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    <title>suedkurier.de - Überlingen</title>
    <link>https://www.suedkurier.de/</link>
    <language>de-DE</language>
    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 07:45:22 +0100</pubDate>
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      <title>suedkurier.de</title>
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      <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 05:07:38 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mit Tanz die Seele berühren  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/mit-tanz-die-seele-beruehren;art372495,12512291 ]]></link>      <description><![CDATA[  <ul> <li>Rund 100 Mitwirkende proben für Tanztheater</li> <li>Wie sie Verständnis für ihre Rollen entwickeln</li> <li>Es geht um Alice und das verlorene Wunderland</li> </ul>  ]]></description>
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          <ul> <li>Rund 100 Mitwirkende proben für Tanztheater</li> <li>Wie sie Verständnis für ihre Rollen entwickeln</li> <li>Es geht um Alice und das verlorene Wunderland</li> </ul><br>
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        <ul> <li>Rund 100 Mitwirkende proben für Tanztheater</li> <li>Wie sie Verständnis für ihre Rollen entwickeln</li> <li>Es geht um Alice und das verlorene Wunderland</li> </ul>



        <p><strong>Überlingen</strong> Bewegung, Leidenschaft und Schauspielfreude vereinen sich am Samstag, 15. November, wenn die MPDA Dance Academy Überlingen das Tanztheater „Alice und das verlorene Wunderland“ präsentiert. Die Aufführung, finanziert vom Förderverein „Freunde der Musicalschule Bodensee e.V.“, findet um 17 Uhr im Saal der Freien Waldorfschule Überlingen statt. Rund 100 Mitwirkende aus Tanz- und Schauspielkursen stehen an diesem Abend auf der Bühne.</p> <p>Die Inspiration für das Stück stammt aus dem Disney-Film Alice im Wunderland. „Ich selbst bin mit den alten Disney-Filmen aufgewachsen und habe sie geliebt“, erzählt Scarlett Mattka. Die gebürtige Kölnerin ist am Gardasee groß geworden und seit jeher begeisterte Tänzerin. Seit 2020 leitet sie die Dance Academy und ist auch bei der diesjährigen Aufführung für die Tanzelemente verantwortlich. „Die Musik ist ein wichtiger Bestandteil der Choreografien. Ich frage mich: Was berührt meine Seele? Und plötzlich habe ich 1000 verrückte Ideen“, erklärt sie.</p> <p>Jeder Tanzblock erhält seine eigene Stimmung und Aussagekraft. Als Vorbereitung veranstaltete die Tanzlehrerin einen Filmeabend, um den jüngeren Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Geschichte von Alice im Wunderland näherzubringen. „Viele kannten den Film gar nicht. Jetzt verstehen sie die Figuren viel tiefer, das kann man auch gut an der Performance erkennen“, erläutert Mattka.</p> <p>Anny de Silva ist für die dramaturgische Leitung des Stücks verantwortlich und verbindet die Choreografien mit passenden Szenen. De Silva hat in München ihr Schauspielstudium abgeschlossen und seitdem Theater gespielt. Seit einigen Jahren stellt sie in der Bodenseeregion Projekte, sowohl mit Jugendlichen als auch mit Erwachsenen, auf die Beine und schreibt dafür eigene Theaterstücke.</p> <p>„Man muss den Kindern und Jugendlichen erst Zugang zu ihrer Figur verschaffen“, erklärt de Silva, „das ist ein gemeinsames Entwickeln. Ich gebe Impulse, aber die Schüler sollen auch ihre eigene Kreativität einbringen.“ Die Schülerinnen und Schüler lachen während einer Schauspielprobe, korrigieren und helfen sich gegenseitig, sind gleichzeitig aber auch hoch konzentriert. „Mir ist am Ende wichtig, dass das Publikum mit einem guten Gefühl rausgeht“, sagt die Choreografin. Mattka und de Silva beobachten, wie sich die Teilnehmer stetig weiterentwickeln. „Viele verbessern sich sprachlich und treten über die eigene Hemmschwelle, um ihrer Rolle näherzukommen. Es ist sehr schön zu sehen, wie engagiert sie sind“, so de Silva. Das übergeordnete Ziel der Produktion ist es, den Beteiligten zu zeigen, dass in Tanz und Schauspiel eine Zukunft steckt. Gleichzeitig möchte die Academy mit dem Stück einen Einblick in ihre künstlerische Arbeit geben und zeigen, was mit Engagement und Leidenschaft entstehen kann. Die Einnahmen des Abends fließen in neue Workshops, Kurse, wie auch Aufführungen und sichern damit die Förderung junger Talente in der Region.</p> <p>Dass die Leidenschaft für das Tanzen auch Generationen übergreifend verbinden kann, zeigt das Beispiel von Anja Huber und ihrer Tochter. Die 47-Jährige tanzt seit zwei Jahren gemeinsam mit ihrer 18-jährigen Tochter bei der Dance Academy. In „Alice und das verlorene Wunderland“ spielt sie eine Karte aus dem Gefolge der roten Königin, während ihre Tochter die Königin selbst verkörpert. „Für mich ist Tanzen ein Ausgleich und Sport, aber auch ein Ausdruck von Leidenschaft“, erklärt Huber, und: „Es ist unglaublich schön, dieses Hobby mit meiner Tochter zu teilen. Wir freuen uns darauf, endlich auf der Bühne zu stehen.“</p> <p>Für Scarlett Mattka ist klar: Der Auftritt wird ein emotionaler Höhepunkt. „Das Schwierigste wird sein, die Tränen zurückzuhalten. Wir sind sehr stolz auf alle Schüler und auf das Projekt, das wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben.“</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Tanzakademie und Stück</h2> <strong>Veranstalter:</strong> Die Die MPDA Dance Academy bietet Kurse, Veranstaltungen und Workshops an. Es gibt über 30 Kurse zu den Tanzrichtungen Ballett, Hip-Hop-Kultur und Urban-Dance-Styles, Ladies Dance. Im Internet: https://mpda-dance-academy.de/tanz-mit-uns/</div>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Tanz Tänzer Musical]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Mit Tanz die Seele berühren]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 05:07:28 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Damit Familien noch mehr strahlen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/damit-familien-noch-mehr-strahlen;art372495,12512290 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Erlös aus der Tombola der Sportlerehrungen der Stadt kommt dem Familientreff Kunkelhaus zugute  ]]></description>
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          Der Erlös aus der Tombola der Sportlerehrungen der Stadt kommt dem Familientreff Kunkelhaus zugute<br>
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        Der Erlös aus der Tombola der Sportlerehrungen der Stadt kommt dem Familientreff Kunkelhaus zugute



        <p><strong>Überlingen</strong> Die Tombola, die im Anschluss an die Sportlerehrungen im Foyer des Kursaals ausgerichtet worden war, hat 1000¦Euro eingebracht. Den von der Volksbank Überlingen auf 1500¦Euro aufgestockte Betrag erhält dieses Mal der Familientreff Kunkelhaus, eine Begegnungsstätte für Jung und Alt in der Krummebergstraße 20. Der gleichnamige Verein und das Jugendamt Bodenseekreis bilden die beiden Säulen des Treffs, dritter Kooperationspartner ist die Stadt. Oberbürgermeister Jan Zeitler bezeichnete den Familientreff als „wertvolle Einrichtung in unserer Stadt“, in der eine „ganz hervorragende Arbeit“ geleistet werde.</p> <p>Michael Gut, Organisator der Ehrungen, sagte, dass die Tombola immer ein wichtiges Teilprojekt der Sportlerehrungen darstelle. Schon im Jahre 2005, als man der Veranstaltung ein neues Gesicht gegeben hatte, wurde laut Gut erkannt, dass es eine gute Symbiose zwischen Sport und sozialem Engagement gäbe, weshalb man sich für eine Tombola entschieden habe.</p> <p>„Über 30.000¦Euro in 20 Jahren ist schon eine tolle Summe, die wir seitdem an wohltätige und soziale Zwecke übergeben konnten“, sagte Gut nicht ohne Stolz. „Es ist eine tolle Idee, dass wir diese Tombola immer wieder machen“, ergänzte der OB. Sabrina Scheu, Vorsitzende des Familientreffs, dankte für das Geld. „Damit möchten wir all die bunten Feste wie das Familienfest, der Laternen-Lauf oder unsere Nikolausfeier finanzieren, um so den Zugang zu den Festen und allen weiteren Angeboten vor Ort möglichst kostenfrei anbieten zu können, damit all unseren Familien eine unbeschwerte Zeit zum Genießen ermöglicht wird“, so Scheu. Mit einem Teil der Spende wolle man sich außerdem bei den Helfern bedanken, „die mit ihrem Einsatz und ihrer Zeit das vielfältige und lebendige Angebot des Familientreffs überhaupt erst möglich machen“.</p> <p><em><strong>Die Sportlerehrungen</strong> im kommenden Jahr finden am Samstag, 28. März, im Kursaal statt. Wieder mit Tombola.</em></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Spendenaktion Stiftung Spenden]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Damit Familien noch mehr strahlen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 05:07:21 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Adventskalender für den guten Zweck  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/adventskalender-fuer-den-guten-zweck;art372495,12512289 ]]></link>      <description><![CDATA[  Lions Club unterstützt mit der 20.¦Auflage soziale Projekte der Kinderstiftung und der Caritas. Jedes Exemplar ist zugleich ein Los  ]]></description>
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          Lions Club unterstützt mit der 20.¦Auflage soziale Projekte der Kinderstiftung und der Caritas. Jedes Exemplar ist zugleich ein Los<br>
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        Lions Club unterstützt mit der 20.¦Auflage soziale Projekte der Kinderstiftung und der Caritas. Jedes Exemplar ist zugleich ein Los



        <p><strong>Überlingen</strong> Die 20. Ausgabe des Adventskalenders des Lions Clubs Überlingen ist ab sofort erhältlich, informiert Christoph Hauser namens des Clubs. Der Kalender ist wie bisher ein Los und kostet 6 Euro. Mit dem Erlös aus dem Verkauf unterstützt der Lions Club Überlingen in erster Linie die Projekte „fit for swimming“ der Kinderstiftung Bodensee und „Stopp! Nicht mit mir!“ der Caritas Linzgau Überlingen. Eine Studie der DLRG zeigt, dass sechs von zehn Kindern die Grundschule – aus finanziellen Gründen – ohne sichere Schwimmkompetenz verlassen. Deshalb ermöglicht die Kinderstiftung Bodensee kostenlose Schwimmkurse für Kinder aus benachteiligten Familien. Und die Caritas Linzgau benötigt wegen des noch immer andauernden Problems für ihr Projekt zur Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder Unterstützung. Dazu wollen die Lions mit dem Adventskalender einen Beitrag leisten. Darüber hinaus werden weitere Projekte für Kinder und Jugendliche in der Region mit dem Erlös gefördert.</p> <p>Der Adventskalender beinhalte dieses Mal 383 Sachpreise im Gesamtwert von 15.260 Euro. Hauptgewinn ist ein einstündiger Flug mit dem Zeppelin für zwei Personen. Jeder verkaufte Kalender nimmt an der notariellen Verlosung teil, heißt es weiter. Vom 1. bis 24.¦Dezember werden die Gewinnnummern täglich im SÜDKURIER veröffentlicht. Unter www.lions-ueberlingen können die Gewinnzahlen ebenfalls täglich abgerufen werden.</p> <p>Der Verkauf des Adventskalenders erfolgt an den Ständen des Lions Clubs an den drei November-Samstagen 8., 15. und 22.¦November an der Münsterstraße vor dem Cafe &amp; Wein im Rathaus von 10 bis 13¦Uhr und im Foyer des La Piazza von 10 bis 17¦Uhr. Zudem ist er bis Samstag, 29.¦November, erhältlich in folgenden Geschäften: Blütenrausch Ulrike Stöckle, Bäckerei Diener (Hochbildstraße), Blumenhaus Herfurth, Kitt – Brillen Uhren Schmuck, Lauterwasser Fotografie &amp; Papeterie, Modehaus Munding und Trendhouse, Osiander Buchhandlung, Sport Schmidt, Touristinformation Überlingen, Vita Apotheke, Weber Reinigung und Wäscherei, Gärtnerei Widmer. (pm/gan)</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Zeppelin Spendenaktion Hilfsaktion Einzelhandel]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Adventskalender für den guten Zweck]]></dc:rights>
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    </item>
    <item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 17:21:22 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Große Namen dabei: Welche Firmen aus der Region Israel aufrüsten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/grosse-namen-dabei-welche-firmen-aus-der-region-israel-aufruesten;art416,12511944 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Lieferung von Rüstungsgütern nach Israel ist zum Politikum geworden. Wer was liefert, wollen Beteiligte am liebsten geheim halten. Vertrauliche Dokumente, die der SÜDKURIER einsehen konnte, geben aber klare Hinweise.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Lieferung von Rüstungsgütern nach Israel ist zum Politikum geworden. Wer was liefert, wollen Beteiligte am liebsten geheim halten. Vertrauliche Dokumente, die der SÜDKURIER einsehen konnte, geben aber klare Hinweise.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Lieferung von Rüstungsgütern nach Israel ist zum Politikum geworden. Wer was liefert, wollen Beteiligte am liebsten geheim halten. Vertrauliche Dokumente, die der SÜDKURIER einsehen konnte, geben aber klare Hinweise.



        <p>Deutschland und Israel kooperieren seit Jahrzehnten in Verteidigungsfragen. Bis vor Kurzem war Deutschland Israels zweitgrößter Waffenlieferant weltweit. Aber der Gaza-Konflikt mit seinen zehntausenden zivilen Opfern hat die Sicherheitspartnerschaft brüchig werden lassen. Anfang August beschloss Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) quasi im Alleingang einen Teilstopp von Rüstungslieferungen nach Israel.</p> <p>Nun, nach Abschluss des Friedensplans zwischen Israel und der Hamas, fordern immer mehr Stimmen eine Rückkehr zur alten Exportpolitik. Aber wie beeinflusst die politische Debatte die Rüstungshersteller vor Ort? Der SÜDKURIER hat in der Region recherchiert. Die kurze Erkenntnis. Über Rüstung sprechen die Firmen, auch wenn es um Israel geht, nur ungern. Verflechtungen gibt es aber sehr viele. Ein Überblick:</p> <h2>Die Ausgangslage</h2> <p>Es war ein knappes Statement: „Unter diesen Umständen genehmigt die Bundesregierung bis auf Weiteres keine Ausfuhren von Rüstungsgütern, die im Gazastreifen zum Einsatz kommen können.“ So reagierte die Bundesregierung am achten August dieses Jahres auf die erneute Ausweitung der israelischen Angriffe in Gaza. Während Militärexperten die praktische Auswirkung dieses Schrittes als gering einschätzten, war er politisch durchaus eine Zäsur.</p> <p>2023 lieferte die Bundesrepublik noch Waffen und Verteidigungsgüter im Wert von rund 325 Millionen Euro – rund ein Drittel der israelischen Rüstungsimporte. Die Waffenbruderschaft galt als logische Konsequenz der deutschen Staatsräson und wurde zunächst durch das Hamas-Massaker am siebten Oktober 2023 eher noch verstärkt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Rüstung im Südwesten</span><span>Im Südwesten liegt der Schwerpunkt der Rüstungsbranche auf Zulieferbetrieben für die großen Systemdienstleister wie Rheinmetall, Blohm+Voss, KNDS oder Airbus sowie auf spezialisierten Mittelständlern. Bundesweit arbeiten 136.000 Menschen in Rüstungsbetrieben. Zählt man indirekt Beschäftigte mit, sind es laut Branchenverband BDSV sogar etwa 410.000. (wro)</span></label></div> <p>Die Eskalation im Gazastreifen, in deren Folge große Teile des Gebiets großflächig bombardiert wurden, änderte dies, und die Waffenexporte sanken immer weiter. Seit Verkündigung des Exportstopps sind laut Bundeswirtschaftsministerium nur noch „sonstige Rüstungsgüter“ im kleinen Umfang von 2,46 Millionen Euro geliefert worden. Dabei handele es sich nicht um Kriegswaffen, so das Amt. Recherchen dieser Zeitung deuten darauf hin, dass der außenpolitische Richtungsschwenk viele Unternehmen in der Region in größerem Umfang betrifft.</p> <h2>Die Verflechtungen</h2> <p>Der erweiterte Bodenseeraum ist eines der Kerngebiete der deutschen Verteidigungsbranche. Vergleichsweise viele Rüstungshersteller haben hier ihren Sitz. Gleichzeitig gibt es eine Reihe von Unternehmen, die sowohl zivile als auch militärische Güter herstellen. Dieser sogenannte Dual-Use-Charakter der Branche macht internationale Verflechtungen auch im Rüstungssektor wahrscheinlich.</p> <p>Nach SÜDKURIER-Recherchen sind mindestens zehn südbadische Unternehmen von der Entscheidung zum Teil-Exportstopp betroffen. Rüstungsexpertinnen wie Christina Riess sagen, für die Breite der Industrie sei der Exportstopp zwar eher als symbolischen Schritt zu werten, einzelne deutsche Unternehmen könnten daraus folgende Umsatzverluste aber durchaus auch in ihren Bilanzen spüren.</p> <h2>Diehl Defence</h2> <p>Aus einem internen Dokument der Bundesregierung, das dem SÜDKURIER vorliegt, geht hervor, dass der Überlinger Rüstungshersteller Diehl Defence im Oktober 2023 eine Ausfuhrgenehmigung für Rüstungsgüter nach Israel erhalten hat. Einsicht in das Dokument bekam der SÜDKURIER durch das in London ansässige Recherchenetzwerk Shadow World Investigations.</p> <p>Was genau Inhalt von Exporten gewesen sein könnte, lässt sich nicht ermitteln. Das Dokument gibt dazu keine Auskunft, Diehl selbst äußert sich nicht. Das Unternehmen, das zur Nürnberger Diehl-Gruppe gehört, stellt Flugabwehrsysteme, Lenkflugkörper und Munition, aber auch kleinere Komponenten her und zählt damit zu den größten Rüstungskonzernen Deutschlands.</p> <h2>Junghans Microtec und AIM</h2> <p>Nicht nur Diehl Defence selbst, sondern auch dem Tochterunternehmen Junghans Microtec mit Firmensitz in Dunningen im Schwarzwald, wie auch der Heilbronner AIM-Infrarot-Module GmbH soll die Bundesregierung nach Informationen eines Branchenkenners, mit dem der SÜDKURIER gesprochen hat, 2023 und 2024 Rüstungsexporte nach Israel genehmigt haben.</p> <p>Junghans Microtec baut unter anderem Zünder für Artillerie. Das Unternehmen im Landkreis Rottweil gehört zu 55 Prozent der Diehl-Unternehmensgruppe und zu 45 Prozent dem französischen Konzern Thales. AIM stellt Infrarot-Navigationssysteme her, die ihre Anwendung beispielsweise in früheren Modellen des amerikanischen F-16-Kampfflugzeugs fanden. Das Unternehmen gehört hälftig Rheinmetall und Diehl Defence. Damit wären sowohl das Überlinger Unternehmen als auch zwei Töchter vom Exportstopp der Bundesregierung betroffen.</p> <h2>ZF Friedrichshafen</h2> <p>Für ZF hat das Rüstungsgeschäft traditionell eine geringe Bedeutung. Allerdings liefert ZF als Antriebsspezialist auch dem Verteidigungssektor zu, etwa Getriebe für Landfahrzeuge und Schiffe. Auch dem Friedrichshafener Traditionsunternehmen soll das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) in den Jahren 2023 und 2024 Rüstungsexporte nach Israel erlaubt haben.</p> <p>Auch die Zahnradfabrik ist also vermutlich vom Merz-Beschluss vom August dieses Jahres betroffen. ZF selbst äußert sich zu Details nicht, nur so viel: Man beachte weltweit alle geltenden Export-, Rüstungs- und Sanktionsvorschriften und liefere ausschließlich im Rahmen der jeweils gültigen rechtlichen Bestimmungen, sagt ein ZF-Sprecher. „Darüber hinaus werden wir uns zu einzelnen Projekten, Kunden oder möglichen Endverwendungen unserer Produkte nicht äußern.“</p> <h2>Allweiler</h2> <p>Am anderen Ende des Bodensees, in Radolfzell, stellt die Allweiler GmbH Pumpen her. Allweiler ist Teil der internationalen Unternehmensgruppe Circor, die eine Verteidigungssparte unterhält. Auch nach Radolfzell sollen in der Vergangenheit laut SÜDKURIER-Recherchen Ausfuhrgenehmigungen des BMWK für Rüstungsgüter gegangen sein.</p> <p>Circor versichert: „Wir möchten betonen, dass unser Unternehmen sämtliche gesetzlichen Vorgaben und Exportkontrollbestimmungen strikt einhält und in engem Austausch mit den zuständigen Behörden steht.“ Zu Details, etwa zum mit den Rüstungsgütern erwirtschafteten Umsatz, äußerte sich auch der Pumpenspezialist nicht.</p> <h2>Litef</h2> <p>Auch das Freiburger Unternehmen soll laut Informationen aus Branchenkreisen Rüstungsgüter nach Israel liefern. Die Litef GmbH ist eine Tochter des amerikanischen Rüstungsriesen Northrop Grumman. Die Niederlassung in Freiburg im Breisgau versorgt ihre Kunden mit Navigationssystemen. Einer dieser Auftraggeber soll in jüngster Vergangenheit auch Israel gewesen sein.</p> <p>Zwar möchte auch Litef keine Details zu Aufträgen nennen, betont jedoch: „Wir setzen die Entscheidungen der Bundesregierung, einschließlich aktueller Exportbeschränkungen, konsequent um und haben unsere Prüf-Prozesse weiter verstärkt. Hierbei ist festzustellen, dass weder der Angriff vom 7. Oktober 2023 noch die nachfolgenden militärischen Operationen im Gazastreifen unsere Geschäftstätigkeit in diesem Markt verändert haben.“</p> <h2>Rolls-Royce Power Systems (RRPS)</h2> <p>Seit 1909 entwickelt das Unternehmen, beziehungsweise seine Vorgängerbetriebe, am Bodensee Motoren für schwere Maschinen, Schiffe, Züge und alles, was große Leistung benötigt. Dass dazu auch israelische Kampfpanzer gehören, ist seit langem ein offenes Geheimnis, das das Unternehmen aber nicht offiziell bestätigt.</p> <p>Der deutsch-israelische Wirtschaftsforscher Shir Hever wie auch der Rechercheleiter des American Friends Service Committee Noam Perry wollen einen Motor der RRPS-Marke MTU in einem ganz besonderen Kampfpanzer entdeckt haben: Ein israelischer Merkava der vierten Generation. Es kursiert ein Video vom Einbau eines Motors, auf dem das MTU-Logo zu erkennen sein soll. Medienrecherchen wollen bewiesen haben, dass der Motor des israelischen Panzers zwar in den USA produziert wird, allerdings unter Lizenz von MTU. Der Merkava-Panzer kommt auch in Gaza zum Einsatz.</p> <p>Ein anonymer Hinweis an den SÜDKURIER deutet auch auf vergangene Direktexporte von MTU nach Israel hin. Damit wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch die Friedrichshafener Rolls-Royce-Tochter vom Exportstopp der Bundesregierung betroffen ist. Auf Anfrage antwortete ein RRPS-Sprecher zu der Thematik lediglich: „Rolls-Royce unterstützt die Nato und ihre Verbündeten mit Antriebslösungen für Verteidigungszwecke. Selbstverständlich halten wir uns dabei strikt an geltendes deutsches und internationales Recht. Zu Details einzelner Aktivitäten äußern wir uns nicht.“</p> <h2>Kleinfirmen</h2> <p>Neben den Großunternehmen vom Bodensee soll die Bundesregierung laut anonymer Quellen den Firmen Kugler Feinmechanik in Salem wie auch Wutal und LASM aus dem Landkreis Waldshut in den beiden Vorjahren Rüstungsexporte nach Israel genehmigt haben. Auf mehrfache Nachfragen des SÜDKURIER reagierten die drei Unternehmen nicht. Der Umfang der Lieferungen ist auch hier unbekannt.</p> <h2>Der Nationale Sicherheitsrat</h2> <p>Ein offizielles Ende der von Bundeskanzler Merz verfügten Beschränkung der Rüstungsexporte nach Israel steht noch aus. Klar ist aber, dass es in der Sache Bewegung gibt. Dieser Tage soll der neu geschaffene Nationale Sicherheitsrat seine Arbeit in Berlin aufnehmen. Die Israel-Entscheidung steht dann auf dem Tableau. Auf die exportorientierten Rüstungsunternehmen in Südbaden kommen also neue Tage der Entscheidung zu.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Große Namen dabei: Welche Firmen aus der Region Israel aufrüsten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 16:26:43 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Wenn's mir ums Geld ginge, könnte ich es gleich lassen": Wirt wehrt sich gegen Teuer-Vorwürfe  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/wenns-ums-geld-ginge-koennte-ich-es-lassen-wirt-wehrt-sich-gegen-teuer-vorwuerfe;art416,12511856 ]]></link>      <description><![CDATA[  Kunden klagen über hohe Preise, Wirte über hohen Kosten: Peter Vögele ist Gastronom in elfter Generation und hat trotz voller Tische zu kämpfen. Er rechnet vor, was der Kunde zahlt und was davon bei ihm hängen bleibt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Kunden klagen über hohe Preise, Wirte über hohen Kosten: Peter Vögele ist Gastronom in elfter Generation und hat trotz voller Tische zu kämpfen. Er rechnet vor, was der Kunde zahlt und was davon bei ihm hängen bleibt.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/wenns-ums-geld-ginge-koennte-ich-es-lassen-wirt-wehrt-sich-gegen-teuer-vorwuerfe;art416,12511856]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Kunden klagen über hohe Preise, Wirte über hohen Kosten: Peter Vögele ist Gastronom in elfter Generation und hat trotz voller Tische zu kämpfen. Er rechnet vor, was der Kunde zahlt und was davon bei ihm hängen bleibt.



        <p>Mit den Weihnachtsgänsen steht Peter Vögele dieses Jahr auf Kriegsfuß. Zwar seien die Exemplare, die ab Anfang November den Weg in seine Restaurant-Küche fänden, qualitativ top. Aber mittlerweile kosteten ihn „die Viecher im Einkauf 70 Euro – pro Stück“. „Brutal“, sagt der Wirt. „So teuer war‘s noch nie.“</p> <h2>Gastwirt in 11. Generation im Hinterland des Bodensees</h2> <p>Peter Vögele, Gastwirt in 11. Generation im Landgasthof zum Adler in Lippertsreute, sitzt in seiner Gaststube und will eigentlich nicht jammern, wie all die anderen Gastronomen derzeit. Das mag an seinem Naturell liegen. „Ich bin ein grundlustiger Mensch“, sagt er. Es ist Mittwoch, Ruhetag im Adler. Vögele hat etwas Zeit, und die will er nutzen, um dem Journalisten, der mit <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/kommentar-wirt-will-dass-essengaeste-zusammen-bezahlen-lieber-herr-marrazzo-das-ist-eine-schnapsidee-12-09-25;art417930,12476799" title="Wirt will, dass Essensgäste zusammen bezahlen: Lieber Herr Marrazzo, das ist eine Schnapsidee!">einem Kommentar zur Gastro-Branche</a> seiner Meinung nach ziemlich daneben gelegen hat, zu erklären, wie die Realität zwischen Küche, Schankraum und Fremdenzimmer in Deutschland wirklich aussieht.</p> <p>Ganz ohne Lamento geht es aber dann doch nicht. Aus der Weihnachtsgans könne er vier, manchmal fünf Gerichte bereiten, sagt Vögele. Dazu reiche er Knödel und Rotkraut, beides in der Küche nebenan selbst gemacht. Und ein braunes Sößchen. Gut 40 Euro pro Portion stellt er seinen Gästen dafür in Rechnung. „Ich mache das nur, weil mir die Zubereitung Spaß macht und es Tradition ist“, sagt Vögele. „Wenn‘s mir ums Geld ginge, könnte ich es gleich lassen.“</p> <h2>200.000 Gastwirte gibt es in Deutschland – noch!</h2> <p>Vögeles ganz persönliches Verhältnis zum Gänsebraten, steht stellvertretend für das Empfinden einer ganzen Branche. Sie besteht aus Gastronomen, die ihren Job lieben, aber immer öfter auch an ihm zweifeln. Fast 200.000 Gastwirte gibt es nach Angaben des Branchenverbands Dehoga in Deutschland. 2,2 Millionen Beschäftigte, 50.000 Azubis und Branchenumsätze von 115 Milliarden Euro pro Jahr vereinen sie auf sich. Beeindruckende Zahlen, die aber nicht die Verfasstheit der Betriebe widerspiegeln. Deren Selbstbewusstsein zerbröselt gerade wie die Butterstreusel auf dem Zwetschgenkuchen.</p> <p>Seit der Corona-Phase mit ihren monatelangen Lock-Downs, die für viele einem Berufsverbot glichen, sieht sich die Gastronomie im Niedergang begriffen. Laut einer im September veröffentlichten Branchenumfrage rechnen 40 Prozent der deutschen Betriebe für das laufende Jahr mit Verlusten.</p> <p>Knapp ein Drittel der Gastronomen befürchtet rote Zahlen, ist sich aber noch nicht sicher, ob es wirklich so weit kommt. Fast drei Viertel der Unternehmen im Gastgewerbe haben zudem in den vergangenen Jahren nicht genügend investieren können, um ihre Küchen und Restaurants zukunftsfest zu machen. Die Branche, so legt es die Umfrage nahe, lebt von der Substanz.</p> <p>Die Bürger erleben im Alltag eine andere Gastronomie. Beim Bummeln in der Stadt sehen sie volle Cafés und Kneipen. In vielen Restaurants muss mittlerweile reserviert werden, um überhaupt einen Platz zu bekommen, nicht nur in der Vorweihnachtszeit. Manche Wirte sind sogar dazu übergegangen, Tische nach Zeit zu belegen, um den Durchsatz an Kundschaft zu erhöhen.</p> <p>Vor allem aber sind es die gestiegenen Preise für Speisen und Getränke, die den Kunden schwer im Magen liegen. Für ein Hauptgericht im Restaurant müsse man heute gut ein Viertel mehr hinblättern, als zu Beginn des Jahres 2022, räumt selbst der Branchenverband Dehoga ein. Für Getränke gibt es keine validen Zahlen, gefühlt ist der Preisauftrieb im Glas aber noch höher.</p> <h2>Keine Jubelstimmung beim Gastwirt aus dem Bodensee-Hinterland</h2> <p>Aber wie geht so etwas? Volle Tische, hohe Preise und trotzdem keine Jubelstimmung bei den Wirten? Vögele, der nach seiner Kochausbildung in einem Sternerestaurant im Schwarzwald noch ein BWL-Studium draufgesattelt hat und sich selbst schmunzelnd als einzigen Koch weit und breit mit großem Latinum bezeichnet, sagt: „Wir hängen an allem dran, was in letzter Zeit teurer geworden ist.“ Darum sei die Gesamtsituation in der Branche so schwierig und die Stimmung so mies.</p> <p>Die Weihnachtsgans, die vor ein paar Jahren im Einkauf noch viel billiger gewesen ist, ist da nur ein Beispiel. Weitere finden sich beim Gang durch die Küche seines Gasthauses. Die Kombidämpfer, mit denen er die Speisen für seine Gäste wärmt, hätten vor vier Jahren pro Stück noch 4500 Euro gekostet. Heute sind es 8000 Euro. Der Industrie-Spüler koste nun 20.000, die Farcier-Maschinen 5000 Euro. Alle seien im hohen zweistelligen Prozentbereich teurer geworden.</p> <p>Er sage das nicht, um zu jammern, aber um zu verdeutlichen, wo das Geld hingeht, wenn der Kunde bei ihm im Restaurant eine Portion Badische Käsespätzle für 18,50 Euro oder Schnitzel, Pommes und Salat für 29,50 bestelle.</p> <h2>Nahrung und Energie – die Inflation schlägt durch</h2> <p>Tatsächlich hat die Inflation in den vergangenen Jahren historische Ausmaße angenommen. Ökonomen der Europäischen Zentralbank haben berechnet, dass allein die Lebensmittelpreise in Deutschland seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 um 37 Prozent gestiegen sind. Das Ende russischer Energielieferungen in Folge des Ukrainekriegs hat die Entwicklung stark beschleunigt und insbesondere Gas enorm teuer gemacht.</p> <p>Zwischen Ende 2021 und Ende 2024 stieg sein Preis für Privathaushalte und kleine Gewerbebetriebe nach Daten des Statistischen Bundesamts um fast 80 Prozent. Im selben Zeitraum stieg auch der Mindestlohn um 30 Prozent. Vögele bezahlt seine Beschäftigten zwar nach Tarif, aber auch hier gab es Ausschläge, zuletzt laut Tarifvertrag um sieben Prozent.</p> <p>Die einzige Chance seinen Gewinn zu halten, sei bei der Qualität der Lebensmittel zu sparen, und weniger Regional- oder Bioware anzubieten, sagt er. Das wolle er aber nicht.</p> <h2>Lippertsreute ist eine Insel der Glückseligkeit</h2> <p>Dabei lebt Vögele mit seinem Adler, zu dem auch ein Gästehaus und einige Ferienwohnungen gehören, eigentlich auf einer Insel der Glückseligen. Die 1000-Einwohner-Gemeinde Lippertsreute im Hinterland von Überlingen am Bodensee gelegen, weist eine ungewöhnlich hohe Dichte an Gasthöfen auf. Fünf gastronomische Betriebe gebe es noch, sagt der 66-jährige Vögele. Ein Restaurant habe vor Kurzem sogar neu aufgemacht. Auch sein Gasthof ist immer noch gut frequentiert.</p> <p>Aber Vögele, der zehn Jahre für die CDU im Stadtrat in Überlingen saß und sich heute für die FDP engagiert, ist gut vernetzt, und kennt auch andere Flecken. „Wir profitieren hier im Ort davon, dass die Leute mittlerweile von weit her kommen, weil sie zu Hause nichts mehr haben, um Essen zu gehen“, sagt er.</p> <p>Als Beweis, dass es in der Branche nicht mehr rund läuft, führt er sein eigenes Baby an – die Linzgauköche. Die Vereinigung von Küchenchefs, die er im Jahr 2003 mitgegründet hat, und die sich damals zusammenschloss, um den Gästen „nur das Beste, was die Region zu bieten hat“ auf den Teller zu bringen, hat Nachwuchsprobleme.</p> <p>„Die Zahl der Mitgliedsbetriebe stagniert seit Jahren bei um die 20“, sagt er. Zwar kommen immer mal wieder neue Köche hinzu, aber dafür gäben dann andere auf. Wenn es so weitergeht, sieht Vögele die regionale „Ess-Kultur in Deutschland in akuter Gefahr“.</p> <h2>Die meisten Wirte geben die geplante Mehrwertsteuersenkung nicht weiter</h2> <p>Immerhin habe sich die Politik zur Senkung der Mehrwertsteuer für Essen im Restaurant ab dem neuen Jahr durchgerungen. Das werde der Branche guttun und für Entlastung sorgen. Allerdings eher bei den Wirten, nicht bei den Gästen. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/letzter-hoffnungsschimmer-wirte-am-bodensee-erklaeren-warum-sie-die-steuersenkung-nicht-an-gaeste-weitergeben-30-10-25;art417930,12505993" title="„Letzter Hoffnungsschimmer“: Wirte erklären, warum sie die Steuersenkung nicht an Gäste weitergeben">Wie die meisten Gastronomen sieht auch Vögele wenig Spielräume, die Steuerersparnis von 12 Prozent an die Kunden durchzureichen.</a></p> <h2>Zahlungsbereitschaft der Kunden ist ausgereizt</h2> <p>Unabhängige Marktbeobachter bestätigen, dass die Branche in einer Krise steckt. Im Moment gebe es keine Anzeichen, dass das Gastro-Sterben abebbe, sagt etwa Valentin Weislämle, Professor für Tourismus, Hotellerie und Gastronomie an der DHBW in Lörrach. Die Spitzen-Gastronomie sei bislang vergleichsweise unbeschadet geblieben, auf alle anderen treffe dies nicht zu, sagt er.</p> <p>Dass Preiserhöhungen nötig seien, um die gestiegenen Kosten zu kompensieren, hält der Fachmann zwar für gerechtfertigt. Er sagt aber auch: „Irgendwann geht der normale Kunde bei den Preisen nicht mehr mit, weil der Geldbeutel es nicht mehr hergibt“. Die Wirte steckten in einem Dilemma. Die Zahlungsbereitschaft der Kunden hätten viele schon „bis zur Schmerzgrenze“ ausgereizt. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung nehme die Anzahl der Restaurantbesuche statistisch betrachtet ab.</p> <p>Auch Adler-Wirt Vögele merkt bei seinen Gästen eine neue Art der Zurückhaltung. Viele säßen nicht mehr so lange wie früher und tränken das eine oder andere Glas weniger, sagt er.</p> <p>Für ihn sind das Alarmzeichen, dass irgendwas nicht mehr stimme. Gastronomie sei Geselligkeit, sagt der Spross einer Linzgauer Gastronomen-Dynastie. Sie funktioniere nur, wenn es unter dem Strich allen Spaß mache: den Gästen, aber eben auch den Wirten.</p> <p></p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA["Wenn's mir ums Geld ginge, könnte ich es gleich lassen": Wirt wehrt sich gegen Teuer-Vorwürfe]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 15:13:44 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Entscheiden die falschen Zahlen, wo die Mietpreisbremse gilt?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/wohnen-in-der-bodenseeregion-entscheiden-die-falschen-zahlen-wo-die-mietpreisbremse-gilt;art410936,12511825 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Mietmarkt ist im Bodenseekreis traditionell überlastet. Ab 2026 greift die Mietpreisbremse auch in Gemeinden aus der zweiten Reihe. Dort stellt sich die Frage, ob die Kriterien überhaupt richtig errechnet wurden.  ]]></description>
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          Der Mietmarkt ist im Bodenseekreis traditionell überlastet. Ab 2026 greift die Mietpreisbremse auch in Gemeinden aus der zweiten Reihe. Dort stellt sich die Frage, ob die Kriterien überhaupt richtig errechnet wurden.<br>
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        Der Mietmarkt ist im Bodenseekreis traditionell überlastet. Ab 2026 greift die Mietpreisbremse auch in Gemeinden aus der zweiten Reihe. Dort stellt sich die Frage, ob die Kriterien überhaupt richtig errechnet wurden.



