV-Ausstrahlung</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/mit-werner-hansch-bei-hoehle-der-loewen-markdorfer-beruehrt-investoren;art372484,12167987" target="_blank" title="Investoren tief berührt: Markdorfer gemeinsam mit Werner Hansch bei „Die Höhle der Löwen“">Der Auftritt bei ‚Die Höhle der Löwen‘ habe dem Projekt einen deutlichen Schub gegeben</a>, erzählt Marc Ellerbrock. Nach der Ausstrahlung seien die Anfragen „durch die Decke gegangen“. Inzwischen habe sich die Zahl auf etwa 50 bis 100 neue Betroffene pro Monat eingependelt.</p> <p>„Zockerhelden“ ist mittlerweile auch international aktiv. Erste Klagen sollen in Rumänien eingereicht werden, in Kooperation mit lokalen Anwälten. „Wir sind keine Experten im rumänischen Rechtssystem, aber wir arbeiten mit Partnern vor Ort zusammen“, sagt Ellerbrock. Weitere Länder sollen folgen.</p> <h2>Wie ging es mit Carsten Maschmeyer weiter?</h2> <p>Aus der Show sind Marc Ellerbrock und Werner Hansch mit einem Deal herausgegangen: Gemeinsam mit der Rechtsanwältin Dagmar Wöhrl sagte Carsten Maschmeyer zu, die gewünschten 125.000 Euro in die „Zockerhelden“ zu investieren. Allerdings haben beide Parteien die Vereinbarung getroffen, eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) abzuwarten. Diese soll im ersten Quartal 2026 fallen.</p> <p>Denn die rechtliche Grundlage ist komplex. Ellerbrock versucht, es herunterzubrechen. „Das ganze Thema ist in Deutschland durch den Glücksspielstaatsvertrag geregelt.“ Mittlerweile gilt der neue Vertrag von 2021. Viele Verfahren betreffen die Zeit vor dem neuen Glücksspielstaatsvertrag. Damals waren Online-Casinos und Pokerspiele komplett verboten und Sportwetten nur eingeschränkt erlaubt.</p> <h2>Beschluss des EuGH ist entscheidend</h2> <p>Anbieter wie Tipico oder Lottoland hätten trotzdem geworben und gespielt – ohne gültige Lizenz. „Diese Verträge sind nach unserer Auffassung nichtig, und die Spieler haben Anspruch auf Erstattung“, erklärt Marc Ellerbrock.</p> <p>Die Anbieter jedoch beharren auf dem Beschluss eines Verwaltungsgerichtes, nachdem das Vergabesystem der Lizenzen damals nicht mit den europarechtlichen Grundsätzen vereinbar war. Sie schieben die Schuld auf den Gesetzgeber und wollen daher nicht zahlen.</p> <p>Dazu kommt auch, dass viele Anbieter noch weitere Regelungen des damaligen Glücksspielstaatsvertrags missachten haben, die vor allem dem Spielerschutz dienten. Das könnte ein entscheidender Punkt in der Verhandlung am EuGH werden. Ellerbrock zeigt sich optimistisch: „Wir gehen davon aus, dass der EuGH unsere Rechtsauffassung bestätigt.“</p> <h2>Bis zu sechsstelligen Beträgen in wenigen Monaten</h2> <p>Doch auch nach Einführung des neuen Glücksspielstaatsvertrags sieht der Markdorfer Rechtsanwalt weiter großen Handlungsbedarf. Zwar seien inzwischen Lizenzen vergeben worden, doch viele Anbieter hielten sich nicht an Auflagen.</p> <p>Mittlerweile muss bei Einzahlungen, die das gesetzliche Limit von 1000 Euro im Monat überschreiten, eine Bonitätsprüfung stattfinden. Doch auch das missachten viele Anbieter. „Wir haben Mandanten, die innerhalb weniger Monate sechsstellige Beträge verloren haben“, sagt er.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Hilfe bei Glücksspielsucht</span><span>Für Menschen mit glücksspielsuchtbezogenen Problemen gibt es auf den Internetseiten <a href="https://www.bundesweit-gegen-gluecksspielsucht.de/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.bundesweit-gegen-gluecksspielsucht.de</a> und <a href="https://gluecksspielhilfe.de/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.gluecksspielhilfe.de</a> ein Beratungs- und Unterstützungsangebot. Auch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit informiert unter <a href="https://www.check-dein-spiel.de/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.check-dein-spiel.de</a> über Prävention und Hilfsmöglichkeiten. Regionale Anlaufstellen lassen sich zudem über das <a href="https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis" target="_blank" title="" rel="noopener">Suchthilfeverzeichnis der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen</a> finden.</span></label></div> <h2>Geschäftsmodell: „Nicht die Wette, sondern die Sucht“</h2> <p>Von der Entscheidung am EuGH hängt nicht nur die Zusammenarbeit mit Carsten Maschmeyer ab, sondern auch viele Einzelschicksale. Besorgt zeigt sich Marc Ellerbrock über die Entwicklung der Branche: Die Umsätze der Wettanbieter steigen stetig, während Werbung gezielt junge Männer anspricht. „Wir sind dabei mit anzuschauen, wie die Sportwetten-Anbieter eine neue Generation von Süchtigen heranzüchtet“, sagt er.