<?xml version="1.0" encoding='UTF-8'?>

<!-- extended: vh 2010-01-20 v5a -->

<rss version="2.0" 
	xmlns:media="https://search.yahoo.com/mrss" 
	xmlns:dc="https://purl.org/dc/elements/1.1/" 
	xmlns:content="https://purl.org/rss/1.0/modules/content/">

  <channel>
    <title>suedkurier.de - Stockach</title>
    <link>https://www.suedkurier.de/</link>
    <language>de-DE</language>
    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 09:35:13 +0100</pubDate>
    <lastBuildDate>Wed, 05 Nov 2025 09:35:13 +0100</lastBuildDate>

    <image>
      <title>suedkurier.de</title>
      <width>120</width>
      <height>38</height>
      <link>https://www.suedkurier.de</link>
      <url>/pics/logi/suedkurier_150.gif</url>
    </image><item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 11:52:11 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist“, sagt eine neue Staatsbürgerin über Deutschland  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/neue-staatsbuergerin-ueber-deutschland-heimat-ist-nicht-nur-wo-du-geboren-bist;art372432,12511740 ]]></link>      <description><![CDATA[  Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/neue-staatsbuergerin-ueber-deutschland-heimat-ist-nicht-nur-wo-du-geboren-bist;art372432,12511740]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?



        <p>Wenn Adriana Hodaj über ihr Leben in Deutschland spricht, gerät sie ins Schwärmen. Sicher fühle sie sich hier, sagt sie, mit jedem Atemzug. Ihre Einbürgerung ist für sie eine Anerkennung für das, was sie dem Land zurückgibt.</p> <p>Vor fast acht Jahren kam die gebürtige Albanerin nach Deutschland, um als Krankenschwester zu arbeiten. Im Klinikum Konstanz ist sie mittlerweile voll angekommen. Am 21. Oktober erhielt die 52-Jährige <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mit-eid-urkunde-und-nationalhymne-so-feiern-eingebuergerte-ihre-deutsche-staatsbuergerschaft;art372432,12504283" title="Mit Eid, Urkunde und Nationalhymne: So feiern Eingebürgerte ihre deutsche Staatsbürgerschaft">offiziell die deutsche Staatsbürgerschaft.</a></p> <h2>„Wir dachten uns, warum nicht?“</h2> <p>Den medizinischen Bereich wählte Adriana Hodaj schon früh. In Albanien begann sie mit 14 Jahren eine Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme. Nach mehreren Jahren in Griechenland kehrte sie für ein Pharmazie-Studium noch einmal zurück in ihr Geburtsland. Dann aber entstand der Wunsch nach einem besseren und sichereren Leben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Krankenschwester, Hebamme, Apothekerin</span><span>Adriana Hodaj wurde 1973 in Fier in Albanien geboren. Mit 14 Jahren begann sie eine vierjährige Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme, damals ein Doppel-Diplom in ihrem Geburtsland. Fünf Jahre arbeitete sie in einer Frauenklinik, bevor sie mit ihrem Mann und ihrer einjährigen Tochter nach Athen zog. Nach zwölf Jahren in Griechenland ging die Familie wieder zurück nach Albanien, wo Adriana noch einmal fünf Jahre Pharmazie studierte.<br /> 2016 beschließen sie und ihr Mann nach Deutschland auszuwandern. Im Januar 2018 kommt Adriana zunächst allein nach Konstanz. Mittlerweile lebt sie hier seit fast acht Jahren und arbeitet als Krankenschwester auf der Station Gyn Ebenalp (Gynäkologie und Innere Medizin) im Klinikum Konstanz. Deutsch ist nach Albanisch, Griechisch und Englisch ihre vierte Sprache. Ihr Mann ist Busfahrer bei den Stadtwerken. Auch er hat vor, sich einbürgern zu lassen.</span></label></div> <p>Albanien, das als letztes Land in Europa den Kommunismus abschaffte, ist auch heute noch geprägt von politischer Instabilität. Als Adriana hörte, dass in Deutschland Fachkräftemangel herrscht, zögerten sie und ihr Mann nicht lange. „Wir dachten uns, warum nicht? Wir haben zwei gute Berufe, mit viel Erfahrung“, erzählt sie. 2018 kommt sie schließlich nach Konstanz.</p> <h2>Dem Gesundheitssystem viel zu verdanken</h2> <p>An Deutschland schätzt Adriana Hodaj die Sicherheit und Freiheit. Auch das viel kritisierte Gesundheitssystem funktioniere für sie gut. „Wenn du Fortschritte machen möchtest, hast du Unterstützung. Ich habe die Möglichkeit, Weiterbildungen zu machen.“</p> <p>Für die Unterstützung ihrer Kolleginnen und Kollegen im Klinikum, von denen viele aus anderen Kulturen kommen, ist sie besonders dankbar. „Die Beziehungen sind so herzlich. Ich lerne viel und gehe gerne zur Arbeit.“ Bis zur Rente möchte die 52-Jährige weiter auf ihrer Station arbeiten.</p> <h2>In zwei Ländern daheim – auch auf dem Papier</h2> <p>Die Verbindung zu Albanien bleibt aber. Mehrmals im Jahr besucht sie dort ihre Eltern. „Ich bin stolz auf meine Wurzeln“, sagt Adriana. Auch ihre albanische Staatsbürgerschaft hat sie behalten.</p> <p>Wenn sie sagt „Mein Leben ist zwischen zwei Ländern“, meint sie es im positiven Sinne. Zugehörigkeitskonflikte kennt sie nicht. „Wir haben eine Redewendung in Albanien, Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist, sondern wie du fühlst. Ich bestätige das.“</p> <p>In Konstanz fühlt sie sich wegen des Bodensees doppelt zu Hause. Das Binnengewässer erinnere sie an frühere Heimatorte, die alle am Meer lagen, erzählt Adriana. „Dieses Gefühl, nahe am Wasser zu sein, das gibt mir viel. Viele Emotionen“.</p> <h2>Wer eingebürgert werden will, braucht Geduld</h2> <p>Einbürgern lassen wollte sich die 52-Jährige, weil sie sich seit Jahren mit Deutschland verbunden fühlte. Jetzt offiziell Deutsche zu sein, ist für sie ein neuer Lebensabschnitt. „Ich bin jetzt ein Teil der Gesellschaft, zu 100 Prozent und mit allen Rechten. Das macht mich dankbar und stolz.“</p> <p>Über den Einbürgerungsprozess kann sie fast ausschließlich Positives berichten. „Ich wusste, ich muss warten“, sagt sie und lacht. Geduld brauche man auf jeden Fall. Knapp eineinhalb Jahre hat es bei ihr gedauert.</p> <p>Das Landratsamt habe ihr bei Fragen aber immer schnell geholfen, sagt Adriana Hodaj. Nur bei der Sprache hätte sie sich, außerhalb der Arbeit, mehr Unterstützung gewünscht. Kurse ließen sich kaum mit Schichtdiensten vereinen und Deutsch sei eben sehr schwer. Dialekt sowieso.</p> <h2>„Man muss auch etwas zurückgeben“</h2> <p>Trotzdem beweise die Einbürgerung ihre gute Integration, findet Adriana. Den deutschen Pass zu erhalten, sei gar nicht so leicht. „Wir arbeiten hier täglich und geben viel für diese Gesellschaft. Man muss auch was zurückgeben. Und man muss es wollen.“<br /> <br /> Rückblickend ist sie deshalb froh über die Entscheidung, nach Deutschland zu kommen. „Es war mutig von meinem Mann und mir. Wir haben Ängste überwunden, im Alter vor allem. Jetzt fühlen wir uns beide jung.“</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[„Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist“, sagt eine neue Staatsbürgerin über Deutschland]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 05:06:17 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Dialekt im Doppelpack  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/dialekt-im-doppelpack;art372461,12511638 ]]></link>      <description><![CDATA[  <ul> <li>Mundartabend im<br /> Bürgerhaus Adler Post</li> <li>Laienspielgruppe und Kistenhocker auf der Bühne</li> </ul>  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          <ul> <li>Mundartabend im<br /> Bürgerhaus Adler Post</li> <li>Laienspielgruppe und Kistenhocker auf der Bühne</li> </ul><br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/dialekt-im-doppelpack;art372461,12511638]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        <ul> <li>Mundartabend im<br /> Bürgerhaus Adler Post</li> <li>Laienspielgruppe und Kistenhocker auf der Bühne</li> </ul>



        <p><strong>Stockach</strong> Als lokaler Beitrag in der Stockacher Kleinkunstreihe treten an drei Abenden die Laienspielgruppe Stockach und die Kisten(r)hocker aus Wahlwies gemeinsam im Bürgerhaus Adler Post auf. Es ist das dritte gemeinsame Mundartabend-Programm. Dabei wechseln sich unterschiedlich lange Schauspielbeiträge mit Liedblöcken ab. Die Alt-Stockacherinnen bewirten die Besucher.</p> <p>Ende September hat jeder der sieben Laienschauspieler die Texte erhalten. Hubert Walk, Leiter der Laienspielgruppe, sagt, er habe diese sowohl nach vorhandenen Spielern als auch nach Inhalten ausgesucht, in den hiesigen Dialekt übertragen und ihnen etwas Lokalkolorit verpasst. Walk verrät: „Wir bringen drei längere Sketche und drei kurze Szenen. Zwei davon sind völlig neu und wurden von uns noch nie gespielt. Die anderen liegen lange zurück.“</p> <p>Diesmal sind mit Julia Reiser und Daniel Schweizer zwei neue Darsteller dabei. Jochen Sigg hatte Julia Reiser bei ihrem Auftritt am Bunten Abend gesehen und ihr Talent erkannt. Hubert Walk habe dann gesagt, er solle mal vorsichtig vorfühlen, ob sie Interesse habe. Walk gibt lachend zu, er selbst habe sie am nächsten Tag beim Spaziergang getroffen – aber nicht direkt gefragt, sondern Jochen Sigg vorgeschickt. Anders lief es bei Daniel Schweizer, der sich auch riesig freut, dabei zu sein. „Es war schon immer mein Wunsch, hier mal mitzumachen“, erzählt der 31-Jährige. In seiner Zeit als Auszubildender bei der Stadt Stockach habe er öfter geäußert, dass es für ihn das Größte wäre, mitzuspielen. Hubert Walk sah seinen Auftritt in „Hannes und der Bürgermeister“ bei der Seniorenfeier und erinnerte sich an ihn. „Als dann auf meine Frage, ob er denn auch Dialekt schwätzen könne, ein ‚Ja‘ kam, habe ich mich auch gefreut“, so Walk.</p> <p>Während Julia Reiser sagt, sie lerne ihre Textpassagen gern alleine, decke einzelne Sätze wie beim Lernen von Gedichten ab und der Rest komme in großen Teilen beim Spielen, wo sie auf die passenden Stichworte reagiere, übt Daniel Schweizer mit seiner Freundin. „Es ist ja nicht so viel Text, aber für den Zusammenhang übernimmt sie die anderen Rollen.“ Auf die Frage, was einfacher zu erlernen sei und ob ihnen einzelne Sketche oder ein ganzes Stück besser gefielen, antwortet Jochen Sigg: „Einfacher ist ein Sketch, weil man sonst mehr anderen Text mitlernen muss, um keinen Einsatz, und sei es nur ein Wort, zu verpassen.“ Bettina Stelzle gibt zu bedenken: „Bei einem Theaterabend hat man den zweieinhalbfachen Worteinsatz. Zwar kürzen wir immer, aber es sind meist zwischen 700 und 800 Worteinsätze. Jetzt ist es nicht mal die Hälfte. Jeder muss weniger lernen. Gerlinde Michel, die eigentlich im letzten Jahr in „Laienspielgruppen-Rente“ gegangen ist, hat sich von Hubert Walk nochmals zum Mitwirken überreden lassen. „Sketche sind kein Problem. Aber Konzentration muss sein. Aufgeregt bin ich immer“, sagt sie.</p> <p>Zehn Proben inklusive der gemeinsamen Probe mit den Kistenhockern Oliver Kuppel, Markus Helmeth und Gerald Benz sind angesetzt. Der gemeinsame Mundartabend sei schon beim letzten Mal ausgemacht worden, so Hubert Walk. Oliver Kuppel führt durchs Programm. Er sagt, Ziel der Kistenhocker sei es, ihre Lieder so in die Spielszenen einzubetten, dass sie mit ihnen Übergänge schaffen. „Wir haben aus drei Programmen einen relativ großen Fundus und können sozusagen aus dem Vollen schöpfen. Wir schauen auch nach Liedern, die wir an den beiden anderen Veranstaltungen mit der Laienspielgruppe noch nicht gespielt haben.“</p> <p>Er betont, ihm gefalle die Kombination aus Kurzstücken in Mundart und ihrer Musik, bei der auch im heimischen Dialekt gesungen werde. Er freue sich auf Fans der Kistenhocker und neue Zuhörer. Das mache die Mischung für ihn besonders reizvoll: „Wir können Leute erreichen, die wir noch nicht in einem unserer Konzerte hatten.“</p> <p></p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Drei Aufführungen</h2> Der Mundartabend im Bürgerhaus Adler Post findet am Samstag, 8. November, und Samstag, 15. November, jeweils um 20 Uhr statt. Am Sonntag, 16. November, beginnt die Show schon um 19 Uhr. An den beiden Samstagen können die Zuschauer noch in den Weinkeller einkehren, um den Abend mit den Akteuren gemeinsam ausklingen zu lassen. Karten in Kategorie 1 kosten 13 Euro, in Kategorie 2 neun Euro. Die Karten gibt es online unter tickets.stockach.de oder bei der Tourist-Information Stockach im Alten Forstamt, Telefon 07771 802 300. (wig)</div>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Kleinkunst Auftritt Volksmusik]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Dialekt im Doppelpack]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 12:16:22 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Stadt will Steuererhöhung: Für Hundebesitzer könnte es ab 2026 deutlich teurer werden  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/hundesteuer-in-stockach-koennte-bald-steigen;art372461,12511060 ]]></link>      <description><![CDATA[  In der nächsten Sitzung des Stockacher Gemeinderats soll die Hundesteuer angepasst werden. Die Stadtverwaltung schlägt eine Erhöhung vor. Ganz neu soll eine besondere Besteuerung von Kampfhunden eingeführt werden.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          In der nächsten Sitzung des Stockacher Gemeinderats soll die Hundesteuer angepasst werden. Die Stadtverwaltung schlägt eine Erhöhung vor. Ganz neu soll eine besondere Besteuerung von Kampfhunden eingeführt werden.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/hundesteuer-in-stockach-koennte-bald-steigen;art372461,12511060]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        In der nächsten Sitzung des Stockacher Gemeinderats soll die Hundesteuer angepasst werden. Die Stadtverwaltung schlägt eine Erhöhung vor. Ganz neu soll eine besondere Besteuerung von Kampfhunden eingeführt werden.



        <p>Hundebesitzer müssen in Stockach ab dem kommenden Jahr möglicherweise tiefer in die Tasche greifen als bisher, denn die Stadtverwaltung plant eine Anpassung der Hundesteuer. Damit dieses Vorhaben umgesetzt werden kann, braucht es allerdings erst noch die Zustimmung des Gemeinderats. Erstmals soll es in diesem Zuge auch eine gesonderte Besteuerung von Kampfhunden geben. Das geht aus einer Sitzungsvorlage für die nächste Gemeinderatssitzung hervor, die die Stadtverwaltung auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat.</p> <p><a href="https://stockach.ratsinfomanagement.net/tops/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZT-3AReMAvg-9PFiB-SMD1M" target="_blank" title="" rel="noopener">Die Sitzung findet am Mittwoch, 5. November, um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses statt.</a> Wie aus den Unterlagen hervorgeht, ist die aktuell gültige Hundesteuer seit dem 1. Januar 2020 unverändert gültig. „Zur Wahrung der Einnahmegerechtigkeit und Angleichung an das allgemeine Preisniveau sowie an die Hundesteuersätze vergleichbarer Städte und Gemeinden im Landkreis Konstanz wird eine angemessene Erhöhung der Hundesteuer vorgeschlagen“, heißt es in der Sitzungsvorlage weiter.</p> <h2>Was die Erhöhung konkret bedeuten könnte</h2> <p>Die Stadtverwaltung empfiehlt eine Erhöhung der Steuer von 96 Euro auf 120 Euro. Für den zweiten und jeden weiteren Hund zahlen Herrchen und Frauchen bisher 192 Euro. Künftig sollen dafür nach dem Willen der Stadtverwaltung 240 Euro anfallen. Die Zwingersteuer könnte von 144 Euro auf 180 Euro steigen, bei mehr als fünf Hunden könnte sie sich zukünftig sogar auf 360 Euro belaufen.</p> <p>Ganz neu soll eine gesonderte Besteuerung von Kampfhunden hinzukommen. Als Beispiele sind in der Vorlage unter anderem Bullterrier, Pit Bull Terrier und American Staffordshire Terrier genannt. Aktuell seien in Stockach 14 Hunde registriert, die unter diese Kategorie fallen würden. Wer einen solchen Hund besitzt, müsste, so der Vorschlag der Verwaltung, künftig 480 Euro Hundesteuer bezahlen. Für den zweiten und jeden weiteren Kampfhund soll die Steuer demnach 960 Euro betragen.</p> <h2>Einige Hunde bleiben steuerfrei</h2> <p>Bestand haben soll indes die Steuerbefreiung für beruflich erforderliche Hunde, Hunde, die dem Schutz tauber oder sonst hilfsbedürftiger Personen sowie dem Schutz von Diabetikern und Epileptikern dienen, Rettungs- und Zivilschutzhunde sowie Hunde, die zur Bewachung land- oder forstwirtschaftlicher Betriebe dienen, die vom nächsten bewohnten Gebäude mehr als 200 Meter entfernt liegen. Ob die neuen Steuersätze zum 1. Januar 2026 in dieser Form inkrafttreten, darüber entscheidet der Gemeinderat in seiner kommenden Sitzung.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Gesetze Gesetzentwurf Verwaltungsrecht thema-politik]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Stadt will Steuererhöhung: Für Hundebesitzer könnte es ab 2026 deutlich teurer werden]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 11:56:39 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach Aus des Stadtsportverbandes: Stadt erlässt neue Richtlinien für Verleihung der Sportmedaille  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/neue-regeln-fuer-sportlerehrung-in-stockach;art372461,12511056 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Stadt Stockach muss die Regeln für die Sportlerehrung anpassen. Denn ohne den Stadtsportverband fällt eine Medaille weg. Zudem ist nun so manches konkreter.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Die Stadt Stockach muss die Regeln für die Sportlerehrung anpassen. Denn ohne den Stadtsportverband fällt eine Medaille weg. Zudem ist nun so manches konkreter.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/neue-regeln-fuer-sportlerehrung-in-stockach;art372461,12511056]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Die Stadt Stockach muss die Regeln für die Sportlerehrung anpassen. Denn ohne den Stadtsportverband fällt eine Medaille weg. Zudem ist nun so manches konkreter.



        <p>Lange war die Sportlerehrung in Stockach in der gemeinsamen Hand des Stadtsportverbands und der Stadtverwaltung. Doch nach dem Aus des Verbands Anfang dieses Jahres braucht es neue Richtlinien für die Verleihung der Medaillen und des Sportehrenbriefs. Ein Grund für die notwendige Änderung: die Medaille des Stadtsportverbandes fällt nun weg.</p> <p>An dem Format selbst soll sich trotz dessen nicht viel ändern, wie es in der Vorlage zur jüngsten Gemeinderatssitzung heißt. Auch die Richtlinien selbst enthalten nur drei wesentliche Änderungen zur Fassung aus dem Jahr 2008.</p> <h2>Das ist neu</h2> <p>Eine davon ist die Einführung einer Anerkennungsmedaille, die unterhalb der Sportmedaille angesiedelt ist. Diese soll die bisherige Medaille des Stadtsportverbandes ersetzen. Außerdem sollen nun Vereinsvertreter in das Auswahlgremium bestellt werden.</p> <p>Diesem gehören künftig die Bürgermeisterin und der Amtsleiter für Sport, vier Gemeinderäte und drei Vereinsvertreter an. Berufen werden letztere durch die Bürgermeisterin. Die letzte große Änderung: die Verleihungskriterien für den Sportehrenbrief wurden konkretisiert.</p> <h2>Nicht nur aktive Sportler können Ehrung erhalten</h2> <p>Verliehen wird dieser für herausragende Verdienste auf dem Gebiet des Sports. Dabei sollen Personen berücksichtigt werden, die sich durch ihr langjähriges Wirken für den Sport in besonderem Maße verdient gemacht haben. Bedacht werden dabei nicht nur Sportler, sondern auch Trainer, Übungsleiter und Funktionäre sowie Mitglieder eines Vorstands.</p> <p>Der Geehrte muss dabei entweder in Stockach wohnen oder die zu würdigende Leistung für einen Stockacher Verein erbracht haben. Verliehen werden muss der Sportehrenbrief allerdings nicht jährlich.</p> <p>Erstmals angewendet werden sollen die neuen Richtlinien bei der Sportlerehrung des Sportjahrs 2025 – also Anfang 2026.</p> <h2>Eine Medaille ohne Jahreszahl?</h2> <p>Im Gemeinderat gab es dazu Rückfragen. Unter anderem ging es um die Idee, ob man nicht eine universelle Medaille herstellen könne, ohne Jahreszahl. Claudia Weber-Bastong (SPD) bemängelte die Teilnahmedisziplin mancher Athleten an der Verleihung. „Da muss ich mir selbst an die Nase fassen, denn es sind oft Schüler, die nicht kommen“, sagte die Sportlehrerin.</p> <p>Ihre Idee dazu: die Medaillen ohne Jahreszahl anfertigen lassen, dann würden keine übrig bleiben, wenn der oder die Geehrten nicht kommen. Bürgermeisterin Susen Katter nahm die Idee als Anregung mit.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Sportpolitik Auszeichnungen Sportverband thema-sport thema-gesellschaft-engagement]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Nach Aus des Stadtsportverbandes: Stadt erlässt neue Richtlinien für Verleihung der Sportmedaille]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 15:36:20 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Unbekannter zerkratzt BMW-Cabrio: Jetzt sucht die Polizei nach dem Täter  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/unbekannter-zerkratzt-bmw-cabrio-jetzt-sucht-die-polizei-nach-dem-taeter;art372461,12510603 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bei dem Vorfall, der sich am Donnerstag, 30. Oktober, auf dem Parkplatz des Aach-Centers ereignet haben soll, sei ein Schaden in Höhe von rund 3000 Euro entstanden, teilt die Polizei mit.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Bei dem Vorfall, der sich am Donnerstag, 30. Oktober, auf dem Parkplatz des Aach-Centers ereignet haben soll, sei ein Schaden in Höhe von rund 3000 Euro entstanden, teilt die Polizei mit.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/unbekannter-zerkratzt-bmw-cabrio-jetzt-sucht-die-polizei-nach-dem-taeter;art372461,12510603]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Bei dem Vorfall, der sich am Donnerstag, 30. Oktober, auf dem Parkplatz des Aach-Centers ereignet haben soll, sei ein Schaden in Höhe von rund 3000 Euro entstanden, teilt die Polizei mit.



        <p>Ein Unbekannter hat laut einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Konstanz am Donnerstagabend, 30. November, im Zeitraum zwischen 19 Uhr und 19.45 Uhr ein Auto beschädigt, das auf dem Parkplatz des Aach-Center in der Bahnhofstraße abgestellt war.</p> <p>Der Unbekannte zerkratzte demnach die rechte Fahrzeugseite des schwarzen BMW-Cabrios mit einem spitzen Gegenstand und richtete dadurch einen Schaden in Höhe von etwa 3000 Euro an, heißt es in der Mitteilung. Sachdienliche Hinweise auf den Verursacher nimmt das Polizeirevier Stockach unter der Telefonnummer 07771/ 93910 entgegen.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Polizei Eigentumsdelikte Fahndung Festnahme thema-sicherheit-kriminalitaet]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Unbekannter zerkratzt BMW-Cabrio: Jetzt sucht die Polizei nach dem Täter]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 15:27:47 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kommt so mehr Leben in die Oberstadt? Was die Verlegung des Wochenmarkts bisher gebracht hat  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/wochenmarkt-in-stockach-so-laeuft-es-am-neuen-standort;art372461,12510598 ]]></link>      <description><![CDATA[  Seit Kurzem findet der Stockacher Wochenmarkt immer freitags direkt in der Hauptstraße statt. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER ziehen Gewerbetreibende und Händler ein erstes Fazit.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Seit Kurzem findet der Stockacher Wochenmarkt immer freitags direkt in der Hauptstraße statt. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER ziehen Gewerbetreibende und Händler ein erstes Fazit.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/wochenmarkt-in-stockach-so-laeuft-es-am-neuen-standort;art372461,12510598]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Seit Kurzem findet der Stockacher Wochenmarkt immer freitags direkt in der Hauptstraße statt. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER ziehen Gewerbetreibende und Händler ein erstes Fazit.



        <p>Klein, aber fein ist er, der Stockacher Wochenmarkt und seit Kurzem ist er an einem neuen Ort zu finden: Seit dem 10. Oktober findet er freitags ab 14 Uhr in der Hauptstraße vor dem Honold-Haus statt. Dienstags findet der Markt weiterhin am gewohnten Standort von 8 bis 12 Uhr am Gustav-Hammer-Platz statt. Mit dem neuen Freitags-Standort verbinden alle Beteiligten die Hoffnung, dass mehr Leben in die Oberstadt kommt. Doch trifft das auch tatsächlich schon zu?</p> <p>Eine Stichprobe beim vierten Termin zeigt, dass man mit der Verlegung am Freitagstermin schon auf einem guten Weg ist: Viele Kunden kennen sich, bleiben auf der abgesperrten Straße stehen und verbinden den Einkauf mit einem Plausch. Standbetreiber und anliegende Einzelhändler zeigen sich vorsichtig optimistisch.</p> <h2>So sieht der Markt am neuen Standort aus</h2> <p>Aneinandergereiht stehen vier Stände da, manchmal sind es fünf. Dirk Winter aus Leibertingen bietet Wildfleisch, Wurst und Halbkonserven sowie Fisch und Honig an. Sein Angebot ist nicht immer gleich, denn ob er jagen kann oder nicht, hängt vom Wetter ab. Er stellt fest: „Die Wurst in Gläsern ist in Stockach beliebt, aber frisches kommt auch hier mehr.“</p> <h2>Kundenkreis hat sich seit der Verlegung vergrößert</h2> <p>Im Topf auf einer Kochplatte hält er Würstchen warm – ein Versuch, denn er wolle die Stockacher daran gewöhnen, dass es bei ihm was „auf die Hand“ zu essen gebe. Sein Kundenkreis habe sich seit der Verlegung etwas vergrößert. „Es gibt regelrechte Stoßzeiten. Eine Stunde lang ist richtig was los, dann ebbt es langsam ab.“ Er orientiert sich am Käsestand, verrät er lachend. „Wenn Max anfängt, abzubauen, beginne ich auch.“ Max Marek zeigt sich ebenfalls zufrieden mit dem Wechsel in die Hauptstraße. „Der Markt wird besser frequentiert. Bei mir war es vorher schon richtig gut, aber jetzt ist der Zuspruch eher stärker geworden.“</p> <p>Hannelore Hug ist mit ihren Backwaren seit 30 Jahren Teil des Marktgeschehens in Stockach und freut sich über einige Neukunden. An diesem Nachmittag sind ihre Bauernbrote schon früh ausverkauft, auch Körnerbrot, Zopf und Kuchen haben schnell Abnehmer gefunden.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Weitere Veränderungen</span><span>Im <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/honold-haus-in-stockach-wird-zur-ideenwerkstatt;art372461,12494954" target="_blank" title="Wie soll die Innenstadt der Zukunft aussehen? Honold-Haus wird zum Ort der Bürgerbeteiligung">Honold-Haus, Hauptstraße 8, haben alle Interessierten die Möglichkeit, sich mit Vorschlägen, Wünschen und Ideen für die Umgestaltung der Oberstadt einzubringen.</a> Bis zum 29. März 2026 dient das historische Gebäude als Ort der Begegnung und des Austausches sowie als Ideen-Werkstatt. Ein Besuch lohnt sich und ist zu den regulären Öffnungszeiten dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr möglich. (wig)</span></label></div> <p>Peter Schmidle, Gemüsehändler aus Iznang, sieht auch „zufällige“ Marktbesucher. Das bestätigt Roland Roßdeutscher vom Mahlwerk. Vor allem zu Beginn sei ihnen im Gespräch mit Gästen aufgefallen, wie wenige über die neue Marktsituation Bescheid wussten. „Umso schöner, dass diese dann eher zufällig den Markt entdecken.“ Ob durch den Markt neue Kunden ins Mahlwerk kommen, könne er nicht sagen, aber es fühle sich besser an. Die Straße sei belebter.</p> <h2>Begeisterte Marktkunden</h2> <p>„Alle sind eingebunden und es ist ein gutes Miteinander“, so Roßdeutscher, der klar macht: „Grundsätzlich können alle Beteiligten nur voneinander profitieren.“ Wie das gelingen kann, zeigt sein Beispiel: „Kunden von mir von der Insel Reichenau haben am Freitag eine Reparatur abgeholt und hinterher völlig begeistert berichtet, dass sie auf dem Markt eingekauft haben und insgesamt ein tolles Einkaufserlebnis hatten.“</p> <p>Auch Anja Schmidt, Inhaberin des „Wundervoll“ ist eine Befürworterin des neuen Konzepts. Sie beobachte allerdings, dass der Wochenmarkt eher nicht von jüngeren Leuten und Familien besucht werde. „Aber ich freue mich, dass der Markt jetzt hier ist und hoffe, dass er größer wird, mehr Stände hinzukommen und das Ganze mehr zu einem Treffpunkt und Aufenthaltsplatz im ‚Herzen von Stockach‘ wird. Ich glaube an die Zukunft“, bekräftigt sie.</p> <p>Thilo Schöll, Geschäftsführer der Metzgerei Bechler, schließt sich an: Es sei eine sehr gute Idee gewesen, den Markt vorzuverlegen, sich an einem Ort zu konzentrieren und die Stärken der Markt- und Einzelhändler gemeinsam auszuleben. An den ersten beiden Freitagen habe er einen eher nicht so guten Umsatz gehabt, beim dritten Mal sei der schon viel besser gewesen.</p> <h2>Lob für die Stadtverwaltung</h2> <p>„Die Kunden müssen sich erstmal daran gewöhnen, dass sie nicht komplett durchfahren können und trotzdem hochkommen.“ Peter Schmidle ergänzt: „Für manche Kunden ist die Parkplatzsituation so etwas ungeschickter, aber wo kann man schon direkt am Marktstand parken.“ Sein Lob gilt den städtischen Mitarbeitern, die sehr bemüht seien und einiges zu tun hätten, den Platz freizuhalten und die Straße zu sperren.</p> <p>Bis Ende März 2026 bleibt der von Schmidle liebevoll „kleine Markt-Meile“ genannte Wochenmarkt in der Hauptstraße. Dann werde man weitersehen, so Corinna Bruggaier, Leiterin Kulturamt und Stadtmarketing. Sie sagt: „Wenn sich herumspricht, dass sich die Situation vom Markt in Stockach verbessert hat und mehr Leute kommen, dann kommen vielleicht auch mehr Händler.“ Man brauche Geduld – wie bei allen Veränderungen.</p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Einzelhandel Warenhäuser Ladenschluß thema-wirtschaft-branchen-einzelhandel thema-wirtschaft-branchen-handel thema-wirtschaft-arbeit]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Kommt so mehr Leben in die Oberstadt? Was die Verlegung des Wochenmarkts bisher gebracht hat]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 12:36:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schicksalstage für das Herz-Zentrum Konstanz: Wie lange hält die Klinik noch durch?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/klinik-am-bodensee-ist-insolvent-wie-lange-haelt-das-herz-zentrum-konstanz-noch-durch;art372432,12510549 ]]></link>      <description><![CDATA[  Tausende Menschen in der Region haben dem Spezialkrankenhaus ihr Leben zu verdanken. Doch eine Rettung des Herz-Zentrums ist weiterhin ungewiss. Denn eine Einigung mit dem Landkreis scheint noch weit entfernt.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Tausende Menschen in der Region haben dem Spezialkrankenhaus ihr Leben zu verdanken. Doch eine Rettung des Herz-Zentrums ist weiterhin ungewiss. Denn eine Einigung mit dem Landkreis scheint noch weit entfernt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/klinik-am-bodensee-ist-insolvent-wie-lange-haelt-das-herz-zentrum-konstanz-noch-durch;art372432,12510549]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Tausende Menschen in der Region haben dem Spezialkrankenhaus ihr Leben zu verdanken. Doch eine Rettung des Herz-Zentrums ist weiterhin ungewiss. Denn eine Einigung mit dem Landkreis scheint noch weit entfernt.



        <p>Das zahlungsunfähige Herz-Zentrum Bodensee steht vor der Schicksalsfrage: Die angeschlagene private Klinik muss die Gehälter für das Personal inzwischen wieder aus der Insolvenzmasse bestreiten, und Beobachter fragen immer lauter, wie lange sie dazu noch in der Lage ist. Eine Übernahme durch den Gesundheitsverbund des Landkreises Konstanz (GLKN) ist noch lange nicht unter Dach und Fach, und das Sozialministerium in Stuttgart kann auch noch keine neuen positiven Signale senden.</p> <p>Damit ist die Zukunft der in den 1990er-Jahren eröffneten Klinik an der Konstanzer Luisenstraße so ungewiss wie noch nie, seit <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/konstanzer-herz-zentrum-meldet-insolvenz-an-wie-geht-es-nun-fuer-patienten-und-mitarbeitende-weiter;art372432,12430488" target="_blank" title="Das Konstanzer Herz-Zentrum ist insolvent! Wie geht es nun für Patienten und Mitarbeitende weiter?">die privaten Betreiber Anfang Juli erklären mussten, dass sie die dauerhaften Verluste nicht länger tragen können</a>. Seither läuft die Suche nach einem Träger, der das Haus übernehmen könnte. Man befinde sich „weiterhin in Verhandlungen zur Übertragung des Geschäftsbetriebes auf einen Investor“, erklärte dazu die Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger, die das Insolvenzverfahren betreut: „Der Veräußerungsprozess verläuft planmäßig.“</p> <p>Wer die Verhandlungspartner sind und ob es neben dem GLKN weitere Interessenten gibt, bleibt dabei offen. „Aufgrund unterzeichneter Vertraulichkeitsvereinbarungen“ könne man dazu keine Auskünfte gehen, heißt es aus der Kanzlei von Philipp Grub. Sie bestätigt aber, dass „die Löhne und Gehälter wieder aus der Insolvenzmasse bezahlt“ werden müssen. Über den gesetzlichen Zeitraum von drei Monaten hatte im Juli, August und September die Bundesagentur für Arbeit das Einkommen des Personals über das Insolvenzgeld abgesichert.</p> <h2>Betriebsrat beklagt „große Unsicherheit“</h2> <p>„Die Stimmung ist von großer Unsicherheit geprägt“, erklärt dazu auf SÜDKURIER-Anfrage der Betriebsratsvorsitzende Fabio Maier. Trotz einiger positiver Signale gebe es „bis zum heutigen Tage keine gesicherte Lösung für den Erhalt der Arbeitsplätze“. Gleichwohl gehe, wie auch der Insolvenzverwalter bestätigt, der Betrieb weiter: „Dennoch arbeiten wir alle seriös und mit vollem Einsatz bis zum letzten Tag, um die Patientenversorgung im Notfall wie auch im geplanten Setting zu gewährleisten.“ Die herzmedizinische Versorgung sei für einen großen Teil der Belegschaft „mehr als nur ein reiner Job.“</p> <p>So erleben es auch Patienten, die zuletzt in der Klinik versorgt wurden. Sie berichten von engagierten Mitarbeitenden und guter ärztlicher wie pflegerischer Betreuung. Und der Betriebsrat hat die Hoffnung, dass es dieses Angebot in Konstanz weiter geben kann, auch noch lange nicht aufgegeben: Das gemeinsame Ziel müsse es sein, die Versorgung der Patienten in den Bereichen Kardiochirurgie, Elektrophysiologie und Kardiologie im Landkreis zu sichern und die Arbeitsplätze zu erhalten. Dabei ist der Eindruck des Betriebsrats: „Alle bisher in der Öffentlichkeit getätigten Äußerungen lassen diese Bereitschaft erkennen, sei es auf der Ebene der politischen Entscheidungsträger, sei es seitens des GLKN.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Petition „Rettet das Herz-Zentrum Konstanz!“</span><span>Für den Fortbestand der Herzmedizin in der Bodenseeregion setzt sich auch eine vom Betriebsrat des Herz-Zentrums angestoßene Petition ein. Bisher haben sich über 10.000 Personen der Forderung angeschlossen. „Dies zeigt uns, dass das Schicksal des Herz-Zentrums viele Menschen bewegt“, erklärt dazu der Betriebsrat und dankt auch für weitere Unterstützung: „Viele Privatpersonen im Umfeld des Herz-Zentrums haben sich hier über die Maße hinaus für uns eingesetzt.“<br /> Das öffentliche Engagement zeige schon jetzt und unabhängig vom Ausgang des Insolvenzverfahrens, wie wichtig den Menschen der Fortbestand der herzmedizinischen Versorgung vor Ort sei. Auch in die Politik im Kreis und im Land gehe so ein starkes Signal aus. Wer das Anliegen noch unterstützen möchte, hat dazu weiterhin Gelegenheit unter <a href="https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-das-herz-zentrum-konstanz-fuer-den-fortbestand-der-herzmedizin-in-der-bodenseeregion-2" target="_blank" title="" rel="noopener">https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-das-herz-zentrum-konstanz-fuer-den-fortbestand-der-herzmedizin-in-der-bodenseeregion-2</a>.</span></label></div> <h2>Was sagt das Sozialministerium dazu?</h2> <p>Das Sozialministerium sieht unterdessen vor allem den Gesundheitsverbund in der Pflicht. Man sei in gutem Austausch, so Claudia Krüger aus der Pressestelle. Eine Erweiterung des Spektrums stehe in der Verantwortung des Krankenhausträgers, heißt es dort mit Blick auf den GLKN. Die Leitung des Klinikums Konstanz habe kürzlich „einen Antrag zur Aufnahme der Herzchirurgie in ihr Versorgungsportfolio“ gestellt. Dieser werde „aktuell unter Hochdruck“ geprüft. Die Kriterien sind dabei: Besteht ein tatsächlicher Bedarf? Ist der GLKN leistungsfähig genug für diese Ausweitung des Angebots? Und geht die angestrebte Übernahme auch wirtschaftlich auf?</p> <p>Wie diese Bewertung bisher ausgefallen ist, darüber hüllt sich das Ministerium in Schweigen und verweist unter anderem auf den Datenschutz. Im Raum stehen nach SÜDKURIER-Informationen unter anderem Fragen wie: Finanzieren die Krankenkassen auch unter neuer Trägerschaft die Eingriffe in Konstanz? Wie gut ist die Herz-Versorgung auch im weiteren Umkreis? Was könnte und müsste der GLKN für eine Übernahme bezahlen? Was passiert mit den aufgelaufenen Schulden beim Herz-Zentrum?</p> <h2>Betriebsrat hofft auf „konkrete Entscheidungen“</h2> <p>Wann es dazu eine Entscheidung gibt, lassen der Insolvenzverwalter und das Sozialministerium offen. Der Betriebsrat weiß es offenbar nicht, drängt aber bei allem Verständnis für die komplizierten Prozesse darauf, dass die bisherigen Äußerungen und Willensbekundungen „nun in konkrete Entscheidungen verwandelt werden, die der Belegschaft wie auch den aktuellen und zukünftigen Patienten vor Ort Sicherheit geben.“</p> <p>Bis dahin schöpfen die Beschäftigten, aber auch viele Patienten und ihre Angehörigen aus den vielen Unterstützungsbekundungen aus der Öffentlichkeit Kraft. Im Zusammenhang mit der Petition für den Erhalt der Klinik gebe es „viele bewegende und ermutigende Statements“, so Betriebsratsvorsitzender Maier. Auch Konstanzer Persönlichkeiten wie der langjährige CDU-Stadtrat Wolfgang Müller-Fehrenbach haben sich bereits für die Herz-Klinik starkgemacht, oft aufgrund ganz persönlicher Betroffenheit. Ob sie damit Erfolg haben, dürfte sich in den nächsten Wochen erweisen – denn die Uhr für das Herz-Zentrum tickt.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Schicksalstage für das Herz-Zentrum Konstanz: Wie lange hält die Klinik noch durch?]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 15:12:49 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Faire Chancen auf Bauplätze – oder Glückssache? Stockach will Vergabe von Grundstücken neu regeln  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/bauplatzvergabe-in-stockach-soll-transparenter-werden-03-11-25;art372461,12510160 ]]></link>      <description><![CDATA[  Wer in der Kleinstadt künftig ein Grundstück bekommt, soll nicht länger vom Zufall abhängen. Ein Punktesystem soll über die Bauplatzvergabe entscheiden – welche Kriterien entscheidend sind, ist noch offen.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Wer in der Kleinstadt künftig ein Grundstück bekommt, soll nicht länger vom Zufall abhängen. Ein Punktesystem soll über die Bauplatzvergabe entscheiden – welche Kriterien entscheidend sind, ist noch offen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/bauplatzvergabe-in-stockach-soll-transparenter-werden-03-11-25;art372461,12510160]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Wer in der Kleinstadt künftig ein Grundstück bekommt, soll nicht länger vom Zufall abhängen. Ein Punktesystem soll über die Bauplatzvergabe entscheiden – welche Kriterien entscheidend sind, ist noch offen.



