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	<title>TheLastBeat</title>
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	<description>sympathy for disruption</description>
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		<title>Feature: Best of 2014</title>
		<link>https://thelastbeat.com/2014/12/31/feature-best-of-2014-albums-music/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eikman]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 2014 14:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[2014]]></category>
		<category><![CDATA[best of]]></category>
		<category><![CDATA[jahresrückblick]]></category>
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					<description><![CDATA[Uff. War wieder knapp mit dem Rückblick. Gerade noch vor dem Jahresende fertig geworden. Womit wir gleich beim Stichwort wären: Ende. Seit fast zehn Jahren gibt es TheLastBeat inzwischen. Der genaue Jubiläumstag ist zwar irgendwann im Februar, aber irgendwie fühlt sich der jährliche Rückblick gleichzeitig wie die Geburtsstunde und das Rückgrat dieses Blogs an. In [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Uff. War wieder knapp mit dem Rückblick. Gerade noch vor dem Jahresende fertig geworden. Womit wir gleich beim Stichwort wären: Ende. Seit fast zehn Jahren gibt es TheLastBeat inzwischen. Der genaue Jubiläumstag ist zwar irgendwann im Februar, aber irgendwie fühlt sich der jährliche Rückblick gleichzeitig wie die Geburtsstunde und das Rückgrat dieses Blogs an. <span id="more-8333"></span></p>
<p>In den vergangenen Jahren war es hier ziemlich ruhig, und daran wird sich vermutlich auch im nächsten Jahr nichts ändern. Ich hatte mir für 2014 vorgenommen, zumindest jeden Monat eine handvoll Beiträge zu schreiben. Circa fünfzig im Jahr, das sollte doch machbar sein, das hauen andere in einer Woche raus. Am Ende waren es ganze sechs und die Erkenntnis, dass es mit dem Bloggen einfach nicht mehr hinhaut. Aus verschiedenen Gründen, die vor allem mit mir selbst zu tun haben. Aber wenn ich sehe, was einige von mir einst sehr geschätzte Musikblogs mittlerweile tagtäglich für einen Trash ins Netz schnäuzen, mache ich den Laden lieber dicht bevor ich mir einen Facebook-Account besorge und anfange, Viral-Content zu (re)posten. Das ist allerdings eine andere Geschichte.</p>
<p>Der <a href="http://www.thelastbeat.com/category/thelastbeat/feature/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zehnte Rückblick</a> zum zehnten Jubiläum wird jedenfalls der letzte sein. Vermutlich. Vielleicht. Zwar habe ich gemerkt, dass ich immer noch sehr gerne über Musik schreibe, aber zwischen meiner Arbeit und anderen Beschäftigungen war in den vergangenen Jahren eben doch immer weniger Zeit zum Hören. Das hat dazu geführt, dass ich immer etwas spät dran bin, dass mir gute Platten durch die Lappen gehen mich das Gefühl beschleicht, hier doch jedes Jahr immer wieder die gleichen Künstler vorzustellen. Das ist zwar nicht schlimm, schließlich dient dieser Rückblick ähnlich wie <a href="http://www.thelastbeat.com/archives/last-fm-scrobbles-visualisierung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mein last.fm Profil</a> vor allem meiner persönlichen Dokumentation. Aber so wirklich lohnt sich die Arbeit ja auch nicht.</p>
<p>Was mit TheLastBeat wird? Das weiß ich noch nicht. Ich halte wenig vom Depublizieren, möchte aber auch keine Blogleiche im Googlekeller liegen haben. Vielleicht finde ich im Laufe des Jahres eine elegante Lösung. Vielleicht bleibt aber auch alles wie es ist und nächstes Jahr sitze ich über die Festtage wieder bei meinen Eltern und denke mir: Kein Jahresrückblick ist ja auch keine Lösung. Wir werden sehen.</p>
<p>Hier jedenfalls die Favoriten des Jahres.</p>
<h1 class="title">Alben</h1>
<p><strong>Sun Kil Moon – Benji (Caldo Verde)</strong></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8338" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/benji-130x130.jpg" alt="benji" width="130" height="130" /> Die vergangenen Jahre kamen meine Alben des Jahres immer relativ früh. Vielleicht, weil sie dann über die kommenden Monate &#8220;reifen&#8221; konnten. Aber diesmal war ich mir schon im Februar klar, dass <em>Benji</em> besonders ist. Das Album ist das <em>Ulysses</em> des zeitgenössischen Songwritings, ein Stream-of-Conscious Album aus dem Alltag eines Mittvierzigers, was erstmal wenig spannend klingt. Und doch: <em>Benji</em> erzählt Geschichten über behinderte Nachbarn, über grausam verstorbene Verwandte, über Serienmörder, Prostataschmerzen und Ben Gibbard, die trotzdem irgendwie zusammenhängen. Es ist ein Album, das in seinen klarsten Momenten an die besten Texte Dylans erinnert und selbst im schlechtesten mit seiner schonungslosen Offenheit überwältigt. Ein Album, das so amerikanisch ist wie Truthahn an Thanksgiving und gleichzeitig so hässlich wie zwölf Schüsse in Ferguson. Und just als wir uns an die spärlichen Gitarren gewöhnt haben, kommt Mark Kozelek zum Schluss <a href="https://www.youtube.com/watch?v=CMuo7GFXa0k" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mit einem Saxophon an</a>, als wolle er sagen: Natürlich sterben wir alle, aber trotzdem können wir den nächsten Sommer genießen.</p>
<p><strong>Francis Harris – Minutes of Sleep (Scissor &amp; Thread)</strong></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8339" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/francisharris-130x130.jpg" alt="francisharris" width="130" height="130" /> Francis &#8220;Adultnapper&#8221; Harris hat in diesem Jahr zwei exzellente Alben herausgebracht: Als Frank &amp; Tony arbeitet er sich in <em><a href="http://pitchfork.com/reviews/albums/20000-frank-tony-you-go-girl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">You Go Girl</a></em> an reduzierten Deephouse-Stücken ab. Sein zweites Album unter seinem richtigen Namen ist eine persönlichere Angelegenheit: Inspiriert vom Tod seiner beiden Eltern innerhalb von nur drei Jahren, nimmt uns <em>Minutes of Sleep</em> mit auf eine Reise: Melancholische Bläser und Cellos erheben sich aus dem statischen Rauschen, verwaschene Fieldrecordings tanzen im Wind wie ein Traumfänger auf der Veranda des heruntergekommenen Motels irgendwo im Mittleren Westen. Das ist jedenfalls einer dieser Kopfkinofilme, die dieses Album bei seinen Hörern hervorzurufen mag; zarte Melodien schmiegen sich an, Fragmente aus Jazz, Drone und Ambient vermischen sich mit House. Denn auch das gibt es: Dezente 4/4-Kickdrums und mit <em><a href="https://www.youtube.com/watch?v=wS21hV5ySAc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">You Can Always Leave</a></em> sogar so etwas wie ein Anthem. Und ein Remix von DJ Sprinkles, der das zum Abschluss noch einmal alles in 14 Minuten zusammenfasst.</p>
<p>[dsgvo_soundcloud url=&#8221;https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/121925893&amp;show_artwork=true&amp;maxwidth=1240&amp;maxheight=1000&amp;dnt=1&amp;auto_play=false&amp;buying=true&amp;liking=true&amp;download=true&amp;sharing=true&amp;show_comments=true&amp;show_playcount=true&amp;show_user=true&amp;color&#8221;]</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/121925893&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">ï»¿</span></iframe></p>
<p><strong>Aphex Twin – Syro (Warp)</strong></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8341" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/Aphex_twin_syro-130x130.jpg" alt="Aphex_twin_syro" width="130" height="130" /> 13 Jahre hat Aphex für sein neues Album gebraucht, und hat sich für sein Comeback nicht lumpen lassen: Ein schwebendes Zeppelin über London, die große PR-Tour im Netz und ein überraschend normales <a href="http://pitchfork.com/features/cover-story/reader/aphex-twin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview</a> mit Pitchfork gehörten dazu. War das wirklich nötig? Ich sage nein, was aber nichts daran ändert, dass Richard D. James weiterhin ein Meister seines Fachs ist. Die Tracks auf <em>Syro</em> könnten vermutlich – und das nicht nur von den stereotypischen Tracktiteln her – auch zehn Jahre alt sein (sie sind es teilweise vielleicht auch) und die Presse würde durchdrehen. Dieses Fanboytum ist zwar bedenklich, aber natürlich ist das alles wieder technisch perfekt, wie Aphex einmal mehr die schroffen Breakbeats an den Melodien abperlen lässt, die Vocals zerschreddert und neu zusammensetzt und nebenbei noch die halbe UK-Rave-Historie mit einpackt. Was man 13 Jahre lang vermisst hat, wird einem gleich nach etwas mehr als zwei Minuten klar: Dann setzt in <em>Minipops 67</em> dieser Melodie-Hook ein und plötzlich ist es wieder 1996, die Freundin ist weg und bräunt sich.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/166180397&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Grouper – Ruins (Kranky)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8342" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/ruins-130x130.jpg" alt="ruins" width="130" height="130" /> Ach, Liz Harris. <em>Ruins</em> ist tatsächlich schon ihr zehntes Studioalbum als Grouper und genau genommen schon drei Jahre alt, aber trotzdem klingt in meinen Ohren jedes wieder neu, wieder ein bisschen introvertierter, wieder ein bisschen rauer, irgendwie auch ehrlicher. Wobei die Bezeichnung Studioalbum für dieses Lo-Fi-Songwriting ja fast schon eine Majestätsbeleidigung ist: In kürzester Zeit an der portugiesischen Küste entstanden, scheint <em>Ruins</em> zunächst nichts mit seiner sonnigen Umwelt zu tun haben. Aber doch: In den Pausen, zwischen den Noten und Harris&#8217; Gesang, der längst auch ohne die frühere Verzerrung daherkommt, gibt es immer wieder Zeit zum Atmen, zum aus dem Fenster gucken und zum sanften Lächeln, wenn es mal wieder genau den Nerv aus Weltschmerz und Optimismus trifft. Schließlich bedeutet jede Ruine auch einen Neuanfang.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/166857997&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Spoon – They Want My Soul (Loma Vista)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8357" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/Spoon-They-Want-My-Soul-130x130.jpeg" alt="Spoon-They-Want-My-Soul" width="130" height="130" /> Spoon müssen inzwischen niemandem mehr etwas beweisen, schon gar nicht, dass sie mittlerweile so leicht die Hits aus dem Ärmel schütteln wie früher die Jazzer die Nadeln. Die Stimme von Britt Daniel klingt inzwischen auf einigen Songs zwar ein wenig nach Raufasertapete, aber das ändert nichts an seinem Repertoire: Für <em>They Want My Soul</em> haben er und seine Band mal wieder in die Klassiker-Kiste gegriffen und spielen sich auf zehn Songs durch die Indie-Rock-Refenzen. Da gibt es große Hymnen mit Mitsing-Refrain wie bei <em>Outlier</em>, launische Blues-Schwanker in <em>I Just Don&#8217;t Understand</em> und poppige Synthesizer in <em>Inside Out</em>. Alles unglaublich tight produziert und ohne echten Aussetzer, was ich persönlich nicht von allen früheren Spoon-Alben sagen kann. Erstaunlich jedenfalls ist sie, diese Konsistenz, die Spoon auf ihrem nunmehr achten Album an den Tag legen.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="//player.vimeo.com/video/102319896?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="590" height="332" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><strong>Deadbeat &amp; Paul St. Hilaire – The Infinity Dub Sessions (BLKRTZ)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8344" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/infinity-130x130.jpg" alt="infinity" width="130" height="130" /> Die Neunziger haben angerufen und wollen ihren Sound zurück: Scheinbar ist Deadbeat nach einigen Jahren in seiner Wahlheimat Berlin so gut angekommen, dass er die besten Platten der Stadt einfach mal nachproduziert. Also, rein übertrieben gesagt natürlich. Trotzdem könnten die <em>Infinity Dub Sessions</em> problemlos auch das verloren geglaubte Album von Rhythm &amp; Sound sein, und das liegt nicht nur an Paul St. Hilaire, der noch die Riddims runterbetet wie eh und je. Sondern eben auch an den Dubschwaden aus reichlich Echo und Reverb, die hier die Boxen zum Rauchen bringen wie gute Joints und Zigaretten. Aber jeder Retro-Sound ist irgendwo auch ein Klassiker.</p>
