Tips4Travellers https://www.tips4travellers.de Tips4Travellers Wed, 21 Feb 2018 06:22:13 +0000 de-DE hourly 1 https://www.tips4travellers.de/wp-content/uploads/2016/07/cropped-favicon-1-32x32.jpg Tips4Travellers https://www.tips4travellers.de 32 32 Namibia – Tipps für Deinen Roadtrip https://www.tips4travellers.de/kontinente/afrika/namibia/namibia-tipps-roadtrip/ https://www.tips4travellers.de/kontinente/afrika/namibia/namibia-tipps-roadtrip/#comments Sun, 04 Feb 2018 11:15:48 +0000 https://tips4travellers.de/?p=5977 Die unendlichen Weiten Afrikas mit dem Mietwagen auf eigene Faust entdecken? Namibia ist die perfekte Wahl! In diesem Artikel habe ich für Dich die wichtigsten Tipps und Vorabinformationen für einen unvergesslichen Roadtrip zusammengefasst.

Unsere Route durch Namibia

Namibia ist doppelt so groß wie Deutschland, hat aber gerade einmal 2,3 Millionen Einwohner. Ein Traumland mit endlosen Weiten, grandiosen Landschaften, einer einmaligen Tierwelt sowie voller Kontraste und Farben. Und dank seiner guten Infrastruktur das optimale Ziel für Reisende, die das Lenkrad gerne selbst in die Hand nehmen. Um seine Zeit sicher und unbeschwert zu genießen, ist eine gute Planung allerdings das A und O. Eine wichtige Frage: Wo soll der Schwerpunkt meiner Reise liegen?

Wir entscheiden uns für eine klassische Rundtour mit dem Fish River Canyon als südlichstem und dem Etosha Nationalpark als nördlichstem Punkt und damit für eine Kombination aus Wüste, Landschaft, Geschichte, Meer und Tierwelt. Den hohen Norden – Kaokoveld, Owamboland, Kavango und Caprivi – müssen wir aus Zeitgründen leider streichen. Nach 22 Tagen Roadtrip stehen so exakt 4.826 Kilometer auf dem Tacho unseres 4×4.

Tag 1: Windhoek

Willkommen in der Hauptstadt Namibias – und willkommen in Afrika? Nicht wirklich, denn auf den ersten Blick ist Windhoek mehr europäische Kleinstadt als afrikanische Metropole: Wir begeben uns auf die Spuren der deutschen Kolonialzeit und erkunden die Kirchen, Parks, Denkmäler und Museen Windhoeks bei einem Spaziergang. Aber Achtung: Samstags schließen die meisten Geschäfte gegen 13 Uhr und danach werden die Bürgersteige für den Rest des Wochenendes hochgeklappt.

Windhoek Namibia
Christuskirche und Independence Memorial Museum.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: 1 Tag
  • Unterkunft: Hotel Uhland
  • Tageskilometer: ca. 50
Tipp
Um sich für seinen Roadtrip mit Essen, Getränken und anderen Kleinigkeiten einzudecken, ist der SUPERSPAR Maerua eine gute Adresse.

Tag 2: Kalahari

Zeit für einen ersten Game Drive: Die Kalahari Anib Lodge liegt ca. 30 Kilometer nordöstlich von Mariental in den roten Dünen der Kalahari – der größten zusammenhängenden Sandfläche der Erde. Bei einer Sundowner-Tour kreuzen Springböcke, Orxy-Antilopen, Kudus, Strauße und Giraffen unseren Weg und lassen uns in Afrika ankommen. Und wir lernen, dass zu einem Sonnenuntergang in Namibia Gin Tonic gehört.

Sundowner im Gondwana Kalahari Park.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: 1 Tag
  • Unterkunft: Kalahari Anib Campsite
  • Tageskilometer: ca. 300
  • Fotostopp: Tropic of Capricorn

Tag 3: Köcherbaumwald

Weiter geht es nach Keetmanshoop und zu einem echten Überlebenskünstler: Köcherbäume haben sich der lebensfeindlichen Wüste perfekt angepasst und überstehen so auch lange Trockenperioden. Im Mesosaurus Fossil Camp erwarten uns mehr als 5.000 dieser beeindruckenden Pflanzen – und eine spannende Fossilientour, die uns fast 300 Millionen Jahre in der Zeit zurückführt.

Köcherbäume Namibia
Sonnenuntergang im Mesosaurus Fossil Camp.

Tag 4: Fish River Canyon

61 Kilometer lang, bis zu 27 Kilometer breit und bis zu 549 Meter tief: Der Fish River Canyon im Süden Namibias ist der zweitgrößte Canyon der Welt. Mehrere Aussichtspunkte am Rand des Canyons eröffnen uns einen beeindruckenden Blick auf den sogenannten „Höllenbogen“.

Fish River Canyon Namibia
Nur der Grand Canyon ist größer als der Fish River Canyon.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: 1 Tag
  • Unterkunft: Canyon Road Campsite
  • Tageskilometer: ca. 230
  • Zwischenstopp: Seeheim
Tipp
In den Wintermonaten von Mai bis August werden geführte Canyon-Wanderungen angeboten, die allerdings eine gute Fitness voraussetzen (ärztliches Attest erforderlich).

Tag 5 +6: Lüderitz

Unser nächster Stopp führt uns an die raue Atlantikküste und an einen geschichtsträchtigen Ort: Lüderitz, die erste deutsche Stadt in Südwestafrika. Früher Diamantenstadt steht sie jetzt vor allem für Nostalgie, weißen Sand und scharfen Wind. Unser Highlight: Der verlassene Geisterstadt Kolmanskuppe, die 15 Kilometer vor Lüderitz liegt. In dieser unwirtlichen Gegend lebten einst bis zu 300 deutsche Familien, heute holt sich der Sand die Häuser Körnchen für Körnchen zurück.

Diamantenstadt Kolmanskuppe Namibia
Eine Stadt versinkt im Sand: Kolmanskuppe.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: 2 Tage
  • Unterkunft: Kairos Cottage
  • Tageskilometer: ca. 400
  • Kilometer vor Ort: ca. 120
  • Zwischenstopp: Gharub
Tipp
Vor Lüderitz beginnt die Wüste und es kommt immer wieder zu Sandverwehungen. Es empfiehlt sich, vorsichtig zu fahren und bei stärkeren Stürmen anzuhalten. Andernfalls riskiert man Schäden am Auto durch Flugsand.

Tag 7: Tirasberge

Die D 707 zwischen Neisip und Spes Bona gilt zurecht als eine der schönsten Strecken Namibias: Auf der einen Seite die farbenprächtigen Tirasberge, auf der anderen Seite die Dünen der Namib. Wir genießen die Weite der einsamen Landschaft und legen zahlreiche Fotostopps ein. Unser Ziel: Das Namtib Biosphärenreservat, in dem wir eine Nacht in völliger Abgeschiedenheit verbringen.

Namib Wüste Namibia
Die D 707 führt entlang farbenprächtiger Berge.

Tag 8: Sossusvlei

Ohne Frage eines der Highlights unserer Reise: Namibias rote Dünen im Namib-Naukluft-Park. Wir wagen uns mit unserem 4×4 in den Tiefsand und erkunden das Dead Vlei, genießen den Sonnenuntergang auf der Elim Düne, kämpfen uns zum Sonnenaufgang auf die Düne 45 und durchwandern den Sesriem Canyon. Wusstet ihr übrigens, dass für die rote Farbe Rost verantwortlich ist? Er umhüllt die Sandkörner und bringt die Wüste zum Leuchten.

Sossusvlei Namibia
Die Sonne geht auf und die Dünen beginnen zu strahlen.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: 1 Tag
  • Unterkunft: Sesriem Campsite
  • Tageskilometer: ca. 300
  • Kilometer vor Ort: ca. 130
Tipp
Wer den Sonnenaufgang im Sossusvlei erleben möchte, muss innerhalb des Parks übernachten: entweder auf dem Sesriem Campsite oder in der Sossus Dune Lodge. Eine Reservierung im Voraus ist dabei unerlässlich.

Tag 9-11: Swakopmund

Es geht zurück an den Atlantik. Swakopmund begrüßt uns mit tollen Strandcafés, interessanten Shops und einem milden Klima. Eine surreale Mischung aus englischem Strandbad und deutscher Architektur – nur eben mitten in Afrika.

Namibia Swakopmund
Swakopmund liegt direkt am Atlantik.

Die angebotenen Aktivitäten sind vielfältig: Wir entscheiden uns für eine Little Five Tour und lernen Namibias kleine Wüstenbewohner kennten, machen einen Abstecher ins benachbarte Walvis Bay und stürzen uns beim Skydiving aus dem Flugzeug.

Little Five Tour Swakopmund Namibia
Der Namibgecko bzw. Palmato Gecko kommt nur in der Namib vor.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: 3 Tage
  • Unterkunft: Sea Breeze Guesthouse
  • Tageskilometer: ca. 350
  • Kilometer vor Ort: ca. 160
  • Zwischenstopp: Solitaire

Tag 12: Spitzkoppe

Den schönsten Sonnenuntergang unserer Reise erleben wir an der Spitzkoppe. Das Felsmassiv aus Granitgestein gehört zur Erongo-Bergregion und ist auch als „Matterhorn Namibias“ bekannt. Die bizarren Gesteinsformationen laden zu kleinen Kletterpartien ein, größere Wanderungen sind nur mit einem Guide möglich. Mit ihm gelangt man auch ins „Bushman’s Paradise“ mit seinen jahrtausendealten Felsmalereien.

Spitzkoppe Namibia
Schöner geht es kaum: Sonnenuntergang an der Spitzkoppe.

Tag 13: Vingerklip

Unser nächster Stopp ist das Ugab-Tal mit seinen Tafelbergen und Plateaus. Die berühmteste Felsformation – die Vingerklip – ragt wir ein gewaltiger Finger in die Landschaft: 35 Meter hoch und 929 Meter über dem Meeresspiegel. Wir gönnen uns eine Nacht in der Vingerklip Lodge am Fuße der Tafelberge und genießen unser Abendessen im Eagles Nest Restaurant. Spektakulärer als auf dem Gipfel der Tafelberge kann man kaum dinieren.

Vingerklip Namibia
Vingerklip – monumentaler Felsenfinger im Damaraland.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: 1 Tag
  • Unterkunft: Vingerklip Lodge
  • Tageskilometer: ca. 330

Tag 14 + 15: Grootberg

Weiter geht es durch die Berge und Ebenen des Damaralandes. Wir stoppen in Twyfelfontein und entdecken die prähistorischen Felsgravuren, die seit 2007 zum UNESCO Weltkulturerbe zählen.

NamibiaTwyfelfontein
Prähistorische Felsgravuren in Twyfelfontein.

Danach machen wir uns auf den Weg nach Grootberg, genauer gesagt, auf den Hoada Campsite. Und hier legen wir einfach mal einen Tag die Füße hoch und beobachten Geckos und Siedleragamen.

Gecko Hoada Campsite Grootberg
Siedleragame in perfekter Pose.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: 2 Tage
  • Unterkunft: Hoada Campsite
  • Tageskilometer: ca. 230
  • Zwischenstopp: Twyfelfontein

Tag 16- 19: Etosha

Der Nationalpark Etosha im Norden Namibias zählt zu den bedeutendsten Wildreservaten Afrikas und ist perfekt für eine Selbstfahrer-Safari. Wir durchqueren ihn einmal komplett von Westen nach Osten.

Namibia Etosha
Faszinierende Tierwelt im Etosha Nationalpark.

Neben unzähligen Giraffen, Gnus, Impalas, Kudus, Oryx, Springböcken, Straußen und Zebras ist unser Highlight eine große Elefantenherde, die das Wasserloch im Handumdrehen in ein Planschbecken verwandelt.

Etosha Namibia
Badespaß am Wasserloch.
Tipp
Unterkünfte und Campsites direkt im Etosha sollten sehr frühzeitig beim Namibia Wildlife Resorts gebucht werden.

Tag 20: Waterberg

Auf dem Weg zum Waterberg besuchen wir den Cheetah Conservation Fund: Die Organisation hat sich dem Schutz der Geparden verschrieben und versucht mit ihrer Arbeit zwischen Mensch und Tier zu vermitteln. Ein einmaliges Erlebnis, diese wunderbaren Tiere aus nächster Nähe zu beobachten.

Namibia Cheetah Conservation Fund
Cheetah Conservation Fund – Waisenhaus für wilde Tiere.

Am Waterberg selbst kommen wir dann leider viel später als geplant an und haben keine Zeit mehr den Waterberg Plateau Park zu erkunden – und haben dann doch noch riesiges Glück: Plötzlich stehen am Straßenrand zwei Nashörner vor uns. Die einzigen auf unserer gesamten Reise.

Waterberg Nashorn Namibia
Leider sind Nashörner auch in Namibia ein eher seltener Anblick.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: 1 Tag
  • Unterkünfte: Waterberg Plateau Campsite
  • Tageskilometer: ca. 400
  • Zwischenstopp: Cheetah Conservation Fund

Tag 21 +22: Windhoek

Unsere letzte Nacht sowie den darauffolgenden Tag verbringen wir wieder in Windhoek. Da der Flug von Air Namibia erst abends geht, gönnen wir uns ein Tageszimmer in der Ondekaremba Lodge, die praktischerweise direkt neben dem Flughafen liegt.

