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	<description>Das Blog von Till Westermayer * 2002</description>
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		<title>Photo of the week: Rebberg, Gundelfingen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 06:54:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#160; Das Foto ist zwar schon ein paar Tage alt, passt aber ganz gut – denn erstaunlicherweise haben wir schon wieder Sommersonnenwende, sind, warum auch immer, plötzlich mitten im Sommer angekommen. Linear fließt die Zeit in diesem Jahr jedenfalls definitiv nicht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55342118366/in/photostream/" title="Rebberg, Gundelfingen"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55342118366_d5dd254534_b.jpg" width="1024" height="768" alt="Rebberg, Gundelfingen"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Das Foto ist zwar schon ein paar Tage alt, passt aber ganz gut – denn erstaunlicherweise haben wir schon wieder Sommersonnenwende, sind, warum auch immer, plötzlich mitten im Sommer angekommen. Linear fließt die Zeit in diesem Jahr jedenfalls definitiv nicht. </p>
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		<title>Photo of the week: Esslingen train and bus station</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 10:56:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#160; Abgesehen von dem an dieser Stelle weiterhin fehlenden Überweg (der witzigerweise in dem im Bahnhof ausgehängten Plan mit Weg zum SEV eingezeichnet ist …) bietet der Esslinger Bahnhofsvorplatz, wenn die Sonne richtig steht, einen erfreulichen Anblick.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55312208555/in/dateposted/" title="Esslingen train and bus station"><img decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55312208555_f2669b6960_b.jpg" width="1024" height="1024" alt="Esslingen train and bus station"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Abgesehen von dem an dieser Stelle weiterhin fehlenden Überweg (der witzigerweise in dem im Bahnhof ausgehängten Plan mit Weg zum SEV eingezeichnet ist …) bietet der Esslinger Bahnhofsvorplatz, wenn die Sonne richtig steht, einen erfreulichen Anblick.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Update zur Urabstimmung Parteireform</title>
		<link>https://blog.till-westermayer.de/2026/06/update-zur-urabstimmung-parteireform/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 09:37:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[So grün, so grün]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich hatte ja bereits im März länger etwas zu den Satzungsänderungen geschrieben, die als „Parteireform“ diskutiert werden. Die Urabstimmung dazu ist nun gestartet und läuft noch bis 30. Juni. Diese sieht so aus, dass jedes Mitglied – sofern nicht Briefwahl beantragt wurde – einen Zugangscode für das Wahlsystem (technisch: Polyas) bekommen hat. Dort kann zu &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/06/update-zur-urabstimmung-parteireform/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Update zur Urabstimmung Parteireform“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ja bereits im März länger etwas <a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/03/parteireform/">zu den Satzungsänderungen geschrieben</a>, die als „Parteireform“ diskutiert werden. Die Urabstimmung dazu ist nun gestartet und läuft noch bis 30. Juni. Diese sieht so aus, dass jedes Mitglied – sofern nicht Briefwahl beantragt wurde – einen Zugangscode für das Wahlsystem (technisch: Polyas) bekommen hat. Dort kann zu jeder der 17 Satzungsänderungen mit Ja, Nein oder Enthaltung (faktisch wirkt das im Blick auf die Mehrheitsfindung wie eine Nein-Stimme) abgestimmt werden. </p>
<p>Argumente Pro und Contra zu den einzelnen Abstimmungsfragen hat der Bundesverband <a href="https://cms.gruene.de/uploads/assets/20260428_Urabstimmung2026_Reader-1.pdf">in einem Reader</a> zusammengestellt. Zudem gibt es im Mitgliedernetz die Möglichkeit, die <a href="https://netz.gruene.de/system/files/2026-04/20260428_Urabstimmung2026_Stellungnahmen_1.pdf">ausführlichen Stellungnahmen einzusehen</a>. Mir fehlt ein zentraler Diskussionsort – Diskussions„happen“ finden sich in Webinaren, in Versammlungen der verschiedenen Kreisverbände, in dem einen oder anderen Chat (und auch in der parteiinternen <a href="https://chatbegruenung.de/channel/Urabstimmung2026">Chatbegrünung</a>), aber eben, wenn ich jetzt nichts übersehe, nirgendwo gebündelt und in strukturierter Form (aka Antragsgrün). </p>
<p>Was ich wahrnehme, klingt eher kritisch – oft auch kritisch dem ganzen Prozess, den gewählten Tools (die nicht Open Source sind …) und der Frage, warum die Parteireform per Urabstimmung mit einfacher Mehrheit und nicht auf einer BDK mit 2/3‑Mehrheit läuft, gegenüber. Aber das mag, Stichwort: es fehlt an einem zentralen, strukturierten Diskussionsort, eine sehr selektive Wahrnehmung sein. </p>
<p>Den <a href="https://blogs.fu-berlin.de/bzpp/2026/05/29/eilantrag-gegen-urabstimmung-bei-den-gruenen/">Versuch, das Verfahren schiedsgerichtlich (bzw. gar im ordentlichen gerichtlichen Verfahren) zu kippen</a>, halte ich eher für <a href="https://www.berlin.de/gerichte/presse/pressemitteilungen-der-ordentlichen-gerichtsbarkeit/2026/pressemitteilung.1677709.php">Quatsch</a>. Spannend finde ich hingegen den im hier verlinkten Blog des Berliner Zentrum für Parteien- und Parlamentsrecht genannten Punkt, dass eine Satzungsänderung per Urabstimmung durch §9 Parteiengesetz ausgeschlossen ist, da diese Zuständigkeit hier dem Parteitag zuerkannt wird. Parteienrechtlich – ich bin kein Jurist – wird das wohl unterschiedlich ausgelegt, entweder im Sinne von „nur der Parteitag darf“ oder im Sinne von „auch der Parteitag darf“. Jedenfalls schreibt das parteiinterne FAQ aktuell, dass keine Bestätigung der Urabstimmungsergebnisse durch einen Parteitag vorgesehen ist, und stützt sich dabei wohl auf eine andere Auslegung von §9 PartG. Ich hoffe, dass wir hier nicht Schiffbruch erleiden.</p>
<p>Gespannt bin ich, wie viele der 170.000 oder so Mitglieder an der Urabstimmung teilnehmen. Einerseits geht’s ja durchaus um was, andererseits habe ich nicht den Eindruck, dass das außerhalb einer kleinen Blase überhaupt jemand interessiert. Quoren gibt es nicht, aber wenn, sagen wir mal, nur 17.000 Mitglieder teilnehmen, also zehn Prozent, und die eine oder andere Änderung nur knapp auf die Mehrheit der Abstimmenden kommt, würde ich durchaus Fragen zur Legitimität haben. Hm. </p>
<p>Inhaltlich hatte ich ja bereit im März geschrieben, dass ich einige der vorgeschlagenen Änderungen sehr sinnvoll finde und bei anderen eher skeptisch bin. Vermutlich werde ich auch entsprechend abstimmen. Folgende Fragen stehen zur Wahl:</p>
<table>
<tr>
<td>Nr.</td>
<td>Thema</td>
<td>Meine Tendenz</td>
</tr>
<tr>
<td>1</td>
<td>Öffnung Grundmandat</td>
<td>Ja <em>(auch wenn ich das vorgeschlagene Verfahren kompliziert finde)</em></td>
</tr>
<tr>
<td>2</td>
<td>Information zur Sonder-BDK</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>3</td>
<td>Antragsfristen</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>4</td>
<td>Streichung Antragsrecht Ortsverbände</td>
<td>Nein <em>(halte die Streichung des Antragsrechts für Ortsverbände in der Praxis eher für irrelevant)</em></td>
</tr>
<tr>
<td>5</td>
<td>Quorum Einzelantragsteller*innen</td>
<td>Ja <em>(auch wenn’s wehtut, klingt das für mich nach einer sinnvollen Maßnahme)</em></td>
</tr>
<tr>
<td>6</td>
<td>Mindestquorum (nach Geschlecht) bei Antragsstellung</td>
<td><em>Unentschlossen, bin mir nicht sicher, ob das den erhofften Effekt bringt</em></td>
</tr>
<tr>
<td>7</td>
<td>Antragstellung (Begrenzung Zahl der Anträge)</td>
<td><em>Unentschlossen, entweder leicht zu umgehen oder drakonisch</em></td>
</tr>
