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Mai 2012, NZZ, von Andrea Spalinger, Dharamsala - Seit den Unruhen 2008 hat China den Druck auf die tibetische Minderheit stark erhöht. Über die eigene Machtlosigkeit verzweifelt und frustriert, haben sich in den letzten Monaten Dutzende von jungen Tibetern und Tibeterinnen selbst angezündet. Das Auffangzentrum für tibetische Flüchtlinge in Dharamsala wirkt wie ausgestorben. Eine [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>19. Mai 2012, NZZ, von Andrea Spalinger, Dharamsala -</p><p>Seit den Unruhen 2008 hat China den Druck auf die tibetische Minderheit stark erhöht. Über die eigene Machtlosigkeit verzweifelt und frustriert, haben sich in den letzten Monaten Dutzende von jungen Tibetern und Tibeterinnen selbst angezündet.</p><p>Das Auffangzentrum für tibetische Flüchtlinge in Dharamsala wirkt wie ausgestorben. Eine Gruppe junger Männer hört im Gemeinschaftsraum Radio. Ein paar Kinder rennen über die Wiesen zwischen den Wohnhäusern. In dem am Fusse des idyllischen indischen Bergstädtchens gelegenen Zentrum finden Tibeter nach einer beschwerlichen Flucht aus der Heimat erst einmal Unterschlupf, bevor sie auf verschiedene tibetische Gemeinden in Indien verteilt werden. Insgesamt könnten in dem Gebäudekomplex 500 Personen untergebracht werden, derzeit wohnen hier aber nur gerade 39 Männer, Frauen und Kinder.</p><p>Erschwerte Flucht</p><p>Das von den USA finanzierte neue Auffangzentrum war gebaut worden, um dem wachsenden Ansturm von Flüchtlingen gerecht zu werden. Seit seiner Eröffnung 2011 steht es jedoch weitgehend leer. Seit in den von China kontrollierten tibetischen Gebieten kurz vor den Olympischen Spielen in Peking im Frühjahr 2008 Unruhen ausbrachen, hat das Regime den Druck auf die ethnische Minderheit erhöht, und die Flucht ins Ausland ist ein heikles Unterfangen geworden. Die meisten Tibeter fliehen über den Himalaja nach Nepal und reisen von dort nach Indien weiter, wo ihr geistiges Oberhaupt, der Dalai Lama, lebt und wo ihnen seit Jahrzehnten unbürokratisch Aufnahme gewährt wird. Auf Druck Chinas hat Nepal die Kontrollen an der Grenze aber verschärft und seine konziliante Haltung gegenüber den Tibetern revidiert. Kamen vor 2008 über 3000 Flüchtlinge jährlich nach Dharamsala, sind es heute nur noch rund 500.</p><p>Das Risiko, auf der Flucht geschnappt, nach China deportiert und dort ins Gefängnis geworfen zu werden, sei mittlerweile sehr gross, erzählen Neuankömmlinge in dem Zentrum. Und mit der Gefahr seien auch die Kosten der Flucht gestiegen. Während es früher möglich gewesen sei, den tagelangen Fussmarsch über die Berge im Grenzgebiet auf eigene Faust zu schaffen, müssten heute Schlepper bezahlt werden, um Kontrollposten zu umgehen.</p><p>Rinchen* ist einer der wenigen Glücklichen, denen die Flucht trotz allem gelungen ist. Der 23-Jährige ist seit einer Woche in Dharamsala. Seine Reise in die Freiheit habe Monate gedauert, berichtet er. Bereits im Dezember habe er sein Dorf in der chinesischen Provinz Gansu verlassen. Er musste für die Flucht über 3000 Dollar bezahlen. Seine Familie sei bitterarm und habe sich verschuldet, um das Geld aufzubringen, sagt der junge Mann.</p><p>Düstere Perspektiven</p><p>Rinchens Angehörige waren wie viele in Tibet Nomaden und besassen ein paar Dutzend Yaks. Im Zuge eines breit angelegten staatlichen Programms wurden sie vor ein paar Jahren aber zwangsangesiedelt. Das der Familie zugeteilte Land war viel zu klein, als dass der Vater und die beiden Söhne darauf hätten arbeiten können, und so verdingte sich Rinchen eine Zeitlang als Tagelöhner. Er habe die Grundschule besucht, sagt der aufgeweckte junge Mann. Doch an den staatlichen Schulen werde nur in Chinesisch unterrichtet, und die Kinder lernten rein gar nichts über die Kultur und die Geschichte Tibets. Selbst wenn man gute Noten nach Hause bringe, habe man als Tibeter zudem kaum eine Chance, nach der Schule Arbeit zu finden. Gute Jobs bekämen nur die in den letzten Jahren in der Region massenhaft angesiedelten Chinesen. Sein Vater habe deshalb entschieden, ihn nach Indien zu schicken.</p><p>Viele der tibetischen Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche. Im Tibetan Children’s Village oberhalb von Dharamsala gehen derzeit 1800 Kinder zwischen 6 und 18 Jahren zur Schule. Die meisten von ihnen bleiben nach der Ausbildung in Indien und sehen ihre Familien nie wieder. Der 23-jährige Rinchen ist für das Children’s Village bereits zu alt, doch hat er gute Chancen, in eine der Mittelschulen für tibetische Flüchtlinge aufgenommen zu werden. Er wolle fleissig lernen und sein Wissen später einmal dazu einsetzen, dem tibetischen Volk zu helfen, erklärt er scheu.<br /> Diskriminierung und Gewalt</p><p>China hatte Tibet 1950 besetzt und 1965 das Autonome Gebiet Tibet als Verwaltungseinheit der Volksrepublik China geschaffen. Es umfasst nur etwa die Hälfte des tibetischen Kulturraumes. Die restlichen Gebiete sind Teil der chinesischen Provinzen Qinghai, Gansu, Sichuan und Yunnan. 1959 kam es zu einem ersten Aufstand der Tibeter, der von China blutig niedergeschlagen wurde. Der Dalai Lama musste mit Tausenden von Anhängern nach Indien flüchten. Ende der achtziger Jahre brachen erneut Aufstände aus, und zuletzt kam es 2008 zu grösseren Unruhen.</p><p>Die Lage in den tibetischen Gebieten sei heute so prekär wie nie zuvor, berichten Flüchtlinge. Laut Menschenrechtsorganisationen wurden 2008 über hundert Demonstranten getötet und Tausende von Mönchen, Nonnen und Laien verhaftet. Die Repression hat seither kaum nachgelassen. Die Volksarmee sei noch immer allgegenwärtig, berichtet Yeshi*, ein junger Flüchtling aus Ngaba in Sichuan. Selbst in abgelegenen Dörfern hätten die Sicherheitskräfte Schulen und andere öffentlichen Gebäude besetzt. Tibeter würden diskriminiert und schikaniert, sagt der 18-Jährige. Im letzten Jahr sei er mit ein paar Freunden auf der Strasse grundlos aufgegriffen und eine Nacht lang von Polizisten geschlagen und getreten worden. Früher habe er sich nicht für Politik interessiert, doch unter solchen Umständen werde jeder zum Nationalisten.</p><p>Tamding Tsering, der 1990 aus Tibet flüchten musste und für die Exilregierung in Dharamsala arbeitet, verfolgt die Entwicklungen in der Heimat seit Jahrzehnten. Er musste seine Frau und seine fünf Kinder zurücklassen und konnte diese sporadisch kontaktieren. In den letzten 15 Jahren sei der Lebensstandard in Tibet deutlich gestiegen, sagt der 61-Jährige. Die Menschenrechtslage habe sich im selben Zeitraum jedoch verschlechtert. Früher hätten die Tibeter noch mehr Freiheiten genossen. In den letzten zehn Jahren habe China die tibetische Kultur, Sprache und Religion aber systematisch zu zerstören begonnen. Nach 2008 sei die staatliche Kontrolle über Klöster ausgeweitet und seien regimekritische Mönche massenweise verhaftet und in Umerziehungslager gesteckt worden. Viele seien dabei unter anderem auch gezwungen worden, sich vom Dalai Lama loszusagen.</p><p>Das geistige Oberhaupt der Tibeter ist in Dharamsala allgegenwärtig. In jedem tibetischen Haus, Büro, Geschäft und Restaurant lächelt der 76-Jährige von den Wänden. In den von China kontrollierten Gebieten sei es nicht erlaubt, Bilder «Seiner Heiligkeit» (wie der Dalai Lama von den Tibetern genannt wird) aufzuhängen, sagt Rinchen. Doch jeder habe zu Hause irgendwo ein Bild von diesem versteckt, fügt er schmunzelnd hinzu. Alle Neuankömmlinge werden nach ihrer Ankunft in Dharamsala vom Dalai Lama persönlich zu einer Audienz empfangen. Rinchen sagt, es sei ein überwältigendes Erlebnis gewesen, diesen zu treffen. Es habe ihn aber auch sehr traurig gestimmt, dass den meisten Tibetern diese Erfahrung ein Leben lang verwehrt bleibe.<br /> Was bedeutet Freiheit?</p><p>Die Rückkehr des Dalai Lama ist eine der zwei Hauptforderungen der Tibeter. Die andere ist Freiheit. Doch an der Frage, was Freiheit genau heisst, scheiden sich die Geister. Für die einen bedeutet sie mehr Autonomie innerhalb Chinas, für die anderen Unabhängigkeit. Der Dalai Lama verfolgt seit Jahrzehnten eine Politik des «Mittelweges», die auf eine einvernehmliche Lösung mit China abzielt. Anstatt auf seine moderaten Forderungen einzugehen, verunglimpfen die Chinesen den Dalai Lama und seine «Clique» jedoch regelmässig als Staatsfeind und Terroristen. Kürzlich wurde er auf einer staatlichen Website gar als Nazi beschimpft, dessen Politik dem Holocaust Hitlers gleichkomme.