Ondekaremba Namibia
Unsere Lieblingsbeschäftigung auf Ondekaremba: Borstenhörnchen beobachten.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: 1 Tag
  • Unterkünfte: Ondekaremba Lodge
  • Tageskilometer: ca. 330

Reisezeit für Namibia

Namibia lässt sich das ganze Jahr bereisen. Grob lassen sich die Reisezeiten folgendermaßen einteilen:

Trockenzeit: Juni bis Oktober
Zwischensaison: November
Regenzeit: Dezember bis März
Zwischensaison: April und Mai
Tipp
Ratsam ist, bei der Reiseplanung die namibischen und südafrikanischen Hauptferienzeiten im Auge zu behalten. Diese liegen zwischen Anfang Dezember und Mitte Januar sowie zwischen Ende April und Ende Mai. Gerade auf Campingplätzen und an der Küste kann es hier zu Engpässen kommen.

Reiseführer für Namibia

Einen guten Überblick bieten diese beiden Reiseführer:

Zusätzlich möchte ich euch die folgenden Reiseblogs ans Herz legen – hier finden sich viele interessante Tipps rund um Namibia:

Darüber hinaus lohnt sich auch ein Blick in das Namibia-Forum.

Visum für Namibia

Bei der Einreise nach Namibia wird deutschen Staatsbürgern ein kostenfreies Touristenvisum von bis zu 90 Tagen erteilt. Einzige Voraussetzungen sind, dass der Reisepass noch sechs Monate Gültigkeit ist und mindestens zwei freie Seiten besitzt.

Besondere Regelungen gelten bei der Ein-/Ausreise mit Kindern. Hier wird die Sorgerechtslage gründlich überprüft – wir haben das am Nebenschalter live miterlebt. Personen unter 18 Jahren müssen neben dem Reisepass eine internationale Geburtsurkunde bzw. beglaubigte englische Übersetzung vorweisen. Reisen sie mit nur einem Elternteil ist zusätzlich eine vom abwesenden Erziehungsberechtigten unterschriebene Einverständniserklärung in englischer Sprache mitzuführen. Alternativ ein Sorgerechtsurteil oder eine Sterbeurkunde.

Tipp
Ausführliche und aktuelle Reisehinweise finden sich auf der Website des Auswärtigen Amtes.

Flüge nach Namibia

Die Zuverlässigkeit und Qualität von Air Namibia wird durchaus kontrovers diskutiert. Wir persönlich waren mit dem Service absolut zufrieden und fanden die Nachtflüge sehr praktisch. Eine Alternative für einen Direktflug ist Condor, allerdings kooperieren die beiden Gesellschaften, d.h. im Zweifelsfall sitzt man am Ende sowieso in der gleichen Maschine. Seit Juli 2017 bietet zusätzlich Eurowings Direktflüge von Köln-Bonn aus an.

Direktflüge
Über Johannesburg
Über Doha
Über Addis Ababa

Unterkünfte in Namibia

Namibia ist kein günstiges Reiseland und das schlägt sich auch in den Übernachtungspreisen nieder. Unsere Durchschnittskosten für zwei Personen sahen pro Nacht folgendermaßen aus:

  • Campingplatz: 26 Euro
  • Hotel/Guesthouse: 69 Euro
  • Lodge: 170 Euro (inkl. Abendessen)

Übrigens, auch wenn man kein Camping-Fan ist, kann ich dieses Erlebnis in Namibia nur jedem ans Herz legen. Camping unter dem Sternenhimmel Afrikas: einfach magisch!

Camping Namibia
Camping an der Spitzkoppe.
Tipp
Auf der Suche nach Campingplätzen empfehle ich euch den kostenlosen Camping-Führer von Thomas Richter. Hier sind die Campsites nach Regionen gegliedert aufgeführt – inkl. einer kurzen Bewertung.

Wir haben unsere Buchungen jeweils direkt bei den Unterkünften vorgenommen. Wem das zu aufwändig ist, dem empfehle ich, sich an eine spezialisierte bzw. ortsansässige Reiseagentur zu wenden. Die Kosten sind dabei kaum höher als bei einer Selbstbuchung.

Hier schließt sich auch gleich eine heißdiskutierte Frage an: Vorbuchen oder nicht? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass wir Anfang Dezember auch ohne Reservierungen untergekommen wären – über Weihnachten wäre das aber zum Problem geworden. Eng wird es definitiv in der Hauptreisezeit im August, September und Oktober. Lange im Voraus ausgebucht sind in der Regel die Unterkünfte in den Nationalparks (Sossusvlei und Etosha).

Mietwagen & Verkehr in Namibia

Ist man nicht mit Dachzelt und damit automatisch mit 4X4 unterwegs, stellt sich die Frage: normaler PKW oder Allrad? An dieser Stelle scheiden sich die Geister. Wer in Lodges übernachtet, außerhalb der Regenzeit unterwegs ist und seine Route und Fahrweise entsprechend anpasst, der kommt vermutlich auch mit einem normalen PKW zurecht (hier geht es zu einem Erfahrungsbericht). Persönlich würde ich dann aber zumindest zu einem SUV mit mehr Bodenfreiheit tendieren. Mehr Spaß, Komfort und Flexibilität verspricht allerdings ein Allrad-Fahrzeug.

Aktuell sind 4×4 (mit Dachzelt) stark nachgefragt und es kommt vor allem in der Hauptsaison zu Engpässen. Es empfiehlt sich daher eine rechtzeitige Buchung. Außerdem macht es Sinn, verschiedene Angebote anzufordern und sie hinsichtlich Preis, Leistung und Ausstattung zu vergleichen.

Tipp
Neben umfangreichen Campingausstattung waren uns vor allem folgende Punkte wichtig:

  • Doppeltank
  • Zwei-Wege-Batteriesystem
  • Zwei Ersatzreifen
  • Kompressor
  • Automatikschaltung

Wir haben unseren 4×4 letztendlich bei Safari Car Rental gebucht und können das Unternehmen absolut weiterempfehlen: moderne Autos mit Top-Ausstattung, detaillierte Einweisung und bei Rückfragen jederzeit unkompliziert erreichbar. Mehrere Mitarbeiter sprechen hier übrigens auch Deutsch.

Perfekt ausgestattet – hier im Mesosaurus Fossil Camp.
Weitere Autovermieter

Führerschein

Ein Internationaler Führerschein ist nicht vorgeschrieben, wird jedoch von vielen Mietwagenfirmen verlangt. Bei Polizeikontrollen mussten wir ihn nicht vorlegen. Empfehlenswert ist, ihn dennoch mitzuführen.

Tanken

In Namibia ist ein Tankwart üblich. Er übernimmt das Tanken und reinigt gegebenenfalls die Fensterscheiben. Auf Nachfrage kontrolliert er auch den Öl- und Wasserstand oder den Reifendruck. Als „Lohn“ sollten man immer ein paar Münzen parat haben – je nach Service zwischen 2 und 5 Namibia Dollar.

Wir konnten an allen Tankstellen mit Kreditkarte bezahlen. Dabei haben wir darauf geachtet, die Karte nicht aus der Hand zu geben und haben den Tankwart zum Zahlterminal begleitet.

Navigation

Straßen, Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte sind in Namibia über weite Strecken gut beschildert. Wir haben – trotz Navi von Garmin im Auto – in erster Linie mit den Karten unseres Iwanowski-Reiseführers und den Offline-Karten von Google Maps navigiert.

Tipp
Wer Distanzen und Reisezeiten im Vorfeld detailliert planen möchte, dem sei die Straßenkarte von Tracks4Africa empfohlen.

On the road

Das Straßennetz in Namibia ist gut ausgebaut: Rund 5.000 Kilometer Teer- und 40.000 Kilometer Schotter- und Sandstraßen machen das Autofahren trotz Linksverkehr sehr entspannt. Vorausgesetzt, man passt seine Fahrweise den lokalen Gegebenheiten an. Dazu gehört, die Entfernungen nicht zu unterschätzen (max. 300 bis 400 Kilometer pro Tag) und den ungewohnten Bodenbelag zu berücksichtigen. Vor allem auf Schotterstraßen ist die Unfallgefahr hoch, hier sollte die Geschwindigkeit 60 bis 80 km/h keinesfalls überschreiten. Nachtfahrten sind komplett zu vermeiden. Eine weitere große Gefahr stellen die Überholmanöver der lokalen Autofahrer sowie plötzlich auftauchende Tiere dar.

  • Asphalt: 2,0 bar
  • Schotter/Gravel: 1,8 bar
  • Sand: 1,2 bar

Geld in Namibia

Währung in Namibia ist der Namibia Dollar (NAD). Ebenfalls als Zahlungsmittel akzeptiert wird der Südafrikanische Rand (ZAR). Die beiden Währungen sind dabei im Verhältnis 1:1 aneinander gekoppelt. Es ist nicht notwendig, bereits in Deutschland Geld zu tauschen. Am Flughafen gibt es sowohl Wechselstuben als auch Geldautomaten. Weitere Automaten findet man z.B. in größeren Städten, in Einkaufszentren sowie an Tankstellen. Oft kann man darüber hinaus mit Kreditkarte bezahlen. Gerade in abgelegeneren Regionen ist es aber sinnvoll, eine Bargeldreserve mitzuführen.

Telefon/Internet

Der größte Mobilfunkanbieter ist MTC. Wir haben uns direkt im Flughafenshop eine Prepaid-SIM-Karte gekauft, die dort auch eingesetzt und aktiviert wurde. Mit dem Tarif AwehGig hatten wir für 40 Namibia Dollar pro Woche 100 Freiminuten für Inlandsgespräche, 1 GB Datenvolumen sowie 500 MB Social Media Data für WhatsApp inklusive. Die Netzabdeckung war in den Städten gut, in entlegeneren Regionen schwankend – für uns aber ausreichend. Wer auf Nummer sich gehen möchte, sollte bei seinem Autovermieter ein Satellitentelefon anfragen. Manche Unterkünfte stellen ein WLAN zur Verfügung, das in den meisten Fällen aber eher schlecht als recht funktioniert hat.

Ist Namibia sicher?

Namibia zählt zu den sichersten Ländern Afrikas und wir haben auf unserer Reise keine negativen Erfahrungen gemacht. Trotzdem sollte man nie vergessen, dass die Schere zwischen Arm und Reich sehr groß ist. Aus diesem Grund sollte man darauf verzichten, seinen „Reichtum“ (Schmuck etc.) offensiv zur Schau zu stellen. Dazu gehört auch, keine Gegenstände sichtbar im Auto aufzubewahren. Apropos Auto, parkt man sein Auto in Städten oder vor Supermärkten etc. wird man in der Regel von einem „Parkwächter“ angesprochen, der anbietet, auf das Auto aufzupassen. Dafür erwartet er vor der Abfahrt ein kleines Trinkgeld – je nach Parkdauer sind 2 bis 5 Namibia Dollar üblich.

Medizinische Versorgung in Namibia

Eine medizinische Versorgung auf europäischem Niveau ist in Windhoek und Swakopmund gewährleistet. Eine aktuelle Liste mit Ärzten und medizinischen Institutionen in Namibia stellt u.a. die Deutsche Botschaft in Windhoek zur Verfügung. Wir persönlich mussten auf unserer Reise gleich zwei Mal einen Arzt in Anspruch nehmen: einen Zahnarzt in Swakopmund und einmal erfolgte die Diagnose (Nierenstein) und Betreuung sogar per Telefon. Hierbei stellten wir fest, dass abgelegene Lodges in der Regel über eine umfangreiche Notapotheke verfügen. In beiden Fällen fühlten wir uns in guten Händen und konnte die Reise wie geplant fortsetzen. Empfehlenswert ist in jedem Fall eine Auslandskrankenversicherung.

Für Namibia sind keine Impfungen vorgeschrieben, es sei denn, ihr reist aus einem Gelbfieberland ein. Windhoek, die Küste und der Süden Namibias gelten als malariafrei. Im Norden besteht ein mittleres bzw. hohes Malaria-Risiko. Das Thema Impfen sollte immer mit einem spezialisierten Arzt oder einem Tropeninstitut individuell besprochen werden. Erste Informationen finden sich z.B. auf www.tropeninstitut.de.

Packliste für Namibia

An dieser Stelle folgt keine detaillierte Packliste, sondern fünf Tipps für praktische Reisebegleiter:

Reisetasche bzw. Duffle Bag
Wüstenstiefel
Reisestecker
Powerbank
Schwarzlicht-/UV-Taschenlampe
Glown in the dark…

Habt ihr weitere Fragen zu einem Namibia-Roadtrip? Dann freue ich mich auf eine Nachricht von euch!

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Namibia in 11 Bildern – Fotoparade 2/2017 https://www.tips4travellers.de/kontinente/afrika/namibia/namibia-fotoparade/ https://www.tips4travellers.de/kontinente/afrika/namibia/namibia-fotoparade/#comments Sat, 06 Jan 2018 08:38:55 +0000 https://tips4travellers.de/?p=5901 Seit einer Woche sind wir zurück in Deutschland. Aber unsere Herzen und Gedanken sind noch in Afrika. Hinter uns liegen drei Wochen Roadtrip durch die unendlichen Weiten Namibias. Ein Traumland mit grandiosen Landschaften, einer einmaligen Tierwelt sowie voller Kontraste und Farben.