<tr>
<td>8</td>
<td>Stärkung Antragskommission</td>
<td>Eher Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>9</td>
<td>Mitgliederrat</td>
<td>Ja <em>(auch wenn mir das noch zu zögerlich ist, ist es ein Anfang)</em></td>
</tr>
<tr>
<td>10</td>
<td>Länderrat / Parteirat</td>
<td><em>Strukturell ein Kernstück der Reform, bin noch nicht entschieden</em></td>
</tr>
<tr>
<td>11</td>
<td>Generalsekretär*in</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>12</td>
<td>Vorschlagsrecht Bundesvorstands-Wahl</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>13</td>
<td>Trennung von Amt und Mandat I </td>
<td>Tendenziell Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>14</td>
<td>Trennung von Amt und Mandat II</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>15</td>
<td>Transparenzpflichten I</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>16</td>
<td>Transparenzpflichten II</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>17</td>
<td>Vielfaltsstatut</td>
<td><em>Tendenziell </em>Ja<em>, aber noch nicht wirklich entschieden, ob ich das für zielführend halte</em></td>
</tr>
</table>
<p>Bevor ich abstimme, muss ich noch über das Thema Länderrat/Parteirat und die weitere Lockerung der Trennung von Amt und Mandat nachdenken – falls jemand gerade zum Thema Länderrat/Parteirat noch gute Argumente hat, freue ich mich darüber.</p>
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		<title>Photo of the week: #NextFrontiers Stuttgart (@ Uni Stuttgart)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 12:18:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#160; Anfang Mai habe ich es endlich mal geschafft, mir die #NextFrontiers-Konferenz („Applied Fiction Days“) anzuschauen. Ich bin in deren Newsletter, und diese Stuttgarter Konferenz gibt es seit 2019, bisher kam aber immer was dazwischen. Die Prämisse finde ich hochspannend: Wissenschaft und Science Fiction einander begegnen lassen, und mal gucken, was herauskommt. Der Eröffnungsabend in &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/06/photo-of-the-week-nextfrontiers-stuttgart-uni-stuttgart/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Photo of the week: #NextFrontiers Stuttgart (@ Uni Stuttgart)“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55300895108/in/dateposted/" title="#NextFrontiers Stuttgart (@ Uni Stuttgart)"><img decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55300895108_845764b917_b.jpg" width="768" height="1024" alt="#NextFrontiers Stuttgart (@ Uni Stuttgart)"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Anfang Mai habe ich es endlich mal geschafft, mir die <a href="https://www.next-frontiers.de/de/">#NextFrontiers</a>-Konferenz („Applied Fiction Days“) anzuschauen. Ich bin in deren Newsletter,  und diese Stuttgarter Konferenz gibt es seit 2019, bisher kam aber immer was dazwischen. Die Prämisse finde ich hochspannend: Wissenschaft und Science Fiction einander begegnen lassen, und mal gucken, was herauskommt. </p>
<p>Der Eröffnungsabend in der Stadtbibliothek Stuttgart mit der Philosophieprofessorin Amrei Bahr und der Schriftstellerin Berit Glanz, die sich auf hohem Niveau über Künstliche Intelligenz unterhalten haben, hat Spaß gemacht, und war mal etwas anderes als die harten „Dafür“/„Dagegen“-Takes aus den sozialen Medien. Nein, man kann auch sehr differenziert darauf gucken, wie LLMs wirken, wo Experimente damit coole Experimente sind, und wo es um Kapitalismus und Ausbeutung geht. </p>
<p>Der Tagungstag selbst fand dann in der Uni Stuttgart statt (ein Highlight des <a href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55300742596/in/dateposted/">Primärfarbenbrutalismus</a>). Das abgestürzte UFO im Eingangsbereich war schon mal vielversprechend, abgesehen davon fühlte ich mich aber eher etwas lost – das übliche Kaffeepausen-wenn-man-niemand-kennt-Problem. </p>
<p>Die Vorträge waren v.a. Vorträge (in einem Hörsaal, der das Primärfarbenbrutalismus-Schema fortsetzte), die sich jeweils daran anschließenden Gespräche dann leider aus meiner Sicht wenig ergiebig. Die Keynote von Maarten Hajer und Jeroen Oomen zu „Captive Futures“ und der Rolle von Zukunftserzählungen für politisches Engagement war aufschlussreich, und auch die Vorträge von Dirk Brockmann („Denken wie ein Pilz“), Adrian Keller („DNA Data Storage“) und Tharshan Mashewaran („Planetary Sunshade“) fand ich interessant. Marcus Hammerschmitt präsentierte als SF-Autor „in residence“ drei mehr oder weniger pessimistische Zukunftsszenarien; ein echter Austausch zwischen Brockmann und ihm kam dann allerdings nicht zustande, weil beide, so mein Eindruck, einfach über komplett unterschiedliche Dinge redeten. Karlheinz Steinmüller trat als Conférencier zu Keller auf, und machte das recht charmant. Theresa Hannig wiederum, die den Sunshade-Vorschlag als SF-Autorin kommentieren sollte, konfrontierte eher; das erschien mir an dieser Stelle nicht hilfreich. Die Autorin Emma Braslavsky schließlich ging in ihrer Keynote nochmals auf KI ein, mit einem recht komplexen Bogen von Mythen und der Entstehung des Ich-Bewusstseins in Verbindung mit dem Aufkommen von Religionen. </p>
<p>Für sich genommen wie gesagt alles durchaus interessant; ein Ganzes hat es für mich aber nicht ergeben. Zudem war an der einen oder anderen Stelle spürbar, dass es sich hier auch um eine Lehrveranstaltung des IZKT handelte und das Publikum teilweise aus (zwangsverpflichteten?) Studierenden bestand, an die sich dann auch der Workshop-Tag (an dem ich nicht teilgenommen habe und der vielleicht eher als der Vortragstag das „science <em>meets </em>science fiction“ umgesetzt hätte) primär richtete. Vielleicht lag es am Hörsaal als Ort, dass das alles recht frontal ablief und die Publikumsinteraktion auf Slido da und ein paar wenige Fragen dort begrenzt war. Gefreut hätte ich mich im Rahmenprogramm auch über sagen wir einen Stand eines SF-Verlags oder ein paar Poster aus dem IZKT. Für „Wir wollen die Stuttgarter SXSW sein“ war das dann doch ein bisschen zu sehr Hochschule.</p>
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		<title>Science Fiction und Fantasy im Mai 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 12:23:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Definitiv weder Science Fiction noch Fantasy ist die ARTE-Doku, auf die ich aufmerksam gemacht wurde, nachdem ich auf Mastodon über mein Mai-Rabbithole berichtet hatte. Das bestand, wie im nebenstehenden Bild zu sehen, darin, in Bricklink Studio viel Zeit damit zu verbringen, die typische Architektur von Städten wie Kopenhagen oder eben Amsterdam in virtuellen Lego-Modellen nachzubauen. &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/06/science-fiction-und-fantasy-im-mai-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Science Fiction und Fantasy im Mai 2026“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Very little moon" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/52757430246/" data-flickr-embed="true"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/52757430246_557b0af4c8_b.jpg" alt="Very little moon" width="1024" height="683"></a></p>
