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	<description>Das Blog von Till Westermayer * 2002</description>
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		<title>Photo of the week: Maracuja flower</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 16:51:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#160; In einem Vorgarten in Esslingen, an dem ich regelmäßig vorbeikomme, wachsen diese Passionsblumen, die ich dann jedesmal bewundern muss, wenn ich dran vorbeikomme.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55417787474/in/dateposted-ff/" title="Maracuja flower"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55417787474_e863ab460d_b.jpg" width="1024" height="1024" alt="Maracuja flower"></a></div>
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In einem Vorgarten in Esslingen, an dem ich regelmäßig vorbeikomme, wachsen diese Passionsblumen, die ich dann jedesmal bewundern muss, wenn ich dran vorbeikomme. </p>
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		<title>Das C‑Wort – Chaos-Tage bei der CDU</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2026 07:52:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Erst stürzt Jens Spahn. Nicht über Maskenverkäufe, nicht über Immobiliendeals, nicht über eine in den Sand gesetzte Wahl einer Verfassungsrichterin – nein, darüber, dass sein Mann ein Kind in den USA hat austragen lassen, aka „Leihmutterschaft“. Die Spahn politisch ablehnt, die die CDU/CSU politisch ablehnt, und die in Deutschland verboten ist. Das war dann selbst &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/07/das-c-wort-chaos-tage-bei-der-cdu/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Das C‑Wort – Chaos-Tage bei der CDU“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erst stürzt Jens Spahn. Nicht über Maskenverkäufe, nicht über Immobiliendeals, nicht über eine in den Sand gesetzte Wahl einer Verfassungsrichterin – nein, darüber, dass sein Mann ein Kind in den USA hat austragen lassen, aka „Leihmutterschaft“. Die Spahn politisch ablehnt, die die CDU/CSU politisch ablehnt, und die in Deutschland verboten ist. Das war dann selbst für die Union zu viel, oder, etwas weniger freundlich: das war der erste Jens-Spahn-Skandal, der mit dem christdemokratischen Wertegerüst unvereinbar war.</p>
<p>Spahns trat also als Fraktionsvorsitzender der Union zurück. Er bleibt Bundestagsabgeordneter, und es wird jetzt schon gemunkelt, dass er eigentlich nur Anlauf nimmt, um dann vielleicht 2029 für eine Koalition mit der AfD zur Verfügung zu stehen. Sein Rücktritt löste dann eine Kettenreaktion aus: Merz und Söder einigten sich darauf, dass Thorsten Frei neuer Fraktionschef wird. (Aus grüner Sicht bemerkenswert: wieso liegt das bei Merz und Söder – und nicht bei den Abgeordneten der CDU/CSU im Deutschen Bundestag?) </p>
<p>Der glücklose Kanzleramtsminister machte dort einen Platz frei, ihm folgt seine baden-württembergische Kollegin Nina Warken, nachdem sie als Gesundheitsministerin erfolgreich – gegen die Proteste unter anderem der Länder und Kommunen – eine GKV-Reform durchgesetzt hat, über die es bei uns im Land heißt, dass sie das Krankenhaussterben massiv beschleunigen wird. Gesundheitsminister wird nicht Jens Spahn, sondern Carsten Linnemann, der bisher eher nicht durch gesundheitspolitische Ambitionen aufgefallen ist. Entsprechend unterstricht Merz bei der Pressekonferenz die wirtschaftliche Bedeutung des Gesundheitssektors. </p>
<p>Bei der Pressekonferenz ebenfalls vorgestellt wurde der Wechsel von Philipp Amthor als Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen ins Kanzleramt. Möglicherweise eine gute Nachricht aus Digitalisierungssicht/IFG-Sicht, möglicherweise auch nicht.</p>
<p>Das erstaunlichste an der Vorstellung war allerdings, was nicht gesagt wurde. Auch Verkehrsminister Patrick Schnieder soll wohl entlassen werden. Merz‘ neuer Ministerkandidat sprang aber kurzfristig ab, wohl, weil dieser dann doch realisierte, dass er eigentlich mit Verkehrspolitik nichts am Hut hat. Entsprechend verkündete der Kanzler nur, dass es weitere Umbesetzungen geben wird. Möglicherweise folgt Schnieder – bei dem nicht so ganz klar ist, warum er eigentlich gehen muss – mit Steffen Bilger ein weiterer baden-württembergischer Christdemokrat. </p>
<p>Ob das für Baden-Württemberg gut ist? Bisher ist von den angeblich so engen Drähten von Hagel zu Warken (und Frei) in dem, was politisch umgesetzt wird, wenig zu spüren. Siehe GKV-Reform. </p>
<p>In Berlin hat, das ist vielleicht noch relevant, schon die politische Sommerpause begonnen. Der Bundestag tagt erst wieder im September. Das heißt aber auch: aktuell ist unklar, ob die rochierten Minister*innen eigentlich überhaupt ihr Amt antreten können, oder ob dies erst nach der Vereidigung im September geschehen kann. Oder ob der Bundestag aufgrund des Spahn-Rücktritts aus der Sommerpause zurückgeholt wird. </p>
<p>Nicht ersetzt wird im Übrigen die Energiewende-Brems-Ministerin Reiche. </p>
<p>Da trifft das Wort Chaos-Tage dann vielleicht doch ganz gut auf den Zustand der C‑Partei zu – so richtig einen Plan sehe ich jedenfalls nicht. Im Hintergrund die Wahl Anfang September in Sachsen-Anhalt und die bisher ganz und gar nicht halbierte AfD. Danach die Wahl in Berlin mit einem eilig ernannten Ersatz-Spitzenkandidaten der CDU, nachdem Wegener über angebliche Telefongespräche und Tennisspiele stürzte. Die Pressekonferenz endete mit der Ankündigung – nach einem Herbst und einem Frühjahr der Reformen -, dass nach der Sommerpause dann aber wirklich geliefert wird. Wobei: wenn damit die Umsetzung des zwischen den beiden Regierungsparteien vereinbarten Reformpakets gemeint ist, dass das IFG massiv einschränkt, unter dem Stichwort „Bürokratieabbau“ die Kettensäge rausholt, vorsieht, dass kranke Arbeitnehmer*innen bereits am ersten Tag eine Krankschreibung vorweisen müssen – und diese nicht mehr telefonisch erfolgen kann -, von den ganzen Kürzungen im Sozialbereich ganz zu schweigen … dann bin ich nicht so sicher, ob ich hier einen „Herbst der Reformen“ haben möchte. </p>
<p>Was mich schließlich zu der Frage bringt, ob Merz – der ja ganz anders als die Ampel regieren wollte – ein erfolgreicher Kanzler ist. Bisher gibt es wenig, was darauf hindeutet. Die Umfragewerte sind miserabel, die persönlichen Zustimmungswerte sind miserabel, die wirtschaftliche Lage ist weiter schlecht – und der Kanzler beschwert sich wie eh und je darüber, dass sein Volk nörgelt, zu wenig Arbeit und unzufrieden ist. Vermutlich hat er sich das mit dem Regieren auch anders vorgestellt. Und schuld ist diesmal nicht die SPD, sondern die CDU/CSU ganz alleine.</p>
