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    <title>suedkurier.de - Sigmaringen</title>
    <link>https://www.suedkurier.de/</link>
    <language>de-DE</language>
    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 07:45:42 +0100</pubDate>
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      <title>suedkurier.de</title>
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      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 14:26:16 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ein Globus für Merz: Kretschmann überreicht ein Antrittsgeschenk aus Oberschwaben  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/ein-globus-fuer-merz-kretschmann-ueberreicht-ein-antrittsgeschenk-aus-oberschwaben;art417930,12503473 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zum Stadtbild will der Bundeskanzler in Stuttgart nichts mehr sagen. Dafür gibt es Lob für Baden-Württemberg, ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten und einen kleinen Seitenhieb auf Söder.  ]]></description>
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          Zum Stadtbild will der Bundeskanzler in Stuttgart nichts mehr sagen. Dafür gibt es Lob für Baden-Württemberg, ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten und einen kleinen Seitenhieb auf Söder.<br>
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        Zum Stadtbild will der Bundeskanzler in Stuttgart nichts mehr sagen. Dafür gibt es Lob für Baden-Württemberg, ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten und einen kleinen Seitenhieb auf Söder.



        <p>Gärtner mit lautstarken Laubbläsern blasen das Laub weg, es nieselt. Die Mitglieder des Landeskabinetts eilen am Dienstagmorgen früh in die Villa Reitzenstein. In den Runden Saal des Staatsministeriums wird schon mal das Geschenk für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) getragen, ein Globus. Rund um die Villa Reitzenstein wacht eine hohe Polizeipräsenz. Und kurz gibt es Aufregung bei der Polizei.</p> <p>„Das ist gegen die Auflagen!“, ruft ein Einsatzleiter mit Blick auf eine kleine Demo ins Telefon. Denn die Demonstranten sind schon lange vor Merz da, aber am falschen Platz. Sie stehen direkt vor dem durch eine Mauer geschützten Haupteingang der Villa Reitzenstein, unter anderem mit Palästinenserflagge.</p> <p>Der Redner am Megafon zieht quer durch die Themen der linken Szene – von Palästina, über den Kanzler als einstigen „Blackrockmanager“, bis hin zu „Krankenpfleger statt Soldaten“. Doch dann ziehen sie anstandslos ab und skandieren „Wir sind das Stadtbild.“ Zur Debatte um die <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/nach-merz-aussage-ja-das-stadtbild-hat-sich-veraendert-das-darf-uns-besorgen;art417930,12501723" title="Ja, das Stadtbild hat sich verändert und das darf uns besorgen">Äußerung des Kanzlers in Sachen „Stadtbild“</a> will der Bundeskanzler aber nichts mehr sagen, betont dieser später bei der abschließenden Pressekonferenz auf eine entsprechende Nachfrage, er habe alles dazu gesagt.</p> <h2>Alter Bundestagsbekannter: Winfried Hermann</h2> <p>Pünktlich um 10 Uhr rauscht Merz‘ Limousinenkonvoi vor. Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat den Kanzler für dessen offiziellen Antrittsbesuch in Baden-Württemberg am Stuttgarter Flughafen abgeholt. Minister und Staatssekretäre haben sich aufgereiht im Runden Saal. Merz begrüßt alle Kabinettsmitglieder, für nahezu jeden gibt es einen kleinen freundlichen Satz.</p> <p>Als er bei Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) ankommt, fragt Merz: „Waren wir nicht zusammen im Bundestag?“ Hermann bejaht. Bis 2011 gehörte Hermann zum Bundestag, 2009 hatte Merz damals sein Bundestagsmandat niedergelegt, als er für viele Jahre aus der Politik ausstieg. Es folgen warme Worte in die Runde: „Ich freue mich hier zu sein“, so Merz.</p> <h2>Lob für Baden-Württemberg</h2> <p>Er sei ja nicht da erste Mal in der Villa Reitzenstein, erinnert an seinen Kurzbesuch jüngst bei Kretschmann nach dem CDU-Landesparteitag in Stuttgart – „auf eine Tasse Kaffee“. Und es folgt ein Satz, den man wohl gerne gehört hat in der Staatskanzlei: „Baden-Württemberg ist das Bundesland, das am meisten geprägt ist von Mittelstand, Innovation und Wirtschaft – auch wenn das Markus Söder nicht gerne hören wird, aber wahrscheinlich stimmt es.“</p> <p>Kretschmann überreicht dem Kanzler ein sinniges Geschenk, nämlich einen Globus aus baden-württembergischer Produktion eines Unternehmens aus Krauchenwies (Landkreis Sigmaringen), schließlich sei der Kanzler auch für Europa- und Weltpolitik verantwortlich, so der Ministerpräsident. In Krauchenwies sitzt der bekannte Globushersteller Columbus.</p> <p>Rückblick: Zu Merz‘ Amtsvorgänger Olaf Scholz (SPD) hatte Kretschmann eher ein Nichtverhältnis, da machte er gar kein großes Geheimnis draus. Mit dem Regierungsstil des kühlen Hanseaten konnte Kretschmann nichts anfangen, gleich zu Beginn von Scholz‘ Amtszeit 2021 lag Kretschmann mehrfach mit ihm quer, sah bei ihm auch eine Missachtung der Rolle der Ministerpräsidenten.</p> <p>Bei Merz ist dies offenbar anders. Auf eine Frage an Kretschmann jüngst in einem „Spiegel“-Interview, ob er denn einen persönlichen Draht zu Merz habe, antwortete er kurz und knapp „Ja“, man könne sehr offen miteinander reden. „Wenn etwas anliegt, kommunizieren wir“, sagte er weiter.</p> <h2>Innovationsregion Baden-Württemberg</h2> <p>Nach knapp eineinhalb Stunden kommen Merz und Kretschmann aus der Sitzung des Landeskabinetts heraus. Es gibt 15 Minuten Zeit für Pressestatements und kurze Nachfragen. Es sei ein klarer, kompakter und konzentrierter Austausch gewesen, so Kretschmann – und im Wesentlichen sei es um die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland und natürlich Baden-Württemberg gegangen.</p> <p>„Wir sind eine der führenden Innovationsregionen“, so der Ministerpräsident und deshalb habe man dem Bund eine „Innovationspartnerschaft“ in den Bereichen Chips, Luft- und Raumfahrt, Batterieentwicklung und Gesundheitswirtschaft angeboten. Es gehe darum „gemeinsam die Stärken zu stärken“.</p> <p>Sobald weitere Klarheit über diese „KI-Giga-Faktory“ bestehe, die es in der EU in mehrfacher Ausprägung geben solle, werde man darüber reden. „Ich hoffe, dass es gelingt, mindestens eine davon nach Deutschland zu holen.“ In der Bewertung der Künstlichen Intelligenz zeigte sich der Bundeskanzler einig mit dem Ministerpräsidenten. Es gebe Chancen wie Risiken, betonen beide. Kretschmann betont, jede neue Technik sei disruptiv. Und weiter: „Wer heute nicht mitkocht, steht später auf der Speisekarte.“</p> <p>Hochgelobt von beiden auch die zentrale Rolle von Heilbronn in dieser Sache. Was auch zeitlich zum Besuch des Bundeskanzlers passt. Denn beide Politiker brechen sofort auf nach Heilbronn, zum Spatenstich am Dienstagnachmittag für das Milliardenprojekt Innovationspark Künstliche Intelligenz (IPAI), der dort auf 30 Hektar entsteht. Der dort entstehende Campus soll das Herzstück von IPAI sein.</p>]]>
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      <pubDate>Wed, 15 Oct 2025 14:49:55 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[SRH-Klinik übernimmt Arztpraxis in Sigmaringen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/srh-klinik-uebernimmt-arztpraxis-in-sigmaringen;art372574,12499844 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mit der Übernahme der gastroenterologischen Praxis der Dres. Richter erweitert das SRH MVZ Landkreis Sigmaringen sein medizinisches Angebot.  ]]></description>
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          Mit der Übernahme der gastroenterologischen Praxis der Dres. Richter erweitert das SRH MVZ Landkreis Sigmaringen sein medizinisches Angebot.<br>
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        Mit der Übernahme der gastroenterologischen Praxis der Dres. Richter erweitert das SRH MVZ Landkreis Sigmaringen sein medizinisches Angebot.



        <p>Die SRH MVZ Landkreis Sigmaringen GmbH hat ihr medizinisches Angebot erweitert und Anfang Oktober die Praxis für Innere Medizin – Gastroenterologie in Sigmaringen der Dres. med. Astrid und Frank Richter übernommen.</p> <h2>Integration der Facharztpraxis</h2> <p>Zur feierlichen Praxiseinweihung kamen zahlreiche Gäste, darunter Sigmaringens Bürgermeister Dr. Marcus Ehm, die zuweisende Ärzteschaft sowie Sven Schönfeld, Geschäftsführer der SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen, informiert die SRH-Geschäftsführung. Gemeinsam mit den Praxis- und MVZ-Mitarbeitenden wurde die gelungene Integration der Facharztpraxis in das medizinische Versorgungsnetz gefeiert.</p> <h2>Gastroenterologischen Facharztpraxis der Dres. Richter</h2> <p>„Mit der Übernahme der gastroenterologischen Facharztpraxis der Dres. Richter gewinnen wir hochkompetente medizinische Expertise für den Landkreis. Uns ist wichtig, dass wir die hervorragende Arbeit des Teams nicht nur fortführen, sondern auch weiterentwickeln“, sagte Peggy Hanisch, Geschäftsführerin des SRH MVZ Landkreis Sigmaringen GmbH. „Die enge Verzahnung mit den SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen bleibt dabei unser großer Vorteil für eine ganzheitliche und wohnortnahe Versorgung der Patienten.“</p> <h2>Ärzteehepaar genießt hervorragenden Ruf</h2> <p>Alle Mitarbeiter der Praxis wurden übernommen und verstärken weiterhin das Team. Dr. med. Astrid Richter und Dr. med. Frank Richter bringen umfassende fachliche Kompetenz aus den Bereichen Innere Medizin und Gastroenterologie mit und genießen einen hervorragenden Ruf im Landkreis.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[SRH-Klinik übernimmt Arztpraxis in Sigmaringen]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 15:19:09 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach Streit über Nutzungsantrag: AfD kann Parteitag in Hechingen abhalten <p></p>  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/politik/nach-streit-ueber-nutzungsantrag-afd-kann-parteitag-in-hechingen-abhalten;art410924,12492849 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Gemeinde Hechingen wollte nicht, dass die AfD ihren Landesparteitag in der Stadthalle abhalten kann. Darüber musste ein Gericht entscheiden: Das Verwaltungsgericht Sigmaringen gibt der AfD recht. <p></p>  ]]></description>
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          Die Gemeinde Hechingen wollte nicht, dass die AfD ihren Landesparteitag in der Stadthalle abhalten kann. Darüber musste ein Gericht entscheiden: Das Verwaltungsgericht Sigmaringen gibt der AfD recht. <p></p><br>
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        Die Gemeinde Hechingen wollte nicht, dass die AfD ihren Landesparteitag in der Stadthalle abhalten kann. Darüber musste ein Gericht entscheiden: Das Verwaltungsgericht Sigmaringen gibt der AfD recht. <p></p>



        <p>Die AfD Baden-Württemberg kann ihren Landesparteitag am 8. und 9. November in Hechingen (Zollernalbkreis) abhalten. Der Versuch der Stadt beziehungsweise des Gemeinderats, mit der Änderung einer Nutzungsordnung der Stadthalle den Parteitag zu verhindern, ist damit gescheitert.</p> <p>Der Gemeinderat hatte vor Wochen dafür votiert, keine Parteiveranstaltungen über die Kreisebene hinaus zuzulassen. Bereits vorher hatte die AfD aber einen Mietvertrag für die Halle abgeschlossen.</p> <h2>Verwaltungsgericht gibt dem AfD-Antrag statt</h2> <p>Das Verwaltungsgericht Sigmaringen hat dem Antrag der AfD Baden-Württemberg stattgegeben, die dagegen geklagt hatte. Das Gerichtsurteil liegt unserer Redaktion vor. Darin betont das Gericht, dass eine Änderung des Widmungszwecks durch die Gemeinde grundsätzlich möglich sei. Das gelte für den Fall, dass Parteiveranstaltungen nicht mehr zulässig sein sollen, auch wenn das vorher anders gehandhabt wurde.</p> <p>Zuvor eingegangene Nutzungsanträge seien aber noch nach der bisher bestehenden Widmung zu entscheiden. Ändere eine Gemeinde die Zweckbestimmung nach dem Eingang eines Antrags, besteht der Verdacht, dass die Zweckbestimmung nur geändert wurde, um den Antrag ablehnen zu können. Dass es eine lokale AfD-Gliederung war, die die Halle angemietet hatte, spielte für das Gericht keine Rolle.</p> <p>Der Zweck der Anmietung sei klar erkennbar gewesen, heißt es im Urteil. Die Überlassung der Stadthalle zur Durchführung eines Parteitags könne auch nicht mit dem Argument einer drohenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung versagt werden.</p> <p>Die AfD begrüßte den Beschluss: „ Die Rechtsstaatsprinzipien haben sich durchgesetzt“, so der Co-Landesvorsitzende Emil Sänze in einer Mitteilung. Bereits im Schreiben an die Stadt Hechingen habe man darauf hingewiesen: „Pacta sunt servanda“ (Verträge sind einzuhalten). Dies sei ein zentraler Rechtsgrundsatz, der auch nicht rückwirkend durch einen Gemeinderatsbeschluss ausgehebelt werden könne.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nach Streit über Nutzungsantrag: AfD kann Parteitag in Hechingen abhalten <p></p>]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 10 Sep 2025 16:54:01 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Plötzlich sieht er einen Luchs: Kaum einer kennt das Wildtier im Donautal so gut wie Armin Hafner  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/ploetzlich-sieht-er-einen-luchs-kaum-einer-kennt-das-wildtier-im-donautal-so-gut-wie-armin-hafner;art417930,12479588 ]]></link>      <description><![CDATA[  80 Jahre SÜDKURIER, 80 Menschen erzählen: Den Donautal-Führer Armin Hafner faszinieren Wildtiere – aber vor allem der Luchs. Schon mehrfach hatte er Kontakt mit dem Pinselohr.  ]]></description>
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          80 Jahre SÜDKURIER, 80 Menschen erzählen: Den Donautal-Führer Armin Hafner faszinieren Wildtiere – aber vor allem der Luchs. Schon mehrfach hatte er Kontakt mit dem Pinselohr.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/ploetzlich-sieht-er-einen-luchs-kaum-einer-kennt-das-wildtier-im-donautal-so-gut-wie-armin-hafner;art417930,12479588]]></guid>
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        80 Jahre SÜDKURIER, 80 Menschen erzählen: Den Donautal-Führer Armin Hafner faszinieren Wildtiere – aber vor allem der Luchs. Schon mehrfach hatte er Kontakt mit dem Pinselohr.



        <p>Vor 20 Jahren gab es eine Sensation im Donautal: Zum ersten Mal wurde dort ein Luchs gesichtet, eine der seltensten Säugetierarten in Deutschland. Damals packte den Wildtier-Experten und Donautal-Führer Armin Hafner (58) das Luchs-Fieber.</p> <p>Er sei seit Kindheitstagen „tierfanatisch“, wie er selbst sagt. So verfolgte er die Luchs-Spuren im Donautal, die ihm viel über Lebens- und Jagdgewohnheiten dieser Wildkatze erzählten. Denn dem Tier schlägt öffentlich viel Sympathie entgegen. Das erfährt Hafner, wenn er öffentlich auftritt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>80 Menschen erzählen</span><span>Im Mittelpunkt unserer Serie zum Jubiläum 80 Jahre SÜDKURIER stehen Menschen, die die Region durch ihr Engagement und ihre Arbeit prägen und die Gesellschaft zusammenhalten. Und sie äußern ihre Wünsche und Ideen, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen. Auf <a href="https://www.suedkurier.de/80-stimmen/" title="80 Stimmen für eine starke Region">http://www.suedkurier.de/80-stimmen</a> sammeln wir nach und nach alle Serienteile zum Nachlesen. Jede Woche erscheint mindestens ein Serienteil.</span></label></div> <p>An den Moment, der sein weiteres Leben bestimmen sollte, kann sich Hafner gut erinnern. Mit einem Jagdfreund saß er auf einem Hochsitz auf Gämsen an.</p> <p>Plötzlich zog statt des erwarteten Wilds ein anderes Tier über die Fläche, mit dem die beiden nicht gerechnet hatten: ein Luchs! Das war Ende August 2005, seit 130 Jahren die erste Sichtung der größten europäischen Raubkatze in Baden-Württemberg.</p> <h2>„Es war reiner Zufall“</h2> <p>Diese Begegnung brachte nicht nur den Luchs wieder ins Gespräch, sondern weckte die Passion Hafners für die Wildkatze mit den Pinselohren. „Es war ein reiner Zufall, dass der Luchs sozusagen zu mir kam“, blickt er auf den einzigartigen Moment zurück. Seither hat er viel über das Tier gelernt.</p> <p>Im Winter nach der ersten Sichtung lag viel Schnee, sodass Hafner die Spuren des Luchses verfolgen und auf dessen Verhalten schließen konnte. „Das war ein total spannendes Jahr“, erzählt er.</p> <h2>Luchsen zu begegnen, ist eine Seltenheit</h2> <p>Luchse seien sehr scheu, ihnen zu begegnen sei eine Seltenheit. Trotzdem ist es Hafner gelungen, ihn mehrfach zu sichten. Auch Wildtierkameras haben dabei geholfen.</p> <p>Hafner wuchs am Rande des Donautals auf und verbrachte bereits in jungen Jahren viel Zeit in der Natur. Oft zog es ihn auf eigene Faust in die Wälder des Donautales, wo er seine ersten Begegnungen mit Wildtieren hatte.</p> <p>Später machte er seine Passion zum Beruf, den er engagiert und mit Herzblut ausübt. Als Berufsfalkner lernte er den Umgang mit Greifvögeln aller Arten, für seine Jäger-Ausbildung gründete er in Sauldorf ein Wildtierinformations- und Schulungszentrum. Er ist Donautal-Guide, führt Interessierte durch die Natur und klärt auf.</p> <h2>Tiere werden mit Sender ausgestattet</h2> <p>Hafner erlebte fünf Luchse im Donautal. Zu den aufregenden Erlebnissen zählt das Einfangen der Tiere unter Federführung der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg, um sie mit einem Sender auszustatten.</p> <p>Nachvollziehen kann man das am Luchs-Infopoint vor der Burg Wildenstein bei Leibertingen, den der Ranger anregte. Näheres erzählt Hafners Buch „Abenteuer Luchs“, das im Meßkircher Gmeiner-Verlag erschienen ist.</p> <h2>Bis zu 120 Zentimeter lang</h2> <p>Die Luchs-Wissenschaft im Donautal liest sich wie ein Krimi. Die Fotos zeigen das Tier in seiner natürlichen Umgebung und führen vor Augen, wie groß er ist.</p> <p>Viele Menschen stellen sich den Luchs als größere Hauskatze vor. Er kann aber einschließlich der Ohren 70 Zentimeter hoch und 120 Zentimeter lang werden. Wahrscheinlich hatten Luchse schon immer ein Revier im Donautal, vermutet Hafner. Doch die scheuen Tiere zeigen sich kaum.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So können Sie sich beteiligen</span><span>Machen Sie mit bei unserer Foto-Aktion „Zukunft leben!“. Laden Sie ein Foto von sich auf redaktion.suedkurier.de hoch und erzählen Sie uns, was Sie sich für die Zukunft wünschen. So wollen wir im Jubiläumsjahr die vielfältigen Ideen der Menschen in der Region sichtbar machen.</span></label></div> <p>Seit seiner ersten Sichtung hat der Jäger und Donautal-Guide viel über den Luchs geforscht – auch in seiner Freizeit. Ihm ist es wichtig, Vorurteile abzubauen und weiter Aufklärungsarbeit zu leisten, damit der Luchs im Donautal eine Zukunft hat.</p> <p>Im Moment gibt es dort keinen Luchs. „Doch das kann sich jeden Tag ändern“, erklärt Armin Hafner und freut sich schon jetzt auf diesen Moment.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 25 Aug 2025 15:00:54 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Radfahrer bei Sturz lebensbedrohlich verletzt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/radfahrer-bei-sturz-lebensbedrohlich-verletzt;art372574,12469206 ]]></link>      <description><![CDATA[  In Sigmaringen-Unterschmeien kam ein Pedelcfahrer nach schwerem Sturz per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          In Sigmaringen-Unterschmeien kam ein Pedelcfahrer nach schwerem Sturz per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        In Sigmaringen-Unterschmeien kam ein Pedelcfahrer nach schwerem Sturz per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.



        <p>Lebensbedrohliche Verletzungen hat sich ein 65 Jahre alter Pedelec-Fahrer am Sonntagnachmittag, 24. August, bei einem Sturz auf der abschüssigen Altschmeierstraße zwischen Hardthof und Unterschmeien zugezogen. Aus noch nicht abschließend geklärter Ursache stürzte der Radler kurz nach 14.30 Uhr alleinbeteiligt und musste in der Folge von einem Rettungshubschrauber zur weiteren Versorgung in eine Klinik geflogen werden. Eine medizinische Ursache kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, teilt die Polizei mit.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Radfahrer bei Sturz lebensbedrohlich verletzt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 21 Aug 2025 09:26:38 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Als die Schweiz die letzte Hoffnung war  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/als-die-schweiz-die-letzte-hoffnung-war;art417930,12467095 ]]></link>      <description><![CDATA[  80 Jahre SÜDKURIER, 80 Menschen erzählen: Anna Brodmann macht im Naturtheater in Sigmaringendorf Zeitgeschichte lebendig.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          80 Jahre SÜDKURIER, 80 Menschen erzählen: Anna Brodmann macht im Naturtheater in Sigmaringendorf Zeitgeschichte lebendig.<br>
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        80 Jahre SÜDKURIER, 80 Menschen erzählen: Anna Brodmann macht im Naturtheater in Sigmaringendorf Zeitgeschichte lebendig.



        <p>Anna Brodmann (19) steht seit sieben Jahren in ihrer Freizeit auf der Waldbühne in Sigmaringendorf. Sie hat also Erfahrung. Deshalb überträgt man ihr auch Hauptrollen. Etwa in diesem Jahr bei dem Theaterstück „Letzte Hoffnung Schweiz“. Hier erhielt Brodmann eine tragende Rolle.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>80 Menschen erzählen</span><span>Im Mittelpunkt unserer Serie zum Jubiläum 80 Jahre SÜDKURIER stehen Menschen, die die Region durch ihr Engagement und ihre Arbeit prägen und die Gesellschaft zusammenhalten. Und sie äußern ihre Wünsche und Ideen, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen. Auf <a href="https://www.suedkurier.de/80-stimmen/" title="80 Stimmen für eine starke Region">http://www.suedkurier.de/80-stimmen</a> sammeln wir nach und nach alle Serienteile zum Nachlesen. Jede Woche erscheint mindestens ein Serienteil.</span></label></div> <p>Das Besondere an dieser Inszenierung: Es gibt keinen Text, den man auswendig lernen kann. Unter Leitung der Regisseurin Nadja Kiesewetter wird die Handlung mit einem historischen Hintergrund gemeinsam entwickelt. Jeder Schauspieler muss sich in seine Rolle hineindenken.</p> <h2>Flucht vor Not und Krieg</h2> <p>Das ist eine Herausforderung. Das Thema heißt Migration und Überlebenskampf. Es erzählt Geschichten von Frauen in Oberschwaben, die dem Mangel der Nachkriegszeit entfliehen wollten und vorübergehend in die Schweiz als billige Arbeitskräfte auswanderten. Die vorgetragenen Erlebnisse beruhen auf Erinnerungen von Frauen aus der Region.</p> <p>Die Geschichte ist auch heute aktuell. Menschen verlassen aus Not oder wegen eines Krieges ihre Heimat, um sich in der Fremde eine bessere Zukunft aufzubauen. Immer noch ist die Einreise schwer und damals wie heute sind Zurückweisungen möglich. Lange Wartezeiten bis zur Erteilung der Einreisegenehmigung sind die Regel.</p> <h2>Es geht nicht ohne Emotionen</h2> <p>Die Herausforderung für die jungen Schauspieler ist, die Belastungen der Menschen glaubhaft darzustellen, sich in Großeltern hineinzudenken. Das geht nicht ohne Emotion. Die Jugendgruppe hat im Vorfeld Fachliteratur studiert und Zeitzeuginnen aus der Region befragt.</p> <p>Theater spielen erfordert Disziplin, Durchhaltevermögen und viele verplante Wochenenden. Es ist nicht immer leicht, alles unter einen Hut zu bringen, zumal Anna 2023 an der Heimschule Kloster Wald ihr Abitur gemacht hat und parallel dazu eine erste Ausbildung zur Maßschneiderin stemmen musste.</p> <p>„Es hat mich anfänglich Überwindung gekostet, mich zu trauen, bei der Waldbühne mitzumachen. Aber alle Darsteller sind wie eine große Familie für mich. Wir haben viel Spaß miteinander, und es entwickeln sich Freundschaften“, erzählt die junge Darstellerin.</p> <h2>Auch das Ehrenamt ist ihr wichtig</h2> <p>Nicht nur die Freude am Spiel steht im Vordergrund. Auch das Ehrenamt ist ihr wichtig. Leider können das viele ihrer gleichaltrigen Freunde und Bekannten nicht immer verstehen. Das zeigt sich auch an ihrem Dienst als Ministrantin, den sie mehr als zehn Jahre geleistet hat. Sie begleitete die Minis bis zu den Oberministranten und organisierte Freizeitaktivitäten.</p> <p>Brodmann kritisiert, dass viele Kindern ohne klare Regeln und Prinzipien aufwachsen. Das liege primär an den Eltern. Bereits zugesagte Teilnahmetermine der Kinder wurden immer wieder kurzfristig abgesagt. Das erschwert die Organisation.</p> <h2>Mehr Anerkennung für Vereinstätigkeit</h2> <p>Dabei wäre die Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln in unserer heutigen Zeit für die eigene Entwicklung doch so wichtig. Sie empfiehlt allen Jugendlichen, im Ehrenamt tätig zu werden, auch damit der Vereinstätigkeit wieder mehr Anerkennung widerfährt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So können Sie sich beteiligen</span><span>Machen Sie mit bei unserer Foto-Aktion „Zukunft leben!“. Laden Sie ein Foto von sich auf redaktion.suedkurier.de hoch und erzählen Sie uns, was Sie sich für die Zukunft wünschen. So wollen wir im Jubiläumsjahr die vielfältigen Ideen der Menschen in der Region sichtbar machen.</span></label></div> <p>Jetzt absolviert Anna Brodmann eine Ausbildung zur Schneidermeisterin in Stuttgart. Wie es mit ihrer beruflichen Karriere weitergeht und ob es sie an eine Universität zieht, lässt sie noch offen. Aber eins ist sicher: so lange es ihr zeitlich möglich ist, möchte sie weiterhin auf der Waldbühne stehen. Das Naturtheater ist unter den Freilichtbühnen Süddeutschlands eine der idyllischen. Seit 1928 (außer in den Kriegsjahren) wird hier Theater gespielt.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Als die Schweiz die letzte Hoffnung war]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 06 Aug 2025 15:53:48 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Er überholt Erwin Teufel: Winfried Kretschmann regiert so lange Baden-Württemberg wie niemand zuvor  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/winfried-kretschmann-stellt-rekord-auf-so-lange-regierte-noch-niemand-baden-wuerttemberg;art417930,12458095 ]]></link>      <description><![CDATA[  Winfried Kretschmann ist seit 2011 Ministerpräsident und überholt damit am Freitag den bisherigen Rekordhalter Erwin Teufel (CDU). Dabei trauten selbst Teile seiner Partei ihm das Amt einst gar nicht zu.  ]]></description>
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          Winfried Kretschmann ist seit 2011 Ministerpräsident und überholt damit am Freitag den bisherigen Rekordhalter Erwin Teufel (CDU). Dabei trauten selbst Teile seiner Partei ihm das Amt einst gar nicht zu.<br>
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        Winfried Kretschmann ist seit 2011 Ministerpräsident und überholt damit am Freitag den bisherigen Rekordhalter Erwin Teufel (CDU). Dabei trauten selbst Teile seiner Partei ihm das Amt einst gar nicht zu.