<p><a href="https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/05/house3_32.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/05/house3_32-320x180.jpg" alt width="320" height="180" class="alignleft size-medium wp-image-13499" srcset="https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/05/house3_32-320x180.jpg 320w, https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/05/house3_32-640x360.jpg 640w, https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/05/house3_32-768x432.jpg 768w, https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/05/house3_32-1536x864.jpg 1536w, https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/05/house3_32-2048x1152.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px"></a>Definitiv weder Science Fiction noch Fantasy ist die ARTE-Doku, auf die ich aufmerksam gemacht wurde, nachdem ich auf Mastodon über mein <a href="https://mastodon.social/@_tillwe_/116629359944043912">Mai-Rabbithole</a> berichtet hatte. Das bestand, wie im nebenstehenden Bild zu sehen, darin, in <em>Bricklink Studio</em> viel Zeit damit zu verbringen, die typische Architektur von Städten wie Kopenhagen oder eben Amsterdam in virtuellen Lego-Modellen nachzubauen. Das macht Spaß, weil anders als in realem Lego a. viel Platz da ist (die aktuelle Datei mit über 140.000 Legobausteinen bringt meinen PC dann allerdings an seine Grenzen), b. die Modelle nichts kosten und c. modularisiertes Bauen einfach möglich ist. Jedenfalls führte das zu <a href="https://mastodon.social/@publictorsten/116631411692217440">Torstens Hinweis</a> auf die leider nur noch bei Youtube und nicht mehr in der ARTE-Mediathek zu findende, dreieinhalbstündige Doku <a href="https://www.youtube.com/watch?v=dG19LftWuIA"><em>The Magnificient Three: Amsterdam – London – New York</em></a>. Eigentlich gar nicht mein Genre, aber dann doch ein sehr gut gemachter Blick auf die eng mit einander verwobene Geschichte aus Kapitalismus, Religionskriege, Städtebau und Kolonialisierung, die auch erklärt, warum die drei Städte so aussehen, wie sie aussehen. Etwas diversere Expert*innen hätten der Serie gut getan, aber das ist auch schon mein einziger Kritikpunkt. Danke also für die Empfehlung! </p>
<p>Gelesen habe ich natürlich auch – unter anderem einen der diesjährigen <a href="https://locusmag.com/2026/05/2026-locus-awards-winners/">Locus-Gewinner</a>, nämlich das sehr <em>cute</em> Comicbuch <em>The Space Cat</em> (2025) von Nnedi Okorafor und Tana Ford. Die etwas außerirdische Katze Periwinkle erzählt von ihren Abenteuern in den USA und in Nigeria, und rettet nebenbei die Welt – es passiert also gar nicht so viel, trotzdem eine sehr nette Sache.</p>
<p><span id="more-13433"></span>Deutlich mehr passiert in Cameron Johnstons Fantasy-Roman <em>First Mage on the Moon</em> (2026). Wobei: eigentlich fast eher Science Fiction als Fantasy? Wobei: es kommt Magie vor, die in zwei  seit ewigen Zeiten miteinander im Krieg liegenden Reichen (generischer Proto-Westen vs. generisches Proto-Russland) fast schon industriell genutzt wird. Hinter den Reihen der furchterregenden Battle Mages sind einfache Wizards gezwungen, ihren Lebensunterhalt mit dem Bau, der Verzauberung und der Verbesserung magischer Waffen zu verdienen. Je nachdem, wie etwa bei unserer Hauptperson Ella Pickering, mehr schlecht als recht. Seit einem Unfall benutzt sie einen Rollstuhl. Über einen Zufall wird sie Teil eines Teams, das heimlich statt an Waffen zu bauen eine Mondrakete baut. In dieser Welt ist der Mond das Reich der Götter, das macht dieses Vorhaben noch einmal besonders problematisch. Da das Buch mit einer Hinrichtung beginnt, wissen wir von Anfang an, wie es ausgehen wird – trotzdem ist die Erzählung spannungsgeladen und animiert zum zügigen Durchlesen. An der einen oder anderen Stelle klingt <em>First Mage on the Moon</em> fast wie ein Terry-Pratchett-Buch, allerdings eines, dessen humanistischer Optimismus mit einer viel düstereren Gesamtsituation zu kämpfen hat, und, wenn das für ein Fantasy-Science-Fiction-Buch mit Magie und Drachen gesagt werden kann, ein hohes Maß an Realismus aufweist. In dieser Mischung durchaus zu empfehlen.</p>
<p>Ebenfalls um den Mond geht es bei John Scalzi in <em>When the Moon Hits Your Eye</em> (2025). Im Nachwort packt Scalzi das Buch in eine lose Reihe mit <em>The Kaiju Preservation Society</em> (2022) und <em>Starter Villain</em> (2023) – in allen drei Büchern geht es darum, wie Menschen reagieren, wenn sie in außergewöhnliche Situationen geworfen werden. Hier: der Mond verwandelt sich eines Tages sprichwörtlich-wortgetreu in Käse (die NASA spricht lieber von einer organischen Matrix), niemand weiß warum, aber irgendwie muss damit ja umgegangen werden. Das Buch hatte ich erstmal ignoriert und mir doch gekauft, nachdem ich im <em>Das-Universum</em>-Podcast Florian Freistetter davon sprechen hörte. Der war angetan davon. So ganz teile ich das nicht. Das Buch ist, wie meist bei Scalzi, geistreich und humorvoll geschrieben. Wir begegnen Personen, die überwiegend sympathisch sind (oder doch zumindest nachvollziehbare Motive haben), von der einen oder anderen Elon-Musk-Karikatur mal abgesehen. Das Buch ist chronologisch erzählt – von Tag 1 der Mondphase bis zu deren Ende – und wirkt anfangs wie ein typischer Genreroman: unterschiedliche Erzählstränge und Perspektiven (eine Astronautin, ein Sachbuchautor, ein US-Präsident, „Elon Musk“, ein Philosophieprofessor im Ruhestand im mittleren Westen), und nach und nach kommen diese Fäden zusammen und wir der erst scheiternden, dann erfolgreichen Lösung des Problems näher. Ob des Effektes wegen oder aus anderen Gründen: diese Erwartung wird enttäuscht. Ich jedenfalls hatte mit dem Ende – über das ich hier nicht mehr sagen kann – nicht gerechnet, und war dann irritiert, dass all die über die einzelnen Tagesvignetten hin aufgebauten Personen und deren Hintergrundgeschichten keine Rolle mehr spielen sollten. Hey, was ist mit meinem <em>emotional investment</em>? Ob ich das Buch gelesen hätte, wenn mir dessen Aufbau von vorneherein klar gewesen wäre, weiß ich nicht. So ist es eher eine Studie der unterschiedlichen Reaktionen auf das Unerklärbare, die viele Fäden lose enden lässt. </p>
<p>Begeistert hat mich V.E. Schwabs <em>The Invisible Life of Addie LaRue</em>. Das Buch – Schwabs Durchbruch jenseits des harten Fantasy-Genres – ist bereits 2020 erschienen. Es hat eine Weile gedauert, bis ich es lesen wollte. Adeline „Addie“ LaRue wird 1714 in einer französischen Kleinstadt geboren. In einer Ausnahmesituation geht sie – vielleicht nicht ganz gewollt – einen Handel mit einem Gott der Dunkelheit/Luc(ifer) ein, der dazu führt, dass sie faktisch zu einem Geist wird – Menschen vergessen sie, sobald sie aus dem Blick gerät, und jeder Versuch, direkt Spuren zu hinterlassen, scheitert. Sie empfindet Schmerz und Hunger, ihre Wunden heilen aber sofort wieder und sie stirbt auch nicht und bleibt ewig jung. Eine Handlungsebene spielt im New York des Jahres 2014. Hier lernt Addie Henry kennen, der in einem Antiquariat jobbt – und sich als erster Mensch seit 300 Jahren an sie erinnert. Natürlich entspannt sich daraus eine Liebesgeschichte (aber auch Henry hat ein dunkles Geheimnis, über das wir in Rückblenden mehr erfahren). Dazwischen liegen immer wieder Kapitel, in denen es darum geht, wie sich Addie nach und nach mit ihrer Situation anfreundet und zu einer Lebenskünstlerin und Muse wird – in Paris, im vorrevolutionären Frankreich, in London, in Italien und Deutschland, später in Amerika. Einzige Konstante über die Jahrhunderte ist Luc, die unstete düstere Gottheit, die es endlich auf ihre Seele abgesehen hat. Aus sturer Feindschaft wird allmählich etwas anderes. Addie – Henry – Luc als Dreiecksgeschichte zu beschreiben, trifft es nicht ganz – aus dieser Konstellation erwächst jedenfalls die Spannung des letzten Drittels des Romans, in dem Schwab die Erwartungen der Leser*in und des Genres geschickt unterläuft. </p>
<p>Diesen Monat kamen auch wieder drei Ausgaben der <em>Clarkesworld</em> an, die ich abonniert habe – ein schöner Weg, um regelmäßig SF- und Fantasy-Kurzgeschichten und Novelletten zu lesen. Und dass, wohl aus Kostengründen, eben nicht jede Ausgabe einzeln verschickt wird, sondern quartalsweise gesammelt, schadet gar nichts, sondern trägt eher zur Freude bei. </p>