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		<title>Photo of the week: Blue bee</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2026 10:20:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#160; Dieses Foto einer blau-schwarz gefärbten Großen Holzbiene ist im Garten meiner Schwester in Bonn (zwischen den kindheitsvertrauten Platterbsen) entstanden; ich meine, aber auch hier bei uns schon diese eindrucksvollen Bienen gesehen zu haben. Jedenfalls erstaunlich, was neben der ganz normalen Honigbiene und den circa drei Hummelarten noch alles so im Sommergarten herumschwirrt, wenn ein &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/07/photo-of-the-week-blue-bee/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Photo of the week: Blue bee“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55388395518/in/dateposted-public/" title="Blue bee"><img decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55388395518_5e0559b6d7_b.jpg" width="1024" height="1024" alt="Blue bee"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Dieses Foto einer blau-schwarz gefärbten Großen Holzbiene ist im Garten meiner Schwester in Bonn (zwischen den kindheitsvertrauten Platterbsen) entstanden; ich meine, aber auch hier bei uns schon diese eindrucksvollen Bienen gesehen zu haben. Jedenfalls erstaunlich, was neben der ganz normalen Honigbiene und den circa drei Hummelarten noch alles so im Sommergarten herumschwirrt, wenn ein bisschen was an Blütenfutter angeboten wird.</p>
<p>In other news: eigentlich müsste ich etwas zur düsteren Bundespolitik, zum Jens-Spahn-Rücktritt aus dem falschen Anlass und zum wenig mutigen Umgang des ZDFs mit dem Thema Widerstand gegen den Faschismus schreiben. Aber … nee.</p>
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		<title>Aufschrieb zur Metropolcon 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2026 14:36:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das erste Mal bei einer „Con“ war ich vor zwei Jahren. Das war dann gleich die riesige WorldCon in Glasgow, also das weltweite Treffen der Science-Fiction- und Fantasy-Fans. Dort wurde dafür geworben, dass 2026 in Berlin die „EuroCon“ stattfinden werde. Das klang interessant und geografisch deutlich besser erreichbar als zum Beispiel Seattle (WorldCon 2025), so &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/07/aufschrieb-zur-metropolcon-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Aufschrieb zur Metropolcon 2026“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
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<p>Das erste Mal bei einer „Con“ war ich vor zwei Jahren. Das war dann gleich die <a href="https://blog.till-westermayer.de/2024/08/the-good-kind-of-weird-teil-i/">riesige WorldCon in Glasgow</a>, also das weltweite Treffen der Science-Fiction- und Fantasy-Fans. Dort wurde dafür geworben, dass 2026 in Berlin die „EuroCon“ stattfinden werde. Das klang interessant und geografisch deutlich besser erreichbar als zum Beispiel Seattle (WorldCon 2025), so dass ich mich direkt mal anmeldete. Jetzt, im Juli 2026, manifestierte sich die Metropolcon/EuroCon dann tatsächlich in Berlin, und mit mehreren hundert, manche sagen auch: knapp tausend, anderen SF-Fans besuchte ich sie. </p>
<p>Heimliches Motto „Everything is running smoothly“ – die Organisator*innen hatten ein gut gefülltes Programm zusammengestellt, mit einem Mix aus deutschsprachigen und englischsprachigen Panels. Die beiden literarischen Ehrengäste, Aiki Mira und Becky Chambers, waren ebenfalls eine sehr gute Wahl. In gewisser Weise stehen beide für den Grundton dieser Metropolcon; vielleicht liegt’s aber auch nur an den Panels und Veranstaltungen, die ich besucht habe. Aiki Mira schreibt Romane und Kurzgeschichten, hat für mehrere davon Preise aus der deutschsprachigen Science-Fiction bekommen. In <em>Neongrau</em> entwickelt sie beispielsweise den Cyberpunk zeitgenössisch weiter und siedelt ihn in einem von Klimawandel, AI und sozialen Medien veränderten, aber wieder erkennbaren Hamburg an. Becky Chambers ist sowohl für ihre Wayfarer-Serie bekannt, in der es um ganz gewöhnliche Menschen am Rande eines galaktischen Gemeinwesens geht, als auch für die beiden Monk-and-Robot-Bücher, Meditationen über das Wesen des Menschen. </p>
<p>Wie lässt sich Cyberpunk ausbreiten, in einer Zeit, in der „Techbros“ sich als größte Fans und Agenten dieser Dystopie outen? Was hat es mit <em>ambient queerness</em> auf sich, oder, weitergedacht, mit <em>ambient utopias</em>, also mit dem Versuch, Utopien zu erzählen, ohne die (langweilige) Utopie in den Mittelpunkt der Geschichte zu stellen? Und wie passt – bei Chambers – eine gewaltfreie Sicht auf die Welt und eine Begeisterung für unsere biologische Mitwelt zu den Erfordernissen von Plot und Story? </p>
<p>Das sind nur einige der Fragen, die vertieft besprochen wurden, und die mir in abgewandelter Form auch in anderen Panels wieder begegneten, etwa bei den beiden Diskussionsrunden des Carcosa-Verlags zu <a href="https://www.youtube.com/watch?v=kXgg_Age9ks">Kim Stanley Robinson</a> und zu Ursula K. Le Guin. Stanley Robinsons <em>Green Earth</em> kommt nach zehn Jahren in einer deutschen Übersetzung neu heraus. Er selbst war per Videoschalte aus Kalifornien zugeschaltet und beantwortete munter Fragen zum Stand des Klimaschutzes und der Liebe zu Landschaften, zu seiner Darstellung von Wissenschaftler*innen – hier berichtete er, dass er auf ganz nahe Beobachtungen zurückgreifen konnte, da seine Frau lange für eine nationale Einrichtung als Wissenschaftlerin gearbeitet hat – und zur deprimierenden politischen Lage in den USA. Im Panel zu Ursula K. Le Guin gab Karen Nölle  Einblicke in die Praxis der Übersetzung und Hannes Riffel schilderte, wie er von <em>The Dispossesed</em> zur Science Fiction und letztlich zu Carcosa kam. Und auch hier: nicht die großen Held*innen, sondern die in der Reisetasche mitgeschleppten utopischen Versatzstücke, die zusammen dann eine Geschichte ergeben, die Möglichkeitsräume aufmacht. </p>
<p>Aus der deutschsprachigen Science Fiction bleibt mir Nils Westerboer in Erinnerung – nicht nur als diesjähriger Kurt-Laßwitz-Preisträger, sondern auch mit einer szenischen Lesung aus seinem Meisterwerk <em>Lyneham</em> (das nicht ganz geglückte Terraforming von Perm aus Perspektive a. der Kinder und b. der psychologisch wie zeitlich weit entfernten Mutter) und mit einem ersten Teaser zur Verfilmung von <em>Athos 2643</em>, die nächstes Jahr ins Kino kommen soll. Die ersten Bilder gaben die Atmosphäre des Buchs gut wieder, und auch Vergleiche mit dem <em>Namen der Rose</em> (nur im Weltraum) dürften nicht zu weit hergeholt sein. </p>
<p>Im Übrigen gab es meist zeitgleich mehr als ein Panel, das ich unbedingt sehen wollte. Auch das macht eine gute Con aus, denke ich. Und nicht alles war Podiumsdiskussion – Konzerte am Abend, die von Klassik (zu Ray Bradbuy) bis zu den „Gamma Rats“ mit cyberpunk-inspiriertem 8‑Bit-Rock reichten; die Disco, zu der nicht John Scalzi auflegte; rumänische SF-Kurzfilme samt der Wahrheit über die Mondlandung und Kaffeeklatsch ohne Kaffee, aber mit Autor*innen wie Charles Stross im direkten Austausch. Oder auch eine Runde „Turf“ rund um den Veranstaltungsort – all das rundete das Programm ab. Signiert wurde natürlich auch, und wer wollte, konnte sehr viele Bücher und diverses SF- und Fantasy-bezogene Krimskrams erwerben, tiefer in Schreibtechnik- und Veröffentlichungsfragen eintauchen oder sich in die mehrstündige, aber straff geleitete Mitgliederversammlung des SCFD setzen.</p>
