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    <title>suedkurier.de - Stetten</title>
    <link>https://www.suedkurier.de/</link>
    <language>de-DE</language>
    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 07:45:22 +0100</pubDate>
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      <title>suedkurier.de</title>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 14:35:41 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neue Pächter fürs Fähre-Bistro gesucht – und mit dem Wechsel kommen mehr Automaten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/faehre-am-bodensee-sucht-neue-paechter-der-bord-bistros;art372432,12510132 ]]></link>      <description><![CDATA[  Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi" auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.  ]]></description>
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          Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi" auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.<br>
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        Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi" auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.



        <p>Es ist ein Arbeitsplatz, der wohl die schönste Aussicht überhaupt bietet: auf den Bodensee. Dennoch wird die Midce GmbH genau diesen Platz nach nur zweieinhalb Jahren aufgeben und hat den Vertrag mit den Stadtwerken Konstanz gekündigt. Die Fähre-Bistros auf der Strecke zwischen Konstanz und Meersburg stehen damit ab 1. Januar ohne Pächter da – oder mit einem neuen, denn die Suche nach einem oder mehreren Nachfolgern läuft.</p> <p>Der oder diejenige muss sich auf Änderungen einstellen, ebenso wie die Fähre-Nutzer. Denn es sollen künftig zwei Schiffe mit Automaten versorgt werden. Im April wurde die „Lodi“ umgerüstet, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/die-bodensee-faehre-lodi-schraenkt-weiteren-bord-service-ein;art372448,12360666" target="_blank" title="Weiterer Service-Einschnitt auf der Fähre: Die „Lodi“ hat künftig kein Bistro mehr">statt eines Bistros samt Mitarbeitern finden Passagiere dort seitdem Automaten</a>, die Essen oder ein Getränk ausspucken. Künftig soll auch die „Konstanz“ umgerüstet werden, wie der Ausschreibung der Stadtwerke Konstanz zu entnehmen ist.</p> <p>Hinter der Midce GmbH stehen die vier Konstanzer Gastronomen Marco D‘Arca, Martin Mure, Seli Günes und Servet Karaaslan. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/neue-paechter-auf-den-autofaehren-meersburg-konstanz;art372486,11584019" target="_blank" title="Neue Pächter sorgen für das Ende der Durststrecke auf den Autofähren">Sie haben im Mai 2023 die Fährebistros übernommen</a>. Marco D‘Arca erklärt auf Anfrage die bisherigen Erfahrungen sowie Hintergründe des Rückzugs. Die Automaten seien eine gute, zeitgemäße Lösung: „Natürlich ersetzt es nicht das persönliche Gespräch oder den Kaffee mit Smalltalk an der Theke, aber es bietet eine größere Produktauswahl rund um die Uhr. Gleichzeitig sorgt es für eine verlässliche Versorgung und entlastet in Zeiten, in denen Personal schwer zu finden ist.“</p> <h2>Krankheit zwingt dazu, Prioritäten neu zu setzen</h2> <p>Damit benennt er einen Punkt, weshalb sie das „Backbord Fähre Café“ nicht weiterführen: „Zum einen spüren natürlich auch wir die gestiegenen Einkaufspreise und die schwierige Personalsituation, insbesondere in verantwortungsvollen Positionen.“ Das bestätigen auch die Stadtwerke, wie Sprecherin Teresa Gärtner auf Anfrage mitteilt: Die Personalfindung in der Gastronomie sei sehr schwierig und die Personalkosten seien sehr stark angestiegen. Die Automaten kämen auch dem künftigen Pächter entgegen.</p> <p>Zu Beginn des Automaten-Betriebs habe es sehr gemischte Rückmeldungen der Fahrgäste gegeben, doch inzwischen ziehen die Stadtwerke eine positive Bilanz. „Mehrheitlich Tagegäste/Urlauber nutzen die Automaten und spiegeln uns zurück, dass das Angebot für die kurze Tour ausreichend ist“, so Gärtner.</p> <p>Ausschlaggebend für die Kündigung sei für die bisherigen Pächter aber etwas anderes gewesen: ein langfristiger krankheitsbedingter Ausfall seit Frühjahr 2025. „Da wir neben dem Fährbetrieb weitere gastronomische Betriebe führen, mussten wir die Prioritäten neu setzen und uns stärker auf unser Kerngeschäft konzentrieren“, erklärt D‘Arca. Dazu gehören bestehende Konzepte wie das Steg4, wo neben dem regulären Betrieb bald ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/so-schmeckts-am-bodensee-the-taste-gewinnerin-eroeffnet-pop-up-restaurant-in-konstanz-31-10-25;art372448,12509399" target="_blank" title="Bodensee-Zutaten neu interpretiert: Mona Hiermaier kredenzt im Pop-Up-Restaurant Ungewöhnliches">Pop-Up-Restaurant mit „The Taste“-Gewinnerin Mona Hiermaier entsteht.</a></p> <h2>Gäste wollen vor allem etwas Schnelles</h2> <p>Der Betrieb eines Fähre-Bistros bringt durchaus Herausforderungen mit sich. Jeder Tag und jede Überfahrt verlaufe anders, schildert auch Marco D‘Arca. „Mal ist das Schiff voll besetzt, mal bleiben viele Gäste in den Autos sitzen, das andere Mal kommt ein Bus mit einer großen Reisegruppe.“ Wegen der kurzen Verweildauer zwischen 20 und 40 Minuten müsse der Service besonders schnell und effizient sein. „Die Gäste wollen auf der Überfahrt vor allem etwas Schnelles, einen Kaffee, eine Brezel, ein Eis oder einen Schokoriegel auf die Hand“, daher hätten sie ihr Angebot dem angepasst.</p> <p>Hinzu komme die Logistik: Wenn ein Schiff beispielsweise kurzfristig in die Werft muss, müsse das gesamte Team samt der Ware auf ein anderes Schiff umziehen – meist innerhalb weniger Minuten. Dass im Sommer bis zu vier, teilweise sogar fünf Schiffe gleichzeitig im Einsatz sind, erfordere nicht nur zwei Schichten pro Tag und das an sieben Tagen pro Woche. „Das erfordert viel Organisation, Flexibilität und ein eingespieltes Team“, so D‘Arca zusammenfassend. Doch sie hätten in der Zeit viel gelernt und großartige Menschen kennengelernt, die Zusammenarbeit mit dem Fähre-Team sei eng und gut.</p> <h2>Mindestens 34.800 Euro Pacht pro Jahr</h2> <p>Wer ein Bistro auf der Fähre oder mehrere auf den verschiedenen Schiffen mindestens für die nächsten zwei Jahre betreiben möchte, kann sich bis 24. November bei den Stadtwerken Konstanz melden. In der Ausschreibung sind unter anderem die Öffnungszeiten festgehalten: werktags 5.35 bis 18 Uhr, samstags 8.05 bis 19 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen 9.05 bis 19 Uhr. 2023 sollte noch bis 21 Uhr geöffnet sein, aktuell gelten offenbar die Öffnungszeiten abends bis 18 Uhr.</p> <p>Weitere Anforderungen an neue Pächter sind etwa die Bestückung der Automaten sowie ein frisches, möglichst regionales Angebot und Nachhaltigkeit sowie Müllvermeidung. Der Pachtpreis sei mit 10 Prozent des Nettoumsatzes, jedoch mindestens 34.800 Euro pro Jahr zuzüglich Mehrwertsteuer, marktgerecht, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Gärtner. Die Stadtwerke stellten auch die gesamte Infrastruktur zur Verfügung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Über Fährbetrieb und Bistro</span><span>Die Stadtwerke Konstanz betreiben ganzjährig die Fährverbindung zwischen Konstanz und Meersburg, die rund um die Uhr die beiden Bodenseeufer verbindet. Jährlich nutzen laut den Stadtwerken rund 3,8 Millionen Fußgänger, zahlreiche Radfahrer sowie Pkw, Lkw und Busse die Fähren. Laut den Stadtwerken gibt es die Bewirtung seit Ende der 50er-Jahre – zunächst mit einem Pächter pro Schiff und zuletzt mit einem Anbieter auf der gesamten Flotte. Fahrgäste wissen vorher nicht, mit welchem Schiff sie fahren, und daher auch nicht, wo es ein Bistro und wo es Automaten gibt. „Der Anspruch ist, dass es im Grunde egal ist, auf welchem Schiff sich der Fahrgast befindet, so dass ihm im Bistro wie bei den Automaten ein entsprechendes Angebot zur Verfügung steht“, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Teresa Gärtner.</span></label></div> <p>Und was wird aus den bisherigen Mitarbeitern? Ein Teil des Teams sei bereits in andere Betriebe der Midce GmbH gewechselt, erklärt D‘Arca. Einige Mitarbeitende könnten auch vom neuen Pächter übernommen werden – „so wie auch wir damals von unserem Vorgänger erfahrene Kräfte übernehmen durften“. Dieses Wissen und die Routine an Bord seien für den neuen Betreiber Gold wert.</p> <p>Sein Rat an den oder die Nachfolger: „Sonnencreme mit an Bord nehmen und die Aussicht genießen! Im Ernst: Wer den Betrieb übernimmt, sollte Freude an Abwechslung, Organisationstalent und Liebe zum Detail mitbringen. Dann wird die Arbeit auf der Fähre zu etwas ganz Besonderem und vor allem mit viel Potential.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 10:56:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kooperation der Grundschulen endet – doch der Schulstandort bleibt erhalten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/hagnau/kooperation-der-grundschulen-endet-doch-der-schulstandort-bleibt-erhalten;art372475,12505635 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach rund 50 Jahren endet die Kooperation der Grundschulen Hagnau und Stetten zum Ende des laufenden Schuljahrs. Doch die Grundschule Hagnau bleibt bestehen und will jetzt die Weichen für eine Ganztagsschule stellen.  ]]></description>
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          Nach rund 50 Jahren endet die Kooperation der Grundschulen Hagnau und Stetten zum Ende des laufenden Schuljahrs. Doch die Grundschule Hagnau bleibt bestehen und will jetzt die Weichen für eine Ganztagsschule stellen.<br>
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        Nach rund 50 Jahren endet die Kooperation der Grundschulen Hagnau und Stetten zum Ende des laufenden Schuljahrs. Doch die Grundschule Hagnau bleibt bestehen und will jetzt die Weichen für eine Ganztagsschule stellen.



        <p>„Die Grundschule im Ort zu erhalten, hat oberste Priorität“: Das sagte Bürgermeister Volker Frede in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Seit den 1970er-Jahren werden die Grundschüler aus Hagnau und Stetten wechselweise an beiden Orten unterrichtet. Doch das dürfte so eigentlich gar nicht sein. Dies wurde bei einem Gespräch mit Schulamt und Regierungspräsidium deutlich, in dem es um die geplante Erweiterung der Räumlichkeiten zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung und mögliche Fördergelder ging.</p> <h2>Mit Einführung der Mengenlehre kam damals die Neuregelung</h2> <p>Doch wie war es überhaupt zu der ungewöhnlichen Kooperation der beiden Grundschulen gekommen? Bis Anfang der 1970er-Jahre wurde sowohl in Hagnau als auch in Stetten klassenübergreifend unterrichtet, da die Zahl der Schüler in beiden Orten nicht für vier eigenständige Klassen ausreichte.</p> <p>Mit der Einführung der Mengenlehre überlegten die damaligen Verantwortlichen an beiden Schulstandorten, ob und wie sie dieses Teilgebiet der Mathematik jahrgangsübergreifend unterrichten könnten. Letztendlich kamen sie zu dem Schluss, dass eine Zusammenarbeit beider Schulen und damit die Möglichkeit, jeweils nur einen Jahrgang in einer Klasse zu unterrichten, sinnvoll sei.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Konzepte der Ganztagsschule</span><span><strong>In der offenen Ganztagsschule</strong> ist der Unterricht am Vormittag für alle Schüler bis zum Mittag verpflichtend. Das Mittagessen sowie die weiteren außerunterrichtlichen Angebote am Nachmittag, wie die Hausaufgabenbetreuung oder verschiedene Freizeit- und AG-Angebote, sind hingegen freiwillig.<br /> <strong>In einer gebundenen Ganztagsschule</strong> nehmen alle Schüler verpflichtend an den Ganztagsangeboten an mindestens drei Wochentagen teil. Unterricht, außerunterrichtliche Angebote sowie Freizeitaktivitäten und Pausen finden über den Tag verteilt statt. Zudem gibt es ein gemeinsames Mittagessen.</span></label></div> <p>Die Entscheidung wurde damals in Kenntnis des Regierungspräsidiums getroffen, allerdings ohne schriftliche Vereinbarung oder gar entsprechende Gremienbeschlüsse. Als die Kultusministerkonferenz im Jahr 1984 beschloss, die Mengenlehre wieder abzuschaffen, blieb die inzwischen bewährte Kooperation zwischen Hagnau und Stetten bestehen.</p> <h2>Schülerzahl reicht für Erhalt der Schule aus</h2> <p>In Gesprächen mit dem Schulamt, dem Regierungspräsidium, der Nachbargemeinde sowie der Schulleitung wurden in den vergangenen Monaten Möglichkeiten erörtert, wie künftig verfahren werden soll. Da Schulamt und Regierungspräsidium bestätigten, dass die Anzahl der Hagnauer Schüler ausreiche, den Schulstandort zu erhalten, befürwortete die Verwaltung ab dem Schuljahr 2026/2027 die Rückkehr zum eigenständigen System. Der Gemeinderat begrüßte den Erhalt der Grundschule und nahm die organisatorischen Änderungen, wie den Wegfall des Transportwegs mit dem Bus, zur Kenntnis. Auch <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/kooperation-endet-nach-rund-50-jahren-alle-grundschueler-werden-kuenftig-am-ort-unterrichtet;art372493,12504092" title="Kooperation endet nach rund 50 Jahren: Alle Grundschüler werden künftig am Ort unterrichtet">die Grundschule in Stetten kann erhalten</a> werden.</p> <h2>Kollegium sieht in neuer Regelung überwiegend Vorteile</h2> <p>Schulleiterin Silke Dimmeler und die Klassenlehrerin der 4. Klasse, Ute Schubert, sehen in der neuen Regelung überwiegend Vorteile. „Wir können zeitlich ganz anders agieren und sind wesentlich freier in der Unterrichtsgestaltung“, sagt Schubert. „Bisher waren wir immer an die Bring- und Abholzeiten des Schulbusses gebunden.“ Das Kollegium suche derzeit nach einer stimmigen Form des jahrgangsübergreifenden Unterrichts.</p> <h2>Spurgruppe plant mögliche Zukunft als Ganztagsschule</h2> <p>Silke Dimmeler sagt: „Im nächsten halben Jahr soll zudem abgewogen werden, ob wir den Antrag auf eine der beiden Formen für eine Ganztagsschule stellen.“ Dazu habe man eine Spurgruppe gebildet, in der Vertreter des Gemeinderats, des Lehrerkollegiums, der Eltern, der Erzieherinnen des Kinderhauses sowie Bürgermeister Volker Frede und Hauptamtsleiter Timo Waizmann mitwirken. Schulrätin Christiane von Zahn werde als Expertin hinzugezogen. Zusätzlich sollen die Eltern nach dem Betreuungsbedarf für ihre Kinder gefragt werden.</p> <p>Den Beschluss fasse letztendlich der Gemeinderat. „Die kommunalen Betreuungsangebote, die wir zurzeit anbieten, sind sowohl für den Schulträger als auch für die Eltern sehr kostenintensiv“, sagt die Schulleiterin. „Bei der Ganztagsbetreuung müssen die Eltern lediglich das Mittagessen sowie die Zusatzbetreuung zahlen.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Kooperation der Grundschulen endet – doch der Schulstandort bleibt erhalten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 15:23:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Autofahrer brauchen diese Woche starke Nerven! Brückenprüfungen verursachen Staus auf B31 und B33  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/autofahrer-am-bodensee-aufgepasst-brueckenpruefungen-sorgen-diese-woche-fuer-staus-auf-b31-und-b33;art372495,12504188 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Regierungspräsidium lässt die Verkehrswege alle sechs Jahre auf Standfestigkeit und eventuelle Schäden prüfen. Diese Woche sind die Arbeiten an der Bundesstraße fällig. Das sorgt für Verkehrsbehinderungen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Das Regierungspräsidium lässt die Verkehrswege alle sechs Jahre auf Standfestigkeit und eventuelle Schäden prüfen. Diese Woche sind die Arbeiten an der Bundesstraße fällig. Das sorgt für Verkehrsbehinderungen.<br>
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        Das Regierungspräsidium lässt die Verkehrswege alle sechs Jahre auf Standfestigkeit und eventuelle Schäden prüfen. Diese Woche sind die Arbeiten an der Bundesstraße fällig. Das sorgt für Verkehrsbehinderungen.



        <p>Der Einsturz der Carolabrücke in Dresden vor einem Jahr zeigte deutlich, was passiert, wenn Schäden an Brücken nicht rechtzeitig entdeckt werden. Das will das Regierungspräsidium verhindern, indem es alle sechs Jahre die in ihrem Verantwortungsbereich liegenden Brücken überprüft. Es sind insgesamt 1633, darunter die Brücken an der <a href="https://www.suedkurier.de/thema/b31/" target="_blank" title="" rel="noopener">B31</a>.</p> <h2>Staus in beide Richtungen</h2> <p>In dieser Woche stehen Brücken im Bodenseekreis auf der Prüfliste, am Mittwoch (22. Oktober) war das Nußbachviadukt bei Überlingen an der Reihe. Auf den betroffenen Straßenabschnitten wurde ein Fahrstreifen gesperrt, der Verkehr wurde einspurig an dem Gerät vorbeigeführt. Das sorgte für Staus auf der B31 in beide Richtungen, am Mittwoch laut Google Maps mit einer Verlängerung der Fahrzeit von bis zu 20 Minuten. Der Polizei sind keine weiteren Erkenntnisse über folgen der Staus oder Umleitungen bekannt.</p> <p>Laut Regierungspräsidium kam dabei ein sechsachsiges Brückenuntersichtgerät zum Einsatz: Das 41,7 Tonnen schwere Spezialfahrzeug mit 13 Metern Länge und vier Metern Höhe ermöglicht über eine schwenk- und ausfahrbare Arbeitsbühne den Zugang zur Brückenunterseite. Dort wurden die Betonteile klassisch mit einem Hammer abgeklopft und auf Schäden kontrolliert.</p> <p>Bei dieser alle sechs Jahre stattfindenden Hauptprüfung werden alle Brückenbestandteile auf Tragfähigkeit, Standsicherheit und Verkehrssicherheit kontrolliert. Dabei achten die Prüfer auch auf Abnutzungserscheinungen durch Verkehrsbelastung, Witterungseinflüsse und Tausalze.</p> <h2>Weitere Termine</h2> <p>Weitere Prüfungstermine sind: Am 23. Oktober die B33 über die Bahngleisen bei Markdorf sowie die Brücke der B33 über die Rotach in Oberteuringen-Neuhaus. Am 24. Oktober die B 31-alt über die Bahn und zwei Ortswege in Friedrichshafen-Manzell sowie die Brücke über die Bahn in Friedrichshafen (Werastraße).</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 12:05:49 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kooperation endet nach rund 50 Jahren: Alle Grundschüler werden künftig am Ort unterrichtet  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/kooperation-endet-nach-rund-50-jahren-alle-grundschueler-werden-kuenftig-am-ort-unterrichtet;art372493,12504092 ]]></link>      <description><![CDATA[  Rund 50 Jahre lang sind die Grundschüler aus Stetten und Hagnau zwei Schuljahre im jeweiligen Nachbarort unterrichtet worden. Die Kooperation muss nun beendet werden – doch die Grundschule Stetten bleibt bestehen.  ]]></description>
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          Rund 50 Jahre lang sind die Grundschüler aus Stetten und Hagnau zwei Schuljahre im jeweiligen Nachbarort unterrichtet worden. Die Kooperation muss nun beendet werden – doch die Grundschule Stetten bleibt bestehen.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Rund 50 Jahre lang sind die Grundschüler aus Stetten und Hagnau zwei Schuljahre im jeweiligen Nachbarort unterrichtet worden. Die Kooperation muss nun beendet werden – doch die Grundschule Stetten bleibt bestehen.



        <p>Die Regelung geht bereits auf die 1970er-Jahre zurück: Die Grundschüler aus Hagnau und Stetten werden nach Klassenstufen aufgeteilt und wechselweise in beiden Orten unterrichtet. Zurzeit erhalten die Zweit- und Drittklässler beider Schulen Unterricht in Stetten, Stettens Erst- und Viertklässler fahren per Bus zu ihren Klassenkameraden in die Schule nach Hagnau.</p> <p>Ab September 2026 soll damit Schluss sein. Dann sollen an beiden Schulstandorten eigenständig jeweils alle vier Klassenstufen unterrichtet werden. Darüber berichtete Bürgermeister Daniel Heß in öffentlicher Gemeinderatssitzung. Heß erklärte: „Das Schulgesetz sieht eine standortübergreifende Zusammenarbeit dieser Art zwischen zwei eigenständigen Grundschulen nicht vor.“</p> <h2>Schulamt erklärt Kooperation für unzulässig</h2> <p>Bei einem Gespräch mit Vertretern des Schulamts im Juli seien er und sein Hagnauer Bürgermeisterkollege Volker Frede darüber informiert worden, dass die Schulkooperation unzulässig ist. Heß betonte jedoch, der Schulstandort Stetten bleibe erhalten. Sowohl das Schulamt als auch das Regierungspräsidium hätten bestätigt, dass Stettens Schülerzahl für den Fortbestand der Schule ausreiche.</p> <h2>Grundschule Stetten bleibt bestehen</h2> <p>Demnach müssen mindestens 16 Schüler angemeldet sein. „Es war mir ganz wichtig, dass unsere Schule bestehen bleibt“, sagte Heß. Ab dem Schuljahr 2026/27 werde der Unterricht klassenübergreifend erfolgen, wie es in kleineren Grundschulen üblich sei. Der Bürgermeister verwies auf die Vorteile der neuen Regelung. Die Schulwege würden kürzer und das bisherige Busfahren entfalle.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Stettener Grundschule</span><span>Aktuell werden gesamt 40 Kinder aus Stetten und Hagnau in Stetten unterrichtet. In der kleinesten Gemeinde im Bodenseekreis gibt es gemäß Rektorin Silke Schönfelder sechs bis zwölf Kinder pro Jahrgang.</span></label></div> <p>Stettens Grundschulleiterin Silke Schönfelder und Lehrerin Tina Westermeier waren in der Sitzung anwesend und beantworteten Fragen der Gemeinderäte zu der neuen Unterrichtsregelung. Katharina Domni, selbst Mutter eines Erstklässlers, fragte, wie es um die Gruppendynamik stehe, wenn sich die Klassen durch jahrgangsübergreifenden Unterricht jedes Jahr neu formierten. „Ich will nicht, dass Kinder darunter leiden, dass etwas wegfällt, was seit 50 Jahren Bestand hatte“, meinte Domni.</p> <h2>Lehrkräfte wollen mit Eltern Konzept entwickeln</h2> <p>Die Lehrerinnen versicherten, sie hätten die Thematik im Blick und wollten gemeinsam mit den Eltern ein stimmiges Konzept entwickeln. Gut vorstellbar sei es für sie, die Klassen 1 und 3 sowie 2 und 4 zusammenzufassen Dann könnten die Kinder jeweils zwei Jahre gemeinsam die Schulbank drücken. Ferner könnten Größere als Experten den Jüngeren etwas erklären und selbst dabei lernen. Vorzeigeschulen wie die Friedrichshafener Bodensee-Schule St. Martin setzten bereits erfolgreich auf dieses Konzept.</p> <h2>Unterricht künftig nicht mehr „nach Busfahrplan“</h2> <p>Silke Schönfelder erläuterte, der Unterrichtsablauf werde sich von dem bereits praktizierten kaum unterscheiden. „Wir arbeiten jetzt schon differenziert, weil jedes Kind seinen eigenen Arbeitsplan hat“, erklärte die Schulleiterin. Kurze Inputs könnten nach Klassen getrennt gegeben werden. Tina Westermeier begrüßte, künftig den Unterricht nach den Kindern und nicht wie bisher nach dem Busfahrplan ausrichten zu können.</p> <p>Gemeinderat Tobias Heiß wollte wissen, ob es keine Option gebe, eine Schulkooperation beizubehalten. Er befand: „Wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht, finde ich, das geht in die falsche Richtung.“ Der Bürgermeister sagte, es gebe die Option, eine Schule als Hauptstelle und die andere als Nebenstelle zu führen. Das bedeute aber, ein Standort müsse für beide die Verwaltung und damit die ganze daran hängende Arbeit übernehmen. Ferner falle in der Nebenstelle die Schulleitung weg. Diese Option einer Kooperation lehnten beide Seiten ab.</p> <p>Daniel Heß brach eine Lanze für die von Schönfelder und Westermeier dargelegten Konzeptideen. „Was die Pädagoginnen übermittelt haben, klingt für mich sehr positiv“, hielt Heß als Fazit fest. Die Gemeinderäte nahmen den Sachverhalt zur Kenntnis.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Gymnasium Bildungspolitik Schüler thema-gesellschaft-bildung thema-gesellschaft-bildung-schule]]></dc:relation>
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      <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 16:09:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wende im Kreißsaal-Konflikt? Gesundheitsministerium will Überlinger Standort erhalten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/wende-im-kreisssaal-konflikt-gesundheitsministerium-will-ueberlinger-standort-erhalten;art372495,12501416 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Klinikkonzern Helios plant, die Geburtsstation langfristig zu schließen. Jetzt stellt sich aber heraus: Die Landesregierung hat ganz andere Vorstellungen.  ]]></description>
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          Der Klinikkonzern Helios plant, die Geburtsstation langfristig zu schließen. Jetzt stellt sich aber heraus: Die Landesregierung hat ganz andere Vorstellungen.<br>
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        Der Klinikkonzern Helios plant, die Geburtsstation langfristig zu schließen. Jetzt stellt sich aber heraus: Die Landesregierung hat ganz andere Vorstellungen.



        <p>Die Wirtschaftlichkeit ist das eine, der Versorgungsauftrag der Bevölkerung das andere. Geht es nach dem Helios-Spital in Überlingen, wird die Geburtsstation demnächst geschlossen. Nach Ansicht des Gesundheitsministeriums soll genau das nicht passieren.</p> <p>In der aktuellen Debatte <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/kreisssaal-schliessung-am-helios-spital-ueberlingen-hebamme-und-arzt-warnen-vor-konsequenzen-02-10-25;art372495,12492174" target="_blank" title="Kreißsaal-Schließung am Helios-Spital: Hebamme und Arzt warnen vor Konsequenzen für werdende Eltern">geht es um die momentane Abmeldung des Kreißsaals.</a> „Die Abteilung bleibt vorerst von der Versorgung abgemeldet“, teilte das Krankenhaus mit, und begründete: „Seit 2022 sinken die Geburtszahlen. Mit nur 200 bis 300 Geburten pro Jahr und ohne Anschluss an eine Kinderklinik ist ein Krankenhaus leider weder für Schwangere noch für Fachkräfte in der Geburtshilfe die erste Wahl.“</p> <h2>Mitte September kam die Bestätigung</h2> <p>Wie sich jetzt herausstellt, hat das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg andere Pläne. So erhielt das Helios-Spital erst Mitte September 2025 die Bestätigung für verschiedene Leistungsgruppen – darunter die Leistungsgruppe Gynäkologie. Auf Nachfrage teilte Helios dem SÜDKURIER mit, dass das Land unterschiedliche Leistungsgruppen bestätigt habe. Dass darunter auch die Gynäkologie fällt, verschwieg Helios zunächst.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Teil der Krankenhausreform</span><span>Die Leistungsgruppenzuweisung ist Bestandteil der von Ex-Bundesgesundheitsminister Lauterbach angestoßenen Gesundheitsreform. Dem am 8. Oktober 2025 vom Bundeskabinett beschlossenen reform zufolge müssen die Leistungsgruppen spätestens bis zum 30. September 2027 durch die jeweilige Planungsbehörde verbindlich zugewiesen werden. Das Spektrum der medizinischen Leistungen der Krankenhäuser wird durch die Anpassung künftig in einem ersten Schritt in 61 Leistungsgruppen abgebildet. Diese Leistungsgruppen werden bundeseinheitlich definiert, teilt das Bundesministerium mit. „Die Planung der Krankenhausversorgung vor Ort bleibt uneingeschränkt bei den Ländern – sie haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanzströme der Betriebskosten der Krankenhäuser.“ Weiterhin steht in einem Papier des Bundesministeriums: „Bedarfsnotwendige Krankenhäuser im ländlichen Raum erhalten zu ihrer Förderung bereits heute Zuschläge. Um bedarfsnotwendige Krankenhäuser im ländlichen Raum noch stärker zu unterstützen, sieht die Krankenhausreform für diese Krankenhäuser höhere Zuschläge vor.“</span></label></div> <p>In einem ersten Schreiben zitiert die Pressestelle Moritz Lang, den Klinik-Geschäftsführer, mit diesen Worten: „Wir freuen uns sehr! Das Land hat die Zuweisung aller bisher erbrachten Leistungsgruppen bestätigt.“ Aufgezählt werden die Fachbereiche Orthopädie und Unfallchirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäß- und Endovaskularchirurgie, Geriatrie, Zentrale Notaufnahme, Kardiologie, Gastroenterologie, Urologie sowie Intensivmedizin. Und Moritz Lang kommentiert die Zuweisung: „Das ist für uns ein großer Ansporn.“</p> <h2>Helios bestätigt Wunsch des Landes</h2> <p>Von einer Gynäkologie war in seinem von der Pressestelle verschickten Zitat keine Rede. Da jedoch „alle bisher erbrachten Leistungsgruppen“ bestätigt wurden, wie Helios mitteilte, liegt es auf der Hand, dass auch die Gynäkologie vom Land bestätigt wurde. Das wird auf Nachfrage unserer Redaktion von Klinik-Sprecherin Julia Stapel bestätigt. „Auch die Leistungsgruppe Gynäkologie wurde zugeteilt. Allerdings haben wir den Bereich aus den bekannten Gründen derzeit abgemeldet.“</p> <h2>Was bedeutet die Zuteilung der Leistungsgruppe?</h2> <p>Eine Nachfrage bei der Pressestelle des Gesundheitsministeriums ergab, dass die Zuweisung nicht verpflichtend ist. Vielmehr handelt es sich um eine Absicht des Landes – in diesem Fall zum Erhalt der Gynäkologie am Standort Überlingen. Ministeriums-Sprecher Markus Jox teilte mit: „Die Anhörungsschreiben enthalten die vom Ministerium für den jeweiligen Krankenhausstandort beabsichtigten Leistungsgruppen.“ Die Betonung liegt dabei auf dem Wort „beabsichtigt“. Die Kliniken könnten nun bis Ende Oktober die Zuweisung bestätigen, „sofern diese im Einklang mit ihren Planungen stehen“. Weitere Leistungsgruppen könnten beantragt werden. „Es können ebenfalls – unter Berücksichtigung eines etwaigen Sicherstellungsauftrags – gegebenenfalls auch Leistungsgruppen abgewählt werden.“</p> <h2>Notfalls müsste der Landkreis einspringen</h2> <p>Aber kann der Klinikbetreiber nach eigenem Ermessen ganze Abteilungen aufgeben? Eindeutig ist das nicht. Wir fragten deshalb beim Ministerium, wie der Begriff „Sicherstellungsauftrag“ zu verstehen sei. Ministeriums-Sprecher Jox antwortete in allgemeiner Weise, ohne auf den konkreten Fall einzugehen: „Unter Sicherstellungsauftrag ist die in Paragraph 3 des Landeskrankenhausgesetzes (LKHG) geregelte Pflichtträgerschaft zu verstehen.“ In Absatz 1 des Gesetzes seien Fälle geregelt, in denen die bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit leistungsfähigen Krankenhäusern nicht durch andere Träger sichergestellt ist. Jox: „Wenn dies der Fall ist, so sind die Landkreise und Stadtkreise verpflichtet, die nach dem Krankenhausplan notwendigen Krankenhäuser und Krankenhauseinrichtungen zu betreiben.“</p> <h2>Stadt kann Schließung blockieren</h2> <p>Der Status quo sieht so aus: Der Helios-Konzern übernahm am Standort Überlingen in Erbpacht das ehemals städtische, beziehungsweise spitälische Krankenhaus. Der im Jahr 2007 geschlossene Gesellschaftsvertrag sieht vor, dass über eine Schließung einzelner Abteilungen in der Gesellschaftsversammlung Einstimmigkeit erzielt werden muss. Da der Spital- und Spendenfonds mit Sitz und Stimme in Person von Oberbürgermeister Jan Zeitler vertreten ist, hätte somit die Stadt die Möglichkeit, eine Schließung zu blockieren. Zeitlers Mandat wiederum hängt von einem Beschluss des Stiftungsrats (gleichbedeutend mit dem Gemeinderat) ab.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Wende im Kreißsaal-Konflikt? Gesundheitsministerium will Überlinger Standort erhalten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 17:48:48 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wohnbau, Waldbestattung, Supermarkt: Spaziergang bringt Bürger auf den neuesten Stand  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/wohnbau-waldbestattung-supermarkt-spaziergang-bringt-buerger-auf-den-neuesten-stand;art372493,12500831 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sozusagen im Vorbeigehen beantwortet Bürgermeister Daniel Heß Fragen zu zahlreichen Themen. Welche Entwicklungen stehen im Ort an?  ]]></description>
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          Sozusagen im Vorbeigehen beantwortet Bürgermeister Daniel Heß Fragen zu zahlreichen Themen. Welche Entwicklungen stehen im Ort an?<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Sozusagen im Vorbeigehen beantwortet Bürgermeister Daniel Heß Fragen zu zahlreichen Themen. Welche Entwicklungen stehen im Ort an?



        <p>Bei dem ersten Wanderstopp am Sportplatz informierte der Bürgermeister über eine seit Jahren ausstehende Ausgleichsmaßnahme. Das Ganze gestalte sich schwierig, weil sich die betreffende Fläche teilweise auf dem Gelände des Stettener Gartencenters befinde. “Ohne Zustimmung des früheren Betreibers waren mir die Hände gebunden“, erklärte Heß, die lange Verzögerung. Mit dem neuen Gartencenterbetreiber Axel Röhm befindet er sich demnach neu in Verhandlungen. Wenn der sich in dem Gebiet befindende Bachlauf renaturiert werden könne, „dann hätten wir dort ein kleines Erholungsgebiet“, so seine Vorstellung.</p> <h2>Wohnanlage kommt. Supermarkt auch?</h2> <p>Die Wohnbebauung Halde in der Nähe des Gartenmarkts komme auf jeden Fall, unterstrich Heß. Nachdem sich der Bau wegen eines Bundesverwaltungsgerichtsurteils zu Paragraf 13 Baugesetzbuch so lange verzögert hatte, habe der Investor Bernd Incerpi ein Großprojekt bei Friedrichshafen begonnen. Danach sei Stetten an der Reihe, versicherte Heß. Gegenüber der angedachten Wohnanlage zwischen Gärtnerei und Feuerwehr wünscht sich der Bürgermeister schon lange einen Supermarkt.</p> <p>Der könne vielleicht Wirklichkeit werden, weil die Eigentümerin einer betreffenden Landwirtschaftsfläche mittlerweile Bereitschaft signalisiert habe, zu verkaufen oder zu tauschen. “Es wäre toll, wenn wir zu Fuß oder mit dem Rad einkaufen gehen könnten“, meinte Heß. Eine Bürgerin fragte nach der Möglichkeit, dort auch ein Café anzusiedeln. Beim Gartencenter sei eins angedacht. „ Diese Betriebe können wir nur am Leben halten, wenn wir sie auch unterstützen“, appellierte Heß, Infrastruktur vor Ort auch zu nutzen.</p> <h2>Elektrogeräte und Leberkäs</h2> <p>In dem Zusammenhang informierte Heß über ein neues Elektrogeschäft an der Hauptstraße, das am Mittwoch, 7. Januar, eröffne. Wegen der weggefallenen Dorfmetzgerei, setzte Heß darauf, dass Gemeinderat Thomas Kopp neben ausgestellten Elektrogeräten auch Fleischkäsebrötchen verkaufe. „Wenn du uns die Genehmigung lieferst, mache ich den Leberkäs“, kam die Zusage prompt von Kopps Ehefrau Sabine. Norbert Hanke wünschte sich einen „Überspringer“ über die Bundesstraße in Richtung des Hofguts Breitenbach. Von Stetten herkommend, hinter der dortigen Kuppe sei es sehr gefährlich, die Straße in das Wandergebiet zu kreuzen.</p> <p>„Ich bin dran“, antwortete der Bürgermeister und verwies auf ein schon erwirktes Überholverbot plus Temporeduktion auf 70 Kilometer pro Stunde. Jetzt gehe es darum, Anwohner zu überzeugen, Grundstücke abzugeben, so Heß. Weiter ging es über die Harlacherstraße zum Egelseeweg und zurück zum Rathaus. Heß sagte, aktuell werde der Flächennutzungsplan geändert und danach ein Bauantrag gestellt. Dessen Genehmigung vorausgesetzt, könne es in 1,5 Jahren in Stetten eine neue Bestattungsform geben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Hintergründe zur Waldbestattung</span><span>Naturnahe und vor allem pflegeleichte Bestattungsformen liegen gemäß Bürgermeister Daniel Heß im Trend. Auf Nachfrage bestätigte er beim Wandern, dass die Firma Klosterwald aus dem Bregenzerwald weiterhin zusammen mit der Stiftung Liebenau als Waldbesitzer im Bereich Dürleberg(nördlich des Hofguts Breitenbach) einen Bestattungswald plane. Heß sagte, aktuell werde der Flächennutzungsplan geändert und danach ein Bauantrag gestellt. Sollten Naturschutzbehörde und Gemeinderat grünes Licht geben, werde es in 1,5 Jahren in Stetten eine neue Bestattungsform geben, so Heß.</span></label></div> <h2>Leinenpflicht und Unordnung</h2> <p>Liane Abbruzese bemängelte frei laufende Hunde im Dorf. Heß erklärte, er könne lediglich auf die Anleinpflicht hinweisen und Hundebesitzer bei Gassigängen mit seinem Hund Nalo direkt ansprechen. Mehrere Bürger kritisierten ein unordentliches Privatgrundstück an der Hauptstraße. „Als Bürgermeister sind mir da die Hände gebunden“, sagte Heß.</p> <p>Ansonsten nutzten die Spaziergänger die Gelegenheit, sich privat auszutauschen. Sie bedienten sich gerne an dem Büffet zu bedienen, das die Verwaltungsmitarbeiterinnen Birgit Landgraf und Melanie Huber hergerichtete hatten.</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Wohnbau, Waldbestattung, Supermarkt: Spaziergang bringt Bürger auf den neuesten Stand]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 17:48:46 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wohnbau, Waldbestattung, Supermarkt: Spaziergang bringt Bürger auf den neuesten Stand  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/wohnbau-waldbestattung-supermarkt-spaziergang-bringt-buerger-auf-den-neuesten-stand;art372493,12500831 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sozusagen im Vorbeigehen beantwortet Bürgermeister Daniel Heß Fragen zu zahlreichen Themen. Welche Entwicklungen stehen im Ort an?  ]]></description>
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          Sozusagen im Vorbeigehen beantwortet Bürgermeister Daniel Heß Fragen zu zahlreichen Themen. Welche Entwicklungen stehen im Ort an?<br>
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        Sozusagen im Vorbeigehen beantwortet Bürgermeister Daniel Heß Fragen zu zahlreichen Themen. Welche Entwicklungen stehen im Ort an?