        <p>Wer bekommt in Zukunft in Stockach einen Bauplatz? Diese Frage sorgt schon länger für Diskussionen – denn bislang gab es kein festgelegtes Verfahren für die Bauplatzvergabe. Nun will die Stadt ein Punktesystem einführen, um die Zuteilung transparenter und gerechter zu gestalten. „Wir müssen sicherstellen, dass das Ganze sehr transparent und öffentlich stattfindet und die bisherige Handhabung verbessert werden muss“, sagt Michael Ferch, stellvertretender Stadtkämmerer der Stadt Stockach.</p> <h2>Punktesystem soll Verfahren vereinheitlichen</h2> <p>Das neue System soll klare und rechtssichere Kriterien schaffen. Noch befinde sich die Verwaltung aber in der Konzeptionsphase. „Die Bauplatzkriterien befinden sich derzeit in der Vorbereitung und Prüfung, bevor sie zu gegebener Zeit zur Abstimmung in die zuständigen Gremien eingebracht werden“, erklärt Ferch. Dies würde laut stellvertretenden Stadtkämmerer sicherlich noch weitere Änderungsbedarfe ergeben. „Die Kriterien sowie deren Gewichtung werden sich zwingend am rechtlichen Rahmen orientieren“, betont er weiter.</p> <p>Konkret bedeutet das: Faktoren wie Familien mit Kindern, Ortsansässigkeit, ehrenamtliches Engagement oder berufliche Bindung an Stockach könnten künftig eine Rolle spielen – müssen es aber nicht. Eine vorläufige Auswahl an Kriterien liege zwar bereits vor, doch zu den genauen Anforderungsmerkmalen könne die Stadt aktuell jedoch keine Auskunft geben.</p> <h2>Region macht es vor</h2> <p>Ein Blick in die Region zeigt: Stockach ist mit dem Vorhaben nicht allein. Auch Orte wie beispielsweise Markelfingen, Böhringen, Steißlingen oder in den Städten Konstanz und Radolfzell läuft die Bauplatzvergabe mittlerweile nach einem klaren Punkteschlüssel. Damit möchte man verhindern, dass Beziehungen oder Zufall über die Vergabe von Grundstücken entscheiden.</p> <h2>Keine Überforderung kommunaler Infrastruktur erwartet</h2> <p>Dass die Förderung junger Familien auch neue Anforderungen und eine mögliche Überlastung der Kindergärten und Schulen mit sich bringen könne, sei der Stadt bewusst. Ferch sieht darin jedoch keinen Grund zur Sorge: „Die Förderung von jungen Familien und die Zugewinnung neuer Bürgerinnen und Bürger sind beabsichtigt und Teil der städtebaulichen Entwicklung. Diese Auswirkungen werden bereits mit der Planung von Neubaugebieten betrachtet und vorbeugend einkalkuliert“, teilt er mit.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/immer-weniger-geburten-was-das-fuer-die-kinderbetreuung-in-stockach-bedeutet;art372461,12480978" target="_blank" title="Immer weniger Geburten: Was das für die Kinderbetreuung in Stockach bedeutet">Tatsächlich habe sich die Lage in Stockach zuletzt entspannt. Noch vor fünf Jahren drohte der Stadt ein Engpass bei den Kindergartenplätzen.</a> Inzwischen könne der Rechtsanspruch auf Betreuung weitestgehend erfüllt werden, wie Hauptamtsleiter Hubert Walk in einem früheren Gespräch mitteilte.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wie funktioniert ein Punktesystem?</span><span>Laut Michael Ferch sorge ein Punktesystem dafür, dass Bauplätze fair und transparent vergeben werden. Bewerber sollen nach festgelegten Kriterien bewertet werden – etwa Kinderzahl, Ortsansässigkeit, ehrenamtliches Engagement oder besondere persönliche Umstände. Je nach Gewichtung der Punkte entstehe eine Rangliste. Ziel sei eine faire und nachvollziehbare Vergabe ohne Ermessensspielräume. Ein Beispiel aus der Region: In Moos wurden im Neubaugebiet Eichweg die letzten drei von 33 Bauplätzen vergeben, teilte die Gemeinde Moos mit. Zu den Kriterien zählten etwa mindestens fünf Jahre Hauptwohnsitz in Moos oder kein vorhandenes Eigentum. Zudem habe der Rat zugestimmt, die Vertragsstrafe bei Nichteinhaltung des Kaufvertrages von 50 auf 200 Euro pro Quadratmeter zu erhöhen. Dabei gehe es um die Forderung der Gemeinde, dass Eigentümer verpflichtet sind, das Grundstück zehn Jahre selbst zu nutzen und 15 Jahre nicht zu verkaufen.</span></label></div> <h2>Nachfrage bleibt hoch – wirtschaftliche Lage bremst</h2> <p>Trotz der anhaltend großen Nachfrage nach Baugrundstücken spüre auch die Stadt Stockach die Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwicklung. „Der Bedarf ist schwer abzuschätzen, da er stark mit der wirtschaftlichen Situation gekoppelt ist“, erklärt Ferch. „Immer weniger Menschen können sich die Zinslage bei gleichbleibenden Baukosten leisten. Das manifestiert sich deutlich bei den notariellen Beurkundungen“, so der stellvertretende Stadtkämmerer. Laut Stadt liege die Differenz zwischen Vergabe und tatsächlichen Beurkundungen aktuell bei einer Quote von rund 20 bis 30 Prozent. Für die 14 Bauplätze, welche die Stadt im Jahr 2024 vergeben hat, seien lediglich sechs Kaufverträge beurkundet worden, so Ferch. „Somit hatten wir lediglich eine Abschlussquote von knapp 43 Prozent“, teile er weiter mit.</p> <p>Aktuell sei das Verfahren noch relativ niederschwellig. Ferch erklärt: „Man kann einen Bewerbungsbogen ausfüllen. In der Regel sind das ortsansässige Bewerber oder Menschen, die hier Arbeit finden.“ Künftig soll die Abfrage über ein erweitertes Bewerbungsformularsystem strukturierter ablaufen – inklusive Nachweis über eine gesicherte Finanzierung. „So soll die Effizienz im Verfahren weiter gesteigert werden“, so Ferch.</p> <p>Wie viele Bauplätze in Zukunft konkret zur Verfügung stehen, welche durch das neue Punktesystem vergeben werden, „kommt ganz darauf an, wie die Räte das entscheiden“, teilt er mit.</p> <h2>Wann kommt das neue System?</h2> <p>Einen konkreten Zeitplan für die Einführung des Punktesystems gibt es bislang nicht. Wann ein konkreter Entwurf oder Beschluss vorliegen wird, kann die Stadt noch nicht sagen: „Das kommt auf den Verlauf der Abstimmungsphase an und kann noch nicht koordiniert werden. Wir haben uns noch nicht festgelegt, auf welche Softwarelösung es hinausläuft. Die Kompatibilitätsprüfung läuft derzeit“, so Ferch abschließend.</p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Wohnungsbaupolitik Kommunalpolitik Verwaltungsrecht thema-politik thema-politik-lokal thema-leben-wohnen]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Faire Chancen auf Bauplätze – oder Glückssache? Stockach will Vergabe von Grundstücken neu regeln]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 14:37:19 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Während andere schließen, halten sie durch: Wie inhabergeführte Geschäfte in Stockach überleben  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/moser-herrenmode-und-kaufhaus-jaehrling-in-stockach-wie-ueberleben-die-beiden-inhabergefuehrten-geschaefte-03-11-25;art372461,12510142 ]]></link>      <description><![CDATA[  Kratt, Heikorn, Schuhhaus Kramer – immer mehr inhabergeführte Geschäfte in der Region machen dicht. Zwei Stockacher denken aber noch lange nicht ans Aufhören. Was ist ihr Erfolgsrezept und wie steht es um die Nachfolge?  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Kratt, Heikorn, Schuhhaus Kramer – immer mehr inhabergeführte Geschäfte in der Region machen dicht. Zwei Stockacher denken aber noch lange nicht ans Aufhören. Was ist ihr Erfolgsrezept und wie steht es um die Nachfolge?<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/moser-herrenmode-und-kaufhaus-jaehrling-in-stockach-wie-ueberleben-die-beiden-inhabergefuehrten-geschaefte-03-11-25;art372461,12510142]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Kratt, Heikorn, Schuhhaus Kramer – immer mehr inhabergeführte Geschäfte in der Region machen dicht. Zwei Stockacher denken aber noch lange nicht ans Aufhören. Was ist ihr Erfolgsrezept und wie steht es um die Nachfolge?



        <p>Die Innenstädte in der Region verändern sich. Immer mehr inhabergeführte Geschäfte schließen ihre Türen. Die Gründe dafür sind vielfältig: fehlende Nachfolge, steigende Preise, wachsende Konkurrenz durch den Online-Handel und hohe bürokratische Hürden. So haben <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/nach-60-jahren-im-einzelhandel-traditionsmodehaus-in-der-singener-innenstadt-schliesst-fuer-immer-21-07-25;art372458,12443590" target="_blank" title="Traditionsmodehaus in der Innenstadt schließt für immer!">Heikorn in Singen</a> und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/kaufhaus-kratt-schliesst-im-fruehjahr-2026-nach-106-jahren-den-familienbetrieb-in-radolfzell-21-07-25;art372455,12444346" target="_blank" title="Aus nach 106 Jahren! Traditionskaufhaus Kratt schließt Anfang 2026 für immer">Kratt in Radolfzell</a> das Aus bereits angekündigt. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/schuhhaus-kramer-schliesst-nach-todesfall-bald-startet-in-stockach-der-grosse-raeumungsverkauf;art372461,12363954" target="_blank" title="Die letzten 5000 Paar Schuhe: Nach dem Tod des Besitzers schließt das Schuhhaus Kramer endgültig">Das Schuhhaus Kramer ist schon geschlossen</a>. Was bleibt, sind oft große Ketten, die sich in den Innenstädten besser halten können, weil der finanzielle Druck nicht so hoch ist.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Handelsverband prognostiziert starken Rückgang von Geschäften</span><span>In den deutschen Innenstädten wird es wohl zunehmend leerer. Das prognostizierte der Handelsverband Deutschland (HDE) im März. Der HDE geht davon aus, dass in diesem Jahr 4500 Einzelhandelsgeschäfte ihre Türen für immer schließen. Im Vorjahr hätten rund 5000 Händler ihr Geschäft beendet, heißt es vom HDE weiter. Als Gründe führt der Verband in seiner Mitteilung eine eingetrübte Konsumstimmung und den Mangel an Nachfolgern an. Letzteres führe dazu, dass selbst gut laufende Geschäfte dicht machen müssen. „Der Leerstand in den Innenstädten wird von Jahr zu Jahr sichtbarer. Die Entwicklung ist dramatisch. Unsere Stadtzentren müssen wieder attraktiver werden“, so HDE-Präsident Alexander von Preen in der Mitteilung.</span></label></div> <p>Moser Herrenmode und das Kaufhaus Jährling sind zwei inhabergeführte Geschäfte, die aus der Stockacher Oberstadt nicht mehr wegzudenken sind. Bei Moser Herrenmode in der Hauptstraße gehen aktuell Handwerker ein und aus, es wird gebohrt, geschraubt, gesägt. Steht dort schon ein Wechsel kurz bevor?</p> <p>Mit Nichten. Dort wird lediglich das Schaufenster neu gestaltet – für mehr Sonnenschutz und mehr Platz sowie eine optische Aufwertung, wie Inhaber Wolfgang Moser berichtet. Ende der kommenden Woche sollen die Arbeiten bereits beendet sein. Der 62-Jährige denkt noch lange nicht ans Aufhören. „Ich mache das noch mindestens fünf Jahre“, sagt er und schiebt nach: „Ich bleibe Stockach erhalten.“ Denn er habe Spaß bei der Arbeit und schätze das Soziale. Und solange es möglich ist, wolle Wolfgang Moser das auch weiterführen.</p> <h2>Wolfgang Moser denkt noch nicht ans Aufhören</h2> <p>Und was macht er anders als seine Kollegen, die zunehmendem Druck nicht mehr standhalten können oder wollen und ihr Geschäft schließen? Das kann Moser so pauschal nicht beantworten. Das Problem sei ja oftmals, dass kein passender Nachfolger gefunden wird. Auch bei Moser Herrenmode sei das eine Frage, mit der er sich irgendwann beschäftigen müsse. Er hofft, dass ein Neffe das Geschäft übernimmt, wenn er selbst nicht mehr kann. Aber das sei noch Zukunftsmusik.</p> <p>An Kunden jedenfalls mangle es nicht. Viele kämen extra aus dem Umland zu ihm ins Geschäft, weil sie die Beratung schätzten, so Moser. Er habe aber auch Kunden aus Frankfurt oder St. Moritz. Daher spüre er auch nicht die Konkurrenz durch den Online-Handel. „Da ich Markenware verkaufe, gibt es auch nicht die großen Preisunterschiede“, so Moser. Jetzt hofft er, dass das Weihnachtsgeschäft gut anläuft und viele Interessierte den Weg in sein Geschäft finden.</p> <h2>Stockach ist großem Wandel unterworfen</h2> <p>Seit Mitte der 1980er-Jahre betreibe er das Geschäft in der Stockacher Oberstadt. Damals habe er es von seiner Mutter in 4. Generation übernommen. Doch der Laden ist für ihn schon viel länger Teil des Lebens. „Ich bin hier aufgewachsen“, so Moser. Schon früh habe er ausgeholfen und sei so ins Familienunternehmen, das seit 1899 besteht, hineingewachsen.</p> <p>In dieser Zeit habe sich in Stockach viel verändert. Gaststätten haben aufgehört, einige Geschäfte sind aus dem Ortsbild verschwunden, andere haben sich angesiedelt. „Es gibt immer wieder Wandel“, so Moser. Wenn er sich etwas für die Oberstadt wünschen könnte, wäre es mehr Gastronomie und mehr „richtige Geschäfte“, wie er auf Nachfrage sagt. Denn die locke mehr Menschen in die Stadt und sorge für eine ansprechende Atmosphäre. Was er hingegen als großen Vorteil von Stockach sieht, sind die geschäftsnahen Parkplätze, die es sonst im Umland so kaum gibt. Daher hält er wenig von der Idee einer Fußgängerzone in der Oberstadt.</p> <h2>„Kunden wollen am liebsten ins Geschäft hineinfahren“</h2> <p>So geht es auch Thomas Jährling, der das Kaufhaus Jährling seit Anfang der 90er in der Salmannsweilerstraße mitbetreibt, seit 2011 in Eigenregie. Er wünscht sich sogar noch mehr Parkplätze in der Oberstadt. „Die Kunden wollen am liebsten mit ihrem Auto ins Geschäft hineinfahren“, sagt er scherzend. Daher sieht auch er es als Standortvorteil von Stockach, dass so innenstadtnah geparkt werden kann. So habe er inzwischen vermehrt Kunden aus Überlingen oder Tuttlingen, die nicht nur das Parken schätzen würden, sondern auch die günstigeren Warenpreise. Doch auch er weiß, dass viele sich inzwischen ein Shoppingerlebnis wünschen. Dabei sagt er: „In Stockach ist schon 90 Prozent des Bedarfs an Waren abgedeckt.“</p> <p>Wie Moser denkt auch er nicht ans Aufhören. „Solange ich noch körperlich fit bin, mache ich das weiter“, sagt der 66-Jährige. Ohne das Geschäft würde ihm ohnehin schnell langweilig werden. Zudem schätze auch er es, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Über eine Nachfolge habe er noch nicht ernsthaft nachgedacht. Im Zweifel müsse das Geschäft schließen, wenn er selbst nicht mehr an der Theke stehen kann. Bis dahin fließe aber noch einiges an Wasser den Berg hinab.</p> <h2>Keine Kosten für Miete und Personal</h2> <p>Zur Frage, wie sich das Kaufhaus halten kann, während andere aufhören müssen, sagt er: „Das Geschäft ist in Eigenbesitz.“ So müsse er keine teure Miete zahlen. Und auch Personalkosten kommen bei ihm nicht auf. Denn er betreibt das Kaufhaus alleine. Beides sind Kostenfaktoren, die andere Unternehmer einkalkulieren müssen. Er müsse nur für sich selbst sorgen. Einen weiteren Vorteil sieht Jährling darin, dass er ein breit aufgestelltes Sortiment anbietet. Wenn es im einen Geschäftszweig nicht läuft, könne ein anderer das wieder ausgleichen.</p> <p>Dass sich Stockach in den vergangenen Jahren stark gewandelt hat, sieht auch Jährling und erinnert sich zurück an die Zeit, als es noch den Kreis Stockach gab. Damals seien viele Bürger aus der Meßkircher Gegend nach Stockach gekommen und hätten etwa Behördengänge mit einem Besuch der Stadt verbunden. Das falle seither weg. Als schlecht will er diese Veränderung nicht ansehen. „Es ist nur anders“, so der Einzelhandelskaufmann.</p> <h2>Hilft mehr Gastronomie der Innenstadt wirklich?</h2> <p>Dass eine Ansiedlung von mehr Gastronomie für mehr Kundenfrequenz sorgen kann, glaubt Jährling nicht. Schließlich locke das dann Menschen in die Stadt, wenn die Geschäfte bereits geschlossen sind.</p> <p>Fest steht nun also, dass Moser Herrenmode und das Kaufhaus Jährling Stockach noch eine Weile erhalten bleiben. Wie es danach weitergeht, muss aber die Zeit zeigen.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Warenhäuser Einzelhandel Ladenschluß thema-wirtschaft-branchen-einzelhandel thema-wirtschaft-branchen-handel thema-wirtschaft-arbeit]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Während andere schließen, halten sie durch: Wie inhabergeführte Geschäfte in Stockach überleben]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 12:37:12 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mann kehrt trotz Einreiseverbots zurück – Bundespolizisten setzen ihn direkt wieder ins Flugzeug  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mann-kehrt-trotz-einreiseverbots-zurueck-bundespolizisten-setzen-ihn-direkt-wieder-ins-flugzeug;art372432,12510071 ]]></link>      <description><![CDATA[  Über die Schweiz gelangt der 33-Jährige in die Bundesrepublik, obwohl er sich bis 2029 hier nicht aufhalten darf. In Singen endet seine Reise in Gewahrsam. Nur einen Tag später geht es via Stuttgart zurück an den Balkan.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Über die Schweiz gelangt der 33-Jährige in die Bundesrepublik, obwohl er sich bis 2029 hier nicht aufhalten darf. In Singen endet seine Reise in Gewahrsam. Nur einen Tag später geht es via Stuttgart zurück an den Balkan.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mann-kehrt-trotz-einreiseverbots-zurueck-bundespolizisten-setzen-ihn-direkt-wieder-ins-flugzeug;art372432,12510071]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Über die Schweiz gelangt der 33-Jährige in die Bundesrepublik, obwohl er sich bis 2029 hier nicht aufhalten darf. In Singen endet seine Reise in Gewahrsam. Nur einen Tag später geht es via Stuttgart zurück an den Balkan.



        <p>Personenkontrollen der Bundespolizei kommen an grenznahen Bahnhöfen immer wieder vor. Auch am Mittwoch, 29. Oktober, führten Einsatzkräfte am Bahnhof in Singen Kontrollen durch. Als ein Zug aus der Schweiz einfuhr, überprüften die Beamten Personen, die in der Stadt am Fuß des Hohentwiels ausstiegen.</p> <p>Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, entdeckten die Bundespolizisten dabei einen 33-Jährigen, gegen den ein bestehendes Einreiseverbot in die Bundesrepublik vorlag. Gültig bis 2029. Schnell stellte sich heraus: Kurz zuvor hatte der kosovarische Staatsangehörige schon in der Schweiz Kontakt mit der dortigen Polizei gehabt.</p> <p>Die Schweizer Kollegen hatten laut Pressemitteilung den Mann wegen unerlaubter Einreise und wegen des Versuchs, sich einer polizeilichen Maßnahme zu entziehen, kurzzeitig inhaftiert. Doch der 33-Jährige gelangte wieder auf freien Fuß. In Singen nahm die Bundespolizei den Mann sofort wieder in Gewahrsam.</p> <p>Direkt einen Tag später, also am Donnerstag, 30. Oktober, ging es für den Mann auf dem Luftweg zurück in sein Heimatland. Nach Angaben der Bundespolizei wurde er über den Flughafen Stuttgart ausgewiesen. „Zur Sicherung der entstehenden Kosten der Zurückweisung musste er eine Sicherheitsleistung hinterlegen“, heißt es in der Mitteilung abschließend.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Mann kehrt trotz Einreiseverbots zurück – Bundespolizisten setzen ihn direkt wieder ins Flugzeug]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 11:21:44 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ein Landkreis von Konstanz bis Lörrach? Das würde der FDP-Vorschlag für die Einwohner bedeuten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/ein-landkreis-von-konstanz-bis-loerrach-das-wuerde-der-fdp-vorschlag-fuer-die-einwohner-bedeuten;art372432,12510019 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Landesverband der Liberalen will eine Gebietsreform mit größeren Landkreisen. Das soll die Verwaltung effizienter machen. Doch wird es einen Großkreis Hochrhein-Bodensee so schnell geben?  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Der Landesverband der Liberalen will eine Gebietsreform mit größeren Landkreisen. Das soll die Verwaltung effizienter machen. Doch wird es einen Großkreis Hochrhein-Bodensee so schnell geben?<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/ein-landkreis-von-konstanz-bis-loerrach-das-wuerde-der-fdp-vorschlag-fuer-die-einwohner-bedeuten;art372432,12510019]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Der Landesverband der Liberalen will eine Gebietsreform mit größeren Landkreisen. Das soll die Verwaltung effizienter machen. Doch wird es einen Großkreis Hochrhein-Bodensee so schnell geben?



        <p>Ist der Landkreis Konstanz zu klein? Wenn es nach der FDP Baden-Württemberg geht, dann lautet die Antwort Ja. Doch es geht nicht nur um Konstanz, sondern um alle Landkreise im Land. Denn der Landesverband der Liberalen schlägt jetzt vor, die Landkreise in ihrer jetzigen Form aufzulösen. Auch die Regierungspräsidien und die Regionalverbände sollen nach dem Vorschlag verschwinden.</p> <p>Stattdessen soll es Großkreise geben, die die Form der Regionalverbände haben würden. Für den Landkreis Konstanz würde das bedeuten, dass dieser mit den Landkreisen Waldshut und Lörrach zum Großkreis Hochrhein-Bodensee verschmelzen würde. Doch was bedeutet das für die Bürgerinnen und Bürger?</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wofür gibt es Landkreise?</span><span>Die Kreisebene prägt den Alltag der Einwohner: Das Landratsamt ist zuständig für Abfallwirtschaft, öffentlichen Personennahverkehr oder Sozial- und Jugendhilfe. Auch die Zulassungsstelle für den Straßenverkehr gehört zum Landratsamt. Die Kreise fungieren als Zwischenebene zwischen Gemeinden und dem Land, das durch die Regierungspräsidien vor Ort vertreten wird. Seinen Sitz hat ein Landratsamt in der Kreisstadt. Es gibt aber auch große Kreisstädte. Die sind nicht der Sitz der Kreisverwaltung, doch verfügen oft über Außenstellen des Landratsamts.</span></label></div> <h2>Welche Stadt wird Kreisstadt?</h2> <p>Mit dem Vorschlag will die FDP die Verwaltung verschlanken. Langfristig sollen Stellen abgebaut werden und die Verwaltung effizienter. Dazu sollen die Landkreise mehr Befugnisse bekommen und Aufgaben sollen neu sortiert werden. So soll zukünftig der öffentliche Personennahverkehr in der Verantwortung des Landes liegen. Es wäre also nicht nur eine Gebiets-, sondern auch eine Funktionalreform.</p> <p>Wolfgang Seibel, Politikwissenschaftler und emeritierter Professor an der Universität Konstanz, erklärt, dass die Frage nach der Kreisstadt eine zentrale Rolle spielt. „Die Kreisstadt gewinnt nicht viel, aber es gibt todsichere Verlierer“, erklärt er. Bei der Gebietsreform in den 70er-Jahren, sei das für Städte, die den Kreissitz verloren haben, ein herber Schlag gewesen. Der Vorschlag der FDP sei ein großes Gebilde. Es sei wichtig zu beachten, dass nicht jeder Amtsgang eine Tagesreise nach Waldshut oder Lörrach mit sich bringe.</p> <p>Der Sitz des derzeit existierenden Regionalverbands Hochrhein-Bodensee ist Waldshut-Tiengen. Die Stadt liegt recht zentral im Landkreisverbund. Welche Stadt in dem Großkreis das Zentrum sein soll, sagt die FDP nicht. Landesvorsitzender Hans-Ulrich Rülke erklärt auf SÜDKURIER-Nachfrage: „Über die Kreisstadt entscheiden die Regionalkreise in eigener Verantwortung gegen Abschluss der Reform.“</p> <h2>Werden die Wege zum Landratsamt weiter?</h2> <p>Bedeutet das, dass die Gemeinden im Landkreis Konstanz ab dem Jahr 2031 aus Waldshut geführt werden könnten und die Wege zum Landratsamt länger werden? Nein, heißt es da von der FDP. Niemand aus Konstanz müsse nach Waldshut fahren, um ein Auto anzumelden oder umgekehrt. „Sie sollen nirgendwohin fahren müssen, sondern alles digital erledigen können“, so Rülke.</p> <p>Die Kreis-FDP unterstützt den Vorschlag der Landespartei. Ann-Veruschka Jurisch erklärt, sie sei im Sinne einer effizienteren Verwaltung auch bereit, für Kreistagssitzungen weitere Strecken zu fahren. Beispielsweise nach Waldshut. „Es kommt nicht auf persönliche Befindlichkeiten einzelner Kreistagsmitglieder an“, so Jurisch. Dennoch stehe das nicht fest. Das Konzept sehe auch die Nutzung von Verwaltungsgebäuden dort vor, wo es Sinn mache, meint sie.</p> <h2>Entfernt sich die Verwaltung von den Bürgern?</h2> <p>Für den Verwaltungswissenschaftler Seibel geht der Reformvorschlag in die richtige Richtung, gerade in Bezug auf die Personalsituation durch den demografischen Wandel. „Es bleibt eine offene Frage, ob das bei den Bürgern als Bürokratieabbau wirklich ankommt“, meint er. In der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass Argumente der Effizienz nicht so verfangen haben, wie die Frage, ob durch Zusammenlegung regionale Identität verloren gehe.</p> <p>Der Landkreistag Baden-Württemberg kritisiert den Vorschlag der Liberalen aus diesem Grund. Aus ihrer Sicht sei der einzige Effekt, dass die Bürgernähe zurückgehe. Die politischen Kosten einer solchen Reform wären ungleich höher als fiskalische Nutzen, den man sich davon verspreche, heißt es vom Hauptgeschäftsführer des Landkreistags, Alexis von Komorowski. „Das ist fatal in einer Zeit, in der die Demokratie besonders unter Druck steht. Wir sollten nichts machen, was die Bindung von Menschen zum Gemeinwesen schwächt“, meint er.</p> <h2>Stärkt das Konzept die Kommunen?</h2> <p>Aus Sicht der FDP rücke die Verwaltung so jedoch näher an die Bürgerinnen und Bürger heran. Laut Landesparteichef Rülke sollen die Menschen durch die Neuverteilung von Aufgaben mehr vor Ort erledigen können. „Wir wollen die kommunale Ebene stärken. Der Bürger soll mit der Mittelinstanz seltener als bisher in Berührung kommen“, so Rülke.</p> <p>Ann-Veruschka Jurisch von der FDP Konstanz sieht in dem Konzept ebenfalls eine Stärkung der kommunalen Ebene. Auch wenn die Kreisstadt vielleicht nicht ums Eck wäre, sollen die Bürgerinnen und Bürger in Konstanz und überall im Kreis trotzdem kurze Wege zu den Stellen haben. „Das Konzept sieht ganz ausdrücklich vor, Entscheidungen zu zentralisieren und Ebenen abzuschaffen, nicht aber Anlaufstellen“, so Jurisch. Dadurch würden Verfahren beschleunigt, was den Menschen und Betrieben vor Ort zugutekäme.</p> <p>Laut Politikwissenschaftler Wolfgang Seibel hat Baden-Württemberg recht kleine Landkreise. In den Südländern hätten die Landkreise eine durchschnittliche Größe von 1000 Quadratkilometern. Es gibt aber auch deutlich größere Landkreise in Deutschland. Besonders in den neuen Bundesländern. In Sachsen sei der durchschnittliche Kreis 1840 Quadratkilometer groß, in Mecklenburg-Vorpommern sogar 3900. Dort sind die Wege zum Landratsamt zum Teil sehr weit.</p> <h2>Wie realistisch ist das Vorhaben?</h2> <p>Die FDP will die Reform der Landkreise zu einem zentralen Thema im Landtagswahlkampf 2026 machen. Doch wie realistisch ist der Vorschlag? Seibel sieht in dem Vorschlag einen sinnvollen Ansatz, jedoch müssen Kosten und Nutzen genau abgewogen werden. Aber dass der Vorschlag schon bald umgesetzt werde, sei unwahrscheinlich. „Der Vorschlag ist gut gemeint, aber politisch unrealistisch“, sagt Seibel.</p> <p>Er glaubt, dass die Idee mit der CDU umsetzbar sei, doch eine schwarz-gelbe Landesregierung sei unwahrscheinlich. „Man sollte den Vorschlag nicht einfach vom Tisch wischen“, meint Seibel. Das Eckpunktepapier der FDP spreche wichtige Probleme an. Doch klar ist für ihn auch: Mit den Aufgaben und der finanziellen Lage der Kreise sei das Projekt aktuell nicht umsetzbar. Dafür gebe es zu viele Baustellen. „Es wäre wünschenswert, wenn wir in der Lage wären, die Kreise umzustrukturieren“, erklärt er weiter.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Ein Landkreis von Konstanz bis Lörrach? Das würde der FDP-Vorschlag für die Einwohner bedeuten]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 11:01:33 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nachfolge ist hier kein Problem: Jannik Baumgarthuber steigt in Familienbetrieb in Espasingen ein  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/obstgrossmarkt-grundler-hat-mit-jannik-baumgarthuber-4-generation-im-betrieb;art372461,12510008 ]]></link>      <description><![CDATA[  Beim Obstgroßmarkt Grundler steigt mit dem 23-jährigen Jannik Baumgarthuber die 4. Generation in den Betrieb mit ein. Keine Selbstverständlichkeit – weiß Ewald Grundler, der das Familienunternehmen seit 1974 leitet.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Beim Obstgroßmarkt Grundler steigt mit dem 23-jährigen Jannik Baumgarthuber die 4. Generation in den Betrieb mit ein. Keine Selbstverständlichkeit – weiß Ewald Grundler, der das Familienunternehmen seit 1974 leitet.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/obstgrossmarkt-grundler-hat-mit-jannik-baumgarthuber-4-generation-im-betrieb;art372461,12510008]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Beim Obstgroßmarkt Grundler steigt mit dem 23-jährigen Jannik Baumgarthuber die 4. Generation in den Betrieb mit ein. Keine Selbstverständlichkeit – weiß Ewald Grundler, der das Familienunternehmen seit 1974 leitet.



        <p>Immer mehr Betrieben in Deutschland fehlt es an Nachfolgern, die die Führung übernehmen. Die Folge: Sie müssen aufhören. Das bestätigen auch Zahlen der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Laut einem Report aus diesem Jahr sind passende Nachfolger Mangelware. Seit 2019 habe sich die Lücke zwischen Altinhabern und potenziellen Nachfolgern für Unternehmen fast verdoppelt. Bei vielen Firmen bestehe die Gefahr, dass die Nachfolgersuche erfolglos bleibt. So stünden deutschlandweit gut 9600 fortzuführenden Unternehmen lediglich 4000 Interessenten gegenüber.</p> <p>Dieses Problem hat der Obstgroßmarkt Grundler im Stockacher Ortsteil Espasingen nicht. Dort steigt zum 1. November mit Jannik Baumgarthuber die vierte Generation der Unternehmerfamilie in den Betrieb ein. Stolz darauf ist sein Großvater Ewald Grundler, der das Unternehmen seit 1974 leitet. Angefangen habe er damals in einem Zwei-Mann-Betrieb: ein Lastwagenfahrer und er, erzählt Grundler. Inzwischen seien in dem Unternehmen, das neben Espasingen auch Standorte in Markdorf und Meckenbeuren hat, rund 100 Mitarbeiter beschäftigt.</p> <h2>Nicht das erste Familienmitglied, das in den Betrieb einsteigt</h2> <p>Damit diese auch langfristig einen sicheren Arbeitsplatz haben, ist die Unternehmensnachfolge wichtig, weiß Ewald Grundler. Und die ist beim Obstgroßmarkt in Espasingen gesichert. Denn mehrere Familienmitglieder sind bereits im Unternehmen beschäftigt. Mit dem 23-jährigen Jannik Baumgarthuber ist es nun einer mehr.</p> <p>Ende September hat er sein Studium Betriebswirtschaftslehre/Dienstleistungsmanagement an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Stuttgart beendet. Nun kümmert er sich beim Obstgroßmarkt Grundler vorerst um Kaufmännisches und Personelles. „Stück für Stück kommen dann weitere Bereiche, wie Energiemanagement, hinzu“, so seine Mutter Anke Baumgarthuber, die ebenfalls Teil der Geschäftsleitung ist. Eine Führungsposition im Unternehmen sei für ihren Sohn vorerst nicht vorgesehen. Dafür sei es auch noch zu früh.</p> <h2>Nicht mehr viele üben den Beruf aus</h2> <p>Dass es nicht selbstverständlich ist, dass Nachkommen in das Familienunternehmen einsteigen, wissen Baumgarthuber und Grundler. „Wir haben da wirklich sehr viel Glück“, so Ewald Grundler.</p> <p>Denn Fruchtkaufmann sei ein Beruf, dem kaum noch jemand nachgehe. Es sei ein harter, herausfordernder Job. Nicht jeden Abend könne man um 17 Uhr das Büro verlassen. Dessen sei sich auch Jannik Baumgarthuber bewusst, wie er sagt. „Aber wenn es Spaß macht, nehme ich das gerne in Kauf.“</p> <h2>Falsches Bild von der Generation Z</h2> <p>Früh sei für ihn klar gewesen, dass er in den Familienbetrieb einsteigen will. Danach habe sich dann auch die Wahl des Studiums gerichtet. Nun freue er sich, eine neue Herausforderung anzugehen. „Ich bin gespannt, was auch mich zukommt. Ich gehe aber auch mit einem gewissen Respekt an die Sache“, gesteht er.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Mehrere Tonnen Äpfel werden täglich vermarktet</span><span>Wie lange es den Obstgroßmarkt Grundler schon gibt, kann heute nicht mehr genau gesagt werden, wie Ewald Grundler sagt. Sein Vater habe den Betrieb zwischen 1925 und 1928 gegründet. Damals sei es noch um den Verkauf von Gemüse gegangen, ehe man sich ab 1975, kurz nach der Übernahme durch Ewald Grundler, auf den Verkauf von Äpfeln spezialisierte. Heute werden in den Standorten Espasingen, Markdorf und Meckenbeuren rund 35.000 bis 40.000 Tonnen Äpfel jährlich gelagert, sortiert und verpackt. Am Tag sind es laut Grundler 300 bis 350 Tonnen. Zehn bis zwölf Lastwagen kämen am Tag, um die Ware zu verschicken.</span></label></div> <p>Seine Mutter Anke Baumgarthuber betont: „Wir Eltern haben nie gefordert, dass die Kinder in den Betrieb mit einsteigen müssen.“ Umso erfreulicher sei es, dass Jannik es aus freien Stücken tue. Zudem betont sie: „Es wird immer gesagt, die Generation Z will nicht mehr arbeiten. Aber das ist nicht bei allen so.“ Ihr Sohn sei ein gutes Beispiel dafür.</p> <h2>Integration ist beim Betrieb ein wichtiges Thema</h2> <p>Dass Jannik Baumgarthuber den Betrieb schon von Kindesbeinen auf kennt, kommt ihm gerade am Anfang zugute. Schließlich habe er in den Ferien schon mehrmals in dem Betrieb ausgeholfen und sei daher mit den Abläufen bereits vertraut.</p> <p>Eine Aufgabe, die ihn künftig beschäftigen wird, ist die Integration. Denn in dem Unternehmen seien einige ausländische Mitarbeiter beschäftigt, so Ewald Grundler. Man sei sehr bemüht, aber nicht immer sei es einfach, etwa was die Sprachbarriere angeht. Einem syrischen Auszubildenden habe Jannik Baumgarthuber bereits angeboten, ihn beim Lernen zu unterstützen – und das neben der regulären Arbeit. Einen Ausbilderschein habe er bereits.</p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Berufsausbildung Arbeitsplatz Eigentümer thema-wirtschaft-unternehmen thema-wirtschaft-arbeit]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Nachfolge ist hier kein Problem: Jannik Baumgarthuber steigt in Familienbetrieb in Espasingen ein]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 16:17:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wenn Jugendliche das Sagen haben: 25 Jahre Stadtjugendpflege in Stockach  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/wenn-jugendliche-das-sagen-haben-25-jahre-stadtjugendpflege-in-stockach;art372461,12509527 ]]></link>      <description><![CDATA[  Marcel Da Rin und Frank Dei prägten über zwei Jahrzehnte die Jugendarbeit in Stockach und blicken auf diese Zeit zurück. Jetzt stehen Nachfolge, Veränderungen und neue Zukunftspläne für die Stadtjugendpflege an.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Marcel Da Rin und Frank Dei prägten über zwei Jahrzehnte die Jugendarbeit in Stockach und blicken auf diese Zeit zurück. Jetzt stehen Nachfolge, Veränderungen und neue Zukunftspläne für die Stadtjugendpflege an.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/wenn-jugendliche-das-sagen-haben-25-jahre-stadtjugendpflege-in-stockach;art372461,12509527]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Marcel Da Rin und Frank Dei prägten über zwei Jahrzehnte die Jugendarbeit in Stockach und blicken auf diese Zeit zurück. Jetzt stehen Nachfolge, Veränderungen und neue Zukunftspläne für die Stadtjugendpflege an.



        <p>Was passiert, wenn Jugendliche gehört werden? Wenn sie nicht nur Empfänger von Angeboten sind, sondern selbst gestalten dürfen? In Stockach kann man das seit 25 Jahren beobachten.</p> <p>Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat sich die Stadtjugendpflege von einer Pionieridee zu einer festen Institution in Stockach entwickelt. Mit Schulsozialarbeit, Ferienprogrammen, Präventionsprojekten und einem engagierten Team ist sie heute ein wichtiger Begleiter für Kinder und Jugendliche. Geprägt wurde diese Entwicklung von zwei Menschen: dem ersten Stadtjugendpfleger Marcel Da Rin und seinem Nachfolger Frank Dei, der die Leitung im Jahr 2011 übernahm – und die Stelle nach über 15 Jahren im Juni 2026 abgeben wird.</p> <h2>„Eine spannende Aufgabe in einer Kleinstadt“</h2> <p>Als Marcel Da Rin im Juli 2000 seinen Dienst in Stockach antrat, war vieles offen. „Die Stadt wollte eine professionelle Jugendarbeit aufbauen – und hat mir damals viel Freiheit gegeben“, erinnert er sich. „Das war eine spannende Aufgabe in einer Kleinstadt, in der man wirklich noch etwas bewegen konnte“, sagt Da Rin.</p> <p>Er etablierte das Jugendkulturzentrum JUKUZ als zentrale Anlaufstelle für Heranwachsende, baute Freizeitangebote aus, vernetzte sich mit Schulen, Polizei und Vereinen. Früh erkannte er, dass Jugendarbeit mehr ist als Freizeitgestaltung. „Prävention war mir von Anfang an wichtig“, sagt er. „Zudem haben wir das Präventionsprojekt Be Free, welches im gesamten Landkreis Konstanz vertreten war, auch in Stockach umgesetzt und mit verschiedenen Referenten über Themen wie Sucht, Gewalt und Integration offen gesprochen“, betont er.</p> <p>Stockach erlebte damals gesellschaftliche Veränderungen: viele Spätaussiedler, neue Jugendgruppen, wachsender Integrationsbedarf. „Das war manchmal herausfordernd, aber letztlich ist es uns gut gelungen“, teilt Da Rin mit. Rückblickend sagt er: „In der Sozialarbeit sind Erfolge jedoch schwer messbar, aber das Ansehen der Jugendpflege war in der Bevölkerung gut – und das hat Frank Dei bis heute sehr gut weitergeführt.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Entwicklung der Stadtjugendpflege</span><span>Schon früh setzten größere Städte in der Region auf organisierte Jugendarbeit: „Städte wie Radolfzell, Konstanz und Singen führten als Vorreiter städtische Jugendpflegen ein, um jungen Menschen ein strukturiertes Freizeit- und Bildungsangebot zu bieten, danach folgte dann Stockach im Jahr 2000“, erklärte Da Rin. Inspiriert von diesen Vorreitern folgten im Laufe der Zeit zahlreiche kleinere Gemeinden wie beispielsweise Gottmadingen oder Rielasingen-Worblingen, die das Konzept auf ihre Bedürfnisse anpassten. „Damals kam dann nicht mehr als Stadt oder Gemeinde dran vorbei, dass man jemanden für die Jugendarbeit hauptamtlich einstellt“, so der ehemalige Jugendstadtpfleger. Ziel sei stets gewesen, Jugendlichen einen Raum für Engagement, Kreativität und persönliche Entwicklung zu eröffnen – und gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen Jugend, Verwaltung und Politik zu stärken.</span></label></div> <h2>Ein Generationswechsel mit Kontinuität</h2> <p>Als Frank Dei 2011 die Leitung der Stadtjugendpflege übernahm, fand er gewachsene Strukturen vor – und zugleich Raum für neue Ideen. „Marcel Da Rin hat Pionierarbeit geleistet und eine starke Basis für die Jugendarbeit gelegt“, betont Dei. Auf diesem Fundament baute er weiter und setzt eigene Schwerpunkte – allen voran den Ausbau der Schulsozialarbeit. „Im Jahr 2009 wurde die erste Stelle geschaffen, und seit 2022 sind wir an allen Stockacher Schulen vertreten.</p> <p>Mit sieben Hauptamtlichen und Honorarkräften ist die Stadtjugendpflege heute breit aufgestellt. Und doch bleibt es eine Herausforderung, Nachwuchs und einen Nachfolger für die Stelle des Stadtjugendpflegers zu finden. „Viele junge Leute wissen gar nicht, was Stadtjugendpflege ist – und wie vielfältig diese Arbeit sein kann“, sagt Dei.</p> <h2>Wenn Jugendliche mitreden</h2> <p>Was die Stockacher Jugendarbeit besonders macht, zeige sich laut Dei im Alltag. Wenn Schüler ihre eigene Party planen – von Deko bis Sicherheitskonzept. Oder wenn Jugendliche aus einer spontanen Idee nachhaltige Projekte entwickeln würden.</p> <p>Der Stadtjugendpfleger erinnert sich an das Beispiel der Bike-Anlage im Osterholz, welche 2023 eröffnet wurde. „Das war echte Jugendbeteiligung“, betont Dei. „Eine Gruppe von Jugendlichen kam 2020 auf mich zu und sagte: Wir fahren immer illegal durch den Wald, könnten wir nicht was Eigenes aufbauen?“ Was dann folgte, beschreibt er als Paradebeispiel gelungener Jugendbeteiligung. „Die Jugendlichen haben über drei Jahre durchgehalten, auch während Corona. 2023 wurde die Anlage eröffnet – und bis heute kümmern sich die Jugendlichen selbst darum. Sie haben einen Schlüssel für die Werkstatt, organisieren Pflege und Treffen. Das zeigt, was Beteiligung bewirken kann“, so Dei.</p> <h2>Blick nach vorn</h2> <p>Im Jubiläumsjahr blickt Stockach nicht nur zurück, sondern auch nach vorn. „Im Gemeinderat wurde kürzlich eine neue Vollzeitstelle für die offene Jugendarbeit beschlossen. Das ist ein wichtiger Schritt, um unser Angebot zu erweitern“, so Dei. Auch ein neues Jugendhaus sei in Planung.</p> <p>Wie genau das Jubiläum gefeiert wird, entscheidet – natürlich – die Jugend. „Vielleicht bei der nächsten Schülerparty, vielleicht in einem eigenen Projekt. Wir wollen das nicht von oben festlegen“, sagt Dei. „Wenn wir das Jubiläum feiern, soll es etwas sein, das zu den Jugendlichen passt“, betont er weiter.</p> <p>Im Juni 2026 verabschiedet sich Frank Dei und legt das Amt des Jugendpflegers nieder: „Ich werde mich privaten Dingen widmen und vielleicht ehrenamtlich engagieren, bevor es in die Rente geht“, sagt er. „Aber nach 35 Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit ist dann auch mal Zeit, loszulassen“, erklärt Dei weiter.</p> <h2>Nachfolge noch offen</h2> <p>Seine eigene Nachfolge sei derzeit noch offen. „Wir haben schon Gespräche geführt, aber es hat noch nicht so ganz gepasst“, sagt er. „Der Job erfordert Erfahrung, Flexibilität und Begeisterung für Jugendliche – das ist nicht selbstverständlich und einfach zu finden“, betont er.</p> <p>Marcel Da Rin blickt derweil mit Dankbarkeit auf seine Zeit in Stockach zurück: „Das war eine tolle Zeit -wir hatten eine gute Unterstützung von der Stadtverwaltung, vom Bürgermeister und von den Vereinen. Das hat richtig Spaß gemacht.“ Auch Frank Dei betont, wie wichtig es sei, dass Verwaltung und Politik die Jugendarbeit weiterhin so unterstützen wie bisher. „Ich wünsche mir, dass die Jugendarbeit weiterhin so gut aufgestellt bleibt, wie sie ist – mit handelnden Personen, die die Konzepte weiterentwickeln und mit neuen Ideen vorangehen“, sagt er. „Wenn es so weiterläuft wie die letzten 25 Jahre, sind wir in Stockach auch künftig gut aufgestellt. Und das werde ich – aus der Ferne – sicher weiter mitverfolgen“, sagt Dei abschließend.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Polizei Coronavirus "Gesellschaftliches Engagement" Jugendliche Verein thema-gesellschaft-familie thema-heimat-verein thema-gesellschaft-engagement]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Wenn Jugendliche das Sagen haben: 25 Jahre Stadtjugendpflege in Stockach]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 14:46:08 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Die andere Seite des betrogenen Rentnerpaares: Wer hat hier eigentlich wen manipuliert?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/die-andere-seite-des-betrogenen-rentnerpaares-wer-hat-hier-eigentlich-wen-manipuliert-31-10-25;art372461,12509432 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein Rentnerpaar als tragisches Opfer eines Internetbetruges? Darüber berichtete der SÜDKURIER. Doch nun melden sich die Gläubiger zu Wort, die sich genauso von dem Paar betrogen fühlen. Der ungewöhnliche Fall der Käfers.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Ein Rentnerpaar als tragisches Opfer eines Internetbetruges? Darüber berichtete der SÜDKURIER. Doch nun melden sich die Gläubiger zu Wort, die sich genauso von dem Paar betrogen fühlen. Der ungewöhnliche Fall der Käfers.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/die-andere-seite-des-betrogenen-rentnerpaares-wer-hat-hier-eigentlich-wen-manipuliert-31-10-25;art372461,12509432]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Ein Rentnerpaar als tragisches Opfer eines Internetbetruges? Darüber berichtete der SÜDKURIER. Doch nun melden sich die Gläubiger zu Wort, die sich genauso von dem Paar betrogen fühlen. Der ungewöhnliche Fall der Käfers.