</p><p>Die mangelnde Kompromissbereitschaft auf chinesischer Seite, die zunehmende Repression und der Versuch Chinas, die Tibeter auf internationalem Parkett zu isolieren, hat zu einer Radikalisierung in den Reihen der Exiltibeter geführt. Viele sehen den Sinn des gemässigten Kurses nicht mehr ein. «Der Mittelweg hat uns in fünfzig Jahren nichts gebracht», sagt Tenzin Chokey, Generalsekretärin des Tibetan Youth Congress in Dharamsala. «Für einen Dialog braucht es zwei Parteien. Doch China hat rein gar kein Interesse daran. Wir sollten uns deshalb auf den Kampf für die Unabhängigkeit konzentrieren.»</p><p>Auch in Tibet scheint diese härtere Linie an Unterstützung zu gewinnen. Die Neuankömmlinge im Auffangzentrum berichten übereinstimmend, dass eine Mehrheit der Tibeter heute einen eigenen Staat wolle. «Das politische Bewusstsein ist seit 2008 gewachsen», sagt die 40-jährige Dolma*, die mit ihrer kleinen Tochter aus Lhasa geflüchtet ist. «Die meisten Tibeter wollen mit den Chinesen nichts mehr zu tun haben.»</p><p>Da die Tibeter den Dalai Lama hoch verehren, tun sie sich schwer damit, seine Politik öffentlich zu kritisieren. Die Zeichen des Unmuts häufen sich allerdings. Eines der dramatischsten ist die wachsende Zahl von Selbstverbrennungen. Seit März letzten Jahres haben sich 34 junge Tibeter und Tibeterinnen selbst angezündet. 25 von ihnen sind an den Verbrennungen gestorben. Die grosse Mehrheit der Personen, die Suizid begehen, stammte aus der Stadt Ngaba (chinesisch Aba) in der Provinz Sichuan. Viele waren Mönche aus dem lokalen Kirti-Kloster. Ngaba war einer der Unruheherde 2008 gewesen, und die Armee hatte in der Stadt ungewöhnlich hart durchgegriffen.<br /> Märtyrer und Volkshelden</p><p>Obwohl das Internet und das Mobilfunknetz in der Region um Ngaba seit 2008 über weite Strecken ausgeschaltet waren, gelangt regelmässig Beweismaterial über die Eskalation dort an die Öffentlichkeit. Ein mit einem Mobiltelefon aufgezeichnetes Video, das vor kurzem publik wurde, zeigt die Selbstverbrennung des 22-jährigen Lopsang Jamyang. Der junge Nomade hatte sich im Januar vor dem Kirti-Kloster mit Benzin übergossen und angezündet.</p><p>Auf dem Video ist zu sehen, wie Lopsang lichterloh brennend über den Platz vor dem Kloster rennt und nach Freiheit für Tibet schreit. Die herbeigeeilten Polizisten schlagen mit Stöcken auf den jungen Mann ein und machen keinerlei Anstalten, das Feuer zu löschen. Ein Freund von Lopsang, der den Vorfall beobachtete, hat berichtet, dass dieser noch lebend in einem Polizeiauto weggefahren worden sei. Im Spital ist er jedoch nie aufgetaucht, weil die Behörden offenbar Unruhen befürchteten. Nach offiziellen Angaben erlag der junge Mann zwei Tage später seinen Verbrennungen. Die Familie hat den Leichnam nie zu Gesicht bekommen. Ihr wurde nur eine Urne überreicht.</p><p>Tashi*, ein enger Freund des Verstorbenen, der seit zwei Jahren in Dharamsala studiert, erzählt, Lopsang Jamyang sei über das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte 2008 schockiert gewesen und damals zum Aktivisten geworden. «Ich bin sehr traurig über seinen Tod, aber auch unheimlich stolz auf ihn», sagt der 21-Jährige. Helden wie Lopsang zeigten den Tibetern, dass es Möglichkeiten gebe, sich aufzulehnen.</p><p>Die jungen Tibeter, die zu solch drastischen Massnahmen gegriffen haben, werden in Dharamsala als Märtyrer verehrt. Überall in dem Bergstädtchen hängen Poster zu ihren Ehren. An diesem Nachmittag sind zwei neue Selbstverbrennungen bekanntgeworden, und kurz nach Sonnenuntergang steht das Bergstädtchen für kurze Zeit still. In den engen Gässchen stehen Mönche in dunkelroten Roben betend neben Geschäftsleuten und Touristen mit Kerzen in den Händen. Der Buddhismus verbiete Gewalt gegen andere und sich selbst, gesteht ein älterer Mönch ein, der zur Mahnwache für die Opfer gekommen ist. Diese hätten sich aber nicht aus egoistischen Gründen umgebracht, sondern aus Liebe für ihr Volk, und Selbstaufopferung für eine höhere Sache habe im Buddhismus Tradition.</p><p>Auf politischer Seite herrscht etwas mehr Unbehagen über die Selbstverbrennungen. Zum einen haben diese international viel Aufmerksamkeit erregt und sind deshalb nicht unwillkommen. Zum anderen sind sie aber auch ein Beweis für das Scheitern der Politik und kommen für die im letzten Jahr ernannte neue Exilregierung unter Lobsang Sangay eher ungelegen.<br /> Politische Sackgasse</p><p>Die sogenannte Central Tibetan Administration hat die Taten deshalb weder explizit gutheissen noch verurteilt. Die «Aussenministerin» Dicki Chhoyang sagt, für die Selbstverbrennungen sei allein China mit seiner repressiven Politik verantwortlich. Chhoyang gesteht allerdings ein, dass die Suizide für ihre Regierung eine Herausforderung darstellten. Die junge Generation in Tibet sei offenbar frustriert und habe deutlich gemacht, dass es so nicht weitergehen könne. Dennoch will Chhoyang am eingeschlagenen Kurs festhalten. Früher oder später müsse China Konzessionen machen. Wenn es zu einer starken Weltmacht werden wolle, könne es sich längerfristig keine kostspieligen inneren Konflikte leisten. Die Exilregierung hoffe, dass sich die Lage nach dem bevorstehenden Führungswechsel in Peking wieder etwas entspannen werde.</p><p>Viele in Dharamsala haben jedoch genug von friedlichem Widerstand. Die Selbstverbrennungen seien ein Hinweis darauf, dass die Tibeter nicht mehr unter chinesischer Herrschaft leben wollten, sagt Tenzin Chokey von Tibetan Youth Congress, der für eine härtere Gangart plädiert. Um der Kritik in den eigenen Reihen Rechnung zu tragen, hat die Exilregierung für September eine grosse Versammlung einberufen, an der Delegierte aus aller Welt über die jüngsten Entwicklungen beraten sollen. Falls sich der Dalai Lama – der im letzten Jahr alle politische Verantwortung abgetreten hat und offiziell «nur» noch religiöses Oberhaupt der Tibeter ist – tatsächlich aus der Debatte heraushält, könnten sich diesmal durchaus radikalere Stimmen durchsetzen, und der Konflikt zwischen China und den Tibetern könnte sich dadurch weiter verschärfen.<br /> * Name auf Wunsch des Gesprächspartners geändert.</p><p><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/selbstverbrennung-als-waffe-des-widerstands_1.16944438.html" target="_blank">Zum NZZ-Artikel</a></p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/tibetfocuscom/~4/xXUU4jxXY54" height="1" width="1"/>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/20/selbstverbrennung-als-waffe-des-widerstands-dutzende-von-tibetern-haben-sich-auf-spektakulare-weise-das-leben-genommen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> <feedburner:origLink>http://tibetfocus.com/2012/05/20/selbstverbrennung-als-waffe-des-widerstands-dutzende-von-tibetern-haben-sich-auf-spektakulare-weise-das-leben-genommen/</feedburner:origLink></item> <item><title>Samstag, 26. Mai 2012, ab 13.00 Uhr: Europäische Solidaritätsveranstaltung für Tibet auf dem Heldenplatz in Wien — Presseberichte — EU-Delegation in Tibet gefordert</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/tibetfocuscom/~3/PUH8k8JY4-E/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/20/samstag-26-mai-2012-europaische-solidaritatsveranstaltung-fur-tibet-in-wien/#comments</comments> <pubDate>Sun, 20 May 2012 04:20:23 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8725</guid> <description><![CDATA[  Die GSTF hat Frau Migmar Dhakgyel für eine befristete Zeit angestellt, damit sie die Vorbereitungsarbeiten für die Solidaritätskundgebung in Wien unterstützen kann. Seit einer Woche befindet sich Migmar Dhakgyel in Oesterreich, wo sie Flyers verteilt, Posters anbringt, an Anlässen Seiner Heiligkeit teilnimmt, um so die osterreichische Bevölkerung zur Teilnahme an der Solidaritätskungebung aufzufordern. Im [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://tibetfocus.com/2012/05/20/samstag-26-mai-2012-europaische-solidaritatsveranstaltung-fur-tibet-in-wien/viennaprog1/" rel="attachment wp-att-8892"><img class=" wp-image-8892" title="ViennaProg1" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2012/05/ViennaProg1.jpg" alt="" width="529" height="753" /></a></p><p> </p><p>Die GSTF hat Frau Migmar Dhakgyel für eine befristete Zeit angestellt, damit sie die Vorbereitungsarbeiten für die Solidaritätskundgebung in Wien unterstützen kann.