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	<title>Tier im Fokus (TIF)</title>
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	<description>Tier im Fokus (TIF) ist eine Schweizer Tierrechtsorganisation.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 20 Mar 2026 19:25:35 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Präsident von Suisseporcs wegen Tierquälerei angezeigt</title>
		<link>https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/schweine/praesident-von-suisseporcs-wegen-tierquaelerei-angezeigt-v3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GPT]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2026 19:25:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienmitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmitteilung: Schweine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Verdeckte Aufnahmen zeigen ein schwer krankes Schwein, das unbehandelt auf hartem Beton liegt. Für den Stall verantwortlich sind führende Exponenten der Schweizer Schweineindustrie. Tier im Fokus (TIF) hat Strafanzeige wegen Tierquälerei eingereicht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/schweine/praesident-von-suisseporcs-wegen-tierquaelerei-angezeigt-v3/">Präsident von Suisseporcs wegen Tierquälerei angezeigt</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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<p>Verdeckte Aufnahmen zeigen ein schwer krankes Schwein, das unbehandelt auf hartem Beton liegt. Für den Stall verantwortlich sind führende Exponenten der Schweizer Schweineindustrie. Tier im Fokus (TIF) hat Strafanzeige wegen Tierquälerei eingereicht.</p>
<p>Ein Schwein liegt reglos auf der Seite auf dem Betonboden eines Stalls im Emmental. Das Tier lebt noch, zittert sichtbar und bewegt nur noch die Vorderbeine, während die Hinterbeine reglos bleiben. Am Boden sind längliche Blutspuren zu sehen, die darauf hindeuten, dass das Schwein zuvor über den Stallboden gezerrt wurde.</p>
<p>Gemäss öffentlich zugänglichen Informationen wird der Betrieb von Simon B. betrieben, unterstützt wird er unter anderem von Vater Andreas B.. Sie sind führende Exponenten der Schweizer Schweineindustrie: Simon B. ist Vorstandsmitglied von Suisseporcs, Andreas B. amtiert als Präsident. Andreas B. sitzt ausserdem im Vorstand des Schweizer Bauernverbands.</p>
<p>«Die beiden Herren haben ihre Vorbildfunktion missachtet, die ihnen als Vorstandsmitglieder von Suisseporcs zukommt», sagt Tobias Sennhauser, Mediensprecher Tier im Fokus (TIF).</p>
<p>Grundlage für die Anzeige wegen Tierquälerei sind umfangreiche Fotos und Videos aus anonymer Quelle, die Tier im Fokus (TIF) zugespielt wurden. Die Metadaten der Aufnahmen datieren auf den frühen Morgen des 17. Januar 2026.</p>
<h3>Tote Ferkel im Stall</h3>
<p>Die Aufnahmen zeigen weitere Missstände. Ein anderes Schwein hat einen stark ausgeprägten Nabelbruch, der so gross ist, dass er vermutlich ständig am Boden rieb und zu einer offenen Wunde führte. Solche Verletzungen entstehen nicht über Nacht, sondern entwickeln sich über längere Zeit.</p>
<p>«Ein Schwein mit einer offenen Wunde müsste unverzüglich behandelt oder zumindest separiert werden», sagt Sennhauser.</p>
<p>Auch in der Abferkelbucht dokumentieren die Bilder kritische Situationen. Neben einer Sau liegen zwei Ferkel reglos am Boden. Eines der Tiere wirkt bereits tot und zeigt eine bläuliche Verfärbung. Das zweite Ferkel lebt noch, bewegt jedoch nur noch reflexartig die Beine.</p>
<p>«Ein Ferkel in einem solchen Zustand müsste sofort behandelt oder fachgerecht getötet werden, um weiteres Leiden zu verhindern», sagt Sennhauser.</p>
<p>Weitere Aufnahmen zeigen mehrere tote Ferkel, die in drei unbedeckten Eimern gelagert werden. Das widerspricht mutmasslich seuchenrechtlichen Vorschriften. Tier im Fokus (TIF) hat deshalb neben Tierquälerei auch entsprechende Bestimmungen des Tierseuchenrechts zur Anzeige gebracht.</p>
<h3>Protestbrief an Bundesrat</h3>
<p>Der Fall wirft aus Sicht von Tier im Fokus (TIF) auch grundsätzliche Fragen zum Vollzug des Tierschutzrechts auf. In der Schweiz werden die meisten Tierschutzkontrollen angekündigt. Betriebe wissen dadurch im Voraus, wann kontrolliert wird, und können Missstände kurzfristig kaschieren. Gleichzeitig hat Landwirtschaftsminister Guy Parmelin per 1. Januar 2026 beschlossen, dass Kantone bei einem Teil der Betriebe künftig auf Grundkontrollen verzichten können.</p>
<p>Tier im Fokus (TIF) fordert deshalb eine deutliche Stärkung der Tierschutzkontrollen. «Ein wirksamer Tierschutz braucht Kontrollen, die Missstände tatsächlich sichtbar machen», sagt Sennhauser. «Wenn Betriebe im Voraus wissen, wann kontrolliert wird, verlieren Kontrollen einen grossen Teil ihrer Wirkung.»</p>
<p>Parallel zur eingereichten Strafanzeige hat Tier im Fokus einen offenen <a href="https://tierimfokus.ch/protestbrief">Protestbrief an Bundesrat Guy Parmelin</a> lanciert. Darin fordert der Verein grundsätzlich unangemeldete Tierschutzkontrollen und zusätzliche Ressourcen für die kantonalen Veterinärämter. «Wir müssen die Tierschutzkontrollen massiv verschärfen», sagt Sennhauser.</p>
</div>

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		<item>
		<title>Berner Tierschutzpreis 2025 für Tier im Fokus</title>
		<link>https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/berner-tierschutzpreis-2025-fuer-tier-im-fokus/</link>
					<comments>https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/berner-tierschutzpreis-2025-fuer-tier-im-fokus/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[GPT]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 03:42:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienmitteilung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://tierimfokus.ch/?p=62051</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Dachverband Berner Tierschutzorganisationen (DBT) verleiht den Berner Tierschutzpreis 2025 an Tier im Fokus (TIF). Geehrt wird die Organisation für ihr langjähriges Engagement für die Tiere sowie ihren konsequenten Einsatz in der Politik. Tier im Fokus (TIF) ist eine Schweizer Tierrechtsorganisation mit Sitz in Bern. Seit 2009 deckt TIF mit investigativen Recherchen Missstände in Schweizer [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/berner-tierschutzpreis-2025-fuer-tier-im-fokus/">Berner Tierschutzpreis 2025 für Tier im Fokus</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[Der <a href="https://www.dbtier.ch/">Dachverband Berner Tierschutzorganisationen (DBT)</a> verleiht den Berner Tierschutzpreis 2025 an Tier im Fokus (TIF).

Geehrt wird die Organisation für ihr langjähriges Engagement für die Tiere sowie ihren konsequenten Einsatz in der Politik.

Tier im Fokus (TIF) ist eine Schweizer Tierrechtsorganisation mit Sitz in Bern.

Seit 2009 deckt TIF mit investigativen Recherchen Missstände in Schweizer Tierfabriken auf. Ihre Enthüllungen wie <a href="https://arme-schweine.ch/">Arme Schweine</a>, <a href="https://www.qualzucht-stoppen.ch/">Qualzucht stoppen</a> oder <a href="https://www.eier-leier.ch/">Die Eier-Leier</a> lancierten landesweite öffentliche und politische Debatten.

Ergänzt wird diese Arbeit durch kreative, gewaltfreie Protestaktionen für Tiere in der ganzen Schweiz.

2025 wurde Tier im Fokus als erste Tierschutzorganisation überhaupt in ein Schweizer Parlament gewählt und ist seither im Berner <a href="https://tierimfokus.ch/stadtrat">Stadtrat</a> vertreten.

Dort setzt sich die Organisation für mehr pflanzliche Ernährung in öffentlichen Kantinen und ein besseres Leben für Wildtiere ein.

Am 29. März kandidiert Tier im Fokus zudem für den <a href="https://tierimfokus.ch/wahlen26">Grossen Rat des Kantons Bern</a>, mit dem Ziel, den Tieren bei allen politischen Entscheidungen eine Stimme zu geben.
<h3>Forderungen für den Kanton Bern</h3>
Im Grossen Rat will sich Tier im Fokus insbesondere einsetzen für:
<ul>
 	<li><strong>Schärfere Tierschutzkontrollen</strong>
Mehr unangemeldete Kontrollen, eine bessere personelle Ausstattung des Veterinäramts sowie wirksame Sanktionen bei wiederholten Verstössen.</li>
 	<li><strong>Systemwechsel in der Jagdpolitik</strong>
Ersatz der privaten Hobbyjagd durch eine professionelle, staatlich organisierte Wildhut nach wissenschaftlichen Kriterien.</li>
 	<li><strong>Grundrechte für Heimtiere</strong>
Rechtlicher Lebens- und Unversehrtheitsschutz für Hunde und Katzen, damit ihr Schutz nicht von individuellen Interessen abhängt.</li>
 	<li><strong>Förderung pflanzlicher Ernährung</strong>
Verbindliche pflanzliche Optionen in kantonalen Institutionen und gezielte Unterstützung innovativer, tierfreundlicher Produktionsformen.</li>
</ul><p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/berner-tierschutzpreis-2025-fuer-tier-im-fokus/">Berner Tierschutzpreis 2025 für Tier im Fokus</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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		<item>
		<title>Sam Nüesch – Ein Visionär ohne Scheuklappen</title>
		<link>https://tierimfokus.ch/nachruf/sam/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[GPT]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 21:38:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachruf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/nachruf/sam/">Sam Nüesch – Ein Visionär ohne Scheuklappen</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<section class="section"><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Wir standen mitten in der Vorbereitung für unsere erste Kandidatur für das Berner Kantonsparlament. Excel-Listen, Konzepte, ein Berg an Todos. Wir alle hatten unsere Rolle, wir waren auf Kurs, unsere Richtung stimmte.</p>
<p>Doch dann stand alles still.</p>
<p>Sam erlitt eine schwere Hirnblutung, ausgelöst durch die extrem seltene und komplexe Ko-Existenz eines Moyamoya-Syndroms mit einer arteriovenösen Malformation. Er wurde ins künstliche Koma versetzt. Auf Planung und Aufbruch folgte Schock und Bangen.</p>
<h2>Der Kompass unserer Arbeit</h2>
<p>Sam war für TIF weit mehr als ein Wegbegleiter. Er war ein strategischer Architekt. Über das von ihm mitbegründete <a href="https://www.amt-fuer-zukunft.ch/" target="_blank" rel="noopener">Amt für Zukunft</a> arbeitete er jahrelang eng mit uns zusammen. Er war massgeblich mitverantwortlich für unsere <a href="https://tierimfokus.ch/theoryofchange/" target="_blank" rel="noopener">Theory of Change</a> – einen Kompass für unsere Tierrechtsarbeit.</p>
<p>Ausgebildet als Philosoph und Kaospilot sagte er manchmal mit Schalk: «Beides merkt man.» Und tatsächlich: Wer mit ihm arbeitete, tauchte in neue Welten ein. Wenn Sam einen seiner legendären Workshops leitete, öffnete sich ein Raum unbegrenzter Möglichkeiten. Man durfte träumen, spinnen, Utopien entwerfen. An einem Workshop entstanden über 140 Ideen für Volksinitiativen – darunter ein bedingungsloses Gemüseabo. Sam liess uns weit fliegen und half uns anschliessend, sicher zu landen. Er dachte gross, unkonventionell und weit – und blieb dabei stets bodenständig, praktisch und nahbar.</p>
<p>Sam brachte frischen Wind zu TIF. Gerne zitierte er Peter Drucker: «Culture eats strategy for breakfast.» Für Sam war Kultur keine Floskel, sondern Fundament. Wer neu zu TIF kam, wurde von ihm nicht nur empfangen, sondern wirklich willkommen geheissen. Seine Umarmungen waren nie beiläufig. Wenn Sam dich umarmte, blieb die Zeit kurz stehen.</p>
</div><div class="section__image section__image--wide intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2026/02/signal-2026-02-24-205224-005-1400x1054.jpeg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2026/02/signal-2026-02-24-205224-005-768x578.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2026/02/signal-2026-02-24-205224-005-1400x1054.jpeg" alt="Wettrennen mit Coco" width="1400" height="1054"/></picture></div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><h2>Gemeinsam Geschichte schreiben</h2>
<p>Sein Einfluss reichte weit über eine gute Kultur hinaus. Sam leitete unsere Tierpolitik-Gruppe. Aus zahlreichen Workshops und wöchentlichen Treffen wuchs schliesslich der Mut zur Kandidatur für den <a href="http://www.tierimfokus.ch/stadtrat" target="_blank" rel="noopener">Berner Stadtrat</a>. Gemeinsam errangen wir den ersten politischen Sitz für Tiere in einem Schweizer Parlament.</p>
<p>Die Wahlnacht bleibt unvergessen. Wir feierten zusammen mit einer anderen Partei und standen gerade draussen, als jemand aus dem Saal auf uns zustürmte, mit dem Finger auf uns zeigte und rief: «Ihr seid gewählt!» Wir waren sprachlos und fielen uns in die Arme. Es folgte eine ausgiebige Tour durch Berns Beizen, während wir nur langsam begriffen, was wir gerade erreicht hatten.</p>
<p>Es tröstet uns, dass Sam die Früchte seines Erfolgs noch ernten durfte. Und zugleich bricht es uns das Herz, ihn mitten auf dem Weg zu verlieren. Wir standen erst am Anfang – und Sam hätte die nächsten Schritte entscheidend mitgeprägt.</p>
<p>Dabei sah es zwischenzeitlich, den Umständen entsprechend, vorsichtig hoffnungsvoll aus. Zwar würde Sam voraussichtlich linksseitig gelähmt bleiben, doch die Ärzt:innen waren zuversichtlich, dass er eines Tages wieder weitgehend selbstständig leben könnte.</p>
<p>Doch dann folgte eine erneute Hirnblutung, und die Ärzt:innen konnten nichts mehr für ihn tun.</p>
<h2>Sein Universum bleibt</h2>
<p>Mit Sam verlieren wir einen strategischen Denker, einen Möglichkeitsöffner, einen warmherzigen Menschen. Sein Universum war gross – und wir durften Teil davon sein.</p>
<p>Wir machen weiter. Für Sam und für alle anderen Tiere. Wir ehren ihn, indem wir seinen Kompass weiter nutzen. Wenn wir vor schwierigen Entscheidungen stehen, werden wir uns fragen: «Was würde Sam jetzt sagen?»</p>
<p>Du hast uns gelehrt, gross zu denken, unkonventionell zu handeln und dabei liebevoll und geerdet zu bleiben.</p>
<p>Dein Universum lebt weiter – in unserer Arbeit und in unseren Herzen.</p>
<p>Danke für alles, Sam.</p>
</div><div class="section__image section__image--wide intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2026/02/signal-2026-02-24-205224-006-1400x1050.jpeg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2026/02/signal-2026-02-24-205224-006-768x576.jpeg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2026/02/signal-2026-02-24-205224-006-1400x1050.jpeg" alt="Sam am Meer" width="1400" height="1050"/></picture></div></div></section><section class="section"><div class="section__info_box intro-animation intro-animation--left"><div class="info_box boxed"><div class="info_box__container"><div class="info_box__info"><svg class="info__bubble icon icon--bubble_general icon--green"><use href="#icon_bubble_general"></use></svg><svg class="info__i icon icon--info icon--white"><use href="#icon_info"></use></svg></div><p class="typography--h4">Abschiedszeremonie für Sam</p><p><strong>Sonntag, 8. März 2026, 13:00–18:00 Uhr</strong><br />
Heitere Fahne, Dorfstrasse 22/24, 3084 Wabern</p>
<p>Ab 13:00 Uhr Eintreffen, 14:00 Uhr Zeremonie im offenen Kreis. Beiträge in Wort, Musik oder anderer Form sind willkommen. Ab ca. 15:30 Uhr veganes Apero.</p>
<p><strong>Alle sind willkommen. Keine Anmeldung nötig.</strong></p>
</div></div></div></section><p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/nachruf/sam/">Sam Nüesch – Ein Visionär ohne Scheuklappen</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mehr Tierschutz im Kanton Bern</title>
		<link>https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/mehr-tierschutz-im-kanton-bern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[GPT]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 17:21:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienmitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmitteilung: Politik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://tierimfokus.ch/?p=61971</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/mehr-tierschutz-im-kanton-bern/">Mehr Tierschutz im Kanton Bern</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<section class="section"><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Ob in Tierfabriken, im Wald oder im eigenen Zuhause – Tiere sind von politischen Entscheiden direkt betroffen. Dennoch sind ihre Interessen im Kantonsparlament kaum vertreten. Tier im Fokus (TIF) will das ändern und kandidiert mit fast 30 Menschen in den Wahlkreisen Stadt Bern, Mittelland-Nord, Mittelland-Süd sowie Emmental.</p>
<h3>Schärfere Tierschutzkontrollen</h3>
<p>Jahrelange Enthüllungen von Tier im Fokus (TIF) in Schweizer Tierfabriken zeigen immer wieder gravierende Missstände. Trotz bestehender Kontrollen werden Tierschutzvorgaben oft ungenügend umgesetzt – das heutige System entfaltet nicht die nötige abschreckende Wirkung.</p>
<p>TIF fordert deshalb mehr unangemeldete Kontrollen sowie einen deutlichen Ausbau der personellen und finanziellen Ressourcen des Veterinäramts. «Tierschutzgesetze nützen wenig, wenn sie nicht konsequent durchgesetzt werden», sagt Tobias Sennhauser, Mediensprecher und Stadtrat in Bern für Tier im Fokus (TIF).</p>
<h3>Hobbyjagd abschaffen</h3>
<p>Im Kanton Bern werden jedes Jahr tausende Wildtiere im Rahmen der privaten Jagd getötet. Was als Tradition oder Freizeitbeschäftigung gilt, bedeutet für die betroffenen Tiere Stress, Verletzungen und Tod.</p>
<p>Tier im Fokus (TIF) fordert deshalb einen Systemwechsel: Statt der Hobbyjagd soll eine professionelle, staatlich organisierte Wildhut die Verantwortung übernehmen – nach dem Vorbild des Kantons Genf. «Die Jagd ist ein blutiges Hobby aus dem letzten Jahrhundert – der Kanton Bern braucht eine professionelle Wildhut, die nach ökologischen Kriterien entscheidet», sagt Grossratskandidat Tobias Sennhauser. Regulierung darf nur dort erfolgen, wo sie ökologisch tatsächlich notwendig ist und wissenschaftlich klar begründet werden kann.</p>
<p>Wildtiere sind keine Zielscheiben, sondern fühlende Lebewesen und Teil eines empfindlichen Ökosystems. Ihr Leben darf nicht von jagdlicher Tradition oder Freizeitinteressen abhängen.</p>
<h3>Grundrechte für Hunde und Katzen</h3>
<p>Hunde und Katzen gehören heute zur Familie: Sie werden gepflegt, medizinisch versorgt und teilweise sogar gemeinsam mit ihren Menschen bestattet. Dennoch fehlt ihnen ein klar verankerter individueller Lebensschutz. In bestimmten Situationen können Tiere eingeschläfert werden, obwohl keine zwingenden medizinischen Gründe vorliegen.</p>
<p>TIF fordert deshalb Grundrechte für Hunde und Katzen – insbesondere das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. «Wenn wir Tiere als fühlende Individuen anerkennen, müssen wir ihnen auch entsprechenden rechtlichen Schutz gewähren», sagt Sennhauser.</p>
</div></section><p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/mehr-tierschutz-im-kanton-bern/">Mehr Tierschutz im Kanton Bern</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>MM &#124; Tiertötungen überzähliger Tiere &#124; Tierpark Bern &#124; SR</title>
		<link>https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/ueberzahlige-tiere-tierpark-bern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tier im Fokus (TIF)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2026 12:27:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienmitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmitteilung: Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmitteilung: Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Artenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Zoo]]></category>
		<category><![CDATA[Tierpark Bern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gemeinsame Medienmitteilung von Tier im Fokus (TIF) und Tier im Recht (TIR) In mehreren europäischen Zoos haben Tötungen gesunder Tiere in den vergangenen Jahren zu intensiven öffentlichen Debatten geführt, etwa die Tötung der Giraffe Marius im Zoo Kopenhagen oder jene von zwölf Pavianen im Zoo Nürnberg.  Auch im Tierpark Bern werden Tiere aus Gründen des Populationsmanagements getötet. Mit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/ueberzahlige-tiere-tierpark-bern/">MM | Tiertötungen überzähliger Tiere | Tierpark Bern | SR</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Gemeinsame Medienmitteilung von Tier im Fokus (TIF) und Tier im Recht (TIR)</strong></p>



<p>In mehreren europäischen Zoos haben Tötungen gesunder Tiere in den vergangenen Jahren zu intensiven öffentlichen Debatten geführt, etwa die Tötung der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Marius_(giraffe)" target="_blank" rel="noopener">Giraffe Marius</a> im Zoo Kopenhagen oder jene von <a href="https://www.srf.ch/news/international/tiergarten-in-nuernberg-d-trotz-massiver-kritik-deutscher-zoo-toetet-gesunde-paviane" target="_blank" rel="noopener">zwölf Pavianen</a> im Zoo Nürnberg. </p>



<p>Auch im Tierpark Bern werden Tiere aus Gründen des Populationsmanagements getötet. Mit einem Vorstoss im Berner Stadtrat fordert <a href="http://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a> Transparenz über die Praxis der Tötung überzähliger Tiere im Tierpark Bern. «Es darf nicht sein, dass völlig gesunde Tiere getötet werden», sagt TIF-Stadtrat Tobias Sennhauser.</p>