Da die ausführlichen Reiseberichte noch einen Moment dauern werden, möchten ich euch als kleinen Vorgeschmack einige meiner Lieblingsbilder präsentieren. Gut, dass Michael von Erkunde die Welt zu seiner Fotoparade 2-2017 aufgerufen hat. Die Aufgabe: Zeige Deinen schönsten Fotos aus der zweiten Jahreshälfte. Ein Namibia-Special in elf Kategorien:

„Landschaft“

Namibias rote Dünen: Das Sossusvlei im Namib Naukluft Park ist wohl eines der bekanntesten Fotomotive des Landes und der Besuch ein echtes Highlight. Für das faszinierende Farbspiel ist übrigens Rost verantwortlich: Er umhüllt die Sandkörner und bringt die Wüste zum Leuchten.

„Licht“

Den schönsten Sonnenuntergang durften wir an der Spitzkoppe erleben. Das „Matterhorn Namibias“ ist der wohl bekannteste Berg des Landes und seine Gesteinsformationen laden zu kleinen Kletterpartien ein. Wer mit Dachzelt unterwegs ist, sollte unbedingt eine Nacht auf dem dortigen Campingplatz einplanen: einfach, aber unvergesslich schön.

„Schwarz-Weiß“

Der Nationalpark Etosha im Norden Namibias zählt zu den bedeutendsten Wildreservaten Afrikas und ist perfekt für eine Selbstfahrer-Safari. Viel knuffiger kann schwarz-weiß doch nicht sein, oder?

„Tiere“

Ein tierisches Highlight: Wir sahen in 20 Tagen nur ein einziges Nashorn und das auch noch verschwommen im Dunkeln. Und plötzlich, an unserem vorletzten Tag – als ich die Hoffnung bereits aufgegeben hatte – standen am Waterberg diese beiden Prachtexemplare vor uns: einfach so am Straßenrand und in bester Fotolaune.

„Natur“

Grandiose und atemberaubende Landschaften prägen Namibia – und hinter jeder Kurve verändern sich die Farben und die Vegetation: Natur in all ihren Facetten. Das Bild ist in der Namib entstanden und erinnert mich an Stunden in völliger Abgeschiedenheit.

„Nahaufnahme“

Es müssen nicht immer die Big Five sein: Diesen kleinen Wüstenbewohner haben wir bei der Little Five Tour in Swakopmund abgelichtet. Der Namibgecko oder auch Palmato Gecko lebt auf Sanddünen und kommt ausschließlich in der Namib vor.

„Stadtbild“

So sieht es aus, wenn die Natur die Stadt zurückerobert. Im verlassenen Diamantenort Kolmanskuppe nahe Lüderitz lebten einst bis zu 300 deutsche Familien. Heute holt sich der Sand die Häuser Körnchen für Körnchen zurück – und sorgt für spannende Fotomotive.

„Farbkontrast“

Vielleicht kein klassischer Farbkontrast, aber auf alle Fälle farbenfroh. Diese sonnenhungrige Siedleragame ist mir auf dem Hoada Campsite am Grootberg vor die Kamera gelaufen.

„Essen“

Das Bild ist beim Cheetah Conservation Fund (CCF) entstanden. Die Organisation hat sich dem Schutz der Geparde verschrieben und versucht mit ihrer Arbeit zwischen Mensch und Tier zu vermitteln. Falls ihr euch über die Schüssel wundert: Geparde sind ziemlich „picky“ – Sand auf dem Essen ist ein No-Go…

„Aussicht“

Über den Wolken: Die beste Aussicht hatten wir wohl beim Skydiving in Swapkopmund. Ein Adrenalinkick mit Blick auf das Meer und die Wüste.

„Schönstes Foto“

Für mein schönstes Foto geht es zurück ins Sossusvlei, genauer gesagt auf die Düne 45. Dieser Sonnenaufgang ist die Belohnung für verdammt frühes Aufstehen und eine sandige Kletterpartie.

Noch mehr Reisebilder…

… erwarten Dich bei den mehr als 150 anderen Teilnehmern der Fotoparade. Wer von Afrika nicht genug bekommen kann, dem empfehle ich besonders die folgenden Beiträge – hier finden sich Impressionen aus Namibia, Simbabwe, Tansania, Südafrika und Botswana:

Meine weiteren Beiträge zur Fotoparade #FopaNet
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Arnheim: Grün, kreativ und mehr als eine Brücke https://www.tips4travellers.de/kontinente/europa/niederlande/arnheim/ https://www.tips4travellers.de/kontinente/europa/niederlande/arnheim/#comments Thu, 16 Nov 2017 09:45:55 +0000 https://tips4travellers.de/?p=5667 Grün & kreativ, so beschreibt sich Arnheim selbst. Und es trifft den Nagel auf den Kopf. Wir haben uns auf den ersten Blick in die Hauptstadt der Provinz Gelderland verliebt: historische Gassen, hippe Boutiquen, gemütliche Cafés, moderne Architektur, coole Kunst, faszinierende Natur. Und damit so viel mehr als „nur“ die berühmte Brücke. Auch wenn ein Besuch der Kriegsmahnmale selbstverständlich dazugehört – zieht sich die Schlacht um Arnheim doch wie ein roter Faden durch die Geschichte der Stadt.

Wir haben für unsere Reise nach Arnheim ein verlängertes Wochenende genutzt, wären aber gerne länger geblieben. Aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet ist Arnheim übrigens auch eine Option für einen Tagesausflug.

Sightseeing in Arnheim

Unser Plan für Arnheim lautete, uns einfach treiben zu lassen – ohne Stress und je nach Wetterlage. Fast alle Sehenswürdigkeiten sind bequem per Fuß zu erreichen. Wer es etwas strukturierter mag, der kann die zentralen Gebäude und Plätze u.a. im Rahmen dieses historischen Stadtspaziergangs entdecken.

Bahnhof Arnhem Centraal

Schöner Reisen: Arnhem Centraal ist der Hauptbahnhof der Stadt und ein architektonisches Kunstwerk des bekannten Architekten Ben van Berkels, der sich u.a. auch für das Stuttgarter Mercedes-Benz-Museum verantwortlich zeichnet. Er wurde nach fast 20 (!!) Jahren Bauzeit im November 2015 eröffnet. Besonders auffällig ist der Terminal, in dem ein komplex geschwungenes, 16 Meter hohes Gewinde aus Stahl, die Verbindung zwischen Erd- und Obergeschoss sowie dem Dach herstellt.

Arnheim Bahnhof

Das Gebäude umfasst insgesamt 90.000 m³ und beherbergt neben einigen Geschäften auch ein Konferenzzentrum. Zudem ist hier die Touristeninformation Visit Arnhem angesiedelt.

Eusebiuskirche

Die spätgotische Eusebiuskirche, auch als „Grote Kerk“ bekannt, ist eine der größten Stadtkirchen der Niederlande und dominiert die Silhouette Arnheims. Sie entstand zwischen 1450 und 1540.

Eusebiuskirche in Arnheim

Als britische und polnische Truppen im September 1944 versuchten, die Rheinbrücke von den Deutschen zurückzuerobern, brannte die Kirche im Zuge der Gefechte fast vollständig aus: ein Teil des Turms und des Kirchenschiffes stürzten ein und das Kircheninnere wurde verwüstet. Nach dem Krieg wurde die Kirche so originalgetreu wie möglich wiederaufgebaut.

Im Kirchenschiff erinnern mehrere Kunstwerke an die Schlacht um Arnheim, so z.B. 19 Bronzeskulpturen britischer Fallschirmspringer an der Decke der Ratskapelle.

Arnheim Fallschirmspringer Eusebiuskirche

Im prachtvollen und lichtdurchfluteten 79 Meter langen und 29 Meter breiten Kirchensaal gibt es zahlreiche historische Zeugnisse zu entdecken. Darunter das Grabmal des Herzogs Karls von Geldern aus dem Jahre 1531. Ebenfalls sehenswert ist die Krypta unter der Eusebiuskirche. Hier liegen unter anderem die Gebeine dreier Neffen Wilhelms von Oranien. Ich muss allerdings gestehen, dass wir bei unserem Rundgang etwas abgelenkt waren – wir landeten nämlich mitten in der „DollsHouse Nederland Show“: eine Puppenhaus- und Miniaturmesse. In den Niederlanden sind Kirchen eben nicht nur zum Beten da… 😉

DollsHouse in der Eusebiuskirche in Arnheim

In den Kirchturm wurde ein gläserner Lift eingebaut, der die Besucher auf eine Höhe von 73 Metern bringt. Die angepriesene Aussicht über Arnheim und das weite Umland konnten uns allerdings nicht so richtig überzeugen.

Eusebiuskirche: Arnheim von oben

Aktuelle Informationen zu den Öffnungszeiten bietet die Website der Eusebiuskirche. Eine Besichtigung des Kirchensaals und eine Fahrt mit dem Panoramaaufzug kosten als Kombiticket sechs Euro.

Walburgis-Basilika

Nur ein paar Schritte von der Eusebiuskirche entfernt liegt mit der Walburgis-Basilika die älteste Kirche von Arnheim. Die frühgotische Pseudobasilika wurde zwischen 1391 und 1423 erbaut und hat im Laufe der Jahrhunderte unterschiedlichen Zwecken gedient: Als katholische Kirche erbaut, wurde sie nach der Reformation u.a. als Waffenarsenal, Pferdestall, Militärgefängnis und Armeemagazin genutzt. 1808 gab König Louis Bonaparte sie der Kirche zurück. 1944 wurde die Walburgis-Basilika schwer beschädigt, der Wiederaufbau dauerte bis 1950. Auffällig ist, dass der linke Turm drei Fenster hat, der rechte aber nur zwei – ob dahinter eine besondere Bedeutung steckt, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen.

Walburgis-Basilika in Arnheim

Direkt vor der Walburgis-Basilika und damit zwischen den beiden Kirchen befindet sich das 1964 erbaute neue Rathaus. Hier haben wir es uns eine Weile am Brunnen gemütlich gemacht, bevor wir uns auf den Weg zur Brücke von Arnheim machten.

Die Brücke von Arnheim

„Ach, da gibt es doch diesen Film?“: Das ist wohl die Standreaktion, wenn man erzählt, dass man nach Arnheim reist. „Die Brücke von Arnheim“ (Originaltitel: A Bridge Too Far) ist ein 1977 produzierter Hollywoodepos über den Zweiten Weltkrieg, genauer gesagt die Operation Market Garden. Der Codenamen bezeichnet eine Offensive der Alliierten, die das Ziel hatte, aus dem bereits befreiten Belgien ins Zentrum der Niederlande vorzustoßen und anschließend nach Deutschland vorzurücken. Die Arnheimer Brücke lag am Ende eines 127 km langen Korridors, der von Süden her erobert werden sollte – Fallschirmjäger sollten den deutschen Widerstand brechen. Die deutsche Übermacht war jedoch zu groß, die Operation scheiterte und ein Großteil der Stadt zerstört.

Atelleriegeschütz an der Brücke von Arnheim

Das Artilleriegeschütz nahe der Brücke (heute übrigens offiziell John-Frost-Brücke), erinnert nachdrücklich an die Operation Market Garden. Das Kriegsdenkmal ist nach Jacob Groenewoud benannt, einem niederländischen Offizier, der bei den Gefechten um die Brücke sein Leben verlor.

Arnheim Krieg

Ein weiteres Kunstwerk nahe der Brücke ist die „Sphinx of Arnhem“ des Künstlers Marcel Smink. Nach langem Rätselraten bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der Kopf den US-amerikanischen General und Politiker George C. Marshall zeigt. Bekannt, für den nach ihm benannten  Marshallplan, der die enorme wirtschaftliche Not nach dem Zweiten Weltkrieg lindern sollte.

Arnheim Skulptur

Wer mehr über die Schlacht um Arnheim erfahren möchte, dem empfehle ich einen Besuch im Informationszentrum zur Schlacht um Arnheim direkt am Fuß der Brücke sowie im Airborne Museum „Hartenstein“ in Oosterbeek.

Parks in Arnheim

Arnheim ist definitiv grün – überall in der Stadt locken Parks und Stadtgärten. Und auch die Umgebung hat Natur pur zu bieten.

Bartokpark

30 Meter lang, 12 Meter breit und 9 Meter hoch: Da biegt man nichtsahnend um die Ecke und steht mitten in der Stadt plötzlich vor einem roten Riesenferkel.

Arnheim: Erdferkel im Bartokpark

Die Skulptur aus Beton und Stahl des niederländischen Künstlers Florentijn Hofman ist ein Geschenk des Königlichen Burgers‘ Zoo zum hundertjährigen Bestehen im Jahr 2013. Der Künstler ließ sich dabei von Erdferkeln inspirieren, da diese Tierart in den Niederlanden nur im Burgers‘ Zoo gehalten wird und dieser auch Europas erfolgreichster Züchter ist.