<br /> Seit einer Woche befindet sich Migmar Dhakgyel in Oesterreich, wo sie Flyers verteilt, Posters anbringt, an Anlässen Seiner Heiligkeit teilnimmt, um so die osterreichische Bevölkerung zur Teilnahme an der Solidaritätskungebung aufzufordern.</p><p><iframe width="425" height="349" src="http://player.vimeo.com/video/42485051?autoplay=1" frameborder="0"></iframe><br /> <strong><span style="color: #ff0000;"><a href="https://vimeo.com/42485051" target="_blank"><span style="color: #ff0000;">Im Video sieht man Migmar Dhakyel in Aktion in Klagenfurt.</span></a></span></strong></p><p>Vor dem Eintreffen Seiner Heiligkeit erhielt sie die Gelegenheit, auf die Europäische Solidaritätskundgebung in Wien hinzuweisen.</p><p><strong> <a title="www.europefortibet.com" href="http://www.europefortibet.com/" target="_blank">www.europefortibet.com</a></strong></p><p><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/ZmMIS9poLw8?autoplay=1&amp;hd=1" frameborder="0"></iframe></p><p><a href="http://europefortibet.com/wp-content/uploads/2012/05/HR_Crisis_Report.pdf" target="_blank">Report über Menschenrechtsverletzungen in Tibet (engl.)</a></p><p>Vienna online, 15.5.12, <span style="color: #ff0000;"><strong>Besuch des Dalai Lama: EU-Delegation in Tibet gefordert</strong></span></p><p>Anlässlich des Besuches des Dalai Lamas fordern heimische Tibeter-Organisationen, sich zur “repressiven Politik in Tibet” zu äussern. So auch Unterstützer Hubert von Goisern. Zudem solle eine EU-Delegation nach Tibet reisen, um sich selbst ein Bild von der sich “drastisch verschlechternden Situation” zu machen, so der Tenor bei der Pressekonferenz am Dienstag in Wien.</p><p>Auch der langjährige Tibet-Unterstützer Hubert von Goisern zeigte sich “frustriert”, dass bei der Selbstbestimmung der Tibeter sogar “Rückschritte” gemacht werden. Während seiner Schilderungen über eine kürzlich erfolgte Reise in die Region war der Alpenrocker den Tränen nahe: “Es ist sowas von absurd”.</p><p>Er schäme sich ausserdem “seit Jahrzehnten” für die heimischen Politikern und deren “Umgang mit dem Problem des Status Tibets”.</p><p>Bundespräsident Fischer trifft nicht auf den Dalai Lama</p><p>Einen Seitenhieb gab es für Bundespräsident Heinz Fischer, der als “deklarierter Freund Chinas”, wie ihn der Sänger nannte, ein Treffen mit dem Dalai Lama verweigere. Es wäre ihm lieber, wenn sich der “Bundespräsident einbringen würde”, er sitze hier, weil es Fischer nicht tue, so von Goisern.</p><p>Elisabeth Zimmermann, Obfrau von Save Tibet, erwähnte in diesem Zusammenhang ihre “frustrierende und eigentlich beschämende Korrespondenz” mit dem Staatsoberhaupt im Zuge des Besuches, aber auch anlässlich der Selbstverbrennungen von tibetischen Mönchen. Ihre Organisation habe Fischer mehrmals aufgefordert, den Dalai Lama im Rahmen seines Wien-Besuches (25. bis 27. Mai) zu treffen, dieser habe jedoch “immer wieder abgelehnt”.</p><p>Öffentliche Kundgebung für Tibet am 26. Mai in Wien</p><p>Zahlreiche tibetische Organisationen, darunter die Tibeter Gemeinschaft in Österreich (TGÖ), Save Tibet und die Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft, organisieren am 26. Mai eine öffentliche “Europäische Solidaritätskundgebung für Tibet”, um ihre Forderungen an eine breite Öffentlichkeit und die Politik zu transportieren. Highlight der Veranstaltung ist eine Rede des tibetischen Oberhauptes sowie eine des tibetischen Exil-Premiers Lobsang Sangay. Zudem wird Hubert von Goisern auftreten. Auch einige Politiker seien eingeladen worden, um öffentlich zu sprechen; Namen wollte das Organisationskomitee jedoch noch keine nennen.</p><p>Neben der “verstärkten internationalen Aufmerksamkeit” nannte Migmar Raith, Mitglied des Organisationskomitees und Präsident der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft, die Schaffung eines EU-Sonderkoordinators für tibetische Angelegenheiten als eine weitere Forderung.</p><p>Laut einem Bericht der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) betreffen die Hauptprobleme in Tibet die Situation der Nomaden (fast die Hälfte aller in Tibet lebenden, Anm.), die von der chinesischen Regierung “ghettoisiert und zwanghaft angesiedelt” werden, aber auch die Religionsfreiheit habe insbesondere in Osttibet (ausserhalb der derzeitigen Autonomen Region Tibet, Anm.) stark abgenommen.</p><p> </p><p>Seit Monaten verfolgen der GSTF-Vorstand mit grosser Bestürzung und Trauer die derzeitigen Entwicklungen in Tibet.</p><p>Auf das brutale Vorgehen der chinesischen Sicherheitskräfte (willkürliche Verhaftungen und Erschiessungen, Umerziehungsmethoden, Isolierung von der Aussenwelt) haben die westlichen Regierungen nur zaghaft reagiert. Die Berichterstattungen der westlichen Medien waren kläglich.</p><p>Die GSTF und der VTJE haben es darum als dringlich erachtet, eine <a href="http://www.europefortibet.com" target="_blank">europäische Solidaritätsveranstaltung für Tibet </a>zu organisieren.</p><p>Wir freuen uns darüber, dass Seine Heiligkeit der Dalai Lama die Kundgebung mit seiner Anwesenheit beehren wird. Kalon Tripa Lobsang Sangay hat ebenfalls zugesagt, an der Kundgebung eine Ansprache im Namen der tibetischen Zentralverwaltung zu halten.</p><p>Die Planung und Umsetzung der Solidaritätskundgebung wird in den nächsten Tagen in die Hand genommen. Der GSTF-Vorstand wird laufend informieren.</p><p>Also schon mal den 26. Mai 2012 zu reservieren.<br /> Böd Gyalo!!</p><p> </p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Medienmitteilung der Gesellschaft für bedrohte Völker</strong></span></p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Vor dem Europabesuch des Dalai Lama: Neuer GfbV-Bericht dokumentiert dramatische Menschenrechtslage in Tibet</strong></span></p><p>Bern/Göttingen, 10. Mai 2012</p><p>Anlässlich des bevorstehenden Europa-Besuchs des Dalai Lama und der Europäischen Solidaritätskundgebung für Tibet veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) heute Donnerstag einen neuen Hintergrundbericht zur Menschenrechtslage in Tibet. Die Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger wird den Report am Mittag der britischen Regierung in London übergeben. Europa wird darin eindringlich zum Handeln aufgefordert.</p><p>Das religiöse Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, kommt am 16. Mai nach Europa. Er wird Slowenien, Österreich, und Grossbritannien besuchen und um mehr Hilfe für Tibet bitten. Ein neuer Hintergrundbericht der GfbV legt die Dringlichkeit der benötigten Hilfe schonungslos dar. Der Report dokumentiert die permanente Einmischung der Kommunistischen Partei in Fragen des tibetischen Buddhismus, die Zwangsansiedlung von bis zu zwei Millionen Nomaden, die Niederschlagung des Protests gegen umstrittene Bergbauprojekte, die systematische Verdrängung der tibetischen Sprache sowie unfaire Gerichtsverfahren.</p><p>Als besonderes Alarmzeichen bewerten die Autoren des Reports die wachsende Zahl von Selbstverbrennungen von Tibetern, die aus Protest gegen Chinas Tibet-Politik den Freitod wählen. Mindestens 35 Tibeterinnen und Tibeter legten bereits Hand an sich, 27 Menschen starben bei den Selbstmordversuchen.</p><p>Die bekannte und mehrfach ausgezeichnete Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger, welche seit vielen Jahren für Menschenrechtsorganisationen tätig ist, übergibt den Hintergrundbericht heute Donnerstag der britischen Regierung in London. Nachdrücklich werden die Regierungen Europas darin aufgefordert, eine europäische Delegation nach Tibet zu entsenden und einen Tibet-Koordinator der EU einzusetzen.</p><p>Diese Schritte sind dringend angebracht, da seit Frühjahr 2008 die Menschenrechtsverletzungen in Tibet dramatisch eskaliert. 1134 Tibeterinnen und Tibeter wurden aus politischen Gründen festgenommen, wobei 527 Häftlinge nach wie vor unter schwierigsten Bedingungen festgehalten werden. Die Apelle des UNO-Komitees gegen Folter, welche China aufforderten, die Menschenrechte der Inhaftierten zu wahren, verhalten leider ohne eine Wirkung zu erzielen. Europa steht deswegen umso stärker in der Pflicht, seine Verantwortung wahrzunehmen.