        <p>Diese Geschichte hat tausende Menschen in der gesamten Region berührt. Das Ehepaar Traude und Heinz Käfer aus Stockach-Wahlwies machte ihr Schicksal im SÜDKURIER öffentlich. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/wir-haben-nichts-mehr-betrueger-bringen-stockacher-ehepaar-um-400000-euro-und-ihr-zuhause-15-10-2025;art372461,12492259" target="_blank" title="Das Geld ist weg und bald auch das Haus: Wie ein Rentnerehepaar durch Betrüger alles verlor">Sie seien Opfer von Internet-Betrügern geworden, die die Rentner um eine stattliche Summe von 400.000 Euro gebracht haben.</a> Das Haus müssten sie jetzt verkaufen, um die Schulden abzubezahlen.</p> <p>Zirka 20 Gläubiger sollen Ansprüche an sie stellen, erzählten die Eheleute beim ersten Gespräch mit dem SÜDKURIER. Denn das Geld, welches an die unbekannten Männer ging, kam nicht nur aus dem Ersparten des Paares, sondern zum Großteil von Freunden und Bekannten, die sich jetzt ihrerseits von dem Ehepaar hintergangen fühlen. Und diesen Betrug genauso zur Anzeige gebracht haben. Damit bekommt die Geschichte eine tragische Wendung: Wurden die Betrogenen selbst zu Betrügern?</p> <h2>Verbraucherzentrale hat noch nie von so einem Fall gehört</h2> <p>Es ist die andere Seite der Geschichte: Um den Betrug am Laufen zu halten, bringen sich die Betrugs-Opfer mutmaßlich selbst in juristische Schwierigkeiten. „So ein Fall ist mir bis heute unbekannt“, sagt Oliver Buttler von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Für gewöhnlich wird beim Love-Scam, wie diese Masche heißt, das Opfer fallen gelassen, wenn kein Geld mehr zu holen ist“, erklärt Verbraucherrechtsexperte Buttler. Dass aber der Ehemann irgendwann informiert ist und beide in den Betrug involviert sind, sei ihm so noch nie untergekommen.</p> <p>Beim Love-Scamming lernen Betrüger über das Internet ihre Opfer kennen und spielen ihnen eine Freundschaft oder romantische Beziehung vor. Meistens seien es Männer in Uniform, mit guten Berufen und vielen Reisemöglichkeiten, erklärt Buttler. Im Fall von Traude Käfer war es ein Mann namens Richard Anderson, der als Ingenieur auf einem Containerschiff arbeiten sollte. Nach einer Anfangsphase bat er immer wieder um Geld, die Summen wurden immer höher.</p> <h2>Betrüger verändern ihre Masche</h2> <p>Irgendwann musste Traude Käfer alles ihrem Gatten beichten. Und die Betrugsmasche wechselte von einem Love-Scam zu einer Art Schneeballsystem, bei dem das Ehepaar immer wieder Geld vorstrecken sollte, um an eine versprochene höhere Summe zu gelangen. Buttler vergleicht dieses Verhalten mit dem Spiel an einem Glücksspielautomaten. Man werfe immer mehr Münzen hinein, in der Hoffnung auf den Hauptgewinn, der die eigenen Ausgaben wieder reinholt.</p> <p>Dass es für Betroffene schwer sein könnte, offen darüber zu sprechen, liege allerdings nahe. „Das ist vielen wahnsinnig unangenehm, dass sie auf eine Betrugsmasche hereingefallen sind“, sagt der Verbraucherrechtler. Auch hier sticht das Ehepaar wieder heraus. Sie hatten sich aus freien Stücken bei der SÜDKURIER-Redaktion gemeldet und wollten ihre Geschichte erzählen. Die Schicksale der Gläubiger, der Freunde und Bekannten, die dem Paar im guten Glauben Geld geliehen haben, fand in dem Gespräch nur eine untergeordnete Rolle.</p> <h2>Das Paar will nicht über die Gläubiger sprechen</h2> <p>Ein Gespräch mit dem Ehepaar über die ehemaligen Freunde, die ihnen vertrauten, ist in einem zweiten Anlauf schon nicht mehr möglich. Das Telefonat mit dem SÜDKURIER wird nach wenigen Minuten schroff beendet. Man bleibe dabei, die Betrogenen sind sie selbst, so Heinz Käfer. Man habe sich nur an die Zeitung gewandt, um andere vor den Betrügern zu warnen. Konkrete Fragen zu neuen Informationen oder zu Vorwürfen, die von Freunden, Bekannten und Weggefährten geäußert wurden, möchte sich Heinz Käfer nicht einmal anhören.</p> <p>Dabei wiegen die Vorwürfe schwer: So berichten einige Gläubiger, selbst betrogen und manipuliert worden zu sein, von einem Lügenkonstrukt des Ehepaares ist gar die Rede. Die Geschädigten haben sich nach der Berichterstattung im SÜDKURIER miteinander vernetzt. Juristisch gesehen sei ihr Fall abgeschlossen, berichten die meisten von ihnen.</p> <h2>Gläubiger stehen mittlerweile im Grundbuch</h2> <p>Viele stehen mittlerweile im Grundbuch des Einfamilienhauses der Käfers. Sobald dieses verkauft ist, bekommen diese das einst geliehene Geld wieder zurück. Sie wollen ihren Namen nicht in der Zeitung lesen: Scham und Angst vor einem Rufschaden sind unter anderem die Gründe hierfür. Denn der Ärger über die Situation richtet sich nicht nur gegen die Eheleute, sondern auch gegen sich selbst. Die eigene Gutgläubigkeit macht einigen noch deutlich zu schaffen.</p> <p>Der SÜDKURIER hat einen Teil dieser Gläubiger getroffen, die Namen sind der Redaktion bekannt, sämtliche Vorgänge mit Dokumenten belegt. Weitere haben sich telefonisch oder per Mail an die Redaktion gewandt und ihre Erlebnisse geschildert. So richtig kannten sie sich zuvor nicht untereinander, der verbindende Faktor aller ist: Sie wurden um größere Summen Geld gebeten. Immer war es ein kurzfristiger finanzieller Engpass, der überbrückt werden musste, mit dem Versprechen, das Geld binnen zwei Wochen wieder zurückzuzahlen. Handschriftlich geschriebene Schuldscheine wurden ausgehändigt. Das Vertrauen in die Redseligkeit des Ehepaares war groß. „Ich hatte das Gefühl, ich helfe einem älteren Paar in Not“, beschreibt ein Gläubiger die Situation. Die Rolle als gut situiertes und seriöses Paar hätten beide perfekt gespielt, wird weiter berichtet.</p> <h2>Das Haus steht noch zum Verkauf</h2> <p>Dass die Käfers dieses Geld weiter an Betrüger geben, war zu dem Zeitpunkt niemandem bewusst. Erst nachdem alle wochenlang mit der Rückgabe des Geldes vertröstet wurden, suchten die ersten anwaltliche Unterstützung auf. Sie fühlen sich ausgenutzt und angelogen von Menschen, denen sie im guten Glauben nur helfen wollten. Jetzt warten sie auf den Verkauf des Hauses, damit die Schulden zurückbezahlt werden. Das Haus in Wahlwies ist Ende Oktober für mehr als 550.000 Euro inseriert. Das dürfte reichen, um die Gläubiger auszubezahlen. Doch ob die menschlichen Schicksale, die mit dieser Geschichte verbunden sind, damit jemals behoben werden können, ist angesichts der Tragik völlig offen.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Verschuldung Betrug Schulden thema-sicherheit-kriminalitaet thema-gesellschaft-mensch thema-wirtschaft-finanzmarkt]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Die andere Seite des betrogenen Rentnerpaares: Wer hat hier eigentlich wen manipuliert?]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 17:11:41 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Der Spaß hört auf, wenn jemand verletzt ist": So schützen Eltern ihr Kind gegen Mobbing  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/der-spass-hoert-auf-wenn-jemand-verletzt-ist-so-schuetzen-eltern-ihr-kind-gegen-mobbing;art372461,12508841 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mobbing hat sich gewandelt – es passiert heute online wie offline. Die Respekt Coaches Constanze Fleiner und Johannes Renner zeigen, woran Eltern und Lehrkräfte Warnsignale erkennen – und wie sie Kindern helfen können.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Mobbing hat sich gewandelt – es passiert heute online wie offline. Die Respekt Coaches Constanze Fleiner und Johannes Renner zeigen, woran Eltern und Lehrkräfte Warnsignale erkennen – und wie sie Kindern helfen können.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/der-spass-hoert-auf-wenn-jemand-verletzt-ist-so-schuetzen-eltern-ihr-kind-gegen-mobbing;art372461,12508841]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Mobbing hat sich gewandelt – es passiert heute online wie offline. Die Respekt Coaches Constanze Fleiner und Johannes Renner zeigen, woran Eltern und Lehrkräfte Warnsignale erkennen – und wie sie Kindern helfen können.



        <p>Ein unscheinbarer Blick auf dem Pausenhof, ein Chat voller abwertender Emojis und ein Kind, das plötzlich nicht mehr zur Schule will. Mobbing beginnt oft leise – und bleibt lange unbemerkt. Für Eltern und Lehrkräfte ist es manchmal schwer zu erkennen, wann harmlose Neckereien in systematische Ausgrenzung umschlagen. Genau hier setzt das bundesweite Präventionsprogramm Respekt Coaches an, das seit 2018 Teil der Jugendstrategie des Bundesfamilienministeriums ist und Schüler frühzeitig für respektvolles Miteinander sensibilisieren will.</p> <h2>Demokratie und Zusammenhalt stärken</h2> <p>Constanze Fleiner und Johannes Renner sind die beiden Fachkräfte, die das Programm am Standort des Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kreisverband Konstanz umsetzen. Sie sind die einzigen Respekt Coaches im Landkreis, die die Gewalt- und Mobbingprävention in Kooperationsschulen von der fünften Klasse bis zu Berufsschulen durchführen.</p> <p>„Schüler sollen mithilfe des Programms lernen, andere Meinungen auszuhalten und Konflikte zu verstehen,“ betonen die beiden. „Das Programm ist weitgefächert, und wir versuchen, es so aktuell und dynamisch wie möglich zu halten“, sagt Fleiner. Dazu gehören Workshops zu Extremismus-, Mobbing- und Gewaltprävention sowie politische Bildung zu Themen wie dem Ukraine- oder Nahostkrieg, in denen verschiedene Meinungen innerhalb der Klassen angehört und besprochen werden. „Unsere Angebote sind dabei flexibel und orientieren sich am Bedarf der jeweiligen Klassen,“ sagen sie weiter.</p> <h2>„Es gibt kaum noch Rückzugsorte“</h2> <p>Mobbing ist kein neues Phänomen – doch die Art und Weise, wie Jugendliche heute miteinander umgehen und wo Mobbing stattfinden kann, habe sich stark verändert. Was Mobbing heute besonders gefährlich mache, sei seine ständige Präsenz. Früher blieb das Geschehen meist auf den Schulhof begrenzt – heute verlagere es sich bis ins Internet. Wie die Untersuchung des Instituts Sinus zeigt, waren im vergangenen Jahr rund 16 Prozent der Heranwachsenden von Mobbing im Internet betroffen.</p> <p>„Über Social Media oder Gruppen-Chats finden betroffene Schülerinnen und Schüler kaum noch Rückzugsorte und sind dem Mobbing so ständig ausgesetzt“, erklärt Renner. Die Coaches sehen ein weiteres Problem: die Anonymität. „Online trauen sich viele Dinge zu sagen, die sie von Angesicht zu Angesicht nie äußern würden“, sagen die Experten.</p> <p>Fleiner und Renner sehen ebenso, dass die Corona-Pandemie die Konfliktsituationen unter Jugendlichen und auch Erwachsenen verschärft habe. Viele Personen hätten in dieser Zeit eine Online-Präsenz aufgebaut und sind seither in digitalen Räumen verstärkt aktiv. „Durch vermehrte Bildschirmzeit können Empathie und sozialer Umgang leiden, weil die Konzentration im Hier und Jetzt eingeschränkt wird“, erklärt Renner. Fleiner ergänzt: „Auch mit Künstlicher Intelligenz gibt es jetzt die Möglichkeit, Identitäten zu klauen und Avatare zu erstellen.“ Dadurch würden Mobbing heutzutage andere Tragweiten haben als in Zeiten vor dem Internet.</p> <h2>Wie lässt sich Mobbing erkennen?</h2> <p>Nicht jeder Konflikt ist laut den Experten gleich Mobbing. „Ein Streit betrifft meist zwei Personen – Mobbing dagegen ist systematisch, dauert häufig über einen längeren Zeitraum und es sind mehrere beteiligt, die meistens gegen eine einzige Person schießen“, erklären Fleiner und Renner. Viele Täter würden von keinen bösen Absichten oder Spaß machen sprechen, doch „der Spaß hört da auf und das Mobbing beginnt dort, wenn jemand verletzt ist“, erklären sie weiter.</p> <p>Die Fachkräfte beobachten, dass Betroffene oft still leiden und die Probleme für sich behalten: „Ein klares Warnsignal ist Rückzug – besonders, wenn ein sonst lebhaftes Kind plötzlich still oder reizbar wird“, betonen sie. Eltern und Lehrkräfte können Mobbing erkennen, wenn sich Kinder zurückziehen oder nervöser werden. Die Coaches haben die Erfahrung gemacht, dass Lehrern dies meistens gut gelingt, wenn sich das Verhalten eines Kindes im Laufe des Schuljahres verändere. Für Eltern sei es jedoch schwieriger, Mobbing zu bemerken oder das Verhalten korrekt einzuordnen, da die Reaktionen und der Umgang mit der Erfahrung von Mobbing sehr individuell seien.</p> <h2>Was können Eltern tun?</h2> <p>Wer den Verdacht hat, dass sein Kind gemobbt wird, sollte vor allem eines tun: zuhören. „Schweigen ist der größte Fehler, den man machen kann“, warnt Fleiner. Eltern sollten Anzeichen ernst nehmen, ruhig nachfragen und gemeinsam mit dem Kind nach Lösungen suchen. Anlaufstellen sind die Schulsozialarbeiter oder Vertrauenslehrkräfte der jeweiligen Schule oder externe Beratungsangebote wie die Nummer gegen Kummer. Diese bietet ein Kinder- und Jugendtelefon unter der Telefonnummer 116/111 und ein Elterntelefon unter 0800/1110550 an.</p> <p>Denn Einzelfallberatungen bei Mobbing machen die Respekt Coaches nur in Ausnahmefällen. „Im Normalfall übernimmt hier die Schulsozialarbeit“, erklärt Renner.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"></div> <h2>Zukunft des Programms ist ungewiss</h2> <p>Das Bundesprogramm wird jährlich aus dem Bundeshaushalt finanziert, eine langfristige Sicherheit für die Coaches gibt es trotz nachgewiesenen Erfolges des Programms derzeit nicht. „Wir haben aber vorsichtigen Optimismus, dass das klappt“, sagt Renner über die voraussichtliche Fortsetzung des Programms.</p> <p>Fleiner und Renner wünschen sich eine Verstetigung des Programms auf Bundesebene. „Vom Staat würden wir uns wünschen, dass das Programm dauerhaft finanziert und personell aufgestockt wird, damit noch mehr Schulen am Programm teilnehmen können“, sagt Renner. Denn die Nachfrage ist groß: „Wir haben nämlich noch mehr Schulen, die Interesse hätten – können die Nachfrage aber nicht zu zweit stemmen“, erklärt er abschließend.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA["Der Spaß hört auf, wenn jemand verletzt ist": So schützen Eltern ihr Kind gegen Mobbing]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 17:11:36 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Der Spaß hört auf, wenn jemand verletzt ist“: So schützen Eltern ihr Kind gegen Mobbing  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/der-spass-hoert-auf-wenn-jemand-verletzt-ist-so-schuetzen-eltern-ihr-kind-gegen-mobbing;art372461,12508841 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mobbing hat sich gewandelt – es passiert heute online wie offline. Die Respekt Coaches Constanze Fleiner und Johannes Renner zeigen, woran Eltern und Lehrkräfte Warnsignale erkennen – und wie sie Kindern helfen können.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Mobbing hat sich gewandelt – es passiert heute online wie offline. Die Respekt Coaches Constanze Fleiner und Johannes Renner zeigen, woran Eltern und Lehrkräfte Warnsignale erkennen – und wie sie Kindern helfen können.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/der-spass-hoert-auf-wenn-jemand-verletzt-ist-so-schuetzen-eltern-ihr-kind-gegen-mobbing;art372461,12508841]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Mobbing hat sich gewandelt – es passiert heute online wie offline. Die Respekt Coaches Constanze Fleiner und Johannes Renner zeigen, woran Eltern und Lehrkräfte Warnsignale erkennen – und wie sie Kindern helfen können.



        <p>Ein unscheinbarer Blick auf dem Pausenhof, ein Chat voller abwertender Emojis und ein Kind, das plötzlich nicht mehr zur Schule will. Mobbing beginnt oft leise – und bleibt lange unbemerkt. Für Eltern und Lehrkräfte ist es manchmal schwer zu erkennen, wann harmlose Neckereien in systematische Ausgrenzung umschlagen. Genau hier setzt das bundesweite Präventionsprogramm Respekt Coaches an, das seit 2018 Teil der Jugendstrategie des Bundesfamilienministeriums ist und Schüler frühzeitig für respektvolles Miteinander sensibilisieren will.</p> <h2>Demokratie und Zusammenhalt stärken</h2> <p>Constanze Fleiner und Johannes Renner sind die beiden Fachkräfte, die das Programm am Standort des Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kreisverband Konstanz umsetzen. Sie sind die einzigen Respekt Coaches im Landkreis, die die Gewalt- und Mobbingprävention in Kooperationsschulen von der fünften Klasse bis zu Berufsschulen durchführen.</p> <p>„Schüler sollen mithilfe des Programms lernen, andere Meinungen auszuhalten und Konflikte zu verstehen,“ betonen die beiden. „Das Programm ist weitgefächert, und wir versuchen, es so aktuell und dynamisch wie möglich zu halten“, sagt Fleiner. Dazu gehören Workshops zu Extremismus-, Mobbing- und Gewaltprävention sowie politische Bildung zu Themen wie dem Ukraine- oder Nahostkrieg, in denen verschiedene Meinungen innerhalb der Klassen angehört und besprochen werden. „Unsere Angebote sind dabei flexibel und orientieren sich am Bedarf der jeweiligen Klassen,“ sagen sie weiter.</p> <h2>„Es gibt kaum noch Rückzugsorte“</h2> <p>Mobbing ist kein neues Phänomen – doch die Art und Weise, wie Jugendliche heute miteinander umgehen und wo Mobbing stattfinden kann, habe sich stark verändert. Was Mobbing heute besonders gefährlich mache, sei seine ständige Präsenz. Früher blieb das Geschehen meist auf den Schulhof begrenzt – heute verlagere es sich bis ins Internet. Wie die Untersuchung des Instituts Sinus zeigt, waren im vergangenen Jahr rund 16 Prozent der Heranwachsenden von Mobbing im Internet betroffen.</p> <p>„Über Social Media oder Gruppen-Chats finden betroffene Schülerinnen und Schüler kaum noch Rückzugsorte und sind dem Mobbing so ständig ausgesetzt“, erklärt Renner. Die Coaches sehen ein weiteres Problem: die Anonymität. „Online trauen sich viele Dinge zu sagen, die sie von Angesicht zu Angesicht nie äußern würden“, sagen die Experten.</p> <p>Fleiner und Renner sehen ebenso, dass die Corona-Pandemie die Konfliktsituationen unter Jugendlichen und auch Erwachsenen verschärft habe. Viele Personen hätten in dieser Zeit eine Online-Präsenz aufgebaut und sind seither in digitalen Räumen verstärkt aktiv. „Durch vermehrte Bildschirmzeit können Empathie und sozialer Umgang leiden, weil die Konzentration im Hier und Jetzt eingeschränkt wird“, erklärt Renner. Fleiner ergänzt: „Auch mit Künstlicher Intelligenz gibt es jetzt die Möglichkeit, Identitäten zu klauen und Avatare zu erstellen.“ Dadurch würden Mobbing heutzutage andere Tragweiten haben als in Zeiten vor dem Internet.</p> <h2>Wie lässt sich Mobbing erkennen?</h2> <p>Nicht jeder Konflikt ist laut den Experten gleich Mobbing. „Ein Streit betrifft meist zwei Personen – Mobbing dagegen ist systematisch, dauert häufig über einen längeren Zeitraum und es sind mehrere beteiligt, die meistens gegen eine einzige Person schießen“, erklären Fleiner und Renner. Viele Täter würden von keinen bösen Absichten oder Spaß machen sprechen, doch „der Spaß hört da auf und das Mobbing beginnt dort, wenn jemand verletzt ist“, erklären sie weiter.</p> <p>Die Fachkräfte beobachten, dass Betroffene oft still leiden und die Probleme für sich behalten: „Ein klares Warnsignal ist Rückzug – besonders, wenn ein sonst lebhaftes Kind plötzlich still oder reizbar wird“, betonen sie. Eltern und Lehrkräfte können Mobbing erkennen, wenn sich Kinder zurückziehen oder nervöser werden. Die Coaches haben die Erfahrung gemacht, dass Lehrern dies meistens gut gelingt, wenn sich das Verhalten eines Kindes im Laufe des Schuljahres verändere. Für Eltern sei es jedoch schwieriger, Mobbing zu bemerken oder das Verhalten korrekt einzuordnen, da die Reaktionen und der Umgang mit der Erfahrung von Mobbing sehr individuell seien.</p> <h2>Was können Eltern tun?</h2> <p>Wer den Verdacht hat, dass sein Kind gemobbt wird, sollte vor allem eines tun: zuhören. „Schweigen ist der größte Fehler, den man machen kann“, warnt Fleiner. Eltern sollten Anzeichen ernst nehmen, ruhig nachfragen und gemeinsam mit dem Kind nach Lösungen suchen. Anlaufstellen sind die Schulsozialarbeiter oder Vertrauenslehrkräfte der jeweiligen Schule oder externe Beratungsangebote wie die Nummer gegen Kummer. Diese bietet ein Kinder- und Jugendtelefon unter der Telefonnummer 116/111 und ein Elterntelefon unter 0800/1110550 an.</p> <p>Denn Einzelfallberatungen bei Mobbing machen die Respekt Coaches nur in Ausnahmefällen. „Im Normalfall übernimmt hier die Schulsozialarbeit“, erklärt Renner.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"></div> <h2>Zukunft des Programms ist ungewiss</h2> <p>Das Bundesprogramm wird jährlich aus dem Bundeshaushalt finanziert, eine langfristige Sicherheit für die Coaches gibt es trotz nachgewiesenen Erfolges des Programms derzeit nicht. „Wir haben aber vorsichtigen Optimismus, dass das klappt“, sagt Renner über die voraussichtliche Fortsetzung des Programms.</p> <p>Fleiner und Renner wünschen sich eine Verstetigung des Programms auf Bundesebene. „Vom Staat würden wir uns wünschen, dass das Programm dauerhaft finanziert und personell aufgestockt wird, damit noch mehr Schulen am Programm teilnehmen können“, sagt Renner. Denn die Nachfrage ist groß: „Wir haben nämlich noch mehr Schulen, die Interesse hätten – können die Nachfrage aber nicht zu zweit stemmen“, erklärt er abschließend.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Schüler Vorbeugung Jugendliche thema-gesellschaft-bildung-schule thema-gesellschaft-familie thema-sicherheit-kriminalitaet]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[„Der Spaß hört auf, wenn jemand verletzt ist“: So schützen Eltern ihr Kind gegen Mobbing]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 17:47:44 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Ich wollte den Laden retten“: Unternehmer verkauft teuren Leasingscanner und landet vor Gericht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/ich-wollte-den-laden-retten-unternehmer-verkauft-teuren-leasingscanner-und-landet-vor-gericht;art372461,12508153 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein 38-Jähriger aus Pfullendorf kämpfte um sein Metallbauunternehmen – doch der Verkauf eines teuren Laserscanners und eine falsche eidesstattliche Erklärung bringen ihn in rechtliche Schwierigkeiten.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Ein 38-Jähriger aus Pfullendorf kämpfte um sein Metallbauunternehmen – doch der Verkauf eines teuren Laserscanners und eine falsche eidesstattliche Erklärung bringen ihn in rechtliche Schwierigkeiten.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/ich-wollte-den-laden-retten-unternehmer-verkauft-teuren-leasingscanner-und-landet-vor-gericht;art372461,12508153]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Ein 38-Jähriger aus Pfullendorf kämpfte um sein Metallbauunternehmen – doch der Verkauf eines teuren Laserscanners und eine falsche eidesstattliche Erklärung bringen ihn in rechtliche Schwierigkeiten.



        <p>„Ehrlich währt am längsten“ – doch manchmal kommt die Einsicht zu spät. So erging es einem 38-Jährigen, einst Geschäftsführer eines Metallbaubetriebs aus Pfullendorf. Anfangs lief alles nach Plan, doch bald geriet das eigene Unternehmen ins Wanken: Rechnungen blieben liegen, Zahlungen stockten – und am Ende stand man vor Gericht. Dabei musste sich der Angeklagte vor Richterin Melina Michalski am Amtsgericht Stockach wegen Unterschlagung und einer falschen Versicherung an Eides statt verantworten.</p> <h2>Ein Scanner, 35.000 Euro und eine folgenschwere Entscheidung</h2> <p>Zunächst lief alles gut: Der Angeklagte ist gelernter Kunstschmied, machte seinen Meister im Metallbau und übernahm 2021 anschließend als Geschäftsführer ein Pfullendorfer Metallbauunternehmen, in dem er zuvor angestellt war.</p> <p>Laut Anklageschrift hatte er im Jahr 2022 einen Leasingvertrag für einen Laserscanner im Wert von rund 35.000 Euro für sein Unternehmen abgeschlossen. Doch bald geriet der Betrieb in wirtschaftliche Schwierigkeiten, und die Insolvenz folgte. Schulden, offene Löhne, private Probleme – eine Spirale, aus der der 38-Jährige keinen Ausweg mehr fand. Nachdem er die Raten nicht mehr gezahlt hatte, kündigte die Leasinggesellschaft den Vertrag und forderte die Rückgabe des Geräts.</p> <h2>„Ich wollte den Laden retten“</h2> <p>Die Staatsanwaltschaft wirft dem 38-Jährigen vor, den Laserscanner für 20.000 Euro eigenmächtig veräußert zu haben, obwohl dieser ihm nicht gehörte. Und zwar geschah dies, wie sich im Laufe der Verhandlung herausstellte, nicht über eine Internetplattform, sondern an ein Pfandleihhaus. „Das stimmt, ich habe den Laserscanner verkauft, auch wenn ich wusste, dass er mir nicht gehört“, gestand der Angeklagte. „Mir ist einfach alles über den Kopf gewachsen“, sagte der 38-Jährige weiter. „Ich wollte den Laden retten.“</p> <p>Nach eigenen Angaben habe er den Erlös von rund 20.000 Euro nicht für sich selbst verwendet, sondern damit Teile der offenen Löhne seiner Mitarbeiter beglichen. „Ich habe versucht, das Ganze noch irgendwie zu retten und wollte einfach nur noch die Leute bezahlen, die bis zuletzt hinter mir standen“, erklärte der Angeklagte.</p> <p>Die 20.000 Euro, die er für den Scanner im Pfandleihhaus bekam, seien auf ein Firmenkonto geflossen. Doch Richterin Michalski zeigte sich skeptisch und nahm dies eher halbherzig hin. Es sei schwer zu glauben, dass das gesamte Geld in die Lohnzahlungen ging.</p> <h2>Falsche Versicherung an Eides statt</h2> <p>Doch mit dem Verkauf nicht genug: Neben der Unterschlagung musste sich der Angeklagte auch wegen einer falschen eidesstattlichen Versicherung verantworten. Im Mai 2024 hatte der Mann gegenüber einer Gerichtsvollzieherin angegeben, den Scanner nicht verkauft zu haben und dieser sich noch in den Geschäftsräumlichkeiten befinde. Eine bewusste Falschaussage, wie sich herausstellte. Denn die Lagerhalle, in der das Gerät angeblich noch stand, war zu diesem Zeitpunkt bereits geräumt.</p> <p>Richterin Michalski zeigte wenig Verständnis: „Ihnen muss doch klar gewesen sein, dass ein Gegenstand im Wert von rund 35.000 Euro nicht einfach verschwinden kann.“ Besonders schwer wiege, dass er durch seine Falschaussage nicht nur die Wahrheit verborgen, sondern auch andere Menschen potenziell belastet habe – etwa den Vermieter der Geschäftsräumlichkeiten. „Ist Ihnen bewusst, was Sie da lostreten?“, fragte Michalski eindringlich. Der 38-Jährige kämpfte mit den Tränen und zeigte sich sichtlich bewegt: „Die Angst kam einfach dazu. Mir war in dem Moment nicht bewusst, was das für Folgen hat und ich bereue, was ich getan habe. Ich möchte einfach meinen Frieden finden“, so der Angeklagte.</p> <h2>Zeugen bestätigen Vorwürfe</h2> <p>Der ehemalige Vermieter und frühere Chef des Angeklagten sagte als Zeuge aus, dass der Angeklagte ab August 2022 keine Miete mehr gezahlt habe. „Er konnte einfach nicht mehr, die wirtschaftliche Lage ließ es nicht zu“, so der 58-Jährige. Allerdings habe er beobachtet, wie der Anegklagte nachts Maschinen aus der Halle schaffte. Als er die Räume im März 2023 zurückbekam, war weder der Scanner noch eine andere Maschine mehr vorhanden. Ein Polizeibeamter bestätigte, dass der Verbleib des Scanners lange unklar blieb und auch die ehemaligen Mitarbeiter des Angeklagten nichts davon wussten.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die rechtlichen Grundlagen</span><span>§ 246 StGB – Unterschlagung: Wer eine fremde bewegliche Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zueignet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Ist die Sache dem Täter anvertraut, droht Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. § 156 StGB – Falsche Versicherung an Eides statt: Wer eine solche Versicherung falsch abgibt oder darauf beruhend falsch aussagt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.</span></label></div> <h2>„Sie haben einfach eine Nummer zu groß gedacht“</h2> <p>Der 38-Jährige ist vorbestraft, unter anderem wegen einer Insolvenzverschleppung des Unternehmens. Die Geldstrafe werde noch vollstreckt. Dennoch waren sich die Staatsanwältin und Richterin einig: Einige Taten bis zum Erwerb der Firma liegen weit zurück und der Angeklagte sei kein durchweg krimineller Mensch. Lediglich der Erwerb der Firma und deren Insolvenz habe ihm „das Genick gebrochen“, so die Staatsanwaltschaft.</p> <p>Die Staatsanwältin sprach von einem ehrlichen Geständnis: „Der Angeklagte hat die vorgeworfenen Taten vollumfänglich eingeräumt“ – doch auch von einem erheblichen Vermögensschaden: „Ein Laserscanner im Wert von 35.000 Euro ist keine Kleinigkeit“, betonte die Staatsanwältin.</p> <p>Daher forderte sie in ihrem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von elf Monaten für die Unterschlagung und sieben Monate für die falsche Versicherung an Eides statt -verbunden mit 120 Stunden gemeinnütziger Arbeit und dreijähriger Bewährungsaufsicht. Beide Taten sollten laut Staatsanwaltschaft mit einer bereits bestehenden Verurteilung des Amtsgerichts Sigmaringen wegen der nicht rechtzeitigen Insolvenzanmeldung aus dem Jahr 2023 zu einer Gesamtfreiheitsstrafe zusammengeführt werden.</p> <p>Der Verteidiger plädierte auf Milde. Sein Mandant habe „vollumfänglich gestanden und aufrichtig Reue gezeigt“, sagte der Rechtsanwalt. Ebenso bestehe keine Gefahr weiterer Straftaten, da die Firma längst nicht mehr existiere. Eine Geldstrafe, so der Verteidiger, würde den ohnehin überschuldeten Angeklagten endgültig in den Ruin treiben.</p> <h2>Das Urteil</h2> <p>Richterin Michalski folgte weitgehend diesem Antrag. Sie verhängte eine Gesamtstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung, bestehend aus zehn Monaten für die Unterschlagung und vier Monaten für die falsche eidesstattliche Versicherung. Dazu kommen 120 Stunden gemeinnützige Arbeit, die der 38-Jährige ableisten muss. Außerdem werde ihm für drei Jahre ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt.</p> <p>„Sie haben hier reinen Tisch gemacht“, sagte die Richterin zum Schluss. „Aber es handelt sich hier nicht um eine Lappalie – ein Gerät im Wert von über 30.000 Euro ist kein Kleinbetrag. Sie haben einfach eine Nummer zu groß gedacht“, so Michalski abschließend.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Urteil Betrug Prozeß thema-sicherheit-kriminalitaet thema-sicherheit-justiz]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[„Ich wollte den Laden retten“: Unternehmer verkauft teuren Leasingscanner und landet vor Gericht]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 14:36:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[20.000 Euro fehlen noch! So steht es um die Spendenaktion für den Spielplatz am Osterholz  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/20000-euro-fehlen-noch-so-steht-es-um-die-spendenaktion-fuer-den-spielplatz-am-osterholz;art372461,12507282 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eine Elterninitiative will den schön gelegenen Spielplatz attraktiver gestalten, unter anderem durch ein neues Spielgerät. Doch die dafür erforderliche Summe ist noch nicht beisammen.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Eine Elterninitiative will den schön gelegenen Spielplatz attraktiver gestalten, unter anderem durch ein neues Spielgerät. Doch die dafür erforderliche Summe ist noch nicht beisammen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/20000-euro-fehlen-noch-so-steht-es-um-die-spendenaktion-fuer-den-spielplatz-am-osterholz;art372461,12507282]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Eine Elterninitiative will den schön gelegenen Spielplatz attraktiver gestalten, unter anderem durch ein neues Spielgerät. Doch die dafür erforderliche Summe ist noch nicht beisammen.



        <p>Eigentlich sollte es ganz schnell gehen: Die Eltern-Initiative, die den Spielplatz am Osterholz durch ein neues Spielgerät aufwerten möchte, hatte sich zum Ziel gesetzt, bis Mitte/Ende Oktober die hierfür erforderliche Spendensumme von 30.000 Euro zusammenzubekommen. Doch nun zeichnet sich ab, dass die Aktion noch einen längeren Atem brauchen wird.</p> <p>Der Spielplatz am Osterholz ist aktuell nicht nur in die Jahre gekommen, er hat auch nicht besonders viel zu bieten: Eine Wippe, zwei Schaukeln und ein kleines Federtier. Das möchte eine Gruppe von Eltern um Amelie Waldvogel und Michaela Ruff ändern. Auf dem idyllisch gelegenen Spielplatz soll ein neues Klettergerüst entstehen. Die Planungen seien in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung erfolgt. Vor einigen Wochen haben sie begonnen, dafür Spenden zu sammeln. Die Stadtverwaltung hat hierfür sogar eigens ein Spendenkonto eingerichtet.</p> <h2>Eltern setzen auf Eigeninitiative</h2> <p>Das Ziel von 30.000 Euro ist aber trotz aller Bemühungen noch nicht erreicht. „Wir sind jetzt leider erst bei knapp 10.000 Euro“, berichtet Amelie Waldvogel auf Nachfrage des SÜDKURIER. Aktuell sei die Elterngruppe mit zwei Stiftungen in Kontakt, weitere Anfragen bei Firmen stehen noch aus. „Vielleicht ergibt sich ja noch was in Hinblick auf Weihnachten“, hofft Waldvogel.</p> <p>Parallel haben die Eltern auch noch eine private Spendenkampagne auf der Online-Plattform Gofundme eingerichtet. „Alle Erlöse daraus werden eins zu eins auf das Spendenkonto der Stadt eingezahlt“, verspricht Amelie Waldvogel. Doch wird sich die Stadt gegebenenfalls doch noch finanziell beteiligen, wenn die erforderliche Spendensumme nicht erreicht wird?</p> <h2>Finanzielle Beteiligung der Stadt wäre frühestens 2026 möglich</h2> <p>„Ich bin guter Hoffnung, dass die Spendensumme erreicht werden kann. Über eine finanzielle Beteiligung der Stadt kann erst im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2026 gesprochen werden“, erklärte Bauamtsleiter Lars Heinzl dazu vor kurzem auf Nachfrage des SÜDKURIER.</p> <p>Die Eltern wollen nun ausloten, wie es mit dem Projekt weitergehen soll. „Wir werden jetzt auf jeden Fall mit der Stadt sprechen, was unsere Möglichkeiten sind“, so Waldvogel. Die Hoffnung bleibt, dass sich noch genügend Spender finden, damit das Projekt schnell realisiert werden kann und die Stockacher Kinder davon profitieren können.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Kinderbetreuung Kindergarten Spendenaktion thema-gesellschaft-familie-kinderbetreuung thema-gesellschaft-engagement]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[20.000 Euro fehlen noch! So steht es um die Spendenaktion für den Spielplatz am Osterholz]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 14:32:19 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Aufgestellt für die Landtagswahl: BSW nominiert Kandidaten für Wahlkreise Konstanz und Singen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/landtagswahl-2026-bsw-nominiert-kandidaten-fuer-wahlkreise-konstanz-und-singen-29-10-25;art372432,12507252 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/landtagswahl-2026-bsw-nominiert-kandidaten-fuer-wahlkreise-konstanz-und-singen-29-10-25;art372432,12507252]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Die Partei ist jung, der Kreisverband erst wenige Monate alt. Im Parlament will das Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schon mitmischen. Die Kandidaten stellen vor, was ihnen besonders wichtig ist.