        <p>Die zweite Reihe rückt in den Vordergrund. Die neue Gebietskulisse, also der Geltungsbereich der Mietpreisbremse, umfasst im Bodenseekreis mit Frickingen, Heiligenberg, Deggenhausertal und Meckenbeuren vier neue Gemeinden. Doch ebenso verwundert, dass Überlingen nun herausfällt, sind die Neuzugänge darüber, die Kriterien zu erfüllen. Doch die entscheidenden Zahlen sorgen für Kritik.</p> <h2>Bruchteile entscheiden</h2> <p>Die vier neuen Kommunen erfüllen mindestens vier von fünf Kriterien des Gutachtens, das über den Geltungsbereich der Mietpreisbremse entscheidet. Im Gespräch mit Denis Lehmann, Bürgermeister von Heiligenberg, Jürgen Stukle, Bürgermeister von Frickingen, und Fabian Meschenmoser, Bürgermeister der Gemeinde Deggenhausertal, wird schnell klar, die Datengrundlage hat ihre Schwächen.</p> <p>In Heiligenberg stehen laut Gutachten, das auf die Daten des Marktforschungsinstituts GfK zurückgreift, 1311 Haushalte. Die Gemeinde selbst zählt über das Melderegister jedoch lediglich 950 Haushalte. In Deggenhausertal verzeichnet das Marktforschungsinstitut 1959 Haushalte. Nach Auskunft von Bürgermeister Meschenmoser sind es jedoch 1785.</p> <h2>Generalkritik vom Mieterbund</h2> <p>Im Gutachten selbst heißt es dazu, man rechne mit diesen Zahlen, „da keine Haushaltszahlen vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg mehr bereitgestellt oder berechnet werden. Die Haushaltszahlen der GfK basieren auf der Mikrozensuserhebung“.</p> <p>Laut Statistischem Bundesamt wird dabei rund ein Prozent der Bevölkerung stellvertretend zu seinen Lebensbedingungen befragt. Das führt nun offenbar zu Verzerrungen. In Anbetracht dieser Ausgangslage kommentiert Heiligenbergs Bürgermeister Denis Lehmann: „Es ist die Frage, ob es dann repräsentativ ist.“</p> <p>Sowohl in Heiligenberg als auch Deggenhausertal ist die Diskrepanz keine unerhebliche Größe. Winfried Kropp, Vorsitzender des Deutschen Mieterbunds Bodensee, argumentiert: „Nimmt man die Haushaltsdaten der Gemeinde, so ergäbe sich für Heiligenberg ein Angebotsüberhang an Wohnraum. Damit würde Heiligenberg nur noch drei von fünf Kriterien erfüllen und nach der gewählten Methoden nicht mehr in der Gebietskulisse.“ Dasselbe in Deggenhausertal.</p> <p>Mieterschützer Kropp holt daher zur Generalkritik aus: „Die Beispiele aus den Kreisen Konstanz und dem Bodenseekreis haben die Methode der Gutachter zur Bestimmung der Gebietskulisse falsifiziert.“ In Konstanz seien beispielsweise 6000 Haushalte zu wenig errechnet worden.</p> <p>Er kommt daher zu dem Schluss: „Wenn also eine Messmethode dazu führt, dass Gemeinden ohne nennenswerten Mietwohnungsmarkt mit mietrechtlichen Instrumenten geschützt werden sollen, während Städte mit nachweislichen Problemen in diesem Bereich nicht mehr geschützt werden, zeigt ebenfalls die Problematik des Gutachtens auf.“</p> <h2>Verwendete Zahlen verzerren</h2> <p>Neben der Genauigkeit der Zahlen trifft auch das Alter auf Kritik. Beispielsweise bei der Wohnungsbestandsentwicklung gilt der Stand von 2022. Demnach ist die Gemeinde Deggenhausertal etwa lediglich 0,1 Punkte davon entfernt, den entscheidenden Durchschnittswert von Eins zu erreichen, also eine Wohnung je Nachfrage bieten zu können. Allerdings seien etwa 30 Wohnungen im Gutachten nicht berücksichtigt, die seit dem Erhebungszeitraum entstanden sind, gibt Bürgermeister Meschenmoser an. Wären die eingerechnet, würde der Indikator nicht greifen und Deggenhausertal nicht Teil der Gebietskulisse.</p> <p>In Frickingen entscheidet hier das sprichwörtliche Zünglein an der Waage in die andere Richtung: Bei der Versorgung der Neubürger liegt die Gemeinde bei 1,01 und damit 0,1 Punkte über dem Schwellenwert. Das Gleiche bei der durchschnittlichen Bruttowarmmiete. Die pendelt sich im Mittel bei 20,8 Prozent ein, Frickingen liegt bei 20,9 Prozent.</p> <h2>Wie steht es um Wohnraum im Bodensee-Hinterland?</h2> <p>Dass die zweite Reihe nun überhaupt die Kriterien eines angespannten Wohnungsmarkts erfüllt, kommentiert Frickingens Bürgermeister Jürgen Stukle so: „Aufgrund unserer hohen Qualität in der Nahversorgung, der familienfreundlichen Strukturen sowie der Attraktivität der Region haben auch wir in Frickingen einen besonderen Druck auf den Wohnungsmarkt, auch im Bereich der Mietwohnungen.“</p> <p>Auch in seiner Gemeinde seien die Mietpreise gestiegen. Zudem lägen zwar Genehmigungen für den Bau weiterer Wohnungen vor, die allerdings aufgrund der gestiegenen Baukosten, der Auflagen und der Zinsentwicklung bisher noch nicht oder nicht immer alle umgesetzt wurden, so der Bürgermeister. Zudem setze das Seniorenzentrum Frickingen derzeit 31 weitere seniorengerechte Wohnungen um. Davon verspricht sich Stukle weitere Entlastung.</p> <p>Trotz aller Kritik ist auch für Winfried Kropp nachvollziehbar, dass die Mietpreisbremse nun auch in der zweiten Reihe greift: „Wenn die Zentren den Wohnraum nicht mehr haben, kann man ja nicht anders, als ins Hinterland ausweichen.“ Ein weiterer Aspekt sei die Möglichkeit, von Zuhause zu arbeiten und nicht täglich ins Büro zu fahren. Dann akzeptieren Menschen längere Anfahrtswege und könnten zudem von den günstigeren Preisen auf dem Land profitieren.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Lösung Leerstand?</span><span>Seeferne Gemeinden im Bodenseekreis haben laut Winfried Kropp keine relevanten Mietwohnungsmärkte, sondern seien laut Kropp durch Wohnungseigentum geprägt, ergänzt er. Ein zwingenderes Mittel, um den Wohnraum auf dem Land zu verbessern, sieht Heiligenbergs Bürgermeister daher Denis Lehmann im Leerstand. Gerade Zweifamilienhäuser oder Scheunen können in Wohneinheiten umgenutzt werden, sagt er. Kropp erläutert dazu: „In kleinen Gemeinden ist der Wohnungsleerstand wesentlich größer als in den Städten. Dies liege zu einem nicht unerheblichen Anteil an den Zweifamilienhäusern. Seien diese abgezahlt, wollen viele Eigentümer nicht mehr vermieten, weil sie das Geld nicht mehr benötigen oder den notwendigen Aufwand der Bewirtschaftung, beispielsweise aus Altersgründen, scheuen. Leerstand und ehemals landwirtschaftlich genutzte Gebäude seien daher wesentliche Potenziale für verbesserte Wohnungsangebote im ländlichen Raum.</span></label></div> <h2>Auswirkungen fragwürdig</h2> <p>Die generelle Wirksamkeit der Mietpreisbremse in seiner Gemeinde steht für Fabian Meschenmoser zur Debatte: „Eine Stabilisierung der Mieten wird dadurch zwar erreicht, aber es könnten auch geplante Renovierungs- oder Sanierungsmaßnahmen geschoben werden. Somit können die positiven und negativen Auswirkungen der Mietpreisbremse noch nicht bewertet werden“, sagt er. Aus der Bürgerschaft seien diesbezüglich noch keine Anfragen gestellt worden.</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 11:27:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Sind dynamische Preise auch in anderen Thermen eine Option?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/dynamische-baeder-preise-als-versuch;art410936,12511612 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im September hat die Bodensee-Therme Überlingen nachfrageabhängige Eintrittspreise eingeführt. Ein Modell mit Zukunft? Was Betreiber anderer Thermen am See und im Schwarzwald dazu sagen.  ]]></description>
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          Im September hat die Bodensee-Therme Überlingen nachfrageabhängige Eintrittspreise eingeführt. Ein Modell mit Zukunft? Was Betreiber anderer Thermen am See und im Schwarzwald dazu sagen.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Im September hat die Bodensee-Therme Überlingen nachfrageabhängige Eintrittspreise eingeführt. Ein Modell mit Zukunft? Was Betreiber anderer Thermen am See und im Schwarzwald dazu sagen.



        <p>„Ich kann jeden verstehen, der auf dynamische Preise setzt“, sagt Markus Spettel. Die Steuerung der Nachfrage über passgenaue Preise mache wirtschaftlich Sinn und die Technik dazu sei mittlerweile verfügbar, so der Geschäftsführer der Bad Dürrheimer Kur- und Bäder GmbH: „Größere Skigebiete, Bergbahnen oder Bäder machen das ja schon länger.“</p> <p>Auch im Bad Dürrheimer Solemar habe man bereits dynamische Preise getestet, sagt Spettel. „Das war vor Corona.“ Damals habe man sich aber dagegen entschieden, da „der Effekt zu gering war“. Denn durch die zahlreichen Kur- und Reha-Gäste sei die Therme auch vormittags und unter der Woche gut ausgelastet. Der Therme-Chef will aber nicht ausschließen, dass man sich „irgendwann“ wieder damit beschäftige – allerdings „nicht in nächster Zeit“.</p> <h2>Trend wird in der Branche aufmerksam verfolgt</h2> <p>Auch anderenorts beobachtet man den Trend zu dynamischen Preisen „aufmerksam“, wie Fabian Dalmer, Geschäftsführer der Meersburg Therme, es formuliert. Nach der Wiedereröffnung setze man im Meersburg zwar „bewusst auf ein transparentes und stabiles Preissystem, das unseren Gästen Verlässlichkeit bietet“. Doch im Zuge der „weiteren Entwicklung von Markt und Gästebedürfnissen“ will Dalmer die Option dynamischer Preise durchaus prüfen.</p> <p>Auch Julian Meser, Geschäftsführer der Bädergesellschaft Konstanz, verfolgt das Thema “mit großem Interesse“. Es sei “spannend zu sehen, wie sich hier die Branche entwickelt“. Dynamische Modelle könnten für Anbieter und Gäste gleichermaßen Vorteile haben, glaubt er. Man prüfe aktuell denn auch, “ob und in welcher Form ein solches Modell zu uns passen könnte“. Da aber auch statische Preise Vorteile hätten, nämlich “Klarheit und Planbarkeit“, wolle man diese Stärken “sorgfältig gegen mögliche Innovationen abwägen“, sagt Meser – und ohnehin zunächst die Erfahrungen anderer abwarten.</p> <h2>Gruppe mit guten Erfahrungen in drei Thermen</h2> <p>Jemand, der hier bereits reichlich Erfahrung hat, ist die Markdorfer Thermengruppe Josef Wund. In allen drei eigenen Thermen, dem Badeparadies Schwarzwald bei Titisee-Neustadt, der Thermen- und Bäderwelt Sinsheim und der Therme Euskirchen, gelten bereits seit 2021 dynamische Preise, die nach Tag, Nachfrage und Buchungszeitpunkt variieren.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Dynamische Preise</span><span>Dynamische Preise kennt man von Flügen, Hotels oder auch der Bahn. Wer früh für schwach ausgelastete Zeiten bucht, kommt günstiger weg. Ein Unterschied zu den bisherigen Therme-Konzepten: Während Flüge kurz vorher nochmal billiger werden können, gilt dies hier nicht. Wer zu einem bestimmten Zeitpunkt kauft, soll sicher sein, dass es das Ticket nachher nicht doch günstiger gibt.</span></label></div> <p>Man sei damit “sehr zufrieden“, heißt es aus Markdorf, es habe sich “in der Praxis bewährt“, sagt eine Sprecherin. Lediglich “kleinere Anpassungen in der Kommunikation“ seien nötig gewesen, um den Gästen “die Vorteile bestmöglich zu erklären“. So habe man etwa für eine gute Tarifübersicht eigens eine App mit Treueprogramm eingeführt. Parallel gibt es aber auch noch statische Preise, etwa im Rahmen von Sonderaktionen, Kooperationen oder für spezielle B2B-Partner. Eigentümer der Thermen ist die gemeinnützige Josef-Wund-Stiftung.</p> <h2>Fürs Schwimmen nicht, für Wellness eine Option</h2> <p>Thermeexperte Andreas Schauer, der den Bau der Überlinger Bodenseetherme begleitet hat und deren erster Betriebsleiter war, hat zu dynamischen Preisen eine klare Haltung: Kommunale Angebote – seien sie nun Pflichtaufgabe oder freiwillige Daseinsvorsorge wie ein Schwimmbad – sollten “nicht durch einen Angebot-Nachfrage-Mechanismus gesteuert werden“. Es sei ja auch “schwer vorstellbar, dass dies für Kindergärten, Schulen oder die Wasserversorgung gilt“.</p> <p>Anders sehe es jedoch bei Wellnessangeboten aus, findet Schauer. Die Überlinger Schauer+Co betreibt mehrere Bäder, unter anderem die 2021 eröffnete Therme Lindau, deren Investor Schauer auch ist. Als Betreiber will er es so halten: Keine dynamischen Preise für Grundversorgungs-, Sport- und Familienbäder. Für die Bereiche Wellness und Sauna sieht er hier aber durchaus “eine Option“. Umgesetzt habe man dies aber noch nirgends.</p> <p>Eine ganz klare Haltung hat man indes bei der Schwaben-Therme in Aulendorf. „Bei uns gelten statische Preise“, sagt eine Sprecherin. „Das soll auch so bleiben.“ Lediglich am Wochenende gebe es einen pauschalen Aufschlag von einem Euro.</p> <p>Gedanken um dynamische Preise macht man sich aber auch anderenorts. Das Ravensburger Spieleland hat zur Saison 2025 nicht nur die Differenzierung zwischen Kindern und Erwachsenen aufgehoben, sondern auch tagesindividuelle Preise eingeführt. Auf Basis der durchschnittlichen Auslastung der vergangenen Jahre habe man für jeden Tag des Jahres vorab einen Preis bestimmt, sagt Sprecherin Yvonne Wirth. Der liege online bei mindestens 39 und höchstens 45 Euro. Vor Ort kommen drei Euro hinzu. „Das funktioniert gut.“ Ob daraus aber irgendwann einmal ein automatisiertes, dynamisches System werde, sei offen.</p> <p>Etabliert hat sich ein automatisiertes System, das den Preis nach Buchungszeitpunkt, Wochentag und Saisonzeit steuert, indes beim Skigebiet Silvretta-Montafon. “Das hat uns ein recht hohes Maß an Planbarkeit verschafft“, so eine Sprecherin. Denn ein hoher Prozentsatz der Tickets werde nun früh online gebucht. Der Erfolg sei allerdings sehr von einer transparenten Kommunikation abhängig.</p>]]>
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    </item>
    <item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 16:49:36 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Haus am Bodensee: Wie das Familienerbe der Oexles an der Promenade sich verwandelt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/haus-am-bodensee-wie-das-familienerbe-der-oexles-sich-verwandelt-05-11-25;art372495,12511255 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mit Leidenschaft hat Yvonne Oexle-Buhr ein Haus an der Promenade saniert. Früher war es eine Spedition mit Pferdefuhrwerken, heute ist es ein Ort für Gastronomie und Tagungen. Über den Mut zu einem Großprojekt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Mit Leidenschaft hat Yvonne Oexle-Buhr ein Haus an der Promenade saniert. Früher war es eine Spedition mit Pferdefuhrwerken, heute ist es ein Ort für Gastronomie und Tagungen. Über den Mut zu einem Großprojekt.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Mit Leidenschaft hat Yvonne Oexle-Buhr ein Haus an der Promenade saniert. Früher war es eine Spedition mit Pferdefuhrwerken, heute ist es ein Ort für Gastronomie und Tagungen. Über den Mut zu einem Großprojekt.



        <p>Wer das Haus an der Überlinger Seestraße 11 betritt, wundert sich als Einheimischer ein bisschen. Stand es immer schon hier? Ein Blick auf die historische Substanz sagt ganz klar ja. Aber irgendetwas Gravierendes hat sich doch verändert, oder?</p> <p>Es handelt sich bei dem Haus um das Familienerbe von Yvonne Oexle-Buhr, das sie in den Jahren 2021 bis 2024 aufwändig erneuert hat. Größte Baustelle bei der Sanierung war die Verlagerung des Treppenhauses und somit des Haupteingangs, weg von der Hafenstraße, hin zur Uferpromenade.</p> <p>Das Haus und seine Funktion wurden also gewissermaßen um 180 Grad gedreht. So entstand eine Achse vom See ins Haus, die bislang nicht bestanden hat, und aus heutiger Sicht wundert man sich, wie man jemals anders bauen konnte – weg vom See statt zu ihm hin.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Seeelf, Luv und Mykonos</span><span>Das Gebäude ist heute unter drei Namen bekannt: Seeelf, Luv und Mykonos. Seeelf steht für die Adresse, Seepromenade 11. Luv für die dem Wind zugewandte Seite, eine Anspielung auf die neu entstandene Achse zwischen Bodensee und Gebäude, die durch die Verlegung des Treppenhauses im Gebäude möglich wurde. Seit bald 30 Jahren ist das Haus Adresse des griechischen Restaurants Mykonos der Familie Panagiotidis. Heute beherbergt es zusätzlich im Erdgeschoss einen zweiten Gastronomiebetrieb, und im Obergeschoss entstanden Versammlungsräume, eine Bar sowie Gäste- und Mietwohnungen.</span></label></div> <h2>Als Spedition noch kein Blick für den See</h2> <p>Yvonne Oexle-Buhr ist die Enkelin des Möbelspediteurs Stefan Oexle. Ihr Vater ist der Uhrmachermeister Hugo Oexle, ihr Onkel der frühere SÜDKURIER-Chefredakteur Franz Oexle. Wie sie erklärt, bearbeitete ihre Oma vor dem Haus früher einen Garten. Eine Seepromenade in dem Sinn gab es ja nicht, die Orientierung der Menschen ging damals nicht, so wie in der heutigen Touristenstadt, zum See hin. Da es sich bei dem Gebäude um eine Spedition handelte, orientierte sich der ganze Verkehr von der Hafenstraße her.</p> <p>„Das Gebäude war landwirtschaftlich geprägt. So wie ganz Überlingen damals. Als mein Opa das Haus gekauft hat, war die Lage direkt am See längst nicht so begehrt wie heute.“ Das Geld für den Kauf habe er sich von seiner Familie geliehen – „und ein Leben lang dafür geschafft“.</p> <h2>Vom Heuschober zur Bar für Tagungsgäste</h2> <p>Für Oexle-Buhr ist das Haus eng mit ihrer Familiengeschichte verbunden. Ihr Großvater, Stefan Oexle, kaufte das Haus 1919 und richtete darin eine Möbelspedition ein. Damals wurden die Fuhrwerke noch von Pferden gezogen, und im Erdgeschoss waren Pferdeställe, über denen das Futter lagerte – genau dort, wo heute an der Bar Tagungsgäste bewirtet werden.</p> <p>Bevor das Haus ins Eigentum der Familie Oexle überging, gehörte es laut Yvonne Oexle-Buhr dem Kloster Wald. Im Erdgeschoss waren vermutlich Schlafsäle eingerichtet. Hier wurde nun kräftig ausgebaggert, um barrierefreie Zugänge zu schaffen.</p> <h2>Historisches Erbe fit für die Zukunft machen</h2> <p>Ihr Vater, Hugo Oexle, und sein Schwager, Albrecht Faller, beide Uhrmachermeister, nutzten das Gebäude als Werkstatt und Lager. „Meine Eltern haben dem Haus immer gedient“, erklärt Yvonne Oexle-Buhr, zum Beispiel, als sie den Dachstuhl in den 80er-Jahren komplett erneuert haben. Diese Verantwortung für das historische Haus übernehme sie heute selbst – mit dem Ziel, es für die Zukunft fit zu machen.</p> <p>Vom alten Fuhrbetrieb, der im Lauf seiner Geschichte von Pferde- auf Lastwagen-Gespanne umrüstete, sowie von der Nutzung des Gebäudes als Uhrmacher-Werkstatt, blieben viele Elemente erhalten. Holzkisten, Dachziegel, Balken, die die Geschichte der Möbelspedition und der Uhrmacherfamilie Oexle erzählen. Auch die ehemalige Zwischendecke und Wandverkleidungen sind in einem Upcycling-Konzept wieder genutzt worden, so die Kommunikationsexpertin aus Überlingen, die Berufsausbildungen als Industriekauffrau, Fremdsprachenkorrespondentin und Referentin für Public Relations absolvierte.</p> <p>Ein zentrales Anliegen von Oexle-Buhr war es, etwas für Überlingen zu schaffen: Räume für Tagungen, Begegnungen und kulturelle Veranstaltungen, an denen es in der Stadt immer mal wieder mangle. „Wir wollten etwas für die Stadt erreichen.“ Den Impuls dafür habe ihr Mann gesetzt, Professor Daniel Buhr, Politikwissenschaftler und Innovationsforscher, Mitbegründer des Steinbeiß-Instituts für technische Innovationen, der selbst auf vielen Tagungen zugange ist.</p> <p>Die Oberaufsicht über die Bauarbeiten führte die zweifache Mutter Oexle-Buhr in Eigenregie, unterstützt von Architekt Gaus aus Göppingen und Bauleiter Ernst Kellermann. Die Zusammenarbeit mit der Stadt bezeichnet sie als vorbildlich, die kurzen Wege zu den Mitarbeitern des Bauamts erleichterten die Umsetzung der Pläne erheblich, so die Bauherrin. Für die Sanierung und neue Nutzung erhielt das Gebäude mehrere Architekturpreise.</p> <p>Das von Oexle-Buhr entworfene Farbkonzept greift die Töne des Bodenseewassers auf: mal graublau, mal stahlblau, mal grünlich schimmernd treten die Fassaden, die Wände und Fliesen in Erscheinung. So schafft sie eine weitere neue Achse zwischen See und Haus.</p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Architektur Bauwerk Denkmalschutz thema-heimat-stadtentwicklung thema-wissen-geschichte thema-kultur]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Haus am Bodensee: Wie das Familienerbe der Oexles an der Promenade sich verwandelt]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 12:58:42 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Babyrasseln gegen Schließung des Kreißsaals: „Starke Frauen“ organisieren Kundgebung  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/mit-babyrasseln-gegen-schliessung-des-kreisssaals-initiative-organisiert-kundgebung;art372495,12511079 ]]></link>      <description><![CDATA[  Parallel zu einem Informationstag des Helios-Spitals über die Zukunft des Klinikstandorts wirbt eine Initiative um Dekanin Regine Klusmann für die Geburtsstation. Teilnehmer sollen mit Babyrasseln Lärm machen.  ]]></description>
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          Parallel zu einem Informationstag des Helios-Spitals über die Zukunft des Klinikstandorts wirbt eine Initiative um Dekanin Regine Klusmann für die Geburtsstation. Teilnehmer sollen mit Babyrasseln Lärm machen.<br>
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        Parallel zu einem Informationstag des Helios-Spitals über die Zukunft des Klinikstandorts wirbt eine Initiative um Dekanin Regine Klusmann für die Geburtsstation. Teilnehmer sollen mit Babyrasseln Lärm machen.



        <p>Die Initiative der „Starken Frauen für eine starke Demokratie“ organisiert am Dienstag, 4. November, 16.30 Uhr, vor dem Kursaal eine Kundgebung zum Erhalt der Geburtsstation am Helios-Spital. Die Kundgebung trägt den Titel „Geburt gehört in den Kreißsaal, nicht auf die Autobahn“. Die Initiatorinnen rufen zur Teilnahme auf, „mit Babyrasseln und anderen Dingen, die Krach machen“.</p> <p>Initiatorinnen der „Starken Frauen“ sind Dekanin Regine Klusmann, OB-Gattin Annette Stoll-Zeitler, die SPD-Politikerin Sylvia Kruse-Baiker und die frühere Oberbürgermeisterin Sabine Becker. Klusmann schreibt in einer Ankündigung zur Kundgebung: „Wir protestieren gegen eine Schließung und für eine gerechte Bezahlung von Hebammen. Wenn unsere Gesellschaft und unsere Stadt in Zukunft noch Kinder haben möchte, müssen wir alles Erdenkliche dafür tun, dass eine sichere und wohnortnahe Geburt möglich ist.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Kundgebung und Infoabend</span><span>Die Kundgebung findet am 4. November ab 16.30 Uhr vor dem Kursaal statt. Eine Infoveranstaltung des Helios-Spitals beginnt um 17 Uhr im Kursaal. Der Infoabend des Helios-Spitals dauert bis 21 Uhr. Er steht unter dem Titel „Wie geht es weiter mit der Medizin in Überlingen?“ Dabei werden die verschiedenen Fachabteilungen vorgestellt und ein direkter Gedankenaustausch mit dem Publikum organisiert. Oberbürgermeister Jan Zeitler ist für ein Grußwort angekündigt.</span></label></div> <h2>Forderung nach Zusammenarbeit</h2> <p>Die Initiative formuliert: „Der Eindruck von uns Frauen ist nun auch, dass die Station am langen Arm ausgehungert wird: Es wird sich nicht ambitioniert darum bemüht, einen neuen Chefarzt anzusiedeln.“ Sie werfen die Frage nach einer engeren Zusammenarbeit mit den umliegenden Kliniken auf. An anderen Standorten gibt es ähnliche Probleme, die aber nur größer würden, wenn Überlingen ganz schließt. „Es würde doch Singen entlasten, wenn zumindest ein Teil der Geburten in Überlingen stattfinden können.“</p> <p>Die „Starken Frauen“ äußern Zweifel daran, ob die Geschäftsführung am Helios-Spital alles Notwendige für einen Erhalt der Geburtsstation unternehme und verweisen darauf, dass ein Teil der Gerätschaften für den Betrieb eines Kreißsaals schon an andere Standorte im Verbund der Helios-Kliniken verbracht worden seien.</p> <h2>„Eine Geburt ist kein Wirtschaftsfaktor“</h2> <p>In dem von Klusmann verschickten Statement heißt es: „Unsere Vermutung ist also, dass die Station ausgehungert wird, weil sie wirtschaftlich keinen Gewinn abwirft. Aber eine Geburt ist kein Wirtschaftsfaktor, sondern hier geht es um Daseinsfürsorge, um gesunde Kinder und gesunde Mütter. Und wie dringend wir diese brauchen, dürfte unbestritten sein. Darum sieht das Land Baden-Württemberg vor, dass es in Überlingen eine Entbindungsstation geben muss und stellt auch Gelder dafür bereit. Eine Gesellschaft muss für das Dasein von Kindern, für eine stressfreie und behütete Geburt Sorge tragen – unabhängig vom Profit. Werdende Eltern und Geburten gehören nicht auf die Autobahn!“</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister "Medizinische Einrichtung" "Gesellschaftliches Engagement" Krankenhaus thema-gesundheit-system thema-gesellschaft-engagement]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Babyrasseln gegen Schließung des Kreißsaals: „Starke Frauen“ organisieren Kundgebung]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 12:43:35 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Raser am Reuteweg: Hundefreunde fordern weiter Tempolimit  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/raser-am-reuteweg-betroffene-berichten-von-lebensgefaehrlichen-situationen;art372495,12510556 ]]></link>      <description><![CDATA[  Enge Fahrbahn, Kinder, Hunde, Pferde – und zahlreiche Berichte über Beinaheunfälle. Der ansässige Hundeverein will eine Geschwindigkeitsbegrenzung und hat dafür erneut eine Petition gestartet.  ]]></description>
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          Enge Fahrbahn, Kinder, Hunde, Pferde – und zahlreiche Berichte über Beinaheunfälle. Der ansässige Hundeverein will eine Geschwindigkeitsbegrenzung und hat dafür erneut eine Petition gestartet.<br>
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        Enge Fahrbahn, Kinder, Hunde, Pferde – und zahlreiche Berichte über Beinaheunfälle. Der ansässige Hundeverein will eine Geschwindigkeitsbegrenzung und hat dafür erneut eine Petition gestartet.



        <p>„Muss erst etwas passieren?“, das fragt sich Yvonne Matthes, Vorsitzende des Hundesportvereins am Reuteweg. Sie kann von diversen Situationen berichten, in denen es offenbar knapp war. Nicht zum ersten Mal fordert der Verein jetzt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf einer Strecke, die kaum breit genug für zwei Autos ist, kurvenreich und wenig übersichtlich. Hier gilt Tempo 100. Die Behörden sehen keinen Anlass, das zu ändern.</p> <h2>Ausweichstrecke wegen Bauarbeiten auf der L195</h2> <p>Auto- und Motorradfahrern zwischen Deisendorf, Andelshofen und Bambergen entlang der L200 dient der Reuteweg generell als Ausweich- oder Nebenstrecke. Von Mitte September bis voraussichtlich Ende November ist der Verkehr stärker als sonst. Das hängt mit den Bauarbeiten auf der L195 zwischen dem Andelshofer Weiher und Owingen zusammen. Unter anderem wird die Fahrbahn erneuert. Die Straße ist gesperrt, und Verkehrsteilnehmer weichen auf den Reuteweg aus.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Von Tempo 100 zum Fahrradweg</span><span>Tempo 100 muss nicht in Stein gemeißelt sein, das zeigt ein Beispiel aus der Region. Auf dem Gemeindeverbindungsweg zwischen Meersburg, Stetten und Hagnau galt bis Oktober 2020 Tempo 100. Daraus wurde Tempo 50 wegen schmaler Fahrbahn, Mischverkehrs und unbefestigter Ränder; an einer Bushaltestelle sogar Tempo 30. Seit Ende April 2024 ist die Strecke als Fahrradstraße ausgewiesen, auf der durchgehend Tempo 30 gilt. Autofahrer müssen sich jetzt den Regeln der Fahrradstraße unterordnen.</span></label></div> <p>Dort begegnen sie Mensch und Tier. Wenn die gut 50 Aktiven des Hundesportvereins mit ihren vierbeinigen Schützlingen üben, an einer Straße zu laufen, geschieht das entlang der Straße vor dem Vereinsheim – dem Reuteweg. Rücksichtslosigkeit und Raserei wirft Matthes den motorisierten Verkehrsteilnehmern vor, die den Ortsausgang Andelshofen als Signal nähmen, sogleich auf die Tube zu drücken.</p> <h2>In der Nähe: Reitverein und Reutemühle</h2> <p>„Und es ist ja nicht nur unsere Sicherheit gefährdet“, klagt Matthes. Zwar ist die Gegend kein Wohngebiet, aber trotzdem frequentiert. Zu den Menschen mit Hund kommen Menschen mit Pferd vom Reitverein in der Nachbarschaft. Und kleine Menschen, Kinder, die mit ihren Eltern den Haustierhof Reutemühle besuchen. Außerdem, vor allem am Wochenende: Spaziergänger und Radfahrer.</p> <p>Auf einen Geh- oder Radweg entlang der schmalen asphaltierten Strecke können sie nicht ausweichen. Teilweise verläuft gar ein Graben entlang der Straße. Matthes und ihre Mitstreiter finden unverständlich, dass hier Tempo 100 gilt. Eine Verkehrskontrolle habe sie am Reuteweg noch nie gesehen, lebensgefährliche Situationen jede Menge.</p> <p>Abseits der unbefriedigenden Situation vor der Tür ihres 1970 gebauten Vereinsheims freuen sich die Mitglieder des Hundesportvereins darauf, 2026 das 60-jährige Bestehen ihres Clubs zu feiern. Gegründet am 16. Juni 1966 als „Wach-, Schutz- und Polizeihundeverein“, fand die Gemeinschaft 1970 in Andelshofen ein dauerhaftes Zuhause. Heute gehören Jugendarbeit und Turnierhundesport zu den Schwerpunkten der Vereinsarbeit.</p> <h2>Online-Petition für ein Tempolimit</h2> <p>Wegen der Gefahr vor der Haustür hat sich der Verein schon 2021 an den früheren Baubürgermeister Matthias Längin gewandt, <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/wie-schnell-darf-man-auf-dem-reuteweg-fahren;art372495,11969831" title="Unterwegs auf dem Reuteweg: Darf man hier wirklich mit hundert Sachen brettern?">Ende 2023 bei OB Jan Zeitler eine Unterschriftenliste hinterlassen</a>. Seinerzeit plante die Stadt eine „Verkehrsschau“ mit der Polizei, um sich ein Bild von der Situation zu machen und gegebenenfalls Dinge zu ändern. Eine Rückmeldung habe der Verein nicht bekommen.</p> <p>Seit Ende September sammeln die Hundefreunde wieder Unterschriften für eine Geschwindigkeitsbegrenzung, <a href="https://www.openpetition.de/petition/kommentare/verkehrssicherheit-geschwindigkeitsbegrenzung-im-reuteweg-im-ueberlingen-andelshofen-2" target="_blank" title="" rel="noopener">eine Online-Petition</a>. Die zeigt, dass die Zahl der Betroffenen überschaubar ist, aber die Betroffenheit umso stärker. Die bisher 58 Unterschriften sind flankiert von 39 Kommentaren ähnlichen Inhalts: brenzlige Situationen, Raserei, fehlende Sicherheit, Gefährdung von Leben speziell im Bereich des Haustierhofs und des Hundevereins.</p> <h2>Behörden: kein Handlungsbedarf, keine Beschwerden</h2> <p>Die Stadtverwaltung sieht allerdings keinen Grund für Veränderungen. „Kein Handlungsbedarf“, teilt die Pressestelle auf Anfrage des SÜDKURIER mit. Generell seien alle Verkehrsteilnehmer verpflichtet, ihre Geschwindigkeit den Gegebenheiten anzupassen und gegenseitige Rücksichtnahme zu üben. Außerdem sei der Reuteweg während der Bauarbeiten auf der L195 keine „offizielle Umleitung“. Die verlaufe über die L200, Lippertsreuter Straße, zur K7771 und dann an Bambergen vorbei nach Owingen.</p> <p>Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Ravensburg bestätigt, dass der Reuteweg derzeit stärker als gewöhnlich frequentiert ist. Es seien „keinerlei Beschwerden“ bezüglich der Strecke eingegangen. Polizeistreifen hätten nichts festgestellt, aus dem sich akuter Handlungsbedarf ableiten ließe.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Raser Polizei Oberbürgermeister Straße Straßenverkehr Verkehrssicherheit thema-verkehr-autoverkehr]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Raser am Reuteweg: Hundefreunde fordern weiter Tempolimit]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 11:47:14 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[13-Jährige wird von Opel angefahren und schwer verletzt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/owingen/13-jaehrige-wird-von-opel-angefahren-und-schwer-verletzt;art372489,12510531 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bei einem Verkehrsunfall in Owingen wird eine Jugendliche von einem Opel-Astra erfasst. Die Polizei sucht Zeugen.  ]]></description>
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          Bei einem Verkehrsunfall in Owingen wird eine Jugendliche von einem Opel-Astra erfasst. Die Polizei sucht Zeugen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/owingen/13-jaehrige-wird-von-opel-angefahren-und-schwer-verletzt;art372489,12510531]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Bei einem Verkehrsunfall in Owingen wird eine Jugendliche von einem Opel-Astra erfasst. Die Polizei sucht Zeugen.



        <p>Am Freitag, gegen 17.03 Uhr, ereignete sich ein schwerer Fußgängerunfall in der Friedhofstraße in Owingen, informiert die Polizei. Eine 40-jährige Frau, die mit ihrem Opel Astra in Richtung Bambergen unterwegs war, kollidierte mit einer 13-jährigen Fußgängerin, die die Fahrbahn in Richtung Ortskern Owingen überqueren wollte. Laut Augenzeugenberichten überquerte die Fußgängerin, die sich bei dem Unfall schwerverletzt hat, die Fahrbahn diagonal und nicht auf dem schnellsten Weg.</p> <p>Aufgrund des stockenden Verkehrs musste sie zwischen den Fahrzeugen hindurchlaufen, als sie von dem Opel Astra erfasst wurde. Die Fußgängerin prallte mit ihrer linken Hüfte auf die Motorhaube und mit dem Hinterkopf auf die Windschutzscheibe des Fahrzeugs.</p> <h2>Polizei bittet um Hinweise</h2> <p>Die Verletzte wurde vom Rettungswagen erstversorgt und anschließend ins Krankenhaus Überlingen verbracht. Am Opel Astra entstand ein Schaden in Höhe von etwa 2000Euro, da auch die Windschutzscheibe beschädigt wurde. Die Polizei in Überlingen sucht nun weitere Zeugen, welche den Unfall beobachtet haben. Diese werde gebeten sich beim Polizeirevier in Überlingen unter Telefon 07551/8040 zu melden.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[13-Jährige wird von Opel angefahren und schwer verletzt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 11:37:54 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mann bedroht Gäste in mehreren Restaurants und Kneipen mit Schlagstock  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/mann-bedroht-gaeste-in-mehreren-restaurants-und-kneipen-mit-schlagstock;art372495,12510530 ]]></link>      <description><![CDATA[  Vier Beamte waren nach Polizeiangaben nötig, um einen 32-Jährigen festzunehmen, der mehrere Menschen bedroht hat.  ]]></description>
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          Vier Beamte waren nach Polizeiangaben nötig, um einen 32-Jährigen festzunehmen, der mehrere Menschen bedroht hat.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Vier Beamte waren nach Polizeiangaben nötig, um einen 32-Jährigen festzunehmen, der mehrere Menschen bedroht hat.



        <p>In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde der Polizei in Überlingen mehrfach ein Mann gemeldet, welcher in verschiedenen Gaststätten in der Innenstadt andere Personen mit einem Schlagstock bedrohte. Am Samstag, gegen 01.39 Uhr konnte der Mann nach Polizeiangaben schließlich vor einer Gaststätte in der Kronengasse von der Polizei angetroffen werden. Auch gegenüber den Beamten des Polizeireviers Überlingen verhielt sich der deutlich alkoholisierte 32-jährige Mann äußerst unkooperativ und aufbrausend. Schließlich sollte der Mann in Gewahrsam genommen werden. Dieser Maßnahme widersetzte er sich und versuchte mehrfach den Schlagstock zu ziehen.</p> <h2>Mann verbringt Nacht in der Zelle</h2> <p>Mit vier Beamten gelang es dann, den Mann unter erheblicher Gegenwehr in Gewahrsam zu nehmen. Hierbei wurde der Mann, in Form von Kratzern und Schürfungen, leicht verletzt, heißt es weiter. Zur weiteren Beweissicherung wurde von der Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme angeordnet. Die weitere Nacht musste der renitente Mann bis zu seiner Ausnüchterung in der Gewahrsamseinrichtung verbringen.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Polizei Körperverletzung Polizeieinsatz Festnahme thema-sicherheit-blaulicht thema-sicherheit-kriminalitaet]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Mann bedroht Gäste in mehreren Restaurants und Kneipen mit Schlagstock]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 16:02:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Toiletten-Tüftler auf Erfolgskurs: Sascha Gerners Bio-Klos stehen nun in Afrika und Australien  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/toiletten-tueftler-auf-erfolgskurs-sascha-gerners-bio-klos-stehen-nun-in-afrika-und-australien;art372495,12510200 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Revolution des Campings? Der Überlinger produziert seit 2020 am Bodensee sein "BioTioo". Wer das Produkt mittlerweile kauft – und was er zur Billigkonkurrenz aus Asien sagt.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Revolution des Campings? Der Überlinger produziert seit 2020 am Bodensee sein "BioTioo". Wer das Produkt mittlerweile kauft – und was er zur Billigkonkurrenz aus Asien sagt.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Die Revolution des Campings? Der Überlinger produziert seit 2020 am Bodensee sein "BioTioo". Wer das Produkt mittlerweile kauft – und was er zur Billigkonkurrenz aus Asien sagt.