</p><p>Weitere Informationen: Ulrich Delius, GfbV-Asienspezialist, Tel. ++49 160 95 67 14 03</p><p> </p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/tibetfocuscom/~4/PUH8k8JY4-E" height="1" width="1"/>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/20/samstag-26-mai-2012-europaische-solidaritatsveranstaltung-fur-tibet-in-wien/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>7</slash:comments> <feedburner:origLink>http://tibetfocus.com/2012/05/20/samstag-26-mai-2012-europaische-solidaritatsveranstaltung-fur-tibet-in-wien/</feedburner:origLink></item> <item><title>Harte Gangart gegenüber NGOs: China zwingt tibetische NGOs zur Registrierung, sonst droht ihnen die Schliessung</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/tibetfocuscom/~3/p4rcFC5YoqM/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/19/harte-gangart-gegenuber-ngos-china-zwingt-tibetische-ngos-zur-registrierung-sonst-droht-ihnen-die-schliessung/#comments</comments> <pubDate>Sat, 19 May 2012 12:36:48 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Schweiz]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8949</guid> <description><![CDATA[phayul.com, 3. Mai 2012 - Als Reaktion auf die Welle der Selbstverbrennungen und der Massenproteste in Tibet führt China immer mehr und neue Massnahmen ein, die das tibetische gesellschaftliche und kulturelle Gefüge im Innersten treffen. So gaben die Behörden in der TAP Kardze vergangenen Monat bekannt, dass alle Nicht-Regierungs-Organisationen in der Gegend sich unter bestimmten [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>phayul.com, 3. Mai 2012 -</p><p>Als Reaktion auf die Welle der Selbstverbrennungen und der Massenproteste in Tibet führt China immer mehr und neue Massnahmen ein, die das tibetische gesellschaftliche und kulturelle Gefüge im Innersten treffen.</p><p>So gaben die Behörden in der TAP Kardze vergangenen Monat bekannt, dass alle Nicht-Regierungs-Organisationen in der Gegend sich unter bestimmten Kriterien registrieren lassen müssten, andernfalls würden sie als illegal betrachtet.</p><p>Wie das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie in Dharamsala mitteilte, müssen sich der Bestimmung vom 26. April zufolge alle sozialen NGOs bis zum 31. Mai bei dem Amt für Bürger-Angelegenheiten eintragen lassen.</p><p>„Die NGOs in der Präfektur Kardze bekommen die Registrierung nur, wenn sie die von der Regierung vorgeschriebenen Kriterien erfüllen“, heisst es beim TCHRD.</p><p>In der in den Ganzi Daily News veröffentlichten Bekanntmachung heisst es weiter, die zuständigen staatlichen Stellen würden „die Natur und die Tätigkeiten“ der NGOs untersuchen, und wenn diese die Voraussetzungen für eine Registrierung nicht erfüllten, würden sie geschlossen.</p><p>Die chinesischen Behörden erklärten weiterhin, die neue Registrierungspolitik diene zur Wahrung „der legitimen Rechte und Interessen“ gesellschaftlicher Organisationen und zur „Aufrechterhaltung der sozialen Stabilität“.</p><p>Die Region Kardze verzeichnete in letzter Zeit eine beachtliche Zunahme bei tibetischen Basis-Organisationen, die auf dem Gebiet der Bildung, Religion, dem Umweltschutz und der Wohlfahrt tätig sind. Die tibetischen Gemeinden profitierten ungeheuer von diesen NGOs, denn es ging hauptsächlich um die Schaffung von Altenheimen, Schulen und Bemühungen zum Schutz der Umwelt.</p><p>„Die chinesische Regierung stuft diese Aktivitäten tibetischer NGOs jedoch als politisch sensibel ein“, sagte das TCHRD. „Für die chinesische Regierung ist jede Aktivität, bei der eine grössere Zahl von Tibetern involviert ist, selbst wenn sie völlig apolitisch und nur auf das Wohl der lokalen Gemeinschaft ausgerichtet ist, von politischer Natur“.</p><p>In der Vergangenheit gab es viele Fälle, wo tibetische NGOs von den Behörden für illegal erklärt und geschlossen und ihre Mitglieder festgenommen wurden.</p><p>Am 2. April verfügten die chinesischen Behröden in Kardze die Schliessung einer seit zwei Jahrzehnten bestehenden tibetischen Schule, die Unterricht in tibetischer Sprache und Kultur anbot und besonderen Wert darauf legte, dass die Schüler reines Tibetisch sprechen. Und der Rektor der Schule Nyendak sowie der Lehrer Yama Tsering wurden vom Public Security Bureau festgenommen (1).</p><p>Und am 14. April zwangen die Behörden die tibetische Vereinigung „Da-yul Thundun Tsogpa“, die sich der Schlichtung von Disputen und der Förderung von Einheit und Harmonie unter den Tibetern widmete, ihre Aktivitäten einzustellen. Daraufhin kam es zu einer grossen Protestaktion, viele Tibeter mussten ins Krankenhaus gebracht werden, über 33 sind noch im Gewahrsam.</p><p>Mitte Februar wurde auch eine Umweltschutzorganisation von Tawu gewaltsam aufgelöst, und vier ihrer Mitglieder festgenommen. Diese Gruppe hatte sich gegen den übermässigen Bergbau, die Abholzung, das Fischen in heiligen Gewässern und den Schmuggel mit Wildtier-Produkten gewandt (2).</p><p>(1) 19. April 2012, <a href="http://http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2012/Kardze-Schule_19.4.html" target="_blank">„Tibetische Privatschule in Kardze geschlossen, zwei Lehrer festgenommen</a>“</p><p>(2) 23. April 2012. <a href="http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2012/DathamaAssociationclosed_23.4.html" target="_blank">„Festnahmen, Schläge nach Schliessung einer Gesellschaft in Kardze“</a></p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)<br /> Arbeitsgruppe München</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/tibetfocuscom/~4/p4rcFC5YoqM" height="1" width="1"/>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/19/harte-gangart-gegenuber-ngos-china-zwingt-tibetische-ngos-zur-registrierung-sonst-droht-ihnen-die-schliessung/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> <feedburner:origLink>http://tibetfocus.com/2012/05/19/harte-gangart-gegenuber-ngos-china-zwingt-tibetische-ngos-zur-registrierung-sonst-droht-ihnen-die-schliessung/</feedburner:origLink></item> <item><title>Verschärfung des Haftregimes: Verwandtenbesuche für Häftlinge in der TAR nicht mehr erlaubt</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/tibetfocuscom/~3/9TkaQsygZFM/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/19/verscharfung-des-haftregimes-verwandtenbesuche-fur-haftlinge-in-der-tar-nicht-mehr-erlaubt/#comments</comments> <pubDate>Sat, 19 May 2012 12:31:38 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Tibet]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8947</guid> <description><![CDATA[tibet.net, 3. Mai 2012 - Wie aus Tibet verlautet, erging im März 2012 an die Gefängnisse und Haftzentren in der Autonomen Region Tibet eine interne Anordnung, der zufolge für alle Gefangenen der bisher übliche Besuch durch ihre Freunde und Verwandten abgeschafft wird. In der Anordnung wird auch betont, dass die Aufsicht in den Gefängnissen strenger [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>tibet.net, 3. Mai 2012 -</p><p>Wie aus Tibet verlautet, erging im März 2012 an die Gefängnisse und Haftzentren in der Autonomen Region Tibet eine interne Anordnung, der zufolge für alle Gefangenen der bisher übliche Besuch durch ihre Freunde und Verwandten abgeschafft wird.</p><p>In der Anordnung wird auch betont, dass die Aufsicht in den Gefängnissen strenger gehandhabt werden müsse. Alle Gefängniswärter wurden angewiesen, die Bewegungen tibetischer Häftlinge genauestens zu verfolgen.</p><p>Anwälte und Rechtsberater der Häftlinge benötigen eine Sondergenehmigung vom Gefängnisdirektor, aber auch dann dürfen sie ihre Mandanten nur für eine begrenzte Zeitspanne und nur zur Besprechung ihres Falles treffen.</p><p>Die Gründe für diese verschärften Gefängnisbestimmungen seien die öffentliche Sicherheit und das Wohl der Bürger von Lhasa. Die meisten Haftzentren und Gefängnisse in der TAR liegen im Nordwesten von Lhasa. Sie wurden um 1983 in grosser Eile gebaut und werden seitdem für die geheime Inhaftierung politischer Gefangener und Dissidenten genutzt.</p><p>Viele angesehene Mönche aus den drei grossen Klöstern um Lhasa, die im Laufe der Zeit festgenommen wurden, befinden sich in diesen Haftanstalten und werden dort gefoltert.