<p>Und sonst? Das familiäre allsamstägliche Filmschauen hatten wir zwischenzeitlich zugunsten von Brettspielen eingestellt. Hier ist insbesondere <em>Root</em> hervorzuheben, das auf einem Spielbrett – einem Wald – ganz unterschiedliche Spielmechaniken aufeinander prallen lässt, vom Aufbauspiel des „Marquis de Katz“ über deckbauende Raben-Clans bis zu rollenspielnahen Waschbär-Vagabunden. Das klingt komplex, macht die Sache aber spannend, weil jede Fraktion ganz unterschiedliche Strategien verfolgt, um Siegpunkte zu erringen (oder andere daran zu hindern).</p>
<p>Letzten Samstag haben wir uns dann aber doch für den Bildschirm entschieden und die ersten beiden Folgen der neuen zweiten Staffel von <em>One Piece</em> (Netflix) angeguckt. Ich habe mich gefreut, Florenz wiedererkannt zu haben; abgesehen davon gehen Chaos, wilde Action und überzogene Charakterisierungen dieser Real-Life-Verfilmung nahtlos da weiter, wo sie in der ersten Staffel aufgehört haben. </p>
<p>Auf Netflix habe ich mir zudem <em><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmic_Princess_Kaguya!">Cosmic Princess Kaguya!</a></em> (2026) angeschaut, eine ebenfalls ziemlich wilde, aber durchaus unterhaltsame Mischung aus japanischer Folklore, Anime, und Virtual Reality. </p>
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		<title>Memo to self: Query-Parameter in WordPress</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 08:07:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitales Leben]]></category>
		<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[query]]></category>
		<category><![CDATA[wordpress]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Suchfunktion im WordPress-Dashboard ist mächtiger, als es zunächst scheint. Und zwar lassen sich weitere Query-Parameter einfach über die URL eingeben. Ein Beispiel: https://blog.till-westermayer.de/wp-admin/edit.php?s&#38;post_status=all&#38;post_type=post&#38;action=-1&#38;m=2014&#38;cat=-2,-366&#38;post_format&#38;filter_action=Filtern&#38;action2=-1 Das gibt im Dashboard eine Liste aller Beiträge zurück, die aus dem Jahr 2014 stammen („m=2014“) – normalerweise, über das grafische Interface sind hier nur einzelne Monate angebbar, z.B. „m=201401“ für &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/06/memo-to-self-query-parameter-in-wordpress/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Memo to self: Query-Parameter in WordPress“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Suchfunktion im WordPress-Dashboard ist mächtiger, als es zunächst scheint. Und zwar lassen sich weitere <a href="https://developer.wordpress.org/reference/classes/wp_query/">Query-Parameter</a> einfach über die URL eingeben. </p>
<p>Ein Beispiel:</p>
<p><code>https://blog.till-westermayer.de/wp-admin/edit.php?s&amp;post_status=all&amp;post_type=post&amp;action=-1&amp;m=2014&amp;cat=-2,-366&amp;post_format&amp;filter_action=Filtern&amp;action2=-1 </code></p>
<p>Das gibt im Dashboard eine Liste aller Beiträge zurück, die aus dem Jahr 2014 stammen („m=2014“) – normalerweise, über das grafische Interface sind hier nur einzelne Monate angebbar, z.B. „m=201401“ für Januar 2014 – und die allen Kategorien außer den Kategorien 2 (Photo of the week) und 366 (Lesenswert) entsprechen („cat=-2,-366“).</p>
<p><code>https://blog.till-westermayer.de/wp-admin/edit.php?post_status=all&amp;post_type=post&amp;m=0&amp;cat=15&amp;post_format&amp;filter_action=Filtern</code></p>
<p>Alle Beiträge der Kategorie „Kuriositätenkabinett“ („cat=15“) für alle Daten („m=0“).</p>
<p><span id="more-13485"></span>Und wo ich schon dabei bin: die Kategorien haben folgende Nummern:</p>
<p><code>Alt-Einträge = 1<br>
Analoges Leben = 20<br>
-- Das Wetter = 9<br>
-- Familiengeschichte = 3917<br>
-- Katzencontent = 17<br>
-- Kinder = 19<br>
-- Rezepte = 675<br>
Digitales Leben = 3<br>
Fiktional = 1706<br>
Freiburg = 10<br>
Gestaltungsfragen = 5<br>
-- Distinktion &amp; Ästhetik = 4<br>
-- Visualisierungen = 7<br>
Imperfekt = 2102<br>
Kuriositätenkabinett = 15<br>
-- Das schöne Wort = 13<br>
-- Fundstücke = 1068<br>
Lesenswert = 366<br>
-- sf-lib = 3958<br>
Photo of the week = 2<br>
Politik und Gesellschaft = 12<br>
-- Grundeinkommen = 11<br>
-- Hochschulpolitik = 197<br>
-- So grün, so grün = 6<br>
---- Länderrat = 16<br>
Wissenschaft = 8<br>
-- Soziologisch gesehen = 18<br>
Zukunftsvisionen = 14</code></p>
]]></content:encoded>
					
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		<enclosure url="http://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2014/01/TILLWE-860-860-zentriert.png" length="7513" type="image/png"/><media:content url="http://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2014/01/TILLWE-860-860-zentriert.png" width="860" height="860" medium="image" type="image/png"/><post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">13485</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Photo of the week: Elder flower – II</title>
		<link>https://blog.till-westermayer.de/2026/05/photo-of-the-week-elder-flower-ii/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 May 2026 10:24:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Photo of the week]]></category>
		<category><![CDATA[frühling]]></category>
		<category><![CDATA[holunder]]></category>
		<category><![CDATA[makro]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Der jetzt – je nach Standort – blühenden oder schon verblühten – Holunder umfasst, wenn man mal genau hinsieht, erstaunliche Details. Lauter kleine Sterne? Jedenfalls: kein Wunder, dass der Busch bzw. Baum umfangreich in die Mythologie Eingang gefunden hat.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55292518381/in/dateposted/" title="Elder flower - II"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55292518381_d021bc3691_b.jpg" width="1024" height="683" alt="Elder flower - II"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Der jetzt – je nach Standort – blühenden oder schon verblühten – Holunder umfasst, wenn man mal genau hinsieht, erstaunliche Details. Lauter kleine Sterne? Jedenfalls: kein Wunder, dass der Busch bzw. Baum umfangreich in die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Holunder#Der_Holunder_in_Religion,_Mythos_und_Aberglauben_bzw._Volksglauben">Mythologie</a> Eingang gefunden hat.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<enclosure url="https://live.staticflickr.com/65535/55292518381_d021bc3691_b.jpg" length="135990" type="image/jpeg"/><media:content url="https://live.staticflickr.com/65535/55292518381_d021bc3691_b.jpg" width="1024" height="683" medium="image" type="image/jpeg"/><post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">13471</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Blog ins Buch, die Dritte, oder: biografische Wühlarbeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 20:02:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitales Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologisch gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[bündnis 90/die grünen]]></category>
		<category><![CDATA[biografie]]></category>
		<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[blogbooker]]></category>
		<category><![CDATA[bloggeschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[in eigener sache]]></category>
		<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[wurzelwerk]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine gewisse Faszination für bedrucktes Papier kann ich nicht verhehlen. Weswegen ich auch in regelmäßigen Abständen auf die Idee komme, dass so ein Blog sich doch wunderbar eignen müsste, in Buchform gebracht zu werden. Also nicht, dass ich glaube, dass das außer mir irgendwen interessiert. Aber trotzdem, hätte ich halt gerne. Im März 2010 bin &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/05/blog-ins-buch-die-dritte-oder-biografische-wuehlarbeiten/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Blog ins Buch, die Dritte, oder: biografische Wühlarbeiten“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55269896410/in/dateposted/" title="Dotted"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55269896410_fe13b255a9_b.jpg" width="1024" height="768" alt="Dotted"></a></p>
