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<?xml-stylesheet type="text/xsl" media="screen" href="/~d/styles/rss2full.xsl"?><?xml-stylesheet type="text/css" media="screen" href="http://feeds.feedburner.com/~d/styles/itemcontent.css"?><rss xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" xmlns:feedburner="http://rssnamespace.org/feedburner/ext/1.0" version="2.0"> <channel><title>the-gaffer.de » Filmanalyse Kritiken Trailer Filmwissenschaft</title> <link>http://www.the-gaffer.de</link> <description>"it is a film. everything is constructed. still it hurts."</description> <lastBuildDate>Wed, 16 May 2012 16:47:57 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=</generator> <atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" type="application/rss+xml" href="http://feeds.feedburner.com/the-gaffer/ttui" /><feedburner:info uri="the-gaffer/ttui" /><atom10:link xmlns:atom10="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/" /><item><title>Neuer Trailer für Soi Cheangs Motorway</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/the-gaffer/ttui/~3/wEZHBsydvkQ/</link> <comments>http://www.the-gaffer.de/blog/2012/05/16/neuer-trailer-fur-soi-cheangs-motorway/#comments</comments> <pubDate>Wed, 16 May 2012 16:38:24 +0000</pubDate> <dc:creator>jenny</dc:creator> <category><![CDATA[Asien]]></category> <category><![CDATA[Laufbilder]]></category> <guid isPermaLink="false">http://www.the-gaffer.de/?p=12617</guid> <description><![CDATA[<p
style="text-align: justify;">Schlank. Schön. Aufs Wesentliche reduziert. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Entwicklung Soi Cheang bzw. Cheang Pou-Soi bzw. Whatever allein seit Dog Bite Dog durchgemacht hat, ganz zu schweigen von seinen Anfängen. Erst die hypersensitive Selbstzerfleischung, dann die an Expressivität sich selbst überstürzende unglaublich abgefahrene Manga-Verfilmung Shamo, schließlich [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: justify;">Schlank. Schön. Aufs Wesentliche reduziert. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Entwicklung Soi Cheang bzw. Cheang Pou-Soi bzw. Whatever allein seit <strong>Dog Bite Dog</strong> durchgemacht hat, ganz zu schweigen von seinen Anfängen. Erst die hypersensitive Selbstzerfleischung, dann die an Expressivität sich selbst überstürzende unglaublich abgefahrene Manga-Verfilmung <strong>Shamo</strong>, schließlich die Coppola-Hommage meets Milkyway-Housestyle im Setzkastenformat namens<strong> Accident</strong> und nun <strong>Motorway</strong>, der in China mit Ausschnitten aus Andrew Laus <strong>Initial D</strong> beworben wird (of all things!). Im Sommer startet das Autorennen in Hongkong.</p><p
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href="http://www.the-gaffer.de/blog/2011/05/14/trailer-johnnie-tos-life-without-principle-soi-cheangs-motorway/" rel="bookmark" class="crp_title">Trailer: Johnnie Tos Life Without Principle &#038; Soi Cheangs Motorway</a></li><li><a
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style="text-align: center"></p><p
style="text-align: justify">Vom 9. bis zum 19. Februar fand einmal mehr die Berlinale statt. Manch einer mag sich noch daran erinnern. Manch einer war sogar da. Diese Berlinale war, zumindest aus meiner Sicht, äußerst erinnerungswert. Deshalb hier ein kleiner Rückblick auf länger Vergangenes. Ist ja schließlich auch [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: center"><img
style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px" src="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/recall_1_fertig2.jpg" alt="" width="499" height="111" /></p><p
style="text-align: justify">Vom 9. bis zum 19. Februar fand einmal mehr die Berlinale statt. Manch einer mag sich noch daran erinnern. Manch einer war sogar da. Diese Berlinale war, zumindest aus meiner Sicht, äußerst erinnerungswert. Deshalb hier ein kleiner Rückblick auf länger Vergangenes. Ist ja schließlich auch ein <em>recall</em>.</p><p
style="text-align: justify">Schon alleine die großartigen Menschen, denen ich begegnete, waren ein Erlebnis. Wie der Mann, auf den ich im Friedrichstadtpalast traf, als er in meinem Stuhl saß, nachdem ich vom Überreichen der Eintrittskarte an den Luzifus wiederkam und mich darauf hinwies, dass hier nicht Mallorca ist (Handtücher, Liegestühle und so fort). Oder der kleine Asiat, der sich im Cinemaxx an die Pinkelbecken stellte und sich ruhig und gelassen links und rechts umsah (vielleicht wollte er diesem einen Klischee auf den Grund gehen). Noch viele mehr wären erwähnenswert, da sie es sind, die dem ganzen ein Gesicht geben und ein Gefühl von Geborgenheit ausstrahlen. Aber diese beiden sollen für sie alle stehen. Vor allem waren es aber die Filme, die dieses Jahr so unberlinalerisch waren (vielleicht habe ich einfach nur gelernt, nicht mehr in die typischen Berlinale-Langweiler zu laufen) und damit jede Menge Highlights boten. So wurden alle Erwartungen unterlaufen und die 8 Tage meines Aufenthalts hielten größtenteils wunderbare Kinoerlebnisse bereit. 36 Filme und die Perlen überwiegen. Wer hätte es gedacht?</p><p
align="right"><strong>Die Köpfe des Janus</strong></p><p
style="text-align: justify"><strong>Kebun binatang</strong> (Postcards from the Zoo) von <strong>Edwin</strong> und <strong>Koi ni itaru yamai</strong> (The End of Puberty) von <strong>Kimura Shoko</strong> waren vielleicht die größten Ereignisse der Woche. Der eine war eine wunderschöne Perle, eine verhaltene Feier der Bilder und des Lebens, der andere eine physische und psychische Grenzerfahrung, die kaum auszuhalten war. Beide hatten aber eins gemeinsam, dass sie nämlich von ihren Widersprüchen lebten und gerade darin ihre Kraft entwickelten.</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://www.lazlokovacs.org/Bilder/postcards_from_the_zoo.jpg"><img
class="alignleft" src="http://www.lazlokovacs.org/Bilder/postcards_from_the_zoo.jpg" alt="" width="170" height="209" /></a><a
title="postcards from the zoo" href="http://www.imdb.com/title/tt2073058/">Postcards from the Zoo</a></strong> (RI/D/HK 2012)</p><p
style="text-align: justify">Ein Film mit einer makellosen Oberfläche, auf der ein Mädchen immer glücklich durch ihr Leben stapft. Durch ihr freudestrahlendes Leben im Zoo, in dem sie elternlos aufwächst. Die Bilder dazu sind schön, keimfrei, immer etwas Positives ausstrahlend, wie eben die Hauptdarstellerin. Und wer es durch diese Pastelle noch nicht mitbekommt, dass hier eine naiv-fröhliche Welt gezeigt wird, der erhält die passende naiv-fröhliche Musik dazu, die ruhig den passenden Zauber verbreitet. Doch unter dieser Oberfläche, kaum merkbar, lauern Abgründe, Einsamkeit, Trauer, Ausgrenzung, Verlorenheit. Und die größte Stärke von Edwin ist, dass er gerade in dem Moment, wenn die rosawolkige Glücksbärchiwelt der Oberfläche fast alles andere erstickt, einen Schnitt einbaut, der das Verborgene plötzlich offenbart, der so unfassbar ist, dass er fast schon unauffällig ist, der den Zuhälter mit misshandelter Prostituierten präsentiert, als ob wir immer noch in dieser Traumwelt sind. Hell erleuchtete Naivität und Düsternis in einem und nebeneinander, wie zwei verwachsene Köpfe. (Und am Ende gibt es noch den Beweis, dass <a
title="waldo" href="http://veryaware.com/wp-content/uploads/2011/11/Waldo.jpg"><strong>Where is Waldo?</strong></a><strong></strong> große Kunst war, ist und bleibt.)</p><p>&nbsp;</p><p
style="text-align: justify"><a
href="http://www.lazlokovacs.org/Bilder/end-of-puberty.jpg"><img
class="alignright" style="margin: 5px 10px" src="http://www.lazlokovacs.org/Bilder/end-of-puberty.jpg" alt="" width="170" height="253" /></a><strong><a
title="end of puberty" href="http://www.imdb.com/title/tt2258427/">The End of Puberty</a> (J 2012)</strong></p><p
style="text-align: justify">Hier ist alles ganz anders. Nichts mit Unaufdringlichkeit und Zauber. Nachdem ein Mädchen mit ihrem verklemmten Lehrer schläft, geht ihr größter Wunsch in Erfüllung und ihre Genitalien sind ausgetauscht. Doch der Traum einer heilen Welt, in der sie nicht mehr zu trennen sind, entwickelt sich zu einem Alptraum für alle Beteiligten, an dessen Ende furchtbarerweise jeder etwas lernt. Doch was zwischen Anfang und Ende passiert, ist eine dermaßen verkrampfte, hysterische Verzichtsorgie, dass es kaum auszuhalten ist. Niemand reagiert auf die neue Situation mit auch nur einem kleinen Stück Offenheit. Mit dem neuen Geschlecht ficken? Bloß nicht! Das wär ja nur eine aufregende, neue Erfahrung, die niemand sonst haben kann. Vielleicht auch die Lösung zur Rückverwandlung. Auf die Idee scheint niemand zu kommen. Es herrschen geradezu spastische Verhaltenskrämpfe wohin das Auge reicht. Da wird sich in Schränken versteckt, Kommunikation eingestellt, getrotzt und ignoriert. Sensible Gender- und Identitätsthemen werden durch den Kakao gezogen und von den Akteuren mit Unwillen und Unfähigkeit beantwortet. Die vorgetragene Lethargie ist unerträglich. Wer das ansehen kann, ohne dass sich dabei Gewaltphantasien (Schütteln, Schlagen) gegenüber den Beteiligten entwickeln, kann sich eines dicken Fells loben. Alle anderen bekommen eine Operation am offenen Herzen, denn irgendwann bleibt einem nur noch die Rettung in die Selbstreflexion und die naheliegenste Frage lautet: „Warum kann ich mir diese beschämenden Handlungen der Hauptdarsteller nicht passiv oder entspannt anschauen?“, und wenn diese Frage erst einmal im Raum steht, dann sitzt man wirklich in der Bredouille. Eine seltsame (Teenager-) (ich kann es in diesem Zusammenhang kaum aussprechen) Komödie, von der nur abzuraten ist, außer der Blick in den Spiegel hat leider lange nicht mehr geschockt.</p><p
align="right"><strong>Die glorreichen Sieben</strong></p><p
style="text-align: justify">Desweiteren gab es sieben Filme, welche eine Fest für die Augen waren. Filme voll Dreck, Glorie und Gefühl. (Die folgende Ausfreihung ist rein chronologisch nach Sichtungszeitpunkt geordnet und entspricht keiner Rangordnung.)</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img197.imageshack.us/img197/3512/dollhouseo.jpg"><img
class="alignleft" style="margin: 5px 10px" src="http://img197.imageshack.us/img197/3512/dollhouseo.jpg" alt="" width="100" height="144" /></a></strong><a
title="dollhouse" href="http://www.imdb.com/title/tt1930327/">Dollhouse</a> (IRL 2012)</p><p
style="text-align: justify"><strong>Kirsten Sheridan</strong>s Film ist vor allem eins: wild. Eine Gruppe Jugendlicher bricht in ein Haus ein, um dort etwas Spaß mit fremdem Eigentum zu haben. Folglich geht jede Menge kaputt, besonders nachdem sich herausstellt, dass es das Elternhaus einer der Beteiligten ist. Doch das Chaos der Zerstörungswut ist nichts gegen die ungehemmte Inszenierung und das ausgelassene Spiel mit prätentiösen Gesten und Wendungen, die dermaßen daneben sind, dass es einen höllischen Spaß macht. Kein Gedanke scheint an mögliche Kritikpunkte verschwendet. Es wird einfach nur rausgelassen. Nach <strong>Dollhouse</strong> fällt es vielleicht schwer, über das eben Gesehene klüger zu sein, doch das ist egal, weil … Klügersein uninteressant ist, wenn es um solch ein rätselhafte, tolldreisten Narretei geht.</p><p><strong><a
href="http://img401.imageshack.us/img401/97/barbaram.jpg"><img
class="alignleft" style="margin: 5px 10px" src="http://img401.imageshack.us/img401/97/barbaram.jpg" alt="" width="100" height="142" /></a><a
title="barbara" href="http://www.imdb.com/title/tt2178941/">Barbara</a> (D 2012)</strong></p><p
style="text-align: justify">Vor allem kann <strong>Christian Petzold</strong> zu der Entscheidung gratuliert werden, dass er nicht mehr digital filmen möchte. Satt und warm ist <strong>Barbara</strong> wie noch kein Film, den ich von ihm gesehen habe, und es steht im extrem gut. Neben der strengen Ruhe der Erzählung findet sich in den Bildern eine Teilnahme, die ab und zu etwas manierlich daherkommt (der bedrohlich wehende Wind in den Büschen und Bäumen an denen Barbara mit dem Fahrrad vorbei fährt, die Charakterisierung der Figuren über Bücher, dass fast etwas Godard durch den Film weht usf.), aber gerade dadurch eine menschliche Note bekommt, die zum Beispiel in „Wolfsburg“ völlig fehlte (und in der Klarheit der digitalen Bildern von „Jerichow“ fast übersehen werden konnte).</p><p><strong><a
href="http://img857.imageshack.us/img857/9368/bugisstreetredux.jpg"><img
class="alignleft" style="margin: 5px 10px" src="http://img857.imageshack.us/img857/9368/bugisstreetredux.jpg" alt="" width="100" height="147" /></a><a
title="bugis street" href="http://www.imdb.com/title/tt0111788/">Bugis Street Redux</a> (SGP/HK 1995/2011)</strong></p><p
style="text-align: justify">Die 16-jährige Lian (Hiep Thi Li) wird Rezeptionistin im Sin Sin Hotel, das von sich größtenteils prostituierenden Transsexuellen bewohnt wird. Bei der Berlinale kann sowas schnell in verstockten Toleranzbelehrungen enden. <strong>Yonfan</strong>s Film ist aber betörendes Coming-of-age, wie es Spaß macht: überladen, komplett schwülstig, hysterisch, und voller zarter Empfindsamkeit. Zudem gibt sich der <strong>Bugis Street Redux</strong> keine Mühe, seine Energie auf stilistische Konsistenz oder Strenge zu verschwenden. Was passieren muss, passiert einfach, so wie es gerade sein muss. Impressionistische Details, Doku-Elemente, alles kommt zu seiner Zeit, wenn es als eine gute Idee erscheint. Das Ergebnis ist Offenheit und Wärme, die sich ganz auf die Figuren konzentrieren.</p><p><strong><a
href="http://www.lazlokovacs.org/Bilder/anighttooyoung.jpg"><img
class="alignleft" style="margin: 5px 10px" src="http://www.lazlokovacs.org/Bilder/anighttooyoung.jpg" alt="" width="100" height="132" /></a><a
title="night too young" href="http://www.imdb.com/title/tt2199553/">Prílis mladá noc</a> (CZ/SLO 2012)</strong></p><p
style="text-align: justify">Auf Englisch: <strong>A Night to Young</strong>, hätte aber auch „Games Without Frontiers” heißen können, denn jeder spielt hier mit dem Übertreten von Grenzen … die einen mit den eigenen, die anderen mit denen der anderen. Niemand fühlt sich dabei wohl, aber vor den anderen zurückstecken, wäre zu demütigend. Da ist die junge Lehrerin Katerina, die von ihrem Freund David enttäuscht wurde und ihn zur Neujahrsfeier provozieren möchte, indem sie zwei 12-jährige Jungen zum nächtlichen Umtrunk einlädt. Beide sind selbst sauer, da sie Sylvester zu Hause bleiben mussten. David selbst ist mit der Beziehung nicht mehr glücklich und versucht Katerina an seinen Freund Stephan abzutreten. Alle fünf Beteiligten sind verletzt worden. Alle fünf reagieren mit Trotz und wollen jemanden verletzten und fordern sich heraus, ohne zu wissen was sie machen. Doch auch wenn der Abend und der Film immer an der Grenze zur Eskalation tanzt, bleibt er immer seiner ruhigen, melancholischen Art treu. <strong>A Night to Young </strong>scheut jeden Sensationalismus. Stattdessen wird der unaufgeregte Blick auf verletzte Seelen im Zwielicht einer nächtlichen Wohnung geboten.</p><p><strong><a
href="http://img580.imageshack.us/img580/8471/haywire.jpg"><img
class="alignleft" style="margin: 5px 10px" src="http://img580.imageshack.us/img580/8471/haywire.jpg" alt="" width="100" height="145" /></a><a
title="haywire" href="http://www.imdb.com/title/tt1506999/">Haywire</a> (USA 2011)</strong><strong></strong></p><p
style="text-align: justify">Der nächste Hit von <strong>Steven Soderbergh</strong>. Ich wurde mit ihm bisher nicht warm. Doch dann sah ich <strong>Contagion</strong>. Vielleicht hab ich nun einen Zugang zu seinem Werk gefunden, vielleicht sind es aber nur diese beiden, welche diesen faszinierenden Spagat schaffen, dass sie trotz der formal strengen Inszenierung nicht in Kälte verfallen. Da wo <strong>Contagion</strong> wie die mathematische, elliptische Untersuchung von menschlichem Verhalten war, da ist <strong>Haywire</strong> pure Form. Ein Actionfilm dessen Plot keine Besonderheiten bereit hält. Auftragskillerin Mallory Kane wird von ihren Auftraggebern verraten und gejagt, doch sie dreht den Spieß um. So abgelutscht die Geschichte, so spannend und lebendig die Form. Der Film selbst ist es, der atmet. Ruhig und elegant folgt er den Figuren, ohne dass diese an Leben gewinnen würden. Hauptdarstellerin <strong>Gina Garano</strong> spricht passenderweise wie ein Roboter. Doch wie es passiert, was im Grunde so leblos ist, ist atemberaubend (schön). Komplett entschlackt und auf das Wesentlichste reduziert zelebriert <strong>Haywire</strong> Bewegungen, Schnitte und Bilder und findet so eine eigene/eigenartige Form von Lebendigkeit.</p><p><strong><a
href="http://www.lazlokovacs.org/Bilder/Kino_to_shita_no_aida.jpg"><img
class="alignleft" style="margin: 5px 10px" src="http://www.lazlokovacs.org/Bilder/Kino_to_shita_no_aida.jpg" alt="" width="100" height="138" /></a><a
title="kino to ashita no aida" href="http://www.imdb.com/title/tt2229245/">Kino to shita no aida</a> (J 1954)</strong><strong></strong></p><p
style="text-align: justify">Nicht nur das die Berlinale dieses Jahr die Lebendigkeit gelernt hat, sie lehrt sie auch. Was letztes Jahr mit Minoru Shibuya angefangen wurde, setzt das Forum dieses Jahr mit <strong>Kawashima Yuzo</strong> fort. Die japanische Filmgeschichte vor der neuen Welle und vor allem das Gendaigeki (kontemporäre Dramen) scheint beherrscht durch Teutonen und gefühlsbetonte Autisten (formal strenge Regisseure, die wissen, was sie tun – Ozu, Mizoguchi, Naruse usf.). <strong>Kino to shita no aida</strong> (Between Yesterday and Tomorrow) zeigt aber einen großen Wilden (im Vergleich zu seiner Zeit &#8211; in einer Welt in der etwas wie Troma bald seinen 40. Geburtstag feiern kann und Filme wie „Ghost Rider: The Spirit of Vengeance” durch die Kino ziehen, da muss zumindest das groß gestrichen werden) auf einem Höhepunkt. Dringlichkeit und fehlende Perfektion bestimmen dieses Melodram über eine aufbrechende Gesellschaft, in der Frauen Affären haben, ihr Leben bestimmen wollen und können und ein getriebener Mann sein geregeltes Leben verlässt, um eine Fluggesellschaft zu gründen und etwas zu erleben. Hysterisch. Wunderschön. Packend (an der Kehle, am Magen).</p><p><strong><a
href="http://www.lazlokovacs.org/Bilder/age_atomique.jpg"><img
class="alignleft" style="margin: 5px 10px" src="http://www.lazlokovacs.org/Bilder/age_atomique.jpg" alt="" width="100" height="141" /></a><a
title="L'âge atomique" href="http://www.imdb.com/title/tt2120088/">L&#8217;âge atomique</a> (F 2012)</strong></p><p
style="text-align: justify">Es geht nicht um Atomkraft und trotzdem scheint hier alles radioaktiv. Die Musik. Die Farben. Das Verhalten dieser überheblichen Klugscheißer, die einen Abschluss in prätentiösem Dauerquatschen haben und natürlich die Hauptdarsteller sind. Die nach Paris fahren, um Party zu machen. Dass alles schief geht, tut dabei nichts zur Sache. Verloren sind die beiden Hipster aus der Vorstadt schon beim Aufbruch. Sie torkeln durch die Nacht und wissen nichts mit sich und ihrem Leben anzufangen. Aber im Grunde wollen sie das auch gar nicht. Glücklicherweise weiß die Atmosphäre dieser verstrahlten Nacht mit ihren verstrahlten Farben zu verhindern, dass <strong>L&#8217;âge atomique </strong>auf das Niveau einer prätentiösen Nabelschau abgleitet. Vor allem weil Regisseurin Héléna Klotz auch nicht weiß, was sie will, außer diese Trümmer zu durchstöbern. Zu gleichen Teilen Claude Berri, aufgeräumter Lynch und Lady Gaga. Luftig und zart der Blick auf die Menschen, beklemmend die Bilder und verschroben die Geschichte.</p><p
align="right"><strong>The Good, the Bad &amp; the Ugly</strong></p><p
style="text-align: justify">Zum Schluss noch der ganze Rest. Aufgeteilt in die guten (gut gemacht und eigentlich ist auch nichts an ihnen auszusetzen, außer dass sie vielleicht manchmal zu glatt sind), die schlechten (missfallen von erträglich bis himmelherrgottnochmal) und die dreckigen Filme (aufregend). Sortiert nach Gefallen, d.h. je höher sie stehen, desto besser waren sie.</p><p
style="text-align: center"><strong>Blondie</strong></p><p
style="text-align: justify"><a
title="connection" href="http://www.imdb.com/title/tt0054763/">The Connection</a> (USA 1962) – Jazzmusiker und andere Junkies warten in einer Wohnung auf die Drogen-Connection. Shirley Clarkes liebevolle Parodie auf das Cinema vérité.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="hemel" href="http://www.imdb.com/title/tt1753899/">Hemel</a> (NL/E 2012) – Hemel ist promiskuitiv. Schlaglichter auf einer Spurensuche.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="iron sky" href="http://www.imdb.com/title/tt1034314/">Iron Sky</a> (FIN/D/AUS 2012)  &#8211; Der ungelenk gewollte Versuch einen Trash-Film zu machen, wird zum Glück schnell zu Gunsten einer satirischen Komödie über den Haufen geworfen.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="woman in the septic tank" href="http://www.imdb.com/title/tt1961179/">Ang Babae sa Septic Tank</a> (RP 2011) – Herrlich alberner Film über die Klischees, die vom Kino der dritten Welt im Westen erwartet werden.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="ornette" href="http://www.imdb.com/title/tt0089742/">Ornette: Made in America</a> (USA 1985) – Shirley Clarkes letzter Film. Eine Doku über Ornette Coleman. So wild geschnitten wie ein Free Jazz-Solo.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="hot boy" href="http://www.imdb.com/title/tt2043880/">Hot boy noi loan &#8211; cau chuyen ve thang cuoi, co gai diem va con vit</a> (VN 2011) – Heiße Jungs und eine wunderschöne Szene mit einer Ente.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="was bleibt" href="http://www.imdb.com/title/tt2180587/">Was bleibt</a> (D 2012) – Großteils dröge Familienbefindlichkeitsgeschichte, die sich mit einem tollen Ende rettet.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="die vermissten" href="http://www.imdb.com/title/tt2088748/">Die Vermissten</a> (D 2012) – Clash of Generations. Ein Krimi, der sich zusehends in ein surreales Gesellschaftsportrait wandelt.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="what is love" href="http://www.imdb.com/title/tt2235811/">What is Love</a> (A 2012) – Doku über diverse Menschen und ihr Verhältnis zur Liebe. Streng und extrem abhängig von der Qualität der Protagonisten. Die interessanten Exemplaren sind zum Glück in der Überzahl, wenn auch knapp.</p><p
style="text-align: center"><strong>Angel Eyes</strong></p><p
style="text-align: justify"><a