        <p>Bei dem ersten Wanderstopp am Sportplatz informierte der Bürgermeister über eine seit Jahren ausstehende Ausgleichsmaßnahme. Das Ganze gestalte sich schwierig, weil sich die betreffende Fläche teilweise auf dem Gelände des Stettener Gartencenters befinde. “Ohne Zustimmung des früheren Betreibers waren mir die Hände gebunden“, erklärte Heß, die lange Verzögerung. Mit dem neuen Gartencenterbetreiber Axel Röhm befindet er sich demnach neu in Verhandlungen. Wenn der sich in dem Gebiet befindende Bachlauf renaturiert werden könne, „dann hätten wir dort ein kleines Erholungsgebiet“, so seine Vorstellung.</p> <h2>Wohnanlage kommt. Supermarkt auch?</h2> <p>Die Wohnbebauung Halde in der Nähe des Gartenmarkts komme auf jeden Fall, unterstrich Heß. Nachdem sich der Bau wegen eines Bundesverwaltungsgerichtsurteils zu Paragraf 13 Baugesetzbuch so lange verzögert hatte, habe der Investor Bernd Incerpi ein Großprojekt bei Friedrichshafen begonnen. Danach sei Stetten an der Reihe, versicherte Heß. Gegenüber der angedachten Wohnanlage zwischen Gärtnerei und Feuerwehr wünscht sich der Bürgermeister schon lange einen Supermarkt.</p> <p>Der könne vielleicht Wirklichkeit werden, weil die Eigentümerin einer betreffenden Landwirtschaftsfläche mittlerweile Bereitschaft signalisiert habe, zu verkaufen oder zu tauschen. “Es wäre toll, wenn wir zu Fuß oder mit dem Rad einkaufen gehen könnten“, meinte Heß. Eine Bürgerin fragte nach der Möglichkeit, dort auch ein Café anzusiedeln. Beim Gartencenter sei eins angedacht. „ Diese Betriebe können wir nur am Leben halten, wenn wir sie auch unterstützen“, appellierte Heß, Infrastruktur vor Ort auch zu nutzen.</p> <h2>Elektrogeräte und Leberkäs</h2> <p>In dem Zusammenhang informierte Heß über ein neues Elektrogeschäft an der Hauptstraße, das am Mittwoch, 7. Januar, eröffne. Wegen der weggefallenen Dorfmetzgerei, setzte Heß darauf, dass Gemeinderat Thomas Kopp neben ausgestellten Elektrogeräten auch Fleischkäsebrötchen verkaufe. „Wenn du uns die Genehmigung lieferst, mache ich den Leberkäs“, kam die Zusage prompt von Kopps Ehefrau Sabine. Norbert Hanke wünschte sich einen „Überspringer“ über die Bundesstraße in Richtung des Hofguts Breitenbach. Von Stetten herkommend, hinter der dortigen Kuppe sei es sehr gefährlich, die Straße in das Wandergebiet zu kreuzen.</p> <p>„Ich bin dran“, antwortete der Bürgermeister und verwies auf ein schon erwirktes Überholverbot plus Temporeduktion auf 70 Kilometer pro Stunde. Jetzt gehe es darum, Anwohner zu überzeugen, Grundstücke abzugeben, so Heß. Weiter ging es über die Harlacherstraße zum Egelseeweg und zurück zum Rathaus. Heß sagte, aktuell werde der Flächennutzungsplan geändert und danach ein Bauantrag gestellt. Dessen Genehmigung vorausgesetzt, könne es in 1,5 Jahren in Stetten eine neue Bestattungsform geben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Hintergründe zur Waldbestattung</span><span>Naturnahe und vor allem pflegeleichte Bestattungsformen liegen gemäß Bürgermeister Daniel Heß im Trend. Auf Nachfrage bestätigte er beim Wandern, dass die Firma Klosterwald aus dem Bregenzerwald weiterhin zusammen mit der Stiftung Liebenau als Waldbesitzer im Bereich Dürleberg(nördlich des Hofguts Breitenbach) einen Bestattungswald plane. Heß sagte, aktuell werde der Flächennutzungsplan geändert und danach ein Bauantrag gestellt. Sollten Naturschutzbehörde und Gemeinderat grünes Licht geben, werde es in 1,5 Jahren in Stetten eine neue Bestattungsform geben, so Heß.</span></label></div> <h2>Leinenpflicht und Unordnung</h2> <p>Liane Abbruzese bemängelte frei laufende Hunde im Dorf. Heß erklärte, er könne lediglich auf die Anleinpflicht hinweisen und Hundebesitzer bei Gassigängen mit seinem Hund Nalo direkt ansprechen. Mehrere Bürger kritisierten ein unordentliches Privatgrundstück an der Hauptstraße. „Als Bürgermeister sind mir da die Hände gebunden“, sagte Heß.</p> <p>Ansonsten nutzten die Spaziergänger die Gelegenheit, sich privat auszutauschen. Sie bedienten sich gerne an dem Büffet zu bedienen, das die Verwaltungsmitarbeiterinnen Birgit Landgraf und Melanie Huber hergerichtete hatten.</p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Feuerwehr Wanderung Bürgerinitiative Kommunalpolitik Städtebau thema-politik-lokal thema-gesellschaft-engagement thema-heimat-stadtentwicklung]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Wohnbau, Waldbestattung, Supermarkt: Spaziergang bringt Bürger auf den neuesten Stand]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 13 Oct 2025 15:22:45 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Finanzen, Feuerwehr, Wochenmarkt: Bürgermeisterkandidat Andreas Lipp kommentiert sieben Thesen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/daisendorf/buergermeisterwahl-in-daisendorf-kandidat-andreas-lipp-kommentiert-sieben-thesen;art372470,12498535 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im ersten Wahlgang haben sich zwei von vier Kandidaten durchgesetzt. Zweitplatzierter wurde Andreas Lipp. Wir konfrontieren ihn mit sieben Thesen über die Zukunft des Ortes. Im Interview nimmt er Stellung dazu.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Im ersten Wahlgang haben sich zwei von vier Kandidaten durchgesetzt. Zweitplatzierter wurde Andreas Lipp. Wir konfrontieren ihn mit sieben Thesen über die Zukunft des Ortes. Im Interview nimmt er Stellung dazu.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/daisendorf/buergermeisterwahl-in-daisendorf-kandidat-andreas-lipp-kommentiert-sieben-thesen;art372470,12498535]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Im ersten Wahlgang haben sich zwei von vier Kandidaten durchgesetzt. Zweitplatzierter wurde Andreas Lipp. Wir konfrontieren ihn mit sieben Thesen über die Zukunft des Ortes. Im Interview nimmt er Stellung dazu.



        <p>Im ersten Wahlgang setzten sich Manuel Strasser und Andreas Lipp gegen Amtsinhaberin Jacqueline Alberti und Mitbewerber Christoph Huber durch. Am 19. Oktober kommt es nun zur Stichwahl zwischen den zwei verbleibenden Kandidaten. Im Vorfeld haben sie im Gespräch sieben Thesen rund um Daisendorf kommentiert.</p> <p><strong>In zwei Jahren wird der Daisendorfer Wochenmarkt mindestens fünf Beschicker haben.</strong></p> <p>Das wäre schön und wünschenswert. Es hängt aber auch davon ab, dass die Daisendorfer den Wochenmarkt nutzen und bei den vorhandenen Ständen einkaufen. Der Markt liegt mir am Herzen, weil er nicht nur eine Nahversorgungsfunktion erfüllt, sondern auch eine wichtige Kommunikationsplattform ist, vor allem für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger.</p> <p><strong>In meiner ersten Amtszeit wird in Daisendorf ein kleines Gewerbegebiet aufgebaut.</strong></p> <p>Bevor ein Gewerbegebiet entsteht, muss zunächst der Bedarf bei den örtlichen Gewerbetreibenden ermittelt werden. Wenn sich ein Bedarf ergibt, muss gut überlegt werden, ob es ein Mischgebiet mit zusätzlicher Wohnnutzung sein kann. Dazu sind natürlich Gespräche mit den entsprechenden Grundstückseigentümern notwendig.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Der Treffpunkt</span><span>Andreas Lipp konnte den Treffpunkt selbst wählen. Die Bedingung war, es solle ein für ihn repräsentativer Ort sein. Er wählte den Aussichtspunkt am Gärtlesberg und begründet: „Weil er einen wunderschönen Blick über Daisendorf bietet. Und die Daisendorfer sind auch froh, wenn das neue Geländer dran ist und sie den Platz wieder in Anspruch nehmen dürfen. Bisher konnten sie ja nicht drüberschauen.“</span></label></div> <p><strong>Das Bebauungsplanverfahren Dorfmitte ist so eine verfahrene Kiste: Wir gehen zurück auf Los und starten komplett neu.</strong></p> <p>Nein. Bevor wir zurück auf Los gehen würden, muss die Ist-Situation analysiert werden. Welchen Auftrag hat der Städteplaner überhaupt erhalten? Mit dem Gemeinderat kann dann entschieden werden, wie das Verfahren weitergeht.</p> <p><strong>Die Aufgabenfülle für eine Minigemeinde wie Daisendorf ist so groß, dass wir uns mit den Nachbargemeinden stärker vernetzen und Synergieeffekte besser nutzen müssen.</strong></p> <p>Ja, richtig. Daisendorf ist nur mit einem Gemeindeverwaltungsverband lebensfähig. Es muss fortwährend geprüft werden, welche Aufgaben gemeinsam besser erledigt werden können. Stetten ist gerade mit der Verlagerung von Bauhofarbeiten nach Meersburg einen Schritt in die richtige Richtung gegangen.</p> <p><strong>Wenn ich Bürgermeister werde, bekommt die Feuerwehr endlich ein Haus, das einsatzbereit ist – ohne Kompromisse.</strong></p> <p>Gemeinsam mit Feuerwehr und Gemeinderat muss ein Weg gefunden werden, die Feuerwehr angemessen unterzubringen. Das wird jedoch ein längerer und ergebnisoffener Prozess sein, der unter anderem von den Gemeindefinanzen und der Grundstücksfrage abhängt.</p> <p><strong>Zusätzlich zur Pension Deifel wird es spätestens in zwei Jahren eine weitere Gastwirtschaft geben.</strong></p> <p>Das wäre sehr positiv für Daisendorf. Die Möglichkeiten einer Kommune, hier zu helfen, sind jedoch sehr begrenzt. Die Gastronomie steckt bundesweit in einer Krisensituation, zum Beispiel durch Personalmangel.</p> <p><strong>Wenn ich die Wahl verliere, geht die Welt nicht unter, weil ich schon einen tollen Job habe.</strong></p> <p>Selbstverständlich bin ich angetreten, um Bürgermeister von Daisendorf zu werden. Sollte ich die Wahl nicht gewinnen, bin ich gerne auch weiterhin in meinem verantwortungsvollen und ausfüllenden Beruf des Ortsvorstehers von Ailingen tätig.</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:rights><![CDATA[Finanzen, Feuerwehr, Wochenmarkt: Bürgermeisterkandidat Andreas Lipp kommentiert sieben Thesen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 17:50:10 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Endspurt im Wahlkampf: Beide Bürgermeister-Kandidaten wollen die Wähler mobilisieren  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/daisendorf/endspurt-im-wahlkampf-beide-buergermeister-kandidaten-wollen-die-waehler-mobilisieren;art372470,12498063 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bei der Stichwahl am 19. Oktober entscheidet sich, wer neuer Bürgermeister wird. Andreas Lipp und Manuel Strasser wollen die Wähler jeweils für sich gewinnen – unter anderem zur Marktzeit. Wie läuft der Endspurt?  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Bei der Stichwahl am 19. Oktober entscheidet sich, wer neuer Bürgermeister wird. Andreas Lipp und Manuel Strasser wollen die Wähler jeweils für sich gewinnen – unter anderem zur Marktzeit. Wie läuft der Endspurt?<br>
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        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/daisendorf/endspurt-im-wahlkampf-beide-buergermeister-kandidaten-wollen-die-waehler-mobilisieren;art372470,12498063]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Bei der Stichwahl am 19. Oktober entscheidet sich, wer neuer Bürgermeister wird. Andreas Lipp und Manuel Strasser wollen die Wähler jeweils für sich gewinnen – unter anderem zur Marktzeit. Wie läuft der Endspurt?



        <p>Es wirkt fast einträchtig, wie Manuel Strasser und Andreas Lipp nahezu zeitgleich vor dem Rathaus zur Marktzeit ihre Stehtische aufbauen – der von Lipp aus Holz, der von Strasser aus Kunststoff. Wie schon in der Vorwoche und auch am 16. Oktober wieder stehen die beiden verbliebenen Kandidaten um das Bürgermeisteramt zur Marktzeit auf dem Rathausplatz – natürlich in gebührendem Abstand.</p> <h2>Kugelschreiber und süße Werbemittel</h2> <p>Bei Manuel Strasser gibt es personalisierte Kugelschreiber, Flaschenöffner und Gummibärchentüten, bei Andreas Lipp Kaubonbons und ein buntes Sortiment an Minischokoriegeln. Beide haben ein Glas Sekt spendiert bekommen – von der donnerstäglichen „Sektrunde“, bestehend aus älteren Damen, die sich parallel zum Markt im Rathausfoyer auf ein Gläschen bei selbstgemachtem Gebäck treffen.</p> <h2>Büro von Jacqueline Alberti ist aktuell verwaist</h2> <p>Kurz vor Marktbeginn kommen auch die Mitarbeiterinnen im Rathaus zurück ins Büro. Sie waren in der Mittagspause im Ort unterwegs, um die Briefwahlunterlagen zu verteilen. Rund 350 von 1300 Wahlberechtigten haben Briefwahl beantragt. Die Angestellten arbeiten gerade ohne ihre Chefin. Jacqueline Alberti sei momentan nicht da. Mehr will niemand sagen. Alberti hatte am 28. September im ersten Wahlgang um das Bürgermeisteramt 11,9 Prozent der Stimmen erhalten. Zur Stichwahl am 19. Oktober sind nur die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen im ersten Wahlgang zugelassen, das sind Manuel Strasser und Andreas Lipp.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die letzten Wahlkampftermine der Kandidaten</span><span>Willi Franz aus Manuel Strassers Unterstützerkreis lädt Interessierte am 15. Oktober zum „Garagengespräch“ mit dem Kandidaten bei sich zu Hause im Höhenweg 26 ein. Beginn ist um 17 Uhr, Strasser wird erst etwas später anwesend sein. Andreas Lipp lädt am 17. Oktober ab 19 Uhr in die Ort-Galerie von Hans Kunz in der Ortsstraße zu „Politik im Atelier“. Und am 16. Oktober kann man beide Kandidaten wieder auf dem Markt treffen.</span></label></div> <h2>Stellvertreter Andreas Theiss erledigt anfallende Aufgaben</h2> <p>Aktuell erledigt Albertis ehrenamtlicher Stellvertreter Andreas Theiss neben seiner eigentlichen Arbeit zwei Mal in der Woche die wichtigsten Amtsgeschäfte im Rathaus. Die für 14. Oktober geplante Gemeinderatssitzung findet nicht statt. Auch die für 11. November geplante Sitzung könnte verschoben werden, ist zu hören. Dann voraussichtlich auf einen Termin nach dem 15. November, wenn der neuen Bürgermeister sein Amt antritt.</p> <h2>Viele Besucher haben offenbar keinen Gesprächsbedarf mehr</h2> <p>Unterdessen kommen Andreas Lipp und Manuel Strasser mit einzelnen Marktbesuchern ins Gespräch, von denen sie viele bereits zu kennen scheinen. Viele laufen aber auch an den beiden Kandidaten vorbei, direkt zum Käse- oder Metzgerstand. Er habe seine Entscheidung ohnehin schon getroffen, sagt ein älterer Herr. Lipp ist überzeugt: „Die Leute wollen jetzt einfach nur noch wählen.“ Dennoch stellen ihm Besucher noch die eine oder andere Fachfrage, die er aus seiner langjährigen Erfahrung heraus beantwortet.</p> <p>Um Strassers Stand haben sich Mitglieder seines Unterstützerkreises versammelt. „Man muss den Jungen eine Chance geben“, findet eine ältere Dame aus der Runde. Der frühere Bürgermeister Helmut Keser, der immerhin 24 Jahre lang das Rathaus führte, sei bei seinem Amtsantritt genauso jung gewesen wie Manuel Strasser, sagt sie. Und er sei „wirklich ein guter Bürgermeister“ gewesen, ohne den „wir vermutlich nicht das neue Rathaus bekommen hätten“.</p> <h2>„Auf jeden Fall wird das eine ganz enge Wahl“</h2> <p>Ein anderer Marktbesucher tendierte eher zu Andreas Lipp. Auch um ihn, der erst spät als Bewerber aus der Deckung kam, hat sich ein kleiner Unterstützerkreis gebildet. „Auf jeden Fall wird das eine ganz enge Wahl“, ist ein Besucher überzeugt.</p> <p>Derweil versuchen beide Kandidaten, noch jene zu erreichen, mit denen sie bei ihren Haustürbesuchen und sonstigen Veranstaltungen bislang keinen Kontakt hatten. Manuel Strasser hat sich für die Zeit bis zur Wahl am 19. Oktober von seiner Arbeit im Landratsamt Bodenseekreis freistellen lassen. Er klingelt nochmals an allen Haustüren, wo er bislang niemanden angetroffen hatte. „Mein Ziel ist es, allen Bürgerinnen und Bürgern zumindest einmal persönlich begegnet zu sein.“</p> <p>Andreas Lipp führt vormittags seine Amtsgeschäfte als Ortsvorsteher in Ailingen – „da habe ich ja auch einiges zu tun“ – und ist nachmittags in Daisendorf unterwegs. An diesem Donnerstag habe er noch „eine wichtige Ortschaftsratssitzung“ und muss daher seinen Stand gegen 16 Uhr wieder abbauen. Um kommunale Wärmeplanung und Gewerbeansiedlung gehe es da – „Themen, die auch für Daisendorf relevant sind“.</p> <h2>Bewerbern ist wichtig, dass die Daisendorfer zum Wählen gehen</h2> <p>Jedenfalls wollen beide Kandidaten noch einmal ihr Bestes geben, um möglichst viele Daisendorfer für sich zu gewinnen. Wobei beide immer wieder betonen, wie wichtig es sei, „dass Sie überhaupt wählen gehen“, wie Strasser einer Besucherin sagt.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Endspurt im Wahlkampf: Beide Bürgermeister-Kandidaten wollen die Wähler mobilisieren]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 14:48:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehr als nur Asphalt: Diese Menschen haben eine ganz besondere Beziehung zur B31  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/leben-mit-der-b31-diese-menschen-haben-eine-ganz-besondere-beziehung-zur-strasse-24-10-25;art410936,12497947 ]]></link>      <description><![CDATA[  Straßenwärter, Gästehaus-Betreiberinnen, Busfahrer: Wir stellen Menschen vor, die berufsbedingt eine enge Verbindung zu der Bundesstraße haben. Lesen Sie hier alle Artikel nach!  ]]></description>
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          Straßenwärter, Gästehaus-Betreiberinnen, Busfahrer: Wir stellen Menschen vor, die berufsbedingt eine enge Verbindung zu der Bundesstraße haben. Lesen Sie hier alle Artikel nach!<br>
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        Straßenwärter, Gästehaus-Betreiberinnen, Busfahrer: Wir stellen Menschen vor, die berufsbedingt eine enge Verbindung zu der Bundesstraße haben. Lesen Sie hier alle Artikel nach!



        <p>Sie ist ein ewiges Ärgernis, aber auch die zentrale Verkehrsader des Bodenseekreises: die Bundesstraße 31. In unserer Serie „Mein Job, meine Straße“ widmen wir uns Menschen, in deren Leben die <a href="https://www.suedkurier.de/thema/b31/" target="_blank" title="" rel="noopener">B31</a> eine wichtige Rolle spielt. Menschen, die auf oder an der Bundesstraße arbeiten oder an ihr leben – und dadurch eine ganz besondere Beziehung zu ihr haben.</p> <h2>Gefahren, Kot, Kuriositäten – das ist der Alltag dieser Straßenwärter auf der B31</h2> <p>Andreas Filusch und Bernhard Specker sind Streckenkontrolleure auf der Bundesstraße. Trotz Warnkleidung fällt die Arbeit ihrer Straßenmeisterei kaum auf. Warum sie den Beruf trotzdem bis zur Rente machen wollen, <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/gefahren-kot-kuriositaeten-das-ist-der-alltag-dieser-strassenwaerter-auf-der-b31-06-10-2025;art410936,12492959" target="_blank" title="Gefahren, Kot, Kuriositäten – das ist der Alltag dieser Straßenwärter auf der B31">erfahren Sie in unserer Reportage</a>.</p> <h2>Beruflich im B31-Stau: Thomas Grammel erzählt vom Job als Busfahrer am Bodensee</h2> <p>Der 59-Jährige ist viel zwischen Friedrichshafen und Überlingen unterwegs. In der Urlaubszeit kann der Verkehr auf der B31 auch mal den Feierabend hinauszögern. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/beruflich-im-b31-stau-thomas-grammel-erzaehlt-vom-job-als-busfahrer-am-bodensee-28-08-25;art410936,12469409" target="_blank" title="Beruflich im B31-Stau: Thomas Grammel erzählt vom Job als Busfahrer am Bodensee">Warum er seinen Job trotzdem gern macht, erfahren Sie in diesem Artikel.</a></p> <h2>Pünktlich trotz B31: Techniker Alexander Heim rechnet auf seiner Arbeitsroute immer mit Stau</h2> <p>Alexander Heim ist im Bodenseekreis viel unterwegs, um Geräte auszuliefern und zu reparieren. Da könnte die Bundesstraße vor der Tür ein Vorteil sein – wäre sie nicht häufig verstopft. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/puenktlich-trotz-b31-techniker-alexander-heim-plant-bei-arbeitsroute-immer-mit-stau;art410936,12426855" target="_blank" title="Pünktlich trotz B31: Techniker Alexander Heim rechnet auf seiner Arbeitsroute immer mit Stau">In diesem Artikel erzählt er von seinem Leben unterwegs auf der Bundesstraße und welche Auswirkungen sie auf seinen Alltag hat.</a></p> <h2>Zwischen Stau und Ohropax – wie kann eine Unterkunft direkt an der B31 funktionieren?</h2> <p>Leoni und Sonja Stiem betreiben das Fischerstüble, eine Gästeunterkunft an der Hagnauer Hauptstraße. In unserem Porträt erzählen sie, wie der ständige Verkehrslärm ihre Arbeit prägt – <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/unterkunft-direkt-an-der-b31-in-hagnau-am-bodensee-wie-kann-das-ohne-ohropax-funktionieren-20-06-25;art410936,12415997" target="_blank" title="Zwischen Stau und Ohropax – wie kann eine Unterkunft direkt an der B31 funktionieren?">und welche Rolle Yoga und Meditation dabei spielen</a>.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Mehr als nur Asphalt: Diese Menschen haben eine ganz besondere Beziehung zur B31]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 12:18:00 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gaukler, Spielleute und Handwerk: Beim Historischen Stadtfest lebt das Mittelalter wieder auf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/gaukler-spielleute-und-handwerk-beim-historischen-stadtfest-lebt-das-mittelalter-wieder-auf;art372486,12497888 ]]></link>      <description><![CDATA[  Einen Eindruck vom Leben im Mittelalter soll das Historische Stadtfest vermitteln – aber auch der Belustigung dienen. Die Besucher genießen das bunte Spektakel auf dem Schlossplatz, das sich bis in die Burg fortsetzt.  ]]></description>
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          Einen Eindruck vom Leben im Mittelalter soll das Historische Stadtfest vermitteln – aber auch der Belustigung dienen. Die Besucher genießen das bunte Spektakel auf dem Schlossplatz, das sich bis in die Burg fortsetzt.<br>
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        Einen Eindruck vom Leben im Mittelalter soll das Historische Stadtfest vermitteln – aber auch der Belustigung dienen. Die Besucher genießen das bunte Spektakel auf dem Schlossplatz, das sich bis in die Burg fortsetzt.



        <p>Gaukler, Feuerspucker, Wikinger und Musikanten: Von 10. bis 12. Oktober verwandelt sich der Schlossplatz von Meersburg für das Historische Stadtfest in einen mittelalterlichen Markt. Schon am frühen Freitagnachmittag zur Eröffnung mit Bürgermeisterstellvertreterin Julia Naeßl-Doms und Tourismuschef Daniel Müller hängt der Geruch von über dem Holzfeuer Gebratenem in der Luft. Die Besucher können sich an Entenkeule, Ochsenfetzen, Spanferkel oder Flammlachs laben und die „Speys“ zum Beispiel mit selbst gebrautem Bier aus Tontöpfen oder Met in verschiedenen Geschmacksrichtungen hinunterspülen.</p> <h2>Spektakel soll auch Wissen vermitteln</h2> <p>Doch das von Südevent organisierte Spektakel soll zwar auch, aber nicht nur der Belustigung dienen. Veranstalterin Simone Keil legt Wert auf Authentizität und auf Wissensvermittlung. Zahlreiche Handwerker zeigen vor Ort, wie vor vielen hundert Jahren gearbeitet wird. So steht ein Schmied am glühenden Kohlefeuer und Meister Friedrich drechselt Zierkorken aus Holz für Flaschen aller Art.</p> <h2>Zierkorken statt Essgeschirr und Musikinstrumente</h2> <p>Meister Friedrich, der im bürgerlichen Leben Fritz Hirsch heißt, erklärt: „Drechseln heißt rund machen.“ Um die perfekte Rundung hinzubekommen, bedient er sich einer einfachen, aber zweckmäßigen Konstruktion aus Holz und Schnüren, angetrieben per Fußwippe, ähnlich einer alten Nähmaschine. Wibbogen- oder Wippbogen-Drechselbank heißt das Gerät im Fachjargon.</p> <p>„Es gibt noch Abbildungen dieser Konstruktion, daher weiß man das“, erklärt er. Früher diente die Maschine hauptsächlich dazu, Essgeschirr und Musikinstrumente herzustellen, erzählt der Meister. Über die Herstellung von Musikinstrumenten, nämlich Drehleiern, sei auch er zu seiner Passion gekommen. Aber Instrumente könne er nur in der heimischen Werkstatt herstellen. Da er aber gern auf Märkte gehe, drechsle er vor Ort eben die kleinen Zierkorken.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Historisches Stadtfest</span><span>Das Historische Stadtfest gibt es in der aktuellen Form seit 2022. Zuvor fand in Meersburg ein Mittelaltermarkt unter Regie eines anderen Veranstalters statt. Doch auch beim Historischen Stadtfest gibt es immer wieder Neues. 2023 zog die Reenactment-Messe, also die Nachstellung historischer Dinge und Szenen, vom Neuen Schloss in den Reithof. Neben den Handwerkerzelten findet hier der Großteil der Kinderbelustigung statt. Ritterturniere, Kettenkarussell und Drachenschießen mit Pfeil und Bogen gehören dazu. Fester Bestandteil sind nun auch Auftritte der Cavalieri di Santa Fina aus der italienischen Partnerstadt von Meersburg, San Gimignano, sowie das Spektakel Belebte Burg auf der Meersburg als Erweiterung zum Treiben auf dem Schlossplatz. Auch die um mehr als 70 Prozent vergünstigen Eintrittspreise für Bürger mit nachgewiesen Wohnsitz in der Stadt sind eine Neuerung.</span></label></div> <h2>Bemaltes Geschirr schon im 14. oder 15. Jahrhundert</h2> <p>Auch Anna Axtmann demonstriert ihre Handwerkskunst live. An ihrer Töpferscheibe zeigt die Hafnerin die Entstehung von Schüsseln oder Krügen. „Hafnerin ist das süddeutsche Wort für Töpferin“, erklärt sie. Es gebe je nach Region noch viele weitere Bezeichnungen für das Gewerk – Euler oder Kannenbäcker fielen ihr spontan ein.</p> <p>Auffällig an ihrem Stand sind neben den einfachen braunen Tongefäßen die bemalten Teller und Schüsseln. „Ja, das ist authentisch“, bestätigt Axtmann auf Nachfrage. Bemaltes Geschirr habe es schon früh in Persien gegeben. In Europa sei dies seit dem 14. oder 15. Jahrhundert bekannt, vornehmlich aus Spanien, Frankreich oder Italien. Die verwendeten Muster seien je nach Werkstatt unterschiedlich, oft wurden Blumenmuster aufgemalt, vielfach auch das religiöse Symbol „IHS“ für Iesus Hominum Salvator (Jesus, der Retter der Menschen). Töpferin Axtmann kopiert diese Symbole nach Funden aus Museen oder nach Abbildungen auf Gemälden. „Da die bemalten Keramiken teurer waren als normale, war es eine Prestigesache, diese auch auf Gemälden in den Vordergrund zu rücken“, erklärt sie.</p> <h2>Der Narrenkai hält den Besuchern den Narrenspiegel vor</h2> <p>Nicht ganz so authentisch ist der Narrenkai beim Stadtfest. Im Stil der alten Hofnarren hält er den Besuchern den Narrenspiegel vor und verwandelt seine „Marotte“, das Narrenzepter, kurzerhand auch mal in ein Handy, um zu zeigen, dass moderne Narren ebenfalls ihre Marotten, also Angewohnheiten oder Ticks hätten. Seine Jonglagen erfreuen besonders die kleinen Besucher.</p> <h2>Lernprojekt für Kinder aus Schule und Kindergarten</h2> <p>Darunter waren am Freitag auch 16 Kinder des Horts, der Nachmittagsschulbetreuung. Diese waren auf Betreiben des neuen Tourismusleiters Daniel Müller in Zusammenarbeit mit Veranstalterin Simone Keil eingeladen, das Stadtfest zu besuchen. Am Vormittag vor der eigentlichen Eröffnung hatten sich Handwerker und Marktbeschicker die Zeit genommen, Kindergarten- und Schulkindern ihr Tun im Rahmen eines Lernprojekts ungestört vorzuführen.</p> <p>Extra für die Kinder spielten auch Corvus Corax, die Könige der Spielleute, das Lied der Meerjungfrau. Diese heiße im Dänischen nicht Arielle, wie die Kinder nach dem bekannten Zeichentrickfilm vermuteten, sondern Havfru. Eigentlich sei das Lied für das abendliche Programm mit „Sauf- und Wikingerliedern“ geplant gewesen, wie der Sänger erklärte. Den Schülern war es egal, sie tanzten ausgelassen und sangen den Refrain „Havfru tanzt so gern“ in Dänisch schnell mit.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Gaukler, Spielleute und Handwerk: Beim Historischen Stadtfest lebt das Mittelalter wieder auf]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 07 Oct 2025 17:54:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Auto und Wohnmobil kollidieren auf B31 – und sorgen für Stau im Feierabendverkehr  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/immenstaad/auto-kollidiert-mit-wohnmobil-stau-auf-b31-im-feierabendverkehr;art372478,12495119 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zwei Fahrzeuge sind am Dienstagnachmittag auf der Bundestraße 31 bei Immenstaad zusammengestoßen. Bei dem Unfall wurden fünf Personen leicht verletzt. Wann die Strecke wieder frei ist, ist noch unklar.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Zwei Fahrzeuge sind am Dienstagnachmittag auf der Bundestraße 31 bei Immenstaad zusammengestoßen. Bei dem Unfall wurden fünf Personen leicht verletzt. Wann die Strecke wieder frei ist, ist noch unklar.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/immenstaad/auto-kollidiert-mit-wohnmobil-stau-auf-b31-im-feierabendverkehr;art372478,12495119]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Zwei Fahrzeuge sind am Dienstagnachmittag auf der Bundestraße 31 bei Immenstaad zusammengestoßen. Bei dem Unfall wurden fünf Personen leicht verletzt. Wann die Strecke wieder frei ist, ist noch unklar.



        <p>Bei einem Verkehrsunfall am Dienstagnachmittag kurz vor 16 Uhr auf der B31 bei Immenstaad sind fünf Personen leicht verletzt worden. Das berichtet die Polizei in einer Mitteilung. Demnach ist ein 92-jähriger Seat-Fahrer aus einer Firmenausfahrt bei Immenstaad auf die Bundesstraße eingefahren und mit einem Wohnmobil kollidiert. Durch den Aufprall der Kollision wurde der Seat über eine Verkehrsinsel gegen einen Mercedes geschleudert. Der 92-Jährige wurde in seinem Fahrzeug eingeschlossen und konnte vom Rettungsdienst befreit werden. Er und seine Beifahrerin sowie die beiden Insassen des Wohnmobils erlitten leichte Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht, heißt es im Polizeibericht.</p> <h2>Rückstau sorgte für Stau für Rettungskräfte</h2> <p>Der Fahrer des Mercedes wurde ebenfalls leicht verletzt und vor Ort medizinisch betreut. Da zunächst von schwereren Verletzungen ausgegangen wurde, war ein Rettungshubschrauber zum Unfallort gekommen. Der Schaden entstandene Schaden liegt der Polizei zufolge im niedrigen fünfstelligen Bereich. Die Freiwillige Feuerwehr sowie die Werksfeuer eines angrenzenden Betriebs waren ebenfalls am Unfallort im Einsatz. Während der Unfallaufnahme war die <a href="https://www.suedkurier.de/thema/b31/" target="_blank" title="" rel="noopener">B31</a> zunächst voll gesperrt und im weiteren Verlauf einspurig befahrbar. Da die Verkehrsteilnehmer im Rückstau keine entsprechende Rettungsgasse bildeten, wurde die Anfahrt der Rettungskräfte massiv erschwert. Wann die Strecke wieder frei ist, war am Dienstagabend noch unklar.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Auto und Wohnmobil kollidieren auf B31 – und sorgen für Stau im Feierabendverkehr]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 17:49:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gefahren, Kot, Kuriositäten – das ist der Alltag dieser Straßenwärter auf der B31 <p></p>  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/gefahren-kot-kuriositaeten-das-ist-der-alltag-dieser-strassenwaerter-auf-der-b31-06-10-2025;art410936,12492959 ]]></link>      <description><![CDATA[  Andreas Filusch und Bernhard Specker sind Streckenkontrolleure auf der Bundesstraße. Trotz Warnkleidung fällt die Arbeit ihrer Straßenmeisterei kaum auf. Warum sie den Beruf trotzdem bis zur Rente machen wollen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Andreas Filusch und Bernhard Specker sind Streckenkontrolleure auf der Bundesstraße. Trotz Warnkleidung fällt die Arbeit ihrer Straßenmeisterei kaum auf. Warum sie den Beruf trotzdem bis zur Rente machen wollen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/gefahren-kot-kuriositaeten-das-ist-der-alltag-dieser-strassenwaerter-auf-der-b31-06-10-2025;art410936,12492959]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Andreas Filusch und Bernhard Specker sind Streckenkontrolleure auf der Bundesstraße. Trotz Warnkleidung fällt die Arbeit ihrer Straßenmeisterei kaum auf. Warum sie den Beruf trotzdem bis zur Rente machen wollen.



        <p>Unaufhörlich dröhnt der Verkehr auf der B31. Auf einer Parkbucht am Straßenrand zu stehen verdeutlicht: Dieses Rauschen hat nichts mit dem Meer zu tun. Alles verschmilzt im Geräuschbrei. Die Straße zu überqueren, wäre lebensgefährlich. Doch wenn etwa ein totes Tier auf der Fahrbahn liegt, müssten die Straßenwärter Bernhard Specker und Andreas Filsuch von der Straßenmeisterei Überlingen diesen Weg riskieren.</p> <p>Bernhard Specker schildert, wie in so einem Fall Autos und Lastwagen auf die Nebenspur ausscheren, um dem Tier auszuweichen. Damit der Verkehr buchstäblich wieder in die Spur kommt, mussten sie den Kadaver entfernen. So haben sie es jüngst mit einem Dachs erlebt, der auf der einspurigen Seite lag. Doch dort konnten Filusch und Specker nicht halten. Sie hätten die Spur blockiert. Also parkten sie an der zweispurigen Seite und warteten. Sie warteten, bis das Dröhnen kurz pausierte. Dann rannten sie auf die gegenüberliegende Fahrbahn und zogen das Tier von der Fahrbahn. Vor dem Rückweg zum Fahrzeug warteten sie wieder. Nur im Ausnahmefall würde der Verkehr runtergebremst werden.</p> <h2>Sie kennen 220 Kilometer Straße wie ihre Westentasche</h2> <p>Die Bundesstraße gehört zum Arbeitsalltag von Bernhard Specker und Andreas Filusch. Sie pflegen sie und sprechen von einem „Straßenkörper“. Seine Haut ist der Asphalt, seine Adern die Entwässerungsvorrichtungen, sein Herz der endlos pulsierende Verkehr. Dieser soll so reibungslos wie möglich laufen.</p> <p>Am Arbeitstag, an dem der SÜDKURIER beide begleitet, steht eine Kontrollfahrt an. Das bedeutet, etwa 80 Kilometer Straße zu untersuchen. Sind die Verkehrszeichen intakt? Stimmen die Umleitungen? Liegt Unrat neben der Fahrbahn? Täglich fahren sie immer andere Strecken ab. Mal Bundesstraßen, mal Landstraßen, mal Kreisstraßen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Serie: Mein Job, meine Straße</span><span>Sie ist ein ewiges Ärgernis, aber auch zentrale Verkehrsader des Bodenseekreises: die Bundesstraße 31. In unserer Serie „Mein Job, meine Straße“ widmen wir uns Menschen, in deren Leben die B31 eine wichtige Rolle spielt. Menschen, die auf und an der Straße arbeiten und leben – und dadurch eine besondere Beziehung zu ihr haben.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Aufgaben einer Straßenmeisterei</span><span>Das Einzugsgebiet der Straßenmeisterei Überlingen umfasst 220 Straßenkilometer. Dazu zählen Kreis-, Land- und Bundesstraßen im Großraum Überlingen. In ihrem Lager sind etwa 14.000 Verkehrszeichen, um verkehrsregulierende Maßnahmen umzusetzen. Kommt es zu einem Unfall, wird die Straßenmeisterei in der Regel von der Polizei informiert und rückt aus. Der Straßenabschnitt muss gesperrt, je nachdem eine Umleitung eingerichtet werden.</span></label></div> <h2>Kollege von Seniorin angefahren</h2> <p>Gerade auf der <a href="https://www.suedkurier.de/thema/b31/" target="_blank" title="" rel="noopener">B31</a> komme es immer wieder zu quietschenden Reifen von Autos, die gerade noch rechtzeitig abbremsen, schildern die Straßenwärter. Erst vergangenes Jahr habe es sogar einen Kollegen erwischt. Eine ältere Dame habe ihn angefahren, als er am Straßenrand mit dem Freischneider arbeitete. Inzwischen ist er wieder im Einsatz. „Wir sind jeden Tag froh, wenn wir nachhause kommen“, sagt Bernhard Specker angesichts des gewissen Berufsrisikos.</p> <h2>Kot, Schnaps und Tablets</h2> <p>Es geht längst nicht nur um Tempo und Risiko. In den Erzählungen der Straßenwärter wird der „Straßenkörper“ zum Mikrokosmos. Sie erzählen etwa von einem kleinen Hin- und Her mit Graffiti-Sprayern. Nachdem sie ein Motiv weiß übermalt hatten, stand am nächsten Morgen in bunten Lettern auf der Fläche: „Danke für‘s Weißmachen.“ Die Mülleimer auf den Parkplätzen geben einen ungewollten Einblick ins Leben mancher Menschen.</p> <p>Immer wieder erleben die Straßenwärter dabei böse Überraschungen. „Wenn‘s Hundekacke ist, wär‘s vornehm“, sagt Specker vielsagend. Selbst in Nußdorf oder Birnau, wo wir extra eine mobile Toilette aufgestellt haben, liegt der Haufen daneben.“ Außerdem finden sie Tablets, Handys, Schlüssel. Auch Bauschutt werde regelmäßig in die Mülleimer gestopft. 15 bis 20 Säcke Abfall kommen bei einer Kontrollfahrt zusammen und landen auf der Deponie.</p> <p>„Das Kurioseste, was wir gefunden haben, war eine Destille“, erzählt Filusch, eine Schnapsbrennerei für den Heimgebrauch. Tank und Kessel waren offenbar unzureichend gesichert gewesen, sodass sie vom Anhänger fielen. Der Besitzer holte sie allerdings dann bei der Straßenmeisterei ab.</p> <p>Radkappen ist das nur selten vergönnt. Die Straßenwärter lesen sie regelmäßig auf. In der Zentrale ist ein Lager liegengebliebener Exemplare. Manchmal melde sich jemand, in der Regel nicht, sagt Michael Martin, Leiter der Straßenmeisterei in Überlingen.</p> <h2>Beschimpfungen sind Teil des Alltags</h2> <p>Wir halten an. Verpackungsband liegt am Straßenrand. „Es würde sich in der Mähmaschine verwickeln“, erklärt Andreas Filusch. Die Kontrollfahrt ist deutlich langsamer als der Verkehr, etwa 80 Kilometer pro Stunde fahren wir, während wir mit 120 Kilometern pro Stunde überholt werden. „Es ist eine schnelllebige Welt, wenn wir wie ein Hindernis auf der Straße stehen, sind wir der Feind“, sagt Filusch. Und ab und an wird dieses Hindernis anderen zum Ärgernis: „Wir wurden beschimpft, uns wurde der Vogel gezeigt und der Mittelfinger“, schildert der 36-Jährige.</p> <p>Sei es im Einsatz nach einem Unfall oder beim Winterdienst: Beleidigungen bleiben nicht aus. Doch weil die Straßenmeisterei verantwortet, dass die Menschen langsamer fahren oder eine Umleitung nehmen müssen, gehe schnell mal ein Fenster runter, schildert Filusch. Je nach Tagesverfassung prallt die Beleidigung ab, manchmal trifft sie. „Die Bürger sind unsere Kunden, da wollen wir schon freundlich bleiben“, sagt er und setzt hinzu: „Die Verkehrsteilnehmer merken gar nicht, dass wir das für sie machen.“</p> <h2>Abwechslungsreich, aber unsichtbar</h2> <p>Und sie tun viel: Grünpflege, Entwässerung, Schachtwartung, Winterdienst, Mäharbeiten, Umleitungen einrichten und prüfen – zusammengefasst: Sie halten die Verkehrssicherheit aufrecht. Steht ein Schild nach einem Unfall schief oder liegt gar am Boden, reparieren es die Straßenwärter.</p> <h2>Von der Sense zum motorisierten Freischneider</h2> <p>Nach der Schule habe er in mehrere Berufe reingeschnuppert, erzählt Andreas Filusch. Beim Straßenwärter gefiel ihm das breite Aufgabenfeld. Seit 2003 ist der 36-Jährige dem Beruf treu geblieben. Dasselbe bei Bernhard Specker. Nach der Schule folgte die Ausbildung zum Straßenwärter. Etwas anderes kam nicht infrage. Das ist nun 40 Jahre her. 56 Jahre alt ist er jetzt. Wenn er kann, will er den Beruf noch bis zur Rente durchhalten.</p> <p>„Als ich anfing, habe ich Schilder und Leitpfosten noch mit der Sense freigeschnitten“, erzählt Specker. Inzwischen nutzt er dafür einen Freischneider. Die Technik, die Werkzeuge mit Benzinmotoren oder Akkus, habe vieles erleichtert. „Früher war man vielleicht nicht so effektiv, dafür kommt nun die Lärmbelästigung dazu“, sagt Kollege Filusch. Und trotzdem sagen die Straßenwärter, bleibt die Arbeit so oft unbemerkt.</p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 22 Sep 2025 17:43:45 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hochherrschaftliche Räume und Taglöhner-Wohnungen: Traumhafte Blicke aus barocken Kleinoden  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/hochherrschaftliche-raeume-und-tagloehner-wohnungen-traumhafte-blicke-aus-barocken-kleinoden;art372486,12486670 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zimmermeister und Restaurator Sebastian Schmäh führt durch zwei barocke Altstadthäuser, die er denkmalgerecht und energetisch saniert. Vom einen schaut man auf die Zugbrücke der Burg, vom anderen über See und Altstadt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Zimmermeister und Restaurator Sebastian Schmäh führt durch zwei barocke Altstadthäuser, die er denkmalgerecht und energetisch saniert. Vom einen schaut man auf die Zugbrücke der Burg, vom anderen über See und Altstadt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/hochherrschaftliche-raeume-und-tagloehner-wohnungen-traumhafte-blicke-aus-barocken-kleinoden;art372486,12486670]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Zimmermeister und Restaurator Sebastian Schmäh führt durch zwei barocke Altstadthäuser, die er denkmalgerecht und energetisch saniert. Vom einen schaut man auf die Zugbrücke der Burg, vom anderen über See und Altstadt.



