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	<title>till we *)</title>
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	<description>Das Blog von Till Westermayer * 2002</description>
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		<title>Keine Normalzeit, nirgends</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2026 11:58:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Nein, keine Sorge, ich habe keine Meinung zur Zeitumstellung, und ob Sommerzeit, Winterzeit oder eine um eine halbe Stunde dazwischen liegende Kompromisszeit zukünftig in Europa gelten sollte. Aber „Normalzeit“ ist einfach ein zu schönes Wort, um es liegen zu lassen. Und wenn ich mich so umschaue, dann lässt es sich ganz hervorragend dazu nutzen, unsere &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/10/keine-normalzeit-nirgends/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Keine Normalzeit, nirgends“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, keine Sorge, ich habe keine Meinung zur Zeitumstellung, und ob Sommerzeit, Winterzeit oder eine um eine halbe Stunde dazwischen liegende Kompromisszeit zukünftig in Europa gelten sollte. Aber „Normalzeit“ ist einfach ein zu schönes Wort, um es liegen zu lassen. Und wenn ich mich so umschaue, dann lässt es sich ganz hervorragend dazu nutzen, unsere Gegenwart zu beschreiben – die stellt nämlich alles andere als eine Normalzeit dar.</p>
<p>Egal, ob Klimakrise, die drei Autokraten, die die Welt am liebsten unter sich aufteilen wollen, die ständig neu aufflackernden Kriege oder unsere Abhängigkeit vom Internet und sozialen Medien – wir leben in einer Zeit der Krisen und Konflikte. Wenn dann Schüler*innen protestieren (und sich andere anschließen, die auf Randale aus sind) wird schon mal nach der Bundeswehr gerufen. Wenn in Berlin drei Mitte-links-Parteien koalieren wollen, wird Zeter und Mordio auf elf gedreht. Und wenn in Sachsen-Anhalt ein Landtagspräsident der AfD offensichtlich mit Stimmen der CDU gewählt wurde – und es aktuell so aussieht, als würde demnächst auch ein Ministerpräsident der AfD mit Stimmen der CDU gewählt – dann interessiert das keinen. </p>
<p>Oder, mit etwas weiterem Blick: es werden Wetten darüber abgeschlossen, ob Trump das Ergebnis der Midterm-Wahlen akzeptiert. In den USA, 250 Jahre Demokratie und so. In Frankreich droht eine Le-Pen-Präsidentschaft. Die Bundesregierung streitet sich lautstark (und schafft nebenbei Errungenschaften wie das IFG ab, wie überhaupt Netzkontrolle etc. gerade Hochkonjunktur hat). </p>
<p>Und „KI“ gibt es auch noch. Die schwankt zwischen wirtschaftlicher Blase und Auslöschung der Menschheit, „Superintelligenz“ und artifizieller Verdummung. Vermutlich gekommen, um zu bleiben, als Universalmaschine mit revolutionären Konsequenzen – und wir schauen staunend zu.</p>
<p>Etwas mehr Normalzeit würde gut tun. </p>
<p>In seiner Parteitagsrede auf der grünen Landesdelegiertenkonferenz in Offenburg hatte Cem Özdemir sieben Ratschläge für politisches Handeln in diesen wenig normalen Zeiten.  </p>
<p>1. Den Leuten keinen Quatsch erzählen.<br>
2. Halten, was man versprochen hat. (Oder als Korrelat, in meinen Worten: Nur versprechen, was man auch halten kann und will.)<br>
3. Ideen nicht danach bewerten, von wem sie kommen.<br>
4. Erst das Land, dann die Partei, dann die Person.<br>
5. Weniger öffentlicher Streit.<br>
6. Mehr strategisches, langfristiges Denken in der Politik.<br>
7. Beharrlichkeit plus Agilität.</p>
<p>Bei diesen sieben Ratschlägen sind jetzt auch Binsenweisheiten und bekannte Tugenden dabei, aber in der Summe: ja, wäre schön, wenn Politik sich daran orientieren würde. Mal ausprobieren würde, was passiert, wenn Parteien im Bund sich das auf die Fahne schreiben und danach handeln. So viel Utopie muss an diesem Sonntag möglich sein.   </p>
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		<title>Photo of the week: Very warm autumn day at Opfinger See, Freiburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2026 13:49:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das Wetter]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Photo of the week]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Noch so eine Protokollnotiz: Ende September war es in diesem Jahr noch warm genug, um im Freiburger Opfinger See zu baden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55580579835/in/dateposted-ff/" title="Very warm autumn day at Opfinger See, Freiburg"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55580579835_06423c4c5a_c.jpg" width="600" height="800" alt="Very warm autumn day at Opfinger See, Freiburg"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Noch so eine Protokollnotiz: Ende September war es in diesem Jahr noch warm genug, um im Freiburger Opfinger See zu baden.</p>
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		<title>Photo of the week: Leimen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2026 08:43:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Photo of the week]]></category>
		<category><![CDATA[leimen]]></category>
		<category><![CDATA[sonnenuntergang]]></category>
		<category><![CDATA[zementwerk]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Zeitlich etwas hinterher: Mitte September fand die Herbstklausur der grünen Landtagsfraktion in Leimen in der Nähe von Heidelberg statt. Das weithin sichtbare Zementwerk (Heidelberg Materials) machte zumindest im Licht der untergehenden Sonne eine schöne Figur.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55576239196/in/dateposted-ff/" title="Leimen"><img decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55576239196_b2d2eef1de_c.jpg" width="800" height="600" alt="Leimen"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Zeitlich etwas hinterher: Mitte September fand die Herbstklausur der grünen Landtagsfraktion in Leimen in der Nähe von Heidelberg statt. Das weithin sichtbare Zementwerk (Heidelberg Materials) machte zumindest im Licht der untergehenden Sonne eine schöne Figur. </p>
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		<title>Düstere Zeiten – Wegsehen hilft nicht, Einbinden der Rechtsextremen erst recht nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 06:44:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[afd]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal bin ich selbst etwas irritiert über die Ungleichzeitigkeit. Die letzten paar Blogbeiträge: Urlaubsbilder von der belgischen Küste, ein bisschen Eskapismus in Form von Science Fiction und Fantasy – und dazwischen die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern (und Berlin), und die damit verbundenen Umbrüche. Und so gerne ich das ignorieren würde, was gerade in Sachsen-Anhalt &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/10/duestere-zeiten-wegsehen-hilft-nicht-einbinden-der-rechtsextremen-erst-recht-nicht/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Düstere Zeiten – Wegsehen hilft nicht, Einbinden der Rechtsextremen erst recht nicht“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal bin ich selbst etwas irritiert über die Ungleichzeitigkeit. Die letzten paar Blogbeiträge: Urlaubsbilder von der belgischen Küste, ein bisschen Eskapismus in Form von Science Fiction und Fantasy – und dazwischen die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern (und Berlin), und die damit verbundenen Umbrüche. Und so gerne ich das ignorieren würde, was gerade in Sachsen-Anhalt passiert, so wenig hilft es, wegzusehen.</p>
<p>Geheime Wahl hin oder her, die Wahlergebnisse in der konstituierenden Landtagssitzung, bei der zwei Kandidaten der AfD und ein Kandidat der CDU gewählt wurden, der Kandidat der SPD für das Landtagspräsidium durchgefallen ist, lassen mit Blick auf die Mehrheitsverhältnisse im Landtag Sachsen-Anhalt nur den Schluss zu, dass ungefähr ein Drittel der stark verkleinerten CDU-Fraktion die AfD-Kandidaten, auch den dezidiert rechtsextremen Tillschneider, mitgewählt hat. Möglicherweise, um im Gegenzug die Stimmen für den CDU-Bewerber zu erhalten, solche Deals gibt es. Oder, um es auf den Punkt zu bringen: gestern wurde mit Stimmen aus der CDU ein AfD-ler zum Landtagspräsidenten und ein dezidiert rechtsextremer Afd-ler zum Landtagsvizepräsidenten in Sachsen-Anhalt gewählt. </p>
<p>Und das reiht sich ein in konservative Mehrheiten mit rechtsextremen Parteien im europäischen Parlament, um klima- und sozialpolitische Errungenschaften zurückzudrehen. Es reiht sich ein in Mehrheiten aus AfD und CDU in Kommunalparlamenten. Wir erinnern uns an die <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/unionsantrag-migration-reaktionen-100.html">Abstimmung am Ende der letzten Wahlperiode im Deutschen Bundestag</a>, als Merz eine Mehrheit mit der AfD für einen Anti-Migrations-Antrag organisiert hat. Und Stimmen wie die von Ministerpräsident Rhein, der dafür plädiert, AfD-Kandidat*innen für den Vorsitz von Ausschüssen zu wählen, passen ebenfalls in dieses Bild. Wer möchte, kann auch das Drittel der baden-württembergischen CDU dazuzählen, dass trotz Zugeständnissen, trotz eines durchaus konservativ geprägten Koalitionsvertrags und trotz der Wahl von Thomas Strobl zum Landtagspräsidenten in Baden-Württemberg Ministerpräsident Özdemir nicht gewählt hat.</p>