        <p>Die Freiheit des Campers endet, sobald der Container der Chemietoilette voll ist. Wohin damit? Sascha Gerners Argument für seine Bio-Kompost-Toilette ist deswegen ein ganz praktisches: „Unabhängigkeit von Entsorgungsstationen.“ Nur in solchen Stationen darf das Gemisch von menschlichen Hinterlassenschaften und giftigen Chemikalien entsorgt werden. Abseits von Campingplätzen gibt es solche Stationen kaum.</p> <h2>Im Heck seines Fords-Campingmobils fing alles an</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/foerderung-auch-fuer-eine-camping-toilette-so-viel-geld-fliesst-von-der-eu-nach-baden-wuerttemberg;art417930,12031249" target="_blank" title="Förderung auch für eine Camping-Toilette: So viel Geld fließt von der EU nach Baden-Württemberg">Darum hat Sascha Gerner die chemiefreie Komposttoilette erfunden.</a> Nicht von heute auf morgen, sondern als Ergebnis hartnäckigen Probierens und Konstruierens. 2020 hatte er schließlich ein Produkt, das zuverlässig Flüssiges von Festem trennt. Ein Produkt, das das Feste in Kompost verwandelt, kein Wasser braucht und – wichtig – nicht stinkt. Auch nicht nach Chemie.</p> <p>Was vor rund zehn Jahren im Heck seines Ford-Campingmobils als Tüftelei begann, führt den Ingenieur aus Überlingen jetzt auf die große Bühne. Mit seiner Kompost-Toilette „BioTioo“ steht der Gründer und Chef der Überlinger TIB Produktions GmbH im Finale des Deutschen Nachhaltigkeitspreises (DNP).</p> <p>Die Entscheidung wird am 5. Dezember in Düsseldorf am Ende des zweitägigen DNP-Kongresses verkündet. „Wir hoffen, dass es für den Sieg reicht“, sagt der Ingenieur. Unter den rund 3000 Gästen werden voraussichtlich die Generalsekretärin der Welthandelsorganisation, die EU-Umweltkommissarin oder die Bundestagspräsidentin sein, dazu diverse weitere Forscher, Entscheider und Funktionsträger.</p> <h2>Idee kommt von Bootstoiletten</h2> <p>Das Prinzip, das ihm zum Sieg verhelfen soll, hat die Natur erfunden: Die Fasern der Kokosnuss dämpfen den Aufprall, wenn die Frucht von der Palme fällt. Menschen haben die Faser als vielfältigen Rohstoff entdeckt, aus dem sich zum Beispiel Seile fertigen lassen. Weil sie Feuchtigkeit leicht aufnehmen und wieder abgeben, finden sich die Fasern in Matratzen oder Autositzen. Sie für Komposttoiletten zu benutzen, hat Gerner nicht erfunden, wie er einräumt. Das Prinzip habe es in einer Bootstoilette schon gegeben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So funktioniert die Kokosfaser-Toilette</span><span>In einer Komposttoilette werden flüssige und feste Bestandteile getrennt. Der Feststoffbehälter enthält die Kokosfasern, die Feuchtigkeit binden, Gerüche verhindern und Sauerstoff in das Material bringen. Nach jeder Benutzung sorgt das Rührwerk dafür, dass sich Fäkalien und Fasern gleichmäßig vermischen. Dadurch entsteht eine lockere, belüftete Masse, die Mikroorganismen nach und nach zersetzen. Wärme, Luft und Zeit fördern den biologischen Abbauprozess, bei dem sich die Rückstände langsam in Kompost verwandeln.</span></label></div> <p>Mittlerweile hält Gerner vier Patente auf seine immer weiter aufgerüstete Toilette. Die neueste Variante ist mit einem elektronischen Füllstandsensor ausgerüstet, einem Motor zum Kurbeln des Rührwerks oder einer überarbeiteten Lüftung. „Baukastensystem“, betont Gerner. Wer die Ursprungstoilette aus dem Jahr 2020 besitzt, kann sie auf den neuesten Stand aufrüsten, auch das im Sinne der Nachhaltigkeit. Eine Wegwerftoilette käme dem umweltbewussten Campingfreund nicht in den Sinn.</p> <h2>Bio-Toilette für Schrebergärten, Vans oder Baustellen</h2> <p>Mögliche nachhaltige stille Örtchen abseits des Campings gibt es jede Menge. Schrebergärten, Wochenendhäuschen, Blaulicht-Einsatzorte, Boote oder Baustellen. Eine Toilette aus Überlingen steht mittlerweile in Namibia, eine andere in Madagaskar, wieder eine andere in Australien. Die Welt sei sein Markt, und den gilt es nun zu erobern, sagt Gerner. Er ergänzt aber, dass sein Hauptabsatzmarkt noch der deutschsprachige Raum sei.</p> <p>Schon als die erste Charge der Ursprungstoilette von 2020 in den Handel kam, überstieg die Nachfrage die Produktionskapazität. Einige tausend „BioTioos“ später entsteht die neueste Variante erst einmal in einer limitierten Auflage von 200 Stück, Kostenpunkt 1600 Euro. Gerner hofft mittelfristig auf größere Stückzahlen, die ihm ermöglichen würden, den Preis zu senken. Damit das klappt, ist das Unternehmen auch dank seines Sohns Kolja jetzt in den Sozialen Medien aktiver als zuvor. Außerdem gibt es ein Empfehlungs-Programm für Kunden, über das sich Geld verdienen lässt.</p> <p>„Den Ton angeben im hohen Preissegment“, schwebt Gerner vor. Mit billigen Produkten aus Asien, will er gar nicht erst konkurrieren. Qualität und Ausstattung sollen das Markenzeichen seiner ausschließlich in Deutschland gefertigten nachhaltigen Toilette sein. Im Moment sieht es aus, als funktioniere das. Am Standort in Überlingen baut das Unternehmen an und sucht Personal.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Toiletten-Tüftler auf Erfolgskurs: Sascha Gerners Bio-Klos stehen nun in Afrika und Australien]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 16:02:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Toiletten-Tüftler auf Erfolgskurs: Sascha Gerners Bio-Klos stehen nun in Afrika und Australien  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/toiletten-tueftler-auf-erfolgskurs-sascha-gerners-bio-klos-stehen-nun-in-afrika-und-australien;art372495,12510200 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Revolution des Campings? Der Überlinger produziert seit 2020 am Bodensee sein „BioTioo“. Wer das Produkt mittlerweile kauft – und was er zur Billigkonkurrenz aus Asien sagt.  ]]></description>
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          Die Revolution des Campings? Der Überlinger produziert seit 2020 am Bodensee sein „BioTioo“. Wer das Produkt mittlerweile kauft – und was er zur Billigkonkurrenz aus Asien sagt.<br>
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        Die Revolution des Campings? Der Überlinger produziert seit 2020 am Bodensee sein „BioTioo“. Wer das Produkt mittlerweile kauft – und was er zur Billigkonkurrenz aus Asien sagt.



        <p>Die Freiheit des Campers endet, sobald der Container der Chemietoilette voll ist. Wohin damit? Sascha Gerners Argument für seine Bio-Kompost-Toilette ist deswegen ein ganz praktisches: „Unabhängigkeit von Entsorgungsstationen.“ Nur in solchen Stationen darf das Gemisch von menschlichen Hinterlassenschaften und giftigen Chemikalien entsorgt werden. Abseits von Campingplätzen gibt es solche Stationen kaum.</p> <h2>Im Heck seines Fords-Campingmobils fing alles an</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/foerderung-auch-fuer-eine-camping-toilette-so-viel-geld-fliesst-von-der-eu-nach-baden-wuerttemberg;art417930,12031249" target="_blank" title="Förderung auch für eine Camping-Toilette: So viel Geld fließt von der EU nach Baden-Württemberg">Darum hat Sascha Gerner die chemiefreie Komposttoilette erfunden.</a> Nicht von heute auf morgen, sondern als Ergebnis hartnäckigen Probierens und Konstruierens. 2020 hatte er schließlich ein Produkt, das zuverlässig Flüssiges von Festem trennt. Ein Produkt, das das Feste in Kompost verwandelt, kein Wasser braucht und – wichtig – nicht stinkt. Auch nicht nach Chemie.</p> <p>Was vor rund zehn Jahren im Heck seines Ford-Campingmobils als Tüftelei begann, führt den Ingenieur aus Überlingen jetzt auf die große Bühne. Mit seiner Kompost-Toilette „BioTioo“ steht der Gründer und Chef der Überlinger TIB Produktions GmbH im Finale des Deutschen Nachhaltigkeitspreises (DNP).</p> <p>Die Entscheidung wird am 5. Dezember in Düsseldorf am Ende des zweitägigen DNP-Kongresses verkündet. „Wir hoffen, dass es für den Sieg reicht“, sagt der Ingenieur. Unter den rund 3000 Gästen werden voraussichtlich die Generalsekretärin der Welthandelsorganisation, die EU-Umweltkommissarin oder die Bundestagspräsidentin sein, dazu diverse weitere Forscher, Entscheider und Funktionsträger.</p> <h2>Idee kommt von Bootstoiletten</h2> <p>Das Prinzip, das ihm zum Sieg verhelfen soll, hat die Natur erfunden: Die Fasern der Kokosnuss dämpfen den Aufprall, wenn die Frucht von der Palme fällt. Menschen haben die Faser als vielfältigen Rohstoff entdeckt, aus dem sich zum Beispiel Seile fertigen lassen. Weil sie Feuchtigkeit leicht aufnehmen und wieder abgeben, finden sich die Fasern in Matratzen oder Autositzen. Sie für Komposttoiletten zu benutzen, hat Gerner nicht erfunden, wie er einräumt. Das Prinzip habe es in einer Bootstoilette schon gegeben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>So funktioniert die Kokosfaser-Toilette</span><span>In einer Komposttoilette werden flüssige und feste Bestandteile getrennt. Der Feststoffbehälter enthält die Kokosfasern, die Feuchtigkeit binden, Gerüche verhindern und Sauerstoff in das Material bringen. Nach jeder Benutzung sorgt das Rührwerk dafür, dass sich Fäkalien und Fasern gleichmäßig vermischen. Dadurch entsteht eine lockere, belüftete Masse, die Mikroorganismen nach und nach zersetzen. Wärme, Luft und Zeit fördern den biologischen Abbauprozess, bei dem sich die Rückstände langsam in Kompost verwandeln.</span></label></div> <p>Mittlerweile hält Gerner vier Patente auf seine immer weiter aufgerüstete Toilette. Die neueste Variante ist mit einem elektronischen Füllstandsensor ausgerüstet, einem Motor zum Kurbeln des Rührwerks oder einer überarbeiteten Lüftung. „Baukastensystem“, betont Gerner. Wer die Ursprungstoilette aus dem Jahr 2020 besitzt, kann sie auf den neuesten Stand aufrüsten, auch das im Sinne der Nachhaltigkeit. Eine Wegwerftoilette käme dem umweltbewussten Campingfreund nicht in den Sinn.</p> <h2>Bio-Toilette für Schrebergärten, Vans oder Baustellen</h2> <p>Mögliche nachhaltige stille Örtchen abseits des Campings gibt es jede Menge. Schrebergärten, Wochenendhäuschen, Blaulicht-Einsatzorte, Boote oder Baustellen. Eine Toilette aus Überlingen steht mittlerweile in Namibia, eine andere in Madagaskar, wieder eine andere in Australien. Die Welt sei sein Markt, und den gilt es nun zu erobern, sagt Gerner. Er ergänzt aber, dass sein Hauptabsatzmarkt noch der deutschsprachige Raum sei.</p> <p>Schon als die erste Charge der Ursprungstoilette von 2020 in den Handel kam, überstieg die Nachfrage die Produktionskapazität. Einige tausend „BioTioos“ später entsteht die neueste Variante erst einmal in einer limitierten Auflage von 200 Stück, Kostenpunkt 1600 Euro. Gerner hofft mittelfristig auf größere Stückzahlen, die ihm ermöglichen würden, den Preis zu senken. Damit das klappt, ist das Unternehmen auch dank seines Sohns Kolja jetzt in den Sozialen Medien aktiver als zuvor. Außerdem gibt es ein Empfehlungs-Programm für Kunden, über das sich Geld verdienen lässt.</p> <p>„Den Ton angeben im hohen Preissegment“, schwebt Gerner vor. Mit billigen Produkten aus Asien, will er gar nicht erst konkurrieren. Qualität und Ausstattung sollen das Markenzeichen seiner ausschließlich in Deutschland gefertigten nachhaltigen Toilette sein. Im Moment sieht es aus, als funktioniere das. Am Standort in Überlingen baut das Unternehmen an und sucht Personal.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Umweltverträglichkeit Erfindung "Forschung und Entwicklung" thema-leben-lebensfuehrung thema-wissen-wissenschaft thema-wirtschaft-unternehmen]]></dc:relation>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 14:41:22 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Polizei sucht Zeugen nach Belästigung am Bahnhof  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/polizei-sucht-zeugen-nach-belaestigung-am-bahnhof;art372495,12510143 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein bislang Unbekannter hat nach Polizeiangaben eine 31-jährige Frau im Bereich des Wasserfalls sexuell belästigt. Der Mann konnte flüchten.  ]]></description>
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          Ein bislang Unbekannter hat nach Polizeiangaben eine 31-jährige Frau im Bereich des Wasserfalls sexuell belästigt. Der Mann konnte flüchten.<br>
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        Ein bislang Unbekannter hat nach Polizeiangaben eine 31-jährige Frau im Bereich des Wasserfalls sexuell belästigt. Der Mann konnte flüchten.



        <p>Bereits am vergangenen Dienstag hat ein Unbekannter nach Polizeiangaben eine Frau am Bahnhof Stadtmitte sexuell belästigt. Nach Angaben der 31-Jährigen habe der Täter ihr gegen 15.15 Uhr im Bereich des Wasserfalls ans Gesäß gefasst und sei im Anschluss davongerannt.</p> <h2>So hat der mutmaßliche Täter ausgesehen</h2> <p>Er wird von ihr als etwa 25 bis 27 Jahre alt und von ungepflegtem Äußeren beschrieben. Er habe helle Hautfarbe, blonde, rasierte Haare und ein rundes Gesicht mit kleiner Nase gehabt. Er sei außerdem mit einer hellgrünen Winterjacke und einer schwarzen Jeans bekleidet gewesen und habe eine Umhängetasche bei sich gehabt.</p> <p>Das Polizeirevier Überlingen hat Ermittlungen eingeleitet und bittet unter Telefon 07551/8040 um Hinweise zu dem Unbekannten.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Polizei Körperverletzung Fahndung Tötungsdelikte thema-sicherheit-kriminalitaet]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Polizei sucht Zeugen nach Belästigung am Bahnhof]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 14:35:43 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neue Pächter fürs Fähre-Bistro gesucht – und mit dem Wechsel kommen mehr Automaten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/faehre-am-bodensee-sucht-neue-paechter-der-bord-bistros;art372432,12510132 ]]></link>      <description><![CDATA[  Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi" auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.  ]]></description>
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          Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi" auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/faehre-am-bodensee-sucht-neue-paechter-der-bord-bistros;art372432,12510132]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi" auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.



        <p>Es ist ein Arbeitsplatz, der wohl die schönste Aussicht überhaupt bietet: auf den Bodensee. Dennoch wird die Midce GmbH genau diesen Platz nach nur zweieinhalb Jahren aufgeben und hat den Vertrag mit den Stadtwerken Konstanz gekündigt. Die Fähre-Bistros auf der Strecke zwischen Konstanz und Meersburg stehen damit ab 1. Januar ohne Pächter da – oder mit einem neuen, denn die Suche nach einem oder mehreren Nachfolgern läuft.</p> <p>Der oder diejenige muss sich auf Änderungen einstellen, ebenso wie die Fähre-Nutzer. Denn es sollen künftig zwei Schiffe mit Automaten versorgt werden. Im April wurde die „Lodi“ umgerüstet, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/die-bodensee-faehre-lodi-schraenkt-weiteren-bord-service-ein;art372448,12360666" target="_blank" title="Weiterer Service-Einschnitt auf der Fähre: Die „Lodi“ hat künftig kein Bistro mehr">statt eines Bistros samt Mitarbeitern finden Passagiere dort seitdem Automaten</a>, die Essen oder ein Getränk ausspucken. Künftig soll auch die „Konstanz“ umgerüstet werden, wie der Ausschreibung der Stadtwerke Konstanz zu entnehmen ist.</p> <p>Hinter der Midce GmbH stehen die vier Konstanzer Gastronomen Marco D‘Arca, Martin Mure, Seli Günes und Servet Karaaslan. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/neue-paechter-auf-den-autofaehren-meersburg-konstanz;art372486,11584019" target="_blank" title="Neue Pächter sorgen für das Ende der Durststrecke auf den Autofähren">Sie haben im Mai 2023 die Fährebistros übernommen</a>. Marco D‘Arca erklärt auf Anfrage die bisherigen Erfahrungen sowie Hintergründe des Rückzugs. Die Automaten seien eine gute, zeitgemäße Lösung: „Natürlich ersetzt es nicht das persönliche Gespräch oder den Kaffee mit Smalltalk an der Theke, aber es bietet eine größere Produktauswahl rund um die Uhr. Gleichzeitig sorgt es für eine verlässliche Versorgung und entlastet in Zeiten, in denen Personal schwer zu finden ist.“</p> <h2>Krankheit zwingt dazu, Prioritäten neu zu setzen</h2> <p>Damit benennt er einen Punkt, weshalb sie das „Backbord Fähre Café“ nicht weiterführen: „Zum einen spüren natürlich auch wir die gestiegenen Einkaufspreise und die schwierige Personalsituation, insbesondere in verantwortungsvollen Positionen.“ Das bestätigen auch die Stadtwerke, wie Sprecherin Teresa Gärtner auf Anfrage mitteilt: Die Personalfindung in der Gastronomie sei sehr schwierig und die Personalkosten seien sehr stark angestiegen. Die Automaten kämen auch dem künftigen Pächter entgegen.</p> <p>Zu Beginn des Automaten-Betriebs habe es sehr gemischte Rückmeldungen der Fahrgäste gegeben, doch inzwischen ziehen die Stadtwerke eine positive Bilanz. „Mehrheitlich Tagegäste/Urlauber nutzen die Automaten und spiegeln uns zurück, dass das Angebot für die kurze Tour ausreichend ist“, so Gärtner.</p> <p>Ausschlaggebend für die Kündigung sei für die bisherigen Pächter aber etwas anderes gewesen: ein langfristiger krankheitsbedingter Ausfall seit Frühjahr 2025. „Da wir neben dem Fährbetrieb weitere gastronomische Betriebe führen, mussten wir die Prioritäten neu setzen und uns stärker auf unser Kerngeschäft konzentrieren“, erklärt D‘Arca. Dazu gehören bestehende Konzepte wie das Steg4, wo neben dem regulären Betrieb bald ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/so-schmeckts-am-bodensee-the-taste-gewinnerin-eroeffnet-pop-up-restaurant-in-konstanz-31-10-25;art372448,12509399" target="_blank" title="Bodensee-Zutaten neu interpretiert: Mona Hiermaier kredenzt im Pop-Up-Restaurant Ungewöhnliches">Pop-Up-Restaurant mit „The Taste“-Gewinnerin Mona Hiermaier entsteht.</a></p> <h2>Gäste wollen vor allem etwas Schnelles</h2> <p>Der Betrieb eines Fähre-Bistros bringt durchaus Herausforderungen mit sich. Jeder Tag und jede Überfahrt verlaufe anders, schildert auch Marco D‘Arca. „Mal ist das Schiff voll besetzt, mal bleiben viele Gäste in den Autos sitzen, das andere Mal kommt ein Bus mit einer großen Reisegruppe.“ Wegen der kurzen Verweildauer zwischen 20 und 40 Minuten müsse der Service besonders schnell und effizient sein. „Die Gäste wollen auf der Überfahrt vor allem etwas Schnelles, einen Kaffee, eine Brezel, ein Eis oder einen Schokoriegel auf die Hand“, daher hätten sie ihr Angebot dem angepasst.</p> <p>Hinzu komme die Logistik: Wenn ein Schiff beispielsweise kurzfristig in die Werft muss, müsse das gesamte Team samt der Ware auf ein anderes Schiff umziehen – meist innerhalb weniger Minuten. Dass im Sommer bis zu vier, teilweise sogar fünf Schiffe gleichzeitig im Einsatz sind, erfordere nicht nur zwei Schichten pro Tag und das an sieben Tagen pro Woche. „Das erfordert viel Organisation, Flexibilität und ein eingespieltes Team“, so D‘Arca zusammenfassend. Doch sie hätten in der Zeit viel gelernt und großartige Menschen kennengelernt, die Zusammenarbeit mit dem Fähre-Team sei eng und gut.</p> <h2>Mindestens 34.800 Euro Pacht pro Jahr</h2> <p>Wer ein Bistro auf der Fähre oder mehrere auf den verschiedenen Schiffen mindestens für die nächsten zwei Jahre betreiben möchte, kann sich bis 24. November bei den Stadtwerken Konstanz melden. In der Ausschreibung sind unter anderem die Öffnungszeiten festgehalten: werktags 5.35 bis 18 Uhr, samstags 8.05 bis 19 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen 9.05 bis 19 Uhr. 2023 sollte noch bis 21 Uhr geöffnet sein, aktuell gelten offenbar die Öffnungszeiten abends bis 18 Uhr.</p> <p>Weitere Anforderungen an neue Pächter sind etwa die Bestückung der Automaten sowie ein frisches, möglichst regionales Angebot und Nachhaltigkeit sowie Müllvermeidung. Der Pachtpreis sei mit 10 Prozent des Nettoumsatzes, jedoch mindestens 34.800 Euro pro Jahr zuzüglich Mehrwertsteuer, marktgerecht, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Gärtner. Die Stadtwerke stellten auch die gesamte Infrastruktur zur Verfügung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Über Fährbetrieb und Bistro</span><span>Die Stadtwerke Konstanz betreiben ganzjährig die Fährverbindung zwischen Konstanz und Meersburg, die rund um die Uhr die beiden Bodenseeufer verbindet. Jährlich nutzen laut den Stadtwerken rund 3,8 Millionen Fußgänger, zahlreiche Radfahrer sowie Pkw, Lkw und Busse die Fähren. Laut den Stadtwerken gibt es die Bewirtung seit Ende der 50er-Jahre – zunächst mit einem Pächter pro Schiff und zuletzt mit einem Anbieter auf der gesamten Flotte. Fahrgäste wissen vorher nicht, mit welchem Schiff sie fahren, und daher auch nicht, wo es ein Bistro und wo es Automaten gibt. „Der Anspruch ist, dass es im Grunde egal ist, auf welchem Schiff sich der Fahrgast befindet, so dass ihm im Bistro wie bei den Automaten ein entsprechendes Angebot zur Verfügung steht“, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Teresa Gärtner.</span></label></div> <p>Und was wird aus den bisherigen Mitarbeitern? Ein Teil des Teams sei bereits in andere Betriebe der Midce GmbH gewechselt, erklärt D‘Arca. Einige Mitarbeitende könnten auch vom neuen Pächter übernommen werden – „so wie auch wir damals von unserem Vorgänger erfahrene Kräfte übernehmen durften“. Dieses Wissen und die Routine an Bord seien für den neuen Betreiber Gold wert.</p> <p>Sein Rat an den oder die Nachfolger: „Sonnencreme mit an Bord nehmen und die Aussicht genießen! Im Ernst: Wer den Betrieb übernimmt, sollte Freude an Abwechslung, Organisationstalent und Liebe zum Detail mitbringen. Dann wird die Arbeit auf der Fähre zu etwas ganz Besonderem und vor allem mit viel Potential.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 14:32:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Unfall mit mehreren Verletzten nach Bremsmanöver  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/unfall-mit-mehreren-verletzten-nach-bremsmanoever;art372495,12510130 ]]></link>      <description><![CDATA[  Weil eine 43-jährige Frau auf einer Anhöhe zwischen Owingen und Bambergen bremste, fuhr ihr ein Kleintransporter auf. In der Folge fuhren weitere Fahrzeuge auf. Insgesamt wurden fünf Personen verletzt.  ]]></description>
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          Weil eine 43-jährige Frau auf einer Anhöhe zwischen Owingen und Bambergen bremste, fuhr ihr ein Kleintransporter auf. In der Folge fuhren weitere Fahrzeuge auf. Insgesamt wurden fünf Personen verletzt.<br>
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        Weil eine 43-jährige Frau auf einer Anhöhe zwischen Owingen und Bambergen bremste, fuhr ihr ein Kleintransporter auf. In der Folge fuhren weitere Fahrzeuge auf. Insgesamt wurden fünf Personen verletzt.



        <p>Fünf Verletzte forderte ein Verkehrsunfall, der sich nach Angaben der Polizei am Donnerstagmorgen auf der Kreisstraße 7771 zwischen Owingen und Bambergen ereignet hat. Zurzeit ist diese stärker als gewöhnlich befahren, weil die Strecke als Umleitungsstrecke in Richtung Überlingen gilt. Im Bereich Andelshofer Weiher wird der Radweg verbreitert, deshalb ist die Strecke zwischen Owingen Klöber-Kreuzung und Andelshofer-Weiher seit Mitte September für den Verkehr gesperrt und wird über Bambergen umgeleitet.</p> <h2>Abbremsen führt zu Auffahrunfällen</h2> <p>Eine 43 Jahre alte VW-Lenkerin bremste auf einer Anhöhe unvermittelt ab, was dazu führte, dass ein hinterherfahrender Kleintransporter-Fahrer auffuhr. Der 20-jährige Lenker sowie ein 19-jähriger Beifahrer wurden bei dem Zusammenstoß leicht verletzt. Eine hinter dem Transporter fahrende BMW-Lenkerin konnte zwar noch rechtzeitig anhalten, wurde aber vom Kleintransporter hinter ihr auf den Vorausfahrenden aufgeschoben. Sowohl die 63-Jährige im BMW als auch zwei 32- und 28-Jährige im auffahrenden Kleintransporter erlitten leichte Verletzungen. Der Rettungsdienst kümmerte sich um die Betroffenen.</p> <p></p> <h2>Auch die Feuerwehr musste noch ausrücken</h2> <p>Die 63-jährige BMW-Fahrerin wurde zudem zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Insgesamt entstand ein Gesamtschaden von rund 25.000 Euro. Die beiden Kleintransporter sowie der BMW mussten abgeschleppt werden. Da einer der verunfallten Wagen kurzzeitig rauchte, war an der Unfallstelle auch die örtliche Feuerwehr im Einsatz.</p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Unfall Feuerwehr Verkehrsunfall Polizei Klinik Verkehrsunglücke Verkehrssicherheit Verkehrsdelikte thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-sicherheit-kriminalitaet thema-verkehr-autoverkehr]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Unfall mit mehreren Verletzten nach Bremsmanöver]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 14:20:54 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Eisbahn in Überlingen öffnet wieder: Vergnügen auf scharfen Kufen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/eisbahn-in-ueberlingen-oeffnet-wieder-vergnuegen-auf-scharfen-kufen;art372495,12510127 ]]></link>      <description><![CDATA[  „ÜB on Ice“ am Landungsplatz wird zurzeit aufgebaut. Schlittschuhlaufen mit Seesicht ist vom 7. November bis 6. Januar wieder möglich. Es gibt Neuigkeiten.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          „ÜB on Ice“ am Landungsplatz wird zurzeit aufgebaut. Schlittschuhlaufen mit Seesicht ist vom 7. November bis 6. Januar wieder möglich. Es gibt Neuigkeiten.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/eisbahn-in-ueberlingen-oeffnet-wieder-vergnuegen-auf-scharfen-kufen;art372495,12510127]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        „ÜB on Ice“ am Landungsplatz wird zurzeit aufgebaut. Schlittschuhlaufen mit Seesicht ist vom 7. November bis 6. Januar wieder möglich. Es gibt Neuigkeiten.



        <p>Wer gerne Schlittschuh läuft und Pirouetten dreht, der kann sich in wenigen Tagen auf der Kunsteisbahn auf dem Landungsplatz vergnügen. Bis zum Dreikönigstag im neuen Jahr können auf der Eislaufbahn „ÜB on Ice“ – wieder als Teil des Überlinger Winterzaubers – Jung und Alt dem beliebten Wintersport frönen. Gastronomische Angebote sollen dafür sorgen, damit auch Nicht-Schlittschuhläufer die Eisbahn aufsuchen. „Die Tage werden kürzer, es ist wieder Eisbahnzeit“, sagt Reinhard A. Weigelt, Eventmanager, Veranstalter, Betreiber und Erfinder von „ÜB on Ice“. Er betreibt die Eisbahn gemeinsam mit Fieonna Pungg, Pächterin des Kiosks in der Greth.</p> <p>„Über 300 Quadratmeter Eisbahn wie gehabt, es ist vieles ähnlich wie im Vorjahr“, informiert Weigelt. Was ihm wichtig ist neben dem Eislaufvergnügen für die Familien: das nachhaltige Angebot für Speisen und Getränke, „zum Erwärmen von Herz und Seele“, wie es der Eventmanager augenzwinkernd beschreibt.</p> <h2>Preise bleiben konstant</h2> <p>Eröffnung ist am Freitag, 7. November, 19 Uhr, gemeinsam wieder mit den „GuggeVamps“. Was auch gleich bleibt, sind die Preise, „wir sind wider Erwarten nicht teurer geworden“, betont Weigelt. Vormittags können wieder Schulklassen aufs Eis. Da der zeitliche Rahmen aber zeitlich begrenzt, bittet er um rechtzeitige Anmeldung ebenso wie für das freie Eisstockschießen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"> <h2>ÜB on Ice im Überblick</h2> <label><input type="checkbox" /><span>Öffnungszeiten</span><span>Die Eisbahn auf dem Überlinger Landungsplatz ist vom 7. November bis einschließlich 6. Januar 2026 geöffnet. Bis 21. Dezember können Besucher von 13.30 bis 20 Uhr Schlittschuh laufen, ab 22. Dezember von 11.15 bis 20 Uhr (Heiligabend bis 15.30 Uhr, Silvester bis 17.45 Uhr). Die jeweils zweistündigen Eislaufblöcke starten um 13.30 Uhr, 15.45 Uhr und 18 Uhr. Ab 22. Dezember gibt es einen weiteren ab 11.15 Uhr. An den Freitagen 14., 21. und 28 November, 5. und 19. Dezember gibt es jeweils einen weiteren Block von 20.15 bis 22 Uhr als Eisdisco. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre besteht Handschuhpflicht. Die Gastronomie ist täglich ab 11 Uhr geöffnet; am Wochenende bis 22 Uhr geöffnet, Getränke gibt es bis 23 Uhr.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Eisstockmeisterschaft</span><span>Die Vorrundenspiele finden am 9., 10., 12. und 15. Dezember, die Zwischenrunde am 17. und 18. Dezember, das Finale am 20. Dezember statt. Während der Eisstockmeisterschaft entfällt der Eislaufblock um 18 Uhr an mehreren Tagen. Freies Eisstockschießen ist täglich außer am Wochenende ab 20.15 Uhr buchbar. Anmeldungen: Für das freie Eisstockschießen und für Schulklassen unter Telefon 01523/37287219. Für die Stadtmeisterschaft im Eisstockschießen per Mail an „uebonice.eisstockschiessen@gmail.com“ unter Angabe des Mannschaftsnamens, der teilnehmenden Organisation oder Firma, Kontaktperson und Telefonnummer.</span></label><label><input type="checkbox" /><span>Kosten</span><span>Der Eintritt beläuft sich für Kinder auf 3,50 Euro, für Erwachsene auf 6,50 Euro. Die Leihgebühr für Schlittschuhe beträgt für Kinder 3,50 Euro, für Erwachsene 4,50 Euro. Pinguin oder Bobby kosten für 30 Minuten 1 Euro. Handschuhe gibt es für 2 Euro.</span></label></div> <h2>Handschuhpflicht für Kinder und Jugendliche</h2> <p>Was dieses Jahr neu ist: Es besteht Handschuhpflicht für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. „Ohne Handschuhe kommt niemand mehr aufs Eis“, betont Weigelt. „Wer keine dabei hat, kann diese günstig bei uns erwerben.“ Kurz vor Weihnachten, am vierten Advent, ist um 19 Uhr eine Eiskunstlaufshow mit der Eislaufgemeinschaft (EGS) Schaffhausen geplant. „Eintritt natürlich kostenlos“, verspricht Weigelt. „Und die Kinder können nach der Show kostenlos aufs Eis.“ Musikalisch unterhalten werden die „Jungs vom Bodensee“ am Samstag, 29. November, weitere Live-Musik im Dezember ist geplant.</p> <h2>Der Nikolaus kommt zum ersten Mal zur Eisbahn</h2> <p>Ein neuer Höhepunkt wird der 6. Dezember sein, wenn der Nikolaus um 17 Uhr erscheinen und kleine Geschenke verteilen wird. Diesen Programmpunkt hat Weigelt aus dem Weihnachtsmarkt übernommen, als er noch dessen Betreiber war. Die Aktion wird unterstützt vom Wirtschaftsverbund Überlingen. Weiterhin wird es in der Adventszeit einen täglichen Adventskalender geben. „Jedes Kind bekommt um 16 Uhr täglich ein Los und um 17 Uhr öffnen wird das Türchen und dann gibt es etwas zu gewinnen“, erläutert Weigelt. Fieonna Pungg ergänzt: „Kleine Beträge wie Eintrittskarten oder Gutscheine für Geschäfte, einfach, um die Überlinger Händler zu unterstützen.“</p> <h2>Das kulinarische Angebot bleibt, wie es ist</h2> <p>Großen Wert legt der Betreiber nach wie vor auf Nachhaltigkeit und Regionalität, etwa beim gastronomischen Angebot. Hier gibt es eine Neuerung, wonach Fleischkäse und Würstchen jetzt von zwei heimischen Metzgereien geliefert werden. Aber auch beim Strom ist Nachhaltigkeit Trumpf: Mit einem neuen Aggregat und neuen Kältesteuerungen wie schon im Vorjahr wird bis zu rund 40 Prozent weniger Strom verbraucht als in den Jahren zuvor.</p> <h2>Eisstockmeisterschaft lädt zum Mitmachen ein</h2> <p>Ein Höhepunkt soll die 15. Stadtwerk am See-Meisterschaft im Eisstockschießen zwischen dem 9. und 20. Dezember werden, die wie im Vorjahr von Reiner Jäckle moderiert und erstmals auch von der Volksbank Überlingen unterstützt wird. Mitmachen kann jeder, der eine Gruppe mit vier Mitspielern zusammenstellt und sich verbindlich mit Mannschaftsnamen, der teilnehmenden Organisation oder Firma, Kontaktperson und Telefonnummer anmeldet. Der Sieger erhält wieder einen Pokal.</p> <p>„Die Eisbahn verspricht eine Saison voller gemeinsamer Momente, sportlicher Freude und winterlicher Gelassenheit am Seeufer. Wer dem Trubel entfliehen möchte, findet hier eine verlässliche Anlaufstelle für entspanntes Eislaufen und gemütlichen Auszeiten mit Blick aufs Wasser“, fasst Weigelt das Angebot von „ÜB on Ice“ zusammen.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Eisbahn in Überlingen öffnet wieder: Vergnügen auf scharfen Kufen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 12:43:31 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Stadt mit 6000 Einwohnern? Warum Meersburg diesen Titel trägt und das größere Salem nicht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/stadt-mit-6000-einwohnern-warum-meersburg-diesen-titel-traegt-und-das-groessere-salem-nicht;art410936,12510087 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Ort mit der Burg darf sich offiziell als Stadt bezeichnen, größere Kommunen sind "nur" Gemeinden. Ein Bürgermeister aus dem Bodenseekreis sagt dazu: "Entscheidend sind Inhalte, nicht Etiketten."  ]]></description>
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          Der Ort mit der Burg darf sich offiziell als Stadt bezeichnen, größere Kommunen sind "nur" Gemeinden. Ein Bürgermeister aus dem Bodenseekreis sagt dazu: "Entscheidend sind Inhalte, nicht Etiketten."<br>
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        Der Ort mit der Burg darf sich offiziell als Stadt bezeichnen, größere Kommunen sind "nur" Gemeinden. Ein Bürgermeister aus dem Bodenseekreis sagt dazu: "Entscheidend sind Inhalte, nicht Etiketten."



