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    <title>suedkurier.de - Konstanz</title>
    <link>https://www.suedkurier.de/</link>
    <language>de-DE</language>
    <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 09:35:07 +0100</pubDate>
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      <title>suedkurier.de</title>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 08:59:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hotelchef geht nach 25 Jahren im Hotel Halm: „Ich habe keinen einzigen Tag bereut“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/hotelchef-verlaesst-das-traditionshaus-am-bodensee-ich-habe-keinen-einzigen-tag-bereut;art372448,12511671 ]]></link>      <description><![CDATA[  Jamal Faouzi kennt jede Geschichte des traditionsreichen Hauses. Zum Jahresende geht der Direktor in den Ruhestand. Zum Abschied dankt er den Konstanzern. Seinen Sohn Nabil zieht es hingegen auf einen anderen Kontinent.  ]]></description>
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          Jamal Faouzi kennt jede Geschichte des traditionsreichen Hauses. Zum Jahresende geht der Direktor in den Ruhestand. Zum Abschied dankt er den Konstanzern. Seinen Sohn Nabil zieht es hingegen auf einen anderen Kontinent.<br>
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        Jamal Faouzi kennt jede Geschichte des traditionsreichen Hauses. Zum Jahresende geht der Direktor in den Ruhestand. Zum Abschied dankt er den Konstanzern. Seinen Sohn Nabil zieht es hingegen auf einen anderen Kontinent.



        <p>Vom Bahnhof Konstanz aus erreicht man in wenigen Schritten das Hotel Halm. Wer hier eintritt, fühlt sich wie in einer anderen Welt, weit weg von Bussen, vom Verkehrslärm beim Lago-Kreisel und Touristen, die mit ihren Koffern gerade den Bahnhof verlassen. Bei stilvoll gedimmtem Licht sitzt der Chef des Hotels Halm und Alte Post auf einem Sofa. Im Hintergrund läuft leise Musik. Hier erklärt Jamal Faouzi, warum er Ende des Jahres, nach 25 Jahren im Hotel Halm, in den Ruhestand geht. Dabei wirkt er nicht wie jemand, der fertig ist.</p> <p>Auch sein Sohn Nabil, der 2021 zum Hotel Halm und der Alten Post kam, ist bei dem Gespräch dabei. Er wird das Haus ebenso zum Jahresende verlassen. Um sich selbstständig zu machen, sagt Jamal Faouzi. Er studierte Agrar- und anschließend Wirtschaftswissenschaften, bevor die Idee entstand, bei dem Hotel in Konstanz einzusteigen. Davor sammelte er in verschiedenen Häusern in Deutschland Erfahrungen, lernte die verschiedenen Aufgaben kennen.</p> <p>Nun zieht es ihn weit weg vom Bodensee, auf einen anderen Kontinent. Der 37-Jährige widmet sich einem Projekt in Marokko. In der Medina, der historischen Altstadt von Marrakesch, ist ein Hotel im Bau. Kommendes Jahr soll es eröffnen. Dort zieht er mit Frau und Kind hin. Zu viele Details will er noch nicht verraten.</p> <p>Für die beiden Hotels wird der Abschied spürbare Veränderungen bringen müssen. Jamal Faouzi ist nicht nur Direktor, er ist auch Miteigentümer. Beziehungsweise war es. Die Familie Faouzi hat ihre Anteile an die Gesellschaft, bisher bestehend aus drei Familien, verkauft, erklärt er. Wie genau die Zukunft für <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Hotel-Halm-erweitert-sich-im-Sparkassen-Gebaeude-auch-eine-bekannte-deutsche-Burger-Kette-soll-an-die-Marktstaette-ziehen;art372448,10316254" target="_blank" title="Hotel Halm erweitert sich im Sparkassen-Gebäude, auch eine bekannte deutsche Burger-Kette soll an die Marktstätte ziehen">das Hotel Halm und der Alten Post</a> ab Januar aussieht, könne er daher nicht sagen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zwei Häuser mit Tradition</span><span>Das Hotel Halm ist in Konstanz eine Institution: Ab 1872 direkt gegenüber des Bahnhofs errichtet, war es mit damals 90 Betten eines der größten Hotels am Bodensee. Ab 1887 wurde es baulich erweitert. In dieser Zeit wurde auch der Maurische Saal eingebaut. Das Hotel Alte Post ist deutlich jünger. Zwar wurde das Reichspost- und Telegrafengebäude ab 1888 errichtet. Bevor es zum Hotel wurde, war es auch schon Geschäftsstelle der Sparkasse Bodensee.</span></label></div> <h2>Was sagen sie zur Zukunft des Tourismus-Standorts?</h2> <p>Zur aktuellen Situation in Konstanz können Vater und Sohn dagegen so einiges sagen. Nicht in jedem Detail sind sie sich einig. Allerdings in ihrer Diagnose zum Tourismus-Standort Konstanz: „Das Angebot ist höher als die Nachfrage.“ Das werde sich besonders durch <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/zu-viele-besucher-zu-viele-billighotels-wie-viel-tourismus-darf-es-in-konstanz-zukuenftig-sein;art372448,12396077" target="_blank" title="Wie viel Tourismus darf es sein? So diskutiert die Politik eine zentrale Konstanzer Zukunftsfrage">die neuen Hotels im Industriegebiet</a> in den kommenden Jahren noch deutlicher zeigen. „Die Situation für die Hotellerie wird nicht unbedingt besser werden“, sagt Nabil Faouzi.</p> <p>Was die Hotelexperten damit genau meinen: Zwar ist die Nachfrage in Konstanz hoch, doch durch die vielen neu hinzugekommenen Betten wird es für die einzelnen Hotels schwierig. „Nicht die Stadt wird ein Nachfrageproblem haben, aber die Hotels“, sagt Nabil Faouzi. Man habe jetzt schon eine gewisse Zahl an Übernachtungen verloren, bestätigt sein Vater.</p> <p>Bei überall steigenden Preisen stelle sich jeder Übernachtungsgast die Frage, ob er nicht ein günstigeres Zimmer abseits der besten Lage nimmt und das Geld dann für etwas anderes ausgeben kann. Dazu kommen auch Kostensteigerungen für Hotelbetreiber. Auch der Wohnungsmarkt in Konstanz bereitet Sorgen: mehr Hotels, mehr Angestellte, die eine Wohnung benötigen.</p> <p>Für Nabil Faouzi ist die Entwicklung in der Stadt mit Fragezeichen verbunden. Jamal Faouzi wird deutlicher: Er nennt die Entwicklung ungesund. „Wir reden hier nicht über die Monate Mai bis September. Da wird nichts passieren“, sagt Nabil Faouzi. Doch nur damit könne man ein Hotel nicht erhalten.</p> <h2>Jamal Faouzi: „Ich habe keinen einzigen Tag bereut“</h2> <p>Doch die wirtschaftliche Lage ist nicht der Grund dafür, dass Vater und Sohn zum Jahresende hin die Konstanzer Hotelbranche verlassen. Jamal Faouzi spricht Alter und Gesundheit an. „Nach 25 Jahren Hotel Halm“ und nach einem ganzen Arbeitsleben in der Hotellerie – 1981 ging es in München los – sei es jetzt Zeit, sagt der 67-Jährige.</p> <p>Nach 25 Jahren will er Danke sagen. Danke an alle – an Mitarbeiter, aber auch Behörden und Bürgerinnen und Bürger. „Ich habe keinen einzigen Tag bereut.“ Den Konstanzern zu danken, ist ihm wichtig. Zum einen, weil die Arbeit mit ihnen dem Hotelchef immer Freude bereitet habe. Zum anderen, weil sie alles mittragen müssten, sich Geschäfte, Parkplätze und mehr mit Touristen teilen müssten.</p> <p>Die Entscheidung, aufzuhören, fällt ihm schwer, gibt Faouzi zu. Wenn er die Geschichten des Hotels und Geschichten aus dem Hotel erzählt, ist Begeisterung herauszuhören. Über die große Besonderheit des Hauses, den Maurischen Saal mit seinen gigantischen Spiegeln, kann er mit ansteckender Leidenschaft sprechen.</p> <p>Der Hotelchef kennt jedes Detail, auch die wenigen kleinen Unvollkommenheiten nach Renovierungen, die man nur sieht, wenn man weiß, wo man suchen muss.</p> <p>Und was hat er nun vor? Er bleibe Konstanz treu, mit seiner Frau wird er hierbleiben. Und sicher häufiger nach Sohn Nabil in Marrakesch schauen. Ob er sonst noch Pläne hat? „Ach, das weiß man nie“, sagt er mit einem Schmunzeln. „Wenn die Gesundheit mitmacht“, setzt er an, spricht den Satz aber nicht zu Ende. „Man soll niemals nie sagen“, ergänzt sein Sohn Nabil.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Hotelchef geht nach 25 Jahren im Hotel Halm: „Ich habe keinen einzigen Tag bereut“]]></dc:rights>
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      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 17:03:52 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Vorsicht, falsche Fuffziger! Männer aus der Schweiz landen wegen Geldfälschung vor Gericht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/vorsicht-falschgeld-maenner-aus-der-schweiz-landen-in-konstanz-vor-gericht;art372448,12511922 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die beiden besorgen sich im Internet unechte 50-Euro-Scheine und geben sich in einem Konstanzer Club dem Rausch des Geldes hin. Doch die Feierwütigen, die mit den Blüten bezahlen, fliegen auf.  ]]></description>
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          Die beiden besorgen sich im Internet unechte 50-Euro-Scheine und geben sich in einem Konstanzer Club dem Rausch des Geldes hin. Doch die Feierwütigen, die mit den Blüten bezahlen, fliegen auf.<br>
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        Die beiden besorgen sich im Internet unechte 50-Euro-Scheine und geben sich in einem Konstanzer Club dem Rausch des Geldes hin. Doch die Feierwütigen, die mit den Blüten bezahlen, fliegen auf.



        <p>Das Schöffengericht Konstanz hat zwei Männer aus der Schweiz wegen Geldfälschung und Betrug verurteilt. Im Vordergrund der Verhandlung Anfang November stand vor allem die Schwere der Tat – und die war den beiden Angeklagten offensichtlich nicht bewusst gewesen.</p> <p>Den zwei Männern – ein Schweizer und ein Ivorer, der in der Schweiz lebt – wurde vorgeworfen, im Februar 2024 in der Konstanzer Disco „Grey“ mit Falschgeld bezahlt zu haben. Dafür sollen sie bewusst im Internet gefälschte 50-Euro-Scheine erworben haben. Dem Club entstand ein Schaden von über 800 Euro. Vor Gericht räumten die Männer im Alter von 20 und 23 Jahren die Tat ein – und versuchen, den Sachverhalt zu erklären.</p> <h2>Mit Blüten und Damenbegleitung nach Konstanz</h2> <p>Demnach hätten die Freunde die Idee gemeinsam gehabt. Für circa 800 Franken hätten sie das Falschgeld online erworben – und mit Bitcoin dafür bezahlt. Weil nur gefälschte Euro-Scheine erhältlich waren, seien sie damit dann über die Grenze nach Konstanz gefahren. Zwei Frauen begleiteten die beiden. Wer die beiden waren, bleibt allerdings im Dunkeln. Das Gericht ging davon aus, dass die Frauen von dem Betrug wussten, ihre Identität konnte jedoch nicht geklärt werden.</p> <p>Im „Grey“-Club bestellte die Gruppe abwechselnd Shots und bezahlte sie immer mit großen Scheinen. „Es ging nicht darum, Party zu machen, sondern darum, echtes Rückgeld zu erhalten“, stellte Oberstaatsanwalt Robert Aichele in der Verhandlung fest. Der Betrug flog auf, als eine Mitarbeiterin schließlich misstrauisch wurde.</p> <h2>Männer bestellten täuschend echtes Falschgeld</h2> <p>Gegenüber Amtsrichter Franz Klaiber gaben beide Angeklagte zu, Schulden zu haben. Dass Geldfälschung in Deutschland eine schwere Straftat ist, sei ihnen jedoch nicht klar gewesen. Bei den Blüten handelte es sich um täuschend echtes Falschgeld, wie der zuständige Kriminalhauptkommissar im Zeugenstand bestätigte.</p> <p>Man habe in Konstanz selten Fälle mit so guter Qualität, dass die Fälschung nicht direkt erkennbar sei. Dieser Umstand wurde den Angeklagten negativ ausgelegt. Richter Klaiber nannte die Tat ein „dreistes Unterfangen“, das „mangelnden Respekt vor dem deutschen Staat“ zeige. Positiv angerechnet wurde den Männern aber ihr Geständnis und dass sie bislang nicht vorbestraft sind.</p> <h2>Beide Männer erhalten Bewährungsstrafen</h2> <p>Vor der Urteilsverkündung entschuldigten sich die Angeklagten für ihr Handeln und sagten, es werde nicht wieder vorkommen. Richter Klaiber verurteilte beide Männer schließlich zu einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung und folgte damit der Forderung der Staatsanwaltschaft.</p> <p>Der 20-Jährige wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt, da er strafrechtlich noch als Heranwachsender gilt. Zudem erlegte Klaiber ihnen eine Geldstrafe von 2500 und 3000 Euro auf, die sie an einen festgelegten guten Zweck spenden müssen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Betrug Urteil Prozeß thema-sicherheit-kriminalitaet thema-sicherheit-justiz]]></dc:relation>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 13:47:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Günstiger Wohnraum, teure Folgen: Mietbetrug ist großes Problem in Konstanz  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/guenstiger-wohnraum-teure-folgen-mietbetrug-ist-grosses-problem-in-konstanz;art372448,12511798 ]]></link>      <description><![CDATA[  Gerade in Universitätsstädten häufen sich Fälle von Betrug im Wohnungsmarkt. Dabei trifft es auch junge Menschen. Die Plattformen wehren sich intensiv gegen die falschen Inserate – doch das reicht oft nicht aus.  ]]></description>
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          Gerade in Universitätsstädten häufen sich Fälle von Betrug im Wohnungsmarkt. Dabei trifft es auch junge Menschen. Die Plattformen wehren sich intensiv gegen die falschen Inserate – doch das reicht oft nicht aus.<br>
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        Gerade in Universitätsstädten häufen sich Fälle von Betrug im Wohnungsmarkt. Dabei trifft es auch junge Menschen. Die Plattformen wehren sich intensiv gegen die falschen Inserate – doch das reicht oft nicht aus.



        <p>Kein Geld, keine Wohnung – dafür aber einen Studienplatz. Das ist die Situation vieler junger Menschen kurz nach dem Abitur. Sie ziehen bei ihren Eltern aus, auf in die Hochschulstadt, hinein in den Wohnungsmarkt. Denn jetzt brauchen sie eine günstige Wohnung in ihrem Studienort. Dass das gar nicht so einfach ist, merken sie dann aber oft schnell.</p> <p>Umso euphorischer sind die mittlerweile verzweifelten Wohnungssuchenden, wenn sie nach etlichen Anfragen auf Online-Plattformen wie WG-Gesucht oder Immoscout doch mal eine Rückmeldung bekommen. Und umso vorsichtiger sind sie, den möglichen Vermieter nicht mit überschwänglichen Nachfragen oder unangemessenem Misstrauen zu verschrecken.</p> <p>Ein Leichtsinn mit schweren Folgen, denn auf den Plattformen lauern auch Betrüger. Vielerorts – und damit auch in Konstanz – ist das ein Problem.</p> <h2>„Die Not der Wohnungssuchenden wird schlicht ausgenutzt“</h2> <p>Denn bezahlbare Wohnungen am Bodensee sind Mangelware, die Nachfrage ist hoch. Diesen Umstand nutzen Betrüger aus. Dabei häufen sich Vorfälle von falschen Wohnungsanzeigen in Universitätsstädten, insbesondere zum Semesterbeginn, wie Matthias Bauer von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erklärt. „Die Not der Wohnungssuchenden wird schlicht ausgenutzt“, stellt er fest. Und die Not vor Ort ist groß. Gerade Studienanfänger, die noch keine Ahnung vom Konstanzer Wohnungsmarkt haben, fallen schnell auf betrügerische Wohnungsanzeigen auf Plattformen wie WG-Gesucht rein.</p> <p>Das Drehbuch ist meistens ähnlich: Die Betrüger stellen eine Wohnungsanzeige online. Die Bilder sind fast immer aus dem Internet geklaut, die Adresse zufällig. Springt ein Interessent auf die Annonce an, bekommt er eine E-Mail. Die Betrüger schaffen eine Vertrauensbasis, indem sie gefälschte Ausweise und angebliche Kaufurkunden von der Wohnung versenden.</p> <p>Ist der Suchende erst um den Finger gewickelt, kommt die immer gleiche Leier: Die Eigentümer der Wohnung leben leider im Ausland, könnten aber den Schlüssel zur Besichtigung per Post zusenden. Dafür bräuchten sie aber eine Sicherheit. Der Interessent solle einen hohen Geldbetrag als Kaution hinterlegen, den er nach Unterschrift des Mietvertrages wieder zurückerhalte. Kurz darauf ist die Anzeige gelöscht, das Geld weg und die Täter über alle Berge.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das sind die Warnhinweise</span><span>Verdächtige Anzeigen können meist leicht identifiziert werden. Zu den Warnhinweisen gehören: ungewöhnlich niedrige Preise, nicht zur Beschreibung passende Bilder oder keine Möglichkeit zur Besichtigung. Außerdem kommunizieren Betrüger oftmals nur per E-Mail. Wer sich also unsicher ist, kann einfach ein Telefonat oder ein Treffen erbitten. Auch werden meist bei der Anzeige und dem späteren Mailverkehr unterschiedliche Angaben zur Wohnung gemacht.</span></label></div> <h2>Plattformen filtern nach verdächtigen Anzeigen</h2> <p>Täglich würden knapp 10.000 neue Anzeigen auf der Plattform eingestellt, erklärt Annegret Mülbaier, Sprecherin der Online-Wohnungsbörse WG-Gesucht gegenüber dem SÜDKURIER. Die Plattform verwende automatisierte Filter und manuelle Kontrollen, um betrügerische Inserate zu löschen. An manchen Tagen werde so rund ein Prozent der eingestellten Anzeigen gelöscht und die Accounts gesperrt.</p> <p>Trotzdem bleiben täglich viele Betrugsversuche unter dem Radar der Schutzmechanismen. Deswegen sei die Plattform auch auf die Mithilfe der Kunden angewiesen, so Mülbaier. Diese können verdächtige Angebote direkt melden, die dann geprüft und entsprechend entfernt werden. Wer einen Betrug erkennt, solle außerdem immer die Polizei verständigen, erklärt Matthias Bauer von der Verbraucherzentrale. Es liege nämlich in der Regel fast immer ein Straftat vor – egal ob der Betrug erfolgreich war oder nicht.</p> <h2>So schützen sie sich vor Betrügern</h2> <p>Wie viele Fälle von Wohnungsbetrug es in Konstanz tatsächlich gibt, lässt sich nicht wirklich sagen. Fest steht aber: Auf dem Konstanzer Wohnungsmarkt sind viele Betrüger unterwegs. Daher ist es wichtig, dass Wohnungssuchende die Warnhinweise für falsche Anzeigen schnell erkennen.</p> <p>Spätestens aber wenn Geld im Voraus überwiesen werden soll, kann man ziemlich sicher sein, dass es sich um Betrug handelt. Außerdem sollten auch sensible Daten, wie Bilder vom Ausweis oder der Gehaltsabrechnung, nur persönlich, etwa bei der Besichtigung, übergeben werden.</p> <p>Matthias Bauer stellt fest: „Das Problem der Fake-Wohnungsinserate wird sich in prekären Vermietungslagen nie ganz verhindern lassen.“ Umso wichtiger sei es deswegen, allgemein vorsichtig auf dem Wohnungsmarkt zu sein und immer Ausschau nach Warnsignalen und verdächtigen Anzeigen zu halten.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Polizei Oberbürgermeister Betrug Verbraucherschutz Computerkriminalität thema-sicherheit-kriminalitaet thema-wirtschaft-verbraucher]]></dc:relation>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 08:37:31 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Zwei achtstöckige Häuser für Allmannsdorf: „Diese Chance der Nachverdichtung müssen wir nutzen“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/neue-wohnungen-in-konstanz-diese-chance-der-nachverdichtung-muessen-wir-nutzen;art372448,12511666 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Spar- und Bauverein errichtet 32 Wohnungen im preisgedämpften Segment. In Zeiten akuten Wohnungsmangels sei Bauen in die Höhe unverzichtbar, meint Geschäftsführer Ralph Buser. Doch auch Kritiker melden sich zu Wort.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Der Spar- und Bauverein errichtet 32 Wohnungen im preisgedämpften Segment. In Zeiten akuten Wohnungsmangels sei Bauen in die Höhe unverzichtbar, meint Geschäftsführer Ralph Buser. Doch auch Kritiker melden sich zu Wort.<br>
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        Der Spar- und Bauverein errichtet 32 Wohnungen im preisgedämpften Segment. In Zeiten akuten Wohnungsmangels sei Bauen in die Höhe unverzichtbar, meint Geschäftsführer Ralph Buser. Doch auch Kritiker melden sich zu Wort.



        <p>Noch ein Neubau in Allmannsdorf: Nach den Ankündigungen, dass in der <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/in-konstanz-entsteht-neuer-wohnraum-nah-am-bodensee-wird-neu-gebaut;art372448,12496446" target="_blank" title="Eine Lücke wird geschlossen: In Allmannsdorf entstehen 43 neue Wohnungen">Amalienstraße</a>, in der <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/streit-um-neubau-in-allmannsdorf-buerger-kritisieren-abweichungen-vom-bebauungsplan;art372448,12495721" target="_blank" title="Allmannsdorf verändert sich weiter: Abbruch und Neubau an einer „sensiblen Ecke“">Schiffstraße</a> sowie<a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/abriss-und-neubau-im-konstanzer-stadtteil-allmannsdorf-hier-entstehen-neue-wohnungen-und-ein-supermarkt;art372448,12452846" target="_blank" title="Abriss und Neubau im Stadtteil Allmannsdorf: „Diese Ecke kann nur schöner werden“"> am Tannenhof </a>gebaut werden soll und parallel zu den <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/geplanter-neubau-in-konstanz-erzuernt-anwohner-da-spucken-uns-die-leute-in-den-garten-30-10-25;art372448,12507336" target="_blank" title="Anwohner kritisieren geplanten Neubau am Tannenhof: „Da spucken uns die Leute in den Garten!“">Planungen für ein neues Quartier an der Jungerhalde-West</a> bestätigt nun der Spar- und Bauverein Konstanz (SBK), dass die Genossenschaft zwei achtstöckige Türme am Peter-Rosegger-Weg errichtet.</p> <p>Direkt vor dem Y-förmigen Haus am Hockgraben sollen 32 Wohnungen entstehen, verteilt auf zwei Baukörper. Gebaut werden 16 Einheiten mit vier Zimmern (90 bis 96 Quadratmeter Größe) und 16 Wohnungen mit zwei Zimmern (60 bis 65 Quadratmeter). Die Miete soll im preisgedämpften Segment liegen.</p> <p>Obwohl die Türme rund 20 Meter hoch werden, seien dies keine Hochhäuser, betont SBK-Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender Ralph Buser: „Das sind sie definitionsgemäß erst ab neun Geschossen und 22 Metern.“ Dennoch ist ihm bewusst, dass die Gebäude einen deutlichen Abdruck in Allmannsdorf hinterlassen. Aus seiner Sicht gibt es dazu aber keine Alternative.</p> <h2>Der Bau ist nicht lukrativ, so der SBK-Vorsitzende</h2> <p>„Wir hatten mit der Stadtverwaltung auch fünfgeschossige Gebäude durchgesprochen und die haben uns besser gefallen, aber bei den derzeitigen Baupreisen wäre das nicht finanzierbar“, sagt der Geschäftsführer und rechnet vor: Bei diesem Vorhaben kostet das Bauen 4500 Euro pro Quadratmeter. „Das ist reine Kostendeckung, wir haben dann noch nichts getilgt, keine Instandhaltung und kein Personal bezahlt“, so Buser.</p> <p>Da es derzeit keine Fördertöpfe gebe, müsse der Spar- und Bauverein die Häuser frei finanzieren. „Um das kostendeckend zu gestalten, müssten wir eine Miete von 22,50 Euro pro Quadratmeter verlangen, das geht nicht“, sagt Buser. Deshalb sei der Bau für die Genossenschaft alles andere als lukrativ.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>In diesem Rahmen bewegt sich die Miete</span><span>Bei vielen Bauvorhaben in Konstanz entsteht ein Drittel der Wohnungen im geförderten Segment. Dort ziehen Mieter ein, die Anspruch auf den Wohnberechtigungsschein haben. Bei den beiden achtstöckigen Gebäuden des Spar- und Bauvereins (SBK) im Peter-Rosegger-Weg wird es keine Sozialwohnungen geben, dafür aber preisgedämpfte Miete. „Wir vergeben unsere Wohnungen nicht nach Einkommen, sondern streng nach Wartezeit“, begründet SBK-Geschäftsführer Ralph Buser. Die genaue Miethöhe stehe noch nicht fest, sie werde sich aber zwischen 11,50 und 15 Euro pro Quadratmeter bewegen, also deutlich unter den ortsüblichen Preisen in Konstanz.</span></label></div> <p>Seit 2018 habe der SBK nichts mehr errichtet, weil Kosten und Zinsen in die Höhe schossen. „Wir haben 2016 im Taborweg noch für 1650 Euro pro Quadratmeter gebaut und 2022 für 2750 Euro“, sagt Ralph Buser. Die Kostensprünge seien enorm. Warum wagt der Spar- und Bauverein dennoch die Häuser im Peter-Rosegger-Weg?</p> <p>„Diese Chance der Nachverdichtung dürfen wir nicht ungenutzt lassen“, sagt der Geschäftsführer und begründet: „Die Wohnungsnot in Konstanz ist einfach zu groß. Es gibt noch viele Mitglieder, denen wir keinen Wohnraum anbieten können.“ Der SBK hat laut Buser rund 11.000 Mitglieder, 500 neue kämen jedes Jahr dazu. „Das heißt, mehr als jeder zehnte Konstanzer ist bei uns Mitglied. Derzeit haben wir 900 Vormerkungen für eine Wohnung.“</p> <h2>Sanieren, nachverdichten, in die Höhe bauen – gegen die Wohnungsnot</h2> <p>Deshalb müsse die Genossenschaft so viel Wohnraum schaffen wie möglich. „Überall, wo wir sanieren, verdichten wir auch nach, zum Beispiel durch Aufstockung wie im Paradies“, sagt Ralph Buser. „Und wenn sich die Möglichkeit bietet, in die Höhe zu bauen, müssen wir die nutzen.“ So eben auch in Allmannsdorf.</p> <p>Denn dort kommt dazu, dass das Grundstück schon dem SBK gehört. Dies kaufte er vor zwölf Jahren der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder in Karlsruhe ab. „Würde uns der Grund nicht gehören, würden sich die Baukosten von 4500 auf 6000 Euro pro Quadratmeter erhöhen und wir müssten eine Miete von 30 Euro pro Quadratmeter verlangen, nur um kostendeckend zu sein“, so Buser.</p> <p>Die ersten vorbereitenden Arbeiten starten jetzt, unter anderem kümmert sich ein Bagger um den Wurzelkanal für die Bäume. Denn die werden alle erhalten, genauso wie der Spielplatz nebenan. „Der hat höchste Priorität, ich selbst habe dort als Kind schon gespielt“, sagt Ralph Buser.</p> <h2>Allmannsdorfer kritisieren: „Wir wussten nichts davon“</h2> <p>Baubeginn sollte eigentlich im Herbst 2025 sein, doch er verschiebt sich auf 2026, weil das Fundament des Nachbarhauses rund 1,5 Meter weiter ins Gelände hineinreicht als gedacht. „Wir müssen die Tiefgarage aufwändig herumbauen“, sagt Ralph Buser. Die beiden Türme kosten seinen Angaben zufolge etwa elf Millionen Euro, dreieinhalb davon setzt der SBK aus Eigenkapital ein.</p> <p>In Allmannsdorf regt sich derweil Protest. Bürger stören sich an der Größe der Gebäude, an ihrer Lage (nahe dem sensiblen Hockgraben, sehr dicht an den Bestandsgebäuden und nicht in der Ortsmitte, wo bezahlbarer Wohnraum gewünscht werde) sowie daran, dass sie bislang nichts von diesem Projekt mitbekamen.</p> <p>So findet Sven Martin, Vorsitzender der Bürgervereinigung Allmannsdorf-Staad: „Das ist ein Skandal. Der Bauantrag wurde still und heimlich bewilligt, die Politik und die Bürger wissen nichts davon.“ Wesentlich für Allmannsdorf sei ein Gesamtkonzept und nicht „eine von Investoren getriebene zufällige Stadtentwicklung“, so Martin.</p> <p>„Insofern muss bei der Entscheidung Jungerhalde-West die Baugenehmigung des Spar- und Bauvereins mitgedacht werden“, findet er. „Sie hätte zwingend transparent gemacht werden müssen, da hier ebenfalls hauptsächlich Wohnungen im geförderten Segment entstehen.“</p> <h2>SBK-Chef Buser widerspricht: „Das ist keine Geheimhaltung!“</h2> <p>Dem Eindruck, dass hier ein Projekt unter dem Deckel gehalten werden sollte, widerspricht Ralph Buser: „Wir haben die Baugenehmigung bei der Stadt eingereicht und sie 2024 bewilligt bekommen – dann aber wegen der hohen Kosten zunächst nicht gebaut. Das hat nichts mit Geheimhaltung zu tun!“ Zur Philosophie des SBK gehöre es, eher im Stillen zu planen.</p> <p>Dies bestätigt die städtische Pressestelle: „Es gibt keine grundsätzlichen Vorgaben, ob ein Bauprojekt in den politischen Gremien und/oder im Gestaltungsbeirat vorgestellt wird.“ Bauprojekte würden im Technischen und Umweltausschuss (TUA) besprochen, wenn die Stadträte dies wünschen. Welche Projekte in den Gestaltungsbeirat kommen, entscheidet das BDA mit Baubürgermeister und TUA. „Die Ausschussmitglieder bekommen eine Liste mit allen laufenden Bauvorhaben“, so die Stadt.</p> <p>Die betroffenen Anwohner seien übrigens frühzeitig informiert worden. Bis auf eine Nachbarin habe niemand etwas gegen das Projekt. „Wir haben den Bewohnern des nebenstehenden Altbaus eine bevorzugte Behandlung bei der Vergabe der Wohnungen eingeräumt und tatsächlich möchten 15 von ihnen umziehen“, sagt Ralph Buser.</p> <p>Der Vorstandsvorsitzende kann die wiederkehrenden Einwände aus Allmannsdorf nicht nachvollziehen: „Schöne Plätze auf dieser Welt muss man teilen“, meint er. „Mit welcher Berechtigung kann jemand sagen: Ich bin schon hier, niemand anderes darf dazukommen? Das ist für mich auch eine Frage des sozialen Friedens.“</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Städtebau Mieter Wohnungsbaupolitik thema-leben-wohnen thema-heimat-stadtentwicklung]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Zwei achtstöckige Häuser für Allmannsdorf: „Diese Chance der Nachverdichtung müssen wir nutzen“]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 16:36:00 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ohne Versicherung und Führerschein: 15-jähriger Rollerfahrer flüchtet vor der Polizei  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/ohne-versicherung-und-fuehrerschein-15-jaehriger-rollerfahrer-fluechtet-vor-polizeikontrolle;art372448,12511890 ]]></link>      <description><![CDATA[  Beamte fahren dem Jugendlichen durch halb Konstanz hinterher. Bis ihm schließlich nasses Herbstlaub in einer Kurve zum Verhängnis wird: Er stürzt und damit nimmt die Flucht ein schmerzhaftes Ende.  ]]></description>
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          Beamte fahren dem Jugendlichen durch halb Konstanz hinterher. Bis ihm schließlich nasses Herbstlaub in einer Kurve zum Verhängnis wird: Er stürzt und damit nimmt die Flucht ein schmerzhaftes Ende.<br>
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        Beamte fahren dem Jugendlichen durch halb Konstanz hinterher. Bis ihm schließlich nasses Herbstlaub in einer Kurve zum Verhängnis wird: Er stürzt und damit nimmt die Flucht ein schmerzhaftes Ende.



        <p>Easy Riderlein in Konstanz: Ein jugendlicher Motorrollerfahrer hat am Montagnachmittag, 3. November, vergeblich versucht, vor einer Polizeikontrolle zu flüchten. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Gegen 17 Uhr stellten Beamte der Bundespolizei auf Höhe des Bahnhofs fest, dass der Roller ein abgelaufenes Versicherungskennzeichen trug.</p> <p>Die Polizisten folgten daraufhin dem Zweirad und gaben im Bereich der Alten Rheinbrücke/Theodor-Heuss-Straße mehrfach Anhaltesignale, die der 15-jährige Fahrer nach Angaben des Polizeipräsidiums Konstanz jedoch ignorierte.</p> <p>Auch das schließlich in der Steinstraße eingesetzte Blaulicht und Martinshorn konnten den Jugendlichen nicht zum Anhalten bewegen. Auf der Gustav-Schwab-Straße geriet er auf die Gegenfahrbahn, sodass ein entgegenkommender grauer Mercedes Vito ausweichen musste, um einen Zusammenstoß zu verhindern.</p> <h2>Laub wird ihm zum Verhängnis</h2> <p>Am Übergang der Menzel- auf die Goethestraße war der 15-Jährige dann in einer Linkskurve zu schnell: Nach etwa drei Kilometern Flucht rutschte er auf der mit Laub bedeckten Fahrbahn weg, stürzte und konnte anschließend vorläufig festgenommen werden.</p> <p>Der Junge hatte bei dem Sturz laut Polizei leichte Verletzungen erlitten, benötigte jedoch keine ärztliche Versorgung. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass nicht nur der Roller nicht versichert war, sondern der 15-Jährige auch ohne Fahrerlaubnis unterwegs gewesen ist.</p> <p>Die Beamten gaben ihn in die Obhut seiner Eltern. Da er keinen Eigentumsnachweis für den Roller vorweisen konnte, stellten die Polizisten das Zweirad zunächst sicher. Neben dem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt die Polizei nun auch wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und Gefährdung des Straßenverkehrs gegen den Jugendlichen.</p> <p>In diesem Zusammenhang bittet die Polizei den Fahrer des auf der Gustav-Schwab-Straße entgegenkommenden grauen Mercedes Vito, sich unter der Telefonnummer 07733 99600 bei der Verkehrspolizei Mühlhausen-Ehingen zu melden.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Verkehrsdelikte Verkehrsunglücke Polizeieinsatz thema-sicherheit-kriminalitaet thema-sicherheit-blaulicht-unfall thema-sicherheit-blaulicht]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Ohne Versicherung und Führerschein: 15-jähriger Rollerfahrer flüchtet vor der Polizei]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 11:52:03 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist“, sagt eine neue Staatsbürgerin über Deutschland  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/neue-staatsbuergerin-ueber-deutschland-heimat-ist-nicht-nur-wo-du-geboren-bist;art372432,12511740 ]]></link>      <description><![CDATA[  Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?  ]]></description>
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          Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Adriana Hodaj hat in Konstanz beruflich und privat ihr Zuhause gefunden. Vor Kurzem wurde die gebürtige Albanerin eingebürgert. Wie hat sie ihren Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft erlebt? Und warum wollte sie das?



        <p>Wenn Adriana Hodaj über ihr Leben in Deutschland spricht, gerät sie ins Schwärmen. Sicher fühle sie sich hier, sagt sie, mit jedem Atemzug. Ihre Einbürgerung ist für sie eine Anerkennung für das, was sie dem Land zurückgibt.</p> <p>Vor fast acht Jahren kam die gebürtige Albanerin nach Deutschland, um als Krankenschwester zu arbeiten. Im Klinikum Konstanz ist sie mittlerweile voll angekommen. Am 21. Oktober erhielt die 52-Jährige <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mit-eid-urkunde-und-nationalhymne-so-feiern-eingebuergerte-ihre-deutsche-staatsbuergerschaft;art372432,12504283" title="Mit Eid, Urkunde und Nationalhymne: So feiern Eingebürgerte ihre deutsche Staatsbürgerschaft">offiziell die deutsche Staatsbürgerschaft.</a></p> <h2>„Wir dachten uns, warum nicht?“</h2> <p>Den medizinischen Bereich wählte Adriana Hodaj schon früh. In Albanien begann sie mit 14 Jahren eine Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme. Nach mehreren Jahren in Griechenland kehrte sie für ein Pharmazie-Studium noch einmal zurück in ihr Geburtsland. Dann aber entstand der Wunsch nach einem besseren und sichereren Leben.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Krankenschwester, Hebamme, Apothekerin</span><span>Adriana Hodaj wurde 1973 in Fier in Albanien geboren. Mit 14 Jahren begann sie eine vierjährige Ausbildung zur Krankenschwester und Hebamme, damals ein Doppel-Diplom in ihrem Geburtsland. Fünf Jahre arbeitete sie in einer Frauenklinik, bevor sie mit ihrem Mann und ihrer einjährigen Tochter nach Athen zog. Nach zwölf Jahren in Griechenland ging die Familie wieder zurück nach Albanien, wo Adriana noch einmal fünf Jahre Pharmazie studierte.<br /> 2016 beschließen sie und ihr Mann nach Deutschland auszuwandern. Im Januar 2018 kommt Adriana zunächst allein nach Konstanz. Mittlerweile lebt sie hier seit fast acht Jahren und arbeitet als Krankenschwester auf der Station Gyn Ebenalp (Gynäkologie und Innere Medizin) im Klinikum Konstanz. Deutsch ist nach Albanisch, Griechisch und Englisch ihre vierte Sprache. Ihr Mann ist Busfahrer bei den Stadtwerken. Auch er hat vor, sich einbürgern zu lassen.</span></label></div> <p>Albanien, das als letztes Land in Europa den Kommunismus abschaffte, ist auch heute noch geprägt von politischer Instabilität. Als Adriana hörte, dass in Deutschland Fachkräftemangel herrscht, zögerten sie und ihr Mann nicht lange. „Wir dachten uns, warum nicht? Wir haben zwei gute Berufe, mit viel Erfahrung“, erzählt sie. 2018 kommt sie schließlich nach Konstanz.</p> <h2>Dem Gesundheitssystem viel zu verdanken</h2> <p>An Deutschland schätzt Adriana Hodaj die Sicherheit und Freiheit. Auch das viel kritisierte Gesundheitssystem funktioniere für sie gut. „Wenn du Fortschritte machen möchtest, hast du Unterstützung. Ich habe die Möglichkeit, Weiterbildungen zu machen.“</p> <p>Für die Unterstützung ihrer Kolleginnen und Kollegen im Klinikum, von denen viele aus anderen Kulturen kommen, ist sie besonders dankbar. „Die Beziehungen sind so herzlich. Ich lerne viel und gehe gerne zur Arbeit.“ Bis zur Rente möchte die 52-Jährige weiter auf ihrer Station arbeiten.</p> <h2>In zwei Ländern daheim – auch auf dem Papier</h2> <p>Die Verbindung zu Albanien bleibt aber. Mehrmals im Jahr besucht sie dort ihre Eltern. „Ich bin stolz auf meine Wurzeln“, sagt Adriana. Auch ihre albanische Staatsbürgerschaft hat sie behalten.</p> <p>Wenn sie sagt „Mein Leben ist zwischen zwei Ländern“, meint sie es im positiven Sinne. Zugehörigkeitskonflikte kennt sie nicht. „Wir haben eine Redewendung in Albanien, Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist, sondern wie du fühlst. Ich bestätige das.“</p> <p>In Konstanz fühlt sie sich wegen des Bodensees doppelt zu Hause. Das Binnengewässer erinnere sie an frühere Heimatorte, die alle am Meer lagen, erzählt Adriana. „Dieses Gefühl, nahe am Wasser zu sein, das gibt mir viel. Viele Emotionen“.</p> <h2>Wer eingebürgert werden will, braucht Geduld</h2> <p>Einbürgern lassen wollte sich die 52-Jährige, weil sie sich seit Jahren mit Deutschland verbunden fühlte. Jetzt offiziell Deutsche zu sein, ist für sie ein neuer Lebensabschnitt. „Ich bin jetzt ein Teil der Gesellschaft, zu 100 Prozent und mit allen Rechten. Das macht mich dankbar und stolz.“</p> <p>Über den Einbürgerungsprozess kann sie fast ausschließlich Positives berichten. „Ich wusste, ich muss warten“, sagt sie und lacht. Geduld brauche man auf jeden Fall. Knapp eineinhalb Jahre hat es bei ihr gedauert.</p> <p>Das Landratsamt habe ihr bei Fragen aber immer schnell geholfen, sagt Adriana Hodaj. Nur bei der Sprache hätte sie sich, außerhalb der Arbeit, mehr Unterstützung gewünscht. Kurse ließen sich kaum mit Schichtdiensten vereinen und Deutsch sei eben sehr schwer. Dialekt sowieso.</p> <h2>„Man muss auch etwas zurückgeben“</h2> <p>Trotzdem beweise die Einbürgerung ihre gute Integration, findet Adriana. Den deutschen Pass zu erhalten, sei gar nicht so leicht. „Wir arbeiten hier täglich und geben viel für diese Gesellschaft. Man muss auch was zurückgeben. Und man muss es wollen.“<br /> <br /> Rückblickend ist sie deshalb froh über die Entscheidung, nach Deutschland zu kommen. „Es war mutig von meinem Mann und mir. Wir haben Ängste überwunden, im Alter vor allem. Jetzt fühlen wir uns beide jung.“</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[„Heimat ist nicht nur, wo du geboren bist“, sagt eine neue Staatsbürgerin über Deutschland]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 17:49:09 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Leben statt liken! So entstehen in Konstanz neue Freundschaften und Verbindungen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/leben-statt-liken-so-entstehen-in-konstanz-neue-freundschaften-und-verbindungen;art372448,12511429 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein Konstanzer und ein Stuttgarter haben die App „cvybe“ entwickelt, mit der Menschen sich spontan vernetzen können. Sie ist eine, aber nicht die einzige Möglichkeit, in Konstanz neue Kontakte zu knüpfen. Ein Überblick.  ]]></description>
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          Ein Konstanzer und ein Stuttgarter haben die App „cvybe“ entwickelt, mit der Menschen sich spontan vernetzen können. Sie ist eine, aber nicht die einzige Möglichkeit, in Konstanz neue Kontakte zu knüpfen. Ein Überblick.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/leben-statt-liken-so-entstehen-in-konstanz-neue-freundschaften-und-verbindungen;art372448,12511429]]></guid>
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        Ein Konstanzer und ein Stuttgarter haben die App „cvybe“ entwickelt, mit der Menschen sich spontan vernetzen können. Sie ist eine, aber nicht die einzige Möglichkeit, in Konstanz neue Kontakte zu knüpfen. Ein Überblick.