        <p>Der Erfolg war ihm nicht in die politische Wiege gelegt. Dass Winfried Kretschmann zu einer beispiellosen Ikone der Grünen und zum bis heute einzigen Ministerpräsidenten seiner Partei in Deutschland werden würde, war zu seinem Amtsantritt am 12. Mai 2011 alles andere als sicher. Und schon gar nicht, dass er nun am 8. August 2025 den bisherigen Rekordhalter Erwin Teufel (CDU) als am längsten amtierenden Ministerpräsidenten im Südwesten überholt.</p> <p>Teufel amtierte vom 22. Januar 1991 bis 19. April 2005, also 14 Jahre und knapp drei Monate. Seinen eigenen Rekord kommentierte Kretschmann, der zur Landtagswahl 2026 nicht mehr antritt, aber jüngst mit der ihm eigenen Art: „Bis die Fußnoten in den Geschichtsbüchern kommen, bin ich verfault in der Erde.“</p> <h2>Stil noch nicht herausgebildet</h2> <p>Vor dem Wahlsieg 2011 hatte sich der spätere präsidiale Kretschmann-Stil noch nicht herausgebildet. Der einstige Lehrer für Biologie, Ethik und Chemie, seit 1980 mit Unterbrechungen im Landtag und seit 2002 Grünen-Fraktionsvorsitzender, kam in den Jahren vor dem Einzug in die Villa Reitzenstein oft eigenwillig rüber, manchmal etwas verschroben – vor allem an hochfliegenden Berliner Ansprüchen gemessen.</p> <p>Mit Kretschmann werde das nie was, sinnierte 2011 der damalige Chefkorrespondent der linksalternativen taz aus Berlin. Jener war eigens vor der Wahl nach Stuttgart gekommen, um den Oppositionspolitiker zu begutachten. Ein Vorgang, den taz-Autor Peter Unfried beim Empfang zu Kretschmanns 75. Geburtstag vor zwei Jahren zur allgemeinen Erheiterung offenbarte. Und was für ein Unterschied zu den vergangenen Jahren bis heute, in denen die bundesweiten Medienorgane nach Stuttgart pilgerten, um sich von Kretschmann die Welt erklären zu lassen.</p> <p>Die eigenen Grünen im damals links dominierten Landesverband begutachteten ihren als konservativ geltenden Fraktionsvorsitzenden misstrauisch. „Der Alte muss weg“, war eine damals kursierende Redewendung. Doch waren sowohl Partei als auch Fraktion klug genug einzusehen, dass sie nur mit Winfried Kretschmann, der 1980 die Grünen mitgegründet hatte, eine Chance hatten. Sie umgaben ihn aber zur Sicherheit 2011 mit einem vierköpfigen Spitzenteam – mit dabei der heutige Grünen-Fraktionsvorsitzende Andreas Schwarz.</p> <p>Der knappe Wahlsieg 2011 wurde befördert durch eine Fülle günstiger Umstände und nicht nur die Abnutzung der jahrzehntelang dominanten CDU. Da waren das Reaktorunglück von Fukushima, die Auseinandersetzungen um Stuttgart 21 sowie das robuste Regierungshandeln des CDU-Ministerpräsidenten Stefan Mappus. All dies brachte Kretschmann schließlich in das Amt, das sich als die Rolle seines Lebens erweisen sollte.</p> <p>Als Steigbügelhalter erwiesen sich damals die nur knapp hinter den Grünen gelandeten Sozialdemokraten. Sie waren aber ahnungslos, dass sie mit Kretschmann jemanden ins Amt hoben, der ihnen bald die Anhänger abspenstig machen sollte. Genauso ahnungslos waren 2011 die noch deutlich vor den Grünen liegenden Christdemokraten. Sie hatten bei der Landung in die Opposition zunächst an eine Art Betriebsunfall geglaubt. Bis sie registrierten, dass da ein grün gefärbter Konservativer die Villa Reitzenstein erobert hatte, der in ihrer Wählerklientel wilderte, war es zu spät.</p> <p>Von der Stuttgarter Halbhöhenlage bis zu den Tälern von Schwarzwald, Neckar, Donau und Alb drang er in bürgerlich-konservative Wählerschichten ein. Der bekennende Katholik und Oberschwabe aus Sigmaringen, ab 2011 milde geformt vom damaligen Regierungssprecher und jetzigen Staatssekretär Rudi Hoogvliet, erwies sich als fast schon väterliche Identifikationsfigur für seine Landeskinder – emphatisch oder mit Humor, wenn es geboten war, und nie aus seinem Herzen eine Mördergrube machend. Geerdet war er auch durch seine bald nicht minder populäre Ehefrau Gerlinde.</p> <p>Kretschmann fand seine Fans bei den Intellektuellen, die ihn als Bewunderer der Philosophin Hannah Arendt schätzten, bis hin zu jenen, denen der Ministerpräsident als Anhänger der traditionellen Fastnacht, des Froschkuttelessens von Riedlingen und als gläubig-kritischer Katholik imponierte. Andere zeigten sich beeindruckt vom offenen Umgang Kretschmanns mit seinen Irrungen junger Jahre, etwa seiner Mitgliedschaft im maoistischen „Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW)“.</p> <h2>Die erste Bewährungsprobe: Bau des Tiefbahnhofs Stuttgart 21</h2> <p>Mit dem Volksentscheid in Sachen Stuttgart 21, als die Mehrheit der Baden-Württemberger für den Bau des Tiefbahnhofs votierte, bestand Kretschmanns Pragmatismus die erste Bewährungsprobe. Die Grünen waren die schärfsten Gegner gewesen. Statt aber in die Schmollecke zu gehen, akzeptierten Kretschmann und sein Verkehrsminister Winfried Hermann das Ergebnis und verpassten dem verkorksten Milliardenprojekt Verbesserungen im Detail.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Als längstes im Amt</span><span>Erwin Teufel (85) war 14 Jahre lang – von 22. Januar 1991 bis 20. April 2005 – Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg. Kretschmann regiert seit dem 12. Mai 2011. Am 8. August also überholt er seinen Vor-vor-Vorgänger im Amt. Sehr viel länger als Teufel macht es Kretschmann aber nicht. Er hat bereits bekanntgegeben, bei der nächsten Landtagswahl am 8. März 2026 kein weiteres Mal zu kandidieren. Die kürzeste Amtszeit hatte sein direkter Vorgänger Stefan Mappus: Der CDU-Politiker regierte Baden-Württemberg keine anderthalb Jahre, nur 456 Tage zwischen dem 10. Februar 2010 und dem 11. Mai 2011.</span></label></div> <p>Kretschmanns Gestus als präsidialer Überministerpräsident entkoppelte ihn mit den Jahren von den Grünen. Diese machte es ihm leicht, denn er garantierte Macht, Ämter und Mandate. Vollends untertan wurden die Grünen ihm bei der Wahl 2016, als man mit Kretschmann die CDU überholte und mit der Union koalierte. 2021 ließ sich die zunächst widerstrebende Partei von ihrem Übervater die erneute Koalition mit den Christdemokraten diktieren.</p> <p>Kretschmann hatte erkannt, dass er mit reiner Parteipolitik auf Dauer nicht regieren und die Grünen nicht mehrheitsfähig werden könnten – und geschweige denn bleiben. Sein Politikstil war auf weitgehenden Konsens und Kompromiss angelegt. Eine „Politik des Gehörtwerdens“ hieß die Zauberformel. Allzu großen Hoffnungen begegnete der Politiker aber mit dem Satz „Gehört werden heißt nicht immer erhört werden“.</p> <p>Nichts konnte ihn schneller auf die Palme bringen als überschießendes grünes Selbstbewusstsein. Verärgert reagierte er deshalb im November 2021 auf Äußerungen der damaligen Grünen-Landesvorsitzenden Sandra Detzer, die nach der Bundestagswahl mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen der werdenden Berliner Ampel sagte, nun würde grün „durchregiert“ und keine Kompromisse mehr gemacht. „Man muss immer Kompromisse machen“, verkündete er sein Credo.</p> <p>Seinen tiefen Unwillen durchzuregieren, hatte Kretschmann schon in den 80er-Jahren bekundet. Es gehe darum, ökologische Ziele mit marktwirtschaftlichen Mitteln und einem Bündnis unterschiedlicher Gesellschaftsgruppen zu erreichen. „Bündnis- statt Klientelpartei“ nannte er dies nach der bitteren Niederlage der Grünen nach der Europawahl 2024. Und als die hochfliegenden Pläne der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock bei der Bundestagswahl 2021 unsanft in der Realität landeten, reagierte er mit Schärfe. Wenn man regieren wolle, dürfe man eben nicht nur Politik für die eigenen Anhänger machen.</p> <p>Immer mehr wurde er so zum Mahner in Richtung der eigenen Partei, an der er oft schier verzweifelte. Etwa beim Thema Migration. Hier sah er zu viel Naivität bei seinen Parteifreunden. „Es geht nicht darum, die Schotten dicht zu machen, wie manch einer mir gerne vorwirft. Aber uns muss als Gesellschaft klar sein: Humanität gibt es nur in der Ordnung. Ohne Ordnung herrscht das Recht des Stärkeren“, sagte er einmal in einem Interview mit dieser Redaktion.</p> <p>„Klar sein in den Zielen, offen in den Wegen“, auch so ein geflügelter Kretschmann-Satz, gemünzt auf eine allzu rigide, wirtschaftsfeindliche und nach Ansicht Kretschmanns weltfremde Klimapolitik. Denn in den letzten Jahren der Kretschmann-Amtszeit hatte sich der Wind gedreht, Selbstverständlichkeiten wie eine boomende Wirtschaft und sprudelnde Steuereinnahmen, die ihm das Regieren lange Zeit erleichtert hatten, ließen plötzlich auch das wirtschaftlich so starke Baden-Württemberg in den Abgrund blicken. Worte wie De-Industrialisierung machten die Runde.</p> <h2>Kampf um den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg</h2> <p>Dem Kampf um den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg, gebeutelt durch Transformation, Corona und dann den Ukrainekrieg, gab der Ministerpräsident höchste Priorität. Fehleinschätzungen blieben nicht aus, so etwa beim Thema Corona, als er im Sommer 2021 für harte Grundrechtseingriffe plädierte und noch Ende 2021 an seinem Kurs der übergroßen Vorsicht festhalten wollte, als alle Zeichen schon auf Lockerung standen. Hier wie bei anderen Dingen fehlte ihm ein gelegentlich notwendiges Korrektiv in Gestalt eines selbstbewussten Grünen-Fraktionsvorsitzenden.</p> <p>Überhaupt war die Pflege des grünen Biotops nicht Kretschmanns Sache. Was auch dazu führte, dass ihm aus der grünen Landtagsfraktion kein geborener Nachfolgekandidat erwuchs. Nun soll der Berlin-Rückkehrer Cem Özdemir bei der Landtagswahl 2026 den Grünen die Macht erhalten. Dass aber auch CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel für sich in Anspruch nimmt, dass „bei uns das Erbe Kretschmanns in guten Händen ist“, ist noch etwas, das 2011 zu Beginn der Ära des Grünen Kretschmann als völlig undenkbar gegolten hätte.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Er überholt Erwin Teufel: Winfried Kretschmann regiert so lange Baden-Württemberg wie niemand zuvor]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 02 Jul 2025 09:51:18 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der Schlüssel ist übergeben  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/messkirch/haus-am-stachus-feierlich-eroeffnet-in-messkirch-finden-20-menschen-ein-neues-zuhause;art372566,12428915 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Haus am Stachus ist offiziell eröffnet. Nicht nur Senioren können hier ihren Lebensabend verbringen, das Angebot richtet sich mit der WG "Junge Pflege" auch an jüngere Menschen mit Unterstützungsbedarf <p></p> <p></p>  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Das Haus am Stachus ist offiziell eröffnet. Nicht nur Senioren können hier ihren Lebensabend verbringen, das Angebot richtet sich mit der WG "Junge Pflege" auch an jüngere Menschen mit Unterstützungsbedarf <p></p> <p></p><br>
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        Das Haus am Stachus ist offiziell eröffnet. Nicht nur Senioren können hier ihren Lebensabend verbringen, das Angebot richtet sich mit der WG "Junge Pflege" auch an jüngere Menschen mit Unterstützungsbedarf <p></p> <p></p>



        <p>Das Haus am Stachus, ein Projekt des DRK Kreisverbands Sigmaringen, werde zu Recht als etwas Außergewöhnliches wahrgenommen, sagte Claudia Wiese, die Präsidentin des Kreisverbands, bei der Eröffnung der Einrichtung am vergangenen Freitag. „Die Strahlkraft reicht bis Stuttgart“, sagte sie mit Blick auf Minister Manne Lucha, den Gast aus dem baden-württembergischen Landtag. Dass Barbara Bosch zur Eröffnung gekommen sei, zeige, dass das Haus am Stachus auch dem DRK Landesverband ein besonderes Anliegen sei.</p> <p>Ein dickes Lob sprach sie den Architekten Manuel Mauch und Florian Offner aus. Die Meßkircher Architektengesellschaft habe das Projekt von der Planungs- über die Bauphase bis zur Fertigstellung „bravourös und unermüdlich“ begleitet und präzise kalkuliert. In das Haus am Stachus wurden 6,9 Millionen Euro investiert, am Ende lagen die Kosten gerade mal ein Prozent über dem geplanten Betrag.</p> <p>Das Haus ist nach Auffassung von Wiese auf der Basis von Solidarität, Menschlichkeit und Gemeinschaft aufgebaut. Neben den barrierefreien Service-Wohnungen, von denen nur noch eine frei ist, sind die Wohngemeinschaften für Menschen mit Betreuungs- und Pflegebedarf zentraler Bestandteil der Einrichtung. Im ersten Obergeschoss befindet sich eine Seniorenwohngemeinschaft. Im zweiten Obergeschoss gibt es eine Wohngemeinschaft für jüngere Menschen, die aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung auf Unterstützung angewiesen sind.</p> <p>Im Eröffnungsgrußwort stellte Gesundheitsminister Manne Lucha fest: „Für ein solches Großprojekt bedarf es Vision, Sitzfleisch und Kutteln.“ Und im Alltag brauche es engagiertes Personal. Mit einem mutigen, überzeugendem Konzept sei es dem DRK Sigmaringen gelungen, Landesfördermittel in Höhe von 880.000 Euro zu generieren. Das Modell mit den verschiedenen Wohnformen und der Tagespflege sei an der Lebenswirklichkeit orientiert und das Fördergeld gut angelegt.</p> <p>Wie bereits sein Vorredner Lucha hob auch Meßkirchs Bürgermeister Arne Zwick den Quartiersbezug als positiv hervor. „Mittendrin statt nur dabei“, so Zwick. „Kurze Wege, es tut sich etwas drumherum – das sind Aspekte, die man nicht unterschätzen darf.“ Die Schaffung der WG Junge Pflege sei eine Bereicherung für Meßkirch. Das unterstrich auch Thomas Schillinger in seinem Grußwort. „Diese Wohngemeinschaft ist ein wertvolles Angebot, denn junge Menschen zwischen 30 und 50 stehen trotz ihrer Einschränkungen mitten im Leben und sie im gleichen Umfeld zu betreuen wie Hochbetagte, ist schwierig“, so der Sozialdezernent des Landkreises.</p> <p>Barbara Bosch, die Präsidentin des DRK Landesverbands, sagte: „Sigmaringen ist der erste Kreisverband in Baden-Württemberg, der Pflegewohnen in dieser Form realisiert.“ Sie lobte den Kreisverband für seinen Mut und die Vorstellungskraft. So müsse man Pflege heute denken, mit Herz, inklusiv und dem Menschen zugewandt. Mit der Einweihung des Hauses am Stachus würden nicht nur neue Räume, sondern auch neue Perspektiven eröffnet. „Der Ort bietet nicht nur Versorgung, sondern auch Lebensqualität für Menschen mit Unterstützungsbedarf.“ Bosch sieht es als notwendig an, in der Pflege von der defizitorientierten Sichtweise wegzukommen, also davon, was eine Person nicht mehr kann. Wichtig sei es, zu fragen, was die Person noch kann, welche Fähigkeiten und Stärken ihr geblieben sind und sie darin zu unterstützen.</p> <p>Florian Offner hat das Projekt sieben Jahre lang vom Erstgespräch bis zur Schlüsselübergabe begleitet. Ganz am Anfang, noch bevor das DRK involviert war, hatten Mauch und Offner vorgehabt, am Stachus das eigene Architekturbüro mit weiteren Gewerbe- und Wohneinheiten zu bauen. Offner bedankte sich beim DRK für das vertrauensvolle Miteinander, gemeinsam habe man kreative Lösungen gefunden. Nach der Schlüsselübergabe an den DRK-Geschäftsführer Gerd Will durch die Architekten, die noch einen Spendenscheck in Höhe von 5000 Euro dazulegten, stellten Dekan Stefan Schmidt und Pfarrerin Anja Kunkel das Haus unter den Segen Gottes. Sie wählten aus dem Galaterbrief ein passendes Zitat, „einer trage des anderen Last“, und schließlich wurde ein gemeinsames Loblied gesungen.</p> <p></p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Chronologie</h2> </div>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Der Schlüssel ist übergeben]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 22 Jun 2025 14:40:48 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Früher Beamter, heute Vollzeit-Comedian  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/vom-klassenraum-auf-die-buehne-johannes-begeistert-als-comedian-in-der-stadthalle-in-sigmaringen;art372574,12420096 ]]></link>      <description><![CDATA[  Er tauschte das Klassenzimmer gegen die Bühne. Erste Gag-Erfahrungen vor Publikum machte Herr Schröder in Kanada. Warum er Digitalisierung und ChatGPT in der Schule kritisch gegenübersteht  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Er tauschte das Klassenzimmer gegen die Bühne. Erste Gag-Erfahrungen vor Publikum machte Herr Schröder in Kanada. Warum er Digitalisierung und ChatGPT in der Schule kritisch gegenübersteht<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Er tauschte das Klassenzimmer gegen die Bühne. Erste Gag-Erfahrungen vor Publikum machte Herr Schröder in Kanada. Warum er Digitalisierung und ChatGPT in der Schule kritisch gegenübersteht



        <p><strong>Herr Schröder, Sie stammen ja ursprünglich aus Berlin. Wie hat es Sie in den Süden verschlagen?</strong></p> <p><em>Johannes Schröder:</em> Nach dem Abitur ging ich zum Zivildienst in ein Heim für Behinderte in der Nähe von Ravensburg. Und dort lernte ich dann meine Freundin kennen, die aus Albstadt-Truchtelfingen stammte. Mit ihr war ich sieben Jahre lang zusammen und ging später auch mit ihr nach Freiburg zum Studieren. Die Gegend um Albstadt und auch Sigmaringen kenne ich von daher auch noch recht gut.</p> <p><strong>Wie sind Sie als „Preuße“ mit dem schwäbischen bzw. alemannischen Dialekt zurechtgekommen?</strong></p> <p><em>Johannes Schröder:</em> Ich war ihm zunächst hilflos ausgesetzt und hatte meine Schwierigkeiten. Später habe ich das eine oder andere selbst ausprobiert und manchmal versuche ich mich sogar auf der Bühne am schwäbisch-alemannischen Dialekt.</p> <p><strong>Nach dem Studium haben Sie zwölf Jahre lang als Deutsch- und Englischlehrer an einem Gymnasium in Offenburg unterrichtet. Waren Sie ein guter Lehrer?</strong></p> <p><em>Johannes Schröder:</em> Ich war jedenfalls gerne Lehrer. In meinem Unterricht wurde immer viel gelacht. Die Kommunikation mit Schülern und Eltern hat mir immer Spaß gemacht. Vor allem auch meine Theater-AG hat mir viel Freude bereitet. Das andere, die vielen Konferenzen, die strengen Regeln, die vielen Korrekturen und der ganze administrative Teil haben mich aber sehr viel Kraft gekostet. Ich habe meine Notenlisten zum Beispiel immer als Letzter abgegeben.</p> <p><strong>Dann sind Lehrerinnen und Lehrer gar nicht die Faulenzer, für die sie ein Teil der Gesellschaft halten?</strong></p> <p><em>Johannes Schröder:</em> Lehrer müssen jeden Tag schon frühmorgens in die Kommunikation mit 25 oder 30 Schülerinnen und Schülern rein. Da kann man sich nicht verstecken, auch nicht an schlechten Tagen. Die Schüler spüren sofort, ob man voll da ist, ob man authentisch ist oder nicht. Sie sind da die schärfsten Kontrolleure und noch viel strenger als das Publikum auf der Bühne. Dazu kommt noch, dass es heute viel mehr Schülerinnen und Schüler gibt, die eine besondere Aufmerksamkeit brauchen.</p> <p><strong>Wo sehen Sie die Gründe dafür?</strong></p> <p><em>Johannes Schröder:</em> Die Digitalisierung im Klassenzimmer, auch seit Corona, sehe ich durchaus kritisch. Viele Schüler verbringen sechs, acht Stunden oder mehr täglich am Bildschirm. Das macht auch etwas mit der Psyche der Jugendlichen. Dieses Thema habe ich übrigens auch in meinem früheren Programm „Instagrammatik“ angeschnitten.</p> <p><strong>Was würden Sie als Kultusminister von Baden-Württemberg anders machen?</strong></p> <p><em>Johannes Schröder:</em> Wenn ich etwas zu sagen hätte, würde ich re-analogisieren, wie es mittlerweile auch die skandinavischen Länder machen: wieder weg vom Tablet und vom Handy. In echten Büchern blättern, sich im Deutsch- oder Englisch-Unterricht auch auf der Bühne ausprobieren, Texte auswendig vortragen, echte Empfindungen, das echte Leben spüren. Nicht nur „Copy“ und „Paste“ mit ChatGPT.</p> <p><strong>Wird die Künstliche Intelligenz Schule weiter verändern?</strong></p> <p><em>Johannes Schröder:</em> Das frage ich mich oft: Was brauchen Schülerinnen und Schüler in diesen Zeiten noch? Ist das Persönlichkeitsbildung, wenn man die K.I. irgendwelche Texte erstellen lässt und diese dann kopiert? Wollen Eltern wirklich Elternbriefe lesen, die nicht vom Lehrer, sondern von ChatGPT erstellt wurden? Oder liest das dann vielleicht auch gleich ChatGPT? Die Frage ist: Was ist Bildung eigentlich?</p> <p><strong>Was hat Sie schließlich veranlasst, den sicheren Hafen des Beamtentums aufzugeben und das Wagnis Comedy zu beginnen?</strong></p> <p><em>Johannes Schröder:</em> In meiner Theater-AG habe ich Schüler ermuntert, auf der Bühne alles zu geben, dass man voll in der Rolle aufgeht, dass man mit Leib, Herz und Seele alles für sein Publikum gibt. Dabei ist mehr und mehr auch in mir der Wunsch entstanden, Neues auszuprobieren, auf die Bühne zu gehen.</p> <p><strong>Wie verlief dann der Absprung?</strong></p> <p><em>Johannes Schröder:</em> Zuerst einmal habe ich ein „Sabbatjahr“ angespart und bin dann ein Jahr lang nach Kanada gegangen, wo mich niemand kannte und man auch als Laie auf kleinen, offenen Bühnen für ein Gratisgetränk fünf Minuten sein eigenes Programm vor zehn oder zwölf Zuschauern vortragen kann. Dort habe ich spätabends meine ersten Gags und Witze ausprobiert.</p> <p><strong>Hat es gleich gut geklappt?</strong></p> <p><em>Johannes Schröder:</em> Überhaupt nicht. Ich bin von Haus aus eigentlich eher schüchtern und hatte beim ersten Mal einen riesigen Kloß im Hals. Aber danach sagte ich mir, okay, der Anfang ist gemacht. Und danach wurde es von Mal zu Mal besser und die Leute haben öfter auch gelacht.</p> <p><strong>Danach war klar, sie werden Comedian?</strong></p> <p><em>Johannes Schröder:</em> Schon auf dem Rückflug aus Kanada verfestigte sich der Gedanke: Ich werde unter dem Künstlernamen „Herr Schröder“ als Lehrer auf die Bühne gehen. Sechs Jahre lang bin ich dann noch parallel in Teilzeit vor der Klasse und auf der Bühne gestanden. Bis ich mich dann endgültig entscheiden musste und mich für die Comedy entschieden habe.</p> <p><strong>Was sagten Ihre Kollegen, Ihre Freunde dazu?</strong></p> <p><em>Johannes Schröder:</em> Sie waren eher wohlwollend, aber durchaus skeptisch – verbunden mit der Frage, wann ich wieder zurückkäme.</p> <p><strong>Mittlerweile füllen Sie große Hallen. Verlief der Übergang vom Lehrer zum Comedian problemlos?</strong></p> <p><em>Johannes Schröder:</em> Im Grunde ist es etwas sehr Ähnliches, vor der Klasse oder auf der Bühne zu stehen: Man muss hier und dort alles geben. Und die Schule bietet doch für alle von uns so viele Anknüpfungspunkte, so viele gute und schlechte Erinnerungen, das ist so ein reichhaltiger Fundus, dass der Stoff hier niemals ausgeht.</p> <p><strong>Man sagt ja, Lehrer hätten ein besonderes Sendungsbewusstsein. Fühlen Sie auch auf der Bühne eine Art pädagogischen Lehrauftrag?</strong></p> <p><em>Johannes Schröder:</em> Na ja, sagen wir es mal so: Anfangs war ich auf der Bühne eher zynisch, eher hart, habe mich zum Beispiel lustig gemacht über den überaus beliebten, aber vielfach beneideten Sportlehrer, die bildungsferne Spaßgurke aus der Turnhalle, der den pädagogischen Alltag leichter nimmt, Grillfeste veranstaltet. Heute vermeide ich diesen früheren Zynismus eher, bin vielleicht weicher geworden. Zynismus ist einfach. Es erfordert aber mehr Mut und Geschick, das Publikum mit weicheren, liebevolleren Witzen zum Lachen zu bringen. Den Zynismus meide ich auch deswegen, weil ich jungen Lehrerinnen und Lehrern ja nicht die Freude an ihrem großartigen Beruf nehmen möchte.</p> <p><strong>Es bleibt also in Ihren Augen ein großartiger Beruf? Könnten Sie sich vorstellen, wieder als echter Lehrer zu arbeiten?</strong></p> <p><em>Johannes Schröder:</em> Ja, das könnte ich. Am liebsten würde ich an einer Schule wieder die Theater-AG leiten. Aber nicht mehr so viel korrigieren müssen.</p> <p><strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong></p> <strong>Interview: Roger Orlik</strong> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Zur Person</h2> Johannes Schröder wurde 1974 in Berlin geboren, hat in Freiburg studiert und zwölf Jahre als Deutsch- und Englischlehrer an einem Gymnasium in Offenburg unterrichtet. Danach kehrte er seinem Lehrerdasein samt Beamtenstatus den Rücken und nutzte das Jahr 2014 als Auszeit in Kanada, um an seinen Auftritten als Comedian zu arbeiten. Heute füllt er mit seinem dritten Live-Programm „Der Rest ist Hausaufgabe“ die Hallen im ganzen deutschsprachigen Raum – kürzlich auch in Sigmaringen, demnächst in Radolfzell und Basel.</div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Früher Beamter, heute Vollzeit-Comedian]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 09 Jun 2025 13:43:11 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Theaterstück widmet sich diesem Helden  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/theaterstueck-widmet-sich-diesem-helden;art372574,12409283 ]]></link>      <description><![CDATA[  Waldbühne Sigmaringendorf feiert Premiere. 77 Kinder und Jugendliche sind bei der Aufführung dabei. Sie lernen den Umgang mit Schwert und Bogen.  ]]></description>
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          Waldbühne Sigmaringendorf feiert Premiere. 77 Kinder und Jugendliche sind bei der Aufführung dabei. Sie lernen den Umgang mit Schwert und Bogen.<br>
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        Waldbühne Sigmaringendorf feiert Premiere. 77 Kinder und Jugendliche sind bei der Aufführung dabei. Sie lernen den Umgang mit Schwert und Bogen.



        <p>Seit dem 13. Jahrhundert wird in England von Robin Hood berichtet. Ob es diese sagenumwobene Figur wirklich gab, weiß niemand. Trotzdem ist er zum Mythos geworden, der tolle Bogenschütze, der für Gerechtigkeit kämpft und endlich auch seine wahre Liebe in die Arme schließen kann. Auf der Waldbühne in Sigmaringendorf ist er am Samstagabend für zwei Stunden lebendig geworden. Sage und schreibe 77 Kinder und Jugendliche (inklusive der Zweitbesetzungen) sind insgesamt verantwortlich dafür, dass der Held aus dem Sherwood beste Abwechslung in den Sommer bringt.</p> <h2>Glück mit dem Wetter</h2> <p>Doch zunächst ging es um das Wetter. Die hart gesottenen Fans der Waldbühne hatten bestimmt schon große Mengen Anti-Schlechtwetter-Utensilien bereitgelegt. Erst am Spätnachmittag zeigte sich der Himmel von der freundlichen Seite und sorgte damit in Sigmaringendorf für Aufatmen. Obwohl auf der Homepage der Waldbühne zu lesen ist, dass man „auch bei Regen spielt“ und die Schauspieler wetterfest seien, so richtig darauf ankommen lassen wollte es wohl niemand.</p> <p>So konnte die Premiere im Trockenen stattfinden und die Geschichte ihren Lauf nehmen, die seit Jahrhunderten weitererzählt, aufgeschrieben, als Theater und Musical aufgeführt und natürlich mehrfach verfilmt wurde. Errol Flynn oder Kevin Kostner spielten am Samstag nicht mit. Dafür aber eine Vielzahl von kleinen und größeren Talenten, für die der Kies auf der Waldbühne zumindest für einige Zeit zu den Brettern wurde, die bekanntlich die Welt bedeuten.</p> <h2>Will Scarlett ist Publikumsliebling</h2> <p>Mit einer ohne Ausnahme ausgezeichneten Leistung zogen die Akteure das Publikum in ihren Bann. Besser gesagt: die Akteurinnen. Auch die meisten männlichen Rollen waren fest in der Hand der Weiblichkeit, was aber keineswegs ein Manko bedeutete. Das Schwert sicher führen und mit Bogen zielsicher umgehen, das können auch Mädchen. Publikumsliebling dürfte Verena Brodmann gewesen, der die Rolle des pfiffigen und treuen Will Scarlett, rechte Hand und Wegbegleiter des Titelhelden, wie eine zweite Haut passte.</p> <p>Im Gegensatz zu vielen bekannten Darstellungen dreht es sich in der Waldbühne-Fassung nicht um den Sheriff von Nottingham – bei der Premiere so richtig unsympathisch dargestellt von Benjamin Reisacher – sondern um seinen Chef, den Earl von Nottinghamshire (Hannes Erath), dem nur Macht und Geld wichtig sind, was beim Adel der damaligen Zeit wohl keine Seltenheit war. Irgendwie kamen da Erinnerungen an einen lebenden Präsidenten auf. Das ist sicher Zufall.</p> <h2>Parallelen zur Gegenwart</h2> <p>Doch die ganze Story könnte, wenn man vom Bogenturnier und den Schwertkämpfen mal absieht, auch in der Gegenwart spielen. Auch hier sind es die Superreichen, die alles bestimmen wollen und den Armen kaum eine Chance geben. Den Theaterfans sei empfohlen, im Programmheft die Seite 9 zu lesen. Dort schreibt Alexander Speh (Schauspieler, Regisseur, lange Jahre Presseverantwortlicher) einen bemerkenswerten Artikel über den „Held des Sherwood Forest“.</p> <p>Annalena Maile als Robin Hood und Lisa Kiesewetter als Lady Marian machen aber auch deutlich, dass die Liebe auch in schlechten Zeiten eine Chance hat. Wer die verliebten Blicke von Robin Hood aus der Nähe gesehen hat, der kann nur neidisch aufseufzen. Keine Frage: Was früher „Kinder- und Jugendspielschart“ genannt wurde, das hat sich mittlerweile zu einer semiprofessionellen Nachwuchstruppe gemausert, die nur größtes Lob verdient. Sarah Hohl und Sara Hägele haben mit der Regie ganze Arbeit geleistet.</p> <h2>Kleiner Tipp</h2> <p>Noch ein kleiner Tipp: Bruder Tuck ist in allen Robin-Hood-Geschichten als dickleibiger Säufer mit unbändigem Appetit zu sehen. Leni Neumann gab den Mönch textsicher und ausdrucksstark, aber einfach vom Bauchumfang her deutlich zu dünn. Dem kann man bis zu den nächsten Aufführungen bestimmt abhelfen. Ein Kissen unter der Kutte dürfte genügen. Für das detailverliebte Waldbühnenteam sicher kein Problem. Ein echtes Pferd gehört natürlich auch zum Esemble und der Chor der Wandernonnen war ein echt guter Einfall.</p> <h2>Zwei Stunden Spieldauer</h2> <p>Dass Akteure auch mal durch die Publikumsränge spurten, das ist ein Gag, der schon bei mehreren Stücken zum Einsatz gekommen ist und beim Publikum gut ankommt. Dem dürfte es bestimmt nicht langweilig geworden sein ob der vielen Action-Szenen. Mit einer Spieldauer von zwei Stunden ist das Stück auch für Kinder bestens geeignet. Und das natürlich nachmittags.</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Aufführungen</h2> Die Waldbühne Sigmaringendorf hat einen Zugang für Rollstuhlfahrer. Eintrittskarten kosten von 8 bis 13 Euro. Es gibt auch eine Familienkarte. Das Kinderstück Robin Hood ist noch am Samstag, 14. Juni, um 20 Uhr (sonst immer um 14.30 Uhr) sowie im Juli und August zu sehen. Infos und Karten gibt es per Telefon unter 07571/3520 immer Montag und Mittwoch von 18 bis 19 Uhr oder mit bequemer Platzwahl im Internet: www.waldbuehne.de</div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Theaterstück widmet sich diesem Helden]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 05 Jun 2025 12:58:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ein Sigmaringer TV-Mann und sein Leben mit Frühdemenz: "Mein Kopf stolpert, aber ich gehe weiter"  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/alzheimer-diagnose-mit-52-sigmaringer-tv-moderator-jo-failer-gibt-nicht-auf-im-kampf-gegen-vergessen-10-06-25;art417930,12406628 ]]></link>      <description><![CDATA[  Jo Failer arbeitete für See TV und Sat.1, traf Stars wie Heidi Klum und Robbie Williams. Im Jahr 2024 erhält er die niederschmetternde Diagnose Frühdemenz. So geht der 52-Jährige mit seiner Krankheit um.  ]]></description>
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          Jo Failer arbeitete für See TV und Sat.1, traf Stars wie Heidi Klum und Robbie Williams. Im Jahr 2024 erhält er die niederschmetternde Diagnose Frühdemenz. So geht der 52-Jährige mit seiner Krankheit um.<br>
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        Jo Failer arbeitete für See TV und Sat.1, traf Stars wie Heidi Klum und Robbie Williams. Im Jahr 2024 erhält er die niederschmetternde Diagnose Frühdemenz. So geht der 52-Jährige mit seiner Krankheit um.