<p>Aus CDU-Perspektive gedacht mag es verlockend erscheinen, die „ja eigentlich“ „rechnerisch“ vorhandene rechts-konservative Mehrheit umzusetzen. Aus einer solchen Perspektive sind die AfD-Abgeordneten „nur“ verlorene Konservative, manche kommen ja sogar aus der Jungen Union. Und das können doch keine schlechten Menschen sein? Ein bisschen einbinden, ein bisschen Zugeständnisse, und wir sind wieder in der alten Bundesrepublik, als Helmut Kohls CDU einmal 48 Prozent der Stimmen bekam. Nur: das stimmt halt nicht. Vielleicht gibt es in den Reihen der AfD auch Menschen, die flexibel genug wären, sich in einer CDU zu verstecken und ihre eigentlichen Überzeugungen da nicht sichtbar werden zu lassen. Aber nach allem, was über das Personal der AfD bekannt ist, kann durchaus davon ausgegangen werden, dass das inzwischen überwiegend ideologisch gefestigte Rechtsextreme sind. Die das tun wollen, was ideologisch gefestigte Rechtsextreme tun – ethnische Säuberungen (da hat der Kanzler mal eine klare Aussage getroffen), deutschnational und völkisch geformte Kultur- und Bildungspolitik, Auszehren der Demokratie. Und die sich mit Blick auf die USA, auf Brasilien, auf Tschechien, auf Österreich, auf Frankreich, … im Aufwind sehen und sich nicht einbinden lassen werden.</p>
<p>Geschichte wiederholt sich nicht. Trotzdem ist es extrem beunruhigend, sich anzuschauen, was in den 1920er und 1930er Jahren passiert ist. Die erste NSDAP-Regierung in einem Land in Deutschland regierte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Freistaat_Anhalt">1932 im damaligen Freistaat Anhalt</a> – unterstützt von der Deutschnationalen Volkspartei. Und in der Weimarer Republik steigerte sich das Wahlergebnis der NSDAP von 3–6 Prozent in den 1920er Jahren auf 18, 37, dann 43 Prozent; zu Lasten der DVP und der DNVP. Dem vorausgegangen waren Versuche der Einbindung und durch die NSDAP tolerierte Minderheitsregierungen. Das Ergebnis ist bekannt.  </p>
<p>Wenn ich der CDU einen Tipp geben wollte, würde ich ihr raten, <a href="https://blog.vanessagiese.de/2026/09/30/meine-5cent-zur-politischen-situation-ohne-dass-der-name-des-kanzlers-vorkommt/">zu lesen, was Vanessa Giese aufgeschrieben hat</a> – zu den Hintergründen der radikalen Wahlerfolge, aber auch zu den Lücken im Parteienspektrum, die nicht dadurch gefüllt werden, dass die CDU versucht, die AfD zu kopieren. </p>
<p>Aktuell haben wir es jedenfalls mit einer CDU zu tun, in der es Menschen gibt, die mit der AfD kooperieren. Ich hoffe, dass diese Haltung in der CDU noch nicht mehrheitsfähig ist. Es wäre Sache des Kanzlers, dem Einhalt zu gebieten – Konjunktiv, weil er diese Führungsstärke nicht aufbringt. Und wenn es der Kanzler nicht kann, dann wäre es doch, im Sinne der Verteidigung unserer Demokratie, jetzt Zeit für laute Äußerungen aus der Union, von all denjenigen, die eine Kurs der Kooperation mit den Rechtsextremen nicht unterstützen. Wo bleibt er?</p>
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		<title>Science Fiction und Fantasy im September 2026</title>
		<link>https://blog.till-westermayer.de/2026/10/science-fiction-und-fantasy-im-september-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2026 20:59:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[jonathan strahan]]></category>
		<category><![CDATA[mary robinette kowal]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
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					<description><![CDATA[Ganz überwiegend habe ich den September damit zugebracht, die empfehlenswerte Valor-Serie von Tanya Huff – kanadische MilSF – zu lesen. Dazu unten mehr. Gelesen habe ich außerdem Mary Robinette Kowals The Martian Contingency (2025), den vierten Band ihrer Lady-Astronaut-Serie. Robinette Kowal schreibt im Nachwort, dass dieser Band nicht einfach zu schreiben war. Das Ergebnis ist &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/10/science-fiction-und-fantasy-im-september-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Science Fiction und Fantasy im September 2026“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55539319686/in/album-72177720335587087" title="Museum Atlantikwall Raversyde - XXX"><img decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55539319686_61cb68c103_c.jpg" width="800" height="450" alt="Museum Atlantikwall Raversyde - XXX"></a></p>
<p>Ganz überwiegend habe ich den September damit zugebracht, die empfehlenswerte Valor-Serie von Tanya Huff – kanadische MilSF – zu lesen. Dazu unten mehr. </p>
<p>Gelesen habe ich außerdem Mary Robinette Kowals <em>The Martian Contingency</em> (2025), den vierten Band ihrer Lady-Astronaut-Serie. Robinette Kowal schreibt im Nachwort, dass dieser Band nicht einfach zu schreiben war. Das Ergebnis ist jedenfalls gelungen, gerade auch im Vergleich zur an der einen oder anderen Stelle erstaunlich parallel gelagerten Serie <em>For All Mankind</em>. Im Mittelpunkt des Buchs steht die zweite Mars-Expedition, die 100 Menschen aus unterschiedlichen Nationen auf den Mars bringen soll. Die Astronautin Dr. Elma York ist das Gesicht des internationalen Raumfahrtprogramms. In dieser Zeitlinie wurde es gegenüber unserer Wirklichkeit (und auch gegenüber <em>For All Mankind</em>) deutlich beschleunigt, weil ein  Meteoriteneinschlag in Nordamerika eindrücklich vor Augen geführt hat, wie zerbrechlich die Erde ist. Insofern findet die Mars-Expedition hier in den späten 1960ern oder frühen 1970er Jahren statt – den Hintergrund bildet eine bunte Mischung aus Offenheit für neue Erfahrungen (indische Gewürze, arabische Musik, sexuelle Revolution) einerseits und überkommenen Moralvorstellungen, althergebrachter Politik plus Rassismus und Sexismus andererseits. Und natürlich ist auch die Technologie zwar weit fortgeschritten, was Raketen und Raumfahrt anbetrifft; gerechnet wird aber nach wie vor eher mit dem Rechenschieber. Digitale Bildübertragungen scheint es beispielsweise auch noch nicht zu geben. Während der ersten Mars-Expedition betrat York nie den Marsboden. Nun ist sie als „second in command“ gemeinsam mit ihrem Ehemann eine der zwanzig, die das Habitat wieder in Betrieb nehmen und alles für den Bau eines zweiten Habitats vorbereiten sollen. Und stellt bald fest, dass irgendetwas nicht stimmt. Diejenigen, die bei der ersten Landung dabei waren, rücken spürbar nicht mit der Wahrheit heraus, sondern halten sie außen vor. Dass nicht alles glatt läuft, und die Expedition irgendwann kurz vor dem Abbruch steht, macht es für Dr. York nicht einfacher, den Dingen auf den Grund zu gehen. Robinette Kowal versteht es, große politische Fragen und die zwischen Thriller und Detektivroman changierende Aufklärung mit lebensnahen Szenen aus dem Mars-Alltag und des Transportraumschiffes zusammenzubringen. Das ganze ist nicht nur ein Sittengemälde einer Vergangenheit, die es so nicht gab, sondern lässt sich auch mit Blick auf denen einen oder anderen heutigen Bezug lesen.</p>
<p>Recht gut gefallen hat mir auch der von Jonathan Strahan herausgegebene Sammelband <em>Revolution in the Heart</em> (2026), der aus Geschichten von 15 Autor*innen besteht, die als Hommage an Ursula K. Le Guin zu verstehen sind. Wenn ich in den Biografien nichts übersehen habe, kommen alle Autor*innen aus dem FLINTA-Spektrum; darunter große Namen wie Charlie Jane Anders, Kelly Link, Ann Leckie und Darcie Little Badger. Die Geschichten sind ganz unterschiedlich – manche beziehen sich thematisch auf Le Guin und könnten in z.B. ihr Hainish-Universum eingefügt werden, manche zitieren sie direkt, wieder andere nähern sich ihr über den Stil und die Atmosphäre an. Wenn ich versuchen würde, ein gemeinsames Fazit zu ziehen, dann das, dass es hier um humanistische spekulative Fiktion geht, und um die großen Fragen, die sich aus dem Umgang mit Unterdrückung und Aufbegehren ergeben. </p>
<p>Damit zu Tanya Huff und Staff Sergeant Torin Kerr, auf die ich zufällig gestoßen bin; irgendjemand hatte sich auf einem Social-Media-Kanal abfällig darüber geäußert, dass hier Gesellschaften existieren sollen, die nicht wissen, was eine Pistole ist, wenn ich es richtig zusammenbringe. In den insgesamt sieben Romanen (und einer Kurzgeschichtensammlung) ist Torin Kerr Fokuspunkt der Geschichte, die sich über ein oder zwei Jahrzehnte hinzieht. Das Setting: es gibt eine interstellare Konföderation der „elder races“, die sich im Krieg mit „the Others“ befindet, auch das, wie wir später erfahren, ein Zusammenschluss ganz unterschiedlicher Spezies. Diese „elder races“ sind friedliebend und haben längst Abschied von kriegerischen Auseinandersetzungen genommen – deswegen haben sie die Menschheit und zwei andere Spezies in die Konföderation eingeladen. Der Deal: diese bekommen Raumfahrtkapazitäten, tolle Technologien und Planeten, die sie besiedeln können, etwa Kerrs Heimatplanet „Paradise“ – dafür kämpfen Menschen, Di’Taykan und Krai für die Konföderation. Dass Di’Taykan gewisse Ähnlichkeiten mit Elfen haben (wenn diese knallbunte Haarfühler und Augen hätten, und in ihrer „Di“-Phase Sexualität in etwa so einsetzen, wie dies von Bonobonos berichtet wird), und die Krai auch für Trolle oder Kobolde gehalten werden könnten (jedenfalls haben sie fast unzerbrechliche Knochen und können so gut wie alles essen), macht die Sache nochmal interessanter. Die „middle races“ (die H’san als eigentliche „elder race“ tauchen so gut wie gar nicht auf, ziehen aber alle Fäden) haben dagegen Katzen oder Warane zum Vorbild; da oder dort wirkte das dann ein bisschen wie <em>Urmel aus dem Eis</em> mit sprechenden Tieren. Huff macht aber klar, dass z.B. die katzenartigen Aliens eben keine Katzen sind, auch wenn sie entsprechende Reflexe bei Menschen auslösen. Neben (Militäreinsätzen auf) Planeten nehmen  Raumstationen und Raumschiffe – und ein <em>big dumb object</em> – eine wichtige Rolle ein, große Teile der Geschichte spielen dort.   </p>