Kinder können auf dem Riesenferkel nach Herzenslust klettern. Leider ist das umliegende Gelände aktuell in einem eher ungepflegten Zustand. Wer die Erdferkel gerne einmal live erleben möchte, findet hier übrigens alle notwendigen Informationen für einen Besuch im Burgers‘ Zoo und kann sich hier einen ersten Eindruck verschaffen:

Sonsbeek Park

Wälder, Wiesen, Bäche, Weiher und Wasserfälle: Der Sonsbeek Park ist eine grüne Oase mitten in der Stadt und lädt zum Spaziergehen und Verweilen ein. In der Anlage sind zudem ein Schloss, ein Bauernhof und eine Wassermühle aus dem 16. Jahrhundert (Witte Watermolen) zu finden. In letzterer ist auch das Besucherzentrum untergebracht, welches über Wanderungen und Aktivitäten informiert.

Im Park sind auch mehrere Cafés und Restaurants angesiedelt. Wir haben unseren Kaffee auf der Terrasse des Grand Cafe Aan de Beek genossen.

Sonsbeek Arnheim

Und nicht zu vergessen: Im Park gibt es auch Tiere – mehr als die Rehe haben uns allerdings die zutraulichen „Stadtkühe“ fasziniert.

Stadtkuh in Arnheim

Nationalpark De Hoge Veluwe

Eines meiner absoluten Highlights in Arnheim ist der Nationalpark De Hoge Veluwe. Deshalb wird es dazu auch einen separaten Beitrag geben. So viel sei aber bereits verraten: Die grüne Schatzkammer der Niederlande vereint auf 5400 Hektar Wälder, Heidefelder, Sandverwehungen, Moore und Seen, die entweder mit dem Auto, zu Fuß oder mit einem der 1.800 kostenfreien Räder erkundet werden können. Darüber hinaus lockt das Kröller-Müller-Museum mit seinem wunderschönen Skulpturengarten sowie der zweitgrößten Van-Gogh-Sammlung der Welt.

Nationalpark De Hoge Vuelve Arnheim

Shopping in Arnheim

An der Arnheimer Kunstakademie ArtEZ, wird u.a. bildende Kunst und Mode unterrichtet und das spiegelt sich auch im Shoppingangebot wider: Sowohl in der Innenstadt als auch im Modekwartier Arnhem sind Ateliers und Boutiquen junger Modedesigner angesiedelt. Außerdem begeisterten uns die zahlreichen Interior-, Antiquitäten- und Vintageshops. Vor allem bei Eems Arnhem wanderte das eine oder andere Dekostück in die Einkaufstüte.

Arnheim kulinarisch

In der gesamten Stadt locken zahllose Cafés und Restaurants. Und so standen wir wieder einmal vor der sprichwörtlichen Qual der Wahl. Diese drei Cafés bzw. Restaurants haben wir getestet:

  • Leckere Snacks und unwiderstehlichen Kuchen gibt es bei Urban Chef in der Koningstraat 50. Sehr zentral in der Innenstadt gelegen und damit ein perfekter Shopping- und/oder Sightseeing-Zwischenstopp. Mein Favorit.

Urban Chef Arnheim

  • Gemütlich geht es im CASPAR zu. Das Café liegt im Arnheimer Modekwartier und bietet neben Snacks und Kuchen auch eine wechselnde kleine Abendkarte an. Die Bierauswahl ist groß. Es liegen außerdem Zeitschriften, Zeitungen und Spiele bereit.
  • Ebenfalls im Modekwartier angesiedelt ist das Restaurant Goed Proeven, das sowohl eine Lunch- als auch eine Abendkarte anbietet. Das Konzept ist einer Tapas-Bar nachempfunden: kleine Portionen, die nach Belieben miteinander kombiniert werden können. Die Karte ist dabei international. Das Restaurant ist relativ groß und sehr gut besucht.

Übernachten in Arnheim

Unser Hotel will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten. Das Mode Design Hotel Modez liegt direkt im Modekwartier und alle Zimmer sind individuell gestaltet. Wir waren in Raum 6 von Fashion-Designer Antoine Peters. Und ja, die QR-Codes funktionieren – mit mehr oder weniger pikantem Ergebnis… 😉

Insgesamt hat uns das Hotel sehr gut gefallen. Das Personal war nett und das Frühstück lecker. Und auch die Lage hat uns überzeugt: Viele schöne Geschäfte und man kann in der Umgebung kostenlos parken. In den Niederlanden ist das ja sonst schnell mal ein teurer Spaß. Minuspunkt könnte bei warmem Wetter (und offenem Fenster) die Nachbarschaft zu den Bahngleisen sein.

Ihr habt Fragen oder noch weitere Tipps rund um Arnheim? Dann freue ich mich über euren Kommentar. Und wer Lust auf mehr Informationen zu Arnheim hat, dem empfehle ich hier weiterzulesen:

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https://www.tips4travellers.de/kontinente/europa/niederlande/arnheim/feed/ 18
Stein am Rhein: Mittelalterflair am Bodensee https://www.tips4travellers.de/kontinente/europa/schweiz/stein-am-rhein/ https://www.tips4travellers.de/kontinente/europa/schweiz/stein-am-rhein/#comments Sun, 17 Sep 2017 10:13:16 +0000 https://tips4travellers.de/?p=5478 Im Dreiländereck am Bodensee kann man nicht nur einen wunderschönen Badeurlaub verbringen, sondern die Region bietet auch jede Menge Kultur und Natur. Ich nehme euch heute mit an den Untersee. Hier, wo der Rhein den Bodensee verlässt, liegt im Kanton Schaffhausen eine der schönsten mittelalterlichen Städte der Schweiz: Stein am Rhein.

Freut euch auf eine charmante Altstadt, die Klosterinsel Werd, Weitblicke von der Burg Hohenklingen und natürlich kühles Nass. Und das Beste: Euch droht kein Franken-Schock – viele der Tipps sind kostenlos.

Ein Spaziergang durch die Altstadt

Der Ursprung von Stein am Rhein geht auf die Zeit um 1007 zurück und vor allem im Altstadtkern ist das Mittelalter noch zum Greifen nah: In den malerischen Gassen begeistern Bürgerhäuser verschiedenster Epochen mit ihren Erkern und Fassadenmalereien.

Das älteste, noch original erhaltene Haus aus dem Jahr 1302 beherbergt dabei ein ganz besonders Highlight: die KrippenWelt. Hier könnt ihr auf über 250 Quadratmetern rund 600 Krippen aus der ganzen Welt bestaunen.

Eintritt:
Erwachsene: 10 CHF
Kinder: 7 CHF (ab 7 Jahren)
Einen schönen Artikel zur KrippenWelt findet ihr übrigens beim Reiseblog PATOTRA.

An dieser Stelle allen Häusern einen Abschnitt zu widmen, würde leider den Rahmen sprengen. Deshalb möchte ich euch auf die Website von Tourismus Stein am Rhein verweisen, die weiterführende Informationen zu den einzelnen Häusern bietet. Darüber hinaus werden hier auch themenspezifische Stadtführungen sowie Wanderungen und Radtouren angeboten.

Neben der Altstadt lädt natürlich auch das Ufer des Hochrheins zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Für einen kulinarischen Zwischenstopp empfehle ich das Uferlos an der Schiffslände: Café, Bar und Bistro in einem und ein perfekter Ort für eine entspannte Pause.

Die Klosterinsel Werd

Ein idyllischer Spaziergang entlang des Rheins führt zur beschaulichen Klosterinsel Werd. Diese gehört zur Gemeinde Eschenz und hat eine lange Geschichte: Früheste Spuren reichen bis zur Zeit der Pfahlbauer 5000 v. Chr. zurück. Seit 1957 bewohnen Franziskanermönche das an die Kapelle angebaute Priesterhaus. Die Kapelle sowie Teile der Insel sind frei zugänglich. Das kirchliche Stundengebet wird täglich um 7:00, 12:00 und am 18:00 Uhr öffentlich gebetet.

Ruhe und Einkehr verspricht das 444 Meter lange Labyrinth aus Gras und Steinlinien. Empfohlen wird, den Weg langsam, barfuss und innerlich gesammelt abzuschreiten – Ziel ist, den Weg in die eigene Mitte und danach wieder in den Alltag zu finden.

Abends hat man von der hölzernen Fußgängerbrücke übrigens einen wunderschönen Blick auf Stein am Rhein und den Sonnenuntergang.

Weitblicke von der Burg Hohenklingen

Hoch über Stein am Rhein thront die Burg Hohenklingen, die eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt und das Umland eröffnet. Sie ist sowohl im Rahmen einer Wanderung als auch mit dem Auto erreichbar.

Stein am Rhein Schweiz Hohenklingen

Die Burg liegt auf 961 Metern über Meer und ihre Geschichte reicht vermutlich bis ins 11. Jahrhundert zurück: Zu dieser Zeit errichtete Walter von Klingen an der Stelle der Anlage einen Wohnturm. Heute befindet sich die Burg in privater Hand und wurde von 2005 bis 2007 umfassend restauriert: Moderne und historische Elemente verbinden sich zu einem interessanten Gesamtbild.

Die Burg kann kostenfrei besichtigt werden. Ausführliche Informationen zu den Öffnungszeiten finden sich auf der Website der Burg Hohenklingen. Wir hatten leider keine Zeit das Restaurant zu testen – die von der französischen Küche geprägte Karte liest sich aber sehr gut.

Kühles Nass in Stein am Rhein

Im Sommer lädt das kristallklare Wasser des Rheins zum Baden ein. Es sieht doch fast ein bisschen karibikblau aus – oder? Dazu muss man sich dann nur noch warme Gedanken machen.

Neben offenen Schwimmstellen gibt es auch mehrere Strandbäder:

Im Buebebadi planscht man übrigens mit prominenter Nachbarschaft – hier residiert der Formel-1-Rennfahrer Sebastian Vettel.

Wichtiger Hinweis:
Ungeübte Schwimmer und Kinder sollten das kühle Nass besser in den Strandbädern genießen: Es gibt im Rhein zwar keine Haie, aber starke und gefährliche Strömungen.

Wer seine Zeit lieber auf anstatt im Wasser verbringt, dem sei eine Schifffahrt nach Schaffhausen oder Konstanz empfohlen.

Ein weiteres Highlight in Stein am Rhein haben wir zeitlich leider nicht mehr geschafft: einen Besuch in der Benediktinerabtei, die als eine der am besten erhaltenen Klosteranlagen in der Schweiz gilt. Hier möchte ich euch den Artikel „Romantisch: die Benediktinerabtei in Stein am Rhein“ von Monika von TravelWorldOnline empfehlen – sie hat das Klostermuseum St. Georgen mit ihrem Mann Petar erkundet.

Stein am Rhein Kloster
Quelle: Monika Fuchs; TravelWordOnline

Kennt ihr Stein am Rhein und habt noch weitere Tipps – oder Fragen? Dann freue ich mich über einen Kommentar.

Übernachtungstipp
Hotels und Pensionen in der Bodenseeregion sind generell eher hochpreisig. Als Alternative lohnt es sich, auch die private Buchungsplattform Airbnb zu berücksichtigen. Wir haben hier schon Unterkünfte auf der ganzen Welt gebucht. Wenn Du Deine erste Airbnb-Übernachtung über diesen Link buchst, bekommst Du sogar 30 Euro Rabatt gutgeschrieben.

Wichtig: Du darfst bisher noch kein Nutzer von Airbnb sein und Deine erste Buchung muss über 65 Euro betragen. Dieser Link ist ein sogenannter Affiliate-Link, d.h., mir werden für diese Buchung ebenfalls 20 Euro Reiseguthaben gutgeschrieben.

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https://www.tips4travellers.de/kontinente/europa/schweiz/stein-am-rhein/feed/ 6
Fotoparade 1-2017: Meine schönsten Reisebilder https://www.tips4travellers.de/reisebilder/fotoparade-1-2017-reisebilder/ https://www.tips4travellers.de/reisebilder/fotoparade-1-2017-reisebilder/#comments Sun, 02 Jul 2017 13:17:06 +0000 https://tips4travellers.de/?p=5378 Kaum zu glauben, aber die erste Hälfte des Jahres ist schon wieder vorbei. Der perfekte Zeitpunkt für einen Rückblick auf unser bisheriges Reisejahr. Gut, dass Michael von Erkunde die Welt zu seiner Fotoparade 1-2017 aufgerufen hat.

Für uns startete 2017 im März sofort mit einem Highlight: Wir verbrachten drei unvergessliche Wochen in Myanmar. Im Mai ging es dann für eine Woche in meine Lieblingsstadt Berlin und im Juni standen Kurztrips nach München sowie nach Stein am Rhein in der Schweiz auf dem Programm. Alleine in Myanmar sind dabei so viele Bilder entstanden, dass ich mich kaum für meine Favoriten entscheiden konnte – und so erwartet euch nun ein „Fotoparaden-Doppel“ in den Kategorien

  • „alt“,
  • „ungewöhnlich“,
  • „fern“,
  • „beleuchtet“,
  • „entspannt“ und
  • „schönstes Foto“.