</p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)<br /> Arbeitsgruppe München</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/tibetfocuscom/~4/9TkaQsygZFM" height="1" width="1"/>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/19/verscharfung-des-haftregimes-verwandtenbesuche-fur-haftlinge-in-der-tar-nicht-mehr-erlaubt/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> <feedburner:origLink>http://tibetfocus.com/2012/05/19/verscharfung-des-haftregimes-verwandtenbesuche-fur-haftlinge-in-der-tar-nicht-mehr-erlaubt/</feedburner:origLink></item> <item><title>Dalai Lama am Flughafen Klagenfurt: Enthusiasmus und Optimismus bewahren!</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/tibetfocuscom/~3/NM5K_bmRAaQ/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/18/dalai-lama-am-flughafen-klagenfurt-enthusiasmus-und-optimismus-bewahren/#comments</comments> <pubDate>Fri, 18 May 2012 08:37:11 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Dalai Lama]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8943</guid> <description><![CDATA[Kurier, 17.05.2012 - Trotz aller Probleme müssten sich die Menschen Enthusiasmus und Optimismus bewahren, sagte der Dalai Lama bei seiner Ankunft am Donnerstag am Flughafen Klagenfurt. Der kleine Flughafen in Klagenfurt mutierte am Donnerstag zum “großen Bahnhof”: Der 14. Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der Tibeter, landete mit rund 45 Minuten Verspätung nach einem 13 [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Kurier, 17.05.2012 -</p><p>Trotz aller Probleme müssten sich die Menschen Enthusiasmus und Optimismus bewahren, sagte der Dalai Lama bei seiner Ankunft am Donnerstag am Flughafen Klagenfurt.</p><a href='http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2012/05/DLinKaernten0512_Kurier2.jpg' class="lightview" data-lightview-group="group-8943" data-lightview-options="skin: 'dark', controls: 'relative', padding: '10', shadow: { color: '#000000', opacity: 0.08, blur: 3 }" title='DLinKaernten0512_Kurier2' data-lightview-title="DLinKaernten0512_Kurier2"><img width="150" height="150" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2012/05/DLinKaernten0512_Kurier2-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="DLinKaernten0512_Kurier2" title="DLinKaernten0512_Kurier2" /></a> <a href='http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2012/05/DLinKaernten0512_Kurier.jpg' class="lightview" data-lightview-group="group-8943" data-lightview-options="skin: 'dark', controls: 'relative', padding: '10', shadow: { color: '#000000', opacity: 0.08, blur: 3 }" title='DLinKaernten0512_Kurier' data-lightview-title="DLinKaernten0512_Kurier"><img width="150" height="150" src="http://tibetfocus.com/wp-content/uploads/2012/05/DLinKaernten0512_Kurier-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="DLinKaernten0512_Kurier" title="DLinKaernten0512_Kurier" /></a><p>Der kleine Flughafen in Klagenfurt mutierte am Donnerstag zum “großen Bahnhof”: Der 14. Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der Tibeter, landete mit rund 45 Minuten Verspätung nach einem 13 Minuten Flug aus Marburg kommend um 14.18 Uhr. Er kam im Privatjet der Goldeck-Flug, einer Hawker 800 XP, zu seinem bisher längsten Österreich-Aufenthalt. Einige Dutzend Besucher winkten Seiner Heiligkeit von der Flughafenterrasse zu, als er seinen Kopf keck aus der Ausstiegsluke steckte.</p><p>Begrüßt wurde der Friedensnobelpreisträger von Landeshauptmann Gerhard Dörfler mit dem Dalai Lama-Zitat “Verstehen wir einander, so entwickeln wir auf natürliche Weise Achtung voreinander”. Landesrat Harald Dobernig sowie die Bürgermeistern Christian Scheider (Klagenfurt) und Josef Ofner (Hüttenberg) waren dabei, als weiße Schals (Kathas) ausgetauscht wurden. Auch Geshe Tenzin Dhargye, Vertrauter des Dalai Lama und Direktor des Tibetzentrums Hüttenberg, war beim Empfangskomitee.</p><p>“Ich bin sehr glücklich, wieder hier zu sein”, rief er den wartenden Journalisten zu. “In Österreich scheint die Kluft zwischen Arm und Reich noch nicht so groß zu sein wie anderswo.” Die Gemeinsamkeit von seinem Exil in Tibet und Österreich beschrieb der Dalai Lama so: “Wir sind beide Bergvölker.”</p><p>Dann ging er zur Stadtkapelle Feldkirchen, die den “Kärntner Liedermarsch” und die “Sportfanfare” intonierte, schnappte sich den Dirigentenstab und dirigierte lachend für die Fotografen, ehe er eine Klarinettistin beinahe aus dem Konzept brachte, indem er immer wieder auf ihr Instrument klopfte.</p><p>“Ich werde mich immer an Heinrich Harrer erinnern”, sagte der Dalai Lama noch. Dann ging es im Polizeikonvoi ins rund 40 Kilometer entfernte Hüttenberg, der Heimatgemeinde des Bergsteigers und Abenteurers Heinrich Harrer ( 2006), seines Lehrers und Freundes. Harrer wäre heuer im Juli 100 Jahre alt geworden.</p><p>In Knappenberg oberhalb von Hüttenberg segnete Seine Heiligkeit das im Rohbau befindliche Gästehaus, das künftig auch das Tibetzentrum beherbergen wird.</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/tibetfocuscom/~4/NM5K_bmRAaQ" height="1" width="1"/>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/18/dalai-lama-am-flughafen-klagenfurt-enthusiasmus-und-optimismus-bewahren/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> <feedburner:origLink>http://tibetfocus.com/2012/05/18/dalai-lama-am-flughafen-klagenfurt-enthusiasmus-und-optimismus-bewahren/</feedburner:origLink></item> <item><title>Touristen in Tibet: Einreise nach Tibet nur noch für Gruppen</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/tibetfocuscom/~3/YhdSuwhMjGc/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/18/touristen-in-tibet-einreise-nach-tibet-nur-noch-fur-gruppen/#comments</comments> <pubDate>Fri, 18 May 2012 05:02:54 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Tibet]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8918</guid> <description><![CDATA[Relevant (A), 14.5.12 - Einzelpersonen können künftig nicht mehr in Tibet einreisen. Die Einreisegenehmigungen, die sogenannten TAR Permits, würden bis auf Weiteres nur noch für Gruppen ab vier Personen erteilt, teilte das Auswärtige Amt in Berlin unter Berufung auf das Aussenamt der Autonomen Region Tibet mit. Dort müssen Touristen auch die Einreisegenehmigung beantragen. Möglich ist [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Relevant (A), 14.5.12 -<br /> Einzelpersonen können künftig nicht mehr in Tibet einreisen. Die Einreisegenehmigungen, die sogenannten TAR Permits, würden bis auf Weiteres nur noch für Gruppen ab vier Personen erteilt, teilte das Auswärtige Amt in Berlin unter Berufung auf das Aussenamt der Autonomen Region Tibet mit.</p><p>Dort müssen Touristen auch die Einreisegenehmigung beantragen. Möglich ist das auch über das tibetische Reisebüro in Peking oder andere chinesische Reisebüros.</p><p><strong><span style="color: #ff0000;">Ein Kommentar von Petra aus China :</span></strong></p><div>Eingereicht am <a href="http://tibetfocus.com/2012/05/16/samstag-26-mai-2012-europaische-solidaritatsveranstaltung-fur-tibet-in-wien/comment-page-1/#comment-924">18.05.2012 um 04:06</a></div><p>Ich bin zur Zeit in China mit einem 1-Jahres Visum und beab­sich­tige Anfang Juni nach Tibet zu rei­sen. Bis­her wird die Ein­reise (das spe­zi­elle dazu not­wen­dige Tibet-Visa) nicht aus­ge­stellt.<br /> Erst wurde eine mög­li­che Ein­reise nur ab Mai zuge­sagt. Angeb­lich wer­den im März und April keine Visa aus­ge­stellt.<br /> Dann hieß es es müs­sen min. 4 Visa (also als Gruppe) bean­tragt wer­den. Jetzt wer­den zwar Ein­rei­se­an­träge ange­nom­men, aber nicht bear­bei­tet. Grund die Situa­tion in Europa und hier spe­zi­ell der Emp­fang des Dalai Lama in Großbritanien.</p><p>Wir wer­den heute wohl unse­ren Urlaub in China neu pla­nen müs­sen — ohne Tibet. Das chi­ne­si­sche Rei­se­büro macht uns keine Hoffnung.</p><p>Die Situa­tion ist für fast alle west­li­chen Aus­län­der und auch Aus­tra­lier gleich.