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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>Diskussion um das Frauenwahlrecht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 08:41:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Doug Wilson]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der niederländische Theologe Herman Bavinck gehörte zu den Mitgliedern der Anti-Revolutionaire Partij, die sich öffentlich für das Frauenwahlrecht starkmachten. In einer biographischen Notiz der Freien Universität Amsterdam wird hervorgehoben, dass er sich für die Einführung des Frauenwahlrechts einsetzte und sich damit gegen Abraham Kuyper stellte, der sich vehement dagegen aussprach (vgl. a. #ad James Eglinton, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Der niederländische Theologe Herman Bavinck gehörte zu den Mitgliedern der Anti-Revolutionaire Partij, die sich öffentlich für das Frauenwahlrecht starkmachten. In einer biographischen Notiz der Freien Universität Amsterdam wird hervorgehoben, dass er sich für die Einführung des Frauenwahlrechts einsetzte und sich damit gegen Abraham Kuyper stellte, der sich vehement dagegen aussprach (vgl. a. #ad James <a href="https://amzn.to/4bEwqus" target="_blank" rel="noopener">Eglinton, </a><em><a href="https://amzn.to/4bEwqus" target="_blank" rel="noopener">Bavinck: A Critical Biography</a>, </em>2020, S. 279–280).</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Wer hätte gedacht, dass es eine erneute Diskussion um das Frauenwahlrecht gibt? In den USA hatte Doug Wilson aus Idaho die Idee geäußert, ein „Haushaltswahlrecht“ einzuführen. Der Gedanke ist, dass das Familienoberhaupt die Gesamtfamilie repräsentiert und daher nur der Ehemann eine Stimme für die gesamte Familie abgeben darf.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Allerdings würde diese Einschränkung wohl zu Ergebnissen führen, mit denen Wilson nicht glücklich wäre. Da die Heiratsraten in Amerika stark zurückgegangen sind, gibt es viele alleinstehende weibliche Haushaltsvorstände. Unverheiratete Frauen tendieren eher zur Demokratischen Partei. Würde Wilsons Plan umgesetzt, würde dies die Demokratische Partei für Jahrzehnte stärken und die Republikaner aus dem Weißen Haus ausschließen. Daher will Wilson nach eigenen Angaben derzeit doch noch kein Haushaltswahlrecht einführen.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Wer mehr dazu wissen möchte, wird hier fündig: <a href="https://www.christianitytoday.com/2026/07/doug-wilsons-household-voting-plan-could-empower-democrats-for-decades/" target="_blank" rel="noopener">www.christianitytoday.com</a>.</p>
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		<title>Bibel als Weltliteratur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 07:26:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neue Lektüreliste für texanische Schüler hat viel Kritik auf sie gezogen – auch, weil die Bibel in der Schule gelesen werden soll. Kritiker erkennen darin einen weiteren Schritt hin zu einer schleichenden Aushöhlung der Trennung von Staat und Religion, die in den USA vorgeschrieben ist. Doch sie erweist sich die Liste in manchen Aspekten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Lektüreliste für texanische Schüler hat viel Kritik auf sie gezogen – auch, weil die Bibel in der Schule gelesen werden soll. Kritiker erkennen darin einen weiteren Schritt hin zu einer schleichenden Aushöhlung der Trennung von Staat und Religion, die in den USA vorgeschrieben ist. Doch sie erweist sich die Liste in manchen Aspekten als sinnvoll, wenn es um die Vermittlung literarischer Kompetenz geht – meint Reinhard Zöllner. </p>
<p>Er schreibt (FAZ, 11.07.2026, Nr. 158, S. Z2): </p>
<blockquote>
<p>Wer sich jedoch die Mühe macht, die siebzehnseitige Liste für die Jahrgangsstufen von Kindergarten bis Oberstufe tatsächlich zu lesen, stößt auf ein überraschend anderes Bild. Zweifellos ist der Lektüreplan insgesamt deutlich konservativer als vergleichbare Curricula in Europa. Er betont die amerikanische Gründungsgeschichte, die Verfassung, George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und die Geschichte von Texas. Daneben finden sich auch konservativ-libertäre Autoren wie die Atheistin Ayn Rand oder der schwarze Ökonom Thomas Sowell, der sich gegen Affirmative Action ausspricht. Der politische Akzent ist klar zu erkennen.</p>
<p>Aber für die Auswahl der biblischen Texte lässt sich eine solche Tendenz nicht ohne Weiteres behaupten. Der Kanon behandelt die Bibel nicht als Katechismus, sondern als Weltliteratur. Selbst wer den Lehrplanschreibern christlich-nationale Motive unterstellt, muss feststellen, dass das Ergebnis erstaunlich säkular und bildungsbürgerlich wirkt. Aufgenommen wurden insgesamt vierzehn biblische Geschichten und Texte, darunter aus dem Alten Testament die Geschichten von Noah, David und Goliath, Daniel in der Löwengrube, Psalm 23, Prediger 3 („Alles hat seine Zeit“), Hiob sowie der Sündenfall. Aus dem Neuen Testament kommen unter anderem die Seligpreisungen aus der Bergpredigt, das Gleichnis vom Verlorenen Sohn und das Hohelied der Liebe aus dem 1. Korintherbrief hinzu. Fast sämtliche ausgewählten Bibelstellen behandeln universale menschliche Fragen: Wie geht man mit Angst, Leid und Schuld um? Wie lebt man demütig? Was ist Liebe? Dies sind Themen, die man in Deutschland heute wohl als „Lebenskunde“ verstehen würde. Besonders aufschlussreich ist, was nicht auf der Liste steht. Ausgerechnet die Schöpfungsgeschichte fehlt. Wer in dem Lehrplan einen Versuch vermutet, den Kreationismus durch die Hintertür in den Englischunterricht einzuführen, dürfte überrascht sein. Statt Genesis 1 begegnen den Schülerinnen und Schülern erst Adam und Eva – als eine der großen Erzählungen über Freiheit, Schuld und menschliche Selbstüberschätzung. Die Zehn Gebote sind nicht dabei, ebenso keine Texte, die klassische christliche, aber konfessionell strittige Themen wie Rechtfertigung und Gnade, Kreuzigung, Auferstehung und Apokalypse behandeln. Nicht einmal Weihnachten kommt vor. Die Auswahl folgt insgesamt erkennbar nicht theologischen, sondern literarischen Kriterien. Viele der zu lesenden Texte sind zudem außerordentlich wirkmächtig; sie wurden in der Literatur- und Kulturgeschichte unzählige Male aufgegriffen.</p>
</blockquote>
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		<title>Warum sollte man heute noch Herman Bavinck lesen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2026 08:21:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographien]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Syst. Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Hanniel Strebel]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann Bavinck]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der niederländische Theologe Herman Bavinck (1854–1921) erlebt derzeit eine bemerkenswerte Renaissance. Im deutschsprachigen Raum ist er leider weitgehend in Vergessenheit geraten. Es gibt jedoch einige Ausnahmen. So hat sich beispielsweise der Schweizer Hanniel Strebel sehr eingehend mit Bavinck beschäftigt. Zusammen mit Samuel Wiebe habe ich deshalb auf der E21-Konferenz in Hamburg mit Hanniel über diesen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Der niederländische Theologe Herman Bavinck (1854–1921) erlebt derzeit eine bemerkenswerte Renaissance. Im deutschsprachigen Raum ist er leider weitgehend in Vergessenheit geraten. Es gibt jedoch einige Ausnahmen. So hat sich beispielsweise der Schweizer <a href="https://hanniel.ch/" target="_blank" rel="noopener">Hanniel Strebel</a> sehr eingehend mit Bavinck beschäftigt. Zusammen mit Samuel Wiebe habe ich deshalb auf der E21-Konferenz in Hamburg mit Hanniel über diesen großen Theologen gesprochen, von dem wir auch heute noch viel lernen (und <a href="https://verbum-medien.de/products/reformierte-dogmatik-band-1-4?srsltid=AfmBOopu6p6regeD6tNDECvvBXBqDjcXphnJU4hiSEZ8rpvHu7JVhWKv" target="_blank" rel="noopener">bald auch viel in deutscher Sprache lesen</a>) können. (Beim Ton haben wir leider improvisieren müssen, weshalb die Qualität zu wünschen übrig lässt.)</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Mehr hier: <a href="https://www.evangelium21.net/media/5227/warum-sollte-man-heute-noch-herman-bavinck-lesen" target="_blank" rel="noopener">www.evangelium21.net</a>.</p>
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		<title>Die Normalität des Progressiven</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2026 07:51:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leider gibt es nur wenige Soziologen, die eine traditionssensible Gesellschaft verteidigen. Der jüdische Philip Rieff ist da eine rühmliche Ausnahme. Aber woran liegt das? Warum sind die allermeisten Soziologen progressiv?  James Manzi ist dieser Frage im englischen Sprachraum nachgegangen und zu dem Ergebnis gekommen, dass unter den Soziologen neunzig Prozent dem linken und nur fünf [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Leider gibt es nur wenige Soziologen, die eine traditionssensible Gesellschaft verteidigen. Der jüdische <a href="https://theoblog.de/philip-rieff/47768/">Philip Rieff ist da eine rühmliche Ausnahme</a>. Aber woran liegt das? Warum sind die allermeisten Soziologen progressiv? </p>
