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	<title>Technische Hilfeleistung</title>
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		<title>Übungsvorbereitung: Seitenaufprall realistisch darstellen</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Mar 2017 12:40:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Patrick Allinger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Übungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Seitenanprall]]></category>
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		<category><![CDATA[Spreizer]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorbereitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Um Übungen wirklich realistisch durchführen zu können benötigt man verformte Übungsfahrzeuge. Diese entsprechend zu präparieren ist meisten sehr aufwändig und erfordert schweres Gerät (wie z.B. einen Bagger), dennoch ist es unabdingbar damit die hydraulischen Rettungsgeräte korrekt eingesetzt werden. Eine einfache Möglichkeit um einen realistischen Seitenaufprall herzustellen zeige ich euch in diesem Beitrag! Den Seitenaufprall richtig [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Um Übungen wirklich realistisch durchführen zu können benötigt man verformte Übungsfahrzeuge. Diese entsprechend zu präparieren ist meisten sehr aufwändig und erfordert schweres Gerät (wie z.B. einen Bagger), dennoch ist es unabdingbar damit die hydraulischen Rettungsgeräte korrekt eingesetzt werden. Eine einfache Möglichkeit um einen realistischen Seitenaufprall herzustellen zeige ich euch in diesem Beitrag!</p>
<h3>Den Seitenaufprall richtig beüben</h3>
<p>In den meisten Fällen wird bei einer Unfallrettungs-Übung ein Frontalaufprall angenommen. Hat man Glück steht ein Bagger zur Verfügung und man kann den PKW in der Front zumindest ein klein wenig eindrücken. Doch meistens reicht es nicht aus damit auch nur annähernd eine Einklemmung im Beinbereich entstehen würde. Den Seitenaufprall üben wir dagegen fast nie, dabei lassen sich gerade hier mit einfachsten Mitteln realistische Deformierungen erreichen, die einen Dummy tatsächlich einklemmen, und an Arbeiten sehr nahe am Patienten und mit wirklichen Kräften notwendig machen.</p>
<p>Alles was ihr dafür braucht ist euren Spreizer und den passenden Kettensatz zum Ziehen! Damit könnt ihr die B-Säule der Fahrerseite wunderbar (und vor allem beliebig weit) ins Innere des Fahrzeuges ziehen, was einen seitlichen Anprall an einem Baum sehr gut darstellt. Folgende Schritte sind notwendig:</p>
<ol>
<li>Eine Kette direkt am oberen Ende um die B-Säule der Fahrerseite schlingen und das Ketteschloss im geöffneten Spreizer einhängen</li>
<li>Die andere Kette auf der Beifahrerseite durch das geöffnete Fenster führen und an der vorderen Achse befestigen, ebenfalls am Spreizer einhängen</li>
<li>Spreizer langsam schließen und mit den Ketten vorsichtig auf Spannung gehen. Halt prüfen und anschließend kontrolliert und vorsichtig weiter ziehen</li>
<li>Falls notwendig den Spreizer noch einmal öffnen und die Ketten weiter verkürzen bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist</li>
<li>Anschließend die Ketten entfernen, die Deformierung bleibt bis auf wenige Millimeter erhalten und kann beübt werden</li>
</ol>
<p><img src="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2017/03/Vorbereitung-Seitenaufprall-Ketten-300x225.png" alt="" width="200" height="150" class="alignright size-medium wp-image-3735" srcset="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2017/03/Vorbereitung-Seitenaufprall-Ketten-300x225.png 300w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2017/03/Vorbereitung-Seitenaufprall-Ketten-768x576.png 768w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2017/03/Vorbereitung-Seitenaufprall-Ketten-600x450.png 600w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2017/03/Vorbereitung-Seitenaufprall-Ketten-602x452.png 602w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2017/03/Vorbereitung-Seitenaufprall-Ketten-180x135.png 180w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2017/03/Vorbereitung-Seitenaufprall-Ketten-50x38.png 50w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2017/03/Vorbereitung-Seitenaufprall-Ketten.png 800w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" />Aber Achtung! Während dem Ziehen die Ketten und Festpunkte genau beobachten und nicht übertreiben. Wenn irgendwie möglich die Kette auch nicht wie auf dem Artikelbild auf der Felge (und wenn dann nur bei Stahlfelgen) einhängen, sondern wirklich um die Achse schlingen. Ansonsten kann es passieren dass diese aushakt und durch die Gegend fliegt!<br />
Außerdem sollten die Ketten von Anfang an so gut wie möglich vorgespannt werden, damit der komplette Zugweg des Spreizers verwendet werden kann.</p>
<h3>Beispiel aus dem Übungsalltag</h3>
<p>Nachdem ich das Artikelbild auf Instagram gepostet hatte, hat die Feuerwehr Recklinghausen den Tipp gleich bei der nächsten Übung ausprobiert und ein tolles Video davon erstellt. Darauf ist der Effekt wunderbar zu erkennen. Vielen Dank für die zur Verfügungstellung an die FF Recklinghausen, Christian Schell und Florian Herwig! Bitte beachtet, dass hier absichtlich im Vorfeld kein Glasmanagement gemacht wurde um die Flugweite der Splitter im Video festzuhalten. Alle Beteiligten waren darauf vorbereitet und haben entsprechende Schutzkleidung getragen. </p>
<p><iframe src="https://www.facebook.com/plugins/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Ffeuerwehrrecklinghausen%2Fvideos%2F1193603707376111%2F&#038;width=600&#038;show_text=false&#038;appId=201625086562870&#038;height=336" width="600" height="336" style="border:none;overflow:hidden" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true"></iframe></p>
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		<title>Warum „Spielchen“ mit hydraulischen Rettungsgeräten nichts für die Ausbildung bringen!</title>
		<link>http://www.technische-hilfeleistung.info/2016/08/27/spielchen-mit-hydraulischen-rettungsgeraeten/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2016 16:30:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Patrick Allinger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Übungen]]></category>
		<category><![CDATA[Eier]]></category>
		<category><![CDATA[Jenga]]></category>
		<category><![CDATA[Spreizer]]></category>
		<category><![CDATA[Üb ungen]]></category>

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		<description><![CDATA[In der letzten Zeit verkommen mir mal wieder sehr viele Bilder, Berichte und Videos von &#8222;tollen&#8220; Ausbildungsveranstaltungen mit hydraulischen Rettungsgeräten bei Feuerwehren. Dabei werden dann Eier oder gefüllte Wasserbecher mit den Geräten von A nach B transportiert, oder Jenga* mit dem Spreizer gespielt. Doch bringen uns diese &#8222;Spielchen&#8220; wirklich was um zukünftig schneller zu retten [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In der letzten Zeit verkommen mir mal wieder sehr viele Bilder, Berichte und Videos von &#8222;tollen&#8220; Ausbildungsveranstaltungen mit hydraulischen Rettungsgeräten bei Feuerwehren. Dabei werden dann Eier oder gefüllte Wasserbecher mit den Geräten von A nach B transportiert, oder Jenga* mit dem Spreizer gespielt. </p>