<p>Eine gewisse Faszination für bedrucktes Papier kann ich nicht verhehlen. Weswegen ich auch in regelmäßigen Abständen auf die Idee komme, dass so ein Blog sich doch wunderbar eignen müsste, in Buchform gebracht zu werden. Also nicht, dass ich glaube, dass das außer mir irgendwen interessiert. Aber trotzdem, hätte ich halt gerne. </p>
<p><a href="https://blog.till-westermayer.de/2010/03/blog-ins-book-wie-geht-das/">Im März 2010</a> bin ich das erste Mal auf „BlogBooker“ gestoßen, habe dieses Tool nach einigen Experimenten dann aber wieder vergessen, um es <a href="https://blog.till-westermayer.de/2022/02/in-eigener-sache-blog-umdekoriert-etc/">im Februar 2022</a> erneut zu entdecken. Neben grafischen Häßlichkeiten ergeben sich bei diesem Weg vom Blog aufs Papier allerdings zwei Probleme. Erstens wäre es ziemlich viel Papier (ein paar tausend Seiten), und zweitens, verbunden damit, gibt es auch ziemlich viel Schrott, der sich seit 2002 hier angesammelt hat. In einem PDF lässt sich das noch ignorieren, auch wenn dabei dann recht große Dateien entstehen. Auf Papier: nee.</p>
<p>Wozu ein Tool nutzen, wenn’s auch handgemacht geht? Nach diesem Motto habe ich in den letzten Tagen die <a href="https://blog.till-westermayer.de/index.php/ueber-dieses-blog/">Textempfehlungen aus der Seitenspalte</a> und dann ausgewählte und auch aus heutiger Sicht zumindest historisch interessante Beiträge aus den Jahren 2006 bis 2011 in Word gepackt – ich hatte gewisse Bedenken, ob LibreOffice mit dieser Datenmenge klarkommt, und fand den Weg über Scribus zu aufwendig – und im Buchformat layoutet. Um dann festzustellen, dass Print On Demand inzwischen vergleichsweise spottbillig geworden ist. Ich bin insofern gespannt darauf, „mein Blog“ (bzw. die genannten Auszüge) demnächst dann tatsächlich mal auf Papier in der Hand zu halten. (Apropos: ich habe das Gefühl, das Word zwar besser darin geworden ist, mit großen Textmengen und Bildern klarzukommen, aber bei Rechtschreibprüfung, diversen Automatismen und der Zwischenablage deutlich nachgelassen hat …).</p>
<h3><a href="https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-Blogbuch-Band-1-online.pdf">Blogtexte, Band I. Ausgewählte Texte 2008 bis 2025</a></h3>
<p>Die Texte aus der Randspalte habe ich für das Buch (<a href="https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-Blogbuch-Band-1-online.pdf">→ hier als PDF</a>) in vier Rubriken einsortiert. Unter <em>Politische Fragen </em>geht es v.a. um Bündnis 90/Die Grünen – und das Ringen darum, die verschiedenen Neuerfindungen meiner Partei nachzuvollziehen – mit Parteien im Allgemeinen, mit Baden-Württemberg und der Klimapolitik im Speziellen. Zudem findet sich hier ein Text zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik ebenso wie einer zum Heimatbegriff. Die Kategorie <em>Sozialwissenschaft </em>enthält eine Skizze zum Verhältnis von Umweltsoziologie und Praxistheorie – einen Pfad, den ich wohl weiter verfolgt hätte, wäre ich nicht „in die Politik“ gewechselt. Unter der Rubrik <em>Netz, Medien und digitales Leben</em> geht es um den technologischen Fortschritt des letzten Vierteljahrhunderts – der Aufstieg und Niedergang von Twitter spiegelt sich hier ebenso wider wie die in den 2020er Jahren plötzlich auf den Bildschirmen auftauchende KI (und die Frage, wie damit eigentlich umzugehen ist). Und schließlich: Unter <em>Science Fiction und Fantasy </em> finden sich Texte, die sich übergeordnet – jenseits meiner inzwischen recht regelmäßigen monatlichen Rezensionen der aktuellen Lektüre – mit Science Fiction auseinandersetzen. </p>
<h3><a href="https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-Blogbuch-Band-2-online.pdf">Blogtexte, Band II. Weitere Texte 2006 bis 2011</a></h3>
<p>Während die Sammlung der mir wichtigen Texte organisch gewachsen ist und eine Tendenz zu neueren Beiträgen aufweist (ursprünglich war es mal ein „Fünf Empfehlungen“, zu denen immer mal wieder eine dazu kam, und eine andere entfernt wurde), und in dieser Auswahl schon bisher und auch weiterhin über die Randspalte des Blogs aufrufbar ist, ist das Ergebnis der „Wühlarbeiten“ für die Texte aus den Jahren 2006 bis 2011 (<a href="https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/06/2026-Blogbuch-Band-2-online.pdf">→ hier als PDF</a>) zumindest für mich – und möglicherweise die eine oder andere Zeitgenoss*in – noch spannender. Vieles, was heute relevant ist, deutete sich damals schon an. Manche Debatten werden immer wieder geführt. In anderen Texten schimmert ein gewisser Optimismus durch, der der Realität nicht standgehalten hat.</p>
<p>Bei den <em>politischen Fragen </em>verschiebt sich mein Fokus: am Anfang steht die innergrüne Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen. Dann geht es um Listenaufstellungen und Koalitionsbildungen, um die große netzpolitische Frage des Jahres 2009 (Netzsperren einführen oder rechtswidrige Beiträge löschen? – verbunden mit dem Aufkommen der als potenziell starker Konkurrenz empfundenen Piratenpartei) und einige hochschulpolitische Feinschmeckerthemen (Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen, die Frage der Akkreditierung im Bologna-System sowie anhand des Falls Guttenberg die Plagiatsdebatte). Mit dem Jahr 2010 taucht die Trias aus grünem Boom, Fukushima und Stuttgart 21 im Blog auf. Der Wahlkampf wird begleitet, genau beobachtet, die Haltung der SPD und die Kampagne der FDP kritisch beäugt. Am Schluss des politischen Bogens steht 2011 die Wahl von Winfried Kretschmann zum baden-württembergischen Ministerpräsidenten an – samt der etwas bangen Frage, ob er habituell so bleibt „wie er ist“, und ob das mit der „Politik des Gehörtwerdens“ etwas werden kann. Beide Fragen hat die Geschichte – aus meiner Sicht positiv – beantwortet. Und Stuttgart 21 ist immer noch nicht fertig gebaut, während der Atomausstieg in Deutschland (fast) unumkehrbar scheint. </p>
<p>Im Themenfeld <em>Sozialwissenschaft </em>finden sich Nebenprodukte meines später abgebrochenen Promotionsvorhabens. Techniksoziologie und Praxistheorie, Wissens- und Wissenschaftssoziologie geben sich hier die Hand, in dem Versuch, eine Theorie zu basteln, um nachhaltigen Konsum und ökologische Lebensstile erklären und erforschen zu können. Aus heutiger Sicht interessant: ein wissenssoziologisches Plädoyer dafür, sich beim Thema Homöopathie nicht zu verkämpfen. Hier habe ich dann andere Pfade eingeschlagen, während eine praxistheoretische und wissenssoziologische Fundierung meine angewandt-politische Wahrnehmung, würde ich jedenfalls behaupten, heute noch prägt.</p>
<p>Fast schon historisch interessant dann die Beiträge im <em>netzpolitischen Teil</em>. Den Anfang macht eine Dokumentation eines heute vermutlich weitgehend vergessenen politischen Streits: die – von mir nach wie vor genutzte – Fotoplattform Flickr, damals zu Yahoo! gehörig, führte 2007 eine als übergriffig empfundene Regelung ein: als „unsafe“ oder „restricted“ gekennzeichnete Fotos durften aufgrund einer harten Interpretation landestypischer Gesetze von Nutzer*innen, die in Singapur, Hongkong oder Deutschland registriert waren, nicht mehr geöffnet werden. Als Reaktion gab es koordinierte Protestaktionen, die in der Netzöffentlichkeit eine gewisse Aufmerksamkeit erregten. Für mich der Ausgangspunkt, mich mit Plattformen, Abhängigkeiten und <em>social graphs </em>zu befassen. </p>