        <p>Seeblick? Den haben viele Häuser am Bodensee. Dieses Panorama ist viel mehr: Zusätzlich zum Wasser eröffnet sich die romantische Dächerlandschaft der Meersburger Altstadt. „Das ist für mich das Highlight heute, der Blick aus dieser obersten Dachwohnung – ein Megatraum!“ So stimmt Zimmerermeister und Restaurator Sebastian Schmäh am Tag des offenen Denkmals rund 40 Interessierte auf den Gang durch das schmale Fachwerkhaus in der Winzergasse 20 ein.</p> <p>Hier entstehen auf rund 220 Quadratmetern vier Wohnungen, die allesamt fest vermietet werden – Ferienwohnungen sind nicht vorgesehen. Eine Meersburger Familie, die in Bayern als Unternehmer erfolgreich sei und in ihrer Heimatstadt investiere, habe es gekauft. Das Haus wird komplett denkmalgerecht und energetisch saniert und soll ein Paradebeispiel für modernen Komfort in historischer Bausubstanz werden, hatte Schmäh angekündigt.</p> <p>Die Winzergasse 20 ist Teil jener Bebauung, die in Meersburg bereits 1954 zum ersten Gesamtensembleschutz in Baden-Württemberg führte – und an den man sich laut Schmäh wieder konsequenter halten sollte. Das Fachwerkhaus entstand im 18. Jahrhundert auf den alten Wehranlagen, die damals, im Barock, nicht mehr nötig waren. Sie wurden als Fundamente genutzt, was man auch im Haus sehen kann. Dort erinnert eine meterdicke Wand an die alte Schutzwehr.</p> <p>Mit Ausnahme eines Steingebäudes, das Schmäh auf 1550 bis 1600 datiert, entstand die ganze Häuserzeile in der Winzergasse um 1740 bis 1780, als das Barock in Blüte stand. „Aber hier, in diesen engen Räumen, wohnten ganz arme Leute.“</p> <p>Sowohl in der Winzergasse 20 als auch beim Haus gegenüber in der Steigstraße 15, durch das Schmäh später führte, arbeitet er ohne Architekt. „Es braucht ja keine neue Planung, die Räume sind da, wir lösen das im Zusammenspiel vieler Meersburger Handwerker.“</p> <h2>Überraschung hinter Heraklitplatten</h2> <p>Welche herausfordernden Überraschungen ein Baudenkmal bereithalten kann, illustrierte Schmäh anhand einer Decke im ersten Obergeschoss des Fachwerkbaus. „Das ist ein ganz besonderer Raum und das war uns so nicht bewusst.“ Bei der Entfernung der alten Verkleidungen kam eine barocke Kassettendecke zum Vorschein. „Das hat eine Rückbaukolonne gemacht und da war ich zum Glück im richtigen Moment da, gerade als sie die abgehängte Decke aus Heraklitplatten heraussägten.“ Der Restaurator konnte gerade noch verhindern, dass der barocke Schatz darunter mit zerstückelt wird.</p> <p>Für einen Auftrag wie diese Decke berechne ein akademischen Restaurator schnell mal 30.000 Euro. In solchen Fällen kann Schmäh auf einen Posten für Unvorhergesehenes zurückgreifen, den er bei der Restaurierung von Holzkonstruktionen von vornherein einplane.</p> <p>Ein Schaden, der zu Beginn des Rückbaus entstand, ist ebenso leicht zu beheben wie kaputte Leisten oder der Ersatz der fehlenden eineinhalb Kassettenstücke. Das größte Problem war die Fassung mit Kreidefarbe, die in Absprache mit einem Restaurator entsteht. Zwei junge Leute, die in Schmähs Zimmerei ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Denkmalschutz absolvieren, „können so etwas sehr einfach machen und das ist dann kosteninteressant“.</p> <p>Die Farbe entstand aus massenweise Tafelkreide: „Unsere Azubis haben da einen ganz tollen Job gemacht. Wir erhalten eine alte Technik und finden für den Kunden eine tragbare Lösung.“ Es sei ja kein Geheimnis: „Es gibt genügend Investoren, wenn die so eine Decke sehen, dann wird sie in einer Nacht- und Nebelaktion in den Ofen geschoben.“</p> <p>Bei solchem Aufwand wird klar, dass man bei einem Denkmal nicht im Oktober mit dem Bauen anfangen und vor Ostern fertig sein kann. Solche Gebäude bräuchten acht bis zwölf Monate Umbauzeit, sagte Schmäh bewusst in Richtung Öffentlichkeit.</p> <h2>Eines der hochwertigsten Denkmale in der Stadt</h2> <p>Das zweite historische Haus, durch das Schmäh an diesem Tag führte, liegt in der Steigstraße 15, keine 100 Meter von der Winzergasse 20 entfernt. Das barocke Wohn- und Geschäftsgebäude ist für Schmäh „eines der hochwertigsten Denkmale“ überhaupt in der Stadt und wird originalgetreu instandgesetzt. Auch an diesem Holderbach-Haus arbeitet er zusammen mit einheimischen Handwerkern ohne Architekt.</p> <p>Bei beiden Gebäuden geht es insbesondere um den Erhalt der Dachlandschaft. In den Sichtachsen sind beide mit „alten Denkmalbibern“ eingedeckt, „die von Erlus sehr aufwändig für uns hergestellt werden“. Die historischen Biberschwanz-Ziegel der Firma aus Neufahrn/Niederbayern liegen auch auf dem Dach der Meersburger Pfarrkirche. Während ein Standard-Industrieziegel bei 12 Euro pro Quadratmeter liege, koste der „Erlus Sinterbiber Bodenseebund“ über 50 Euro. Das Besondere ist der changierende Brand, der für ein lebendiges Farbenspiel sorge.</p> <h2>Exponierte Lage an der Handelsstraße</h2> <p>Die Zimmer im Haus sind laut Schmäh herrschaftliche, barocke Verwaltungszimmer von hoher Qualität. „Ein besonderes Haus in zentraler Lage an der Handelsstraße nach Ulm.“ Denn in der Unterstadt zwischen „Wilder Mann“ und „Schiff“ lag früher der Handelshafen, dort wurde die Fracht aus den Lädinen in Fuhrwerke umgeladen, die dann durch die Steigstraße fuhren.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Prominenter Blick</span><span>Durch den „tollen Fensterbestand mit dem alten Schlierenglas“ in der Steigstraße 15 übrigens konnte man nicht nur 2003 die Dreharbeiten zum Film „Schwabenkinder“ beobachen, der die seit dem 19. Jahrhundert fast unveränderte Kulisse nutzte. Durch diese damals schon über 100 Jahre alten Fenster blickte auch einer der größten deutschen Schauspieler des 20. Jahrhunderts auf die Stadt. Heinz Rühmann wohnte während der Dreharbeiten zum Film „Briefträger Müller“ 1953 im Holderbach-Haus. In den 1950er Jahren nutzte man die im Krieg unzerstört gebliebene Stadt am See gern als Drehort.</span></label></div> <p>Die historischen Fensterrahmen mit Schlierenglas sind zum größten Teil erhalten. Wo Ergänzung nötig war, wurden – wie gegenüber in der Winzergasse 20 – Fenster verwendet, die die Zimmerei Schmäh zusammen mit der österreichischen Firma Gaulhofer entwickelt hat. „Es ist kein Unterschied zu den historischen erkennbar“, betont Schmäh.</p> <p>Schmäh, auch CDU-Stadtrat, dankte dem anwesenden Bauherrn Kochendorfer auch für das Nutzungskonzept: Mehrere Wohnungen werden fest vermietet, eine oder zwei sollen zu Ferienwohnungen werden und unten, im ehemaligen Malergeschäft, ist eine Gewerbeeinheit vorgesehen. „Man hat sich sehr viel Gedanken gemacht über die Nutzung, hat auch Gespräche mit dem Bürgermeister geführt.“</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Stetten]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Hochherrschaftliche Räume und Taglöhner-Wohnungen: Traumhafte Blicke aus barocken Kleinoden]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 21 Sep 2025 14:02:21 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Rund 50 Händler bieten beim Dämmerflohmarkt der Hasle Maale Raritäten und Kurioses an  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/rund-50-haendler-bieten-beim-daemmerflohmarkt-der-hasle-maale-raritaeten-und-kurioses-an;art372493,12485863 ]]></link>      <description><![CDATA[  Allerlei Angesammeltes aus Haushalt und Keller wechselte beim Dämmerflohmarkt den Besitzer – sogar ungeöffneter Champagner. Was war sonst so im Angebot und nach was suchten die Sammler? Wir haben uns umgesehen.  ]]></description>
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          Allerlei Angesammeltes aus Haushalt und Keller wechselte beim Dämmerflohmarkt den Besitzer – sogar ungeöffneter Champagner. Was war sonst so im Angebot und nach was suchten die Sammler? Wir haben uns umgesehen.<br>
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        Allerlei Angesammeltes aus Haushalt und Keller wechselte beim Dämmerflohmarkt den Besitzer – sogar ungeöffneter Champagner. Was war sonst so im Angebot und nach was suchten die Sammler? Wir haben uns umgesehen.



        <p>Schauen, Stöbern, Handeln und dann Kaufen: Der Dämmerflohmarkt der Narrengemeinschaft Hasle Maale in Statten war wieder ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt.</p> <p>Der Markt wirkte dieses Jahr etwas kleiner als gewohnt, weil die Stände in der Landstraße fehlten und das Kruschtzelt auf dem Bauhofgelände etwas kleiner war. Doch dies war eine optische Täuschung, wie Zunftmeister Markus Greinwald erklärte. Im hinteren Bereich des Geländes vor dem Wohnmobilparkplatz seien Flächen hinzugekommen. So konnte die Straße frei bleiben, was zum einen für den Verkehr, zum anderen für die Anwohner eine große Entlastung bringe.</p> <h2>Zahl der Stände so hoch wie in den Vorjahren</h2> <p>Markus Greinwald sagte: „Die Anzahl der Stände ist genauso hoch wie in den vergangenen Jahren.“ Doch das Kruschtzelt sei wirklich etwas geschrumpft. „Die Nachfrage ist da zurückgegangen“, erklärte er. Das Angebot an den Ständen war breit gefächert. Auf Decken, am Boden ausgebreitet, und auf allen Arten von Tischen wurde allerlei Gebrauchtes zum Kauf angeboten, von Kinderkleidung über Bücher bis hin zum kompletten Porzellanservice.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Der Dämmerflohmarkt</span><span>Den Dämmerflohmarkt der Narrengemeinschaft Hasle Maale in Stetten gibt es seit 2005. Er fand nun in achter Auflage statt, zwei Jahre musste die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie pausieren. An rund 50 Ständen wurde alles verkauft, was sich in Privathaushalten findet. Zur Bewirtung der Besucher und Verkäufer kommen unter anderem 120 halbe Hähnchen und 480 Fleischspieße auf den Grill, wie Zunftmeister Markus Greinwald mitteilte.</span></label></div> <h2>Noch ungeöffnete Flaschen Sekt und Champagner</h2> <p>An einem Stand waren noch ungeöffnete Sekt- und Champagnerflaschen verschiedener Marken im Angebot. Auf Nachfrage erzählte Carmen, die ihren Nachnamen nicht verraten wollte, dass diese von ihrer 92-jährigen Mutter stammten. Alles Geschenke zu Geburtstagen oder anderen Gelegenheiten. Doch die Mutter habe sich entschlossen, keinen Alkohol mehr zu trinken. Weil kein Haltbarkeitsdatum auf den Flaschen stehe, biete sie die Markengetränke für weit weniger als ein Drittel des Ladenpreises an. „Oder für noch weniger, weil ich sie nicht wieder mit nach Hause nehmen will“, sagte sie.</p> <h2>Sie hat aus der Not ein Hobby gemacht</h2> <p>Fast schon professionell gestaltet war der Stand von Jutta Blank. Ketten, Armbänder, Ohrringe und anderer Schmuck hingen mit Preisen ausgezeichnet übersichtlich an Ständern. An den Zeltstangen hatte sie T-Shirts in allen Farben und Größen drapiert. „Das ist alles selbstgemacht“, erklärte Jutta Blank. Sie sei keine professionelle Händlerin.</p> <p>Schmuckgestaltung sei ihr Hobby und auch die T-Shirts seien selbst bedruckt. „Ich sehe da den Recycling-Aspekt“, erklärte sie. Die Idee zu den T-Shirt-Designs sei ihr bereits vor mehr als 20 Jahren gekommen. „Da hatte ich ein Lieblingsstück und dann kam beim Kochen ein Fettfleck darauf“, erzählt sie lachend. Statt das gute Stück in den Müll zu werfen, habe sie den Fleck überdeckt. Das sei die beste Alternative gewesen. Neben Pailletten nutze sie spezielle waschbare Stofffarben. „Sonst müsste ich mit Omas Kittelschürze rumlaufen“, scherzte die Markdorferin. Auf Flohmärkte gehe sie vielleicht drei oder vier Mal im Jahr. Neben Job und Enkelkindern sei ihr bisher nicht viel Zeit dafür geblieben. Doch seit diesem Monat sei sie Rentnerin. Auf Wunsch fertige sie auch Auftragsarbeiten.</p> <h2>Auch Sammler werden hier fündig</h2> <p>Leon Hölle hielt auf dem Markt Ausschau nach historischen Aufbewahrungsdosen für Grammophon-Nadeln. Und er wurde tatsächlich fündig. An einem Stand mit altem Geschirr und Haushaltsgeräten stand auch ein Grammophon, dabei die gesuchten Blechdosen. „Da gibt es unzählige Formen und Motive“, erklärte der Mittzwanziger. „Die wurden nicht nur in Deutschland, sondern auch in England hergestellt“, wusste er zu berichten. Je nach Zustand und Produktionszahlen lägen die Preise dafür zwischen 3 Euro und mehreren hundert Euro. Auf dem Dämmerflohmarkt in Stetten erstand der drei Dosen für 10 Euro und war zufrieden. Auf diese seltene Sammelleidenschaft sei er gekommen, als sein Opa ihm zum 18. Geburtstag ein altes Grammophon geschenkt habe.</p> <h2>Ausgestattet für die nächste Fasnet</h2> <p>Mit einem bunten Kopfschmuck in Hahnenkamm-Optik fand auch Norbert Madlener etwas Kurioses. „Ich habe dabei an die nächste Fasnet gedacht“, sagte der Überlinger. Den Fund stülpte er sich sogleich auf seinen Strohhut, den er aufgrund der Sonne an diesem Tag trug. „Früher hat man auf Flohmärkten öfter Menschen mit bunten Hüten gesehen“, sagte Madlener, das vermisse er heute.</p> <h2>Narren bewirten die Besucher im Biergarten</h2> <p>Wer nach all dem Schlendern und Handeln verschnaufen wollte, hatte bis Mitternacht im gemütlichen Biergarten dazu Gelegenheit. Bei gekühlten Getränken, frisch gezapftem Bier, Hähnchen oder Spießen vom Grill konnten die Besucher bei Livemusik eine Pause einlegen. Zunftmeister Markus Greinwald und sein Team boten dort regionale Leckereien. „Das kommt alles aus Betrieben aus der Region“, betonte er. Seine Frau Karin ergänzte: „Wir schauen, dass wir auch die kleineren Betriebe unterstützen.“</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Fest Einzelhandel Brauchtum thema-heimat-veranstaltung-ortsgeschehen thema-wirtschaft-branchen-einzelhandel thema-heimat-heimatliebe]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Rund 50 Händler bieten beim Dämmerflohmarkt der Hasle Maale Raritäten und Kurioses an]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 12 Sep 2025 14:54:06 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Trotz neuen Ersatzteils steht die „Richmond“ schon wieder im Hafen: Was ist dieses Mal das Problem?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/trotz-neuen-ersatzteils-steht-die-richmond-schon-wieder-im-hafen-was-ist-dieses-mal-das-problem;art372448,12480991 ]]></link>      <description><![CDATA[  Erst im Juli 2025 mussten die Stadtwerke mühsam ein kaputtes Getriebe ersetzen. Nur kurze Zeit später steht die Flüssiggasfähre erneut still. Ausgerechnet das Ersatzteil hat den Geist aufgegeben.  ]]></description>
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          Erst im Juli 2025 mussten die Stadtwerke mühsam ein kaputtes Getriebe ersetzen. Nur kurze Zeit später steht die Flüssiggasfähre erneut still. Ausgerechnet das Ersatzteil hat den Geist aufgegeben.<br>
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        Erst im Juli 2025 mussten die Stadtwerke mühsam ein kaputtes Getriebe ersetzen. Nur kurze Zeit später steht die Flüssiggasfähre erneut still. Ausgerechnet das Ersatzteil hat den Geist aufgegeben.



        <p>Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich: Nur wenige Wochen, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/geruechte-um-faehre-richmond-wann-faehrt-das-biogas-schiff-wieder-zwischen-konstanz-und-meersburg;art372448,12431393" target="_blank" title="Faktencheck zu Gerüchten um langen Ausfall: Wann sticht Biogas-Fähre „Richmond“ wieder in See?">nachdem die Flüssiggasfähre „Richmond“ wegen eines technischen Defekts für rund drei Wochen ausgefallen war</a>, liegt sie schon wieder im Hafen und befördert keine Fahrgäste. Nach Angaben der Stadtwerke Konstanz steht das Schiff seit Donnerstag, 14. August 2025, still.</p> <p>Das ist eine erneute Zwangspause von bereits über vier Wochen, die noch länger andauern wird. Denn auch dieses Mal gab es einen technischen Defekt, der nicht so schnell zu beheben ist. „Beim Fährschiff Richmond ist es auf der Seite Staad zu einem Ausfall des Ersatzgetriebes an der Eingangsseite der Hauptmaschine gekommen“, teilt Pressesprecherin Teresa Gärtner mit.</p> <p>Das war ausgerechnet das Ersatzteil, das erst Anfang Juli 2025 eingebaut worden war, als es an der Welle von Schaltgetriebe und Generator des ursprünglichen Teils einen mechanischen Schaden gab. Das betroffene Getriebe wurde damals zum Hersteller nach Finnland geschickt.</p> <p>Doch im hohen Norden waren Betriebsferien, deshalb dauerte es eine Weile, bis das Ersatzteil in Konstanz eintraf. Und genau das ist jetzt, nur wenige Wochen später, auch kaputt. „Leider hat sich das Getriebe bereits nach kurzer Betriebszeit als defekt erwiesen“, schreibt Teresa Gärtner. „Ein weiteres Ersatzgetriebe ist derzeit nicht verfügbar.“</p> <p>Die gute Nachricht: Das ursprüngliche Teil, das im Juli ausfiel, kommt in der Woche vom 15. September zurück aus Finnland nach Staad. Dafür begutachtet die Herstellerfirma derzeit das Ersatzgetriebe.</p> <p>Doch selbst, wenn die Fähre voraussichtlich Ende September wieder einsatzbereit sein wird, transportiert sie nicht gleich wieder Passagiere und Fahrzeuge: „Im Anschluss an die Instandsetzungsarbeiten steht die jährlich vorgeschriebene Rezertifizierung der Gasanlage durch die Klassifikationsgesellschaft an. Nach heutigem Planungsstand kann die ‚Richmond‘ ab Mitte Oktober den Regelbetrieb wieder aufnehmen“, teilen die Stadtwerke mit.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Kosten der „Richmond“</span><span>Laut den Konstanzer Stadtwerken betrugen die Baukosten für das Fährschiff Richmond rund 27,5 Millionen Euro, davon seien etwa 6,8 Millionen Euro technologiebedingte Mehrkosten im Vergleich zum Dieselantrieb. 2,7 Millionen Euro und damit rund 40 Prozent dieser Mehrkosten wurden durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert. Auch Elektrobusse kosteten etwa das Zweieinhalbfache eines dieselbetriebenen Busses, so das Unternehmen. Deshalb würden diese technologiebedingten Mehrkosten mit 80 Prozent gefördert.</span></label></div> <p>An Stelle der „Richmond“, die dank des Biogas-Antriebs als klimaneutral eingestuft wird, übernehmen in der Zwischenzeit wieder die Schiffe mit dem konventionellen Dieselantrieb. Was passiert dann mit dem schon gebunkerten Flüssiggas, das bei rund minus 160 Grad tiefgekühlt gelagert wird?</p> <p>Da der Thermo-Behälter die tiefe Temperatur nicht ewig halten kann, wird im Lauf der Zeit immer mehr verflüssigtes Methan wärmer und somit gasförmig, der Druck im Tank erhöht sich. Der Treibstoff kann dann nicht mehr in den Motoren verbrannt werden, sondern muss ab einem Druck von 8,5 bar in die Luft abgelassen oder mit einer Fackel verfeuert werden.</p> <p>Als die „Richmond“ Mitte August ausfiel, waren beide Tanks laut Teresa Gärtner zu rund 65 Prozent gefüllt. „Der Betrieb der beiden Heizungen führt im Wesentlichen zu einer Druckstabilisierung. Bei Bedarf werden die Hauptmotoren zugeschaltet, um Gasdruck abzubauen“, so die Stadtwerke.</p> <p>Derzeit werde also kein schädliches Methan über den Ventilationsmasten, den die Bevölkerung als Schornstein wahrnimmt, abgelassen. „Dies wäre nur im Notfall so, wenn die Heizung und die Motoren zur gleichen Zeit ausfallen“, informieren die Stadtwerke. Dafür laufen diese Systeme, obwohl das Schiff nicht im Einsatz ist.</p> <h2>Stadtwerke stehen zu ihrem Schiff</h2> <p>Sind die Stadtwerke trotz der immer wieder auftretenden technischen Probleme weiterhin von der Richmond überzeugt oder kann sie nur deshalb nicht ganz außer Betrieb genommen werden, weil schon so viel Geld investiert wurde und sie einst als Vorzeigeprojekt galt?</p> <p>Aus der Antwort liest sich kein flammendes Bekenntnis zum jüngsten Schiff der Flotte heraus, aber eines zum Umweltschutz: „Diese neuen Techniken – ob bei FS ‚Richmond‘ oder auch der Ladeinfrastruktur für E-Busse – haben eine vergleichsweise hohe Systemkomplexität und sind (noch) nicht vergleichbar wirtschaftlich und zuverlässig wie Dieselantriebe.“</p> <p>Und weiter: „Ein Fokus ausschließlich auf Wirtschaftlichkeit und Betriebssicherheit würde zwangsläufig zur Entscheidung für dieselbetriebene Fahrzeuge führen – mit entsprechend hohen CO<sub>₂</sub>-Emissionen“, schreiben die Stadtwerke.</p> <p>Schon zuletzt hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass es „keinerlei Überlegungen“ gebe, die „Richmond“ außer Dienst zu stellen. Die „gelegentlichen Störungen“ seien „angesichts der innovativen Antriebstechnologie“ nicht ungewöhnlich. „Die Zuverlässigkeit des Schiffes hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert“, hieß es noch Anfang Juli 2025. Aber in diesem Fall war es vielleicht einfach nur Pech.</p> <p></p> <p></p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 10:56:17 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nur noch wenige Sirenen im Bodenseekreis – doch das soll sich ändern  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/bundesweiter-warntag-so-laut-wird-es-im-bodenseekreis-am-11-september;art410936,12477910 ]]></link>      <description><![CDATA[  Am 11. September ist der Bundesweite Warntag. Dabei setzen die Behörden vor allem auf Benachrichtigungen über das Handy – doch auch Sirenen gewinnen wieder an Bedeutung.  ]]></description>
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          Am 11. September ist der Bundesweite Warntag. Dabei setzen die Behörden vor allem auf Benachrichtigungen über das Handy – doch auch Sirenen gewinnen wieder an Bedeutung.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Am 11. September ist der Bundesweite Warntag. Dabei setzen die Behörden vor allem auf Benachrichtigungen über das Handy – doch auch Sirenen gewinnen wieder an Bedeutung.



        <p>Am 11. September ist wieder Bundesweiter Warntag: Im ganzen Land werden dann für den Katastrophenfall die Warnsysteme geprüft. Um 11 Uhr wird an dem Donnerstag daher eine Probewarnung versendet, über das sogenannte Modulare Warnsystem (MoWaS) des Bundes unter anderem über den Rundfunk, über Handys und Apps. Auch einige Sirenen sollen auslösen – die gibt es allerdings nicht mehr flächendeckend. Wir werfen einen Blick auf die Warninfrastruktur im Kreis.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Erst Rückbau, jetzt Ausbau</span><span>Nach Ende des Kalten Krieges wurde das vom Bund betriebene Sirenennetz Anfang der 1990er-Jahre den Kommunen zur Übernahme angeboten, heißt es auf der Internetseite des baden-württembergischen Innenministeriums. Manche Kommunen übernahmen die Sirenen, andere lehnten die Übernahme ab, wodurch es zu einem Rückbau des Netzes kam. Mittlerweile wird das Netz wieder ausgebaut, auch dank Förderprogrammen des Bundes.</span></label></div> <h2>Wo gibt es Sirenen?</h2> <p>Am einen Ende des Landkreises gibt es seit diesem Jahr ganz neue Anlagen. Sechs Sirenen hat die Gemeinde Kressbronn installiert, unter anderem am Rathaus und am Feuerwehrhaus. Rund 120.000 Euro hat die Gemeinde dafür investiert, so die Angaben der Gemeinde. Im Notfall schrillen sie und machen die Einwohner auf die anstehende Gefahr aufmerksam, beispielsweise Großbrände, Hochwasser oder Starkregen. Die Sirenen dienen allerdings nicht zur Alarmierung der Feuerwehr, diese erfolgt als „stille Alarmierung“ über Funkmeldeempfänger.</p> <p>Am anderen Ende, in Sipplingen, gibt es noch eine pilzförmige Sirene auf dem Dach des Schulgebäudes. Dabei handelt es sich um ein älteres Modell, eine elektromechanische Sirene, die aber weiterhin funktionstüchtig ist. Am Warntag wird sie allerdings nicht zu hören sein, da sie noch nicht über das Modulare Warnsystem auslösbar ist, wie die Gemeinde auf Anfrage mitteilt. Sie kommt aktuell beispielsweise bei unklaren Gebäudebränden zum Einsatz.</p> <p>Vom Landratsamt heißt es auf Anfrage, dass man dort keinen kompletten Überblick über das Sirenennetz im Kreis habe, da das in der Verantwortung der Gemeinden und Städte liege. Nach Kenntnis von Landratsamts-Sprecher Robert Schwarz gibt es neben Kressbronn und Sipplingen aktuell Sirenen in Uhldingen-Mühlhofen, Bermatingen und Meersburg.</p> <p>Laut dem Regierungspräsidium Tübingen, über das Fördergelder für den Sirenenausbau beantragt werden können, hat zudem die Gemeinde Stetten einen Bewilligungsbescheid erhalten. Für das aktuell laufende Förderprogramm seien zudem bereits fünf weitere Anträge aus dem Bodenseekreis eingegangen.</p> <h2>Warum braucht es noch Sirenen?</h2> <p>Von den vergangenen Warntagen kennen es viele bereits: Die Warnung erreicht die meisten Menschen heutzutage über das Handy. So kann entweder über die Warn-Apps Nina oder Katwarn oder das sogenannte Cell Broadcasting informiert werden. Für letzteres braucht es keine App: Solange das Betriebssystem des Mobiltelefons aktuell genug ist, kann es Warnungen über Cell Broadcast empfangen.</p> <p>Dennoch könne die Sirene eine gute Ergänzung zu diesen Handywarnungen und Informationen über die Medien sein. „Denn damit ist ein schneller und für alle gleichzeitig wahrnehmbarer ‚Weckruf‘ möglich“, so Landratsamt-Sprecher Robert Schwarz. Die genaueren Informationen lieferten dann andere Kanäle. Von einer Sprecherin des Regierungspräsidiums Tübingen wird ebenfalls die Bedeutung des sogenannten „Warnmixes“ betont.</p> <p>Dass der Bund den Ausbau des Sirenennetzes fördert, wird mit „einschneidenden Ereignissen“ wie der Flut im Ahrtal, Waldbränden und dem russischen Angriffskrieg <a href="https://www.innenministerkonferenz.de/IMK/DE/termine/to-beschluesse/2023-12-08-06/anlage-zu-top-56.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2" target="_blank" title="" rel="noopener">begründet</a>, die „den Bevölkerungsschutz vor neue Herausforderungen“ stellen würden.</p> <h2>Ist der Bodenseekreis gut aufgestellt?</h2> <p>Aus Sicht des Landratsamts biete die heutige Technologie den Behörden gute Möglichkeiten, „schnell und qualitativ hochwertig zu warnen.“ Allerdings gehöre auf Seiten der Bevölkerung auch Eigenverantwortung und Medienkompetenz dazu. „Einerseits über die vorhandenen offiziellen Kanäle erreichbar zu sein, andererseits aber auch ein gesundes Misstrauen gegenüber Fake News und Gerüchten zu behalten“, so Schwarz.</p> <h2>Worauf müssen Einwohner außerdem achten?</h2> <p>Die Stadt Friedrichshafen strebt ebenfalls eine Förderung für neue stationäre Sirenen an, heißt es von Andrea Kreuzer aus der Verwaltung. Denn wenn Menschen ihre Handys am Abend und über Nacht in den Flugmodus schalten, erreichen sie Warnungen darüber nicht. „Um sicherzustellen, dass die Warnung wirklich den größtmöglichen Personenkreis erreicht, halten wir den Einsatz von Sirenenanlagen weiterhin für notwendig“, so Kreuzer.</p> <p>Neben dem Flugmodus ist es durch die Nähe zur Schweiz zudem möglich, dass Nutzer versehentlich in ein Mobilfunknetz des Nachbarlands rutschen und sie dann ebenfalls keine Warnungen auf dem Handy erhalten. „Dem einzelnen Nutzer kann nur empfohlen werden, regelmäßig zu prüfen, in welchem Netz er sich befindet“, heißt es aus der Pressestelle der Stadt Friedrichshafen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nur noch wenige Sirenen im Bodenseekreis – doch das soll sich ändern]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 04 Sep 2025 16:30:40 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Reben, Wandel und Verantwortung: Wie junge Winzer ihre Familienbetriebe in die Zukunft führen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/generationenwechsel-so-gestalten-junge-winzer-am-bodensee-die-weinwelt-von-morgen;art410936,12476025 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mit frischen Ideen, neuen Sorten und moderner Vermarktung wollen Matthias Krause und Rebecca Röhrenbach die Weinwelt am Bodensee verändern – ohne dabei das Erbe ihrer Eltern aus den Augen zu verlieren.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Mit frischen Ideen, neuen Sorten und moderner Vermarktung wollen Matthias Krause und Rebecca Röhrenbach die Weinwelt am Bodensee verändern – ohne dabei das Erbe ihrer Eltern aus den Augen zu verlieren.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/generationenwechsel-so-gestalten-junge-winzer-am-bodensee-die-weinwelt-von-morgen;art410936,12476025]]></guid>
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        Mit frischen Ideen, neuen Sorten und moderner Vermarktung wollen Matthias Krause und Rebecca Röhrenbach die Weinwelt am Bodensee verändern – ohne dabei das Erbe ihrer Eltern aus den Augen zu verlieren.



        <p>Die Sonne senkt sich über den Bodensee, goldenes Licht fällt über die Rebreihen. Unten am Hang tuckert ein alter Traktor, oben am Weinberg stehen Vater und Sohn. Peter Krause legt die Hand an einen Rebstock. Sein Sohn Matthias steht daneben. Er überlegt, welche Stellschrauben er im kommenden Jahr drehen könnte. Holzfass oder Stahltank? Klassische Rebsorten oder neue Cuvées? Das Gespräch der beiden zeigt, was viele Winzerfamilien rund um den See bewegt: der Generationenwechsel – und mit ihm die Frage, wie sich Innovation und Tradition in Balance bringen lassen.</p> <p>„Zu Schulzeiten hätte ich mir das nie vorstellen können“, sagt Matthias Krause und lacht. Heute ist der 28-Jährige sicher: Das Krause-Weingut in Meersburg bleibt in Familienhand, seit nun insgesamt sieben Generationen. Dass es so kommt, sei kein plötzlicher Entschluss gewesen, sondern eine Entwicklung. Nach einer Ausbildung zum Weintechnologen auf der Reichenau, dem Studium von Weinbau und Önologie und nun dem Master in Weinwirtschaft habe er gemerkt: „Das macht mir nicht nur Spaß, das ist meine Zukunft.“</p> <p>Sein Vater Peter, 57 Jahre alt, erinnert sich noch gut an frühere Zweifel. „Ich habe gedacht, Matthias geht vielleicht zur Musik oder ganz woanders hin. Aber wir haben nie Druck gemacht.“ Heute ist er froh, dass es anders gekommen ist. „Wenn man weiß, dass die nächste Generation bereitsteht, denkt man ganz anders über Investitionen nach.“ Und die stehen gerade an: acht statt bisher fünf Hektar Rebfläche, dazu ein neuer Weinkeller, der im kommenden Jahr gebaut und eröffnet werden soll.</p> <h2>Diskutieren, streiten und wieder zusammenfinden</h2> <p>Leicht ist der Übergang nicht immer. „Wir sind beide Anführer-Typen“, sagt Peter Krause. „Da wird gestritten und danach fallen wir uns wieder in die Arme.“ Sohn Matthias bringt neue Ideen mit, die er in Praktika und während des Studiums gesammelt hat: Weißweine im Holzfass, ein internationalerer Rotweinstil. „Am Anfang war ich skeptisch“, räumt der Vater ein. „Aber vieles hat sich als Erfolg herausgestellt.“</p> <p>Das Spannungsfeld zwischen den Generationen zeigt sich auch in kleinen Dingen: Fantasienamen für historische Parzellen, neue Vermarktungsstrategien, Veranstaltungen und Weinproben im künftigen Keller. Peter Krause vertraut inzwischen auf die Ideen seines Sohnes: „Matthias hat ein gutes Auge und modernisiert den Betrieb. Das brauchen wir, um auch jüngere Weintrinker zu erreichen.“</p> <h2>Ein ähnliches Bild ein paar Kilometer weiter</h2> <p>In Immenstaad, beim Weingut Röhrenbach, zeigt sich eine ähnliche Situation. Dort steht Rebecca Röhrenbach gerade in der Kellerwirtschaft. „Ich kümmere mich um die Verarbeitung, von der Ernte bis zum fertigen Wein“, sagt die 32-Jährige. Während ihr Vater, Matthias Röhrenbach, Winzermeister der alten Schule ist, bringt sie Wissen aus Studium und Ausbildung in den Familienbetrieb ein.</p> <p>„Rebecca hatte schon als Kind Interesse, aber wir haben sie nie gedrängt“, sagt ihr Vater. „Als sie dann die Ausbildung begann, war klar, dass der Betrieb weitergeht.“ Für die Eltern sei das ein Geschenk: „Wir haben aufgebaut, was wir jetzt an die Kinder übergeben können.“ Doch wie bei den Krauses in Meersburg bedeutet Übergabe nicht Rückzug. „Ganz weg ist man als Winzer nie. Man packt weiter mit an.“</p> <h2>„Für mich war das Neuland“: Wenn Neues auf Altes trifft</h2> <p>Auch bei den Röhrenbachs hat die junge Generation eigene Vorstellungen. Rebecca hat Cuvées kreiert und Weißweine ins Holzfass gelegt. „Für mich war das Neuland“, gesteht ihr Vater. „Ich habe schon geschluckt, auch wegen der Kosten. Aber ich habe ihr vertraut – und es hat sich gelohnt.“ Noch deutlicher zeigt sich die Veränderung in der Vermarktung. Während der Vater Social Media „gerade mal aussprechen kann“, wie er selbst sagt, übernehmen seine Töchter Instagram und Webshop. Denn neben der 32-jährigen Rebecca steigt künftig auch die jüngste Röhrenbach, Anna, in den Familienbetrieb ein. Sie ist dann zuständig für den Hotelbetrieb, Rebecca für alles rund um den Wein.</p> <p>„Corona war unser Startschuss, was die digitale Vermarktung angeht. Heute ist das enorm wichtig, um den Wein auch aus dem Bodenseekreis heraus zu präsentieren.“ Neben Instagram und Co. gehören auch Veranstaltungen inzwischen zum Profil des Weinguts: Hoffeste, kulinarische Weinproben, Begegnungen zwischen Gästen und Winzern. „Wein soll erlebbar werden“, sagt Rebecca Röhrenbach.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wandel von außen</span><span>Neben dem innerfamiliären Generationenwechsel spüren sowohl das Weingut Krause in Meersburg als auch das Weingut Röhrenbach in Immenstaad die großen Herausforderungen gleichermaßen: den Klimawandel, zunehmende Bürokratie, einen veränderten Markt. „Die Zeit des hohen Weinkonsums ist vorbei“, sagt Matthias Krause. „Heute geht es um Qualität statt Quantität.“ Auch Rebecca Röhrenbach und ihr Vater sehen die Entwicklung: pilzresistente Rebsorten, veränderte Trinkgewohnheiten, neue Anforderungen an den Weinbau. „Früher ging es um Ertrag, heute geht es um Charakter“, sagt Matthias Röhrenbach.</span></label></div> <h2>Zwischen Dankbarkeit und Verantwortung</h2> <p>Bei allen Unterschieden zeigen die Gespräche mit beiden Familien: Die nächste Generation tritt nicht gegen, sondern neben der älteren an. Sie will verändern, aber nicht zerstören. Sie denkt in Zahlen, Strategien und neuen Formaten – und sie bleibt dennoch verwurzelt in der Familientradition. „Natürlich muss ich mir Gehör verschaffen“, sagt Rebecca Röhrenbach. „Aber mein Vater lässt mich auch Fehler machen. Das ist ein großes Geschenk.“ Und Matthias Krause meint: „Stillstand darf es nicht geben. Nur wenn wir offen für Neues bleiben, hat der Bodenseewein eine Zukunft.“ Am Ende ist es vielleicht genau diese Mischung, die den Wein vom See ausmacht: die Tiefe der Tradition und der Mut zur Innovation.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Reben, Wandel und Verantwortung: Wie junge Winzer ihre Familienbetriebe in die Zukunft führen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 02 Sep 2025 07:03:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[TuS-Förderverein sorgt vor einem Vierteljahrhundert in viel Eigenleistung für Sporthallenanbau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/tus-foerderverein-sorgt-vor-einem-vierteljahrhundert-in-viel-eigenleistung-fuer-sporthallenanbau;art372493,12474204 ]]></link>      <description><![CDATA[  Als Stetten eine größere Halle brauchte, nahmen Bürger dies in die Hand. Der Förderverein verkaufte Bausteine für 80.000 Euro. Bürger engagierten sich beim Bau. Der SÜDKURIER blickt in der Serie „Vor 25 Jahren“ zurück.  ]]></description>
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          Als Stetten eine größere Halle brauchte, nahmen Bürger dies in die Hand. Der Förderverein verkaufte Bausteine für 80.000 Euro. Bürger engagierten sich beim Bau. Der SÜDKURIER blickt in der Serie „Vor 25 Jahren“ zurück.<br>
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        Als Stetten eine größere Halle brauchte, nahmen Bürger dies in die Hand. Der Förderverein verkaufte Bausteine für 80.000 Euro. Bürger engagierten sich beim Bau. Der SÜDKURIER blickt in der Serie „Vor 25 Jahren“ zurück.