<p><strong>HTRK – Psychic 9-5- Club (Ghostly)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8345" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/psychic-130x130.jpg" alt="psychic" width="130" height="130" /> Ein neues Album vom früheren Hate Rock Trio, das nach dem Suizid ihres Bassisten inzwischen als Duo unterwegs ist. Größtenteils weg sind auch die Synthpop-Einschläge der früheren Tage. Stattdessen haben es sich HTRK in der Nische aus bedächtig pulsierenden Dub-Beats, etwas Downtempo und minimalistischen Soundskulpturen bequem gemacht. Darüber haucht Sängerin Jonnine Standish Texte über Vollzeitjobs, über Depressionen, das falsche Body-Image, vergangene Partner und neue Begierden. Das klingt beim ersten Mal alles ziemlich düster und scheint die jüngere Geschichte der Band widerzuspiegeln. Doch dann blitzt zwischendurch immer auch ein wenig Hoffnung durch, die zeigt, wie leicht die Australier inzwischen mit den Emotionen spielen können.</p>
<p><strong>Stars – No One Is Lost (ATO)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8346" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/stars-130x130.jpg" alt="stars" width="130" height="130" /> Vor etwa zwölf Jahren hatte ich die Stars erstmals in Frankfurt gesehen. Damals hatten sie gerade ihr zweites Album rausgebracht und galten mehr oder weniger als ein Nebenprojekt der Broken Social Scene. An diesem Abend hatte ich mich auch ein wenig in Sängerin Amy Millan verknallt, weshalb ich seitdem jedes Album der Kanadier verfolgt habe – und ein wenig Objektivität verloren habe. Deshalb muss ich auch <em>No One Is Lost</em> hier erwähnen, obwohl es so cheesy ist wie keines der vorherigen Werke. Ein Elektro-Einschlag schleicht durch die Tracks, während Millan und ihr Gesangspartner Toquin Campbell sich einmal mehr die Verse über den großen Herzschmerz hin- und herwerfen. Nur dass es eben nicht mehr 2003 ist und es den beiden Anfang-Vierzigern auch niemand mehr abnimmt, wenn sie über Abschlussbälle und Summer School singen. Keiner außer mir, vermutlich. &#8220;This is the last time&#8221;, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=j3Yjj6TT5ok" target="_blank" rel="noopener noreferrer">singt Millan</a>. Diesmal aber wirklich.</p>
<p><strong>6th Borough Project – Borough 2 Borough (Delusions of Grandeur)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8347" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/borough-130x130.jpg" alt="borough" width="130" height="130" /> Klingt nicht nur vom Namen her wie ein Erbe der guten alten US-House-Schule, sondern lehnt sich auch in Sachen Sound an die Klassiker an. Mit dem Unterschied, dass das 6th Borough Project so britisch ist wie Schwarztee mit Milch. Hinter dem Projekt stecken Craigh Smith und Graeme &#8220;The Revenge&#8221; Clark, und tatsächlich verbinden die beiden so etwas wie das Beste aus beiden Welten: Auf der einen Seite langsam köchelndes House mit gestenreichen Claps, Streicher- und Oldschool-Samples Ã  la <em>In Your Arms</em> und <em>Our Love</em>. Auf der anderen Seite und der zweiten Albumhälfte wird dann das Tempo ein wenig angezogen und in Tracks wie <em>Read My Mind</em> in feinstes Tech-House gegossen. Ein Album wie eine gute Clubnacht – und die funktioniert bekanntlich auf beiden Seiten des Atlantiks.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/129627414&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Idlefon – Intensive Collectivity Known as City (Tympanik)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8349" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/idlefon-130x130.jpg" alt="idlefon" width="130" height="130" /> Glitch-Ambient aus Teheran. Das ist eine Mischung, das man nicht so oft zu hören bekommt. Hesam Ohadi hat allerdings seine Hausaufgaben gut gemacht. Tiefe, schwelende Sub-Bässe treffen auf komplexe IDM-Soundstrukturen die an frühe Phonem- oder Crunch-Produktionen erinnern, während die schwerem Drones, abgerundet mit entfernten Samples und Fieldrecordings, eher in das Fachgebiet eines Loscil oder Green Kingdom abdriften. Ist das nun neu oder revolutionär? Mit Sicherheit nicht. Aber mit <em>Intensive Collectivity Known as City</em> gelingt Idlefon ein sehr solides Retro-Album, das mich in diesem Jahr ein ums andere Mal in den Schlaf begleitet hat.</p>
<p><strong>St. Vincent – St. Vincent (Loma Vista)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8340" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/stv-600-130x130.jpg" alt="stv-600" width="130" height="130" /> Annie Clark polarisiert. Auf der einen Seite steht eine der wohl talentiertesten Gitarristinnen und Songwriterinnen unserer Zeit. Auf der anderen Seite eine Sirene, deren Songs und Gesang teilweise so klingen als würden zwei sich feindlich gesinnte Katzen in einem Schuhkarton treffen. Soll heißen: eher anstrengend. Diese Mischung war schon auf den vergangenen Platten von St. Vincent präsent, hat sich aber diesmal mehr in die Richtung von Ersterem verlagert. Eins, zwei Balladen, futuristischer Indie-Rock, etwas mehr Pop-Einschlag, smarte Texte und immer mal wieder das ganz große Epos: Als etwa in <em>Huey Newton</em> nach diesem Synthesizer-Geplänkel nach zweieinhalb Minuten plötzlich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=vCVJcdQXJ14" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Gitarren einsetzen</a>, habe ich das erste Mal schon kurz innegehalten und kurz die Gänsehaut abgeschüttelt. <em>You know</em>.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="//player.vimeo.com/video/85577159?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;badge=0&amp;color=ffffff" width="590" height="332" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><strong>Leon Vynehall – Music for the Uninvited (3024)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8350" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/vynehall-130x130.jpg" alt="vynehall" width="130" height="130" /> Techno, Deephouse, Downtempo – wer braucht im Jahr 2014 eigentlich noch Schubladen. Vynehall beschwört lieber die großen Clubgesten: Schwitzende Menschen, röhrende Boxen, Ecstasy und Ekstase, Liebe und Leidenschaft. Und ist gleichzeitig immer eins, zwei Takte weiter. Als die vielleicht modernste Definition von Tanzmusik des Jahres, serviert der Produzent aus Portsmouth futuristische Melodiensprüher (<em>Inside the Deku Tree</em>), federnde Feelgood-Basslines (<em>Goodthing</em>), jackende Retro-Grooves (<em>House of Dupree</em>) und verschmitzt vor sich hin jazzende Mood-Miniaturen (<em>Christ Air</em>). Sieben Tracks. 39 Minuten. Mehr braucht er dafür nicht und das ist eigentlich das größte Statement in diesen Zeiten des Überdrehens und Übertreibens.</p>
<p><strong>Run the Jewels – Run the Jewels 2 (Mass Appeal)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8351" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/rt2-130x130.jpg" alt="rt2" width="130" height="130" /> Es ist laut, es ist obszön, es ist anstößig und vulgär. Was es auch ist: Smart, kompromisslos und hartnäckig. Die zweite Platte des ursprünglichen Nebenprojekts von EL-P und Killer Mike hat sich zu einem Statement der Hip-Hop-Szene gemausert und nebenbei gezeigt, dass man ein gutes Debüt tatsächlich noch toppen kann. Die Stücke sind kurz, die Beats wie Peitschenhiebe (an einigen Stellen buchstäblich), die beiden Protagonisten spielen sich die Bälle zu und spucken eine Punchline nach der anderen, bis jeder sein Fett wegbekommen hat. Hier gibt es große Geschichten und einfache Wortspiele, vertrackte Reime und <em>cheap shots</em> unter die Gürtellinie. In gewisser Weise führen sie die Tradition von Def Jux weiter: Sie sind so clever, um die Leftfield-Hörerschaft zu beglücken. Auf der anderen Seite teilen sie so hart aus, dass vor diesem Duo nicht nur die Boxen zittern. Das beste Duo zurzeit im Rap.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/167844111&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Golden Donna – II (100% Silk)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8352" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/donna-130x130.jpg" alt="donna" width="130" height="130" /> Ich mag die Philosophie von 100% Silk, auch wenn die Aufbereitung dann doch an elitäres Hipstertum erinnert. Etwa, wenn Alben wie <em>II</em> zunächst nur auf Kassette erscheinen und man auf die MP3s warten muss. Dafür gräbt das Label aber auch seit zwei Jahren mit bemerkenswerter Regelmäßigkeit einen unbekannten House-Produzenten nach dem anderen aus. In diesem Fall Golden Donna aus Madison in Wisconsin, dessen Sound aber auch aus New York stammen könnte und den Geist alter analoger Maschinen atmet. Das Ergebnis? Tolle Melodien, ohne die von 100% Silk bekannte Verschrobenheit vermissen zu lassen. Das taugt deshalb vermutlich nur selten für den Club, aber umso besser für die Kopfhörer.</p>
<p><strong>Bing &amp; Ruth – Tomorrow was the Golden Age (Rvng. Intl.)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8353" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/bingruth-130x130.png" alt="bingruth" width="130" height="130" /> Hinter Bing &amp; Ruth stecken nicht etwa zwei Produzenten, sondern tatsächlich ein kleines Ensemble. Ein Septett, um genau zu sein, &#8220;angeführt&#8221; vom Pianisten David Moore. Das hört man. Denn auch wenn die Musik dieser kleinen feinen Nische zwischen Ambient und moderner Klassik entspringt, verbirgt sich hinter den Kompositionen stets der Anspruch auf mehr: Die fragilen Pianoklänge stehen als Fixpunkt im Raum, um den sich in jedem Song die anderen Musiker formieren. Mal mit sakraler Schwere und Drones, mal mit Klavier-Miniaturen und entwaffnenden Streichern oder dekonstruierten Tape-Delays. Großes Handwerk. Stets fließend, bisweilen schwer melancholisch und damit der perfekte Soundtrack für die dunkle Jahreszeit.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/163281999&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Freddie Gibbs &amp; Madlib – Piñata (Madlib Invazion)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-8354 size-thumbnail" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/Freddie_Gibbs_Piñata-130x130.jpg" alt="Freddie_Gibbs_Piñata" width="130" height="130" /> In irgendeinem Review stand, dass Madlib schon seit Jahren kein Hip Hop mehr machen würde. Vielleicht stimmt das auch, der notorische Crate Digger hat mittlerweile seinen eigenen Stil aus vernebelten Beats und obskuren Samples erschaffen. Was aber nicht heißt, dass er es nicht immer noch auf Albumlänge mit einem MC kann: Gemeinsam mit Freddie Gibbs und einem Dutzend Gästen knüpft Madlib an seine Madvillain-Kollaboration an, auch wenn <em>Piñata</em> weit weniger psychopathisch ist. Im Gegenteil, mit seinen verrauchten Slow-Jams aus den Siebzigern, ein bisschen Boom-Bap und bisweilen etwas zu dick aufgetragenen Streichern, beschwören Gibbs und Madlib den Geist früherer Tage und klingen dennoch so frisch wie nur wenige andere in diesem Jahr. Gelernt ist halt gelernt.</p>
<p><strong>Warpaint – Warpaint (Rough Trade)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8356" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/Warpaint_-_Warpaint_album-130x130.jpg" alt="Warpaint" width="130" height="130" /> Letztes Jahr waren es die Savages, dieses Jahr rücken Warpaint die trotzdem miserable Frauenquote in diesem Rückblick in ein besseres Licht. Doch während die Engländerinnen düsteren Post-Punk praktizieren, machen die vier Frauen aus Los Angeles eher psychedelisch angehauchten Indie-Pop. Was beide vereint sind dagegen die klassisch-reduzierten Arrangements, die mit teilweise scheppernden Drums und stetig treibenden Basslines nach vorne gehen, ohne wirklich große Hooks zu liefern. Darüber singt, haucht und liebkost Sängerin Shannyn Sossamon in immer wieder ein- und hinwegdriftenden Strophen. Einige Kritiker fanden das <a href="http://pitchfork.com/reviews/albums/18892-warpaint-warpaint/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein wenig farblos</a> (hihi), aber ich mag diese Mischung aus Gerade-Aufgestanden- und Noch-Wach-Sein, die hier in vielen Songs weitergegeben wird.</p>