</p><p> </p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/tibetfocuscom/~4/YhdSuwhMjGc" height="1" width="1"/>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/18/touristen-in-tibet-einreise-nach-tibet-nur-noch-fur-gruppen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> <feedburner:origLink>http://tibetfocus.com/2012/05/18/touristen-in-tibet-einreise-nach-tibet-nur-noch-fur-gruppen/</feedburner:origLink></item> <item><title>Dalai Lama in Europa: China empört über Treffen mit Premier Cameron</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/tibetfocuscom/~3/iOtZkQ0hIfw/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/15/dalai-lama-in-europa-china-emport-uber-treffen-mit-premier-cameron/#comments</comments> <pubDate>Tue, 15 May 2012 05:03:31 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[Dalai Lama]]></category> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8920</guid> <description><![CDATA[Focus, 15.5.12 - China kritisiert das Zusammentreffen des britischen Premiers Cameron mit dem Dalai Lama. Das geistliche Oberhaupt erhielt in London den weltweit höchst dotierten Templeton-Preis für seine spirituellen Verdienste. Das Treffen zwischen Cameron und dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter sei eine „schwerwiegende Einmischung in die inneren Angelegenheiten“ Chinas und ein „Affront für das chinesische [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Focus, 15.5.12 -</p><p>China kritisiert das Zusammentreffen des britischen Premiers Cameron mit dem Dalai Lama. Das geistliche Oberhaupt erhielt in London den weltweit höchst dotierten Templeton-Preis für seine spirituellen Verdienste.</p><p>Das Treffen zwischen Cameron und dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter sei eine „schwerwiegende Einmischung in die inneren Angelegenheiten“ Chinas und ein „Affront für das chinesische Volk“, sagte der chinesische Aussenamtssprecher Hong Lei am Dienstag in Peking. Cameron war mit dem Dalai Lama zusammengekommen, bevor dieser in London für seinen Beitrag zur Spiritualität mit dem hochdotierten Templeton-Preis ausgezeichnet wurde (rund 1,25 Millionen Euro).</p><p>Die chinesische Regierung protestiert regelmässig, wenn der Dalai Lama von anderen Regierungen empfangen wird. Das Treffen Camerons mit dem Dalai Lama am Montag, an dem auch Camerons Stellvertreter Nick Clegg teilnahm, war protokollarisch nicht als offizieller Empfang eingestuft. Dennoch forderte der chinesische Aussenamtssprecher Grossbritannien auf, den entstandenen „Schaden“ wieder gut zu machen. Die Preisverleihung an den Dalai Lama erfolgte vor mehr als 2000 Menschen in der Londoner St. Paul´s Kathedrale. Das Treffen mit Cameron und Clegg fand zuvor statt.</p><p>Der Dalai Lama lebt seit 1959 in Indien im Exil. China wirft dem geistlichen Oberhaupt vor, von dort aus die Abspaltung Tibets von China zu betreiben. Seit Anfang 2011 zündeten sich 34 Tibeter, viele von ihnen buddhistische Mönche und Nonnen, selbst an, um gegen die chinesische Herrschaft in Tibet zu protestieren. Peking hatte Tibet 1951 besetzt.</p><p>Rheinische Post, 14.5.12 — 1,4-Millionen-Euro-Auszeichnung: Dalai Lama mit Templeton-Preis ausgezeichnet</p><p>London (RPO). Der Dalai Lama ist am Montag in London für seinen Beitrag zur Spiritualität mit dem hochdotierten Templeton-Preis ausgezeichnet worden.</p><p>Das geistliche Oberhaupt der Tibeter habe die mit 1,1 Millionen Pfund (1,4 Millionen Euro) dotierte Auszeichnung für seine Förderung “ernsthafter wissenschaftlicher Untersuchungen der Kraft des Mitgefühls” erhalten, erklärten die Organisatoren. Der 76-jährige Mönch kündigte an, 1,16 Millionen Euro für die Arbeit der Kinderhilfsorganisation Save the Children in Indien zu spenden.</p><p>“Unsere echte Hoffnung ist die junge Generation. Wenn wir sie richtig erziehen, wird sie die ganze Welt ändern”, sagte der Dalai Lama bei der Preisverleihung vor mehr als 2000 Menschen in der Londoner St. Pauls Kathedrale. Rund 155.000 Euro will er an das Mind and Life Institute spenden, das eine engere Vernetzung von Wissenschaft und Spiritualität fördert. Die restlichen 77.000 Euro sollen zur Ausbildung tibetischer Mönche verwendet werden.</p><p>Vor der Preisverleihung hatte sich der Dalai Lama mit dem britischen Premier David Cameron und seinem Vize Nick Clegg zu einem “privaten” Gespräch getroffen, wie ein Regierungssprecher mitteilte. China protestiert regelmässig dagegen, wenn der Dalai Lama von westlichen Regierungen empfangen wird. Peking hatte Tibet 1951 besetzt und annektiert, woraufhin der Dalai Lama 1959 zur Flucht ins indische Exil gezwungen war. Der 76-Jährige gab vergangenes Jahr seine politischen Funktionen auf.</p><p>Wiener Zeitung, 15.5.12 — Der 14. Dalai Lama kommt zu seinem bisher längsten Besuch nach Österreich</p><p>Hoher Besuch aus Tibet — Politisch und sicherheitstechnisch heikel: Verstimmung mit China möglich.</p><p>Er lernte mit Heinrich Harrer, verhandelte mit China, er flüchtete nach Indien. Am Donnerstag kommt Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama, nach Österreich. Auf seiner bisher längsten Tour durch Österreich wird er zunächst eine zweitägige Unterweisung in Klagenfurt halten, es folgen ein Besuch im Tibetzentrum in Hüttenberg, der Heimatgemeinde Heinrich Harrers, sowie Vorträge in Klagenfurt und Salzburg. Am Freitag, den 25. Mai, referiert er in der Wiener Stadthalle über das Thema Ethik jenseits von Religion, am Samstag darauf debattiert er unter anderem mit dem Quantenphysiker Anton Zeilinger im Audimax der Uni Wien. Für den Vortrag in der Stadthalle gab es am Dienstag noch Karten.</p><p>Der heute 76-jährige Tenzin Gyatso hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Er wurde Anfang 1940 im Alter von vier Jahren als 14. Dalai Lama — der Linienhalter der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus — inthronisiert. Bereits im Alter von 15 Jahren übernahm er angesichts der angespannten politischen Situation auch die weltliche Führerschaft in Tibet. Nach dem Einmarsch der maoistischen Truppen in Tibet 1950 versuchte er noch, die Lage zu kalmieren — unter anderem stimmte er einem Abkommen zu, mit dem Tibet zwar innenpolitische Autonomie und Religionsfreiheit zugesichert werden sollte, aber China die aussen– und wirtschaftspolitische Entscheidungsgewalt bekam. 1959 brach in der tibetischen Hauptstadt Lhasa ein Aufstand gegen die chinesischen Machthaber aus, den diese mit blutiger Gewalt niederschlugen. Der Dalai Lama flüchtete ins nordindische Dharamsala, wo seither die tibetische Exilregierung residiert. Kern seiner Politik — erst 2011 wurde er als Kopf der Exilregierung von dem Juristen Lobsang Sangay abgelöst — war es immer, mit friedlichen Mitteln die tibetische Autonomie wiederzuerlangen. 1989 erhielt er den Friedensnobelpreis.</p><p>Fischer hat keine Zeit<br /> Der Besuch des Dalai Lama in Österreich ist wegen des gespannten Verhältnisses zwischen Tibet und China sowohl politisch wie auch sicherheitstechnisch heikel. Bereits 2007 hatte ein Empfang beim damaligen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer eine mehrmonatige diplomatische Eiszeit zwischen China und Österreich ausgelöst. Diesmal hiess es etwa aus der Präsidentschaftskanzlei, es seien — wie schon bei seinen beiden letzten Besuchen — keine Termine Heinz Fischers mit dem Dalai Lama vorgesehen. Kanzler Werner Faymann und Aussenminister Michael Spindelegger wollen ihn, wie auch Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz, sehr wohl treffen.</p><p>Was seine Sicherheit betrifft, so erhält er denselben Schutz wie ein Staatschef. Am Wochenende sprach er in einem Interview von Anschlagsplänen Chinas.</p><p>In Österreich leben 300 Tibeter — am 26. Mai gibt es eine Kundgebung unter dem Motto “Für Gerechtigkeit, Recht und Gewaltlosigkeit” auf dem Heldenplatz.</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/tibetfocuscom/~4/iOtZkQ0hIfw" height="1" width="1"/>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/15/dalai-lama-in-europa-china-emport-uber-treffen-mit-premier-cameron/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> <feedburner:origLink>http://tibetfocus.com/2012/05/15/dalai-lama-in-europa-china-emport-uber-treffen-mit-premier-cameron/</feedburner:origLink></item> <item><title>Neues Videoclip: Der tragische Tod und die letzte Botschaft der drei Feueropfer aus Dzamthang</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/tibetfocuscom/~3/XLRAYNnSupk/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/14/neues-videoclip-der-tragische-tod-und-die-letzte-botschaft-der-drei-feueropfer-aus-dzamthang/#comments</comments> <pubDate>Mon, 14 May 2012 12:51:59 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[News]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8931</guid> <description><![CDATA[tibet.net, 9. Mai 2012 - Ein neues Videoclip, das uns aus Tibet erreichte, zeigt die tragischen Szenen, wie sich drei junge Tibeter selbst verbrennen, und bringt die Tonaufnahme ihrer letzten Wünsche, was die Wiedererlangung der Freiheit und die Erhaltung der tibetischen Identität und Kultur unter der repressiven Politik der chinesischen Regierung sind. Das Filmmaterial zeigt [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>tibet.net, 9. Mai 2012 -<br /> Ein neues Videoclip, das uns aus Tibet erreichte, zeigt die tragischen Szenen, wie sich drei junge Tibeter selbst verbrennen, und bringt die Tonaufnahme ihrer letzten Wünsche, was die Wiedererlangung der Freiheit und die Erhaltung der tibetischen Identität und Kultur unter der repressiven Politik der chinesischen Regierung sind.