        <p>In den dunklen Monaten weniger Veranstaltungen, dadurch weniger soziale Kontakte oder neu in der Stadt und keine Ahnung von aktuellen Veranstaltungen – wer Anschluss sucht, benötigt oft konkrete Möglichkeiten. In Konstanz gibt es davon einige, die neueste ist die App „cvybe“. Die Idee dahinter: Weniger scrollen, mehr echtes Leben.</p> <h2>Eine App, die Events in der Nähe anzeigt</h2> <p>Entwickelt wurde „cvybe“ von Burim Hyseni aus Konstanz. Die Idee kam ihm und Mitgründer Patrick Nemeth vor zwei Jahren auf einer Fahrt quer durch Deutschland. „Wir haben uns gefragt, warum gibt es keine App, die Events um uns herum anzeigt?“, erzählt Hyseni im Gespräch mit SÜDKURIER.</p> <p>Der ausgefallene Name „cvybe“ stehe für „City-Vibes“. App-Nutzer sehen auf einer interaktiven Karte Events in ihrer Nähe, die von Veranstaltern in Echtzeit sichtbar gemacht werden können. Aber auch eigene Aktivitäten kann man posten.</p> <h2>Wie Apps beim Kontakteknüpfen helfen</h2> <p>Wer beispielsweise mittwochs um 18 Uhr Basketball spielen will und noch Mitspieler sucht, kann nach solchen über die App suchen. Geht ein Nutzer auf ein Event, kann er dort über die App außerdem andere Nutzer sehen und ihnen zum Beispiel virtuelle Getränke senden. Dadurch soll der persönliche Kontakt erleichtert werden.</p> <p><a href="https://www.cvybe.io/" target="_blank" title="" rel="noopener">Bisher ist „cvybe“ auf Konstanz und Stuttgart begrenzt</a> und hat bislang 200 Nutzer (Stand: Ende Oktober 2025). Verfügbar ist die App für iOS im Apple-Store und für Android-Smartphones im Play-Store. „Wir sind natürlich ein kleines Start-up mit beschränkten Mitteln“, sagt Hyseni. „Aber wir sind dabei, mehr Veranstalter ins Boot zu holen und die App bekannter zu machen.“</p> <p>Dabei ist das Prinzip von „cvybe“ nicht neu. Auch andere Apps wie BuddyMe zielen darauf ab, dass sich Nutzer online für Aktivitäten verabreden und dadurch Bekanntschaften schließen können. Speziell für Konstanz gibt es die App „FunFix“, die Nutzern täglich Events vorschlägt. „cvybe“ unterscheidet sich jedoch durch die interaktive Karte, ähnlich wie Google Maps.</p> <h2>Tausende vernetzen sich über Facebook</h2> <p>Eine andere Möglichkeit, in Konstanz Kontakte zu knüpfen, ist Facebook. Die öffentliche Gruppe „Was geht ab in Konstanz?“ hat beispielsweise fast 10.000 Mitglieder, die Veranstaltungen in und um Konstanz teilen. Andere Mitglieder können daran ihr Interesse bekunden und sich in den Kommentaren verabreden.</p> <p>Die Privatgruppe „<a href="https://www.facebook.com/groups/konstanz/" target="_blank" title="" rel="noopener">Neu in Konstanz</a>“ trifft sich regelmäßig zu einem Stammtisch, jede zweite Woche um 19 Uhr in Kneipen oder Restaurants, die vorab bekannt gegeben werden. Die Gruppe hat derzeit rund 6400 Mitglieder. Insbesondere Menschen, die neu in Konstanz sind, können sich dadurch schnell vernetzen. Für Frauen gibt es zusätzlich die „<a href="https://www.facebook.com/groups/1808414819478461/" target="_blank" title="" rel="noopener">Neu in Konstanz – Mädelsgruppe</a>“. Dort können sich Frauen verabreden, wenn sie spontan Lust haben, etwas zu unternehmen.</p> <h2>Auch auf Instagram gibt es Angebote</h2> <p>Ein ganz eigenes Konzept verfolgen seit Februar 2024 die „Fangirls Konstanz“, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/freundschaft-und-frauenpower-bei-den-fangirls-sind-alle-frauen-willkommen;art372448,12077107" target="_blank" title="Freundschaft und Frauenpower! Bei den Fangirls sind alle Frauen willkommen">die von Saskia Reichle und Rebecca Müller aus Konstanz ins Leben gerufen wurden.</a> Die Idee dahinter: Spaziergänge für Frauen, sogenannte „Walk &amp; Talks“.</p> <p><a href="https://www.instagram.com/fangirls_konstanz/" target="_blank" title="" rel="noopener">Die Gruppe ist auf Instagram aktiv</a> und postet dort geplante Routen. Wer Interesse hat, kann spontan teilnehmen und sich ungezwungen mit anderen Konstanzerinnen austauschen. Mit Beginn der Winterzeit veranstaltet die Gruppe neuerdings auch Buchclubs – sogenannte „Read &amp; Talks“ – wie Instagram zu entnehmen ist.</p> <p>Und beim kostenlosen Social Run in Konstanz, für den man keine Mitgliedschaft oder Ähnliches abschließen muss, kann das gemeinsame Laufen zu neuen Verbindungen und Freundschaften führen. Über 6000 Menschen folgen dem <a href="https://www.instagram.com/socialsportsclub.kn/" target="_blank" title="" rel="noopener">„Social Sports Club“ auf Instagram</a>, der eigentlich einst als Laufgruppe unter Freunden begann. Inzwischen werden auch Pilates- oder Yogakurse angeboten, dafür fällt aber eine Gebühr an.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Reges Vereinswesen in Konstanz</span><span>Konstanz zeichnet sich auch durch ein äußerst aktives Vereinswesen aus, egal ob Sportarten, Musik- und Tanzvereine, Chöre oder zur bald wieder beginnenden fünften Jahreszeit auch zahlreiche Narrenvereine und -gesellschaften. Mehr als 25.000 Konstanzerinnen und Konstanzer sind in Vereinen aktiv. Es lohnt sich deshalb auch, im Internet nach solchen zu suchen und durch eine gemeinsame Leidenschaft neue Bekanntschaften und Freunde kennenzulernen.</span></label></div> <p>Für Burim Hyseni treffen Apps wie „cvybe“ den Zeitgeist und zeigen zudem eine große Bandbreite verschiedener Interessen. „Unsere App ist für Menschen, die unterwegs sind und spontan etwas mit anderen machen wollen“, sagt er. „Der Trend geht einfach in diese Richtung.“ Vielleicht vernetzen sich hier bald noch mehr Konstanzer – egal ob Lauftreff, Buchclub oder Stammtisch.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Internet Online-Dienst Netze thema-wissen-digital]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Leben statt liken! So entstehen in Konstanz neue Freundschaften und Verbindungen]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 14:39:51 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Wird die steile Treppe am Konstanzer Sternenplatz durch eine Rampe ersetzt?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wird-die-steile-treppe-am-konstanzer-sternenplatz-durch-eine-rampe-ersetzt;art372448,12511128 ]]></link>      <description><![CDATA[  Vor zwei Jahren hat der Technische und Umweltausschuss beschlossen, am Sternenplatz mehr Barrierefreiheit zu ermöglichen. Die Umsetzung war für das Jahr 2025 vorgesehen. Doch noch ist keine Baustelle in Sicht.  ]]></description>
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          Vor zwei Jahren hat der Technische und Umweltausschuss beschlossen, am Sternenplatz mehr Barrierefreiheit zu ermöglichen. Die Umsetzung war für das Jahr 2025 vorgesehen. Doch noch ist keine Baustelle in Sicht.<br>
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        Vor zwei Jahren hat der Technische und Umweltausschuss beschlossen, am Sternenplatz mehr Barrierefreiheit zu ermöglichen. Die Umsetzung war für das Jahr 2025 vorgesehen. Doch noch ist keine Baustelle in Sicht.



        <p>Der Sternenplatz ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und eine wesentliche Drehscheibe des Busverkehrs. Allerdings ist die östliche Bushaltestelle nur von einer Seite aus barrierefrei zugänglich. Die Stadträte wollten bereits im Jahr 2021 einen verbesserten Zugang anstelle der steilen Treppe, die von <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wegen-nazi-vergangenheit-konstanz-aendert-strassennamen-doch-es-gibt-widerspruch;art372448,12344804" target="_blank" title="Konstanz ändert Straßennamen wegen Nazi-Vergangenheit – warum nicht alle das gut finden">der ehemaligen Conrad-Gröber-Straße, die inzwischen in Joseph-Picard-Straße umbenannt wurde</a>, unter der Eisenbahnbrücke hinunter zum Sternenplatz führt.</p> <p>Der Technische und Umweltausschuss <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/rampe-statt-steiler-treppe-bushaltestelle-sternenplatz-soll-besser-erreichbar-werden;art372448,11728893" target="_blank" title="Rampe statt steiler Treppe: Bushaltestelle Sternenplatz soll besser erreichbar werden">beschloss im September 2023, die Treppe durch eine Rampe zu ersetzen</a>. Sie soll – wie die Treppe auch – von der Conrad-Gröber-Straße zur B33 und damit zur östlich gelegenen Bushaltestelle am Sternenplatz führen.</p> <h2>Rampe statt Treppe</h2> <p>Die behindertengerechte Rampe soll etwa 34 Meter lang und an der engsten Stelle 2,25 breit werden. Somit werde die maximale Steigung von sechs Prozent gewährleistet. Das Radfahren werde – wie auf dem gesamten Susosteig – auch auf der Rampe nicht gestattet, hieß es seinerzeit.</p> <p>Auch der Gehweg im Kurvenbereich Sternenplatz zur Mainaustraße solle in diesem Zug verbreitert und barrierefrei ausgebaut werden. Damals wurden Kosten in Höhe von 800.000 Euro veranschlagt und die Umsetzung war für das Jahr 2025 vorgesehen. Doch bis jetzt hat sich an der Treppe nichts getan. Ist das Projekt <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/die-haushaltssperre-bleibt-doch-vorerst-muessen-projekte-eher-warten-als-sterben-27-10-25;art372448,12506606" target="_blank" title="Die Haushaltssperre bleibt! Doch vorerst müssen Projekte eher warten als sterben">der Haushaltssperre</a> zum Opfer gefallen?</p> <h2>Das Projekt wird umgesetzt</h2> <p>Nein. „Die Maßnahme wurde schon an die Baufirma vergeben und wird gemäß dem Gesetz zur Förderung von Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur gefördert“, schreibt Julia Lange von der Pressestelle der Stadt Konstanz auf SÜDKURIER-Nachfrage. Der Fördersatz beträgt 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Die Sanierung der bestehenden Stützwand werde vom Bund getragen.</p> <p>Wie ist der Stand der Dinge? „Aktuell laufen die letzten Planungen, sodass wir noch dieses Jahr mit den Arbeiten starten können“, so Lange. „Wir verhandeln derzeit mit der Baufirma über den Baubeginn“, die Mitarbeiterin der Pressestelle. Voraussichtlich Mitte November könnte der Start sein.</p> <p>Julia Lange schildert den Bauverlauf wie folgt: Zuerst würde die Treppenanlage abgebrochen. Die Arbeiten seien in vier Blöcke unterteilt: Sanierung der bestehenden Stützwand, Herstellung der Rampe, Anbringung des neuen Geländers und Sanierung der Rampe zum Susosteig.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Straße Bauwerk Städtebau thema-verkehr-autoverkehr thema-heimat-stadtentwicklung]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Wird die steile Treppe am Konstanzer Sternenplatz durch eine Rampe ersetzt?]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 17:06:12 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Eine Konstanzer Top-Juristin entscheidet mit, ob Konstanz in der Mietpreisbremse bleibt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/eine-konstanzer-top-juristin-entscheidet-mit-ob-konstanz-in-der-mietpreisbremse-bleibt;art416,12511275 ]]></link>      <description><![CDATA[  In Stuttgart kämpfen mehrere Bürgermeister am Dienstag um den Erhalt der Mietpreisbremse. Ob sie Erfolg haben, hängt auch an der Rechtsauffassung der Professorin Judith Froese.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          In Stuttgart kämpfen mehrere Bürgermeister am Dienstag um den Erhalt der Mietpreisbremse. Ob sie Erfolg haben, hängt auch an der Rechtsauffassung der Professorin Judith Froese.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/eine-konstanzer-top-juristin-entscheidet-mit-ob-konstanz-in-der-mietpreisbremse-bleibt;art416,12511275]]></guid>
      <!-- IPHONE -->
      <dc:subject><![CDATA[
        In Stuttgart kämpfen mehrere Bürgermeister am Dienstag um den Erhalt der Mietpreisbremse. Ob sie Erfolg haben, hängt auch an der Rechtsauffassung der Professorin Judith Froese.



        <p>Einer Konstanzer Top-Juristin könnte im Ringen um den Fortbestand der Mietpreisbremse in Städten wie Konstanz oder Mannheim große Bedeutung zukommen. Wie der SÜDKURIER aus Kreisen der Stuttgarter Regierungskoalition erfahren hat, soll die 40-jährige Verwaltungsrechtlerin Judith Froese in einer am Dienstag stattfindenden Anhörung betroffener Kommunen die Verfassungsmäßigkeit der geplanten Regeln beurteilen.</p> <h2>Oberbürgermeister werden in Stuttgart angehört</h2> <p>Die Anhörung hatten Teile der Grünen-Fraktion im Stuttgarter Landtag, darunter die Konstanzer Abgeordnete Nese Erikli, dem CDU-geführten Landesbauministerium abgerungen.</p> <p>An dem nicht öffentlichen Treffen, das dem Vernehmen nach am frühen Dienstagnachmittag stattfinden soll, nehmen nach Informationen des SÜDKURIER neben dem Bau- und Staatsministerium auch Vertreter von Städte- und Gemeindetag sowie die Oberbürgermeister von Konstanz und Mannheim teil. Auch kleinere Kommunen, die ab 2026 aus der Mietpreisbremse herausfallen sollen, stünden auf der Teilnehmerliste, hieß es.</p> <h2>Aktuell gilt: Keine Mietpreisbremse in Konstanz, Singen und Radolfzell ab 2026</h2> <p>Die Zusammenkunft ist politisch stark aufgeladen. Mitte Oktober wurde bekannt, dass ab Januar 2026 Städte wie Konstanz oder Mannheim, aber auch Gemeinden wie Singen, Radolfzell und weite Teile des Landkreises Konstanz, nicht mehr unter die Mieten-Bremse fallen. Sie soll den Anstieg der Mieten in Baden-Württemberg begrenzen.</p> <p>In den betroffenen Gemeinden hat dies einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Eine Folge davon ist die heutige Anhörung, die parallel zum gewöhnlichen Beteiligungsverfahren stattfindet und die den Gemeindevertretern die Möglichkeit geben soll, dem Ministerium aus erster Hand über die lokalen Mietmärkte zu berichten.</p> <p>Der 1985 in Köln geborenen Juristin Froese, die seit 2021 den Lehrstuhl für öffentliches Recht an der Universität Konstanz innehat, komme bei dem Treffen eine entscheidende Rolle zu, hieß es von informierter Seite. Von ihrer juristischen Bewertung hänge ab, welche Spielräume für eine Neubewertung der Gebietskulisse der Mietpreisbremse ab 2026 bestünden.</p> <p>Das Stuttgarter Bauministerium hält eine Ausweitung der Mietpreisbremse auf mehr Kommunen für juristisch bedenklich und argumentiert, bei ihr handele es sich um einen „Eingriff in das Recht auf Eigentum“, der zeitlich und inhaltlich eng begrenzt bleiben müsse und nur bei Kommunen mit besonders stark belastetem Wohnungsmarkt zur Anwendung kommen dürfe.</p> <h2>Froese ist im bürgerlich-konservativen Lager beheimatet</h2> <p>Froese gilt als im bürgerlich-konservativen Lager verhaftet und ist etwa Dozentin der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Das Landesbauministerium berät sie bereits juristisch in Klimafragen.</p> <p>Außerdem ist sie Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Stiftung Eigentum, die sich etwa gegen den Berliner Mietendeckel und für eine Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in Berlin stark gemacht hat. In einem Interview forderte sie mehr Anreize, damit sich Investitionen in Wohneigentum wieder lohnten. „Sozialisierungsdebatten“ über Wohnraum hält sie für „kontraproduktiv“.</p> <h2>Studie des Pestel-Instituts: Wohnungsmarkt fast überall im Land angespannt</h2> <p>Aktuell erfährt die Debatte um zu wenig und zu teuren Wohnraum in Baden-Württemberg neue Brisanz. Grund ist eine am Montag veröffentlichte Studie des Pestel-Instituts im Auftrag von sieben Verbänden der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen.</p> <p>Demnach ist der Wohnungsmarkt in Baden-Württemberg fast im ganzen Land sehr angespannt: Aktuell fehlten 192.000 Wohnungen im Südwesten, wie das Institut mitteilte. In 41 von 44 Stadt- und Landkreisen herrsche demnach ein Defizit oder starker Mangel an Wohnraum. Nur in den Landkreisen Tübingen, Calw und Freudenstadt gelte der Markt derzeit als einigermaßen ausgeglichen.</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Eine Konstanzer Top-Juristin entscheidet mit, ob Konstanz in der Mietpreisbremse bleibt]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 13:29:38 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[55 Jahre C&amp;C Netzhammer: So geht der Familienbetrieb mit Herausforderungen um  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/55-jahre-cc-netzhammer-so-geht-der-familienbetrieb-mit-herausforderungen-um-04-11-25;art372458,12511101 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Familie Netzhammer versorgt seit Jahrzehnten Gastronomen durch ihren Großhandel. Ein Blick auf die Verwurzelung in der Region, Generationsunterschiede und die Herausforderungen der Zukunft.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Familie Netzhammer versorgt seit Jahrzehnten Gastronomen durch ihren Großhandel. Ein Blick auf die Verwurzelung in der Region, Generationsunterschiede und die Herausforderungen der Zukunft.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/55-jahre-cc-netzhammer-so-geht-der-familienbetrieb-mit-herausforderungen-um-04-11-25;art372458,12511101]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Familie Netzhammer versorgt seit Jahrzehnten Gastronomen durch ihren Großhandel. Ein Blick auf die Verwurzelung in der Region, Generationsunterschiede und die Herausforderungen der Zukunft.



        <p>In Singen sorgte zuletzt die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/schliesst-heikorn-in-singen-nun-frueher-wer-wird-nachfolger-des-modegeschaeftes-erste-antworten-14-08-25;art372458,12459375" target="_blank" title="Ein Firmen-Aus, viele Fragezeichen: Schließt Heikorn doch viel früher und wer wird Nachfolger?">Schließung vom Modehaus Heikorn</a> sowie dem <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/foto-woehrstein-meldet-insolvenz-ein-weiteres-singen-traditionsunternehmen-schliesst;art372458,12470962" target="_blank" title="Der letzte Klick für Foto Wöhrstein! Nächstes Singener Traditionsunternehmen meldet Insolvenz an">Fotogeschäft Wöhrstein</a> für Schlagzeilen. Ein anderer bekannter Name in der Region schreibt hingegen seine Unternehmensgeschichte weiter: Netzhammer. Dem Großhandel geht es laut der Geschäftsführung gut, jüngst fanden in Singen und Konstanz Feiern zum 55-jährigen Bestehen statt. Dennoch steht auch C&amp;C Netzhammer vor Herausforderungen. Die Kunden in der Gastronomie haben noch immer mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen, berichtet Pius Netzhammer.</p> <h2>Unternehmen mit langer Geschichte</h2> <p>C&amp;C Netzhammer gibt es schon seit 1970. Das Unternehmertum in der Familie geht noch weiter als diese 55 Jahre zurück. 1921 gründeten die Großeltern der heutigen Geschäftsführer Pius und Georg Netzhammer Junior die Weinhandlung Baumann. Die nächste Generation der Familie machte 1962, noch unter anderem Namen, ihren ersten C&amp;C Großmarkt in Ravensburg auf.</p> <p>1970 bot sich dann eine Gelegenheit: Ein Großmarkt in Singen war insolvent gegangen, das Gebäude stand leer. Ein halbes Jahr nachdem der vorherige Markt geschlossen wurde, eröffnete die Familie Netzhammer dort den ersten C&amp;C-Netzhammer-Großmarkt.</p> <p>In einem Jubiläumstext von Pius und Johannes Netzhammer ist die Expansion des Unternehmens beschrieben. Die Familie übernahm weitere Märkte. Es folgten Umzüge und Anbauten. Der Standort Friedrichshafen wurde geschlossen. Heute habe man an den drei Märkten in Konstanz, Singen und Waldshut-Tiengen rund 20.000 Quadratmeter Verkaufsfläche und 30.000 Artikel im Lager.</p> <p>Das berichtet Pius Netzhammer. Er führt das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Georg Junior. Ihr Bruder Emil war auch Teil der Geschäftsführung, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/mit-dem-tod-von-emil-netzhammer-verliert-singen-einen-grossen-foerderer;art372458,10552361" target="_blank" title="Mit dem Tod von Emil Netzhammer verliert Singen einen großen Förderer">verstarb aber nach langer Krankheit im Juni 2020</a>. Danach wurde Johannes Netzhammer, Sohn von Pius Netzhammer, Teil der Geschäftsführung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Was ist ein C&amp;C-Großhandel?</span><span>Laut dem Gabler Wirtschaftslexikon steht C&amp;C für „Cash-and-Carry“ (englisch für „Bargeld-und-Tragen“). Dabei handele es sich um eine Betriebsform des Großhandels, bei der sich die Kunden selbst an einem großen Sortiment von Konsumgütern bedienen können und die Waren eigenständig zum Verwendungsort bringen. Der Umsatzanteil von „Letztverbrauchern“ dürfe nicht zu hoch werden, sonst drohten Sanktionen. Der Markt darf also nicht im gleichen Maße an Privatkunden verkaufen, wie das bei normalen Supermärkten der Fall ist.</span></label></div> <h2>Homeoffice und Bürokratie als Herausforderung</h2> <p>Die Geschäftsführer beschreiben auch Herausforderungen, mit denen sich der Großhandel konfrontiert sieht. Die Corona-Pandemie habe sich laut Johannes Netzhammer auf die Gastronomie ausgewirkt. „Wir waren betroffen, weil unsere Kunden betroffen waren“, erklärt Johannes Netzhammer. Denn wenn weniger Gäste bedient werden, müssen Gastronomen auch weniger einkaufen. Damals habe man eine Webseite aufgesetzt, die zeigte, welche Restaurants Essen zum Abholen oder Liefern anboten. Damit unterstützte der Großhandel lokale Gastronomen, die eigenen Kunden.</p> <p>Auch heute sind die Nachwirkungen der Pandemie weiter zu spüren. Pius Netzhammer berichtet, dass die Einführung von Homeoffice Folgen für die Restaurants hat. Dadurch sei das Gästeaufkommen für die Gastronomen schwer kalkulierbar geworden.</p> <p>Johannes Netzhammer merkt an, dass noch ein weiteres Thema das Geschäft belastet: die Bürokratie. Im Gegensatz zu politischen Ankündigungen würde sie nicht abgebaut, sondern sogar noch zunehmen. Als Beispiel nennt er das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Großkunden müssten im Zuge dessen Nachweise über die eigenen Lieferanten liefern. Das würde dann auch den Großhandel Zeit kosten.</p> <p>Trotz der Herausforderungen wirtschafte das Unternehmen aber stabil: „Wir sind ein sehr gesundes Unternehmen“, stellt Pius Netzhammer fest.</p> <h2>Neue Generation, neue Aufgaben</h2> <p>In der Geschäftsführung herrscht Aufgabenteilung. Georg Netzhammer Junior kümmert sich um die Werbung. Pius Netzhammer um den Einkauf und Vertrieb von Getränken und Produkten außerhalb des Lebensmittelsortiments. Der Großhandel verkauft zum Beispiel auch Besteck und Berufskleidung. Sohn und Neffe Johannes Netzhammer ist für die Digitalisierung verantwortlich.</p> <p>Wie funktioniert die generationsübergreifende Zusammenarbeit? Johannes Netzhammer berichtet, dass die Arbeitsweise im Großen und Ganzen ähnlich sei. Er selbst sei nur etwas technikaffiner als Vater und Onkel. „Ich bin mit der technischen Entwicklung aufgewachsen“, erklärt er.</p> <h2>Kooperation als Weg in die Zukunft</h2> <p>Der Internethandel stellt das Unternehmen vor Herausforderungen. Für den Onlineshop müssen eigene Lösungen entwickelt werden. Johannes Netzhammer hat ein Beispiel: farbige Kreidemarker. Kaufe der Kunde im Laden ein, spiele die Farbe an der Kasse keine Rolle. Welche Farbe der Kunde aus dem Regal genommen habe, sei für den Verkauf egal. Auf der Webseite solle der Kunde aber die verschiedenen Farben als eigenständige Produkte auswählen können. Nur so bekomme er die gewünschte Farbe geliefert. Solche Details müssen laut Johannes Netzhammer vereinfacht werden, um Kunden vom Webshop zu überzeugen.</p> <p>Der Onlinehandel spiele im Vertrieb eine große Rolle, immerhin gehen laut Johannes Netzhammer mittlerweile rund 30 Prozent der Bestellungen über den Webshop ein. Solche Themen soll das Unternehmen laut Johannes Netzhammer in Zukunft nicht alleine angehen. Ein Webshop könnte beispielsweise gemeinsam mit anderen Mittelständlern entwickelt werden. Die Kooperation in der Branche müsse sich noch verstärken. „Nur so haben wir eine Chance gegen nationale Wettbewerber“, resümiert Netzhammer.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[55 Jahre C&amp;C Netzhammer: So geht der Familienbetrieb mit Herausforderungen um]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 16:55:19 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gesuchter bei Einreise nach Deutschland erwischt – gegen ihn liegen drei Haftbefehle vor  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/dreifach-gesuchter-mann-wird-konstanz-bei-einreise-nach-deutschland-gestoppt;art372432,12511260 ]]></link>      <description><![CDATA[  Bundespolizisten kontrollieren am Grenzübergang Konstanz-Autobahn einen Fernreisebus. Für einen der Passagiere endet die Fahrt am Sonntag, 2. November, allerdings im Gefängnis.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Bundespolizisten kontrollieren am Grenzübergang Konstanz-Autobahn einen Fernreisebus. Für einen der Passagiere endet die Fahrt am Sonntag, 2. November, allerdings im Gefängnis.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/dreifach-gesuchter-mann-wird-konstanz-bei-einreise-nach-deutschland-gestoppt;art372432,12511260]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Bundespolizisten kontrollieren am Grenzübergang Konstanz-Autobahn einen Fernreisebus. Für einen der Passagiere endet die Fahrt am Sonntag, 2. November, allerdings im Gefängnis.



        <p>Obwohl er mit drei Haftbefehlen in Deutschland gesucht wurde, hat ein Mann am Sonntagvormittag, 2. November, über Konstanz versucht, in die Bundesrepublik einzureisen. Endstation ist für ihn das Gefängnis der Konzilstadt. Seine Weiterreise verzögert sich voraussichtlich für ein Jahr.</p> <p>Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Konstanz hatten einen Fernreisebus <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/zwei-gesuchte-an-einem-tag-gefunden-bundespolizisten-vollstrecken-haftbefehle;art372448,12471515" target="_blank" title="Zwei Gesuchte an einem Tag gefunden: Bundespolizisten vollstrecken Haftbefehle">am Grenzübergang Konstanz-Autobahn bei der Einreise überprüft</a> und waren so auf den Mann gestoßen. Laut Bundespolizei hatte er aus einem Strafverfahren wegen versuchten schweren Bandendiebstahls noch eine offene Restfreiheitsstrafe von 110 Tagen zu verbüßen.</p> <p>Da er seine Strafe bislang nicht angetreten hatte, suchte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe nach dem Mann aus dem Kosovo. In zwei weiteren Fällen wurde er von derselben Staatsanwaltschaft gesucht, weil er vom Gericht verhängte Geldstrafen wegen Beleidigung schuldig geblieben war.</p> <p>Auch vor Ort konnte er das Geld nicht aufbringen. Ersatzweise muss er dafür nun ebenfalls Haftstrafen absitzen. Bundespolizisten brachten ihn in die Justizvollzugsanstalt Konstanz, wo den Mann nun insgesamt rund zwölf Monate Gefängnis erwarten.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Gesuchter bei Einreise nach Deutschland erwischt – gegen ihn liegen drei Haftbefehle vor]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 14:50:12 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mehr Klarheit am Bahnhofplatz? Gelber Pfeil soll helfen, Verkehrsverstöße zu reduzieren  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/mehr-klarheit-am-konstanzer-bahnhofplatz-gelber-pfeil-soll-helfen-verkehrsverstoesse-zu-reduzieren-04-11-25;art372448,12511131 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mitarbeiter der TBK sind am Montagmorgen, 3. November, am Bahnhofplatz in Konstanz zugange, denn dort dürfen keine Autos mehr durchfahren – und machen es dennoch ständig. Was dagegen unternommen wird.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Mitarbeiter der TBK sind am Montagmorgen, 3. November, am Bahnhofplatz in Konstanz zugange, denn dort dürfen keine Autos mehr durchfahren – und machen es dennoch ständig. Was dagegen unternommen wird.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/mehr-klarheit-am-konstanzer-bahnhofplatz-gelber-pfeil-soll-helfen-verkehrsverstoesse-zu-reduzieren-04-11-25;art372448,12511131]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Mitarbeiter der TBK sind am Montagmorgen, 3. November, am Bahnhofplatz in Konstanz zugange, denn dort dürfen keine Autos mehr durchfahren – und machen es dennoch ständig. Was dagegen unternommen wird.



        <p>Drei Wochen nach der offiziellen Umstellung sollen Schilder und Pfeile noch deutlicher machen, was am Bahnhofplatz seit 12. Oktober gilt: <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/jetzt-greift-das-c-konzept-was-autofahrer-in-konstanz-dazu-wissen-muessen-13-10-25;art372448,12497353" target="_blank" title="Jetzt greift das C-Konzept! Was Autofahrer in Konstanz dazu wissen müssen">Durchfahrt verboten für motorisierten Verkehr</a>, nur die Stadtbusse dürfen hier entlang. Zumindest in der Regel, und Ausnahmen gibt es wenige.</p> <p>Die Stadt Konstanz bessert nun nach, damit die Neuregelung künftig mehr Autofahrer verstehen und umsetzen, wie am Montagmorgen, 3. November, zu beobachten ist. Denn zu Beginn der neuen Woche ist die Fahrbahn verengt, Mitarbeiter der Technischen Betriebe sind bei der Arbeit zu sehen.</p> <p>Was sie da machen, erklärt Anja Fuchs als Pressesprecherin der Stadt auf Anfrage: „Es wurden zwischenzeitlich Bauzaunbanner ergänzt und die Beschilderung noch einmal nachgesteuert. Ergänzend wird es für die nächste Zeit von der Konzilstraße kommend, vor der Dammgasse einen gelben Wendepfeil am Boden geben.“ Dieser sei bereits aus der Bauzeit bekannt, damals habe er am Fischmarkt den Weg gewiesen und wandere nun ein Stück weiter.</p> <p>Außerdem wurden am Montag die Umrandungen der neuen Parkplätze vor der Ladenzeile angebracht, also für Kiss-and-Ride-Stellplätze sowie für Behinderten-Parkplätze. Nach zwei bis drei Stunden seien die Arbeiten schon erledigt, so Fuchs weiter – Verkehrseinschränkungen gab es keine.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Straße Straßenverkehr S-Bahn thema-verkehr-autoverkehr thema-verkehr-oepv]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Mehr Klarheit am Bahnhofplatz? Gelber Pfeil soll helfen, Verkehrsverstöße zu reduzieren]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 15:07:31 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Jetzt gibt es ein rechtskräftiges Urteil im Wessenberg-Prozess  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/jetzt-gibt-es-ein-rechtskraeftiges-urteil-im-wessenberg-prozess;art372448,12511136 ]]></link>      <description><![CDATA[  Notwehr oder versuchte Tötung? Das war die grundsätzliche Frage in dem spektakulären Prozess am Landgericht Konstanz. Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten Revision eingelegt. Was ist dabei herausgekommen?  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Notwehr oder versuchte Tötung? Das war die grundsätzliche Frage in dem spektakulären Prozess am Landgericht Konstanz. Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten Revision eingelegt. Was ist dabei herausgekommen?<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/jetzt-gibt-es-ein-rechtskraeftiges-urteil-im-wessenberg-prozess;art372448,12511136]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Notwehr oder versuchte Tötung? Das war die grundsätzliche Frage in dem spektakulären Prozess am Landgericht Konstanz. Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten Revision eingelegt. Was ist dabei herausgekommen?



        <p>Dieser Prozess hatte für große Aufmerksamkeit gesorgt – und er war spannend bis zum Schluss. Der damals 28-jährige Beschuldigte hatte bereits am ersten Verhandlungstag zugegeben, das Messer geführt zu haben, mit dem <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/nach-messerattacke-in-konstanz-28-jaehriger-wegen-versuchten-totschlags-angeklagt;art372448,12386241" target="_blank" title="Nach Bluttat in der Altstadt: Staatsanwalt erhebt Anklage wegen versuchten Totschlags">am 2. Februar 2025 drei junge Männer in der Wessenbergstraße verletzt</a> wurden. Die zentrale Frage während der viertägigen Verhandlung am Landgericht Konstanz lautete: War es Notwehr oder versuchte Tötung?</p> <h2>Im Zweifel für den Angeklagten</h2> <p>Die Nebenklage forderte eine Gesamtstrafe von siebeneinhalb Jahren, die Staatsanwältin fünfeinhalb Jahre, während die Pflichtverteidigerin für Freispruch plädierte. Allerdings konnte bis zum Schluss der Verhandlung nicht komplett aufgeklärt werden, wie es genau zu der tätlichen Auseinandersetzung gekommen war.</p> <p>Zu viele Fragen waren offengeblieben, sodass die Kammer unter dem Vorsitzenden Richter Arno Hornstein „im Zweifel für den Angeklagten“ geurteilt und den Beschuldigten freigesprochen hatte.</p> <h2>Gegen das Urteil wurde Revision eingelegt</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/im-wessenberg-prozess-geht-es-weiter-bundesgerichtshof-faellt-finales-urteil;art372448,12468010" target="_blank" title="Der Wessenberg-Prozess geht weiter: Bundesgerichtshof muss finales Urteil fällen">Im Rahmen der gesetzlichen Frist hatte neben der Staatsanwaltschaft auch einer der beiden Nebenkläger Revision gegen das Urteil eingelegt.</a> „Gegen erstinstanzliche Urteile des Landgerichts ist ausschließlich das Rechtsmittel der Revision statthaft“, erläuterte die Pressestelle des Landgerichts damals.</p> <p>Bei einer Revision wird das Urteil der vorherigen Instanz auf Rechtsfehler überprüft. Das heißt im Wessenberg-Prozess: Der Bundesgerichtshof ist die entscheidende Instanz.</p> <h2>Der Freispruch ist rechtskräftig</h2> <p>Allerdings musste der Bundesgerichtshof nun doch nicht bemüht werden. Die Pressestelle des Landgerichts Konstanz teilt am Montag, 3. November, mit, dass die eingelegten Revisionen zurückgenommen wurden. Die Staatsanwaltschaft habe am 27. Oktober und die Nebenklage am 29. Oktober zurückgezogen.</p> <p>„Nach sorgfältiger Prüfung des Urteils sah die Staatsanwaltschaft keine Erfolgsaussicht für die Durchführung der Revision“, erklärt Johannes-Georg Roth, Leitender Oberstaatsanwalt und Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Konstanz, auf SÜDKURIER-Anfrage.</p> <p>Somit ist das am 14. August 2025 verkündete Urteil rechtskräftig. „Mit diesem wurde der Angeklagte von den Vorwürfen der Anklage freigesprochen, da die Kammer eine Rechtfertigung durch Notwehr als gegeben erachtete“, schreibt Mirja Poenig, Richterin am Landgericht und Pressesprecherin des Landgerichts, in der Medienmitteilung.</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
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    </item><item>
      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 13:25:15 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schönster Drehort, Lieblingsfolge – und die Zukunft: So ticken die Stars der "WaPo Bodensee"  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/menschen/schoenster-drehort-und-lieblingsfolge-so-ticken-die-stars-der-wapo-bodensee-04-11-25;art1015351,12511092 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ab Dienstag zeigt die ARD neue Folgen der erfolgreichen Vorabendserie. Beim Dreh in Wangen haben die vier Hauptdarsteller verraten, wo sie am Bodensee am liebsten sind – und wie lange sie dem Format treu bleiben möchten.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Ab Dienstag zeigt die ARD neue Folgen der erfolgreichen Vorabendserie. Beim Dreh in Wangen haben die vier Hauptdarsteller verraten, wo sie am Bodensee am liebsten sind – und wie lange sie dem Format treu bleiben möchten.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/ueberregional/menschen/schoenster-drehort-und-lieblingsfolge-so-ticken-die-stars-der-wapo-bodensee-04-11-25;art1015351,12511092]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Ab Dienstag zeigt die ARD neue Folgen der erfolgreichen Vorabendserie. Beim Dreh in Wangen haben die vier Hauptdarsteller verraten, wo sie am Bodensee am liebsten sind – und wie lange sie dem Format treu bleiben möchten.



        <p>Seit 2017 läuft die Vorabendserie „WaPo Bodensee“ erfolgreich im Programm der ARD – mit zuletzt fast 3 Millionen Zuschauern und knapp 14 Prozent Marktanteil. Ab 4. November werden neue Folgen ausgestrahlt. Im Zentrum der Geschichten steht das Team der Wasserschutzpolizei Bodensee in Konstanz, gespielt von Floriane Daniel (als Nele Fehrenbach), Tim Wilde (als Paul Schott), Wendy Güntensperger (als Julia Demmler) und Max König (als Jakob Frings). So denken die Schauspieler über die Serie und den See.</p> <h2>Das erste Mal am Bodensee</h2> <p>Tim Wilde (59) war vor Drehbeginn noch nie am Bodensee gewesen, ebenso wie sein Kollege Max König (37). Er erinnert sich: Damals sei er zur Kostümprobe von Wien nach Zürich geflogen, habe im Landeanflug „den Bodensee das erste Mal in seiner vollen Größe gesehen“ und sei, wie er lachend zugibt, von dessen Größe überrascht gewesen. Ganz anders war es bei Wendy Güntensperger (32). Als Schweizerin kannte sie den Bodensee und auch Konstanz schon vor ihrem ersten Drehtag relativ gut – „auf dem großen Weihnachtsmarkt zum Beispiel war ich schon öfter“, sagt sie.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die neuen Folgen</span><span>Ab 4. November 2025 zeigt die ARD den zweiten Teil der siebten Staffel von „WaPo Bodensee“, los geht es mit Episode 92, „Tödliche Sehnsucht“. Die neuen Folgen laufen immer dienstags um 18.50 Uhr und sind auch in der Mediathek verfügbar. Zum Jubiläum wird voraussichtlich Ende Dezember die Doppelfolge 99/100, „Das Schmuddelkind“, ausgestrahlt. Die achte Staffel schließt sich im Januar 2026 nahtlos an die siebte an, Staffel neun ist bereits in Arbeit.</span></label></div> <h2>Der erste Drehtag</h2> <p>An seinen ersten Arbeitstag bei der „WaPo Bodensee“ kann sich Max König sehr gut erinnern. Nervös oder aufgeregt sei er nicht gewesen, „weil mich die Kollegen so wunderbar aufgenommen hatten“. Doch dann … „Der Regisseur hatte mich noch gefragt: ,Führerschein hast du?‘ Und ich so: ,Klar, kein Problem.‘“ Dann sei er losgefahren und habe direkt eine Kamera-Schiene kaputt gemacht – „ein perfekter Einstieg“, lacht er. Auch Tim Wilde kann sich an Königs ersten Tag gut erinnern – besser als an seinen eigenen. „Wir waren damals in Allensbach an der Bodanrückhalle. Und wir waren alle aufgeregt. Und dann war es Liebe auf den ersten Blick – ich hab ihn gesehen und dachte: Das ist ein feiner Kerl. Wir haben geredet, er hat mir aus Hamburg erzählt und dann wusste ich, das passt“, sagt der Schauspieler, der aus Stralsund stammt.</p> <p>Wendy Güntensperger, damals noch am Anfang ihrer Karriere, sagt, sie habe bei Arbeitsbeginn sehr unter Druck gestanden und sei „unglaublich nervös“ gewesen – und dann hat sie an ihrem ersten Tag gleich einen Showdown gedreht – „mit Knarre und allem Drum und Dran“.</p> <h2>Der Lieblingsort am Bodensee</h2> <p>Tim Wilde muss nicht lange überlegen. In Wangen, sagt er, gebe es eine Landzunge – und die sei für ihn „einer der schönsten Orte am Bodensee“. Wenn er von Hemmenhofen aus, wo er während der Dreharbeiten im Hotel wohnt, dorthin gepaddelt ist, streite er mit den Schwänen um den schönsten Platz, wie er lachend erzählt. Nicht nur die Aussicht – die Reichenau hier, Stein am Rhein dort – genießt der Schauspieler. „Das ist der Hammer!“ Nein, er liege dort auch einfach gern, bis zu zwei Stunden können das sein, und lasse sich vom Wasser umspülen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Schauspieler auf Wohnungssuche</span><span>Tim Wilde würde gern am Bodensee heimisch werden – bislang scheitert das an einer passenden Wohnung. „Drei Zimmer wären schön“, sagt er, „mindestens 80 Quadratmeter und, ganz wichtig, eine Garage.“ Und, nicht zu vergessen: „Es darf natürlich auch am Wasser sein.“</span></label></div> <p>Max König, der in Radolfzell wohnt, wenn gedreht wird, war, wie er erzählt, eine Zeit lang rund um die Reichenau mit dem Kajak unterwegs. „Das hatte für mich auch eine sportliche Komponente“, erinnert er sich, „weil ich immer versucht habe, meine letzte Zeit zu schlagen.“ Zuletzt habe er Konstanz noch mal neu für sich entdeckt: „Am Hörnle gibt es zum Beispiel Beachvolleyballplätze – da bin ich im Sommer gern.“</p> <p>Wendy Güntensperger, die während des Drehs in einer Wohnung in Radolfzell wohnt, aber auch immer mal wieder in die Schweiz fährt, wenn sie ein paar drehfreie Tage hat, geht sehr gern wandern, zum Beispiel auf dem Bodanrück um Bodman herum – „diese Gegend mag ich sehr“, sagt sie. „Und tatsächlich fahre ich auch gerne mal nach Konstanz, um essen zu gehen oder einfach zu flanieren.“</p> <p>Floriane Daniel (54) kann sich gar nicht entscheiden. „Ich habe sehr viele Lieblingsplätze am See nach diesen zehn Jahren“, sagt sie. „Und ich werde vermutlich noch neue entdecken, so lange wir hier weiter arbeiten dürfen.“</p> <h2>Das Bodenseeschifferpatent</h2> <p>Wendy Güntensperger hat gerade den Autoführerschein gemacht, als sie die Rolle bekam – das Bodenseeschifferpatent kam dann noch obendrauf. „Am Ende hatte ich das Bodenseeschifferpatent, noch bevor ich allein Auto fahren durfte“, erinnert sie sich. Tim Wilde hatte zwar bei der Armee einen Bootsführerschein gemacht, „aber das hat natürlich nicht gereicht“. Doch auch der neue Bootsführerschein reichte nicht … An die Theorie erinnert er sich nicht gern: „Das war ein bisschen so, als würde ich einen Flugschein machen!“</p> <p>Bei Max König gestaltete sich das Ganze ein wenig schwieriger, weil er nach eigenen Angaben farbenblind ist und einen speziellen Sehtest ablegen musste. „In meinem Führerschein steht auch drin, dass ich nur mit einer Person fahren darf, die Farben sehen kann“, sagt er, „aber da wir immer zu zweit auf dem Boot sind, ist das kein Problem.“</p> <h2>Am, auf und im Wasser</h2> <p>Tim Wilde geht, wenn er am See ist, nach eigenen Angaben jeden Morgen ins Wasser. „Ich mag das Bodensee-Wasser gerne“, sagt er, „weil es so weich ist. Das ist wirklich angenehm, wie in der Badewanne.“ An der Ostsee sei es auch schön – aber das Wasser härter. Max König ist gern im Wasser, wenn es warm ist – tauchend, auf dem Wakeboard oder schwimmend. Aber, sagt er: „Ich bin nicht so ein guter Schwimmer wie Tim. Ich kann natürlich schwimmen, aber bei mir sieht einfach nicht so gut aus wie bei ihm.“</p> <p>Wendy Güntensperger ist, wie sie sagt, keine leidenschaftliche Schwimmerin, doch ins Wasser geht sie gerne mal. „Im Schwimmbad bin ich gerne im Wellnessbereich und nach der Sauna schwimme ich auch mal eine Runde im See.“ Aufs Boot ziehe es sie nach getaner Arbeit für die „WaPo Bodensee“ nicht unbedingt – „aber wenn ich auf ein Boot eingeladen werde, sage ich natürlich nicht Nein“.</p> <h2>Die Lieblingsfolge</h2> <p>Tim Wilde ist überzeugt, dass vor allem in den privaten Geschichten der Kommissare viel drinsteckt, „auch weil man da mal zeigen kann, dass man mehr kann als zu fragen: ,Wo waren Sie am Montag zwischen sieben und neun Uhr morgens?‘“ Sein Kollege Max König mag die Folgen, in denen es zwischen den vier Hauptfiguren vielleicht auch mal kriselt. „Das ist schön zu spielen, das macht Spaß und dadurch entwickelt sich die Beziehung zwischen den Polizisten weiter. Das ist auch für die Zuschauer spannend zu sehen.“</p> <p>Floriane Daniel sagt: „Jeder Drehtag am See ist ein Geschenk.“ Sie hat, wie sie sagt, einige Fälle als besonders spannend erlebt – „zum Beispiel die Geiselnahme in unserem Revier oder auch die Bombendrohung in der Meersburg“.</p> <p>Auch Wendy Güntensperger erinnert sich an die Geiselnahme im Revier. Die Folge sei innerhalb von ein paar Tagen abgedreht worden – und zwar chronologisch. „Das kommt selten vor“, sagt sie, „deshalb war das eine sehr gute Erfahrung, auch wenn der Dreh anstrengend war. Aber ich mag Herausforderungen.“ Auch die Drehs auf dem See sind für die Schauspielerin etwas Besonderes, so wie eine Szene, die erst im Oktober gedreht wurde: „Floriane und ich waren allein mit dem Boot draußen, weil ich ja selbst fahren darf. Sonst war kein Mensch auf dem See, außer natürlich die Leute auf dem Kameraboot … In solchen Momenten denke ich mir: Das glaubt uns keiner, dass das einfach unser Job ist.“</p> <h2>Der Lieblingsdrehort</h2> <p>Für die Folge „Mord um sieben“ hat das Team auf der Meersburg gedreht – Nele Fehrenbach (Floriane Daniel) und Paul Schott (Tim Wilde) waren dort mit einer Bombe eingeschlossen. „Es war eine tolle Erfahrung und einfach spektakulär, nachts auf der Meersburg zu drehen“, erinnert sich Max König. Wendy Güntensperger mag es, in Konstanz an der Hafenpromenade zu drehen. „Dort kommt es vor, dass man Fans trifft – und diese Interaktion mag ich sehr“, sagt sie. Für sie als Schweizerin sei es außerdem schön, „wenn wir auf der Höri drehen, weil ich dann einfach rüberschauen kann“.</p> <p>Tim Wilde dreht am liebsten auf dem Revier. „Das ist harte Arbeit, wir drehen dort quasi immer vier Folgen parallel“, erklärt er. „Aber ich mag einfach die Atmosphäre dort beim Vereinsheim vom Wassersportclub Wäschbruck.“</p> <p>Floriane Daniel betrachtet den Bodensee als Hauptdarsteller – und zwar einen guten. Der Grund: „Selbst nach mehr als 100 Folgen kann die Bodensee-Region uns immer wieder etwas Neues zeigen.“ Das mache den Erfolg der Serie aus.</p> <h2>Die Schauspieler und ihre Rollen</h2> <p>Tim Wilde ist seit Folge 13 als Paul Schott bei der „WaPo Bodensee“ und sagt: „Ich wär‘ gerne so tough wie Paul. Wenn ich ihn privat kennenlernen würde, würde ich ihn mögen – und gleichzeitig hassen, weil ich ihn bisschen beneide, weil er so ist, wie ich gerne wäre.“ Auch Max König beneidet Jakob Frings, den er seit Folge 25 spielt, um etwas: seine technischen Kompetenzen. „Ich mag auch seinen Humor, den teilen wir uns ab und zu, was den Sarkasmus angeht.“</p> <p>Wendy Güntensperger – ebenso wie Floriane Daniel seit Folge 1 dabei – glaubt nicht, dass sie ihrer Rolle Julia Demmler sehr ähnlich ist. „Was ich an Julia schätze, ist, dass sie unglaublich zielstrebig ist – manchmal ist sie fast ein bisschen zu verbissen. Daran könnte sie vielleicht ein bisschen arbeiten …“ Julia sei ein sehr empathischer Mensch, auf den man sich zu 100 Prozent verlassen kann – eine Eigenschaft ist, die sich beide Frauen teilen, wie Güntensperger findet.</p> <p>„Die Rolle der Nele Fehrenbach hat meinen Blick auf die Arbeit der Polizei sehr verändert“, sagt Floriane Daniel. „Natürlich bilden wir in der Serie nicht die echte Polizeiarbeit ab, wir sind eine Unterhaltungssendung und keine Dokumentation. Trotzdem habe ich mich durch die Serie zum ersten Mal wirklich mit der so wichtigen Arbeit unserer Polizei beschäftigt und mein Respekt und auch meine Dankbarkeit wachsen täglich.“ Sie sei sehr froh, dass sie die Polizistin nur spiele. Dabei stecke in Nele Fehrenbach durchaus einiges von ihr – „das ist immer so, da ich ja nur mich zur Verfügung habe um eine Rolle lebendig zu machen“.</p> <h2>Das Erfolgsgeheimnis</h2> <p>Tim Wilde erinnert sich an eine Begegnung mit ein paar älteren Damen im Hotel. Sie hätten zu ihm gesagt: „Mensch, Sie sind doch der Paul aus ,WaPo Bodensee‘ – wir gucken die Serie so gerne!“ Warum? „Weil sie die Gegend unfassbar schön finden und sich immer freuen, wenn sie einen Ort wiedererkennen.“ Auch Wendy Güntensperger glaubt, dass die Zuschauer gern für den Bodensee einschalten, weil sie im deutschen Fernsehen nicht so oft vertreten sei. Dazu komme die Dynamik des Polizei-Quartetts, die auch Max König hervorhebt. „Wir haben wir vier sehr unterschiedliche Figuren, die sich ständig weiterentwickeln. Und ich glaube auch, dass die Menschen diesen vier unterschiedliche Figuren gerne dabei zuschauen, wie sie vor schöner Kulisse zusammen als Team Fälle lösen. So einfach und so richtig und so wichtig ist das.“</p> <h2>Die Zukunft</h2> <p>Ans Aufhören denkt keiner der Schauspieler. Kein Wunder: Das Verhältnis untereinander sei inzwischen fast familiär, sagt Floriane Daniel. „Wir freuen uns alle aufeinander, wenn es im Sommer wieder losgeht mit dem Dreh, kennen gegenseitig unsere Stärken und Schwächen und gehen respektvoll und unterstützend miteinander um. Besser geht es nicht.“ Auch Tim Wilde will dabeibleiben, solange es geht, denn „die Serie ist ein Geschenk für jeden von uns“. Max König sieht es ganz pragmatisch: „Man muss erst mal einen Arbeitsplatz finden, an dem man sich zu Hause fühlt, wo man gerne hingeht und Kollegen hat, die einem am Herzen liegen.“ Im Moment könne er sich deshalb nichts Besseres und Schöneres vorstellen, „als den Rest meines Lebens im Sommer ,WaPo Bodensee‘ zu drehen“. Wendy Güntensperger schließt sich an. „Es macht mir unglaublich großen Spaß und solange das so bleibt, habe ich keinen Grund, die Serie zu verlassen.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Schönster Drehort, Lieblingsfolge – und die Zukunft: So ticken die Stars der "WaPo Bodensee"]]></dc:rights>
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      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 14:56:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schreck nach den Herbstferien: Einbrecher durchwühlen die Grundschule Petershausen  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/schreck-nach-den-herbstferien-einbrecher-durchwuehlen-die-grundschule-petershausen;art372448,12511134 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ob sie etwas mitgehen ließen und wie hoch der Schaden ist, das müssen Belegschaft und Polizei noch ermitteln. Erst vor kurzem hatte es einen ähnlichen Fall in Allensbach gegeben.  ]]></description>
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          Ob sie etwas mitgehen ließen und wie hoch der Schaden ist, das müssen Belegschaft und Polizei noch ermitteln. Erst vor kurzem hatte es einen ähnlichen Fall in Allensbach gegeben.<br>
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        Ob sie etwas mitgehen ließen und wie hoch der Schaden ist, das müssen Belegschaft und Polizei noch ermitteln. Erst vor kurzem hatte es einen ähnlichen Fall in Allensbach gegeben.