<p>Apropos Veranstaltungsort: das <em>silent green</em> in Berlin passte ganze hervorragend zu dieser EuroCon. Ein Krematorium, Anfang des 20. Jahrhunderts eröffnet, in den 1990er Jahren um eine unterirdische Leichenhalle erweitert, 2002 geschlossen und zum Kulturquartier umgebaut: das wirkt erst einmal irritierend. Aber sowohl der historische Kuppelsaal als auch die eher brutalistisch wirkenden unterirdischen Teile des Veranstaltungsortes harmonisierten mit den Themen der Con. </p>
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		<title>Photo of the week: Köln Hbf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2026 08:36:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#160; Das Schöne daran, in Köln umzusteigen, und etwas Zeit zu haben: es gibt immer etwas zu sehen. Und aus dieser Perspektive sieht selbst der Kölner Bahnhof schwungvoll und elegant aus.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55388588530/in/dateposted/" title="Köln Hbf"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55388588530_635da78d2a_h.jpg" width="1600" height="1200" alt="Köln Hbf"></a></div>
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Das Schöne daran, in Köln umzusteigen, und etwas Zeit zu haben: es gibt immer etwas zu sehen. Und aus dieser Perspektive sieht selbst der Kölner Bahnhof schwungvoll und elegant aus.</p>
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		<title>Science Fiction im Juni (und Juli) 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 19:00:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[dandelion dynasty]]></category>
		<category><![CDATA[fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[ken liu]]></category>
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					<description><![CDATA[Über die Metropolcon, die ich letztes Wochenende besuchte, muss ich mal an anderer Stelle noch schreiben. Erwähnen kann ich aber schon mal das dort entdeckte Sci Phi Journal, ein Online-Magazin für philosophisch angehauchte Science Fiction. Auf der Rückfahrt aus Berlin habe ich etwas darin herumgestöbert und war sehr angetan. Angeguckt habe ich mir den Rest &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/07/science-fiction-im-juni-und-juli-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Science Fiction im Juni (und Juli) 2026“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/10908277424/" title="Shadows of fall VI"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/7337/10908277424_d68ed9ac49_b.jpg" width="1024" height="682" alt="Shadows of fall VI"></a></p>
<p>Über die <em>Metropolcon</em>, die ich letztes Wochenende besuchte, muss ich mal an anderer Stelle noch schreiben. Erwähnen kann ich aber schon mal das dort entdeckte <a href="https://www.sciphijournal.org/">Sci Phi Journal</a>, ein Online-Magazin für philosophisch angehauchte Science Fiction. Auf der Rückfahrt aus Berlin habe ich etwas darin herumgestöbert und war sehr angetan. </p>
<p>Angeguckt habe ich mir den Rest der zweiten Staffel von <em>One Piece</em> (Netflix), und fühlte mich bei allem bunten Quatsch dann doch ganz gut und tiefsinniger als erwartet unterhalten. Und außerdem habe ich mir <em>Paul</em> (2011) angeschaut (zwei Nerds fahren zu einer Convention, kommen an der Area 51 vorbei und gabeln ein eher unausstehliches Alien auf, mit dem sie ein Road Movie erleben). Eher Fan Service, aber ganz amüsant. </p>
<p>Gelesen habe ich zum einen den gerade herausgekommenen neuen Murderbot-Roman von Martha Wells (<em>Platform Decay</em>, 2026). Eine Rettungsmission auf einem riesigen Orbitalring geht erst einmal ziemlich schief. Neben dem Innenleben von Murderbot (und einigen Überlegungen zu Befreiungsbewegungen) fand ich hier vor allem das Worldbuilding interessant – so ein Orbital ist sehr, sehr groß und bietet Platz für ganz unterschiedliche Interieurs …</p>
<p>Vor allem habe ich den Juni und den Juli bis jetzt aber damit zugebracht, Ken Lius <em>Dandelion-Dynasty</em>-Epos zu Ende zu lesen. Und, wow, ich bin beeindruckt! Vorneweg: Epos ist hier wörtlich zu nehmen. Während der erste Band, <em>The Grace of Kings</em> (2015), 640 Seiten hatte, und der zweite, <em>The Wall of Storms</em> (2016), <a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/05/science-fiction-und-fantasy-im-april-2026/">den ich im April gelesen habe</a>, bei 880 Seiten rauskommt, bilden der dritte und der vierte Band zusammen eine Geschichte. <em>The Veiled Throne</em> (2021) und <em>Speaking Bones</em> (2022) kommen zusammen auf gut 2000 Seiten. Das ist lang, und manchmal nimmt Liu auch eher ungewöhnliche Abzweigungen (etwa, wenn es auf vielen Seiten um die Auseinandersetzung zweier konkurrierender Restaurants geht). Kategorisiert wird die <em>Dandelion Dynasty</em> von Liu als <a href="https://kenliu.name/books/what-is-silkpunk/">Silkpunk</a>. Gemeint ist mit Silkpunk hier dann doch etwas mehr, als dass große Teile der Geschichte in einer Art Asien spielen, Seide als Schriftträger und als Grundlage der „silkmotic force“ – elektrischer Ladung – die Basis für viele Erfindungen und Elemente dieser Welt darstellt. Und ja, so eine Art Drachen tauchen auch auf. Genauso gut jedoch könnte das Epos als lange, lange Auseinandersetzung um die Möglichkeiten und Grenzen von Politik verstanden werden. (Oder, um nochmal Liu selbst zu folgen, als Re-Interpretation des amerikanischen Gründungsmythos vor dem Hintergrund des han-chinesischen Imperiums, und spricht von einer <a href="https://fanfiaddict.com/guest-post-an-introduction-to-the-dandelion-dynasty-by-ken-liu/">Remythologisierung der Moderne</a> – spannend).  </p>
<p>Einige Charaktere spielen sehr lange Spiele, andere kämpfen heißblütig für Reformen, und wieder andere erleben Intrigen und geraten wider Willen in Positionen der Macht. Oder, nochmal anders beschrieben, geht es im dritten und vierten Band der <em>Dandelion Dynasty</em> darum, wie der Kreislauf aus Eroberung, Gräueltaten, Trauma und Rache verlassen werden kann. Den, das zeichnet diese Bücher aus: Handeln hat hier Konsequenzen, manche gute Tat zieht viel später schreckliche Folgen nach sich. Die verschiedenen Philosophien und Gottheiten von Lius Welt wirken genauso lebensecht wie die fantastische Tierwelt dieser Inseln (und des Kontinents hinter dem Sturmwall). </p>
<p>Der lange Bogen dieser 2000 Seiten erzählt, wie es nach der Invasion der Lyucu im Reich Dara weitergeht. Wir folgen den verschlungenen Pfaden von Kuni Garus Kindern und Kaiserin Jia. Timu verschlägt es als Konsorte der Pékyu Tanvanaki in die von Lyucu eroberten Inseln Dasu und Rui (Ukyu-taasa bzw. „unredeemed Dasu“, je nach politischer Sichtweise), Théra geht den „interessanten Weg“ hinter den Sturmwall nach Ukyu-Gondé, um die Agon – die dortigen Gegenspieler der Lyucu, die diesen von außen sehr ähnlich wirken – als Verbündete zu gewinnen (und es kommt natürlich anders als gedacht), Kronprinz Phyro wird von seiner Stiefmutter Jia vom Thron ferngehalten und Fara, Deckname „Dandelion“, die wir als kleine Schwester kennengelernt haben, würde sich am liebsten Kunst und Malerei widmen. Und das ist nur ein kleiner Teil der handelnden Personen – Zomi Kidosu taucht ebenso auf die wie wild zusammengewürfelte „Blossom Gang“, deren Talente zusammen die Welt verändern könnten. Und und und. (Und neben arrangierten, politischen Heiraten gibt es auch die eine oder andere Liebesgeschichte.)</p>