        <p>Jo Failer weiß genau, wo er war, als Boris Becker erstmals Wimbledon gewonnen hat. „Sonntag, 7. Juli 1985, 17.26 Uhr. Ich war in unserem Haus in Wilflingen im Dachgeschosszimmer. Da konnte ich in Ruhe schauen und laut mitkommentieren.“</p> <p>Aber: „Ich habe keine Ahnung, wann meine Eltern gestorben sind. Die Krankheit löscht mein Kurzzeitgedächtnis.“ 2024 erhält er die Diagnose Frühdemenz. „Was andere Menschen mit 80 erleben, erlebe ich jetzt“, sagt er. „Noch merkt man es mir meistens nicht an, auch jetzt könntest du denken: Hey, der Jo, der hat doch nichts.“</p> <h2>Diagnose Frühdemenz: TV-Moderator Jo Failer lebt nur noch „im Hier und Jetzt“</h2> <p>Jo Failer ist 52 Jahre alt, hat zwei Kinder und eine erfolgreiche Karriere hingelegt. Doch seine Firma hat er nun aufgegeben. Er arbeitet noch Vollzeit für eine Agentur und vermittelt Künstler an Altersheime, in dem auch Menschen mit Alzheimer leben – die bittere Ironie dahinter wird schnell klar.</p> <p>Statt in die letzten Jahre seines Berufslebens zu gehen, könnten dies bereits die letzten Jahre seines Lebens generell sein: „Ich weiß ja nicht, ob ich in zehn Jahren noch lebe. Wahrscheinlich nicht.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Demenz oder Alzheimer?</span><span>Demenz ist ein Oberbegriff für Erkrankungen, die zu Beeinträchtigungen der geistigen Fähigkeiten führen. Alzheimer ist eine Form der Demenz, die die häufigste Ursache für Demenz ist. Demenz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die sich auf das Gehirn auswirken und Gedächtnis- und Denkfähigkeiten beeinträchtigen. Es beschreibt den Verlust geistiger Funktionen wie Gedächtnis, Sprache, Orientierung, Planung und Entscheidungsfähigkeit. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Alzheimer wird durch den Verlust von Nervenzellen im Gehirn verursacht und führt zu einem schleichenden Verlust der geistigen Fähigkeiten.</span></label></div> <p>Wer sich länger mit Jo Failer unterhält, merkt: Die Suche nach Worten fällt ihm mit zunehmender Gesprächszeit schwerer, die Pausen zwischen den Sätzen werden länger. „Mein Kopf stolpert, aber ich gehe weiter“, sagt er dazu. Neulich bemerkt er unterwegs, dass er seinen Geldbeutel vergessen hat. Den findet er, wieder daheim, auf der Badewanne liegend. „Ich habe keine Ahnung, wie er dorthin gekommen ist.“</p> <p>Ein anderes Mal mal öffnet er den Kühlschrank, sein Geldbeutel liegt zwischen Butter, Wurst und Käse. „Solche Momente machen mich fertig, weil sie mir vor Augen führen, dass die Krankheit fortschreitet.“</p> <p>Und doch wäre Jo Failer nicht Jo Failer, wenn er in seiner Geschichte nicht einen positiven Aspekt finden würde. „Ich spüre in vielen Momenten keinen Druck mehr und lebe nur noch im Hier und Jetzt“, erklärt er. „Das wünsche ich jedem: Einfach ohne irgendeine Last leben. Ich habe jeden Tag einen freien Tag im Kopf. Das sind tolle Alzheimer-Momente.“</p> <p>Dann amüsieren ihn die Probleme anderer, die darüber streiten, ob sie nun zum Chinesen oder zum Italiener gehen wollen, „denn so etwas ist doch wirklich egal und so unwichtig“.</p> <h2>Sigmaringen, Überlingen, München: Stationen eines ereignisreichen Lebens</h2> <p>Doch der Alltag mit seinen Problemen bricht schneller als erhofft über ihn ein – spätestens, wenn er wieder in seinen eigenen vier Wänden ist. „Ich sage immer: Ich habe keine Alltagsprobleme mehr, aber Probleme im Alltag.“ Wie er das meint? „Seit Tagen sind Herd und Duschkopf kaputt. Aber ich habe keine Ahnung, was ich machen muss. Ich weiß es einfach nicht.“</p> <p>Bald bekommt er einen gesetzlichen Betreuer, „der mit mir durch den Alltag gehen wird. Briefkasten öffnen, Termine koordinieren oder Bankgeschäfte erledigen, so etwas“. Als die Krankheit kam, ging so mancher Freund. „Nicht jeder hat Verständnis“, sagt der 52-Jährige.</p> <p>Aufgewachsen ist Jo Failer in Wilflingen bei Sigmaringen. Rund um den Bodensee wird er Ende der 1990er-Jahre bekannt als Moderator des Überlinger Senders See TV. Schnell zeichnet sich ab, dass es den heute 52-Jährigen auf größere Fernsehbühnen zieht.</p> <p>Er zieht nach München, arbeitet als Sportreporter für die Sat.1-Sendung „Ran“ und macht sich 2004 selbstständig als Produzent für Film und Fernsehen. „Ich drehte mit Heidi Klum oder Robbie Williams, produzierte für das Aktuelle Sportstudio oder RTL Aktuell. Ich war für den DFB, Adidas, Volkswagen oder McDonald‘s auf der Welt unterwegs“, blickt er auf ereignisreiche Jahre zurück. „Beim WM-Finale 2014 in Rio war ich mittendrin.“</p> <p>Doch schon damals kommt er in Kontakt mit der Krankheit Demenz. Seine Mutter leidet darunter. „Ich kenne die Krankheit sehr gut“, sagt er. „Sie entwickelt sich in Schüben, kontinuierlich lassen Dinge nach. Irgendwann kann man nicht mehr gehen. Irgendwann kann man nicht mehr essen. Das Perverse: Das erholt sich nicht mehr.“</p> <p>Besonders ein Moment in der Zukunft zerbricht ihm bereits heute das Herz: „Das ist, wenn ich meine Kinder nicht mehr erkenne. Diese Vorstellung bereitet mir riesige Angst – wegen meiner Kinder, nicht wegen mir. Als Kind fühlt sich das unbeschreiblich schlimm und falsch an. Ich kenne das von meiner Geschichte mit meiner Mutter. Und meine Kinder sind erst vier und sechs Jahre alt.“</p> <p>So viel Zeit wie möglich verbringt er mit seinem Nachwuchs. „Ich bin so gerne Papa, auch wenn ich die Kinder nur an den Wochenenden sehe.“ Ehemann ist er nicht mehr, nach der Diagnose trennt sich seine Frau von ihm.</p> <h2>„Niemand muss sich verstecken“: Jo Failer möchte anderen Demenz-Kranken helfen</h2> <p>Vor allem an den Tagen, wo er sich mit Leidensgenossen der Demenzgruppe zum Austausch trifft, wird ihm klar, dass er auf sich selbst gestellt ist: „Die Partner der anderen warten im Nebenzimmer. Die nehmen sich dann am Ende in die Arme. Ich gehe alleine nach Haus.“ Doch er tut dies trotzdem mit einem Lächeln, „denn die Treffen mit Menschen, die das gleiche Schicksal haben, sind sehr inspirierend und sehr befreiend“.</p> <p>2021 ereilt Jo Failer eine schwere Depression. Schon damals hat er eine Vorahnung, dass dies die Vorboten einer sich anschleichenden Demenz sein könnten. „Ich hatte fortan ein Leben zwischen den Extremen und ich hatte immer mehr damit zu tun, wie ich im Leben zurechtkomme“, erzählt der 52-Jährige. „Damals schon lebte ich mich von meiner Frau auseinander. Ich war kein fürsorglicher Ehemann mehr.“ Im Frühjahr 2024 die Diagnose Frühdemenz.</p> <p>Den schleichenden Prozess der Krankheit spürt Jo Failer. „Energie und Kraft sind nach zwei, drei Stunden Arbeit weg“, berichtet er. „Manche Dinge packe ich einfach nicht mehr.“ Er begleitet den Fortschritt in den sozialen Medien, er schreibt ein Buch, erzählt seine Geschichte im Sat1-Frühstücksfernsehen, zahlreiche Tageszeitungen übernehmen sie. „Ich möchte anderen damit helfen“, sagt Jo Failer, „niemand muss sich verstecken, nur weil er an Demenz leidet.“</p>]]>
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      <pubDate>Thu, 05 Jun 2025 09:15:48 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Dieses Theaterstück feiert Premiere auf der Waldbühne  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/dieses-theaterstueck-feiert-premiere-auf-der-waldbuehne;art372574,12406452 ]]></link>      <description><![CDATA[  Kinder proben für Robin Hood. Regisseurin wagt sich an das Thema. Was alles einstudiert werden muss.  ]]></description>
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          Kinder proben für Robin Hood. Regisseurin wagt sich an das Thema. Was alles einstudiert werden muss.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Kinder proben für Robin Hood. Regisseurin wagt sich an das Thema. Was alles einstudiert werden muss.



        <p>Spürbar steigt die Anspannung bei rund 50 Kinder- und Jugenddarstellern der Sigmaringendorfer Waldbühne: Am Samstag feiert ihr Stück „Robin Hood“ endlich Premiere, berichtet der Theaterverein Sigmaringendorf Waldbühne.</p> <h2>Edle Motive</h2> <p>Annalena, Johanna, Sofia, Noah, Maximilian, Vera und wie sie alle heißen, proben seit Monaten teils mehrfach die Woche für das diesjährige Kinderstück auf der Freilichtbühne. Der Stoff, aus dem die Geschichte um den legendären Outlaw aus dem Sherwood Forest gestrickt ist, hat es ihnen angetan. Sich gegen Ausbeutung und Machtmissbrauch zu stellen, den Ärmsten und Entrechteten zu helfen, das sind edle Motive und das können auch schon die jüngsten Darsteller nachvollziehen.</p> <h2>Unzählige Versionen</h2> <p>So ist es nicht verwunderlich, dass zu all den unzähligen Bearbeitungen und Versionen der Robin-Hood-Legende auch eine Theaterfassung für Kinder und Jugendliche hinzugekommen ist. Als Erwachsenenstück war die Thematik bereits früher auf der Waldbühne zu sehen, nun hat sich die Kinder- und Jugendgruppe unter Leitung von Regisseurin Sarah Hohl an das Thema gewagt.</p> <h2>Authentische Darstellung</h2> <p>Neben dem obligatorischen Textlernen, dem Einstudieren von Mimik, Gestik, von Auftrittswegen und Szenenabfolgen kam in diesem Jahr noch einige besondere Herausforderungen hinzu. Bogenschießen und Schwertkampf standen auf dem Übungsprogramm, schließlich soll das Leben von Robin und seinen Freunden authentisch dargestellt werden.</p> <p>Das Ergebnis können Zuschauer auf der Waldbühne nun live erleben. Am Samstag, 7. Juni, beginnt die Waldbühne-Spielzeit 2025 mit der Premiere von „Robin Hood“. Vier Wochen später folgt die Erwachsenenspielgruppe mit „Das Leben ist ein Fest“. (pm/wex)</p> <p><em><strong>Karten</strong> für alle Inszenierungen gibt es unter unter der Telefonnummer 07571/3520 oder unter <strong>www.waldbuehne.de</strong>.</em></p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 31 Mar 2025 10:58:32 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Sind keine Feuerwehr-Mädels": Janet Schüle wehrt sich gegen Klischees und blöde Sprüche  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/janet-schuele-bei-der-feuerwehr-leibertingen-feuerwehrfrau-trotzt-klischees-und-sie-packt-voll-mit-an;art417930,12349768 ]]></link>      <description><![CDATA[  <span class="TK_fett TK_mager">80 Jahre SÜDKURIER, 80 Menschen erzählen:</span> Janet Schüle packt bei der Feuerwehr Leibertingen mit an und ist den Männern beim Einsatz ebenbürtig.  ]]></description>
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          <span class="TK_fett TK_mager">80 Jahre SÜDKURIER, 80 Menschen erzählen:</span> Janet Schüle packt bei der Feuerwehr Leibertingen mit an und ist den Männern beim Einsatz ebenbürtig.<br>
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        <span class="TK_fett TK_mager">80 Jahre SÜDKURIER, 80 Menschen erzählen:</span> Janet Schüle packt bei der Feuerwehr Leibertingen mit an und ist den Männern beim Einsatz ebenbürtig.



        <p>Das Feuerwehrhaus in Leibertingen ist blitzsauber. Die Jacken und Helme in den Spinden sind aufgereiht wie Zinnsoldaten, das Löschfahrzeug glänzt frisch poliert. Kein Ruß, kein Staub. Nichts erinnert daran, dass hier Menschen ausrücken, wenn irgendwo Rauch aufsteigt oder ein Motor auf der Landstraße in Flammen aufgeht.</p> <p>Janet Schüle (26) tritt vor, ein fester Händedruck. Langes blondes Haar, offenes Lachen. Die Selbstverständlichkeit einer Frau, die sich längst an ihre Rolle gewöhnt hat. „Mein letzter Einsatz?“ Sie überlegt kurz, dann lächelt sie. „Kaminbrand in Beuron. War zum Glück nichts Großes. Aber man weiß ja nie, was einen erwartet.“</p> <h2>Der Opa war sogar Kommandant</h2> <p>Janet ist seit fast zehn Jahren ehrenamtlich bei der Feuerwehr in Leibertingen. Lange hatte sie sich das nicht zugetraut. Als sie mit 17 das erste Mal bei einer Feuerwehrprobe mitlief, war sie unsicher. Ihr Onkel habe sie überredet, einfach mal mitzukommen, erzählt sie. Ihr Opa war Feuerwehrmann, ihr Onkel, Werner Schüle, sogar zehn Jahre lang Kommandant.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>80 Menschen erzählen</span><span>Im Mittelpunkt unserer Serie zum Jubiläum 80 Jahre SÜDKURIER stehen Menschen, die die Region durch ihr Engagement und ihre Arbeit prägen und die Gesellschaft zusammenhalten. Und sie äußern ihre Wünsche und Ideen, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen. Auf www.suedkurier.de/80-stimmen sammeln wir nach und nach alle Serienteile zum Nachlesen. Jede Woche erscheint mindestens ein Serienteil.</span></label></div> <p>„Dann war ich da, und irgendwie hat es Klick gemacht.“ Das Teamgefühl, die Einsätze, der Gedanke, dass man plötzlich für andere da sein kann, wenn Hilfe nötig ist – all das hat sie gepackt. Wenige Monate später war sie voll dabei, hat die Grundausbildung gemacht und den Truppführer-Lehrgang absolviert. Heute steht sie Seite an Seite mit den Männern in Einsatzkleidung.</p> <p>Und doch gibt es immer wieder diese Momente. Die Blicke, die Sprüche. „Ich bin leider die einzige Frau hier in der Abteilung Feuerwehr“, sagt sie und lehnt sich an ein Spind. „Klar, da kommt dann manchmal so ein blöder Spruch.</p> <h2>Die Akzeptanz wächst langsam</h2> <p>Manchmal ist es auch nur die Art, wie man angeschaut wird. So nach dem Motto: Kann sie das überhaupt?“ Sie kann. Aber beweisen muss sie es trotzdem immer wieder. So ganz normal ist es eben nicht, wenn eine Frau bei der Feuerwehr in den Einsatz geht.</p> <p>Wenn es eine Übung gibt, packt sie zu. Hebt Schläuche, klettert über Hindernisse. Doch immer wieder passiert es, und einer sagt: „Ach komm, ich mach das.“ Sie lächelt schmal. „Dann sage ich: Nee. Ich kann das.“ Die Akzeptanz wächst langsam. Doch Frauen in der Feuerwehr, vor allem im ländlichen Raum, sind immer noch die Ausnahme. In Baden-Württemberg liegt ihr Anteil bei gerade mal 6,8 Prozent.</p> <p>„Die Feuerwehr ist hier eine Männerwelt. War sie immer“, sagt sie. Doch sie bleibt. Sie ist nicht nur Feuerwehrfrau, sondern auch Kassiererin im Turnverein, tanzt in der Garde in Kreenheinstetten. Wenn sie von ihrem Alltag erzählt, klingt es, als hätte ihre Woche mindestens zehn Tage.</p> <h2>Die Feuerwehr ist mehr als ein Hobby</h2> <p>Arbeit erfüllt sie. Die Feuerwehr ist mehr als ein Hobby. Müsste sie sich für einen Verein entscheiden, wäre es immer die Feuerwehr. Hier fühlt sie sich gebraucht, hier kann sie etwas bewegen.</p> <p>Das will sie auch in Zukunft tun und die Gruppenführer-Ausbildung machen. Und vielleicht irgendwann auch Kommandantin werden. Dass sie dazu in der Lage ist, zeigt ihre Rolle in der Führungsgruppe Region Meßkirch. Diese Einheit wurde gegründet, um bei größeren Einsätzen die Leitung und Organisation zu übernehmen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So können Sie sich beteiligen</span><span>Machen Sie mit bei unserer Foto-Aktion „Zukunft leben!“. Laden Sie ein Foto von sich auf redaktion.suedkurier.de hoch und erzählen Sie uns, was Sie sich für die Zukunft wünschen. So wollen wir im Jubiläumsjahr die vielfältigen Ideen der Menschen in der Region sichtbar machen. Und kommen Sie zum Sommerfest: Am 12. Juli laden wir Sie nach Konstanz zu einem großen Fest ins SÜDKURIER Medienhaus ein.</span></label></div> <p>Doch die Wehren haben Nachwuchsprobleme. Dabei sei es eine der wichtigsten Aufgaben, die man in unserer Gesellschaft übernehmen könne, meint Schüle. Was muss passieren, damit mehr Freiwillige mitmachen? Sie denkt kurz nach: „Man könnte anfangen, uns Frauen als normale Feuerwehrleute zu sehen. Nicht als Feuerwehr-Mädels.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA["Sind keine Feuerwehr-Mädels": Janet Schüle wehrt sich gegen Klischees und blöde Sprüche]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 23 Mar 2025 16:05:09 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zukunftsorientierung statt starker Sprüche  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/zukunftsorientierung-statt-starker-sprueche;art372574,12343045 ]]></link>      <description><![CDATA[  Beim 14. traditionelles Starkbierfest der CDU spricht Innenminister Thomas Strobel als Hauptredner  ]]></description>
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          Beim 14. traditionelles Starkbierfest der CDU spricht Innenminister Thomas Strobel als Hauptredner<br>
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        Beim 14. traditionelles Starkbierfest der CDU spricht Innenminister Thomas Strobel als Hauptredner



        <p>Flotte Musik der Laizer Musikanten, zivile Preise und ein deftiges Vesper zum Starkbier, keine schlechten Voraussetzungen für einen politischen Abend. Thomas Bareiß, wiedergewählter Bundestagsabgeordneter der CDU hatte, wie schon viele Jahre zuvor, zusammen mit dem CDU-Ortsverband Sigmaringen zum traditionellen Starkbierfest in die Turn- und Festhalle nach Laiz eingeladen und mit Innenminister Thomas Strobel einen hochkarätigen Hauptredner verpflichtet. Im Gegensatz zu einem bayerischen Festzelt wurde nicht auf den politischen Gegner draufgehauen, sondern es herrschte eher Aufbruchstimmung und Motivation für die Zukunft.</p> <h2>Aubruchstimmung trotz schlechtem Besuch</h2> <p>Von den CDU-Mitgliedern im Kreis Sigmaringen waren nicht so viele gekommen, wie man wohl erwartet hatte. „Die Leute gehen nicht mehr so gerne auf politische Veranstaltungen“, stellte Bareiß im Gespräch mit dem SÜDKURIER fest. Die Teilung des Landkreis in zwei Wahlkreise bei der Bundestagswahl hat vermutlich für alle Parteien Nachteile.</p> <h2>Kein Trübsal an den Tischen</h2> <p>Trotz der nicht gerade vollen Halle war die Stimmung exzellent. Lebhafte Gespräche an den Tischen waren der beste Beweis. Keine Spur von Trübsal. Warum auch. Schließlich war man bei der Bundestagswahl als Sieger hervorgegangen. Doch im kommenden Jahr steht die Landtagswahl an. Und das mit zwei neuen Kandidaten. Bereits am 28. März sollen in Krauchenwies der Kandidat für die Nachfolge des Landtagsabgeordneten Klaus Burger gewählt werden. Oder ist es eine Nachfolgerin? Mögliche Aspiranten waren natürlich nach Laiz gekommen.</p> <h2>Zustimmung zu Grundgesetzänderung lange überlegt</h2> <p>In seinem Grußwort gab sich Thomas Bareiß kämpferisch und motiviert. „Vor wenigen Wochen haben wir noch Wahlkampf gemacht und jetzt scheint der Politikwechsel möglich“, betonte er. Das Grundgesetz wurde geändert und riesige Geldmengen bereitgestellt. Er hat sich lange Gedanken gemacht, ob er da mitstimmen kann. Aber: Wer Verantwortung trage, der müsse sehen, was gut ist für das Land. Dazu gehöre auch die Notwendigkeit, die vernachlässigte Bundeswehr wieder zu ertüchtigen. Der Ausbau der Infrastruktur bedinge auch neue Zukunftsperspektiven für die hiesige Raumschaft. Dazu gehöre auch endlich die Realisierung der B311/B313 neu zwischen Mengen und Meßkirch. Dass es nun mehr Geld gebe, das sei gut. „Man muss das Geld aber auch ausgeben und deshalb Planungsverfahren vereinfachen und Bürokratie abbauen“, forderte Bareiß.</p> <h2>Strobel spricht Klartext</h2> <p>Sigmaringen CDU-Chef Sarjoscha Marquardt bezeichnete Thomas Strobel jemanden „ der Klartext redet“. Diesem Ruf wurde der Innenminister dann auch gerecht. „Ich freue mich, dass ich mal wieder ein paar normale Leute sehe“, blickt Strobel auf die vergangenen Wochen des Politikbetriebes in Berlin und Stuttgart zurück. Die höchste Exportquote in Deutschland stelle Baden-Württemberg an die Spitze. Das bedeute auch Wohlstand und Zukunftschancen.</p> <h2>Stolz auf Baden-Württemberg</h2> <p>Das Ländle sei aber auch Innovationsland Nummer eins in Europa. „Keiner meldet so viele Patente an“, freut sich der Innenminister. Auch dieses vor den Bayern. Man sei aber auch Ehrenamtsland Nummer eins. „Fast jeder Zweite Baden-Württemberg ist ehrenamtlich tätig“, berichtete Strobel mit erkennbarem Stolz. Besonderes Lob gab es für diejenigen, die im Bevölkerungsschutz tätig sind. Und dann ein echtes Geheimnis: „Wir haben Jahr für Jahr steigende Zahlen bei der Jugendfeuerwehr.“ Teilweise könne man den Andrang gar nicht bewältigen. „Danke alle Ehrenamtlichen für den Dienst, den sie an unserer Demokratie und unserer Gesellschaft tun“, gab es dann Labsal für die Seelen der vielen Ehrenamtlichen. Strobel kündigte an, dass die Ehrenamtskarte jetzt für ganze Land an.</p> <h2>Veränderte Welt erfordert verändertes Verhalten</h2> <p>Man habe im Bundesrat für die Grundgesetzänderungen befürwortet und auch der Schuldenaufnahme zugestimmt. Warum? Die Welt habe sich verändert. Krieg, Unsicherheit betreffs des Verhaltens der USA und viele andere Faktoren bedingten Konsequenzen, die es möglich machten, das Land wehrhaft zu machen. Zudem gebe es einen hohen Nachholbedarf bei Investitionen in Schulen, Krankenhäuser, Schienen, Straßen und die gesamte Infrastruktur. Aber: „Es darf nie heißen, Geld spielt keine Rolle“, machte Strobel deutlich. Das Geld müsse für das Notwendige und nicht das Wünschenswerte verwendet werden. Es heiße nun die Ärmel hochkrempeln und nicht die Viertagewoche einzuführen. In den vergangene drei Jahren sei Deutschland in Europa praktisch gar nicht existent. Das müsse sich ändern. Deutschland müsse in Europa die Stelle einnehmen, die ihm zustehe. Für die frei gehaltene Rede gab es viel Applaus. Und der lag sicher nicht am Starkbier. Mineralwasser und Spezi waren sehr oft auf den Tischen zu sehen.</p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Landtagswahl Parteitage CDU thema-politik-land-landtagswahl thema-politik-parteien]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Zukunftsorientierung statt starker Sprüche]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 18 Mar 2025 14:16:28 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kretschmann entsetzt über Thomas Bareiß: Aussagen zu Nord Stream 2 "völlig unverständlich"  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/winfried-kretschmann-empoert-ueber-thomas-bareiss-nord-stream-2-aussagen-voellig-unverstaendlich;art417930,12338881 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der grüne Ministerpräsident aus Sigmaringen widerspricht dem CDU-Bundestagsabgeordneten für Sigmaringen entschieden: Die Idee, die Gaspipeline doch in Betrieb zu nehmen, sei "völlig unverständlich".  ]]></description>
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          Der grüne Ministerpräsident aus Sigmaringen widerspricht dem CDU-Bundestagsabgeordneten für Sigmaringen entschieden: Die Idee, die Gaspipeline doch in Betrieb zu nehmen, sei "völlig unverständlich".<br>
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        Der grüne Ministerpräsident aus Sigmaringen widerspricht dem CDU-Bundestagsabgeordneten für Sigmaringen entschieden: Die Idee, die Gaspipeline doch in Betrieb zu nehmen, sei "völlig unverständlich".



        <p>Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Äußerungen des CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß, der in der vergangenen Woche angeregt hatte, die Gaspipeline Nord Stream 2 nach einem Friedensschluss in der Ukraine wieder in Betrieb zu nehmen, als „völlig unverständlich“ kritisiert.</p> <p>„Ich kann nur mein Entsetzen zum Ausdruck bringen über solche Äußerungen. Das sind irgendwelche Trumpisten, die das ansonsten fordern“, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart vor Journalisten. „Man muss man sich mal vorstellen, was das für unser Verhältnis zu Polen bedeuten würde, wenn man das machen würde.“</p> <p>Bareiß hatte in einem Beitrag auf der Plattform LinkedIn angeregt, die derzeit zerstörte Gaspipeline zwischen Russland und Deutschland wieder in Betrieb zu nehmen. Dies könnte „Teil eines Trump-Deals mit Russland werden“, heißt es in dem Beitrag weiter.</p> <h2>Was Bareiß vor hat</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/politik/cdu-abgeordneter-bareiss-will-nord-stream-2-zurueck-empoerung-folgt-sofort;art410924,12338277" title="Sigmaringer Abgeordneter Bareiß will Nordstream 2 zurück und wird heftig kritisiert">Gegenüber dem SÜDKURIER hatte Bareiß auf Nachfrage gesagt</a>, es gehe ihm nicht darum, Putin Geld zu geben, „sondern über diese Zeit hinaus zu denken, wenn wieder Frieden herrscht“. „Hass auf Russland“ finde er aber immer ein bisschen schwierig.</p> <p>Nachdem mehrere Medien den Beitrag von Bareiß aufgegriffen und darüber berichtet hatten, wurde der CDU-Politiker scharf kritisiert und erntete auch in den eigenen Reihen Unverständnis.</p> <p>Bareiß hatte bei der Bundestagswahl das Direktmandat im Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen verteidigt. Derzeit ist er im Bund in der Arbeitsgruppe Verkehr, Infrastruktur, Bauen und Wohnen an den Koalitionsverhandlungen beteiligt.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Kretschmann entsetzt über Thomas Bareiß: Aussagen zu Nord Stream 2 "völlig unverständlich"]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 16 Mar 2025 12:02:33 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Warum ein Nagel zu einem Feuerwehreinsatz in Sigmaringen führt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/warum-ein-nagel-zu-einem-feuerwehreinsatz-in-sigmaringen-fuehrt;art372574,12336936 ]]></link>      <description><![CDATA[  Hausbewohner hören ein Zischen. Einsatzkräfte stellen ein Gasleck fest. Der Grund ist kurios.  ]]></description>
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          Hausbewohner hören ein Zischen. Einsatzkräfte stellen ein Gasleck fest. Der Grund ist kurios.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/warum-ein-nagel-zu-einem-feuerwehreinsatz-in-sigmaringen-fuehrt;art372574,12336936]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Hausbewohner hören ein Zischen. Einsatzkräfte stellen ein Gasleck fest. Der Grund ist kurios.



        <p>Ein Gasleck in einem Einfamilienhaus in der Ulmenstraße in Sigmaringen hat am Freitag gegen 15.40 Uhr zu einem größeren Feuerwehr- und Polizeieinsatz geführt. Nachdem die Eigentümer im Haus Gasgeruch und ein Zischen wahrnehmen konnten, verließen sie das Gebäude und verständigten die Rettungsleitstelle. Diese entsandte drei Fahrzeuge und über 20 Wehrmänner an die Anschrift.</p> <h2>Messungen ohne Erfolg</h2> <p>Nachdem die Gasleitung bereits abgestellt und das Gebäude gelüftet wurde, betraten die Einsatzkräfte das Einfamilienhaus, konnten dort jedoch zunächst mit ihren Messgeräten kein Gas in der Luft messen, sodass die Stadtwerke Sigmaringen hinzugezogen wurden.</p> <p>Gemeinsam wurde unter Aufsicht die Gasleitung wieder in Betrieb genommen, wodurch erkannt wurde, dass der Gasgeruch durch ein kleines Gasleck in der Wand entstand. Wie die Polizeibeamten ermitteln konnten, schlug der Hausbesitzer wohl vor 15 bis 20 Jahren einen Nagel in die Wand, um dort ein Bild aufzuhängen. Da das Haus nun für eine Veräußerung geräumt und hergerichtet wurde, wurde der Nagel durch die selbige Person herausgezogen und somit das Gasleck geöffnet.</p> <h2>Straße wurde gesperrt</h2> <p>Offensichtlich traf er beim Einschlagen des Nagels bereits die Gasleitung. Da der Nagel jedoch dieses Loch entsprechend verschloss, trat erst Gas aus der Leitung aus, nachdem der Nagel nun wieder entfernt wurde. Die Ulmenstraße wurde durch die Polizei aufgrund des zunächst unbekannten Gasaustritts kurzfristig gesperrt. Ein Ermittlungsverfahren wurde nicht eingeleitet.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Feuerwehr Polizei Rettungswesen Unfall Polizeieinsatz thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-sicherheit-blaulicht]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Warum ein Nagel zu einem Feuerwehreinsatz in Sigmaringen führt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sat, 01 Mar 2025 10:30:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[74-Jährige prallt mit Auto gegen Baum  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/74-jaehrige-prallt-mit-auto-gegen-baum;art372574,12324272 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eine Frau verliert die Kontrolle über ihr Auto und kommt von der Straße ab – mit schlimmen Folgen.  ]]></description>
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          Eine Frau verliert die Kontrolle über ihr Auto und kommt von der Straße ab – mit schlimmen Folgen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/74-jaehrige-prallt-mit-auto-gegen-baum;art372574,12324272]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Eine Frau verliert die Kontrolle über ihr Auto und kommt von der Straße ab – mit schlimmen Folgen.