<p><strong>Sage Francis – Copper Gold (Strange Famous)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8402" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/sage-130x130.jpg" alt="sage" width="130" height="130" /> Auch wenn es so schien, war Sage Francis die letzten Jahre nicht gänzlich verschwunden. Er hat sich mit diversen Indie-Musikern zusammengetan. Hat sich im Rock ausgetobt. Hat eine mittelmäßige Platte veröffentlicht und sich nebenbei einen beachtlichen angegrauten <a href="http://cheeseontoast.co.nz/wp-content/uploads/2014/12/sage-francis.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vollbart wachsen lassen</a>. Und ist jetzt wieder zurück mit dem, was er am besten kann: klassischem Rap. &#8220;I had to take my time, to get my life together&#8221; erklärt er gleich zum Auftakt in <em>Pressure Cooker</em>, und das ist ihm offenbar gelungen. <em>Copper Gold</em> ist ein exzellentes &#8220;Comeback&#8221; eines der besten MCs im Geschäft. Francis variiert zwischen aggressiven Battleraps und introspektiven Tagebuchgeschichten, spielt sich aus verschiedenen Erzählperspektiven wie eh und je die Bälle zu und das alles zu Beats, die vom Spektrum her auch für drei oder vier Alben reichen könnten. Willkommen zurück, Sage!</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/164540622&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Bvdub – I&#8217;ll Only Break Your Heart (Darla)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8401" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/bvdub-heart-130x130.jpg" alt="bvdub-heart" width="130" height="130" /> Habt ihr wirklich geglaubt, ich beende diese Liste ohne Bvdub? Zugegeben, seine letzten beiden Alben in diesem Jahr fand ich eher enttäuschend, aber sein erster Aufschlag mit <em>I&#8217;ll Only Break Your Heart</em> auf Darla war vermutlich einmal mehr meine meistgehörte Platte. Vier Songs, die alle an oder über die zwanzig Minuten gehen und sich natürlich zwischendurch immer wieder auflösen und ausbrechen. Das ist für Neulinge vermutlich immer noch etwas überwältigend, all dieses <em><a href="http://gph.is/17AJtpP" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Feels</a></em> die Brock van Wey hier wieder um sich wirft, aber gleichzeitig auch wieder einen Schritt näher dran an der Perfektion seines Sounds. Diese Mischung aus Breakbeats, aus Ambient und kitschigen Herzschmerz-Vocals bekam auch im Jahr 2014 kein anderer nur annähernd so gut hin.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/129671652&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Shortlist</strong></p>
<p>STL &#8211; At Disconnected Moments<br />
Hail Mary Mallon &#8211; Bestiary<br />
Faures &#8211; Intercontinental Drift<br />
Kaito &#8211; Less Time Until The End<br />
Frank &amp; Tony &#8211; You Go Girl<br />
Brock van Wey &#8211; Home<br />
Thom Yorke &#8211; Tomorrow&#8217;s Modern Boxes<br />
A Winged Victory for the Sullen &#8211; Atomos<br />
Ben Frost &#8211; AURORA<br />
Sense &#8211; Still Life<br />
Kassem Mosse &#8211; Workshop 19<br />
A New Line (Related) &#8211; s/t<br />
Strategy &#8211; Boxology<br />
The Other Guys &#8211; Seeds of Ambition<br />
Cyne &#8211; All My Angles Are Right</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1 class="title">Singles</h1>
<p><strong>Map.ache &#8211; Leave &amp; Keep (Kann)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8366" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/Mapache-Leave-and-keep-130x130.jpg" alt="Mapache-Leave-and-keep" width="80" height="80" /> Ich wünschte mir, die Jungs von <a href="http://www.kann-records.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kann</a> würden viel mehr veröffentlichen. Aber auf der anderen Seite: Vielleicht säße dann nicht jedes Release so perfekt. Map.ache packt hier jedenfalls drei ganz große Hits aus, allesamt mit rigorosen Beats, entwaffnenden Melodien und ekstatischen Breakdowns. Überhaupt: Was die meisten aktuellen House-Sachen ja gerne vermissen lassen, sind die Breakdowns. Map.ache vergisst sie nicht und packt in Minute 5:20 von <em>The Yonder</em> (siehe Preview) noch dieses zufriedene Lachen einer Frau. Auch wegen solchen Details meine Lieblings-EP des Jahres.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/163090214&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Portable – Surrender (Live at Robert Johnson)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8365" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/portable-130x130.jpg" alt="portable" width="80" height="80" /> Und just als ich dachte, dass mir die Tracks von Portable ein wenig zu vorhersagbar werden, kommt er mit <em>Surrender</em> an. Seit Jahren singt Alan Abrahams selbst, was bei Techno-Produzenten gerne mal in die Hose geht, doch selten hat seine Stimme so gut gepasst, war sie so sanft und die Musik dazu so gefühlvoll und bezaubernd. Das schönste Liebeslied des Jahres.</p>
<p><strong>Strategy – Pressure Wassure (Peak Oil)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8364" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/strategy_cover-2417_500-130x130.jpg" alt="strategy_cover-2417_500" width="80" height="80" /> Strategy, der die vergangenen Jahre vor allem für komplexe Dub-Tracks stand, hat in diesem Jahr als Dancefloor-Liebhaber überrascht. Sein Album für 100% Silk ist das Ergebnis, und diese vier Tracks hier sind das quasi in Kurzform eingedampft: Ein ziemlich geradliniger House-Track mit einer Brise Jungle und zum Abschluss noch einen majestätischen Stepper. Was für eine wilde Kombination. Ich bin gespannt, was Paul Dickow die nächsten Jahre noch so alles macht.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/155704775&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Traumprinz – All the Things (Giegling)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8363" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/traumprinz-pack-130x130.jpg" alt="traumprinz-pack" width="80" height="80" /> <em>Dieser</em> Track. Mit <em>diesem</em> Diva-Sample. Gefühlt in jedem dritten Mix des Jahres aus meiner Filterbubble verwendet, und das nicht ganz unverdient. So simpel gestrickt, so deep und mit ganz viel Gefühl. Neben Kann aus Leipzig beweisen auch Giegling aus Weimar, wieso die neuen Bundesländer die deutsche House-Szene momentan völlig zu Recht prägen.</p>
<p><strong>Damh – Black Night (Kompakt)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8360" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/DAMH-Black-Night-130x130.jpg" alt="DAMH-Black-Night" width="80" height="80" /> Dass ich erst nach einigen Wochen geschnallt habe, das eine Hälfte von Damh aus Ada besteht, zeigt, wie sehr ich mittlerweile aus der &#8220;Szene&#8221; raus bin. Dabei kann man das ja eigentlich hören: Diese Vocals, diese plinkernden Sounds und eingewobene Instrumente sind eigentlich Adas Markenzeichen. Die A-Seite ist jedenfalls ein ganz wunderbarer Slowburner zum Mitsingen und mit <em>Hansi</em> auf der Flip gibt es dann noch etwas zum schnelleren Schwoofen, am liebsten mit den Liebsten im Arm.</p>
<p><strong>Floating Points – King Bromeliad (Eglo)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8361" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/eglo37-130x130.jpg" alt="eglo37" width="80" height="80" /> Schwere Entscheidung: Die <em><a href="https://www.youtube.com/watch?v=1LtsjqgF6fw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nuits Sonores</a></em> oder doch eher die <em>King Bromeliad</em> in diese Liste aufnehmen? Beide Platten von Floating Points in diesem Jahr hätten es verdient, doch auch wenn <em>Nuits Sonores</em> die bessere Hymne ist, kommen <em>King Bromeliad</em> und vor allem das jazzig-hüpfende <em><a href="https://www.youtube.com/watch?v=vqabexdUVGA" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Montparnasse</a></em> auf der B-Seite immer wieder verschmitzt um die Ecke und haben das höhere Wiederhörpotenzial.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/140182713&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Jack J – Looking Forward to You (Mood Hut)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8362" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/jackj-130x130.jpg" alt="jackj" width="80" height="80" /> Auf Boomkat gibt es <a href="http://boomkat.com/vinyl/1055000-jack-j-looking-forward-to-you-take-it-to-the-edge-something-on-my-mind" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein Review</a>, von dem keiner genau weiß, ob das nun als Verriss oder ironisch gemeint ist. <em>&#8220;This is just the ticket for all those retro heads – totally inoffensive dancefloor schmooze. Looking Forward To You rubs soppy chords over a stuttering drum break giving long enough for dancers to make their way to the bar and maybe a have a smoke before it finishes.</em>&#8221; Ich finde, das kann man so stehen lassen. Überhaupt: Für mehr Schmooze!</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/157091449&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Frank &amp; Tony – Go (Scissor &amp; Thread)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8405" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/franktony-130x128.jpeg" alt="franktony" width="80" height="80" /> Das zweite Projekt von Francis Harris hatte ich oben schon kurz erwähnt. Mit einem ziemlich guten Album und drei EPs hat gemeinsam mit Anthony Collins als Frank &amp; Tony definitiv Eindruck hinterlassen. Meine Wahl fällt auf <em>Go</em>, aber es hätten auch die anderen beiden Singles sein können. Melancholisches, leicht verrauchtes House mit Retro-Anstrichen und dem, das die generische Bezeichnung &#8220;Deep&#8221; gar nicht mehr benötigt. Denn die Tracks von Frank &amp; Tony treffen sowieso genau ins Herz.</p>
<p><strong>Mr. Mitch – Don&#8217;t Leave (Planet Âµ)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8404" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/dont-leave-130x130.jpg" alt="dont-leave" width="80" height="80" /> Dubstep und Grime sind mir in den letzten Jahren immer mehr abhandengekommen, aber ab und zu kommt dann jemand wie Mr. Mitch und zeigt, dass es doch noch lohnt. In diesem Fall bedeutet das Reduktion bis fast nur noch die Skelette der Beats aus Bass und Synth-Hooks stehen bleiben, umgarnt von kurzen prägnanten Vocal-Samples. Auf Albumlänge ist mir das fast wieder zu anstrengend, aber auf dieser EP nicht zuletzt dank des tollen <em><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Y-GvOPd9j44" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Be Somebody</a></em> sehr erfrischend.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/174463663&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Iron Galaxy – Came &amp; Went (Born Electric)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8406" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/be007d-irongalaxy-130x130.jpg" alt="be007d-irongalaxy" width="80" height="80" /> Allein auf der Autofahrt in die Heimat kurz vor Weihnachten habe ich den Titeltrack geschätzt zehn Mal am Stück gehört. Er eignet sich also prima zum Autofahren und ist auch sonst ein kleines Melodienmonster, das fast ein bisschen zu viel möchte. Ich glaube aber, letztlich sind es diese kleinen plinkernden Elektro-Sounds, die den Unterschied machen.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/178724537&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1 class="title">Compilations/Mixes</h1>
<p><strong>DJ Koze – Reincarnations Pt.2 (Pampa)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8378" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/DJKOZE_reincarnations2-130x130.jpeg" alt="DJKOZE_reincarnations2" width="130" height="130" /> Dieser Meta-Moment, in dem Koze sich im Outro eines Tracks selbst als den &#8220;besten Remixer aller Zeiten&#8221; bezeichnet ist natürlich wieder einer dieser wunderbaren Goofball-Momente, für die wir Kosi so lieben. Ansonsten gibt es in der zweiten Remix-Compilation fast nur Hits. Kozes Neuinterpretationen, und das sind sie ja in den meisten Fällen, von unter anderem Herbert, Mount Kimbie, Moderat und Ada gehören zu den Besten, was das Remix-Feld in den vergangenen Jahren anzubieten hatte: Verspulte Quasi-Popsongs und verschrobene House-Schunkler bis zur letzten Rille. Aber weil das auch echt viel Arbeit für relativ wenig Geld ist, möchte Koze in Zukunft nicht mehr so viele Remixe machen. Hat er jedenfalls gesagt. Fänden wir dennoch schade.</p>