<p>Ken Liu selbst spricht auf seiner Website davon, dass es ihm hier um „Ingenieur*innen statt Magier*innen“ geht – die auf das zurückgreifen, was mit westlichem Blick als „asiatisch“ gelesen wird:</p>
<blockquote><p>„In the silkpunk world of my novels, this view of technology is dominant. The vocabulary of the technology language relies on materials of historical importance to the people of East Asia and the Pacific islands: bamboo, shells, coral, paper, silk, feathers, sinew, etc. The grammar of the language puts more emphasis on biomimetics–the airships regulate their lift by analogy with the swim bladders of fish, and the submarines move like whales through the water. The engineers are celebrated as great artists who transform the existing language and evolve it toward ever more beautiful forms.“</p></blockquote>
<p>Kurz gesagt: „It’s epic fantasy with a heavy dose of scifi — I mean, Luan Zya literally proclaims, ‘the universe is knowable,’ a manifesto of the scientific view of the cosmos.“</p>
<p>(In Ukyu-Gondé kommen, um das zu ergänzen, dann Knochen, Sehnen und andere Körperteile der Garinafin und anderer Tiere als Material zum Einsatz – passend zur kulturellen Sprache dieses Kontinents.)</p>
<p>Wer sich auf die <em>Dandelion Dynasty</em> einlässt, erlebt viele Stunden in einer plausiblen, aber kulturell anderen Regeln folgenden Welt.Gleichzeitig ist das Buch auch da realistisch, wo es um Gräuel geht – aus einer Ideologie der kulturellen Reinheit erwächst ein Terrorregime, Verrat endet blutig, und bei aller Nachvollziehbarkeit der Motive (und Begeisterung über die dahinter stehende Ingenieurskunst) bleiben Waffen Waffen. Das Ende – Vignetten zeigen, wie sich die Welt von Dara Jahrzehnte nach dem „Ende“ der Handlung weiterentwickelt hat – versöhnt dann einigermaßen. Vielleicht steckt in diesem Epos hier sogar der Kern einer realistischen Utopie („melding past-reinterpretation with future-hopecrafting“).  </p>
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		<title>Photo of the week: Cat and berries</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2026 20:20:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Katzencontent]]></category>
		<category><![CDATA[Photo of the week]]></category>
		<category><![CDATA[garten]]></category>
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		<category><![CDATA[nox]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Anders als hier im Bild hängen nur noch letzte Johannisbeeren für die Vögel an den Büschen, nachdem wir reichlich geerntet haben. Was genau Nox, unsere Katze, gerade gesehen hat, weiß ich dagegen nicht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55368056621/in/dateposted/" title="Cat and berries"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55368056621_084a9d121b_h.jpg" width="1600" height="1200" alt="Cat and berries"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Anders als hier im Bild hängen nur noch letzte Johannisbeeren für die Vögel an den Büschen, nachdem wir reichlich geerntet haben. Was genau Nox, unsere Katze, gerade gesehen hat, weiß ich dagegen nicht. </p>
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		<title>Kurz: Wie halten Sie’s mit AI?</title>
		<link>https://blog.till-westermayer.de/2026/07/kurz-wie-halten-sies-mit-ai/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 04:43:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitales Leben]]></category>
		<category><![CDATA[ai]]></category>
		<category><![CDATA[künstliche intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[llm]]></category>
		<category><![CDATA[technikskepsis]]></category>
		<category><![CDATA[techniksoziologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit einem gewissen Erstaunen fällt mir immer wieder auf, dass ich doch weiterhin mit recht skeptischem Blick auf AI/KI/LLMs schaue. Erstaunen, weil ich durchaus wahrnehme, dass diese Modelle so etwas wie „instant intelligence“ liefern. Wie auch immer sie das machen, und was auch immer das über menschliche Intelligenz aussagt. Instantkaffee wäre für mich eine Notlösung, &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/07/kurz-wie-halten-sies-mit-ai/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Kurz: Wie halten Sie’s mit AI?“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem gewissen Erstaunen fällt mir immer wieder auf, dass ich doch weiterhin mit recht skeptischem Blick auf AI/KI/LLMs schaue. Erstaunen, weil ich durchaus wahrnehme, dass diese Modelle so etwas wie „instant intelligence“ liefern. Wie auch immer sie das machen, und was auch immer das über menschliche Intelligenz aussagt. Instantkaffee wäre für mich eine Notlösung, maximal. So ähnlich ist es hier. (Oder, um andere Vergleiche zu bemühen: die Plastikliebe der 1970er – und das Naturstoff-Revival).</p>
<p>Jedenfalls wurde mir meine Skepsis jetzt amtlich bestätigt. Unter <a href="https://bambamramfan.github.io/ai-compass/">https://bambamramfan.github.io/ai-compass/ </a>findet sich ein Fragebogen mit 15 Fragen, der einen danach in einen Archetypen einsortiert. Nicht sehr wissenschaftlich, aber immerhin. Ich fand es gut, alleine schon deswegen, weil ein paar der Fragen zum Nachdenken anregen, und weil deutlich wird, dass die Haltung zu AI mehrdimensional ist und ein reines Dafür/Dagegen viel zu kurz greift.</p>
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		<title>Photo of the week: Clouds over Gundelfingen</title>
		<link>https://blog.till-westermayer.de/2026/06/photo-of-the-week-clouds-over-gundelfingen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2026 08:19:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Photo of the week]]></category>
		<category><![CDATA[gundelfingen]]></category>
		<category><![CDATA[landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[sommer]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Anfang Juni, noch vor der großen Hitzewelle, aber irgendwie sieht es doch schon ganz schön heiß auf. Jetzt noch gelbe Felder dazudenken, und wir hätten den Status quo.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55354814036/in/dateposted/" title="Clouds over Gundelfingen"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55354814036_7756b12171_b.jpg" width="1024" height="576" alt="Clouds over Gundelfingen"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Anfang Juni, noch vor der großen Hitzewelle, aber irgendwie sieht es doch schon ganz schön heiß auf. Jetzt noch gelbe Felder dazudenken, und wir hätten den Status quo. </p>
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		<title>Into the heat</title>