title="puthisen neang konrey" href="http://www.imdb.com/title/tt2238893/">Puthisen Neang Konrey</a> (K 1968) – Ein anfangs toller, wilder, ungehemmter Film, der in einem unfassbar öden zweiten Hälfte zu viel verspielt.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="torn shoes" href="http://www.imdb.com/title/tt0025738/">Rwanyje baschmaki</a> (UdSSR 1934) – Fades Kinder-Varieté über den Klassenkampf in den 30ern.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="captive" href="http://www.imdb.com/title/tt1699745/">Captive</a> (F/RP/D/GB 2012) – Weltpolitik auf der Berlinale, da gibt es nichts zu lachen. Das ist alles ernst und so gewollt. Wenigstens mit einem Phönix.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="miss mend" href="http://www.imdb.com/title/tt0017159/">Miss Mend 2 &amp; 3</a> (UdSSR 1926) – Ermüdender stummer Agententhriller mit einigen guten Ideen, aber zu viel Aktion ohne Gehalt.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="tiens moi droite" href="http://www.imdb.com/title/tt2215667/">Tiens moi droite</a> (F 2012) – Die Pointe dieses Essays ist, dass jeder Mensch seinen Beutel zu tragen hat und man nicht der einzige mit Problemen ist … wow.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="tabu" href="http://www.imdb.com/title/tt2153963/">Tabu</a> (P/D/BR/F 2012) – Blutleere Mischung aus Aki Kaurismäki, Wes Anderson und Guy Maddin.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="dictado" href="http://www.imdb.com/title/tt1734428/">Dictado</a> (E 2012) – Spannung? Atmosphäre? Irgendeine Form von Kreativität? Fehlanzeige.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="cherry" href="http://www.imdb.com/title/tt1945062/">Cherry</a> (USA 2012) – Kaum durchzustehen.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="friends after 3.11" href="http://www.imdb.com/title/tt2073156/">Friends after 3.11</a> (J 2011) – Letztes Jahr sorgte Iwai Shunji mit „Vampire“ für das Highlight. Dieses Jahr redet er auf Forenniveau mit Bekannten über Atomkraft. Fucked up.</p><p
style="text-align: center"><strong>Tuco Benedicto Pacífico Juan María Ramírez</strong></p><p
style="text-align: justify"><a
title="das ende von st. petersburg" href="http://www.imdb.com/title/tt0018066/">Das Ende von St. Petersburg</a> (UdSSR 1927) – Wild. Wild. Wild.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="das haus in der trubnaja straße" href="http://www.imdb.com/title/tt0018841/">Dom na Trubnoi</a> (UdSSR 1928) – Was für ein Aufgebot an Ideen!?! Boris Barnets erste Großtat.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="paziraie sadeh" href="http://www.imdb.com/title/tt2245049/">Paziraie Sadeh</a> (IR 2012) – Eine Geld verteilende Berg-und-Tal-Fahrt um Teheran, mal witzig, mal anstrengend, mal beklemmend. Und plötzlich scheint die Apokalypse gekommen. Kiarostami in durchgeknallt.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="ledolom" href="http://www.imdb.com/title/tt0022065/">Ledolom</a> (UdSSR 1931) – Wunderschöner, leidenschaftlicher Propagandafilm von Boris Barnet.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="suzaki paradaisu" href="http://www.imdb.com/title/tt0210312/">Suzaki Paradaisu: Akashingo</a> (J 1956) – Ausgestoßene zwischen den Welten. Kawashima Yuzos Melodram über mehrere Leben am Rande eines Rotlichtviertels.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="gegen morgen" href="http://www.imdb.com/title/tt1924462/">Gegen Morgen</a> (D 2011) – Schmutzig. Eklektisch. Toll.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="avalon" href="http://www.imdb.com/title/tt1826593/">Avalon</a> (S 2011) – Zu verkrampft um gut zu sein. Zu stimmungsvoll um schlecht zu sein. Toll missraten.</p><p
style="text-align: justify"><a
title="swoon" href="http://www.imdb.com/title/tt0105508/">Swoon</a> (USA 1992) – Hemmungsloser Quatsch, der sich für Kunst hält. Im nächsten Jahr hoffentlich mehr davon.</p><p>&nbsp;</p><p
style="text-align: justify">*Wem das Spanisch vorkommt, der braucht sich nicht wundern. Schangel-Shuttle (eine Reihe schangliger Filme) und Schlock (verkopfter, gescheitereter Trash???) sind Begriffe von der Eskalierende-Träume-Posse, die ich besuchen durfte (dazu später mehr). Definitionen werden möglicherweise nachgereicht. Wer es nicht aushält und genau wissen möchte, der lese entweder zwei Tage <a
title="träume" href="http://www.eskalierende-traeume.de/">hier</a> und bekommt ein Gefühl dafür oder gibt sich mit minderwertigen Definitionen zufrieden: <a
title="schlock" href="http://www.urbandictionary.com/define.php?term=schlock">Schlock</a> &amp; <a
title="schangel" href="http://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=140601869338338&amp;id=130765566988635">Schangel</a>.</p><div
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style="text-align: justify;">Es war 09.30 Uhr, als ich mich auf dem Holzweg befand. Nicht im übertragenen Sinne des Wortes, sondern auf der gleichnamigen Straße vom Ziegenhainer Tal Richtung Wanderparkplatz Fuchsturm. Ein steiler Anstieg, der mich am Morgen des 12. Mai 2011 ins Schwitzen brachte. Es war ein Tag eines ganzen [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: justify;">Es war 09.30 Uhr, als ich mich auf dem Holzweg befand. Nicht im übertragenen Sinne des Wortes, sondern auf der gleichnamigen Straße vom Ziegenhainer Tal Richtung Wanderparkplatz Fuchsturm. Ein steiler Anstieg, der mich am Morgen des 12. Mai 2011 ins Schwitzen brachte. Es war ein Tag eines ganzen Monats Dreharbeiten, die das Team von <a
title="Schilf IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt2082417/"><strong>Schilf</strong></a> in Jena und Umgebung filmten – und ich war mittendrin. Im botanischen Garten wurden Tage zuvor schon Aufnahmen gemacht, in der kleinen Raucherkneipe „Quirinus“ und, bei einem Film um zwei Physiker kaum verwunderlich, in verschiedenen Räumlichkeiten und Hörsälen der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Insgesamt vier Mal war ich mit dabei – als Komparse.</p><p
style="text-align: justify;"><a
href="http://img18.imageshack.us/img18/2568/schilf.jpg"><img
class="aligncenter" src="http://img18.imageshack.us/img18/2568/schilf.jpg" alt="" width="480" height="200" /></a></p><p
style="text-align: justify;">Lange stieg ich hinauf, bis ich auf Beteiligte eines Filmteams traf. Beleuchter, die gerade metergroße, faltbare Lampenschirme zwischen allerlei Geäst im Wald platzierten, Fahrer und Co. schickten mich zur „Basis“, den Wanderparkplatz. Meine Rolle war an diesem Tag die eines Polizisten der Spurensicherung und ich sollte mit einem „Kollegen“ ein Fahrrad von einem Abhang auf die Straße hieven und dann in einen VW Caddy packen. Die Schauspieler Bernhard Conrad und Sandra Borgmann spielten Ermittler, die nach einem Fahrradunfall gerade einen Tatort sichern und den heranfahrenden Physikprofessor Mark Waschke verdächtig beäugen (Foto – bereitgestellt vom X-Verleih). Ich tat meine Arbeit freilich im Hintergrund, unauffällig und stumm und bin für den Zuschauer im Kino hinterher kaum zu erkennen. Wenn ein Komparse Glück hat, darf er für wenige Sekunden sichtbar durchs Bild huschen (wie ich beim Dreh einige Tage später in einem zur Polizeistation umdekorierten Gebäude in Weimar).</p><p
style="text-align: justify;"> Knapp vier Stunden dauerten diese Aufnahmen und jedes Mal hieß es „Danke!“, wenn der Take zuende gedreht war und „Bitte!“, wenn es wieder vom Anfang losging. An diesem Drehtag wurden nur wenige Komparsen gebraucht, insgesamt nicht mehr als zehn. Drei von ihnen waren echte Polizisten, die über eine darauf spezialisierte Agentur gebucht wurden. Die Gesetzeshüter reisten aus Berlin an und brachten Lederjacken mit Abzeichen, die Overalls der Spurensicherung, Polizeiautos mit Magnetlettern des Schriftzugs und einem abnehmbaren Sirenenaufbau gleich mit. Ihr Einsatz beim Film ist dabei eine willkommene Abwechslung zum Dienst auf der Wache und zuletzt waren sie in einer ZDF-Krimiserie zu sehen. Dort wurde freilich schneller gedreht, Szenen wären schneller im Kasten, versicherte mir einer von ihnen zunehmend genervt, als wieder einmal Warten angesagt war – die grundsätzliche „Tätigkeit“ eines Komparsen.</p><p
style="text-align: justify;">Umbaupausen waren auch dabei, will die Szenerie doch aus mehreren Blickwinkeln aufgenommen werden, damit Regisseurin Claudia Lehmann und Schnittmeister Nikolai Hartmann sich später die beste davon aussuchen können. Und so wurde einmal aus einem heran fahrenden Auto heraus gefilmt, von oben hinab aufs Auto, einmal stand die Kamera unmittelbar vor Bernhard Konrad und Sandra Borgmann. Immer wieder wurde die Szene, die im fertigen Film nur wenige Sekunden ausmacht, wiederholt.</p><p
style="text-align: justify;"><a
href="http://img641.imageshack.us/img641/9493/schilf2.jpg"><img
class="aligncenter" src="http://img641.imageshack.us/img641/9493/schilf2.jpg" alt="" width="480" height="319" /></a></p><p
style="text-align: justify;">Immer wieder wurden die Komparsen „auf Anfang“ gestellt, mussten spielen oder hatten Pausen, wenn sie nicht im Bildausschnitt auftauchen sollten. Aufgrund von warmen Temperaturen schwitzte ich im Overall zusehends und sehnte das Ende herbei, weil auch das aus Obst und Plätzchen und Keksen bestehende Catering auf einer provisorischen Bierzeltgarnitur nahe dem Set irgendwann keinen Reiz mehr auf mich ausübte. Gegen 15.30 Uhr war dann alles im Kasten und es ging verspätet in die Mittagspause &#8211; ohne Zwischenfälle. Andere Komparsen beim Dreh am Weimarer Hauptbahnhof (Foto) hatten da weniger Glück, schlossen sich die Zugtüren doch schneller als erwartet. Nächster Halt: Leipzig &#8211; ohne Fahrkarte.</p><p
style="text-align: justify;">Eine anstrengende, aber auch interessante Erfahrung war es, mal bei einem Film mitzuwirken. Aber es hat trotz aller Anstrengungen und allen Wartens Spaß gemacht. Als ich nach Hause ging, drehte das Filmteam fleißig weiter. Spätestens dann war ich froh, „nur Komparse“ gewesen zu sein.</p><p
style="text-align: justify;"><em>Dieser Artikel ist in einer leicht geänderten Version zuerst im <a
title="OTZ Jena Homepage" href="http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Einen-Tag-als-Komparse-beim-Kinofilm-Schilf-in-Jena-1733280999">Lokalteil Jena der Ostthüringer Zeitung OTZ</a> erschienen. &#8220;Schilf&#8221; läuft seit Donnerstag, den 08. März bundesweit im Kino.</em></p><div
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style="text-align: justify;">Wenn einem Frank Capra nicht besonders liegt, dann müssen die Filme von Jason Reitman wie die schale, weil abgestandene und noch dazu schwarz gebrannte Kopie eines mittelmäßigen Schnapses vorkommen. Gab es in Thank You for Smoking zumindest noch einen Ansatz von eigensinnigem Biss [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
class="alignleft size-full wp-image-12520" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Young Adult Poster" src="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/Young-Adult-Poster.jpg" alt="Young Adult Poster" width="170" height="256" /></p><p><strong><a
title="Young Adult" href="http://www.imdb.com/title/tt1625346/">Young Adult</a></strong> (USA 2011)</p><p
style="text-align: justify;">Wenn einem Frank Capra nicht besonders liegt, dann müssen die Filme von Jason Reitman wie die schale, weil abgestandene und noch dazu schwarz gebrannte Kopie eines mittelmäßigen Schnapses vorkommen. Gab es in <strong>Thank You for Smoking</strong> zumindest noch einen Ansatz von eigensinnigem Biss zu spüren, versandeten<strong> Juno</strong> und <strong>Up in the Air</strong> in der so gar nicht schmerzenden Durchschnittlichkeit. Mit seinem neuen Diablo Cody-Projekt <strong>Young Adult</strong> macht Jason Reitman auf halber Strecke kehrt, um kurz vor Schluss doch noch in den kreativen Sonnenuntergang zu lenken. Charlize Theron spielt sich die Seele aus dem Leib, ohne dass sie einem diese Tatsache zwei Stunden auf die Nase bindet. Vielleicht hat die Schauspielerin des Jahres 2012™ deswegen keine Oscar-Nominierung bekommen. Wie ihre vom gewöhnlichen Leben gebeutelte Kinderbuchautorin mit dem Alkohol- und Schimpfwortproblem wider besseren Wissens versucht, ihre mittlerweile verheiratete Jugendliebe für sich zu gewinnen, gehört zu den tragischsten Selbsterfahrungstrips, die einem dieses Jahr abseits Dschungelcamp&#8217;scher Erniedrigungen unter die Augen kommen werden. Und das ist kein willkürlich gewählter Vergleich. Der beste Reitman bisher und ein Film zum Wiedererkennen.</p><p><a
href="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/Verblendung.jpg"><img
class="alignleft size-full wp-image-12522" style="border-style: initial; border-color: initial; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Verblendung" src="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/Verblendung.jpg" alt="Verblendung Poster" width="170" height="254" /></a></p><p><strong><a
title="Verblendung - The Girl with the Dragon Tattoo" href="http://www.imdb.com/title/tt1568346/">Verblendung</a></strong> (USA/UK/S/D 2011)</p><p
style="text-align: justify;">Von der positiven Überraschung ob der niedrigen Erwartungen hin zur negativen Überraschung trotz der niedrigen Erwartungen. Ich mag David Fincher. Sehr. Das liegt vor allem an &#8220;Sieben&#8221; und &#8220;Zodiac&#8221; und <strong>The Social Network</strong>. Der Rest ist Hit &amp; Miss, für jedes straighte Genre-Werk wie &#8220;Panic Room&#8221; gibt&#8217;s eine überkandidelte Egotour á la &#8220;Benjamin Button&#8221;. Aber selbst in seinen enttäuschendsten Momenten hat David Fincher für gewöhnlich etwas zu zeigen und wenn es nur seine elegante filmische Erzählweise ist, der im zeitgenössischen amerikanischen Mainstreamkino niemand das Wasser reichen kann. <strong>Verblendung </strong>jedoch wirkt wie die gelangweilte Auftragsarbeit eines satten Regisseurs, der seinem Vertrag mit Sony nachommen muss. Viel wurde über die mainstreamtaugliche Lisbeth Salander-Interpretation geschrieben, doch auch ohne die aufgestülpte Beziehung zu Mikael Blomkvist (Daniel Craig) hätte Lisbeth, pardon, Rooney [Mara] dank ihres seltsam gestelzten Dialekts deplatziert gewirkt. Die Vorhersehbarkeit der Story nagte schon an der Kinotauglichkeit der schwedischen Verfilmung, bei Fincher schlägt sie umso mehr ein. Trotz der vielversprechenden Kombination Hacker- meets Serienkillerfilm gleicht das Feelbadmovie dem solala-Aufsatz eines Spitzenschülers. In seinen Einzelteilen stilistisch schön zu lesen, insgesamt aber verschenktes Potenzial. Hoffen wir, dass der nächste wieder ein Hit ist.</p><p><img
class="alignleft size-full wp-image-12521" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Ghost Rider 2 Spirit of Vengeance" src="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/Ghost-Rider-2-Spirit-of-Vengeance.jpg" alt="Ghost Rider 2 Spirit of Vengeance" width="170" height="252" /></p><p><strong><a
title="Ghost Rider 2 - Spirit of Vengeance" href="http://www.imdb.com/title/tt1071875/">Ghost Rider 2 &#8211; Spirit of Vengeance</a></strong> (USA/UAE 2011)</p><p
style="text-align: justify;">&#8230; and now for something completely fucking different! Neveldine/Taylor in ihrer ersten Mainstream-Franchise. Was daraus werden würde, war imVorfeld weniger unklar als die Frage, wie weit sie ihren Stil im Mantel einer Comic-Verfilmung überhaupt erhalten. Die Antwort: Ein bisschen mehr Neveldine/Taylor, ein bisschen weniger Plotitis, hätten  <strong>Ghost Rider 2</strong> in den notwendigen Adrenalinstoß mitten ins Herz eines Genres verwandelt, das es sich größtenteils in maximal selbstironischer Langeweile gemütlich gemacht hat. Tatsächlich ist<strong> Ghost Rider 2</strong> &#8220;nur&#8221; ein Multiplex-B-Movie, das in der Mitte kräftig durchhängt, wenn der Zwang der Erzählung wie eine schwere Kette an den Bildern hängt. Davor und mit Abstrichen auch danach drehen Neveldine/Taylor dafür ordentlich auf, lassen den Rider (<strong>Nicolas Cage</strong>) einen riesigen entflammten Schaufelbagger reiten, seinen Kumpel (Idris Elba) in Zeitlupe von einer Klippe stürzen und jagen mit ihren Kameras über die menschenleeren Landstraßen Osteuropas. Der eigentliche Schauwert des Films ist naturgemäß Nicolas Cage, der in den Händen der beiden Extrem-Filmer die Gewöhnlichkeit des Begriffs Overacting transzendiert und neue Höhen erklimmt, wenn es um die Verschmelzung von Rolle und Star Persona geht. Eine Szene, in der sich Johnny Blaze gefühlte zehn Minuten in einem Schwebezustand der Verwandlung in den Rider befindet, wird so erbarmungslos stur verfolgt, dass allein Cages Spiel genügt, um die Verwandlung physisch, quälend, im Sitz windend, spürbar zu machen.</p><div
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style="text-align: justify">Brandon Sullivan (Michael Fassbender) ist ein Yuppie, wie aus dem Stereotypenhandbuch entsprungen. Er ist elegant, wortgewandt und erfolgreich, innerlich natürlich völlig leer und seine Gefühle hält er im hintersten Keller seiner Selbst unter Verschluss. Die Unterschiede zu Patrick Bateman (American Psycho) sind im Grunde marginal. Nur was dem [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: justify">Brandon Sullivan (<strong>Michael Fassbender</strong>) ist ein Yuppie, wie aus dem Stereotypenhandbuch entsprungen. Er ist elegant, wortgewandt und erfolgreich, innerlich natürlich völlig leer und seine Gefühle hält er im hintersten Keller seiner Selbst unter Verschluss. Die Unterschiede zu Patrick Bateman (<a
title="american psycho" href="http://www.imdb.com/title/tt0144084/"><strong>American Psycho</strong></a>) sind im Grunde marginal. Nur was dem einen das Morden/die Gewaltphantasien sind, ist dem anderen der Sex. Pervertiert durch ihr seelisches Vakuum externalisiert der eine seine Selbstverstümmelung, während der andere etwas sucht, das ihn ausfüllt, das ihm sein aalglattes Sein erträglich macht, welches nur vom knallharten Kampf um anonymen Erfolg bestimmt ist. Und wenn Brandon Sullivans Handlungen etwas deutlich machen, dann dass er jede Menge zu füllen hat.</p><p
style="text-align: justify"><a
href="http://img832.imageshack.us/img832/6955/shamem.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img832.imageshack.us/img832/6955/shamem.jpg" alt="" width="167" height="250" /></a>Mit <a
title="shame" href="http://www.imdb.com/title/tt1723811/"><strong>Shame</strong></a> möchte uns Regisseur und Drehbuchautor <strong>Steve McQueen</strong> (letzteres mit Abi Morgan) nun nicht weniger als ein erschöpfendes Psychogramm dieser inneren Leere bieten. Er zeigt die wunderschöne Fassade des erfolgreichen Geschäftsmannes, nur um sie ruhig und mitfühlend zu demontieren. Er zeigt seine Hauptfigur beim Wichsen unter der Dusche, beim Sex mit Prostituierten und mit Gelegenheitsbekanntschaften sowie seine von Pornos überquellenden Computer. Er zeigt die Scham, welche Brandon dazu bringt, seine letzte Regung von Menschlichkeit (den Sex) hinter Lügen und Geheimniskrämerei zu verstecken. Mit strengen und unerbittlichen Blick schaut McQueen auf die Geschehnisse und zeigt einen Menschen, der nicht mehr möchte als menschliche Wärme, der sie aber nicht zulassen kann, da die mit ihr entstehenden Gefühle ihm Angst machen. Denn sie bringen Verwundbarkeit, Schwächen und Fehler mit sich. Nichts was in sein verbissen errichtetes Selbstbild von überheblicher Perfektion passt. So bleibt ihm nichts als ein unbefriedigendes Substitut.</p><p
style="text-align: justify">Mit welcher Kraft Michael Fassbender diese Figur mit Leben füllt, ist gelinde gesagt furchteinflößend. Seine Präsenz drückt jede andere Figur in den Hintergrund. Und genau das ist es, was <strong>Shame</strong> davor rettet, an seinem manierlichen und verkrampften Konzept zugrunde zu gehen. Denn anders als in <a
title="hunger" href="http://www.imdb.com/title/tt0986233/"><strong>Hunger</strong></a>, möchte Steve McQueen nicht einfach die Geschichte eines Mannes erzählen, sondern er möchte seine Hauptfigur von allen Seiten ausleuchten. Folglich ähnelt das Geschehen mehr einer Experimentierstation. Alle auftretenden Figuren scheinen keine andere Existenzberechtigung zu haben, außer eben Katalysatoren für Brandons Charakterisierung zu sein. Selbst seine Schwester, die wichtigste Nebenfigur, bleibt blass und schablonenhaft, obwohl sie von der wunderbaren <strong>Carey Mulligan</strong> gespielt wird. Keine ihrer Handlungen dient dazu, ihr Konturen zu geben, sie sollen nur die ihres Bruders vertiefen. Sie, die völlig von ihren Gefühlen bestimmt ist, zieht bei ihm ein, damit zu sehen ist, wie er auf Emotionen und Nähe reagiert. Sie erwischt ihn unter der Dusche, damit zu sehen ist, wie er auf Enttarnung reagiert, wie er wegen etwas scheinbar so lapidaren völlig von seiner Wut übermannt wird. Sie ist wenig erfolgreich und rastlos, damit zu sehen ist, wie herablassend er darauf reagiert und wie verbissen er seinem Erfolg alles andere opfert. Jede schwächere Darstellung eines Hauptdarstellers würde diese aufgedonnerte Kleinlichkeit in seiner Lächerlichkeit schmerzlich bemerkbar machen. Das <strong>Shame</strong> trotzdem mitzureißen vermag, liegt einzig und allein an Michael Fassbender. Alleine mit seinen Augen gibt er dem langsamen Abgleiten, der unaufhaltsamen Dekonstruktion der einzig lebendigen Person im Film eine beeindruckende Gegenwart, die alle anderen Schwächen fast vergessen macht.</p><div
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href="http://www.the-gaffer.de/blog/2011/09/21/luftigkeit-freude-um-elf-uhr-nachts-pierrot-le-fou-f-1965/" rel="bookmark" class="crp_title">Luftigkeit &amp; Freude um Elf Uhr Nachts &#8211; Pierrot le fou (F 1965)</a></li></ul></div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/the-gaffer/ttui/~4/PdthNRQWjhA" height="1" width="1"/>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.the-gaffer.de/blog/2012/02/23/sexsucht-als-erhaltungsakt-shame-rezension-review/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> <feedburner:origLink>http://www.the-gaffer.de/blog/2012/02/23/sexsucht-als-erhaltungsakt-shame-rezension-review/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=sexsucht-als-erhaltungsakt-shame-rezension-review</feedburner:origLink></item> <item><title>Kontrapunkt: Filmrolle Berlinale 2012</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/the-gaffer/ttui/~3/GEouXhBx74A/</link> <comments>http://www.the-gaffer.de/blog/2012/02/20/kontrapunkt-filmrolle-berlinale-2012/#comments</comments> <pubDate>Mon, 20 Feb 2012 19:14:14 +0000</pubDate> <dc:creator>luzifus</dc:creator> <category><![CDATA[Berlinale]]></category> <category><![CDATA[Festivals]]></category> <category><![CDATA[Kontrapunkt]]></category> <category><![CDATA[Kurtz & Knapp]]></category> <category><![CDATA[andrea riseborough]]></category> <category><![CDATA[anja salomonowitz]]></category> <category><![CDATA[barbara]]></category> <category><![CDATA[berlinale]]></category> <category><![CDATA[birgit minichmayr]]></category> <category><![CDATA[bollywood]]></category> <category><![CDATA[bugis street redux]]></category> <category><![CDATA[childish games]]></category> <category><![CDATA[christian petzold]]></category> <category><![CDATA[das meer am morgen]]></category> <category><![CDATA[dictado]]></category> <category><![CDATA[dollhouse]]></category> <category><![CDATA[don the king is back]]></category> <category><![CDATA[ernst jünger]]></category> <category><![CDATA[florian lukas]]></category> <category><![CDATA[forum]]></category> <category><![CDATA[fujiwara toshi]]></category> <category><![CDATA[gina carrano]]></category> <category><![CDATA[gnade]]></category> <category><![CDATA[gregoire colin]]></category> <category><![CDATA[hammerfest]]></category> <category><![CDATA[haywire]]></category> <category><![CDATA[IRA]]></category> <category><![CDATA[jürgen vogel]]></category> <category><![CDATA[kirsten sheridan]]></category> <category><![CDATA[la mer a l'aube]]></category> <category><![CDATA[mark waschke]]></category> <category><![CDATA[matthias glasner]]></category> <category><![CDATA[michael douglas]]></category> <category><![CDATA[mommy is coming]]></category> <category><![CDATA[nina hoss]]></category> <category><![CDATA[no man's zone]]></category> <category><![CDATA[panorama]]></category> <category><![CDATA[shadow dancer]]></category> <category><![CDATA[shah rukh khan]]></category> <category><![CDATA[spanien]]></category> <category><![CDATA[steven soderbergh]]></category> <category><![CDATA[tatjana alexander]]></category> <category><![CDATA[the woman in the septic tank]]></category> <category><![CDATA[tsunami]]></category> <category><![CDATA[ulrich matthes]]></category> <category><![CDATA[volker schlöndorff]]></category> <category><![CDATA[yonfan]]></category> <guid isPermaLink="false">http://www.the-gaffer.de/?p=12442</guid> <description><![CDATA[<p