        <p>Was alles ehrenamtlich machbar ist, zeigt die Geschichte des Fördervereins „Jugend und Sport in Stetten“. Weil sich die früher 180 Mitglieder des dortigen Turn- und Sportvereins (TuS Stetten) dringend eine größere Turnhalle wünschten, schlug der damalige Sportwart Sigurd Gulde vor, einen Förderverein zu gründen. Ähnliches habe sein Vater bereits in einem anderen Verein erfolgreich umgesetzt, wie Gulde im Gespräch erzählt. Der Förderverein sollte sowohl finanzielle Mittel für einen Erweiterungsbau beschaffen als auch Eigenleistung erbringen.</p> <p>Am 5. Mai vor 25 Jahren war es dann so weit. Die Vereinsgründung fand im Beisein von 33 Stettener Bürgern statt. In den Folgejahren sammelte das Gremium Spenden. Die zündende Idee einer Bausteinaktion kam den Mitgliedern während einer Hauptversammlung. Wer den Hallenbau unterstützen wollte, konnte Steine kaufen im Gegenwert von je 1250 Euro. Eine Spendentafel bei der Grundschule zeugt bis heute davon. „Das Ziel mit der Finanzierung haben wir 2005 erreicht“, erinnert sich Gulde. 80.000 Euro für ein Baudarlehen seien zustande gekommen. Aus dem Ausgleichsstock gab es 140.000 Euro.</p> <h2>Vereinsmitglieder übernehmen Planung</h2> <p>Die nächste Herausforderung bestand in der baulichen Umsetzung. Gulde, selbst Architekt, sowie sein Stettener Kollege Horst Kraus übernahmen die Planung. Rund 45 Helfer klopften abends nach ihrer Arbeit und am Wochenende eingebackene Steine aus der Flachdachabdichtung des Altbaus. Sie zersägten den Altboden mit der Motorsäge, bauten Holzunterkonstruktionen für Neubauwände und Deckenleuchten oder brachen Wände durch. Es wurde isoliert, verschalt und gestrichen. Einmal habe eine Verpuffung kurzzeitig für Aufregung gesorgt. Ansonsten liefen die unzähligen Eigenleistungen wie am Schnürchen. „Die Stimmung war gut“, erzählt der spätere Fördervereinsvorsitzende Sigurd Gulde.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur SÜDKURIER-Serie „Vor 25 Jahren“</span><span>Die SÜDKURIER-Lokalredaktion in Überlingen greift in ihrer Sommerserie Besonderheiten aus dem Jahr 2000 auf. Unter dem Titel „Vor 25 Jahren“ werden Projekte und Ereignisse aus jener Zeit aufgegriffen. Das Jahr 2000 war nämlich nicht nur bedeutsam, weil ein neues Jahrtausend eingeläutet wurde. In der Region wurden damals wichtige Infrastrukturprojekte verwirklicht, Ehrenamtliche leisteten Großes und Ereignisse prägten sich in das kollektive Gedächtnis ein. Die Geschichten der SÜDKURIER-Autoren spielen in Überlingen und seinen Umlandgemeinden zwischen Sipplingen und Hagnau.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Größter Verein der kleinsten Seegemeinde</span><span>Der Turn- und Sportverein Stetten (TuS Stetten) der kleinsten eigenständigen Seegemeinde umfasst 500 Mitglieder und ist der größte Verein der Gemeinde. Das Angebot ist vielfältig und bietet neben Damen- und Herren-Sportgruppen, Ballsportarten sowie Kinderturnen auch Tischtennis, Fitnesstraining und High Intensive Intervalltraining. Das Gremium besteht seit Dezember 1966. Wie es in der Vereinschronik heißt, wurden ein Jahr später im Sommer 20 Birken gepflanzt, Bänke aufgestellt und ein Sportplatz hergerichtet. Nach einem Gottesdienst sei er vom damaligen Stadtpfarrer eingeweiht worden und die Stettener Fußballer traten gegen eine Elf aus Meersburg an. Die Stettener haben die Platzweihe demnach kräftig gefeiert. Neben dem Vorsitzenden Markus Mayr steht Savast Tastan als Stellvertreter an der Vereinsspitze.</span></label></div> <p>Nach getaner Tat habe die Helfergruppe gemeinsam gevespert. Frauen aus dem Dorf hätten für die Verpflegung gesorgt. Insgesamt arbeiteten die Ehrenamtler, darunter auch der damalige Bürgermeister Sigmund Paul, 1000 Stunden an der neuen Halle. Der Gemeinderat habe sich für den Baufortschritt interessiert und Sitzungen im Rohbau abgehalten. „Schön war das Richtfest im August 2006“, sagt Gulde rückblickend. Trotz heißen Hallenklimas sei der Neubau voller neugieriger Menschen gewesen. “Wir hatten eine Woche vorher den Estrich verlegt und das Klima in der Halle war wie in der Sauna“, erklärt Gulde.</p> <h2>Mitgliederzahlen steigen rasant</h2> <p>Die Mühen der Ehrenamtlichen lohnten sich offensichtlich. Nachdem der Erweiterungsbau fertig war, stiegen die Mitgliederzahlen rasant. „Der Förderverein hat der Gemeinde damals eine große Last abgenommen“, resümiert TuS-Vorsitzender Markus Mayr rückblickend die Hallenerweiterung. „Es hat schon immer Leute gegeben, die sich engagiert haben“, sagt Mayr und nennt als Beispiel die Ulmer Bürger, die im 14 Jahrhundert damit begannen, in Eigenregie das Münster zu bauen. Das TuS-Angebot erweiterte sich nach dem Bau von vormals vier auf 14 Gruppenangebote. Zu Wandern, Gymnastik und Fußball gesellten sich Gruppenangebote wie Kinderturnen, Volley- und Basketball, Step-Aerobic und Skigymnastik.</p> <p>„Zu der Zeit hatte vor allem der Fußball einen hohen Stellenwert“, weiß Markus Mayr. Heutzutage stellten Step-Aerobic, Seniorenturnen und High Intensive Intervalltraining die größten Gruppen. „Aber allgemein lässt der Wille nach, Sport zu machen“, findet Mayr. Manch ein Mitglied sage die Teilnahme über Whatsapp kurzfristig ab, sodass das betreffende Sportangebot trotz hoher Mitgliederzahl des Öfteren mangels Teilnehmer ausfalle. Trotzdem seien pro Woche 120 bis 150 Mitglieder aktiv. Um das Gemeinschaftsgefühl untereinander zu stärken, organisiere der TuS jeden letzten Freitag im Monat ein Picknick, das laut Mayr von 30 bis 50 Leuten wahrgenommen wird.</p> <h2>Heute warten erneut Herausforderungen</h2> <p>Wie vor 25 Jahren steht der Turn- und Sportverein heute erneut vor Herausforderungen. Diesmal sind es die Sanitäranlagen sowie der Eingangsbereich der Sporthalle, die dringend saniert werden müssen. Ex-Gemeinderat Jürgen Kammerer hatte in einer Bürgerfragestunde schon einmal öffentlich eine Sanierung angemahnt. Die Antwort von Bürgermeister Daniel Heß war zurückhaltend ausgefallen. Es werde danach geschaut, aber die Hallensanierung gehöre nicht zu den originären Pflichtaufgaben der Gemeinde, so Heß. Der Gemeinderat hat sich laut Mayr mittlerweile vor Ort ein Bild gemacht. Grundsätzlich seien die Gemeinderäte dafür, dass etwas gemacht wird. Auch von Sportlerseite soll Engagement kommen, verspricht Mayr.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Wanderung Kommunalpolitik Verein Sporteinrichtung thema-heimat-verein thema-sport thema-politik-lokal]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[TuS-Förderverein sorgt vor einem Vierteljahrhundert in viel Eigenleistung für Sporthallenanbau]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 01 Sep 2025 17:22:42 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Ein Bootsbauer muss Segler sein“ – aber wie erlernt man eigentlich diesen Beruf?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/wie-wird-man-bootsbauer-bootsbaumeister-josef-martin-am-bodensee-gibt-einblicke-09-09-25;art372432,12473843 ]]></link>      <description><![CDATA[  Er hat sein Wissen an etwa 140 Auszubildende weitergegeben: Josef Martin ist Bootsbauermeister aus Leidenschaft. Auch mit 75 Jahren arbeitet er noch in der Werft, seine Freizeit verbringt er hingegen auf dem Wasser.  ]]></description>
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          Er hat sein Wissen an etwa 140 Auszubildende weitergegeben: Josef Martin ist Bootsbauermeister aus Leidenschaft. Auch mit 75 Jahren arbeitet er noch in der Werft, seine Freizeit verbringt er hingegen auf dem Wasser.<br>
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        Er hat sein Wissen an etwa 140 Auszubildende weitergegeben: Josef Martin ist Bootsbauermeister aus Leidenschaft. Auch mit 75 Jahren arbeitet er noch in der Werft, seine Freizeit verbringt er hingegen auf dem Wasser.



        <p>Das Leben von Josef Martin ist eng mit Booten und dem Bodensee verbunden. „Als ich die Augen aufgemacht habe, habe ich Boote gesehen“, beschreibt der Bootsbauermeister aus Radolfzell seine Wurzeln. Aus dieser frühen Prägung ist eine tiefe Liebe geworden. In den Werfthallen auf der Mettnau entstehen edle Holzboote, die auf allen Meeren der Welt unterwegs sind.</p> <p>Meist sind es Segelboote, die der 75-Jährige an seinem Schreibtisch entwirft. Hier zeichnet er die Baupläne für die begehrten Liebhaberstücke noch per Hand, mit Blick auf den Bodensee, heißt es in einer Pressemitteilung der Handwerkskammer Konstanz.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Der Beruf</span><span>Bootsbauerinnen und Bootsbauer planen, bauen, warten und reparieren Boote – vom Rumpf bis zur Bordelektronik. Wer den Beruf ergreift, braucht handwerkliches Geschick, Gespür für Formen und Materialien sowie körperliche Fitness. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, wird dual im Betrieb und in der Berufsschule in Lübeck ausgebildet. In der Ausbildung wird alles von der Verarbeitung moderner Werkstoffe über den Einbau von Technik bis hin zu Teamarbeit und Kundenorientierung vermittelt.<br /> Infos zum Bootbauerberuf sowie zu anderen handwerklichen Ausbildungen finden Interessierte auch unter <a href="https://www.handwerk.de/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.handwerk.de</a> sowie unter <a href="https://www.hwk-konstanz.de/berufe/bootsbauer-m-w-d-64,0,bazdetail.html?id=121" target="_blank" title="" rel="noopener">www.hwk-konstanz.de/berufe</a>.</span></label></div> <p>Vor allem jetzt im Sommer zieht es ihn aufs Wasser. „Segeln lenkt mich ab. Ich bin dann in einer anderen Welt und kann den Betrieb und die Sorgen hinter mir lassen“, beschreibt Josef Martin die Bedeutung des Sports für ihn. Auf der selbstgebauten Segelyacht packt ihn der Ehrgeiz.</p> <p>„Ich liebe es, mit Wind, Wasser und Segeln zu spielen und durch den richtigen Trimm das Beste aus dem Boot herauszuholen.“ Wichtig sei ihm dabei aber auch die richtige Mannschaft. Wenn es zur Regatta geht, besteht diese auf der großen Segelyacht aus 16 Personen. „Für harmonisches Segeln muss das Team stimmen“, sagt Martin, der als Steuermann die Kommandos gibt.</p> <p>Anspruchsvoll ist der Bootsbauermeister auch bei der Arbeit. Um die 90 Holzboote wurden bislang in der Werft gebaut – Segelyachten, Motorboote und Rudergundeln. Das größte war an die 20 Meter lang. Dabei geht Josef Martin immer auf die Kundenwünsche ein.</p> <h2>Ein Bootsbauer muss Wind, Wetter und Wasser verstehen</h2> <p>„Meine Kunden kommen zu mir, weil sie sich den Traum von einem Boot erfüllen wollen, das genau ihren Vorstellungen entspricht. Deshalb ist jedes Boot ein Unikat und eine neue Herausforderung“, sagt er. Eineinhalb bis zwei Jahre dauert es etwa, bis es eine Segelyacht vom Papier aufs Wasser schafft. Eine wichtige Bedingung: „Ich baue nur schöne Boote.“</p> <p>Getrieben von Perfektionismus und Ästhetik entstanden zahlreiche Schmuckstücke, immer aus Holz, meist Mahagoni. Edel glänzende Oberflächen und weiße Segel lassen jedes Seglerherz höherschlagen, ebenso die Fahreigenschaften auf dem Wasser. „Ein Bootsbauer muss Segler sein“, sagt Josef Martin. „Nur wenn er Wind, Wetter und Wasser versteht, kann er seine Kunden richtig beraten.“</p> <p>Deswegen bekommen die Auszubildenden bei der Martin-Werft die Segelstunden auch gleich mit. „Bei mir gibt es die überbetriebliche Ausbildung als Mannschaft an Bord“, so Martin, der im Juli zwei Auszubildende mit auf einen Zehn-Tages-Törn auf der Ostsee in Dänemark mitgenommen hat. Der Bootsbauermeister schätzt, dass er in seinem Handwerkerleben an etwa 140 Auszubildende sein Wissen weitergeben hat, in der Werfthalle und auf dem Wasser.</p> <h2>„Für meinen Vater war klar: Der Bub wird Bootsbauer“</h2> <p>Schon als Kind war Josef Martin immer zwischen den Booten und segelnd auf dem See unterwegs. Sein Vater Joseph Martin Senior hat die Werft 1931 gegründet. Das Wohnhaus befindet sich noch heute auf dem Werftgelände. „Für meinen Vater war klar: Der Bub wird Bootsbauer“, erzählt Martin.</p> <p>Doch die Karriere war kein Selbstläufer. Noch während der Ausbildung in Friedrichshafen verstarb sein Vater. Mit 24 Jahren und einem Meistertitel in der Tasche übernahm Josef Martin Junior 1974 die Werft, die seine Mutter bis dahin kommissarisch geführt hatte.</p> <p>Auch heute ist der Betrieb noch in Familienhand. Ehefrau Silke, selbst gelernte Bootsbauerin und studierte Betriebswirtin, organisiert das Büro. Sohn Sven machte nach der Bootsbauerlehre seinen Bachelor in Schiffsbau und unterstützt nun in der Werkstatt. In der Werft werden neben dem Neubau auch Boote restauriert und wieder instandgesetzt. Das mache zusammen mit der Vermietung der Liegeplätze etwa 50 Prozent der Aufträge aus, so Martin.</p> <p>In seinem Büro blickt Martin auf einige Modelle der Boote, die er gebaut hat. Einen 100-Quadratmeter-Seefahrtskreuzer, Schärenkreuzer und Yachten – alle von einem Modellbauer nachgebaut und in Glaskästen präsentiert. Unter den Standmodellen gibt es einen 40er-Schärenkreuzer, Baujahr 1923. Das Wrack davon wartet in einer der Werfthallen. Martin träumt davon, es wieder zum Leben zu erwecken und auf dem Bodensee zu testen.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 29 Aug 2025 12:36:36 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kameras und Fremde in der Wohnung? So fühlt es sich an, beim „Perfekten Dinner“ mitzumachen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/perfektes-dinner-am-bodensee-so-laeuft-das-tv-erlebnis-wirklich-ab-insider-berichten;art372432,12472177 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Koch-Sendung sucht erneut Kandidaten am Bodensee. Zwei frühere Teilnehmer erzählen, wie es bei den Dreharbeiten zugeht und wie Freunde und Bekannte reagieren, wenn man im TV zu sehen ist.  ]]></description>
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          Die Koch-Sendung sucht erneut Kandidaten am Bodensee. Zwei frühere Teilnehmer erzählen, wie es bei den Dreharbeiten zugeht und wie Freunde und Bekannte reagieren, wenn man im TV zu sehen ist.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/perfektes-dinner-am-bodensee-so-laeuft-das-tv-erlebnis-wirklich-ab-insider-berichten;art372432,12472177]]></guid>
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        Die Koch-Sendung sucht erneut Kandidaten am Bodensee. Zwei frühere Teilnehmer erzählen, wie es bei den Dreharbeiten zugeht und wie Freunde und Bekannte reagieren, wenn man im TV zu sehen ist.



        <p>Noch einmal würde er es nicht machen. Zumindest nicht genauso. Trotzdem spricht Johannes Wolf von einer tollen Erfahrung, wenn er an seine Teilnahme an der Fernsehsendung „Das perfekte Dinner“ zurückdenkt. Im Januar 2024 strahlte der Privatsender VOX die Sendung aus, in der Wolf in seiner Küche auf der Reichenau für seine vier Konkurrenten kochte. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/lust-auf-tv-kueche-bodensee-hobbykoeche-koennen-beim-perfekten-dinner-mitkochen;art372432,12466627" target="_blank" title="Töpfe raus und Schürze an! Fernsehsender sucht am Bodensee nach Kandidaten für eine Kochshow">Aktuell werden für die Sendung wieder Kandidaten am Bodensee gesucht.</a></p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Wie-kocht-man-fuer-vier-wildfremde-Menschen-Konstanzer-Denny-Stolz-nimmt-bei-TV-Sendung-Das-perfekte-Dinner-teil;art372448,10402974" target="_blank" title="Wie kocht man für vier wildfremde Menschen? Konstanzer Denny Stolz nimmt bei TV-Sendung &amp;bdquo;Das perfekte Dinner&amp;ldquo; teil">Denny Stolz war im Februar 2020 in der Sendung zu sehen.</a> Beworben hatte er sich schon Jahre vorher. Lange habe er nichts gehört, die Bewerbung schon vergessen, dann sei eine Nachricht zu einem Casting eingegangen. Später dann kam der Anruf mit der Zusage.</p> <p>Auf das Format aufmerksam wurde Wolf erst durch eine Bekannte, die um seine Leidenschaft fürs Kochen wusste. „Ich kannte die Sendung gar nicht“, er schaue nicht viel im Fernsehen, sagt er im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Beworben hat er sich dennoch.</p> <p>„Es ging nicht ums Gewinnen“, sagt er. Wichtig sei ihm gewesen, Werbung für die Reichenau machen. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/das-perfekte-dinner-am-bodensee-2024-so-lief-der-vierte-tag;art417930,11859233" target="_blank" title="&amp;bdquo;Das perfekte Dinner&amp;ldquo; am Bodensee: Bei Johannes auf der Reichenau wird es deftig">Das zeigt sich auch an dem Menü, das er in der Sendung zubereitet hat</a>: Dort verwendete Wolf nur Produkte aus der Region, beziehungsweise von der Reichenau – außer dem Rindfleisch, das gibt es eben nicht von der Insel.</p> <h2>Wie läuft der Dreh bei „Das perfekte Dinner“ ab?</h2> <p>Denny Stolz war der erste Gastgeber der Woche, kannte also auch noch keinen der anderen Kandidaten. Punkt neun Uhr sei ein sechsköpfiges Team vor seiner Tür gestanden. „Sobald die Tür aufging, wurde aufgenommen“, bis etwa 16 Uhr sei gefilmt worden. Nach einer Pause ging es am Abend weiter: Zunächst zwei Kamerateams, dann noch die vier anderen Kandidaten: Plötzlich seien 16 Leute in der Wohnung gewesen. Im Fernsehen sei davon nichts zu erkennen.</p> <p>„Wenn du kochst, bemerkst du die Kamera irgendwann nicht mehr“, sagt Stolz. Das Team habe ihn einfach machen lassen, zwischendurch Fragen gestellt oder kurze Anweisungen gegeben, wenn etwas nicht gut gefilmt werden kann. „Es gibt kein Drehbuch“, man bereite das Essen vor, der Rest passiere einfach.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Sendung auf Kandidatensuche</span><span>Bei „Das perfekte Dinner“ laden sich fünf Hobbyköche aus der gleichen Stadt oder Region gegenseitig zum Abendessen bei sich zu Hause ein. Am Ende des Abends wird der Gastgeber von den übrigen vier Kandidaten bewertet. Wer die höchste Punktzahl erhält, wird am Ende der Woche zum Sieger gekürt und erhält ein Preisgeld von 3000 Euro. Aktuell werden für die Bodensee-Ausgabe im Oktober Kandidaten gesucht. Wer interessiert ist, kann sich noch bis zum 5. September telefonisch unter 0221 492048240 oder im Netz unter <a href="https://www.itvstudios.de/dinner" target="_blank" title="" rel="noopener">www.itvstudios.de/dinner</a> bewerben.</span></label></div> <p>Stolz entschied sich gegen das Drei-Gänge-Menü und servierte stattdessen eine Auswahl an spanischen Tapas. Er lebte viele Jahre in Spanien und Mexiko, kennt sich mit der Küche aus. Bei den anderen Kandidaten sei das gut angekommen: „Da war nichts mehr übrig“, erinnert er sich.</p> <p>Es war eine tolle Erfahrung, sagt Wolf, aber auch anstrengend. Fünf Tage, fünf Abendessen. Die ganze Woche sei man unterwegs. Schon mittags zu Interviews, die als Einspieler verwendet werden, müssten die Teilnehmer vor Ort sein. Abends geht es dann zum Essen. Erst spätabends geht es wieder nach Hause. Wolfs Konkurrenten kamen aus Espasingen, Steißlingen, Überlingen und Friedrichshafen.</p> <p>Noch länger ist der Tag, an dem selbst gekocht wird: „Die klingeln um 9 Uhr und dann geht‘s los“, sagt Wolf. Ein Kamerateam sei dann während der Vorbereitungen auf das Drei-Gänge-Menü vor Ort. Später, wenn die anderen Teilnehmer zum Essen da sind, sind zwei Kamerateams dabei. Der Tag dauert lang, irgendwann verlassen alle Leute die Wohnung wieder. „Und dann stehst du vor einem Berg Geschirr“, sagt Wolf mit einem Lachen.</p> <h2>„Wir sehen das auch erst im Fernsehen“</h2> <p>Was von dem vielen Filmmaterial letztendlich ausgestrahlt wird, wissen die Teilnehmer weder vorher noch haben sie Einfluss darauf, welche Szenen gezeigt werden. „Wir sehen das auch erst im Fernsehen“, sagt Wolf. Wie fielen die Reaktionen auf seinen Auftritt aus? Bis heute werde er auf der Reichenau ab und an darauf angesprochen. Für die Insel sei es etwas Besonderes gewesen, vermutet er. In seinem Bekanntenkreis habe es positive Reaktionen gegeben, „die fanden das super“.</p> <p>Zu den Begleiterscheinungen der Sendung gehören auch Nachrichten von Fremden, die den Reichenauer erreichten. Unmittelbar nach Ausstrahlung sei seine Geschäftswebseite tausendfach aufgerufen worden. Unter den Nachrichten sei „viel beliebiges Zeug“, so habe etwa jemand kritisiert, dass seine Schüsseln zu klein seien.</p> <h2>Rampenlicht bringt auch Unschönes mit sich</h2> <p>Zwischen Dreh und Ausstrahlung lagen etwa zwei Monate, da vergesse man schon fast, dass man überhaupt dabei war, sagt Stolz. Mit der Ausstrahlung steht man plötzlich in der Öffentlichkeit – und spürt auch deren negativen Seiten.</p> <p>Was ihn erstaunt hat, waren die Reaktionen auf die Sendung, was Kommentare und Nachrichten im Netz angeht. „Das habe ich unterschätzt“, da brauche man ein dickes Fell. Denn neben Belanglosigkeiten waren auch heftige Beleidigungen und sogar persönliche Drohungen dabei. Das sei der Punkt, aus dem er möglichen Kandidaten abraten würde, sich im Fernsehen zu zeigen.</p> <h2>„Unglaublich, wie viele Leute das gucken“</h2> <p>Persönliche Reaktionen, wenn er erkannt und auf die Sendung angesprochen wurde, seien dagegen positiv gewesen – und wohl mehr, als er erwartet hatte. „Unglaublich, wie viele Leute das gucken.“ Das habe aber schnell wieder abgenommen, nach drei Monaten wisse das keiner mehr, sagt Stolz. Kontakt zu den anderen Teilnehmern ihrer jeweiligen Ausgaben haben die beiden Kandidaten heute nicht mehr.</p> <p>Auf die Zeit blickt Johannes Wolf gerne zurück. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagt er. Obwohl er keiner sei, der immer im Vordergrund stehen müsse, sagt Wolf von sich selbst. Durch die Sendung komme man aus seiner Komfortzone heraus, man gebe einiges von sich preis: Viele fremde Menschen in der eigenen Wohnung, im Schlafzimmer werden Interviews gefilmt.</p> <p>„Das ist schon ein komisches Gefühl“, auch wenn die Kulisse im Fernsehen dann nicht so zu erkennen sei. Beide der früheren Kandidaten betonen, dass die Kamerateams darauf achten, dass keine allzu privaten Einblicke in die Wohnungen und Leben der Teilnehmer gewährt werden.</p> <p>„Für mich war es nicht wichtig, zu gewinnen“, sagt Stolz. Darauf komme es in dem Format gar nicht an, allzu großer Ehrgeiz wäre fehl am Platz. Wer gerne kocht und Lust darauf hat, zu erfahren, wie Fernsehen gemacht wird, der solle sich bewerben. Die Erfahrung war es wert. Allerdings sei die Woche eben auch anstrengend. „Du musst überzeugt sein von dem, was du tust, dann hast du eine gute Zeit.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Kameras und Fremde in der Wohnung? So fühlt es sich an, beim „Perfekten Dinner“ mitzumachen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 27 Aug 2025 16:43:38 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Unfall zwischen Auto und Lastwagen in Hagnau: Kilometerlange Staus auf B31 und B33  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/unfall-zwischen-auto-und-lastwagen-in-hagnau-kilometerlange-staus-auf-b31-und-b33;art372495,12470802 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zwei Fahrzeuge kollidieren am Mittwochnachmittag auf der Ortsdurchfahrt in Hagnau. Ein Autofahrer muss mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Als Folge des Unfalls bilden sich kilometerlange Staus.  ]]></description>
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          Zwei Fahrzeuge kollidieren am Mittwochnachmittag auf der Ortsdurchfahrt in Hagnau. Ein Autofahrer muss mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Als Folge des Unfalls bilden sich kilometerlange Staus.<br>
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        Zwei Fahrzeuge kollidieren am Mittwochnachmittag auf der Ortsdurchfahrt in Hagnau. Ein Autofahrer muss mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Als Folge des Unfalls bilden sich kilometerlange Staus.



        <p>Ein Autofahrer und ein Lastwagenfahrer sind am Mittwochnachmittag gegen 14.50 Uhr auf der B31 in der Hagnauer Ortsdurchfahrt kollidiert. Der Fahrer des Renaults wurde anschließend schwer verletzt von einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht, wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums Ravensburg mitteilt. Der Fahrer des Lastwagens blieb unverletzt. Die Polizei schätzt ersten Ermittlungen zufolge die entstandenen Schäden beim Auto auf etwa 15.000 Euro, bei dem Lastwagen auf 10.000 Euro.</p> <p>Der Unfall mitten an der Verkehrsengstelle beim Blitzer in Hagnau hatte kilometerlange Staus auf den umliegenden Straßen der Region zur Folge. Die B31 zwischen Immenstaad und Stetten musste knapp zwei Stunden gesperrt werden. Sowohl auf der B31 wie auch auf der B33 zwischen Stetten und Markdorf kam es anschließend zu großen Verkehrsbehinderungen. Auf der B33 ging zwischen Stetten und Markdorf zeitweilig gar nichts mehr. Autofahrer wendeten auf der Bundesstraße und versuchten, über Hinterlandschleichwege oder landwirtschaftliche Wege den Stau zu umfahren. Gegen 16.30 Uhr gab die Polizei beide Fahrbahnen in der Hagnauer B-31-Ortsdurchfahrt wieder frei, woraufhin sich die Staus auflösten.</p> <p>Den Ermittlungen der Polizei zufolge war der aus Richtung Friedrichshafen kommende 70-jährige Renault-Fahrer offenbar an den Straßenrand gefahren, wo er aus noch ungeklärter Ursache offenbar die Kontrolle über sein Auto verloren hatte. Dabei rollte das Fahrzeug wieder los und prallte seitlich in die Zugmaschine des Sattelschleppers. Ersthelfer hatten sich anschließend um den Verletzten gekümmert, bis die Notärzte eintrafen.</p> <p>Wie die Polizei am frühen Mittwochabend mitteilte, würden die Ermittlungen zum Unfallhergang noch weiter andauern. Aktuell könne man nicht ausschließen, dass ein gesundheitliches Problem des 70-Jährigen ursächlich für den Unfall gewesen war. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste waren im Einsatz, ebenfalls vor Ort war ein Team des Notfallnachsorgedienstes.</p> <h2>Feuerwehr-Sprecher: Sehr gutes Zusammenspiel</h2> <p>Beteiligt waren laut Feuerwehr-Sprecher Philipp Gotterbarm die Wehren aus Hagnau und Meersburg. Vor allem dank der engagierten Ersthelfer sei der Einsatz in der Rückschau „wirklich optimal“ gelaufen, so Gotterbarm. Deren Einsatz sei hervorzuheben. Nachdem direkt nach der Alarmierung klar gewesen sei, dass es auch um eine Reanimation gehen werde, habe Feuerwehr-Einsatzleiter Michael Vogt die Einsatzseelsorge für die Betroffenen und den Einsatznachsorgedienst für die Einsatzkräfte mit alarmiert. Insgesamt habe der Einsatz ein „wirklich gut funktionierendes Zusammenspiel aller Blaulichtkräfte“ gezeigt, so der Feuerwehr-Sprecher.</p> <p></p> <p></p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 27 Aug 2025 16:12:03 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[SÜDKURIER öffnet Türen: Gewinnen Sie exklusive Einblicke und einen Abend beim Circus Krone  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/gewinnen-sie-karten-fuer-den-circus-krone-am-bodensee-exklusiv-fuer-suedkurier-abonnenten;art372448,12470737 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach neunjähriger Pause ist der Zirkus zurück am Bodensee. SÜDKURIER-Abonnenten haben am Donnerstag, 4. September, die Chance auf einen Blick hinter die Kulissen und dürfen anschließend die Show besuchen.  ]]></description>
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          Nach neunjähriger Pause ist der Zirkus zurück am Bodensee. SÜDKURIER-Abonnenten haben am Donnerstag, 4. September, die Chance auf einen Blick hinter die Kulissen und dürfen anschließend die Show besuchen.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Nach neunjähriger Pause ist der Zirkus zurück am Bodensee. SÜDKURIER-Abonnenten haben am Donnerstag, 4. September, die Chance auf einen Blick hinter die Kulissen und dürfen anschließend die Show besuchen.



        <p>Der größte Zirkus Europas, der Circus Krone, gastiert in diesem Jahr von Donnerstag, 28. August, bis zum Sonntag, 7. September, auf dem Konstanzer Areal Klein Venedig. Im Jahr 2016 fand die letzte Spielzeit direkt am Bodensee in der Konzilstadt statt. In diesem Jahr dürfen sich aber nicht nur reguläre Besucher über eine schillernde Show freuen, sondern auch fünf SÜDKURIER-Abonnenten nebst Begleitpersonen über ein ganz besonderes Erlebnis.</p> <p><a href="https://msk-events.suedkurier.de/der-suedkurier-oeffnet-tueren-beim-circus-krone/" target="_blank" title="" rel="noopener">Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ verlost das Medienhaus Karten für die Show am Donnerstag, 4. September.</a> Abonnentinnen und Abonnenten dürfen an diesem Tag die ganze Magie des Zirkus erleben. „Die Gewinner der Backstagetour plus Show kommen am 4. September um 18.30 Uhr, dann gibt es die Führung und dann die Show um 19.30 Uhr“, teilt Kerstin Graf vom Circus Krone mit. „Die Gewinner erhalten einen Einblick hinter die Kulissen und können unsere Tiere besuchen.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So können Sie an der Verlosung teilnehmen</span><span><strong>Was:</strong> Zirkus- und Backstageführung sowie Vorstellungsbesuch beim Circus Krone auf dem Konstanzer Areal Klein Venedig. Wir verlosen 5×2 Tickets an Abonnenten.<br /> <strong>Wann:</strong> Donnerstag, 4. September, um 18.30 Uhr.<br /> <strong>Wo:</strong> Treffpunkt ist im Bereich des Eingangs vom Circus Krone auf Klein Venedig.<br /> <strong>Wer:</strong> Abonnenten des SÜDKURIER, die sich rechtzeitig anmelden.<br /> <strong>Wie:</strong> Mit den SÜDKURIER-Zugangsdaten anmelden und <a href="http://www.meinSK.de/krone" target="_blank" title="" rel="noopener">Formular am Ende der Internetseite www.meinSK.de/krone ausfüllen.</a><br /> <strong>Anmeldeschluss:</strong> Sonntag, 31. August.</span></label></div> <p>Die Tournee des Betriebs steht in diesem Jahr unter dem Motto „Farbenspiel – Gold Edition“. Was ist dabei 2025 das Besondere an dem Programm? „Ein klassisches Circusprogramm mit Artistik, Clowns und Tieren gepaart mit modernen Elementen“, so Graf. „Zudem ist das neue Zelt schon ein Highlight für sich.“</p> <h2>Vom Allgäu über den See nach Konstanz</h2> <p>Auf dem Programm steht eine zweieinhalbstündige Show mit preisgekrönten Artisten. Darunter Gewinner des renommierten Zirkusfestivals von Monte-Carlo, wie das Clown-Duo Fumagalli &amp; Daris, die 2015 in Monaco den goldenen Clown, den Oscar der Circuswelt, gewannen. Neben einer neuen Lichtershow treten auch altbewährte Publikumslieblinge des Circus Krone auf – darunter auch einige Wildtiere.</p> <p>Der Zirkus war längere Zeit nicht in Konstanz vor Ort. Nun fühle es sich laut den Verantwortlichen gut „an, wieder hier zu sein, da die Konstanzer immer ein ganz besonderes Publikum sind und wir uns hier sehr willkommen fühlen“. Angereist war der Zirkus am Montagmittag, 25. August, unter anderem auch mit der Fähre Konstanz-Meersburg. Mit dutzenden Lastern, Fahrzeugen, Anhängern und Wohnwagen kamen die Mitarbeiter und Artisten über den See. Zuvor gastierte der Zirkus seit dem 21. August in Kempten im Allgäu.</p> <h2>Die Vorstellungen</h2> <p>In Konstanz gibt es Vorstellungen bis zum Sonntag, 7. September. Festliche Abendpremiere feiert der Zirkus in der Manege am Donnerstag, 28. August, um 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen finden werktags um 15.30 Uhr sowie um 19.30 Uhr statt, sonntags dagegen um 10.30 Uhr und die zweite Runde um 14.30 Uhr.</p> <p>Im Zelt finden 2000 Zuschauer Platz. Die Eintrittspreise unterteilen sich in sechs Kategorien, Karten gibt es ab ungefähr 20 Euro bis zu knapp 60 Euro. Kinder von drei bis elf Jahren und Rentner bekommen die Eintrittskarten in jeder Kategorie für einen ermäßigten Preis.</p> <p>Doch den Gewinnern von „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ kann das egal sein, sie erleben einen ganz besonderen Einblick mitsamt Showbesuch komplett kostenlos. Weitere Informationen zur Verlosung finden Interessierte auf der Internetseite <a href="http://www.meinSK.de/krone" target="_blank" title="" rel="noopener">www.meinSK.de/krone.</a> Dort können Abonnenten (gedruckte oder digitale Zeitung oder Online-Abo) dann auch teilnehmen, die Gewinner werden gelost und ab Montag, 1. September, benachrichtigt und sollten sich Donnerstagabend, 4. September, freihalten.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[SÜDKURIER öffnet Türen: Gewinnen Sie exklusive Einblicke und einen Abend beim Circus Krone]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 26 Aug 2025 15:56:53 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kleine Muschel wird zum großen Problem: „Das darf kein Dauerzustand bleiben!“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/quagga-invasion-am-bodensee-kleine-muschel-wird-zum-grossen-problem-fuer-trinkwasser-tourismus-und-fischerei;art372432,12469961 ]]></link>      <description><![CDATA[  Landtagsabgeordneter Hans-Peter Storz (SPD) fordert ein entschlosseneres Handeln gegen die invasive Muschelart. Sonst drohen ernste Folgen für Trinkwasser, Tourismus und Fischerei am Bodensee.  ]]></description>
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          Landtagsabgeordneter Hans-Peter Storz (SPD) fordert ein entschlosseneres Handeln gegen die invasive Muschelart. Sonst drohen ernste Folgen für Trinkwasser, Tourismus und Fischerei am Bodensee.<br>
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        Landtagsabgeordneter Hans-Peter Storz (SPD) fordert ein entschlosseneres Handeln gegen die invasive Muschelart. Sonst drohen ernste Folgen für Trinkwasser, Tourismus und Fischerei am Bodensee.



        <p>Die <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/quagga-muschel-warum-der-ursprung-ihres-namens-in-der-steppe-suedafrikas-liegt;art410936,12225384" target="_blank" title="Quagga-Muschel: Warum der Ursprung ihres Namens in der Steppe Südafrikas liegt">Quagga-Muschel</a> breitet sich am Bodensee rasant aus – mit spürbaren Folgen für Region und Infrastruktur. Das schreibt der Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz (SPD) in einer Pressemitteilung. Deswegen habe er die Landesregierung nach wirksamen Gegenmaßnahmen und Schutzkonzepten gefragt.</p> <p>Die invasive Muschel setze Wasserwerken zu, <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/schweizer-bekaempfen-die-quaggamuschel-mit-hochdruck;art1371848,11924178" target="_blank" title="Wasser marsch! Schweizer bekämpfen die Quaggamuschel mit Hochdruck">weil sie Ansaugrohre befalle und zusätzliche Reinigungsschritte nötig mache</a>. „Die Folgen dieser Invasion sind vielfältig – sie betreffen die Trinkwasserversorgung, unseren Tourismus und den Bodensee als gesamtes Ökosystem“, erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete.</p> <p>Die Dynamik sei enorm: Eine Muschel könne bis zu einer Million Eier legen. Im Jahr 2024 seien <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/das-forschungsschiff-vom-bodensee-sie-blicken-ins-innere-der-quagga-muschel;art372448,12047999" target="_blank" title="Das Forschungsschiff vom Bodensee: Sie blicken ins Innere der Quagga-Muschel">bis zu 36.988 Quagga-Muscheln pro Quadratmeter</a> gezählt worden. „Das sind Warnsignale, die zum Handeln verpflichten.“</p> <h2>Storz enttäuscht: „Viele Worte, wenig Schutz“</h2> <p>Deshalb sei Storz von der Haltung der Landesregierung enttäuscht: „Viele Worte, wenig Schutz – das lese ich aus der Stellungnahme des zuständigen Umwelt-Ministeriums. Aber wer Trinkwasser, Tourismus und Fischerei sichern will, darf beim Quagga-Problem nicht länger zögern.“</p> <p>Baden-Württemberg stehe im Jahr 2025 der <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/koennen-diese-quagga-knacker-die-invasion-eindaemmen-eine-studie-soll-das-herausfinden;art410936,12442190" target="_blank" title="Können diese Quagga-Knacker die Invasion eindämmen? Eine Studie soll das herausfinden">Internationalen Bodenseekonferenz vor, die gemeinsame Aktivitäten gegen die Quagga-Muschel beraten und beschließen müsse</a>. Damit könnte die Landesregierung eine Schlüsselrolle bei der Vorbereitung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Muschel übernehmen.</p> <p>Bezeichnend sei, dass nicht etwa Baden-Württemberg, sondern der Kanton Thurgau mit einem konkreten Vorschlag in die nächste Sitzung gehen wolle, kritisiert Storz. Der Thurgau schlage eine <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/weiter-keine-putzpflicht-quagga-muschel-weiter-auf-dem-vormarsch;art410936,12226293" target="_blank" title="Weiter keine Pflicht zur Bootsreinigung: Quagga-Muschel bleibt auf dem Vormarsch">Bootsreinigungspflicht für den Bodensee</a> vor. „Bei den Wasserwerken steigt der Aufwand für Reinigung und Ertüchtigung der Anlagen. Das darf kein Dauerzustand bleiben“, fordert der Abgeordnete. Es brauche schnelle Lösungen.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Kleine Muschel wird zum großen Problem: „Das darf kein Dauerzustand bleiben!“]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 25 Aug 2025 05:03:20 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gäste lieben Weinfestparty  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/gaeste-lieben-weinfestparty;art372493,12468957 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Stettener Weinfest war gut besucht und die GästeBesucher lobten das heimelige Ambiente.  ]]></description>
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          Das Stettener Weinfest war gut besucht und die GästeBesucher lobten das heimelige Ambiente.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Das Stettener Weinfest war gut besucht und die GästeBesucher lobten das heimelige Ambiente.



        <p><strong>Stetten</strong> Trotz paralleler Festformate in der Umgebung füllten sich die Festbänke beim Weinfest auf dem Goesbichel am Wochenende wie gewohnt. Gefeiert wurde am Freitag und Samstag. Eng beieinander saßen Paare und Freundesgruppen. Die Stettenerin Sonja Wolf war mit Ehemann und Freunden aus Konstanz dabei. „Es ist klein und überschaubar, einfach besonders“, lobte sie das Fest rund um den Rebensaft.</p> <p>Auch Gaby Bühler aus Ulm gefiel es auf dem mit bunten Lichterketten angestrahlten Festplatz unterhalb der schmucken Kirche Sankt Peter und Paul. Zusammen mit Mario Fuß waren sie Gäste des Stettener Ehepaares Petra und René Stern. „Wir sind früher für die Bundeswehr zusammen Rettungshubschrauber geflogen“, erzählte Fuß. Seit 1987 halten der Rettungsassistent und der Ulmer Pilot ihre Verbindung. Gemeinsam genossen sie die „familiäre Atmosphäre“ der gut besuchten Weinfestparty.</p> <p>Dass sich die Gäste wohlfühlen und gleich beim Eintreffen in entspannte Urlaubsstimmung versetzt werden, dafür sorgt die Freiwillige Feuerwehr seit 42 Jahren. Neben feinen Weinen des Meersburger Winzervereins versorgten sie ihre Besucher an verschiedensten Ständen mit frischem Biosalat, Feuerwehrbraten und Lachsbrötchen. Die Festgäste wussten das zu schätzen und langten kräftig zu.</p> <h2>Dinnele immer die Attraktion</h2> <p>Die Attraktion waren wie immer die Dinnele aus dem Holzofen. Ihr Duft wehte über den Platz und lockte zum Probieren. Schon drei Stunden nach Festbeginn am Freitagabend hatte Bürgermeister Daniel Heß 30 Bleche mit je acht mit Zwiebeln, Sahne und Gewürzen belegten Fladen nach Familienrezept aus dem Ofen geholt. Sein Bruder und Feuerwehrkommandant Dagobert Heß reichte sie mit Helfern emsig über den Tresen. Der Kommandant wie Festwirt Tobias Heiß äußerten sich zufrieden angesichts des gut besuchten Festreigens bei gutem Wetter. Die befürchtete Konkurrenz zu zeitlich parallel verlaufenen Festangeboten ist offensichtlich ausgeblieben. Die Festbesucher schlemmten, plauderten und lauschten dem Musikverein Daisendorf Stetten oder tanzten fröhlich mit der Band „Time Square.“ Zur Begrüßung am Samstagabend war dann auch Bodenseeweinprinzessin Lena Frank zugegen. Es sind ihre letzten Termine, ehe eine neue Weinhoheit gewählt wird.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Gäste lieben Weinfestparty]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 21 Aug 2025 05:03:41 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Feuerwehr schenkt beim Weinfest aus  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/feuerwehr-schenkt-beim-weinfest-aus;art372493,12467044 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zweitägige Party steigt am 22. und 23. August bei der Kirche. Aktive und Jugendwehr kochen und backen für die Besucher  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Zweitägige Party steigt am 22. und 23. August bei der Kirche. Aktive und Jugendwehr kochen und backen für die Besucher<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/feuerwehr-schenkt-beim-weinfest-aus;art372493,12467044]]></guid>
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        Zweitägige Party steigt am 22. und 23. August bei der Kirche. Aktive und Jugendwehr kochen und backen für die Besucher



        <p><strong>Stetten</strong> Seit über 40 Jahren organisiert die Stettener Feuerwehr ein Fest zu Ehren des Rebensafts. Jetzt steht das Weinfest am Freitag und Samstag, 22. und 23. August, wieder bevor. Klein und fein, mitten im Dorf stattfindend, gilt es als Geheimtipp unter den Festveranstaltungen in der Region. 180 helfende Hände um Festwirt Tobias Heiß wollen alles dafür tun, dass das so bleibt.</p> <p>Kulinarisch haben die Feuerwehrleute von Lachsbaguette, Seelen und Currywurst bis hin zu Zanderknusperle einiges in Petto. Der zum 40. Geburtstag 2019 erstmalig gereichte Feuerwehrbraten wird wieder mit Brot, Kartoffelsalat oder Pommes kredenzt. „Unser Essensangebot ist unschlagbar“, findet Bürgermeister Daniel Heß, der als aktiver Feuerwehrmann wieder am ersten Weinfestabend am Holzofen stehen wird, um Dinnele zu backen. Die verdanken ihren Geschmack nach einem Familienrezept Gewürzen wie Majoran, Muskat und Knoblauch.</p> <p>Für den Nachtisch wird der Feuerwehrnachwuchs mit frisch gebackenen Waffeln sorgen. Überhaupt sind die angehenden Feuerwehrleute, aktuell sind es 14, seit gut 25 Jahren mit einem eigenen Stand vertreten. „Auch ihre Eltern unterstützen uns“, freut sich Jugendwart Fabian Ritzler. Früher seien die Jugendlichen zunächst einmal für leichte Tätigkeiten wie das Einsammeln von Müll zuständig gewesen. „Ich kann mich noch erinnern, dass ich als Kind Glühbirnen in die Lichterketten eingedreht habe“, erzählt der mittlerweile stellvertretende Kommandant Till Bruzek. Vor allem beim Auf- und Abbau sind die jungen Leute im Einsatz.</p> <p>Ab Mittwoch wird die Kirchstraße im Festbereich gesperrt, sagt Daniel Heß. Dass viele Fahrradfahrer die Absperrungsschilder regelmäßig missachten, nennt Heß ein „Riesenärgernis.“ Erstmalig hat sich die Gemeinde aus Sicherheitsgründen entschieden, zwei Terrorsperren aufzustellen. Heß hofft aber auf einen wie bisher friedlichen Festreigen. Auch Besuch aus der Partnerstadt Mareaux au Pres wird erwartet. Und am Samstag um 20.30 Uhr ist Bodenseeweinprinzessin Lena Frank zu Gast.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Feuerwehr Fest Brauchtum "Hotel und Gaststätten"]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stetten]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Feuerwehr schenkt beim Weinfest aus]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 20 Aug 2025 16:58:10 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Töpfe raus und Schürze an! Fernsehsender sucht am Bodensee nach Kandidaten für eine Kochshow  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/lust-auf-tv-kueche-bodensee-hobbykoeche-koennen-beim-perfekten-dinner-mitkochen;art372432,12466627 ]]></link>      <description><![CDATA[  Für Hobbyköche bietet sich die Chance, ihr Können im Fernsehen zu zeigen. Im Oktober wird die Sendung „Das perfekte Dinner“ am Bodensee gedreht. Dafür sind noch Plätze frei, dem Gewinner winkt ein Preisgeld.  ]]></description>
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          Für Hobbyköche bietet sich die Chance, ihr Können im Fernsehen zu zeigen. Im Oktober wird die Sendung „Das perfekte Dinner“ am Bodensee gedreht. Dafür sind noch Plätze frei, dem Gewinner winkt ein Preisgeld.<br>
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        Für Hobbyköche bietet sich die Chance, ihr Können im Fernsehen zu zeigen. Im Oktober wird die Sendung „Das perfekte Dinner“ am Bodensee gedreht. Dafür sind noch Plätze frei, dem Gewinner winkt ein Preisgeld.