„Alt“

Auf dieser Achterbahn im Berliner Spreepark wurden schon lange keine Runden mehr gedreht: 1969 als „Kulturpark Plänterwald“ zum 20. Geburtstag der DDR eröffnet, wurde der Park 2001 geschlossen und ist bis 2016 in einen Dornröschenschlaf gefallen. Aktuell arbeitet die städtische Grün Berlin GmbH daran, dem verlassenen Park wieder Leben einzuhauchen.

2.500 Stupas und tausende Glöckchen, die leise im Wind klingeln: Das antike Pagodenfeld in Kakku gehörte zu unseren Highlights in Myanmar. Der Legende nach sollen die ersten Pagoden 300 v. Chr. erbaut worden sein – der zentrale Stupa stammt wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert. Ausländern ist ein Besuch erst seit 2001 erlaubt.

„Ungewöhnlich“

Keine Haie im Rhein: Im Juni brachte uns dieses Schild im schweizerischen Stein am Rhein zum Lachen. Nach kurzer Recherche stellte sich heraus, dass es sich dabei um eine ungewöhnliche Präventionskampagne der Seepolizei Thurgau handelt. Ziel ist, auf die Gefahren des Rheins aufmerksam zu machen.

Ungewöhnlich war auch die Gastfreundlichkeit und Neugier, mit der wir in Myanmar empfangen wurden. Trotz Sprachbarriere hatten wir viele unvergessliche Begegnungen und zahlreiche lustige Fotoshootings. Eines meiner liebsten Bilder ist dabei in Monywa entstanden.

„Fern“

Einen wunderbaren Fernblick hatten wir in der Schweiz von der Burg Hohenklingen – zu unseren Füßen Stein am Rhein und die Insel Werd. Die aus dem Mittelalter stammende Burg wurde zwischen 2005 und 2007 komplett sanierte und begrüßt Besucher heute mit einer interessanten Symbiose aus Alt und Neu.

Aus Myanmar kam für diese Kategorie nur ein Bild in Frage: der Sonnenaufgang über Bagan. Ein absolut unvergesslicher Moment, den wir gleich zweimal erleben durften. Nicht zuletzt, weil wir an unserem ersten Tag zwar mit Kamera aber ohne Speicherkarte losgezogen sind….

Myanmar Bagan

„Beleuchtet“

Die Gardens by the Bay in Singapur – ich hatte mich so auf sie gefreut und lag dann mit einer fiesen Erkältung im Hotelbett. Also ist meine bessere Hälfte alleine losgezogen und hat mir dieses tolle Bild mitgebracht. Ich werde wohl zurückkehren müssen!

Ein Höhlenlabyrinth, in dem mehr als 8.000 Buddha-Statuen auf Besucher warten: Die kleine Stadt Pindaya im Shan Staat hat uns wirklich sprachlos zurückgelassen. Überhaupt habe ich noch nie so viele Buddhas gesehen wie in Myanmar.

„Entspannt“

Herrlich entspannt ging es in München zu. Nach meinem seit den 90er-Jahren herbeigesehnten Konzert von Guns N‘ Roses erkundeten wir den Englischen Garten. Und unter der Woche hatten wir ihn auch quasi fast für uns alleine.

In Mandalay trafen wir auf eine Gruppe junger Mönche – die nicht nur selbst fleißig fotografiert haben, sondern auch gerne als Fotomodell zur Verfügung standen. Viel entspannter geht doch nicht oder?

„Schönstes Foto“

Mein schönstes Foto ist in Myanmar am Inle See entstanden – genauer gesagt in der Red Mountain Estate Vineyards & Winery in Nyaung Shwe. Was gibt es Besseres als mit einem Glas Wein in der Hand den Sonnenuntergang zu genießen?!

Noch mehr Reisebilder…

… erwarten Dich bei den anderen Teilnehmern der Fotoparade. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die folgenden Beiträge:

Meine weiteren Beiträge zur Fotoparade #FopaNet
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https://www.tips4travellers.de/reisebilder/fotoparade-1-2017-reisebilder/feed/ 17
Frühstück in Berlin: 4 Hot-Spots in Friedrichshain https://www.tips4travellers.de/kontinente/europa/deutschland/fruehstueck-berlin-friedrichshain/ https://www.tips4travellers.de/kontinente/europa/deutschland/fruehstueck-berlin-friedrichshain/#comments Sun, 11 Jun 2017 08:35:39 +0000 https://tips4travellers.de/?p=5288 Zu einem gelungenen Start in den Tag gehört für mich ein gutes Frühstück. Die Auswahl in Berlin ist riesig. Heute stelle ich euch meine vier Frühstücksfavoriten in Friedrichshain vor.

Weder gestern noch morgen

Das gemütliche Café in der Gärtnerstraße gehört seit Jahren zu meinen absoluten Frühstückslieblingen. Die türkisch-mediterrane Karte reicht von Rühreispezialitäten über liebevoll zubereitete Frühstücksplatten (auch vegetarisch) bis hin zu Müsli. Die Theke lockt zudem mit hausgemachten Kuchen und Quiches. Abgerundet wird das Ganze durch ein wechselndes Tagesgericht. Zu meinen Favoriten zählen übrigens das Rührei mit Sucuk (türkische Knoblauchwurst), das Birchermüsli und die Linsenpaste. Nicht unerwähnt bleiben dürfen der Kaffee und der türkische Tee – beide sorgen für einen perfekten Start in den Tag.

Rührei mit Sucuk und Birchermüsli.

Das individuelle Interieur sowie Bücher, Zeitschriften und Spiele laden zum Verweilen ein. Gleiches gilt für das nette und zuvorkommende Team rund um die Besitzerin Selda Temür. Frühstück mit Herz und meine Topempfehlung!

Das Veggie-Frühstück mit viel Obst und leckerer Linsenpaste.

Weder gestern noch morgen
Gärtnerstraße 22
10245 Berlin
Mi-So: 08:30 bis 18:30

Kaffee Karamell

Das Kaffee Karamell im Samariterkiez besticht mit einem unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnis. Die reichhaltigen Frühstücksplatten liegen zwischen 2,90 Euro (Französisches Frühstück) und 6,50 Euro (Frühstück Orient). Besonders lecker sind die hausgemachten Aufstriche, die bei vielen Frühstücken inklusive sind. Wir hatten das Mediterrane Frühstück und einen Strammen Max und waren mehr als satt. Für Schleckermäuler hält die Theke Kekse sowie Kuchen bereit und auch die Fruchtshakes sahen fantastisch aus. Außerdem finden sich auf der Karte Suppen, Salate, Pasta, Risotto und wechselnde Tagesgerichte.

Das mediterrane Frühstück und ein Strammer Max.

Das Ambiente ist von einer interessanten Mischung aus alt und neu geprägt, für Kinder gibt es eine Spielecke. Die Mitarbeiter waren bei unserem Besuch nett und schnell. Einziger kleiner Wermutstropfen: Es war relativ laut.

Kaffee Karamell
Voigtstr. 35
10247 Berlin
Mo-So: 7.30 bis 20.00 Uhr

Neumanns Kaffee & Brot

Ihr habt Lust auf eine Stulle? Dann empfehle ich euch Neumanns Kaffee & Brot. Klassische deutsche Küche modern interpretiert. Das Sauerteigbrot wird hier selbst gebacken und kreativ belegt – das reicht von Eiern und Speck über Ziegenkäse und Büffelmozzarella bis hin zu Spinat und Avocado. Das Ganze wird auch als Combo angeboten: Dann sind Kaffee oder Tee, O-Saft, Brot bzw. Croissant, Marmelade, Butter und Salat inklusive (zwischen 11.50 Euro und 15,50 Euro). In der Vitrine laden zudem hausgemachte Kuchen, Sandwiches und Croissants zum Schlemmen ein.

Die Frühstückscombo 4: Granola mit Joghurt, Croissant, Kaffee, O-Saft, Marmelade und Butter.

Die moderne und schlichte Holzeinrichtung wirkt einladend und gemütlich – die Stühle haben mich ein bisschen an meine Schulzeit erinnert. Das Team ist nett und sehr zuvorkommend. Kleinere Wartezeiten sollten einkalkuliert werden, alles wird frisch zubereitet.

Die Frühstückscombo 1: Strammer Max, Kaffee, O-Saft, Brot, Marmelade, Butter und Salat.

Neumanns Kaffee & Brot
Gabriel-Max-Str. 18
10245 Berlin
Mo-Fr: 09:30 bis 18:00 Uhr
Sa-So: 10:00 bis 19:00 Uhr

Silo Coffee

Das Silo Coffee liegt im Herzen Friedrichshains und bietet neben hervorragenden hausgerösteten Kaffeekreationen auch ein interessantes Frühstücksangebot. Die beiden Besitzer kommen aus Australien und das schlägt sich in der Karte nieder: Hier erwarten euch herzhafte Variationen wie z.B. Eier mit Tomatensoße und Feta oder Würstchen mit Speck und Eiern – verfeinert mit (orientalischen) Gewürzen. Für Schleckermäuler ist der in einer gusseisernen Pfanne zubereitete und servierte Oven Baked Pancake mit Mascarpone, Ahornsirup und Beeren ein Muss.

Leckere Kalorienbombe: Oven Baked Pancake

Das Publikum ist recht international – so verwundert es auch kaum, dass hier vornehmlich englisch gesprochen wird. Die Tische werden zu Stoßzeiten zugewiesen. Insgesamt ein sehr schönes Ambiente, allerdings auch ziemlich voll.

Silo Coffee
Gabriel-Max-Str. 18
10245 Berlin
Mo-Fr: 08:30 bis 17:00 Uhr
Sa: 09:30 bis 19:00 Uhr
So: 10:00 bis 19:00 Uhr

Wo genießt ihr am Liebsten euer Frühstück in Friedrichshain? Ich freue mich auf eure Tipps.

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https://www.tips4travellers.de/kontinente/europa/deutschland/fruehstueck-berlin-friedrichshain/feed/ 9
Karibikzauber und American Way of Life: Tipps für eine Reise nach Puerto Rico https://www.tips4travellers.de/kontinente/suedamerika/puerto-rico/tipps/ https://www.tips4travellers.de/kontinente/suedamerika/puerto-rico/tipps/#comments Fri, 19 May 2017 09:00:24 +0000 http://localhost/wordpress/?p=1260 Der karibische Inselstaat Puerto Rico ist in Europa noch ein echter Geheimtipp. Traumhafte Strände, Regenwälder und Gebirge, historische Bauwerke, tolle Shoppingmöglichkeiten und ein breites Freizeitangebot – für mich vereint Puerto Rico auf knapp 9.000 Quadratkilometern alles, was ich von einem perfekten Urlaub erwarte.

Update: Der Artikel stammt ursprünglich vom 21. Juli 2016 und wurde am 19. Mai 2017 nochmals erweitert und aktualisiert.

In diesem Artikel habe ich für Dich die wichtigsten Tipps und Vorabinformationen für eine Reise nach Puerto Rico zusammengefasst.

Unsere Route auf Puerto Rico

Der Tourismus auf der Insel entwickelt sich gerade und konzentriert sich dabei stark auf die Hauptstadt San Juan. Hier genießen vor allem US-Amerikaner ihren Urlaub, außerdem legen immer mehr Kreuzfahrtschiffe an. Wer sich auf diesen Teil der Insel beschränkt, verpasst allerdings nicht nur die Schönheit der Insel, sondern auch die Herzlichkeit ihrer Bewohner.

Arecibo

Das erste Ziel unserer Puerto-Rico-Reise war Arecibo. Die Küstenstadt liegt im Norden der Insel, etwa eine Stunde westlich von San Juan. Bereits hier kann man in das Puerto Rico abseits des US-Massentourismus eintauchen und auf dem Arecibo Flea Market bummeln oder die Seele am Strand baumeln lassen. Außerdem ist die „Diamante del Norte“ ein guter Ausgangspunkt, um eines der weltweit größten Höhlensysteme sowie das Arecibo-Observatorium (James Bond lässt grüßen…) zu besuchen.

Arecibo Puerto Rico

Rincón

Rincón, das Surferparadies an der Westküste Puerto Ricos. Hier treffen Atlantik und Karibik aufeinander und sorgen für Wellen, die sich in bis zu 7,5 Metern brechen. Hochsaison ist Dezember bis März. Und tatsächlich war an Weihnachten teilweise an Schwimmen nicht zu denken – aber bei zwölf Stränden ist die Auswahl zum Glück groß.

Surfer kommen in Rincón auf ihre Kosten.

San Germán

San Germán ist nach der Hauptstadt San Juan die zweitälteste Stadt Puerto Ricos und tatsächlich stechen einem sofort die vielen historischen Gebäude ins Auge. Hauptattraktion ist die Convento de Porta Coeli. Sie ist eine der ältesten Kirchen Lateinamerikas und beherbergt heute das Museo de Arte Religioso.

Puerto Rico

Ponce

Ponce ist die zweitgrößte Stadt Puerto Ricos und liegt im Süden der Insel. Sie bezaubert mit einer schönen Altstadt, in der sich neoklassizistische Bauten mit pastellfarbenen Häusern im Kolonialstil mischen – teilweise liebevoll restauriert, teilweise dem Verfall preisgegeben. Außerdem ist sie ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge: Hier bieten sich vor allem das Biosphären-Reservat Bosque Estátal de Guánica sowie die Ruta Panorámica an.