        <p>Eine 74-jährige Frau ist nahe Sigmaringen mit ihrem Auto aus zunächst unbekannten Gründen von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Sie kam mit Verdacht auf schwere Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik.</p> <h2>Frau hatte Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren</h2> <p>Wie die Polizei mitteilte, hatte die Frau am Freitagnachmittag auf der Kreisstraße zwischen Bingen und Inneringen die Kontrolle über ihr Auto verloren. Ihr Fahrzeug stürzte eine Böschung hinunter, prallte gegen den Baum und blieb auf einem Feld auf der Seite liegen.</p> <p>Das Fahrzeug wurde bei dem Unfall komplett beschädigt. Die Landstraße war während der Unfallaufnahme zeitweise in beide Richtungen gesperrt.</p> <p>(dpa)</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Klinik Polizei Unfall Autobus Verkehrsunglücke thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-verkehr-oepv]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[74-Jährige prallt mit Auto gegen Baum]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 25 Feb 2025 17:57:43 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kaum ein SPD-Politiker erreicht online mehr Menschen: Robin Mesaroschs Pläne nach dem Bundestags-Aus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/social-media-star-der-spd-was-robin-mesarosch-nach-dem-bundestags-aus-plant;art417930,12320605 ]]></link>      <description><![CDATA[  Als einer der ganz wenigen SPD-Kandidaten gewinnt der Sigmaringer sogar Stimmen dazu. Doch sein Listenplatz war schlecht, worauf Mesarosch durchaus kritisch blickt. Seine politische Karriere soll nun noch nicht enden.  ]]></description>
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          Als einer der ganz wenigen SPD-Kandidaten gewinnt der Sigmaringer sogar Stimmen dazu. Doch sein Listenplatz war schlecht, worauf Mesarosch durchaus kritisch blickt. Seine politische Karriere soll nun noch nicht enden.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/social-media-star-der-spd-was-robin-mesarosch-nach-dem-bundestags-aus-plant;art417930,12320605]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Als einer der ganz wenigen SPD-Kandidaten gewinnt der Sigmaringer sogar Stimmen dazu. Doch sein Listenplatz war schlecht, worauf Mesarosch durchaus kritisch blickt. Seine politische Karriere soll nun noch nicht enden.



        <p>„Das Wahlergebnis ist katastrophal, es ist historisch fürchterlich“, sagt Robin Mesarosch zum Wahlergebnis seiner SPD bei der Bundestagswahl. „Wenn die Zahlen noch weiter runtergehen, wird es existenzgefährdend.“ Der 33-Jährige aus Sigmaringen ist so etwas wie der Social-Media-Star der SPD.</p> <p>Auf Instagram folgen ihm mehr als 90.000 Menschen, sein Video zur Migrationsdebatte ging viral, es hat 1,5 Millionen Klicks. Nur Olaf Scholz und Karl Lauterbach haben in der SPD mehr Anhänger in den sozialen Medien als er.</p> <h2>Mesarosch konnte sich verbessern</h2> <p>In seinem Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen erhielt Robin Mesarosch 19,6 Prozent der Stimmen. Es ist eines der besten SPD-Ergebnisse in Baden-Württemberg. Mesarosch konnte sich um einen Prozentpunkt verbessern – und das, obwohl die SPD überall sonst im Bund abgestraft wurde.</p> <p>Nach eigenen Angaben ist Mesarosch einer von nur vier Abgeordneten im Bund, denen es gelang, ihr Ergebnis zu verbessern. „Über die Stimmen habe ich mich sehr gefreut“, sagt Mesarosch. „Das gibt mir sehr viel Kraft, das Richtige zu tun.“</p> <p>Das Direktmandat im Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen gewann aber der CDU-Abgeordnete Thomas Bareiß sehr deutlich. Hinter dem AfD-Kandidaten Lukas von Berg muss sich Robin Mesarosch auf Platz drei geschlagen gegeben.</p> <h2>Schlechter Listenplatz</h2> <p>Im nächsten Bundestag wird Robin Mesarosch nicht vertreten sein. Zu schlecht ist das SPD-Ergebnis bei den Zweitstimmen – und zu schlecht seine Platzierung auf der Landesliste. 2021 war er noch auf Platz 16, dieses Mal wählten ihn die SPD-Delegierten des Listenparteitags im Dezember auf Platz 18.</p> <p>Darüber kann man angesichts der Reichweite von Robin Mesarosch verwundert sein. Wäre es nicht sinnvoll gewesen, das Social-Media-Aushängeschild der SPD weiter vorne zu platzieren? „Listen kommen auch ohne Leistung zustande“, sagt Mesarosch dazu.</p> <p>Die SPD-Verbände in anderen Teilen Baden-Württembergs hätten mehr Mitglieder und dementsprechend auch mehr Delegierte zum Parteitag entsandt. „Andere Delegierte haben sich durchgesetzt. Auf so einem Parteitag schaut jeder erst mal auf sich selbst“, sagt Mesarosch.</p> <p>Rückblickend sei das „strategisch ein riesiger Fehler“. Denn SPD-Mitglieder aus anderen Verbänden hätten zurückgemeldet, dass Menschen wegen Mesarosch in die SPD eingetreten seien. Seine Arbeit in den sozialen Medien nutzt der SPD also ganz konkret.</p> <h2>Falscher Kanzlerkandidat</h2> <p>Mit dem Listenparteitag im Dezember sei Robin Mesarosch eigentlich schon klar gewesen, dass es für ihn nicht reichen wird. Zu Wahrheit gehört aber auch, dass selbst Platz 16 nicht gereicht hätte: Die Konstanzer SPD-Abgeordnete Lina Seitzl schaffte den Einzug mit Platz 13 als Letzte.</p> <p>Robin Mesarosch blickt daher kritisch auf seine Partei. „Wir haben keinen grundsätzlichen Fortschritt erreicht“, sagt er. „Der SPD hat die Konsequenz bei Entscheidungen gefehlt.“</p> <p>Auch die Entscheidung für Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten betrachtet Mesarosch als falsch. „Ich habe die Rückmeldung bekommen, dass viele Wähler durch den Kanzlerkandidaten abgeschreckt waren“, sagt er. Ob es etwa mit Boris Pistorius besser gelaufen wäre, könne er im Nachhinein nicht beurteilen. Das Risiko wäre er aber gerne eingegangen.</p> <h2>Er möchte wieder antreten</h2> <p>Trotzdem würden viele Menschen das richtig finden, was die SPD fordert. Seine Arbeit auf Instagram und Co. wird Robin Mesarosch weiter fortführen, wenn auch in anderer Rolle: „Es macht aber schon einen Unterschied, wenn die Leute meine Videos sehen und wissen: Im Bundestag sind Menschen, die für mich einstehen.“ Das Filmen und Schneiden, das seine Mitarbeiter für ihn erledigten, müsse er nun wieder selbst übernehmen.</p> <p>Das Wissen über soziale Medien gibt Robin Mesarosch, der selbst Kommunikation studiert hat, an andere SPD-Landesverbände weiter. „Ich werde allerdings nicht die Social-Media-Arbeit für einen Abgeordneten übernehmen“, sagt Mesarosch.</p> <p>Politische Ämter schließt er für die nächste Zeit erst einmal aus, aber: In vier Jahren möchte er wieder antreten, um erneut in den Bundestag einzuziehen. „Es ist einfach der größte Hebel, um Politik zu machen. Ich lasse den Stift nicht einfach fallen.“</p> <h2>Erst mal keine politischen Ämter</h2> <p>Nun werde er erst einmal sein Büro in Berlin auflösen. „Nach der Zeit bin ich maximal ausgelaugt. Ich muss mich erholen, um mit vollen Tanks wieder anzugreifen“, sagt Mesarosch, der Vater eines einjährigen Sohnes ist.</p> <p>Man werde ihn künftig hauptsächlich an seinem Wohnort Sigmaringen antreffen. Auch beruflich wird sich Mesarosch neu orientieren müssen. „Da habe ich mich noch nicht festgelegt. Das Ziel ist es aber schon, in der Gegend zu bleiben.“</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Kaum ein SPD-Politiker erreicht online mehr Menschen: Robin Mesaroschs Pläne nach dem Bundestags-Aus]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sat, 15 Feb 2025 09:16:48 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Narrenverein Wäsenstecher Ruhestetten feiert 30-jähriges Bestehen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/narrenverein-waesenstecher-ruhestetten-feiert-30-jaehriges-bestehen;art372574,12311652 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Narrenverein Wäsenstecher Ruhestetten feierte sein 30-jähriges Bestehen mit einem Rätscherball in der Walder Zehn-Dörfer-Halle. Hunderte von Gästen feierten bei der närrischen Geburtstagssause mit.  ]]></description>
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          Der Narrenverein Wäsenstecher Ruhestetten feierte sein 30-jähriges Bestehen mit einem Rätscherball in der Walder Zehn-Dörfer-Halle. Hunderte von Gästen feierten bei der närrischen Geburtstagssause mit.<br>
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        Der Narrenverein Wäsenstecher Ruhestetten feierte sein 30-jähriges Bestehen mit einem Rätscherball in der Walder Zehn-Dörfer-Halle. Hunderte von Gästen feierten bei der närrischen Geburtstagssause mit.



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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 05 Feb 2025 16:04:05 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Krone, Zeughaus, Uferpark: Nach Betreiberpleite gleich drei bedeutende Gasthäuser geschlossen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/nach-pleite-gleich-drei-bedeutende-ueberlinger-gasthaeuser-geschlossen;art372495,12303277 ]]></link>      <description><![CDATA[  Drei Gastronomiebetriebe in exquisiter Lage sind derzeit wegen Zahlungsunfähigkeit geschlossen, das Personal wurde entlassen. Gefährdet ist nun auch der Dorferschoppen, eine traditionelle Fastnachtsveranstaltung.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Drei Gastronomiebetriebe in exquisiter Lage sind derzeit wegen Zahlungsunfähigkeit geschlossen, das Personal wurde entlassen. Gefährdet ist nun auch der Dorferschoppen, eine traditionelle Fastnachtsveranstaltung.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/nach-pleite-gleich-drei-bedeutende-ueberlinger-gasthaeuser-geschlossen;art372495,12303277]]></guid>
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        Drei Gastronomiebetriebe in exquisiter Lage sind derzeit wegen Zahlungsunfähigkeit geschlossen, das Personal wurde entlassen. Gefährdet ist nun auch der Dorferschoppen, eine traditionelle Fastnachtsveranstaltung.



        <p>Die TIP GmbH ist zahlungsunfähig. Das teilte Insolvenzverwalter Matthäus Rösch mit. Der Rechtsanwalt aus Ravensburg ist zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, das Insolvenzverfahren am 1. Februar eröffnet, den Beschäftigten am 5. Februar gekündigt worden. Die TIP GmbH war Betreiberin der Gaststätten Krone, Zeughaus und Uferpark 57. Alle drei Häuser sind nun geschlossen. Sie stehen in 1-A-Lage, und trotzdem meldete das Unternehmen Zahlungsschwierigkeiten an.</p> <p>Als möglichen Grund für die finanzielle Schieflage nannte Insolvenzverwalter Rösch nach einer vorläufigen Bewertung des Falls die stark schwankenden Umsätze am Gastronomie-Standort Überlingen. „Im Winter wird es problematisch, bei nach wie vor hohen Fixkosten. In der Vergangenheit konnten die Umsatzrückgänge außerhalb der Tourismussaison ausgeglichen werden, durch Rücklagen, oder vielleicht auch durch Umschichtungen im Gesellschafterkreis. Das war jetzt aber nicht mehr gewollt.“</p> <p>Laut Insolvenzverwalter Rösch waren zuletzt offiziell 69 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für die TIP GmbH beschäftigt. Sie seien bereits mündlich freigestellt worden, am Mittwoch, 5. Februar, sei die schriftliche Kündigung nachgereicht worden. Fast 40 von ihnen dürften mit einer Weiterbeschäftigung rechnen, und zwar in einem mit der Zoller-Hof-Brauerei verbundenen Unternehmen, die wiederum als Eigentümerin der Betreiber-Gesellschaft im Hintergrund steht.</p> <h2>Eigentümer aus Sigmaringen</h2> <p>Zur Höhe der Verbindlichkeiten der TIP GmbH könne er noch keine genauen Angaben machen, so Rösch. „Jetzt beginnt die Anmeldefrist für Forderungen. Wenn wir diese geprüft haben, dann können wir Genaueres zur Schuldenhöhe sagen. Eines steht aber heute schon fest: Die Gesellschaft ist zahlungsunfähig und überschuldet.“</p> <p>Zu den Eigentumsverhältnissen sagte Rösch: „Alleingesellschafterin der TIP ist die Brauerei Zoller-Hof, Graf-Fleischhut GmbH und Co. KG.“ Ein mit der Zoller-Hof-Brauerei verbundenes Unternehmen habe die drei Gebäude Krone, Uferparkgastronomie und Zeughaus bei den jeweiligen Eigentümern gepachtet. Diese Firma wiederum hat die Gebäude an die TIP GmbH unterverpachtet.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Eigentümer der Häuser</span><span>Das Gebäude <strong>Gasthaus Krone</strong> (Münsterstraße) steht im Eigentum von Anna-Lisa Stotmeister. Sie ist die Tochter des Überlinger Gastwirts Michael Jeckel, Gründer und langjähriger Betreiber des Gasthauses Galgenhölzle. Die Krone war bekannt und beliebt für deftige Kost. Das Gebäude <strong>Zeughaus</strong> (Uferpromenade, bislang ein Sushi-Restaurant) steht im Eigentum des Überlingers Matthias Hebsacker. Das Gebäude <strong>Uferpark</strong> <strong>57</strong> wurde von der Stadt Überlingen im Rahmen der Landesgartenschau gebaut. Während der LGS diente es als Ausstellungs-Pavillon, im Mai 2022 eröffnete die TIP GmbH hier ihren Gastronomiebetrieb (eher hochpreisig und als Ort exklusiver Hochzeitsfeiern bekannt). Leitender Angestellter in allen drei Häusern, die ganz unterschiedliche Restaurant-Konzepte verfolgten, war der Gastronom Ralf Maier. Für alle drei Häuser besteht ein Pachtverhältnis nicht mit der TIP GmbH, sondern mit der nicht von der Insolvenz betroffenen CTL GmbH, die ebenfalls mit der Zoller-Hof-Brauerei verbunden ist, und die ihrerseits die drei Häuser an die TIP GmbH unterverpachtet hat.</span></label></div> <h2>Spezialfall Krone</h2> <p>Am 28. Februar und am 3. März sollte der Dorferschoppen in der Krone über die Bühne gehen, eine traditionsreiche Fastnachtsveranstaltung, bei der die Gasträume von Krone und Galgenhölzle zu einem großen Veranstaltungsraum zusammengelegt werden. Jörg Bohm, künstlerischer Leiter des Dorferschoppens, sagte gegenüber dem SÜDKURIER, dass der Termin entweder am angestammten Ort stattfindet oder ausfällt. „Wir haben keinen Plan B.“ Eine Entscheidung falle spätestens vor Beginn des Vorverkaufs, der für Sonntag, 16. Februar, terminiert ist.</p> <p>Ob die Krone für den Dorferschoppen zur Verfügung steht, hängt davon ab, ob Insolvenzverwalter Rösch einer zwischenzeitlichen Nutzung zustimmen kann. Die Gespräche dazu führt Michael Jeckel (Galgenhölzle). Falls es ihnen gelingt, so Jeckel, und sie die Krone am 28. Februar und 3. März für den „Dorfer“ nutzen dürfen, könne sein Bewirtungsteam aus dem Galgenhölzle den Getränke-Service übernehmen. Dazu Jörg Bohm: „Wir sind voller Hoffnung, dass es klappt.“</p> <p></p> <h2>Uferpark weiter ganzjährig?</h2> <p>Trotz rückläufiger Besucherzahlen im Winter war die Uferpark-Gastronomie ganzjährig geöffnet, gemäß einem Wunsch von Gemeinderat und Stadtverwaltung, der allerdings nicht explizit im Pachtvertrag festgeschrieben ist. „In der Nebensaison ist eine Betriebsschließung möglich“, heißt es im Vertrag. Dazu die städtische Pressesprecherin Andrea Winkler: „In der bisherigen Praxis wurde weitgehend auf eine Schließung verzichtet und dies war auch Gegenstand der Verhandlungen zwischen Pächter und Stadt.“ Oberbürgermeister Jan Zeitler betrachte „einen maximal zeitlich ausgedehnten Betrieb im Jahresverlauf in dieser herausragenden Lage als wichtiges Element“.</p> <p>Zeitler wird mit den Worten zitiert: „Der gesellschaftliche Wert der Uferparkgastronomie und die damit verbundene Sozialkontrolle im Uferpark wird nach wie vor als sehr hoch bewertet.“ Aufgrund der dauerhaften Präsenz der Gastronomie, mit Personal und Gästen und von dort engagiertem Sicherheitspersonal, sei es vermieden worden, dass der Uferpark zu gewissen Zeiten leer steht und sich selbst überlassen ist. „Die bisherigen Erfahrungen sind sehr positiv und ich bin überzeugt, dass dies auch in der Zukunft weiterhin so gelingt.“</p> <p>Für Verhandlungen mit dem Pächter ist von städtischer Seite Kämmerer Stefan Krause zuständig, Änderungen im Pachtvertrag müssten vom Gemeinderat beschlossen werden.</p> <h2>Hoffnung für das Zeughaus</h2> <p>Der Eigentümer des Zeughauses, Matthias Hebsacker, setzt darauf, dass die Adresse an der Uferpromenade auch künftig als Gastronomiebetrieb genutzt wird. Wenn es nach ihm geht, gern auch weiterhin unter der Ägide der Zoller-Hof-Geschäftsführer Claudia Sieben und Ralf Rakel, beziehungsweise der CTL GmbH, mit der das Pachtverhältnis besteht. Hebsacker: „Wir haben die Pacht seit Dezember ausgesetzt, um Herrn Rakel Luft zu verschaffen und versuchen, ihn zu unterstützen. Wir drücken die Daumen, dass es weitergeht.“</p> <p><em>Anfragen an</em> <em>Zoller-Hof-Geschäftsführer</em> <em>Ralf Rakel blieben bis Redaktionsschluss dieses Textes unbeantwortet.</em></p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Krone, Zeughaus, Uferpark: Nach Betreiberpleite gleich drei bedeutende Gasthäuser geschlossen]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 03 Feb 2025 10:45:21 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Seine erste Rede hat er schon gehalten: Johannes Kretschmann über seine kurze Zeit im Bundestag  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/johannes-kretschmann-spricht-ueber-seine-kurze-zeit-im-bundestag;art417930,12300978 ]]></link>      <description><![CDATA[  Plötzlich Vollzeit-Politiker – aber nur für acht Wochen: Nachrücker Johannes Kretschmann berichtet von ersten Erfahrungen im Bundestag und den Vorteilen seine Nachnamens.  ]]></description>
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          Plötzlich Vollzeit-Politiker – aber nur für acht Wochen: Nachrücker Johannes Kretschmann berichtet von ersten Erfahrungen im Bundestag und den Vorteilen seine Nachnamens.<br>
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        Plötzlich Vollzeit-Politiker – aber nur für acht Wochen: Nachrücker Johannes Kretschmann berichtet von ersten Erfahrungen im Bundestag und den Vorteilen seine Nachnamens.



        <p>Vier Wochen vor der Wahl eines neuen Bundestags am 23. Februar hat Johannes Kretschmann seinen Platz im Parlament eingenommen. Er rückt für Stefanie Aeffner aus Pforzheim nach, die im Alter von 48 Jahren überraschend verstorben war. JFK, wie er sich gerne abkürzt, hatte nicht mit dem Einzug in den Bundestag gerechnet. Das berichtet er in einem eiligen Telefonat.</p> <p>Er hatte auch kaum Zeit für die Vorbereitung auf den Vollzeit-Job und wurde ins politisch kalte Wasser geworfen. Als er am 27. Januar erstmals auf dem hellblauen Sessel Patz nahm, erlebte er vormittags die Gedenkstunde an den Holocaust – und bis in den späten Abend hinein die Debatte über verschärfte Regeln für die Zuwanderung, die von der Union angestoßen wurde.</p> <p>Viel Zeit hat der 46-Jährige nicht. Sein Mandat als Nachrücker dürfte Ende März bereits ablaufen. In der Regel vier Wochen nach der Wahl am 23. Februar konstituiert sich dann der gewählte neue Bundestag, dem Kretschmann Junior nicht angehören wird. Nach seiner Niederlage 2021 gegen CDU-Mann Thomas Bareiss tritt der Schwabe in diesem Jahr nicht mehr an.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die kürzeste Amtszeit</span><span>Der Grünen-Politiker steht nicht allein. In jeder Amtsperiode gibt es „zwischen einem und drei Nachrückern“, die das Mandat nur für einige Wochen wahrnehmen. Das berichtet das Pressereferat des Bundestages auf Nachfrage. Den Rekord hält ein Prominenter: Joachim Gauck saß für genau einen Tag im Bundestag. Am 3. Oktober 1990 war er ins Parlament gewählt worden; einen Tag später schon gab er das Mandat ab und übernahm die Leitung der Behörde, die später als Gauck-Behörde in die Geschichte eingehen sollte.</span></label></div> <p>Bisher läuft es gut, berichtet er euphorisch. Er wohnt bei Freunden am Prenzlauer Berg. Dabei kommt ihm zugute, dass er viele Semester in der Hauptstadt studiert hat und das Gelände dort gut kennt. Auch kulturell fasste er schnell Fuß; er gehört zu den Gründern der „Zentralkapelle“ – ein Ensemble, in dem Kretschmann das Horn bläst.</p> <p>Das Parlament sei aber doch eine Welt für sich, berichtet er der „Stuttgarter Zeitung“. Dabei kommt ihm zugute, dass er 2022 einige Monate im Bundestag als Sachbearbeiter tätig war und weiß, wie der Hase läuft. „Wenn ich den Bundestag nicht schon kennen würde, bräuchte ich eine Kindsmagd“, sagt er im schönsten hohenzollerischen Idiom.</p> <h2>Er ist gut beschäftigt</h2> <p>In der Grünen-Fraktion spricht er eher Hochdeutsch. Das gilt auch für seine Jungfernrede im Plenum, die zu nachtschlafender Stunde angesetzt wurde. Überhaupt sind die Tage lang, stöhnt der frischgebackene Berufspolitiker. Zur ersten Besprechung werde schon um neun Uhr gerufen. Um ein Uhr nachts habe er dann den Kuppelbau verlassen, da habe er gemerkt: „Das geht auf den Akku.“</p> <p>Die politische Arbeit sagt ihm zu, zumal ihn seine Fraktion warmherzig empfangen habe. Sein Name sei schon ein Vorteil gewesen, da musste er sich nicht eigens vorstellen. „Der Bundestag passt für mich, die Arbeit ist gut und anstrengend.“ Seit Kurzem hat er eine Mitarbeiterin, die ihn unterstützt. Seinen Stab wird er nicht mehr vergrößern; das Budget, das Volksvertretern sonst zusteht, wird er damit nicht ausschöpfen.</p> <p>Johannes Kretschmann hat erkannt, dass es auf jeden Abgeordneten ankommt. Seine Arbeit sei sinnvoll, unterstreicht er und nennt ein Beispiel: Beim CDU-Antrag zum Thema Migration hätten 348 Parlamentarier dafür gestimmt – und 344 mit Nein. Das knappe Ergebnis zeigt, dass Mehrheiten auch eine Frage der Präsenz im Parlament seien.</p> <p>Was ihn am meisten beeindruckt: „Jeder und jede hat hier viel Verantwortung, das spürt man.“ Wenn seine Zeit vermutlich Ende März ausläuft, geht er zurück in sein ziviles Leben. Kretschmann lebt – wie seine Eltern auch – in Laiz, einem Dorf im Kreis Sigmaringen. Er verdient sein Brot als selbstständiger Autor und tritt mit schwäbischem Kabarett auf. Außerdem reist er als Dialekt-Fürsprecher durch die Lande, besucht Schulen und klärt dort eine staunende Lehrerschaft über die schöne Mundart auf.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Seine erste Rede hat er schon gehalten: Johannes Kretschmann über seine kurze Zeit im Bundestag]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 02 Feb 2025 16:06:21 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Vor dem CDU-Neujahrsempfang gibt es Pfiffe  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/demonstration-vor-dem-cdu-neujahrsempfang-in-sigmaringen;art372574,12300456 ]]></link>      <description><![CDATA[  SPD-Abgeordneter ruft zur Demonstration in Sigmaringen auf. Thomas Bareiß sagt kurzfristig sein Kommen ab. Wer für ihn in die Bresche springt.  ]]></description>
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          SPD-Abgeordneter ruft zur Demonstration in Sigmaringen auf. Thomas Bareiß sagt kurzfristig sein Kommen ab. Wer für ihn in die Bresche springt.<br>
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        SPD-Abgeordneter ruft zur Demonstration in Sigmaringen auf. Thomas Bareiß sagt kurzfristig sein Kommen ab. Wer für ihn in die Bresche springt.



        <p>Der CDU-Kreisverband Sigmaringen hat am Freitagabend seinen Neujahrsempfang ausgerichtet. Doch keineswegs verlief der Abend so geruhsam wie in den Vorjahren. Natürlich stand dies mit dem Abstimmungsantrag der CDU-Fraktion im Bundestag im Zusammenhang. Denn schon geraume Zeit vor Beginn des Empfangs bildete sich am Karlsplatz in Sigmarigen ein spontaner Protestzug.</p> <h2>Polizei sorgt für Sicherheit</h2> <p>Der SPD-Bundestagsabgeordnete Robin Mesarosch rief zum Protest auf, bei dem rund etwa 100 Teilnehmer durch die Stadt zur Alten Schule zogen, wo sich die Mitglieder der CDU zum Neujahrsempfang trafen. Der Protestzug wurde von einem Dutzend Polizeibeamten abgesichert und begleitet. Der Zugang zur Alten Schule wurde teilweise abgesperrt, sodass die CDU-Mitglieder unbedrängt das Gebäude betreten konnten. Die Demonstranten skandierten mit dem Text: „Haltet fest zusammen, wehrt euch, leistet Widerstand gegen den Faschismus hier im Land.“ Der Protestverlauf blieb absolut friedlich.</p> <h2>Burger muss improvisieren</h2> <p>Norbert Lins fand jedenfalls deutliche Worte: „Demonstrationen sind in unserem Land enorm wichtig.“ Den Aufruf von Robin Mesarosch bezeichnete er allerdings als „äußerst schlechten Politikstil“. Doch nicht nur die Demonstration hatte Einfluss auf den Verlauf des Empfangs.</p> <p>Vielmehr musste Klaus Burger, der Kreisvorsitzende der CDU, geschickt improvisieren, denn sein Hauptredner, der Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß, musste sein Kommen kurzfristig absagen. Grund war die Verschiebung der Abstimmung im Bundestag, weshalb es ihm nicht möglich, rechtzeitig zum Neujahrsempfang in Sigmaringen zu erscheinen.</p> <p>Kurzerhand sprang Norbert Lins für ihn in die Bresche. Kannte man von ihm in der Regel nur Beiträge zu landwirtschaftlichen Themen in der Europäischen Union, gab er an diesem Abend spontan einen Kurzbericht aus Brüssel. Er versuchte, die europäische Dimension der Bundestagswahl hervorzuheben. „Aus vielen Gesprächen im Europäischen Parlament erlebe ich viel Zustimmung, was die Vorschläge der Union, die Migration in den Griff zu bekommen, betrifft.“</p> <h2>Mehr Fokus auf die Wirtschaft</h2> <p>Dazu zähle auch, dass es in Deutschland ganz dringend eine neue und stabile Bundesregierung geben muss. Die neue Bundesregierung müsse den Fokus auf die wirtschaftliche Situation legen, „denn mehr und mehr drohen wir den Anschluss zu verlieren und das gerade bei neuen Entwicklungen“.</p> <p>Bei der Bundestagswahl am 23. Februar gehe es neben der Migrationspolitik auch um die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit. „Wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit betrachten, haben wir schon einiges an Boden verloren und sind bis auf Platz 24 weltweit abgerutscht.“ Norbert Lins forderte „Vorfahrt für die Wirtschaft“ zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit. Mit Blick auf Politiker rechts der CDU meinte er: „Um im Export stark zu bleiben, brauchen wir eine starke EU mit einem europäischen Binnenmarkt, von dem wir in den letzten Jahrzehnten sehr profitiert haben.“</p> <h2>Deutschland muss Lokomotive werden</h2> <p>Weiter führte er aus: „Wenn wir als Europäische Union zusammenhalten, dann können wir auch dem neuen US-Präsidenten in der Frage der Zölle etwas entgegenhalten, aber auch einen Weg zur Zusammenarbeit finden.“ Er berichtete, dass in Brüssel eine unionsgeführte Bundesregierung herbeigesehnt werde. Lins sieht außerdem in den vergangenen Jahren das deutsche Interesse geschwächt. „Wir müssen unsere Interessen in Europa und in der Welt wieder zur Geltung bringen und ernst genommen werden“, so Lins, der davon überzeugt ist, dass Deutschland wieder zur Lokomotive werde und „nicht als kranker Mann Europas gilt, wenn die Union nach den Wahlen die Schlüsselministerien besetzen kann“.</p> <div class="article-text-quote article-module"> <blockquote>„Das Demonstrationsrecht ist eines der wichtigsten Rechte, das wir haben.“</blockquote> <span>Klaus Burger, CDU-Landtagsabgeordneter</span></div> <p>Bei seiner Begrüßung ging auch der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Burger vorab auf die Demonstration vor dem Gebäude ein. Sein Kommentar: „Das Demonstrationsrecht ist eines der wichtigsten Rechte, das wir haben.“ In der Folge unterstrich er die vielen Unsicherheiten, die unser Land bereits am Beginn des Jahres plagten.</p> <h2>Blick in Richtung USA</h2> <p>Sein erster Blick galt den USA, die einen neuen Präsidenten gewählt haben, und den zahlreichen Dekreten und Überlegungen, welche sich massiv auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen auswirken würden. „Einer Wirtschaft Deutschlands, welche am Boden liegt, wird das wehtun“, folgerte er. „Die Wirtschaft Deutschlands ist eingezwängt in ein Korsett aus Bürokratie und Auflagen“, so Burger. Daraus folgte sein Resümee: „Wir müssen klären, wie wir wieder wettbewerbsfähiger werden und neuen Unternehmergeist wecken, wie wir Nachhaltigkeit, Innovation und ökonomische Stärke zusammenbringen.“</p> <p>Das Besucherinteresse an diesem Abend war jedenfalls groß, sodass kurzerhand noch einige Stühle gestuhlt werden mussten. Für die musikalische Unterhaltung des Abends sorgte ein Blechbläserquintett der Sigmaringer Musikschule. Zum Auftakt und zwischen den Rednern lockerten die jungen Musiker den Abend gekonnt auf.</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>CDU-Kreisverband</h2> Der CDU-Kreisverband Sigmaringen untergliedert sich in die folgenden 24 Orts- und Stadtverbände: Aach-Linz, Alb-Lauchert-Gammertingen, Bad Saulgau, Beuron, Bingen, Herbertingen, Herdwangen-Schönach, Hohentengen, Illmensee, Inzigkofen, Krauchenwies, Laiz, Leibertingen, Mengen, Meßkirch, Ostrach, Pfullendorf, Rohrdorf, Sauldorf, Scheer, Schwenningen, Sigmaringen, Sigmaringendorf, Stetten, Wald. Weitere Informationen über die Kreisgeschäftsstelle, Telefon: 07571 12345</div>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Demonstrationen Ministerpräsident Kanzler thema-politik-ausland thema-politik-land thema-politik-bund]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Vor dem CDU-Neujahrsempfang gibt es Pfiffe]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Jan 2025 10:52:21 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Junge Männer aus Indien starten Ausbildung bei Traditionsfirma  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/junge-maenner-aus-indien-starten-ausbildung-bei-traditionsfirma;art372574,12297013 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bei der Baufirma Steidle aus Sigmaringen haben junge Leute vom indischen Subkontinent mit einer Lehre begonnen. Welche Hürden auf dem Weg von Indien nach Deutschland zu überwinden waren.  ]]></description>
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          Bei der Baufirma Steidle aus Sigmaringen haben junge Leute vom indischen Subkontinent mit einer Lehre begonnen. Welche Hürden auf dem Weg von Indien nach Deutschland zu überwinden waren.<br>
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        Bei der Baufirma Steidle aus Sigmaringen haben junge Leute vom indischen Subkontinent mit einer Lehre begonnen. Welche Hürden auf dem Weg von Indien nach Deutschland zu überwinden waren.