<h2 id="h.qxws7a3poums" class="wp-block-heading">Tierwürde verletzt</h2>



<p>Die Tötung überzähliger Tiere ist auch aus rechtlicher Sicht kritisch zu hinterfragen. Das Tierschutzgesetz (TSchG) schützt die Würde und das Wohlergehen des Tieres. <a href="https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2008/414/de#art_3" target="_blank" rel="noopener">Art. 3 Bst. a TSchG</a> definiert die Würde des Tieres als dessen Eigenwert, der im Umgang mit ihm zu achten ist. Nach Einschätzung von <a href="http://tierimrecht.org" target="_blank" rel="noopener">Tier im Recht (TIR)</a> widerspricht die gezielte Tötung gesunder Zootiere aus Gründen der Überzähligkeit dem in der Schweiz gesetzlich verankerten Tierwürdeschutz, da Tiere dabei zu austauschbaren Ressourcen instrumentalisiert werden. In ihrer aktuellen <a href="https://www.tierimrecht.org/documents/10702/2025-08-20-Stellungnahme-zur-Verfuetterung-von-ueberzaehligen-Zootieren-in-der-Schweiz.pdf" target="_blank" rel="noopener">Stellungnahme</a> hält TIR fest, dass der Schutz der Tierwürde jedem einzelnen Tier zukommt und nicht durch Artenschutz-Interessen relativiert werden darf.</p>



<p>«Aus der Tierwürde gemäss Tierschutzgesetz lässt sich ein individueller Lebensschutz ableiten», sagt Gieri Bolliger, Geschäftsleiter von TIR. «Das absichtliche Töten gesunder Tiere aus Managementgründen ist aus unserer Sicht nicht mit dem Tierwürdeschutz vereinbar und daher rechtlich nicht haltbar.»</p>



<h2 id="h.axica8v5rjiq" class="wp-block-heading">Tierpark plant «Futtertierzucht»</h2>



<p>Der Vorstoss im Berner Stadtrat fragt zudem nach möglichen Alternativen zur Tötung überzähliger Tiere. Der Gemeinderat soll darlegen, welche Optionen geprüft wurden und aus welchen Gründen sie umgesetzt oder verworfen werden. «Wir wollen wissen, welche Alternativen zur Tötung überzähliger Tiere geprüft wurden», sagt Sennhauser.</p>



<p>Die Frage nach dem Umgang mit überzähligen Tieren ist dabei kein Einzelfall. Sie verweist auf ein grundlegendes Verständnis davon, wie Tiere im Tierpark Bern bewertet werden – nämlich primär nach ihrem betrieblichen Nutzen. Kritisch hinterfragt der Vorstoss zudem die in der <a href="https://www.bern.ch/mediencenter/medienmitteilungen/aktuell_ptk/tierpark-bern-gesamtplanung-2023-2033-verabschiedet" target="_blank" rel="noopener">Gesamtplanung 2023–2033</a> vorgesehene Futtertierzucht im Tierpark Bern. Dabei sollen Tiere gezüchtet werden, um als Nahrung für karnivore Tiere zu dienen. Diese Praxis wirft grundlegende ethische Fragen auf. «Es ist stossend, wenn Tiere eigens gezüchtet werden, um kurz nach der Geburt wieder getötet zu werden», sagt Sennhauser.</p>



<p>Der politische Vorstoss soll klären, wie der Tierpark Bern künftig mit dieser ethisch umstrittenen Praxis umgeht. Er wurde von Tobias Sennhauser (TIF), Matteo Micieli (PdA), Raffael Joggi (AL) und Anouk Ursin (AL) eingereicht.</p>


<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/ueberzahlige-tiere-tierpark-bern/">MM | Tiertötungen überzähliger Tiere | Tierpark Bern | SR</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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		<title>Tierpolitik im Bundeshaus &#124; WS 25</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Sennhauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 17:34:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tierpolitik im Bundeshaus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ernährungsinitiative wurde im Nationalrat als Erstrat deutlich abgelehnt. Auch ein abgeschwächter indirekter Gegenvorschlag fand keine Mehrheit. Inhaltlich greift die Initiative zentrale Probleme auf: die hohe Importabhängigkeit der Schweiz, den übermässigen Ressourcenverbrauch der Tierproduktion, die Belastung von Böden, Gewässern und Biodiversität sowie die geringe Krisenfestigkeit des heutigen Ernährungssystems. Gefordert werden unter anderem ein verbindlicher Netto-Selbstversorgungsgrad von [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/tierpolitik-im-bundeshaus/ws25/">Tierpolitik im Bundeshaus | WS 25</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die <a href="https://xn--ernhrungsinitiative-iwb.ch/" target="_blank" rel="noopener">Ernährungsinitiative</a> wurde im Nationalrat als Erstrat deutlich abgelehnt. Auch ein abgeschwächter indirekter <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250067" target="_blank" rel="noopener">Gegenvorschlag fand keine Mehrheit.</a></p>



<p>Inhaltlich greift die Initiative zentrale Probleme auf: die hohe Importabhängigkeit der Schweiz, den übermässigen Ressourcenverbrauch der Tierproduktion, die Belastung von Böden, Gewässern und Biodiversität sowie die geringe Krisenfestigkeit des heutigen Ernährungssystems. Gefordert werden unter anderem ein verbindlicher Netto-Selbstversorgungsgrad von mindestens 70 Prozent (heute: <a href="https://www.schweizerbauer.ch/artikel/nettoselbstversorgungsgrad-sinkt-auf-42prozent" target="_blank" rel="noopener">42 Prozent</a>) und eine stärkere Ausrichtung auf pflanzliche Lebensmittel.</p>



<p>Vertreter:innen von Grünen, SP und GLP anerkannten zwar die Zielrichtung der Initiative, bezeichneten jedoch den Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent sowie die zehnjährige Umsetzungsfrist als zu ambitioniert. Gleichzeitig betonten sie, dass die heutigen agrarpolitischen Instrumente ungenügend seien, um Umwelt- und Biodiversitätsziele tatsächlich zu erreichen. Vor diesem Hintergrund unterstützten Teile der Ratslinken einen indirekten Gegenvorschlag, der Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und Gewässerschutz expliziter in der Agrarpolitik verankern sollte.</p>



<p>Dieser Gegenvorschlag wurde vom Nationalrat dennoch klar abgelehnt. Bürgerliche Parteien argumentierten mit mangelnder Umsetzbarkeit, hohen Kosten und einem angeblichen Eingriff in die persönliche Ernährungsfreiheit. Offen blieb erneut die Frage, wie Ernährungssicherheit, Klima- und Biodiversitätsschutz unter den bestehenden Produktionsstrukturen langfristig gewährleistet werden sollen. Nun berät der Ständerat über Initiative und Gegenvorschlag.</p>



<h2 id="h.mkngizd1m3j0" class="wp-block-heading">Feuerwerksinitiative: Kleiner Schritt, grosses Versäumnis</h2>



<p>Ebenfalls behandelt wurde die <a href="http://feuerwerksinitiative.ch/" target="_blank" rel="noopener">Feuerwerksinitiative</a>. Der Nationalrat lehnt die Initiative ab, beschloss dafür einen indirekten Gegenvorschlag, der sogenannte Böller verbietet, verzichtete aber auf weitergehende Einschränkungen von lautem Feuerwerk.</p>



<p>Für Tiere bedeutet dieser Entscheid kaum Entlastung. Der Grossteil der Lärmbelastung stammt nicht von reinen Knallkörpern, sondern von visuell-akustischem Feuerwerk wie Raketen. Haus- und Wildtiere leiden weiterhin unter panischem Stress, Verletzungen und Fluchtreaktionen.</p>



<p>Besonders irritierend ist der politische Kontrast zur gesellschaftlichen Realität: Umfragen zeigen seit Jahren eine klare Mehrheit der Bevölkerung für weitergehende Einschränkungen, <a href="https://feuerwerksinitiative.ch/de/medienmitteilung/nationalrat-beschliesst-ein-boellerverbot-die-bevoelkerung-moechte-weiter-gehen" target="_blank" rel="noopener">teilt das Initiativkomitee mit</a>. Zahlreiche Gemeinden gehen bereits weiter als der Bund, <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/motion-bern-soll-feuerwerk-einschraenken/">dereinst hoffentlich auch die Stadt Bern</a>. Dennoch blieb der Gegenvorschlag minimalistisch. Der Ständerat ist nun gefordert, dieses klare Signal aus der Bevölkerung ernst zu nehmen und substanzielle Verbesserungen vorzunehmen.</p>



<h2 id="h.jqxmfva7bwwa" class="wp-block-heading">Wolfspolitik: Abschüsse statt Koexistenz</h2>



<p>Mit zwei angenommenen Motionen beschliesst das Parlament eine weitere Schwächung der Schweizer Wolfspopulationen. Neu sollen Abschüsse auch in <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253715" target="_blank" rel="noopener">Jagdbanngebieten</a> möglich sein und sogenannte «Problemwölfe» selbst dann getötet werden dürfen, wenn sie <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253549" target="_blank" rel="noopener">Teil eines Rudels</a> sind.</p>



<p>Diese Entscheide stehen im Widerspruch zu internationalen Verpflichtungen der Schweiz und zu wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie fördern eine symbolische Politik der Eskalation, statt in funktionierenden Herdenschutz, Prävention und Koexistenzmodelle zu investieren. Besonders problematisch ist, dass Abschüsse zunehmend präventiv legitimiert werden sollen, ohne dass konkrete Schäden bereits eingetreten sind.</p>



<p>Die <a href="https://www.gruppe-wolf.ch/Pressemitteilungen/Wolfsmanagement-wie-in-Schweden%253A-Kopie-eines-gescheiterten%252C-rechtswidrigen-Modells.htm" target="_blank" rel="noopener">Gruppe Wolf Schweiz</a> warnt vor Bestrebungen, in der Schweiz ein Wolfsmanagement nach schwedischem Vorbild einzuführen. Dieses Modell sei rechtswidrig und gefährde den Wolfsbestand existenziell, da Abschüsse über feste Quoten erfolgen – unabhängig von konkreten Schäden. Die EU habe das schwedische Vorgehen als nicht rechtskonform beurteilt, da kein günstiger Erhaltungszustand gewährleistet sei; auch die Berner Konvention werde verletzt. Mitte Dezember 2025 stoppte ein schwedisches Verwaltungsgericht die geplante Wolfsjagd mit Verweis auf diese Rechtswidrigkeit. Wolf Schweiz betont, dass ein solches Modell langfristig auf die Ausrottung des Wolfs hinauslaufe, selbst wenn dies politisch beschönigt werde.</p>



<p>TIF lehnt den Kurs der Schweizer Wolfspolitik klar ab. Eine Politik, die auf systematische Tötung setzt, löst keine Nutzungskonflikte, sondern verschärft sie. Notwendig wären verbindliche Investitionen in Herdenschutz, eine bessere Unterstützung betroffener Betriebe und eine faktenbasierte Kommunikation statt Angstmobilisierung.</p>



<h2 id="h.pgflgsqmuv2l" class="wp-block-heading">Biodiversität: Viele Worte, wenig Wirkung</h2>



<p>Der Bundesrat hat in der Wintersession eine aktualisierte Version des <a href="https://www.news.admin.ch/de/newnsb/ghDdH4rFHhzuMmFqfLUHj" target="_blank" rel="noopener">Aktionsplans Biodiversität</a> verabschiedet. </p>



<p><a href="https://www.birdlife.ch/de/content/aktionsplan-biodiversitaet-auch-aktualisierte-version-reicht-bei-weitem-nicht" target="_blank" rel="noopener">BirdLife Schweiz</a> kritisiert, dass die Schweiz weiterhin viel zu wenig für die stark bedrohte Biodiversität tue. Insbesondere fehlten nach wie vor grossflächig wirksame Massnahmen gegen das Insektensterben, die den Trend tatsächlich bremsen oder umkehren könnten. Statt verbindlicher Schritte verspreche der Bundesrat erneut zu prüfen, ob zusätzliche Massnahmen nötig seien – und verschiebe damit den Prüfauftrag aus dem Aktionsplan von 2024 ein weiteres Mal.</p>



<p>Für Tiere – und auch für uns Menschen – ist Biodiversität kein abstraktes Umweltziel, sondern die Grundlage für das Überleben. Eine Politik, die Schutz ankündigt, gleichzeitig aber dort spart, wo Umsetzung stattfinden müsste, bleibt unglaubwürdig.</p>



<h2 id="h.qoqg5cnupjo" class="wp-block-heading">Es braucht Druck von der Bevölkerung</h2>



<p>Die Wintersession 2025 verdeutlicht: Fortschritte für Tiere entstehen nicht von selbst. Selbst breit abgestützte Anliegen werden im Parlament abgeschwächt oder vertagt, sobald sie bestehende Produktions- und Konsummuster infrage stellen. Umso wichtiger bleibt der politische Druck von aussen – durch Initiativen, Referenden, Lobbyarbeit und eine öffentliche Debatte.</p>



<p>TIF will sich aktiv in die Politik einmischen und den Tieren eine Stimme im Parlament geben. Dazu kandidieren wir am 29. März für das Kantonsparlament in Bern. <a href="https://tierimfokus.ch/wahlen-2026/wahlprogramm-grosser-rat/">Lies unsere Forderungen im Wahlprogramm.</a></p>