Ponce Puerto Rico

Luquillo

Luquillo liegt im Nordosten Puerto Ricos, rund 50 Kilometer von der Hauptstadt San Juan entfernt, und ist für mich eines der schönsten Ziele der Insel. Es ist nicht nur ein perfekter Badeort, sondern auch ein optimaler Ausgangspunkt für eine ganze Reihe an Ausflügen. Wir haben von hier aus den El Yunque Rain Forest besucht und sind auf die Trauminsel Culebra geflogen.

Culebra

Culebra, die kleine Insel östlich von Puerto Rico präsentiert sich als naturbelassenes und entspanntes Traumziel und lockt mit Ruhe, herrlichen Stränden sowie der Möglichkeit mit Meeresschildkröten zu schwimmen. Wer keine Zeit hat, hier länger zu verweilen, sollte zumindest einen Tagestrip einplanen.

Am Tamarindo Beach kommt man Meeresschildkröten ganz nah.

San Juan

San Juan ist die Hauptstadt Puerto Ricos und das kulturelle sowie touristische Zentrum der Insel. Mit ihren historischen Gebäuden, den Festungen El Morro und San Cristóbal sowie tollen Shoppingmöglichkeiten und Restaurants zieht vor allem die Altstadt jedes Jahr zahlreiche Touristen an. Einen unterhaltsamen Abend verspricht ein Besuch bei der Puerto Rico Baseball League und der Toro Verde Park sorgt beim Ziplining für einen Adrenalinschub.

Das Castillo de San Felipe del Morro in San Juan.

Reiseführer für Puerto Rico

Wie unbekannt Puerto Rico hierzulande noch ist, zeigt die Tatsache, dass es nicht einen einzigen deutschsprachigen Reiseführer gibt. In Karibik-Reiseführern werden der Insel maximal ein paar wenige Seiten gewidmet. Also griffen wir zunächst auf die englisch Ausgabe des Lonely Planet Puerto Rico zurück – und waren damit auch nicht zufrieden. Erst online kamen wir schließlich weiter: hier stießen wir auf Puerto Rico Day Trips. Eine Website, die von zwei Amerikanern betrieben wird, die seit 2003 auf Puerto Rico leben. Sie haben die gesamte Insel systematisch erkundet, berichten detailliert über ihre Erfahrungen und stellen zahlreiche hilfreiche Tipps zur Verfügung. Uneingeschränkt empfehlenswert!

Reisezeit für Puerto Rico

Das Klima in Puerto Rico ist angenehm tropisch. Die beste Reisezeit ist zwischen Dezember und April. Während es zur Hauptreisezeit rund um San Juan voll werden kann, ist auf der restlichen Insel davon nicht viel zu spüren. Von Mai bis November ist Regenzeit, wobei die Niederschläge sich vor allem auf den Norden und die Bergregionen konzentrieren. Zu berücksichtigen ist, dass Puerto Rico im Hurrikan-Gebiet liegt – hier sollte man sich jeweils aktuell informieren.

Visa für Puerto Rico

Der Freistaat Puerto Rico ist ein Territorium der Vereinigten Staaten und damit gelten die Einreisebestimmungen der USA. Benötigt wird ein Reisepass und die für die USA übliche ESTA-Genehmigung (Kosten: 14 US-Dollar).

Puerto Rico: Flug & Mietwagen 

Wir haben uns für einen Direktflug mit Condor entschieden, die Airline fliegt jeweils samstags von Frankfurt nonstop nach Puerto Rico. Rückflüge werden ebenfalls nur am Samstag durchgeführt. Die Flugzeit beträgt ca. zehn Stunden. Umsteigeverbindungen bieten unter anderem Air Europa (via Madrid) und Delta sowie American Airlines (diverse US-Flughäfen an).

Unseren Mietwagen haben wir über TUI Cars reserviert und direkt am Flughafen San Juan abgeholt. Ein Mittelklassewagen ist dabei völlig ausreichend. Wir haben für zwei Wochen rund 400 Euro bezahlt.

Der Verkehr auf Puerto Rico

Ein öffentlicher Nahverkehr ist auf Puerto Rico quasi nicht existent. Damit ist es unmöglich, die Insel ohne Mietwagen zu erkunden. Spaß machen die niedrigen Benzinpreise – hier wird die Reisekasse kaum belastet. Bei der Navigation haben wir uns auf die App Navigon U.S. West verlassen. In etwas abgelegeneren Gebieten haben wir im Vorfeld zusätzlich einen Blick in die Straßenkarte geworfen. Damit sind wir immer zuverlässig am Ziel angekommen.

Die Qualität der Straßen ist durchwachsen. Man sollte jederzeit mit Schlaglöchern rechnen – insofern gilt: Fuß vom Gas. Grob lassen sich die Straßen in folgende Kategorien einteilen:

  • Expressway-Mautstraßen: Relativ gut ausgebaut, an den Zufahrten muss eine Gebühr zwischen 50 US-Cent und 1,50 US-Dollar entrichtet werden. Münzen bereithalten.
  • Autobahnen: Umrunden die Insel. In jede Richtung zwei bis drei Fahrspuren. Viele Ampeln und ein hohes Verkehrsaufkommen zu Stoßzeiten führen häufig zu Staus.
  • Kleine Straßen: Landschaftlich in der Regel sehr schön, werden sie für den Fahrer nicht selten zu einer kleinen Herausforderung. Sie sind oft schmal und kurvenreich. In den Bergen kommt man deshalb nur sehr langsam vorwärts. Hier sollte man besonders wachsam sein.

Unterkünfte auf Puerto Rico

Bei dieser Reise haben wir sämtliche Unterkünfte über Airbnb gebucht und haben damit ausnahmslos gute Erfahrungen gemacht. Das Preisniveau der Hotels auf Puerto Rico ist zum einen relativ hoch und zum anderen ist die Auswahl außerhalb der Hauptstadt San Juan teilweise beschränkt. Um die Insel authentisch zu erleben, sind private Unterkünfte die deutlich bessere Option.

Puerto Rico: Sprache

Die offiziellen Sprachen Puerto Ricos sind Spanisch und Englisch. Doch je weiter man sich von der Hauptstadt San Juan entfernt, desto weniger Englisch wird gesprochen – oft nicht mehr als ein paar Brocken. Meine Spanischkenntnisse waren hier durchaus das eine oder andere Mal hilfreich. Zumal sich die Puerto Ricaner sehr über Besucher freuen, die sich die Mühe machen, es zumindest mit Spanisch zu versuchen. Uns hat das so manchen kostenlosen Nachtisch eingebracht… 😉

Sicherheit auf Puerto Rico

Die Sicherheitslage in Puerto Rico ist gut. Es gibt kein großes Kriminalitätsproblem, kleinere Betrügereien und Diebstähle gehören hier aber ebenso zum Alltag wie überall sonst auf der Welt. Wir haben uns auf der kompletten Reise nicht einmal unwohl gefühlt – auch nicht in abgelegeneren Regionen. Wir wurden auf der gesamten Insel mit offenen Armen empfangen und die Menschen waren sehr hilfsbereit.

Medizinische Versorgung auf Puerto Rico

Die medizinische Versorgung auf Puerto Rico gilt als gut, jedoch teuer. Empfohlen wird eine Auslandsreise-Krankenversicherung. Die Reiseapotheke kann bei Bedarf problemlos nach-/aufgefüllt werden. So gibt es auf der Insel z.B. mehrere Walgreens.

Habt ihr weitere Fragen zu Puerto Rico? Dann freue ich mich auf eine Nachricht von euch! Vielleicht könnt ihr dann schon bald selbst diese wunderschöne Aussicht genießen.

Puerto Rico El Yunque

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Wanted: Bye bye Winter – Hallo Sommer! https://www.tips4travellers.de/reiseplanung/routen-tipps/sommer/ https://www.tips4travellers.de/reiseplanung/routen-tipps/sommer/#comments Sun, 14 May 2017 06:50:54 +0000 https://tips4travellers.de/?p=5200 Sommer, Sonne, Sonnenschein? Nein, Blitz, Regen und Donner. Der Blick aus meinem Fenster lässt kein Sommerfeeling aufkommen. Aber zum Glück scheint immer irgendwo auf der Welt die Sonne. Ich bin dem deutschen Schmuddelwetter in den letzten Jahren z.B. in der Karibik, Südostasien aber auch in Europa entkommen. Meine schönsten Tipps habe ich nun für Dich zusammengefasst – und zwar im Rahmen der Fotoparade „Bye bye Winter – Hallo Sommer!“ von Katrin und Christian vom Reiseblog Before We Die. Die Herausforderung: Meine schönsten Sommerfotos zu sieben vorgegebenen Kategorien.

Sonnenuntergang

Sommer im deutschen Winter? Dann solltest Du über eine Reise nach Südostasien nachdenken. Hier erwartet Dich Flip-Flop-Wetter und noch viel wichtiger: eine perfekte Kombination aus Kultur, Entspannung und Shopping (ja, typisch Frau…). Diesen wunderschönen Sonnenuntergang haben wir auf der vietnamesischen Insel Phu Quoc eingefangen – ein kleines Paradies für relaxte Tage.

High up in the sky

Du bist nicht so der Typ für Asien? Kein Problem, dem deutschen Winter kann man auch in der Karibik perfekt entfliehen. Ein echter Geheimtipp ist der Inselstaat Puerto Rico. Was Dich hier erwartet? Traumhafte Strände, Regenwälder und Gebirge, historische Bauwerke, tolle Shoppingmöglichkeiten und ein breites Freizeitangebot. Mit dieser fantastischen Aussicht wurden wir nach einer Wanderung durch den El Yunque Rain Forest belohnt.

Getrunken

Nicht nur der April macht was er will – auch im Mai und Juni ist das mit dem Sommer manchmal so eine Sache. Kein Problem, unsere europäischen Nachbarn helfen gerne mit Sonne aus. Wie wäre es z.B. mit einer Reise ins Land des ewigen Frühlings, der Seefahrer, des Fados und des Portweins? Portugal ist das perfekte Land für einen unvergesslichen Roadtrip entlang der Küste. Nicht verpassen: Ein kühles Bier am Atlantik! Besonders schön weht einem die Meeresluft übrigens in Porto um die Nase.

Beachlife

Warm ist Dir nicht heiß genug? Dann solltest Du den Sommer in Myanmar testen – von März bis Mai erwarten Dich hier Temperaturen zwischen 30° und 45° Grad. Mein Herz hat das Land der goldenen Pagoden im Sturm erobert. Es überzeugt nicht nur mit kulturellen und landschaftlichen Höhepunkten, sondern vor allem mit der Freundlichkeit und Offenheit seiner Menschen. Und ja, es gibt auch wunderschöne Strände. Am Ngapali Beach wartet auf Dich dann auch Beachlife der etwas anderen Art: Wir teilten uns den Strand mit den einheimischen Fischern und bekamen spannende Einblicke in ihren Alltag.

Gewachsen

Gewachsen ist in den letzten Jahren meine Liebe zu Zeeland. Okay, auch in den Niederlanden lässt sich der Sommer manchmal etwas bitten, aber am Meer fühlt es sich für mich immer gleich viel sommerlicher an – auch bei Regen 😉 Vor allem im Frühling genieße ich hier gerne die ersten Sonnenstrahlen.

Vitamin Sea

Sommer ist, was man daraus macht. Das lernten wir letzten August in Südengland. Denn auch mit Regenschirm in der Hand kann man am Strand wunderbar Energie tanken und den Tag genießen. Vor allem, während des völlig verrückten Whitstable Oyster Festivals.

Das schönste Sommerfoto

Die kniffligste Aufgabe zuletzt: mein schönstes Sommerfoto. Puh. Und dann dachte ich mir – ich bin mit einem Sonnenuntergang gestartet, warum nicht mit einem Sonnenaufgang enden. In der Hoffnung, dass der Sommer auch in Deutschland bald Einzug hält. Und die Erinnerung ist noch ganz frisch: Diesen wunderschönen Moment durfte ich im März in Bagan (Myanmar) erleben. Einfach magisch…

Noch mehr Sommer…

… erwartet Dich bei den anderen Teilnehmern der Fotoparade. Mir sind besonders die folgenden fünf Beiträge ins Auge gestochen:

Und? Wo genießt Du dieses Jahr den Sommer?

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https://www.tips4travellers.de/reiseplanung/routen-tipps/sommer/feed/ 10
Myanmar – Informationen & Tipps für Deine Reise https://www.tips4travellers.de/kontinente/asien/myanmar/myanmar-tipps/ https://www.tips4travellers.de/kontinente/asien/myanmar/myanmar-tipps/#comments Wed, 10 May 2017 18:58:55 +0000 https://tips4travellers.de/?p=5015 Myanmar ist eines der vielfältigsten Reiseziele in Südostasien – und hat mein Herz im Sturm erobert. Das Land der goldenen Pagoden überzeugt nicht nur mit kulturellen und landschaftlichen Höhepunkten, sondern vor allem mit der Freundlichkeit und Offenheit seiner Menschen. In diesem Artikel habe ich für Dich die wichtigsten Tipps und Vorabinformationen für eine Reise nach Myanmar zusammengefasst.