<p>Doch bringen uns diese &#8222;Spielchen&#8220; wirklich was um zukünftig schneller zu retten und mit den Geräten besser umgehen zu können?</p>
<p><em>*Das ist dieses Geschicklichkeitsspiel bei dem kreuzweise gestapelte Holzklötzchen herausgezogen und oben wieder aufgesetzt werden müssen.</em></p>
<h3>Welchen Nutzen ziehen wir aus diesen Spielchen?</h3>
<p>Grundsätzlich es es ja immer unsern Anliegen unsere eh schon sehr knapp bemessene Ausbildungszeit dafür zu verwenden uns bestmöglich auf den Einsatz vorzubereiten, Abläufe zu verinnerlichen und mit den uns zur Verfügung stehenden Geräten bestmöglich umgehen zu können. Daher sollte schon im Vorfeld das zu erreichende Ausbildungsziel der Übungseinheit klar definiert sein. Wenn ich mir nun diese Art der Ausbildung für hydraulische Rettungsgeräte ansehe, dann kommt hier wenn überhaupt nur der bessere Umgang mit den Geräten zum tragen. Denn ich habe im Einsatz noch nie ein Ei mit einem Rettungsspreizer transportieren müssen!</p>
<div id="attachment_3702" style="width: 235px" class="wp-caption alignright"><img src="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Spreizer_Jenga-300x200.png" alt="Spreizer_Jenga" width="225" height=150" class="aligncenter size-medium wp-image-3702" srcset="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Spreizer_Jenga-300x200.png 300w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Spreizer_Jenga.png 600w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Spreizer_Jenga-75x50.png 75w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Spreizer_Jenga-570x380.png 570w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Spreizer_Jenga-80x53.png 80w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Spreizer_Jenga-180x120.png 180w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Spreizer_Jenga-50x33.png 50w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p class="wp-caption-text">Jenga-Spiel mit dem Spreizer</p>
</div>
<p>Doch in wiefern lernen wir dabei die Geräte richtig bedienen zu können? Wir trainieren das Aufnehmen eines rohen Ei mit einem Gerät das dazu gebaut wurde um mit möglichst großer Kraft verklemmte Fahrzeugtüren aufzubrechen und greifen gefüllte Wasserbecher mit einem Schneidgerät das extra darum gekauft wurde weil es genug Leistung hat um verstärkte Fahrzeugsäulen zu schneiden? Wir ziehen Holzblöcke möglichst vorsichtig aus unserem Unterbau obwohl wir ein Gerät in der Hand halten mit dem wir möglichst schnell eine Einklemmung eines Patienten beseitigen wollen?</p>
<p><strong>Ich weiß &#8211; ganz schön viele und gemeine Fragen! Aber sie sind wichtig!</strong><br />
Was ich damit sagen will: Wir verwenden die Geräte bei diesen Spielchen zwar, aber völlig anders als wir es später im Einsatz brauchen. Und was wir trainieren das machen wir unter Adrenalin dann auch so im Einsatzfall! Also nennen wir das Kind doch auch beim Namen, ein &#8222;Spiel mit hydraulischen Rettungsgeräten&#8220; um Spaß zu haben und den Gruppenzusammenhalt zu stärken, aber keine Ausbildung am Gerät.</p>
<h3>Wie geht es besser?</h3>
<p>Ich hoffe es hat bis hierhin jeder verstanden was ich damit sagen will!?<br />
Setzen wir uns also wirklich das Ausbildungsziel den einsatzrelevanten Umgang mit den Geräte zu verbessern und nicht nur gemeinsam etwas Spaß zu haben. Dann fallen wir sofort Punkte ein wie:</p>
<ul>
<li>Geräte möglichst ergonomisch halten und auch mit voller Schutzkleidung richtig bedienen können</li>
<li>Im Dunkeln möglichst schnell und sicher am Unfallfahrzeug arbeiten</li>
<li>Rettungsöffnung möglichst erschütterungsfrei schaffen</li>
<li>Unterbau gleichmäßig und stabil genug setzen</li>
<li>Möglichkeiten kennen falls es zu einem Geräteausfall kommt</li>
</ul>
<p>All das kann ich auch mit diesen Spielen trainieren, ich muss sie nur etwas abändern um daraus eine richtige Ausbildung zu machen! Und damit ich nicht nur kritisiere hab ich hier natürlich auch die passenden Ideen für euch:</p>
<p><strong>Übungsidee 1</strong><br />
Stellt einen randvollen Wasserbecher oder ein rohes Ei auf das Dach eines verformten Schrottfahrzeuges und versucht eine Rettungsöffnung zu schaffen ohne Wasser zu verschütten oder das Ei herunter fallen zu lassen. Plötzlich arbeitet ihr mit realistischem Kraftaufwand und Geräteanwendung, müsst aber trotzdem Feingefühl aufbringen und euch absprechen!</p>
<p><strong>Übungsidee 2</strong><br />
Baut einen Kreuzverbau aus Holz aka &#8222;Jenga-Stapel&#8220; auf unebenem Untergrund zur Sicherung unter einen LKW-Trailer (im Dunkeln). Plötzlich wird es sehr schwer den genau so fein-säuberlich aufzutürmen und genug Material zur Verfügung zu haben damit man die Last wirklich aufnehmen kann.</p>
<p><strong>Übungsidee 3</strong><br />
Lasst eine Gruppe von euch ausgesuchte Klötze aus einem Jenga-Stapel herausbauen ohne das der Stapel umkippt. Jetzt ist aber eine zusätzliche Sicherung mit Feuerwehr-Mitteln erlaubt (auch weil es sonst unmöglich wäre). Und schon habt ihr eine Lage in der wirklich und vor allem kreativ unterbaut werden muss.</p>
<p><strong>Übungsidee 4</strong><br />
Lasst ein Ei mit dem Spreizer von A nach B transportieren und plötzlich fällt der Spreizer aus. Wie kann man das Ei jetzt mit den zur Verfügung stehenden Ausrüstungsgegenständen über die gleiche Strecke transportieren ohne es in die Hand zu nehmen. Das schult Entscheidungsfindung, Teamgeist und alternatives Denken.  </p>
<p><strong>Übungsidee 5</strong><br />
Und wenn es schon diese Spiele sein müssen, dann macht sie mit vollständiger Schutzausrüstung (Handschuhe, Helm mit Visier und Schutzbrille, &#8230;), im Dunkeln nur mit Helm- und Taschenlampen, oder lasst nebenher Wasser regnen um Regen zu simulieren.</p>
<h3>Immer mit kompletter Schutzausrüstung!</h3>
<p>Egal ob ihr Ausbildung mit eurer Ausrüstung betreibt oder einfach nur just-for-fun ein solches Spiel spielt. Tragt immer zu eurem eigenen Schutz die vollständige Schutzkleidung! Immerhin arbeitet ihr hier mit 700 bar Druck und mechanisch beweglichen Geräten. Die Geräte wissen nicht ob ihr gerade spielt oder ein Leben rettet, sie machen genau dass wofür sie gebaut wurden und zwar ohne Rücksicht ob da gerade eure ungeschützte Hand dazwischen steckt oder ihr keine Schutzbrille auf habt die den Splitter aufhält.</p>
<p>Und was sich in der Übung einbürgert das zeigt sich dann auch leider viel zu oft im wirklichen Einsatz. Mal ganz abgesehen davon dass sich die Geräte plötzlich ganz anders bedienen lassen wenn uns unsere PSA dabei einschränkt.</p>
<h3>Mein Fazit zum Thema</h3>