<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/tierpolitik-im-bundeshaus/ws25/">Tierpolitik im Bundeshaus | WS 25</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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		<title>Jahresbericht 2025</title>
		<link>https://tierimfokus.ch/jahresbericht/2025/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Sennhauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Dec 2025 08:04:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jahresbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/jahresbericht/2025/">Jahresbericht 2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<section class="section"><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>2025 markiert einen Meilenstein für Tier im Fokus (TIF): Erstmals ist in der Schweiz eine Tierrechtsorganisation mit einem Sitz im Berner Stadtrat parlamentarisch vertreten. Damit werden die Interessen der Tiere direkt in einem Schweizer Parlament eingebracht – sichtbar, verbindlich und auf Augenhöhe mit anderen politischen Interessen.</p>
<p>Trotzdem soll TIF keine Partei werden. Die parlamentarische Arbeit bleibt eines von mehreren Standbeinen unserer Organisation. Politik ist für uns kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um Tiere bei allen Entscheidungen zu berücksichtigen, die sie unmittelbar betreffen.</p>
<p>Der Jahresbericht zeigt die ganz Vielfalt unserer Organisation. Entlang unserer drei langfristigen Ziele aus der <a href="https://tierimfokus.ch/theoryofchange/">Theory of Change</a> dokumentiert er eines der erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte.</p>
</div><div class="section__image section__image--wide intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/dscf5776-1-1400x933.jpg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/dscf5776-1-768x512.jpg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/dscf5776-1-1400x933.jpg" alt="Mahnwache in St. Gallen für die Tiere" width="1400" height="933"/></picture></div><div class="picture_description">Mahnwache in St. Gallen für die Tiere | Foto: Tobias Sennhauser</div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><h2>Voraussetzung: Stärkung der Tierrechtsbewegung</h2>
<p>Ein nachhaltiger gesellschaftlicher Wandel zugunsten der Tiere setzt eine starke, vielfältige und gut vernetzte Tierrechtsbewegung voraus. Bevor politische Forderungen Mehrheiten finden oder institutionelle Veränderungen greifen können, braucht es Menschen, die sich austauschen, voneinander lernen, gemeinsame Strategien entwickeln und langfristig engagiert bleiben.</p>
<p>Ein zentrales Element zur Stärkung der Tierrechtsbewegung war im Jahr 2025 die <a href="https://tierimfokus.ch/animal-uprising-week/rueckblick-animal-uprising/">Animal Uprising Week</a>, die von TIF initiiert und bereits zum zweiten Mal durchgeführt wurde. Während einer Woche fanden schweizweit zahlreiche Veranstaltungen statt, organisiert von über 20 Organisationen, die gemeinsam zeigten, wie vielfältig, lebendig und politisch die Tierrechtsbewegung ist. TIF beteiligte sich in Bern mit Stadtrundgängen, politischen Abenden und Workshops. Den Abschluss bildete eine Line of Silence am Bahnhof Bern, bei der Aktivist:innen still auf das Leid von Tieren aufmerksam machten. Anschliessend sorgte das Duo Soya The Cow und Prinz Piano für den musikalischen Höhepunkt.</p>
</div><div class="section__image section__image--wide intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/signal-2025-10-28-120231-013-1400x1050.jpeg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/signal-2025-10-28-120231-013-768x576.jpeg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/signal-2025-10-28-120231-013-1400x1050.jpeg" alt="Soya The Cow und Prinz Piano in Aktion an der Animal Uprising Week" width="1400" height="1050"/></picture></div><div class="picture_description">Soya The Cow und Prinz Piano in Aktion an der Animal Uprising Week | Foto: zVg</div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Ebenfalls von TIF initiiert wurde das <strong>Animal Liberation Gathering</strong>, ein wiederkehrendes Treffen für die Tierrechtsbewegung in der Schweiz. Aktivist:innen aus der ganzen Schweiz kamen zusammen, um Erfahrungen zu teilen, neue Perspektiven kennenzulernen und gemeinsame Strategien zu diskutieren.</p>
<p>Auf internationaler Ebene nahm TIF mit einer Delegation am <a href="http://www.tierrechtskongress.at">Tierrechtskongress in Wien</a> teil und gestaltete diesen mit dem Beitrag <a href="https://www.youtube.com/watch?v=I7E4NqbhfWI">«Wir sind im Parlament! Und jetzt?»</a> mit. Der Austausch mit Aktivist:innen, Forschenden und Organisationen aus anderen Ländern ermöglichte es, die eigene Arbeit in einen grösseren Kontext einzuordnen und Impulse für die Weiterentwicklung der Tierrechtsbewegung in der Schweiz aufzunehmen.</p>
</div><div class="section__youtube intro-animation intro-animation--left"><div class="video_container video_container--embed"><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/I7E4NqbhfWI?modestbranding=1&rel=0&showinfo=0" title="Wir sind im Parlament! Und jetzt?" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Daneben förderte TIF auch im Regionalen den Austausch unter Gleichgesinnten. In regelmässigen <strong>akTIF-Treffen</strong> konnten aktive Mitglieder laufende Projekte besprechen, Herausforderungen teilen und voneinander lernen. Ergänzend dazu fanden mehrere <strong>offene Workshops</strong> statt, die vom Amt für Zukunft moderiert wurden und sich mit politischen und strategischen Fragen befassten.</p>
<p>Ein weiterer Fokus lag auf der Frage, wie Engagement langfristig tragfähig bleiben kann. Dazu gibt es unser <a href="https://tierimfokus.ch/care-collective/">Care Collective</a>. Dieses Jahr organisierte es mehrmals <strong>Yoga für Tierrechtsaktivist:innen und TIF-Mitglieder</strong>. Dies boten wir auch in einem Berner Altstadtkeller an, in Kooperation mit dem dortigen Hrdayam. Zu Weihnachten lancierten wir zudem erneut unser <strong>veganes Wichteln</strong>, wobei sich unbekannte Aktive ein kleines veganes Geschenk zuschicken. Teilgenommen haben über 100 Personen aus der ganzen Schweiz.</p>
<p>Bewegungen entstehen aus der Bevölkerung. Sie wachsen in unabhängigen Gruppen, getragen von Menschen, die etwas verändern wollen. Organisationen können solche Bewegungen unterstützen und langfristig stärken. Diese Rolle übernimmt TIF – <a href="https://tierimfokus.ch/happy-birthday-2/15-jahre-tier-im-fokus-tif/">seit inzwischen 15 Jahren</a>. Dieses Jubiläum nutzten wir, um uns bei einem gemütlichen veganen Sommerfest ausnahmsweise selbst zu feiern.</p>
</div><div class="section__image intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/vorschau-web-event-680x383-1.jpg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/vorschau-web-event-680x383-1.jpg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/vorschau-web-event-680x383-1.jpg" alt="Unsere Torte zum Fest für 15 Jahre Tier im Fokus" width="680" height="383"/></picture></div><div class="picture_description">Unsere Torte zum Fest von 15 Jahre Tier im Fokus | Foto: Jessica Ladanie</div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><h2>1. Gewaltfreie Wertschöpfungsketten</h2>
<p>TIF setzt sich dafür ein, dass Produktion und Konsum so verändert werden, dass Tiere nicht länger ausgebeutet werden. Wir legen offen, wo Gewalt an Tieren verübt wird, wie sie im Alltag unsichtbar gemacht wird und welche Alternativen es zu tierlichen Produkten gibt.</p>
<p>Ein zentraler Schwerpunkt lag im Jahr 2025 auf der Aufklärungsarbeit zur sogenannten Nutztierhaltung und zu den <a href="https://tierimfokus.ch/themen/tiere">realen Bedingungen in der industriellen Tierproduktion</a>. TIF thematisierte strukturelle Missstände, irreführende Werbebotschaften und die Diskrepanz zwischen öffentlicher Wahrnehmung und tatsächlicher Praxis. In Zusammenarbeit mit <strong>Animal Rights Switzerland</strong> hielten wir einen Vortrag zur Massentierhaltung in der Schweiz, der die Werbung der Realität gegenüberstellte.</p>
</div><div class="section__image intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/dscf6803-8-768x960.jpg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/dscf6803-8-768x960.jpg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/dscf6803-8-768x960.jpg" alt="Unser Vortrag zu Tierfabriken in der Schweiz" width="768" height="960"/></picture></div><div class="picture_description">Unser Vortrag zu Tierfabriken in der Schweiz | Foto: zVg</div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Ein wichtiger Hebel dieser Aufklärungsarbeit war <a href="https://tierimfokus.ch/in-den-medien/">unsere Medienpräsenz</a>. 2025 war TIF in rund <strong>90 Medienbeiträgen</strong> vertreten, darunter regionale, nationale und internationale Formate. Dazu gehörte ein Auftritt bei SRF zum Leid der Hühner in der Eierindustrie, ein Beitrag in der NZZ zur veganen Ernährung, ein Bericht im Tages-Anzeiger zum Tierschutzskandal in Solothurn sowie ein grosses Interview in der Berner Zeitung zu sogenannten Viehschauen an der Berner Publikumsmesse BEA. Ausserdem berichtete die Süddeutsche Zeitung über unsere Kritik an einem neuen Label zur Tierhaltung in der Schweiz.</p>
<p>À propos BEA: Ihr galt unser umfassender Widerstand. So reichten wir bereits im Vorfeld eine <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/60462/">Beschwerde bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission</a>, lancierten einen Vorstoss im Berner Stadtrat und protestierten vor Ort gegen die gewaltsame Zurschaustellung von Milchkühen – mit tatkräftiger Unterstützung von «Trachten statt Schlachten».</p>
</div><div class="section__image intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/493851066-1087819790050410-1541925663725720218-n-768x960.jpg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/493851066-1087819790050410-1541925663725720218-n-768x960.jpg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/493851066-1087819790050410-1541925663725720218-n-768x960.jpg" alt="Trachten statt Schlachten verteilt milchkritische Flyer an der BEA." width="768" height="960"/></picture></div><div class="picture_description">Trachten statt Schlachten verteilt milchkritische Flyer an der BEA | Foto: zVg</div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Damit die Wertschöpfungskette gewaltfrei werden kann, müssen wir den Konsum von Tieren beenden. Deshalb organisierten wir unser Treffen <strong>Vegan Meet &amp; Eat</strong>, das (seit 2011!) jeden zweiten Donnerstag im Monat in Bern stattfand. Auch im 2025 erfreute sich das Format grosser Beliebtheit und stiess teilweise sogar an seine Kapazitätsgrenzen.</p>
<h2>2. Bewusstseinswandel</h2>
<p>Ein nachhaltiger Wandel im Umgang mit Tieren entsteht nicht allein durch politische Entscheidungen. Er setzt auch einen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel voraus, der Tiere als fühlende Individuen wahrnimmt und Mensch-Tier-Beziehungen jenseits von Nutzung und Verwertung ermöglicht.</p>
</div><div class="section__image intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/492160599-1083597880472601-1392653633740703289-n-768x960.jpg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/492160599-1083597880472601-1392653633740703289-n-768x960.jpg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/492160599-1083597880472601-1392653633740703289-n-768x960.jpg" alt="Mithelfen auf dem Lebenshof" width="768" height="960"/></picture></div><div class="picture_description">Mithelfen auf dem Lebenshof | Foto: zVg</div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>2025 schuf TIF mehrere Gelegenheiten, um Tiere nicht als Konsumgut, sondern als individuelle Lebewesen kennenzulernen. <a href="http://tierimfokus.ch/patentiere">Unsere Patentiere</a> schaffen eine direkte Beziehung mit ehemaligen Tieren aus der Produktion. Sie leben auf verschiedenen Lebenshöfen in der Schweiz. Auf dem Bruffhof und Kuherde organisierten wir 2025 je einen Helfer:innen-Tag. Die praktische Mitarbeit vor Ort, das Kennenlernen der Tiere und der Austausch mit den Menschen, die sich täglich um sie kümmern, machen deutlich, was ein Leben jenseits von Ausbeutung bedeuten kann.</p>
<p>Daneben war TIF auch 2025 im öffentlichen Raum präsent. Mit einer <strong>Mahnwache gegen Massentierhaltung</strong> in St. Gallen und mit einem Stand am <strong>veganen Menta Festival</strong> in Bern wurden Gespräche angestossen und Perspektiven eröffnet. Auch die Teilnahme an einer Wolfsdemo gegen die Abschusspolitik des Bundesrats, verbunden mit einer TIF-Rede, setzte ein klares Zeichen für den Schutz von Wildtieren und für einen respektvollen Umgang mit nicht-menschlichen Mitbewohner:innen.</p>
</div><div class="section__image intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/signal-2025-06-28-215315-002-768x578.jpeg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/signal-2025-06-28-215315-002-768x578.jpeg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/signal-2025-06-28-215315-002-768x578.jpeg" alt="Unser Stand am veganen Menta Festival" width="768" height="578"/></picture></div><div class="picture_description">Unser Stand am veganen Menta Festival in Bern | Foto: zVg</div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><h2>3. Multispezies-Demokratie</h2>
<p>Wir verfolgen das Ziel, Tiere nicht nur moralisch, sondern auch politisch mitzudenken. Multispezies-Demokratie bedeutet, politische Entscheidungen so zu gestalten, dass die Interessen aller empfindungsfähiger Lebewesen stets berücksichtigt werden. 2025 war in diesem Zusammenhang ein Schlüsseljahr: Mit dem Einzug von TIF in den <a href="https://tierimfokus.ch/stadtrat">Berner Stadtrat</a> wurde erstmals eine explizite Perspektive der Tiere direkt in ein Schweizer Parlament eingebracht. Ausserdem ergatterten wir einen Sitz in der Tierparkkommission.</p>
<p>Im Laufe des Jahres reichten wir verschiedene <a href="https://tierimfokus.ch/vorstoesse/">politische Vorstösse</a> ein zu Themen wie Ernährung, Biodiversität und Tierpark. Mit unserer politischen Arbeit wollen wir nicht nur das Leben von Tieren verbessern, sondern auch andere Parteien dazu bringen, sich zum Tierschutz zu positionieren. Ergänzend dazu gründete TIF eine <strong>interfraktionelle Gruppe für Tiere und Biodiversität</strong> mit Mitgliedern aus dem Grünen Bündnis, der SP und den Grünliberalen. Ziel der Gruppe ist es, den parteiübergreifenden Austausch zu stärken, langfristige Allianzen aufzubauen und tierschutzrelevante Anliegen frühzeitig mehrheitsfähig zu machen.</p>
</div><div class="section__image intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/tif-inside-stadtrat-cover-web.png"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/tif-inside-stadtrat-cover-web-768x527.png"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/tif-inside-stadtrat-cover-web.png" alt="Neues Podcast: Unsere Voten aus dem Stadtrat" width="875" height="600"/></picture></div><div class="picture_description">Neues Podcast: Unsere Voten aus dem Stadtrat | Design: Jessica Ladanie</div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist Transparenz. Mit dem <a href="https://tierimfokus.ch/podcast">Podcast</a> und den Veranstaltungen Inside Stadtrat machten wir die Tierpolitik zugänglich. Dort zeigten wir auf, wie das Lobbying für Tiere funktioniert, wo mit Mehrheiten zu rechnen sind und welche Zielkonflikte bestehen. Diese Einblicke richteten sich bewusst auch an Menschen ohne politisches Vorwissen.</p>
<p>Die parlamentarische Arbeit wurde begleitet von regelmässigen Vernetzungstreffen zur Tierpolitik mit Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung, Forschung und NGOs. Diese Treffen ermöglichten es, unser Wissen zu erweitern, unsere Positionen zu hinterfragen und neue Impulse in die politische Arbeit einzubringen.</p>
</div><div class="section__image intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/dscf7160-6-1400x1400.jpg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/dscf7160-6-768x768.jpg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/12/dscf7160-6-1400x1400.jpg" alt="Immer wieder: Workshop zur Tierpolitik in Bern" width="1400" height="1400"/></picture></div><div class="picture_description">Immer wieder: Workshop zur Tierpolitik in Bern | Foto: Silja Zindel</div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>TIF bleibt eine Organisation, die auf mehreren Ebenen wirkt: in der Bewegung, in der Öffentlichkeit, in der politischen Debatte. Möglich ist diese Arbeit nur dank der vielen Menschen, die TIF mittragen. Ein grosser Dank gilt allen Mitgliedern, Aktiven, Pat:innen und Spender:innen, die Zeit, Energie, Vertrauen und Ressourcen einbringen. Ohne dieses Engagement wäre unser Einsatz für die Tiere unmöglich.</p>
</div><div class="section__info_box intro-animation intro-animation--left"><div class="info_box boxed"><div class="info_box__container"><div class="info_box__info"><svg class="info__bubble icon icon--bubble_general icon--green"><use href="#icon_bubble_general"></use></svg><svg class="info__i icon icon--info icon--white"><use href="#icon_info"></use></svg></div><p class="typography--h4">Unterstütze unsere Arbeit für die Tiere</p><p>Nur gemeinsam können wir der Fleischlobby etwas entgegenhalten. <a href="https://tierimfokus.ch/mitglied-werden/">Werde Mitglied bei Tier im Fokus (TIF)</a> und unterstütze unsere Arbeit für die Tiere. Herzlichen Dank!</p>
</div></div></div></section><p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/jahresbericht/2025/">Jahresbericht 2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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		<title>Von Bären, Brunnen und Befreiung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Tschanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2025 17:43:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Animal Uprising Week]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Tierrechtsbewegung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/animal-uprising-week/rueckblick-animal-uprising/">Von Bären, Brunnen und Befreiung</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<section class="section"><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Über 20 Organisationen haben während der Animal Uprising Week 30 Events in acht Kantonen organisiert – von Podiumsdiskussionen und Workshops bis hin zu Protestaktionen, Hofbesuchen und Stadtrundgängen. Die Aktionswoche wurde letztes Jahr von Tier im Fokus (TIF) ins Leben gerufen und fand nun zum zweiten Mal statt. Sie soll aufzeigen, wie vielfältig, lebendig und politisch die Tierrechtsbewegung ist.</p>
<p>TIF war mit mehreren Veranstaltungen in Bern dabei: zwei Stadtrundgänge durch die Altstadt, zwei politische Abende sowie der gemeinsame Abschlussevent mit der «Line of Silence» und einer Party im Anschluss.</p>
</div><div class="section__image intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/signal-2025-10-25-145941-003-768x1100.jpeg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/signal-2025-10-25-145941-003-768x1100.jpeg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/signal-2025-10-25-145941-003-768x1100.jpeg" alt="Rundgang" width="768" height="1100"/></picture></div><div class="picture_description">Geschichte der Tiere in Bern: über 30 Personen nahmen an unseren Stadtrundgängen teil.</div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><h2>Geschichte trifft Tierrechte – unsere Stadtrundgänge</h2>
<p>Fast 30 Personen nahmen an den beiden von TIF organisierten Stadtrundgängen teil. Wir führten durch die Berner Altstadt und erzählten von der Geschichte der Stadt – stets mit einem besonderen Fokus auf das Verhältnis zwischen Mensch und Tier.</p>
<p>Was hat es mit dem Kindlifresserbrunnen auf sich? Warum lagen die Schlachthäuser früher mitten in der Stadt? Und wie lange wurde das Fleisch der Bären aus dem Bärengraben noch serviert?</p>
<p>In kurzen, teils schauspielerischen Performances wurden diese und viele weitere Geschichten lebendig. Die Resonanz war grossartig – das Publikum lachte, staunte und diskutierte engagiert mit.</p>
</div><div class="section__image section__image--wide intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/signal-2025-10-24-143053-008-1400x1750.jpeg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/signal-2025-10-24-143053-008-768x960.jpeg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/signal-2025-10-24-143053-008-1400x1750.jpeg" alt="Vortrag zu Tierpolitik" width="1400" height="1750"/></picture></div><div class="picture_description">Vortrag zu Tierpolitik in Bern</div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><h2>Tierpolitik in Bern</h2>
<p>Zwei Abende widmeten wir ganz der Tierpolitik. Wir gaben Einblicke in <a href="http://www.tierimfokus.ch/stadtrat" target="_blank" rel="noopener">unsere Arbeit im Berner Stadtrat</a> und in der Tierparkkommission. Wir sprachen darüber, wie sich die Stimme der Tiere im politischen Alltag bemerkbar macht, welche Hürden bestehen und wo sich erste Chancen zeigen. Im Anschluss wurde gemeinsam diskutiert, Ideen ausgetauscht und beim Apéro weitergedacht.</p>
<p>An einem weiteren Abend luden wir zusammen mit der Arbeitsgruppe Tierrechte der Jungen Grünen Schweiz zu einem Workshop ein. In gemütlicher Runde entwickelten wir konkrete Ideen für politische Vorstösse auf kommunaler, kantonaler und nationaler Ebene – mit dem Ziel, Tierrechte Schritt für Schritt in die Parlamente zu bringen. Danach liessen wir den Abend beim gemeinsamen Aperölen ausklingen.</p>
</div><div class="section__image section__image--wide intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/p1500806-1400x1050.jpg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/p1500806-768x576.jpg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/p1500806-1400x1050.jpg" alt="Demo in Bern" width="1400" height="1050"/></picture></div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><h2>Abschluss in Stille und Musik</h2>
<p>Am letzten Tag trotzte die Bewegung dem Wetter: Über 40 Aktivist:innen versammelten sich am Bahnhof Bern, um in einer Line of Silence still auf das Leiden der Tiere in Ställen und Laboren aufmerksam zu machen.</p>
<p>Anschliessend klang die Woche mit einem warmen Curry und Live-Musik von <a href="https://soyathecow.com/" target="_blank" rel="noopener">Soya the Cow</a> und <a href="https://pianoprince.ch/" target="_blank" rel="noopener">Piano Prince</a> aus – ein wunderschöner, kraftvoller Abschluss.</p>
</div><div class="section__image section__image--wide intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/signal-2025-10-28-120231-013-1400x1050.jpeg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/signal-2025-10-28-120231-013-768x576.jpeg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/signal-2025-10-28-120231-013-1400x1050.jpeg" alt="Zum Abschluss: Konzert in Bern von Soya the Cow und Piano Prince" width="1400" height="1050"/></picture></div></div><div class="section__info_box intro-animation intro-animation--left"><div class="info_box boxed"><div class="info_box__container"><div class="info_box__info"><svg class="info__bubble icon icon--bubble_general icon--green"><use href="#icon_bubble_general"></use></svg><svg class="info__i icon icon--info icon--white"><use href="#icon_info"></use></svg></div><p class="typography--h4">Danke</p><p>Ein grosses Dankeschön an alle, die mitgeholfen, mitgedacht oder mitgemacht haben! Jede Teilnahme, jedes Gespräch und jede Idee macht unsere Bewegung stärker. Gemeinsam schaffen wir eine Zukunft, in der Tiere endlich als fühlende Mitgeschöpfe respektiert werden.</p>
<p>👉 Alle Infos zur Aktionswoche: <a href="http://www.animaluprising.ch" target="_blank" rel="noopener">www.animaluprising.ch</a></p>
</div></div></div></section><p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/animal-uprising-week/rueckblick-animal-uprising/">Von Bären, Brunnen und Befreiung</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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		<title>Veganes Wichteln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jessica Ladanie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2025 09:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vegane Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Vegan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/vegane-weihnachten/veganes-wichteln/">Veganes Wichteln</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<section class="section"><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Bereits zum zweiten Mal organisiert TIF ein veganes Wichteln. Wenn du Freude an kleinen Überraschungen hast, gerne andere beschenkst und dir Umwelt sowie das Wohl der Tiere am Herzen liegen, passt dieses Wichteln perfekt zu dir.</p>
<p>Beim veganen Wichteln senden sich unbekannte Menschen Überraschungspakete zu. Der Inhalt ist vegan und mit Sorgfalt ausgewählt – ob gebastelt, gebacken oder liebevoll ausgesucht. Nach der Anmeldung erhältst du per Mail die Postadresse deines Wichtelis und verschickst dein Geschenk. Danach kannst du dich auf dein eigenes Überraschungspaket freuen.</p>
</div><div class="section__image section__image--fullwidth"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 1441px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/wichteln-rueckblick-2024-1-1920x683.jpg"><source media="(min-width: 992px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/wichteln-rueckblick-2024-1-1600x569.jpg"><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/wichteln-rueckblick-2024-1-1024x364.jpg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/wichteln-rueckblick-2024-1-768x273.jpg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/11/wichteln-rueckblick-2024-1-1920x683.jpg" alt="Bild Wichteln" width="1920" height="683"/></picture></div></div></section><section class="section"><div class="section__row"><div class="row intro-animation-container"><div class="col-m-12 col-xs-12"><div class="section__title intro-animation intro-animation--left"><h3 class="">So funktionierts</h3></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><ol>
<li>Anmeldung: Melde dich über <a href="https://tierimfokus.typeform.com/to/pY4MD43k" target="_blank" rel="noopener">das Formular</a> zur Aktion veganes Wichteln an. Die Teilnahme ist für alle mit einer Postanschrift in der Schweiz möglich.</li>
<li>Auslosung: Am zweiten Advent (Sonntag, 7. Dezember 2025) werden die Adressen der Teilnehmenden einander zugelost. Du erhältst dann per E-Mail die Postadresse deines Wichtelis.</li>
<li>Paket versenden: Packe dein veganes Geschenk liebevoll ein und bringe es <strong>bis spätestens zum Mittwoch, 17. Dezember</strong> zur Post.</li>
<li>Freuen und gespannt warten: Jetzt heisst es abwarten! Schon bald wirst du ein Überraschungspaket erhalten, das jemand für dich zusammengestellt hat.</li>
</ol>
</div></div></div></div><div class="section__button intro-animation intro-animation--left"><div class="button button--normal"><a href="https://tierimfokus.typeform.com/to/pY4MD43k" target="_blank" rel="noopener noreferrer" >Ich bin dabei!</a></div></div></section><section class="section"><div class="section__info_box intro-animation intro-animation--left"><div class="info_box boxed"><div class="info_box__container"><div class="info_box__info"><svg class="info__bubble icon icon--bubble_general icon--green"><use href="#icon_bubble_general"></use></svg><svg class="info__i icon icon--info icon--white"><use href="#icon_info"></use></svg></div><p class="typography--h4">Good to know</p><p><strong>Worauf achten beim veganen Geschenk?</strong><br />
Ein veganes Geschenk enthält keine tierischen Bestandteile wie Milch, Fleisch, Eier, Honig, Leder, Wolle oder Bienenwachs. Vegane Produkte sind so hergestellt, dass dafür kein Tier leiden musste. Falls du dir bei einem Produkt nicht ganz sicher bist, kannst du uns jederzeit unter <a href="mailto:info@tierimfokus.ch" target="_blank" rel="noopener">info@tierimfokus.ch</a> kontaktieren.</p>
<p><strong>Wie hoch sollte der Wert des Geschenks sein?</strong><br />
Als Richtwert gilt ein Wert bis zu 20 CHF, ohne Verpackungs- und Versandkosten. Selbstgemachte Geschenke sind immer eine schöne Idee, aber kein Muss. Wenn du lieber etwas kaufst, freuen sich auch lokale Händler:innen über deine Unterstützung.</p>
<p><strong>Lebensmittel als Geschenk?</strong><br />
Lebensmittel sind möglich, allerdings mit ein paar Einschränkungen:</p>
<p>Achte bitte auf eventuelle Allergien, die dir zusammen mit der Versandadresse genannt werden. Besonders bei selbst gebackenen Güetzli ist es hilfreich, eine Zutatenliste beizulegen – so wissen Allergiker:innen direkt Bescheid. Verschicke keine gekühlten Produkte und verzichte auf alkoholhaltige Geschenke, damit Kinder auch mitmachen können.</p>
<p><strong>Bis wann sollte das Paket verschickt sein?</strong><br />
Bitte verschicke dein Paket bis spätestens Mittwoch, 17. Dezember 2025. Wir erinnern dich auch per E-Mail daran. Es wäre sehr schade, wenn jemand vergeblich auf eine Weihnachtsüberraschung wartet.</p>
<p><strong>Datenschutz<br />
</strong>Deine Daten werden ausschliesslich für die Durchführung des veganen Wichtelns verwendet und vertraulich behandelt. Wir können deine Daten so anonymisieren, dass dein Wichteli deinen Vornamen und somit dein Geschlecht nicht kennt (entsprechend im Formular ankreuzen). Die Person wird jedoch erfahren, in welcher Stadt oder welchem Ort du wohnst, um das Geschenk korrekt adressieren zu können.</p>
<p>Nach Abschluss der Aktion löschen wir alle personenbezogenen Daten aus unserer Datenbank. Solltest du Fragen zum Datenschutz haben, kontaktiere uns gerne unter <a href="mailto:info@tierimfokus.ch" target="_blank" rel="noopener">info@tierimfokus.ch</a>.</p>
</div></div></div></section><p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/vegane-weihnachten/veganes-wichteln/">Veganes Wichteln</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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		<title>4 Gründe, warum Herdenschutz funktioniert</title>
		<link>https://tierimfokus.ch/mensch-und-wolf/herdenschutz-gegen-woelfe-4-gruende-warum-er-in-der-schweiz-funktioniert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Sennhauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Oct 2025 13:22:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mensch und Wolf]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf]]></category>
		<category><![CDATA[Herdenschutz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://tierimfokus.ch/?p=61073</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/mensch-und-wolf/herdenschutz-gegen-woelfe-4-gruende-warum-er-in-der-schweiz-funktioniert/">4 Gründe, warum Herdenschutz funktioniert</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<section class="section"><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Als der letzte Schweizer Wolf 1871 <a href="https://www.swisscommunity.org/de/news-medien/schweizer-revue/artikel/die-grosse-wolfsjagd" target="_blank" rel="noopener">im Tessiner Dorf Iragna</a> erschossen wurde, herrschte Erleichterung. Jahrhundertelang galt der Wolf als dämonisches Wesen, umrankt von Mythen, Ängsten und Schauermärchen. Diese tief verwurzelte Furcht wirkt bis heute nach.</p>
<p>Auch nach über 150 Jahren wird die Rückkehr des Wolfs reflexartig abgelehnt. Forderungen nach Abschüssen werden meist mit dem Schutz von Nutztieren begründet – doch Abschüsse bieten keine echte Lösung. Effektiv und nachhaltig ist allein konsequenter Herdenschutz.</p>
<p>Hier sind vier Gründe, warum der Wolf – mit gutem Herdenschutz – einen Platz in der Schweiz verdient:</p>
<h2>1. Herdenschutz wirkt – und verhindert leichte Beute</h2>
<p>Die Praxis zeigt deutlich: Wo Herdenschutz konsequent umgesetzt wird, sinken die Verluste durch Wölfe massiv. Ein Beispiel aus Graubünden: Auf einer Alp in der <a href="https://naturschutz.ch/news/natur/herdenschutz-statt-wolfsabschuss/148859#:~:text=werden%20die%20Schafe%20zusammengetrieben%20aber,gibt%20es%20keine%20Sch%C3%A4den%20mehr" target="_blank" rel="noopener">Surselva-Region</a> verzichtete man zunächst auf Nachtpferche. Nach mehreren Verlusten installierte man Elektrozäune und schützte die Schafe nachts. Seither gab es keine Verluste mehr. Ein weiteres erfolgreiches Beispiel findet sich im <a href="https://chwolf.org/wolf-projekte/wolfschutz-durch-herdenschutz/archiv-hs-projekte/archiv-hs-projekte-2023/herdenschutz-unterstuetzung-2023/schafalpu-turtmanntal-vs-2023#:~:text=Dank%20den%20optimal%20umgesetzten%20Herdenschutzmassnahmen%2C,dem%20Herdenschutz%20im%20Wallis%20einen" target="_blank" rel="noopener">Walliser Turtmanntal</a>, wo dank Herdenschutzhunden und einer Hirtin seit 2018 kein einziges Nutztier mehr gerissen wurde.</p>
<p><a href="https://www.watson.ch/schweiz/tier/534087641-herdenschutz-mit-hunden-funktioniert-gemaess-studie-gut" target="_blank" rel="noopener">Schweizweit bestätigt sich dieser Erfolg</a>: Obwohl heute deutlich mehr Wölfe in der Schweiz leben als vor 20 Jahren, reissen sie pro Wolf deutlich weniger Nutztiere. Waren es um die Jahrtausendwende noch rund 33 Tiere pro Wolf und Jahr, sind es heute dank verbesserter Schutzmassnahmen nur noch etwa sechs.</p>
<p>Umgekehrt zeigt sich: Wo Schutz vernachlässigt wird, häufen sich die Probleme. Im Wallis waren 2023 rund <a href="https://www.pronatura.ch/de/2024/faire-finanzierung-und-foerderung-des-herdenschutzes-tut-not#:~:text=Fachgerecht%20gesch%C3%BCtzte%20Nutztierherden%20sind%20bedeutend,der%20L%C3%BCcken%20ist%20trotzdem%20der" target="_blank" rel="noopener">80 Prozent der gerissenen Nutztiere ungeschützt</a>. Für den Wolf reichen bereits kleine Sicherheitslücken – ein offenes Tor, ein kaputter Zaun oder eine unbeaufsichtigte Herde. Wölfe sind Opportunist:innen. «Sie reissen Beute, sobald sich eine günstige Gelegenheit bietet», sagt Wolfsexperte Sven Buchmann <a href="https://www.srf.ch/wissen/natur-tiere/woelfe-in-der-schweiz-die-wolfspopulation-waechst-die-konflikte-bleiben#:~:text=Der%20Wolf%20ist%20ein%20Hetzj%C3%A4ger,ihrer%20Beute%20aber%20sehr%20anpassungsf%C3%A4hig" target="_blank" rel="noopener">gegenüber SRF</a>.</p>
<p>Kurz gesagt: Herdenschutz wirkt – aber nur, wenn er ernst genommen wird.</p>
<h2>2. Abschüsse lösen das Problem nicht, sie verschärfen es</h2>
<p>Politisch werden schnelle Abschüsse von «Problemwölfen» gefordert. Doch dies ist keine dauerhafte Lösung. Wildbiologe Heinrich Haller betont <a href="https://www.srf.ch/wissen/natur-tiere/woelfe-in-der-schweiz-die-wolfspopulation-waechst-die-konflikte-bleiben" target="_blank" rel="noopener">gegenüber SRF</a>, dass abgeschossene Wölfe rasch durch neue Tiere ersetzt werden, weil regelmässig Jungwölfe aus Nachbarländern einwandern. Ein leer geschossenes Revier bleibt nie lange unbesetzt – gleichzeitig werden durch Abschüsse wichtige soziale Strukturen in Wolfsrudeln zerstört, was sogar noch mehr Konflikte verursachen kann.</p>
<p>Besonders gravierend ist es, wenn versehentlich Leittiere abgeschossen werden. Der Abschuss eines Leittiers ist keine Bagatelle, sondern ein ernsthafter Eingriff, der das Rudel auseinanderbrechen lassen kann, warnt <a href="https://www.swissinfo.ch/ger/wissen-technik/wenn-es-legal-ist-den-falschen-wolf-abzuschiessen/48285838" target="_blank" rel="noopener">David Gerke von der Gruppe Wolf Schweiz</a>. Fehlen die erfahrenen Rudelmitglieder, verlieren junge Wölfe ihre Orientierung, wandern ziellos umher und greifen häufiger Nutztiere an.</p>
<p>Ein Experte in einer <a href="https://www.srf.ch/play/tv/dok---netz-natur/video/erklaerungen-zum-wolf?urn=urn:srf:video:acf62ea2-270f-4321-acae-a4b025967b9f" target="_blank" rel="noopener">sehenswerten SRF-Dokumentation</a> erklärt, dass ein Wolfsrudel typischerweise aus einem Elternpaar, älteren Jungtieren und neuen Welpen besteht. Diese Familie verteidigt ihr Territorium strikt. Werden jedoch die Elterntiere getötet, entfällt diese natürliche Kontrolle: Wird das Territorium nicht mehr verteidigt, hat man unter Umständen sogar mehr Wölfe als zuvor.</p>
<p>Wolfsexperte Sven Buchmann (<a href="https://www.kora.ch/de" target="_blank" rel="noopener">KORA</a>) bestätigt im obigen SRF-Artikel: Abschüsse lösen Konflikte nicht dauerhaft, Herdenschutz hingegen schon. Während gezielte Abschüsse manchmal als Ausnahme akzeptiert werden, ist klar: Präventive Schutzmassnahmen sind langfristig deutlich effektiver.</p>
</div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><h2>3. Wölfe halten Wildtierpopulationen gesund</h2>
<p>Wölfe erfüllen eine wichtige Aufgabe in der Natur. Laut dem <a href="https://www.wwf.ch/de/projekte/einsatz-fuer-die-grossraubtiere#:~:text=Wolf%2C%20B%C3%A4r%20und%20Luchs%20geh%C3%B6ren,Jahren%20zur%20Ausrottung%20der%20drei" target="_blank" rel="noopener">WWF</a> jagen sie bevorzugt schwache, kranke oder junge Hirsche, Rehe und Gämsen. Dadurch stärken sie den Bestand ihrer Beutetiere und sorgen indirekt dafür, dass der Wald weniger unter Wildverbiss leidet und sich besser regenerieren kann.</p>
<p>Die <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/interview-der-wolf-kann-mithelfen-die-wildtierbestaende-zu-reduzieren-wie-der-wald-vom-wolf-profitiert-ld.2288165" target="_blank" rel="noopener">Biologin Andrea Kupferschmid</a> von der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL bestätigt: «Die Präsenz von Wölfen verringert [&#8230;] die Wildschäden und sorgt für ein besseres Wachstum der Bäume.» Förster:innen begrüssen daher die Rückkehr der Wölfe, denn gerade Baumarten wie Weisstannen und Eichen profitieren von weniger Verbiss, die im Klimawandel eine entscheidende Rolle spielen.</p>
<p>Klar ist aber: Der Wolf allein wird das Problem hoher Wildbestände nicht lösen. Doch mit wachsender Wolfspopulation könnte der Druck auf Wildtiere steigen – und langfristig weniger jagdliche Eingriffe nötig sein. Der Wolf könnte somit zu einem natürlicheren Umgang mit Wald und Wildtieren beitragen.</p>
<h2>4. Herdenschutz braucht Solidarität</h2>
<p>Herdenschutz bedeutet Mehraufwand: Elektrozäune müssen gepflegt, Herdenschutzhunde ausgebildet und Herden überwacht werden. Doch dieser Aufwand lohnt sich, schützt langfristig Tiere und Menschen und sollte solidarisch getragen werden.</p>
<p>Solange das Umweltdepartement von Mitte-Links geführt wurde, erhöhte der Bund die Mittel für den Herdenschutz regelmässig. Mit der Wahl von Albert Rösti (SVP) in den Bundesrat Ende 2022 und seiner Übernahme des Umweltdepartements änderte sich die Strategie jedoch grundlegend: Statt weiterer Aufstockungen kürzte Rösti die Beiträge für den <a href="https://chwolf.org/medien/chwolf-medien-ecke/medienmitteilungen-2024/medienmitteilung-vom-15-dezember-2024?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noopener">Herdenschutz um rund 50 Prozent</a>.</p>
<p>Schlimmer noch: Rösti gab 2023 grünes Licht für <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/jagdgesetz-bundesrat-roesti-gibt-den-wolf-zum-abschuss-frei-765337135576" target="_blank" rel="noopener">präventive Wolfsabschüsse</a> – und missachtete damit den Willen des Stimmvolkes, das sich noch <a href="https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/biodiversitaet/dossiers/revision-jagd-und-wildtierschutzgesetz.html" target="_blank" rel="noopener">2020 gegen das revidierte Jagdgesetz</a> aussprach. Umweltverbände wie <a href="https://www.pronatura.ch/de/2022/die-fakten-zum-wolf-der-schweiz#:~:text=daf%C3%BCr%20sind%20die%20kantonalen%20Herdenschutzberatungen,Pour%20la%20Protection%20des%20Alpages" target="_blank" rel="noopener">Pro Natura</a> betonen hingegen, wie wichtig solidarische Herdenschutz-Projekte (z.B. «<a href="https://pasturs-voluntaris.ch/" target="_blank" rel="noopener">Pasturs Voluntaris</a>») sind.</p>
<p>Herdenschutz funktioniert nur, wenn alle mitmachen und die Politik die richtigen Signale sendet: Wer in Schutzmassnahmen investiert, verdient Unterstützung. Wer stattdessen auf Abschüsse setzt, gefährdet langfristig Nutztiere, Nachbarherden und die Zukunft der Wölfe.</p>
<h2>Mehr Wildnis wagen</h2>
<p>Der Wolf fordert uns heraus, unser Verhältnis zur Natur neu zu denken. Gerade in Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens brauchen wir nachhaltige Lösungen, nicht kurzfristige Eingriffe. Genau dies meint das Konzept des «<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rewilding" target="_blank" rel="noopener">Rewildings</a>»: Der Natur Raum geben, Selbstregulierung fördern und alte Denkmuster hinterfragen.</p>
<p>Wenn wir auch unbequemen Arten ihren Platz zugestehen, stärken wir langfristig die Widerstandsfähigkeit unserer Landschaften gegen Umweltkrisen. Herdenschutz ist dabei mehr als nur Schadensprävention: Er steht für ein verantwortungsvolles Zusammenleben auf Augenhöhe mit wilden Tieren.</p>
<p>So könnte gerade der einst gefürchtete Wolf zum Symbol eines achtsamen, respektvollen Umgangs mit unserer Umwelt werden.</p>
<h2>Links</h2>
<ul>
<li><a href="https://tierimfokus.ch/neue-broschuere/eine-tierrechtsposition-zur-jagd/" target="_blank" rel="noopener">Eine Tierrechtsposition zur Jagd</a> – gratis Broschüre zum Runterladen oder Bestellen von Tier im Fokus (TIF)</li>
<li><a href="https://www.srf.ch/audio/news-plus-hintergruende/guter-boeser-wolf-1-4-auge-in-auge?id=AUDI20250907_NR_0006" target="_blank" rel="noopener">Guter Böser Wolf</a> – Vierteilige Hintergrundsendung von SRF zum Wolf.</li>
</ul>
</div></section><p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/mensch-und-wolf/herdenschutz-gegen-woelfe-4-gruende-warum-er-in-der-schweiz-funktioniert/">4 Gründe, warum Herdenschutz funktioniert</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Strategien, um Menschen für Tiere zu gewinnen</title>
		<link>https://tierimfokus.ch/von-herz-bis-kopf/effektive-kommunikationsstrategien-fur-mehr-tierrechtsbewusstsein-2020-2025/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tier im Fokus (TIF)]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2025 09:33:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Von Herz bis Kopf]]></category>
		<category><![CDATA[Strategien]]></category>
		<category><![CDATA[Tierrechtsbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu unserer Theory of Change gehört ein langfristiges Ziel, das Bewusstsein in der Bevölkerung so zu verändern, dass Tiere nicht mehr als minderwertig gelten. Doch wie lässt sich dieses Ziel erreichen? Die Forschung untersucht zunehmend, wie Kommunikation Einstellungen zu Tieren positiv beeinflussen kann. In den letzten Jahren sind zahlreiche Studien erschienen, die sich mit Botschaftsinhalten, psychologischen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[