<p>James Manzi ist dieser Frage im englischen Sprachraum nachgegangen und zu dem Ergebnis gekommen, dass unter den Soziologen neunzig Prozent dem linken und nur fünf Prozent dem rechten politischen Spektrum zuzurechnen sind. Sein Vorgehen wirft sicher Fragen auf und am Ende ist das nichts anderes als ein „Eindruck“. Aber es scheint so, als ob es Verstärker gibt: „Wenn ein Großteil der Sozialwissenschaftler politisch nach links neigt, so ist nur folgerichtig, dass sich das in Summe auch auf ihre Forschung auswirkt. Man muss den Wissenschaftlern selbst keinen Strick daraus drehen. Vor persönlichen Vorannahmen ist niemand gefeit. Vielleicht begünstigt die Forschung mit dem ihr inhärenten Drang nach dem Neuen auch per se politisch progressive statt bewahrende Einstellungen. Problematisch ist jedoch, dass sich der Effekt ohne Gegenmaßnahmen mit der Zeit selbst zu verstärken droht, wie etwa der Soziologe Neill Gross gezeigt hat: Als links geltende Disziplinen ziehen mit der Zeit immer mehr linksgerichtete Nachwuchswissenschaftler an, was die Disziplinen wiederum linker macht.“</p>
<p>Hier ein weiterer Auszug aus einem FAZ-Artikel (27.05.2026, Nr. 120, S. N4):</p>
<blockquote>
<p>In diesem Zusammenhang sorgt nun eine Studie für Aufsehen, die eine signifikante und seit Jahrzehnten zunehmende Linksorientierung der angelsächsischen Sozialwissenschaften nachweisen möchte. Anders als viele vor ihm hat ihr Verfasser James Manzi, ein Doktorand der Soziologie an der University of Oxford, dafür nicht die persönlichen Einstellungen der Wissenschaftler in den Blick genommen, sondern ihre Forschung. Dieser Unterschied ist entscheidend. Denn wo ein Anthropologe oder ein Ökonom in der Wahlkabine sein Kreuzchen setzt, ist zunächst einmal ebenso gleichgültig wie die Frage, was sein Lieblingsessen ist. Sein politischer Standpunkt wird erst dann erheblich, wenn er sich auf seine Arbeit auswirkt. Dann führt eine Homogenität der Einstellungen womöglich zu Homogenität in der Forschung.</p>
<p>Für seinen Aufsatz „The ideological orientation of academic social science 1960-2024”, der im Fachjournal „Theory and Society” erschienen ist, hat Manzi die Abstracts von knapp sechshunderttausend englischsprachigen Aufsätzen aus den Sozialwissenschaften untersucht. Zunächst fütterte er ein sogenanntes Large Language Model (LLM), also eine Art Künstliche Intelligenz, mit den Texten von amerikanischen Politikern, Medien und Thinktanks, die gemäß Manzis Vorannahmen einen bestimmten Punkt auf einer Rechtslinks-Skala von 0 bis 10 repräsentieren sollten. So verband er den Wert 3 („conservative“) mit Ron DeSantis, der Zeitschrift „National Review“ und dem Thinktank „Heritage Foundation“, den Wert 7 („progressive“) wiederum mit Elizabeth Warren, der „New York Times“ und dem „Center for American Progress“. Sodann forderte Manzi die KI auf, die sozialwissenschaftlichen Abstracts auf dieser so definierten Skala zu verorten.</p>
<p>Das Ergebnis: Von den rund dreißig Prozent der Abstracts, die das LLM als „politisch relevant“ einstufte, ordnete es neunzig Prozent dem linken und nur fünf Prozent dem rechten politischen Spektrum zu. Jede einzelne der elf untersuchten Disziplinen neigt politisch nach links, von einem Durchschnittswert von 5,7 in den Wirtschaftswissenschaften über 6,9 in der Soziologie bis hin zu 7,6 in den Gender Studies. Diese Tendenz hat sich über die Jahrzehnte kontinuierlich verstärkt, nur in den politiknahen Disziplinen (wie Kriminologie oder Politologie) gab es in den Siebziger- und Achtzigerjahren, der Thatcher- und Reaganära, eine leichte Gegenbewegung nach rechts. Die am weitesten nach links tendierenden Disziplinen waren zugleich auch die politisch homogensten, diejenigen also mit der geringsten Streuung der politischen Standpunkte.</p>
</blockquote>
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		<title>Sich mit der Welt verbinden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 15:16:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Svenja Flaßpöhler beschreibt im Editorial des Philosophie-Magazins (5/2026, S. 3) anschaulich, wie der Blick in den Bildschirm uns vermeintlich mit der Welt verbindet, tatsächlich jedoch in den Weltverlust führt (Hartmut Rosa):  Smartphone oder iPad an: Blink. Schon ist sie da, die Welt. Und eine ungeheure Reichweite gleich mit. Durch TikTok, Instagram und Co. sind potenziell [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Svenja Flaßpöhler beschreibt im Editorial des <em>Philosophie-Magazins</em> (5/2026, S. 3) anschaulich, wie der Blick in den Bildschirm uns vermeintlich mit der Welt verbindet, tatsächlich jedoch in den Weltverlust führt (Hartmut Rosa): </p>
<blockquote>
<p>Smartphone oder iPad an: Blink. Schon ist sie da, die Welt. Und eine ungeheure Reichweite gleich mit. Durch TikTok, Instagram und Co. sind potenziell alle miteinander verbunden, die sich auf diesen Plattformen tummeln. Dank digitaler Nachrichtenportale, die Schlagzeilen im Sekundentakt produzieren, trägt jeder die Welt in der Hosentasche. Gemeinsam ist den Konzernen, die hinter diesen Angeboten stehen, dass sie um Aufmerksamkeit ringen. Also um unsere Aufmerksamkeit. Ihre. Und meine. Es geht um Klicks. Und eine möglichst lange Verweildauer auf dieser oder jener Seite. Also müssen Anreize geschaffen werden. Durch noch krassere News zum Beispiel, durch Tabubrüche und Hass. Oder durch süße Katzenvideos.</p>
<p>Was zu eben jenen Szenarien führt, die wir nur allzu gut kennen. Ob in U-Bahnen oder Wartezimmern, ob Eltern, die ihre Kinder in Wägen schieben, oder Urlauber am Strand: Alle starren wie gebannt auf ihre Geräte, anstatt wahrzunehmen, was sich in unmittelbarer Nähe abspielt.</p>
</blockquote>
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		<title>In Christus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 13:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Sinclair Ferguson]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sinclair Ferguson (Union with Christ, 2025, S. 32): Das Neue Testament beleuchtet viele verschiedene Aspekte des Lebens und sagt uns: „Christ, all diese Dinge erlebst du in Christus.“ In Christus wird uns vergeben. In Christus werden wir von unserer Knechtschaft in der Sünde befreit. In Christus leben wir zum Lob der Herrlichkeit Gottes. In Christus [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sinclair Ferguson (<em>Union with Christ</em>, 2025, S. 32):</p>
<blockquote>
<p>Das Neue Testament beleuchtet viele verschiedene Aspekte des Lebens und sagt uns: „Christ, all diese Dinge erlebst du in Christus.“ In Christus wird uns vergeben. In Christus werden wir von unserer Knechtschaft in der Sünde befreit. In Christus leben wir zum Lob der Herrlichkeit Gottes. In Christus sollen wir heiraten, sprechen und Weisheit haben. In Christus werden wir sterben. Es sind die Toten in Christus, die auferstehen werden. „Eure Leiber selbst sind Glieder Christi geworden“, ruft Paulus aus (vgl. 1 Kor 6,15). Dies wird in einer unverwechselbaren, möglicherweise einzigartigen Sprachform ausgedrückt. Paulus spricht nicht nur davon, „an Christus“ zu glauben oder „auf Christus“ zu glauben, sondern „in Christus“ zu glauben: pisteuō (das Verb „glauben“) gefolgt von eis (der Präposition „in“). Dies scheint eine einzigartige Sprachverwendung zu sein. Autoren der Antike schrieben nicht davon, dass eine Person in eine andere Person hineinglaubt. Paulus könnte diese Formulierung durchaus geprägt haben, um die Einzigartigkeit der Beziehung des Gläubigen zu Christus zu verdeutlichen. Lebendiger Glaube führt uns „in Christus“, in die Vereinigung und Gemeinschaft mit ihm.</p>
</blockquote>
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		<title>„Beta-Couples“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 08:01:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Famile]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Lindemann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heterofatalismus, Chatbots und „Beta-Couples“: Wer sich auf Social Media, dem Buchmarkt oder in großen Magazinen umschaut, könnte glauben, die Zweierbeziehung sei in Gefahr. Stimmt das? Thomas Lindemann beschreibt, wie aus der Sicht von Ratgeberautorinnen und Trendforscherinnen „die Bindung auf Dauer“ immer unbeliebter wird. Zweierbeziehungen sind immer häufiger Optionen, werden also ständig neu ausgehandelt.  Zitat:  „Seit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heterofatalismus, Chatbots und „Beta-Couples“: Wer sich auf Social Media, dem Buchmarkt oder in großen Magazinen umschaut, könnte glauben, die Zweierbeziehung sei in Gefahr. Stimmt das?</p>
<p>Thomas Lindemann beschreibt, wie aus der Sicht von Ratgeberautorinnen und Trendforscherinnen „die Bindung auf Dauer“ immer unbeliebter wird. Zweierbeziehungen sind immer häufiger Optionen, werden also ständig neu ausgehandelt. </p>
<p>Zitat: </p>
<blockquote>
<p>„Seit gut zehn Jahren erodiert die bürgerliche Kleinfamilie merklich“, sagt Eike Wenzel, Medienwissenschaftler und Gründer des Heidelberger Instituts für Trend- und Zukunftsforschung. Eine Ursache ist der demographische Wandel: „Die Menschen werden älter, fühlen sich jünger. Wer heute 60 wird, hat meist noch mindestens 25 gesunde Jahre vor sich“, erklärt Wenzel. „Viele fragen sich dann, ob der Lebensweg noch richtig ist, besonders Frauen. Sie sind heute gut oder sogar besser ausgebildet, sind kommunikativ und teamfähig, in der Gesellschaft verankert. Sie haben zersplitterte Arbeitskarrieren auf sich genommen, sich viel mehr um Haushalt und Kinder gekümmert, wollen nun dafür entschädigt werden. In Zweierbeziehungen werden die Positionen immer wieder neu verhandelt. Auch wenn die Kinder das Haus verlassen oder wenn die Rente beginnt.“</p>