		<link>https://blog.till-westermayer.de/2026/06/into-the-heat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 11:55:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das Wetter]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltiges Leben]]></category>
		<category><![CDATA[hitzewelle]]></category>
		<category><![CDATA[klimawandel]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Blick auf ein Wiederfinden in zehn Jahren mal kurz aufgeschrieben: Der Juni 2026 ist heiß, sehr heiß. Grund dafür ist ein „heat dome“ über Europa, und, ein bisschen weiter zurückgeblättert, der Klimawandel. Faktisch heißt es, dass es hier diese Woche tagsüber bis zu 38 Grad hat, nachts sinken die Temperaturen auf – wenn es &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/06/into-the-heat/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Into the heat“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Blick auf ein Wiederfinden in zehn Jahren mal kurz aufgeschrieben:</p>
<p><a href="https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2026/6/25.html">Der Juni 2026 ist heiß, sehr heiß.</a> Grund dafür ist ein „heat dome“ über Europa, und, ein bisschen weiter zurückgeblättert, <a href="https://mastodon.social/@chrisstoecker/116809997881218089">der Klimawandel</a>. Faktisch heißt es, dass es hier diese Woche tagsüber bis zu 38 Grad hat, nachts sinken die Temperaturen auf – wenn es gut läuft – 24 Grad. Die Apps warnen vor „Hitzewarnstufe rot“.</p>
<p>Die Bahn ruft dazu auf, geplante Fahrten zu stornieren. In Frankreich (dort ist es noch wärmer) werden AKWs abgeschaltet. Es gibt intensive Debatten über Hitzefrei, nicht klimatisierte Schulgebäude und die Frage, wie Kinder betreut werden, wenn die Schule ausfällt. Sportliche Veranstaltungen im Freien werden abgesagt, und auch eine <a href="https://www.lse.ac.uk/granthaminstitute/events/extreme-heat-improving-governance-and-strengthening-action-around-the-world/">Konferenz zu Extremhitze</a>. Es wird <a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/hitze-ist-ein-massenmoerder-und-ein-wachstumskiller-meinung-a-11819fbf-31db-4626-af2b-48dc27618a1b">heftig darüber diskutiert,</a> ob es angemessen ist, Hitzerekorde mit plantschenden Badenden zu illustrieren – und was die besten Methoden sind, einigermaßen kühl zu bleiben.</p>
<p>In meiner Dachgeschosswohnung in Esslingen begrüßten mich am Montagabend trotz zugezogener Fensterläden 39,4 Grad; ich war dann schon froh, dass das mit Lüften über die Nacht auf 29 Grad am Morgen abgesunken ist.</p>
<p>Im Haus in Gundelfingen sieht es etwas besser aus. Mit nächtlichem Lüften, Verschattung der Fenster und den recht dicken – und zwischenzeitlich gedämmten – Mauern eines Reihenhauses aus den 1970ern sind es im Schnitt vielleicht 26 oder 27 Grad. Der Keller bietet eisige 20 Grad. Für Mittagessen auf der Terrasse ist es viel zu heiß (der Appetit hält sich bei diesen Temperaturen eh in Grenzen), die Tomaten wachsen prächtig (wollen aber auch ständig gegossen werden) und die Regenwassertonne ist trotz gar nicht so lange zurückliegender heftiger Regenfälle leer.</p>
<p>Am Wochenende soll es dann mit Gewittern zu einem Wetterwechsel kommen. Mal sehen, ob das so eintrifft, und wir den Juli wirklich mit Regen und 25 Grad begrüßen dürfen.</p>
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		<item>
		<title>Photo of the week: Rebberg, Gundelfingen</title>
		<link>https://blog.till-westermayer.de/2026/06/photo-of-the-week-rebberg-gundelfingen-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 06:54:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das Wetter]]></category>
		<category><![CDATA[Photo of the week]]></category>
		<category><![CDATA[rebberg]]></category>
		<category><![CDATA[sommersonnenwende]]></category>
		<category><![CDATA[sonnenuntergang]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Das Foto ist zwar schon ein paar Tage alt, passt aber ganz gut – denn erstaunlicherweise haben wir schon wieder Sommersonnenwende, sind, warum auch immer, plötzlich mitten im Sommer angekommen. Linear fließt die Zeit in diesem Jahr jedenfalls definitiv nicht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55342118366/in/photostream/" title="Rebberg, Gundelfingen"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55342118366_d5dd254534_b.jpg" width="1024" height="768" alt="Rebberg, Gundelfingen"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Das Foto ist zwar schon ein paar Tage alt, passt aber ganz gut – denn erstaunlicherweise haben wir schon wieder Sommersonnenwende, sind, warum auch immer, plötzlich mitten im Sommer angekommen. Linear fließt die Zeit in diesem Jahr jedenfalls definitiv nicht. </p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Photo of the week: Esslingen train and bus station</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 10:56:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Photo of the week]]></category>
		<category><![CDATA[architektur]]></category>
		<category><![CDATA[bahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[esslingen]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Abgesehen von dem an dieser Stelle weiterhin fehlenden Überweg (der witzigerweise in dem im Bahnhof ausgehängten Plan mit Weg zum SEV eingezeichnet ist …) bietet der Esslinger Bahnhofsvorplatz, wenn die Sonne richtig steht, einen erfreulichen Anblick.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55312208555/in/dateposted/" title="Esslingen train and bus station"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55312208555_f2669b6960_b.jpg" width="1024" height="1024" alt="Esslingen train and bus station"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Abgesehen von dem an dieser Stelle weiterhin fehlenden Überweg (der witzigerweise in dem im Bahnhof ausgehängten Plan mit Weg zum SEV eingezeichnet ist …) bietet der Esslinger Bahnhofsvorplatz, wenn die Sonne richtig steht, einen erfreulichen Anblick.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Update zur Urabstimmung Parteireform</title>
		<link>https://blog.till-westermayer.de/2026/06/update-zur-urabstimmung-parteireform/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 09:37:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich hatte ja bereits im März länger etwas zu den Satzungsänderungen geschrieben, die als „Parteireform“ diskutiert werden. Die Urabstimmung dazu ist nun gestartet und läuft noch bis 30. Juni. Diese sieht so aus, dass jedes Mitglied – sofern nicht Briefwahl beantragt wurde – einen Zugangscode für das Wahlsystem (technisch: Polyas) bekommen hat. Dort kann zu &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/06/update-zur-urabstimmung-parteireform/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Update zur Urabstimmung Parteireform“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ja bereits im März länger etwas <a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/03/parteireform/">zu den Satzungsänderungen geschrieben</a>, die als „Parteireform“ diskutiert werden. Die Urabstimmung dazu ist nun gestartet und läuft noch bis 30. Juni. Diese sieht so aus, dass jedes Mitglied – sofern nicht Briefwahl beantragt wurde – einen Zugangscode für das Wahlsystem (technisch: Polyas) bekommen hat. Dort kann zu jeder der 17 Satzungsänderungen mit Ja, Nein oder Enthaltung (faktisch wirkt das im Blick auf die Mehrheitsfindung wie eine Nein-Stimme) abgestimmt werden. </p>