Unsere Route durch Myanmar

Selten habe ich mir mit einer Routenplanung schwerer getan als in Myanmar – dieses faszinierende Land hat so viel zu bieten. Aber was ist in 19 Tagen realistisch machbar? Meine erste Erkenntnis: Reisen in Myanmar braucht Zeit. Selbst vermeintlich kurze Strecken werden aufgrund der Straßenverhältnisse schnell zu mehrstündigen Abenteuern. Wir wollten weder durch das Land hetzen, noch den halben Urlaub im Bus verbringen: Also haben wir die gut miteinander vernetzen „Big Four“ Yangon, Inle-See, Mandalay und Bagan als Basis gewählt – kombiniert mit Tagesausflügen in etwas unbekanntere Regionen. Zum Ausklang der Reise standen dann noch ein paar entspannte Tage am Ngapali Beach auf dem Programm.

Yangon

Die ehemalige Hauptstadt ist das wirtschaftliche Zentrum Myanmars. Ein absolutes Highlight ist ein Besuch der Shwedagon-Pagode. Außerdem gehört ein Spaziergang durch Downtown zum Pflichtprogramm: Hier beeindrucken vor allem die kolonialen Altbauten und die Sule-Pagode.

Shwedagon-Pagode in Yangon
Gold, so weit das Auge reicht: die Shwedagon-Pagode in Yangon.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: 3 Tage
  • Hotel: Wai Wai´s Place
  • Leider nicht geschafft: Yangon Circle Train
  • Fazit: Wir hätten uns einen Tag mehr Zeit gewünscht
  • Mehr Infos: Folgen

Inle-See

Eines der viel beschworenen Must-Sees in Myanmar – bei uns hat der Inle-See allerdings eher gemischte Gefühle ausgelöst. Die obligatorische Bootsfahrt ist nicht nur sehr touristisch (verkaufslastig), sondern vor allem auch eine starke Belastung für das Ökosystem. Keine Frage: Die Sonnenauf- und -untergänge sind herzerwärmend, die Akrobatik der Fischer beeindruckend und die Landschaft wunderschön, aber der große Zustrom an Touristen zeigt deutlich negative Auswirkungen. Mein persönlicher Favorit an unserem Tag auf dem Wasser war das Pagodenfeld von Indein. Wer den See und sein Umland in Ruhe genießen will, dem sei eine Radtour empfohlen. Echte Highlights sind Ausflüge nach Pindaya und Kakku.

Inle-See
Touristen bringen mehr als Fische: „Show-Fischer“ auf dem Inle-See.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: 5 Tage (inkl. Ausflüge)
  • Hotel: Yar Pyae Hotel in Nyaungshwe
  • Fazit: Ein Tag weniger hätte es für uns auch getan
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Pindaya

Ein Höhlenlabyrinth, in dem mehr als 8.000 Buddha-Statuen auf Besucher warten: Die kleine Stadt Pindaya im Shan Staat hat uns wirklich sprachlos zurückgelassen. Für Birmanen ist sie ein beliebter Wallfahrtsort. Am Fuße der Höhlen haben sich mehrere auf die Produktion von Schirmen und Webarbeiten spezialisierte Familienbetriebe angesiedelt. Auf Touristen trifft man hier bisher nur vereinzelt.

Pindaya
Pindaya: 8.000 Buddhas der unterschiedlichsten Größen.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: Tagesausflug
  • Fazit: Lohnt sich!
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Kakku

2.500 Stupas und tausende Glöckchen, die leise im Wind klingeln: Das antike Pagodenfeld in Kakku ist zwar etwas mühsam zu erreichen, aber definitiv einen Besuch wert. Ein entspannter Ort, an den sich nur wenige Besucher verirren.

Kakku
Das Pagodenfeld in Kakku ist für Touristen erst seit wenigen Jahren zugänglich.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: Tagesausflug
  • Fazit: Lohnt sich!
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Mandalay

Die Metropole im Norden Myanmars wird von vielen Reisenden unterschätzt. Dabei hat Mandalay viel zu bieten: zu meinen Favoriten gehören die Mahamuni-Pagode und der Mandalay Hill. Und auch den Kunsthandwerkern der Stadt sollte man unbedingt einen Besuch abstatten. Zudem locken im Umland Amarapura, Inwa, Sagaing und Mingun – etwas weiter entfernt Pyin U Lwin und Monywa.

Mahamuni-Pagode Mandalay
Den Buddha in der Mahamuni-Pagode dürfen nur Männer berühren.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: 3 Tage
  • Hotel: Hotel 8
  • Leider nicht geschafft: Pyin U Lwin und Mingun
  • Fazit: Wir hätten gerne ein/zwei Tage mehr gehabt
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Monywa

Monywa beeindruckt mit Superlativen und war mein persönliches Highlight auf dieser Reise. Wir haben hier u.a. die zweitgrößte stehende Buddha-Statue der Welt erklommen. Außerdem gilt die Thanboddhay-Pagode mit ihren mehr als 500.000 Buddhas als eine der schönsten des Landes. Anderen Touristen sind wir an unserem Tag in Monywa übrigens nicht begegnet.

Monywa
Der zweitgrößte stehende Buddha der Welt beeindruckt Besucher in Monywa.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: Tagesausflug
  • Leider nicht geschafft: Höhlen von Hpo Win Daung
  • Fazit: Ein Tagesausflug ist viel zu wenig!
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Bagan

Das Muss auf jeder Reise durch Myanmar: Es locken tausende Pagoden und Tempel sowie unvergessliche Sonnauf- und -untergänge. Ich denke, das Bild sagt alles…

Bagan
Ohne Worte: der Sonnenaufgang in Bagan.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: 3 Tage
  • Hotel: Zfreeti Hotel
  • Keine Lust: Ausflug zum Mount Popa
  • Fazit: Für uns waren drei Tage genau richtig
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Ngapali Beach

Der Sandstrand des Ngapali Beach gilt als einer der schönsten des Landes. Und ja, er ist wunderschön. Perfekt für ein paar entspannte Tage. Wir haben uns etwas abseits des Trubels am Kippling Bay einquartiert und die Seele baumeln lassen.

Ngapali Beach
Relaxen am Ngapali Beach.
  • Unsere Aufenthaltsdauer: 4 Tage
  • Hotel: Yoma Cherry Lodge
  • Fazit: Perfekt für einen relaxten Ausklang
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Reisezeit für Myanmar

Grundsätzlich lässt sich Myanmar das ganze Jahr bereisen – in der Regenzeit mit Einschränkungen:

  • Hauptsaison: November bis Februar
    Angenehme Temperaturen zwischen 20°C und 30°C und eine gemäßigte Luftfeuchtigkeit. Allerdings ist zu dieser Zeit gerade in den „Touristenhochburgen“ sehr viel los und die Preise steigen deutlich an.
  • Nachsaison: März bis Mai
    Wer sich für eine Reise in der Nachsaison entscheidet, sollte Hitze vertragen. Das Thermometer klettert auf bis zu 45°C. Wir haben diese Temperaturen gut vertragen, das gilt aber nicht für jeden. Im April sollte man einkalkulieren, dass während des Wasserfests das Leben in Myanmar teilweise stillsteht. Mit dem Transport kann es in dieser Zeit schwierig werden.
  • Regenzeit: Juni bis August
    Während der Regenzeit ist das Klima schwül-warm. Die Küstenregionen sollte man zu dieser Zeit eher meiden. Mandalay, Bagan und der Inle-See lassen sich aber auch von Juni bis August gut bereisen. Allerdings sollte man sich drauf einstellen, dass Straßen aufgrund von Niederschlägen kurzfristig gesperrt werden.
  • Vorsaison: September & Oktober
    In diesen beiden Monaten ist die Regenzeit am Auslaufen und Myanmar begrüßt seine Besucher mit einer satten und grünen Landschaft. Vor allem für Naturliebhaber eine interessante Reisezeit.

Reiseführer für Myanmar

Myanmar verändert sich so rasant, dass Reiseführer schneller veralten, als sie gedruckt werden können. Nichtsdestotrotz ist der Stefan-Loose-Reiseführer Myanmar eine gute Basis, um ein erstes Gefühl für das Land zu entwickeln. Zusätzlich möchte ich euch folgende Reiseblogs ans Herz legen:

Falls ihr bei Facebook aktiv seid, dann solltet ihr Mitglied in diesen beiden Gruppen werden – hier sind echte Experten unterwegs:

  • MYANMAR REISEFANS – News, Reisetipps und Erfahrungen
  • MYANMAR (Burma) Reisefreunde – Reisetipps, News und Erfahrungen

Visa für Myanmar

Für das Visa stehen zwei Optionen zur Auswahl: das eVisa oder das Visa über die Botschaft. Beide sind ab ihrer Ausstellung für 90 Tage gültig und berechtigen zu einer Aufenthaltsdauer von 28 Tagen.

1. eVisa

Am unkompliziertesten ist das eVisa, das man auf dieser offiziellen Seite beantragen kann (nicht zu verwechseln mit inoffiziellen Seiten mit deutlich höheren Gebühren!). Es kostet 50 US-Dollar und wird nach der Bewilligung per E-Mail zugestellt. In der Regel dauert dies nicht länger als drei Tage. Das Visa kann nur mit Kreditkarte bezahlt werden, außerdem muss ein Passfoto hochgeladen werden. Zu beachten ist, dass das Visa nur an folgenden Grenzen genutzt werden kann:

  • Yangon Internationaler Flughafen
  • Mandalay Internationaler Flughafen
  • Nay Pyi Taw Internationaler Flughafen
  • Grenzübergang Tachileik
  • Grenzübergang Myawaddy
  • Grenzübergang Kawthaung

2. Botschaft Berlin

Das Visa kann auch bei der Botschaft in Berlin beantragt werden. Hier fallen 40 Euro an, die Kosten müssen im Voraus (bar oder per Überweisung) bezahlt werden. Detaillierte Informationen zu den benötigten Unterlagen stellt die Botschaft auf ihrer Website bereit. Zu beachten ist, dass die Bearbeitungszeit bei ein bis zwei Wochen liegen kann.

Flüge nach Myanmar

Myanmar hat drei internationale Flughäfen (Yangon, Mandalay und Nay Pyi Taw). Direktflüge aus Deutschland sind nicht möglich. Viele Besucher reisen über Thailand ein. Hier ist Thai Airways die Fluglinie der Wahl. Wir haben uns für Singapur Airlines entschieden und sind über Singapur nach Yangon geflogen. Auch die arabischen Fluglinien Etihad Airways, Emirates und Qatar Airways locken immer wieder mit guten Angeboten. Ähnliches gilt für Air China und Vietnam Airlines. Innerhalb Asiens ist Air Asia in der Regel eine preisgünstige Option. Hier hilft nur, die Angebote hinsichtlich Preis und Umsteigezeiten zu vergleichen. Ich nutze für die Erstrecherche in der Regel Skyscanner, nehme die Buchung dann aber direkt bei der Airline vor.

Unterkünfte in Myanmar

Vorbuchen oder nicht? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Wir wollten vor Ort keine Zeit mit der Hotelsuche verschwenden, und haben unsere Unterkünfte deshalb von Deutschland aus reserviert. Über Booking oder Agoda ist das problemlos möglich. In der Nebensaison findet man sicher auch spontan eine Unterkunft – während der Hauptsaison kann das zur Herausforderung werden.

Wir haben uns in Yangon, am Inle-See und in Mandalay für Mittelklassehotels entschieden und lagen preislich zwischen 25 und 45 Euro pro Nacht im Doppelzimmer. Mit dem Preis-/Leitungsverhältnis waren wir dabei absolut zufrieden. Bagan ist insgesamt etwas teurer, und da wir hier zusätzlich Wert auf einen Pool gelegt haben, kamen wir auf 55 Euro pro Nacht im Doppelzimmer. Deutlich höhere Preise erwarten Besucher am Ngapali Beach, an dem hochpreisige Ressorts dominieren. Unser Hotel in direkter Strandlage schlug mit rund 100 Euro pro Nacht im Doppelzimmer zu Buche.

Transport in Myanmar

1. Flugzeug

Wir haben uns fast durchgängig für die zeitsparende jedoch vergleichsweise kostenintensive Variante entschieden: Fliegen. Myanmar verfügt über drei internationale sowie 16 nationale Flughäfen, die untereinander gut vernetzt sind. Wir nutzten dabei sowohl Myanmar National Airlines als auch Air KBZ und beide Fluggesellschaften konnten in puncto Sicherheit, Pünktlichkeit und Service überzeugen. Weiterer Vorteil: Beide Airlines bieten eine Online-Buchung an. Einen Überblick über Inlandsflüge in Myanmar bietet Flyma.