        <p>Diese Rückkehr nach ein paar freien Tagen haben sich die Verantwortlichen der Grundschule Petershausen sicher anders vorgestellt. Denn wie sie feststellen mussten, sind Unbekannte während der Herbstferien in die Einrichtung eingebrochen.</p> <p>Wie das Polizeipräsidium Konstanz mitteilte, verschafften sich die Unbekannten im Zeitraum zwischen Freitag, 24. Oktober, und Freitag, 31. Oktober, unbefugt Zutritt zu den Innenräumen der Schule und anschließend zum Sekretariat. Dort durchsuchten die Einbrecher sämtliche Schränke. Ob sie dabei etwas entwendeten, ist bislang noch nicht bekannt.</p> <p>Sachdienliche Hinweise auf den oder die Täter nimmt das Polizeirevier Konstanz unter der Telefonnummer 07531 9952222 entgegen. Bereits in der Nacht auf den 23. Oktober hatte es einen ähnlichen Einbruch in die Grundschule in Allensbach gegeben. Dort erbeutete der Täter einen geringen Bargeldbetrag.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Eigentumsdelikte Fahndung Tötungsdelikte thema-sicherheit-kriminalitaet]]></dc:relation>
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      <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 14:30:16 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gewalt auf offener Straße? Schlägereien in Konstanz beschäftigen die Polizei  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/gewalt-auf-offener-strasse-schlaegereien-in-konstanz-beschaeftigen-die-polizei;art372448,12511123 ]]></link>      <description><![CDATA[  Konstanzer Beamte werden am Wochenende zu einem Einsatz auf die Marktstätte in der Altstadt gerufen, aber dort ist niemand mehr. Anders liegt der Fall bei einer Auseinandersetzung in der Theodor-Heuss-Straße.  ]]></description>
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          Konstanzer Beamte werden am Wochenende zu einem Einsatz auf die Marktstätte in der Altstadt gerufen, aber dort ist niemand mehr. Anders liegt der Fall bei einer Auseinandersetzung in der Theodor-Heuss-Straße.<br>
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        Konstanzer Beamte werden am Wochenende zu einem Einsatz auf die Marktstätte in der Altstadt gerufen, aber dort ist niemand mehr. Anders liegt der Fall bei einer Auseinandersetzung in der Theodor-Heuss-Straße.



        <p>Zwei Fälle von Schlägereien hat die Polizei in Konstanz derzeit auf dem Tisch – einer ist verworren, der andere rätselhaft. Während sich der eine Fall wohl noch durch Aussagen möglicher Zeugen klären lässt, stehen beim anderen die Chancen eher schlecht.</p> <p>Wie Polizeisprecherin Katrin Rosenthal dem SÜDKURIER bestätigte, war die Polizei am Freitagabend, 31. Oktober, kurz vor 22 Uhr auf die Marktstätte gerufen worden. Dort würden sich acht Personen prügeln, hieß es. „Als die Beamten vor Ort ankamen, war allerdings niemand mehr anzutreffen“, sagte Rosenthal. Damit dürfte die Sache im Sande verlaufen.</p> <p>Beim zweiten Fall vom Samstagabend, 1. November, gibt es zumindest bekannte Beteiligte. Offene Fragen bleiben allerdings auch hier: Wer hat angefangen, und worum genau ging es?</p> <p>Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei lief gegen 19 Uhr ein 37-Jähriger auf dem Fußweg der Theodor-Heuss-Straße in Richtung Zähringerplatz. Auf Höhe eines türkischen Restaurants geriet er mit einem 27-Jährigen zunächst in Streit. „Infolge des Disputs gingen sich die beiden schließlich auch körperlich an, woraufhin einer der beiden ein Fahrrad warf und der andere ihm einen Faustschlag verpasste“, so Rosenthal.</p> <p>Von wem die Aggressionen ausgingen, konnten die Beamten vor Ort aufgrund widersprüchlicher Angaben nicht klären. Beide Streithähne erwartet nun jeweils eine Anzeige. Sachdienliche Hinweise zu der Auseinandersetzung nimmt das Polizeirevier Konstanz unter der Telefonnummer 07531 9952222 entgegen.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Polizei Körperverletzung Polizeieinsatz Fahndung thema-sicherheit-kriminalitaet thema-sicherheit-blaulicht]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Gewalt auf offener Straße? Schlägereien in Konstanz beschäftigen die Polizei]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 10:47:33 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Der Mann hinter dem Mensaessen: „Ich entscheide, was auf die Teller kommt“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/der-mann-hinter-dem-mensaessen-in-konstanz-ich-entscheide-was-auf-die-teller-kommt;art372448,12509330 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der gelernte Koch und Produktmanager Jan Schönherr ist für den Speiseplan und die Gerichte an der Uni Konstanz zuständig. Dabei entstehen die Rezepte für das Angebot der Mensa nicht am Herd, sondern am Computer.  ]]></description>
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          Der gelernte Koch und Produktmanager Jan Schönherr ist für den Speiseplan und die Gerichte an der Uni Konstanz zuständig. Dabei entstehen die Rezepte für das Angebot der Mensa nicht am Herd, sondern am Computer.<br>
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        Der gelernte Koch und Produktmanager Jan Schönherr ist für den Speiseplan und die Gerichte an der Uni Konstanz zuständig. Dabei entstehen die Rezepte für das Angebot der Mensa nicht am Herd, sondern am Computer.



        <p>Von schwäbischen Klassikern bis zu internationalen Kreationen: In den Mensen des Studierendenwerks Seezeit stehen diese Woche Linsen mit Spätzle, Lasagne, pflanzliches Butter-Chicken, Chicken-Nuggets und Kürbiskernrösti auf dem Programm. Zu verdanken ist das Jan Schönherr: „Ich entscheide, was auf die Teller kommt.“ Er ist Produktmanager bei Seezeit.</p> <p>Zu seinen Aufgaben zählen die Gestaltung der Speisepläne der Einrichtungen des Studierendenwerkes sowie die Kreation neuer Gerichte. Im Moment arbeitet Schönherr an den Plänen für die nächsten drei Monate. Im Rhythmus von sechs Wochen wiederholt sich die Grundstruktur. An der Menüplanung muss der Produktmanager lediglich saisonale Anpassungen vornehmen und Lücken füllen.</p> <p>Diese entstehen, wenn einzelne Produkte nicht mehr geliefert werden oder ein Gericht mangels Beliebtheit bei den Studenten aus dem Programm genommen wird. Schönherr wertet dafür die Verkäufe aus. Neben dem vermehrten Einsatz besonders beliebter Gerichte müssen auch neue Rezepte her. Diese entwickelt Schönherr nicht am Herd, sondern am Computer.</p> <h2>Die Herausforderung: saisonal, frisch und günstig</h2> <p>Das fertige Rezept wird mit den Leitern der einzelnen Mensen diskutiert und im Realbetrieb erprobt. Nach erstem Einsatz findet eine Reflexion – und gegebenenfalls Anpassungen – statt. Nach einem Semester fällt das finale Urteil: Darf das Gericht bleiben, oder wird es zu den Systemleichen gelegt? „Wenn wir alle nicht zufrieden sind, machen wir es nicht“, erklärt der gelernte Koch.</p> <p>Von rund 4500 hinterlegten Rezepten kommt nur ein Drittel tatsächlich zum Einsatz. 2025 sind so bisher zehn neue Rezepturen entstanden. „Bei keiner wurde das Rad neu erfunden“, erklärt der Seezeit-Mitarbeiter. Der Wareneinsatz muss stimmen – im Schnitt dürfen die Mensen keinen Verlust mit ihrem Essen erwirtschaften.</p> <p>Zudem ist die Qualität von Bedeutung. Schönherr legt vor allem beim Gemüse Wert auf frische und hochwertige Produkte – zumindest da, wo es sich aus seiner Sicht lohnt. Auch das Tierwohl spielt keine unwichtige Rolle: Seezeit bezieht sein Fleisch von regionalen Lieferanten, beim Rind sogar überwiegend Bio. Hinzu kommt der Wunsch, saisonale Mahlzeiten anzubieten.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Tops und Flops auf dem Speiseplan</span><span>Die fünf beliebtesten Gerichte in der Mensa Gießberg an der Universität Konstanz sind in aufsteigender Reihenfolge veganes Butter Chicken, Rösti-Ecken, Käsespätzle, gebackener Camembert und Chicken-Nuggets. In den Top 30 der meistverkauften Speisen sind vor allem weitere Klassiker wie Schnitzel oder Fischstäbchen zu finden. Inzwischen erfreuen sich aber auch einige neue vegane Mahlzeiten wachsender Beliebtheit. Am seltensten greifen die Studenten und Mitarbeiter der Universität zu den Linsen-Hirse-Bällchen, der Weiße-Bohnen-Pfanne und der Gemüsepaella.</span></label></div> <h2>Täglich wird für bis zu 3500 Menschen gekocht</h2> <p>Diese Ansprüche treffen auf Herausforderungen, die entstehen, wenn täglich für tausende Studenten gekocht werden soll. Der Preis muss tief sein, aber Zutaten-, Personal- und Verwaltungskosten decken. Gleichzeitig sollen die Speisen gefragt sein. Zusätzlich wird die reine Masse zur Schwierigkeit. Alle Gerichte müssen von den Köchen vor Ort für bis zu 3500 Studenten pro Tag zubereitet werden können.</p> <p>Weil Seezeit dafür eine hohe Menge an Lebensmitteln braucht, muss es den Einkauf ausschreiben und ist dann für eine feste Vertragslaufzeit an das Produkt und dessen Lieferanten gebunden, was zu eingeschränkter Flexibilität führt. Dennoch arbeitet Schönherr seit 2019 daran, das Angebot zur Mittagszeit verstärkt vegan zu gestalten.</p> <p>Über sich selbst sagt er, dass er „Fleisch nur beruflich isst“. Die Linie Hin&amp;Weg ist inzwischen durchgehend vegan. Zusätzlich achtet er darauf, dass mindestens ein Gericht an der Hauptlinie, dem sogenannten „Seezeit-Teller“, pro Woche vegan ist. So gelang es, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/tiere-runter-vom-teller-studenten-petition-fordert-vegane-mensa;art372448,11388361" target="_blank" title="Tiere runter vom Teller! Studenten-Petition fordert vegane Mensa">seit 2019 den Anteil nicht tierischer Produkte von 25 auf 44 Prozent zu erhöhen</a>.</p> <p>Allerdings liegt der Verkauf unter den Erwartungen. Die Studenten entscheiden sich gegen noch mehr vegane Produkte. „Bis auf Weiteres bleibt alles so, wie es ist“, stellt Schönherr klar. Das übergeordnete Ziel Seezeits sei nämlich, möglichst viele Studenten in die Einrichtungen zu locken, um das breite Angebot aufrechterhalten zu können: „Wir müssen schauen, dass wir die Hütte voll bekommen“, betont der Produktmanager.</p> <h2>Lebensmittel sollen nicht verschwendet werden</h2> <p>Verpflichtet ist das Studierendenwerk nur zum Angebot eines Gerichts. „Wir könnten jeden Tag Schnitzel anbieten und hätten unseren Auftrag erfüllt“, erklärt Jan Schönherr. Alles andere betreibt Seezeit auf eigene Initiative. Umso wichtiger ist, dass es zu keiner Überproduktion kommt. „Die Leiter der einzelnen Einrichtungen schauen in eine Glaskugel“, erzählt Schönherr. Sie müssen abschätzen, wie viele der einzelnen Speisen verkauft werden.</p> <p>Um die Lebensmittelverschwendung in den Griff zu bekommen, wiederholen sich die Gerichte. Übriges kann eingefroren und wieder genutzt werden. Außerdem sind die Essen so aufeinander abgestimmt, dass nicht benötigte Lebensmittel im weiteren Verlauf der Woche für andere Mahlzeiten genutzt werden können. Im Idealfall ist das aber gar nicht erst nötig.</p> <p>Schönherr wünscht sich, dass die Studenten seine Gerichte annehmen. „Auch wenn es immer wieder enttäuschende Momente gibt, bin ich ziemlich zufrieden mit den Speiseplänen.“ Und was isst er denn nun selbst am liebsten? „Das Blumenkohlcurry. Und Käsespätzle.“ Nach kurzer Pause fügt der Produktmanager an: „Ich mag eigentlich vieles.“</p>]]>
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      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 11:11:41 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Achtung Autofahrer: Bahnübergang in der Schneckenburgstraße wird für vier Tage gesperrt  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/achtung-autofahrer-bahnuebergang-in-der-schneckenburgstrasse-wird-fuer-vier-tage-gesperrt;art372448,12509343 ]]></link>      <description><![CDATA[  Wegen Arbeiten im Gleisbereich wird der Bahnübergang ab Dienstag, 4. November, gesperrt. Autofahrer müssen sich dann einen anderen Weg suchen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Wegen Arbeiten im Gleisbereich wird der Bahnübergang ab Dienstag, 4. November, gesperrt. Autofahrer müssen sich dann einen anderen Weg suchen.<br>
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        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/achtung-autofahrer-bahnuebergang-in-der-schneckenburgstrasse-wird-fuer-vier-tage-gesperrt;art372448,12509343]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Wegen Arbeiten im Gleisbereich wird der Bahnübergang ab Dienstag, 4. November, gesperrt. Autofahrer müssen sich dann einen anderen Weg suchen.



        <p>Autofahrer aufgepasst: Der Bahnübergang in der Schneckenburgstraße im Stadtteil Petershausen-West wird in der kommenden Woche für vier Tage für den Verkehr voll gesperrt. Darüber informiert die Stadt Konstanz in einer Pressemitteilung. Grund sind demnach „notwendige Belagsarbeiten im Gleisbereich“.</p> <p>Ab Dienstag, 4. November, 16 Uhr, ist der Übergang für Autofahrer dicht. Die Sperrung soll voraussichtlich bis Freitag, 7. November, 12 Uhr, bestehen und dann wieder aufgehoben werden. Bis dahin müssen sich Autofahrer mit alternativen Strecken anfreunden. Eine entsprechende Umleitung werde eingerichtet, informiert die Stadtverwaltung.</p> <p>Fußgänger und Fahrradfahrer sind laut Pressemitteilung nicht von der Sperrung betroffen. Sie kommen uneingeschränkt am Baustellenbereich vorbei. Die Arbeiten übernimmt laut Pressemitteilung eine Firma aus Dietingen (Kreis Rottweil).</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Achtung Autofahrer: Bahnübergang in der Schneckenburgstraße wird für vier Tage gesperrt]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 12:44:34 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hier biegen sich die Balken: Techniker sichern Decke in der Stadtbibliothek  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/hier-biegen-sich-die-balken-techniker-sichern-decke-in-der-stadtbibliothek-03-11-25;art372448,12510557 ]]></link>      <description><![CDATA[  Üblicherweise ist in einem Saal der Stadtbibliothek eine Stuckdecke zu sehen. Doch jetzt liegt ein Holzbalken offen. Leiterin Ulrike Horn bekräftigt: Es sei alles gesichert, es fehlten nur Schönheitsreparaturen.  ]]></description>
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          Üblicherweise ist in einem Saal der Stadtbibliothek eine Stuckdecke zu sehen. Doch jetzt liegt ein Holzbalken offen. Leiterin Ulrike Horn bekräftigt: Es sei alles gesichert, es fehlten nur Schönheitsreparaturen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/hier-biegen-sich-die-balken-techniker-sichern-decke-in-der-stadtbibliothek-03-11-25;art372448,12510557]]></guid>
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        Üblicherweise ist in einem Saal der Stadtbibliothek eine Stuckdecke zu sehen. Doch jetzt liegt ein Holzbalken offen. Leiterin Ulrike Horn bekräftigt: Es sei alles gesichert, es fehlten nur Schönheitsreparaturen.



        <p>Der Blick mancher Besucher wandert besorgt an die Decke. In der Konstanzer Bibliothek ist ein alter Holzbalken mit deutlicher Biegung nach unten zu sehen. An ihm sind kleinere Hölzer angebracht. „Da kann man die Baugeschichte ablesen“, sagt Bibliotheksleiterin Ulrike Horn.</p> <p>In einem Saal des früheren Wessenberghauses liegt dieser Balken offen, den üblicherweise Stuck verbirgt. Von ihm gehe keine Gefahr aus, sagt Ulrike Horn. Statiker hätten sich das angeschaut und für die Sicherung gesorgt.</p> <p>Tatsächlich liegt über dem Balken auf beiden Seiten eine Stahlspange, und es gibt eine Aufhängung. Horn sagt, Statiker betrachteten das Konstrukt als sicher. Angefangen hatten die Probleme schon vor etwa anderthalb Jahren, erinnert sich Horn. Damals bildeten sich Risse um den Balken.</p> <h2>Alle Etagen der Bibliothek sind zugänglich</h2> <p>Statiker wurden alarmiert, die Schadstelle durch eine Stahlstütze provisorisch abgesichert, später wurde der Balken verstärkt. In Absprache mit dem Denkmalschutz soll der Stuck wieder hergestellt werden. Vor einigen Wochen lösten sich Stuckteile von der Decke. Darauf hin habe ein Gipser die losen Teile professionell beseitigt.</p> <p>Der offen liegende Balken soll nun wieder durch Stuck verkleidet werden. Die Profis müssten entscheiden, ob sie nur das betroffene Stück ausbessern oder eine umfangreiche Neuauftragung des Putzes notwendig ist. Wann die Schönheitsreparaturen vorgenommen werden, sei noch offen. Für Ulrike Horn ist wichtig: „Alle Etagen unserer Bibliothek sind frei zugänglich.“</p> <h2>Die Geschichte des Wessenberghauses</h2> <p>Die Bücherei ist in großen Teilen im Kulturzentrum am Münster untergebracht, für das historische Häuser zusammengeführt und durch Neubauten ergänzt wurden. Kleine Teile erstrecken sich ins Wessenberghaus. Dieses wurde 1617 errichtet.</p> <p>Die Familie Wessenberg erwarb das Palais gegenüber dem Münster im 19. Jahrhundert. Ignaz Heinrich von Wessenberg bezog das Gebäude. Der letzte Konstanzer Bistumsverweser (1774 bis 1860) sammelte Bilder, den Grundstock für das Kunstmuseum Wessenberggalerie.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Architektur Bauwerk Denkmalschutz thema-heimat-stadtentwicklung thema-wissen-geschichte thema-kultur]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Hier biegen sich die Balken: Techniker sichern Decke in der Stadtbibliothek]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 12:36:48 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Schicksalstage für das Herz-Zentrum Konstanz: Wie lange hält die Klinik noch durch?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/klinik-am-bodensee-ist-insolvent-wie-lange-haelt-das-herz-zentrum-konstanz-noch-durch;art372432,12510549 ]]></link>      <description><![CDATA[  Tausende Menschen in der Region haben dem Spezialkrankenhaus ihr Leben zu verdanken. Doch eine Rettung des Herz-Zentrums ist weiterhin ungewiss. Denn eine Einigung mit dem Landkreis scheint noch weit entfernt.  ]]></description>
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          Tausende Menschen in der Region haben dem Spezialkrankenhaus ihr Leben zu verdanken. Doch eine Rettung des Herz-Zentrums ist weiterhin ungewiss. Denn eine Einigung mit dem Landkreis scheint noch weit entfernt.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Tausende Menschen in der Region haben dem Spezialkrankenhaus ihr Leben zu verdanken. Doch eine Rettung des Herz-Zentrums ist weiterhin ungewiss. Denn eine Einigung mit dem Landkreis scheint noch weit entfernt.



        <p>Das zahlungsunfähige Herz-Zentrum Bodensee steht vor der Schicksalsfrage: Die angeschlagene private Klinik muss die Gehälter für das Personal inzwischen wieder aus der Insolvenzmasse bestreiten, und Beobachter fragen immer lauter, wie lange sie dazu noch in der Lage ist. Eine Übernahme durch den Gesundheitsverbund des Landkreises Konstanz (GLKN) ist noch lange nicht unter Dach und Fach, und das Sozialministerium in Stuttgart kann auch noch keine neuen positiven Signale senden.</p> <p>Damit ist die Zukunft der in den 1990er-Jahren eröffneten Klinik an der Konstanzer Luisenstraße so ungewiss wie noch nie, seit <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/konstanzer-herz-zentrum-meldet-insolvenz-an-wie-geht-es-nun-fuer-patienten-und-mitarbeitende-weiter;art372432,12430488" target="_blank" title="Das Konstanzer Herz-Zentrum ist insolvent! Wie geht es nun für Patienten und Mitarbeitende weiter?">die privaten Betreiber Anfang Juli erklären mussten, dass sie die dauerhaften Verluste nicht länger tragen können</a>. Seither läuft die Suche nach einem Träger, der das Haus übernehmen könnte. Man befinde sich „weiterhin in Verhandlungen zur Übertragung des Geschäftsbetriebes auf einen Investor“, erklärte dazu die Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger, die das Insolvenzverfahren betreut: „Der Veräußerungsprozess verläuft planmäßig.“</p> <p>Wer die Verhandlungspartner sind und ob es neben dem GLKN weitere Interessenten gibt, bleibt dabei offen. „Aufgrund unterzeichneter Vertraulichkeitsvereinbarungen“ könne man dazu keine Auskünfte gehen, heißt es aus der Kanzlei von Philipp Grub. Sie bestätigt aber, dass „die Löhne und Gehälter wieder aus der Insolvenzmasse bezahlt“ werden müssen. Über den gesetzlichen Zeitraum von drei Monaten hatte im Juli, August und September die Bundesagentur für Arbeit das Einkommen des Personals über das Insolvenzgeld abgesichert.</p> <h2>Betriebsrat beklagt „große Unsicherheit“</h2> <p>„Die Stimmung ist von großer Unsicherheit geprägt“, erklärt dazu auf SÜDKURIER-Anfrage der Betriebsratsvorsitzende Fabio Maier. Trotz einiger positiver Signale gebe es „bis zum heutigen Tage keine gesicherte Lösung für den Erhalt der Arbeitsplätze“. Gleichwohl gehe, wie auch der Insolvenzverwalter bestätigt, der Betrieb weiter: „Dennoch arbeiten wir alle seriös und mit vollem Einsatz bis zum letzten Tag, um die Patientenversorgung im Notfall wie auch im geplanten Setting zu gewährleisten.“ Die herzmedizinische Versorgung sei für einen großen Teil der Belegschaft „mehr als nur ein reiner Job.“</p> <p>So erleben es auch Patienten, die zuletzt in der Klinik versorgt wurden. Sie berichten von engagierten Mitarbeitenden und guter ärztlicher wie pflegerischer Betreuung. Und der Betriebsrat hat die Hoffnung, dass es dieses Angebot in Konstanz weiter geben kann, auch noch lange nicht aufgegeben: Das gemeinsame Ziel müsse es sein, die Versorgung der Patienten in den Bereichen Kardiochirurgie, Elektrophysiologie und Kardiologie im Landkreis zu sichern und die Arbeitsplätze zu erhalten. Dabei ist der Eindruck des Betriebsrats: „Alle bisher in der Öffentlichkeit getätigten Äußerungen lassen diese Bereitschaft erkennen, sei es auf der Ebene der politischen Entscheidungsträger, sei es seitens des GLKN.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Die Petition „Rettet das Herz-Zentrum Konstanz!“</span><span>Für den Fortbestand der Herzmedizin in der Bodenseeregion setzt sich auch eine vom Betriebsrat des Herz-Zentrums angestoßene Petition ein. Bisher haben sich über 10.000 Personen der Forderung angeschlossen. „Dies zeigt uns, dass das Schicksal des Herz-Zentrums viele Menschen bewegt“, erklärt dazu der Betriebsrat und dankt auch für weitere Unterstützung: „Viele Privatpersonen im Umfeld des Herz-Zentrums haben sich hier über die Maße hinaus für uns eingesetzt.“<br /> Das öffentliche Engagement zeige schon jetzt und unabhängig vom Ausgang des Insolvenzverfahrens, wie wichtig den Menschen der Fortbestand der herzmedizinischen Versorgung vor Ort sei. Auch in die Politik im Kreis und im Land gehe so ein starkes Signal aus. Wer das Anliegen noch unterstützen möchte, hat dazu weiterhin Gelegenheit unter <a href="https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-das-herz-zentrum-konstanz-fuer-den-fortbestand-der-herzmedizin-in-der-bodenseeregion-2" target="_blank" title="" rel="noopener">https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-das-herz-zentrum-konstanz-fuer-den-fortbestand-der-herzmedizin-in-der-bodenseeregion-2</a>.</span></label></div> <h2>Was sagt das Sozialministerium dazu?</h2> <p>Das Sozialministerium sieht unterdessen vor allem den Gesundheitsverbund in der Pflicht. Man sei in gutem Austausch, so Claudia Krüger aus der Pressestelle. Eine Erweiterung des Spektrums stehe in der Verantwortung des Krankenhausträgers, heißt es dort mit Blick auf den GLKN. Die Leitung des Klinikums Konstanz habe kürzlich „einen Antrag zur Aufnahme der Herzchirurgie in ihr Versorgungsportfolio“ gestellt. Dieser werde „aktuell unter Hochdruck“ geprüft. Die Kriterien sind dabei: Besteht ein tatsächlicher Bedarf? Ist der GLKN leistungsfähig genug für diese Ausweitung des Angebots? Und geht die angestrebte Übernahme auch wirtschaftlich auf?</p> <p>Wie diese Bewertung bisher ausgefallen ist, darüber hüllt sich das Ministerium in Schweigen und verweist unter anderem auf den Datenschutz. Im Raum stehen nach SÜDKURIER-Informationen unter anderem Fragen wie: Finanzieren die Krankenkassen auch unter neuer Trägerschaft die Eingriffe in Konstanz? Wie gut ist die Herz-Versorgung auch im weiteren Umkreis? Was könnte und müsste der GLKN für eine Übernahme bezahlen? Was passiert mit den aufgelaufenen Schulden beim Herz-Zentrum?</p> <h2>Betriebsrat hofft auf „konkrete Entscheidungen“</h2> <p>Wann es dazu eine Entscheidung gibt, lassen der Insolvenzverwalter und das Sozialministerium offen. Der Betriebsrat weiß es offenbar nicht, drängt aber bei allem Verständnis für die komplizierten Prozesse darauf, dass die bisherigen Äußerungen und Willensbekundungen „nun in konkrete Entscheidungen verwandelt werden, die der Belegschaft wie auch den aktuellen und zukünftigen Patienten vor Ort Sicherheit geben.“</p> <p>Bis dahin schöpfen die Beschäftigten, aber auch viele Patienten und ihre Angehörigen aus den vielen Unterstützungsbekundungen aus der Öffentlichkeit Kraft. Im Zusammenhang mit der Petition für den Erhalt der Klinik gebe es „viele bewegende und ermutigende Statements“, so Betriebsratsvorsitzender Maier. Auch Konstanzer Persönlichkeiten wie der langjährige CDU-Stadtrat Wolfgang Müller-Fehrenbach haben sich bereits für die Herz-Klinik starkgemacht, oft aufgrund ganz persönlicher Betroffenheit. Ob sie damit Erfolg haben, dürfte sich in den nächsten Wochen erweisen – denn die Uhr für das Herz-Zentrum tickt.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Schicksalstage für das Herz-Zentrum Konstanz: Wie lange hält die Klinik noch durch?]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 14:09:04 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Kommentar: Sobald ein Neubau angekündigt wird, sind Anwohner dagegen. Schwierig!  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/kommentar-sobald-ein-neubau-angekuendigt-wird-sind-anwohner-dagegen-schwierig-04-11-25;art372448,12508726 ]]></link>      <description><![CDATA[  Immer nur Nein zu sagen ist einfach – wenn man selbst schon in Konstanz lebt und sich den Blick nicht verbauen lassen will. Die Devise heißt aber „Nicht verhindern, sondern gestalten“, meint Redakteurin Kirsten Astor.  ]]></description>
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          Immer nur Nein zu sagen ist einfach – wenn man selbst schon in Konstanz lebt und sich den Blick nicht verbauen lassen will. Die Devise heißt aber „Nicht verhindern, sondern gestalten“, meint Redakteurin Kirsten Astor.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/kommentar-sobald-ein-neubau-angekuendigt-wird-sind-anwohner-dagegen-schwierig-04-11-25;art372448,12508726]]></guid>
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        Immer nur Nein zu sagen ist einfach – wenn man selbst schon in Konstanz lebt und sich den Blick nicht verbauen lassen will. Die Devise heißt aber „Nicht verhindern, sondern gestalten“, meint Redakteurin Kirsten Astor.



        <p>Ja, man kann immer aus Prinzip gegen alles sein. Zu massiv, zu teuer, falscher Standort – diese Argumente wiederholen sich regelmäßig, wenn irgendwo in Konstanz ein neues Bauprojekt angekündigt wird. Dabei weiß inzwischen jeder (außer CDU-Bauministerin Nicole Razavi, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/mietpreisbremse-in-konstanz-soll-bleiben-stadt-schickt-signal-nach-stuttgart;art372448,12505803" target="_blank" title="Signal nach Stuttgart: Die Mietpreisbremse soll bleiben! Doch es geht um viel mehr">die die Mietpreisbremse für Konstanz abschaffen will</a>), dass Wohnraum hier ein extrem knappes und deshalb teures Gut ist.</p> <p>Gleichzeitig melden Unternehmen, Kitas und Krankenhäuser, dass sie nur dann das nötige Personal finden, wenn sie mit dem Arbeitsvertrag auch gleich eine bezahlbare Unterkunft anbieten. Deshalb sollte jeder Bagger und jeder Kran in Konstanz willkommen sein. Und jedes Stadtviertel muss seinen Beitrag dazu leisten, neue Bürgerinnen und Bürger aufzunehmen.</p> <p>Das ist noch nicht überall Konsens. Gerade im beschaulichen Allmannsdorf und im einstigen Fischerdorf Staad scheint oft die Devise zu gelten: Wir sind schon hier, jetzt ist das Boot voll. Gebaut werden müsse natürlich, da sind sich auch die meisten Ureinwohner einig – aber bloß nicht in den niedlichen Straßen mit den Fischen im Namen, bloß nicht neben dem eigenen Haus und bloß nicht auf einem Acker am Ortsrand.</p> <p>So gab es viele Diskussionen um die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/in-konstanz-entsteht-neuer-wohnraum-nah-am-bodensee-wird-neu-gebaut;art372448,12496446" target="_blank" title="Eine Lücke wird geschlossen: In Allmannsdorf entstehen 43 neue Wohnungen">Neubauten in der Amalienstraße</a>, Kritik am neuen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/geplanter-neubau-in-konstanz-erzuernt-anwohner-da-spucken-uns-die-leute-in-den-garten-30-10-25;art372448,12507336" target="_blank" title="Anwohner kritisieren geplanten Neubau am Tannenhof: „Da spucken uns die Leute in den Garten!“">Edeka-Markt mit Wohnungen am Tannenhof</a>, Widerstand von Nachbarn gegen einen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/aerger-in-staad-anwohner-wollen-gegen-neubauplaene-klagen;art372448,11863773" target="_blank" title="Ärger in Staad: Anwohner wollen gegen Neubaupläne klagen">Neubau im Renkenweg</a>. Und auch zum Abriss und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/streit-um-neubau-in-allmannsdorf-buerger-kritisieren-abweichungen-vom-bebauungsplan;art372448,12495721" target="_blank" title="Allmannsdorf verändert sich weiter: Abbruch und Neubau an einer „sensiblen Ecke“">Neubau in der Schiffstraße 6</a> äußert ein Nachbar schon seinen Unmut, obwohl die Pläne noch ganz am Anfang stehen.</p> <p>Die reflexhafte Ablehnung von Neubebauung ist schwierig. Allen voran schreitet die Bürgervereinigung Allmannsdorf-Staad (BAS) mit Argumenten wie: die neuen Häuser seien ein „Fremdkörper im Ortsbild“, sie zerstörten den „dörflichen Charakter“. Ist das so? Wer mit offenen Augen durch den Ort geht, dem fallen einige großvolumige Gebäude auf, die schon seit Jahrzehnten an Ort und Stelle stehen.</p> <p>Auch damals waren bestimmt nicht alle Nachbarn begeistert; heute stört sich daran niemand mehr. So wird es später auch mit der Amalienstraße sein, mit der Jungerhalde-West, dem Tannenhof. Auch auf diesem schönen Fleckchen Erde kann die Zeit nicht stillstehen – trotzdem wird aus Allmannsdorf niemals Allmannsstadt werden.</p> <p>Wer möchte, dass das Gemeinwesen auch in Zukunft funktioniert, muss seinen Beitrag leisten. Es gibt kein Grundrecht auf einen sonnigen Balkon oder unverbauten Seeblick. Das sind Luxusprobleme aus der Sicht derer, die verzweifelt eine Bleibe suchen. Dennoch hat die BAS in einem Punkt recht: Oft fühlen Bürger sich von Planungen überrumpelt. Wenn die Verwaltung es ernst meint mit Beteiligung, muss sie die Bevölkerung stärker von Beginn an einbinden. Ansonsten wird das Misstrauen zwischen Bürgern und Ämtern nur größer.</p> <p>Allerdings, liebe Allmannsdorfer: Wer zurecht Luxusprojekte kritisiert, dann aber ein Quartier auf einem ungenutzten Acker ablehnt, das eine neue Heimat für rund 400 Menschen mit niederem und mittleren Einkommen bieten kann, macht sich unglaubwürdig.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Städtebau Kommunalpolitik Bürgerinitiative thema-heimat-stadtentwicklung thema-politik-lokal thema-gesellschaft-engagement serie-stadtgespräch-kn]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Kommentar: Sobald ein Neubau angekündigt wird, sind Anwohner dagegen. Schwierig!]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 12:48:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neuer Konstanzer Polizeipräsident: "Kriminalität ist kein Herkunftsproblem"  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/neuer-konstanzer-polizeipraesident-kriminalitaet-ist-kein-herkunftsproblem;art417930,12510096 ]]></link>      <description><![CDATA[  Seit fast 100 Tagen leitet Jürgen von Massenbach-Bardt das Präsidium. Wie er auf Diskussionen über Migration und fehlenden Respekt blickt – und welche neue Generation Polizisten er heranwachsen sieht.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Seit fast 100 Tagen leitet Jürgen von Massenbach-Bardt das Präsidium. Wie er auf Diskussionen über Migration und fehlenden Respekt blickt – und welche neue Generation Polizisten er heranwachsen sieht.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/neuer-konstanzer-polizeipraesident-kriminalitaet-ist-kein-herkunftsproblem;art417930,12510096]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Seit fast 100 Tagen leitet Jürgen von Massenbach-Bardt das Präsidium. Wie er auf Diskussionen über Migration und fehlenden Respekt blickt – und welche neue Generation Polizisten er heranwachsen sieht.