        <p>In vielen Ländern der Welt gibt es motivierte Arbeitskräfte, aber zu wenig Arbeit und damit wenig Möglichkeiten, ein sicheres Einkommen zu erzielen. Besonders in Indien werden jährlich viele tausend Schüler mit guten Leistungen aus der Schule entlassen, ohne Perspektive auf einen Arbeitsplatz. Da aber sogar das Einkommen als gehobener Facharbeiter sehr gering ist, suchten viele Menschen daher ihr Glück im Ausland. Dabei ist es ein Risiko, an eine seriöse Agentur zu geraten, die nicht als Menschenhändler agiert. Die neun Auszubildenden, die die Firma Steidle in all ihren Geschäftsbereichen seit Herbst 2024 bei sich aufgenommen hat, hatten dabei Glück.</p> <h2>Vertrauenswürdigkeit der Agentur intensiv überprüft</h2> <p>Den Kontakt zur indischen Agentur hat Konstantin Steidle hergestellt, der vor zwei Jahren für ein Praktikum in Indien war. Sein Vater und Geschäftsführer Hans Steidle machte sich anschließend auch ein Bild direkt vor Ort und überzeugte sich persönlich von der Vertrauenswürdigkeit. Diese Agentur sei deshalb besonders, weil sie die Vorauswahl der potenziellen Lehrlinge nicht nur entsprechend der Motivation und dem Karrierewunsch der Kandidaten treffe, sondern auch regelmäßige Kontakte zwischen Bewerber und Firma herstelle und den notwendigen Deutsch-Unterricht anbiete. Denn Voraussetzung für den Erhalt des Ausbildungs-Visums ist das B1-Sprachzertifikat.</p> <h2>Regelmäßiger Kontakt mit Agentur und Bewerbern</h2> <p>Bei der Firma Steidle ist Sabine Grom Ansprechperson, wenn es um Mitarbeitergewinnung und die Azubi-Betreuung geht. Sie steht im regelmäßigen Kontakt mit der Agentur und den Bewerbern. Die anfänglichen Schwierigkeiten durch die Sprachkenntnisse und den schwäbischen Dialekt würden durch Lernwille und Fachverständnis schnell ausgeglichen. Ein wenig Eingewöhnungszeit werde aber sicher noch benötigt. „So vermissen die jungen Leute in Deutschland ihren indischen Reis, besondere Gewürze und manchmal auch die Offenheit der Einheimischen.“ Aktueller Zukunftswunsch der Auszubildenden ist es, nach dem Abschluss in Deutschland als Gesellen arbeiten und sich weiterbilden zu dürfen.</p> <h2>Aufwändiger Visum-Prozess</h2> <p>„Vom Finden der Agentur bis zur Ankunft der ersten Azubis dauerte es gut 1,5 Jahre“, berichtet Sabine Grom auf Anfrage des SÜDKURIER, dass man während dieses Zeitraumes im Austausch mit Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern stand. Außerdem hat man sich viel mit der Ausländerbehörde in Sigmaringen abgestimmt, was wirklich eine große Hilfe war. Als aufwändigste Arbeit bezeichnet sie, herauszufinden, welche notwendigen Formulare es gibt und wie diese korrekt ausgefüllt werden müssen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Ausländische Auszubildende</span><span>Auf Anfrage des SÜDKURIER informiert Udo Steinert von der Handwerkskammer Reutlingen, dass zum 31. Dezember 2024 von insgesamt 4257 Auszubildenden im Kammerbezirk 357 eine ausländische Staatsangehörigkeit haben und 59 Länder vertreten sind. Die meisten kommen aus Syrien (41), Rumänien (24), Türkei (24), Ukraine (21), Irak (20) und Vietnam (20). Aber auch aus Zypern, Mexiko, Nepal und Kuba absolviert ein Lehrling seine Ausbildung in einem Betrieb der Handwerkskammer. Sieben Auszubildende kommen aus Nigeria, sechs aus Polen, 19 aus Italien, siebe aus Madagaskar und 17 aus Marokko. 14 Lehrlinge haben als Heimatland Afghanistan, eine Person kommt aus China, ebenso aus Sierra Leone, Guatemala und Österreich.</span></label></div> <p>„Auf indischer Seite hat uns dabei im Visum-Prozess die indische Agentur sehr gut unterstützt“, ergänzt Grom, dass die Agentur seit vier Jahren auf dem deutschen Markt unterwegs sei und über Kontakte zu den jeweiligen Konsulaten verfüge, was die Verfahren beschleunige. Allerdings seien die Dienste der Agentur inklusive Sprachkurs für indische Verhältnisse auch sehr teuer, denn je Person entstehen Kosten zwischen 5000 und 6000 Euro. „Da hilft die ganze Familie mit, um ein Familienmitglied mit viel Hoffnung auf ein besseres Leben nach Europa zu schicken.“</p> <h2>Steidle will weiter Lehrlinge in Indien rekrutieren</h2> <p>Diese Erfahrungen will die Firma Steidle nutzen, denn auch in den kommenden Jahren wird man am Recruiting in Indien festhalten und für 2025 hat man schon mit der Vorauswahl und dem Deutsch-Kurs begonnen. „Einige befreundete Firmen sind auf diesen Zug bereits aufgesprungen, da es in der Nachwuchsgewinnung allen gleich geht“, ergänzt Grom, dass man sich selbstverständlich über heimische Bewerber freut, die bei Steidle eine Ausbildung machen wollen.</p> <h2>Mietbestätigung ist Voraussetzung für Visum</h2> <p>Voraussetzung für den Erhalt eines Visums ist nach ihren Angaben, dass eine Wohnung von einem Vermieter bestätigt wird. „Die Jungs wohnen in einer großen möblierten Mitarbeiterwohnung in einer Wohngemeinschaft mit günstiger Miete, die sich auch mit Ausbildungsgehalt finanzieren lässt.“ In ihrer Freizeit seien die Lehrlinge, die zwischen 20 und 28 Jahre alt sind, vom indischen Subkontinent noch viel mit Lernen beschäftigt, und zwar für die Schule und zweimal wöchentlich beim Sprachkurs, um die Deutschkenntnisse, auch Fachthemen, weiter zu festigen. Außerhalb der Firma hätten sie auch schon Freunde gefunden, und ein Azubi sei bereits einem Verein in Sigmaringen beigetreten. „Außerdem wird jeden Abend indisches Essen gekocht. Essen hat einen hohen Stellenwert und braucht viel Zeit.“</p> <h2>Azubis haben teilweise schon Abschlüsse</h2> <p>Alle Azubis haben übrigens mindestens zehn bis zwölf Jahre Schulbildung hinter sich. Teilweise haben sie Abschlüsse von einem ITI (industrial training institute, quasi eine Art schulische Ausbildung des Staats, z.B. Elektrik, Mechanik, Schweißer, Zeichner) oder sogar einen Studien-Abschluss (Bachelor). „Wir haben in der Vorauswahl die Motivation und die Ziele erfragt und darauf geachtet, dass sie schon mal was im Bereich Bau/Handwerk/Mechanik etc. gelernt oder gearbeitet haben.“</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Berufsausbildung Fortbildung Gastarbeiter thema-wirtschaft-arbeit]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Junge Männer aus Indien starten Ausbildung bei Traditionsfirma]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 26 Jan 2025 11:15:32 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Aggressiver 21-Jähriger beleidigt Passantin und Polizeibeamte  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/pfullendorf/mann-wird-festgenommen-nachdem-er-in-sigmaringen-passantin-und-polizei-heftig-beleidigt-hat;art372570,12294050 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mann in psychischem Ausnahmezustand wird in Sigmaringen festgenommen  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Mann in psychischem Ausnahmezustand wird in Sigmaringen festgenommen<br>
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        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/pfullendorf/mann-wird-festgenommen-nachdem-er-in-sigmaringen-passantin-und-polizei-heftig-beleidigt-hat;art372570,12294050]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Mann in psychischem Ausnahmezustand wird in Sigmaringen festgenommen



        <p></p> <p>Eine Fußgängerin wurde am Samstag gegen 20.25 Uhr in Sigmaringen am Ufer der Donau von einem zunächst unbekannten Mann beleidigt. Im Rahmen der Fahndung stieß die Polizei an einem Einkaufsmarkt In der Au auf einen Mann, auf den die Personenbeschreibung zutraf. Der 21-Jährige Mann verhielt sich auch gegenüber den Beamten äußerst aggressiv. Als sie dem Mann Handschließen anlegen wollten, leistete er erheblichen Widerstand, schlug gegen die Beamten und beleidigte sie auf Übelste, wie es im Polizeibericht heißt. Da sich der Mann offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, wurde er zur psychiatrischen Begutachtung ins Krankenhaus nach Sigmaringen gebracht und dort stationär aufgenommen. Den Mann erwartet ein Strafverfahren.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Aggressiver 21-Jähriger beleidigt Passantin und Polizeibeamte]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 16 Jan 2025 17:39:48 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Dieser Mann will in den Landtag einziehen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/sigmaringer-kandidiert-fuer-den-landtag;art372574,12286199 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sarjoscha Marquardt aus Sigmaringen kandidiert für die CDU. Außer ihm bewirbt sich Ilona Boos. Das sind die Ziele des 33-Jährigen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Sarjoscha Marquardt aus Sigmaringen kandidiert für die CDU. Außer ihm bewirbt sich Ilona Boos. Das sind die Ziele des 33-Jährigen.<br>
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        Sarjoscha Marquardt aus Sigmaringen kandidiert für die CDU. Außer ihm bewirbt sich Ilona Boos. Das sind die Ziele des 33-Jährigen.



        <p>Für die Landtagswahl im Herbst 2026 gibt es neben Ilona Boos aus Meßkirch noch einen weiteren CDU-Kandidaten für den Wahlkreis Sigmaringen. Sarjoscha Marquardt aus Sigmaringen hat erst kürzlich seine Bewerbung eingereicht. Die Nominierungsversammlung findet am 28. März in Krauchenwies statt.</p> <h2>Gebürtiger Sigmaringer</h2> <p>Der gebürtige Sigmaringer Sarjoscha Marquardt ist 33 Jahre alt, verheiratet, Vater von zwei Kindern und lebt mit seiner Familie in Unterschmeien.</p> <p>Seine Motivation für die Kandidatur begründet er in einem Schreiben an den CDU-Kreisverband Sigmaringen sowie an die Stadt- und Ortsverbände: „Mein Ziel ist es, die Interessen unserer Heimat entschlossen und leidenschaftlich in Stuttgart zu vertreten. Mein Weg als Ortsvorsteher von Unterschmeien, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Sigmaringen und beruflich bei der Landesbank Baden-Württemberg hat mich gelehrt: Politik muss nah an den Menschen sein, pragmatisch und lösungsorientiert. Politik bedeutet für mich vor allem eines: zuhören, verstehen und sich kümmern.“</p> <h2>Er berät Unternehmerfamilien</h2> <p>Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften mit Abschluss als Diplomjurist an der Universität Tübingen schloss er an der DHBW Ravensburg seinen Bachelor im Studiengang BWL-Bank mit dem Schwerpunkt Unternehmensfinanzierung ab. Er berät Unternehmerfamilien und Stiftungen bei Themen wie Unternehmensfinanzierungen, Nachfolgeregelungen und Vermögensplanung.</p> <p>Dabei habe er eines gelernt: „Es geht darum, zuzuhören, die Anliegen der Menschen zu verstehen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Diese Fähigkeit, die mich in meinem Beruf begleitet, möchte ich auch in die politische Arbeit einbringen“, so Marquardt.</p> <div class="article-text-quote article-module"> <blockquote>„Politik ist kein Selbstzweck, sondern bedeutet Kümmern und Verantwortung übernehmen.“</blockquote> <span>Sarjoscha Marquardt, CDU-Landtagskandidat</span></div> <p>Sein politisches Engagement habe er aus der Überzeugung begonnen, „dass Veränderung nicht durch Zusehen, sondern durch Mitmachen entsteht“. Als Ortsvorsteher von Unterschmeien habe er erfahren, wie viel man mit einer klaren Vision und engagierten Menschen bewegen könne.</p> <p>Auch als Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Sigmaringen und beratendes Mitglied des Stadtrats Sigmaringen durfte er erleben, wie wichtig es sei, die Anliegen der Bürger ernst zu nehmen und politische Entscheidungen greifbar zu machen. Dabei steht für ihn im Vordergrund: „Politik ist kein Selbstzweck, sondern bedeutet Kümmern und Verantwortung übernehmen.“</p> <p>Marquardt kandidiert für den Landtag, „weil ich überzeugt bin, dass unser Wahlkreis Sigmaringen eine starke, entschlossene Stimme in Stuttgart braucht – eine Stimme, die nah an den Menschen bleibt, mutig handelt und zukunftsgerichtete Entscheidungen trifft.“</p> <p>Der Landkreis Sigmaringen habe enormes Potenzial, „das wir gemeinsam heben können“. Für ihn bedeute der Wahlkreis Sigmaringen nicht nur Lebensraum, sondern Heimat und Herzensangelegenheit. Daher sei es ihm auch ein zentrales Anliegen, Unternehmen zu entlasten, bürokratische Hürden abzubauen und Innovationen zu fördern.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Bürgermeisterwahl Parteimitgliedschaft Ehrenamt thema-gesellschaft-engagement thema-politik-parteien thema-politik-lokal-buergermeisterwahl]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Dieser Mann will in den Landtag einziehen]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 10 Jan 2025 15:34:12 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach Sturz: Gerlinde Kretschmann hat Operation gut überstanden  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/nach-sturz-gerlinde-kretschmann-hat-operation-gut-ueberstanden;art417930,12281203 ]]></link>      <description><![CDATA[  Wegen eines Schulterbruchs musste die Frau des Ministerpräsidenten im Krankenhaus. Die Operation hat sie mittlerweile hinter sich.  ]]></description>
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          Wegen eines Schulterbruchs musste die Frau des Ministerpräsidenten im Krankenhaus. Die Operation hat sie mittlerweile hinter sich.<br>
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        Wegen eines Schulterbruchs musste die Frau des Ministerpräsidenten im Krankenhaus. Die Operation hat sie mittlerweile hinter sich.



        <p>Gerlinde Kretschmann ist nach<a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gerlinde-kretschmann-bricht-sich-die-schulter-ehefrau-des-ministerpraesidenten-wird-operiert;art417930,12277775" title="Gerlinde Kretschmann im Krankenhaus: Frau des Ministerpräsidenten bricht sich die Schulter"> ihrem Sturz auf einer Treppe</a> erfolgreich operiert worden. Wie eine Sprecherin des baden-württembergischen Staatsministeriums dem SÜDKURIER sagte, sei der Eingriff an der Schulter komplikationslos verlaufen. Der Gattin des Ministerpräsidenten gehe es den Umständen entsprechend gut, hieß es weiter.</p> <p>Am Dienstag war bekannt geworden, dass die 77-Jährige sich die Schulter gebrochen hatte. Ihr Ehemann Winfried Kretschmann (Grüne) hatte daraufhin Termine abgesagt, unter anderem auch<a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gerlinde-kretschmann-bricht-sich-die-schulter-ehefrau-des-ministerpraesidenten-wird-operiert;art417930,12277775" title="Gerlinde Kretschmann im Krankenhaus: Frau des Ministerpräsidenten bricht sich die Schulter"> die Teilnahme an einer Veranstaltung in Konstanz</a>. Stattdessen sprach beim Bürgerdialog im Konzil dann Kretschmanns möglicher Nachfolger <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/cem-oezdemir-statt-winfried-kretschmann-landtags-gruene-tagen-am-bodensee;art372448,12279394" title="Der Cem macht‘s: Wie die Grünen in Konstanz auch ohne Kretschmann punkten">Cem Özdemir.</a></p> <h2>Winfried Kretschmann ab kommender Woche wieder voll im Dienst</h2> <p>Weitere Angaben zum Behandlungsverlauf Kretschmanns machte die Sprecherin des Staatsministeriums nicht. Der Ministerpräsident hatte für die restliche Woche einen Großteil seiner Termine abgesagt, um seiner Frau zur Seite zu stehen. Am Donnerstagabend macht er eine Ausnahme und sprach beim <a href="https://www.suedkurier.de/region/linzgau/kreis-sigmaringen/ministerpraesident-fordert-mut-zu-umwegen;art372548,12280993" title="Ministerpräsident fordert Mut zu Umwegen">Neujahresempfang des Grünen-Kreisverbandes in Sigmaringen</a>. In der kommenden Woche wird der 76-Jährige seine Amtsgeschäfte nach aktuellem Stand wieder voll wahrnehmen, heißt es aus dem Staatsministerium.</p> <p>Die Kretschmanns sind seit 1975 verheiratet, feiern dieses Jahr also Goldene Hochzeit. Sie wohnen im Sigmaringer Ortsteil Laiz.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nach Sturz: Gerlinde Kretschmann hat Operation gut überstanden]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 09 Jan 2025 18:56:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bundestagswahl 2025: Die Wahlergebnisse aus Sigmaringen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/bundestagswahl-2025-ergebnisse-aus-sigmaringen-erst-und-zweitstimmen-im-ueberblick;art372574,12280560 ]]></link>      <description><![CDATA[  Welche Partei hat die meisten Stimmen erhalten? Welche Kandidaten haben sich durchgesetzt? Hier erfahren Sie nach der Wahl am 23. Februar, wie die Bürgerinnen und Bürger von Sigmaringen gewählt haben!  ]]></description>
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          Welche Partei hat die meisten Stimmen erhalten? Welche Kandidaten haben sich durchgesetzt? Hier erfahren Sie nach der Wahl am 23. Februar, wie die Bürgerinnen und Bürger von Sigmaringen gewählt haben!<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/bundestagswahl-2025-ergebnisse-aus-sigmaringen-erst-und-zweitstimmen-im-ueberblick;art372574,12280560]]></guid>
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        Welche Partei hat die meisten Stimmen erhalten? Welche Kandidaten haben sich durchgesetzt? Hier erfahren Sie nach der Wahl am 23. Februar, wie die Bürgerinnen und Bürger von Sigmaringen gewählt haben!



        <p>Welche Parteien haben die meisten Wähler verloren und für welche Kandidaten gab es den größten Zuspruch? Hier finden Sie nach der Bundestagswahl 2025 das Ergebnis der Erststimmen, mit denen die Direktkandidaten ins Parlament gewählt werden. Außerdem zeigen wir Ihnen die Verteilung der Zweitstimmen, mit denen die Parteien gewählt werden – diese Zahl entscheidet über die Mehrheiten im Bundestag.</p> <h2>Bundestagswahl 2025: So hat Sigmaringen gewählt</h2> <p>In den Grafiken werden die Verteilung der Erst- und Zweitstimmen sowie die Parteien dargestellt, die in Sigmaringen den größten Zuspruch von den Wählerinnen und Wählern erhalten haben.</p> <p><em>Hier finden Sie das Ergebnis der Auszählung:</em></p> <div class="embed-2click" data-fcms-method="embed_2click" data-fcms-embed-content="&lt;div class="article-infographic-datawrapper article-module"&gt; &lt;iframe aria-label="chart" id="datawrapper-chart-FfgHc" src="https://datawrapper.dwcdn.net/FfgHc/" scrolling="no" frameborder="0" style="width:0; min-width:100%!important; border:none;" height="400"&gt;&lt;/iframe&gt; &lt;script&gt;!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(a){if(void 0!==a.data["datawrapper-height"])for(var e in a.data["datawrapper-height"]){var t=document.getElementById("datawrapper-chart-"+e)||document.querySelector("iframe[src*='"+e+"']");t&amp;&amp;(t.style.height=a.data["datawrapper-height"][e]+"px")}}))}(); &lt;/script&gt; &lt;/div&gt;" data-fcms-embed-type="datawrapper" data-fcms-embed-mode="provider" data-fcms-embed-storage="local"> <aside class="embed-consent" style="display:none;" data-fcms-embed-container="activate"><span>Wir benötigen ihre Einwilligung, um Datawrapper anzuzeigen</span> Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. 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Hier finden Sie alle wichtigen Informationen, um eine fundierte Wahlentscheidung zu treffen. <strong><a href="https://www.sk.de/doc7ypzjr5yfpv1myrsfdj5" target="_blank" title="" rel="noopener">Ein kompakter Überblick</a></strong>.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 11 Dec 2024 14:21:53 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Als Sigmaringen aus Angst vor Rache zu Frankreichs Hauptstadt wurde  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/kultur/als-sigmaringen-aus-angst-vor-rache-zu-frankreichs-hauptstadt-wurde;art10399,12258893 ]]></link>      <description><![CDATA[  In der Endphase des Zweiten Weltkriegs löste Sigmaringen kurzzeitig Paris ab. Der Grund war Angst vor Vergeltung. Doch zumindest die wenigen verbliebenen Kollaborateure sollte die Rache trotzdem schon bald erreichen.  ]]></description>
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          In der Endphase des Zweiten Weltkriegs löste Sigmaringen kurzzeitig Paris ab. Der Grund war Angst vor Vergeltung. Doch zumindest die wenigen verbliebenen Kollaborateure sollte die Rache trotzdem schon bald erreichen.<br>
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        In der Endphase des Zweiten Weltkriegs löste Sigmaringen kurzzeitig Paris ab. Der Grund war Angst vor Vergeltung. Doch zumindest die wenigen verbliebenen Kollaborateure sollte die Rache trotzdem schon bald erreichen.



        <p>Sigmaringen, mais oui, das ist ein eigenes Kapitel der französischen Geschichte, wenn auch ein seltsames. „Für Frankreich ist Sigmaringen oft ein ‚Phantom‘ oder ‚Spuk‘“, sagt Schriftstellerin Gabriele Loges, die viele Gespräche mit Zeitzeugen literarisch verarbeitet hat. Auch bei anerkannten Historikern wie Jean-Paul Cointet oder Henry Rousso finden sich immer wieder metaphorische Anleihen an Gespenster- oder Gruselmärchen, wenn es um diese Episode geht.</p> <p>Was ja nachvollziehbar ist: Es gibt das Bilderbuchschloss als tolle Kulisse. Und es gibt diese unangenehme Vichy-Regierung unter Marschall Philippe Pétain, die mit den Nazis gemeinsame Sache gemacht hatte. Sie war nämlich vor 80 Jahren dorthin verbracht worden, gegen ihren Willen, handlungsunfähig, aber nicht ganz tot, und etliche ihrer Anhänger waren aus Frankreich samt Familien hierher geflüchtet, nachdem die Alliierten in der Normandie gelandet waren: Rund 2000 Menschen, in einem Ort, der vor Kriegsbeginn keine 7000 Seelen gezählt hatte. Rund 2000 Menschen, die dann auf einmal verschwunden sind, am 22. April 1945, aus Angst vor Rache.</p> <h2>„Stundenlang hörte man das Jammern“</h2> <p>An jenem Sonntag nämlich wird die Stadt kampflos an die französischen Truppen übergeben, die ins Ortszentrum vorstoßen. Dort treffen sie noch ein paar der Kollaborateure an, namenlose Mitläufer, die schon vor Angst fast gestorben sein müssen. Und die dann auch wirklich abgeknallt werden, teilweise offenbar so lustlos, dass sie die Erschießung überleben: „Noch stundenlang hörte man das Jammern eines Schwerverletzten“, heißt es in der Chronik der Lehrerin Klara Steidle.</p> <p>Berichte über Racheakte an der einheimischen Bevölkerung gibt es aus Sigmaringen dagegen kaum. „Das war hier nicht Freudenstadt“, sagt Loges. Dort hatten die französischen Soldaten Vergeltung geübt für das Massaker von Oradour. Schon in den 1950er-Jahren war auch in Frankreich über diese Exzesse als Verbrechen berichtet worden.</p> <p>„Ich habe nichts einzuwenden gegen die Lehre, dass alles bezahlt werden muss“, hat Thomas Mann anlässlich des Bombardements seiner Heimatstadt Lübeck per Rundfunkansprache mitgeteilt: Rache gehört zum Krieg. Und es kann sinnvoll sein, sich Sigmaringens Moment in der Geschichte Frankreichs – es wird, sofern man den Vichy-Staat für legitim hält, ein paar Monate zu seiner Hauptstadt – als Rachedrama vorzustellen.</p> <p>Oder besser noch, weil es so viele Stränge gibt und lose Enden, ein Knäuel aus Rache-Dynamiken. Die finden wahrscheinlich für keinen und nirgends zu einem befriedigenden Schluss. Aber bedeutet nicht jede Spukgeschichte, dass hier ein Bedürfnis nach Sühne ungestillt blieb?</p> <p>Schon die Ortswahl lässt sich als subtile Demütigung deuten. Denn sie ist viel zu aufwendig, um ein Zufall zu sein.</p> <p>Nach dem Hitler-Attentat hatten die Nazis das Schloss Wilflingen, 15 Kilometer östlich von Sigmaringen, räumen lassen und beschlagnahmt – um sich an den Stauffenbergs zu rächen. Von Sigmaringen dorthin verpflanzt wird dann am 7. September die Hohenzollernfamilie, als Vergeltung dafür, dass sich der Cousin des Schlossherrn Friedrich Viktor, Mihai I., in Rumänien im August 1944 den Alliierten angeschlossen hat. Und am 8. September trifft der Tross mit Pétain am Fuß der Schwäbischen Alb ein – ein logistisch aufwendiges Karussell, mitten im Krieg. Warum macht man das?</p> <h2>Die Krieg 1870/71 spielte eine Rolle</h2> <p>Wohl weil mit dem Namen Sigmaringen der Beginn des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 verbunden ist. Auslöser war, dass die Württemberger Hohenzollern sich um den spanischen Königsthron bewarben, was Frankreich als Affront wertete und… naja, wie es halt so ist. Frankreichs verheerende Niederlage damals, la débâcle, war jedenfalls für Pétain Auslöser seiner Berufswahl gewesen. Sein Ziel: das wiederherzustellen, was er für die damals befleckte Ehre Frankreichs hält.</p> <p>Und seinen Wunsch hatte er dann, auch in den Augen der Nation, mit dem Sieg bei Verdun erfüllt, in einer der grauenvollsten Schlachten des Ersten Weltkriegs. Ihn nun in Sigmaringen einzuquartieren, das muss ihm vermitteln, dass er jetzt, im Alter von 88 Jahren, wieder mit leeren Händen dasteht. Dass sein Ruhm nicht mehr glänzt. Dass er sich seinem alten Feind ausgeliefert hat, indem er mit ihm paktiert.</p> <p>Dieser Pakt bedeutet für den französischen Widerstand Verrat. Dass die Nazis Pétain Ende August aus Vichy regelrecht entführen, dient seiner Rettung vor der Rache der Résistance, die im Sommer 1944 Oberhand gewinnt, in Frankreich: Dass ein verbündeter Staats-Chef eliminiert wird, dass man ihn nicht hat schützen können, das wäre ein Zeichen der Schwäche. Die Blöße wird man sich nicht geben. Nicht früher als nötig.</p> <p>Auf dem Schloss und im Ort lebt nun ein unüberschaubares Tableau von Menschen zusammen, die vor allem durch Hass, Kränkungen und Intrigen miteinander verbunden sind, und durch die Angst vor Verfolgung: Der Schrecken fährt den Franko-Nazis in die Glieder, als sie im November von der Hinrichtung eines ihrer Mitstreiter in Paris erfahren, der doch bloß ein Propagandist gewesen war. Dass einer ihrer Würdenträger, für eine Operation in eine Spezialklinik in Ostpreußen verbracht, bald nach dem Eingriff stirbt, sorgt für Beklemmung vis-à-vis ihrer deutschen Bewacher.</p> <h2>Senegalesische Soldaten als Horrorfiguren</h2> <p>Panik macht sich breit angesichts der Erfolge der Premiere Armée. Der rassistische Schriftsteller Céline, vom Stürmer für seinen Judenhass gefeiert, beschwört vor allem deren senegalesische Soldaten als Horrorfiguren. Kopfabschneider nennt er sie und Menschenfresser in seinem Roman „Von einem Schloss zum anderen“, der sich liest, wie ein literarischer Racheakt gegen den ungeliebten Ort, der ihm Unterschlupf gewehrt hat, bei seiner Flucht vor den Befreiern.</p> <p>Jeder hier verdächtigt jeden und hatte auch allen Grund dazu. Da ist zum Beispiel Pierre Laval, der Premierminister, der für die Deutschen die Deportation der Juden aus Frankreich organisiert und dabei dafür sorgt, dass auch die Kinder mit in die Viehwaggons gepfercht werden, um die Familien nicht zu trennen, ist das nicht human? Dieser Laval jedenfalls verabscheut Pétain.</p> <p>Laval nämlich ist Antimilitarist, ein Politiker aus der pazifistischen Schule Aristide Briands, eher sozialliberal, der Anfang der 1930er weltweit Achtung erfährt für seine diplomatischen Erfolge.</p> <h2>Gnade für Pétain</h2> <p>Dass Pétain ihn 1940 abgesetzt und eine kurze Zeit sogar eingesperrt hat, kann er ihm nie verzeihen. So wie dieser ihm auf ewig übel nehmen wird, dass Hitler ihn 1942 gezwungen hat, Laval wieder zurückzuholen, ins Amt: Er wird es ihm heimzahlen, als er 1945 in Paris vor Gericht steht – und ihn versuchen als eigentlichen Urheber der Kollaboration darzustellen, als Hauptschuldigen. Laval wiederum rächt sich, indem er den Kronzeugen gegen Pétain spielt, und dessen Zusammenarbeit mit den Nazis als Neigungstat kenntlich macht. Am Ende werden beide zum Tode verurteilt.</p> <p>Pétain indes wird begnadigt, und zwar nicht von Charles de Gaulle, wie der Romanist Klünemann klarstellt. „Das Gericht hat das Urteil umgehend selbst revidiert“, so der Professor, der mit Studierenden der PH Ludwigsburg Konzepte entwickelt hat, um sachlich und vor Ort an die Vichy-Episode von Sigmaringen zu erinnern. Denn das ist das Gegenteil von Rache. Sachlich zu erinnern bedeutet, die bösen Geister zu bannen.</p>]]>
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      <pubDate>Thu, 28 Nov 2024 16:15:24 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hilferuf der Tierrettung Südbaden: Sie kämpfen um ihr finanzielles Überleben  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/hilferuf-der-tierrettung-suedbaden-sie-kaempfen-um-ihr-finanzielles-ueberleben;art372432,12247429 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sie helfen Tieren und rücken dafür rund 2000 Mal jährlich aus. Doch nun bangen die Ehrenamtlichen um ihre Zukunft. „Viele Leute denken, dass wir vom Staat gefördert werden, aber das ist nicht so“, erklärt ein Helfer.  ]]></description>
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          Sie helfen Tieren und rücken dafür rund 2000 Mal jährlich aus. Doch nun bangen die Ehrenamtlichen um ihre Zukunft. „Viele Leute denken, dass wir vom Staat gefördert werden, aber das ist nicht so“, erklärt ein Helfer.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Sie helfen Tieren und rücken dafür rund 2000 Mal jährlich aus. Doch nun bangen die Ehrenamtlichen um ihre Zukunft. „Viele Leute denken, dass wir vom Staat gefördert werden, aber das ist nicht so“, erklärt ein Helfer.