<p>In der Haltung der Generationen habe sich regelrecht etwas umgekehrt: Während die Jungen ängstlicher sind und Sicherheit suchen, fühlen die Alten sich frei und haben die Mittel, sich auszuleben. „Die heute 20- bis 30-Jährigen nennen wir Bumerang-Generation“, erklärt Wenzel. „Weil sie teilweise noch mal ins Elternhaus zurückkommen, die wollen das Erwachsenwerden lange aufschieben.“</p>
<p>Und die etwa 30- bis 50-Jährigen binden sich, sind aber immer auf dem Sprung. „In dieser Gruppe sind Frauen schon gleichberechtigt, selbst in unteren Einkommensgruppen. Die binden sich vorsichtig, leben in sogenannten Beta-Couples, das heißt, alles ist auf Probe.“ Der soziologische Begriff ist von „Beta-Versionen“ einer Software abgeleitet. Diese Versionen stehen kurz vor der Veröffentlichung, sind aber noch nicht endgültig.</p>
<p>Eine solche Bindungshaltung sieht man nicht unbedingt an den Zahlen der Statistik. Aber sie verändert viel – etwa dass eine Trennung immer eine Option ist. Anders als in früheren Generationen. Autorin Lewina sieht noch ein psychologisches Phänomen in diesem Zusammenhang: „Wir haben höhere Ansprüche an eine Liebesbeziehung als früher. Unter anderem wollen manche auch nach vielen Jahren noch ein Sexleben – das entspricht aber nicht unbedingt der Biologie.“</p>
</blockquote>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Ich möchte dieser Wahrnehmung gar nicht widersprechen. Das passt zum kulturellen Klima, in dem zunehmend nur noch Interessen ausgehandelt werden. Beim radikalen Individualismus stehen das eigene Wohlbefinden und Glücksgefühl im Vordergrund. In persönlichen und manchmal auch seelsorgerlichen Gesprächen stelle ich allerdings auch etwas anderes fest: Viele Menschen sind aufgrund von Verratserfahrungen verletzt und enttäuscht. Sie haben Angst, sich zu binden, da sie nicht noch einmal schwer enttäuscht werden möchten. Doch genau das wünschen sie sich: eine sichere Bindung an einen verlässlichen Partner.</p>
<p>Mehr (hinter einer Bezahlschranke): <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ist-die-zweierbeziehung-wirklich-in-gefahr-accg-200982947.html" target="_blank" rel="noopener">www.faz.net</a>.</p>
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		<item>
		<title>Welchen Stellenwert hatte das Christentum im frühen Amerika?</title>
		<link>https://theoblog.de/welchen-stellenwert-hatte-das-christentum-im-fruehen-amerika/47887/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 07:17:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Christlicher Nationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Horten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die USA feiern ihren 250. Geburtstag am 4. Juli 2026 – dem 250. Jahrestag der Annahme der Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776. Eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken, welchen Stellenwert das Christentum im frühen Amerika hatte? Ist „christlicher Nationalismus“ vielleicht ein Anachronismus? Die Historiker Miles Smith und Darryl Hart vom Hillsdale College diskutieren gemeinsam mit Michael [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die USA feiern ihren 250. Geburtstag am 4. Juli 2026 – dem 250. Jahrestag der Annahme der Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776. Eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken, welchen Stellenwert das Christentum im frühen Amerika hatte? Ist „christlicher Nationalismus“ vielleicht ein Anachronismus?</p>
<p>Die Historiker Miles Smith und Darryl Hart vom Hillsdale College diskutieren gemeinsam mit Michael Horton über die Geschichte des Christentums im frühen Amerika:</p>
<p><iframe title="Was America Founded as a Christian Nation?" width="580" height="325" frameborder="0" allowfullscreen="" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/Qu5nf_aTTNM" consent-required="38343" consent-by="services" consent-id="39573" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/Qu5nf_aTTNM?autoplay=1" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;5c71380d6c4d59377c0b56b134b947a3&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;aeb005416465df33d0fc69c25161db47&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/theoblog.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/5c71380d6c4d59377c0b56b134b947a3-aeb005416465df33d0fc69c25161db47.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Was America Founded as a Christian Nation?&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.0344827586206832847892655991017818450927734375}"></iframe></p>
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		<title>Kirchliche Hochschule (KiHo) Wuppertal schließt</title>
		<link>https://theoblog.de/kirchliche-hochschule-kiho-wuppertal-schliesst/47883/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 14:28:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evangelische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Theologenausbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Morgen, am 3. Juli 2026, schließt die Kirchliche Hochschule (KiHo) Wuppertal. Die Hochschule wurde 1935 gegründet, um – so hat es Jürgen Moltmann mal formuliert – eine „vom Staat freie, dem politischen Zugriff der Regierungen entzogene kirchliche Theologie zu ermöglichen“. Moltmann selbst war Professor für Systematische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal ca. von 1957/58 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen, am 3. Juli 2026, schließt die Kirchliche Hochschule (KiHo) Wuppertal. Die Hochschule wurde 1935 gegründet, um – so hat es Jürgen Moltmann mal formuliert – eine „vom Staat freie, dem politischen Zugriff der Regierungen entzogene kirchliche Theologie zu ermöglichen“. Moltmann selbst war Professor für Systematische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal ca. von 1957/58 bis 1963.</p>
<p>Warum wurde die Hochschule geschlossen? <a href="https://www.evangelisch-wuppertal.de/meldung-detail/kiho-wuppertal.html" target="_blank" rel="noopener">Hier</a> die Antwort:</p>
<blockquote>
<p>Die Entscheidung zur Schließung hatte die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland bereits vor einigen Jahren getroffen. Ausschlaggebend waren vor allem die seit Jahren sinkenden Studierendenzahlen im Pfarramtsstudium, der deutlich zurückgehende Bedarf an Pfarrerinnen und Pfarrern sowie die angespannte finanzielle Lage der Landeskirche. Künftig soll der theologische Nachwuchs für den Pfarrdienst an staatlichen Universitäten ausgebildet werden, die bereits heute den überwiegenden Teil der evangelischen Theologiestudierenden aufnehmen. Die kirchliche Ausbildung wird dort durch Begleitprogramme der Landeskirche ergänzt.</p>
</blockquote>
<p>Was von dem theologischen Bildungscampus zu erwarten ist, der nun dort entstehen soll, kann hier nachgelesen werden: <a href="https://landessynode.ekir.de/aktuelles/landessynode-stellt-weichen-fuer-theologischen-bildungscampus-27247?ref=aHR0cHMlM0ElMkYlMkZsYW5kZXNzeW5vZGUuZWtpci5kZSUyRg==" target="_blank" rel="noopener">landessynode.ekir.de</a>.</p>
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		<title>„Radikale Hoffnung“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 08:46:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Syst. Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Ingolf Dalferth]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Mittwoch, den 13. Mai, sprach der Theologe und Jüngel-Schüler Ingolf U. Dalferth über „Radikale Hoffnung&#8220; in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung in München. Die FAZ berichtet: Schon das „Menschsein selbst ist ein unvollendetes Projekt“, sagte Dalferth pointiert (nicht erst die Moderne). Nietzsche legte dar, dass der Mensch als das noch nicht festgestellte Tier [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, den 13. Mai, sprach der Theologe und Jüngel-Schüler Ingolf U.  Dalferth über „Radikale Hoffnung&#8220; in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung in München. Die FAZ berichtet:</p>
<blockquote>
<p>Schon das „Menschsein selbst ist ein unvollendetes Projekt“, sagte Dalferth pointiert (nicht erst die Moderne). Nietzsche legte dar, dass der Mensch als das noch nicht festgestellte Tier gezwungen ist, sich selbst zu etwas zu machen – Kierkegaard demgegenüber, dass uns auch dies als unverfügbare Möglichkeit zugespielt ist. Und dieser Mangel des Mängelwesens Mensch ist zugleich seine Größe, weil er dadurch auch zum Möglichkeitswesen wird. Und er lässt seinen Anti-Climacus sagen: „Gott ist dies, dass alles möglich ist.“ Dalferth denkt dies radikal zu Ende: Gott ist nicht eine erst noch zu beweisende Möglichkeit, sondern umgekehrt die unvordenkliche, einzigartige Wirklichkeit, ohne die es überhaupt nichts gäbe und nichts möglich wäre, auch niemand, der denkt. Gott zu beweisen, ist daher ganz unnötig, ihn zu bestreiten, sogar noch unsinniger, als die eigene Existenz zu leugnen – ein Gedankengang, der an philosophische Letztbegründungsstrategien erinnert beziehungsweise diese noch überbietet. Schöpfungsrede ist unweigerlich selbstinvolvierend. Da christliches Hoffen-auf-Gott sich auf den richtet, ohne den es die Möglichkeit des Guten, die Hoffbarkeit von etwas überhaupt gar nicht gäbe, ist sie etwas ganz anderes als sonstiges Hoffen-dass oder Hoffen-auf, sie ist nicht nur auf Gehofftes ausgerichtet, sondern ein auf alles bezogener Existenzvollzug.</p>