        <p>Das Bündnis Sahra Wagenknecht hat es in kurzer Zeit weit gebracht. Den Einzug in den Bundestag verpasste die Partei zwar knapp, in mehreren Landesparlamenten ist sie dagegen vertreten. Im März soll der Einzug in den Baden-Württembergischen Landtag gelingen. Dazu hat die Partei jetzt auch für die Wahlkreise Konstanz und Singen Kandidaten nominiert. Darüber informiert der Kreisverband, dessen Mitglieder teilweise zuvor schon <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/buendnis-sahra-wagenknecht-stellt-sich-im-sueden-neu-auf-mitglieder-gruenden-kreisverband;art372432,12456006" target="_blank" title="Bündnis Sahra Wagenknecht stellt sich im Süden neu auf: Mitglieder gründen Kreisverband">für andere Parteien in Erscheinung getreten</a> sind, in einer Pressemitteilung.</p> <p>Im Wahlkreis Konstanz tritt im März Daniel Niedzwetzki an. Der 45-Jährige ist Kaufmann und Heilpraktiker, lebt mit seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen Tochter in Konstanz, heißt es in der Pressemitteilung. „Ich stehe für wirtschaftliche Vernunft: verlässliche Energiepreise, Entlastung von KMU und Handwerk, Bürokratieabbau, Investitionen in kommunalen Wohnungsbau, Schulen und Infrastruktur statt teurer Symbolpolitik“, wird Niedzwetzki zitiert.</p> <p>Zudem äußert er sich auch zu Außen- und Innenpolitik. Als ehemaliger Zeitsoldat und Afghanistan-Veteran setze er auf Frieden durch Diplomatie. Im Inneren wolle er Freiheitsrechte und eine „Kultur der offenen Debatte“ verteidigen. Zuletzt heißt es: „Der Datenschutz darf Menschen nicht behindern, sondern muss uns vor einem übergriffigen Staat und den globalen Datenkraken schützen.“</p> <p>Für den Wahlkreis Singen stellt das BSW René Frey als Direktkandidaten auf. Der 44-Jährige ist zweifacher Familienvater, Zugbegleiter und Praxisvermittler bei der Deutschen Bahn. Für den Wahlkreis Singen gibt es mit Serdar Sak noch einen Ersatzkandidaten. Der 36-jährige Familienvater ist laut Kreisverband in der Medizintechnik tätig.</p> <p>„Ich erlebe täglich, wie die marode Infrastruktur und personelle Unterbesetzung die Bahn ausbremsen“, wird Frey zitiert. Stuttgart 21 würde sich als „dysfunktionales Milliardengrab“ erweisen. „Unsere Region droht zusätzlich durch die geplante Gäubahn-Kappung abgehängt zu werden. Das muss verhindert werden.“ Gute Infrastruktur sei auch ein Wirtschaftsfaktor.</p> <p>Ersatzkandidat Serdar Sak will sich „für eine starke Integrationspolitik und gesellschaftlichen Zusammenhalt“ einsetzen. Die Probleme der ungesteuerten Migration seien von den Kommunen kaum noch zu bewältigen. „Vielfalt ist eine Stärke, wenn wir Integration aktiv fördern – durch Bildung, Sprache, Arbeit und Teilhabe“, wird Sak zitiert.</p> <p>Die junge Partei BSW hat erst vor rund einem Jahr den baden-württembergischen Landesverband gegründet, der Kreisverband Hochrhein-Bodensee gab Anfang August seine Gründung bekannt. Er umfasst die Landkreise Konstanz, Waldshut und Lörrach. Bei der Versammlung zur Wahl der Kandidaten waren laut Mitteilung auch der Co-Landesvorsitzende des BSW, Manfred Hentz, und der designierte Spitzenkandidat des BSW zur Landtagswahl, Joachim Tabler, anwesend.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Aufgestellt für die Landtagswahl: BSW nominiert Kandidaten für Wahlkreise Konstanz und Singen]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 11:18:38 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ein Rückkehrer und ein klares Ziel! Unsere Story zur SG Zoznegg/Winterspüren/Hohenf.-S. Mit Videos!  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/regionalsport/regionalsport-bodensee-west/ein-rueckkehrer-und-ein-klares-ziel-unsere-story-zur-sg-zozneggwinterspuerenhohenf-s-mit-videos;art2783,12507154 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mit 6:0 setzt sich die SG Zoznegg/Winterspüren/Hohenfels-Sentenhart beim FC Steißlingen durch. Der Spitzenreiter der Kreisliga B hat erstaunliche Stärken – auf dem Platz und angeblich auch in der dritten Halbzeit.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Mit 6:0 setzt sich die SG Zoznegg/Winterspüren/Hohenfels-Sentenhart beim FC Steißlingen durch. Der Spitzenreiter der Kreisliga B hat erstaunliche Stärken – auf dem Platz und angeblich auch in der dritten Halbzeit.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/regionalsport/regionalsport-bodensee-west/ein-rueckkehrer-und-ein-klares-ziel-unsere-story-zur-sg-zozneggwinterspuerenhohenf-s-mit-videos;art2783,12507154]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Mit 6:0 setzt sich die SG Zoznegg/Winterspüren/Hohenfels-Sentenhart beim FC Steißlingen durch. Der Spitzenreiter der Kreisliga B hat erstaunliche Stärken – auf dem Platz und angeblich auch in der dritten Halbzeit.



        <p>Fußball, Kreisliga B: Jonas Keller kennt die Qualitäten seiner Mitspieler. „Wir haben eine ganz gute Mannschaft für die Kreisliga B“, sagte der 29-Jährige, als seine Teamkollegen die Siegesfeier einleiteten. Mit 6:0 hatte sich die SG Zoznegg/Winterspüren/Hohenfels-Sentenhart am Sonntag beim FC Steißlingen durchgesetzt, verteidigte damit souverän die Tabellenführung vor dem VfR Sauldorf, der bislang zwei Zähler weniger sammeln konnte, und den weitere zwei Punkte dahinter rangierenden Mannschaften des SV Orsingen-Nenzingen II und der SV Meßkirch II. Der Sieg war auch ein Signal an die Konkurrenz, denn „wir wollen unbedingt aufsteigen“, wie Keller bestätigte, wenngleich der Erfolg im Mindlestal am Ende etwas zu hoch ausgefallen sei.</p> <p>Zwei frühe Tore sorgten schnell für klare Verhältnisse, die Platzherren mühten sich zwar über 90 Minuten und gaben nie auf, am Sieg der Gäste gab es jedoch schon nach 15 Minuten kaum noch Zweifel. Zu überlegen agierte der letztjährige Absteiger aus der Kreisliga A, der sogar einige Chancen ungenutzt ließ.</p> <p>Sechs Siege gelangen der SG Zoznegg/Winterspüren/Hohenfels-Sentenhart in der kompletten Saison 2024/25, das halbe Dutzend in dieser Spielzeit wurde bereits am Sonntagabend voll gemacht. Einer der Gründe für den Erfolg ist der aus Liggersdorf stammende Keller, der vor der Saison zu seinem Heimatclub zurückkehrte.</p> <p>Als Jugendspieler durchlief Keller das Nachwuchsleistungszentrum des SC Freiburg, bevor er zum SC Pfullendorf wechselte. Als Spieler der U19 wurde er dort in den aktiven Kader hochgezogen und absolvierte für den Traditionsclub Spiele in der Oberliga- und Verbandsliga.</p> <p>Vor der Corona-Pause wechselte er zum Ligakonkurrenten FC Radolfzell. Hier konnte er aufgrund der Pandemie kaum Spiele bestreiten, kehrte zum FC Hohenfels-Sentenhart zurück, ehe er zum Studium nach Aalen umzog. Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach wurde zur neuen sportlichen Heimat in der Verbandsliga Württemberg, mit dem Kunststofftechnik-Bachelor ging es nun zurück in die Heimat.</p> <p>„Die Spielklasse ist nicht so wichtig“, sagt Keller. „Ich bin ein Vereinsmensch, freue mich, mit den alten Kumpels aus Kindertagen wieder zusammenspielen zu können.“</p> <p>Mit 30:9 Toren stellt die SG Zoznegg/Winterspüren/Hohenfels-Sentenhart bislang den besten Angriff und die beste Abwehr der Liga, dazu kommen weitere Qualitäten. „Die dritte Halbzeit“, erklärte Keller, lachte, deutete auf die feiernden Kollegen im Hintergrund und ergänzte: „Was bei uns in der Kabine abgeht, ist einmalig.“</p> <p>Tore: 0:1 (4.) Julian Stärk, 0:2 (15.) Frieder Förster, 0:3 (55.) Frieder Förster, 0:4 (74.) Simon Gohl, 0:5 (89.) Vassilij Michel, 0:6 (90.) Bilal Kasim. – Z: 100. – SR: Rochus Herrmann (Konstanz)</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Ein Rückkehrer und ein klares Ziel! Unsere Story zur SG Zoznegg/Winterspüren/Hohenf.-S. Mit Videos!]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Sun, 26 Oct 2025 10:33:26 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[2390 Kilometer für eine gute Sache: Teilnehmerrekord beim fünften Wahlwieser Benefizlauf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/2390-kilometer-fuer-eine-gute-sache-teilnehmerrekord-beim-fuenften-wahlwieser-benefizlauf;art372461,12506564 ]]></link>      <description><![CDATA[  Vor wenigen Tagen fand der fünfte Wahlwieser Benefizlauf statt. Für jeden gelaufenen Kilometer spendeten mehrere Unternehmen Geld. Wie viele Läufer dabei waren – und wofür die Spenden verwendet werden.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Vor wenigen Tagen fand der fünfte Wahlwieser Benefizlauf statt. Für jeden gelaufenen Kilometer spendeten mehrere Unternehmen Geld. Wie viele Läufer dabei waren – und wofür die Spenden verwendet werden.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/2390-kilometer-fuer-eine-gute-sache-teilnehmerrekord-beim-fuenften-wahlwieser-benefizlauf;art372461,12506564]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Vor wenigen Tagen fand der fünfte Wahlwieser Benefizlauf statt. Für jeden gelaufenen Kilometer spendeten mehrere Unternehmen Geld. Wie viele Läufer dabei waren – und wofür die Spenden verwendet werden.



        <p>Ein sportliches Ereignis für einen guten Zweck fand vor wenigen Tagen in Wahlwies statt – und ging mit einem Rekord zu Ende: Der Wahlwieser Benefizlauf.</p> <p>Langstreckenläufer Benedikt Hoffmann lebt in Wahlwies. Er hat den Benefizlauf zu Gunsten des Pestalozzi Kinder- und Jugenddorfs initiiert und freute sich sehr über den großen Zuspruch bei der fünften Auflage. Für jeden gelaufenen Kilometer spendeten mehrere Unternehmen Geld. Diesmal wird der Erlös bei der Beschaffung einer Küche für ein neues Familienhaus helfen.</p> <h2>190 Teilnehmer am Start</h2> <p>Bei bestem Laufwetter gingen 190 Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf die erste Runde. Alle Teilnehmer schafften die zwei Kilometer. Anschließend liefen Hobbyläufer und ambitionierte Sportler weiter – bis zu sechs Mal über eine sechs Kilometer lange Runde durch Obstanlagen rund um Wahlwies.</p> <p>Es gab keine Zeitmessung, denn das Ziel war vor allem, möglichst lange gemeinsam zu laufen und bestenfalls den Rekord von 2068 gelaufenen Kilometern aus dem vergangenen Jahr zu toppen, um noch mehr Spenden zusammenzubekommen.</p> <p>Das hat tatsächlich geklappt: Am Ende zählte Moderator Reiner Jäckle insgesamt 2390 Laufkilometer.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Leichtathletik Spendenaktion Sportliches thema-sport-sportarten thema-gesellschaft-engagement thema-leben-freizeit]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[2390 Kilometer für eine gute Sache: Teilnehmerrekord beim fünften Wahlwieser Benefizlauf]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 16:32:41 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Plötzlicher Schicksalsschlag: Sie sind den Betroffenen eine Stütze, wenn die Welt stillsteht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/ploetzlicher-schicksalsschlag-notfallseelsorger-sind-fuer-menschen-da-wenn-deren-welt-stillsteht;art372432,12505870 ]]></link>      <description><![CDATA[  Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/ploetzlicher-schicksalsschlag-notfallseelsorger-sind-fuer-menschen-da-wenn-deren-welt-stillsteht;art372432,12505870]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Tödlicher Unfall, plötzlicher Kindstod, Suizid: Für Angehörige und Involvierte ist es ein Schock. Wer steht im ersten Moment an ihrer Seite? Notfallseelsorger. Doch jetzt brauchen auch die Helfer Hilfe.



        <p>Das Auto sieht aus wie ein Wrack. Der Fahrer befindet sich noch in dem Fahrzeug. Feuerwehrleute versuchen, ihn aus dem Auto zu schneiden, Rettungssanitäter kümmern sich um den Mann, aber vergeblich. Er ist noch am Unfallort verstorben.</p> <p>Abseits steht die Frau des Toten, reglos, mit starrem Blick die Trümmer des Autos und das Geschehen fixierend. Ja, es ist das Auto ihres Mannes. Aber er kann, er darf nicht dort drin sein, er kann nicht gestorben sein. Sie steht fassungslos da. Sie kann und will nicht begreifen, was da gerade geschehen ist.</p> <p>So schildert Michael Oßwald seinen ersten Einsatz als Notfallseelsorger. Die Blaulichtorganisationen haben in derartigen Momenten keine Zeit, sich um Angehörige, Betroffene, Zeugen und Ersthelfern zu kümmern. Sie haben andere Aufgaben.</p> <p>Notfallseelsorger wie Oßwald aber nehmen sich der Menschen an, deren Welt gerade stillsteht, die das Unbegreifliche erst einmal verarbeiten müssen. Sie wurden für die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) ausgebildet und leisten Erste Hilfe für die Seele. „Ich bin zu der betroffenen Frau hingegangen und habe gesagt: Ich bin jetzt für sie da“, erinnert sich Oßwald.</p> <p>Später habe er ihr erklärt, was passiert ist, dass der Notarzt den Tod ihres Mannes festgestellt habe. Oßwald war an ihrer Seite, bis der Bestatter den Verstorbenen abgeholt hat. Für die Frau sei es wichtig gewesen, dies mitzuerleben. „Das hat mit Begreifen zu tun“, sagt Michael Oßwald.</p> <h2>Sie werden nicht allein gelassen</h2> <p>„Die Menschen sind dankbar, wenn in einer solchen Situation jemand für sie da ist. So ein Schicksalsschlag holt einen von den Füßen“, so Michael Oßwald. Im ersten Moment könne man das Geschehene nicht begreifen, man wolle es einfach nicht wahrhaben. „Der Geist wehrt sich“, schildert er. Und dann komme der Moment, wo man sich der Hilflosigkeit bewusst werde.</p> <p>Die Notfallseelsorger in der PSNV stehen in diesen schweren Momenten als Stütze zur Seite, „bis die betroffene Person stabil ist und ein kleines soziales Netz für die Menschen vorhanden ist“, erklärt Marion Aicheler, ebenfalls Notfallseelsorgerin.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Info-Abend zur psychosozialen Notfallversorgung in Radolfzell</span><span>Die Ökumenische Notfallseelsorge und die Johanniter-Unfall-Hilfe im Landkreis Konstanz veranstalten einen Infoabend zur psychosozialen Notfallversorgung. Er findet am Mittwoch, 29. Oktober, um 19 Uhr beim DRK-Kreisverband, Raum Hohentwiel, Konstanzer Straße 74 in Radolfzell statt. Die Ehrenamtlichen erklären genau, was ihre Tätigkeit beinhaltet und wie die Ausbildung aussieht. Informationen auch auf <a href="https://nfs-kn.de/" target="" title="" rel="noopener">www.nfs-kn.de</a> oder bei Interesse E-Mail an: <a href="mailto:m_aicheler@yahoo.de" target="" title="">m_aicheler@yahoo.de</a></span></label></div> <h2>Plötzlicher Kindstod an Heiligabend</h2> <p>„Es war Heiligabend 2009. Plötzlicher Kindstod.“ Das war Marion Aichelers erster Einsatz, zu dem sie und Michael Oßwald gerufen wurden. Sie kamen bei der Wohnung eines jungen Ehepaars an. „Die Kripo war schon da“, so Aicheler.</p> <p>Die jungen Eltern waren hilflos und verzweifelt. „Das Baby reagiert nicht. Das Kind, das sie zur Welt gebracht haben, lebt nicht mehr. Sie hatten sich auf ihr erstes Weihnachten zu dritt gefreut“, schildert Marion Aicheler, was in den beiden vorgegangen ist. Plötzlicher Kindstod ist kaum zu begreifen. „Das ist furchtbar für junge Eltern“, so Aicheler.</p> <p>Aicheler und Oßwald haben sich um die Eltern gekümmert, während Kriminalpolizei und Notarzt ihre Arbeit gemacht haben. „Wir haben gefragt, ob sie sich von ihrem Kind verabschieden möchten. Wir standen dann alle zusammen am Babybett und haben ein Gebet gesprochen. Später kam der Bestatter mit dem kleinen Kindersarg.“ Marion Aicheler spricht für einen Moment nicht weiter. Es ist ein Moment der Stille, in welchem nochmals an das verstorbene Kind und die verzweifelten Eltern gedacht wird.</p> <p>„Man ist einfach nur da für die Menschen. Man schweigt miteinander, achtet darauf, dass sie etwas trinken nach dem Stress, begleitet Telefonate, denn es kann sein, dass einem wortlos der Telefonhörer gegeben wird, weil derjenige nicht mehr weitersprechen kann“, schildert Marion Aicheler. „Wir gehen zu zweit zum Einsatz. Auf dem Rückweg besprechen wir uns dann, wie es einem mit dem Erlebten geht“, ergänzt sie.</p> <p>Diese Nachbesprechungen sind für die Psyche der Einsatzkräfte wichtig. Supervisionen gebe es ebenso.„Und wir haben Partner, die unser Ehrenamt mittragen und uns auffangen“, sagt Marion Aicheler und Michael Oßwald fügt an: „Jeder hat so seine Strategie.“ „Die Einsatzjacke ausziehen ist dabei ein wichtiges Element“, stellt Marion Aicheler fest und Oßwald erklärt: „Ich hänge damit das Ehrenamt und den Einsatz an den Bügel und bin Privatmensch.“</p> <h2>Flugzeugunglück hat den Ausschlag gegeben</h2> <p>Warum hat sich Marion Aicheler für den ehrenamtlichen Dienst als Notfallseelsorgerin in der PSNV entschieden? „Ausschlaggebend war das Flugzeugunglück in Überlingen. Ich habe in Brachenreuthe gearbeitet, als viele Kinder vom Himmel gefallen sind“, sagt sie. „Ich habe lange Kerosin gerochen. Da war klar, was ich habe: Eine PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) – wie viele von uns.“ Die Betroffenen hätten auch Unterstützung bekommen; dabei zeichnet sie mit ihren Händen Anführungszeichen in die Luft.</p> <p>Nachdem sie ihr eigenes Trauma verarbeitet hatte, entschied sie sich für die Ausbildung für psychosoziale Notfallversorgung. Sie weiß schließlich aus eigener Erfahrung, wie wichtig fachkompetente Begleitung in solchen Extremsituationen ist. „Psychosoziale Notfallversorgung ist ein wichtiger Dienst am Nächsten“, stellt Michael Oßwald fest.</p> <h2>Nur zehn Leute bei 230 Einsätzen</h2> <p>Wie wichtig dieser ehrenamtliche Dienst ist, zeigt sich auch an der Statistik 2024 für den Landkreis Konstanz. Die Notfallseelsorger wurden im vergangenen Jahr zu 230 Einsätzen alarmiert und begleiteten 1066 Menschen. Aber die Helfer in der Not haben ein Problem: Sie sind zu wenige. „Wir haben aktuell nur sechs Notfallseelsorger, zwei vom Kriseninterventionsteam sowie derzeit vier Hospitanten“, so Aicheler.</p> <p>Sie brauchen dringend Verstärkung, denn „manchmal hat man schon ein schlechtes Gewissen, wenn man in den Urlaub geht; das kann es nicht sein“, sagt Aicheler. „Um den Landkreis Konstanz richtig abdecken zu können, bräuchten wir insgesamt 20 bis 25 Notfallseelsorger. Das ist das absolute Minimum“, so Oßwald. Beide hoffen, dass viele Interessierte zur Informationsveranstaltung kommen.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Plötzlicher Schicksalsschlag: Sie sind den Betroffenen eine Stütze, wenn die Welt stillsteht]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 16:08:39 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neue Chance auf weihnachtliche Momente: Christmas Moments kommt mit Best-of zurück auf die Bühne  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/christmas-moments-feiert-comeback-stockach-bekommt-doch-noch-ein-weihnachtskonzert;art372461,12505848 ]]></link>      <description><![CDATA[  Drei Jahre nach dem Ende der beliebten Konzertreihe kehren die Macher zum Start in die Adventszeit noch einmal auf die Bühne des Bürgerhauses Adler Post zurück. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Drei Jahre nach dem Ende der beliebten Konzertreihe kehren die Macher zum Start in die Adventszeit noch einmal auf die Bühne des Bürgerhauses Adler Post zurück. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/christmas-moments-feiert-comeback-stockach-bekommt-doch-noch-ein-weihnachtskonzert;art372461,12505848]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Drei Jahre nach dem Ende der beliebten Konzertreihe kehren die Macher zum Start in die Adventszeit noch einmal auf die Bühne des Bürgerhauses Adler Post zurück. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen.



        <p>Eigentlich sollte 2022 nach zwölf Aufführungen Schluss sein mit der beliebten Konzertreihe „Christmas Moments“. Organisator Werner Gaiser und seine Musikerinnen und Musiker verabschiedeten sich damals mit dem Motto „Last Christmas Moments“ von ihrem Stockacher Publikum. Doch nun gibt es gute Nachrichten für alle Musikfreunde: Unter dem Titel „Best of Christmas Moments“ wird es in diesem Jahr nochmals eine Neuauflage geben.</p> <p>Die Vorbereitungen laufen schon seit Jahresbeginn, inzwischen hat auch der Kartenvorverkauf für die beiden Aufführungen am Samstag, 29. November, um 20 Uhr und am Sonntag, 30. November, um 17 Uhr, jeweils im Bürgerhaus Alder Post, begonnen.</p> <h2>Viele haben sich eine Neuauflage gewünscht</h2> <p>Den Ausschlag zur Neuauflage haben laut Werner Gaiser nicht nur viele Dankesschreiben im Nachgang zur letzten Aufführung von Christmas Moments gegeben, sondern auch ein Treffen der beteiligten Musiker zum vergangenen Weihnachtsfest. „Wir haben uns wie jedes Jahr an Weihnachten bei mir zu Hause getroffen und dabei festgestellt, dass wir in den zwölf Jahren viele tolle Songs nur ein einziges Mal aufgeführt haben“, berichtet Werner Gaiser im Gespräch mit dem SÜDKURIER.</p> <p>So sei die Idee entstanden, nochmal eine neue Auflage mit den Songs zu machen, die die Musiker am liebsten gespielt haben. Im Austausch mit Kulturamtsleiterin Corinna Bruggaier sei die Idee noch konkreter geworden. „Wir freuen uns jetzt alle sehr darauf, wieder auf der Bühne zu stehen. Christmas Moments war für mich immer etwas ganz Besonderes und das Thema hat mich immer wieder von Neuem begeistert“, so Gaiser.</p> <h2>Weihnachtslieder auch im Sommer</h2> <p>Auf der Suche nach neuen und außergewöhnlichen Weihnachtsliedern habe es so durchaus vorkommen können, dass er zu Hause mitten im Sommer auf der Terrasse saß und Weihnachtslieder gehört hat, erzählt er schmunzelnd. Der Fokus des Programms liegt demnach auf unbekannteren Weihnachtsliedern oder Titeln, die Werner Gaiser eigens passend zum weihnachtlichen Thema selbst arrangiert hat. Die Show soll verschiedene musikalische Stilrichtungen, von gefühlvoll bis schwungvoll, von traditionell bis modern, verspricht Werner Gaiser.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Musikalische Vorbelastung</span><span>Werner Gaiser ist im heutigen Singener Teilort Bohlingen aufgewachsen und hat schon in seiner Jugendzeit seine Begeisterung für die Musik entdeckt. Als Jugendlicher spielte er in der Band „The Guns“, später beim Falko Illing-Sextett. In den 70er Jahren war Gaiser Mitglied der Band Hexagon. Er spielt Klavier, Saxophon und Akkordeon und hat zuletzt damit begonnen, Dudelsack zu lernen.</span></label></div> <p>Zu den Musikstücken laufen im Hintergrund auf einer Leinwand wieder passende Bilder oder Videos, dazwischen gibt es Texte oder Gedichte, passend zu den nächsten Songs. Auch die Sandmalerei zur Weihnachtsgeschichte, die das Publikum beim letzten Mal besonders beeindruckt hat, soll wieder auf dem Programm stehen, diesmal sogar mit einem neuen Motiv, verrät Gaiser.</p> <p>Auf der Bühne steht der musikalische Autodidakt, der Klavier, Akkordeon und Saxophon spielt und seit diesem Jahr sogar noch begonnen hat, Dudelsack spielen zu lernen, gemeinsam mit Sabine Auer, Markus Veser, Hermann Gruber, Monja Neumeister und Markus Schwab. „Wir leben für die Musik. Musik verbindet und bringt Menschen zusammen. Und welcher Anlass könnte schöner sein, um Menschen zusammenzubringen als Weihnachten?“, betont Gaiser.</p> <h2>Unterstützung aus dem Kulturamt</h2> <p>Auch Kulturamtsleiterin Corinna Bruggaier zeigt sich erfreut darüber, dass sich die Musiker entschlossen haben, jetzt das Beste aus zwölf Jahren Christmas Moments doch nochmal auf die Bühne zu bringen. „In 2022 habe ich erlebt, mit welchem Einsatz Werner Gaiser dieses Projekt initiiert und durchgeführt hat“, so Bruggaier, daher habe sie auch akzeptieren können, dass es für ihn die letzte Auflage sein sollte.</p> <p>In den Gesprächen mit ihm während der kommenden Jahre habe sie aber immer gespürt, dass noch Ideen und Lust zum Musizieren und auf der Bühne zu stehen, in ihm schlummern, berichtet sie und fügt an: „Ich habe immer einmal die Idee in den Raum gestellt und mein Angebot, das noch einmal zu veranstalten, wenn er möchte.“</p> <h2>Die Vorfreude steigt</h2> <p>Vor etwa einem Jahr sei es dann es so weit gewesen. „Das Publikum schätzt doch sehr eine musikalische Einstimmung auf die Adventszeit und die populären und außergewöhnlichen Werke passen da wie wenig anderes. Und so ist es nun noch ein letztes Mal gelungen, diese Besetzung unter dieser Leitung auf die Adler-Post-Bühne zu bringen“, freut sich die Kulturamtsleiterin und fügt hinzu: „Ich bin sehr gespannt und freue mich auf Bewährtes und Neues und freue mich, dass wir gemeinsam dieses schöne musikalische Projekt noch einmal zusammen umsetzen.“</p> <p>Karten für „Best of Christmas Moments“ gibt es für 9,50 Euro im Kulturzentrum Altes Forstamt oder online unter: <a href="https://tickets.stockach.de/produkte" target="_blank" title="" rel="noopener">tickets.stockach.de</a>. Schnell sein lohnt sich: Die Karten für die letzte Ausgabe von Christmas Moments waren innerhalb von zwei Wochen vergriffen, berichtet Werner Gaiser.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[U-Musik Volksmusik Tournee thema-kultur-musik]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Neue Chance auf weihnachtliche Momente: Christmas Moments kommt mit Best-of zurück auf die Bühne]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 15:17:59 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Stockacher Aach auf Abwegen! Wie jetzt der Flusslauf umgelenkt werden soll  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/bodman-ludwigshafen/stockacher-aach-auf-abwegen-wie-jetzt-der-flusslauf-umgelenkt-werden-soll;art372434,12505797 ]]></link>      <description><![CDATA[  Aktuell trägt der Fluss enorm zur Verlandung am Ufer von Bodman bei und könnte sogar für eine Verunreinigung des Strandbads sorgen. Im Gemeinderat wurde nun ein Konzept vorgestellt, wie man gegensteuern könnte.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Aktuell trägt der Fluss enorm zur Verlandung am Ufer von Bodman bei und könnte sogar für eine Verunreinigung des Strandbads sorgen. Im Gemeinderat wurde nun ein Konzept vorgestellt, wie man gegensteuern könnte.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/bodman-ludwigshafen/stockacher-aach-auf-abwegen-wie-jetzt-der-flusslauf-umgelenkt-werden-soll;art372434,12505797]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Aktuell trägt der Fluss enorm zur Verlandung am Ufer von Bodman bei und könnte sogar für eine Verunreinigung des Strandbads sorgen. Im Gemeinderat wurde nun ein Konzept vorgestellt, wie man gegensteuern könnte.



        <p>Die Stockacher Aach wird zum Problem für die Häfen und das Strandbad von Bodman: Die Mündung des Flusses in den See verschiebt sich nämlich seit einigen Jahren immer mehr in Richtung Bodman. Das hat zur Folge, dass sich beispielsweise Sand, der auf natürliche Weise mit dem Wasser in den See gespült wird, vermehrt am Uferbereich von Bodman ablagert, erklärte Bürgermeister Christoph Stolz bereits vor einigen Wochen bei einem Pressetermin zur Ausbaggerung der Häfen.</p> <p>Damit solche Maßnahmen aufgrund der zunehmenden Verlandung in Zukunft nicht öfter notwendig werden, wurde im Gemeinderat nun eine mögliche Lösung vorgestellt, die dabei helfen soll, die Aachmündung wieder mehr in Richtung der Mitte des Sees umzuleiten.</p> <h2>Behörden müssen noch zustimmen</h2> <p>Ob der Vorschlag, der in Zusammenarbeit mit dem Büro 365Grad für Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung erarbeitet wurde, am Ende umgesetzt werden kann, hängt indes nicht nur von der Zustimmung des Gemeinderats, sondern auch von einer Genehmigung verschiedener Behörden ab. Mit diesen stehe die Gemeinde bereits seit April im Austausch, erklärte Christoph Stolz in der Sitzung.</p> <p>Um überhaupt eine Genehmigung für das Projekt zu bekommen, sei es jedoch notwendig gewesen, eine entsprechende Planung zu erarbeiten. Wie Christian Seng vom Büro 365 Grad in der Sitzung erklärte, soll eine Kombination aus zwei Maßnahmen dabei helfen, die Aach auf möglichst natürliche Art und Weise umzuleiten.</p> <h2>So soll die Aachmündung umgeleitet werden</h2> <p>Zum einen soll der aktuelle Flusslauf mit Baumstämmen versperrt werden, die in diesem Bereich verankert werden sollen. „Dadurch verringert sich die Fließgeschwindigkeit des Wassers und die Sedimente setzen sich an dieser Stelle ab, dadurch ändert sich die Fließrichtung“, so Seng. Zum anderen sollen im Bereich des jetzigen Knicks in der Flussmündung mehrere sichelförmige Buhnen, also Reihen aus Holzpfählen, die mit Wasserbausteinen verstärkt werden, gebaut werden. Auch diese tragen laut Seng dazu bei, den Strom umzulenken.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Baggerarbeiten in den Häfen</span><span>Derzeit wird der Seegrund in den Häfen von Bodman-Ludwigshafen ausgebaggert. Der fortschreitenden Versandung und Verlandung in den Häfen am See-Ende begegnen der Yachtclub Ludwigshafen, der Segelclub Bodman, der Yachtclub Stockach sowie der Gemeindehafen Ludwigshafen dabei erstmals gemeinsam. Die Arbeiten sollen bis spätestens Februar 2026 abgeschlossen sein. Auch in der Vergangenheit mussten die Häfen immer wieder ausgebaggert werden. Die bisher letzten Aktionen sind laut <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/bodman-ludwigshafen/grosseinsatz-gegen-schlamm-im-bodensee-ab-15-september-wird-der-seegrund-ausgebaggert;art372434,12480937" target="_blank" title="Großeinsatz gegen Schlamm im Bodensee: Ab 15. September wird der Seegrund ausgebaggert">SÜDKURIER-Informationen</a> zehn bis 15 Jahre her. Wie Christian Seng vom Büro 365 Grad in der jüngsten Gemeinderatssitzung erklärte, müsse man auch bei einer Verschiebung der Aachmündung mit weiteren Baggeraktionen rechnen, wenn auch nicht mehr so oft.</span></label></div> <p>Zu guter Letzt soll ein neues Initialgerinne in Richtung Ludwigshafen ausgebaggert werden, das es dem ankommenden Wasser erleichtert, seinen neuen Weg in den See zu finden. Laut Seng wird sich das Initialgerinne dann durch die Wasserkraft der Stockacher Aach in der Folgezeit von allein vergrößern.</p> <p>Die Buhnen sollen dabei in einer Höhe ausgeführt werden, die knapp über dem mittleren Wasserstand des Sees liege. Das sorge dafür, dass das Wasser der Aach bei hohem Wasserstand darüber hinweg fließt und nicht zusätzlich aufgestaut werde, erklärte Seng. Das bedeute zwar, dass die Umlenkungsmaßnahmen bei hohem Wasserstand nicht mehr wirksam seien, doch das ist laut Seng kein Problem, weil sich die Sedimente, die die Aach mit sich trägt, bei einem hohen Wasserstand ohnehin gleichmäßiger verteilen.</p> <h2>Verunreinigtes Wasser könnte Problem werden</h2> <p>Neben dem Sedimenteintrag im Bereich der Häfen und des Strandbads geht von der aktuellen Lage der Aachmündung aber noch ein weiteres Problem aus: Die regionale Kläranlage leitet ihr gereinigtes Abwasser in die Stockacher Aach ein. „Im Falle von Hochwasserereignissen wird jedoch auch ungeklärtes Abwasser in den Auslauf eingeleitet. Durch die veränderte Strömungsführung besteht die Gefahr, dass<br /> dieses in stärkerem Maße in Richtung Hafen und Strandbad transportiert wird, was ökologisch und hygienisch bedenklich ist“, heißt es in der Sitzungsvorlage des Gemeinderats.</p> <p>Aus Sicht der Gemeindeverwaltung ist daher schnelles Handeln gefragt, auch weil der Sedimenteintrag entlang des Bodmaner Ufers durch die jetzige Lage der Aachmündung fast 20 Zentimeter pro Jahr betrage. Im Gemeinderat herrschte breite Zustimmung für diesen Planungsvorschlag, trotz der voraussichtlichen Kosten von rund 170.000 Euro.</p> <h2>Gemeinderat sieht die Dringlichkeit</h2> <p>„Am Ende zahlt man jetzt etwas mehr, aber es gibt uns für die nächsten 20 Jahre Ruhe, auch wenn die Kosten jetzt sehr hoch erscheinen“, betonte etwa Alessandro Ribaudo (CDU). Auch für seinen Fraktionskollegen Michael Koch steht außer Frage, dass die Maßnahme sinnvoll wäre. Mit Blick auf die Kosten stellte er indes die Frage, ob die Gemeinde diese allein tragen müsste. Bürgermeister Stolz erklärte, dass es noch keine detaillierten Überlegungen zu einer möglichen Kostenaufteilung gebe.</p> <p>Er machte indes nochmals deutlich, dass man heute noch nicht wisse, ob die Maßnahme am Ende umgesetzt werden könne. Hierzu seien weitere Absprachen und Genehmigungen mit den beteiligten Behörden nötig. Schließlich handle es sich beim Bereich der Aachmündung um ein streng geschütztes Gebiet, das gleich unter mehrere naturschutzrechtliche Kategorien falle.</p> <h2>Warum es jetzt schnell vorangehen sollte</h2> <p>Sonja Hildebrand (FW) zeigte sich indes optimistisch. „Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Vorschlag nicht auf taube Ohren stoßen“, betonte sie. Wichtig sei aus ihrer Sicht nur, dass das Projekt schnell beginnen kann, damit die Arbeiten nicht durch die Brutzeit der Vögel wieder ausgebremst werden. Denn „ich glaube, es hat noch niemand eine wirkliche Vorstellung davon, was es bedeutet, wenn jedes Jahr 20 Zentimeter an Sedimenten dazukommen“, so Hildebrand mit Blick auf die zunehmende Verlandung.</p> <p>Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung damit, die weiteren erforderlichen Schritte zur Korrektur<br /> der Flussmündung anzugehen und stimmte geschlossen dafür, die voraussichtlich benötigten Mittel in Höhe von rund 170.000 Euro in den Haushalt für das kommende Jahr aufzunehmen, damit das Projekt möglichst schnell voranschreiten kann.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Stockacher Aach auf Abwegen! Wie jetzt der Flusslauf umgelenkt werden soll]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 10:52:00 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Julia Klöckner muss blechen! So war die Strafweinübergabe auf dem Familienweingut in Guldental  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/julia-kloeckner-muss-blechen-so-war-die-strafweinuebergabe-auf-dem-familienweingut-in-guldental;art372461,12505629 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Stockacher Narrengericht stockt seinen Weinkeller mit 120 Litern besten Landweines, ausgebaut als trockener Bacchus, auf. Damit hat die diesjährige Beklagte ihre Weinstrafe beglichen.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Das Stockacher Narrengericht stockt seinen Weinkeller mit 120 Litern besten Landweines, ausgebaut als trockener Bacchus, auf. Damit hat die diesjährige Beklagte ihre Weinstrafe beglichen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/julia-kloeckner-muss-blechen-so-war-die-strafweinuebergabe-auf-dem-familienweingut-in-guldental;art372461,12505629]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Das Stockacher Narrengericht stockt seinen Weinkeller mit 120 Litern besten Landweines, ausgebaut als trockener Bacchus, auf. Damit hat die diesjährige Beklagte ihre Weinstrafe beglichen.



        <p>Der Weinkeller des Stockacher Narrengerichts ist seit dem vergangenen Wochenende wieder gut gefüllt, denn Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat ihre Schulden beglichen und die Weinstrafe, die ihr am Schmotzigen Dunschtig in Stockach auferlegt wurde, abgeliefert.</p> <p>Genauer gesagt haben sich die Narren den Wein selbst abgeholt. Schließlich hatte Narrenrichter Jürgen Koterzyna schon bei der Urteilsverkündung mit einem Besuch auf Klöckners familieneigenem Weingut im Rheinland-Pfälzischen Guldental gedroht. Das haben die Stockacher Narren nun wahr gemacht.</p> <h2>Stockacher Narren machen gleich drei Weingüter unsicher</h2> <p>„Das Urteil war eindeutig und ließ keine Zweifel aufkommen, dass es vollstreckt werden würde“, schreibt Jürgen Koterzyna in einer Pressemitteilung zur Strafweinübergabe. Beide Eimer, immerhin 120 Liter, wurden im Rahmen einer Strafweinexpedition vom Narrengerichtskollegium persönlich im Guldental abgeholt. Damit sich die schier endlos erscheinenden Busfahrten lohnen sollten, wurde ein Wein affines Rahmenprogramm gestrickt, heißt es in der Mitteilung des Narrenrichters. Gleich drei Weingüter und eine Stadtführung mit Weinbegleitung seien auf dem Programm gestanden, bevor es dann am Sonntag tatsächlich ins Guldental ging.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Beklagte</span><span>Julia Klöckner wurde 1972 in Bad Kreuznach geboren. Laut dem Lebenslauf auf ihrer Internetseite hat sie Politikwissenschaften, katholische Theologie und Pädagogik mit Doppelabschluss Staatsexamen und Master of Arts in Mainz studiert. Nach einem journalistischen Volontariat sei sie Redakteurin bei der Zeitschrift Weinwelt und später Chefredakteurin des Sommelier-Magazins gewesen. Zudem sei sie journalistisch beim SWR-Fernsehen tätig gewesen. 2002 kam der Wechsel in die Berufspolitik. Klöckner wurde Bundestagsabgeordnete, parlamentarische Staatssekretärin, Fraktionsvorsitzende im Mainzer Landtag, dann Bundesministerin in Berlin. Seit der jüngsten Bundestagswahl im vergangenen Jahr ist Julia Klöckner Bundestagspräsidentin und bekleidet damit protokollarisch gesehen das zweithöchste Amt der Bundesrepublik.</span></label></div> <p>Die Vorwürfe, die Kläger Michael Nadig am Schmotzigen Dunschtig gegen Julia Klöckner in petto hatte, waren erdrückend gewesen. Gleich drei Klagepunkte musste sie über sich ergehen lassen. Zwei hatte sie schadlos überstanden, bei einem jedoch befand sie das Gericht für absolut und zutiefst schuldig im Sinne der Anklage. „Den Vorwurf „Feministischer Machtgeilheit und scheinheiliger Hochstapelei“ konnte das Gericht bei aller Sympathie und Nachsichtigkeit damals nicht verwerfen“, so Koterzyna.</p> <p>Zumal noch der Aufruf zur Frauenrevolte gegen das Narrengericht im Raum gestanden sei, welcher laut Einschätzung des Narrenrichters schon alleine für eine Strafe hätte ausreichen müssen. Am Ende verständigte man sich auf einen Eimer Strafwein und einen weiteren Eimer als milde stimmende Spende.</p> <h2>Großer Bahnhof für das Narrengericht</h2> <p>Vor diesem Hintergrund wurde die Abordnung der Stockacher Narren auf dem Weingut Aloys Klöckner bereits erwartet. Neben Julia Klöckners Bruder Stephan Klöckner samt Ehefrau und Hund, standen auch die amtierende Weinprinzessin, der Ortsbürgermeister und der Weinbaupräsident zum Empfang bereit, berichtet Koterzyna.</p> <p>Nur eine fehlte: die Beklagte selbst. „Sie hatte anderweitige Verpflichtungen in Berlin und ließ sich entschuldigen. Das Kollegium war vorgewarnt und konnte daher routiniert damit umgehen“, erzählt der Narrenrichter. Nach einer intensiven Betriebsführung rund um den Weinbaubetrieb Klöckner und einer kurzen Verkostung durfte dann auch der Strafwein entgegengenommen werden.</p> <p>Dabei handle es sich um 120 Liter besten Landweines, ausgebaut als trockener Bacchus, wie Koterzyna berichtet. Als Dankeschön und Erinnerung wurde der Beklagten ihre Urkunde hinterlassen und der Empfangsrunde reichlich Gastgeschenke in Form von Hans-Kuony-Sekt und dem Buchklassiker „Ein Reis vom Narrebomm“ übergeben. „Freudige Gesichter auf allen Seiten und eine durchweg gelungene Strafweinübergabe“, lautet das Fazit des Narrenrichters.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Narrengericht Affäre Berufsvergehen Auszeichnungen thema-sicherheit-kriminalitaet thema-gesellschaft-aufreger thema-gesellschaft-engagement]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Julia Klöckner muss blechen! So war die Strafweinübergabe auf dem Familienweingut in Guldental]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Thu, 23 Oct 2025 16:19:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Spaß am Lesen vermitteln: Kinder- und Jugendliteraturtage bieten mehr als nur Geschichten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/kinder-und-jugendliteraturtage-2025-ueber-90-veranstaltungen-geplant;art372458,12505034 ]]></link>      <description><![CDATA[  Unter dem Motto "Mehr als lesen" haben die Stadtbibliotheken Singen, Engen, Radolfzell, Stockach und Konstanz zu den Kinder- und Jugendliteraturtagen vom 9. bis 23. November ein vielfältiges Programm organisiert.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Unter dem Motto "Mehr als lesen" haben die Stadtbibliotheken Singen, Engen, Radolfzell, Stockach und Konstanz zu den Kinder- und Jugendliteraturtagen vom 9. bis 23. November ein vielfältiges Programm organisiert.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/kinder-und-jugendliteraturtage-2025-ueber-90-veranstaltungen-geplant;art372458,12505034]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Unter dem Motto "Mehr als lesen" haben die Stadtbibliotheken Singen, Engen, Radolfzell, Stockach und Konstanz zu den Kinder- und Jugendliteraturtagen vom 9. bis 23. November ein vielfältiges Programm organisiert.