style="text-align: justify">Hier werden meine persönlichen 13 Filmeindrücke von Samstag, dem 11. bis Freitag, dem 17. Februar auf dem größten Publikumsfestival der Welt rekapituliert.</p><p
style="text-align: justify">Dollhouse (IRL 2012) &#8211; Panorama</p><p
style="text-align: justify">Die Irin Kirsten Sheridan drehte vier Jahre nach &#8220;Der Klang des Herzens&#8221; wieder in ihrer Heimat. Ihr [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: justify">Hier werden meine persönlichen 13 Filmeindrücke von Samstag, dem 11. bis Freitag, dem 17. Februar auf dem größten Publikumsfestival der Welt rekapituliert.</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img197.imageshack.us/img197/3512/dollhouseo.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img197.imageshack.us/img197/3512/dollhouseo.jpg" alt="" width="120" height="173" /></a><a
title="Dollhouse IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1930327/">Dollhouse</a> </strong>(IRL 2012) &#8211; <em>Panorama</em></p><p
style="text-align: justify"><strong></strong>Die Irin Kirsten Sheridan drehte vier Jahre nach &#8220;Der Klang des Herzens&#8221; wieder in ihrer Heimat. Ihr mit Handkamera gefilmtes Drama um die überraschende Einblicke hervorbringende Destruction-Party in einem leerstehendem Haus spielt mit den Dualismen Ordnung und Chaos, Leben und Tod, kindliche Sorglosigkeit und erwachsenem Übernehmen von Verantwortung. Maßgeblich zu einer unwirklichen, träumerischen Atmosphäre tragen auch eingespielte Songs von <em>Dead Man&#8217;s Bones</em> bei, welche von Schauspieler Ryan Gosling mitgegründet wurde. &#8220;Independent&#8221; wird also auch auf der Tonspur groß geschrieben. Schade ist indes, dass der Film keine Auflösung seines thematisierten Konflikts präsentiert, sondern sich abrupt aus der Affäre stiehlt und Vieles unerklärt lässt.</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img220.imageshack.us/img220/8034/septictank.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img220.imageshack.us/img220/8034/septictank.jpg" alt="" width="120" height="160" /></a><a
title="The Woman in the Septic Tank IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1961179/">The Woman in the Septic Tank</a></strong> (RP 2011) &#8211; <em>Forum</em></p><p
style="text-align: justify">Ein Film übers Filmemachen &#8211; nicht aus den USA, sondern aus dem Indenpendent-Kino der Philippinen. Sämtliche Inszenierungsweisen innerhalb eines Films im Film (Arme Mutter verkauft ihr Kind an einen Pädophilen) werden durchdekliniert &#8211; unterlegt mit einem das Drehbuch rezitierendem Voice Over. Mal albern, mal urkomisch wird in wackeligen Handkamerabildern von den Klischees des philippinischen Kinos erzählt mit der großartigen Eugene Domingo, die neben &#8220;Elevator&#8221;-Schauspiel noch zwei weitere Arten sehr anschaulich darstellt und mit soviel Selbstironie die Lacher auf ihrer Seite hat.</p><p><strong><a
href="http://img401.imageshack.us/img401/97/barbaram.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img401.imageshack.us/img401/97/barbaram.jpg" alt="" width="120" height="170" /></a><a
title="Barbara IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt2178941/">Barbara</a></strong> (D 2012) &#8211; <em>Wettbewerb</em></p><p
style="text-align: justify"><strong></strong>Sachlich-nüchtern wie immer inszeniert Christian Petzold dieses Drama um die Assistenz-Ärztin Barbara (Nina Hoss), die aus der DDR des Jahres 1980 ausreisen will. Doch trotz einer West-Bekanntschaft (Mark Waschke) und Stasi-Willkür fällt ihr die Entscheidung, die ostdeutsche Provinz zu verlassen, zunehmend schwer &#8211; auch weil sich Oberarzt André (Ronald Zehrfeld) als liebenswerter und verständnisvoller Kollege entpuppt. Nina Hoss&#8217; reduziertes Mienenspiel und eine nahezu statische Kamera, die zugunsten vieler Schnitte kaum fährt oder schwenkt, passen zur bedrückenden Enge des kontrollierten Lebens im Arbeiter-und-Bauern-Staat. &#8220;Barbara&#8221; wohnt gar eine beeindruckende Spannung inne, die durch ein subtiles, aber omnipräsentes Zeitkolorit noch verstärkt wird.</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img197.imageshack.us/img197/1986/donx.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img197.imageshack.us/img197/1986/donx.jpg" alt="" width="120" height="174" /></a><a
title="Don - Das Spiel geht weiter" href="http://www.imdb.com/title/tt1285241/">Don &#8211; The King Is Back</a> </strong>(IND/D 2011)<strong> &#8211; </strong><em>Berlinale Special</em><strong><br
/> </strong></p><p
style="text-align: justify"><strong></strong>Wie würde Bollywoods Antwort auf &#8220;Mission: Impossible&#8221; wohl aussehen? Genauso wie diese Shah Rukh Khan-Egoshow vermutlich, die jedoch durch Selbstironie und beeindruckende Actionsequenzen mit unterschiedlichsten Stilmitteln (Zeitlupen, Zeitraffer, Kranfahrten, Jump Cuts) in keiner der 140 Minuten langweilt. Der großspurige Pate Don (Khan) plant mit seinen Kumpels einen Coup auf die Deutsche Zentralbank und will Druckerplatten für Euro-Scheine stehlen. Interpol &#8211; einer der Agenten: der sträflich unterforderte Florian Lukas &#8211; hat jedoch etwas dagegen und so kommt es zu einem temporeichen Katz-und-Maus-Spiel, auch weil Don plötzlich von allen Kollegen verraten wird.</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img651.imageshack.us/img651/1516/dictado.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img651.imageshack.us/img651/1516/dictado.jpg" alt="" width="120" height="162" /></a><a
title="Dictado IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1734428/">Dictado</a> </strong>(Childish Games, E 2012) &#8211; <em>Wettbewerb</em></p><p
style="text-align: justify">Ein solide inszenierter Psychothriller aus Spanien, bei dem Lehrer Daniel (Juan Diego Botto) nach dem Tod seines Freundes Mario in dessen Tochter Julia das nicht gealterte Mädchen Clara zu entdecken glaubt, dessen Tod die beiden Männer in Kindertagen verschuldeten. Beunruhigend anschwellende Streicher und ein annehmbarer Spannungsbogen können nicht darüber hinweg trösten, dass man sich nur in einem wenig originellen Aufguss von Hitchcocks &#8220;Vertigo&#8221; befindet, dem am Ende dann gänzlich die  eigenen Ideen ausgehen. Und: Was hat dieser durchschnittliche Film eigentlich in einem internationalen Wettbewerb verloren?</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img577.imageshack.us/img577/8832/spanienj.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img577.imageshack.us/img577/8832/spanienj.jpg" alt="" width="120" height="180" /></a><a
title="Spanien IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1972761/">Spanien</a></strong> (A/BG 2012) &#8211; <em>Forum</em></p><p
style="text-align: justify"><em></em>Innerhalb der bedrückenden Stimmung dieses in Niederösterreich spielenden Episodenfilms begegnen sich alle der Beteiligten durch Zufälle. Dabei spielen Glaube und eine biblische Aufladung der Figuren eine große Rolle, da Gottesfurcht der Antrieb von Protagonist Sava (Grégoire Colin) als illegaler Migrant ist und Regisseurin Anja Salomonowitz das Motiv des Füßewaschens und der in einer Kirche herumkrabbelnden Ameisen als entsprechende Bezüge einsetzte, wie sie im anschließenden Q&amp;A verriet. Ein nachdenkliches, intensives Drama um Geschichten, die das Leben schreibt und Alltagsprobleme spiegelt. Nur wenige Klischees stechen dabei etwas negativ hervor.</p><p><strong><a
href="http://img196.imageshack.us/img196/8285/shadowdancer.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-left: 10px;margin-right: 10px;margin-top: 5px;margin-bottom: 5px" src="http://img196.imageshack.us/img196/8285/shadowdancer.jpg" alt="" width="120" height="171" /></a><a
title="Shadow Dancer IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1770734/">Shadow Dancer</a></strong>(GB 2012) &#8211; <em>Wettbewerb</em></p><p
style="text-align: justify">Ebenso bieder erzählter wie inszenierter Thriller im historische Bedeutung evozierenden Grauschleier-Look um den Nordirland-Konflikt, in welchem Attentäterin Colette (Andrea Riseborough) Anfang der 90er Jahre zur Zusammenarbeit mit MI5-Mann Mac (Clive Owen) gezwungen wird. Dieser stellt ihre Sicherheit an erste, die &#8220;Mission&#8221;, Informationen über die geplanten Aktionen ihrer Brüder zu beschaffen, an die zweite Stelle und zieht damit den Unmut seiner Kollegen (u.a. Gillian Anderson) auf sich. Brisantes politisches Thema, nüchterne Umsetzung &#8211; so hat man es gern auf der Berlinale. Dennoch wäre dieser Film im Fernsehen besser aufgehoben und verliert im Direktvergleich zu Hirschbiegels &#8220;Five Minutes of Heaven&#8221; und Tykwers &#8220;Heaven&#8221; (zu denen er zumindest vage Bezüge herstellt) deutlich.</p><p><strong><a
href="http://img857.imageshack.us/img857/9368/bugisstreetredux.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img857.imageshack.us/img857/9368/bugisstreetredux.jpg" alt="" width="120" height="176" /></a><a
title="Bugis Street Redux IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0111788/">Bugis Street Redux</a></strong> (SGP/HK 1995/2011) &#8211; <em>Panorama</em></p><p
style="text-align: justify">Hongkong-Regisseur Yonfan legte die neue Version seines Coming-of-Age-Movies vor, in welchem die 16-Jährige Lian (Hiep Thi Li) in dem Tollhaus Sin Sin Hotel voller transsexueller Ladyboys lernt, ihre  Liebes-Bedürfnisse auszuprägen. Geprägt von Ansprachen direkt in die Kamera, warmen Farben und einer jazzigen Musikuntermalung gelingt Yonfan auch dank einer ultrasüßen Hauptdarstellerin das warmherzige Kaleidoskop einer ausgeprägten Szene innerhalb eines Viertels in Singapur, das jedoch im Prozess zunehmender Modernisierung zu verschwinden droht. Ein beeindruckender, manchmal allerings arg lärmender Einblick in die Parallelwelten der Prostitution und Travestie in Fernost.<strong></strong></p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img864.imageshack.us/img864/9770/mommyf.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img864.imageshack.us/img864/9770/mommyf.jpg" alt="" width="120" height="170" /></a><a
title="Mommy Is Coming IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt2170509/">Mommy is Coming</a> </strong>(D 2011)<strong> &#8211; </strong><em>Panorama</em><strong><br
/> </strong></p><p
style="text-align: justify">Dylan (Lil Harlow) und Claudia (Papi Coxx) sind ein lesbisches Pärchen, das gern einmal wilden Spontan-Sex mit der Penetration einer Pistole auf dem Rücksitz eines Taxis hat. Doch Claudia will mehr, was zur zwischenzeitlichen Trennung führt. Just in diesem Moment will Dylans sexuell frustrierte Mutter nach Berlin kommen &#8211; und wird schlussendlich von ihrer eigenen Tochter penetriert. Letzteres ist nur die albernste Wendung dieser überkonstruierten Verwechslungskomödie, die neben wackeligen HD-Handkamerabildern und grenzwertig expliziten Darstellungen der Penetration weiblicher Genitalien nur gute Ansätze auf der Interpretationsebene zu bieten hat. Von der queeren Zielgruppe mit Szenenapplaus frenetisch gefeiert, aber schauspielerisch mager und inhaltlich ziemlich (dildo-)bananig kann auch das ironische Spiel mit Lesben-Klischees nicht mehr viel herausreißen.</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img580.imageshack.us/img580/8471/haywire.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img580.imageshack.us/img580/8471/haywire.jpg" alt="" width="120" height="174" /></a><a
title="Haywire Steven Soderbergh" href="http://www.imdb.com/title/tt1506999/">Haywire</a> </strong>(USA/IRL 2011) &#8211; <em>Wettbewerb (Außer Konkurrenz)</em><strong><br
/> </strong></p><p
style="text-align: justify">Einen Actionthriller wie einen Arthaus-Film zu inszenieren, das kann nur Steven Soderbergh. Lange Einstellungen, eine unaufgeregte Inszenierung, jazzige Musikuntermalung und unvermittelte, radikal physische Fights: Eleganz und Stil statt Highspeed und Spektakel &#8211; mit einem Hauch gespannter Ruhe im Stile von Jim Jarmusch. Innerhalb einer über ausufernde Rückblenden erzählten &#8220;Bourne&#8221;-Geschichte wird Agentin Mallory Kane (Gina Carrano) in eine Intrige verwickelt und muss brutal um ihre Freiheit kämpfen &#8211; ihre Jäger stets auf der Spur. Das ist schnörkellos, kompromisslos und stets spannend. Einzig ein CGI-Reh als bemühtes komödiantisches Element und Michael Douglas in einer für die Narration unerheblichen Nebenrolle hätte es nicht gebraucht.</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img846.imageshack.us/img846/9859/nomanszone.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img846.imageshack.us/img846/9859/nomanszone.jpg" alt="" width="120" height="170" /></a><a
title="No Man's Zone IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt2234297/">No Man&#8217;s Zone</a> </strong>(J/F 2012) &#8211; <em>Forum</em><strong><br
/> </strong></p><p
style="text-align: justify">Dafür, dass die Synopsis im Programmheft Analogien vom &#8220;tarkowskijschen Stalker&#8221; bemüht, war ich über diese Fuskushima-Doku doch etwas enttäuscht. 360 Grad-Kameraschwenks, die die ganzen Ausmaße des Tsunamis 2011 in Japan offenlegen und Menschen, die von ihrem Schicksal in der 50 km-Zone um Fukushima erzählen, sind zusammen ein paar Zutaten zu wenig, um 103 Minuten zu fesseln. Der sachliche wie kritische Off-Kommentar, der mit der &#8220;Sucht nach den Bildern der Zerstörung&#8221; die mediale Aufmerksamkeit nach den beiden Katastrophen hinterfragt, gibt dabei die meisten Denkanstöße in dieser ansonsten leider etwas blutleer und puristisch geratenen Dokumentation von Fujiwara Toshi.<strong></strong></p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img16.imageshack.us/img16/6119/lameralaube.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img16.imageshack.us/img16/6119/lameralaube.jpg" alt="" width="120" height="176" /></a><a
title="Das Meer am Morgen - La mer à l'aube IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt2172921/">Das Meer am Morgen &#8211; La mer à l&#8217;aube</a> </strong>(F/D 2011) &#8211; <em>Panorama</em></p><p
style="text-align: justify">Im besetzten Frankreich des Sommers 1941 soll nach dem heimtückischen Mord an einem deutschen Offizier ein Exempel unter den Internierten der einheimischen Bevölkerung statuiert werden. Volker Schlöndorffs Geschichtsstunde spart weitsichtige, diplomatische Bedenken an der Ausführung von Hitlers Befehl seitens deutscher Offiziere wie Ernst Jünger (nachdenklich: Ulrich Matthes) nicht aus, was lohnenswert ist, aber auch mächtig ausbremst. Die Charakterzeichnung der französischen Kommunisten gerät hingegen arg eindimensional, auch in den Motiven der wahren Attentäter. Actionszenen und jeder sonstige Aufwand bei der behäbigen Inszenierung werden ausgespart, Dialoge sind lang und wirken aufgesagt, was bei einer Lauflänge von knapp 90 Minuten und der Finanzierung bedeutet, dass dieses Kriegsdrama sehr bald auf arte zu sehen sein wird &#8211; und dort auch viel besser aufgehoben ist als im Kino.</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img829.imageshack.us/img829/4715/gnade.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img829.imageshack.us/img829/4715/gnade.jpg" alt="" width="120" height="169" /></a><a
title="Gnade Matthias Glasner IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt2179055/">Gnade</a> </strong>(D/NO 2012) &#8211; <em>Wettbewerb</em><strong><br
/> </strong></p><p
style="text-align: justify">Tiefsinniges und großartig gespieltes Schuld-und-Sühne-Drama, bei dem sich ein entfremdetes deutsches Auswanderer-Ehepaar (Jürgen Vogel, Birgit Minichmayr) über die fahrlässige Tötung eines Mädchens in Hammerfest wieder nahekommt. Matthias Glasner inszeniert reduziert, stellt die wunderschöne Schnee- und Eislandschaft Nordnorwegens in Cinemascope-Bilder aus und untermalt diese nur selten mit Chormusik, die zusammen mit der Monate dauernden Polarnacht zudem als Metapher für menschliche Kälte, Schuld und fehlende Moral herhält. Leider stoßen die letzten Bilder des Films inklusive einer ebenso unpassenden wie offensichtlichen Werbung für Apple-Produkte bitter auf.<strong></p><p></strong>Einen kleinen Rückblick zu den Berlinale Shorts findet ihr<strong> <a
title="Bildflimmern.de Berlinale Shorts" href="http://www.bildflimmern.de/?p=1997">hier</a></strong>.<br
/> Einen etwas anderen Festivalbericht von mir könnt ihr <a
title="Berinale Festival-Rückblick unique online" href="http://www.unique-online.de/das-filmfestival-der-wartenden-ein-ruckblick/4158/"><strong>hier</strong></a> nachlesen.<strong><br
/> </strong></p><div
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style="text-align: justify;"></p><p
style="text-align: justify;">Zwischen Kiev und Kinshasa liegen mehrere Tausend Kilometer. Doch in Graz trennt sie gerade mal vier Busstationen, und zwar von einem der unglaublich hässlichsten Uni-Campi&#8230; Campata&#8230; Campen &#8230; Campusse&#8230; ach egal (auf jeden Fall eine augenkrebserregende Beleidigung der Architektur) zu einem hübschen kleinen Programmkino. Eigentlich [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: justify;"><a
href="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/16_06_2011.jpg"><img
class="aligncenter size-full wp-image-12402" title="Kinshasa Symphony" src="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/16_06_2011.jpg" alt="Kinshasa Symphony" width="490" height="109" /></a></p><p
style="text-align: justify;">Zwischen Kiev und Kinshasa liegen mehrere Tausend Kilometer. Doch in Graz trennt sie gerade mal vier Busstationen, und zwar von einem der unglaublich hässlichsten Uni-Campi&#8230; Campata&#8230; Campen &#8230; Campusse&#8230; ach egal (auf jeden Fall eine augenkrebserregende Beleidigung der Architektur) zu einem hübschen kleinen Programmkino. Eigentlich das einzige Programmkino Grazens, wenn man vom Pornokino am Bahnhof mal absieht.</p><p
style="text-align: justify;">Es war den ganzen Tag furchtbar heiß, aber um 6 Uhr hat‘s schließlich geregnet. Da ich vorausschauend plane, war ich etwa eine Stunde vor Filmbeginn beim Rechbauerkino. Ich verlangte ermäßigten Kinoeintritt, was mir die Ticketverkäuferin aber nicht bieten konnte: der Eintritt war nämlich frei! Heute, am Donnerstag den 16. Juni 2011, feierte <strong><a
title="Kinshasa Symphony" href="http://www.imdb.com/title/tt1592744/">Kinshasa Symphony</a></strong> seine absolut glorreiche und grandiose Premiere&#8230; na ja zumindest seine Graz-Premiere (dass der Film vor drei Monaten etwa schon in Thüringen lief, soll uns hier nicht kümmern&#8230; oder waren‘s 12 Monate?). „Kinshasa Symphony“ wurde im Rahmen der Grazer Afrikatage gezeigt, die seit etlichen Jahren stattfinden und (auch?) dieses Jahr von der Kommunistischen Partei Österreichs unterstützt werden. Nun also&#8230; eigentlich stieß ich zu diesem Ereignis hinzu, weil es als Premiere mit anschließendem Buffet angepriesen wurde. Also Eintritt frei! Dafür ein 0.33-Gösser-Spezial für 2,40 €! Während ich mein Bier trank und in der lokalen Filmzeitschrift blätterte („Skip“), trudelten zahlreiche Mitglieder der afrikanischen Community Grazens ein. Schließlich ging es in den liebevoll „Kinosaal“ genannten einzigen Kinosaal des Rechbauer rein. Bevor es anfing, gab der Goth-Kinoangestellte seinen Senf zum Festival. Dann spielte Pascal aus einem afrikanischen Land, das nicht die DR Kongo ist, ein Lied auf der Gitarre und sang dazu. Er legte dabei einen großen Sinn für Meta-Humor an den Tag. Die etwas betagteren „Ich-fühl-mich-so-hip-weil-ich-im-Programmkino-einen-Film-über-Afrika-schaue“-Hippies klatschten nach 20 Sekunden mit, waren dann aber verwirrt, als Pascal abrupt mitten im Lied aufhörte&#8230; und das auch noch zwei Mal!</p><p
style="text-align: justify;">Der Projektor wurde angeworfen. Irgendwie lachten die hinteren Reihen (ja! ich sitze gerne vorne im Kino) an merkwürdigen Stellen, etwa bei einer der ernstesten Szenen des Films, die von ihrem akustisch-dramatischen Aufbau durchaus Stille im Kinosaal hätte vertragen können: Wenige Tage vor dem großen Konzert hat das Amateur-Orchester immer noch große Mühe, Ludwig vans Neunte zu spielen. Das etwas holprige Vortragen des (vorletzten?) Satzes bricht immer mehr zusammen, während der Orchesterchef und Dirigent immer verzweifelter reinschaut. Übrigens: Ich meckere ja sehr gerne über Dokus rum! Diese Befriedigung konnte mir „Kinshasa Symphony“ nicht verschaffen. Der Film war sehr einfach und sehr unprätentiös. Die einzigen „künstlerischen“ Momente waren diejenigen, wo sequentiell einzelne Musiker des Orchesters mitten in den Straßen von Kinshasa solo spielten, und in einer Montage dann intradiegetischer in extradiegetischen Ton verwandelt wird, nachdem die Straßengeräusche in fade-off ausgeblendet wurden. Eigentlich: primitiv! Aber äußerst effizient und erfrischender als „Ich-fahr-jetzt-mit-Wackelkamera-durch-die-Straßen-von-Paris-weil-das-Leute-die-eine-Doku-über-Nico-schauen-bestimmt-ganz-toll-finden“-Experimente.</p><p
style="text-align: justify;">Ja: Beethoven ist purer Punk-Rock! Er gab Piloten, Mechanikern, Hobby-Priestern, alleinerziehenden Müttern und Straßenkids ohne Perspektive die Möglichkeit, sich Gehör zu schaffen! Und anderthalb Stunden lang begleiten wir verschiedene Musiker des Sinfonieorchesters bei den Proben, aber auch bei ihren Alltagssorgen (Wohnungssuche, Krankheit, Stress bei der Arbeit, Konflikte mit Mitbewohnern etc.). „Kinshasa Symphony“ widmet dem „einzigen Sinfonieorchester auf der Welt, das nur aus schwarzen Musikern besteht“, ein würdiges Denkmal!</p><p
style="text-align: justify;">Die Filmvorstellung war vorbei und es ging ins „Kinostüble“, um afrikanische Spezialitäten zu verkosten: frittierte Teigbällchen, frittierte Bananenringe, kamerunisches Bier. Aber: vor allem auch Blätterteigplätzchen mit Fleischfüllung und Fleischbällchen, bei dem der Macher/die Macherin seine/ihre Vorliebe für Knoblauch absolut freien Lauf ließ. Morgen wieder eine ganze Sitzreihe nur für mich! B. M. wird schon einen anderen Platz finden.</p><p
style="text-align: justify;">Fassen wir zusammen: Grazer Baustellen, das Design des Grazer Liniennetzes, die Architektur des Campus(es), die Mensapreise (anscheinend nicht subventioniert) und die Preise für Brötchen&#8230; Scheiße! CSI Miami, was ich gestern auf meinem Hotelfernseher gesehen habe, war hingegen soooo unglaublich beschissen, dass es eigentlich ganz unterhaltsam war. Absolut geil in Graz: der Schlossberg mit der Schlossbergbahn (müsste man auch in Thüringen dringend einführen), die Gesamtsituation des Stadtflairs im allgemeinen und des Rechbauerkinos im speziellen. Wenn doch bloß das „Ami“ wieder ein solches Flair entwickeln würde&#8230;</p><div