        <p><strong>Herr von Massenbach-Bardt, Sie sind seit wenigen Wochen im Amt, nächste Woche werden es hundert Tage. Wenn Sie morgens ins Präsidium kommen – was liegt da auf Ihrem Schreibtisch? Was beschäftigt Sie aktuell am meisten?</strong></p> <p><em>Jürgen von Massenbach-Bardt:</em> Morgens schaue ich zuerst auf die Lage: Was ist in der Nacht passiert, wo gibt es Schwerpunkte, was müssen wir klären? Heute war es ruhig, ein Verkehrsunfall, sonst nichts Außergewöhnliches. Natürlich blicke ich dabei nicht nur auf Konstanz, sondern auf das ganze Präsidium und auch auf Baden-Württemberg insgesamt. Überraschend war in den ersten Wochen wenig. Ich hatte mich intensiv vorbereitet, als klar war, dass ich diese Aufgabe übernehme.</p> <p><strong>Wie würden Sie die Sicherheitslage in Ihrem Präsidiumsbereich beschreiben?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Insgesamt leben wir hier in einer objektiv sicheren Region. Das Polizeipräsidium Konstanz deckt einen eher ländlich geprägten Raum ab – das ist nicht mit Großstädten wie Stuttgart oder Mannheim zu vergleichen. Aber Sicherheit ist nicht nur Statistik. Jede wahrnehmbare Straftat löst Unruhe aus, gerade dort, wo diese Kriminalität nicht alltäglich ist. Das Sicherheitsgefühl kann dann stärker beeinträchtigt sein als in verdichteten Räumen, wo solche Delikte alltäglicher erscheinen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person</span><span>Jürgen Freiherr von Massenbach-Bardt, Jahrgang 1965, ist seit Sommer 2025 Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Konstanz. Er trat 1985 in den Polizeidienst ein, stieg 1994 in den gehobenen und 2000 in den höheren Polizeivollzugsdienst auf. Er war im Innenministerium beschäftigt, bei der Bereitschaftspolizei Böblingen und an der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen, zuletzt als Vizepräsident. Von Massenbach-Bardt war bereits 2024 als Nachfolger vorgesehen, konnte das Amt jedoch zunächst nicht antreten, weil die Staatsanwaltschaft gegen ihn und weitere Führungskräfte wegen des Verdachts manipulierter Leistungsnachweise ermittelte. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/neuer-konstanzer-polizeipraesident-uebernimmt-jetzt-tatsaechlich-sein-amt;art417930,12449820" title="Nach Monaten der Ungewissheit: Das Polizeipräsidium Konstanz steht vor einem Neubeginn">Der Verdacht bestätigte sich nicht – das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt</a>, von Massenbach-Bardt vollständig entlastet. Das Polizeipräsdium Konstanz ist für die Landkreise Konstanz, Schwarzwald-Baar, Tuttlingen und Rottweil zuständig.</span></label></div> <p><strong>Wo liegt aus Ihrer Sicht der größte Handlungsdruck – auf der Straße, in der Organisation oder bei den Ermittlern?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Schwerpunkt ist für mich immer die Präsenz. Die Menschen wollen Polizei sehen, sie wollen wissen, dass jemand da ist. Das Sicherheitsgefühl ist Teil der Lebensrealität, es prägt die Lebensqualität. Um hierauf angemessen reagieren zu können, müssen wir unser Personal effizient einsetzen und nachvollziehbar erklären, warum wir wo Schwerpunkte setzen. Grundlage sind objektive Daten, aber auch die subjektive Wahrnehmung vor Ort.</p> <p><strong>Welche Deliktfelder binden derzeit die meiste Polizeiarbeit?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Ein klarer Schwerpunkt liegt im Bereich digitaler Kriminalität – also Cyber-Trading, Schockanrufe, Callcenter-Betrug oder falsche Polizeibeamte. Menschen werden über das Internet oder über soziale Medien dazu gebracht, Geld zu investieren, und verlieren zum Teil sehr hohe Summen. Diese Täter agieren international, versiert und emotional geschickt. Sie nutzen Sorgen um Angehörige oder das Vertrauen in Behörden aus. Das ist für viele Betroffene existenziell und für uns ein riesiges Arbeitsfeld.</p> <p><strong>Warum gelingt es nicht, diesen Phänomenen spürbar beizukommen?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Weil viele Faktoren zusammenspielen. Viele Menschen glauben möglicherweise, sie selbst würden nie betroffen sein, und erkennen den Betrug erst spät. Zugleich verändern sich die Methoden ständig. Ich spreche ungern von „Professionalisierung der Kriminalität“, aber die Täter agieren technisch und psychologisch skrupellos und immer ausgefeilter. Dadurch greifen einfache Überprüfungen oft nicht mehr. Dazu kommt die Verlockung, mit einer vermeintlich sicheren Geldanlage Gewinn zu machen – und im Bereich der Schockanrufe die emotionale Manipulation. Das macht es so schwierig.</p> <p><strong>Man hört oft, Kriminelle seien technisch besser ausgestattet als die Polizei. Stimmen Sie dem zu?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Nein. Wir haben sehr gute Leute und Systeme. Ich kenne das Thema aus meiner Zeit an der Hochschule: Im Bereich Cybercrime sind unsere Spezialistinnen und Spezialisten hervorragend geschult. Natürlich ist die Entwicklung rasant, und man muss ständig am Ball bleiben – aber qualitativ stehen wir sehr gut da. Die Herausforderung liegt nicht in mangelndem Wissen, sondern in der Masse und der Geschwindigkeit der Fälle.</p> <p><strong>Unterdessen wird auf den Straßen der Ton rauer. Viele Polizistinnen und Polizisten berichten von weniger Respekt. Spüren Sie das ebenfalls?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Ja. Ich nehme das als gesamtgesellschaftliches Phänomen wahr. Autorität – im positiven Sinn verstanden – wird weniger anerkannt. Maßnahmen werden schneller hinterfragt, jede Handlung sofort kommentiert. Das macht die Arbeit im Einsatz deutlich schwieriger. Ich habe großen Respekt vor den Kolleginnen und Kollegen, die unter diesen Bedingungen professionell bleiben und trotzdem Ruhe bewahren.</p> <p><strong>War das früher anders?</strong></p> <p>Von Massenbach-Bardt: Ja, das glaube ich. Als ich selbst im Streifendienst war, wurden Anordnungen in der Regel akzeptiert. Heute wird fast alles sofort diskutiert – verbal oder über soziale Medien. Das ist Teil eines kulturellen Wandels, der weit über die Polizei hinausgeht.</p> <p><strong><a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/innenminister-strobl-bestaetigt-suedbaden-testet-polizei-taser-pilotprojekt-an-vier-standorten-laeuft;art417930,12421054" title="Nun also doch: Testlauf in Südbaden mit Tasern für die Polizei">In mehreren Präsidien des Landes wird der Taser erprobt</a>, nicht in Konstanz. Braucht es solche Mittel auch hier?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Man muss die Ergebnisse dieser Erprobung abwarten. Das sogenannte Distanz-Elektroimpulsgerät kann in bestimmten Situationen sehr hilfreich sein. Ich bin gespannt, wie die praktischen Erfahrungen ausfallen. Es ist sicher kein Allheilmittel, aber ein weiteres Einsatzmittel, das in einzelnen Szenarien sinnvoll sein kann. Entscheidend ist zu wissen, wann es angemessen ist.</p> <p><strong>In der <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/stadtbilder-am-bodensee-und-im-schwarzwald-was-maedchen-muetter-und-zahlen-sagen;art417930,12506088" title="Die Stadtbilder am Bodensee und im Schwarzwald: Was Mädchen, Mütter und Zahlen sagen">Stadtbild-Debatte war viel von Verunsicherung die Rede</a> – vor allem abends, an Bahnhöfen oder in Parks. Hat sich das Sicherheitsgefühl verändert?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Das variiert stark. Sicherheitsgefühl hängt immer vom Ort und der subjektiven Wahrnehmung ab. Es gibt kommunale Bereiche, in denen bestimmte Plätze zeitweise zu Brennpunkten werden, weil sich dort bestimmte Gruppen treffen. Wenn sich das Umfeld verändert, kann sich das auch wieder beruhigen. Oft reicht eine einzelne Tat, um das Empfinden einer ganzen Stadt zu verändern – selbst wenn es nur ein Einzelfall ist.</p> <p><strong>Wer trifft sich an solchen Orten?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Das Spektrum ist breit: Jugendliche, junge Erwachsene, Motorradfahrer, Feiernde, Menschen mit Interesse an Alkohol oder Drogen – oder einfach Gruppen, die zusammen Zeit verbringen. Solche Dynamiken sind alltäglich. Wenn Orte ungepflegt wirken oder schlecht beleuchtet sind, entsteht schnell ein Gefühl von Unsicherheit. Die Kriminologie kennt das als „<a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/singen/fuer-weniger-muell-auf-singens-strassen-kriminalpraevention-will-mit-video-fuer-das-thema-sensibilisieren;art372458,10657303" title="Für weniger Müll auf Singens Straßen: Kriminalprävention will mit Video für das Thema sensibilisieren">Broken-Windows-Theorie</a>„: Wo Vernachlässigung sichtbar wird, wächst auch subjektive Unsicherheit.</p> <p><strong>Gibt es Orte, vor denen Sie selbst Ihre Kinder warnen würden?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Mir fällt hier im Bereich des Präsidiums keiner ein, wo ich das sagen müsste. Natürlich sollte man sich immer bewusst bewegen – aber objektiv gefährliche Orte sehe ich derzeit nicht.</p> <p><strong>In der öffentlichen Debatte wird Kriminalität oft mit Migration in Verbindung gebracht. <a href="https://www.nzz.ch/feuilleton/frank-urbaniok-ueber-gewalt-schwimmbad-pruntrut-lausanne-polizei-berlin-clans-migration-integration-rassismus-ld.1901702" target="" title="" rel="noopener">Der forensische Psychiater Frank Urbaniok sagt</a>, bestimmte Gewaltdelikte gäbe es ohne Migration gar nicht in dieser Häufigkeit. Wie sehen Sie das?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Man muss hier sehr differenzieren. Natürlich gibt es Deliktsfelder, in denen Menschen mit Migrationshintergrund auffallen. Aber Kriminalität ist kein Herkunftsproblem, sondern nach meiner Einschätzung vor allem auch eine Frage von Lebensumständen, Milieus und sozialer Integration. Wir müssen aufpassen, dass wir das Sicherheitsgefühl nicht an der Herkunft festmachen. Entscheidend ist, wie Menschen leben und welche Perspektiven sie haben. Eine pauschale Zuschreibung wäre falsch.</p> <p><strong>Innenminister Strobl spricht von einer Trendwende bei der Personalausstattung. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/1250-angehende-polizisten-in-villingen-schwenningen-vereidigt-aber-hat-das-land-genug-polizisten;art417930,12501653" title="1250 angehende Polizisten in Villingen-Schwenningen vereidigt: Aber hat das Land genug Polizisten?">Gleichzeitig heißt es, auch im Präsidium Konstanz fehlen rund zehn Prozent der Stellen</a>. Wie passt das zusammen?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Wir sind solide aufgestellt, aber es gibt natürlich Lücken. Personalausstattung ist kein statischer Zustand – sie hängt von Ausbildung, Ruheständen und Aufgabenentwicklung ab. Entscheidend ist, dass wir die vorhandenen Kräfte effizient einsetzen und Schwerpunkte setzen, wo sie nötig sind. Die Trendwende spüren wir: Die Ausbildungskapazitäten wurden erhöht, der Nachwuchs ist motiviert. Aber die Anforderungen an die Polizei steigen gleichzeitig, deshalb bleibt Personalplanung eine Daueraufgabe.</p> <p><strong>Wie verändert sich die Polizei durch die neue Generation, die jetzt nachrückt?</strong></p> <p><em>Von Massenbach-Bardt:</em> Ich nehme da viele positive Entwicklungen wahr. Die jungen Kollegen bringen ein anderes Selbstverständnis mit: Sie hinterfragen mehr, wollen verstehen, warum sie etwas tun. Das fordert die Führung, ist aber auch eine Chance. Wir erleben eine Generation, die Kommunikation und Reflexion sehr ernst nimmt, die zugleich technisch versiert ist und vieles mitbringt, was wir im digitalen Zeitalter brauchen. Ich halte das für eine große Stärke.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Neuer Konstanzer Polizeipräsident: "Kriminalität ist kein Herkunftsproblem"]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 17:01:17 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[„Ich habe das Selbstständig-Werden unterschätzt“: Youtuber Oskar Bücklein gibt Jugendlichen Tipps  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/youtuber-oskar-buecklein-vom-bodensee-ich-habe-das-selbststaendig-werden-unterschaetzt;art372448,12509577 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der 23-Jährige und sein Vater Tobias Bücklein veröffentlichen ein Buch mit ernsthaften Ratschlägen, humorvoll aufgeschrieben. Denn Oskar weiß heute, dass sich der Streit mit seiner Mutter um die Wäsche gelohnt hat.  ]]></description>
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          Der 23-Jährige und sein Vater Tobias Bücklein veröffentlichen ein Buch mit ernsthaften Ratschlägen, humorvoll aufgeschrieben. Denn Oskar weiß heute, dass sich der Streit mit seiner Mutter um die Wäsche gelohnt hat.<br>
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        Der 23-Jährige und sein Vater Tobias Bücklein veröffentlichen ein Buch mit ernsthaften Ratschlägen, humorvoll aufgeschrieben. Denn Oskar weiß heute, dass sich der Streit mit seiner Mutter um die Wäsche gelohnt hat.



        <p>Oskar Bücklein ist kein gewöhnlicher junger Mann. Schon im Alter von elf Jahren fing er an, Youtube-Videos zu veröffentlichen. Das lief so gut, dass er mit 16 Jahren seine ersten Verträge vorliegen hatte und darüber entscheiden sollte, mit welchen Werbepartnern er eine Kooperation eingeht.</p> <p>Die Schule schloss er mit der Mittleren Reife ab, eine Ausbildung absolvierte er nicht, auch studieren wollte er nie. „Ich habe einfach weitergemacht mit Social Media“, sagt der heute 23-Jährige. Mit 18 Jahren verließ er das Elternhaus und zog nach Köln. „Vor diesem Schritt hatte ich keine Angst, denn ich wurde von meinen Eltern früh in den Haushalt eingebunden und dachte, ich kann ja schon vieles“, sagt Oskar Bücklein.</p> <p>Er sollte sich gewaltig täuschen. „Ich dachte: Geil, mir gehört die Welt, aber dann kam schnell der Realitäts-Check. In dem Ausmaß hatte ich das nicht erwartet“, sagt er im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Wäsche waschen, eine Glühbirne wechseln und das Flusensieb im Trockner säubern – all das konnte Oskar beim Auszug, auch wenn er weiß, dass das nicht bei allen Jugendlichen selbstverständlich ist.</p> <p>„Das Thema Wäsche war mega nervig, darum gab es so viel Streit, bis Mama gesagt hat, dass sie nicht mehr für mich wäscht“, erzählt er. „Doch nach dem Auszug war ich froh, dass ich bei vielen Dingen in die Pflicht genommen wurde.“</p> <p>Aber: Wie finde ich in einer fremden Stadt neue Ärzte? Bei welchem Stromversorger schließe ich einen Vertrag ab, wie bekomme ich die Wasserhärte heraus und was esse ich? „All das war jahrelang von den Eltern vorgegeben“, sagt Oskar Bücklein. „Als ich mir in Köln was kochen wollte, fand ich kein einziges Gewürz im Schrank.“</p> <h2>Endlich war die Schule fertig – dann kamen die Fragezeichen</h2> <p>Mit einem Mal fehlte die vorgegebene Struktur. „Schule hat mich jahrelang nur genervt, aber es war krass, wie viel Energie es mich gekostet hat, selbst eine neue Struktur zu finden, als der Unterricht wegfiel“, erkennt der Konstanzer in der Rückschau. Kurz nach dem Auszug rief er „unendlich oft“ zu Hause an. „Es lagen dauernd Briefe im Briefkasten mit vier Seiten Zahlen drauf. Ich habe meine Eltern gefragt, was die zu bedeuten haben.“ Nach und nach wich das Gefühl der Überforderung, inzwischen kann Oskar eine Nebenkostenabrechnung lesen.</p> <p>Seine Erfahrungen auf dem Weg ins selbstständige Leben möchte der 23-Jährige mit jungen Menschen teilen. Aber nicht solo, sondern mit Vater Tobias Bücklein, 58 Jahre. „Wir treten schon lange in den sozialen Netzwerken allein, aber auch als Vater-Sohn-Gespann auf“, sagt Tobias Bücklein, der als Musiker, Autor und Moderator bekannt ist.</p> <p>„Deshalb hatten wir nie die klassische Vater-Kind-Beziehung, aber immer eine gute“, ergänzt Oskar. Auch über das Erwachsenwerden hatten die beiden sich öfter im Internet unterhalten – bis ein Verlag fragte, ob daraus nicht ein Buch werden könne.</p> <h2>Sohn und Vater schreiben „Survival-Guide fürs echte Leben!“</h2> <p>Dieses Buch erscheint Mitte November 2025 und trägt den Titel „Plötzlich erwachsen – und jetzt? Dein Survival-Guide fürs echte Leben!“. Vater und Sohn berichten von ihren eigenen Erfahrungen, angereichert mit Fakten und einer Coaching-Ebene, wie Tobias Bücklein erklärt: „Beispiel Mietvertrag. Da geben wir nicht die Empfehlung xy, sondern nehmen einen Perspektivenwechsel vor, damit unser Tipp auch in zehn Jahren noch valide ist – unabhängig davon, welche Medien es dann gibt.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person und dem Buch</span><span>Oskar Bücklein, 23 Jahre, besuchte nach der Grundschule zunächst das Suso-Gymnasium, wechselte aber auf die Gemeinschaftsschule Gebhard und schloss sie 2019 mit der Mittleren Reife ab. Seit 2013 erstellt er <a href="https://www.youtube.com/@dieseroskar" target="_blank" title="" rel="noopener">Youtube-Videos</a> und ist auf Instagram als <a href="https://www.instagram.com/dieseroskar/" target="_blank" title="" rel="noopener">@dieseroskar</a> unterwegs, sein Vater Tobias Bücklein als @dieserdad. Im Jahr 2021 zog Oskar nach Köln und arbeitet weiterhin mit Social Media im Bereich Smart Home und Inneneinrichtung. Das Buch „Plötzlich erwachsen“ ist ab Montag, 17. November 2025, im Handel.</span></label></div> <p>Als Vater sei er bei seinen Kindern oft so vorgegangen. „Ich habe sie gefragt: Wenn du Vermieter wärst, welche Art von Mieter würdest du suchen?“ Das Buch mache nur mit Oskar Sinn. „Er kann schreiben, welche unserer Tipps hängengeblieben sind“, sagt Tobias Bücklein und ergänzt lachend: „Außerdem gilt nicht mehr alles, was ich in meiner Jugend erfahren habe.“</p> <p>Die beiden verpacken ihre Ratschläge humorvoll. „Ich habe dafür gesorgt, dass sich 16- und 17-Jährige beim Lesen nicht langweilen“, sagt Oskar. Zwei Fragen müssen aber erlaubt sein: Warum schreiben zwei Youtuber ausgerechnet ein Buch, anstatt ihre Tipps online zu verbreiten? Und lesen junge Menschen überhaupt noch Gedrucktes?</p> <p>„Ein Buch zu veröffentlichen, stand schon länger auf meiner Bucket List“, sagt Oskar Bücklein, also auf der Liste der Dinge, die er im Leben erreichen möchte. „Ich lese selbst sehr gern, da nimmt man den Inhalt viel ungestresster mit. Das ist nachhaltiger, während Social Media schon sehr schnell und oberflächlich ist.“</p> <p>Solche Worte aus dem Mund eines jungen Mannes, der mit Social Media sein Geld verdient? „Ja, und davon müssen wir die Jugendlichen noch viel mehr überzeugen“, sagt der 23-Jährige und gibt ein Beispiel aus seinem Leben. „In der Schule fand ich es cool, mit dem iPad zu arbeiten, einen digitalen Stift zu haben und Diagramme einzufügen. Im Nachhinein musste ich lernen, dass viel mehr im Kopf hängen bleibt, wenn man Dinge mit Papier und Stift notiert und die Blätter zum Lernen auf dem Tisch ausbreiten kann.“</p> <div class="embed-2click embed-video" data-fcms-method="embed_2click" data-fcms-embed-content="&lt;div class="article-video-youtube article-module article-iframe-wrapper"&gt; &lt;iframe allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen frameborder="0" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/iPVlIOnJlaw" width="100%"&gt;&lt;/iframe&gt; &lt;/div&gt;" data-fcms-embed-type="youtube" data-fcms-embed-mode="provider" data-fcms-embed-storage="local"> <aside class="embed-consent" style="display:none;" data-fcms-embed-container="activate"><span>Wir benötigen ihre Einwilligung, um YouTube anzuzeigen</span> Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann YouTube Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten, auch in Staaten außerhalb der EU mit einem niedrigeren Datenschutz-Niveau, worin Sie ausdrücklich einwilligen. Die Einwilligung gilt for Ihren aktuellen Seitenbesuch, kann aber bereitswährenddessen von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden. <div class="embed-toggle"><label><input type="checkbox" data-fcms-embed-action="click" /> Akzeptieren und anzeigen</label> <a href="https://www.suedkurier.de/datenschutz" title="Datenschutzerklärung"></a></div> </aside> <aside class="embed-consent" style="display:none;" data-fcms-embed-container="consentDenied"><span>Wir benötigen ihre Einwilligung, um YouTube anzuzeigen</span> Hier kann mit Ihrer Zustimmung ein externer Inhalt geladen werden, der den Inhalt ergänzt. Mit Ihrer Zustimmung kann YouTube Ihre personenbezogene Daten erheben und auch in Staaten außerhalb der EU mit einem niedrigeren Datenschutz-Niveau verarbeiten. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit widerrufen, indem Sie auf den Privatsphäre-Link am Seitenende klicken. <div class="embed-toggle"><label><input type="checkbox" data-pid="BJz7qNsdj-7" onclick="UC_UI.acceptService(this.dataset.pid);window.fcmsRefreshEmbedState();" /> Akzeptieren und anzeigen</label> <a href="#" onclick="UC_UI.showSecondLayer();return false;" title="Mehr Informationen"></a></div> </aside> <div class="embed-content"> <div style="display:none;" data-fcms-embed-container="embed"></div> <aside class="embed-toggle" style="display:none;" data-fcms-embed-container="deactivate"><label><input type="checkbox" data-fcms-embed-action="click" /> Einwilligung entziehen</label></aside> </div> </div> <p>Auch Tobias Bücklein sagt trotz seiner Ausflüge in die digitale Welt: „Ich bin ein Bühnenmensch und möchte wieder mehr Echtes machen.“ Gerade beim Thema Selbstständigwerden sei das Berieseln mit Clips nicht der richtige Zugang. „Wenn man was über sein eigenes Leben lernen möchte, muss man sich schon selbst anstrengen“, findet er.</p> <h2>Oskar: „Früher dachte ich, Erwachsensein heiße, alles zu wissen“</h2> <p>Trotz oder gerade wegen seiner gründlichen Auseinandersetzung mit dem Reifeprozess fühlt Oskar Bücklein sich noch nicht erwachsen. „Ne, ich treffe jeden Tag auf Dinge, die ich noch nicht weiß“, sagt der 23-Jährige. Ihn habe es befreit, beim Schreiben seine Vorstellung vom Erwachsensein geändert zu haben.</p> <p>„Früher dachte ich, Erwachsensein heiße, alles zu wissen. Ich fragte mich, warum ich manche Dinge auch mit 20 Jahren noch nicht wusste“, sagt Oskar. „Es hat viel Druck von mir genommen, als mir klar wurde, dass das gar nicht sein muss. Vielleicht wird man erwachsen, wenn man Kinder bekommt.“ Vater Tobias überlegt: „Vielleicht bedeutet Erwachsensein, dass man die Verantwortung für sein Tun übernimmt.“</p> <p>Die beiden freuen sich nun darauf, das gemeinsame Werk bald in den Händen zu halten. Bis dahin versuchen sie, jungen Leuten und Eltern das Lesen schmackhaft zu machen. „Natürlich mit Memes und cool geschnittenen Erklärvideos“, sagt Oskar Bücklein. So ganz ohne Social Media kommt dieses Buch eben doch nicht aus.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Mutter Eltern-Kind-Beziehung Psychologie thema-gesellschaft-familie thema-leben-psychologie]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[„Ich habe das Selbstständig-Werden unterschätzt“: Youtuber Oskar Bücklein gibt Jugendlichen Tipps]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 18:17:43 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Alles glutenfrei und lactosefrei: Diese Konditorin vom Bodensee macht nun ihr eigenes Ding  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/essen-trinken/alles-glutenfrei-und-lactosefrei-konditorin-sandra-brumm-vom-bodensee-macht-nun-ihr-eigenes-gebaeck;art1367817,12509735 ]]></link>      <description><![CDATA[  Sandra Brumm aus Konstanz arbeitet als Konditorin. Jetzt macht sie sich nebenher selbstständig, produziert Dattel-Taler und Gebäck für Menschen mit gesundheitlichen Problemen. So kam die 53-Jährige auf die Idee.  ]]></description>
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          Sandra Brumm aus Konstanz arbeitet als Konditorin. Jetzt macht sie sich nebenher selbstständig, produziert Dattel-Taler und Gebäck für Menschen mit gesundheitlichen Problemen. So kam die 53-Jährige auf die Idee.<br>
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        Sandra Brumm aus Konstanz arbeitet als Konditorin. Jetzt macht sie sich nebenher selbstständig, produziert Dattel-Taler und Gebäck für Menschen mit gesundheitlichen Problemen. So kam die 53-Jährige auf die Idee.



        <p>Sandra Brumm selbst ist nicht betroffen von Zöliakie oder einer Lactoseunverträglichkeit – doch als gelernte Konditorin ist ihr aufgefallen, dass Produkte ohne Gluten und ohne Lactose immer mehr nachgefragt werden. „Wenn ich sechs Stunden in der Konfiserie Eugens arbeite, dann bin ich rund vier Stunden mit betroffenen Menschen beschäftigt“, erzählt sie. „Diese Menschen leiden unter Gluten und Lactose. Und nicht immer finden sie Produkte, die sie auch vertragen.“</p> <p>Diese Erkenntnis war Anlass genug für die 53-Jährige, ihr Wissen und ihre Erfahrung in die Entwicklung eines eigenen Sortimentes zu stecken. „Acht Monate habe ich daran gearbeitet“, berichtet Sandra Brumm und zeigt auf das Ergebnis: „Heraus gekommen sind diese Dattel-Taler und dieses Nuss-Gebäck.“</p> <h2>Das sind die Zutaten für das glutenfreie und lactosefreie Gebäck</h2> <p>Sie versuchte es mit verschiedenen Mehlen, probierte immer wieder ihre Kreationen, veränderte Grammzahlen und Zutaten, ließ Freunde kosten – bis am Ende ihre eigene Kollektion herauskam. „Glutenfrei bedeutet das Weglassen von Weizenmehl“, erklärt Sandra Brumm. „Ich nutze Mais-, Hafer-, Reis-, Süßkartoffel- oder Kichererbsenmehl. Je nachdem, welche Geschmacksnuancen ich benötige.“</p> <p>Und warum kein Buchweizenmehl? „Ganz einfach“, sagt die gelernte Konditorin: „Weil das jeder nimmt.“ Sie hingegen wolle sich etwas unterscheiden vom gängigen Angebot. Die veganen Dattel-Taler sind aus Medjool-Datteln, sie werden verfeinert mit Pistazien, Mandeln, Kokos, Orangen, Walnüssen, Macadamia-Nüssen, Zimt oder Himbeeren – zwölf Variationen bietet sie an.</p> <p>Sie erläutert eines ihrer grundlegenden Ziele bei der Produkt-Entwicklung: „Ich wollte, dass junge Menschen meine Produkte als gesunden und leckeren Snack sehen. Erwachsene sollen sie als Kostbarkeit wahrnehmen.“</p> <h2>Erhältlich sind die Produkte im Dattelhaus in Konstanz</h2> <p>Sandra Brumm ist auf dem zweiten Bildungsweg zur Konditorin geworden. Als gelernte Fremdsprachenkorrespondentin arbeitete sie zuvor einige Jahre bei Altana. Im Zuge des Verkaufs des Unternehmens an Nycomed im Jahr 2006 entschied sie sich gegen eine weitere Zusammenarbeit und für die Abfindung – mit der sie schließlich ihre Ausbildung zur Konditorin finanzierte.</p> <p>Anschließend machte sie sich selbstständig mit dem Online-Shop „Tortenparadies“ und produzierte Torten für Hochzeiten, Geburtstage oder andere Events. Das Geschäft lief gut – bis Corona kam. „Fortan arbeitete ich im Rosgarten-Café, bei Gmeiner Confiserie und Konditorei und jetzt im Eugens“, erzählt sie. „Im Eugens werde ich auch bleiben, aber etwas reduzieren.“</p> <p>Im Dattelhaus in der Zollernstraße werden Sandra Brumms Produkte für 3,90 Euro das Stück angeboten. Der Onlineshop ihres Unternehmens „Fühl Dich frei“ ist noch der in der Mache und soll ab Januar abrufbar sein. Per Mail ist eine Bestellung heute schon möglich, ebenso die Anfrage für eine Produktliste.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li>Sie wollen mehr über die gastronomischen Entwicklungen zwischen Bodensee, Hochrhein und Schwarzwald erfahren? <a href="https://www.suedkurier.de/essen-trinken/" target="_blank" title="Essen &amp; Trinken">Auf unserer Essen&amp;Trinken-Seite behalten Sie den Überblick.</a></li> </ul> </div>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Alles glutenfrei und lactosefrei: Diese Konditorin vom Bodensee macht nun ihr eigenes Ding]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 14:48:24 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bald locken wieder Glühwein und mehr: Das ist für den Konstanzer Weihnachtsmarkt 2025 geplant  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/weihnachtsmarkt-in-konstanz-2025-das-sind-die-neuen-staende-am-bodensee-03-11-25;art372448,12508748 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ohne Michael Breuninger, dafür mit neuen Ständen und erstmals Bratapfel im Angebot startet Ende November der Weihnachtsmarkt. Bald beginnt bereits der Aufbau. Was ist neu, was bleibt und was kostet der Glühwein?  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Ohne Michael Breuninger, dafür mit neuen Ständen und erstmals Bratapfel im Angebot startet Ende November der Weihnachtsmarkt. Bald beginnt bereits der Aufbau. Was ist neu, was bleibt und was kostet der Glühwein?<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Ohne Michael Breuninger, dafür mit neuen Ständen und erstmals Bratapfel im Angebot startet Ende November der Weihnachtsmarkt. Bald beginnt bereits der Aufbau. Was ist neu, was bleibt und was kostet der Glühwein?



        <p>Der Konstanzer Weihnachtsmarkt hat viel zu bieten: Holzhütten direkt am Bodensee, die schön geschmückt und mit leckeren, hübschen oder praktischen Dingen gefüllt sind. Doch im vergangenen Jahr machte der traditionelle Treffpunkt vor allem mit einem Kuriosum Schlagzeilen: dem <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/weihnachtsmarkt-steigt-auf-mehrweggeschirr-um-gespuelt-wird-allerdings-in-stuttgart;art372448,12215050" target="_blank" title="Weihnachtsmarkt steigt auf Mehrweggeschirr um – gespült wird allerdings in Stuttgart">Mehrweggeschirr, das in Stuttgart gespült wird</a>.</p> <p>Darüber können die Veranstalter Tommy Spörrer und Levin Stracke immer noch schmunzeln. Für dieses Jahr haben sie andere Themen auf der Agenda, etwa einen Nachfolger für Michael Breuninger zu finden. Denn der hat im Sommer<a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/weihnachtsueberraschung-im-hochsommer-michael-breuninger-verlaesst-den-konstanzer-weihnachtsmarkt-20-08-25;art372448,12463813" target="_blank" title="Überraschung im Hochsommer: Michael Breuninger verlässt den Konstanzer Weihnachtsmarkt"> nach 35 Jahren seinen Abschied vom Weihnachtsmarkt</a> bekannt gegeben. Die Bestürzung war groß, doch die Veranstalter richten den Blick lieber nach vorn: Breuninger habe ein „eigentlich gleich gutes Angebot“ leider ausgeschlagen, doch ein Nachfolger sei gefunden.</p> <p>Genau genommen sind es sogar zwei, denn Hans-Peter Wolpert und Tino Schumann, bekannt etwa als <a href="https://www.suedkurier.de/essen-trinken/gasthaus-adler-in-allmannsdorf-wirte-machen-schluss-wie-gehts-weiter;art1367817,12169993" target="_blank" title="Wirte des Traditionslokals Adler gehen zum Jahresende: Wie geht‘s in Allmannsdorf weiter?">früherer Wirt des Adlers in Allmannsdorf</a> sowie der Seeoase, werden 2025 erstmals beim Weihnachtsmarkt präsent sein. „Wir hoffen, dass da ein neuer Treffpunkt entsteht“, sagt Tommy Spörrer, dafür habe man ein gutes Duo mit Gastgeber-Qualitäten gefunden.</p> <h2>Wird der Preis für die Tasse Glühwein steigen?</h2> <p>Rund 170 Stände reihen sich jedes Jahr auf der Marktstätte und entlang des Bodenseeufers beim Stadtgarten, darunter sind 40 Gastronomen. Der Anteil derer, die aus der Region kommen, sei mit der Hälfte bis zu zwei Dritteln hoch, so Stracke. Er zählt direkt auf, wer wieder dabei sei, etwa Gasthaus Rommel aus Dettingen, der Ochsenfetzen vom Hirschen in Horn, Familie Nicoletti und Emanuele Lungo aus Litzelstetten.</p> <p>Was die Gastronomen für den Glühwein verlangen werden, können die Veranstalter nach eigenen Angaben nicht beeinflussen. Nachdem der Preis <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/konstanzer-weihnachtsmarkt-2024-wie-viel-kostet-der-gluehwein;art372448,12254031" target="_blank" title="Ho, ho, hoch die Tassen! Sind auch die Preise auf dem Weihnachtsmarkt nach oben gegangen?">im vergangenen Jahr meist zwischen 4 und 4,50 Euro</a> gelegen habe, geht Levin Stracke davon aus, dass in diesem Jahr 4,50 Euro fällig werden. „Damit stehen wir aber etwa im Vergleich mit Stuttgart oder München noch gut da“, ergänzt Tommy Spörrer.</p> <h2>Kapazitätsgrenze wurde noch nie erreicht</h2> <p>Schätzungsweise 500.000 Menschen werden sich während der vier Wochen <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/weihnachtsmarkt-konstanz-2025-termin-oeffnungszeiten-und-highlights-02-11-25;art372448,12504324" target="_blank" title="Weihnachtsmarkt 2025 in Konstanz: Das müssen Sie vor dem Besuch wissen">ab Donnerstag, 27. November, wieder auf dem Weihnachtsmarkt</a> tummeln. „Wir sind noch nie an Kapazitätsgrenzen gestoßen“, sagt Spörrer, und spricht von einer gesunden Enge: Es soll nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig los sein.</p> <p>Und wenn es doch etwas zu eng wird, werde beispielsweise die Straße vor dem Konzil zur Einbahnstraße. „An Engstellen werden auch mal Stände weggenommen“, so der Veranstalter. Dennoch sei es ruhig und friedlich, der Ordnungsdienst habe nicht viel zu tun.</p> <h2>50 Reisebusse am Tag kommen nach Konstanz</h2> <p>Bis zu 50 Reisebusse steuern an einem Samstag den Weihnachtsmarkt an, das sei jede Woche der Tag mit den meisten Besuchern. Besonders der zweite und dritte Samstag seien beliebt, so die Veranstalter. Sie setzen bewusst auf den öffentlichen Nahverkehr, haben für die Busse ein Parksystem entwickelt.</p> <p>Außerdem sei die Zugverbindung wichtig und werde auch rege genutzt, dafür arbeiten Stracke und Spörrer mit der SBB zusammen und bieten etwa Rabatt auf das Zugticket. Viele Besucher rollen auch aus der Schweizer Nachbarschaft an: „Die Schweizer Kundschaft trägt so einen Markt dann doch, weil sie eine Kaufkraft mitbringt“, erklärt Levin Stracke.</p> <p>Generell seien extrem viele Konstanzer auf dem Weihnachtsmarkt, aber auch Menschen aus der gesamten Bodenseeregion, wie Tommy Spörrer ergänzt. Und eben die Reisebusse. Denn der Konstanzer Weihnachtsmarkt sei nicht nur der größte am See, sondern auch in ganz Baden-Württemberg vorne dabei. „Es ist ein ganz schöner Wirtschaftsfaktor geworden“, sagt Spörrer, denn der Weihnachtsmarkt belebe die gesamte Stadt.</p> <h2>Der Aufbau wird mehr als zwei Wochen dauern</h2> <p>Damit das gelingt, haben Spörrer und Stracke jeden Mittwoch eine Besprechung und sind dabei mit hunderten Beteiligten in Kontakt – auch wenn es sich komisch anfühle, im Hochsommer schon an den Weihnachtsmarkt zu denken. Doch jetzt rückt er näher, ab November wird aufgebaut: Erst kommen die Lichterketten, ab 10. November die Christbaumschänke und die Füxlebar sowie eine Woche später dann die restlichen Hütten.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>SÜDKURIER öffnet wieder Türen</span><span>SÜDKURIER-Leser können am 26. November exklusiv einen Abend vor der offiziellen Eröffnung einen Bratapfel und womöglich auch Glühwein genießen; Details zur Aktion „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ werden noch veröffentlicht. Im vergangenen Jahr wollten 350 Menschen dabei sein, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/der-konstanzer-weihnachtsmarkt-macht-auch-grosse-kinder-gluecklich;art372448,12247083" target="_blank" title="Der Konstanzer Weihnachtsmarkt macht auch große Kinder glücklich">die acht Gewinner freuten sich anschließend riesig über die einzigartige Gelegenheit</a>. Dabei berichteten Levin Stracke und Tommy Spörrer lebhaft und beispielhaft, wie viel Aufwand hinter der Großveranstaltung steckt.</span></label></div> <p>Viele Händler oder Gastronomen haben übrigens Stammplätze, am Lageplan wird sich laut Tommy Spörrer auch nichts ändern – der sei teilweise von der Stadt vorgegeben, außerdem über Jahrzehnte ausgetüftelt. Es müsse für Besucher und Händler funktionieren, ergänzt Stracke. Und Händler seien da teils sensibel: „Da geht es um wenige Zentimeter“, beschreibt er die Unterhaltungen, die er teils bei geringen Anpassungen führt.</p> <p>Dass viele Standbetreiber schon so lange dabei sind und im Folgejahr wiederkommen wollen, sei eine schöne Bestätigung. „Viele haben auch ihre Stammgäste, die jedes Jahr wiederkommen“, sagt Stracke, dessen Familie selbst seit Jahrzehnten dem Weihnachtsmarkt verbunden ist. Vor über 30 Jahren hatte sein Vater Heinrich Stracke den Weihnachtsmarkt am See aus der Taufe gehoben.</p> <h2>Jedes Jahr fünf bis zehn Prozent neue Stände</h2> <p>Nachdem nach der Corona-Pandemie zahlreiche Aussteller aufgehört hatten, habe sich das wieder geändert und es gebe eine Warteliste. Doch die Chancen, dabei zu sein, seien gut: Zwischen fünf bis zehn Prozent der Stände würden jedes Jahr neu vergeben. In diesem Jahr seien etwa ein Imker, ein Kakaoproduzent und eine Acrylkünstlerin neu dabei. Nicht zu vergessen, der Bratapfelstand. Irgendwie gehöre Bratapfel zwar zum Winter und Weihnachten, sei aber bisher nicht angeboten worden, so Spörrer.</p> <h2>Mehrweggeschirr wird weiter in Stuttgart gespült</h2> <p>Und was ist nun mit dem Mehrweggeschirr? Das bleibt, weshalb die Verpackungssteuer den beiden keine Sorgen macht. Gespült werde das Geschirr weiterhin in Stuttgart. „Das System lohnt sich trotzdem“, sagt Spörrer. Denn es gebe für sie keine Spülmöglichkeit, die sie vier Wochen lang vor Ort nutzen könnten. Das liegt auch an der Menge, denn es gehe um Geschirr für alle 40 Gastronomie-Betriebe auf dem Weihnachtsmarkt.</p> <p>Außerdem gebe es keinen Anbieter, der das Pfand-System so gut umsetzen kann, damit Geschirr an allen Ständen abgegeben werden kann. „Man muss das Pfand nicht mitschleppen, das ist auch aus Besuchersicht ein Vorteil“, so Spörrer.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Bald locken wieder Glühwein und mehr: Das ist für den Konstanzer Weihnachtsmarkt 2025 geplant]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 11:51:35 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Vorlesungen für alle? Das ist beim kostenlosen Studium Generale in Konstanz möglich  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/als-buerger-kostenlos-die-uni-besuchen-das-ist-beim-studium-generale-in-konstanz-moeglich;art372448,12510051 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Uni Konstanz musste für die Fortführung ihrer öffentlichen Vorlesungsreihe im Wintersemester 2025/26 kämpfen. Der SÜDKURIER hat nach der Auftaktveranstaltung mit den Anwesenden gesprochen. Kommen sie wieder?  ]]></description>
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          Die Uni Konstanz musste für die Fortführung ihrer öffentlichen Vorlesungsreihe im Wintersemester 2025/26 kämpfen. Der SÜDKURIER hat nach der Auftaktveranstaltung mit den Anwesenden gesprochen. Kommen sie wieder?<br>
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        Die Uni Konstanz musste für die Fortführung ihrer öffentlichen Vorlesungsreihe im Wintersemester 2025/26 kämpfen. Der SÜDKURIER hat nach der Auftaktveranstaltung mit den Anwesenden gesprochen. Kommen sie wieder?



        <p>Die Vorlesungen des Studium Generale im Wintersemester 2025/26 befassen sich laut Universität Konstanz mit „Kernthemen der öffentlichen Debatte, darunter Migration, Künstliche Intelligenz und Inklusion“. Die Uni bietet die öffentliche Ringvorlesung seit vielen Jahren an. Sie zielt darauf ab, gesellschaftsrelevante Themen verständlich zu erklären und Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, mit den Vortragenden zu diskutieren.</p> <h2>Professor Daniel Thym spricht über „Migration steuern“</h2> <p>Den Auftakt machte am 28. Oktober Professor Daniel Thym, Asylrechtsexperte und Professor für Öffentliches, Europa- und Völkerrecht an der Konstanzer Uni. In seinem Vortrag „Migration steuern“ sprach er über Zuwanderung als positiven Gewinn und negative Herausforderung zugleich, stellte aktuelle Zahlen und Fakten vor und präsentierte eigene Ansätze für die Migrationspolitik der kommenden Jahre.</p> <p>Dass das Studium Generale auch ein Ort für kritischen Austausch ist, zeigte im Anschluss nicht nur die Diskussion mit dem Publikum, das von dem Juristen unter anderem konkrete Handlungsvorschläge für die Bundesregierung in der Asylpolitik forderte. Gleich zu Beginn wurde die Auftaktvorlesung wegen des teil hitzig debattierten Themas auch <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/vermummte-parolen-und-buhrufe-in-konstanz-migrations-vortrag-an-der-uni-konstanz-gestoert;art372448,12508899" title="Vermummte, Parolen und Buhrufe: Vortrag im Audimax der Uni Konstanz wird gestört">durch eine Protestaktion unterbrochen.</a></p> <h2>Finanzierung des Studium Generale stand auf der Kippe</h2> <p>Ob die Uni die Vorlesungsreihe dieses Jahr weiter finanzieren und anbieten könnte, war jedoch lange unklar. Grund dafür ist die angespannte Haushaltslage. Wie die Universität mitteilt, hätten viele Mitglieder aber an der Reihe festgehalten. Dank des Rückhalts der Universitätsleitung und des Engagements des Koordinationsteams sei es nun möglich, das Studium Generale fortzuführen.</p> <p>Im Wintersemester 2025/26 finden die Vorlesungen jeweils dienstags abends um 18 Uhr im Hörsaal Audimax der Universität statt, allerdings nicht mehr wöchentlich. Alle Veranstaltungen sind öffentlich und kostenlos. Sie werden auch per Livestream übertragen. Für den Zugang muss man sich über die Homepage der Universität <a href="https://uni-konstanz-de.zoom.us/webinar/register/WN_uN7xQiA9Qk2XHWIUgvPT4Q#/registration" target="" title="" rel="noopener">anmelden.</a></p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Programm des Studium Generale 2025/26</span><span>Aufgrund der angespannten Haushaltslage findet das Studium Generale im Wintersemester 2025/26 nicht mehr jede Woche statt. Das aktuelle Programm sieht folgende Termine und Vorträge vor.<br /> <br /> <strong>04.11.2025:</strong> <strong>„Gibt es einen Sprachenkonflikt in der Ukraine?“</strong> Ein Vortrag von Prof. Dr. Bernhard Bremer, Professor für Slavistische Sprachwissenschaft an der Uni Konstanz.<br /> <strong>02.12.2025: „Stehen wir vor einem post-antibiotischen Zeitalter?“</strong> Ein Vortrag von Prof. Dr. Christof Hauck, Professor für Zellbiologie an der Uni Konstanz.<br /> <strong>09.12.2025: „Was macht die Künstliche Intelligenz mit der Wissenschaft?“</strong> Ein Vortrag von Prof. Dr. Thomas Müller, Professor für Philosophie an der Uni Konstanz.<br /> <strong>13.01.2026: „Sport und Bewegung – eine Polypill für Gesundheit in der Lebensspanne?“</strong> Ein Vortrag von Prof. Dr. Alexander Woll, Institutsleiter am Karlsruher Institut für Technologie.<br /> <strong>20.01.2026: „Entwicklung und Sicherheit: Zwischen Skepsis und Hoffnung“</strong> Ein Vortrag von Prof. Dr. Anke Hoeffler, Leiterin der Forschungsgruppe Entwicklung an der Uni Konstanz<br /> <strong>27.01.2026:</strong> Ein Vortrag von Tenure Track Prof. Dr. Lena Barra, Fachbereich Chemie an der Uni Konstanz<br /> <strong>03.02.2026: „Adaptive Spielräume: Behinderung, Kreativität und das Neudenken von Inklusion“</strong> Ein Vortrag von Prof. Dr. Beate Ochsner, Professorin für Medienwissenschaften an der Uni Konstanz.</span></label></div> <h2>Studium Generale: Lohnt sich der Besuch im Audimax?</h2> <p>Rund 60 Menschen lauschten am 28. Oktober dem ersten Vortrag des Studium Generale im Audimax – aber lohnt sich ein Wiederkommen? Der SÜDKURIER hat nach der Auftaktveranstaltung mit Zuschauerinnen und Zuschauern gesprochen. Die eindeutige Antwort der Befragten lautete: Ja.</p> <p>Ingrid Görwitz aus Konstanz kennt das Studium Generale schon lange. „Ich bin jedes Jahr bei Vorträgen hier gewesen, wenn es mich interessiert“, sagte die 70-Jährige gegenüber SÜDKURIER. „Ich habe immer vor, wiederzukommen. Ich finde es immer wieder anregend, so viele Themen und auch Stimmen aus dem Auditorium zu hören.“</p> <p>Auch bei jüngeren Teilnehmern kam die Auftaktveranstaltung der Vortragsreihe an. Leonard Krüger, 25 Jahre, studiert im ersten Master-Semester Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Uni Konstanz. Er sagte nach der Präsentation und Diskussion mit Daniel Thym: „Das lohnt sich auf jeden Fall. Also besonders die Themen, die einen eher gesellschaftspolitischen Bezug haben, finde ich sehr spannend. Das nächste Thema ist beispielsweise etwas, was mir gar nicht so bewusst war, mit dem möglichen Sprachenkonflikt in der Ukraine.“ Die nächste Vorlesung findet am 4. November statt.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Vorlesungen für alle? Das ist beim kostenlosen Studium Generale in Konstanz möglich]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 09:08:25 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Winterzauber auf der Insel Mainau! Das ist neu beim Christmas Garden 2025  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/christmas-garden-2025-auf-der-insel-mainau-oeffnungszeiten-tickets-und-anreise-03-11-25;art372448,12508535 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.  ]]></description>
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          Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.<br>
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        Eine magische Reise in leuchtende Welten – das verspricht der Veranstalter des Christmas Garden auf der Bodensee-Insel. Was Besucher über die Neuerungen, Tickets und Anreise wissen müssen, finden Sie hier.