        <p>In der Wache der Tierrettung Südbaden warten Nicole Weber und Bernd Metzger darauf, dass sie zu einem Tier in Not gerufen werden. „Bislang ist es noch recht ruhig“, sagt Metzger. Die Wache in einem alten Sägewerk in Volkertshausen haben die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer selbst umgebaut und aus eigener Tasche bezahlt.</p> <p>Alle Ausgaben der Tierrettung werden von den Mitgliedern oder durch Spenden finanziert, berichtet Metzger. „Viele Leute denken, dass wir vom Staat gefördert werden, aber das ist nicht so“, erklärt er. Für 60 Prozent der rund 2000 Einsätze, die die Tierrettung Südbaden jedes Jahr fährt, gibt es kein Geld, erzählt Nicole Weber. Das sind dann beispielsweise Wildtiereinsätze, bei denen es keine Besitzer gibt.</p> <p>Dabei sind die Kosten hoch. „Desinfektionsmittel ist seit Corona teurer geworden“, sagt Metzger, der 2006 die den Verein mitgründete. Zudem hätten sich die Lieferzeiten verlängert, weshalb mehr bestellt werden müsse. „Ein enormer Aufwand, aber wir können nicht auf Desinfektion verzichten.“</p> <h2>Die Fahrzeuge sind ein großer Kostenfaktor</h2> <p>Der größte Kostenfaktor sind jedoch die Einsatzwagen. „Die Feuerwehr oder das Rote Kreuz bekommen Fahrzeuge gefördert, das ist bei uns undenkbar“, macht Metzger deutlich. Der Verein fährt nicht nur Einsätze im Kreis Konstanz, sondern auch im Schwarzwald-Baar-Kreis, Tuttlingen, Sigmaringen und zum Teil noch den Bodenseekreis und Rottweil.</p> <p>Da kommen viele Kilometer zusammen. Rund 3000 Euro kosten sie die Fahrzeuge im Monat. Außerdem haben die Tierretter in diesem Jahr aufgrund der überfüllten Tierheime über 30 Katzenbabys nach Einsätzen bei sich aufgenommen und aufgezogen. Das hat die Vereinskasse zusätzlich belastet.</p> <h2>Spenden helfen dem Verein durchzuatmen</h2> <p><a href="https://tierrettung-suedbaden.de/so-kannst-du-helfen/" target="_blank" title="" rel="noopener">Deshalb hat Nicole Weber Ende Oktober einen Spendenaufruf gestartet</a>. „Ich hatte davor viele schlaflose Nächte“, erzählt sie. „Sonst hätten wir uns echt überlegen müssen, ob wir noch weitermachen können.“ Dann würde eine schnelle Versorgung für viele Tiere wegfallen. Besonders in der Nacht. Durch den Hilferuf im Internet haben die Retter in einem Monat rund 13.000 Euro zusammenbekommen. „Das Geld reicht erst mal zum Luftholen“, meint Weber. Doch lange wird es nicht reichen, vermuten beide.</p> <p>Sie wünschen sich, dass sich mehr Menschen engagieren. „Es hakt im Moment beim Ehrenamt“, sagt Metzger. Für sie wären Ehrenamtliche wichtig, auch um die einzelnen Helfer zu entlasten. Doch es kann auch anders geholfen werden. „Auch passive Mitglieder helfen uns“, sagt Metzger. „Nicht jeder muss aktiv dabei sein, aber das gibt uns Planungssicherheit“, so Weber.</p> <p>Die Helfer, die auch bei Krisen im Ausland – wie zuletzt bei der Flut in Valencia – im Einsatz sind, hoffen, dass sie von Institutionen anerkannt werden. „Eine Integration und Akzeptanz wie in anderen Kreisen und anderen Ländern, das wäre ein Wunsch“, so Metzger.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Hilferuf der Tierrettung Südbaden: Sie kämpfen um ihr finanzielles Überleben]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 13 Nov 2024 15:06:40 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ladendieb rastet komplett aus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/ladendieb-rastet-komplett-aus;art372574,12232946 ]]></link>      <description><![CDATA[  Offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand war ein 38-Jähriger, der in einem Discounter in Sigmaringen beim Ladendiebstahl erwischt wurde.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand war ein 38-Jähriger, der in einem Discounter in Sigmaringen beim Ladendiebstahl erwischt wurde.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand war ein 38-Jähriger, der in einem Discounter in Sigmaringen beim Ladendiebstahl erwischt wurde.



        <p>Der Mann hatte Waren im Wert von rund 25 Euro in seiner Jacke verstaut und wollte das Geschäft ohne zu bezahlen verlassen. Ein Security-Mitarbeiter wurde auf den Diebstahl aufmerksam und forderte den 38-Jährigen auf, die Waren zurückzugeben. Der Tatverdächtige reagierte aggressiv und verpasste dem 48-Jährigen einen Kopfstoß. Dieser wurde leicht verletzt, konnte den Dieb aber bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Gegenüber den Beamten rastete der 38-Jährige weiter aus und spuckte nach den Polizisten. Im Laufe der weiteren Maßnahmen biss er einen Beamten in die Hand. Aufgrund seines psychischen Zustands wurde der 38-Jährige in eine Fachklinik gebracht.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Polizei Körperverletzung Eigentumsdelikte Festnahme thema-sicherheit-kriminalitaet]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Ladendieb rastet komplett aus]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 08 Nov 2024 15:41:19 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ideen zur Reaktivierung des Bahnhalts in Gutenstein  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/ideen-zur-reaktivierung-des-bahnhalts-in-gutenstein;art372574,12228627 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bahnexperte empfiehlt die Gründung einer Bürgerinitiative, um sich für einen Haltepunkt in Gutenstein stark zu machen. Zum Vortrag eingeladen hatten der Verein FairWandel SIG und der Ortschaftsrat Gutenstein  ]]></description>
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          Bahnexperte empfiehlt die Gründung einer Bürgerinitiative, um sich für einen Haltepunkt in Gutenstein stark zu machen. Zum Vortrag eingeladen hatten der Verein FairWandel SIG und der Ortschaftsrat Gutenstein<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Bahnexperte empfiehlt die Gründung einer Bürgerinitiative, um sich für einen Haltepunkt in Gutenstein stark zu machen. Zum Vortrag eingeladen hatten der Verein FairWandel SIG und der Ortschaftsrat Gutenstein



        <p>Es gab einmal eine Zeit, da hatte fast jede Ortschaft an der Bahnstrecke im Oberen Donautal einen eigenen Bahnhof. Dazu gehörte auch das zur Stadt Sigmaringen gehörende Gutenstein. Heute ist das Dorf – wie viele Ortschaften – vom sogenannten SPNV (Schienenpersonennahverkehr) abgehängt, obwohl auf dem Gleis noch Züge verkehren.</p> <p>Jüngst hatten sich deshalb rund 50 Bürgerinnen und Bürger zum Vortrag von Ralf Derwing versammelt. Der SPNV-Experte und Co-Präsident der Initiative Bodensee-S-Bahn machte den Anwesenden Mut, sich für einen Bahnhalt in Gutenstein einzusetzen und zeigte Möglichkeiten auf, wie die Verantwortlichen zum Handeln bewegt werden könnten. Zu dem Vortrag hatte der Verein FairWandel SIG gemeinsam mit dem Ortschaftsrat von Gutenstein eingeladen.</p> <h2>Und es geht doch</h2> <p>Oft hörten die Initiatoren von SPNV-Projekten von den Verantwortlichen: „Das geht nicht!“, meinte Derwing. Dabei zeigten zahlreiche Beispiele in Baden-Württemberg, dass Bahnprojekte zur Umsetzung gelangten, so lange sie realitätsnah seien, so der Bahnverkehr-Experte. Als Beispiele nannte er die Bodensee-Oberschwaben-Bahn, den Seehas sowie das Seehäsle.</p> <h2>Fahren, nicht herumstehen</h2> <p>Der Seehas – eine Zugverbindung zwischen Konstanz und Engen – sei, so Derwing, entstanden, weil der damalige Landrat Robert Maus zu Beginn der 1990er Jahre festgestellt habe, dass im Konstanzer Bahnhof Züge ankommen, die für eine halbe Stunde auf ihrem Gleis auf den nächsten Einsatz warten. So sei Maus auf die Idee gekommen, die Züge könnten, anstatt fürs „Herumstehen“ bezahlt zu werden, auch in die andere Richtung weiterfahren. Die Idee des damaligen Landrats habe zu einem der erfolgreichsten regionalen S-Bahn-Projekte geführt, meinte Derwing.</p> <h2>Realistisch sein</h2> <p>Damit Gutenstein eventuell wieder zu einem Bahnhalt kommt, empfahl Derwing ein ähnliches Vorgehen wie beim Seehas. Mögliche Initiatoren sollten schauen, wo bereits Strukturen vorhanden sind, an die ein solches Projekt an anknüpfen könne. „Was ist realistisch und eventuell mit einfachen Mitteln umsetzbar?“, fragte Derwing. Unrealistisch sei aus seiner Sicht etwa, dass der Schnellzug RE55, der zwischen Donaueschingen und Ulm verkehrt, in Gutenstein halt mache. Der RE55 sei eben ein Regionalexpress, der bei einem zusätzlichen Halt zu viel Zeit und den Anschluss in Ulm verlieren würde, erklärte Derwing.</p> <h2>Engagement auf kommunaler Ebene</h2> <p>Bei einem möglichen Projekt, einen Bahnhalt für Gutenstein einzurichten, sei außerdem zu beachten, dass ein Engagement der Deutschen Bahn nicht zu erwarten sei. Im ländlichen Raum passiere im Hinblick auf den SPNV nur etwas, wenn sich die kommunale Ebene – insbesondere die Landkreise engagierte, meinte Derving. Die Schienenpolitik der Landesregierung setze auf das Engagement der kommunalen Ebene. „Wenn die Kommunen nichts machen, passiert nichts“, sagte er.</p> <h2>Zusammenschluss mit Gleichgesinnten</h2> <p>Auf die Ortschaft Gutenstein bezogen, empfahl SPNV-Experte eine Bürgerinitiative zu gründen die sich für die Bahnanbindung nach Sigmaringen einsetzt. Diese solle sich mit Initiativen in anderen Ortschaften mit gleichem Interesse – wie etwa Hausen im Tal und Laiz – zusammenschließen. Dabei sollte ein Ziel sein, eine Akzeptanz im Kreistag für eine mögliche Verbindung zwischen den Donautal-Ortschaften und Sigmaringen zu schaffen. Für einen möglichen Bahnhalt in Gutenstein hatte Derwing verschiedene konkrete Vorschläge im Gepäck: Einer davon bezog sich auf die Regionalbahn RB68, die zwischen Hechingen und Sigmaringen verkehrt. Der Zug stehe in Sigmaringen abzüglich der tatsächlich benötigten Standzeit 18 Minuten auf dem Gleis, rechnete Derwing vor. Diese Zeit – so der Bahnexperte – könne eventuell reichen, dass der Zug bis nach Gutenstein und wieder zurück fahre.</p> <h2>Auch interessant für Freizeitexpress</h2> <p>Derwing empfahl möglichen Initiatoren eines Bahnhalts in Gutenstein auch die Finanzierung für den Bau einer Bahnhaltestelle durchzuspielen. Als zusätzliche Argumente für die Anbindung der Donautal-Ortschaft an den SPNV nannte er die landschaftliche Attraktivität des Ortes, weshalb auch der im Donautal verkehrende Freizeitexpress dort halten könne.</p> <h2>Angeregte Diskussion</h2> <p>Über eine Stunde lang diskutierte die anwesende Bürgerschaft nach Derwings Vortrag. Darunter auch der ehemalige Ortsvorsteher von Gutenstein Günter Gregori, der bemerkte, dass in der Ortschaft bereits ein Grundstück existiere, das für einen möglichen Haltepunkt in Frage komme. Anwesend war auch der Bürgermeister der Stadt Scheer, Lothar Fischer, der von seinem langen – bisher nicht erfolgreichen – Engagement für einen Bahnhaltepunkt in seiner Gemeinde berichtete.</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Rückbau</h2> Seit den 1980er Jahren wurde die Infrastruktur der Donautalbahn zwischen Tuttlingen und Inzigkofen einschneidend zurückgebaut. Dabei wurden die Bahnhöfe in Gutenstein und Thiergarten geschlossen. In Thiergarten hielt bis zum Jahr 2020 noch der Naturpark-Express. Lediglich in den Bahnhöfen Fridingen und Hausen im Tal sind an der eingleisigen nicht elektrifizierten Bahnlinie noch Zugkreuzungen möglich. In Hausen im Tal ist einschränkend dazu nur an einem Gleis ein Bahnsteig vorhanden. (hst)</div>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Seehas Seehäsle Verkehrspolitik Schiene Nahverkehr thema-verkehr-oepv thema-verkehr]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Ideen zur Reaktivierung des Bahnhalts in Gutenstein]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 07 Nov 2024 10:01:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Brandstiftung: 61-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/brandstiftung-61-jaehriger-sitzt-in-untersuchungshaft;art372574,12227244 ]]></link>      <description><![CDATA[  Gegen den Mann, der im Verdacht steht, in Sigmaringen auf seinem Balkon Feuer gelegt zu haben, wurde ein Haftbefehl erlassen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Gegen den Mann, der im Verdacht steht, in Sigmaringen auf seinem Balkon Feuer gelegt zu haben, wurde ein Haftbefehl erlassen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/brandstiftung-61-jaehriger-sitzt-in-untersuchungshaft;art372574,12227244]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Gegen den Mann, der im Verdacht steht, in Sigmaringen auf seinem Balkon Feuer gelegt zu haben, wurde ein Haftbefehl erlassen.



        <p>Der 61-Jährige, der im Verdacht steht, am 1. November, in der Brunnenbergstraße für einen größeren Polizeieinsatz gesorgt und auf seinem Balkon Feuer gelegt zu haben, befindet sich zwischenzeitlich in Untersuchungshaft, informiert die Staatsanwaltschaft Hechingen. Das Kriminalkommissariat Sigmaringen hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung, der versuchten gefährlichen Körperverletzung und des tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte aufgenommen. Der Tatverdächtige wurde nach seinem Aufenthalt in einer Fachklinik auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hechingen einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ gegen den deutschen Staatsangehörigen einen Untersuchungshaftbefehl und seither befindet sich der Mann in einer Justizvollzugsanstalt.</p> <h2>Mann bedrohte Polizisten</h2> <p>Bei dem Vorfall am 1. November, hatte der Mann die Polizeibeamten auch bedroht. Dann ging er in die Wohnung, verschüttete und entzündete Benzin auf seinem Balkon. Das Feuer konnte durch Einsatzkräfte unmittelbar gelöscht werden, eine Gefahr für Unbeteiligte bestand zu keinem Zeitpunkt. Kurze Zeit später verließ der Mann seine Wohnung und konnte von den Polizisten in Gewahrsam genommen werden. Ein Polizeibeamter wurde dabei leicht verletzt. Er wurde im Anschluss in eine Fachklinik gebracht.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Festnahme Körperverletzung Polizeieinsatz thema-sicherheit-kriminalitaet thema-sicherheit-blaulicht]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Brandstiftung: 61-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 04 Oct 2024 11:36:36 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bahnunfall mit vielen Verletzten: So proben Einsatzkräfte den Ernstfall  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/bahnunfall-mit-vielen-verletzten;art372574,12196124 ]]></link>      <description><![CDATA[  Gott sei Dank handelte es sich bei dem Einsatz nur um eine Großübung von Feuerwehren, Rettungsdiensten und anderen Einsatzkräften an der Bahnlinie Herbertingen-Mengen im Landkreis Sigmaringen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Gott sei Dank handelte es sich bei dem Einsatz nur um eine Großübung von Feuerwehren, Rettungsdiensten und anderen Einsatzkräften an der Bahnlinie Herbertingen-Mengen im Landkreis Sigmaringen.<br>
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        Gott sei Dank handelte es sich bei dem Einsatz nur um eine Großübung von Feuerwehren, Rettungsdiensten und anderen Einsatzkräften an der Bahnlinie Herbertingen-Mengen im Landkreis Sigmaringen.



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      <dc:relation><![CDATA[Rettungswesen Verkehrsunglücke Katastrophenschutz]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Bahnunfall mit vielen Verletzten: So proben Einsatzkräfte den Ernstfall]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 26 Sep 2024 16:42:09 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Charles Knie präsentiert Zirkus 2.0  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/charles-knie-praesentiert-zirkus-20;art372574,12189214 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Show-Programm mit bunten Wasserspielen und ganz viel Artistik ist ein Erlebnis für die ganze Familie und lässt das Publikum in Sigmaringen staunen  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Das Show-Programm mit bunten Wasserspielen und ganz viel Artistik ist ein Erlebnis für die ganze Familie und lässt das Publikum in Sigmaringen staunen<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Das Show-Programm mit bunten Wasserspielen und ganz viel Artistik ist ein Erlebnis für die ganze Familie und lässt das Publikum in Sigmaringen staunen



        <p>Auf seiner Tournee von Flensburg bis Konstanz gastiert der Zirkus Charles Knie noch bis Sonntag in Sigmaringen. Bei der fast ausverkauften Vorstellung am Mittwochnachmittag gelang es den Zirkusleuten von der ersten Minute an, das Publikum zu fesseln. Es jauchzte, klatschte und erhob sich am Ende der über zweistündigen Show zum Applaudieren von den Sitzen. Die Zuschauer bekamen keinen klassischen Zirkus mit Direktor im Frack, Kapelle und Pferdedressur zu sehen. Es handelte sich viel mehr um eine zeitgemäße Weiterentwicklung, also Zirkus 2.0. Comedy-Elemente, aufwendige Kostüme, eine Sängerin und Choreografien rundeten das neue Programm ab. Lange Umbauphasen gab es nicht, es ging Schlag auf Schlag, sodass Langeweile gar nicht erst aufkommen konnte.</p> <h2>Tanzende Pudel und Nervenkitzel auf dem Hochseil</h2> <p>Zwischen den Darbietungen der Akrobaten machte Michael Cadema als Clown mit beachtlicher Entertainer-Qualität seine Scherze und holte sich zur Verstärkung auch mal einen Zuschauer in die Manege. Eine Besonderheit, auf die der Zirkus stolz ist, war der Einsatz von Wasser. Unter der Bühne pumpten 300 Pumpen 100.000 Liter Wasser in ein Springbrunnensystem. Bunte Lichteffekte und bis zu 15¦Meter hohe Fontänen sorgten für Ahs und Ohs. Das Ballett überzeugte in passenden Kostümen als Muschelwesen, Quallen, Glitzerfische und Meerjungfrauen. Polonaise tanzende Pudel und Papageien, die mehrere Runden durch das ganze Zelt flogen, waren die einzigen Tiernummern. Das Hauptaugenmerk lag auf Artistik. Gebannt schaute das Publikum ein ums andere Mal nach oben, denn unter der Zirkuskuppel zeigte unter anderem die Truppe Robles ihr Können auf dem Hochseil. Am Boden spielte sich ein argentinischer Folkloreauftritt ab, bei dem temperamentvolle Männer und Frauen die Bolas – ursprünglich als Wurfwaffe benutzte Kugeln – in irrwitziger Geschwindigkeit um sich herumwirbelten.</p> <p>Nach dem Gastspiel in Sigmaringen reist der Zirkus nach Konstanz, wo er vom 10. bis 16. Oktober zu sehen ist. Infos: www.zirkus-charles-knie.de</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Kleinkunst Showbiz Tanz thema-kultur-theater thema-kultur]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Charles Knie präsentiert Zirkus 2.0]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 20 Sep 2024 17:38:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Sieben Monate nach den Protesten in Biberach: Die Wunden sind noch nicht verheilt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/das-sagen-teilnehmer-der-proteste-in-biberach-7-monate-danach;art417930,12183823 ]]></link>      <description><![CDATA[  Beim abgesagten politischen Aschermittwoch der Grünen kommt es im Februar zu Ausschreitungen. 11 Anklagen sind inzwischen erhoben worden. Die Protestteilnehmer fühlen sich falsch verstanden – hier kommen sie zu Wort.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Beim abgesagten politischen Aschermittwoch der Grünen kommt es im Februar zu Ausschreitungen. 11 Anklagen sind inzwischen erhoben worden. Die Protestteilnehmer fühlen sich falsch verstanden – hier kommen sie zu Wort.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/das-sagen-teilnehmer-der-proteste-in-biberach-7-monate-danach;art417930,12183823]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Beim abgesagten politischen Aschermittwoch der Grünen kommt es im Februar zu Ausschreitungen. 11 Anklagen sind inzwischen erhoben worden. Die Protestteilnehmer fühlen sich falsch verstanden – hier kommen sie zu Wort.



        <p>Auch mit dem Abstand von einem halben Jahr ist Thomas Y. entsetzt, wenn er auf einem Laptop das Polizeivideo vom Einsatz am Aschermittwoch in Biberach an der Riß gegen die Demonstranten anschaut. Polizisten zücken ihre Schlagstöcke und schlagen zu. Ein anderer sprüht Pfefferspray in die Menge, die bis dahin erkennbar friedlich war. Ein alter Mann weicht zur Seite aus und reibt sich weinend die Augen. Helfer werden rüde weggeschoben von den Polizisten. „Bis zu diesem Moment hatte ich das Gefühl, wir leben in einem Rechtsstaat“, sagt Thomas Y. kopfschüttelnd.</p> <p>Das Video ist ein Beweismittel bei den elf Anklagen und rund 40 Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft gegen Teilnehmer des <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/alles-halb-so-wild-in-biberach-strobl-wehrt-sich-gegen-kritik-an-polizei-einsatz;art417930,11906572" target="_blank" title="Alles halb so wild in Biberach? Strobl wehrt sich gegen Kritik an Polizei-Einsatz">Protests gegen den abgesagten politischen Aschermittwoch</a> der Grünen in Biberach im Februar 2024. Viele Anklagen und Strafbefehle wegen des Vorwurfs der Nötigung, des Landfriedensbruchs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte beziehen sich auf die Ereignisse rund um die blockierte Durchfahrt des Vorauskommandos von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne).</p> <div class="article-text-accordeon article-module"> <h2>Das juristische Nachspiel dauert an</h2> <label><input type="checkbox" /><span>Anklagen und Strafbefehle</span><span>Nach den gewaltsamen Ausschreitungen am politischen Aschermittwoch in Biberach sind laut Staatsanwaltschaft bislang elf Anklagen erhoben worden. 37 Anträge auf Strafbefehle seien ergangen, teilte die Anklagebehörde in Ravensburg mit. Bislang werde gegen 65 bekannte Beschuldigte ermittelt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Das ist passiert</span><span>Am Aschermittwoch 2024 war eine Protestaktion in Biberach an der Riß so eskaliert, dass die Grünen eine geplante Veranstaltung unter anderem mit dem Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir aus Sicherheitsgründen kurzfristig absagen mussten. Bei den Protesten am 14. Februar waren mehrere Polizisten verletzt worden, die Beamten setzten unter anderem Pfefferspray ein.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Darum geht es</span><span>Die Tatvorwürfe reichen laut Staatsanwaltschaft von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte über Landfriedensbruch bis hin zu Nötigung. Auch die Verwendung eines verfassungswidrigen Symbols, des sogenannten Hitlergrußes mit erhobenem rechten Arm, sei dabei gewesen. Aktuell seien noch keine Verhandlungstermine bestimmt, erklärte ein Sprecher am Amtsgericht Biberach. Weitere Anklagen beziehungsweise Strafbefehlsanträge seien zu erwarten.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Rechte Unterwanderung</span><span>Unter anderem waren bei den Protesten in Biberach auch Flaggen des Königreichs Preußen zu sehen gewesen. Ob Extremisten unter den Teilnehmern waren, blieb aber unklar. Ein Sprecher des Landesamts für Verfassungsschutz erklärte: „Dem baden-württembergischen Verfassungsschutz liegen auch zum aktuellen Zeitpunkt keine Erkenntnisse zu einer extremistischen Unterwanderung der Proteste vor.“ Von einzelnen teilnehmenden extremistischen Akteuren sei kein steuernder Einfluss auf das Protestgeschehen als solches ausgegangen. (dpa)</span></label></div> <p>Die Polizei berichtete damals von mehreren verletzten Beamten, ermittelte unter anderem wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Polizeibeamte und Gefangenenbefreiung. Auch der Mann, der die Scheibe eines Begleitfahrzeugs eingeworfen hatte, wurde ermittelt. Die Ereignisse waren bundesweit in den Schlagzeilen. Allerdings gab es auch Kritik am Vorgehen der Polizei vonseiten der Demonstranten. <em>(Anmerkung der Redaktion: Unser Korrespondent Theo Westermann war in Biberach vor Ort und erlebte den Polizeieinsatz aus der Menschenmenge heraus.)</em></p> <p>Thomas Y. und Michael X. (ihre richtigen Namen sind der Redaktion bekannt) sitzen an einem Abend im September zusammen mit Daniel Schenk in Hörenhausen unweit von Biberach, im Besprechungsraum der Firma Scheplast. Schenk ist deren Inhaber und Geschäftsführer, er steht offen mit seinem Namen zur Sache. Thomas Y. und Michael X. sind Landwirte aus dem Umland, beide Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, einer ist Gemeinderat.</p> <p>2018 erhielt Schenks Unternehmen, Hersteller von Kunststoffteilen, von der Landesregierung den Umweltpreis Baden-Württemberg. Er habe große Sympathie für die Landwirte, erzählt der Unternehmer. Alle drei nahmen schon vor dem Aschermittwoch aus Unzufriedenheit mit der Politik an Kundgebungen der Landwirte teil, nie kamen sie dabei mit der Polizei in Konflikt – und sie wollen jetzt ihre Sicht der Dinge darlegen.</p> <h2>Das wird den Bauern vorgeworfen</h2> <p>Der Strafbefehl, den Schenk erhielt und der dem SÜDKURIER vorliegt, beginnt wie folgt: „Im Rahmen der Protestaktion anlässlich des Politischen Aschermittwochs (…) blockierten bzw. umschlossen am 14.02.2024 ab ca. 9 Uhr (…) ca. 80 bis 100 teilweise aggressive und alkoholisierte, bislang lediglich teilweise identifizierte Personen die beiden Fahrzeuge (…) des polizeilichen Vorauskommandos des Bundesministers (…) Cem Özdemir. (…) Hierbei kam es aus der Menschenmenge heraus zu Handgreiflichkeiten der Protestierenden gegen die eingesetzten Polizeikräfte.“</p> <p>Dann der direkte Vorwurf: „Gegen die Versuche der eingesetzten Beamten, (…) mittels einfacher körperlicher Gewalt den Platzverweis durchzusetzen und die Menschenmenge zu durchbrechen, wehrten Sie sich erheblich, indem Sie sich zwischen 9.43 Uhr und 9.50 Uhr teilweise in der ersten Reihe der Menschenmenge befindlich und teilweise mit anderen Personen in der Menschenmenge untergehakt, sich mit dem Oberkörper gegen die Einsatzkräfte gewandt, gegen diese stemmten und dadurch, wie von Ihnen billigend in Kauf genommen, die Durchfahrt des polizeilichen Begleitfahrzeugs weiter verhinderten.“</p> <p>Für Michael X. gab es einen weitgehend gleichlautenden Strafbefehl über 2400 Euro, für Schenk über 8100 Euro, wegen höherer Tagessätze. Beide haben zunächst fristgemäß Einspruch eingelegt. Thomas Y. muss sich einer Anklage wegen eines Fußtritts gegen einen Polizisten im Gerangel stellen.</p> <p>Daniel Schenk blickt ebenfalls auf das Video. Man sieht ihn, die Hände erhoben, er diskutiert mit den Beamten. Es ist – auf schlechter Tonspur – zu hören, wie ein Polizist sagt, man setze nun den Schlagstock ein. Schenk fragt immer wieder: „Warum?“ Dass das Vorauskommando ausgerechnet durch die enge Gasse neben der Stadthalle will, ist ihm bis heute unerklärlich.</p> <h2>„Ich hätte das nicht für möglich gehalten“</h2> <p>„Ab der dritten Reihe hat die Warnung der Polizei gar niemand mitbekommen“, so Schenk. Eine laute Ankündigung per Megafon gibt es nicht, plötzlich schlagen die Polizisten zu. Dann folgt der Pfefferspray-Einsatz. „Wenn man mich vorher gefragt hätte, hätte ich das nicht für möglich gehalten“, ergänzt Michael X. Im Video ist er hinter Schenk erkennbar. Schenk zeigt das Foto eines großen Blutergusses in seiner Leiste, Folge eines Stockhiebs.</p> <p>Kurz vor dem Gespräch in Hörenhausen: In der Küche seines Hofs in Gammertingen im Landkreis Sigmaringen sitzt Karl Endriß, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Sigmaringen-Biberach. Das Geschehen vom Aschermittwoch ist ihm tief im Gedächtnis. Der Verband hatte in Biberach nicht zur Demonstration aufgerufen, das waren andere Gruppierungen. „Wir haben unseren Mitgliedern geraten, sich nicht im rechtsunsicheren Bereich zu bewegen.“</p> <p>Endriß selbst wollte den Aschermittwoch der Grünen besuchen, vom Geschehen rund um die Wagenkolonne hat er nichts mitbekommen, wie er sagt. Hinterher trafen er und seine Mitstreiter Cem Özdemir noch im Landratsamt. Sein Gesamteindruck von der Stimmung vor der Halle: „Ich selbst habe es nicht als gefährlich empfunden, es war doch eher Volksfeststimmung.“</p> <p>Vereinzelt hat der Bauernverband Anfragen von Mitgliedern wegen Strafbefehlen bekommen, hat Beratungsangebote gemacht. Bei den Betroffenen brodele es natürlich, so Endriß. Die Strafbefehle und Anklagen sieht er mit gemischten Gefühlen. „Das Vorgehen der Justiz ist schon sehr, sehr konsequent.“ Auf die politischen Folgen blickt er so: Die Grünen hätten die Geschehnisse optimal für sich genutzt, denn plötzlich seien die Landwirte als „Buhmänner“ dagestanden.</p> <p>Beim Amtsgericht Biberach stellt man sich unterdessen auf eine Welle von Verfahren ein. Denn zu den bisherigen elf Anklagen können noch weitere Verfahren kommen, wenn jemand seinem Strafbefehl widerspricht. „Wir sind aktuell in der Phase der Terminierung“, sagt Amtsgerichtsdirektor Thomas Mönig auf Anfrage. Erste Verhandlungstermine dürfte es noch in diesem Jahr geben – aber nicht alle. „Die Fälle sind ja in Teilen nicht identisch.“</p> <p>Zurück in Hörenhausen ist es inzwischen dunkel geworden. „Wir waren doch einfach nur da“, sagt Daniel Schenk über den Aschermittwoch. Ob er und Michael X. die Strafbefehle annehmen oder es auf ein Strafverfahren ankommen lassen, haben sie noch nicht entschieden. Das Vertrauen in einen fairen Umgang mit ihnen haben aber alle drei weitgehend verloren.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Sieben Monate nach den Protesten in Biberach: Die Wunden sind noch nicht verheilt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sat, 14 Sep 2024 05:08:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Show mit 100.000 Litern Wasser  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/show-mit-100000-litern-wasser;art372574,12178090 ]]></link>      <description><![CDATA[  Fünf Tage lang herrscht Zirkusatmosphäre auf dem Festplatz, Wasser spielt bei der Show eine bedeutende Rolle  ]]></description>
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          Fünf Tage lang herrscht Zirkusatmosphäre auf dem Festplatz, Wasser spielt bei der Show eine bedeutende Rolle<br>
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        Fünf Tage lang herrscht Zirkusatmosphäre auf dem Festplatz, Wasser spielt bei der Show eine bedeutende Rolle



        <p>Sigmaringen (pm/kaj) Auf dem Festplatz bei der Stadthalle gastiert von Mittwoch, 25. September, bis Sonntag, 29. September, der Zirkus Charles Knie. Der beim Zirkusfestival in Monte Carlo im Jahr 2017 preisgekrönte Zirkus gilt als zweitgrößter Tourneezirkus Deutschlands.</p> <p>Für die Tournee in diesem Jahr hat sich der Zirkus vorgenommen, noch bunter und lebendiger, noch spektakulärer und lustiger zu werden, heißt es in der Presseankündigung. Dabei spielen 100.000 Liter Wasser, die bis zu 15 Meter hoch in die Zirkuskuppel katapultiert werden, eine zentrale Rolle. Über 40 internationale Mitwirkende, ein Live-Orchester und ein Show-Ballett wollen das Publikum mit Artistik, Tanz, Gesang und Comedy unterhalten. Akrobatisches unter Wasser, auf Rollschuhen, an Stangen, Bändern, Tüchern und auf dem Hochseil gehört ebenso zum Programm wie der Auftritt eines Schlangenmenschen und Dressurnummern mit Papageien und Pudeln. Was man mit dem Bola genannten Wurfgeschoss und mit Flummis so alles anstellen kann, soll das Publikum in Sigmaringen auch zu sehen bekommen.</p> <p>Wohl kaum ein reisender Zirkus transportiert soviel Technik von Standort zu Standort wie der Zirkus Charles Knie, in diesem Jahr steuert er rund 32 Städte an. „Wir verpacken einen ganzen Ozean in über 40 Sattelauflieger“, sagt Sascha Melnjak, seit 2007 Inhaber und Geschäftsführer. Denn um den Traum von Sonne, Strand und Meer im Zirkuszelt zu inszenieren, würden unzählige Effekte, Licht, Musik und ganz viel Wasser benötigt. „Wir begreifen unsere Idee von einem zeitgemäßen Zirkus als große Show für die ganze Familie. Und diese Show findet auf einem Niveau statt, die dem Vergleich mit großen Musicalproduktionen jederzeit standhält“, erklärt Melnjak das Konzept. Der namensgebende Gründer des Zirkus, Charles Knie, hat sich mittlerweile seinen Kindheitstraum erfüllt und betreibt in Australien einen eignen Tierpark.</p> <p>Vorstellungen finden täglich um 16 Uhr und 19.30 Uhr statt, am Sonntag um 11 Uhr und 15 Uhr. Eine preisgünstige Familienvorstellung ist am Mittwoch um 16 Uhr vorgesehen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Show mit 100.000 Litern Wasser]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 04 Sep 2024 05:31:06 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Blickpunkt Sigmaringen: Innovation und Tradition  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/blickpunkt-sigmaringen-innovation-und-tradition;art372574,12168631 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sigmaringen – Vor knapp zwei Jahren hat Stefan Sauter das Autohaus Zimmermann von Egon Zimmermann übernommen. Tradition wird bei Stefan Sauter großgeschrieben.  ]]></description>
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          Sigmaringen – Vor knapp zwei Jahren hat Stefan Sauter das Autohaus Zimmermann von Egon Zimmermann übernommen. Tradition wird bei Stefan Sauter großgeschrieben.<br>
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        Sigmaringen – Vor knapp zwei Jahren hat Stefan Sauter das Autohaus Zimmermann von Egon Zimmermann übernommen. Tradition wird bei Stefan Sauter großgeschrieben.