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style="text-align: justify;"> Es ist einer seiner letzten erfolgreichen Filme, die George Valentin (Jean Dujardin) hinter der Leinwand verfolgt. Nach dem Ende des Films tritt er auf die Bühne und führt mit seinem Hündchen Kunststücke vor. Er ist ein Entertainer, ein Lebemann wie er im Buche steht und die Hauptfigur [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: justify;"><a
href="http://img59.imageshack.us/img59/3917/theartistjohngoodmanpos.jpg"><img
class="aligncenter" src="http://img59.imageshack.us/img59/3917/theartistjohngoodmanpos.jpg" alt="" width="452" height="300" /></a><br
/> Es ist einer seiner letzten erfolgreichen Filme, die George Valentin (Jean Dujardin) hinter der Leinwand verfolgt. Nach dem Ende des Films tritt er auf die Bühne und führt mit seinem Hündchen Kunststücke vor. Er ist ein Entertainer, ein Lebemann wie er im Buche steht und die Hauptfigur in <a
title="The Artist IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1655442/"><strong>The Artist</strong></a>. Die Filmgeschichtsbücher schreibt Michel Hazanavicius indes mit seiner formalästhetischen Kuriosität nicht neu. Sein Stummfilm ist kein „klassischer“, sondern ein „moderner“, einer von vielen eigenwilligen Exponaten in dieser Galerie, die von Aki Kaurismäkis <strong>Juha</strong> über Franka Potentes <strong>Der die Tollkirsche ausgräbt </strong>bis hin zu Esteban Sapirs <strong>La Antena </strong>reicht &#8211; mit dem Unterschied, dass er am meisten &#8220;Hollywood&#8221; von ihnen ist.</p><p
style="text-align: justify;">Allen gemein ist die Referenz auf ihr Medium, den Film, und seine Geschichte. Dies ist auch der Unterschied zum „klassischen“ Stummfilm: Während die Stummfilmtechnik bis in die 20er Jahre dem <em>state of the art</em> der Produktionsbedingungen entsprach, ist dieser Stil heute durch technische Entwicklungen obsolet. Mit anderen Worten: Während der Stil des Stummfilms damals ein etablierter war, bedarf er heute einer Begründung – in Form einer Bezugnahme auf die Zeit seiner Verortung oder hinsichtlich seines Sujets, was in <a
title="La Antena Esteban Sapir IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0454065/"><strong>La Antena</strong></a> mit einer despotisch beherrschten „Stadt ohne Stimme“ gelang. <em>The Artist </em>bedient beide Arten: Historisch angesiedelt in der Übergangsphase zwischen Stumm- und Tonfilm Ende der 1920er/Anfang der 1930er Jahre legitimiert er sein Hin- und Herspringen zwischen beiden Ästhetiken. Ein surrealer Traum, in der Hauptfigur Valentin sich selbst als letzten Stummen in einer tönenden Welt wahrnimmt, in der eine zu Boden schwebende Feder entsprechend früher Probleme bei der Tonmischung einen Donnergroll auslöst, ist als stilistischer Ausreißer damit ebenso „entschuldbar“ wie eine Szene um die Produktion eines tönenden Stepptanzes inklusive akustischer Anweisungen am Set.</p><p
style="text-align: justify;">Der „moderne Stummfilm“ als – im Sinne André Bazins – Stilfamilie des Kinos weißt als wesentliches Element die Verinnerlichung des modernen Films auf – zuvörderst und zunächst problematisch erscheinend den seltenen Einsatz von Ton. Abseits experimenteller Arbeiten scheint dabei zunächst <a
title="The Call of Cthulhu IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0478988/"><strong>The Call of Cthulhu</strong></a> ein „moderner Stummfilm“ äußerst starker klassischer Prägung. Doch ist zumindest der Bildertypus, der sich in seinen Kontrasten und Effekten schnell als digitaler entlarvt, ein anderer, eben „moderner“.<em> </em></p><p
style="text-align: justify;"><strong>The Artist</strong> reflektiert stets nicht nur sich selbst als ästhetisches Experiment, sondern auch das Kino. Die Story um einen Filmstar, der sich mit dem Ende seiner Kunstform konfrontiert sieht, ist keine, die Hazanavicius hätte erfinden müssen: Für Stummfilmstars wie Pola Negri bedeutete der Tonfilm aufgrund ihres starken Akzents, bei Skeptikern wie Emil Jannings aufgrund ihrer selbst gewählten Distanzierung zu dieser „niederen Kunst“ den Niedergang der Karriere. Ebenso wie Chaplins Tramp in <strong>Modern Times</strong> gibt sich jedoch George Valentin auch bei seinem ersten Tonfilmarrangement nicht die Blöße: er spricht nicht, auch wenn sein Keuchen der Erschöpfung nach einer Stepptanz-Einlage deutlich zu hören ist.</p><p
style="text-align: justify;">Hollywood steht zu seiner Historizität, steht zu seinem System der Stars als glamouröse Identifikationsfiguren und Publikumsmagneten, auch wenn diese irgendwann ihren Zenit überschreiten. Hollywood steht jedoch auch zu seiner Ökonomie, zu seiner mutlosen Maxime, die all zu ambitionierten Vorhaben und originellen Ideen, was Inszenierung, Besetzung, Narration und Thema angeht, nicht zuletzt seit dem „Hays Code“ einen Riegel vorschiebt. John Goodman als gewiefter Produzent (Foto) repräsentiert genau dieses System. <strong>The Artist</strong> gelingt es, über den Umweg Cannes durch dieses engmaschige Korsett zu schlüpfen, mit einem Regisseur, der das reflexive Zitieren schon mit seinen Agentenfilm-Parodien <strong>OSS 17</strong> eingeübt hat, mit einem Hauptdarsteller, welchem Glamour und lässige Selbstgefälligkeit ins Gesicht geschrieben stehen, mit einer Hauptdarstellerin (Bérénice Bejo), welche erotische Ausstrahlung mit Rehaugen-Charme vereint. Kurz: Stocklangweilige und inzwischen als Konventionen etablierte Zutaten, wenn sie nicht als „moderner Stummfilm“ in einem tatsächlich gewagten neuen Gewand präsentiert würden, was zuvörderst daran liegt, dass er nicht in den USA, sondern in Europa entstand.</p><div
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style="text-align: justify;">Mal wieder viel zu wenig Müll gesehen letztes Jahr. Aber jeder vernunftbegabte Mensch zielt ja eher auf Schmerzvermeidung. Das ist mir als Nachzügler nur bedingt gelungen. Los geht’s.</p><p
style="text-align: justify;">Platz 5: Priest (USA 2011)</p><p
style="text-align: justify;">Krieg zwischen Vampiren und Menschen in einer postapokalyptischen Welt: nicht wirklich [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: justify;">Mal wieder viel zu wenig Müll gesehen letztes Jahr. Aber jeder vernunftbegabte Mensch zielt ja eher auf Schmerzvermeidung. Das ist mir als Nachzügler nur bedingt gelungen. Los geht’s.</p><p
style="text-align: justify;"><strong><a
href="http://img819.imageshack.us/img819/1524/priestposterpaulbettany.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img819.imageshack.us/img819/1524/priestposterpaulbettany.jpg" alt="" width="120" height="175" /></a>Platz 5: <a
title="Priest IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0822847/">Priest</a> </strong>(USA 2011)</p><p
style="text-align: justify;">Krieg zwischen Vampiren und Menschen in einer postapokalyptischen Welt: nicht wirklich neu. Und dazu noch die vielen unmotivierten Filmreferenzen, wovon jene an „John Carpenter’s Vampire“ mit Vampiren in staubiger Western-Atmosphäre und „Blade Runner“ (regennasse Mega-City) noch die auffälligsten sind. Am schlimmsten ist der an „Matrix: Reloaded“-Zeitlupenkämpfe erinnernde Showdown auf einem Zug, bei welchem Priester Paul Bettany gegen Mensch-Vampir Karl Urban antritt, der aussieht wie Clint Eastwood in „Für eine Handvoll Dollar“. Die mit Zeitlupen und dunklen Bildern überfrachtete Van Helsing-Mär fällt auch durch etliche Überkonstruiertheiten negativ auf.</p><p
style="text-align: justify;"><strong><a
href="http://img11.imageshack.us/img11/6678/conan3dpostermarcusnisp.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img11.imageshack.us/img11/6678/conan3dpostermarcusnisp.jpg" alt="" width="120" height="178" /></a>Platz 4:<a
title="Conan 3D 2011 IMDb" href="Conan 3D"> Conan 3D</a> </strong>(USA 2011)</p><p
style="text-align: justify;">Marcus Nispel knöpfte sich das nächsten Franchise vor, das er mit schnellen Schnitten, fehlender Ironie, ultrabrutal und fernab des Geists der Vorlage neuverfilmte. Ein barbarisch charmefreier Pin-Up-Conan (Jason Mamoa) metzelt sich durch eine dünne Handlung und dreckig-düstere Bilder, bei welcher insbesondere der Kampf mit lächerlichen Sandmännern negativ auffällt. Eine öde Veranstaltung, bei der ungleich des Remakes von „Freitag der 13.“ noch nicht einmal so etwas wie Atmosphäre aufkommen will. Mehr dazu von mir bei <a
title="Conan 3D Negativ Kritik Rezension" href="http://www.negativ-film.de/2011/09/conan-3d.html"><strong>NEGATIV</strong></a>.</p><p
style="text-align: justify;"><strong><a
href="http://img7.imageshack.us/img7/6931/kriegdergtterposter.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img7.imageshack.us/img7/6931/kriegdergtterposter.jpg" alt="" width="120" height="170" /></a>Platz 3: <a
title="Krieg der Götter IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1253864/">Krieg der Götter</a></strong> (USA 2011)</p><p
style="text-align: justify;">Nach Zac Snyder lässt nun auch der eigentlich zumindest visuell innovative Ex-Werbeclip-Regisseur Tarsem Singh muskelbepackte Krieger durch die immer gleichen CGI-Kulissen prügeln. Die gehaltlose Story um einem Halbgott, der gegen die Titanen antritt, um das Überleben der Menschheit zu garantieren, tut so, als hätte es „300“ mit seinem Blutgespritze-in-Zeitlupen-Szenen nicht gegeben und präsentiert – abgesehen von Mickey Rourke – nur Schauspieler, die lustloser nicht herumstehen und -kämpfen könnten.</p><p
style="text-align: justify;"><strong><a
href="http://img99.imageshack.us/img99/8746/resturlaubposter.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img99.imageshack.us/img99/8746/resturlaubposter.jpg" alt="" width="120" height="169" /></a>Platz 2: <a
title="Resturlaub IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1650427/">Resturlaub</a> </strong>(D 2011)</p><p
style="text-align: justify;">Der Leser von Tommy Jaud-Romanen weiß, worauf er sich einlässt: Anspruchslose, aber witzige Unterhaltung erwartet ihn zwischen den Buchdeckeln. Umso erstaunlicher, dass man selbige in dessen Verfilmung nur selten findet. Tiefergelegter Ekel-Humor scheint sich in den letzten Jahren als Erfolgsgarant der deutschen Kinokomödie herauskristallisiert zu haben, wie auch die widerlich schleimigen Schweighöfer-Filme nahelegen. Eine unsympathische Hauptfigur (verkörpert von Maximilian Brückner), die vor ihrer Freundin in der oberbayrischen Provinz davonläuft, macht das alberne Fremdschämen im Minutentakt in dieser Stereotypen-Parade auch nicht erträglicher. Mehr von mir dazu auf <a
title="Resturlaub critic.de Kritik Rezension" href="http://www.critic.de/film/resturlaub-2767/"><strong>critic.de</strong></a>.</p><p
style="text-align: justify;"><strong><a
href="http://img814.imageshack.us/img814/4365/hidden3dposter.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img814.imageshack.us/img814/4365/hidden3dposter.jpg" alt="" width="120" height="170" /></a>Platz 1: <a
title="Hidden 3D IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1664664/">Hidden 3D</a> </strong>(IT/CDN 2011)</p><p
style="text-align: justify;">Diese Gurke ist für mich der Flop des Kinojahres 2011. Die Ausgangsidee um die Externalisierung von Süchten in der Entzugsklinik ist hanebüchen, der Handlungsverlauf folgt strikt dem Klischeehandbuch des Horrorfilms (gruseliges Haus mitten im Nirgendwo, in Keller hinabsteigen, Teilen der Gruppe) und hält ein enttäuschendes Finale bereit. Dass dieser Müll mit blassen Darstellern und idiotischen Dialogen überhaupt ins Kino gelangen konnte, ist seinen mies getricksten 3D-Effekten (Insektenschwärme!) zu verdanken, die die Spannungslosigkeit sogar noch fördern. Selten haben sich knapp 80 Minuten Laufzeit so lang angefühlt!</p><p
style="text-align: justify;">Im Verfolgerfeld:</p><p
style="text-align: justify;"><a
title="Melancholia IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1527186/"><strong>Melancholia</strong></a>: Lars von Trier irritiert zwischen einer genialen Exposition und einem apokalyptischen Finale mit einer öde vorgetragenen Depressionsgeschichte.<br
/> <a
title="Hell Stipe Erceg Hannah Herzsprung IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1643222/"><strong>Hell</strong></a>: Perfekter Beleg dafür, dass deutsche Endzeit-Filme nichts taugen, die dann auch noch ungeniert bei Hollywood-Vorbildern wie „The Road“ abkupfern.<br
/> <a
title="The Green Hornet IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0990407/"><strong>Green Hornet</strong></a>: Selten einen inspirationsloseren Superheldenfilm mit unsympathischerer Hauptfigur gesehen.</p><p
style="text-align: justify;">Nicht gesehen, aber heiße Kandidaten für die Liste:<br
/> <a
title="Transformers Dark of the Moon IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1399103/"><strong>Transformers 3</strong></a>, <a
title="Your Highness IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1240982/"><strong>Your Highness</strong></a> sowie der Ochsenknecht-Gangsterfilm <a
title="Homies IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1646208/"><strong>Homies</strong></a>.</p><div
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style="text-align: center"></p><p
style="text-align: justify">John Cassavetes sagte einmal: „Sagt, was ihr seid. Nicht, was ihr gern wärt, und auch nicht, was ihr sein müsstet. Sagt einfach, was ihr seid. Das ist allemal genug.“ Was gehört aber mehr zum Menschsein als Unzufriedenheit, Wünsche und Ambitionen? Women in Love erzählt von [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: center"><img
style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px" src="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/recall_1_fertig2.jpg" alt="" width="499" height="111" /></p><p
style="text-align: justify">John Cassavetes sagte einmal: „Sagt, was ihr seid. Nicht, was ihr gern wärt, und auch nicht, was ihr sein müsstet. Sagt einfach, was ihr seid. Das ist allemal genug.“ Was gehört aber mehr zum Menschsein als Unzufriedenheit, Wünsche und Ambitionen? <a
title="women in love" href="http://www.imdb.com/title/tt0066579/"><strong>Women in Love</strong></a> erzählt von vier Menschen, die den Stachel der Unzufriedenheit in sich tragen. Die Krankheit zum Tode. Vier Menschen, die mit dem Kopf gegen die Wände rennen, die ihnen die Welt aufstellt. Sie können sich mit ihrem jetzigen Sein nicht zufrieden geben. Denn davon werden sie ebenso erstickt, wie von den Konventionen, die sie umgeben. Ihr Ich, verkrüppelt durch die würgenden Werte ihrer miefigen Erziehung, schreit nach Freiheit, nach Veredlung. Ihre Umwelt ist ein einziges riesiges Gefängnis und der schlimmste Kerker von allen ist die bürgerliche Ehe. Diesem lebendigen Tod stellen sie ihre einzig wahre Utopie entgegen: Emotionen und Gefühle. Sie wollen das Leben in allen Gliedern spüren. All ihre Gedanken kreisen folglich um das stärkste, irrationalste Gefühl: die Liebe. Eine romantische Liebe, ewig und allumfassend. Ekstase, Freude, Leid, Hass, Wahnsinn, Glück, all das verspricht sie. Vor allem aber einen freudigen, aufregenden Tanz auf dem Rand des Vulkans. Und all das wird sie auch einlösen und all das Romantische, alle rosaroten Phantasien auffressen.</p><p
style="text-align: justify"><a
href="http://img100.imageshack.us/img100/9316/womeninlove.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img100.imageshack.us/img100/9316/womeninlove.jpg" alt="" width="164" height="250" /></a>Doch zu Beginn steht die zärtliche Annäherung zwischen den auf Distinktion ausgerichteten Brangwen Schwestern und den besten Freunden Rupert Birkin (<strong>Alan Bates</strong>) und Gerald Crich (<strong>Oliver Reed</strong>). Die an Bildhauerei interessierte Gudrun Brangwen (zauberhaft: <strong>Glenda Jackson</strong>) fängt ebenso eine Affäre mit dem Großindustriellen Crich an, wie ihre Schwester, die manisch besitzergreifende/häusliche Ursula (<strong>Jennie Linden</strong>) mit dem rebellischen Bohème/Schulinspektor Rupert. Alle Vier verlieren sich in der Liebe zueinander, in den Spannungen zwischen den Wünschen und Erwartungen aneinander und der Lust an den eigenen Gefühlen. Auf der Suche nach der Vollkommenheit einer ewig berauschten Liebe durchstreifen sie ihre Umgebung, ihre Emotionen und tanzen umeinander wie Motten um das Licht. Sie schwingen große Reden, suchen nach neuen Idealen und sind trunken von ihren Lobpreisungen und bedeutungsschwangeren/entrückten Tänzen. Doch die Ernüchterung wartet hinter jeder Ecke. Jedes Mal wenn die verzerrte Realität die Mauern ihrer Schwärmerein durchbricht, sie hinter ihre Phantasie schauen müssen und den Horror entdecken. Einen Horror, der mit jedem Blick schlimmer wird.</p><p
style="text-align: justify"><strong>Liebende Frauen</strong> ist kein Reißer. Er versucht nicht zu packen, sondern zu locken. Mit jeder Faser ist er verführerisch. Selbst in seinem Wahnsinn und seiner Hysterie. <strong>Ken Russell</strong> fängt <a
title="Nick Nick Nick" href="http://www.youtube.com/watch?v=ySgOds3bzcc#t=0m19s">D. H. Lawrence</a> ein, ohne ihn zu kopieren. Trunken torkelt die Inszenierung durch das Geschehen. Nichts ist kunstvoll durchdacht. Alles ist von Naivität und Freude durchdrungen. Schwere ist nirgends zu finden. Doch die schlichten Bilder trügen nur. Sie lullen ein, um plötzlich in entrückte Räusche umzuschlagen. Der Tanz Gudruns mit einer Herde Hochlandrind sieht schlicht aus, offenbart aber eine Frau am Ende der Unschuld, gefangen in ihren Träumen von einem romantisierten Irrsinn. Doch die Bilder und die Musik versperren einem die Sicht. Sie jagen einem Schauer über den Rücken und wischen jede analytische Position hinweg. Denn Ken Russell ist nicht daran interessiert zu verstehen, er möchte fühlen. So zieht er einen fiebrigen Fandango auf, der nur die subjektiven Sichten der Akteure zulässt. Der Blick von außen bietet nur die Sicht auf einen wenig künstlerisch durchformten Film. Wer sich aber inmitten des Taumelns wiederfindet, taucht in Szenen ein, die einem immer wieder in rauschhafte Zustände aus Entsetzen und Verzückung versetzen. Alleine Glenda Jacksons Rindertanz und die Szene, in der Alan Bates und Oliver Reed nackt vor einem Kamin ringen, erst klar erzählt, später nur noch in abgehackten Augenblicken eingefangen, gehört zum Unvergesslichsten, was das Kino zu bieten hat.</p><p
style="text-align: justify">Den größten Teil des Films suchen die Vier einander, nähern sich einander an und sind glücklich. Doch als sie zueinander gefunden haben und sich auf der Hochzeitsreise von Rupert und Ursula in der Schweiz befinden, müssen sie sich der Realität stellen. <strong>Liebende Frauen</strong> wird unvermittelt spröde und abweisend. Alle versuchen sie sich an ihre Ideale zu klammern, doch alles ist nur noch verkrampft. Die Bilder werden fremd, obszön und abweisend, obwohl sie sich kaum verändern. Die Verführung hört auf und die Desillusion beginnt. Außerhalb des Rausches herrscht nur noch ungastliche Kälte … für die vier Phantasten der Liebe und den Zuschauer.</p><p
style="text-align: justify"><p><a
href="http://www.the-gaffer.de/blog/2012/01/19/sinnliche-welten-liebende-frauen-gb-1969/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p></p><div
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style="text-align: justify;">Etwas verspätet kommt der folgende kleine Jahresrückblick schon. Einmal mehr habe ich zu wenige Filme in den letzten zwölf Monaten gesehen, insbesondere wenn es um jene mit deutschem Kinostart zwischen dem 1.01.2011 und dem 31.12.2011 geht. Im Rahmen des großen Jahresrückblicks der moviepilot-Redaktion habe ich bereits meine [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: justify;"><a
href="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/Top-Ten-2011.png"><img
class="aligncenter size-full wp-image-12318" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="Top Ten 2011" src="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/Top-Ten-2011.png" alt="Film Top Ten 2011" width="462" height="234" /></a></h3><p
style="text-align: justify;">Etwas verspätet kommt der folgende kleine Jahresrückblick schon. Einmal mehr habe ich zu wenige Filme in den letzten zwölf Monaten gesehen, insbesondere wenn es um jene mit deutschem Kinostart zwischen dem 1.01.2011 und dem 31.12.2011 geht. Im Rahmen des großen Jahresrückblicks der moviepilot-Redaktion habe ich bereits meine <a
title="Top 7 2011" href="http://www.moviepilot.de/news/jennys-top-film-des-jahres-meek-s-cutoff-113745">Top 7</a> der Filme unters Volk gebracht, die letztes Jahr einen deutschen Kino- oder DVD-Start hatten. Da ich an dieser Stelle nicht doppelt moppeln möchte, gibt es unten eine Liste meiner liebsten Filme 2011, inklusive Kinostarts, Festivalpremieren und vorteilhaften PVs. Der Einheitlichkeit halber, werden alle Filme unter ihren englischen Titeln geführt. Viel Spaß beim Stöbern und auf mehr Filme im neuen Jahr!</p><p
style="text-align: justify;">PS.: Wer Angst vor Überraschungen hat, kann sich meinen <a
title="Jahresrückblick 2012" href="http://www.moviepilot.de/news/2012-der-grosse-jahresrueckblick-113759">Jahresrückblick 2012</a> durchlesen.</p><h3 style="text-align: justify;">Meine 7 Lieblingsszenen 2011:</h3><p
style="text-align: justify;">- George Smiley steht in einem leeren Raum, wartet auf Besuch, lutscht ein Minzbonbon in <a
title="Tinker Tailor Soldier Spy" href="http://www.imdb.com/title/tt1340800/">Tinker Tailor Soldier Spy</a>.</p><p
style="text-align: justify;">- Ein Affe spricht sein erstes Wort in <a
title="Rise of the Planet of the Apes" href="http://www.imdb.com/title/tt1318514/">Rise of the Planet of the Apes</a>.</p><p
style="text-align: justify;">- Zwei Männer stehen in einer Warteschlange, einer hebt etwas auf und gibt es dem anderen in <a
title="Contagion" href="http://www.imdb.com/title/tt1598778/">Contagion</a></p><p
style="text-align: justify;">- Captain Haddock  erzählt in der Wüste von einem feuchten Abenteuer seines Vorfahren in <a
title="Die Abenteuer von Tim &amp; Struppi" href="http://www.imdb.com/title/tt0983193/">Die Abenteuer von Tim und Struppi</a>.</p><p
style="text-align: justify;">- Eine Überblendung vereint Sterne und Erde in <a
title="Dad - Oca" href="http://www.imdb.com/title/tt1986914/">Dad</a>.</p><p
style="text-align: justify;">- Der Urknall in der Interpretation von Terrence Malick in <a
title="The Tree of Life" href="http://www.imdb.com/title/tt0478304/">The Tree of Life</a>.</p><p
style="text-align: justify;">- Ein einzelner Baum, mitten in der Steppe in <a
title="Meek's Cutoff" href="http://www.imdb.com/title/tt1518812/">Meek&#8217;s Cutoff</a>.</p><h3 style="text-align: justify;">Die 5 besten Filme, die ich 2011 zum ersten Mal gesehen habe:</h3><p
style="text-align: justify;">- <a
title="Uncle Boonmee who can recall his past lives" href="http://www.imdb.com/title/tt1588895/">Uncle Boonmee who can recall his past lives</a></p><p
style="text-align: justify;">- <a
title="Imitation of Life" href="http://www.imdb.com/title/tt0052918/">Imitation of Life</a></p><p
style="text-align: justify;">- <a
title="Wild Grass" href="http://www.imdb.com/title/tt1156143/">Wild Grass</a></p><p
style="text-align: justify;">- <a
title="The Blade" href="http://www.imdb.com/title/tt0112800/">The Blade</a></p><p
style="text-align: justify;">- <a
title="Buchanan Rides Alone" href="http://www.imdb.com/title/tt0051437/">Buchanan Rides Alone</a></p><h3 style="text-align: justify;">Meine Entdeckung des Jahres:</h3><p
style="text-align: justify;">Satoshi Kon</p><h3 style="text-align: justify;">Der Trailer des Jahres:</h3><p
style="text-align: justify;"><a