        <p>Auf dem Rundweg, der über die Insel Mainau führt, können die Besucherinnen und Besucher mehr als 30 Lichtinstallationen erleben – und dabei sind viele neue Besonderheiten geboten. Auch Mainau-Geschäftsführer <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wie-lebt-es-sich-auf-der-mainau-graf-bjoern-diese-geheimnisse-verraet-er;art372448,11788613" target="_blank" title="Wie lebt es sich auf der Mainau, Graf Björn? Diese Geheimnisse verrät der Schlossherr">Björn Graf Bernadotte</a> freut sich darauf, dass von Mitte November bis Anfang Januar 2026 die Blumeninsel wieder in besonderem Licht erstrahlt. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/insel-mainau-80000-menschen-besuchen-christmas-garden-am-bodensee;art372432,12278993" target="_blank" title="Das ist Rekord! Über 80.000 Menschen besuchen Christmas Garden auf der Mainau">Die vergangene Ausgabe besuchten 80.000 Menschen</a>.</p> <p>„Der Christmas Garden ist für uns immer wieder ein besonderes Highlight im Jahr, denn er verbindet Licht- und Gartenkunst mit Begegnung und bringt Menschen in einer warmen, zauberhaften Atmosphäre zusammen. Damit wurde etwas geschaffen, das Menschen jeden Alters für einige Stunden in eine besinnliche Stimmung versetzt“, so der Mainau-Chef.</p> <h2>Wann hat der Christmas Garden geöffnet?</h2> <p>Vom 18. November bis zum 5. Januar 2026 lädt <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/christmas-garden-2025-auf-der-insel-mainau-was-gibts-neues-am-bodensee-03-11-25;art372448,12506002" target="_blank" title="Die Blumeninsel wird wieder zum Christmas Garden – mit vielen neuen Ideen">der Christmas Garden auf der Insel Mainau</a> unter freiem Himmel fast täglich zum Staunen und Genießen ein. Ab 17 Uhr beginnt die Einlasszeit, der letzte Einlass erfolgt um 20 Uhr, Besucher können bis 21.30 Uhr auf der Insel bleiben. An bestimmten Tagen ist der Christmas Garden geschlossen: am 24. und 25. November, am 1. und 2. sowie am 24. und 31. Dezember.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Übrigens:</strong> Hunde, die an einer kurzen Leine geführt werden, dürfen in den Christmas Garden auf der Insel Mainau mitgebracht werden.</li> </ul> </div> <h2>Was gibt es 2025 Neues für die Besucher?</h2> <p>2025/26 hält das Spektakel viele abwechslungsreiche Höhepunkte und einen neu gestalteten Rundweg auf der Insel Mainau bereit, verspricht der Veranstalter C2 Concerts GmbH. Eine Deutschlandpremiere unter den neuen Installationen sind die Feenlichter, die wie Tausende von bunten kleinen Lichtzeichen in der Dunkelheit erscheinen und sich sanft im Wind wiegen.</p> <p>Im Rosengarten sind die Beete mit rot und weiß leuchtenden Rosen geschmückt und in der Mitte sprudelt ein traumhafter Lichtbrunnen. Ein einzigartiges Fotomotiv werden unter anderem auch die wilden Schwäne bieten: Sechs leuchtende Schwäne gleiten über einen 1000 Quadratmeter großen, auf Musik programmierten blauen Glitzersee.</p> <h2>Ist das Fotografieren und Filmen erlaubt?</h2> <p>Apropos Fotomotiv: Die Veranstalter laden herzlich dazu ein, zu fotografieren. Dafür darf auch ein Stativ mitgebracht werden. Auf der Homepage heißt es: „Wir freuen uns, wenn Sie die besondere Atmosphäre des Christmas Garden festhalten und Ihre Eindrücke mit uns auf Instagram, TikTok, YouTube und Facebook unter #christmasgarden teilen.“</p> <p>Wer nun direkt auch die Drohne einpacken möchte, sollte diese zu Hause lassen. Der Veranstalter dazu: „Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass aus Sicherheitsgründen Aufnahmen mit Drohnen nicht gestattet sind.“ Es gilt aber: Foto- und Filmaufnahmen dürfen lediglich zu privaten Zwecken gemacht werden. Aufnahmen zu gewerblichen oder kommerziellen Zwecken sind nicht gestattet.</p> <h2>Wie reise ich am besten an? Wo kann ich parken?</h2> <p>Viele Einheimische kommen mit dem Stadtbus oder mit dem Fahrrad zur Insel Mainau. Die Stadtwerke-Busse der Ringlinien 4/13 und 13/4 halten in der Nähe des Eingangs. Besucherinnen und Besucher von auswärts kommen oftmals mit dem Auto, dem Bus oder auch über das Wasser zum Christmas Garden.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Anreise mit dem Auto:</strong> Wer den Weg zum Christmas Garden per Navi finden möchte, tippt bitte Insel Mainau 1, 78465 Insel Mainau ein. Auf dem Festland-Parkplatz sind ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden. Die Parkgebühren betragen 6 Euro, Inhaber von Jahreskarten zahlen 2 Euro.</li> <li><strong>Mit dem Wohnmobil:</strong> Es steht zudem ein ausgewiesener Wohnmobil-Stellplatz zur Verfügung. Die Parkgebühren liegen auch hier bei 6 Euro (gültig von 7 Uhr bis 23.59 Uhr). Wer über Nacht bleiben möchte, muss zusätzlich den Nachttarif (gültig von 0 Uhr bis 7 Uhr) in Höhe von 12 Euro entrichten.</li> </ul> </div> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Mit Fähre und Bus:</strong> Vom nördlichen Bodenseeufer können Auto-, Wohnmobilfahrer und Fußgänger die Schiffsverbindung Konstanz-Meersburg nutzen. Zu Fuß kann in Konstanz innerhalb von zehn Minuten (oder mit der Linie 1) die Bushaltestelle „Allmannsdorf“ erreicht werden. Dort fährt die Linie 4/13 direkt zur Insel Mainau. Informationen zum Stadtbus auf <a href="https://www.stadtwerke-konstanz.de/bus/fahrplan/" target="_blank" title="" rel="noopener">www.stadtwerke-konstanz.de</a>.</li> <li><strong>Mit dem Schiff:</strong> Die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) bieten einen Shuttleservice an. Ab Unteruhldingen verkehrt das Schiff an den Tagen, an denen der Christmas Garden geöffnet hat.<br /> Ab Meersburg freitags und samstags sowie zusätzlich am ersten Weihnachtsfeiertag. Informationen zu Abfahrtszeiten und Tickets finden Sie auf der <a href="https://www.bsb.de/de/bodensee-erlebnisse/veranstaltungen/christmas-garden-auf-der-mainau" target="_blank" title="" rel="noopener">Website der BSB</a>.</li> </ul> </div> <h2>Gibt es auch Getränke und Speisen auf der Insel?</h2> <p>Im Palmenhaus werden süße Snacks sowie winterliche Cocktails und heiße Getränke für eine kleine Stärkung angeboten. Zudem erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches gastronomisches Angebot entlang des Rundwegs an weihnachtlich dekorierten Hütten, die auch vegetarische, vegane und glutenfreie Speisen anbieten (Kartenzahlung möglich). Beispielsweise können sich die Besucher nach dem Regenbogenweg wärmende Feuerschalen und aromatischer Glühwein oder Punsch zu einer ersten gemütlichen Pause gönnen.</p> <h2>Was ist für Kinder und Familien geboten?</h2> <p>In der Märchenwelt können Familien die bekannten Märchen der Gebrüder Grimm und von Hans Christian Andersen entdecken, und Kinder können bei einer spannenden Märchen-Rallye wetteifern. Im Weihnachtsparadies mit überdimensionalen Süßigkeiten steht zudem ein Rentierschlitten mit leuchtenden Weihnachtsgeschenken. Am Wishing Tree im Schmetterlingshaus können zudem persönliche Weihnachtswünsche platziert werden – vielleicht geht er ja in Erfüllung.</p> <p>Mamas und Papas dürfen für den Nachwuchs übrigens einen Kinderwagen mitbringen. Alle Wege sind barrierefrei (auch gut zu wissen für Besucherinnen und Besucher mit Rollstühlen), dennoch können die natürlichen Gegebenheiten vor Ort eine Herausforderung sein. Fahrräder, Schlitten, Laufräder und sonstige Kinderfahrzeuge dürfen aus Sicherheitsgründen nicht auf das Gelände mitgenommen werden.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Das müssen Eltern wissen:</strong> Kinder bis einschließlich 5 Jahre erhalten kostenlosen Zutritt in den Christmas Garden. Ab 6 Jahren benötigen Kinder ein Ticket, das im <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">Ticketshop</a> gebucht werden kann (mehr dazu weiter unten). Der Zutritt für Kinder unter 14 Jahren ist nur in Begleitung eines Erwachsenen gestattet.</li> <li><strong>Familientage beim Christmas Garden:</strong> Am 19. November, 26. November, 3. Dezember und 10. Dezember können bis zu fünf Personen (zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren oder ein Erwachsener und bis zu vier Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren) für 39,90 Euro den Christmas Garden besuchen. Tickets gibts vorab im <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">Online-Shop</a> oder an der Abendkasse. Dort kosten sie dann 42 Euro.</li> </ul> </div> <h2>Was kosten die Tickets? Wo bekomme ich sie?</h2> <p>Karten gibt es auf <a href="https://www.christmas-garden.de/mainau/tickets/" target="_blank" title="" rel="noopener">christmas-garden.de/mainau</a> sowie auf <a href="https://www.myticket.de/de/christmas-garden-insel-mainau-tickets" target="_blank" title="" rel="noopener">myticket.de</a> und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Tickets für Erwachsene sind ab 20,90 Euro erhältlich. Eintrittskarten für Kinder sind ab 15,90 Euro zu erhalten. Neben den beliebten Familientagen mit attraktiven Familientickets bietet der Christmas Garden Insel Mainau erstmals auch Flex Tickets für Kinder an.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Wichtig zu wissen:</strong> Eine Kartenrückgabe wegen schlechter Witterung ist ausgeschlossen, solange keine akute Gefährdung für die Gäste besteht. Der Christmas Garden findet bei jedem Wetter statt – also auch bei Regen oder Schneefall. Daher wird empfohlen, wetterfeste und warme Kleidung sowie robustes Schuhwerk anzuziehen und gegebenenfalls einen Regenschirm einzupacken.</li> </ul> </div>]]>
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      <pubDate>Mon, 25 Jan 2021 15:50:24 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Diebstahl, Hexerei, Unzucht und Fluchen – dafür wurde man in Konstanz öffentlich hingerichtet  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/bis-vor-200-jahren-waren-hinrichtungen-in-konstanz-oeffentliche-ereignisse-manchmal-musste-der-scharfrichter-oefter-ansetzen;art372448,10719688 ]]></link>      <description><![CDATA[  Wann wurde in Konstanz das letzte Todesurteil vollstreckt? Und wie erlebten die Verurteilten ihre letzten Stunden? Stadtarchivar Jürgen Klöckler gibt im Interview einen Einblick in die schaurige Geschichte der Stadt.  ]]></description>
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          Wann wurde in Konstanz das letzte Todesurteil vollstreckt? Und wie erlebten die Verurteilten ihre letzten Stunden? Stadtarchivar Jürgen Klöckler gibt im Interview einen Einblick in die schaurige Geschichte der Stadt.<br>
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        Wann wurde in Konstanz das letzte Todesurteil vollstreckt? Und wie erlebten die Verurteilten ihre letzten Stunden? Stadtarchivar Jürgen Klöckler gibt im Interview einen Einblick in die schaurige Geschichte der Stadt.



        <p><strong>Herr Klöckler, was können Sie als Stadtarchivar über die letzte gerichtlich veranlasste Hinrichtung in Konstanz sagen?</strong></p> <p>Die Frage muss ich an Sie zurückgeben. Meinen Sie in Anspielung auf den <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/allensbach/ausgrabungen-entlang-der-b33-baustelle-mit-solch-hochkaraetigen-funden-hatte-ich-nicht-gerechnet;art372433,11087591" target="_blank" title="Ausgrabungen entlang der B33-Baustelle: &amp;bdquo;Mit solch hochkarätigen Funden hatte ich nicht gerechnet&amp;ldquo;">ausgegrabenen Galgen bei Allensbach</a> die letzte öffentliche Hinrichtung in Konstanz in der reichsstädtischen Zeit vor 1806?</p> <p><strong>Gab es denn auch danach noch Hinrichtungen in Konstanz?</strong></p> <p>Ja sicherlich. Aber beginnen wir mit der letzten öffentlichen Hinrichtung in Konstanz. Sie lässt sich auf den 23. September 1774 datieren. Es war eine Enthauptung. Zuvor hat es zwischen 1570 und 1774 in Konstanz 89 Hinrichtungen gegeben, also etwa alle zwei Jahre eine. Hinrichtungen waren also nicht alltäglich. Anklagegründe waren vor allem Diebstahl, aber auch <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/allensbach/was-auf-dem-galgenacker-bei-allensbach-geschah-nonnen-der-hexerei-bezichtigt-raeuberbanden-gerichtet-und-ganze-familien-vernichtet;art372433,10714981" target="_blank" title="Die Toten vom Galgenacker: Nonnen der Hexerei bezichtigt, Räuber gerichtet und Familien vernichtet">Mord, Hexerei, Unzucht</a>, Falschschwören und Fluchen.</p> <p><strong>Und wer war dieser letzte Unglückliche?</strong></p> <p>Bei der Verurteilten handelte sich um eine Frau: die 42-jährige, ledige Anna Maria Häberlin. Sie stammte aus Mauren im Thurgau, heute eine Ortschaft der Gemeinde Berg im Bezirk Weinfelden. Der Grund für ihre Hinrichtung lautete „Dieberei“. Sie hatte 74 Gulden gestohlen und war schon sechsmal vorbestraft. Da sie noch im Gefängnis zum Katholizismus übertrat, wurden ihre sterblichen Überreste nach der Hinrichtung auf dem Schottenfriedhof beigesetzt. Der wurde bis zur Eröffnung des heutigen Hauptfriedhofs am 1. Mai 1870 genutzt. Ihre Knochen könnten also bei den Arbeiten am Neubauprojekt „Laubenhof“ auf dem <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Auf-dem-Konstanzer-Vincentius-Areal-werden-mehr-als-600-Skelette-ausgegraben-Was-mit-den-Knochen-passiert-zeigen-wir-Ihnen-in-Bildern;art372448,9952216" target="_blank" title="Auf dem Konstanzer Vincentius-Areal werden mehr als 600 Skelette ausgegraben. Was mit den Knochen passiert, zeigen wir Ihnen in Bildern.">Areal des ehemaligen Vincentius-Krankenhauses</a> ausgegraben worden sein.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Zur Person</span><span>Jürgen Klöckler ist Archivar und Historiker. Seit 2001 leitet er das Stadtarchiv in Konstanz. Zudem wurde er 2014 zum Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Konstanz ernannt. Zuvor studierte er von 1988 bis 1990 zunächst Mittlere und Neuere Geschichte, Philosophie und Italianistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Anschließend setzte er sein Studium von 1990 bis 1992 in Konstanz fort.</span></label></div> <p><strong>Wie verbrachte sie ihre letzten Stunden?</strong></p> <p>Die Verurteilten wurden nach einem Prozess, der oft auch Folter einschloss, zur Richtstätte geführt. Dieser „letzte Gang“ führte vom Blutgericht am Obermarkt durch das Schnetztor, auf dem den ganzen Tag das sogenannte Arme-Sünder-Glöcklein läutete, ins Tägermoos. Dort fanden die Hinrichtungen in der Frühen Neuzeit statt – auch im Fall der Anna Maria Häberlin. Die Strafe wurde ab Mitte des 18. Jahrhunderts durch einen Scharfrichter auf einem erhöhten, rund 50 Quadratmeter großen „Blutgerüst“ vollzogen – und zwar unter den Augen von hunderten von Schaulustigen. Eine öffentliche Hinrichtung war damals noch ein Massenereignis.</p> <p><strong>Und so erging es auch Anna Maria Häberlin?</strong></p> <p>Ja, auch sie musste diesen Weg gehen. Und er war sicherlich nicht angenehm für sie. Nach vollzogener Hinrichtung erhielt dann der Scharfrichter als Teil seiner Besoldung die Kleidung der Hingerichteten. Doch nicht immer genügte ein Schlag mit dem Richtschwert. Manchmal musste der Scharfrichter unter dem Gejohle der Menge mehrfach ansetzen. Ein drastischer Fall ist für den 16. Februar 1770 überliefert.</p> <p><strong>Was ist passiert?</strong></p> <p>Das von der erhöhten hölzernen Hinrichtungsstätte in Strömen fließende Blut des zwanzigjährigen Verurteilten zog eine junge Frau magisch an. Sie ließ sein Blut in einen Becher rinnen und trank es gierig. In abergläubischem Wahn erhoffte sie sich dadurch Heilung von der Fallsucht, also von der Epilepsie.</p> <p><strong>Und der Ort dieses Schreckens war immer im Tägermoos?</strong></p> <p>Nein. Dazu muss ich etwas ausholen: Zuvor gab es Richtstätten an der Sandgrube in Kreuzlingen, nämlich den Galgen am „großen Stein“. Eine weitere war am Käsbach oberhalb von Kurzrickenbach. Mit Verlust des Landgerichts im Thurgau Ende des 15. Jahrhunderts musste die Stadt eine neue Hinrichtungsstätte ausweisen. Der Konstanzer Rat ließ dann 1498 im <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/stimmt-s-waechst-im-grenznahen-taegermoos-deutsches-gemuese-auf-schweizer-feldern;art1371848,11001455" target="_blank" title="Stimmt&amp;lsquo;s? Wächst im grenznahen Tägermoos deutsches Gemüse auf Schweizer Feldern?">Tägermoos</a>, ganz in der Nähe des Seerheins, einen neuen Galgen errichten, der bis 1833 bestand. Man nannte ihn das „dreibeinige Tier“.</p> <p><strong>Sie sagten, es habe auch nach 1806 noch Hinrichtungen gegeben. Davon habe ich noch nie etwas gehört.</strong></p> <p>Die nach 1806 vollzogenen Hinrichtungen waren eben nicht öffentlich. Deshalb haben sie sich nicht ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Anwesend waren nur bestimmte Honoratioren der Stadt, ein Arzt und ein Priester. Zudem brach ein Staatsanwalt den Stab über dem Verurteilten – die Herkunft der heutigen Redewendung.</p> <p><strong>Und wann wurde dann das letzte Todesurteil vollstreckt?</strong></p> <p>Im 19. und 20. Jahrhundert gab es – nach jetzigem Forschungsstand – mindestens sechs Hinrichtungen. Sie wurden im Hof des Amtsgefängnisses in der Wallgutstraße vorgenommen. Wahrscheinlich waren es aber noch mehr. Die letzte gerichtlich angeordnete Hinrichtung fand am 20. Januar 1921 statt. Damals wurde der Raubmörder Max Klinke durch den Scharfrichter Karl Burkhard mittels der einzigen badischen Guillotine zu Tode gebracht. Die Tötungsmaschine, die extra für die Hinrichtung aus Bruchsal nach Konstanz transportiert worden war, befindet sich heute als Nachbau im Städtischen Museum im Schloss Bruchsal.</p> <p><strong>Ging es mit der Guillotine denn weniger brutal zu als bei früheren Hinrichtungen?</strong></p> <p>Nein, das Guillotinieren war alles andere als human. Wir wissen etwa, dass es bei der Hinrichtung des Mörders Albert Ebner am 26. August 1891 um 6 Uhr morgens zu einer gravierenden Panne gekommen war. Der Henker Benjamin Burkhard, Vorgänger und Onkel des oben genannten Karl Burkhard, und seine zwei Gehilfen hatten den Verurteilten auf der Guillotine fixiert. Doch es gelang ihm, die Hände frei zu bekommen und sich am Anschnallbrett festzuklammern.</p> <p><strong>Und dann?</strong></p> <p>Als das Brett nach vorne geschoben werden sollte, schrie Ebner vor Schmerzen auf. Das Anschnallbrett ging daher nicht weit genug nach vorne. Deshalb traf das Fallbeil nicht wie geplant den Hals, sondern den Schädel. Die grausame Panne führte man danach auf die Aufregung der beiden Gehilfen zurück. Immerhin war der Gefängnishof durch Tücher gegen neugierige Blicke geschützt. Doch wenn es noch eines weiteren Beweises für die Unmenschlichkeit der Todesstrafe bedürfte, wäre das hier ein geeigneter Fall aus Konstanz.</p> <p><em>Dieses Interview mit Stadtarchivar Jürgen Klöckler erschien erstmals im Januar 2021. Aufgrund der zahlreichen interessanten Fakten zur Stadtgeschichte haben wir uns dazu entschlossen, es erneut zu publizieren.</em></p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Diebstahl, Hexerei, Unzucht und Fluchen – dafür wurde man in Konstanz öffentlich hingerichtet]]></dc:rights>
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      <pubDate>Sat, 01 Nov 2025 11:15:10 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Halloween 2025 im Konzil: Konstanz feiert eine Party mit Gruselfaktor  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/halloween-2025-im-konzil;art372448,12510341 ]]></link>      <description><![CDATA[  Verkleidete Gestalten tanzen am Freitag, 31. Oktober, durch das historische Gebäude in Konstanz. Fotoreporter Oliver Hanser hat sich unter die Gäste gemischt. Hier sind die Bilder voller Spuk und Spaß.  ]]></description>
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          Verkleidete Gestalten tanzen am Freitag, 31. Oktober, durch das historische Gebäude in Konstanz. Fotoreporter Oliver Hanser hat sich unter die Gäste gemischt. Hier sind die Bilder voller Spuk und Spaß.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Verkleidete Gestalten tanzen am Freitag, 31. Oktober, durch das historische Gebäude in Konstanz. Fotoreporter Oliver Hanser hat sich unter die Gäste gemischt. Hier sind die Bilder voller Spuk und Spaß.



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      <dc:relation><![CDATA[Konzil Fest Brauchtum Veranstaltungen]]></dc:relation>
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      <pubDate>Sat, 01 Nov 2025 10:57:23 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Halloween 2025 in Konstanz: Im Konzil erleben die Gäste eine schaurig-schöne Nacht  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/halloween-2025-in-konstanz-schaurig-schoene-nacht-im-konzil;art372448,12510339 ]]></link>      <description><![CDATA[  Hexen, Teufel, Zombies, Werwölfe, Vampire und Skelette – so kreativ sind die Kostüme bei der Party am Freitag, 31. Oktober, in Konstanz. Wer war alles dabei? Hier finden Sie die Fotos des Abends.  ]]></description>
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          Hexen, Teufel, Zombies, Werwölfe, Vampire und Skelette – so kreativ sind die Kostüme bei der Party am Freitag, 31. Oktober, in Konstanz. Wer war alles dabei? Hier finden Sie die Fotos des Abends.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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        Hexen, Teufel, Zombies, Werwölfe, Vampire und Skelette – so kreativ sind die Kostüme bei der Party am Freitag, 31. Oktober, in Konstanz. Wer war alles dabei? Hier finden Sie die Fotos des Abends.



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      <dc:relation><![CDATA[Konzil Brauchtum Aberglaube Fest]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 14:35:38 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Neue Pächter fürs Fähre-Bistro gesucht – und mit dem Wechsel kommen mehr Automaten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/faehre-am-bodensee-sucht-neue-paechter-der-bord-bistros;art372432,12510132 ]]></link>      <description><![CDATA[  Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi" auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.  ]]></description>
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          Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi" auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.<br>
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        Seit zwei Jahren sorgt die Midce GmbH aus Konstanz für Verpflegung auf der Fähre und seit April wird auf der „Lodi" auf Automaten statt Menschen gesetzt. Nun zieht sich Midce zurück, woran das liegt.



        <p>Es ist ein Arbeitsplatz, der wohl die schönste Aussicht überhaupt bietet: auf den Bodensee. Dennoch wird die Midce GmbH genau diesen Platz nach nur zweieinhalb Jahren aufgeben und hat den Vertrag mit den Stadtwerken Konstanz gekündigt. Die Fähre-Bistros auf der Strecke zwischen Konstanz und Meersburg stehen damit ab 1. Januar ohne Pächter da – oder mit einem neuen, denn die Suche nach einem oder mehreren Nachfolgern läuft.</p> <p>Der oder diejenige muss sich auf Änderungen einstellen, ebenso wie die Fähre-Nutzer. Denn es sollen künftig zwei Schiffe mit Automaten versorgt werden. Im April wurde die „Lodi“ umgerüstet, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/die-bodensee-faehre-lodi-schraenkt-weiteren-bord-service-ein;art372448,12360666" target="_blank" title="Weiterer Service-Einschnitt auf der Fähre: Die „Lodi“ hat künftig kein Bistro mehr">statt eines Bistros samt Mitarbeitern finden Passagiere dort seitdem Automaten</a>, die Essen oder ein Getränk ausspucken. Künftig soll auch die „Konstanz“ umgerüstet werden, wie der Ausschreibung der Stadtwerke Konstanz zu entnehmen ist.</p> <p>Hinter der Midce GmbH stehen die vier Konstanzer Gastronomen Marco D‘Arca, Martin Mure, Seli Günes und Servet Karaaslan. <a href="https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/meersburg/neue-paechter-auf-den-autofaehren-meersburg-konstanz;art372486,11584019" target="_blank" title="Neue Pächter sorgen für das Ende der Durststrecke auf den Autofähren">Sie haben im Mai 2023 die Fährebistros übernommen</a>. Marco D‘Arca erklärt auf Anfrage die bisherigen Erfahrungen sowie Hintergründe des Rückzugs. Die Automaten seien eine gute, zeitgemäße Lösung: „Natürlich ersetzt es nicht das persönliche Gespräch oder den Kaffee mit Smalltalk an der Theke, aber es bietet eine größere Produktauswahl rund um die Uhr. Gleichzeitig sorgt es für eine verlässliche Versorgung und entlastet in Zeiten, in denen Personal schwer zu finden ist.“</p> <h2>Krankheit zwingt dazu, Prioritäten neu zu setzen</h2> <p>Damit benennt er einen Punkt, weshalb sie das „Backbord Fähre Café“ nicht weiterführen: „Zum einen spüren natürlich auch wir die gestiegenen Einkaufspreise und die schwierige Personalsituation, insbesondere in verantwortungsvollen Positionen.“ Das bestätigen auch die Stadtwerke, wie Sprecherin Teresa Gärtner auf Anfrage mitteilt: Die Personalfindung in der Gastronomie sei sehr schwierig und die Personalkosten seien sehr stark angestiegen. Die Automaten kämen auch dem künftigen Pächter entgegen.</p> <p>Zu Beginn des Automaten-Betriebs habe es sehr gemischte Rückmeldungen der Fahrgäste gegeben, doch inzwischen ziehen die Stadtwerke eine positive Bilanz. „Mehrheitlich Tagegäste/Urlauber nutzen die Automaten und spiegeln uns zurück, dass das Angebot für die kurze Tour ausreichend ist“, so Gärtner.</p> <p>Ausschlaggebend für die Kündigung sei für die bisherigen Pächter aber etwas anderes gewesen: ein langfristiger krankheitsbedingter Ausfall seit Frühjahr 2025. „Da wir neben dem Fährbetrieb weitere gastronomische Betriebe führen, mussten wir die Prioritäten neu setzen und uns stärker auf unser Kerngeschäft konzentrieren“, erklärt D‘Arca. Dazu gehören bestehende Konzepte wie das Steg4, wo neben dem regulären Betrieb bald ein <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/so-schmeckts-am-bodensee-the-taste-gewinnerin-eroeffnet-pop-up-restaurant-in-konstanz-31-10-25;art372448,12509399" target="_blank" title="Bodensee-Zutaten neu interpretiert: Mona Hiermaier kredenzt im Pop-Up-Restaurant Ungewöhnliches">Pop-Up-Restaurant mit „The Taste“-Gewinnerin Mona Hiermaier entsteht.</a></p> <h2>Gäste wollen vor allem etwas Schnelles</h2> <p>Der Betrieb eines Fähre-Bistros bringt durchaus Herausforderungen mit sich. Jeder Tag und jede Überfahrt verlaufe anders, schildert auch Marco D‘Arca. „Mal ist das Schiff voll besetzt, mal bleiben viele Gäste in den Autos sitzen, das andere Mal kommt ein Bus mit einer großen Reisegruppe.“ Wegen der kurzen Verweildauer zwischen 20 und 40 Minuten müsse der Service besonders schnell und effizient sein. „Die Gäste wollen auf der Überfahrt vor allem etwas Schnelles, einen Kaffee, eine Brezel, ein Eis oder einen Schokoriegel auf die Hand“, daher hätten sie ihr Angebot dem angepasst.</p> <p>Hinzu komme die Logistik: Wenn ein Schiff beispielsweise kurzfristig in die Werft muss, müsse das gesamte Team samt der Ware auf ein anderes Schiff umziehen – meist innerhalb weniger Minuten. Dass im Sommer bis zu vier, teilweise sogar fünf Schiffe gleichzeitig im Einsatz sind, erfordere nicht nur zwei Schichten pro Tag und das an sieben Tagen pro Woche. „Das erfordert viel Organisation, Flexibilität und ein eingespieltes Team“, so D‘Arca zusammenfassend. Doch sie hätten in der Zeit viel gelernt und großartige Menschen kennengelernt, die Zusammenarbeit mit dem Fähre-Team sei eng und gut.</p> <h2>Mindestens 34.800 Euro Pacht pro Jahr</h2> <p>Wer ein Bistro auf der Fähre oder mehrere auf den verschiedenen Schiffen mindestens für die nächsten zwei Jahre betreiben möchte, kann sich bis 24. November bei den Stadtwerken Konstanz melden. In der Ausschreibung sind unter anderem die Öffnungszeiten festgehalten: werktags 5.35 bis 18 Uhr, samstags 8.05 bis 19 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen 9.05 bis 19 Uhr. 2023 sollte noch bis 21 Uhr geöffnet sein, aktuell gelten offenbar die Öffnungszeiten abends bis 18 Uhr.</p> <p>Weitere Anforderungen an neue Pächter sind etwa die Bestückung der Automaten sowie ein frisches, möglichst regionales Angebot und Nachhaltigkeit sowie Müllvermeidung. Der Pachtpreis sei mit 10 Prozent des Nettoumsatzes, jedoch mindestens 34.800 Euro pro Jahr zuzüglich Mehrwertsteuer, marktgerecht, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Gärtner. Die Stadtwerke stellten auch die gesamte Infrastruktur zur Verfügung.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Über Fährbetrieb und Bistro</span><span>Die Stadtwerke Konstanz betreiben ganzjährig die Fährverbindung zwischen Konstanz und Meersburg, die rund um die Uhr die beiden Bodenseeufer verbindet. Jährlich nutzen laut den Stadtwerken rund 3,8 Millionen Fußgänger, zahlreiche Radfahrer sowie Pkw, Lkw und Busse die Fähren. Laut den Stadtwerken gibt es die Bewirtung seit Ende der 50er-Jahre – zunächst mit einem Pächter pro Schiff und zuletzt mit einem Anbieter auf der gesamten Flotte. Fahrgäste wissen vorher nicht, mit welchem Schiff sie fahren, und daher auch nicht, wo es ein Bistro und wo es Automaten gibt. „Der Anspruch ist, dass es im Grunde egal ist, auf welchem Schiff sich der Fahrgast befindet, so dass ihm im Bistro wie bei den Automaten ein entsprechendes Angebot zur Verfügung steht“, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Teresa Gärtner.</span></label></div> <p>Und was wird aus den bisherigen Mitarbeitern? Ein Teil des Teams sei bereits in andere Betriebe der Midce GmbH gewechselt, erklärt D‘Arca. Einige Mitarbeitende könnten auch vom neuen Pächter übernommen werden – „so wie auch wir damals von unserem Vorgänger erfahrene Kräfte übernehmen durften“. Dieses Wissen und die Routine an Bord seien für den neuen Betreiber Gold wert.</p> <p>Sein Rat an den oder die Nachfolger: „Sonnencreme mit an Bord nehmen und die Aussicht genießen! Im Ernst: Wer den Betrieb übernimmt, sollte Freude an Abwechslung, Organisationstalent und Liebe zum Detail mitbringen. Dann wird die Arbeit auf der Fähre zu etwas ganz Besonderem und vor allem mit viel Potential.“</p>]]>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 11:21:41 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Ein Landkreis von Konstanz bis Lörrach? Das würde der FDP-Vorschlag für die Einwohner bedeuten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/ein-landkreis-von-konstanz-bis-loerrach-das-wuerde-der-fdp-vorschlag-fuer-die-einwohner-bedeuten;art372432,12510019 ]]></link>      <description><![CDATA[  Der Landesverband der Liberalen will eine Gebietsreform mit größeren Landkreisen. Das soll die Verwaltung effizienter machen. Doch wird es einen Großkreis Hochrhein-Bodensee so schnell geben?  ]]></description>
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          Der Landesverband der Liberalen will eine Gebietsreform mit größeren Landkreisen. Das soll die Verwaltung effizienter machen. Doch wird es einen Großkreis Hochrhein-Bodensee so schnell geben?<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Der Landesverband der Liberalen will eine Gebietsreform mit größeren Landkreisen. Das soll die Verwaltung effizienter machen. Doch wird es einen Großkreis Hochrhein-Bodensee so schnell geben?



        <p>Ist der Landkreis Konstanz zu klein? Wenn es nach der FDP Baden-Württemberg geht, dann lautet die Antwort Ja. Doch es geht nicht nur um Konstanz, sondern um alle Landkreise im Land. Denn der Landesverband der Liberalen schlägt jetzt vor, die Landkreise in ihrer jetzigen Form aufzulösen. Auch die Regierungspräsidien und die Regionalverbände sollen nach dem Vorschlag verschwinden.</p> <p>Stattdessen soll es Großkreise geben, die die Form der Regionalverbände haben würden. Für den Landkreis Konstanz würde das bedeuten, dass dieser mit den Landkreisen Waldshut und Lörrach zum Großkreis Hochrhein-Bodensee verschmelzen würde. Doch was bedeutet das für die Bürgerinnen und Bürger?</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wofür gibt es Landkreise?</span><span>Die Kreisebene prägt den Alltag der Einwohner: Das Landratsamt ist zuständig für Abfallwirtschaft, öffentlichen Personennahverkehr oder Sozial- und Jugendhilfe. Auch die Zulassungsstelle für den Straßenverkehr gehört zum Landratsamt. Die Kreise fungieren als Zwischenebene zwischen Gemeinden und dem Land, das durch die Regierungspräsidien vor Ort vertreten wird. Seinen Sitz hat ein Landratsamt in der Kreisstadt. Es gibt aber auch große Kreisstädte. Die sind nicht der Sitz der Kreisverwaltung, doch verfügen oft über Außenstellen des Landratsamts.</span></label></div> <h2>Welche Stadt wird Kreisstadt?</h2> <p>Mit dem Vorschlag will die FDP die Verwaltung verschlanken. Langfristig sollen Stellen abgebaut werden und die Verwaltung effizienter. Dazu sollen die Landkreise mehr Befugnisse bekommen und Aufgaben sollen neu sortiert werden. So soll zukünftig der öffentliche Personennahverkehr in der Verantwortung des Landes liegen. Es wäre also nicht nur eine Gebiets-, sondern auch eine Funktionalreform.</p> <p>Wolfgang Seibel, Politikwissenschaftler und emeritierter Professor an der Universität Konstanz, erklärt, dass die Frage nach der Kreisstadt eine zentrale Rolle spielt. „Die Kreisstadt gewinnt nicht viel, aber es gibt todsichere Verlierer“, erklärt er. Bei der Gebietsreform in den 70er-Jahren, sei das für Städte, die den Kreissitz verloren haben, ein herber Schlag gewesen. Der Vorschlag der FDP sei ein großes Gebilde. Es sei wichtig zu beachten, dass nicht jeder Amtsgang eine Tagesreise nach Waldshut oder Lörrach mit sich bringe.</p> <p>Der Sitz des derzeit existierenden Regionalverbands Hochrhein-Bodensee ist Waldshut-Tiengen. Die Stadt liegt recht zentral im Landkreisverbund. Welche Stadt in dem Großkreis das Zentrum sein soll, sagt die FDP nicht. Landesvorsitzender Hans-Ulrich Rülke erklärt auf SÜDKURIER-Nachfrage: „Über die Kreisstadt entscheiden die Regionalkreise in eigener Verantwortung gegen Abschluss der Reform.“</p> <h2>Werden die Wege zum Landratsamt weiter?</h2> <p>Bedeutet das, dass die Gemeinden im Landkreis Konstanz ab dem Jahr 2031 aus Waldshut geführt werden könnten und die Wege zum Landratsamt länger werden? Nein, heißt es da von der FDP. Niemand aus Konstanz müsse nach Waldshut fahren, um ein Auto anzumelden oder umgekehrt. „Sie sollen nirgendwohin fahren müssen, sondern alles digital erledigen können“, so Rülke.</p> <p>Die Kreis-FDP unterstützt den Vorschlag der Landespartei. Ann-Veruschka Jurisch erklärt, sie sei im Sinne einer effizienteren Verwaltung auch bereit, für Kreistagssitzungen weitere Strecken zu fahren. Beispielsweise nach Waldshut. „Es kommt nicht auf persönliche Befindlichkeiten einzelner Kreistagsmitglieder an“, so Jurisch. Dennoch stehe das nicht fest. Das Konzept sehe auch die Nutzung von Verwaltungsgebäuden dort vor, wo es Sinn mache, meint sie.</p> <h2>Entfernt sich die Verwaltung von den Bürgern?</h2> <p>Für den Verwaltungswissenschaftler Seibel geht der Reformvorschlag in die richtige Richtung, gerade in Bezug auf die Personalsituation durch den demografischen Wandel. „Es bleibt eine offene Frage, ob das bei den Bürgern als Bürokratieabbau wirklich ankommt“, meint er. In der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass Argumente der Effizienz nicht so verfangen haben, wie die Frage, ob durch Zusammenlegung regionale Identität verloren gehe.</p> <p>Der Landkreistag Baden-Württemberg kritisiert den Vorschlag der Liberalen aus diesem Grund. Aus ihrer Sicht sei der einzige Effekt, dass die Bürgernähe zurückgehe. Die politischen Kosten einer solchen Reform wären ungleich höher als fiskalische Nutzen, den man sich davon verspreche, heißt es vom Hauptgeschäftsführer des Landkreistags, Alexis von Komorowski. „Das ist fatal in einer Zeit, in der die Demokratie besonders unter Druck steht. Wir sollten nichts machen, was die Bindung von Menschen zum Gemeinwesen schwächt“, meint er.</p> <h2>Stärkt das Konzept die Kommunen?</h2> <p>Aus Sicht der FDP rücke die Verwaltung so jedoch näher an die Bürgerinnen und Bürger heran. Laut Landesparteichef Rülke sollen die Menschen durch die Neuverteilung von Aufgaben mehr vor Ort erledigen können. „Wir wollen die kommunale Ebene stärken. Der Bürger soll mit der Mittelinstanz seltener als bisher in Berührung kommen“, so Rülke.</p> <p>Ann-Veruschka Jurisch von der FDP Konstanz sieht in dem Konzept ebenfalls eine Stärkung der kommunalen Ebene. Auch wenn die Kreisstadt vielleicht nicht ums Eck wäre, sollen die Bürgerinnen und Bürger in Konstanz und überall im Kreis trotzdem kurze Wege zu den Stellen haben. „Das Konzept sieht ganz ausdrücklich vor, Entscheidungen zu zentralisieren und Ebenen abzuschaffen, nicht aber Anlaufstellen“, so Jurisch. Dadurch würden Verfahren beschleunigt, was den Menschen und Betrieben vor Ort zugutekäme.</p> <p>Laut Politikwissenschaftler Wolfgang Seibel hat Baden-Württemberg recht kleine Landkreise. In den Südländern hätten die Landkreise eine durchschnittliche Größe von 1000 Quadratkilometern. Es gibt aber auch deutlich größere Landkreise in Deutschland. Besonders in den neuen Bundesländern. In Sachsen sei der durchschnittliche Kreis 1840 Quadratkilometer groß, in Mecklenburg-Vorpommern sogar 3900. Dort sind die Wege zum Landratsamt zum Teil sehr weit.</p> <h2>Wie realistisch ist das Vorhaben?</h2> <p>Die FDP will die Reform der Landkreise zu einem zentralen Thema im Landtagswahlkampf 2026 machen. Doch wie realistisch ist der Vorschlag? Seibel sieht in dem Vorschlag einen sinnvollen Ansatz, jedoch müssen Kosten und Nutzen genau abgewogen werden. Aber dass der Vorschlag schon bald umgesetzt werde, sei unwahrscheinlich. „Der Vorschlag ist gut gemeint, aber politisch unrealistisch“, sagt Seibel.</p> <p>Er glaubt, dass die Idee mit der CDU umsetzbar sei, doch eine schwarz-gelbe Landesregierung sei unwahrscheinlich. „Man sollte den Vorschlag nicht einfach vom Tisch wischen“, meint Seibel. Das Eckpunktepapier der FDP spreche wichtige Probleme an. Doch klar ist für ihn auch: Mit den Aufgaben und der finanziellen Lage der Kreise sei das Projekt aktuell nicht umsetzbar. Dafür gebe es zu viele Baustellen. „Es wäre wünschenswert, wenn wir in der Lage wären, die Kreise umzustrukturieren“, erklärt er weiter.</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Ein Landkreis von Konstanz bis Lörrach? Das würde der FDP-Vorschlag für die Einwohner bedeuten]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 17:48:55 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Traditionsgasthäuser und Besenwirtschaften: Hier gibt es Dünnele am Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/essen-trinken/traditionsgasthaeuser-und-besenwirtschaften-hier-gibt-es-die-beliebten-duennele-am-bodensee-02112025;art1367817,12510236 ]]></link>      <description><![CDATA[  Das Dünnele gehört einfach zur Region rund um den Bodensee. Wir verraten, wo es die dünn gebackenen Rahmfladen auch in diesem Herbst gibt und was das Besondere an den Wirtshäusern ist.  ]]></description>
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          Das Dünnele gehört einfach zur Region rund um den Bodensee. Wir verraten, wo es die dünn gebackenen Rahmfladen auch in diesem Herbst gibt und was das Besondere an den Wirtshäusern ist.<br>
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        Das Dünnele gehört einfach zur Region rund um den Bodensee. Wir verraten, wo es die dünn gebackenen Rahmfladen auch in diesem Herbst gibt und was das Besondere an den Wirtshäusern ist.