<p>Ich zitiere hier jetzt mal meinen Ausbilder-Kollegen und Freund Eric Rickenbach aus den USA: <em>&#8222;Jede Ausbildung ist gut, aber nicht jede Ausbildung ist eine gute Ausbildung!&#8220;</em></p>
<p>Spielen und Spaß haben ist sehr wichtig und motiviert! Wir sollten aber in unserer limitierten Ausbildungszeit die uns jährlich zur Verfügung steht möglichst Ziele verfolgen die uns auch wirklich weiter bringen und eine schnellere, sichere und effektivere Rettung für unsere Kunden ermöglicht. Daher definiert bitte im Vorfeld das jeweilige Übungsziel genau und richtet den Ablauf der Ausbildung darauf aus, dieses Ziel möglichst realistisch zu erreichen. Hier machen Kleinigkeiten schon einen großen Unterschied!</p>
<p>Eure Teilnehmer werden es euch danken wenn sie von Anfang an klar erkennen warum diese Übung gemacht wird und was sie ihnen für den späteren Einsatz bringt. Zeigt ihnen also nicht nur wie man es richtig macht, sondern auch warum und weshalb lieber mit &#8222;Plan A&#8220; statt &#8222;Plan B&#8220;. Es geht nicht um das Spielchen als solches, sondern warum und wie es gespielt wird. </p>
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		<title>Weicher und harter Patientenschutz richtig einsetzen</title>
		<link>http://www.technische-hilfeleistung.info/2016/08/25/weicher-und-harter-patientenschutz-richtig-einsetzen/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Aug 2016 13:13:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Patrick Allinger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Geräte und Hilfsmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps und Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Harter Patientenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Unfallrettung]]></category>
		<category><![CDATA[weicher Patientenschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Um den Patienten während den Rettungsarbeiten optimal zu schützten sollte immer ein weicher und ein harter Patientenschutz zeitgleich eingesetzt werden. Nur zusammen bieten sie einen optimalen Schutz vor Stäuben, Splittern und abspringenden Teilen (während dem Arbeiten mit hydraulischen Rettungsgeräten) die zur Gefahr für Retter und Patient werden können. Dieser Artikel zeigt wie man beide korrekt [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Um den Patienten während den Rettungsarbeiten optimal zu schützten sollte immer ein weicher und ein harter Patientenschutz zeitgleich eingesetzt werden. Nur zusammen bieten sie einen optimalen Schutz vor Stäuben, Splittern und abspringenden Teilen (während dem Arbeiten mit hydraulischen Rettungsgeräten) die zur Gefahr für Retter und Patient werden können. Dieser Artikel zeigt wie man beide korrekt einsetzt und welche Materialien sich dafür eignen.</p>
<h3>Weicher Patientenschutz</h3>
<p>Beim weichen Patientenschutz handelt es sich normalerweise um eine dünne und damit flexible Folie die über den Patienten gelegt wird. Er soll vor Staub und kleineren Splittern schützen, die zwangsläufig bei allen Arbeiten am Fahrzeug auftreten und nicht in die Wunden und Atemwege gelangen sollen. Daher muss der weiche Patientenschutz so früh wie möglich über den Verletzten gelegt werden.</p>
<p>Ist er noch vollständig im Fahrzeug eingeschlossen und nicht direkt zu erreichen, so schlägt man das am weitesten entfernte Fenster von außen ein, um möglichst keine Glassplitter in Reichweite des Patienten zu bekommen, bevor der Schutz greift.</p>
<p><strong>Folgende Punkte sollten bei der Auswahl des weichen Patientenschutzes beachtet werden:</strong></p>
<ul>
<li>Die verwendete Folie sollte auf jeden Fall durchsichtig sein, so dass der Patient sehen kann was um ihn herum passiert und weiterhin Licht bekommt. Daher auf keinen Fall mit einer Decke abdecken!</li>
<li>Im Optimalfall sollte auch eine antistatische Folie verwendet werden, damit sie sich nicht hauteng auf den Körper legt, sondern genug Abstand lässt (sehr ungutes Gefühl und engt ein).</li>
<li>Sie sollte groß genug sein, dass sie den kompletten Patienten abdeckt und auch genug Platz für einen inneren Retter oder Rettungsdienstler lässt, der darunter mit dem Patienten arbeiten und spricht. Empfehlung: mindestens 1.200 x 1.800 Millimeter</li>
<li>Die Folie darf nicht sofort reißen wenn daran gezogen wird, sollte aber auch nicht zu schwer sein. Irgendwas zwischen 0,1 und 0,3 Millimeter Dicke ist ideal.</li>
</ul>
<p><img src="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_Glasmanagement_15-300x200.jpg" alt="FO_Glasmanagement_15" width="300" height="200" class="alignright size-medium wp-image-3677" srcset="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_Glasmanagement_15-300x200.jpg 300w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_Glasmanagement_15-768x512.jpg 768w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_Glasmanagement_15-600x400.jpg 600w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_Glasmanagement_15-75x50.jpg 75w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_Glasmanagement_15-570x380.jpg 570w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_Glasmanagement_15-80x53.jpg 80w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_Glasmanagement_15-602x401.jpg 602w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_Glasmanagement_15-180x120.jpg 180w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_Glasmanagement_15-50x33.jpg 50w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Verwendet man eine solche Folie und sie kommt zum Einsatz, dann ist sie anschließend auszusondern und durch eine neue Folie zu ersetzen. Auf keinen Fall mit all den haftenden Körperflüssigkeiten und Stäuben wieder einpacken und erneut verwenden! Es gibt aber auch hochwertigere weiche Patientenschutz-Systeme die sich waschen, desinfizieren und damit wiederholt verwenden lassen (z.B. <a href="https://www.weber-rescue-shop.com/shop/tools/193/pat-safe-patientenschutzdecke?sPartner=unfallrettung" target="_blank">PAT-SAFE</a> von Weber Rescue).</p>
<p><strong>Beispiele für Produkte</strong></p>
<div id="attachment_3756" style="width: 260px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.weber-rescue-shop.com/shop/tools/316/patientenschutzfolie-antistatisch?sPartner=unfallrettung"><img src="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Patientenschutzfolie_1-300x200.png" alt="" width="250" height="167" class="size-medium wp-image-3756" srcset="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Patientenschutzfolie_1-300x200.png 300w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Patientenschutzfolie_1-768x512.png 768w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Patientenschutzfolie_1-600x400.png 600w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Patientenschutzfolie_1-75x50.png 75w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Patientenschutzfolie_1-570x380.png 570w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Patientenschutzfolie_1-80x53.png 80w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Patientenschutzfolie_1-602x401.png 602w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Patientenschutzfolie_1-180x120.png 180w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Patientenschutzfolie_1-50x33.png 50w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Patientenschutzfolie_1.png 1280w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">Transparente, antistatische Einweg-Schutzfolie von WEBER RESCUE</p>