<p>Zur Zeit des ersten Romans zieht sich dieser Krieg schon einige Generationen hin, es gibt immer wieder harte Gefechte, neue Waffen, umstrittene Planetensysteme in den äußeren Welten etc. etc. – ein Ende oder ein Sieg der einen oder anderen Seite ist jedoch nicht in Sicht. Was diese Reihe besonders macht, ist Huffs genauer Blick – auf das Innenleben der aus den genannten drei Spezies zusammengesetzten militärischen Einheiten, aber auch auf das Verhältnis zwischen kämpfender Truppe einerseits und Offizier*innen andererseits; und den Mitteln, mit denen Kerr ihre Vorgesetzten führt und dazu bringt, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Stellenweise ist das dichte Beschreibung militärischer Organisationspraktiken im etwas verfremdeten Setting. Dass ist die Bücher in meinem Urlaub in Belgien gelesen habe, der mich auch zu einem Teil des „Atlantikwalls“ führte, samt Rekonstruktion der Lebensbedingungen der damaligen Truppen, verlieh der Lektüre dann nochmals eine Besonderheit. Manchmal schreibt Huff arg formalistisch, etwa wenn sie die Besonderheiten der Di’Taykan oder Krai immer wieder mit fast wortgleichen Formulierungen einfließen lässt. Das tut der Unterhaltung – unter deren Oberfläche moralische Fragen verhandelt werden – aber keinen Abbruch. </p>
<ul>
<li><em>Valor’s Choice</em> (2000) – Kerr ist Staff Sergeant und soll mit ihrem Marines-Platoon aus Menschen, Di’Taykan und Krai eine diplomatische Mission unterstützen, die dazu beitragen soll, Beziehungen zwischen der Konföderation und den Silsviss – brutalen Dinosaurieren – aufzubauen.</li>
<li><em>The Better Part of Valor</em> (2002) – Das bereits erwähnte „big dumb object“, ein großes Raumschiff, das von unbekannten Aliens zu stammen scheint, wird erforscht. Gefunden hat es ein Schrottsammler Craig Ryder (kleiner Spoiler: er wird auch in den folgenden Bänden auftauchen). Kerrs Platoon soll Wissenschaftler*innen und eine Reporterin schützen – und natürlich kommt alles anders, als man erst mal denken würde.</li>
<li><em>The Heart of Valor</em> (2007) – Zum Gunnery Sergeant befördert, begleitet Kerr neue Rekrut*innen zu einem Trainingsplaneten – der sich als gefährlicher als gedacht erweist.</li>
<li><em>Valor’s Trial</em> (2008) – Mit Blick auf die Zahl der Toten (und die Auflösung eines Rätsels, dass in den letzten drei Bänden langsam aufgebaut wurde) sicherlich der düsterste Band der Serie. Die Wikipedia beschreibt ihn als „Gunnery Sergeant Kerr fights her way out of an underground POW camp.“ – das stimmt zwar irgendwie, trifft aber den Kern nur so halb. Allerdings wäre es auch arg spoilernd, mehr dazu zu sagen.</li>
<li><em>The Truth of Valor</em> (2010) – Die Ereignisse des letzten Bandes haben bei Kerr ihre Spuren hinterlassen. Sie versucht, sich ein neues Leben jenseits der Marines aufzubauen – Pirat*innen machen ihr einen Strich durch die Rechnung.</li>
<li><em>An Ancient Peace</em> (2015) – Ex-Gunnery Sergeant Kerr leitet jetzt eine neu aufgebaute Polizeitruppe (die „Warden“), die dem Justizministerium unterstellt ist. Einer ihrer ersten Fälle: uralte Artefakte aus H’san-Gräbern – von deren Grabplanet – tauchen auf dem Schwarzmarkt auf.</li>
<li><em>A Peace Divided</em> (2017) – Wissenschaftler*innen, die auf einem restriktiv unter Quarantäne stehenden Planeten Ausgrabungen vornehmen, werden gekidnappt. Kerr und ihre Warden sollen sie befreien – möglichst, ohne dass Geiseln umkommen. Zugleich spinnt Huff hier mehrere Fäden zusammen, die aus den ersten Bänden bzw. aus <em>An Ancient Peace</em> noch offen sind.</li>
<li><em>The Privilege of Peace</em> (2018) – das „big dumb object“ ist wieder da – Kerr wollte damit nichts mehr zu tun haben, das Universum hat andere Pläne.</li>
<li><em>The Shorter Parts of Valor</em> (2022) – Kurzgeschichtensammlung; die letzte Geschichte gibt einen krassen Blick in eine mögliche Zukunft des von Huff aufgebauten Universums.</li>
</ul>
<p>Angeguckt habe ich die dritte Staffel von <em>Silo</em> (Apple TV), und kann diese sehr empfehlen. Anfangs war ich skeptisch bezüglich der beiden parallel geführten Handlungsstränge. Silo spielt ja in einem unterirdischen Bunker. In dieser Staffel wird klar, dass es mehrere solche Bunker gibt, in denen jeweils 10.000 Menschen leben. In einem Strang geht es um Revolution innerhalb des Silos, und um moralische Ambivalenz, Revolten und den Kampf gegen die Silo-IT, die mit Auslöschung und Gedächtnisverlust droht, sollten die Regeln nicht eingehalten werden. Der andere Strang spielt im Amerika der nahen Zukunft, samt einer Liebesgeschichte zwischen einem jungen Abgeordneten und einer Journalistin. Erst in den letzten Folgen wird klar, wie beide Stränge zusammengehören – bitter und herzzerreißend. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung, die im nächsten Sommer laufen soll. </p>
<p>Ebenfalls zu Ende gegangen ist die vierte Staffel von <em>Star Trek: Strange New Worlds</em> (Paramount +). Ich hatte erst überlegt, dazu ausführlicher etwas zu schreiben, aber eigentlich trifft <a href="https://reactormag.com/tv-review-star-trek-strange-new-worlds-fourth-season-overview/">diese Kritik</a> ganz gut meine Meinung. Tolle Charaktere, großartige Schauspieler*innen (gerade in den Herausforderungen der Quatsch-Folgen), ein spannendes und für den Anschluss an TOS klug ausgedachtes Set(ting) – aber eine sehr durchwachsene Staffel mit einigen Folgen, die einfach nicht ernst genommen werden konnten („alles nur ein Traum“), einigen Folgen, die auf seltsame Gimmicks setzen (Noir, Soap, …), um die persönliche Entwicklung von Spock, Laan, Scotty etc. plausibel zu machen – und einige richtig, richtig gute Folgen (insbesondere <em>Orders of Magnitude</em>, <em>Off-Hour</em> und <em>Tomorrow’s Enterprise</em>). Was ich tatsächlich auch positiv fand: dass es keinen Staffel-Bösewicht mit Bossfight am Schluss gab. Auch hier bin ich gespannt auf die fünfte und letzte Staffel, die wohl kürzer ausfällt und sich auf den Anschluss von SNW zu TOS konzentrieren wird.</p>
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		<title>Photo of the week: Oostende und Co. – III</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 17:28:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Photo of the week]]></category>
		<category><![CDATA[belgien]]></category>
		<category><![CDATA[koksijde]]></category>
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		<category><![CDATA[nordsee]]></category>
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					<description><![CDATA[Und schließlich eine dritte und letzte Fuhre Fotos von meinem belgischen Kurzurlaub. Wer auch die tie-dye-Bilder vom Sonnenuntergang sehen will, muss allerdings auf Flickr gehen (oder hier schauen). &#160; Nach Koksijde bin ich eigentlich gefahren, um mir das Dünenabtei-Museum anzugucken. Das war ganz nett, der Außenbereich allerdings wegen Sturm geschlossen. Umso eindrucksvoller der Strand mit &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/10/photo-of-the-week-oostende-und-co-iii/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Photo of the week: Oostende und Co. – III“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Und schließlich eine dritte und letzte Fuhre Fotos von meinem belgischen Kurzurlaub. Wer auch die <em>tie-dye</em>-Bilder vom Sonnenuntergang sehen will, muss allerdings auf <a href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55565073428/in/album-72177720335587087/">Flickr</a> gehen (oder hier <a href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55565073518">schauen</a>).</p>
<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55552389785/" title="Koksijde beach - III"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55552389785_3560a6477f_c.jpg" width="800" height="450" alt="Koksijde beach - III"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Nach Koksijde bin ich eigentlich gefahren, um mir das Dünenabtei-Museum anzugucken. Das war ganz nett, der Außenbereich allerdings wegen Sturm geschlossen. Umso eindrucksvoller der Strand mit Sandsturm bis in Kniehöhe. <a href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55552400580/in/album-72177720335587087/">Hier im Bewegtbild.</a><br>
&nbsp;</p>
<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55552169429/" title="1950s church, Koksijde - VI"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55552169429_588a757018_c.jpg" width="800" height="533" alt="1950s church, Koksijde - VI"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Sonst ist das gar nicht so meins, aber irgendwie bin ich dann doch in die eine oder andere Kirche geraten. <a href="https://nl.wikipedia.org/wiki/Onze-Lieve-Vrouw-ter-Duinenkerk_(Koksijde)">Onze-Lieve-Vrouw ter Duinenkerk</a> in Koksijde zu entdecken, war reiner Zufall – aber ein glücklicher, weil das Gebäude durch eine spannende Architektur und sehenswerte Glaskunst besticht. Gebaut wurde die Kirche in den 1950er Jahren.<br>
&nbsp;</p>
<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55553763261/" title="Art at Westende, Middelkerke - II"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55553763261_88f85b2a22_c.jpg" width="800" height="533" alt="Art at Westende, Middelkerke - II"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Etwas weiter östlich, in Middelkerke, wird der Strand zur Freilichtkunstausstellung. Hier zu sehen: „I Can Hear It“ von Ivars Drulle. Gehört habe ich allerdings nichts, trotz der imposanten Schalltrichter.<br>
&nbsp;</p>