        <p>Die Liste ist nicht lang. Von den 23 Gemeinden im Bodenseekreis sind nur fünf Städte: Friedrichshafen, Überlingen, Markdorf, Tettnang und Meersburg. Letztere sticht dabei mit ihrer Größe heraus. Mit knapp 6000 Einwohnern passt Meersburg nicht unbedingt in das Bild, dass man von einer Stadt hat.</p> <p>Aber die Kleinstadt hat den Titel nicht erst seit gestern, er ist quasi historisch gewachsen. So erläutert die Verwaltung auf Anfrage, dass die heutige Stadt Anfang des 13. Jahrhunderts zum Fürstbistum Konstanz gehörte.</p> <h2>Stadtrecht seit 1299</h2> <p>Seit der Verleihung des Marktrechts im Jahr 1233 habe Meersburg an politischer und militärischer Bedeutung gewonnen, „quasi als Vorposten vor Konstanz“, schreibt Christine Johner, Abteilungsleiterin Kultur und Museum. 1299 wurde Meersburg dann das Stadtrecht verliehen, ein konkretes Ereignis sei dem aber nicht vorausgegangen.</p> <p>Große Vorteile bringt der Titel nicht. „Die Stadt Meersburg ist durch die Verwaltung somit im Städtetag und Gemeindetag vertreten“, so Johner. Zudem habe der Titel sicherlich den Stolz der Bürgerinnen und Bürger damals gestärkt.</p> <h2>Gemeindeordnung stellt Bedingungen</h2> <p>Auch die über 12.000 Einwohner der Gemeinde Tamm (Kreis Ludwigsburg) konnten 2022 stolz sein. Da verlieh die Landesregierung Tamm den Titel Stadt. Demnach ist Tamm eine der Gemeinden, „die nach Einwohnerzahl, Siedlungsform und ihren kulturellen und wirtschaftlichen Verhältnissen städtisches Gepräge tragen“ – diese Bedingungen sind in der baden-württembergischen Gemeindeordnung festgelegt.</p> <p>Konkreter sollten heutzutage infrage kommende Gemeinden <a href="https://im.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilung/pid/von-der-gemeinde-zur-stadt" target="_blank" title="" rel="noopener">laut Landesinnenministerium</a> „Mittelpunkt ihres Verwaltungszentrums“ sein und über 10.000 Einwohner haben. Im Bodenseekreis kämen – was die Einwohnerzahl angeht – nur zwei weitere Gemeinden als mögliche Städte in Frage: Salem (etwa 13.000) und Meckenbeuren (rund 14.000).</p> <h2>Zufrieden als Gemeinden</h2> <p>Allerdings streben beide Gemeinden derzeit keinen Stadttitel an, wie es auf Anfrage heißt. „Wir sind eine selbstbewusste Gemeinde – ländlich, bodenständig und mit starkem Zusammenhalt. Entscheidend sind Inhalte, nicht Etiketten“, so der Salemer Bürgermeister Manfred Härle. Aus Struktur und Einwohnerzahl ließe sich ein Wechsel aber womöglich ableiten, er wäre aber auch mit Aufwand verbunden, etwa bei der Beschilderung oder Formularen.</p> <p>In Meckenbeuren habe es bislang ebenfalls keine Diskussionen über einen Wechsel des Titels geben, die Verwaltung freue sich allerdings über einen anderen Titel: Im Regionalplan ist die Gemeinde als Unterzentrum gelistet, „mit zentralen Versorgungs- und Arbeitsplatzfunktionen“, so Gemeindesprecherin Claudia Beltz.</p> <p>Von Bürgermeister Georg Schellinger heißt es zudem: „Uns geht es in Meckenbeuren nicht um den Titel ‚Stadt‘, sondern darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Wachstum ermöglichen, ohne unsere gewachsene ländliche Struktur und den ausgeprägten Gemeinschaftssinn aufs Spiel zu setzen.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Stadt mit 6000 Einwohnern? Warum Meersburg diesen Titel trägt und das größere Salem nicht]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 11:23:29 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Das hört sich ziemlich inszeniert an“: Opfer schützt mutmaßlichen Täter vor Gericht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/das-hoert-sich-ziemlich-inszeniert-an-opfer-schuetzt-mutmasslichen-taeter-vor-gericht;art372495,12510029 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein 51-Jähriger soll seine Partnerin brutal geschlagen haben. Vor Gericht spricht er von einem Unfall. Das Opfer verweigert die Aussage. Es folgt ein Freispruch, obwohl Staatsanwaltschaft und Richter Zweifel haben.  ]]></description>
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          Ein 51-Jähriger soll seine Partnerin brutal geschlagen haben. Vor Gericht spricht er von einem Unfall. Das Opfer verweigert die Aussage. Es folgt ein Freispruch, obwohl Staatsanwaltschaft und Richter Zweifel haben.<br>
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        Ein 51-Jähriger soll seine Partnerin brutal geschlagen haben. Vor Gericht spricht er von einem Unfall. Das Opfer verweigert die Aussage. Es folgt ein Freispruch, obwohl Staatsanwaltschaft und Richter Zweifel haben.



        <p>Handelt es sich bei dem Angeklagten um einen brutalen Schläger oder hat sich seine Partnerin die Verletzungen bei einem häuslichen Unfall zugezogen? Diese Frage versuchte Amtsrichter Alexander von Kennel in einem Verfahren vor dem Amtsgericht Überlingen zu klären.</p> <p>Der Angeklagte soll seine Verlobte laut Anklageschrift im Oktober des vergangenen Jahres ins Gesicht geschlagen und sie mehrfach getreten haben. Sie rief daraufhin die Polizei. Die Frau erlitt laut Anklageschrift eine starke Gehirnerschütterung, starke Hals- und Wirbelsäulenschmerzen sowie einen teilweisen Sehverlust.</p> <h2>Angeklagter spricht von einem Unfall zu Hause</h2> <p>„Gab es den schon mal Gewalt in ihrer Beziehung?“, will Richter Alexander von Kennel vom mutmaßlichen Täter wissen. „Nein“, antwortet der Angeklagte. „Natürlich haben wir manchmal Streit, der auch heftig ist, aber niemals habe ich sie je angefasst“, beteuert er. An die Tat erinnert sich der Angeklagte, jedoch anders, als in der Anklageschrift verlesen wurde.</p> <p>Der Angeklagte sagte, er habe seine Verlobte nicht geschlagen, sondern sie sei während eines Streits ausgerutscht. Dabei habe sie sich den Kopf an einer Glasscheibe geschlagen. Er habe sie nie in irgendeiner Form verletzt. Auch der Verteidiger pflichtet ihm bei und erklärt, dass der Sehverlust, welcher im Polizeibericht stand, nie von einem Arzt bestätigt wurde. Somit seien nur die Gehirnerschütterung und die Prellungen gegenständlich für das Verfahren, für die sich der Mann verantworten muss und die auch von einem Sturz stammen könnten, sagte der Verteidiger.</p> <p>Die Staatsanwältin und der Richter sind von diesen Angaben nicht überzeugt. „Das hört sich ziemlich inszeniert an“, meint von Kennel kritisch.</p> <h2>Das Opfer verweigert die Aussage vor Gericht</h2> <p>Der Fall nimmt jedoch eine Wende, als das Opfer, die Verlobte, als Zeugin in den Verhandlungsraum gebeten wird. Der Angeklagte lebe derzeit wieder bei ihr, schilderte sie. Er gab vor Gericht an, seine Verlobte habe ihm „lediglich eins auswischen wollen“. Die Frau bestätigt, dass der Mann bei ihr wohnt und sie verlobt seien. Deshalb wolle sie von ihrem Zeugenverweigerungsrecht Gebrauch machen und keine weiteren Aussagen tätigen.</p> <p>Frühere Aussagen sollen nicht verwertet werden. „Ich will doch nicht, dass er bestraft wird“, erklärt sie. Weitere Aussagen tätigt sie nicht, ganz zum Verdruss der Staatsanwaltschaft. Warum die Frau die Verletzungsbilder, welche angeblich ihre Prellungen zeigen sollen, aufnahm und warum sie die Polizei rief, bleibt ungeklärt.</p> <h2>Richter wendet sich mit Appell an die Frau</h2> <p>Auch wenn die Staatsanwaltschaft den Aussagen des Mannes nicht glaubt und auf vier Monate Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, plädiert, lautet das Urteil des Richters Freispruch. Richter Alexander von Kennel bezeichnete in seinem Schlusswort die Schilderungen des Angeklagten als „unplausibel, jedoch auch nicht unwiderlegbar“.</p> <p>An das Opfer gewandt meint der Richter, dass sie sich vielleicht der Gefahr aussetzt, in Zukunft wieder in eine Auseinandersetzung mit ihm zu geraten, es aber keine Anhaltspunkte in dem Fall mehr gebe. Die Frau solle sich jedoch gut überlegen, wie ein Weiterleben mit ihrem Verlobten funktionieren kann, rät ihr der Richter.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Polizei Unfall Zeuge Körperverletzung Prozeß thema-sicherheit-justiz thema-sicherheit-kriminalitaet]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[„Das hört sich ziemlich inszeniert an“: Opfer schützt mutmaßlichen Täter vor Gericht]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 17:08:06 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehr als Halloween-Deko und Suppengemüse: Entdecken Sie diese Kürbis-Leckereien vom Bodensee!  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/mehr-als-halloween-deko-und-suppengemuese-entdecken-sie-kuerbis-leckereien-von-rund-um-den-bodensee;art410936,12509583 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Gemüse gehört zum Herbst wie bunte Blätter und gemütliche Abende. Rund um den Bodensee entsteht Vieles aus dem Gewächs – vom Kaffeegetränk über Brotaufstriche bis hin zum Cocktail.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Das Gemüse gehört zum Herbst wie bunte Blätter und gemütliche Abende. Rund um den Bodensee entsteht Vieles aus dem Gewächs – vom Kaffeegetränk über Brotaufstriche bis hin zum Cocktail.<br>
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        Das Gemüse gehört zum Herbst wie bunte Blätter und gemütliche Abende. Rund um den Bodensee entsteht Vieles aus dem Gewächs – vom Kaffeegetränk über Brotaufstriche bis hin zum Cocktail.



        <p>Der „Pumpkin Spice Latte“ (auf Deutsch: „Kürbis-Gewürz-Latte“) ist längst ein Klassiker der Herbstsaison. In den USA bekommt man das Heißgetränk an jeder Straßenecke, am Bodensee man allerdings etwas suchen. Im Secret Café in Friedrichshafen bietet Maria Arnaldos den Latte schon seit einiger Zeit an.</p> <p>Dort steht das Getränk aus aufgeschäumter Milch mit Espresso und hausgemachten Kürbissirup ganz oben auf der Karte. Daneben der Hinweis: „Nur solange der Vorrat reicht“</p> <h2>So funktioniert der „Pumpkin Spice Latte“</h2> <p>An manchen Tagen ist das beliebte Getränk schnell ausverkauft. „Viele kommen extra deswegen hierher“, erzählt Maria Arnaldos. „Nach unserem Urlaub haben wir schon Nachrichten bekommen, wann es den Latte endlich wieder gibt.“</p> <p>Den Kürbissirup stellt Maria Arnaldos mittlerweile selbst her. Dafür kocht sie Hokkaido-Kürbis mit Zucker, püriert die Masse und verfeinert sie anschließend mit Gewürzen. Welche genau, bleibt ihr Geheimnis. „Eine eigene Mischung“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Typischerweise enthält „Pumpkin Spice“ meist Zimt, Ingwer, Nelken, Muskat und Piment.</p> <p>Für den Latte verteilt sie zunächst den Kürbissirup im Glas, gießt dann die aufgeschäumte Milch hinein und toppt das Ganze mit einem kräftigen Espresso. Zum Schluss verziert sie den Milchschaum noch mit etwas Sirup – und das herbstliche Getränk ist fertig.</p> <h2>Kürbis im Cocktailglas – der „Spiced Pumpkin Espresso Martini“</h2> <p>Auch Philipp Lang, <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/traumjob-cocktail-mixer-dieser-25-jaehrige-vom-bodensee-hat-seine-leidenschaft-zum-beruf-gemacht;art410936,12462980" target="_blank" title="Mit 25 Jahren den Traumjob gefunden: Wie Philipp Lang vom Cocktail mixen leben kann">mobiler Bartender aus der Region</a>, hat den Kürbis für seine Cocktails entdeckt. Für den Herbst hat er sich etwas Besonderes überlegt: einen Espresso Martini mit Kürbispüree.</p> <p>Dafür kocht er 200 Gramm Kürbis und püriert die Masse anschließend mit zwei Esslöffeln braunen Zucker. Dazu kommen eine Prise Salz, ein halber Teelöffel Ingwer, das Mark einer halben Vanilleschote und zum Schluss ein halber Teelöffel Zimt – „Hier lieber sparsam sein“, rät Lang. Das fertige Püree wird durch ein Sieb oder Mulltuch gestrichen und hält im Kühlschrank etwa fünf bis sechs Tage.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Kürbisernte 2025</span><span>Trotz Trockenheit und Blattlausbefall können Kürbisfans in Baden-Württemberg mit guter Qualität rechnen, auch wenn die Erntemenge etwas geringer ausfällt. Auf rund 759 Hektar wurden im vergangenen Jahr im Südwesten etwa 11.600 Tonnen Kürbisse geerntet, vor allem Hokkaido, Butternut und Riesenkürbis. Wegen eines Virus zeigen manche Exemplare grüne Flecken, die laut Experten völlig unbedenklich sind. Halloween-Kürbisse spielen beim Anbau dagegen kaum eine Rolle, viele Sorten landen als Speisekürbis in der Küche. (dpa)</span></label></div> <p>Für den Drink mixt Philipp Lang 30 Milliliter von dem Kürbispüree mit jeweils 30 Milliliter Wodka und Kahlúa (Kaffeelikör) sowie mit zehn Milliliter frisch gebrühtem Espresso. „Wenn das Püree etwas zu würzig schmeckt, einfach das Verhältnis zwischen Espresso und Püree anpassen“, erklärt er. „So bleibt der Drink ausgewogen, ohne an Charakter zu verlieren.“</p> <p>Alle Zutaten kommen dann in einen Shaker, Eis dazu und kräftig schütteln. „Etwa 20 Sekunden, bis sich ein cremiger Schaum bildet“, sagt Lang. Anschließend den Drink doppelt abseihen: erst durch ein Barsieb, dann durch ein Feinsieb, um Eis- und Kürbisreste zu entfernen.</p> <p>Den herbstlichen Drink serviert Lang dann in einer vorgekühlten Martinischale. Als Dekoration empfiehlt er ein kleines, ausgehöhltes Kürbisstück, das leicht angetrocknet auf den Schaum gesetzt wird. Und fertig ist der herb-süße „Spiced Pumpkin Espresso Martini“.</p> <h2>Kürbishummus, Kürbismarmelade oder gebrannte Kürbiskerne</h2> <p>In der Küche erlebt das orangefarbene Gemüse schon seit Jahren ein großes Comeback. Die Einsatzmöglichkeiten sind dabei so vielseitig wie die Sorten selbst: von der Pasta über die Quiche bis hin zum Kuchen.</p> <p>Auf dem Stotz Hof in Markdorf spielt der Kürbis eine große Rolle – nicht nur auf der Speisekarte, sondern auch im Hofladen. Was dort verkauft wird, findet in den Gerichten Verwendung, wie Bruno Stotz erzählt.</p> <p>Neben Klassikern wie Kürbiskernöl oder Pesto überrascht das Sortiment mit ungewöhnlichen Kreationen, etwa ein herzhafter Kürbishummus aus Hokkaido, der sich als Brotaufstrich oder Dip eignet. Oder der „Kürbistraum“, eine Marmelade aus Muskatkürbis und Apfelpüree.</p> <p>„Ich sage immer: Alles, was man aus Kartoffeln machen kann, geht auch mit Kürbis“, sagt Bruno Stotz. Besonders beliebt ist der Hokkaido, weil er mit Schale verarbeitet werden kann und somit unkompliziert ist. Im Hofcafé hat das Team schon einiges ausprobiert: von Ketchup aus Kürbis bis hin zu einem „Pumpkin Spice Cheesecake“.</p> <p>Neu im Sortiment sind dieses Jahr Spezialitäten aus Kürbiskernen: Schokolade mit Kürbiskernstückchen oder geröstete Kerne in Sorten wie Zimt, Ingwer oder Chili. „Eigentlich wie gebrannte Mandeln“, sagt Bruno Stotz. Verwendet werden dafür spezielle Kerne ohne feste Schale, gewonnen aus dem Ölkürbis.</p> <p>Der Kürbis-Trend hat sich laut Bruno Stotz mittlerweile gefestigt. „Eine schöne Entwicklung“, findet er. Das Gemüse ist regional, preiswert, lange lagerfähig und kommt fast immer aus heimischem Anbau – ganz ohne Importe. „Viele Kunden greifen noch nach den Klassikern“, sagt der Landwirt. „Aber irgendwann muss man ja anfangen, Neues auszuprobieren.“</p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Mehr als Halloween-Deko und Suppengemüse: Entdecken Sie diese Kürbis-Leckereien vom Bodensee!]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 17:02:05 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schauspieler Ralf Bauer schwärmt: „Der Dreh am Bodensee war wie Urlaub für mich“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/menschen/ralf-bauer-schwaermt-vom-bodensee-so-schoen-war-der-dreh-fuer-den-schauspieler-03-11-25;art1015351,12509578 ]]></link>      <description><![CDATA[  Aktuell ist er in zwei ZDF-Krimis zu sehen, 2026 folgt ein weiterer – für „Obersee“ stand Ralf Bauer in und um Überlingen vor der Kamera. Wie das war und warum er so gern in Baden-Baden lebt, erzählt er im Interview.  ]]></description>
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          Aktuell ist er in zwei ZDF-Krimis zu sehen, 2026 folgt ein weiterer – für „Obersee“ stand Ralf Bauer in und um Überlingen vor der Kamera. Wie das war und warum er so gern in Baden-Baden lebt, erzählt er im Interview.<br>
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        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/menschen/ralf-bauer-schwaermt-vom-bodensee-so-schoen-war-der-dreh-fuer-den-schauspieler-03-11-25;art1015351,12509578]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Aktuell ist er in zwei ZDF-Krimis zu sehen, 2026 folgt ein weiterer – für „Obersee“ stand Ralf Bauer in und um Überlingen vor der Kamera. Wie das war und warum er so gern in Baden-Baden lebt, erzählt er im Interview.



        <p><strong>Herr Bauer, Sie standen jüngst am Bodensee, genauer in und um Überlingen, für die neue ZDF-Krimireihe „Obersee“ vor der Kamera. Wie waren die Dreharbeiten?</strong></p> <p><em>Ralf Bauer:</em> Sie waren Neuland für mich. Zum ersten Mal in meinen 35 Jahren als Schauspieler spiele ich in einem Fernsehkrimi nicht einen Bösewicht oder einen der Verbrecher, sondern stehe auf der anderen Seite. Ich ermittle und engagiere mich, Kriminalfälle aufzuklären und die Schuldigen dieser Verbrechen ausfindig zu machen. Das war bei den Dreharbeiten eine ganz andere Energie. Mir hat das großen Spaß gemacht, weil ich anders herausgefordert war als sonst. Für solche Chancen, neue Wege zu gehen und sich auch mal auf unbekanntem Terrain beweisen zu können, ist man als Schauspieler immer dankbar.</p> <p><strong>Wieso haben Sie bei „Obersee“ zugesagt?</strong></p> <p><em>Bauer:</em> Das Entscheidende ist für mich immer das Drehbuch. Es ist die schauspielerische Grundlage, auf der man surfen und spielen kann. In diesem Fall gab es sehr gute Drehbücher. Hinzu kommt: Die beiden Hauptdarstellerinnen der Serie, Franziska Weisz und Maria Wördemann, sind bezaubernde Kolleginnen und sehr gute Schauspielerinnen. An ihrer Seite zu spielen, ist eine große Bereicherung. Außerdem gibt es bei dieser Serie einen guten Regisseur. Das hat also alles gepasst. Es war in diesem Umfeld alles eine große Freude.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person</span><span><strong>Ralf Bauer</strong> (59) wurde in Karlsruhe geboren und ist in Baden-Baden aufgewachsen. Dort lebt er bis heute. Seinen Durchbruch als Schauspieler hatte er 1995 in der ARD-Jugendserie „Gegen den Wind“. Im ZDF ist er am 1. November 2025 um 20.15 Uhr in „Helen Dorn“ zu sehen, am 2. November um 22.15 Uhr in „Weiss &amp; Morales“. Zuletzt hat Bauer in und um Überlingen die neue ZDF-Krimiserie „Obersee“ gedreht. Sie wird voraussichtlich im Frühjahr 2026 ausgestrahlt. Zudem steht der Schauspieler auf der Theaterbühne und ist mit Dietmar Bär und Nina Hoger mit dem Poesie-Projekt „150 Jahre Rilke – die Jubiläumstour“ deutschlandweit unterwegs. Er liest und vertont dabei Texte des Lyrikers Rainer Maria Rilke.</span></label></div> <p><strong>Welche Rolle spielt der Bodensee?</strong></p> <p><em>Bauer:</em> Optisch spielt er in der Serie die Hauptrolle, er verleiht ihr Charakter. Für mich persönlich ist es immer schön, in einer Urlaubsregion zu drehen, weil das den Dreharbeiten noch einmal einen ganz anderen, sehr positiven Schwung bringt. Wenn man – so wie ich – in den hübschesten Ecken der Erde drehen darf, dann ist das ein Privileg. Am Bodensee haben mich die schöne Landschaft, das tolle Essen und die freundlichen und zugewandten Menschen begeistert. Die Serie wird zwar erst im Frühjahr zu sehen sein, ich wünsche ihr und uns aber schon jetzt, dass sie Erfolg haben wird. Ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele Menschen einschalten und es dann auch weitergehen kann mit neuen Folgen.</p> <p><strong>An diesem Samstag sind Sie im ZDF-Krimi „Helen Dorn“ zu sehen. Ein Krimi wie jeder andere?</strong></p> <p><em>Bauer:</em> Ganz und gar nicht. Ich kenne Anna Loos, die Hauptdarstellerin, seit unserer gemeinsamen Zeit an der Schauspielschule. Ich habe mich daher sehr gefreut, einmal mit ihr vor der Kamera stehen zu dürfen. Es ist eine außergewöhnliche Rolle für mich. Ich spiele einen schwerreichen Großindustriellen. Er ist der Chef der Industrie- und Handelskammer, macht weltweit Geschäfte, lebt auf einem großzügigen Anwesen. Eine sehr umstrittene, egozentrische Figur. Es ist ein sehr dynamischer und spannungsgeladener Krimi geworden, mehr möchte ich nicht verraten.</p> <p><strong>Am Sonntag sind Sie im ZDF dann in der spanisch-deutschen Krimiserie „Weiss &amp; Morales“ dabei. Woran denken Sie bei diesem Format?</strong></p> <p><em>Bauer:</em> Es war, was die Umgebung und die Stimmung betrifft, ähnlich wie am Bodensee. Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in Spanien auf den Kanarischen Inseln statt, vor allem auf Gran Canaria und La Gomera. Eine tolle Urlaubsregion mit guter Luft, Stränden und viel Wasser. Es wurde auf Spanisch gedreht – obwohl die Serie ja auch im deutschen Fernsehen läuft. Die Texte haben wir nach dem Schnitt selbst noch mal auf Deutsch neu eingesprochen. Es klingt etwas konfus, war aber ein tolles und kreatives Erlebnis.</p> <p><strong>Bekannt wurden sie 1995 mit der ARD-Serie „Gegen den Wind“. Sind Ihnen Rollen in Wassernähe in die Wiege gelegt?</strong></p> <p><em>Bauer:</em> Auf die Serie werde ich noch immer regelmäßig angesprochen. Ich erinnere mich auch gerne an diese Zeit. Nur darauf reduziert werden möchte ich nicht. Mir geht es darum, mich weiterzuentwickeln. Wenn ich heute noch allein mit dem Ticket jugendlicher Surfer und Frauenschwarm auf dem Bildschirm unterwegs sein würde, wäre das kaum überzeugend. Die Serie hat mir im Leben viel ermöglicht, ich konnte damals viel ausprobieren. Dafür bin ich dankbar.</p> <p><strong>Sie drehen weltweit, Ihrem Heimatort Baden-Baden halten Sie aber die Treue. Wieso?</strong></p> <p><em>Bauer:</em> Baden-Baden ist ein Stück Heimat. Hier kann ich Alemannisch reden, den Dialekt, mit dem ich aufgewachsen bin. Hier im Südwesten leben meine Familie und viele meiner Freunde. Es ist ein Städtchen mit kurzen Wegen und einer großen Vertrautheit. Mit dem Moped kann ich zum Baggersee fahren, im Winter bin ich in Windeseile im Schnee. Ich mag die Nähe zum Elsass, die Berge im Schwarzwald und den Flair dieser Stadt. Nur wenn ich zum Drehen fahre, ist es von Baden-Baden aus manchmal eine halbe Weltreise.</p> <p><strong>Seit 21 Jahren sind Sie nicht nur Schauspieler, sondern auch Yoga-Lehrer. Wie kam es dazu?</strong></p> <p><em>Bauer:</em> Ich bin dieser asiatischen Meditations- und Bewegungstechnik sehr dankbar. Seit ich Ende 20 war, hatte ich extreme Rückenschmerzen. Keine Sportart konnte mir helfen, bis ich Yoga entdeckte. Ich mache seither jeden Tag Yoga und möchte anderen diesen Weg unbedingt aufzeigen. Denn es gibt keine Vorbedingungen. Jeder kann Yoga machen – unabhängig vom Alter, Geschlecht oder der körperlichen Verfassung. Yoga ist die beste Form, auf Dauer beweglich, fit und gesund zu bleiben.</p> <p><strong>Sie werden im nächsten Jahr 60. Freuen Sie sich darauf?</strong></p> <p><em>Bauer:</em> Mich schreckt diese Zahl nicht. Mit meiner Tätigkeit als Schauspieler im Fernsehen und auf der Theaterbühne, mit Yoga und vermehrt auch mit Literatur habe ich meinen Lebensmittelpunkt gefunden. Wenn es nach mir geht, kann es gerne so weitergehen.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Schauspieler Ralf Bauer schwärmt: „Der Dreh am Bodensee war wie Urlaub für mich“]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 16:32:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Volle Betten, halbleere Weingläser: So war der Tourismus-Sommer 2025 am Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/so-war-der-tourismus-sommer-am-bodensee-fuer-hotels-und-gastronomie-05-11-25;art410936,12509556 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Touristenzahlen im Bodenseekreis bleiben auf hohem Niveau – doch in Restaurants und Hotels zeigt sich Zurückhaltung. Das sagen Touristiker, Hotelbetreiber und Branchenexperten zur Entwicklung in der Branche.  ]]></description>
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          Die Touristenzahlen im Bodenseekreis bleiben auf hohem Niveau – doch in Restaurants und Hotels zeigt sich Zurückhaltung. Das sagen Touristiker, Hotelbetreiber und Branchenexperten zur Entwicklung in der Branche.<br>
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        Die Touristenzahlen im Bodenseekreis bleiben auf hohem Niveau – doch in Restaurants und Hotels zeigt sich Zurückhaltung. Das sagen Touristiker, Hotelbetreiber und Branchenexperten zur Entwicklung in der Branche.



        <p>Die Gastronomie und Hotellerie im Bodenseekreis zieht nach dem Sommer eine gemischte Bilanz. Ute Stegmann, Geschäftsführerin der Deutschen Bodensee Tourismus (DBT), blickt positiv auf die vergangene Sommersaison am See zurück: „Das war eine gute Saison. Wir konnten unser seit Jahren stabiles, hohes Niveau halten.“</p> <h2>So viele Übernachtungen gab es im Sommer am See</h2> <p>Nachdem es im vergangenen Jahr im Juni, Juli und August 1,33 Millionen Übernachtungen im Landkreis gegeben hatte, waren es im laufenden Jahr 2025 ein paar Tausend mehr. Wichtig dabei: Die Zahlen umfassen nur die großen Betriebe mit mehr als acht Betten. Ein Wachstum ist vor allem bei Touristen aus dem Ausland erkennbar. Fast jeder achte Gast kam nicht aus Deutschland.</p> <p>„Wir haben dieses Jahr spürbar mehr Fremdsprachen am Bodensee gehört. Niederländisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch“, sagt Stegmann. Dabei liege der Fokus der DBT eigentlich auf dem deutschsprachigen Markt.</p> <h2>Gästekarte ist Erfolgsmodell</h2> <p>Zur Attraktivität der Region als Tourismusdestination trage derweil auch die Echt BodenseeCard bei. „Sie ist ohne Einschränkungen ein echtes Erfolgsmodell“, so Stegmann. „Manche Urlauber buchen sogar noch einmal auf andere Gemeinden um, wenn sie merken, dass sie die Gästekarte nicht in ihrem Urlaubsort bekommen.“</p> <p>Insbesondere die kostenlose Nutzung des Nahverkehrs sei ein großes Thema – trotz Deutschlandticket, wie Stegmann betont. „Das Urlaubsverhalten hat sich geändert“, berichtet Stegmann. „Durch das Ticket fahren viele Touristen kleinere Ausflugsziele an, die sie sonst nicht auf dem Schirm gehabt hätten.“</p> <h2>„Der zweite oder dritte Wein wird nicht mehr bestellt“</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/wetter-macht-es-der-gastronomie-nicht-immer-leicht-so-lief-der-sommer-fuer-restaurants-am-bodensee-06-10-25;art410936,12490076" target="_blank" title="Wetter macht es der Gastronomie nicht immer leicht: So lief der Sommer für Restaurants am Bodensee">Horst Müller, Vorsitzender des Dehoga-Verbands im Bodenseekreis und Betreiber des Hotels ‚Zur Winzerstube‘, berichtet von einem ‚diversen Bild‘</a>. In einer Vorstandssitzung hätten ihm etwa 15 Wirte vom See unterschiedliche Eindrücke vom Sommergeschäft geschildert. „Es kommt sehr darauf an, wo die Betriebe beheimatet sind“, sagt Müller. „Bei den meisten Gastronomiebetrieben war der Sommer wetterbedingt durchwachsen.“</p> <p>Das spiegele sich vor allem darin wider, dass es eine gewisse Konsumzurückhaltung gebe. Die Betriebe seien früher am Abend leer als noch vor ein paar Jahren. „Da hat der Service teils fast Minusstand“, so Müller. „Der zweite oder dritte Wein – oder gar die ganze Flasche – wird nicht mehr bestellt.“ Auch beim Essen geben sich die Gäste offenbar mit weniger zufrieden: „Es wird eher das kleinere oder günstigere Gericht genommen.“</p> <h2>Gäste bleiben immer kürzer</h2> <p>Ein anderes Bild bietet sich Müller zufolge bei den Beherbungsbetrieben: „Da lief die Vermietung ordentlich“, berichtet der Inhaber des Boutiquehotels „Zur Winzerstube“. Aber: „Die Verweildauer wird kürzer. Bei uns in Hagnau lag der Durchschnitt früher bei fünf Nächten, jetzt nur noch bei vier.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Menschen verzichten immer häufiger auf Restaurantbesuch</span><span>Die Gastronomie verzeichnete von Januar bis August 2025 einen Umsatzrückgang von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Valentin Weislämle, Tourismusforscher der DHBW Lörrach, erklärt das Phänomen auch mit der Bedürfnispyramide: „Auf einen Restaurantbesuch können viele eher verzichten als auf einen Urlaub. Wenn sie essen gehen, entscheiden sich vor allem Familien häufig für ein günstigeres oder kleineres Gericht, um Kosten zu sparen und dennoch in den Urlaub gehen zu können.“</span></label></div> <p>Probleme machen Müller die Stornierungen. Wie bei den meisten seiner Kollegen kann man in seinem Hotel bis 30 Tage vor Anreise kostenfrei stornieren. Danach fallen Gebühren an. „Die Gäste tun sich immer schwerer, das einzuhalten“, sagt der Hotelier. Zählen kann er auf seine Stammkunden: „Die sind treu, während Neugäste eher flexibel buchen und stornieren wollen. Da müssen wir uns was einfallen lassen.“</p> <h2>Ist die Bodenseeregion zu beliebt?</h2> <p>Sind diese Probleme nur am See ein Thema? „Nein“, entgegnet Valentin Weislämle, Professor an der DHBW Lörrach. Er sieht die Region vielmehr in einer komfortablen Situation: „Der Bodensee ist als Ferien- und Ausflugsdestination attraktiv. Relativ gesehen steht die Region besser da als viele andere Teile Deutschlands.“ Er sieht sogar eher das Problem des sogenannten Overtourism – also dass zu viele Menschen auf einem Fleck Urlaub machen wollen.</p> <p>Zurückhaltung beim Konsum sei überall festzustellen, berichtet der Studiengangsleiter des Tourismusstudiengangs. „Nach Corona gab es einen Nachholeffekt, aber jetzt haben die Preise endgültig durchgeschlagen.“ Insgesamt seien die Preissteigerungen über dem Inflationsniveau. „Bei über 30 Euro für einen Hauptgang ist vor allem für Familien eine Schmerzgrenze erreicht.“</p> <h2>Gaststättensterben geht weiter</h2> <p>In den vergangenen sechs Jahren mussten laut Branchenverband Dehoga in Baden-Württemberg 3200 Betriebe schließen. Weislämle prophezeit ein noch heftigeres Gaststättensterben in den kommenden Jahren: „Es wird eine Trennung des Angebots geben. Überleben werden nur Betriebe, die entweder einen überdurchschnittlichen Service bieten oder vermehrt auf Convenience umstellen.“</p> <p>Denn vor allem der Personalmangel macht der Gastronomie zu schaffen: Die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe ist im Vergleich zu 2024 um 3,2 Prozent zurückgegangen. „Die Lösung: dicht machen oder auf Kantinenstil umstellen“, sagt der Lörracher Dozent. „Das können Convenience-Produkte sein, Selbstbedienung oder Serviceroboter.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Volle Betten, halbleere Weingläser: So war der Tourismus-Sommer 2025 am Bodensee]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 16:27:03 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach dem Durchschnitt-Oktober bleibt’s mild! So wird das November-Wetter am Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/was-bringt-der-november-2025-am-bodensee-so-wird-das-wetter-in-den-naechsten-wochen-31-10-25;art410936,12509539 ]]></link>      <description><![CDATA[  Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.  ]]></description>
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          Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.<br>
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        Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.



        <p>Weder goldener Oktober noch grauer Dauerregen: Das Wetter am Bodensee hat sich in diesem Jahr ganz brav an die Statistik gehalten. Die Daten des Wetterkontors spiegeln ein Musterbeispiel für durchschnittliches Herbstwetter.</p> <p>Meteorologe Jürgen Schmidt: „Mit 62 Litern pro Quadratmeter lag der Niederschlag fast genau im Soll.“ Auch die Temperatur wich nur um 0,2 Grad Celsius ab. „Bei den Sonnenstunden lagen wir um neun Prozent über dem 30-jährigen Mittel.“ 110 Stunden Sonnenschein hatte der zehnte Monat des Jahres zu verzeichnen – am Freitag kommen sogar noch ein paar dazu.</p> <h2>So geht es im November weiter</h2> <p>Mild geht es nun auch im November weiter: „Wir werden in den nächsten Wochen immer deutlich über der Zehn-Grad-Marke liegen“, prophezeit Schmidt. Konkret wird sich das Thermometer bei zwischen zwölf und 15 Grad Celsius einpendeln. „Nachts kühlt es auf milde sechs bis neun Grad ab.“</p> <p>Der Meteorologe erwartet auch zur Monatsmitte keinen Wintereinbruch: „Tendenziell werden die Werte dann um zehn Grad liegen, nachts können sie auf teilweise vier oder fünf Grad sinken.“ Auch Nachtfrost sei im Verlauf des Novembers möglich. Schnee sei genauso wie lang anhaltende Regenfälle derzeit nicht in Sicht, so Schmidt. Allerdings wird es in den kommenden Tagen und Wochen wieder öfter nebelig im Bodenseeraum.</p> <h2>Meteorologe macht sich keine Sorgen um Hurrikan „Melissa“</h2> <p>Mit Blick auf das Feiertagswochenende zum Monatswechsel sagt der Geschäftsführer des Wetterkontors einen freundlichen Samstag und einen verregneten Sonntag vorher. „In der nächsten Woche beruhigt sich das Wetter dann wieder“, berichtet Schmidt. Regen erwartet Schmidt dabei vorerst nicht.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/panorama/hurrikan-melissa-wuetet-in-der-karibik-mehr-als-30-tote;art409965,12509287" target="_blank" title="Hurrikan „Melissa“ wütet in der Karibik – mehr als 30 Tote">Der derzeit heiß diskutierte Hurrikan ‚Melissa</a>„ bereitet ihm derweil keine Sorgen. Panik hält der Wetterfachmann für unbegründet: „Der Hurrikan zieht jetzt in Richtung Nordatlantik und trifft am Montag auf Island. Auf den Britischen Inseln wird dann ein etwas stärkerer Wind zu spüren sein. Bei uns wird sich der Hurrikan aber kaum bemerkbar machen.“</p> <h2>Wassertemperaturen bescheren milde Temperaturen</h2> <p>Einen vorsichtigen Blick auf den meteorologisch am ersten Dezember beginnenden Winter wagt Jürgen Schmidt ebenfalls: „Die Langfristprognose sagt einen milden Winter voraus.“ Das liege an den verhältnismäßig hohen Wassertemperaturen. „Die wirken sich auch auf die Außentemperaturen aus“, erklärt der Diplom-Meteorologe. Zudem käme viel warmer Wind aus westlicher Richtung.</p> <p>Grundsätzlich gelte, dass es in der dunklen Jahreszeit viel Wind brauche, um höhere Temperaturen zu erzeugen, so Schmidt. Denn: „Die Sonne steuert dem Tiefpunkt entgegen und ist dementsprechend sehr schwach. Von den Sonnenstrahlen kann man im Winter also nicht viel erwarten.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nach dem Durchschnitt-Oktober bleibt’s mild! So wird das November-Wetter am Bodensee]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 14:43:28 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[40-Jähriger hebt auf Baustelle mit Ford Transit ab  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/heiligenberg/40-jaehriger-hebt-auf-baustelle-mit-ford-transit-ab;art372476,12509426 ]]></link>      <description><![CDATA[  Als einen filmreifen Verkehrsunfall beschreibt die Polizei, was am Dienstagabend gegen 19.15 Uhr auf einer Baustelle auf der L207 passierte.  ]]></description>
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          Als einen filmreifen Verkehrsunfall beschreibt die Polizei, was am Dienstagabend gegen 19.15 Uhr auf einer Baustelle auf der L207 passierte.<br>
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        Als einen filmreifen Verkehrsunfall beschreibt die Polizei, was am Dienstagabend gegen 19.15 Uhr auf einer Baustelle auf der L207 passierte.



        <p>Ein 40-Jähriger war mit seinem Ford Transit von Deggenhausertal kommend in Richtung Echbeck unterwegs und fuhr verbotenerweise in den gesperrten Baustellenbereich ein.</p> <p>Mutmaßlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit fuhr er dort zunächst nahezu ungebremst in einen Kieshaufen, wurde entsprechend angehoben und prallte anschließend frontal in einen querstehenden Radlader, berichtet die Polizei.</p> <h2>Transportfahrzeug ist Schrott</h2> <p>Während der 40-Jährige Glück im Unglück hatte, entstand an seinem Transportfahrzeug wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von rund 10.000 Euro. Der Radlader wurde ebenfalls erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 5000 Euro.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[40-Jähriger hebt auf Baustelle mit Ford Transit ab]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 14:22:12 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wechsel an der Spitze: Stephanie Morath leitet künftig den Caritasverband Linzgau  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/wechsel-an-der-spitze-stephanie-morath-leitet-kuenftig-den-caritasverband-linzgau;art372495,12509417 ]]></link>      <description><![CDATA[  Detlef Kappes, der die Funktion interimsmäßig innehatte, übergibt nun die Führung an die 46-jährige Sozialarbeiterin. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER blickt sie in die Zukunft.  ]]></description>
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          Detlef Kappes, der die Funktion interimsmäßig innehatte, übergibt nun die Führung an die 46-jährige Sozialarbeiterin. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER blickt sie in die Zukunft.<br>
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        Detlef Kappes, der die Funktion interimsmäßig innehatte, übergibt nun die Führung an die 46-jährige Sozialarbeiterin. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER blickt sie in die Zukunft.