</div>
<div id="attachment_3757" style="width: 260px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.weber-rescue-shop.com/shop/tools/193/pat-safe-patientenschutzdecke?sPartner=unfallrettung"><img src="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/PAT-SAFE_1-300x200.png" alt="" width="250" height="167" class="size-medium wp-image-3757" srcset="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/PAT-SAFE_1-300x200.png 300w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/PAT-SAFE_1-768x512.png 768w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/PAT-SAFE_1-600x400.png 600w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/PAT-SAFE_1-75x50.png 75w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/PAT-SAFE_1-570x380.png 570w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/PAT-SAFE_1-80x53.png 80w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/PAT-SAFE_1-602x401.png 602w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/PAT-SAFE_1-180x120.png 180w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/PAT-SAFE_1-50x33.png 50w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/PAT-SAFE_1.png 1280w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a></p>
<p class="wp-caption-text">Wiederverwendbare Patientenschutzfolie PAT-SAFE von WEBER RESCUE</p>
</div>
<h3>Harter Patientenschutz</h3>
<p>Wie der Name schon sagt ist dieser Schutz deutlich härter und hält damit auch mit Kraft abspringende Bolzen, Schrauben und Karosserieteile auf, die den Patienten und die Rettungskräfte ernsthaft verletzen können. Daher ist dieser Splitterschutz nicht nur für den Patienten wichtig, sondern sollte immer direkt am arbeitenden Rettungsgerät angehalten werden (damit kann das Teil keinen Schwung aufnehmen und alle Flugrichtungen werden abgesichert).</p>
<p><img src="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Harter-Patientenschutz-300x200.jpg" alt="Harter-Patientenschutz" width="300" height="200" class="alignright size-medium wp-image-3671" srcset="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Harter-Patientenschutz-300x200.jpg 300w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Harter-Patientenschutz-768x512.jpg 768w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Harter-Patientenschutz-600x400.jpg 600w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Harter-Patientenschutz-75x50.jpg 75w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Harter-Patientenschutz-570x380.jpg 570w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Harter-Patientenschutz-80x53.jpg 80w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Harter-Patientenschutz-602x401.jpg 602w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Harter-Patientenschutz-180x120.jpg 180w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/Harter-Patientenschutz-50x33.jpg 50w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Der harte Patientenschutz kommt also nur zum Einsatz wenn aktiv am Fahrzeug gearbeitet wir, denn grade unter Spannung stehende Teil können beim Spreizen, Schneiden und Drücken enorme Kräfte entwickeln und davon fliegen. </p>
<p>Er schützt den Verletzten aber zusätzlich auch als eingeschobene Zwischenschicht, wenn mit den hydraulischen Geräten direkt in Körpernähe gearbeitet wird.</p>
<p><strong>Folgende Punkte sollten bei der Auswahl des harten Patientenschutzes beachtet werden:</strong></p>
<ul>
<li>Das verwendete Material sollte sehr stabil aber immer noch biegsam sein, damit es zwischen Patient und Gerät eingeschoben und um Komponenten herum gelegt werden kann. Optimal bewährt hat sich hier ein stärkeres Polyglas (wird in der Industrie auch für Lamellen-Tore ect. verwendet und kann so gegebenfalls günstig bezogen werden.</li>
<li>Denn dieses ist zusätzlich auch noch dursichtig. Damit kann man als Geräteführer erkennen was dahinter passiert und auch der Verletzte kann etwas sehen.</li>
<li>Die Größe sollte etwa 600 x 400 Millimeter betragen damit es das Rettungsgerät umschließen kann und auch einen Fensterrahmen beim Glasmanagement ausfüllt. </li>
<li>Für die Halterungen an denen der harte Patientenschutz gehalten und positioniert wird sollten nach Möglichkeit Schlaufen und keine Grifflöcher verwendet werden. Ansonsten sind die durchgesteckten Finger nicht geschützt.</li>
</ul>
<p>Ist gerade nichts anderes greifbar kann zum Beispiel auch eine Fußmatte aus dem Unfall-Fahrzeug, oder eine Kantenschutzdecke verwendet werden.</p>
<h3>Weitere Schutzmaßnahmen</h3>
<p><img src="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_PAT-SAFE_1-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" class="alignright size-medium wp-image-3683" srcset="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_PAT-SAFE_1-300x201.jpg 300w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_PAT-SAFE_1-768x514.jpg 768w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_PAT-SAFE_1-600x402.jpg 600w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_PAT-SAFE_1-75x50.jpg 75w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_PAT-SAFE_1-570x380.jpg 570w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_PAT-SAFE_1-80x53.jpg 80w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_PAT-SAFE_1-602x403.jpg 602w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_PAT-SAFE_1-180x120.jpg 180w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2016/08/FO_PAT-SAFE_1-50x33.jpg 50w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Daneben sollten selbstverständlich alle scharfen Kanten mit Schutzdecken abgedeckt, sowie lose Teile entsprechend mit Leinen oder einem Rope-Ratchet gesichert werden. Damit können schon viele herumfliegende Teile frühzeitig aufgefangen werden. </p>
<p>Um den Patientenschutz noch weiter zu erhöhen kann der Patient auch mit einer Glasstaub-Schutzmaske, Schutzbrille, Lärmschutz und einem Helm ausgestattet werden. Alles aber bitte immer nur in Absprache mit dem Arzt und falls möglich mit dem Patienten selbst! Ein Forsthelm ist hier eine gute Lösung: Leicht, Drahtgittervisier und Gehörschutz in einem und zusätzlich nicht durch eine Einsatzkraft belegt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gesichtsschutz und Augenschutz bei der Unfallrettung</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Dec 2014 13:47:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Patrick Allinger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Augenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Gesichtsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzbrille]]></category>