<p>Ein Glanzstück des Vortrags war sicherlich die genaue Würdigung eines auch an dieser Stelle schon viel beachteten letzten Textes von Jürgen Habermas, „Ein Geburtstagsgruß“ in einer Festschrift für Thomas Schmidt, in dem Habermas noch einmal die Verteidigung der Moralressourcen von Religionen unternimmt. Er bezweifelt dort die Möglichkeit eines „reduzierten“ Hoffens und Glaubens ohne Festlegung auf Inhalte. Dem stimmte Dalferth so weit zu, aber da Habermas auch bei religiösem Hoffen nur propositionales und personales Hoffen sehe, übersehe er das Spezifische des Hoffens-auf-Gott.</p>
</blockquote>
<p>Mehr (hinter einer Bezahlschranke): <a href="https://www.faz.net/aktuell/wissen/geist-soziales/ingolf-dalferth-zur-theologie-der-hoffnung-accg-200943294.html" target="_blank" rel="noopener">www.faz.net</a>.</p>
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		<title>Die Kunst der Verantwortungsvermeidung</title>
		<link>https://theoblog.de/die-kunst-der-verantwortungsvermeidung/47875/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 08:03:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Vinzenz von Stimpfl-Abele]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele hat eine treffliche Analyse zur Verantwortungsvermeidung veröffentlicht:  Verantwortung war einst eine Ehre, heute gilt sie vielen nur als Zumutung. Wir leben in einer Zeit, in der man für vieles Verständnis aufbringt, außer für Pflicht, in der jeder Haltung fordert, möglichst jedoch von den anderen, in der jeder Rechte für sich reklamiert, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/die-kunst-der-verantwortungsvermeidung/47875/">Die Kunst der Verantwortungsvermeidung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele hat eine treffliche Analyse zur Verantwortungsvermeidung veröffentlicht: </p>
<blockquote>
<p>Verantwortung war einst eine Ehre, heute gilt sie vielen nur als Zumutung. Wir leben in einer Zeit, in der man für vieles Verständnis aufbringt, außer für Pflicht, in der jeder Haltung fordert, möglichst jedoch von den anderen, in der jeder Rechte für sich reklamiert, während Verantwortung an anderer Stelle gesucht wird. Der moderne Mensch ist moralisch permanent empört, aber auffällig selten verantwortlich. Genau deshalb ist die eigentliche Kunst unserer Zeit nicht mehr die Verantwortung selbst, sondern die Kunst der Verantwortungsvermeidung. Sie besteht darin, Verantwortung so zu verschieben, zu zerlegen und zu verteilen, dass am Ende niemand mehr wirklich zuständig ist. Alle sind irgendwie beteiligt, aber keiner ist verantwortlich. Alle fühlen sich betroffen, aber keiner trägt die Konsequenzen.</p>
<p>…</p>
<p>Die Sprache hat sich geändert, die Mechanismen nicht. Wo früher Eva und die Schlange herhalten mussten, treten heute Systeme, Umstände, Prozesse, gesellschaftliche Dynamiken oder historische Bedingungen an ihre Stelle. Gewiss: Nicht jede Schuld ist individuell, nicht jedes Problem auf persönliches Versagen zurückzuführen. Doch die moderne Versuchung besteht darin, in jeder Erklärung zugleich eine Entlastung zu suchen. Verantwortung wird dadurch nicht abgeschafft. Sie wird lediglich so lange weitergereicht, bis niemand mehr weiß, bei wem sie eigentlich liegt. Darin besteht die Meisterschaft der gesellschaftlichen Verantwortungsvermeidung: Alle sind beteiligt, alle sind betroffen, alle haben gute Gründe – und am Ende war es niemand.</p>
<p>Ein Muster, das sich als liberaler Zeitgeist tarnt, in Wahrheit aber Werte, Prinzipien und damit Orientierung ersetzt. Orientierung und Haltung entstehen nicht im Götzendienst an der Befindlichkeit, sondern in Urteilskraft, Differenzierung und Verantwortung. Wo diese Orientierung verloren geht, entsteht ein Kampf um Aufmerksamkeit statt um Wahrheit.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.die-tagespost.de/kultur/feuilleton/die-kunst-der-verantwortungsvermeidung-art-276466" target="_blank" rel="noopener">www.die-tagespost.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>Die Stellung der Trinitätslehre in der Dogmatik</title>
		<link>https://theoblog.de/die-stellung-der-trinitaetslehre-in-der-dogmatik/47867/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 05:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Syst. Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Trinität]]></category>
		<category><![CDATA[Wilfried Joest]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Lutheraner Wilfried Joest (1914–1995) schreibt über die Stellung der Trinitätslehre im Gesamtzusammenhang der Dogmatik bis hin zu Karl Barth (Wilfried Joest u. Johannes von Lüpke, Dogmatik I: Die Wirklichkeit Gottes, 5., völlig neu überarbeitete Auflage, Göttingen: Vandenhoeck &#38; Ruprecht, 2010, S. 287–288): Die Trinitätslehre hatte in der alten Dogmatik ihren festen Platz innerhalb der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/die-stellung-der-trinitaetslehre-in-der-dogmatik/47867/">Die Stellung der Trinitätslehre in der Dogmatik</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Lutheraner Wilfried Joest (1914–1995) schreibt über die Stellung der Trinitätslehre im Gesamtzusammenhang der Dogmatik bis hin zu Karl Barth (Wilfried Joest u. Johannes von Lüpke, <em>Dogmatik I: Die Wirklichkeit Gottes</em>, 5., völlig neu überarbeitete Auflage, Göttingen: Vandenhoeck &amp; Ruprecht, 2010, S. 287–288):</p>
<blockquote>
<p>Die Trinitätslehre hatte in der alten Dogmatik ihren festen Platz innerhalb der Gotteslehre (De Deo), und zwar als deren zweiter Teil (De Deo trino oder auch De sanctissimo trinitatis mysterio), nachdem zuerst über Gottes Wesen und Eigenschaften im Allgemeinen gehandelt worden war (De deo uno oder auch De natura Dei et attributis divinis). Damit war die theologia im engeren Sinn der Lehre von Gott selbst abgeschlossen; die oeconomia, d.h. die Geschichte der Heilszuwendung Gottes in Christus und im Heiligen Geist, wurde erst danach entfaltet.</p>
<p>Aber gerade in ihr hat das christliche Bekenntnis zu dem dreieinigen Gott sachlich und geschichtlich seine Wurzel. Fragt man nach der theologischen Begründung und Notwendigkeit der Trinitätslehre, so bleibt ihre gleichsam fertige Vorwegnahme in einer der Entfaltung des Heilsgeschehens vorangestellten Gotteslehre unbefriedigend. Rationalistische Dogmenkritik hat freilich diese Frage gar nicht mehr gestellt; sie war bereit, die Trinitätslehre als spekulatives Hirngespinst überhaupt zu streichen und eine ›vernünftige‹ Gotteslehre auf das Thema De Deo uno zu reduzieren.</p>
<p>Zu diesem Verzicht auf das Kernstück der altkirchlichen Lehr- und Bekenntnisbildung hat sich allerdings die Theologie der neueren Zeit im Allgemeinen nicht bereit gefunden. Auch wo man der Trinitätslehre in ihrer überlieferten Gestalt kritisch gegenüberstand, wollte man sie doch berücksichtigen und suchte ihr interpretierend einen Sinn abzugewinnen. Aber der Ort, an dem sie innerhalb des dogmatischen Systems zu behandeln ist, wurde nun unsicher. Manche stärker der Tradition verpflichteten Theologen verhandeln sie nach wie vor an der alten Stelle.</p>
<p>Bei Schleiermacher erscheint sie dagegen, in erheblicher Umdeutung ihres überlieferten Inhalts, ganz am Ende seiner Glaubenslehre (§§ 170–172) und wirkt hier fast wie ein Anhang, der von dem Duktus des Gesamtwerkes her auch hätte entbehrt werden können. Auch Paul Althaus, Edmund Schlink und Gerhard Ebeling stellen sie ans Ende der Dogmatik, aber inhaltlich in engerem Anschluss an die Tradition und mit stärkerer Gewichtung; sie erscheint hier als zusammenfassender Ausdruck christlichen Gotteszeugnisses. Für die Stellung am Ende spricht auch, dass sich hier von der Eschatologie her der vorläufige Charakter aller Theologie verdeutlichen lässt: Auch und gerade als Trinitätslehre weist sie über sich hinaus auf den Lobpreis Gottes, von dem sie ausgeht und auf den sie hinführen will.</p>
<p>Andere Theologen behandeln die Trinitätslehre innerhalb der Soteriologie in unmittelbarem Anschluss an die Lehre vom Heiligen Geist (so auch Paul Tillich zum Abschluss des vierten Teils seiner Systematischen Theologie). Solche Einordnungen an späterer Stelle können für sich geltend machen, dass sie es ermöglichen, den Sinn der Trinitätslehre von Gottes Selbstmitteilung in Christus und im Geist her zu erhellen, ohne zu Vorwegnahmen der christologischen und pneumatologischen Thematik genötigt zu sein. Nachteilig ist aber, dass die Trinitätslehre nun als ein von der eigentlichen Gotteslehre weit entfernter Nachtrag zu ihr erscheint.</p>
<p>Im Gegensatz dazu stellt Karl Barth sie an den Anfang seiner Kirchlichen Dogmatik. Er entfaltet sie bereits im Zusammenhang seiner Offenbarungslehre: Nur in Christus und nur durch den Heiligen Geist wird Gott erkannt; seine Selbstoffenbarung ist trinitarisches Geschehen und setzt also das dreieinige Sein des Gottes, der sich so und nicht anders erschließt, voraus. Die Trinitätslehre wird hier geradezu zur fundamentaltheologischen Grundlegung der Dogmatik und tritt damit an die Stelle der sonst üblichen Grundlegungen, die zunächst von einer Erwägung des Gottesgedankens an sich und im Allgemeinen ausgehen. </p>
</blockquote>
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		<item>
		<title>Die Krise in der Szene</title>