</p> <p>Denn das eigentliche Geschäftsmodell sei „nicht die Wette, sondern die Sucht“. Bei diesem Thema ist Mitinitiator Werner Hansch auch weiterhin eng eingebunden. Beide stehen regelmäßig in Kontakt. Hansch hält Vorträge in ganz Deutschland und auch am Bodensee, um über die Gefahren von Glücksspielsucht aufzuklären. „Er ist nach wie vor sehr engagiert“, sagt Ellerbrock.</p> <h2>Gemischte Gefühle für die Zukunft</h2> <p>„Wir können nur Einzelschicksale abfedern“, sagt Marc Ellerbrock. „Um das Problem wirklich zu lösen, braucht es staatliche Maßnahmen und vor allem staatlichen Willen.“ Er fordert strengere Kontrollen und mehr Verantwortung seitens der Aufsichtsbehörden wie die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL). „Die Anbieter haben gezeigt, dass sie nicht gewillt sind, sich an Spieler schützende Vorschriften zu halten“, sagt er, „und es wird nichts dagegen unternommen.“</p> <p>Trotzdem bleibt der Markdorfer Jurist irgendwo optimistisch: „Wir haben vieles von dem erreicht, was wir damals angekündigt haben“, sagt er. Mit Blick auf die anstehende EuGH-Entscheidung fügt er hinzu: „Wir sind gespannt, aber auch sehr hoffnungsvoll.“</p>]]>
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      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 19:11:20 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Vier Wochen Ersatzverkehr! Schwarzwaldbahn wird zwischen Villingen und Donaueschingen gesperrt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/schwarzwald/schwarzwald-baar-kreis/schwarzwaldbahn-zwischen-villingen-und-donaueschingen-wird-erneut-voll-gesperrt-05-11-25;art372502,12510766 ]]></link>      <description><![CDATA[  Vier Wochen Ersatzverkehr steht den leidgeprüften Bahnnutzern wieder bevor. Der Grund sind dieses Mal Weichenerneuerungen am Bahnhof Villingen. Schon bald geht es los. Das müssen Bahnreisende jetzt wissen.  ]]></description>
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          Vier Wochen Ersatzverkehr steht den leidgeprüften Bahnnutzern wieder bevor. Der Grund sind dieses Mal Weichenerneuerungen am Bahnhof Villingen. Schon bald geht es los. Das müssen Bahnreisende jetzt wissen.<br>
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        Vier Wochen Ersatzverkehr steht den leidgeprüften Bahnnutzern wieder bevor. Der Grund sind dieses Mal Weichenerneuerungen am Bahnhof Villingen. Schon bald geht es los. Das müssen Bahnreisende jetzt wissen.



        <p>Bahnreisende zwischen Villingen und Donaueschingen müssen tapfer sein. Die Deutsche Bahn hat erneut Gleisbauarbeiten angekündigt. Daher wird die Strecke zwischen Villingen und Donaueschingen binnen weniger Wochen ein weiteres Mal voll gesperrt.</p> <p>Konkret geht es um den Zeitraum vom Freitag, 14. November ab 22 Uhr, bis Freitag, 12. Dezember, 1 Uhr nachts. Bahnreisende müssen auf Busse umsteigen. Ein entsprechender Schienenersatzverkehr wird eingerichtet.</p> <h2>Bahnstrecke erst seit kurzem wieder in Betrieb</h2> <p>Für Bahnreisende ein schmerzhaftes Déjà-vu. Denn die Bahnstrecke zwischen Villingen und Donaueschingen war erst von Freitag, 12. September, bis Freitag, 17. Oktober, wegen Bauarbeiten voll gesperrt.</p> <p>Anlass war die Modernisierung des Bahnübergangs in der Villinger Mühlenstraße. Dort wurde nach dem Rückbau des bestehenden Bahnübergangs eine modernere Anlage errichtet. Außerdem ließ die Bahn den Gehweg verlängern und über den neuen Bahnübergang führen. Zugleich wurde für den Glasfaserausbau eine neue Gleisquerung geschaffen. Die Maßnahme ist inzwischen abgeschlossen.</p> <h2>Weichen werden erneuert</h2> <p>Doch ab Mitte November müssen sich Bahnreisende erneut auf die Streckenschließung und Schienenersatzverkehr einrichten. Anlass sind nach Auskunft eines Bahnsprechers die Erneuerung von Weichen im Bereich des Villinger Bahnhofs. Es handle sich dabei um eine Regelinstandsetzung, heißt es seitens der Deutschen Bahn. Das heißt, die Weichen werden nach einer festgelegten Lebensdauer turnusgemäß erneuert.</p> <h2>Das sind die betroffenen Linien</h2> <p>Von der Vollsperrung betroffen sind demnach die Linien RE 2 zwischen Karlsruhe und Konstanz, RE 55 (Donaueschingen/Ulm); S 10 (Freiburg/Villingen) und RB 42 (Rottweil/Bräunlingen).</p> <p>Im genannten Zeitraum werden zwei Direktbuslinien zwischen Villingen und Engen sowie zwischen Villingen und Donaueschingen eingerichtet. Außerdem ein Ersatzverkehr von Villingen über Donaueschingen nach Bräunlingen mit Haltepunkten unterwegs.</p> <h2>Die Ersatzhaltestellen</h2> <p>An den Busbahnhöfen werden Ersatzhaltestellen für die Reisenden eingerichtet. Am Busbahnhof Villingen geschieht das am Bussteig F, am Busbahnhof Donaueschingen an den Haltestellen A1 und B 1.</p>]]>
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