		<category><![CDATA[Unfallrettung]]></category>
		<category><![CDATA[UVV]]></category>
		<category><![CDATA[Visier]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der fast allen Aufgaben der technischen Hilfeleistung, aber vor allem bei der Unfallrettung treten akute mechanische Gefährdungen für unser Augen und das Gesicht auf. Daher muss entsprechend durch eine zusätzliche Schutzkleidung (in Form von Visieren und Schutzbrillen) gegen diese Gefahr geschützt werden. Da aber gerade der Augenschutz immer noch sehr stiefmütterlich behandelt wird und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der fast allen Aufgaben der technischen Hilfeleistung, aber vor allem bei der Unfallrettung treten akute mechanische Gefährdungen für unser Augen und das Gesicht auf. Daher muss entsprechend durch eine zusätzliche Schutzkleidung (in Form von Visieren und Schutzbrillen) gegen diese Gefahr geschützt werden. Da aber gerade der Augenschutz immer noch sehr stiefmütterlich behandelt wird und auch sonst einige Verwirrungen existieren hier eine ausführliche Aufarbeitung des Themas.</p>
<h3>Vorschriften und Richtlinien</h3>
<p>Da der gesunde Menschenverstand scheinbar oftmals nicht ausreicht um sich entsprechend auszurüsten erstmal ein Blick in die vorhandenen Vorschriften und Richtlinien damit auch alles Hand und Fuß hat. Angefangen bei der Feuerwehr-Dienstvorschrift 1 (FwDV 1) <em>&#8222;Grundtätigkeiten &#8211; Lösch- und Hilfeleistungseinsatz&#8220;</em> in der auch die zu tragende Schutzausrüstung aufgeführt wird. Unter anderem tauchen dort unter dem Punkt <a href="http://www.idf.nrw.de/service/downloads/pdf/fwdv1_stand_sept06.pdf" target="_blank"><em>2.1.2 Ergänzungen für den Hilfeleistungseinsatz</em></a> der Gesichtsschutz und die Schutzbrille (Augenschutz) auf, die &#8222;entsprechend den Erfordernissen zusätzlich zu tragen sind&#8220;. Abweichungen sind entsprechend der &#8222;UVV Feuerwehren&#8220; auf Befehl des Einheitsführers möglich.</p>
<p>Also schauen wir uns auch die <a href="www.fuk.de/pdf-dl.php?id=114&#038;type=1">Unfallverhütungsvorschriften</a> (PDF-Download) etwas genauer an. Hier heißt es im <em>§12 Persönliche Schutzausrüstung</em> im Absatz 2:</p>
<blockquote><p>Bei besonderen Gefahren <strong>müssen</strong> spezielle persönliche Schutzausrüstungen vorhanden sein, die in Art und Anzahl auf die Gefahren abgestimmt sind. [&#8230;] Spezielle persönliche Schutzausrüstungen sind insbesondere z.B.: Augen- und Gesichtsschutz (vgl. GUV-Regel &#8222;Benutzung von Augen- und Gesichsschutz; GUV-R 192) </p></blockquote>
<div id="attachment_3624" style="width: 330px" class="wp-caption alignright"><img src="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Schutzbrille-Visier-300x203.jpg" alt="Die wohl gängigsten Mittel sind die Gestellschutzbrille und das Vollvisier aus Kunststoff." width="300" height="203" class="size-medium wp-image-3624" srcset="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Schutzbrille-Visier-300x203.jpg 300w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Schutzbrille-Visier-75x50.jpg 75w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Schutzbrille-Visier-80x53.jpg 80w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Schutzbrille-Visier-180x121.jpg 180w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Schutzbrille-Visier-50x33.jpg 50w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Schutzbrille-Visier.jpg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p class="wp-caption-text">Die wohl gängigsten Mittel sind die Gestellschutzbrille und das Vollvisier aus Kunststoff.</p>
</div>
<p>Da letztere Regel vor allem den Aufbau der verschiedenen Schutzmöglichkeiten und die notwendigen Schutzstufen beschreibt, gehen ich hier nicht mehr näher drauf ein. Wichtig ist nur das der Augenschutz gegen mechanische Risiken entweder durch eine Gestellbrille (Arbeitsschutzbrille) oder einer Korbbrille (ähnlich einer Skibrille) erfüllt werden kann.</p>
<p>Wer legt nun aber fest was diese &#8222;besonderen Gefahren&#8220; und &#8222;entsprechende Erfordernisse&#8220; sind, die einen Augen- oder Gesichtsschutz notwendig machen? Zum einen wird der Gesichtsschutz sowohl in der FwDV 1 als auch in der UVV Feuerwehren für die Verwendung von hydraulischen Rettungsgeräten explizit gefordert, der Augenschutz allerdings wird nicht im Einzelnen erwähnt. Daher gibt es 2 Möglichkeiten: Entweder wird durch eine eigene Gefährdungsanalyse in der Feuerwehr untersucht und festgelegt ob ein Augenschutz notwendig wird, oder einfacher (und sicherer!), man hält sich an die Angaben und Forderungen der Hersteller der eingesetzten Geräte.</p>
<p>Hierzu als Beispiel der Auszug aus der <a href="http://www.weber-rescue.com/download/betriebsanleitung/de/Hydraulisch/BA_Schneidgeraete_DE.pdf" target="_blank">Betriebsanleitung</a> von Weber Rescue:</p>
<blockquote><p>Beim Umgang mit hydraulischen Rettungsgeräten ist das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) unbedingt erforderlich, um eine Gefährdung für das Bedienpersonal zu minimieren. Bei allen Arbeiten ist grundsätzlich folgende Schutzkleidung zu tragen: [&#8230;]</p>
<p>Helm mit Gesichtsschutz<br />
Zum Schutz vor herumfliegenden oder herabfallenden Teilen und Glassplittern muss ein Helm mit Gesichtsschutz getragen werden</p>
<p>Schutzbrille<br />
Zusätzlich zum Gesichtsschutz muss eine Schutzbrille getragen werden, um die Augen vor Splittern zu schützen.</p></blockquote>
<p>Aber auch bei der Verwendung von anderen Geräten wird das Tragen von Schutzbrillen und Gesichtsschutz vorgeschrieben. Darunter fallen unter anderem zum Beispiel die Säbelsäge, Hebekissen, Motorsägen, &#8230;</p>
<h3>Die Schutzbrille in der Praxis</h3>
<div id="attachment_3626" style="width: 330px" class="wp-caption alignright"><img src="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Abstand-Visier_Gesichtsschutz-300x201.jpg" alt="Visiere liegen in den seltensten Fällen direkt am Gesicht an, wodurch Splitter von unten hinter das Visier gelangen können." width="300" height="201" class="size-medium wp-image-3626" srcset="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Abstand-Visier_Gesichtsschutz-300x201.jpg 300w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Abstand-Visier_Gesichtsschutz-600x402.jpg 600w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Abstand-Visier_Gesichtsschutz-75x50.jpg 75w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Abstand-Visier_Gesichtsschutz-570x380.jpg 570w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Abstand-Visier_Gesichtsschutz-80x53.jpg 80w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Abstand-Visier_Gesichtsschutz-602x403.jpg 602w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Abstand-Visier_Gesichtsschutz-180x120.jpg 180w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Abstand-Visier_Gesichtsschutz-50x33.jpg 50w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/12/Abstand-Visier_Gesichtsschutz.jpg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p class="wp-caption-text">Visiere liegen in den seltensten Fällen direkt am Gesicht an, wodurch Splitter von unten hinter das Visier gelangen können.</p>