<p><strong>Underworld – Dubnobasswithmyheadman [Boxed Set] (Universal)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8379" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/Underworld.dubnobasswithmyheadman-130x130.jpg" alt="Underworld.dubnobasswithmyheadman" width="130" height="130" /> In erster Linie natürlich ein Re-Release zum 20. Geburtstag, aber gleichzeitig auch eine Compilation, denn das Boxed Set enthält fünf CDs mit Singles, Remixen (<em>Dark Train</em>!) und vergriffenen Bootlegs. Und ja, das Remaster klingt tatsächlich etwas besser als das Original. Wichtiger aber ist der sentimentale Faktor. Wie einige Leser vielleicht wissen, war Underworld eine der ersten Bands, die mich zur elektronischen Musik gebracht hatte. Das war zwar nicht 1994, sondern einige Jahre später, aber &#8220;Dubno&#8221; gehörte dennoch zu meinen ersten wirklich geliebten Alben. Ich habe es die vergangenen zehn Jahre nicht mehr oft gehört, aber spätestens jetzt kann ich sagen, dass es bis auf eins, zwei Tracks sehr gut gealtert ist. Titel wie <em>Dark &amp; Long</em>, <em>Dirty Epic</em> und das immer etwas unterschätzte <em>River of Bass</em> können es mit den heutigen Produktionen problemlos aufnehmen und nebenbei haben Underworld das Techno-Songwritertum mitbegründet und gezeigt, dass sich dicke Basslines und Gitarren auf der gleichen Platte nicht ausschließen müssen.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/28672334&amp;color=ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>VA – 15 Shades of White (Dronarivm)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8377" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/ic2-130x130.jpg" alt="ic2" width="130" height="130" /> Dronarivm ist ein noch relativ junges Label aus Moskau, das in den vergangenen Jahren dennoch so manchen großen Namen aus dem Ambient und Modern Classical für sich gewinnen konnte. Seit 2012 veröffentlichten hier unter anderem Marsen Jules, Machinefabriek, Maps &amp; Diagrams und The Green Kingdom ihre Alben. Allein in diesem Jahr waren drei, vier sehr gute LPs dabei, was Dronarivm vielleicht sogar zum aktuell spannendsten Label in diesem Genre macht. <em>15 Shades of White</em> erschien zwar bereits Anfang des Jahres, aber hier sind noch fast alle versammelt und liefern über 15 Tracks ihr Können ab: Eine supergute Mischung aus Field Recordings, klassischen Instrumentationen, samtweichen Ambient-Flächen und auch sonst so ziemlich alles, was es zu einer guten winterlichen Compilation so braucht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1 class="title">Flop des Jahres</h1>
<p><strong>FKA Twigs &#8211; LP1</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8384" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/12/fka-130x130.jpeg" alt="fka" width="130" height="130" /> Die Kategorie ist nach zwei Jahren Pause wieder zurück: Da haben sich <a href="http://pitchfork.com/reviews/albums/19590-twigs-lp1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sherburne</a> und der Rest der Musikjournaille aber ganz schön bemüht, in die Musik von FKA Twigs etwas reinzuinterpretieren das über das so offensichtlich affektierte Image hinausgeht. Nüchtern betrachtet gibt es da allerdings nicht allzu viel: Die Sängertänzerkünstlerin aus London fiepst und haucht sich durch die Tracks, die zum Teil klingen wie Björk hinter der Borderline oder The Weeknd mit zu viel Crystal in der Nase. Hier ist wirklich jeder Song so zwanghaft auf R&amp;B-Avantgarde getrimmt, dass selbst holzschnitzartige Popfiguren wie Iggy Azalea im Vergleich so natürlich scheinen wie Spliss im Haar und Hämorrhoiden am Arsch. Apropos Arsch: Wenn selbst <a href="http://www.focus.de/kultur/musik/lana-del-rey-metronomy-fka-twigs-die-besten-alben-2014-das-muss-man-gehoert-haben_id_4371599.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lokus Online</a> die Platte zur besten des Jahres kürt, sollte man wissen, was man hier für einem unsäglichen Hype aufgesessen ist.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p><strong>In diesem Sinne: Es kann nur besser werden. Einen guten Rutsch und falls wir uns hier tatsächlich nicht mehr lesen sollten: Danke für die Unterstützung in all den Jahren! Selah.</strong></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Titelbild: <a href="https://www.flickr.com/photos/ltdemartinet/10471138556" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Record Store&#8221; by Eldeeem/Flickr</a> (CC BY-NC-SA 2.0)</p>
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		<title>Leyland Kirby zum 40sten</title>
		<link>https://thelastbeat.com/2014/05/09/leyland-kirby-compilation-bandcamp/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eikman]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 May 2014 09:05:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Freebies]]></category>
		<category><![CDATA[ambient]]></category>
		<category><![CDATA[bandcamp]]></category>
		<category><![CDATA[classical]]></category>
		<category><![CDATA[leyland kirby]]></category>
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					<description><![CDATA[Leyland Kirby, Ambient-Melancholiker mit wallendem Haar und gelegentlich destruktiven Tendenzen als V/Vm hat sich mit dem ziemlich opulenten Sadly, the Future is no Longer Ours im Jahr 2009 einen Namen gemacht. Ähnlich umfassend ist auch die Compilation We Drink To Forget The Coming Storm, die er jetzt zum Anlass seines 40. Geburtstags für umme, im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leyland Kirby, Ambient-Melancholiker mit wallendem Haar und gelegentlich destruktiven Tendenzen als V/Vm hat sich mit dem ziemlich opulenten <em>Sadly, the Future is no Longer Ours</em> im Jahr 2009 einen Namen gemacht. Ähnlich umfassend ist auch die Compilation <em>We Drink To Forget The Coming Storm</em>, die er jetzt zum Anlass seines 40. Geburtstags für umme, im Idealfall aber &#8220;für den Preis eines Whiskys&#8221; <a href="http://leylandkirby.bandcamp.com/album/we-drink-to-forget-the-coming-storm" target="_blank" rel="noopener">auf Bandcamp raushaut</a>. 40 Tracks mit einer Laufzeit von bestimmt 2-3 Stunden. Happy Birthday, Leyland!</p>
<blockquote><p>It can be used to uplift on the low days, to gain strength and clear the mind. Each track combines the same elements piano, digital strings and synthesized choir. There are dark twists and light passages. It leads you somewhere whilst going nowhere.</p></blockquote>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3594634873/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=e99708/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless=""><a href="http://leylandkirby.bandcamp.com/album/we-drink-to-forget-the-coming-storm">We drink to forget the coming storm by Leyland Kirby</a></iframe></p>
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		<title>Welcher Rapper hat den größten?</title>
		<link>https://thelastbeat.com/2014/05/04/largest-vocabulary-hip-hop/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eikman]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 May 2014 21:31:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[aesop rock]]></category>
		<category><![CDATA[datenbank]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Headline aus der Clickbait-Hölle, aber in diesem Fall passt sie auch zum Thema: Matthew Daniels hat nämlich untersucht, welcher Rapper den größten hat. Den größten Wortschatz natürlich. Dazu hat er die 35.000 ersten Wörter aus dem Å’uvre der Künstler genommen, verglichen mit dem mutmaßlichen Wortschatz Shakespeares. Die Vorhergehensweise ist nicht perfekt, da zum Beispiel [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Headline aus der Clickbait-Hölle, aber in diesem Fall passt sie auch zum Thema: <a href="http://www.mdaniels.com/" target="_blank" rel="noopener">Matthew Daniels</a> hat nämlich untersucht, welcher Rapper den größten hat. Den <a href="http://rappers.mdaniels.com.s3-website-us-east-1.amazonaws.com/" target="_blank" rel="noopener">größten Wortschatz</a> natürlich. Dazu hat er die 35.000 ersten Wörter aus dem Å’uvre der Künstler genommen, verglichen mit dem mutmaßlichen Wortschatz Shakespeares. Die Vorhergehensweise ist nicht perfekt, da zum Beispiel die Flexion nicht ignoriert wird, liefert aber einen groben Überblick mit einigen überraschenden Erkenntnissen: Auf dem ersten Platz ist nämlich mit Abstand Aesop Rock, der ja nebenbei auch einer meiner absoluten Lieblingsrapper ist. Auch gut dabei ist der Wu-Tang-Clan. Weit abgeschlagen dagegen die Herren Drake und Kanye West.</p>
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		<title>20 Jahre Kompakt</title>
		<link>https://thelastbeat.com/2014/03/14/20-jahre-kompakt-film/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eikman]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2014 10:11:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[doku]]></category>
		<category><![CDATA[kompakt]]></category>
		<category><![CDATA[label]]></category>
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					<description><![CDATA[Das WWW wird 25, das Kölner Plattenlabel Kompakt wurde kürzlich immerhin 20 Jahre alt. Zwei Jahrzehnte Musik an der Schnittstelle von Techno, Pop und Ambient. Aus dem Plattenladen in der Werderstraße wurde erst ein Label und später eine Künstleragentur. Minimal und Micro-House, Pop Ambient und Elektroschlager, Kompakt hat überall mitgerührt und Köln nachhaltig auf der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das WWW wird 25, das Kölner Plattenlabel <a href="http://www.kompakt.fm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kompakt</a> wurde kürzlich immerhin 20 Jahre alt. Zwei Jahrzehnte Musik an der Schnittstelle von Techno, Pop und Ambient. Aus dem Plattenladen in der Werderstraße wurde erst ein Label und später eine Künstleragentur. Minimal und Micro-House, Pop Ambient und Elektroschlager, Kompakt hat überall mitgerührt und Köln nachhaltig auf der deutschen Elektronik-Landkarte etabliert. <span id="more-8311"></span></p>
<p>Aus Aufnahmen der vergangenen 20 Jahre hat Kompakt diese kleine Doku produziert. Es ist weniger eine zusammenhängende Erzählung, dafür gibt es viele Menschen beim Tanzen zu sehen und natürlich gute Musik – und darum ging es den Label-Gründern um Wolfgang Voigt, Michael Mayer und Jürgen Paape schließlich von Anfang an. Ich geh dann mal die alten Platten suchen&#8230;</p>
<p><iframe loading="lazy" title="20 Years Of Kompakt - The Pop Documentary" width="720" height="405" src="https://www.youtube.com/embed/LPzZLkBujWQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>IDM-Compilation: &#8220;Leaving Thirteen&#8221;</title>
		<link>https://thelastbeat.com/2014/01/16/leaving-thirteen-compilation-idm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eikman]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jan 2014 12:40:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Freebies]]></category>
		<category><![CDATA[compilation]]></category>
		<category><![CDATA[idm]]></category>
		<category><![CDATA[leaves]]></category>
		<category><![CDATA[netlabel]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Netlabel Leaves aus Litauen hat zum Ende des vergangenen Jahres noch eine schöne Compilation mit melodischen IDM-Tracks veröffentlicht. Leaving Thirteen gibt es auf der Website als Download, und mit Maps &#38; Diagrams, Markus Guentner, Plecq und Tim Koch enthält sie auch einige bekannte Namen. Aber auch für die restlichen Tracks lohnt es sich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Netlabel Leaves aus Litauen hat zum Ende des vergangenen Jahres noch eine schöne Compilation mit melodischen IDM-Tracks veröffentlicht. <em>Leaving Thirteen</em> gibt es <a href="http://leaves.lt/leavingthirteen/" target="_blank" rel="noopener">auf der Website</a> als Download, und mit Maps &amp; Diagrams, Markus Guentner, Plecq und Tim Koch enthält sie auch einige bekannte Namen. Aber auch für die restlichen Tracks lohnt es sich.</p>
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		<title>Minilogue Studio Jam Session</title>
		<link>https://thelastbeat.com/2014/01/16/minilogue-studio-jam-session/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eikman]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jan 2014 12:33:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artists]]></category>
		<category><![CDATA[cocoon]]></category>