<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55553762991/" title="View from Warande tower, Middelkerke - I"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55553762991_4ba49bed0a_c.jpg" width="800" height="480" alt="View from Warande tower, Middelkerke - I"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Etwas abseits des Strandes, zwischen Stadt und Dünen, steht der Warande tower, eine begehbare Skulptur auf dem Grundriss eines alten Wasserturms. Von der aus gibt es eine Aussicht ins Land, aber auch aufs Meer – und auf weitere Kunst, hier den filigranen Lastwagen samt Bagger von Wim Delvoye.<br>
&nbsp;</p>
<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55565122083/" title="Red, blue, yellow train"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55565122083_8bae3f7133_c.jpg" width="800" height="533" alt="Red, blue, yellow train"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Die Gestaltung der belgischen Züge erinnerte mich – falsches Land, aber trotzdem – an Piet Mondrian. Und bis Köln hat mit der Bahnfahrt zurück auch alles gut geklappt, ab da gab es dann großes Chaos und letztlich fünf Stunden Verspätung. </p>
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		<title>Photo of the week: Oostende und Co. – II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2026 13:01:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Photo of the week]]></category>
		<category><![CDATA[belgien]]></category>
		<category><![CDATA[brugge]]></category>
		<category><![CDATA[raversijde]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nochmal weitere Fotos von meinem belgischen Kurzurlaub. Das gesamte Fotoalbum liegt auf Flickr. &#160; In Raversijde habe ich das Freilichtmuseum „Atlantikwall Raversyde“ besucht – sowohl im ersten wie auch im zweiten Weltkrieg gab es hier deutsche Befestigungsanlagen, Bunker und auf den Strand gerichtete Geschützstände, um die Küste zu verteidigen. Ich habe hier einiges über &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/09/photo-of-the-week-oostende-und-co-ii/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Photo of the week: Oostende und Co. – II“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nochmal weitere Fotos von meinem belgischen Kurzurlaub. Das gesamte <a href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/albums/72177720335587087/">Fotoalbum</a> liegt auf Flickr.</p>
<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55539473919/" title="Museum Atlantikwall Raversyde - XVI"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55539473919_1dc32f7805_c.jpg" width="800" height="533" alt="Museum Atlantikwall Raversyde - XVI"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
In Raversijde habe ich das Freilichtmuseum „<a href="https://www.raversyde.be/de/atlantikwall-raversyde">Atlantikwall Raversyde</a>“ besucht – sowohl im ersten wie auch im zweiten Weltkrieg gab es hier deutsche Befestigungsanlagen, Bunker und auf den Strand gerichtete Geschützstände, um die Küste zu verteidigen. Ich habe hier einiges über die wechselnden Besatzungen bis zur Befreiung durch die kanadische Armee gelernt, aber auch zur Lebenssituation der Soldaten in dieser (im zweiten Weltkrieg) aus genormten Bauteilen extrem schnell errichteten Anlage. Zum Freilichtmuseum gehört auch der frühere Wohnsitz des belgischen Prinzen Karel sowie ein mit Installationen bespielter Bereich; bei meinem Besuch ging es hier um die Frage „Nie wieder Krieg?“ und damit verbundene historische und aktuelle Protestbewegungen.<br>
&nbsp;</p>
<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55539814045/" title="North sea waves - IV"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55539814045_c1b82e7def_c.jpg" width="800" height="533" alt="North sea waves - IV"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Stürmisches Wetter an der Nordsee (hier in Raversijde, links im Bild die Küstentram), mit rückwärts fliegenden Möwen, Gischt und einer eingetrübten Sicht. Trotzdem gab’s hübsche Aussichten.<br>
&nbsp;</p>
<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55551724548/" title="Brugge old city - XVII"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55551724548_3299bbe7f2_c.jpg" width="800" height="533" alt="Brugge old city - XVII"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Brügge ist in weiten Teilen historische Bausubstanz – leider gerade im Stadtkern auch stark überlaufen. Ich habe mir im neuen Museum <a href="https://www.museabrugge.be/bezoek/locaties/brusk">„BRUSK“</a> eine gut gemachte Ausstellung zu Vorläufern der Globalisierung und Brügge als Knotenpunkt in verschiedenen Netzwerken (Nordsee/Wikinger, islamische Welt und Christentum, Kolonialisierung) angeschaut, eher fragwürdige KI-Kunst und die Kunstausstellung des aktuell im Umbau befindlichen <a href="https://www.museabrugge.be/de/visit/locations/groeningemuseum">Groenigemuseum</a>, die vom Mittelalter bis zu Expressionismus und Surrealismus reicht.<br>
&nbsp;</p>
<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55551616271/" title="St. Salvator cathedral, Brugge - IV"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55551616271_82b64763f8_c.jpg" width="800" height="533" alt="St. Salvator cathedral, Brugge - IV"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Zum historischen Stadtkern Brügges gehören unglaublich viele Türme und Kirchen. Das hier ist ein Detail eines der Fenster der St.-Salvator-Kathedrale.<br>
&nbsp;</p>
<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55550589062/" title="Walk to Begijnhof, Brugge - III"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55550589062_8375b70551_c.jpg" width="800" height="533" alt="Walk to Begijnhof, Brugge - III"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Zum Abschluss meines Besuchs in Brügge habe ich noch dem Beginenhof einen Abstecher abgestattet; der Weg dahin führt durch Gassen mit mittelalterlichen Häuschen und über diesen viel besuchten Platz – und dann in die Stille des Innenhofs des noch heute in Betrieb befindlichen Beginenareals.<br>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Mecklenburg-Vorpommern und Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 07:08:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[afd]]></category>
		<category><![CDATA[bündnis 90/die grünen]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[cdu/csu]]></category>
		<category><![CDATA[friedrich merz]]></category>
		<category><![CDATA[grüne]]></category>
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		<category><![CDATA[mecklenburg-vorpommern]]></category>
		<category><![CDATA[spd]]></category>
		<category><![CDATA[wahlen 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt (2,1 Mio. Ew.) fanden gestern die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern (1,6 Mio. Ew.) und Berlin (3,7 Mio. Ew.) statt, jeweils bei sehr hohen Wahlbeteiligungen. Und auch diese Wahlen haben das politische Koordinatensystem der Bundesrepublik noch einmal gehörig durchgeschüttelt. Zum denkwürdigen Wahlabend gehört auch das breit übertragende Statement des Kanzlers um 18.15 &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/09/mecklenburg-vorpommern-und-berlin/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Mecklenburg-Vorpommern und Berlin“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt (2,1 Mio. Ew.) fanden gestern die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern (1,6 Mio. Ew.) und Berlin (3,7 Mio. Ew.) statt, jeweils bei sehr hohen Wahlbeteiligungen. Und auch diese Wahlen haben das politische Koordinatensystem der Bundesrepublik noch einmal gehörig durchgeschüttelt. Zum denkwürdigen Wahlabend gehört auch das breit übertragende Statement des Kanzlers um 18.15 Uhr, das bei mir eher für Stirnrunzeln als für irgendetwas anderes sorgte.</p>
<p>Der Reihe nach: in Mecklenburg-Vorpommern kam die AfD auf 38,2 Prozent (deutlich mehr als in der ersten Prognose; 32 Sitze), die SPD auf 35,5 Prozent (29 Sitze), LINKE auf 6,5 Prozent (5 Sitze) und GRÜNE auf 5,7 Prozent (5 Sitze). Alle anderen Parteien verpassten knapp (CDU (!), BSW) oder deutlich (FDP) den Einzug in den Landtag. Einzige rechnerisch und politisch plausible Machtkonstellation hier dürfte Rot-Rot-Grün sein, wobei das krasse Ungleichgewicht zwischen der Schwesig-SPD einerseits und den anderen beiden Parteien auch nicht ganz einfach ist. </p>
<p>Zwei Anmerkungen zu dieser Wahl. Zum einen würde ich mich freuen, wenn die Presse etc. damit aufhören würde, das stärkste Wahlergebnis in unserem proportionalen Wahlsystem mit einem „Wählerauftrag“ gleichzusetzen. Es ist nicht egal, dass die AfD um drei Sitze vor der SPD landete, wenn es etwa um Themen wie Landtagspräsidentschaft oder Zugriffsrechte auf Ausschussvorsitze geht. Aber einen „Wählerauftrag“ gibt es nicht. Die Regierung bildet, wer eine*n Ministerpräsident*in vorschlägt, die eine Mehrheit im Landtag findet. Und das wird in dieser Konstellation eben nicht die AfD sein. </p>
<p>Zweitens, die CDU. Dass aus den 5,5 bzw. 5,0 Prozent zu Beginn des Wahlabends dann 4,9 Prozent wurden, und damit die CDU wohl überhaupt zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik aus einem Landtag rausfliegt (Bayern zählt hier nicht), dürfte eines der relevantesten Ereignisse dieser Wahl sein. Ich befürchte, dass dieses Ergebnis die Fliehkräfte innerhalb der Union erst recht anfeuert. Im besten Fall gibt es eine Debatte um die Fünf-Prozent-Hürde, das ist aber nicht die Konsequenz, die ich für realistisch halte.</p>