        <p>Für Detlef Kappes ist es bereits das zweite Mal, dass er sich in die Rente verabschiedet. Der Interims-Geschäftsführer des Caritasverbands für das Dekanat Linzgau übergibt zum 1. November die Leitung an Stephanie Morath. Der Übergang ist gut vorbereitet – was man von Kappes Dienstbeginn im Mai 2024 nicht behaupten kann. Nachdem seine Vorgängerin sich ziemlich abrupt entschlossen hätte „beruflich getrennte Wege zu gehen“, wie er es ausdrückt, erreichte ihn die dringende Bitte, in Überlingen einzuspringen. Da war er bereits seit über drei Jahren Rentner.</p> <p>Vorher hat er 27 Jahre lang den Caritasverband in Kinzigtal geleitet und kann deshalb einen großen Erfahrungsschatz einbringen. „Einen Verband entwickeln, das kannte ich und bin bestens vertraut mit den Caritasstrukturen“, sagt Detlef Kappes. Er schuf neue Strukturen, gestaltete die Arbeit intern neu und intensivierte die Vernetzung mit anderen Einrichtungen sowie den kommunalen Partnern. Dazu initiierte er das Format der „sozialpolitischen Gespräche“, das letztes Jahr erstmals im Vorfeld des Bundestagswahlkampfs mit zwei Politikern in der Tafel stattfand.</p> <h2>Detlef Kappes sieht großes Potenzial in Sozialarbeiterin</h2> <p>Gleichzeitig bereitete Detlef Kappes seine Nachfolge vor. Stephanie Morath ist seit fast 13 Jahren bei der Caritas in Überlingen tätig. Hier war die 46-jährige Sozialarbeiterin, die Mutter von drei Kindern im Teenageralter ist, für die Schwangerenberatung zuständig und übernahm später zusätzlich die Leitung der Sozialen Dienste. „Ich habe mir das lange überlegt“, berichtet Stephanie Morath. „Es hat mir imponiert, wie Herr Kappes hier Stabilität reingebracht und den Mitarbeitern der Caritas mehr Selbstvertrauen gegeben hat.“ Daran möchte sie anknüpfen.</p> <p>Ihr Vorgänger ist auch als Coach tätig und weiß, wie man Führungskräfte entwickelt. Er wies sie auf ihre Stärken hin, motivierte und förderte sie. „Da habe ich mir die nächste Entwicklungsstufe zugetraut“, beschreibt sie den Prozess. Und nennt einen Aspekt, der ihr wichtig ist: „Der Verband funktioniert nur, wenn die Mitarbeiter gute Arbeit machen und das auch zurückgemeldet wird.“</p> <h2>Warum der Verband einen neuen Namen bekommt</h2> <p>Stephanie Morath hat sich bereits einige Ziele gesetzt. Sie will weiter sozialpolitische Gespräche initiieren, zum Beispiel mit anderen Verbänden bei der kommenden Landtagswahl. „Die Caritas kann sich zu politischen Themen melden und für Menschen sprechen, die das selbst nicht können, die keine Lobby haben“, sagt sie.</p> <p>Dazu möchte sie den Verband weiterentwickeln. Als Erstes wird er im Januar einen neuen Namen bekommen, aus dem das Wort Dekanat gestrichen wird. Das sei aber vor allem der Entwicklung in der Kirche geschuldet. „Eines der großen Themen ist die Wohnungslosenhilfe“, betont Stephanie Morath. „Da müssen wir bei der Finanzierung dranbleiben.“ Damit meint sie das Projekt „Klar zur Wende“, das seit 2023 maßgeblich vom Europäischen Sozialfonds gefördert wird. Vorhabenträger ist die Stadt Überlingen, die Caritas leistet die soziale Arbeit. Für die im September 2026 auslaufende Förderung wird derzeit eine Anschlussfinanzierung gesucht.</p> <h2>Keine Utopie mehr: Beratung via Video</h2> <p>Als weiteres Thema nennt die designierte Geschäftsführerin ältere Menschen in schwierigen Lebenssituationen und eine ortsnahe Pflege zu Hause und in Heimen. Auch hier bemühen sie sich zusammen der Sozialstation Bodensee und dem Spital- und Spendfonds um Projektförderung. Dabei möchten sie neue Dinge ausprobieren, wie zum Beispiel die Telepflege, bei der pflegende Angehörige Beratung und Anleitung zum Einsatz von Hilfsmitteln per Videogespräch bekommen. Das Thema Altenpflege wird mehr Raum einnehmen, ist Morath sicher. „Prognosen sagen voraus, dass innerhalb der kommenden acht Jahre die Zahl der pflegebedürftigen Menschen rapide steigen wird“, berichtet Morath. „Wir brauchen neue Ideen!“ Die Caritas beabsichtigt, sich hier in entsprechenden Projekten einzubringen, die bereits in der Antragsphase, aber bis jetzt nicht spruchreif sind.</p> <p>Nach den Herausforderungen gefragt, verweist Stephanie Morath auf aktuelle politische Diskussionen beziehungsweise Sparplänen. „Was auf Bundesebene passiert, zum Beispiel mit dem Bürgergeld, merken wir direkt“, sagt sie. „Es geht um das Thema Armut.“ Die Auswirkungen aller Verschärfungen träfen alle Sozialverbände, die Anlaufstelle der Menschen mit sehr geringem Einkommen sind. Für viele von ihnen ist heute schon die Sozialstation die letzte Möglichkeit, der Überschuldung oder Wohnungskündigung zu entgehen, weil eine Nachzahlung der Energiekosten ansteht oder die Waschmaschine kaputt ist. Die Caritas kann hier manchmal mit Mitteln aus einem Energie-Fonds helfen, auf die beide Kirchen Zugriff haben. „Wir bieten Menschen in schwierigen Situationen auch psychosoziale Beratung an oder helfen ganz praktisch mit einem Lebensmittelgutschein weiter“, berichtet Stephanie Morath weiter.</p> <h2>Stephanie Morath arbeitet weiter in Teilzeit</h2> <p>Wie ihr Vorgänger wird auch Stephanie Morath die neue Aufgabe in Teilzeit übernehmen. Die gebürtige Überlingerin, die vor dem Wechsel zur Caritas in der Heimschule Kloster Wald sowie in Tuttlingen tätig war, bleibt weiter für die sozialen Dienste zuständig. Diese umfassen die Wohnungslosenhilfe, den Caritas-Sozialdienst, die Migrationsberatung, die Schwangerenberatung und die Altenhilfe. Die Tafelkoordination macht sie gerade kommissarisch, bis eine Nachfolge gefunden wird. Zum Überlinger Standort gehört noch die psychologische Beratungsstelle.</p> <p>Der Verband sei „sehr gut aufgestellt“, findet Stephanie Morath. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und bin gespannt“, blickt sie voller Zuversicht in die Zukunft. Detlef Kappes gibt zu, Überlingen mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu verlassen. „Die Arbeit war toll hier, das hat gut gepasst.“ Vor dem Übergang in die Rente hat er keine Angst, das hat er ja schon einmal hinbekommen.</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2><strong>Sozialpolitische Gespräche</strong></h2> www.caritas-linzgau.de</div>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Bürgergeld Alte Pflege "Gesellschaftliches Engagement" thema-gesellschaft-engagement thema-gesundheit-pflege thema-gesellschaft-zusammenleben]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Wechsel an der Spitze: Stephanie Morath leitet künftig den Caritasverband Linzgau]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 17:18:20 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der Bodensee ist für Polizeitaucher Manuel Wilkendorf ein spektakuläres Revier  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/bomben-wracks-und-einst-ein-torpedo-was-ein-ueberlinger-polizeitaucher-so-alles-im-wasser-erlebt-31-10-25;art372495,12508851 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Überlinger war im August beteiligt, als die Polizei eine Leiche aus 100 Metern Tiefe holte. Im Einsatzgebiet des 46-Jährigen befinden sich aber auch Kriegsbomben, Wracks – und einst ein Torpedo.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Der Überlinger war im August beteiligt, als die Polizei eine Leiche aus 100 Metern Tiefe holte. Im Einsatzgebiet des 46-Jährigen befinden sich aber auch Kriegsbomben, Wracks – und einst ein Torpedo.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Der Überlinger war im August beteiligt, als die Polizei eine Leiche aus 100 Metern Tiefe holte. Im Einsatzgebiet des 46-Jährigen befinden sich aber auch Kriegsbomben, Wracks – und einst ein Torpedo.



        <p>Mitten im Revier von Manuel Wilkendorf spielte sich der meistbeachtete Polizeieinsatz dieses Jahres am und im Bodensee ab. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/einsatz-am-bodensee-polizeitaucher-bergen-leiche-aus-102-metern-tiefe-im-ueberlinger-see;art372495,12463959" target="_blank" title="Spektakulärer Einsatz am Überlinger Seeufer: Polizeitaucher holen Leiche aus der Tiefe">Polizeitaucher bargen am 15. August aus mehr als 100 Metern Tiefe den Körper eines Mannes, der dort seit 16 Jahren lag</a>. Wilkendorf, Polizeitaucher und Chef der Überlinger Wasserschutzpolizei, war beteiligt, blieb aber über Wasser: Mit seinem Überlinger Team stellte er ein Boot und einen Unterwasser-Roboter zur Verfügung. Die Bergung übernahmen Spezialisten aus der Schweiz. Viel tiefer als 30 Meter dürfen deutsche Polizeitaucher wie Wilkendorf nicht hinuntergehen.</p> <p>Wer Polizist wird, durchläuft eine reguläre Polizeiausbildung, unabhängig von späterer Spezialisierung. Kaum jemand geht gezielt zur Polizei, um später Polizeitaucher zu werden. Auch nicht Manuel Wilkendorf, als er vor gut 25 Jahren bei den Ordnungshütern anheuerte. Aber der Dienst am und im Wasser bot sich in seinem Fall an: Überlinger, vertraut mit dem Bodensee, leidenschaftlicher Segler.</p> <p>Nicht jeder kann Unterwasserpolizist sein. Der Job bringt besondere Belastungen mit sich, physisch und psychisch. Offenbart die Vorsorgeuntersuchung einen Herzfehler, ist die Taucherlaufbahn vorbei, bevor sie begonnen hat. Dasselbe gilt für Ohrenerkrankungen, die den Druckausgleich erschweren würden. „Es kann aus verschiedenen Gründen sein, dass jemand sich körperlich nicht fürs Tauchen eignet“, erklärt Wilkendorf. Darum ist die Vorsorgeuntersuchung Pflicht.</p> <h2>Im Krieg sind viele Bomben im Wasser gelandet</h2> <p>Wer die Ausbildung absolviert hat, hat, dem stehen eine Reihe von Spezialisierungen offen. Etwa Kampfmittelbeseitigung, eine Tätigkeit, die am Bodensee öfter gebraucht wird als anderswo. Viele der Bomben, die vor 80 Jahren auf Rüstungsbetriebe in Friedrichshafen fielen, sind im Wasser gelandet. Einige, verborgen von Schlick und Schutt, liegen immer noch da.</p> <p>Als vor einigen Jahren vor Fischbach ein rostiges Metallstück aus dem Schlick ragte, ahnten die Kampfmittelbeseitiger nicht, was sie schließlich aus dem Wasser ziehen sollten: einen fünf Meter langen Torpedo, ungefährlich, wie sich herausstellte. „Ein Übungstorpedo aus deutscher Produktion“, sagt Wilkendorf.</p> <p>Und einer der ungewöhnlichsten Funde, die die Polizeitaucher je aus dem See gezogen haben. Ein anderer war ein Auto, das 18 Jahre lang unbemerkt in einem Gewässer bei Ulm vor sich hinrostete. Zu diesem Einsatz waren die Spezialisten vom Bodensee gerufen worden.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Manuel Wilkendorf</span><span>Im Jahre 2000 trat Manuel Wilkendorf seinen Dienst bei der Polizei in Baden Württemberg an. Der heutige Polizeihauptkommissar hat seitdem an diversen Orten gearbeitet – Biberach, Göppingen, Überlingen – und in diversen Funktionen, etwa als Leiter des Ermittlungsdiensts und Leiter der Führungsgruppe. Seit Januar 2025 ist der 46-Jährige kommissarischer Leiter der Wasserschutzpolizeistation in Überlingen am Mantelhafen.</span></label></div> <p>Rund 50 Stellen für Polizeitaucher gibt es in der knapp 30.000 Frauen und Männer zählenden Belegschaft der Polizei in Baden-Württemberg. Zum Einsatz kommen sie an unterschiedlichen Orten des Bodensees, landesweit und gelegentlich darüber hinaus. Wenn sich wie zuletzt 2017 die Staatsoberhäupter der G20-Nationen in Hamburg versammeln, kann es sein, dass auch Polizeitaucher vom Bodensee im hohen Norden für Sicherheit sorgen müssen, an Brücken etwa. Auch dort war Wilkendorf im Einsatz.</p> <p>Per Vorschrift beschränken sich die hiesigen Polizeitaucher auf „Nullzeittauchgänge“. Es sind Einsätze, die sofortiges Auftauchen zumindest theoretisch jederzeit möglich machen. Aus zu großen Tiefen wäre das gefährlich, weil der unter hohem Wasserdruck eingeatmete Stickstoff nicht schnell genug aus dem Körper entweichen kann. Sinkt der Druck, bildet er Blasen – die „Taucherkrankheit“. Die ist bestenfalls unangenehm, im schlimmsten Fall tödlich. Wer tiefer als 30 oder 40 Meter tauchen will, braucht spezielle Gasgemische und beim Auftauchen Dekompressionsstopps, die dem Körper Zeit geben, den Stickstoff auszuscheiden. Am 15. August etwa hatten die Schweizer Polizeitaucher den Körper in 100 Meter Tiefe nach wenigen Minuten erreicht. Bis sie von dort aufgetaucht waren, vergingen rund drei Stunden.</p> <h2>Vertrauenswürdiger Kollege – ein Roboter</h2> <p>Wilkendorf stört die Tiefenbegrenzung der Polizeitaucher kaum bei der praktischen Arbeit. Dafür sorgt Kollege ROV, wie die Wasserschutzpolizisten ihren Tauchroboter nennen. ROV steht für „remotely operated vehicle“, ferngesteuertes Fahrzeug. An Land sieht ROV aus wie eine Kiste mit Propellern, unter Wasser ist er in seinem Element. An seinem 500 Meter langen Kabel taucht das Gerät bis zum Grund, und mit seinem Greifarm kann er schwere Lasten heben. Mehrere Einrichtungen teilen sich den Roboter: dem Institut für Seenforschung hilft ROV beim Forschen, den Kampfmittelbeseitigern beim Beseitigen und den Polizisten bei der Polizeiarbeit.</p> <p>Auch am 15. August war ROV im Einsatz. Nachdem Hobbytaucher einige Wochen zuvor den Leichnam entdeckt hatten, bestätigte der Roboter den Fund und sandte Bilder nach oben. Als die Schweizer Taucher mit einem Tragekorb zum Bergen den Fundort erreicht hatten, war ROV längst zur Stelle, um die Szenerie auszuleuchten.</p> <h2>Tauchen im Winter: „Kalt ist es eh immer“</h2> <p>Über all dem Sichern, Bergen und Suchen, das der Beruf mit sich bringt, hat sich Wilkendorf den Blick für die Wunder der Natur bewahrt. Der Hauptkommissar schwärmt für die Schönheit, die der Bodensee unter der Wasseroberfläche offenbart, den Teufelstisch etwa, die markante Felsnase mit ihrer steil abfallenden Wand, die nur Taucher zu sehen bekommen – in klarem Wasser, bei bester Sicht noch in 30 Metern Tiefe und zu jeder Jahreszeit. Für Taucher sei sogar eher im Winter Saison, sagt Wilkendorf. „Kalt ist es eh immer.“</p> <p>20 Tauchstunden im Jahr muss Wilkendorf mindestens absolvieren, um, „die Einsatzfähigkeit zu erhalten“, wie es bei der Polizei heißt. Das Tauchen sei nur ein Aspekt der vielfältigen Arbeit bei der Wasserschutzpolizei. Präsenz- und Streifendienst auf dem Wasser gehört dazu, Unterstützung der Kollegen zu Lande und regelmäßige Fort- und Weiterbildungen. Falls es zum Beispiel gilt, ein Segelboot zu bergen, müssen Wasserschutzpolizisten auch segeln können. Für den im Überlinger Yacht-Club aktiven Segler Wilkendorf ist das eine der leichtesten Übungen.</p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Der Bodensee ist für Polizeitaucher Manuel Wilkendorf ein spektakuläres Revier]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 17:18:17 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der Bodensee ist für Polizeitaucher Manuel Wilkendorf ein spektakuläres Revier  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/bomben-wracks-und-einst-ein-torpedo-was-ein-ueberlinger-polizeitaucher-so-alles-im-wasser-erlebt-31-10-25;art372495,12508851 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Überlinger war im August beteiligt, als die Polizei eine Leiche aus 100 Metern Tiefe holte. Im Einsatzgebiet des 46-Jährigen befinden sich aber auch Kriegsbomben, Wracks – und einst ein Torpedo.  ]]></description>
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          Der Überlinger war im August beteiligt, als die Polizei eine Leiche aus 100 Metern Tiefe holte. Im Einsatzgebiet des 46-Jährigen befinden sich aber auch Kriegsbomben, Wracks – und einst ein Torpedo.<br>
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        Der Überlinger war im August beteiligt, als die Polizei eine Leiche aus 100 Metern Tiefe holte. Im Einsatzgebiet des 46-Jährigen befinden sich aber auch Kriegsbomben, Wracks – und einst ein Torpedo.



        <p>Mitten im Revier von Manuel Wilkendorf spielte sich der meistbeachtete Polizeieinsatz dieses Jahres am und im Bodensee ab. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/einsatz-am-bodensee-polizeitaucher-bergen-leiche-aus-102-metern-tiefe-im-ueberlinger-see;art372495,12463959" target="_blank" title="Spektakulärer Einsatz am Überlinger Seeufer: Polizeitaucher holen Leiche aus der Tiefe">Polizeitaucher bargen am 15. August aus mehr als 100 Metern Tiefe den Körper eines Mannes, der dort seit 16 Jahren lag</a>. Wilkendorf, Polizeitaucher und Chef der Überlinger Wasserschutzpolizei, war beteiligt, blieb aber über Wasser: Mit seinem Überlinger Team stellte er ein Boot und einen Unterwasser-Roboter zur Verfügung. Die Bergung übernahmen Spezialisten aus der Schweiz. Viel tiefer als 30 Meter dürfen deutsche Polizeitaucher wie Wilkendorf nicht hinuntergehen.</p> <p>Wer Polizist wird, durchläuft eine reguläre Polizeiausbildung, unabhängig von späterer Spezialisierung. Kaum jemand geht gezielt zur Polizei, um später Polizeitaucher zu werden. Auch nicht Manuel Wilkendorf, als er vor gut 25 Jahren bei den Ordnungshütern anheuerte. Aber der Dienst am und im Wasser bot sich in seinem Fall an: Überlinger, vertraut mit dem Bodensee, leidenschaftlicher Segler.</p> <p>Nicht jeder kann Unterwasserpolizist sein. Der Job bringt besondere Belastungen mit sich, physisch und psychisch. Offenbart die Vorsorgeuntersuchung einen Herzfehler, ist die Taucherlaufbahn vorbei, bevor sie begonnen hat. Dasselbe gilt für Ohrenerkrankungen, die den Druckausgleich erschweren würden. „Es kann aus verschiedenen Gründen sein, dass jemand sich körperlich nicht fürs Tauchen eignet“, erklärt Wilkendorf. Darum ist die Vorsorgeuntersuchung Pflicht.</p> <h2>Im Krieg sind viele Bomben im Wasser gelandet</h2> <p>Wer die Ausbildung absolviert hat, hat, dem stehen eine Reihe von Spezialisierungen offen. Etwa Kampfmittelbeseitigung, eine Tätigkeit, die am Bodensee öfter gebraucht wird als anderswo. Viele der Bomben, die vor 80 Jahren auf Rüstungsbetriebe in Friedrichshafen fielen, sind im Wasser gelandet. Einige, verborgen von Schlick und Schutt, liegen immer noch da.</p> <p>Als vor einigen Jahren vor Fischbach ein rostiges Metallstück aus dem Schlick ragte, ahnten die Kampfmittelbeseitiger nicht, was sie schließlich aus dem Wasser ziehen sollten: einen fünf Meter langen Torpedo, ungefährlich, wie sich herausstellte. „Ein Übungstorpedo aus deutscher Produktion“, sagt Wilkendorf.</p> <p>Und einer der ungewöhnlichsten Funde, die die Polizeitaucher je aus dem See gezogen haben. Ein anderer war ein Auto, das 18 Jahre lang unbemerkt in einem Gewässer bei Ulm vor sich hinrostete. Zu diesem Einsatz waren die Spezialisten vom Bodensee gerufen worden.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Manuel Wilkendorf</span><span>Im Jahre 2000 trat Manuel Wilkendorf seinen Dienst bei der Polizei in Baden Württemberg an. Der heutige Polizeihauptkommissar hat seitdem an diversen Orten gearbeitet – Biberach, Göppingen, Überlingen – und in diversen Funktionen, etwa als Leiter des Ermittlungsdiensts und Leiter der Führungsgruppe. Seit Januar 2025 ist der 46-Jährige kommissarischer Leiter der Wasserschutzpolizeistation in Überlingen am Mantelhafen.</span></label></div> <p>Rund 50 Stellen für Polizeitaucher gibt es in der knapp 30.000 Frauen und Männer zählenden Belegschaft der Polizei in Baden-Württemberg. Zum Einsatz kommen sie an unterschiedlichen Orten des Bodensees, landesweit und gelegentlich darüber hinaus. Wenn sich wie zuletzt 2017 die Staatsoberhäupter der G20-Nationen in Hamburg versammeln, kann es sein, dass auch Polizeitaucher vom Bodensee im hohen Norden für Sicherheit sorgen müssen, an Brücken etwa. Auch dort war Wilkendorf im Einsatz.</p> <p>Per Vorschrift beschränken sich die hiesigen Polizeitaucher auf „Nullzeittauchgänge“. Es sind Einsätze, die sofortiges Auftauchen zumindest theoretisch jederzeit möglich machen. Aus zu großen Tiefen wäre das gefährlich, weil der unter hohem Wasserdruck eingeatmete Stickstoff nicht schnell genug aus dem Körper entweichen kann. Sinkt der Druck, bildet er Blasen – die „Taucherkrankheit“. Die ist bestenfalls unangenehm, im schlimmsten Fall tödlich. Wer tiefer als 30 oder 40 Meter tauchen will, braucht spezielle Gasgemische und beim Auftauchen Dekompressionsstopps, die dem Körper Zeit geben, den Stickstoff auszuscheiden. Am 15. August etwa hatten die Schweizer Polizeitaucher den Körper in 100 Meter Tiefe nach wenigen Minuten erreicht. Bis sie von dort aufgetaucht waren, vergingen rund drei Stunden.</p> <h2>Vertrauenswürdiger Kollege – ein Roboter</h2> <p>Wilkendorf stört die Tiefenbegrenzung der Polizeitaucher kaum bei der praktischen Arbeit. Dafür sorgt Kollege ROV, wie die Wasserschutzpolizisten ihren Tauchroboter nennen. ROV steht für „remotely operated vehicle“, ferngesteuertes Fahrzeug. An Land sieht ROV aus wie eine Kiste mit Propellern, unter Wasser ist er in seinem Element. An seinem 500 Meter langen Kabel taucht das Gerät bis zum Grund, und mit seinem Greifarm kann er schwere Lasten heben. Mehrere Einrichtungen teilen sich den Roboter: dem Institut für Seenforschung hilft ROV beim Forschen, den Kampfmittelbeseitigern beim Beseitigen und den Polizisten bei der Polizeiarbeit.</p> <p>Auch am 15. August war ROV im Einsatz. Nachdem Hobbytaucher einige Wochen zuvor den Leichnam entdeckt hatten, bestätigte der Roboter den Fund und sandte Bilder nach oben. Als die Schweizer Taucher mit einem Tragekorb zum Bergen den Fundort erreicht hatten, war ROV längst zur Stelle, um die Szenerie auszuleuchten.</p> <h2>Tauchen im Winter: „Kalt ist es eh immer“</h2> <p>Über all dem Sichern, Bergen und Suchen, das der Beruf mit sich bringt, hat sich Wilkendorf den Blick für die Wunder der Natur bewahrt. Der Hauptkommissar schwärmt für die Schönheit, die der Bodensee unter der Wasseroberfläche offenbart, den Teufelstisch etwa, die markante Felsnase mit ihrer steil abfallenden Wand, die nur Taucher zu sehen bekommen – in klarem Wasser, bei bester Sicht noch in 30 Metern Tiefe und zu jeder Jahreszeit. Für Taucher sei sogar eher im Winter Saison, sagt Wilkendorf. „Kalt ist es eh immer.“</p> <p>20 Tauchstunden im Jahr muss Wilkendorf mindestens absolvieren, um, „die Einsatzfähigkeit zu erhalten“, wie es bei der Polizei heißt. Das Tauchen sei nur ein Aspekt der vielfältigen Arbeit bei der Wasserschutzpolizei. Präsenz- und Streifendienst auf dem Wasser gehört dazu, Unterstützung der Kollegen zu Lande und regelmäßige Fort- und Weiterbildungen. Falls es zum Beispiel gilt, ein Segelboot zu bergen, müssen Wasserschutzpolizisten auch segeln können. Für den im Überlinger Yacht-Club aktiven Segler Wilkendorf ist das eine der leichtesten Übungen.</p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Polizei Seeschiff Rettungswesen Unfall thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-sicherheit-blaulicht thema-verkehr-schifffahrt audience-bodensee]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Der Bodensee ist für Polizeitaucher Manuel Wilkendorf ein spektakuläres Revier]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 16:56:56 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Doch nicht Radolfzell! No Angels geben Bodensee-Konzert 2026 jetzt in Friedrichshafen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/doch-nicht-radolfzell-no-angels-geben-bodensee-konzert-2026-jetzt-in-friedrichshafen-31-10-25;art372474,12508830 ]]></link>      <description><![CDATA[  2025 hat die Band ihre Rückkehr auf die großen Bühnen gefeiert. Am 2. August 2026 kommen sie für einen Auftritt nach Friedrichshafen. Ursprünglich war ein anderer Ort vorgesehen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          2025 hat die Band ihre Rückkehr auf die großen Bühnen gefeiert. Am 2. August 2026 kommen sie für einen Auftritt nach Friedrichshafen. Ursprünglich war ein anderer Ort vorgesehen.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/friedrichshafen/doch-nicht-radolfzell-no-angels-geben-bodensee-konzert-2026-jetzt-in-friedrichshafen-31-10-25;art372474,12508830]]></guid>
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        2025 hat die Band ihre Rückkehr auf die großen Bühnen gefeiert. Am 2. August 2026 kommen sie für einen Auftritt nach Friedrichshafen. Ursprünglich war ein anderer Ort vorgesehen.



        <p>25 Jahre nach ihrem Erfolg bei der Castingshow „Popstars“ haben die No Angels im vergangenen Sommer mit einer Tour Jubiläum gefeiert. Songs wie „Daylight In Your Eyes“ sorgten dabei für Gänsehaut-Momente und ausgelassene Stimmung auf sämtlichen Bühnen“, teilt die Semmel Concerts Entertainment GmbH mit. Und: „Aufgrund des riesigen Erfolgs und der überwältigenden Nachfrage kündigen die No Angels nun zusätzliche Termine für Sommer 2026 an.“</p> <p>Die Tour geht also weiter – und führt die Band unter anderem an den Bodensee. Am Sonntag, 2. August, treten die No Angels laut der Live Stage Entertainment GmbH in Friedrichshafen auf. Das Konzert im Graf-Zeppelin-Haus (GZH) beginnt um 19.30 Uhr. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/die-no-angels-kommen-nach-radolfzell-doch-erstmal-ist-milchwerk-musik-festival-2025-am-bodensee;art372455,12467311" target="_blank" title="Die „No Angels“ kommen nach Radolfzell! Doch erstmal startet das Milchwerk Musik Festival 2025">Ursprünglich sollte es im Radolfzeller Milchwerk stattfind</a>en. Aufgrund eines Wasserschadens in dem Gebäude, verlegte Veranstalter Wolfgang Frey dieses aber nach Friedrichshafen, wie er dem SÜDKURIER bestätigte.</p> <p>Der Vorverkauf für die „TwentyFive Live“-Tour 2026 beginnt. <a href="https://www.eventim.de/event/no-angels-twentyfive-live-tour-2026-graf-zeppelin-haus-20885665/" target="_blank" title="" rel="noopener">Eine Karte für das Konzert im GZH kostet über Eventim 67,10 Euro.</a> Der Verkaufsstart bei Reservix ist für Donnerstag, 30. Oktober, 10 Uhr angekündigt.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Doch nicht Radolfzell! No Angels geben Bodensee-Konzert 2026 jetzt in Friedrichshafen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 14:53:28 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Rüstungskonzern Diehl Defence vom Bodensee steigt in Kampfmittelbeseitigung ein  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/ruestungskonzern-diehl-defence-vom-bodensee-steigt-in-kampfmittelbeseitigung-ein;art416,12508752 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das baden-württembergische Rüstungsunternehmen übernimmt einen Mittelständler aus Nordrhein-Westfalen. Das Wachstum des Iris-T-Spezialisten setzt sich rasant fort.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Das baden-württembergische Rüstungsunternehmen übernimmt einen Mittelständler aus Nordrhein-Westfalen. Das Wachstum des Iris-T-Spezialisten setzt sich rasant fort.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/ruestungskonzern-diehl-defence-vom-bodensee-steigt-in-kampfmittelbeseitigung-ein;art416,12508752]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Das baden-württembergische Rüstungsunternehmen übernimmt einen Mittelständler aus Nordrhein-Westfalen. Das Wachstum des Iris-T-Spezialisten setzt sich rasant fort.



        <p>Der Rüstungskonzern Diehl Defence steigt ins Geschäft der Kampfmittelbeseitigung ein. Wie das Unternehmen aus Überlingen am Bodensee am Mittwoch mitteilte, habe man einen Kaufvertrag für die in Nordrhein-Westfalen ansässige Tauber-Gruppe unterzeichnet.</p> <p>Das Familienunternehmen bezeichnet sich selbst als Deutschlands führender Kampfmittelräumer und erwirtschaftet mit fast 700 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro pro Jahr. Zum Kaufpreis wurde nichts bekannt. Ein Diehl-Sprecher wollte sich dazu mit Verweis auf Stillschweigevereinbarungen nicht äußern.</p> <p>Tauber soll als Tochter in den Diehl-Konzern integriert werden, der Name bleibt ebenso erhalten wie das Management an Bord. Die Expertise von Tauber im Munitionsbereich ermögliche es Diehl Defence, umfassende Lösungen aus einer Hand anzubieten und die Kundenbedürfnisse im Bereich der Kampfmittelentsorgung ganzheitlich zu bedienen, hieß es aus Überlingen.</p> <p>Außerdem stünde Diehl Defence nun mehr Expertise für die Munitionslagerung zur Verfügung. Der Diehl-Sprecher sagte dem SÜDKURIER, die Geschäfte von Diehl und Tauber ergänzten sich perfekt. Man hoffe gemeinsam, noch stärkeres Wachstum generieren zu können.</p> <h2>Tauber ist Systemanbieter für Munition</h2> <p>Neben der Beseitigung von Sprengmitteln, der Luftbildauswertung, der geophysikalischen Detektion, der Bergung von Bomben und der Entschärfung und thermischen Vernichtung gefundener Objekte ist Tauber auch auf den Tiefbau spezialisiert und errichtet etwa unterirdische Kanäle und Röhren für die Industrie.</p> <p>Mit Diehl Defence als neuem Gesellschafter könne man sich jetzt gestärkt der anstehenden Internationalisierung und der Innovationsentwicklung widmen, sagte Tauber-Geschäftsführer Jan-Bernd Kappelhoff.</p> <h2>Diehl Defence mit rasantem Wachstum</h2> <p>Diehl Defence schwimmt derzeit auf einer Welle des Erfolgs und wächst rasant. Der Hersteller des international begehrten Luftabwehrsystems Iris-T ist im vergangenen Jahr laut Firmenchef Helmut Rauch um 60 Prozent gewachsen, und das soll auch so weitergehen. Der Jahresumsatz betrug zuletzt rund zwei Milliarden Euro. Mitte November erfolgt am Überlinger Stammsitz die Grundsteinlegung einer neuen Produktions- und Forschungsstätte, in der künftig 500 Mitarbeiter im Hochtechnologiebereich arbeiten sollen.</p> <p>Erst Mitte Oktober kündigte das Unternehmen an, seine Zusammenarbeit mit dem größten Rüstungskonzern der Welt, dem US-Hersteller Lockheed Martin, beim Bau von Patriot-Abwehrraketen zu intensivieren. Im August unterzeichnete man eine Absichtserklärung mit Raytheon zur Produktion von Stinger-Raketen.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Rüstungskonzern Diehl Defence vom Bodensee steigt in Kampfmittelbeseitigung ein]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 12:02:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Krone“ startet bald in eine neue Ära: Das sind die neuen Pächter  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/krone-ueberlingen-oeffnet-wieder-das-sind-die-neuen-paechter-04-11-25;art372495,12508667 ]]></link>      <description><![CDATA[  Monatelang war es dunkel in der Gaststätte. Jetzt zieht dort wieder Leben ein: Marko und Gabi Meinhard übernehmen das Lokal – mit Herzblut, Ideen und einer großen Portion Heimatliebe. Ein Besuch vor der Wiedereröffnung.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Monatelang war es dunkel in der Gaststätte. Jetzt zieht dort wieder Leben ein: Marko und Gabi Meinhard übernehmen das Lokal – mit Herzblut, Ideen und einer großen Portion Heimatliebe. Ein Besuch vor der Wiedereröffnung.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Monatelang war es dunkel in der Gaststätte. Jetzt zieht dort wieder Leben ein: Marko und Gabi Meinhard übernehmen das Lokal – mit Herzblut, Ideen und einer großen Portion Heimatliebe. Ein Besuch vor der Wiedereröffnung.



        <p>Es riecht nach Putzmittel und frischer Farbe in der „Krone“. Dort, wo monatelang Staub und Stille herrschten, klingen nun Stimmen und Gelächter durch die Räume. Die blauen Wände sind verschwunden, sattes Grün zieht sich durch den Gastraum – warm, einladend, klassisch. An der Theke lehnt Marko Meinhard, 35, und schaut sich um, als könne er selbst kaum glauben, dass hier bald wieder Gäste sitzen werden.</p> <p>„Wir fühlen uns geehrt, weil dieses Haus eine solche Tradition hat. Hier wird seit vielen Generationen gekocht und bewirtet. Das weiterzuführen ist für uns eine große Verantwortung.“ Neben ihm steht seine Frau Gabi, 31, und nickt. „Ich habe Respekt, aber das wird gut“, sagt sie.</p> <p>Das Ehepaar Meinhard aus Gaienhofen übernimmt künftig die „Krone“ – und damit ein Stück Überlinger Identität. Im Februar war das Traditionshaus nach der <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/nach-pleite-gleich-drei-bedeutende-ueberlinger-gasthaeuser-geschlossen;art372495,12303277" title="Krone, Zeughaus, Uferpark: Nach Betreiberpleite gleich drei bedeutende Gasthäuser geschlossen">Insolvenz der TIP GmbH</a> geschlossen worden. Für viele in der Stadt war das ein Schock. Jetzt soll die Krone wieder das werden, was sie jahrzehntelang war: ein Ort der Begegnung, ein Treffpunkt, ein Stück Zuhause.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zu den Personen</span><span>Marko (35) und Gabi Meinhard (31) leben in Gaienhofen auf der Höri. Gemeinsam führen sie künftig das Traditionsgasthaus Krone in der Überlinger Münsterstraße. Das Ehepaar ist verheiratet, hat zwei kleine Töchter im Alter von zwei und vier Jahren – das dritte Kind ist bereits unterwegs. In ihrer Freizeit genießen sie gutes Essen, reisen gern und verbringen viel Zeit mit ihrer Familie.</span></label></div> <h2>Eine Perle mit Geschichte</h2> <p>Als die Meinhards im Frühjahr zum ersten Mal von der freien „Krone“ hörten, dauerte es nicht lange, bis sie sich meldeten. „Wir haben sofort erkannt, dass das hier eine Perle mit viel Potenzial ist“, erzählt Marko Meinhard. Über einen befreundeten Lieferanten kam der Kontakt zu Eigentümerin Anna-Lisa Stotmeister zustande, deren Familie die „Krone“ seit Generationen besitzt. „Als sie von meiner Vision gehört hat, war sie, glaube ich, froh, dass sie jemanden gefunden hat, der das Haus wirklich wertschätzt.“ Das bestätigt Stotmeister gegenüber dem SÜDKURIER: „Lange war kein passender Pächter in Sicht. Bei den Meinhards bin ich mir sicher, dass sie die Gaststätte mit Herzblut wieder zum Leben erwecken.“</p> <p>Viel Arbeit hat das Ehepaar in den vergangenen Wochen schon investiert. Der Boden ist geschrubbt, die Küche geputzt, die Wände sind gestrichen. „Bis der ganze Boden wieder richtig sauber war, hat es lange gedauert“, erzählt Marko Meinhard. Doch trotz Schweiß und Muskelkater überwiegt die Freude. „Es ist ein Traum, der für uns in Erfüllung geht.“</p> <h2>Ehrliche Küche, regionale Produkte</h2> <p>Wer mit den beiden spricht, merkt schnell: Die Meinhards brennen für ihr neues Projekt. Marko, der eigentlich aus der Industrie kommt, bezeichnet sich selbst als „Vollzeit-Herzblut-Gastronom“. Er liebt gutes Essen, Reisen, Kunst, Musik – und die ehrliche Küche. „Kochen ist für mich ein Handwerk, aber auch Kunst“, sagt er. „In den vergangenen Jahren hat die Qualität aus meiner Sicht vielerorts nachgelassen. Das wollen wir anders machen.“</p> <p>Die Küche der „Krone“ soll bodenständig bleiben, aber mit Anspruch. „Natürlich gibt es Klassiker. Wir möchten authentisch kochen und nur gute Produkte verwenden.“ Das Fleisch bezieht das Ehepaar direkt von Fairfleisch aus Überlingen, auch Obst und Gemüse kommen aus der Region. „Bewusster Konsum ist uns wichtig. Lieber weniger, aber richtig.“</p> <p>Typische Gerichte? „Zum Beispiel Bauchspeck auf Rösti mit Rahmwirsing oder Tiroler Käsknödel mit gerösteten Nüssen“, zählt Marko Meinhard auf. Neben Variationen, die das ganze Jahr auf der Karte stehen, gibt es künftig auch eine Monatskarte mit saisonalen Gerichten sowie einen Mittagstisch.</p> <h2>Ein Ort für alle Generationen und wichtige Traditionen</h2> <p>Die Meinhards möchten nicht nur gutes Essen anbieten, sie möchten, dass sich die Menschen in der „Krone“ wieder begegnen. „Ein Wirtshaus steht für Miteinander“, sagt Marko Meinhard. „Hier ist jeder willkommen: Familien, Freunde, Vereine, Touristen.“ Besonders wichtig sind den Gastwirten die Einheimischen. „Wir möchten ein Lokal für die Bürger sein. Denn eigentlich gehört die ‚Krone‘ doch jedem Überlinger – so sehen wir das zumindest.“</p> <p>Deshalb sollen auch Traditionen wieder ihren Platz finden, zum Beispiel die Öffnung der Gaststätte am 23. Dezember. An diesem Tag gibt es nur ein eingeschränktes Speiseangebot, stattdessen wird gefeiert und getanzt. „Das gab es zuletzt nicht mehr und das möchten wir unbedingt wieder aufleben lassen“, sagt Marko Meinhard. Auch an die Fasnet denken die neuen Wirte. „Da stehen wir ganz klar dahinter. Für die Überlinger werden wir auf jeden Fall da sein.“ Klar ist also: Der Dorferschoppen findet 2026 wieder in der „Krone“ statt. Das freut auch Jörg Bohm, den künstlerischen Leiter der Fastnachtsveranstaltung. „Krone und Galgen sind mittlerweile Teil unserer DNA. Der Dorfer findet seit 61 Jahren nicht aus beliebiger Tradition, sondern reiner Erforderlichkeit genau dort statt“, betont Bohm.</p> <h2>Blick in die Zukunft</h2> <p>Die Herausforderungen sind dem Ehepaar bewusst – hohe Energiekosten, steigende Löhne, schwierige Rahmenbedingungen. „Natürlich sind die Zeiten nicht einfach“, sagt Marko Meinhard. „Aber wir glauben, dass ehrliche Qualität sich durchsetzt. Die Menschen sollen merken, dass wir das mit Liebe machen.“ Derzeit warten sie noch auf die Freigabe der Lüftungsanlage, dann kann es am Freitag, 28. November offiziell losgehen.</p> <p>Und wo sieht sich das Paar in der Zukunft? „In zwei Jahren hat sich die ‚Krone‘ hoffentlich wieder als Überlinger Kulturgut etabliert. Wir möchten zeigen, dass Gastfreundschaft und Wirtschaftlichkeit sich nicht ausschließen.“</p> <p>Dass Marko und Gabi Meinhard auch privat ein eingespieltes Team sind, merkt man schnell. Sie haben zwei kleine Töchter, das dritte Kind ist unterwegs. „Wir machen das zusammen“, sagt Gabi. „Und wir machen es mit Herz.“ Marko fasst es so zusammen: „Man sollte es entweder mit Liebe machen oder bleiben lassen. Alles andere kommt dann von selbst.“</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Wohnung "Hotel und Gaststätten" Tradition thema-wirtschaft-branchen-tourismus thema-heimat-heimatliebe thema-leben-wohnen]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[„Krone“ startet bald in eine neue Ära: Das sind die neuen Pächter]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 09:09:16 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Weiteres Open-Air-Konzert bestätigt: Schlagerrapper Tream kommt 2026 in den Salemer Schlosspark  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/salem/salem-open-air-2026-schlagerrapper-tream-kommt-am-25-juli-nach-salem;art372491,12508534 ]]></link>      <description><![CDATA[  Deutschrap-Newcomer Timo Grabinger alias Tream spielt am 25. Juli 2026 ein Konzert beim Salem Open Air. Er kombiniert Rap, Pop und bayerische Einflüsse. Der Veranstalter verspricht eine "Party voller Emotionen".  ]]></description>
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          Deutschrap-Newcomer Timo Grabinger alias Tream spielt am 25. Juli 2026 ein Konzert beim Salem Open Air. Er kombiniert Rap, Pop und bayerische Einflüsse. Der Veranstalter verspricht eine "Party voller Emotionen".<br>
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        Deutschrap-Newcomer Timo Grabinger alias Tream spielt am 25. Juli 2026 ein Konzert beim Salem Open Air. Er kombiniert Rap, Pop und bayerische Einflüsse. Der Veranstalter verspricht eine "Party voller Emotionen".