<p>Argumente Pro und Contra zu den einzelnen Abstimmungsfragen hat der Bundesverband <a href="https://cms.gruene.de/uploads/assets/20260428_Urabstimmung2026_Reader-1.pdf">in einem Reader</a> zusammengestellt. Zudem gibt es im Mitgliedernetz die Möglichkeit, die <a href="https://netz.gruene.de/system/files/2026-04/20260428_Urabstimmung2026_Stellungnahmen_1.pdf">ausführlichen Stellungnahmen einzusehen</a>. Mir fehlt ein zentraler Diskussionsort – Diskussions„happen“ finden sich in Webinaren, in Versammlungen der verschiedenen Kreisverbände, in dem einen oder anderen Chat (und auch in der parteiinternen <a href="https://chatbegruenung.de/channel/Urabstimmung2026">Chatbegrünung</a>), aber eben, wenn ich jetzt nichts übersehe, nirgendwo gebündelt und in strukturierter Form (aka Antragsgrün). </p>
<p>Was ich wahrnehme, klingt eher kritisch – oft auch kritisch dem ganzen Prozess, den gewählten Tools (die nicht Open Source sind …) und der Frage, warum die Parteireform per Urabstimmung mit einfacher Mehrheit und nicht auf einer BDK mit 2/3‑Mehrheit läuft, gegenüber. Aber das mag, Stichwort: es fehlt an einem zentralen, strukturierten Diskussionsort, eine sehr selektive Wahrnehmung sein. </p>
<p>Den <a href="https://blogs.fu-berlin.de/bzpp/2026/05/29/eilantrag-gegen-urabstimmung-bei-den-gruenen/">Versuch, das Verfahren schiedsgerichtlich (bzw. gar im ordentlichen gerichtlichen Verfahren) zu kippen</a>, halte ich eher für <a href="https://www.berlin.de/gerichte/presse/pressemitteilungen-der-ordentlichen-gerichtsbarkeit/2026/pressemitteilung.1677709.php">Quatsch</a>. Spannend finde ich hingegen den im hier verlinkten Blog des Berliner Zentrum für Parteien- und Parlamentsrecht genannten Punkt, dass eine Satzungsänderung per Urabstimmung durch §9 Parteiengesetz ausgeschlossen ist, da diese Zuständigkeit hier dem Parteitag zuerkannt wird. Parteienrechtlich – ich bin kein Jurist – wird das wohl unterschiedlich ausgelegt, entweder im Sinne von „nur der Parteitag darf“ oder im Sinne von „auch der Parteitag darf“. Jedenfalls schreibt das parteiinterne FAQ aktuell, dass keine Bestätigung der Urabstimmungsergebnisse durch einen Parteitag vorgesehen ist, und stützt sich dabei wohl auf eine andere Auslegung von §9 PartG. Ich hoffe, dass wir hier nicht Schiffbruch erleiden.</p>
<p>Gespannt bin ich, wie viele der 170.000 oder so Mitglieder an der Urabstimmung teilnehmen. Einerseits geht’s ja durchaus um was, andererseits habe ich nicht den Eindruck, dass das außerhalb einer kleinen Blase überhaupt jemand interessiert. Quoren gibt es nicht, aber wenn, sagen wir mal, nur 17.000 Mitglieder teilnehmen, also zehn Prozent, und die eine oder andere Änderung nur knapp auf die Mehrheit der Abstimmenden kommt, würde ich durchaus Fragen zur Legitimität haben. Hm. </p>
<p>Inhaltlich hatte ich ja bereit im März geschrieben, dass ich einige der vorgeschlagenen Änderungen sehr sinnvoll finde und bei anderen eher skeptisch bin. Vermutlich werde ich auch entsprechend abstimmen. Folgende Fragen stehen zur Wahl:</p>
<table>
<tr>
<td>Nr.</td>
<td>Thema</td>
<td>Meine Tendenz</td>
</tr>
<tr>
<td>1</td>
<td>Öffnung Grundmandat</td>
<td>Ja <em>(auch wenn ich das vorgeschlagene Verfahren kompliziert finde)</em></td>
</tr>
<tr>
<td>2</td>
<td>Information zur Sonder-BDK</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>3</td>
<td>Antragsfristen</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>4</td>
<td>Streichung Antragsrecht Ortsverbände</td>
<td>Nein <em>(halte die Streichung des Antragsrechts für Ortsverbände in der Praxis eher für irrelevant)</em></td>
</tr>
<tr>
<td>5</td>
<td>Quorum Einzelantragsteller*innen</td>
<td>Ja <em>(auch wenn’s wehtut, klingt das für mich nach einer sinnvollen Maßnahme)</em></td>
</tr>
<tr>
<td>6</td>
<td>Mindestquorum (nach Geschlecht) bei Antragsstellung</td>
<td><em>Unentschlossen, bin mir nicht sicher, ob das den erhofften Effekt bringt</em></td>
</tr>
<tr>
<td>7</td>
<td>Antragstellung (Begrenzung Zahl der Anträge)</td>
<td><em>Unentschlossen, entweder leicht zu umgehen oder drakonisch</em></td>
</tr>
<tr>
<td>8</td>
<td>Stärkung Antragskommission</td>
<td>Eher Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>9</td>
<td>Mitgliederrat</td>
<td>Ja <em>(auch wenn mir das noch zu zögerlich ist, ist es ein Anfang)</em></td>
</tr>
<tr>
<td>10</td>
<td>Länderrat / Parteirat</td>
<td><em>Strukturell ein Kernstück der Reform, bin noch nicht entschieden</em></td>
</tr>
<tr>
<td>11</td>
<td>Generalsekretär*in</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>12</td>
<td>Vorschlagsrecht Bundesvorstands-Wahl</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>13</td>
<td>Trennung von Amt und Mandat I </td>
<td>Tendenziell Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>14</td>
<td>Trennung von Amt und Mandat II</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>15</td>
<td>Transparenzpflichten I</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>16</td>
<td>Transparenzpflichten II</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>17</td>
<td>Vielfaltsstatut</td>
<td><em>Tendenziell </em>Ja<em>, aber noch nicht wirklich entschieden, ob ich das für zielführend halte</em></td>
</tr>
</table>
<p>Bevor ich abstimme, muss ich noch über das Thema Länderrat/Parteirat und die weitere Lockerung der Trennung von Amt und Mandat nachdenken – falls jemand gerade zum Thema Länderrat/Parteirat noch gute Argumente hat, freue ich mich darüber.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Photo of the week: #NextFrontiers Stuttgart (@ Uni Stuttgart)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 12:18:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#160; Anfang Mai habe ich es endlich mal geschafft, mir die #NextFrontiers-Konferenz („Applied Fiction Days“) anzuschauen. Ich bin in deren Newsletter, und diese Stuttgarter Konferenz gibt es seit 2019, bisher kam aber immer was dazwischen. Die Prämisse finde ich hochspannend: Wissenschaft und Science Fiction einander begegnen lassen, und mal gucken, was herauskommt. Der Eröffnungsabend in &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/06/photo-of-the-week-nextfrontiers-stuttgart-uni-stuttgart/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Photo of the week: #NextFrontiers Stuttgart (@ Uni Stuttgart)“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55300895108/in/dateposted/" title="#NextFrontiers Stuttgart (@ Uni Stuttgart)"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55300895108_845764b917_b.jpg" width="768" height="1024" alt="#NextFrontiers Stuttgart (@ Uni Stuttgart)"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Anfang Mai habe ich es endlich mal geschafft, mir die <a href="https://www.next-frontiers.de/de/">#NextFrontiers</a>-Konferenz („Applied Fiction Days“) anzuschauen. Ich bin in deren Newsletter,  und diese Stuttgarter Konferenz gibt es seit 2019, bisher kam aber immer was dazwischen. Die Prämisse finde ich hochspannend: Wissenschaft und Science Fiction einander begegnen lassen, und mal gucken, was herauskommt. </p>