		<link>https://theoblog.de/die-krise-in-der-szene/47860/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 04:52:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bethel McGrew]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bethel McGrew hat einen neuen Essayband aus der Schwulenszene rezensiert und stellt etwas überrascht fest, dass es sich um die Dokumentation einer Krise handelt.  Zitat:  Schwule Männer befinden sich in einer Krise, so die These der Herausgeber des neuen Essaybands Inversion: Gay Life After the Homosexual. Keine Krise der Unterdrückung, sondern eine für die Autoren [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/die-krise-in-der-szene/47860/">Die Krise in der Szene</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bethel McGrew hat einen neuen Essayband aus der Schwulenszene rezensiert und stellt etwas überrascht fest, dass es sich um die Dokumentation einer Krise handelt. </p>
<p>Zitat: </p>
<blockquote>
<p>Schwule Männer befinden sich in einer Krise, so die These der Herausgeber des neuen Essaybands <em>Inversion: Gay Life After the Homosexual</em>. Keine Krise der Unterdrückung, sondern eine für die Autoren weitaus beängstigendere Krise: eine Krise der Langeweile.</p>
<p>Einst waren schwule Männer von ihrer gesellschaftlichen Rolle als Tabubrecher und Abweichler am Rande der feinen Gesellschaft überzeugt; heute haben sie sich das Recht erkämpft, Normalität zu verkörpern. Sie sind die Nutznießer unbegrenzter politischer Privilegien, kultureller Anbiederung und medizinischer Technologien, die darauf ausgelegt sind, sie vor sich selbst zu bewahren. Gleichzeitig finden sie sich in einem neuen Kastensystem sexueller Abweichung wieder, in dem von ihnen erwartet wird, sich gegenüber Identitätsgruppen unterzuordnen, die auf der Privilegienleiter einen höheren Rang haben. Die Queer-Theorie ist zum Mainstream geworden, was dazu führt, dass sich die Regeln dieses Kastensystems sogar gegenseitig widersprechen.</p>
<p>Wo genau bleiben da die Abweichler von gestern? Wie könnte ein innerer Eingriff in ihre Krise aussehen? Sind sie darauf vorbereitet, dass ein solcher Eingriff ausgesprochen unvorteilhafte Ergebnisse hervorbringen könnte? Hat Homosexualität einen nachvollziehbaren Zweck, ein Telos – sei es biologischer, kultureller oder sonstiger Art? Wagen wir es zu fragen, ob sie jemals einen hatte? Wagen wir es zu fragen, ob ihre aktuelle Krise vielleicht sogar „konstitutiv für das Ding an sich“ sein könnte?</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.furtherup.net/p/unhappy-and-gay" target="_blank" rel="noopener">furtherup.net</a>.</p>
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		<title>Die Menge-Lesebibel — AT &amp; NT in 5 Bänden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 13:39:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann Menge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum der Erstveröffentlichung der Menge-Bibel (1926) erscheint in der „edition predigt.archiv“ eine Neuausgabe des Neuen Testaments (sowie des Alten Testaments in weiteren Bänden). Es handelt sich dabei um die originale, unrevidierte Textfassung von 1939 (Ausgabe letzter Hand). Diese Edition unterscheidet sich in zwei wesentlichen Punkten von klassischen Ausgaben, was sie zu einem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img fetchpriority="high" decoding="async" title="Alle 5 Bände.png" src="https://theoblog.de/wp-content/uploads/2026/06/Alle-5-Baende.png" alt="Alle 5 Bände." width="600" height="480" border="0"></p>
<p>Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum der Erstveröffentlichung der <em>Menge-Bibel</em> (1926) erscheint in der „edition predigt.archiv“ eine Neuausgabe des Neuen Testaments (sowie des Alten Testaments in weiteren Bänden). Es handelt sich dabei um die originale, unrevidierte Textfassung von 1939 (Ausgabe letzter Hand).</p>
<p>Diese Edition unterscheidet sich in zwei wesentlichen Punkten von klassischen Ausgaben, was sie zu einem besonderen Werkzeug für die theologische Textarbeit macht:</p>
<ul>
<li><strong>Ein durchgehender Fließsatz ohne Verszählung:</strong> Der Verzicht auf die Versziffern im Text lenkt den Blick zurück auf den literarischen und theologischen Gesamtzusammenhang. Gerade die neutestamentlichen Lehrbriefe lassen sich so wieder als fortlaufende Gedankengänge und Argumentationslinien erfassen, ohne die Gefahr einer atomistischen Fragmentierung des Textes. Zur Orientierung sind lediglich die Kapiteleinteilungen dezent erhalten geblieben.</li>
<li><strong>Ein echter Schreibrand von 4,5 cm:</strong> Um dem Anspruch einer echten Arbeitsbibel gerecht zu werden, bietet das einspaltige Layout knapp 5 Zentimeter freien Außenrand auf jeder Seite. Dieser Platz ist ideal für exegetische Notizen, Strukturierungsentwürfe für Predigten oder eigene Wortstudien, ohne dass Notizen in den Bundsteg gedrängt werden.</li>
</ul>
<p>Abgerundet wird die Ausgabe durch ein klares, ruhiges Schriftbild mit klassischen Schmuck-Initialen und einer hochwertigen Umschlaggestaltung aus dem Hause 2K/DENMARK. </p>
<p>Wer war der Bibelübersetzer Dr. Hermann Menge und welche Schwerpunkte legte er bei seiner Bibelübersetzung? Joannes Otto hatte anlässlich seines 75. Todestags den Artikel „Suche Jesum und sein Licht …“ geschrieben, der diese Fragen beantwortet und hier heruntergeladen werden kann: <a title="Menge.pdf" href="https://theoblog.de/wp-content/uploads/2026/06/Menge.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">Menge.pdf</a>.</p>
<p>Eine Leseprobe der neuen Bibelausgabe mit einem durchgehenden Fließsatz gibt es hier: <a title="Bibel_Menge_1939_NT_Leseprobe.pdf" href="https://theoblog.de/wp-content/uploads/2026/06/Bibel_Menge_1939_NT_Leseprobe.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">Bibel_Menge_1939_NT_Leseprobe.pdf</a>.</p>
<p>Bestellt werden können die Bände beispielsweise bei Amazon (#ad): </p>
<ul>
<li><a href="https://amzn.to/4b2jGgS" target="_blank" rel="noopener">Das Neue Testament</a></li>
<li><a href="https://amzn.to/4b2jT3E" target="_blank" rel="noopener">Die Tora</a></li>
<li><a href="https://amzn.to/3Qt8djD" target="_blank" rel="noopener">Die Geschichtsbücher</a></li>
<li><a href="https://amzn.to/4gzC988" target="_blank" rel="noopener">Die Propheten</a></li>
<li><a href="https://amzn.to/4vr15DG" target="_blank" rel="noopener">Die poetischen Bücher</a></li>
</ul>
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			<enclosure length="1187165" type="application/pdf" url="https://theoblog.de/wp-content/uploads/2026/06/Menge.pdf"/><itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:subtitle>Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum der Erstveröffentlichung der Menge-Bibel (1926) erscheint in der „edition predigt.archiv“ eine Neuausgabe des Neuen Testaments (sowie des Alten Testaments in weiteren Bänden). Es handelt sich dabei um die originale, unrevidierte Textfassung von 1939 (Ausgabe letzter Hand). Diese Edition unterscheidet sich in zwei wesentlichen Punkten von klassischen Ausgaben, was sie zu einem [&amp;#8230;] Der Beitrag Die Menge-Lesebibel — AT &amp;#038; NT in 5 Bänden erschien zuerst auf TheoBlog.de.</itunes:subtitle><itunes:summary>Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum der Erstveröffentlichung der Menge-Bibel (1926) erscheint in der „edition predigt.archiv“ eine Neuausgabe des Neuen Testaments (sowie des Alten Testaments in weiteren Bänden). Es handelt sich dabei um die originale, unrevidierte Textfassung von 1939 (Ausgabe letzter Hand). Diese Edition unterscheidet sich in zwei wesentlichen Punkten von klassischen Ausgaben, was sie zu einem [&amp;#8230;] Der Beitrag Die Menge-Lesebibel — AT &amp;#038; NT in 5 Bänden erschien zuerst auf TheoBlog.de.</itunes:summary><itunes:keywords>Bibelwissenschaft, Bibel, Hermann Menge</itunes:keywords></item>
		<item>
		<title>Selbstlosigkeit (in der Ehe)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 04:44:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[John Piper]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Guter Punkt:  Mein wichtigstes Gebet für mich selbst – ich glaube, mein am häufigsten vorgebrachtes Gebet für mich selbst – ist Vers 4: dass Gott so tief in mir wirkt, dass ich nicht nur „auf [meine] eigenen Interessen, sondern auch auf die Interessen der anderen“ achte (Phil 2,4). Ich möchte einfach weniger egoistisch sein. Ich [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Guter Punkt: </p>
<blockquote>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Mein wichtigstes Gebet für mich selbst – ich glaube, mein am häufigsten vorgebrachtes Gebet für mich selbst – ist Vers 4: dass Gott so tief in mir wirkt, dass ich nicht nur „auf [meine] eigenen Interessen, sondern auch auf die Interessen der anderen“ achte (Phil 2,4). Ich möchte einfach weniger egoistisch sein. Ich möchte mich mehr auf andere ausrichten. Ich möchte, dass dies für mich mehr zur Selbstverständlichkeit wird. Ich möchte mich nicht mehr so sehr darum anstrengen müssen. Ich möchte, dass es in mir heranwächst, denn ich glaube: Wenn wir als Gemeinde Vers 4 verkörpern könnten, wären wir einfach so weise. Gott schenkt gerne Weisheit darüber, wie man leben soll, wenn Vers 4 in einer Gemeinde gelebt wird.</p>