<p>Der Kanzler ist ja – warum auch immer – direkt nach den ersten Prognosen vor die Kameras getreten, um dann bei maximaler Aufmerksamkeit eigentlich nichts zu verkünden. Da sah es noch so aus, als wäre die CDU knapp drin; ob er sich anders geäußert hätte, wenn ihm da schon das Wahlergebnis bekannt gewesen wäre? Ich vermute, selbst das hätte nichts geändert. </p>
<p>Nach wochenlangem Gezerre um die Frage „Bleibt Merz Kanzler“ tritt dieser also vor die Kameras, umrahmt von Deutschland- und Europafahnen, spricht von einem „Desaster“, davon, Verantwortung zu übernehmen – und dann kommt kein Rücktritt, sondern ein „Weiter so“. Gegen Erfolge von „links und rechts“ sollen „die Reformen“ helfen, die zwar mit einigen Unzumutbarkeiten verbunden sind, mit Geduld und Durchhaltevermögen von ihm, dem Kanzler und CDU-Vorsitzenden, doch jetzt endlich durchgesetzt werden. Mir ist nach wie vor nicht klar, warum Reformen, die im Kern vor allem harte soziale Einschnitte sind, Wähler*innen davon abhalten sollten, AfD zu wählen. Und bereits am Wahlabend gab es dann – wie schon bei der Sachsen-Anhalt-Wahl – Äußerungen des Vizekanzlers, die genau in die andere Richtung gingen. Dass der Erhalt der SPD-geführten Regierung in Mecklenburg-Vorpommern auch mit harter Abgrenzung zum Bund erreicht wurde, dürfte auch nicht zur Beruhigung beitragen.</p>
<p>So richtig durchdacht scheint mir das nicht zu sein. Entweder glaubt Friedrich Merz wirklich an das, was er da vorträgt, dann ist er, pardon, verblendet. Oder es war ein verzweifelter Versuch, mit Durchhalteparolen die Illusion von Führungsstärke zu erzeugen. Das hat dann auch nicht funktioniert. So oder so bleibt die Überschrift, dass Merz sagt, dass er weitermacht, die seltsamste Eilmeldung, die mir in diesem Jahr bisher begegnet ist.</p>
<p>Über die Wahl im kleineren Bundesland etwas aus den Augen gerät das Berlin-Ergebnis. Die LINKE kommt auf 25,7 Prozent (etwa doppelt so viel wie zuvor; 47 Sitze), die bisher regierende CDU sinkt auf 18,8 Prozent (34 Sitze), danach folgt die AfD mit 16,3 Prozent (auch hier: deutliche Zugewinne; 29 Sitze), GRÜNE mit 14,3 Prozent (deutliche Verluste; 26 Sitze) und die SPD mit nur noch 12,1 Prozent (noch deutlichere Verluste; 22 Sitze). </p>
<p>Auch in Berlin – wie in Mecklenburg-Vorpommern – kam das BSW knapp nicht in das Abgeordnetenhaus.</p>
<p>(Nebenbei: Mir war nicht bewusst, dass das Abgeordnetenhaus in Berlin so groß ist – mit 158 Mandaten kommt es an die Größe des baden-württembergischen Landtags heran.) </p>
<p>Aus diesem Wahlergebnis folgen zwei mögliche Regierungskonstellationen für Berlin: LINKE + GRÜNE + SPD hätten eine deutliche Mehrheit, aber auch der abgewählte Senat aus CDU + SPD könnte sich mit grüner Hilfe retten; CDU + GRÜNE + SPD hätte zwei Stimmen über der Mehrheit. Mal schauen, wer in den nächsten Tagen mit welchen Argumenten (oder mit welchen gefälschten KI-Statements …) versuchen wird, doch noch die Weichen in Richtung der die zweiten Option zu stellen. Konfliktthemen, die sich dafür eignen, eine links-geführte Regierung schon vor dem ersten Tag mit Schmutz zu bewerfen, gibt es genug. </p>
<p>Aus grüner Perspektive lohnt hier der Blick auf das Wahlverhalten: viele bisher „grüne“ Wahlkreise etwa in Mitte und Kreuzberg gingen – teilweise mit massiven Verschiebungen – an die LINKE, dafür gab es leichte grüne Zuwächse in bisher konservativen Wahlkreisen. Eine, wenn man so will, „Westverschiebung“. Einher ging diese Wählerwanderung GRÜNE -&gt; LINKE mit extrem hohen Zustimmungswerten für die LINKE bei jüngeren Wähler*innen (16–24 Jahre: 43% LINKE, 12% AFD, 11% GRÜNE; 25–34 Jahre: 49% LINKE, 13% GRÜNE, 9% AFD). Das könnte perspektivisch zu einem massiven Problem für Bündnis 90/Die Grünen werden.</p>
<p>Abschließend: allen fünf Wahlen in diesem Jahr gemeinsam sind zum einen extreme Personalisierungseffekte. Am Schluss gab es überall Zweikämpfe (BaWü: GRÜNE/CDU, RLP: CDU/SPD, LSA: AfD/CDU, MV: AfD/SPD, Berlin: LINKE/CDU), die dazu führten, dass andere Parteien an Zuspruch verloren haben. Dass die SPD in Baden-Württemberg sich gerade noch über die Fünf-Prozent-Hürde gerettet hat ist genauso ein Effekt davon wie das Ausscheiden der CDU aus dem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern.</p>
<p>Die zweite Gemeinsamkeit sind – leider – die Zuwächse für die AfD. Nicht überall ist das so dramatisch wie in Sachsen-Anhalt, aber in allen in diesem Jahr gewählten Landtag gibt es eine größer und jeweils einflussreicher gewordene AfD-Fraktion. Insgesamt führt beides zu einem Verlust an parlamentarischer Kultur und zu schwieriger werdenden politischen Debatten.  </p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Photo of the week: Oostende und Co. – I</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2026 14:47:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Photo of the week]]></category>
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					<description><![CDATA[Anfang September war ich für ein paar Tage an der belgischen Nordseeküste in Oostende – und dank Küstentram und gutem Schienenverkehr auch in der Umgebung. Heute die ersten fünf Bilder, weitere folgen nächstes Wochenende. Das gesamte Fotoalbum liegt auf Flickr. &#160; Seehunde an einem abgesperrten Stück Strand in Oostende. &#160; &#160; Die Saison scheint pünktlich &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/09/photo-of-the-week-oostende-co-i/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Photo of the week: Oostende und Co. – I“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang September war ich für ein paar Tage an der belgischen Nordseeküste in Oostende – und dank Küstentram und gutem Schienenverkehr auch in der Umgebung. Heute die ersten fünf Bilder, weitere folgen nächstes Wochenende. Das gesamte <a href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/albums/72177720335587087/">Fotoalbum</a> liegt auf Flickr.</p>
<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55525730395/" title="Seals, Oostende - IV"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55525730395_d7109fb900_c.jpg" width="800" height="533" alt="Seals, Oostende - IV"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Seehunde an einem abgesperrten Stück Strand in Oostende.<br>
&nbsp;</p>
<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55525494589/" title="Beach, Oostende - V"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55525494589_de92e628f4_c.jpg" width="800" height="533" alt="Beach, Oostende - V"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Die Saison scheint pünktlich zum letzten Augusttag geendet zu haben – so leere, weite Strände habe ich bisher nur selten gesehen<br>
&nbsp;</p>
<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55525341226/" title="Oostende architecture - V"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55525341226_0a082987b4_c.jpg" width="800" height="450" alt="Oostende architecture - V"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Mit der untergehenden Sonne sieht dann auch die Uferpromenade ganz hübsch aus – ohne eher eine wilde Ansammlung von Hotels und Appartmenthochhäusern, die sich die Küste langzieht. Dazwischen der eine oder andere verbleibende Jugendstilbau.<br>
&nbsp;</p>
<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55524323677/" title="The North Sea, Oostende - VI"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55524323677_2498f1135a_c.jpg" width="800" height="533" alt="The North Sea, Oostende - VI"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Am Ankunftstag ein fast schon kitschiger Sonnenuntergang über der Nordsee.<br>
&nbsp;</p>
<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55525729715/" title="Oostende architecture - XI"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55525729715_5a7fa18cc6_c.jpg" width="800" height="800" alt="Oostende architecture - XI"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Ein typisches Beispiel für die Architektur der Uferpromenade in Oostende.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Photo of the week: Lizard – II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2026 15:35:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#160; Ich komme gerade von der „Zeit zu handeln“-Demo in Freiburg. 7500 bis 10000 Menschen (was gut ist), viel linke Szene, Gewerkschaften, etc., aber Lücken in Richtung „Breite der Bevölkerung“ – ich muss noch drüber nachdenken, wie ich das finde, und warum es nicht gelingt, breiter zu mobilisieren. Solange: ein recht unpolitisches Foto einer Mauereidechse.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55499346988/in/dateposted-public/" title="Lizard - II"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55499346988_42f58dcaec_c.jpg" width="800" height="533" alt="Lizard - II"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Ich komme gerade von der „Zeit zu handeln“-Demo in Freiburg. 7500 bis 10000 Menschen (was gut ist), viel linke Szene, Gewerkschaften, etc., aber Lücken in Richtung „Breite der Bevölkerung“ – ich muss noch drüber nachdenken, wie ich das finde, und warum es nicht gelingt, breiter zu mobilisieren. Solange: ein recht unpolitisches Foto einer Mauereidechse.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Photo of the week: View from the water, Opfinger See, Freiburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 19:40:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#160; Am Wochenende saß ich erst fünf Stunden länger als geplant im Zug, und war dann u.a. damit beschäftigt, das Ergebnis der Sachsen-Anhalt-Wahl zu verdauen – deswegen kommt das aktuelle Foto der Woche erst heute. Zu sehen ist mal wieder mein Lieblingssommerort, der Opfinger See, aus einer wie ich finde interessanten Perspektive.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55496695411/in/dateposted-public/" title="View from the water, Opfinger See, Freiburg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55496695411_6bace0efac_c.jpg" width="800" height="600" alt="View from the water, Opfinger See, Freiburg"></a></div>