title="Prometheus" href="http://www.youtube.com/watch?v=sftuxbvGwiU">Prometheus</a>/<a
title="The Girl with the Dragon Tattoo" href="http://www.youtube.com/watch?v=WVLvMg62RPA">The Girl With The Dragon Tattoo</a></p><h3 style="text-align: justify;">Die Enttäuschung des Jahres:</h3><p
style="text-align: justify;">Meine Giallo-Retrospektive. Der nächste Versuch vielleicht in zehn Jahren.</p><h3 style="text-align: justify;">Meine persönliche Top Ten des Jahres 2011:</h3><p
style="text-align: justify;">10 <a
title="Hanna" href="http://www.imdb.com/title/tt0993842/">Hanna</a></p><p
style="text-align: justify;">09 <a
title="The Tree of Life" href="http://www.imdb.com/title/tt0478304/">The Tree of Life</a></p><p
style="text-align: justify;">08 <a
title="Vampire" href="http://www.imdb.com/title/tt1624996/">Vampire</a></p><p
style="text-align: justify;">07 <a
title="The Day He Arrives" href="http://www.imdb.com/title/tt1922561/">The Day He Arrives</a></p><p
style="text-align: justify;">06 <a
title="Fenster zum Sommer" href="http://www.imdb.com/title/tt1579944/">Fenster zum Sommer</a></p><p
style="text-align: justify;">05 <a
title="Drive" href="http://www.imdb.com/title/tt0780504/">Drive</a></p><p
style="text-align: justify;">04 <a
title="Contagion" href="http://www.imdb.com/title/tt1598778/">Contagion</a></p><p
style="text-align: justify;">03 <a
title="Meek's Cutoff" href="http://www.imdb.com/title/tt1518812/">Meek&#8217;s Cutoff</a></p><p
style="text-align: justify;">02 <a
title="Tinker Tailor Soldier Spy" href="http://www.imdb.com/title/tt1340800/">Tinker Tailor Soldier Spy</a></p><p
style="text-align: justify;">01 <a
title="The Turin Horse" href="http://www.imdb.com/title/tt1316540/">The Turin Horse</a></p><div
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href="http://www.the-gaffer.de/blog/2010/05/26/call-me-joe/" rel="bookmark" class="crp_title">Call me Joe</a></li><li><a
href="http://www.the-gaffer.de/blog/2010/12/15/terence-malicks-the-tree-of-life-trailer/" rel="bookmark" class="crp_title">Wow! The Tree of Life Trailer</a></li></ul></div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/the-gaffer/ttui/~4/Bl6KTMdP4z8" height="1" width="1"/>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.the-gaffer.de/blog/2012/01/14/top-ten-filme-2011/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>9</slash:comments> <feedburner:origLink>http://www.the-gaffer.de/blog/2012/01/14/top-ten-filme-2011/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=top-ten-filme-2011</feedburner:origLink></item> <item><title>1982, der diskrete Charme eines Filmjahres</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/the-gaffer/ttui/~3/gwC025rIBzw/</link> <comments>http://www.the-gaffer.de/blog/2012/01/01/1982-der-diskrete-charme-eines-filmjahres/#comments</comments> <pubDate>Sun, 01 Jan 2012 11:00:52 +0000</pubDate> <dc:creator>vannorden</dc:creator> <category><![CDATA[Listmania]]></category> <category><![CDATA[Recall]]></category> <guid isPermaLink="false">http://www.the-gaffer.de/?p=12264</guid> <description><![CDATA[<p></p><p
style="text-align: justify">Wieder einmal gibt es hier keinen Jahresrückblick, sondern eine anachronistische Top Ten. Diesmal soll es 1982 sein. Mehr oder weniger zufällig. Tatsächlich habe ich mir dieses Jahr ausgesucht und dann gemerkt, dass ich da gar nicht so viel empfehlen kann. Fast ausschließlich kann ich nur auf die [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/recall_1_fertig2.jpg"><img
class="aligncenter size-full wp-image-8510" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px" src="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/recall_1_fertig2.jpg" alt="" width="499" height="111" /></a></p><p
style="text-align: justify">Wieder einmal gibt es hier keinen Jahresrückblick, sondern eine anachronistische Top Ten. Diesmal soll es 1982 sein. Mehr oder weniger zufällig. Tatsächlich habe ich mir dieses Jahr ausgesucht und dann gemerkt, dass ich da gar nicht so viel empfehlen kann. Fast ausschließlich kann ich nur auf die sicheren Wahlen zurückgreifen, weil ich einfach keine Außenseiter kenne. Deshalb hier der Aufruf: Was gibt es verdammt nochmal in diesem Trauertal?</p><p
style="text-align: justify">Denn wahrlich, es ist ein Jahr des Umbruchs. Alte Recken wie Fassbinder und Antonioni machen ihre letzten Filme, bevor ihre Herzen rebellierten. Die Filmwellen, die seit Ende der 50er Jahre über die Welt schwappten, fallen zurück. So befindet sich auch Truffauts Tod in greifbarer Nähe. Selbst das noch junge New Hollywood liegt schon wieder danieder. Doch während Europa und Asien sich recht orientierungslos präsentieren, hat in Hollywood das Blockbusterkino seinen Schatten auszubreiten begonnen. 1982 ist es aber noch nicht wirklich spürbar, auch wenn <strong>E.T.</strong> die Straßen fegt. Vielmehr regieren biedere Dramen (siehe Roger Eberts und Gene Siskels Top Ten). Trotzdem kann dieses Jahr mit einigen Meisterwerken aufwarten, auch wenn es vielleicht nicht die Tiefe hat. Natürlich kann mir vorgeworfen werden, dass ich <strong>Blade Runner</strong> ignoriert habe, der mir aber trotz einigen Sichtungen immer seltsam fremd geblieben ist.</p><p><a
href="http://img714.imageshack.us/img714/3802/querelle.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img714.imageshack.us/img714/3802/querelle.jpg" alt="" width="100" height="143" /></a>10. <strong><a
title="Querelle" href="http://www.imdb.com/title/tt0084565/">Querelle</a> </strong>(BRD/F)</p><p
style="text-align: justify">Das Buch legt eher etwas wie Genets eigenen Film (Un chant d‘armour) nahe: verschlossen, stolz und lyrisch. Aber Fassbinder taucht <strong>Querelle</strong> in orangene Schwülstigkeit und macht so zum Abschluss seiner Karriere vielleicht nicht seinen besten, aber dafür seinen schönsten Film. So schafft er es selbst, den Kulissen, die nicht mehr Platz eingenommen haben können, als eine größere Theaterbühne zulässt, einen zarten Hauch von Leben einzuhauchen.</p><p><a
href="http://img190.imageshack.us/img190/4239/evilunderthesun.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img190.imageshack.us/img190/4239/evilunderthesun.jpg" alt="" width="100" height="152" /></a>9. <a
title="Das Böse unter der Sonne" href="http://www.imdb.com/title/tt0083908/"><strong>Das Böse unter der Sonne</strong></a> (GB)</p><p
style="text-align: justify">Vielleicht ist das Agatha Christie Whodunit Filmchen kein Meilenstein. Und vielleicht reicht es auch nicht an <strong>Tod auf dem Nil</strong> heran. Dafür ist Peter Ustinov als franz&#8230; belgischer Detektiv Hercule Poirot in anmaßender Hochform und der Cast um Diana Rigg, Jane Birkin, Maggie Smith und und und lässt sich auch nicht lumpen. Vor allem hat aber Guy Hamilton nach dem <strong>Mord im Spiegel</strong>-Fiasko deutlich an Eleganz zugelegt. Unzählige Male gesehen und kein bisschen langweilig.</p><p><a
href="http://img441.imageshack.us/img441/3464/thingg.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img441.imageshack.us/img441/3464/thingg.jpg" alt="" width="100" height="157" /></a>8. <a
title="The Thing" href="http://www.imdb.com/title/tt0084787/"><strong>Das Ding aus einer anderen Welt</strong></a> (USA)</p><p
style="text-align: justify">John Carpenter ist Anfang der 80er eine Bank und seine Variation des Körperfresser-Themas gehört zu den besten Umsetzungen, die es gibt. Statt allumfassende Bedrohungen im Alltag durchzudeklinieren, setzt er auf Klaustrophobie. Die Antarktisstation, die sich in kürzester Zeit in einen paranoiden Hexenkessel wandelt, wird damit aber nur existentieller in ihrer Wirkung.</p><p>&nbsp;</p><p><a
href="http://img213.imageshack.us/img213/8184/tenebraeu.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img213.imageshack.us/img213/8184/tenebraeu.jpg" alt="" width="100" height="167" /></a>7. <a
title="Tenebre" href="http://www.imdb.com/title/tt0084777/"><strong>Tenebre</strong></a> (I)</p><p
style="text-align: justify">Immer wieder deutet Dario Argento einen Meta-Giallo an. Der Schriftsteller, der durch Reporter und einen Killer mit dem Sexismus, dem Zwangsvulgarismus und dem Hass auf Andersartigkeit in seinen Büchern konfrontiert wird, wird aber nie ausgenutzt, um sich ernsthaft mit dem eigenen Genre auseinanderzusetzen. Vielmehr suhlt sich <strong>Tenebre</strong> in seinen Klischees und entwickelt einen faszinierenden Teufelskreis der Selbstbezogenheit, der zumindest im Film im Wahnsinn enden muss.</p><p><a
href="http://img98.imageshack.us/img98/314/derstandderdinge.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img98.imageshack.us/img98/314/derstandderdinge.jpg" alt="" width="100" height="139" /></a>6. <strong><a
title="Stand der Dinge" href="http://www.imdb.com/title/tt0084725/">Der Stand der Dinge</a> </strong>(BRD)</p><p
style="text-align: justify">Ich weiß gar nicht, warum er hier noch erscheint. Seit dem DÖS-Eingangsposting habe ich nur Ausschnitte gesehen und ich bin gespalten. Ich habe die großartigen Erinnerungen an vergangene Sichtungen, aber auch den Verdacht, dass er mir nicht mehr so viel Genuss bereiten wird, falls ich ihn wieder sehen sollte. Werde ihn im neuen Jahr doch mal wieder gucken. Solange tippe ich ihn auf die Sechs.</p><p><a
href="http://img7.imageshack.us/img7/3366/sehnsuchtderveronikavos.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img7.imageshack.us/img7/3366/sehnsuchtderveronikavos.jpg" alt="" width="100" height="138" /></a>5. <strong><a
title="Veronika Voss" href="http://www.imdb.com/title/tt0084654/">Die Sehnsucht der Veronika Voss</a> </strong>(BRD)</p><p
style="text-align: justify">Ein großer lakonischer Schlag gegen die 50er Jahre. Einerseits taucht Fassbinder seine Bilder in eine traurige Schönheit. Sehnsüchtig scheint der Blick zurück zu schmachten. Aber unter der wunderbaren Oberfläche lauern nur Wahnsinn und Verfall. Die Lügen über die Aufbaujahre der BRD, Glanz und Gloria, alles schmettert er nieder und zeigt eine Gesellschaft, die alles verdrängt, was nicht sauber genug ist. Drogenabhängige Stars aus der Vergangenheit, ebenso wie Juden, welche den Holocaust überlebten.</p><p><a
href="http://img69.imageshack.us/img69/7205/fitzcarraldoi.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img69.imageshack.us/img69/7205/fitzcarraldoi.jpg" alt="" width="100" height="146" /></a>4. <strong><a
title="Fitzcarraldo" href="http://www.imdb.com/title/tt0083946/">Fitzcarraldo</a> </strong>(BRD)</p><p
style="text-align: justify">Was soll noch über diesen Film gesagt werden. Ein Schiff wurde über einen Hügel gezogen. Indios boten die Ermordung Kinskis an. Herzog hat abgelehnt. Eine Oper soll im Amazonasdschungel gebaut werden. Alle sind besessen und haben diverse Grenzen von geistiger Gesundheit überschritten. Ist natürlich immer noch schön anzusehen und zu hören. Allein das Knarzen des Schiffes ist einen Blick wert.</p><p>&nbsp;</p><p><a
href="http://img440.imageshack.us/img440/3570/whitedog.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img440.imageshack.us/img440/3570/whitedog.jpg" alt="" width="100" height="120" /></a>3. <strong><a
title="White Dog" href="http://www.imdb.com/title/tt0084899/">White Dog</a> </strong>(USA)</p><p
style="text-align: justify">Eine Schauspielerin fährt einen weißen Schäferhund an und nimmt ihn bei sich auf. Schnell muss sie feststellen, dass er abgerichtet wurde, um Schwarze anzufallen. Mit seinem vorletzten Film setzte sich Samuel Fuller wieder ordentlich in die Nesseln. Seinem Tierhorror wurde Rassismus vorgeworfen und eine übertriebene Moralkeule. Erstes ist lachhaft und Zweites … verdammt er ist die Faust des Kinos, da ist nichts mit Dezenz. Aber (wie so oft) entwickelt gerade die Mischung aus Ungehobeltheit und tiefer Seele den Zauber seiner Filme.</p><p><a
href="http://img835.imageshack.us/img835/5103/conanthebarbarianu.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img835.imageshack.us/img835/5103/conanthebarbarianu.jpg" alt="" width="100" height="149" /></a>2. <a
title="Conan" href="http://www.imdb.com/title/tt0082198/"><strong>Conan, der Barbar</strong></a> (USA)</p><p
style="text-align: justify">Der Grabgesang für Flower-Power, das Erwachen aus einem Traum. Schluss mit Friede, Liebe, Gefühlen und solchen unmännlichen Dingen. In gewisser Weise ist Conan der Barbar ein einziger riesiger Phallus. Ein Film wie er Anfang der 80er Jahre entstehen musste. Die Bebilderung des Endes der Hoffnung auf eine schönere, liebevollere Welt. Eine Hoffnung die als dämonischer, dekadenter Verführungsversuch gebrandmarkt wird. Kaum vorstellbar, wie übel dass alles hätte sein können. Doch Milius&#8217; Hände sind die richtigen. Hier ist er auf dem Höhepunkt seiner Erzählkunst und verwandelt ein Fantasy-Abenteur in einen Epos. Übermenschlich groß erschafft er eine archaische, präatheistische Welt. Das Setdisgn ist unsagbar gut und die Bilder machen Dialoge größtenteils überflüssig. Er läßt sich beim Erzählen Zeit, nicht um die Charaktere auszuarbeiten (was gibt es bei archaischen Trampeln (mit Verlaub) auch auszuarbeiten), sondern um eine Welt voller Mythen und Legenden auferstehen zu lassen. Wunderbar vom Score untermalt.</p><p
style="text-align: justify">So träumt der Film den Traum einer intakten Form von einer heldenhaften, ungehobelten Männlichkeit und legt sich mehr Schlafen als es die Mitglieder des Hippiekultes um Bösewicht Thulsa Doom je könnten. Doch was hatte Hollywood je mit Realität zu schaffen. John Milius (so streitbar er selbst und die triefende Männlichkeit des Films auch ist) gibt lieber den Märchenonkel, der uns zu Kindern am Feuer macht. Mit leuchtenden Augen tauchen wir ein in seine Erzählung von einer rätselhaften, brutalen und mythischen Welt (und schafft so das, woran Bibelverfilmungen in Hollywood ständig scheitern).</p><p><a
href="http://img607.imageshack.us/img607/5858/draughtsmanscontract.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img607.imageshack.us/img607/5858/draughtsmanscontract.jpg" alt="" width="100" height="151" /></a>1. <a
title="Kontrakt des Zeichners" href="http://www.imdb.com/title/tt0083851/"><strong>Der Kontrakt des Zeichners</strong></a> (GB)</p><p
style="text-align: justify">Peter Greenaway nimmt den Zuschauer an die Hand und erzählt eine Geschichte über einen Zeichner, der sich in einem Labyrinth aus Bildern, Indizien und Anspielungen verliert. Voll Lust entspinnt Greenaway eine gewaltige, hinterhältige Welt am Ende des 17. Jahrhunderts in England. An der Hand des Regisseurs scheint all das schön, einfach und verlockend. Doch bevor es einem bewusst wird, hat er seine Hand schon entzogen. Zurück bleibt nur sein freudiges Lächeln, wenn klar wird, dass dieser klaren Welt der Boden entzogen wurde … ein paranoides Plädoyer für mehr Verschwörungstheorien … in der Kunst.</p><hr
/><p>Das Verfolgerfeld wäre:</p><p>Star Trek II: Der Zorn des Khan (USA)</p><p>Nur 48 Stunden (USA)</p><p>Café Flesh (USA)</p><p>Rambo (USA)</p><hr
/><p>Was lief 1982 sonst noch? <a
title="Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/1982_in_film">Hier</a> einzusehen.</p><p>Was denken andere?</p><p><strong>Gene Siskel</strong><br
/> 1. Moonlighting<br
/> 2. Tootsie<br
/> 3. E.T.<br
/> 4. Diva<br
/> 5. Mephisto<br
/> 6. Lola<br
/> 7. Personal Best<br
/> 8. Three Brothers<br
/> 9. Das Boot<br
/> 10. An Officer and a Gentleman</p><p><strong>Roger Ebert</strong><br
/> 1. Sophie&#8217;s Choice<br
/> 2. Diva<br
/> 3. E.T.<br
/> 4. Fitzcarraldo / Burden of Dreams<br
/> 5. Personal Best<br
/> 6. Das Boot<br
/> 7. Mephisto<br
/> 8. Moonlighting<br
/> 9. The Verdict<br
/> 10. The Weavers: Wasn&#8217;t That a Time</p><div
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href="http://www.the-gaffer.de/blog/2012/01/24/kontrapunkt-flop-five-2011/" rel="bookmark" class="crp_title">Kontrapunkt: Flop Five 2011</a></li><li><a
href="http://www.the-gaffer.de/blog/2011/09/21/luftigkeit-freude-um-elf-uhr-nachts-pierrot-le-fou-f-1965/" rel="bookmark" class="crp_title">Luftigkeit &amp; Freude um Elf Uhr Nachts &#8211; Pierrot le fou (F 1965)</a></li></ul></div><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/the-gaffer/ttui/~4/gwC025rIBzw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.the-gaffer.de/blog/2012/01/01/1982-der-diskrete-charme-eines-filmjahres/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>7</slash:comments> <feedburner:origLink>http://www.the-gaffer.de/blog/2012/01/01/1982-der-diskrete-charme-eines-filmjahres/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=1982-der-diskrete-charme-eines-filmjahres</feedburner:origLink></item> <item><title>Kontrapunkt: Vergessene Filme – TV in den 90ern</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/the-gaffer/ttui/~3/vR7psxw9ByU/</link> <comments>http://www.the-gaffer.de/blog/2011/12/30/kontrapunkt-vergessene-filme-tv-in-den-90ern/#comments</comments> <pubDate>Fri, 30 Dec 2011 13:59:44 +0000</pubDate> <dc:creator>luzifus</dc:creator> <category><![CDATA[Kontrapunkt]]></category> <category><![CDATA[Kurtz & Knapp]]></category> <category><![CDATA[alan metzger]]></category> <category><![CDATA[andrew mccarthy]]></category> <category><![CDATA[armin rohde]]></category> <category><![CDATA[christoph waltz]]></category> <category><![CDATA[das finale]]></category> <category><![CDATA[der todesplanet]]></category> <category><![CDATA[francis fulton-smith]]></category> <category><![CDATA[hansa rostock]]></category> <category><![CDATA[lisa bonet]]></category> <category><![CDATA[mark l. lester]]></category> <category><![CDATA[new eden]]></category> <category><![CDATA[night of the running man]]></category> <category><![CDATA[scott glenn]]></category> <category><![CDATA[sexleben]]></category> <category><![CDATA[sigi rothemund]]></category> <category><![CDATA[stephen baldwin]]></category> <category><![CDATA[tobin bell]]></category> <guid isPermaLink="false">http://www.the-gaffer.de/?p=12246</guid> <description><![CDATA[<p
style="text-align: justify;">Bei einigem nostalgischen Stöbern in den unermesslichen Hallen meines Videoarchivs kam mir der Gedanke, eine Reihe mit &#8220;vergessenen Filmen&#8221; zu starten. Nicht einmal 500 Menschen haben diese Produktionen in der IMDb bewertet, sie sind einem breiten Publikumskreis bisher nicht bekannt? Super, dann schaue ich sie mir an! Zunächst [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: justify;">Bei einigem nostalgischen Stöbern in den unermesslichen Hallen meines Videoarchivs kam mir der Gedanke, eine Reihe mit &#8220;vergessenen Filmen&#8221; zu starten. Nicht einmal 500 Menschen haben diese Produktionen in der IMDb bewertet, sie sind einem breiten Publikumskreis bisher nicht bekannt? Super, dann schaue ich sie mir an! Zunächst habe ich TV-Produktionen der 90er Jahre (wieder-)entdeckt.</p><p
style="text-align: justify;"><strong><a
href="http://img689.imageshack.us/img689/1599/dertodesplanetnewedenpo.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img689.imageshack.us/img689/1599/dertodesplanetnewedenpo.jpg" alt="" width="170" height="310" /></a><a
title="Der Todesplanet - New Eden IMDB" href="http://www.imdb.com/title/tt0110653/">Der Todesplanet – New Eden</a></strong> (USA 1994)</p><p
style="text-align: justify;">Stephen Baldwin gibt im 23. Jahrhundert als zu einer Haftstrafe verurteilter Ingenieur auf einem Wüstenplaneten den Öko-Messias und kämpft mit einem friedliebenden Völkchen nach moralischen Bedenken dann doch gegen brandschatzende und mordende „Sand-Piraten“. Tobin Bell, bekannt als Mastermind aus den „Saw“-Filmen, unterrichtet ihn vorher in der Kampfkunst und noch weiter vorher kriegt er die heißeste Ische im Trümmerdorf (Lisa Bonet) ab, deren Haar trotz permanentem Wassermangels und Übergriffen stets perfekt frisiert ist. In einer dürftigen Story werden viel „Dune“, ein bisschen „Mad Max“ und ein Hauch von „Star Wars“ (Söhnchen heißt schließlich Luke) zu einem unentschlossenem, aber immerhin leidlich unterhaltenden SciFi-Liebesdrama-Action-Brei gemixt, dessen Finale (ein Zweikampf!) leider mangels Budget ziemlich enttäuscht. Originell: die häufig eingesetzte Blockflöte beim angedeuteten Ethno-Score. Doch insgesamt regiert neben großartig schlechten Papier-Monologen wie „Tut es nicht, weil es moralisch ist. Tut es, weil es vernünftig ist!“ das Mittelmaß.</p><p><strong><a
href="http://img638.imageshack.us/img638/7605/nightoftherunningmanpos.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img638.imageshack.us/img638/7605/nightoftherunningmanpos.jpg" alt="" width="170" height="261" /></a><a
title="Night of the Running Man IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0110668/">Night of the Running Man</a></strong> (USA 1995)</p><p
style="text-align: justify;">Las Vegas – die Stadt der zerplatzenden Träume: Taxifahrer Jerry (Andrew McCarthy) findet auf dem Rücksitz einen Koffer voller Geld. Der Dieb kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Dumm nur, dass es der eigentliche Besitzer zurückhaben möchte und der gewiefte Killer Eckhart (Scott Glenn) auf ihn angesetzt wird, der Jerry quer durch die USA verfolgt. Dieser virile Geselle wird treffend eingeführt mit einer Sex-Szene und einem Dialog mit einem alten Freund, bei dem Eckhart ihn zuerst fragt, wie es um sein Sexleben bestellt ist. Potenz ist ein zentrales Motiv bei dieser Hatz, da auch dem von der Pussy zum Mann mutierenden Jerry nach diversen Drangsalierungen nur mit Hilfe einer gerade kennengelernten und schon begatteten Krankenschwester die Flucht gelingt. Kein Wunder eigentlich, denn Mark L. Lester saß auf dem Regiestuhl, der ja schon in <a
title="Phantom-Kommando Eskalierende Träume" href="http://www.eskalierende-traeume.de/phantom-kommando-revisited/">&#8220;Phantom-Kommando&#8221; Action und die männliche Sexualität miteinander verband und verhandelte</a>. Ein kleiner, spannender und handwerklich solider Actionthriller, der jedoch im Verlauf zunehmend mit einigen Konstruiertheiten und logischen Schwächen zu kämpfen hat und zwei auffällige Untersichten rätselhafter Bedeutung als auffälligstes Stilmittel in einer ansonsten konventionellen Inszenierung aufweist.</p><p
style="text-align: justify;"><strong><a
href="http://img842.imageshack.us/img842/3696/dasfinalefrancisfultons.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img842.imageshack.us/img842/3696/dasfinalefrancisfultons.jpg" alt="" width="170" height="163" /></a><a
title="Das Finale IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0158618/">Das Finale</a></strong> (D 1998)</p><p
style="text-align: justify;">Während des DFB-Pokalfinals zwischen Hertha BSC und Hansa Rostock dringt eine Bande von Terroristen ins Berliner Olympiastadion ein, erbeutet die Ticketeinnahmen und verschanzt sich in der Überwachungszentrale. Einzig der Ex-Polizist und jetzige Chef der Sicherheitsfirma Tobias Bender kann da noch helfen. In dieser deutschen Antwort auf „<a
title="Sudden Death IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0114576/"><strong>Sudden Death</strong></a>“  gibt Francis Fulton-Smith den Möchtegern-Bruce Willis mit dem Charisma eines quietschgelben Auswärtstrikots. Der wie eh und je trockene und coole Christoph Waltz mit Rollennamen Kant spielt ihn als Ober-Bösewicht lässig an die Wand und Armin Rohde als der wohl schlechteste, da analysefreiste Fußball-Kommentator schlechthin, bleibt eine unnötige Witzfigur. Überraschende Wendungen, Archivaufnahmen eines echten Fußballspiels und eine zumindest gegen Ende ordentlich kleckernde Pyrotechnik sorgen in dieser stark auf amerikanische Vorbilder schielende ProSieben-Produktion trotz einiger tiefer Griffe in die Klischeekiste (traumatische Vergangenheit des Protagonisten, arg dick aufgetragene Love interest) für Abwechslung.</p><div