</p><p><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/MdjEDm6zH6g?autoplay=1&amp;hd=1" frameborder="0"></iframe></p><p>Das Filmmaterial zeigt auch die friedlichen Demonstrationen vom Januar 2012 in Dzamthang, Ngaba, bei der Ogyen, ein 20jähriger Jugendlicher aus der Ortschaft Barma, den Polizeischüssen zum Opfer fiel.</p><p>Danach sieht man ein Bild von Nangdrol, der sich am 19. Februar 2012 verbrannte, sowie ein Foto von nachher und das Schriftstück mit seinem letzten Willen.</p><p>Namdrol betonte, dass er sein Leben wegen des unerträglichen Leidens unter der repressiven Politik der chinesischen Regierung dem Feuer übergebe. Er rief auch alle Tibeter auf, ihre Identität zu bewahren, in Einheit und Harmonie zu leben und betete dann für das lange Leben des Dalai Lama.</p><p>Danach folgen die Aufnahmen von Sonam und Choephag Kyab, die sich am 19. April 2012 in Brand setzten. Sie hinterliessen eine Tonaufnahme ihrer letzten Wünsche. Sie sagten, dass sie sich für die Wiederherstellung der Freiheit in Tibet und für den Weltfrieden verbrennen würden. Sie meinten, das Leiden des tibetischen Volkes sei viel grösser als die Tragödie, dass sie ihren Körper in Brand setzten. Choephag Kyab und Sonam besuchten eine staatliche Minderheitenschule, deren Ort nicht bekannt ist.</p><p>Hier folgt die Übersetzung des letzten Wunsches von Nangdrol, ehe er sich am 19. Februar 2012 selbst verbrannte:</p><p>“Mit hoch erhobenem Kopf, mit nicht nachlassender Loyalität und Mut,<br /> wende ich, Nangdrol, mich dankbar an meine Eltern, Geschwister und Verwandten,<br /> während ich, um des tibetischen Volkes willen, dem ich Dank schulde, mein Leben dem Feuer anheim gebe.</p><p>Ihr Männer und Frauen Tibets,<br /> ich hoffe, Ihr werdet alle Eintracht und Harmonie bewahren,<br /> Ihr solltet tibetische Kleidung tragen, weil Ihr Tibeter seid.</p><p>Ausserdem müsst Ihr Tibetisch sprechen,<br /> vergesst nie, dass Ihr Tibeter seid,<br /> Ihr solltet voller Liebe und Erbarmen sein, weil Ihr Tibeter seid!</p><p>Haltet Eure Eltern in Ehren,<br /> bewahrt Einheit und Harmonie unter Euresgleichen,<br /> seid barmherzig zu den Tieren, nehmt keinem Lebewesen sein Leben!</p><p>Möge Seine Heiligkeit der Dalai Lama, Tenzin Gyatso, zehntausend Jahre leben,<br /> mögen die Lamas und Tulkus des Schneelandes Tibets zehntausend Jahre leben!</p><p>Möge das tibetische Volk von Chinas bösartiger Herrschaft befreit werden!</p><p>Unter Chinas bösartiger Herrschaft ist das Leiden unermesslich<br /> dieses Leiden ist wahrhaft unerträglich,<br /> dies bösartige China hat Tibet besetzt,<br /> es ist nicht möglich, unter solch üblem Regime zu leben.</p><p>Das bösartige China, das ohne Liebe und Mitgefühl ist,<br /> überzieht uns mit unerträglichen Schlägen und Leid,<br /> um am Ende Tibet gänzlich zu vernichten.</p><p>Möge Seine Heiligkeit der Dalai Lama, Tenzin Gyatso, zehntausend Jahre lang leben!”</p><p>Hier folgt die Übersetzung der gemeinsamen Erklärung oder des letzten Willens von Choephel Kyab und Sonam, ehe sie sich am 19. April 2012 den Flammen anheimgaben:</p><p>“Die tibetische Nationalität ist verschieden von anderen, denn sie hat ihre eigene Religion und Kultur. Sie ist auch einzigartig, weil sie Liebe und Mitgefühl lehrt und sich dem Wohl der anderen widmet.</p><p>Das tibetische Volk wird jedoch gewaltsam von China besetzt gehalten und unterdrückt. Das tibetische Volk leidet, denn ihm werden die fundamentalen Menschenrechte versagt. Um der Wiederherstellung der Freiheit in Tibet und des Weltfriedens willen setzen wir uns in Flammen. Das Leiden des tibetischen Volkes infolge der Verweigerung seiner Freiheit ist viel grösser als die Tragödie der Verbrennung unserer Körper.</p><p>An unsere liebevollen Eltern, Verwandte und Geschwister: Es heisst nicht, dass wir keine Zuneigung für Euch empfänden oder von Euch scheiden wollten, es heisst nicht, dass wir unser Leben nicht liebten. Mit gesundem Geist und Verstand — beide sind wir bei gesundem Geist und Verstand — verbrennen wir uns um der Wiedererlangung der Freiheit in Tibet willen, für das Gedeihen der Lehre des Buddha und um des Glückes der Menschheit und des Weltfriedens willen.</p><p>Deshalb solltet Ihr unsere letzten Wünsche achten. Ihr solltet nichts unternehmen, wenn wir in chinesische Gefangenschaft geraten. Zutiefst wünschen wir, dass kein einziger Tibeter wegen uns zu Schaden komme.</p><p>Wenn es Euch leid um uns ist, dann folgt dem Ratschlag der gelehrten Khenpos und Tulkus! Wenn Ihr unsere Kultur und Tradition in der richtigen Weise lebendig erhaltet und in Eintracht lebt, dann erfüllen sich unsere Wünsche. Innig hoffen wir, dass unsere letzten Wünsche in Erfüllung gehen mögen.”</p><p>Falls es in dem Wortlaut Ungereimtheiten geben sollte, so ist die <a href="http://www.flexform.de/ppszbfhc" target="_blank">tibetische Version massgeblich</a>.</p><p>Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching<br /> Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)<br /> Arbeitsgruppe München</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/tibetfocuscom/~4/XLRAYNnSupk" height="1" width="1"/>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/14/neues-videoclip-der-tragische-tod-und-die-letzte-botschaft-der-drei-feueropfer-aus-dzamthang/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> <feedburner:origLink>http://tibetfocus.com/2012/05/14/neues-videoclip-der-tragische-tod-und-die-letzte-botschaft-der-drei-feueropfer-aus-dzamthang/</feedburner:origLink></item> <item><title>Tibet-Information der GSTF vom 12. Mai 2012</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/tibetfocuscom/~3/AOE0KaHSlIk/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/12/tibet-information-der-gstf-vom-12-mai-2012/#comments</comments> <pubDate>Sat, 12 May 2012 20:13:11 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[GSTF]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8911</guid> <description><![CDATA[Tibeter boykottieren aus Protest die Bestellung ihrer Felder - Bewohner des Dorfes Adhue boykottieren als Zeichen ihres Protests gegen die andauernde Inhaftierung von  Dorfbewohnern die Frühjahrsbestellung ihrer Felder. Am 14. April war es im Dorf zu einer Protestaktion gegen die öffentliche Auszeichnung zweier als korrupt geltender Dorfbeamter gekommen. Dabei wurden die Bewohner von Sicherheitskräften geprügelt [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff0000;"><strong>Tibeter boykottieren aus Protest die Bestellung ihrer Felder</strong></span> -</p><p>Bewohner des Dorfes Adhue boykottieren als Zeichen ihres Protests gegen die andauernde Inhaftierung von  Dorfbewohnern die Frühjahrsbestellung ihrer Felder.</p><p>Am 14. April war es im Dorf zu einer Protestaktion gegen die öffentliche Auszeichnung zweier als korrupt geltender Dorfbeamter gekommen. Dabei wurden die Bewohner von Sicherheitskräften geprügelt und mehrere Tibeter verhaftet.</p><p>Am 1. Mai veranstalteten etwa 200 Tibeterinnen aus der Region einen Protestmarsch zum Regierungsgebäude der Provinz Ngaba. Nach etwa 7 km wurden sie von Sicherheitskräften aufgehalten, die die Strasse sperrten. Eine gewaltsame Auseinandersetzung konnte im letzter Minute von Mönchen des Klosters Adhue verhindert werden, die vermittelnd eingriffen.</p><p>Danach zerstreuten sich die Demonstrantinnen, aber seitdem boykottieren die Bewohner die Bestellung ihrer Felder und beteiligen sich nicht am Sammeln des Raupenkeulenpilzes (Cordyceps siniensis), der in der traditionellen Medizin Verwendung findet [vergl. Tibet-Information vom 9. Mai 2012; UM], um gegen die Verhaftungen zu protestieren.