<p>&nbsp;<br>
Am Wochenende saß ich erst fünf Stunden länger als geplant im Zug, und war dann u.a. damit beschäftigt, das Ergebnis der Sachsen-Anhalt-Wahl zu verdauen – deswegen kommt das aktuelle Foto der Woche erst heute. Zu sehen ist mal wieder mein Lieblingssommerort, der Opfinger See, aus einer wie ich finde interessanten Perspektive. </p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Sachsen-Anhalt</title>
		<link>https://blog.till-westermayer.de/2026/09/sachsen-anhalt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 15:57:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Die stark gestiegenen Wahlbeteiligung war ein erstes Warnsignal. Das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt dann nicht weit weg von der schlimmstmöglichen Variante einer direkten AfD-Mehrheit. Statt dessen (mit einer gehörigen Portion Ironie des Schicksals) eine AfD mit 39 Sitzen – drei weniger als die absolute Mehrheit von 42 Sitzen – und auf der anderen Seite &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/09/sachsen-anhalt/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Sachsen-Anhalt“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die stark gestiegenen Wahlbeteiligung war ein erstes Warnsignal. Das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt dann nicht weit weg von der schlimmstmöglichen Variante einer direkten AfD-Mehrheit. Statt dessen (mit einer gehörigen Portion Ironie des Schicksals) eine AfD mit 39 Sitzen – drei weniger als die absolute Mehrheit von 42 Sitzen – und auf der anderen Seite CDU, SPD, Grüne und Linke mit zusammen ebenfalls 39 Sitzen. Die restlichen fünf Mandate entfallen auf das BSW, das mit 5,3 Prozent recht knapp neu in den Landtag gekommen ist. Und damit prompt eine Rolle als Zünglein an der Waage bekommt.</p>
<p>Die Landesverfassung Sachsen-Anhalts sieht vor, dass es zwei Wahlgänge zum Ministerpräsidentenamt gibt, bei denen eine absolute Mehrheit notwendig ist. Bis 2020 gab es zudem noch eine harte Frist, wann diese Wahl spätestens stattzufinden hat; das wurde gestrichen. Eine Frist gibt es jetzt nur noch für das Zusammentreten des Landtags zur konstituierenden Sitzung – übrigens eingeladen nicht durch eine Alterspräsidentin, sondern durch den amtierenden Landtagspräsidenten von der CDU. Diese konstituierende Sitzung muss spätestens am 6. Oktober stattfinden.</p>
<p>Wenn in den beiden Wahlgängen keine absolute Mehrheit erreicht wird, gibt es zunächst eine Abstimmung über die Selbstauflösung des Landtags. Auch hierzu ist eine absolute Mehrheit notwendig. Scheitert diese Abstimmung, kommt es schließlich zum dritten Wahlgang, bei dem die relative Mehrheit ausreicht.</p>
<p>In diesem dritten Wahlgang hätte bei Enthaltung des BSW und aktiver Beteiligung aller anderer Abgeordneter einschließlich der Linken weder der Kandidat der AfD noch eine Kandidatin für CDU, SPD, Grüne und Linke eine Mehrheit. Damit bliebe die bisherige CDU-geführte Regierung geschäftsführend – und ohne Mehrheit im Landtag – im Amt.</p>
<p>Anders sieht es aus, sobald Abgeordnete des BSW aktiv für einen AfD-Kandidaten stimmen, oder wenn Abgeordnete der Linken sich enthalten. Dann wäre recht schnell der Weg für einen AfD-MP frei, der dann Minister*innen ernennen könnte.</p>
<p>Was wäre noch denkbar? Teile der CDU könnten, verrannt in das Gefühl, eine „demokratische“ Wahl unterstützen zu müssen, und vielleicht auch inhaltlich näher an der AfD, als uns das lieb sein kann, eine Minderheitsregierung eines AfD-MPs unterstützen. Damit würde die CDU im Bund vermutlich endgültig implodieren. Aber ob das das Kalkül von Landtagsabgeordneten leitet?</p>
<p>Die einzige halbwegs realistische positive Wendung, die mir noch einfällt, wäre tatsächlich eine überparteiliche Person, auf die sich die Parteien von BSW bis CDU einigen, um dann eine technokratische Regierung einzusetzen. Sonderlich stabil wäre das nicht. </p>
<p>Neben der Regierungsfrage zwischen Chaos und Sturz in blaubraune Zeiten (auch wenn die AfD bei weitem nicht alles umsetzen könnte, was sie sich vorgenommen hat, weil vieles davon nicht in Landeskompetenz liegt oder Verfassungsänderungen voraussetzen würde, bleibt genug, was eine AfD-geführte Regierung schlimmes tun könnte) hängen an 44 Prozent AfD noch eine ganze Reihe anderer Fragen. Das beginnt beim Landtagspräsidenten, geht über die meist proportional ausgerichtete Besetzung externer Gremien bis zur Frage der Ausschussgröße. Alles keine schönen Aussichten. Und ein Landtag, in dem die Arbeit etwa der acht grünen MdL alles andere als vergnügungssteuerpflichtig werden wird.</p>
<p>Wenn die Nachwahlbefragungen halbwegs stimmen, hat die AfD insbesondere Nichtwähler*innen mobilisiert. Ihre höchsten Werte erreicht sie im (ausblutenden) ländlichen Raum. Das schlechteste Ergebnis von „nur“ 18 Prozent dagegen in einem der Wahlkreise im Halle – Grüne kommen hier auf 33 Prozent, in Halle und Magdeburg konnte die Linke zudem Direktmandate erringen. Besonders gute Werte erreichte die AfD unter Menschen mit formal niedriger Bildung, unter Männern und in der mittleren Altersgruppe. Zudem haben viele Menschen, die ihre eigene Lage sozial als schlecht bewerten, AfD gewählt.</p>
<p>Ich vermute, dass gerade diese soziodemografischen Gruppen im Falle einer AfD-Regierung eher noch schlechter dastehen werden – und dass sie, Stichwort kognitive Dissonanz, dies dann trotzdem nicht der AfD zuschreiben werden, sondern andere Schuldige finden werden.</p>
<p>Denjenigen in Sachsen-Anhalt, die nicht AfD gewählt haben, kann ich nur einen langen Atem und Durchhaltevermögen wünschen. Und ja: wir müssen auch darüber nachdenken, was an praktischer Solidarität notwendig sein wird, um z.B. soziale, demokratische und ökologische Projekte zu unterstützen, deren Finanzierung eingestellt wird. (Apropos: das sind genau die Grundsätze, zu denen die Landesverfassung Sachsen-Anhalt alle Institutionen verpflichtet.)</p>
<p>Und dann gibt es die anderen beiden Punkte. Ich glaube nicht daran, dass eine mögliche AfD-Regierung sich schnell entzaubern wird. Sie wurde nicht für Inhalte gewählt, sondern – jedenfalls von vielen – wohl eher für ein bestimmtes Gefühl. Das kann die AfD auch bedienen, wenn sie ganz objektiv Murks baut. Darauf sollten wir uns also nicht verlassen.</p>
<p>Und das andere sind die Interdependenzen. Sachsen-Anhalt ist eines von 16 Bundesländern, die in ganz unterschiedlichen Formaten im steten Austausch stehen und viel der Politik in Landeskompetenz untereinander abstimmen. Was wird da passieren – und welche Folgen wird das für fünfzehn andere Bundesländer haben, wenn ein Land hart nach rechts zieht? Schon jetzt merken wir ja, wie erfolgreich die AfD darin ist, das Sagbare zu verschieben und die Politik aus der Opposition heraus zu beeinflussen; über diverse mediale Transmissionsriemen genauso wie aufgrund der Unionsstrategie, Feuer mit Feuer zu bekämpfen und Teile der AfD-Programmatik und Sprache zu übernehmen.</p>
<p>Selbst wenn es bei Sachsen-Anhalt bleibt, die Wahlen im Mecklenburg-Vorpommern und Berlin anders ausgehen und wir keine Dominoeffekte in Thüringen und Sachsen beobachten, betrifft uns das alle. Eine gesichert rechtsextreme Partei in dieser Stärke bleibt nicht ohne Wirkung. (Vielleicht wäre Radioaktivität die bessere Metapher als Feuer.)</p>
<p>Es wird jetzt eine Reihe von Demos geben. Die Zivilgesellschaft handelt, und das ist gut so. Aber solange die Medien glauben, eine gute Story sei wichtiger als die Frage, ob sie damit beitragen, unsere Demokratie zu gefährden; solange Journalist*innen und Beamt*innen „vorsichtshalber“ schon mal zurückrudern; solange die drei zuständigen Institutionen vor einem Prüfverfahren vor dem Verfassungsgericht zurückschrecken, – solange das so ist, reicht zivilgesellschaftliches Engagement nicht aus, um die blaue Gefahr wieder zurückzudrängen.</p>
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		<title>Science Fiction und Fantasy im August 2026</title>
		<link>https://blog.till-westermayer.de/2026/08/science-fiction-und-fantasy-im-august-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 14:29:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kurz hatte ich mit dem Gedanken gespielt, um 5 Uhr wach genug zu sein, um mir die diesjährige Verleihung der Hugo-Awards anzuschauen – die Worldcon findet in Los Angeles statt, dort ist es das Abendprogramm. Ganz gelungen ist es mir nicht, aber immerhin habe ich dann doch zugeschaut, wie T. Kingfisher mit wechselnden Hüten und &#8230; <p class="link-more"><a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/08/science-fiction-und-fantasy-im-august-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Science Fiction und Fantasy im August 2026“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55479973261/in/dateposted-public/" title="Trainjourney morning"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55479973261_dc2d683fb1_c.jpg" width="800" height="450" alt="Trainjourney morning"></a></p>