        <p>Geschichten vom Wald und seinen Tieren, von Busfahrer Otto, der mit seinen tierischen Fahrgästen im Oktobus auf eine abenteuerliche Reise geht oder Märchen und Sagen aus alten Zeiten – die Stadtbibliotheken Singen, Engen, Radolfzell, Stockach und Konstanz haben für die Kinder- und Jugendliteraturtage wieder viele Geschichten zusammengestellt. Neun Autorinnen und Autoren werden Kindern und Jugendlichen ihre Bücher vorstellen und ihnen wieder die Gelegenheit bieten, sie persönlich kennenzulernen oder selbst kreativ mit Sprache und Geschichten umzugehen. Unter dem Motto „Mehr als lesen“ können Kinder und Jugendliche vom 9. bis 23. November den Geschichten zuhören, mitmachen und in Workshops Neues entdecken.</p> <p>„Wir freuen uns sehr, dass es wieder losgeht“, begrüßte Friederike Gerland, Leiterin der Singener Bibliotheken, die Vertreter der fünf Stadtbibliotheken bei der Vorstellung des Programms. Vorlesen sei wichtig, Sprache sei für Kinder der Einstieg ins Leben, so Gerland. Der Fokus liege auf den Autorenlesungen in den Schulen, an denen sich auch die Gemeinschaftsschule Steißlingen und die Gesamtschulen Bohlingen und Rielasingen-Worblingen beteiligen.</p> <p>„So bringen wir das Programm in die Breite und ermöglichen auch Kindern einen Einstieg, denen zuhause nicht vorgelesen wird“, erklärt Gerland. Wie wichtig Leseförderung ist, zeigt der aktuelle Vorlesemonitor der Stiftung Lesen. Vorlesen sei bildungspolitisch in hohem Maße relevant, berichtete die Singener Kulturamtsleiterin Catharina Scheufele. „Lesen ist ein zentraler Baustein für Bildung, Teilhabe und berufliche Entwicklung. In Zeiten des Fachkräftemangels können wir uns unzureichende Förderung nicht leisten“, so Scheufele.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das ist in den Schulen geboten</span><span>Die Kinder- und Jugendliteraturtage wurden 1978 ins Leben gerufen und haben sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil im Angebot der Stadtbibliotheken im Landkreis entwickelt. In Schulen und öffentlichen Veranstaltungen der beteiligten Städte lesen dieses Jahr: Juma Kliebenstein, Franzi Kopka, Esther Kuhn, Bärbel Oftring, Michael Peinkofer, Martin Schäuble, Frank Schwieger, Christian Tielmann und Vanessa Walder. Informationen gibt es im Internet unter <a href="http://www.kj-literaturtage.de" target="_blank" title="" rel="noopener">www.kj-literaturtage.de</a></span></label></div> <p>Ziel der Kinderliteraturtage ist es, den dramatischen Ergebnissen im Bereich Lesen und Verstehen etwas entgegenzusetzen und Spaß am Lesen zu vermitteln. So können die Kinder bei der Vorstellung des Buchs „Der Oktobus auf großer Fahrt“ auch mitmachen. Neben den Lesungen an den Schulen werden an unterschiedlichen Orten auch Workshops angeboten.</p> <h2>Polizisten und Feuerwehrleute lesen vor</h2> <p>Die Erfahrung habe gezeigt, dass ein besserer Zugang entsteht, wenn Menschen hinter den Büchern stehen. Dabei hätten Kinder die Gelegenheit, den Autoren auch Fragen zu stellen. So wird in der Stadtbücherei Singen eine echte Polizistin in Uniform Polizei-Geschichten vorlesen. Auf der Feuerwache Singen erfahren die Kinder spannende Feuerwehr-Geschichten und ein echter Feuerwehrmann wird alle Fragen zu seiner Arbeit beantworten. Insgesamt stehen rund 90 Veranstaltungen auf dem Programm.</p> <p>So wird am bundesweiten Vorlesetag am Freitag, 21. November, Stockachs Bürgermeisterin Susen Katter ihre eigene Lieblingsgeschichte vorlesen, die Stadtbücherei Singen lädt in der Dämmerung zu einer Taschenlampen-Vorleserunde. Beim Familientag zum Abschluss des Literaturfestivals laden die Stadtbibliotheken Singen und Konstanz (Samstag, 22. November) sowie Stockach (Sonntag, 23. November) zu einem bunten Programm mit verschiedenen Angeboten für alle Altersstufen.</p> <p>Die Kulturamtsleiterin Catharina Scheufele dankte den Organisatorinnen und Organisatoren sowie dem Landkreis, der die Kinder- und Jugendliteraturtage fördert und unterstützt.</p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Spaß am Lesen vermitteln: Kinder- und Jugendliteraturtage bieten mehr als nur Geschichten]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Thu, 23 Oct 2025 05:08:26 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Eine Hommage an Franz Schubert  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/eine-hommage-an-franz-schubert;art372461,12504754 ]]></link>      <description><![CDATA[  <ul> <li>Meisterkonzert ist dem Komponisten gewidmet</li> <li>Auftritt von Ching-Fen Lee und Georg Mais überzeugt</li> </ul>  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          <ul> <li>Meisterkonzert ist dem Komponisten gewidmet</li> <li>Auftritt von Ching-Fen Lee und Georg Mais überzeugt</li> </ul><br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/eine-hommage-an-franz-schubert;art372461,12504754]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        <ul> <li>Meisterkonzert ist dem Komponisten gewidmet</li> <li>Auftritt von Ching-Fen Lee und Georg Mais überzeugt</li> </ul>



        <p><strong>Stockach</strong> Die Stadt und den Wein verbindet eine langjährige Freundschaft – denn was wäre schließlich ein Hohes Grobgünstiges Stockacher Narrengericht ohne Weinproben und ohne seine einkassierten Strafweine der Verurteilten (wie zuletzt Julia Klöckner). Dem edlen Trank widmete nun auch die Konzertreihe der Stockacher Meisterkonzerte einen ganzen Abend, dies jedoch in Verbindung mit dem Komponisten Franz Schubert (1797 bis 1828) und der Stadt Wien, die von einer ganz eigenen und engen Beziehung zum Rebensaft berichten kann.</p> <p>Der Abend fiel ein wenig aus dem Rahmen, wenn man ihm mit anderen Meisterkonzerten vergleicht. Es gab nicht nur Musik, sondern es wurde auch dem geschriebenen und gesprochenen Wort viel Raum gelassen: Georg Mais, Dirigent, Musikwissenschaftler und Autor zahlreicher Komponistenporträts, war der Erzähler. Äußerst charmant, mit Augenzwinkern und einer Träne im Knopfloch seiner edlen Weste deklamierte er sowohl über die von der hochbegabten taiwanesischen Pianistin Ching-Fen Lee gespielten Werke (zumeist von Franz Schubert), als auch über Themen, die Schubert berührten und zum Komponieren anregten. „Ihr Freunde und du, gold‘ner Wein! Versüsset mir das Leben: Ohn‘ euch, Beglücker, wäre fein, ich stets in Angst und Beben. Ohne Freunde, ohne Wein, möcht‘ ich nicht im Leben sein“, so heißt es in Schuberts Trinklied; der Text dürfte wohl so manchen im Saal aus der Seele gesprochen haben.</p> <p>Einen Bogen durch Schuberts Leben und Leiden spannte Georg Mais umsichtig, beleuchtete die Schaffensorte und -perioden und umschrieb nebenher die politische Stimmung im damaligen Österreich. Diese hatte, wie auch Schuberts persönliche Lebens- und Liebessituationen, einen deutlichen Einfluss auf sein Schaffen. Und so brachten Georg Mais und Ching-Fen Lee den Konzertbesuchern nicht nur fröhliche Trink- oder Tischlieder, sondern sogar einmal ein Stück von Mozart – das fröhliche „Alla Turca“, aus der Sonate A Dur, KV 331, zu Gehör. Auch feinfühlige Impromptus (op. 90 Nr. 4, op. 142, Nr. 3 und op. 142 Nr. 4) durften nicht fehlen – wobei der Herausgeber des Letzteren kein Geringerer als Großmeister Johannes Brahms war – einer von Schuberts romantischen Zeitgenossen, die ebenfalls von Georg Mais vorgestellt wurden. Das wohl bekannteste Kunstlied „Die Forelle“, das Schubert als 20-Jähriger schrieb und das die Vorlage für sein berühmtes Forellenquintett wurde, mag wohl fröhlich erscheinen. Es leitete aber – wie man im Konzert erleben konnte – über in tragischere Zeiten und Episoden in Schuberts Leben. Schlussendlich kann das Lied als Warnung vor den Herrschenden interpretiert werden und als Fingerzeig, dass die Freiheit ein wertvolles und leicht schwindendes Gut sein kann.</p> <p>Tragisch wurde es definitiv mit „Hagars Klage“, die, hört man dem Text genauer zu, Verstoßenen, Verlassenen und zutiefst Unglücklichen, wie es Schubert gewesen sein mag, aus der Seele spricht. Allerdings war Schubert erst 14 Jahre alt, als er dieses Werk schuf, was einen aufhorchen und fragen lässt: Wie konnte ein Mensch in solch jugendlichem Alter bereits eine derartige Verzweiflung spüren und dann noch in Töne setzen? Auch bei „Gretchen am Spinnrade“, zu Tränen rührend von Chin-Fen Lee interpretiert, kann man sich diese Frage stellen. Denn bei dessen Schöpfung war Schubert gerade mal 17 Jahre alt gewesen. Tragisch, melancholisch und verzweifelt auch das Lied „Gute Nacht“ aus Schuberts Liedzyklus Winterreise, den der Komponist ein Jahr vor seinem Tod (mit nur 31 Jahren) schuf.</p> <p>Nein, ein glückliches Leben hatte er nicht, dieser Franz Schubert, wie wohl jedem, der im Konzert Anwesenden im Laufe des Abends hat bewusst werden können. Er hatte nie geheiratet, seine Lieben waren zumeist nicht glücklich oder unerfüllt. Die Beziehung zum Vater war mehr als angespannt, da Franz Schubert dem Wunsch seines Vaters, einen „soliden Beruf“ zu erlernen, partout nicht nachkommen wollte. Auch die Gesundheit ließ Franz Schubert früh im Stich – er starb 1828 nach vielen Jahren, in denen er an Syphilis gelitten hatte, schlussendlich an Typhus. Tragisch für die Nachwelt, der, hätte der Komponist noch länger leben dürfen, er vielleicht größere Solokonzerte oder gar Opern hätte hinterlassen können – wie auch Georg Mais bedauerte. Beeindruckend, wie ein Leben voll Tragik einen solch stimmungsvollen und unterhaltsamen Abend wie dieses Meisterkonzert hatte hervorbringen können. Die Stockacherin Michaela Hemmer umschrieb den Abend jedenfalls als „gelungene Kombi“ und lobte besonders das feinfühlige und tonsichere Spiel von Ching-Fen Lee, die Schuberts Werke mehr als perfekt zu interpretieren wusste. Dem Komponisten, so vermutete Georg Mais, hätte der Abend in Stockach gewiss Freude bereitet.</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Zu den Personen</h2> Georg Mais, 1958 in Überlingen geboren, ist Dirigent und Festivalleiter. Er studierte in Trossingen, Freiburg und Stuttgart, debütierte 1989 in der Berliner Philharmonie und leitete zahlreiche Orchester. Er prägt Festivals wie die Mozartwochen Eifel und den Bodensee Musikwettbewerb.</div>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Narrengericht "Klassische Musik" Oper Festspiele]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Eine Hommage an Franz Schubert]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 16:16:10 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[AfD rüttelt im Kreistag an der Brandmauer, doch die CDU bleibt standhaft  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/afd-ruettelt-im-kreis-konstanz-an-der-brandmauer-doch-die-cdu-bleibt-standhaft;art372432,12504211 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/afd-ruettelt-im-kreis-konstanz-an-der-brandmauer-doch-die-cdu-bleibt-standhaft;art372432,12504211]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Im Zuge der Haushaltsdebatte will die AfD erreichen, dass die CDU mit ihr gemeinsam für einen Antrag zur Seenotrettung stimmt. Dabei ist das Thema inhaltlich längst erledigt. Die Antwort fällt überdeutlich aus.



        <p>Es ist ein Nebenschauplatz, wenn man die Zahlen in Relation setzt. 10.000 Euro stehen 585 Millionen Euro gegenüber. Im Konstanzer Kreistag geht es am Montag, 20. Oktober, vor allem um die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mehr-als-eine-halbe-milliarde-euro-betraegt-der-rekordhaushalt-fuer-2026-22-10-25;art372432,12503520" target="_blank" title="Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026">Einbringung des Haushalts für das kommende Jahr</a>. Die AfD-Fraktion nutzt die Sitzung auch, um ein eigentlich schon abgeschlossenes Thema wieder anzusprechen. Damit will sie gleichzeitig erreichen, dass die CDU-Fraktion mit ihr gemeinsam abstimmt. Der Plan ist in doppelter Hinsicht gescheitert.</p> <p>Der AfD geht es um die Seenotrettung. Genauer gesagt: Die Unterstützung in Form von 10.000 Euro, die der Kreis Konstanz jährlich an die private Seenotrettungsorganisation Sea-Eye zahlt, soll eingestellt werden. Das Thema scheint für die Fraktion zu drängend zu sein: Schon zu Beginn der Kreistagssitzung beantragt sie, dass dieser Punkt – eigentlich Nummer 12 auf der Tagesordnung – früher behandelt wird.</p> <p>Auf Nachfrage von Landrat Zeno Danner will der Fraktionsvorsitzende Michael Stauch keine Begründung liefern. Sie sei offensichtlich, sagt er lediglich. Das Vorhaben bleibt ohne Erfolg, niemand außerhalb der AfD-Fraktion stimmt zu, den Punkt früher zu behandeln. Die AfD beantragt, die Unterstützung ab dem Haushaltsjahr 2026 ersatzlos zu streichen. In kommenden Haushaltsplänen soll sie zudem nicht mehr berücksichtigt werden.</p> <h2>Das Thema hat eine Vorgeschichte</h2> <p>Kritik daran kam auch schon von der CDU-Fraktion. Im Dezember 2024 löste der Vorstoß, die Unterstützung dran zu knüpfen, dass in Seenot aufgegriffene Menschen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/retten-ja-aber-bitte-wieder-zurueckbringen-cdu-stellt-unterstuetzung-der-seenotrettung-in-frage;art372432,12257917" target="_blank" title="Retten ja, aber bitte wieder zurückbringen: CDU stellt Unterstützung der Seenotrettung in Frage">wieder an ihren Abfahrtsort gebracht werden</a>, Diskussionen aus. Unterschrieben war der Antrag von allen 23 Fraktionsmitgliedern. Die Haushaltsmittel wurden dennoch bereitgestellt, das Thema sollte später wieder im Sozialausschuss des Kreistags diskutiert werden.</p> <p>Auch eine <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/nichts-ist-gut-in-der-seenotrettung-erklaerung-des-konstanzer-ob-loest-heftige-reaktionen-aus;art372432,12259851" target="_blank" title="„Nichts ist gut in der Seenotrettung“: Erklärung des Konstanzer OB löst heftige Reaktionen aus">Erklärung des Konstanzer Oberbürgermeisters Uli Burchardt</a>, Mitglied der CDU-Fraktion im Kreistag, löste heftige Reaktionen aus. „Ich betrachte diese Form der privaten Seenotrettung, so gut sie auch gemeint ist, als mitverantwortlich für das Entstehen krimineller Schlepperbanden“, schrieb Burchardt darin. Landkreise, Städte und Gemeinden seien beim Thema Migration überlastet und frustriert.</p> <p>Wieder auf den Tisch kam die Unterstützungszahlung für die private Seenotrettung dann im vergangenen April. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/landkreis-konstanz-gibt-10000-euro-fuer-seenotrettung-im-mittelmeer-zumindest-noch-in-diesem-jahr;art372432,12357379" target="_blank" title="Nach Debatte um Seenotrettung: CDU rudert bei umstrittenem Antrag zurück">Dabei ruderte die CDU zurück</a>: Von Bedingungen war keine Rede mehr, stattdessen solle die Zahlung ab 2026 eingestellt werden. Eine Abstimmung über den ursprünglichen Antrag sei nicht mehr nötig, hieß es damals, die CDU werde die Mittel im kommenden Haushalt aber nicht mehr mittragen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Unterstützung auf 0 Euro gesetzt</span><span>Über eine Formulierung der AfD wundert sich Landrat Zeno Danner in der Kreistagssitzung sichtlich. Der Fraktionsvorsitzende Stauch stellt in den Raum, dass die Zahlung für die Seenotrettung still und heimlich wegfalle. Danner erinnert daran, dass über dieses Thema im Sozialausschuss behandelt wurde. Dabei wurde eine Prioritätenliste des Referats Integration für den Haushalt 2026 diskutiert. Der Punkt „Patenschaft Seenotrettung“ ist darin für den kommenden Haushalt mit 0 Euro aufgeführt.</span></label></div> <h2>AfD fordert Zustimmung der CDU ein</h2> <p>Auf diese Aussage bezieht sich die AfD-Fraktion in der jüngsten Sitzung des Kreistags nun mit ihrem Antrag. Die Einschätzung, dass der Landkreis sich auf kommunale Themen konzentrieren solle, teile die Fraktion. In der Begründung lässt sich allerdings noch ein anderes Ziel erkennen: Sollte die CDU-Fraktion nicht zustimmen, würden die Mittel im kommenden Haushalt erhalten bleiben. Stauch fordert die Fraktion direkt auf, das „Brandmauer-Denken“ abzuschaffen.</p> <p>Andreas Hoffmann (CDU) macht deutlich, wie seine Fraktion zu diesem Vorstoß steht. Man werde den Antrag geschlossen ablehnen, es brauche ihn nicht. Im Sozialausschuss sei bereits beschlossen worden, das Geld für Projekte im Landkreis zu nutzen. „Sie wissen genau, warum Sie den Antrag gestellt haben“, sagt er in Richtung der AfD. Bei der Abstimmung scheitert der AfD-Antrag, nur die eigenen Fraktionsmitglieder heben dafür ihre Hand. Alle anderen Mitglieder des Kreistags stimmen dagegen.</p> <p>Am Tag nach der Kreistagssitzung versendet die AfD-Fraktion eine Pressemitteilung, in der sie der CDU Wortbruch vorwirft. Sie lasse sich „erneut vor den Karren der links-grünen Asylpolitik spannen“. Weiter heißt es, das „Parteikartell“ habe sich dazu entschieden, die Mittel im Haushalt anders zu verwenden. In der Mitteilung kündigt die Fraktion auch an, das Thema in den anstehenden Haushaltsberatungen erneut zu diskutieren.</p> <p>Auch das Bündnis „Konstanz für Demokratie“ versendet im Nachgang eine Pressemitteilung. Man begrüße die fraktionsübergreifende Ablehnung des Antrags. „Die CDU bekennt sich auf Bundesebene mit klaren Worten und die CDU-Fraktion im Kreistag mit ebensolchen Taten zur Brandmauer gegen die rechtsradikale AfD“, wird <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/diese-konstanzerin-macht-werbung-fuer-die-demokratie-und-bewegt-damit-einiges;art372448,11926382" target="_blank" title="Diese Konstanzerin macht &amp;bdquo;Werbung für die Demokratie&amp;ldquo; &amp;ndash; und bewegt damit einiges">Katrin Brüggemann, eine Sprecherin des Bündnisses</a>, zitiert.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[AfD rüttelt im Kreistag an der Brandmauer, doch die CDU bleibt standhaft]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 14:31:50 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Ich bin motiviert, aber der Weg hier ist schwierig": So denken Ukrainer über das Bürgergeld  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/ukrainer-in-stockach-zwischen-dankbarkeit-und-huerden-auf-dem-weg-aus-dem-buergergeld-24-10-25;art417930,12504165 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eine Familie schafft den Absprung vom Bürgergeld, eine andere kämpft um Anerkennung ihres Berufs. Eine Begrenzung der Bezugsdauer fände eine von ihnen sogar sinnvoll – doch betonen sie die Bedeutung der Hilfe.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Eine Familie schafft den Absprung vom Bürgergeld, eine andere kämpft um Anerkennung ihres Berufs. Eine Begrenzung der Bezugsdauer fände eine von ihnen sogar sinnvoll – doch betonen sie die Bedeutung der Hilfe.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/ukrainer-in-stockach-zwischen-dankbarkeit-und-huerden-auf-dem-weg-aus-dem-buergergeld-24-10-25;art417930,12504165]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Eine Familie schafft den Absprung vom Bürgergeld, eine andere kämpft um Anerkennung ihres Berufs. Eine Begrenzung der Bezugsdauer fände eine von ihnen sogar sinnvoll – doch betonen sie die Bedeutung der Hilfe.



        <p>Stockach, ein Neubaugebiet an einem Herbstnachmittag. In der Dachgeschosswohnung duftet es nach Tee. Die hellen, auffallend leeren Räume wirken größer, als sie sind.</p> <p>Wenige Möbel, etwas Spielzeug, mehr deutet nicht darauf hin, dass hier eine fünfköpfige Familie lebt: Eltern, zwei Schulkinder und die pflegebedürftige Großmutter.</p> <h2>Eine Familie gegen den Trend?</h2> <p>Nadiia Sukhanova und Konstantin, genannt Kostja, Denesiuk waren Filmemacher bei Kiew. „Wir sind angekommen“, sagen sie. Treffender wäre: angekommen, aber mit unklarer Zukunft. Beide arbeiten, die Familie lebt ohne Bürgergeld. Nur für die pflegebedürftige Großmutter Viktoria Sukhanova gibt es etwas Unterstützung.</p> <p>Tochter Antonina sitzt mit am Tisch. Sie besucht die Oberstufe der Waldorfschule Wahlwies, spricht drei Jahre nach ihrer Flucht fast akzentfrei Deutsch und übersetzt bei Bedarf. Ihr jüngerer Bruder Andriy ist auch dort Schüler. „Er ist spontan unterwegs zu einem Freund“, entschuldigt sich Nadiia Sukhanova.</p> <p>Die Eltern arbeiten, beziehen kein Bürgergeld? Diese Familie scheint eine Ausnahme. Denn warum sonst fordert die Politik, Ukrainern statt rund 560 Euro Bürgergeld nur noch 440 Euro Asylleistungen zu zahlen? Die Logik: 120 Euro weniger sollen den Arbeitsanreiz steigern.</p> <p>„Wir wissen, dass wir nicht die typischen ukrainischen Geflüchteten sind“, sagt Nadiia Sukhanova. „Wir sind eine glückliche Ausnahme: Viele Mütter sind allein mit ihren Kindern geflüchtet und sorgen sich ständig um ihre Männer in der Ukraine“, erklärt sie.</p> <h2>Warum arbeiten in Deutschland weniger Ukrainer?</h2> <p>Es fliehen weiterhin überwiegend Frauen und Kinder, auch wenn der Männeranteil zuletzt zugenommen hat. Zwar liegt der Anteil ukrainischer Leistungsbezieher in Deutschland über dem EU-Schnitt, doch Forscher sehen den Grund weniger beim fehlenden Arbeitswillen und eher beim deutschen Ansatz: Erst integrieren und die Qualifikation nutzen, dann arbeiten.</p> <p>Die Zahl der Erwerbstätigen steigt zudem, die der Leistungsbezieher sinkt; <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/mehr-jobs-weniger-geld-warum-die-buergergeld-diskussion-an-der-realitaet-scheitert;art417930,12479567" target="_blank" title="„Bürgergeld-Debatte geht an der Realität vorbei“: In der Region arbeiten immer mehr Ukrainer">ein Trend, den der SÜDKURIER auch für die hiesige Region bestätigte.</a></p> <h2>Vom roten Teppich ans Lagerregal</h2> <p>Die Familie stammt aus dem kleinen Ort Plessezke bei Kiew. Dort waren sie Dokumentarfilmer mit eigener Firma, Haus und Anbindung an die dortige Waldorf-Gemeinschaft. Sukhanova floh im April 2022 mit den Kindern. „Sie sollten sicher weiterleben und lernen können“, begründet sie. Die geplante Rückkehr im Herbst 2022 scheiterte am nicht absehbaren Kriegsende. Im Januar 2023 folgten Konstantin Denesiuk und die pflegebedürftige Großmutter. Er durfte damals nur als ihre offizielle Pflegeperson ausreisen.</p> <p>Vom Minijob zur Vollzeitstelle</p> <p>Ihr altes Berufsleben, da sind sie sicher, ist vorbei. „Uns war klar, dass wir unsere früheren Jobs hier nicht mehr ausüben werden“, sagt Nadiia Sukhanova.</p> <p>Nach Minijob und einer Teilzeit arbeitet sie seit Juli 2025 Vollzeit als pädagogische Hilfskraft im Pestalozzi Kinder- und Jugenddorf Wahlwies. Parallel lernte sie Deutsch für den Wechsel vom Asylstatus in die Arbeitsmigration.</p> <p>Denesiuk arbeitet seit Oktober 2023 Vollzeit im Lager eines Großhändlers in Stockach. Kisten schleppen statt roter Teppich. „Es ist selbstverständlich, flexibel zu sein und zu arbeiten“, sagt er achselzuckend.</p> <p>Das Bürgergeld sei anfangs überlebenswichtig gewesen, ergänzt Nadiia Sukhanova. „Wir hatten außer minimalem Gepäck nur 300 Euro dabei.“ Seit April 2024 braucht die Familie keine Leistungen mehr. Vieles gelang dank der Waldorf-Gemeinschaft, beispielsweise die Wohnungssuche und der Vermittlung von Kontakten.</p> <h2>Wenn Glück eine neue Bedeutung erhält</h2> <p>Das Ankommen hat die Prioritäten verschoben. „Glück bedeutet heute etwas anderes“, erklärt Denesiuk. Fotos aus dem Familienalbum zeigen ihn posierend mit Smoking. „Früher ging es um Selbstverwirklichung, unsere Leidenschaft fürs Filmemachen, unser Ego. Heute ist Glück, abends mit der Familie am Tisch zu sitzen.“</p> <p>Doch fehlt ihm sein altes Leben nicht? Er ringt mit sich. „Wie sollte ich hier in der Kunst oder fürs Kino arbeiten? Das hat so viel mit Kultur und Heimat zu tun. Mein jetziger Job sichert das Einkommen für meine Familie.“</p> <h2>Scham wegen einer Avocado aus dem Discounter</h2> <p>Tochter Antonina erinnert sich an die Scham der Anfangszeit: „Wir haben uns geschämt, im Discounter eine Avocado zu kaufen, während zu Hause Krieg ist.“</p> <p>Die Verbindung zur Ukraine bleibt, doch der Abstand wächst. „Selbst wenn der Krieg endet, muss das Land erst wieder aufgebaut werden und alles muss sich normalisieren“, sagt Nadiia Sukhanova. Sie unterstützen Freunde, wo es geht, und wissen um die Hürden ihrer Landsleute nach der Ankunft in Deutschland: Kinderbetreuung, Sprache, Traumata. Konstantin Denesiuk ergänzt: „Man darf nicht vergessen, wie sehr Krieg und Flucht traumatisieren. Das wird zu wenig begleitet.“ Die Sprachbarriere sei hoch, Deutsch lerne man nicht einfach nebenbei.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Was Integration und Arbeitssuche erleichtert und erschwert</span><span>Marlene Pellhammer vom Landratsamt Konstanz führt als sinnvolle Maßnahmen neben einer engmaschigen Vorbereitung auf das Arbeitsleben bereits während der Integration weitere hilfreiche Faktoren an: Probearbeit habe sich, auch bei nicht perfekter Qualifikation, bewährt, gerade wenn die Motivation stimme. Auch kreativere Ideen wie Speed-Dating durch Unternehmen nennt sie. Dabei führen diese – etwa bei großem Personalbedarf – nur mit einer vom Jobcenter bereits vorausgewählten Bewerberzahl Vorstellungsgespräche.<br /> <br /> Ein Hemmnis ist die Kinderbetreuung. Zwar habe sich laut Pellhammer schnell ein aktives Netzwerk unter Ukrainern gebildet, die sich gegenseitig unterstützten. Da der Großteil allein mit Kindern gekommen sei, finden sie für ihre Kinder keine Krippe oder Kindergarten. Etliche Einrichtungen reduzierten ihre Betreuungszeiten wegen fehlendem Personal, im ländlichen Raum komme die fehlende Mobilität hinzu. Bedeutet: Arbeit ist, bei aller Motivation, nur stundenweise morgens möglich. „Darauf lässt sich kaum ein Unternehmen ein“, so Pellhammer.</span></label></div> <h2>Bürgergeld sparen als Anreiz zum Arbeiten – was sagen Betroffene?</h2> <p>Zur Debatte um Asylleistungen statt Bürgergeld hat Nadiia Sukhanova eine klare Meinung: „Ich fände es sinnvoll, das Bürgergeld zeitlich zu begrenzen. Als Anschub ist es unverzichtbar, aber jeder Euro weniger würde die Integration nur hemmen.“</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/mehr-jobs-weniger-geld-warum-die-buergergeld-diskussion-an-der-realitaet-scheitert;art417930,12479567" target="_blank" title="„Bürgergeld-Debatte geht an der Realität vorbei“: In der Region arbeiten immer mehr Ukrainer">Arbeitsmarktforscher raten von der Idee der Kürzungen ab. Darunter leide die Integration und: Es spare auch keine Kosten, sie würden nur vom Bund zu den Kommunen verschoben.</a></p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Was bedeutet die Abkehr von Bürgergeld für die Verwaltung?</span><span>2024 stiegen die Kosten fürs Bürgergeld auf insgesamt 47 Milliarden Euro. Auch deshalb hat sich die schwarz-rote Bundesregierung eine Änderung des Systems vorgenommen. Nach den Plänen des Arbeitsministeriums sollen ukrainische Geflüchtete künftig wie jene aus anderen Ländern behandelt werden. Das zuständige Bundesarbeitsministerium räumte bereits ein, dass der Systemwechsel mit erheblichen organisatorischen Schwierigkeiten verbunden sei: Für das Bürgergeld sind der Bund und die Jobcenter zuständig, für die Asylbewerberleistungen die Kommunen. Es gäbe dann auch keine Verpflichtung mehr zur Beteiligung an Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration.<br /> <br /> Marlene Pellhammer, Sprecherin des Landratsamts Konstanz, erklärt als Beispiel für den Landkreis: „Der Sprachkurszugang erfolgt dann über das Amt für Migration und Integration.“ Die Vermittlung in Arbeit liefe über die Bundesagentur für Arbeit.<br /> <br /> Laut Pellhammer erhielten Ende September 2025 exakt 1725 ukrainische Geflüchtete Bürgergeld, davon sind etwa 400 mit der Erziehung der Kinder beschäftigt oder Schüler, rund 250 sind sogenannte Aufstocker, ihr Gehalt reicht also nicht aus. Demgegenüber standen 1262 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Knapp 300 Ukrainer im Bürgergeldbezug besuchen im Monatsdurchschnitt 2025 einen Integrationskurs.</span></label></div> <h2>Nicht wollen oder nicht können?</h2> <p>Ein Perspektivwechsel: Irina Slobodyanyk kam im August 2024 mit ihrem Sohn aus Schpola, etwa 200 Kilometer südlich von Kiew. Die studierte Sozialpädagogin lebt ebenfalls in Stockach und lernt Deutsch. „Seit meiner Ankunft bekomme ich Bürgergeld und bin Deutschland sehr dankbar. Es gibt uns Schutz und Hilfe.“</p> <p>Sie möchte arbeiten, doch die Hürden sind hoch. „Für meinen Beruf als Sozialpädagogin brauche ich C1-Niveau“, sagt sie. Das ist annähernd muttersprachliches Niveau. „Das erreicht man nicht in einem Jahr. Ohne die Sprache kann ich weder in meinem Beruf arbeiten noch für meinen Sohn sorgen.“ Hinzu kommt die langwierige Anerkennung ihrer Qualifikation.</p> <p>Die Debatte über angeblich fehlenden Arbeitswillen trifft sie. „Es ist nicht einfach zu hören, Flüchtlinge wollten nicht arbeiten. Ich bin motiviert, aber der Weg hier ist schwierig und lang.“ Das Bürgergeld sei ihre einzige Basis: „Es sichert Miete und Essen und gibt uns Kraft, Teil der Gesellschaft zu werden.“</p> <p>Sie nennt ein weiteres Problem: Arbeitgeber verlangen Sprache und Qualifikation, doch von Minijobs könne sie als Alleinerziehende nicht leben.</p> <h2>Integration ist mehr als nur guter Wille</h2> <p>Des ukrainischen Verein Singen hat sich für den SÜDKURIER an ihre Mitglieder gewandt und knapp 200 Antworten erhalten, woran es beim Finden einer Arbeit scheitere: fehlende Betreuung, mangelnde Sprachkenntnisse, niedrige Löhne, die aufgestockt würden, lauten die häufigsten Antworten.</p> <p>Eine Ukrainerin mit Doktorgrad schreibt: „Ich bekomme nur Absagen.“ Besonders für Menschen über 45 Jahre ist die Hürde zur bessergestellten Arbeitsmigration hoch, etwa der Mindestverdienst von 4300 Euro brutto.</p> <p>Marlene Pellhammer, Sprecherin des Landratsamts Konstanz, räumt ein: Die Anerkennung medizinischer Berufe sei „natürlich zwingend erforderlich“, aber zeitintensiv, etwa wegen des Spracherwerbs. Häufige und schnelle Lösung sei der „niederschwellige Einstieg, etwa als Pflegehelfer“.</p> <p>Andererseits bräuchten die meisten Studienabschlüsse nur eine Übersetzung. Juristen haben wiederum kaum Chancen und sollten sich umorientieren.</p> <p>Nadiia Sukhanova und Kostantin Denesiuk haben es geschafft, aber nicht allein. Netzwerke gaben Halt, Kinderbetreuung ermöglichte Arbeit, Sprachpraxis öffnete Türen.</p> <p>„Jede Familie nutzt die Möglichkeiten anders“, sagt Sukhanova. Eine pauschale Antwort auf die Debatte gibt es nicht. Doch die Geschichten zeigen wie die Forschung: Leistungskürzungen sind fragwürdig. Für diese Familie wäre weniger Geld am Anfang kein Anreiz gewesen, sondern ein Risiko: das Risiko, länger zu brauchen, um anzukommen.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA["Ich bin motiviert, aber der Weg hier ist schwierig": So denken Ukrainer über das Bürgergeld]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 17:57:48 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Historisches Erbe gesichert: Gegenstände aus der Pfeiffer Villa werden ins Stadtarchiv übernommen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/historisches-erbe-gesichert-gegenstaende-aus-der-pfeiffer-villa-werden-ins-stadtarchiv-uebernommen;art372461,12503688 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bald schon wird das Gebäude erstmals in seiner Geschichte den Besitzer wechseln. Nun hat das Team des Stadtmuseums und des Stadtarchivs die Möglichkeit bekommen, historische Gegenstände zu sichern.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Bald schon wird das Gebäude erstmals in seiner Geschichte den Besitzer wechseln. Nun hat das Team des Stadtmuseums und des Stadtarchivs die Möglichkeit bekommen, historische Gegenstände zu sichern.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/historisches-erbe-gesichert-gegenstaende-aus-der-pfeiffer-villa-werden-ins-stadtarchiv-uebernommen;art372461,12503688]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Bald schon wird das Gebäude erstmals in seiner Geschichte den Besitzer wechseln. Nun hat das Team des Stadtmuseums und des Stadtarchivs die Möglichkeit bekommen, historische Gegenstände zu sichern.



        <p>In Kürze wechselt die historische Pfeiffer-Villa an der Stockacher Kirchhalde ihren Besitzer (Der Südkurier berichtete). Das Gebäude war über 120 Jahre lang im Besitz der bekannten Stockacher Unternehmerfamilie Pfeiffer. Bevor das Gebäude an den neuen Besitzer übergeben wird, hatten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stockacher Stadtmuseums und Stadtarchivs Gelegenheit, das historische Erbe aus dem Gebäude mit seinem charakteristischen Türmchen zu übernehmen.</p> <p>Wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung berichtet, konnten sechs Umzugkartons mit Archivmaterial und fünf weitere Kartons mit Sammlungsgut für Museum und Archiv gesichert werden. Zusätzlich wurden einige Gemälde und Grafiken übernommen.</p> <h2>„Alles was nicht übernommen wird, landet im Container“</h2> <p>„Das Entrümpelungsunternehmen war bestellt. Es war klar: Alles, was nicht übernommen wird, landet im Container“, wird Museums- und Archivleiter Julian Windmöller in der Mitteilung zitiert. Innerhalb kurzer Zeit musste das Team von Stadtmuseum und Stadtarchiv daher entscheiden, was es wert sei, bewahrt zu werden und was nicht.</p> <p>Die Übernahme des Kulturguts wäre nicht möglich gewesen ohne die entgegenkommende und unkomplizierte Art der Noch-Eigentümer Birgit Pfeiffer-Buchbinder und ihrer Brüder Carl-Heinz und Markus Pfeiffer, heißt es in der Mitteilung weiter.</p> <h2>Familie will die Sachen in guten Händen wissen</h2> <p>„Der Erhalt der Hausgeschichte ist uns ein Anliegen“, sagt Pfeiffer-Buchbinder. „Auch wenn sich unsere persönlichen Lebenswege von diesem Haus weg entwickelt haben, ist es uns wichtig, die Sachen in guter Hand zu wissen. Im Stadtmuseum und Stadtarchiv bleiben sie für die Nachwelt erhalten. Einen nicht unwesentlichen Teil bewahren wir natürlich auch selbst“, so Pfeiffer-Buchbinder weiter.</p> <h2>Von Firmenunterlagen bis Narrenorden</h2> <p>Zu den übernommenen Sachen gehören historische Dokumente über das 1829 gegründete Unternehmen, heute bekannt als Eisen-Pfeiffer, aber auch Ansichten von Stockach, Fotografien, Gemälde, historische Warenkataloge und Stockacher Narrenorden. Ein besonderes Erlebnis, auch für das Team von Museum und Archiv.</p> <p>Sammlungsmitarbeiter Philipp Güntert und Bildarchivar Dominik Rimmele sind sich einig: „Eine Villa räumt man nicht alle Tage aus.“ Die Erfassung, Verzeichnung, teils auch Restaurierung der Objekte und Unterlagen werde einige Zeit in Anspruch nehmen, so die Mitteilung der Stadtverwaltung. Danach stehen die Sachen für Forschung und Ausstellungsbetrieb zur Verfügung.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Museum Stiftung Bibliothek thema-kultur-kunst thema-kultur-literatur thema-gesellschaft-engagement]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Historisches Erbe gesichert: Gegenstände aus der Pfeiffer Villa werden ins Stadtarchiv übernommen]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 15:48:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mehr-als-eine-halbe-milliarde-euro-betraegt-der-rekordhaushalt-fuer-2026-22-10-25;art372432,12503520 ]]></link>      <description><![CDATA[  Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mehr-als-eine-halbe-milliarde-euro-betraegt-der-rekordhaushalt-fuer-2026-22-10-25;art372432,12503520]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Es stehen große Aufgaben an. Dafür werden auch die Kommunen noch stärker als bisher zur Kasse gebeten. Besonders der Gesundheitsverbund und der Klinikneubau verschlingen in den kommenden Jahren viel Geld.