<p>Der Eröffnungsabend in der Stadtbibliothek Stuttgart mit der Philosophieprofessorin Amrei Bahr und der Schriftstellerin Berit Glanz, die sich auf hohem Niveau über Künstliche Intelligenz unterhalten haben, hat Spaß gemacht, und war mal etwas anderes als die harten „Dafür“/„Dagegen“-Takes aus den sozialen Medien. Nein, man kann auch sehr differenziert darauf gucken, wie LLMs wirken, wo Experimente damit coole Experimente sind, und wo es um Kapitalismus und Ausbeutung geht. </p>
<p>Der Tagungstag selbst fand dann in der Uni Stuttgart statt (ein Highlight des <a href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55300742596/in/dateposted/">Primärfarbenbrutalismus</a>). Das abgestürzte UFO im Eingangsbereich war schon mal vielversprechend, abgesehen davon fühlte ich mich aber eher etwas lost – das übliche Kaffeepausen-wenn-man-niemand-kennt-Problem. </p>
<p>Die Vorträge waren v.a. Vorträge (in einem Hörsaal, der das Primärfarbenbrutalismus-Schema fortsetzte), die sich jeweils daran anschließenden Gespräche dann leider aus meiner Sicht wenig ergiebig. Die Keynote von Maarten Hajer und Jeroen Oomen zu „Captive Futures“ und der Rolle von Zukunftserzählungen für politisches Engagement war aufschlussreich, und auch die Vorträge von Dirk Brockmann („Denken wie ein Pilz“), Adrian Keller („DNA Data Storage“) und Tharshan Mashewaran („Planetary Sunshade“) fand ich interessant. Marcus Hammerschmitt präsentierte als SF-Autor „in residence“ drei mehr oder weniger pessimistische Zukunftsszenarien; ein echter Austausch zwischen Brockmann und ihm kam dann allerdings nicht zustande, weil beide, so mein Eindruck, einfach über komplett unterschiedliche Dinge redeten. Karlheinz Steinmüller trat als Conférencier zu Keller auf, und machte das recht charmant. Theresa Hannig wiederum, die den Sunshade-Vorschlag als SF-Autorin kommentieren sollte, konfrontierte eher; das erschien mir an dieser Stelle nicht hilfreich. Die Autorin Emma Braslavsky schließlich ging in ihrer Keynote nochmals auf KI ein, mit einem recht komplexen Bogen von Mythen und der Entstehung des Ich-Bewusstseins in Verbindung mit dem Aufkommen von Religionen. </p>
<p>Für sich genommen wie gesagt alles durchaus interessant; ein Ganzes hat es für mich aber nicht ergeben. Zudem war an der einen oder anderen Stelle spürbar, dass es sich hier auch um eine Lehrveranstaltung des IZKT handelte und das Publikum teilweise aus (zwangsverpflichteten?) Studierenden bestand, an die sich dann auch der Workshop-Tag (an dem ich nicht teilgenommen habe und der vielleicht eher als der Vortragstag das „science <em>meets </em>science fiction“ umgesetzt hätte) primär richtete. Vielleicht lag es am Hörsaal als Ort, dass das alles recht frontal ablief und die Publikumsinteraktion auf Slido da und ein paar wenige Fragen dort begrenzt war. Gefreut hätte ich mich im Rahmenprogramm auch über sagen wir einen Stand eines SF-Verlags oder ein paar Poster aus dem IZKT. Für „Wir wollen die Stuttgarter SXSW sein“ war das dann doch ein bisschen zu sehr Hochschule.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Science Fiction und Fantasy im Mai 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 12:23:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Definitiv weder Science Fiction noch Fantasy ist die ARTE-Doku, auf die ich aufmerksam gemacht wurde, nachdem ich auf Mastodon über mein Mai-Rabbithole berichtet hatte. Das bestand, wie im nebenstehenden Bild zu sehen, darin, in Bricklink Studio viel Zeit damit zu verbringen, die typische Architektur von Städten wie Kopenhagen oder eben Amsterdam in virtuellen Lego-Modellen nachzubauen. &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/06/science-fiction-und-fantasy-im-mai-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Science Fiction und Fantasy im Mai 2026“</span> weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Very little moon" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/52757430246/" data-flickr-embed="true"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/52757430246_557b0af4c8_b.jpg" alt="Very little moon" width="1024" height="683"></a></p>
<p><a href="https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/05/house3_32.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/05/house3_32-320x180.jpg" alt width="320" height="180" class="alignleft size-medium wp-image-13499" srcset="https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/05/house3_32-320x180.jpg 320w, https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/05/house3_32-640x360.jpg 640w, https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/05/house3_32-768x432.jpg 768w, https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/05/house3_32-1536x864.jpg 1536w, https://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2026/05/house3_32-2048x1152.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px"></a>Definitiv weder Science Fiction noch Fantasy ist die ARTE-Doku, auf die ich aufmerksam gemacht wurde, nachdem ich auf Mastodon über mein <a href="https://mastodon.social/@_tillwe_/116629359944043912">Mai-Rabbithole</a> berichtet hatte. Das bestand, wie im nebenstehenden Bild zu sehen, darin, in <em>Bricklink Studio</em> viel Zeit damit zu verbringen, die typische Architektur von Städten wie Kopenhagen oder eben Amsterdam in virtuellen Lego-Modellen nachzubauen. Das macht Spaß, weil anders als in realem Lego a. viel Platz da ist (die aktuelle Datei mit über 140.000 Legobausteinen bringt meinen PC dann allerdings an seine Grenzen), b. die Modelle nichts kosten und c. modularisiertes Bauen einfach möglich ist. Jedenfalls führte das zu <a href="https://mastodon.social/@publictorsten/116631411692217440">Torstens Hinweis</a> auf die leider nur noch bei Youtube und nicht mehr in der ARTE-Mediathek zu findende, dreieinhalbstündige Doku <a href="https://www.youtube.com/watch?v=dG19LftWuIA"><em>The Magnificient Three: Amsterdam – London – New York</em></a>. Eigentlich gar nicht mein Genre, aber dann doch ein sehr gut gemachter Blick auf die eng mit einander verwobene Geschichte aus Kapitalismus, Religionskriege, Städtebau und Kolonialisierung, die auch erklärt, warum die drei Städte so aussehen, wie sie aussehen. Etwas diversere Expert*innen hätten der Serie gut getan, aber das ist auch schon mein einziger Kritikpunkt. Danke also für die Empfehlung! </p>
<p>Gelesen habe ich natürlich auch – unter anderem einen der diesjährigen <a href="https://locusmag.com/2026/05/2026-locus-awards-winners/">Locus-Gewinner</a>, nämlich das sehr <em>cute</em> Comicbuch <em>The Space Cat</em> (2025) von Nnedi Okorafor und Tana Ford. Die etwas außerirdische Katze Periwinkle erzählt von ihren Abenteuern in den USA und in Nigeria, und rettet nebenbei die Welt – es passiert also gar nicht so viel, trotzdem eine sehr nette Sache.</p>