		<category><![CDATA[jam session]]></category>
		<category><![CDATA[minilogue]]></category>
		<category><![CDATA[studio]]></category>
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					<description><![CDATA[Minilogue sind coole Typen. Das habe ich spätestens erfahren, als ich sie vor Jahren mal wegen eines Interviews angehauen habe, und sie sowas von entspannt und zuvorkommend waren, wie ich es selten erlebt habe. Schweden eben. Aber natürlich ist auch die Musik vorzüglich; so elegant zwischen den Trance-, Techno- und Ambientstühlen können nicht viele wechseln. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Minilogue sind coole Typen. Das habe ich spätestens erfahren, als ich sie vor Jahren mal wegen <a href="http://www.thelastbeat.com/archives/feature-minilogue/" target="_blank" rel="noopener">eines Interviews</a> angehauen habe, und sie sowas von entspannt und zuvorkommend waren, wie ich es selten erlebt habe. Schweden eben. Aber natürlich ist auch die Musik vorzüglich; so elegant zwischen den Trance-, Techno- und Ambientstühlen können nicht viele wechseln. Dennoch steht das Projekt der Beiden jetzt vor dem Ende, oder jedenfalls einer längeren Pause, wie es im <a href="http://www.cocoon.net/news/minilogue_the_isand_of_if" target="_blank" rel="noopener">Blurb zur neuen Single</a> heißt.</p>
<p>Schade. Aber zum Abschluss gibt es noch eine 23-minütige Jamsession aus dem schicken Studio der Beiden, präsentiert <a href="https://www.ableton.com/en/blog/minilogue-human-possible/" target="_blank" rel="noopener">von Ableton</a>.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Minilogue: Studio Jam Session" width="720" height="405" src="https://www.youtube.com/embed/qgiL7lsIATA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>100.000</title>
		<link>https://thelastbeat.com/2014/01/09/last-fm-scrobbles-visualisierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eikman]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jan 2014 15:58:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internal]]></category>
		<category><![CDATA[lastfm]]></category>
		<category><![CDATA[netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[scrobbles]]></category>
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					<description><![CDATA[Da sind sie nun also, die 100.000 Scrobbles auf Last.fm. Eigentlich hatte ich schon etwas früher damit gerechnet, aber mein Urlaub im Herbst kam dazwischen. Nicht, dass es eine Rolle spielen würde. Denn als ich mich am 8. November 2004 zu dem Dienst, der damals noch Audioscrobbler hieß, anmeldete, konnte ich ihn noch nicht einmal [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Da sind sie nun also, die 100.000 <a href="http://www.last.fm/user/eikman" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Scrobbles auf Last.fm</a>. Eigentlich hatte ich schon etwas früher damit gerechnet, aber mein Urlaub im Herbst kam dazwischen. Nicht, dass es eine Rolle spielen würde. Denn als ich mich am 8. November 2004 zu dem Dienst, der damals noch Audioscrobbler hieß, anmeldete, konnte ich ihn noch nicht einmal nutzen.</p>
<p>Ich hatte zwar eine recht gut gepflegte mp3-Bibliothek, aber keinerlei ID3-Tags, die es bedarf, damit die gespielten Songs auch identifiziert werden können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-8253" style="border: none;" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/01/lastfmprofil.jpg" alt="lastfmprofil" width="575" height="167" /></p>
<p>Erst drei Jahre später, im März 2007, hatte ich meine Sammlung neu sortiert und sämtliche Alben über <a href="http://www.mp3tag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mp3-Tag</a> mit der Datenbank von Discogs abgeglichen und die fehlenden ID3-Tags ergänzt. Seitdem schicke ich so ziemlich jeden Song, der über Winamp oder iTunes läuft, nach draußen. Außer die Inhalte vom iPod, da hat die nachträgliche Synchronisation irgendwie nie geklappt, weshalb sicherlich noch einige Tausend Songs fehlen, die ich allein im Zug zur Uni oder im Auto zur Arbeit über die Jahre hörte. Naja, geschenkt.</p>
<p>Dennoch: Ich mag Last.fm. Auch wenn es eigentlich keinen Nutzen hat. Der Anspruch der Gründer, ein soziales Netzwerk für Musikliebhaber zu gründen, hatte sich schon recht schnell verlaufen. Heute präsentiert sich Last.fm vor allem als ein Streaming- und Entdeckungs-Service, doch hinsichtlich der Konkurrenz von Spotify, Rdio und Pandora ist auch diese Rolle eher klein. Was bleibt sind ein (guter) Konzertkalender und ein Archiv für die Nutzer – und genau darum geht es jedenfalls mir.</p>
<p><a href="http://www.nicorola.de/ein-paar-abschliesende-gedanken-zu-last-fm-der-neue-song-von-sigur-ros-und-ein-fantastisches-video/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nicorola</a> meldete sich vergangenes Jahr ab, weil er sich von dem Dienst auch etwas &#8220;überwacht&#8221; fühlte. Als jemand, der weder Facebook noch Google+ nutzt, finde ich dagegen Last.fm äußerst harmlos. Mein Musikgeschmack steht vielleicht mehr denn alles andere für meine Persönlichkeit, und verrät gleichzeitig nicht mehr als ich möchte. Wer mein Profil im Netz findet und das wirklich spannend findet – nur zu. Und auch wenn nicht, bleibt immer noch eine Datenbank, die meine musikalische Entwicklung und meine &#8220;Konsumeigenschaften&#8221; dokumentiert. Denn während sich längst auch <a href="http://www.medien.ifi.lmu.de/lehre/ss10/os/material/DA_Antrittsvortrag_Jennifer_Buettgen.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wissenschaftliche Arbeiten</a> mit &#8220;Big Data&#8221; von Last.fm befassen, geben <a href="http://www.pearltrees.com/#/N-u=1_372999&amp;N-p=29136667&amp;N-s=1_3360315&amp;N-fa=3360315&amp;N-f=1_3360315" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kleinere Tools</a> einen interessanten Einblick in das Hörverhalten der Nutzer.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-8211" style="border: none;" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/01/lastfm.jpg" alt="lastfm" width="544" height="316" /></p>
<p>Zum Beispiel fällt auf, dass ich extrem viel in der Breite höre. Stichwort <em>long tail</em>. Lediglich Bvdub habe ich mehr als 1.000 mal gespielt – und auch das ist eigentlich gar nicht viel. Es kam aber ohnehin noch nie vor, dass ich selbst Künstler, die ich absolut liebe, <em>ad nauseam</em> höre. Ich habe seit jeher mehr Freude an der &#8220;kleinen Dosierung&#8221; und 5.600 verschiedene Künstler im Archiv bescheren mir immerhin eine respektable 757/1000 im &#8220;<a href="http://anthony.liekens.net/pub/scripts/last.fm/supereclectic.php?user=eikman" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Musical Eclectic Test</a>&#8220;. Mein Musikgeschmack ist somit rund <a href="http://obscurometer.com/user/eikman/period/0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">70% obskurer</a> als der vom Rest der Nutzer &#8211; wer hätte es gedacht.</p>
<p><a href="http://www.thelastbeat.com/img/2014/01/aa.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-8285" style="border: none;" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/01/aa-598x152.png" alt="aa" width="598" height="152" /></a></p>
<p>Über Apps wie <a href="http://www.frederikseiffert.de/lasthistory/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LastHistory</a> und <a href="http://www.last.fm/user/C26000/journal/2006/07/30/383m_last.fm_extra_stats" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Last.fm Extra Stats</a> (siehe Graph oben), oder dank Skripts wie <a href="http://www.markhansen.co.nz/scatter.fm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Scatter.fm</a> kann ich außerdem sehen, wie sich meine Lieblingsgenres über die Jahre verändert haben und zu welchen Zeitpunkten ich welche Tracks hörte. So wird deutlich, dass ich heute weitaus mehr Ambient und House als Dubstep oder Techno höre als noch vor einigen Jahren.</p>
<p>Interessant ist auch die Verteilung über die Tage und Monate, wie der folgende Graph von Scatter.fm zeigt: So habe ich 2007/2008 während meines Studiums häufiger die ganze Nacht lang durchgehört (oft liefen auch Ambient-Playlisten, während ich schlief; ich musste schließlich keinen Strom zahlen), und im vergangenen Jahr sind die Reihen wieder deutlich dichter besetzt als in den Jahren zuvor. Kein Wunder: Seit ich Freelancer bin, höre ich tagsüber natürlich wieder mehr Musik.</p>
<p><a href="http://www.thelastbeat.com/img/2014/01/lastfm-bg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-8231" style="border: none;" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/01/lastfm2.jpg" alt="lastfm2" width="595" height="344" /></a></p>
<p>100.000 gespielte Lieder in knapp sieben Jahren sind übrigens nicht allzu viel. Eigentlich dachte ich immer, dass ich schon ziemlich viel Musik höre, aber wenn ich sehe, dass <a href="http://www.lastfm.de/user/uliamania" target="_blank" rel="noopener noreferrer">andere</a> im fast gleichen Zeitraum bereits an den 150k kratzen frage ich mich schon, ob bei einigen Menschen der Tag nicht doch mehr als 24 Stunden hat.</p>
<p>Bei dem jetzigen Schnitt von etwa sieben Jahren für 100.000 Songs, werde ich die Millionengrenze übrigens in schlappen 63 Jahren knacken. Da wäre ich dann 93. Das wäre doch gelacht. Aber vermutlich hat man dann die Musikbibliothek sowieso bereits direkt ins Hirn implantiert.</p>
<p>Zuletzt ließ ich mir die Gelegenheit nicht nehmen, die Nummer 100.000 (wie auch schon die 50.000) für <a href="http://www.thelastbeat.com/archives/a-song-for-a-lifetime/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">den besten Song überhaupt</a> zu reservieren. Soviel Zeit muss sein. Aber auch ansonsten gefällt mir dieser Querschnitt der <a href="http://kastuvas.us.to/lastfm/#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meilensteine</a> sehr gut, enthält er doch fast alle meine Lieblingsgenres: Ambient (Fennesz, Pan American), Singer/Songwriter (Ane Brun), Hip-Hop (Action Bronson, Sixtoo), Techno (Omar S), Dubstep (Scuba) und noch eine Motown-Schmonzette von den Supremes, die auch supertoll ist. Wie die restlichen 99.999 natürlich auch. Das Leben ist schließlich zu kurz, um schlechte Musik zu hören. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-8257" style="border: none;" src="http://www.thelastbeat.com/img/2014/01/milestones.jpg" alt="milestones" width="585" height="279" /></p>
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		<title>Feature: Best of 2013</title>
		<link>https://thelastbeat.com/2013/12/29/feature-best-of-2013-albums-music-techno-electronic/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eikman]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Dec 2013 19:37:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[2013]]></category>
		<category><![CDATA[best of]]></category>
		<category><![CDATA[bestof]]></category>
		<category><![CDATA[jahresrückblick]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn ich Twitter in den vergangenen Wochen als Gradmesser nehme, dann sind Best-Of-Listen zum Ende des Jahres mittlerweile offenbar verpönt. Jeder hat eine, die meisten sind ohnehin entweder gleich oder gleich mies, und letztlich interessiert es ja eh niemanden. Wieso also überhaupt die Arbeit machen? Nun, zum einen weil dieses Feature hier mittlerweile in die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich Twitter in den vergangenen Wochen als Gradmesser nehme, dann sind Best-Of-Listen zum Ende des Jahres mittlerweile offenbar verpönt. Jeder hat eine, die meisten sind ohnehin entweder gleich oder gleich mies, und letztlich interessiert es ja eh niemanden. Wieso also überhaupt die Arbeit machen? <span id="more-8062"></span></p>
<p>Nun, zum einen weil dieses Feature hier mittlerweile in die neunte Runde geht und genau wie dieses Blog im kommenden Jahr seinen zehnten Geburtstag feiert. Tradition verpflichtet bekanntlich. Zum anderen habe ich kein Problem mit Listen, im Gegenteil. Da ich mittlerweile Jahr für Jahr weniger Musik höre, genieße ich das Stöbern zum Jahresende, das Suchen nach den noch nicht entdeckten Perlen.</p>