</blockquote>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Mehr:<a href="https://www.desiringgod.org/interviews/how-to-save-a-marriage" target="_blank" rel="noopener"> www.desiringgod.org</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/selbstlosigkeit-in-der-ehe/47851/">Selbstlosigkeit (in der Ehe)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>Warum konvertieren Evangelikale zum römisch-katholischen Glauben?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 08:11:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Katholische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Kim Riddlebarger]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Horton]]></category>
		<category><![CDATA[Rod Rosenbladt]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Staples]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einer Folge von „White Horse Inn“ aus dem Jahr 1996 spricht Tim Staples, ein ehemaliger Evangelikaler, der zum römisch-katholischen Glauben konvertiert ist, gemeinsam mit Michael Horton, Kim Riddlebarger und Rod Rosenbladt darüber, was ihn und andere an Rom so anzieht. Dabei wird deutlich, dass psychologische Bedürftigkeiten eine große Rolle spielen. Die „Mutter Kirche“ bietet [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/warum-konvertieren-evangelikale-zum-roemisch-katholischen-glauben/47846/">Warum konvertieren Evangelikale zum römisch-katholischen Glauben?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer Folge von „White Horse Inn“ aus dem Jahr 1996 spricht Tim Staples, ein ehemaliger Evangelikaler, der zum römisch-katholischen Glauben konvertiert ist, gemeinsam mit Michael Horton, Kim Riddlebarger und Rod Rosenbladt darüber, was ihn und andere an Rom so anzieht. Dabei wird deutlich, dass psychologische Bedürftigkeiten eine große Rolle spielen. Die „Mutter Kirche“ bietet seelische Heimat und Wärme.</p>
<p>Hier das Gespräch: </p>
<audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-47846-2" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/mpeg" src="https://whi-radio-members.s3.us-west-2.amazonaws.com/2026whi1814jun14-extended.mp3?_=2" /><a href="https://whi-radio-members.s3.us-west-2.amazonaws.com/2026whi1814jun14-extended.mp3" target="_blank" rel="noopener">https://whi-radio-members.s3.us-west-2.amazonaws.com/2026whi1814jun14-extended.mp3</a></audio>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;"> </p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Im Gespräch wird deutlich, dass auch die Sehnsucht nach historischer Anschlussfähigkeit wichtig ist. Viele Evangelikale sind der Meinung, die Kirche habe mit der Reformation ganz von vorn angefangen. Dass Martin Luther das anders sah, wird in seiner Schrift <em>Grund und Ursach aller Artikel</em> (1521) sehr deutlich. In dieser groß angelegten Selbstverteidigung gegen die päpstliche Bannandrohungsbulle „Exsurge Domine“ begründet er seine zentralen Lehrthesen aus der Schrift systematisch. Er schrieb sie, um Rom und der Öffentlichkeit zu zeigen, dass die von der Bulle verurteilten Artikel weder willkürliche Neuerungen noch subjektive Meinungen sind, sondern aus der Bibel und der altkirchlichen Tradition abgeleitete Positionen.</p>
<p>Er schreibt dort (<em>WA</em> 7, 315): </p>
<blockquote>
<p>Damit ich auch denen will antwortet haben, die mir Schuld geben, ich vorwerfe alle heilige Lehrer der Kirchen. Ich vorwirf sie nit. Aber dieweil jedermann wohl weiß, dass sie zuweilen geirret haben als Menschen, will ich ihn nit weiter Glauben geben, denn so fern sie mir Beweisung ihrs Vorstands aus der Schrift tun, die noch nie geirret hat. Und das heißet mich Sankt Pauel i. Tessal. ult. da er sagt: ‚Prufet und bewähret zuvor alle Lehre; wilche gut ist, die behaltet‘. Desselben gleichen schreibt Sant Augustin zu Sant Hieronymo: ‚Ich hab erlernet allein denen Bucher, die die heiligen Schrift heißen, die Ehre zu tun, dass ich festiglich gläube, keiner der selben Beschreiber habe je geirret, alle ander aber lese ich der maßen, dass ichs nit fur wahr hab, was sie sagen, sie beweisen mirs denn mit der Heiligen Schrift oder offentlicher Vornunft.</p>
</blockquote>
<p>VD: AR</p>
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			<itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:subtitle>In einer Folge von „White Horse Inn“ aus dem Jahr 1996 spricht Tim Staples, ein ehemaliger Evangelikaler, der zum römisch-katholischen Glauben konvertiert ist, gemeinsam mit Michael Horton, Kim Riddlebarger und Rod Rosenbladt darüber, was ihn und andere an Rom so anzieht. Dabei wird deutlich, dass psychologische Bedürftigkeiten eine große Rolle spielen. Die „Mutter Kirche“ bietet [&amp;#8230;] Der Beitrag Warum konvertieren Evangelikale zum römisch-katholischen Glauben? erschien zuerst auf TheoBlog.de.</itunes:subtitle><itunes:summary>In einer Folge von „White Horse Inn“ aus dem Jahr 1996 spricht Tim Staples, ein ehemaliger Evangelikaler, der zum römisch-katholischen Glauben konvertiert ist, gemeinsam mit Michael Horton, Kim Riddlebarger und Rod Rosenbladt darüber, was ihn und andere an Rom so anzieht. Dabei wird deutlich, dass psychologische Bedürftigkeiten eine große Rolle spielen. Die „Mutter Kirche“ bietet [&amp;#8230;] Der Beitrag Warum konvertieren Evangelikale zum römisch-katholischen Glauben? erschien zuerst auf TheoBlog.de.</itunes:summary><itunes:keywords>Katholische Kirche, Kim Riddlebarger, Martin Luther, Michael Horton, Rod Rosenbladt, Tim Staples</itunes:keywords></item>
		<item>
		<title>T.S. Elliot: Über die Säkularisierung der Dichtung</title>
		<link>https://theoblog.de/t-s-elliot-ueber-die-saekularisierung-der-dichtung/47833/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 13:43:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Säkularisierung]]></category>
		<category><![CDATA[T.S. Elliot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon 1935 schrieb T.S. Elliot in „Religion und Literatur“ (Essays 1, Suhrkamp, 1988, S. 145–146): Ich bin überzeugt, daß wir uns leider nie ganz klarmachen, wie weitgehend und zugleich wie vernunftwidrig wir unsere literarischen und religiösen Urteile trennen. Wenn es eine absolute Trennung tatsächlich geben könnte, würde das vielleicht nichts ausmachen; aber die beiden Bereiche [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/t-s-elliot-ueber-die-saekularisierung-der-dichtung/47833/">T.S. Elliot: Über die Säkularisierung der Dichtung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon 1935 schrieb T.S. Elliot in „Religion und Literatur“ (<em>Essays 1</em>, Suhrkamp, 1988, S. 145–146):</p>
<blockquote>
<p>Ich bin überzeugt, daß wir uns leider nie ganz klarmachen, wie weitgehend und zugleich wie vernunftwidrig wir unsere literarischen und religiösen Urteile trennen. Wenn es eine absolute Trennung tatsächlich geben könnte, würde das vielleicht nichts ausmachen; aber die beiden Bereiche sind nicht vollständig auseinanderzuhalten und werden es nie sein. Wenn wir als Beispiel für die Literatur den Roman setzen – denn er ist die Form, die die größte Zahl von Lesern anspricht – können wir die fortschreitende Säkularisierung der Dichtung zum mindesten während der letzten dreihundert Jahre verfolgen. Bunyan und bis zu einem gewissen Grad auch Defoe hatten moralische Ziele, der erstere ist dabei über jeden Verdacht erhaben, bei dem zweiten könnte man einigen Zweifel hegen.</p>
<p>Aber seit Defoe ist die Säkularisation des Romans unaufhörlich fortgeschritten. Die Entwicklung hat sich in drei Hauptphasen vollzogen. In der ersten war für den Roman der Glaube in seiner damals gültigen Form eine selbstverständliche Tatsache und konnte deshalb aus dem Bild des Lebens, das er schilderte, herausgelassen werden. Fielding, Dickens und Thackeray gehörten dieser Stufe an. In der zweiten Phase verhielt sich der Roman dem Glauben gegenüber zweifelnd, nahm Ärgernis an ihm oder bekämpfte ihn. Hierher gehören George Eliot, George Meredith und Thomas Hardy. Zu der dritten Phase, in der wir heute leben, zählen fast alle zeitgenössischen Schriftsteller außer James Joyce. Es ist die Stufe derer, die vom christlichen Glauben nie anders als von einem Anachronismus haben reden hören.</p>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/t-s-elliot-ueber-die-saekularisierung-der-dichtung/47833/">T.S. Elliot: Über die Säkularisierung der Dichtung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>„Danke, Felix Nmecha!“ </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 16:22:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evangelikale]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Nmecha]]></category>
		<category><![CDATA[Ulf Poschardt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Curaçao am 14. Juni versammelten sich die Spieler beider Teams am Mittelkreis, um gemeinsam zu beten. Der Dortmunder Mittelfeldspieler Felix Nmecha und der Verteidiger vom FC Bayern München, Jonathan Tah, bildeten mit mehreren Profis der gegnerischen Mannschaft einen Kreis, legten die Arme umeinander und senkten die Köpfe. Im anschließenden [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/danke-felix-nmecha/47827/">„Danke, Felix Nmecha!“ </a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Curaçao am 14. Juni versammelten sich die Spieler beider Teams am Mittelkreis, um gemeinsam zu beten. Der Dortmunder Mittelfeldspieler Felix Nmecha und der Verteidiger vom FC Bayern München, Jonathan Tah, bildeten mit mehreren Profis der gegnerischen Mannschaft einen Kreis, legten die Arme umeinander und senkten die Köpfe. Im anschließenden ARD-Interview erklärte Nmecha: „Wir sind im Spiel Gegner, nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder.“ Man habe gemeinsam gebetet, da alle dankbar seien. „Vom Ergebnis her ist es natürlich schön für uns, aber wir glauben alle, dass Jesus durch das Spiel verherrlicht wird.“ Fußball-Experte und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger pflichtete ihm im TV mit einem „Amen“ bei (mehr <a href="https://www.idea.de/artikel/wm-auftakt-nationalspieler-nmecha-betet-mit-gegnerischen-spielern" target="_blank" rel="noopener">hier</a>).</p>