</p><p>Am 5.Mai wurden 7 Tibeter freigelassen, doch mussten sie an einer dreitägigen „Patriotischen Umerziehung“ teilnehmen. Der Boykott der Feldbestellung dauert hingegen weiter an.</p><p><strong><span style="color: #ff0000;">Landenteignung für chinesische Migranten</span></strong></p><p>In der Autonomen Präfektur Tsolho im Norden Tibets wurde laut Radio Free Asia das Land von fünf Nomadensiedlungen zwangsenteignet, um Platz für chinesische Migranten zu schaffen. Bei einer Versammlung am 25. April forderten Regierungsvertreter die Vertreter der Nomadenfamilien auf, etwa 60% ihres Landes herzugeben und bis Jahresende mehr als die Hälfte ihres Viehbestandes abzuschaffen. Das abgegebene Land würde eingezäunt, und es dürfe dort kein Vieh mehr weiden. Nach anfänglichem Weigern mussten die Nomadenvertreter unter Zwang der Abtretung zustimmen.</p><p>Es wird angenommen, dass auf dem enteigneten Land etwa 30‘000 chinesische Migranten angesiedelt werden sollen. In der Region gibt es bereits eine kleine chinesische Siedlung mit Arbeitern für zwei grosse hydroelektrische Projekte. Zwei weitere Wasserkraftwerke sind in Planung, und es ist davon auszugehen, dass die Arbeiten noch mehr Chinesen anziehen werden.</p><p><strong><span style="color: #ff0000;">NGOs in Kardze brauchen behördliche Genehmigung</span></strong></p><p>Ein öffentlicher Aushang im osttibetischen Kardze, der TCHRD im Original vorliegt, ordnet an, dass sich alle NGOs in der Region bei der Verwaltung der Präfektur registrieren müssen. Andernfalls würden sie für illegal erklärt. Die Registrierung werde nur durchgeführt, wenn die Organisationen alle Kriterien der Behörden erfüllen, ohne dass genau gesagt wurde, welches diese Kriterien sind. Auch würden die Aktivitäten der NGOs genau untersucht, und die Genehmigung verweigert oder zurückgezogen, falls die Aktivitäten unzulässig seien.</p><p>In Kardze hatten sich in den vergangenen Jahren viele privat finanzierte lokale Organisationen gebildet, die besonders in den Bereichen Erziehung, Religion, Wohlfahrt oder Umweltschutz tätig waren. Auch vermittelten sie oft bei Konflikten zwischen Tibetern und Behördern. In den vergangenen Jahren wurden bereits drei Organisationen zwangsweise geschlossen.</p><p>Quellen: Tibetan Centre for Human Rights and Democracy TCHRD; Radio Free Asia</p><p>Zusammengestellt für die GSTF von Dr. Uwe Meya</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/tibetfocuscom/~4/AOE0KaHSlIk" height="1" width="1"/>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/12/tibet-information-der-gstf-vom-12-mai-2012/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> <feedburner:origLink>http://tibetfocus.com/2012/05/12/tibet-information-der-gstf-vom-12-mai-2012/</feedburner:origLink></item> <item><title>Tibet-Information der GSTF vom 25. April 2012</title><link>http://feedproxy.google.com/~r/tibetfocuscom/~3/SEb2W7mveXA/</link> <comments>http://tibetfocus.com/2012/05/10/tibet-information-der-gstf-vom-25-april-2012/#comments</comments> <pubDate>Thu, 10 May 2012 09:43:18 +0000</pubDate> <dc:creator>TB</dc:creator> <category><![CDATA[GSTF]]></category> <category><![CDATA[Kampagnen]]></category><guid isPermaLink="false">http://tibetfocus.com/?p=8823</guid> <description><![CDATA[Videoclip zeigt Brutalität der Sicherheitskräfte bei Selbstverbrennung - Ein von ICT gerade veröffentlichtes Video dokumentiert, wie Sicherheitskräfte einen Tibeter brutal misshandeln, der sich selbst angezündet hat. Das Video,  soll am 14. Januar in Ngaba aufgenommen worden sein, als sich der 22-jährige Lobsang Jamyang in Brand setzte. Lobsang Jamyang hatte sich in einer öffentlichen Toilette mit [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #ff0000;">Videoclip zeigt Brutalität der Sicherheitskräfte bei Selbstverbrennung -<br /> </span></strong></p><p>Ein von ICT gerade veröffentlichtes Video dokumentiert, wie Sicherheitskräfte einen Tibeter brutal misshandeln, der sich selbst angezündet hat. <a title="Losang" href="http://savetibet.org/files/media/LOSANG%20JAMYANG%20SELF-IMMOLATION.MOV" target="_blank">Das Video,  soll am 14. Januar in Ngaba aufgenommen worden sein</a>, als sich der 22-jährige Lobsang Jamyang in Brand setzte. Lobsang Jamyang hatte sich in einer öffentlichen Toilette mit Benzin übergossen und dann auf der Strasse angezündet. Das Video zeigt, wie erst Tränengas-Granaten abgefeuert werden, um die anwesenden Tibeter zu vertreiben, dann wird Lobsang Jamyang zu Boden geworfen und mit Fusstritten traktiert. Das Video endet, als Tibeter seinen Körper umstellen, um ihn vor dem Zugriff der Sicherheitskräfte zu bewahren.</p><p>Danach sollen laut Augenzeugen die Sicherheitskräfte mit nagelbesetzten Keulen auf die Tibeter eingeschlagen und sogar mit scharfer Munition geschossen haben, wobei mehrere schwer verletzt wurden.</p><p>Lobsang Jamyang starb zwei Tage später an seinen Brandverletzungen. Seine Verwandten im Exil berichteten, später sei die Polizei mit Schadenersatzforderungen an seine Angehörigen gelangt. Durch das Feuer seien die Polizeiuniformen beschädigt worden.</p><p><span style="color: #ff0000;"><strong>Protest gegen Schliessung einer lokalen Organisation gewaltsam beendet</strong></span></p><p>Am 14. April erschienen etwa 300 Polizisten im Dorf Da-thama (auch Da-yul genannt), befahlen die Auflösung einer lokalen Organisation und verhafteten ihren Vorsitzenden mitsamt 250 weiteren Anwohnern. In dieser nomadisch geprägten Region im osttibetischen Kardze hatten sich im Jahr 2008 insgesamt 13 Dörfer zu der “Da-yul Thundin Tsogpa” genannten Organisation zusammengeschlossen. Das Ziel der Vereinigung war, lokale Streitigkeiten zu schlichten und gemeinsame Interessen zu verfolgen.</p><p>Die Polizei rechtfertigte die Aktion damit, dass die Organisation „illegal“ sei, weil sie politische Ziele verfolge. Als die Tibeter protestierten, wurden sie geprügelt; dabei gab es mindestens 10 Verletzte. Auch am folgenden Tag versammelten sich nochmals etwa 2000 Tibeter aus Protest. Darauf wurden bis auf 33 Personen alle Verhafteten freigelassen.</p><p>Seitdem sind die Dörfer von jeder Kommunikation abgeschnitten, so dass es keine weiteren Informationen gibt.</p><p> </p><p><strong><span style="color: #ff0000;">Zwei weitere Selbstverbrennungen – Cousins zünden sich an und sterben</span><br /> </strong></p><p>Am 19. April haben sich in der Präfektur Ngaba, die Schauplatz der meisten Selbstverbrennungen war, zwei Cousins gemeinsam angezündet und sind wenige Studen später verstorben. Der Vorfall ereignete sich nahe dem Kloster Dzamthang. Der Bezirk Dzamthang ist einer von drei Bezirken, in denen es im Januar zu Protestaktionen kam, die von den Behörden blutig niedergeschlagen wurden. Mindestens sechs Tibeter kamen dabei ums Leben und 60 weitere wurden teilweise schwer verletzt.</p><p>Die Namen der beiden Tibeter werden mit Choepak Kyap and Sonam angegeben; beide waren etwa 20 Jahre alt. Den anwesenden Tibetern gelang es, die Flammen zu löschen und beide vor dem Zugriff von Sicherheitskräften zu bewahren, die in mehreren Fahrzeugen vorfuhren. Trotz medizinischer Hilfe erlagen beide später ihren Brandverletzungen. Im Kloster Dzamthang wurde dann für beide eine Totenzeremonie abgehalten, die von mehreren hundert Mönchen besucht wurde. Die Sicherheitskräfte bestanden darauf, dass die Kremation der Leichen noch am gleichen Abend stattzufinden habe.</p><p> </p><p>Quellen: Radio Free Asia; Tibetan Centre for Human Rights and Democracy TCHRD; International Campagin for Tibet ICT</p><p>Zusammengestellt für die GSTF von Dr. Uwe Meya</p><p> </p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/tibetfocuscom/~4/SEb2W7mveXA" height="1" width="1"/>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://tibetfocus.com/2012/05/10/tibet-information-der-gstf-vom-25-april-2012/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> <enclosure url="http://savetibet.org/files/media/LOSANG%20JAMYANG%20SELF-IMMOLATION.MOV" length="2780752" type="video/quicktime" /> <feedburner:origLink>http://tibetfocus.com/2012/05/10/tibet-information-der-gstf-vom-25-april-2012/</feedburner:origLink></item> </channel> </rss><!-- Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: http://www.w3-edge.com/wordpress-plugins/

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