        <p>Egal ob Dünnele, Dinnele, Dinelle, Dinnete, Dennete, Dinnede, Dennetle, Dinne, Dünnle, Dünne oder Tünne: Dieser badisch-schwäbische Rahmfladen gehört zu unserer Region wie der Bodensee, die Hegau-Vulkane oder der Schwarzwald. Hier geben wir einen Überblick über das Angebot am Bodensee – ohne Anspruch auf Vollzähligkeit.</p> <h2>Wirtschaft zum Kranz in Liggeringen</h2> <p>Der Kranz in Liggeringen ist seit 1849 eine Wirtschaft und wird seither von der Familie von Wirtin Beatrix Honstetter, eine gebürtige Straub, geführt. 1985 übernahm sie mit ihrem Mann Markus Honstetter den Betrieb – kurze Zeit später bauten sie einen großen Dünnelebackofen in den Saal, der dann zu der Schaubackstube mit rustikalem Charakter und Sitzplätzen auf zwei Ebenen umgebaut wurde. Die erwachsenen Kinder Tabea und Joshua sind im Betrieb eingebunden – und versprechen eine lückenlose Fortführung des familiären Gasthauses.</p> <p>Oft bestellt wird der gemischte Dünneleteller: Der Gast stellt sich aus den sieben Sorten Käse, Speck, Zwiebel, Spinat, Pfeffer, Knoblauch und Apfel zwei beziehungsweise vier Sorten selbst zusammen. Wer danach noch Hunger hat? Einfach ohne Extrakosten nachbestellen. Es werden auf Vorbestellung auch glutenfreie Dünnele angeboten.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Kontakt:</strong> Wirtschaft Zum Kranz, Bergstrasse 3, 78315 Radolfzell-Liggeringen, Telefon: 07732/10366, Mail: wirtschaft@kranz-duennele.de, Mittwoch bis Samstag ab 17 Uhr, Sonntag 11 bis 14 Uhr und ab 17 Uhr, Montag und Dienstag Ruhetage.</li> </ul> </div> <h2>Gasthaus Kreuz in Steißlingen Wiechs</h2> <p>Mitten im Hegau liegt der kleine Ort Wiechs. Seit Jahrzehnten werden im Gasthaus Kreuz Dünnele im Holzofen gebacken. Das Kreuz mit seiner Landwirtschaft ist mitten im Dorf, eine historische Wirtshaustischplatte, auf der die Jahreszahl 1636/1736 eingeschnitzt ist, weist auf das hohe Alter der Wirtschaft hin. 1918 brannte es ab, 1919 wurde es laut Jahreszahl über dem Eingang wieder aufgebaut.</p> <p>Ende der 60er Jahre begann Fanny Ehrenbach mit dem Dünnele backen. Anfangs für den Stammtisch sowie für Sonntagsgäste nebenher. Nach dem Brotbacken noch schnell ein paar dünne Fladen vom Restteig in den Ofen geben, belegt mit Speck und Zwiebeln oder mit Salz oder Zucker – so wurden die Wiechser Holzofendünnele bekannt.</p> <p>Da das Anfeuern des Holzofens einige Zeit braucht und auch der Hefeteig gehen muss, alle Zutaten gerichtet und geschnitten werden müssen, gibt es Dünnele nur auf Vorbestellung. Durch die Landwirtschaft ist das Gasthaus auch nur auf Vorbestellung geöffnet.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Kontakt:</strong> Dünnelestube im Gasthaus Kreuz, Josef Ehrenbach, Hauptstraße 1, 78256 Steißlingen/Wiechs, 07738-5713, info@Kreuz-wiechs.de, Herbst und Winter fast täglich geöffnet, Frühjahr bis Ende Mai je nach Reservierung zwei- bis dreimal mal die Woche. Juni bis August nur Gruppenreservierungen ab 20 Personen.</li> </ul> </div> <h2>Restaurant Roter Gugelhan in Konstanz</h2> <p>Im Gugelhan wird seit 1325 Brot gebacken. Damals verpachtete das Kloster Salem das Haus an Bäckermeister Frik Töbeli. 1873 baute laut Stadtarchiv der Restaurateur Rumpelhardt das Untergeschoss zu einem Wirtshaus um.</p> <p>Seit den 90er Jahren bietet Izet Begic in der Konstanzer Altstadt Flammkuchen oder Dünnele an. Er begann mit der elsässischen Variante, im Laufe der Zeit nahm er mehr Teig und so wurde daraus das Dünnele. Die Gäste können hier dem Koch Ali Zulfic beim Zubereiten beobachten.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Kontakt:</strong> Roter Gugelhan, Salmannsweilergasse 12, 78462 Konstanz, Telefon: 07531/15377, E-Mail: reservierung@rotergugelhan.de, Montag bis Freitag ab 16 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertags ab 11 Uhr.</li> </ul> </div> <h2>Besenwirtschaft Fuchshof in Konstanz-Dingelsdorf</h2> <p>Im Fuchshof in Dingelsdorf-Oberdorf gibt es im Frühling und im Herbst das beliebte Dünnele. Regionalität und Saisonalität sind für Chefin Lucia Fuchs und ihrem Team ein stetes Anliegen.</p> <p>Zum Dünnele wird hauseigener Süßmost, vergorener Most oder roter Most sowie Mineralwasser und zum Abschluss einen Schnaps aus der eigenen Brennerei gereicht. Es werden auf Vorbestellung auch glutenfreie Dünnele angeboten.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Kontakt:</strong> Besenwirtschaft Fuchshof in Konstanz-Dingelsdorf, Im Langenberg 1, 78465 Dingelsdorf, Telefon: 07533/936680, Mail: info@fuchshof.de, geöffnet März und April und von September bis November von Montag bis Samstag, nur auf Voranmeldung.</li> </ul> </div> <h2>Uhu-Gut Binder in Steißlingen-Wiechs</h2> <p>2003 hat Familie Binder in Steißlingen-Wiechs aus einem ehemaligen Stallgebäude das Uhu-Stüble gebaut, das zehn Jahre später noch einmal umgebaut und neugestaltet wurde. Im Uhu-Stüble kann gegessen und getrunken werden. Die Auswahl an klassischen gut-bürgerlichen Gerichten wie Schnitzel, Cordon Bleu, Rindersteak, Vesper-Platte oder Wurstsalat ist groß. Daneben gibt es auch die Dünnele zwischen September und Mai. Und der Name Uhu? In längst vergangenen Zeiten wurden Höfe nach ihrer Größe mit Vogelnamen bezeichnet – je größer der Hof, desto größer der namensgebende Vogel.</p> <p>Das Uhu-Gut Binder liegt zwischen Engen, Singen, Radolfzell und Stockach – im Herzen des Hegaus. Die Gaststätte befindet sich in dem Ortsteil Schoren der Gemeinde Steißlingen. Im Innenhof sieht man bei gutem Wetter das Alpenpanorama. Es werden auf Vorbestellung auch glutenfreie Dünnele angeboten.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Kontakt:</strong> Uhu-Gut Binder, Schorenstraße 3, 78256 Steißlingen-Wiechs, post@uhugut-binder.de, 07738-1432, Öffnungszeiten Mittwoch bis Sonntag ab 16 Uhr, Küche bis 20 Uhr, verschiedene Dünnele von September bis Mai, im Rest des Jahres klassisch gut-bürgerliche Küche.</li> </ul> </div> <h2>Besenwirtschaft Winkelstüble in Wahlwies</h2> <p>Ob mit Speck, Zwiebeln, Käse oder Apfel: Die Dünnele im Winkelstüble in Stockach-Wahlwies gibt es in allerlei Variationen. Dazu werden selbst gebrannter Schnaps, Bier, Wein, Most und Edelbrände aus der hofeigenen Brennerei angeboten. Geöffnet hat das Winkelstüble an jedem ersten Freitag im Monat.</p> <p>Zudem findet jeden zweiten Mittwoch ab 20.30 Uhr ein Jazz-und-Dünnele-Abend statt. Jazzbands aus der Region bringen an diesen Tagen die Stube in Schwung. Zusätzlicher Eintritt wird nicht verlangt, Spenden sind erwünscht.</p> <p>Gruppen, Vereine und Firmen ab 10 Personen können ein individuelles Dünnele-Essen oder ab 25 Personen eine Brennvorführung mit Edelbrandverkostung und Dünnele-Essen buchen. Das Winkelstüble kann man auch für Feiern und Veranstaltungen mit oder ohne Bewirtung mieten.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Kontakt:</strong> Renners Besenbeiz Winkelstüble, Wolfram und Tanja Renner, Im Winkel 15, 78333 Stockach-Wahlwies, 07771/624 86, www.wolfram-renner.de</li> </ul> </div> <h2>Besenwirtschaft Gommeringer in Eigeltingen-Reute</h2> <p>Zu Probe der hauseigenen Schnäpse gibt‘s in Eigeltingen-Reute Dünnele: Die Gastgeber geben Einblicke in den Herstellungsprozess der Brände, Liköre und Geiste. Die Dünnele werden in den Sorten Zwiebel, Speck, Lauch, Knoblauch und Apfel angeboten. Die unterschiedlichen Sorten werden nacheinander am Tisch für die gesamte Gruppe gereicht, die Gäste können sich einfach durchprobieren.</p> <p>Donnerstags werden (mit Vorbestellung am Vortag) die Dünnele auch zum Abholen angeboten. Ganz einfach telefonisch vorbestellen und in der Wirtschaft abholen. Ebenfalls auf Vorbestellung werden Brot und Seelen angeboten. Gruppen ab 12 Personen werden angenommen, das Brennerstüble bietet Platz für bis zu 46 Gäste. Es werden auf Vorbestellung auch glutenfreie Dünnele angeboten.</p> <div class="article-text-explain article-module article-module-text"> <ul> <li><strong>Kontakt:</strong> Besenwirtschaft Gommeringer, Ramona, Jürgen, Doris und Tina Gommeringer, Birkenweg 3, 89253 Eigeltingen-Reute, 07774/920778, www.brennerei-besenwirtschaft-gommeringer.de, Öffnungszeiten nach telefonischer Vereinbarung.</li> <li>On Dünnele, Zwiebelrostbraten oder Döner: In den Lokalen unserer Region ist für jeden Geschmack etwas dabei. <a href="https://www.suedkurier.de/essen-trinken/" target="_blank" title="Essen &amp; Trinken">Auf unserer Essen&amp;Trinken-Seite behalten Sie den Überblick, was in der Gastronomie vor ihrer Haustür los ist.</a></li> </ul> </div>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Traditionsgasthäuser und Besenwirtschaften: Hier gibt es Dünnele am Bodensee]]></dc:rights>
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      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 15:37:29 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Unbekannter schubst 86-Jährigen vom Pedelec. Wer hat den Angriff beobachtet?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/unbekannter-schubst-86-jaehrigen-vom-pedelec-wer-hat-den-angriff-beobachtet;art372448,12510168 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Polizei sucht nach Zeugen, die gesehen haben, was sich am Donnerstag, 30. Oktober, auf der Brotlaube zugetragen hat. Hier wurde ein Senior verletzt, als ein Mann ihn vom Fahrrad stieß und er daraufhin stürzte.  ]]></description>
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          Die Polizei sucht nach Zeugen, die gesehen haben, was sich am Donnerstag, 30. Oktober, auf der Brotlaube zugetragen hat. Hier wurde ein Senior verletzt, als ein Mann ihn vom Fahrrad stieß und er daraufhin stürzte.<br>
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        Die Polizei sucht nach Zeugen, die gesehen haben, was sich am Donnerstag, 30. Oktober, auf der Brotlaube zugetragen hat. Hier wurde ein Senior verletzt, als ein Mann ihn vom Fahrrad stieß und er daraufhin stürzte.



        <p>Die Polizei sucht Zeugen zu einem Angriff, durch den ein Senior verletzt wurde. Das geht aus einer Mitteilung der Pressestelle des Polizeipräsidiums Konstanz hervor. Darin heißt es, dass es am Donnerstagnachmittag, 30. Oktober, im Bereich der Gasse Brotlaube auf Höhe der Hausnummer 1, die zur Marktstätte führt, zu dem Vorfall gekommen ist.</p> <p>Laut Polizeiangaben sei gegen 16 Uhr ein 86-jähriger Pedelec-Fahrer hier unterwegs gewesen. Plötzlich habe ein unbekannter Mann ihn vom Rad gestoßen. Dadurch sei der Senior aufs Kopfsteinpflaster gestürzt und habe sich „dabei nicht unerhebliche Verletzungen“ zugezogen, wie es in der Pressemitteilung heißt. Ein Rettungswagen brachte ihn nach einer Erstversorgung ins Krankenhaus.</p> <p>Über die Person, die nun gesucht wird, schreibt die Pressestelle der Polizei: „Zu dem unbekannten Angreifer ist lediglich bekannt, dass er helle Haut hatte, etwa 35 bis 40 Jahre alt und ungefähr 180 Zentimeter groß war. Zudem trug er helle Kleidung.“ Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07531 9952222 beim Revier Konstanz zu melden.</p> <p>Übrigens: Da es in der Vergangenheit in Konstanz immer wieder zu Konflikten zwischen Radlern und Fußgängern kam, hat die Stadtverwaltung im vergangenen September eine Zonen-Übersichtskarte veröffentlicht. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/ruepel-radfahrer-oder-freche-fussgaenger-neue-konstanzer-karte-soll-miteinander-im-verkehr-erleichtern-12-09-25;art372448,12479463" target="_blank" title="Rüpel-Radfahrer oder freche Fußgänger? Neue Karte soll Miteinander im Verkehr erleichtern">Diese zeigt, wo Radfahrer wann fahren dürfen</a> und soll dazu beitragen, dass mehr Rücksicht aufeinander genommen wird.</p> <p>Auf dieser Karte ist der Bereich der Brotlaube grün gekennzeichnet, was bedeutet, dass innerhalb dieser Zone das Radfahren erlaubt ist. Die Marktstätte, zu der die Gasse führt, ist hingegen gelb markiert: Das bedeutet, dass dort das Fahrradfahren nur zwischen 22 Uhr nachts und 10 Uhr morgens in Schrittgeschwindigkeit gestattet ist.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Körperverletzung Fahndung Tötungsdelikte thema-sicherheit-kriminalitaet]]></dc:relation>
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      <dc:rights><![CDATA[Unbekannter schubst 86-Jährigen vom Pedelec. Wer hat den Angriff beobachtet?]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 10:36:46 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nächster Schlag für die Gäubahn: Nur jeder zweite Zug aus Stuttgart fährt noch bis Zürich  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/schweiz/naechster-schlag-fuer-die-gaeubahn-maximal-die-haelfte-aller-zuege-faehrt-noch-bis-zuerich-1-11-25;art1371848,12510001 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Deutsche Bahn muss kapitulieren: Weil sie die Verbindung Stuttgart-Zürich nicht so zuverlässig betreiben kann, wie die Schweizer es erwarten, fährt ab Dezember mindestens jeder zweite Zug nur noch bis Singen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Die Deutsche Bahn muss kapitulieren: Weil sie die Verbindung Stuttgart-Zürich nicht so zuverlässig betreiben kann, wie die Schweizer es erwarten, fährt ab Dezember mindestens jeder zweite Zug nur noch bis Singen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/schweiz/naechster-schlag-fuer-die-gaeubahn-maximal-die-haelfte-aller-zuege-faehrt-noch-bis-zuerich-1-11-25;art1371848,12510001]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Die Deutsche Bahn muss kapitulieren: Weil sie die Verbindung Stuttgart-Zürich nicht so zuverlässig betreiben kann, wie die Schweizer es erwarten, fährt ab Dezember mindestens jeder zweite Zug nur noch bis Singen.



        <p>Der Druck aus der Schweiz, <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/gaeubahn-kappung-in-singen-entscheidung-der-sbb-steht-wohl-bevor-31-10-25;art1371848,12509482" title="Gäubahn-Kappung auch am anderen Ende? Entscheidung der SBB steht wohl bevor">gerade aus dem Kanton Schaffhausen</a>, ist offensichtlich zu groß geworden: Die Gäubahn-Direktverbindung Zürich-Singen-Stuttgart ist ab Dezember in Teilen Geschichte. Nur noch jede zweite Stunde sollen Züge die komplette Verbindung befahren, erklären SBB und Deutsche Bahn in einer gemeinsamen Mitteilung.</p> <p>Acht Direktverbindungen soll es ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember und bis mindestens Mitte Juni 2026 dann noch geben. In den Stunden, in denen der IC in Singen endet, fährt von dort ein Anschlusszug nach Zürich.</p> <p>Wer also von Singen in die Schweiz will, hat weiterhin stündlichen Anschluss, abwechselnd durch Zustieg in den IC oder durch den neuen in Singen beginnenden Zug. Aus der Schweiz kommend, ändert sich derweil nichts: Von Zürich aus fährt weiterhin stündlich ein Zug direkt nach Stuttgart.</p> <p>Der Anschlusszug ab Singen wird aber nicht warten, wenn die Gäubahn aus Stuttgart zu spät kommt, wie die Bahn auf Anfrage erklärt – alles andere würde natürlich auch den Sinn unterlaufen, zuverlässiger in die Schweiz einzufahren. „Damit Fahrgäste sich von Anfang an darauf einstellen können, werden wir keinen Anschluss zwischen den beiden Fahrten in der Fahrplanauskunft empfehlen“, sagt ein Bahnsprecher.</p> <h2>Nicht einmal die acht Verbindungen Stuttgart-Zürich sind garantiert</h2> <p>Es ist zudem durchaus denkbar, dass am Ende nicht einmal die acht Verbindungen bis Zürich durchfahren werden. So erklären SBB und DB bereits jetzt: „Zusätzlich wird künftig bei den IC, die nach wie vor direkt von Stuttgart nach Zürich verkehren, bei hoher Verspätung ein Ersatzzug der SBB ab Schaffhausen verkehren.“ Auch hier könnte also vorzeitig Schluss ein.</p> <p>Zu den Gründen der fortgesetzten Unzuverlässigkeit der Verbindung erklären die beiden Bahnunternehmen: „Die häufigen Verspätungen entstehen vor allem durch infrastrukturelle sowie betriebliche Herausforderungen und Baustellen in Deutschland.“ Die Gäubahn ist in weiten Teilen eingleisig, was sich erst Mitte der 2030er-Jahre ändern dürften. Gegen eine mögliche Beschleunigung des Ausbaus verwehrte sich zuletzt die Bahn selbst. Schon im August hatte SBB-Chef Vincent Ducrot gegenüber dem SÜDKURIER die Zustände auf der Gäubahn als <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/absolut-ungenuegend-sbb-chef-ducrot-ueber-gaeubahn-s21-und-hochrhein-ausbau-29-08-25;art1371848,12470688" title="„Absolut ungenügend“: SBB-Chef über Gäubahn, S21, Hochrhein-Ausbau und Engagement in Deutschland">‚absolut ungenügend‘</a> bezeichnet.</p> <h2>Verkauf von Stadler-Kiss-Zügen soll kein Grund für Unzuverlässigkeit sein</h2> <p>Immer wieder wird auch der Verkauf der zuverlässigen Züge des Schweizer Herstellers Stadler als Grund für die Verspätungen benannt. Die Modelle des Typs Kiss verkehrten bis Jahresmitte auf der Gäubahn. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gaeubahn-mit-neuen-zuegen-in-der-kritik-warum-leidet-die-zugverbindung-zuerich-stuttgart-so-stark;art417930,12423080" title="„Kaum ein Zug pünktlich“: Gäubahn gerät mit neuen Zügen schwer in die Kritik">Dann verkaufte die Deutsche Bahn sie für 222 Millionen Euro an die ÖBB.</a> Seither verkehren Züge des Herstellers Alstom auf der Verbindung. Die Bahn weist Kritik an dieser Umstellung jedoch zurück. Beide Zugtypen seien ähnlich zuverlässig, erklärt ein Bahnsprecher auf SÜDKURIER-Anfrage.</p> <p>Mit der halben Einstellung der Direktverbindung scheint die langfristige Zukunft der Verbindung offener denn je, zumal im Norden durch die <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gaeubahn-soll-monatelang-schon-in-boeblingen-enden-das-sind-die-auswirkungen-fuer-den-bodensee-31-10-25;art417930,12507947" title="Gäubahn soll nur bis Böblingen fahren: Das droht Bodensee-Reisenden in den nächsten Jahren">Stuttgart-21-Inbetriebnahme samt Zwangsumstieg</a> in Vaihingen ab 2027 neues Ungemach droht. Ob der Schlusssatz der Mitteilung von SBB und DB ein Bekenntnis oder eher eine Durchhalteparole ist, wird also die Zeit zeigen: „Ziel bleibt, dass sämtliche IC zwischen den beiden Städten wieder durchgehend und pünktlich verkehren können.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Nächster Schlag für die Gäubahn: Nur jeder zweite Zug aus Stuttgart fährt noch bis Zürich]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 22 Jan 2021 15:56:08 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Lebendig eingemauert, ertränkt, geköpft, verbrannt: Hier starben in Konstanz die Verurteilten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/lebendig-eingemauert-ertraenkt-gekoepft-verbrannt-wo-in-konstanz-die-hinrichtungen-vollstreckt-wurden;art372448,10717801 ]]></link>      <description><![CDATA[  Was heute undenkbar ist, war im mittelalterlichen Konstanz grausame Realität: An mehreren Orten in der Stadt wurden die Todesurteile auf unterschiedliche Weise – und je nach Vergehen – vollstreckt. Wo genau?  ]]></description>
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          Was heute undenkbar ist, war im mittelalterlichen Konstanz grausame Realität: An mehreren Orten in der Stadt wurden die Todesurteile auf unterschiedliche Weise – und je nach Vergehen – vollstreckt. Wo genau?<br>
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        Was heute undenkbar ist, war im mittelalterlichen Konstanz grausame Realität: An mehreren Orten in der Stadt wurden die Todesurteile auf unterschiedliche Weise – und je nach Vergehen – vollstreckt. Wo genau?



        <h2>Rheinbrücke: Hauptweg und Hinrichtungsort in Konstanz</h2> <p>Die Rheinbrücke war bis 1856 nicht nur einer der Hauptwege in die Stadt, sondern auch Ort zahlreicher Hinrichtungen. Tod durch Ertrinken war im Mittelalter ein verbreitetes Todesurteil in Konstanz, so Daniel Groß. Vollstreckt wurde dieses Urteil oft auf der Rheinbrücke.</p> <p>Dabei seien die Verurteilten in einen Sack gesteckt, oder ihnen Beine und Arme zusammengebunden worden, sodass sie nicht mehr schwimmen konnten. Dann wurden sie von der Brücke aus in den Seerhein geworfen. Dieses Schicksal erleiden musste auch 1455 eine Frau namens Ällin und ihre Vertraute. Ällin sei verurteilt worden, weil sie versucht hatte, ihren Mann zu vergiften und auch verdächtigt wurde, ihren vorherigen Ehemann erfolgreich vergiftet zu haben. Wobei ihre Vertraute ihr geholfen haben soll.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Häufigste Hinrichtungsarten in Konstanz</span><span>Generell kann man sagen, dass Strafen am Pranger und Enthauptungen innerhalb der Stadtmauern vollzogen wurden, während der Galgen eher außerhalb der Stadt stand. Die häufigsten Hinrichtungsarten in Konstanz waren: Galgen, Erhängen und Ertränken. Seltener und doch überliefert sind: Pfählen, lebendig Begraben und Verbrennen. Laut Daniel Groß waren Hinrichtungen in Konstanz allerdings auch im Mittelalter kein alltägliches Ereignis.</span></label></div> <p>Dass in der Mitte des 15. Jahrhunderts Frauen zum Tode verurteilt wurden, sei aber eher selten gewesen. Wie Peter Schuster in seinem Buch „Eine Stadt vor Gericht. Recht und Alltag im spätmittelalterlichen Konstanz“ schrieb, seien zwischen 1430 und 1460 in Konstanz 81 Todesurteile gesprochen worden, nur zwei davon hätten Frauen betroffen.</p> <h2><strong>Frauenpfahl in Konstanz</strong><strong>: Symbol grausamer Strafen</strong></h2> <p>Noch heute erinnert eine hölzerne Säule mit einer weißen Kugel obenauf im Wasser vor dem Stadtgarten an einen weiteren Hinrichtungsort: den <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/todesurteil-bodensee-das-finstere-geheimnis-des-grausamen-frauenpfahls-von-konstanz;art372448,10241395" target="_blank" title="Todesurteil Bodensee: Das finstere Geheimnis des grausamen Frauenpfahls von Konstanz">Frauenpfahl</a>. Denn obwohl Frauen seltener zum Tode verurteilt wurden als Männer, gab es auch Frauen, die hingerichtet wurden.</p> <p>So zum Beispiel die Diebin Appolonia, die am 9. November 1532 am Frauenpfahl ihren Tod fand. Zumeist, davon wird ausgegangen, habe es sich bei den Verurteilten um Ehebrecherinnen gehandelt. Diese wurden wohl zusammen mit einer Schlange, einer lebenden Katze oder einem Huhn in einen Sack eingenäht und in den Bodensee geworfen.</p> <h2>Obermarkt: Pranger und öffentliche Hinrichtungen</h2> <p>Der Obermarkt war im Mittelalter einer der zentralen Marktplätze in Konstanz. Und nicht nur das: Neben Essensständen waren auf dem Obermarkt damals auch Pranger und <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/allensbach/geraedert-ertraenkt-enthauptet-verbrannt-skelettfunde-bei-allensbach-fuehren-zu-neuen-erkenntnissen-und-einer-langen-liste-der-grausamkeiten;art372433,10952966" target="_blank" title="Skelettfunde führen zu neuen Erkenntnissen &amp;ndash; und einer langen Liste der Grausamkeiten">Galgen</a> zu finden. Daniel Groß geht davon aus, dass dort hauptsächlich kleinere Strafen am Pranger vollstreckt wurden.</p> <p>Doch nicht nur: Belegt ist dort beispielsweise 1438 die Hinrichtung eines Mannes namens Pontius. Ihm wurde vorgeworfen, einen aufrührerischen Anschlag an das Münster gepinnt zu haben. Dafür musste er mit dem Tod bezahlen. Er wurde gemeinsam mit einem Gehilfen am Obermarkt geköpft.</p> <p>Erst beim fünften Schlag sei der Kopf des Mannes vom Körper getrennt worden, bei seinem Gehilfen benötigte das sogar acht Schläge. So steht es in Johann Marmors Werk „Geschichtliche Topographie der Stadt Konstanz und ihrer nächsten Umgebung: mit besonderer Berücksichtigung der Sitten und-Kulturgeschichte derselben“ (1871). 1463 sei auf dem Obermarkt außerdem ein Mann gehängt worden, der einen Kelch aus einer Kirche gestohlen hatte.</p> <h2>Schnetztor: Eingemauert im Mittelalter</h2> <p>Eigentlich ist das <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/markantes-entree-zur-stadt-mit-einem-kuriosen-geheimnis-das-ist-die-geschichte-des-konstanzer-schnetztors;art372448,10889728" target="_blank" title="Markantes Entree zur Stadt mit einem kuriosen Geheimnis: Das ist die Geschichte des Konstanzer Schnetztors">Schnetztor</a> im Mittelalter kein klassischer Hinrichtungsort. Doch aus historischen Quellen ist zu entnehmen, dass dort 1452 ein Mann lebenslänglich eingemauert wurde. Doch er starb nicht sofort. Denn er wurde weiterhin mit Brot und Wasser versorgt, sodass er einen langen und qualvollen Tod erleiden musste. Aushalten musste er diese Bestrafung, weil er seine Frau im Zorn erdolcht haben soll.</p> <h2>Kreuzlingen und Gottlieben: Hinrichtungen vor den Toren von Konstanz</h2> <p>Zwei der Konstanzer Hinrichtungsorte befinden sich gar nicht in Konstanz selbst, sondern in der Schweiz. Einer davon auf der Sandbreite in Kreuzlingen, vor den damaligen Toren der Stadt. Dort seien vor allem Hinrichtungen am Galgen durchgeführt worden.</p> <h2>Grausame Strafen: Verbrennungen und Homosexualität im Mittelalter</h2> <p>Oft wurden die Verurteilten als abschreckendes Beispiel für Fremde hängen gelassen, bis sie verrotteten, erzählt Daniel Groß. Auch zu Verbrennungen kam es dort. 1464 wurden an dieser Richtstätte nach historischen Quellen zwei Männer verbrannt, die Ketzerei betrieben haben sollen. Einer davon sei ein Mönch gewesen. Daniel Groß: „Das ist eines von wenigen Beispielen von verurteilter Homosexualität in Konstanz.“</p> <h2><strong>Tägermoos</strong><strong>: Zum Sterben aus der Stadt geschleift</strong></h2> <p>Ebenfalls in der Schweiz befand sich eine Richtstätte in Richtung Gottlieben. Nur wenige Schritte entfernt vom Wall am Rhein habe dort ein Galgen auf einer Anhöhe gestanden, so belegen es mittelalterliche Quellen. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts sei diese Richtstätte in Gebrauch gewesen. Verbreitet war es wohl, dass Verurteilte am Pferd zur Richtstätte außerhalb der Stadt geschleift wurden. „Sie wurden damit symbolisch und faktisch aus der Gesellschaft ausgeschlossen“, so Groß.</p> <p><em>Dieser Artikel erschien erstmals im Januar 2021 auf SÜDKURIER Online.</em></p> <h2>Häufige Fragen zu historischen Hinrichtungsstätten in Konstanz:</h2> <h2>Welche Hinrichtungsarten gab es im mittelalterlichen Konstanz?</h2> <p>Im Mittelalter wurden in Konstanz vor allem Galgen, Ertränken und Enthauptungen vollzogen. Seltener kam es zu Strafen wie Pfählen, lebendig Begraben oder Verbrennen.</p> <h2>Wo fanden in Konstanz am Bodensee die meisten Hinrichtungen statt?</h2> <p>Zentrale Orte waren die Rheinbrücke, der Obermarkt und der Frauenpfahl im Bodensee. Außerhalb der Stadt wurden Hinrichtungen auch in Kreuzlingen und Gottlieben durchgeführt.</p> <h2>Was ist der Frauenpfahl in Konstanz?</h2> <p>Der Frauenpfahl ist eine hölzerne Säule im Bodensee, die bis heute an einen historischen Hinrichtungsort erinnert. Dort wurden vor allem Frauen, oft Ehebrecherinnen, ertränkt.</p> <p></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Staatsterror "Zweiter Weltkrieg" Strafe thema-sicherheit-justiz thema-sicherheit-kriminalitaet thema-politik-ausland thema-wissen-geschichte]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Lebendig eingemauert, ertränkt, geköpft, verbrannt: Hier starben in Konstanz die Verurteilten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 12:39:35 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Streit mit Ex-Freundin eskaliert im Seehas: Unbekannter wirft Angreifer aus dem Zug  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/streit-mit-ex-freundin-eskaliert-im-seehas-unbekannter-wirft-angreifer-aus-dem-zug;art372432,12510077 ]]></link>      <description><![CDATA[  Zwischen Feierabendpendlern der Verbindung zwischen Engen und Konstanz kommt es am Donnerstag, 30. Oktober, zu einer Prügelei. Die Bundespolizei sucht nach dem Mann, der handgreiflich wurde, um die Frau zu schützen.  ]]></description>
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          Zwischen Feierabendpendlern der Verbindung zwischen Engen und Konstanz kommt es am Donnerstag, 30. Oktober, zu einer Prügelei. Die Bundespolizei sucht nach dem Mann, der handgreiflich wurde, um die Frau zu schützen.<br>
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        Zwischen Feierabendpendlern der Verbindung zwischen Engen und Konstanz kommt es am Donnerstag, 30. Oktober, zu einer Prügelei. Die Bundespolizei sucht nach dem Mann, der handgreiflich wurde, um die Frau zu schützen.



        <p>Erst streitet sich ein alkoholisierter Mann im Seehas zwischen Engen und Konstanz mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin. Als ein Unbekannter dazwischengeht, eskaliert die Lage. Das geht aus einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Konstanz hervor. Demnach ist am frühen Donnerstagabend, 30. Oktober, im Zug zu einer „tätlichen Auseinandersetzung“ – wie es im Polizeijargon heißt – gekommen.</p> <p>Laut Pressestelle habe der 53-Jährige zunächst seine Ex-Partnerin im Seehas verbal und körperlich angegangen. „Der unbekannte Mitreisende ging dazwischen, um den Übergriff zu beenden“, heißt es in der Mitteilung an die Medien weiter. Daraufhin sei es zu einer Prügelei zwischen den beiden Männern gekommen. Diese Szenen hätten sich im Zeitraum zwischen 17.10 Uhr und 17.30 Uhr ereignet.</p> <p>Weiter schreibt die Pressestelle: „Am Haltepunkt Allensbach beförderte der Unbekannte den 53-Jährigen aus dem Zug. Dabei hat sich dieser Verletzungen zugezogen.“ Die Bundespolizeiinspektion Konstanz ermittle nun wegen Körperverletzung sowohl gegen den 53-Jährigen als auch den unbekannten Mann.</p> <h2>Bundespolizei kontrolliert Seehas in Konstanz</h2> <p>Kurz nach dem Vorfall stiegen an der Haltestelle Konstanz-Fürstenberg mehrere Einsatzkräfte der Bundespolizei in den voll besetzten Zug. Ein SÜDKURIER-Reporter war zufällig vor Ort und beobachtete, wie die Beamten alle Fahrgäste anwiesen, ihre Hände zu zeigen. Die Polizisten liefen durch die Bahn und schauten sich besonders die Rückseiten der Finger an. Bei einigen Fahrgästen sorgte das für Irritation.</p> <p>Die Pressesprecherin der Bundespolizeiinspektion Konstanz, Bettina Stahl, bestätigt auf SÜDKURIER-Nachfrage, dass die Beamten geschaut haben, ob sie bei einer Person Blut oder Verletzungen an den Händen feststellen können. „Der unbekannte Tatverdächtige ist in besagten Seehas weitergefahren, das haben uns die Zeugen so bestätigt“, erklärt Stahl. Die Hoffnung der Polizei sei gewesen, den unbekannten Tatverdächtigen noch im Zug feststellen zu können. Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Streit mit Ex-Freundin eskaliert im Seehas: Unbekannter wirft Angreifer aus dem Zug]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 12:37:13 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Mann kehrt trotz Einreiseverbots zurück – Bundespolizisten setzen ihn direkt wieder ins Flugzeug  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/mann-kehrt-trotz-einreiseverbots-zurueck-bundespolizisten-setzen-ihn-direkt-wieder-ins-flugzeug;art372432,12510071 ]]></link>      <description><![CDATA[  Über die Schweiz gelangt der 33-Jährige in die Bundesrepublik, obwohl er sich bis 2029 hier nicht aufhalten darf. In Singen endet seine Reise in Gewahrsam. Nur einen Tag später geht es via Stuttgart zurück an den Balkan.  ]]></description>
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          Über die Schweiz gelangt der 33-Jährige in die Bundesrepublik, obwohl er sich bis 2029 hier nicht aufhalten darf. In Singen endet seine Reise in Gewahrsam. Nur einen Tag später geht es via Stuttgart zurück an den Balkan.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Über die Schweiz gelangt der 33-Jährige in die Bundesrepublik, obwohl er sich bis 2029 hier nicht aufhalten darf. In Singen endet seine Reise in Gewahrsam. Nur einen Tag später geht es via Stuttgart zurück an den Balkan.



        <p>Personenkontrollen der Bundespolizei kommen an grenznahen Bahnhöfen immer wieder vor. Auch am Mittwoch, 29. Oktober, führten Einsatzkräfte am Bahnhof in Singen Kontrollen durch. Als ein Zug aus der Schweiz einfuhr, überprüften die Beamten Personen, die in der Stadt am Fuß des Hohentwiels ausstiegen.</p> <p>Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, entdeckten die Bundespolizisten dabei einen 33-Jährigen, gegen den ein bestehendes Einreiseverbot in die Bundesrepublik vorlag. Gültig bis 2029. Schnell stellte sich heraus: Kurz zuvor hatte der kosovarische Staatsangehörige schon in der Schweiz Kontakt mit der dortigen Polizei gehabt.</p> <p>Die Schweizer Kollegen hatten laut Pressemitteilung den Mann wegen unerlaubter Einreise und wegen des Versuchs, sich einer polizeilichen Maßnahme zu entziehen, kurzzeitig inhaftiert. Doch der 33-Jährige gelangte wieder auf freien Fuß. In Singen nahm die Bundespolizei den Mann sofort wieder in Gewahrsam.</p> <p>Direkt einen Tag später, also am Donnerstag, 30. Oktober, ging es für den Mann auf dem Luftweg zurück in sein Heimatland. Nach Angaben der Bundespolizei wurde er über den Flughafen Stuttgart ausgewiesen. „Zur Sicherung der entstehenden Kosten der Zurückweisung musste er eine Sicherheitsleistung hinterlegen“, heißt es in der Mitteilung abschließend.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Mann kehrt trotz Einreiseverbots zurück – Bundespolizisten setzen ihn direkt wieder ins Flugzeug]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 13:51:27 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Bodensee-Zutaten neu interpretiert: Mona Hiermaier kredenzt im Pop-Up-Restaurant Ungewöhnliches  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/so-schmeckts-am-bodensee-the-taste-gewinnerin-eroeffnet-pop-up-restaurant-in-konstanz-31-10-25;art372448,12509399 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nach dem großen Erfolg im ersten Jahr eröffnet die Köchin im Januar 2026 zum zweiten Mal ein Restaurant auf Zeit, dieses Mal im Steg4. Wer bei ihr einen Tisch bucht, lässt sich auf neue Erlebnisse am Gaumen ein.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Nach dem großen Erfolg im ersten Jahr eröffnet die Köchin im Januar 2026 zum zweiten Mal ein Restaurant auf Zeit, dieses Mal im Steg4. Wer bei ihr einen Tisch bucht, lässt sich auf neue Erlebnisse am Gaumen ein.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/so-schmeckts-am-bodensee-the-taste-gewinnerin-eroeffnet-pop-up-restaurant-in-konstanz-31-10-25;art372448,12509399]]></guid>
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        Nach dem großen Erfolg im ersten Jahr eröffnet die Köchin im Januar 2026 zum zweiten Mal ein Restaurant auf Zeit, dieses Mal im Steg4. Wer bei ihr einen Tisch bucht, lässt sich auf neue Erlebnisse am Gaumen ein.



        <p>Schnitzel mit Pommes wird es nicht geben, auch nicht den gewöhnlichen Zwiebelrostbraten oder Forelle Müllerin Art. Wenn Mona Hiermaier sich an den Herd stellt, kommen dabei neue Kreationen heraus. Welch ungewöhnliche Geschmacks-Ideen sich in ihrem Kopf abspielen, möchte sie nun erneut ihren Gästen zeigen. Deshalb eröffnet die 26-Jährige im Januar 2026 zum zweiten Mal ein Pop-Up-Restaurant in Konstanz.</p> <p>Während <a href="https://www.suedkurier.de/essen-trinken/the-taste-gewinnerin-mona-hiermaier-bringt-neuen-trend-nach-konstanz;art1367817,12308866" target="_blank" title="Eine Kochshow-Gewinnerin und ihr Pop-Up-Restaurant: Ein Trend kommt nach Konstanz">die Premiere im ehemaligen Restaurant Esme auf dem Münsterplatz</a> stattfand, darf die Köchin dieses Mal die größere Küche des Steg4 in der Hafenstraße nutzen. Auch im Gastraum werden es nun 100 statt 60 Plätze sein. Denn die Erfahrung aus dem Vorjahr zeigt: Das Konzept wird bestens angenommen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das ist Mona Hiermaier</span><span>Die 26-Jährige wurde im bayerischen Neuburg an der Donau geboren, wuchs aber in Villingen auf. Sie besuchte das Gymnasium am Hoptbühl und legte ihr Abitur am Wirtschaftsgymnasium ab. Anschließend studierte sie BWL Food Management (Duale Hochschule Heilbronn und Hofpfisterei München). Es folgte eine Ausbildung zur Köchin – erst im Konstanzer Hotel Riva, nach einem halben Jahr wechselte sie in die Weinbar Zwölfe nach Singen. Sie betreibt die <a href="https://monaliebtaroma.de/" target="_blank" title="" rel="noopener">Homepage „Mona liebt Aroma“</a> und arbeitet bundesweit als Privatköchin. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/the-taste-mona-hiermaier-aus-konstanz-gewinnt;art372448,11837337" target="_blank" title="Mona Hiermaier gewinnt bei &amp;bdquo;The Taste&amp;ldquo; &amp;ndash; Konstanzer Köche glänzen bei der TV-Show">Sie gewann die TV-Show 2023 „The Taste“ im Team von Juror Alex Kumptner</a>.</span></label></div> <p>„Wir wurden im vergangenen Jahr komplett vom Ansturm überrannt“, sagt Martin Mure, der gemeinsam mit Marco D‘Arca und Servet Karaaslan das Restaurant Steg4 führt und zuvor auch das türkische Lokal Esme innehatte, das nun dem <a href="https://www.suedkurier.de/essen-trinken/eis-im-suessen-gebaeck-sizilianischer-trend-erobert-konstanz-im-neuen-eiscafe-duomo-20-05-25;art1367817,12389375" target="_blank" title="Ein Trend aus Sizilien erobert Konstanz: Das müssen Sie über das neue Eiscafé Duomo wissen">Eiscafé Duomo</a> wich.</p> <p>„Bis zu 50 Leute standen vor der Tür, die Hälfte von ihnen hatte nicht reserviert“, erinnert sich Martin Mure und lacht. „Wir waren bis zu fünfmal am Tag einkaufen, weil wir damit nicht gerechnet hatten.“ Mona Hiermaier ergänzt: „Und wir haben spontan neue Gerichte kreiert – mit den Zutaten, die noch da waren.“</p> <p>Beim zweiten Mal soll alles ein bisschen professioneller ablaufen. Die Idee aber bleibt dieselbe: Monas Kreationen überraschen die Gäste. Es wird Speisen aus der Vier-Länder-Region Bodensee geben, allerdings mit einer kleinen Abweichung: „Da Liechtenstein keine eigene Küche hat, verwenden wir Zutaten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Bayern“, sagt die 26-Jährige und ergänzt: „Schließlich komme ich aus Bayern.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Gerichte und Reservierung</span><span>Das Pop-Up-Restaurant im Steg4 (Hafenstraße 8) öffnet seine Türen von Montag, 5. Januar 2026, bis Samstag, 24. Januar 2026. Reservierungen sind bereits möglich, es gibt zwei Zeitschienen: von 17 bis 20 und ab 20 Uhr. Reserviert werden kann über die Website <a href="https://steg4.de/#steg4" target="_blank" title="" rel="noopener">https://steg4.de/#steg4</a>, per E-Mail an <a href="mailto:info@steg4.de" target="" title="">info@steg4.de</a> oder telefonisch unter der Nummer 07531 17428. Am letzten Tag des Pop-Up-Restaurants findet eine Party statt. Köchin Mona Hiermaier möchte regionale Zutaten vom Bodensee neu interpretieren und dabei auch den Ofen des Restaurants nutzen. Beim ersten Mal kostete eine Vorspeise 14 bis 17 Euro, ein Hauptgericht 21 bis 31 Euro. Die Preise für 2026 stehen noch nicht fest.</span></label></div> <h2>Olma-Wurst mal ganz anders</h2> <p>Als Beispiel nennt sie die Schweizer Olma-Wurst, die sie mal ganz anders zubereiten möchte – wohl wissend, dass die Sankt Galler klare Traditionen damit verbinden wie etwa, dass diese Wurst nicht mit Senf verzehrt werden sollte. „Ich finde Traditionen sehr wichtig, aber man kann Produkte auch mal anders interpretieren“, sagt Mona Hiermaier. „Ich möchte den Gästen zurufen: Spring über deinen Schatten und probier es einfach mal.“</p> <p>Das habe im vergangenen Jahr gut funktioniert, sagt Martin Mure, ergänzt dann aber lachend: „Naja, die eine oder andere Omi hat schon erstmal komisch geschaut, als sie von Kaki-Carpaccio gehört hat.“ Am Ende aber hätten alle Gäste das Pop-Up-Restaurant zufrieden verlassen. Was dieses Mal auf der Karte steht, wollen die Gastgeber noch nicht verraten.</p> <p>„Es wird Speisen mit Fleisch, Fisch und Vegetarisches geben“, sagt die 26-Jährige, die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/daumen-druecken-konstanzerin-kocht-im-the-taste-finale-um-den-sieg;art372448,11836561" target="_blank" title="Daumen drücken! Konstanzerin kocht im &amp;bdquo;The Taste&amp;ldquo;-Finale um den Sieg">im Jahr 2023 die Kochsendung „The Taste“ gewann</a> und auch dort mit ihren speziellen Ideen punktete. Sie möchte die Karte für die drei Wochen im Steg4 klein halten, aber ein- bis zweimal pro Woche eine zusätzliche Überraschung anbieten, zum Beispiele klassische Bodenseegerichte asiatisch anhauchen. Auch bei der Dekoration und dem Drumherum in der Gaststube sollen sich die Gäste überraschen lassen, sagt Marco D‘Arca.</p> <p>Mona Hiermaier, die das restliche Jahr als Privatköchin bundesweit und in der Schweiz unterwegs ist, freut sich auf die drei intensiven Wochen im Steg4. „Die Größe dieses Projekts ist für mich schon eine Herausforderung, denn normalerweise koche ich für neun bis zwölf Personen, nicht für 100. Aber ich habe ja den Küchenchef und weitere Kollegen in der Küche, die mir helfen“, sagt sie.</p> <h2>Sonst solo bei der Arbeit, nun im Team</h2> <p>Auf die Zusammenarbeit freut sie sich ganz besonders: „Wir hatten im vergangenen Jahr so viel Spaß, haben uns in der Küche auf vielen Sprachen unterhalten und zu kurdischer Musik getanzt“, erzählt sie, während ihre Augen leuchten. Kollegen zu haben, ist für sie als Solo-Selbstständige eine schöne Erfahrung.</p> <p>„Nach den drei Wochen war ich richtig platt, aber es war schöner Stress“, sagt Hiermaier, die mit ihrer besten Freundin in Petershausen wohnt. Die Vorbereitungen für die zweite Runde laufen, einige Gerichte sind in ihrem Kopf schon fertig. „Im Januar möchte ich nicht nur selbst kochen, sondern auch anrichten und im Service mithelfen. Und ich komme auch gern zu den Gästen an den Tisch, wenn jemand eine Frage hat.“</p> <p>Bei aller Aufregung sehnt sie diesen einen Moment herbei, „in dem ich in der Küche stehe und merke, dass alles klappt“, sagt Mona Hiermaier. „Es ist zwar ein Pop-Up-Restaurant und deshalb muss nicht alles perfekt laufen, aber ich möchte, dass jeder das Lokal mit einem Lächeln verlässt. Deshalb machen wir das auch nur für drei Wochen. Dann bleibt der ganz besondere Geist erhalten.“</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Fest "Hotel und Gaststätten" Koch thema-wirtschaft-branchen-tourismus thema-gesellschaft-mensch thema-heimat-veranstaltung-ortsgeschehen]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Bodensee-Zutaten neu interpretiert: Mona Hiermaier kredenzt im Pop-Up-Restaurant Ungewöhnliches]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Fri, 31 Oct 2025 11:45:57 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Jetzt kann man es offen aussprechen: Die Gäubahn ist tot  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/kommentar-jetzt-kann-man-es-offen-aussprechen-die-gaeubahn-ist-tot-05-11-25;art417930,12510044 ]]></link>      <description><![CDATA[  Man kann es nicht mehr übersehen: Die Verbindung Stuttgart-Zürich ist am Ende, wird heute und auch morgen nicht mehr funktionsfähig. Doch eine Zukunftsperspektive gibt es.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Man kann es nicht mehr übersehen: Die Verbindung Stuttgart-Zürich ist am Ende, wird heute und auch morgen nicht mehr funktionsfähig. Doch eine Zukunftsperspektive gibt es.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Man kann es nicht mehr übersehen: Die Verbindung Stuttgart-Zürich ist am Ende, wird heute und auch morgen nicht mehr funktionsfähig. Doch eine Zukunftsperspektive gibt es.