<p>Facebook taucht 2007 als neue Plattform auf, die damals noch Möglichkeiten bietet, per API Drittanbieter-Anwendungen laufen zu lassen – und findet sich 2010 mal wieder im Mittelpunkt politischer Aufmerksamkeit, weil die AGBs heimlich geändert werden. Twitter kommt 2008 als Teil des amerikanischen Wahlkampfs in der deutschen politischen Öffentlichkeit an – das findet ebenso Widerhall in meinem Blog wie die Social-Media-Kampagne von Barack Obama und heiß diskutierte Fragen, was diese neuen „Web 2.0“-Möglichkeiten für Wahlkämpfe und innerparteiliche Organisation bedeuten. Ob das „Wurzelwerk“ (so der Name der grünen parteiinternen Plattform bei Einführung) eine Lösung darstellt? Erstaunlich, wie scheinbar fest die sich in den Jahren zwischen 2006 und 2011 etablierende Web 2.0‑Infrastruktur auch heute noch ist:  die Strategie von Google (damals noch eher auf der Seite von <em>not evil</em>, trotz absehbarer Weltherrschaftsstrategie) und die Strukturierung der Wikipedia sind weiterhin Themen. </p>
<p>Der Abschnitt endet mit zwei Texten aus dem Jahr 2011, die aus heutiger Sicht auf Epochenmarker hinweisen. Das eine ist eine wissenssoziologisch begründete Auseinandersetzung mit Sascha Lobos Kritik am Expertentum als Breitensport, die in einem Plädoyer für Medienkompetenz endet. Spätestens seit der Corona-Pandemie leben wir in einer Welt, in der die verschwörungsorientierte Verbreitung von Falschinformationen noch einem eine ganz andere Bedeutung erreicht hat.</p>
<p>Und der zweite, den Band schließende Text hält das seltsame Gefühl fest, wie es ist, in derselben Twitter-Timeline zeitgleich irrelevante Banalitäten und Live-Tweets aus Utøya (dem rechtsextremen Anschlag auf ein norwegisches Sommerlager) wahrzunehmen. „Die moderne Gesellschaft kennt keine Pausentaste“, schreibe ich da, und frage mich, wie ein Umgang mit dem Einbruch des fassungslos machenden Schreckens in den Alltag aussehen könnte. </p>
<p>Um den Bogen von damals nach heute zu schlagen: Eine Pausentaste für den stetigen Kommunikationsstrom haben wir noch immer nicht, bräuchten diese aber dringender denn je. Und nein, damit meine ich keine Internetsperren, wie wir sie heute in autokratischen Ländern erleben, sondern eine Umgangsform mit Terror, die nicht zu dessen Wirkungssteigerung und auch nicht zu dessen Normalisierung beiträgt.</p>
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		<title>Photo of the week: Neckar, Esslingen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 May 2026 09:39:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#160; Einer von vielen Schnappschüssen von der Pliensaubrücke – je nach Licht- und Wolkenverhältnissen kann der Neckar ganz fotogen sein. Oder nach langweiligem Kanal aussehen. Besonders positiv: wenn ein Vogel unbedingt mit aufs Bild will, wie hier.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55272988976/in/dateposted/" title="Neckar, Esslingen"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55272988976_1552f4a988_b.jpg" width="768" height="1024" alt="Neckar, Esslingen"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Einer von vielen Schnappschüssen von der Pliensaubrücke – je nach Licht- und Wolkenverhältnissen kann der Neckar ganz fotogen sein. Oder nach langweiligem Kanal aussehen. Besonders positiv: wenn ein Vogel unbedingt mit aufs Bild will, wie hier.</p>
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		<title>Photo of the week: Pariser Platz, Stuttgart</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 May 2026 13:42:03 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[architektur]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Ein Nebeneffekt der Koalitionsverhandlungen (die in der Sparkassenakademie am Pariser Platz stattfanden): ich konnte den einen oder anderen Blick auf das „Europaviertel“ hinter dem Stuttgarter Hauptbahnhof werfen – sonst komme ich da nicht so oft vorbei. Viel moderne Architektur, viel verbaute Fläche, und beim Blick von der Sparkassenakademie auf das Genohaus mal wieder das &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/05/photo-of-the-week-pariser-platz-stuttgart/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Photo of the week: Pariser Platz, Stuttgart“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55268188957/in/dateposted/" title="Pariser Platz, Stuttgart"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55268188957_73fefc1129_b.jpg" width="768" height="1024" alt="Pariser Platz, Stuttgart"></a></div>
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Ein Nebeneffekt der Koalitionsverhandlungen (die in der Sparkassenakademie am Pariser Platz stattfanden): ich konnte den einen oder anderen Blick auf das „Europaviertel“ hinter dem Stuttgarter Hauptbahnhof werfen – sonst komme ich da nicht so oft vorbei. Viel moderne Architektur, viel verbaute Fläche, und beim <a href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55269490360/in/dateposted/">Blick von der Sparkassenakademie auf das Genohaus</a> mal wieder das Gefühl, dass Stuttgart aus diversen übereinander liegenden Schichten besteht, jedenfalls zweidimensional nicht zu verstehen ist.</p>
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		<title>Ein Besuch in Augsburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 09:37:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Analoges Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[andreas fugger]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit rund 300.000 Einwohner*innen ist Augsburg vermutlich eine der wenigen großen deutschen Städte, die ich bisher nicht besucht habe – ein Vorteil politischen Engagements besteht darin, zu Jugendkongressen, Parteitagen, Bundesarbeitsgemeinschaftssitzungen und dergleichen mehr doch ziemlich im Land herumzukommen. Warum allerdings der nächste Länderrat auf Rügen stattfinden soll – egal, ich schweife ab. Zurück zu Augsburg. &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/05/ein-besuch-in-augsburg/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Ein Besuch in Augsburg“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55259314117/in/dateposted/" title="Augsburg Hbf"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55259314117_8195cefed7_n.jpg" width="320" height="240" alt="Augsburg Hbf"></a> <a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55260364108/in/dateposted/" title="Augsburg: Fuggerei"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55260364108_bc37893f9b_m.jpg" width="180" height="240" alt="Augsburg: Fuggerei"></a> <a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55260351603/in/dateposted/" title="Augsburg: Hans Jakob Fugger"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55260351603_ac17fd4c32_m.jpg" width="180" height="240" alt="Augsburg: Hans Jakob Fugger"></a><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55260229706/in/dateposted/" title="Augsburg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55260229706_4714528319_n.jpg" width="320" height="240" alt="Augsburg"></a></p>
<p>Mit rund 300.000 Einwohner*innen ist <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Augsburg">Augsburg</a> vermutlich eine der wenigen großen deutschen Städte, die ich bisher nicht besucht habe – ein Vorteil politischen Engagements besteht darin, zu Jugendkongressen, Parteitagen, Bundesarbeitsgemeinschaftssitzungen und dergleichen mehr doch ziemlich im Land herumzukommen. Warum allerdings der nächste Länderrat auf Rügen stattfinden soll – egal, ich schweife ab. Zurück zu Augsburg. Wenn ich jetzt nichts übersehe, dann war ich Mitte April tatsächlich zum ersten Mal in der Stadt. Eine spontane Entscheidung, von Stuttgart aus ist es mit dem ICE ein Katzensprung. Ein paar Stunden Mitte April bei Nieselregen waren jetzt nicht unbedingt die optimalen Bedingungen, um Augsburg kennen zu lernen, trotzdem halte ich für mich schon mal fest, dass ein weiterer Besuch mit mehr Zeit und bei besserem Wetter keinesfalls ausgeschlossen ist. Da scheint es einiges zu entdecken zu geben (<a href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/albums/72177720333559225">Fotos hier</a>). </p>