        <div class="koll"><p>Sigmaringen – Vor knapp zwei Jahren hat Stefan Sauter das Autohaus Zimmermann von Egon Zimmermann übernommen. Tradition wird bei Stefan Sauter großgeschrieben. Zum einen war es ihm wichtig alle 35 Mitarbeiter inklusive der acht Auszubildenden weiter beschäftigen zu können. Und dies ist dem neuen Inhaber bis zum heutigen Tage auch gelungen. Auch die Erfahrung von Reinhold Keller, dem früheren Geschäftsführer des Autohauses, bleibt dem Unternehmen erhalten. Er steht nach wie vor als Berater an der Seite von Stefan Sauter. So musste sich mit dem Inhaberwechsel keiner der Mitarbeiter Sorgen zu seiner Weiterbeschäftigung machen.</p><h2_interline>Subaru ergänzt die Produktpalette</h2_interline><p>Bis zum Frühjahr konzentrierte sich das Autohaus Zimmermann ausschließlich auf die Marke Opel. Nun möchte der neue Inhaber sich breiter auf mehreren Standbeinen aufstellen. Deshalb hat das Unternehmen mit Subaru eine weitere Marke an Bord geholt. Mit diesem ersten Schritt ergänzt der japanische Allrad-Spezialist Subaru nun die Produktpalette des Hauses. Eventuell könnten zur Diversifikation in fernerer Zukunft auch weitere Marken aus dem Stellantis-Konzern folgen. Dazu zählen Opel, Peugeot, Fiat und weitere Marken.</p><p>Natürlich sollte die neue Marke für die bisherigen Opel-Modelle keine Konkurrenz darstellen, und so fiel die Wahl auf Subaru. „Wir sind überzeugt von der Qualität von Subaru und es ist eine solide Firma, die auf ihre Autos fünf Jahre Vollgarantie bietet“, erklärte Stefan Sauter. Dazu kommt, dass der Raum Sigmaringen für den japanischen Hersteller noch ein weißer Fleck auf der Landkarte bedeutet. Erst im Kreis Tübingen und im Bodenseekreis befinden sich die nächsten Subaru-Händler. Hier im eher ländlich geprägten Raum mit viel Land- und Forstwirtschaft können wir damit auch Fahrzeuge anbieten, die eine höhere Zugkraft für die Anhängelast benötigen. „Trotzdem bleibt für uns Opel die Kernmarke“, betonte Stefan Sauter. Die Statistiken verdeutlichen, dass die Zahl der Opel-Vertragshändler sich rückläufig entwickelt. In Deutschland umfasst das Händlernetz derzeit 326 Vertragshändler. Zimmermann ist somit einer der wenigen verbliebenen Händler im Kreis Sigmaringen.</p><h2_interline>Bosch Carservice</h2_interline><p>Aber die Aufnahme der Marke Subaru stellt nur ein neues Standbein des Autohauses dar. Mit dem Bosch Carservice versprechen sich die Verantwortlichen, weitere Kunden an das Autohaus binden zu können. Der Gedanke ist naheliegend, denn immer häufiger kaufen Kunden bei Zimmermann gebrauchte Fahrzeuge, die nicht zur Marke Opel zählen. „Diese Kunden wollen wir mit dem Bosch Carservice an uns binden, weil wir damit den Service für alle Marken abdecken können“, erklärte Sauter. Überhaupt spielt der Service-Bereich bei Zimmermann eine wesentliche Rolle. Das Karosseriezentrum bietet ein Wellnessprogramm, dass nach Unfall- oder Hagelschäden, nicht nur die Schäden behebt, sondern auch eine Direktabwicklung bei Versicherungsschäden bietet.</p><p>Die hausinterne Autovermietung, der Handel mit Zubehör und auch die 24-Stunden-Tankstelle runden das Komplettangebot weiter ab. Dazu zählen auch zwei Ladepunkte für E-Autos. Auch für gewerbliche Kunden bietet das Autohaus nun seine Dienste an. Das Unternehmen kann jetzt auch Dienste für Opel-Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen anbieten. „Diese Dienste darf nicht jede Opel-Niederlassung leisten“, erklärte Stefan Sauter nicht ohne Stolz.</p><h2_interline>Innovationen ohne Pause</h2_interline><p>Natürlich muss sich das Autohaus Zimmermann unaufhörlich an neue Marktsituationen anpassen. Die E-Mobilität verlangt extra geschulte Mitarbeiter mit Hochvolt-Eignung. Dazu investiert der Sigmaringer Betrieb einiges in die Schulung. Auch optisch wird sich das Autohaus anpassen. Im Zuge der markenweiten Gestaltung im Rahmen von Cooperate Identity bei Opel wird zum Beispiel der Showroom neugestaltet. Optische Anpassungen wie bei Fassade und Beleuchtung, die derzeit gerade umgesetzt wird, sind ein ständiger Prozess über mehrere Jahre.</p></div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Blickpunkt Sigmaringen: Innovation und Tradition]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sat, 10 Aug 2024 05:01:05 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neuer Zugang zu Angeboten der Agentur für Arbeit  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/neuer-zugang-zu-angeboten-der-agentur-fuer-arbeit;art372574,12146818 ]]></link>      <description><![CDATA[  BundID soll die sichere Nutzung zu digitalen Angeboten der Arbeitsagenturen, der Jobcenter sowie der Familienkassen vereinfachen  ]]></description>
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          BundID soll die sichere Nutzung zu digitalen Angeboten der Arbeitsagenturen, der Jobcenter sowie der Familienkassen vereinfachen<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        BundID soll die sichere Nutzung zu digitalen Angeboten der Arbeitsagenturen, der Jobcenter sowie der Familienkassen vereinfachen



        <p>Kreis Sigmaringen (pm/wex) Mit der BundID gibt es einen weiteren, sicheren Zugangsweg zu den digitalen Angeboten der Bundesagentur für Arbeit (BA), wie die Arbeitsagentur in einer Pressemitteilung schreibt. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Zugangswegen können Bürgerinnen und Bürger jetzt auch mit der BundID die E-Services der Agenturen für Arbeit, der Jobcenter sowie der Familienkassen in Anspruch nehmen.</p> <p>„Unsere Kundinnen und Kunden können sich nun auch mit der Bund­ID identifizieren und authentifizieren und auf die Online-Angebote zugreifen, zum Beispiel um Leistungen zu beantragen, und das mit einem höchstmöglichen Schutz der persönlichen Daten. Damit unterstützt die BA die digitale Transformation der Verwaltung in Deutschland und baut den Nutzen der BundID als zentrales Instrument zur Identifizierung für Online-Anträge aus“, wird Anke Traber, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Balingen, zitiert.</p> <p>Eine weitere wichtige Änderung: Das Konto der BA wird umgestellt. Zukünftig können Bürgerinnen und Bürger die digitalen Angebote der BA über ein persönliches Konto mit spezifischen Profilen nutzen – zum Beispiel, wenn sie Bescheide abrufen oder Kindergeld beantragen möchten. Wer schon ein Konto bei der BA hat, erhält nach einer erneuten Anmeldung automatisch ein entsprechendes Konto mit Profil. Die zusätzliche Anmeldung mit BundID und die Kontoumstellung sind zwei wichtige Neuerungen, um Bürgerinnen und Bürgern auch zukünftig einen sicheren und einfachen Zugang zu digitalen Leistungen der BA zu ermöglichen.</p> <p>Der Schutz der Daten und der persönlichen Identität habe oberste Priorität. Die BundID ermögliche einen sichereren Zugang zu den digitalen Verwaltungsservices der BA, versichert die Agentur für Arbeit in der Mitteilung.</p> <p><em>Weitere Informationen:<br /> <a href="http://www.arbeitsagentur.de/bundid-sicherer-zugang-zu-allen-eservices" title="http://www.arbeitsagentur.de/bundid-sicherer-zugang-zu-allen-eservices" rel="noopener">http://www.arbeitsagentur.de/bundid-sicherer-zugang-zu-allen-eservices</a></em></p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Datenschutz Arbeitsvermittlung Online-Dienst]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Neuer Zugang zu Angeboten der Agentur für Arbeit]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 26 Jul 2024 05:13:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Karin Mühlhans wird Ortsvorsteherin  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/karin-muehlhans-wird-ortsvorsteherin;art372574,12132731 ]]></link>      <description><![CDATA[  Erstmals eine Frau an der Spitze der Gutensteiner Ortschaftsverwaltung. Urban Strobel wird ihr Stellvertreter  ]]></description>
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          Erstmals eine Frau an der Spitze der Gutensteiner Ortschaftsverwaltung. Urban Strobel wird ihr Stellvertreter<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Erstmals eine Frau an der Spitze der Gutensteiner Ortschaftsverwaltung. Urban Strobel wird ihr Stellvertreter



        <p>Sigmaringen-Gutenstein – Der neu gewählte Ortschaftsrat des Sigmaringer Ortsteils Gutenstein hat sich konstituiert. Die Mitglieder des Gremiums wählten einstimmig Karin Mühlhans zur Nachfolgerin von Ortsvorsteher Günter Gregori. Ebenso einstimmig sprachen sie sich für Urban Strobel als ihren Stellvertreter aus. Somit steht erstmals eine Frau an der Spitze der Gutensteiner Ortschaftsverwaltung. „Ja, ich möchte“, antwortete die Stimmenkönigin Karin Mühlhans auf Gregoris Frage, ob sie das Amt der Ortsvorsteherin ausüben möchte. Gregori hätte das Amt gerne weiterhin ausgeübt, da aber Mühlhans bei den Wahlen zum Ortschaftsrat 37 Stimmen mehr erhielt, verzichtete er nach demokratischen Spielregeln auf eine Bewerbung. Da es keine weiteren Vorschläge gab, konnten beide Wahlen per Akklamation erfolgen.</p> <p>Der Sigmaringer Gemeinderat muss die Wahl bestätigen, was am Mittwoch erfolgen sollte. Gregori bedankte sich bei den Räten und wünschte Karin Mühlhans viel Glück. Sigmaringens Bürgermeister Marcus Ehm freute sich auf die neue Ortsvorsteherin, honorierte Gregoris Engagement. Es sei wichtig, Probleme aus den Ortsteilen rechtzeitig vorzutragen, um sie dann gemeinsam lösen zu können. Der scheidende Ortsvorsteher wird als Stadtrat künftig die Interessen Gutensteins vorbringen.</p> <p>Zuvor führte Günter Gregori die neu gewählten Ortschaftsräte Manuel Blender, Günter Gregori, Karin Mühlhans, Bernd Sax und Urban Strobel in ihr Amt ein und überreichte die Gemeindeordnung Baden-Württembergs, Bürgermeister Ehm verpflichtete die Räte. Als Dienstältester verlas Urban Strobel den Gelöbnistext, mit Händedruck und Unterschrift war der Akt vollzogen.</p> <p>Mit einem Präsent wurde Peter Herr aus dem Gemium verabschiedet, der 20 Jahre dem Ortschaftsrat angehörte, davon zehn Jahre als Ortsvorsteher und durch Wegzug seine Wählbarkeit verlor. Michael Löffler, der zwei Monate lang für Peter Herr als Rat tätig war erhielt ebenfalls ein Präsent und von Bürgermeister Ehm eine Urkunde.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Kommunalpolitik Bürgermeisterwahl Rücktritt]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Karin Mühlhans wird Ortsvorsteherin]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 18 Jul 2024 12:55:59 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bad Saulgauer Firma baut auf ehemaligem NSDAP-Reichsparteitagsgelände  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/millionenauftrag-fuer-firma-georg-reisch-aus-bad-saulgau;art416,12124796 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bayrische Kämmerer beauftragen den oberschwäbischen Mittelständler Georg Reisch mit einem millionenschweren Kultur-Prestigebau in Nürnberg. Was dort geplant ist.  ]]></description>
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          Bayrische Kämmerer beauftragen den oberschwäbischen Mittelständler Georg Reisch mit einem millionenschweren Kultur-Prestigebau in Nürnberg. Was dort geplant ist.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/millionenauftrag-fuer-firma-georg-reisch-aus-bad-saulgau;art416,12124796]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Bayrische Kämmerer beauftragen den oberschwäbischen Mittelständler Georg Reisch mit einem millionenschweren Kultur-Prestigebau in Nürnberg. Was dort geplant ist.



        <p>Das Bauunternehmen Georg Reisch hat einen millionenschweren Großauftrag an Land gezogen. Wie die in Bad Saulgau und Ravensburg ansässige Firma mitteilte, hat die Stadt Nürnberg den Oberschwaben den Auftrag zum Neubau des dortigen Staatstheaters auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände erteilt. Mit im Boot ist das Stuttgarter Architekturbüro LRO.</p> <h2>Auftrag im Wert von 85 Millionen Euro</h2> <p>Laut Georg-Reisch-Angaben hat der Auftrag auf dem geschichtsträchtigen Gelände ein Volumen von 85 Millionen Euro. Georg Reisch fungiert als sogenannter Totalübernehmer, wickelt also zusammen mit LRO das komplette Projekt von der Planung bis zur Baufertigstellung ab.</p> <p>Solche Verfahren böten neben der vertraglichen Garantie eines fixen Fertigstellungstermins auch ein hohes Maß an Kostensicherheit, weil die Leistungen zum vertraglich vereinbarten Festpreis vergeben würden, hieß es von der Stadt Nürnberg. Georg Reisch setzte sich mit seinem Angebot gegen drei Konkurrenten durch.</p> <h2>Bayern setzen auf Partner aus Baden-Württemberg</h2> <p>Von der Stadt Nürnberg hieß es, man schaffe einen neuen, einzigartigen Kulturort, der Aspekte der Erinnerungskultur und der Künste aller Sparten miteinander verbinde und zugleich eine Spielstätte für das Staatstheater Nürnberg schaffe. Dieses ist Teil des größten Drei-Sparten-Hauses in Bayern.</p> <h2>Georg Reisch auch im Bodensee-Raum aktiv</h2> <p>Vor mehr als 90 Jahren gegründet, beschäftigt Georg Reisch heute mehr als 300 Mitarbeiter. In der Region ist das Unternehmen unter anderem mit einem Erweiterungsbau des Schulzentrums im Kloster Hegne aktiv.</p> <p>Auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände veranstaltete die NSDAP zwischen 1933 und 1938 ihre Reichsparteitage. Heute dient das von Reichsrüstungsminister Albert Speer geplante Gelände unter anderem als Messe- und Kulturgelände.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Bad Saulgauer Firma baut auf ehemaligem NSDAP-Reichsparteitagsgelände]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 17 Jul 2024 15:52:55 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Feuerwehr muss retten! Achtklässler kentern mit Kanu auf der Donau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/feuerwehr-muss-retten-achtklaessler-kentern-mit-kanu-auf-der-donau;art372574,12123891 ]]></link>      <description><![CDATA[  Kurz vor den Sommerferien ist eine achte Klasse mit Kanus auf der Donau unterwegs. Doch der Schulausflug endet für einige im Wasser. Ein 14-Jähriger muss von der Feuerwehr gerettet werden.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Kurz vor den Sommerferien ist eine achte Klasse mit Kanus auf der Donau unterwegs. Doch der Schulausflug endet für einige im Wasser. Ein 14-Jähriger muss von der Feuerwehr gerettet werden.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/feuerwehr-muss-retten-achtklaessler-kentern-mit-kanu-auf-der-donau;art372574,12123891]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Kurz vor den Sommerferien ist eine achte Klasse mit Kanus auf der Donau unterwegs. Doch der Schulausflug endet für einige im Wasser. Ein 14-Jähriger muss von der Feuerwehr gerettet werden.



        <p>Vier Achtklässler sind bei Sigmaringen auf einem Klassenausflug mit ihrem Kanu gekentert und in der Donau gelandet.</p> <p>Drei der Jugendlichen retteten sich am Dienstagnachmittag selbst an das Ufer, wie die Polizei mitteilte. Ein 14-Jähriger hielt sich demnach an einem Pfeiler kurz vor der Wehr fest und musste von der Feuerwehr mit einem Boot an Land gebracht werden.</p> <p>Laut einem Polizeisprecher hatte er Glück, die Strömung hinter dem Pfeiler wäre sehr stark gewesen. Zwei der Jugendlichen wurden wegen einer leichten Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht. (dpa)</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Feuerwehr Klinik Polizei Unfall Rettungswesen Verkehrsunglücke thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-sicherheit-blaulicht]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Sigmaringen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Feuerwehr muss retten! Achtklässler kentern mit Kanu auf der Donau]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 12 Jul 2024 14:13:58 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zentrale Anlaufstelle für Hilfesuchende  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/pfullendorf/zentrale-anlaufstelle-fuer-hilfesuchende;art372570,12119353 ]]></link>      <description><![CDATA[  Caritaszentrum mit sieben Beratungsdiensten ist seit dem 1.¦Juli im Alno-Park in Pfullendorf untergebracht  ]]></description>
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          Caritaszentrum mit sieben Beratungsdiensten ist seit dem 1.¦Juli im Alno-Park in Pfullendorf untergebracht<br>
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        Caritaszentrum mit sieben Beratungsdiensten ist seit dem 1.¦Juli im Alno-Park in Pfullendorf untergebracht



        <p>Menschen in Notsituationen finden in Pfullendorf seit Anfang des Monats im Caritaszentrum eine Anlaufstelle, in der gleich mehrere Beratungsdienste gebündelt sind. Hier finden Menschen Hilfe oder können an Fachdienste weitervermittelt werden, die familiäre, gesundheitliche oder finanzielle Sorgen haben. Klienten werden in psychischen Krisen begleitet oder in Sprachkurse vermittelt, sie erhalten Rat bei klassischen Erziehungsproblemen oder Informationen zu Mutterschutz und Elternzeit. Auch in bürokratischen Angelegenheiten oder bei Fragen zur Existenzsicherung wird unterstützt. So beantwortet der Sozialdienst Fragen zu staatlichen Leistungen von Arbeitslosengeld¦II bis zu Wohngeld und hilft beim Ausfüllen von Anträgen oder beim Umgang mit Behörden.</p> <h2>Barrierefrei zu erreichen</h2> <p>„Wir sind sehr glücklich über die modernen, gut ausgestatteten Räume. Nicht nur die Klienten profitieren von der konzentrierten Kompetenz und den kurzen Wegen, sondern auch die Mitarbeiter der verschiedenen Dienste. Wir können uns nun direkt austauschen, weil wir unsere Büros alle auf einem Flur haben“, freut sich Norbert Stauß, Leiter der Sozialen Dienste, über den neuen zentralen Anlaufpunkt im Alno-Park. Die Beratungsstellen sind – sei es mit Rollstuhl oder Kinderwagen – barrierefrei zu erreichen. Der Bürgerbus hält gegenüber am Sonnenrain, es gibt ausreichend Parkmöglichkeiten und von der Innenstadt dauert der Fußweg nur wenige Minuten.</p> <h2>Zwölf Fachkräfte beraten Klienten</h2> <p>Früher waren die verschiedenen Beratungsdienste in der Stadt verteilt, die Erziehungsberatung befand sich zum Beispiel im Melanchthonweg, oder es wurden Außensprechstunden angeboten, etwa im Rathaus. Nun sind alle Dienste an einem Ort gebündelt – und zwar dort, wo bis vor Kurzem die Stadtwerke interimsweise ihre Bleibe hatten. Konkret finden sie hier die Erziehungsberatung, der sozialpsychiatrische Dienst für seelisch kranke Erwachsene, die Wohnassistenz für psychisch kranke Menschen, der Caritas-Sozialdienst, die Schwangerschaftsberatung, die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer und das Integrationsmanagement für Geflüchtete in Anschlussunterbringung. Drei der Mitarbeiterinnen sprechen ukrainisch. „Ansonsten nutzen wir digitale Übersetzungsmedien, was auch gut funktioniert. Und bei ganz sensiblen Themen können wir einen Dolmetscher organisieren“, berichtet Stauß. Insgesamt zwölf Fachkräfte arbeiten in Pfullendorf, jeder Dienst bietet wöchentlich Sprechzeiten an. Waren manche Außenstellen in Pfullendorf bislang nur im Zwei-Wochen-Rhythmus besetzt, entfallen mit dem neuen Zentrum längere Wartezeiten.</p> <h2>Rat in Erziehungsfragen</h2> <p>„Der Sozialraum Pfullendorf und der südliche Landkreis erfahren eine große Aufwertung, und auch die Netzwerkarbeit wird vom neuen Standort profitieren“, stellt Ansgar Kappeler, Leiter der Erziehungsberatungsstelle und des gemeindepsychiatrischen Dienstes, fest. Die Erziehungsberatungsstelle bietet Rat und Hilfe bei Trennung und Scheidung der Eltern und anderen interfamiliären Konflikten, bei Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten, Problemen in Kindergarten, Schule, Ausbildung und Beruf. Ansgar Kappeler und sein Team betreuen im Einzugsgebiet Pfullendorf um die 140 Familien. Die Erziehungsunsicherheit habe zugenommen. „Ich sehe eine Überforderung von Müttern und Vätern. Die Anforderungen an Eltern werden komplexer, aber auch die Ansprüche, die Eltern an sich selbst haben.“ Was ihm nach Corona auch aufgefallen ist, sei eine Zunahme an selbstverletzendem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen.</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Der Caritasverband</h2> Der Caritasverband für das Dekanat Sigmaringen-Meßkirch ist der örtliche Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche und betreibt im Landkreis Sigmaringen 25 verschiedene Einrichtungen und Dienste der kirchlichen Sozialarbeit und der Pflege. Der Caritasverband sieht seinen Auftrag darin, Menschen in Not zu helfen – kostenlos, unabhängig von Konfession, Weltanschauung oder Nationalität. Die Beratung erfolgt vertraulich. Das Kerngebiet des Dekanats umfasst einen Großteil des Landkreises Sigmaringen, Trochtelfingen bildet den nördlichsten Punkt und Illmensee den südlichsten Punkt. Weitere Informationen unter www.caritas-sigmaringen.de (kaj)</div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Zentrale Anlaufstelle für Hilfesuchende]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 01 Jul 2024 16:56:06 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Trassenplanung der B311neu/B313 im Mittelpunkt eines weiteren Workshops  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/trassenplanung-der-b311neub313-im-mittelpunkt-eines-weiteren-workshops;art372574,12107136 ]]></link>      <description><![CDATA[  Teilnehmer innen und Teilnehmer diskutieren mit Gutachtern über das Für und Wider der Streckenführung. Der zweiter Teil der Umweltverträglichkeitsprüfung hat begonnen  ]]></description>
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          Teilnehmer innen und Teilnehmer diskutieren mit Gutachtern über das Für und Wider der Streckenführung. Der zweiter Teil der Umweltverträglichkeitsprüfung hat begonnen<br>
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        Teilnehmer innen und Teilnehmer diskutieren mit Gutachtern über das Für und Wider der Streckenführung. Der zweiter Teil der Umweltverträglichkeitsprüfung hat begonnen



        <p>Der Landkreis Sigmaringen hat die Öffentlichkeit zu einem weiteren Fachworkshop zur Planung der Straße B 311n/B 313 eingeladen. Aufbauend auf einen Workshop im Sommer 2022 konnten sich Anrainer, Kommunalpolitiker und interessierte Bürger bei dieser öffentlichen Veranstaltung im Rahmen einer transparenten Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung wieder mit Anregungen, Vorschlägen oder auch mit Kritiken einbringen.</p> <h2>40 Besucher, darunter zehn neue</h2> <p>Die Veranstaltung im Landratsamt wurde von etwa 40 Personen besucht, wobei auf Nachfrage von Landrätin Stefanie Bürkle zehn „neu“ hinzugekommen waren.</p> <h2>Transparente Planung steht im Zentrum</h2> <p>Wie mehrfach berichtet, hat der Landkreis Sigmaringen im Rahmen einer transparenten Planung die Öffentlichkeit zu verschiedenen Info-Abenden und Workshops eingeladen, um eigene Vorstellungen einzubringen. Denn, wie Projektleiter Thomas Blum sagte, kennen die Bürger und kommunale Mandatsträger die Region und die betreffenden Örtlichkeiten am besten, können also auch Hinweise zu möglichen, den Behörden unbekannten Besonderheiten geben. „Die Gutachter und Gutachterinnen kommen von außen und sind auf Ihre lokalen Kenntnisse angewiesen“, hatte Blum die Anwesenden aufgefordert.</p> <p>Diese damaligen Hinweise und Ergänzungen seien geprüft und wenn möglich berücksichtigt worden. Das soll auch mit den Ergebnissen des aktuellen Fachworkshops geschehen, bei dem es um die Umweltverträglichkeitsstudie zu den verschiedenen möglichen Trassenvarianten ging.</p> <h2>Umweltverträglichkeitsstudie auf gesetzlicher Basis</h2> <p>Zu Beginn bekamen die Teilnehmenden aktuelle Informationen über das Vorgehen bei den laufenden Variantenoptimierungen und zur Methodik des Variantenvergleichs. Im zweiten und umfassenderen Teil bestand für die Teilnehmer die Möglichkeit, in Kleingruppen eigene Fragen mit Projektmanager Thomas Blum und den verschiedenen Fachgutachtern zu erörtern. Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsstudie ging es um das Gesetz zur Umweltverträglichkeitsprüfung, deren „Schutzgüter“ eingehalten werden müssen.</p> <h2>Zahlreiche Schutzgüter zu beachten</h2> <p>Zu den Schutzgütern gehören die Menschen, insbesondere deren Gesundheit, Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt. Aber auch Wasser, Boden, Fläche, Luft, Klima und Landschaft gehören dazu, nicht zu vergessen, das kulturelle Erbe und sonstige Sachgüter. Dazu müsse die Wechselwirkung zwischen diesen Faktoren ebenfalls berücksichtigt werden.</p> <h2>Beste Trassenvariante wird gesucht</h2> <p>Ziel und Aufgabe der Umweltverträglichkeitsstudie ist unter anderem, die umweltverträglichste Trassenvariante zu finden. Die Aufgabe der Fachleute besteht darin, objektiv nachvollziehbare Vergleiche zwischen verschiedenen messbaren und auch nicht messbaren Auswirkungen (wie beispielsweise Veränderungen des Landschaftsbildes) auf die unterschiedlichen Schutzgüter und Umweltfunktionen aufzuzeigen. An drei Tischen kam es zu den unterschiedlichen Trassenvarianten zu einem regen Austausch. Die Ergebnisse lagen dem SÜDKURIER bis Redaktionsschluss nicht vor.</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Das Ziel</h2> Die Grundlage für alle Varianten der Neutrassierung der B311N-B313 zwischen Meßkirch und Mengen ist, dass diese Straße die Mittelzentren des Landkreises Sigmaringen verbindet soll sowie in Verbindung mit der B 31 die Oberzentren Ulm, Villingen-Schwenningen und Freiburg herstellen soll. Auf dem Tisch liegen gegenwärtig drei Trassenvarianten, die kleinere unterschiedliche Abweichungen aufweisen. Es liegt derzeit noch keine Streckenfavorisierung vor.</div>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Verwaltungsrecht Umweltschutzpolitik Bürgerinitiative thema-politik thema-natur-umwelt thema-gesellschaft-engagement]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Trassenplanung der B311neu/B313 im Mittelpunkt eines weiteren Workshops]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 26 Jun 2024 15:21:30 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Grünpflegegruppe entlastet den Bauhof  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/messkirch/gruenpflegegruppe-entlastet-den-bauhof;art372566,12098623 ]]></link>      <description><![CDATA[  Psychisch Erkrankte der der St. Franziskus-Werkstatt aus Sigmaringen pflegen die Friedhöfe in Meßkirch, Rohrdorf, Heudorf und Menningen <p></p> <p></p>  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Psychisch Erkrankte der der St. Franziskus-Werkstatt aus Sigmaringen pflegen die Friedhöfe in Meßkirch, Rohrdorf, Heudorf und Menningen <p></p> <p></p><br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/messkirch/gruenpflegegruppe-entlastet-den-bauhof;art372566,12098623]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Psychisch Erkrankte der der St. Franziskus-Werkstatt aus Sigmaringen pflegen die Friedhöfe in Meßkirch, Rohrdorf, Heudorf und Menningen <p></p> <p></p>