<p>Zu unserer <a href="http://wwwtierimfokus.ch/theoryofchange" target="_blank" rel="noopener">Theory of Change</a> gehört ein langfristiges Ziel, das Bewusstsein in der Bevölkerung so zu verändern, dass Tiere nicht mehr als minderwertig gelten. Doch wie lässt sich dieses Ziel erreichen?</p>



<p>Die Forschung untersucht zunehmend, wie Kommunikation Einstellungen zu Tieren positiv beeinflussen kann. In den letzten Jahren sind zahlreiche Studien erschienen, die sich mit Botschaftsinhalten, psychologischen Mechanismen und Framing-Strategien befassen.</p>



<p>Dieser Artikel fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen – von der Wirksamkeit verschiedener Argumente über die Rolle von Emotionen bis hin zu Ansätzen, die langfristig wirken und Abwehrreaktionen vermeiden.</p>



<h2 id="h.190fm9x4fwja" class="wp-block-heading">Botschaftsinhalte: Tierleid vs. Gesundheit vs. Umwelt</h2>



<p>Welche Inhalte überzeugen am meisten – Tierleid und Empathie oder Gesundheits- und Umweltschutzargumente?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ethische Appelle: </strong>In einem <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35718310/#:~:text=vignettes,that%20the%20different%20effects%20of" target="_blank" rel="noopener">Experiment mit 545 brasilianischen Fleischesser:innen</a> führten Botschaften zu Tierrechten und Umweltschutz deutlich häufiger dazu, dass Teilnehmende einen Widerspruch zwischen ihrem Konsum und ihren Werten erkannten (kognitive Dissonanz) und ihre Einstellung zur Reduktion tierischer Produkte änderten. Gesundheitsargumente zeigten hingegen keinen messbaren Effekt.<strong><br /></strong></li>
<li><strong>Motive für Fleischreduktion: </strong>Laut dem <a href="https://www.coop.ch/de/marken-inspiration/ernaehrung/vegetarisch-vegan/vegane-ernaehrung/report.html?srsltid=AfmBOorZBIacjZ_r65TRZClHwdMjYP99j3xdXi_XccJwXshopcMqpVym" target="_blank" rel="noopener">Plant Based Food Report 2025</a> sind Umweltschutz, Gesundheit und Tierschutz die drei Hauptgründe für eine fleischreduzierte oder vegane Ernährung. Bei Flexitarier:innen steht Gesundheit inzwischen vor Tierschutz, bei Vegetarier:innen und Veganer:innen dominieren ethische Gründe. Diese Häufigkeit spiegelt sich nicht immer in Verhaltensexperimenten wider, wo Tierleid- und teils Umweltargumente stärker wirken als Gesundheitsargumente.<strong><br /></strong></li>
<li><strong>Empathie vs. Fakten:</strong> Reine Fakten, etwa Gesundheitsstatistiken, wirken oft weniger als emotionale Botschaften, die Mitgefühl und moralische Empörung wecken. Laut einer Übersicht des <a href="https://www.sentienceinstitute.org/foundational-questions-summaries" target="_blank" rel="noopener">Sentience Institute</a> erzielen Tierrechtsargumente die grösste Übereinstimmung mit moralischen Werten; Gesundheitsargumente erreichen nicht dieselbe Überzeugungskraft. Studien (<a href="https://www.vegansociety.com/get-involved/research/research-news/animal-cruelty-messages#:~:text=Sample" target="_blank" rel="noopener">Faunalytics, Humane League Labs</a>) zeigen ebenfalls: Der Fokus auf Tierleid führt häufiger zu Verhaltensänderungen als reine Umwelt- oder Gesundheitsargumente. Problematisch ist, dass solche Botschaften oft gemieden werden – deshalb empfehlen Fachleute Formate, die Aufmerksamkeit auch bei schwierigen Inhalten sichern, etwa Plakate oder TV-Spots.</li>
</ul>



<h2 id="h.hmudsgq7wrmu" class="wp-block-heading">Positive vs. negative Kommunikationsstrategien</h2>



<p>Neben dem Inhalt zählt auch der Ton: Soll die Realität drastisch und negativ geschildert werden (Schock, Schuldappelle) oder eher positiv motivieren (Hoffnung, Lösungen)? Und wie wirken konfrontative im Vergleich zu kooperativen Protestformen?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Konstruktiv vs. konfrontativ: </strong>Eine <a href="https://www.socialchangelab.org/animal-rights-protests-tactics-messaging-strategies" target="_blank" rel="noopener">britische Studie</a> mit 4’757 Teilnehmenden zeigte, dass radikale Aktionen wie KFC-Blockaden Tiermitgefühl, Unterstützung und Handlungsbereitschaft verringern können. Weniger konfrontative Aktionen (z. B. Störungen bei Pferderennen) schnitten besser ab. Dieses «<a href="https://www.researchgate.net/publication/338562538_The_activist's_dilemma_Extreme_protest_actions_reduce_popular_support_for_social_movements" target="_blank" rel="noopener">Aktivist:innen-Dilemma</a>» bedeutet: Zu viel Provokation erzeugt oft Ablehnung statt Einsicht.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Lösungsorientiert vs. problemorientiert: </strong>Dieselbe Studie verglich wertebasierte, problemorientierte und lösungsorientierte Botschaften. Lösungsorientierte Kommunikation – besonders kombiniert mit disruptiven Protesten – wirkte am schlechtesten, da direkte Aufforderungen («Ihr müsst alle vegan werden») oft als belehrend wahrgenommen werden. Problemorientierte Botschaften, die Missstände aufzeigen, und wertebasierte Appelle an Empathie und Gerechtigkeit waren weniger abschreckend. Empfehlung: Erst Problembewusstsein und Mitgefühl stärken, dann Lösungen anbieten.<strong><br /></strong></li>
<li><strong>Positiv vs. negativ:</strong> Sollen Tierrechtskampagnen auf hoffnungsvolle Bilder geretteter Tiere oder auf schockierende Darstellungen von Tierleid setzen? Erkenntnisse aus der Klimakommunikation zeigen: Zu viel Pessimismus kann lähmen, Hoffnung stärkt hingegen die Selbstwirksamkeit. In der Tierrechtsfrage ist jedoch oft eine Verhaltensänderung nötig, und Studien belegen, dass das klare Benennen von Tierleid moralische Dringlichkeit vermittelt. <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9205607/#:~:text=Although%20it%20seemed%20plausible%2C%20a,interventions%20with%20beneficial%20average%20effects" target="_blank" rel="noopener">Eine Meta-Analyse von 100 Studien</a> ergab: Botschaften, die Tierleid thematisierten, senkten den Fleischkonsum kurzfristig um rund 22 Prozent; über 80 Prozent der Ansätze wirkten positiv, nur wenige lösten Ablehnung aus. Empfohlen wird, Tierleid klar zu benennen, aber empathisch und ohne Schuldzuweisung zu kommunizieren, um Einsicht statt Abwehr zu fördern.</li>
<li><strong>Urteilendes vs. verständnisvolles Wording: </strong>Die Ansprache macht den Unterschied: Ein anklagender Ton («Fleischessen ist Mord») provoziert oft Abwehr, ein verständnisvoller («Viele von uns sind mit Fleischessen aufgewachsen…») erhöht die Offenheit. Eine <a href="https://paxfauna.org/reports/evolving-together-executive-summary-of-an-18-month-messaging-study-on-animal-farming/" target="_blank" rel="noopener">Pax-Fauna-Studie</a> zeigte, dass Botschaften von «normalen Menschen», die selbst (noch) Fleisch essen, besonders wirksam sind, weil sie nahbar wirken und keine moralische Überlegenheit ausstrahlen. Ein Beispiel ist die <a href="https://eatplanted.com/blogs/news/schwingerkonig-und-fleischliebhaber-christian-stucki-grilliert-jetzt-auch-mit-planted" target="_blank" rel="noopener">Planted-BBQ-Kampagne 2025</a> mit Schwingerkönig Christian Stucki, der als Fleischliebhaber pflanzliche Alternativen vorstellt und so Offenheit statt Verzicht betont.</li>
</ul>



<h2 id="h.4j6oug3q7hzw" class="wp-block-heading">Psychologische Mechanismen: Kognitive Dissonanz &amp; Identität</h2>