        <p>Hobbyköche aufgepasst: Wer schon einmal davon geträumt hat, nicht nur für sich und seine Liebsten am Herd zu stehen, sondern für vier wildfremde Menschen und ein Fernsehpublikum hat jetzt die Gelegenheit. Für die Sendung „Das perfekte Dinner“ sucht die Produktionsfirma noch Kandidatinnen und Kandidaten.</p> <p>Das Prinzip der Sendung ist einfach: Fünf Kandidaten aus der gleichen Stadt oder Region treten gegeneinander an. Jeder lädt die anderen für einen Abend zu sich nach Hause ein und stellt ein Drei-Gänge-Menü zusammen. Die vier Gäste vergeben dafür null bis zehn Punkte.</p> <p>Am Ende der Woche steht damit ein Sieger fest, der sich über ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro freuen kann. Neben der Kulinarik sollen auch Kreativität, Gastgeberqualitäten und Ambiente in die Bewertung einfließen.</p> <h2>Im Oktober wird endlich wieder am Bodensee gedreht</h2> <p>Die Dreharbeiten für die nächste Bodensee-Ausgabe der Sendung sollen zwischen Dienstag, 7. Oktober, und Samstag, 11. Oktober, ablaufen. Dafür ist die Produktionsfirma ITV Studios noch auf der Suche nach „leidenschaftlichen Hobbyköchen, die einem breiten Publikum zeigen wollen, was der Bodensee in Sachen Kulinarik zu bieten hat“, heißt es in einer Mitteilung der Firma. ITV Studios produziert auch Formate wie „Gefragt – Gejagt“ (ARD) oder „The Voice of Germany“ (Pro7/Sat.1).</p> <p>Noch sind alle fünf Plätze zu vergeben, heißt es auf SÜDKURIER-Anfrage. Wer interessiert ist, kann sich telefonisch unter 0221 492048240 oder im Netz unter <a href="https://www.itvstudios.de/dinner" target="_blank" title="" rel="noopener">www.itvstudios.de/dinner</a> bewerben. Teilnehmen können ausdrücklich Hobbyköche – wer eine Kochausbildung absolviert hat oder mit dem Kochen sein Geld verdient, kann sich auf andere Sendungen bewerben, heißt es auf dem Bewerbungsportal. Zudem müssen die Kandidaten älter als 18 Jahre sein. Bewerbungsschluss ist am Freitag, 5. September.</p> <h2>„Das perfekte Dinner“ ist ein gern gesehener Gast am See</h2> <p>Es ist nicht das erste Mal, dass die Sendung am Bodensee gedreht wird. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/das-perfekte-dinner-am-bodensee-so-lief-das-finale;art417930,11860197" target="_blank" title="Finale bei &amp;bdquo;Das perfekte Dinner&amp;ldquo;: Wer ist der beste Hobby-Koch am Bodensee?">Im Januar 2024 kam der Wochensieger aus Friedrichshafen</a>, die anderen Kandidaten von der Insel Reichenau, aus Überlingen, Steißlingen und Espasingen.</p> <p>Die Sendung hat sich als Klassiker der TV-Landschaft etabliert. Erstmals ausgestrahlt wurde sie im März 2006, inzwischen ist es laut Produktionsfirma die am längsten laufende werktägliche Koch-Doku im deutschen Fernsehen. Mehrere tausend Folgen wurden bereits ausgestrahlt.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Töpfe raus und Schürze an! Fernsehsender sucht am Bodensee nach Kandidaten für eine Kochshow]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 14 Aug 2025 13:06:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kommt ein Bürgerbegehren? Massive Kritik an geplanter Baumfällung für das Baugebiet Ölgarten II  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/uhldingen-muehlhofen/kommt-ein-buergerbegehren-massive-kritik-an-geplanter-baumfaellung-fuer-das-baugebiet-oelgarten-ii;art372496,12462997 ]]></link>      <description><![CDATA[  Wird der Bebauungsplan für das Baugebiet Ölgarten II umgesetzt, müssen dort alle Bäume gefällt werden. Das stößt auf viel Kritik. Der BUND kündigt ein Bürgerbegehren an. Die Gemeinde klärt aktuell das weitere Vorgehen.  ]]></description>
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          Wird der Bebauungsplan für das Baugebiet Ölgarten II umgesetzt, müssen dort alle Bäume gefällt werden. Das stößt auf viel Kritik. Der BUND kündigt ein Bürgerbegehren an. Die Gemeinde klärt aktuell das weitere Vorgehen.<br>
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        Wird der Bebauungsplan für das Baugebiet Ölgarten II umgesetzt, müssen dort alle Bäume gefällt werden. Das stößt auf viel Kritik. Der BUND kündigt ein Bürgerbegehren an. Die Gemeinde klärt aktuell das weitere Vorgehen.



        <p>Die Pläne für das neue Baugebiet Ölgarten II in Oberuhldingen nahe der Bundesstraße 31 bleiben nicht ohne Widerspruch. Im Juni hat der Gemeinderat den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans verabschiedet – bei vier Gegenstimmen. Hauptkritikpunkt an der Planung: Sämtliche Bäume in dem Gebiet sollen gefällt werden, um die Wohnbebauung zu realisieren.</p> <p>Das stößt auf vehemente Kritik in der Bevölkerung. Laut einer Mitteilung der Ortsgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) steht ein Bürgerbegehren in den Startlöchern, falls es zu einer zweiten Offenlegung kommt und der Plan dann nach wie vor vorsieht, dass die Bäume gefällt werden sollen.</p> <h2>Gemeinde stellt Stellungnahmen aus erster Offenlage zusammen</h2> <p>Die erste Offenlage des Bebauungsplans ist inzwischen ausgelaufen. Derzeit prüft die Gemeindeverwaltung die Unterlagen und stellt die Stellungnahmen zusammen, die zu dem Projekt eingingen. „Dabei wurden unter anderem der Erhalt sowohl der Grünflächen als auch des Baumbestandes in Stellungnahmen eingebracht“, teilte Ortsbaumeister Fabian Stephan mit. Man stimme sich aktuell mit dem Vorhabenträger ab, um das weitere Vorgehen zu klären und eine für alle Beteiligten vertretbare Lösung zu erarbeiten.</p> <h2>17 Reihenhäuser in verdichteter Bauweise</h2> <p>Im Gebiet Ölgarten I stehen zweigeschossige Reihenhäuser. Diese Siedlungsstruktur soll auch im Gebiet Ölgarten II mit 17 Häusern umgesetzt werden. Aufgrund der angestrebten verdichteten Bauweise können die Bäume nicht erhalten, sondern müssen alle gefällt werden. Zum Ausgleich sollen 24 Bäume entlang der Verkehrsflächen, auf der privaten Grünfläche und teilweise auf den Bauflächen gepflanzt werden.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das geplante Bauvorhaben</span><span>Das rund 0,76 Hektar große Plangebiet liegt an der Aachstraße und grenzt an das vollständig bebaute Wohnquartier Ölgarten an, das ebenfalls als vorhabenbezogener Bebauungsplan entwickelt wurde. Kleinere Teilflächen werden derzeit als Gartenland genutzt. Ziel ist laut Vorhabenträger eine Bebauung mit Reihenhäusern und zwei Doppelhaushälften in zweigeschossiger Bauweise. Dazu müssen die Bäume gefällt werden. Die Planung soll wie im Ölgarten I Familien das Wohnen im Eigenheim ermöglichen, für die das klassische frei stehende Einfamilienhaus nicht erschwinglich ist.</span></label></div> <h2>Arbeitskreis-Mitglieder messen Temperaturen im Gebiet</h2> <p>Ein Leserbriefschreiber hat das Vorhaben mit „Wohnen in Schuhschachteln“ verglichen, dem der Geist der 1960er Jahre innewohne. Durch die eng zusammenstehenden Einfamilienhäuser, die üppige Versiegelung und das Fällen der Bäume werde sich ein enormer Hitzestau im Ölgarten entwickeln. Der Arbeitskreis Energie und Umwelt der Gemeinde hatte im Juli den Einfluss des Baumbestands auf die Temperaturen in diesem Gebiet untersucht. Dabei stellten die Mitglieder fest, dass die Bäume die Temperatur deutlich senken, mit einer Differenz von knapp 10 Grad Celsius zum Boden und Zaunbereich und über 10 Grad zur Straße.</p> <h2>BUND: Bäume teils schon 100 Jahre alt</h2> <p>Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Uhldingen-Mühlhofen lehnte mittlerweile in einer Stellungnahme an die Gemeinde den Bebauungsplan ab. „Dabei haben wir Argumente aus den Bereichen Klimaresilienz und Naturschutz aufgeführt“, teilte der BUND auf Anfrage mit. In dem Schreiben heißt es, dass die mehr als 20 hohen, teilweise 100 Jahre alten Bäumen unterschiedlicher Arten „von ihrer Lebenserwartung her die Jugend gerade erst verlassen haben“. Linden wie in Oberuhldingen würden einige hundert Jahre alt. Gerade innerorts seien in Zeiten der Klimaerwärmung Bäume von unschätzbarem Wert. „Einmal abgeholzt, sind solche Bäume unwiederbringlich verloren“, so der BUND.</p> <h2>„Ersatzbepflanzung marginal und inadäquat“</h2> <p>Pflanze man als Kompensation an anderer Stelle Bäume an, bräuchten diese Jahrzehnte, um ähnliche Effekte zu erzielen. „Konkret ist die Ersatzbepflanzung der vorliegenden Planung marginal und inadäquat“, urteilt der BUND. Deren Potenzial für Beschattung und Kühlung reiche „nicht im Entferntesten an die Wirksamkeit des heutigen Bestands heran, gar nicht zu reden von der deutlichen Verzögerung der Effekte um mehrere Jahrzehnte“. Der BUND macht darauf aufmerksam, dass alle Bäume gesund und vital seien und noch eine hohe Lebenserwartung hätten. Dies habe ein artenschutzrechtliches Gutachten des Lindauer Unternehmens Sieber Consult ergeben.</p> <h2>Planungsbüro: Entscheidung für Bäume oder für Bebauung</h2> <p>Die städtebauliche Konzeption war vom Vorhabenträger Werner Wohnbau aus Niedereschach erarbeitet worden. Das Überlinger Büro Helmut Hornstein hatte die Konzeption in einen Bebauungsplan umgesetzt. In der Gemeinderatssitzung im Juni hatte Hannah Deierling vom Planungsbüro gesagt, man müsse sich für die Bäume oder für die geplante Bebauung entscheiden. Helmut Hornstein teilt mit, dies habe sich ausdrücklich auf die aktuell vorliegende Planung bezogen. Er verwies auf die Zusammenfassung des artenschutzrechtlichen Gutachtens, demzufolge die Rodung des Baumbestands möglich sei. Aus ökologischer Sicht sei eine Erhaltung und Integration von Bäumen in die Planung wünschenswert. Dies könne jedoch nicht zwingend gefordert werden. „Diese Aussage können wir aus der Sicht der Ökologie und des Klimaschutzes voll unterstützen“, so Hornstein. „Der Erhalt der Bäume wurde jedoch vom Vorhabenträger in dessen Planung nicht berücksichtigt.“</p> <h2>Massiver Efeubewuchs für Tiere interessant</h2> <p>Der massive Efeubewuchs der Bäume bis in die Kronen sei aus ökologischer Sicht interessant, sagte Hornstein. Dies seien Brut- und Nahrungshabitate für Insekten, Vögel und Fledermäuse. Andererseits weise der Efeubewuchs darauf hin, „dass die Bäume ihren Zenit deutlich überschritten und nur noch eine begrenzte Lebenserwartung haben“. Er widerspricht damit der Einschätzung des BUND. Hornstein erklärt, er habe der Gemeinde vorgeschlagen, ein detailliertes Baumgutachten zu beauftragen, „falls die vorliegende Planung nicht mehr weiterverfolgt beziehungsweise ein anderes Plankonzept für das Areal erstellt werden soll“.</p> <h2>Aktuell keine Stellungnahme vom Vorhabenträger</h2> <p>Muss das Vorhaben so umgesetzt werden, wie es der Gemeinderat verabschiedet hat, oder könnten kleinere Teilgrundstücke unbebaut bleiben, um einige der Bäume zu erhalten? Alexander Michel vom Vorhabenträger Werner Wohnbau erklärte auf Anfrage, er könne zu dieser Frage aktuell keine Stellung nehmen. Derzeit stünden noch Abstimmungsgespräche zwischen Werner Wohnbau und der Gemeinde aus. „Unser Ziel ist weiterhin, bezahlbaren Wohnraum für die Bevölkerung von Uhldingen herzustellen.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Kommt ein Bürgerbegehren? Massive Kritik an geplanter Baumfällung für das Baugebiet Ölgarten II]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 27 Jul 2025 14:36:49 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Die Fantastischen Vier feiern beim Salem Open Air mit ihren Fans das Leben  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/salem/die-fantastischen-vier-feiern-mit-fans-beim-salem-open-air-so-emotional-war-das-konzert;art372491,12450924 ]]></link>      <description><![CDATA[  Fanta 4 macht am Samstag den Auftakt zu den Salem Open Airs 2025. Die Fans jubeln den hip-hoppenden Mittfünfzigern auch bei deren drittem Auftritt auf dem Schlossgelände zu und machen zusammen Party.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Fanta 4 macht am Samstag den Auftakt zu den Salem Open Airs 2025. Die Fans jubeln den hip-hoppenden Mittfünfzigern auch bei deren drittem Auftritt auf dem Schlossgelände zu und machen zusammen Party.<br>
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        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/salem/die-fantastischen-vier-feiern-mit-fans-beim-salem-open-air-so-emotional-war-das-konzert;art372491,12450924]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Fanta 4 macht am Samstag den Auftakt zu den Salem Open Airs 2025. Die Fans jubeln den hip-hoppenden Mittfünfzigern auch bei deren drittem Auftritt auf dem Schlossgelände zu und machen zusammen Party.



        <p>Zwei Stunden lang entertainen Smudo, Thomas D., Michi Beck und Andi Ypsilon am Samstagabend ihr begeistertes Publikum von der Open-Air-Bühne auf dem Areal des Schlosses Salem aus. Das Gelände der ehemaligen Reichsabtei der Zisterzienser beschallen die vier erfahrenen Rapper mit ihrem Mix aus Hip-Hop, Electro und Pop. Dass die Vier, die ihr 55. Lebensjahr überschritten haben, noch richtig Gas geben können, davon können sie ihre Fans offensichtlich überzeugen. Deren Hände bleiben vielfach oben. Die Besucher hüpfen ausgelassen mit den Herren auf der Bühne mit. Der eine oder andere Regenguss bleibt dabei beinahe unbeachtet.</p> <h2>Sie genießen den kinderfreien Abend</h2> <p>Von Schlechtwetterprognosen hatten sich weder die jungen noch die älteren Fans der Stuttgarter Band abhalten lassen. Stattdessen packen sie, wenn nötig, Regenzeug mit und ohne Kapuze aus und feiern einfach fröhlich. So wie die sieben Frauen aus Bad Buchau, die sich eine „Muttiauszeit“ von ihren gesamt 18 Kindern gönnen, wie sie erzählen.</p> <p>Schon vor dem Konzert auf dem Schlossparkplatz picknickten die Sieben. Dass sie wegen ihrer jüngeren Kinder abends noch den Heimweg antreten müssen, können die Freundinnen gut verschmerzen. „Das Ambiente hier ist mega und wir freuen uns auf den Song ‚Picknicker‘“, fasst Aninja Schönfeld Begeisterung und Songwunsch ihrer Gruppe zusammen.</p> <h2>Für sie geht ein Traum in Erfüllung</h2> <p>Ursula Kneer aus Schwendi erfüllt sich mit ihrem ersten Besuch bei den Fantas einen Traum. „Jetzt stehen die schon so lange auf der Bühne, da ist es Zeit, dass ich sie live erlebe“, findet Ursula Kneer als erklärter Fanta-Fan. Dass ihre Mutter schon vor Weihnachten zwei Karten geordert hatte, hatte Kneers Tochter Selina Heudorfer überrascht. Vor zwei Wochen habe die Mutter sie an das Konzert erinnert und an Weihnachten nur kurz erwähnt, dass sie hingehen wolle.</p> <p>Ihrer beider Stimmung tut das keinen Abbruch. Sie mögen die 80er- und 90er-Songs der Hip-Hop-Band. Gegen Regen sind beide bestens gerüstet. Während ihrer Pilgertour im Vorjahr nach Santiago de Compostela sei es tagelang noch viel nasser und vor allem kälter gewesen.</p> <h2>Sie lösen ihr Weihnachtsgeschenk ein</h2> <p>Familie Drumm aus Wangen im Allgäu hat sich das Salemer Konzertevent gegenseitig zu Weihnachten geschenkt. Den Erfolgssong der Fantas „Die da“ aus dem Jahr 1992 hörten sie zufällig gemeinsam im Auto. „Das Lied hat uns verbunden“, erzählt Dagmar Drumm und hofft, den Song zu hören.</p> <h2>Sie freuen sich auf eine schöne Show</h2> <p>Die fünf Stettener Freunde Henrik Jonas, Björn und Nicole Mocsnek sowie Christine und Tobias Helbig mögen sowohl die Fanta-Songs als auch deren Show- und Lichteffekte. „Wir wissen, dass die eine schöne Show machen“, unterstreicht Nicole Mocsnek.</p> <p>Für Sandra Hunker-Feldner und ihren Mann Mathias Feldner ziehen Showeinlagen und Lieder. „Die sind jetzt schon so lange im Amt, da müssen wir die mal sehen“, spielt Feldner auf den 36. Band-Geburtstag im Juli an.</p> <p>Dass sich die vier hip-hoppenden Herren gegen Rechtsextremismus positionieren, gefällt Marie und Claudia Pattberg, die bei den „Omas gegen Rechts“ Pfandgeld für Projekte der Pfullendorfer und Konstanzer Organisation einsammeln.</p> <h2>Sie legen Wert auf musikalische Früherziehung</h2> <p>Nicht nur gegen Nazis, sondern auch gegen Endzeitstimmung singen die Fantas an. Das gefällt offensichtlich Menschen verschiedensten Alters. Familie Birnkraut ist extra aus München angereist. Sohn Julian hat das Event zur Konfirmation geschenkt bekommen. „Wir legen Wert auf musikalische Früherziehung“, erklärt Mutter Melanie schmunzelnd. Sie und ihr Mann haben die Fantas schon in deren Anfängen in München 1996 erlebt. „Trotz ihres Alters haben die Vier es noch drauf“, resümiert Vater Jürgen.</p> <p></p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Die Fantastischen Vier feiern beim Salem Open Air mit ihren Fans das Leben]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 24 Jul 2025 11:48:26 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Rolle rückwärts: Die Stadt führt die Echt Bodensee Card wieder ein  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/rolle-rueckwaerts-am-bodensee-stadt-fuehrt-die-echt-bodensee-card-wieder-ein;art372486,12448378 ]]></link>      <description><![CDATA[  Beschwerden von Gästen, Kritik von Gastgebern, sinkende Übernachtungszahlen: Die Stadt zieht die Notbremse und führt ein Jahr nach dem Austritt die Echt Bodensee Card wieder ein. Dafür steigt die Kurtaxe auf 4,50 Euro.  ]]></description>
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          Beschwerden von Gästen, Kritik von Gastgebern, sinkende Übernachtungszahlen: Die Stadt zieht die Notbremse und führt ein Jahr nach dem Austritt die Echt Bodensee Card wieder ein. Dafür steigt die Kurtaxe auf 4,50 Euro.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/rolle-rueckwaerts-am-bodensee-stadt-fuehrt-die-echt-bodensee-card-wieder-ein;art372486,12448378]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Beschwerden von Gästen, Kritik von Gastgebern, sinkende Übernachtungszahlen: Die Stadt zieht die Notbremse und führt ein Jahr nach dem Austritt die Echt Bodensee Card wieder ein. Dafür steigt die Kurtaxe auf 4,50 Euro.



        <p>Die Stadt führt die Echt Bodensee Card (EBC) 2026 wieder ein, das hat der Gemeinderat am Dienstagabend beschlossen. Die Kurtaxe wird im Zuge dessen auf 4,50 Euro erhöht. Kaum dass der Austritt aus dem EBC-Verbund im Oktober 2024 im Gemeinderat beschlossen worden war, war schon Kritik von den ersten Gastgebern gekommen. Jetzt lag das Thema Wiedereintritt im Gemeinderat zur Entscheidung vor.</p> <p>Welche Folgen die Entscheidung für den Tourismus in den vergangenen sechs Monaten hatte, legte Tourismusleiter Daniel Müller dem Gemeinderat detailliert vor. „Signifikante 500 konkrete Beschwerden sind bei uns eingegangen“, sagte er. Zudem hätten sich Gäste auch bei anderen Tourismusinformationen in der Region über die fehlende Gästekarte in Meersburg beschwert. Kritikpunkte seien vorwiegend die fehlende kostenfreie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und der geringe Wert der städtischen Meersburg Card bei hoher Kurtaxe von 3,20 Euro gewesen, erklärte Müller.</p> <h2>Zahl der Übernachtungen geht um 22 Prozent zurück</h2> <p>Der Tourismusleiter berichtete zudem von einem besorgniserregenden Rückgang der Übernachtungszahlen um 22 Prozent im Zeitraum von Januar bis Mai. Zwar seien die Übernachtungszahlen in anderen EBC-Gemeinden ebenfalls rückläufig, doch zumeist im niedrigen einstelligem Bereich, selten höher, wie mit 16 Prozent in Sipplingen – doch nirgends so hoch wie in Meersburg. Die Schließzeit der Therme könne sich natürlich ebenfalls auf die Übernachtungszahl ausgewirkt haben, führte Müller an. Doch ein Vergleich mit der Nachbarschaft im Zusammenhang mit den Gästebeschwerden lasse den Schluss zu, dass die EBC einen stabilisierenden Effekt auf die Übernachtungszahlen habe. „Die negative Entwicklung der Zahlen bei uns muss gestoppt werden“, plädierte der Tourismusleiter für die Wiedereinführung der EBC.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Echt Bodensee Card Home für Einheimische</span><span>Die EBC Home kann auch jetzt schon von Meersburgern genutzt werden, erklärte Ute Stegmann, Geschäftsführerin der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH. Die Karte kann von allen Einwohnern der Region erworben werden, unabhängig davon, ob sie in einer Gemeinde leben, die an der EBC teilnimmt. Wie bei der EBC für kurtaxepflichtige Gäste erhalten Einheimische mit der Karte unter anderem Ermäßigungen bei über 200 Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Der öffentliche Nahverkehr im Bodo-Verbund ist mit der EBC Home allerdings nicht gratis, sondern um 30 Prozent rabattiert. Die Karte kostet 7 Euro jährlich plus einmalig 5 Euro für die Bodo-E-card. Informationen unter www.echt-bodensee.de</span></label></div> <h2>67 Prozent der Vermieter wollen EBC wieder haben</h2> <p>Zudem habe eine unabhängige Marktforschungsstudie belegt, dass 32 Prozent der Gäste bei der Wahl ihres Urlaubsortes von der Gästekarte beeinflusst würden. Weiter machte der Tourismuschef auf eine Umfrage unter den Gastgebern aufmerksam, die 142 Betriebe beantwortet hätten. 67 Prozent der Vermieter hätten sich für die Wiedereinführung der EBC ausgesprochen. Durch den Beitritt zur EBC verpflichte die Stadt sich zur Zahlung eines Solidarbeitrags von 1,25 pro kurtaxefähiger Übernachtung. Die Verwaltung schlage daher vor, die Kurtaxe auf 4,30 Euro anzuheben, um die Kosten für die EBC zumindest zu 73 Prozent abdecken zu können.</p> <h2>Holzherr-Tausenfreund fordert Kurztaxe von 4,80 Euro</h2> <p>Sabine Holzherr-Tausendfreund (FDP) war der Kostendeckungsgrad nicht hoch genug: „Es kann nicht sein, dass die Bürger den Abmangel übernehmen müssen.“ Deshalb stellte sie den Antrag, die Kurtaxe auf 4,80 Euro zu erhöhen und den Bürgern 50 Prozent Rabatt auf den Eintritt zu touristischen Attraktionen zu gewähren. Bürgermeister Robert Scherer entgegnete, dass er sich bezüglich der 50 Prozent nicht über geltendes Beihilferecht hinwegsetzen werde.</p> <p>Außerdem könne die Gemeinderätin als alleinige Vertreterin ihrer Partei keinen Antrag stellen. Diese Aussage führte zu einer kurzen Diskussion zwischen Holzherr-Tausendfreund und Mitgliedern der Verwaltung. Hauptamtsleiter Maximilian Fetzer sagte zu, die entsprechende Regelung der Gemeindeordnung zu einem späteren Zeitpunkt schriftlich an alle Gemeinderäte zu versenden. Da der Antrag von Holzherr-Tausendfreund Unterstützung von anderen Ratsmitgliedern erhielt, war dies für die fortlaufende Sitzung unproblematisch.</p> <h2>Auch weitere Räte plädieren für höhere Gästeabgabe</h2> <p>Markus Waibel (FWV) sprach sich ebenfalls für eine Erhöhung der Kurtaxe auf 4,80 Euro aus. „Es kann nicht sein, dass alles bei der Allgemeinheit hängen bleibt“, befand auch er. Er erinnerte auch an die Oktobersitzung 2024. „Wenn wir letztes Mal erhöht hätten, hätten wir über einen Austritt nicht reden müssen“, sagte Waibel. Boris Mattes (SPD) führte weitergehend aus, dass damals erst eine Sitzung zuvor die Haushaltssperre aufgehoben worden war. „Ohne eine Erhöhung der Kurtaxe konnte dem Verbleib in der EBC nicht zugestimmt werden“, sagt er.</p> <p>Mit Blick auf den Kostendeckungsgrad stellte auch er einen Antrag auf Abstimmung über 4,80 oder 4,50 Euro. Zu Bedenken einiger Ratskollegen, dass Meersburg dann wieder die höchste Kurtaxe der Region hätte, meinte er: „Andere Gemeinden werden sukzessive nachziehen.“ Christian Herter (Umbo) und Nils Schweikhardt (SPD) hatten Bedenken gegen eine solche Erhöhung und wollten dem Verwaltungsvorschlag von 4,30 Euro folgen.</p> <h2>Rabatt bei Übernachtungen in Riedetsweiler</h2> <p>Georg Dreher (CDU) wehrte sich dagegen, dass die Gäste in Riedetsweiler dieselbe Kurtaxe zahlen müssten wie in der Kernstadt. Da der Ortsteil nicht an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen sei, würden die Gäste von der EBC nicht unmittelbar profitieren. Außerdem gab er zu bedenken, dass der Rückgang der Übernachtungszahlen auch auf den Rückgang der Ferienwohnung zurückzuführen sei. Allein in Riedetsweiler gebe es sieben Ferienwohnungen weniger. „Wenn wir jede Ferienwohnung ablehnen, ist es klar, dass die Übernachtungszahlen rückläufig sind“, mahnte er.</p> <p>Der Gemeinderat beschloss auf Vorschlag von Bürgermeister Robert Scherer, zukünftig für Gäste in Riedetsweiler die Kurtaxe zu ermäßigen, analog zu den Sätzen in den Ortsteilen Baitenhausen und Schiggendorf. Nachdem eine Erhöhung auf 4,80 Euro wegen eines Stimmenpatts abgelehnt wurde, wurde mehrheitlich eine Kurtaxe von 4,50 Euro beschlossen. Dem Wiederbeitritt zur EBC stimmten die Gemeinderäte bei einer Enthaltung ebenfalls zu.</p>]]>
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      <pubDate>Wed, 16 Jul 2025 14:35:39 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wrack der „Lady Jay“ entdeckt! 2011 verschlang der Bodensee die Motorjacht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/schweiz/schiffswrack-im-bodensee-entdeckt-seit-2011-liegt-die-motorjacht-auf-dem-grund;art1371848,12441251 ]]></link>      <description><![CDATA[  In einer Tiefe von 170 Metern liegt das Schiff auf dem Seegrund. Dort hat ihn der Schiffsbergeverein um Silvan Paganini gefunden. Kommen nun neue Hinweise zur genauen Ursache des Unglücks ans Licht?  ]]></description>
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        <![CDATA[
          In einer Tiefe von 170 Metern liegt das Schiff auf dem Seegrund. Dort hat ihn der Schiffsbergeverein um Silvan Paganini gefunden. Kommen nun neue Hinweise zur genauen Ursache des Unglücks ans Licht?<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/schweiz/schiffswrack-im-bodensee-entdeckt-seit-2011-liegt-die-motorjacht-auf-dem-grund;art1371848,12441251]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        In einer Tiefe von 170 Metern liegt das Schiff auf dem Seegrund. Dort hat ihn der Schiffsbergeverein um Silvan Paganini gefunden. Kommen nun neue Hinweise zur genauen Ursache des Unglücks ans Licht?



        <p>Er kann es nicht lassen: Silvan Paganini fährt kurz nach Sonnenaufgang auf den Bodensee hinaus, um das Wrack eines versunkenen Motorboots zu finden. Er sei schon wieder seit fünf Uhr mit Vorbereitungen für die heutige Mission beschäftigt, sagt er und steuert sein mit Ausrüstung beladenes Motorboot aus dem Hafen hinaus.</p> <p>Die Gischt spritzt ihm ins Gesicht, während er auf dem Navigationsgerät die Koordinaten ansteuert, wo er ein Schiffswrack vermutet. Die Mitglieder des Schiffsbergevereins hätten vor einiger Zeit zu recherchieren begonnen und nun hofft er auf einen spannenden Fund. Die Fahrt wird über eine Stunde dauern.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/nach-gescheiterter-saentis-bergung-was-silvan-paganini-jetzt-am-grund-des-bodensee-plant;art410936,12416459" target="_blank" title="Nach gescheiterter Bergung: Das hat „Säntis“-Visionär Paganini demnächst am Grund des Bodensees vor">Silvan Paganini</a> sei aktuell Freelancer für diverse Projekte und es laufe super, sagt er: „Ich könnte viel mehr arbeiten, aber auch Freizeit muss sein.“ Dass er dann für den Schiffsbergeverein auf den See hinausfährt und neue Wracks sucht, ist für ihn Abwechslung. Der Rest der Arbeit finde größtenteils im Büro statt.</p> <p>Die Lady Jay ist eine vierstöckige Stahljacht mit einer Länge von über zwölf Metern. Das zehn Tonnen schwere Schiff kenterte am 20. Juni 2011 um 11.15 Uhr in einem Sturm und sank. Nur knapp entgingen die Passagiere und der Skipper einer Katastrophe. Ein Segelboot kam den elf Passagieren damals zu Hilfe und rettete die Schiffbrüchigen.</p> <p>„Die Ursache und Hintergründe des Unglücks sind bis heute ungeklärt“, sagt Silvan Paganini, der auch als Untersuchungsbeauftragter bei der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) Schiffsunglücke untersucht. Darum ist er gespannt darauf, das Wrack zu finden und dem Schiffbruch auf den Grund zu gehen.</p> <h2>Tauchroboter wird ins Wasser gelassen</h2> <p>Mitten im See hält Paganini das Boot an und sagt: „Hier unten müsste es sein, wenn alles stimmt.“ Über mehrere Wochen haben Mitglieder des Schiffsbergevereins alte Dokumente und Sonardaten ausgewertet, um den Standort des Bootes dann mit den Tauchrobotern, die für die Dampfschiffbergung gebaut wurden, zu lokalisieren.</p> <p>„Wir hatten zehn Objekte in der Umgebung und haben uns dann mithilfe des Ausschlussverfahrens auf fünf beschränkt, drei davon haben wir bereits abgetaucht, also müsste es bei den letzten zwei Koordinaten liegen.“ Paganini bereitet den Unterwasserroboter vor. Dieser trägt einige Kampfspuren von der Bergung des Dampfschiffes Säntis: Tiefe Kratzer und abgeplatzte Farbe.</p> <p>Paganini sagt: „Der Roboter zeigt, wie wir uns fühlen, etwas angekratzt, aber es läuft weiter!“ Denn: Die aus finanziellen Gründen gescheiterte Dampfschiffbergung sei nicht einfach für immer vom Tisch: „Die Vereinsmitglieder haben an der Hauptversammlung entschieden, trotz des fehlenden Geldes weiterzumachen. Halt langsam und beständig. Step by step.“</p> <h2>„Jackpot! Wir haben ein Wrack!“</h2> <p>Der Tauchroboter liefert während des Absinkens erste Bilder. Nicht etwa die Kamera, sondern die Side-Scan-Sonare. „Diese können unter Wasser Objekte ausmachen und diese Bilder dann live an die Oberfläche übertragen. Solche modernen Mittel hat sonst fast niemand“, schwärmt Paganini.</p> <p>Der Roboter taucht tiefer und tiefer und dann plötzlich erscheinen die Umrisse eines Schiffes auf den Bildschirmen: „Jackpot! Wir haben ein Wrack! Doch was für eins ist das?“ – Paganini steuert den Roboter gekonnt um das Schiff herum. Das Schiff steht im Seeboden auf rund 170 Metern Tiefe. Schließlich hält er an und liest die Schiffsnummer vor: „Friedrichshafen 33233 – Gefunden!“</p> <p>Mit der Tauchdrohne schwimmt Paganini erst um das Boot herum und macht Aufnahmen von außen. Er prüft alle Fenster und den Zustand des Schiffs. Lediglich bei einer offen stehenden Schiebetür wird er stutzig: „Schwierig zu sagen, ob diese Tür zum Zeitpunkt des Unglücks offen stand oder zu war. Da müssen wir jetzt halt reintauchen und nachsehen.“</p> <p>Die Drohne schwebt in das Wrack hinein. Im Innern ist alles zerstört: Möbel liegen übereinander und Quaggamuscheln haben überall angesetzt. Dennoch erkennt man auf den Bildern etwa die Uhr des Schiffes. Paganini erklärt: „Die Zeiger müssten den Zeitpunkt des Unglücks, also 11.15 Uhr anzeigen.“ Doch stehen die Zeiger der Uhr auf 10.44 Uhr.</p> <h2>Wrack bleibt auf dem Grund des Sees</h2> <p>Bei der Tür könnten die Auswertungen der Videodaten zusätzliche Hinweise geben über den Zustand, also ob die Türe offen war oder nicht. Paganini hofft auch, dass er eins der Crew-Handys findet, doch mehr als einige alte Stühle des Schiffes auf dem Grund des Sees entdeckt er nicht. Nach dem Unglück der „Lady Jay“ wurde der internationale Seenotruf 112 sowie am Funk der Notfallkanal 16 länderübergreifend als Standard am Bodensee eingeführt.</p> <p>Bergen will Paganini die „Lady Jay“ nicht. „<a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/saentis-bergung-gescheitert-verein-bekommt-nicht-genug-spenden;art1371848,12299333" target="_blank" title="„Säntis“-Bergung gescheitert: „Es muss ja kein Paganini sein, der da weitermacht“">Wir sind noch mit der Säntis beschäftigt</a> und das wird unsere Energie brauchen, da am Ball zu bleiben.“ Die kommenden Tage wird Paganini mit Vereinsmitgliedern wieder am Dampfschiffswrack beschäftigt sein.</p> <p><em>Raphael Rohner arbeitet für die <a href="https://www.thurgauerzeitung.ch/ostschweiz/oberthurgau/bodensee-in-170-metern-tiefe-14-jahre-nach-dem-unglueck-findet-der-schiffsbergeverein-die-lady-jay-im-bodensee-und-mit-ihr-ein-raetsel-ld.2791183" target="_blank" title="" rel="noopener">„Thurgauer Zeitung“, unserer Partnerzeitung, in der dieser Artikel zuerst erschienen ist</a>.</em></p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Stetten]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Wrack der „Lady Jay“ entdeckt! 2011 verschlang der Bodensee die Motorjacht]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 15 Jul 2025 11:45:36 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der Wahlkampf ist eröffnet: Kandidaten geben ihre Bewerbungsunterlagen ab  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/daisendorf/der-wahlkampf-ist-eroeffnet-kandidaten-geben-ihre-bewerbungsunterlagen-ab;art372470,12440146 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bislang gibt es drei Bewerber um das Bürgermeisteramt in Daisendorf. Manuel Strasser und Christoph Huber warfen ihre Unterlagen um Mitternacht ein. Jacqueline Alberti übergab ihre Bewerbung persönlich.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Bislang gibt es drei Bewerber um das Bürgermeisteramt in Daisendorf. Manuel Strasser und Christoph Huber warfen ihre Unterlagen um Mitternacht ein. Jacqueline Alberti übergab ihre Bewerbung persönlich.<br>
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        Bislang gibt es drei Bewerber um das Bürgermeisteramt in Daisendorf. Manuel Strasser und Christoph Huber warfen ihre Unterlagen um Mitternacht ein. Jacqueline Alberti übergab ihre Bewerbung persönlich.