<p>Außerdem lese ich persönlich gar nicht so viele Rückblicke, als dass sie mir auf den Zeiger gehen könnten. Da wären einige von mir geschätzte Blogs wie etwa die <em><a href="http://machtdose.de/" target="_blank" rel="noopener">Machtdose</a></em> oder <em><a href="http://www.littlewhiteearbuds.com/" target="_blank" rel="noopener">Little White Earbuds</a></em>. Dann natürlich <em><a href="http://pitchfork.com/features/staff-lists/9293-the-top-50-albums-of-2013/" target="_blank" rel="noopener">Pitchfork</a></em>, deren Auswahl ich in diesem Jahr ziemlich enttäuschend fand. <em><a href="http://www.residentadvisor.net/feature.aspx?1972" target="_blank" rel="noopener">Resident Advisor</a></em> (von den Singles und Labels kannte ich erschreckend wenig), <em><a href="http://www.factmag.com/2013/12/09/the-50-best-albums-of-2013/" target="_blank" rel="noopener">FACT</a></em> (ging so), <em><a href="http://thequietus.com/articles/13960-albums-of-the-year-2013" target="_blank" rel="noopener">The Quietus</a></em> (nerdig) und <em><a href="http://boomkat.com/collections/boomkat-top-100-albums-2013" target="_blank" rel="noopener">Boomkat</a></em> (eklektisch). Geht doch, oder? Und wer wirklich noch nicht genug davon hat: Hier folgen meine Picks. Wie immer in no particular order.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1 class="title">Alben</h1>
<p><strong>Forest Swords – Engravings (Tri Angle)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8077" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/forest_swords-130x130.jpg" alt="forest_swords" width="130" height="130" /> Wenn Matthew Barnes aka Forest Swords in diesem Jahr etwas gezeigt hat, dann ist es eine Lehrstunde in Sachen Reduktion. Die Tracks auf <em>Engravings</em> sind im Kern minimalistische Kompositionen, die aber, und darin liegt das Geheimnis, nie minimal erscheinen. Barnes loopt sich mit rumpeligen Drums, mit dezenten Pianos, Synths und Gitarren durch seine Tracks, schichtet Layer auf Layer und erreicht dabei mit so wenigen Elementen eine unnachahmliche Tiefe – klanglich wie emotional. Die immer wieder vorbeischwebenden Gesänge, die Barnes größtenteils selbst eingesungen und moduliert hat, enthalten eine Melancholie und Anziehungskraft, als riefen die Sirenen aus den Tiefen des Urwalds. Oder, in diesem Fall, aus Nordwestengland.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/101562526&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>DJ Koze – Amygdala (Pampa)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8078" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/koze_amygdala-130x130.jpg" alt="koze_amygdala" width="130" height="130" /> Ich habe nochmal nachgeguckt: <em>Kosi Comes Around</em>, der Vorgänger von <em>Amygdala</em> kam im Jahr 2005 heraus. Wahnsinn. Auch, was Koze seitdem alles erreicht hat. Nicht nur als DJ und Identifikationsfigur der Szene, sondern eben auch als Künstler. Denn man hört diese acht Jahre, die ins Land gegangen sind. Vorbei sind die Zeiten des bratzigen Technos auf Kompakt. Koze macht inzwischen schlicht Pop-Musik. Aber eben mit seiner humorvollen Art, die immer auf der Linie zwischen genial und ein bisschen <em>too much</em> schwankt. Auf <em>Amygdala</em> passt es in den meisten Fällen, diese Mischung aus schunkelnder Housigkeit und Weirdness; immer ein Ohr auf dem Dancefloor und eines in Kopfhörermuschel. Lediglich <em>Das Wort</em> mit Dirk von Lowtzow ist ein Totalausfall und Instant-Skip, aber das sei ihm dann auch verziehen.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/84383889&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Foals – Holy Fire (Warner)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8076" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/foals-130x130.jpg" alt="foals" width="130" height="130" /> Was man hoffentlich nie ablegt mit dem Alter: Luftgitarre im heimischen Wohnzimmer spielen. In diesem Jahr ging mir das persönlich zu keinem Song besser als zu <em>Inhaler</em> von den Foals. Nachdem in <em>Prelude</em> schon vier Minuten langsam an den frühen Höhepunkt herangerockt wurde, geht es nach genau 1:49 Minuten in <em>Inhaler</em> dann richtig dagegen. Herrlichstes Riff-Gedresche, bei dem man sich am liebsten im Schlamm von Glastonbury wälzen möchte. Eigentlich überraschend, sind die Foals doch nicht unbedingt die härtesten Rocker. Der Rest des Albums ist dann auch melodischer, pegelt aber angenehm zwischen schnelleren, verspielten Upbeat-Nummern wie <em>Milk &amp; Black Spiders</em> und Indierock-Balladen Ã  la <em>Bad Habit</em>.</p>
<p><strong>James Ferraro – NYC, Hell 3.00 AM (Hippos in Tanks)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8075" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/ferraro-130x130.jpg" alt="ferraro" width="130" height="130" /> Ich habe erst in diesem Jahr erfahren, dass man die Musik von James Ferraro und Konsorten offenbar als &#8220;Vaporwave&#8221; bezeichnet, auch wenn ich das Konzept deshalb noch lange nicht verstanden habe. Macht aber nichts. Das Album trägt seine Message eigentlich schon im Titel. Es ist ein Konstrukt aus New Yorker Underbelly, in dem scheinbar disparate Elemente aufeinandertreffen, die Perkussion langsam und zäh durch die Tracks fließt, abgestimmt mit halb gesungenen, halb gesprochenen Vocals, Polizeifunk-Samples und immer wieder dramatischen Streichern auf einen Höhepunkt hingetrimmt, der doch nie kommt. In diesem Sinne ist <em>NYC, Hell 3.00 AM</em> eigentlich eine frustrierende Angelegenheit, ein Album, das klingt wie eine heruntergekommene Wohnung in Brooklyn, hinter dessen vergilbten Gardinen die Stadt neongelb leuchtet.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/101031956&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Bvdub – Born in Tokyo (n5md)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8178" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/bvdub-130x130.jpg" alt="bvdub" width="130" height="130" /> Es gab in diesem Jahr tatsächlich &#8220;nur&#8221; drei Alben von Brock van Wey alias Bvdub. Schade eigentlich, denn neben dem ebenfalls sehr guten <em>A Careful Ecstacy</em> hat er mit <em>Born in Tokyo</em> sein vielleicht bestes, da in sich schlüssigstes Werk rausgehauen. Auf <em>Born in Tokyo</em> kehrt van Wey alles nach außen, was er die vergangenen Jahre schon immer angedeutet hatte. Die Tracks sind natürlich wieder allesamt jenseits der zwölf Minuten, sie beginnen langsam, ein einsames Klavier bereitet den Weg, den anschließend die breiten Flächen betreten, bevor der Beat einsetzt und sich mit den Vocals zum emotionalen Höhepunkt aufschaukelt. Doch es gibt eine Besonderheit: Zum ersten Mal nutzt Bvdub nicht bloß gepitchte Vocalfragmente, sondern tatsächlich nahezu unberührte Stimmen mit komplexeren Texten. &#8220;Can we believe that our love will survive / if we kill it everyday with lies&#8221; heißt es in <em>Strong Again</em>. Kitschig? Absolut. Aber das war Bvdub schon immer, seine Musik gleichermaßen eine Ode an die großen Emotionen wie ein Schwamm fürs Herz.</p>
<p><strong>Man of Booom – Back to the Booom (Sichtexot)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8074" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/booom-130x130.jpg" alt="booom" width="130" height="130" /> Hip Hop in Deutschland ist natürlich nicht tot, aber für die neuen Protagonisten, denen egal ist, wer der Babo ist, muss man bisweilen etwas tiefer in den Plattenkisten graben. Dann kommt man früher oder später an Figub BrazleviÄ aus Berlin. Der junge Produzent hat schon mit seinem Mixtape <em><a href="http://www.thelastbeat.com/archives/figub-brazlevic-oldschool-future-album/" target="_blank" rel="noopener">Oldschool Future</a></em> vor einer Weile ziemlich geflasht, und als <a href="http://sichtexot.bandcamp.com/album/back-to-the-booom" target="_blank" rel="noopener">Man of Booom</a> macht er gemeinsam mit des MCs Teknical Development und Juju Rogers genau dort weiter: Herrlicher Boom-Bap mit ordentlich Referenzen über den Teich, ein wenig vintage, aber nie altbacken.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/107687967&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>The Green Kingdom – Dustloops Memory Fragments (SEM Label)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8073" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/GreenKingdom-130x130.jpg" alt="GreenKingdom" width="130" height="130" /> Mike Cottone ist als The Green Kingdom schon eine ganze Weile unterwegs, ohne jemals wirklich den &#8220;Durchbruch&#8221; geschafft zu haben. Dabei zeigt er auch auf seiner neusten Platte, dass er es mit seinem modulierten Sounds, Instrumenten und Field Recordings auch mit den vermeintlich bekannteren Namen der Szene aufnehmen kann. Tief grollende Bässe, das immerwährende Rauschen des Ambient-Diskurses im Hintergrund, aber stets gepaart mit Beat-Fragmenten, die bisweilen der großen Techno-Historie von Cottones Heimatstadt Detroit entspringen zu scheinen. Vielleicht das beste und vielschichtigste Ambient-Album in diesem Jahr, und deshalb mehr als nur ein Geheimtipp.</p>
<p><strong>Laura Veirs – Warp and Weft (Bella Union)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8072" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/veirs-130x130.jpg" alt="veirs" width="130" height="130" /> Es ist irgendwo auf <a href="http://usa.eikman.net/" target="_blank" rel="noopener">meiner Reise</a> zwischen Boise und Bend im amerikanischen Hinterland, als <em>Warp and Weft</em> läuft. &#8220;You come the road and vest for me in America&#8221;, singt Laura Veirs und die öde Landschaft aus dem Fenster beginnt plötzlich zu blühen. Ein Grinsen huscht über mein Gesicht. &#8220;I think we gonna make it now.&#8221; Keine Singer/Songwriterin hat bei mir in den vergangenen Jahren stets so ins Schwarze getroffen wie Laura Veirs. Lange Zeit im heimischen Keller gemeinsam mit ihrem Drummer und Ehemann unterwegs, ist Veirs für diese Platte erstmals in ein richtiges Studio gegangen. Die Kompositionen, die auch vorher schon nie spärlich waren, haben dadurch noch einmal etwas Fülle bekommen. Die Streicher sind opulenter und die Gitarren dürfen gerne etwas härter sein. <em>Warp and Weft</em> ist ein Album über das Muttersein, aber auch eines über Unsicherheit, ein ebenso euphorischer wie nachdenklicher Trip zwischen Americana und Indie-Pop.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/94475746&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Moderat – II (Monkeytown)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8071" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/moderat-130x130.jpg" alt="moderat" width="130" height="130" /> Modeselektor kann ich mir inzwischen <a href="http://www.thelastbeat.com/archives/moderat-modeselektor-bad-kingdom-video/" target="_blank" rel="noopener">kaum noch anhören</a>, das ist mir alles zu affektgeladen und prätentiös. Glücklicherweise gibt es Apparat, der das alles wieder etwas entschleunigt. Und so kommt zusammen, was zusammen gehört: Moderat verbinden auch auf ihrem Zweitwerk die dicken Beats mit tollem Songwritertum. Das darf dann gerne euphorisch scheppern wie die Ohren nach einer tollen Nacht im Club und gleichzeitig schmachten wie das Herz nach einer verlorenen geglaubten Liebe. <em>Bad Kingdom</em> und <em>Let In The Light</em> waren in dieser Kategorie in diesem Jahr deshalb auch quasi konkurrenzlos. Und der Rest? Knapp dahinter.</p>
<p><strong>Ugly Heroes &#8211; Ugly Heroes (Mello Music)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8119" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/Ugly-Heroes-Album-Cover-128x130.jpg" alt="Ugly-Heroes-Album-Cover" width="128" height="130" /> Detroit meets Chicago, Schwarz trifft Weiß. Nein, diesmal nicht in Sachen Techno oder House, sondern Hip Hop. Apollo Brown backt die Beats und Verbal Kent und Red Pill sorgen für die Texte. Die sind natürlich ganz schön <em>conscious</em>, wie eigentlich fast alles aus Motor City. Liebe und Armut, Laster und Aufstieg. Browns elegische Produktion rückt auf den meisten Tracks die Pianos und Streicher in den Vordergrund, und man hört, dass es sich um ein Single-Producer-Album handelt. Aber es bleibt alles im Rahmen, alles <em>on point</em> und genau in die Magengrube, wo einmal tief Schlucken traditionell auf euphorische Freude trifft.</p>