<p>Studien nutzen psychologische Theorien wie kognitive Dissonanz, Moralpsychologie und Identitätsforschung, um Botschaften so zu gestalten, dass sie Wandel anstossen, ohne Abwehr zu provozieren.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Kognitive Dissonanz auslösen: </strong>Wenn Verhalten (z. B. Fleischkonsum) den eigenen Werten widerspricht («Ich liebe Tiere»), entsteht Spannung. Eine Studie fragte Restaurantgäste vor der Bestellung schlicht: <a href="https://research.wur.nl/en/publications/do-you-consider-animal-welfare-to-be-important-activating-cogniti" target="_blank" rel="noopener">«Halten Sie Tierschutz für wichtig?»</a> – die vegetarischen Burgerbestellungen verdoppelten sich. Auch Laborexperimente bestätigen: Werte subtil aktivieren wirkt am besten sanft, nicht vorwurfsvoll.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Moralische Rechtfertigungen ansprechen: </strong>Fleischessende nutzen oft Ausflüchte («Tiere merken das nicht»). In <a href="https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb1/prof/PSY/SPS/Docs_Benny/Buttlar_2020_FoodforThought_AM.pdf" target="_blank" rel="noopener">Feldversuchen</a> konfrontierten Aktivist:innen solche Argumente freundlich, aber direkt – und erreichten kritischere Bewertungen von Fleischkonsum und mehr Bereitschaft zur Reduktion. Entscheidend ist eine sachliche, ruhige Gesprächsführung, um Abwehr zu vermeiden.</li>
<li><strong>Selbstwert stärken:</strong> Wer vor einer kritischen Botschaft an persönliche Werte oder Erfolge erinnert wird, reagiert offener. In einer <a href="http://v" target="_blank" rel="noopener">Studie</a> beurteilten so vorbereitete Teilnehmende vegetarische Alternativen positiver und fühlten sich weniger bedroht, selbst wenn es um kulturelle Identität ging. In der Praxis kann es helfen, gemeinsame Werte zu betonen oder andere Leistungen zu würdigen, bevor man den Fleischkonsum thematisiert.</li>
<li><strong>Identität einbeziehen: </strong>Menschen ändern ihr Verhalten leichter, wenn es zu ihrer bestehenden Identität passt. Statt Identitäten anzugreifen («Fleisch gehört zu uns»), so dieselbe Studie, kann man kompatible Rollen hervorheben – etwa als Elternteil, Naturfreund oder Gläubige:r. So bleibt das Selbstbild konsistent, und die Angst vor Identitätsverlust sinkt.</li>
</ul>



<h2 id="h.i3rnnchewje3" class="wp-block-heading">Narrative Framings: Individuum vs. System</h2>



<p>Framing bestimmt, wie ein Thema gerahmt wird: Spricht man Menschen als Einzelkonsument:innen an («Dein Konsum verursacht Tierleid») oder als Teil eines grösseren Systems («Wir alle tragen Verantwortung und können gemeinsam etwas ändern»)? Letzteres – systemisches Framing – rückt Problem und Lösung in den gesellschaftlichen Kontext, verteilt Verantwortung und betont kollektives Handeln statt individuelle Pflicht.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>«Konsument:innen-Frame» vs. «Bürger:innen-Frame»:</strong> Laut der <a href="https://paxfauna.org/reports/evolving-together-executive-summary-of-an-18-month-messaging-study-on-animal-farming/#:~:text=To%20our%20participants%2C%20removing%20animals,and%20that%20impact%20seems%20negligible" target="_blank" rel="noopener">Pax-Fauna-Studie</a> denken viele beim Thema Tierleid im «Konsument:innen-Frame» – sie sehen das Problem als persönliche Kaufentscheidung, fühlen sich überfordert und reagieren mit Resignation. Wirksamer ist der «Bürger:innen-Frame», der gesellschaftliche Verantwortung und kollektive Werte betont. Kommunikation mit Fokus auf politische Lösungen (z. B. Gesetze, Agrarsubventionen, vegane Kantinen) erzeugt weniger Widerstand und motiviert stärker als individuelle Verzichtsappelle.</li>
<li><strong>Narrativ der gemeinsamen Evolution:</strong> Besonders anschlussfähig ist das Bild einer schrittweisen, gemeinsamen Weiterentwicklung weg von Tierprodukten («evolve together»). Statt sofortige Verhaltensänderung zu fordern, betont es Fortschritt und Modernität, entschärft Gegenargumente wie «Tradition» und macht Wandel vorstellbar. Fokusgruppen zeigten: Diese Vision stärkt das Wir-Gefühl und nimmt den Druck, sofort perfekt handeln zu müssen.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Konkrete Bürger:innen-Handlungsaufforderungen:</strong> Systemisches Framing sollte kollektive Handlungsmöglichkeiten bieten – etwa Unterstützung politischer Initiativen, Abstimmungen oder Unternehmensforderungen. So fühlen sich Menschen als Teil einer Bewegung und weniger überfordert, was auch individuelle Veränderungen erleichtert.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Kulturelle Narrative ansprechen:</strong> Systemisches Framing kann Mythen wie den «tierfreundlichen Bauernhof» entkräften, ohne Einzelne anzugreifen. Die Strategie «Es ist kein Geheimnis» stellt belastbare Fakten als allgemein bekannt dar (z. B. «über 90 Prozent der Tiere leben in industrieller Massentierhaltung») und zeigt, dass kulturelle Werte sich weiterentwickeln können.</li>
</ul>



<h2 id="h.2ymndqu1ta98" class="wp-block-heading">Langfristige Wirkung und Risiken</h2>



<p>Oft bleibt unklar, ob Kommunikationseffekte langfristig anhalten und welche Nebenwirkungen möglich sind.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Kurzfristig vs. nachhaltig: </strong>Viele Studien zeigen Erfolge direkt nach der Botschaft. Ob sie dauerhaft Verhalten ändern, ist weniger erforscht. Eine <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9205607/#:~:text=did%20not%20differ%20meaningfully%20in,up" target="_blank" rel="noopener">Meta-Studie</a> empfiehlt längere Nachbeobachtungen und echte Verhaltensdaten. Ermutigend: In einem <a href="https://research.wur.nl/en/publications/do-you-consider-animal-welfare-to-be-important-activating-cogniti#:~:text=with%20a%20strong%20pro,into%20choosing%20a%20vegetarian%20meal" target="_blank" rel="noopener">Restaurant-Experiment</a> verdoppelte sich der Anteil vegetarischer Burger, wenn Gäste vorab auf ihre Tierwohl-Werte angesprochen wurden. Eine weitere <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0272494421000451" target="_blank" rel="noopener">Studie</a> zeigte, dass ein Appell zur Fleischreduktion selbst nach fünf Monaten noch messbare Effekte hatte, während ein radikaler Verzichtsaufruf wirkungslos blieb.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Backlash und Abwehr: </strong>Extreme Protestformen können Aufmerksamkeit erzeugen, aber auch Sympathien kosten – ein Phänomen, das als Aktivist:innen-Dilemma bekannt ist. <a href="https://www.researchgate.net/publication/338562538_The_activist's_dilemma_Extreme_protest_actions_reduce_popular_support_for_social_movements" target="_blank" rel="noopener">Experimente</a> zeigen, dass radikale Aktionen wie Blockaden oder Sachbeschädigungen die Unterstützung für soziale Bewegungen verringern. Das <a href="https://www.socialchangelab.org/animal-rights-protests-tactics-messaging-strategies#:~:text=match%20at%20L808%20Feinberg%2C%20M,5%29%2C%201086" target="_blank" rel="noopener">Social Change Lab</a> bestätigte diesen Effekt speziell im Tierrechtskontext: Disruptive Aktionen wie Blockaden führten bei unbeteiligten Zuschauer:innen eher zu Ablehnung als zu Einsicht.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Abwehr reduzieren: </strong>Strategien wie wertschätzende Ansprache, fleischessende Botschafter:innen oder das Betonen gemeinsamer Werte helfen, Abwehrhaltungen zu vermeiden, so <a href="https://paxfauna.org/reports/evolving-together-executive-summary-of-an-18-month-messaging-study-on-animal-farming/#:~:text=,eating%20public" target="_blank" rel="noopener">Pax Fauna</a>. Auch soziale Normen («immer mehr Menschen essen pflanzlich») fördern Nachahmung ohne moralischen Druck. Entscheidend ist, das Ego der Zielgruppe nicht anzugreifen.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ethische Aspekte:</strong> Laut der oben verlinkten Pax-Fauna-Studie wirken moralische Argumente, erfordern aber einen respektvollen Umgang. Manipulative Methoden, traumatisierende Bilder oder übertriebene Emotionalisierung können Vertrauen untergraben. Am besten wirken transparente, faktenbasierte Botschaften mit klaren Quellenangaben – so bleibt die Glaubwürdigkeit hoch und das Gefühl von Manipulation gering.</li>
</ul>



<h2 id="h.yzfgoe3ie9cj" class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p><strong>Aktuelle Forschung zeigt</strong>: Erfolgreiche Tierrechtskommunikation setzt auf eine ausgewogene Mischung – weder blosses Moralisieren noch reines Präsentieren von Fakten genügt. Am wirksamsten sind Botschaften, die Mitgefühl für Tiere wecken und das Unrecht der Ausbeutung klar benennen. Umwelt- und Gesundheitsargumente können diese Wirkung verstärken, besonders bei Zielgruppen wie Flexitarier:innen, sollten aber idealerweise mit einer moralischen Dimension verknüpft werden.</p>



<p><strong>Der Tonfall ist entscheidend</strong>: Positive, hoffnungsvolle Narrative und ein respektvoller Stil erhöhen die Aufgeschlossenheit, während anklagende oder konfrontative Ansätze oft Abwehr auslösen. Psychologische Werkzeuge wie das Aufzeigen innerer Widersprüche, das Stärken des Selbstwertgefühls und das Anknüpfen an bestehende Identitäten helfen, defensives Verhalten zu vermeiden – vorausgesetzt, sie werden behutsam und ethisch eingesetzt.</p>



<p><strong>Systemisches Framing</strong> – die Darstellung des Problems im gesellschaftlichen Zusammenhang mit geteilter Verantwortung und klaren kollektiven Handlungsmöglichkeiten – schafft Hoffnung, reduziert Schuldzuweisungen und motiviert zu Veränderung. Erfolgreiche Strategien sprechen Gegenargumente proaktiv, aber einfühlsam an, setzen auf Transparenz und bauen Vertrauen auf.</p>



<p><strong>Für Aktivist:innen heisst das</strong>: Neugier wecken statt Schuld zuzuweisen, Gemeinsamkeit betonen statt zu spalten, Werte ins Gespräch bringen statt zu predigen. Vielfältige, gut abgestimmte Methoden – von berührenden Tiergeschichten bis hin zu politischer Arbeit – erhöhen die Chance, Einstellungen und Verhalten nachhaltig zu verändern und eine empathischere Gesellschaft zu fördern.</p>





<h4 id="h.dlia87gbz67x" class="wp-block-heading">Hinweis</h4>



<p>Dieser Artikel basiert auf einer GPT Deep Research vom Juli 2025. Mit diesem Modell lassen sich umfangreiche Berichte erstellen. Wir haben ihn sorgfältig redigiert und die Quellen überprüft. Falls du dennoch Fehler entdeckst, schreib uns gerne: <a href="mailto:info@tierimfokus.ch">info@tierimfokus.ch</a>.</p>

<p>&nbsp;</p><p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/von-herz-bis-kopf/effektive-kommunikationsstrategien-fur-mehr-tierrechtsbewusstsein-2020-2025/">Strategien, um Menschen für Tiere zu gewinnen</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Rückblick auf die Herbstsession 2025</title>
		<link>https://tierimfokus.ch/tierpolitik-im-bundeshaus/hs25/</link>
					<comments>https://tierimfokus.ch/tierpolitik-im-bundeshaus/hs25/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tobias Sennhauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2025 08:47:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tierpolitik im Bundeshaus]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalrat]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf]]></category>
		<category><![CDATA[tierpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Pelzinitiative]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Ständerat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pelz-Initiative und Gegenvorschlag Die Volksinitiative «Ja zum Importverbot für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte» fordert ein generelles Einfuhrverbot für Pelze und Pelzprodukte, die unter Bedingungen hergestellt wurden, die nach Schweizer Recht als Tierquälerei gelten. Damit soll verhindert werden, dass Produkte in die Schweiz gelangen, deren Herstellung mit unseren Tierschutzstandards unvereinbar ist. Der Bundesrat empfiehlt die Initiative zur [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/tierpolitik-im-bundeshaus/hs25/">Rückblick auf die Herbstsession 2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[


<h3 id="h.1l2c48mja1w" class="wp-block-heading"><strong>Pelz-Initiative und Gegenvorschlag</strong></h3>



<p>Die <a href="https://pelz-initiative.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Volksinitiative «Ja zum Importverbot für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte»</a> fordert ein generelles Einfuhrverbot für Pelze und Pelzprodukte, die unter Bedingungen hergestellt wurden, die nach Schweizer Recht als Tierquälerei gelten. Damit soll verhindert werden, dass Produkte in die Schweiz gelangen, deren Herstellung mit unseren Tierschutzstandards unvereinbar ist.</p>



<p><a href="https://www.fedlex.admin.ch/eli/fga/2025/1790/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Bundesrat empfiehlt die Initiative zur Ablehnung und legt einen indirekten Gegenvorschlag vor.</a> Dieser verfolgt dasselbe Ziel, ist aber im Tierschutzgesetz (nicht in der Bundesverfassung) verankert und bezieht sich bei der Definition von «tierquälerisch» auf die Leitprinzipien der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH). Damit will der Bundesrat sicherstellen, dass das Verbot mit internationalen Handelsverpflichtungen vereinbar bleibt. Der Gegenvorschlag verbietet zudem nicht nur die Einfuhr, sondern auch die Durchfuhr und den Handel mit tierquälerisch hergestellten Pelzen und überträgt die Kontrolle dem Bund (BLV und Zollverwaltung).</p>



<p>Im Nationalrat setzten sich verschiedene Minderheiten für strengere Regeln ein. Kilian Baumann (Grüne/BE) plädierte dafür, dass nur ein Bundes-Zertifizierungsprogramm echte Transparenz gewährleisten kann. Anna Rosenwasser (SP/ZH) wollte zusätzliche Haltungs- und Jagdmethoden im Gesetz festschreiben, zog ihren Antrag aber zurück. Der Nationalrat stimmte schliesslich dem Gegenvorschlag zu und verlängerte die Behandlungsfrist für die Initiative bis 2027.</p>



<p>Nun befasst sich der Ständerat mit der <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250059" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorlage</a>. Wird der Gegenvorschlag auch dort angenommen, kann das Initiativkomitee entscheiden, ob es die Volksinitiative bedingt zurückzieht – also nur dann, wenn der Gegenvorschlag tatsächlich in Kraft tritt. Der Gegenvorschlag selbst untersteht dem fakultativen Referendum: Nur wenn 50&#8217;000 Unterschriften gesammelt werden, kommt er vors Volk; sonst tritt er direkt in Kraft.</p>



<p><strong>Position TIF:</strong> Wir unterstützen sowohl die Initiative als auch den Gegenvorschlag und folgen der Entscheidung des Initiativkomitees. Für uns ist klar, dass die Pelzproduktion immer mit Tierleid verbunden ist.</p>



<h2 id="h.hugo1abl9s7y" class="wp-block-heading"><strong>Wolf: Mehr Abschüsse gefordert</strong></h2>



<p>Gleich mehrere Vorstösse beschäftigen sich mit dem Wolf. Esther Friedli (SVP/SG) will <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253715" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Abschüsse auch in Jagdbanngebieten</a> ermöglichen. Pascal Broulis (FDP/VD) fordert, dass <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253549" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sogenannte «Problemwölfe»</a> auch dann geschossen werden dürfen, wenn sie Teil eines Rudels sind. Beide Vorstösse fanden im Ständerat eine Mehrheit.</p>



<p><strong>Position TIF:</strong> Wir lehnen diese Angriffe auf den Wolfsschutz ab. Die Schweiz hat sich international verpflichtet, den Wolf zu schützen. Anstatt auf Abschüsse zu setzen, braucht es Investitionen in Herdenschutz und Koexistenzmodelle.</p>



<h2 id="h.cb57vu23u2c3" class="wp-block-heading"><strong>Motion Vara will Fische schützen</strong></h2>



<p>Céline Vara (Grüne/NE) will einen <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20244317" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aktionsplan «Fische»</a> einführen – ähnlich dem bestehenden «Aktionsplan Flusskrebse». Angesichts des massiven Rückgangs der Fischbestände sollen Massnahmen für lebendige Flüsse, Seen und Teiche ergriffen werden. Der Bundesrat unterstützt die Motion, beide Räte haben sie bereits angenommen (mit einer Ergänzung zugunsten der Berufsfischerei).</p>



<p><strong>Position TIF:</strong> Wir begrüssen diesen Schritt. Gesunde Ökosysteme nützen nicht nur den Fischen, sondern allen Lebewesen. Wichtig ist, dass dabei die Interessen der Tiere im Vordergrund stehen, nicht die Nutzung durch Menschen.</p>



<h2 id="h.bs2npy3d5oe4" class="wp-block-heading"><strong>Mercosur: Neues Freihandelsabkommen</strong></h2>



<p>Am 16. September 2025 haben die Staaten der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) – zu der auch die Schweiz gehört – und die Mercosur-Staaten ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Zum Mercosur gehören Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Bevor das Abkommen in Kraft treten kann, muss jedoch jedes EFTA-Land es einzeln ratifizieren. Der Bundesrat wird dem Parlament voraussichtlich 2026 einen entsprechenden Entwurf vorlegen – es ist noch offen, ob das Freihandelsabkommen schliesslich vors Volk kommt.</p>



<p>Während die Wirtschaftslobby das Abkommen als wichtigen Schritt feiert, warnen Umwelt- und Tierschutzorganisationen: Es öffnet die Tür für mehr Billigfleisch aus Südamerika – aus Regionen, in denen industrielle Tierhaltung und Abholzung von Regenwald Hand in Hand gehen. Greenpeace fordert gar einen <a href="https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/espresso/bedrohter-regenwald-greenpeace-fordert-importstopp-fuer-pouletfleisch-aus-brasilien" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Importstopp von Hühnerfleisch aus Brasilien</a>.</p>