        <p>Er war der Erste: Gegen 23 Uhr ist Manuel Strasser am vergangenen Freitag mit einem Freund von seinem Wohnort Markdorf zum Daisendorfer Rathaus gefahren, um dort pünktlich um Mitternacht seine Bewerbungsunterlagen einzuwerfen. Seit 12. Juli, 0 Uhr, sind Bewerbungen für die nächste achtjährige Amtszeit des Bürgermeisters oder der Bürgermeisterin von Daisendorf möglich, die im November beginnt. Noch bis 1. September um 18 Uhr können Kandidatinnen und Kandidaten ihre Unterlagen beim Vorsitzenden des Gemeindewahlausschusses im Rathaus einreichen. Die Wahl findet am 28. September statt.</p> <p>Strasser blieb in der Nacht nicht allein. Auch der zweite Interessent für das Amt, der derzeitige Sipplinger Hauptamtsleiter Christoph Huber, machte sich vor Mitternacht gemeinsam mit seiner Frau von Meersburg auf nach Daisendorf, um seine Bewerbungsunterlagen kurz nach Strasser einzuwerfen.</p> <h2>Wahlausschuss nimmt Briefe direkt an sich</h2> <p>Am Briefkasten standen Hasan Ögütcü, stellvertretender Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, und Erwin Kraft, erster Beisitzer, die den korrekten Einwurf dokumentierten und anschließend die Briefumschläge sicherheitshalber wieder heraus und an sich nahmen – auch das dokumentiert. Denn der Daisendorfer Briefkasten ist offenbar recht klein. „Jemand hätte die Briefe einfach wieder herausziehen können“, sagt Ögütcü.</p> <p>Bürgermeisterin Jacqueline Alberti, die ebenfalls wieder antritt, wollte nicht auch noch in der Nacht am Briefkasten stehen. „Da schlafen doch alle“, sagte sie. Stattdessen hat sie ihren Wahlkampfauftakt auf 10 Uhr am Samstagmorgen gelegt – und dort Hasan Ögütcü ihre Bewerbungsunterlagen persönlich überreicht. Dazu gab es einen kleinen Sektempfang, zu dem sich einige Bürgerinnen und Bürger, Gemeinderäte und auch ihre Familie einfanden. Auf den Stehtischen hatte Alberti die zwölf Kernpunkte ihres Wahlprogramms in Form kleiner Bonbontütchen der Eigeltinger Bonbonmanufaktur platziert. „Finanzen mit Vernunft“, „Feuerwehrhaus jetzt“ oder „Dorfentwicklung mit Herz“ war darauf beispielsweise zu lesen.</p> <p>Damit hat der Wahlkampf in Daisendorf begonnen. Alle drei Bewerberinnen und Bewerber haben ihre Internetseiten freigeschaltet (siehe Info-Kasten) und ihre Wahlprogramme veröffentlicht. Dabei geht Manuel Strasser mit einer Reihe eigener Veranstaltungen ins Rennen. Am 7. August und 11. September will er bei gemeinsamen Spaziergängen durch Daisendorf, die er „GEHspräche“ nennt, mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Am 6. und 20. September lädt er unter dem Motto „Bratwurst &amp; Begegnung“ zum Grillen auf dem Freizeitgelände und am Schützenhaus ein. Am 28. August steht er mit einem Stand auf dem Wochenmarkt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Kandidaten und Wahlprogramme im Internet</span><span>Alle drei bisherigen Kandidaten stellen sich und ihre Wahlprogramme im Internet vor. Bürgermeisterin Jacqueline Alberti hat zum Wahlkampfauftakt am Samstag ihre Internetseite www.jacqueline-alberti.de freigeschaltet. Manuel Strasser ist unter <a href="https://manuel-strasser.de/" target="_blank" title="" rel="noopener">Manuel-strasser.de</a> zu finden (ohne www) und Christoph Huber unter <a href="https://www.christoph-huber.info/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.christoph-huber.info</a>.</span></label></div> <p>Auch Christoph Huber sucht den Austausch mit den Daisendorfern, ist beim Dorffest und beim Weinfest dabei und wird viermal donnerstags auf dem Wochenmarkt stehen. Zudem hat er eigene Termine geplant: Am 26. Juli soll es „Gespräche bei Kaffee und Kuchen“ auf dem Dorfplatz geben, am 20. August auf dem Spielplatz zur Halde. Auch zum Grillen an der Freizeitanlage lädt Huber ein (23. August), zu Gesprächen am Aussichtspunkt Gärtlesberg sowie einem Sonntagsspaziergang durch den Ort.</p> <p>Bürgermeisterin Alberti indes will, so wie sie es bereits bei ihrer ersten Bewerbung 2017 gemacht hat, persönlich zu den Bürgerinnen und Bürgern gehen – um „intensiv in die Gemeinde hineinzuhören“, wie sie sagte. „Diese Zeit werde ich abends gern in die Gemeinde investieren.“</p> <h2>SÜDKURIER-Podiumsdiskussion am 16. September</h2> <p>Pflicht ist für alle Kandidaten indes die offizielle Kandidatenvorstellung am 18. September im Daisendorfer Rathaus. Zugesagt haben sie auch die Teilnahme an einer Podiumsdiskussion des SÜDKURIER am 16. September im Rathaussaal, moderiert von Stefan Hilser, Leiter der Überlinger Lokalredaktion.</p> <p>Hasan Ögütcü dankte der Bürgermeisterin ebenso wie den beiden Herausforderern. Dass es immer wieder Menschen gebe, die sich bereiterklärten, ein solch herausforderndes Amt anzunehmen, sei nicht selbstverständlich, sagte der aktive Gemeinderat, und ein starkes Zeichen für die Demokratie. Immer wieder komme es schließlich vor, dass es in Gemeinden gar keinen Bewerber gebe. „Nun sollen die Bürgerinnen und Bürger ihre Wahl treffen.“</p> <h2>Deshalb wird Abfolge auf dem Wahlschein ausgelost</h2> <p>Am Montagmorgen hat der Gemeindewahlausschuss erneut den Briefkasten geöffnet. Es blieb bei den drei Bewerbungen des Wochenendes. Unklar ist noch, wer auf dem Wahlschein oben stehen wird. Das entscheidet sich normalerweise nach dem Eingang der Bewerbung. Doch am Wochenende ist es anders. Laut Kommunalwahlordnung gelten bei Bewerbungsstart am Wochenende alle Bewerbungen, die bis 7.30 Uhr am nächsten Werktag eingegangen sind, als „zum gleichen frühesten Zeitpunkt eingegangen“. In diesem Fall muss die Reihenfolge ausgelost werden, so will es das Recht (§ 20 Abs. 6 Satz 3 KomWO).</p> <p>Unterdessen dürfte es spannend bleiben, ob weitere Kandidaten ins Rennen gehen werden. Auf Instagram etwa ist kürzlich das Profil eines „BM-Daisendorf“-Kandidaten aufgetaucht, das aber mittlerweile wieder verschwunden ist. Sollte bei der Wahl niemand die absolute Mehrheit erzielen, ist der Termin einer eventuellen Stichwahl schon fix: Sonntag, 19. Oktober.</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:source><![CDATA[Stetten]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Der Wahlkampf ist eröffnet: Kandidaten geben ihre Bewerbungsunterlagen ab]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sat, 12 Jul 2025 05:02:06 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Sie stärken Kompetenzen von Kindern  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/sie-staerken-kompetenzen-von-kindern;art372493,12437899 ]]></link>      <description><![CDATA[  <ul> <li>15 Jahre Christlicher<br /> Verein Junger Menschen</li> <li>Kinder- und Jugendarbeit<br /> steht im Mittelpunkt</li> <li>In gelebter Gemeinschaft<br /> fürs spätere Leben lernen</li> </ul>  ]]></description>
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          <ul> <li>15 Jahre Christlicher<br /> Verein Junger Menschen</li> <li>Kinder- und Jugendarbeit<br /> steht im Mittelpunkt</li> <li>In gelebter Gemeinschaft<br /> fürs spätere Leben lernen</li> </ul><br>
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        <ul> <li>15 Jahre Christlicher<br /> Verein Junger Menschen</li> <li>Kinder- und Jugendarbeit<br /> steht im Mittelpunkt</li> <li>In gelebter Gemeinschaft<br /> fürs spätere Leben lernen</li> </ul>



        <p><strong>Stetten</strong> Der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) feiert einen Anlass. Seit 15 Jahren besteht der Verein in dem kleinen Ort. Doch eigentlich gibt es die christliche Jugendarbeit dort schon seit 20 Jahren.</p> <p>Die Vorsitzende Silvia Engel erzählt, dass sie 2005 den Verein Christliche Jugendarbeit (VCJ) gegründet habe. Zuvor hatte sie sich in kirchlicher Obhut für Kinder und Jugendliche engagiert, doch sie habe Jugendarbeit selbstständig, frei und offen, aber ohne Verantwortung gegenüber einer Institution gestalten wollen. Da aber zum Beispiel private Ferienlager ohne eine Versicherung nicht möglich seien, wurde die Vereinsgründung mit dem erfundenen Namen VCJ nötig. Durch die Vereinsstruktur wurden sie vom paritätischen Wohlfahrtsverband in Stuttgart aufgenommen und auch die Versicherung sei dadurch unproblematisch gewesen.</p> <p>„Wir hatten Namen, Träger und Versicherer und konnten endlich loslegen“, erinnert Engel sich zurück. „In der ersten Zeit haben wir nur uns gesehen und nicht weiter geschaut“, erzählt sie. Der Verein habe sich erst finden müssen. Räume, Gruppen, Homepage – alles habe organisiert werden müssen. Damals habe der Verein dann in Stetten Platz gefunden, im ungenutzten Kellerraum im Rathaus, in dem zuvor die Landfrauen waren. „Aber es war früh klar, dass der VCJ nur eine Übergangslösung war“, erklärt die Vorsitzende. Sie habe den CVJM schon von früher gekannt und da die Ziele beider Vereine die gleichen gewesen seien, habe sich herausgestellt, dass die eigentliche Heimat der CVJM sei. „Es war nur eine Frage der Zeit“, sagt Engel und lacht. So wurde Kontakt mit dem baden-württembergischen Verband in Stuttgart aufgenommen und die Stettener Gruppe wurde in den Landesverband Baden eingegliedert. „Wegen der räumlichen Nähe wären wir zwar lieber in den württembergischen Landesverband gegangen“, plaudert Engel aus dem Nähkästchen, denn die Wege zu überregionalen Treffs bis hoch nach Karlsruhe seien weit. Doch die Generalsekretäre hätten sie wegen der örtlichen Lage eindeutig dem badischen Verband zugeordnet. So sind sie seit 2010 Ortsgruppe des bundesweit agierenden CVJM.</p> <p>Die Jugendarbeit habe sich in den vergangenen 15 Jahren nicht großartig verändert, antwortet Engel auf Nachfrage. Die Zahlen der teilnehmenden Kinder seien über die Jahre hinweg konstant. „An Kindern mangelt es nicht“, freut sich die Vorsitzende. Aber ihnen falle nichts zu. Der Verein dürfe bei der Werbung auf allen Kanälen nicht nachlassen. „Wir verwenden viel Zeit für Werbung und um Flyer zeitgemäß und ansprechend zu gestalten.“ Diese Aufgabe übernimmt überwiegend Engels Tochter Katharina, die zusammen mit Bruder Christian auch das jährliche Krippenspiel schreibt.</p> <p>Insgesamt sei das Angebot der Ortsgruppe in den vergangenen Jahren aber breiter geworden. Angebote speziell für Frauen seien dazugekommen, für Ehemalige wurden Ausflugswochenenden eingerichtet und auch die Verbindung mit dem Landesverband sei ausgebaut worden. Der stellvertretende Vorsitzende Patrick Häring ergänzt, dass die 14- bis 18-Jährigen an der Jugendfreizeit des Landesverbandes teilnehmen, da die Ortsgruppe keine Kapazitäten dafür habe.</p> <p>Weiterhin sei durch Orangenverkauf oder mit einem Stand auf dem Meersburger Weihnachtsmarkt auch die Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut worden. „Wir müssen gläsern sein, immer wieder beweisen, dass wir keine Sekte sind“, erklärt Engel, „denn Freigeister werden gern in diese Ecke gedrängt.“ Alles ist öffentlich, erläutert sie weiterhin, jeder ist willkommen, unabhängig von Konfession oder Hautfarbe. Natürlich symbolisiere das Dreieck als Markenzeichen des CVJM die Einigkeit von Leib, Geist und Seele – aber es werde nicht missioniert, betont Engel. Jeder habe die Chance, seinen eigenen Glauben zu entdecken, sowie sich selbst und seine Fähigkeiten zu entwickeln sowie ohne Druck und Noten Teamfähigkeit, Loyalität und Durchsetzungsvermögen zu erlernen. Sozialkompetenzen, die auch später im Beruf wichtig sind, meint Engel.</p> <p>Häring, der als etwa achtjähriges Kind in den Verein kam, bestätigt das. Er habe im Verlauf der Jahre gelernt, wie man an Probleme herangehen und sie lösen könne, Kompromisse zu schließen und Verantwortung zu übernehmen sowie seine eigene Meinung zu vertreten. Dinge, die ihm nun im Berufsleben leicht fielen. Spotan fällt Silvia Engel dann doch noch etwas ein, das sich in der Jugendarbeit der vergangenen Jahre auffällig verändert habe: „Die mühsamsten Punkte sind Eltern, die ihren Kindern nichts zutrauen.“ Das habe es vor 15 oder 20 Jahren weniger gegeben. Gerade in Bezug auf die knapp zweiwöchigen Sommerfreizeiten. „Eltern, die nicht merken, dass ihre Kinder durch Loslassen stark werden“, nennt Engel ein Beispiel.</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Fest zum Jubiläum</h2> Der CVJM Stetten feiert sein 15-jähriges Bestehen am Sonntag, 20. Juli, mit einem Fest auf dem Hof Breitenbach. Beginnend mit einem Sektempfang um 9.30¦Uhr und Gottesdienst in der Kapelle mit dem CVJM-Generalsekretär Matthias Kerschbaum. Anschließend folgen Spielangebote, Bandauftritt bis zum Segen und Verabschiedung um 15.30 Uhr. Es wird gebeten, eigenes Geschirr und etwas für das gemeinschaftliche Büfett mitzubringen. Grillgut und Getränke stellt der Verein. Spenden sind willkommen. Informationen zum Verein sind im Internet abrufbar:<br /> <strong>www.cvjm-stetten.de</strong></div>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Verein "Gesellschaftliches Engagement" Jugendliche]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stetten]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Sie stärken Kompetenzen von Kindern]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 08 Jul 2025 16:33:10 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Fitness, Fußball, Fahrrad: So will die Gemeinde den Sport- und Funpark aufwerten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/uhldingen-muehlhofen/so-soll-der-sport-und-funpark-in-oberuhldingen-aufgewertet-werden;art372496,12434485 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Gemeinderat plädiert für eine Neugestaltung der Freizeitfläche. Investitionen von rund 660.000 Euro sollen eine neue Umgebung für junge Menschen schaffen. Das ist geplant.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Der Gemeinderat plädiert für eine Neugestaltung der Freizeitfläche. Investitionen von rund 660.000 Euro sollen eine neue Umgebung für junge Menschen schaffen. Das ist geplant.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      <dc:subject><![CDATA[
        Der Gemeinderat plädiert für eine Neugestaltung der Freizeitfläche. Investitionen von rund 660.000 Euro sollen eine neue Umgebung für junge Menschen schaffen. Das ist geplant.



        <p>Beachvolleyball, Fußball oder Tischtennis, Obstgarten oder Trimm-dich-Pfad: Der 2015 eingerichtete Sport- und Funpark in Oberuhldingen soll deutlich attraktiver werden. Moderner und vielseitiger nutzbar. Der Gemeinderat hat einen vom Überlinger Büro Planstatt Senner ausgearbeiteten Plan befürwortet und auf den Weg gebracht. Die Kosten liegen bei rund 660.000 Euro, Baubeginn soll diesen Herbst sein. Derzeit finden noch Abstimmungen mit dem Landratsamt sowie dem Regierungspräsidium Tübingen statt, um die Planung final zu genehmigen.</p> <h2>Flächen für Fitness und Fußball</h2> <p>Das beauftragte Planungsbüro hat gemeinsam mit der Verwaltung sowie dem im Vorjahr neu gegründeten 14er-Rat zwei gemeinsame Planungsworkshops gemacht, um die zukünftige Gestaltung zu erarbeiten. Ziel ist es, die bisher nur teilweise genutzten Flächen optimal für die Bedürfnisse der Jugendlichen und Nutzer zu gestalten und zukunftsfähig zu machen. „Dabei sollen neue Angebote geschaffen werden, darunter ein Skateplatz, eine Soccer-Arena, ein Basketballplatz, ein Fahrradparkplatz sowie Calisthenics-Stationen, ein Bouleplatz und Tischtennisplatten“, erläuterte Ortsbaumeister Fabian Stephan. Calisthenics ist eine besondere Form des Krafttrainings.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das geplante Sportangebot</span><span>Folgende Sportanlagen bestehen bereits, sollen aber aufgewertet werden: Skateplatz, Beachvolleyball, Tischtennis und Basketball. Neu sind Bikepark mit Sprüngen für Anfänger und Fortgeschrittene, Streetball, Boule, Klettern, Balancieren, Calisthenics (besondere Form des Krafttrainings), Parkour, Trimm-dich-Pfad, Barfuß-Joggen, Soccer-Court mit Kunstrasen und Sand sowie Tore mit Basketballkorb für Fußballtricks. Platz für individuelle körperliche Betätigung gibt es auf einer Wiese.</span></label></div> <h2>Eine Allee soll entstehen</h2> <p>Wert wird auf die Verbesserung der Aufenthaltsqualität gelegt: Pflanzen und Sitzmöbel sind vorgesehen, um den Park attraktiver und einladender zu gestalten. Wie Tom Guglielmo und Krischa Konstantin Salver vom Planungsbüro informierten, findet die beleuchtete Haupterschließung über eine neue Allee entlang des Sportplatzes statt, womit eine Verbindung zum Wohnmobilstellplatz gegeben ist. Die bestehende Baumreihe soll durch eine neue ergänzt und so zur Allee werden.</p> <p>Geplant ist ein schonender Umgang mit dem Bestand, so soll die Asphaltfläche beim Basketball- und Skateplatz erhalten, geschliffen und so aufgewertet werden. Vorgesehen ist, so wenig Bäume wie möglich zu fällen. Diese sollen dann als Totholz auf dem Grundstück verbleiben. Es ist beabsichtigt, rund 80 neue Bäume zu pflanzen, um Mikroklima und Erscheinungsbild aufzuwerten, so der im Rat vorgestellte Plan. Vorgesehen ist ferner ein Obstgarten.</p> <h2>Weitere Fahrradstellplätze</h2> <p>Am Ankunftspunkt beim Jugendtreff entstehen 20 neue Fahrradstellplätze, zudem ist hier ein Birkenhain geplant als Treffpunkt und zum Aufenthalt im Schatten sowie mit einer Infotafel. Beabsichtigt sind unterschiedliche Rundwege, darunter ein Rasenweg mit weichem Untergrund zum Barfuß-Joggen und mit Trimm-Dich-Stationen. Der Aufenthalt beim Jugendtreff soll mit Grillstelle, Schatten und neuen Sitzgelegenheiten verschönert werden, in der Nähe der Seefelder Aach ist ein Holzdeck beabsichtigt. Neben der hier befindlichen Großen Eiche ist ein Baumhain vorgesehen, der sich für Hängematten eignet.</p> <h2>Umsetzung könnte dieses Jahr beginnen</h2> <p>Planer Tom Guglielmo sagte abschließend, der erste Abschnitt könne dieses Jahr schon umgesetzt werden. Man habe sich auf die wesentlichen Schritte beschränkt, später könne noch einmal aufgestockt werden. Die Planung stieß auf große Zustimmung im Gremium. „Bin begeistert“, sagte Ute Stephan (BuF), „ein tolles Projekt“, befand Erwin Marquart (CDU) und Reiner Jäckle (JB) sprach von einem „super geilen Entwurf“. Christine Allgaier (BuF) freute sich über die geplante Aufenthaltsqualität: „Ein Platz, wo man sich treffen kann.“</p> <p>Gabriele Busam (FW) legte Wert auf ein Sonnensegel und sprach sich für eine „große Lösung“ aus: „Bitte nicht kleckern.“ Auch Helga Boonekamp (FW) befand, so viel wie möglich umzusetzen. Der Rat verabschiedete einstimmig die ausführliche Planung, die rund 140.000 Euro mehr kosten wird als die abgespeckte Version mit 523.000 Euro, die zunächst vorgesehen war. Wesentlicher Unterschied: Eine bessere Ausgestaltung der Spielfläche und eine zusätzliche Sicherheitsbeleuchtung.</p> <h2>Kinder und Jugendliche im Fokus</h2> <p>Der Kernpunkt des Projekts sind laut Krischa Konstantin Salver die Kinder und Jugendlichen und deren Entwicklung. „Sport und Bewegung – vor allem an der frischen Luft – trainieren nicht nur die Muskeln, sondern auch das Gehirn und haben somit einen unmittelbaren Einfluss auf die körperliche und geistige Entwicklung, auf die Ausbildung motorischer Fähigkeiten und die psychosoziale und emotionale Entwicklung und Kompetenz“, teilte Salver dem SÜDKURIER mit.</p> <p>Der Funpark solle die Erfahrung aller Sinne fördern: Unterschiedliche Materialien und Oberflächen wie Holz, Rasen oder Splitt sprächen den Tastsinn an. Geschmacks- und Geruchssinn würden im Obstgarten angesprochen – gleichzeitig könne man sich hier auch mit Vitaminen versorgen. Und: „Ein Ort, den man gerne besucht, wird zum Treffpunkt und damit zum Ort der Begegnung und des Austauschs, der Kommunikation, der Gemeinschaft, der Auseinandersetzung mit sich selbst und mit anderen.“</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Fitness, Fußball, Fahrrad: So will die Gemeinde den Sport- und Funpark aufwerten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 04 Jul 2025 15:49:30 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Faktencheck zu Gerüchten um langen Ausfall: Wann sticht Biogas-Fähre „Richmond“ wieder in See?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/geruechte-um-faehre-richmond-wann-faehrt-das-biogas-schiff-wieder-zwischen-konstanz-und-meersburg;art372448,12431393 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im Internet kursieren wilde Behauptungen rund um das neueste Fährschiff auf der Linie Konstanz-Meersburg. Bis Ende des Jahres sei sie nicht einsetzbar, heißt es. Auf SÜDKURIER-Anfrage schaffen die Stadtwerke Klarheit.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Im Internet kursieren wilde Behauptungen rund um das neueste Fährschiff auf der Linie Konstanz-Meersburg. Bis Ende des Jahres sei sie nicht einsetzbar, heißt es. Auf SÜDKURIER-Anfrage schaffen die Stadtwerke Klarheit.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/geruechte-um-faehre-richmond-wann-faehrt-das-biogas-schiff-wieder-zwischen-konstanz-und-meersburg;art372448,12431393]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Im Internet kursieren wilde Behauptungen rund um das neueste Fährschiff auf der Linie Konstanz-Meersburg. Bis Ende des Jahres sei sie nicht einsetzbar, heißt es. Auf SÜDKURIER-Anfrage schaffen die Stadtwerke Klarheit.



        <p>Woher der Mann sein Wissen hat, gibt er nicht preis. Aber in einem Facebook-Post, der sich eigentlich auf die Verpackungssteuer-Debatte und den Eingriff in die Privatsphäre des Oberbürgermeisters beschäftigt, behauptet jemand, der sich „Patrick de Durholte“ nennt: „Und gleichzeitig das Klima-Leuchtturm-Projekt Gasfähre (…) jetzt wieder bis Dezember außer Betrieb, weil Ersatzteile fehlen“. Nach der auch von Pannen geprägten Vorgeschichte der „Richmond“ ist das eine brisante Aussage. Aber stimmt sie überhaupt?</p> <p>Der SÜDKURIER hat die Stadtwerke Konstanz, zu denen der Fährbetrieb Konstanz-Meersburg gehört, um eine Stellungnahme gebeten. Zumal die „Richmond“ tatsächlich für alle erkennbar seit längerem im Hafen in Staad liegt und ebenfalls unübersehbar im Interesse möglichst kurzer Wartezeiten die älteren, kleineren Diesel-Schiffe aus den Jahren zwischen 1975 und 1993 wieder verstärkt eingesetzt werden. Die Antwort ist aufschlussreich: Ja, die Richmond hat eine Zwangspause, weil ein Ersatzteil schwierig zu beschaffen war. Und nein, von einem Ausfall über Monate kann nicht die Rede sein. „Nächste Woche geht das Schiff wieder in den Einsatz“, so die Auskunft der Pressestelle.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Fährschiff „Richmond“</span><span>Die „Richmond“ ist das neueste Fährschiff auf der Linie Konstanz-Meersburg. Ihre Besonderheit ist ein Antrieb mit Gas, der für konventionelles Flüssiggas (LNG, liquefied natural gas) oder Biogas geeignet ist. Mit dem Schiff betraten die Stadtwerke wie auch der Friedrichshafener Motorenbauer MTU als Teil von Rolls Royce Power Systems technisches Neuland. Baubeginn des Schiffs <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/Baustart-in-Hamburg-Das-erste-Stahlteil-fuer-das-14-Faehrschiff-der-Linie-Konstanz-Meersburg-ist-fertig;art372432,9885454" target="_blank" title="Baustart in Hamburg: Das erste Stahlteil für das 14. Fährschiff der Linie Konstanz-Meersburg ist fertig">war 2018 auf der Werft Pella Sietas in Hamburg</a>, die Endmontage erfolgte in Fussach am österreichischen Bodenseeufer. Durch die Insolvenz der Werft <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/der-streit-zwischen-stadtwerken-und-werft-ist-beigelegt-und-der-ausbau-der-gasfaehre-geht-weiter-aber-die-kosten-steigen-um-rund-14-prozent;art372448,10822181" target="_blank" title="Der Streit zwischen Stadtwerken und Werft ist beigelegt und der Ausbau der Gasfähre geht weiter &amp;ndash; aber die Kosten steigen um rund 14 Prozent">übernahmen die Stadtwerke Konstanz ein nur halb fertiges Schiff</a>. Mit eigenen Leuten und dem Büro Technolog stemmten sie die Fertigstellung. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/was-lange-waehrt-wird-endlich-gut-die-neue-faehre-fuer-konstanz-meersburg-heisst-richmond;art372448,11609840" target="_blank" title="Was lange währt, wird endlich gut: Die neue Fähre für Konstanz-Meersburg heißt &amp;bdquo;Richmond&amp;ldquo; Mit Video!">Mitte Juni 2023 wurde die ‚Richmond‘ getauft</a>, ging aber <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/endlich-das-erste-gas-faehrschiff-am-bodensee-ist-ab-sofort-in-betrieb;art372448,11742033" target="_blank" title="Und plötzlich fährt sie doch! Wie die Pannen-Fähre &amp;bdquo;Richmond&amp;ldquo; in aller Stille im Betrieb ging">erst im Herbst 2023 in den Liniendienst</a>. Seither hat das Schiff immer wieder durch Ausfälle von sich reden gemacht. Im März 2025 <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/panne-auf-dem-bodensee-faehre-richmond-stoppt-mitten-auf-der-strecke-zwischen-meersburg-und-konstanz;art372448,12331256" target="_blank" title="Plötzlich geht nichts mehr vorwärts: Die Fähre „Richmond“ bleibt defekt auf dem See liegen">blieb sie sogar auf dem offenen See liegen und musste abgeschleppt werden</a>.</span></label></div> <p>Maximal drei Wochen hat der Ausfall demnach gedauert. Er zeigt allerdings auch auf, dass die Kinderkrankheiten der „Richmond“ eine Herausforderung bleiben. An der Welle von Schaltgetriebe und Generator habe es einen mechanischen Schaden gegeben, und „die Ersatzeilbeschaffung gestaltete sich schwierig“.</p> <p>Das lässt aufmerken, nachdem die „Richmond“ erst vor zwei Jahren überhaupt in Dienst gestellt wurde und auf eine Einsatzdauer von Jahrzehnten konstruiert ist. Die Stadtwerke geben dazu aber auch zu bedenken: „Es ist vollkommen normal, dass vereinzelt Fähren ausfallen – das betrifft nicht nur die ‚Richmond‘, sondern auch konventionelle Dieselfähren wie die ‚Lodi‘ oder die ‚Tabor‘.</p> <h2>Jedes Schiff hat auch Betriebspausen</h2> <p>Und was ist mit der Kritik am „Klimaschutz-Leuchtturm-Projekt“? Immerhin müssen, wenn die dank Biogas-Antrieb als klimaneutral eingestufte „Richmond“ nicht fahren kann, stattdessen Dieselschiffe eingesetzt werden. Pro Überfahrt brauchen diese laut Stadtwerken 50 Liter Treibstoff, was zu einem Ausstoß von 132,5 Kilogramm des Klimagases Kohlenstoffdioxid (CO₂) führt. An einem einzigen Tag mit beispielsweise 20 Überfahrten, die nun statt mit Biogas- mit Dieselantrieb gemacht werden, kommen schon über 2,5 Tonnen Klimagas-Ausstoß zusammen.</p> <p>Das aber, so die Stadtwerke, läuft dem „Absenkpfad hinsichtlich der Emissionen“ nicht grundsätzlich zuwider: Es sei „nicht jeder Tag ohne Einsatz der ‚Richmond‘ auf technische Gründe zurückzuführen“. Oft sei der Nicht-Einsatz des Fährschiffs durch „turnusmäßige Rezertifizierungen und sicherheitsrelevante Prüfungen“ bedingt, und auch das Betanken dauere bei einem Gas-Schiff nun einmal länger.</p> <h2>„Keinerlei Überlegungen, die ‚Richmond‘ außer Dienst zu stellen“</h2> <p>Und erweist sich, wie es gelegentlich heißt und man es als Unterstellung indirekt auch im Facebook-Post lesen kann, die „Richmond“ generell als Flop? Immerhin hatten immense Mehrkosten und wiederholte Ausfälle dem Schiff nicht nur positive Bewertungen eingebracht. Die Stadtwerke sind dazu sehr deutlich: „Es gibt keinerlei Überlegungen, die ‚Richmond‘ außer Dienst zu stellen. Zwar treten – wie bei jedem komplexen System – auch bei der ‚Richmond‘ gelegentlich technische Störungen auf, was unsere Werkstatt selbstverständlich fordert.“</p> <p>Dies sei aber „angesichts der innovativen Antriebstechnologie und der Systemkomplexität“ nicht ungewöhnlich. „Im Gegenteil“, so die Stadtwerke, „die Zuverlässigkeit des Schiffes hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert – zuletzt lief die ‚Richmond‘ über Wochen hinweg störungsfrei.“ Offen bleibt allerdings die Frage des SÜDKURIER, welchen Anteil des vorgesehenen Betriebsprogramms die „Richmond“ in ihren ersten zwei Jahren seit der Taufe tatsächlich absolviert hat.</p> <h2>Was all die Nachrüstungen gekostet haben, bleibt vorerst offen</h2> <p>Und das letzte Gerücht aus dem Facebook-Post? In diesem heißt es „man munkelte 50 Mio Kosten“. Zum Zeitpunkt der Taufe im Sommer 2023 nannten die Stadtwerke Baukosten von 27,5 Millionen Euro – die zweitjüngste Fähre, die „Lodi“, hatte 2010 noch deutlich weniger als die Hälfte gekostet. Die bis heute aufgelaufenen Kosten für Nachrüstungen in den ersten zwei Betriebsjahren, nach denen der SÜDKURIER auch fragte, bezifferten die Stadtwerke nicht und verweisen nur auf ein Budget für Instandhaltung, das es für jedes Fährschiff gebe. Ein echter Faktencheck zu der 50-Millionen-Euro-Behauptung ist damit nicht möglich, aber Zweifel an der Summe scheinen wohl angebracht.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Faktencheck zu Gerüchten um langen Ausfall: Wann sticht Biogas-Fähre „Richmond“ wieder in See?]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 20 May 2025 16:37:45 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[B31-Knotenpunkt Altbirnau ab sofort freigegeben – für Nußdorf erfüllt sich ein Traum  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/b31-knotenpunkt-altbirnau-ab-sofort-freigegeben-fuer-nussdorf-erfuellt-sich-ein-traum-22-05-25;art372495,12393039 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit entfallen viele Umwege für Überlingen. Für Nußdorf bedeutet die Öffnung eine Entlastung vom Durchgangsverkehr. Die Baukosten belaufen sich auf mehrere Millionen Euro.  ]]></description>
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          Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit entfallen viele Umwege für Überlingen. Für Nußdorf bedeutet die Öffnung eine Entlastung vom Durchgangsverkehr. Die Baukosten belaufen sich auf mehrere Millionen Euro.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/b31-knotenpunkt-altbirnau-ab-sofort-freigegeben-fuer-nussdorf-erfuellt-sich-ein-traum-22-05-25;art372495,12393039]]></guid>
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        Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit entfallen viele Umwege für Überlingen. Für Nußdorf bedeutet die Öffnung eine Entlastung vom Durchgangsverkehr. Die Baukosten belaufen sich auf mehrere Millionen Euro.



        <p>Viele Umwege sind nun Vergangenheit. Zweieinhalb Jahre war die direkte Verbindung vom Überlinger Osten und Nußdorf zum Sportzentrum, nach Rengoldshausen und ins Gewerbegebiet wegen der Brückenbauarbeiten am Knoten Altbirnau gekappt gewesen. Seit Dienstag ist die wichtige Verkehrsschlagader wieder frei, die nun auch eine direkte Auffahrt zur B31 ermöglicht und damit den Teilort Nußdorf vom Durchgangsverkehr entlastet. Dies betonten der Tübinger Regierungspräsident Klaus Tappeser und Oberbürgermeister Jan Zeitler bei der feierlichen Verkehrsfreigabe des neuen Anschlusses am Dienstagmorgen im Beisein von Behördenvertretern, den beteiligten Baufirmen und zahlreichen Gemeinderäten.</p> <h2>Bedeutung für die ganze Region</h2> <p>„Die B31 ist die zentrale Verkehrsachse entlang des Bodensees“, betonte Klaus Tappeser in seiner Ansprache. Umso wichtiger sei es, dass die neuen Anschlüsse an die Bundesstraße und neu errichtete Brücke über die Rengoldshauser Straße geeignet seien, zum einen den Verkehrsfluss auf der B31 zu verbessern und zugleich die Ortsdurchfahrt von Nußdorf zu entlasten. „Mit der Erneuerung und Verbreiterung der Brücke werten wir diese Bedeutung auf“, sagte der Regierungspräsident: Was nicht nur für die Menschen in Überlingen, sondern für die ganze Region eine hohe Bedeutung habe.</p> <p>„Die neue Brücke entspricht modernsten Standards und wird für viele Jahrzehnte wertvolle Dienste leisten.“ Was beim Nußbachviadukt nicht mehr der Fall ist. Deshalb müsse hier in absehbarer Zeit eine Sanierung in Angriff genommen werden. „Wir sind noch nicht am Ende“, sagte Tappeser deshalb und kündigte auch den Bau einer Lärmschutzwand für Nußdorf im Jahr 2027 an.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Freie Fahrt für die Stadtbus Linie 5</span><span>Nicht nur die Nußdorfer Feuerwehr kommt jetzt ohne Umwege zu ihrer neuen Einsatzzentrale. Seit Dienstag fährt auch der Stadtbus wieder in gewohnten Bahnen. Nach der Freigabe des neuen Knotens Altbirnau an der Bundesstraße 31 ist die Rengoldshauser Straße wieder vollständig befahrbar und die Stadtbuslinie 5 bedient wieder alle regulären Haltestellen. Die Linie 5 verkehrt jetzt wieder auf ihrer gewohnten Route und stellt damit wieder eine schnelle Verbindung vom Überlinger Osten, einschließlich der Mühlbachstraße, in die Innenstadt dar. Aktuelle Fahrpläne und Linienübersichten finden sich jederzeit unter www.stadtbus-ueberlingen.de. Telefonische Auskünfte gibt es unter Telefon 07551 834800.</span></label></div> <h2>In Nachtschichten gegen das „Absaufen“ gekämpft</h2> <p>Der komplizierten Planung und der Landesgartenschau sei es geschuldet gewesen, dass der Neubau der B31 westlich von Überlingen und der Umbau des Knotens Altbirnau in zwei Bauabschnitte aufgeteilt werden mussten. Schließlich hätten die Pandemie und der Ukrainekrieg für Materialengpässe und Verzögerungen bei der Umsetzung gesorgt, erklärte der Regierungspräsident. Herausfordernd gewesen sei der Starkregen im Juni 2024 gewesen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/befuerchteter-hangrutsch-auf-b31-das-steckt-dahinter;art372495,12098186" target="_blank" title="Befürchteter Hangrutsch auf der B31: So kam es zum Riss in der Böschung">Man habe schon Sorge gehabt, dass die Baustelle „absäuft“, sagte Klaus Tappeser, und die Böschung an der provisorischen Umfahrung abrutsche</a>. Nur durch mehrere Nachtschichten habe sie wieder stabilisiert werden können.</p> <h2>Wertvolle Zauneidechsen umgesiedelt</h2> <p>Auch Natur- und Umweltschutz sei beim Umbau des Knotens Rechnung getragen worden, erklärte der Regierungspräsident. So habe man nicht nur 300 Kubikmeter nährstoffreichen Humus entnommen und durch mageren Boden ersetzt, der der pflanzlichen Artenvielfalt Rechnung trage. Sondern es sei auch hier eine Population von streng geschützten Zauneidechsen erfolgreich umgesiedelt worden.</p> <p>„Einen wertvollen Zugewinn an Lebensqualität für Bürgerinnen und Bürger“ nannte Oberbürgermeister Jan Zeitler die aufwendige Baumaßnahme. Dies gelte ganz besonders für Nußdorf, das sich diesen Anschluss lange gewünscht hatte. Gerade die Bewältigung der Starkregenfolgen hätten auch gezeigt, sagte Zeitler, wie gut die Zusammenarbeit aller Beteiligten funktioniert habe.</p> <h2>Kosten von 21,2 Millionen Euro tragen Stadt, Land und Bund</h2> <p>Gemeinsam getragen werden auch die Kosten der Baumaßnahme. Vom Gesamtaufwand von 21,2 Millionen Euro trägt der Bund mit 9,8 Millionen knapp die Hälfte. Die 11,4 Millionen Euro, die zu Lasten der Stadt gehen, werden durch einen Landeszuschuss in Höhe von 4,7 Millionen Euro gemildert. Aufgeteilt werden die Kosten bei derlei Bauvorhaben nach dem Querschnitt der angeschlossenen Straßen. Und die Rengoldshauser Straße ist aufgrund der begleitenden Radwege sogar breiter als die Bundesstraße.</p> <p>Bei seinem Grußwort hat Regierungspräsident Klaus Tappeser den katholischen Stadtpfarrer Bernd Walter neben den evangelischen Kollegen, Dekanin Regine Klusmann und Stadtpfarrer Kai Tilgner, versehentlich unerwähnt gelassen. Das korrigierte OB Jan Zeitler in seinem Grußwort jedoch schonend. Und in seinem Schlusswort dankte der Regierungspräsident schließlich der „Trinität“ für deren Gebet und Segensworte.</p> <h2>Ein Ständchen für den neuen Knotenpunkt</h2> <p>Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Trompeter Michael Maisch, der, zunächst von Wolken beschattet, das Stück „Over the rainbow“ intonierte. Später, als der Himmel aufklärte, spielte er „You are the sunshine of my life“.</p> <p>Dem gut getakteten offiziellen Part schloss sich ein Ausklang beim „Feuerwehrpalais“ an, wie Klaus Tappeser zu Beginn seiner Ansprache den neuen Ausrückebereich Ost bezeichnet hatte, also das neue Feuerwehrhaus der Abteilungswehren Nußdorf und Deisendorf. In der Hoffnung, wie Tappeser sagte, dass die Funktionalität mit der Ästhetik des Gebäudes Schritt halten könne.</p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[B31-Knotenpunkt Altbirnau ab sofort freigegeben – für Nußdorf erfüllt sich ein Traum]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 08 May 2025 11:40:30 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Dieser Mann will Bürgermeister von Daisendorf werden  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/daisendorf/dieser-mann-will-buergermeister-von-daisendorf-werden;art372470,12381937 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der 36-jährige Markdorfer Manuel Strasser will am 28. September bei der Bürgermeisterwahl gegen Amtsinhaberin Jacqueline Alberti kandidieren. Beide kennen sich von ihrer Arbeit im Landratsamt Bodenseekreis.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Der 36-jährige Markdorfer Manuel Strasser will am 28. September bei der Bürgermeisterwahl gegen Amtsinhaberin Jacqueline Alberti kandidieren. Beide kennen sich von ihrer Arbeit im Landratsamt Bodenseekreis.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/daisendorf/dieser-mann-will-buergermeister-von-daisendorf-werden;art372470,12381937]]></guid>
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        Der 36-jährige Markdorfer Manuel Strasser will am 28. September bei der Bürgermeisterwahl gegen Amtsinhaberin Jacqueline Alberti kandidieren. Beide kennen sich von ihrer Arbeit im Landratsamt Bodenseekreis.



        <p>Einige Daisendorfer kennen ihn bereits: In den vergangenen Wochen hat sich Manuel Strasser schon hier und dort im Ort bekannt gemacht, hat Vereine und Gemeinderatssitzungen besucht, Gespräche mit Bürgern geführt. Der 36-jährige Markdorfer, der im Landratsamt des Bodenseekreises in Friedrichshafen arbeitet, will bei den Bürgermeisterwahlen am 28. September 2025 gegen Amtsinhaberin Jacqueline Alberti antreten. Diese hatte bereits angekündigt, für eine zweite Amtszeit zu kandidieren.</p> <h2>Seine Unterlagen will er am 12. Juli um 0 Uhr einwerfen</h2> <p>Strasser kündigt an, gleich zu Beginn der Bewerbungsfrist, am 12. Juli um 0 Uhr, seine Bewerbungsunterlagen im Rathaus einzuwerfen. Den anschließenden Wahlkampf habe er bereits in weiten Teilen geplant.</p> <p>Manuel Strasser ist Verwaltungsprofi. Im Jahr 2011 hatte er seine Verwaltungsausbildung im Landratsamt in Friedrichshafen begonnen, war dort zunächst im Sozialamt für die Bewilligung von Bafög-Anträgen zuständig. Seit 2019 kümmert er sich gemeinsam mit einer Kollegin im Ordnungsamt um die Erteilung – und auch mal den Entzug – von Waffenbesitzkarten der rund 2000 Waffenbesitzer im Bodenseekreis.</p> <h2>Bewerber kennen sich aus dem Landratsamt</h2> <p>Manuel Strasser und Jacqueline Alberti kennen sich aus dem Landratsamt: „Wir waren rund fünf Jahre lang Kollegen“, erzählt der Markdorfer. Alberti habe damals ebenfalls im Sozialamt gearbeitet, in der Schuldnerberatung.</p> <div class="article-text-quote article-module"> <blockquote>„Ich habe gern mit Menschen zu tun und mag es, Dinge zu gestalten.“</blockquote> <span>Manuel Strasser</span></div> <p>Und was reizt Manuel Strasser daran, nun als Bürgermeister zu kandidieren? Die Idee habe sich während seiner zweijährigen Weiterbildung zum Verwaltungsfachwirt zunehmend verfestigt, erklärt er. „Ich habe gern mit Menschen zu tun und mag es, Dinge zu gestalten.“ Daisendorf sei für ihn dazu die ideale Gemeinde. „Hier kann man tatsächlich noch alle Einwohner persönlich kennenlernen und führt gleichzeitig auch die täglichen Amtsgeschäfte noch selbst.“ Nicht zuletzt sei er sehr heimatverbunden und wolle sich „nicht irgendwo“ bewerben.</p> <p>Sollte er neuer Bürgermeister werden, werde er selbstverständlich mit seiner Familie von Markdorf nach Daisendorf ziehen. „Ich kann mir gut vorstellen, mein Kind hier aufwachsen zu sehen.“ Doch bevor das Rennen um das Bürgermeisteramt losgeht, steht erst einmal ein privates Großereignis an: Dieser Tage wird Manuel Strasser erstmals Vater.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Dieser Mann will Bürgermeister von Daisendorf werden]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 07 May 2025 14:07:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Weg frei für neuen Edeka: Gemeinderat stimmt Verkauf des Grundstücks zu  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/weg-frei-fuer-neuen-edeka-gemeinderat-stimmt-verkauf-des-grundstuecks-zu;art372486,12381078 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein neuer Vollsortimenter kann in Meersburg gebaut werden. Der Gemeinderat stimmte dem Verkauf des Grundstücks an der Ecke Daisendorfer Straße und Schützenstraße zu.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Ein neuer Vollsortimenter kann in Meersburg gebaut werden. Der Gemeinderat stimmte dem Verkauf des Grundstücks an der Ecke Daisendorfer Straße und Schützenstraße zu.<br>
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        Ein neuer Vollsortimenter kann in Meersburg gebaut werden. Der Gemeinderat stimmte dem Verkauf des Grundstücks an der Ecke Daisendorfer Straße und Schützenstraße zu.