<p><span id="more-13433"></span>Deutlich mehr passiert in Cameron Johnstons Fantasy-Roman <em>First Mage on the Moon</em> (2026). Wobei: eigentlich fast eher Science Fiction als Fantasy? Wobei: es kommt Magie vor, die in zwei  seit ewigen Zeiten miteinander im Krieg liegenden Reichen (generischer Proto-Westen vs. generisches Proto-Russland) fast schon industriell genutzt wird. Hinter den Reihen der furchterregenden Battle Mages sind einfache Wizards gezwungen, ihren Lebensunterhalt mit dem Bau, der Verzauberung und der Verbesserung magischer Waffen zu verdienen. Je nachdem, wie etwa bei unserer Hauptperson Ella Pickering, mehr schlecht als recht. Seit einem Unfall benutzt sie einen Rollstuhl. Über einen Zufall wird sie Teil eines Teams, das heimlich statt an Waffen zu bauen eine Mondrakete baut. In dieser Welt ist der Mond das Reich der Götter, das macht dieses Vorhaben noch einmal besonders problematisch. Da das Buch mit einer Hinrichtung beginnt, wissen wir von Anfang an, wie es ausgehen wird – trotzdem ist die Erzählung spannungsgeladen und animiert zum zügigen Durchlesen. An der einen oder anderen Stelle klingt <em>First Mage on the Moon</em> fast wie ein Terry-Pratchett-Buch, allerdings eines, dessen humanistischer Optimismus mit einer viel düstereren Gesamtsituation zu kämpfen hat, und, wenn das für ein Fantasy-Science-Fiction-Buch mit Magie und Drachen gesagt werden kann, ein hohes Maß an Realismus aufweist. In dieser Mischung durchaus zu empfehlen.</p>
<p>Ebenfalls um den Mond geht es bei John Scalzi in <em>When the Moon Hits Your Eye</em> (2025). Im Nachwort packt Scalzi das Buch in eine lose Reihe mit <em>The Kaiju Preservation Society</em> (2022) und <em>Starter Villain</em> (2023) – in allen drei Büchern geht es darum, wie Menschen reagieren, wenn sie in außergewöhnliche Situationen geworfen werden. Hier: der Mond verwandelt sich eines Tages sprichwörtlich-wortgetreu in Käse (die NASA spricht lieber von einer organischen Matrix), niemand weiß warum, aber irgendwie muss damit ja umgegangen werden. Das Buch hatte ich erstmal ignoriert und mir doch gekauft, nachdem ich im <em>Das-Universum</em>-Podcast Florian Freistetter davon sprechen hörte. Der war angetan davon. So ganz teile ich das nicht. Das Buch ist, wie meist bei Scalzi, geistreich und humorvoll geschrieben. Wir begegnen Personen, die überwiegend sympathisch sind (oder doch zumindest nachvollziehbare Motive haben), von der einen oder anderen Elon-Musk-Karikatur mal abgesehen. Das Buch ist chronologisch erzählt – von Tag 1 der Mondphase bis zu deren Ende – und wirkt anfangs wie ein typischer Genreroman: unterschiedliche Erzählstränge und Perspektiven (eine Astronautin, ein Sachbuchautor, ein US-Präsident, „Elon Musk“, ein Philosophieprofessor im Ruhestand im mittleren Westen), und nach und nach kommen diese Fäden zusammen und wir der erst scheiternden, dann erfolgreichen Lösung des Problems näher. Ob des Effektes wegen oder aus anderen Gründen: diese Erwartung wird enttäuscht. Ich jedenfalls hatte mit dem Ende – über das ich hier nicht mehr sagen kann – nicht gerechnet, und war dann irritiert, dass all die über die einzelnen Tagesvignetten hin aufgebauten Personen und deren Hintergrundgeschichten keine Rolle mehr spielen sollten. Hey, was ist mit meinem <em>emotional investment</em>? Ob ich das Buch gelesen hätte, wenn mir dessen Aufbau von vorneherein klar gewesen wäre, weiß ich nicht. So ist es eher eine Studie der unterschiedlichen Reaktionen auf das Unerklärbare, die viele Fäden lose enden lässt. </p>
<p>Begeistert hat mich V.E. Schwabs <em>The Invisible Life of Addie LaRue</em>. Das Buch – Schwabs Durchbruch jenseits des harten Fantasy-Genres – ist bereits 2020 erschienen. Es hat eine Weile gedauert, bis ich es lesen wollte. Adeline „Addie“ LaRue wird 1714 in einer französischen Kleinstadt geboren. In einer Ausnahmesituation geht sie – vielleicht nicht ganz gewollt – einen Handel mit einem Gott der Dunkelheit/Luc(ifer) ein, der dazu führt, dass sie faktisch zu einem Geist wird – Menschen vergessen sie, sobald sie aus dem Blick gerät, und jeder Versuch, direkt Spuren zu hinterlassen, scheitert. Sie empfindet Schmerz und Hunger, ihre Wunden heilen aber sofort wieder und sie stirbt auch nicht und bleibt ewig jung. Eine Handlungsebene spielt im New York des Jahres 2014. Hier lernt Addie Henry kennen, der in einem Antiquariat jobbt – und sich als erster Mensch seit 300 Jahren an sie erinnert. Natürlich entspannt sich daraus eine Liebesgeschichte (aber auch Henry hat ein dunkles Geheimnis, über das wir in Rückblenden mehr erfahren). Dazwischen liegen immer wieder Kapitel, in denen es darum geht, wie sich Addie nach und nach mit ihrer Situation anfreundet und zu einer Lebenskünstlerin und Muse wird – in Paris, im vorrevolutionären Frankreich, in London, in Italien und Deutschland, später in Amerika. Einzige Konstante über die Jahrhunderte ist Luc, die unstete düstere Gottheit, die es endlich auf ihre Seele abgesehen hat. Aus sturer Feindschaft wird allmählich etwas anderes. Addie – Henry – Luc als Dreiecksgeschichte zu beschreiben, trifft es nicht ganz – aus dieser Konstellation erwächst jedenfalls die Spannung des letzten Drittels des Romans, in dem Schwab die Erwartungen der Leser*in und des Genres geschickt unterläuft. </p>
<p>Diesen Monat kamen auch wieder drei Ausgaben der <em>Clarkesworld</em> an, die ich abonniert habe – ein schöner Weg, um regelmäßig SF- und Fantasy-Kurzgeschichten und Novelletten zu lesen. Und dass, wohl aus Kostengründen, eben nicht jede Ausgabe einzeln verschickt wird, sondern quartalsweise gesammelt, schadet gar nichts, sondern trägt eher zur Freude bei. </p>
<p>Und sonst? Das familiäre allsamstägliche Filmschauen hatten wir zwischenzeitlich zugunsten von Brettspielen eingestellt. Hier ist insbesondere <em>Root</em> hervorzuheben, das auf einem Spielbrett – einem Wald – ganz unterschiedliche Spielmechaniken aufeinander prallen lässt, vom Aufbauspiel des „Marquis de Katz“ über deckbauende Raben-Clans bis zu rollenspielnahen Waschbär-Vagabunden. Das klingt komplex, macht die Sache aber spannend, weil jede Fraktion ganz unterschiedliche Strategien verfolgt, um Siegpunkte zu erringen (oder andere daran zu hindern).</p>
<p>Letzten Samstag haben wir uns dann aber doch für den Bildschirm entschieden und die ersten beiden Folgen der neuen zweiten Staffel von <em>One Piece</em> (Netflix) angeguckt. Ich habe mich gefreut, Florenz wiedererkannt zu haben; abgesehen davon gehen Chaos, wilde Action und überzogene Charakterisierungen dieser Real-Life-Verfilmung nahtlos da weiter, wo sie in der ersten Staffel aufgehört haben. </p>
<p>Auf Netflix habe ich mir zudem <em><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmic_Princess_Kaguya!">Cosmic Princess Kaguya!</a></em> (2026) angeschaut, eine ebenfalls ziemlich wilde, aber durchaus unterhaltsame Mischung aus japanischer Folklore, Anime, und Virtual Reality. </p>
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