</div>
<p>Die Bediener der Geräte müssen also zusätzlich zum Visier auch eine Schutzbrille tragen. Aber warum reicht das Visier hier nicht aus, schließlich sind doch dahinter auch die Augen geschützt? Das ist soweit zwar richtig, allerdings schützen Visiere nur das Gesicht und sind in aller Regel nicht als Augenschutz zugelassen (es gibt aber auch Visierformen, gerade bei integrierten Visieren, die auch als Schutzbrille geprüft sind; Stichwort: EN 166). Das hängt damit zusammen, dass Splitter nicht nur von vorne kommen, sondern gerade bei der Unfallrettung auch sehr gerne von unten (aus dem Türrahmen ect.). Diese können dann unter das Visier gelangen und von dort abprallen und somit die Augen gefährden.</p>
<p>Das Ganze hat aber auch noch einen anderen Grund, aus dem ich persönlich eine Schutzbrille für ALLE Einsatzkräfte befürworte. Splitter können sehr weit fliegen! Und jeder kennt es sicher von sich selbst. Sobald man nicht mehr direkt am Fahrzeug arbeitet wird das Visier sofort hochgeklappt, damit es nicht beschlägt, man sich besser verständigen kann, die Sicht nicht eingeschränkt ist oder es einfach zu warm ist. Damit ist dann aber auch der Augenschutz komplett weg!</p>
<p>Eine Schutzbrille dagegen stört und beschlägt nicht und kann daher die ganze Zeit ohne Probleme und Einschränkungen getragen werden. Damit hat man dann zumindest einen Augenschutz, denn von unseren Augen haben wir ja bekanntlich nur 2 und die lassen sich extrem schwer ersetzen.</p>
<h3>Fazit und mögliche Kombinationsmöglichkeiten</h3>
<p>Eine Kombination aus Augenschutz und Gesichtsschutz ist also nicht nur vorgeschrieben, sondern macht auch aus den praktischen Gesichtspunkten absolut Sinn! Wie dieser aber tatsächlich umgesetzt wird, dafür gibt es viele Möglichkeiten. Folgende Kombinationen sind dabei denkbar:</p>
<ul>
<li>Gestellschutzbrille + Vollvisier</li>
<li>Gestellschutzbrille + Drahtgittervisier</li>
<li>Korbschutzbrille + Vollvisier</li>
<li>Korbschutzbrille + Drahtgittervisier</li>
<li>Kombination aus im Helm integriertem Gesichtsvisier + Augenvisier</li>
<li>Vollvisiere (integriert) die auch als Schutzbrille zertifiziert sind (EN 166)</li>
</ul>
<p>Drahtgittervisiere oder Korbschutzbrillen (Skibrillen) jeweils alleine reichen nicht aus, auch wenn sie oftmals gerade an TH-Helmen anzutreffen sind!</p>
<p>Daher nochmal meine Bitte in eurem eigenen Wohle: Zusätzliche Schutzbrillen kosten nicht die Welt und sind in einer einzigen Einheitsgröße erhältlich. Daher ist es völlig unproblematisch diese auch für ALLE Einsatzkräfte vorzuhalten, egal wo an der Einsatzstelle diese eingesetzt werden. Und bitte dabei auch den Patienten nicht vergessen der ebenso geschützt gehört.</p>
<p>Zum Abschluss noch ein kleiner Hinweis: Stark getönte und verspiegelte Brillen sind für Übungen okay, im Einsatz sollte auf diese aber unbedingt verzichtet und zu klaren Schutzbrillen und Visieren gegriffen werden, damit die Patienten eure Augen sehen können (Vertrauen) und nicht unbedingt ihren eigenen Zustand gespiegelt in eurem Visier zu Gesicht bekommen.</p>
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		<title>Rettungstechnik – „Roof Sectioning“</title>
		<link>http://www.technische-hilfeleistung.info/2014/11/13/rettungstechnik-roof-sectioning/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2014 16:37:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Patrick Allinger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rettungstechniken]]></category>
		<category><![CDATA[Anleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Dachöffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Roof Sectioning]]></category>
		<category><![CDATA[Unfallrettung]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch beim sogenannten &#8222;Roof Sectioning&#8220; das man recht gut mit &#8222;teilweiser Dachöffnung&#8220; ins Deutsche übersetzen kann, geht es darum eine große Rettungsöffnung zu schaffen, aber möglichst wenig Zeit mit dem Durchtrennen von gehärteten Materialien zu verlieren. Darum wird das Dach nicht komplett abgenommen, sondern nur über dem Patienten zur Seite geklappt. Der dabei enstehende Platz [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auch beim sogenannten <strong>&#8222;Roof Sectioning&#8220;</strong> das man recht gut mit &#8222;teilweiser Dachöffnung&#8220; ins Deutsche übersetzen kann, geht es darum eine große Rettungsöffnung zu schaffen, aber möglichst wenig Zeit mit dem Durchtrennen von gehärteten Materialien zu verlieren. Darum wird das Dach nicht komplett abgenommen, sondern nur über dem Patienten zur Seite geklappt. Der dabei enstehende Platz reicht für eine achsengerechte Rettung ohne Probleme aus!</p>
<h3>Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Roof Sectioning</h3>
<p>Natürlich kann man diese Methode in vielen unterschiedlichen Versionen und Ausprägungsgraden anwenden, je nachdem wie stark und an welchen Stellen das Unfallfahrzeug verformt, und wo der Patient darin eingeklemmt ist. In diesem Beispiel gehen wir von einem Patienten auf dem Beifahrersitz aus, da es sich um einen Dreitürer handelt fällt die <a href="http://www.technische-hilfeleistung.info/2013/06/17/rettungstechnik-grose-seitenoffnung/">große Seitenöffnung</a> weg (und man hat sich warum auch immer gegen die 3-Tür zur Vergrößerung der Öffnung entschieden).</p>
<p>Nun wird versucht mit wenigst möglichen Schnitten in gehärteten Komponenten wie den Säulen eine möglichst große Öffnung zu schaffen. Dies mag im ersten Moment sehr gekünstelt aussehen, erfüllt aber tatsächlich seinen Zweck. Statt 6 Schnitten in den Säulen (die bei neuen Fahrzeugen schon einmal 3-4 Minuten pro Schnitt in Anspruch nehmen können) muss hierbei nur zweimal in den Säulen geschnitten werden, der Rest erfolgt in &#8222;weichem&#8220; Material.</p>
<p><img src="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/11/Rettungstechnik-Roof-Sectioning-Anleitung.jpg" alt="Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Rettungstechnik &quot;Roof Sectioning&quot;" width="600" height="485" class="alignleft size-full wp-image-3603" srcset="http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/11/Rettungstechnik-Roof-Sectioning-Anleitung.jpg 600w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/11/Rettungstechnik-Roof-Sectioning-Anleitung-300x242.jpg 300w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/11/Rettungstechnik-Roof-Sectioning-Anleitung-180x145.jpg 180w, http://www.technische-hilfeleistung.info/wp-content/uploads/2014/11/Rettungstechnik-Roof-Sectioning-Anleitung-50x40.jpg 50w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p><strong>Die folgenden Schritte sind dafür notwendig:</strong></p>