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style="text-align: right"> &#8220;Where is heaven when you&#8217;re outer space.&#8221;</p><p
style="text-align: justify">Die Flaming Lips sind vielleicht am besten, wenn sie mit naiver Selbstverständlichkeit Schnapsideen umsetzen. Ideen, für deren Umsetzung jeder andere Bewohner dieses Planeten zu viel gesunden Menschenverstand oder zu wenig weltvergessenes Selbstvertrauen hat. Sie haben mit „Zaireeka“ ein [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: right"><a
href="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/recall_weihnachten.jpg"><img
class="aligncenter size-full wp-image-9439" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px" src="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/recall_weihnachten.jpg" alt="" width="499" height="111" /></a><br
/> <em>&#8220;Where is heaven when you&#8217;re outer space.&#8221;</em></p><p
style="text-align: justify">Die Flaming Lips sind vielleicht am besten, wenn sie mit naiver Selbstverständlichkeit Schnapsideen umsetzen. Ideen, für deren Umsetzung jeder andere Bewohner dieses Planeten zu viel gesunden Menschenverstand oder zu wenig weltvergessenes Selbstvertrauen hat. Sie haben mit „Zaireeka“ ein Album aufgenommen, das sich auf 4 gleichzeitig abzuspielenden CDs befindet. Auf Konzerten kann es passieren, dass zu glücksversprühenden Melodien Sänger Wayne Coyne in einer Kunststoffblase über das Publikum läuft und selig lächelt, während auf der Bühne umringt von außerirdischen Cheerleadern und Santa Clausen der Rest der Band im Konfettiregen untergeht. Doch was die Lips so groß macht, ist, dass hinter all dieser Naivität und Freude die Welt mit einer wahnsinnigen Fratze hervor lugt. So kann sich in selben Moment des Konzertes auf der Leinwand hinter der Band gerade jemand per Pistolenschuss das Leben nehmen. Ihr just erschienener Song <a
href="http://flaminglipstwentyfourhoursong.com/">7 Skies H3</a> versprüht in seiner imposanten Spielzeit von 24 Stunden auch eher besessene Beklommenheit als Lebensfreude.</p><p
style="text-align: justify"><a
href="http://img337.imageshack.us/img337/5128/christmasonmars.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img337.imageshack.us/img337/5128/christmasonmars.jpg" alt="" width="167" height="250" /></a>Nach der Jahrhundertwende wollte sich nun besagter Wayne Coyne einen lang gehegten Traum verwirklichen. Er wollte einen Science-Fiction-Weihnachtsfilm drehen. Da er aber kaum über die ausreichenden Mittel verfügte, diese vielleicht auch gar nicht haben wollte, weil Selbstbasteln viel mehr Erfüllung bereithält, drehte er in seinem eigenen Garten und in umliegenden, leer stehenden Industriehallen in selbstgezimmerten Kulissen. Das Problem mit dem Endprodukt <a
href="http://www.imdb.com/title/tt0363240/"><strong>Christmas on Mars</strong></a> ist, dass die Leidenschaft an jeder Ecke zu spüren ist, aber genau so der Umstand, dass hier jemand etwas tut, mit dem er nicht vertraut ist. Das Wayne Coyne vielleicht etwas macht, was er liebt, aber bei dem er sich nicht mit derselben intuitiven Zielsicherheit bewegen kann, wie in der Musik.</p><p
style="text-align: justify">Besagte Kulissen stellen aber noch ein geringes Problem dar. Dafür ist die Geschichte von der abgeschnittenen Raumstation, die von einem stummen Alien (Wayne Coyne) im Santa Kostüm heimgesucht wird, eine dramaturgische Gurke sondergleichen. <strong>Christmas on Mars</strong> folgt fast die gesamte Zeit dem ständig durch die Station laufenden Mayor Syrtis (Steven Drozd), der sich auf der Suche nach seinem Santa-Darsteller für die Weihnachtsparty befindet. Endlos wandert er durchs Nichts. Nebenbei erfährt der Zuschauer zwar, dass die Station immer mehr auseinanderfällt und die letzte Frau Komplikationen bei ihrer Schwangerschaft hat. Das Ende der Station und vielleicht der Menschheit scheint zu nahen. Doch durch die dahin plätschernden Dialoge und die nichtssagenden Handlungen bleibt alles ein riesiger Brei. Die stark gestreckte Handlung endet zudem so plötzlich, wie der Aufbau langwierig war. <strong>Christmas on Mars </strong>gleicht so dem Blick auf eine Sanduhr … erst zieht sich die zeitlose Monotonie ewig hin, aber sobald das letzte Korn fällt, scheint alles nur vorbeigerast zu sein.</p><p
style="text-align: justify">Die größte Schwierigkeit ist aber, dass hinter der offensichtlichen Symbolik eine geradezu lächerlich hochtrabende Fragestellung lauert. Hinter dem mehrmals gesagten „Human beings weren’t meant to live in space.“ verbirgt sich nichts weniger als die Frage, ob die Menschheit, welche nicht in der Lage ist, mit seinesgleichen und seiner Umwelt zu leben, Überlebenschancen hat. Auf seltsame Weise rettet sich <strong>Christmas on Mars</strong> aber gerade dadurch vor dem totalen Scheitern. Den Schlüssel dazu liefert Hauptdarsteller Steven Drozd, Gitarrist, Drummer und Keyboarder der Flaming Lips.</p><p
style="text-align: justify">Wer weiß, dass der Film auf dem Höhepunkt seiner Heroinsucht entstand, am Rande zu dessen Tod, dem kann sein Spiel merklich erschüttern. Er starrt orientierungslos an seiner Umwelt vorbei, ringt mit seinem Text und damit sich nicht zu verlieren. Nach zwei Worten kämpft er schon mit der Erinnerung, was er eben sagte. Ständig scheinen seine Gedanken abzuschweifen und in seinem Gesicht steht eine riesige Anstrengung nach Konzentration geschrieben. Aber die anderen Darsteller benehmen sich kaum anders. Ob gewollt oder nicht, entwickelt <strong>Christmas on Mars</strong> so eine beindruckende Darstellung von „Space Madness“, die selbst „Ren &amp; Stimpy“ alt aussehen lässt. Durch die andauernde Isolation verlieren sich die Astronauten in ihren Gedanken und die Verbindung zu ihren Kollegen scheint unmöglich. Verloren stehen sie sich gegenüber und können nichts miteinander anfangen, weil sie Rätsel füreinander sind. Paranoia und Hilflosigkeit sind nur der Anfang. Stammeln und Orientierungslosigkeit kumulieren in einer halluzinierten Blaskapelle, deren Mitglieder keine Köpfe, sondern weibliche Genitalien haben. Zwischen den Menschen herrscht eine Kälte wie im sie umgebenden All, die sie geistig aufzufressen droht.</p><p
style="text-align: justify">Dieser beängstigende zwischenmenschliche Wahnsinn wiegt zwar nicht alle ermüdenden Unzulänglichkeiten auf, schafft es aber, sich langwierig im Kopf zu verankern und große Teile der zweiten Hälfte des Films zu einem wirren Erlebnis zu machen. Einem breiigen Erlebnis in dem der Erfolg sich zur Abwechslung mal nicht in einem langen, harten, klar strukturierten Gegenstand findet, sondern sich hinter mehrmalige Griffe in undefinierbaren Massen versteckt. Geradezu utopisch.</p><p
style="text-align: center"><a
href="http://www.lazlokovacs.org/Bilder/christmas.jpg"><img
class="aligncenter" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px" src="http://www.lazlokovacs.org/Bilder/christmas.jpg" alt="" width="490" height="276" /></a></p><div
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style="text-align: justify">Und weiter geht’s mit meinem „Parental Advisory“-Guide für Cineasten-Eltern. Einmal mehr drei Trash-Filme, von denen nur einer als potenzielles Weihnachtsgeschenk keine Rutenschläge nach sich zieht.</p><p
style="text-align: justify">Todesparty (GB/USA 1986)</p><p
style="text-align: justify">Von seinen Mitschülern am „April Fool’s Day“ drangsalierter und durch einen blöden Zufall entstellter Außenseiter rächt [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: justify"><strong></strong>Und weiter geht’s mit meinem „Parental Advisory“-Guide für Cineasten-Eltern. Einmal mehr drei Trash-Filme, von denen nur einer als potenzielles Weihnachtsgeschenk keine Rutenschläge nach sich zieht.</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img577.imageshack.us/img577/2543/todespartyslaughterhigh.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img577.imageshack.us/img577/2543/todespartyslaughterhigh.jpg" alt="" width="170" height="236" /></a><a
title="Todesparty Slaughter High IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0091969/">Todesparty</a> </strong>(GB/USA 1986)</p><p
style="text-align: justify">Von seinen Mitschülern am „April Fool’s Day“ drangsalierter und durch einen blöden Zufall entstellter Außenseiter rächt sich bei fingiertem Klassentreffen. Mordsspaß ist also angesagt auf der „Todesparty“. Die billige Schnellschuss-Produktion, die sich in seinen inhaltlichen Motiven überhaupt nicht an &#8220;<a
title="Freitag der 13. IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0080761/">Freitag, der 13.</a>&#8221; orientiert, weist zahlreiche Schwächen auf. Die spartanisch ausgestatteten Sets sehen so gar nicht nach Schule aus, die Stunts (Motorradfahrer legt sich mit gefühlten 5 km/h auf die Fresse) und Splatter-Effekte sind schlecht getrickst, mit der Logik ist es genretypisch auch nicht weit her. Oder warum lässt ein Killer, wenn er will, dass seine Opfer zur Party ins Haus kommen, die Türen verschlossen? Natürlich stiehlt sich das überkonstruierte Drehbuch – April, April! – am Ende mit einem obligatorischen Traum-Twist aus der Affäre, was diesen kruden Baukasten grob zusammengezimmerter Genre-Versatzstücke noch ärgerlicher macht. Die zwei einzigen Highlights sind der amerikanische Originaltitel („Slaughter High“ – YEAH!) und das mutig-schräge Synthie-Thema von Komponist Harry Manfredini, das neben obskuren Verrenkungen im Sport-„Unterricht“ und einem miesen Frau-löst-sich-in-Säure-auf-Effekt zumindest für etwas Belustigung und Stimmung sorgt. Eine unfreiwillig komische, dümmliche Slasher-Gurke, für welche das Team um das uninspirierte Regie-und-Drehbuch-Trio mindestens den ganzen April hindurch nachsitzen müsste.</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img16.imageshack.us/img16/6597/billtedsverrcktereisedu.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img16.imageshack.us/img16/6597/billtedsverrcktereisedu.jpg" alt="" width="170" height="255" /></a><a
title="Bill &amp; Ted's Excellent Adventure IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0096928/">Bill &amp; Teds verrückte Reise durch die Zeit</a> </strong>(USA 1989)</p><p
style="text-align: justify">Endlich habe ich diese großartige Trash-Komödie um die konfliktarme Zeitreise zweier dummbrotiger Möchtegern-Rocker mit Lücken beim Geschichts-Wissen auch einmal gesehen. Mit zahlreichen Referenzen auf die Popkultur, einen großartigen 80er Jahre-Rocksoundtrack u. a. mit Vital Signs und Shark Island und einer flotten Inszenierung wird erfolgreich davon abgelenkt, dass man gerade potenzierten Nonsens zu sehen bekommt. Die schauspielerischen Leistungen sind eher mäßig, weswegen sich Keanu Reeves heute für seine Hauptrolle eher schämt. Der anarchische, freche Humor (in welchem anderen Film sieht man Napoleon Eis essen oder euphorisch auf der Wasserrutsche?) und betont mäßige Effekte bei der Zeitreise tragen maßgeblich zur Kurzweiligkeit bei, die dieser sorglose Film nach über 20 Jahren immer noch verbreitet. In diesem Sinne: „Bunt ist die Welt und granatenstark. Volle Kanne, Hoschis!“</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img707.imageshack.us/img707/9076/hidden3dplakatdvd.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img707.imageshack.us/img707/9076/hidden3dplakatdvd.jpg" alt="" width="170" height="241" /></a><a
title="Hidden 3D" href="http://www.imdb.com/title/tt1664664/">Hidden 3D</a></strong> (Italien/Kanada 2011)</p><p
style="text-align: justify">Der Titel sollte zur Vermarktungsmaxime dieses Heulers erhoben werden: Verstecken – und zwar ganz tief hinten im Regal. Die hanebüchene Ausgangsidee mit Experimenten einer Psychiaterin, die entdeckt, dass das Gift eines Insekts die Sucht von Patienten körperlich externalisiert, ist albern, steht aber dem Fortgang – Twens steigen in den „Folterkeller“ hinab – in nichts nach. Es regiert in den immerselben grau-braunen Bildern, gelegentlichen 3D-Effekten und den Angriffen hungriger Kinder die Langeweile, wenn nicht die weiblichen Protagonisten mit ihrem Dauergejammer und –geheule an den Nerven des Zuschauers zerren. Immerhin ist dieser grottige Spuk mit arg verschenktem Showdown schon nach 74 Minuten vorbei – die sich dennoch wie zwei Stunden anfühlen. Weiter von mir dazu bei <a
title="NEGATIV DVD Kritik Hidden 3D" href="http://www.negativ-film.de/2011/12/hidden-3d.html"><strong>NEGATIV</strong></a>.</p><div
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style="text-align: center;"></p><p
style="text-align: justify;">In vielerlei Hinsicht ist A Place in the Sun (oder eben &#8220;Ein Platz an der Sonne&#8221;) ein schizophrener Film. Oder nein. Er ist ein zutiefst menschlicher Film, der nicht kohärent sein kann, weil es die Menschen nicht sind. Zu reich an Emotionen, Erfahrungen und Vorstellungen [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: center;"><img
style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" src="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/recall_1_fertig2.jpg" alt="" width="499" height="111" /></p><p
style="text-align: justify;">In vielerlei Hinsicht ist <a
href="http://www.imdb.com/title/tt0043924/"><strong>A Place in the Sun</strong></a> (oder eben &#8220;Ein Platz an der Sonne&#8221;) ein schizophrener Film. Oder nein. Er ist ein zutiefst menschlicher Film, der nicht kohärent sein kann, weil es die Menschen nicht sind. Zu reich an Emotionen, Erfahrungen und Vorstellungen sind sie. Zu widersprüchlich ihre Wünsche, zu unvereinbar ihre Vergangenheit und ihre Zukunft. <strong>Ein Platz an der Sonne</strong> zeigt uns einen solchen Menschen, lässt uns tief in ihn Blicken und uns einen unermesslichen Reichtum erfahren.</p><p
style="text-align: justify;"><a
href="http://img259.imageshack.us/img259/8783/aplaceinthesun.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img259.imageshack.us/img259/8783/aplaceinthesun.jpg" alt="" width="160" height="250" /></a>George Eastman (<strong>Montgomery Clift</strong>) ist ein Tagelöhner, geflohen vor dem religiösen, asketischen Leben seiner Eltern, der nach Los Angeles zu seinen reichen Verwandten kommt. Von diesen wird er mit einer Stelle an einem Fließband abgespeist. Was von dort beginnt, könnte eine filmische Ruptur genannt werden. Er wird zerrissen zwischen seinen Möglichkeiten, seinen Träumen, seiner Herkunft und der Realität. Er wird unter unerträgliche Spannungen gesetzt und aufgespannt. Regisseur <strong>George Stevens</strong> zeigt uns folglich nicht einen Film, sondern zwei. Mindestens.</p><p
style="text-align: justify;">Da ist einmal das realistische Drama. Allein in der Großstadt fängt er, trotz des expliziten Verbotes, eine Affäre mit der Kollegin Alice Tripp (<strong>Shelley Winters</strong>) an. Einsamkeit? Trotz? Zuneigung? Wer kann sagen, was die Motivation für die Beziehung ist. Die von Hollywood so prominent propagierte Liebe ist es jedenfalls nicht. Zu deutlich hängt er seinen Träumen von Modell Angela Vickers (<strong>Elizabeth Taylor</strong>) hinterher. Doch die Kamera (<strong>William C. Mellor</strong>) zeigt nichts, was George Grund zum Träumen gibt. Die dunklen Straßen, die kleinen Räume, der triste Arbeitsplatz, nie scheint die Sonne zu strahlen, nichts als Realismus über das Leben von Arbeitern am unteren Lohnniveau. Wahrscheinlich findet er sich einfach nur mit seiner Situation ab. Doch auf George wartet eine Überraschung. Sein Onkel erinnert sich seiner, befördert ihn und führt ihn in die gehobene Gesellschaft ein. Er lernt Angela Vickers kennen und beide verlieben sich. Die Bilder leuchten … und Elizabeth Taylor glitzert weit mehr, als es die Diamanten um ihren Hals könnten. Ein riesiger Schmachtfetzen macht sich neben dem Realismus breit. George landet in einem Märchen sondergleichen, dass sich wie in einer Parallelwelt abzuspielen scheint.</p><p
style="text-align: justify;">Die ellenlangen Überblendungen, welche die Übergänge zwischen den beiden Realitäten darstellen, lassen aber keinen Zweifel daran, dass George nur in einer Welt lebt. Eine Welt, in der alle seine Träume wahr zu werden scheinen, eine Welt, in der Alice schwanger ist, eine Welt, in den 50er Jahren, wo schwangere Frauen Ehemänner brauchen, eine Welt, in der George gefeuert wird, wenn seine Beziehung zu Alice publik wird, eine Welt, in der er sich entscheiden muss … zwischen seinen Träumen oder auf welcher Leiche er diese aufbaut.</p><p
style="text-align: justify;">Bis zum Ende gibt es keine einfache Lösung, keine einfache Moral. <strong>Ein Platz an der Sonne </strong>ist genauso zerrissen, wie George Eastman, dessen Geschichte George Stevens erzählt. Die Sensibilität und Vieldeutigkeit der Kargheit eines Robert Bresson steht neben der Charakterzeichnung und ausufernden Bildsprache eines Melodrams von Douglas Sirk. Einerseits herrscht eine unerbittliche Härte … jederzeit wird über George Gericht gehalten, seine Taten hinterfragt und geprüft, wie in keinem anderen Film wird die schmerzliche Unumkehrbarkeit unserer Handlungen deutlich. Nichts kann er tun um seinen Traum zu retten, nie wird er seine andere Realität los. Er kann sich winden, wie er will, nichts lässt ihn eine einheitliche, klare Welt erlangen … oder Erlösung. In jedem der beiden Realitäten, in denen er gefangen ist, wird er von der anderen verfolgt … mit unerbittlicher Härte. Doch gleichzeitig ist <strong>Ein Platz in der Sonne</strong> voller Mitgefühl und Verständnis, denn das Urteilen wird den Protagonisten überlassen. Es herrscht eine süße, zärtliche Schmerzhaftigkeit von der eine grenzenlose Wärme für das Leben mit all seiner Härte ausgeht.</p><p
style="text-align: justify;">Eine der wichtigsten Qualitäten, mit denen dieser Prinz unter den Melodramen gekrönt wird, ist die den Bildern vertrauende Erzählweise. Wenn Marcel in <strong>Auf der Suche nach der verlorenen Zeit</strong> in ein Pissoir geht, dann wird er mit Erinnerungen überflutet, die Proust Seite um Seite vor uns ausbreitet. Marcel selbst und seine Vergangenheit werden so für den Leser greifbar. Georg Stevens und William C. Mellor schaffen dasselbe mit ihren einfachen Bildern, die Räume für Unausgesprochenes aufreißen. Wenn George beispielweise vor singenden Kindern aus einer Predigergemeinde steht, spiegelt sich nicht nur seine Kindheit. Seine Herkunft, sein Verhältnis zum Jetzt, seine tiefe Zerrissenheit werden deutlich. Hinter Montgomery Clifts Gesicht wird ein dunkler, unendlicher Raum geöffnet, der Bände spricht, obwohl er nie mehr als Ahnungen beinhaltet. Alles was er nicht sagt und vielleicht nicht sagen kann, steht in diesen schlichten Fenstern zu seiner Welt und seiner Seele.</p><div
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style="text-align: center"></p><p
style="text-align: justify">Schwarz-Weiß können die Bilder kaum genannt werden. Schwarz-Dunkelgrau trifft es eher. Selbst wenn in Red Angel die Sonne scheint, ist die Leinwand wie von Schmutzrückständen bedeckt. Lediglich die weißen Verbände oder Ärztekittel leuchten aus der Düsternis der Bilder. Der Blick auf den japanisch-chinesischen Krieg ist [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: center"><img
style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px" src="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/recall_1_fertig2.jpg" alt="" width="499" height="111" /></p><p
style="text-align: justify">Schwarz-Weiß können die Bilder kaum genannt werden. Schwarz-Dunkelgrau trifft es eher. Selbst wenn in <a
href="http://www.imdb.com/title/tt0139820/"><strong>Red Angel</strong></a> die Sonne scheint, ist die Leinwand wie von Schmutzrückständen bedeckt. Lediglich die weißen Verbände oder Ärztekittel leuchten aus der Düsternis der Bilder. Der Blick auf den japanisch-chinesischen Krieg ist der Blick in einen Abgrund, in einen dunklen, enigmatischen Krater. Mit stöhnenden und schreienden Körpern überfüllte Krankhäuser und Lazarette bilden den ständigen Hintergrund des Geschehens. Das schummrige Licht gibt einem gerade so viel zu erkennen, dass dieses verworrene, undurchdringliche Regen der Glieder von einem Loch voller Insekten unterschieden werden kann. Der siebente Kreis der Hölle scheint um die Ecke zu liegen.</p><p
style="text-align: justify"><a
href="http://img42.imageshack.us/img42/2472/redangel.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img42.imageshack.us/img42/2472/redangel.jpg" alt="" width="170" height="238" /></a>Krankenschwester Nishi Sakura (<strong>Wakao Ayako</strong>) wird 1939 an diesen verdammten Platz versetzt. Oder vielmehr sind es zwei Plätze: das Armeekrankenhaus weit hinter der Front und ein Feldlazarett direkt hinter der Linie. Während das Grauen in Ersterem eher dezent und unterschwellig daherkommt, ist es im Zweiten unerträglich in seiner Deutlichkeit. Regisseur <strong>Masumura Yasuzō</strong> lässt seine Hauptdarstellerin zwischen diesen beiden Polen pendeln. Immer wieder erhält sie die Möglichkeit, sich von der Front zu erholen. Immer wieder sucht sie nach Wegen, das Erlebte geistig gesund zu überstehen. Einen Sinn scheint sie nur in hingebungsvoller, selbstverleugnender Hilfe zu finden. Sie wird zum titelgebenden roten Engel. (<strong>Akai tenshi</strong>, so der Titel im Original, wurde im Österreichischen Filmmuseum als „Der rote Engel“ gezeigt, aber da es bisher zu keiner deutschen Veröffentlichung kam, verwende ich weiter den englischen Titel „Red Angel“)</p><p
style="text-align: justify">Für die Soldaten im Krankenhaus ist sie nur ein Stück Fleisch, ein Objekt für ihren irren, verzweifelten Eros. Die Berichte von chronischen Dauererektionen in den Lazaretten der Weltkriege macht Masumura zur fürchterlichen Realität. Gleich zu Beginn wird Nishi vergewaltigt &#8230; ohne Konsequenzen für den Täter. Womit soll dieser auch noch bestraft werden? Doch sie akzeptiert die Umstände.  Durch den Schmerz der Anderen verliert sie den Blick auf sich selbst. Oder kann sie ihre Identität nur durch Helfen und Vergeben retten, durch das Hintenanstellen der eigenen Empfindungen? Jedenfalls versucht sie diesen erbärmlichen Teufeln etwas Erlösung zu verschaffen, physisch und metaphysisch. Aber retten kann sie niemanden, die einen sterben, die anderen dürfen nicht nach Hause zurück, weil Krüppel, die Kriegsmoral untergraben würden. Die Welt (des Krieges) widersteht Nishis Rettungsversuchen. Die Welt (des Krieges) schaut auf alle herab und zerdrückt sie wie Insekten zwischen den Fingern.</p><p
style="text-align: justify">Doch das wahre Grauen wartet an der Front. Dort liegen Unmengen an Verwundeten einfach rum, Unmengen werden unaufhörlich angeliefert und da keine Zeit und keine Medizin vorhanden sind, wird schlicht und einfach amputiert. Unaufhörlich amputiert. Die Gliedermasen stapeln sich schon in überfüllten Fässern. Doch Masumura braucht keine Bilder, um den Schrecken einzufangen. Sein Sounddesigner <strong>Tobita Kimio</strong> unterlegt alles mit markerschütternden Stöhnen, Schreien, Ächzen, Schluchzen, Knacken und Sägen. Das, was die elegisch dahin schwelgenden Bilder an Explizität doch noch vermeiden, das bringt der Ton um so deutlicher ins Bewusstsein. Statt zu zeigen, lässt <strong>Red Angel </strong>die Phantasie walten. Und das nicht zu knapp.</p><p