        <p>Über Zahlen spricht Zeno Danner kaum, er nennt nur wenige. Der Landrat bringt den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr ein. Einerseits geht es um Stellen, die abgebaut werden, wenngleich die Personalkosten weiter steigen. Andererseits um die geplanten Investitionen für das aktuell wohl größte Projekt des Landkreises, den Klinikneubau in Singen. Und um eine Zahl, die für Vertreter von Städten und Gemeinden besonders wichtig ist: die Kreisumlage.</p> <p>Diese wird für 2026 höher ausfallen als bisher. Und laut aktueller Planung wird sie in den kommenden Jahren weiter steigen. Schon Anfang Oktober merkte der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt im Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistags an, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/uns-brennt-der-kittel-staedte-im-kreis-konstanz-schlagen-alarm-wegen-finanzen-08-10-25;art372432,12495025" target="_blank" title="Angst vor leeren Kassen und Empörung unter Bürgermeistern: „Uns brennt der Kittel!“">dass die Stadt der Abgabe hinterher spare</a>.</p> <p>Bevor es in seiner Rede überhaupt um Zahlen geht, nennt Danner Beispiele dafür, was der Landkreis leistet. Das <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/in-konstanz-entsteht-eine-neue-heimat-fuer-berufsschueler-jetzt-wurde-richtfest-gefeiert-24-07-25;art372448,12447357" target="_blank" title="In Konstanz entsteht eine neue Heimat für Berufsschüler – jetzt wurde Richtfest gefeiert">Berufsschulzentrum in Konstanz</a> befindet sich im Bau, die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/spatenstich-fuer-atemschutzuebungsanlage-im-kreis-konstanz-hier-trainieren-bald-die-retter;art372432,11973716" target="_blank" title="Spatenstich für Atemschutzübungsanlage im Kreis Konstanz: Hier trainieren bald die Retter">Atemschutzübungsanlage für Feuerwehren</a> sei fast fertig, ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/erst-siedelten-die-kelten-hier-jetzt-soll-das-neue-krankenhaus-dort-gebaut-werden;art372458,12250667" target="_blank" title="Erst siedelten die Kelten hier, jetzt soll das neue Krankenhaus dort gebaut werden">neues Krankenhaus wird am Standort Singen geplant</a>. Beim Ausbau von Photovoltaik sei man der drittschnellste Landkreis in Baden-Württemberg.</p> <p>Klar ist auch: Das alles kostet Geld. Dabei stehen sowohl Städte und Gemeinden als auch der Landkreis vor finanziellen Herausforderungen. Im aktuellen Entwurf liegt das Gesamthaushaltsvolumen des Landkreises Konstanz bei 585 Millionen Euro. Die Summe setzt sich zusammen aus dem Ergebnishaushalt und Investitionsauszahlungen.</p> <h2>Die Kreisumlage könnte noch deutlich steigen</h2> <p>Bei einem Hebesatz von 36,35 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent) kommen von Städten und Gemeinden durch die Kreisumlage rund 198 Millionen Euro in die Haushaltskasse. Danner betont, dass er wieder eine Kreisumlage von 34 Prozent erreichen will. Mittelfristig wolle er sie unter 40 Prozentpunkten halten – auch wenn es schwierig werde. Wie schwierig das wird, zeigt die aktuelle Planung. Darin vorgesehen ist ein Anstieg auf deutlich über 40 Prozent ab dem Jahr 2027.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Kreisumlage</span><span>Um die Aufgaben des Landkreises zu finanzieren, wird eine Abgabe von Kommunen erhoben, die Kreisumlage. Sie ist die wichtigste Einnahmequelle für den Kreis, der sonst kaum eigene Steuereinnahmen hat. Die Steuerkraft der Städte und Gemeinden im Kreis Konstanz liegt für 2026 laut Haushaltsentwurf des Landkreises bei rund 543,4 Millionen Euro. Bei einem Hebesatz von 36,35 Prozent wird der Kreis so laut Haushaltsentwurf rund 198 Millionen Euro von den Kommunen bekommen.</span></label></div> <p>Eine große Position im Kreishaushalt ist der Gesundheitsverbund (GLKN). Wobei es sich eigentlich um mehrere Positionen handelt. Zum einen der Liquiditätszuschuss: Wie hoch er letztlich für dieses Jahr ausfällt, steht noch nicht fest.</p> <p>Momentan sehe es nach einer deutlichen Steigerung auf 16 Millionen Euro aus. Dazu kommen noch Zuschüsse für Investitionen in IT und für den geplanten Neubau. Zusammengerechnet betragen die vorgesehenen Mittel für den GLKN im Haushaltsentwurf rund 29,5 Millionen Euro.</p> <h2>Höhere Personalkosten trotz Stellenabbau</h2> <p>Die Kreisverwaltung baut Arbeitsplätze ab. Im Amt für Migration und Integration sollen 21 Stellen wegfallen. Trotz deutlichen Mehrbedarfs werde darauf verzichtet, Arbeitsplätze in anderen Bereichen zu schaffen. Davon gibt es nur zwei Ausnahmen. Für die Betreuung von behinderten Kindern sind sechs Stellen an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren nötig.</p> <p>Im Amt für Kinder, Jugend und Familie wird mit einem zusätzlichen Bedarf von fünf Stellen gerechnet, hier gehe es um das Thema Kindeswohlgefährdung. Die Verwaltung ist gesetzlich verpflichtet, den Personalbedarf zu untersuchen, erklärt Danner dazu. Zusammengenommen könne die Verwaltung so 10,32 Stellen abbauen. Dennoch werden die Personalkosten – vor allem aufgrund von Tarif- und Besoldungserhöhungen – um 4,5 Millionen Euro steigen.</p> <p>Um Investitionen zu stemmen und gleichzeitig die Kommunen nicht zu stark zu belasten, wird der Landkreis in den kommenden Jahren mehr Kredite aufnehmen, Landrat Danner rechnet mit einer Nettoneuverschuldung von 42 Millionen Euro. Nach aktueller Kalkulation wird die Höhe der Verschuldung bis Ende des Jahres 2026 bei rund 182 Millionen Euro liegen.</p> <p>Dem gegenüber werden künftig allerdings auch eine leistungsfähige Infrastruktur und wichtige Vermögenswerte für die Zukunft gegenüberstehen: Schulen, Straßen und ein neues Krankenhaus. Das alles sei für das öffentliche Leben dringen nötig, erklärt Danner.</p> <h2>Gesundheit ist der größte Kostenblock</h2> <p>Eine große Herausforderung sei der Sozialhaushalt – nicht die Ziele, sondern deren Umsetzung seien die Schwierigkeit, betont Danner. Beeinflussen könne man aufgrund von Bundes- und Landesgesetzgebung nur wenig. Für Soziales und Gesundheit ist der größte Block bei den Ausgaben des Landkreises vorgesehen, hier sind rund 24,3 Millionen Euro mehr nötig als im Vorjahr.</p> <p>Mehr Geld braucht es im kommenden Jahr laut Entwurf auch im Bereich Schulträgeraufgaben, Kultur und Geschichte. Der Mehrbedarf beträgt rund 4,7 Millionen Euro, davon 1,9 Millionen alleine bei Schülerbeförderungskosten. Im Teilhaushalt Umwelt, Infrastruktur und Wirtschaft werden 1,5 Millionen Euro mehr benötigt.</p> <p>Die Diskussionen um den Haushaltsentwurf ist mit der Einbringung des Entwurfs in den Kreistag eröffnet. Sie findet allerdings zunächst in den Fachausschüssen statt. Bis Ende des Jahres soll der fertige Kreishaushalt für 2026 beschlossen werden. Bis dahin will Landrat Danner auch einen Entwurf einbringen, bei dem die Kreisumlage unter 40 Prozent bleibt.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Mehr als eine halbe Milliarde Euro beträgt der Rekordhaushalt für 2026]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 11:56:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[63-Jähriger nach Serie von Einbrüchen und Diebstählen in Untersuchungshaft  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/63-jaehriger-nach-serie-von-einbruechen-und-diebstaehlen-in-untersuchungshaft;art372495,12503401 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein Mann steht im dringenden Verdacht, mindestens seit September für mehrere Dutzend Straftaten im Bereich Überlingen, Salem und in Stockach verantwortlich zu sein. Jetzt wurde er verhaftet.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Ein Mann steht im dringenden Verdacht, mindestens seit September für mehrere Dutzend Straftaten im Bereich Überlingen, Salem und in Stockach verantwortlich zu sein. Jetzt wurde er verhaftet.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/63-jaehriger-nach-serie-von-einbruechen-und-diebstaehlen-in-untersuchungshaft;art372495,12503401]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Ein Mann steht im dringenden Verdacht, mindestens seit September für mehrere Dutzend Straftaten im Bereich Überlingen, Salem und in Stockach verantwortlich zu sein. Jetzt wurde er verhaftet.



        <p>Der Mann soll nach Angaben der Polizei innerhalb weniger Wochen vorwiegend Eigentumsdelikte wie Diebstähle und Einbrüche begangen haben, zwischen denen er teilweise nur wenige Tage vergehen ließ. Unbeeindruckt von den zwischenzeitlichen Festnahmen und den gegen ihn eingeleiteten Ermittlungsverfahren zeigte er sein fehlendes Unrechtsbewusstsein, indem er immer wieder erneut negativ in Erscheinung trat.</p> <h2>Richter erlässt einen Haftbefehl</h2> <p>Mitte vergangener Woche nahmen Polizisten ihn erneut fest, als er mit einem nicht zugelassenen Wagen, mutmaßlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und ohne Fahrerlaubnis, mit einem Auto unterwegs war. Am Freitag wurde der Mann dann auf Antrag der Staatsanwaltschaft Konstanz einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr und setzte ihn in Vollzug, woraufhin Beamte den 63-Jährigen in eine Justizvollzugsanstalt brachten. Die Ermittlungen dauern an.</p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[63-Jähriger nach Serie von Einbrüchen und Diebstählen in Untersuchungshaft]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Mon, 20 Oct 2025 16:27:20 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ein Weg, der bewegt: Wahlwies bekommt neuen Erlebnisweg  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/ein-weg-der-bewegt-wahlwies-bekommt-neuen-erlebnisweg;art372461,12502813 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mit dem Spatenstich fällt der Startschuss für die nächste Etappe des Stockacher Erlebniswege-Konzepts. Auf rund zwei Kilometern verbinden Stationen Sport, Natur und Wissen. Ein weiterer Themenweg ist bereits geplant.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Mit dem Spatenstich fällt der Startschuss für die nächste Etappe des Stockacher Erlebniswege-Konzepts. Auf rund zwei Kilometern verbinden Stationen Sport, Natur und Wissen. Ein weiterer Themenweg ist bereits geplant.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/ein-weg-der-bewegt-wahlwies-bekommt-neuen-erlebnisweg;art372461,12502813]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Mit dem Spatenstich fällt der Startschuss für die nächste Etappe des Stockacher Erlebniswege-Konzepts. Auf rund zwei Kilometern verbinden Stationen Sport, Natur und Wissen. Ein weiterer Themenweg ist bereits geplant.



        <p>Wahlwies steht für Naturverbundenheit, gemeinsames Anpacken und Lebensfreude. Genau das soll nun mit dem neuen Erlebnisweg Bewegung sichtbar und erlebbar werden. Mit dem offiziellen Spatenstich startet die Stadt Stockach gemeinsam mit ihren Partnern in die nächste Etappe ihres Erlebniswege-Konzepts.</p> <h2>Zwei neue Themenwege für die Region</h2> <p>Nach dem 1000-Quellenweg, der kurz hinter der Kernstadt Stockach in Richtung Zoznegg liegt, entstehen im größten Stockacher Teilort zwei weitere Themenwege: Dem Erlebnisweg Bewegung folgt im kommenden Jahr der Erlebnisweg Ernährung. Beide Strecken werden rund zwei Kilometer lang sein und an mehreren Stationen Wissen, Naturerlebnis und Bewegung miteinander verbinden.</p> <p>Der Erlebnisweg Bewegung wird in enger Zusammenarbeit mit dem deutschen Langstreckenläufer Benedikt Hoffmann umgesetzt, der seine sportliche Erfahrung in die Entwicklung der Stationen einbringt. Abwechslungsreiche Bewegungen von Gleichgewicht und Koordination bis zu Mobilität und Ausdauer sollen Körper und Geist gleichermaßen aktivieren. Der Weg wird barrierearm, familienfreundlich und generationsübergreifend gestaltet.</p> <h2>Ernährung erleben und verstehen</h2> <p>Der Erlebnisweg Ernährung wird in Kooperation mit Alexander Buhl, dem Wahlwieser Ortsvorsteher und Vorsitzenden der Bäuerlichen Anbietergemeinschaft Bodensee, entwickelt. Die kreativ gestalteten Stationen sollen über regionale Landwirtschaft, Biodiversität und gesunde Ernährung informieren. Buhl habe bereits sehr bei der Stellung des Leader-Antrags unterstützt, betont Bürgermeisterin Susen Katter.</p> <p>Sie sagt: „Wir möchten Orte schaffen, an denen Bewegung, Begegnung und Naturerlebnis zusammenfinden – niedrigschwellig, nachhaltig und offen für alle. Unser Ziel ist es, dass Menschen hier nicht nur spazieren gehen, sondern ins Gespräch kommen, die Natur bewusst wahrnehmen und ihre Heimat neu entdecken.“ So wolle man die Besonderheit der Region sichtbar machen und das kulturelle Erbe nach außen tragen.</p> <p>Die Stadt lege bei der Umsetzung großen Wert auf Naturschutz und Nachhaltigkeit: Bestehende Wege würden genutzt, Eingriffe in die Landschaft auf das Nötigste beschränkt und die Stationen aus langlebigen, natürlichen Materialien gestaltet. Alexander Buhl ergänzt, auch private Eigentümer und die katholische Kirche stellten Grundstücke für die Stationen zur Verfügung. Die Idee werde also auch aus der Bevölkerung mitgetragen.</p> <h2>Unterstützung durch Leader-Förderung</h2> <p>Das Projekt gehört zu vier Vorhaben, die in dieser Förderperiode im Rahmen des Leader-Programms Westlicher Bodensee ausgewählt wurden. Es ist das einzige kommunale Projekt unter ihnen. Die Förderzusage über 60 Prozent der Gesamtsumme sei zunächst vorläufig. Als nächster Schritt folge nun die formale Antragstellung beim Regierungspräsidium Freiburg. Dank der Unterstützung der Kammerer Medical Group, die 20 Prozent der Kosten übernimmt, und des Eigenanteils der Stadt Stockach kann die Umsetzung des ersten Wegabschnitts dennoch bereits beginnen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Über den Verein Leader Westlicher Bodensee</span><span>Der Verein Leader Westlicher Bodensee wurde im Dezember 2022 gegründet und ist Träger der gleichnamigen Leader-Region. Leader ist ein Förderprogramm der Europäischen Union und des Landes Baden-Württemberg, mit dem die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Vernetzung und Entwicklung im ländlichen Raum gestärkt und weiterentwickelt wird. Die Leader-Kulisse Westlicher Bodensee umfasst 26 Kommunen, davon 20 im Landkreis Konstanz und sechs im angrenzenden Bodenseekreis. Bereits jetzt können wieder Bewerbungen für die nächste Förderperiode in der Geschäftsstelle eingereicht werden. Diese befindet sich in der Winterspürer Straße 25 in Stockach. Ansprechpartnerin Lena Wenzel ist erreichbar unter der Telefonnummer 07771/9162445 oder per E-Mail an info@leader-westlicher-bodensee.de. (wig)</span></label></div> <p>Geschäftsführer Uli Kammerer erläutert, sein Unternehmen werde sieben Geräte stiften. „Auf die dazugehörige Tafel kommt ein QR-Code, über den man per Handy Benedikt Hoffmann bei der Übungsausführung und -anleitung sehen kann“, so Kammerer. Der Ultraläufer habe beratend bei der Geräteauswahl mitgewirkt. Es sei „wunderbar, dass in dieser einzigartigen Kulturlandschaft bald noch mehr Bewegung stattfinden kann“, sagt Hoffmann.</p> <h2>Namenssuche für den neuen Erlebnisweg</h2> <p>Nach dem Spatenstich startet ein Wettbewerb zur Namensgebung für den neuen Weg. Dazu erklärt Corinna Bruggaier, Leiterin Amt für Kultur und Stadtmarketing: „Wir greifen den Vorschlag von Uli Kammerer auf und starten einen Ideenwettbewerb: ‚Wahlwies bewegt – wir suchen den passenden Namen`. Jeder kann einen Vorschlag einreichen.“ Diese Vorschläge können mit Angabe der persönlichen Daten bis zum 2. November beim Rathaus Wahlwies oder dem Kulturzentrum Altes Forstamt in Stockach abgegeben oder per E-Mail an <a href="mailto:kulturzentrum@stockach.de" target="_blank" title="">kulturzentrum@stockach.de</a> geschickt werden. Die kreativsten Ideen werden prämiert. Die Preisverleihung findet im Rahmen der feierlichen Eröffnung statt, die für Ostern vorgesehen ist.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Stiftung Gründung Städtebau thema-heimat-stadtentwicklung thema-gesellschaft-engagement thema-wirtschaft-unternehmen]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Ein Weg, der bewegt: Wahlwies bekommt neuen Erlebnisweg]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Mon, 20 Oct 2025 16:04:50 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schwerer Unfall auf der Bundestraße 14: Motorradfahrer prallt gegen Auto und verletzt sich schwer  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/emmingen-liptingen/schwerer-unfall-auf-der-bundestrasse-14-motorradfahrer-prallt-gegen-auto-und-verletzt-sich-schwer;art372437,12502801 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bei Emmingen-Liptingen wurde ein Motorradfahrer bei einem Frontalzusammenstoß schwer verletzt. Die Autoinsassen kamen mit leichten Verletzungen davon. Die Unfallstelle war mehrere Stunden gesperrt.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Bei Emmingen-Liptingen wurde ein Motorradfahrer bei einem Frontalzusammenstoß schwer verletzt. Die Autoinsassen kamen mit leichten Verletzungen davon. Die Unfallstelle war mehrere Stunden gesperrt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/emmingen-liptingen/schwerer-unfall-auf-der-bundestrasse-14-motorradfahrer-prallt-gegen-auto-und-verletzt-sich-schwer;art372437,12502801]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Bei Emmingen-Liptingen wurde ein Motorradfahrer bei einem Frontalzusammenstoß schwer verletzt. Die Autoinsassen kamen mit leichten Verletzungen davon. Die Unfallstelle war mehrere Stunden gesperrt.



        <p>Auf der Bundesstraße 14 hat sich am Sonntagnachmittag, 19. Oktober, bei Emmingen-Liptingen ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Auto ereignet.</p> <p>Laut einer Mitteilung der Polizei wollte ein 56-jähriger Motorradfahrer gegen 14 Uhr von der Landesstraße 440 nach links auf die B14 in Richtung Tuttlingen abbiegen. Dabei habe er offenbar einen bevorrechtigten BMW übersehen, der auf der Bundesstraße unterwegs war. Es kam zum Frontalzusammenstoß im Einmündungsbereich, berichtet das Polizeipräsidium Konstanz.</p> <p>Der Motorradfahrer erlitt bei dem Frontalzusammenstoß im Einmündungsbereich schwere Verletzungen und kam nach notärztlicher Erstversorgung mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus, schreibt die Polizei weiter. Der 28-jährige BMW-Fahrer und seine 26-jährige Beifahrerin hätten leichte Verletzungen erlitten.</p> <p>An beiden Fahrzeugen sei ein wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von rund 30.000 Euro entstanden. Laut Pressemitteilung war die Bundesstraße für die Unfallaufnahme bis etwa 18.30 Uhr vollständig gesperrt.</p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Schwerer Unfall auf der Bundestraße 14: Motorradfahrer prallt gegen Auto und verletzt sich schwer]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 17:53:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Stockacher Narrengericht reist ins Nahetal: Julia Klöckner muss Strafwein liefern  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/stockacher-narrengericht-reist-ins-nahetal-julia-kloeckner-muss-strafwein-liefern;art372461,12501563 ]]></link>      <description><![CDATA[  120 Liter Wein, ein närrisches Gericht und ein Wochenende voller Genuss: Das Stockacher Narrengericht reist in die Weinregion, um die symbolische Strafe von Julia Klöckner entgegenzunehmen.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          120 Liter Wein, ein närrisches Gericht und ein Wochenende voller Genuss: Das Stockacher Narrengericht reist in die Weinregion, um die symbolische Strafe von Julia Klöckner entgegenzunehmen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/stockacher-narrengericht-reist-ins-nahetal-julia-kloeckner-muss-strafwein-liefern;art372461,12501563]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        120 Liter Wein, ein närrisches Gericht und ein Wochenende voller Genuss: Das Stockacher Narrengericht reist in die Weinregion, um die symbolische Strafe von Julia Klöckner entgegenzunehmen.



        <p>Wenn das Hohe Grobgünstige Narrengericht zu Stockach auf Reisen geht, dann hat das einen guten Grund: Am Wochenende des 18. und 19. Oktober reisen die närrischen Justiziaren in das Nahetal, um dort den Strafwein der Beklagten Julia Klöckner in Empfang zu nehmen, teilte Narrenrichter Jürgen Koterzyna mit. Die ehemalige Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz stammt von einem Weingut in der rheinland-pfälzischen Region, dem Guldental.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/fastnacht/julia-kloeckner-vor-dem-narrengericht-stockach-das-waren-die-besten-sprueche;art1369005,12323471" target="_blank" title="Sie bringt dem Narrengericht die Flötentöne bei! Das waren die besten Sprüche von Julia Klöckner">Die jetzige Präsidentin des Deutschen Bundestages stand im Frühjahr vor dem Stockacher Narrengericht und wurde nach närrischem Brauch zu einer symbolträchtigen Strafe von zwei Eimern Wein verurteilt.</a> Insgesamt 120 Liter müssen von Klöckner an das Stockacher Narrengericht übergeben werden.</p> <p>Als Grund für ihre Vorladung zum Stockacher Narrengericht Anfang des Jahres nannte sie nur eine einzige Erklärung: Die Narren müssen herausgefunden haben, dass sie von einem Weingut stammt. Demnach sei die Anklage vor allem dem Füllstand ihres Weinkellers geschuldet. „Aber als Winzertochter, die mit der Flasche aufgewachsen ist, weiß ich, dass ein Weinkeller nur durch ehrliche, harte Arbeit gefüllt wird – nicht durch Strafzölle oder Wegelagerei“, erklärte Klöckner bei der damaligen Verhandlung.</p> <h2>Ein Wochenende im Zeichen des Weins</h2> <p>Das Narrengericht reist nicht allein der Strafe wegen ins Nahetal – sondern zelebriert die Übergabe mit einem würdigen Rahmenprogramm. In Zusammenarbeit mit dem Touristikbüro Bad Kreuznach und mehreren Winzern der Region wurde ein umfangreiches Rahmenprogramm organisiert, heißt es. Neben der Übergabe stehe auch der Genuss der Weine aus der Region im Vordergrund.</p> <p>Am Samstag, 18. Oktober, beginnt das Narrengerichtskollegium seine Reise in Rümmelsheim und Burg-Layen. Geplant sei eine Weinverkostung bei den Weingütern der Familien Forster und Diel vom Schlossgut Diel, kleine Wanderungen zwischen den Rebhängen und Imbisse vor Ort. Der Abend soll in Bad Kreuznach enden, entweder in der Nahewein-Vinothek oder einem anderen ausgewählten Lokal.</p> <p>Am Sonntag, 19. Oktober, stehe laut Narrenrichter Jürgen Koterzyna ab 11 Uhr eine Stadtführung durch Bad Kreuznach auf dem Programm, begleitet von einer Weinprobe. Höhepunkt des Wochenendes ist jedoch die eigentliche Strafweinübergabe: Um 14 Uhr werde das Narrengericht auf dem Familienweingut Klöckner im Guldental erwartet, um die 120 Liter Wein offiziell entgegenzunehmen. „Ob Frau Klöckner es schaffen wird, ist eher fraglich, wenn‘s klappt wäre es schön“, betont Koterzyna.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Narrengericht Oberbürgermeister Agrar-Produkte Landwirtschaft Fest thema-wirtschaft-verbraucher thema-wirtschaft-branchen-landwirtschaft thema-heimat-veranstaltung-ortsgeschehen]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Stockacher Narrengericht reist ins Nahetal: Julia Klöckner muss Strafwein liefern]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 17:30:34 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Stahl statt Holz: Wie die Sanierung der Marienschlucht voranschreitet  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/bodman-ludwigshafen/wie-die-sanierung-der-marienschlucht-voranschreitet-27-10-25;art372434,12501518 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach der Schließung im Jahr 2015 nimmt die Marienschlucht am Bodensee langsam wieder Gestalt an: 180 Meter der neuen Stahlstege sind montiert. Wann die Schlucht wieder geöffnet wird und welche Arbeiten noch anstehen.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Nach der Schließung im Jahr 2015 nimmt die Marienschlucht am Bodensee langsam wieder Gestalt an: 180 Meter der neuen Stahlstege sind montiert. Wann die Schlucht wieder geöffnet wird und welche Arbeiten noch anstehen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/bodman-ludwigshafen/wie-die-sanierung-der-marienschlucht-voranschreitet-27-10-25;art372434,12501518]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Nach der Schließung im Jahr 2015 nimmt die Marienschlucht am Bodensee langsam wieder Gestalt an: 180 Meter der neuen Stahlstege sind montiert. Wann die Schlucht wieder geöffnet wird und welche Arbeiten noch anstehen.



        <p>Über zehn Jahre lang blieb die Marienschlucht am Bodensee geschlossen. Jetzt tut sich wieder etwas zwischen den steilen Felswänden, die sich zwischen Bodman und Wallhausen tief ins Gestein schneiden: Die Arbeiten an den neuen Stahlstegen kommen sichtbar voran. Diese sollen den Pfad durch die Schlucht künftig sicherer machen.</p> <p>2015 kam es in der Marienschlucht zu einem folgenschweren Erdrutsch. Damals wurde eine 72-jährige Frau von dem Geröll verschüttet und verstarb. Die damals bestehenden Holzstege wurden teilweise zerstört, die Schlucht anschließend aus Sicherheitsgründen gesperrt. „In den letzten zehn Jahren hat sich niemand mehr um die Stege gekümmert, sie sind teils zerfallen“, sagt Clemens Schöpf, Geschäftsführer und Bauingenieur der Firma Rettich aus Bodman. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/bodman-ludwigshafen/marienschlucht-soll-im-fruehjahr-2026-wieder-oeffnen-das-ist-bis-dahin-noch-zu-tun-12-09-25;art372434,12478862" target="_blank" title="Bei der Marienschlucht tut sich was – damit bald eröffnet werden kann">Seit Ende des vergangenen Jahres errichtet die Firma Rettich eine neue Konstruktion aus Stahlstegen durch die Schlucht.</a></p> <h2>Neue Wege aus Stahl für die Marienschlucht am Bodensee</h2> <p>Rund 300 Meter Steg sollen sich künftig durch die Marienschlucht ziehen. „Wir bringen etwa 80 Tonnen Material in die Schlucht“, sagt Schöpf. „Für die Planung waren rund 6500 Zeichnungen nötig. Insgesamt verbauen wir etwa 12.000 Schrauben und über 20.000 Einzelbauteile“, so der Geschäftsführer weiter.</p> <p>Die Arbeiten kommen inzwischen gut voran: Etwa 180 Meter des Stegs sind bereits montiert. Dazu zählen das Einstiegsbauwerk und der neue Aussichtspunkt, die Erich-Pohl-Kanzel. „Es fehlen noch rund 120 Meter, die diese zwei Enden verbinden – die sogenannten Aufstiegsbauwerke“, erklärt Schöpf. Stolz ist er auf die Präzision der Konstruktion: „An der Verbindung zu den Aufstiegswerken haben wir eine Abweichung von lediglich zwei Millimetern – das ist ein sehr guter Wert“, betont er.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Über die Firma Rettich</span><span>Die Firma Rettich mit Sitz in Bodman-Ludwigshafen beschäftigt 32 Mitarbeitende und ist in mehreren Bereichen des Stahlbaus tätig – vom Industrie- über Hafen- bis hin zum Sonderbau. Ihre Projekte reichen vom Bregenzer Hafen, wo die Schwimmkörper und Rampen von Rettich gefertigt wurden, bis zu Volieren im Zürcher Zoo, dem Suizidschutz am Konstanzer Münster oder Sicherheitsnetzen für Justizgebäude in Luxemburg und München.</span></label></div> <h2>Präzision in schwierigem Gelände</h2> <p>Die Arbeiten in der Schlucht gelten als anspruchsvoll. Die steilen Felswände, das enge Gelände und die schwierige Zugänglichkeit machen den Bau zu einer echten Herausforderung. „Zum einen ist es die Geometrie, weil wir direkt am Hang bauen“, erklärt Schöpf. „Zum anderen ist die Zugänglichkeit schwierig – wir können nicht einfach mit einem Kran zur Baustelle fahren“, so der Geschäftsführer weiter.</p> <p>Stattdessen werde das Material mit Lastwagen in die Nähe der Schlucht transportiert. Mithilfe eines Seilkrans, der von der Firma Hochleitner aus Bodman betrieben wird, werden die Bauteile in die Schlucht gebracht. „Normalerweise nutzt man solche Seilkräne, um Holz aus dem Wald zu ziehen. Wir machen das genau umgekehrt – wir bringen Bauteile mithilfe des Krans in die Schlucht hinunter“, so Schöpf. Um die Teile des Stegs anzubringen sind aktuell vier Monteure der Firma Rettich, vier Industriekletterer und zwei Transportmitarbeiter im Einsatz.</p> <p>„Aktuell heben wir die Stege ein und richten diese aus der Seilwinde gegen den Berg. Am Tag schaffen wir etwa 15 Meter zu befestigen“, schätzt Mitarbeiter Konrad Schatz.</p> <h2>Ein Bauprojekt unter besonderen Bedingungen</h2> <p>Die Montage der Stahlteile erfolgt in Etappen. Aktuell werden die Stegelemente oben angeliefert, an den Seilkran gehängt und anschließend am Fels verankert. Die Firma Jakob aus der Schweiz liefert dabei die Netze und Seile, während die Anker – bis zu acht Meter lange Stangen, die in den Sandstein gebohrt wurden – von einem spezialisierten Unternehmen eingebracht wurden.</p> <p>„Falls es wieder zu einem Erdrutsch kommt, ist der Steg so geplant, dass das Geröll unter oder seitlich am Steg vorbeirutscht. Der Steg hängt also seitlich am Sandstein“, erklärt Schöpf.</p> <h2>Rücksicht auf Natur und Tierwelt</h2> <p>Neben den baulichen Herausforderungen spiele auch der Naturschutz sowie das Wetter eine zentrale Rolle. „Die Jahreszeit ist nicht ideal – es ist nass, kalt und die Gefahr von Erdrutschen steigt“, so der Bauingenieur. Zudem habe der Wanderfalke seine Brutzeit gehabt, weshalb die Arbeiten in der Schlucht während der Sommermonate unterbrochen werden mussten. Auch die Zufahrt oberhalb der Schlucht, die über das Gelände des Konstanzer Golfclubs führt, war zeitweise blockiert. Erst nach Saisonende durften die Bauarbeiten Ende September fortgesetzt werden. „Das ist für uns schwierig, weil wir genau dann in die Schlucht müssen, wenn die Bedingungen am gefährlichsten sind“, sagt Schöpf.</p> <p>Trotz allem blickt er differenziert auf die Einschränkungen: „Ich bin grundsätzlich für den Tierschutz“, betont er. „Aber man muss abwägen, welches Risiko man eingeht und welches Leben man schützt – das des Tiers oder das des Menschen. Das ist ein allgemeines Thema im Bau, wenn Projekte wegen Tierschutzvorgaben verzögert oder gar nicht gebaut werden können“, betont er weiter.</p> <h2>Wiedereröffnung in Sicht</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/bodman-ludwigshafen/mehrkosten-und-baupause-so-geht-es-in-der-marienschlucht-in-diesem-jahr-weiter;art372434,12316868" target="_blank" title="Mehrkosten und Baupause: So geht es in der Marienschlucht in diesem Jahr weiter">Die Arbeiten in der Schlucht begannen im September 2024, wurden im Winter unterbrochen und Ende September dieses Jahres wieder aufgenommen.</a> „Effektiv haben wir bisher etwa drei Monate reine Bauzeit in der Schlucht gearbeitet“, so Schöpf. Wenn das Wetter mitspielt, sollen die Stahlkonstruktionen innerhalb eines Monats fertig montiert sein. Danach folgen noch die Sicherungsarbeiten – etwa das Anbringen von Netzen und Seilen. „Bis Ende des Jahres gehen wir davon aus, dass wir fertig sind“, sagt Schöpf optimistisch.</p> <p>Wer die Marienschlucht künftig wieder besuchen will, sollte allerdings gut zu Fuß sein. „Der neue Steg ist nicht barrierefrei“, stellt Schöpf klar. „Man sollte trittsicher sein, eine gewisse Kondition mitbringen und gutes Schuhwerk tragen.“ Für Rollstühle oder Hunde sei der Weg eher nicht geeignet.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Stahl statt Holz: Wie die Sanierung der Marienschlucht voranschreitet]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 16:49:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Junge Stimmen aus dem Hegau: Zwei Nachwuchskandidaten stellen sich der Pfarreiratswahl  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/junge-stimmen-aus-dem-hegau-zwei-nachwuchskandidaten-stellen-sich-der-pfarreiratswahl;art372461,12501488 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mit frischen Ideen und jugendlicher Perspektive wollen Nicole Heine und Nico Kuhn die Arbeit im Pfarreirat der Pfarrgemeinde Bodensee-Hegau künftig mitgestalten.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Mit frischen Ideen und jugendlicher Perspektive wollen Nicole Heine und Nico Kuhn die Arbeit im Pfarreirat der Pfarrgemeinde Bodensee-Hegau künftig mitgestalten.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/junge-stimmen-aus-dem-hegau-zwei-nachwuchskandidaten-stellen-sich-der-pfarreiratswahl;art372461,12501488]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Mit frischen Ideen und jugendlicher Perspektive wollen Nicole Heine und Nico Kuhn die Arbeit im Pfarreirat der Pfarrgemeinde Bodensee-Hegau künftig mitgestalten.



        <p>Die Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinde Bodensee-Hegau können am Sonntag, 19. Oktober, den neuen Pfarreirat wählen. Dieses Gremium berät die Gemeinde in zentralen Fragen – von der Planung von Gottesdiensten über Veranstaltungen bis hin zu Projekten innerhalb der Pfarrgemeinschaft. „Mit der Wahl hat jede katholische Person die Möglichkeit, aktiv die Arbeit in ihrer Pfarrei mitzugestalten“, schreibt die Katholische Kirchengemeinde Bodensee-Hegau auf ihrer Website.</p> <p>Unter den 30 Kandidierenden für die 22 Sitze in den Stimmbezirken Krebsbachtal, Radolfzell, Stockach, See-End, Hohenfels und Höri stechen zwei junge Menschen hervor: Die 17-jährige Nicole Heine aus Mainwangen und der 18-jährige Nico Kuhn aus Radolfzell. Beide wollen frischen Wind und vor allem die Perspektive der jungen Generation in die Pfarrei einbringen.</p> <h2>Nicole Heine für Stockach</h2> <p>Nicole Heine kandidiert im Stimmbezirk Stockach. Sie ist mit 17 Jahren die jüngste Kandidatin im Raum Stockach, in dem fünf der sieben Bewerber in den Pfarreirat gewählt werden können. Die Motivation für ihre Kandidatur kam aus der Familie: „Wenn ich das von mir alleine hätte entscheiden müssen, hätte ich nie gedacht, dass ich mich für die Pfarreiratswahl aufstellen lasse. Aber eigentlich ist es eine coole Aktion, dass auch junge Leute unter 18 Jahren schon reingewählt werden dürfen“, sagt Nicole.</p> <p>Seit 2019 engagiert sie sich als Ministrantin in der Gemeinde Mühlingen. Seit 2020 ist sie Oberministrantin und teilt die Dienste ein. Darüber hinaus leitet sie die Oberministrantenrunde der Seelsorgeneinheit Stockach, in der sich etwa 20 Oberministranten treffen. Nicole beschreibt ihr Engagement mit klarer Überzeugung: „Die Gemeinschaft. Ich finde es schön, wenn die Menschen zusammenhalten, gemeinsam Gottesdienst feiern und die Nähe zu Gott spüren.“</p> <p>Ein zentrales Anliegen von Nicole ist, die Jugend in der Kirche stärker einzubeziehen: „Ich möchte, dass die Jugend auch mal angehört wird. Wenn man den Begriff Kirche hört, wird der oft mit älteren Menschen in Verbindung gebracht. Aber ich möchte, dass die jungen Menschen motiviert werden und die Kirche moderner wird – zum Beispiel bei Liedern“, betont sie.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wie die Pfarreieartswahl abläuft</span><span>Die Pfarreiratswahl findet in den einzelnen Stimmbezirken statt. Wahlberechtigt sind alle pfarrangehörigen Katholiken ab 16 Jahren, die ihr Stimmrecht persönlich ausüben können. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in der Regel über ihre Eltern die Möglichkeit zu wählen, wobei das Stimmrecht gemeinsam ausgeübt werde. Auch außerhalb der Pfarrei lebende Katholiken können wahlberechtigt sein, wenn sie aktiv am Gemeindeleben teilnehmen und auf Antrag das Wahlrecht gewährt bekommen, so die Katholische Kirchengemeinde Hegau-Bodensee. Die Mitglieder des Pfarreirates werden direkt gewählt – die Amtszeit beträgt in der Regel vier Jahre. In manchen Diözesen, wie z. B. Fulda, ist das passive Wahlrecht bereits ab 16 Jahren möglich, in anderen, wie Limburg, erst ab 18 Jahren. Das Wahlverfahren könne entweder in Wahllokalen oder per Briefwahl erfolgen, je nach Regelung der jeweiligen Diözese.</span></label></div> <p>Neben ihrem Engagement in der Kirche ist Nicole noch in der Jugend- und aktiven Feuerwehr aktiv, spielt Querflöte in der Kirchenband „Music for Hope“ sowie im Musikverein Mühlingen. Nebenbei macht sie eine Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin. „Aber ich denke, das ist gut zu managen. Wenn es einem Spaß macht, ist es kein Problem, das unter einen Hut zu bekommen“, erklärt sie.</p> <p>Auch ihr Umfeld habe sich begeistert von ihrem Engagement gezeigt: „Meine Familie und Freunde finden es voll cool. Auch die Leute, die es mitbekommen haben, kommen sie auf mich zu und sagen: Oh, du hast dich aufstellen lassen – endlich jemand Junges, der motiviert ist.“</p> <h2>Nico Kuhn für Radolfzell</h2> <p>Auch Nico Kuhn aus Radolfzell bringt seine Jugendperspektive in die Pfarreiarbeit ein. Er kandidiert für den Stimmbezirk Radolfzell und ist 18 Jahre alt. Seit seinem neunten Lebensjahr engagiert er sich als Ministrant im Radolfzeller Münster und ist zusätzlich politisch im Jugendgemeinderat der Stadt Radolfzell aktiv. „Da dachte ich, das Gleiche mache ich jetzt auch für die Pfarrei, um auch etwas in der Kirche bewegen zu können“, erzählt er.</p> <p>Nico Kuhn sieht den Pfarreirat als ideale Plattform, um die Kirche zu prägen: „Der Pfarreirat ist meiner Meinung nach die beste Chance, die Kirche mitzugestalten, sie wieder attraktiver zu machen und die Menschen wieder in die Kirche und zu Veranstaltungen zu ziehen.“ Dabei betont er die Notwendigkeit, die Kirche stärker zu öffnen und präsenter zu sein – auch in sozialen Medien: „Ich denke, die Kirche müsste noch offener werden und sich wieder stärker in die Mitte der Gesellschaft rücken.“</p> <p>Sein Fokus liegt auf der Integration junger Menschen: „Es ist mir wichtig, dass wir wieder junge Menschen in die Kirche zurückholen, damit sie sich engagieren und einbringen können. Außerdem möchte ich die Menschen in der Pfarrgemeinde vertreten, ihre Anliegen und Rückmeldungen einbringen“, sagt Kuhn abschließend.</p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Feuerwehr "Gesellschaftliches Engagement" Ehrenamt Jugendliche thema-gesellschaft-engagement thema-gesellschaft-familie]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Junge Stimmen aus dem Hegau: Zwei Nachwuchskandidaten stellen sich der Pfarreiratswahl]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 16:03:47 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Verkehrsschilder als teure Deko: Zwei Jugendliche stehen wegen Diebstahl vor Gericht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/verkehrsschilder-als-teure-deko-zwei-jugendliche-stehen-wegen-diebstahl-vor-gericht;art372461,12501414 ]]></link>      <description><![CDATA[  Betrunken haben zwei junge Männer, 21 und 17 Jahre alt, im Supermarkt Schnaps gestohlen. Auch wurde der Ältere dabei erwischt, wie er Verkehrsschilder abschrauben wollte. Das wurde nun eine teure Dummheit.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Betrunken haben zwei junge Männer, 21 und 17 Jahre alt, im Supermarkt Schnaps gestohlen. Auch wurde der Ältere dabei erwischt, wie er Verkehrsschilder abschrauben wollte. Das wurde nun eine teure Dummheit.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/verkehrsschilder-als-teure-deko-zwei-jugendliche-stehen-wegen-diebstahl-vor-gericht;art372461,12501414]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Betrunken haben zwei junge Männer, 21 und 17 Jahre alt, im Supermarkt Schnaps gestohlen. Auch wurde der Ältere dabei erwischt, wie er Verkehrsschilder abschrauben wollte. Das wurde nun eine teure Dummheit.