<ol>
<li>Innenraum erkunden und die Schnittstellen entsprechend markieren. Dabei ist zum einen darauf zu achten, dass möglichst weit unten an der A und B-Säule angesetzt wird (dann muss nicht doppelt geschnitten werden) und das hinter der Verkleidung des Fahrzeuges kein Airbag-Generator oder die Gurthöhenverstellung sitzt. Damit das Dach auch anschließend geklappt werden kann sind 2 Entlastungsschnitte notwendig, die auch gleichzeitig die Größe er Öffnung beschreiben.</li>
<li>Wenn nötig die Frontscheibe zwischen dem Schnitt an der A-Säule und dem vorderen Entlastungsschnitt durchtrennen. Hierfür muss nicht unbedingt wie hier abgebildet eine Säbelsäge (erzeugt sehr viel feinen Glasstaub) verwendet werden. Durch den Einschnitt an der A-Säule in die Frontscheibe kann auch sehr gut das Halligan-Tool angesetzt werden. Bricht man die Scheibe damit auf entstehen nur große (nicht lungengängige) Splitter. Mehr dazu hier im Artikel zum <a href="http://www.technische-hilfeleistung.info/2012/04/17/glasmanagement-teil-1-der-richtige-umgang-mit-verbundglasscheiben/">Glasmanagement bei VSG</a>.</li>
<li>Anschließend wird an den zuvor angezeichneten Stellen geschnitten. Nach Möglichkeit zuerst die Säulen und anschließend die Entlastungsschnitt im Dach, damit ist mehr Stabilität zum Schneiden der verstärkten Säulen vorhanden und sie wandern deutlich weniger in Richtung der Patienten. Je tiefer die Entlastungsschnitte ins Dach hinein ragen, desto leichter kann das Dach umgeklappt werden.</li>
<li>Dach unter zu Hilfenahme eines Seils, Spanngurtes oder Rope-Rachet zur Seite ziehen und entsprechend fixieren. Ist das Dach zusätzlich verstärkt sodass es sich nicht mit reiner Muskelkraft bewegen lässt kann man natürlich als Hilfe auch noch einen Rettungszylinder einsetzen. Anschließend auf jeden Fall alle scharfen Kanten abdecken, damit der Patient bei der Rettung aus dem Fahrzeug (aber auch die Mannschaft) nicht verletzt wird!</li>
</ol>
<h3>Fazit</h3>
<p>Diese Rettungstechnik ist sicher nicht die gebräuchlichste da man oftmals deutlich mehr mache will oder an so einen &#8222;komplizierten&#8220; Weg gar nicht erst denkt. Man sollte sie aber trotzdem auf jeden Fall mit in einer Schublade liegen haben. Spätestens wenn ein zweites Fahrzeug auf dem Dach liegt, es sich um einen Unterfahrunfall handelt oder anderweitig nur ein Teil des Daches zugänglich ist, kann man mit dieser Methode sehr viel Zeit sparen.</p>
<p>Außerdem kann man das Roof Sectioning auch alleine mit der Säbelsäge sehr gut bewerkstelligen. Damit kann es auch eine schnelle Lösung ohne hydraulischen Rettungssatz sein. Natürlich nimmt man den Lärm und die Erschütterungen in Kauf.</p>
<p><strong>Wer hat diese Technik schon einmal angewendet oder beübt? Habt ihr weitere Bilder von verschiedenen Versionen des Roof Sectioning?</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Retten vs. Bergen – Werden wirklich nur Tote geborgen?</title>
		<link>http://www.technische-hilfeleistung.info/2014/09/03/retten-vs-bergen-werden-wirklich-nur-tote-geborgen/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2014 12:50:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Patrick Allinger]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fachbegriffe]]></category>
		<category><![CDATA[Begriffsdefinition]]></category>
		<category><![CDATA[bergen]]></category>
		<category><![CDATA[Bergung]]></category>
		<category><![CDATA[retten]]></category>
		<category><![CDATA[Rettung]]></category>
		<category><![CDATA[SKK]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute möchte/muss ich mich einem Thema widmen, dass mich immer wieder mal aufregt. Es geht dabei um die fachlichen Unterschiede zwischen den beiden &#8222;Fachbegriffen&#8220; retten und bergen, die nach Ansicht vieler Kameraden ständig von der Presse falsch verwendet werden. Aber ist da wirklich so? Die Presse schreibt immer wieder, vor allem im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute möchte/muss ich mich einem Thema widmen, dass mich immer wieder mal aufregt. Es geht dabei um die fachlichen Unterschiede zwischen den beiden &#8222;Fachbegriffen&#8220; <strong>retten</strong> und <strong>bergen</strong>, die nach Ansicht vieler Kameraden ständig von der Presse falsch verwendet werden. </p>
<p><strong>Aber ist da wirklich so?</strong></p>
<p>Die Presse schreibt immer wieder, vor allem im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen (und da haben wir auch den kleinen Bezug zu meinem Hauptthema), dass &#8222;der Verletzte von der Feuerwehr aus dem Unfallfahrzeug geborgen wurde&#8220;. Darauf wird von Kameraden der Hilfsorganisationen häufig mit heftiger Kritik gekontert und den Journalisten schlampige und vor allem die Tatsachen verfälschende Arbeit vorgeworfen. Denn es herrscht die Meinung: Lebende werden gerettet und nur Tote geborgen! Dabei ist diese Kritik in den meisten Fällen überhaupt nicht berechtigt, wenn man sich die geltenden Definitionen zu beiden Begriffen einmal genauer anschaut.</p>
<h3>Definition von &#8222;retten&#8220;</h3>
<p>Bei der Definition des Begriffes &#8222;retten&#8220; sollte eigentlich eine einstimmige Meinung herrschen, daher erwähne ich diese nur kurz, gehe aber noch nicht näher darauf ein:</p>
<blockquote><p>Retten bedeutet das Abwenden eines lebensbedrohlichen Zustandes durch lebensrettende Maßnahmen und/oder durch Befreien aus einer lebensbedrohlichen Zwangslage (DIN 13050:2002-09).</p></blockquote>
<p>Wichtig ist hier also das Abwenden eines lebensbedrohlichen Zustandes durch medizinische Maßnahmen, aber auch durch das Befreien aus eine Zwangslage, die für sich alleine eine Bedrohung für das Leben darstellt (z.B. Befreiung aus einem brennenden Gebäude oder die Beseitigung einer Einklemmung an der Brust, die die Atmung unmöglich macht).</p>
<h3>Definition von &#8222;bergen&#8220;</h3>
<p>Da vor allem die Definition und Bedeutung von <strong>&#8222;bergen&#8220;</strong> das Problem darstellt, werde ich dies nun folgend etwas genauer beleuchten und dafür gleich mehrere Quellen anführen:</p>
<h4>Die Definition und Herkunft von &#8222;bergen&#8220; nach dem Duden</h4>
<p>Wenn es um die genaue Bedeutung von deutschen Wörtern geht ist der Duden eine der ersten Anlaufstellen für eine genauere Betrachtung. Allerdings findet sich bei der <a href="http://www.duden.de/rechtschreibung/bergen">Suche nach dem Verb &#8222;bergen&#8220;</a> kein einziger Hinweis darauf, dass dieses Wort sich auf Tote bezieht.</p>