style="text-align: justify">Entmenschlichter und aufreibender wurde Krieg vielleicht nie dargestellt. Das Würgen der Cholera-Infizierten, die Schreie des unfassbaren Schmerzes, die Verrohung des Menschen, das magische Schwarz des Blutes (wie lächerlich würde rot an dieser Stelle wirken). Und trotzdem ist Red Angel wunderschön. Masumura erhebt nie den Finger. Er zeigt das persönliche Leiden Nishi Sakuras in einem enigmatischen Kunstwerk, das alle Grenzen des gezeigten hinter sich lässt. Es geht nicht darum zu zeigen, das Krieg fürchterlich ist. Es wird nach Erklärungen gesucht, wie Menschen unter solchen Bedingungen existieren können, wie sie weiterhin Glück empfinden können, wie sie vor der sie umgebenden Hölle bestehen können. Er zeigt eine Frau auf der Suche nach Rettung … für sich und alle anderen. Eine Hölle, in der sich Nishi in einen morphiumsüchtigen Arzt verliebt. Einen Arzt, der ihr Hoffnung, verzweifelte, unerreichbare Hoffnung schenkt. Wenn sie ihn trifft ist die Szenerie von getragener barocker Musik untermalt. In dieser Musik liegt alles, was den Film ausmacht: Schönheit, Geborgenheit, Resignation und Tod.</p><div
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style="text-align: justify;">Es ist wieder einmal soweit: Ich habe Schund gesehen! Und das nicht zu knapp – trotz hoher Budgets.</p><p
style="text-align: justify;">Spawn (USA 1997) </p><p
style="text-align: justify;">Als Profikiller Al Simmons (Michael Jai White) nach einer tödlichen Verbrennung im Jenseits landet, wird er von Höllenfürst Malebolgia mit dem Auftrag, seine [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: justify;">Es ist wieder einmal soweit: Ich habe Schund gesehen! Und das nicht zu knapp – trotz hoher Budgets.</p><p
style="text-align: justify;"><strong><a
href="http://img43.imageshack.us/img43/3351/spawnu.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img43.imageshack.us/img43/3351/spawnu.jpg" alt="" width="170" height="253" /></a><a
title="Spawn IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0120177/">Spawn</a> </strong>(USA 1997) <strong></strong></p><p
style="text-align: justify;">Als Profikiller Al Simmons (Michael Jai White) nach einer tödlichen Verbrennung im Jenseits landet, wird er von Höllenfürst Malebolgia mit dem Auftrag, seine Horden anzuführen, wieder auf die Erde zurückgeschickt. Dort kann  er seine Klischee-Family wiedertreffen und macht Bekanntschaft mit einem fiesen, ihn überwachenden Clown (John Leguizamo im Fat-Suit), der ihm und den Zuschauer mit etlichen sinnentleerten Diss-Sprüchen und Ekligkeiten auf den Sack geht. Jar Jar Binks als nervigste Nebenfigur der Filmgeschichte hat im abartig lärmenden &#8220;Violator&#8221; seinen Meister gefunden, der auch vor zeitschindendem Cheerleader-Gehopse nicht zurückschreckt! Darüber hinaus sind die zahlreichen CGI-Effekte seeeehr mäßig, die an Überblendungen reichen Credit-Sequenzen mit unruhigem Bildstand inspirationslos von <em>Sieben</em> (1995) geklaut und das dumpfe Drehbuch substanzarm. Martin Sheen liefert als Ultra-Bösewicht Wynn, der die Welt als Geisel nimmt, ironiefreies Schmierentheater ab, Melinda Clarke als seine Gehilfin &#8211; eine ungeile Baller-Amazone in Lederkluft &#8211; verliert den Direktvergleich mit Milla Jovovich um Längen. Eine hirnrissige, aber zumindest nur selten langweilige Krawallorgie, über die sich die Fans der Comics mit Recht immer noch aufregen.</p><p
style="text-align: justify;"><strong><a
href="http://img521.imageshack.us/img521/1605/sexzenextremeecstasy.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img521.imageshack.us/img521/1605/sexzenextremeecstasy.jpg" alt="" width="170" height="246" /></a><a
title="Sex &amp; Zen: Extreme Ecstasy IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1365048/">Sex &amp; Zen: Extreme Ecstasy</a> </strong>(HK 2011)</p><p
style="text-align: justify;">Der vierte Teil der Reihe wurde als „erster 3D-Erotikfilm“ beworben und tatsächlich hält er einige dieser Effekte bereit – bei den Kampfszenen. Falsche Prioritätensetzung, hätten doch insbesondere weibliche Genitalien in Großaufnahme bessere Schauwerte abgegeben als fliegende CGI-Dolche und – Pfeile! Die zahlreichen grotesken Sexszenen sind aus diesem Grunde nicht jugendgefährdend, was man von den absurden Foltereien und Kröseleien gegen Ende der satt ausgestatteten Erotikklamotte im Historiengewand nicht behaupten kann.  Die Story um Wei Yangsheng, der auszieht, um in einem Liebestempel die Kunst der Liebe zu lernen und sich einen Esels-Pimmel annähen lässt, um seine Ehefrau optimal befriedigen zu können, ist ebenso albern wie der Humor um sein „Gerät“. Wer über diesen schmunzeln kann und auch an einem endlos erscheinenden Marathon an Kopulationen mit hübschen Porno-Starlets etwas abgewinnen kann, könnte trotz allem hieran durchaus Gefallen finden. Zumindest entblößte Brüste, gibt es mehr als genug. Etwas detailierter habe ich mich auf <a
title="Kritik Sex and Zen: Extreme Ecstasy 3D MovieMaze.de" href="http://www.moviemaze.de/filme/4312/3d-sex-and-zen-extreme-ecstasy.html"><strong>MovieMaze</strong></a> dazu geäußert.</p><p
style="text-align: justify;"><strong><a
href="http://img831.imageshack.us/img831/9484/kriegdergtter.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img831.imageshack.us/img831/9484/kriegdergtter.jpg" alt="" width="170" height="241" /></a><a
title="Krieg der Götter IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1253864/">Krieg der Götter</a> </strong>(USA 2011)<strong><br
/> </strong></p><p
style="text-align: justify;">Es ist immer wieder traurig zu sehen, was zu viel Geld mit den Projekten von eigentlich talentierten und innovativen Regisseuren anstellen kann. Tarsem Singh hat vor Ewigkeiten großartige Musikvideos u. a. für <em>REM</em> inszeniert und tauchte in <em>The Cell </em>und <em>The Fall </em>visuell wuchtig und fantasievoll hinab in die Psyche wahrhaft düsterer Persönlichkeiten. In <em>Krieg der Götter </em>entpuppte er sich jedoch als Plagiator, der &#8211; auch bedingt durch denselben Produktionsstab &#8211; uninspiriert die Optik von <em>300 </em>kopiert und nur in wenigen, gemäldeartigen Bild- und Farbkompositionen seinen eigenen Stil durchblitzen lässt. Er erzählt vom Kampf der Titanen gegen die Götter, von Theseus gegen die Heerscharen von König Hyperion, der nach dem Bogen von Ares als perfekte Waffe giert. Die nicht wirklich überzeugenden, da immergleichen Digital 3D-Effekte um unmotivierte Kloppereien in Zeitlupe an CGI-Felsen mit hohen Klippen (besteht Griechenland tatsächlich zu 80% daraus?) werden noch unterboten von einem lustlosen Ensemble, welches ebenso stocksteif und todernst wie leblos darin herumsteht. Während Mickey Rourke noch irgendwie Gefallen am Mimen des stereotypen Bösewichts findet, sind die Olymp-Bewohner ebenso gelangweilt wie Perseus Henry Cavill. Und so lässt dieses auf Dauer ermüdende Spektakel das Mehr an Geld bereuen, welches man dank Nur-noch-3D-Ausbeuterpolitik für dieses laute wie stumpfe Spektakel löhnen musste.</p><div
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style="text-align: justify">Am Freitag hat es begonnen und noch bis zum 20. November läuft Deutschlands größtes Independent-Filmfestival zum 24. Mal in Wiesbaden. Ich war am Eröffnungswochenende vor Ort – dieses Mal ohne Jenny und Robert – und möchte hier ergänzend zu meinem Bericht bei Bildflimmern meine Eindrücke der besuchten Langfilme-Revue passieren [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: justify">Am Freitag hat es begonnen und noch bis zum 20. November läuft Deutschlands größtes Independent-Filmfestival zum 24. Mal in Wiesbaden. Ich war am Eröffnungswochenende vor Ort – dieses Mal ohne Jenny und Robert – und möchte hier ergänzend zu meinem Bericht bei <a
title="Bildflimmern.de Festivalblog Exground 2011 Kurzfilme" href="http://www.bildflimmern.de/?p=1670"><strong>Bildflimmern</strong></a> meine Eindrücke der besuchten Langfilme-Revue passieren lassen.</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img37.imageshack.us/img37/440/fathersonholycow.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img37.imageshack.us/img37/440/fathersonholycow.jpg" alt="" width="170" height="241" /></a><a
title="Father, Son &amp; Holy Cow IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1242517/">Ein Sommer auf dem Lande [Father, Son &amp; Holy Cow]</a> </strong>(D/PL/FI 2011)</p><p
style="text-align: justify">Die begnadete Opernsängerin Isabelle stirbt an Krebs. Das wirft ihren Ehemann Bogdan (Zbigniew Zamachowski), einen Konzertpianisten, vollkommen aus der Bahn, der fortan ein einfaches Leben auf dem Bauernhof führt. Als er in der Kuh Klara, die scheinbar durch Mozarts Musik mehr Milch gibt, die Reinkarnation von Isabelle zu erkennen glaubt, sorgt das für absurde Verwicklungen. Beeindruckend an diesem Debütfilm vom polnischstämmigen Regisseur Radek Wegrzyn ist dabei, wie traumwandlerisch sicher er sein Ensemble und seinen technischen Stab zu führen weiß. Ihm gelingt eine warmherzige Tragikomödie mit skurrilen Figuren – getaucht in satte Farben und einen an klassischen Musikstücken reichen Klangteppich. Mal rührt <em>Father, Son &amp; Holy Cow </em>mit unvermittelten Flashbacks aus den letzten Monaten von Isabelle pathosfrei zu Tränen, mal wird ein herzhaftes Lachen provoziert, wenn der ortsansässige Pfarrer an Kuh Klara einen Exorzismus vornimmt. Ein Film, der auf die große Leinwand gehört und dort in Deutschland voraussichtlich ab 02. Februar 2012 auch regulär zu sehen sein wird.</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img267.imageshack.us/img267/3989/romeos.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img267.imageshack.us/img267/3989/romeos.jpg" alt="" width="170" height="227" /></a><a
title="Romeos IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1830792/">Romeos</a> </strong>(D 2011)</p><p
style="text-align: justify">Warum dieser Beitrag aus dem Fundus des „Kleinen Fernsehspiels“ vom ZDF indes bei einem – ich betone es noch einmal – Independentfilm-Festival über die Leinwand flimmern darf, erschließt sich mir nicht. Mag dieses zumindest thematisch brisante Drama um die sexuelle Identitätsfindung der Transsexuellen Miriam auf dem Weg zum Mann Lukas ganz passabel gespielt sein: eine wirkliche Bereicherung für den Sex-und-Gender-Diskurs liefert es im Gegensatz zum spröden, aber intensiveren argentinischen Kollegen <em>XXY </em>(2007) nicht. Die oberflächliche, auf schöne halbnackte Körper in Großaufnahme fokussierte Inszenierung versteckt sich hinter dem vorgeschobenen Attribut einer „sensitiven Bebilderung“. Auch das inspirationsfreie Drehbuch, in welchem die amouröse Konfrontation zwischen dem unsicheren Lukas (Rick Okon) und dem machohaften Südländer Fabio (Maximilian Befort) zwischen Freizeitaktivitäten, Parties und Billardkneipe immer wieder aufs Neue wiedergekäut wird, ist auf Dauer ermüdend. Weniger über das komplizierte Innenleben von Protagonist Lukas, der leider nur durch egozentrische Unsympathie negativ auffällt, als vielmehr um die Frage, ob es in Köln tatsächlich nur (zumindest latent) homosexuelle, kettenrauchende Jungmodels mit Toleranzproblemen unter den Heranwachsenden gibt, reflektiert dabei der von zu nahen Einstellungsgrößen alsbald genervte Zuschauer.</p><p
style="text-align: justify"><strong><a
href="http://img443.imageshack.us/img443/5729/madcircust.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img443.imageshack.us/img443/5729/madcircust.jpg" alt="" width="170" height="239" /></a><a
title="Mad Circus IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt1572491/">Mad Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod</a> </strong>(ESP/F 2010)<strong><br
/> </strong></p><p
style="text-align: justify">Álex de la Iglesia ist das Enfant Terrible Spaniens auf dem Regiestuhl. Seine Werke wie <em>El dia de la bestia </em>und <em>Perdita Durango </em>sind laut, brutal, trashig, ein bisschen durchgeknallt und gespickt mit absurdem Humor, also schlicht der Inbegriff von „nicht jedermanns Geschmack“. <em>Mad Circus </em>ist ist dabei keine Ausnahme. Die Story reicht zurück bis in die 30er Jahre: Im spanischen Bürgerkrieg wird ein Clown von einer Miliz rekrutiert und richtet ein Massaker an. Nachdem er getötet wurde, will auch sein Sohn Javier (Carlos Areces) – während der Franco-Ära in den 70er Jahren – trauriger Clown werden. Er landet bei einem Zirkus, dessen Belegschaft unter den brutalen Ausrastern vom lustigen Clown Sergio zu leiden hat. Das Duell zwischen den beiden – auch um Sergios Frau Natalie – spitzt sich immer weiter zu und irgendwann ist schlicht Krieg in den Straßen von Madrid. Kontakt mit Diktator Franco, Militärs und amoklaufartige Ballerorgien: Im letzten Drittel wird der Zuschauer Zeuge, wie ein beeindruckend ausgeleuchtetes und fotografiertes, wuchtiges Werk den dramaturgischen Autoimmun-Modus anwirft, bis er in anarchischen Chaos fernab jeder Botschaft versinkt. Der Wahnsinn der beiden entstellten Protagonisten überträgt sich auf den Film, der mal grotesk überspitzt, mal schlicht absurd bis albern die Grenzen der Stilsicherheit auslotet.   <em>  </em></p><div
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style="text-align: center;"></p><p
style="text-align: justify;">Mark (Sam Neill) sitzt im Schaukelstuhl. Unaufhörlich wippt er und starrt vor sich hin. Er starrt und scheint nicht loslassen zu können. Sein Geist dreht sich und er starrt. Starrt wie ein Verrückter. Doch es ist nicht Wahnsinn, der aus diesen Augen spricht, oder schlechtes [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: center;"><img
style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" src="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/recall_1_fertig2.jpg" alt="" width="499" height="111" /></p><p
style="text-align: justify;">Mark (<strong>Sam Neill</strong>) sitzt im Schaukelstuhl. Unaufhörlich wippt er und starrt vor sich hin. Er starrt und scheint nicht loslassen zu können. Sein Geist dreht sich und er starrt. Starrt wie ein Verrückter. Doch es ist nicht Wahnsinn, der aus diesen Augen spricht, oder schlechtes Schauspiel, sondern es ist Manie. Er tobt, schreit und peinigt jemanden geistig. Fiebrig gibt er sich seinen Gefühlen hin. Mark wird überflutet von Hass, Unverständnis, Liebe, Rachegelüsten … alles rast, so dass er erstarrt … in seinem Stuhl, mit seinem Blick.</p><p
style="text-align: justify;"><a
href="http://img542.imageshack.us/img542/2222/possession.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img542.imageshack.us/img542/2222/possession.jpg" alt="" width="159" height="250" /></a>Doch nicht nur Mark wird von seiner Manie fortgeschwemmt. <a
href="http://www.imdb.com/title/tt0082933/"><strong>Possession</strong></a> ist berauscht und verliert sich in seiner Phantasie, seiner Paranoia. Aus jeder Pore schwitzt es schreckliche Möglichkeiten, welche die Macht haben, alle Sicherheit hinweg zu nagen. Mark kommt von einer Geschäftsreise wieder und seine Ehe liegt in Trümmern. Seine Frau Anna (<strong>Isabelle Adjani</strong>) verlässt ihn ohne jegliche Informationen. Sie möchte sich nicht mehr mit ihm auseinandersetzen, sondern einfach nur noch verschwinden. Und er überlässt sich seiner Vorstellungskraft. Eine irrsinnige Welt bricht über ihn hinein, in der alle Potentiale des Schreckens wahr werden. Regisseur <strong>Andrzej Żuławski</strong> reißt jede Verbindung zu rationalen Realitäten ab. Manie fällt über alles und jeden her und verbeißt sich in sie.</p><p
style="text-align: justify;">Die erste Phase der Trennung wirkt wie ein Heroinentzug. Scheinbar von seiner Liebe, seiner schrecklichen, alles konsumierenden Liebe geheilt, nimmt Mark das Ruder in die Hand. Er ist auf Rache und Klarheit aus. Doch der Wahn lässt ihn nicht los. In Form einer unsicheren, ständig wiederkehrenden Anna, die so unberechenbar handelt, dass jede Klarheit wie Sand zwischen den Händen zerfließt … zwischen den Händen von Mark und dem Zuschauer. Sie kommt wieder und will sich um ihren gemeinsamen Sohn kümmern. Doch ihre Blicke wandern irre umher, sie hetzt von Nervosität getrieben durch die Wohnung. Am Ende stehen hysterische Auseinandersetzungen, Raserei und Geschrei zwischen einer Frau, die ihr altes Leben nicht mehr erträgt, und einem Mann, der nicht verstehen will oder kann, dass seine Liebe nicht mehr erwidert wird … und dass es keine rationelle Erklärung dafür gibt. <strong>Possession</strong> zerlegt Marks Leben, nein seine Welt in einen Trümmerhaufen.</p><p
style="text-align: justify;">Mark sucht aber weiter nach Sicherheit. Er findet Liebhaber. Annas Liebhaber, die ganz von seiner Phantasie gezeichnet werden. Heinrich, der neurotische Künstler, der erst unbezwingbar scheint. Mit all seinen Büchern und seiner Kampfkunstfertigkeiten. Der aber nur noch lächerlich ist, sobald Mark klar wird, dass Anna bei einem sexuell übermächtigen Phantasma mit acht Armen/Penissen Zuflucht nimmt. Der Oktopus als liebestolles Wesen, wie es nicht von ihm zuerst ausgedacht wurde (siehe <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Dream_of_the_Fisherman%27s_Wife">hier</a>). Er findet aber auch das Spiegelbild seiner Frau. Eine Doppelgängerin, die alle guten, vielleicht nie dagewesenen Züge von Anna vereint. Einen Engel, der ihm Hoffnung gibt. Doch all diese Funde einen die Welt nicht mehr. Sie lassen das Fieber nur mehr anschwellen und die paranoiden Zwangsvorstellungen nur schneller laufen. Überbordent verrennt sich dieses Phantasmagorium in unzähligen Sackgassen.</p><p
style="text-align: justify;">Die Erfahrungen seiner realen Scheidung verarbeitet Żuławski in einem flirrenden Fiebertraum. Die Kamera ist manisch, die Figuren sind manisch, der Ton ist manisch. Alles ist meilenweit entfernt von gutem Filmemachen. Die zwanghaften Kamerafahrten, die Schreie, das Blut und andere Körperflüssigkeiten … nirgends wird Zuflucht geboten. Vielleicht ist <strong>Possession</strong> ein fürchterlicher Film, vielleicht ist das aber auch nur eine Perspektive, um ihn auf Distanz zu halten. Wer sich auf ihn einlassen kann, findet süßes Unbehagen, denn er schlägt tief. Körperlich erfahrbar werden all die Blicke, die beklemmenden Situationen, das unwürdige Verhalten. Kreischen, flehen, schreien, all das Erbärmliche, was tendenziell aus achtbaren Filmen verdrängt wird, als overacting gebrandmarkt, kehrt hier wieder und nimmt keine Gefangenen.</p><p
style="text-align: justify;">Vor allem aber ist es Druck, der überall zu spüren ist. Anna fühlt sich von Mark eingeengt und verfolgt. Mark wir eingezwängt von Gefühlen von Minderwertigkeit, durch das Verlassenwerden. Der Film spielt in Berlin und die Mauer ist regelmäßig zu sehen. Soldaten stehen auf ihr und beobachten das Treiben. Die Paranoia und der Verfolgungswahn drücken als Alp auf alles hernieder. Am Ende spiegelt Żuławski seinen nicht minder verschrobenen (ver-rückten) Debütfilm „Ein Drittel der Nacht“ (Trecia część nocy) und damit bessere Zeiten seiner Ehe. Es ist ein irrationaler Versuch einer religiösen Kommunion, des Abwerfen der drückenden Last des Seins durch Verklärung. Doch es folgt keine Erlösung. Bestenfalls reicht der Wahn über <strong>Possession</strong> hinaus.</p><div
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style="text-align: justify;">Am Anfang steht der Betrug. Ein Telefongespräch am Flughafen, bevor Beth (Gwyneth Paltrow) ins Flugzeug steigt, um zu ihrem Ehemann Mitch (Matt Damon) zurück zu kehren und eine tödliche Krankheit in ihr Heim zu tragen. Es ist einer dieser typischen Soderbergh-Momente, der es gleich zu Beginn erschwert, [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
class="alignleft size-full wp-image-12016" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Contagion" src="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/Contagion-Poster01.jpg" alt="Contagion Poster" width="170" height="251" /></p><p
style="text-align: justify;">Am Anfang steht der Betrug. Ein Telefongespräch am Flughafen, bevor Beth (Gwyneth Paltrow) ins Flugzeug steigt, um zu ihrem Ehemann Mitch (Matt Damon) zurück zu kehren und eine tödliche Krankheit in ihr Heim zu tragen. Es ist einer dieser typischen Soderbergh-Momente, der es gleich zu Beginn erschwert, den leichten Weg zu wählen. Es ist einer von vielen in <strong><a
title="Contagion" href="http://www.imdb.com/title/tt1598778/">Contagion</a></strong>, einem Virenthriller samt Star-Ensemble, welcher das von Krämpfen verzerrte Gesicht von Gwyneth Paltrow dazu nutzt, um eines von vornherein klar zu stellen: Alles ist möglich. War in Wolfgang Petersens &#8220;Outbreak&#8221; das Star-Gesicht des Dustin Hoffman noch die letzte Zuflucht des Zuschauers, die sichere Bank im totalen Chaos, das beruhigende &#8220;Alles wird gut&#8221;, instrumentalisiert <strong>Steven Soderbergh</strong> seine Paltrows, Damons, Winslets etc., um das zu tun, was er am besten kann: den Zuschauern den Boden unter den Füßen wegzureißen. Typisch für den Regisseur ist jedoch auch die Besonnenheit, welche Contagion vor dem Abdriften in dystopischen Survival-Horror bewahrt, der sich für gewöhnlich aus lauter Einfallslosigkeit in den Pessimismus flüchtet. Contagion analysiert, wie Gesellschaft in der Krise funktioniert oder eben nicht funktioniert und macht dabei keine Gefangenen.</p><p
style="text-align: justify;">Spätestens seit dem brillanten &#8220;Che&#8221;-Zweiteiler zeigt sich Soderberghs Filmografie fasziniert von alltäglichen Ritualen als Kit, der Gemeinschaften und Individuen beisammen hält. Da war der Revolutionär, der seine neuen Unterstützer einzeln mit Handschlag begrüßt, immer und immer wieder und ganz ähnlich seinem eigenen &#8220;Job&#8221; nachgeht, nämlich zu revolutionieren, um des Revolutionierens willen, immer und immer wieder, wie auch Matt Damon pathologisch Geschichten erzählt in &#8220;Der Informant&#8221; und Sasha Grey ihre Kunden mit der &#8220;Girlfriend Experience&#8221; versorgt. <strong>Contagion</strong> greift jene Motive auf und färbt die Rituale gewissermaßen ein, damit sie unter dem Mikroskop der Kamera stärker hervortreten, nur eben nicht rot oder blau, sondern mit einem Virus. So bekommt nach der mit Zuckungen am Boden liegenden Paltrow jeder Handschlag, jede hilfreiche Geste eine negative Konnotation. &#8220;Contagion&#8221; interessiert sich mit vielen pointiert eingesetzten Detailaufnahmen dafür, was passiert, wenn der Kit zur Bedrohung verkommt, wenn Individuen auf sich selbst zurückgeworfen werden. Dabei wird die Zerrüttung des gesellschaftlichen Zusammenhalts geruhsam und Schritt für Schritt verfolgt, vom ersten Handyvideo eines Sterbenden bis hin zu Hamsterkäufen, Massenpaniken und Gewaltverbrechen.</p><p
style="text-align: justify;">Der Soderbergh&#8217;sche Heldentypus der vorangegangenen Werke findet hier seine Entsprechung in den Figuren von <strong>Laurence Fishburne</strong>, Kate Winslet und <strong>Jennifer Ehle</strong>. Fisburne mit seinem Dr. Cheever gibt den ruhigen Vertreter der amerikanischen Gesundheitsbehörde, so einen Unbestechlichen, den man sich in alle bürokratischen Instanzen wünscht, wenn es darauf ankommt. Selbiges gilt für Winslets Figur, die von Ausbruchsort zu Ausbruchsort reist, ohne dass sie oder der Film große Reden über ihr Engagement schwingen. Es ist ihr Job und sie macht ihn. Dr. Ally Hextall (Jennifer Ehle) wiederum erforscht das Virus mit wissenschaftlicher Leidenschaft im Labor. Hier zeigt sich Soderberghs dokumentarisches Auge am deutlichsten und schönsten, wenn er etwa selbstvergessen beobachtet, wie die Laboranzüge aufgeblasen und sonstige Schutzmaßnahmen vorbereitet werden.</p><p