<p>Auslöser für den Besuch in der schwäbischen Reichsstadt war neben allgemeiner Neugierde der Wunsch, ein Gefühl dafür zu bekommen, was in dieser Stadt im 15. Jahrhundert passiert ist. Deswegen bin ich nicht auf Brechts Spuren gewandelt, sondern habe mir das <a href="https://kunstsammlungen-museen.augsburg.de/maximilianmuseum">Maximilianmuseum</a> angeschaut und bin dann eher zufällig noch auf die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fuggerei">Fuggerei</a> gestoßen – eine seit 1521 bestehende katholische Sozialsiedlung in Stadtteilsgröße, und eine interessante Variante heutiger „intentional communities“ und Wohnprojekte. Verwaltet wird die Fuggerei von einer <a href="https://www.fugger.de/stiftungen">Stiftungsadministration</a>; faktisch gehört sie den drei Adelslinien Fugger von Glött, Fugger-Babenhausen und Fugger-Kirchberg mit Schlössern, Landbesitz und 3200 ha „Stiftungswald“, aus dessen Erträgen die Fuggerei „in Ewigkeit“ finanziert wird.</p>
<p>Gegründet wurde das Projekt Fuggerei 1521 durch den Augsburger Kaufmann <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Fugger">Jakob Fugger</a> (1459–1525); der Sohn von Jakob Fugger dem Älteren war seinerzeit der bedeutendste Bankier Europas. Wirtschaftlich erfolgreich wurde er insbesondere durch den Abbau von Kupfer, Silber, Zinnober und Quecksilber in Minen vom heutigen Tschechien bis nach Spanien. Er finanzierte den Aufstieg des Habsburgers Maximilian I. zum Kaiser ebenso wie diverse Kriege und Militärzüge. Zudem gab es wohl Beteiligungen an See-Expeditionen nach Indien. 1511 wurde der Kaufmann in den Adelsstand erhoben, 1514 zum Reichsgrafen erhoben. Zum Zeitpunkt seines Todes war der kinderlose Fugger der reichste Unternehmer Europas.</p>
<p>Die damalige <a href="https://www.wissner.com/stadtlexikon-augsburg/artikel/stadtlexikon/fugger/3839">Fugger</a>-Wirtschaftselite firmierte unter „Fugger von der Lilie“, begründet durch Jakobs Vater, Jakob der Ältere; ein zweiter, später weniger erfolgreiche Zweig der Familie wurde „Fugger zum Reh“ genannt, ausgehend von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Fugger">Andreas Fugger</a> (dem Bruder von Jakob dem Älteren). Jakob der Reiche war demnach also ein Neffe von Andreas. [Und der, Andreas, ist wiederum, ein Ur-ur-ur-…-Großvater von mir (18 Generation, also 16 mal „ur“, wer’s genau wissen will). Daher rührt dann auch eine gewisse persönliche Neugierde, mir Augsburg mal anzusehen.] Allerdings starb Andreas, bevor sein Neffe geboren wurde – je nach Quelle ein paar Tage vorher, wenn die Wikipedia stimmt, zwei Jahre zuvor an der Pest, das wäre dann 1457. Während Andreas Fugger geschäftlich erfolgreich war, in die Patrizierschicht der Stadt Augsburg einheiratete (seine Frau war Barbara <a href="https://www.wissner.com/stadtlexikon-augsburg/artikel/stadtlexikon/stammler-i/5551">Stammler vom Ast</a>) und ebenfalls als „der Reiche“ bekannt wurde, begann wohl schon in der folgenden Generation – mit Lukas I. Fugger vom Reh<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lukas_Fugger"></a> – der wirtschaftliche Niedergang seiner Unternehmungen. Genauer gesagt: ein Darlehen von 10.000 Gulden für Kaiser Maximilian (Garantie: die Stadt Leuwen) platzte und führte Lukas Fugger in die Insolvenz. Möglicherweise ist diese Geschichte von Aufstieg und Fall in der familiären Nachbarschaft Jakob Fuggers ein Anlass für die Gründung der Fuggerei.</p>
<p>Bis Mitte des 17. Jahrhunderts sind meiner Vorfahr*innen dieser Linie – über Andreas Tochter Ursula, die in die Familie <a href="https://www.wissner.com/stadtlexikon-augsburg/artikel/stadtlexikon/haug/4052">Haug</a> einheiratete – noch in Augsburg zu finden, danach geht es über Nördlingen nach Leutkirch. Interessant beim Besuch in der Stadt und im Maximilianmuseum war entsprechend nicht nur der Blick auf die allgegenwärtigen Fugger, sondern auch auf weitere Namen aus der Stadtgeschichte, die mir aus dem Stammbaum bekannt vorkamen.  </p>
<p>Wer die Linie von meinem Großvater Otto Westermayer bis zu den Augsburger*innen nachvollziehen will, kann das hier tun:</p>

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		<title>Photo of the week: Gundelfingen sunset</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 07:07:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Im Hintergrund: der Sonnenuntergang. Davor: Vogesen und Kaiserstuhl, dann die Silhouette der Gemeinde Gundelfingen mit dem Turm der katholischen Kirche, und im Vordergrund im Schatten der Litzfürst mit seinen Obstbäumen, der vor vielen Jahren in eine Schulsportanlage umgebaut werden sollte, was u.a. durch ein Bürgerbegehren verhindert wurde. Aufgenommen vom Rebberg zwischen Gundelfingen und Wildtal.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55245771034/in/dateposted/" title="Gundelfingen sunset"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55245771034_cf5cfe0e1e_b.jpg" width="1024" height="576" alt="Gundelfingen sunset"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Im Hintergrund: der Sonnenuntergang. Davor: Vogesen und Kaiserstuhl, dann die Silhouette der Gemeinde Gundelfingen mit dem Turm der katholischen Kirche, und im Vordergrund im Schatten der Litzfürst mit seinen Obstbäumen, der vor vielen Jahren in eine Schulsportanlage umgebaut werden sollte, was u.a. durch ein Bürgerbegehren verhindert wurde. Aufgenommen vom Rebberg zwischen Gundelfingen und Wildtal. </p>
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		<title>Kurz: Habemus Koalitionsvertrag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 06:27:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[baden-württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[bündnis 90/die grünen]]></category>
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		<category><![CDATA[cem özdemir]]></category>
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		<category><![CDATA[manuel hagel]]></category>
		<category><![CDATA[winfried kretschmann]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch wurde der grün-schwarze Koalitionsvertrag 2026–2031 vorgestellt. Layoutet sind’s rund 160 Seiten, die hier nachgelesen werden können. Einer weitergehenden inhaltlichen Bewertung enthalte ich mich mal; in der Vorstellung durch Cem Özdemir und Manuel Hagel ist deutlich geworden, dass Wirtschaft, Bürokratieabbau (teils: drastischer Bürokratieabbau) und die Idee gesellschaftlichen Zusammenhalts im Vordergrund stehen. Nach erstem Durchlesen &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/05/kurz-habemus-koalitionsvertrag/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Kurz: Habemus Koalitionsvertrag“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch wurde der grün-schwarze Koalitionsvertrag 2026–2031 vorgestellt. Layoutet sind’s rund 160 Seiten, <a href="https://www.gruene-bw.de/wp-content/uploads/2026/05/2026-2031_Koalitionsvertrag_GrueneBW_CDUBW.pdf">die hier nachgelesen werden können</a>. Einer weitergehenden inhaltlichen Bewertung enthalte ich mich mal; in der Vorstellung durch Cem Özdemir und Manuel Hagel ist deutlich geworden, dass Wirtschaft, Bürokratieabbau (teils: drastischer Bürokratieabbau) und die Idee gesellschaftlichen Zusammenhalts im Vordergrund stehen. Nach erstem Durchlesen findet sich viel grün, viel CDU (Augenhöhe, leider …) und einiges an gemeinsamen Projekten. Ebenfalls mitzulesen: das, was im Wahlkampf von der einen oder von der anderen Seite gefordert wurde und jetzt nicht kommt – keine Landeswohnbaugesellschaft, aber auch keine KI-Uni, keine Abschaffung des Landesinformationsfreiheitsgesetzes und keine Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem. </p>
<p>Über allem schwebt der Verweis auf die schwierige Finanzlage. Der Grundton findet sich in der dunkelgrün-schwarz changierenden Überschrift: „Aus Verantwortung fürs Land. Gemeinsam stark in stürmischen Zeiten“</p>