        <p>Nachdem im Dezember 2024 die ersten Planungen für den Bau eines neuen Supermarkts im Gemeinderat vorgestellt worden sind, ist es nun schnell gegangen: Der Meersburger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung bei einer Befangenheit mehrheitlich dem Verkauf des Grundstücks an der Ecke Daisendorfer Straße und Schützenstraße zugestimmt. Dies geschah unter der Voraussetzung, dass dort ein Vollsortimenter-Supermarkt gebaut wird. Käufer des Grundstücks ist als Investor die Firma Weiß Projekt.</p> <p>Die ersten Planungen kamen im Gemeinderat gut an. Kritik wurde an der Einfahrt für anliefernde Lastwagen geübt, da die Schützenstraße der einzige Weg zu Schule und Sportplatz ist, also entsprechend viel Verkehr auf Straße und Gehwegen.</p> <h2>Neue Regelung für Lieferverkehr</h2> <p>In der Februarsitzung hatte Architekt Manuel Ploesser dem Gemeinderat Verbesserungsvorschläge vorgestellt. Die Zufahrt solle nun über die Daisendorfer Straße erfolgen. In der jüngsten Ratssitzung berichtete der Architekt, für den Lieferverkehr sei mit dem benachbarten Weinhandel ein „Kompromiss auf Gegenseitigkeit“ gefunden worden. Dadurch müsse allerdings das Gebäude etwas versetzt werden, erklärte der Architekt.</p> <p>Die zuvor geplanten vier Stellplätze vor dem Gebäude entfielen durch die geänderte Planung. Dafür seien im vorderen Bereich Fahrradstellplätze eingefügt worden. Insgesamt sei die gesamte Fläche des Objekts optimiert worden und ziehe sich etwas weiter nach hinten. Manuel Ploesser sagt zudem zu, die Baustelle so zu bedienen, dass die Anwohner nur kurz Zeit gestört würden.</p> <p>Das Grundstück wird zu den mittleren Bodenrichtwerten der beiden Straßen verkauft. Weitere Kosten trägt der Investor. In den Vertrag wird aufgenommen, dass die öffentliche Bushaltestelle in Verbindung mit der notwendigen Grundstücksfläche in der Daisendorfer Straße bleibt.</p> <h2>Verkauf „ausschließlich für Neubau eines Edeka“</h2> <p>SPD-Gemeinderat Boris Mattes regte an, in den Beschlussvorschlag und den später folgenden Kaufvertrag für das Grundstück einen Passus aufzunehmen, wonach „der Verkauf ausschließlich zum Zwecke des Neubaus eines Edeka erfolgt“. Sollte das Bauprojekt aus irgendwelchen Gründen nicht umgesetzt werden, dann wäre der Vertrag nichtig, erklärte Mattes. Bürgermeister Robert Scherer ergänzte zudem, dass der Verkauf ausschließlich zum Zwecke eines „Vollsortimenters“ erfolge.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Weg frei für neuen Edeka: Gemeinderat stimmt Verkauf des Grundstücks zu]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 30 Apr 2025 11:01:01 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehrere Verletzte nach Unfall zwischen Auto und Lastwagen auf B33  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/schwerer-unfall-auf-b33-mehrere-verletzte-nach-einem-zusammenstoss;art372493,12375276 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Bundesstraße 33 zwischen Stetten und Markdorf-Ittendorf musste nach einem Unfall am Mittwochvormittag voll gesperrt werden. Bei dem Zusammenstoß wurden mehrere Menschen verletzt.  ]]></description>
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          Die Bundesstraße 33 zwischen Stetten und Markdorf-Ittendorf musste nach einem Unfall am Mittwochvormittag voll gesperrt werden. Bei dem Zusammenstoß wurden mehrere Menschen verletzt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/schwerer-unfall-auf-b33-mehrere-verletzte-nach-einem-zusammenstoss;art372493,12375276]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Bundesstraße 33 zwischen Stetten und Markdorf-Ittendorf musste nach einem Unfall am Mittwochvormittag voll gesperrt werden. Bei dem Zusammenstoß wurden mehrere Menschen verletzt.



        <p>Zwischen Stetten und Markdorf-Ittendorf sind am Mittwochvormittag ein Lastwagen und ein Auto zusammengestoßen. Eine 23-Jährige war mit ihrem Mercedes auf der Bundesstraße 33 in Richtung Ittendorf unterwegs und kam in einer Rechtskurve nach links auf die Gegenfahrbahn, teilt die Polizei mit.</p> <p>Der aus Ittendorf nahende Fahrer eines Sattelzuges versuchte noch auszuweichen, konnte einen Zusammenstoß mit dem Mercedes jedoch nicht verhindern. Fahrzeugtrümmer lagen auf der ganzen Fahrbahn verteilt. Der Verkehr staute sich schnell bis auf die B31 zurück. Die B33 wurde in beide Richtungen gesperrt.</p> <h2>Insassen schwer verletzt, Hund in Obhut</h2> <p>Die 23-jährige Fahrerin des Mercedes und ihr 27-jähriger Mitfahrer wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Der 49-jährige Lastwagenfahrer zog sich eher leichte Verletzungen zu. Rettungsdienste brachten die Beteiligten in umliegende Krankenhäuser, berichtet die Polizei. Ebenfalls im Auto befand sich ein Hund. Der wurde von Ersthelfer Werner Laimer in Obhut genommen. Er sagte vor Ort: „Es ist zwei Sekunden vor mir passiert.“ Nach dem Zusammenstoß stieg Laimer direkt aus und kümmerte sich seinen Angaben zufolge um die Fahrzeuginsassen, die das Wrack selbst verlassen hatten. „Ich bin selbst auch bei der Feuerwehr“, erklärte er.</p> <p>„Luna hat auch noch einen Schock“, sagte er und meinte den geretteten Pudel. Kontaktdaten habe er mit den Besitzern nicht ausgetauscht. Die Rückgabe des Hundes werde dann über die Polizei abgewickelt. Isabel Heizmann, die im Fahrzeug vor Laimer zum Stehen gekommen war, hatte direkt den Notruf informiert. „Das Auto hat nicht mehr eingelenkt“, sagte sie. Sie habe eine Vollbremsung gemacht und sei dann zwischen dem Lastwagen und dem Mercedes zum Stehen gekommen.</p> <p>Die Feuerwehr wurde um 10.27 Uhr alarmiert und rückte mit zwölf Einsatzkräften der Abteilungen Ittendorf und Markdorf-Stadt aus, sagte Martin Scheerer, Pressesprecher der Feuerwehr Markdorf. Betriebsstoffe liefen aus den Fahrzeugen, berichtete er.</p> <h2>Schaden beläuft sich auf etwa 140.000 Euro</h2> <p>Sowohl am Mercedes als auch am Lastwagen entstand Totalschaden. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 140.000 Euro. Während der Einsatzmaßnahmen und der Unfallaufnahme war die B33 in diesem Bereich bis etwa 13 Uhr voll gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr um. Während das Auto direkt von einem Abschleppunternehmen abtransportiert wurde, dauerte die Bergung des Lastwagens samt Ladung bis in den Nachmittag.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Stetten]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Mehrere Verletzte nach Unfall zwischen Auto und Lastwagen auf B33]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 27 Apr 2025 12:45:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schritt für Schritt: So funktioniert der Einkauf im Selbstbedienungsladen Tante M  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/uhldingen-muehlhofen/schritt-fuer-schritt-so-funktioniert-der-einkauf-im-selbstbedienungsladen-tante-m;art372496,12372359 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der SÜDKURIER war für einen Testeinkauf in dem noch neuen Dorfladen in Unteruhldingen. Die Warenpalette überzeugt durch ihre Vielfalt, der Einkauf ohne Personal und Bargeld gelingt bestens.  ]]></description>
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          Der SÜDKURIER war für einen Testeinkauf in dem noch neuen Dorfladen in Unteruhldingen. Die Warenpalette überzeugt durch ihre Vielfalt, der Einkauf ohne Personal und Bargeld gelingt bestens.<br>
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        Der SÜDKURIER war für einen Testeinkauf in dem noch neuen Dorfladen in Unteruhldingen. Die Warenpalette überzeugt durch ihre Vielfalt, der Einkauf ohne Personal und Bargeld gelingt bestens.



        <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/uhldingen-muehlhofen/tante-emma-neu-gedacht-dieser-laden-kommt-ohne-personal-aus;art372496,12309907" target="_blank" title="Tante Emma neu gedacht: In diesem Laden gibt es kein Personal">Sarah und Steffen Brink eröffneten im Februar ihren Tante-M-Laden an der Schulstraße 4 in Unteruhldingen.</a> Es handelt sich um einen Vollsortimenter mit mehr als 1200 Produkten auf knapp 80 Quadratmetern, erklärt Steffen Brink. Eingekauft wird nach dem Selbstbedienungsprinzip: von der Auswahl der Produkte bis zum bargeldlosen Bezahlen. Der SÜDKURIER hat einen Testkauf in dem Dorfladen gemacht. So funktioniert das Konzept:</p> <h2>Schritt 1: Ankommen</h2> <p>Tante M ist zentral in Unteruhldingen gelegen. Eine Bushaltestelle (Halt Hafen/Pfahlbauten) ist genau gegenüber, zum Hafen sind es nur wenige Meter. Laut Steffen Brink gibt es hinter dem Haus einige wenige Kundenparkplätze. Die Tür zum Laden ist aktuell an sieben Tagen die Woche von morgens 6 Uhr bis abends 22 Uhr geöffnet.</p> <p>Wahrscheinlich werden die Öffnungszeiten im Sommer bis 23 Uhr verlängert. Die entsprechende Genehmigung liegt den Betreibern vor. Gleich am Eingang kann sich der Kunde einen schwarzen Einkaufskorb nehmen und seinen Streifzug zwischen den Regalen sowie der Kühl- und Tiefkühltheke beginnen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Der erste Laden seiner Art im Bodenseekreis</span><span>Der Tante-M-Laden in Unteruhldingen ist laut der Betreiber der erste seiner Art im Bodenseekreis. Es handelt sich um ein Franchisekonzept, das nach dem Selbstbedienungsprinzip funktioniert. Die durchgängigen Öffnungszeiten sind auch ein Vertrauensvorschuss. Überwacht wird der Laden in Unteruhldingen mit hochauflösenden Kameras. Betreiber Steffen Brink sagt: „Wir mussten bisher nur einmal Anzeige erstatten wegen Diebstahls.“</span></label></div> <h2>Schritt 2: Auswählen</h2> <p>Aufgrund des Konzeptes und seiner Größe gilt der Laden als begehbarer Automat. Deshalb sind auch die ausgedehnten Öffnungszeiten möglich. Erhältlich ist auf den ersten Blick alles, was in der Küche und im Haushalt benötigt wird. Fürs Frühstück findet der Kunde ab 6 Uhr morgens frische Brötchen und frisches Gebäck von der Bäckerei Kränkel, welche Filialen in Meersburg, Oberuhldingen und Überlingen-Nußdorf hat und Tante M extra beliefert. Hinzu kommt eine Auswahl an Wurst und Käse.</p> <p>Für das Mittag- und Abendessen ist die Auswahl ebenfalls groß, von der Tiefkühlpizza bis hin zum Grillgut mit Beilagen. Alkoholhaltige Getränke lagern in einem Automaten, der über eine Altersfreigabe den Jugendschutz kontrolliert. Ergänzt wird das Sortiment unter anderem durch Süßigkeiten, Waschmittel und Tierfutter sowie eine Kaffeemaschine für Kaffee zum Mitnehmen.</p> <p>Der Laden lässt beim Testkauf nichts vermissen. Auffallend ist der regionale Anteil im Warenangebot. Gemüse und Obst stammen von der Insel Reichenau. Aufschnitt und Fleisch liefert die in Oberuhldingen ansässige Metzgerei Bulla. Fisch kommt direkt von der Uhldinger Fischtheke Knoblauch. Ferner werden Artikel der Obstrebellen aus Überlingen-Nußdorf und der Bodensee Salzmanufaktur verkauft. Letztere befindet sich gleich in der Nachbarschaft in Unteruhldingen. Die Weine erhalten Brinks von den Winzervereinen in Hagnau und Meersburg. Überraschend ist, dass auch Menschen, die vegetarisch oder glutenfrei essen, einige Produkte für sich finden können, etwa vegetarisches Hack auf Basis von Sojaprotein.</p> <p>Beim Testkauf der Redakteurin landen Cherrytomaten, zwei Minigurken, eine Avocado, eine Süßkartoffel, Schinkenwurst, Weichkäse, eine Schokocreme im Becher, ein Schokocroissant, ein Laugenring und eine fertige Mischung für Berner Rösti im Korb. Obst und Gemüse muss der Kunde nicht abwiegen. Die Produkte werden an der Kasse entweder gescannt oder pro Stück ausgewählt.</p> <h2>Schritt 3: Bezahlen</h2> <p>Der kleine Laden verfügt über eine Kasse, an der mit Kredit- oder EC-Karte oder einer Kundenkarte bezahlt wird. Die Kundenkarte funktioniert ohne Pin und ist während der Servicezeiten erhältlich, zu denen die Betreiber anwesend sind. Diese sind am Montag und Samstag von 8 bis 10 Uhr sowie Mittwoch von 14 bis 16 Uhr. Dann helfen Sarah und Steffen Brink auch bei sonstigen Fragen weiter. Wenn sie zwischendurch im Tante M sind, erkundigen sie sich zudem selbst bei den Kunden, ob alles funktioniert. Zusätzlich erklären zahlreiche Schautafeln, wie das Einkaufserlebnis gelingt.</p> <p>An der Kasse sind dann auf einem großen Bildschirm die Warengruppen auszuwählen, beispielsweise Backwaren oder Obst und Gemüse. Dort klickt die Redakteurin unter anderem zwei Mal auf die Fläche Minigurke, da sie zwei Minigurken im schwarzen Einkaufskorb hat. Landet einmal ein Produkt zu viel auf der Rechnung, kann dieses angeklickt und wieder entfernt werden. Andere Produkte haben Strichcodes und kommen vor den Scanner, der sich unterhalb des Bildschirms befindet. Hinzu kommt eine Papiertragetasche für 50 Cent. Am Ende stehen 24,55 Euro auf der SÜDKURIER-Rechnung. Der Beleg wandert per QR-Code als PDF aufs Smartphone. Wem Papier lieber ist, der lässt den Beleg drucken.</p> <p>Sarah und Steffen Brink sind zufrieden, wie es bisher läuft. „Der Laden wird sehr gut angenommen. Vor allem ältere Bürger, die nicht mit dem Bus nach Oberuhldingen fahren können, kommen zum Einkaufen“, sagt Steffen Brink. Und so war der Laden von Anfang an gedacht: Er sollte die Versorgungslücke in Unteruhldingen schließen. „Wir haben unglaublich positive Rückmeldungen. So macht das dann auch Spaß“, meint Brink. Tante M soll das ganze Jahr über geöffnet sein. Richtung Sommer rechnet das Paar mit einem großen Zulauf an Touristen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Schritt für Schritt: So funktioniert der Einkauf im Selbstbedienungsladen Tante M]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 25 Apr 2025 10:05:12 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Vor 30 Jahren bei der B31-Planung: Erinnern Sie sich noch an den viel diskutierten Planungsfall 7?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/b31-planung-vor-30-jahren-was-war-der-planungsfall-7-aus-den-90er-jahren;art410936,12371017 ]]></link>      <description><![CDATA[  In den 1980er-Jahren waren die Überlegungen für eine Bodensee-Autobahn verworfen worden. Ab Mitte der 90er stand nun der Planungsfall 7 im Fokus. Wir haben ins Jahr 1995 zurückgeblättert.  ]]></description>
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          In den 1980er-Jahren waren die Überlegungen für eine Bodensee-Autobahn verworfen worden. Ab Mitte der 90er stand nun der Planungsfall 7 im Fokus. Wir haben ins Jahr 1995 zurückgeblättert.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/b31-planung-vor-30-jahren-was-war-der-planungsfall-7-aus-den-90er-jahren;art410936,12371017]]></guid>
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        In den 1980er-Jahren waren die Überlegungen für eine Bodensee-Autobahn verworfen worden. Ab Mitte der 90er stand nun der Planungsfall 7 im Fokus. Wir haben ins Jahr 1995 zurückgeblättert.



        <p>Bereits seit Jahrzehnten wird über eine leistungsfähige Verkehrsachse am nördlichen Bodenseeufer diskutiert. Freie Fahrt gibt es seit 2019 auf der <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/B-31-bei-UEberlingen-Freie-Fahrt-zwischen-Tierheimkreuzung-und-Burgberg-doch-wie-geht-s-ab-Meersburg-weiter;art372495,10226825" target="_blank" title="B 31 bei Überlingen: Freie Fahrt zwischen Tierheimkreuzung und Burgberg &amp;ndash; doch wie geht&amp;lsquo;s ab Meersburg weiter?">B31-Umfahrung bei Überlingen</a>, zwei Jahre später wurde die <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/heute-wird-die-b-31-neu-bei-friedrichshafen-freigegeben-hier-sind-die-ersten-bilder;art372474,10895227" target="_blank" title="Jetzt rollt der Verkehr auf der B 31-neu">Trasse bei Friedrichshafen</a> freigegeben. Eine durchgehend ausgebaute Ost-West-Verbindung gibt es bis heute nicht, die B31-neu bleibt ein Stückwerk. Vor allem in der Hauptsaison, wenn Touristen und Ausflügler angefahren kommen, <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/b31-neu-jahrzehnte-sind-zu-viel-der-geduld;art410936,12127446" target="_blank" title="B31-neu: Jahrzehnte sind zu viel der Geduld">schieben sich Autos, Wohnmobile und Lastwagen langsam von A nach B.</a> Daran wird sich so schnell auch nichts ändern.</p> <p>Dabei reicht die Erkenntnis, dass es für die viel befahrene Strecke eine leistungsfähige Trasse braucht, weit zurück. Nachdem die Pläne für eine <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/Die-Autobahn-die-nie-gebaut-wurde-Darum-schlummert-die-Akte-der-A-98-heute-in-den-Archiven;art372484,10245113" target="_blank" title="Die Autobahn, die nie gebaut wurde: Darum schlummert die Akte der A&amp;nbsp;98 heute in den Archiven">Bodensee-Autobahn</a> in den 80er-Jahren verworfen worden waren, stand ab <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/Von-der-Idee-einer-Bodenseeautobahn-zum-Ausbau-der-B-31-neu-Wir-nehmen-Sie-mit-auf-eine-Zeitreise-durch-die-Planungsphasen-der-wichtigsten-Ost-West-Verkehrsachse-im-Bodenseekreis;art410936,10399028" target="_blank" title="Von der Idee einer Bodenseeautobahn zum Ausbau der B&amp;nbsp;31-neu: Wir nehmen Sie mit auf eine Zeitreise durch die Planungsphasen der wichtigsten Ost-West-Verkehrsachse im Bodenseekreis">Mitte der 1990er</a> insbesondere der Planungsfall 7 im Fokus. Die Idee: Der Verkehr soll vierspurig auf der B30 zwischen Ravensburg und Friedrichshafen sowie der B31 zwischen Friedrichshafen und Überlingen gebündelt werden. Wir haben einen Blick ins Archiv geworfen. So wurde vor 30 Jahren über die Pläne berichtet.</p> <h2>Probleme „in einem Aufwasch lösen“</h2> <p>„Kommt eine neue Bundesstraße?“ titelte der SÜDKURIER am 4. März 1995. Hermann Schaufler, von 1992 bis 1998 baden-württembergischer Verkehrsminister, hatte den Bürgermeistern von Friedrichshafen, Markdorf und Oberteuringen sowie dem Vorsitzenden des Regionalverbands die „neuesten Überlegungen zum Straßenbau“ präsentiert – darunter den Planungsfall 7. Geprüft werden sollte, ob anstelle einer Reihe von Ortsumfahrungen im Straßendreieck von B31, B33 und B30 eine einzige leistungsfähige und durchgehende Straße gebaut werden kann. Ungeklärte Probleme sollten so „in einem Aufwasch“ gelöst werden. Als Voraussetzung dafür galt ein Grundkonsens aller Gemeinden für die Pläne.</p> <p>Die ersten Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Drei Tage später berichtete der SÜDKURIER, die Markdorfer CDU habe den „Mantel des Schweigens über den sogenannten Planungsfall 7 gelüftet“. In einer Stellungnahme sprachen sich Vorstand und Fraktion gegen das Vorhaben aus, eine gebündelte Trasse aus B31 und B33 nach Friedrichshafen und Ravensburg zu führen. Zur Begründung hieß es, die sich in der ersten Dringlichkeitsstufe befindliche Umgehungsstraße B33 würde aus dieser herausgenommen und das Markdorfer Verkehrsproblem um Jahre hinausgezögert. Auch eine Steigerung des Verkehrsaufkommens wurde befürchtet. Die Christdemokraten sprachen sich für eine öffentliche Veranstaltung aus, „Geheimniskrämerei und politische Schlammschlachten“ seien nicht angebracht.</p> <p>„Jetzt ist die Katze aus dem Sack“ hieß es dann am 11. März 1995. Der Ittendorfer Ortsvorsteher betonte dem Artikel zufolge, man habe keine Schlammschlacht begonnen. Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende seien über die Planungen informiert worden. Der Veranstaltung war den Berichten zufolge wenige Tage zuvor eine „teils turbulente Ortschaftsratssitzung“ vorausgegangen. Markdorfs Bürgermeister betonte, dass vier Planungsfälle vorgelegt werden sollen. „Plan 7 würden wir ablehnen“, machte er klar.</p> <p>In Stetten sorgte die „geplante Miniautobahn zwischen Meersburg und Ravensburg“ ebenfalls für Diskussionen. Als „heikles Thema“ wurde das in einer Veranstaltung dort bezeichnet. Auch in Immenstaad beschäftigte man sich mit dem Planungsfall 7. „Der Tag, an dem Schaufler kommt, das ist der Tag, auf den Immenstaad wartet“, hieß es im Mai 1995. Dann sollten die Straßenbaupläne präsentiert werden, die zuletzt für Furore gesorgt hatten.</p> <p>Im Juni 1995 war es schließlich so weit: Der Verkehrsminister stellte die Neuplanung am Bodensee vor. Auf seinen Auftritt hatte man in der Region lange gewartet, dann ging alles ganz schnell.</p> <div class="article-text-quote article-module"> <blockquote>„Weil der SPD-Kreisverband heute Abend in Immenstaad die neuen Überlegungen mit einem Planer des Regierungspräsidiums diskutieren will, reiste Schaufler an und präsentierte eilig dem CDU-Kreisvorstand sowie Bürgermeistern und Gemeinderäten die Pläne. Sie werden heiß diskutiert, seit sie der SÜDKURIER Ende 1994 erstmals veröffentlichte.“</blockquote> <span>SÜDKURIER vom 16. Juni 1995</span></div> <p>Die Planungsvariante 7 war nach Ansicht des Verkehrsministers die günstigste. Die Straße würde das Sammelsurium von Ortsumgehungen sowie die bisher geplante neue B31 im Hinterland ersetzen, die nach den jüngsten Erkenntnissen politisch nicht mehr durchzusetzen wäre, so seine Einschätzung. Vierspurig solle sie ab Meersburg Stetten umfahren, in Richtung Ittendorf führen, südöstlich abschwenken, Kippenhausen und Immenstaad umfahren und östlich der Firma Dornier (heute Airbus) auf die B31-Westumfahrung treffen. Unklar sei noch die Weiterführung der B30 in Richtung Ravensburg.</p> <p>Er kam zu dem Fazit: „Das ist billiger als alles andere und schneidet am wenigsten in die Ökologie ein.“ Beziffert wurden die Kosten mit rund 520 Millionen Mark. Weiter kündigte er den Austausch mit den betroffenen Gemeinden an. Nicht alle waren begeistert von den Plänen, der Verkehrsminister favorisierte den Planungsfall 7 allerdings. Ein Baubeginn wäre frühestens im Jahr 2005 möglich. Der SÜDKURIER berichtete nach dem Besuch des Ministers: „Planungsfall 7 – unter diesem Namen ist die wohl spektakulärste Nachricht in Sachen Straßenplanung seit dem Abschied von der Autobahn bekannt geworden.“ Er ist aber nur eine von mehreren Varianten.</p> <p>In den Wochen und Monaten darauf folgten verschiedene Reaktionen – inklusive Alternativvorschläge. So sprach sich die Kreis-SPD für den Fall 7 aus – wenn auch mit Einschränkungen. Der Nabu reagiert mit „Skepsis und Enttäuschung“. Zwar sei der Wunsch nach einer möglichst konfliktarmen Trasse erkennbar, dennoch sei verpasst worden, die Wechselwirkung der verschiedenen Verkehrsmittel zu berücksichtigen. Auch die Freien Wähler in Immenstaad kritisierten die Pläne: Sie sahen Markdorf und Immenstaad besonders betroffen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wo stehen wir heute?</span><span>Seit 2006 ist die Variante 7.5 W2 für die B31-neu linienbestimmt. 2015 wurden die Planungen nach einem Bearbeitungsstopp wieder aufgenommen. Das Regierungspräsidium Tübingen hatte sich aus einem Bündel an möglichen Trassen im Dezember 2019 auf die Vorzugsvariante B1 festgelegt, 2021 stimmte der Bund der Variante zu. Verbunden war die Zustimmung mit einigen Aufträgen und Auflagen. So mussten sich die Planer damit beschäftigen, wie die Konflikte – vor allem im Artenschutz – im Weingartenwald minimiert werden können. 2022 entschied das Bundesministerium mit dem Fernstraßen-Bundesamt, dass eine neue Linienbestimmung erforderlich ist. Die Unterlagen dafür wurden 2023 eingereicht, der Prüfbericht sah Überarbeitungen und Ergänzungen vor. Hier begann die Arbeit für die Managementgesellschaft Deges. Diese hat das Projekt vom Regierungspräsidium übernommen.</span></label></div> <p>Die SPD Friedrichshafen lehnte die Planung in ihrer bestehenden Form ab. Die Rede war von einem „plötzlichen Auftauchen einer umstrittenen Trasse ohne politischen Auftrag“, das werteten die Häfler Sozialdemokraten als Skandal. Die Kreis-SPD wies den Eindruck zurück, dass die Planung „aus heiterem Himmel“ gekommen sei, sah darin eine gelungene Verhandlungsbasis, allerdings mit nötigen Verbesserungen in Markdorf und Ittendorf. Die Grünen kritisierten den Flächenverbrauch. Auch in anderen Gremien wurden Verbesserungsvorschläge laut, der BUND hielt es für erforderlich, die Verkehrsprobleme mithilfe des öffentlichen Nahverkehrs zu lösen. Die ersten Bürgerinitiativen formierten sich.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 24 Apr 2025 16:56:18 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schwierige Geburt: Darum macht sich eine junge Hebamme trotz hoher Hürden selbstständig  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/schwierige-geburt-warum-diese-junge-hebamme-aus-meersburg-den-schritt-in-die-selbststaendigkeit-wagte;art372486,12370457 ]]></link>      <description><![CDATA[  Pauline Otto hat sich gerade als Hebamme selbstständig gemacht. Die 23-Jährige erzählt, warum sie diesen Schritt wagte – trotz der finanziell schwierigen Rahmenbedingungen.  ]]></description>
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          Pauline Otto hat sich gerade als Hebamme selbstständig gemacht. Die 23-Jährige erzählt, warum sie diesen Schritt wagte – trotz der finanziell schwierigen Rahmenbedingungen.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Pauline Otto hat sich gerade als Hebamme selbstständig gemacht. Die 23-Jährige erzählt, warum sie diesen Schritt wagte – trotz der finanziell schwierigen Rahmenbedingungen.



        <p>„Ein Sprung ins kalte Wasser“: So beschreibt Pauline Otto ihren Schritt in die Selbstständigkeit als freiberufliche Hebamme. Seit 2014 die Versicherungsbeiträge für freiberufliche Hebammen eklatant anstiegen, entscheiden sich immer weniger Frauen für diesen Weg. Und einen Tag nach Ottos Start in die Freiberuflichkeit, am 2. April, entschied die auf Bundesebene eingesetzte Schiedsstelle, dass Beleghebammen im Hebammenhilfevertrag künftig finanziell schlechter gestellt werden als bisher.</p> <p>Die größte berufsständische Vertretung der Hebammen, der Deutsche Hebammenverband (DHV), sieht die Qualität der Geburtshilfe massiv gefährdet. „Diese Umstellung hat mich jetzt kalt erwischt“, erzählt die 23-Jährige in der Küche ihrer Wohnung am Rande der Altstadt von Meersburg. Wie die meisten ihrer Berufskolleginnen, die in Krankenhäusern arbeiten, startet sie im Juni als Beleghebamme für eine festgelegte Stundenzahl im Klinikum Friedrichshafen.</p> <h2>Doppelte Verantwortung, aber weniger Geld</h2> <p>Angestrebt seien bundesweit Eins-zu-eins-Betreuungen, in denen sich jeweils eine Hebamme um eine Gebärende kümmert. Aber natürlich komme es vor, dass mehrere Kinder gleichzeitig auf die Welt kommen wollen. „Wenn ich dann mal zehn Minuten bei einer anderen Frau bin, dann ist es keine Eins-zu-eins-Betreuung mehr“, erklärt Otto das System. Für die zweite Frau im Kreißsaal erhalte sie nach derzeitigem Stand der Entscheidung der Schiedsstelle nur 30 Prozent der Vergütung. „Ich habe dann die doppelte Verantwortung, bekomme aber weniger Geld“, ärgert sie sich. Jedoch sei für sie als Berufsanfängerin noch alles neu. Für Hebammen mit langjähriger Berufserfahrung und diejenigen, die ausschließlich in Krankenhäusern arbeiten, sei dies vielleicht schlimmer, mutmaßt sie.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Über Pauline Otto</span><span>Pauline Otto wurde 2001 in Tettnang geboren und wuchs in Markdorf auf. Ihr Abitur machte sie am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Meersburg. Hier wohnt sie auch mit ihrem Lebenspartner und ihrer Katze. Das dreieinhalbjährige duale Studium in Hebammenwissenschaft absolvierte sie an der Hochschule in Furtwangen, den praktischen Teil leistete sie im Schwarzwald-Baar-Klinikum in Villingen-Schwenningen. Pauline Otto hat durch das Staatsexamen und den Bachelor of Science die staatliche Berufszulassung als Hebamme. In ihrer Freizeit engagiert sie sich beim Deutschen Roten Kreuz und spielt Querflöte beim Musikverein Daisendorf Stetten.</span></label></div> <h2>13.000 Euro für Versicherungen</h2> <p>Eine zusätzliche Herausforderung beim Schritt in die Freiberuflichkeit ist die Tatsache, dass Pauline Otto rund 13.000 Euro für Versicherungen vorauszahlen muss. Betreue sie Geburten, könne sie quartalsweise Rückzahlungen erhalten. Zudem vergüteten Krankenkassen ihre Arbeit durch das Abrechnungssystem erst nach Monaten. Dennoch freue sie sich auf ihren Berufsstart und den Umgang mit den vielen unterschiedlichen Menschen, betont die junge Hebamme.</p> <h2>Bald startet der erste Rückbildungskurs</h2> <p>Neben den Hausbesuchen zur Betreuung Schwangerer und der Nachsorge nach der Geburt inklusive Stillberatung startet Pauline Otto im Mai auch mit ihrem ersten Rückbildungskurs. Mangels eigener Räumlichkeiten ist sie froh, relativ zentral und mit Parkmöglichkeiten den Gemeindesaal im evangelischen Martin-Luther-Haus für die Kursstunden anmieten zu können. Später sollen Geburtsvorbereitungskurse hinzukommen, denn gerade für diese Kurse sei es in der Region schwer, Plätze zu finden.</p> <p>„Ich wollte schon immer was Medizinisches machen“, sagt Pauline Otto auf die Frage, wie sie zu ihrem Beruf kam. Doch schnell sei ihr klar gewesen, dass ein Medizinstudium für sie nicht infrage käme. Etwa zwei, drei Jahre vor dem Abitur habe sie sich entschlossen, Hebamme zu werden. Gewissheit habe sie aber erst nach einem Praktikum im Klinikum Friedrichshafen gehabt, wo sie demnächst auch arbeiten wird. „Ich musste erst mal schauen, ob es mir taugt – und war dann ganz angetan“, erzählt sie freimütig. Ihr Freundeskreis habe auf ihren Berufswunsch mit „das macht keiner, den ich kenne“ überwiegend recht gelassen reagiert, auch ihre Mutter habe schon immer gewusst, „dass Pauline etwas Soziales macht“, wie die Tochter erzählt.</p> <p>Witzig sei es aber, wenn sie Frauen, die bereits Mütter sind, erzählt, dass sie Hebamme sei. „Die haben dann ein ganz starkes Bedürfnis, mir ihre Geburtsgeschichte zu erzählen“, lacht Pauline Otto. „Da spürt man dann gleich eine echt tolle Offenheit.“ Darum seien Hebammen auch so wichtig. So sei es eine Motivation für ihre Berufswahl gewesen, Frauen in dieser wichtigen Zeit zu stärken. In der Schwangerschaft und nach der Geburt stehe die Frau und ihre Gesundheit im Mittelpunkt. Für sie sei es wichtig, Frauen und Paaren, die Kinder bekommen, zur Seite zu stehen.</p> <h2>Während Ausbildung bei mehr als 40 Geburten dabei</h2> <p>Bei einem ersten unverbindlichen Kennenlerngespräch bietet sie Schwangeren die Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen. „Es muss auch menschlich passen“, erklärt die 23-Jährige das besondere Verhältnis zwischen werdender Mutter und Hebamme. Pauline Otto, selbst noch kinderlos, war im Rahmen ihrer dreieinhalbjährigen dualen Ausbildung bei mehr als 40 Geburten dabei. Dabei hat sie die Erfahrung gemacht, dass es die Gebärenden selten interessiert, ob ihre Hebamme selbst Mutter ist. Die werdenden Mütter spürten, dass da jemand ist, der weitaus mehr Erfahrung mit den Vorgängen im Kreißsaal hat als sie selbst. Hausgeburten möchte die frisch gebackene Hebamme jedoch noch nicht anbieten. Risiken könne niemand vorhersehen und in einer Klinik gebe es im Notfall mehr medizinische Hilfen, begründet die 23-Jährige.</p> <div class="article-text-info article-module"></div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Schwierige Geburt: Darum macht sich eine junge Hebamme trotz hoher Hürden selbstständig]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 21 Apr 2025 14:31:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[BZM-Bibliothek verzeichnet steigende Ausleihzahlen und arbeitet am Klima-Fußabdruck  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/markdorf-bzm-bibliothek-meldet-steigende-ausleihzahlen-und-setzt-auf-gruenen-fussabdruck;art372484,12367654 ]]></link>      <description><![CDATA[  In der Bibliothek am Bildungszentrum gibt es ein Plus von rund 3500 Ausleihen. Eine neue Software sorgt für Mehrarbeit und beim Klimaschutz nimmt die Bibliothek eine Vorreiterrolle ein.  ]]></description>
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          In der Bibliothek am Bildungszentrum gibt es ein Plus von rund 3500 Ausleihen. Eine neue Software sorgt für Mehrarbeit und beim Klimaschutz nimmt die Bibliothek eine Vorreiterrolle ein.<br>
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        In der Bibliothek am Bildungszentrum gibt es ein Plus von rund 3500 Ausleihen. Eine neue Software sorgt für Mehrarbeit und beim Klimaschutz nimmt die Bibliothek eine Vorreiterrolle ein.



        <p>Die Bibliothek am Bildungszentrum (BZM) hat sich verschlankt. Das betrifft Heike Fischer zufolge vor allem jene Medien – Bücher, DVDs und Musik-CDs -, die kaum ausgeliehen worden sind. „Wir haben unsere Ladenhüter abgestoßen“, sagt <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/heike-fischer-leitet-die-bibliothek-am-bildungszentum;art372484,12003181" title="Sie braucht ein gutes Nervenkostüm: Heike Fischer leitet die Bibliothek am Bildungszentum">die Leiterin der Bibliothek</a>, die den Schülern und Lehrer des BZMs offensteht, aber auch allen anderen. Den Markdorfern ebenso wie den Einwohnern der Nachbargemeinden – kurzum: jedem, der sich unterhalten oder informieren möchte.</p> <p>Das Informieren, das Vermitteln von Wissen, gehört zu den erklärten Zielen der Bibliothek am BZM. „Aktuelle Themen greifen wir regelmäßig auf“, sagt Heike Fischer. Ob vor Wahlen, zur Klima- oder zu einer politischen Krise: Im Lesesaal wird – für die Besucher rasch ersichtlich – ein Regal mit entsprechender Lektüre bestückt, so auch im Vorfeld der jüngsten Bundestagswahl. Und die Bücher und Broschüren finden tatsächlich auch ihre Leser, betont die Bibliothekarin.</p> <h2>Neue Software bringt zunächst Mehrarbeit</h2> <p>Das Abstoßen der Ladenhüter lag nahe. „Weil wir eine neue Bibliothekssoftware bekommen haben“, wie Fischer erklärt. Nach 18 Jahren habe es für die alte einfach keine Updates mehr gegeben, „und Sicherheitslücken können wir uns einfach nicht erlauben“. Freilich habe der Systemwechsel den Bibliotheksmitarbeiterinnen überaus viel Arbeit gemacht. Alle Bücher, Zeitschriften und DVDs mussten neu erfasst und mit neuen Signaturen versehen werden. Bei einem Bestand von rund 57.000 Medien habe das seine Zeit gedauert.</p> <p>„Für eine Bibliothek unserer Größe veranschlagt der Bibliotheksverband sechs Vollzeitstellen“, sagt Heike Fischer, „wir haben aber nur 3,5.“ Ohne die Hilfe der ehrenamtlichen Unterstützer wäre der Bibliotheksbetrieb kaum aufrechtzuerhalten. Eine spürbare Entlastung bringe indes auch der sogenannte Selbstverbucher: ein Terminal, an dem die Nutzer selbst ausleihen, zurückgeben oder verlängern können.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Bibliothek in Zahlen</span><span>Die Bibliothek am Bildungszentrum hatte 2024 insgesamt 57.039 Medien im Bestand. Dazu gehören rund 34.000 Printmedien – darunter 11.000 Bücher aus dem Bereich der Kinder- und Jugendliteratur. Sie bietet ferner Zugriff auf rund 56.000 E-Medien im Verbundsystem. Und sie hat 60 Zeitungen oder Zeitschriften abonniert. Von den 143.000 Entleihungen im vergangenen Jahr waren 90.000 Printmedien-, 28.000 Non-Print- und 23.000 E-Medien-Ausleihen. 77.000 Besucher und 156 eigene Veranstaltungen zählte die Bibliothek.</span></label></div> <h2>Vorreiter beim Klimaschutz</h2> <p>Arbeit haben sich Bibliotheksleiterin Heike Fischer und ihre Mitarbeiterinnen aber auch selbst gemacht. Arbeit, die die BZM-Bibliothek nun nicht nur in eine Reihe mit der Kunsthalle Baden-Baden oder der Mannheimer Pop-Akademie gestellt, sondern sie auch zur Vorreiterin in der baden-württembergischen Bibliothekslandschaft gemacht hat. „Wir haben unseren Klima-Fußabdruck bilanziert – und das als eine der ersten Bibliotheken landesweit“, erklärt Fischer. Wie sie in ihrem aktuellen Jahresbericht schildert, wurden bereits seit Längerem gemeinsam mit dem Bau- und Liegenschaftsamt des Kreises – Träger des Bildungszentrums sowie der Bibliothek – Anstrengungen unternommen, um die CO<sub>2</sub>-Bilanz zu verbessern.</p> <p>So sorgen etwa eine intelligente Beleuchtung, aber auch die optimierte neue Heizanlage für einen geringeren Treibhausgasausstoß. „Licht und Heizung machen natürlich den Löwenanteil aus“, sagt Heike Fischer. Dank des von der Landesregierung bereitgestellten CO<sub>2</sub>-Rechners für Kulturstätten kommen Faktoren wie die Anreise von Besuchern, der Einkauf oder das Pendeln der Mitarbeiter in den Blick. „Und da stecken wir in dem Dilemma, dass wir hier an der Ensisheimer Straße ziemlich abgelegen liegen.“ Da bleibe nur, für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln oder das Fahrrad zu plädieren.</p> <h2>Ausleihzahlen steigen</h2> <p>Ein Plus verzeichnet die Bibliothek bei den Ausleihen: 2023 waren es 139.600, im vergangenen Jahr 143.100. Besonders hoch ist der Anstieg im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur. Das passt zur Lebendigkeit, der Bibliotheksbesucher an den Samstagvormittagen begegnen. Insbesondere für die vielen jungen Familien im Markdorfer Süden hat sich die Bibliothek zum Begegnungsort entwickelt. Die Erwachsenen lesen und plaudern, während ihre Kinder in Bilderbüchern blättern oder sich von ihren Eltern oder Lesepaten vorlesen lassen. Vorgelesen wird übrigens keineswegs nur für die Kleinsten. Denn immer wieder lädt die Bibliothek zu Autorenlesungen ein. „Das möchten wir in Zukunft noch verstärken“, kündigt Heike Fischer an.</p>]]>
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      <pubDate>Tue, 15 Apr 2025 18:02:42 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Regen angekündigt: Wie wird sich das Oster-Wetter auf den Bodensee-Pegel auswirken?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/osterwetter-mit-folgen-kommt-jetzt-die-wende-beim-niedrigwasser-am-bodensee-meteorologe-gibt-antwort;art372432,12364138 ]]></link>      <description><![CDATA[  Laut Prognose kommt bis nach den Feiertagen wieder etwas Wasser vom Himmel und aus den Bergen. Doch wird das auch genug sein, um den Bodensee wieder ansteigen zu lassen? Das sagt Meteorologe Jürgen Schmidt dazu.  ]]></description>
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          Laut Prognose kommt bis nach den Feiertagen wieder etwas Wasser vom Himmel und aus den Bergen. Doch wird das auch genug sein, um den Bodensee wieder ansteigen zu lassen? Das sagt Meteorologe Jürgen Schmidt dazu.<br>
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        Laut Prognose kommt bis nach den Feiertagen wieder etwas Wasser vom Himmel und aus den Bergen. Doch wird das auch genug sein, um den Bodensee wieder ansteigen zu lassen? Das sagt Meteorologe Jürgen Schmidt dazu.