style="text-align: justify;">Verteilt über den ganzen Globus und mit einem ungewöhnlich großen, weil gleichberechtigtem Ensemble verfolgt <strong>Contagion</strong> den Ausbruch und die Eskalation einer fiktiven Pandämie, ohne sich dabei auch nur einen Moment zu verzetteln. Zwar entpuppt sich nicht jeder Handlungsstrang als vollends gelungen. Jener von Marion Cotillards WHO-Vertreterin gerät in der zweiten Hälfte so überflüssig, dass der Film selbst ihn vergisst. Dennoch ist Contagion ein ungemein stark kontrollierter Film über den Kontrollverlust und eine der rationalsten Auseinandersetzungen mit der Hysterie, die man überhaupt im Kino zu Gesicht bekommen kann. Zudem werden geschickt die kleinen Tragödien in der Großen verwoben, so dass das menschliche Element innerhalb der gesellschaftlichen Krise nicht zu kurz kommt. Am Ende &#8211; so die These &#8211; ist es schließlich das kleine, das alltägliche Ritual, das unsere Welt im Innersten zusammenhält.</p><hr
/><p>Zum Weiterlesen:</p><p>Übersicht der Kritiken für Contagion bei <a
title="Contagion Kritiken" href="http://www.film-zeit.de/Film/21579/CONTAGION/Kritik/">Film-Zeit.de</a>.</p><div
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style="text-align: center"></p><p
align="right">„Und niemand sollte verbieten/was er vielleicht selber fühlt.“ (Mutter)</p><p
style="text-align: justify">In einem Interview bei „Zelluloid“ hat Michael Haneke einmal gesagt, dass er mit seinen Filmen der Gewalt den Charakter der Unerträglichkeit wiederzugeben trachtet. Vielleicht möchte er mit Streifen wie „Funny Games“ wirklich bessere Menschen aus [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: center"><img
style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px" src="http://www.the-gaffer.de/wp-content/uploads/recall_1_fertig2.jpg" alt="" width="499" height="111" /></p><p
align="right"><em>„Und niemand sollte verbieten/was er vielleicht selber fühlt.“ </em>(Mutter)<em></em></p><p
style="text-align: justify">In einem <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=m6viaIkpP18">Interview</a> bei „Zelluloid“ hat <strong>Michael Haneke</strong> einmal gesagt, dass er mit seinen Filmen der Gewalt den Charakter der Unerträglichkeit wiederzugeben trachtet. Vielleicht möchte er mit Streifen wie „Funny Games“ wirklich bessere Menschen aus uns machen. Vielleicht ist er wirklich der humorlose Oberstudiendirektor, der auf die abgestumpften Zuschauer herabblickt und ihnen den Weg aus der Minderwertigkeit weisen möchte. Vielleicht ist er aber auch ein passionierter Verführer, der uns kitzeln, verletzen, etwas spüren lassen möchte. Ein Sadist, der seine Mitmenschen gerade liebt, wenn sie es etwas härter brauchen. Eventuell ist er auch ein Poet der Düsternis, der in die Untiefen menschlicher Seelen schauen möchte. Aber wen interessiert es, was Michael Haneke dachte, als er seine Filme schrieb und drehte? Viel wichtiger ist, was diese Filme mit uns machen, weil sie all das, neues Fleisch und mehr enthalten.</p><p
style="text-align: justify"><a
href="http://img820.imageshack.us/img820/9890/bennysvideou.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img820.imageshack.us/img820/9890/bennysvideou.jpg" alt="" width="170" height="240" /></a>1992 hat Haneke die Welt mit <a
href="http://www.imdb.com/title/tt0103793/"><strong>Benny’s Video</strong></a> beglückt. Einem Film voller Fernseher und VHS-Bänder. Darin zu sehen beziehungsweise darauf sind unter anderem die Tötung eines Schweins, Nachrichten aus dem Bosnienkrieg, „The Toxic Avenger“, ein Urlaub und ein Blutfleck auf einem nackten Bauch. Audiovisuelle Magnetbänder werden in all ihren Möglichkeiten dargestellt, als Konservierungsmöglichkeit, als Beweismittel, als Unterhaltungsvehikel oder als Identitätsversicherung. So kann zum Beispiel das geschlachtete Schwein immer wieder angeschaut werden. Es kann durch Rückspulen wieder zum Leben erweckt werden. Es kann versucht werden diese schreckliche Erfahrung zu verarbeiten oder die eigene Position zu dem zu Sehenden gesucht werden.</p><p
style="text-align: justify">Benny (Arno Frisch) ist ein ziemlich normaler Teenager, nur das er ein Zimmer voll Videoequipment hat. Die ganze Welt scheint er damit zu verarbeiten. Eines Tages lädt er ein Mädchen zu sich nach Hause ein und zeigt ihr seine Möglichkeiten, alles aufzeichnen zu können, und schließlich auch die Aufnahme des Schweins. Er zeigt ihr den Schlachtschussapparat, mit dem es getötet wurde. Aus einer intimen Szene wird schnell der Horror als er in totaler Sinnlosigkeit das Mädchen anschießt und in Panik tötet. Er versucht, die Tat zu verarbeiten. Er macht sauber, geht aus oder betrachtet das Video und steht ohnmächtig vor den Konsequenzen. In einer erschreckenden, gleisend erotischen Szene betrachtet er seinen Körper, auf dem Blutsprenkler des Opfers sind. Was, wenn der Schrecken nicht nur Schrecken ist? Schließlich zeigt er seinen Eltern das Video mit dem Mord und erhofft sich von ihnen eine Lösung. Doch sie denken nur daran, ihren Sohn zu schützen und den Mord zu verdecken.</p><p
style="text-align: justify"><strong>Michael Haneke</strong> hat eine spannende Geschichte geschrieben. Eine Geschichte, die keine einfache Lösung bereithält und keine Möglichkeit gibt, aus den entstehenden Widersprüchen zu entfliehen. Sanft nähert er sich den Charakteren und den Geschehnissen an. Eine komplexe Situation, in die sich verbissen werden kann. Das Problem ist aber, dass Hanekes audiovisuelle Umsetzung dazu führt, dass alles wieder ausgekotzt werden muss. Sein kalter, anklagender Blick hält nichts als Denunziation bereit. Die ständig gezeigten Fernseher werden nicht emotionslos angeschaut, sondern mit kalter Verachtung. Der starre Blick auf Benny beim Erledigen seiner Hausaufgaben, während im Hintergrund Videos laufen und Metal ohrenbetäubend dröhnt, führen zu brechreizerregenden Beklommenheitsgefühlen. Nun kann eingestimmt werden, dass Hardrock, Comics, Actionfilme, Fernsehen und Videospiele Schuld sind an einer diagnostizierten menschlichen Verrohung oder es wird einem eingeimpft, ob von Haneke gewollt oder nicht, dass solche Lösungen zu kurz greifen und, in einer solchen Form dargestellt, fast so schlimm sind wie Bennys Tat. Amibivalent steht Haneke vor seiner Handlung und ist einerseits hingezogen und fasziniert, andererseits malträtiert er sich und andere genau dafür.</p><p
style="text-align: justify"><a
href="http://img828.imageshack.us/img828/3495/goykiba.jpg"><img
class="alignright" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img828.imageshack.us/img828/3495/goykiba.jpg" alt="" width="170" height="243" /></a>Ganz anders <strong><a
href="http://www.imdb.com/title/tt0068650/">Goyôkiba</a> </strong>(Hanzo the Razor &#8211; Sword auf Justice), der erste, der drei Filme über den fiktiven Polizisten im mittelalterlichen Japan, der da Kamisori Hanzo („Rasiermesser“ Hanzo) heißt. Knietief wird hier durch Populismus und Sexismus gewatet, dass es nur so eine Freude ist. Statt verschämt wegzuschauen oder argwöhnisch zu verteufeln, geben sich Regisseur Misumi Kenji und Drehbuchautor Koide Kazuo ihren Phantasien hin. Und Kameramann Makiura Chikashi fängt all das in betörenden Bildern ein.</p><p
style="text-align: justify">Kamisori Hanzo ist knallhart und unbestechlich. Auf niemanden nimmt er Rücksicht. Nicht auf sich und schon gar nicht auf seine Vorgesetzten. Aus Misstrauen gegenüber einem der Letzteren verhört er einen Bettler, der von seinen Kollegen gejagt wird. Er erfährt, das Profikiller Totenfluss-Kanbei nicht ins verfügte Exil ging, sondern von seinem Chef gedeckt wird. Unaufhaltsam kommt er einem Verbrechen auf die Spur, das bis in die höchsten Kreise der Regierung ragt. Doch dem Plot wird kaum Beachtung geschenkt. Folglich ist es kaum verwunderlich, dass er ins Leere läuft. Er kennzeichnet nur den Einzelkämpfer Hanzo, der sich für die Gerechtigkeit auch gegen „die da oben“ wendet. Er ist der Verteidiger des kleinen Mannes. Ein Mann, der nicht so handelt, weil er so ein guter Mensch ist, sondern weil er muss. Jede Entspannung würde ihn erschlaffen lassen, er braucht den Druck um hart zu bleiben.</p><p
style="text-align: justify">An anderer <a
href="http://www.moviepilot.de/users/vannorden/comments">Stelle</a> habe ich einmal geschrieben, dass „Conan der Barbar“ ein einziger riesiger Phallus sei. Gegenüber <strong>Sword of Justice</strong> erscheint er aber geradezu lappig. Hanzo ist pure Männlichkeit &#8230; oder besser eine extreme Form einer Vorstellung von Männlichkeit. Er ist ein Masochist, der sich selbst foltert, um zu wissen wie weit er mit einem anderen Menschen gehen kann, was er machen muss, um Antworten zu bekommen. So sagt er zumindest. Er foltert aber den Film lang niemanden außer sich selbst. Vielmehr scheinen es Methoden, mit denen er dem Umfeld jede Kraft, Härte und Männlichkeit raubt. Neben ihn werden alle anderen Menschen zu präpubertären Kindern. Die Einzigen, denen er außerhalb eines Kampfes Gewalt antut, sind Frauen. Wenn er Informationen braucht, entführt er die Frauen der Gangster und vergewaltigt sie. Nicht, dass es ihm sonderlich Spaß bereiteten würde. Solche weichlichen Dinge wie Spaß kennt er nicht. Aber sein durch Schläge mit dem Bambusstab gestärkter Phallus stellt für die Frauen solch eine Beglückung dar, dass sie alles erzählen, wenn er nur weiter macht.</p><p
style="text-align: justify"><strong>Sword of Justice</strong> könnte ein abscheulicher Film sein und auf seine Art ist er es auch. Alles ist so übertrieben, dass es schwerlich ernst genommen werden kann. Gleichzeitig ist es so ernst, dass jeder Genuss mit genau so viel Ekel aufgewogen wird, dass eine Identifikation mit dieser nicht verwirklichbaren Figur unmöglich wird. Anstatt die eigene Phantasie zu tabuisieren, schauen Misumi, Koide und Makiura genau hin und stellen sie dar … in all ihrer Realität, ihrer Lust, ihrer Abscheulichkeit und in all ihrer Lächerlichkeit. Ein unverschämter Blick in die Phantasien von Männlichkeit, der diese nicht nur auslotet, sondern in seiner Übertriebenheit ad absurdum führt &#8230; Feier und Persiflage zugleich.</p><div
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style="text-align: justify">Die Frage des neuen Roland Emmerich Films Anonymus ragt schon von den Filmplakat herab: „War Shakespeare ein Betrüger?“ Der Film beginnt auf der Bühne eines kontemporären New Yorker Theaters, auf der ein Schauspieler eben diese Frage in den Raum stellt. Er wird dabei selten aus der Sicht des [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: justify"><a
href="http://img843.imageshack.us/img843/2517/anonymousui.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px;margin-bottom: 5px;margin-left: 10px;margin-right: 10px" src="http://img843.imageshack.us/img843/2517/anonymousui.jpg" alt="" width="169" height="250" /></a>Die Frage des neuen Roland Emmerich Films <a
href="http://www.imdb.com/title/tt1521197/"><strong>Anonymus</strong></a> ragt schon von den Filmplakat herab: „War Shakespeare ein Betrüger?“ Der Film beginnt auf der Bühne eines kontemporären New Yorker Theaters, auf der ein Schauspieler eben diese Frage in den Raum stellt. Er wird dabei selten aus der Sicht des Zuschauerraums gezeigt. Die Bilder bleiben zumeist hinter den Kulissen. Die Entmystifizierung einer Legende wird von großer Hand vorbereitet. Doch der erwähnte Schauspieler gibt es bereits preis, als die Aufführung beginnt. Es ist nur eine (mögliche) Geschichte, die wir zu sehen bekommen. Wer hat beim guten Roland Emmerich auch historisch genaue Untersuchungen erwartet? Er und sein Drehbuchautor John Orloff ordnen alle Figuren der Dramaturgie unter, weshalb der Zuschauer nach <strong>Anonymus</strong> auch nur unwesentlich besser über das Thema informiert ist, aber dafür einen äußerst spannenden Film gesehen hat.</p><p
style="text-align: justify">Der „wahre“ Shakespeare, den <strong>Anonymus</strong> präsentiert, ist Edward de Vere (<strong>Rhys Ifans</strong>), der Earl von Oxford. Für ihn als englischen Edelmann, noch dazu in einer puritanischen Zeit, ziemt es sich nicht, Stücke und Poesie zu schreiben. Doch beim nahenden Tod Elizabeth I. brechen Streitigkeiten um die Erbfolge aus und er sieht sich verpflichtet einzugreifen. Er engagiert ein Stand-In, der unter dem eigenen Namen die Stücke de Veres veröffentlicht und aufführt. Das Theater wird nun selbst zur Bühne, in der die Massen manipuliert und mitgerissen werden. Denn das eigentliche Sujet ist die Macht des Wortes.</p><p
style="text-align: justify">Hierbei leistet Emmerich aber einen zweifachen Offenbarungseid, wenn er Shakespeares Stücke im elisabethanischen England auf die Bühne bringt. Sobald die St. Crispin’s Day-Rede aus &#8220;Heinrich V.&#8221; inszeniert wird, muss niemand wissen, worum es geht, trotzdem ist es schwer sich der Macht der Szene zu entziehen. Es ist vielleicht die beste Shakespeare-Szene seit Marlon Brando Brutus einen ehrenwerten Mann nannte. Nur zu verständlich erscheint, dass die Zuschauer rasen. Pathos at its best. Das Problem ist aber einerseits, dass Emmerich nur Gut und Böse darstellen kann. Shakespeare schlecht zu finden ist zudem scheinbar eine Unmöglichkeit. Die Sicht von <strong>Anonymus</strong> auf die Welt ist erschreckend eindimensional, da jeder Zweifel im Keim erstickt wird. Andererseits traut er den Worten doch nicht so sehr. Erst die Special Effects scheinen &#8220;Shakespeares&#8221; Worten ihre Macht zu verleihen. Erst wenn ein Schauspieler Kunstblut in die erste Reihe spuckt, Regen fällt oder Feuerwerk die Schlachten begleitet, rast der Pöbel vollends und erst dann ist auch de Vere zufrieden. Roland Emmerich kommt eben doch nicht aus seiner Haut.</p><p
style="text-align: justify">Als schließlich der aufschneiderische Geck Shakespeare sich als Autor ausgibt, ist das schon eine Nebensache geworden, denn die Intrigen am Hof weiten sich zusehends aus. Nach der ruhigen Einführung der Personen entwickelt sich schnell ein mitreißender Strudel der Geschehnisse. Diese werden über zwei Zeitebenen erzählt, de Veres Heranwachsen und der nahende Tod der Königin, die Emmerich gekonnt verdichtet und die zusehends klar machen, dass die Intrigen schon vor langer Zeit begonnen haben. Eine riesige Verschwörungstheorie baut sich auf. In dem abgeschlossenen Universum von <strong>Anonymus</strong> hat jeder einen gerissenen Plan und beide Seiten spielen miteinander. Zufall gibt es fast nicht, da hinter jedem Zug einen wissende Hand steckt. Doch die lauernde Lächerlichkeit wird nicht einmal geschrammt. Die Spannung spitzt sich ganz unaffektiert zu. Am Ende steht die Coda als nötige Atempause, Platz der Verarbeitung, der auch leicht verziehen werden kann, dass sie einem Nachspiel gleicht, bei dem der Partner schon eingeschlafen ist.</p><p
style="text-align: justify">Zuletzt verlassen die New Yorker Zuschauer auch das Theater ohne in große Euphorie auszubrechen. <strong>Roland Emmerich</strong> und John Orloff waren realistisch genug (falls sie sich nicht in der Rolle der Verkünder einer ernüchternden Wahrheit gefallen). Sie lassen sich nicht dieselben Beifallsstürme zukommen, wie sie Shakespeare mehrmals entfachte. Ihnen ist klar, dass sie vielleicht einen guten Film geschaffen haben, aber keinen über den in 300 Jahren noch geredet wird.</p><hr
/><p>Zum Weiterlesen:</p><p>Die gesammelten Kritiken für Anonymus bei <a
title="Film-Zeit.de" href="http://www.film-zeit.de/Film/21422/ANONYMOUS/Kritik/">Film-Zeit.de</a>.</p><div
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style="text-align: justify;">Der erste Trailer für das Superhelden-Megaevent The Avengers ist raus und kann unten oder bei Apple bewundert werden. Was wissen wir nach diesem Trailer? Joss Whedons Musikgeschmack scheint sich nach Buffy nicht weiter entwickelt zu haben (nicht schlecht) und der Film prahlt weniger mit Effekten, sondern eher mit [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: justify;">Der erste<strong> Trailer</strong> für das Superhelden-Megaevent <strong><a
title="The Avengers" href="http://www.imdb.com/title/tt0848228/">The Avengers</a> </strong>ist raus und kann unten oder bei <a
title="Avengers Trailer" href="http://trailers.apple.com/trailers/marvel/avengers/#share">Apple</a> bewundert werden. Was wissen wir nach diesem Trailer? Joss Whedons Musikgeschmack scheint sich nach Buffy nicht weiter entwickelt zu haben (nicht schlecht) und der Film prahlt weniger mit Effekten, sondern eher mit handgemachter Action, was sogar sehr gut werden könnte. Über alles erhaben ist die Besetzung.</p><p
style="text-align: justify;">The Avengers startet im Mai nächsten Jahres in den Kinos.</p><p
style="text-align: justify;"><object
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style="text-align: justify;">Nebraska ist einer der größten Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte in den USA. Das brachte dem Bundesstaat im Mittleren Westen den Beinamen &#8220;Cornhusker State&#8221; ein. Ob Stephen King beim Schreiben seiner Kurzgeschichte Children of the Corn aus dem Jahre 1977 bei dem seltsamen Eigenleben eines Maisfelds bereits an genmanipuliertes Getreide [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: justify;">Nebraska ist einer der größten Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte in den USA. Das brachte dem Bundesstaat im Mittleren Westen den Beinamen &#8220;Cornhusker State&#8221; ein. Ob <strong>Stephen King</strong> beim Schreiben seiner Kurzgeschichte <em>Children of the Corn</em> aus dem Jahre 1977 bei dem seltsamen Eigenleben eines Maisfelds bereits an genmanipuliertes Getreide dachte, ist unwahrscheinlich. Eher kann man seine Kurzgeschichte als Seitenhieb auf religiösen Fundamentalismus in ruralen Gebieten verstehen – und auf aufsässige Bälger innerhalb einer absurden Jugendkultur, die allen Erwachsenen mit Sicheln und Sensen den Kampf ansagt. Hier eine kleine und willkürliche Rückschau.</p><p
style="text-align: justify;"><strong><a
href="http://img834.imageshack.us/img834/848/kinderdeszornslindahami.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img834.imageshack.us/img834/848/kinderdeszornslindahami.jpg" alt="" width="170" height="239" /></a><a
title="Kinder des Zorns IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0087050/">Kinder des Zorns</a></strong> (USA 1984)</p><p
style="text-align: justify;">In dem Auftakt der inzwischen sieben Teile umfassenden Slasher-Reihe fragwürdiger Qualität verschlägt es Arzt Burt (Peter Horton) und Frau Vicky (Linda „<em>Terminator</em>-Braut“ Hamilton) ins ausgestorbene Kaff Gatlin, nachdem sie auf der Landstraße einen Jungen angefahren haben. Sämtliche Erwachsene wurden von der Terrorclique vom Maisfeld unter der Führung des Kind-Predigers Isaac (John Franklin) umgebracht, im Namen eines Gottes mit der umständlichen Bezeichnung „Er, der hinter den Reihen schreitet“. Die ländliche Apokalypse äußert sich zu psychedelischen Kindergesang auf der Tonspur atmosphärisch dicht in einer Geisterstadt, deren Häuser durch Chaos und Mais verwüstet wurden. Immerhin mit einem temporeichen Finale, subtilen Tötungsszenen (Kamera zeigt meist nur die Konsequenz, nicht die Tat selbst) und zahlreichen beklemmenden Point Of View-Shots gesegnet, kommt über weite Teilen Spannung auf. Das macht das alberne Okkult-Happening im Maisfeld ebenso vergessen wie die unfreiwillig dummen Ersatzpaps-Kind-Dialoge am Ende (&#8220;Ist er tot?&#8221; – &#8220;Ich glaub‘: ja.&#8221; – &#8220;Warum laufen wir dann immer noch weg?&#8221; – &#8220;Frag nicht. Weiter!&#8221;). John Franklin kehrt übrigens im unsäglichen sechsten Teil wieder, wie der deutsche Untertitel &#8220;Isaacs Rückkehr&#8221; schon androht.</p><p
style="text-align: justify;"><strong><a
href="http://img217.imageshack.us/img217/1614/kinderdeszornsiiicharli.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img217.imageshack.us/img217/1614/kinderdeszornsiiicharli.jpg" alt="" width="170" height="252" /></a><a
title="Kinder des Zorns 3 IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0109415/">Kinder des Zorns III – Das Chicago-Massaker</a> </strong>(USA 1995)</p><p
style="text-align: justify;">Eine betont ambitionierte Inszenierung mit einer zoomenden Handkamera, ein paar Szenen mit gefaketer, hoher Schärfentiefe und Gelbblenden bei Flashbacks täuschen nicht darüber hinweg, dass a) James D.R. Hickox ein noch beschissenerer Regisseur ist als sein ebenfalls im B-Horror tätiger Bruder Anthony (<em>Warlock &#8211; The Armageddon </em>und <em>Hellraiser III </em>sind&#8230; naja, jedenfalls keine Genrehighlights) und b) dieser einfältige Nachklapp nur Trashfans erfreuen wird. Dieses Mal ist Eli (nervig wie ein quengelndes Kind: Daniel Cerny) der aufsässige Priester-Knilch, der nicht im beschaulichen Gatlin, sondern im Sündenpfuhl Chicago die gottlosen Highschoolkids um sich schart und den Erwachsenen oder anderen Ungläubigen nach dem Leben trachtet. Mordlüsterne Vogelscheuchen, ein herausgerissenes Rückgrat oder das alberne Finale mit einem schlecht getricksten Gummimonster, das im Maisfeld Puppen verschlingt, sind die unfreiwillig komischen Highlights, die im letzten Drittel dieses überkonstruierten Blödsinns die Langeweile ablösen. Sekundenkurz ist übrigens die junge Charlize Theron in einer Statistenrolle zu sehen, die von einem Maismonstertentakel penetriert wird. Einzig die Vorfreude auf diese Mini-Szene rechtfertigt das Quälen durch 80 Minuten bedeutungsschwangere Horror-Klischeesülze, die mit einem idiotischen Cliffhanger zusätzlich verärgert.</p><p
style="text-align: justify;"><strong><a
href="http://img401.imageshack.us/img401/2895/kinderdeszornsivnaomiwa.jpg"><img
class="alignleft" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://img401.imageshack.us/img401/2895/kinderdeszornsivnaomiwa.jpg" alt="" width="170" height="242" /></a><a
title="Kinder des Zorns 4 IMDb" href="http://www.imdb.com/title/tt0115885/">Kinder des Zorns IV – Mörderischer Kult</a> </strong>(USA 1996)</p><p
style="text-align: justify;">War Linda Hamilton im ersten Teil eine zumindest interessante Personalie, so gilt das hier für die unglaubwürdige, da viel zu nette <strong>Naomi Watts</strong>. Ein Jahr nach ihrem Auftritt in <em>Tank Girl</em> und fünf Jahre vor David Lynchs <em>Mulholland Drive </em>spielt sie eine Medizinstudentin, die in ihre ländliche Heimatstadt zurückkehrt und hinter das Geheimnis eines wieder auferstandenen Kinderpriesters kommt. Nachdem alle Kinder des Örtchens gleichzeitig ein merkwürdiges Fieber bekommen und sich die garstigen Dreikäsehochs biblische Namen geben, schreitet sie mit Waffengewalt zur Tat. Neben kurzen Schock-Inserts als Unart des Genrefilms in den 90er Jahren bleiben einzig ein paar hübsche Totalen der aufgehenden oder untergehenden Sonne überm Maisfeld im Gedächtnis haften. Abseits einiger durchaus gelungener Gore-Szenen regiert über weite Strecken das Geschwafel um wiederkehrende Geister und die Einfallslosigkeit, die sich insbesondere in einem vergurkten Finale äußert.</p><div
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