        <p>Die Gäubahn verkehrt zwischen Stuttgart und Zürich.<a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/naechster-schlag-fuer-die-gaeubahn-maximal-die-haelfte-aller-zuege-faehrt-noch-bis-zuerich-1-11-25;art1371848,12510001" title="Nächster Schlag für die Gäubahn: Nur jeder zweite Zug aus Stuttgart fährt noch bis Zürich"> Ok, bald oft auch nur noch zwischen Stuttgart und Singen.</a> Und 2027 dann nur noch bis Vaihingen. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gaeubahn-soll-monatelang-schon-in-boeblingen-enden-das-sind-die-auswirkungen-fuer-den-bodensee-31-10-25;art417930,12507947" title="Gäubahn soll nur bis Böblingen fahren: Das droht Bodensee-Reisenden in den nächsten Jahren">Oder auch mal nur Böblingen.</a> Und gut, manchmal auch noch kürzer, oder viel zu spät, oder gar nicht.</p> <p>Diese leider nicht mal übertriebene Zusammenfassung zeigt: Die Gäubahn ist kaputt. Und viele Signale der SBB, <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/absolut-ungenuegend-sbb-chef-ducrot-ueber-gaeubahn-s21-und-hochrhein-ausbau-29-08-25;art1371848,12470688" title="„Absolut ungenügend“: SBB-Chef über Gäubahn, S21, Hochrhein-Ausbau und Engagement in Deutschland">von Aussagen ihres Chefs</a> bis hin zu konkreten Maßnahmen, zeigen: Die Schweizer haben keine Lust mehr.</p> <p>Spätestens die nahezu unabwendbare Abkopplung vom Stuttgarter Hauptbahnhof macht die Verbindung für die SBB gänzlich uninteressant – zumal der Flug Zürich-Stuttgart durch die sehr gute S21-Bahnanbindung des Stuttgarter Terminals gleichzeitig noch attraktiver wird. Ein Bahnprojekt richtet Klimaschaden an, besonders gelungen.</p> <h2>Was es jetzt bei der Gäubahn braucht</h2> <p>Alle Notmaßnahmen und Beschwichtigungen sind unglaubwürdig. Es braucht die klare Aussage, dass da im Moment nicht mehr viel besser werden kann. Und gleichzeitig das eindeutige Bekenntnis nicht nur zum <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/bundeshaushalt-sichert-pfaffensteigtunnel-was-das-fuer-die-zukunft-der-gaeubahn-bedeutet-18-09-25;art417930,12483881" title="Bundeshaushalt sichert Tunnelfinanzierung: Was das für die Zukunft der Gäubahn bedeutet">teuren Pfaffensteigtunnel</a>, sondern auch zum für die Betriebsstabilität unverzichtbaren zweigleisigen Ausbau der Strecke in jener beschleunigten Form, <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/schnellerer-gaeubahn-ausbau-jetzt-ist-landesverkehrsminister-winfried-hermann-gefragt-05-09-25;art417930,12475121" title="Schnellerer Gäubahn-Ausbau: Jetzt ist Verkehrsminister Hermann gefragt">die längst auf dem Tisch liegt.</a></p> <p>Dann stehen der Region mit Bahnblick Richtung Stuttgart zwar rund zehn harte Jahre bevor, die überbrückt werden müssen. Aber wenn Bahnkunden (erzwungenermaßen) eines sind, dann geduldig. Und immerhin gibt es dann eine Perspektive. Im Moment gibt es nur Probleme.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Jetzt kann man es offen aussprechen: Die Gäubahn ist tot]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 16:47:05 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Lässt sich Konstanz die Blitzer-Bußgelder vom Bahnhofplatz entgehen? Stadt weist Kritik zurück  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/tausende-autos-am-bahnhof-konstanz-geblitzt-doch-die-stadt-erhebt-keine-bussgelder-warum;art372448,12509570 ]]></link>      <description><![CDATA[  Nächste Runde im Possenspiel zur neuen Durchfahrtssperre in der Altstadt: Die Verwaltung räumt ein, dass der Einsatz des mobilen Blitzers kaum zu Einnahmen geführt hätte – und liefert eine überraschende Erklärung.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Nächste Runde im Possenspiel zur neuen Durchfahrtssperre in der Altstadt: Die Verwaltung räumt ein, dass der Einsatz des mobilen Blitzers kaum zu Einnahmen geführt hätte – und liefert eine überraschende Erklärung.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/tausende-autos-am-bahnhof-konstanz-geblitzt-doch-die-stadt-erhebt-keine-bussgelder-warum;art372448,12509570]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Nächste Runde im Possenspiel zur neuen Durchfahrtssperre in der Altstadt: Die Verwaltung räumt ein, dass der Einsatz des mobilen Blitzers kaum zu Einnahmen geführt hätte – und liefert eine überraschende Erklärung.



        <p>Noch immer fahren sie über den Bahnhofplatz. Autos, oft mit auswärtigem Kennzeichen, halten im Lago-Kreisel oder an der Einmündung der Dammgasse kurz an. Fahrer schauen sich um, manche wenden, viele nicht. Obwohl die Stadtverwaltung weitere Verbotsschilder aufgestellt hat und zusätzlich noch große Transparente an Bauzäunen hängen, herrscht weiter Verwirrung.</p> <p>Doch damit nicht genug: Der Einsatz des Blitzer-Anhängers gleich zu Beginn der neuen Regelung lief offenbar ziemlich anders ab als zunächst mitgeteilt. „Keine beweissichere Feststellung von Ordnungswidrigkeiten am Bahnhof“ sei zwischen Mittwoch, 15. Oktober, und Freitag, 17. Oktober erfolgt, teilt die Stadtverwaltung nun überraschend mit.</p> <p>Das Thema war zum Politikum geworden, nachdem<a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/linke-fordert-durchgreifen-gegen-autos-am-bahnhof-konstanz-laesst-sich-ueber-100000-euro-entgehen-24-10-25;art372448,12504267" target="_blank" title="Stadt lässt sich über 100.000 Euro entgehen: Linke fordert Durchgreifen gegen Autos am Bahnhof"> die Linke Liste ihr Unverständnis darüber geäußert hatte, dass die Stadt zunächst keine Bußgelder erhebt</a>, obwohl das Missachten der Durchfahrtssperre mit einer Strafe von 50 Euro belegt ist. In der Folge <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/streit-um-autos-am-bahnhof-konstanz-geht-weiter-hat-die-stadt-das-nicht-gerichtsfest-ausgeschildert-26-10-25;art372448,12505690" title="Streit um Autos am Bahnhof geht weiter: Hat die Stadt das nicht gerichtsfest ausgeschildert?">hatte SPD-Stadtrat Jan Welsch die Frage aufgeworfen, ob die Kontrolle überhaupt gerichtsfest erfolgt sei</a>.</p> <h2>Aus 2800 in 24 Stunden werden 350 in zweieinhalb Tagen</h2> <p>Ist sie nicht, heißt es nun aus dem Rathaus. <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/chaos-am-konstanzer-bahnhof-tausende-autofahrer-wurden-geblitzt-muessen-aber-kein-bussgeld-fuerchten;art372448,12501708" target="_blank" title="Chaos am Konstanzer Bahnhof! Stadt zieht Blitzer aus neuerdings gesperrtem Bereich zurück">War zunächst von 4000 Durchfahrten innerhalb von 24 Stunden die Rede, von denen mutmaßlich etwa 2800 Fahrten tatsächliche Verstöße gewesen seien</a>, handelt es sich nach der jüngsten Erklärung nicht um Bußgeldfälle, sondern lediglich um „Zähldaten“.</p> <p>Diese habe der <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/neuer-blitzer-in-der-stadt-er-macht-jagd-auf-raser-und-regelbrecher;art372448,11822833" target="_blank" title="Neuer Blitzer in der Stadt! Er macht Jagd auf Raser und Regelbrecher">Blitzer-Anhänger, der im Verwaltungsjargon „Toni“ genannt wird</a>, erfasst. In der gesamten Aufstellzeit von zweieinhalb Tagen habe „Toni“ aber nur rund 350 Fälle tatsächlich mit Foto dokumentiert, die überdies auch noch händisch ausgewertet werden müssten.</p> <p>Die erfassten Durchfahrten seien „reine Zähldaten ohne Kennzeichen- oder Fahrerzuordnung und damit keine belegten Verstöße“. Und „ohne beweiskräftige Fotos oder entsprechende Dokumentation“ seien „Bußgeldverfahren rechtlich nicht möglich“.</p> <p>Damit erübrigt sich für die Verwaltung auch die Frage, ob die Stadt auf hohe Einnahmen verzichtet hat – das seien lediglich „rechnerische Hochrechnungen“, sie „entbehren einer belastbaren Grundlage“. Fazit: Allenfalls ein „Betrag im niedrigen fünfstelligen Bereich für die gesamte Messdauer“ hätte die Stadtkasse verbuchen können, und auch das ist laut Verwaltung nur eine „theoretische Betrachtung“.</p> <h2>Verwaltung weist Kritik an „verpasster Einnahmechance“ zurück</h2> <p>Darstellungen von einer „verpassten Einnahmechance“ weist die Stadt zurück, will das Thema aber im Auge behalten. Die Anpassung an die neue Verkehrsführung am Bahnhofplatz brauche Zeit. Für die Stadt gehe es daher aktuell nicht darum, Bußgelder einzunehmen, sondern die Sicherheit an der Stelle zu gewährleisten und für die Einhaltung der neuen Regeln zu sorgen.</p> <p>Eine Überwachung, die dann auch Bußgelder nach sich zieht, ist aber zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen: Sofern erforderlich, werde es zielgerichtete Kontrollen geben – und dann „unter nachvollziehbarer Dokumentation und konsequenter Verfolgung tatsächlicher Verstöße“.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Verkehrspolitik Straßenverkehr Verkehrskontrolle thema-verkehr-autoverkehr thema-verkehr]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Lässt sich Konstanz die Blitzer-Bußgelder vom Bahnhofplatz entgehen? Stadt weist Kritik zurück]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 16:27:11 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Nach dem Durchschnitt-Oktober bleibt’s mild! So wird das November-Wetter am Bodensee  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/was-bringt-der-november-2025-am-bodensee-so-wird-das-wetter-in-den-naechsten-wochen-31-10-25;art410936,12509539 ]]></link>      <description><![CDATA[  Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/was-bringt-der-november-2025-am-bodensee-so-wird-das-wetter-in-den-naechsten-wochen-31-10-25;art410936,12509539]]></guid>
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        Temperaturen, Regen, Sonne: Der Oktober war ein Musterbeispiel von einem Monat. Meteorologe Jürgen Schmidt erklärt, warum das kein schlechtes Zeichen ist – und was die kommenden Wochen bringen.



        <p>Weder goldener Oktober noch grauer Dauerregen: Das Wetter am Bodensee hat sich in diesem Jahr ganz brav an die Statistik gehalten. Die Daten des Wetterkontors spiegeln ein Musterbeispiel für durchschnittliches Herbstwetter.</p> <p>Meteorologe Jürgen Schmidt: „Mit 62 Litern pro Quadratmeter lag der Niederschlag fast genau im Soll.“ Auch die Temperatur wich nur um 0,2 Grad Celsius ab. „Bei den Sonnenstunden lagen wir um neun Prozent über dem 30-jährigen Mittel.“ 110 Stunden Sonnenschein hatte der zehnte Monat des Jahres zu verzeichnen – am Freitag kommen sogar noch ein paar dazu.</p> <h2>So geht es im November weiter</h2> <p>Mild geht es nun auch im November weiter: „Wir werden in den nächsten Wochen immer deutlich über der Zehn-Grad-Marke liegen“, prophezeit Schmidt. Konkret wird sich das Thermometer bei zwischen zwölf und 15 Grad Celsius einpendeln. „Nachts kühlt es auf milde sechs bis neun Grad ab.“</p> <p>Der Meteorologe erwartet auch zur Monatsmitte keinen Wintereinbruch: „Tendenziell werden die Werte dann um zehn Grad liegen, nachts können sie auf teilweise vier oder fünf Grad sinken.“ Auch Nachtfrost sei im Verlauf des Novembers möglich. Schnee sei genauso wie lang anhaltende Regenfälle derzeit nicht in Sicht, so Schmidt. Allerdings wird es in den kommenden Tagen und Wochen wieder öfter nebelig im Bodenseeraum.</p> <h2>Meteorologe macht sich keine Sorgen um Hurrikan „Melissa“</h2> <p>Mit Blick auf das Feiertagswochenende zum Monatswechsel sagt der Geschäftsführer des Wetterkontors einen freundlichen Samstag und einen verregneten Sonntag vorher. „In der nächsten Woche beruhigt sich das Wetter dann wieder“, berichtet Schmidt. Regen erwartet Schmidt dabei vorerst nicht.</p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/ueberregional/panorama/hurrikan-melissa-wuetet-in-der-karibik-mehr-als-30-tote;art409965,12509287" target="_blank" title="Hurrikan „Melissa“ wütet in der Karibik – mehr als 30 Tote">Der derzeit heiß diskutierte Hurrikan ‚Melissa</a>„ bereitet ihm derweil keine Sorgen. Panik hält der Wetterfachmann für unbegründet: „Der Hurrikan zieht jetzt in Richtung Nordatlantik und trifft am Montag auf Island. Auf den Britischen Inseln wird dann ein etwas stärkerer Wind zu spüren sein. Bei uns wird sich der Hurrikan aber kaum bemerkbar machen.“</p> <h2>Wassertemperaturen bescheren milde Temperaturen</h2> <p>Einen vorsichtigen Blick auf den meteorologisch am ersten Dezember beginnenden Winter wagt Jürgen Schmidt ebenfalls: „Die Langfristprognose sagt einen milden Winter voraus.“ Das liege an den verhältnismäßig hohen Wassertemperaturen. „Die wirken sich auch auf die Außentemperaturen aus“, erklärt der Diplom-Meteorologe. Zudem käme viel warmer Wind aus westlicher Richtung.</p> <p>Grundsätzlich gelte, dass es in der dunklen Jahreszeit viel Wind brauche, um höhere Temperaturen zu erzeugen, so Schmidt. Denn: „Die Sonne steuert dem Tiefpunkt entgegen und ist dementsprechend sehr schwach. Von den Sonnenstrahlen kann man im Winter also nicht viel erwarten.“</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Nach dem Durchschnitt-Oktober bleibt’s mild! So wird das November-Wetter am Bodensee]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 13:32:39 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Fahrplanwechsel sorgt für Verspätung zum Unterricht. Mit dem Taxi in die Schule?  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/aerger-um-neuen-fahrplan-beim-stadtbus-konstanz-muss-eine-schuelerin-jetzt-mit-dem-taxi-zum-unterricht;art372448,12509396 ]]></link>      <description><![CDATA[  Eine Mutter macht ihrem Ärger Luft, denn ihre Tochter kommt mit dem Bus nicht mehr pünktlich zum Unterricht. Doch der OB macht wenig Hoffnung, dass sich die Situation maßgeblich verbessern wird – geschweige denn bald.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Eine Mutter macht ihrem Ärger Luft, denn ihre Tochter kommt mit dem Bus nicht mehr pünktlich zum Unterricht. Doch der OB macht wenig Hoffnung, dass sich die Situation maßgeblich verbessern wird – geschweige denn bald.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/aerger-um-neuen-fahrplan-beim-stadtbus-konstanz-muss-eine-schuelerin-jetzt-mit-dem-taxi-zum-unterricht;art372448,12509396]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Eine Mutter macht ihrem Ärger Luft, denn ihre Tochter kommt mit dem Bus nicht mehr pünktlich zum Unterricht. Doch der OB macht wenig Hoffnung, dass sich die Situation maßgeblich verbessern wird – geschweige denn bald.



        <p>Es könnte so einfach sein: Zwei Minuten entscheiden darüber, ob eine Schülerin pünktlich zum Unterricht kommt oder nicht. Doch der Bus der Linie 12 fährt zwei Minuten zu früh vom Sternenplatz ab, daher kommt sie zu spät. Zweimal pro Woche, seit der Fahrplan Mitte Oktober umgestellt wurde. Mutter Christine Zureich ist sauer, denn sie sieht darin ein grundlegendes Problem: Einige Schüler wurden offenbar vergessen. Nachdem ihre Kritik in der Bürgerfragestunde des Gemeinderat laut wurde, gibt es zwar eine Entschuldigung vom Oberbürgermeister, aber erstmal wenig Aussicht auf Besserung.</p> <p>Eigentlich besucht Christine Zureichs Tochter die Geschwister-Scholl-Schule, doch wie in Konstanz üblich finden die Leistungskurse der Kursstufe in Kooperation mit einem der vier anderen Gymnasien statt. Das heißt, dass die 17-Jährige dienstags und donnerstags erst am Ellenrieder-Gymnasium in Chemie unterrichtet wird und dann zur Geschwister-Scholl-Schule wechselt. Bisher stieg sie dafür an der Laube in einen Bus der Linie 12 und war 20 Minuten später um 9.35 Uhr da. Doch diese Verbindung gibt es so nicht mehr, also muss sie die Linie 5 ab dem Gymnasium nehmen und am Sternenplatz in die 12 steigen. Damit kommt sie erst 9.50 Uhr an – theoretisch, denn praktisch sei der Bus nun voller und öfter zu spät.</p> <h2>Beschwerden häufen sich, auch beim OB</h2> <p>„Sie sind nicht die Einzige“, erwiderte Oberbürgermeister Uli Burchardt, der Stundenplan funktioniere bei mehreren Betroffenen nicht mehr. Denn das Quartier westlich der Laube wird <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/neuer-fahrplan-und-geaenderte-linien-das-kommt-auf-konstanzer-busfahrgaeste-zu-08-10-25;art372448,12494382" target="_blank" title="Neuer Fahrplan und geänderte Linien! Das kommt auf Konstanzer Busfahrgäste zu">seit der Fahrplanumstellung am 12. Oktober</a> seltener angefahren, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/konstanz-aerger-ueber-neue-busfahrplaene-schueler-und-senioren-fuehlen-sich-vergessen-19-10-25;art372448,12499897" target="_blank" title="In der Stadt werden Stimmen gegen die neuen Busfahrpläne laut: „Wurden nicht berücksichtigt“">Beschwerden gab es bereits von Studierenden sowie Vertretern von Senioren</a>. Für den OB ist klar: „So kann es nicht bleiben, das ist angekommen.“</p> <p>Die Stadtwerke Konstanz bestätigen auf Anfrage, dass es inzwischen eine zweistellige Zahl von Beschwerden gebe. „Die Reaktionen fallen mehrheitlich negativ aus und beziehen sich zumeist auf individuelle Auswirkungen der Fahrplanumstellung“, sagt Sprecher Christopher Pape. Für Schülerfahrten gebe es Schulbusse, doch es sei unmöglich prognostizierbar, welche regulären Verbindungen die Schülerinnen und Schüler zu individuellen Zeiten nutzen.</p> <h2>Busfahrplan wird Thema in der nächsten Sitzung</h2> <p>Neben Bedauern gibt es seitens der Stadt vorerst die Bitte um Geduld: „Es tut mir saumäßig Leid, aber ich kann es nicht morgen ändern. Sie werden ein paar Wochen damit leben müssen“, erklärte Burchardt in der Sitzung. Er verwies auf die nächste Gemeinderatssitzung, in der das Thema besprochen werden soll. Das wäre dann am 20. November. Ob sowie wann sich dann etwas ändert, ist noch unklar. Da gehe es sofort um sechsstellige Summen, so Burchardt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wie es zum Fahrplanwechsel kam</span><span>Oberbürgermeister Uli Burchardt erklärte im Gemeinderat erneut die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/neuer-fahrplan-und-geaenderte-linien-das-kommt-auf-konstanzer-busfahrgaeste-zu-08-10-25;art372448,12494382" target="_blank" title="Neuer Fahrplan und geänderte Linien! Das kommt auf Konstanzer Busfahrgäste zu">Hintergründe des Fahrplanwechsels</a>, der im Juli vom Busausschuss beschlossen wurde – nach einer intensiven Debatte und aus Kostengründen, wie der OB einordnete. Ein Faktor sei dabei auch, dass Busse wegen der neu eingeführten Tempolimits in der Stadt, die der Lärmaktionsplan vorgeschrieben habe, Zeit verlieren. Normalerweise werde der Fahrplan im Dezember umgestellt, doch dieses Jahr habe man den Termin passend<a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/staedebaulicher-meilenstein-konstanzer-bahnhofplatz-ist-endlich-eroeffnet;art372448,12497972" target="_blank" title="Die Mammutaufgabe ist gemeistert! Jetzt muss sich der Bahnhofplatz entwickeln"> zur Eröffnung des neuen Bahnhofsplatzes</a> gewählt.</span></label></div> <p>Das bestätigt Stadtwerke-Sprecher Pape: Die Anpassung des Fahrplans an veränderte Rahmenbedingungen, insbesondere Tempolimits, erfordere mehr Fahrzeuge und Mitarbeiter. „Für alle betroffenen Linien, also die 2, 3, 5, 9 und 12, würde zusätzlicher <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/so-teuer-ist-der-laermschutz-wirklich-ein-erhalt-des-busangebots-wuerde-18-millionen-euro-kosten;art372448,12494960" target="_blank" title="So teuer ist der Lärmschutz wirklich: Ein Erhalt des Busangebots würde 1,8 Millionen Euro kosten">jährlicher Mehraufwand von rund 1,8 Millionen Euro</a> entstehen.“</p> <p>Bisher liege das Defizit für den Konstanzer Busverkehr bei etwa 5 Millionen Euro, mit Anpassungen wären es dann 6,8 Millionen Euro. „Eine finanzielle Belastung, die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/die-haushaltssperre-bleibt-doch-vorerst-muessen-projekte-eher-warten-als-sterben-27-10-25;art372448,12506606" target="_blank" title="Die Haushaltssperre bleibt! Doch vorerst müssen Projekte eher warten als sterben">angesichts der aktuellen Haushaltslage</a> schwer zu tragen wäre“, so Pape. Deshalb habe der Ausschuss für Stadtbusverkehr die nun umgesetzte Variante beschlossen.</p> <h2>Künftig Ruftaxi statt Bus für manche Schüler?</h2> <p>Die Stadt sei im Dialog mit den Hochschulen und Schulen, so Burchardt. Klar sei, dass die Taktung der Buslinien 3, 9 und 12 alle 30 Minuten unattraktiv sei. Für den Einzelfall gibt es womöglich eine ungewöhnliche Lösung: Zureichs Tochter soll künftig per Taxi zum Unterricht transportiert werden. Stadtwerke-Sprecher Christopher Pape erklärt, dass es wegen der Leistungskurse einen Termin mit Geschwister-Scholl-Schule und Schulamt geben wird. „Vermutlich sind individuelle Lösungen, zum Beispiel mittels Ruftaxi, deutlich günstiger und bedarfsgerechter als ein Busangebot.“</p> <p>Die Begeisterung darüber hält sich bei Christine Zureich in Grenzen: Das sei eine unangenehme Zwischenlösung. Ihr genereller Punkt bleibt: „Es darf nicht sein, dass zu jedem Fahrplanwechsel Schüler im Regen stehen, wenn es vermeidbar ist.“ Sie befürchtet mehr Elterntaxis und weniger Möglichkeiten bei künftigen Stundenplänen. Denn viele Fächer seien in der Kursstufe nur dank des Konstanzer Modells der Kooperation möglich, das setze aber eine Erreichbarkeit voraus. „Öffentlicher Verkehr ist Bildungszugang.“</p> <h2>Kritik besonders an Qualität, nicht Kapazität</h2> <p>Christine Zureich hat einen Vorschlag, damit bei der nächsten Umstellung nicht wieder so viel Ärger entsteht: „Wenn es schon keine aktive Abstimmung mit den Betroffenen gibt, sollte es einen Stichtag geben, der Planungssicherheit gibt“, betont sie im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Doch das sei nicht möglich, wie Burchardt bereits in der Bürgerfragestunde erklärte. Die Stadtwerke verweisen darauf, dass es einen Stichtag gibt, in der Regel im Dezember. Fahrplanwechsel würden grundsätzlich frühzeitig kommuniziert. Im aktuellen Fall habe es am 6. August erste Informationen gegeben.</p> <p>Nun brauchen Betroffene erst einmal Geduld. Am Donnerstag, 20. November, werden die Stadtwerke laut Unternehmenssprecher Christopher Pape eine erste Zwischenbilanz nach den Anpassungen ziehen und aufzeigen, wo dadurch welche Probleme entstanden sind. Und die sind nach den ersten zwei Wochen offenbar keine Frage der Kapazität, sondern der Qualität.</p> <p>Die engagierte Mutter Christine Zureich bedauert auch etwas anderes: Die fehlenden Rückmeldungen der Verantwortlichen sowie dass Verantwortung vom einen zum anderen geschoben werde. „Ich habe an sehr viele von Ihnen geschrieben und eigentlich keine Antwort bekommen“, sagte sie eingangs im Gemeinderat an die Fraktionen sowie Stadtspitze gerichtet. Nur die FGL habe reagiert. Außerdem hätten Stadtwerke und Stadt sich gegenseitig die Verantwortung zugeschoben.</p> <p><em><strong>Anmerkung der Redaktion:</strong> Ursprünglich hieß es, die Schülerin wäre bisher direkt am Ellenrieder-Gymnasium in einen Bus der Linie 12 gestiegen, tatsächlich nahm sie den 12er ab der Laube. Die entsprechende Textstelle wurde korrigiert.</em></p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Nahverkehr Bildungspolitik Verkehrspolitik thema-verkehr-oepv thema-gesellschaft-bildung thema-verkehr]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Fahrplanwechsel sorgt für Verspätung zum Unterricht. Mit dem Taxi in die Schule?]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 16:16:38 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Vorzeigeprojekt oder Fremdkörper? Bauvorhaben am Bodensee wird intensiv diskutiert  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/endlichen-soll-132-neue-wohnungen-in-konstanz-entstehen-doch-das-bauvorhaben-am-bodensee-bleibt-umstritten-31-10-25;art372448,12508787 ]]></link>      <description><![CDATA[  132 Wohnungen sollen in Allmannsdorf entstehen, doch dass dafür 1,3 Hektar Ackerland bebaut werden müssen, gefällt nicht jedem. Die Bürgervereinigung Allmannsdorf-Staad spricht von einer Planung aus dem Elfenbeinturm.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          132 Wohnungen sollen in Allmannsdorf entstehen, doch dass dafür 1,3 Hektar Ackerland bebaut werden müssen, gefällt nicht jedem. Die Bürgervereinigung Allmannsdorf-Staad spricht von einer Planung aus dem Elfenbeinturm.<br>
          <img src="//de.ioam.de/tx.io?st=skol&np=rssnewsr&mo=0" width="1" height="1" alt="szmtag" />
        ]]>
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      <dc:subject><![CDATA[
        132 Wohnungen sollen in Allmannsdorf entstehen, doch dass dafür 1,3 Hektar Ackerland bebaut werden müssen, gefällt nicht jedem. Die Bürgervereinigung Allmannsdorf-Staad spricht von einer Planung aus dem Elfenbeinturm.



        <p>Bauen statt bremsen, diese Forderung wird rund um Wohnprojekte immer wieder laut – in Baden-Württemberg allgemein und in Konstanz im Besonderen. Das Projekt Jungerhalde-West in Allmannsdorf ist ein gutes Beispiel dafür: 2020 erfolgte der Aufstellungsbeschluss, nun gibt es einen neuen Flächennutzungsplan und voraussichtlich sei 2028 endlich Baubeginn. Mit dieser Schilderung kritisierte Levin Eisenmann (CDU) im Gemeinderat ein Vollzugsproblem: Es dauere zu lange. Oder, wie Gabriele Weiner (Junges Forum) kritisierte, gehe einfach nichts voran.</p> <p>Theoretisch sollte das Thema Jungerhalde-West nach vielen Jahren des Diskutierens schnell beschlossen sein, da waren sich viele Stadträte einig. Doch praktisch wurde erneut diskutiert. Bedenken gab es vor allem wegen zweier Punkte: Bei der Frage, ob es dort gerade jetzt überhaupt eine Bebauung braucht, sei laut Gisela Kusche auch die FGL&amp;Grünen-Fraktion gespalten. Manfred Hensler (FDP) forderte sogar, das Projekt zurückzustellen, statt noch mehr Grünfläche zu zersiedeln.</p> <p>Denn das ist die zweite Frage: ob dafür wirklich Ackerland versiegelt werden sollte. „Jedes Stück Ackerland ist wertvoll“, sagte Lisa Kreitmeier (FGL&amp;Grüne). Mit dem Projekt neben dem Gartencenter Spiegel gehe eine wertvolle Lebensgrundlage unwiederbringlich verloren. „Wir dürfen den Acker nicht überall zum Fraß vorwerfen“, auch wenn Wohnen natürlich wichtig sei. Sie enthielt sich daher, so wie fünf andere Stadträte.</p> <h2>Projekt sei „städtebaulich und ökologisch vorbildlich“</h2> <p>Zwecks der Notwendigkeit der Bebauung verwiesen einige Ratsmitglieder auf die <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/mietpreisbremse-in-konstanz-soll-bleiben-stadt-schickt-signal-nach-stuttgart;art372448,12505803" target="_blank" title="Signal nach Stuttgart: Die Mietpreisbremse soll bleiben! Doch es geht um viel mehr">kurz zuvor beschlossene Resolution zur Mietpreisbremse</a>. „Wir bauen die Wiese nicht bis auf den letzten Quadratmeter zu“, sagte Levin Eisenmann. Es entstünden Räume für Begegnungen – und 132 Wohnungen. Das Projekt sei städtebaulich und ökologisch vorbildlich, damit bekomme auch die Feuerwehr eine Perspektive.</p> <p>„Die Allmannsdorfer warten seit Jahren auf ein neues Gerätehaus“, ergänzte Hans-Jürgen Oexl (Freie Wähler), der Flächennutzungsplan sei die einzige Chance dafür. Und Jürgen Ruff (SPD) bemerkte, dass die Fläche anschließend mehr Pflanzen-Diversität biete.</p> <p>Dafür habe es im Vorfeld eine sehr sorgfältige Flächenprüfung gegeben, erklärte Marion Klose als Leiterin des Amts für Stadtplanung und Umwelt. Mit dem in der Sitzung gefällten Beschluss, dass 1,3 Hektar von landwirtschaftlicher Fläche zur Wohnbaufläche gewandelt werden, können sie und ihr Team den Bebauungsplan voranbringen. „Der Bedarf ist absolut gegeben“, wie sie betonte.</p> <p>Außerdem sei die Stadt froh, dass die Fläche komplett im städtischen Besitz ist, sodass die Wobak geförderten Wohnraum umsetzen könne. Zuvor hatte Oberbürgermeister Uli Burchardt festgehalten: „Viel besser kannst du so ein Projekt nicht machen“, das Modell mit Holz sei schon mehrfach ausgezeichnet worden.</p> <h2>Anwohnern fehlt die Bürgerbeteiligung</h2> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/geplanter-neubau-in-konstanz-erzuernt-anwohner-da-spucken-uns-die-leute-in-den-garten-30-10-25;art372448,12507336" target="_blank" title="Anwohner kritisieren geplanten Neubau am Tannenhof: „Da spucken uns die Leute in den Garten!“">Auch bei der jährlichen Versammlung der Bürgervereinigung Allmannsdorf-Staad</a> war die geplante Bebauung wenige Tage später ein umstrittenes Thema. Unbestritten dagegen finden BAS-Vorsitzender Sven Martin und die restlichen Anwesenden, <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wie-geht-es-beim-baugebiet-in-allmannsdorf-weiter-planung-erhaelt-lob-aber-auch-kritik;art372448,12499948" target="_blank" title="Wie geht es beim Baugebiet in Allmannsdorf weiter? Planung erhält Lob, aber auch Kritik">dass die Stadtverwaltung endlich die vor Jahren zugesagte Bürgerbeteiligung der Stufe Mitwirkung nachholen sollte.</a></p> <p>Dafür hatte die Bürgervereinigung über 400 Unterschriften gesammelt und diese höchste Stufe der Bürgerbeteiligung durchgesetzt. Doch dann kam die Corona-Pandemie. „Das Thema wurde in einem Online-Workshop behandelt, an dem nur etwa zehn Bürger teilnahmen“, so Sven Martin.</p> <p>Dies bestätigte Jochen Schneider, der damals einer von ihnen war und hinterher von einer „Alibi-Veranstaltung“ sprach. „Das war bestenfalls eine fingierte Projektbesprechung mit Profi-Darstellern, die wussten, was gespielt wurde“, so Schneider. Denn von den etwa 70 Teilnehmenden seien 55 Architekten, Verwaltungsmitglieder und Holzlobbyisten gewesen. Fünf Stadträtinnen und -räte seien noch dabei gewesen.</p> <p>Abgesehen davon halten einige Bürger die geplante Bebauung an dieser Stelle für überdimensioniert. Unbestritten sei, dass in Konstanz bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden müsse. „Aber in Allmannsdorf entstehen hauptsächlich Luxuswohnungen“, kritisierte Sven Martin. Dann sollte doch aber die Jungerhalde-West, wo ein großer Teil der Wohnungen im geförderten Segment geplant sind, ein gutes Projekt sein? Zumal dort mit Holz gebaut und ein Drittel der Fläche ökologisch aufgewertet wird?</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das ist an der Jungerhalde-West geplant</span><span>Am Ortsrand von Allmannsdorf sollen zehn Gebäude gebaut werden, die zusammengenommen rund 130 Wohnungen beinhalten sollen. Die Häuser sollen in Holzbauweise entstehen und mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden. Zudem soll es ein Nahwärmenetz mit Wärmepumpen geben. Auch eine Hochgarage mit Anwohnerparkplätzen ist vorgesehen. Diese soll auf dem neuen Feuerwehrgerätehaus von Allmannsdorf integriert werden, das in dem neuen Quartier geplant ist. Ob es dieses braucht, war bei der Veranstaltung der Bürgervereinigung Allmannsdorf-Staad ebenfalls umstritten.</span></label></div> <p>Das sehen nicht alle Allmannsdorfer so. Sven Martin findet, die ökologische Ausrichtung könne nicht kaschieren, dass das neue Gebiet zum Fremdkörper werde. BAS-Ehrenvorsitzender Alexander Gebauer sprach von „Kisten, die in ein hochsensibles Landschaftsgebiet hineinstoßen“. Konstanz müsse nicht nur ein Wohnungsproblem lösen, sondern auch die Bodenseelandschaft erhalten.</p> <p>Zudem sei Lage des geplanten Quartiers nicht attraktiv für Allmannsdorfer Hausbesitzer, die sich verkleinern möchten und eine neue Bleibe in der Ortsmitte suchen, ergänzte Martin. Das Gebiet sei auch schlecht angebunden und werde die Verkehrsprobleme verstärken. „Man merkt der Planung der Stadt an, dass diese im Elfenbeinturm entstanden ist“, findet der BAS-Vorsitzende.</p> <h2>„In Konstanz wird zu viel gebaut“, sagt ein Bürger</h2> <p>Manfred Riedle ist der Meinung: „Auf dem <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/5000-neue-wohnungen-fuer-konstanz-welche-projekte-gegen-wohnungsnot-helfen-sollen-27-10-25;art372448,12506635" target="_blank" title="Mehr als 5000 neue Wohnungen in Planung: Diese Projekte sollen gegen Wohnungsnot helfen">Bückleareal</a>, am <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wohnraum-im-paradies-so-geht-es-mit-dem-grenzbachareal-in-konstanz-weiter-26-09-25;art372448,12488791" target="_blank" title="Grenzbachareal in Konstanz: Wann geht es endlich los mit dem neuen Wohnquartier?">Döbele</a> und anderswo wird noch nicht gebaut, obwohl längst Pläne vorliegen. Nur weil die Stadt die Projekte dort nicht schnell genug auf die Reihe bekommt, soll bei uns jetzt was auf die grüne Wiese gestellt werden. In Konstanz wird zu viel gebaut, manche werden ihre Wohnungen gar nicht los.“</p> <p>Eine Allmannsdorferin hielt dagegen: „Wir müssen damit leben, dass diese Stadt wächst. Man muss langfristiger denken als über unsere Generation hinweg.“ Der gebürtige Konstanzer Reiner Schmid stieß in dasselbe Horn. „Auf der Fläche, die jetzt bebaut werden soll, hat sich noch nie jemand aufgehalten, wir haben andere Naherholungsgebiete.“</p> <p>Weiter führte er aus: „Wir werden alle älter und benötigen vielleicht einmal Hilfe“, so der 68-Jährige. „Wenn wir genug Pflegerinnen und Pfleger in Konstanz haben möchten, brauchen sie bezahlbaren Wohnraum.“ Auch er habe die Veränderung in Allmannsdorf gespürt, so Reiner Schmid: „Als meine Eltern im Kapellenweg gebaut haben, standen dort drei Häuser, heute ist alles voll. So ist das eben.“</p>]]>
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      <dc:rights><![CDATA[Vorzeigeprojekt oder Fremdkörper? Bauvorhaben am Bodensee wird intensiv diskutiert]]></dc:rights>
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      <pubDate>Thu, 30 Oct 2025 15:33:30 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Gäubahn-Kappung auch am anderen Ende? Entscheidung der SBB steht wohl bevor  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/schweiz/gaeubahn-kappung-in-singen-entscheidung-der-sbb-steht-wohl-bevor-31-10-25;art1371848,12509482 ]]></link>      <description><![CDATA[  Ein Vorstoß aus Schaffhausen lässt aufhorchen: Die Gäubahn soll nur noch bis und ab Singen fahren. Ein Bahnexperte aus dem Kreis Konstanz macht einen überraschenden Vorschlag.  ]]></description>
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          Ein Vorstoß aus Schaffhausen lässt aufhorchen: Die Gäubahn soll nur noch bis und ab Singen fahren. Ein Bahnexperte aus dem Kreis Konstanz macht einen überraschenden Vorschlag.<br>
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        Ein Vorstoß aus Schaffhausen lässt aufhorchen: Die Gäubahn soll nur noch bis und ab Singen fahren. Ein Bahnexperte aus dem Kreis Konstanz macht einen überraschenden Vorschlag.



        <p><em>Update, 31. Oktober, 10.30 Uhr: Mittlerweile haben sich die SBB und die DB zu den Änderungen ab Dezember erklärt, <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/naechster-schlag-fuer-die-gaeubahn-maximal-die-haelfte-aller-zuege-faehrt-noch-bis-zuerich-1-11-25;art1371848,12510001" title="Nächster Schlag für die Gäubahn: Nur jeder zweite Zug aus Stuttgart fährt noch bis Zürich">hier finden Sie die Informationen dazu.</a></em></p> <p>„Zug endet hier, zur Weiterfahrt in Richtung Schaffhausen und Zürich bitte umsteigen!“ So sollen es die Fahrgäste auf der Gäubahn lieber heute als morgen in Singen hören – jedenfalls wenn es nach der Regierung des Kantons Schaffhausen geht.</p> <p>In einem überraschenden Vorstoß hatte sie gefordert, der Strecke ihren internationalen Charakter zu nehmen und die durchgehenden Züge Stuttgart-Zürich komplett zu streichen. Nun könnte es bald Klarheit geben, ob es wirklich so weit kommt.</p> <p>Die Begründung für den Vorstoß aus Schaffhausen lässt tief blicken: Es sind die „regelmäßigen Verspätungen und Zugausfälle auf dieser Linie“, die die Anbindung Schaffhausens an die Metropole Zürich verschlechterten. So steht es wörtlich in einer Erklärung der Staatskanzlei des Grenzkantons.</p> <h2>Schweizer Bahn: „Wir verstehen den Unmut“</h2> <p>Und die Ursache dafür liegt demnach nicht bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), sondern in Deutschland. Bei den SBB ist das Problem bekannt, und man „verstehe den Unmut des Kantons“. Deshalb würden schon Ersatzzüge bereitgestellt, das funktioniere aber „noch nicht genügend zuverlässig“.</p> <p>Die Schweizer Bahn räumt weiter ein: „Wir sind mit der aktuellen Situation nicht zufrieden. Gemeinsam mit der DB arbeiten wir intensiv daran, die Qualität der Verbindung für unsere Kundinnen und Kunden nachhaltig zu verbessern.“ Rasche Lösungen gebe es leider nicht, aber zum Fahrplanwechsel im Dezember könnte es tatsächlich zu Umstellungen kommen. Darüber werde man den Kanton in den nächsten Tagen informieren.</p> <h2>Kanton, Stadt und Abgeordnete werden gemeinsam deutlich</h2> <p>Mit der neuen Wendung hat die Misere auf der Gäubahn eine noch weitaus größere Dimension als bisher schon. Nach <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gaeubahn-soll-monatelang-schon-in-boeblingen-enden-das-sind-die-auswirkungen-fuer-den-bodensee-31-10-25;art417930,12507947" title="Gäubahn soll nur bis Böblingen fahren: Das droht Bodensee-Reisenden in den nächsten Jahren">den Kappungen südlich von Stuttgart</a> kommt nun eine weitere am anderen Ende des deutschen Teils der Strecke in die Diskussion. Denn Absender des Brandbriefes ist nicht nur die Kantonsregierung. Auch die Schaffhauser Bundesparlamentarier (also die Abgeordneten in Bern) und der Stadtrat der Kantonshauptstadt unterschreiben die Forderung nach „sofortigen Maßnahmen“.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Das Gäubahn-Desaster</span><span>Die Fahrgäste erleben die Gäubahn Stuttgart-Singen (-Schaffhausen-Zürich) häufig als sehr unzuverlässige Bahnverbindung. Gründe sind der weitgehend nur einspurige Ausbau (das zweite Gleise wurde von den Franzosen nach 1945 demontiert), veraltete Stellwerkstechnik in Singen und zuletzt auch störanfällige Fahrzeuge. Umso größer war die Überraschung, als ausgerechnet diese Strecke im September als „pünktlichste Verbindung der Deutschen Bahn“ präsentiert wurde. <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/gaeubahn-puenktlichste-strecke-deutschlands-dieser-auswertung-glaubt-nicht-mal-die-db;art417930,12315050" target="_blank" title="Gäubahn plötzlich Musterbahn? Verbindung erhält fragwürdiges Pünktlichkeitslob">Recherchen des SÜDKURIER ergaben dann, dass sie häufigen Streckensperrungen in der Statistik gar nicht vorkommen.</a> Würden sie berücksichtigt, fiele die Bewertung „katastrophal“ aus, so der Bundestagsabgeordnete und Bahnexperte Matthias Gastel. Über viele Jahrzehnte war die Gäubahn ein Rückgrat der Direktverbindungen von Deutschland bis nach Süditalien, berühmte Züge wie zuletzt noch bis Herbst 2006 der italienische Cisalpino waren dort unterwegs. Inzwischen gibt es lediglich einen stündlichen Intercity von Stuttgart nach Zürich, der im deutschen Abschnitt zugleich Regionalzug-Status hat.</span></label></div> <p>Der Hintergrund ist nachvollziehbar: Die Schaffhauser legen Wert auf einen stabilen Halbstundentakt nach Zürich und von dort wieder zurück. Dafür verkehrt immer zur Minute 17 ein Regionalexpress, der in Schaffhausen erst losfährt und ohne Zwischenhalt den Zürcher Hauptbahnhof in 38 Minuten erreicht.</p> <p>Dieser Zug sei „zuverlässig unterwegs“, heißt es im Protestschreiben und der Stellungnahme der SBB übereinstimmend. Zur Minute 47 soll dann der aus Stuttgart kommende Intercity den Halbstundentakt sicherstellen. Doch der komme in Schaffhausen schon „regelmäßig verspätet“ an, wenn er nicht ganz ausfalle. „De facto“, so die bittere Bilanz, „steht der Schaffhauser Bevölkerung somit nur ein verlässlicher Stundentakt zur Verfügung.“</p> <p>Für die Schaffhauser gibt es nur eine Lösung: Sie fordern, „den Bruch sämtlicher über Singen hinaus verkehrenden Verbindungen des IC auf den nächstmöglichen Zeitpunkt umzusetzen.“ Das Kalkül dabei ist, dass es gewissermaßen einen zuverlässigen Teil der Strecke (Singen-Schaffhausen-Zürich) gibt und einen unzuverlässigen (Gäubahn). Das Verfahren ist dabei nicht neu: <a href="https://www.suedkurier.de/schweiz/jetzt-gibt-es-schweizer-nachhilfe-fuer-die-deutsche-bahn;art1371848,11842291" target="_blank" title="Immer wieder Ärger mit deutschen Zügen: Jetzt gibt es Schweizer Nachhilfe für die Bahn">Auch in Basel hat die Schweizer Bahn Fernverbindungen aus Deutschland gekappt</a>, um – vereinfacht gesagt – sich nicht die Verspätungen der Deutschen Bahn in den eigenen Fahrplan zu holen. Die Folge ist, dass Fahrgäste umsteigen müssen und oft noch länger brauchen.</p> <p>Auch die Schaffhauser stellen stark auf die Schweizer Bedürfnisse ab: „Es darf nicht sein, dass die Fahrgäste im Inland von und nach Schaffhausen aufgrund von Ereignissen im Ausland auf einen verlässlichen Halbstundentakt verzichten müssen. Die Unterzeichnenden fordern von der SBB, ihre Fahrplanpflicht im Binnenverkehr den Vorteilen einer internationalen Verbindung vorzuziehen“, heißt es in der Erklärung.</p> <h2>Wird die Gäubahn de facto zu einer Regionalstrecke?</h2> <p>Im Kreis Konstanz sind Bahnexperten und Politiker alarmiert, denn mit einer Kappung der Gäubahn wären die letzten grenzüberschreitenden Fernverkehrszüge am westlichen Bodensee Geschichte.</p> <p>Der langjährige FDP-Kreisrat Georg Geiger warnte erst jüngst vor einem weiteren Abbau auf der Schiene und einer de-facto-Rückstufung der Gäubahn von einer internationalen Verbindung auf eine Regionalstrecke. „Der Intercity Stuttgart-Zürich ist akut bedroht“, warnte er vor wenigen Tagen bei einer Veranstaltung auf der Insel Mainau.</p> <h2>Vorschlag: Züge aus Stuttgart sollen bis Konstanz fahren</h2> <p>Zugleich äußerte Geiger, der sich seit Jahrzehnten für den Bahnverkehr in der Region engagiert, ein gewisses Verständnis für die Schaffhauser. Sollten sie mit ihrem Vorstoß durchkommen, schlägt er eine bisher ganz neue Variante vor: Wenn die Gäubahn-Züge schon in Deutschland bleiben müssten, solle die Deutsche Bahn sie nicht in Singen enden lassen, sondern bis Konstanz weiterführen und dort wenden lassen.</p> <p>Das Ergebnis wäre nach seinen Worten ein dichterer Takt zwischen den größten Städten im Landkreis und ein Stundentakt zwischen der Landeshauptstadt und Konstanz, immerhin der 14.-größten Stadt Baden-Württembergs. Und, so Geiger, „auch in Konstanz kann man in Richtung Zürich oder St. Gallen umsteigen und hat häufige und zuverlässige Anschlüsse in die Schweiz“.</p> <p></p> <p></p> <p></p> <p></p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Gäubahn-Kappung auch am anderen Ende? Entscheidung der SBB steht wohl bevor]]></dc:rights>
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      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 12:08:35 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[In der Mittagspause die Falten aufspritzen: Praxen in Konstanz werben mit fragwürdigen Angeboten  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/botox-to-go-in-konstanz-praxen-werben-mit-dubiosen-angeboten-31-10-25;art417930,12508674 ]]></link>      <description><![CDATA[  In Konstanz ballen sich Angebote für schnelles Botox und Hyaluron. Prominente Beauty-Influencer siedeln sich an. Die Werbung lockt vor allem Schweizer Kunden. Doch nicht jeder Anbieter ist seriös.  ]]></description>
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          In Konstanz ballen sich Angebote für schnelles Botox und Hyaluron. Prominente Beauty-Influencer siedeln sich an. Die Werbung lockt vor allem Schweizer Kunden. Doch nicht jeder Anbieter ist seriös.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        In Konstanz ballen sich Angebote für schnelles Botox und Hyaluron. Prominente Beauty-Influencer siedeln sich an. Die Werbung lockt vor allem Schweizer Kunden. Doch nicht jeder Anbieter ist seriös.