<p>Kurz hatte ich mit dem Gedanken gespielt, um 5 Uhr wach genug zu sein, um mir die diesjährige Verleihung der Hugo-Awards anzuschauen – die Worldcon findet in Los Angeles statt, dort ist es das Abendprogramm. Ganz gelungen ist es mir nicht, aber immerhin habe ich dann doch zugeschaut, wie T. Kingfisher mit wechselnden Hüten und biologischen Faktoiden die letzten paar Awards anmoderierte. </p>
<p>Die komplette Übersicht darüber, wer was gewonnen hat (und die sehr in die Tiefe gehenden administrativen Berichte über die Wahl) finden sich auf der <a href="https://www.lacon.org/2026hugos/">Seite der LACon V</a>. In den meisten Kategorien landeten meine persönlichen Favoriten auf dem zweiten oder dritten Platz. Cool finde ich, dass Ada Palmers <em><a href="https://blog.till-westermayer.de/2025/04/science-fiction-und-fantasy-im-maerz-2025/">Inventing the Renaissance</a></em> als <em>best related work</em> gewonnen hat. </p>
<p>Und wie jedes Jahr hat der Hugo-Award auch die Funktion – für mich jedenfalls – mich auf Bücher, Serien, Computerspiele, Kurzgeschichten usw. hinzuweisen, die ich bisher nicht kannte. Die ausführliche Liste der Nominierungen ist da hilfreich. Nebeneffekt: mein (virtueller) Stapel der zu lesenden Bücher wird nicht kleiner, selbst nach diesem August nicht, in dem ich recht viel Zeit zum Lesen (und zum Anschauen von Filmen) gefunden habe.</p>
<p><span id="more-13617"></span>Aufgrund der großen Zahl schreibe ich hier jetzt nichts über die (für mich eher durchwachsene) 4. Staffel von <em>Star Trek: Strange New Worlds</em>, sondern packe das bei Gelegenheit – und wenn das Staffelfinale durch ist – in einen eigenen Blogbeitrag. Ansonsten angeschaut habe ich die ersten fünf Folgen der dritten Staffel von <em>Silo</em> (Apple TV), die ich trotz einiger Plotholes weiter packend fand. Auch wenn weiter offen ist, wie der inzwischen mehr Raum einnehmende gegenwartsnahe Strang über amerikanische Politik und Medizin dann am Schluss wirklich mit der zukünftigen Timeline einer seit hundert Jahren in unterirdischen Silos lebenden Gesellschaft zusammenpasst. </p>
<p>Gemeinsam mit Z. und R. angeschaut habe ich die zweite Staffel von <em>Avatar – The Last Airbender</em> (Netflix). Da ich die gezeichnete Vorlage nicht kenne, weiß ich nicht, wie gut das umgesetzt wurde – für sich genommen gutes Kino, auch weil am Schluss der Staffel eben nicht der große Sieg von Gut gegen Böse steht, und weil alle Hauptpersonen eben auch Schwächen und traumatische Seiten haben. Nebenbei wird einiges über <em>found families</em> und familiäre Erwartungen, politische Intrigen, <em>follow your heart</em> und (enttäuschtes) Vertrauen kommuniziert. </p>
<p>An die auf ein Finale gekürzte dritte Staffel von <em>Good Omens</em> (Prime) bin ich mit gemischten Gefühlen herangegangen – einerseits wegen der Causa Gaiman, andererseits auch, weil ich dachte, dass die Geschichte weitgehend auserzählt ist. Insofern passte es dann, dass die dritte Staffel nur aus einem Film besteht, der sich zwei Fragen widmet: der Beziehung zwischen dem (in himmlische Spitzenämter beförderten und damit kaltgestellten) Engel Aziraphale und dem Dämonen Crowley (Spoiler: ein gutes Ende), und, hm, einer ziemlich kritischen Auseinandersetzung mit Grundannahmen der christlichen Religion vom Zulassen von Leid durch eine allwissende Gottheit bis zur Frage des freien Willens (Spoiler: so richtig gut schneiden da weder Himmel noch Hölle ab, und auch hier: ein gutes Ende). Den einen oder anderen Nebenplot hätte man da sogar noch kürzen können, und auch so: optisch hervorragend, die beiden Hauptpersonen sind mir ans Herz gewachsen, aber insgesamt hat sich <em>Good Omens</em> doch etwas verlaufen, also ausgewaschen und verirrt. </p>
<p>Unterhaltsam, aber nicht besonders tiefgründig fand ich <em><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Milky_Subway:_The_Galactic_Limited_Express">Milky Subway: The Galactic Limited Express</a></em> (Netflix), auf die ich beim Zappen zwischen Plattformen zufällig gestoßen bin: Kleinkriminelle Jugendliche müssen einen wild gewordenen Weltraumexpresszug stoppen. Mit Rückblenden und der einen oder anderen Überraschung und humorvollen Seitenbemerkung gut erzählt. </p>
<p>Nicht zuletzt habe ich die Verfilmung von Andi Weirs <em>Project Hail Mary</em> („Der Astronaut“) angeschaut – in Marburg im riesigen Freiluftkino, am Ende der Vorführung mit sternklarem Himmel. Und ja: das Buch ist gut umgesetzt, genügend große Teile der dahinter stehenden Wissenschaft* sind sauber recherchiert und dargestellt, und am Schluss ist es – trotz einiger mehr oder weniger pubertärer Scherze – deutlich weniger Bro Movie geworden, als ich das beim Lesen befürchtet habe. Also: durchaus anguckbar! (* Die Grundannahme des Films, sprich: im All lebende sternenfressende Bakterien, ist allerdings Quatsch und noch dazu wirkt die Lösung des Problems bei näherer Betrachtung unlogisch; und die Lichtgeschwindigkeit scheint mir ebenfalls nur teilweise beachtet worden zu sein …).  </p>
<p>Damit zu den Büchern. Inzwischen ist der zweite Band von <em>Metropolia</em> (2026) von Fred Duval und Ingo Römling herausgekommen. <em>Metropolia – Die Außenbezirke</em> ist eine Graphic Novel in einem apokalyptischen Berlin, in dem der Privatermittler Sascha Jäger im Auftrag des titelgebenden Konzerns Metropolia unterwegs ist, um Fälle zu lösen – hier einen Brand(anschlag) auf einige gigantische Baumaschine in den „Außenbezirken“. Zugleich ist das Buch eine Geschichte über Flucht und eine Zeit nach der globalen Bewegungsfreiheit, die wir heute für selbstverständlich nehmen. Wäre durchaus verfilmbar.</p>
<p>Apropos Berlin: von der Metropolcon hatte ich mir die von Hannes Riffel herausgegebene Anthologie (oder, wie sich das Buch selbst nennt, den Verlagsalmanach) <a href="https://carcosa-verlag.de/unsere-buecher/das-flirren-der-hoffnung/"><em>Das Flirren der Hoffnung</em></a> (2026) mitgebracht. Neben Kurzgeschichten (u.a. von Becky Chambers und Aiki Mira) enthält das Buch v.a. Texte über das Schreiben und Übersetzen von <em>speculative fiction</em>. Das eröffnet noch einmal ein anderes Fenster auf Science Fiction und Fantasy und erinnert daran, dass beim nicht-muttersprachlichen Lesen in englischer Sprache – der üblichen Konsumform, in der ich diese Medien zu mir nehme – doch die eine oder andere Nuance, das nur angedeutete Bild oder der hintergründige Bezug verloren gehen mag. Gekauft hatte ich mir das Buch auch, weil ich das Projekt des Carcosa-Verlags – Werkausgaben wichtiger Autor*innen in neuer Übersetzung – spannend und unterstützenswert finde, und die Buchgestaltung hervorragend gelungen ist.</p>
<p>Sehr zu empfehlen: John Chus kurzer Roman <em>The Subtle Art of Folding Space</em> (2026). Auf einer Ebene geht es um das Verhältnis von Ellie zu ihrer Schwester Chris; Ellie ist unser Fokuspunkt, und das Buch beginnt damit, dass sie es ganz normal findet, dass Chris jede Woche neue Anschläge auf sie plant. Die aus Taiwan stammende Mutter der beiden liegt im Sterben – und selbst das wird von Chris gegen Ellie genutzt. Interessant wird diese Geschichte nun durch einen innovativen Worldbuilding-Kniff: Ellie folgt der Berufung ihrer Mutter, die eine Meisterin darin war, Reparaturen im Skunkwork vorzunehmen, und so unsere Welt vor dem Untergang zu bewahren. Das Skunkwork ist der Mechanismus, der unser Universum am Laufen hält, und der selbst in einem anderen Universum liegt. Dass es dieses Skunkwork gibt, scheint in der Welt des Romans bekannt zu sein, aber ihm wird von den meisten Menschen keine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Und auch das Universum, in dem „unser“ Skunkwork liegt, hat Zugriff auf Maschinen im Universum eins außerhalb. Während der Mechanismus für Ellie aus Rohren und Ventilen, Puffern und Laufzeiten besteht, visualisiert ihr Cousin Daniel die Korrektheit von Bestandteilen des Skunkworks am liebsten in Form chinesischen Essens, das er scheinbar aus dem Nichts erscheinen lässt. Anderswo tauchen in mehr als drei Dimensionen gefaltete Platten aus Luft auf, die als Blaupause dienen. Ellie muss mit Daniels Hilfe nun tiefer in das Skunkwork eintauchen, als ihr lieb ist, um herauszufinden, wer unautorisierte Änderungen vorgenommen hat – und was dahinter steckt. </p>
<p>Ebenfalls ein ungleiches Paar ermittelt in den beiden Folgebänden zu <a href="https://blog.till-westermayer.de/2026/01/science-fiction-und-fantasy-winter-edition-2025-26/"><em>A Tainted Cup</em></a> von Robert Jackson Bennett (Shadow of the Leviathan). Dass die auf Biologie aufbauende Welt mit ihren Besonderheiten schon aus dem ersten Band bekannt ist, macht es einfacher, der durchaus vielschichtigen Geschichte zu folgen. Die exzentrische Detektivin Ana – die möglicherweise mehr oder anderes ist, als es scheint – und ihr Assistent Din, der biologisch so verändert wurde, dass er ein perfektes Gedächtnis aufweist, begeben sich in <em>A Drop of Corruption</em> (2025) in ein Grenzgebiet, das noch nicht zum Reich Khanum gehört. Der Weg dorthin führt durch den Dschungel, so richtig willkommen werden sie nicht geheißen – und doch sollen sie den zunächst unerklärbaren Mord an einem Finanzbeamten aufklären. Je mehr sie an einzelnen Fäden ziehen, desto tiefer geht es in ein Geflecht von Intrigen und Verschwörungen. Gut erzählt, mit dem einen oder anderen Punkt, der zum Nachdenken anregt (ja, auch über Könige) und weitgehend glaubwürdig in einer komplett fremdartigen Welt. In <em>A Trade of Blood</em> (2026) verschlägt es Ana und Din in eine Art dünn übertünchten Wilden Westen mit einem Streit zwischen zwei Familienclans (Superkuhherden vs. Futteranbau mit Hilfe von Katzen, und ein bisschen Romeo und Julia spielt auch hinein). Auch <em>A Trade of Blood</em> ist gut geschrieben und spannend zu lesen, ich fand dann aber doch einiges vorhersehbarer und anderes unglaubwürdiger als in den beiden vorausgehenden Romanen. </p>