2. Zug

Gerne hätten wir das Schienennetz getestet, leider konnten wir das zeitlich nicht mehr realisieren. Reisen mit dem Zug ist in Myanmar ein echtes Abenteuer und Grundvoraussetzung ist ein stabiler Magen: die veralteten Züge holpern im Schritttempo über die Gleise. Belohnt wird man für diese Strapazen mit wunderschönen Landschaften. Zu den absoluten Klassikern zählt eine Fahrt über das Goteik-Viadukt auf der Strecke von Mandalay nach Hsipaw. Wer auf der Suche nach Kurzalternativen ist, dem sei eine Fahrt mit dem Yangon Circle Train oder von Yangon nach Bago empfohlen. Ausführliche Informationen zu Strecken und Abfahrtszeiten bietet die Website The Man in Seat 61.

3. Bus

Das Busnetz in Myanmar ist relativ gut ausgebaut – auch wenn es manchmal schwer ist an konkrete Informationen zu kommen. Hier wendet man sich am besten an sein Guesthouse. Unterscheiden muss man zwischen staatlichen und privaten Bussen. Erstere sind sehr günstig, zeichnen sich aber nicht selten durch Überfüllung und eine schlechte Federung aus. Private Busse (oft VIP-Busse genannt) kosten zwar etwas mehr, sind aber vergleichsweise komfortabel. Oft sind sie mit einer Klimaanlage und Liegesitzen ausgestattet. Informationen bietet z.B. die Website Myanmar Bus Ticket.

4. Schiff

Eine langsame aber entspannte Art Myanmar zu bereisen ist mit dem Boot. Der Ayarwaddy bietet dafür die perfekte Kulisse. Besonders beliebt sind z.B. die Strecken zwischen Mandalay und Bagan oder Sittwe und Mrauk U. Auch hier hat man oft die Wahl zwischen staatlichen Fähren und privaten Expressbooten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ein eigenes Boot zu chartern. In der Trocken- (März bis Mai) und Regenzeit (Juni bis Oktober) muss mit Einschränkungen gerechnet werden. Bekanntere Anbieter sind z.B. MGRG Express oder Malikha River Cruise. Weiterführende Informationen finden sich darüber hinaus bei Getting Arround Myanmar.

5. Fahrer

Ein etwas teurere, aber praktische Alternative ist, sich einen Mietwagen mit Fahrer zu nehmen. Wir haben diese Option u.a. für unsere Tagesausflüge nach Monywa und Pindaya genutzt. Eine Reservierung ist über Reiseagenturen oder das Guesthouse möglich, viele Anbieter findet man in der Zwischenzeit darüber hinaus online. Manchmal lohnt es sich auch, einen Taxifahrer anzusprechen, so haben wir z.B. unseren Fahrer für die Tour nach Amarapura, Inwa und Sagaing gefunden.

Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung von Sammeltaxen, die auf fast allen Strecken angeboten werden – nicht unbedingt bequem, aber kostengünstig. Bezüglich der Abfahrtszeiten kann in der Regel auch das Guesthouse weiterhelfen.

Geld in Myanmar

Währung in Myanmar ist der Kyat, ein Umtausch ist nur vor Ort möglich. In der Vergangenheit wurde oft dazu geraten, US-Dollars mitzuführen, um mit diesen zu bezahlen. In den touristisch gut erschlossenen Gebieten ist das heute nicht mehr notwendig. Wir konnten überall mit Kyat bezahlen und hatten auch immer einen ATM vor Ort. Meistens haben wir die Automaten der KBZ Bank genutzt und konnten sowohl mit der Master als auch mit der VISA Card problemlos Geld abheben. Das Maximum liegt hier bei 300.000 Kyat und es werden 5.000 Kyat Gebühren fällig. Eine bargeldlose Zahlung ist nur in größeren Hotels und Shops möglich. In der Regel fallen dabei zusätzliche Gebühren an.

Empfehlenswert ist, als Back-up unbeschädigte Dollars oder Euros einzupacken – gerade bei Reisen in abgelegenere Regionen. Eine empfehlenswerte Zusammenfassung zu dem Thema findest Du bei René vom Blog Myanmar Travel.de: Geld abheben und Geld wechseln in Myanmar.

Ist Myanmar sicher?

Anfang des Jahres wurde in den Medien intensiv über die Sicherheitslage in Myanmar diskutiert und auch das Auswärtige Amt mahnt nach wie vor zur Vorsicht. Ich kann nur sagen, dass wir uns in den 19 Tagen nicht eine Minute unwohl gefühlt haben. In den von uns bereisten Städten waren keinerlei Spannungen sicht- und spürbar. Gefährdete Gebiete sind für Touristen in der Regel auch nicht zugänglich. Offizielle Informationen zu gesperrten Gebieten bietet diese Website: Ministry of Hotels and Tourism.

Wir haben die Birmanen als sehr höfliche und um ihre Besucher bemühte Gastgeber wahrgenommen. Trotz Sprachbarriere hatten wir viele unvergessliche Begegnungen inkl. lustiger Fotoshootings… 😉

Myanmar
Wir wurden mehr als nur einmal zum Fotoshooting gebeten – hier in Monywa.

Puh, der Artikel ist ganz schön lang geworden. Informationen zu den einzelnen Städten folgen in den nächsten Wochen. Ich für meinen Teil habe mich in Myanmar verliebt und das wird ganz sicher nicht meine letzte Reise gewesen sein – es gibt noch so viel zu entdecken!

Habt ihr weitere Fragen zu Myanmar? Dann freue ich mich auf eine Nachricht von euch!

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Was Du in Porto auf keinen Fall verpassen solltest https://www.tips4travellers.de/kontinente/europa/portugal/was-du-in-porto-auf-keinen-fall-verpassen-solltest/ https://www.tips4travellers.de/kontinente/europa/portugal/was-du-in-porto-auf-keinen-fall-verpassen-solltest/#comments Sun, 22 Jan 2017 07:58:17 +0000 https://tips4travellers.de/?p=4855 Porto ist Portugals heimliche Hauptstadt und zieht immer mehr Reisende in ihren Bann. Die faszinierende und lebhafte Metropole am Douro überzeugt durch einen charmanten Mix aus Alt und Neu. Entdeckt mit mir das großartige Weltkulturerbe der UNESCO: Vier Tipps für einen entspannten und unvergesslichen Kurztrip.

Das historische Zentrum Portos genießen

Theoretisch lässt sich das Zentrum Portos gut zu Fuß erkunden, die vielen steilen Hügel erfordern allerdings eine gute Kondition. Einfacher ist, die Stadt mit dem Segway zu entdecken. Wir haben uns für eine dreistündige Tour mit Bluedragon entschieden. Damit hatten wir einen guten ersten Überblick.

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Mit dem Segway lässt sich Porto entspannt erkunden.

Auf dem Programm standen u.a. der Torre dos Clérigos, die Sé Kathedrale, die Avenida dos Aliados, der Bolhão Markt und das bekannte Majestic Café. Außerdem die Kirche San Ildefonso sowie der Bahnhof São Bento. Beide sind für ihre traditionellen blauen Kacheln (Azulejos) berühmt.

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Die Kirche San Ildefonso mit ihren traditionellen Azulejos.

Natürlich durfte auch die Überquerung der 385 Meter langen und 45 Meter hohen Ponte Dom Luís I nicht fehlen. Die Brücke, die über zwei Ebenen verfügt, zählt zu den bekanntesten Brücken Portugals. Sie führt über den Douro und verbindet Porto mit der kleinen angrenzenden Stadt Vila Nova de Gaia. Vom dortigen Aussichtspunkt Serra do Pilar eröffnet sich ein toller Ausblick auf das UNESCO-Weltkulturerbe.

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Vom Serra do Pilar lässt sich der Ausblick auf Porto genießen.

Ein weiterer Haltepunkt war eine der schönsten Buchhandlungen der Welt: die Livraria Lello e Irmão. Besonders beeindruckend ist die geschnitzte Holztreppe über die man ins Obergeschoss kommt. Wermutstropfen sind die Menschenmassen: Seit bekannt ist, dass Joanne K. Rowling einige Zeit im Porto lebte und angenommen wird, dass die Buchhandlung als Inspiration für die Zauberschule Hogwarts diente, wird sie regelrecht von Harry-Potter-Fans überrannt. Aktuell werden deshalb auch drei Euro Eintritt fällig – diese können bei einem Einkauf verrechnet werden.

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Harry Potter lässt grüßen: die Buchhandlung Livraria Lello e Irmão.

Am Atlantik Meeresluft schnuppern

Zu einem Besuch in Porto gehört ein Spaziergang am Atlantik. Wir haben unseren Mietwagen am Parque da Cidade geparkt und sind vom Castelo do Queijo bis zum Fortaleza de São João da Foz geschlendert. Hin und zurück sind das rund fünf Kilometer. Unterwegs laden zahlreiche Restaurants und Bars zu einer entspannten Rast ein. Ein Schal und eine dünne Jacke sind dabei auch bei warmen Temperaturen gute Begleiter: der atlantische Wind ist allgegenwärtig.

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Relaxen am Atlantik.

Porto kulinarisch: Francesinhas

Francesinha, die kleine Französin – klingt unschuldig, ist in Wirklichkeit aber eine wahre Kalorienbombe. Das Sandwich wurde in Porto erfunden und ist laut unserem Airbnb-Host ein kulinarisches Highlight, das man auf keinen Fall verpassen darf.

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Eine kleine Kalorienbombe: Franceshinas sind typisch für Porto.

Die Kombination ist abenteuerlich: Toastbrot, Schinken, Linguica und Beefsteak – überbacken mit Käse und übergossen mit einer Soße aus Tomaten, Senf, Bier, Wein und Brandy. Unbedingt Hunger mitbringen – ich habe die Portion (trotz Bier zum Nachspülen) bei Weitem nicht geschafft.

Auf den Spuren der Traube

Okay, ich oute mich: Ich kann mit süßen Weinen eigentlich so gar nichts anfangen – für mich muss es (staub)trocken sein. Aber Porto ohne Portwein? Undenkbar! Vinho do Porto, wie der Portwein portugiesisch heißt, ist eine geschützte Bezeichnung für Weine aus der Douro-Region und das Porto gegenüberliegende Städtchen Vila Nova de Gaia das nationale Produktionszentrum: Hier reiht sich ein Weinkeller an den nächsten und fast alle bieten Führungen an. Wir wollten es etwas genauer wissen und machten uns mit dem Mietwagen auf den Weg ins Douro-Tal. Hier hat sich der Douro tief in die Landschaft hineingegraben und an seinen Ufern türmen sich Tausende Rebterrassen über- und nebeneinander.

Portugal Douro-Tal
Wer Zeit mitbringt, sollte unbedingt einen Tagesausflug ins Douro-Tal einplanen.

Alleine schon die Autofahrt durch das Tal ist beeindruckend – hier ist der Weg das sprichwörtliche Ziel. Wir hatten zwei Hauptziele eingeplant: Pinhão und Peso da Régua. Die Strecke lässt sich übrigens auch gut mit der Bahn zurücklegen.

Pinhão

Der kleine Ort Pinhão liegt am Ufer des Douro und im Herzen des Portwein-Anbaugebiets. Unser erster Anlaufpunkt war der Bahnhof mit seinen Fliesenbildern, auf denen Szenen der Weinlese dargestellt sind.

pinhao bahnhof
Der Bahnhof in Pinhão ist ein beliebter Haltepunkt im Douro-Tal.

Danach war geplant, eine Bootstour zu machen bzw. ein Kanu zu mieten und im Anschluss eine kleine Weinprobe im Weingut Quinta da Foz zu genießen. Warum eigentlich? Wir haben einen sehr heißen Tag erwischt und ich habe bereits auf der Hinfahrt fiese Kopfschmerzen bekommen. Also mussten wir uns mit einem ruhigen Notprogramm begnügen. Aber zum Glück gibt es ja andere Reisende, die ihren Ausflug mehr genießen konnten – deshalb möchte ich euch an dieser Stelle auf zwei schöne Beiträge verweisen:

Peso da Régua

Peso da Régua ist das zentrale Handelszentrum der Region und hier legen auch die meisten Ausflugsschiffe von Porto aus an. Sehenswert ist vor allem das Gebiet am Fluss, sonst ist die Stadt eher weniger attraktiv. Interessant ist das Museu do Douro, das Informationen rund um die Region und ihren Wein liefert. Mein persönliches Highlight war allerdings unser Besuch im Restaurant Tasca da Quinta. Auf der liebevoll gestalteten Speisekarte finden sich allerlei portugiesische Spezialitäten.

Tipps für Deinen Besuch in Porto

Flüge: Porto wird von zahlreichen deutschen Städten angeflogen. Preislich attraktiv sind dabei u.a. Ryanair, easyJet und Eurowings.

Übernachtung: Wir haben unsere Unterkunft über Airbnb gebucht und waren damit sehr zufrieden. Hier finden sich viele günstige Angebote.

Fortbewegung: Der Nahverkehr in Porto ist sehr gut ausgebaut. Wir haben unseren Mietwagen deshalb die meiste Zeit stehen lassen. Ausführliche Informationen bietet z.B. die Website von portugal-reiseinfo.de.

Porto Card: Mit der Porto Card lässt sich teilweise ordentlich sparen. Neben dem freien Eintritt in mehrere Museen, winken zahlreiche Rabatte. Wir haben unsere Karte mit der Segway Tour quasi auf einen Schlag refinanziert. Mehr Informationen gibt es bei Visit Porto.

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