        <p>Konstanz, Fischmarkt. Zwei junge Frauen stoppen vor einer großflächigen Schaufensterwerbung: „Botox to go“. Der Anbieter ist nicht etwa ein Schönheitssalon, sondern eine Augenarztkette mit Dutzenden Standorten in Deutschland.</p> <h2>Das schnelle Lifting für 2000 Euro?</h2> <p>Wenige Gehminuten entfernt bietet die Praxis Aesthetify laut eigener Aussage ein „umfangreiches Angebot an ästhetischen Gesichtsbehandlungen und eigens entwickelte Methoden“ an. Richtpreise: Botox-Behandlungen ab 150 Euro, Hyaluron-Facelift ab 2000 Euro.</p> <p>Geschäftsführer sind die Schönheits-Influencer „Dr. Rick“ und „Dr. Nick“, bürgerlich Henrik Heüveldop und Dominik Bettray. Ihr Marketing provoziert seit einiger Zeit Kritik von Verbraucherschützern, im Frühjahr griff sie Satiriker Jan Böhmermann auf.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Wer sind „Dr. Rick und Dr. Nick“?</span><span>Henrik Heüveldop (“Dr. Rick“) und Dominik Bettray (“Dr. Nick“) haben Medizin studiert. Heüveldop studierte in Budapest und promovierte nicht. In Deutschland führt er die Schreibweise „dr. med“, auch auf der Aesthetify-Website. Bettray promovierte in Plastischer Chirurgie an der Universität Erlangen und ist „Dr. med“. Auf Instagram schreiben beide „DR.“, der Zusatz ist in dieser Form nicht geschützt.<br /> <br /> Beide sind keine Fachärzte für Ästhetische Chirurgie. Nach einem Urteil des Landgerichts Bochum bezeichnen sie sich als „Ärzte mit Tätigkeitsschwerpunkt minimal-invasive Eingriffe“. In Deutschland dürfen sich theoretische alle ausgebildeten Ärzte als „Schönheitschirurg“ oder Ähnliches bezeichnen. Geschützt ist dagegen der Titel „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ nach mindestens sechs Jahren Weiterbildung und Prüfung.</span></label></div> <p>In der Konstanzer Innenstadt dominieren Hinweise auf vermeintlich einfache Schönheitsoptimierungen. Für viele Schweizer ist der Weg kurz, die deutschen Preise wirken niedrig.</p> <p>Julia Anne Dick, Marketingmanagerin bei Aesthetify, nennt den Standortgrund offen: „Konstanz ist eine wunderschöne Stadt, mit einer tollen Umgebung und Tor zur Schweiz.“ Hier öffnete 2023 eine der ersten von inzwischen sechs Filialen.</p> <p>Was aus den verheißungsvollen Werbeversprechen häufig nicht hervorgeht: Wer spritzt, strafft und füllt und mit welcher Qualifikation? <a href="https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/sie-soll-in-konstanz-verbotenerweise-botox-gespritzt-haben-staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-kieferchirurgin;art417930,12508650" title="Unerlaubte Schönheitsbehandlungen: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Konstanzer Kieferorthopädin">Erst kürzlich wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung gegen eine Konstanzer Kieferorthopädin bekannt.</a> Sie soll Patienten über ihre Kompetenz hinaus behandelt haben.</p> <h2>Ärztekammer warnt vor Bagatellisierung</h2> <p>„Mir ist wichtig, dass Patientinnen und Patienten klar ist, dass nicht jeder Arzt, der ästhetische Eingriffe vornimmt, auch ein Facharzt ist“, sagt Gunnar Hübner. Er ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. In Konstanz führt er zwei Praxen, eine direkt gegenüber von Aesthetify am Münster.</p> <p>Die Landesärztekammer Baden-Württemberg bestätigt die Warnung vor einer Bagatellisierung: Je nach Eingriff bergen Schönheitsoperationen hohe gesundheitliche Risiken. Es herrsche die irrige Vorstellung, dass Schönheit käuflich ist und risikolos verbessert werden könne. Erwachsene wie Jugendliche übernehmen sie oft aus unzureichenden oder falschen Informationen, befeuert durch soziale Medien.</p> <p>Auch Gunnar Hübner wirbt offenisv: Seine Websites ähneln denen der prominenten Influencer. Er dreht Videos und bespielt soziale Medien. „Es muss dort aber seriös zugehen, ohne falsche Versprechungen“, sagt er.</p> <h2>Kritik am Geschäft mit der schnellen Schönheit</h2> <p>Bei „Dr. Rick“ und „Dr. Nick“ monierte die Verbraucherzentrale NRW frühere Vorher-Nachher-Werbung auf Website und Instagram und klagte. Nach der Auseinandersetzung entschied der Bundesgerichtshof im Sommer: Vorher-Nachher-Bilder sind ihnen untersagt.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Hintergrund zum Urteil und Gesetz</span><span>Der Bundesgerichtshof (BGH) erklärte Ende Juli 2025 Vorher-Nachher-Werbung für ästhetische Eingriffe für unzulässig, auch bei minimal-invasiven Behandlungen wie Hyaluron- oder Botox-Unterspritzungen.<br /> <br /> Das Urteil stellt Injektionen unter das Verbot „operativer, plastisch-chirurgischer Eingriffe“ des Heilmittelwerbegesetzes. Ziel: Verbraucher vor irreführender Werbung schützen. Das Grundsatzurteil bestätigt die Verbraucherzentrale NRW in ihrem Verfahren gegen Aesthetify.<br /> <br /> Anbieter, die in sozialen Medien, auf Websites oder Plattformen mit Vorher-Nachher-Bildern werben, müssen mit Abmahnungen oder Klagen rechnen.</span></label></div> <p>Hübner sagt: In acht von zehn Fällen behandele er Frauen, etwa die Hälfte stamme aus der Schweiz. Selbst wenn er wollte: Dass auch er vom Geschäft mit der Schönheit profitiert und dabei auch eidgenössische Kundinnen im Blick hat, ist unübersehbar.</p> <p>Der Arzt betont auf seiner Website die Grenznähe. In seinem Salon am Münster arbeiten – getrennt vom OP-Bereich – auch eine Kosmetikerin und eine Friseurin; im Kühlschrank wartet der Sekt. Kurz: das volle Beauty-Programm. „Vor oder nach Unterspritzungen bleibt Alkohol aber natürlich tabu“, sagt er.</p> <h2>Wem ein „Nein“ nicht gefällt, geht zum nächsten Behandler</h2> <p>Er beobachte regelmäßig „Doctor Hopping“: „Wenn ich vom Eingriff abrate, wechseln manche zur nächsten Praxis und hoffen auf mehr Bereitschaft.“ Dennoch winke er regelmäßig ab, wenn er Behandlungswünsche für überflüssig oder übertrieben hält. Den Boom datiert Hübner auf die Corona-Zeit: „Er hält an, nur die Moden wechseln.“</p> <p>Aesthetify teilt schriftlich mit, man schätze in Konstanz Atmosphäre und Menschen. Patienten leite man „nur in Ausnahmefällen“ an nicht-ärztliches Personal weiter, der jeweilige Arzt trage die Verantwortung.</p> <p>Die Aufklärung zu Risiken und Alternativen inklusive Bedenkzeit erfolge „den fachärztlichen Standards entsprechend“. Beim Notfallmanagement verweist das Unternehmen auf standardisierte Abläufe. Zugleich heißt es: „Bislang haben wir keine nennenswerten Komplikationen oder gar Notfälle in Konstanz verzeichnen müssen.“ Die Rate behandlungsbedürftiger Komplikationen, abgesehen von Reizungen, sei „gleich null“.</p> <h2>Verbraucherschützer sehen Aesthetify und Co. weiter kritisch</h2> <p>Nach dem BGH-Urteil im Sommer, so Aesthetify, habe man unzulässige Werbung eingestellt und das Marketingteam sowie externe Partner geschult. In sozialen Medien lasse sich Werbung nicht immer klar von Aufklärung trennen. Man wolle dort aber „objektiv informieren und nicht allein Anreize setzen“, meint Aesthetify-Sprecherin Julia Anne Dick.</p> <p>Susanne Punsmann, Expertin für Werbung im Bereich Gesundheit bei der Verbraucherzentrale NRW, bestätigt: Aesthetify passe seine Werbung inzwischen an, wenn man auf Unzulässigkeiten hinweise.</p> <p>Die Juristin bleibt allerdings skeptisch: Patienten würden weiterhin während der Behandlung gefilmt und vor sowie nach der Unterspritzung gezeigt. Der Unterschied: Die Bilder erscheinen nicht mehr zeitgleich, sondern mit Sekundenversatz. Auch das hält sie für unzulässig, weil das BGH-Urteil falsche Vorstellungen über die Folgen von Unterspritzungen verhindern soll.</p> <p>„Aesthetify ist kein Einzelfall“, unterstreicht Punsmann. Seit das Thema die Luxusnische verlassen habe und erschwinglicher sei, breite sich auch die Werbung aus. „Wenn ich die Kommentare zu Schönheitsbehandlungen in Social Media lese, scheint es, dass sich viele Menschen mittlerweile lieber die Butter auf dem Brot sparen, anstatt auf eine Unterspritzung zu verzichten.“</p> <h2>Aus dem Appenzell nach Konstanz fürs straffe Gesicht</h2> <p>Sabine Lang ist eine der Kundinnen, die regelmäßig aus der Schweiz nach Konstanz fahren. Die gebürtige Deutsche ist Mitte 40 und hat in Schönengrund (Appenzell) einen Friseursalon.</p> <p>„Bei meiner ersten Behandlung war ich 39 und ging zu einer der großen Ketten. Mir war nicht bewusst, wie stark sich die Ausbildung der Behandelnden unterscheidet“, sagt sie im Gespräch.</p> <p>Heute achtet sie auf Erfahrung und Qualifikation: „Einige Anbieter bremsen ihre Patienten nicht. Im besten Fall sieht man Eingriffe nicht.“ Rückblickend würde sie „viel genauer hinschauen“. Bei ihr behandelte man unter anderem Zornesfalten, Lider und Augenbrauen.</p> <h2>Konstanzer berichtet von „Sucht“ nach OPs</h2> <p>Wie schnell eine gefährliche Routine entsteht, schildert der 33-jährige Sami Noor aus Konstanz; sein Name ist der Redaktion bekannt, er wurde geändert, weil Noor als Geschäftsinhaber berufliche Konsequenzen befürchtet. „Ich habe genetisch bedingt starke Augenringe, wurde schon in der Schule darauf angesprochen. Mit 19 habe ich das erste Mal etwas machen lassen.“</p> <p>Später landete er bei Aesthetify. Seine Kritik: „Viele Praxen arbeiten nach Schema F und beachten individuelle Gesichter zu wenig.“ Sein Rat: „Schau dir die Behandelnden genau an. Dick aufgespritzte Lippen verraten oft ihren Geschmack.“</p> <p>„Ich wurde süchtig“, sagt er. „Irgendwann ging ich alle acht Wochen, hatte so viele Fremdkörper im Gesicht: ich spürte nichts mehr, es wirkte asymmetrisch.“ Heute sagt er: „Ich hätte von Anfang an zu einem plastischen Chirurgen gehen sollen.“</p> <p>Zurück am Konstanzer Fischmarkt. Die beiden jungen Frauen vor dem Botox-to-go-Plakat des Augenarztzentrums lachen inzwischen. „Warum denn vom Augenarzt?“, fragt eine noch, dann gehen sie weiter. Nicht für jeden scheint das Werbeversprechen verlockend zu sein. Die Inhaber des Zentrums, Sophie und Christoph Eckert, schweigen auf Anfrage zur Motivation ihres Werbeversprechens.</p>]]>
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      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[In der Mittagspause die Falten aufspritzen: Praxen in Konstanz werben mit fragwürdigen Angeboten]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 16:46:26 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Hier am Bodensee werden Logopäden ausgebildet: „Es ist einfach der schönste Beruf der Welt“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/hier-am-bodensee-werden-logopaeden-ausgebildet-es-ist-einfach-der-schoenste-beruf-der-welt;art372448,12508822 ]]></link>      <description><![CDATA[  Um hier zu lernen, wird erst einmal die Stimme überprüft: Die Schule für Logopädie in Konstanz bildet Therapeuten aus. Dabei dürfen die bereits früh selbst Behandlungen durchführen – wenn auch nur unter Beobachtung.  ]]></description>
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        <![CDATA[
          Um hier zu lernen, wird erst einmal die Stimme überprüft: Die Schule für Logopädie in Konstanz bildet Therapeuten aus. Dabei dürfen die bereits früh selbst Behandlungen durchführen – wenn auch nur unter Beobachtung.<br>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Um hier zu lernen, wird erst einmal die Stimme überprüft: Die Schule für Logopädie in Konstanz bildet Therapeuten aus. Dabei dürfen die bereits früh selbst Behandlungen durchführen – wenn auch nur unter Beobachtung.



        <p>Ein Kind im Kindergartenalter betritt das Behandlungszimmer. Es hat Probleme mit der Aussprache mancher Laute. Das Zimmer ist klein, in der hinteren Wand ein großes Fenster mit Blick auf das Industriegebiet. Auf dem Boden liegt ein Spielteppich, dahinter steht ein Spielzeug-Einkaufsladen. Das Kind setzt sich an den kleinen Tisch in der Mitte des Raumes. Ihm gegenüber sitzt die Logopädin. Nach ein paar Minuten Vorgespräch beginnen sie mit den Übungen.</p> <p>Doch in der Therapiesitzung übt nicht nur das Kind. Im Nebenraum, hinter einer verspiegelten Glaswand, sitzt eine Lehrerin für Logopädie. Denn die Therapeutin, die hier das Kind behandelt, ist gar keine Logopädin – zumindest noch nicht. Das Behandlungszimmer ist Teil der Schule für Logopädie im Konstanzer Industriegebiet. Hier üben und lernen rund 30 angehende Logopädinnen und Logopäden.</p> <h2>Schüler dürfen bereits selbst therapieren</h2> <p>Die Ausbildung an der Schule besteht aus Theorie und Praxis. Vor allem vormittags haben die Logopäden-Lehrlinge Unterricht. Nachmittags dürfen sie ab dem zweiten Jahr dann bereits selbst therapieren. Zunächst nur Kinder, ab dem dritten und letzten Ausbildungsjahr dann auch Erwachsene. Kann man daraus schließen, dass Kinder einfacher im Umgang sind als Erwachsene? „Nein“, erklärt Lehrerin Jennifer Schlipf grinsend, „das kommt auf den einzelnen Menschen an.“</p> <p>Die Reihenfolge ergebe sich einfach aus dem Lehrplan. Denn Kinder und Erwachsene haben häufig ganz andere Diagnosen und Therapieansätze. So wird bei Kindern auch spielerisch therapiert. „Viele Spiele sind super, um therapeutisches Material einzubauen“, stellt Schlipf fest, während sie das Spielelager der Schule zeigt. Ein Raum, der bei den meisten Kindern viel Freude auslösen dürfte. In mehreren Regalen stapeln sich die Spielekartons bis unter die Decke, von Flotti Karotti bis zum Verrückten Labyrinth ist alles dabei.</p> <p>Während die Schüler selbstständig die Therapie durchführen, werden sie genau von ihren Lehrern beobachtet. Die sitzen in einem Nebenraum hinter einem Einwegspiegel, um weder Patienten noch Therapeut abzulenken.</p> <p>Müssen sie oft rübergehen, um in die Behandlung einzugreifen? „Das passiert eigentlich nie“, erklärt Jennifer Schlipf. Erst einmal habe sie tatsächlich eingreifen müssen. Das sei aber auch nicht bei der Therapie selbst, sondern beim Elterngespräch danach gewesen, erinnert sie sich. Da habe sie verhindern müssen, dass die Schülerin falsche Angaben über das Kind macht.</p> <h2>Ausbildung kostete früher über 20.000 Euro</h2> <p>Wer Logopäde werden möchte, muss erst einmal ordentlich Geld in die Hand nehmen. Über 20.000 Euro kostete die Ausbildung früher. Schulleiterin Anke Fehse ist froh, dass sie mittlerweile die Kosten auf 90 Euro pro Monat senken konnten.</p> <p>Um das, neben Miete und anderen Ausgaben, stemmen zu können, arbeiten viele Schüler nebenher. „Ich kann das direkt mit Praxiserfahrung verbinden“, erklärt Schülerin Selin Herrmann, die abends in einer Praxis für Logopädie auf Minijob-Basis arbeitet. Auch BAföG können die Schüler zur Unterstützung beantragen.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>IB Schule für Logopädie</span><span>So heißt die Schule vollständig. Sie ist Teil der Medizinischen Akademie Konstanz, in der auch Physio-und Ergotherapeuten ausgebildet werden. Träger ist der internationale Bund (IB). Der IB ist einer der größten freien Träger für soziale Einrichtungen in Deutschland. An der Schule für Logopädie werden zur Zeit rund 30 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterrichtet. Eine Schülerin komme, laut Schulleiterin Fehse, sogar aus Italien.</span></label></div> <p>Die Schulleiterin ist überzeugt, die Ausbildung lohnt sich – trotz der Kosten. „Es ist einfach der schönste Beruf der Welt“, schwärmt sie. Und auch die Schülerinnen sind begeistert. „Hier sind dir keine Grenzen gesetzt“, erzählt Chahinez Djabou, sie habe nach einem Beruf gesucht, bei dem sie sich kreativ ausleben könne.</p> <p>Außerdem sei die Schulatmosphäre sehr locker, ergänzt Laura Riesen. Sie findet schade, dass Logopädie als Beruf in der Öffentlichkeit zu kurz komme. Damals in der Schule seien nur zehn verschiedene Berufe vorgestellt worden, so die Auszubildende im ersten Jahr.</p> <h2>Schule war früher im Schloss Königsegg auf der Reichenau</h2> <p>Die Schule bildet seit nun schon 30 Jahren Logopädinnen und Logopäden aus. Die letzten 28 war sie auf der Insel Reichenau im Schloss Königsegg beheimatet. Auch wenn die neuen Räume im Konstanzer Industriegebiet moderner, besser eingerichtet und für die Schüler günstiger gelegen seien, blickt Jennifer Schlipf wehmütig auf die alten Gemäuer zurück: „Es war halt ein Schloss – also ich trauere dem schon ein wenig hinterher.“</p> <p>Das dreiköpfige Lehrerteam betreut drei Klassen, je eine pro Jahrgang. Nach Abschluss der Ausbildung sind die Anwärter staatlich anerkannte Logopäden. Und die werden dringend benötigt. Anke Fehse erklärt, nicht nur die Schule suche mehr Lehrkräfte, auch die Logopädie-Praxen seien überlastet. So warte man in Konstanz etwa zwischen drei und sechs Monate auf einen Therapieplatz.</p> <h2>Teil des Auswahlprozesses ist die Prüfung der Stimme</h2> <p>Wenn man sich auf der <a href="https://www.med-akademie.de/gesundheitsfachberuf/schule-fuer-logopaedie-konstanz/" target="_blank" title="" rel="noopener">Website der Schule</a> umschaut, entdeckt man etwas Kurioses. Unter Zugangsvoraussetzungen steht: „Wir prüfen Aussprache, Sprech- und Singstimme (bitte ein kurzes Lied vorbereiten).“ Auf Nachfrage erklärt Frau Schlipf: „Wir suchen keine Sänger“, das Vorsingen sei nur zur Überprüfung der Stimme. So sei es unvorteilhaft, wenn Logopäden selbst Probleme mit der Stimme hätten.</p> <p>Mittlerweile werde die Singstimme in den Bewerbungsgesprächen aber nicht mehr getestet, ergänzt Anke Fehse. Wichtig sei nur, dass die Stimme gesund und belastbar ist. Dafür reicht demnach auch einfaches Vorsprechen aus. Wer sich also für den, laut Fehse, „schönsten Beruf der Welt“ ausbilden lassen möchte, kann dies in Konstanz in der Schule für Logopädie tun – und muss dafür nicht einmal vorsingen.</p>]]>
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      <dc:relation><![CDATA[Berufsausbildung Berufe Privatschulen thema-gesellschaft-bildung-schule thema-wirtschaft-arbeit]]></dc:relation>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 12:18:07 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Seenachtfest 2026 ohne Seestraße? Die Verkleinerung wirft Fragen auf  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/seenachtfest-2026-ohne-seestrasse-die-verkleinerung-wirft-fragen-auf;art372448,12508687 ]]></link>      <description><![CDATA[  Die Veranstalter kommen dem Wunsch des Oberbürgermeisters nach, das Traditionsfest künftig kleiner zu machen. Das hat aber Konsequenzen, darauf weist SÜDKURIER-Redakteurin Aurelia Scherrer in ihrem Kommentar hin.  ]]></description>
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          Die Veranstalter kommen dem Wunsch des Oberbürgermeisters nach, das Traditionsfest künftig kleiner zu machen. Das hat aber Konsequenzen, darauf weist SÜDKURIER-Redakteurin Aurelia Scherrer in ihrem Kommentar hin.<br>
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        Die Veranstalter kommen dem Wunsch des Oberbürgermeisters nach, das Traditionsfest künftig kleiner zu machen. Das hat aber Konsequenzen, darauf weist SÜDKURIER-Redakteurin Aurelia Scherrer in ihrem Kommentar hin.



        <p>Das Seenachtfest findet auch die nächsten vier Jahre statt. Das ist eine gute Nachricht. Dass die Seestraße künftig nicht mehr Teil des Veranstaltungsgeländes sein wird, wirft jedoch einige Fragen auf, sogar unter den Stadträten. Dies allerdings erstaunt, denn die Bürgervertreter haben im Zuge der neuen Ausschreibung nichtöffentlich darüber debattiert, wie die Leitplanken der künftigen Veranstaltung sein sollen.<a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/zukunft-des-seenachtfests-ist-ungewiss-ist-2025-schluss-mit-dem-bodensee-spektakel-in-konstanz;art372448,12376780" target="_blank" title="Konstanzer Seenachtfest in Zukunft: Wie bisher, viel kleiner – oder womöglich gar nicht?"> Das Resultat: Wer weniger Fläche in Anspruch nimmt, wird besser bewertet.</a></p> <p><a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/konstanzer-seenachtfest-in-der-schwebe-gemeinderat-verschiebt-wichtige-entscheidung;art372448,12342152" target="_blank" title="Hängepartie um die Zukunft des Seenachtfestes: Gemeinderat vertagt wegweisende Entscheidung">Darüber hinaus hatte Oberbürgermeister Uli Burchardt öffentlich kundgetan, dass er ein kleineres Fest wolle.</a> Die Seenachtfest-Veranstalter sind diesem Wunsch nachgekommen und klammern die Seestraße künftig aus. Jetzt fragen Stadträte nach, wie es denn dort um die Sicherheit bestellt sein werde. Diesen Punkt hätten sie – wie auch die fachkundigen Verwaltungsmitarbeiter – vor der Ausschreibung mit ins Kalkül ziehen sollen.</p> <h2>Kleiner Geniestreich der Veranstalter</h2> <p>Ein weiterer Grund, warum die Veranstalter gerne auf die Seestraße verzichten, sind die hohen Kosten für die Umsetzung des Sicherheitskonzeptes, die sie sich jetzt für den aufwändigen Bereich Seestraße sparen und das Geld in das Programm investieren können. Ihnen ist darüber hinaus ein kleiner Geniestreich gelungen, wenn sie die Seestraße sperren und den Bereich zur Vorbereitungszone für Drohnen- und Flugdrachen-Shows erklären.</p> <p>Damit umschiffen sie ein heißes Eisen, denn: Wenn Besucher sich hier in der eintrittsfreien Zone drängen, um die Feuerwerke anzusehen, wer ist dann für die Sicherheit verantwortlich? Die Veranstalter oder die Stadt Konstanz? Aus Sicherheits- und Haftungsgründen wird die Seestraße daher wohl zur Besuchertabuzone erklärt werden. Wie genau das funktionieren soll, werden sich jetzt unter anderem Bürgeramt und Baulicht-Organisationen mit den Veranstaltern überlegen.</p> <h2>Veränderungen bleiben nicht ohne Folgen</h2> <p>Bleibt ein anderes Problem: Die etwa 34.000 Besucher, die in den vergangenen Jahren das Seenachtfest im Schnitt besucht haben – das Besuchermaximum wird sicherlich auf eine ähnliche Größenordnung beschränkt -, werden sich auf kleinerem Raum verteilen. Spannend wird es dann beim Feuerwerk, denn mit der Seestraße entfallen etwa ein Kilometer Uferbereich. Da kann es also am verbleibenden Ufer kuschelig eng werden.</p> <p>Fakt ist: Eine Veranstaltung wie das Seenachtfest ist komplex und funktioniert ähnlich wie ein Uhrwerk. Dreht man an einer Stellschraube, dann muss an vielen weiteren Stellen nachjustiert werden.</p> <p>Der vormalige Bürgeramtsleiter Hans-Rudi Fischer und Joachim Felgenhauer, damals Einsatzleiter der Polizei, haben gemeinsam mit den seinerzeitigen Veranstaltern das Seenachtfest-Konzept über viele Jahre hinweg optimiert. Nicht zuletzt ihnen ist es zu verdanken, dass das Traditionsfest zu einer friedlichen Großveranstaltung mit hohem Sicherheitsniveau geworden ist. Es wird Zeit brauchen, bis das neue Konzept ebenso ausgefeilt ist, und diese Zeit muss man den Veranstaltern auch zugestehen.</p> <p></p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Polizei Kommunalpolitik Sporteinrichtung Messen thema-politik-lokal thema-sport thema-wirtschaft-messe serie-stadtgespräch-kn]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Seenachtfest 2026 ohne Seestraße? Die Verkleinerung wirft Fragen auf]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 13:50:21 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA[Altstadt-Anwohner bitten Radfahrer um Rücksicht: „Manche fahren hier wie die Verrückten“  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/altstadt-anwohner-bitten-radfahrer-um-ruecksicht-manche-fahren-hier-wie-die-verrueckten-31-10-25;art372448,12508724 ]]></link>      <description><![CDATA[  Viele Fahrradfahrer steigen in der Zollernstraße nicht ab, auch wenn sie es – wie bei der Baustelle – müssen. Anwohner weisen auf Gefahren hin. Kontrolleure werden sogar angegriffen. Ist eine Verbesserung in Sicht?  ]]></description>
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          Viele Fahrradfahrer steigen in der Zollernstraße nicht ab, auch wenn sie es – wie bei der Baustelle – müssen. Anwohner weisen auf Gefahren hin. Kontrolleure werden sogar angegriffen. Ist eine Verbesserung in Sicht?<br>
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      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/altstadt-anwohner-bitten-radfahrer-um-ruecksicht-manche-fahren-hier-wie-die-verrueckten-31-10-25;art372448,12508724]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Viele Fahrradfahrer steigen in der Zollernstraße nicht ab, auch wenn sie es – wie bei der Baustelle – müssen. Anwohner weisen auf Gefahren hin. Kontrolleure werden sogar angegriffen. Ist eine Verbesserung in Sicht?



        <p>Eng ist es in einem Teilbereich in der Zollernstraße, denn für die dortige Baustelle braucht es Platz. „Es bleibt lediglich eine schmale Gasse, und die wird uns noch lange erhalten bleiben“, stellt Anwohnerin Christine Hofmann fest. Trotz Fahrverbots würden dennoch Fahrradfahrer dort durchfahren. „Ich habe schon viele dramatischen Situationen erlebt, dass Fußgänger fast angefahren wurden und nur knapp entkommen sind“, schildert sie und fügt an: „Manche fahren hier wie die Verrückten.“</p> <p>Es gibt keinen Gehweg. Wer ein Haus in der Zollernstraße verlässt, steht direkt in der Gasse. Susanne Armbruster, die eben an dieser Engstelle ihr Geschäft „Second Heaven“ betreibt, weiß, wie gefährlich es ist, wenn die Leute aus der Tür treten und sich schon auf der Straße befinden. Deshalb hat sie direkt am Ausgang des Ladens einen Hinweiszettel angebracht mit der Aufschrift: „Vorsicht Radfahrer! Bitte rechts und links schauen!“</p> <p>Die Zollernsträßler sprechen nicht nur von Rücksichtslosigkeit und Ignoranz vieler Radfahrer. „Wenn man sie auf ihr Fehlverhalten anspricht, dann reagieren viele unverschämt“, so Nicola Furtwängler-Sander von „Dolce Vita“. „Man wird angegangen“, bestätigt Susanne Armbruster. „Und auf das Übelste beschimpft“, fügt Anwohnerin Peggy Kube an.</p> <h2>Kann die Situation entschärft werden?</h2> <p>Natürlich habe die Stadt Schilder aufgestellt, doch die würden von den meisten ignoriert. An der Engstelle wurde auch ein Pfosten aufgestellt und auf der Baustellenseite ein Fußgängersignet auf dem Boden angebracht. Hilft das? Die Frauen schütteln den Kopf. Die Radler würden gleichwohl rasant durchfahren.</p> <p>Susanne Armbruster und Peggy Kube wünschen sich, dass auch Fahrräder Nummernschilder haben sollten. „Das wäre eine gute Einnahmequelle für die Stadt“, so Kube. Noch drängender aber sei, die prekäre Situation schnellstmöglich zu entschärfen. Sie wünschen sich eine eindeutige Beschilderung auf Augenhöhe, wie die Stadt es in der Paradiesstraße umgesetzt habe: „Verbots- statt Gebotsschilder“, so Nicola Furtwängler-Sander.</p> <p>Die Stadtverwaltung hingegen sieht keinen Nachbesserungsbedarf. „An der Baustelle in der Zollernstraße ist durch Pfosten, Beschilderung und Bodenmarkierungen ganz eindeutig ersichtlich, dass dort nicht Fahrrad gefahren werden darf“, schreibt Anja Fuchs, Pressesprecherin der Stadt Konstanz, auf SÜDKURIER-Nachfrage. Und weiter: „Wer hier dennoch fährt, tut das im Bewusstsein, dass es verboten ist.“</p> <div class="article-text-accordeon article-module"><label><input type="checkbox" /><span>Fahrradfahren auf dem Gehweg: Diese Strafen drohen</span><span>Welche Strafen drohen Fahrradfahrern, die auf dem Gehweg fahren? Anja Fuchs, Pressesprecherin der Stadt Konstanz, schreibt hierzu: „Bei Befahren eines mit Zeichen 239 gekennzeichneten Gehwegs mit dem Fahrrad fällt nach dem bundesweiten Bußgeldkatalog ein Bußgeld von 25 Euro an, mit Behinderung anderer 30 Euro, mit Gefährdung anderer 35 Euro und mit Unfallfolge 40 Euro.“</span></label></div> <p>Verhindern ließe sich dies allenfalls mit physischen Barrieren, die aber auch den Fußverkehr und insbesondere mobilitätseingeschränkte Personen unverhältnismäßig einschränken würden, gibt Anja Fuchs zu bedenken. Wird ein Radverbotsschild aufgestellt? Das bräuchte es nicht, denn: „Das angebrachte Verkehrszeichen schließt Radverkehr aus – ebenso wie andere Verkehrsarten“, schreibt Anja Fuchs.</p> <h2>Karte der Stadt sorgt für Verwirrung</h2> <p>Anne Pesaro kann nur den Kopf schütteln, nicht nur wegen den Verkehrssündern, sondern auch wegen der Stadtverwaltung. Die Stadt hatte nämlich unlängst <a href="https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/ruepel-radfahrer-oder-freche-fussgaenger-neue-konstanzer-karte-soll-miteinander-im-verkehr-erleichtern-12-09-25;art372448,12479463" target="_blank" title="Rüpel-Radfahrer oder freche Fußgänger? Neue Karte soll Miteinander im Verkehr erleichtern">eine Karte für Radfahrer veröffentlicht, auf der ersichtlich ist, wo und wann das Radfahren in der Stadt erlaubt ist</a>. „Die ist verwirrend“, so Pesaro: „Für die Zollernstraße steht, dass man hier radfahren kann.“</p> <p>Wird die Fahrradkarte, die auf der Homepage der Stadt Konstanz veröffentlicht ist, entsprechend geändert? „Das ist parallel zu Navigationssystemen zu sehen: Man sollte sich nicht ausschließlich darauf verlassen, sondern die tatsächliche Situation vor Ort beachten – zum Beispiel wie hier, bei einer Einschränkung durch eine Baustelle“, lautet die Antwort der Pressestelle. Wenn der Bauzaun entfernt sei, werde das Fahrradfahren dort wieder erlaubt sein. Die Verwaltung wolle aber gerne prüfen, ob die Karte vorübergehend angepasst werden könne.</p> <h2>Kontrolleure werden sogar angegriffen</h2> <p>Regelmäßige Kontrollen des Gemeindevollzugsdienstes (GVD) fänden statt. Allerdings: „In Anwesenheit der Polizei und des GVD werden fast keine Verstöße begangen. Wir sind regelmäßig vor Ort, bei den Streifengängen und ergänzend sporadisch als feste Kontrolle“, so Anja Fuchs von der Pressestelle der Stadt Konstanz.</p> <p>Die Menschen in der Zollernstraße wünschen sich mehr Kontrollen. Aber Anne Pesaro weiß, dass das auch für die Mitarbeiter des Gemeindevollzugsdienstes (GVD) nicht vergnügungssteuerpflichtig ist. „Eine Mitarbeiterin sagte mir, dass sie nicht allein kontrollieren geht, weil es zu gefährlich sei; wenn, dann nur gemeinsam mit der Polizei“, berichtet Anne Pesaro.</p> <p>Anja Fuchs bestätigt, dass GVD-Mitarbeiter bei Kontrollen vermehrt verbal-aggressiv angegangen und daher bevorzugt Kontrollen mit der Landespolizei durchführen würden. „Die Mitarbeiter des GVDs erleben in letzter Zeit häufiger verbale Angriffe, werden bespuckt und sogar körperlich angegriffen“, so Fuchs.</p> <p>Eine GVD-Mitarbeiterin habe jüngst noch einer Kontrolle Folgendes berichtet, schreibt Anja Fuchs: Ein Bürger, der sich selbst häufig über das verbotene Fahren an dieser Stelle beschwere, sei bei einer der genannten Kontrollen selbst wegen verbotenen Fahrradfahrens beanstandet worden. Für die Beanstandung habe er wenig Verständnis gezeigt. Im Nachgang habe er zudem versucht, die Mitarbeiter des Innendienstes davon abzubringen, die Verfolgung der Anzeige fortzusetzen.</p>]]>
      </dc:subject>
      <dc:relation><![CDATA[Oberbürgermeister Polizei Straßenverkehr Fahrer Verkehrsdelikte thema-verkehr-autoverkehr thema-sicherheit-kriminalitaet]]></dc:relation>
      <dc:source><![CDATA[Konstanz]]></dc:source>
      <dc:rights><![CDATA[Altstadt-Anwohner bitten Radfahrer um Rücksicht: „Manche fahren hier wie die Verrückten“]]></dc:rights>
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    </item><item>
      <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 17:11:43 +0100</pubDate>
 <title> <![CDATA["Der Spaß hört auf, wenn jemand verletzt ist": So schützen Eltern ihr Kind gegen Mobbing  ]]>  </title>      <link><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/der-spass-hoert-auf-wenn-jemand-verletzt-ist-so-schuetzen-eltern-ihr-kind-gegen-mobbing;art372461,12508841 ]]></link>      <description><![CDATA[  Mobbing hat sich gewandelt – es passiert heute online wie offline. Die Respekt Coaches Constanze Fleiner und Johannes Renner zeigen, woran Eltern und Lehrkräfte Warnsignale erkennen – und wie sie Kindern helfen können.  ]]></description>
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          Mobbing hat sich gewandelt – es passiert heute online wie offline. Die Respekt Coaches Constanze Fleiner und Johannes Renner zeigen, woran Eltern und Lehrkräfte Warnsignale erkennen – und wie sie Kindern helfen können.<br>
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        ]]>
      </content:encoded>      <guid><![CDATA[ https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/stockach/der-spass-hoert-auf-wenn-jemand-verletzt-ist-so-schuetzen-eltern-ihr-kind-gegen-mobbing;art372461,12508841]]></guid>
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      <dc:subject><![CDATA[
        Mobbing hat sich gewandelt – es passiert heute online wie offline. Die Respekt Coaches Constanze Fleiner und Johannes Renner zeigen, woran Eltern und Lehrkräfte Warnsignale erkennen – und wie sie Kindern helfen können.



        <p>Ein unscheinbarer Blick auf dem Pausenhof, ein Chat voller abwertender Emojis und ein Kind, das plötzlich nicht mehr zur Schule will. Mobbing beginnt oft leise – und bleibt lange unbemerkt. Für Eltern und Lehrkräfte ist es manchmal schwer zu erkennen, wann harmlose Neckereien in systematische Ausgrenzung umschlagen. Genau hier setzt das bundesweite Präventionsprogramm Respekt Coaches an, das seit 2018 Teil der Jugendstrategie des Bundesfamilienministeriums ist und Schüler frühzeitig für respektvolles Miteinander sensibilisieren will.</p> <h2>Demokratie und Zusammenhalt stärken</h2> <p>Constanze Fleiner und Johannes Renner sind die beiden Fachkräfte, die das Programm am Standort des Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kreisverband Konstanz umsetzen. Sie sind die einzigen Respekt Coaches im Landkreis, die die Gewalt- und Mobbingprävention in Kooperationsschulen von der fünften Klasse bis zu Berufsschulen durchführen.</p> <p>„Schüler sollen mithilfe des Programms lernen, andere Meinungen auszuhalten und Konflikte zu verstehen,“ betonen die beiden. „Das Programm ist weitgefächert, und wir versuchen, es so aktuell und dynamisch wie möglich zu halten“, sagt Fleiner. Dazu gehören Workshops zu Extremismus-, Mobbing- und Gewaltprävention sowie politische Bildung zu Themen wie dem Ukraine- oder Nahostkrieg, in denen verschiedene Meinungen innerhalb der Klassen angehört und besprochen werden. „Unsere Angebote sind dabei flexibel und orientieren sich am Bedarf der jeweiligen Klassen,“ sagen sie weiter.</p> <h2>„Es gibt kaum noch Rückzugsorte“</h2> <p>Mobbing ist kein neues Phänomen – doch die Art und Weise, wie Jugendliche heute miteinander umgehen und wo Mobbing stattfinden kann, habe sich stark verändert. Was Mobbing heute besonders gefährlich mache, sei seine ständige Präsenz. Früher blieb das Geschehen meist auf den Schulhof begrenzt – heute verlagere es sich bis ins Internet. Wie die Untersuchung des Instituts Sinus zeigt, waren im vergangenen Jahr rund 16 Prozent der Heranwachsenden von Mobbing im Internet betroffen.</p> <p>„Über Social Media oder Gruppen-Chats finden betroffene Schülerinnen und Schüler kaum noch Rückzugsorte und sind dem Mobbing so ständig ausgesetzt“, erklärt Renner. Die Coaches sehen ein weiteres Problem: die Anonymität. „Online trauen sich viele Dinge zu sagen, die sie von Angesicht zu Angesicht nie äußern würden“, sagen die Experten.</p> <p>Fleiner und Renner sehen ebenso, dass die Corona-Pandemie die Konfliktsituationen unter Jugendlichen und auch Erwachsenen verschärft habe. Viele Personen hätten in dieser Zeit eine Online-Präsenz aufgebaut und sind seither in digitalen Räumen verstärkt aktiv. „Durch vermehrte Bildschirmzeit können Empathie und sozialer Umgang leiden, weil die Konzentration im Hier und Jetzt eingeschränkt wird“, erklärt Renner. Fleiner ergänzt: „Auch mit Künstlicher Intelligenz gibt es jetzt die Möglichkeit, Identitäten zu klauen und Avatare zu erstellen.“ Dadurch würden Mobbing heutzutage andere Tragweiten haben als in Zeiten vor dem Internet.</p> <h2>Wie lässt sich Mobbing erkennen?</h2> <p>Nicht jeder Konflikt ist laut den Experten gleich Mobbing. „Ein Streit betrifft meist zwei Personen – Mobbing dagegen ist systematisch, dauert häufig über einen längeren Zeitraum und es sind mehrere beteiligt, die meistens gegen eine einzige Person schießen“, erklären Fleiner und Renner. Viele Täter würden von keinen bösen Absichten oder Spaß machen sprechen, doch „der Spaß hört da auf und das Mobbing beginnt dort, wenn jemand verletzt ist“, erklären sie weiter.</p> <p>Die Fachkräfte beobachten, dass Betroffene oft still leiden und die Probleme für sich behalten: „Ein klares Warnsignal ist Rückzug – besonders, wenn ein sonst lebhaftes Kind plötzlich still oder reizbar wird“, betonen sie. Eltern und Lehrkräfte können Mobbing erkennen, wenn sich Kinder zurückziehen oder nervöser werden. Die Coaches haben die Erfahrung gemacht, dass Lehrern dies meistens gut gelingt, wenn sich das Verhalten eines Kindes im Laufe des Schuljahres verändere. Für Eltern sei es jedoch schwieriger, Mobbing zu bemerken oder das Verhalten korrekt einzuordnen, da die Reaktionen und der Umgang mit der Erfahrung von Mobbing sehr individuell seien.</p> <h2>Was können Eltern tun?</h2> <p>Wer den Verdacht hat, dass sein Kind gemobbt wird, sollte vor allem eines tun: zuhören. „Schweigen ist der größte Fehler, den man machen kann“, warnt Fleiner. Eltern sollten Anzeichen ernst nehmen, ruhig nachfragen und gemeinsam mit dem Kind nach Lösungen suchen. Anlaufstellen sind die Schulsozialarbeiter oder Vertrauenslehrkräfte der jeweiligen Schule oder externe Beratungsangebote wie die Nummer gegen Kummer. Diese bietet ein Kinder- und Jugendtelefon unter der Telefonnummer 116/111 und ein Elterntelefon unter 0800/1110550 an.</p> <p>Denn Einzelfallberatungen bei Mobbing machen die Respekt Coaches nur in Ausnahmefällen. „Im Normalfall übernimmt hier die Schulsozialarbeit“, erklärt Renner.</p> <div class="article-text-accordeon article-module"></div> <h2>Zukunft des Programms ist ungewiss</h2> <p>Das Bundesprogramm wird jährlich aus dem Bundeshaushalt finanziert, eine langfristige Sicherheit für die Coaches gibt es trotz nachgewiesenen Erfolges des Programms derzeit nicht. „Wir haben aber vorsichtigen Optimismus, dass das klappt“, sagt Renner über die voraussichtliche Fortsetzung des Programms.</p> <p>Fleiner und Renner wünschen sich eine Verstetigung des Programms auf Bundesebene. „Vom Staat würden wir uns wünschen, dass das Programm dauerhaft finanziert und personell aufgestockt wird, damit noch mehr Schulen am Programm teilnehmen können“, sagt Renner. Denn die Nachfrage ist groß: „Wir haben nämlich noch mehr Schulen, die Interesse hätten – können die Nachfrage aber nicht zu zweit stemmen“, erklärt er abschließend.</p>]]>
      </dc:subject>
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      <dc:rights><![CDATA["Der Spaß hört auf, wenn jemand verletzt ist": So schützen Eltern ihr Kind gegen Mobbing]]></dc:rights>
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