<p>Stattdessen ist die Rede von &#8222;retten, in Sicherheit bringen&#8220; und &#8222;verbergen, verstecken, verhüllen&#8220; bzw. &#8222;schützend verbergen&#8220;. Betrachtet man sich die Herkunft des Wortes etwas genauer, wird auch klar warum. Bergen stammt vom mittelhochdeutschen &#8222;bergen&#8220; bzw. vom althochdeutsch &#8222;bergan&#8220; was wahrscheinlich ursprünglich &#8222;auf einer Fluchtburg unterbringen&#8220; bedeutet hat. Dies deutet also darauf hin, dass lebende! Personen in Sicherheit gebracht werden, aber es ist keineswegs die Rede von Tod und/oder Leichen.</p>
<h4>Die Gesellschaft für deutscher Sprache über &#8222;retten&#8220; und &#8222;bergen&#8220;</h4>
<p>Auch die <a href="http://www.gfds.de/sprachberatung/fragen-und-antworten/uebersichtsseite/retten-vs-bergen/">Gesellschaft für deutscher Sprache</a> hat sich dieser Problematik angenommen und ergründet den Unterschied der beiden Begriffe genau. Für alle die es genau nachlesen wollen habe ich die entsprechende Seite oben verlinkt. Wichtig sind mir hier aber nur die Kernaussagen:</p>
<blockquote><p>Die Wörter retten und bergen werden im Bezug auf Rettungs- bzw. Bergungsaktionen bei Verschütteten oft synonym verwendet und in manchen Kontexten ist diese Verwendung auch korrekt, dennoch sind die beiden Verben nicht gleichbedeutend.</p></blockquote>
<p>&#8222;Bergen&#8220; ist also keineswegs gleichbedeutend mit &#8222;retten&#8220; allerdings können beide Begriffe, abhängig von der Situation auf die sie angewendet werden, für die gleichen Tätigkeiten verwendet werden.</p>
<blockquote><p>So ist der Unterschied zwischen retten und bergen im Bezug auf die Befreiung von Verschütteten in erster Linie der, dass sowohl Tote als auch Lebendige geborgen werden können, allerdings kein bereits Verstorbener gerettet werden kann.</p></blockquote>
<p>Ein Beispiel für eine synonyme Verwendung ist also die Befreiung von Verschütteten. Hier werden sowohl lebende als auch tote Menschen geborgen. Allerdings kann kein Toter gerettet werden, was damit schon impliziert, dass &#8222;retten&#8220; mit der Abwendung des Totes zu tun hat (dazu aber später noch mehr).</p>
<h4>Sprachgebrauch durch die Feuerwehrdienstvorschrift 2</h4>
<p>Aus der <a href="http://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/FIS/DownloadsRechtundVorschriften/Volltext_Fw_Dv/FwDV%202.pdf?__blob=publicationFile">Feuerwehrdienstvorschrift 2</a> geht die eigentliche Verwirrung in diesem Fall aus. Trotzdem ist es wichtig diese hier noch einmal zu erwähnen, um die Bedeutung der letzten und entscheidenden Quelle zu verdeutlichen. In dieser FwDV wird explizit zwischen der „Rettung“ von Lebewesen und „Bergung“ von Gegenständen bzw. Toten unterschieden. Dies beruht auf dem Abschnitt &#8222;Teil I Rahmenrichtlinien&#8220; mit der Formulierung &#8222;Bergung von Sachen&#8220; und der &#8222;Rettung als Tätigkeit zur Befreiung von Personen aus lebensbedrohlichen Zwangslagen und In-Sicherheit-Bringen von Personen&#8220; aus Abschnitt &#8222;2.2.1 Truppmannausbildung Teil I&#8220;. Eine Begriffsdefinition findet jedoch nicht statt. Aus diesem Grund müssen wir noch eine Ebene höher gehen, um eine verbindliche und genaue Definition für den Feuerwehrbereich zu erhalten.</p>
<h4>Wörterbuch für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe</h4>
<p>Zum Schluss kommen wir zur wichtigsten Quelle aus der wir die genaue Bedeutung der beiden Begriffe ableiten können. Das <a href="http://www.kreis-stormarn.de/kreis/fachbereiche/ordnung/zivkatschutz/files/WoerterbuchBevoelkerungsschutzKatastrophenhilfeSKK.pdf">Wörterbuch für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe</a> der Ständigen Konferenz für Katastrophenvorsorge und Katastrophenschutz (SKK), aus dem übrigens auch die obige Definition von &#8222;retten&#8220; stammt. Diese Definitionen sind auch für die Feuerwehr entscheidend, da die Feuerwehr ein ständiges Mitglied der SKK ist und damit diese festgesetzten Vorgaben gelten, wenn nichts separat in den Feuerwehr-Dienstvorschriften vermerkt ist.</p>
<blockquote><p><strong>Bergung</strong><br />
umfasst Maßnahmen zur Befreiung von Menschen oder Tieren, die durch äußere Einwirkungen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind.</p></blockquote>
<p>Diese Definition schließt die Anwendung auf Tote nicht aus, begrenzt den Begriff aber auch nicht rein auf diesen Fall. &#8222;Bergen&#8220; kann also auch für lebende Personen verwendet werden, die aus einer Zwangslage befreit werden, aus der sie nicht alleine heraus kommen. Also z.B. eine Einklemmung in einem Unfallfahrzeug, oder die Verschüttung in einem Gebäude/Schacht oder der Gleichen. </p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Es ist also weder in der deutschen Sprache, noch in den geltenden Definitionen der Hilfsorganisationen die Rede davon, dass der Begriff &#8222;bergen&#8220; oder &#8222;Bergung&#8220; nur in Zusammenhang mit Toten verwendet werden darf, ganz im Gegenteil! Für viele Bereiche unserer Arbeit können sie sogar synonym verwendet werden.</p>
<p><strong>Um hier noch einmal speziell auf die Unfallrettung ein zu gehen:</strong></p>
<p>Die hauptsächliche Arbeit der Feuerwehr bei einem Verkehrsunfall ist das Befreien der Person aus dem Fahrzeug. Bei dieser Tätigkeit kann viel mehr von einer Bergung (Befreiung von Menschen, die durch äußere Einwirkungen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind) als von einer Rettung (Abwenden eines lebensbedrohlichen Zustandes durch lebensrettende Maßnahmen und/oder durch Befreien aus einer lebensbedrohlichen Zwangslage) gesprochen werden. Denn durch die eigentliche Entklemmung wird in den meisten Fällen kein lebensbedrohlicher Zustand abgewendet. Das eigentlich lebensbedrohende sind die Verletzungen, die nur innerhalb des Fahrzeuges nicht hinreichend versorgt werden können. Die eigentliche Abwendung dieser Verletzungen (das Retten) geschieht erst nach der Befreiung aus dem Fahrzeug. </p>
<p>Das ist auch der Grund warum die hydraulischen Rettungsgeräte früher als &#8222;Bergesatz&#8220; (übrigens heute z.B. in Österreich immer noch) bekannt waren. Nicht weil damit nur Tote aus den Fahrzeugen geschnitten wurden, sondern weil hiermit lediglich die Einschränkung der Bewegungsfreiheit abgewendet wird.</p>
<p>Es ist also durchaus legitim bei einem Verkehrsunfall von &#8222;bergen der Verletzten&#8220; zu reden und zu schreiben. In den meisten Fällen läuft beides parallel ab, wobei die Formulierung &#8222;wurde von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug geborgen&#8220; tatsächlich fachlich völlig korrekt ist. Es kommt also immer darauf an von welcher genauen Handlung gesprochen wird.</p>
<p>Also bitte spart euch, mir und den Journalisten in diesen Fällen wertvolle Nerven und hört auf diese Verwendung der Begriffe zu verbessern. Viel wichtiger wäre es der Bevölkerung den Unterschied begründet zu erklären, damit auch der alltägliche Sprachgebrauch korrigiert wird. Dann können wir uns alle das Verbesserung und Kritisieren der Artikel sparen und uns wieder wichtigeren Dingen widmen, von denen es mehr als genug gibt. Danke!</p>
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