        <p>Die Planungen der Konzertveranstalter für 2026 laufen auf Hochtouren. Für das <a href="https://www.suedkurier.de/thema/salem-open-air/" target="_blank" title="" rel="noopener">Salem Open Air</a> ist neben <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/salem/sensation-fuer-schlagerfans-roland-kaiser-kommt-2026-zum-open-air-konzert-in-salem-12-09-25;art372491,12480067" target="_blank" title="Roland Kaiser kehrt zurück: Konzert beim Salem Open Air im nächsten Sommer">Roland Kaiser</a> am 24. Juli und <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/salem/wiedersehen-am-bodensee-michael-patrick-kelly-tritt-2026-beim-salem-open-air-auf-26-10-25;art372491,12505640" target="_blank" title="Zweiter Act bei den Salem Open Airs: Michael Patrick Kelly kommt an den Bodensee">Michael Patrick Kelly</a> am 2. August ein weiterer Künstler bekannt. Deutschrap-Newcomer Tream spielt am Samstag, 25. Juli, im Schlosspark ein Open-Air-Konzert.</p> <h2>Über Genregrenzen hinaus</h2> <p>Laut Konzertveranstalter Allgäu Concerts hat Timo Grabinger alias Tream mit seiner Mischung aus Rap, Pop, bayerischen Einflüssen und eingängigen Melodien einen Sound geschaffen, der über Genregrenzen hinausgeht. Seine Titel heißen „Lebenslang“, „Wenn ich geh“, „München“ oder „Bierbankerl“. Allgäu Concerts zufolge geht es bei den Konzerten nicht nur um Musik, sondern um eine „Party voller Emotionen“. Ob intime Clubkonzerte oder große Festivalbühnen: Tream schafft es, sein Publikum vom ersten Ton an mitzureißen und ein Gefühl von Gemeinschaft und Freiheit zu erzeugen, heißt es weiter.</p> <p>In Medienberichten wird Grabinger als Schlagerraper bezeichnet. Fans tragen zu seinen Konzerten Dirndl und Schlagerhosen. Der 27-Jährige zeigt seine Verbundenheit zu seiner Heimat Bayern. Ein blau-weiß kariertes Halstuch gehört zu seiner Ausstattung bei Konzerten und Fototerminen. Eintrittskarten für das Salem Open Air gibt es unter <a href="https://www.allgaeu-concerts.de/events/tream/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.allgaeu-concerts.de</a> sowie an allen Vorverkaufsstellen. Erhältlich sind die Tickets in verschiedenen Kategorien ab 76,99 Euro.</p>]]>
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      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 09:08:29 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Winterzauber auf der Insel Mainau! Das ist neu beim Christmas Garden 2025  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/christmas-garden-2025-auf-der-insel-mainau-oeffnungszeiten-tickets-und-anreise-03-11-25;art372448,12508535 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.  ]]></description>
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          Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.<br>
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        Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.



        <p>Auf dem Rundweg, der über die Insel Mainau führt, können die Besucherinnen und Besucher mehr als 30 Lichtinstallationen erleben – und dabei sind viele neue Besonderheiten geboten. Auch Mainau-Geschäftsführer <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wie-lebt-es-sich-auf-der-mainau-graf-bjoern-diese-geheimnisse-verraet-er;art372448,11788613" target="_blank" title="Wie lebt es sich auf der Mainau, Graf Björn? Diese Geheimnisse verrät der Schlossherr">Björn Graf Bernadotte</a> freut sich darauf, dass von Mitte November bis Anfang Januar 2026 die Blumeninsel wieder in besonderem Licht erstrahlt. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/insel-mainau-80000-menschen-besuchen-christmas-garden-am-bodensee;art372432,12278993" target="_blank" title="Das ist Rekord! Über 80.000 Menschen besuchen Christmas Garden auf der Mainau">Die vergangene Ausgabe besuchten 80.000 Menschen</a>.</p> <p>„Der Christmas Garden ist für uns immer wieder ein besonderes Highlight im Jahr, denn er verbindet Licht- und Gartenkunst mit Begegnung und bringt Menschen in einer warmen, zauberhaften Atmosphäre zusammen. Damit wurde etwas geschaffen, das Menschen jeden Alters für einige Stunden in eine besinnliche Stimmung versetzt“, so der Mainau-Chef.</p> <h2>Wann hat der Christmas Garden geöffnet?</h2> <p>Vom 18. November bis zum 5. Januar 2026 lädt <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/christmas-garden-2025-auf-der-insel-mainau-was-gibts-neues-am-bodensee-03-11-25;art372448,12506002" target="_blank" title="Die Blumeninsel wird wieder zum Christmas Garden – mit vielen neuen Ideen">der Christmas Garden auf der Insel Mainau</a> unter freiem Himmel fast täglich zum Staunen und Genießen ein. Ab 17 Uhr beginnt die Einlasszeit, der letzte Einlass erfolgt um 20 Uhr, Besucher können bis 21.30 Uhr auf der Insel bleiben. An bestimmten Tagen ist der Christmas Garden geschlossen: am 24. und 25. November, am 1. und 2. sowie am 24. und 31. Dezember.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Übrigens:</strong> Hunde, die an einer kurzen Leine geführt werden, dürfen in den Christmas Garden auf der Insel Mainau mitgebracht werden.</li> </ul> </div> <h2>Was gibt es 2025 Neues für die Besucher?</h2> <p>2025/26 hält das Spektakel viele abwechslungsreiche Höhepunkte und einen neu gestalteten Rundweg auf der Insel Mainau bereit, verspricht der Veranstalter C2 Concerts GmbH. Eine Deutschlandpremiere unter den neuen Installationen sind die Feenlichter, die wie Tausende von bunten kleinen Lichtzeichen in der Dunkelheit erscheinen und sich sanft im Wind wiegen.</p> <p>Im Rosengarten sind die Beete mit rot und weiß leuchtenden Rosen geschmückt und in der Mitte sprudelt ein traumhafter Lichtbrunnen. Ein einzigartiges Fotomotiv werden unter anderem auch die wilden Schwäne bieten: Sechs leuchtende Schwäne gleiten über einen 1000 Quadratmeter großen, auf Musik programmierten blauen Glitzersee.</p> <h2>Ist das Fotografieren und Filmen erlaubt?</h2> <p>Apropos Fotomotiv: Die Veranstalter laden herzlich dazu ein, zu fotografieren. Dafür darf auch ein Stativ mitgebracht werden. Auf der Homepage heißt es: „Wir freuen uns, wenn Sie die besondere Atmosphäre des Christmas Garden festhalten und Ihre Eindrücke mit uns auf Instagram, TikTok, YouTube und Facebook unter #christmasgarden teilen.“</p> <p>Wer nun direkt auch die Drohne einpacken möchte, sollte diese zu Hause lassen. Der Veranstalter dazu: „Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass aus Sicherheitsgründen Aufnahmen mit Drohnen nicht gestattet sind.“ Es gilt aber: Foto- und Filmaufnahmen dürfen lediglich zu privaten Zwecken gemacht werden. Aufnahmen zu gewerblichen oder kommerziellen Zwecken sind nicht gestattet.</p> <h2>Wie reise ich am besten an? Wo kann ich parken?</h2> <p>Viele Einheimische kommen mit dem Stadtbus oder mit dem Fahrrad zur Insel Mainau. Die Stadtwerke-Busse der Ringlinien 4/13 und 13/4 halten in der Nähe des Eingangs. Besucherinnen und Besucher von auswärts kommen oftmals mit dem Auto, dem Bus oder auch über das Wasser zum Christmas Garden.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Anreise mit dem Auto:</strong> Wer den Weg zum Christmas Garden per Navi finden möchte, tippt bitte Insel Mainau 1, 78465 Insel Mainau ein. Auf dem Festland-Parkplatz sind ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden. Die Parkgebühren betragen 6 Euro, Inhaber von Jahreskarten zahlen 2 Euro.</li> <li><strong>Mit dem Wohnmobil:</strong> Es steht zudem ein ausgewiesener Wohnmobil-Stellplatz zur Verfügung. Die Parkgebühren liegen auch hier bei 6 Euro (gültig von 7 Uhr bis 23.59 Uhr). Wer über Nacht bleiben möchte, muss zusätzlich den Nachttarif (gültig von 0 Uhr bis 7 Uhr) in Höhe von 12 Euro entrichten.</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Mit Fähre und Bus:</strong> Vom nördlichen Bodenseeufer können Auto-, Wohnmobilfahrer und Fußgänger die Schiffsverbindung Konstanz-Meersburg nutzen. Zu Fuß kann in Konstanz innerhalb von zehn Minuten (oder mit der Linie 1) die Bushaltestelle „Allmannsdorf“ erreicht werden. Dort fährt die Linie 4/13 direkt zur Insel Mainau. Informationen zum Stadtbus auf <a href="https://www.stadtwerke-konstanz.de/bus/fahrplan/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.stadtwerke-konstanz.de</a>.</li> <li><strong>Mit dem Schiff:</strong> Die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) bieten einen Shuttleservice an. Ab Unteruhldingen verkehrt das Schiff an den Tagen, an denen der Christmas Garden geöffnet hat.<br /> Ab Meersburg freitags und samstags sowie zusätzlich am ersten Weihnachtsfeiertag. Informationen zu Abfahrtszeiten und Tickets finden Sie auf der <a href="https://www.bsb.de/de/bodensee-erlebnisse/veranstaltungen/christmas-garden-auf-der-mainau" target="_blank" title="" rel="noopener">Website der BSB</a>.</li> </ul> </div> <h2>Gibt es auch Getränke und Speisen auf der Insel?</h2> <p>Im Palmenhaus werden süße Snacks sowie winterliche Cocktails und heiße Getränke für eine kleine Stärkung angeboten. Zudem erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches gastronomisches Angebot entlang des Rundwegs an weihnachtlich dekorierten Hütten, die auch vegetarische, vegane und glutenfreie Speisen anbieten (Kartenzahlung möglich). Beispielsweise können sich die Besucher nach dem Regenbogenweg wärmende Feuerschalen und aromatischer Glühwein oder Punsch zu einer ersten gemütlichen Pause gönnen.</p> <h2>Was ist für Kinder und Familien geboten?</h2> <p>In der Märchenwelt können Familien die bekannten Märchen der Gebrüder Grimm und von Hans Christian Andersen entdecken, und Kinder können bei einer spannenden Märchen-Rallye wetteifern. Im Weihnachtsparadies mit überdimensionalen Süßigkeiten steht zudem ein Rentierschlitten mit leuchtenden Weihnachtsgeschenken. Am Wishing Tree im Schmetterlingshaus können zudem persönliche Weihnachtswünsche platziert werden – vielleicht geht er ja in Erfüllung.</p> <p>Mamas und Papas dürfen für den Nachwuchs übrigens einen Kinderwagen mitbringen. Alle Wege sind barrierefrei (auch gut zu wissen für Besucherinnen und Besucher mit Rollstühlen), dennoch können die natürlichen Gegebenheiten vor Ort eine Herausforderung sein. Fahrräder, Schlitten, Laufräder und sonstige Kinderfahrzeuge dürfen aus Sicherheitsgründen nicht auf das Gelände mitgenommen werden.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Das müssen Eltern wissen:</strong> Kinder bis einschließlich 5 Jahre erhalten kostenlosen Zutritt in den Christmas Garden. Ab 6 Jahren benötigen Kinder ein Ticket, das im <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">Ticketshop</a> gebucht werden kann (mehr dazu weiter unten). Der Zutritt für Kinder unter 14 Jahren ist nur in Begleitung eines Erwachsenen gestattet.</li> <li><strong>Familientage beim Christmas Garden:</strong> Am 19. November, 26. November, 3. Dezember und 10. Dezember können bis zu fünf Personen (zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren oder ein Erwachsener und bis zu vier Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren) für 39,90 Euro den Christmas Garden besuchen. Tickets gibts vorab im <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">Online-Shop</a> oder an der Abendkasse. Dort kosten sie dann 42 Euro.</li> </ul> </div> <h2>Was kosten die Tickets? Wo bekomme ich sie?</h2> <p>Karten gibt es auf <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">christmas-garden.de/mainau</a> sowie auf <a href="https://www.myticket.de/de/christmas-garden-insel-mainau-tickets" target="_blank" title="" rel="noopener">myticket.de</a> und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Tickets für Erwachsene sind ab 20,90 Euro erhältlich. Eintrittskarten für Kinder sind ab 15,90 Euro zu erhalten. Neben den beliebten Familientagen mit attraktiven Familientickets bietet der Christmas Garden Insel Mainau erstmals auch Flex Tickets für Kinder an.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Wichtig zu wissen:</strong> Eine Kartenrückgabe wegen schlechter Witterung ist ausgeschlossen, solange keine akute Gefährdung für die Gäste besteht. Der Christmas Garden findet bei jedem Wetter statt – also auch bei Regen oder Schneefall. Daher wird empfohlen, wetterfeste und warme Kleidung sowie robustes Schuhwerk anzuziehen und gegebenenfalls einen Regenschirm einzupacken.</li> </ul> </div>]]>
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      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 05:30:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Blickpunkt: Musik aus über 1100 Jahren in zehn Tagen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/blickpunkt-musik-aus-ueber-1100-jahren-in-zehn-tagen;art372495,12508484 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ihre erfolgreiche Wiederaufnahme erlebten die Überlinger Musiktage unter dem Motto „ein Festival für alte und neue Musik“ im Vorjahr.  ]]></description>
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          Ihre erfolgreiche Wiederaufnahme erlebten die Überlinger Musiktage unter dem Motto „ein Festival für alte und neue Musik“ im Vorjahr.<br>
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        Ihre erfolgreiche Wiederaufnahme erlebten die Überlinger Musiktage unter dem Motto „ein Festival für alte und neue Musik“ im Vorjahr.



        <div class="koll"> <p><strong>Überlingen</strong> Ihre erfolgreiche Wiederaufnahme erlebten die Überlinger Musiktage unter dem Motto „ein Festival für alte und neue Musik“ im Vorjahr. Zur Neuauflage mit einem neuen, exklusiven Programm kommt es vom 6. bis 16. November. Unter dem gleichen Motto werden 17 Konzerte angeboten, die in programmatischer Weise alte und neue Musik miteinander in einen Dialog stellen. Es erklingt Musik aus über 1100 Jahren, vom neunten bis zum 21. Jahrhundert: Kompositionen aus Byzanz, Venedig, Paris und aus Überlingen. „Wieder werden gezielt a?lteste und neueste Musik zehn Tage lang gespielt und miteinander konfrontiert“, erläutert Michael Brunner, Leiter des Kulturamtes, das für die Organisation zuständig ist. Gegründet worden waren die Musiktage bereits im Jahre 1952, sind somit ältestes Musikfestival am deutschen Bodenseeufer. Nach vier Auflagen war 1956 seinerzeit aber wieder Schluss, die Musiktags mussten aus finanziellen Gründen wieder eingestellt werden.</p> <p>Eröffnet werden die Musiktage von dem Bariton Marco Vassalli aus Goldbach mit einem neapolitanischen Liederabend. „In diesen Liedern kann die Seele fließen“, sagt Vassalli, und die Atmosphäre der lichtgetränkten Meerbrise Neapels entfalte sich dann vielleicht auch in der Novemberluft am Bodensee. Zusammen mit Andreas Kruse, Musikschuldirektor Ralf Ochs, Dirigent Georg Mais und Cellist Vladimir Afinogenov und Kulturreferent Brunner hat er das Programm der Musiktage erarbeitet.</p> <p>Zu hören sein wird unter anderem Musik des neunten Jahrhunderts der byzantinischen Komponistin Kassia. Es gibt eine lange Nacht der Komponistinnen mit vier Konzerten, darunter selten aufgeführte Werke aus dem Venedig des 17. Jahrhunderts und aus dem modernen Paris der Jahrhundertwende, eine Neapolitanische Nacht sowie zwei Uraufführungen. „Das Publikum erlebt die Aktualität alter Musik und die zeitlose Klassizität neuer Musik – und die verborgenen gemeinsamen Wesenszusammenha?nge, jenseits der vordergru?ndigen klanglichen Gegensätze“, sagt Brunner.</p> <p>Die 17 Konzerte werden in sieben Spielstätten aufgeführt, die zum Teil sonst nicht öffentlich zugänglich sind wie der Chorraum der Franziskanerkirche an der Franziskaner Straße. Ansonsten finden die Konzerte im Saal des Städtischen Museums (Krummebergstraße 30), in der Evangelischen Auferstehungskirche (Christophstraße 21), in der Städtischen Galerie Fauler Pelz (Löwengasse), im Kursaal (Christophstraße 2B), in der Kapelle St. Jodok (Jodokstraße) und in der Kapelle St. Luzius des Städtischen Museums statt.</p> <p><em>Der Kartenvorverkauf bei der Tourist-Information Überlingen, Landungsplatz 3, ist bereits gestartet. Telefon 07551-9471523, E-Mail: info@ueberlingen-bodensee.de<br /> Online-Tickets unter <a href="http://www.%C3%BCberlingen-bodensee.de/Erlebnisse" title="http://www.überlingen-bodensee.de/Erlebnisse" rel="noopener sponsored">http://www.überlingen-bodensee.de/Erlebnisse</a>Programmdetails im Internet:<br /> <a href="http://www.ueberlingen.de/kunst-und-kultur" title="http://www.ueberlingen.de/kunst-und-kultur" rel="noopener sponsored">http://www.ueberlingen.de/kunst-und-kultur</a></em></p> <p> </p> <h2>Das Programm</h2> <ul> <li><strong>Donnerstag, 6. November</strong>, 19 Uhr, Städtisches Museum, Museumssaal: „Neapolitanische Nächte“, Eintritt: 18 Euro</li> <li><strong>Freitag, 7. November</strong>,<br /> 19 Uhr, Städtische Galerie Fauler Pelz: „Air de Cour: Musik vom Hofe des Sonnenkönigs“,<br /> Eintritt: 9 Euro</li> <li><strong>Samstag, 8. November,</strong><br /> 11 Uhr, Städtisches Museum, Museumssaal: „Lange Nacht der Komponistinnen – Teil 1“,<br /> Eintritt: frei</li> <li><strong>Samstag, 8. November</strong>,<br /> 15 Uhr, Städtisches Museum, Museumssaal: „Lange Nacht der Komponistinnen – Teil 2“,<br /> Eintritt: 9 Euro</li> <li><strong>Samstag, 8. November</strong>,<br /> 17 Uhr, Jodokkirche: „Lange Nacht der Komponistinnen – Teil 3“, Eintritt: frei, Kollekte</li> <li><strong>Samstag, 8. November</strong>,<br /> 20 Uhr, Städtisches Museum, Museumssaal: „Lange Nacht der Komponistinnen – Teil 4“,<br /> Eintritt: 9 Euro</li> <li><strong>Sonntag, 9. November</strong>,<br /> 11 Uhr, Kursaal: „Matineekonzert“ mit dem Kurpfälzisches Kammerorchester Mannheim, Eintritt: 32, 29 und 26 Euro</li> <li><strong>Sonntag, 9. November</strong>,<br /> 16 Uhr, Auferstehungskirche Überlingen: „Vom Ende Auferstehungsmusik“, Eintritt: frei,</li> <li><strong>Dienstag, 11. November</strong>,<br /> 19 Uhr, Städtisches Museum, Museumssaal: „Capriccio“,<br /> Eintritt: 9 Euro</li> <li><strong>Mittwoch, 12. November</strong>,<br /> 19 Uhr, Städtisches Museum, Museumssaal: „L‘arte del arco“, Eintritt: 9 Euro</li> <li><strong>Donnerstag, 13. November</strong>, 19 Uhr, Städtisches Museum, Museumssaal: „Im Walde“ – Klavierabend mit digitalen Bildern und einer Welturaufführung, Eintritt: 9 Euro</li> <li><strong>Freitag, 14. November</strong>,<br /> 17 Uhr, Franziskanerkirche: „Musica, die ganz lieblich Kunst“, Eintritt: 15 Euro</li> <li><strong>Freitag, 14. November</strong>,<br /> 19 Uhr, Städtisches Museum, Museumssaal: „Neue Musik und romantische Tradition“, Eintritt: 9 Euro</li> <li><strong>Samstag, 15. November,</strong> 11 Uhr, Städtisches Museum, Museumssaal: „Unerhört und Ungehört“,<br /> Eintritt: 9 Euro</li> <li><strong>Samstag, 15. November</strong>,<br /> 15 Uhr, Kapelle St. Luzius am Städtischen Museum: „Solitude“, Eintritt: 9 Euro</li> <li><strong>Samstag, 15. November</strong>,<br /> 19 Uhr, Städtisches Museum, Museumssaal: „Die Betrachtung der Seele in der Musik…“, Vortrag mit Klavierspiel, Eintritt: 9 Euro</li> <li><strong>Sonntag, 16. November</strong>,<br /> 17 Uhr, Franziskanerkirche: „Vox Temporis – Die Stimme der Zeit“ mit dem Kammerorchester der Musikschule Überlingen, Eintritt: frei</li> </ul> </div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Blickpunkt: Musik aus über 1100 Jahren in zehn Tagen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 05:04:07 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Musikschule präsentiert Kammermusik  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/musikschule-praesentiert-kammermusik;art372495,12508458 ]]></link>      <description><![CDATA[    ]]></description>
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        <p>Überlingen Die Städtische Musikschule, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feierte, bildet junge Musiker aus. Kleine und größere Schüler zeigten auch in diesem Jahr ihr Können beim Concertino im Barocksaal des Museums. Der helle, festliche Saal bietet die passende Atmosphäre für ein besonderes Konzerterlebnis.</p> <p>Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin Katharina Fünfgeld startete die Matinee der Musikschule mit dem 1. Satz des „Violinkonzertes in G-Dur“ von Antonio Vivaldi, mit Elisa Hoher (Violine) und Anna Mishkutenok (Klavier). Darauf folgten: ein Rondo von Anton Stadler, gespielt von Theresa Groß und Armin Hertkorn (Klarinetten), „Les Pantalons“ von Nicolas Valet, mit Elisa und Matilda Hoher (Violine und Cello) sowie Kompositionen von Christoph Kirschbaum (Fair) und Frank Gerstmeier (For Four) mit einem fünfköpfigen Gitarren-Ensemble, bestehend aus Martin Marschner, Henriette Krumm, Simon Jakulat, Alexander Dittus und Jamiro Antunes.</p> <p>Danach zog Marvin Karg auf dem Marimbaphon das Publikum mit dem Titel „Rain Dance“ von Alice Gomez in den Bann. Im Anschluss präsentierten Johanna Baltrusch, Marielle Karg sowie Armin Hertkorn (Klarinetten und Bassklarinette) den „Tanz der kleinen Schwäne“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (Arr. A. Netardus). Den Abschluss bildete die „Suite Nr. 5 für Cello“ – Prélude und Gigue von Johann Sebastian Bach, gespielt von Vladimir Afinogenov, der bereits an der Musikhochschule Zürich studiert. Höchste Konzentration und eine große Ernsthaftigkeit sind den Musikerinnen und Musikern, ob klein oder groß, deutlich anzusehen, und die Freude an der Musik zeigt sich auch in den Gesichtern der Besucherinnen und Besucher des Concertino.</p> <p>Die Städtische Musikschule Überlingen bietet viele Gelegenheiten, die jungen Musiker zu hören. Die Schule sei sehr aktiv in der Orchesterarbeit, so Katharina Fünfgeld. Durch Auftritte in verschiedenen Kapellen und Vororchestern hätten die Jugendlichen viele Möglichkeiten, sich zu entwickeln und sich später im Leben auch an anderen Orten zu integrieren.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister "Klassische Musik" Festspiele Musikinstrument]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Musikschule präsentiert Kammermusik]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 16:49:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Trauer um Karlheinz Kretz: Vereine und Engagement waren sein Leben  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/trauer-um-karlheinz-kretz-vereine-und-engagement-waren-sein-leben;art372495,12508065 ]]></link>      <description><![CDATA[  Er war Posaunist mit Leib und Seele, Unternehmer, Obermeister der Elektroinnung, engagierter Gemeinderat und Ortschaftsrat. Vor allem aber ein besonnener und allseits geschätzter Mensch.  ]]></description>
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          Er war Posaunist mit Leib und Seele, Unternehmer, Obermeister der Elektroinnung, engagierter Gemeinderat und Ortschaftsrat. Vor allem aber ein besonnener und allseits geschätzter Mensch.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/trauer-um-karlheinz-kretz-vereine-und-engagement-waren-sein-leben;art372495,12508065]]></guid>
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        Er war Posaunist mit Leib und Seele, Unternehmer, Obermeister der Elektroinnung, engagierter Gemeinderat und Ortschaftsrat. Vor allem aber ein besonnener und allseits geschätzter Mensch.



        <p>24 Jahre lang, von 1975 bis 1999, entwickelte er als Gemeinderat für die CDU-Fraktion die Stadt Überlingen und brachte sich für das Gemeinwohl seiner Heimat ein. Bis 2009 gehörte er zusätzlich dem Ortschaftsrat in Nußdorf an: Jetzt ist Karlheinz Kretz im Alter von 86 Jahren verstorben.</p> <p>Kretz wirkte in seiner politischen Zeit unter anderem im damaligen Ausschuss für Bau, Objekte und Sanierung, dem Technischen Ausschuss und auch im Ausschuss für Spital und Soziales mit. Ebenso war er Mitglied im Aufsichtsrat und Bauausschuss der Stadtwerke, dem Bauausschuss des Krankenhauses und wirkte ebenfalls im Ausschuss für den Umbau des damaligen Kurmittelhauses mit.</p> <h2>Maßgeblich am Dorfgemeinschaftshaus Nußdorf beteiligt</h2> <p>„Ein Höhepunkt seines politischen Wirkens war unbestritten der Bau des Dorfgemeinschaftshauses in Nußdorf, den er zusammen mit anderen politischen Vertretern in der Ortschaft maßgeblich mit unterstützte und vorantrieb“, schreibt Oberbürgermeister Jan Zeitler in seinem Nachruf über den Verstorbenen. Und attestiert ihm: „Karlheinz Kretz führte politische Diskussionen mit Besonnenheit und Augenmaß und es war ihm stets ein Anliegen, zu ausgewogenen Entscheidungen im Austausch mit den anderen politischen Akteuren zu gelangen“. Für sein kommunalpolitisches Wirken wurde Karlheinz Kretz mit der Ehrenmedaille des Gemeindetages gewürdigt und erhielt für das besondere Engagement in den verschiedenen Gremien die Ehrennadel in Gold des Städtetages Baden-Württemberg für mehr als 43 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit.</p> <h2>Der Mittelstand war ihm wichtig</h2> <p>Hauptberuflich war Kretz mit seinem Betrieb Kretz Elektrotechnik in Nußdorf selbstständig und auch Obermeister der Elektroinnung Bodenseekreis. Er setzte sich für die Belange seiner Branche und seinen Kollegen ein. Ihm lag besonders der Mittelstand am Herzen und die Ausbildung junger Menschen.</p> <p>Gegründet 1945 von seinem Vater Karl Kretz, übernahm Karlheinz Kretz den Betrieb 1962. Er führte ihn Jahrzehnte an der Seite seiner Ehefrau Elisabeth. Später stiegen Tochter Anja und sein Enkel Niklas ein. Dieses Jahr hat Niklas Kretz den Betrieb übernommen.</p> <h2>Er liebte die Musik: 60 Jahre aktives Musizieren</h2> <p>Karlheinz Kretz großes Hobby war die Musik. Als Posaunist blickte er auf 53 Jahre aktive Musikerzeit in den Reihen der Musikkapelle Nußdorf bis ins Jahr 2008 zurück. Er war schon bei der Gründung der Kapelle 1955 dabei. Kretz stand dem Verein von 1978 bis 1989 vor, war zuvor seit 1971 deren zweiter Vorsitzender. Seine musikalische Karriere setzt er bei der Kreisseniorenkapelle fort. 2014 wurde er vom Blasmusikverband Bodenseekreis mit der Ehrennadel in Diamant mit Ehrenbrief auszeichnet, weil er über 60 Jahre als Musiker aktiv war. Eine Auszeichnung, über die er sich sehr freute.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Auszeichnungen Ruhestand Stiftung thema-gesellschaft-engagement thema-wirtschaft-arbeit]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Trauer um Karlheinz Kretz: Vereine und Engagement waren sein Leben]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 15:49:40 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hamma! Culcha Candela spielen 2026 Open-Air-Konzert in Meersburg  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/meersburg-open-air-2026-culcha-candela-spielen-konzert-am-bodensee-29-10-25;art372486,12508003 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Meersburg Open Air 2026 ist mit Culcha Candela und Versengold komplett. Die Berliner Kultband vereint Reggae, Dancehall, Hip-Hop und Latin-Sounds. Letztere sind im Folk-Rock zuhause.  ]]></description>
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          Das Meersburg Open Air 2026 ist mit Culcha Candela und Versengold komplett. Die Berliner Kultband vereint Reggae, Dancehall, Hip-Hop und Latin-Sounds. Letztere sind im Folk-Rock zuhause.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/meersburg-open-air-2026-culcha-candela-spielen-konzert-am-bodensee-29-10-25;art372486,12508003]]></guid>
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        Das Meersburg Open Air 2026 ist mit Culcha Candela und Versengold komplett. Die Berliner Kultband vereint Reggae, Dancehall, Hip-Hop und Latin-Sounds. Letztere sind im Folk-Rock zuhause.



        <p>Das Programm für das <a href="https://www.suedkurier.de/thema/meersburg-open-air/" target="_blank" title="" rel="noopener">Meersburg Open Air 2026</a> steht. Neben den Auftritten von <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/erstes-open-air-fuer-2026-herbert-pixner-spielt-auf-meersburger-schlossplatz;art372486,12421871" target="_blank" title="„Jimi Hendrix der Volksmusik“: Herbert Pixner spielt 2026 beim Meersburg Open Air">Herbert Pixner</a> am 12. Juni und <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/bestaetigt-clueso-kommt-2026-zu-den-meersburg-open-airs-an-den-bodensee-17-09-25;art372486,12483559" target="_blank" title="Bestätigt! Clueso kommt 2026 für Open-Air-Konzert an den Bodensee">Clueso</a> am 13. Juni 2026 stehen zwei weitere Konzerte fest. Culcha Candela eröffnen die Reihe am Donnerstag, 11. Juni. Im Rahmen ihrer „Celebration Tour“ gastiert die Berliner Kultband auf dem Schlossplatz.</p> <p>Laut Mitteilung des Konzertveranstalters Allgäu Concerts sind Culcha Candela seit mehr als 20 Jahren eine feste Größe in der deutschen Musikszene und Garanten für „explosive Live-Shows“. Die vier Musiker bieten eine Mischung aus Reggae, Dancehall, Hip-Hop und Latin-Sounds. Gesungen wird auf Englisch, Deutsch, Spanisch und Patois. Hits wie „Hamma!“, „Monsta“ oder „Berlin City Girl“ dürften ebenfalls fernab ihrer Fangemeinde bekannt sein.</p> <h2>Mehr als fünf Millionen verkaufte Tonträger</h2> <p>Die „Celebration Tour 2026“ soll die Karriere von Chino, Mateo, Johnny Strange und Don Cali feiern. Mit über fünf Millionen verkauften Tonträgern, fast 35 Edelmetall-Auszeichnungen und mehr als 1500 Live-Shows erfänden sich Culcha Candela vielleicht nicht mehr neu, müssten sie aber auch gar nicht, heißt es auf der Internetseite der Band. Vielmehr möchten die Musiker energiegeladene Club-Banger und Hits mit Haltung aus ihren bunten Ärmeln schütteln. Deshalb engagieren sie sich auch in sozialen Projekten wie „BeAnAngel“, Die Arche, „ActionKids“, Laut Gegen Nazis, Pro Asyl, Seebrücke und Afrika Rise. Eintrittskarten gibt es unter <a href="https://www.allgaeu-concerts.de/tickets-culchacandela-meersburg/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.allgaeu-concerts.de</a> sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen zum Preis von 59,90 Euro.</p> <h2>Versengold: vom Folkprojekt zur Akustikband</h2> <p>Den Schlusspunkt hinter der Auflage 2026 des Meersburg Open Airs setzen Versengold am Sonntag, 14. Juni. Was als akustisches Folkprojekt in norddeutschen Kneipen begann, hat sich innerhalb von zwei Jahrzehnten zu einer der spannendsten und eigenständigsten Akustikbands entwickelt, schreibt Allgäu Concerts.</p> <p>Pünktlich zur Tour schlägt das Sextett mit seinem Studioalbum „Eingenordet“, das im Januar 2026 veröffentlicht wird, ein neues Kapitel auf. Das Album, das auf dem eigenen Band-Label Küstenkind Records erscheinen wird, zeigt die Bandmitglieder als gereifte Künstler, die ihren Kurs kennen, sich aber nie dem Wandel verschließen. Nach den Vorboten „Klabauterfrau“ und der gemeinsamen Single „Falscher Leuchtturm“ mit der Band Madsen gehen Versengold mit dem neuen Album und Klassikern auf Tour. Auf der Bühne setzen sich die Musiker nach eigenen Angaben für Demokratie und gegen Faschismus ein.</p> <p>Als Vorgruppe sind „Fiddler‘s Green“ mit dabei. Seit ihrer Gründung 1990 hat sich die Band den Status einer der erfolgreichsten und beständigsten Formationen innerhalb der europäischen Folk-Rock-Community erarbeitet. Die Musiker nennen sich selbst eine „bestens geölte Irish Speedfolk-Maschine“. Eintrittskarten sind unter <a href="https://sales.ticketing.cm.com/versengold-schlossplatz-meersburg/de-de/8b62d377-6e91-480e-b19f-dd779a25cb6b" target="_blank" title="" rel="noopener">www.allgaeu-concerts.de</a> sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen zum Preis von 59,95 Euro erhältlich.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Hamma! Culcha Candela spielen 2026 Open-Air-Konzert in Meersburg]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 15:40:28 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gift im Bodensee: Als ein Anschlag aufs Trinkwasser Millionen Menschen beunruhigte  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/sipplingen/gift-im-bodensee-als-ein-anschlag-aufs-trinkwasser-vor-20-jahren-millionen-menschen-beunruhigt;art372492,12507989 ]]></link>      <description><![CDATA[  Vor 20 Jahren versenkt ein Unbekannter Kanister mit Pflanzengift an der Entnahmestelle bei Sipplingen. Die Polizei folgt 600 Spuren – vergebens. Seitdem gelten rund ums Trinkwasser strengste Sicherheitsvorschriften.  ]]></description>
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          Vor 20 Jahren versenkt ein Unbekannter Kanister mit Pflanzengift an der Entnahmestelle bei Sipplingen. Die Polizei folgt 600 Spuren – vergebens. Seitdem gelten rund ums Trinkwasser strengste Sicherheitsvorschriften.<br>
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        Vor 20 Jahren versenkt ein Unbekannter Kanister mit Pflanzengift an der Entnahmestelle bei Sipplingen. Die Polizei folgt 600 Spuren – vergebens. Seitdem gelten rund ums Trinkwasser strengste Sicherheitsvorschriften.