<p><strong>Octo Octa – Between Two Selves (100% Silk)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8065" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/octo_octa-130x130.jpg" alt="octo_octa" width="130" height="130" /> Es war ein gutes Jahr für House-Alben, auch wenn ich es meide, von &#8220;Autoren-House&#8221; zu sprechen. Octo Octa und 100% Silk (wo mit James Booths <em>Reunion</em> noch ein zweites exzellentes Album erschien) waren jedenfalls vorne dabei. Was an <em>Between Two Selves</em> beeindruckt, ist wie wenig Hooks das Album doch benötigt. In dieser Hinsicht erinnern mich die Produktionen von Michael Bouldry-Morrison an die von DJ Sprinkles: Konzept vor Massenware. Das darf gerne mal sanftmütig wie in <em>Who I Will Become</em> sein, mal deep wie in <em>Bad Blood</em> und auch mal etwas jacking wie in <em>His Kiss:</em> Die Palette stimmt einfach auf Albumlänge, diese Mischung aus &#8220;happiness and queerness&#8221;, wie Octo Octa selbst sagt.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/87070592&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Blamstrain – Tundra (Bandcamp)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8090" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/tundra-130x130.jpg" alt="tundra" width="130" height="130" /> Juho Hietala hat vor genau zehn Jahren ein tolles <a href="http://www.discogs.com/Blamstrain-Ensi/release/96423" target="_blank" rel="noopener">IDM-Album</a> auf Merck veröffentlicht, war anschließend kurz auf Sending Orbs, und hat sich die letzten Jahre eher schlecht als recht dem abstrakten Techno zugewandt, bevor er seine alte Liebe zum Ambient und Dub wiederentdeckte. Und schon wären wir bei <em>Tundra</em>, einem Album, das Blamstrain im März <a href="http://store.blamstra.in/" target="_blank" rel="noopener">über Bandcamp</a> veröffentlichte. Wie der Titel schon vermuten lässt, gibt es hier klassisches &#8220;nordisches Ambient&#8221; wie man es auch von Biosphere, Loscil oder Tim Hecker kennt. Schwere Drones, kleine Klangpartikel und offene Flächen, alles wunderbar ineinanderfließend und dennoch nicht von der Ambient-Stange, da bisweilen doch so düster wie die kurzen Tage am Polarkreis.</p>
<p><strong>Nils Petter Molvaer &amp; Moritz von Oswald – 1-1 (EmArcy)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8068" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/1-1-130x130.jpg" alt="1-1" width="130" height="130" /> Ohje, Moritz von Oswald. Meine <a href="http://www.thelastbeat.com/archives/moritz-von-oswald-trio-vertical-ascent/" target="_blank" rel="noopener">Meinung</a> über seine letzten Arbeiten als gleichnamiges Trio dürfte den Lesern dieser Seite hinreichend bekannt sein. In Kurzfom: Ich finde sie ziemlich schnarchig. Umso überraschter bin ich bei dieser Platte. Denn statt anstrengendem Pseudo-Jazz für Kunststudenten konzentrieren sich von Oswald und Molvaer auf ihre Stärken: Molvaer spielt diese traurige Trompete aus den Rauchschwaden heraus, und von Oswald macht das, war er schon immer am besten konnte. er knüpft langsam wabernde Dubteppiche, mal etwas verspulter in den Reihen, mal mit Wolfgang Voigt&#8217;scher 4/4 Kick, aber immer atmosphärisch dicht.</p>
<p><strong>Savages – Silence Yourself (Matador)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8069" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/savages-130x130.jpg" alt="savages" width="130" height="130" /> Mein Verständnis von Punk liegt irgendwo zwischen vollgekotzten Clubtoiletten, abgewetzten Jeansklamotten und Texten zwischen Gesellschaftskritik und Pulsaderlass. Das weibliche Quartett der Savages aus London passt da genau rein: Auf ihrem Debütalbum <em>Silence Yourself</em> gibt es Drums, Bass, Gitarre, Gesang. Distortion und Solo-Bassläufe satt. Alles schwarz vom Cover hin zu den Texten, die Sängerin Jehnny Beth ins Mikrofon singt, brüllt. Hier lebt er weiter, der Punk der Siebziger und Achtziger. Das geht auch nur wohldosiert. Aber wenn, dann haut es richtig rein.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="//player.vimeo.com/video/78065488?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;badge=0&amp;color=ffffff" width="590" height="332" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><strong>Machinedrum – Vapor City (Ninja Tune)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8130" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/machinedrum-130x130.jpg" alt="machinedrum" width="130" height="130" /> Dass ich hier zum zweiten Mal das schon seit Jahren stillgelegte <a href="http://www.discogs.com/label/434-Merck" target="_blank" rel="noopener">Merck Label</a> erwähne, ist kein Zufall. Schießlich entdeckten die Jungs aus Miami vor zwölf Jahren einen gewissen Travis Stewart aus North Carolina, der verhackstückelte Hip-Hop-Beats mit IDM kombinierte. 10 Jahre später ist Stewart einer der Vorreiter von Post-Dubstep, und groovt auch auf seinem zweiten Album, diesmal auf Ninja Tune, als &#8220;neuer&#8221; Machinedrum kräftig vorwärts. Vielleicht mit den schwächeren Einzeltracks als auf <em>Room(s)</em> von 2011, aber mit insgesamt dem engeren Konzept, ist <em>Vapor City</em> eine Hommage an den Großstadtwahnsinn; stets ein Auge auf Garage, verzwirbelten Jungle und bedingungsloser Tanzbarkeit, die seine letzten Jahre als Wahlberliner offenbar nur noch verstärkt haben.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/108067108&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Suicideyear – Japan (The Wavery)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8079" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/a3773895903_10-130x130.jpg" alt="a3773895903_10" width="130" height="130" /> Noch so ein Befindlichkeitsalbum, das vor Mitternacht eigentlich kaum Sinn ergibt. Absolut minimalistische, klinische Snares und Hi-Hats und dazu bisweilen sakrale Melodien. Der Legende nach ist <em>Japan</em> ein Versuch, die Hip-Hop und Rap-Tracks aus den Charts auf ihr Skelett herunterzubrechen. Das Ergebnis ist dafür erstaunlich melancholisch, wohl auch, weil immer ein wenig <em>Teenage Angst</em> mitklingt. Könnte auch aus der Ecke von James Ferraro oder The Weeknd stammen, kommt aber tatsächlich aus Baton Rouge im tiefsten Louisiana. Don&#8217;t call it <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Trap_%28music_genre%29" target="_blank" rel="noopener">Trap</a>!</p>
<p><strong>The Range – Nonfiction (Project Mooncircle)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8080" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/non-fiction-333-130x130.jpg" alt="non-fiction-333" width="130" height="130" /> Schon der Opener <em>Loftmane</em> ist ein absoluter Kracher; dieser versetzte Hip-Hop-Beat und der vielleicht wuchtigste Bass des Jahres hat bei mir in diesem Jahr desöfteren die Tür in den Angeln rattern lassen. Die größte Leistung von James Hinton aber liegt in der Vielseitigkeit. Auf <em>Nonfiction</em> trifft Hip Hop auf House, knallharte Hi-Hats auf seidene Vocalsamples, Quasi-Breakcore auf Retro-Synths. Alles immer ein wenig neben der Spur, etwas kantig, aber vielleicht auch deshalb auch so interessant. So viele Ideen in ein am Ende immer noch schlüssiges Album gießen, das ist schon große Kunst.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/114200628&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Author &#8211; Forward Forever (Black Box)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8164" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/author-130x130.jpg" alt="author" width="130" height="130" /> Author, die Kollaboration zwischen Jack Sparrow und Ruxpin, sorgt schon mit dem Opener <em>After Time </em>für große Ohren. Da pulsiert ein ruhiger Dubstep-Beat, umgarnt von gefühlvollen Pianoklängen und einem Saxofon. Ähnlich präsentiert sich auch der Rest des Albums: Als das Gegenstück zum immer etwas extrovertierten Dubstep-Sound, ist <em>Forward Forever</em> der in-sich-gekehrte große Bruder, der auf der Couch sitzt und die Welt unter seinen Kopfhörer beobachtet. Zur Tea-Time gerne auch mal mit Jazz-Einflüssen und Bläsern, zum frühen Abend mit einem Glas Rotwein auch mal etwas kopfnickend. Perfekt zum Runterkommen, aber auch ansonsten sehr sehr genießbar.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/97300115&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>YouAND:The Machines – Behind (Ornaments)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8081" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/machines-130x130.jpg" alt="machines" width="130" height="130" /> Ohne Dubtechno geht&#8217;s halt doch nicht in so einer Liste, und so schön in Albumlänge gegossen hat das in diesem Jahr niemand anderes als Martin Müller von youANDme. Alles an dem Album ist selbst aufgenommen, aus bisweilen abenteuerlichen Klangexperimenten heraus entstanden. So driftet <em>Behind</em> dann auch immer mal wieder ab, lässt hier und da mal Ambient durchschimmern, Fieldrecordings vermitteln das urbane Flair zwischen den Noten. Am wichtigsten aber: es fließt alles zusammen, die Vocals, die Beats, die Stimmungen.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/96711115&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Shortlist</strong></p>
<p>Bonobo &#8211; The North Borders<br />
Tim Hecker &#8211; Virgins<br />
Ikonika &#8211; Aerotropolis<br />
The House in the Woods &#8211; Bucolica<br />
Vondelpark &#8211; Seabed<br />
Maya Jane Coles &#8211; Comfort<br />
Umse &#8211; Wachstum<br />
Nils Frahm &#8211; Spaces<br />
Jonsson/Alter &#8211; 2<br />
James Booth &#8211; Reunion<br />
Sven Weisemann &#8211; Inner Motions<br />
Marsen Jules Trio &#8211; Présence Automatique<br />
Krill.Minima &#8211; Sekundenschlaf<br />
Huerco S. &#8211; Colonial Patterns<br />
Bibio &#8211; Silver Wilkinson<br />
Horror Inc. &#8211; Briefly Eternal</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1 class="title">Singles</h1>
<p><strong>Dürerstuben – Sheets of Rane (Pampa)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8102" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/sheetsofrane-130x130.jpg" alt="sheetsofrane" width="80" height="80" /> Es gibt keine Kompromisse bei der Frage nach der Single des Jahres. Klar, hier werden die Texte von <em>Eye of the Tiger</em> und <em>Killing Me Softly</em> verwurschtelt, was dem Ganzen eine gewisse Cheesyness gibt. Aber vom lasziv schwofenden Anfang von <em>Gscheids Planet</em> über den balearische Leichtigkeit von <em>Häckls Kosmos</em> bis zum 80s-Pop von <em>Freiherr in der Wall</em> ist das House, wie ihn sich nur noch wenige trauen. Hat bei RA übrigens nur eine 3/5 bekommen, was einmal mehr zeigt, wie tief einige Rezensenten den Kopf im eigenen Arsch haben. Absolute Überplatte, vielleicht die beste 12&#8243; seit Jahren überhaupt.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/98120751&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Lone – Airglow Fires (R&amp;S)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8101" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/lone-airglow-fires-130x130.jpg" alt="lone-airglow-fires" width="80" height="80" /> Lone haut nach seinem tollen Debütalbum im vergangenen Jahr noch eine kleine EP raus, die genau dort weitermacht. Ich mag einfach diese Mischung aus Hyperaktivität und den Melodien, die das dennoch alles festzurren. Und <em>Begin to Begin</em> verwendet glaube ich tatsächlich Panflöten. Panflöten!</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/95193896&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Terekke – Yyyyyyyyyy (L.I.E.S.)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8099" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/Terekkeyyyyyyyy-130x113.jpg" alt="Terekkeyyyyyyyy" width="80" height="80" /> Drei Tracks von Terekke auf dem inzwischen bizarr hochgehypten L.I.E.S., aber hier ist das Lob auch durchaus angebracht. Aus der Dub-Ecke kommend, pulsiert sich Terekke über den Dancefloor und durch die Hintertür heraus in Nacht, wo sich <em>Amaze</em> am Ende im nebligen Dunst aus bewusst hintergründiger Percussion und verschleierten Vocals auflöst. Killer.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/95200140&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Ripatti &#8211; EP1 (Ripatti)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8151" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/ripatti-130x130.jpg" alt="ripatti" width="80" height="80" /> Sasu Ripatti &#8211; Kenner wissen natürlich sofort, wer das ist. Es ist Vladislav Delay unter seinem Geburtsnamen, der nach seinem Umzug von Berlin in die finnische Pampa zurück offenbar wieder seine Lust für den Dancefloor entdeckt hat. Doch die erste EP auf seinem neuen Label ist nicht einfach &#8220;House&#8221;. Ähnlich wie Sensate Focus schachtelt und loopt Ripatti nach und nach kurze Beats aneinander, es klickt und scheppert, es stottert und zuckt im Gebälk von Kreuzberg bis Helsinki.</p>