        <p>Die Anklageschrift zeugt geradezu von jugendlichem Leichtsinn und Unreife. Gleich zwei Mal an einem Herbstabend 2024 soll der 21-jährige Angeklagte aus dem Raum Stockach versucht haben, ein Verkehrsschild zu stehlen. Dabei war er betrunken. 1,28 Promille hatte der Alkoholtest damals ergeben.</p> <p>Zusammen mit einem 17 Jahre alten Jugendlichen wurden diese und andere Straftaten wie Diebstahl vor dem Stockacher Amtsgericht verhandelt. Für den älteren der beiden wird zumindest dieser Alkoholexzess teuer. Beide wurden vor Gericht verwarnt und müssen eine Geldstrafe bezahlen. Der Ältere muss zusätzlich noch Arbeitsstunden leisten.</p> <h2>Diebstahl in Stockach: Der Jugendliche wollte das Schild als Deko</h2> <p>Viel kriminelle Energie steckte nicht hinter den Straftaten. Auf die Frage der Richterin Melina Michalski, warum der 21-Jährige denn ein Schild entwenden wollte, antwortete dieser ganz offen: „Das Schild wollte ich in den Garten stellen. Ich habe da gar nichts mehr gedacht.“</p> <p>Eine Anwohnerin hatte die Polizei alarmiert, nachdem sie „einen Radau“ gehört hatte. Der Polizist, der als Zeuge geladen war, schilderte vor Gericht, wie der 21-Jährige mit dem Schild unter dem Arm aufgegriffen wurde. Der Schaden: rund 400 Euro pro Schild.</p> <p>Nur wenige Monate später folgte im Frühjahr 2025 der nächste Vorfall: Der 21-Jährige und der damals 16 Jahre alte Mitangeklagte sollen acht Flaschen Hochprozentiges im Wert von rund 100 Euro aus einem Stockacher Supermarkt entwendet haben. Auf der Überwachungskamera war klar zu sehen, wie der 21-Jährige den Sack mit den Flaschen trägt. Der 17-Jährige hatte zugegeben, „von Anfang an besoffen“ gewesen zu sein. Er habe nur eine Flasche genommen. „Wenn sich das rumspricht, dass die so gute Kameras haben, trauen sich die Leute vielleicht nicht mehr zu klauen“, kommentierte Richterin Michalski beim Abspielen des Videos.</p> <p>Der 17-Jährige gab die Tat ohne Umschweife zu: „Sowas zu leugnen wäre doch doof, das sieht man ja.“ Doch erinnern könnten sich die beiden nach eigenen Angaben vor Gericht nicht, was auch der Grund dafür war, dass drei Zeugen geladen waren.</p> <h2>Alkohol als ständiger Begleiter</h2> <p>Richterin Michalski wollte wissen, warum der 21-Jährige überhaupt trank. „Damals habe ich jedes Wochenende oder unter der Woche mal Wodka oder Bacardi getrunken. Mittlerweile gar nicht mehr“, sagte er. Auch der jugendliche Mitangeklagte erklärte über seinen Freund: „Das mit dem Alkohol war damals ein Problem bei ihm, ist es jetzt aber nicht mehr.“ Die Richterin mahnt die jungen Männer eindringlich: „Alkoholkonsum ist nie gut für den Kopf. Aber bei so jungen Köpfen ist das wirklich blöd. Damit verbaut man sich vieles.“</p> <p>Ein Blick in die noch kurze Lebensgeschichte beider Angeklagten durch die Jugendgerichtshilfe zeigte ein sehr unterschiedliches Bild: Der 17-Jährige hatte zwar einige familiäre Turbulenzen gehabt, absolvierte aber eine Ausbildung. Der 21-Jährige hingegen wies etliche Brüche im Lebenslauf auf: Pflegefamilien, Kinderdorf, Klinikaufenthalte, zahlreiche Umzüge. Er hat eine Teilzeitstelle inne und war schon mehrfach wegen Diebstahls auffällig. So eine Geschichte ließ auch die Richterin nicht kalt: „Sie sind durch die Hölle gegangen, das ist auf jeden Fall rübergekommen.“ Doch mahnte sie den jungen Mann, sich nicht dadurch ausbremsen zu lassen.</p> <p>Beide Angeklagten wurden vor dem Stockacher Amtsgericht verwarnt. Der 21-Jährige muss 800 Euro Strafe zahlen, 40 Arbeitsstunden leisten und sechs Termine bei der Suchtberatung wahrnehmen. Der 17-Jährige muss 400 Euro an eine Nachsorgeklinik in Tannheim bezahlen. Der Staatsanwalt fand zum Abschluss deutliche Worte für den 21-Jährigen: „Je mehr man arbeitet, desto weniger baut man Scheiße. Sehen Sie zu, dass Sie in Vollbeschäftigung kommen.“</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Polizei Eigentumsdelikte Strafe Körperverletzung thema-sicherheit-kriminalitaet thema-sicherheit-justiz]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Verkehrsschilder als teure Deko: Zwei Jugendliche stehen wegen Diebstahl vor Gericht]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 13:32:37 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der SÜDKURIER öffnet Türen: Gewinnen Sie exklusive Plätze für die Fasnachtseröffnung der Niederburg  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/der-suedkurier-oeffnet-tueren-gewinnen-sie-exklusive-plaetze-fuer-die-fasnachtseroeffnung-der-niederburg;art372432,12501325 ]]></link>      <description><![CDATA[  Am Samstag, 8. November, können fünf Abonnenten plus Begleitperson einen besonderen Abend miterleben. Sie sind live dabei, wie noch einmal zwei große Fasnachts-Stars auf der Bühne stehen. Und das ist noch nicht alles.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Am Samstag, 8. November, können fünf Abonnenten plus Begleitperson einen besonderen Abend miterleben. Sie sind live dabei, wie noch einmal zwei große Fasnachts-Stars auf der Bühne stehen. Und das ist noch nicht alles.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/der-suedkurier-oeffnet-tueren-gewinnen-sie-exklusive-plaetze-fuer-die-fasnachtseroeffnung-der-niederburg;art372432,12501325]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Am Samstag, 8. November, können fünf Abonnenten plus Begleitperson einen besonderen Abend miterleben. Sie sind live dabei, wie noch einmal zwei große Fasnachts-Stars auf der Bühne stehen. Und das ist noch nicht alles.



        <p>Ob bei der SWR-Fernsehfasnacht oder live beim Konstanzer Narrenspiel im unteren Saal des Konstanzer Konzils: Wenn Claudia Zähringer und Norbert Heizmann gemeinsam auf der Bühne standen, war die Begeisterung immer groß. Das Konstanzer Fasnachts-Duo ist legendär – <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/fastnacht/nein-doch-das-konstanzer-narrenbuehnen-traumpaar-der-fernseh-live-uebertragung-sagt-ade-warum;art1369001,12325553" target="_blank" title="Nein! Doch: Das Konstanzer Narrenbühnen-Traumpaar der Fernseh-Live-Übertragung sagt ade. Warum?">und als die beiden erklärten, nicht mehr gemeinsam aufzutreten, war die Bestürzung groß</a>. Doch nun kommen sie noch einmal gemeinsam auf die Bühne zurück – freilich nicht mit einem neuen Sketch, sondern für eine ungewöhnliche Ehrung. Und man darf wohl davon ausgehen, dass sie diese nicht ohne eine närrische Antwort entgegennehmen werden.</p> <p>Fünf Abonnentinnen oder Abonnenten des SÜDKURIER und seiner Online-Angebote haben die Chance, dieses einmalige Ereignis mitzuerleben. Denn im Rahmen der Medienpartnerschaft mit der Narrengesellschaft Niederburg können auch dieses Jahr fünf Leserinnen oder Leser <a href="https://msk-events.suedkurier.de/der-suedkurier-oeffnet-tueren-beim-fasnachtsauftakt-der-niederburg/" target="_blank" title="" rel="noopener">für sich selbst und jeweils eine Begleitperson eine Karte für den Fasnachtsauftakt am Samstag, 8. November, gewinnen</a>.</p> <p>Einer der Höhepunkte wird dabei die Verleihung der Ehrennadel der Stadt Konstanz an Claudia Zähringer und Norbert Heizmann. Überreichen wird sie Oberbürgermeister Uli Burchardt persönlich, denn er ist auch Burgherr der Niederburg.</p> <h2>Der neue Burgherr? Ausgerechnet einer aus...</h2> <p>In diesen erlauchten Kreis wird – und auch das dürfte für einigen närrischen Schabernack sorgen – in diesem Jahr Rainer Hespeler aufgenommen, der Präsident der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee (NVHB). Immerhin kommt er aus Singen, und sein Laudator Karl-Bernhard Ruppaner wird es sich auf der Konstanzer Bühne kaum nehmen lassen, ein paar Spitzen in Richtung Nachbarstadt zu platzieren. Dass Hespeler den Niederbürgler Ritterschlag verdient hat, daran lässt Präsident Mario Böhler keinen Zweifel.</p> <p>So würdigt Böhler den NVHB-Chef mit folgenden Worten: „Wenn einer das närrische Handwerk versteht, dann er: unermüdlicher Kümmerer, Fassanstecher, Umzugsanführer und streitbarer Verfechter der Fasnacht – selbst dann, wenn hinter den Rollläden der Neubaugebiete kein ‚Narri-Narro‘ zurückschallt. Mit Witz, Herz und Fuchsschwanz hält er die Zünfte zusammen und kämpft für die gute Sache, auch wenn‘s mal mit Ministern und Landräten zur närrischen Verhandlung geht.“</p> <p>Vor Beginn der närrischen Saison hat Böhler aber auch noch eine ernste Botschaft: Fasnacht, so seine Überzeugung, ist mehr als Jux. Sie hält, sagt er im Gespräch mit dem SÜDKURIER, auch die Gesellschaft zusammen, schafft ein Ventil für Unzufriedenheit und verbindet zugleich über alle Altersgruppen und Lebensumstände hinweg. „Die Fasnacht hält die Stadtgesellschaft zusammen und verbindet Generationen – das kann man nicht hoch genug schätzen“, so Böhler zur bevorstehenden Ehrung von Claudia Zähringer und Norbert Heizmann.</p> <h2>Bekannte und neue Gesichter im Programm</h2> <p>Im Programm der Fasnachtseröffnung zeigt sich diese Vielfalt. So steht auch das Trio mit Anja Uhlemann, Nicole Paul und Monika Schönegg auf der Bühne. Bubi Kreuz tritt erneut auf, und nach einer krankheitsbedingten Pause ist auch Jürgen „Neckes“ Greis wieder zu erleben, der als urkomischer Kalauer-Erzähler ebenfalls aus der SWR-Livesendung aus dem Konstanzer Konzil bekannt ist.</p> <p>Ein bisschen nostalgisch dürfte es mit der Textkistle-Nummer werden, die Ann-Kathrin Schöpperle und Martin Tschaki neu auflegen, Simon Schafheitle ist dieses Mal berufsbedingt nicht dabei. Zugleich will die Niederburg aber auch zeigen, dass die Bühnenfasnacht eine Zukunft hat und dass sich dafür sehr wohl junge Talente finden. Alina Leutenegger, Bettina Schönle und Marina Schroff stehen zum ersten Mal als Trio auf der Bühne der Niederburg.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Der SÜDKURIER öffnet Türen beim Fasnachtsauftakt: So gewinnen Sie</span><span>Fünf Leserinnen und Leser gewinnen für jeweils zwei Personen eine exklusive Führung mit Hoteldirektorin Christiane Welt, dürfen sich am Buffet des neuen Chefkochs Sebastian Kopitzki stärken – und genießen natürlich Freikarten für das Bühnenprogramm. Treffpunkt ist pünktlich um 18.15 Uhr in der Lobby des Hotels. Teilnehmen können alle, die ein aktives Abonnement beim SÜDKURIER (gedruckte oder digitale Zeitung oder Online-Abo) haben. Sie besuchen dazu bis Freitag, 24. Oktober, 23.59 Uhr die Seite <a href="http://www.meinSK.de/niederburg2025" target="_blank" title="" rel="noopener">www.meinSK.de/niederburg2025</a> und melden sich mit ihren Zugangsdaten direkt an. Es entscheidet das Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Namen der Gewinner werden nach Abschluss der Verlosung veröffentlicht.</span></label></div> <h2>Auch Musik und Tanz kommen nicht zu kurz</h2> <p>Livemusik kommt von der „Fischerin-Band“ unter der Leitung von Burgherr Manuel Heß. Auch der Fanfarenzug unter der Leitung von Martin Tschaki sorgt für Stimmung. Die Imperijazzys unter der Leitung von Christiana Gondorf treten ebenfalls auf und feiern ihr zehnjähriges Bestehen.</p> <p>Wer all das miterleben will, muss Glück haben – der Fasnachtsauftakt der Niederburg am Samstag, 8. November, im Festsaal des Konstanzer Inselhotels ist längst ausverkauft. <a href="https://msk-events.suedkurier.de/der-suedkurier-oeffnet-tueren-beim-fasnachtsauftakt-der-niederburg/" target="_blank" title="" rel="noopener">Fünf Abonnentinnen und Abonnenten haben aber die Chance, eine Karte für sich und eine Begleitperson zu gewinnen.</a> Im Wert von 80 Euro schließt der Gewinn ein deftig-närrisches Buffet mit ein. Und als besonderes Extra gibt es für die Gewinner eine exklusive Tour hinter die Kulissen des geschichtsträchtigen Inselhotels in Konstanz. Die <a href="https://msk-events.suedkurier.de/der-suedkurier-oeffnet-tueren-beim-fasnachtsauftakt-der-niederburg/" target="_blank" title="" rel="noopener">Teilnahme am Gewinnspiel</a> ist bis Freitag, 24. Oktober, möglich.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Der SÜDKURIER öffnet Türen: Gewinnen Sie exklusive Plätze für die Fasnachtseröffnung der Niederburg]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 12:15:41 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wenn der Telefonanruf zur Falle wird: So schützen Sie sich vor Betrügern  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/wenn-der-telefonanruf-zur-falle-wird-so-schuetzen-sie-sich-vor-betruegern;art372461,12501259 ]]></link>      <description><![CDATA[  In der Region häufen sich jünst wieder Schockanrufe und Internetbetrug. Präventionsbeauftragter Michael Ilg vom Polizeipräsidium Konstanz erklärt die Maschen der Täter und gibt Tipps, wie man sich schützen kann.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          In der Region häufen sich jünst wieder Schockanrufe und Internetbetrug. Präventionsbeauftragter Michael Ilg vom Polizeipräsidium Konstanz erklärt die Maschen der Täter und gibt Tipps, wie man sich schützen kann.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/wenn-der-telefonanruf-zur-falle-wird-so-schuetzen-sie-sich-vor-betruegern;art372461,12501259]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        In der Region häufen sich jünst wieder Schockanrufe und Internetbetrug. Präventionsbeauftragter Michael Ilg vom Polizeipräsidium Konstanz erklärt die Maschen der Täter und gibt Tipps, wie man sich schützen kann.



        <p>Ein kurzer Anruf – und das Leben steht Kopf. Eine angebliche Tochter, die einen tödlichen Unfall verursacht hat. Ein vermeintlicher Polizist, der vor Einbrechern warnt und Schmuck in Sicherheit bringen will. Oder ein Arzt, der im Internet die große Liebe sucht. Betrüger finden immer neue Wege, um Menschen um ihr Erspartes zu bringen – und sie haben es dabei meist auf ältere Bürgerinnen und Bürger abgesehen.</p> <p>Gerade im Landkreis Konstanz kam es in den vergangenen Wochen wieder vermehrt zu solchen Fällen. Die Maschen sind vielfältig, das Ziel ist immer dasselbe – Geld und Wertgegenstände. Was hinter den perfiden Methoden steckt und wie man sich dagegen schützen kann.</p> <h2>Viele Fälle in der Region</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/tmpart372461,d5d354e8d0e428d99523e55e4fdfe392" target="_blank" title="" rel="noopener">Erst vor wenigen Wochen wurde ein älteres Ehepaar nach eigenen Angaben im Raum Stockach Opfer eines vermeintlichen Betrugs.</a> Darüber hinaus kam es zu Schockanrufen in Konstanz und Orsingen-Nenzingen, bei denen Senioren über insgesamt weit über 100.000 Euro an Kriminelle übergaben.</p> <p>Ein weiterer skurriler Fall aus dem Raum Stockach: Eine Frau habe mehrere E-Mails von einem Mann aus Schweden erhalten, welcher die große Liebe vorgaukelte sich aber tatsächlich wohl in Geldnot befand. Nach einigen Wochen intensiven Mailverkehrs wurde sie misstrauisch und wandte sich an die Polizei. „Es stellte sich heraus: Der Mann gab sich als ein Bandmitglied von der Popgruppe ABBA aus“, so Michael Ilg, stellvertretender Leiter des Referats Prävention beim Polizeipräsidium Konstanz.</p> <p>Was diese Personen erlebten, ist kein Einzelfall. Die Polizei nennt solche Betrugsformen unter anderem „Love-Scamming“. Dabei werden romantische Beziehungen vorgetäuscht – wie etwa im Fall des schwedischen Verehrers-, um Geld zu erbeuten. Zu den verbreitesten Methoden, die die Täter anwenden zählen außerdem „der klassische Enkeltrick, die Einbrecher- oder die WhatsApp-Masche“, sagte Pressesprecherin Rosenthal vom Polizeipräsidium Konstanz bereits in einem Gespräch mit dem SÜDKURIER.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Betrugsfälle in der Region</span><span>Laut dem Kriminalitätslagebericht des Polizeipräsidiums Konstanz wurden im Jahr 2024 insgesamt 947 Fälle von Callcenterbetrug registriert – darunter 470 sogenannte „Schockanrufe“ mit der Legende eines schweren Verkehrsunfalls. In rund 96 Prozent der Fälle blieb es beim Versuch, doch in 32 Fällen kam es zur Vollendung des Betrugs. Der Gesamtschaden im Landkreis Konstanz im vergangenen Jahr: rund 890.000 Euro.</span></label></div> <h2>„Wenn Ihnen etwas komisch vorkommt – legen Sie auf!“</h2> <p>Doch warum fallen immer wieder Menschen auf solche Maschen herein? Ilg hat dafür eine Erklärung: „Die Anrufer bauen gezielt psychischen Druck auf. Die Betroffenen werden in einen regelrechten Tunnel gedrängt“, berichtet er. Die Betrüger würden gezielt Autorität und Angst nutzen, indem sie sich als Polizisten, Staatsanwälte oder nahestehende Angehörige ausgeben – Personen, deren Wort in der Regel hohes Vertrauen genieße.</p> <p>Auch die Uhrzeit spiele eine Rolle. Bei betrügerischen Anrufen wählen die Täter oftmals späte Uhrzeiten, um ihre Opfer zu überrumpeln, indem diese beispielsweise müde aus dem Schlaf gerissen werden. „Die Betroffenen funktionieren dann wie Werkzeuge, weil eben auch mit Gefühlen gespielt wird“, sagt Ilg. „Wir haben Fälle, in denen die Opfer über Stunden am Telefon gehalten wurden“, so der Präventionsbeauftragte weiter. Um glaubwürdig zu wirken, würden die Täter die Geld- oder Wertübergabe häufig an Orten mit amtlichem Charakter stattfinden lassen, etwa vor Gerichten oder in der Nähe von Amtsgebäuden.</p> <p>Michael Ilg kennt die Maschen der Täter im Detail. „Die Anrufer sind rhetorisch meist sehr gut geschult“, sagt der 58-Jährige. „Viele der Anrufe kommen aus professionellen Callcentern in Osteuropa oder der Türkei“, so Ilg weiter. Inzwischen greifen die Betrüger auch auf Künstliche Intelligenz zurück: „Auch hier haben wir bereits Auswirkungen festgestellt, dass beispielsweise weinerliche Frauenstimmen eingespielt werden“, berichtet er. Eine computergenerierte Stimme zu entlarven, sei schwierig. Sein Rat: „Legen Sie auf, wenn Ihnen etwas komisch vorkommt und lassen Sie sich nicht nach Vermögensverhältnissen ausfragen.“</p> <p>Um den Betrügern das Handwerk zu legen, setzte die Polizei auf intensive Präventionsarbeit. „Wir versuchen bei der Zielgruppe Senioren regelmäßig wöchentlich bei Seniorenveranstaltungen, die Menschen über solche Betrugsmaschen aufzuklären“, berichtet Ilg. Auch Pflegedienste, Friseure oder Banken würden einbezogen. „Wir briefen mittlerweile sogar die Enkel, wenn sie in der vierten Klasse in der Radfahrausbildung sind. Diesen geben wir Postkarten für die Großeltern mit“, sagt er weiter. Die Jüngsten können also schon früh mithelfen, ihre Oma und ihren Opa zu schützen.</p> <h2>Wie man sich schützen kann</h2> <p>Um sich vor Betrugsmaschen wie Schockanrufen oder Love-Scamming zu schützen, gibt die Polizei klare Empfehlungen. Grundsätzlich gilt: Man sollte niemals seinem Telefondisplay trauen – angezeigte Telefonnummern könnten leicht gefälscht werden. Laut Ilg sollten verdächtige Anrufe sofort beendet werden. Im Zweifel solle man die 110 wählen, anstatt die Rückruftaste zu benutzen.</p> <p>Ilg warnt außerdem: „Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse und lassen Sie sich vom Anrufer nicht unter Druck setzen.“ Geld oder Wertgegenstände sollten niemals an fremde Personen übergeben werden, denn die Polizei verwahre für Bürger weder Bargeld, Schmuck noch Wertgegenstände. Auch Kautionsforderungen werden „von Justizbehörden niemals telefonisch gestellt“, so der Präventionsbeauftragte. Ebenso rät er dazu, dass gerade ältere Menschen ihren Telefonbucheintrag löschen lassen sollten. Denn die Auswahl der potentiellen Opfer erfolge meist über kurze drei- oder viertsellige Telefonnummern.</p> <p>Speziell beim Enkeltrick empfiehlt er: „Lassen Sie den Anrufer selbst den Vornamen sagen und nennen Sie keinesfalls den Vornamen Ihres echten Enkels, wenn Sie danach gefragt werden.“ Wer sich unsicher fühlt, sollte den Kontakt sofort abbrechen und sich an die Polizei wenden. Weitere Tipps und Informationen bietet die Polizeiliche Kriminalprävention unter www.polizei-beratung.de.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Polizei Unfall Eigentumsdelikte Vorbeugung Betrug thema-sicherheit-kriminalitaet]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Wenn der Telefonanruf zur Falle wird: So schützen Sie sich vor Betrügern]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 14:38:08 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bunte Ernte im Hegau: So läuft die Kürbissaison in der Region  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/so-laeuft-die-kuerbissaison-in-der-region;art372461,12500613 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ob auf dem Obsthof Hertle in Stockach oder in der Pestalozzi-Gärtnerei in Wahlwies – überall leuchten jetzt Kürbisse in allen Farben. Die Kürbisbauern ziehen eine positive Bilanz, denn der Trend ist auch hier spürbar.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Ob auf dem Obsthof Hertle in Stockach oder in der Pestalozzi-Gärtnerei in Wahlwies – überall leuchten jetzt Kürbisse in allen Farben. Die Kürbisbauern ziehen eine positive Bilanz, denn der Trend ist auch hier spürbar.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/so-laeuft-die-kuerbissaison-in-der-region;art372461,12500613]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Ob auf dem Obsthof Hertle in Stockach oder in der Pestalozzi-Gärtnerei in Wahlwies – überall leuchten jetzt Kürbisse in allen Farben. Die Kürbisbauern ziehen eine positive Bilanz, denn der Trend ist auch hier spürbar.



        <p>Leuchtend orange, grün und cremefarben reihen sie sich entlang der Höfe: Die Kürbisse haben im Hegau und am Bodensee nun Hochsaison. Wer in diesen Tagen den Obsthof Hertle in Stockach betritt, wird sofort von einer Farbenpracht empfangen. Vor dem Hof ranken sich Kürbisse in allen Formen und Größen, auf den Paletten liegen sie ordentlich gestapelt – vom kleinen Zierkürbis bis zum großen Speisekürbis.</p> <p>Seit 1995 führen Monika und Andreas Hertle den Familienbetrieb in vierter Generation. Heute ist der Hof ein echtes Gemeinschaftswerk, denn auch die Kinder helfen mit: Sophia kümmert sich um Personal, Einkauf und die Auftritte in den sozialen Netzwerken, René ist für Produktion und Ernte zuständig und Adriana übernimmt die Buchhaltung. „Kürbisse gehören bei uns schon sehr, sehr viele Jahre dazu“, erzählt Monika Hertle. „Auch schon im alten Laden wurden vor über zwanzig Jahren selbst angebaute Kürbisse verkauft. Sicherlich nicht in dieser Menge und Größenordnung, aber Kürbisse sind bei uns schon lange Bestandteil“, betont sie weiter.</p> <h2>Kürbistrend auch im Hegau spürbar</h2> <p>Mit dem Bau des neuen Hofladens im Jahr 2009 hat sich die Vielfalt stark erweitert. Auf rund vier Hektar Fläche wachsen heute 128 verschiedene Kürbissorten – von Zier- über Speise- bis hin zu Halloween-Kürbissen zum Schnitzen. „Die Nachfrage ist auch einfach größer geworden“, betont René Hertle. Gerade der Halloween-Trend aus Amerika und die diversen Rezepte mit Kürbissen sind bereits in Deutschland angekommen. Das ist auch bei den Hertles spürbar: „Seit den letzten fünf Jahren kam es, dass die Leute mehr Speisekürbisse kauften. Was man auch merkt, ist, dass die Leute seither deutlich mehr Halloween-Kürbisse holen“, berichten die Hertles.</p> <p>Nicht nur Privatkunden sorgen für Nachfrage, auch Vereine und Städte greifen immer häufiger auf die bunten Früchte zurück. „Es gibt auch immer mehr Vereine, die Kürbisschnitzen anbieten. Oder als letztes Jahr in der Stadt die Kürbisnacht veranstaltet wurde – da bemerken wir schon, dass dann die Nachfrage höher ist“, erzählen sie.</p> <h2>Ausgefallene Sorten</h2> <p>Zu den ausgefallensten Sorten zählt auf dem Obsthof Hertle der Muscat de Provence – ein großer, flachrunder Speisekürbis. „Der sieht vielleicht auf den ersten Blick nicht so schön aus, ist aber vom Geschmack her etwas ganz Besonderes und wird von Gastronomen gezielt nachgefragt“, sagt René Hertle. „Kinder hingegen lieben den Kalebassen-Kürbis. Die kann man trocknen, und dann klingen sie wie Rasseln“, erzählt Adriana.</p> <p>Bei den Speisekürbissen sei der Hokkaido weiterhin ungeschlagen. „Es gibt verschiedene Typen, welche die etwas runder oder flacher sind, dann haben wir die, die man besser lagern kann oder schon früher reif sind“, erläutert René Hertle. Geerntet wird auf ab Anfang August – zunächst die ersten Hokkaidos. Mitte Oktober ist die Ernte meist abgeschlossen, der Rest schmückt den Hof. „Wenn diese kühl, trocken und unbeschädigt gelagert werden, halten die meist noch lange“, sagen sie.</p> <p>Die Ertragsmenge sei in den vergangenen Jahren ähnlich gewesen. „Aber das kann man nicht genau sagen, denn in einem Jahr sind die Kürbisse ein wenig größer oder schwerer“, so René Hertle. „Das Verhältnis Sonne und Wasser muss passen, aber die Bedingungen an sich waren dieses Jahr gut“, sagt er weiter. Auch wenn die Äpfel für den Obsthof Hertle das Standbein bleiben, ist der Kürbis längst mehr als ein Nebenprodukt. „Äpfel sind zwar für uns immer noch unser Hauptgeschäft. Die Kürbisse sind für uns aber ein gutes Produkt, was man nebenbei relativ gut wirtschaften kann und was läuft“, sagt Monika Hertle.</p> <h2>Von der Sortenvielfalt bis zum Fotospot</h2> <p>Neben dem wirtschaftlichen Aspekt spielt aber auch der Erlebnischarakter eine Rolle. „Kürbisse sind auch eine gute Werbung“, so Monika Hertle. Vor dem Hof steht eine Fotokiste, in der Besucher Bilder mit den bunt drapierten Kürbissen machen können. „Viele kommen gezielt, manche sogar kostümiert oder geschminkt. Wir bekommen dann Fotos zugeschickt oder werden in den sozialen Medien verlinkt – das ist schön zu sehen“, erzählt Sophia Hertle.</p> <p>Und auch für die Familie selbst ist die Saison etwas Besonderes: „Für uns ist die Kürbiszeit immer eine sehr schöne Zeit. Wir genießen es, wenn der Hof in dieser Vielfältigkeit geschmückt ist – das macht den Arbeitsalltag für alle noch besonderer“, meinen sie.</p> <h2>Auch in Wahlwies war es ein gutes Kürbisjahr</h2> <p>Ein paar Kilometer weiter, in Wahlwies, zieht auch die Pestalozzi-Gärtnerei, die dem Demeter-Landesverband Baden-Württemberg angehört, eine positive Bilanz. Hier wird nach strengen ökologischen Richtlinien gearbeitet. Neben dem Hofladen beliefert die Gärtnerei auch Wochenmärkte in Konstanz und Radolfzell. „Dieses Jahr war wieder ein gutes Kürbisjahr und wir konnten viel ernten, so wie in den vergangenen Jahren auch“, sagt Lara Sniehotta-Schauenburg, die seit sechs Jahren als Gärtnerin und Gesellin im Betrieb tätig ist. Sie hilft bei der Ernte, der Schädlingskontrolle und der Gewächshauspflege.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Demeter-Richtlinien</span><span>Die Demeter-Richtlinien stehen für biologisch-dynamische Landwirtschaft, die über den ökologischen Standard hinausgeht. Sie fördern die Bodenfruchtbarkeit, artgerechte Tierhaltung und den Verzicht auf synthetische Pestizide sowie Gentechnik. Saatgut, Pflanzen und Verarbeitung sollen möglichst natürlich sein, Zusatzstoffe werden vermieden. Ziel ist ein geschlossener Kreislauf, der Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen gleichermaßen gesund erhält, erklärt Lara Sniehotta-Schauenburg.</span></label></div> <p>Rund 4500 Kürbispflanzen wachsen in diesem Jahr auf de etwa einen halben Hektar großen Acker der Pestalozzi-Gärtnerei. Angebaut werden vier Sorten – drei verschiedene Hokkaido-Typen und der Butternut-Kürbis. „In den vergangenen Jahren hatten wir auch Halloween- und Backkürbisse, diese sind aber nicht so nachgefragt gewesen wie die Speisekürbisse, deshalb haben wir uns auf diese beschränkt“, erklärt sie.</p> <p>Auch hier begann die Ernte im August. „Wir schneiden dabei alle Kürbisse ab, den Strunk lassen wir vertrocknen. Nach und nach werden die Kürbisse vom Acker eingesammelt, gewaschen und gelagert und nach Bedarf an den Hofladen, Großhändler oder Märkte geliefert“, beschreibt sie den Ablauf. Die Bedingungen waren ideal: „Wir hatten dieses Jahr ausreichend Wasser und es wurden wenige Kürbisse angefressen“, betont sie. Wie schon auf dem Obsthof Hertle fällt auch in Wahlwies das Fazit daher positiv aus: Ein stabiles Kürbisjahr mit guten Bedingungen und kräftigen Erträgen.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Garten Nutzpflanzen Agrar-Produkte thema-natur thema-wirtschaft-verbraucher thema-leben-freizeit]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Bunte Ernte im Hegau: So läuft die Kürbissaison in der Region]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 11:57:20 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mietpreisbremse ade? So reagiert die Politik am Bodensee und im Hegau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mietpreisbremse-ade-so-reagiert-die-politik-am-bodensee-und-im-hegau-17-10-25;art372432,12500500 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mietpreisbremse-ade-so-reagiert-die-politik-am-bodensee-und-im-hegau-17-10-25;art372432,12500500]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Die Landesbauministerin schlägt vor, dass die Regulierung der Preise im Kreis Konstanz nicht mehr greifen soll. Das ruft einige Reaktionen der Parteien in der Region hervor. Der Vorschlag wird gemischt aufgenommen.



        <p>Könnte die Mietpreisbremse im Kreis Konstanz bald wegfallen? Wenn es nach dem Vorschlag des baden-württembergischen Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen geht, ist das eine Option. Das Ministerium in Stuttgart hat einen Vorschlag für eine neue Mietpreisbremse auf den Tisch gelegt. Der stößt jedoch bei einigen auf Widerspruch.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/umstrittener-cdu-vorstoss-fallen-konstanz-und-weitere-staedte-in-der-region-aus-der-mietpreisbremse;art416,12498700" target="_blank" title="Umstrittener CDU-Vorstoß: Fallen Konstanz und weitere Städte in der Region aus der Mietpreisbremse?">Denn in einem Gutachten hat das Ministerium von Bauministerin Nicole Razavi (CDU) die Mietmärkte in allen Gemeinden in Baden-Württemberg neu bewerten lassen.</a> In Konstanz und fast allen Gemeinden hier im Kreis hat sich die Situation leicht verbessert, weil mehr gebaut wurde und es jetzt pro Einwohner mehr Wohnungen gibt als bei der vergangenen Bewertung. Nur auf der Reichenau würde die Regel dann noch greifen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Debatte</span><span>Die derzeitige Mietpreisbremse läuft Ende 2025 aus. Nun muss sich die Landesregierung aus Grünen und CDU auf eine neue Regelung einigen. Doch es gibt Streit. Der Vorschlag von Landeswohnministerin Nicole Razavi (CDU) wird von den Grünen blockiert. Denn damit würden weniger Menschen unter die Regelung fallen. Für Mannheim und alle größeren Gemeinden im Kreis Konstanz würde die Mietpreisbremse dann ganz entfallen. Sollte es keine Einigung geben, dann gibt es ab Januar 2026 keine Mietpreisbremse mehr im Land.</span></label></div> <h2>Kritik von der SPD</h2> <p>Doch mit dieser Bewertung sind einige Parteien im Kreis nicht einverstanden. Sie fordern, dass die Mietpreisbremse auch weiterhin in Konstanz gelten muss. Die SPD-Fraktion im Konstanzer Gemeinderat warnt vor den Folgen eines Wegfalls.</p> <p>Mit einer solchen Regelung könnten die Mieten in Konstanz deutlich ansteigen und es werde schwieriger für Mieterinnen und Mieter, sich dagegen zu wehren. „Wenn die Mietpreisbremse fällt, wird Wohnen in Konstanz für viele endgültig zum Luxusgut“, erklärt Jürgen Ruff, Fraktionschef der SPD. Laut der SPD-Fraktion seien die Pläne der Landesregierung unsozial.</p> <p>Auch Frank Ortolf, Landtagskandidat der SPD, kritisiert die Pläne. Die Mietpreisbremse habe in der Vergangenheit Mietsteigerungen abgemildert und Mieterinnen und Mieter geschützt. „Für junge Menschen, Familien und Menschen mit geringem Einkommen ist bezahlbarer Wohnraum essenziell“, so Ortolf.</p> <h2>Wegfall fördert soziale Ungleichheit</h2> <p>Der Kreisverband der Grünen Jugend kritisiert das Vorhaben ebenfalls. Dieses ignoriere die Probleme der Menschen vor Ort, heißt es in einer Mitteilung. „Das Problem der hohen Mieten in Konstanz ist eines, das alle, besonders die Einkommensschwächsten, betrifft“, sagt Lilly Rehm, Kreissprecherin der Grünen Jugend. „Wer in Konstanz wohnt, weiß, wie schwer es ist, eine bezahlbare WG oder gar eine Wohnung zu finden“, meint sie weiter.</p> <p>Der Wohnungsmarkt in Konstanz sei weiterhin angespannt. Daher fordert die Grüne Jugend, dass die Mietpreisbremse weiterhin aufrechterhalten wird. Das Instrument wirke aus ihrer Sicht. Gerade zu Semesterbeginn suchen viele junge Menschen verzweifelt nach einer Wohnung. Der Wegfall der Mietpreisbremse sei daher ein falsches Signal.</p> <p>„In Konstanz herrscht nach wie vor Wohnungsnot“, beklagt die Landtagsabgeordnete Nese Erikli (Grüne). Für viele Konstanzerinnen und Konstanzer wäre der Wegfall eine soziale Katastrophe. „Ich stehe mit alleinerziehenden Eltern, Familien, älteren Menschen, Auszubildenden und vielen anderen in Kontakt, die jetzt schon unter der Situation leiden. Menschen mit kleinem Geldbeutel haben es hier ohnehin schon schwer bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Situation wird sich durch die geplanten Maßnahmen der Bauministerin deutlich verschlechtern.“</p> <p>Und auch der Mieterbund Bodensee zeigt sich wenig erfreut über den Vorschlag der Ministerin. Winfried Kropp, Vorsitzender des Mieterbunds, greift die Pläne, die den ganzen Landkreis betreffen, sogar scharf an: „Wer in Singen Mieterschutz aushöhlt, attackiert vorsätzlich den sozialen Frieden.“ Mit einem Wegfall der Regelung würden wichtige Schutzrechte für Mieterinnen und Mieter ausgehebelt. Dass Reichenau weiterhin unter die Bremse falle, zeige laut Kropp „methodische Unzulänglichkeiten“. Für Kropp sind die Pläne ein Versuch, mit der „Abrissbirne den Mieterschutz im Kreis Konstanz zu zerschlagen.“</p> <h2>CDU fordert mehr Transparenz</h2> <p>Aus Sicht der CDU im Kreis ist mehr Transparenz notwendig. „Es würde zur Versachlichung der Debatte beitragen, wenn das Gutachten veröffentlicht würde“, so Levin Eisenmann von der Konstanzer CDU-Gemeinderatsfraktion gegenüber dem SÜDKURIER. „Bisher scheint das Ergebnis für Konstanz wenig nachvollziehbar zu sein“, erklärt er weiter.</p> <p>Die Diskussion um die Mietpreisbremse dürfe den Blick auf das eigentliche Problem nicht verstellen, so der Stadtrat. Es brauche weniger Debatte und mehr „Bagger und Schaufel“, um den Mietmarkt in Konstanz zu entlasten. Dieser sei auch mit der bisherigen Regelung angespannt gewesen.</p> <h2>Nur ein kurzfristiges Instrument</h2> <p>Die Landtagskandidaten der CDU in der Region, Andrea Gnann und Christoph Stetter, erklären in einer gemeinsamen Mitteilung, dass Wohnraum kein Luxusgut sein darf. Kurzfristig sei die Mietpreisbremse ein wichtiges Instrument, das Entlastung schaffe. Langfristig sei das jedoch keine Lösung. Den Vorschlag von Ministerin Razavi, der unter anderem Konstanz aus der Mietpreisbremse herausnehmen würde, gelte es zu prüfen.</p> <p>Auch sie fordern, dass das Gutachten veröffentlicht wird: „In Konstanz hat sich die Wohnsituation nicht entspannt. Die Mietpreise sind weiterhin hoch, und viele Menschen finden nur schwer bezahlbaren Wohnraum“, erklärt Andrea Gnann, die im Wahlkreis Konstanz für die CDU antritt. „Dass Konstanz aus der Mietpreisbremse herausfallen soll, ist für uns auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar“, heißt es weiter.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Mietpreisbremse ade? So reagiert die Politik am Bodensee und im Hegau]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 11:11:46 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Seehäsle fährt wieder nicht: Stellwerkstörung sorgt für Zugausfälle  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/seehaesle-steht-still-stellwerkstoerung-legt-bahnverkehr-bei-stockach-lahm-16-10-25;art372461,12500473 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein defektes Stellwerk im Bahnhof Stockach sorgt dafür, dass das Seehäsle zwischen Radolfzell und Stockach am Donnerstagvormittag nicht fährt. Ein Ersatzverkehr ist eingerichtet.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Ein defektes Stellwerk im Bahnhof Stockach sorgt dafür, dass das Seehäsle zwischen Radolfzell und Stockach am Donnerstagvormittag nicht fährt. Ein Ersatzverkehr ist eingerichtet.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/seehaesle-steht-still-stellwerkstoerung-legt-bahnverkehr-bei-stockach-lahm-16-10-25;art372461,12500473]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Ein defektes Stellwerk im Bahnhof Stockach sorgt dafür, dass das Seehäsle zwischen Radolfzell und Stockach am Donnerstagvormittag nicht fährt. Ein Ersatzverkehr ist eingerichtet.



        <p>Auf der Strecke von Radolfzell nach Stockach geht mal wieder gar nichts. Am Donnerstagmorgen, 16. Oktober, standen etliche Zugpendler am Gleis und blickten fragend auf die Anzeigentafel: Wegen einer Stellwerkstörung fällt der Zugverkehr aus. Es fährt ein Ersatzbus.</p> <h2>Bahn verwiest auf Informationen in der App</h2> <p>Eine konkrete Nachfrage bei der Pressestelle der Deutschen Bahn wird lediglich mit dem Hinweis auf die Informationen in der Bahn-App quittiert. Dort heißt es, es handelt sich um eine Stellwerkstörung im Bahnhof Stockach. Aus diesem Grund verzögere sich der Bahnverkehr zwischen Stockach und Radolfzell. Welches Stellwerk in Stockach das Problem darstellt, lässt die Bahn dabei offen.</p> <p>Über die Dauer der Störung liegen ebenfalls noch keine Informationen vor. In der Bahn-App wird vorsichtig optimistisch ein Endzeitpunkt der Störung auf Donnerstag, 16. Oktober, um 12 Uhr terminiert. Bahnreisende und Pendler haben demnach mit Verspätungen und Ausfällen zu rechnen.</p> <p>Laut Information der Bahn wurde ein Ersatzverkehr mit einem Bus im Pendelverkehr eingerichtet. Die Busse fahren ab Radolfzell zur Minute 56 und in Stockach zur Minute 21.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Seehäsle pendler Schienenverkehr S-Bahn Eisenbahn thema-verkehr-oepv]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Seehäsle fährt wieder nicht: Stellwerkstörung sorgt für Zugausfälle]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Wed, 15 Oct 2025 16:46:42 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Von 140 auf 40 Kilometer pro Stunde: Mann landet wegen riskantem Fahrmanöver vor Gericht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/41-jaehriger-landet-wegen-riskanten-fahrmanoevern-vor-gericht;art372461,12499945 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein 41-Jähriger soll auf der Strecke zwischen Stockach und dem Kreuz Hegau rücksichtslos gefahren sein. Ein Zeuge zeigte ihn wegen möglicher Nötigung an. Am Ende gehen beide einen Kaffee trinken.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Ein 41-Jähriger soll auf der Strecke zwischen Stockach und dem Kreuz Hegau rücksichtslos gefahren sein. Ein Zeuge zeigte ihn wegen möglicher Nötigung an. Am Ende gehen beide einen Kaffee trinken.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/41-jaehriger-landet-wegen-riskanten-fahrmanoevern-vor-gericht;art372461,12499945]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Ein 41-Jähriger soll auf der Strecke zwischen Stockach und dem Kreuz Hegau rücksichtslos gefahren sein. Ein Zeuge zeigte ihn wegen möglicher Nötigung an. Am Ende gehen beide einen Kaffee trinken.