<p><strong>Position TIF:</strong> Wir lehnen das Abkommen ab. Mercosur steht für Tierleid, Umweltzerstörung und Ausbeutung. Stattdessen braucht es faire und nachhaltige Handelsbeziehungen, die Tiere nicht zum reinen Rohstoff degradieren. <a href="https://drive.google.com/file/d/1YSwcpT5APUCkR1OuqJ9-1HbNJ-hfcyrk/view?usp=sharing" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lies dazu unsere umfangreiche Broschüre.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/tierpolitik-im-bundeshaus/hs25/">Rückblick auf die Herbstsession 2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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		<title>Politischer Vorstoss nach Tod von Seehund im Tierpark Bern</title>
		<link>https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/politischer-vorstoss-nach-tod-von-seehund-im-tierpark-bern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tier im Fokus (TIF)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2025 13:31:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienmitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmitteilung: Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Zoo]]></category>
		<category><![CDATA[Tierethik]]></category>
		<category><![CDATA[Bern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/politischer-vorstoss-nach-tod-von-seehund-im-tierpark-bern/">Politischer Vorstoss nach Tod von Seehund im Tierpark Bern</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<section class="section"><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Am 26. August 2025 ist der zehnjährige Seehund Saluk im Tierpark Bern <a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/todesfall-im-tierpark-bern-seehund-saluk-verschluckt-teil-von-neuer-seehund-anlage-tot" target="_blank" rel="noopener">nach einer Operation verstorben</a>. Das Tier hatte zuvor Teile der Silikonfugen eines Unterwasserfensters im neuen Becken verschluckt. Der Seehund erwachte nach dem Eingriff an der Vetsuisse-Fakultät nicht mehr aus der Narkose.</p>
<p>Viele Menschen haben Saluk ins Herz geschlossen. Deshalb will Tier im Fokus (TIF) hinschauen und fragen, wie es zu diesem tragischen Vorfall kommen konnte. «Der tragische Tod von Seehund Saluk muss präzise aufgearbeitet werden», sagt Tobias Sennhauser, Stadtrat von Tier im Fokus (TIF). Zusammen mit drei Menschen im Stadtrat hat er dazu eine <a href="https://tierimfokus.ch/vorstoss/wieso-ist-der-seehund-saluk-im-tierpark-bern-gestorben/">Interpellation im Berner Stadtrat</a> eingereicht.</p>
<h2>Wie sicher ist die neue Anlage?</h2>
<p>TIF will wissen, weshalb der massive Gewichtsverlust von Saluk nicht früher erkannt wurde, und verlangt Aufklärung zu den bestehenden Monitoring-Systemen im Tierpark. «Unser Ziel ist, dass solche Vorfälle künftig verhindert werden können», sagt Sennhauser.</p>
<p>Die Seehundanlage war erst im Mai 2025 eröffnet worden und wurde als eine der modernsten Europas angepriesen. Doch wenige Wochen später löste sich das Baumaterial – mit tödlichen Folgen. Hier stellt sich die Frage nach der Verantwortung der beteiligten Firmen und des Tierparks. Unklar bleibt zudem, ob auch Todesfälle von weniger beachteten Arten wie Fischen oder Amphibien transparent kommuniziert werden.</p>
<p>Abschliessend will TIF wissen, ob Seehunde überhaupt für ein Leben in Gefangenschaft geeignet sind. Es ist bekannt, dass die Narkose bei Seehunden schwierig ist. Abschliessend will TIF wissen, ob Seehunde überhaupt für ein Leben in Gefangenschaft geeignet sind. Es ist bekannt, dass die Narkose bei Seehunden riskant ist. Der tragische Fall von Saluk zeigt, dass Notfälle in dieser Haltungsform schwer zu bewältigen sind. «Wir wollen wissen, ob diese Tiere überhaupt in Zoos gehalten werden sollten», sagt Sennhauser.</p>
</div></section><p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/politischer-vorstoss-nach-tod-von-seehund-im-tierpark-bern/">Politischer Vorstoss nach Tod von Seehund im Tierpark Bern</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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		<title>Fleisch an Nachhaltigkeitstagen? Fünf Stadträt:innen sagen Nein</title>
		<link>https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/fleisch-an-nachhaltigkeitstagen-fuenf-stadtraetinnen-sagen-nein/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tier im Fokus (TIF)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2025 13:23:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienmitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmitteilung: Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bern]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/fleisch-an-nachhaltigkeitstagen-fuenf-stadtraetinnen-sagen-nein/">Fleisch an Nachhaltigkeitstagen? Fünf Stadträt:innen sagen Nein</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<section class="section"><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Die <a href="https://www.bern.ch/themen/umwelt-natur-und-energie/nachhaltigkeit/berner-nachhaltigkeitstage" target="_blank" rel="noopener">Berner Nachhaltigkeitstage</a> sind vorbei: Zwei Wochen lang zeigte die Stadt Bern mit rund 70 Organisationen, wie ein zukunftsfähiger Alltag aussehen kann. Doch die diesjährige Ausgabe hat nun ein politisches Nachspiel im Stadtrat.</p>
<p>Die Motion <a href="https://tierimfokus.ch/vorstoss/fleisch-servieren-an-berner-nachhaltigkeitstagen-ernsthaft/" target="_blank" rel="noopener">«Fleisch servieren an Berner Nachhaltigkeitstagen – ernsthaft?»</a> verlangt, dass die Stadt Bern ihr eigenes Nachhaltigkeitsfestival glaubwürdig ausrichtet: ohne Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte – dafür mit mindestens einem veganen Angebot. Anlass für den Vorstoss waren die diesjährigen Berner Nachhaltigkeitstage, wo etwa im Restaurant Werkhof lediglich fleischhaltige und vegetarische Menüs zur Auswahl standen.</p>
<p>Den Vorstoss eingereicht haben Tobias Sennhauser (TIF), Franziska Geiser (GB), Roger Nyffenegger (GLP), Ronja Rennenkampff (JA!) und Sofia Fisch (JUSO).</p>
<h2>Fleisch untergräbt Glaubwürdigkeit</h2>
<p>Fleisch hat an Nachhaltigkeitstagen schlicht keinen Platz – darin sind sich die fünf Stadträt:innen einig. Die Stadt werde so ihrer Vorbildfunktion nicht gerecht. «Wer Nachhaltigkeit feiert und gleichzeitig Fleisch serviert, macht sich unglaubwürdig», sagt Tobias Sennhauser (TIF).</p>
<p>Bern hat bereits 2019 den Klimanotstand ausgerufen. «Wer den Klimanotstand ausruft, muss ihn auch auf der Speisekarte umsetzen», sagt Franziska Geiser (GB). Ähnlich argumentiert Roger Nyffenegger (GLP): «Die Vielfalt pflanzlicher Produkte ist beeindruckend – und wächst stetig weiter, nicht zuletzt dank innovativer Schweizer Start-ups, die sinnstiftende Arbeitsplätze schaffen. Wo, wenn nicht an den Berner Nachhaltigkeitstagen, sollten wir ihnen eine Bühne geben?»</p>
<h2>Per Ernährungswende zu Klimazielen</h2>
<p>Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen klar: Eine pflanzenbasierte Ernährung trägt massgeblich zum Klimaschutz, zur Biodiversität und zur öffentlichen Gesundheit bei. Laut einer <a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.aaq0216" target="_blank" rel="noopener">vielzitierten Studie</a> beanspruchen tierische Lebensmittel weltweit 83 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche, liefern jedoch nur 18 Prozent der konsumierten Kalorien. In der Schweiz stammen zudem rund 90 Prozent der Ammoniak-Emissionen aus der Nutztierhaltung – mit erheblichen Belastungen für Umwelt, Gesundheit und Artenvielfalt. Deshalb empfiehlt die <a href="https://scnat.ch/de/uuid/i/a778640f-0474-5b5e-aee5-b20140ff94ad-%C3%9Cberm%C3%A4ssige_Stickstoff-_und_Phosphoreintr%C3%A4ge_sch%C3%A4digen_Biodiversit%C3%A4t_Wald_und_Gew%C3%A4sser" target="_blank" rel="noopener">Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT)</a>, den Anteil pflanzlicher Proteine deutlich zu erhöhen.</p>
<p>Auch eine <a href="https://sdsn.ch/wp-content/uploads/2023/02/Fesenfeld_etal_SDSN_Leitfaden_Ernaehrungszukunft.pdf" target="_blank" rel="noopener">aktuelle Leitstudie von Schweizer Forschenden</a> kommt zum Schluss: Damit die Schweiz ihre Klimaziele erreicht, muss der Fleischkonsum bis 2030 von rund 100 auf höchstens 50 Gramm pro Person und Tag halbiert werden. Parallel dazu soll der Konsum von Hülsenfrüchten und Nüssen vervielfacht werden. <a href="https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/lebensmittel-und-ernaehrung/ernaehrung/schweizer-ernaehrungsempfehlungen-lang.pdf.download.pdf/Schweizer%20Ern%C3%A4hrungsempfehlungen_Langversion_DE.pdf" target="_blank" rel="noopener">Der Bund</a> selbst empfiehlt ebenfalls eine deutliche Fleischreduktion. Ebenso gilt Fisch als problematisch – sei es durch <a href="https://www.seafoodsource.com/news/environment-sustainability/fao-releases-detailed-global-assessment-of-marine-fish-stocks-determines-2030-sdg-goals-likely-out-of-reach" target="_blank" rel="noopener">Überfischung</a>, <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0308597X09000050?via%3Dihub" target="_blank" rel="noopener">Beifang</a> oder die <a href="https://www.frontiersin.org/journals/marine-science/articles/10.3389/fmars.2021.666662" target="_blank" rel="noopener">ökologischen Belastungen der Aquakultur</a>. Damit trägt auch der Fischkonsum direkt zu globalen Biodiversitätsverlusten und Klimaemissionen bei – ein klarer Widerspruch zu den Nachhaltigkeitszielen der Stadt Bern.</p>
<p>Mit dem Vorstoss wollen die fünf Stadträt:innen dafür sorgen, dass die Stadt Bern ihren Klimanotstand ernst nimmt und die eigene <a href="https://www.bern.ch/themen/umwelt-natur-und-energie/klima/energie-und-klimastrategie-2035/strategie#:~:text=Die%20Energie%2D%20und%20Klimastrategie%202035,an%20den%20Vorgaben%20des%20Klimareglements" target="_blank" rel="noopener">Energie- und Klimastrategie 2035</a> glaubwürdig umsetzt. Ein konsequent fleisch- sowie fischfreies und mindestens ein veganes Gastroangebot an den Nachhaltigkeitstagen würde ein starkes Signal senden: Bern meint es ernst mit Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung – und übernimmt die Vorbildrolle, die ihr als öffentliche Institution zukommt.</p>
<h2>Kontakt</h2>
<ul>
<li>Tobias Sennhauser, <a href="mailto:tobias.sennhauser@tierimfokus.ch" target="_blank" rel="noopener">tobias.sennhauser@tierimfokus.ch</a></li>
<li>Roger Nyffenegger, <a href="mailto:nyffenegger.roger@gmail.com" target="_blank" rel="noopener">nyffenegger.roger@gmail.com</a></li>
</ul>
</div></section><p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/fleisch-an-nachhaltigkeitstagen-fuenf-stadtraetinnen-sagen-nein/">Fleisch an Nachhaltigkeitstagen? Fünf Stadträt:innen sagen Nein</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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		<title>Wahlprogramm Grosser Rat von Tier im Fokus (TIF)</title>
		<link>https://tierimfokus.ch/wahlen-2026/wahlprogramm-grosser-rat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Tschanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Sep 2025 14:29:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wahlen 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Grosser Rat]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/wahlen-2026/wahlprogramm-grosser-rat/">Wahlprogramm Grosser Rat von Tier im Fokus (TIF)</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<section class="section"><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Ob im Mittelland, im Berner Oberland oder im urbanen Zentrum: Der Kanton Bern ist Heimat unzähliger Tiere, die mit uns leben und unsere Umwelt prägen. Dennoch werden in politischen Prozessen fast ausschliesslich menschliche Interessen berücksichtigt – obwohl viele Entscheide auch Tiere direkt betreffen. Jeder gefällte Baum zerstört Lebensraum, jede neue Strasse gefährdet Wildtierkorridore und jedes zusätzliche Gebäude verdrängt Tiere.</p>
<p>Tiere können sich nicht selbst in politische Debatten einbringen. Sie brauchen Menschen, die ihre Perspektive sichtbar machen und ihre Interessen einfordern. Eine starke politische Stimme für Tiere sorgt dafür, dass sie nicht übersehen werden, sondern in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.</p>
<p>Tier im Fokus (TIF) wurde 2025 als erste Tierrechtsorganisation der Schweiz in ein Parlament gewählt und vertritt seither die Interessen der Tiere im <a href="https://tierimfokus.ch/stadtrat/" target="_blank" rel="noopener">Berner Stadtrat</a>. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt und wollen Tieren erstmals eine politische Vertretung im Kantonsparlament geben, dem Grossen Rat.</p>
</div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><h1>1. Mehr Tierschutz</h1>
<p>Jedes Jahr leiden im Kanton Bern zahllose Tiere unter Bedingungen, die vermeidbar wären. Ob durch mangelhafte Kontrollen in Nutztierbetrieben oder unnötige Hobbyjagd – immer noch gelten Tiere vielerorts primär als Ware oder Objekt und leiden unnötig. Tier im Fokus (TIF) fordert eine konsequente Umsetzung und Ausweitung des Tierschutzes. Der Kanton Bern soll schweizweit vorangehen und zeigen, dass Respekt gegenüber Tieren mehr ist als ein Lippenbekenntnis.</p>
<ul>
<li><strong>Unangemeldete Tierschutzkontrollen:</strong> Um wirkungsvollen Schutz sicherzustellen, fordern wir, dass sämtliche Tierschutzkontrollen in Nutztierbetrieben grundsätzlich unangemeldet erfolgen. Nur so können tatsächliche Missstände aufgedeckt und verbessert werden. Tiere verdienen Kontrollen, die ihrem Wohl dienen – nicht den wirtschaftlichen Interessen der Tierhaltenden.</li>
<li><strong>Wildhut statt Hobbyjagd:</strong> Die private Jagd verursacht unnötiges Tierleid und zelebriert das Töten wehrloser Tiere. Wir wollen die Hobbyjagd durch eine staatlich regulierte, professionelle Wildhut ersetzen – nach dem erfolgreichen Vorbild des Kantons Genf. Ziel ist ein Wildtiermanagement, das auf möglichst gewaltfreie Methoden setzt, ökologische Zusammenhänge berücksichtigt und Tiere nur im Notfall tötet.</li>
<li><strong>Chippflicht für Katzen:</strong> Katzen sollten wie Hunde obligatorisch registriert werden. Damit lässt sich ihre Herkunft zurückverfolgen, Tierleid durch streunende oder ausgesetzte Katzen wird vermindert. Zudem unterstützt diese Massnahme effektiv die Kontrolle und Gesundheit der Katzenpopulationen und beugt Vernachlässigung und Missbrauch vor.</li>
<li><strong>Verpflichtende Kurse für Tierhaltende:</strong> Der Kauf eines Tieres erfolgt heute oft ohne ausreichendes Wissen über dessen Bedürfnisse. Manche Tiere werden bereits nach einigen Jahren wieder eingeschläfert, obwohl sie jung und gesund wären. Wir setzen uns dafür ein, dass Tierhaltende einen verpflichtenden Kurs über Haltung, Pflege und Tierschutzrecht absolvieren müssen. Damit soll sichergestellt werden, dass Tiere verantwortungsbewusst aufgenommen und artgerecht behandelt werden.</li>
<li><strong>Förderung der Adoption:</strong> Viele Tiere warten heute teils jahrelang im Tierheim auf neue Halter:innen. Gleichzeitig werden Tiere aus kommerziellen Zuchten verkauft, teilweise aus Qualzuchten. Wir setzen uns dafür ein, Adoptionen von Heimtieren gezielt zu fördern und eng mit lokalen Tierheimen zusammenzuarbeiten. Unser Ziel ist, dass möglichst viele Tiere ein neues Zuhause finden, statt den Markt für Qualzuchten und unethischen Handel weiter anzukurbeln.</li>
<li><strong>Kein Tierleid für Showzwecke:</strong> Wir setzen uns dafür ein, dass an Viehschauen <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/berner-stadtrat-hinterfragt-viehschauen-an-der-bea/">wie der BEA</a> keine Praktiken mehr angewendet werden, die das Tierwohl gefährden – etwa lange Melkpausen, das Verkleben der Zitzen oder Auftritte in lauter, ungewohnter Umgebung. Zudem fordern wir verbindliche Euterkontrollen vor und nach der Schau, um schmerzhafte Ödeme zu verhindern, die durch übermässig lange Melkpausen entstehen. Wer diese Kontrollen nicht besteht, soll für das gesamte Jahr disqualifiziert werden.</li>
<li><strong>Grundrechte für Hunde und Katzen:</strong> Hunde und Katzen sind die engsten tierischen Begleiter der Menschen. Trotzdem können sie jederzeit ohne besonderen Grund getötet werden. Wir setzen uns für die Verankerung von Grundrechten für Hunde und Katzen ein, etwa das Recht auf Leben oder körperliche und psychische Unversehrtheit. So wird anerkannt, dass diese Tiere keine «Sachen», sondern empfindungsfähige Individuen sind, die starken rechtlichen Schutz verdienen.</li>
</ul>
</div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><h2>2. Proteinwende – lokal, gesund und nachhaltig</h2>
<p>Unsere Ernährung hat enorme Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch, Tier und Klima. Der Kanton Bern hat hier grosse Handlungsspielräume, um nachhaltige Veränderungen voranzutreiben. Tier im Fokus (TIF) setzt auf die «Proteinwende»: Mehr pflanzliche Proteinquellen aus der Region sollen tierische Produkte ersetzen. Wir möchten den Kanton Bern zu einem Vorbild für eine klimafreundliche und tierfreundliche Ernährung machen.</p>
<ul>
<li><strong>Ausbau des Angebots pflanzlicher Speisen:</strong> Öffentliche Einrichtungen spielen eine wichtige Rolle bei der Ernährung zahlreicher Menschen. Wir fordern, dass der Kanton in seinen Kantinen und Mensen den Anteil pflanzlicher Gerichte deutlich erhöht. Dadurch fördern wir nicht nur gesundes Essen, sondern reduzieren gleichzeitig Tierleid und Umweltbelastungen.</li>
<li><strong>Agrarwende fördern:</strong> Tier im Fokus (TIF) fordert eine Agrarwende im Kanton Bern – weg von tierbasierter und umweltschädlicher Produktion, hin zu einer nachhaltigen, pflanzlichen Landwirtschaft. Wir unterstützen innovative Landwirtschaftsbetriebe, die aus der Tierhaltung aussteigen, sowie Lebenshöfe, auf denen Tiere nicht getötet werden. Unsere Vision ist eine Landwirtschaft, die ökologisch, wirtschaftlich tragfähig und frei von Tierleid ist.</li>
<li><strong>Bildungsinitiativen zur Proteinwende</strong>: Bildung schafft Bewusstsein und verändert langfristig unser Konsumverhalten. Wir fordern deshalb, dass im Kanton Bern die Themen pflanzliche Ernährung, nachhaltige Landwirtschaft und Tierschutz im Lehrplan integriert werden. Schüler:innen sollen frühzeitig über die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Klimawandel und Tierwohl informiert werden, etwa durch Projekttage, Exkursionen zu tierfreundlichen Betrieben oder durch praktische Kochkurse. Damit legen wir den Grundstein für eine nachhaltige Zukunft, die bereits bei den Jüngsten beginnt.</li>
</ul>
</div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><h2>3. Mehr Lebensraum für Tiere</h2>
<p>Die Natur im Kanton Bern steht unter immensem Druck: Flächenversiegelung, intensive Landwirtschaft und der Klimawandel gefährden Lebensräume vieler Tierarten. Wir setzen uns dafür ein, dass der Kanton Bern Verantwortung übernimmt und neuen Lebensraum schafft sowie bestehende Habitate besser schützt. Die Erhaltung der Artenvielfalt ist zentral für ein intaktes Ökosystem und ein entscheidender Baustein, um der Klimakrise wirksam zu begegnen.</p>
<ul>
<li><strong>Förderung von Grossraubtieren wie Wolf, Luchs und Goldschakal:</strong> Grossraubtiere sind Schlüsselarten, deren Anwesenheit zentral für gesunde und intakte Ökosysteme ist. Wir setzen uns dafür ein, dass im Kanton Bern ein Wildtierkorridor zwischen den Alpen und dem Jura etabliert wird. Dieser Korridor ermöglicht eine bessere Vernetzungs- oder Bewegungsmöglichkeiten für Wolf, Luchs und Goldschakal und stärkt damit die Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme gegen die Folgen der Klimakrise.</li>
<li><strong>Rewilding-Projekte fördern:</strong> Rewilding bedeutet, der Natur Flächen zurückzugeben und sie weitgehend ungestört sich selbst zu überlassen. Durch gezielte Wiederansiedlung und Renaturierung können natürliche Prozesse gefördert und artenreiche Ökosysteme wiederhergestellt werden. Solche intakten Naturräume speichern CO₂ und helfen, die Auswirkungen der Klimakrise abzumildern. Wir fordern daher, dass der Kanton Bern gezielt Rewilding-Projekte unterstützt, finanziell fördert und in seine Naturschutzstrategie integriert.</li>
<li><strong>Grundrechte für die Aare:</strong> Die Aare ist Lebensraum unzähliger Tier- und Pflanzenarten sowie wichtiger Erholungsort für Menschen. Dennoch fehlen ihr bislang grundlegende Rechte und eine rechtliche Vertretung. Wir fordern deshalb, der Aare den Status einer Rechtsperson mit eigenen Grundrechten zu verleihen. Ein solcher Schritt ermöglicht eine effektivere Vertretung ihrer Interessen, etwa in Planungsverfahren, und schützt sie besser vor Verschmutzung, Verbauung und Übernutzung. Herausforderungen wie die Klima- oder Biodiversitätskrise verlangen mutige und innovative Lösungen.</li>
</ul>
<h2>Über Tier im Fokus (TIF)</h2>
<p>Tier im Fokus (TIF) ist eine Schweizer Tierrechtsorganisation mit Sitz in Bern. Seit unserer Gründung im Jahr 2009 setzen wir uns konsequent und gewaltfrei für die Interessen und Rechte der Tiere ein – politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich. Unsere Arbeit gründet auf einem respektvollen Umgang mit allen Lebewesen und verfolgt die Vision einer Gesellschaft, in der Tiere nicht mehr ausgebeutet, sondern als fühlende Wesen anerkannt und geschützt werden.</p>
<ul>
<li><strong>Unsere Vision und Werte:</strong> TIF engagiert sich für eine inklusive Gesellschaft, in der alle fühlenden Wesen berücksichtigt werden. Unsere Arbeit ist geprägt von Gewaltfreiheit, Transparenz, Solidarität und Respekt gegenüber Mensch, Tier und Umwelt. Wir wollen eine gerechte, ökologische und zukunftsfähige Welt schaffen, in der tierfreundliche Technologien und eine gewaltfreie Wertschöpfungskette selbstverständlich sind. Mehr dazu in unserer <a href="http://www.tierimfokus.ch/theoryofchange" target="_blank" rel="noopener">Theory of Change</a>.</li>