        <p>Ein paar Tropfen auf den warmen Stein – mehr ist es nicht, was laut Jürgen Schmidt von Wetterkontor in der Bodenseeregion in den kommenden zehn Tagen an Niederschlag vom Himmel fällt. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/markdorf/duerre-und-niedrigwasser-am-bodensee-wann-kommt-endlich-der-regen-meteorologe-hat-die-antwort;art372484,12359560" target="_blank" title="Dürre und Niedrigwasser am Bodensee: Wann kommt endlich der Regen?">Während er noch vor Kurzem von 10 bis 40 Litern pro Quadratmetern in der Karwoche ausging</a>, hat sich dies nun schon wieder verflüchtigt.</p> <p>Inzwischen rechnet er eher mit fünf bis zehn Litern pro Quadratmeter bis Ostermontag, 21. April. Die feuchtesten Tage seien Donnerstag und Karfreitag, sagt Jürgen Schmidt. „Aber da der Boden so ausgetrocknet ist, wird er erstmal viel Wasser aufsaugen, da landet nicht allzu viel im Bodensee“, ergänzt er. Auch seine Prognose bis Freitag, 25. April, sieht nicht viel feuchter aus.</p> <p>„In den kommenden zehn Tagen regnet es zusammengerechnet zwischen 10 und 30 Liter pro Quadratmeter am Bodensee“, sagt er nach einem Blick in seine Daten. „Der Niederschlag kommt hauptsächlich von der Alpensüdseite, es fehlt die Nordeinströmung. Denn da gibt es die heftigsten Regenfälle in Ihrer Region.“</p> <p>Ein bisschen Schmelzwasser werde aber aus den Alpen kommen, sagt Jürgen Schmidt: „In den kommenden Tagen liegt die Temperatur auf 3000 Metern Höhe über null Grad Celsius, da wird es gut tauen. Ob das dem Bodenseepegel viel hilft, weiß ich aber nicht“, sagt Schmidt. Ein Blick auf die Prognose der <a href="https://www.hvz.baden-wuerttemberg.de/" target="_blank" title="" rel="noopener">Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg</a> zeigt: wahrscheinlich kaum.</p> <p>Denn laut einem Schaubild der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg bleibt der Pegel auch am Donnerstag, 24. April, bei 272 Zentimetern, wenn bis dahin kein Regen fällt. Bei diesem Wasserstand verharrt der Bodensee nun schon seit einigen Tagen. Der Pegel könnte aber auch weiter sinken oder aber, falls es doch stärker regnen sollte als bislang angenommen, deutlich ansteigen.</p> <p>Das Schaubild der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg variiert bis zum 24. April zwischen einem Pegel von 267 und 284 Zentimetern. „Es ist halt nur eine Prognose“, sagt Jürgen Schmidt.</p> <h2>„Das Wasser wird schon wieder kommen“</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/hochwasser-am-bodensee-pegel-steigt-erneut-und-ueberraschend-ueber-fuenf-meter;art372432,12092248" target="_blank" title="Neue Sorgen vor Hochwasser am Bodensee: Pegel steigt überraschend wieder">Im Juni 2024 kämpften viele Bodensee-Gemeinden mit Hochwasser</a> und stapelten Sandsäcke auf, ein knappes Jahr später liegen Uferzonen auf dem Trockenen und Sandbänke treten hervor. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/bodensee-im-wandel-wie-sich-wasserstaende-2024-und-2025-dramatisch-unterschieden-02-07-25;art417930,12357145" target="_blank" title="2024 und 2025 im Vergleich: Der Bodensee zwischen Hoch- und Niedrigwasser">Der Vergleich der Fotos aus der Region, die dieselben Orte vor einem Jahr und heute zeigen, ist beeindruckend.</a> Was ist mit dem Wetter los, Herr Schmidt? „Dass es immer mal trockene Phasen gibt, ist normal und hat nichts mit dem Klimawandel zu tun“, sagt der Experte. Vor allem, wenn die Trockenphase ins Frühjahr fällt und nicht in den Sommer.</p> <p>Dann ergänzt er lachend: „Das Wasser wird wieder kommen – aber dann wahrscheinlich in solchen Mengen, dass das auch niemand will.“ Eine gute Nachricht gibt es immerhin für die Ostertage: Wenn es nicht viel regnet, fällt die Ostereiersuche schon nicht ins Wasser.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Regen angekündigt: Wie wird sich das Oster-Wetter auf den Bodensee-Pegel auswirken?]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 14 Apr 2025 18:21:44 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Sieht das kleine Daisendorf irgendwann aus wie „ein Vorort von Frankfurt“?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/daisendorf/bebauungsplan-wackelt-wird-das-beschauliche-daisendorf-bald-aussehen-wie-ein-vorort-von-frankfurt;art372470,12363197 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Bebauungsplan droht zu kippen. Die Bürger fühlen sich nicht mitgenommen, und der Gemeinderat will neu abstimmen. Dabei wird der Plan seit Jahren herbeigesehnt. Was ist da los im Dorf von Bürgermeisterin Alberti?  ]]></description>
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          Der Bebauungsplan droht zu kippen. Die Bürger fühlen sich nicht mitgenommen, und der Gemeinderat will neu abstimmen. Dabei wird der Plan seit Jahren herbeigesehnt. Was ist da los im Dorf von Bürgermeisterin Alberti?<br>
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        Der Bebauungsplan droht zu kippen. Die Bürger fühlen sich nicht mitgenommen, und der Gemeinderat will neu abstimmen. Dabei wird der Plan seit Jahren herbeigesehnt. Was ist da los im Dorf von Bürgermeisterin Alberti?



        <p>Eigentlich hätte der Bebauungsplan für Daisendorfs Ortsmitte ein großer Wurf werden sollen. Bereits seit 2018 sucht die Gemeinde nach Lösungen, die verhindern sollen, dass Bauprojekte von Investoren den Charakter des Dorfes zunehmend entstellen. 2021 wurde die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen. Das Projekt ist recht weit fortgeschritten, ein erster Vorentwurf wurde zum Jahreswechsel öffentlich ausgelegt.</p> <h2>Anwohner entladen ihren Unmut</h2> <p>Doch nach einer turbulenten Bürgerversammlung und einer für viele eher irritierenden Gemeinderatssitzung scheint das ganze Vorhaben nun auf der Kippe zu stehen. Bereits am 25. März hatte die Gemeinde gemeinsam mit dem Friedrichshafener Stadtplaner Thomas Hirthe die Daisendorfer Bürger noch einmal zum Austausch über die Pläne eingeladen, die immerhin fast ein Drittel des Ortes betreffen. Anlass waren die Einwendungen, die in der Zwischenzeit von betroffenen Anwohnern eingegangen waren. Deren Unmut entlud sich im Rathaus denn auch deutlich.</p> <h2>Grundsatzdiskussion im Gemeinderat</h2> <p>In der folgenden Gemeinderatssitzung am 8. April sollte das Gremium dann eigentlich über die Einwendungen und die entsprechenden Abwägungsvorschläge des Stadtplaners – ein Dokument mit 50 Seiten – beraten und das weitere Vorgehen diskutieren. Doch dazu kam es nicht. Bereits in der Bürgerfragestunde zu Beginn der Sitzung im vollbesetzten Rathaussaal wurde erneut heiß diskutiert. Er fühle sich „im falschen Film“, warf Ulrich Bernhard vom gleichnamigen Weingut ein. Der ganze Prozess sei „völlig falsch gelaufen“. Zwei Jahre lang habe kein Bürger seine Meinung sagen können. Und: „Die Mehrheit wollte etwas anderes als das, was Herr Hirthe hier vorgestellt hat.“</p> <p>Die Bürgerbeteiligung sei kein offener Diskurs, sondern einseitig gewesen, meinte ein anderer. Ein Kritikpunkt waren vor allem die restriktiven Regelungen. „Warum werden wir derart drangsaliert, dass man maximal noch entscheiden darf, ob die Eingangstür nach links oder rechts aufgeht?“, fragte ein Anwohner überspitzt. Offenbar hatten viele Angst, dass „man das jetzt durchziehen will, nur weil es angestoßen ist“. Wiederholt wurde ein Bürgerentscheid zum Thema gefordert. Denn das Ganze sei „kein Pillepalle“.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Bebauungsplan-Geschichte</span><span>Den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans „Alter Ortskern“ fasste der Gemeinderat im November 2021. Zunächst wurde ein „Städtebaulicher Entwurf“ erarbeitet und im September 2024 vom Rat gebilligt. Auf dessen Grundlage entstand ein Vorentwurf des Bebauungsplans. Dieser lag bis 16. Januar 2025 öffentlich aus und führte zu zahlreichen Einwendungen. Das 50-seitige Dokument hierzu findet sich im Ratsinformationssystem (Daisendorf.ris-portal.de).</span></label></div> <h2>Ex-Bürgermeister meldet sich zu Wort</h2> <p>Vor allem Daisendorfs Ex-Bürgermeister Helmut Keser tat sich mit ablehnenden Bemerkungen hervor: „Das war ein totgeborenes Kind, von Anfang an.“ Er stellte in Aussicht, dass sich die betroffenen Bürger juristisch massiv wehren würden. Gemeinderätin Susanne Winder räumte ein, dass sie dem Entwurf so nicht zustimmen würde. „Das ist 100 Jahre zurück.“ Gemeinderätin Monika Bernhard beschwichtigte: „Wir verschenken uns nichts, wenn wir noch eine oder mehrere Runden drehen.“ Ohnehin sei man bislang ja noch in einem „frühzeitigen Beteiligungsprozess“, sagte Bürgermeisterin Jacqueline Alberti, einer freiwilligen Leistung der Gemeinde. „Wir müssen irgendwie auf einen Nenner kommen.“ Kein Bebauungsplan sei jedenfalls „das schlechteste Ergebnis, das wir haben können“.</p> <h2>Vier Gemeinderäte in der Sitzung befangen</h2> <p>Als es schließlich um die angedachte Beratung ging, den Tagesordnungspunkt drei der Sitzung, brachte Gemeinderat Hasan Ögütcü den Antrag ein, in einer kommenden Sitzung noch einmal grundsätzlich darüber zu beraten, ob „wir den Bebauungsplan weiterverfolgen wollen oder nicht“. Mit fünf Stimmen gegen zwei Enthaltungen – Erwin Kraft und Bürgermeisterin Alberti – wurde der Antrag angenommen. Vier Räte waren befangen: Andreas Theiss, René Fuhs, Iris Rathgeber und Wolfgang Walter.</p> <p>Die anschließende Beratung reduzierte sich schließlich darauf, dass Stadtplaner Hirthe den verdutzten Zuhörern – Wort für Wort – die 50 Seiten langen Einwendungen und seine Abwägungen dazu vorlas – bis ihm die Stimme schwer wurde und Alberti den Einwendungspart übernahm. „Lesen können wir selber“, war aus den dünner werdenden Reihen der Bürger zu hören, die nach und nach den Saal verließen. Manch einen brachte die unfreiwillige Komik der Situation auch zum Lachen.</p> <h2>Ex-Gemeinderat erinnert an die Intention</h2> <p>Und was sagt Heinrich Straub zu dem Schlamassel? Der frühere Gemeinderat war schließlich wichtigste treibende Kraft hinter dem Bebauungsplanprozess. An der verfahrenen Diskussion will er sich nicht mehr groß beteiligen, erinnert aber gerne an die Ursprungsidee: In den vergangenen zehn Jahren habe der Druck von Bauträgern auf Daisendorf enorm zugenommen – etliche Bausünden zeugten davon. „Hat der Gemeinderat Dinge abgelehnt, die Baurechtsbehörde in Friedrichshafen aber festgestellt, dass sie rechtlich möglich waren, wurden unsere Beschlüsse ersetzt.“ Straub bezeichnet dies als „juristischen Häuserkampf“. Der Bauparagraph 34, unter dem die Ortsmitte bislang steht, erlaubt Neubauten „nach Art und Maß der umgebenden Bebauung“. Dies sei einst als Erleichterung gedacht gewesen, sagt Straub, werde aber zunehmend missbraucht. „Als Gemeinderat waren wir hier machtlos, bekamen aber gleichzeitig von den Bürgern immer wieder vorgehalten, was wir Schlimmes zugelassen hätten.“</p> <p>Für Straub ist klar: Ohne Bebauungsplan wird Daisendorf irgendwann zu einem „völlig beliebigen Ort“ werden – „der auch ein Vorort von Frankfurt sein könnte“. Das bekomme man mittlerweile auch schon von den Feriengästen gespiegelt, nach dem Motto „wenn ihr so weitermacht, kommen wir nicht mehr her“. Und das wollen vermutlich auch die härtesten Gegner des aktuellen Entwurfs nicht.</p>]]>
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      <pubDate>Fri, 11 Apr 2025 15:42:28 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Weiterer Service-Einschnitt auf der Fähre: Die „Lodi“ hat künftig kein Bistro mehr  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/die-bodensee-faehre-lodi-schraenkt-weiteren-bord-service-ein;art372448,12360666 ]]></link>      <description><![CDATA[  Automaten statt Tresen und zunächst kein Wort darüber an die Kunden: Die Stadtwerke schränken die Dienstleistung auf einem Fährschiff ein. Ist auch auf den anderen bald Schluss mit dem frisch gemachten Kaffee?  ]]></description>
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          Automaten statt Tresen und zunächst kein Wort darüber an die Kunden: Die Stadtwerke schränken die Dienstleistung auf einem Fährschiff ein. Ist auch auf den anderen bald Schluss mit dem frisch gemachten Kaffee?<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Automaten statt Tresen und zunächst kein Wort darüber an die Kunden: Die Stadtwerke schränken die Dienstleistung auf einem Fährschiff ein. Ist auch auf den anderen bald Schluss mit dem frisch gemachten Kaffee?



        <p>Die Tür ist verrammelt, aber durch die Glasscheiben konnten die Passagiere schon erahnen, was sich ändert. Auf der „Lodi“, dem zweitjüngsten Fährschiff auf der Linie Konstanz-Meersburg, ist Schluss mit dem Bistro-Betrieb.</p> <p>Wo einst der Tresen stand, an dem frischer Kaffee, belegte Brötchen und andere Snacks serviert wurden, sind nun Automaten aufgebaut. Nach Jahrzehnten endet damit zumindest auf diesem Schiff eine Gastronomie-Tradition, die ihren Teil dazu beigetragen hat, die älteste Autofähre auf einem deutschen Binnengewässer zu etwas Einmaligem zu machen.</p> <p>Regelmäßige Fahrgäste wundern sich: Bewerben die Stadtwerke Konstanz ihre Fähren nicht gerade ganz aktuell mit Worten wie „erleben“ und „entspannen“? Und dann gibt es statt Espresso aus der Siebträger-Maschine und Cappuccino mit frisch aufgeschäumter Milch nur noch Automatenkaffee? Und was ist dran an dem Geraune, dass die Veränderung auf der „Lodi“ nur ein Anfang ist und die anderen Schiffe ihre Bordgastronomie in der bewährten Form verlieren sollen?</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Bewirtung an Bord: Eine lange Tradition auf der Fähre</span><span>Ein Getränk und ein Imbiss mitten auf dem Bodensee: Das gehörte auf der Fähre über Jahrzehnte dazu und verlieh der Schiffsverbindung gegenüber der Fahrt um den Überlinger See herum ein Alleinstellungsmerkmal. Laut den Stadtwerken gibt es die Bewirtung seit Ende der 1950er-Jahre – zunächst mit einem Pächter pro Schiff und zuletzt mit einem Anbieter auf der gesamten Flotte. Im Frühjahr 2023 hatte die Firma Midce unter dem Namen „Backbord“ die Bistros auf den fünf Schiffen „Richmond“, „Lodi“, „Tabor“, „Kreuzlingen“, „Meersburg“ und „Konstanz“ übernommen und <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/bistro-paechter-wollen-faehre-konstanz-meersburg-als-veranstaltungsort-etablieren;art410936,12008840" target="_blank" title="Mehr als Bierchen und Brezel: Bistro-Pächter wollen Fähre als Veranstaltungsort etablieren">kündigte auch besondere Ereignisse an</a>. Das Geschäft ist allerdings schwierig, wie die Stadtwerke erläutern: „Bereits vor Corona waren die Umsatzzahlen des Pächters rückläufig. Nach Corona und dem Pächterwechsel waren die Umsatzahlen nachweislich nicht mehr wirtschaftlich und entwickeln sich nur langsam wieder nach oben.“</span></label></div> <h2>Werden auch auf den anderen Schiffen die Bistros geschlossen?</h2> <p>Wer die Mitarbeitenden an Bord befragt, bekommt dazu unterschiedliche Antworten. Eine lautet: Auch auf den anderen Fähren könnte bald Schluss sein mit dieser Dienstleistung, die die 15-minütige Überfahrt für viele Passagiere zu einer besonderen kleinen Auszeit macht oder wenigstens das Nützliche mit dem Angenehmen verbindet – denn schöner als an Bord der Fähre, mit oft grandioser Aussicht, kann man seinen Kaffee kaum irgendwo trinken.</p> <p>Laut Theresa Gärtner von den Stadtwerken Konstanz handelt es sich bei der Umstellung auf der „Lodi“ um ein „Pilot-Projekt“, das durchaus ausgeweitet werden könnte, denn „die Akzeptanz werden wir beobachten“. Der konkrete Auslöser war, dass im Bistro-Bereich ohnehin saniert werden musste. Nur 15 Jahre, nachdem das letzte auf der Kressbronner Bodan-Werft gebaute Fährschiff in Dienst gestellt wurde, sei es nötig gewesen, „den Boden auszutauschen, da dieser zwischen dem Laufbelag und der Schiffsschale (Decke) verfault war. Dazu mussten auch die Küche und die Theke entfernt werden.“</p> <h2>Den Gästen sitzt das Geld nicht mehr so locker in der Tasche</h2> <p>Den Bistro-Bereich nicht wieder in gewohnter Form wieder aufzubauen, war laut den Stadtwerken „ein gemeinsamer Beschluss in unserem Fachbereich und auf Initiative des Gastro-Pächters“. Hintergrund sind demnach zurückgehende Umsätze, weil den – durch steigende Fährtarife ohnehin belasteten – Fahrgästen das Geld nicht mehr so locker in der Tasche sitze. Diese generelle Zurückhaltung spürten auch viele andere Gastronomen.</p> <p>Hinzu kommen offenbar der allgemeine Personalmangel in der Gastronomie und steigende Kosten durch Löhne und immer höhere Einkaufspreise. „Studentische Arbeitskräfte, die bis vor wenigen Jahren noch regelmäßig beschäftigt wurden, stehen heutzutage kaum noch zur Verfügung“, erklären die Stadtwerke dazu weiter.</p> <p>Ein Problem liegt demnach aber auch in der Art und Weise, wie der Fährbetrieb inzwischen arbeitet: Immer wieder liegen Fähren auch längere Zeit im Hafen, weil dank der größeren Schiffe ein gegenüber früheren Jahrzehnten ausgedünnter Fahrplan gefahren wird. Wenn dann die Bistros durchgehend von 5.30 bis 21 Uhr besetzt sein sollen, ist das für Pächter nicht mehr so interessant wie zu Zeiten, als vier kleinere Fährschiffe fast im Dauerbetrieb hin- und herpendelten.</p> <p>Für die Fahrgäste gebe es an den Automaten auch künftig hochwertige Produkte, versprechen die Stadtwerke, die Kunden sollten dank einer „hochwertigen Kaffeeauswahl hinsichtlich der Qualität keinen Nachteil erfahren“. Unklar ist allerdings, wie der Automatenverkauf mit den Bestrebungen der Stadt Konstanz zu vereinen ist, die seit Jahresbeginn mit einer Verpackungssteuer rigoros gegen Verpackungsmüll wie Einwegbecher vorgeht. Immerhin gehören die Stadtwerke und mit ihnen der Fährbetrieb zu 100 Prozent der Stadt.</p> <h2>Gibt es ausgerechnet an Bord der städtischen Fähre Wegwerf-Becher?</h2> <p>„Das Problem ist uns bewusst“, erklärt dazu Teresa Gärtner von den Stadtwerken, „auf sachgerechte Müllentsorgung und Wiederverwertbarkeit von Verpackungen (zum Beispiel Mehrwegbecher) wurde bewusst geachtet.“</p> <p>Laut Anja Fuchs, Sprecherin der Stadtverwaltung, ist tatsächlich ein Mehrweg-System geplant. Wären es Wegwerf-Becher, fielen sie im Stadtgebiet unter die Verpackungssteuer von 50 Cent plus Mehrwertsteuer. Ob die Wasserfläche des Bodensees aber überhaupt dazu zählt, lässt die entsprechende Satzung offen.</p> <p>Aber auch Kaffeeautomaten-Wegwerfbecher wären laut der aktuellen Regelung dann steuerfrei, wenn die Gefäße „vom Steuerschuldner vollständig am Ort der Abgabe zurückgenommen und einer stofflichen Verwertung außerhalb der öffentlichen Abfallentsorgung zugeführt werden“. Das würde bedeuten, dass die Stadtwerke und/oder der Gastro-Pächter es unterbinden müssten, dass Kaffeebecher zum Beispiel mit ins Auto oder zu Fuß von Bord genommen und später weggeworfen werden.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Weiterer Service-Einschnitt auf der Fähre: Die „Lodi“ hat künftig kein Bistro mehr]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 11 Apr 2025 12:04:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach Fähren-Panne: „Betriebsfremde Person“ könnte für Ausfall verantwortlich sein  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/nach-faehren-panne-auf-dem-bodensee-spur-fuehrt-zu-betriebsfremder-person-an-bord-der-richmond;art372448,12360470 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eigentlich sollte die Gas-Fähre „Richmond“ nach dem Stillstand auf dem See inzwischen wieder verkehren. Doch es kam zu Verzögerungen. Nun ist auch klarer, was die Störung ausgelöst hat – und möglicherweise wer.  ]]></description>
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          Eigentlich sollte die Gas-Fähre „Richmond“ nach dem Stillstand auf dem See inzwischen wieder verkehren. Doch es kam zu Verzögerungen. Nun ist auch klarer, was die Störung ausgelöst hat – und möglicherweise wer.<br>
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        Eigentlich sollte die Gas-Fähre „Richmond“ nach dem Stillstand auf dem See inzwischen wieder verkehren. Doch es kam zu Verzögerungen. Nun ist auch klarer, was die Störung ausgelöst hat – und möglicherweise wer.



        <p>Knapp einen Monat ist es her, dass die Gas-Fähre der Stadtwerke Konstanz, die „Richmond“,<a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/panne-auf-dem-bodensee-faehre-richmond-stoppt-mitten-auf-der-strecke-zwischen-meersburg-und-konstanz;art372448,12331256" target="_blank" title="Plötzlich geht nichts mehr vorwärts: Die Fähre „Richmond“ bleibt defekt auf dem See liegen"> mitten auf dem Bodensee defekt liegen blieb und abgeschleppt werden musste.</a> Mittlerweile sollte sie eigentlich, nach turnusmäßig stattfindenden Regel-Instandhaltungsarbeiten, seit knapp zwei Wochen wieder verkehren. Doch noch immer befindet sich das Schiff nicht im Regelbetrieb. Wie die Stadtwerke Konstanz auf SÜDKURIER-Nachfrage angeben, hat das allerdings nicht direkt mit dem Defekt zu tun.</p> <p>„Die Instandhaltung wurde am Mittwoch <em>(Anm. d. Red.: 9. April)</em> abgeschlossen. Anschließend gab es Testfahrten“, teilt Josef Siebler, Pressesprecher der Stadtwerke Konstanz, auf Anfrage mit. „Es kamen einige Ersatzteile verspätet, daher die leichte Verzögerung.“</p> <p>Ihren Dienst wieder aufnehmen soll die Richmond demnach am Montag, 14. April. Aktuell führten die Stadtwerke noch weitere Ausbildungen auf dem Schiff durch. Deren Hintergrund ist, dass die Bootsmannschaften aufgrund der neuen Antriebsart der Richmond besonders geschult werden müssen.</p> <h2>Der Not-Ausschalter wurde betätigt</h2> <p>Auf die Frage, was oder wer denn letztlich für die Panne verantwortlich war, gibt es mittlerweile neue Erkenntnisse. So stand bislang vor allem menschliches Versagen – genauer: ein Bedienfehler der Mannschaft – im Raum. Jedoch: „Die Dokumentation des Systemherstellers ergab, dass die Betätigung eines Not-Ausschalters ursächlich für den Ausfall war“, heißt es von dem städtischen Unternehmen.</p> <p>„Obwohl dieser in einem für Fahrgäste gesperrten Bereich angebracht war, kann eine Betätigung durch betriebsfremde Personen nicht ausgeschlossen werden.“ Sprich: Auch ein Fahrgast könnte den Stillstand auf dem See fahrlässig oder mutwillig herbeigeführt haben. Eine technische Ursache für den Ausfall schließen die Stadtwerke mittlerweile aus.</p> <p>Damit ähnliche Vorfälle in Zukunft ausgeschlossen werden können, haben die Stadtwerke laut eigenen Angaben inzwischen die „erforderlichen Nachbesserungen“ mit dem zuständigen Schifffahrtsamt des Landratsamtes Konstanz abgestimmt und auch umgesetzt, heißt es noch. Bereits zuvor hatte das Landratsamt auf SÜDKURIER-Nachfrage angegeben, dass es aufgrund des Vorfalls keinerlei Überlegungen gebe, der „Richmond“ ihre Zulassung zu entziehen.</p>]]>
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      <pubDate>Tue, 01 Apr 2025 16:40:41 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Letzte Ruhestätte unter Bäumen – sind im Forst bei Stetten bald Waldbestattungen möglich?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/letzte-ruhestaette-unter-baeumen-sind-im-forst-bei-stetten-bald-waldbestattungen-moeglich;art410936,12351207 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das österreichische Unternehmen Klosterwald möchte in Kooperation mit der Stiftung Liebenau am Dürleberg in Stetten Baumbestattungen anbieten. Im Gemeinderat stieß das Konzept auf Interesse.  ]]></description>
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          Das österreichische Unternehmen Klosterwald möchte in Kooperation mit der Stiftung Liebenau am Dürleberg in Stetten Baumbestattungen anbieten. Im Gemeinderat stieß das Konzept auf Interesse.<br>
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        Das österreichische Unternehmen Klosterwald möchte in Kooperation mit der Stiftung Liebenau am Dürleberg in Stetten Baumbestattungen anbieten. Im Gemeinderat stieß das Konzept auf Interesse.



        <p>Naturnahe Bestattungen liegen im Trend. In der Gemeinde Stetten lag in jüngster Sitzung des Gemeinderates eine Anfrage des Unternehmens Klosterwald aus Niederösterreich zur Kenntnisnahme auf dem Ratstisch. Klosterwald möchte auf Stettener Gemarkung im Gewann Dürleberg gemeinsam mit der Stiftung Liebenau als Waldbesitzer ein Angebot für Waldbestattungen schaffen. Es wäre der erste Standort seines Unternehmens im süddeutschen Raum, sagte Klosterwald-Geschäftsführer Alexander Burtscher bei der Präsentation der Konzeption.</p> <p>Auf acht Hektar des Waldgebiets nördlich des Hofguts Breitenbach könnten letzte Ruhestätten unter Bäumen entstehen. Alle Genehmigungen vorausgesetzt, bestatte man zunächst nur auf zwei bis drei Hektar, wie Burtscher in der Ratssitzung sagte.</p> <h2>Konkurrenz zum Friedhof im Ort?</h2> <p>Bürgermeister Daniel Heß und die Mitglieder des Rats fragten sich, ob ein Bestattungswald am Dürleberg mit dem örtlichen Friedhof konkurriere. Dazu meinte der Klosterwald-Geschäftsführer: Bei den bisherigen Standorten sei „so gut wie keine Konkurrenz entstanden“. Er bejahte die Frage von Hauptamtsleiterin Daniela Neßler, ob das österreichische Unternehmen die Graböffnungen bei Bestattungen vornehme.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Klosterwald</span><span>Mit der Initiative Klosterwald haben die Klöster Heiligenkreuz und Klosterneuburg in Kooperation mit der Erzdiözese Wien erstmalig in Österreich konfessionelle letzte Ruhestätten in der Natur angeboten. Die Klosterwald GmbH bietet seit dem Jahr 2019 Waldflächen als Naturgräber unter Bäumen an und betreibt derzeit sieben Standorte in Österreich. Das Unternehmen setzt auf Kooperationen mit kirchlichen und kommunalen Waldbesitzern. Im Vorjahr wurde der erste Klosterwald in Bludesch in Vorarlberg eröffnet. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.klosterwald.at.</span></label></div> <h2>Unabhängig von Konfession und Wohnort des Verstorbenen</h2> <p>Wie Burtscher ausführte, soll ein Bestattungswald in kirchlicher Trägerschaft der Stiftung Liebenau beantragt werden. Die Baumbestattungen selbst würden aber unabhängig von Konfession oder Wohnort des Verstorbenen angeboten. Nachhaltigkeit stehe im Vordergrund, „das Waldbild bleibt möglichst erhalten“, kündigte Burtscher an. Zur Infrastruktur gehörten, ähnlich wie bei anderen Naturbestattungsanbietern, ein Andachtsplatz, ein Hinweisschild, Orientierungssteine sowie eine Orientierungstafel mit Lageplan und Baumverzeichnis am Waldrand. Auf einem Schotterparkplatz sollen fünf bis zehn Fahrzeuge parken können.</p> <p>Die Asche des Verstorbenen werde in einer biologisch abbaubaren Urne an die Wurzeln des ausgewählten Baumes in die Erde eingebracht. Jeder Klosterwaldbaum werde mit einer Nummer sowie einer Namenstafel versehen.</p> <h2>Nutzungsrecht für Einzelgräber liegt bei 25 Jahren</h2> <p>Wie Alexandra Somoza erfragte, können Familienbäume über eine Zeitspanne von 50 Jahren von Familienmitgliedern und Freunden genutzt werden. Bei Gemeinschaftsbäumen, die sich bis zu zehn Menschen teilen, beträgt das Nutzungsrecht 25 Jahre. Martin Frick fragte nach: „Was passiert, wenn ein Baum kaputtgeht?“ Wenn noch keine Urne beigesetzt wurde, gebe es einen Ersatzbaum gleicher Kategorie. Nach Beisetzung werde der Baum in Brusthöhe abgesägt und bleibe als Habitatbaum stehen, um seine Funktion im Ökosystem zu erhalten. Neben dem Baumstumpf werde dann ein neuer Baum gepflanzt.</p> <h2>Erstes Angebot zwischen Meersburg und Tettnang</h2> <p>Der Einzugsbereich für einen Klosterwald liegt gemäß Burtscher bei 20 bis 25 Kilometern. Die nächste Möglichkeit der Baumbestattung bestehe in Heiligenberg. Die Region Meersburg bis Tettnang sei bisher noch ohne Angebot.</p> <p>Bürgermeister Daniel Heß meinte: „Ich glaube, Baumbestattung ist die Zukunft.“ Vonseiten der Gemeinde werde es, sofern alle notwendigen Genehmigungen vorlägen, keine Hürden bei der Umsetzung einer Ruhestätte in der Natur geben, versicherte Heß. Da es sich um einen Eingriff in den Wald handele, müsse mit der Unteren Naturschutzbehörde Kontakt aufgenommen werden, erläuterte er das weitere Vorgehen. Bei positiver Rückmeldung müsse eine Änderung des Flächennutzungsplans beantragt werden. Außerdem sollten die Stettener Bürger in einer gesonderten Veranstaltung informiert werden. Zudem erwarte Stettens Verwaltung eine Unterstützung von einem Planungsbüro, sollte das Projekt verwirklicht werden.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 28 Mar 2025 16:54:18 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wo soll da noch ein Fahrrad Platz haben? Sicherheitsdienst gegen ignorante Radler  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/bodenseeradweg-gesperrt-buergermeister-hess-aergert-sich-ueber-ignorante-radfahrer;art372486,12348062 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Bodenseeradweg ist wegen Bauarbeiten gesperrt, was manche Fahrradfahrer offenbar nicht kümmert. Bürgermeister Heß findet dafür deutliche Worte. Es gibt aber auch Radler, die ein positives Gegenbeispiel abgeben.  ]]></description>
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          Der Bodenseeradweg ist wegen Bauarbeiten gesperrt, was manche Fahrradfahrer offenbar nicht kümmert. Bürgermeister Heß findet dafür deutliche Worte. Es gibt aber auch Radler, die ein positives Gegenbeispiel abgeben.<br>
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        Der Bodenseeradweg ist wegen Bauarbeiten gesperrt, was manche Fahrradfahrer offenbar nicht kümmert. Bürgermeister Heß findet dafür deutliche Worte. Es gibt aber auch Radler, die ein positives Gegenbeispiel abgeben.



        <p>Es gibt einen Weg: Wer derzeit von Meersburg nach Hagnau mit dem Fahrrad fährt, muss eine Umleitung nehmen. Die Betonung liegt auf Muss! Der Weg führt ab der Therme Meersburg hoch zur Bundesstraße und dort über einen Fahrradweg bis nach Hagnau. Umleitungsschild und Absperrung hindern einige Fahrradfahrer nicht daran, trotzdem über die gesperrte Strecke zu fahren, um sich dann zu beschweren, wenn sie an einer unpassierbaren Baustelle stranden.</p> <p>Die Gemeinden Meersburg, Hagnau und Stetten haben davon die Nase voll. Sie engagieren einen Sicherheitsdienst, um Fahrradfahrer auf das Selbstverständlichste hinzuweisen, nämlich, dass Verkehrsschilder ihre Gültigkeit haben. Auch für sie. Stettens Bürgermeister Daniel Heß berichtet von „Familienvätern, die mit ihren Kindern die Absperrbaken zur Seite schieben und durchfahren“. Wenn sie dann an der Baustelle ankommen, beschweren sie sich noch bei den Bauarbeitern, dass sie nicht durchkämen. Ein für die Bauarbeiter „unerträglicher Zustand“, wie Heß findet. „Die Ignoranz mancher Fahrradfahrer nimmt eine Form an, wo du sagst, das geht ja gar nicht mehr.“</p> <p>Marcus Wagner arbeitet als Polier bei der Straßenbaufirma Storz, die vom Gemeindeverwaltungsverband mit der Erneuerung der Straße beauftragt wurde. Gerade ist er damit beschäftigt, heißen Asphalt glattzuziehen. Er sagt, dass er froh über den Sicherheitsdienst ist, der Fahrradfahrer davon abhält, ihm durchs frische Beet zu trampeln. „Sie hätten sonst alles wieder kaputtgemacht.“ Nach seiner Beobachtung wirkt die Maßnahme, sie hätten Luft zum Schaffen und müssten sich nicht ignoranter Fahrradfahrer erwehren.</p> <p>Jörg Große-Herrenthei ist Rennradfahrer. Der Mann aus Freiburg kam für einen Ausflug an den Bodensee. Er radelte von Schnetzenhausen bis Seefelden, nahm dort ein Mittagessen ein, und kehrt nun zurück zu seinem Ausgangspunkt. Für ihn sei es selbstverständlich, sich an die Regeln zu halten und Verkehrsschilder nicht zu ignorieren. Vielmehr ärgert es ihn, wenn Sicherheitsdienste für das Selbstverständlichste engagiert werden müssen. „Das zahlen wir mit unseren Steuergeldern.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Hintergrund: Seezugang der Stettener</span><span>Stetten liegt als Dorf zwar nicht direkt am Bodensee. Es gibt aber einen Streifen Land zwischen Gemeinde und See, auf ihm liegt das Weingut Aufricht. Das Ufer selbst, das auf der Gemarkung Stetten liegt, ist 1,1 Kilometer lang. Ein Seezugang hatte für Gemeinden in der Historie stets eine besondere Bedeutung, auch heute noch freut sich die Gemeinde über den Zugang zum Strand, der im Sommer zum Baden einlädt und aktuell bei niedrigem Wasserstand für Spaziergänge. Laut Bürgermeister Daniel Heß gibt es zwei offizielle Zugänge. Weitere „Trampelpfade“, die in den vergangenen Jahren entstanden seien, wurden im Zuge der Radwegerneuerung geschlossen. Das sei nicht seine Idee gewesen, betont Heß, das Landratsamt habe die Schließung der Trampelpfade aber als Ausgleichsmaßnahme für den Radwegeausbau vorgesehen. Ganz konkret erfolgte die Schließung durch „Zupflanzen mit Hecken“. Die offiziellen Zugänge, so Heß, blieben aber bestehen, das Betreten des Uferbereichs sei auch nicht verboten. Stetten behält also seinen Seezugang.</span></label></div> <h2>Bodensee soll für Radler sicherer werden</h2> <p>Der Bodenseeradweg zählt zu den touristischen Höhepunkten in der Region. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/wie-kann-der-bodenseeradweg-sicherer-werden;art410936,12038269" title="Wie kann der Bodenseeradweg sicherer werden?">Verkehrsminister Winfried Hermann sagte bei einer Radtour im Spätsommer 2023:</a> „Der Bodenseeradweg ist einer der schönsten Radwege, die wir im Land haben. Es gibt aber einige Engstellen, auch gefährliche Stellen.“ Er sei an seine Kapazitätsgrenze gekommen. Nun sei es Zeit dafür, ihn sicherer zu machen. Anwohnergemeinden, Radlerinitiativen und Touristiker sollten sich zusammensetzen und gemeindeübergreifend Verbesserungsvorschläge machen.</p> <p>Gemeindeübergreifend gehen die drei Anliegergemeinden Meersburg, Stetten und Hagnau hier mit gutem Beispiel voran. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/wie-wirksam-ist-die-fahrradstrasse-entlang-der-b31;art372486,12275987" title="Wie wirksam ist die Fahrradstraße entlang der B31?">Zum einen haben sie den Verbindungsweg parallel zur Bundesstraße zu einer Fahrradstraße ausgebaut.</a> Und die drei Gemeinden nehmen Geld in die Hand für einen breiteren und damit sicheren Radweg parallel zum Bodenseeufer. Die Gemeinde Stetten verfügt hier über einen 1,1 Kilometer langen Uferstreifen.</p> <p>Bürgermeister Heß berichtete davon, dass es zu Verzögerungen bei den Bauarbeiten kam, weil der Unterbau an verschiedenen Stellen nicht so stabil wie gedacht gewesen sei. Eigentlich wollte man vor Einbruch des Winters fertig sein, musste die Baustelle in den letzten Monaten dann aber ruhen lassen. Die Strecke sei provisorisch so hergestellt worden, dass Fahrradfahrer sie nutzen konnten. Aktuell finden wieder Belagsarbeiten statt und Heß ist zuversichtlich, dass die Freigabe bis Ostern erfolgt.</p> <h2>Als Heß selbst „angeblökt“ wurde</h2> <p>Aus eigener Erfahrung berichtete Heß darüber, wie manche Fahrradfahrer unterwegs sind. Auf Stettener Gemarkung war ein Baum umgefallen und blockierte den Weg. Der Meersburger Bauhof sei noch in der selben Stunde angerückt und zersägte den Baum. Bis es so weit war, stellte sich Heß mit Unterstützung seiner Tochter an die Gefahrenstelle und warnte die Fahrradfahrer.</p> <p>„Was wir angeblökt worden sind von Fahrradfahrern, weil ein Baum auf der Straße lag. Dafür konnte ja niemand etwas. Brutal, was du dir da anhören musst.“ Für Daniel Heß ist dies übrigens kein neues Phänomen, vielmehr kennt er es auch aus seiner Rolle als Feuerwehrmann. „Wenn du eine Straße sperrst, zur Sicherheit der Kameraden und Verkehrsteilnehmer, werden die Feuerwehrleute stellenweise richtig blöd angemacht.“</p> <p>Nun blickt Heß positiv auf die Wiedereröffnung. Ihm sei bewusst, dass es sich auch für Pendler um eine wichtige Verbindung handelt. Den Umweg über den Höhenrücken hält er für machbar. „Man muss den Buckel hochfahren, das ist ein gewisser Aufwand, aber es hat ja fast jeder ein Pedelec, gerade die Pendler.“</p>]]>
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      <pubDate>Fri, 28 Mar 2025 10:58:10 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Niedriger Wasserpegel am Bodensee schafft besondere Perspektiven  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/bodensee-zwischen-hagnau-und-sipplingen-uferstreifen-variieren-je-nach-wasserstand-jetzt-anschauen-31-03-25;art410936,12347712 ]]></link>      <description><![CDATA[  So sieht es am Bodenseeufer zwischen Hagnau und Sipplingen derzeit aus. Abhängig vom Wasserpegel gibt es mal mehr oder weniger breite Uferstreifen, die zu einzigartigen Spaziergängen einladen.  ]]></description>
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          So sieht es am Bodenseeufer zwischen Hagnau und Sipplingen derzeit aus. Abhängig vom Wasserpegel gibt es mal mehr oder weniger breite Uferstreifen, die zu einzigartigen Spaziergängen einladen.<br>
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        So sieht es am Bodenseeufer zwischen Hagnau und Sipplingen derzeit aus. Abhängig vom Wasserpegel gibt es mal mehr oder weniger breite Uferstreifen, die zu einzigartigen Spaziergängen einladen.



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