<p>Am Samstag kommen die Parteitage zusammen, am Montag danach soll – wenn es nicht noch Überraschungen gibt – der Vertrag unterzeichnet werden. Dann dürfte auch bekannt werden, wer Minister*in und wer Staatssekretär*in wird. Die Wahl zum Ministerpräsidenten steht schließlich für Mittwoch, den 13. Mai an. „MP“ meint dann nicht mehr Kretschmann – auch das etwas, an das ich mich erst gewöhnen muss.</p>
<p>Meinungen?</p>
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		<title>Photo of the week: Crow</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 09:40:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Photo of the week]]></category>
		<category><![CDATA[ast]]></category>
		<category><![CDATA[krähe]]></category>
		<category><![CDATA[vogel]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Kurz vor dem Abflug, etwas zerzaust, mit beeindruckend viel Schnabel: eine Krähe auf einem Ast.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55242988232/in/dateposted/" title="Crow"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55242988232_51a0c9a001_b.jpg" width="1024" height="683" alt="Crow"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Kurz vor dem Abflug, etwas zerzaust, mit beeindruckend viel Schnabel: eine Krähe auf einem Ast.</p>
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		<title>Science Fiction und Fantasy im April 2026</title>
		<link>https://blog.till-westermayer.de/2026/05/science-fiction-und-fantasy-im-april-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2026 09:19:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[ken liu]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
		<category><![CDATA[science fiction]]></category>
		<category><![CDATA[v.e. schwab]]></category>
		<category><![CDATA[victoria schwab]]></category>
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					<description><![CDATA[Im April habe ich tatsächlich nur zwei Bücher gelesen (und auf dem Bildschirm nur ermattet das ZDF-Magazin Royale konsumiert) – gab einerseits anderes, und andererseits nach 10–12-Stunden-Tagen dann auch keine Muße, zu lesen. Beide Bücher kann ich dafür wärmstens empfehlen. Zum einen war dies der Nachfolgeband zu Ken Lius The Grace of Kings, den ich &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/05/science-fiction-und-fantasy-im-april-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Science Fiction und Fantasy im April 2026“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55240566598/in/dateposted/" title="Rebberg, Wildtal - II"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55240566598_a8dbfb29d5_b.jpg" width="1024" height="576" alt="Rebberg, Wildtal - II"></a></p>
<p>Im April habe ich tatsächlich nur zwei Bücher gelesen (und auf dem Bildschirm nur ermattet das ZDF-Magazin Royale konsumiert) – gab einerseits anderes, und andererseits nach 10–12-Stunden-Tagen dann auch keine Muße, zu lesen. Beide Bücher kann ich dafür wärmstens empfehlen.</p>
<p>Zum einen war dies der Nachfolgeband zu Ken Lius <em>The Grace of Kings</em>, den ich vor neun Jahren <a href="https://blog.till-westermayer.de/2017/11/leseprotokoll-september-oktober-2017/">gelesen habe</a>. Damals befürchtete ich, dass der zweite Band, <em>The Wall of Storms</em> (2021) die Farce nur als Tragödie wiederholen könne. In gewisser Weise tut er das auch – wir sind im „happy ever after“ angekommen, die Dandelion Dynasty im Inselreich Dara ist etabliert, und die erste Hälfte des Buchs widmet sich vor allem den internen Machtkämpfen am Hof – Kuni Garu ist jetzt Kaiser Ragin, seine Gefährtin Risana und Kaiserin Jia kämpfen am Hof um Einfluss, es ist noch nicht klar, welcher der beiden Prinzen – Temu oder Phyro – Thronfolger wird. Politisch und auch sonst schlauer als beide zusammen ist Prinzessin Thera. Reformen gehen langsam und schwerfällig voran, neue Systeme wie der Versuch, höfische Vorrechte durch ein auf Leistung ausgerichtetes System der Beförderung zu ersetzen, haben ihre ganz eigenen Schwächen (und die brilliante Zomi Kidosu – aus einfacher Herkunft, Schülerin von Luan Zya – wird nur mit Tricks zur Prüfung überhaupt zugelassen). Und der eine oder andere abgesetzte Adelige plant schon die Revolte. So könnte es weitergehen – wenn nicht im das Inselreich Dara umgebenden „Wall of Storms“ alle paar Jahre ein Fenster aufgehen würde. Die zweite Hälfte des Buchs befasst sich mit der Invasion der Lyucu (wenn Dara für China steht, dann haben wir es hier mit Mongol*innen zu tun, nur dass diese statt Pferden die bisher glaubwürdigsten Drachen – die Garinafin – mitbringen, die man sich so ausdenken kann). </p>
<p>Stichwort glaubwürdige Drachen: neben jeder Menge moralisch fragwürdiger Charaktere, die aus guten Gründen das falsche (oder aus falsche Gründen das richtige) tun, und einer naturalistischen Beschreibung politischer Intrigen und militärischer Taktiken legt Liu großen Wert auf die wissenschaftliche Fundierung seiner Geschichte. Vieles, was wie Magie wirkt, könnte auch einfach nur Natur und Technik sein. Von seidener Elektrostatik bis hin zu den genannten Drachenwesen, Pflanzenfressern, in deren Mägen brennbare Gase entstehen … auch das macht den Reiz dieses Buches aus.</p>
<p>Während ich nach dem ersten Band eher davor zurückgescheut habe, weiterzulesen, bin ich jetzt auf den dritten Band gespannt. Vorteil des langen Wartens: der liegt schon vor und kann dann in Kürze begonnen werden.</p>
<p>Auch das zweite Buch, das ich im April gelesen habe, lag schon eine Weile herum – in diesem Fall ganz wörtlich, da ich V.E. Schwabs <em>The Fragile Threads of Power</em> (2023) nicht als e‑Book gekauft hatte, sondern als gedrucktes Buch auf Papier, das mir beim Umräumen eines kippenden To-Read-Stapels in die Hände fiel. <em>Threads of Power</em> ist der vierte Band von Schwabs <em>Darker-Shade-of-Magic-</em>Reihe, die in mehreren magisch miteinander verbundenen Varianten von London spielt – unser „Grey London“, ein „Red London“, in dem Magie allgegenwärtig ist, das „White London“, das in den ersten drei Bänden zur großen Bedrohung wurde, und das „Black London“, wüste Quelle der Magie. Es gibt unterschiedliche Magiesysteme, je nachdem, welche Elemente dazu herangezogen werden, und einige wenige „Antari“, die Meistermagier*innen, die diese verschiedenen Systeme verbinden können. </p>
<p><em>Threads of Power</em> setzt nun einige Jahre nach dem Ende der ersten Trilogie an. In der Welt des „Red London“ ist Delilah Bard Kapitänin eines Mehr-oder-weniger-Piratenschiffs, Kell Maresh ihr Gefährte, der weiter mit dem Verlust seiner magischen Fähigkeiten kämpft; sein Bruder Rhy Maresh sitzt als König auf dem Thron, verheiratet mit Nadiya – eine politische Heirat, um eine der Adelsfamilien einzubinden; seine Liebe gilt weiter Alucard Emery, einem der Helden der Trilogie. Während im roten London eine Bewegung der „Hand“ den König Rhy Maresh stürzen will – Lila und Kell sollen dem nachgehen -, erweckt im weißen London eine junge Königin Kosika die Magie zu neuem blutigen Leben – und lernt, zwischen Welten zu wechseln. Für mich die zentrale Person dieses Buchs ist aber Tes, die mit der Fähigkeit ausgestattet ist, Magie zu sehen und zu reparieren. Sie flieht in einen Slum des roten Londons, um einer politischen Heirat zu entgehen, und kämpft sich dort mit einem kleinen Tinkershop durch. Bis eines Tages ein kaputtes Artefakt in ihre Hände fällt, das alles auf den Kopf stellt.</p>
<p>Anders als beim <em>Wall of Storms</em> ist hier der Folgeband leider noch nicht geschrieben, Schwab verfolgt aktuell andere Projekte. Sehr schade, weil sie es versteht, die Fäden der verschiedenen Charaktere – und der verschiedenen Londons – meisterhaft zusammenzubringen, und ich gerne wissen würde, wie es nach dem Ende dieses Bandes weitergeht, denn trotz des dichten Netzwerks, das sie knüpft, bleibt am Schluss einiges offen und ruft nach Fortsetzung.</p>
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