<p><strong>Bobby Browser – Still Browsing (100% Silk)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8100" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/browser-130x130.jpg" alt="browser" width="80" height="80" /> Je älter ich werde, desto mehr gefällt mir dieses schnörkellose House. Der Titeltrack bekommt den Preis für die fluffigste Hookline des Jahres, aber auch <em>Theme from Tony&#8217;s Party</em> eignet sich mit seinen breiten Streichern und Soundstream-Anleihen prima, um die sommerliche Balkonparty zum Schaukeln zu bringen. Jetzt bräuchte ich nur noch einen Balkon.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/84147762&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Waldo the Funk – Toykis (WSP)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8097" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/waldo-130x130.jpg" alt="waldo" width="80" height="80" /> Tatsächlich nochmal deutscher Hip Hop zum Ende. Waldo the Funk aus, aufgepasst, Heilbronn. Absolute Oldschool-Samples auf dieser EP, aber ein sehr gediegener Flow und clevere Texte zeigen, wo deutscher Rap heute steht, wenn man nur mal über den Tellerrand hinausblickt.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/73356554&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Isolée &#8211; Allowance (Pampa)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8148" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/isolee-130x130.jpg" alt="isolee" width="80" height="80" /> Pampa zum Dritten, was nur die Stellung dieses noch immer kleinen Labels unterstreicht. Good old Isolée schüttet mit <em>Allowance</em> wieder mal einen seiner unnachahmlich vor sich hin groovenden Beats aus dem Ärmel und wir wissen plötzlich, wieso er nur alle Schaltjahre veröffentlicht. Das ist einfach alles so ausbaldowert, die Melodien so perfekt getrimmt, um genau in die Wohlfühlzone zu treffen. Und das tun sie, wobei <em>Wobble</em> auf der B-Seite dann fast noch etwas übermütig wird. Aber nur fast.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/79034132&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Rainer Veil – Struck (Modern Love)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-thumbnail wp-image-8098" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/veil-130x130.jpg" alt="veil" width="80" height="80" /> In einem Jahr, in dem Demdike Stare, Andy Stott und Claro Intelecto nicht so präsent und das Album von Miles mir etwas zu schroff waren, kommt ein gewisser Rainer Veil und spinnt auf fünf Tracks wunderbar mystisch-verspulten Dubs die Geschichte dieses Labels einfach weiter. <em>Wade In</em> ist der Track, den Burial schon länger versucht, aber noch nicht hinbekommen hat.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/78254222&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1 class="title">Compilations/Mixes</h1>
<p><strong>Galcher Lustwerk – 100% Galcher</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8134" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/galcher-130x130.jpg" alt="galcher" width="130" height="130" /> Selten beknackter Name, weshalb ich dieses Mixtape, das in der Podcast-Reihe <em><a href="http://blowinguptheworkshop.com/" target="_blank" rel="noopener">Blowing Up The Workshop</a></em> <a href="http://blowinguptheworkshop.com/project/12--galcher-lustwerk/" target="_blank" rel="noopener">erschien</a>, zunächst gar nicht beachtet habe. Ein großer Fehler. Denn wenn man bedenkt, dass alle 16 Tracks hier im Jahr 2012 entstanden sind und niemals auf Platte gepresst wurden, zweifelt man doch an den Ohren der Labelbetreiber. <em>100% Galcher</em> führt uns nach Brooklyn und damit direkt rein in den guten alten New Yorker House-Diskurs. Kerri Chandler ist nur eine Referenz, die bei Galchers straighten, deepen Beats und den halb gerappten Vocals durchschimmert. Das andere ist ein erstaunliches Understatement, das lediglich von den nervigen &#8220;Galché Lüstwörk&#8221; Samples gestört wird. Vom Typ her ein Mix, von der Substanz her eines der besten Alben des Jahres.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/97526137&amp;color=ff6600&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=false" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Calibre – Fabriclive 68 (Fabric)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8136" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/fabric136-130x130.jpg" alt="fabric136" width="130" height="130" /> Ich mag Drum &amp; Bass entweder futuristisch und trocken oder aber liquid und nicht zu kitschig, weshalb die Auswahl meist schon sehr eingeschränkt ist. Calibre aus Belfast füllt schon seit Jahren diese Lücke problemlos, und das auch auf seiner ersten Fabriclive-Platte. Sehr viele eigene Produktionen und Remixe gibt es hier, aber daran merkt man auch die Beständigkeit, weil es einfach, nun ja, fließt. Das ist einfach herrlich positives D&#8217;n&#8217;B, und wenn Tracks wie Spectrasouls <em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=q6dgqyksYG4" target="_blank" rel="noopener">Away With Me</a></em> auf den Kopfhörern ertönen, fahre ich auf dem Rad fast automatisch Schlangenlinien in Euphorie. Zum Ende hin wird es dann doch noch etwas härter, aber bei Calibre ist auch das immer mit einem verschmitzten Lächeln verbunden.</p>
<p><strong>DJ Sprinkles &#8211; Queerifications &amp; ruins (Mule Musiq)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8166" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/12/queerifications-130x130.jpg" alt="queerifications" width="130" height="130" /> Der <a href="http://www.discogs.com/DJ-Sprinkles-Where-Dancefloors-Stand-Still/release/4375230" target="_blank" rel="noopener">DJ Mix von DJ Sprinkles</a> in diesem Jahr hat mir nicht ganz so zugesagt, aber bei dieser Remix-Compilation gibt es kaum etwas zu bemäkeln – außer vielleicht die Länge: Doppelalbum, kaum ein Track unter elf Minuten. Aber dieses epische Ausbreiten gehört natürlich längst zum Stil von Terre Thaemlitz, der in den vergangenen zehn Jahren als Remixer überraschend fleißig war. Das man vielleicht wenig davon gehört hat liegt auch daran, dass hier mit Marco Bernardi oder Adultnapper nur wenige wirklich bekannte Namen auftauchen. Aus dem Ausgangsmaterial formt Sprinkles seine mittlerweile einzigartigen Soundskulpturen. Mal dubbiger, mal housiger, aber immer sind es Tracks, die niemals nach Vorne preschen, sondern die sich immer wieder drehen, sich bisweilen auf der Strecke verlieren, wiederfinden, die immer auch verwundern, Fragen stellen und einem am Ende beseelt mitnehmen in den bittersüßen House-Kosmos.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1 class="title">Aktion des Jahres</h1>
<p><strong>Ask Autechre Anything (AAA)</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-8050" src="http://www.thelastbeat.com/img/2013/11/autechre_exai-598x299.jpeg" alt="autechre_exai" width="598" height="299" /></p>
<p>Ihr wuchtiges Doppelalbum <em>Exai</em> war schon einige Monate draußen, als Autechre Anfang November zustimmten, im IDM-Forum von WATMM <a href="http://forum.watmm.com/topic/81109-aaa-ask-autechre-anything-sean-and-rob-on-watmm/" target="_blank" rel="noopener">Fanfragen zu beantworten</a>. Wo sich andere Künstler mal einen halben Nachmittag Zeit genommen hätten, haben Sean Booth und Rob Brown satte fünf Tage (und oft auch Nächte) lang Fragen beantwortet. Und zwar jede. einzelne. Frage. Am Ende waren es rund 1.500, die inzwischen alle in einem <a href="https://docs.google.com/spreadsheet/ccc?key=0Alpd5T07zNgAdFZHaEFjOWZTVWN0T0hIUXdMS0dPNVE&amp;usp=sharing#gid=0" target="_blank" rel="noopener">Google-Doc</a> zu finden sind. Natürlich haben sich viele Sachen wiederholt, viele Fragen waren irrsinnig und langweilig. Doch nicht nur dürfte es die wohl größte und längste Q&amp;A-Session der Musikgeschichte (behaupte ich mal) gewesen sein, zwischen all den Antworten zeigt sich das Duo nicht als die verkopften Kellerfrickler, sondern als durchaus witzige Kumpanen, die nicht nur einen offenen Einblick in ihr Schaffen geben, sondern immer wieder auch aus dem Nähkästchen plaudern. Ich habe den Thread über Tage hinweg verfolgt und anschließend die jüngeren Alben des Duos noch mehrmals gehört. Es schien mir, als hätte ich sie erst jetzt richtig verstanden. Sowohl die Musik, als auch die Menschen dahinter. Was für eine fantastische, wahnsinnige Aktion. Ein gelungener Abschluss zum Ende des Jahres.</p>
<p>In diesem Sinne: Danke für&#8217;s Lesen und einen guten Rutsch!</p>
<p><code>Titelbild: <a href="http://www.flickr.com/photos/chrishimself/3510406674/" target="_blank" rel="noopener">Freebase Records by Chris Himself/Flickr</a> (CC BY 2.0)</code></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Autechre beantworten Fanfragen</title>
		<link>https://thelastbeat.com/2013/11/04/autechre-watmm-ask-me-anything/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eikman]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Nov 2013 13:13:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artists]]></category>
		<category><![CDATA[autechre]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf Reddit gibt es das Format AMA, Ask Me Everything, in dem bekannte und weniger bekannte Menschen sich hin und wieder den Fragen des großen weiten Internets stellen. Das Musikforum WATMM (in dem ich glaube ich auch noch einen Account habe) macht gerade ein AAA &#8211; Ask Autechre Anything. Ja, vom 2.11. bis zum 7.11. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf <em>Reddit</em> gibt es das Format AMA, Ask Me Everything, in dem bekannte und weniger bekannte Menschen sich hin und wieder den Fragen des großen weiten Internets stellen. Das Musikforum WATMM (in dem ich glaube ich auch noch einen Account habe) macht gerade ein AAA &#8211; <a href="http://forum.watmm.com/topic/81109-aaa-ask-autechre-anything-sean-and-rob-on-watmm/" target="_blank" rel="noopener">Ask Autechre Anything</a>. Ja, vom 2.11. bis zum 7.11. beantworten Sean Booth und Rob Brown Fragen ihrer Fans. Das Ganze ist nach zwei Tagen schon völlig außer Kontrolle geraten mit über 1.200 Beiträgen &#8211; und Sean allein hat schon fast 300 (!) Fragen beantwortet. Viel Nerdkram dabei, aber auch sehr sehr viele interessante Infos über die Beiden, zum Beispiel ob sie schonmal auf Pilzen Musik gemacht haben (Antwort: Ja, kam aber in der Regel Mist dabei heraus). Ich lese dann mal weiter.</p>
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		<title>Angel Haze Freestyle Series</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eikman]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Oct 2013 10:07:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Freebies]]></category>
		<category><![CDATA[angel haze]]></category>
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					<description><![CDATA[Angel Haze hat gerade ihre 30 Gold Series gestartet, in der sie für die nächsten 30 Tage jeden Tag einen Freestyle raushaut. Den Anfang macht sie mit einem Rap über den Beat von Kanye Wests Black Skinhead, morgen folgt Jay-Z- Das Ganze ist natürlich eine Aktion zum Release ihres ersten &#8220;richtigen&#8221; Albums Dirty Gold, das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Angel Haze hat gerade ihre <em>30 Gold Series</em> gestartet, in der sie für die nächsten 30 Tage jeden Tag einen Freestyle raushaut. Den Anfang macht sie mit einem Rap über den Beat von Kanye Wests <em>Black Skinhead</em>, morgen folgt Jay-Z- Das Ganze ist natürlich eine Aktion zum Release ihres ersten &#8220;richtigen&#8221; Albums <em>Dirty Gold</em>, das demnächst erscheint, aber jeder Tag mit einem Angel Haze Track ist ein guter.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="#30GOLD: Angel Haze x Kanye West - Black Skinhead Freestyle" width="720" height="405" src="https://www.youtube.com/embed/mKEDrw1ZKN4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
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