        <p>Im Oktober 2005 erhält die Bodensee-Wasserversorgung (BWV) ein anonymes Schreiben. Der Verfasser droht, Giftfässer im Bodensee zu versenken und kündigt weitere Taten an, falls seine Forderung – die öffentliche Bekanntgabe des Vorfalls – nicht erfüllt wird. Der Brief ist mit einer alten Schreibmaschine getippt. Ein Wort fällt auf: „Ludernzüchter“. Die Polizei hofft später, über diesen ungewöhnlichen Begriff Hinweise auf den Täter zu finden.</p> <p>Die Öffentlichkeit weiß anfangs nichts davon. Verdeckte Ermittlungen, auch unter Wasser, sollen den Täter auf frischer Tat überführen. Taucher finden bald zwei Zehn-Liter-Plastikkanister im Überlinger See vor Sipplingen, 70 Meter tief und wenige Meter vom „Entnahmestutzen“ entfernt. Durch diesen Stutzen fließt das Wasser, das bei vier Millionen Menschen als Trinkwasser aus dem Hahn kommt – bei weitem nicht nur am Bodensee. Sogar hessische Haushalte nutzen das Wasser, das in Sipplingen ins 1700 Kilometer lange Rohrnetz gespeist wird.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Bodensee-Wasserversorgung</span><span>Die Bodensee-Wasserversorgung (BWV) mit Sitz in Stuttgart beliefert seit 1954 große Teile Baden-Württembergs mit Trinkwasser aus dem Bodensee. Sie gilt als einer der größten Fernwasserversorger Deutschlands: Über 320 Städte und Gemeinden mit rund vier Millionen Einwohnern werden über ein Netz von etwa 1700 Kilometer Leitungen versorgt.​ Das Wasser wird am Grund des Bodensees entnommen und zur zentralen Aufbereitungsanlage auf dem Sipplinger Berg gepumpt. Dort wird es aufbereitet und ins Leitungssystem eingespeist. Jährlich werden rund 125 bis 130 Millionen Kubikmeter Wasser entnommen, was etwa ein Prozent des natürlichen Zuflusses in den Bodensee durch den Rhein ausmacht. Die Entnahme beeinflusst den Wasserstand des Sees kaum.​</span></label></div> <p>Analysen ergeben, dass die Kanister unter anderem das Pflanzengift Atrazin enthalten, in Deutschland seit 1991 verboten. Als Folge einer Umweltkatastrophe in der Schweiz 1986 hatten große Mengen Atrazin und andere Substanzen im Rhein ein Fischsterben ausgelöst. Nun finden sich Spuren davon im Bodenseewasser, stark verdünnt.</p> <p>Die BWV und Ermittlungsbehörden gehen am 14. November fast vier Wochen nach Erhalt des anonymen Schreibens an die Öffentlichkeit – spät, zu spät, wie vielfach kritisiert wird. Die Bedrohung ist längst durchgesickert und droht zum offenen Geheimnis zu werden.</p> <h2>Hotline blockiert, Website lahmgelegt</h2> <p>Die Bevölkerung sei nie gefährdet gewesen, heißt es seitens der BWV. Die Gift-Konzentration im Wasser sei so gering, ein Mensch müsste einen ganzen Gartenpool austrinken, um seine Gesundheit zu gefährden. Mit diesem Bild versucht ein BWV-Vertreter gegenüber die Presse und die besorgte Bevölkerung beruhigen. Aber von Beruhigung keine Spur. Eine Flut von Anfragen blockiert die eingerichtete BWV-Hotline und legt die Internetseite zeitweise lahm.</p> <p>Die Polizei bildet eine 50-köpfige Sonderkommission. Sie überwacht die Entnahmestelle rund um die Uhr, durchsucht Boote, Häfen und Uferabschnitte. In den folgenden Wochen werden zwei weitere Kanister und eine Plastiktüte mit giftigem Granulat gefunden. Bald gerät ein Landwirt aus dem Kreis Ravensburg in Verdacht. Er hatte in einer früheren Auseinandersetzung mit Behörden gedroht, seinen Hof „ökologisch zu verminen“ und das Stuttgarter Trinkwasser zu verunreinigen. Ein Großaufgebot der Polizei durchsucht sein Anwesen, findet aber keine Beweise. Der Mann bestreitet jede Beteiligung.</p> <h2>Noch ein Hinweis: „Mikado“</h2> <p>Die Beamten verfolgen 600 Spuren, suchen nach Menschen, die das Wort „Ludernzüchter“ verwenden, fahnden nach Schreibmaschinen, mit denen das anonyme Bekennerschreiben getippt worden sein könnte. In zwei Kanistern hatten sich Rückstände des Herbizids Mikado gefunden, das erst im Frühjahr 2005 in den Handel gekommen war, ein weiterer Ermittlungsansatz. Rund 540 Mikado-Käufer werden überprüft.</p> <p>„Ich bin überzeugt, dass wir den Täter finden“, erklärt noch im Januar 2006 Bernhard Weber, stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Friedrichshafen, gegenüber unserer Zeitung. Aber alle Spuren führen ins Leere. Im April 2006 wird die Sonderkommission aufgelöst. Eine kleinere „Ermittlungsgruppe Wasser“ arbeitet die verbliebenen Spuren ab. Von den mehr als 600 Hinweisen führt keiner zu etwas Greifbarem.</p> <p>Wer im Herbst 2005 Gift im Bodensee versenkt hat, ist bis heute ungeklärt. Auf Anfrage des SÜDKURIER bestätigt der Leitende Oberstaatsanwalt Johannes-Georg Roth, dass die Ermittlungen im Sande verlaufen sind. Neue Ermittlungsansätze hätten sich in den vergangenen 20 Jahren nicht ergeben.</p> <h2>„Prägendes Erlebnis“ für Bodensee-Wasserversorgung</h2> <p>Für die Wasserversorger und Sicherheitsbehörden zieht das Ereignis weitreichende Folgen nach sich. An Entnahmestellen gelten jetzt strenge Sicherheitsvorschriften: Verbotszonen, Kameras, dazu moderne und im Laufe der Jahre deutlich intensivierte Analyseverfahren, bevor das aufbereitete Bodenseewasser als Trinkwasser verteilt wird. In der Nähe der Entnahmestellen im See zu schwimmen, zu tauchen oder Boot zu fahren, ist verboten.</p> <p>Als Betreiber einer kritischen Infrastruktur ist die BWV verpflichtet, höchste Sicherheitsstandards einzuhalten. Das betrifft nicht nur die Prävention von Giftanschlägen. Auch gegen digitale Bedrohungen muss die Trinkwasserversorgung gewappnet sein. Teresa Brehme, Sprecherin der Bodensee-Wasserversorgung, sagt, innerhalb der BWV habe dieses „prägende Erlebnis das Bewusstsein für die Verantwortung, die mit der Versorgung der Bevölkerung einhergeht, nachhaltig geschärft“.</p> <p>Die Sorge vor einem Anschlag auf das Trinkwasser vom Bodensee bleibt. Wenn Besuchergruppen das Wasserwerk Sipplingen heute besuchen, werde regelmäßig nach den damaligen Ereignissen gefragt.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Gift im Bodensee: Als ein Anschlag aufs Trinkwasser Millionen Menschen beunruhigte]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 05:04:59 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Konzertmatinee der Spitzenklasse  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/konzertmatinee-der-spitzenklasse;art372495,12507783 ]]></link>      <description><![CDATA[  Kammerorchester Mannheim mit den Programmschwerpunkten Frühklassik und Klassik. Der SÜDKURIER verlost 5x2 Karten  ]]></description>
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          Kammerorchester Mannheim mit den Programmschwerpunkten Frühklassik und Klassik. Der SÜDKURIER verlost 5x2 Karten<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Kammerorchester Mannheim mit den Programmschwerpunkten Frühklassik und Klassik. Der SÜDKURIER verlost 5x2 Karten



        <p><strong>Überlingen</strong> Seit seiner Gründung 1952 bereichert das Kurpfälzische Kammerorchester mit seiner großen Bandbreite vom Barock bis zur Moderne das kulturelle Leben der Region. Am Sonntag, 9.¦November findet um 11¦Uhr im Kursaal das fünfte Konzert als Teil des Internationalen Konzertrings Überlingen 2025 statt, informiert die Südwestdeutsche Mozartgesellschaft in einer Pressemitteilung.</p> <p>Zu Gast ist das Kurpfälzische Kammerorchester Mannheim unter Leitung von Georg Mais, der dort seit vielen Jahren als Gastdirigent tätig ist.<br /> Auf dem Programm steht ein „Festliches Barockkonzert“ mit Meisterwerken von Johann Sebastian Bach. Den Auftakt machen drei Tänze für Klavier, die der Überlingern Komponist Franz Alfons Wolpert für Orchester gesetzt hat. Danach erklingt das berühmte Violinkonzert in E Dur von Johann Sebastian Bach, das zu den beliebtesten Solokonzerten des Barock gehört. Solist ist Michal Ewers.</p> <p>Der Konzertmeister des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim, Michael Ewers, spielt danach mit dem Preisträger des Internationalen Bodensee-Musikwettbewerbs 2025 Franz Hartmann das Doppelkonzert für Violine und Oboe und Orchester in d-moll von Johann Sebastian Bach.</p> <p>Nach der Pause gibt es die wunderbare Ouvertüre Nr. 1 in C-Dur BWV 1066 für zwei Oboen, Fagott und Orchester, das Johann Sebastian Bach als Hofkapellmeister in Sachsen-Anhalt Köthen komponiert hat. Dieses aus sieben Tanzsätzen bestehende Werk gehört zu den herausragenden barocken Orchesterwerken.</p> <p>Der SÜDKURIER verlost 5x2 Eintrittskarten für das Konzert. Die Teilnahme ist einfach: Wählen Sie die Telefonnummer 01379/37050045 und nennen Sie das Stichwort „Kammerorchester“ sowie Namen, Adresse und Telefonnummer. Die Gewinnhotline ist bis Sonntag, 2. November, geöffnet. Ein Anruf aus dem Festnetz der Telekom kostet 50 Cent. Die Gewinner werden telefonisch informiert. Karten im Vorverkauf gibt es bei der Touristinformation am Landungsplatz, Tel. 07551/9471523 und bei allen Reservix-Verkaufsstellen. (pm)</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA["Klassische Musik" Festspiele Musikinstrument]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Konzertmatinee der Spitzenklasse]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 05:04:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Viel mehr als ein Symbol für Fairness  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/viel-mehr-als-ein-symbol-fuer-fairness;art372495,12507782 ]]></link>      <description><![CDATA[  <ul> <li>Überlinger Weltladen feiert seinen 40. Geburtstag</li> <li>OB Zeitler zollt dem Engagement seinen Respekt</li> <li>Konkrete Beispiele zeigen, wie man handeln könnte</li> </ul>  ]]></description>
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          <ul> <li>Überlinger Weltladen feiert seinen 40. Geburtstag</li> <li>OB Zeitler zollt dem Engagement seinen Respekt</li> <li>Konkrete Beispiele zeigen, wie man handeln könnte</li> </ul><br>
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        <ul> <li>Überlinger Weltladen feiert seinen 40. Geburtstag</li> <li>OB Zeitler zollt dem Engagement seinen Respekt</li> <li>Konkrete Beispiele zeigen, wie man handeln könnte</li> </ul>



        <p><strong>Überlingen</strong> Der Weltladen hat keinen exponierten Standort. Regelmäßige Kunden kennen jedoch die kleine Fundgrube für fair gehandelte Nahrungsmittel, Schmuck, Spielsachen und kleine Geschenke am Eingang zum Stadtgraben. Entsprechend agieren auch seine Aktiven. Eher leise und zurückhaltend, dafür in der Hoffnung, nicht nur ein stilles Zeichen zu setzen, sondern im Kleinen umso nachhaltiger zu wirken. Zum 40-jährigen Bestehen der Einrichtung verließen die ehrenamtlich Engagierten für eine gerechtere Welt einmal ihren Laden und gingen an die Öffentlichkeit. Ganz bewusst hatten sie dafür als Termin die „Faire Woche“ gewählt.</p> <p>Es begann mit einem Filmabend in der Auferstehungskirche, der unter dem Titel „The chocolate war“ die Ausbeutung der Kakaobauern und auch die damit verbundene Kinderarbeit auf diesem Terrain dokumentiert. Thema war dabei unter anderem auch, was ein angestrebtes Lieferkettengesetz an den Verhältnissen ändern könnte.</p> <p>Am Tag darauf konnte der Weltladen zur Feier des runden Geburtstages bei Kaffee, Kuchen und kleinen Häppchen in den Pfarrsaal der evangelischen Kirchengemeinde einladen. Mit Liedern aus ihrer Heimat begrüßte die kurdische Syrerin Shahnaz Gallo die Besucher bereits vor dem Eingang musikalisch. Ehe Bruno Lick unter den Gästen neben vielen langjährigen Unterstützern und Mitstreitern auch Oberbürgermeister Jan Zeitler willkommen heißen konnte. Dabei warb Lick bei Zeitler für den fair gehandelten Überlinger Stadtkaffee aus dem Weltladen, den man zum Beispiel dem Gemeinderat doch kredenzen könne.</p> <p>Er kenne tatsächlich verschiedene Weltläden, versicherte der OB glaubhaft, und schätze deren Arbeit und Engagement sehr. Das Einkaufen dort überlasse er in der Regel zwar seiner Frau, die auch stets fündig werde. Er trage die Errungenschaften allerdings anschließend gerne nach Hause, selbst wenn es gewichtige „Vollholzmöbel“ seien. Die Angebote in den Läden seien unterschiedlich, doch die Qualität sei überzeugend. „Lassen Sie uns alle hingehen“, appellierte Zeitler daher. Unser Wohlstand dürfe nicht zu Lasten von Menschen und Natur gehen, erklärte der OB, und wünschte sich Respekt vor der Menschenwürde und Einsatz für die Schwächeren. Der Weltladen setze dafür ein wichtiges Zeichen und sei viel mehr als ein Symbol für fairen Handel.</p> <p>Beispiele für konkretes Engagement und Projekte folgten auf dem Fuß. Die Biologin Maiken Winter, die sich seit vielen Jahren in Bildungsveranstaltungen und Vorträgen für Klima- und Umweltschutz engagiert, wies mit der Darstellung des Projekts „Kaffeeradeln“ auf die schwierigen Produktionsverhältnisse im Kaffeeanbau, insbesondere für Kleinbauern hin. Sie gehörte dem Team an, das Anfang September eine auf dem Segelschiff von Nicaragua nach Hamburg transportierte Ladung, mit dem Fahrrad längs durch die Republik beförderte, den Kaffee gegen Spenden an Weltläden verschenkte und so auf die Problematik aufmerksam machen wollte. „Es gibt tolle Ansätze in vielen Bereichen“, sagte Maiken Winter, die Vorträge über Biodiversität und Klimaschutz hält. Sie betonte jedoch: „Aber das reicht bei weitem noch nicht.“</p> <p>Ein anderes, mit Überlingen verbundenes Projekt in Südamerika, schilderte Jutta Werling-Durejka, die Kooperation mit der bolivianischen Stiftung „Fondacion Pueblo“. Sie war von dem deutschen Ehepaar Barbara Heiß und Günther Schulz-Heiß in dem kleinen Andendorf Yanacachi mit einheimischen Partnern 1991 gegründet worden. Auch mit Spenden aus Deutschland kümmerte sich die Stiftung um arme Bevölkerungsgruppen, die keine Arbeit hatten, um Grundschulbildung von Kindern und eine technische Ausbildung von Kleinbauern. Während eines Bolivien-Aufenthalts war Werling-Durejka selbst vor Ort, als dort ein eigenes Lokalradio für die Landbevölkerung in Betrieb ging. „Das Büro der Stiftung in Yanacachi gibt es heute noch“, freute sich Werling-Durejka. Hilfreich waren dabei auch kleine Beiträge des Überlinger Weltladens.</p> <p>Eine Lanze für fairen Handel brach Cristina Aguirre, die seit 2024 Koodinatorin für kommunale Entwicklungspolitik in Frickingen ist und die Gemeinde als „Fair trade town“ zertifizieren lassen will. Dabei stellte sie die zahlreichen Aktionen vor, mit denen die Kommune die diesjährige faire Woche flankierte. Mit einem Glücksrad stellte Aguirre das einschlägige Wissen der Gäste auf die Probe und verteilte anschließend kleine gesunde Belohnungen.</p> <div class="article-text-info article-module"> <h2>Zur Geschichte</h2> Anfang der 1980er-Jahre hatte sich in der Stadt ein Arbeitskreis Dritte Welt formiert, der sich in privaten Treffen austauschte und lediglich bei größeren Veranstaltungen das Licht der Öffentlichkeit suchte. Das Engagement galt von Anfang an insbesondere einem fairen Handel mit sogenannten unterentwickelten Ländern, deren Produkte zunächst auf großen Festen vertrieben wurden. Erst 1985 bot sich die Gelegenheit, in der Grabenstraße von der Familie Ruh Räume anzumieten und einen festen Anlaufpunkt anzumieten, der erst Dritte-Welt-Laden hieß und dann als „Weltladen“ bis heute firmiert.</div>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister "Gesellschaftliches Engagement" Spendenaktion Hilfsaktion]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Viel mehr als ein Symbol für Fairness]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 13:17:16 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zwei Waldrappe abgeschossen – Wilderer gefasst  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/zwei-ueberlinger-waldrappe-abgeschossen-wilderer-gefasst-27-10-25;art372495,12507210 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sie flogen über die Alpen – und wurden kurz nach der Landung in Italien erschossen: Die beiden Waldrappe „Zoppo“ und „Zaz“ waren Hoffnungsträger eines europaweiten Artenschutzprojekts.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Sie flogen über die Alpen – und wurden kurz nach der Landung in Italien erschossen: Die beiden Waldrappe „Zoppo“ und „Zaz“ waren Hoffnungsträger eines europaweiten Artenschutzprojekts.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Sie flogen über die Alpen – und wurden kurz nach der Landung in Italien erschossen: Die beiden Waldrappe „Zoppo“ und „Zaz“ waren Hoffnungsträger eines europaweiten Artenschutzprojekts.



        <p>Zwei extrem seltene und vom Aussterben bedrohte Waldrappe aus der Überlinger Kolonie sind in Italien von einem Wilderer abgeschossen worden. Das teilte das Waldrappteam mit. Da die Vögel GPS-Sender tragen, konnten sie schnell geortet werden. Bei einem Tatverdächtigen seien Waffen und andere Beweismittel beschlagnahmt worden. Gegen ihn laufen nun mehrere Verfahren wegen Wildtierkriminalität. Es ist nicht das erste Mal, dass Waldrappe abgeschossen werden.</p> <h2>„Zoppo“ und „Zaz“ Teil der Überlinger Kolonie</h2> <p>Die beiden Vögel „Zoppo“ und „Zaz“ waren Teil eines EU-geförderten Projektes, das eine ursprünglich in Europa heimische Zugvogelart wieder ansiedeln möchte. Seit Jahren werden Jungvögel mit Leichtflugzeugen von Brutgebieten nördlich der Alpen zu den Überwinterungsgebieten in Italien und Spanien geleitet, um ihnen die Zugrouten zu lehren.</p> <p>Zoppo wurde 2017 per Leichtflugzeug von Überlingen aus über die Alpen in die Toskana geleitet. 2020 kehrte er als erster geschlechtsreifer Waldrapp seit über 400 Jahren selbstständig in die Bodenseeregion zurück. Das war ein Meilenstein für den Aufbau der neuen Brutkolonie in Überlingen. „Zaz“, im Mai 2025 in Überlingen geschlüpft, folgte ihm auf ihrer ersten Herbstmigration in Richtung Süden.</p> <h2>Tod in Italien</h2> <p>Wie das Waldrappteam mitteilte, verließen die beiden im Oktober ihren Brutplatz und versuchten mehrfach, die Alpen im Kanton Graubünden in der Schweiz zu überqueren. Am 16. Oktober sei ihnen der Flug über den Alpenhauptkamm auf fast 3.000 Metern Höhe gelungen. Kurz darauf landeten sie auf einer Futterwiese in Dubino, Provinz Sondrio. Dort wurden sie kurz darauf erschossen – weniger als eine Stunde nach dem Grenzübertritt nach Italien.</p> <p>„Diese brutale Tat hat dem Projekt nicht nur einen wichtigen Gründungsvogel geraubt, sondern auch die große internationale Gemeinschaft erschüttert, die Zoppos Weg seit Jahren verfolgt hat“, erklärte Roberta Peroni, Anti-Wilderei-Kampagnenmanagerin des Waldrappteams. Rund ein Drittel der Verluste in Italien sei auf Wilderei zurückzuführen, sagte Johannes Fritz, Direktor von Waldrappteam.</p> <h2>Waldrappe zählen zu den seltensten Vögeln</h2> <p>Der Waldrapp (Geronticus eremita) ist Naturschutzverbänden zufolge einer der seltensten Vögel der Welt. Früher waren die gänsegroßen Zugvögel im Alpen- und Mittelmeerraum verbreitet, unter anderem lebten sie an Felsen in Überlingen. Zuletzt waren die Tiere in freier Wildbahn praktisch ausgestorben. Ein internationales Projekt mit mehreren Standorten im Alpenraum möchte sie wieder ansiedeln und auswildern.</p> <h2>Per GPS werden Vögel getrackt</h2> <p>Die Waldrappe aus dem Projekt tragen einen GPS-Tracker, sodass die Mitarbeiter ihre Wege verfolgen können. Ins Brutgebiet kommen Waldrappe zurück, wenn sie geschlechtsreif sind. (dpa)</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Artenschutz Tierschutz Tiere thema-natur-umwelt thema-natur-tiere]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Zwei Waldrappe abgeschossen – Wilderer gefasst]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 27 Oct 2025 12:10:11 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bibliothek und Musikschule müssen sparen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/bibliothek-und-musikschule-muessen-sparen;art372495,12507176 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Stadt muss sparen, Kultureinrichtungen bekommen deshalb nicht mehr Geld. Die Vorberatungen für den neuen Doppelhaushalt zeigen, wie schwer es die beiden Einrichtungen haben und warum.  ]]></description>
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          Die Stadt muss sparen, Kultureinrichtungen bekommen deshalb nicht mehr Geld. Die Vorberatungen für den neuen Doppelhaushalt zeigen, wie schwer es die beiden Einrichtungen haben und warum.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Stadt muss sparen, Kultureinrichtungen bekommen deshalb nicht mehr Geld. Die Vorberatungen für den neuen Doppelhaushalt zeigen, wie schwer es die beiden Einrichtungen haben und warum.



        <p>Bevor Ende des Jahres der neue Doppelhaushalt 2026/27 verabschiedet werden kann, müssen die geplanten Ausgaben auf den Prüfstand. Dazu stellen im Ausschuss Bildung, Kultur und Soziales die Leiter der Musikschule und der Stadtbücherei, beides freiwillige Leistungen der Stadt, ihre Finanzplanung vor.</p> <p>Im Mai dieses Jahres hat der Gemeinderat in einem Eckdatenbeschluss die Rahmenbedingungen vorgegeben, die – vereinfacht gesagt – keine Zuwächse vorsehen. Bei den aktuellen Preissteigerungen bedeutet das Kosten senken und Ertrag steigern, was für kulturelle Einrichtungen schwierig ist.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Freiwillige Leistungen</span><span>Neben den Pflichtaufgaben, wie zum Beispiel den Betrieb von Schulen, Kindergärten oder der Feuerwehr, sieht ein Haushalt auch freiwillige Leistungen vor. Hier entscheidet die Kommune selbst, was sie sich leisten kann und will. Dazu gehören kulturelle Einrichtungen wie Museen, Bibliotheken oder die Förderung von Musikschulen oder Theaterbetrieben. Auch Sportanlagen und Zuschüsse für Vereine sind freiwillige Leistungen der Kommune. Weitere Informationen gibt es hier <a href="https://www.ueberlingen.de/haushalt-2024-2025" target="" title="" rel="noopener">www.ueberlingen.de/haushalt-2024-2025</a></span></label></div> <h2>Kosten für Musikschulbetrieb sind hoch</h2> <p>Ralf Ochs, Leiter der Musikschule, erörtert den Stadträten die Situation und wie eng die Spielräume sind. Die Kosten für fachlich versierte Pädagogen, Wartung der Instrumente, Miete und Pflege der Räumlichkeiten sowie die Energiekosten steigen. Dankbar sei man für großzügige Spenden zum Instrumenten-Ankauf, so Ochs. Die einzige Möglichkeit, die Einnahmen zu steigern, seien die Gebühren, die wie vom Gremium beschlossen alle zwei Jahre „maßvoll angehoben werden“.</p> <p>Ochs führt die ideellen Werte an und spricht von Investitionen in die Lebensqualität. „Eine Stadt, die sich eine Musikschule leistet, beweist Haltung“, so der Leiter. Allgemein käme man mit der Förderung in gleicher Höhe aus, bis auf eine kleinere Finanzierungslücke.</p> <h2>Kapazitätsgrenzen sind erreicht</h2> <p>Die Stadträte loben die hohe Qualität der Arbeit, die an der Musikschule geleistet werde und fragen nach Details. Ulf Janicke (LBU/Grüne) möchte wissen, ob die Schülerzahlen gesteigert werden könnten. Ralf Ochs erläutert, dass sie mit 1000 Belegungen an den Kapazitätsgrenzen wären und das Niveau halten möchten. Kirsten Stüble (SPD) erkundigt sich nach den Möglichkeiten der Musikschule, Betreuungsangebote im Rahmen der offenen Ganztagsschule zu machen.</p> <p>Ab dem Schuljahr 2026/27 besteht ein schrittweiser Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Grundschülern. Bei der Umsetzung möchte die Stadt kulturelle Einrichtungen und Vereine einbinden. „Dafür haben wir zurzeit keine Ressourcen“, antwortet Ochs. Sie seien bereits im Gespräch mit einigen Grundschulen, könnten zusätzliche Angebote aber ausschließlich vormittags machen. Günter Hornstein (CDU) erkundigt sich nach der Höhe der Abweichung vom Deckungsbeitrag. Die Antwort lautet 8400 Euro. Damit entspannen sich die Gesichtszüge der Räte und OB Zeitler kommentiert: „Das bekommen wir hin!“</p> <h2>Kostenexplosion in der Stadtbücherei</h2> <p>Sabrina Böhringer, Leiterin der Stadtbücherei, legt in ihrem Bericht direkt Zahlen vor und räumt eine Abweichung von 120 Prozent vom Eckdatenbeschluss ein. Allerdings wird die geplante Gebührenerhöhung im kommenden Jahr für Mehreinnahmen sorgen. Dazu will das Team Kosten reduzieren. Wie begrenzt hier die Möglichkeiten sind, macht Sabrina Böhringer deutlich. Der Anspruch, möglichst alle Altersgruppen zu erreichen, attraktive Veranstaltungen zu bieten und über einen aktuellen und vielseitigen Medienbestand zu verfügen, ließe sich bei steigenden Kosten und einem gleichbleibenden Budget schwer erreichen.</p> <p>Böhringer verweist auf höhere Honorarforderungen für Lesungen und stark gestiegene Buchpreise. Um das 2023 beschlossene Konzept umzusetzen, die Bibliothek weiter zu einem sogenannten „Dritten Ort“ auszubauen, seien Investitionen nötig. Angefangen von einer neuen Kaffeemaschine für das gut besuchte Lese-Café bis zur Bewerbung der Veranstaltungen, was wiederum Basis für hohe Besucherzahlen sei.</p> <h2>Stadträte suchen Einsparpotenziale</h2> <p>„Wir können uns glücklich schätzen, so hochwertige kulturelle Einrichtungen zu haben“, fasst Günter Hornstein zusammen. Auf seine Frage nach den Nutzerzahlen antwortet Raphael Wiedemer-Steidinger, hier müsse man zwischen aktiven, also Inhabern eines Leseausweises, und anderen Besuchern unterscheiden, die statistisch schwer fassbar sind. Dazu zählen unter anderem Besucher des Lesecafés oder Schüler, die die Bibliothek als Lernort nutzen. „Das Konzept sieht vor, zunehmend Begegnungsräume zu schaffen“, fügt der Abteilungsleiter an.</p> <p>Christian Sellerbeck (FWV/ÜfA) erkundigt sich nach der Sinnhaftigkeit der Anschaffung eines digitalen Brockhaus, was Sabrina Böhringer als wichtige Ergänzung genannt hatte. „Die Schüler sollen lernen, in digitalen Datenbanken zu recherchieren. Außerdem sind dort bereits schulische Angebote hinterlegt, die im Unterricht eingesetzt werden können“, erläutert die Leiterin. Ulf Janicke erkundigt sich über potenzielle Einsparmöglichkeiten. Die sieht Sabrina Böhringer zum Beispiel bei einer Umstellung auf eine digitale Buchrückgabe, was Personalkosten spare, aber vorab Investitionen erfordere.</p> <p>Jan Zeitler dankt den Vortragenden und nimmt die Abweichungen zum Eckdatenbeschluss zur Kenntnis. Das letzte Wort hat der Gemeinderat.</p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Feuerwehr Finanzhaushalt Kommunalpolitik Bildungspolitik thema-gesellschaft-bildung thema-wirtschaft-finanzmarkt thema-politik-lokal]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Bibliothek und Musikschule müssen sparen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 26 Oct 2025 18:26:34 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schwungvoll in den Überlinger Herbst: Viele Besucher beim verkaufsoffenen Sonntag  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/schwungvoll-in-den-ueberlinger-herbst-viele-besucher-beim-verkaufsoffenen-sonntag;art372495,12506806 ]]></link>      <description><![CDATA[  Veranstalter und Organisator geben sich mit der Resonanz zufrieden. Auch eine Aktion am Olbersplatz kommt gut an.  ]]></description>
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          Veranstalter und Organisator geben sich mit der Resonanz zufrieden. Auch eine Aktion am Olbersplatz kommt gut an.<br>
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        Veranstalter und Organisator geben sich mit der Resonanz zufrieden. Auch eine Aktion am Olbersplatz kommt gut an.



        <p>Äußerst zufrieden zeigte sich Reinhard Haas, Vorsitzender des veranstaltenden Wirtschaftsverbundes Überlingen (WVÜ) im Gespräch mit dem SÜDKURIER anlässlich des „Überlinger Herbst“ inklusive verkaufsoffenen Sonntags. „Die Stadt ist voll. Die Gäste sind stark interessiert in den Geschäften und nutzen auch die Veranstaltungen in der Straße.“ Rund 140 Geschäfte insbesondere in der Innenstadt hatten von 13 bis 18 Uhr geöffnet.</p> <p>Die für den motorisierten Verkehr gesperrte Innenstadt hatte sich in eine große Fußgängerzone verwandelt. Fünf Stunden waren die Geschäfte geöffnet und zahlreiche Besucher aus der ganzen Region ließen sich von den Auslagen in den Schaufenstern inspirieren, um nach den neuesten Artikeln oder vielleicht schon nach Weihnachtsgeschenken Ausschau zu halten. An einigen Stellen hofften die Besucher auf Fortunas Segen beim Glücksrad-Drehen, ein Überlinger Autohaus präsentierte in der Franziskaner Straße die neuesten Automodelle. Die kleinsten Besucher nutzten die Gelegenheit zum Karussellfahren oder zum geschminkt werden. An mehreren Stellen durften die Besucher beim Glücksrad drehen auf einen Gewinn hoffen; Luftballons wurden an vielen Stellen insbesondere an die jüngsten Gäste verteilt.</p> <p>Wie schon oft in den Vorjahren, profitierte der WVÜ davon, dass die Sonne kurz vor Veranstaltungsbeginn die Oberhand gewonnen hatte, ganz im Gegenteil zu den Prognosen. Viele der Geschäfte legten sich mit Sonderaktionen und aktuellen Präsentationen mächtig ins Zeug – auch außerhalb ihrer Verkaufsräume. In ihrem Angebot hielten sie viele neue Saisonartikel und Kollektionen zur Herbst- und Winterszeit parat. Aus diesem Grund bot der Nachmittag beste Gelegenheit, sich von den Auslagen in den Schaufenstern inspirieren zu lassen.</p> <p>Am Olberplatz gab es nach der Premiere im Frühjahr erneut viel Aktion: Elke Renker vom gleichnamigen Gastronomiebetrieb hatte hier mehreres vorbereitet, die Gäste konnten sich Bratkartoffeln mit Spiegelei schmecken lassen. Alle Einnahmen gingen hier zugunsten des Vereins „Narr mit Herz“. Renker erläuterte dem SÜDKURIER: „Wir wollen einfach den Stadteingang Stadtmitte etwas beleben und dass sich nicht alles auf Hofstatt und der Münsterstraße abspielt.“</p> <p>Für viel Beachtung sorgten hier die Stadtverschönerer Überlingen, die mit ihrem Stand „Keep it clean“ für ein sauberes Überlingen warben. Sie machten mit mehreren Beuteln von Zigarettenstummeln darauf aufmerksam, dass rund zwei Drittel aller Kippen auf dem Boden landen, Gewässer verschmutzen und so zur Gefahr für viele Lebewesen werden. Die Stadtverschönerer wurden unterstützt von Schülerinnen und Schülern der Constantin-Vanotti-Schule, die zusammen mit den Mitgliedern der Stadtverschönerer zahlreiche Kippen gesammelt hatten. „Das Ziel war, das Bewusstsein entsprechend zu schärfern“, wie es Schüler Alen Hamidovic erläuterte.</p> <div class="article-text-interview article-module"> <h2>Dufner: „Die Stadt war voll“</h2> <p>Seit über zehn Jahren organisiert Markus Dufner von MCD Sportmarketing den Aktionstag „Überlinger Herbst“ für den Wirtschaftsverbund Überlingen (WVÜ)</p> <p><strong>Wie sind Sie mit dem Verlauf des Überlinger Herbst zufrieden?</strong></p> <p>Das Wetter war besser als vorhergesagt und die Stadt war voll. Wir hatten sehr viele Besucher und glückliche Händler. Ich hatte das Gefühl, dass es allen gut gefallen hat, wir konnten viele neue Aktionen durchführen, wie etwa auf dem Landungsplatz oder dem Olbersplatz, wo die Atmosphäre richtig toll war.</p> <p><strong>Aber der Genießermarkt auf der Hofstatt sah ja nicht ganz so gut aus, oder?</strong></p> <p>Ja, wir hatten leider aufgrund der Wettervorhersage kurzfristig einige Absagen, drei für den Markt und weitere zwei für die Veranstaltung. Das hat natürliche die Atmosphäre besonders auf der Hofstatt beeinträchtigt. Aber der gesamte Tag war ein erfolgreicher Tag, die Parkhäuser waren voll.</p> <p><strong>Und so soll es auch weitergehen?</strong></p> <p>Ja natürlich. Es gibt immer wieder neue Ideen und neue Anregungen.</p> <p></p> <p></p> </div>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Messen Einzelhandel Veranstaltungen thema-wirtschaft-messe thema-wirtschaft-branchen-einzelhandel thema-heimat-veranstaltung-ortsgeschehen]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Schwungvoll in den Überlinger Herbst: Viele Besucher beim verkaufsoffenen Sonntag]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 26 Oct 2025 14:43:55 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Pfarrgemeinderat für Erhalt des Kreißsaals: „Unselige Pilgerschaft wie bei Maria und Josef“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/pfarrgemeinderat-in-sorge-um-kreisssaal-unselige-pilgerschaft-wie-bei-maria-und-josef;art372495,12506638 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Seelsorgeeinheit sorgt sich um den Fortbestand der Geburtshilfe am Helios-Spital. Tausende Bürger erheben ihre Stimme in einer Petition. Und bei Helios gibt es erste Signale, die auf einen Sinneswandel hindeuten.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Seelsorgeeinheit sorgt sich um den Fortbestand der Geburtshilfe am Helios-Spital. Tausende Bürger erheben ihre Stimme in einer Petition. Und bei Helios gibt es erste Signale, die auf einen Sinneswandel hindeuten.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/pfarrgemeinderat-in-sorge-um-kreisssaal-unselige-pilgerschaft-wie-bei-maria-und-josef;art372495,12506638]]></guid>
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        Die Seelsorgeeinheit sorgt sich um den Fortbestand der Geburtshilfe am Helios-Spital. Tausende Bürger erheben ihre Stimme in einer Petition. Und bei Helios gibt es erste Signale, die auf einen Sinneswandel hindeuten.



        <p>Der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Überlingen hat zum letzten Mal getagt. <a href="https://www.suedkurier.de/region/schwarzwald/donaueschingen/neuer-seelsorger-fuer-die-grosspfarrei-donaueschingen-markus-von-chamier-wird-kooperator;art372512,12397902" title="Neuer Seelsorger für die Großpfarrei: Markus von Chamier wird Kooperator">Das Gremium geht auf im künftigen Pfarreirat der Großpfarrei Sankt Nikolaus.</a> Eine den Pfarrgemeinderäten wichtige Botschaft wollten sie noch absetzen: Der Kreißsaal am Helios-Spital Überlingen darf in ihren Augen nicht aufgelöst werden.</p> <p>In einer Stellungnahme schreibt das Gremium, das unter Vorsitz von Christine Gäng stand: „Jedes Jahr an Weihnachten hören wir, wie die schwangere Maria nach einem Platz für die Geburt Jesu sucht und Josef fast verzweifelt, weil sie überall abgewiesen werden. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/kreisssaal-schliessung-am-helios-spital-ueberlingen-hebamme-und-arzt-warnen-vor-konsequenzen-02-10-25;art372495,12492174" title="Kreißsaal-Schließung am Helios-Spital: Hebamme und Arzt warnen vor Konsequenzen für werdende Eltern">Paare in Überlingen und Umgebung müssen aktuell ähnlich leidvolle Erfahrungen machen</a> – sie werden auf unselige Pilgerschaften von Krankenhaus zu Krankenhaus geschickt.“</p> <h2>Verweis auf Fälle abgewiesener Frauen</h2> <p>Es gebe konkrete Fälle, in denen Frauen mit Wehen von Überlingen nach Singen geschickt und dort wegen fehlender Kapazitäten nach Konstanz verwiesen würden, um auf dem Weg dorthin zu erfahren: „Wir haben keinen Platz, fahrt nach Tuttlingen oder Villingen-Schwenningen.“ So das Gremium, das kommentiert: „Die Gesundheit von Frauen und Kindern wird so gefährdet.“</p> <p>In ihrer Stellungnahme sorgen sich Christine Gäng, Pfarrer Bernd Walter und andere: „Müssen, wie andernorts, auch bei uns erst Kinder oder Gebärende zu Schaden kommen oder im schlimmsten Fall sterben?“ Ihr Appell: „Wir, der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Überlingen, bitten die Verantwortlichen inständig, alles dafür zu tun, dass das Wunder der Menschwerdung stressfrei und in geborgener, familiärer Atmosphäre möglich ist. Unser Kreißsaal bietet genau das und hat (noch) kompetente, engagierte, liebevoll tätige Hebammen.“</p> <h2>Bürgerin startet Petition</h2> <p>Ins gleiche Horn bläst die Bürgerin Yvonne Beirer aus Sipplingen. Sie hat eine Petition auf der Internet-Plattform change.org gestartet und – Stand Sonntag, 26. Oktober, 12 Uhr – 3100 Unterschriften gesammelt. „Ich bekomme nur positive Rückmeldungen“, teilt sie dem SÜDKURIER mit.</p> <p>Ihre Petition steht unter dem Titel „Stoppt die Schließung der Geburtenstation in Überlingen.“ Lange Fahrzeiten seien ein Risiko für Mutter und Kind. „Das Helios Spital in Überlingen ist nicht nur ein Teil unserer Gesundheitsversorgung, sondern ein Ort der Geborgenheit und Unterstützung für junge Familien.“ Und das müsse erhalten bleiben.</p> <h2>Signale zum Sinneswandel bei Helios?</h2> <p>Die Geschäftsführung des Krankenhauses verweist auf Personalmangel und insgesamt sinkende Geburtenraten, die einen Weiterbetrieb in Frage stellen. Ein Hinweis, dass die öffentliche Debatte der vergangenen Wochen bei Helios zum Nachdenken führt, ist der Einladung zu einem Informationstag des Krankenhauses (im Kursaal am 4. November, 17 bis 21 Uhr), zu entnehmen. Der Infoabend steht unter dem Titel „Wie geht es weiter mit der Medizin in Überlingen?“. Hatte bislang der Kreißsaal als Tagesordnungspunkt gefehlt, so steht neuerdings die Geburtshilfe mit auf der Themenliste, und Schwangere werden als Zielgruppe für den Infotag nun explizit auch eingeladen.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Pfarrgemeinderat für Erhalt des Kreißsaals: „Unselige Pilgerschaft wie bei Maria und Josef“]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 26 Oct 2025 13:25:06 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Was tue ich den Leuten an?": Mitarbeiter der Asylbehörde wirft frustriert seinen Job hin  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/frustriert-und-hilflos-mitarbeiter-verlaesst-asylbehoerde-im-bodenseekreis-27-10-25;art410936,12506618 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Politologe hat nach Gewissensbissen im Landratsamt gekündigt. Er berichtet von absurden und ungerechten Regelungen. "Ich habe idealistisch angefangen und fühle mich nun hilflos", sagt er.  ]]></description>
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          Der Politologe hat nach Gewissensbissen im Landratsamt gekündigt. Er berichtet von absurden und ungerechten Regelungen. "Ich habe idealistisch angefangen und fühle mich nun hilflos", sagt er.<br>
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        Der Politologe hat nach Gewissensbissen im Landratsamt gekündigt. Er berichtet von absurden und ungerechten Regelungen. "Ich habe idealistisch angefangen und fühle mich nun hilflos", sagt er.