<li><strong>Wie du uns unterstützen kannst:</strong> Werde Teil einer starken Bewegung und hilf uns, die Interessen der Tiere politisch und gesellschaftlich voranzubringen. Unterstütze uns, indem du <a href="http://www.tierimfokus.ch/mitglied">Mitglied</a> wirst, als <a href="http://www.tierimfokus.ch/aktiv" target="_blank" rel="noopener">Freiwillige:r</a> an Aktionen und Veranstaltungen teilnimmst oder durch eine <a href="http://www.tierimfokus.ch/spenden" target="_blank" rel="noopener">Spende</a> dazu beiträgst, unsere Arbeit dauerhaft zu sichern. Jeder Beitrag zählt – gemeinsam schaffen wir den Wandel für eine bessere Zukunft für alle Lebewesen.</li>
</ul>
<h2>Links</h2>
<ul>
<li><a href="https://tierimfokus.ch/stadtrat/wahlprogramm/" target="_blank" rel="noopener">Wahlprogramm von Tier im Fokus (TIF) für die Stadtratswahlen 2025</a></li>
<li><a href="https://tierimfokus.ch/theoryofchange" target="_blank" rel="noopener">Theory of Change von Tier im Fokus (TIF)</a></li>
</ul>
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		<title>Eine Tierrechtsposition zur Jagd</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tier im Fokus (TIF)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2025 16:38:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neue Broschüre]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd]]></category>
		<category><![CDATA[Rewilding]]></category>
		<category><![CDATA[Broschüre]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/neue-broschuere/eine-tierrechtsposition-zur-jagd/">Eine Tierrechtsposition zur Jagd</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<section class="section"><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Unsere neue Broschüre «Eine Tierrechtsposition zur Jagd» ist erschienen! Sie zeigt, warum das Thema Jagd für die Tierrechtsbewegung von grosser Bedeutung ist – mit neuen Perspektiven für einen respektvollen Umgang mit Wildtieren.</p>
<p>Du kannst die Broschüre <a href="https://drive.google.com/file/d/15feFisStM_M4RDIoBKjiNWHTahzdvXLg/view?usp=drive_link" target="_blank" rel="noopener">als PDF herunterladen</a> oder sie kostenlos nach Hause bestellen:</p>
</div><div class="section__teaser"><div class="teaser row_simple middle-m"><div class="teaser__media intro-animation-mobile"><div class="picture_container"><picture><source srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/09/broschuere-bestellen-540-1.jpg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/09/broschuere-bestellen-540-1.jpg" alt="Argumente für eine tiergerechte Zukunft" width="540" height="540"/></picture></div><a href="https://tierimfokus.typeform.com/to/Y8R4gDl4" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="full" >Jetzt Broschüre bestellen!</a></div><div class="teaser__content intro-animation intro-animation--right"><h2>Argumente für eine tiergerechte Zukunft</h2><div data-tf-live="01K4EY3T15BDQBSWDWAER9Q89D"></div>
<div class="button button--normal"><a href="https://tierimfokus.typeform.com/to/Y8R4gDl4" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jetzt Broschüre bestellen!</a></div></div></div></div></section><p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/neue-broschuere/eine-tierrechtsposition-zur-jagd/">Eine Tierrechtsposition zur Jagd</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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		<title>15 Jahre Tier im Fokus (TIF)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[GPT]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 17:47:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Happy Birthday]]></category>
		<category><![CDATA[Tierrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Tier im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Jubiläum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/happy-birthday-2/15-jahre-tier-im-fokus-tif/">15 Jahre Tier im Fokus (TIF)</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<section class="section"><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Tier im Fokus (TIF) entstand 2009 aus dem Verein Tierpatenschaften. Von ihm übernahmen wir auch <a href="https://tierimfokus.ch/patentiere" target="_blank" rel="noopener">einige Patentiere</a>. Die Idee, einzelne Tiere zu retten, begleitet uns bis heute. Denn für uns ist klar: Jedes Leben zählt. Jede Geschichte ist es wert, erzählt zu werden – wie jene von unserem Patentier Rosa, dem Kalb, das sich mutig dem Schlachter widersetzte.</p>
<p>Seit der Gründung von TIF sind in der Schweiz zahlreiche Lebenshöfe entstanden, wo unsere Patentiere heute leben. Diese unterstützen wir vor Ort beim Zäuneflicken oder Blackenstechen. Zudem filmten wir aufwändige Porträts, die die Vielfalt der <a href="https://veganer-bauernhof.ch/" target="_blank" rel="noopener">veganen Landwirtschaft</a> zeigen.</p>
<h2>Tiere nicht essen</h2>
<p>TIF war die erste Organisation in der Schweiz, die konsequent eine vegane Lebensweise empfahl. Während andere lange Zeit auf Fleisch oder vegetarische Ernährung setzten, war für uns von Anfang an klar: Solange wir Tiere essen, ausbeuten oder instrumentalisieren, können wir nicht von Gerechtigkeit sprechen.</p>
<p>Darum klären wir seit jeher über veganes Leben auf. Vor 15 Jahren war der Begriff für viele noch gänzlich unbekannt – und so entstand unser erster veganer Flyer, der kurz und prägnant erklärte, was vegan bedeutet.</p>
</div><div class="section__image intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/meat-free-barbecue-1400x788.jpg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/meat-free-barbecue-768x432.jpg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/meat-free-barbecue-1400x788.jpg" alt="Grilling Without Killing" width="1400" height="788"/></picture></div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Später folgten unsere <strong>«Vegane Shopping Touren»</strong> durch Berner Läden. Wir zeigten Interessierten, wo sie die besten Alternativen finden – ein Angebot, das anfangs grossen Zuspruch fand. Als jedoch immer mehr Supermärkte vegane Produkte ins Sortiment aufnahmen, konnten wir das Projekt guten Gewissens einstellen.</p>
<p>Um zu zeigen, wie köstlich pflanzliche Küche sein kann, lancierten wir unzählige<strong> «Grilling Without Killing»</strong>-Aktionen: Mitten im Sommer, mitten in der Stadt, mitten unter Leuten – Grill an, feine Backwaren auf den Tisch und alles gratis für Passant:innen, begleitet von einem kurzen Infoblatt. Eine Aktion, die seither von vielen anderen nachgeahmt wurde.</p>
<p>2018 setzten wir vermutlich die erste vegane Plakatkampagne der Schweiz um – als Einladung zur «Vegan Challenge». In Zürich und Bern hingen dutzendfach Sujets mit Botschaften wie «Dein Steak. Mein Leben» – direkt begleitet von den Blicken einer Kuh. Die provokante Aktion sorgte für <a href="https://www.20min.ch/story/tierschuetzer-wollen-dass-jeder-28-tage-vegan-lebt-787580408537" target="_blank" rel="noopener">grosses Medienecho</a>. Rund 1’100 Menschen machten bei der Vegan Challenge mit, 61 Prozent blieben danach vegan, wie unsere Umfrage zeigte.</p>
</div><div class="section__image section__image--wide intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/vegan-challenge-2018-1-1400x788.jpg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/vegan-challenge-2018-1-768x432.jpg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/vegan-challenge-2018-1-1400x788.jpg" alt="Plakatkampagne" width="1400" height="788"/></picture></div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Doch wir investierten nicht nur in Öffentlichkeitsarbeit, sondern auch in die vegane Community. Seit 2011 organisieren wir – fast ohne Unterbruch – jeden Monat das <strong>«Vegan Meet &amp; Eat»</strong> (früher «Vegan Stammtisch»). Legendär wurden auch unsere <strong>«FesTIFs»</strong> – vegane Partys mit Musik, Spielen und vor allem gutem Essen. Damals, in den frühen 2010er-Jahren, war «vegan» für viele noch ein Fremdwort, und Vernetzung in der Community gab es kaum. Umso schöner war es, endlich mit dutzenden Gleichgesinnten zu feiern, zu essen und zu lachen.</p>
<p>Über die Jahre haben wir immer wieder spektakuläre Proteste gegen die Tierindustrie auf die Beine gestellt. Ein Dauerbrenner: unsere <strong>Aktionen gegen Swissmilk</strong>. Regelmässig machten wir mit kreativen Strassenaktionen sichtbar, was sich hinter dem Milchglas verbirgt – etwa verkleidet als Kühe mit einem Flyer «Ich vermisse mein Kind», um an die Trennung von Kuh und Kalb zu erinnern.</p>
<p>Unvergessen bleibt auch der Auftritt von «MarsTV», das angeblich von einem anderen Planeten kam, um die Gepflogenheiten der Erde zu erforschen. Ihre provokante Frage an Passant:innen: «Wieso trinkt ihr als Erwachsene noch Milch – und dann erst noch von einer fremden Spezies?» Selbst die sogenannte Milchprinzessin von Swissmilk landete vor ihrer Kamera.</p>
</div></section><section class="section"><div class="section__youtube intro-animation intro-animation--left"><div class="video_container video_container--embed"><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/cKtafIrBp0E?modestbranding=1&rel=0&showinfo=0" title="Milchprinzessin" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div></div></section><section class="section"><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Auch Proviande geriet regelmässig in unser Visier. Besonders das früher jährlich stattfindende Wintergrillfest bot die perfekte Bühne für unser eindrucksvolle Strassentheater mit verkleideten Metzger:innen und fliehenden Tieren – ein Sinnbild für das Leid hinter Fleischwerbung. Als Proviande das Wintergrillfest plötzlich einstellte, lancierten wir kurzerhand unser eigenes, natürlich vegan. In mehreren Jahren lockten wir unzählige Leute nach Bern, um mitten im Winter vegane Grillwaren zu probieren.</p>
<p>Noch einen Schritt weiter gingen wir bei unserer <strong>Hundefleisch-Aktion</strong>: Wir gaben uns als innovatives Start-up aus und boten «besonders tierfreundlich» produziertes Hundefleisch aus dem Emmental an – angeblich reich an Vitamin B12. Damit wollten wir auf eine verbreitete Doppelmoral hinweisen: Der Gedanke, Hunde zu essen, stösst auf Abscheu, während das Töten anderer Tiere für Fleisch kaum hinterfragt wird. Die Reaktionen waren empört, bevor die Erleichterung folgte: Serviert wurden selbstverständlich rein pflanzliche Würste. Die Aktion schaffte es via <a href="https://www.20min.ch/story/tierschuetzer-schocken-mit-wurst-aus-hundefleisch-371473233758" target="_blank" rel="noopener">20 Minuten</a> sogar bis in deutsche Medien.</p>
</div><div class="section__youtube intro-animation intro-animation--left"><div class="video_container video_container--embed"><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/W3ByHqcg-Kk?modestbranding=1&rel=0&showinfo=0" title="Vigano" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Jahr für Jahr organisierten wir Grossdemonstrationen – gegen <a href="https://tierimfokus.ch/aktion/tierrechtsdemo_bern_2014/" target="_blank" rel="noopener">Schlachthäuser</a>, <a href="https://tierimfokus.ch/aktion/experiment_speziesismus/" target="_blank" rel="noopener">Speziesismus</a>, <a href="https://tierimfokus.ch/allgemein/400-leute-protestieren-gegen-massentierhaltung/" target="_blank" rel="noopener">Massentierhaltung</a> oder für ein <a href="https://tierimfokus.ch/demo/tiere-in-die-politik/" target="_blank" rel="noopener">Tierparlament</a>. Hunderte Menschen aus der ganzen Schweiz reisten dafür nach Bern, und die Medien berichteten meist landesweit. So verwandelten wir den öffentlichen Raum immer wieder in eine Bühne für die Rechte der Tiere – laut, entschlossen und unübersehbar.</p>
<p>Solche Demonstrationen wirken nicht nur gegen aussen, sondern auch gegen innen. Tatsächlich engagiert sich TIF seit jeher auch für die Tierrechtsbewegung selbst. So haben wir seit unserer Gründung unzählige Vorträge, mehrere Tagungen und einen dreitägigen <a href="https://tierimfokus.ch/trk23/" target="_blank" rel="noopener">Tierrechtskongress</a> mit ca. 30 Beiträgen organisiert. Und damit wir bei all dem Engagement nicht ausbrennen, kümmern wir uns auch um uns selbst. Dafür gründeten wir das <a href="https://tierimfokus.ch/care-collective/" target="_blank" rel="noopener">Care Collective</a>.</p>
<h2>Aufklärung zur Tierhaltung</h2>
<p>Zur DNA von TIF gehört seit jeher die Aufklärung über die sogenannte Nutztierhaltung in der Schweiz. In den Anfangsjahren geschah dies vor allem in Form von ausführlichen Artikeln auf unserer Website – mit Hintergrundrecherchen, Interviews und Buchbesprechungen. Später rückten immer stärker unsere investigativen Recherchen in den Fokus, die Missstände in der Massentierhaltung dokumentierten.</p>
</div><div class="section__image intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/schweine-report-rueckblick-006.jpg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/schweine-report-rueckblick-006-768x511.jpg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/schweine-report-rueckblick-006.jpg" alt="Schweine-Report" width="901" height="600"/></picture></div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Unsere erste grosse Recherche, der <a href="https://www.blick.ch/schweiz/schockbilder-aus-schweizer-mastbetrieben-zeigen-so-arm-sind-unsere-schweine-dran-id3067432.html" target="_blank" rel="noopener">Schweine-Report</a> von 2014, sorgte tagelang für landesweite Schlagzeilen und führte zu mehreren politischen Vorstössen. 2018 folgte die Kampagne <a href="https://xn--hhner-schwindel-zvb.ch/" target="_blank" rel="noopener">Der grosse Hühnerschwindel</a>, welche das staatliche Tierwohlprogramm «Besonders tierfreundliche Stallhaltung» als nichts anderes als Massentierhaltung entlarvte. In den Jahren danach gelang es uns mehrfach, Mitarbeitende verdeckt in die Tierindustrie einzuschleusen und Missstände aus erster Hand zu dokumentieren – etwa <a href="https://www.youtube.com/watch?v=I4w1wkR2dos&amp;ab_channel=TierimFokus%28TIF%29" target="_blank" rel="noopener">den brutalen Verlad von Schweinen</a> oder die <a href="https://www.qualzucht-stoppen.ch/" target="_blank" rel="noopener">widerrechtliche Tötung kranker Hühner</a>.</p>
</div><div class="section__youtube intro-animation intro-animation--left"><div class="video_container video_container--embed"><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/Jo_b32B7Y20?modestbranding=1&rel=0&showinfo=0" title="Qualzucht stoppen" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Diese Recherchen führten fast immer zu landesweiter Berichterstattung. Bei der Tierindustrie war die Freude naturgemäss klein, umso grösser jedoch ihr Effort, uns mit unzähligen Anzeigen von der Aufklärung abzuhalten. Besonders absurd war der <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/doch-kein-tierqualer/" target="_blank" rel="noopener">Vorwurf der angeblichen Tierquälerei</a> gegen uns, weil wir in einer Hühnermastanlage filmten und die Tiere dabei angeblich verängstigten. Das Gericht zerpflückte diese Argumentation, überhaupt wurden wir fast immer freigesprochen. Dennoch kosten solche Verfahren viel Zeit, Geld und Energie.</p>
<p>Neben unseren Recherchen reichten wir auch wiederholt erfolgreiche Beschwerden gegen irreführende Werbung ein. Ein Beispiel: <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/proviande-beschwerde-wegen-unlauterer-werbung-gutgeheissen-166617696990" target="_blank" rel="noopener">2024 rügte die Lauterkeitskommission den Fleischverband Proviande</a> wegen einer Werbekampagne, die suggerierte, Tieren in der Schweiz dürfe niemals Schmerz, Leid oder Schaden zugefügt werden. In Wahrheit lässt das Gesetz dies sehr wohl zu – namentlich bei der Schlachtung. Auch das Kupieren der Schnäbel von Hühnern und das Abschleifen der Zähne von Schweinen ist erlaubt. Die Kommission stellte klar, dass Proviande durch das Weglassen entscheidender Begriffe die Konsument:innen irregeführt hatte.</p>
</div><div class="section__image intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/grafik-bahnhof-web-1.png"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/grafik-bahnhof-web-1-768x511.png"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/grafik-bahnhof-web-1.png" alt="Plakatkampagne Massentierhaltungsinitiative" width="2101" height="1399"/></picture></div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><h2>Politik für Tiere</h2>
<p>2023 haben wir unsere <a href="http://www.tierimfokus.ch/theoryofchange" target="_blank" rel="noopener">Theory of Change</a> veröffentlicht – online, als Audio und als Broschüre. Es handelt sich um unseren Plan, wie wir die Welt für Tiere verändern wollen. Eine zentrale Erkenntnis: Aufklärung allein genügt nicht, wir müssen auch in der Politik aktiv sein.</p>
<p>Politisches Engagement ist für TIF allerdings kein Neuland: Bereits 2016 ergriffen wir mit anderen Organisationen und Parteien das Referendum gegen den Neubau eines Tierversuchslabors im Kanton Bern und setzten uns in den folgenden Jahren für verschiedene Volksinitiativen ein, darunter die Trinkwasserinitiative und die Tierversuchsverbotsinitiative. Am meisten investierten wir jedoch in die <a href="https://tierimfokus.ch/abstimmung/mti/" target="_blank" rel="noopener">Massentierhaltungsinitiative</a>. Schon bei der Unterschriftensammlung steuerten einige akTIFe über tausend Unterschriften bei. Später starteten wir einen <a href="https://open.spotify.com/show/6n7vlsQyYqb0AWlARgqmvd?si=66fe1e0bfa9f4a3b" target="_blank" rel="noopener">Podcast</a>, lancierten eine Plakatkampagne mit verdeckten Aufnahmen aus der Schweiz und veröffentlichten die umfangreichen Recherchen <a href="https://www.eier-leier.ch/" target="_blank" rel="noopener">Eier-Leier</a> und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=PvPFkzUu0qs&amp;ab_channel=TierimFokus%28TIF%29" target="_blank" rel="noopener">Optiqual</a>. So prägten unsere Bilder den Abstimmungskampf.</p>
</div><div class="section__youtube intro-animation intro-animation--left"><div class="video_container video_container--embed"><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/PvPFkzUu0qs?modestbranding=1&rel=0&showinfo=0" title="Optiqual" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Einen historischen Meilenstein erreichten wir 2024: <a href="http://www.tierimfokus.ch/tieranwaltschaft" target="_blank" rel="noopener">Erstmals überhaupt diskutierte das Schweizer Parlament über subjektive Rechte für Tiere</a> – auf Initiative von TIF. Unsere Forderung: Tiere sollen nicht länger als «atypische Sachen» gelten, sondern als Rechtspersonen anerkannt werden. Sie sollen durch eine unabhängige Tieranwaltschaft vertreten werden können, die ihre Interessen in rechtlichen Verfahren wahrt. Nach unserem Lobbying reichte eine Nationalrätin dazu ein Postulat ein. Begleitet wurde dieser Vorstoss von einer Petition mit fast 5’000 Unterschriften, die wir innert weniger Wochen sammelten.</p>
<p>2024 verfolgten wir zudem das Ziel der politischen Vertretung der Tiere. Wir kandidierten für den <a href="http://www.tierimfokus.ch/stadtrat" target="_blank" rel="noopener">Berner Stadtrat</a> und wurden als erste Tierrechtsorganisation überhaupt in ein Schweizer Parlament gewählt. In nur sechs Monaten reichten wir zahlreiche Vorstösse ein, darunter für ein <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/motion-bern-soll-feuerwerk-einschraenken/" target="_blank" rel="noopener">Verbot von lautem Feuerwerk</a>, gegen die Jagd und zur Förderung der veganen Lebensweise.</p>
<h2>Kein Ende in Sicht</h2>
<p>15 Jahre Engagement, Kreativität und Ausdauer haben gezeigt: Veränderungen für Tiere sind möglich – auch in einer Welt, in der ihre Interessen oft übergangen werden. Wir haben <a href="https://www.youtube.com/watch?v=q7acrDh656U&amp;ab_channel=TierimFokus%28TIF%29" target="_blank" rel="noopener">Tiere gerettet</a>, Missstände aufgedeckt und politische Debatten angestossen.</p>
<p>Trotz allem ist es nicht selbstverständlich, dass es TIF heute noch gibt. Seit unserer Gründung sind viele Organisationen gekommen und wieder verschwunden. TIF besteht weiter, weil eine Handvoll Menschen seit Jahren Besonderes leistet – engagierte Vorstandsmitglieder ebenso wie unzählige Freiwillige, die Zeit, Energie und Herzblut investieren. Ihnen allen gilt unser tiefster Dank.</p>
<p>Der Weg zu einer gerechten Gesellschaft für alle Lebewesen ist noch weit, aber wir sind fest entschlossen, ihn zu gehen. Jede Aktion, jede Stimme und jeder kleine Fortschritt zählt. Wir werden unbequem bleiben, solidarisch handeln und laut sein – im Namen der Tiere.</p>
</div><div class="section__image section__image--fullwidth"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 1441px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/15-jahre-tif-denkpinsel-1920x765.jpg"><source media="(min-width: 992px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/15-jahre-tif-denkpinsel-1600x637.jpg"><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/15-jahre-tif-denkpinsel-1024x408.jpg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/15-jahre-tif-denkpinsel-768x306.jpg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/08/15-jahre-tif-denkpinsel-1920x765.jpg" alt="Skizze zu 15 Jahre TIF von Denkpinsel." width="1920" height="765"/></picture></div><div class="picture_description_container inside intro-animation intro-animation--bottom"><div class="picture_description">15 Jahre Rück- und Ausblick | Zeichnung: Denkpinsel </div></div></div></section><p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/happy-birthday-2/15-jahre-tier-im-fokus-tif/">15 Jahre Tier im Fokus (TIF)</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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		<title>«Seen und Flüsse sollen ihre Rechte einklagen können»</title>
		<link>https://tierimfokus.ch/interview/seen-und-fluesse-sollen-ihre-rechte-einklagen-koennen/</link>