<p>Ein schöner Abend mit einer friedlichen Geste christlicher Fußballer. Und was fällt dem bürgerfinanzierten Deutschlandfunk dazu ein? Die hauen mal so richtig drauf und warnen vor den gefährlichen evangelikalen Christen. Wer es nicht glaubt, kann es hier in dem Beitrag „Gott und Kicker – Evangelikale im Fußballhören“, veröffentlicht am 14. Juni 2026 von Deutschlandfunk Kultur, hören: </p>
<audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-47827-4" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/mpeg" src="https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2026/06/14/gott_und_kicker_evangelikale_im_fussball_drk_20260614_1730_3a0b18ca.mp3?_=4" /><a href="https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2026/06/14/gott_und_kicker_evangelikale_im_fussball_drk_20260614_1730_3a0b18ca.mp3" target="_blank" rel="noopener">https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2026/06/14/gott_und_kicker_evangelikale_im_fussball_drk_20260614_1730_3a0b18ca.mp3</a></audio>
<p> </p>
<p>Ich halte es da mit Ulf Poschardt und sage: „Danke, Felix Nmecha!“ </p>
<blockquote>
<p>Während auf evangelischen und katholischen Kirchentagen eine arrogante Theologie der Woken verehrt wird und sich die meisten Normalbürger vorkommen, als müssten sie einem Zirkus wildgewordener Identitätspolitik zusehen, hat der Fußballnationalspieler, kein Akademiker, gezeigt, was die eigentliche Botschaft des Christentums ist: Nächstenliebe – und das Gebet als Akt der Liebe. Für Dietrich Bonhoeffer galt: „Beten ist Atemholen aus Gott; beten heißt, sich Gott anvertrauen.“</p>
<p>Diese einfachen Wahrheiten sind in der Bullshittisierung der Theologie in den vergangenen 20 Jahren verloren gegangen. Christlicher Glaube ist in seiner Vermittlung – sei es im „Wort zum Sonntag“ oder in irgendwelchen Radiopredigten, in denen linksradikale Terroristen als Nachfolger Jesu verklärt werden – vollkommen absurd geworden. Noch schlimmer als die Linksradikalisierung des Christentums ist die Verleugnung der christlichen Wurzeln. Die Abschaffung der Weihnachtsmärkte und Adventskränze zugunsten steriler säkularer Traditionen, die es gar nicht gibt, gehört dazu.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.welt.de/debatte/plus6a2f9a5b6bb5c7fe2e1c70fc/christentum-danke-felix-nmecha.html?icid=search.product.onsitesearch" target="_blank" rel="noopener">www.welt.de</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/danke-felix-nmecha/47827/">„Danke, Felix Nmecha!“ </a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
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			<itunes:explicit>no</itunes:explicit><itunes:subtitle>Nach dem Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Curaçao am 14. Juni versammelten sich die Spieler beider Teams am Mittelkreis, um gemeinsam zu beten. Der Dortmunder Mittelfeldspieler Felix Nmecha und der Verteidiger vom FC Bayern München, Jonathan Tah, bildeten mit mehreren Profis der gegnerischen Mannschaft einen Kreis, legten die Arme umeinander und senkten die Köpfe. Im anschließenden [&amp;#8230;] Der Beitrag „Danke, Felix Nmecha!“  erschien zuerst auf TheoBlog.de.</itunes:subtitle><itunes:summary>Nach dem Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Curaçao am 14. Juni versammelten sich die Spieler beider Teams am Mittelkreis, um gemeinsam zu beten. Der Dortmunder Mittelfeldspieler Felix Nmecha und der Verteidiger vom FC Bayern München, Jonathan Tah, bildeten mit mehreren Profis der gegnerischen Mannschaft einen Kreis, legten die Arme umeinander und senkten die Köpfe. Im anschließenden [&amp;#8230;] Der Beitrag „Danke, Felix Nmecha!“  erschien zuerst auf TheoBlog.de.</itunes:summary><itunes:keywords>Evangelikale, Felix Nmecha, Ulf Poschardt</itunes:keywords></item>
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		<title>Wir brauchen mehr Theologen wie Ralf Frisch</title>
		<link>https://theoblog.de/wir-brauchen-mehr-theologen-wie-ralf-frisch/47823/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 06:41:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf Frisch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Theologieprofessor Ralf Frisch provoziert gerne mit steilen Thesen und spitzer Zunge und erntet dafür hin und wieder scharfe Kritik. Sogar seine eigene Hochschule hat sich kürzlich von ihm distanziert. Schade. Denn wir brauchen dringend mehr Leute, die ihre Kirche darauf hinweisen, worauf es eigentlich ankommt (vgl. a. hier).  Nachfolgend zwei Auszüge aus einem aktuellem Interview [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Theologieprofessor Ralf Frisch provoziert gerne mit steilen Thesen und spitzer Zunge und erntet dafür hin und wieder scharfe Kritik. Sogar seine eigene Hochschule <a href="https://www.idea.de/artikel/theologen-kritisieren-umgang-der-ev-hochschule-nuernberg-mit-ralf-frisch" target="_blank" rel="noopener">hat sich kürzlich von ihm distanziert</a>. Schade. Denn wir brauchen dringend mehr Leute, die ihre Kirche darauf hinweisen, worauf es eigentlich ankommt (vgl. a. <a href="https://www.evangelium21.net/media/5001/gott" target="_blank" rel="noopener">hier</a>). </p>
<p>Nachfolgend zwei Auszüge aus einem aktuellem Interview mit Ralf Frisch (siehe a. <a href="https://amzn.to/3SrxqeN" target="_blank" rel="noopener"><em>Mehr Opium fürs Volk </em></a>, #ad, Claudius, 2026):</p>
<blockquote>
<p>Sobald man dieses Kombimodell fährt &#8211; der gute Mensch und der gute Gott -, oxidiert der „gute Gott“ an der Luft der Aufklärung sofort zu einer Metapher für Zwischenmenschlichkeit. Übrig bleibt meist nur der gute Mensch. Als Lutheraner ist mir diese Form der Zuversicht auf das harmonische Zusammenspiel von Gott und Mensch nicht gegeben. Die Grundfrage ist: Glauben wir an eine rettende Transzendenz, an ein Geheimnis, das die Welt im Innersten und Äußersten zusammenhält, oder glauben wir nur noch daran, dass der gute Mensch die Antwort auf alles ist?</p>
<p>Ihre Kritik richtet sich oft gegen die Kirchenleitung. Aber die Kirche ist doch viel breiter, von ultrakonservativ bis superliberal. Warum sehen Sie immer nur den „Wellness-Einheitsbrei“, der Sie so triggert?</p>
<p>…</p>
<p>Es ist auch ein medialer Kulturkampf. In den Verlautbarungen des Protestantismus habe ich oft das Gefühl, ich lese Texte vom Deutschen Gewerkschaftsbund DGB, der SPD oder den Grünen. Mir geht es nicht darum, dass ich mir etwas politisch Konservativeres wünsche. Mir geht es darum, dass das Narrativ primär nicht ein politisches Narrativ, egal welcher Couleur, sondern ein religiöses sein sollte. Wenn wir als Kirche nur noch moralische Kommunikation betreiben, weil wir glauben, die Sprache der Ethik werde immer verstanden, dann verlieren wir unseren ureigensten Kern.</p>
<p>Das begann massiv mit der Aufklärung. Für aufgeklärte Christen schien nach der alles zermalmenden Metaphysikkritik Immanuel Kants nur noch das übrigzubleiben, was durch den Filter des kategorischen Imperativs gelaufen war. Dogmatik galt als „Fantasy“. Faktisch wurden die reformatorischen Bekenntnisse dem Bekenntnis an ethisch vorbildliche Menschen geopfert. Die Kirche dachte, es sei Erfolg versprechender, in dieser Währung zu kommunizieren. Heute managen wir eine humanistische Kirche eigentlich mit drei Bibelstellen: mit der Goldenen Regel, dem Gebot der Nächstenliebe und dem Satz „Was ihr dem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.“ Dafür braucht man keine Bibel mehr, die dicker ist als eine Postkarte.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.sonntagsblatt.de/artikel/kirche/ralf-frisch-und-die-evangelische-kirche-warum-seine-schaerfste-kritik-aus-liebe" target="_blank" rel="noopener">www.sonntagsblatt.de</a>.</p>
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		<title>Das Ende der vertikalen Autorität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 08:37:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Alain Ehrenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Philip Rieff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Soziologe Alain Ehrenberg fasst in seinem Buch Das Unbehagen in der Gesellschaft die Sichtweise von Philip Rieff auf den psychologischen Menschen recht gut zusammen (Suhrkamp, 2011, S. 154–156): In dieser Atmosphäre veröffentlicht der Soziologe Philip Rieff (1922–2006) The Triumph of the Therapeutic. Mit Triumph meint er, daß die Therapie nicht mehr nur ein Mittel [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Soziologe Alain Ehrenberg fasst in seinem Buch <em>Das Unbehagen in der Gesellschaft</em> die Sichtweise von Philip Rieff auf den psychologischen Menschen recht gut zusammen (Suhrkamp, 2011, S. 154–156):</p>
<blockquote>
<p>In dieser Atmosphäre veröffentlicht der Soziologe Philip Rieff (1922–2006) <em>The Triumph of the Therapeutic</em>. Mit Triumph meint er, daß die Therapie nicht mehr nur ein Mittel ist, um die Menschen zu behandeln, sondern auch und vor allem eine Weltanschauung, die den gesellschaftlichen Menschen in den psychologischen Menschen verwandelt hat, in jene neue Persönlichkeit, die „den Niedergang der asketischen Kultur“ besiegelt und „die Antwort auf die Abwesenheit Gottes“ gibt. „Die Therapie ist die symbolische Wahrheit des gegenwärtigen Zeitalters“, die des Endes „der vertikalen Dimension der Autorität“.</p>