        <p>Seit 2021 war er als Mitarbeiter des Landratsamts für Asylbewerber zuständig. Nun gibt Felix Schultze auf, mit Verweis auf sein Gewissen. Bis Ende September 2025 betreute der Politikwissenschaftler aus dem Bodenseekreis die Fälle nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) und setzte Vorgaben von Bund, Land und Kreis um. Mit seinem Gewissen könne er nicht mehr vereinbaren, was er da umsetzen musste. Im Gespräch beschreibt Schultze die Auswirkungen verschärfter Regelungen auf die Betroffenen und auf die Arbeit der Verwaltung.</p> <h2>„Das letzte Glied der Exekutive“</h2> <p>„Vorschriften und Erlasse aus Stuttgart verschärfen sich. Ich muss sie als Sachbearbeiter der Leistungsverwaltung umsetzen und fühle mich hilflos“, so der ehemalige Sachbearbeiter. Er sei Mitglied bei Pro Asyl und politisch engagiert. Beruflich habe er sich als „das letzte Glied der Exekutive“ gesehen. Nach vier Jahren in der Leistungsverwaltung wechselte er die Seite und arbeitet nun als rechtlicher Betreuer.</p> <p>Schultze nennt mehrere Gründe und Beispiele für seinen Schritt. Er verweist darauf, dass das Justizministerium Baden-Württemberg im Sommer 2024 die Regelbedarfsstufe für alleinstehende Erwachsene in Gemeinschaftsunterkünften änderte. Nun werde unterstellt, dass sie mit anderen Bewohnern der Unterkunft eine Art Wirtschaftsgemeinschaft führen würden, ähnlich wie Paare oder Familien. Es werde somit angenommen, dass sie gemeinsam einkaufen, von der Zahnpasta bis zum bevorzugten Gewürz – auch wenn die Betroffenen aus ganz unterschiedlichen Kulturen kommen. Das sei nicht realistisch. Unterm Strich bedeute die geänderte Regelbedarfsstufe aber 47 Euro weniger pro Monat.</p> <p>Zum Jahreswechsel 2024/2025 reduzierte der Bund den Regelsatz um weitere 16 Euro, ohne Bescheid und ohne Möglichkeit, Widerspruch einzulegen. Schultze: „Wenn man Leute im Bürgergeld so behandeln würde, wäre der Aufschrei groß. Mit den Asylbewerbern kann man es machen, weil die meisten sich schlicht bedanken für das, was sie überhaupt bekommen und die wenigsten etwas dabei hinterfragen“, erklärt Schultze.</p> <h2>Krankenhilfe und Anschlussversicherung</h2> <p>Ein weiteres von Schultze benanntes Beispiel ist die „obligatorische Anschlussversicherung“ bei der Krankenkasse. Sie werde nicht mehr vom Land übernommen, wenn jemand kurzzeitig arbeitslos wird, etwa ein Saisonarbeiter. Die Betroffenen müssten die Beiträge selbst zahlen, was sie in die Schuldenfalle führe. „Wie absurd ist das denn? Wer nicht arbeitet, hat viel weniger Chancen auf Integration. Ein Geflecht von unsinnigen Vorschriften, das ist völlig absurd. Was muss ich hier umsetzen, was tue ich den Leuten an? Das ist alles nicht auf meinem Mist gewachsen, aber ich muss es ausführen“, empört er sich.</p> <h2>Bezahlkarte und Bürokratie</h2> <p>Die Einführung der digitalen Bezahlkarte habe sich als technisch fehlerhaft erwiesen und sei unzureichend vorbereitet gewesen, lautet die Kritik Schultzes. „80 Prozent unserer Arbeit bestand darin, Menschen bei der App anzumelden und zu erklären, wie sie funktioniert – und am Ende ging es trotzdem nicht. Das ist ein Bürokratiemonster!“ Der monatliche Barbetrag sei auf 50 Euro begrenzt, was alltägliche Aktivitäten wie Einkäufe auf Flohmärkten oder in der Tafel, auf die die Betroffenen angewiesen sind, massiv einschränke. „Die 50 Euro pro Monat reichen hier vor allem bei kinderreichen Familien nicht aus.“</p> <p>Die Umsetzung der Dublin-Verordnungen verschärft die Situation zusätzlich und habe ihn letztlich zur Kündigung bewogen. Betroffene, die bereits länger in Deutschland leben und integriert sind, werden kurzfristig zur Ausreise in andere EU-Staaten verpflichtet. Beispiel: Ein Mann aus Togo, seit eineinhalb Jahren in Deutschland, mit B2-Sprachniveau und willens, einen Beruf als Pfleger auszuüben, musste innerhalb von zwei Wochen nach Kroatien ausreisen. „Diese Regelungen sind unmenschlich und greifen tief in den Integrationsprozess ein“, sagt der Ex-Sachbearbeiter. Im konkreten Fall war ein großer Arbeitgeber in der Region davon betroffen, dem nun ein wichtiger Mitarbeiter fehlt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Liebenau für Anerkennung internationaler Abschlüsse</span><span>Die Stiftung Liebenau als größter Arbeitgeber der Region in der Sozialbranche bestätigt den Fall des Togolesen. Sie hätten großes Interesse daran gehabt, ihn einzustellen, so eine Pressesprecherin der Liebenau. Sie weist auf den allgemeinen Personalmangel in der Pflege und im Sozialbereich hin. „Daher setzt die Stiftung Liebenau seit einigen Jahren verstärkt auf die internationale Personalgewinnung.“ Sie fordern von der Politik seit Langem, dass die Anerkennung internationaler Abschlüsse für den Sozial- und Gesundheitsbereich sowie die Aufenthaltsverfahren für diejenigen, „die uns in Deutschland hierbei unterstützen wollen, erleichtert und beschleunigt werden“.</span></label></div> <h2>Schultze sieht sich moralisch belastet</h2> <p>Felix Schultze beschreibt eine moralische Last, die auf ihm liege: „Ich habe idealistisch angefangen und fühle mich nun hilflos. Ich muss Menschen schlecht behandeln, obwohl ich weiß, dass es ungerecht ist.“ Er kritisiert die Politik als „menschenfeindlich“ und sieht die Verschärfungen als Abschreckungsinstrumente, die besonders Menschen träfen, die bereits in Deutschland leben. Die Folgen seien erhebliche Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit, erschwerte gesellschaftliche Teilhabe und psychische Belastungen.</p> <p>Nun fordert Felix Schultze die konsequente Einhaltung von Menschenrechten und Menschenwürde. Die Politik müsse sicherstellen, dass alle Maßnahmen, auch im Asylwesen, den Grundwerten der Bundesrepublik entsprechen. „Wir dürfen Menschenrechte nicht nur nach außen hochhalten, sondern müssen sie auch konsequent im Alltag umsetzen.“ Für sich hat er die Konsequenzen gezogen und arbeitet fortan als rechtlicher Betreuer. Für ihn sei das erfüllender: „In meinem neuen Beruf stehe ich den Menschen zur Seite und unterstütze sie, ihre Rechte und Ansprüche auch gegenüber den Behörden durchzusetzen.“</p> <h2>So äußert sich das Landratsamt</h2> <p>Das Landratsamt teilte auf Bitten um eine Einordnung seitens der SÜDKURIER-Redaktion mit, dass es sich um gesetzliche Regelungen handle, „die wir anzuwenden haben und nicht in öffentlicher Diskussion bewerten“. Mit Verweis auf interne Personalangelegenheiten kommentierte die Behörde den Gang ihres ehemaligen Mitarbeiters an die Öffentlichkeit nicht weiter.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA["Was tue ich den Leuten an?": Mitarbeiter der Asylbehörde wirft frustriert seinen Job hin]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 26 Oct 2025 13:00:36 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Eigentum verpflichtet: Kann Überlingen mit einer neuen Steuer Spekulationsgeschäfte eindämmen?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/kann-ueberlingen-mit-einer-neuen-steuer-spekulationsgeschaefte-eindaemmen;art372495,12506609 ]]></link>      <description><![CDATA[  Vorerst führt Überlingen keine Grundsteuer C ein, die für baureife Grundstücke gelten würde. Einige Gemeinderäte sind stark dafür, andere lehnen sie ab und sehen darin ein „Bürokratiemonster“.  ]]></description>
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          Vorerst führt Überlingen keine Grundsteuer C ein, die für baureife Grundstücke gelten würde. Einige Gemeinderäte sind stark dafür, andere lehnen sie ab und sehen darin ein „Bürokratiemonster“.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/kann-ueberlingen-mit-einer-neuen-steuer-spekulationsgeschaefte-eindaemmen;art372495,12506609]]></guid>
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        Vorerst führt Überlingen keine Grundsteuer C ein, die für baureife Grundstücke gelten würde. Einige Gemeinderäte sind stark dafür, andere lehnen sie ab und sehen darin ein „Bürokratiemonster“.



        <p>Besitzen Sie ein unbebautes Grundstück in Überlingen, auf dem Baurecht vorhanden wäre? Dann könnte Ihnen eine erheblich höhere Besteuerung drohen. Die Einführung der neuen Grundsteuer C zur Besteuerung unbebauter Grundstücke war am Mittwoch Thema im Gemeinderat. Ziel der Steuer sind Mehreinnahmen für den städtischen Haushalt. Vor allem aber soll die Steuer als Steuerungsinstrument wirken: Wohnraum schaffen, Spekulationsobjekte vermeiden.</p> <h2>Vorerst kommt sie nicht</h2> <p>Rechtlich möglich ist die Einführung seit 2025, praktisch sehen Rathaus und Gemeinderat jedoch – noch – erhebliche Bedenken. Eine Einführung zum Doppelhaushalt 2026/27 sei nicht realistisch, betonte Oberbürgermeister Jan Zeitler (SPD).</p> <p>Lisa Keller, Mitarbeiterin in der Stadtkämmerei, wies in der Sitzung auf einen hohen personellen Aufwand hin. Es sei nötig, jedes einzelne Grundstück zu bewerten, jährlich neu. Aktuell kämen 224 unbebaute und 78 geringfügig genutzte Grundstücke potenziell infrage. Rechtlich bestünden Unsicherheiten, es sei mit vielen Klagen zu rechnen. Im Raum stehen, je nach Steuersatz, Mehreinnahmen von 200.000 bis 600.000 Euro.</p> <p>CDU und FDP sprachen sich gegen die Steuer aus. Günter Hornstein (CDU) warnte vor zu hoher Belastung der Mitarbeiter und zahlreichen Klagen und plädierte dafür, die Pläne nicht weiter zu verfolgen. Ingo Wörner (FDP) bezeichnete die Steuer als „bürokratisches Monster“ und hob hervor, dass dem aus Sicht der FDP nicht zugestimmt werden könne.</p> <h2>Steuerungsmöglichkeit wird erkannt</h2> <p>Auf der anderen Seite betonten SPD, LBU/Grüne und FWV-Üfa die mögliche Lenkungswirkung der Steuer. Rainer Röver (SPD) wies auf den aktuellen Konflikt in der Stadt hin: Während sich gegen eine Bebauung bei Rauenstein Ost Bürgerprotest erhebt und ein Bürgerentscheid ansteht, seien in der Kernstadt zahlreiche baureife Grundstücke ungenutzt, die für Wohnraum fehlen. Er sprach sich daher dafür aus, die Grundsteuer C weiterhin zu prüfen und mögliche Einnahmen gezielt in Leerstands- und Flächenmanagement zu investieren.</p> <p>Christian Sellerbeck (FWV-Üfa) betonte: „Eigentum verpflichtet“ – gerade bei Grundstücken, die ungenutzt bleiben, könne eine Besteuerung die Bereitschaft zur Bebauung erhöhen. Gleichzeitig mahnte er, die Einführung vorsichtig zu gestalten, um Fehler und Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.</p> <h2>Haushalt ohne Grundsteuer C</h2> <p>Ulf Janicke (LBU/Grüne) unterstrich, dass andere Instrumente wie Zweitwohnungssteuer oder Zweckentfremdungssatzung „zahnlose Tiger“ und nur begrenzt wirksam seien. Er sah die Grundsteuer C als praktisches Steuerungsinstrument, das ausprobiert werden sollte. Vor einer Testphase könne man nicht abschätzen, ob sie wirkt oder nicht.</p> <p>Der Rat nahm den Sachstand ohne Abstimmung zur Kenntnis und plant den Haushalt ohne Grundsteuer C, wird die rechtliche Situation aber weiterhin beobachten.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Wohnungsbaupolitik Finanzpolitik Kommunalpolitik thema-leben-wohnen thema-politik thema-politik-lokal]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Eigentum verpflichtet: Kann Überlingen mit einer neuen Steuer Spekulationsgeschäfte eindämmen?]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 26 Oct 2025 12:11:33 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Fünf Fakten über Waldrappe, die Sie vielleicht noch nicht kannten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/fuenf-fakten-ueber-waldrappe-die-sie-vielleicht-noch-nicht-wussten-27-10-25;art372495,12506600 ]]></link>      <description><![CDATA[  Einst war der Waldrapp am Bodensee heimisch. Seit 2017 läuft in Überlingen ein Projekt zur Wiederansiedlung. Hier haben wir fünf überraschende Fakten über die Vögel aufgelistet.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Einst war der Waldrapp am Bodensee heimisch. Seit 2017 läuft in Überlingen ein Projekt zur Wiederansiedlung. Hier haben wir fünf überraschende Fakten über die Vögel aufgelistet.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/fuenf-fakten-ueber-waldrappe-die-sie-vielleicht-noch-nicht-wussten-27-10-25;art372495,12506600]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Einst war der Waldrapp am Bodensee heimisch. Seit 2017 läuft in Überlingen ein Projekt zur Wiederansiedlung. Hier haben wir fünf überraschende Fakten über die Vögel aufgelistet.



        <p>Waldrappe waren in Mitteleuropa einst weit verbreitet. Doch bereits seit dem 17. Jahrhundert galten sie als ausgerottet. Gründe für die Ausrottung waren die Jagd und die Zerstörung von Lebensräumen. Nach Angaben der Deutschen Wildtierstiftung geriet ihre Existenz hier sogar in Vergessenheit. Seit 2017 tut das österreichische Waldrappteam alles, um eine Brutkolonie in Überlingen aufzubauen. Fünf überraschende Fakten über die Vögel:</p> <h2>Ein geselliger Vogel</h2> <p>Die Deutsche Wildtierstiftung nennt als besondere Merkmale der Waldrappe unter anderem, dass es sich um einen geselligen Vogel mit ausgiebigem Begrüßungsritual handelt. Dafür führen sie eine Reihe von Körper- und Kopfbewegungen aus. Außerdem geben sie einen bestimmten Ruf von sich. Bei Gefahr oder in der Balz stellen die Waldrappe ihre Schopffedern auf.</p> <h2>Kaum ein Unterschied</h2> <p>Während Waldrappe als Küken ein flauschiges, grau-braunes Gefieder haben, zeichnen sie sich als Adulte durch ein dunkles, metallisch glänzendes Gefieder und den Federkranz am kahlen Kopf aus. Kopf, Schnabel und Beine sind im Erwachsenenalter nicht mehr unauffällig dunkel, sondern leuchtend rot. Mit dem gebogenen Schnabel wird laut Nabu im Boden nach Futter gesucht. Männchen und Weibchen unterscheiden sich kaum. Aus diesem Grund ist eine DNA-Analyse nötig, um das Geschlecht zu bestimmen. Da die Küken schon davor Namen erhalten, haben manche Weibchen eher männlich klingende Namen – und umgekehrt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wiederansiedlung des Waldrapps in Überlingen</span><span>Im Rahmen des Projekts soll der Waldrapp wieder in Überlingen angesiedelt werden. Zwei Generationen wurden 2017 und 2018 in Hödingen großgezogen. 2019 folgte eine weitere Generation in Heiligenberg. 2020 musste der Plan für die nächste Aufzucht wegen der Corona-Pandemie aufgegeben werden. Fortgeführt wurde die Handaufzucht schließlich in Binningen. 2021 schlüpften erstmals Küken in Überlingen.</span></label></div> <h2>Bindung hält ein Leben lang</h2> <p>Waldrappe lassen sich auf Ziehmütter prägen. Nur deshalb kann die menschengeführte Migration ins Winterquartier funktionieren. Die Frauen ziehen die Küken von Hand auf. Im Jungvogelalter bringen sie ihnen das Fliegen bei und leiten sie schließlich ins Winterquartier. Was Sie eventuell noch nicht wussten, ist, dass diese starke Bindung ein Leben lang bestehen bleibt. Schön daher die Szene zwischen Dr. Saurier und ihren Ziehmüttern Barbara Steininger und Helena Wehner. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/waldrapp-weibchen-dr-saurier-kehrt-allein-aus-spanien-an-den-bodensee-zurueck-3200-km-flug-ohne-hilfe;art372495,12404711" target="_blank" title="Dr. Saurier zurück am Bodensee: Warum die Rückkehr dieses Waldrapp-Weibchens ein kleines Wunder ist">Das Waldrapp-Weibchen kehrte 2025 aus Spanien zurück.</a> Im Foto ist die Kontaktaufnahme des Vogels zu den Frauen zu sehen.</p> <h2>Erkundungsflug ins Brutgebiet</h2> <p>Waldrappe sind laut Johannes Fritz, Leiter des Waldrappteams, total individuell. Es ist nicht unüblich, dass Subadulte wie Dr. Saurier noch vor der Geschlechtsreife quasi zur Probe aus dem Winterquartier in ihr Brutgebiet zurückkehren. Das nennt sich dann Erkundungsflug. Der Großteil fliegt allerdings erst mit Erreichen der Geschlechtsreife ins jeweilige Brutgebiet. In seltenen Fällen sind sie aber auch mal fehlgeleitet. Ihnen fehlt der innere Kompass. Sie haben Zugmotivation, müssen die Routen jedoch von Elterntieren oder Ziehmüttern lernen. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/waldrappe-fliegen-nach-schweden-anstatt-in-den-sueden;art372495,11786349" target="_blank" title="Waldrappe fliegen nach Schweden anstatt in den Süden">Im November 2023 flogen Jungvögel zum Beispiel nach Schweden </a><a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/ueberlingen/waldrappe-fliegen-nach-schweden-anstatt-in-den-sueden;art372495,11786349" target="_blank" title="Waldrappe fliegen nach Schweden anstatt in den Süden">statt in den Süden.</a></p> <h2>Waldrapp in Ägypten</h2> <p>Das Waldrappteam widmet sich Forschungsfragen. <a href="https://www.waldrappteam.at/" target="_blank" title="" rel="noopener">2022 zeichneten die Biologen in einer Studie beispielsweise die Geschichte des Waldrapps nach.</a> „Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Gegenwart und dem alten Ägypten, wo der Vogel eine kulturelle und religiöse Bedeutung hatte, die sich wahrscheinlich aus seiner natürlichen Affinität zu kultivierten Gebieten entwickelte“, heißt es in den Erläuterungen. Die Studie untersuche außerdem die möglichen Gründe für drei Aussterbeereignisse bei Waldrappen in der Vergangenheit und deren Zusammenhang mit menschlichen Einflüssen und klimatischen Veränderungen.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Artenschutz Tierverhalten Tiere thema-natur-tiere thema-natur-umwelt]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Fünf Fakten über Waldrappe, die Sie vielleicht noch nicht kannten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 16:07:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach Einigung über Finanzierungsmodell: Wie geht es mit der Bodenseegürtelbahn weiter?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/nach-einigung-ueber-finanzierungsmodell-wie-geht-es-mit-der-bodenseeguertelbahn-weiter-26-10-25;art410936,12505836 ]]></link>      <description><![CDATA[  Im Sommer haben beide Landkreise einem Vorschlag des Landes zugestimmt. Der Vertrag soll noch dieses Jahr unterzeichnet werden. Kritik zum Projektzeitplan gibt es aber vom SPD-Landtagsabgeordneten Hans-Peter Storz.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Im Sommer haben beide Landkreise einem Vorschlag des Landes zugestimmt. Der Vertrag soll noch dieses Jahr unterzeichnet werden. Kritik zum Projektzeitplan gibt es aber vom SPD-Landtagsabgeordneten Hans-Peter Storz.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/nach-einigung-ueber-finanzierungsmodell-wie-geht-es-mit-der-bodenseeguertelbahn-weiter-26-10-25;art410936,12505836]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Im Sommer haben beide Landkreise einem Vorschlag des Landes zugestimmt. Der Vertrag soll noch dieses Jahr unterzeichnet werden. Kritik zum Projektzeitplan gibt es aber vom SPD-Landtagsabgeordneten Hans-Peter Storz.



        <p>Im Mai war der Knoten geplatzt: Nach einem langen Streit ums Geld hatte das Land Baden-Württemberg einen Finanzierungsvorschlag für den Ausbau und die Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn vorgelegt, der die kommunale Ebene entlastet. Im Sommer stimmten der Kreis Konstanz und der Bodenseekreis zu.</p> <p>Zu finanzieren sind die Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Das Land wird 135 Millionen Euro am Gesamtprojekt übernehmen. Der Bund ist mit 435 Millionen Euro beteiligt, auf die Landkreise kommen zusammen knapp 80 Millionen Euro zu. Ursprünglich standen für die kommunale Seite zwischen 130 und 140 Millionen Euro im Raum. Die Landkreise hatten sich gegen eine Beteiligung in dieser Höhe gewehrt.</p> <h2>Zukunft der Bodenseegürtelbahn: „Verhandlungen so gut wie abgeschlossen“</h2> <p>Hans-Peter Storz (SPD), Landtagsabgeordneter aus Singen, wollte nun von Verkehrsminister Winfried Hermann wissen, wie es mit der Planung der Bodenseegürtelbahn weitergeht. In der schriftlichen Antwort des Ministeriums heißt es: „Die Verhandlungen für den Planungsvertrag sind so gut wie abgeschlossen.“ Vertragspartner sind das Land, die Deutsche Bahn, der Landkreise Konstanz und der Bodenseekreis.</p> <p>Der Vertrag soll noch in diesem Jahr unterzeichnet werden. „Damit kommt eine lange Verhandlungsrunde zu ihrem guten Abschluss.“ Der Vertrag regelt dem Land zufolge die Finanzierung ab der Entwurfsplanung. Die Deutsche Bahn müsse Leistungen ausschreiben und vorantreiben – „unter enger Begleitung durch das Ministerium für Verkehr, die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg und die Landkreise“, heißt es aus Stuttgart.</p> <p>Für den Landtagsabgeordneten aus Singen ist die bevorstehende Unterschrift eine gute Nachricht, denn sie sichere den Fortschritt. „Doch der Projektzeitplan sei alles andere als ambitioniert“, kritisiert Storz. Das Verkehrsministerium rechne damit, dass erst 2030 alle Unterlagen vorliegen werden. Erst dann könne die Planfeststellung, gewissermaßen die Baugenehmigung, beantragt und ein Förderantrag nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gestellt werden.</p> <p>„Dies wäre eine erneute Verzögerung um zwei Jahre gegenüber dem bisher veröffentlichten Zeitplan“, erklärt Storz und warnt: Die Baugenehmigung würde dann erst 2032 vorliegen. Damit könne die Bodenseegürtelbahn keinesfalls vom Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität profitieren. Storz spricht von einer „verpassten Chance“.</p> <h2>Planungen für die Bahnlinie am Bodensee: „Das ist keine Kleinigkeit“</h2> <p>Das Ministerium erklärt, dass die Bahn als Vorhabenträgerin für Entwurfs- und Genehmigungsplanung verantwortlich sei. Außerdem hält Stuttgart beim Zeitplan dagegen: „Das klingt zwar lange, aber die Planung für den Ausbau einer solchen rund 60 Kilometer langen Eisenbahnstrecke ist eben auch keine Kleinigkeit.“ Hier werde kein Einfamilienhaus mit Fertiggarage geplant, vergleichbar sei das Projekt eher mit der Planung des Konstanzer Münsters. „Eisenbahnen sind immer Unikate mit unzähligen Besonderheiten an jeder Strecke.“ Auch beim Ministerium wünsche man sich aber, dass so etwas künftig schneller vonstattengeht.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Nach Einigung über Finanzierungsmodell: Wie geht es mit der Bodenseegürtelbahn weiter?]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 15:04:55 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Vogelgrippe breitet sich in Deutschland aus: Wie ist die Lage am Bodensee?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/vogelgrippe-breitet-sich-in-deutschland-aus-wie-ist-die-lage-am-bodensee-27-10-25;art372432,12505774 ]]></link>      <description><![CDATA[  Aktuell führt die Vogelgrippe zu einer Häufung von toten Kranichen. Jahr für Jahr machen Zugvögel auf ihrem Weg in den Süden in der Bodenseeregion Halt. Gefahr besteht aber auch für andere Vögel, die hier überwintern.  ]]></description>
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          Aktuell führt die Vogelgrippe zu einer Häufung von toten Kranichen. Jahr für Jahr machen Zugvögel auf ihrem Weg in den Süden in der Bodenseeregion Halt. Gefahr besteht aber auch für andere Vögel, die hier überwintern.<br>
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        Aktuell führt die Vogelgrippe zu einer Häufung von toten Kranichen. Jahr für Jahr machen Zugvögel auf ihrem Weg in den Süden in der Bodenseeregion Halt. Gefahr besteht aber auch für andere Vögel, die hier überwintern.



        <p>Wenn Wetter und Temperaturen im Herbst ungemütlich werden, ist für Zugvögel die Zeit gekommen, sich auf den Weg in ihre Winterquartiere zu machen. Das könnte in diesem Jahr allerdings zu Problemen führen: In mehreren Bundesländern, <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/vogelgrippe-ausgebrochen-15000-tiere-werden-in-baden-wuerttemberg-getoetet;art417930,12505201" target="_blank" title="Vogelgrippe: 15.000 Tiere werden im Südwesten getötet">darunter auch Baden-Württemberg</a>, breitet sich die Vogelgrippe aus. Unter Wildvögeln sind besonders Kraniche betroffen.</p> <p>Experten befürchten nun, dass sich der Virus durch den Vogelzug ausbreiten könnte. Kraniche sind auch Jahr für Jahr am Bodensee zu sehen, wenn sie auf dem Weg gen Süden hier eine Pause einlegen. „Bislang sind uns keine Fälle bekannt“, sagt Lisa Maier vom Naturschutzbund-Bodenseezentrum auf SÜDKURIER-Anfrage.</p> <p>Die Expertin für Avifaunistik – die wissenschaftliche Untersuchung der Vogelwelt einer Region – fügt hinzu: „Der Kranich-Zug hier in der Region hat auch erst vor einer guten Woche begonnen und sollte nun in den nächsten Tagen, eventuell nach der Schlechtwetter-Phase sein Hoch erreichen.“</p> <p>Es könnten sich also durchaus noch Vögel auf den Weg machen und dabei auch am Bodensee Halt machen. Allerdings würden verglichen mit Brandenburg hier nur eine sehr geringe Zahl an Kranichen vorbeiziehen, sagt Maier.</p> <h2>Immer wieder Ausbrüche der Vogelgrippe am Bodensee</h2> <p>Dass es um diese Jahreszeit generell mehr Fälle von Vogelgrippe gibt, ist nicht ungewöhnlich. „Auch in den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Ausbrüchen der Vogelgrippe am Bodensee. Dies ist auch in diesem Jahr nicht auszuschließen“, sagt Maier. Wichtig sei, dass sich Menschen angemessen verhalten, betont sie. Das bedeutet: „Fassen Sie tote Vögel nicht an, halten Sie Ihre Hunde an der Leine und melden Sie tote Vögel bei der Gemeinde.“</p> <p>Aktuell scheinen vor allem Kraniche an dem Virus zu sterben, in Brandenburg wurden mehr als 1000 tote Tiere gemeldet, meldet der Naturschutzbund (Nabu) Baden-Württemberg in einer Pressemitteilung. Eine Gefahr besteht aber auch für andere Arten.</p> <p>Lisa Maier vom Nabu-Bodenseezentrum zählt Enten, Schwäne, Möwen und Seeschwalben auf. „Eine große Zahl von Enten, bis zu einer Viertelmillion, überwintern hier am Bodensee. Das Gros der Enten zieht voraussichtlich Anfang bis Mitte November hierher“, so die Expertin. Für Singvögel spiele die Vogelgrippe keine Rolle.</p>]]>
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      <pubDate>Fri, 24 Oct 2025 14:46:34 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neuer Klosterkrimi von Birgit Rückert: Salemer Lehrjunge im Räderwerk von Savonarolas Terrorregime  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/salem/neuer-klosterkrimi-von-birgit-rueckert-salemer-lehrjunge-im-raederwerk-von-savonarolas-terrorregime;art372491,12505768 ]]></link>      <description><![CDATA[  Melange aus Fakt und Fiktion: Abt Johannes ermittelt dieses Mal in Florenz. Die Laudatio hält Historiker Georg Reichlin-Meldegg aus der Überlinger Patrizierfamilie, dessen Vorfahrin im Buch eine Rolle spielt.  ]]></description>
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          Melange aus Fakt und Fiktion: Abt Johannes ermittelt dieses Mal in Florenz. Die Laudatio hält Historiker Georg Reichlin-Meldegg aus der Überlinger Patrizierfamilie, dessen Vorfahrin im Buch eine Rolle spielt.<br>
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        Melange aus Fakt und Fiktion: Abt Johannes ermittelt dieses Mal in Florenz. Die Laudatio hält Historiker Georg Reichlin-Meldegg aus der Überlinger Patrizierfamilie, dessen Vorfahrin im Buch eine Rolle spielt.



        <p>An der Wende zur Neuzeit, als das europäische Handelszentrum Florenz zur Wiege der Renaissance wurde, riss 1494 eine düstere Gestalt die Macht an sich: Girolamo Savonarola. Dominikanermönch, Bußprediger und Reformator. Auf dem Höhepunkt seines Machtkampfes gegen die Anhänger der Medici, die reichste der Florentiner Familien, terrorisierten weiß gekleideten Kindersoldaten die Einwohner und zwangen sie, statt Karneval zu feiern, Kunstwerke, Bücher und edle Kleider im „Fegefeuer der Eitelkeiten“ zu verbrennen. Genau in diese Zeit entführt Birgit Rückert mit ihrem vierten historischen Kriminalroman über den Zisterziensermönch Johannes.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person</span><span>Birgit Rückert, geboren 1961 in Franken, ist Leiterin der Schlossverwaltung Salem und verantwortet für die „Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“ auch das Schloss Meersburg und die Ruine Hohentwiel. Sie wohnt mit ihrem Mann im Schloss. Studiert hat sie Klassische Philologie und Archäologie, promoviert wurde Rückert an der Universität Tübingen. Die Wissenschaftlerin nahm an Ausgrabungen in Italien, Griechenland und der Türkei teil und wechselte nach ihrer Forschungstätigkeit ins Tourismus- und Kulturmanagement. Seit 2018 veröffentlichte sie vier historische Romane um den Salemer Zisterziensermönch Johannes.</span></label></div> <p>Welch‘ große Fangemeinde die heutige Verwalterin des Schlosses Salem inzwischen gewinnen konnte, zeigte sich bei der Buchvorstellung im Salemer Torkel, der komplett gefüllt war. Ein Leser war mit der Familie aus Wien angereist: Georg Reichlin-Meldegg, Nachfahre des Arztes und Apothekers Andreas Reichlin von Meldegg (1402 bis 1477), dem Überlingen sein bedeutendstes historisches Gebäude verdankt, das Reichlin-von-Meldegg‘sche Patrizierhaus. Die Tochter dieses Andreas, Magdalena Reichlin von Meldegg, spielt eine Rolle in Rückerts Roman, sie ist die Hofdame von Königin Bianca.</p> <h2>„Weit mehr als nur Klosterkrimis“</h2> <p>In dem Wiener Historiker und Publizisten Georg Reichlin-Meldegg hatte Birgit Rückert einen Laudator, für den die Geschichten über den Salemer Zisterziensermönch mit kriminalistischem Spürsinn „weit mehr sind als nur Klosterkrimis“ sind. Die Autorin habe auch in diesem vierten Roman „wieder mit dem Wissen und der Sprachkraft eines Umberto Eco – ja, ich muss das so vergleichen – auf zwei Zeitebenen den Handlungsablauf der damaligen politischen Ränke dargestellt.“ Die Machtkämpfe zwischen Kirche und weltlicher Herrschaft eskalierten in und um Florenz und lieferten, „dank Rückerts großem historischen und kulturellem Wissen um diese Zeitperiode, einen faszinierenden Einblick in die mittelalterliche Klosterkultur“, sagte Reichlin-Meldegg. Ihr sei ein „spannendes und nebstbei auch sehr lehrreiches Buch über das Zeitalter der Renaissance“ gelungen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Familie Reichlin von Meldegg</span><span>In Überlingen ist Georg Reichlin-Meldegg, der Nachfahre der dort einst bedeutenden Familie Reichlin von Meldegg, ein häufiger Gast. Magister Reichlin-Meldegg, in Österreich sind alle Adelsprädikate seit 1918 abgeschafft, pflegt in der Familie die Erinnerung an die Vorfahren vom Bodensee. Der berühmteste, Andreas Reichlin von Meldegg (1402 bis 1477), stammte aus Konstanz und starb im Kloster Salem, in dessen Münster er auch begraben liegt. Ihm verdankt Überlingen das erste Renaissancegebäude nördlich der Alpen, Andreas Reichlin von Meldegg ließ seine Stadtvilla nach dem Vorbild des „Palazzo Piccolomini“ in Pienza planen. Die Buchvorstellung war für Georg Reichlin-Meldegg Gelegenheit, seiner Enkelin Katja Isabel erstmals das Überlinger Palais ihrer Vorfahren zu zeigen. Mutter Katja war ebenfalls mit dabei.</span></label></div> <p>In ihren vier kurzen Lesungen, unterbrochen durch eine Einführung in die Zeit und die historischen Personen, machte Rückert Lust auf ihren Roman, ohne zu viel zu verraten. Sie wolle am Lesungsabend auch darauf verzichten, einen Mord passieren zu lassen. „Weil letztes Mal, als einer in der Weinpresse hier zerquetscht wurde, das hat dann doch einige geschockt“, schaute sie zum mächtigen historischen Torkel, der den Raum dominiert. Sie versprach aber: „Es gibt Kidnapping im Buch, es gibt einen Mord, Schlägereien, Hinrichtungen, Brandstiftung und eine Schatzsuche.“</p> <h2>Fiktionale Menschengeschichten im realen Rahmen</h2> <p>Tatsächlich erwartet die Leser eine ausgewogene Mischung aus Fakt und Fiktion. Die promovierte Archäologin hat die Renaissance mit ihren großen Künstlern selbst so verinnerlicht, dass sie heutigen Menschen diese Epoche kunst- wie auch ideengeschichtlich nahebringen kann. Und die meisten der handelnden Personen gab es wirklich. Via Beamer lernen die Gäste sie in Gemälden kennen, etwa Sandro Filipepi, genannt Botticelli, der uns ebenso wie Michelangelo im Roman begegnet. In diesem realen Rahmen entwickelt sie fiktionale Menschengeschichten, die sich so hätten ereignen können.</p> <p>Im Mittelpunkt steht Markus, der talentierte Maler und Sohn des Salemer Steinmetzen Hans von Savoy. Er geht in Florenz in die Lehre hat gerade die Nacht mit seiner Angebeteten Francesca verbracht, als er entführt wird: Es ist der Aschermittwoch, 18. Februar 1498, am Abend zuvor hatte der Scheiterhaufen des Fegefeuers der Eitelkeiten gelodert. Fünf Männer brechen die Haustüre auf, sie fahnden nach „Frateschi“, den Anhängern Savonarolas. Francesca kann entkommen, ihn nehmen sie mit.</p> <p>Als Abt Johannes in Salem vom Verschwinden des Jungen hört, macht er sich mit dessen Vater und dem jungen Mönch Amandus auf nach Florenz, um ihn zu suchen. Unter anderem lernen sie Marsilio Ficino kennen, er gilt in der Renaissance als einer der großen Philosophen und wird von Cosimo de Medici großzügig unterstützt. Die Villa, die der reiche Kaufmann dem Gelehrten zur Verfügung stellte und in der unsere Salemer übernachten, kann heute noch besichtigt werden.</p> <h2>Liebe und Lust sind bei Ficino gleichermaßen göttlich</h2> <p>Ficino will antike Philosophie mit christlicher Religion harmonisieren. Bei ihm sind Liebe und Lust gleichermaßen göttlichen Ursprungs und deshalb nicht verwerflich. Auch das Betrachten schöner Körper etwa in einem Gemälde ziele auf Gott. Savonarola indes will Kunst als überflüssigen Tand im Feuer sehen. Mit leichter Feder verwebt Rückert komplizierte philosophische, moralische und politische Konflikte mit den Abenteuern ihrer Figuren. So übernachten die drei Salemer bei Ficino, dessen Dienerin Tulsa sie mit ihrem „engelsgleichen Gesang“ begeistert: „Ficino raunte Johannes zu: ‚Wenn sie so weit ist, ich meine, wenn sie genügend gelernt hat, werde ich sie mit einem Bischof verkuppeln, besser noch mit einem Kardinal.‘“</p> <p>Tatsächlich umgeben sich die ledigen Geistlichen damals bei Festen mit schönen, gebildeten Frauen. Um sie abzugrenzen von gewöhnlichen käuflichen Damen, nannte man sie „onesta cortigiana“, ehrbare Kurtisane, erläutert Rückert. „Diese Damen gehörten zur Kurie und daraus leitet sich unser heutiger Begriff der Kurtisane ab.“ Auch solche „zur Kurie gehörenden Damen“ begegnen den Lesern natürlich.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Überlingen]]></dc:source>
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