<p>Nach <em>Slow Gods</em> im Juli habe ich jetzt Claire Norths älteren Roman <em>The First Fifteen Lives of Harry August</em> (2014) gelesen und kann ihn empfehlen. North geht von der Prämisse aus, dass unter uns Menschen leben, die wiedergeboren werden – und zwar nicht in einen neuen Körper. Vielmehr beginnt für diese ihr Leben erneut, zum selben Zeitpunkt und in den selben Umständen, aber mit dem Wissen der vorherigen „Durchläufe“. Damit lässt sich, wenn man nicht verrückt wird, natürlich einiges anfangen – Reichtum und Mäzenatentum, der eine oder andere Stups, um die Welt zu verbessern – oder auch der Versuch, mit dem Wissen um die Zukunft diese ganz neu zu gestalten (was andere verhindern wollen). Der titelgebende Harry August ist einer dieser Menschen, geboren 1919 in einem Waschraum, dann von der Gärtnerfamilie eines Landguts adoptiert, mal Mediziner, mal spiritueller oder weltlicher Entdeckungsreisender, mal Professor der Mathematik. North gibt Harry August einen Erzählton distanziert zu seinem eigenen Leben (kein Wunder, beim vierzehnten oder fünfzehnten Durchlauf), und trotzdem bleibt genügend Humanismus und freier Wille übrig in diesem ganz anderen Ansatz, Zeitreisen zu erzählen. (Und wenn ich auf die Romane von North gucke, die ich bisher gelesen habe, dann wechseln zwar wild die Genres, dieser Grundton bleibt jedoch.) </p>
<p><em>The Unmagical Life of Briar Jones</em> (2025) von Lex Croucher wird teilweise als <em>young adult</em> eingeordnet, von Croucher selbst allerdings nicht, auch wenn es um das Erwachsenwerden von Briar Jones geht. Unsere non-binäre Hauptperson wächst in einer englischen Kleinstadt auf dem Biobauernhof des Stiefvaters auf. Die Kindheit ist durch die Freundschaft zu Seb gekennzeichnet, dessen adeligen Eltern weitgehend abwesend sind – umso mehr Gelegenheit für Briar und Seb, auf den Feldern des Gutes herumzustreifen. Und beide wollen selbstverständlich später auf die von Gerüchten umwobene nahe Temple School gehen. Dass sie mit vollem Namen Temple School of Thaumaturgy heißt, wissen nur Eingeweihte. Seb wird angenommen, Briar nicht. Erst über einen Sommerjob einige Jahre später kommt Briar auf das Schulgelände, und stellt nun fest, dass dieser alte Wunschort zwar tatsächlich eine magische Schule ist (und dass die Architektur pittoresk ist). Magie heitß: die Schüler*innen lernen, andere gegen deren Willen zu beeinflussen. Von den grausamen Aufnahmeritualen bis zur strikten Hierarchie ist die Temple School alles andere als ein schöner Ort. Und Seb ist Teil einer Clique, die ganz oben in der Pyramide des Terrors steht. Briar findet Anschluss an ein queeres Dreiergespann, das die Öffentlichkeit darüber aufklären möchte, durch was für eine Schule Premierminister und Wirtschaftschefinnen hier gehen. Oder ist alles nur ein Plot der Hausmeisterin? Dark Academia, teilweise sehr düster – auch deswegen, weil ein Magiesystem, zu dem gehört, dass diejenigen, die es beherrschen, von anderen alles verlangen können, schnell zu Grausamkeit führt, die Croucher dann auch deutlich beschreibt. Und ja, einen Enemies-to-Lovers-Plot gibt es natürlich auch – zugleich stellt sich heraus, dass es auch in Briars Vergangenheit dunkle Flecken gibt. Diese gut geschriebene Ambivalenz und Komplexität der Charaktere hat mir gefallen. </p>
<p>Ganz neu erschienen ist <em>Everybody’s perfect</em> (2026) von Jo Walton. Dieser Reigen miteinander verwobener Geschichten spielt in einer Art spirituellen Spiegelwelt unserer Stadt Venedig – die im Nebel erscheinende Serenissima, die von verschiedenen Welten aus erreichbar ist. Dementsprechend leben hier neben Menschen aus „unserem Venedig“ (wobei da nicht unterschieden wird, in der Serenissima ist auch jemand aus dem heutigen Nordamerika ein Venezianer oder eine Venezianerin) ganz unterschiedliche Wesen. Teils sind sie humanoid, nur dass sie ein Katzen- oder Hundegesicht haben, das sich im Zweifel hinter einer Maske verstecken lässt, teils kommen sie aus ganz anderen Gesellschaften und erinnern eher an Vögel oder pflanzenverzierte Dominos. Die Erzählform als Reigen, die die Geschichte von einer zur nächsten Person weiterreicht, die in der vorherigen Erzählung jeweils am Rande vorkommt, ermöglicht den Einblick in ganz unterschiedliche Lebenswelten in dieser magischen Stadt. Jenseits der Form zieht sich eine Geschichte über Krankheiten und Körper, Akzeptanz und Lebensformen, Reichtum und Macht durch das Buch – im Vordergrund stehen jedoch die Charaktere und das Worldbuilding.   </p>
<p>Über Waltons monatliche Leseliste bin ich auf die zwei neue(re)n Bände von K.J. Parker gestoßen, die den Anfang der „Loyal Opposition“-Trilogie bilden: <em>Sister Svangerd and the Not Quite Dead</em> (2026) und <em>Sister Svangerd and the Devil You Know</em> (2026). Ein dritter Band ist für Dezember angekündigt. Die Bücher von Parker, die ich bisher gelesen habe, spielten mehr oder weniger in einem Analogum zum Römischen Reich; hier sind wir nun im Mittelalter angelangt. Erzählt werden die Bücher von einem eher besserwisserischen Mönch und Kopisten, der sich als Atheist zu erkennen gibt – und den Zeiten nachtrauert, als nicht nur einige wenige Bücher in dritter Kopie existierten, sondern Menschen noch wussten, wie … Zusammen mit der titelgebenden Nonne Svangerd bildet er ein Duo für die besonderen Fälle. In diesem Setting nehmen beide (im ersten Band) mit einem Spezialauftrag an einem Konzil in einer ehemals glänzenden Stadt teil bzw. versuchen (im zweiten Band) ein Buch mit dämonischen Kräften von einer Pirateninsel zu stehlen. Der Ich-Erzähler macht Pläne, die meist nicht aufgehen, und beeindruckt ansonsten vor allem durch seine Körpergröße; die fromme Svangerd scheut dagegen nicht davor zurück, ein Messer oder ein Schwert zu zücken und ist am Ende oft diejenige, die beide aus üblen Situationen raushaut. Aktion gibt es also genug. Und dann tauchen noch allerhand übersinnliche Gestalten auf: im ersten Band beispielsweise eine Art Zombies (aus Sicht des Ich-Erzählers, der dieses Phänomen aus seiner Jugend in der gottverlassenen Gegend der Mesoge kennt, ist das irgendwas naturgeschichtlich erklärbares) sowie eben diverse Agent*innen der „loyalen Opposition“, sprich: des Teufels. Diese suchen immer wieder das Gespräch mit dem Ich-Erzähler, der jedoch auf seinem Atheismus beharrt und sich nicht so recht vom großen Plan (und dessen Verästelungen) überzeugen lässt. </p>
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		<title>Photo of the week: Nationalpark – III</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Aug 2026 09:07:47 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[nationalpark schwarzwald]]></category>
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		<category><![CDATA[winfried kretschmann]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Die jährliche Teamklausur findet fast schon traditionell im Nationalpark Schwarzwald statt. Nebenbei eine Gelegenheit, um zu sehen, wie der 2014 eingerichtete Nationalpark von Jahr zu Jahr „eine Spur wilder“ wird und wie die Natur übernimmt. Vermutlich – neben der Politik des Gehörtwerdens – das Projekt der Regierungszeit Kretschmann mit der stärksten Dauerwirkung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55480397630/in/dateposted-public/" title="Nationalpark - III"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55480397630_4f30673a55_c.jpg" width="800" height="533" alt="Nationalpark - III"></a></div>
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Die jährliche Teamklausur findet fast schon traditionell im Nationalpark Schwarzwald statt. Nebenbei eine Gelegenheit, um zu sehen, wie der 2014 eingerichtete Nationalpark von Jahr zu Jahr „eine Spur wilder“ wird und wie die Natur übernimmt. Vermutlich – neben der Politik des Gehörtwerdens – das Projekt der Regierungszeit Kretschmann mit der stärksten Dauerwirkung. </p>
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		<title>Photo of the week: Sonnenhut – I</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Till Westermayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Aug 2026 08:32:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das Wetter]]></category>
		<category><![CDATA[Photo of the week]]></category>
		<category><![CDATA[blüte]]></category>
		<category><![CDATA[sommer]]></category>
		<category><![CDATA[sonnenhut]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Licht flutet durch die Blüten des Sonnenhuts und verspricht einen weiteren Sommertag. Inzwischen sind die Blüten längst ausgeblichen und verblüht, und das Wetter fühlt sich schon wieder sehr nach Herbst an.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="foto"><a data-flickr-embed="true" href="https://www.flickr.com/photos/tillwe/55463437796/in/dateposted-public/" title="Sonnenhut - I"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://live.staticflickr.com/65535/55463437796_f7632d56f3_c.jpg" width="800" height="533" alt="Sonnenhut - I"></a></div>
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Licht flutet durch die Blüten des Sonnenhuts und verspricht einen weiteren Sommertag. Inzwischen sind die Blüten längst ausgeblichen und verblüht, und das Wetter fühlt sich schon wieder sehr nach Herbst an.</p>
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