        <p>Eine riskante Aktion auf der Autobahn hat einen Mann vor das Stockacher Amtsgericht gebracht. Trotz der gefährlichen Manöver kam der Angeklagte mit einer Verwarnung davon. Der 41-Jährige stand wegen mutmaßlicher Nötigung im Straßenverkehr vor Gericht. Ihm wurde vorgeworfen, auf der Strecke zwischen Stockach und dem Kreuz Hegau stark von etwa 140 auf 40 Kilometer pro Stunde abgebremst zu haben und weitere riskante Manöver gefahren zu sein.</p> <h2>Rekonstruktion der Fahrt</h2> <p>Laut der der Anklageschrift spielte sich der Vorfall auf der Strecke zwischen Stockach und dem Kreuz Hegau ab. Ein Zeuge berichtete, er sei auf der linken Spur unterwegs gewesen, als ihm im Rückspiegel ein Fahrzeug auffiel. Dieses sei zügig nach rechts ausgeschert, überholte ihn und scherte anschließend knapp vor ihm wieder ein.</p> <p>Später sei der Zeuge selbst auf die rechte Spur gewechselt. Das vorausfahrende Auto habe den Wechsel mitvollzogen und so stark verzögert, dass der Zeuge seine Geschwindigkeit kurzfristig von rund 140 auf etwa 40 Kilometer pro Stunde reduzieren musste. An der Abfahrt beim Hohentwiel-Tunnel sei der Vorausfahrende zudem über die durchgezogene Linie gefahren, um noch die Ausfahrt zu erreichen. Dabei habe er erneut überholt.</p> <p>Die Summe dieser drei Situationen, wie das enge Einscheren, das starke Abbremsen und das späte Ausscheren an der Abfahrt, habe den Zeugen zur Anzeige bewogen. Er machte bei der Verhandlung deutlich, es gehe ihm weniger um eine Geldstrafe als um das Bewusstsein, dass nicht alle Verkehrsteilnehmer so schnell reagieren könnten. Für ältere oder unsichere Autofahrer könne ein solcher Ablauf leicht in einer Kollision enden. Zugleich räumte er ein, sich an Details nicht mehr vollständig zu erinnern und, dass er eine direkte Aussprache an einer Raststätte sogar bevorzugt hätte.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Was gilt als Nötigung?</span><span>Nach Paragraf 240 des Strafgesetzbuches (StGB) begeht Nötigung, wer jemanden mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung zwingt. Die Tat ist rechtswidrig, wenn das eingesetzte Mittel im Verhältnis zum Ziel als verwerflich gilt. Selbst der Versuch ist strafbar. Es drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. In besonders schweren Fällen liegt der Strafrahmen zwischen sechs Monaten und fünf Jahren.</span></label></div> <p>Der Angeklagte verteidigte sich selbst und bezeichnete das Vorgehen der Ermittlungsbehörden als „fragwürdig“. Er schilderte, die Polizei habe ihn während der Fahrt angerufen und ihm mitgeteilt, er sei nicht länger Zeuge, sondern Beschuldigter, für ihn wirkte das nach dem Motto „einmal vorbestraft, immer vorbestraft“. Wegen bestehender Bewährung legte er Einspruch gegen den Strafbefehl ein, außerdem sei er hoch verschuldet. Laut Polizeiprotokoll verweigerte er zunächst die Angaben und stellte eine Gegenanzeige wegen Verleumdung.</p> <h2>Unfallhergang bleibt vage</h2> <p>Zum konkreten Datum, dem 5. Dezember 2024, erklärte der 41-Jährige, er könne sich nicht mehr erinnern. Der Vorfall liege fast ein Jahr zurück. Beruflich sei er viel unterwegs, nach eigener Darstellung rund 100.000 Kilometer pro Jahr. Oft mit einem Firmenwagen.</p> <p>Das in der Sache relevante Fahrzeug sei zwar auf ihn zugelassen, wer am fraglichen Tag gefahren sei, könne er jedoch nicht sicher sagen. Zur Fahrereigenschaft sagte er: „Vermutlich ich, kann es aber nicht mehr sicher sagen.“ Er betonte, unfallfrei zu sein. Probleme träten allenfalls beim Wechsel vom Automatik-Dienstwagen auf sein Schaltfahrzeug auf.</p> <p>Der Zeuge blieb bei seiner Kernaussage zu den riskanten Fahrmanövern, unterstrich jedoch, dass er keine Bestrafung „um der Strafe willen“ anstrebe. Er habe insgesamt einen positiven Eindruck vom Angeklagten gewonnen und wolle vor allem dafür sensibilisieren, wie schnell andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr geraten könnten.</p> <h2>Vorläufige Einstellung des Verfahrens</h2> <p>Nach Rücksprache zwischen Staatsanwaltschaft und Richterin, auch vor dem Hintergrund, dass der Zeuge den Vorfall nicht mehr als gravierend einstufte, wurde das Verfahren vorläufig eingestellt. Der Angeklagte akzeptierte die Zahlung von 1000 Euro an das Tierheim Überlingen. Beide Seiten stimmten zu und der 41-Jährige entschuldigte sich – obwohl er offenließ, ob er selbst gefahren sei. Nach Verhandlungsende kündigten Zeuge und Angeklagter an, noch gemeinsam einen Kaffee trinken zu gehen.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Polizei Oberbürgermeister Verkehrsdelikte Fahrer Urteil thema-sicherheit-kriminalitaet thema-verkehr-autoverkehr thema-sicherheit-justiz]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Von 140 auf 40 Kilometer pro Stunde: Mann landet wegen riskantem Fahrmanöver vor Gericht]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Wed, 15 Oct 2025 15:12:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bewerten Sie die Gefahr realistisch? Schätzen Sie, wie viele Einbrüche es in Ihrem Wohnort gibt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/baden-wuerttemberg-wie-sicher-ist-ihr-wohnort-schaetzen-sie-wie-viele-einbrueche-es-wirklich-gibt;art417930,12499868 ]]></link>      <description><![CDATA[  10, 50 oder sogar 100? Hier finden Sie heraus, wie viele Einbrüche es in Ihrem Ort in den vergangenen Jahren gab. Forscher sagen: Viele Menschen schätzen das falsch ein.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          10, 50 oder sogar 100? Hier finden Sie heraus, wie viele Einbrüche es in Ihrem Ort in den vergangenen Jahren gab. Forscher sagen: Viele Menschen schätzen das falsch ein.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/baden-wuerttemberg-wie-sicher-ist-ihr-wohnort-schaetzen-sie-wie-viele-einbrueche-es-wirklich-gibt;art417930,12499868]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        10, 50 oder sogar 100? Hier finden Sie heraus, wie viele Einbrüche es in Ihrem Ort in den vergangenen Jahren gab. Forscher sagen: Viele Menschen schätzen das falsch ein.



        <p>Winterzeit und Spätherbst sind Einbrecherzeit. Viele Menschen in der Region fürchten sich davor — nicht ganz ohne Grund.</p> <p>Statistisch stimmt das: Eingebrochen wird ganzjährig, die meisten Einbrüche geschehen aber in den nun anstehenden Monaten. Können Sie einschätzen, wie oft in Ihrem Heimatort eingebrochen wurde? Raten Sie mit, indem Sie einen Ort auswählen und eine Schätzung abgeben. Wir speichern Ihre Angaben nicht.</p> <h2>Schätzen Sie die Einbrüche</h2> <div id="___chart"></div> <h2>Schon das Hören macht Sorge</h2> <p>Haben Sie die Zahl der Einbrüche überschätzt? Falls ja, sind Sie damit nicht allein. Es ist normal, „Gefahren als relativ häufiger einzuschätzen, als sie statistisch auftreten“, sagt Uwe Herwig, Psychiater und stellvertretender Geschäftsführer des Zentrums für Psychiatrie Reichenau (ZfP).</p> <p>Ein Wohnungseinbruch hat zudem eine starke emotionale Komponente. Die eigenen vier Wände sind ein Rückzugsort, ein Raum der Sicherheit, der von Einbrüchen angegriffen wird. Daher schätzen „wir Gefahren oft als wahrscheinlicher ein, als sie sind, da die emotionale Bedeutung sie in unserem Bewusstsein stärker in den Vordergrund rückt“, sagt der Experte.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Warum fürchten wir Einbrüche mehr als Unfälle?</span><span>Es gibt deutlich mehr Opfer von Verkehrsunfällen als von Wohnungseinbrüchen. Dennoch haben die wenigsten Menschen Angst, sich ans Steuer zu setzen.<br /> <br /> Uwe Herwig vom ZfP sagt dazu: „Hier wirkt ein kognitiver Effekt: Gefahren, die wir selbst kontrollieren oder beeinflussen können, machen uns weniger Angst als solche, die uns überraschen oder direkt betreffen. Beim Auto- oder Fahrradfahren haben wir das Steuer selbst in der Hand oder vertrauen jemandem, der es führt. Dadurch fühlen wir uns sicherer.<br /> <br /> Ein Einbruch dagegen wird von anderen verübt. Sie dringen in unsere Privatsphäre ein und nehmen uns die Kontrolle. Das Gefühl, ausgeliefert zu sein, löst Angst aus. Zudem spielt die emotionale Bedeutung eine Rolle: Ein Diebstahl gefährdet uns meist weniger persönlich und greift weniger stark in unsere geschützte Privatsphäre ein.“</span></label></div> <h2>Wichtig für das Überleben</h2> <p>Schon wenn wir im SÜDKURIER von einem Einbruch lesen oder die Polizei eine Kampagne für mehr Einbruchschutz fährt, steigt unsere Aufmerksamkeit. Im städtischen Tratsch vervielfältigen sich einzelne Einbrüche auf wundersame Weise, weil sich die Geschichten stets leicht verändern und im Zweifel auch die Adressen.</p> <p>Hinzu kommt die menschliche Neigung zur Generalisierung — die uns im Laufe unserer Entwicklung einige Vorteile gebracht hat. Es waren einzelne Erfahrungen unserer Vorfahren, die sie teilweise vor großen Gefahren geschützt haben, erklärt Herwig.</p> <h2>Die Zahlen sinken</h2> <p>Insofern scheint es menschlich sinnvoll, sich zu rüsten, auch wenn die Einbruchszahlen rückläufig sind. Was nicht nur an den Coronajahren liegt, in denen es Einbrecher schwer hatten. Schließlich waren die Menschen häufiger zu Hause, die Gelegenheiten zum Einbruch waren seltener. Auch danach liegen die Zahlen unter denen vor der Pandemie.</p> <p>Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Konstanz erklärt das mit erhöhter Aufmerksamkeit. Die Menschen würden heute mehr Wert auf gute Sicherheitssysteme für ihr Zuhause legen.</p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Bewerten Sie die Gefahr realistisch? Schätzen Sie, wie viele Einbrüche es in Ihrem Wohnort gibt]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Wed, 15 Oct 2025 12:41:48 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zeugen gesucht: Unbekannter flüchtet nach Unfall in der Alpenstraße  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/zeugen-gesucht-unbekannter-fluechtet-nach-unfall-in-der-alpenstrasse;art372461,12499794 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bei dem Unfall entstand ein Schaden in Höhe von 2000 Euro.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Bei dem Unfall entstand ein Schaden in Höhe von 2000 Euro.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/zeugen-gesucht-unbekannter-fluechtet-nach-unfall-in-der-alpenstrasse;art372461,12499794]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Bei dem Unfall entstand ein Schaden in Höhe von 2000 Euro.



        <p>Die Polizei sucht laut einer Pressemitteilung nach Zeugen zu einer Unfallflucht, die sich am Dienstagmittag in der Alpenstraße ereignet hat. Im Zeitraum zwischen 12.30 Uhr und 13 Uhr streifte ein Unbekannter demnach einen auf Höhe der Hausnummer 22 geparkten roten Fiat 500 und fuhr anschließend davon, ohne den Unfall anzuzeigen. Dabei sei ein Schaden in Höhe von etwa 2000 Euro entstanden.</p> <p>Sachdienliche Hinweise auf den flüchtigen Verursacher nimmt das Polizeirevier Stockach, Telefon 07771/9391-0, entgegen.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Unfall Polizei Verkehrsdelikte Fahndung Eigentumsdelikte thema-sicherheit-kriminalitaet]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Zeugen gesucht: Unbekannter flüchtet nach Unfall in der Alpenstraße]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Wed, 15 Oct 2025 10:47:29 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mentalkunst, Kabarett und Stimmenvielfalt auf einer Bühne: Das war bei „Stockach lacht“ geboten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/lars-ruth-andrea-volk-und-murzarella-begeistern-bei-stockach-lacht;art372461,12499761 ]]></link>      <description><![CDATA[  Drei preisgekrönte Künstler unterhielten am Samstag rund 300 Zuschauer in der Jahnhalle. Bauchsängerin Murzarella beeindruckte dabei besonders. Auch Mentalist Lars Ruth und Kabarettistin Andrea Volk begeisterten.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Drei preisgekrönte Künstler unterhielten am Samstag rund 300 Zuschauer in der Jahnhalle. Bauchsängerin Murzarella beeindruckte dabei besonders. Auch Mentalist Lars Ruth und Kabarettistin Andrea Volk begeisterten.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/lars-ruth-andrea-volk-und-murzarella-begeistern-bei-stockach-lacht;art372461,12499761]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Drei preisgekrönte Künstler unterhielten am Samstag rund 300 Zuschauer in der Jahnhalle. Bauchsängerin Murzarella beeindruckte dabei besonders. Auch Mentalist Lars Ruth und Kabarettistin Andrea Volk begeisterten.



        <p>Wer zur Comedy-Show „Stockach lacht“ kommt, lässt sich gerne überraschen: Diesmal erlebten rund 300 Besucher in der Jahnhalle den Mentalisten Lars Ruth, die Kabarettistin Andrea Volk sowie die Bauchrednerin und Bauchsängerin Murzarella – drei preisgekrönte Künstler, die das Publikum mit ihren unterschiedlichen Darbietungen unterhielten, zum Lachen und Staunen brachten.</p> <p>Lars Ruth eröffnete das Programm und leitete später zu seinen beiden Künstlerkolleginnen über. Man habe ihm gesagt, Stockach sei „das Brasilien Baden-Württembergs“, begann er. Ganz so entspannt waren die Zuschauer allerdings nicht, denn als er Freiwillige für ein Spiel suchte, kassierte er zunächst zwei Absagen.</p> <p>Dabei hatte er noch hervorgehoben, er wolle mit seinen Experimenten niemand vorführen oder lächerlich machen, sondern allen eine Freude bereiten. Locker ergänzte er: „Wir sind heute eine relativ kleine Gruppe, das heißt, jeder kommt zweimal dran.“</p> <h2>Gedankenleser begeistert Publikum</h2> <p>Ruth verblüffte unter anderem damit, dass er ein Hauptwort erkannte, welches eine Person aus dem Publikum aus einem von drei Büchern ausgewählt hatte. Später weihte er die Besucher in die Kunst des Gedankenlesens ein – das dachte zumindest die Zuschauerin, die sich für diese Nummer auf der Bühne befand. Sie sollte an eine Zahl von eins bis sechs denken, einen Spielwürfel mit dieser Augenzahl nach oben auf einen Tisch legen und einen Becher darüber stellen. Verdeckt zeigte Lars Ruth dem Publikum die von ihm korrekt erkannte Zahl und alle riefen diese der erstaunten Kandidatin zu.</p> <p>Andrea Volk stellte gleich zu Beginn fest, „die kulturelle Speerspitze vom Bodensee“ sei an diesem Abend vollständig versammelt. Pointiert nahm sie den Büroalltag auf die Schippe und sprach unverblümt über (fiktive) Kollegen mit speziellen Eigenarten. Für die Arbeit im sogenannten Open Space, der eigentlich das bekannte Großraumbüro sei, in dem allerdings jeder täglich gucken müsse, wo ein Platz frei ist, hatte sie einen Praxistipp: Man tue sich am besten mit einer Kollegin oder einem Kollegen zusammen. Wer zuerst ankomme, lege zum Reservieren ein Handtuch über zwei Schreibtische – ganz wie bei den Liegen am Pool.</p> <p>Ihre Charaktere erinnerten die Zuschauer offenbar an eigene Kollegen. Auch Begriffe wie „Zielvereinbarungsgespräch“ oder die Notwendigkeit, für jeden Vorgang „ein Ticket aufzumachen“, kamen vielen bekannt vor. Immer wieder wurde gelacht und geklatscht.</p> <h2>Bauchrednerin mit Stimmenvielfalt</h2> <p>Nach der Pause, in der die Hänsele, eine Gliederung des Stockacher Narrengerichts, die Gäste mit Getränken versorgten, betrat Sabine Murza alias Murzarella die Bühne. Doch sie kam nicht allein, sondern mit der Puppe Frau Adelheid. Der kapriziösen Diva lieh die Bauchsängerin ihre Stimme für Mozarts Arie „Königin der Nacht“.</p> <p>Auch anderen Puppen hauchte sie scheinbar mit Leichtigkeit Leben ein und begab sich mit ihnen in witzige Dialoge. Erst röhrte Kalle, eine Kanalratte aus Wanne-Eickel, „Highway to Hell“, dann kam Löwin Leonie zu Wort und stimmte in höchsten Tönen „Baby One More Time“ an. Auch der freche Kakadu Dudu wollte unbedingt ein Lied zum Besten geben und trug zum Ärger von Murzarella „Atemlos“ vor – das Stück wolle das Publikum nämlich hören.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Kleinkunstreihe geht weiter</span><span>Als örtlicher Beitrag im Rahmen der Kleinkunstreihe treten nach 2016 und 2023 zum dritten Mal die Wahlwieser Kisten(r)hocker und die Laienspielgruppe Stockach gemeinsam auf. An den Samstagen 8. November und 15. November beginnt die Veranstaltung im Bürgerhaus Adler Post um 20 Uhr, am Sonntag, 16. November, um 19 Uhr. Geboten wird ein kurzweiliger Abend mit einer Mischung aus Sketchen und Vorträgen in heimischer Mundart sowie handgemachter Musik. Der Eintritt kostet je nach Kategorie 13 oder neun Euro. Schüler und Studenten zahlen sechs Euro. Karten gibt es unter <a href="https://tickets.stockach.de/produkte" target="_blank" title="" rel="noopener">www.tickets.stockach.de</a>.</span></label></div> <p>In der Schlussnummer sang die Sängerin im Wechsel mit zwei Puppen und wurde für ihre Stimmgewalt und die unglaubliche gesangliche Vielfalt mit viel Applaus belohnt. Die Kommentare einiger Besucher, wie „sagenhaft“, „wow“, „der Hammer“ oder „super“, drückten die Bewunderung für ihre perfekte Darbietung aus.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Kleinkunst Auftritt Veranstaltungen thema-kultur-theater thema-leer thema-heimat-veranstaltung-ortsgeschehen]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Mentalkunst, Kabarett und Stimmenvielfalt auf einer Bühne: Das war bei „Stockach lacht“ geboten]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Tue, 14 Oct 2025 18:22:16 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schottischer Stolz im Hegau: Highland-Bulle aus Mindersdorf wird Bundessieger  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hohenfels/schottischer-stolz-im-hegau-highland-bulle-aus-mindersdorf-wird-bundessieger;art372444,12499440 ]]></link>      <description><![CDATA[  Vater und Sohn Jamrog züchten mit Leidenschaft Schottische Hochlandrinder. Ihr Bulle Alexander wurde bei der Bundesschau zum Bundessieger gekürt. "Wir können auf jeden Fall mit den Schotten mithalten", sagen die Züchter.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Vater und Sohn Jamrog züchten mit Leidenschaft Schottische Hochlandrinder. Ihr Bulle Alexander wurde bei der Bundesschau zum Bundessieger gekürt. "Wir können auf jeden Fall mit den Schotten mithalten", sagen die Züchter.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/hohenfels/schottischer-stolz-im-hegau-highland-bulle-aus-mindersdorf-wird-bundessieger;art372444,12499440]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Vater und Sohn Jamrog züchten mit Leidenschaft Schottische Hochlandrinder. Ihr Bulle Alexander wurde bei der Bundesschau zum Bundessieger gekürt. "Wir können auf jeden Fall mit den Schotten mithalten", sagen die Züchter.



        <p>Wenn Rolf und Florian Jamrog über ihre Schottischen Hochlandrinder sprechen, leuchten ihre Augen. Zwischen sattem Gras, alten Obstbäumen und der friedlichen Stille der Hegau-Landschaft steht ihre kleine Herde – 18 Tiere mit zotteligem Fell, kräftigen Hörnern und einem Blick, der gleichzeitig sanft und stolz wirkt. Auf insgesamt zehn Hektar Weideland rund um Mindersdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Hohenfels, leben ihre Highland Cattle – und für Vater und Sohn ist die Zucht längst mehr als nur ein Hobby.</p> <p>„Die Rinder faszinieren mich jeden Tag“, sagt Rolf Jamrog. Der 58-Jährige arbeitet hauptberuflich als Lkw-Fahrer, doch seine wahre Leidenschaft steht auf der Weide hinter dem Haus. Seit rund fünf Jahren widmen sich die Jamrogs der Zucht der Schottischen Hochlandrinder. Davor waren es Galloways – eine ebenfalls robuste Rasse, jedoch ohne Hörner. „Das ist der einzige spürbare Unterschied zwischen den Rindern“, erklärt Sohn Florian, der hauptberuflich als Anwendungstechniker arbeitet.</p> <p>Aufgeteilt auf mehrere Parzellen grasen der Bulle und 17 Kühe ganzjährig im Freien. Ein Stall ist überflüssig – die Tiere trotzen Wind und Wetter. „Die Hitze macht den Tieren mehr aus als die Kälte“, sagt Rolf Jamrog. „Ein Highland Cattle kann ein Kalb bei minus 20 Grad bekommen. Sie können nicht richtig frieren – das lange Fell isoliert so gut, dass ihnen Kälte kaum etwas ausmacht“, erklärt er weiter.</p> <p>Die Jamrogs schätzen nicht nur die Robustheit ihrer Rinder, sondern auch die Ruhe, die sie ausstrahlen. „Wenn man selber mal unter Strom steht, strahlen die Tiere eine unglaubliche Gelassenheit aus und geben einem auch viel zurück“, erzählt Sohn Florian. Nach Feierabend geht es für beide meist direkt auf die Weide. Kontrollgänge, Zaunreparaturen, ein Blick auf den Nachwuchs und im Winter müssen die Tiere zugefüttert werden. „Das ist unser Ausgleich zum Alltag“, erzählen die beiden.</p> <h2>Familienleidenschaft für schottische Hochlandrinder</h2> <p>Rolf Jamrog ist bekennender Schottland-Fan. Seine Leidenschaft für schottische Rinder begann vor mehr als 30 Jahren – ausgelöst durch einen Film. „Die schönste Kuh der Welt“, welcher in Schottland spielt, brachte ihn auf die Idee, selbst Rinder zu züchten. „Das war ein Film, der mich einfach festgehalten und gefesselt hat“, erinnert er sich. Die Liebe und Faszination zu den robusten schottischen Rinderrassen ließ ihn seither nicht mehr los.</p> <p>Heute verbindet Vater und Sohn mehr als nur die Arbeit mit den Rindern. Florian Jamrog wuchs mit den Tieren auf und half als Kind schon viel auf der Weide mit – für ihn war klar, dass er die Zucht gemeinsam mit seinem Vater fortführt. Unter dem Namen „Highland Cattle vom Hohenfels“ betreiben sie ihre kleine Zuchtgemeinschaft.</p> <h2>Bulle Alexander wird Bundessieger</h2> <p>Der größte Erfolg der beiden kam in diesem Jahr: Ihr drei Jahre alter Zuchtbulle „Alexander der Siebte vom Kiebitzmoor“ wurde bei der diesjährigen Bundesschau im hessischen Alsfeld zum Bundessieger gekürt. Ein Triumph, den selbst erfahrene Züchter nur selten erleben.</p> <p>„Richter aus Schottland bewerten dort die Tiere, und egal ob man gewinnt oder nicht – es macht einen stolz, die eigene Zuchtarbeit präsentieren zu dürfen“, erzählt Sohn Florian. Der schottische Preisrichter Matthew Auld aus Glasgow wählte Alexander unter rund 100 Rindern aus ganz Deutschland aus.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So wird bewertet</span><span>Bei der Bundesschau laufen vier bis fünf schottische Hochlandrinder gleichzeitig im Ring, getrennt nach Geschlecht. „Der Richter steht dabei in der Mitte und achtet auf Gangwerk, Hornstellung, Körperbau und Fellqualität“, erklärt Florian Jamrog. Nach jedem Durchgang wird das beste Tier eines Rings, das 1A-Tier, ausgewählt. „Bei Alexander waren es sechs Ringe – und unter den 1A-Tieren konnte er sich schließlich durchsetzen“, erzählen Vater und Sohn. Der Erfolg liegt bei Alexander in der Familie: Schon seine Mutter und sein Vater waren erfolgreiche Schautiere. Auch einige seiner Halbgeschwister wurden bereits Bundessieger.</span></label></div> <h2>Monatelanges Training</h2> <p>Damit Alexander bei der Schau glänzen konnte, war monatelange Vorbereitung nötig. „Etwa sechs Wochen vorher ging es mit den Vorbereitungen los“, erklärt Rolf Jamrog. „Da bekommt das Tier spezielles Futter mit mehr Vitaminen, wird gebürstet und mit speziellem Shampoo gewaschen – extra mitgebracht aus Schottland“, sagt er weiter. Selbst an Geräusche wie Applaus oder Lautsprecher wurde der Bulle gewöhnt – mit Radiomusik auf der Weide. „Auch die Hörner haben wir extra vor dem Wettbewerb mit Öl poliert, damit sie glänzten“, berichten die beiden.</p> <p>Die Anreise nach Hessen zur Bundesschau war alles andere als entspannt. „Für 470 Kilometer haben wir acht Stunden gebraucht – ein Stau nach dem anderen. Fast hätten wir die Schau verpasst, doch am Ende hat doch alles geklappt“, erzählen sie weiter. Nach dem Sieg wurde gefeiert – gemeinsam mit anderen Züchtern und Zuschauern. „In einer halben Stunde waren vier Flaschen Whisky leer. Ganz viele haben sich mit uns gefreut – das war ein schöner Moment“, erinnern sie sich.</p> <p>Finanziell lohnt sich der Aufwand hingegen kaum. „Man gewinnt kein Geld – nur Anerkennung und den Pokal“, sagen sie. Aber der Bundessieg steigere den Wert der Nachzucht und bringe Reputation in der Szene. Alexander soll vorerst aber in Mindersdorf bleiben. „In drei bis fünf Jahren wird er eventuell weiterverkauft – aber schlachten würden wir ihn nie, es sei denn, er wird krank“, so Rolf Jamrog.</p> <h2>Zucht aus Leidenschaft, nicht wegen des Geldes</h2> <p>Das Züchterleben ist arbeitsintensiv – aber bei den Jamrogs kein Geschäft. „Wenn man nur rechnet, was unter dem Strich herauskommt, bleibt null übrig“, sagen die beiden offen. „Man muss es aus purer Überzeugung und Leidenschaft machen, sonst kann man es lassen“, sind sie sicher. Pro Jahr werden zwei bis drei Tiere geschlachtet, meist für den Eigenbedarf oder um sie im kleinen Kreis zu verkaufen. Die Fleischproduktion bleibt Nebensache. Im Vordergrund stehe weiterhin die Zucht und der Erhalt der Rasse.</p> <p>Ab 2026 soll die Weidefläche erweitert werden – ein Teil davon als Naturschutzbeweidung. „Aber ansonsten darf es gern so bleiben, wie es ist“, meint Florian Jamrog. Das nächste Ziel ist bereits gesetzt: Den Bundespokal dauerhaft nach Hohenfels holen. Dafür müsste Alexander oder sein Nachfolger drei Jahre in Folge gewinnen – etwas, das bislang noch keinem Züchter gelungen ist. „Wir würden sagen, wir können da auf jeden Fall bei der Highland Cattle Zucht mit den Schotten mithalten“, sagen die Jamrogs stolz.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Schottischer Stolz im Hegau: Highland-Bulle aus Mindersdorf wird Bundessieger]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Tue, 14 Oct 2025 16:28:09 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zwischen Zeitdruck und Lebensgefahr: Wie das "Karottenballett" die B31 fit hält  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/karottenballett-auf-der-b31-wie-strassenarbeiter-taeglich-ihr-leben-riskieren-19-10-25;art372495,12499262 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sechs Mähfahrzeuge, 33 Männer, wenig Platz: Die Straßenmeisterei säubert und repariert aktuell die Strecke zwischen Überlingen und Stockach. Doch viele Autofahrer sind wegen der Arbeiten vor allem eines: genervt.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Sechs Mähfahrzeuge, 33 Männer, wenig Platz: Die Straßenmeisterei säubert und repariert aktuell die Strecke zwischen Überlingen und Stockach. Doch viele Autofahrer sind wegen der Arbeiten vor allem eines: genervt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/karottenballett-auf-der-b31-wie-strassenarbeiter-taeglich-ihr-leben-riskieren-19-10-25;art372495,12499262]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Sechs Mähfahrzeuge, 33 Männer, wenig Platz: Die Straßenmeisterei säubert und repariert aktuell die Strecke zwischen Überlingen und Stockach. Doch viele Autofahrer sind wegen der Arbeiten vor allem eines: genervt.



        <p>Sie bewegen sich im Takt auf der B31 und vollziehen ein präzises Zusammenspiel auf engem Raum, während Lastwagen im Halbmeterabstand vorbeidonnern. Im Wiener Schmäh werden die Straßenarbeiter liebevoll „Karottenballett“ genannt – ein Begriff, über den Michael Martin lächelt. Doch der Job, den seine Kollegen an diesem Tag erledigen, ist alles andere als leichtfüßig. „Ein Schritt kann der letzte sein“, sagt der Leiter der Straßenmeisterei Überlingen. Lastwagen donnern mit 70 oder 80 Stundenkilometern vorbei, manchmal mit kaum einem Meter Abstand.</p> <p>Zweimal im Jahr, jeweils im Frühjahr und Herbst, steht auf der B31-neu zwischen Überlingen und Stockach eine Generalpflege an. Auf einer Strecke von 10,5 Kilometern werden sämtliche Arbeiten gebündelt: Mäharbeiten, Gehölzpflege, das Freilegen von Entwässerungsschächten und Verkehrszeichen, der Austausch beschädigter Leitpfosten und kleinere Sanierungen an der Fahrbahn. Auch Brücken und Grünbrücken werden gereinigt, Moos aus den Fugen gekratzt, Wildschutzzäune kontrolliert.</p> <h2>Straßenmeisterei auf der B31: „Wir machen das ja für die Verkehrsteilnehmer“</h2> <p>Michael Martin koordiniert den Einsatz. Ihm ist es wichtig, die Öffentlichkeit ins Bild zu setzen. Er hebt die Stimme gegen den Verkehrslärm: „Wenn die Leute wegen eines Unfalls im Stau stecken, reagieren sie gelassen. Wenn sie wegen uns im Stau stehen, werden sie sauer. Dabei sorgen wir nur dafür, dass es keine Unfälle gibt.“</p> <p>An diesem Tag sind die Mitarbeiter der Straßenmeistereien Überlingen und Konstanz gemeinsam im Einsatz. Zwei Tage lang sichern sie die Bundesstraße – die Fahrbahn Richtung Stockach ist gesperrt, der Verkehr in Gegenrichtung wird an den Arbeitern vorbeigeleitet. „Wir machen das ja für die Verkehrsteilnehmer“, sagt Martin. „Damit die Entwässerung funktioniert, keine Äste in die Fahrbahn ragen und die Straße sicher bleibt.“</p> <h2>Autofahrer werden im Vorfeld informiert</h2> <p>Die Arbeiten werden im Vorfeld breit angekündigt – mit Pressemitteilungen, auf Social Media und über Infotafeln an der Strecke. „Mehr Information können wir kaum bieten“, sagt Martin. „Und am Ende profitieren ja alle davon, wenn die Straße sicher bleibt.“</p> <p>Michael Martin leitet seit 2021 die Straßenmeisterei Überlingen. „Viele wissen gar nicht, was wir alles machen“, sagt er. „Für die meisten sind wir nur die, die Stau verursachen. Aber ohne unsere Arbeit wäre die Straße bald nicht mehr befahrbar.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Hintergrund B31 und Straßenmeisterei</span><span>Insgesamt sind am 14. und 15. Oktober 33 Beschäftigte der Straßenmeistereien Überlingen und Konstanz bei den Arbeiten beteiligt. Die Straßenmeisterei betreut im Regelbetrieb ein Streckennetz von 216 Kilometern an Bundes- und Kreisstraßen. Der Verkehr auf der B31 zählt täglich im Schnitt über 22.000 Fahrzeuge, darunter knapp 3000 Lkw. Während der Arbeiten wird die Fahrtrichtung Überlingen–Stockach gesperrt, der Verkehr in Gegenrichtung vorbeigeleitet. Die Umleitung führt über Aufkirch, die alte B31 und Sipplingen nach Ludwigshafen.</span></label></div> <h2>Autofahrer ignorieren Absperrungen</h2> <p>Dabei erleben die Straßenwärter immer wieder, dass Autofahrer Absperrungen ignorieren oder umfahren. „Manche haben kein Interesse mehr an Beschilderung“, sagt Martin. „Darum stellen wir zusätzlich zu den Schranken noch Hütchen auf, um sie wirklich zu stoppen.“</p> <p>Oft müssen sich seine Männer (aktuell arbeiten keine Frauen in der Überlinger Straßenmeisterei) auch Beschimpfungen gefallen lassen. „Wir werden gefragt, warum wir das ausgerechnet jetzt und nicht nachts machen“, erzählt Martin. „Aber mit Stirnlampe Mäharbeiten erledigen? Das wäre zu gefährlich.“</p> <p>Deshalb bündeln die Straßenmeistereien ihre Arbeiten in zwei konzentrierte Einsätze pro Jahr. „Unsere Leute haben Familien, und wir wollen niemanden gefährden. Wir sind froh, wenn alle abends gesund wieder heimkommen.“</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Zwischen Zeitdruck und Lebensgefahr: Wie das "Karottenballett" die B31 fit hält]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item><item>
      <pubDate>Tue, 14 Oct 2025 15:01:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Im Katastrophenfall sind sie gewappnet: Übung „Blauer Oktober“ des THW simuliert Waldbrand  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/uebung-blauer-oktober-des-thw-simuliert-waldbrand;art372461,12499218 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Technische Hilfswerk Stockach konzentriert sich bei der Katastrophenschutzübung auf realitätsnahe Szenarien und großflächige Krisen wie Naturereignisse oder hybride Gefahrenlagen. Und hat Hilfe aus dem Landkreis.  ]]></description>
      <content:encoded>
        <![CDATA[
          Das Technische Hilfswerk Stockach konzentriert sich bei der Katastrophenschutzübung auf realitätsnahe Szenarien und großflächige Krisen wie Naturereignisse oder hybride Gefahrenlagen. Und hat Hilfe aus dem Landkreis.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/uebung-blauer-oktober-des-thw-simuliert-waldbrand;art372461,12499218]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        Das Technische Hilfswerk Stockach konzentriert sich bei der Katastrophenschutzübung auf realitätsnahe Szenarien und großflächige Krisen wie Naturereignisse oder hybride Gefahrenlagen. Und hat Hilfe aus dem Landkreis.



        <p>Europa fühlt sich lange nicht mehr so sicher an, wie es einmal war. Die sicherheitspolitische Lage hat sich mit dem andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine grundlegend verändert. Spätestens seit Februar 2022 wurde deutlich, dass auch Deutschland seine Strukturen im Zivil- und Katastrophenschutz stärken und an neue Herausforderungen anpassen muss.</p> <p>Der Ortsverband Stockach des Technischen Hilfswerks (THW) hat deshalb zu seiner diesjährigen Katastrophenschutzübung „Blauer Oktober“ in Stockach die Ortsverbände Singen, Radolfzell und Konstanz eingeladen. Ziel war die praktische Erprobung und Stärkung der gemeinsamen Reaktionsfähigkeit im Falle großflächiger Krisen – sei es durch militärische Bedrohungen, hybride Gefahrenlagen oder Schadenslagen in Folge von Naturereignissen.</p> <h2>Übungsszenario ist ein Waldbrand bei Stockach</h2> <p>Mit gleich mehreren realistischen Szenarien trainierten die Retter ihre Fähigkeiten und zeigten, wie gut Abläufe eingespielt sind. Die erste Übung fand auf dem alten ZG-Gelände statt. Inhalte waren das Retten aus Höhen und Tiefen – immer unter Berücksichtigung der eigenen Sicherheit. Angenommen wurde ein Waldbrand um Stockach.</p> <p>Die Beschreibung lautete: „Die Brände sind noch entfernt und bedrohen nicht die Stadt selbst, allerdings werden Maßnahmen getroffen, die Stadt und ihre Anwohner zu schützen. Momentan steht der Wind noch günstig, dieser soll aber gegen Nachmittag drehen, sodass sich die Brände weiter Richtung Stadtgebiet ausbreiten würden. Das THW wurde zur Unterstützung der Feuerwehren, welche bereits im Einsatz sind, angefordert.“</p> <p>Eine Bergungsgruppe wurde beauftragt, beim Verladen der Kulturgüter, die in einem der Gebäude gelagert waren, zu unterstützen. Einige Minuten nach deren Ankunft sollte ein Verletzter, der sich auf den Gitterrosten des Silos befand, auf sich aufmerksam machen. Die Bergungsgruppe sollte dies melden und sich Zugang zum Gelände verschaffen. Von dem Verletzten sollten sie dann erfahren, dass sich weitere Personen in den übrigen Gebäuden aufhalten. Als die Beobachter eintrafen, lief nach der Rettung des ersten Verletzten gerade die weitere Erkundung.</p> <h2>Gebäude wurde für das Training präpariert</h2> <p>In den Übungsgebäuden hatten die Ausrichter „unüberwindbare Bereiche“ mit Flatterband abgesperrt. Übungsleiter Christian Fletterich erklärte, die Treppe nach oben sei nicht nutzbar und man habe ein Loch in der Decke extra mit Holz verschlossen, damit sich die Übenden realistisch einen Zugang durch die Decke schaffen konnten. Mit einer Nebelmaschine wurde dichter Rauch simuliert, sodass auch Atemschutzgeräteträger zum Einsatz kamen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Über das Technische Hilfswerk</span><span>Das Technische Hilfswerk (THW) ist eine Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes mit insgesamt rund 80.000 ehrenamtlichen Einsatzkräften in 668 Ortsverbänden. Es beschäftigt etwa 1800 Hauptamtliche in 66 Regionalstellen. Das THW verfügt über rund 10.000 Fahrzeuge und Anhänger und wird in Deutschland jährlich etwa 10.000 Mal eingesetzt. Der Ortsverband Stockach wird von Frank Schilling geleitet. Hier gibt es 30 aktive, einsatzfähige Helfer, die etwa 12.000 Dienst- und Einsatzstunden pro Jahr leisten. Wie in nahezu jedem Ortsverband hat Stockach auch eine Jugendgruppe. Aktuell sind 40 Junghelfer von sechs bis 17 Jahren dabei. Für die Gruppe gibt es derzeit einen Aufnahmestopp. <a href="http://www.thw-stockach.de" target="_blank" title="" rel="noopener">Mehr Informationen unter www.thw-stockach.de.</a></span></label></div> <p>Auch bei der zweiten Übungsstelle, einer früheren Gärtnerei mit angegliedertem Wohnhaus, ging es um die Rettung aus Höhen und Tiefen sowie zusätzlich um das Sichern des einsturzgefährdeten Gebäudes. Die Übungsannahme lautete: „Anwohner melden, dass sich Personen in dem abgesperrten Abrisshaus befinden und Hilferufe hörbar sind. Eine Bergungsgruppe bekommt den Auftrag, die Lage zu erkunden.“ Übungsleiter Daniel Tresp erläuterte, geübt werde nach Erkundung der Lage die Rettung der Personen, die hier – so das Szenario – nur von außen über eine Leiter möglich sei. Die Verletzten im Haus, es handelte sich um Puppen, wurden sicher aus dem ersten und zweiten Stock gerettet.</p> <h2>Löschwasser für den Waldbrand aus der Mahlspürer Aach</h2> <p>An der dritten Übungsstelle im Osterholz nahe dem Eisweiher ging es um eine Löschwasserbereitstellung. Drei Fachgruppen Notversorgung und Notinstandsetzung (diese stellen sicher, dass die THW-Einheiten in Einsatzlagen über einen längeren Zeitraum autark arbeiten können) sollten eine Wasserförderung mit mindestens 800 Litern pro Minute von der Mahlspürer Aach bis kurz vor dem Waldkindergarten Stockach ausbauen. Dort sollte die Feuerwehr dann Wasser entnehmen und das Löschen/Wässern des Waldes simulieren. Die Abnahme sollte mindestens 30 Minuten lang erfolgen.</p> <p>Die Herausforderung bestand darin, das Wasser von unten über eine längere Strecke durch den Wald nach oben zu pumpen. Dafür musste die Stromversorgung organisiert und Zwischenbecken geschaffen werden. Schläuche leiteten das Wasser zunächst in ein natürliches Wasserbecken, das mit einer Plane ausgelegt worden war. Von dort wurde es später in einen faltbaren Zwischenbehälter und in einen aus Paletten und einer Plane provisorisch gebauten Behälter gepumpt. Auch bei dieser Übung ging es darum, mit den Kollegen anderer Ortsverbände zusammenzuarbeiten und die bestmöglichen Lösungen für die Übungsaufgaben zu finden.</p> <h2>140 Teilnehmende bei Aktion „Blauer Oktober“</h2> <p>Über die Umsetzung und eventuelle andere Lösungsideen sprachen die Übenden und Beobachter beim anschließenden Mittagessen im THW-Gebäude in der Höllstraße. Insgesamt waren rund 140 Personen beim „Blauen Oktober“ aktiv: Am Übungsgeschehen nahmen neben jeweils rund zwanzig Mitgliedern der drei Ortsverbände aus dem Landkreis Konstanz auch zehn Mitglieder der Einsatzeinheit KN2 des Deutschen Roten Kreuzes und drei Personen vom Zivilschutz des Kantons Zürich teil.</p> <p>21 Stockacher THW-Mitglieder waren Ausrichter und Beobachter der drei Szenarien, vier Personen aus der Stockacher THW-Jugend fungierten als Verletztendarsteller und fünf Mitglieder des THW Ortverbands Konstanz sorgten für die mittägliche Verpflegung aller Teilnehmer. Auch Patricia Grünheit, Leiterin der THW-Regionalstelle in Villingen-Schwenningen, und Vertreter der Feuerwehr, darunter Uwe Hartmann, Kommandant der Feuerwehr Stockach und stellvertretender Kreisbrandmeister, informierten sich über die Leistungsfähigkeit des THW.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Feuerwehr Unfall Rettungswesen Katastrophenschutz thema-sicherheit-blaulicht thema-sicherheit-blaulicht-katastrophe thema-sicherheit-blaulicht-unfall]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Stockach]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Im Katastrophenfall sind sie gewappnet: Übung „Blauer Oktober“ des THW simuliert Waldbrand]]></dc:rights>
      <!-- //IPHONE -->

    </item></channel>
</rss>