        <p>Wer dieser Tage auf dem Friedhof in Meßkirch einen Grabbesuch gemacht hat, dürfte eine fleißige Gruppe von Männern und Frauen beim Unkrautjäten gesehen haben und hat sich womöglich gefragt: Sind das Mitarbeiter des Bauhofs? Nein, nicht Bedienstete der Stadt, sondern die Grünpflegegruppe der St. Franziskus-Werkstatt aus Sigmaringen hält die Kieswege in Schuss. „Die Zusammenarbeit klappt prima“, freut sich Michaela Schmidt, Sachgebietsleiterin Stadt und Umwelt. Für die Stadt ist die Grünpflegegruppe der WFB (Werkstatt für behinderte Menschen) ein Gewinn, da sie ihre Arbeit kostengünstig, manuell und vor allem zuverlässig erledigt.</p> <h2>Ohne Chemie</h2> <p>Kiesflächen auf den Friedhöfen von unerwünschten Unkräutern freizuhalten, ist immens viel Arbeit – und dies würde personelle Kapazitäten des Bauhofs binden. Da der Einsatz von glyphosathaltigen Herbiziden verboten wurde, suchte die Stadt Meßkirch nach einer Möglichkeit, die Kiesflächen und Kieswege auf dem Friedhof in Meßkirch zu pflegen. Der Bauhof hatte diverse genehmigungsfreie Mittel ausprobiert, doch diese wirkten nicht effektiv oder verursachten Gestank. Diese Geruchsbelästigung wollte man keinem zumuten. Eine manuelle Pflege mit Hacken und Abflammen kommt für den Bauhof nicht in Frage, da dies arbeits-, zeit-, personal- und kostenintensiv ist.</p> <h2>Zusammenarbeit zunächst auf Probe</h2> <p>„Es sah ziemlich katastrophal, nahezu verwahrlost aus und wir mussten eine Lösung finden“, erinnert sich Michaela Schmidt. 2023 kam die Idee auf, die Grünpflegegruppe von der Caritas in Sigmaringen für die Pflege des Friedhofes und zwei kleiner Hügelbeete im Stadtbereich anzufragen. „Wir vereinbarten gemeinsam die Zusammenarbeit probehalber für ein Jahr“, so Schmidt. Und weil die Grünpflegegruppe ihre Arbeit so überzeugend machte, wurden die Kooperation fortgesetzt und ausgedehnt. Die WFB ist nicht nur in Meßkirch, auch in Rohrdorf, Heudorf und Menningen aktiv. Nicht zuständig ist die Gruppe allerdings für die Grabvorbereitungen, das übernehmen Friedhofsgärtner.</p> <h2>Arbeitstag von 7.50 bis 16 Uhr</h2> <p>Heckenschneiden, Rasenmähen, Freischneide-Arbeiten und Nachpflanzungen kann die Gruppe ebenfalls übernehmen. Auch für Firmen, Privatleute und andere Kommunen ist sie im Einsatz. In Stetten am kalten Markt steht beispielsweise die Pflege von Verkehrsinseln auf dem Programm, das Aufstellen von Pylonen und das Tragen von Warnwesten ist dabei obligatorisch. Von April bis Oktober ist die Gruppe jeden Tag im Außeneinsatz. Die Arbeit beginnt um 7.50 Uhr bis 11.50 Uhr und nach der Mittagspause bis 16 Uhr. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten durch ihre Tätigkeit in der Grüngruppe eine Tagesstruktur und Selbstbestätigung. „Das sind fitte Leute“, sagt Richard Schick. Der Heilerziehungspfleger und Gärtner leitet die Grünpflegegruppe. Ihr gehören psychisch erkrankte Beschäftigte ab 18 Jahren an. Manche sind schon im Rentenalter.</p> <h2>Grüngruppe läuft</h2> <p>Geduldig zupfen Benjamin Löbe und Stefan Medved mit kleiner Hacke und Fugenkratzer ein Unkraut nach dem anderen heraus. „Wichtig ist es, das Kraut mitsamt Wurzel zu entfernen. Ich mache das gerne, es hat etwas Meditatives“, sagt Medved, der seit acht Jahren bei der Grünpflegegruppe ist. Löbe, seit über 20 Jahren bei der St. Franziskus-Werkstatt, pflichtet ihm bei: „Mir gefällt es, draußen zu schaffen. Ideal ist es, wenn es nicht zu kalt und nicht zu heiß ist.“ Es ist nicht zu übersehen, dass er sich mit seiner Arbeit identifiziert. Er trägt eine Baseball-Kappe. Die hat Löbe mit den Worten „Grüngruppe läuft“ besticken lassen.</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>St. Franziskus-Werkstatt</h2> Die anerkannte Werkstatt gehört dem Caritasverband für das Dekanat Sigmaringen-Meßkirch an. Sie bietet 70 Arbeitsplätze für Menschen mit einer seelischen Behinderung, wie etwa Depressionen, Schizophrenie, Angst- oder Zwangsstörungen, bietet. Zu den Dienstleistungen im Garten- und Landschaftsbau kommen Tätigkeiten in den Bereichen Verwaltung sowie Lagerlogistik/Verpackung/Montage.</div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Grünpflegegruppe entlastet den Bauhof]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 26 Jun 2024 10:00:55 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Die Kultur im Kreis ist sein Verdienst  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/messkirch/die-kultur-im-kreis-ist-sein-verdienst;art372566,12098193 ]]></link>      <description><![CDATA[  Historiker Edwin Weber wird in der Kreisgalerie Meßkirch nach 33 Jahren im Dienst für die Kultur im Landkreis Sigmaringen verabschiedet <p></p>  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Historiker Edwin Weber wird in der Kreisgalerie Meßkirch nach 33 Jahren im Dienst für die Kultur im Landkreis Sigmaringen verabschiedet <p></p><br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Historiker Edwin Weber wird in der Kreisgalerie Meßkirch nach 33 Jahren im Dienst für die Kultur im Landkreis Sigmaringen verabschiedet <p></p>



        <p>Mit der letzten großen Veranstaltung im Rahmen des 50. Jubiläums des Landkreises hat Landrätin Stefanie Bürkle in der Kreisgalerie Meßkirch die Ausstellung „50 Jahre Kulturförderung im Landkreis Sigmaringen“ mit dem Titel „Ein freier geistiger Tauschplatz“ eröffnet. Gleichzeitig verabschiedete sie im Beisein zahlreicher Gäste die prägende Gestalt der kreisweiten Kultur- und Historiengeschichte, den Kreisarchivar und Historiker Edwin Ernst Weber.</p> <p>Unter anderem sei es seinem engagierten Wirken zu verdanken, dass der Landkreis Sigmaringen in den vergangenen 50 Jahren eine Identität entwickeln konnte. Das sei nicht einfach gewesen, denn mit der Kreisreform 1973 sei der Landkreis Sigmaringen aus annähernd gleich großen badischen, hohenzollerischen und württembergischen Teilen „zusammengestückelt“ worden. Erst mit dem Bezug des Fürst-Carl-Landeskrankenhauses als Landkreisverwaltung sei seit 1983 das Landratsamt zu einem Kulturstandort geworden.</p> <h2>Beneidenswerte Kulturarbeit</h2> <p>Aber trotz des, im Gegensatz zu anderen Regionen, späten Starts in der Kulturarbeit sei diese umso herausragender geworden. „Viele andere Regionen des Landes beneiden uns darum“, sagte Bürkle. Bei diesem kulturellen Aufholen hänge sehr viel mit Edwin Weber und ihrem Vorgänger, Dirk Gaerte, zusammen. Die Kreischefin gab einen kurzen Rückblick über die Meilensteine, die mit der Kulturkonzeption im Jahr 2000 begann. Es folgte die Gründung des Kreiskulturforums 2002, die jährlich kreisweit vernetzten Kulturschwerpunkte seit 2003, die Eröffnung der Kreisgalerie im Schloss Meßkirch 2006, die Stiftung des Kulturpreises 2009 und intensive historische Forschungen und Öffentlichkeitsarbeit zur Geschichte des Kreisgebiets und seiner Kommunen.</p> <h2>Kreisidentität erschaffen</h2> <p>„Hier sind regionale Maßstäbe gesetzt worden, die andere zur Nachahmung angeregt haben“, unterstrich Bürkle. Von ihr und ihrem Vorgänger seien vor allem die von Kreisarchivar Weber vorgebrachte geschichtliche Darstellung in zeitlicher Abfolge und kulturellen Initiativen und Projekte „als wertvoller Beitrag zur Kreisintegration und zur Ausbildung einer Kreisidentität wertgeschätzt und unterstützt worden“. Trotz überschaubarer Haushaltsmittel sei es mit Hilfe der Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie dem Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) möglich gewesen, Drittmittel für die Kulturförderung zu gewinnen. „Uns war immer bewusst, dass Kunst und Kultur wichtige identitätsstiftende Faktoren sein können.“ Es könne sich mehr als sehen lassen, was der Kulturstandort Kreis Sigmaringen in den vergangenen 30 Jahren zustande gebracht habe, so Bürkle. Sie bezeichnete die Vernetzung der Kulturschaffenden zusammen mit dem Landkreis und den Kommunen als „Erfolgsgeheimnis“.</p> <h2>450 Seiten starker Rückblick</h2> <p>Die Ausstellung zeigt neben Glanzstücken auch eine Bandbreite von Alltäglichkeiten und Beständigkeiten des kreisweiten Zusammenwirkens, die die Vitalität und Strahlkraft des heimischen Kulturlebens auszeichnet. Der scheidende Kreisarchivar und Kulturreferent hat in einem 420 Seiten starken Werk einen Rückblick auf 50 Jahre Kulturförderung im Landkreis Sigmaringen festgehalten, in dem auch die Ausstellung in Bild und Schrift zu finden ist.</p> <h2>Nazi-Zeit aufgearbeitet</h2> <p>Die Landrätin zollte Weber nicht nur großen Respekt und Anerkennung für seine reichhaltige und umfangreiche Arbeit in den 33 Jahren seines Schaffens. Sie sprach dem umtriebigen Arbeiter (seine Mitarbeiter im Amt hatten sich in der Fasnet als „Weber-Knechte“ verkleidet und damit ausgedrückt, dass sie ständig gescheucht wurden, so Weber augenzwinkernd) Bewunderung aus. Insbesondere über die intensive Erinnerungsarbeit zur Aufarbeitung der Gewaltherrschaft der Nazi-Zeit im Landkreis, wo er zu Beginn auf eine Mauer des Schweigens bei Kreis- und Stadträten gestoßen sei.</p> <h2>Den Landkreis geprägt</h2> <p>Bewundert habe sie auch Webers Konzeption der Kulturschwerpunkte, die seit über 20 Jahren verschiedene regionale Akteure zusammenbringe, teils gesellschaftlich brisante Themen aufgreife, aber auch seine Diskussions- und Streitkultur. „Mehr als einmal sind wir zusammengerasselt“, meinte Bürkle mit einem schelmischen Blick in Webers Richtung. Sie dankte ihm für seinen Fleiß, seine Arbeit und seine Identifikation mit diesem Landkreis: „Sie haben diesen Landkreis geprägt und bleibende Spuren hinterlassen!“</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Öffnungszeiten</h2> Die Ausstellung ist bis 20. Oktober 2024 jeweils freitags bis sonntags sowie feiertags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. An den Sonntagen 14. Juli, 8. September und 6. Oktober werden Sonderführungen angeboten. Zur Ausstellung ist eine umfangreiche und reich bebilderte Begleitdokumentation erschienen, die in der Kreisgalerie sowie beim Kreiskulturamt für 7,50 Euro erhältlich ist.</div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Die Kultur im Kreis ist sein Verdienst]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 20 Jun 2024 10:08:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Entscheider beim Bamf: Gewähren sie zu viel Schutz oder sind sie unfair zu den Leuten?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/politik/so-wird-beim-bamf-ueber-asylantraege-entschieden;art410924,12087741 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sie führen Gespräche mit Asylbewerbern und entscheiden dann über deren Anträge: die Entscheider des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Besuch bei einer Anhörung in Sigmaringen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Sie führen Gespräche mit Asylbewerbern und entscheiden dann über deren Anträge: die Entscheider des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Besuch bei einer Anhörung in Sigmaringen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/politik/so-wird-beim-bamf-ueber-asylantraege-entschieden;art410924,12087741]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Sie führen Gespräche mit Asylbewerbern und entscheiden dann über deren Anträge: die Entscheider des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Besuch bei einer Anhörung in Sigmaringen.



        <p>„Es gibt oftmals pauschale Aussagen über unsere Arbeit“, sagt Herr Frank. „Für die einen, weil wir zu viel Schutz gewährten. Für die anderen, weil wir unfair zu den Leuten seien.“ Herr Frank ist Reinhard Frank. Er ist ein sogenannter Entscheider beim Bamf, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Außenstelle Sigmaringen.</p> <p>Er sitzt in einem Büro in der früheren Graf-Stauffenberg-Kaserne, ein alter Asbestbau aus den 1950ern, drinnen: Backsteinwände in schlecht beleuchteten Fluren, Raufaser in den Büros, dazu Boden aus grauem Funktions-PVC. Auf Franks Schreibtisch stehen zwei Monitore älterer Bauart, auf dem Computer läuft Windows 10, das bald seit zehn Jahren am Markt ist. Die Tastatur ist beige, sie kommt aus einer anderen Zeit.</p> <h2>Asylanhörungen können ganz unterschiedlich ablaufen</h2> <p>Eine junge Afghanin betritt mit einer Dolmetscherin den Raum, hier findet gleich die Anhörung über ihr Asylbegehren statt. Das heißt: Ihre Personalien werden geprüft, sie muss ihren Fluchtweg beschreiben und die Gründe für ihr Schutzbedürfnis. Sie muss möglichst Tatsachen vorbringen, die ihre Schilderungen stützen.</p> <p>Solche Anhörungen können eine Stunde dauern, manchmal aber auch sieben oder noch länger. Frank sagt: „Je nach Herkunftsland plane ich zwei oder drei Anhörungstermine am Tag ein, manchmal schafft man aber auch nur einen.“ Drei Tage die Woche macht er das, die übrigen zwei braucht er „für weiteren Bearbeitungen“, wie er sagt, das heißt: Recherchen anstellen, Entscheidungen treffen.</p> <p>Sachbearbeiter wie Reinhard Frank sind in aller Regel für Menschen aus bestimmten Ländern zuständig, denn sie müssen die Umstände vor Ort gut kennen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. In Afghanistan ist die Situation eine andere als in Somalia. Frank manövriert ziemlich souverän durch die politische Lage am Hindukusch.</p> <h2>Gerichtsverfahren ziehen den Prozess in die Länge</h2> <p>Im Jahr 2023 haben die Mitarbeitenden des Bamf 351.915 Asylanträge bearbeitet, 329.120 davon waren Erstanträge wie jener der Afghanin. Knapp sieben Monate brauchten sie im Durchschnitt für einen Antrag, so geht es aus der Asylgeschäftsstatistik der Behörde hervor.</p> <p>Diese Zahl gibt aber nur die Verfahrensdauer beim Bamf selbst wieder, häufig wird gegen Bescheide geklagt, was dann noch einmal dauern kann: Gerichtsverfahren bei Asylklagen dauerten 2023 fast zwei Jahre, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht.</p> <p>Für Anträge von Menschen aus Afghanistan brauchten die Bamf-Entscheider im ersten Halbjahr 2023 durchschnittlich 9,5 Monate. Die Anerkennungsquote ist eine der höchsten: Als Gesamtschutzquote nennt das Bamf für vergangenes Jahr 74,3 Prozent, der Begriff ist aber ein wenig irreführend – darin sind nämlich auch formelle Entscheidungen ohne inhaltliche Prüfung gefasst, zum Beispiel, wenn ein anderes EU-Land zuständig ist. <a href="https://mediendienst-integration.de/migration/flucht-asyl/afghanische-fluechtlinge.html" target="_blank" title="" rel="noopener">Bereinigt man diese Quote, gelten laut dem Mediendienst Integration 99 </a><a href="https://mediendienst-integration.de/migration/flucht-asyl/afghanische-fluechtlinge.html" target="_blank" title="" rel="noopener">Prozent der Afghanen als schutzbedürftig</a>.</p> <h2>Die Chancen für die junge Frau stehen gut</h2> <p>Die Chancen für die junge Frau im Büro von Reinhard Frank stehen also ziemlich gut. Dass die Taliban vor allem gegen Frauen, zumal solche mit universitärer Bildung wie in diesem Fall, brutal vorgehen, ist hinlänglich bekannt. Frank protokolliert gerade eine Antwort der Antragstellerin, die Dolmetscherin hört ihm dabei konzentriert zu, korrigiert manchmal, wenn in der Übersetzung etwas verloren gegangen ist.</p> <p>Der Blick der Antragstellerin wandert dabei durch den Raum, sie versteht ja nicht, was da gerade über ihre Schilderungen geredet wird. Erst nach der Anhörung übersetzt die Dolmetscherin das Protokoll des Entscheiders, das die Frau dann noch einmal lesen und unterschreiben muss.</p> <p>Eine gruselige Vorstellung: Manchmal lachen Entscheider und Dolmetscherin, etwa wegen eines Missverständnisses. Und als Antragstellerin sitzt man in einem grauen Büro in einem fremden Land vor diesen Leuten, die über die eigene Zukunft entscheiden, und versteht nur Bahnhof.</p> <h2>Sprachliche Feinheiten sagen etwas über die Herkunft aus</h2> <p>Dolmetscher erscheinen in den Akten aus Sicherheitsgründen nur noch als Nummern, erklärt Frank. Bekannt ist: Mancher abgelehnte Asylbewerber gibt seinem Übersetzer die Schuld, so sollen Anfeindungen vermieden werden. In diesem Fall ist das eher unwahrscheinlich, die Dolmetscherin muss die junge Frau nur manchmal in ihrem Redefluss bremsen, damit sie mit dem Übersetzen hinterherkommt.</p> <p>Gerade in ländlicheren Regionen wie Sigmaringen aber sind Übersetzer rar, die sich mit den Feinheiten der gefragten Sprachen auskennen. Dass künstliche Intelligenz das bald übernehmen kann, ist eher unwahrscheinlich, hier geht es auch um den Transport menschlicher Regungen, das Heraushören bestimmter Regiolekte, was eine Fluchtgeschichte mehr oder weniger glaubhaft machen kann – schließlich sagt die Sprache viel über die Herkunft aus. Der iranische Sprachstamm, zu dem das in Afghanistan verbreitete Dari gehört, kennt um die 50 verschiedene Sprachen mit wiederum eigenen Dialekten.</p> <h2>Wo ist der zweite Reisepass abgeblieben?</h2> <p>In der Anhörung geht es nun hin und her wegen eines verschwundenen nordamerikanischen Reisepasses, mit dem die Antragstellerin wohl gereist ist. Sie liefert keine schlüssige Erklärung, wo der abgeblieben ist. Wahrscheinlich hat sie mit den falschen Papieren auch Instruktionen bekommen: Nach dem Flug gleich wegwerfen. An ihrer afghanischen Nationalität und ihrer politischen Gefährdung im Land der Taliban gibt es aber keine Zweifel, sie hat sie zahlreiche Urkunden und Belege dabei.</p> <p>Die Atmosphäre ist dann auch freundlich. Die junge Frau antwortet schnell und sicher, wirkt dabei nicht, als hätte sie sich ausgedacht, was sie da erzählt. Im Laufe der Anhörung wird ihre Stimme immer fester.</p> <h2>Echtheit von Beweisen kann kaum überprüft werden</h2> <p>Frank diktiert in sein Protokoll, die Antragstellerin habe Fotos „von nicht unerheblichen Verletzungen“ vorgebracht, sie sollen nach einem Angriff der Taliban entstanden sein. An diesem Beispiel stellt sich die große Herausforderung dieses Asylsystems dar: Die Asylsuchenden sollen Beweise für ihre Verfolgung mitbringen, deren Echtheit kaum geprüft werden kann.</p> <p>Ob die Taliban für die sichtbaren Verletzungen verantwortlich sind oder jemand ganz anderes, lässt sich nicht nachvollziehen. Andererseits wird jemand in akuter Bedrohungslage kaum Beweismittel sichern und mit auf die Flucht nehmen – da ist anderes Gepäck wichtiger.</p> <h2>Wer flüchtet schon mit einem Koffer voller Beweise?</h2> <p>Ein besonders komplizierter Teil der Anhörungen: Schlepperbanden instruieren Flüchtlinge mittlerweile ziemlich gut, was sie in ihren Verfahren sagen sollen, das gehört zu ihrer Dienstleistung dazu. Aus Sicherheitskreisen wird gar von ausgedruckten Anleitungen berichtet, die in Transitländern wie der Türkei verteilt werden. Das führt aber dazu, dass auch Menschen, deren wahre Geschichte völlig ausreichend für einen Anspruch auf Asyl ist, manchmal vorgestanzte Antworten geben, die ihre Glaubwürdigkeit beschädigen. Das zu entschlüsseln, ist Aufgabe der Sachbearbeiter.</p> <p>Frank wirkt entspannt in dem Gespräch, er macht das schon lange und man könnte wohl über ihn sagen: Er kennt seine Pappenheimer. Was nicht heißt, dass er die Menschen ihm gegenüber nicht ernst nimmt. „Viele haben einfach was auf dem Herzen“, sagt er, da werde so eine Anhörung zur Gratwanderung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So läuft es in der Schweiz</span><span>In der Schweiz ist das Staatssekretariat für Migration (SEM) für diese Verfahren zuständig. Das Prozedere ist mit dem in Deutschland vergleichbar. Allerdings protokolliert in der Schweiz nicht der Entscheider, sondern eine weitere Person. Und, so zeigt es der Dokumentarfilm „Die Anhörung“, der mit echten SEM-Mitarbeitern und Asylsuchenden die Verfahren realistisch nachstellt: Dort werden auch Reaktionen protokolliert, etwa dass jemand zögert, weint oder sich eine Träne wegwischt.</span></label></div> <p>Wichtig zu betonen: Weil das Asylrecht ein individuelles ist, wird jeder Einzelfall geprüft, verallgemeinern lässt sich da wenig bis nichts. An dem Fall in Sigmaringen ist besonders, dass junge Frauen aus Afghanistan selten alleine kommen, von den Fluchtrouten auf dem Landweg gibt es immer wieder Berichte von Misshandlungen etwa an der bulgarischen Grenze, die sie abhalten dürften. Diese Antragstellerin kam mit einem falschen Pass per Flugzeug, was sich viele Afghanen nicht leisten können.</p> <p>Die Anhörung hat durchaus einen dramaturgischen Bogen. Als Frank die junge Frau fragt, was sie glaubt, das sie bei Rückkehr in ihre Heimat erwarten würde, merkt man, dass das Gespräch sich seinem Ende neigt. Sie antwortet: Sie hätte Angst vor den Taliban, die sie schon zuvor heimgesucht haben.</p> <h2>Nun heißt es: warten</h2> <p>Wann sie mit einem Ergebnis rechnen könne, fragt die Antragstellerin zum Schluss, natürlich. Fast vier Stunden inklusive einer kurzen Pause hat ihr Termin nun gedauert. „Sobald wie möglich, aber genau kann ich Ihnen das leider nicht sagen. In sechs Wochen können Sie eine Sachstandsanfrage schicken“, sagt Reinhard Frank. Die Dolmetscherin übersetzt das, für Sachstandsanfrage verwendet sie aber den deutschen Begriff – für manche Beamtenvokabel gibt es wohl nicht immer eine Übersetzung.</p> <p>Die junge Frau muss nun kurz auf das übersetzte Protokoll warten, es wären noch Korrekturen möglich, anschließend müssen alle unterschreiben. Dann beginnt die Wartezeit für ihr Ergebnis.</p> <p>Ihr Fall wirkte einigermaßen aufgeräumt. Manche Betroffene müssen aber auch über Dinge sprechen, über die sie vorher noch nie mit irgendwem gesprochen haben – ob sie davon traumatisiert sind oder nicht, spielt in der Anhörung zumindest inhaltlich keine Rolle. Man muss sich nackt ausziehen, bekommt seine Kleider aber auch nicht wieder, wenn man fertig ist, so hat es ein Mann aus Kamerun mal beschrieben.</p> <p>Reinhard Frank hat wohl nicht ganz Unrecht, wenn er seine Arbeit bisweilen pauschal beurteilt sieht. So einfach ist es aber nicht: Der Entscheider hält sich an die Gesetze, die nicht jedem Einzelfall gerecht werden können. Sie ermöglichen weder allzu viele Abweisungen, noch ermöglichen sie Schutz für alle, die ihn vielleicht brauchen. Wie hat Frank es selbst gesagt? Es ist eine Gratwanderung.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Entscheider beim Bamf: Gewähren sie zu viel Schutz oder sind sie unfair zu den Leuten?]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 16 Jun 2024 16:33:47 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Alle Wege führen nach Sigmaringen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/pfullendorf/alle-wege-fuehren-nach-sigmaringen;art372570,12078991 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sternfahrt auf sechs Strecken eröffnet Stadtradeln, 18 Kommunen aus dem Landkreis Sigmaringen nehmen bis 4.¦Juli daran teil <p></p>  ]]></description>
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          Sternfahrt auf sechs Strecken eröffnet Stadtradeln, 18 Kommunen aus dem Landkreis Sigmaringen nehmen bis 4.¦Juli daran teil <p></p><br>
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        Sternfahrt auf sechs Strecken eröffnet Stadtradeln, 18 Kommunen aus dem Landkreis Sigmaringen nehmen bis 4.¦Juli daran teil <p></p>



        <p>In 18 Städten und Gemeinden im Landkreis Sigmaringen dreht sich während des dreiwöchigen Stadtradelns (noch bis 4.¦Juli) alles rund ums Fahrrad. Durch eine Sternfahrt mit sechs Ästen wurde die Aktion am Samstag eröffnet.</p> <p>Von Norden fuhren die Radler aus Neufra, Gammertingen, Hettingen, Veringenstadt, Veringendorf und Jungnau nach Sigmaringen. Aus dem Nordosten machten sich die Radfahrer aus Bingen, Hitzkofen und Sigmaringendorf auf den Weg. Radbegeisterte aus Bad Saulgau, Herbertingen, Ostrach Mengen, Scheer und Sigmaringendorf kamen aus dem Osten des Landkreises. Aus dem Süden trafen sich die Radler aus Wald und Herdwangen-Schönach am Seeparkparkplatz mit den Pfullendorfer Sternfahrtradler. Mira Krane vom Stadtmarketing Pfullendorf freute sich darüber, dass so viele mutige Radler dem Wind trotzten und die Sternfahrt nach Sigmaringen antraten. Als kleines Dankeschön verteilte sie an die Teilnehmer einen Bon für eine Kugel Eis.</p> <h2>Kostenloser Radcheck</h2> <p>„Auf die Räder, fertig los“, forderte Carmen Krug von der Selbsthilfegruppe Seepark ihre Mitradler Elli, Eggi, Hansi und Helmut auf. Viele Radler nutzten den kostenlosen Radcheck des Pfullendorfer VierHausBike am Seeparkparkplatz. Auch in anderen teilnehmenden Kommunen gab es solche kostenlosen Radchecks. Im Südwesten trafen die Radfahrer aus Sauldorf, Meßkirch, Rohrdorf Langenhart, Gutenstein und Laiz zusammen. Die nordwestliche Route führte von Stetten am kalten Markt über Gutenstein und Laiz nach Sigmaringen. Gegen 17 Uhr kamen alle Sternfahrtäste vor dem Sigmaringer Rathaus an und wurden mit Butterbrezeln, Getränken und Obst verköstigt.</p> <h2>Kälte schreckt nicht ab</h2> <p>Peter Hotz, Dezernent für Finanzen, Bildung und Straßen des Landratsamts , war „total überrascht“ über die Anzahl der Teilnehmer, die sich angesichts des kühlen Wetters nicht von der Sternfahrt abschrecken ließen. Mit der Auftaktveranstaltung möchte der Landkreis ein starkes Zeichen für eine gesunde und klimafreundliche Mobilität setzten, unterstrich Hotz in Vertretung von Landrätin Stefanie Bürkle.</p> <p>Vor vier Jahren war die Aktion im Landkreis erstmals mit den vier Kommunen Pfullendorf, Sigmaringen, Mengen und Bad Saulgau gestartet. 2022 war erstmals der Landkreis als Veranstalter und Schirmherr mit dabei. Dieses Jahr beteiligen sich 18 Kommunen. Bislang haben sich bereits mehr als 2600¦Teilnehmer in knapp 300¦Teams angemeldet, so Hotz.</p> <p>Er dankte der Stadt Sigmaringen, dass die Auftaktveranstaltung am Rathaus stattfinden durfte, dem Team der Tourist-Info für die Unterstützung, dem Radkoordinator des Landkreises Rolf Epple für die Organisation und den Helfern aus der Landeserstaufnahmestelle (LEA). Der Landkreis habe sich auf den Weg zu einer nachhaltigen Mobilität gemacht, so Hotz. Daher beteilige sich der Landkreis Sigmaringen auch künftig finanziell an Radwegen an Kreisstraßen. Erstes Projekt werde der Lückenschluss zwischen Rulfingen und Zielfingen sein.</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Anmelden und mitmachen</h2> <p>Die Aktion Stadtradeln läuft noch bis 4.¦Juli. Ziel ist es, möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Noch bis zum letzten Aktionstag können sich Teilnehmer anmelden und per App (über GPS-Streckenaufzeichnung, Kilometereinträge), die Homepage oder Erfassungsbogen ihre geradelten Kilometer aufzeichnen. Infos im Internet: www.sigmaringen.de</p> <p></p> </div>]]>
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      <pubDate>Wed, 05 Jun 2024 05:05:19 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[So digitalisiert das Landgericht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/linzgau/sigmaringen/so-digitalisiert-das-landgericht;art372574,12058382 ]]></link>      <description><![CDATA[  Grüner Landtagsabgeordneter Thomas Hentschel zu Besuch in Hechingen. Austausch zum Thema KI und zur E-Akte in der Justiz  ]]></description>
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          Grüner Landtagsabgeordneter Thomas Hentschel zu Besuch in Hechingen. Austausch zum Thema KI und zur E-Akte in der Justiz<br>
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        Grüner Landtagsabgeordneter Thomas Hentschel zu Besuch in Hechingen. Austausch zum Thema KI und zur E-Akte in der Justiz



        <p>Hechingen (pm/urr) Der Landtagsabgeordnete Thomas Hentschel, justizpolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion in Stuttgart, besuchte unlängst das Landgericht Hechingen. Er wollte sich über das Thema KI und die Einführung der e-Akte informieren. Das berichtet das Landgericht Hechingen in einer Pressemitteilung. „Wir freuen uns sehr über das Interesse eines hochrangingen Vertreters einer Regierungsfraktion an der täglichen Arbeit der Justiz und an unserem Leuchtturmgericht. Das Landgericht Hechingen ist bei vielen IT-Projekten einer der Vorreiter, weshalb wir aus erster Hand über diese Zukunftsthemen berichten können“, sagte der Präsident des Landgerichts, Florian Diekmann, in einem Grußwort. Das Landgericht Hechingen war das erste Landgericht im Bezirk des Oberlandesgerichtes (OLG) Stuttgart, das mit der elektronischen Gerichtsakte ausgestattet wurde, und zugleich der erste Landgerichtsbezirk in ganz Baden-Württemberg, in dem auch alle (vier) Amtsgerichte mit der e-Akte arbeiten. Seit dem vergangenen Jahr wird zugleich auch die elektronische Verwaltungsakte in allen Gerichten des Bezirks eingesetzt.</p> <p>Das Landgericht Hechingen werde durch das Ministerium der Justiz und für Migration und das Oberlandesgericht zudem auch als Pilotstandort für weitere zukunftsweisende IT-Projekte berücksichtigt, heißt es weiter. Derzeit werde etwa der Einsatz von Software zur – auch KI-gestützten – Aktendurchdringung konzeptioniert und getestet (Projekt Astra). Zudem ist es das bundesweit erste Pilotgericht für den Einsatz einer neuen Textverarbeitungssoftware („bk.text“).</p> <p>Nach der Präsentation der e-Akte und der KI-Software Astra informierte sich Thomas Hentschel über weitere Themen, wie die Personalsituation und Nachwuchsgewinnung sowie die Auswirkungen von neuen Gesetzesvorhaben zur Digitalisierung auf die Justiz. Daneben wurde die Unterbringungssituation des Amtsgerichts und des Landgerichts besprochen. Die Vorstellung des technisch neu ausgestatteten Schwurgerichtssaals stand am Schluss der Begegnung.</p>]]>
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