					<comments>https://tierimfokus.ch/interview/seen-und-fluesse-sollen-ihre-rechte-einklagen-koennen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Matthias Tschanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jul 2025 10:05:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Grundrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtspersönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Rechte der Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Reuss]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://tierimfokus.ch/?p=60766</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/interview/seen-und-fluesse-sollen-ihre-rechte-einklagen-koennen/">«Seen und Flüsse sollen ihre Rechte einklagen können»</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<section class="section"><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p><strong>TOBIAS SENNHAUSER: Wie steht es aktuell um die Schweizer Gewässer – und im Besonderen um jene im Kanton Luzern?</strong></p>
<p>MARKUS SCHÄRLI: Die Gewässer sind in einem schlechten Zustand. Schadstoffe, fehlende Biodiversität und strukturelle Eingriffe zerstören Lebensräume. Viele Fischarten sind bereits verschwunden. Es geht jedoch nicht nur um Umweltschäden, sondern auch um eine grundsätzliche Frage der Gerechtigkeit.</p>
<p><strong>Der Verein Rechtsperson Reuss hat zusammen mit anderen Organisationen eine Volksinitiative für Grundrechte für Gewässer gestartet. Mit welchem Ziel?</strong></p>
<p>Gewässer sollen eine eigene Rechtspersönlichkeit und Grundrechte erhalten. Heute sind Seen und Flüsse rechtlich schutzlos. Im Gegensatz zu Firmen oder natürlichen Personen können sie nicht klagen oder ihre Interessen vor Gericht vertreten.</p>
<p><strong>Es gibt bereits ein Gewässerschutzgesetz. Warum reicht das nicht?</strong></p>
<p>Gesetze wirken nur, wenn man sie auch durchsetzen kann. Wenn heute eine Firma illegal Schadstoffe einleitet, trägt das Gewässer den Schaden, während die Verantwortlichen oft mit lächerlich kleinen Bussen davonkommen. So leitete kürzlich ein <a href="https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/umweltskandal-am-bodensee-teil-3-gift-im-see-luecke-im-gesetz-der-fall-amcor-zeigt-die-machtlosigkeit-der-behoerden-auf-ld.2757544?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noopener">Unternehmen verbotene Löschmittel in den Bodensee</a> und musste nur 5000 Franken Busse zahlen. Der entstandene ökologische Schaden blieb dabei völlig unberücksichtigt.</p>
<p>Ohne Rechtspersönlichkeit bleibt das Gewässerschutzgesetz ein Papiertiger. Denn aktuell können Flüsse und Seen vor Gericht nicht selbst auftreten – sie gelten rechtlich als Sachen und nicht als Personen. Deshalb können sie ihre Rechte nicht einklagen. Genau das möchten wir ändern.</p>
<p><strong>Was würde eure Initiative konkret ermöglichen?</strong></p>
<p>Gewässer könnten zukünftig bei Schäden – wie der Verschmutzung der Reuss – selbst als Geschädigte auftreten, Schadenersatz einfordern und sich als Privatkläger am Verfahren beteiligen. So könnten sie die Untersuchungen mitgestalten und überwachen, was Staatsanwaltschaft und Behörden tun. Momentan ist das unmöglich.</p>
<p>Ein weiteres Beispiel aus dem Kanton Luzern: Immer wieder sterben Schweine qualvoll bei Stallbränden. Wären es Schulhäuser, wäre längst eingegriffen worden. Doch Tiere und Gewässer können heute ihre Interessen vor Gericht nicht vertreten. Unsere Initiative setzt bei den Gewässern an: Sie fordert ein, was die Philosophin Hannah Arendt als «das Recht auf Rechte» bezeichnete – das Recht, im Rechtssystem eine Stimme zu haben und eigene Rechte vertreten zu können.</p>
<p><strong>Gewässer können nicht selbst vor Gericht auftreten. Wer vertritt ihre Interessen?</strong></p>
<p>Die Interessen würden durch Gremien vertreten, die aus unabhängigen Fachleuten bestehen, etwa Hydrobiolog:innen oder Naturschutzingenieur:innen. Wichtig ist, dass die Vertretung unabhängig und fachkundig ist.</p>
<p><strong>Sind Grundrechte für Gewässer mit Menschenrechten gleichzusetzen?</strong></p>
<p>Nein, überhaupt nicht. Menschen haben viele verschiedene Grundrechte, die Gewässer nicht brauchen. Unsere Initiative beschränkt sich auf zwei zentrale Rechte: Existenz und ökologische Unversehrtheit. Es geht nicht darum, den Gewässern unpassende Rechte wie etwa das Heiratsrecht zu geben, sondern um ihre legitimen Bedürfnisse abzusichern. Ausserdem haben auch Firmen eine Rechtspersönlichkeit, obwohl sie keine Menschen sind.</p>
<p><strong>Unternehmer:innen befürchten, eure Initiative könnte Bauprojekte erschweren. Wie reagierst du darauf?</strong></p>
<p>Das sehe ich anders. Die meisten Verzögerungen entstehen durch Bürokratie, nicht weil Betroffene Rechte haben. Naturinteressen werden heute kaum berücksichtigt. Projekte scheitern oft an bürokratischen Details – wenn eine Mauer wenige Zentimeter zu gross ist, muss sie komplett abgerissen werden. Dass nun Naturinteressen vertreten werden, sehe ich nicht als Problem, sondern als längst überfälligen Schritt.</p>
<p><strong>Gibt es internationale Vorbilder für eure Initiative?</strong></p>
<p>Ja, beispielsweise der Mar Menor in Spanien oder der Whanganui River in Neuseeland. Beide wurden offiziell als eigenständige juristische Personen anerkannt. Anfangs belächelt, zeigen diese Initiativen heute, wie wirksam Grundrechte für Gewässer sind. Gerade am Mar Menor kämpfen Industrie und Landwirtschaft massiv gegen diese Naturrechte – ein klarer Beweis, dass sie Wirkung zeigen.</p>
<p><strong>Zurück in den Kanton Luzern: Wie reagieren die Menschen auf der Strasse auf die Initiative?</strong></p>
<p>Sehr positiv. Viele Menschen erkennen das Problem unserer unzureichend geschützten Gewässer und sehen unsere Initiative als sinnvolle Lösung. Auch Menschen, denen die Natur weniger am Herzen liegt, unterstützen die Initiative – aus Eigennutz, weil sauberes Wasser auch für Menschen lebensnotwendig ist. Gerade im Kanton Luzern, wo sich die stark belasteten Seen Baldegger- und Hallwilersee befinden, erkennen die Menschen sofort die Dringlichkeit.</p>
</div><div class="section__info_box intro-animation intro-animation--left"><div class="info_box boxed"><div class="info_box__container"><div class="info_box__info"><svg class="info__bubble icon icon--bubble_general icon--green"><use href="#icon_bubble_general"></use></svg><svg class="info__i icon icon--info icon--white"><use href="#icon_info"></use></svg></div><p class="typography--h4">Mitmachen und Gewässer schützen!</p><p>Die Reuss-Initiative kann von allen Schweizer:innen ab 18 Jahren unterzeichnet werden, die im Kanton Luzern wohnhaft sind. Die Unterschriftensammlung läuft bis zum 25. April 2026. Mindestens 5000 Unterschriften werden benötigt, damit die Initiative zur Abstimmung kommt. Den Unterschriftenbogen kannst du auf <a href="http://www.reuss-initiative.ch" target="_blank" rel="noopener">www.reuss-initiative.ch</a> herunterladen und ausdrucken. Wer zusätzlich beim Sammeln helfen möchte, meldet sich unter: <a href="mailto:reuss@reuss-initiative.ch" target="_blank" rel="noopener">reuss@reuss-initiative.ch</a>.</p>
<p>TIF unterstützt die Volksinitiative und fordert ihrerseits Grundrechte für die Aare.</p>
</div></div></div><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p><strong>Tier im Fokus (TIF) fordert in ihrer <a href="https://tierimfokus.ch/theoryofchange" target="_blank" rel="noopener">Theory of Change</a>, dass auch Tiere zu Rechtspersönlichkeiten werden. Ist eure Initiative ein Schritt in diese Richtung?</strong></p>
<p>Absolut, und zwar aus zwei Gründen. Erstens ermöglicht unser Initiativtext, Biodiversität stärker einzubeziehen. Wenn unsere Initiative erfolgreich ist, entsteht eine rechtliche Grundlage, die vielen Tierarten einen starken rechtlichen Schutz gewährt. Zweitens machen wir die philosophische Frage salonfähig: Wer sollte überhaupt Rechte haben? Wenn Gewässer Rechte haben, ist es einfacher zu argumentieren, dass empfindungsfähige Lebewesen wie Tiere erst recht Rechte brauchen. Unser Ziel ist es, die Gesellschaft schrittweise an diesen Gedanken zu gewöhnen. Die Initiative ist also ein wichtiger Schritt für die Tierrechtsbewegung.</p>
</div><div class="section__info_box intro-animation intro-animation--left"><div class="info_box boxed"><div class="info_box__container"><div class="info_box__info"><svg class="info__bubble icon icon--bubble_general icon--green"><use href="#icon_bubble_general"></use></svg><svg class="info__i icon icon--info icon--white"><use href="#icon_info"></use></svg></div><p class="typography--h4">Über Markus Schärli</p><p>Markus Schärli ist Gründer und Präsident des Vereins «Rechtsperson Reuss», der dem Fluss Reuss Grundrechte und eine eigene Rechtspersönlichkeit verleihen will. Markus promovierte in Wirtschaft an der Universität Freiburg und studiert Recht an der Universität Luzern. Er arbeitete als Journalist, Kommunikationsspezialist in der Bankenbranche, Hochschuldozent und Gründer eines Online-Learning-Startups. Heute führt er eine Kommunikationsagentur.</p>
</div></div></div><div class="section__image intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/06/schaerli-markus-mg-9698-bearbeitet-768x768.png"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/06/schaerli-markus-mg-9698-bearbeitet-768x768.png"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/06/schaerli-markus-mg-9698-bearbeitet-768x768.png" alt="Markus Schärli" width="768" height="768"/></picture></div></div></section><p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/interview/seen-und-fluesse-sollen-ihre-rechte-einklagen-koennen/">«Seen und Flüsse sollen ihre Rechte einklagen können»</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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		<title>Neue Deklarationspflicht ist reine Alibi-Übung</title>
		<link>https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/neue-deklarationspflicht-ist-reine-alibi-uebung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Tschanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jun 2025 08:33:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienmitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmitteilung: Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tierquälerei]]></category>
		<category><![CDATA[Deklaration]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/neue-deklarationspflicht-ist-reine-alibi-uebung/">Neue Deklarationspflicht ist reine Alibi-Übung</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<section class="section"><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Der Bundesrat hat eine <a href="https://www.news.admin.ch/de/newnsb/kBa7CcbvEMu-Nr-0oXvh4" target="_blank" rel="noopener">neue Deklarationspflicht für tierische Lebensmittel</a> beschlossen. Fleisch, Eier und Milchprodukte müssen künftig gekennzeichnet werden, wenn bei den Tieren Eingriffe wie betäubungslose Kastration, Enthornung oder Schnabelkürzen vorgenommen wurden.</p>
<p>Für Tier im Fokus (TIF) handelt es sich dabei um reine Augenwischerei. «Die neue Regelung betrifft vor allem Praktiken, die in der Schweiz gar nicht angewandt werden oder längst verboten sind», sagt Tobias Sennhauser, Mediensprecher von TIF. Da die Deklaration lediglich importierte Produkte betrifft und die Schweiz laut <a href="https://www.agrarbericht.ch/de/markt/marktentwicklungen/selbstversorgungsgrad" target="_blank" rel="noopener">Agrarbericht 2024</a> bei tierischen Produkten über einen Selbstversorgungsgrad von rund 95 Prozent verfügt, dürfte die Deklarationspflicht von der Bevölkerung kaum wahrgenommen werden.</p>
<h2>Schwere Eingriffe bleiben unerwähnt</h2>
<p>Noch gravierender ist, dass zahlreiche schwere Eingriffe in die körperliche Integrität der Tiere überhaupt nicht deklariert werden müssen. «Die Deklarationspflicht verschleiert systematisch, unter welchen physischen Eingriffen Tiere in der Schweiz täglich leiden», so Sennhauser.</p>
<p>Ein Beispiel ist das <a href="https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/tiere/tierschutz/nutztierhaltung/schweine/eingriffe-schwein.html" target="_blank" rel="noopener">Abschleifen der Zähne bei Ferkeln</a>, das gemäss <a href="https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2008/416/de#a15" target="_blank" rel="noopener">Art. 15 TschV</a> ausdrücklich ohne Schmerzausschaltung erlaubt ist und bei den Tieren Schmerzen und Stress verursacht. Ein weiteres Beispiel ist das Kürzen («Touchieren») der Schnäbel bei Hühnern: Dabei wird die empfindliche Spitze des Schnabels entfernt, um Federpicken zu verhindern. Der Eingriff verursacht Schmerzen und schränkt das natürliche Verhalten der Tiere ein, bleibt aber ebenfalls legal. «Konsumierende erfahren davon nichts und wähnen sich dank der neuen Deklarationspflicht fälschlicherweise auf der sicheren Seite, wenn sie Schweizer Produkte kaufen», sagt Sennhauser.</p>
<p>Hinzu kommen zahlreiche weitere Eingriffe, die trotz Schmerzausschaltung postoperative Schmerzen verursachen können. Männliche Ferkel werden in der Schweiz beispielsweise routinemässig kastriert. Obwohl dies unter Betäubung geschieht, leiden die Tiere danach unter erheblichen Schmerzen. Auch Rinder werden meist enthornt – nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern ausschliesslich aus ökonomischen Interessen, weil hornlose Tiere weniger Platz benötigen und einfacher zu halten sind. All diese Eingriffe bleiben trotz der neuen Deklarationspflicht völlig intransparent.</p>
<h2>Umfassende Deklarationspflicht notwendig</h2>
<p>TIF fordert deshalb eine umfassende Deklarationspflicht, die sämtliche legalen Eingriffe am Tierkörper klar benennt und deren Folgen für das Wohl der Tiere offenlegt. Dazu gehören insbesondere:</p>
<ul>
<li>das Abschleifen der Zähne bei Schweinen</li>
<li>die Kastration männlicher Tiere</li>
<li>das Enthornen von Tieren</li>
<li>das Kürzen («Touchieren») der Schnäbel von Hühnern</li>
</ul>
<p>«Die Konsumierenden haben das Recht zu erfahren, welche Schmerzen und Leiden den Tieren tatsächlich zugefügt werden», sagt Sennhauser. «Für fundierte Kaufentscheidungen braucht es eine Transparenz, die mit der aktuellen Deklarationspflicht nicht gewährleistet ist.»</p>
</div></section><p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/neue-deklarationspflicht-ist-reine-alibi-uebung/">Neue Deklarationspflicht ist reine Alibi-Übung</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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		<title>Joint Statement zur Juso Resolution Speziesismus Mai 2025</title>
		<link>https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/politik/joint-statement-zur-juso-resolution-speziesismus-mai-2025/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Tschanz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2025 15:30:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medienmitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmitteilung: Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Speziesismus]]></category>
		<category><![CDATA[JUSO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/politik/joint-statement-zur-juso-resolution-speziesismus-mai-2025/">Joint Statement zur Juso Resolution Speziesismus Mai 2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<section class="section"><div class="section__text intro-animation intro-animation--left"><p>Speziesismus bezeichnet die weitverbreitete gesellschaftliche Haltung, dass das Leben und die Interessen von Tieren in weiten Teilen ignoriert werden dürfen, weil sie nicht der Spezies «Mensch» angehören. Auf dieser Denkweise basiert auch die aktuelle Tierschutzgesetzgebung, die die Nutzung und Ausbeutung von Tieren in zahlreichen Bereichen legitimiert. Erstmals wagt es nun eine Partei, diese Form der Diskriminierung deutlich zu benennen. Anlässlich des zehnten Welttags für das Ende des Speziesismus verabschiedet die JUSO Schweiz eine Erklärung, die sich gegen diese Haltung positioniert und grundlegende Rechte auch für Tiere einfordert (1, 2).</p>
<h2>Empfindungsfähigkeit als Grundlage thematisieren</h2>
<p>Gemäss Renato Pichler, Gründer von Swissveg, «ist die Unterscheidung von Mensch und Tier allein aufgrund der äusseren Erscheinung und unter Missachtung der Empfindungsfähigkeit der betroffenen Lebewesen dringend zu überdenken.» Bereits seit vielen Jahren gilt die Schmerz- und Leidensfähigkeit von Wirbeltieren und etlicher wirbelloser Tiere als wissenschaftlich belegt. Dennoch werden Tiere rechtlich gesehen nach zweifelhaften Kriterien kategorisiert: Je nachdem, ob ein Tier als ‘Nutz-’, ‘Heim-’ oder ‘Versuchstier’ betrachtet wird, unterliegt es unterschiedlichen Schutzbestimmungen. Diese Unterscheidung orientiert sich an menschlichen Nutzungsinteressen, ist aus moralischer Sicht aber als höchst fragwürdig zu beurteilen. «Aus diesem Grund begrüssen wir politische Bestrebungen wie die JUSO-Resolution, die die fest verankerte Ungerechtigkeit gegenüber Tieren kritisch hinterfragt», sagt Céline Schlegel, Geschäftsleiterin von Animal Rights Switzerland.</p>
<h2>Montreal Declaration: Diskurs wird international längst geführt</h2>
<p>Die JUSO-Resolution knüpft an eine breite internationale Debatte an, die etwa in der sogenannten Montreal Declaration on Animal Exploitation bereits deutlich Ausdruck gefunden hat (3). Bislang haben darin über 550 Akademikerinnen und Akademiker aus 40 Ländern, die sich auf die Moralphilosophie und die politische Philosophie spezialisiert haben, auf Basis des aktuellen Wissensstands in ihren Fachgebieten auf die ungerechtfertigte Benachteiligung von Tieren hingewiesen: «Wir verurteilen Praktiken, bei denen Tiere als Objekte oder Waren behandelt werden. Wir erklären, dass die Ausbeutung von Tieren, insofern sie mit unnötiger Gewalt und Schaden einhergeht, ungerecht und moralisch nicht vertretbar ist.» Das Anliegen wurde inzwischen von verschiedenen Parteien, so auch etwa von der 1993 gegründeten deutschen Partei Mensch Umwelt Tierschutz, aufgenommen. Erstmals wagt es nun eine Partei, über die Forderung der GPS nach Grundrechten für Tiere hinaus (4), auch die dahinterliegende Diskriminierung zu beleuchten und diese in den politischen Diskurs der Schweiz einzubringen.</p>
<h2>Konkrete politische Verantwortung gefordert</h2>
<p>Obwohl Tierleid gemeinhin abgelehnt wird, ist die Missachtung grundlegendster Bedürfnisse von Tieren in Recht und Gesellschaft fest verankert. Dringend notwendige strukturelle Veränderungen werden aufgrund politischer und wirtschaftlicher Interessen verhindert. «Eine verfehlte Subventionspolitik und das fehlende Hinterfragen althergebrachter Praktiken und Gewohnheiten fördert und zementiert den respektlosen Umgang mit Tieren in Landwirtschaft, Forschung und Unterhaltungsindustrie», sagt Vanessa Gerritsen, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Stiftung für das Tier im Recht (TIR). Swissveg und die unterzeichnenden Organisationen setzen sich dafür ein, dass die Debatte über Speziesismus nicht beim symbolischen Bekenntnis stehenbleibt. Politische Konsequenzen müssen folgen – in der Gesetzgebung, in der Subventionspolitik sowie in Bildung und öffentlicher Aufklärung. «Tierrechte sind kein Nischenthema, sondern gehören in den Kern politischer Verantwortung – jetzt braucht es Mut, diese Haltung konkret und konsequent umzusetzen», sagt Tobias Sennhauser, Berner Stadtrat und Mediensprecher bei Tier im Fokus (TIF).</p>
<h3>Medienkontakte</h3>
<p><strong>Swissveg</strong><br />
Renato Pichler, Präsident u. Geschäftsführer<br />
<a href="mailto:​renato.pichler@swissveg.ch">​renato.pichler@swissveg.ch</a><br />
+41(0)71 477 33 77</p>
<p><strong>Stiftung für das Tier im Recht (TIR)</strong><br />
Vanessa Gerritsen, Mitglied der Geschäftsleitung<br />
<a href="mailto:gerritsen@tierimrecht.org">gerritsen@tierimrecht.org</a><br />
+41 (0)43 443 06 43</p>
<p><strong>Animal Rights Switzerland</strong><br />
Céline Schlegel, Stv. Geschäftsleiterin<br />
<a href="mailto:celine.schlegel@animal-rights-switzerland.ch">celine.schlegel@animal-rights-switzerland.ch</a></p>
<p><strong>Tier im Fokus</strong><br />
Tobias Sennhauser, Berner Stadtrat u. Mediensprecher bei TIF<br />
<a href="mailto:tobias.sennhauser@tierimfokus.ch">tobias.sennhauser@tierimfokus.ch</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<h3>Materialien und Bezüge</h3>
<p>1: Welttag zum Ende des Speziesismus<br />
<a href="https://end-of-speciesism.org/de/">https://end-of-speciesism.org/de/</a></p>
<p>2: Juso Resolution Mai 2025<br />
<a href="https://juso.ch/de/positionspapiere/fur-das-ende-des-speziesismus">https://juso.ch/de/positionspapiere/fur-das-ende-des-speziesismus</a></p>
<p>3: Montreal Declaration on Animal Exploitation<br />
<a href="https://www.swissveg.ch/de/deklaration-montreal-ausbeutung-von-tieren">https://www.swissveg.ch/de/deklaration-montreal-ausbeutung-von-tieren</a><br />
<a href="https://greea.ca/en/list-of-signatories">https://greea.ca/en/list-of-signatories</a></p>
<p>4: Wahlprogramm 2023-27 GPS, Grundrechte für Tiere<br />
<a href="https://gruene.ch/wp-content/uploads/2022/11/Agenda2023_Version_2_d_final.pdf">https://gruene.ch/wp-content/uploads/2022/11/Agenda2023_Version_2_d_final.pdf</a></p>
</div><div class="section__image section__image--wide intro-animation intro-animation--left"><div class="picture_container"><picture><source media="(min-width: 768px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/06/logos-1400x397.jpg"><source media="(max-width: 767.98px)" srcset="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/06/logos-768x218.jpg"><img decoding="async" src="https://tierimfokus.ch/wp-content/uploads/2025/06/logos-1400x397.jpg" alt="Logos: Animal Rights Switzerland, swissveg, Stiftung Für das Tier im Recht und tier im fokus" width="1400" height="397"/></picture></div></div></section><p>Der Beitrag <a href="https://tierimfokus.ch/medienmitteilung/politik/joint-statement-zur-juso-resolution-speziesismus-mai-2025/">Joint Statement zur Juso Resolution Speziesismus Mai 2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://tierimfokus.ch">Tier im Fokus (TIF)</a>.</p>
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