<p>In <em>Humboldts Vermächtnis</em> (1975) erklärt der Held, ein mondäner Schriftsteller, einem Anhänger der Mafia, der Rieffs Buch auf einem Tisch sieht: „Nach Ansicht dieses Schriftstellers kommen, wenn die Kultur nicht mehr imstande ist, mit dem Gefühl der Leere und der Panik, zu welcher der Mensch disponiert ist [&#8230;], fertig zu werden, andere Kräfte zum Zuge, um uns mit Therapie, mit Leim oder Schlagwörtern oder Spucke zusammenzuflicken [&#8230;].“ Für Rieff ist der zu Schuldgefühlen neigende Mensch im Verschwinden begriffen. Die „Geister der Persönlichkeit“ haben einen endgültigen Sieg über die „Geister der Form“ errungen.</p>
<p>Das Buch beginnt mit dem berühmten Vers aus Yeats’ Gedicht <em>The Second Coming</em>: „Things fall apart, the center cannot hold.“ Denn das neue Zentrum ist das Selbst, das ganz allein standhält, wenn die Gemeinschaft zerfallen ist. Das Werk verkündet, daß die Therapie „die symbolische Wahrheit des gegenwärtigen Zeitalters“ ist, weil in diesem Zeitalter der „psychologische Mensch“ herrscht. Dieser Mensch ist nicht mehr empfänglich für „den instinkthaften Verzicht“, den „die Autorität einer Kultur [mit sich bringt], die in Begriffen eines gemeinsamen Ziels organisiert ist“. Er befindet sich im Zustand der Selbstanbetung <em>(self-worship)</em>. Diese Lehren vom psychologischen Menschen sind individualistisch, weil sie „in tiefem Gegensatz zu den alten Formen der Selbsterlösung <em>(self-salvation)</em> stehen, die durch die Identifikation mit einem gemeinsamen Ziel vermittelt waren“. Der Überfluß führt zur „Entwicklung einer Person, die weiß, anstatt zu einer Person, die glaubt, und die in der Lage ist, das Leben zu genießen, ohne symbolische Hindernisse zu errichten“. Das zeichnet auf einzigartige Weise die im Entstehen begriffene Kultur aus, die insofern eine „Antikultur“ ist, als sie einzig und allein „auf eine ewige Interimsethik der Lockerung überkommener Kontrollstrukturen“ abzielt. „Der religiöse Mensch wurde geboren, um erlöst zu werden; der psychologische Mensch dagegen, um befriedigt zu werden. Der Unterschied entstand vor langer Zeit, als der Ruf des Asketen ‚Ich glaube‘ seine Überlegenheit zugunsten des Kennzeichens der Therapeutik ‚Man fühlt‘ verlor. Und wenn die Therapeutik gewinnen soll, dann muß ganz gewiß der Therapeut sein spiritueller Führer sein.“ Das führt zu dem Schluß, daß „die nächste Kultur lebensfähig sein wird, ohne gültig sein zu müssen“, das heißt ohne jene Tiefe zu haben, die den Menschen über sein materielles Leben und seine Genüsse emporhebt. Die Zukunft der gesellschaftlichen Ordnung liegt dann in „Lehren, die darauf hinauslaufen, jedem zu gestatten, ein versuchsweises Leben zu führen“. Rieff kündigt eine „milde“ Apokalypse an, für die „die Aufhebung des Sinns für das Tragische [&#8230;] keine Tragödie darstellt“.</p>
</blockquote>
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		<title>Starke Männer?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 07:52:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Jahrzehnten wird christlichen Männern eingeredet, ihre Stärke sei ein Problem, ihr Ehrgeiz eine Sünde und Macht sei grundsätzlich gefährlich. Stattdessen wird ihnen ein Glaube angeboten, der Untätigkeit und Passivität hochstilisiert. Nettsein ist zur höchsten Tugend geworden. In seinem Buch Offensive Christianity (#ad, Founders Press, 2026) plädiert Chase Davis dafür, dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen. Scott [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/starke-maenner/47815/">Starke Männer?!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Jahrzehnten wird christlichen Männern eingeredet, ihre Stärke sei ein Problem, ihr Ehrgeiz eine Sünde und Macht sei grundsätzlich gefährlich. Stattdessen wird ihnen ein  Glaube angeboten, der Untätigkeit und Passivität hochstilisiert. Nettsein ist zur höchsten Tugend geworden. In seinem Buch <a href="https://amzn.to/444S472" target="_blank" rel="noopener"><em>Offensive Christianity</em></a> (#ad, Founders Press, 2026) plädiert Chase Davis dafür, dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen.</p>
<p>Scott Yenor beschreibt in seiner Rezension das Anliegen des Buchs, wobei er einige Schwächen meiner Meinung nach hätte deutlicher herauskehren können:</p>
<blockquote>
<p>Die Kirchen haben kaum eine Vorstellung davon, was einen christlichen Mann ausmacht, und missverstehen daher ihre Mission. Vieles davon geht auf den Pietismus zurück. Indem sie persönliche Frömmigkeit und Heiligkeit in den Vordergrund stellten, zogen sich die Pietisten aus der öffentlichen Theologie zurück und lehnten konkrete Belange wie Arbeit, Haushalt, Vermächtnis und Politik als weltliche Ablenkungen von der spirituellen Erfahrung ab. Durch ihre Betonung der inneren Welt neigen die Pietisten dazu, traditionell männliche Eigenschaften zu stigmatisieren, die für ein aktives Eintreten für Christus notwendig sind.</p>
<p>Das andere Extrem, vertreten durch Friedrich Nietzsche und seine Epigonen, besteht darin, ohne Verankerung in christlichen Idealen in die Offensive zu gehen. Davis setzt sich in seinem Buch eingehend mit Nietzsches Kritik am Christentum auseinander. Er stimmt der Diagnose des deutschen Philosophen zu, die eine sentimentale, entmannte Religion beschreibt, und teilt dessen Verachtung für die endlosen Kompromisse eines defensiven Christentums. Dennoch lehnt Davis Nietzsches Lösung unmissverständlich ab. Christus allein ist „der einzige wahre Übermensch“, das Vorbild für – und der einzige Weg zu – wahrer Herrlichkeit. Wo Nietzsche den rohen Willen zur Macht forderte, ruft Davis die Menschen zu einer von Christus geprägten Stärke auf: sanftmütig, aber nicht schwach, ehrgeizig im Hinblick auf Gottes Reich statt auf Selbstverherrlichung. Alfred der Große, Konstantin und Ambrosius sind Beispiele für kühne Eroberer und Kulturstifter, die ihre Männlichkeit der göttlichen Autorität unterordneten.</p>
<p>…</p>
<p>Davis geht über die Kritik hinaus und skizziert die Pflichten des Mannes, der ein offensives Christentum praktiziert. Der offensive christliche Mann nimmt die Berufung zu Stärke, Versorgung, Schutz und sogar Herrschaft an. Er bringt sich in Form, um in einem schwachen Zeitalter ein Bild von recht geordneter Ambition zu vermitteln. Er kleidet sich und trägt sich mit Ernsthaftigkeit. Er stellt sich den Übeltätern entgegen und führt seinen Haushalt mit Autorität und Dienstbereitschaft. Er ist eine Säule seiner Gemeinschaft.</p>
</blockquote>
<p>Hier: <a href="https://firstthings.com/the-return-of-strong-christian-men/" target="_blank" rel="noopener">firstthings.com</a>.</p>
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		<title>Eine biblische Theologie des geistlichen Ehebruchs</title>
		<link>https://theoblog.de/eine-biblische-theologie-des-geistlichen-ehebruchs/47781/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 04:17:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biblische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[D.A. Carson]]></category>
		<category><![CDATA[Ray Ortlund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ray Ortlund schreibt in „God’s Unfaithful Wife: A Biblical Theology of Spiritual Adultery“ (THEMELIOS, 51.1 (2026), S. 65–69, hier S. 69). Wenn wir einen Schritt zurücktreten und die Bibel in ihrer Gesamtheit betrachten, wobei wir ihre typologische Symmetrie wahrnehmen, tritt diese erstaunliche Aussage deutlich zutage: Gott in Christus liebt Sünder nicht nur, sondern Gott in Christus [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/eine-biblische-theologie-des-geistlichen-ehebruchs/47781/">Eine biblische Theologie des geistlichen Ehebruchs</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ray Ortlund schreibt in „God’s Unfaithful Wife: A Biblical Theology of Spiritual Adultery“ (THEMELIOS, 51.1 (2026), S. 65–69, hier S. 69).</p>
<blockquote>
<p>Wenn wir einen Schritt zurücktreten und die Bibel in ihrer Gesamtheit betrachten, wobei wir ihre typologische Symmetrie wahrnehmen, tritt diese erstaunliche Aussage deutlich zutage: Gott in Christus liebt Sünder nicht nur, sondern Gott in Christus liebt Sünder mit dem romantischen Herzen eines hingebungsvollen, treuen und verehrenden Ehemanns. Die menschliche Ehe ist gut, aber sie ist nicht die Erfahrung, nach der wir uns am meisten sehnen. Die menschliche Ehe dient als Metapher für die Erfahrung, nach der wir uns am meisten sehnen. Sexualität spricht von Endgültigkeit. Intimität lässt Herrlichkeit erahnen. Sich zu verlieben, veranschaulicht unser Kommen zu Christus und unseren Weg in den Himmel. Das biblische Evangelium spricht mit dieser irdischen und doch himmlischen, emotionalen Kraft. Das Evangelium erzählt die Geschichte von Gottes nachgehender, treuer, verwundeter, zorniger, alles überragender, verwandelnder, triumphierender Liebe. Und es ruft uns dazu auf, ihm mit einer Liebe zu antworten, die unser Leben von aller geistlichen Unzucht reinigt.</p>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/eine-biblische-theologie-des-geistlichen-ehebruchs/47781/">Eine biblische Theologie des geistlichen Ehebruchs</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
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